Nr. 301. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements: Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 1. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig., Sonntags Nummer mit tauftritter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Bettungs Preisliste 1 für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions: Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Feft: tagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Hmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". " Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Der neue Margarine- GelekEntwurf. Donnerstag, den 24. Dezember 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Da es eine Kleinigkeit ist, diese polizeiliche Bestimmung auch| wiffen," schreibt er ,,, daß manche Futtermittel, wie 3Zuckerrüben. in die übrigen Bundesstaaten zu übertragen, so wäre töpfe und Zuckerrüben Schnitel die Butter hart dem Jammer der Agrarier mit einem Male abgeholfen und machen, und daß andere, wie Rübkuchen, Haferschrot oder eigentlich nur die einzige Gesetzes bestimmung nöthig:" Margarine Weizenkleie diese üble Wirkung aufzuheben vermögen; wir wissen Die fonservativen und die ultramontanen Agrarier haben, darf nur in Gefäßen oder Umhüllungen, die mit einem 5 Ben- ferner, daß der scharfe Geschmack mancher Futtermittel, wie der wie wir bereits furz meldeten, zwei gleichlautende Gesetzentwürfe timeter breiten rothen Streifen versehen sind, verkauft werden." Kohlrübe oder Wrucke und noch mehr der Stoppel= eingebracht, die bis auf einige kleine Aenderungen wörtlich dem Die in, republikanische Abzeichen" gehüllte Margarine wird dann rübe, wenn diese im Uebermaß und ohne entsprechende Gesetzentwurf entsprechen, der am 2. Juli d. J. vom Reichs- von wegen ihrer Staatsgefährlichkeit konfiszirt und Butter wie Beigabe anderer Nahrung gefüttert werden, in die tage in dritter Lesung angenommen, vom Bundesrath Staat sind gerettet. Milch und die Butter übergeht; und wir wissen endlich, aber abgelehnt wurde. Das Färbeverbot der Mar- Unsere Fraktion wird wohl gegen eine solche Dekorirung der daß ein diesem Rübengeschmack ähnlicher und daß alle die übrigen garine und die Trennung der Verkaufsstellen Margarinegefäße mit rothen Streifen nichts einzuwenden haben. genannten und ähnlichen Geschmacksfehler durch mikroskopisch für Butter und Margarine sind in den Entwürfen enthalten, Da es hauptsächlich Arbeiter sind, die fein Geld besitzen, um kleine Gährungserreger, Spaltpilze u. dergl. hervorgerufen obwohl beide Bestimmungen vom Staatssekretär v. Bötticher sich Butter zu kaufen und deswegen zum Surrogat derfelben werden, die von außen her, hauptsächlich aus dem Koth der wie vom Landwirthschafts- Minister v. Hammerstein- Lorten nach greifen müssen, und die Arbeiter trotz aller Drangfalirung Thiere und aus der Streu, der Milch zugeführt werden." fehr sorgfältigen und eingehenden Berathungen im Schooße des Sozialdemokraten find, so wird dieser rothe Streifen bei Martiny weist nun darauf hin, wie besonders in ZuckerBundesraths" für unannehmbar erklärt wurden. ihnen nicht einmal Aergerniß" erregen, sondern sie rüben Wirthschaften die sich darbietende Menge von Die Agrarier, die den Kampf gegen die Margarine brauchen, an ihre Parteifahne erinnern. Wenn dagegen die Butter Rübenköpfen und Schnig ein verleitet, von diesen um den Bauern einzureden, daß sie seine Interessen vertreten, drohten solche rothe Kennzeichnung über sich ergehen lassen müßte, wohlfeilen Futtermitteln einen allzu ausgedehnten Gebrauch zu damals mit Rebellion. Der konservative Abg. Rettich suchte der wäre die Gefahr nicht ausgeschlossen, daß sich gar viele, die es machen", und daß Stoppelrüben von der Fütterung an Regierung Angst zu machen:„ Der kleine Rest von Vertrauen, der dazu haben, über die rothen Streifen so ägern, daß ihnen die Milchkühe gänzlich auszuschließen" seien. Der Billigkeit halber zu den verbündeten Regierungen in den Kreisen der Landwirthe noch Butter nicht mehr schmeckt und sie zur Margarine greifen. Man werden sie aber doch verfüttert und damit eine Milchpantscherei vorhanden ist, wird schwinden und das wird politisch große sieht, nicht ohne Aufwand großen Scharfsinnes ist diese Be- verübt, die mindestens den Geschmack des Butterkäufers Folgen haben. An unsere Stelle werden radikale Elemente ftimmung in den Entwurf aufgenommen worden, so daß die beleidigt. tommen und die werden sich auf den Standpunkt stellen: Dieser Vermuthung nahe liegt, sie sei von antisemitischen Schlaubergern Schlimmere Wirkung kann aber die Su delei haben, die Regierung feinen Groschen." ausgeheckt. Martinn noch weiter schildert. Denn durch diese werden nicht Sofort half nun diese Bangemacherei nichts; der Bundes- Die Anträge bringen aber auch eine im abgelehnten Entwurf nur Geschmadsfehler, wie Martiny meint, hervor. rath lehnte den Gesetzentwurf ab. Wenn aber jetzt die schon enthaltene Bestimmung, die den Bauern wenig Freude gerufen, sondern es tönnen auch Erkrankungen die Folge ultramontanen Agrarier, die Konservativen machen wird, nämlich, daß die Beamten der Polizei und die sein, sowohl beim Genuß der Milch als auch bei dem der sammt den Antisemiten und meisten Frei von der Polizeibehörde beauftragten Sachverständigen befugt find, Butter, sowie des Käses. Martiny schreibt: tonservativen doch wieder den abgelehnten Entwurf ein- die Räume zu kontrolliren, in denen nicht nur Die übrigen durch Gährungserreger verursachten bringen, so ist das ein Beweis dafür, daß sie darauf rechnen, es Margarine, Margarinekäse oder Kunst- Speisefett gewerbsmäßig Geschmacksfehler können allein durch äußerste Sauberteit werden in den leitenden Kreisen bald andere Personen wie hergestellt, aufbewahrt, feilgehalten oder verpackt wird, sondern verhütet werden. Werden die Kühe unter Einhaltung einer Herr v. Bötticher und v. Hammerstein- Lorten sich präsentiren. auch wo dies mit Butter geschieht. Demnach haben Gendarmen richtigen, ihr Wohlbefinden sichernden Zusammenstellung des Allerdings wird der Antrag in dieser Session nicht und Schuhleute das Recht, jedem Kuhbauer in die Stube zu Tagesfutters ernährt, dann wird man sie auch vor den mehr zur Verhandlung kommen, es sei denn, daß die dringen und sich nach seiner Butterproduktion zu erkundigen. häufig im Herbst auftretenden Durchfällen bewahren und Unterzeichner desselben 97 Konservative, Freikonservative und Bei Berathung des Gesetzes erklärten unsere Fraktions- damit die für sie bestehende Gefahr, sich mit ihrem Antisemiten, 62 Zentrums- Abgeordnete es durchsetzen, daß er genoffen, daß sie solche Polizei kontrolle verwerfen, dagegen eigenen Roth zu verunreinigen, verringern. baldigst zur Berathung gelangt. Aber auch wenn er nicht ver- es für richtig halten, wenn sa chverständige Gesund. Diese Verunreinigung ist sicher die Haupt. handelt wird schon daß er eingebracht wurde, beweist, daß heitsbeamte diese Kontrolle vornehmen, denn bei der Butter- quelle aller Geschmacksfehler der Butter." die Agrarier den jeßigen Regierungsvertretern Oppofition machen, bereitung werde oft mehr gefudelt als bei der Margarine- Und indem er schildert, was dagegen zu geschehen hat, giebt. bis diese nachgeben oder gegangen werden. fabrikation. Die Agrarier bestritten dies. Jetzt wird es auch er indirekt an, wie es in manchen Kuhställen aussieht. Reins Die Abänderungen, welche die beiden neuen Entwürfe gegen von agrarischer Seite, wenn auch indirekt, zugestanden, wie ein haltung des Stalles, und nicht etwa dumpfig oder faulig ge über dem vom Bundesrath abgelehnten zeigen, beziehen sich darauf, Artikel in der Berliner Molkerei Zeitung", den die wordene, sondern nur gesunde Streu das ist es, was besonders daß in bezug auf die Trennung der Verkaufsräume Deutsche Landwirthschafts- Zeitung" vom 25. November abdruckte, zu fordern er noch für nöthig hält. von Butter und Margarine eine Ausnahme gemacht werden soll beweist. Der Artikel zeigt, wie dringend nothwendig es ist, bei Ortschaften unter 5000 Einwohnern; dort sollen daß das Reichs Gesundheitsamt sich mit den Kleinhandel und Publikum nicht chikanirt werden. Dann ist dem Vorgängen bei der Butterbereitung und zwar in großen § 8, der die Kennzeichnung der Margarinegefäße und in fleineren Betrieben befaffe. Gesudelt wird nicht erst vorschreibt, die Bestimmung hinzugefügt:" Die Gefäße müssen nur mit der fertigen Butter, sondern schon bei der Erzeugung außerdem mit einem stets sichtbaren, mindestens 5 Zentimeter breiten der Milch, die zur Butter dient. bandförmigen Streifen von rother Farbe versehen sein". Herbstliche Butterfehler" nennt B. Martiny, Im Interesse des Publikums liegt es, daß die Butter Diese Bestimmung sieht sehr harmlos aus, ist aber voller Tücken, der Verfasser des sehr sachverständigen Artikels in der Berliner tontrolle nicht erst beim Verkäufer, sondern beim denn sie führt sicherlich dahin, daß im Königreich Sachsen, wo Molkerei Beitung" die unliebsame Erscheinung," daß die Produzenten beginnt, damit man solche Sudeleien und schon weiße Taschentücher mit rothen Streifen als republi- Butter im Herbst hart und schwer streichbar wird und einen Pantschereien, wie sie die Berl. Molterei- Zeitung" schildert, vers tanische Abzeichen" der polizeilichen Konfitation unter- mehr oder weniger start hervortretenden üblen Beigeschmack von hindert und damit eine Erkrankungsgefahr der Konliegen, alle Margarine fonfiszirt werden muß. wechselnder Art hat. Die Ursache davon liegt im Futter. Wir sumenten beseitigt. ( Nachdruck untersagt.) " " " " Da wird wohl doch nichts anderes übrig bleiben, als zur Erfüllung dieser Forderungen eine Ueberwachung der Kuhställe durch Sachverständige( Gesundheitsbeamte) einzuführen. Muß doch Martiny zugeben, daß leider der Erzeugung und der sauberen Gewinnung guter Milch immer weniger Sorgfalt gewidmet wird." " Aber nun kam der Lastraum, der den Kajütentheil ge- so wahr ich Ole Christoffersen heiße und Lootse auf Eine Sage aus der Gegenwart. sprengt hatte, als das Schiff zum letzten Mal aufstieß, und " Von Holger Drachmann. ( Schluß.) ,, Nein, der Stoß tam vom Schiff her." schob sich nach hinten. Das eine Bein Sörens fam in die Klemme und war gerade im Begriff gegen den Hinterspann gedrückt zu werden. Er hatte nicht die Kraft, es an sich zu ziehen; aber ich bekam die Hose zu fassen und zog das Dann ist es also auf Klippen aufgelaufen," sagte ich. Bein hinauf. Und dieses hätte ich nicht thun können, wenn Dann sind wir also an der schwedischen Küste." Ach, helf uns Gott!" sagte Jens. " Ja, nun wollen wir sehen, ob er will!" sagte ich. ,, Und wenn er tann, dann thut er's wohl; aber das wird ein schweres Stück Arbeit!" Wir stießen tüchtig dreimal auf, und da schrie Sören zum ersten Mal, denn die Nagelspitzen drangen tief in seine Haut ein. Beim zweiten Mal hörten wir, daß der Mast und der Bugspriet brach. Beim dritten Mal ging wohl das Deck drauf. Als ich die drei Mal gezählt hatte und merkte, daß wir wieder in tiefes Wasser hineinkamen, sagte ich: Das muß die Rothscheer" gewesen sein. Rommen wir an der vorbei, dann kommen wir zur Hornösva- Scheer, und da können wir vielleicht sizen bleiben. „ Das wär' gut!" sagte Jens. In demselben Augenblick stieß das ganze Hintertheil unter Waffer hinunter un die Luft wurde hinaufgepreßt, sodaß wir beinahe platt gedrückt wurden. er noch die Stiefel angehabt hätte, denn dann wären die Hacken zwischen dem Holzwerk hängen geblieben, sodaß der Fuß nicht von der Stelle zu bewegen gewesen wäre. Und daraus kann man sehen, daß es gut ist, bei Zeiten seine Stiefel los zu werden. Es war Dienstag Abend um Sonnenuntergang. Als wir merkten, daß wir fest saßen, ging Sören und Jens auf die Vorderkante des Halbdeckes hinunter und rief durch den zerbrochenen Hinterspiegel um Hilfe. Ist da jemand, der anruft?" fragte ich sie. Sie antworteten nein. Aber es war auch unmöglich etwas zu hören, denn die beiden Wrackstücken machten im Innern einen so großen Specktakel und der zerbrochene Mast, der noch an der Seite neben uns an der Tackelage Und außer hing, donnerte von außen gegen das Wrack. dem brachen die Wellen ständig über die Klippen herein. Daraus wird nichts! meinte ich. Wir müssen hoffen, daß wir bis morgen früh hier figen bleiben und in der Zeit nicht todtgefroren sind! Sören war nicht derselben Meinung. Er wollte auf Wir glaubten, das Schiff ginge auseinander, und wir die Klippe hinaustriechen und um Hilfe rufen, da er, wie waren darauf vorbereitet, daß nun alle Rettung vorbei er sagte, die Vermuthung hätte, daß Boote in der Nähe wäre. Wir wagten nicht einen Muck, aber hielten ein- wären. ander fest. Da hob sich das Wrack wieder empor, und nun folgten sechs Stöße hintereinander, und dann waren wir wieder flott. Au Teufel!" sagte Sören. " 1 Du sollst jetzt nicht fluchen!" sagte ich. Denn nun wird sich zeigen!" Und kaum hatte ich dies gesagt, so stießen wir zum legten Mal auf und blieben dann stehen. " Das ist Hornösva- Scheer!" sagte ich. Stagen bin. Da krochen Sören und Jens wieder hinein. Aber nun, da Sören einmal seine Glieder gestreckt hatte, konnte er seine frühere Stellung quer über die Spanten und mit den Nagelspitzen als Kopftissen nicht mehr ertragen. So ging er denn hinunter auf das Halbdeck und stand die ganze Nacht bis hoch an den Beinen hinauf im Wasser. Jch blieb zusammengetrochen sizen, wo ich war. Ich fühlte, wenn ich mich nun erhob, würde ich meine Stellung nicht wieder einnehmen tönnen, wenn es nöthig sein sollte. Denn ich war gerade so mürbe, wie ein überlagerter Winterapfel. So verging denn auch diese Nacht. Aber nnn fragten wir einander nicht mehr, woran wir dachten. Nur Jens Taneren begann gegen Morgen ein wenig von den Seinen daheim zu phantasiren, als wenn er im Schlaf spräche. Er behauptete, er hätte den Schrei von einem Peter Anders" ( einem Dreieck) draußen gehört und das hätte ihn auf solche geheimen Gedanken gebracht. Gleich darauf rief er: " " Das Wasser steigt, nun sinkt die Schute!" " Das ist gelogen!" sagte Sören. Und dann fischte er ein Brett auf, das in der Kajüte herumschwamm, und steckte es hinten unter dem Wrack hinaus. Er sah dann, daß es im Wasser noch Meerleuchten gab, und es also noch Nacht war. Und dann begriffen wir, daß wir in flaches Wasser hineingekommen waren, und daß das Wasser stieg und nicht die Schute sant. Wir riefen nun alle, so laut wir konnten, um Hilfe; „ Die Schweden haben uns wohl gesehen!" sagte er. aber es tam keine Antwort. Da sagte Sören Kappelborg, Sie haben ja Augen wie Meerkazen." der halb todtgequetscht, war und wie zerschlagen und zerIch bat ihn nun inständig zu bleiben. rissen von den Nagelspitzen, nun hätte er so starte " Haben wir so lange zusammengehalten", sagte ich, so Schmerzen in allen Gliedern, daß er es nicht länger auslaß uns auch diese Nacht noch zusammen aushalten. Du halten könnte. Nun mochte es biegen oder brechen; er bist der Stärkste von uns; wir können Deine Kräfte ge- wollte versuchen hinauszukommen, so lange seine Kräfte brauchen, um uns morgen früh aus diesem Sarge heraus- noch dazu ausreichten. zuhelfen. Wenn Du jetzt auf die Klippen hinauskommst, Ich fragte ihn, ob er Hunger hätte, aber er verneinte wirst Du, ohne jeden Nuzen, in die See hinausgerissen, les, und ebenso Jens. Politische Uebersicht. Berlin, 23. Dezember. Das Beschwerberecht der Soldaten gleicht in manchen Fällen der Preßfreiheit mit dem Galgen" des Herrn v. Thadden- Triglaff. Es ist ein sehr schönes Recht, ein wahres Juwel", aber unter Umständen sehr gefährlich für den Besizer. Wir kennen Exempel von Beispielen und niemand kennt diese Gefährlichkeit besser als die Soldaten. Ein neues Beispiel finden wir in nachstehender Gerichtskorrespondenz: " Herr v. Tausch. Aus der Vergangenheit des Herrn bildung genoffen hatte, fich auch journalistisch zu bethätigen. v. Tausch erzählt ein Mitarbeiter des Fränkischen Kuriers" Auch in der Landwehr konnte sich v. Lüßom nicht lange behaupten. Das Gerücht, daß er russischer Spion sei, trat immer folgendes: Er wurde am 8. November 1874 auf Anfuchen als lauter und sicher auf, die Offiziere wurden davor gewarnt, mit Premierlieutenant entlassen. Das dicke Ende kommt erst im v. Lützow zu verkehren, und schließlich wurde letterer auch aus Jabre 1875 nach. Hier besagt das Militär- Berordnungs- der Landwehr entlassen. Damit endete die militärische Karriere Blatt" unterm 19. August:„ Der vormalige Premierlieutenant v. Lügow's. und Bataillonsadjutant v. Tausch wurde vorbehaltlich der Duellchronik. In Stuttgart fand am Abend des gefeßlichen Wehrpflicht entlassen." Das bedeutet, daß er 22. Dezember ein Duell zwischen dem Legationssekretär Frei bei Ausbruch eines Feldzuges während seiner Reserve- herrn v. Wangenheim und dem Lieutenant Graf und Landwehrpflicht als gemeiner Soldat in die Truppe uytull v. Gyllenband statt. Beide Duellanten wurden vereinzureihen ist, und bedeutet weiter natürlich auch wundet, der eine, wie der Schwäbische Merkur" meldet, durch den Verluft Des Titels und Uniformtragens, was einen Schuß durch die Nieren, der andere durch einen Schuß in übrigens ja schon mit der Entlassung auf Nachsuchen den Unterleib. Gine Privatdepesche meldet, daß beide Offiziere verbunden war. In ganz Ulm und Neu- Ulm war es bekannt, ins Katharinen Spital überführt werden mußten. Eine Frau soll daß v. Tausch als Bataillonsadjutant ihm zugängige Gelder die Veranlassung zum Duell gegeben haben. wahrscheinlich aus Menagefonds und Kantine Gr Um angebliche Mißhandlung eines Soldaten handelte es sich in einem Prozeß, der gestern vor der dritten Straffammer des Landgerichts I stattfand. Der Fischer Friedrich Strelau aus Graudenz hatte in den Jahren 1885 und 1886 beim Kaiser Franz- Garde- Grenadier- Regiment gestanden. Nach feiner Entlaffung hat er an das hiesige Generaltommando zwei Schreiben gerichtet, worin er sich über zwei seiner früheren Vorgesetzten, den Hauptmann v. Marowski und den Unteroffizier Mahlow, besch wert, weil sie ihn während seiner Dienstzeit fortgesetzt in einer Weise mißhandelt hätten, daß er dauernden Schaden davon genommen habe. Der Hauptmann v. Marowski habe einmal befohlen, daß er 80 Mal auf dem Kasernenbof bin und herlaufen solle, bis er hinstürze. Ein anderes Mal habe der HauptWenn diese Darstellung den Thatsachen entsprechen Wir haben schon mehrfach erklärt, daß wir die Personen, mann ihn heftig mit dem Gewehrtolben gegen den Kopf gestoßen. Den Unteroffizier Mahlow beschuldigte der sollte, dann wäre es erstaunlich, daß das Polizeipräsidium so die thr für die Menschheit meistens völlig werthlofes und gleichBeschwerdeführer, daß er ihn wiederholt mit der Klopf wenig Sorgfalt bei der Anstellung des Herrn v. Tausch giltiges Leben frivol aufs Spiel feßen, nicht im geringsten bepeitsche geschlagen und sich die schwierigsten beobachtet hat. Bei dem großen Eifer, mit dem seitens der dauern der bemitleiden. So lange sie mit den Pistolen unter und martervollsten Körperstellungen aus: Polizei nach dem Vorleben von mißliebigen Personen sich bleven und sich vor Anrempeleien nützlicher Menschen in acht nehmen, ist uns ihr Thun und Treiben an sich völlig gedacht habe, worin er, Strelau, längere Beit habe geforscht wird, wäre es doch merkwürdig, wenn nach schnuppe. Wir registriren solche Raufhändel nur zur Kenn= verharren müssen. Die Folge dieser beiden Bebem Borleben des Herrn v. Tausch nicht geforscht worden zeichnung des sittlichen Tiefstandes der heute als maßgebend ausschwerden war, daß gegen Strelau Strelau Anwäre, oder wenn gar trotz der Nachforschung Herr v. Tausch geschrienen Gesellschaftsschichten. tlage wegen wissentlich falscher Anschul- angestellt worden wäre. Wegen eines unblutig verlaufenen Pistolen. sparnissen der Mannschaft unterschlagen habe. du'el13 wurden der Gerichts assessor S. aus Bromberg Wir haben dies von seinen damaligen Regimentstameraden und der Landwirth v. B. aus Podlesin von der Straffammer erfahren. Bei der Entdeckung sei er in die Schweiz geflüchtet in Gnesen zu je vier Monaten Festungshaft verurtheilt. und habe von dort aus schleunigst sein Entlassungsgesuch ein- Die Ursache des Zweikampfes war ein am 2. September gereicht. Sei es nun, daß ein Ehrengericht oder eine Unter- stattgehabter Streit zwischen den Duellanten, infolge dessen v. B. fuchung dennoch stattfand, es erfolgte schließlich unterm 19. Auguft seinem Gegner H. eine Herausforderung auf dreimaligen Kugel 1875 die oben angeführte Verschärfung der gerichtlichen, nicht wechsel mit glatten Pistolen nach Zählen bei 15 Schritt Ent freiwilligen Entlassung. fernung überfandt hatte. Die Straffammer lehnte es nach Prüfung der Sachlage ab, ertannte. schreibt: In einer durch mehrere Beitungen gegangenen Notiz wurde es als nicht unmöglich hingestellt, daß der Kriminalfommissar v. Tausch oder einer seiner Agenten in Frühjahr 1893 in der Dienstkleidung eines höheren Postbeamten im Postwagen des Berlin- Hamburger Schnellzuges mitgefahren sei, um die nach Friedrichsruh bestimmten Briefschaften einer Revision zu unterwerfen. Wie uns von zunändiger Seite mitgetheilt wird, ift diese Vermuthung nach jeder Richtung unzutreffend und vollständig aus der Luft gegriffen. Woher weiß das die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung"? Herr v. Tausch hat mehr ohne als mit Wissen der vor gesetzten Behörde gethan. # Grace U GIGGAS Deutsches Reich. Die Gerüchte von Rücktritts absichten Miquel's sind, wie wir sofort vermutheten, grundlos. = 9 Georg v. Bunsen, das frühere Mitglied des Reichss tages und des preußischen Abgeordnetenhauses, ist in London am Dienstag im Alter von 72 Jahren verstorben. Georg v. Bunsen gehörte dem preußischen Abgeordnetenhause an 1862-1879 als Bertreter zuerst für Bonn Rheinbach, dann für Lennep Solingen und für Mettmann. Bunsen war Mitglied des Norddeutschen Reichs. tags von 1867-1870 für Solingen, dann im Deutschen Reichstag von 1871-1874, ebenfalls für Solingen, und seit Mai 1876-1887 für Hirschberg. Bunsen gehörte zu den Kronprinzen- Liberalen, deren Hoffnungen mit dem unglücklichen Kaiser Friedrich III. zu Grabe getragen wurden. digung und Beleidigung erhoben wurde. Man darf um so eher eine Aufklärung erwarten, als Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozeffe. bas Hauptverfahren gegen Strelau zu eröffnen, auf Beschluß nun die Norddeutsche Allgemeine Dementirungssprige in In Rudolstadt wurde der 55 jährige noch nicht bestrafte des Rammergerichts mußte aber gegen ihn Sachen Tausch ihre Thätigkeit begonnen hat. Das Blatt Weber und Maulwurfsfänger Joh. Bogel aus Issigau wegen Beleidigung des Kaisers zu 8 Monaten Gefängniß verurtheilt, eingeschritten werden. Der Angeklagte wurde wegen zu weiter Entfernung vom persönlichen Erscheinen entbunden wovon 1 Monat auf die Untersuchungshaft angerechnet wurde. ebenso waren alle Zeugen kommissarisch vernommen worden. Hauptmann v. Marowski hatte zugegeben, gegen den Angetlagten, der eine wahre Karrikatur eines Soldaten, unfauber und lotterig gewesen sei, mit besonderer Strenge vorgegangen zu sein, zu sein, nachdem nachdem alle gütlichen Ermahnungen nichts gefruchtet hätten. Er gebe zu, daß er befohlen habe, den Angeklagten achtzig Mal hin- und herlaufen zu lassen, gestürzt sei er aber nicht. Die übrigen 8eugen bestätigten im wesentlichen die Angaben des Angeklagten über die ihm vom Unteroffizier Mahlow widerfahrene Bes handlung, fie räumten aber ebenfalls ein, daß Strelau die Geduld und Langmuth seiner Vorgesetzten auf eine harte Spikel und Journalist das sind zwei Berufe, die heut Probe geftellt habe. Der Staatsanwalt beantragte die Frei zutage sehr häufig in einer Person vereinigt sind. Nicht selten fprechung des Angeklagten, auf die der Gerichtshof aber vereinigt sich mit diesen beiden Berufen" noch als dritter der des Diplomaten. Daß unsere Gesandten und Militär- Attachés Dies der Bericht. Der Mißhandelte war jedenfalls einen Ueberwachungsdienst zu versehen haben, der häufig ein sehr geduldiger Mensch, sonst hätte er mit seiner Bes dem, was im gewöhnlichen Leben Spionage oder Spigelei heißt, - Handel mit Düngemitteln 2c. Die ministerielle schwerbe nicht gewartet, bis er seine Dienstzeit beendigt so ähnlich ist wie ein Ei dem andern das ist männiglich Berliner Korrespondenz" schreibt: Die Presse hat sich in letter hatte. Und was war der Erfolg der Beschwerde? Eine bekannt. Und männiglich bekannt ist, daß die beste, d. b. die Beit wiederholt mit der Frage beschäftigt, ob das bei BandAntlage wegen wiffentlich falscher Anschuldigung und Be- bie russische, auch die ist, welche das Spioniren und Spigeln am auf Waaren, die, wie z. B. Düngemittel, landwirthschaftliche geriebenste, verlogenste und gewiffenloseste Diplomatie der Welt: geriebenste, verlogenste und gewissenloseste Diplomatie der Welt: wirthen erfolgende Aufsuchen von Bestellungen leidigung- das heißt die Aussicht auf fünf Jahre ausgedehnteften betreibt. Maschinen 2c ,, im Betriebe der Landwirthschaft Verwendung Gefängniß. Und den besonderen Umständen ist es zu Ein Virtuos der journalistisch diplomatischen Spigelei oder finden, den Beschränkungen unterliegen, die infolge der durch danken, daß der Mißhandelte freigesprochen wurde. spißel journalistischen Diplomatie ist jedenfalls der im Leckert die Novelle zur Gewerbe- Ordnung vom 6. August d. J. Wie schwer ist es in solchen Fällen, den Beweis der Züßow- Prozeß viel genannte Proteus: Schumann Norman- veränderten Fassung des§ 44 Absatz 3 der GewerbeWahrheit zu führen! Und wir alle wissen ja, auch warum! Mundt- Huns. Dieser Herr, der offenbar sehr viel weiß, ver- Ordnung für die sogenannten Detailreisenden eingetreten Kurz, wir haben hier einen Soldaten, schwerfällig schwand in etwas räthselhafter Weise unmittelbar vor dem find. Es darf angenommen werden, daß nach der Auffassung zu ( ,, eine wahre Karrikatur von einem Soldaten" nennt ihn Prozeß und zwar soll er sich nach Konstantinopel der maßgebenden Stellen der Verwaltung diese Frage au ver. gewandt haben. Das erschien etwas auffallend, wurde neinen ist, da die Verhandlungen des Reichstages über diese der menschenfreundliche Hauptmann) wie die meisten Soldaten, jedoch glaubhafter, als die intereffante, für fentimentale Novelle faum einen Zweifel darüber zulaffen, daß der Betrieb die das Opfer von Mißhandlungen werden. Er beschwert Gefühlspolitiker materialistischer Weltanschauung überaus der Landwirthschaft als ein Geschäftsbetrieb" im Sinne des fich und da bei der Prüfung der Sachlage vielleicht lehrreiche Thatsache ans Licht kam, daß ans Licht kam, daß besagter Pro angezogenen Paragraphen in feiner jetzigen Faffung zu gelten einige unrichtige Angaben des Beschwerdeführers entdeckt tens die armenische Greuelagitation in Deutschland geleitet hat. Ist das ein Deutsch! Fällt es denn einer deutschen Bes werden, wird der lettere unter Anklage gestellt, die für ihn hatte. Daß die deutsche Regierung oder irgend eine deutsche hörbe wirklich so schwer, eine flare, furze, deutsche Antwort zu weit verhängnißvoller werden kann, als die erlittenen Miß- Nebenregierung" fich für die Armenier ins Beug gelegt habe, geben? Da muß es mit der Berdeutschung" der Polen freilich handlungen. Der Angeklagte ist in diesem Falle aller ist nicht anzunehmen; wohl aber wissen wir, daß Rußland hapern. dings freigesprochen die moralische Folter tann ihm jene Bewegung veranlaßt und sehr eifrig betrieben hat. Und - Zur Handhabung des preußischen Vereins. aber niemand abnehmen. Und die, welche ihn mißbiermit gelangen wir zu der weiteren Thatsache, daß die deutschen Spizeljournalisten, oder doch ein Theil derselben, auch gefeßes. Das Schöffengericht zu Beuthen verurtheilte den handelt? Wir hören nicht, daß gegen sie ein im Solde Redakteur Dombeck, den Borsigenden des Turnvereins„ Sofol", der russischen Regierung stehen, wofür geschritten worden ist. Und nun wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes zu einer Geldstrafe von schon so manche Anzeichen gesprochen haben. erhält auch das Verduften unseres Proteus nach Konstantinopel 30 m. In der Begründung des Urtheils werden sämmtliche Sotol Vereine als politische Vereine erflärt. eine eigenthümliche Beleuchtung. Er findet dort alte Freunde. -Nach den Sozialdemokraten die Polen, nach den Polen?... Da faßte Sören mich bei der Hand und ich den Jens, Der Spigel- Journalist und Ex- Offizier Trautner ist in RonDie Verwirrung unter den Bündlern und und wir gingen vorsichtig durch das Wasser zu der Deffnung ftantinopel, von wo er vor einigen Jahren die Nachricht seines im Hinterdeck hin. Hier paßte Sören den Moment ab, da Todes verbreitete. Und seltsam! Auch die letzten Spuren des in den Redaktionen der Bündlerblätter scheint immer ärger zu das Wasser hinauslief, duckte sich unter das Wrack und russischen Bombenbarons" führen nach Konstantinopel. Er hatte werden. Hatten wir da vor einigen Tagen eine politische Notiz bas Wasser hinauslief, duckte sich unter das Wrack und in Belgien verschiedenen Leuten gesagt, er wolle bahin reifen. gebracht, in welcher an einem bestimmten Fall gezeigt wurde, hatte das Glück, daß er das Steuer zu fassen triegte, be- und wenige Tage später war das Attentat auf auf welche Weise die schlauen Agrarier höhere Preisnotirungen vor die See wieder hineingeströmt tam. Dann troch er die Ottomanische Bant. Die sämmtlichen bei dieser Ge- an der Produktenbörse zu er- reichen suchen. Diese Notis muß von dort auf den Kiel des Schiffes hinauf. legenheit gefangenen Attentäter hatten, wie seinerzeit der„ Correspondenz des Bundes der Landwirthe" start in die gemeldet ward, die Taschen voll Rubelnoten. Proteus Schumann Norman 2c., russischer Bombenbaron, armenische Greuel, Attentat auf die Ottomannische Bank das sind alles Bruchstückchen der diplomatischen Tragikomödie, genannt türkische Frage"; und wer einige Anftelligkeit befißt, tann die Bausteine recht hübsch zufammensetzen. Das nennt sich militärisches Beschwerderecht. Was siehst Du? Sören!" rief ich zu ihm hinaus. " Ich sehe vorn draußen ein Feuer!" Was für ein Feuer?" fragte ich. " " Ein rothes und helles!" " Das ist gut!" sagte ich. Dann hörte ich ihn um Hilfe brüllen und mir war es, als vernahm ich in weiter Ferne eine Antwort. Nun tommt es!" sagte ich zu Jens neben mir. " Es ist auch hohe Beit!" Meine Glieder und ebenso die von Jens schauerten vor Kälte. Aber das, daß Leute in der Nähe waren, bedeutete schon eine Wendung der Dinge. " " " Glieder gefahren sein. Sie erhebt in ihrer Nummer ein erschreckliches Gezeter, wendet sich aber nicht an uns, sondern an ein anderes Berliner Blatt. Mit Verlaub, edele Dame, das war des Vorwärts" Geschoß. Noch fomischer ist, was sie über die Sache selbst zu antworten versucht. Durch die Thatsache, daß an der Berliner Produktenbörse ein überhohes Preisangebot nicht notirt wurde, ist ihr der klare Beweis dafür geliefert, daß die Notirungen an der Produktenbörse durchaus nicht mit den für Effektiv- Waare gezahlten Preisen übereinstimmen". Mit derselben Logit tönnte ein Spißbube zu der Aeußerung gelangen: Es ist nicht mehr schön auf der Welt, jetzt sperrt man uns gar ein." berufen. " Ueber die militärische Laufbahn v. Lühow's tommen nachstehende authentische Mittheilungen: v. Lüßow war Lieutenant im 89. Jufanterie- Regiment. Wegen Schulden und prab lerischer Lügen wurde er von dem Ehrengerichte strafweise nach Apenrade versetzt. Dortselbst hatte er über einen Kameraden Aachen, 22. Dezember. In dem Disziplinarverfahren gegen ehrenrührige Aeußerungen verbreitet, die sich nachträglich als unwahr erwiesen. Es kam zu einem Duell und Lützow wurde mit einfachem den Kriminalkommissar Grams fonnte nicht erwiesen Abschied entlaffen. Auf dringende Fürsprache einer sehr hochstehenden werden, daß er die Aeußerung gethan hätte:„ Ich bin Brüfewig Sören hatte von dem Kiel des Wracks aus schwedische Persönlichkeit wurde er kurz darauf in das Infanterie- Regiment der Zweite, wer mich oder mein Monocle beleidigt, den schieße Boote bemerkt und das nächste angerufen. Der Fischer, der Nr. 96 in Altenburg eingestellt, in welches er als Gemeiner eintreten ich nieder." Gegen Grams wurde auf Versetzung in ein anderes gerade im Begriff war, den Ballast in seinem Boote abzu- mußte. Lüßow führte sich in dieser für ihn gewiß sehr schweren Amt erkannt. passen, erschrat so heftig darüber, sich von dem Schiffe aus, Beit tadellos und äußerst taktvoll und wurde nach kaum einem Meiningen. Der Landtag ift zum 28. Dezember einbas alle für„ tobt" gehalten hatten, durch eine menschliche Jahre wieder Offizier. Raum im Befiße der ihm neuerdings verliehenen Epauletten, wurde er jedoch leichtsinniger und Der medlenburgische Landtag hat die Stimme anrufen zu hören, daß er den schweren Ballaststein prablerischer als je zuvor. Eines Tages tam er zu seinem Schaffung tleinen Grundbefizes auf den Rittergütern abauf den Boden seines Fahrzeugs fallen ließ und beinahe noch Regimentskommandanten und meldete ihm, daß er sich mit einem gelehnt. Die Vorlage betreffend Bermehrung des mittleren ein Unglück geschehen wäre. Fräulein Bellaire verloben wolle. Auf Befragen des Rom und kleineren Grundbesizes auf dem platten Lande scheiterte an " Zum Teufel, seht Ihr denn nicht, daß es dänische mandeurs über die Familienverhältnisse der Braut erzählte dem Beschluß der Ritterschaft bezüglich der Berschuldbarkeit der Fischer von Stagen sind!" rief Stören. v. Lützow, seine Braut stamme aus einer Magnatenfamilie, neu zu errichtenden Besitzstellen. Die Landschaft nahm diesEr ging darauf wieder hinter dem Wrack in's Wasser sei in Warschau geboren, feit zwei Jahren Waise und lebe bei bezüglich die Regierungsvorlage an, wonach vertragsmäßig Bes hinunter, hielt sich mit der linken Hand am Steuer fest einem sehr reichen Ontel theils in Petersburg, theils in schränkungen festgesetzt werden fönnen. Die Ritterschaft wollte und zog mit der rechten erst mich und dann Jens heraus. Warschau. Ein anderer, gleichfalls sehr reicher Onkel lebe in für Bauern und Büdner die freie Verschuldbarkeit ausgeschloffen Dann wurden wir von dem Wrack in die Boote hinüber- Odessa. Da der Kommandant die Pflicht hatte, fich näher nach wiffen. Am Montag bewilligte der Landtag zur Bornahme den Verhältniffen der Braut zu erfundigen, so schrieb er an die spezieller Vorarbeiten für die Korrektur der Glde zwischen Parchim geführt und tamen mit der Mannschaft zum Fischerdorf angeblichen Onkel, bekam aber die Briefe als unbestellbar zurück. und Blau 84 000 M. Der Ankauf der Eisenbahn Wismar Karow Fjellbacka. Ich muß sagen, die Leute waren wirklich sehr während dieser Zeit wurde Lützow mit einem etwas vor- wurde genehmigt. Der Antrag der Zuckerfabriken auf Herab. nett gegen uns wenn wir auch nur aus dem Kellerloch batirten Batente nach Stettin versetzt. Dem neuen Regiments: fegung der Kontribution wurde abgelehnt. eines gefenterten Bootes daherkamen. Kommandeur wurden alle Auskünfte, die über die Braut Lühow's erhältlich waren, das war so viel wie nichts, überMan" ist, wenn Bellachini. Die Erzählungen v. Lützow's von den reichen Stuttgart, 28. Dezember.( Privatbepesche des Borwärts".) Ich dankte dem Erzähler und fragte, ob er ober die sendet. In Stettin stellte es sich nun heraus, daß die junge Im Landtags- Wahlkreise Gemünd, wo sich zwei Zentrumsleute andern irgend welchen Schaden von der Tour erlitten Dame gar nicht Bellaire hieß, sondern eine geschiedene Frau gegenüberstanden, siegte der Bertreter der schärferen Touart Runge sei, die Tochter des bekannten Prestidigitateurs Schwarz.hätten. Die württembergischen Proportional. ,, Keinen sonderlichen!" erwiderte er. Onkeln seiner Braut hatten sich mithin als Lügen erwiesen und wahlen. Wie schon gemeldet, theilte der Ministerpräsident auch nicht gerade an so etwas, doch an mancherlei ge- v. Lügow wurde wieder verabschiedet. Die bereits obenerwähnte, v. Mittnacht am 17. Dezember den Vertretern der Hauvts wöhnt. Am schlimmsten war sie für Hans Lauritsen; aber sehr hochstehende Persönlichkeit verwendete sich nun neuerlich für fraktionen des württembergischen Landtags einen Entwurf der er hat es nun wohl nicht schlimmer, als wir alle es einmal Lügow, der thatsächlich in der Landwehr eingestellt wurde. Bu anläßlich der Verfassungsrevision in Aussicht genommenen proaben werden. dieser Zeit versuchte v. Lühow, der nur mangelhafte Schul-' portionalen Erfahwahlen für die etwa aus der zweiten Rammer ausscheidenden Privilegirten mit und ist aus dieser Darstellung| stieg, verlor der Feind kaum 200 Mann in den fleinen Scharfchäftigten Arbeiter ist diese Zahl ber un. folgendes zu erwähnen: mügeln, die seit einem Monat ,. d. h. vom 20. Oftober bis glücksfälle ungeheuerlich. Für die an stelle der 21 ausscheidenden Privilegirten etwa 22. November, dort stattgefunden haben. Wenn die Kolonnen Wer wollte Leben und Gesundheit aufs Spiel setzen, um zu wählenden Abgeordneten wird ein neuer Wahlmodus die Gebirgszüge besetzten oder richtiger ausgedrückt im Gebirge gefchaffen werden und zwar so, daß als Wahlbezirke die vier operirten, so zogen die Rebellen in die Ebene, ohne Schwierigkeit nach wenigen Wochen von den Arbeitgebern wieder aufs StraßenKreise des Landes betrachtet werden, und hat der Neckarfreis 7, unfere Linien in mehr oder weniger bedeutenden Gruppen pflaster geworfen zu werden? Darum, Arbeitsgenossen der Schwarzwald- und der Donaukreis je 5 und der Jagstkreis flantirend. Wenn die Unsrigen zur Ebene herabstiegen, tehrte der Deutschland3, fallt den Kämpfenden nicht in 4 Abgeordnete zu wählen. Die Wahl selbst ftudet etwa drei Feind zu den Höhen zurück, und dort kampirt er wahrscheinlich den Rücken, meidet Hamburg im Interesse der Wochen nach den jedesmaligen allgemeinen Landtagswahlen statt auch heute noch. Anfangs befolgte man die Methode, die einund werden die gleichen Wählerliften, die gleichen Abstimmungs- zelnen Insurgentenchefs einzufreisen und sie so zum Kampf zu Arbeitersache, in Eurem eigenen Interesse. bezirke und die gleichen Wahlkommiffionen zugelassen; außerdem zwingen. Doch kamen diese bald dahinter und ließen sich nicht Die Erbitterung der Streikenden ist aufs höchste gestiegen wird dann in jedem Kreise seitens des Ministeriums des Innern mehr umstellen. Dann kam der General auf den Gedanken, an Sie waren seit Beginn des Kampfes geneigt, durch Bermittelung eine Kreis Wahlkommission gebildet. statt die Insurgenten aufzusuchen, nach und nach die einzelnen Distrikte zu besetzen. Bei der großen Ausdehnung der Proving eines Schiedsgerichts oder Einigungsamtes den Streik beizulegen fonnte aber auch dieses System schließlich keinen besseren Erfolg Das Unternehmerthum hat jede Bermittelung schroff zurückhaben als das andere; man hätte denn über ein viel zahlreicheres gewiefen. Die Arbeiter sollen vollständig niederHeer, als es thatsächlich zur Verfügung stand, gebieten und übergeworfen werden. haupt den Krieg dementsprechend organisiren müssen. Beides war aber nicht der Fall." Feder Mandatsbewerber muß innerhalb einer bestimmten Frist vor dem Wahltage ordnungsmäßig vorgeschlagen werden und hat jeder Bewerber eine schriftliche Erklärung über die Bereitwilligkeit zur Annahme der Wahl anzuschließen. Der Wahlvorschlag muß von mindestens 20 wahlberechtigten Personen unterzeichnet fein, welche sich als Partei oder sonst durch ein Mertinal fenntlich machen. 3 Die Vorschläge sind bei der Kreis Wahlkommission einzu reichen. Werden nicht mehr Bewerber vorgeschlagen, als Abgeordnete im Kreise wählen find, so gelten dieselben als gewählt und fällt die Wahl somit weg; andernfalls wird die öffentliche Bekanntmachung der Wahlvorschläge erfolgen. Die Stimmzettel enthalten eine unveränderte Wiedergabe fåmmtlicher Wahlvorschläge, nach den verschiedenen Parteien abgetheilt und werden mit einem Stempel versehen. Portugal. Verschiedentlichen Anregungen folgend, haben die Streikenden einen legten Versuch gemacht, einen für beide Theile ehrenvollen Frieden herbeizuführen. Sie haben im halbamtliche Mittheilung, Lissabon, 23. Dezember. Die Blätter veröffentlichten eine Vertrauen auf die Unparteilichkeit der höchsten Hamburger wonach Zwischenfall Behörde, des Senats, sich an diesen gewandt und ersucht, durch zwischen dem Deutschen Reiche und Portugal Bildung eines Schiedsgerichts dem Kampf einen Abschluß zu beigelegt ist. Der Gouverneur wird dem deutschen Konsul geben. Nicht, weil ihr Muth gebrochen, thaten die Streifenden einen Besuch abstatten, welchen letzterer erwidern wird. Ein diesen Schritt, sondern um weiteren Schädigungen des Hamportugiesisches Kriegsschiff wird die deutsche Flagge falutiren, burger Erwerbslebens vorzubeugen. Unter Hinweis darauf, daß ein deutsches Schiff wird die gleiche Ehre der portugiesischen tausende von Familien das Weihnachtsfest, das Fest des Friedens, Flagge erweisen. mit höchster Erbitterung im Herzen begehen müßten, ersuchten sie, den Frieden herbeizuführen. Das bevorstehende Fest sollte in Wahrheit Frieden bringen. Bulgarien. Sofia, 28. Dezember. Im Prozeß gegen die Mörder Stambulows wurde heute das Zeugenverhör fortgesetzt. Der ehemalige Minister Sallabaschen sagte gleichfalls aus, daß Bone Georgien und Tüfektschiew von Stambulow als seine Mörder bezeichnet wurden. Journalist Birow, ein poliGegner tischer Stambulow's, erklärt, ein in VertrauensBei der Abstimmung entscheidet sich der Wähler für den Borschlag einer bestimmten Partei und streicht einfach sämmtliche Borschläge der anderen Parteien durch; außerdem kann der Aber die Streifenden haben sich getäuscht. Was fragt das Wähler in seinem Wahlvorschlag einem Bewerber dadurch den Vorzug geben, daß er neben dem Namen desselben ein Zeichen macht; Unternehmerthum nach Religion und Patriotismus, wenn es ist kein Zeichen vorhanden, so gilt der an der Spitze des Zettels gilt, die Arbeiterschaft zu unterdrücken! Weniger vermittelnd angeführte Bewerber als bevorzugt. Vor der Abstimmung hat als die Antwort des Senats auf die Eingabe der Streifenden, jeder Wähler in eigener Person sich vom Wahlvorstand bätte das Unternehmerthum auch nicht antworten können. Die einen Stimmzettel nebst einen amtlich gestempelten Umschlag mann Stambulow's sei zu ihm gekommen und habe ihm Antwort war in Inhalt und Form eine für die Arbeiter vergeben zu lassen, worauf er an einen abgesonderten Tisch deffen Namen ein Bündniß und materielle Unter- legende. Der Senat antwortet, daß kein Grund für den Streit tritt und dort seinen Stimmzettel nach Durchstreichung der anderen stüßung im Kampfe gegen die Regierung Stoilow's angeboten, vorgelegen hätte. Er fordert bedingungslose Wiederaufnahme Parteivorschläge in den Umschlag feckt und sich dann zur Wahl- wenn er Schuß für das Leben Stambulow's gegenüber 6 oder der Arbeit, ohne irgend eine Garantie zu geben, daß ein Theil urne begiebt, um den Bettel selbst in die Urne zu legen. 7 Personen verbürgen fönne, woju er natürlich nicht im stande der Wünsche der Arbeiter berücksichtigt werden solle. Nach Das Resultat wird nach dem fogenannten belgischen gewesen sei. Zeuge hätte Stambulow mitgetheilt, er habe Beendigung des Streits soll eine Enquete über die Lohnverhält. Verfahren des Rechtslehrers Vittor D'Goudt ermittelt. von Tüfektschiew nichts zu fürchten, und erklärt dies nisse und Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter und Seeleute ver Erfahwahlen sind ausgeschlossen. Tritt ein Abgeordneter damit, daß er Tüfektschiew nicht für muthig genug anitaltet werden. Keine Garantie wurde gegeben, daß Maßwährend der Wahlperiode aus oder ist am Eintritt in die hielt, ein Verbrechen zu begehen, wohl aber für fähig, regelungen nicht erfolgen sollen. Nicht einmal den vom Staate Rammer verhindert, so tritt der demselben Wahlvorschlag anein folches angustiften. Von den anderen Beugen, Beschäftigten, den Staatequai- Arbeitern wurde in Aussicht ges gehörende nächstberechtigte Bewerber an seine Stelle. welche sich am Drte des Verbrechens oder in der Nähe befanden, ftellt, daß sie ibre Arbeitsplätze sämmtlich wieder einnehmen Von welchem Grade der Gerechtigkeit das Ministerium Mitt- fonnte keiner das Gesicht der fliehenden Mörder sehen, Michaitos, fönnten. Und doch war in dem Schreiben an den Senat hierum nacht bei seinen Vorschlägen ausgeht, zeigt der Umstand, daß zur der zur Zeit des Verbrechens Diener beim makedonischen Komitee besonders ersucht worden. Vorberathung des Entwurfs alle bürgerlichen Parteien und war, fagte aus, ein gewisser Tatiu sei einige Tage unter dem Ständevertreter zugezogen wurden, daß man aber die Sozial- Dache des Hauses, in welchem das makedonische Komitee unter: demokratie hierbei überging. gebracht war, versteckt geblieben. Derselbe habe gestanden, daß er der Mörder Stambulow's sei. Türkei. Am 19. Dezember waren 10 936 der Streitenden versammelt, um über den Senatsvorschlag zu entscheiden, und ob gleich die Annahme empfohlen wurde, obgleich in - inter verschlossenen Thüren findet alljähr- Ein intereffanter Zwischenfall bei der Verhandlung war die Aussicht gestellt war, daß die Unterstüßung lich am 6. Januar die Landesversammlung der Verlesung eines Briefes Stambulow's, den er vor seinem Tode ausbleiben tönnte, haben 7265 der Abstimmenwürttembergischen Boltspartei in Stuttgart statt. an den Vertreter der Köln. Blg." gerichtet hatte und in dem er den für Fortführung des Kampfes entschieden. Aus der Tagesordnung ist zu entnehmen: 1. Politischer Bericht, den Plan für seine Ermordung genau beschrieb. Gine Stelle, Bieber durch Hunger zu grunde gehen, als Referent Landtags- Abgeordneter Fr. Haußmann; 2. Reichstags die Stambulow auch selbst geschrieben, aber nachher gestrichen Bericht, Referent Reichstags- Abg. Galler; 8. Verfassungsrevision, hatte, lautete: bedingungslos zur Arbeit zurückzukehren, Referent Kammerpräsident Payer; 4. Steuerreform, Referent ,, Ob der Fürst davon weiß, ist mir nicht bekannt, es das war der Gedanke, welcher die Streifen. Landtags- Abg. Maurer; 5. Wafferrecht, Referent Landtags- Abg. wäre aber durchaus nicht seltsam, wenn auch er davon den in den Versammlungen beherrschte. Am 20. Des Räs; 6. Raffenbericht, Parteipreffe und Ralender; 7. Anträge Renntniß hat." aus der Versammlung. Wenn die Herren dieses alles an zember haben diejenigen, welche für Annahme des Senatsvorschlages einem Tage durch berathen wollen, dann kann von einer Gründlichkeit keine Rede sein; viel Geschrei und wenig Wolle. Konstantinopel, 22. Dezember. Durch ein heute erfaffenes gestimmt, einstimmig beschlossen, gleichfalls im Kampfe ausFrade ist die General- Amnestie für die Armenier gewährt. suharren und am 21. Dezember waren trotz der vorherigen Von derselben sind 84 zum Tode Verurtheilte ausgenommen, Meinungsverschiedenheiten von den Tausenden nur Bern, 22. Dezember.( Eig. Ber.) Der Souverän, das welche zu Freiheitsstrafen begnadigt werden; unter diesen be- fünf Streitbrecher zu verzeichnen. Bolt nämlich, hatte in der Stadt Bern am Sonntag feinen finden sich der Bischof von Bitlis und der Bischof von guten Tag. Es wurden sämmtliche Borlagen, die außer dem Sastoj, welche in einem Jerusalemer Kloster eingeschlossen sämpferschaar geschloffen und muthig wie Arbeitsgenossen Deutschlands! So steht denn die Budget zirka 2 Millionen für Bauzwecke, so auf 73 000 Frants werden. für ein neues Mädchen- Sekundarschulhaus forderten, angenommen. Desgleichen auch die Borlage betreffend unentgeltliche über 100 Personen wegen jungtürkischer Umtriebe Glend vermag sie nicht wankelmüthig au In Konftantinopel sind in den letzten Tagen wiederum bisher. Selbst die Aussicht auf das tommende Beerdigung. Auch die Sozialdemokratie hatte verhaftet einen guten Zag; sie erhielt von den 21 Stadtverordneten, verb aftet worden, was auf grund der Angaben früher Wer machen. Mit diesen Kämpfern ist der Sieg zu die neu zu wählen waren, deren 6, wovon auch die Arbeiter: bafteter erfolgt sein soll. union 4 und auf die Vereinigung Vorwärts" 2 Vertreter. Die kürzlich mitgetheilte Einführung des Achtstundentages in ber eidgenössischen Pferde- Regie- Anstalt bewahrheitet sich nicht; die„ Berner Tagwacht" hatte dies nur ironisch, aber in der That irreführend, mitgetheilt. Schweiz. " Bern, 28. Dezember. In Uebereinstimmung mit dem Ständerath hat nunmehr auch der Nationalrath dem Bundes rathe die Ermächtigung zur Kündigung, bezw. Konverfion ber Staatsanleihe von 1887 ertheilt. Die neuen Titel werden in Beträgen von 1000 Frants als Inhabertitel ausgegeben werden. 0 erringen. Amerika. Ohne daß wir uns bisher direkt um Unterstützung an die Stimmenzahl bei der Präsidentenwa ht. deutsche Arbeiterschaft gewandt hätten, hat diese ihre Solidarität Nach der endgiltigen Zusammenstellung der Ergebnisse der bewiesen und große Summen den Kämpfenden übermittelt. Präsidentenwahl hat der Republikaner Mc. Kinley 7 123 234 Jezt aber sind wir genöthigt, mehr als bisher an die Solidarität Stimmen und der demokratisch- populistische Kandidat William der deutschen Arbeiterschaft zu appelliren. Es darf nicht geJ. Bryan 6 499 365 Stimmen erhalten. Die Mehrheit des schehen, daß die Streitenden in den nächsten Wochen ohne Unterersteren beträgt also 623 869. Von den 447 Elektoren sind 272 ügung bleiben. Wenn sie auch bereit sind, auszuharren, selbst für Mc. Kinley und 175 für Bryan: Mehrheit Mc. Kinley's 97. wenn der Hunger in die Behausung einzieht, so muß versucht Im ganzen standen 7 politische Parteien im Felde. Palmer, werden, diesem Muth entsprechend auch Hilfe zu bieten. der Kandidat der„ Gold Demokraten", hat nur 125 037 und Levering, der Kandidat der Prohibitionisten 125 485 tommenden Festtage sich erinnern, daß tausende von Familien in Arbeitsgenossen Deutschlands! Mag ein jeder während der Stimmen erhalten. In 16 Staaten, wo die Populisten be- Hamburg vor leeren Tischen stehen. Sie ertragen das Elend im Zürich, 22. Dezember.( Eig. Ber.) In Sachen der von sondere Elettoren- Kandidaten aufgestellt hatten, erhielten diese Interesse der gesammten Arbeiterschaft. Möge diese ihr Theil ben großkapitalistischen Liberalen betämpften unentgeltlich zufammen 152 875 Stimmen. Die Sozialisten brachten für dazu beitragen, der grimmigsten Noth zu steuern. teit der Lehrmittel für die Ausländer in ber ihren Präsidentschafts Kandidaten Matchett 16 016, die Stadt Zürich äußert sich der Schulvorstand u. a. folgender- Nationalen( ein Zweig der Prohibitionisten) für Bentley thor 7, 1. Gtage, Hamburg; in Berlin an das GewerkschaftsSendungen find zu richten an C. Schippmann, Schaarmaßen: Die unentgeltlichkeit der Schulmaterialien in der 9665 Stimmen zufammen. Die in Colorado, Utah und Woyming bureau, per Adresse R. Millarg, S.O., Annenftr. 16. Primar- und Sekundarschule muß als eine große Er- mitstimmenden Frauen sollen das Votum Mc. Kinley's leichterung unbemittelter Gltern und als eine wesentliche um 20 000 und dasjenige Bryan's um 100 000 vermehrt haben. Aus Hamburg wird uns unterm 22. Dezember geschrieben: Bedingung für ben geordneten Schulbetrieb bezeichnet Im ganzen haben diesmal 18 898 802 Wähler abgestimmt. Am In der thatsächlichen Lage des Streits hat sich wenig geändert. werden. Jeder fteuerpflichtige Stadtbewohner ist be zweiten Montag im Januar treten die Elektoren in den Haupt- Der Zuzug fremder Arbeiter hat gewaltig nachgelaffen. Die rechtigt, für seine Kinder die durch Gesez und Gemeinde- Ordnung städten ihrer respektiven Staaten zusammen, um ihre Stimmen Unternehmer haben deshalb heute wieder eine größere Anzahl eingeführte unentgeltlichkeit des Unterrichts und der Materialien für den Präsidenten und Vizepräsidenten abzugeben. Die hierfür Werbeagenten nach allen Richtungen der Windrose gesandt. Da in Anspruch zu nehmen. Die Kosten der Unentgeltlichkeit für abgefaßten Protokolle werden per Post und auch durch besondere dieselben vielfach Persönlichkeiten recht zweifelhaften Charakters Kinder von Ausländern können mit Rücksicht auf die Gesammt: Boten nach Washington gesandt, wo sie, wenn alle eingetroffen sind, kann es nicht fehlen, daß aus allen Gegenden Klagen auslagen der Stadt für die Volksschule insbesondere auch aus find, in Gegenwart des Kongresses geöffnet und kontrollirt über deren Auftreten nach hier einlaufen. So wird aus dem Grunde nicht in betracht fallen, weil die Mehrzahl der be- werden, worauf die offizielle Verkündigung der Wahl erfolgt, so Dithmarschen berichtet, daß sich Werbe- Agenten der Hamtreffenden Familien längere Zeit niedergelassen und ihre Kinder daß Mc Kinley und Hobart am 4. März ihre Aemter als Prä- burger Rheder großer Schwindeleien schuldig ge hier geboren sind. Die Unentgeltlichkeit des höheren Unterrichts fident bezw. als Bizepräsident übernehmen fönnen. macht haben. Sie haben die Fuhrleute, die ihnen die an ermöglicht den hiesigen Kindern unbemittelter Eltern, eine allgemeine und berufliche Bildung fich anzueignen, welche sonst nur Gegend darf sich kein Werbe- Agent wieder sehen laffen. geworbenen Streitbrecher nach der Bahnstation transportirten, um Beträge von 17,50 bis 75 W. betrogen. In dortiger " von Bemittelten erworben werden kann.. Holland. Anzahl Personen seit dem Tode Maceo's Havana verlassen, um Kubanisches. Nach einer Meldung der„ Times" hat eine sich den Aufständischen anzuschließen. Die Hatenarbeiter- Bewegung. Infolge der wunderbaren Behandlung, deren sich die Streifbrecher auf den Logisschiffen erfreuen, laufen die Streitbrecher in Schaaren davon. Heute legten allein 40 Engländer, die auf dem " Maryston" und dem Jnsbey" beschäftigt waren, die Arbeit durch Haag, 28. Dezember. Die zweite Rammer nahm mit 56 gegen 29 Stimmen das neue 3udergefeß an. Durch daffelbe werden die Prämien für die RübenzuckerAn die Arbeiterschaft Deutschlands erläßt die 3 en tral- nieder und reisten auf dem Dampfer" Empris" nach der Heimath Fabrikanten für 1897 auf 2 Fl. 50 pro 100 Kilogramm Streit- Kommiffion der Hafenarbeiter und See- zurück. Ferner fehrten 80 Deutsche ins Binnenland zurück, die festgesetzt bis zum Höchstbetrage von insgesammt 2/2 Millionen Leute Hamburgs folgenden Aufruf: hier einige Zeit Streitbrecherdienst verrichtet hatten. Bier MagdeGulden im Jahre 1897. Dieser Prämienbetrag soll aldann Arbeitsgenossen! Der Kampf der Hamburger Safenarbeiter burger mußten den Klageweg beschreiten, um zu ihrem Lohne zu 8 Jahre hindurch jährlich um 100 000 l. verringert werden. und Seeleute gegen das vereinigte Unternehmerthum dauert fommen. Viele Streifbrecher werden den Stauern Für Raffinade wird der Prämienbetrag auf 1/2 Million Gulden nicht nur fort, sondern hat in den letzten Tagen an Schärfe zu die Polizei entzogen, indem dieselbe sich genöthigt pro 1897 festgesetzt; dieser Betrag soll 5 Jahre hindurch jährlich genommen. Niemand hätte erwartet, daß dieser Riefentampf so fiebt, täglich Verhaftungen wegen Eigenthumsum 50 000 Gulden niedriger bemessen werden. vergehen vorzunehmen. Ge stohlen wird nämlich an den Quaischuppen und auf den Schiffen, daß es fast unglaublich ist. Im hiesigen Untersuchungsgefängniß figt momentan eine ganz gehörige Zahl Streifbrecher. Herren Rheder und Stauer sollen Kaution für ihre Freilaffung geboten haben! Spanien. Madrid, 22. Dezember. Bei einem Zusammenstoß zwischen der Gendarmerie und einer Bande von 10 Aufrührern in Novelba, Provinz Alicante, wurden 7 der letzteren getödtet; Dynamitbomben wurden beschlagnahmt. lange andauern würde. Die Arbeit im Hafen ruht fast vollständig. Die Streifbrecher, welche aus Deutschland und dem Auslande herangezogen sind, vermögen die Streifenden nicht zu Es ist eine berechnete Lüge, wenn behauptet wird, die Arbeit im Hafen wäre in vollem erfeßen. Gange. Weyler's Erfolge. Ueber den Ausgang des Feld Die Zustände an den Arbeitsstellen selbst und auf den zuges, den der spanische Höchstkommandirende gegen die Insur Schiffen, die zur Einquartierung der Streitbrecher hergerichtet genten ber tubantschen Provinz Pinar del Rio unternommen sind, spotten jeder Beschreibung. hatte, berichtet dem Heraldo de Madrid" ein Rorrespondent Die Gefahren, welchen ungeübte Arbeiter im Hafen aus aus Havana: Die Jufurgenten wichen jedem Kampfe aus, und gesetzt sind, treten jeht deutlich zu tage. 3war vergeht fein Tag, teine der verschiedenen Kombinationen, die Weyler erdacht, hatte an welchem auch geübte Arbeiter ihr Leben einbüßen oder zu fie dahin gebracht, ihr System zu ändern und unseren Truppen Schaden tommen. Ungeheuer groß aber ist die Zahl der Unglücksmit den Waffen in der Hand gegenüberzutreten. Nach wie fälle im Hafen in den legten Wochen. vor schlüpften sie durch alle Maschen des ausgespannten Kein Tag ohne Unglücksfall mit tödtlichem Nezzes durch. Niemand stellte sich den Behörden, troz Ausgange. Täglich sechs bis acht Unglüdsfälle Bem fie angeblich so entmuthigt sein sollten. Während unser Verlust wegen wegen Erschöpfung Erschöpfung der Truppen infolge mit fchweren Berlegungen. In anbetracht der Wirkung des Klimas und durch Krankheiten bis auf 6000 der geringen 3ahl der jezt im Hafen besl Die Im Hamburger Hafen befinden sich gegenwärtig 167 Dampfer und 85 Segler, in Altona, Harburg, Glücksstadt und Cuxhaven zusammen. Die Schiffe liegen sämmtlich viel länger, als sonst. Von den großen Dampfern, die sonst höchstens 7 Tage liegen, befinden sich 25 Stück schon über 14 Tage hter und noch ist ihr Auslaufen nicht abzusehen. Wie ich schon fura meldete, hat sich die Polizeibehörde wieder gemäßigt gefehen, au ungunsten der Streifenden einaugreifen, indem fie folgende Bekanntmachung erließ: Angesichts der vielfachen Verfuche, die im und am Hafen arbeitenden Personen durch Belästigungen, Drohungen und Bergewaltigungen von der Arbeit abzuhalten, weist die Polizeibehörde darauf hin, daß jede Arbeit und jeder Arbeitende unter Korbmacher, " " " ihrem Schuhe fteht, daß jede gegen die Arbeitenden gerichtete| mann mit Bubiter, 8. Mate 8,50. Arbeiter der Betftenfabrik G. Stieghan, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Schleswig Genosse Poller, Redakteur an der itrafbare Thätigkeit die sofortige Festnahme der Täter zur Waldemarstraße, 2. Rate 10,50. Tischlerei von Boller 3,-. Wilhelmstraße. 4,-. Metallarbeiter von Kirchner 20,55. Buchholz'sche Folge haben wird, und daß die Personen, welche aus eigenem An- Arbeiter außer einem, 2. Rate 5,-. Posamentirer, Stralauerstr. 56, 2. Rate Holsteinschen Volkszeitung" in Kiel, verließ am Mitttriebe oder auf Anweisung anderer mit der Beobachtung und Be- 2,20. Saal 12 und 21, 2. Rate 7,85. Möbeltischleret Neumann, Schönhauser- woch das Gefängniß in Glückstadt nach Verbüßung einer neun Allee 3,25. Strandbarsch, S. 5, Martgrafenstraße. 3. Rate 21,10. Musterlästigung der Arbeitenden sich befassen, durch die Polizei- Organe wertftatt im Teiche Thielet, 2. Rate 10,10 gaule Maler, 2. Rate 3,30. monatigen Strafe, die ihm unterm Septemberkurs wegen entfernt werden und ihre Festnahme und Bestrafung zu gewärtigen 3wet Münchener 2,-. Bielbewußte bei 3. u. J. 6,60. Tischlerei von Ney, Majestätsbeleidigung auferlegt worden ist. Er wurde zu der haben, wenn sie den Anordnungen der Polizei Organe nicht Grüner Weg 49, 4,50. Rohrleger- Helfer, Arndtstr. 12, 1,-. Broncewaaren hohen Strafe verurtheilt, obwohl er bis dahin noch völlig unsofort Folge leisten." Fabrik von Lind 9,- Fidele Brüder 1,-. Arbeiter der Pianoforte- Fabrit bestraft war. Aber nicht nur das Strafmaß, sondern auch der Wagner, 2. Rate 18,35. Personal der Buchdruckerei C. Roſe u. Co. 5,-. Auf grund dieser Bekanntmachung sind heute mehrfach Bautischlerei Sawazti, Belle- Alliancestraße, 3. Rate 8,50. Möbeltischlerei Strafvollzug im Falle Poller zeichnete sich durch ungewöhnliche Berhaftungen vorgekommen. Rößler und Schmidt, Fruchtstraße, 2. Rate 5,45. Drahtarbeiter, Köpenicker: Härte aus. Dem Redakteur Poller wurde nicht nur die bestraße 116, 4, Personal der Buchdruckerei D. Veilchenfeld 6,-. Gesammelt Unglücksfälle kamen gestern und heute etwa 20 vor, bei Liete in Steglig burch Schmidt 2,50. Etschler und Beizer der Möbelfabrit antragte sogenannte Selbstbeschäftigung abgeschlagen, sondern davon einer mit tödtlichem Ausgang. von Dittmer 9,50. Personal der Feister'schen Buchdruckeret, 8. Rate 3,65. später sogar die Vergünstigung des Tragens eigener Kleidung Die Auszahlung der Streitunterstützung Berfonal der Fabrit von Frize, Rummelsburg, 2. Rate 9,65. Tischlerei entzogen, so daß unser Genosse seine lange Strafzeit unter den Schubert, Kastanien- Allee 10, 2 Tr., 2. Rate 10,70. Tischlerei Schubert, ging hente glatt von statten. Eine große Anzahl Staflanien- Allee 10, 3 Er., 2. Rate 1,95. Suder-, 50. Tischlerei Fähndrich, deprimirendsten Verhältnissen verbüßen mußte. Nun er hat die Streifender verzichtete ganz auf die Unterstützung, eine noch Schönhauser Allee, 2. Rate 5,-. W. Wölmer, Schriftgießerei 82,40. Büren- Qual überstanden und wir wollen wünschen, daß er sich von den größere Bahl auf einen Theil, so daß erhebliche Summen in stein, Schriftgießeret 6,- a. Reimann, Schriftgießerei 7,70. Perlmutt: Strapazen des Gefängnißlebens im Kreise seiner Familie und Bimmerplay Gutzeit durch der Kasse zurückblieben. Von England gingen heute wieder Arbeiter von Ohmann, Brizerstraße, 2. Rate 3, Mühl 2,- Zimmerer, Bau Krausenstraße, durch B. 4,25. Schneiderwerkstatt der Parteigenossen bald wieder völlig erholt. 3000 Mart ein, weitere Summen wurden telegraphisch zu Soffmann, Schüßenstraße, 3. Rate 8,50. Pflanzer Verein Beilchen Der bis vor kurzem am Saalfelder Bolts. gesichert. 1,75. Liften 1801 und 1803, Hartgummifabrit Norden 12,55. Liften 1810 blatt" als Redakteur thätig gewesene Genosse Otto Türke Listen 1982 und 1983, Gärtnergehilfen wurde am Dienstag von der Strafkammer des Landgerichts Auch nicht ein Mann ist außer den gestern schon mit- und 1812 durch E. Ernst 28,90. durch Abromeit 10,20. Bentral Berein der Gärtner, Filiale Berlin, getheilten fünf Mann abtrünnig geworden. Die flehentlich 10,-. Reparirtes Schloß-, 50. Liste 1611, Tischlerei A. Posewert 4,65. Rudolstadt wegen Verächtlichmachung der Einrichtungen der sten Bitten der hiesigen bürgerlichen Drgane an die" alt- giften 1615, 1617, 1620 durch Lederhause 8,45. Tischleret Höfter, Frieden christlichen Kirche" zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. Türke eingefeffenen Hamburger Arbeiter" fruchten nichts. straße 4,60. Jmmer lustige Brüder 2,00. Personal der Union Druckeret, hatte in einem Leitartikel über die Verwilderung der Jugend außer Zeitungssegern, 3. Rate 7,-. Wahlverein Charlottenburg durch Gifenmuth 30,-. Zwei Graveure 3. 1,-. Mitglieder der Freien Kranten mit etwas drastischen Worten die Bibel als ein für die Jugend und Begräbnißkaffe der Schuhmacher 3,-. Ueberschuß vom Stiftungsfest der wenig geeignetes Buch bezeichnet. Der Staatsanwalt hatte zwei Das Gericht erklärte, wie der Freien Kranken- und Begräbnißkaffe der Schuhmacher 50,-. Tischlerei Gebr. Monate Gefängniß beantragt. König, Demminerftr. 6 5,10. Karl I, gesammelt bet Ramlow 2,30. Verein zur Wahrung der Intereffen der Gaft- und Schantwirthe Berlins und um Staatsanwalt, die Bibel und die christliche Kirche als identische gegend 300,-. Verband deutscher Schneider und Schneiderinnen, Filiale Begriffe. nahm aber auf die irreligiöse Erziehung" Türke's Berlin 50,- Zampenfabrik Eckel u. Glienicke, 2. Rate 18,65. Mechanische Rücksicht, so daß er„ nur“ einen Monat zu brammen hat. Werkstatt 2. Reimann, Schmidstraße 2. Nate 6,-. Pianofabrit Hirschfeld, 2. Rate 11,40. Tischlerwerkstatt Janke durch 5,65. Arbeiter der Metallwaaren Unseres Wissens gelten bei der zahlreichsten Religionsgesellschaft, fabrit A. Frieß 6,-. Drechsler von A. Grauel, Ritterstr. 34 2, Tischlerei der katholischen, die Begriffe Bibel und christliche Kirche durchWöhler, Große Frankfurterstraße, durch Deutschmann 7,85. Maler vom Bau Würzburgerstraße 6 intl. Solzwürmer, 2. Nate 9,50. Deutscher Arbeiterverein aus nicht als identisch. in Brüffel 28,35. Röpenic bet Berlin von Genossen durch G. Scholz 29,-. Borzellanmaler in Altwasser in Schlesien 30,-. G. G., 2. Rate, Wallnertheaterstraße 30 3,-. Allgemeiner Arbeiterverein Chaux- de- Fonds( Schweiz) 24, D. B., Straßburg im Elsaß 7,- Deutscher Metallarbeiter Berband, Filiale Steglig bei Berlin 11,65. Coldig in Sachsen durch N. R. 10, Deutsche und schwedische Steinmeßen der Firma Grönwall in Malmö ( Schweden) 11,-. Rauchklub weiße Asche, Südost 3,50. J. M. 1,-. Kitts und Jolnig 1,-. Sozialistische Akademiker durch Heymann, 8. Rate 22,40. Zwet rothe Sattler 2,- Sechs Arbeiter vom Dom durch H. Heinemann 3. Gin fideler Abend bei Hohlwein 8,-. Schwiebus, Bildhauer von Koch- kämpfer 3,-. Liste 1876 Steinbildhauer Kaiser Wilhelm Holzarbeiter durch Schilling 22,45. Wertabtheilung Bading 10, bentmal 14,- Liften 1891, 3306, 3302, 1874, 1873, 1884, 1875, 1882, 1887, 3305, 3303, 3304 Steinindustrie- Arbeiter 123,75. Mitglieder d. deutschen Buchdrucker: Verbandes im Vorwärts" 4. Rate 30,-. Liste 1337 und 1338 Pisthoti, Dachdecker, 14,85. Meffinglinienfabrik und Schriftgießerei von Berthold mit Aus: schluß der Stempelschneider 3. Rate 114,75. Klempnerwerkstatt F. Peters Nachfl. 2. Nate 3,50. Liſten 1834, 1885, 808 b. G. Geri von Briepten Verein Mustelkraft 5,-. Gesammelt auf einer Bescheerung vom Pfropfenverein Für sich" 8,20. Liste 3581 Telegraphenanstalt Stock u. Co. 33,65. Regelflub Sumor 3,20. Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen 2. Rate d. W. 50,-. Dreher von Unruhe u. Betsch 1,50. Liſten 2261, 2260 Metallarbeiter Bülowftr. 16,90. Buchdruckerei Klarbaum 2. Rate 3,90. Listen 2389, 2391, 2288 Wäschebranche 19,20. Mehrere Fensterputer v. D. Garnheim d. R. St. 3,50. Listen 1001, 2298, 999 Porzellanarbetter 20,20. Buchdruckerei Rosenbaum u. Hardt 7,80. Tischlerei Schröpp u. Ritter 3. Rate 7,05. Tischleret Heppner nebst Budiker, Friedenstraße 3,-. Liste 2439, 2413 saad 14,30. Tischleret Salewsty, Waldemarstr. 5,-. Blumenftr. 76 21,60. Buchbinder in der Kochfiraße mit einigen Ausnahmen 2. State 19,25. Möbeltischleret Gebr. Ehrlich, Krautstraße 48, 3. Rate außer einem 5,-. Puzer und Stuckateure, Bau Kronenstr. 50-52 5,50. Arbeiter- Bildungsverein Johannisthal 2. Rate 15, Sifle 3466 Fölmer, Bildhauer, 7,60. Rifle 3943 Arbeiter von Siemens u. galste 20,30. 24 Arbeiter v. Stemens u. Halste, Charlottenburg, 3. Rate 16,50. Nachtarbeiter bei A. Bading d. Stößel 2,60. Otto, Bergolder, 2, Ein rother Ostpreuße 1,-. Liste 1452 Marotto 12,90. gifte 1660 8,30 Liste 2571 7,15. Liste 2612 20,70. Bistengeld auf Conto Thielfe 170, Zapezirerwerkstatt Emil Bergler 3,-. Listen 501-510 durch Pfarr 67,60. Sifte 3869, Gürtler und Dreher von Calm u. Benda 8,50. Liste 2411, Adam seine Gefellen durch Janisky 7,50. Lifte 3942, Brückner 7,65. Listen 790, 792, 793, 794, 798, Weigt, Korbmacher, 28,85. Liste 36, Walther 9,10. ifte 2380, Merre 9,45. Listen 1751, 1787, 1789, 1791, 1793, 1795, 1796, 1797, 1798, 910, 925, 924, 901, 927, 926, 928, 929, 915, 1762, 906, 1766, 907, 1763, 919, 920, 902, 1781, 1780, 1775, 1774, 916, 918, 1778, 1769, 1773, 1757, 1753 und Die fünfte Abtheilung des Hamburger Schöffengerichts sprach heute zwei streitende Schauerleute frei, die wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung angeklagt waren. Sie sollten am Abend des 16. Dezember vier Streit brecher durch Drohungen und Beschimpfungen zu zwingen verfucht haben, dem Ausstand der Hafenarbeiter beizutreten. Auf Anzeige der vier Streitbrecher wurden sie an dem Abend durch einen Schußmann verhaftet und bis heute faßen sie in Untersuchungshaft, aus der fie auf Be schluß des Gerichts aber entlassen wurden, weil die vier Streifbrecher, als fie unter Eid vor Gericht standen, auch nicht das geringste gegen die beiden Angeklagten vorbringen konnten, das deren Bestrafung gerechtfertigt hätte. Selbst der Amtsanwalt hatte Freisprechung beantragt. Auf diese Weise wird sich hoffentlich auch der größte Theil der anderen gegen streikende Hafenarbeiter anhängig ge machten Strafverfahren erledigen. Verschiedene Verfahren sind übrigens schon ehe es zur Gerichtsverhandlung tam, eingestellt, weil das Material zur Belastung etwas gar zu dürftig war. Bei dem Versuch, Streikbrecher von der Hinfahrt nach Hamburg zurückzuhalten, wurde Genosse Schmalfeldt in Geestemünde zur Polizeiwache fiftirt. Der in den Kreisen der Hafenarbeiter und Seeleute bekannte Heuerbaas Büge hatte ca. 15 Arbeitslose angeworben und war mit ihnen auf dem Bahnhof erschienen, um die Leute fortzuexpediren. Als Genoffe Schmalfeldt die Streitbrecher auf den in Hamburg tobenden Kampf aufmerksam machte und fie ermahnte, ihren Brüdern nicht in den Rücken zu fallen, erschien ein von Herrn Büge herbeigeeilter Schuhmann, welcher seinerseits Genossen Schmalfeldt aufforderte, sich vom Bahnhof zu entfernen und das Sprechen mit den Leuten zu unterlassen. Dieser Aufforderung tam Genoffe Schmalfeld nicht nach, verhandelte vielmehr weiter mit den Leuten. Jetzt wurde er zur Wache fiftirt, wo feine baldige Bernehmung wie Freilassung erfolgte. Sofort fehrte Genosse Schmalfeldt zum Bahnhof zurück, wo denn auch bald der Polizeikommissar erschien, der den Schuyleuten Informationen ertheilte. Die Streitbrecher fonnten nicht zurückgehalten werden. Die vom Heuerbaas Büge angeworbenen Leute für die Hamburger Dampfer werden nach Cuxhaven befördert, wo sie an Bord genommen werden, nach Havre gehen und dort beim deutschen Ronful anmustern. Die Frankfurter Zeitung" berichtet aus Hamburg: Die Streitbrecher find im Hafen nicht so reichlich vertreten, wie man von intereffirten Seiten glauben machen möchte. Die Börsen berichte der Arbeitgeber- Organe flagen noch bitter über die überaus störenden, auf den Geschäftsverkehr lähmend wirkenden Hemmniffe". So fagte wenigstens das Hamburger Fremden blatt", das auf der anderen Seite derfelben Nummer allerdings den Streit für so gut wie erledigt erklärt, aber trotzdem noch nach Schuh" ruft bei einer Juftanz im Reiche", die ihn gewähren will, wenn die hiesige Behörde versagt. Es ist nämlich in manchen Kreisen hier Mode geworden, den Polizeichef, den Senator Hachmann, fast zum Sozialdemokraten zu stempeln, jedenfalls ein Novum in Deutschland, daß Polizeichefs fta atsuntergrabenden" Partei gezählt zur" werden. " Liste 1892 Liste 1152, Cordes 8,85. Das Schöffengericht in Halle a. G. erkannte in der von dem Lehrer Blüm el in Eisleben gegen das, Voltsblatt" angestrengten Beleidigungsklage auf Freisprechung des verantwortlichen Redakteurs M an nigel. Boziales. Die Naphtha- Industrie in Rußland. Welche Fortschritte die Naphtha- Industrie in Rußland macht, zeigen die folgenden Bahlen. In den Jahren 1891-1895 find gewonnen worden 274, 286, 324, 297 und 377 Millionen Pud Naphtha( 1 Bud gleich 40 Pfd.). In Grosnoje sind erst im Jahre 1893 Naphtha. quellen entdeckt worden und im Jahre 1895 wurden dort bereits 3 Millionen Pud Naphtha gewonnen. Im September des gegen wärtigen Jahres hat der russische Fiskus neue 72 Desfätinen naphthareichen Landes verpachtet, auf welchem ein neuer jähr licher Gewinn von 200 Millionen Pud Naphtha zu erwarten ist. Amerikanische Fahrrad- Industrie. Vor 1885 gab es in den Vereinigten Staaten nur sechs Fabriken für die Herstellung von Fahrrädern, die nur 11 000 Stück in 1885 abseiten. In 1890 gab es 17 Fabriken, die 40 000 Fahrräder lieferten. In 1894 hatte die Zahl der Fabriken ganz enorm zugenommen, se produzirten in diesem Jahre 125 000 Maschinen; aber 1895 wurden 600 000 hergestellt von 500 Fabriken, von Das Betriebsdenen jede über 1000 Stück produzirte. fapital dieser Fabriken beträgt 90 Millionen Dollars, und ihre Produktion in diesem Jahre wird auf eine Million Maschinen im Werthe von 60 Mill. Dollars angeschlagen. Depeschen und lehte Nachrichten. 922 durch Brintmann 301,50. Lifte 3451, Möbelfabrik Ferd. Vogts u. No. 13,65. Frankfurt a. M., 23. Dezember.( B. H.) Aus Bern wird ifte 905,. E. G. 10,15. Paul Falkenberg 5,20. ifte 2898, Wagenfabrit der Franks. 3tg." gemeldet: Der Notar Balloton aus Lausanne, Date 2247, 2250, 3439, 2254, 199, 3430 222, welcher große Summen unterschlug, ist zu zehn Jahren Zuchthaus Gastwirthsgehilfen, 55,80. Lifte 3920, Zimmermann, Klempner, 12,-. Biste 3884, Arbeiter bei Gebrüder Naglo, Treptow, d. Geißler 8,45. Liste 2016, verurtheilt worden, während der Staatsanwalt nur sieben Jahre Gebrüder Naglo, d. Horsch 41,- Verein der Berliner Holzjalouste- Arbeiter beantragt hatte. 15,-. Tischlerei Fischer u. Ko., Stalls chreiberstraße, 2,- Liste 3698, Schleifer und Gürtler von Buzte 22,70. ifte 3891, Tischleret Becker, Dranten- Frankfurt a. M., 23. Dezember.( B. H.) Die Frank firaße, 3. Rate mit 6 Ausnahmen( darunter& Sirsch- Duncker'sche) trop furter 3tg." meldet aus Bayreuth: Das Defizit des Vorschußporr, 2, Sullen 1262, 1263, 1264, 1266, 1267, 1268, 1269, 1270, 1271, 1272, vereins wächst lawinenartig an. Aus allen Theilen Oberfrankens, vorschriftsmäßiger Lifte 12,20. Gießerei Adlershof 3,-. H. Lund, Hut1273, 1274, 1275, 1276, 1277, 1278, 1279 u. 1280, Kupferschmiede Berlins und der angrenzenden Kreise der Pfalz und Mittelfrankens laufen umgegend 150,25. Listen 3851 u. 3852, Tischlerei Rückworth u. Riegel, Anmeldungen ein. Ohne Konturs ist eine Regelung der AnWienerftr. 50, 20,15. Lifte 1151, Seifert 6, Listen 3447, 3448 u. 3449, Tischleret F. A. Trene 15,30. Ein Omnibus: gelegenheit unmöglich. angestellter 1,- Herrenstüble im Hohenzollern" 2,-. Liften a Konto durch Tichernta, Riftenmacher, 34,-. Berichtigung: In Nr. 300 Spalte 2 muß es heißen: Bant beamter 3, n Nr. 295 Spalte 2 muß es heißen: Arbeiterverein Brüssel 80,65; ferner: Lifte 2283 10,95. Sozialdemokratischer Unfinu" ist es nach den Worten des Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau Contre- Admirals Werner, daß ein Schiff, wie z. B. der„ Salier",( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16) in der Zeit von infolge mangelhafter Stauung untergegangen sein könne. Der 9-1 Uhr vormittags und von 6-8 Uhr abends entgegen. Herr Contre- Admiral that dann noch die sehr kühne Aeußerung: Man muß nicht glauben, daß die Stauung der Ladung Eine gewiß von geübten oder ungeübten Händen abhängt." sachverständige Autorität: " am der Reichskommissar Seeamt Bremerhaven hat dem Herrn Contre- Admiral ein Partei- Nachrichten. Kiel, 23. Dezember.( W. Z. B.) Der Professor der Mathe matik und Astronomie, Geheimrath Dr. Georg Weyer, ist heute gestorben. Beru, 23. Dezember.( B. H.) In den Schweizer Kantonen sind bisher zu gunsten der Armenier über 400 000 Protestunterschriften und fast eine Million Frants Unterstüßungsgelder ge= fammelt worden. " Paris, 23. Dezember.( B. H.) Anarchisten und Sozialisten hatten sich in die Versammlung der Christlich- Sozialen, welche gestern Abend unter dem Vorsitz des Abbé Garnier tagte, EinGemeindewahlen. In Pieschen bei Dresden wurden tritt zu verschaffen gewußt, brachten Hochs auf die Anarchie und Die Chriftlichscharfes Dementi gegeben. In der Untersuchung der Gründe, die unsere Kandidaten in der Klasse der Unansässigen mit 238 Stimmen Kommune aus und sangen das Arbeiterlied. zum Scheitern des„ Rajah" führten, bemerkte derfelbe( nach der gegen 96 der Gegner gewählt. In derselben Klasse erhielt in Sozialen entgegneten mit dem Rufe:„ Es lebe Chriftus!" Es kam Hamburger Börsenhalle" vom 22. Dezember, 1. Beilage) wörtainsberg bei Tharandt unser Kandidat 56 von 97 ins zu einer gewaltigen Schlägerei, in welcher mehrere Personen lich:" Im allgemeinen sind nur drei Ursachen anzunehmen: gesammt abgegebenen Stimmen; bei der Wahl im vorigen Jahre lebensgefährlich verwundet wurden. Die Schlägerei nahm auf 1. Mangel an Stabilität infolge Stauung und hatte er 34 Stimmen bekommen, während zwei gegnerische der Straße ihren Fortgang. Die Polizei schritt schließlich ein Kandidaten 33 und 17 erhalten hatten. In Burkhardts- und verhaftete mehrere Personen. Ladung, 2. Umfallen durch Uebergehen der Ladung; 3. Einbrechen von Seiten oder Bodentheilen unter dem Druck dorf bei Zwickau wurde unser Kandidat mit 121 gegen des Windes und der Ladung und plötzliches, unbemerktes 30 Stimmen als Vertreter der Unansässigen gewählt. In und Wolkenbrüche verursachten in den Provinzen Catania und Unter den drei Ursachen, die der Reichskommissar aufzählt, Kandidaten der Unansässigen 61 und 62 Stimmen, die Gegner sind die zwei ersten ganz sozialdemokratischer Unsinn", und nur 11. In Taura bei Burgstädt gelang es in der Klasse der der dritte ist es zum theil, insofern mangelhafte Ladung ein Leck Ansässigen, einem unserer Kandidaten zum Siege zu verhelfen. Bei der Bürgerausschußwahl im Dorfe Hagsfeld bei veranlassen kann. Karlsruhe in Baden siegte in der zweiten und dritten Klasse die Liste der Arbeiterpartei. Leckwerden infolge dessen." Wir möchten den Herrn Contre- Admiral fragen, ob er auch dem Reichskommiffar sozialdemokratischen Unsinn" vorwerfen will? Oder liegt der Unsinn auf einer anderen Seite als der sozialdemokratischen"? " Rom, 23. Dezember.( B. H.) Herniedergehende Gewitter Syrakus ungeheueren Schaden. Der Fluß Simeto hat weithin Schnellzuges Syratus- Catania, welcher mitten in den Wasser. Felder und Gärten unter Wasser gesetzt. Den Passagieren des wogen stecken blieb, wurden mittelst Rähnen Lebensmittel zuStadttheile von Syrakus und Catania stehen unter Waffer. Auch geführt. Eisenbahn- und Telegraphenverkehr ist gestört. Einige der Verlust von Menschenleben wird befürchtet. Petersburg, 23. Dezember.( B. H.) Auf der Orel- RjasanBahn hat unweit der Station Archangelstoje eine Zugentgleifung stattgefunden, bei welcher 26 Personen mehr oder minder schwer verlegt wurden. Die Lokomotive und 4 Waggons, welche die Böschungen hinabstürzten, wurden zertrümmert. Die Parteikonferenz für den Wahlkreis JüterbogLuckenwalde 3 auch Belzig, die auf den 3. WeihnachtsWas den Salier" selbst betrifft, so rührt die bereits von Feiertag einberufen war, findet nicht statt. An deren Stelle wird Nordd. Lloyd berichtigte unzutreffende Meinung, dieses Schiff fei eine Kreistonferenz auf Sonntag, den 7. Februar, nach infolge schlechter Verstauung untergegangen, nicht von der Sozial: Jüterbog in den Gasthof zur Eisenbahn einberufen werden. demokratie, sondern von den streifenden Schauer- und Seeleuten Hauptpunkt der Verhandlungen wird die Ausstellung eines Hamburgs her, die darüber, als alte Praktikuffe, sicherlich ebenso Reichstags Randidaten sein. Die Genossen Dr. Rothe, Sofia, 23. Dezember.( B. H.) Wegen Beleidigung des Sultans gut ein Urtheil haben konnten wie der Contre- Admiral a. D. Werner, Scheller und Tabert in Luckenwalde find beauftragt, fich wurde der Verfasser der Broschüre Armenien und Sultan der sich mit dem Verstauen von Gütern doch wohl kaum mehr mit Genossen in Verbindung zu sehen, die zur Uebernahme einer Abdul Hamid" in den Anklagezustand versetzt. Die vorräthigen als theoretisch bekannt gemacht hat. Broschüren wurden beschlagnahmt. Kandidatur bereit wären. " " Konstantinopel, 23. Dezember.( W. T. B.) Eine amtliche Bekanntmachung über die Amneſtirung der Armenier hat folgenden Wortlaut: Den Amnestirten wird in Konstantinopel durch den Patriarchen und in den Provinzen durch die Bischöfe Der Patriarch neuerlich der Unterthaneneid abgenommen. und der Ministerrath garantiren dafür, daß sich die fünftighin ruhig verhalten. Armenier Die Amnestirten mit unter Polizei- Aufsicht Ausnahme der zum die gewesenen Personen, in einer Die Buchdrucker Hamburgs haben unter sich in vier Wochen zirka 4000 M. Unterstüßungsgelder für die Hafenarbeiter Aus Rostock wird uns geschrieben: Am Sonntag wurde durch Sammelliften aufgebracht; ferner bewilligte die dortige in den Dörfern aller sieben mecklenburgischer in Form eines Mitgliedschaft des Verbandes 1000 m. aus der Vereinstasse, Wahlkreise eine Aaitationsschrift außerdem 500 M. zur Weihnachtsbescheerung für die Kalenders in mehr als 90 000 Exemplaren verbreitet. Der Kinder der Streitenden. Der Maschinenmeister- Verein, Kalender fand bei der Landbevölkerung beste Aufnahme. Montag der Schriftgießer- Verein und die Liedertafel Gutenberg gaben für Abend erschien der hiesige Erste Staatsanwalt in den GeschäftsDie Zahl der Buchdrucker räumen der Mecklenburgischen Volkszeitung" und belegte die bleiben die Streifenden noch je 100 M. dort vorgefundenen Kalender mit Beschlag. In dem Kalender Tode verurtheilt Hamburgs mag etwa 1000 betragen. Aus München wird uns geschrieben: In einer am Montag foll gegen§§ 110 und 111 des Strafgesetzbuchs verstoßen und Festung internirt werden, wo sie ihr Gewerbe betreiben können Abend abgehaltenen Versammlung, wo kolle aus Hamburg zum Ungehorsam gegen Geſetze aufgefordert sein. Bei einem und solange bleiben müssen, bis man sich von ihrer Besserung über den Hafenarbeiter- Streif referirte, erklärte sich die hiesige Bergleich zwischen Fabrikarbeiter und Landarbeiter weist der überzeugt hat. Weiter wird amtlich mitgetheilt, daß 195 Scheifs Arbeiterschaft mit den Streifenden solidarisch und verpflichtete Kalender darauf hin, wie nüßlich für letztere das Koalitionsrecht und Hauptagitatoren nach Beirut gebracht worden sind, von wo sein würde, wie sie, wenn auch ihnen z. B. das Recht zum fie ins Eril geschickt wurden. 600 Drusen seien gewalsam zur sich, alles zu thun, um ihnen zum Siege zu verhelfen. Streifen zustände in der Erntezeit unter Umständen einen Armee ausgehoben. Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für günstigen Zeitpunkt zu einem Streik hätten; der betreffende Tanger, 22. Dezember.( Meldung des Reuter'schen die streikenden Hamburger Hafenarbeiter Passus schließt mit der Aufforderung, die ländlichen Arbeiter sollten sich die Erringung des Vereinigungsrechts angelegen sein Bureaus") Drei spanische Frauen sind unter dem Verdacht der folgende Beiträge ein: Bimmerplaz H. Görtsch, 2. Nate 6,80. Klempner( 17,-), Former( 9.), laffen. Die Staatsanwaltschaft will hierin eine direkte Auf- Mitwissenschaft an der Ermordung des deutschen Kaufmanns Stanzer( 15,-), Auer( 13,65), Lacirer( 10,90). v. Pintsch, Andreasfiraße, forderung zum Streit erblicken. Selbstverständlich wird diese Häßner verhaftet worden. Gerüchtweise verlautet, daß die65,55. Geldschrant- Fabrit von Fahnkow 5,50. Tischlerei Burggraf, Krautstraße 52 5,25. Einige Töpfer vom Bau Mustauerstr. 43 4, Personal Anklage nicht aufrecht erhalten werden können. Die Beschlag- felben die Namen der Mörder angegeben haben; lettere ſollen ber Buchbruceret J. Sittenfeld, darunter durch Otto( 1,90), durch Grau nahme, welche die Vertheilung des Kalenders an die ländlichen Spanier sein. ( 50). Bogelhandl., Schmiedeberg, 4. Rate 45,60. Schmierfinten von Stemens Arbeiter nicht mehr hat verhindern können, bewirkt nur, daß und Halste, 2. Rate 18,75. Möbelfabrit von Seifert u. Wolf, 2. Rate 28, den Abonnenten der„ Mecklenburgischen Volkszeitung" ein diefen Möbelfabrit Bieger, Krautftr. 52, 18,15. Schraubenfabrit G, A. Stelzner, Melchtorftr., 30,- Graveure von F. W. Atlas 3,50. Bautischleret Plage zugedachtes Weihnachtsgeschenk vorläufig entgeht. Bombay, 23. Dezember.( W. T. B.) Nach amtlicher Mittheilung ist die Best auch in Kurrachee ausgebrochen. In Bombay ist die Seuche in weiterer Zunahme begriffen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 301. Lokales. Donnerstag, den 24. Dezember 1896. Parteigenoffen des 6. Wahlkreises. Am 2. WeihnachtsFeiertag findet im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swine münderstraße 35, eine von den Genossen der Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen veranstaltete Matinee statt. Die Genossen werden um rege Theilnahme gebeten. Das Komitee. " 13. Jahrg. Es werden " Forderungen 1. der Kirche, Geistlichen und Kirchenbeamten wegen und soll es auch gleich bleiben, ob infolge der vergeblichen Beder Gebühren für kirchliche Handlungen; 2. der Anwälte, schwerdeführung wegen der Haftentlassung die Untersuchung um Notare und Medizinalpersonen, der Auktions- ca. 14 Tage verlängert wird. Die Untersuchung, welche der Rommiffäre und Makler; 3. der Haus und Wirthschaftsbeamten, Amtsrichter Hallervorden führt, dürfte Ende Januar n. I. geder Handlungsgehilfen und des Gesindes an schlossen werden. Lohn, Gehalt und anderen Bezügen; 4. der Die Weihnachtsgeschenke spielen zur Zeit namentlich in Lehrherren wegen Lehrgeldes; 5. rückständige Zinsen den Kreisen der Angestellten und Beamten eine große Rolle. von Mieths- und Pachtgeldern, ferner Rüdstände von Pensionen, Die Große Berliner Pferdebahn hat mit der AusBesoldungen, Alimenten und Renten, sowie von Wege und Die Ausschußwahlen der Arbeitnehmer- Beifiter des Brückengeldern; 6. Forderungen auf Erstattung ausgelegter 118 000 M. an die Unterbeamten des Fahrpersonals und der zahlung der Weihnachtsgeschenke begonnen. Gewerbegerichts, die gestern unter starter Betheiligung statt- Prozeßkosten von dem dazu verpflichteten Gegner, schließlich Bauabtheilung vertheilt. Auf die Kutscher entfallen 40 M., auf fanden, haben das Resultat gehabt, daß sämmtliche Kandidaten 7. Forderungen auf Nachzahlung der von Gerichten, General die Schaffner 75 M., die Kontrolleure und Inspektoren ers einstimmig gewählt wurden. Es sind dies: J. Timm, tommissionen, Revisionskollegien und Verwaltungsbehörden gar halten bis zu 200 m. Schneider; A. 3 ander, Schneider; A. Körsten, Former; nicht oder zu wenig eingeforderten Kosten und Gebühren. Unter- Tageblatt" zufolge ein großer Theil der Verkehrsbeamten Unzufrieden ist dem Berliner J. Dietrich, Puzer; R. Hagen, Töpfer; C. Coblenzer, brochen wird die Verjährung nur durch Anerkenntniß und da des Tischler; R. Millarg, Einsetzer; H. Lund, Hutmacher; durch, daß noch in diesem Jahre Zahlungsbefehl oder den Beamten des Bureaudienstes die Eisenbahnsekretäre fast Eisenbahn Direktionsbezirks Berlin. Während von F. Wegener, Rellner; H. Rühl, Xylograph. Klage dem Schuldner zugestellt wird. Bereits ausgeklagte durchweg mit 100 bis 120 M., Betriebssekretäre und Büreau Vom Kellnerelend. Daß die Kellner in den Berliner Forderungen verjähren erst in 30 Jahren. Assistenten mit 60 bis 75 M. und Büreaudiätare, selbst wenn sie Restaurants sich meist ohne Lohn für ihren Herrn Arbeits Kündigungsfrist für Miethsverträge. Wir machen vor wenigen Monaten ihre Prüfung abgelegt hatten, mit geber" abquälen müssen, ist hinlänglich bekannt und nimmt kaum wiederholten Anfragen gegenüber abermals auf folgendes auf- 50 M. bedacht wurden, sind die den Eisenbahnfekretären entnoch Wunder. Biele dieser bescheidenen Ausbeuter gehen aber merkfam: 1. Die Kündigung von Mietheverträgen, in denen eine sprechenden Beamten Des Verkehrsdienstes, die Stations. weiter, sie sichern sich durch ihre famosen„ Engagements- Verträge" breimonatliche Kündigungsfrist vereinbart ist, muß, um rechtzeitig und Güterexpeditions- Vorsteher mit 90 M., die den noch einen direkten Antheil an den Trinkgeldern ihrer zu sein, so erfolgen, daß die Kündigung spätestens am Betriebssekretären gleichwerthigen Güterexpedienten und Ein Kellner. So verpflichten die Herren Bradbury u. Montairo, 31. Dezember in den Händen des Vermiethers oder nehmer, soweit sie überhaupt berücksichtigt wurden, mit 60 M. Inhaber des" English Buffet" Unter den Linden, ihre Miethers, dem gekündigt werden soll, ist; 2. ist als Kündigungsfrist die Stationsassistenten endlich mit wenigen Ausnahmen neun Kellner durch Kontrakt, ihnen jeden Tag ohne Einwendungen 3 Monate und 3 Tage vereinbart, so muß die Kündigung gar nicht bedacht worden. Und doch hat der verfloffene Sommer 0,50 Mark am 1. und 15. jeden Monats aber 1 Mart zu ent- pätestens am 28. Dezember in den Händen dessen mit seiner gewaltigen Verkehrssteigerung an die Tüchtigkeit und richten", das macht pro Monat 16 Mark von jedem Kellner. sein, dem gekündigt wird. Zuverlässigkeit gerade diefer Verkehrsbeamten erhöhte Anforde Dafür darf der Kellner in dem hochfeinen Restaurant, den rungen gestellt. Ebenfalls werden die mit den elendesten Löhnen einen Tag von 5 Uhr nachmitags, den zweiten von 12 Uhr abgespeisten Eisenbahnarbeiter leer ausgegangen sein, wie denn mittags und den dritten Tag gar von 81/2 Uhr morgens bis Lohnarbeitern auch in Privatbetrieben derartige Weihnachtss den nächsten Morgen um 5 oder 7 Uhr denn es versteht sich freuden gänzlich unbekannt sind. Die meisten Unternehmer geben am Rande, daß ein Restaurant mit so elegantem Verkehr" nicht Die Geschenke gewissermaßen als Anfporn für ihre Aufseher und im geringsten durch die Polizeistunde beschränkt ist im Antreiber her, damit diese das Intereffe des Kapitals zum Interesse seines Prinzipals der Almojen alias Trinkgelderjagd Schaden der Arbeiter mit möglichster Energie wahrnehmen. obliegen. Der Kellner muß so eifrig diesem Geschäfte nachgehen, daß er selbst, wenn auch keine Gäfte anwesend sind, sich nicht sehen darf und zwar bei Strafe sofortiger Entlassung, die übrigens Laut Kontrakt jeden Augenblick„ ohne Angabe des Grundes" erfolgen kann." " Die Ein ,, Monocle- Klub" ist die neueste Blüthe am Baume der Vereinsmeierei. Nur akademisch Gebildete" finden nach den Statuten Aufnahme. Aus anderen Kreisen dürfte auch schwerlich jemand für diesen elenden Humbug zu haben sein. Im städtischen Arbeitshanse ist die Frequenz 1895/96 im Bergleich zum Vorjahre, das allerdings infolge ungewöhnlich strenger Maßregeln gegen die Obdachlosen Berlins durch eine ungewöhnlich hohe Frequenz hervortrat, erheblich zurückgegangen. Der Jahresdurchschnitt war 1895/96( bezw. 1894/95) 1633 1834) Männer, 133( 165) Weiber. Im Laufe des Jahres ein geliefert wurden 1457( 1985) Männer und 195( 244) Weiber, wovon 1371( 1803) Männer und 181( 219) Weiber neu eingeliefert und die übrigen dem Arbeitshause aus Krankenhäusern u. s. w. zur Weiterverbüßung ihrer Haft wieder zu geführt wurden. Bei den neu Eingelieferten betrug die Haft: Die in vielen Berliner Restaurants giltigen Kontrakte ver- 6 Monate bei 385( 660) Männern, 89( 118) Weibern; 9 Monate bei Vor einem Standesamte im Norden der Stadt sollte bieten dem Kellner ferner, zu lachen, mit seinen Kollegen zu 268( 340)., 43( 63) W.; 12 Monate bei 195( 254) M., gestern die Vermählung der Tochter des früheren Apothekers, sprechen 1. f. w. Eine solche Behandlung, die den letzten Reſt 25( 22) M.; 18 Monate bei 142( 165) M., 12( 9) W.; 24 Wionate jetzigen Rentiers U. mit einem Handlungsreifenden stattfinden. des Menschen aus dem Kellner herauszerrt und aus ihm das bei 381( 384) M., 12( 7) W. Davon waren vorher noch nicht Als der Wagen vor dem Standesamt vorfuhr und das junge Wunderding einer fostenlosen Arbeitsmaschine macht, hat im Arbeitshause gewesen: 384( 666) M., 89( 120) 28.; einmal: Paar sich in das Haus begeben wollte, traten aus der Thürnische wenigstens das eine Gute, daß sie mehr, als alle„ Hezer und 273( 336) M., 44( 63) W.; öfter: 714( 801) M. zusammen 3224 plöglich zwei junge Mädchen, welche dem„ glücklichen" Bräutigam Wühler" dies zu thun vermögen, selbst diese so unsagbar er-( 3351) mal, 48( 37) W. zusammen 134( 107) mal. Außerdem mit den Worten:„ Lieber Albert, möchtest Du nicht einmal Dein niedrigte und indifferente Menschenspezies allmälig zum Wider waren bestraft: mit Gefängniß 911( 1158) M. zusammen 3201 Kind wiedersehen?" jede ein Kind von 1/2 bezw. 1 Jahr entgegenstande aufrüttelt. Es giebt feine agitatorischer wirkende Het-( 3574) mal, 100( 125) W. zusammen 296( 258) mal; mit Zucht hielten. Der„ liebe Albert" hatte sich auf die eine der jungen vrbeit, als die, welche die Kapitalisten durch ihre menschen- haus: 117( 157) M. zusammen 229( 312) mal, 11( 5) 2. zusammen Mütter gestürzt und sie brutal zur Seite gestoßen; als er dies mordende Ausbeutungswuth verrichten. 15( 7) mal. Grund der Verurtheilung zum Arbeitshaus war: Betteln Manöver aber auch bei der zweiten von ihm Bes bei 921( 1081) M., 4( 6) W.; Obdachlosigkeit bei 450( 722) M., trogenen versuchen wollte, kam er Für diejenigen in der Alters: und Invaliditäts: 17( 19) W.; Uebertretung fittenpolizeilicher Vorschriften bei 160 Das Mädchen, eine Schlächtermamfell, legte das Kind einer an die falsche Adresse. Versicherung stehenden Arbeiter, welche am 1. Januar 1891( 194) W. Der Rückgang von 1894/95 zu 95/96 ist am stärksten der dabeistehenden Frauen in die Arme und fuhr dem entlarvten bereits über 40 Jahre alt gewesen sind, erlassen die Ver- bei Obdachlosigkeit, bei den vorher noch nicht im Arbeitshause Don Juan mit beiden Händen so nachdrücklich ins Gesicht, daß sicherungsbehörden eine Mahnung. Die Arbeiter dieser gewefenen Berurtheilten und bei den Verurtheilungen zu nur sechs der dreifache Bräutigam in das Haus flüchten mußte. Die Altersklasse müssen bekanntlich nach dem Wortlaut des Gesetzes Monaten. Das alles erklärt sich aus den besonderen Verhält eigentliche Braut, Fräulein U., war natürlich mitsammt den bei einem späteren Antrage auf Altersrente nachweisen, niffen des Jahres 1894/95, die durch die oben erwähnten strengeren Trauzeugen inzwischen nach Hause gefahren. Von der edlen daß sie in den drei Jahren 1888 bis 1890 gegen Lohn oder Maßregeln gegen die Berliner Obdachlosen geschaffen wurden. Dreiftigkeit des Handlungsreisenden legt übrigens der Umstand Gehalt gearbeitet haben, was von ihren damaligen Bei dieser Gelegenheit sind in noch größerer Anzahl als font Beugniß ab, daß er am Nachmittag bei dem Vater des Fräulein Arbeitgebern" oder, wenn dieselben inzwischen verstorben Personen, die bis dahin völlig unbescholten waren und deren u. erschien, um eine Verständigung" in die Wege zu leiten. sind, von deren hinterbliebenen Angehörigen oder den Orts ganzes Verbrechen in ihrer Arbeits- und Obdachlosigkeit bestand, Herr U. verständigte ihn aber nur davon, daß er die Treppe behörden zu bescheinigen ist, falls letzteren das Arbeits- ins Arbeitshaus gesteckt worden. verhältniß bekannt geworden. Ebenso find auch die in hinunter geworfen würde, wenn er nicht schleunigft das Haus den bezeichneten Jahren vorgekommenen Krankheits Sitzgelegenheit für Verkäuferinnen glaubte man in Berlin verließe. Der Schwiegervater scheint nicht der sogenannten guten zeiten durch den rat, welcher den Arbeiter behandelt dadurch erreichen zu können, daß man sich mit einem diesbezüglichen Gsellschaft anzugehören. Dort thut es der„ Ehre" eines Kavaliers" hat, oder durch die Ortsbehörde zu bescheinigen. Aufruf direkt an die Herren Chefs wandte. Dieses Verfahren hat nicht den geringsten Abbruch, wenn er vor seiner standesgemäßen Da nun die Beschaffung solcher noch für die nach sten wenig Erfolg gehabt, und auch von dem Boykott, mit dem eine Bermählung einige Mädchen verführt und unglücklich gemacht 24 Jahre erforderlichen Bescheinigungen mit jedem Jahre Gruppe bürgerlicher Frauen den widerspenstigen Chefs gedroht hat vorausgefeßt, daß diese Mädchen arm sind. schwieriger wird, ja in einzelnen Fällen schon heute fast hat, darf man sich nicht viel versprechen, da er kaum durchgeführt Die Wärmehalle am Alexanderplat war in der legten unmöglich ist, so werden jetzt die Arbeiter von den Behörden an werden dürfte. Ein anderes Verfahren hat man im Staate New- York Beit täglich von etwa 1000 Personen besucht. Auffallend ist, diese Vorschrift erinnert, und es wird ihnen eindringlich ge- eingeschlagen. Die neuen gesetzlichen Bestimmungen über Kinder wie die„ Germania" schreibt, in diesem Jahre die große Anzahl rathen, sich sobald wie möglich die Arbeits- und Kranken- Atteste arbeit", die dort in diesem Jahre zum Schuße der Kinder und der jugendlichen Arbeitslosen und Obdachlosen. Die letzteren zu beschaffen, was schon in 10 Jahren nicht mehr angängig sein Jugendlichen bis zu 18 Jahren und der weiblichen Personen bis machen sich jetzt nachmittags rechtzeitig auf den Weg, um in dem dürfte. Wer diese Atteste bei Erhebung seines Anspruchs auf zu 21 Jahren getroffen worden sind, sagen in§ 6: neuen Asyl in der Wiesenstraße noch ein Plätzchen zu finden. Altersrente nicht vorlegen kann, muß gemäß dem bureaukratischen Ladeninhaber haben Stühle für die weiblichen Angestellten In den Wärmehallen benehmen sich die Leute jetzt durchaus anGeist des Gesetzes mit letterem ohne weiteres abge- zu beschaffen und ihren ihren vernünftigen Gebrauch zu geständig und gesittet. Klagen, wie sie früher wegen unbotmäßigen wiesen werden, auch wenn die erforderliche Anzahl von Bei- Gesetzes' wachen die Gesundheitsbehörden, speziell die Gesund mehr vor. ftatten"; und in§ 7: Ueber die Befolgung dieses Benehmens häufig an der Tagesordnung waren, kommen nicht tragsmarken eingeklebt worden ist. heis Inspektoren; Uebertretungen desselben werden bestraft." Leider kann aber auch eine solche gesetzliche Bestimmung, trok Modelltischlerei der Allgemeinen Elektrizitäts Gesellschaft im Arbeiterrifiko. Beim Aufwinden von Brettern in der aller Wachsamkeit der Gesundheitsbehörden, feine hinreichende Gewähr dafür bieten, daß den Verkäuferinnen nun wirklich der zweiten Stock des Hauses Brunnenstr. 106b stürzte vorgestern vernünftige" Gebrauch der Sitzgelegenheit gestattet wird. Anzahl Bretter der 45 Jahre alte Arbeiter Hermann Schröder Nachmittag infolge Ueberschlagens einer an der Winde hängenden Jeder Ladeninhaber hat es in der Hand Verkäuferinnen bei seinen auf den Hof hinab und trug mehrere Knochenbrüche davon, so einen, freiwilligen" Berzicht auf das Sigen zu erreichen, indem er diejenigen, die von der daß sein Transport in das Lazarus- Krankenhaus erforderlich Sißerlaubniß einen seiner Ansicht nach zu häufigen, Die„ Blüthe der Nation" und ihre Prügelwuth. Mit also unvernünftigen" Gebrauch machen, unter irgendwelchen Der Bauunternehmer Schwanz wird mit seiner Bes 275 gegen 176 Stimmen hat, dem„ B. B.-E." zufolge, eine Ver- Vorwänden, an denen es ja nie fehlen wird, einfach auf die hauptung, das von seinem Baugeldgeber erhobene Kapital ver sammlung der Studirenden der Technischen Hochschule folgenden Straße setzt. Dem Geschäftsmann kommt es darauf an, daß der kneipt und verloren zu haben, schwerlich durchkommen. In der Antrag abgelehnt:" Die allgemeine Studenten Versammlung Käufer selbst dann, wenn er sich als einziger im Laden be- Preußentneipe" ist er aller Wahrscheinlichkeit nach garnicht gewesen. wolle allen deutschen Hochschulen voran und zum Vorbilde- findet, doch den Eindruck empfängt, als ob hier immer viel Bufällig haben dort an dem fraglichen Abend mehrere Herren im richtigen Verständniß für den Geist der Zeit und seine An- zu thun ist. Das erreicht man aber nicht dadurch, daß man aus dem Baufache, die Schwanz tennen, ziemlich lange gefeffen, forderung an die akademische Jugend die Errichtung eines all- feinen Angestellten erlaubt, sich auszuruhen. Daß solchen Er- ihren Bekannten aber nicht gesehen. Sollte er aber doch dagemeinen studentischen Ehrengerichts beschließen, dessen Funktionen wägungen gegenüber die Rücksicht auf die Gesundheit der An- gewesen sein, so könnte es nur auf turze Zeit gewesen sein. Gine geeignet sind, ein allen Studirenden gemeinsames, einheitliches gestellten für die meisten Ladeninhaber wenig oder gar nicht in Beche aber, deren Betrag auch nur zu einem geringen Bruchtheil Recht in Ehrenangelegenheiten anzubahnen und durch Vertiefung betracht kommt, ift selbstverständlich. Die Profitwuth fragt nichts zu der Summe, um die es sich handelt, in einem Verhältniß stände, jeglichen Ehrbegriffs auf eine allmälige Ausrottung des Duells nach der Gesundheit anderer Leute, am allerwenigsten des Per- ist in der Preußenkneipe" garnicht gemacht worden. hinzuarbeiten." Sämmtliche Verbindungen, bis auf die Reform- sonals. Der Gastwirth Jablonski in der Naunynstr. 37 follte sich burschenschaft Vandalia" und eine fatholische Verbindung, Zu der Angelegenheit Koschemann wird berichtet: Die einer kürzlich gebrachten Veröffentlichung zufolge gegen Gäste, stimmten gegen den Antrag. Die raufluftigen Elemente unter Untersuchung in der Anarchistenfache gegen den Mechaniker welche für die Hamburger Ausständigen sammeln wollten, einer den Gebildeten" sollten sich gleich den Rowdies immerhin aber Roschemann und Genossen gestaltet sich immer langwieriger. Ungehörigkeit schuldig gemacht haben. In dieser Angelegenheit die Warnung zu Herzen nehmen, welche der Polizeipräsident be- Bolle 5 Monate befinden sich jetzt die Westphal'schen Eheleute ist nunmehr durch Vermittelung des Vertrauensmannes eine züglich des Sylvesterradaus erlassen hat. und der Schuhmacher Weber in Untersuchungshaft und mit Aussprache erfolgt, welche die Sache zu beiderseitiger Zufrieden • Als Hilfsschaffner bei der Poft sind in diesem Jahre Spannung sieht man dem Schicksale dieser drei Angeschuldigten, heit völlig geregelt hat. dreihundert Soldaten von sämmlichen Regimentern der Berliner welche sich der Betheiligung an dem„ Mordversuch" gegen Selbstmordversuch. Vorgestern versuchte die 28jährige Garnison eingestellt. Bei der Abkommandirung sind jedoch zum dächtig gemacht haben sollen, nicht nur in anarchistischen aus Kummer über den Tod ihres Bräutigams sich mit Salzsäure Jahre 1895 dringend ver- Kellnerin Marie K. in ihrer Wohnung in der Kastanien- Allee ersten Mal Gefreite und Gemeine berücksichtigt worden, welche Kreisen, sondern auch behördlicherseits entgegen. Es läßt sich zu vergiften. Nach Anwendung ärztlich verordneter Gegenmittel in größerer Zahl als Begleiter von Packetwagen thätig sind. noch nicht übersehen, wie das Ende der umfangreichen Unter- wurde sie nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Zivilpersonen, welche sich zu dieser Beschäftigung eignen könnten, scheint es troß der großen Arbeitslosigkeit auch in diesem Winter fuchung sein wird, da die Ehefrau Weftphal und der SchuhDie zerstückelte Leiche eines jungen Mannes ist vorgestern für die Postverwaltung nicht genügend zu geben. macher Weber jegliche Betheiligung in Abrede stellen. Belastendes Material ist aber auch bis jetzt nicht beigebracht worden und auf dem Bahnkörper der Ringbahn zwischen Stralau und Mit Ablauf dieses Jahres verjähren in Preußen ist deshalb vom Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Bieber, ein Treptow gefunden worden. Ob der etwa 20 Jahre alte Mann folgende Forderungen aus dem Jahre 1894: 1. Der erneuter Antrag auf Haftentlassung für die beiden Leyt- verunglückt ist oder sich hat überfahren lassen, weiß Fabrikunternehmer, Kaufleute, Krämer, Künstler und Handwerker genannten gestellt worden. Die Straffammer hat diesen Antrag nicht feststellen können. man nicht. Auch hat man die Persönlichkeit noch für Waaren und Arbeiten, sowie der Apotheker für Arzneimittel, fürzlich abgelehnt mit der Begründung, daß wegen der Höhe der zu Bisitenkarte auf den Bei der Leiche fand man eine Jedoch mit Ausnahme solcher Forderungen, welche in bezug auf erwartenden Strafe Fluchtverdacht und außerdem eine Stoffuſion: filberne Remontoiruhr mit Nickeltette. Etwaige Rekognoszenten ben Gewerbebetrieb des Empfängers entstanden sind; 2. der gefahr zu befürchten sei, weil sie geständlichermaßen sich an anarchisti wollen sich an den Amtsvorsteher von Treptow wenden. Arbeitgeber wegen der an ihre Arbeiter gezahlten Vorschüsse; schen Versammlungen betheiligt haben. Gegen diesen Beschluß Die Ferien der Berliner Gemeindeschulen, sowie der Blindens und Taubstummen- Schule sind für das Jahr 1897 wie folgt festgesetzt: Schluß des Winterhalbjahres: Mittwoch, 31. März, Beginn des neuen Schuljahres: Freitag, 2. April, Osterferien: 7. bis 22. April, Pfingstferien: 4. bis 11. Juni, Sommerferien: 2. Juli bis 3. August, Herbstferien: 25. Seps tember bis 7. Oktober, Weihnachtsferien: 22. Dezember bis 6. Januar. " = im " wurde. " = Kleinert und eine 3. der Schulen und Erziehungsanstalten aller Art; 4. der Lehrer hat zum ersten Male Rechtsanwalt Dr. Bieber bei dem Straf- Letzte Nacht brach in der im 4. Stock des Hauses Zion3. für Honorar; 5. der Fabritarbeiter, Gesellen und fenat des Kammergerichts Beschwerde eingelegt, obwohl man tir ch straße 32 befindlichen Wohnung des Brauers Szepokat Handarbeiter wegen rückständigen 2obnes; diesen Versuch für vergeblich hält, weil bekanntlich" Anarchistene u er aus, welches den ganzen Inhalt der Küche zerstörte. 6. der Fuhrleute und Schiffer wegen Fuhrlohns, Frachtgeldes fachen" teine Berücksichtigung finden. Da aber den Anarchisten Jufolge der starten Rauchentwickelung geriethen die auf dem und sonstiger Auslagen; 7. der Gaft- und Speisewirthe für selbst sehr darum zu thun ist, daß die anhängige Straffache selben Flur und im Dachgeschoß Wohnenden in Gefahr zu er Wohnung und Beköstigung. Ferner verjähren mit Ablauf dieses wegen Mordversuchs in allen Punkten zweifellos aufgeklärt sticken. Drei Personen flüchteten sich auf das Dach und mußten Jahres folgende Forderungen aus dem Jahre 1892: Die werden möge, so find schon Sammlungen veranstaltet worden durch Mannschaften der Feuerwehr aus ihrer gefährlichen Lage befreit werden, während fünf weitere Personen nahezu betäubt aus ihren Wohnungen hervorgeholt und bei Nachbarn untergebracht werden mußten. Eine ältere Frau kam erst wieder zum Bewußtsein, nachdem Wiederbelebungsversuche angestellt worden waren. Noch nicht festzustellen war die Persönlichkeit einer Frau, die in vorlegter Nacht um 10% Uhr in den Landwehrkanal sprang, aber gerettet und bewußtlos in das Krankenhaus am Urban gebracht wurde. Die Unbekannte mag etwa 21-23 Jahre alt sein. Einen eigenartigen Schwindel mit russischem Thee" betreibt, der. A. 3." zufolge, ein älterer Mann, der sich die Haushaltungen im Osten und Nordosten zum Felde seiner Thätigkeit auserforen zu haben scheint. Er bietet Probepäckchen ,, echt russischen Thees" su 25 Pf. an und findet, da er es nie verfäumt, seine Nothlage in bewegten Worten zu schildern, zahl reiche Abnehmer. Die Waare ist thatsächlich gut. Nach wenigen Tagen erscheint der Verkäufer wieder, erkundigt sich, wie die Brobe ausgefallen, und bringt, angesichts des günstigen Refultats, ohne Schwierigkeit größere Mengen zu ziemlich hohen Preisen an den Mann. Nur zubald erkennen die Käufer, daß sie einem Gauner zum Opfer gefallen sind, denn der Thee ift, troh der mit russischen Zeichen versehenen Verpackung, im Gegensate zu dem des Probepackets, werihíos. nur Kunst und Wissenschaft. " tommen. von Eingelaufene Druckschriften. Bt. Strömung existirte; wäre es aber auch der Fall, so schien es ausgeschlossen, daß ein im Gise eingefrorenes Schiff, wie es auch Schiller Theater. Der Millionenbauer. Wolts- gebaut sei, mehrere Jahre lang dem Eisdruck follte Widerstand flück in vier Aufzügen von May Kreyer. Was sich im Roman leisten können. Nansen's Idee, im Falle der Vernichtung des anschaulich in epischer Breite ausspinnen läßt, gelingt nicht Schiffes mit seinen Booten, Borräthen und Instrumenten auf einer Diese Erfahrung war Eisscholle weiter und über den Pol fort nach Grönland zu treiben, immer im engen Rahmen des Dramas. auch gestern bei der Aufführung des„ Millionenbauer" zu machen, hielt man für derartig abenteuerlich, daß darüber überhaupt den das Schiller- Theater treu seinem Brauch aus dem Staub- nicht diskutirt zu werden brauche. Der verdienstvolle amerikanische winkel der Literatur hervorgesucht hat. May Kretzer, der neuer- Nordpolfahrer Greely, deffen Expedition 1882 den bis dahin dings das in der verzweifelnden bürgerlichen Welt modisch ge- nördlichsten Punkt der Erde erreicht hatte, fagte wörtlich: wordene Spazierengehen mit dem Mystizismus für ehrenvoll und Arktische Entdeckungsreisen bieten genug an Tollkühnheit und gewinnbringend hält, hatte früher eine Beit, in der er Gefahren in ihren gesetzmäßigen und anerkannten Methoden, als mit handfesteren Gestalten, als den armen Vater Andorf daß ste auch noch die Bürde Dr. Nansen's operirte. Im Millionenbauer ist das bäurische Prozenthum unlogischem Selbstvernichtungsplane tragen aus der Umgegend Berlins dargestellt, das ohne alles Verdienst sollten." und Würdigkeit durch den fabelhaften Goldregen der Grundstücks- Nichtsdestoweniger interessirte sich namentlich die norwegische auswucherung zu ungeahnten Reichthümern gekommen ist. An Regierung für den Plan, für welchen auch das Storthing den reichen Bauern drängt sich der verarmte und verluderte Rouè( Parlament) den Haupttheil der Kosten bewilligte; die fehlende adeligen Kalibers, um sich ehrlich zu heirathen. Nimmt sich dies Summe wurde durch Privatsammlungen aufgebracht, und Kulturbild im Roman verständig aus, so wird es im Bolts zwar hauptsächlich in Norwegen. Der Erfolg hat Nanfen stück zur Theatermache, ja zur unfreiwilligen Karrikatur. Nach recht gegeben: Die von ihm angenommene Strömung existirt der Schablone gezeichnete Puppen können auch durch die vielen wirklich, und sein Schiff hat dem Gisdruck thatsächlich widerWize und Wortspiele, die sie im Berliner Jargon auffagen standen. müssen, nicht lebendig werden. Nach der Einleitung geht Nansen dann über, die Bor E3 kam hinzu das unruhige und nervöse Spiel, das keinen bereitungen zur Reife, welche mehrere Jahre in Anspruch nahmen, Ueber eine Kindesentführung berichteten dieser Tage ver. Künstler zum tüchtigen Ausleben kommen ließ. Wir glauben den Bau des Schiffes, die Art der Verproviantirung, die nothfchiedene Blätter. Nach Informationen, die uns zugegangen sind, nicht, daß der Erfolg, den der Millionenbauer einst im Thomas: wendigen wissenschaftlichen Instrumente, welche er mitnahm, zu Der Stil ist ein frischer und lebendiger, so daß sich liegt der Angelegenheit folgender Thatbestand zu Grunde: In Theater hatte, im Schiller- Theater wiederkehren wird. Recht schildern. dem Hause Eberswalderstr. 16 wohnt die von ihrem Ehemann gut waren die Hauptrollen, der reiche Bauer Köppte und der das Werk außerordentlich angenehm lieft. Sobald es vollständig seit mehreren Jahren geschiedene Frau des Direktors der Barmer verarmte Major v. Heckenstedt von den Herren Steinecke und vorliegt, werden wir auf die Reise selbst eingehender zurückBergbahn, des Ingenieurs Richard Daubner. Daubner tam nun Laurence gespielt. am Freitag vormittags in Begleitung mehrerer Männer in Der österreichische Polizeipöbel im Kampfe mit der die Wohnung ber Frau, in welcher deren Kunst. Aus Wien wird dem Berl. Tagebl." geschrieben: Der alte Mutter anwesend war. Nachdem einer der Herren, Verein Arbeiterbühne" unternimmt den Bersuch, einen von der Gleichheit, Beitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stutt der fich merkwürdigerweise als Gerichtsvollzieher legitimirte, Massenfeldzug gegen die Willkür ins Werk zu setzen, mit welcher zuerst allein in die Wohnung gekommen war und unter harm- die Benfur so häufig über das Schicksal dramatischer Schöpfungen losen Bemerkungen, als wolle er nur etwas erfragen, sich unter entscheidet. Am verwichenen Sonntag hat der Verein die erste anderem auch mit dem im Bette liegenden kleinen sechsjährigen große Versammlung darüber abgehalten, und es heißt, daß Willy unterhalten hatte, rief er plöglich den auf dem Flur weitere Bersammlungen in regelmäßigen Zwischenräumen stattharrenden Begleitern zu, sie sollen schnell tommen. Mit den finden sollen. Man versichert, daß einige Theaterdirektoren Worten jetzt haben wir ihn", wurde der Kleine gepackt. und eine beträchtliche Anzahl von Künstlern dem Verein ihre Während die alte Frau um Hilfe rief, tamen Nachbarsleute energische Unterstützung zugefagt haben. Ob man dem nur zu herbei, welche aus dem nahe gelegenen Geschäft die Mutter des berechtigten Kampf darum schon Aussicht auf Erfolg prophezeien Bon bereuen Beit"( Stuttgart, J. S. W. Dies' Berlag) tft foeben Kleinen schnell herbei holten; als die Frau die Wohnung be- darf, ist freilich eine andere Frage. Auch früher ist schon trat, riß der Rundschafter die Tischdecke vom Tisch herunter wiederholt von verschiedenen Seiten viele Mühe aufgewandt und warf diese dem Kleinen, welcher laut weinte und schrie, worden, um dem unergründlichen, souveränen Belieben der über den Kopf. Die Mutter bat, man möge ihr doch gestatten, Bensur mindestens Schranken zu sehen, aber mit Ausnahme ben Kleinen wenigstens anständig anziehen zu dürfen. Dieser einiger vereinzelter Fälle ist alles beim Alten geblieben. Die Bitte wurde aber nicht Folge gegeben, vielmehr wurde das Kind in halbnacktem Zustande in die Tischdecke gewickelt und mit genommen. Die drei Herren bestiegen nun eine Droschte, welche vor der Thür fchon bereit stand. Die bis zum Wahnsinn geängstigte Mutter fiel dem Pferd in die Zügel, worauf einer der im Wagen befindlichen Männer dem Kutscher zurief, er folle fie, bie Frau, vom Wagen wegpeitschen. Der Kutscher befolgte den Befehl und hieb auf die wehrlofe Frau ein( Beweis: ein ärztliches Attest, wonach der rechte Arm mit blutunterlaufenen, von Beitschenbieben herrührenden Striemen bedeckt ist). Ein schnell hinzu eilender Herr kam nun der zur Seite taumelnden Frau zu Hilfe und brachte dieselbe in ihre Wohnung. Der Knabe war noch nicht ganz von einer schweren Krankheit genesen und befand sich noch in ärztlicher Behandlung. Die Mutter hatte in der sechswöchent lichen Krankheit durch unaufhörliche Nachtwachen das Leben des Rindes gerettet, um sich nun dafür blutige Striemen peitschen zu lassen. Der Fall scheint uns doch sehr uutlar zu liegen und wird er wohl noch aufgehellt werden. Zu dem angeblichen Ranbmordversuch in Charlottenburg wird berichtet, daß der inhaftirte Görig gestern vor dem Untersuchungsrichter die That bestritten hat, obgleich er vor der Kriminalpolizei ein Geständniß abgelegt haben soll. Auch die überfallene Frau Nikolai ist gestern im Krankenhause vernommen worden. Görig, der sich für einen Chemiker ausgab, ist Hausdiener und war im legten Sommer in einer Zauberbude der Ausstellung Alt- Berlin angestellt. " " gart, J. H. W. Diez Verlag) ist uns foeben die Nr. 26 des 6. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir herror: Die wahren Schuldigen. Aus der Bewegung. Der Antwort zur Antwort. Bon Henriette Fürth. Ein legtes Wort zur Ecwiderung. Bou Klara Bettin. Ausitand( Gedicht). Von Ada Negri. Feuilleton; Der Kleine Nachrichten. Wanderer. Von Henrit Potoppidan( Schluß). Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nantmer 10 B1. durch die Poft bezogen( eingetragen in der Reichspost- Beitungsliste für 1896 unter Nr. 2837) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgelb 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Jnferatenpcels die soetgespaltene Petitzeile 20 Pf. das 18. Heft des 15. Jahrgangs erschtenen. Aus dem Inhalt h eben wir hervor: Die Das Gegenbild. Moderne deutsche Lyrit. Bon H. Ströbel. Schäden im modernen Bauwesen. Bon August Bringmann, Bimmerer. ( Schluß.) Hygiene der Bäcker und Konditoren. Bon Dr. Henrit Beckers. Revue der Revuen. Literarische Rundschau. Notizen: Arbettertämpfe in Italien. Feuilleton: Bom Urchristenthum bis zur taiserlichen Staatsreligion. Von Dr. Eugen Heinrich Schmitt. heute noch in Desterreich geltenden einschlägigen Normen be- volks- Lexikon. Die Hefte Nr. 59-63 von Band III, herausgegeben von ruhen auf einer kaiserlichen Berordnung vom Jahre 1854, stammen mithin aus der Zeit des Polizeistaates. Aber noch schlimmer als der Geist, der in ihnen lebt, ist der Umstand, daß sie dem freien Ermessen der eben die Entscheidung fällenden Beamten den freiesten Spielraum offen laffen. Engherzigkeit, peraltete Anschauungen oder auch geringere Vertrautheit mit dramatischer Literatur und Bühnenwesen spielen daber auch öfters eine ausschlaggebende Rolle. es in Prag einmal vorkommen, daß die Aufführung vom Macbeth nur unter der Bedingung erlaubt wurde, daß teine t. t. Uniformen auf der Bühne erscheinen." So fonnte " Ob es wirklich gelingen wird, diese merkwürdigen Zustände zeitgemäß zu ändern, bleibt abzuwarten. Die Arbeiterbühne" will die Massen gegen die Benfur mobilisiren und es dahin bringen, daß dem Volke allein das Urtheil über Bühnendichtungen anheimgegeben werde. Der Gedanke ist löblich, das Streben sympathisch, aber der Erfolg fraglich. Titerarisches. Emanuel Wurm, Berlag von Wörlein u. Comp., Nürnberg, find erschienen und enthalten folgende größere Artitel: Italien( Provinzen Schluß, Arbeiterbewegung, Literatur); Japan( deffen Kunst und Industrie, Ber faffung zc.); Jesuiten. Gesellschaft Jesu, Jesus, Job, Judenthum, Jugendliche Arbeiter( deren Schußbestimmungen laut Gewerbe- Ordnung u. f. w.); Julfeit( Weihnachten); Käfer, die erste Ordnung der Infetten mit voll tommener Verwandlung, Kanada und dessen Geblet; Kapital( Begriff des felben, Beihfapital, Handelstapital, Prets, Werth, Gebrauchswerth, Arbett, Marr'sches Werthgesey, Werthausdruck, Geld, Angebot und Nachfrage, Preis, Mehrwerth u. 1. m.); Kaptolonien, Käßchenträger( bie wichtigsten deutschen Laubhölzer und Waldbäume); Kindertranthetten, Knochen und Gelente( mit 1 Erläuterungs- Tafel); Knochenfische, Kohlenhydrate, Rohlens stoff, Koblen, Kolonialpolitit, Konfektionsindustrie in Deutschland, Kongostaat, Ronfurs, Konservative Partet, Korbmacher, Korea, KrantenAlle 14 Tage versicherung( Ortstassen, Jnnungs- und Knappschaftstaffen).erscheint ein Heft Das Bolts Beriton tann durch alle Buchhands lungen, Kolporteure 2c. und auch durch jede Bostanstalt bezogen werden. Es tst im deutschen Pofizeitungs- Katalog unter Nr. 7089, im bayerischen BoftBettungs- Katalog unter Nr. 772 eingetragen. Soziale Rechtspflege. Gerichts- Beitung. " Aus der von der Arbeiterbühne" veranstalteten Versamm lung mögen noch einige Stichproben von den Zensurstückchen hier Als ein Pfiffifus unter den Unternehmern entpuppte fich Aus den Nachbarorten. wiedergegeben werden. Die Redner erzählten u. a. folgendes: der Strohhut Fabritant Römisch vor dem Ge In Böhmen machen sich sogar die Bürgermeister eine werbegericht. Herr Römisch flagte gegen die Näherin Tempelhof, Mariendorf und Umgegend! Der Arbeiter eigene Benfur. In Tetschen wurde das Lustspiel" In Retten" Bimmermann auf Rückkehr in das Arbeitsverhältniß, dem sie Bildungsverein für Mariendorf und Umgegend veranstaltet am gegeben. Die Bewilligungsflaufel enthielt die Bemerkung: Nur aus guten Gründen entflohen war. Und zwar berief er sich 3. Weihnachtsfeiertage eine Partie nach Marienfelde, Restaurant unter der Bedingung erlaubt, daß die Retten teine verschließbaren auf seinen Schein", einen Rontratt, in dem sich Frau Zimmerfür die ganze Saison 1896/97( Auguft bis zu Teutschbein, wozu die Genossen, sowie Freunde und Gönner des Polizeiketten sein dürfen. Großartiges haben sie dem Auzen mann Vereins eingeladen sind. Treffpunkt vormittags 9 Uhr bei gruber in Kärnthen angethan. An einem Orte strichen fie im Pfingsten) für seine Fabrit durch ihre Unterschrift verpflichtet Grapentin in Mariendorf. Außerdem werden die Partei- Pfarrer von Kirchfeld" aus dem Ruf der Brigitta: Jefus, hatte. Die Beklagte machte geltend, sie hätte sich beim Untergenossen daran erinnert, mehr für die politische Organi- Maria und Joseph!" das Wort Jesus heraus, in Klagenfurt schreiben ausbedungen, daß es ihr möglich gemacht werde, vom fation zu agitiren. Wir haben es in legter Beit wieder gesehen, dagegen das Wort Maria, so daß der Schauspieler mit dem Arbeitsverdienst einen Spargroschen für die schlechte Beit zurüc wie schwer es hält, einen Saal zu Bersammlungen zu bekommen; die Schnellzug hätte fahren müssen, um an einem Abend den ganzen zulegen. Nun habe sie aber im Durchschnitt wöchentlich 10 M., Furcht vor der Polizei hält die Wirthe zurück, ihr gegebenes Saz herauszubringen.( Große Heiterkeit.) höchstens 15 M. und einmal sogar nur 5 M. bei Römisch vers Versprechen uns gegenüber zu halten. Wir können nicht eher bient. Sie habe sich anderweitig Beschäftigung gesucht und vers einen Druck auf diefelben ausüben, bevor nicht die Genossen in biene da thatsächlich weit mehr. Herr Römisch versprach ihr jezt 15 M. genügender Anzahl organisirt sind. Die Genoffen werden deshalb Minimalverdienst und prablte damit, daß seine Arbeiterinnen zur aufgefordert, sich nunmehr dem Arbeiter Bildungsverein anzu- Nansen Fridtjof. In Nacht und Eis. In diesem Beit der Hochsaison 20 W. verdienten.( Wie lange arbeiten schließen. Beitrittserklärungen nehmen entgegen: Für Tempel. Werke, welches bei. A. Brockhaus in Leipzig in 86 Lieferungen fie täglich dafür?) Frau Zimmermann fonnte sich trotzdem hof: A. Thiel, Friedrich Wilhelmstr. 17, und A. Müller, Berliner- su je 50 Bf. erscheint, beschreibt Nansen selbst seine dent nicht dazu verstehen, freiwillig in das angepriesene Paradies ftraße 41. Für Mariendorf: W. Suffethe, Chauffeeftr. 17, und würdige Polarreise und deren Ergebnisse. In den bis jetzt vor Römisch" zurückzugehen. Die Kammer II unter dem Borsiz des H. Lehmann, Bergstr. 7. Der Vorstand. liegenden ersten beiden Heften giebt er zunächst in der Einleitung Affeffors von Schulz verurtheilte sie jedoch dazu, weil eine Uebersicht über die Entstehung und Entwickelung feines der Kontrakt bindend sei. Herr von Schulz warnte schließlich Planes. Ein Blick auf die Karte der Nordpolarländer zeigt, die Verurtheilte noch vor dem leichtsinnigen Unterschreiben daß ein Bordringen zum Pol längs der Ost- und Westküste von von Kontrakten. Sie bemerkte darauf daß wie sie, auch einige Grönland sowie von Spißbergen aus möglich erscheint. Alle auf andere Arbeiterinnen ihren gleichen Kontratt nicht ernst genommen diesen Wegen unternommenen Expeditionen wurden jedoch hätten und wegen des fargen Verdienstes auf und davon ge durch das südwärts treibende Eis am Vordringen gehindert. gangen feien. Herr Römisch sollte sein Verfahren patentiren Ein anderer Weg scheint von der entgegengesetten Seite, von lassen. der Behringstraße aus, möglich zu sein. Von dort aus versuchte im Jahre 1879 De Long mit der Jeannette" sich dem Die allgemeine Vieh- und Fleischschau wird vom Pole zu nähern. Das Schiff fror bereits im September 1879 1. April n. 3. ab in den Amtsbezirken Treptow, Rigdorf, unter 71% Grad nördlicher Breite ein, trieb aber nun im Gise In den Prozessen, welche die deutsche Gasglühlicht Tempelhof, Mariendorf, Schöneberg, Friedenau, Wilmersdorf, zwei Jahre lang in nordwestlicher Richtung, so daß es bis zum Aktiengesellschaft( Batent Auer) gegen eine größere Anzahl von Steglis, Lichterfelde, Zehlendorf, Nowawes und Neuendorf ein- 77. Breitengrade gelangte, wo es im Juni 1881 vom Gife zerdrückt Ronkurrenzfirmen wegen Patentverlegung angestrengt hatte, war geführt werden. Die betreffende Polizeiverordnung ist soeben wurde; die Mannschaft erreichte in Booten die Nordküste bekanntlich in erster Justanz durch Theilurtheil dahin erkannt erlaffen worden. Die neue Verordnung verlangt eine doppelte Sibiriens, wo der Führer mit einem großen Theile seiner Leute worden, daß die Verklagten sich bei Vermeidung einer für jeden Untersuchung sowohl vor wie nach dem Schlachten. Zwischen zu grunde ging. einzelnen Fall der Uebertretung sich bis zu 500 m. steigernden Strafe beiden Untersuchungen darf nur ein Beitraum von 24 Stunden Im Herbste 1884 las Nanfen zufällig in einer norwegischen der von der Klägerin beanstandeten Fabrikation von Gasglühlicht liegen. Beitung, daß mehrere Gegenstände von der untergegangenen brennern, sowie des Verkaufs, Indenverkehrbringens zc. derselben Jeannette" an der Südwestküste Grönlands gefunden worden enthalten sollten. Gleichzeitig war dahin entschieden worden, daß Seit dem Ausbruch des Safenarbeiterstreits in Ham feien; es wurde ihm sofort klar, daß ste nur auf einer Eis- das Urtheil fofort vollstreckbar sein solle, wenn die Klägerin in burg werden die auf dem Bahnhof Rubleben ankommenden, scholle quer über das Polarmeer, vielleicht über den Pol selbst jedem einzelnen Prozeßfall 25 000 m. hinterlege. mit Passagierkarten der Hamburgischen Packetfahrt Gesell- oder doch in nächster Nähe an ihm vorbei, in die Südströmung flagten hatten hiergegen Berufung bei dem Kammergericht ein schaft versehenen Auswanderer nach den holländischen Häfen dirigirt und von dort aus weiter befördert. Und dabei an der Ostküste Grönlands, die an der Westküste in nördliche gelegt, welches, nachdem es drei Tage in der Sache verhandelt Schwindelt die fapitalistische Ordnungspresse dem Publikum Richtung übergebt, getrieben sein tönnten. Die Griftens einer solchen hatte, am 4. Dezember d. J. die Publikation der Entscheidung Tag für Tag vor, daß vom Ausstande kaum etwas zu merten sei! Gisströmung über den Pol schien ihm noch aus einer Reihe auf Mittwoch, den 23. Dezember feftfeßte. Zu dem gestrigen Termin anderer Gründe wahrscheinlich. Er glaubte daher, daß man sich hatte sich eine große Anzahl von Interessenten eingefunden. Zur Die Ausraubung einer Villa zur Nachtzeit ist einem der dem Pole nicht gegen den Eisfirom, sondern nur mit ihm nähern Entscheidung waren heute angefeßt die Prozesse gegen die Firmen Einbrecher schlecht bekommen, da er eine ganze Schrotladung hat tönne, daß man das Schiff freiwillig ins Packeis bringen müffe Meteor, Bußke u. Co., Horwiz u. Saalield, Trendel, Stobwaffer, mit in Rauf nehmen müssen. In der Nacht zum 16. d. M. und dann mit diesem über den Pol nach der Ostküste Grönlands Silbermann, Kramme, Siemens u. Komp. und Spinn u. Sohn. haben Diebe eine zur Zeit unbewohnte Villa in Pantow aus- treiben würde. Daß es nicht sehr wahrscheinlich sei, dabei gerade Um 1/4 Uhr verkündete der Vorsitzende des 10. Zivilfenats, Senatsgeraubt und eine Menge Sachen, wahrscheinlich mittels Fuhr über den Pol selbst zu kommen, war ihm natürlich flar; doch präsident Busch die Entscheidung, welche dahin geht, daß die in werts, fortgeschafft. Von einem Nachbarn der Billa ist ein meinte er wohl mit recht, daß dies von sehr untergeordneter Beerfter Juftans eventuell gestattete sofortige Bollstreckbarkeit des fei. Bereits Gewehrschuß auf die Einbrecher abgegeben worden, der einen deutung in Urtheils in allen hier genannten Fällen aufgehoben wird, im Februar 1890 fagte er in derselben niedergestreckt hat. Der Verwundete ist aber von dem Vortrage, welchem er zuerst seinen Plan vor während in der Sache selbst noch erweiterte umfangreiche Be= feinen Romplizen fortgeschafft worden, wie die auf dem Schnee der Geographischen Gesellschaft zu Chriftiania entwickelte, weisaufnahme beschlossen ist durch Vernehmung von Beugen über hinterlassenen Blutspuren 2c. ergeben haben. über diesen Punkt wörtlich:" Wir sind nicht hinausgezogen, die Vorbenutzung des patentirten Brenners und durch Vers Das Weihnachts Antuten findet, Jahrhundert altem um den mathematischen Punkt, der das uördliche Ende der Erd- nehmung von Sachverständigen über das, was an dem patenachse bildet, zu suchen denn diesen Punkt zu erreichen, hat an tirten Brenner f. 3. neu war, und falls die Sachverständigen sich Brauch gemäß, auch diesmal wieder in den Fischerdörfern Tief- und für sich nur geringen Werth werder und Bichelsdorf an der Havel ftatt; feit acht Tagen und für sich nur geringen Werth sondern, um Untersuchungen widersprechen, durch Obergutachten des Patentamts. in dem großen, unbekannten Theile der Grbe, welcher den Pol ziehen die größeren Schultnaben abends von Haus zu Haus und stoßen dreimal in ihre Hörner, die aus alter Zeit herstammen. umgiebt, anzustellen, und diese Untersuchungen werden nahezu stoßen dreimal in ihre Hörner, die aus alter Zeit herstammen. Die gleiche große wissenschaftliche Bedeutung haben, ob die Reise Am Heiligabend werden die Kinder von den Fischereibefizern über den mathematischen Pol selbst führt oder ein Stück davon dafür befcheert. Herr von Carstenn Lichterfelde ist gestern Mittag um 12 Uhr unter zahlreicher Betheiligung auf dem alten Lichterfelder Friedhofe zu Grabe getragen worden. entfernt bleibt." Der Plan, welchen Nanfen in den folgenden Jahren weiter entwickelte und im November 1892 der Geographischen Gesellschaft in London darlegte, wobei die bedeutendsten Bolarreifenden zu gegen waren, fand fast allgemeine Mißbilligung. Man hielt es zunächst für unbewiesen, daß die von Nansen vorausgesezte Die Vers Die von der Großen Berliner Pferdeeisenbahn- Aktiengesellschaft für die Strecke Berlin- Tempelhof geplante Umanderung des Pferdebahnbetriebes in einen elektrischen Betrieb bildete die Unterlage für einen gestern vor dem IV. Zivilfenat Die des Rammergerichts verhandelten interessanten Prozeß. Befizer des Ritterguts Tempelhof hatten nämlich im Jahre 1874 an die Gesellschaft ein mehrere Morgen großes Terrain zur Errichtung eines Pferdebahnhofes unentgeltlich unter der Bedingung abgetreten, daß die Gesellschaft fich verpflichte, eine Pferdebahn von Tempelhof nach Berlin zu bauen und im Betriebe zu . M 5 del und E. Gols, abgelegt worden. Sie haben sich an der Agitation für die Aeltesten- Wahlen, die auf ihrem Werke günstig für die Arbeiter ausfielen, betheiligt. Möckel war in einer Abtheilung, die Ueberstunden machte; er verweigerte dies. Goltz ist ebenso wie der diese Woche vom Erzgeb. Verein abgelegte Knappschaftsälteste Bauer Mitglied des von der Behörde so oft gemaßregelten Niederhaslauer Gemeindeerhalten, auch das abgetretene Grundstück zu keinem anderen als dem auf demselben Bau wieder Arbeit zu bekommen. Wer war froher erwähnten Zwecke zu benutzen und, falls der Pierdebahn- Betrieb als er? Aber seine Freude war von kurzer Dauer. Kaum eraufhören würde, das Grundstück zurückzugeben oder zu einem be- blickte ihn der schneidige Vertreter der banausführenden Firma ftimmten mäßigen Preise zu erwerben. Als nun aber die Gesell- Schulz, als er energisch die Entfernung des L. verlangte und so schaft in diesem Jahre den Rittergutsbesitzern von der geplanten mußte schließlich der Zwischenmeister die Entlassung des mißBetriebsumänderung Mittheilung gemacht hatte, äußerten sich liebigen Arbeiters vornehmen. Derselbe fann nun als Arbeitsdiese dahin, daß in solchem Falle, der dem nur für die Zugkraft loser mit Weib und Kind feiern. von Pferden vorgesehenen Vertrage widerspreche, die Gesellschaft - Unter den Bureau Angestellten Hamburg Altona's, raths und hat& alt's Erben seine Sträfte zwölf Jahre lang verpflichtet sei, das betreffende Grundstück entweder unentgeltlich deren es in Privatbureaus etwa 1500 giebt, ist in den letzten Die Entlassungen nüßen den Grubenverwaltungen natürlich zurückzugeben oder zu dem früher vereinbarten Preise( 35 000 W.) Tagen seitens des Zentralvereins deutscher Bureau- Angestellten, gar nichts. Wie diesmal, trotz aller Einschüchterungsversuche, in zu faufen. Wie in früheren Instanzen, so wurde die Klage auch der hier im September d. J. eine Bahlstelle gründete, der schon den sächsischen Steinkohlenrevieren wohl auf den meisten Werken vom Kammergericht abgewiesen. jetzt 30 Mitglieder angehören, eine rege Agitation entfaltet gewidmet. Achtzehn Betrugsfälle, welche nach derfelben Schablone worden. In einer öffentlichen Versammlung, die von etwa die fozialdemokratischen Liſten ſiegten, so wird man auch fünftig fönnen. und mit besonderer Verschmigtheit begangen waren, führten gestern 200 Personen besucht war, wurde einstimmig beschlossen, die die Wahl von sozialdemokratischen Knappen nicht verhindern den Kutscher August Meyer vor die dritte Straffammer des Petition der Berliner Bureau- Angestellten an den Reichstag um Eine rapide Steigerung hat die Zahl der bei den Gerichten # Landgerichts I. An einem Septembertage sprach der Angeklagte gesetzliche Regelung der Arbeitsverhältnisse der Bureaus im Oberlandesgerichts Bezirk Nürnberg zugelassenen einen ihm fremden Laufburschen auf der Straße an mit der Angestellten zu unterzeichnen. Die Petition zirkulirt gegen Frage, ob er sich leicht 50 Pfennige verdienen wolle. Auf die wärtig und weist schon eine sehr große Anzahl Unterschriften Rechtsanwälte in den letzten sechs Jahren erfahren. 1890 bejahende Antwort des Burschen gab Meyer ihm eine über auf. Wie in Berlin und überall find die Lohnverhältnisse und waren 80, 1895 115 und 1896 134 Rechtsanwälte zugelassen. 51 Mark lautende Rechnung mit dem Auftrage, den Betrag Arbeitsbedingungen der Angestellten in Anwalts- und Makler- Somit in sechs Jahren eine Vermehrung von 67 pct. bei einem Kaufmann Kaufmann Fränkel, Das württembergische Minifterium des Junern, das sich deffen Wohnung auf geschäften und bei Notaren auch in Hamburg- Altona die denkbar ber Rechnung stand, einzuziehen und ihm das Geld traurigften. Zwölf- und vierzehnstündige Arbeitszeit ist die durch Aufforderung zur Errichtung von Arbeitsämtern einigernach einer benachbarten Schankwirthschaft zu bringen. Der Regel. Es tommt aber auch sogar sechzehnstündige Arbeitszeit maßen um die Arbeiterfrage gefümmert hat, beauftragte kürzlich Bursche fand es begreiflich, daß sein Auftraggeber als Sicherheit vor und dazu ist die Entlohnung eine ganz unglaublich tlägliche. Die 3entralstelle für Gewerbe und Handel mit der ein Pfand von ihm verlangte, er gab ihm sein Portemonnaie Wenige lobenswerthe Ausnahmen bestätigen auch hier wieder die Prüfung der Frage, ob die Schaffung einer der Berathung der mit 14 M. Jnhalt. Natürlich war ein Kaufmann Fräntel in Regel. In allernächster Zeit wird die biefige junge Organisation arbeitenden Klaffen in Rechtsangelegenheiten dienenden Eindem bezeichneten Haufe nicht zu finden. Unbegreiflicherweise ist der Bureau- Angestellten eine eingehende Statistik über die ge- richtung( Volksbureau, Arbeiterfekretariat zc.) durch die Stadt angezeigt sei. Die Auskunft der Zentralstelle hierauf lautete dem Angeklagten ein gleicher Betrug in weiteren 17 Fällen ge- sammten Verhältnisse in ihrem Berufe aufnehmen. in ablehnendem Sinne. int Diese Einrichtungen seien lungen. Der Gerichtshof verurtheilte ihn zu einer GefängnißIn Magdeburg stellten, wie die" Boltsstimme" mittheilt, Württemberg überflüssig, benn bie evangelischen und strafe von zwei Jahren. sämmtliche 54 Klempner der Metallwaarenfabrit katholischen Geistlichen thäten in dieser Richtung außer von Beißer u. Fliege die Arbeit ein. ordentliches, sie seien lebendige Volfsbureaus. # Wegen Unterschlagung von 80 000 Mart ist der bei der Distonto Gesellschaft angestellt gewesene Buchhalter Friedrich Wilhelm Albert Nehre gestern zu drei Jahren drei Wochen Gefängniß verurtheilt worden. Er hatte das Geld verspekulirt. Bemerkt sei, daß der Mann, dem die Unterschlagung so großer Summen möglich, bei seiner Verheirathung ein jähr liches Einkommen von 1400 Mark bezog und schließlich von der Gesellschaft mit 2400 Mart entlohnt wurde. wurde. Wer muß Ju Frankfurt a. M. wurde Dr. Quard als früherer bei diefer fachkundigen Auskunft einer so hohen Behörde nicht Redakteur der Kaufmännischen Presse" wegen for- lachen! Der Stuttgarter Gemeinderath beschäftigte sich nun in maler Beleidigung des Kaufmännischen Vereins vom Schöffen- feiner letzten Sizung ebenfalls mit der erwähnten Frage; die gericht zu 50 Mark Geldstrafe verurtheilt. Sachlich war der Meinungen waren getheilt, bis schließlich der Vorfißende den betreffende Artikel gerechtfertigt, was auch vom Gericht anerkannt weisen Ausspruch that, es sei nicht Sache der Stadt, für Arbeitsfekretariate oder Volksbureaus Mittel aufzuwenden. Bekanntlich hat die Stuttgarter Arbeiterschaft schon den BeIn Dresden soll Genosse Arno Reichard verhaftet schluß gefaßt, am 1. Januar 1897 felber ein Arbeiterfekretariat, Ein Sozialdemokrat nimmt keine berechtigten Intereffen und zugleich bei ihm gebaut 3 fucht worden sein. Der Vorschluß (§ 193) wahr, wenn er für seine Partei thätig ist. Dies gang wird in Verbindung gebracht mit der öffentlichen Be- ähnlich dem Nürnberger Institut, in fraft treten zu lassen. ist das neueste Diftum der bürgerlichen Justiz, wie sie im fprechung der Zustände im Arsenal. Bekanntlich hatte die Die schweizerischen Postangestellten erhalten nach dem höchsten Gerichtshof des Reiches verkörpert ist. Vom Land öffentliche Erörterung den Erfolg, daß die Arbeitsverhältnisse Budget für 1897 über eine halbe Million Franken Lohn gericht Breslau ist am 14. September der Mühlenbauer Paul im Arsenal nach verschiedener Richtung hin verbessert wurden. erhöhung. Die Zahl fämmtlicher Postangestellten beträgt Kühn von der Anklage, die Schuhmannschaft und die Gendarmerie Anläßlich des Streits in der Töpfer'schen Schuh- 7647, wovon 946 weibliche. Die durchschnittlichen Jahresvon Breslau beleidigt zu haben, freigesprochen worden. In einer fa brit war der Schuhmacher Lent zu zwei Monaten Ge- gehälter derfelben betragen: Ober- Postdirektionsbeamte 3919 Fr., fozialdemokratischen Boltsversammlung am 22. März trat er als fängniß verurtheilt worden, weil er einen Streitbrecher durch die Kreispostdirektion 4855, Bureauchef I. Klasse 8806, Rommis Redner af und sprach über Agitation und Kolportage. Als er Drohung, daß sein Name veröffentlicht werden würde, von der I. Klasse 2332, Chef II. Klasse 3844, Kommis II. Klasse 2370, fich über den Umfang und die gute Wirkung dieser Mittel ver- Arbeit abzuhalten versucht habe. Am 16. Dezember wurde er Verwalter III. Klasse, für die in der Hauptsache die Gehälterbreitete, sagte er, es zählten schon Beamte zu den Parteigenoffen, nach Verbüßung seiner Strafe aus dem Gefängniß entlassen. erhöhung gilt, 1604, Ablagerhalter 659, Briefträger 1506 und ja felbft Schuhleute und Gendarmen, die zur Ueberwachung von Sofort erhielt er die Anweisung, binnen 6 Stunden Dresden, Kondukteure 8085 Fr. Die Gesammteinnahmen des EisenbahnVersammlungen abkommandirt würden, gehörten der Sozial- binnen 8 Tagen das Königreich Sachsen zu verlassen. Lent ist und Post- Departements betrugen 1895 82 368 909 Fr. und die demokratie an. In dieser Bemerkung sieht die Anflage eine Be zwar in Sachsen geboren und erzogen und seine Eltern wohnen Ausgaben 30 245 518 Fr., der Ueberschuß also rund 2,1 Millionen leidigung der betreffenden Beamten. Auch das Landgericht ist feit mehr als 20 Jahren in Annaberg im Erzgebirge, der Vater Franken. dieser Ansicht. Im Urtheile heißt es u. a.: Wie der ist aber noch Desterreicher, infolgedessen auch der Sohn. Dieser Staat auf seine Erhaltung selbst bedacht sein muß, fo ist lästig" gefallen, wozu im Lande der gemüthlichen" Saxonia find auch seine Organe verpflichtet, für den Bestand des schon die denkbar geringste Kleinigkeit ausreicht, und er kann nun Staates besorgt zu sein und Bestrebungen entgegenzutreten, sein Weihnachten auf der Landstraße feiern. So will es das welche sich auf die Untergrabung des Staates beziehen. Das herrschende Recht". Der Vorfall zeigt, wie klug die im neuen Streben der Sozialdemokratie zielt aber in letter Linie auf den Deutschen Deiche wohnenden ausländischen Arbeiter daran thun, Zusammenbruch des Staates hin. Es wird also durch die sich bei Zeiten naturalisiren zu lassen. infriminirte Aeußerung den betr. Beamten der Vorwurf der Pflichtverlegung und des Bruches des Amtseides gemacht, ein Ans Basel wird uns geschrieben: Die wirthschaftlichen Vorwurf, der um so schwerer ist, als er gerade Beamten gemacht Kämpfe der Arbeiter Basels haben seit einigen Jahren ganz wird, welche sozialdemokratische Versammlungen zu überwachen rapid zugenommen. Von 1860-1894 weist Basel im ganzen nur haben. Es ist auch angenommen worden, daß sich der An- 38 Lohntämpfe auf; im Jahre 1895 dagegen schon 10 und in geklagte dieser tränkenden Eigenschaft seiner Worte bewußt dem zu Ende gehenden Jahre sogar 17. An diesen Lohnkämpfen war und daß deshalb der Thatbestand des§ 186 vorliegt. Aber waren 14 Branchen betheiligt, und zwar: Metallarbeiter, Steindem Angeklagten tommt der Schutz des§ 193 zu gute. Er bauer und Bierbrauer je zweimal, Tischler, Zimmerleute, Bauwollte seinen Zuhörern die Vortheile einer energisch durch anschläger, Schlosser, Klempner, Maler, Schuhmacher, Gürtler, geführten Agitation und Kolportage vergegenwärtigen. Damit Holzbildhauer, Posamenter und chemische Arbeiter je einmal. Sieben Lohnbewegungen hatten einen Ausstand im Ge- vernichtend" sein? wollte er die berechtigten Interessen feiner Partei und mittelbar feine eigenen wahrnehmen. Da die folge. Vollen Erfolg hatten 4 Lohnbewegungen, 7 hatten einen endeten mit einer Niederlage Beleidigung sich weder aus der Form theilweisen Erfolg, und 6 der Arbeiter. Von den 7 Ausständen hatten 3 Erfolg, 4 endeten Absicht der noch den Umständen ergiebt, war der Angeklagte freis zusprechen. Der Staatsanwalt hatte gegen dieses Urtheil mit einer Niederlage der Arbeiter. Revision eingelegt, welche jetzt vor dem 4. Straffenat der Sache an das Landgericht. Das Die Basler Malergehilfen beschlossen kommendes Soziales. Schnapskonfum in der Schweiz. Nach dem Bericht der Alkoholverwaltung ist der durchschnittliche Schnapstonfum pro Kopf der Bevölkerung von 6,82 Liter im Jahre 1891 zurückgegangen auf 5,81 im Jahre 1894 und auf 5,71 im Jahre 1895. Das staatliche Monopol hat bis jetzt eine erhebliche Reduktion des Schnapskoniums zur Folge gehabt. Die Reingewinne in den Kantonen werden zu allgemeinen und sozialpolitischen Zwecken verwendet. Die vereinigten Roggenbrot- Fabriken Kopenhagens haben den Acht stunden- Arbeitstag eingeführt und z diesem Zwecke ihr Personal in drei Schichten eingetheilt. Die Bäckereien beschäftigen 17 Gefellen und 1 Meister. Sie sind die ersten, die dem Beispiel der sozialdemokratischen Genossenschaftsbäckerei in Kopenhagen folgen. Es ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit, wann die anderen Bäckereien folgen werden. Was in Stopenhagen möglich ist, sollte das in Deutschland-„ erwerbsVersammlungen. M kleinen Der Arbeitervertreter- Verein hielt am Dienstag eine Sie fordern außerordentliche Versammlung bei Buste, Grenadierstraße, ab, des Reichsgerichts zur Verhandlung kam. Der§ 198 tönne, Frühjahr in eine Lohnbewegung einzutreten. fo wurde ausgeführt, schon deshalb nicht angewandt werden, stündige Arbeitszeit, 5 Fr. Minimal Taglohn für Gelernte, um die Diskussion von der Versammlung vom 8. b. M. über den weil die Wahrnehmung der Intereffen der Winters mit den Meistern zu unterhandeln. 4,50 Fr. für Ungelernte. Die Lobukommission hat im Laufe des Entwurf des Unfallversicherungs- Gesezes fortzusehen. Bur eingehenden Berathung war der Entwurf des Gesetzes fozialdemokratischen Partei teine berechtigte fei. Eventuell sei die Anwendung des§ 193 deshalb unzulässig, Buch or u cf er ist beendet. In Schaffhausen wurde erreicht welche der Verein gemeinsam mit den Krankenkassen im Jahre Die Lohnbewegung der Aarauer und Schaffhauser einer Kommission überwiesen, die an der Hand einer Petition, weil der Nachweis, daß es sich hier um Intereffen des An- 9ftündige Arbeitszeit und 30 Fr. Minimallohn, Erhöhung des 1894 unter Berücksichtigung der laut gewordenen Wünsche ber getlagten handle, nicht genügend geführt sei. Der Reichs anwalt ging auf den ersten Punkt der Revisionsbeschwerde nicht Tausendpreises um 5 Cents. In Aarau erzielten die Gehilfen Berufsgenossenschaften an den Bundesrath gesandt hatte, überweiter ein, weil ihm die Eventualausführung als die richtige erschien. tündige Arbeitszeit 29 Fr. Wlinimallohn, aber keine Erwiesen. Gutheit behandelt in seinem Bericht die Stellung der Kommission zu den im Entwurf enthaltenen Aenderungen Es handele sich hier um die Frage, ob die Wahrnehmung der höhung des Sagpreises. und knüpfte daran die weiter gehenden Wünsche der ArInteressen der politischen Partei, der ein Angeklagter angehört, In La Seyne bei Toulon in Südfrankreich dauert der beiter, die bei der reichen Erfahrung des Redners als an sich unter den§ 198 zu subsumiren sei. Der 4. Straffenat us it and der Werftenarbeiter fort. Die Streifenden Beisitzer im Reichs- Versicherungsamt eine Fülle trefflichen habe schon früher ausgesprochen, daß dies in der Regel nicht zu fordern eine Lohnerhöhung und Entlassung eines Wertmeisters. Materials bot. Bei der Kritik der einzelnen Para geschehen habe. Ob der ebenfalls von dem Senate aufgestellte Letzterer bat selber feine Demiffion angeboten, die aber von der graphen verkennt Redner nicht, daß die Novelle eine Reihe Grundfaß, daß abftraft immaterielle Güter nicht Gegenstand Gesellschaft abgelehnt wurde. Die italienischen Arbeiter fleiner Besserungen enthält. Zu bedauern sei es, daß die berechtigter Intereffen sein können, etwa zu weit gehe, könne der vom Ausstand betroffenen Werkstätten machen erfreulicher- Regierung sich nicht aut dem Schritt gemüßigt fah, dahingestellt bleiben. Richtig sei nun allerdings, daß dem An- weise gemeinsame Sache mit den französischen Kameraden. Die auch das Handwerk in die Versicherungspflicht ein geklagten der Schutz des§ 193 nicht versagt werden könne, nicht ausständigen Arbeiter von La Seyne haben sich verpflichtet, zuschließen, da die Zahl der Unfälle in den wenn er nachweise, daß nicht blos die Interessen seiner einen halben Tagelohn pro Woche der Streitkasse zuzuführen. Betrieben feineswegs unbedeutend find. Für das HandelsPartei, deren Schuß er wahrnahm, sondern auch seine Zwei Lokalblätter, ein bürgerliches und ein sozialistisches, haben gewerbe will Redner nicht die festgefeßte Grenze der Versicherungs. eigenen gefährdet waren. Von diesem Standpunkte aus eine Geldsammlung eröffnet. Sonntag Abend fand im Konzertsaal pflicht, sondern sämmtliche im Beruf Thätigen einschließen. Die fei aber das Urtheil nicht genügend begründet; es der Stadt ein Ball zu gunsten der Streikenden statt. Neuerung in der Rentenfestsetzung sei für die Arbeiter nachtheilig. genüge nicht, einfach zu zeigen, daß der Angeklagte Unbedingt nöthig sei, daß bei jugendlichen Arbeitern der orts. durch die Wahrnehmung der Intereffen der Partei seine übliche Tagelohn Erwachsener als Grundlage der Berechnung diene. persönlichen Interessen habe wahrnehmen wollen. Im übrigen habe die Kommission den Standpunkt festgehalten, Reichsgericht erkannte im Einverständniß mit diesen Ausführungen auf Aufhebung des Urtheils und Zurückverweisung berichtet, daß dasselbe sich mehr und mehr einbürgert und den fähigen Löhne nur bei Tagelöhnen über 5 M. hieraus zu einem Ueber das städtische Arbeitsamt in Erfurt wird uns ben fie bereits 1894 in der Petition vertrat, die anrechnungsprivaten Stellenvermittelungsanstalten bereits eine empfindliche Drittel bei der Lohnfestsetzung anzurechnen. Weist der Arbeiter Konkurrenz bereitet. Besonders gilt dies von der weiblichen Ab- glaubwürdig nach, welchen Jahresverdienft er hatte, so theilung. Immerhin ist das Arbeitsamt noch nicht so beschaffen, foll hierdurch gleichfalls der Uebelstand beseitigt werden, daß wie es die Arbeiter wünschen müssen. So ist seine Stellung für den Arbeiter bei dem Uebertritt in einen anderen Beruf, der Znang von Arbeitern nach den deutschen Seeftädten gegenüber Streits und Aussperrungen nicht genügend flar; weiter ihm in den ersten Wochen nicht selten einen geringeren Berdienst ift während der Daner der dortigen Lohnbewegungen aufs giebt sich das Amt dazu her, den Wünschen der Unternehmer einbringt, nun die Lohnberechnung nach dem Durchschnittss ftrengste fernzuhalten! in Beziehung auf Nachweisung von nicht organisirten Arbeitern verdienst der Arbeiter dieses Berufs festgefeßt wird und somit Gelder find zu senden an das Berliner Gewerkschafts: entgegenzukommen. So wurde einigen Buchdruckern gesagt, daß der bisher höhere Verdienst des Arbeiters nicht zur Geltung fommt. Diesem Wunsche der Arbeiter ist im Entwurf die betreffenden offenen Stellen nur an solche zu vergeben wären, teine Rechnung getragen, während den Wünschen der Berufsbureau( R. Millarg, Berlin S., Auucnftr. 16.) die dem Verband nicht angehören. Diese Angelegenheit soll Arbeiter nach Wilhelmshaven werden, wie man uns einigen Arbeitervertretern im Arbeitsamt zur weiteren Ver- genossenschaft sehr weitgehende Konzessionen gemacht wurden. Sodann empfiehlt die Kommission, daß Unfälle, die auf den mittheilt, in Berlin anzuwerben gesucht. Die Arbeitskräfte folgung übergeben werden. Mit welcher Prätension die Kriegervereine zuweilen 2ege von und zur Arbeitsstätte eintreten, als Unfälle im Betrieb find aber nicht für jene Stadt, sondern für Hamburg beauftreten, zeigt folgender, das Arbeitsamt betreffender Borfall. au erachten sind. Gegenüber der Bestimmung, daß die Krankenstimmt, wo sie zur Streitbrecherei verwendet werden In einer Delegirtenversammlung des Thüringer Zentral- Krieger: faffen auch ferner in den ersten 18 Wochen die Kosten sollen. Hierzu die Hand zu bieten, wird sich jeder Berliner Ar- bundes brachte der Vorsitzende, ein Bankier und Reserve- des Heilverfahrens übernehmen und ferner die Berufsgenossenschaft beiter für viel zu gut halten. So lange der Streit in Hamburg hauptmann, zur Kenntniß, daß er sich an das Erfurter ohne Einwilligung des Verlegten die Unterbringung desselben in einer von ihr bestimmten Heilanstalt verfügen könne, verlangt Hedner schon nach der siebenten Woche das Eintreten der und Harburg währt, mache sich's überhaupt jeder binnen- städtische Arbeitsamt gewandt babe, um arbeitslosen Vereins einer von ihr bestimmten Heilanstalt verfügen könne, verlangt mitgliedern Stellung zu verschaffen. Daraufhin fei ihm die Berufsgenossenschaften und Beseitigung der für die ländische Arbeiter zur Pflicht, nicht nach den Seestädten zu Busicherung geworden, daß bei Vakanzen die Mitglieder der Arbeiter äußerst übel empfundenen Bestimmung der Ueberweisung Kriegervereine in erster Linie" berücksichtigt werden würden. Diese angeblich gewährte Ausnahmestellung führte nun zu einer durch Berufsgenossenschaften an Heilanstalten, die nicht selten Wie weit die Rachsucht mancher Unternehmer geht, Interpellation im Stadtverordnetenkollegium und da stellte es von den Kranken als Qualanſtalten betrachtet werden und allzu wenn es heißt, mißliebige Arbeiter aus ihrem Bereiche zu bringen, sich heraus, daß auf eine Anfrage des Borstandes des Krieger- eifrig die Interessen der Berufsgenossenschaften wahrnehmen. zeigt folgender Borfall: Gelegentlich einer Lohnforderung einiger bundes der Magiftrat einfach geantwortet hatte, daß das Arbeits- unhaltbar sei auch die Fassung, daß den Hinterbliebenen nur dann Ebenso sei das jetzige Vertrauensarzt- Verfahren unhaltbar. Zimmerer der Baufirma Schulz u. Ko. in Berlin, Brückenftraße 13a, die den üblichen Minimallohn nicht befamen, erhielt amt nach Maßgabe der einlaufenden Meldungen auch Krieger der Rentenanspruch zusteht, wenn der Verleßte der einzige vereins- Mitgliedern Arbeit verschaffen werde. der Zimmerer 2. von seinen Kollegen den Auftrag, die For- sonderen Bevorzugung könne keine Rede sein. Ernährer war. Dadurch werden die Angehörigen, falls der Verlegte sie nicht allein unterhalten hat, geschädigt, oder die Ge derung dem Geschäftsinhaber zu unterbreiten. Die Forderung wurde wohl bewilligt, aber 2. mußte wohl oder übel die Bau- Die Entlaffungen von Berglenten nach den Knapp sammt- Unterstüßung nunmehr den mitunterstützenden Angehörigen Der Redner empfiehlt die Fassung, wie ftelle verlaffen. Obwohl er Familieuvater ist und längere fchafts ältesten Wahlen nehmen in Sachfen ihren allein aufgebürdet. Beit arbeitslos gewesen war, fügte er sich in das unvermeidliche. Fortgang. Man schreibt uns darüber aus Zwickau: Auch auf sie in der Petition der Krankenkassen Berlins und der Umgegend Nach einiger Zeit glückte es ihm, bei dem Bodenlegermeister G. der Grube C. G. Falt's Erben find zwei Häuer, und des Berliner Arbeitervertreter Vereins enthalten ist, die gehen. Gewerkschaftliches. Bon einer bezu die " folgendermaßen lautet:" War der Verstorbene nicht der einzige| Kirche vollständig in Asche legte. Sämmtliche 800 Rrante fonnten achten in der Wissenschaft" oder in der„ Universitätsbildung" Enährer, hat er jedoch wesentlich zu ihrem Unterhalte gerettet werden. zu finden sei. Derartige Gutachten haben mit der ärztlichen beigetragen, so erhalten dieselben einen entsprechenden An- Eine Fahrradftener soll nunmehr in Frankreich thatsächlich Wissenschaft und ärztlicher Ausbildung nichts zu thun. Sie be theil der Rente. Im weiteren liege eine bedeutende in kraft treten. Die französischen Fahrer protestiren dagegen ruhen theils auf dem Mangel an Kenntnissen, der durch oberVerschlechterung darin, daß nach dem Entwurf die sehr energisch, um so mehr, als die Höhe dieser Steuer 10 Fr. flächliche, anmaßende Aussprüche zu ersetzen gesucht wird, zum Frau, wenn sie ein Jahr vor dem Unfall von ihrem Mann pro Maschine betragen soll. In dem Protest wird geltend ge- größeren Theil jedoch auf dem Mangel an Herz und ohne Unterstüßung getrennt gelebt, die Ansprüche auf eine Rente macht, daß in Frankreich gegenwärtig 350 000 Fahrräder existiren Kopf. Ist es dem gegenüber ein Wunder, wenn die verliert. Anerkannt fönne hingegen der Paragraph im Entwurf und daß dementsprechend eine Steuer von 5 Fr. pro Maschine Erwerbsfähigkeit eines im Betriebe verunglückten Mannes, werden, in welchem auch dem Mann, im Fall seine Frau die schon als hoch bezeichnet werden müsse. der auf den Knieen herumrutschen oder auf Krücken sich bewegen Amt betraut. " ins Trockendock gehen. " " " " G vom in vers Ernährerin war, der Anspruch auf die Rente zusteht, Explosion. In der Gasanstalt der Eisenbahnhauptwerkstätte muß und andauernde Schmerzen empfindet, auf 25 pet. ge Der Redner, der sich in längeren Aufführungen ganz entschieden in Nippes erfolgte eine gewaltige Explosion in dem Augenblicke, schäzt wird? Das Unfallgefeß läßt im Gegensatz zu der sonstigen gegen den im Entwurf enthaltenen Wahlmodus für die Schieds- als die Arbeiter mit dem Abfüllen des beim Kohlenwasserstoff Gesezgebung nicht Rücksicht auf Erwerbs möglichkeit, richter wendet, weist an einigen Beispielen nach, daß dadurch die Zu- sich ansammelnden Wassers beschäftigt waren. Die Arbeiter sondern nur auf Erwerbsfähigkeit nehmen. Die Akten sind einen fammensetzung des Schiedsgerichts ungünstig für die Arbeiter beein- wurden zu Boden geschleudert und burch brennende Gase übel Abgeordneten zur event. Berücksichtigung im Reichstag übergeben. flußt werden kann und fordert, daß die Wahlen der Arbeitervertreter, sugerichtet. Drei derselben sind sehr schwer verleßt, sie wurden- F. D. und 100 Oftrowo. 1. Geldstrafe ist zuläſſig; die wie in der Petition verlangt wird, durch die Generalversammlungen alsbald in das Hospital übergeführt. Sache ist aber noch der strafrechtlichen Seite hin verjährt. der Ortskaffen und derjenigen freien Krankenkassen, welche den Die Konzessionsentziehung einzuleiten, ist noch zulässig. Liegt Der Dampfer ,, Orotava", der beim Laden der Kohlen weiter nichts vor, als was Sie schildern, so würde aber auf Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Gesetzes nügen, erfolgen. Der Redner wendet sich ferner gegen die Be- vorige Woche in den Tilbury Docks umschlug, ist einer Londoner Erfolg nicht zu rechnen fein. 2. Da 3 geprügelte Dienststimmung, daß bei denjenigen, die eine Freiheitsstrafe von mehr Meldung zufolge endlich aufgerichtet worden. Das Schiff wird mädchen mag zunächst abwarten, ob ihr Widerspruch gegen den als einen Monat zu verbüßen haben und in anderen Fällen, die Rentenansprüche ruhen sollen, dies wäre ganz besonders un- Rettungsgürtel des seit sechs Wochen überfälligen österreichischen gegenüber der bestehenden Gesetzgebung nicht haben. Schiffbruch. Nachdem an der Küste von Korsika ein Polizeilichen Rückkehrbefehl von Erfolg ist und den Widerspruch bis in die letzte Instanz treiben. Viel Erfolg wird sie leider gerecht, wenn der Familie dadurch die Unterstützung entzogen Dampfers" Travancore" aufgefunden worden ist, nimmt man Die alt würde. Wie gegen die Bestimmung, daß derjenige, der von der preußische Gesinde- Ordnung giebt nur dann dem Gesinde das Berufungsinstanz abgewiesen wird, die Kosten tragen soll, so an, daß der Dampfer mit Mann und Maus untergegangen sei. Recht, ohne Kündigung aus dem Dienst zu treten, wenn es„ durch spricht sich der Redner auch entschieden gegen die Beseitigung Ueber ein paar seltene Cibeln macht der" Bär" folgende die Mißhandlung in Gefahr des Lebens oder der Gesundheit des Reichs Versicherungsamts als Berufungsinstanz aus. Mittheilungen: Die Bibliothek in Göttingen ist im Besitz zweier versetzt worden oder wenn die Herrschaft das Gesinde auch ohne Redner wünscht am Schluß, daß die Arbeitervertreter merkwürdigen Bibeln. Die eine führt den Namen„ Narrenbibel", solche Gefahr, jedoch mit ausschweifender und ungewöhn= im Parlament diese Ansprüche als die Mindestforde: und zwar daher, daß die Frau des Druckers im ersten Buchlicher Härte"- harte Behandlung setzt also unser Gesetzgeber rungen bei der Berathung des Gesetzes betrachten mögen. Moses die Worte:„ Er soll Dein Herr sein" umänderte in„ Er voraus- behandelt hat." Zwar hat der ablige Rittergutspächter In der Diskussion wurde das Referat von einigen Rednern noch soll Dein Narr ſein". die Fälschung nach der das Mädchen Sau, Mistfint ic. genannt, sie gefchlagen und mit Füßen vielfach ergänzt, worauf die Versammlung einem Vorschlag des Korrektur geschah, wurde sie nicht eher bemerkt, als bis getreten. Indeß darüber, ob hierin eine das Leben oder die GesundReferenten gemäß beschloß, zu der im Jahre 1894 ausgearbeiteten bereits einige Exemplare der Ausgabe verkauft waren. Auf heit gefährdende oder ungewöhnlich harte Behandlung zu finden ist, Petition eine Ergänzung hinzuzufügen, um diese gemeinsam mit Veranlassung der Polizei und der Geistlichkeit wurden die entscheiden in letter Instanz nur 3 gelehrte Richter, nicht Laiender Petition an alle Reichstags- Abgeordneten zu senden. betreffenden Bogen vernichtet, so daß nur einige Eyem- richter. Das Empfinden dieser Richter läßt sich nie voraussagen. Der Verein der Zimmerer bewilligte in seiner Mitglieder: plare dieser gefälschten Bibel erhalten worden sind. Die Frau Der Minister Suarez behauptete, als er gegen die Geftattung versammlung am 20. Dezember 200 M. für die Hafenarbeiter. wurde der Gotteslästerung schuldig befunden und mußte ihre eines unbedingten Züchtigungsrechtes, das die damaligen Hierauf sprach Genoffe Reßler in einem zustimmend auf- That mit dem Leben bezahlen. Eine andere furiose Erscheinung Junker verlangten, sich wendete: die Richter werden sich ohne genommenen Vortrag über die Bedeutung des Kongresses der auf dem Gebiete der Bibelliteratur erschien im Jahre 1756 in ein solches doch meist auf die Seite der Herrschaft stellen. Darin lokalorganisirten Gewerkschaften. Bei der Erfahwahl eines Braunschweig und ist unter dem Titel" Exzellenzbibel" hat er Recht gehabt. Bor uns liegt ein Erkenntniß eines zweiten Vorsitzenden wurde das Mitglied Döring mit diesem bekannt. In dieser Ausgabe ist nämlich der Zopf- und Curial: Schlesischen Landgerichts, in dem ausgeführt wird, ein Diensti jener Zeit auf den Text der Uebersetzung übertragen und mädchen habe keinen Grund zur Entlaffung gehabt, wiewohl es Bericht der Generalversammlung des Berliner dieser dadurch abscheulich verhunzt worden. So liest man darin so geschlagen wurde, daß es Beulen am Kopf und wochenArbeiter Raucherbundes vom 13. Dezember cr., ab- statt Bank Canapee", statt Vorrath von Speisen Magazin", lange Kopfschmerzen davongetragen habe, und wiewohl gehalten im Englischen Garten", Alexanderstr. 27c. In der sehr statt Fürften Commandanten", statt Dem theuren Landpfleger es " Herrn" auch mit einem Teppichklopfer Wenn das gut besuchten Versammlung gab der Rassirer Ehrke den halb-( Apostelgeschichte 23, 26) Dem hochwohlgeborenen Landpfleger", hauen wurde. Dienstmädchen ähnlicher ist jährigen Geschäftsbericht. Infolge des guten Gedeihens des Bundes statt auf des Kaisers Erkenntniß auf Seiner Majestät Er Weise eine Herrschaft behandelt, dann, ja dann fann derselbe schon seit einem halben Jahre den Hinterbliebenen fenntniß". Eine solche Exzellenzbibel wäre auch heute zeit- es etwas anderes: wenn Zwei dasselbe thun, ist es nicht der verstorbenen Mitglieder 100 M. Unterstüßung gewähren. gemäß. dasselbe" spottete Terenz, und behauptete der jeßige preußische Infolge dessen ist ein sehr reger Zuzug, besonders vom Deutschen Ueber den Eisboden in Sibirien hat der berühmte Justizminister. Die Gefinde- Ordnung giebt ihm recht. Jegliches Raucherbund zu verspüren. Zu den schon beigetretenen 58 Klubs Klimatolog Woeifoff dem Scottish Geographical Magacine" Büchtigungsrecht, auch dies bedingte, soll erst vom 1. Januar meldeten sich noch 3 neue Klubs, so daß jezt eine Mitgliederzahl einige neue intereffante Angaben gemacht. Gelegentlich der 1900 ab schwinden. 8. 24. Zu den gewerblichen Arbeitern von zirka 800 zu verzeichnen ist. Auf Anregung des Mitgliedes Arbeiten für die transsibirische Eisenbahn hat sich gezeigt, daß in scheinen Sie nicht zu gehörrn, troßdem tönnten Sie vom B. d. L. Höfer, der streikenden Hamburger Hafenarbeiter zu gedenken, Transbaitalien östlich des Baital- Sees in weiten Gebieten der ein Zeugniß verlangen. Sprechen Sie gelegentlich in der juristiwurden mit großer Majorität 100 M. bewilligt. An stelle des Boden das ganze Jahr hindurch gefroren bleibt. In einigen schen Sprechstunde vor. Afta. Wiewohl Ihre Schwester, die ersten Schriftführers C. Stiller, der sein Amt niedergelegt, Strichen schüßt der eine große Zeit des Jahres hindurch den als Köchin eines Privathaushalts der Gefinde- Ordnung unterwurde H. Braunschweig gewählt. Boden bedeckende Schnee jenen vor dem Gefrieren. Dies gilt fteht, mit freches Frauenzimmer" titulirt, vom„ Herrn" gefür das Land um Nhamar- Daban, wo der Boden vom September schüttelt, mit Ohrfeigen und mit Fauftschlägen gegen Kopf und Berliner Arbeitervertreter- Verein tagt jeden Dienstag nach dem oder gar vom August an unter einer Schneedecke liegt. Zwischen Gesicht regalirt ist, wäre ein Vorgehen gegen das Zeugniß" und erften im Monat bet Buste, Grenadierstr. 33, abends 8% Uhr. unentgelt: Krasnojarsk und Mariinst fand sich der Boden bis zur Tiefe gegen die Behandlung schwerlich von Erfolg. Vergleichen Sie W. A. Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters- Berfiche- von drei Metern fest gefroren; wenn man das Eis nicht die Ausführungen unter F. D. und 100. Ostrowo. rung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Suffitenftr. 36, v. 3 Tr. gewaltsam durchbrechen würde, um zu Wasser zu gelangen, so. 100. Dem Hauseigenthümer steht zwar das Recht zu, das A. Daehne, Demminerfir. 66, v. 3 Zr. K. Gutheit, Wiesenftr. 29a, von würde es Sommer und Winter eine zusammenhängende Schicht Haus zu verkaufen, Ihr Kontrakt läuft aber trotzdem weiter. 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenfir. 55, v. 2 Tr. E. Simanowsti bilden. In den meisten Gegenden mit Eisboden ist die Dicke Sekretär. Sie erhalten darüber am besten Auskunft durch Gartenstr. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerstr. 37, 4 Tr., von Karl 47. 6-9 Uhr abends. R. Tamm, Hussitenstr. 6, der Eisenbahnbehörde. von 8-9 Uhr abends. dieser gefrorenen Schicht geringer; fie verhindert auch nicht, daß direkte Anfrage bei sich die Oberfläche mit Vegetation bekleidet. Recherchen finden statt; ein direktes Verbot besteht nicht. A. S. 1. 1-5: nein. 2. St. 99. Eine Klage wäre erfolglos. F. M. 29. Nein. Mau. Sch. 1. Ja. 2. Ja. verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. 3. In zwei Jahren von dem Tage ab, an dem die Forderung Altes und Neues Museum am Euftgarten. Besuchszeit täglich, mit fällig war. A. N. Gin Testament muß im Gebiete des Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den allgemeinen Landrechts unterschrieben und bei Gericht nieder. 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis gelegt sein, um giltig zu sein. Daffelbe gilt für ein wechsel 6 Uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Testament. Für ein solches Die National: feitiges ift etwa folgende Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-8 Uhr Form zu empfehlen: Wir( Namen der Eheleute) ſehen ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis s einander gegenseitig und unsere Kinder( Namen) 6 Uhr, im März und Oktober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis U13 etwa noch geboren 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- Kunstgewerbe- sowie diejenigen Kinder, die Muse u m, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags werden, mit der Maßgabe ein, daß der Ueberlebende von ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 uhr, uns die von aller Aufsicht und Rechnungslegung befreite Vers Sonntags, April – September von 126 br, Oftober and waltung unseres beiderseitigen Vermögens bis zu seinem Tode November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( Unent: geltlich).-Museum für Völtertunde, Königgrägerstr. 120. Besuchs behält und berechtigt ist, unter Lebenden über die Substanz zu sett wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich). Hygiene- Museum, verfügen. Was nach dem Tode des Letztlebenden übrig bleibt, Klosterfir. 35. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer: theilen die anderen Erben nach der gesetzlichen Erbfolge. Für dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( Unentgeltlich). Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunst den Fall einer Wiederverheirathung des Ueberlebenden hat Aus gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. einandersehung nach der gefeßlichen Erbfolge zu erfolgen." Die Museum für deutsche Volt strachten und Erzeugnisse des ausgewerbes, klosterstr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs Höhe der Kosten richtet sich nach der Höhe des Objekts. von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgelo: Erwachsene 50 Pf., Kinder 25 Pf., R. G. 10. Die Konkurrenzklausel ist dem Grundsatz der Bereine Gonntags 10 Pf.- Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge Gewerbefreiheit widersprechend und deshalb ungiltig. Das öffnet Sonntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von 11-2 Uhr( Unentgeltlich). Rathhaus, Konigstraße. Geoffnet täglich ist aber nur theoretisch zutreffend. In der Praxis hat das außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr.( unentgeltlich). Aus Reichs- Oberhandelsgericht seit Mitte der 70er Jahre und das Kunstausstellung fichtsthurm( Eintrittspreis 20 Pf.). des Reichsgericht bis in die letzte Zeit hinein dahin entschieden, daß Bereins Berliner seünstler, Wilhelmstr. 92. Sonntags 11- br, solche Konkurrenstlaufeln giltig sind, falls die Beschränkung Wochentags 10 bis 4 Uhr. 50 Pfennig Entree. Sternwarte, Endeplas sa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis 11 Uhr Vormittags. sich nur auf bestimmte Zeiten und bestimmte Orte bezieht. Wenn urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Invalidenstr. 57-62 mit Ihnen vereinbart ist, daß Sie innerhalb eines Jahres an und Zaubenftr. 48/49, Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends: einem Orte in ein Konkurrenzgeschäft treten oder sich selbstEntree 50 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 5 M. Schadowoftr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Pf., an jedem ständig machen dürfen, so liegt eine ungiltige Abrede vor, legten Sonntag im Monat 25 Pf.- Caftan's Panoptikum, Friedrich: deren Ungiltigkeit aber nicht sicher von der letzten Juftanz ftraße. Geöffnet 10-10 Uhr. Baffage anerkannt werden würde.- 144 R. S. Das Patentamt ist die zu Panoptitum 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Banorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree ständige Behörde. Sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor. 50 Bf.aiser- Panorama, Baffage( Unter den Linden). Geöffnet von A. 16. B. Druckereien dürfen junge Leute unter 16 Jahren 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. 300 verschiedene Reifen, Landschafts- höchstens 10 Stunden lang beschäftigen. Die Forderung des bilder. Jede Reise 20 Pf.- 80ologischer Garten, Lüzowufer. Sonntags 50 Pf. Borsig's Garten mit Balmenhaus, All- Druckereibesizers, daß die Lehrlinge die Weihnachts- Feiertage Moabit 85-86. Eintrittspreis 50 Pf. Deffentliche Befehalle der hindurch täglich 11 Stunden arbeiten sollen, widrigenfalls er Deutschen Gefellsdaft für Gtbilde Kultur, Neue Schön das Koftgeld abziehen würde, ist gesetzwidrig, strafbar und ohne A. G. Uns unbekannt.€ 15 000 000. Städtische Lesehalle, Mohren: rechtliche Wirkung. auferfir. 18. unentgeltlich geöffnet am Werttag abends von 6 bis 10 Uhr, ftraße 41, geöffnet Wochentags abends von 6-9 Uhr und Sonntags von 11 Der Kaiser von Deutschland hat als solcher keine Zivilliste bis 2 Uhr. oder dergleichen. Dem König von Preußen steht eine Zivillifte in Höhe von 153/4 Millionen zu. J. Hagl. Defterreichischer Konsul als Bezeichnung genügt.- P. R. 10 000 m. D. G. 49. Der Flaschenbierhandel ist auch vom licher Rath wird ertheilt: A. Boigt, Wiesenftr. 41-42. G. Warn ft, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr abends.-Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Streligerfir. 58. P. Reimann, Bellermannftr. 88. F. Trapp, Schulftraße 56, von 7-8 Uhr abends. Im Norden: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung:. Mohs, Swinemünderftr. 57. Aufgang e, 4 Tr. Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersverficherung: E. Bader Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Schalthoff, Michaeltirchstr. 18. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügelmaier, Grimmstr. 39.- Nur für Invaliditäts- und Alters versicherung: B. Keller, Camphaufenstr. 5. Im Sud- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänel, Solmsftraße 44. Im Nord- Weften: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wils: nackerstr. 19. S, Stephan, Lessingstr. 34. ftraße 91. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: E. 2öffler, lofter Bet sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Vermischtes. Besuchszeit Eintrittspreis 50 Pf. Museum für Aquarium: Marine Die Bertheidigung des Lieutenants gegen wehrlose Knaben. Schwere Verlegungen mit der blanken Waffe hat, wie bereits gemeldet worden ist, in Stargard i. P. ein Offizier einem vierzehnjährigen Knaben beigebracht. Der Offizier heißt, wie jetzt bekannt wird, v. Zastrow. Der Voss. 3tg." geht über den Vorfall folgende Darstellung zu: Lieutenant v. Zastrow wurde am Sonntag Abend gegen 11 Uhr, als er den Stadttheil Unter dem rothen Meer" paffirte, von zwei halbwüchsigen Burschen angerempelt. Als Lieutenant v. Zastrow darauf feinen Degen zog, gaben die Burschen Fersengeld und rannten die Mauerstraße hinab. Der Offizier aber folgte ihnen, die blanke Waffe in der Hand. Eine Anzahl Knaben, die von einer Festlichkeit im Vereinshause heimkehrten, kreuzte in der Nähe der Pyrizerstraße den Weg, den die fliehenden Burschen und Lieutenant v. 3aftrow nahmen. Als diese des mit gezogenem Degen daherstürmenden Lieutenants ansichtig wurden, ergriffen fie gleichfalls die Flucht und lenkten dadurch unbeabsichtigt den Offizier von seinen wirklichen Beleidigern ab. Lieutenant von Zastrow ergriff den an der Rempelei völlig unschuldigen Sohn des in der Schuhstraße wohnenden Tischlermeisters Wiese und bearbeitete biefen so lange mit feinem Degen, bis er aus mehreren Ropfwunden blutete, dann ließ er, trotz des Einspruches mehrerer Passanten, den Vers wundeten von der Patrouille nach der Hauptwache bringen mit der Weifung, ihn bis zu m Morgen dort zu behalten. Erst auf das wiederjuristische Sprechstunde findet Montag 3, holte energische Einschreiten eines Nachtwächters ge: Dienstags, Freitags und Sonnabends, abends stattete Lieutenant v. Zastrow, daß der Knabe freigegeben von 7-8 Uhr, statt. und zu einem Arzt geschafft wurde. Die Burschen, die durch D. in P. Es wäre und lieb, wenn Sie Ihren Namen Vorschriften des§ 33( also wegen untonzeffionirten Schnaps. Anrempelung des Offiziers den ersten Anlaß zu dem Unfall! genennten und mittheilten, wie lange und wo Sie im Orient ge- verkaufs) bestraft ist. geben haben, sind entkommen. Sonntag 9-1 vorm., 5-10 abends. Die wesen. Briefkasten der Redaktion. 1. Januar ab nicht konzessionspflichtig. Nur kann vom 1. Januar ab der Kleinhandel mit Bier demjenigen untersagt werden, der wiederholt wegen Zuwiderhandlungen gegen die Witterungsübersicht vom 23. Dezember 1896. Ein ,, Gewerkschaftler". Ihr Vorschlag ist gut gemeint, Stationen. aber nicht ausführbar. Nach einer anderen Darstellung wurde Lieutenant v. Zastrow J. W. 100. Im Ausleihezimmer erhalten Sie eine Karte, nicht blos ohne jede Veranlassung angerempelt, sondern auch die zur Benutzung der Lesezimmer berechtigt. hinterrücks mit einem Stock geschlagen. Daß Lieutenant E. K., Hamburg. Wir bestätigen Ihnen gern, daß die bev. Zaftrow schließlich einen unbetheiligten Knaben mit seinem treffende Mittheilung nicht von Ihnen herrührt. Degen verwundete, wird übereinstimmend mit vorstehender Schilderung des Vorfalles behauptet. Eine Untersuchung ist bereits eingeleitet worden. Ein reizendes Bild, ein Lieutenant, der E. T. 32. Da, wo ohne polizeiliche Genehmigung Taubenmit blanker Waffe hinter ein paar rüde Straßenjungen herläuft faften angebracht sind, müssen sie entfernt werden. 2. K. 72. und schließlich ein wehrloses und obendrein unschuldiges Kind Nein. 100. O. B. Sie bedürfen noch der Heirathsurkunde Swinemünde mißhandelt! Dachte der Mann denn garnicht daran, welchen und der Sterbeurfunden Ihrer Eltern, sowie der vormundschaftsHamburg geradezu jämmerlichen Eindruck seine Handlungsweise bei dem gerichtlichen Genehmigung zu Ihrer Verheirathung. Emil Berlin Müller. In der F.'schen Unfallsache läßt sich leider nichts Wiesbaden. Publikum hinterlassen würde? Wie man in Stavenhagen Frik Reuter's Andenken machen. Es ist einer der vielen Fälle, in denen auf grund ärzt- München chrt. Friz Reuter, der allbekannte plattdeutsche Humorist, hat licher Gutachten angenommen wird, eine wesentliche Besserung Wien. es fich gefallen lassen müssen, daß sein Bild als ,, Waarenzeichen" sei eingetreten, wiewohl es sich um einen total erwerbsunfähigen Haparanda. gefeßlich geschützt worden ist, und zwar für den wohlriechenden Krüppel handelt. So lange es nicht gelingt, die berufsgenossen: Petersburg Artikel Käse". Eine Genossenschafts- Meierei zu Stavenhagen, schaftlichen Vertrauensärzte durch von der Berufsgenossenschaft hat unter Nr. 20 395 das Bildniß Fritz Reuter's mit der Umschrift Ut mine Baterstadt Stemhagen Friz Reuter" in das Waarenregister eintragen lassen. " Cort Paris. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung DND Windstärke ( Stala 1-12) 766 766 D • 765 764 762 762 770 SW Still S 778 768 GSD N 767 MSW 81333 121321 Wetter bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt Nebel Temperatur nach Celfins ( 506.= 4° R.) ཉ ལྤ ཌ- ས ས ཋ ལྔ halb bedeckt-10 Nebel heiter heiter 2 -2 und deren Geld völlig unabhängige Aerzte zu erfeßen, werden Aberdeen, derartige ärztliche Gutachten nicht verschwinden, die, weit über die bekannten juristischen Sportskonstruktionen hinausgehend, eine Gewöhnung" des Verunglückten an die im Betriebe erlittene Wetter- Prognose für Donnerstag, 24. Dezember 1896. Berstümmelung für vorhanden erachten. Es wäre aber völlig Ziemlich trübe und nebelig mit geringen Niederschlägen und irrthümlich anzunehmen, daß die Grundlage für derartige Gut- schwachen öfilichen Winden; Temperatur wenig verändert. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin, Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. In dem Irrenhause für Frauen in Bégard bei St. Brieuc brach, wie aus Paris berichtet wird, in der vergangenen Nacht Feuer aus, das einen Theil der Anstalt und die auftoßende 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 301. Gefehliche Bestimmungen gegen das Sweating- System " M in England. " 1 Donnerstag, den 24. Bezember 1896. gebung und Statistik" bringt Adolphe Smith eine Abhandlung über das Sweating- System, in England. Ueber die praktischen Ergebnisse der seit 1884 gegen dieses System begonnenen Agitation giebt der Verfasser folgende Darstellung. 13. Jahrg. 61/2 Pence( 1 Pence= 8% Pf.) pro Stunde für Handarbeiter| Fürstenzug im Bahnhof Löbau eintraf und hinter den bis 101/2 Pence für Maurer u. f. m. Gas- und Wasserarbeiter, Kaiserzug auf dasselbe Seitengleis geführt wird. Da läßt Kaifer Steinfeger, Anstreicher und Stubenmaler erhalten dasselbe, Wilhelm durch den Hofrath Schwerin dem Transportdirektor Maschinenarbeiter 81/2 bis 91/2 Pence pro Stunde bei wöchent- fagen, er wünsche bald abzufahren( während der Kaiserzug nach licher Arbeitszeit von 50 Stunden u. s. w. dem Fahrplan warten sollte, bis der Schnellzug von Dresden Soziale Rechtspflege. = 30 " 9 In Deutschland, wo die verderblichen Wirkungen des nach Görlitz den Bahnhof Löbau passirt habe). Obgleich der Charles Kingsley, der hervorragende englische Geistliche und Sweating- Systems bereits seit 1887 amtlich aufgedeckt sind, ver- Schnellzug in den allernächsten Minuten- teiner der Beamten Sozialreformer, beschrieb schon vor einem halben Jahrhundert spürt man bis heute noch nichts davon, daß Staat und Kommune sieht in der Aufregung" über die Anwesenheit Kaiser Wilhelms in seinem, Alton Locke, Schneider und Poet" betitelten Roman als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen, und ihren und des Königs von Sachsen nach der Uhr, jeder glaubt das Sweating Systemt in ausführlicher Weise. Die Bloß Lieferanten ähnliche Verpflichtungen auferlegen, als wie noch 5-10 Minuten Zeit zu haben, während in Wirklichkeit legung der freffenden Schäden jenes fluchwürdigen Systems be- es in England gefchieht. Die großen Kleiderlieferungen schon zwei Minuten später der Schnellzug angebraust kommt, wirkte indeß keineswegs, daß dagegen Maßnahmen getroffen des Staats und der Kommunen werden genau unter denselben dem das Signal die Einfahrt frei giebt, weil er das Nebenwurden, und so gewann es inzwischen bedeutend an Ausdehnung. elenden Bedingungen angefertigt, gegen die sich beim letzten gleis mit dem Kaiserzug und dem Fürstenzug gar nicht berührt, Erst im Jahre 1884 begann in England eine lebhaftere Konfektionsarbeiter- Streit die gesammte öffentliche Meinung auf- durchfahren muß( er hält in Löbau nicht), läßt TransportAgitation gegen das Schwizen. In der einflußreichen medizinisch gebäumt hat. Daß in nächster Zeit auf diesem Gebiete für die direktor Winkler, um dem Kaiser das Einsteigen zu erleichtern", wissenschaftlichen Zeitschrift Lancet" veröffentlichte Adolphe dringendsten Schäden Abhilfe geschaffen wird, darf kaum erwartet den Zug über die Weiche des Schnellzugsgleises vorrücken- und Smith am 3. Mai 1884 feine Untersuchungen über die„ polnische werden, ganz abgesehen davon, daß überhaupt bei Vergebung nun kommt die Katastrophe: der nicht gewarnte Schnef Kolonie jüdischer Schneider". In diefen Bericht wurden die aller Staats- und Kommunallieferungen zeitgemäße Bertrags- führer, der alles in Ordnung glaubt, gewahrt erst zu spät, d..ß. elenden Zustände der jüdischen Schwizhöhlen im Ostend von bedingungen zur Wahrung der Arbeiterinteressen an die Lieferanten sein Gleis nicht frei ist, er thut das Möglichste, aber der SchnellLondon und die erbärmlichen sozialen Verhältnisse ihrer gestellt werden. Und doch wird von Lobhudlern ständig ver- aug faßt die Maschine des Kaiserzuges und schlitt ihren Eisen Infassen geschildert. In dem jegt herausgegebenen letzten fündet, daß Deutschland an der Spitze der Sozialreform leib auf, so daß das Wasser herausschießt. Es ist eines der Hefte des neunten Bandes des Archiv für soziale Gesetz- marschirt. auch heut noch passirenden Wunder, daß der Schnellzug noch so weit zu halten war, daß er nicht alles in Grund und Boden fuhr. Das Bild der totalen Zerfahrenheit, so schreibt die ,, Brest. Zeitung" mit recht, tritt in jeder Aussage hervor. Der zu nachDie ersten Schritte zur Abhilfe der gerügten Uebelstände Das Reichs Versicherungsamt hatte türzlich einen giebige Stationsvorsteher Göze, der wohl auch durch den Dienst unternahmen der jüdische Ausschuß für Armenpflege, der Mansion- interessanten Rechtsstreit zu erledigen. Der Knecht Triemet, der abgespannt war, wollte auch gern einmal den Kaiser sehen" house- Ausschuß für Armenwohnungen und die Arbeiterinnen- bei dem Pferdezüchter Freiherrn von Falkenhausen in Dienst und verliert dabei die Sicherheit des Dienstes aus den Augen; Gewerkvereins- Liga. Der erftgenannte Ausschuß berief sofort eine stand, hatte eines Tages junge Pferde nach der Bahn zu trans- der das" Halt"! Signal für den Schnellzug gebende Assistent besondere Konferenz zur Diskussion des Berichtes der Lancet". portiren. Beim Verladen der Thiere wurde Triemet von einem fagt:" Ja, hätte ich gewußt, um was es sich handelt, dann Auf der Konferenz gelangte ein Beschluß zur Annahme, in derselben vor die Brust geschlagen. Der Schlag war so heftig, hätte ich das" Störungssignal" gegeben, das jeden Zug zum sofortigen Halten zwingt!" Die beiden in Ehren im Dienst grau welchem u. a. beſtimmt wurde, einen Inspektor zu ernennen, daß der Verletzte bald verstarb. Seine Hinterbliebenen verlangten gewordenen Oberbeamten müssen ihr Versehen schwer büßen mit welchem obliegt, Fälle unvollkommener Lüftung, mangelhafter 11un von der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft eine Kanalisation, mangelhafter Wasserversorgung u. f. w. zu melden Unfallrente, fie wurden aber abgewiesen. In dem Bescheid der Verurtheilung zu Gefängnißfirafen. 1280 Mark Gerichtskosten hat ein Konditor in Stettin und ihnen abzuhelfen. Eine zu ernennende Sanitätskommission wurde gesagt, es liege keiner von den Unfällen vor, die die sollte die Obliegenheiten des Inspektors überwachen und ton. Berufsgenossenschaft zu entschädigen habe. konBei dieser sei in einem Prozeß wegen 248 M. zahlen müssen. Der Konditor zwar der landwirthschaftliche Betrieb des Freiherrn versichert, hatte eine Lieferung Wein, den er geprobt hatte, bei einer HamDie zum größten Theile aus Philanthropen der Mittelklasse in seinem Gestüt wolle letzterer aber nur Bollblutpferde für burger Firma bestellt, erhielt aber nach seiner Ansicht nicht bestehende Arbeiterinnen Gewerkvereins- Liga veranstaltete eine Rennzwecke und für die Armee züchten. Die Kläger legten Be- probemäßige, sondern verdorbene Waare und lehnte deshalb Waare ganze Anzahl von Versammlungen im Osten Londons, welche rufung ein und machten geltend, das Geflüt sei eine landwirth- und Bezahlung ab. Das Gericht erster Justanz nahm an, die fich mit den Enthüllungen beschäftigten. Bei den männlichen schaftliche Einrichtung. Das Schiedsgericht wies indessen eben Ginwendung gegen die Waare set verspätet. Das Landgericht Arbeitern war es die International Pressers and Tailors falls die Ansprüche zurück. Im Refurse betonten nun die Kläger, wies zwar diesen Abweisungsgrund als nicht stichhaltig zurück, Union", welche sich in wirksamer Weise an der Anti- Sweating- in dem Gestüt sei ein Theil des landwirthschaftlichen Betriebes es gelangte aber auf grund einer eingehenden Beweisaufnahme, Agitation betheiligte. zu sehen. Das Reichs- Versicherungsamt erhob noch Be- bei der einige Sachverständige vernommen wurden, gleichfalls zur So griff die 1884 begonnene Bewegung gegen das Schwitz- weis. Es stellte fest, daß das Gut des Freiherrn, wo sich das Gestüt Verurtheilung des Konditors. Es nahm an, daß der Kaufmann system immer weiter um sich, bis schließlich die Regierung befindet, 1000 Hektar umfaßt. Ferner ergaben die Nach nur dafür einzustehen habe, daß das Faß an den Hamselbst die Sache in die Hand nahm. Das erste, was sie that, forschungen des Gerichts, daß die Pferde mit Futter versehen burger Spediteur probemäßigen Inhalt gehabt habe. Den Ausselbst die Sache in die Hand nahm. Das erste, was sie that, war die Errichtung eines mit dem Handelsministerium ver- wurden, das zum Ertrage der Gutswirthschaft gehörte. Pferde, fagen der vernommenen Sachverständigen sei kein Gewicht beis bundenen Arbeitsamtes. Zum Sekretär dieser Behörde wurde die sich nicht für die Armee oder zu Rennzwecken eigneten, zulegen, da die Untersuchung etwa ein Jahr nach der Ablieferung ein hervorragender Gewerkvereinler, Herr John Burnett, er wurden in der Landwirthschaft verbraucht. Das Refursgericht erfolgt sei und keinen Rückschluß auf die Beschaffenheit zur Zeit nannt. Die erfte Leistung Burnett's in seiner neuen Stellung der Absendung gestatte. Uns ist der Wein nicht bekannt. war die Ausarbeitung und Veröffentlichung eines ausführlichen wissen also nicht, ob ein aiengericht anders entschieden Berichtes über das Sweating- System. Dieser Bericht verursachte hätte. Aber das wissen wir: es hätte billiger entschieden. wiederum großes Aufsehen. Der Konditor ist wegen der Höhe der Kosten in Verzweiflung und gelangt erst jetzt zu der Erkenntniß: gerecht und billig ist nach jeder Richtung hin im Klaffenstaat zweierlei. trolliren. von verhindern tönnen, sowie zu hob demnächst die Entscheidung des Schiedsgerichts und den ablehnenden Bescheid der Berufsgenossenschaft auf und sprach den Hinterbliebenen Triemet's die Rente zu. Es nahm an, daß die Thätigkeit, bei der 2. verunglückte, dem versicherten landwirth schaftlichen Betriebe, zuzurechnen sei. fein fann. 3 M. dem Die bedeute das, es Wir Der erste direkt gegen das Sweating- System gerichtete Schlag seitens der britischen gefeßgebenden Gewalt ist verkörpert in der Ein bei Konfektionsarbeiterinnen beliebtes Mittel, vom Unterhause am 18. Februar 1891 beschlossenen Resolution. fich wirkliche oder vermeintliche Ansprüche zu sichern, ist das Sie lautet: Es wird beschloffen, daß es nach der Ansicht dieses Zurückbehalten von Arbeitsmaterial. Die Näherin W. mußte Bittlich in Groß- Chelm hatte der dortige Amtsvorsteher auf EntDer intereffirte Amtsvorsteher. Gegen den Gastwirth Hauses Pflicht der Regierung ist, in sämmtlichen von ihr ge= erfahren, daß Dieses Mittel nicht immer wirkt, wie fchloffenen Lieferungsverträgen Vorkehrungen gegen die neuerlich man es hofft, und daß die Wirkung sogar schädlich ziehung der Konzession geklagt, indem er allerhand Anschuldigungen ber Sweating- Kommission ermittelten Uebelstände Frau V. glaubte, noch 3 Mart von gegen P. vorbrachte. Kreisausschuß und Bezirksausschuß gaben Das Bezirkstreffen, und zu diesem Behufe Bedingungen zu stellen, Schneidermeister Demuth zu bekommen, und hatte deshalb dem Verlangen des Chelmer Polizeichefs statt. welche die aus dem Weitervergeben von Lieferungen ent- Stoff, aus dem ein Capes gefertigt werden sollte, als gericht schied jedoch bei seinem Urtheil die meisten Anfchuldigungen als belanglos aus. Die Konzessionsentziehung wurde, durch alles Pfand zurückbehalten. Nach einiger Zeit lagte der Arbeit die Thatsache begründet, daß im Gasthaus des Beklagten ein thun, um die Zahlung solcher Löhne zu sichern, wie sie in geber beim Gewerbegericht auf 9 M. Schadenersatz und auf notorischer Trunkenbold verstorben ist; daraus sei zu schließen, jedem Gewerbe für tüchtige Arbeiter als allgemein üblich Gewährung einer Gebühr für die Zeit, die er wegen der Sache P. werde sein Gewerbe zur Förderung der Völlerei mißbrauchen. gelten." Daß dieser Beschluß auch in der Praxis durchgeführt auf dem Gericht versäumen würde. Die Beklagte erhob der Widerklage auf Herauszahlung wurde, dafür erbringt Adolphe Smith ein dem Blaubuch ent- nun Bittlich legte Revision ein und behauptete vor dem Ober- Vernommenes Schreiben. Die Vertragsbedingungen verpflichten den Rammer I unter dem Vorsitz des Assessors Hellwig wies fie Interesse verfolgt zu werden. Das Gericht veranstaltete eine waltungsgericht, vom Amtsvorsteher aus persönlichem Lieferanten, die zu liefernden Kleidungsstücke in seiner eigenen jedoch hierauf ab, weil eine Ausgleichquittung vorlag, und Beweiserhebung. Erwiesen wurde, daß in der kritischen Zeit Fabrik anzufertigen. Reinerlei Arbeit daran darf in den verurtheilte sie, an Demuth 9 M. für den einzwischen dem Amtsvorsteher und einem an Versäumnißgebühren zu Dritten Ver Wohnungen der Arbeiter geschehen. Für den Fall einer Ber- behaltenen Stoff und 3 M. dem Polizeilegung der Bedingung unterliegt der Lieferant, wenn sie dem zahlen. In der Begründung wurde gesagt, es sei ganz gleich- handlungen wegen An- und Verkaufs eines chef gehörigen Grundstückes schwebten und daß der Präsidenten des Handelsministeriums überzeugend nachgewiesen giltig, daß Demuth vor dem gerichtlichen Vorgehen von Käufer während des Verfahrens wird, einer Geldstrafe( bis zu 2000 m. für jede Verlegung). Frau V. nicht verlangt hätte, ihm das Capes abzuliefern Ronzession für eine Gastwirthschaft im betreffenden Haufe gegen Pittlich Pittlich die Es darf fein Theil des gegenwärtigen Vertrags ohne schriftliche oder den Stoff zurückzugeben. Erhalte jemand den Auftrag, nachgefucht hat. Der Kreisausschuß hat indeffen das Gesuch abs Genehmigung des Präsidenten des Handelsministeriums übertragen ein Kleidungsstück anzufertigen, dann werden. Das Weitervergeben von Lieferungen, soweit es in den frag- folle in allernächster Zeit, sobald als möglich, geschehen. Hier gewiesen. Außerdem konnte Pittlich dem Gericht ein Telegramm aber, seitdem der Auftrag lichen Gewerben nicht üblich, ist untersagt. Als allgemeine Klausel ist wären ertheilt worden war, des Amtsvorstehers an seinen Kontrahenten vorlegen, worin als dem Vertrage folgender Satz hinzugefügt:" Für die Zahlung beinahe zwei Monate verflossen, und daher sei auch dem Kläger Kaufpreis 31 000. angegeben sind, während das Grundstück an und für sich thatsächlich nur 21 000 Mark der in Ausführung des gegenwärtigen Vertrages zu entrichtenden zu glauben, daß er den Zuschnitt jezt nicht mehr verwenden Löhne haben die Säße zu gelten, wie sie in jedem Gewerbe für tönne. Der Beklagte glaubte annehmen zu können, Somit sei die Beklagte erfaßpflichtig. Ihre Verwerth ist. daß der Käufer in der Differenz von 10 000 Mart tüchtige Arbeiter innerhalb des Bezirkes üblich sind, in welchem urtheilung zu einer Versäumnißgebühr rechtfertige sich daraus, die Hoffnung auf die für ihn scheinbar frei werdende Kon= die Arbeit geschieht." Da Sinn wie Buchstabe des an- daß sie durch ihr Verhalten den Kläger zu einer zweimaligen zeffion P.'s mitbezahlen sollte. Der 3. Senat unter geführten Parlamentsbeschlusses aus der obigen Vertrags- Verfäumniß verholfen habe. flaufel nicht immer genau eingehalten wurde, wurde am Pfuscharbeit. Eine wichtige Entscheidung hat die Rammer III. 14. Mai dieses Jahres eine Kommission des Unterhauses mit des Gewerbegerichts gefällt. Der Arbeiter H., der beim der Untersuchung der Angelegenheit betraut. Ihr Bericht ist noch Malermeister Schent als Anstreicher gearbeitet hatte und von diesem nicht ganz abgeschlossen, doch wurden einige Protokolle über ge ohne vorherige Kündigung entlaffen worden war, flagte wegen machte Erhebungen unterm 3. Juli dieses Jahres veröffentlicht. einer Lohnentschädigung. Schenk wandte ein, die Arbeit des Diesem neuesten Blaubuch über die Angelegenheit ist ein Anhang Klägers wäre sehr schlecht gewesen. Zwar habe er ihn mehrere beigegeben, welcher den Wortlaut einer Anzahl Verträge bringt. Wochen hindurch beschäftigt, jedoch nur mangels einer anderen Die meisten hiervon sind in derselben Weise, wie der oben paffenden Arbeitskraft. Der Beklagte wünschte jetzt nicht blos erwähnte abgefaßt, indessen finden wir die Bestimmung, die Abweisung der Klage, sondern machte auch noch wegen der daß die Lieferanten verpflichtet werden, in ihren Betrieben oder angeblich verpfuschten Arbeit Enfchädigungsansprüche geltenb, in ihren Fabriken Bekanntmachungen anzubringen, aus denen die die er zum mindesten gegen die Klageforderung aufgerechnet Arbeiter ersehen können, unter welchen Bedingungen sie zu ar- haben wollte. Ein Sachverständiger sprach sich ziemlich abfällig beiten haben. In einer solchen Bekanntmachung, welche das über die von H. gelieferte Arbeit aus. Die Kammer III Kriegsministerium den Lieferanten aufgiebt, ihren Arbeitern mit unter dem Vorsitz des Assessors Guno verurtheilte Schent inzutheilen, heißt es: dessen doch unter Zurückweisung seiner Gegenforderung, dem Diesem Beschluß( vom 13. Februar 1891) entsprechend sind Kläger die Lohnentschädigung zu gewähren. Er sei, führte der alle Lieferanten für die Dekonomie Abtheilung des Kriegs- Borsigende aus, an die gesetzliche Kündigungsfrist gebunden geMinisteriums durch die Bedingungen ihrer Verträge verpflichtet, wesen, denn schlechte Arbeit wäre noch kein Entlassungsgrund. Und des die Lohnsätze( ohne irgendwelchen Abzug) zu zahlen, wie fie Beklagten Entschädigungsanspruch sei deswegen hinfällig, weil er für tüchtige Arbeiter an den Orten, wo die Arbeit ausgeführt den Kläger mehrere Wochen behalten habe, obwohl ihm schon in wird, üblich sind, desgleichen in allen Werkstätten, Höfen, ge- den ersten Tagen dessen geringe Fähigkeiten bekannt waren. schlossenen Räumen, Zahlstellen u. f. w., wo für das Kriegsminifterium gearbeitet wird, an sichtbarer Stelle eine Kopie der gegenwärtigen Mittheilung anzubringen." V Hinsichtlich der Anfertigung von Militär- Bekleidungsstücken ist den obenangeführten Abmachungen noch hinzugefügt: " Alle Löhne, welche von den bei Anfertigung der Kleidungs stücke beschäftigten Arbeitern verdient werden, sind ihnen direkt zu zahlen und nicht durch einen Vorarbeiter oder eine andere Person, welche die den Arbeitern aufgetragene Thätigkeit be aufsichtigt." Gerichts- Beitung. dem Vorsiz des Präsidenten Rommel hob die Vors entscheidungen auf und ließ Pittlich die Konzession. Zur Begründung bemerkte der Vorsitzende, der Amtsvorsteher hätte sich der Klage enthalten müssen, da er auf jeden Fall persönlich intereffirt gewesen sei. Versammlungen. feine Mitgliederversammlung in den Arminhallen ab. Der VorDer Verband der Zimmerleute hielt am 18. Dezember feine Mitgliederversammlung in den Arminhallen ab. Der Vorder Kreuzbergstr. 12 bei Rohde und die Zahlstelle 4 bei Faller, sitzende gab den Mitgliedern bekannt, daß die Bahlstelle 8 nach Pallasstr. 16, verlegt sind. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten wurden den Hafenarbeitern 200 m. bewilligt. Eine stark besuchte stark besuchte Versammlung der Playdeputirten der Berliner 3immerer, die am 21. b. M. stattfand, gab ihre Zustimmung zu der von der Lohnkommission vorgenommenen Unterstüßung der Hamburger Hafenarbeiter ( 500 M.) und bewilligte weitere 500 m. für dieselben. Alsdann theilte der Vertrauensmann Fischer mit, daß E. Griniz, Annenstr. 48, zu unrecht als Schuldner veröffentlicht sei. Von Griniz ist das Geld an einen hiesigen Kollegen während seiner Abwesenheit von Berlin gesandt; leider hat es der be treffende bis jetzt noch nicht abgeliefert. Redner besprach In der Aufregung. Die Verhandlungen über den dann die Organisation des Sammelivesens und empfahl, 3usammenstoß des von Dresden tommenden vom 1. Januar ab erst dann Marken zu verabfolgen, wenn Schnellzugs mit dem im Bahnhof Löbau stehenden sämmtliche Beträge auf Listen eingegangen sind. Die Höhe der Kaiserzuge" am 12. September geben, so schreibt die zu zahlenden Beiträge soll auf, 20 Bf. festgesetzt werden. Die " Freifinnige Zeitung", ein flares Bild, was dabei herauskommt, Arbeitslosen werden verpflichtet, wöchentlich einmal dem Bureau wenn ein übereifriger Beamter einen rasch ausgesprochenen der Lohnkommission ihre Karte zur Abstempelung vorzulegen, das Die Bedingungen der Lieferungen für andere Staatsinstitute Wunsch des Kaisers als einen Befehl auffaßt, den er un- mit eine genaue Kontrolle über die Arbeitslosigkeit lauten ähnlich, wie für das Kriegsministerium; ebenso haben bedingt ausführen müsse. In dem Plaidoyer des Ober- Staats- geführt werden könne. Da von seiten der zentralorganisirten auch verschiedene städtische Behörden, namentlich aber der anwalts kommt der sehr beherzigenswerthe Ausspruch vor: Zimmerer die Behauptung aufgestellt werde, durch ihre höheren Londoner Grafschaftsrath und die Londoner Schulkommission Stationsvorsteher Göße hat fein Rückgrat gehabt gegenüber Beiträge mehr belastet zu sein, schlägt Redner vor, auf die Abschaffung des Schwizens bei allen für diese Kommunal- dem Transportdirektor Winkler, seinem Vorgesetzten; daß die Mehrleistung der Verbandsmitglieder aus dem Agitationsbehörden unternommenen Arbeiten hingewirkt. Der Grafschaftsrath aber dieser erst recht ohne jede männliche Festigkeit vor fonds wieder zurück zu zahlen und legt der Versammlung eine hat ein Verzeichniß der Gewerkvereins- Lohnfäße veröffentlicht, die einem ohne jede befehlende Absicht gesprochenen faiser- diesbezügliche Resolution vor. In der sehr lebhaften, oft stür allen von ihm unmittelbar oder mittelbar beschäftigten Arbeitern lichen Wunsch sich gebeugt hat, erwähnt Der Ober- mischen Diskussion wurden die drei ersten Punkte der Resolution gezahlt werden müssen; so ist beispielsweise bestimmt, daß die Staatsanwalt nicht. Eine kurze Zusammenstellung der That einstimmig angenommen, dagegen der vierte Punkt mit 5 Stimmen Arbeitsstunden für die Baugewerbe auf 50 im Sommer und fachen ergiebt, daß drei Minuten nach dem Einlaufen des auf Mehrheit abgelehnt und der nächsten öffentlichen Versammlung 441/2 bis 47 im Winter festgesetzt sind. Die Löhne variiren von ein Seitengleis geführten Kaiserzuges der zweite Zug der sogen. überwiesen. " Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abenb 9 Uhr bis 10% Uhr: Süd- 1 itschule Waldemarstr. 14: Nede- Uebung( Die wichtigsten technischen Grundsäge für die Kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Vortrages). Herr Heinrich Schulz. Nordschule, Brunnenstraße 25: Geschichte( Alte Geschichte. Urzeit. Entstehung der Religionen. Orientalische Bölter. Griechen und Römer). Herr Dr. C. Pinn. Die Schulräume sind zur Benuzung der Bibliothek und des reichen Zeitchriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Für denJuhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 24. Dezember bleiben sämmtliche Theater geschlossen. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag: Geschlossen. Freitag, nachm. 3 Úhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Feitag, abends 8 Uhr: Ein Wintermärchen. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Donnerstag: Keine Vorstellung. Freitag: nachmittags 3 Uhr: Bei halben Rassenpreisen: Gebildete Menschen. Abends 71/2 Uhr: Das Wetterhäuschen. Musikalisches Genrebild von Roß. Deutsch von Hermann Hirschel. Musik von Selby. Hierauf: Goldene Herzen. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Richard Schultz. Donnerstag: Geschlossen. Freitag, den 25. Dezember 1896; Emil Thomas a. G. Zum 95. Male: Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinskalender find au richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Bund der gesigen arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschrften, den Bund betreffend, find zu richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Otto Schulz, Kottbuser Damm 72. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! Ur- Australier ( Kannibalen). Passage- Panopticum. Heute Aufführung der Traumbilder um 6 Uhr. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Kottbuser Thor. Täglich: Weihnachtsfest- Dekoration sämmtlicher Säle. Dazu: Eine wilde Sache. Robert u. Bertram Sonnabend, den 26. Dezember 1896, nachmittags 3 Uhr: Einmalige Aufführung. Ermässigte Preise. Eine tolle Nacht. Abends 1/28 Uhr: Emil Thomas a. G. Zum 96. Male: Eine wilde Sache. Sonntag und die folgenden Tage: Eine wilde Sache. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Donnerstag: Geschlossen. Freitag, den 25. Dezember 1896, nachmittags: Die Räuber. abends: Der Meineidbaner. Sonnabend, den 26. Dezember 1896, nachmittags: Wilhelm Tell. abends: Der Veilchenfresser. Sonntag, den 27. Dezember 1896, nachmittags: Maria Stuart. abends: Die Waise von Lowood. Montag u. Dienstag: Der Veilchenfrefer. Alexanderplatz- Theater. Pikante Novität. Pikante Novität. Donnerstag: Geschlossen. Freitag und Sonntag Nachmittag: König Kakadu oder: Der fidele Schabernach. Sonnabend Nachmittag: Mansen's Reisenach dem Nordpol. Abends: Sein Verhältniß. Oftend- Theater. Große Gesangsposse in 4 Akten von G. Raeder. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. bis 3 M. Konzerthaus Sanssouci Kottbuserstrasse 4a, An allen drei Weihnachts Feiertagen: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Jeden Abend neues großartiges Programm! Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52 53( City- Passage) Annenstrasse 42/43. Am 25., 26. und 27. Dezember: Gr. Fest- Vorstellungen. Reine erhöhten Preise! Neu! Zum 1. Male: Neu! Freireligiöse Gemeinde. Freitag, den 25. Dezember, vormittags 9 Uhr, Rosenthalerstr. 38. Herr Walded Manaffe: Festvortrag. Sonnabend, den 26. Dezember, vorm 9 Uhr, ebendaselbst. Herr Ewald Bogtherr: Festvortrag. Sonntag, den 27. Dezember, vorm. 9 Uhr, ebendaselbst. Bortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Die Kunst in der Religion. Bahltag am Sonntag, den Allgemeine Familien- Sterbekasse. 27. Dezember, Ackerstr. 123 bet Marten und Orantenftr. 23a bei Buckow. Apollo- Theater Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Heute, Donnerstag, den 24. Dezember, Weihnachtsheiligabend: Geschlossen. An den 3 Feiertagen: Sonnabend, 26. Dezember, mittags 12 Uhr, im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 35: Große Matinee veranstaltet von den 219/6 Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Parteigenossen der Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen Neuheit! Neuheit! Kinetograph ( lebende Photographie) mit dem Sensationsbild Endlich allein! Ferner: unter Mitwirkung des Gesangvereins Nord"( M. d. A.- S.- B) und der humoristischen Gesellschaft Strzelewicz. Billets à 25 Pf. sind vorher in den mit Plakaten belegten Geschäften sowie bei den bekannten Genoffen zu haben. Das Komitee. Verband der Möbelpolirer. 30 Kunstkräfte I. Ranges. Am 25. Dezember, abends 7 Uhr, bei Nieft, Weberstr. 17: Am 31. Dezember: Gr. humorist. Sylvesterfeier. Vogler's Casino früher Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Variété u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Jm vorderen Saal täglich: Großes Konzert der unübertrefflichen italienischen National- Sänger- und TänzerGesellschaft Domenico Conti. Entree vollständig frei. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue, Kegelbahnen. Sorgfältig gepflegte Biere, anerkannt gute Küche. 26. Dezember( 2. Feiertag) mittags 12 Uhr: Grosse Matinée. Münz- u. Raiser Wilhelmstr.- Ecke Winkler's grosses Anatomisches Museum Freitag, den 25. Dezember: Kein Dame utag. Entree 50 Pf. !!! Novität!!! 126M Gr. Weihnachts- Vergnügen verbunden mit Kinderbescheerung. Einlaßkarten nebst Programm sind bei den bekannten Kollegen zu haben. Die Versammlung im Südosten fällt ans. We Die Kollegen werden ersucht, ihre Kontrollkarten auszufüllen und bei den Arbeitsvermittlern oder bei H. Schulz, Memelerstraße 60a, umzutauschen. Der Vorstand. Achtung, Former! Die von den Formern arrangirte Matinée am 2. Feiertage in Kaufmann's Variété findet wegen der am 20. Dezember erfolgten Lokalsperre nicht statt. Die Billets behalten bis auf weiteres ihre Giltigkeit! 61/5 Das Komiter. WEIHNACH 1896 Gratulationsgedichte für d. Kinder des Proletariats gewesen..... 1, M. Märchenbuch für d. Kinder d. Proletariats( tonfiszirt Dasselbe, in Prachtb. 3,50 M. Das Arbeiterrecht, geb. in Halbleinen... 3, M. Weihnachtstisch: empfiehlt als geeignet für den Berlin S., City= Passage Der Verlag v. Hans Baake 0,60 m. Gekrönte Häupter, elegant gebunden.. à 1,50 M. Spitzel auf Reisen( Ein Gesellschaftsspiel). 0,75 M. Belle- Alliance- Theater. Schippanowsky's Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Internationale Konzerte Spandauer Brücke Stadtbahnbogen. ! Im Frühlingsglanze! Neue phänomen. Ausstattung. Heute konzertiren: Jm Fliederhain: Wiener DamenKapelle Wiener Herzen." Rosenlaube: Elite- Orchester AⱭ Heil". Obstgarten: Jtal. Sänger- GesellSacco". Hopfenlaube: Inftrument.„ Laczy". Weinberg: Tiroler Sänger- und Tänzergesellschaft Eder." Theater- Abtheilung: Allabendlich Auftreten von Humoristen, Komikern, Duettisten 11. s. w. Anfang Wochent. 6 Uhr Nachm. Entree frei. Vorzügliche und billige Küche. Table d'hôte à Couvert 75 ẞf. Freitag, den 25. Dezember, nachmittags 3 Uhri Zum ersten Male: Don Carlos. Philipp: Wilhelm Ruff; Königin: Therese Freyburg a. G.; Don Carlos: Rich. Jürgas; Fürstin Eboli: Hedwig Margot; Marquis Posa: Julius Türt. Sämmtliche Abonnementskarten haben Giltigkeit. Sonnabend, den 26. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Gastspiel von Fr. Sofie Bursta. Zum dritten Male: Romeo und Julia. Sonntag, den 27. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Don Carlos. Die Verloofungen beginnen um 1/2 Uhr. Gintrittskarten à 60 Pf. find in folgenden Zahlstellen zu haben: N.: Beyer, Veteranenstraße 13; Mehnert, Diedenhofenerstraße 3; Winkelmann, Ackerftr. 153; Diecke, Lothringerftr. 67; Hinze, Pantstr. 14a; Vogel, Demminerstraße 62; Becker, Lindowerftr. 25. NO.: Niemeyer, Weberstr. 19; Reul, Barnimstr. 42. O.: Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, Roppenstr. 90; Böhl, Frankfurter Allee 74; Hoffmann, Blumenftr. 14. SO.: Nicolas, Staliger. ftraße 107; Böhlert, Mariannenstr. 5; Tolksdorf, Sorauerftr. 17, Ede Görligerftraße; Moritz, Manteuffelstraße 68; Scholz, Wrangelfir. 32. S.: Gädicke, Gräfeftr. 93; Schulz, Admiralstr. 40 a; Börner, Ritterstr. 15; Baake, CityPassage, Dresdenerstr. 52/53. SW.: Ochs, Lindenstr. 59; Windthorst, JunkerPallasstr. 16; Behrend, Blumenthalstraße 5. NW.( Moabit): Reddemann, Brigw alferstr. 3. C.: Löwenberg, Neue Schönhauserstr. 18; Horsch, Gips. straße 27; Scheithauer, Rosenthalerstr. 64. Grosse Frankfurterstr. 132. Papa's Zahnschmerzen mann zum heutigen Wiegenfeste ein traße 1; Böttger, 3offenerstr. 21; Bittner, Charlottenftr. 82. W.: Faller, Direktion: Carl Weiß. Donnerstag: Geschlossen. Freitag, den 26. Dezember 1896. 3um ersten Male: Novität! Novität! Schwerenöther. Poffe mit Gefang in 4 Aften von Ostar Klein. Anfang abends 71/2 Uhr: Freitag, nachm. 8 Uhr: Marie- Anne. Sonnabend, nachm. 8 Uhr: Das Gebet in der Christnacht. Lebensbild mit Gefang. Abends: Schwerenöther. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Der deutsche Michel. Abends: Schwerenöther. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt, ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater Uhr. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 f. = Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Schwant mit Gesang in 1 Att von E. Braune. M Jette, Dienstmädchen Loffe Bieger a. G. Mr. Harry Arlon, Kunstpfeifer u. Vogelstimmen Imitator. Mita Roselli, Erzentric- Soubrette ersten Ranges. Herm. Wehling, Tanztomiter. Lotte Sieger, der Rattenfänger u. f. w. Eine Sommerwohnung in Charlottenburg. Boffe in 1 Att von A. Anno. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. 0000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Bis Weihnachten geschlossen. Am 2. Feiertag, mittags 12 Uhr: Grosse Fest- Matinée gesammten Künstler- Personals unter Mitwirkung von Wilh. Fröbel. 000 des Die Beleidigung gegen Herrn Karl Borpahl nehme ich zurück. E. Steffan. Unserm Klubbuditer Heinrich Waß: donnerndes Hoch, daß die Null- Weißen ( Lini) in der Linienftr. 29 tanzen. Die Brüder v. Stattlub Kreuz- Bauer. Genossen des 6. Wahlkreises. Circus Busch. Am 21. d. M. starb nach langem, schwerem Leiden unser Genosse, der Donnerstag, Weißgerber Hermann Zietschmann. Die Beerdigung findet am 1. Feiertag, nachmittags 2 Uhr, vom Tranerhause Biefenthalerstr. 20, aus, nach dem Pauls- Kirchhofe in Plögensee statt. 219/5 Der Vertrauensmann. Beerdigungs- Verein Berliner Bimmerleuke. Am 21. d. M. verstarb nach langem Leiden unfer Kamerad, der Zimmerer Friedrich Benecke. Die Beerdigung findet am 1. Weihnachtsfeiertage, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Dunderstr. 87, nach dem Gethsemane- Kirchhof in Weißensee statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. 19986 Die dem Schuhmachergesellen Franz Bereit zugefügte Ehrenkränkung, in dem ihn des Diebstahls bezichtigt, nehme hierdurch zurück. Anna Häusler. Bahnhof Börse. 24. Dezember: Wegen Vorbereitung zu der neuen Pantomime geschlossen. Von Freitag, den 25. Dezember an allabendlich: Nach Sibirien. M Gr. Manege- Schaustück a. d. russischen Leben der Gegenwart v. Dir. Paul Busch. 1. Auf der Ostermesse in Moskau. 2. Ein teuflischer Plan. 3. Der Geburtstag des General- Gouverneurs. 4. Nach Sibiren! 5.( Der weiße Akt.) Auf dem Eise der Newa( eine Vision). 6. In Sturm und Eis. 7. Jm Etappens gefängniß. 8. Vor und in den Bleibergwerken. 9. Erlöst und gefühnt. Dekorationen und Requisiten von der Kommandit Gesellschaft Hugo Baruch u. Co. Deforationen aus dem Atelier von Müller u. Schäfer. 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