re Wund» undzwM n d« P» mindestt» e w« rno», S � welche W [cht im fttoCen m« und ttt >aS spät 8' mm ewtf büncn# > Tridün» i und W Worte defand, Theile_fl Breit«# n niedttSs ' die nw t Ein# Ä-Z nnen W rs: t die* Den tmfang; von? in war' vorzuzied und<° Bei£ -bensgiA jctrouwJ e 3i9jä iSM Behandl? cMfl MMQÜ 213» Sonntag» de« 9. September 1888. Jovrg. Brgan für die Interessen der Arbeiter. . De»«„Berliner Bolk«blatt« scheint täglich Morgens miß«: nach Sonn« und Feftiagm. AbonnementtprriS für Berlin frei i oierteljd&Iich 4 Marl, monatlich 1,35 Marl, wöchentlich 85 W. Postabonnement Einzcliee Numma 5 Pf. Sonutags-Nummer mit dem»SonntagS-Blatt" 10 Pf. (Eingetragen in der PostzeiwngSpreislist« für 1886 unter Nr. 849.) ttSfcmtS! 4%W. JnsertionSaebühr beträgt für die 4 gespaltet« Pctitzeile oder deren Raum 25 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei rßeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr NachmittagA der Expedition, Berlin SW., Zimmerstrafie 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux,-chwt Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Kenthstraße 2.— Erpedition: Zimmerstraße 44. * ler IbnwtKfr liegt fSr«nstr« Abonnenten »o de»..K-nntsg-�tatt" bei. bschließung von Nordamerika. o» Die NankeeS haben schon längst angekündigt, daß sie �ßregeln gegen die Einwanderung von Euro- foctn nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika Nsm wollen. Nunmehr erfährt man auch, worin diese A«bregeln bestehen sollen. ES wird im Kongreß zu ?Phington beantragt werden, in Europa nordamerikanische 4°nsular'Agenten anzustellen. Diese Agenten sollen, Uhr in P(u eä heißt, die Aufgabe haben, den C h a r a k t e r der itgleiste � rl'e kennen zu lernen, die nach Nordamerika auswandern w rd. d»? e�en, und die Auswanderer sollen sich drei Monate, bevor rechten � unter Segel gehen, bei diesen Konsular- Agenten an- ! komme"» melden. mf die. Setzen wir statt„Charakter" lieber„VermögenSver- u>it 0% �ifse", dann wird der„Geist" deS neuen Gesetzentwurfs gekonzeiW fein. anwallh i- aegen -rgloser 1 bahnuns� ch folg-' Uhr in � Ein- Nerwun� � geben von vornherein zu, daß die Aus-, resp �tö�fall>> l/�erungsfrage für Nordamerika eine andere Bedeutung Zturmgl"� h"»Ig für die übrigen Länder. im Hilst i1. Es gab eine Zeit, da Nordamerika so arm an Arbeits- Hilssma»»Men war, daß man begierig alle ausnahm, welche auS ! Todte uk�gend einem Grunde die alte Heimath verließen. Man merte sich nicht um ihr Vorleben. Daher kam es, daß in Europa häusig Verbrecher, auch politische Verurtheilte, �. adigte, unter der Bedingung, daß sie nach Amerika Mvanderten. Die Polizei- und Kommunalbehörden allen Leuten, die sie gerne los sein wollte», Geld zur Ueberfahrt nach Amerika und sie ab. Bis in die neueste Zeit machten pfäl- 'und rheinhessische Gemeinden häufig den Versuch, ihre lSunfähigen Ortsarmen nach Nordamerika abzuschieben, indeffen die Nordamerikaner nur veranlaßte, scharf auf- Isen und die unglücklichen Opfer europäischer„Zivilr. mit der nächsten Gelegenheit wieder über den Ozean ber zu spediren. Zweifellos ist in der Union noch viel Raum vorhanden, "icht besetzt ist. Eine weise Regierung könnte den Reich- 1 des Landes ungemein vermehren, wenn sie die Be- hschastung des noch brach liegenden Grund und Bodens Vilich organisiren wollte. DaS hätte man überhaupt 1) von Anfang an thun sollen. So aber überläßt man Ueb erwachung und Bewirthschaftung des Landes rein privaten Erwerb und der privaten Spekulation, welche Gesetze vortrefflich zu umgehen weiß, wie die Latifun- '» Kalifornien, in Florida und anderwärts beweisen. einer staatlichen Bewirthschaftung des Grund und cn war - find sÄ Leise uw ein frflj! >ehrere hen, da her ist noch lshof in , beschäl ungewrt ch s, wek wirft, 1%| Cß' i ooo Prt heuial, 2 Pfarr« tischen jl> kehrte die int r inzwit csetzung Radin m 10 rer gelegs, s A Ieuilreton. er zu Am Ly-. die beipZ [83 -«-m. Ihre Tochter. stcn1 AuZi' �"�Roman«ach dem Französische« von K. D e t r i« g. nach H� k,?�e waren schon da. Guntram hatte sie zu finden Frau 7°ußt, und keiner hatte die Einladung abgeschlagen, chmerzen j*» fix alle vermißten Zeanne von LorriS. So wurde sie lb» eine Königin empfangen, die nach langer Pause LhMüW ihren getreuen Unterthanen zurückkehrt. ckte ihm ir-.�artine Ferrette fiel ihr um den Hals, Valentine evrestt la»! ö sie in ihre Arme. Desternay küßte ihr die Hand m sich 0»% tfcit b®1 dicke Sartillp sank vor ihr auf die Knie, so storben �»Jich sich diese Huldigung gerade bei ihm auch aus- selbst TO. iu"*1" n v�ec Major begnügte sich, ihr ftcundschaftlich die Hand stund° Vit'' aber gerade diese Begrüßung war am herz- veniechert t"Üblich haben wir sie wieder!" verkündigte Valentine. nden ich''ilnd dem Major verdanken wir dieses Glück," sprach -r Sp-nv� va?. welchem �.[-Dieser Major ist doch stets em Glückspilz," meinte 'rtz X SS-s � Ä"' I'Vuf« MlUNS' och der Major!" rief Martine. a. meine Freunde," erwiderte Zeanne heiter,„ich rück, und diesmal ist eS mein voller Ernst. Meine '�ogenhcit hat ein Ende. Die Tugend Hab' ich satt. das alte Leben wieder aufnehmen. Zunächst werde Monate lang mit einem russischen Fürsten leben, »Peine hunderttausend Franks Rente voll werden, und Und daS erlaubt unser t Ein russischer Fürst? ® ArboiS?" Mein russischer Bojar lebt an den Ufern der . Ks. �widerte Zeanne, die ihren Hut abnahm und w den Spiegel warf, um ihre Toilette zu dort wollen Sie mit ihm leben?" rief Martine. Bodens würde man auch die Arbeitsgelegenheit Keffer regeln und der schrecklichen Ueberhandnahme der„tramp»", der amerikanischen Vagabondcn, steuern können. Zur Zeit durch- ziehen diese Unglücklichen in Schaaren bettelnd und arbeitS- loS das Land. Der Aankee ist schwer zu staatSwirthschaftlichen und so- zialpolitischen Reformen zu bewegen, die„freie Konkurrenz" geht ihm über alles. So nimmt die Industrie auch in der großen Union eine Entwickelung, welche die Löhne reduzirt und Arbeitskräfte überschüssig macht. Zn den Zeiten der Prosperität konnte Jedermann in Nordamerika leicht Arbeit finden; nunmehr kehren Tausende wieder nach Europa zurück, die ausgewandert sind, um drüben sich eine neue Existenz zu begründen. Sie finden, daß dies drüben noch schwerer ist, als bei uns, und vielfach werden in Nord- amerika an den Arbeiter ganz andere Anforderungen gestellt. Daß unter diesen Umständen die Einwanderung, welcher die Herren AankeeS doch zu einem sehr großen Theile die Blüthe ihres Gemeinwesens verdanken, zu einer Kalamität werden kann, liegt auf der Hand. Sie wurde eS in Kalifornien schon durch die maffenhafte Einwanderung der Chinesen. Die Schuld daran trugen aber weniger die armen Chinesen, als die gewinnsüchtigen Industriellen, welche sich durch moderne Menschenhändler billige Arbeits- kräfte in Gestalt von Kulis beschaffen ließen und denen es dabei ganz gleichgiltig blieb, ob Land und Volk zu Grunde gingen, wenn nur ihr Unternehmergewinn stieg. Aber auch in Nordamerika, im Lande, daS sich so sehr seiner politischen Freiheit rühmt, weiß man kein anderes Mittel, der Einwanderungs-Kalamität zu begegnen, als ge- wöhnlichc Polizeimaßregeln; denn eine solche ist doch die Polizeiaufsicht, die drei Monate lang über den Europamüden verhängt, werden sost, Wir glauben ohnehin nicht, daß die Union gut thut, derartige Maß- regeln zu treffen. Eine förmliche Fremdenpolizei in den Vereinigten Staaten zu errichten, ist ein Unter- nehme«, daS leicht dazu führe» kann, die guten Beziehungen der Union zu den europäischen Staaten zu stören. Man würde nach unserer Meinung viel weiser handeln, wenn man in der großen Union, die nicht weiß, wie sie nur ihre Ueberschüffe aus den Staatseinnahmen verwenden soll, be» strebt sein würde, sozialpolitische Einrichtungen zu schaffen, welche der Arbeitslosigkeit steuern. Das wäre sicherlich den Jntereffen des großen demokratischen Gemeinwesens ent- sprechender, als ein AbschließungSsystem anzubahnen, welches an die ehemalige Abschließung von Japan gegen europäischen Handel und Verkehr erinnert. Künstliche Slörungen des Verkehrs lassen sich heute mit staatS- ökonomischen Gründen nicht mehr rechtfertigen. Die Weiter- entwicklung deS Verkehrs ist eine der Lebensbedingungen Zch würde nicht soweit fortgehen, und sei es selbst um hun- derttausend Rubel. Die gewinne ich lieber in Paris. Da ist es auch nicht schwer und weniger kalt." „Wo hast Du denn Deinen Moskowiter kennen ge- lernt?" fragte Valentine. „Das muß mein Geheimniß bleiben." „Auf dem Boulevard d'Ztalie doch wohl nicht?" „Zu Tische, meine Damen!" rief Guntram, um die in- diskreten Fragen der Rodin rasch abzuschneiden.„ES ist schon acht Uhr durch, und ich habe tüchtigen Hunger. Effen wir erst, dann plaudert eS sich besser!" Niemand erhob Einspruch. Der Appetit war stärker als die Neugier, und so setzte man sich zu Tisch. Zeanne saß zwischen Sartilly und Desternay, und ihr gegen- über hatte Guntram Platz genommen, der vor Freude Die Unterhaltung bewegte sich zunächst auf dem weiten Gebiet der Skandalgeschichte» und der gesellschaftlichen Nach- rede. Man ließ die galante Männer- und Damenwelt Revue passiren. Hier war nun Valentine auf ihrem eigentlichen Gebiete, und sie beherrschte fast ausschließlich die Unterhaltung, bei der die Herren nur den Chor ab- Nur einen Gegenstand berührt das Gespräch nicht. Der Name des Herrn von Randal wurde nicht erwähnt, obwohl die näheren Umstände seines Todes so gut wie be- kannt waren Auch der Name deS BaronS von Elve« wurde nicht genannt, und daS war besonders Martinen hoch anzurechnen, die doch annehmen muhte, daß d,e Eröffnungen, die sie dem bretagnische» Edelmann«-macht mit dem Duell in Zusammenhang standen, bei dem Randal auf dem Platze geblieben war....,„ Desternay, der die Degen geliehen hatte, schwieg aus Freundschaft für den Major, um ihn nicht an die unange- nehme Geschichte zu erinner»._._ Sartilly schwieg aus einem anderen Grunde. Er schämte sich, in den Klub einen Menschen eingeführt zu haben, mit dem eS ein so schlechtes Ende genommen hatte. Zeanne benahm sich vollkommen ungezwungen und schien sehr lustig zu sein. verfällt der modernen Gesellschaft, und wo man sie hindert, man in einen unheilvollen Rückschritt. Wir sind überzeugt, daß die Bankee'S, wenn sie wirk- lich mit einem solchen Gesetze vorgehen wollen, binnen kur- zem eS bereuen werden. Es können auch Zeiten kommen, da wieder Arbeitskräfte en masse gebraucht werden. Dann wird sich der Rückschlag einer solchen Maßregel fühlbar machen. Man kann an diesen Thatsachen sehen, wie die moderne kapitalistische Entwicklung geeignet ist, auch die freiheitliche» Grundlagen demokratischer Staaten zu zerstören. lnge. ii. Doch nicht allein die Kohlenproduktion ist in den Händen der Ringe. Während des ganzen verflossenen Jabres haben sich überall sogenannte„Trusts" gebildet, das heißt Fuflonirungen von größeren Produzenten in bestimmten Zweigen der„Stern- dard Oil Company". Da giebt es jetzt Trusts für Baumwoll- samenöl, Leinsamenöl, Salz, Zucker, Blei, Seilerwaaren, Sprit, Stahlschienen, Bier, Milch, Gas, um diese Spezialitäten zu kontroliren. Ferner hat sich in neuester Zeit auch etwas wie ein Kartell oder Ring zwischen den Privatsalzwerken in Deutschland gebildet, mit der ausgesprochenen Abficht, den Salzpreis um 20-30 Pf. per Doppelzentner zu erhöhen. Das Hindernis bildete bis jetzt noch die Weigerung der Staatssalzwerle, dem Ringe beizutreten, allein es soll Ausstcht vorhanden sein, die Bedenken der letzteren zu heben. Wie weit überhaupt in der Welt herum die Idee der Kon- trolirung oder Monopolistrung großer Konsumartikel durch solche Jntereffenvercinigungen bereits Herrschaft erlangt hat, ersehen wir aus einer Notiz des Wiener Hanvelsmuseums vom 8. März, in welcher aus Japan gemeldet wird, daß dort sich ein Salzring gebildet habe, der dieses unentbehrliche Genußmittel auf Wucher- preise hinaufschraubt. Wenn die Ringe mehr auf kürzern oder länger», tem- porären, lockern oder fester» Vereinigunzen und Konven- tionen beruhen, so ist dasjenige, was die Amerikaner einen „Trust" nennen, eine Fufionirung sämmtlicher Produktions- genoffen, eine Waarengattung oder einen Produktionsweig de- treffend, zu einer einzigen Monopolgesellschaft unter einheitlicher Leitung, ,m Gegensatz zu den Kartellen, durch welche die selbst« ständige Haltung der einzelnen Glieder nur durch einige Per« tragsbestimmungen gebunden wird. Es braucht nicht weiter auseinandergesetzt zu werden, wie schwierig es sein muß, in einem Lande von solcher Ausdehnung, wie die Verein. Staaten von Amerika es find, alle Interessenten eines Produktwns» zweiges unter einen Hut zu bringen. Sobald aber ein fester, mächtiger Kern gebildet ist, werden rücksichtslos alle Mittel er- griffen, um die Widerspenstigen zu zähmen oder unschädlich zu machen; das Wort:„Und folgst du nicht willig, so brauch' ich Gewall", kommt in seiner weitesten Bedeutung zur Anwendung. Guntram, der sie heimlich beobachtete, bemerkte wohl, daß sie ein wenig mehr als gewöhnlich trank, aber er wunderte sich nicht allzusehr darüber. Es schien ihm natürlich, daß sie sich etwas anregen wollte, bevor sie ihren Plan in'S Werk setzte. ES glückte ihr übrigens vollkommen, und nach zwei Stunden munteren Geplauders brachte sie selber die Geschichte, daß sie eine Tochter haben sollte, auf's Tapet. Man war gerade bei den Hummern, als sie auf einen Zug ein Glas Champagner leerte und dann rief: „Zch möchte nur wisien, welcher Spaßvogel da» Gerücht in Umlauf gesetzt hat, ich hätte eine Tochter! Das ist doch wirklich zu dumm, und alle, die an diese Rederei glauben, müssen mich doch gar nicht kennen. Fragen Sie nur Guntram, oo ich Kinder habe." „Sie sehen in der That nicht so aus, liebe Zeanne' als wenn Sie Mutter wären," meinte Sartilly galant. „DaS stimmt," sagte Marline;„aber das ist noch kein Grund dagegen." „Ich glaube sogar, ich habe das Portrait Deiner Tochter gesehen," fügte die Rodin hinzu.„Es saß in einem mit Diamanten besetzten Medaillon." „Und ich glaube sogar bestimmt, daS Original gesehe» zu haben," rief Martine. Desternay schwieg, aber man sah eS seiner Miene an, daß er von der Existenz dieser Tochter der Frau von LorriS gehört hatte. „Ihr habt Euch also richtig alle anführen lassen," er- widerte Zeanne,„... selbst Du, Valentine, die Du doch nicht gerade leichtgläubig bist... selbst Martine, die mich sechs Monate lang täglich besucht hat. Ihr habt Euch also in den Kopf gesetzt, eS gäbe in meinem Leben ein Ge- heimniß." „Aber Liebe, wie soll man denn daS auffassen! Du kündigst Deinen Entschluß an, Dich von der Gesell- schaft zurückzuziehen, Du stellst Dein Hotel zum Verkauf, Du suchst Deine alten Freundinnen nicht mehr auf... Du sprelst mit einem Wort die Tugendhafte. Za, da muß doch jeder denken, dem liegt etwas zu Grunde." „Und Ihr habt mich nicht verrathen, was! Besonder» Sqäblte man doch bei Anlaß der Gründung des Milch. Tmst's Rew-Nork von«Schlachten", die von den Vereinsmitgliedern W auf weite Strecken von New Norf den disfivcnten Milch» licferanten und Farmern geliefert wurden._ Seldst für amerikanische Zustände ist sodann die Größe und Macht, welche die„Standard Oil- Compagny" im Laufe der letzten zwei Fahqehnte erlangt hat, dermaßen angewachsen, daß man ste als abnorm bezeichnen kann. m.. Wenig über ein Vierteljahrhundert verfloß, seit die erste Petrol« quelle in Pennsylvanien erbohrt wurde, und zwar bei Titusville im sogen. Oilcreekthale. Kolonel Deake aus New-Havm begann im Mai 1859 mit den Bohrversuchen. Der Erfolg Deake's reizte andere zum Bohren und bald gab es keinen Staat mehr, der nicht Oelbrunnen aufzuweisen gehabt hätte. Pennsylvanien blieb indeffen den andern Staaten weit voraus und in Penn« snlvanien etablirtc fich die amerikanische Petrolindustrie und der Petrolhandel in großartigster Weise. Unter den dortigen Rasst» neuren defand stch nun ein Mistre Rockefeller, dem es gelang, nach und nach einige der wichtigsten Brunnen käuflich an sich zu bringen. Rockefeller gründete darauf die Standard Oil- Comgagnie, an deren Spitze er fich noch heute befindet, eine Gesellschaft, welche laut ihren eigenen Ausweisen im verfloffenen Jabr einen Gewinn von 29 Millionen Dollars gemacht hat und deren Monopol, gering gerechnet, heute einen Werth von 299 Millionen Dollars repräsentirt. Einige wenig ergiebige Quellen und einige kleinere Raffineure ausgenommen, befindet fich beute die ganze Petrolindustrie der Vereinigten Staaten in »en Händen dieser Gesellschaft. Um zu dieser Alleinhenschaft zu gelangen, war der Kom« pagnic kein Mittel zu schleckt, wenn es gall, bereits entdeckte Quellen und im Betrieb befindliche Raffinerien fich zu unter- werfen. Die höchsten Ankaufspreise wurden bezahlt oder aber gegen Widerspenstige die schmählichsten Konkurrenzkniffe ange- wandt. Mit den sämmtlichen großen amerikanischen Eisen« bahnen und Dampfschiffgesellschaften wurden Transportkon« wüte auf Millionen Barrels unter der Bedingung geschloffen, daß für andere Petrol nicht verfrachtet werden dürfe. Lokali« täten, in welchen andere Produzenten ein bisher gesichertes Geschäft hatten, wurden mit Standard Oel geradezu über» schwemmt und die Konkurrenz mit Schleuderpreisen minirt, frvezed out, wie es in Amerika heißt, insofern ste nicht zu Kreuze kroch. Die Direltioncn und höhern Beamten von Kon- kurrentm wurden bestochm und kleine Raffineure sudocntionltt, falls sie den Betrieb einstellten. Von sämmttichen Petroleum-Unternehmungen in den Ver- einigten Staaten, 125 an der Zahl, find über 199 thcils im Btfiye des„Trust", tbeils unter seiner Kontrole. Von den 490 Naphta-Brunnen gilt das Gleiche. Die ganze Röhren» lettung von den Brunnen zu den Raffinerien, respektive den Seehäfen, 15 999 Mellen in der Länge und etwa 899 Reservoirs von je 29—49 999 Barrels Gehalt, find in ihren Händen. Die Gesellschaft hat ein Gesammt-Aktienkapital von 75 Millionen Dollars und erziett seit Jahren 19—15 Millionen Dollars ��Anläßlich der Rundreise Clevelands in den westlichen Staaten spielte die Kompagnie eine große Rolle bei allen F. st» Uchkeiten. Ganze Pettoleumquellen wurden als Frcudenfeuer w Ehren des Präsidenten in Brand gesteckt; obendrein wurde von allen den Präfidenten begleitenden Repottern in die Trompete gestoßen und Loyalttäts Reklame gemacht. Kaum war jedoch der Prästdent aus dem Bereiche der Freudenfeuer hinaus und waren diese erloschen, als die Kompagnie fich deeilte, die von den Loyalttäts Kundgedungen verursachten Kosten wieder einzubringen und es kam der Pferdefuß in Ge- statt einer bedeutenden Erhöhung der Pettolpreise für weite Distrikte zum Vorschein.., Dieses Privatmonopol lastet schwer auf Amerika, noch schwerer als das Kohlenmonopol. Tie beiden haben jedoch merkwürdigerweise nicht vermocht, so große allgemeine Auf» regung hervorzurufen, als der ganz neue Zuckertrust. Als vor einigen Monaten bekannt wurde, daß auch die meisten Zuckerraffinerien New-Norks und Bostons fich behufs Erztelung eines mäßigen Gewinns dabin geeinigt hätten, den Verkauf der fettigen Maare gemeinschaftlich zu konttoliren, glaubte man allgemein, es gelte bauptächlich, fich vor Verlust zu schützen, jedenfalls aber nicht, dem Publikum dm Zucker un» nörhigerweise und übermäßig zu vettdeuem. Nun bat fich aber die ursprüngliche Vereinigung»um Schutze berechtigter Intet» effm zu einer der mächtigsten Monopolgrsellschaften ausgebildet, welche ihre Macht den Konsumenten gegenüber bereits in An» Wendung gebracht hat. Zwar bettägt der brsher erzielte Auf- schlag auf raffinirten Zucker blos 2 Cents per Pfund, aber auf 69 Millionen Einwohner& 35 Pfund p.r Kopf macht das bereits einm Tribut von über 49 Millionen Dollars per Jahr. Der Zuckertrust desteht aus dm 17 größten Raffinerien gegen 5. die nicht beitraten. Die Gedäulrchkeirm und Maschinen der Raffinetten find auf 15 Millionen Dollars abgeschätzt und daS Aklien kapital der Sugar Rasstnettes Company— so nennt fich der Trust— auf 69 Millionen Dollars festgesetzt worden. Die Attim find noch nicht emittitt, getten aber im Pttoatverkehr 75-89 pCt. feine Nasen habt Ihr nicht. Hött, wie die Geschichte zu- sammenhing! Ich lernte einm russischen Fürsten kmnen, der mich für eine anständige Frau hielt und dem die galante Damenwelt ein Grml ist. Mir machte eS Spaß, ihn anzu- führm, um so größeren Spaß, als er ein wahrer Nabob ist und jährlich eine Million zu verzehren hat. So erlaubte ich mir, ihm eine kleine Komödie vorzuspielen. Ich lebte eine Zeit lang ganz zurückgezogm und so wurde er geangelt. ' Ach habe ihn jetzt sicher und er ist mir vorau« in seine Heimath geeilt und ermattet mich dort. Vorher aber hat er bei seinem Notar in Paris eine anständige Summe deponirt, die ich erhalten soll, wmn ich wieder nach Frank- reich zurückkomme... Da lohnt es fich schon der Mühe, auf einige Zeit andere LebmSgewohnheiten anzunehmen." „Ich hätte doch niemals an so viel Naiverät bei russischen Fürsten geglaubt," flüstette Desternay und lächelte. „Lieber Frmnd, dann sind oft die Pfiffigste» nicht klüger. Fragm Sie nur Tuntram. Er hat auch daran geglaubt, daß ich mein Leben ändere und mich in die Provinz zurückziehen will. Ich konnte ihn doch nicht in meine Pläne mit dem MoS- kowtter einweihm. Ich habe ihm die Sache erst heut Morgen gestanden, als ich ihm meine bevorstehende Ab- reise anzeigte. Er war höflich genug, sich nicht darüber zu ärgern. Ich will e« ihm auch vergelten, wenn ich wieder- Der Major ging gutmüthig auf die Fabel ein, die Frau von Lorri« mit solchem Geschick vortrug, und antwortete demgemäß._.. „Das ist vernünftig," rief Martrne.„Ich sagte mrr auch schon: Nein, es ist ja ganz unmöglich, daß Zeanne sich schon zurückziehen will, wo sie noch immer die Königin unserer Welt ist... Und jetzt verstehe ich auch... Die Kleine, die ich, ohne et zu wollen, so betrübte... die > e< mit dem hübschen Baron hielt, behandelten Sie nur deshalb so wie Ihre Tocyter, um den Bojaren noch sicherer zu machem � Zeanne mit einer Unbefangenheit, die Tuntram in Erstaunen versetzte,„nein; der Einfall Der Verwallungsrath oder„Board of directors" beschließt in seinen Sitzungen unumschränkt und sämmtliche Betheiligte haben stch zu fügen. Die Firmen, welche noch außerhalb des Trust' stehen, hatten fich vennoch so nahe als möglich an die Notirungen des Tmst; fie profitiren dabei am meisten und haben kein Jntereffe, dilliger zu verkaufen. Die Zeiten billigen Zuckers find deshalb für die Vereinigten Staaten dahin. Was sagen die Lodredner der freim Konkurrenz zu diesen Konsequenzen ihres Systems? Motttische Ueverstcht. Di« Ardeiterverstchrrnntz— um uns dieses sehr� wenig paffenden Wotts zu bedienen— r" wird nun auch in der Schweiz seitens der Regierung in Angttff genommen. Jedoch nur in der Gestatt der Unfallverficherung. Eine Krankenverstcherung draurbt man in der Schweiz nicht, da die Verpflegung der Kranken als etwas Selbstverständliches gilt. Und ebenso wenig braucht man eine Alters» und Jnvalidenversorgung, weil auch die Verpflegung und Versorgung des hilflosen Alters und der arbeitsunfähig Gewordenen gleichfalls für selbstverständlich gilt. Anders dagegen verhält es fich mit der Unterstützung von solchen, die das Opfer irgend eines Unfalls geworden find. Hier gilt es die rechttiche Feststellung der Entschädizungspflicht— ob irgend Jemanden ein Verschulden trifft, wie weit die Entschädi- gung zu gehen hat rc. Und ferner ist Fürsorge zu treffen, daß dem Opfer des Unfalls unter allen Umständen die gebührende Entschädigung schleunigst gefichett und sein Recht im vollsten Umfange gewahrt wird. Die Haftpflicht bei Unfällen ist in der Schweiz sehr scharf deflnitt, weit beffer als in Deutschland, wo in den Rheinlanden bekanntlich von allen Touttsten in Un» follprozcffen das ftanzöfische Recht(Code Napo'eon) dem Hast» pflbchtgesctz vorgezogen wird. Allein die Schwierigkeit besteht doch immer, daß der Verunglückte, falls nicht ein Vergleich zu Stande kommt, zu einem kostspieligen Prozeß genöthigt ist und vor Ausgang deffelben keine Ansprüche bat. Um diesem Uebel- stände zu begegnen, soll eine eidgenösfische Unfallverficherung geschaffen werden. Aber mit Ausnahme des Namens wird das eidgenösfische Gesetz mit dem deutschen Unfallgesetz wenig gemein haben. Zunächst wird die Verficherung durch eine allgemeine eidgenösfische Auflage— ähnlich einer Reichssteuer in Deutsch» land— erfolgen, und zwar dergestalt, daß die Arbeitgeber die Beittäge für die Ardetter zu zahlen haben. Zweitens wird die Verwaltung eine durchaus demokratische sein und aufdem Pttn» zipe der Autonomie und Selbstverwaltung beruhen. Dnttens endlich wird die Unfallverficherung fich nicht auf das Gebiet der Industrie deschränken, sondern eine allgemeine sein, so daß jeder schweizer Bürger nebst Famlliengliedcrn beizutreten bat. Es ist dies ein außerordenllicher Fortschritt, durch welchen der doppelte Vottheil erreicht wird, daß niemand im Fall der Ver- unglückr ng schütz- und hilflos dasteht, und daß die Beiträge durchschnittlich weit niedriger bemeffen werden können. In Har» monie mit dem demokratischen Geist, von welchem die schweize« ttsche Unfallverficherung gettagen sein wird, ist auch die Att und Weise, wie die Behörden das neue Gesetz vorbereiten. Der Bundesrath hat dem eidgmösfischen Arbeitssekretär, der bekannt- (ich ein dreimal in der Wolle gefärbter Sozialdemokrat ist— Greulich, Verfaffer der Hymne:„Es geht ein Ruf von Land zu Land"— Auftrag gegeben, die nöthigen statistischen Unterlagen zu schaffen, und aus der Mitte der Arbeiter Vorschläge und Wünsche entgegenzunehmen. Mit anderen Worten: die schweizerischen Arbeiter find zur Beihilfe an der Gesetz gebung herangezogen, und die Regierung holt ihren Rath ein. Daß unter diesen Verhältniffen keine Pfuscharbeit zu defürchten ist, und daß das neue Gesetz wirklich gut werden und allen gerechten und vernünftigen Anforderungen entsprechen wird, das oerstebt fich einfach von selbst. Ist unsere Arbelt»Ine vergebliche? So fragt ein Arbeiterorgan, der amettkanische„Progreß". Wir lassen die Antwott auf obige Frage wie das amettkanische Blatt fie giebt hier folgen.„Es giebt eine Menge Leute, welche fich schon in früheren Jahren an der Arbeiterbewegung bethttligt, ja sogar zettweilig eine hervorragende Stellung in derselben eingenommen, die fich aber nun vollständig zurückgezogen haben, indem der so wenig fichtbare Erfolg und die so oft eingetretenen Rückschläge fie daran zweifeln ließen, daß die Sache in Fluß zu dringen sei. Nur dadurch, daß immer wieder frische Kräfte in die Rethen treten, schlief die Bewegung zur Aufrüttlung der Ar- beiter aus ihrer Lethargie nicht ein, wurden immer wieder neue Anstrengungen gemacht, um den konservativen Nebel, in welchem die große Masse der Arbeiter Amettkas herumirrt, zu zerstreuen. Haben die Leute mit ihrem Pesfimismus recht? Geht es wirklich nicht vorwätts und ist unsere, die Arbeit der fortschttttlich ge sonnenen Elemente, wirklich eine vergebliche? Wir sagende» stimmt: Nein? Wer die Arbeiterbewegung der letzten zehn Jahre mit kritischem, aber ruhigem Blick betrachtrt, muß zu der Erkcnntniß kommen, daß fich innerhalb dirser Z-tt ein gewaltiger Umschwung in den Geistern vollzogen hat. Fretlich, nicht in dem Umfang, daß man sagen könnte, das Volk im Gesammten wäre zwar gar nicht übel gewesen, um mir mein Spiel zu erleichtern, aber ich brauchte ihn nicht. Die junge Dame ist die Tochter einer meiner PensionSfteundinnen, die einen armen Offizier geheirathet hat und vor kurzem gestorben ist. Der Offizier war bei Sedan gefallen, und die Waise stand schutzlos in der Welt. Ich nahm mich ihrer an. Hatte mich doch die Mutter auf ihrem Sterbebette gebeten, sie nicht zu verlassen. Ich kannte zufällig eine alte Erzieherin, der es auch schlecht ging. So vertraute ich ihrer Obhut die Waise an und brachte beide in einem Häuschen unter, das ich am andern Ende von Paris besitze. So hatte ich zwei Glück- liche gemacht. Von Zeit zu Zeit eine gnte Handlung kostet nicht viel und bringt Glück Und so habe ich denn auch meinen russischen Fürsten kennen gelernt, als ich die beiden einmal besuchen ging." Guntram bewunderte die Erfindungsgabe seiner Freundin. Er hätte niemals eine solche Geschichte auSzusinnen ver- mocht, die ganz wahrscheinlich klang und die auch, wie er sah, von dem ganzen Kreise für wahr genommen wurde. „Komisch bleibt nur," sagte Valentine,„daß Deine Kammerfrau der meinen auf daS bestimmteste versichett hat, daß die junge Dame ganz Dein Ebenbild wäre." „Sie gleicht ihrer Mutter, die schöner war als ich... Wenn es meine Tochter wäre, so kannst Du mir wohl glauben, daß ich fie nicht während meines Aufenthalts in Rußland hier lassen würde. Ich hätte zu viel Furcht, daß ihr etwas passitt. Bei meiner Schutzbefohlenen muß ich mich nun leider ganz auf ihre eigene Vernunft verlassen, und wenn ich zurückkomme, will ich sie verheirathen." Die Antwort war gut erfunden und nun waren alle von der Wahrheit der Angaben ZeanneS überzeugt. Guntram war aufgeräumt und wurde immer lustiger. Frohsinn herrschte an der ganzen Tafelrunde und als daS Dessert kam, war die Gesellschaft in ausgelassenster Stim- mung. Mattine vergnügte sich damit, Sartilly mit Rosen zu bekränzen, die sie aus dem Blumenaufsatz der Tafel ge- nommen. Valentine und Desternay versuchten zusammen zu singen, und der Major trat zu Zeanne, die daS Fenster geöffnet hatte und hinausblickte. bgend we !%§ dedar J"n Adon d'e Arb 'AA _ I* Aordd.! Regier °uf ein 2 wndein d anschlüge - Narrer wenigsten stehe heute auf einem fortgeschttttenen Standpunkte. Dick t freilich noch nicht der Fall, und es wird noch einer lange» best bedürfen, ehe dies Resultat erreicht ist; wobei man not 3 Bettacht ziehen muß, daß selbst unter den günstigsten UrnflänW ein guter Bruchtheil niemals in die aktive Bewegung g(# werden kann. � Es sei hier eingeschattet, daß auch das zu beackernde M bei den Deutschen noch ein sehr großes ist; aber es kann»J nicht beunruhigen, wenn auf diesem Felde verhätt wenig geerntet wird. Es liegt dies lediglich in den. niffen. Wir find der festen Ueberzeugung, daß dort Saat aufgeht, sobald ein befruchtender Regen einKitt:& d-eser Regen ist das Vorwärtsschreiten des englisch fotechenw Elements. Im Deutschen liegt das Gefühl der Zusam«� aehöriakett, wmn auch manchmal etwas tief, begraben: W%......... sich bei ihm im Laufe der Jahrhunderte durch die Zerftückeuo land; abe des Vaterlandes und die stete Sehnsucht nach Vereinigung»cd mach von der die ganze deutsche Literatur stets durchdrungen nxa' Mchigen, so tief eingewunelt, daß es ihm in Fleisch und Blut u» gegangen ist. Ganz anders beim Anglv'Amenkaner, weis ausgeprägt individualistisch angelegt ist, wie kein anderes der Welt. Im Äutterlande dieses Volkes, in England, sehen wir seit mehreren Jahrm die Idee der Solid««» mächtig um fich greifm. Dies ist ein so erfteuliches u»% Hedendes Zeichen, daß, wenn hier auch noch kein IW#* fichtdar wäre, doch die Gewißheit dadurch erhalten' wird,* jener individualistische Geist nicht so tief eingefrcssen ift,' nicht durch den Gedankm der allgemeinen Solidarität verdtfj werden zu können. Noch ist freilich dort der individualiß? Geist, verkörpett in den TradeS Unions, überwiegend:? eine Bresche ist gelegt, eine gewaltige Bresche, und der ff» Wind, der von drüben herüber wcht, wird auch hier? Wirkung thun, vielleicht eher, wie seldst diejenigen unt«. annehmm, welche fich noch auf eine lange Zeit vertrösten. wie oben gesagt, ein Umschwung hat fich schon vollzogen. sehm unsere Gegner beffer, als wir seldst. Die lapit«� Presse des Landes, welche der modernen Arbeiterbeffsz gegenüber nur Stillschweigen oder Spott hatte, beschäftig � heute mit der weltbewegenden sozialen Frage, bekärnf u neue Lehre— und das ist ein untrüglicher Tbermometck� wtt, und wenn uns auch sonst keine fichtbaren Zeichen z«?- sügung ständen, mit freudiger Genugthuung sagen% Unsere, auf dem Boden der wissenschaftlichen Sozialölo� fußmde jahrelange Ardett ist keine vergebliche gewesen. wir weiter!" Zlnser Mönchen«« Korrespondent schreibt•J« Die„Germania" ließ fich vor einigm Tagen von Münchener Korrespondenten folgendes schreiben:„ Münchener Sozialdemokratie hat stch, wie man hört, tritt �& yy. des Herrn o. Vollmar nunmehr ein schon sett langer#5 rn, n n -■•--''-"""■ �>enn die ___________ imme ist allerdings noch die frühere Verlegerin vorgeschoben und** wohl auch als solche bleiben. Der Ton des Blattes unt? bauptgesd „ Nie ? vor ein m jedoch dieffiaW Iis Möller �tcher w Un eine U>>gt wo Zssttbung $ PSÜ m neuen Führung läßt an„Deutlichkett" nichts zu wünschen- und kann man fich auf die Leistungen deffeldm im Falle? M«md n Wahlkampagne freuen."— Die„Nordd. Allg. Zig." udern�"er min, n«t*t Yliofß fle»\\om oft OTOet+kaihtMA»* nun diese, wie fie meint,„bemerkenswetthe Mittdeilung� iHuiocuu"B_. i.m----- knüpft daran die folgmde Bemerkung, daß der Münchener Frff, somen. ".....~"»- UTr-M0' ;- zukommen. i Fortsetzung folgt.) der re n mäch Indianer sshU und {jjta,„ M Volke! »3 # sZ-fT der Ans Kunst und Leben.., I« vorgeschlchtllcheLorichung In Amerika, we> Z egicr�ng und vermögenden Privatleuten reichlich rtjjfjfl emfig bemübt ist, die vorgeschichtliche Vergangenheit und seiner Bewobrnt nach allen Richtungen hin»ff... hat einen neuen Tttumph zu verzeichnen. Frank Cusv> seit einer Reihe von Jahren unter den Zuni-Jndff.� Mexiko weilt und fich diesem Stamm so vollständig ang t bat, daß er in dm Priesterstand deffelben aufgenommen ist es, wie der„Naturforscher" mitthtttt, gelungen. Arizona, nördlich von der Süd Pacificbahn, in,(»»#/-» fernung vom heutigen Städtchen Phönix, — dt dkß -�Mexiko oßzuttgerx. %% 2f; tz,'« i wtynte Häuserquadraten, von einem hohm, augenscheinlich digung dienenden Wall umgeben; in der Milte Ms* � Trümmer eines ungeheuren Tempels und unter»&"' w»y Skelette. Auch mannigfache Begräbnißstättm konnte» werden, und auS dm verschiedenen Beerdigungsart den Beigadm, welche in gleicher Weise heute Zuni- Indianern üblich find, konnte Eue hing Dan» den, l%n i e. Wl langen» nan nm» i Umstand� mg ge# lernt« 3� ältnäl ien«nn® i dort »tritt: � sprechent« Zusam«° einigung Zrdg >cs un» 5 UmfPjJ fenlL a a5 l unt«/ ästen. 2 « mms «W� omeM%, >en aij5 ien[0% ZialS en. ei««J g gewup ch auße« en un»' SÄ eilunr denn ä so,.d» emerlunS, "'S% -> i«, FB mar Hut loten",* mpste as %nl> welchem Zusammenhang stand. Daß dem so ist. ist ge- N bedauerlich, verpflichtet aber noch nicht dazu, für jeden «Uchlappen die Verantwortung zu übernehmen, mit dem es, um Abonnenten zu fangen, etwa versucht wird, heute einmal tue Arbeiterintereffen zu vertreten, nachdem er gestern noch dazu diente, die Arbeiter in allen Tonarten zu de< Ilynnpfen. I« ihre* Hehwuth gegr« Frankreich geht die «Aordd. Allg. Ztg." so weit, daß sie nicht blos die französische � e g r e r u n g für den Narrenstreich der verrückten Franzosen "»f ein Tischbein der deutschen Botschaft verantwortlich macht, iwrdern die Regierung direkt verdächtigt, absichtlich Mord« anschlage auf fremde Gesandtschaften in Paris zu begünstigen. ~ Narren und Verrückte giebt es aber überall und nicht zum Obigsten bei den„nationalen" Schwärmgeistern in Deutsch- and; aber für deren Dummheiten die Regierungen verantwort- machen oder gar direkt der stillen Theilhaberschaft ver» »achtigen, das kann nur der„Nordd. Allg. Ztg." einfallen, deren vauvtgeschäft das Hetzen ist. . Die Einberufung de» Ktaat»ratha stände bevor, hieß � vor einiger Zeit in der Kartellpreffe. Die Meldung bestätigt ah jedoch nicht, vielmehr liegt kein Anzeichen oder auch nur »«Wahrscheinlichkeit dafür vor, daß der Staatsrath im Laufe meses Jahres noch gehört werden soll. Zunächst ist gegenwärtig S« Organisation des Staatsraths ziemlich unvollständig: der Vorsitzende fehlt, dann aber ist auch seit dem Tode des Herrn 1 Möller kein Staatssekretär des Staatsraths vorhanden. sicher würde diese Stelle ohne Verzug wieder desetzt werden, %»» eine Berufung der genannten Körperschaft Demnächst beab- wäre. Dann kommt noch hinzu, daß kein Material zur mg für den Staatsrath vorhanden ist. Denn von Mstagssachen könnte zunächst nur die Alters« und Jnoa« �Versorgung in Betracht kommen. Dieser Entwurf ist aber von den Ausschüffen des Bundesraths unter Zustimmung r verbündeten Regierungen durchberathen. Es ist daher �haus unwahrscheinlich, daß diese Vorlage noch einmal einer 5 dem Königreiche Preußen angehörigen Körperschaft zur »Mach tu ng vorgelegt wird. . Der Reich»- und Fandtagvabgeoeduete Haberlaud, Meidt Sigl in seinem„Vaterland", welcher stch von seinem Miststurz wieder leidlich erholt hat, ist, wie„patriotische" PWter wohlgefällig berichten, nun auch zum„Ehrenmitglied S5 deutschen Handwerkerbundes" ernannt worden, nachdem er voriaes Jahr Ehrenmitglied des bayerischen dito geworden »ir.— Die Ehr' ist zwar nicht sehr groß, aber die Würden und Ehren, zu denen es dieser niederbayerische Reichslrrchen- .�schönerer und„patriotische" Peter l auf allen Suppen schon mir mcit man es brinaen kann, wenn man «golder) sicherlich >en einen � tw g; stimmt' j ist noch en. ka. «. i. i,—.. �..... Di ren _ uuu,..vu,..... einem päpstl. Gregors oder Sur mit einem bayerischen Michel vierter Verdünnung belohnt, «ahrend wir z. B. es noch nicht einmal— o Schmerz!— zu ministeriellen Rettungsmedaille bringen konnten, obgleich ,« zuweilen in die nächste Nähe einer Ordensschneidsäge Mmen. O Jammer!— Im Uebrtgen gratuliren wir zu der Wdwerkerbündigen Ehre und Auszeichnung und im Voraus 7VN zu einem ordentlichen Blechstück, so fich Herr Haderland «tbft alle Jahr' neu vergolden kann. An» Sachsen geht der„Berl. Ztg." unterm 6. ds. Mts. 'olgende Privatmittheilung zu:„Rothe Tücher dringen »itanntlich nicht allein gewisse Spezies von Thieren in Wuth, s« gehören vielmehr auch zu denjenigen Mitteln, mit denen man Jem sächsischen Ordnungsbrei-Philister gruseln fachen kann. Das Tragen rother Abzeichen wird deshalb in Achsen als ein demonsttatioes Bekunden republikanischer Ge- %ung bestraft. Uns ist ein Fall bekannt, wo der Büigcr- Qtr einer sächsischen Mittelstadt, von dem übrigens gerücht. verlautet, daß_et ehedem ebenso wie die Herren Kurt H ö'l 2 Buduro mffli naajuiytuucu,------- «"»gelassen hat, well letzterer, obwohl ebenfalls konservattven An- Mungen huldigend, für gewöhnlich ein aus der äußeren Brust« � bcroorragenDes rothes Taschentuch trägt. Angesichts sol- .n Thalsachen wird man fich nicht wundern dürfen, wenn das loih ch oon sozialdemokratischer Seite veranlasste Aufhiffen '•(tenfNL v aiedt, aufs neue der E x p a t r i i r u n g der Sozia. w?�ort äU rei)en' Nachsicht gegen diese sei Hätte il>nb°»ie Gutgesinnten, und die Entfernung aus Dem Vater« ivziam schließlich das einzige Mittel, um den gewerbsmäßigen � iaemokratlschen Hetzern das Handwerk zu legen. Es gehött in der That der ganze Mannesmuth eines............. parteilers dazu, um begreifen zu können, daß das Tragen rother Abzeichen oder das Anbringen rother Fahnen an Telegraphen- dlähten etwas so überaus staatsgefährliches bedeutet." .Da» Derb« der Beilage der Nr. 35 der„Berl. Volks tttdüne" vom 1. September d. I. wird vom Polizeipräsidenten folgendermaßen begründet:„Berlin, den 4. September 1888. Ew. Wohlgedoren werden hiermit in Kenntniß gesetzt, daß auf Grund der§§ 11 und 12 des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878 das Beiblatt der Nummer 35 der„Berliner Volkstttbüne" vom 1. September d. I. durch den Unterzeichneten verboten worden ist. Die Veranlassung zu diesem Verbote hat der Attikel„Wie das Großkapital Profit macht" gegeben. In diesem Artikel wird in der gehässigsten Weise darzulegen gesucht, daß die destehende Staats« und Gesellschaftsordnung auf unsittlicher und unehr« lieber Grundlage beruhe, und daß dieselbe lediglich im Dienste des Großkapitals stehe. Die Ausführungen in den Absätzen zwei, drei und vier des Artikels find ferner geeignet, die Best losen gegen die besttzenden Klaffen aufzuhetzen und erstere a die unter Begünstigung des Staates schutzlos Unterdrückten hin zustellen. Der Polizeipräsident, v. Richthofen. Wesen vermeintliche« Dergeh»»» gegen die öffent liche(Ordnung hat der Herausgeber des schlefischen Ardeiter blattes, der„Schles. Nachrichten", Herr I. Maxara, eine Vor ladunz vor den Untersuchungsrichter am Breslauer Landgettcht erhallen; da sich die somll eingeleitete Untersuchung gegen Maxara und Genossen wendet, so stehen jedenfalls noch eine Reihe anderer Vernehmungen bevor. Wir sind sehr de- gierig zu erfahren, um was es fich diesmal handeln wird, zu« mal Herr Maxara erllätt, er sei fich nicht des geringsten Ver< gchens gegen irgend ein Gesetz bewußt. Ei» umfangreicher Kozialistenprozeß wird demnächst vor dem Hamburger Landgettcht zur Verhandlung kommen. Es bandelt fich der„Kreuzztg." zufolge um drei verschiedene Gruppen von Angellagten, und zwar zunächst um die im vott« gen Herbst im Vorott Barmbcck Verhasteten, dann um zwei andere Gruppen, die in der Mitte der Stadt bei ihren Be- rathunqen(?) verhaftet wurden. Kervotene Dersammlnug. Eine auf den 5. d. M. in Magdeburg zur Vorbesprechung über die Wahl von sozialdemo- kratischen Stadtverordneten einberufene Versammlung ist wiederum verboten worden. R«ßUttd. Die Polinnen bedrohen jetzt auch schon das russische Heer! Eine von gestem Witte Warschauer Meldung der „M. Ztg." desagt: Laut neuester Verfügung erfolgt die Besör- derung solcher russischen Offiziere, welche mit Polinnen verhei- rathet find, nur in gleicher Art wie die von Ausländern in der russischen Armee; die polnischen Offiziere, welche noch im König- reich Polen garnisoniren, werden bis Jahresschluß sämmtlich nach dem Osten des Reiches versetzt werden. Lrankveich. Die französischen Monarchisten find wegen Bculanger's nun doch etwas bedenklich geworden. Sie finden, es sei möglich, daß die Wähler, wenn man sie dem General zuführt, auch bei ihm bleiben, und nun strengen fie fich an, eben diese Wähler daran zu erinnern, daß die Monarchie über Bou« langer stehe und nicht vergessen werden dürfe; Boulanger sei nur ein Mittel, die Republik zu stürzen, die wirtliche Hellung werde erst die konstitutionelle Monarchie Philipp's V. dringen. Das war das Thema der Rchen, die nach einander von den hervorragendsten Führern der Orleanisten gehalten worden find; zuerst vom Herzog von Audiffret-Pasquier, dann vom Senator Bocher und jüngst wieder vom Senator Target, der als Vater der Verfassung von 1875 betrachtet wird. Herr Target schilderte die Republik als reine Anarchie, und als Beweis dafür führte er die Wahl des Sozialistm Felix Pyat in die franzöfische Kammer an. Der„Siecle" erwiderte ihm mit viel Humor, auch in Deutschland sei kürzlich ein sozialistischer Abgeordneter in den Reichstag gewählt worden, aber Herr Target werde darum doch nicht behaupten wollen, das von Bismark regierte Deutschland sei der Anarchie verfallen. Wenn es in der Re- publik etwas lebhafter hergehe als unter einer konservativen Monarchie, so sei das eben der größeren Freiheit und dem all- g> meinen Stimmrecht zuzuschreiben; wenn die Monarchisten dieses abschaffen wollen, so sollen fie es nur sagen, damit man wisse, woran man sei. Die Besorgniß der Monarchisten ist in der That nicht ohne Grund. Die Monarchie liegt in weiter, nebelhafter Ferne, Boulanger ist aber für den unzufriedenen Wähler etwas Wirkliches, Greifbares, aheliegendes, und es könnte leicht sein, daß die Wähler denken, wenn Boulanger gut sei, die Republik zu stürzen, so sei es auch gut. Boulanger zu behalten. Es wäre nicht das erste Mal, daß die Monarchisten fich so grausam verrechnen. Die in Nizza gegen den franzöfischersttts als S p i o n de« zeichneten Fritz Kilian von Hohenburg gefühtte Untersuchung wird durch die Uedersetzung zahlreicher Bttefe verzögert, von denen noch dazu die meisten in Ziffern abgefaßt find. Der ver- haftete Kllian von Hohenburg hat fich übrigens an den deutschen Vizekonsul in Nizza gewendet und dessen Vermittelung nachge- V9 EuÄJ '3°»((fly iga"SW Ä -.e Gehfinot«! �er roQt »5«. ä - k-tni-n Feinden olL"tigiösen Formen nachweisen, daß die Bewohner der ih»?! mc;tfc',flen Stadt als die Votfahren der heutigen Zuni« lcbi» anzusehen find. Tie Stadt ist, wie der Augenschein biiw uiie auch noch alte Ueberlieferungen der Zuni de« »em Don"ntm fuichtbaren Erdbeben zerstört worden. In« iß.-'"ach der plötzlich hereingebrochenen Katastiophe, deren Tl. ,.m/ in Tausende gehende Zahl der aufgefundenen brg m bom essen läßt und welche jedenfalls einen großen Thell toortCÜ- vernichtete, die Trümmer allmälig vom Flugsand «alt.» wurden, find alle Geräthschaften auf das B>ste er« 'San* n,01S,en- Die Funde find hauptsächlich Gegenstände des Mit* Gebrauchs, sie haben in Form und Schmuck der kc« äumia Erzeugnisse Aehnlichkeit mit den noch heute bei den olftnn»�wendeten Gerüchen. Bemerkenswerth ist, daß keine �«°7fi0Senstände gesunden wurden. Einige Meilen von Las entdeckte Eushing eine zweite Stadt, die er nach den �net Wasserleitung Las Acequias nannte. Die »tn or. 1, jedenfalls dem mächtigen, kttegettschen und auch in ir und Wissenschaften erfahrenen Volke zuzuweisen, jUnnL'-PUfen fich in den Trümmern von Städten, Befesti- �errfw Palästen, Tempeln, Pyramiden und anderen !?frtl-* V" ununterbrochener Reihe von den Nordgrenzen 'kunrJI? Peru, Ecuador, ganz Zcntralamettka, Mrxiko, Ollsen,- �d Attzona hindurch bis zum Salzsee in Utah nach» W-a ,-°"en. dessen Blüthezeit aber zur Zeit des spanischen Ein« eini r?', 6' ereignete fich vor einigen Tagen in Lüne« ™tr �fttten Stadt am Missouri-Strom. Dort sollen ?%bet ebe' welche einen Farmer und dessen Sohn er« J\nta Armii 1: ssehängt werden. Das Schaffst war am Ufer fir» ttst?� lies Missouri erbaut und alles zur Exekution bereit. lehnt, a?™' welcher das Schaffst betrat, war ein Engländer. de«-T» vorwärts, streckte feinen Hals aus, die Schlinge, ---"'----- IMint legte , die ... schwang er ttß und sucht. Wie die„Franks. Ztg." hört, ist Kilian v. Hohenburg dem Vizekonsul bekannt als ein seit längerer Zell in Nizza lebender Deutscher, der fich durch Stundengeben ernährt. Der Untersuchungsrichter soll dem Vizekonsol jedoch erklärt haben, daß eine Freilassung tzohenburg's vor der Hand nicht möglich sei, da gegen denselben schwer bezichtigende Verdachtsmomente von Spionage vorlägen. Kalka«lS«der. Aus Sofia wird gemeldet, daß man in dortigen offiziellen Kreisen die ruf fische Behauptung, wonach das Kriegs- gericht in Teteven infolge Auftrages der Regierung auch polittsche Gegner der gegenwärtigen Regierung, die fich sonst nichts zu Schulden kommen ließen, als Räuber behandelt habe. mll Entrüstung zurückweist. Wenn die russischen Journale in der von der„Bulgarie" veröffentlichten Liste der Verurthellten Namen finden, deren Träger ihnen als Feinde des geaenwärti- gen bulgattschen Regimes bekannt find, so könnte höchstens der Schluß daraus gezogen werden, daß fich auch politische Freund» Rußlands unter den Räubern befanden, über die das keiner- sttts beeinflußte Kttegsgettcht nach den destehenden Gesetzen die Urtheile fällte. Amerika. Im Schöße der Regierung von Kanada herrscht Meinungsverschiedenheit darüber, welche Stellung man den von Präsident Cleveland angekündigten Zollrepreffalien gegenüber einnehmen solle. Einzelne Mitglieder der Regierung scheinen in der angedrohten Maßregel lediglich ein Wahlmanöoer zu er- blicken und zu hoffen, daß nach der Prästdentenwahl stch leichter ein Weg der Verständigung finden lassen werde. Man scheint im Londoner Foreign Office, wie aus einer der kanadischm Regierung am 3. d. zugegangenen Depesche Salisbury's hervor- geht, derselben Anficht zu sein und Zeit gewinnen»u wollen. Der englische Minister empfiehlt dattn die äußerste Vorsicht an, da jeder übereilte Schritt die feindselige Stimmung der Unions« floaten gegen Kanada verschlimmern durfte. Gleichzeitig erbittet fich Salisbury Auskunft darüber, welche Wirkung die ange» drohten Repressalien auf Kanada ausüben dürsten. Mehrere kanadische Minister befürworteten sofortige Aufhebung der gegen amerikanische Schiffe in kanadischen Kanälen angewendeten Differentichgebühren, während andere, darunter der Minister- Präsident Macdonald, solches Verfahren im gegenwärtigen Zeit- punkte als zu demüthigend bezeichneten. Das Kabinet wurve über seine Haltung gegenüber der Politik der Unionsstaaten schlüssig, beschloß jedoch, die Befestiaungen an der Küste des Stillen Meeres, besonders die in Esquimautt, zu ver- stärken. jftvtiut«ud NerlammwnseN» De* Unterstützung» verein der Maurer Kerlin» hält am Dienstag, den 11. d. M., Abends 8, Uhr, in Scheffers Lokal. Jnselsttaße 10, eine Versammlung ab. Tagesordnung r 1. Bericht der Revisoren. 2. Vortrag des Herrn E. Pankow: Klarlegung des Entwurfs der Alters- und Invalidenversicherung. 3. Diskussion. 4. Unterstützungsoereinsangelegenbeiten und Fragelasten. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Der Derein der Wod-Utischler hält am Montag, den 10. d. M-, Abends 8� Uhr, seine Versammlung im JBors'ädti- legen Kasino, Ackerstr. 144, ab. Tagesordnung: 1. Wahl eines Ausschusses zur Vorderathung der Vorstandswahl. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Fragekasten. Die Mitglieder werden ersucht, stch recht zahlreich und pünktlich einzufinden. Eine öffentliche Dersammluug der Tapeftrer Berlins findet am Montag, den 10. September, Abends 8 j Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77—79, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag über gewerkschaftliche Organisation. 2. Vorlage des Statutentwutts zur Gründung eines Fachvereins und event. Wahl eines provisottschen Vorstandes. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, zu erscheinen. Versammlung der Maler, Lackirer, Anstreicher und Berufsgenossen(Filiale 1U, Ost und Nordost) am Montag, den 10. September, Abends SJ Uhr, im Saale des Herrn Matthies, Andreasstraße 26. Gäste haben Zutritt. Fachnerein der Metallschranden-, Fasondreher und Berufsgenoffen Berlins. Generalversammlung am Sonntag, den 9. September, Vormittags 10i Uhr, im Königstadt-Kafino, Holzmarktstraße 72. Tagesordnung: 1. Bettchterstattung über unsere Statistik. 2. Beschwerde des Mitgliedes A. Gom gegen die Fachkommisfion. 3. Verschiedene Vereinsangelegenheiten. Dersammlnng de« Verbände» dentscher Zimmer- lente(Lokalverdand Berlin West und Umgegend) am Montag, den 10. September. Tagesordnung: 1. Vortrag des praktischen Arztes Herrn Bernstein. 2. Verschiede, es. 3. Fragekasten.— Neue Mitglieder werden aufgenommen. Große öffentlich« V«ü»oersa««lnng in Ehar- lottenbnrg am Sonntag, den 9. September, Vormittags 11 Uhr. in Wodttch's Salon, Spreestraße 8. Tagesordnung: Der Gesetzentwutt einer Alters- und Invalidenversicherung der Arbeiter. Referent Herr Kaufmann Auerbach. Diskusfion. Die Versammlung findet bestimmt statt. gelangte Mann ' Ufer und machte fluchte auf den Untershettff, dieser fluchte auf den Henker und der Henker wieder auf den Seiler, der den Sttick gedreht. Unter allgemeinem Tumult entsprang der Gerettete in die Wälder und entkam.— Als der zweite Delinquent das Schaffot betrat, neigte er fich vorwärts und raunte dem Henker zitternd in's Obr:„Um Gotteswillen, Mann, nehmt für mich einen stärkeren Strick, denn— ich kann nicht schwimmen!" Ketroaene Ketrüger. In letzter Zeit trieb in Moskau eine Bande von Betrügern ihr Wesen, die stch besonders darauf gelegt hatte, aus der Provinz hier eintreffende bemittelte Personen, welche fich gern gefälschtes Papiergeld verschaffen möchten, aufzuspüren und gründlich zu betrugen. In die Falle solcher Betrüaer ging u. a. vor kurzem auch der Fabttkant B Nachdem er, so erzählt die„St. Petersburger Ztg.", mit mehreren Mit- gliedern der Bande bekannt geworden war, gab er denselben Ä WS'«» Preise oon 35 Kopeken pro Rubel an. Das Geschäft wurde in einem der besseren Traiteurs zum Abschluß gebracht B. zahlte 2000 Rubel in echten Scheinen an und erhielt vorlaufig die Zu- stcherung, daß die Waare vor Abgang des Zuges, welchen B. NN-«! Hofe erschien der Hauptmacher der Bande, der Kleinbürger S., mit einem Manne, der eine große schwere Kiste bei den Sachen B.'s in dem von ihm ausgewählten Waggon nieder« blick nahmen B. gegenüber zwei feingekleidete Herren Platz, die derartige Frage nicht gefaßt gewesen und an mottete schließlich verneinend. Da erklärte ihm der eme der beiden Herren, daß &%%% Station gingen B. und der eine ver mrgeblichen Geheimvolizrsten ans Büffet und nahmen dort einen Imbiß. In dem Gedränge war der Geheimpolizist plötzlich verschwunden und B. begab fich nun ahnungsvollen Herzens in seinen Waggon. Dort fand er aber weder die beiden Herren, welche nicht Geheimpolizisten, sondern Mitglieder der vorerwähnten Bande waren, noch auch die Kiste vor, und eS wurde ihm nun klar, daß er recht gründ- lich hereingefallen sei. Er zeigte den Vorfall bei der Moskauer Geheimpolizei an, und dieser gelang es rasch, die ganze Bande dingfest zu machen. Bei der Durchsuchung der prachtvoll ungerichteten Wohnung des vorerwähnten S. fand man mehrere Reisekoffer, voll gepackt mit Päckchen, die in der Größe von echten Kreditscheinen zugeschnitten und oben und unten mit je einem echten Kreditschein belegt waren, während der übttge Inhalt der Päckchen nur aus wetthlosem Papier be» stand. S. wurde in dem Augenblick verhaftet, als er gerade mit den Koffem zum Nishni Nowgoroder Bahnhof fahren wollte, um nach Nishni zu reisen und dort die Waare an den Mann zu bringen. Dergleichen Vorfälle kamen in letzter Zeit in Moskau öfter vor. Charakteristisch ist es, daß die betrogenen Liebhaber von falschem Gelde bei ihrer Vernehmung gewöhnlich erklären, daß sie nur deshalb gefälschtes Papiergeld haben kaufen wollen» um die Personen, welche fich mit dem Vertrieb desselben befassen, zu ermitteln und der Polizei zu denunziren. An» Tour« derichtet man:„Sonntags Abends produzirte fich hier der Akrobat Emilien Castenet auf einem Eisendraht von 243 Meter Länge, welcher in einer Höhe von 24 Meter zespannt war. Castenet war auf das Drahtseil gestiegen; auf meinem Kopfe saß ein Helm, auf dessen Spitze eine Rakete,»um Abbrennen bestimmt, angebracht war. An den beiden Enden seiner Balaryirstange defanden fich bengalische Fackeln. In der Mitte des Seiles angela gt, versuchte nun Castenet, die Rakete auf seinem Helm zu entzünden, was ihm jedoch nicht gelang, da die Lunte durch den herrschenden Regen feucht gewo.den. war. Der Seiltänzer setzte nun seinen gefährlichen Weg fort, als man von unten plötzlich sah, wie von der rechten Seite Castentt'S Feuer in die Höhe schlug. Die Zuschauer schtten schaudernd auf. Der Seiltänzer stand in Flammen. Der Akrobat, der so» fort erkannte, daß er nicht mehr das Ende des Seiles erreichen werde, da er kaum länger die fürchterlichen Brandschmerzen er» tragen konnte, entwickelte nun eine heroische Geistesgegenwart. Er ließ stch in der Kniebeuge vom Seile herabhängen und ttß fich mit den nun freien Händen die brennenden Kleider vom Leide, früher noch die Flammen an den abgettffenen Fetzen er« stickend, damit keiner der unten befindlichen Zuschauer verletzt werde. Inzwischen wurden Mittel gefunden, den beinahe ohn- mächttaen Seiltänzer, welcher schwere Verletzungen erlitten hatte, aus seiner gefährlichen Lage zu befreien und ihm Labung zu. bttngen." Theater. Sonntag, den 9. September. Gp«r»chau»: Der Wanenschmied. Montag: Flick und Flock. Hch«lst»i«cha«s(im Wallaer- Theater): Montag: Minna von Barnhelm, oder: Das Soldatenglück. Deatsches Theater. Die Hermannsschlacht. Montag: Romeo und Julia. Srteftvfa*- WUhelmstadtisch— Theater. Pariser Leben. Montag: Dieselbe Borstellung. Keftdeaz-Thrater:?iuma Roumestan. Montag: Dieselbe Vorstellung. Or«M'«Theat»r? Die Jüdin. Montag: Der Prophet. KeMeallteaee-Theater: Tricoche und Cacolct. Montag: Dieselbe Vorstellung. V ttteria-Theater: Die Kinder des Kapitän Grant. Montag: Dieselbe Vorstellung. AdolPh-Grnll Theater. Die drei Grazien. Montag: Dieselbe Vorstellung. N«rttt»< SpeziMSten-Vor» Eoaeordi«- Theater> Spezialitäten» Vor» stellung. TheÄrr der Neichshallea: Spezialllätm« Vorstellung._ American-Tfaeater. Direktion 31. Reiff. Wallnertheatepstpaase Up. 15. Sonntag, den 9. September: Zum 4. Male: Die Weisheit Salamonsky's. Berliner Lokalpoffen-Pantomime von R. Anger. Mufik arrangirl von R. Thiele. 1. Bitd: Die Renommirstunde bei Haase. 2. Bild: In der Aeademy of wusle. 3. Bild: Bei Mutter Pignatclli im Cour- saal. 4. Bild: Berlin um Mitternacht. 5. Bild: Vor'm Schöffengericht. Neu einstudirt: Tausend und eine Nacht Operette von W. Köhler. Musik von R. Thiele. Auftreten der drei Geschwister Delöpierre, des Jnstrumentalisten Herrn Krüger, des Munikers Aivoli und des Herrn Martin Bendix. Anfang 7& Uhr. Entree 50 Pf., Parterre 1 M., Balkon 1,25 und 1,50 M., Parquet 1 50 M., Sperrfitz 2 M., Loge 2 St., Balkonloge 3 M. Billet- Vorverkauf Vormütags 11—1 Uhr an der Kasse. Könipstädtisches Theater. Alexanderstr. 40— Kurzestr. 6. Stadt» und Pferdebahnverbindungen nach allen Richtungen der Stadt. Frl. Clara Kühn vom Eaison-Theater in Nürnberg als Gast. Heute, Sonntag, den 9. September: Zum 147. Male: Der Kettelstudent von KerU«. Große Gesangs« Posse m 5 Bildern von Martin jöhm und Hugo Buffe. «affeneröffnung 6% Uhr. Anfang 7t Uhr. Bons haben Giltigkcit. BonS und Ausschnitte dieser Zeitung haben Preisermäßigung. Alles Nähere die Anschlagsäulen. Wintergarten. Direction: Dorn und Baron. Sonntag, 9. September: Gastspiel de» Kall,t» vom Chatetet-Theater in Paris, unter Leitung des Ballctmeisrers »ige. Achill» vosst. sowie Auftreten von MUe. Zelizia Millon. ML«. Mari» Kallard. Miß Tor« und Gmmy Godefroy. Mr. LaaM und Karley. Prof. Leoa prevoft. FrÄrem Tarchq. Krother» Moro-Ltnda. Mar Adolfi. MUe. Arm« u. A. m. Anfang*8 Uhr. Ende Mitternacht. Enlröe 1 Mar». Sass«»» 1«v. 8 SR.— 10 U. te.uli»«r-P"-> vom empfiehlt sich zur Anfertigung eleg. Re'r'ren. % outen Kitz und sanbe.r � � a �5s?"tlrt, Lager von Suckski», in großer, geschmackvoller Auowahl. Sloulantc Zahlungs-Bcdingunaen![537 Teppiche zu billigen Preisen! Wir verlaufen unser Teppich- Lager< und verkaufen gewöhnliche, bastbare Teppi» für 4, 5 u. 6 M,. große Tapessty-Plüsch» Teppiche für 12, 15 u. 18 M. Hr. St Tischdecken Manilla-Tischdeckm mit Franzen2, 2.50 R Bunte Tischdecken mit Schnur und Quasi» 3, 3,50 bis 5 M., Gobelin- Tischdecken W Schnur und Quasten 5 u. 6 M. 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Ztg." vom Freitag, den 3l. August d. I.,„Die 9# im 6. Berliner Reiche tags Wahlkreise", erlaube ich mir, �nige den thatsächlichen Vcrhältniffen entsprechende Berichti« Hungen zu machen. In dem betreffenden Artikel heißt es:„Es W aber sehr auffällig, daß an dem allgemeinen Stimmcnrück� Iknig auch die Sozialdemokratie betheiligt ist." Hierzu habe ich v bemerken, daß von einem Rückgang der sozialdemokratischen Ammen überhaupt nicht die Rede sein kann. Man kann «lbaus nicht das Resultat der allgemeinen Wahlen mit dem ? Rachwahlen vergleichen; denn es ist doch eine bekannte -MWiache, daß die Bctheiligung bei Nachwahlen nie eine so & ist, als bei den allgemeinen, im ganzen Lande statt ■jenden Wahlen. Man kann meiner Anficht nach nur Nach •hl mit Nachwahl vergleichen und spricht dieser Vergleich sehr I Gunsten der Vermehrung der sozialdemokratischen Stimmcn. Beweis führe ich an, daß Hascnclcver im Jahre 1884 2-24 ovo Stimmen erhielt, während bei der einige Wochen »ach den Hauptwahlen stattfindenden Nachwahl Pfannkuch nur Wt 20 000 Stimmen gewählt wurde. Es würde also, wenn die Nachwahl von 1884 mit der Nachwahl von 1888 �gleichen, ein Stimmenzuwachs von rund 6000 zu �zeichnen sein. Ader selbst wenn wir hiervon absehen und die Aabl von 1887 mit der letzten vergleichen, werden wir finden, M viozentual die Sozialdemokratie den geringsten Stimmen- »eUust erlitten hat; denn es wurden abgegeben: .007. LLL Abnahme pEt. 1887 1888 annädernd «eutschfreifinnige 11750 7 507 36 ,6t. vozioldemokraten 30453 26 067 14 ,61 «artell.... 16836 816) 51,6t, Hierzu bemerke ich, daß ich die für Förster abgegebenen «rimmen den Stimmen für den Kartillkandidaten zugezählt bade; denn es ist eine unbestreitbare Thotsache, dcß die Anti- wniten 1888 für den Kartelltondidaten gestimmt haben. Man Aeht auS diesem Resultat, aus welchen Elimenten die Kartell- brüderschaft 1887 zusammengesetzt war, und daß dieselbe ohne ben Antisemitismus in Berlin eine Null ist. Weiter heißr es ** dem betreffenden Artikel:„Und wenn auch einige hundert Wähler, die lein anderes Programm, als ihre eigene Unzufrie> den heil kennen, aus den Reihen der sozialdemokratischen Wähler schasl in das Lager der Försterschen gelaufen sein mögen, das «lirin reicht zur Erfläruna des Rückganges der sozialdemokratischen Stimmen, die man angefichts des Wähleizuwachscs auf 7000 bis 8000 berechnen kann, nicht aus. Sollte in den Reihen der Sozialdemokratie die Abneigung gegen den Kampf mit der Waffe des Stimmzettels in so bedeuten- «cm Maße zugenommen haben?";c.— Hierzu bemerke ich, «oß von eincm Ucberlaufen sozialdemokratischer Wähler in das vöister'sche Lager nicht im Ernste die Rede sein kann, wenn >n erwägt, in welcher scharfen Weise gerade der Antistmitismuö Jf den sozialdemokratischen WLhlcrversommlungcn, unter dem Mfall sämmtlicker sozialdemokratischer Wähler, gegeißell worden "P- Wetter! Die Abneigung gegen den Kampf mit dem Stimmzettel in den Reihen der Sozialdemokratie ist durchaus tischt vorhandm. Beweis hierfür ist die Bethciligung an den "itt weniger wichtigen Kommunalwahlen, die stattfand, nachdun »w das Für und Wider erwogen hatte, und welcher fich hierauf, ?m Majori tätobeschluffe gemäß, olle ausnahmslos anschloffcn. ist vielmehr der Rückgang der sozialdemokratischen Stimmcn Jtt erklären: 1. Aus der Sicherheit, mit welcher der Sieg sozial- �miokratischerseits erwaret wurde und 2. aus dem Umstände, 7«ß viele Ardetter, well sie weit entfernt in andern Stadttheilcn Neiten oder von Seiten der Arbeitgeber leine freie Zeit zum Dahlen bekamen, der Wahlurne fern blieben oder fern bleiben "Uzßten. Ich glaube, da ich selbst Ardeiter bin, also mtt Kerliner Sonntagsplnuderei. t• ILC- Einer unserer hervorragendsten Barden singt in . en Lredern den lieblichen Vers:„Schön ist ein Zylinder- — wen« man ihn besitze« thut." Es dürfte selbst unter den gelehrtesten Leuten kein reu darüber entstehen, ob diese Worte eine unbestreitbare ahrhxit enthalten. Schön ist überhaupt nur das, was an besitzt, und die ungezähltesten Hundertmarkscheine machen r*T den modernen Erdenbürger nur selten einen Eindruck, n« sie sich M fremden Portemonnaie« befinden. Doch on abgesehen— zu allen Zeiten und bei allen Völkern jL..** immer gewisse Gegenstände gegeben, die den Zweck jk-3, bie Erscheinung deS äußeren Menschen möglichst vor- ha l iu machen. Selbstverständlich sind diese Gegen- nve nach Geschmack und Natur verschieden gewesen. Der #* l°y liebt es, seinen Leibgurt mit den natürlichen fett seiner Mitbürger zu schmücken, andere Völker Ulis"' � bie Zähne ab und färben die Stummel schwarz, fck>™ �andsleuu im schwarzen Erbt Heil tragen Man- Z»;»,®0B Elfenbein, und vor nicht zu langer ihr- J�ubte» unsere besseren und schlechteren Hälften, bah �hrseite dadurch in ein besseres Licht setzen müssen, z. v ste an ihre« Rücke», wo derselbe keinen anständigen me»«M.n,{ow(Winmfefce Erhöhungen in® -w-» Arbeitern täglich zusammen arbette, da ich ferner hier im 6. Wahl: kreise geboren und aufgewachsen bin und stets hier in größeren Fabriken gearbettet habe, die lokalen Verhättniffe in dieser Be- ziehung also kenne, ein den thatsächlichen Verhältnissen ent- sprechendes Utthcil abgeben zu können. Gl« neuro und dabei originelle« und höchst schmackhafte« Mittet gegen de«„Umsturz" ist von einem Bier- und Menschenkenner entdeckt worden, welches vielleicht geeignet erscheinen könnte, an Stelle des„Ausnahmegesetzes" zu treten. In eincm bieroloaischen Fackblatte stellt der leider unbekannt gebliebene Verfasser„geistvolle" Betrachtungen über das Bier und seine Einwirkung auf die Gesundheit des Menschen an und sagt darin u. A.: Von einem alkoholischen Getränke werde verlangt, daß es vor allem die durch ungünstige Verbältnisse herabgesetzten Lebenskräfte wieder rasch zu heben und anzuspornen vcrirögc, also auf die Nerven unmittelbar wirke. Dies geschehe auch unvermindert bei den rein alkoholischen Getränken, wie Wein, Branntwein rc., welche deshalb nur ganz mäßig genossen werden dürfen, indem sie gar keine eigentlich nährenden und damit wieder beruhigenden Stoffe enthalten. Anders verhalte fich dies beim Biere. Das Bier entHalle nicht dlos den äugen- blicklick belebenden Alkohol, nicht blos die Magennervcn stär- kende Kohlensäure, sondern auch wirklich nährende Bestandtheile, wenn auch in geringer Menge. Wenn nun im Allgemeinen auch die letzteren als ein werthvoller Bestandtheil eines Bieres angesehen werden dürfen, so müsse man doch in Betreff„Ge sundlichkeit" dieselben verschieden auffassen. Es sei nämlich ge wiß, daß gerade die eigentlich als Äiährstoffe geltenden Bestand theile eines Bieres diejenigen find, welche ihrer schleimigen, gummösen Beschaffenheit nach auch unter Umständen nach- lheilig wirken können. So seien es namentlich die dicklicheren Dextrine(Stärkcgummi), welche den Magen des Trinkers immer mehr zum Biergenuß einrichten, in« dem fie ihn gewissermaßen auskleiden, wodurch der eigentliche Appetit zum Essen vermindett werde. Es sei diese Erscheinung der dicklichen, namentlich bayerischen Biere schon an fich bedenk- lich, komme jedoch nicht so zum Ausdruck bei jüngeren und kräftig arbeitenden Personen, wie überhaupt das bayerische Bier einerseits mehr für junge, noch in der Entwickelung begriffene, andirersctts mehr für nervöse Menschen günstig sei. Das letztere erkläre auch zum Theil die beutige Gier der Großstädter nach weniger angreifendem und mehr beruhigendem bayerischen Bier, was für diese meist überreizten Leute oft eine wirkliche Wohl- that sein könne. Für ältere Leute sei der selbst geringere Genuß bayerischen Bieres stets weit weniger günstig, weil mit zuned- mcndem Alter gerade durch das alkoholische Getränk zunächst die Eßlust gehoben werden solle, was aber eben die bayerischen Biere am allerwenigsten vermöchten und andererseits doch durch ihren Gehalt an Nährstoff keinen wirklichen Ersatz für eigentliche Nahrung bieten könnten. Wie der Wein die„Milch der Alten" genannt werde, so seien auch die leichteren, mehr geistigen Biere für ältere Leute mehr günstig, well diese Biere rascher alle Organe beleben und anregen und keinen Uebergenuß verlangen. Tie mehr weinigen Biere brächten den gcsammtcn Organismus des Trinkenden mehr in Ordnung und erhalten ihn in derselben, wie dies ja auch der mäßige Weingenuß thue, während die dicklichen Beere schon zunächst leicht die Verdauung in Unord- nung brächten und nochthcilig beeinflußten, und wenn fie auch nicht so sehr auf die Nerven unmittelbar wirkten, so doch auch dieselben keineswegs auf der Höhe erhalten könnten, sondern fie schließlich, mieden ganzen Organismus, zum Erschlaffen führten. Die bayerischen Biere hätten nur geringen Alkoholgehalt, derselbe komme deshalb erst spät zur Wirkung, und dann sei der Körper des Trinkers bereits voll beladen mrt Flüsfigkeit und schweren Extrakten, es könne desbalb die durch den Alkohol zu bewir- kende itrleichterung und Erheiterung nicht mehr rein zu Gel- tung gelangen, entstehe ein Gemisch von Schwerfälligkeit und augenblicklicher Erregtheit, wie es fich auch mit der Zeit dem ganzen Charakter einimpfe. Von entschiedenem Nachtheile sei auch der Genuß schwerer cxtrallrcicher Biere für die Stimmen des Menschen, indem durch dieselben auch die Stimmbänder d.s Kehlkopfes erschlafft würden. In Ländern, wo dicke Biere reichlich getrunken würden, verstumme der Gesang alsbald nach Nock bisher undenkbar; Schwalbenschwänze müssen Schenkel desjenigen umwallen, der sich mit dem Wohl die Schenkel desjenigen umwallen, der sich mit dem Wohl und Wehe der Bürgerschaft befassen will. Allerdings ist es richtig, daß wohl noch niemals der Vorsteher irgend einer Körperschaft ganz auS dem Stegreif vor einer so weltbewegenden Frage gestanden hat, und niemals wurde ein gordischer Knoten genialer durchhauen. Mit der Würde, die jeden deutschsreisinnigen Mann ziert, fügte sich Herr Sttyck ins Unvermeidliche, mit geradezu königlichem Anstand zog er sich hinter die dicke Staubwolke zurück, die ob des frechen Beginnens von den uralten Perrückenstücken auf- wirbelte. Berliner Stadtverordnete ohne Frack— die Weltord- nung kommt ins Wanken; verhülle Deine Haupt, Philister, ziehe Dir die Schlafmütze fest über die Ohren, schließe Deine Acuglein und zittere, es ist an dem Erhabensten gerüttelt worden, was ein vollwichtiger Berliner Bürger bisher kannte,— von Leute», die den Frack nicht mehr in Ehren halten, ist da« Schlimmste zu befürchten! Eines Tages wer- den wir eS erleben müssen, daß die güldene Amttkette sogar auf einem gewöhnlichen Rock baumelt, daß irgend ein Ver- inessener mit dem Allerheiligsten seinen Spott treibt, und daß zu der güldenen Auszeichnung ein gewöhnlicher Schlapp- Hut und ein vulgäres Zacket getraqen wird. Das ist Aufruhr, Rebellion, Empörung I Was soll au« der Kommune werden, wenn die nothwendigen Festessen, die vom Magistrat bei feierlichen Gelegenheiten gegeben werden, in einem gewöhnlichen bürgerlichen Gewände ver- speist werden? Wo bleibt die Würde, das Ansehen, welches schließlich auch Herr Zrmer für sich in Anspruch nimmt, wenn das, was an den großen Männern sterblich ist, nicht mehr in einen Frack—„Lendenbedrieger", wie ihn der Berliner poetisch nennt— gezwängt werden darf? Dann unterscheidet ja die Herren etwa« von Kellnern und Leichenbittern. „Wem Gott ein Amt giebt, dem giebt er auch den Verstand." So sagt ein altes Sprüchwort, und da sich an dem Wesen und Sein eines bürgerlichen Berliner Stadtver- ordneten die Wahrheit desselben in keiner Weise nachweisen läßt, so sind wir nobel genug, um nicht daran zu zweifeln. Mit dem Verstand zugleich erhält man aber noch keinen Frack, für letzteren Gegenstand muß man immer noch be. zahlen, Verstand kann man sich unglücklicher Weise auch nicht durch die größte Ausgabe zulegen. So ist es denn Ausgang des KindesalterS, die Tanzlust werde nicht sehr rege, dagegen würden aber dabei ziemlich ruhige, oft allzu gesetzte Bürger herangezogen. Ohne Zweifel, meint der Verfasser obiger Bierstudie, wäre das bayerische Bier ein Mittel gegen die gesell« schaftliche Umwälzung und als Völker-Beruhigungsmittel habe es entschieden Werth. Es sei das Getränk des ruhigen, unge- stötten Dahinlebcns, das weder anspornt, noch unmittelbar ver- fallen läßt.— Hört Jhr's, Ihr Staatsmänner? Eine grandiose Idee! Fort mit dem Sozialistengesetz, her mit dem bayerischen Bier, schwerem, dickem, extraktreiwem, dem„Volke" eingelöffett und— der Staat ist gerettet! Sollten vielleicht die zahllosen „echten" Bierpaläste Hierotts eine tiefere Bedeutung haben? Ma« einem gandwerkobursche« alle« pafstre» kann. Unter dieser Spitzmarke geht uns eine Mittheilung zu, deren tragikomischer Inhalt nicht verfehlen wird, unseren Lesern einiges Interesse abzugewinnen. Lassen wir das Opfer eines gewiß recht unangenehmen Mißverständnisses selbst erzählen: Don G., einem ziemlich bedeutenden Fabttkitädtchen Thüringens und nach Berlin kommend, erhiett ich— Milte April— bereits am dritten Tage Stellung in einem größeren Geschäft meiner Branche. Wochen waren vergangen, ich wohnte nach längerem Aufenthalt in der Herberge bereits„möblirt", als ich plötzlich meine Papiere vermißte; ich glaubte dieselben vielleicht schon längere Zeit verloren zu haben und mir nichts arges denkend, nur etwaige Bemühungen zur Wiedererlangung für nutzlos haltend, unterließ icy jede polizeiliche Meldung. Wieder vergingen Wochen, ich wurde krank und Anfang Juli sah ich mich genöthigt, Aufnahme in der Charitee zu suchen. Wer wochenlang im Krankenhause zugebracht, wird meine Freude mitfühlen, als ich endlich am 8. d. M. entlassen werden sollte. Doch fie war zu groß und nur zu bald sollte mir ein so unan« genehmerer Rückschlag erfolgen, denn wer beschreibt mein Ent- setzen, als ich, mir keiner Schuld bewußt, sofott verhaftet und nach dem Revier gebracht wurde. Nachdem ich hier fast fünf Stunden zugebracht, immer noch in Unkenntniß über mein an- gedliches Verbrechen, kam ich endlich nach der 4. Adthcilung am Molkenmarkt, fest überzeugt, nun endlich als unschuldig ent» lassen zu werden. Hier wurde mir Aufklärung durch die Eröff- nung, daß ich, eines Diebstahls in Bremen dringend verdächtig, von der Behörde steckbrieflich verfolgt werde und dteserha'b meine Verhaftung erfolgt sei. So ernst die Sache an und für fich war, mußte ich doch, nun ich mein Verbrechen wußte, unwill- kürlich lachen, tonnte ich doch mein Alibi gut genug nachweisen. Schon das Signalement des Steckbttefes war nicht voll und ganz auf mich anzuwenden. Blaue Augen zu besitzen, konnte ich mir durchaus nicht schmeicheln, zwischen 22 und 25 Jahren meines Alters war auch ein kleiner Unterschied, hellen Jacket- anzug besaß ich nie und trug ich auch jetzt nicht-- doch„es kann schon stimmcn", meinte der Herr Kommissar. Was half mir meine Bctheucrung, niemals auch nur in der Umgebung von Bremen gewesen zu sein, meine Bitte, im Geschäft, wo ich konditionirt, Erkundigungen einziehen zu wollen, was die Angabe, im Anfang meines Hierseins meine Papiere verloren zu haben?— es wurde alles recht hübsch zu Protokoll genommen und mir verfichett, auf Wunsch bereits morgen dem Untersuchungsttchter vorgefühtt zu werden; vorläufig natürlich war mein Freiheitstraum zu Ende, mir blieb nur das Vergnügen, bei Waffer und Brot, Mehlsuppe und„Rumfutsch" w., in der Nacht auf hattem Stroh- sack, mit Friesdecke zugedeckt, über des Schicksals Walten Be- trachtungen anzustellen. Andern Tages ging es„per Droschke erster Güte" nach Moabit; am dritten Tage nach meiner Ver» Haftung kam ich vor den Untersuchungsrichter, aber auch hier konnte ich meine Entlassung nicht erreichen, nur meine Bitte, zur Beschleunigung der Sacke sofott nach Bremen gebracht zu werden, fand bereitwilliges Entgegenkommen. Doch, es wurde Abend, es veigingen noch zwei Tage, aber ich, dem jede Stunde zur Ewigkeit wurde, saß trotz des Versprechens immer noch in Moabit. Endlich, am fünften Tage, Sonnta-» Abends*12 Uhr, wurde mein Wunsch erfüllt; es ging der Transpott vor fich, nur dem ablehnenden Verhalten des Transporteurs gegenüber dem Verlangen der Beamten habe ich es zu verdanken, daß ich nicht geschloffen wurde, wie der schlimmste Verbrecher. von Alters her immer beim Frack geblieben. Das kann uns natürlich keineswegs hindern, den wahrhaft toleranten und weitschauenden Blick, welcher der Leitung der Berliner Stadtvertretung in dieser so außerordentlich wichtigen Staats- ftage eiaenthümlich war, gebührend und nach allen Rich- tungen hin zu preisen. Das Unglück ist nun einmal geschehen, geschehene Dinge aber lassen'sich nicht mehr ändern. Der Präzedenzfall ist aber geschaffen und Niemand ist in der Lage, mit Sicherheit vorher sagen zu können, was sich nicht noch alles ereignen wird. Herr Stryck ist allerdings der Mann der minutiösesten Voraussicht, er hätte von Rechts wegen auf jede Eventualität gefaßt sein müssen— weiß er doch sonst alle« so unendlich genau zu berechnen. Herr Stryck ist bekanntlich der Vater eine« gewissen Klosetreglements, welches ihm vielleicht schon manche Kopf- schmerzen, seinen Miethern jedoch nicht wenig Leibschmerzen verursachte. In seinem Hause, in welchem Herr Stryck nicht nur Vorsteher, sondern sogar Pascha ist, kann irgend etwa« UnvorhergefeheneS nicht so leicht Platz greift n, bei keiner „Sitzung" darf eine Unregelmäßigkeit vorkommen, denn die- selben finden stet« unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt und dürfen bekanntlich niemals länger als zehn Minuten dauern. Hätte Herr Stryck, um allen unangenehmen Zwischen- fällen im Rathhause vorzubeugen, nicht ähnliche Vor» sichtSmaßregeln treffen können? Das ist eine alte Sache: Der Mensch kann noch so dumm sein, wenn er sich nur zu helfen weiß! Zn seinem Hause hält Herr Stryck musterhafte Oed- nung, in der Stadtverordneten-Versammlung ließ er fich überrumpeln. Der Frack hatte es ihm angethan, auf eine ähnliche Vermessenheit hatte er einfach nicht gerechnet, und mit ihm erstarrte die ganze städtische Vettretung. Die ganze Presse streitet sich um den Frack, es wird aus demselben noch eine LebenSftage gemacht werden. Schließlich wird es noch so weit kommen, daß em die„AmtStracht" der Stadt- verordneten regelnder Paragraph in die Städteordnung auf- genommen wird, und dann werden wir dem Zdeal der vorfündfluthlichen Spießbürger nicht mehr allzufern fein— im rothen Hause wird man dann unter dem Schutze der Allongeperrücke oder mindesten» mit einem Zopf oder Zöpflein geschmückt tagen. Das wird eine herrliche Zeit. Am nächsten Tage erfolgte die Vcrnekmnng durch die Bremer Staatsanwaltschaft und am 14. August, nach wiederum erst von Berlin eingeholten Recherchen und nachdem fich herausgestellt, daß fich em anderer mit meinen gefundenen, wohl auch ge- stodlencn Papieren legitimirt, meine Frellaffung nach 7tägiger unschuldiger Haft. Außerdem wurde mir die eigenthümliche Mttbeilung, daß ich, well eine Rcquifitwn seitens der Bremer Staatsanwaltschaft nicht erfolgt sei, ich vielmehr meine Heber« fühmng selbst beantragt habe, Anspruch auf Erstattung der Rosten zu erbeben nicht berechtigt sei,— trotzdem mir der Herr Untersuchungsrichter in Moabit bestimmt verficherte, ich habe Wefe durchaus nicht zu decken. In diesem Falle hätte ich an diesen Herrn Rcareßanspiüche, meinte der Herr Staatsanwalt. (Srjl nach vieler Mühe und nachdem ein mir zugcmutheter Ver« such, bei meinen Kollegen um Unterstützung nachzusuchen, fehl« geschlagen, sah fich der Herr Kriminalkommissar veranlaßt, auf nÄmaliges Bitten mir die Kosten der Rückreise zu erstatten.— lind wer entschädigt mir den verloren gegangenen Verdienst und die Unannehmlichkeiten des ganzen Vorganges? Alte märkische Geschichtsschreibung. Unsere alten märkischen Geschichtsschreiber, so erzählt der„Bär", machten fich mit peinlichster Gewiffenhafiigkeit an ihre Arbeit und suchten die Geschichte ihrer Heimath bis zur Erschaffung der Welt zu er« gründen. So beginnt auch Lockel seine brandcnburgische Ge« schichte, die er 1680 vollendet bat, mit der Erschaffung der Welt im Jahre 3947. In diesem Jahre„hat Gott am 26. Ottober nach dem Julianischm Kalender(als des Abends zuvor dieser Tag hebräischem Gebrauche den Anfang genommen und nach unlerm Kalkulo der Sonntag oder erste Tag in der Woche ge« twsen) aus nichts einen großen vermengten und viel tausend Mellen in fich haltenden unförmlichen Klumpen erschaffen, aus welchem hernach die anderen Körper, als Sonne, Mond und Sterne, Waffer und Feuer herausgegangen und gar zierlich ausgearbeitet worden." Demnach fall! auf den 31. Oktober Adam's Gebuttstag, zu welchem „er mit seiner aus einer Ribbe forwirten Eva beschenket wor« den". Ob nun die Mark Brandenburg damals schon so aus« gesehen hat wie heute, ist nicht gewiß, da die Sündfluth alles verändert haben wird.„Od aber auch von den Menschen der ersten Welt einige in die Mark Brandenburg gekommen find, und ihre Wohnungen allda angestellet haben, wird von vielen bezweifelt", obwohl doch für solche Annahme Gottes Befehl an die Menschen spricht, fich über die ganze Erde auszubrellm. Lockel nimmt deshalb als gewiß an, daß schon vor der Sünd« flutd die Mark bewohnt gewesen ist. Am 28. November 2292 brach die Sündfluth herein, und natürlich baden auch die alten Märker„mrt Herbatten müffen". Nun brachte Noah wieder Ordnung in die Welt. 1757 machte er drei große Kaweln für seine Söhne, die sich nun„trefflich" vermehrten. Japhet thellte sein Land wieder in fieben Kaweln, deren nördlichste Gomer erhielt. Gomer hatte drei Söhne, unter die er sein Land thellte: Ascenas(Tütschken, der Tuisko des Tacitus) erhielt Deutschland, Frankreich, Spanien, Britannien, Ungarn. JUyrien. Ascenas war also der erste deutsche König, der 130 Jahre nach der Sündfluth die Regierung antrat. Zuteressante Einblicke in das Getriebe der Pferde« eismbahncn gewährt ein vom Syndikus der Großen Berliner Pferdedahngesellschaft und Rechtslehrer an der technischen Hoch« schule, Dr Carl tzilze verfaßtes umfangreiches Gutachten, welches, ursprünglich für den Juristentag bestimmt, demnächst als besonderes Werk in Carl Heymann'e Verlag erscheinen wird. Das Gutachten weist nach, daß bei dem Zustandekommen d.s Strafgesetzbuches und des Haftpflichtaeseyes der Pferde« bezw. Straßenbahndetricb keine sachgemäße Behandlung und Würdi- gung gefunden hat und die einsettige Unterordnung der Pferde« bahnen unter das Hastpflichtgesetz unberechtigt ist, da die Pferdebahnen, obschon ste den öffentlichen Straßenkörper denutzen, nur in geringer Zahl Gefahren für die Verkehrsficherheit darbieten. T as Werk plädirt des- halb dafür, daß die Öa'tpflicht auf sämmtliche Fahr« Betriede zu erweitern sei. Aus den in großer Anzahl beige« fügten statistischen Tadellen seien sür heute folgende Zahlen mttgeiheilt: Straßenbahnen finden fich gegenwärtig in 60 Städten, in Berlin bestehen 3, in Hamburg- Altona sogar 4 selbstsländige Betriebe. Die Geleislänge sämmtlicher Pferde- bahnen betrug 1887 1 142 680 Meter, die Zahl der beförderten Personen 265 741 350. Davon entfallen auf Berlin allein 258 782 Meter Geleislänge und 107119 716 Fahrgäste. Wie groß die Gefahren der Bediensteten im Siraßenbahndctriebe find, beweist die Thatsache, daß bei der Großen B. Pf.-G. allein in nur fünf Jahren bei einem Gesamml Personalbestände von 10 025 611 Unfälle vorgekommen find, darunter 8 tödtliche.— Auf den drei Berliner Pferdebahnen haben fich in den 6 Jahren 1882—87 im ganzen 3350 Fahrgäste- und Straßengänger-Unfälle ereignet, darunter 2051 ohne Verletzung einer Person, 1106 mtt leichter Verletzung, 173 mit schwerer Verletzung und SV mit tödllichem Erfolge. Die Untersuchung über die Veran- laffung zum Unfall ergab: 419 Mal Laufen in die Pferde, 536 Mal Aussteigen im Fahren, 1981 Mal Ansteigen im Fahren, 161 Zusammenstöße mit Wagen, 223 Mal Fallen oder Ge« stoßenwerdin von Wagen und 30 sonstige U, fachen. Die Be« trierSunsällc der Fahrgäste geben in verkehrspoltzeilicher Hinsicht zu Besorgniffcn keinen Anlaß, denn in den beiden letzten Jahren entfiel bei Ver Berliner Pferdebahn 1 Verletzter auf 3-3 128 Fahrgäste, 1 leicht Verletzter auf 447 966, 1 schwer Verletzter auf 2 830 869 und 1 Todesfall auf 40 764 900 Fahrgäste. Bemerkenswelth ist, daß in Berlin 75.13 pCt. aller Unfälle auf eigene Schuld, nämlich auf das Auf- und Absteigen zurück- zuführen find. Das Auf- und Abiteigen während der Fahrt flgurirt bei 1791 Unfällen, von denen 1402 auf den Hinterperron und nur 389 auf den Vorderperron entfallen. Im Durch- schnttt verblieben in diesen Fällen 69,46 pCt. der Verunglückten unverletzt, 479 waren leichte, 63 schwere Verletzungen, In fünf Fällen verlief der Unfall tödlltch. Die Gefahr ist beim Vorder« penon elfmal größer als beim Hinterperron. In Berlin war m den letzten beiden Jahren in 35 Unfällen das Einwirken fremder Fahrzeuge festzustellen. Aus den Tadellen ergiebt fich, daß keineswegs die engsten und vom P'erdedahnbetrieb am leb- haftesten eingenommenen Straßen die Gefahr des Zusammenstoßes de gLr> stigen, sondern daß diejenigen Straßen, welche wegen ihres schwächeren Verketrs die fremden Wagenführer minder vor- ficktrg fahren lassen, verhältnißmäßig weit stärker detheiligt find. Durch diese Karambolagenunfolle wurden 64 Fadlgäsie und 21 Straßen gänger betroffen. Die Mehrzahl der ersatzpflichtigen Unfälle entfällt auf die Straßengänger. In den leetcn beiden Jahren gab es 207 Verunglückte dieser Kategorie. Die meisten dustr Unfälle_finb nicht etwa in den engsten und ver- suchen, vielmehr stehen in der Straßen, in deren Mitte von denutzte Piomenadenwege find. ____. kamen 180 auf das Laufen in die Pferde, und zwar waren 74 Kinder dabei betheiligt, doch blieben von den 180 noch 90, also genau die Kälfte, unverletzt. In 12 Fällen war Trunkenheit der Betroffenen, in 63 Fällen Unvoifichtiftttit an dem Unfall schuld, in 3 Fällen lag Selbstmordversuch vor. K»{ d»» Uorortsziigen ist sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfaon em einmaliges Umsteigen gestattet. Mehrfach ist es nun vorgekommen, daß Beamte der Stadtbahnhöfe in Berlin Fahrgäste, welche die ordnungsmäßigen Fahrscheine besaßen und von dieser Befugniß Gebrauch machen wollten, zurückwiesen und fie so nötbigten, ein Stablbahndillet für die noch zurück- zulegende Strecke zu lösen. Auf die Vorstellung eines Span« Dauer Kaufmanns hat, dem„A. f. H." zufolge, die Eisenbahn- Direktion Berlin nun einen Bescheid errhellt, in welchem seine Beschwerde für degründrt erachtet und erklärt w rd, daß die Beamten mit entsprechender Weisung versehen seien. kedrsreichsten Straßen zu Gefährlichkeit obenan die Kindern als Spielplätze Von diesen Unfällen Alle Zeitungsborichte der gegnerrschm Preffe— so schreibt man uns—, welche auf die Debatten der Stadtverord- netenversammlung vom 6. September Bezug nehmen, wirken durch freierfundene Zusätze, durch Weglassung der Motivirung, dmch übermäßige Kürzungen oder durch eine planvolle Ver« eintgung dieser Faktoren äußerst finncntstellend. Mit dem Asphaltpflaster tritt jetzt das Gummi« pflaster in Wettbewerb, das. eine Erfindung des Ingenieurs Busse in Linden, bereits im Sommer 1887 in Hannover zum Belegen der Fahrbahn in der Goethesttaße(ca. 1000 Quadratmeter) benutzt wurde. Das neue Pflaster dewährte fich so, daß in diesem Jahre weitere 1500 Quadratmeter Fahrstraße in Hannover auf gleiche Weise gepflastert worden find. Der Maaistrat von Berlin hat diese Gummipflosterung auch beretts in Erwägung gezogen und eine größere Strecke am Lützow- Ufer versuckswerse mit solchem Pflaster belegen lassen, welchem Beispiel die Stadt Hamburg folgt. Dem Gummi- pflaster wird die Elastizität von Kautschuk und die Hätte von Steinen nachgerühmt. Es soll vollständig geräuschlos sein und weder durch Hitze noch durch Kälte beeinflußt werden, auch soll es nicht so glatt wie Asphalt werden und zudem haltbarer sein. Der älteste pfeedrbahnhof Kerlino, der auf dem Gc« sundbrunnen, wird mit dem Januar nächsten Jahres eingehen und nach der neugebauten Anlage auf dem alten Viehhof in der Brunnenstraße verlegt werden. Der zum Eingehen destimmte, im Jahre 1872—73 erbaute Bahnhof, in welchem fich die Ge- sammtwerkstätten der Großen Berliner Pferdebahn befinden, war bis vor kurzer Zeit die größte Anstalt der Gesellschaft; etwa 300 Schaffner. Kutscher, Verwattungsdeamte, Schloffer. Schmiede find dort beschäftigt und in dm Stallungen stnd 300 bis 400 Pferde untergebracht. Gin politischer Millionenkrach dürfte, wie ein hiefiger Bettchlnstatter zu melden weiß, in Kürze über Italien herein- brechen. Es liegen dort bei der neapolitanischen Bank nicht weniger als 9 Millionen Lire unbezahlter Wechscl, welche bereits am 31. Juli fällig wären. Das Schlimmste dabei ist, daß die große Mehrzahl der Tratten von bedeutenden politischen Per- sönlichkeiten herrührt. Auch der Ministerpräfidmt soll indrrett dabei engagirt sein. O heiliger Cttspinus! Trotz der viele« kühle» Tage stnd im Monat Angnst dre neuen Anstaltm des Berliner Vereins für Volks- däder von mehr als 20 000 Personen besucht worden. Von diesen haben genau der dritte Tierl lauwarme Brausebäder ge- nommm. Ties darf als erfreulicher Beweis dafür gelten, daß diese zu einem bislang unerhört billigen Preise(10 Pf. einschließlich Seife und Handtuch) gebotene Form körperlicher Reinigung mehr und mehr Freunde in der Bevölkerung ge- winnt. Wenn man am Sonnabend Nachmittag oder an heißen Sommeradenden den allen Sophimkirchhof in der Gartenstraße oder den Logenaartcn in der Wallstraße bettttt und das Ge« tttede der Einlaß Begehrmden steht, so wird es zur Gewißheit, daß hier einem tief empfundenen Bedürfniß der Arbeiter- und kleinen Bürgerfamilien Rechnung getragen ist. Eine im besten Sinne volksthümliche Einrichtung Ist im Begriff, fich Bahn zu brechen und es kann nur eine Frage der Zert sein, bis alle Stadttheile mit ähnlichen Einttchwngen gesegnet sein werden. Wie wir hören, wird bei gleich dleioender Frequenz auch die materielle Bafis der Seldsterbaltung gefichert erscheinen und daß mit der Ausbreitung dilliger Volksbäder in Berlin jedwedes Hinderniß aus dem Wege geräumt sein! Gin Hau» mit Ktrohdach in Kerlin sollte man für eine Unmöglichkeit erachten, und doch gicbt es ein solches noch, sogar an einer ziemlich belebten Stelle des sstordwestens, nämlich an der St;aße Alt Moabit da, wo die Gotzkowskystraße nach der neuerbauten Gotzkowskydrücke, der kürzesten Verbindung zwischen Charlottenburg und Moabit, durchgebrochen ist. Auf dem an der Ecke dieses Durchbruchs gelegenen Benffel'schen Grundstücke steht ein alier scheunenartiger Bau, jetzt als Fourage- magazin benutzt, mit einem echten und rechten, tiefgrauen, ver- wettetten Strobdache. Aber nicht nur das Strohdaw ist an dem Gebäude merkwürdig, sondern mehr noch die bekannte, all- nieder- sächsische Giebelverziei ung. Die Dachsparren find an den Giebeln über die First hinaus verlängert, und jede dieser Verlängerungen ist pferdekopfattig geschnitzt. Diese Verzierung, die man übrigens im nordwestlichen Deutschland an alten Bauerhäusern sehr häufig und vielfach auch in Dörfern der Mark Brandenburg vorfindet, schreibt fich von der Verehrung des Pferdes in alter Zeit her. Das Pferd galt bei Germanen und Slaven als heiliges Thierr und besonders bei den Niedersachsen sprach fich der Pserdekultus darin aus, daß man Pferdeschädet an den Hausgiebeln anbrachte — ein Biauch, der später fich dahin abänderte, daß man statt der wirklichen Pferdeköpfe bolzgeschnitzte verwendete. Eine bedeutend- Fenersbrnnft versetzte in der vorver- gangencn Nacht die Bewohner unseres Nachbarortes R xdorf in aioße Aufregung. Kur, nach Mitternacht ertönten die Horn- stgnale der Wxdcrfer freiwilligen Feuerwehr, und vom Fenster aus sah man einen so hellen Feuerschein am Himmel, daß das ganze Dorf taghell erleuchtet schien. Sofort strömten die Be- wohner schaarcnwcise nach der Brandstätte, Bergstraße 144», dicht neben der Post. Hier brannte die im Hinterhauke isolirt stehende Dampfschiteidemühle der Wittwe Wut he. Das Feuer soll im Innern entstanden sein; als es vom Nachtwächter bemerkt wurde, hatten auch schon die bedeutenden auf dem Hoke vor der Dampfschneidemühle lagernden Holz- und Brettervorräthe Feuer gefangen; jedenfalls waren dieselben durch die umherfliegenden brennenden Sägespähne entzündet worden. Als erste Feuerwehr er- schien diejenige von Rixdorf, dann die des Nachbarortes Britz, so- dann die Schöncberger, bald nach einander auch die Feuerwehren der rmliegenden Dörfer; selbst aus Gr.-Lichtettelde wa en die Spritzen erschienen. Es war ein großes Glück, daß es absolut windstill war, sonst hätte das Feuer leicht größere Dimenficnen annehmen können, da die Holzvorräthe demselben große Nahrung zuführten. Die Spritzen konnten fich nicht auf dem Hofe posliren. sondern mußten von der Mühlenstraße, Berlinerstraße und Bergstraße aus theils über die Häuser, tbttls von dem Nachbargrundstück das Feuer bekämpfen. Ein weiterer günstiger Umstand war, daß Ripdorf seit kurzem mit Wasserleitung ver- sehen ist, wodurch genügende Waffermaffen in die Gluth ge- schleudert werden konnten. Die Aufräumungsardciten dauerten beute Morgen noch fort; um 8 Uhr verließen die Rirdorfer Spritzen die Brandstätte. Der freiwilligen Feuerwehr ge> bühtt großes Lob. Die Dampfschneidemühle ist bis auf die Um- fassungsmauern niedergebrannt, zirka 60 Mann find dadurch drot los geworden. Auch Diebe find bei dem Brandunglück thäiig gewesen; einer Familie, welche vor der drohenden Ge'uhr Wäsche und Betten in Sicherhett zu bttngen versuchte, find die Betten gestohlen worden. Ein anderer Berichterstatter meldet noch: Ein verheerendes ?seuer hat die in der Bergstr. 144» belegene Holzbeardeitunfts- abrik von König vollständig eingeäschert. Das dem Bauuntcr- nehmer Wuthke gehörige Grundstück desteht aus eirnm zu Wohnzwecken dienenden Vordergebäude mit anstoßendem rechten Seitenflügel, einem Gart- n und einem großen, den Fabttkzwecken dienenden Hinterland. Auf diesem steht zunächst dem Karten das dreistöckige massive Fabrikgebäude. Im Parterre desselben befindet fich die Dampfkeffelanlage. Außerdem stehen hier Hobel- Maschinen, Kreis- und Bandsägen, sowie Spund- und Adricht- Maschinen. Den 2.©icct hat erst kürzlich der Goldleistenfabrikant Berndt gemiethet. Er war gerade mitten im Einzug, hatte de- Ii»»: ersten Flammen aus den Patterrefenstern des Fadnkgebäubfi heraus. Noch ehe man dem Feuer zu Leibe gehen konnte, der Brand gewaltig an Ausdehnung gewonnen und nachtet» halben Stunde stand das ganze Hinterhaus des Fabtt und die beiden Schuppen mit ihrem gefammtm Inhal ............. W lammen. Die feurige Lohe war so gewattig, daß der bluttot? Schein sogar auf dem Hauptdevot der Feuerwehr in der ff? denstraße bemerkt wurde. Die Rixdorfer Feuerwehr verziM« jedoch auf eine Mtthilfe der Berliner Feuerwehr und nwo» fich, nur unterstützt von den freiwilligen Feuerwehren der)ia» dardötter, mit insgesammt 5 Spritzen an die Löscharbeit. Te» gewaltigen Feuermecr gegenüber war freilich nur wenig richten. Mit donnerähnuchem Krach stürzte das Fadrikg! nachdem die eisernen Träger von der Hitze dmchgeborsten wm» in fich zusammen, so daß nur die Umfassungsmauern und eM Gewölbe stehen blieben. Von den Schuppen waren sthlw nur noch einige Stiele zu sehen. Erst um 3 Uhr Nachts leg» fich die Gewalt des Feuers, und um 7 Uhr früh konnte.»- Feuerwehr die noch immer rauchende Brandstätte verlas Nur der Umstand, daß das Terrain isolirt lag, hat eine G# Verbreitung des Feuers verhindert. Den ziemlich erheb»«» Schaden hat die Magdeburger Verficherungsgesellschafl r tragen.... jnrck eigene Unachtsamkeit erlitt der Ard� Christian T. großen Schaven. Er kam mtt der Eisenbahn£ Friedttchsthal bei Pyritz in Berlin auf dem Stettiner Babf� an. Kaum aus dem Bahnhofsgebäude auf den freien Plage treten, kam er Hier so nahe an einen Wagen, daß er von selben umgestoßen und eine ganze Stucke mitgeschleift tcVr Er erlitt dabei außer einer starken Kopfverletzung auch}■ große Hautabschürfungen. Ein Schutzmann sorgte für f Aufnahme in einem Krankenhause./ jS Durch den Aufschlag eines Pferdes erhielt der 8% knccht Moritz W. des Pferdehändlers W. in der UnterbauwJ so schwere innere Verletzungen, daß er in ein naHegeW Krankenhaus gebracht werden mußte. Gin scheu gewordene» Pferd, welches vorgestl mittag mit dem Wagen über den um diese Zeit seht freq Königsplatz raste, versetzte dre Passanten in nicht gettngl setzen. Der Kutscher August H., in der Wilhelmstraße wc wurde bei der tollen Fahrt vom Bock geschleudert und unter die Räder seines Wagers, wobei er eine gräßliche V> dcs rechten Armes erlttt, der Arm wurde mcbifcch gebrochen, das Blut strömte unter dem Aermel hervor. Ein dort slatiof Schutzmann dcs 3. Polizeireviers brachte den Unglücklick' ein Krankenhaus.„■ Do« plötzlichem Tode ereilt wurde der Zimmer«� Paul L, in R xdorf in der Schinlestraße wohnhaft. f- er umftet und eme älerche war...,—........ Halbes Jahr, besonders des Morgens beim Ausstehen über Jerne Frag Ünterleibsschmerzen geklagt....» Wer hin i Polizeibericht. Am 7. d. M. Mittags fiel ein J/' Elitär bin mann, während er an das Geländer der Potedamerdruck f»vich nenn lehnt schlief, von dieser in den Landwehlkanal, rettete Frühjah selbst durch Schwimmen.— Nachmittags wurde auf dem ick bin lörper der Nordvahn, in der Näse der Badsttaße, der 30% T Vors.:? steller Heerde von einer Rangiermaschine«faßt und an �d. Sie I Beinen überfahren. Er wurde nach dem Lazarus-Krankenlr, Horrido gebracht.— Um dieselbe Zeit fiel in der Ratzenowerstraße. mtrummert Kutsch« von seinem Rollwagen und wurde durch Uedems j*r iute Ma andere Pr faßte« d jeder Stei Aufheben dem Bau genügende den Diebsi w Abrede der Mein Eizenthün nur 40 P d'eses An; nchtshof n Monate: gesprochen _ Uede «eruttheil: gestern die antwottlich Ministers> letzteren ei lninistettur: »lchen Fä serdigten' ienchf Hat: gesprochen, «rngntfe a Zn-G.B W, in di Meldar 3 dages Ber « ks Aes Klie: Mchen Z: Fiden gen �»e Koste Rechtsc °ungen. 3 genchts an 2 mar d« Jtcht aber 1 �e Pudlrka vin„ difung in, ■ mir ii Mnniren gestern Morgen früh von Hause fott zur Ardttt nach% Hi« angelangt, fühlte er fich so stark unwohl, daß er e-«achdeschäl seiner Kollegen bat, ihn bebufs Aufnahme nach einem Krar, tiufstn Sie haus zu bttngen. Kaum hatte« jedoch die Anstalt dem. Mn könne als er umfiel und eine Leiche war. L. hatte schon übss aartung nie beim Aufstehen üb« I kleine Fcaa so schwer verle tzt, daß« nach dem Kranken Hause in Moadä� bracht werden mußte.— Aus demselben Grunde gerieth vor dem Stettiner Bahnhof ein Arbeit« unter einen wagen und wurde an d« linken Hüfte überfahren. wurde nach der Cvatttee gebracht.— Fern« g«iethen mittags in der Museumsftraße ein 7 Jahre alt« Knadi, gegen Abend in der Markgrafensttaße ein 4 Jahre alt« n durch eigene Unvorfichtigkert unt« vorüberfahrende Wag«',, wurden durch dieselben überfahren. Namentlich der«J wurde anscheinend schwer vnlltzt und von sein« bei der» u> anwesenden Mutter nach d« Unio«fitätsllmil gebrach Abends erschoß fich ein Luchhalt« in seiner Wohnung«L Büsckingstraße.— Um diesetde Zeit fiel in d« Lüyo� eine Frau beim Abspringen von einem in der Fahtt defim Pferdebahnwagen und«litt dadurch außer ein« Vers' des linken Armes eine V«lttzung am Hintnkops.— AA selben Tage fand Steinmetzstraße 47 in einem WoHnjiin'f unbedeutendes Feuer statt.— In der Nacht zum 8.'ji stürzte sich eine Frau, nachdem fie fich vorh« einen y Schnitt in das linke Ellenbogengelenk beigebracht, ar»� Fenst« ihr« in der Ackerstraße 4 Treppen hoch Wohnung auf den Hof hinab und blieb auf d« Steck Jj&rden, ab «rnn scheii Höchen Sil Auen. W �Chambr «TS Zw �"sen�nich Uergnügungs-Chronik. � projektirte» Repertoire der königlichen spiele vom 9. bis 17. September. Im Opernb Sonntag den 9.: Ter Waffenichmied; Moniag den lv-- jj, und Flock; Dienstag den 11.: Fidelio; Mittwoch �. V Tristan und Isolde(He« Niemann); Donnerstag, den l»'>> randot; Freitag den 14.: Das Rheingolv; Sonnabend ve jp> Carmen; Sonntag den 16.: Tristan und Isolde(V" mann): Montag den 17.: Matt ha.— Im W Theater. Sonntag den 9.: Die Jäger; Montag WL): den 11.: Tonte � d Minna von Barnbelm; Dienstag Mittwoch den 12.: Die Journalisten;».'or.n«i>uu-» Tante Th«ese; Freitag den 14.; Die Jaa«; Sonna� � 15.: Zum ersten Male: D« Major auf Urlaub: ö"'!", iy 16.: Im Reiche der Mütt«, Die Prüfung. Sie wein- alte Schachtel; Montag den 17.: D« Major auf„nj De» Kemuhungen des Befitzns von Wein'�b' Volksgarten ist es gelungen, auch den Bewov Nordens von Berlin einen seltenen Genuß zu vMfdwnflJ am heutigen Sonntage wird Herr Rudolph Maffow,��� anerkanntestkn, staatlich geprüften Pycotechniler ein glühendes Brillant Frontenfeuerwerk abbrennen. T« Direktor Herr L. Lehmann hat dazu ein vo: treffliches v ausgewählt. mm 3 Sie fÄ ssD 3�: oder sfe i !o dürftet i cht larr wage GerichtsZeitung. ledtte * Ma« alle» gestohlen wird, ledtte eme gegen den Lun peniammler Gaevet und den Pco0U> �; III *äS4«fös Wiedemann, die beide, der Erste unt« d« stahls und der Zweite wegen Hehl«« auf der vor d« 2. �Ferienstrafkammer des Landgnichts 1 v< rn mußten. Gaedel ging eines Tages die Ackerstraße sN�A auf den Höfen nach etwaigen„Kostbarkeiten" in den � � »u suchen- Das Glück war ihm aber nicht hold,® � P d"erts Mittag geworden, dn Magen knurtte un° � Flasche in der Rocklasche, aus der er so-. st die zu nehmen pfleate. konnte an diele'm verwilNt�, Prellst-ine gegen das Anfahren von Wagen paß Gaebel besah sich die Ding« genauer und gewam rU provisorisch in den Boden ttngelassm waren, me noch nicht regultti werden konnte. Die Sache m und. gedacht, gethan, mtt einem kräftig«' Ruck»oi Steine aus dem lockeren Erdreich, nahm d*. die Schulter und wandnte damit zu dem Pravultenv n:? mann, von dem er 40 Pf. für die gemachte Beute schmunzelnd steckte S aedel das Geld ein; ad« wo»" 1 "in'..?ori 1 Are Prellstein noch stehen bleiben, dachte er, und muthig We er den Beschluß, auch den zweiten noch zu holen, obgleich tfdtr Stein nicht weniger als 43 Kilogramm wog. Allein beim «ufheben des zweiten Steines wurde Gaebel von einigen auf dem Bau beschäftigten Maurern angehalten und da er keine »emmende Auskunft geben konnte, zur Polizei gebracht, wo er den Diebstahl rundweg einräumte. Wiedemann stellt entschieden tu Abrede, von dem Diebstahl etwas gewußt zu haben; er sei der Meinung gewesen, daß der Mitangeklagte rechtmäßiger EiZenthümer des angebotenen Gegenstandes war, für den er nur 40 Psg. habe zahlen können. Die weitere Vertheidigung dieses Angeklagten führte Rechtsanwalt Friedmann. Der Ge- kMshof verurtbeilte Gaebel zu einer Gefängnißstrafe von 5 Monaten, während Wiedemann von Strafe und Kosten frei- gesprochen wurde. Zlrbrr die Srotse« der pnblidationvbrfngniß bei «eruttheilungen wegen Beleidigung durch die Presse hatte gestern die Strafkammer V. a ihr Urtheil abzugeben. Der ver- antwortliche Redaleur einer Zettung war auf Antrag des Kriegs- wnifters wegen eines Artikels oerurthM worden, weil in dem l-tzteren ein nicht besonders bezeichnetes Mitglied d s Kriegs- Ministeriums beleidigt schien und der§ 196 Etr.>G. B. in ollden Fällen dem amtlich Vorgesetzten des unmittelbar Bc« �igten das Recht zum Strafantrag wahrt. Das gerickt hatte nun zwar die Vemrtheilung des Redakteurs aus- gesprochen, dem Kriegsminister die beantragte Publikations- Nugniß aber nicht zugebilligt unter der Motioimng, daß§ 200 Ar-G. B. nur dem„Beleidigten" eine solche Befugniß vorde- wl, in diesem Falle der Kriegsminister aber höchstens als ein �tilldar Beleidigter und deshalb zur Stellung eines Strafan- "ages Berechtigter anzus hen sei. hiergegen hatte die Staats- Anwaltschaft die Berufung eingelegt, welche Rechtsanwalt Moffe nntden Gründendes Schöffenrichters angriff. Auf alle Fälle ver- Äe der Vertheidiger die Belastung der Staatskaffe mit den Mn des Rechtsmittels, da letzteres ohne jedes Verschulden M Klienten veranlaßt worden sei. Der letztere wäre mit der Mhen Zuerkennung der Publikationsbefugniß gewiß ganz zu- �den gewesen und man könne doch nicht verlangen, daß auf «nc Kosten— vielleicht bis in die dritte Instanz hinein— Rechtsgelehrten ihre Meinungsverschiedenheit zum Austrag Bingen. Der Gerichtshof schloß sich der Ansicht des Schöffen- ünichts an und erkannte auf Verwerfung der Berufung. Auch � war der Meinung daß nach§ 200 nur dem Beleidigten, mcht aber dem nach§ 196 auch antragsderechtigten Vorgesetzten 0le Pudlikationsoefugniß zugesprochen werden könne. Tin„Privatier".„Erstens leje ick von vome rin Be- �U'ung in, un zweetens wollte ick mir darüber beschweren, det mir inhaftiil hat, odjltich ick mir veralidiren und ver- Zilimiren kann begann der„Privatier" Karl P., der wegen Sachbeschädigung vor dem Schöffengerichte stand. Vors.: Erstens Fussen Sie erst verurtheilt werden, bevor Sie Berufung ein- Men können und zweitens hat der Gerichtshof mit Ihrer Ver- »aftung nichts zu thun. Run antworten Sie mir gefälligst auf Werne Fragen. Sie nennen sich Privatier?— Angekl.: Be- Uer bin ick nich, zu'n merkantllen Handelsstand jehöre ick nich, •"Witär bin ick ooch nich, warum soll ick mir denn nich Pri- Wrh nennen?— Vors.: Run meinetwegen. Sie find einmal Iw Frühjahre wegen Beleidigung destraft?— Angell.: Bitte ichr, ick bin veramnestirt worden, die Strafe is null un nichtig. Z" Vors.: Ja, ich sehe aus den Akten, daß Sie begnadigt worden Sie sollen nun in der Nacht zum 29. Juli eine Scheibe der Korridorthür in der Wohnung des Glasers A. vorsätzlich sertrümmert haben, wie ist es damit?— Angekl.: Damit wird der jute Mann wohl in't Effen liejen. Ratierlich, ihm als Glaser lir.nte det so paffen, wenn ihm alle Dage die Fenster injehauen Jfirden, aber mir soll er mit seine Zicken nich kommen, der sann scheint mit'n Kopp in wat jetreten zu haben.— Vors.: Zachen Sie nur keine überflüssigen Redensaiten, das rathe ich Anen. Wohnten Sie bei 31.?— Angekl.: Richtig un rejulär �Chambregarniste un er hat'n scheenen Jroschen Micthe von THezogen.— Vors.: Ich denke, er hatte Sie an die Luft fit, weil Sie gerade nicht zähsten.— Angekl.: Ja, ick fite flieher, ick habe nämlich frieher schon mal i1 ihm jewohnt. In letzterer Zeit war ick ja'n disken klamm Warden, det streite ick nich, mir waren nämlich die letzten f�sen nich pünktlich injejangen.— Vors.: Zinsen? Na, na. /inug Six bezahlten nicht, wie Sie versprochen hatten und 31. Ä Ihnen die Wohnung. Sie sollen in der Nacht zum J- Juli vergebens versucht haben, Einlaß zu erhaltm.— •JigelL: Det stimmt. So um elfe rum is meine Schlafensjche- un ick jing denn ooch nach Hause. 3Us ick vor den Korridor kann ick nich rin, der faule Kopp hadde den Schlüffel von ,„sündig stecken lassen, so det ick mir unverrichteter Sach: wieder 'ifernm mußte.— Vors.: Nun sollen Sie des Morgens gegen Ii, noch einen Versuch gemacht haben, in die Wohnung j» Klangen, und als Ihnen dies nicht glückte, sollen Sie aus Kurh oder Rache die Scheibe zertrümmert haben.— Angell.: „.�bestreite ick entschieden un ick kann mein Alibi beweisen, ,% ti die Nacht jewesen bin. Erst bin ick nächst Polizerbureau .langen un habe mir erkundigt, wo ick for die Nacht en Unter- s,.?"uen finden konnte. Der Wachtmeister mecnte, rn dle Klostrr- könnte ick propper un billig logieren. Ick denn nu hin, suchen, in det eene war Allens besetzt un n det andere Merten ste mir sechs Mark ab. Die Beere, dre paßte mir in''o oille konnte ick nich mehr adschlafen un da bin ick denn ieiet£ am Spittelmar kt jejangen, wo ick bis seien viere , ien habe un ick verlange, det der Kellner als Zeuge jeladen Ki-�L' f«'{Ä >?Ä%%%"% also tthrUrnB können Sie uns wohl verschonen, Sie können sich MKWU« SgrÄÄJe.,'.».» nach rat fiU""fw-ri„Inar in? Nack der Arbeiter Zadez über den Kustriner latz, tötz- ei dem - 8 die dortioen Anlagen vor dem Be- '---- * a•— soll unh'6. omitgen aniogci. erhielt tm stch von seinem Gegner ®et gZ.% Inden, indem die Wunde mcht ver- ngeklagte bestrestet, mit einem Messer oder einem anderen Instrumente geschlagen zu haben, im übrigen sucht er sich damit zu entschuldigen, daß er nicht wisse, wie er dazu gekommen sei, den Zeugen, den er gar nicht kenne, anzu- rempeln. Der Antrag des Staatsanwalts lautete auf 2 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof ging jedoch über dieses Strafmaß hinaus, weil der Angeklagte aus reinem Uedermuth einen ruhig seines Weges kommenden Menschen angefallen und mißhandelt habe; aus diesem Grunde sei auf 3 Monate Gefängniß erkannt worden. Ein Anttag des Vcrurtheisten, ihn vorläufig aus der Haft zu entlassen, wurde abgelehnt. * Scherzr können manchmal döse Folge« zeitige», diese Erfahrung mußte auch Fräulein Emma K. machen, die gestern der schweren Körperverletzung angeklagt vor den Schranken der 90. Abtheilung des Schöffengerichts stand. Die Angeklagte bei heiligte fich im Frühjahr d. I. mit mehreren Freunden und Freundinnen an einem Vergnügen, welches in einem Lokale in der Jnvalidensttaße stattfand. Die jungen Leute waren in bester Laune und vertrieben sich die Zeit mst allerlei Scherzen, bis ein Ercigniß eintrat, welches die vorherrschende Gemüthlichkeit vollständig über den Haufen warf. Frl. K. nahm nämlich ein halb gefülltes Bierseidel und versuchte mit dem Inhalt einen am nächsten Tische fitzenden jungen Mann, von dem sie geneckt worden war, zu bespritzen. Die vergossene Flüssigkeit traf aber nicht den gemeinten, sondern einen ältlichen Herrn, den penfionirten Postschaffner Brach, der hierüber fehl aufgebracht wurde und die Urheberin zur Rede stellte. Als diese eine wenig schmeichelhafte Erwiderung zurückgab, gerieth Herr Brach derart in Zorn, daß er der Angeklagten eine derbe Ohrfeige verabfolgte. Nun wurde die Geohrfeigte wüthend und ergriff ein leeres Bierglas, mit dem sie einen heftigen Schlag nach dem Kopf�des Brach führte, der von solcher Wirkung war, daß der Getroffene per Droschke nach der Sanstätswache gebracht werden mußte.— Fräulein K. giebt den Thatdcstand in der geschllderten Weise zu, bittet aber den Gerichtshof, die Erregung berücksichtigen zu wollen, in welcher sie fich zur bezüglichen Zeit befunden Hab.'. Der Staatsanwalt ist der Meinung, daß der Angeklagten mildernde Umstände zugebilligt werden könnten, deshalb wolle er 3 Wochen Gefängniß beanttagen. Das Ur« theil des Gerichtshofes fiel jedoch noch viel milder aus; es wurde auf 1 Woche Gefängniß erkannt. fmitt*»ud NersamtulmtAe». Gin» große öffentliche Generalversammlung der Maurer Kerlin« sollte am Sonntag, den 9. d. M., Vor- mittags 11 Uhr, im Konzerthause Sanssouci, Kottbuserstt. 4a, mit folgender Tagesordnung stattfinden: 1. Welche Forderungen stellen die Berliner Maurer im nächsten Frühjahr? 2. Ge- wcrkschaftliches.— Dem Einberufet, Herrn Ernst Starke, wurde jedoch vom Polizeip.äfidium die Mittheilung, daß die Vcrsamm- lung untersagt sei. Man schreibt uns hierzu: Es steht nun außer allem Zweifel, daß den Berliner Maurern zu Sonntags- Versammlungen durchaus keine Erlaudniß mehr ertheilt werden wird. In früheren Jahren entwickette fich die Bewegung gerade in den Sonntagsversammlungen und wurde groß durch fie. Wir steuerten damals alle dem einen Ziele zu, durch einiges Zu- sammcnstehcn unsere trübe Lage zu verbeffern, und wie waren damals die Versammlungen besucht. Heute hebt Onkel Felisch den schwachen Beluch der Maurcrversammlungen hervor. Ist es aber ein Wunder? Werden denMaurern nicht alleRechte beschnitten.? Trotzdem we den wir auch in Zukunft deweisen, daß wir ein g find. Wir werden in den 3lbendversammlungen unsere Ziele und Bestrebungen zu fördern suchen, sowie es unsere Lage ver- langt, in derselben ruhigen und sachlichen Weise wie bisher. Eigmthümlich aber erscheint es uns. daß die Behörde uns gegenüber eine desondere Praxis verfolgt. Nur wir, die Maurer, werden von dem Verbot der Sonntagsversammlungen getroffen; verschiedene andere Gewerkschaften haltm ihre öffent- lichen Versammlungen Sonntags ab— warum man gerade den Maurern fie vorenthält, ist um so mehr unbegreiflich, als alle früheren öffentlichen Maurcrversammlungen des Sonntags stets in Ruhe und Ordnung verlaufen find. Die Kommisfion der Maurer wird deshalb auch noch einen letzten Versuch machen, fich beschwerdeführend an den Minister des Innern wenden und von da Abhilfe erbitten. 3Illen Berliner Maurern aber sei zugerufen, nach wie vor treu und fest zur Sache zu halten und die am Donnerstag Abend in der Tonhalle, Fricdrichstr. 112, stattfindende Versammlung zahlreich zu besuchen. Seht am Mittwoch nach den Anschlagsäulen! Mit kameradschaftlichem Gruß! Heinrich Fwdler. Nereinvversammlung htt Strrckatenre Berlins und Umgegend. Am Montag, den 3. September, Abends 9 Uhr, tagte im Ksinski'schen Lokal, Fischerstr. 10, der Verein Berliner Baustuckateure unter dem Vorfiy des Herrn W. Schulz mit folgender Tagesordnung: 1. Abrechnung vom letzten Vergnügen, 2. Verschiedenes. Beim Eintritt in die Tagesordnung verlas der Obmann des Vergnügungskomitees, 31. Jänicke, die Abrechnung von dem am 11. August 1883 stattgefundenen ersten Stiftungsfest des Vereins der Berliner Baustuckateure. Ein- nähme 97 M 75 Pf., Ausgabe 135 M. 60 Pf., mithin ein Defizit von 37 M. tö Pf. Der Vorsitzende sprach dem Ver- gnügungskomstee den Dank, sowie dem Obmann 31. Jänicke die Decharge des Vereins aus. Beim 2. Punkt der Tagesordnung spricht der Vorsitzende über die Agitation des Vereins. Trotzdem der Verein fich eines immerwährenden Wachsens zu erfreuen hat, so möchten doch die Kollegen nie unterlaffen, nach Kräften zu agitiren. Zugleich machte der Vorsttzende bekannt, daß in der nächsten Versammlung, am 17. September, ein Vortrag gehatten wird. Zum Schluß wurden noch vier neue Mit- Glieder aufgenommen._ (ßvoßt öffentliche Persammlnng sömmtt. Drechsler, Knooiardeiter, Stockardeiter. Perlmuttarbeiter und verwandten Birussgenoffen Berlins in Deigmüller's Saal, Alle Jakobstraße Nr 43a, am Montag, den 10. d. M., Abends 8 Uhr. Tagesordnung• Der Gesetzentwurf betteffend die Alters- und Jnva- lidei Versicherung der Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller Koll,gin�dnngend etf � der Interesse« fammt- Ucher fariiirer Kertin» und Umgegend hält am Montag, den 10 D Tl., Abends 8i Uhr, in Baumdachs Kasino, Prinzen- SÄÄffiVbÄ ' d)U Fachverein�der� Knchbinder und verw. Kerns«. M B a ü m g a r t über:„Die Idee des ewigen Völkerfrievens." 2. Verschiedenes und Fragelasten. Gäste willkommen. Aufnahme neuet*Sifl««0 der Drechsler Deutschland«. Otts- UOMMD 2 Der Streik der Drechsler in Hamburg, dessen 9 Tf; Außerordentliche Generalversammlung. Der wichtigen Tagesordnung wegm ist ein zahtmchiS und pünktliches Er- scheinen der Mitglieder nothwendig. Zugleich werden alle die» jenigen, welche noch im Besitz von Sammellisten(Kieler) find,. ersucht, dieselben ob mit oder ohne Betrag beim Vorstand adzu» liefern. Fachverein der Rohrleger sKerlin«. Sonntag, den 9. September, Vormittags 11 Uhr, in Feuerstein's Tunnel, 31lte Jakobstr. 75, Versammlung. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes. 2. Billet- Ausgabe zum bevorstehenden Ver» gnügen. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Nerel« Kerliner Da«»dieuer hält am 10. d. M.. Abends 9 Uhr, Neue Grünstr. 28, bei Jordan, eine außer» ordentliche Generaloersammlunz mit folgender Tagesordnung ab: 1. Mittheilung und Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Aus- gäbe der Billets zum 5. Stiftungsfest(gegen Quittungsbuch). 3. Beschlußfassung über das Statut der Javaliden- und Alter» versorgungskaffe des Vereins Berliner Hausdiener. 4. Ver- schiedenes und Fcagekasten. Quittungsbuch legitimitt. Vereins» adzeichen ist anzulegen. Verband deutscher Zimmerleute, Lokaloerdand Berlin Zentrum. Versammlung am Dienstag, den 11. September er., Abends 8% Uhr, im„Neuen Klubhause", Kommandantenstt. 72. Tagesordnung: 1. Wie verhalten fich die Mitglieder des Lokal- Verbands Berlin C. zu dem Normal Arbeitstag von 10 Stun« den. 2. Verschiedenes und Fragekasten. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen werden sämmtliche Mitglieder ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Auch Gäste haben Zuttttt. Versammlung der Veretnignng der deutsche» Maler, Lackirer. 31nstreicher und verw. Berufsgenossen, Filiale Berlin I, am Dienstag, den 11. September, Abends 8V Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstt. 43a. Tagesordnung: 1. Be- rathung über die Grenzregelung der Filialen. 2. Wahl eines Schttftführers. 3. Vettchievencs. Gäste find willkommen. Allgemeine Knchdruckerversammlnng am Sonntag, den 9. September 1888, Vormittags 11 Uhr, im Louisenstädtischen Konz rthause, Alte Jakobstraße 37. Tagesordnung: 1. Bettcht über die Lage und über die von den Prinzipalen beantragte Reviston des Tattss. 2. Beschlußfassung über die Weiterunterstützung der 1886—87 Gemaßregelten. 3. Ergän» «mgswahl zur Tarifüberwachungskommisfion. 4. Neuwahl zur Revisionskommission. 5. Verschiedenes. Verein zur Währung der Interesse« der Schuhmacher und verwandten Benifsgenoffcn. Montag, den 10. September, Abends 84 Uhr Versammlung im Königstadt- Kasino, Holzmarktstr. 72. Tagesordnung: Vortrag des Herrn stall i>Ml. Paul Emst über:„Moralische Grundsätze." Fachverei« sömmtlicher an Holzbearbeitungsmaschine« beschäftigter Arbeiter. Montag, den 10. Sep» temdcr, Abends 84 Uhr, im Lokale des Herrn Säger, Grüner Weg 29: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1 Innere Vercins-Angelegenheiten. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um recht zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Fachverei« der Marmor-«ud Granitardeiter. Sonntag, den 9. Septbr., Vorm. 104 Uhr, bei Deigmüller, Alle Jakobstt. 48a: Versammlung. Kollegen willkommen. Interesseuverein der Tischler. Familienpattie nach Joha mistbal am Sonntag, den 9. September. Abfahrt vom Görlitzer Babnhof Mittags 1 Uhr 5 Minuten. Treffpunkt im Kurhaus in Johannisthal. Zahlreiche Betheiligung er» wünscht. Große Uolkv-Versammlung i« Deutsch-Wilmersdorf am Sonntag, den 9. September, Vormittags 104 Uhr, in Äeyer's Lokal(Deutsch-Wilmersdott), Augustastraße Nr. 1. Tages-Ordnuna: 1. Die Alters- und Invaliden-Versicherung der Arbeiter. Referent Herr Ftttz Görcki. 2. Diskusston. T«r«- und gesellige Vereine am Sonntag. Lübeck'scher Tumvcrein(2. Lehrlingsadtheilung) Abends 6 Uhr Elisabeth» straße 57—58.— Turnverein„Wedding"(2. Lehrlingsabtheilung) Nachmittags 4 Uhr Pankstr. 9.— Turnverein„Froh und Frei" (Lehrlingsabtheilung) Nachmittags 4 Uhr Bergstr. 57. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine ete. am Montag. Gesangverein..Unverzagt" Abends 8* Uhr im Restaurant Goettng, Köpmckeistraße 127a.— Gesangverein„Sängerlust" Abends 9 Uhr im Restaurant, LandSbergerstraßc 30. — Gesangverein„Bruderbund" Abends 9 Uhr im Restauran', Naunynstt. 78.— Männergesangverein„Weiße Rose" Abends 9 Uhr im Restaurant Kleine, Gerichts» straßelO.— Männergesangverein„Eintracht 1" Abends 9 Uhr Köpnickerstraße 68, im Restaurant.— Gesangverein„Echo 1872" Abends 9 Uhr Oranienstt. 190.— Männergesanaverein„Firmitas". Abends 9 Uhr bei Wolff u. Krüger, Slalitzerstt. 126, Gesang und Musik.— Turnverein„Hasenhaide"(Lehrlingsabtheilung) Ähends 3 Uhr Dieffenbachstt. 60—61.—„Berliner Turngenossens chafr" (7. Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr in der städr. Turn» Halle, Britzerstr. 17—18;— desgl. 6. Männerahtheilung Abends 8 Uhr in der städtischen Turnhalle, Gubenerstr. 51.— Lübeck» scher Tumverein(Äänncrabtheilung) Abends 8 Uhr Elisabeth» straße 57—53.— Verein ehemaliger Schüler der VIL Ge» meindeschule Abends 9 Uhr im Restaurant Poppe, Linden» straße 106.—„Friedrichs-Verein"(ehemalige Zöglinge des großen Fttedrichs-Waisenhauses der Stadt Berlin) Abends 84 Uhr bei Bormann, Ohmgasse 2.— Vergnügungsverein„Lustig" Abends 9 uhr bei Thamm, Schon« hauser Allee 28.— Verein„Ratchor" Abends 84 Uhr im Restaurant Fritze, Elisahethstt. 30.— Arends'scher Steno» graphenoerein„Äercur" Abends 34 Uhr Im Restaurant„Baatz" Blumenstr. 10.— Arendssscher Stenographenverein„Apollobund" Abends 84 Uhr Thurmstr. 31(Moabu.)— Wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 84 Ühr im Münchener Bräuhaus, Neue Fnedttchsstt. 1, Unterrichts- und Uedungsstunde.— Rauchklub„Hellblau" Abends 49 Uhr, Skalitzerstr. 143._ Telegrazchische Depesche». (Wolff's Telegraphen-Burcau.) Hirschberg i. Schl., Sonnabend, 8. September. Infolge zwölfnündigen heftigen Regens find alle Gebtrgsflüffe wieder aus den U'ern getreten Aus Landeshut und Schreiderhau wird drohendes Hochwasser gemeldet. vffendach, Sonnabend, 8. September. Die„Offenb. Ztg." meldet: Räch dreijährigen Bohroersuchen trat hier eine Ratron» Ltthwn quelle zu Tage, welche nach Fresenius' 3lnalyse alle ähn» lichen Quellen Europas qualttativ weit übertrifft. Loudon, Sonnabend, 8. September. Der Castledampfer „Taymouth Castle" ist am Donnerstag auf der Ausreise in Capetown angekommen. Rom, Sonnabend, 8. September. Räch einer Mittheilung des Kriegsministeriums griff am 2. d. M. der abtrünnige Häupt» ling Debeb das Fort von Meron an, wurde jedoch mit einem Verlust von 50 Mann zurückgeschlagen. Kriefkasten der Redaktio«. »ei anfragen Mttcn wir die abonnemenii-Ouittung beizufügen,«riefltibe Antwort wird nicht ertheilt. F. L. 100. Der weitgehendste Antrag ist der auf 2 M., vorausgesetzt, daß nicht schon ein Beschluß existirt, welcher die Beikäge für derartige Zwecke ein für allemal auf 3 Mark festsetzt. K-?- 100. Falls die Einsetzung künstlicher Zähne zur Beseitigung dauernder Verdauungsstörung nothwendig ist, so kann der dafür erforderliche Betrag von der freien Hilfskaffe ver- langt werden. Doch entscheidet im Einzelnen stets das de» treffende Statut. F. K. Ktratchbergerflr. Wir habm Ihre Anfrage schon neulich dabin decntironei, d?ß Sie vom Wirth nur verlangen könne«, dah er Ihnen mit Rü6 ficht auf die eingetretene Ver- änderung der Umstände die Weitervermiethung gestattet. Wenn er die Annahme eines von Ihnen gestellten Aftermuthers ohne stichhaltigen Grund verweigert, so find Sie dadurch vom Ver- trage frei. Schlimmstenfalls ziehen Sie ohne Möbel ein. Zl.*. 53, Es besteht für Hebeammen hier leine amtliche Taxe. Als angemessene Gebühr werden gewöhnlich 6 M. für die Entbindung und 1,50 M. für jeden weiteren Besuch zuge- dilligt. Namenlos. Es kommt darauf an, ob Sie Herrn Rechts« anroall F. ein schriftliches Honorar, cvent. in welcher Höhe zu- gesichert haben, ob Beweisaufnahme erfolgt oder die Sache durch mehrere Instanzen gegangen ist, endlich, ob der Anwalt vergeblich versucht hat, die Kosten vom Gegner beizutreidm. Ihre Angaben find unvollständig. Aegat. Wenn das Testament Ihrer Frau gerichtlich deponirt ist, so deantragen Sie unter Einreichung des Todten« scheins und des Niedcrlegungsschcins die gerichtliche Eröffnung des Testaments. Sind Sie in demselben allein zum Erben eingesetzt, so haben ihre Schwäger keine Ansprüche zu macken. Ein außergerichtliches Testament würde keine Giltigkeit haben. M. K. Gehen Sie mit Ihrem Manne nach der Neuen Friedrichstr. 13, Adthcilung für freiwillige Gerichts- barkeit, und lassen Sie ihn dort auf sein chemännlichcs Verwallungs- und Niesbrauchsrecht verzichten. Alsdann wird Alles, was Sie selbst erwerben, sei es durch offenes Geschäft oder sonstwie, Ihr freies Eigenthum. A. K. Ter Kaffenvorstand ist verpflichtet, eine ihm zum Beleg für eine Entbindung vorgelegte Geburtsurkunde zurück zu geben. Schwarzkopf. 1. Nach der bei uns eingeführten Gold- Währung ist man berechtigt, die Auszahlung von größeren Be- trägen als 20 Mark in Gold zu beanspruchen, während die Doppelwährung auch Zahlung in Silber gestattet. Es würde zu weit führen, die Vorzüge des einen oder anderen Spties hier aufzuführen. 2. Das ist eine scherzhafte Redensart c¥ jeden thaisächlichen Hintergrund. 3. Vorstandßmit. liedcr ci«! Ortskrankcnkasse bedürfen nicht der polizeilichen BestätigiMi Nor ist von der geschehenen Wahl der Gewerde-Deputmi« Mittheilung zu machen. 10. Ihr Vormund ist völlig im Recht. Sie bedürfen W Verheirathung nur der Zustimmung Ihrer Mutter. Den Todt.'l schein Ihres Vaters müssen Sie dem Standesbeamten w» legen. Ut R« 1. Ein Brahmine ist ein indischer Prustrr ur- Angehöriger der vornehmsten Kaste. Was unter einem, oß kappten d. h. heimlichen, verkleideten Brahminen zu verste?« ist, kann nur der Zusammenhang ergeben. 2. Zwölfjähw Dienstzeit beim Militär, zuletzt mindestens als Unteroffizier,�" rechtigt zum Zioiloersorgungsschein, auf Grund dessen eine stellung als Schutzmann erfolgen kann. k A Danksagung. Allen Bekannten spreche ich für die rege Tbeilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Rohrlegers Herman» Knick, namentlich dem Herrn Prediger Berlin für seine trostreichen Worte, als auch dem Fachvercin der Rohrleger für sein zahlreiches Erscheinen meinen tiefgefühlten Dank aus. Die trauernde Wittwe Caroline Knick. Das diesjäbr'ge Irnio* zur Wahrvvg der Iatmffe» d. Klüvierarbeiter a. Kervfsgkv. bestehend in Konzert, THeater-Auffaiirungu. Ball findet Konnadend. 15. Keptemb-r, im Eonrerthaus Kaussonci.Kottbuserstr. 4», statt. Billets für Herren 50 Pf-, Damen 25 Pf., sind nur vorher zu haben bei den Kollegen: H. Nagel, Wiencrfti. 25, H. 3 Tr.; G. Hahn, Lüddenerstr. 13; E. Sparseld, Oppelncrstr. 27, sowie bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern und im Arbeitsnachweis bei C. Pfister, Waldemar- straße 61.[509 Weimanm s Wolkssartcn. 1. Eingang: Badstr. 56. Gesundbrunnen, 2. Eingang: Pankstr. 25. ©Sacß: Gr. Manöver-Concert des 6. Krandend. Kürasster-Keg.(Kaiser Kikolaus V.Rußland) tn Uni/orm. Königl. ZLustddir Lrhman«. Grosses Brallant-RracKt- Fronten- Feuerwerk, abgebrannt vom staatlich geprüften Pyrotechniker R. Massow. «SST Gefecht und Biwouak der deutschen Armee im Felde I tR 5451_ Anfang 4 U6r. Entree 25 Pf_ JUn* Ul»>n>anu. H. 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Billets find an den bekannten Stellen zu haben. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 540] Da» Komitee. 514 Große öffentliche Versammlung% sämmtlicher Tischler u. Berufsgen. am Dienstag, 11. Septbr., Abends 8 Uhr, im Lokale„Königsbank", Gr. Frankfurterstr. 117. Tagesordnung: 1. Der Gesetzentwurf der Altersversorgung und Jnvalidenverficherung der Arbeiter. 2. Diskusfion. Der Referent wird an den Plakatsäulen be- kannt gemacht. Der Eiuberufer. Große öffentliche yersammiung der Posameutiere nnd Kernfsgenoffen hente. Sonntag, de« 9. September, Vormittag 10 Uhr, im„Königstadt Kafino", Holzmarlt straße 72. Tagesordnung: Der gegenwärtige Stand der Lohnbewegung. W�s müssen wir thun, um uns die errungenen Vorthcile zu erhalten. Allseitiges Erscheinen nothwcndig. 5311 Der Ein beruf er. Soeben erschien: Die französische Revolution. Von W, Bios. Heft 4. Preis 30 pfg. Zu beziehen durch die Grpedttio« des„Kerl. Kolksdlatt�, Zimmerstraße 44. W i e d e r« er k S uf• r n Rabatt. Hgl.Preuss.! 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