Nr. 302. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post: Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fest tagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Ami I, nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Freitag, den 25. Dezember 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Abonnements- Einladung. " Vom 1. Januar an wird der Vorwärts" in wesentlich verbesserter Gestalt erscheinen. Mit Beginn des neuen Jahres wird jeder Nummer, mit Ausnahme der SonnabendNummer, eine besondere, a us 4 Seiten Großquart bestehende beigegeben werden. Unterhaltungs- Beilage Jede Nummer des neuen Unterhaltungsblattes wird zwei Seiten Roman, ein selbständiges Feuilleton( kleine Novellen, kurze Erzählungen, Skizzen, Geschichtliches, Kulturhistorisches, Populärwissenschaftliches 2c.), ein kleines Feuilleton( Referate über Theateraufführung und Kunsterscheinungen, Bücherbesprechungen), eine Rubrit Vermischtes und Humoristisches bringen. Außer der ,, Neuen Welt", die als Sonntagsbeilage verbleibt, werden demnach fünf Feuilleton Beilagen die Woche, das ist 20 Großquartseiten Feuilleton( Roman, Novelle, Kunst, Vermischtes u. s. w.) den Lesern des Vorwärts" zugehen, ohne daß das Hauptblatt dadurch irgendwie benachtheiligt oder verkürzt wird. Im Gegentheil, dem bisherigen Inhalt des„ Vorwärts" wird alle 14 Tage eine " wissenschaftliche Rundschau beigefügt werden, in welcher die wichtigsten Erscheinungen der sozialen Literatur, soweit dieselben für unseren Leserkreis näheres Jutereffe haben, besprochen werden. Baldmöglichst soll sich dieser Rundschau literarischen Charakters eine volkswirthschaftliche Rundschau anschließen. " Es versteht sich von selbst, daß die Redaktion des Vorwärts" auch sonst nach Kräften bemüht sein wird, den Vorwärts" immer mehr auf die Höhe zu heben, welche dem Hauptorgan der stärksten Partei Deutschlands geziemt und der Höhe unseres Zieles entspricht. Alle diese Neuerungen sind selbstverständlich mit ganz erheblichen Mehrausgaben verbunden. Wir erwarten deshalb, daß alle Genossen und Genossinnen aufs eifrigste für die Verbreitung ihres Organs in den weitesten Kreisen wirken werden. Der„ Borwärts" ist das einzige Organ in Berlin, das die Interessen der Arbeiter vertritt, das auf dem Standpunkte der Sozialdemokratie steht und trotzdem Lesen zehrtausende Berliner Arbeiter, die beleidigt wären, wenn man an ihrer sozialdemokratischen Gesinnung zweifeln wollte, Blätter, welche die Sozialdemokratie beschimpfen und der Arbeiterklasse bei jedem Lohnstreite in den Rücken fallen. Das muß anders werden, und daß es anders werden muß, fordert die Ehre der Berliner Arbeiterschaft. Wir haben uns entschlossen, allen aus Arbeiterkreisen uns vorgetragenen Wünschen gerecht zu werden. Nun Arbeiter Berlins, zeigt auch, daß Ihr unausgesetzt für Euer Partei- Organ thätig sein wollt, daß Ihr Euren Pflichten ihm gegenüber voll nachkommen wollt! Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Bostanstalten Abonnements zum Preise vou 3,30 Mark für die Monate Januar, Februar und März entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungsliste für 1897 unter Nummer 7437.) Neu hinzutretende Abonnenten, die in der Expedition, Beuthstr. 3, oder bei den bekannten Parteispeditionen abonniren, erhalten von heute ab die bis zum 1. Januar 1897 erscheinenden Nummern kostenlos ins Haus geliefert. Redaktion und Verlag des„ Vorwärts". wegen das Christenthum so manchen Atheisten verbranute, einzelnen großen örtlichen Arbeitskampfes fühlbar auf dem Der Weihnachts- Feiertage wegen wieder Herr geworden sind seiner lebensfeindlichen Lehren, ganzen Erdenrund. erscheint die nächste Nummer des Vorwärts am Dienstag, den 29. Dezember. Bum Weihnachtsfeft. um so wärmer umstrahlt auch wieder die Naturfeier das deutsche Familienfeft. Eine Familien- und Naturfeier für alle, ist es uns Sozialdemokraten doch noch mehr. Auf dem ganzen Erdenrunde, wo zielbewußte Proletarier das Weihnachtsfest begehen, gedenken sie deshalb aller ihrer Genossen, der zeitweilig im Borkampfe stehenden besonders. Das häusliche Familienfest erweitert sich für uns zu einer Gemeinsamkeitsfeier der großen Familie des kämpfenden Proletariats. Arbeiter, Genosinnen und Genossen! Denkt an Hamburg! Wie dem kämpfenden Proletarier der Tageskampf die Gemeinsamkeit mit den Genossen in der Heimath und in aller Welt auf Schritt und Tritt zum Bewußtsein bringt, so Aus diesem Bewußtsein heraus verleiht das Proletariat sucht sein Sinn auch in der Feiertagsstimmung nach Bes dem Weihnachtsfeste aber auch eine neue symbolische Beziehungen, die ihn hinausführen über den engen Kreis der deutung. Wie der Lichtbaum ein Sinnbild ist, der zur Familie und der persönlichen Freundschaft; auch unter dem Zeit der Wintersonnenwende zu neuen Lebensschöpfungen Weihnachtsbaum gedenkt er des Mahnwortes:" Proletarier ansehenden Naturkraft, so durchleuchtet er 1115 Ein Familienfest, man kann sagen, das Familienfest, aller Länder vereinigt Euch!" hoffnungsspendend die Nacht der Gegenwart. Mit ist Weihnachten in Deutschland geworden, ein Fest der Und lenkte sein eigener Sinn nicht die Gedanken jedem Jahre heller und sieges sicherer strahlt dieses Kinder vor allen Dingen. Die Familie versammelt sich am darauf, die Gegner würden schon dafür sorgen. Im sozialen Zukunftslicht dem Proletariat, uns allen die Zeit Vorabend des Festes oder au dessen Morgen vor Tages- Kampfe giebt es keinen Waffenstillstand; nie erlahmt der verheißend, in der die Sonne einer sozialistischen anbruch unter dem lichtergeschmückten Weihnachtsbaum, um Widerstreit der Interessen zwischen Kapital und Arbeit; nie Gesellschaftsordnung die Nacht der Ausbeutung und Unterdas Herz der Kinder durch Geschenke zu erfreuen und sich laffen gleichzeitig überall Ausbeuter und Ausgebeutete drückung verscheuchen und die gesammte Menschheit einst dann in den winterlichen Festtagen einer heiteren Geselligkeit nach im Ringen um die Arbeitsbedingungen; die Arbeitsbedingungen; nie mit dem heitern Lichte eines wahrhaft freien Lebens behinzugeben, Neben seiner Eigenschaft als Familienfeier ver- entzieht sich die Staatsgewalt völlig der An- strahlen wird. blaffen alle früheren Beziehungen des Weihnachtsfestes. Sie stachelung der Kapitalsmacht zum Kampfe für das, was verblassen, aber sie verschwinden nicht völlig. Noch immer bringt die Freunde des Bestehenden Ordnung, Sitte und Relis das spärliche Licht der niedrig stehenden Wintersonne, der gion" oder auch die göttliche Weltordnung" nennen. weiße Schimmer schneebedeckter und vereister Flächen dem So hielt uns um Weihnachten 1894 hier in Berlin der Bolte es zum Bewußtsein, daß wir es mit einer ursprüng- große Bierboykott im Interesse der gegen die Maßregelungs- Denkt an Hamburg, wo der Friede auf Erden, den lichen Naturfeier, der Feier des Mittwinters zu thun versuche der Brauereien Stand haltenden Brauarbeiter in die Priester des Christenthums, dieser„ Religion haben, in dem der leuchtende Baum als Symbol der Athem; so nimmt jetzt das gesammte kämpfende Proletariat der Liebe", heute in den Kirchen predigen, grell wiedererwachenden, lebenspendenden Naturkraft Hoffnung Deutschlands nicht blos, sondern auch anderer Länder Anbeleuchtet wird durch den unbarmherzigen Rampf, und Freude in die lange Winternacht hineinleuchtet. theil an dem noch weit bedeutsameren Streit der HafenAuch das Christenthum hat im Jahrtausende langen arbeiter und Seeleute Hamburgs. Denn unser aller Sache den die Klasse der Unternehmer in unchristlichster HerrschKampf gegen die Natur diese Bedeutung des Weihnachts- ist es, für die jene waderen Männer mit ihren Frauen und Profitgier gegen die tapfere Schaar der Hafenarbeiter festes nicht völlig auszurotten vermocht aus dem Volts- und Kindern darbend wirken. Mag der Streit zu ihren führt, um sie zur bedingungslosen Unterwerfung zu bewußtsein. Zwar wurden die lebendigen Wodans- und Gunsten beigelegt werden, oder mag der Sieg ihnen jetzt zwingen. Donner- Eichen niedergeschlagen in den Götterhainen der noch versagt bleiben, schließlich werden im weiteren Verlauf Genosfinnen und Genossen! Am heutigen Tage ist jede deutschen Wälder, um dem todten Kreuze Platz zu der wirthschaftlichen Entwickelung die Hamburger Hafenmachen, das sich die christliche Religion zur Erinnerung arbeiter doch die Früchte ihres mannhaften Auftretens und jeder von Euch bedacht, den Familienangehörigen, den. an ihren hingeopferten Stifter zum Glaubenssymbol ernten. Denn der Nutzen solcher Anfangsstreits eines Freunden, den Bekannten eine Freude zu bereiten! Denkt Doch die lebensfeindliche Askese konnte besonderen Arbeitszweiges beruht weit weniger in dem an die Hamburger Hafenarbeiter, denen das Weihnachtsfest nur vorübergehend die Kulturentwickelung eines jugend- direkt Erreichten, als in der Ueberzeugung, die er den statt der Festfreude die Sorgen und Entbehrungen eines starken Volkes überschatten. Das Fest der Winter Unternehmern beibringt, daß die bisher unorganisirte, sonnenwende tonnte nicht ausgerottet werden, die ungeschulte, ausbeutbare Arbeitermasse sich der Interessens erbarmungslosen Kampfes gebracht hat, weil sie sich er Briefter mußten sich begnügen, mit ihm die Geburtagsfeier gemeinschaft bewußt. und zum planvollen Kampfe um die dreisteten, ein menschenwürdigeres Dasein zu beanspruchen. des Religionsstifters zu verbinden. Und instinktiv rettete Arbeitsbedingungen befähigt und gewillt worden ist. Diese Denkt, daß dort in tausenden von Familien dieser fich das Volk die Naturfeier aus den Götterhainen theuer erkaufte Erkenntniß der Unternehmer wirkt bei allen Vorkämpfer des Proletariats kein Weihnachtsbaum andurch den Lichtbaum und den brennenden Julklog späteren Verschiebungen innerhalb der Arbeitsbedingungen in die Familie hinein. Je mehr das Christenthum zu gunsten der Arbeiter nach. Und bei den Fäden, die gezündet ist, und daß, wo die liebende Mutter ihn doch an Einfluß auf das Geistes- und Gemüthsleben des hinüber- und herüberschießen von einem Winkel der Welt- gerüstet hat, die Eltern mit trübem Blick der nächsten Boltes eingebüßt hat, je mehr Natur und Geist", deret- wirthschaft zum anderen, macht sich diese Nachwirkung eines Bukunft entgegensehen. erforen hatte, Genofsinnen und Genossen! Die Hamburger kämpfen| teftirte, that jedoch nichts weiter; allein Reitenbach zog die wird, auch auf die Majestätsbeleidigung aus. nicht für sich allein, sie kämpfen auch für uns, für Konsequenz und verweigerte die Zahlung seiner gedehnt worden, welche der Verhaftete dadurch begangen Euch! stehen! An uns, an Euch ist es, ihnen zur Seite zu Steuern. Darauf erschien der Steuereyekutor bei ihm, kon- haben soll, daß er, wie behauptet wird, falsche Berichte fiszirte ihm einen goldenen Siegelring und brachte denselben über den Gesundheitszustand des Kaisers in die ihm erLaßt Euch nicht irre leiten durch die Berichte sur öffentlichen Auktion. Reitenbach ließ den Ring in gebenen Blätter laucirt hat. Von anderer Seite wird diese Meldung bestritten. Die Anklage wegen Meineids soll sich der Auktion kaufen; und bei dem nächsten Steuertermin auf vier Fälle erstrecken. Bezüglich der Verbindungen, welche der gegnerischen Zeitungen. Laßt Euch namentlich wiederholte sich das Spiel von neuem, bis endlich mit der nach Tausch mit einzelnen Redaktionen unterhalten haben soll, ist eine nicht täuschen durch die Meldung, der Streit sei ver- bem 66er Kriege seitens der Kammer Bismarck gewährten ganze Reihe von Journalisten als Zeugen geladen beziehungsloren und zu Ende. Indemnität der Grund für Reitenbach fortfiel, die Steuern weise schon vernommen worden; zu ihnen zählen z. B. die weiter zu verweigern. Schriftsteller Wolf v. Metsch- Schielbach( früher Redakteur Mitte der 70er Jahre verließ Reitenbach, der gleich Jacoby der Berliner Neuesten Nachrichten"), Heller( Hannoverscher der Sozialdemokratie beigetreten war, den heimathlichen Boden Courier"), Gingold- Stärck( der frühere" diplomatische" und siedelte nach Zürich über, wo er seitdem lebt. Mit den Rechercheur des Berliner Tageblatt"), der Redaktionssekretär Auch der Männern des„ Sozialdemokrat", Jul. Motteler, Ed. Bern- Harzmann( Deutsche Warte") und andere. Herausgeber der Zukunft", Maximilian Harden dürfte tein und anderen wurde Reitenbach persönlich befreundet, zur Zeugenaussage über Herrn v. Tausch veranlaßt denn, hatte er sich auch zur Ruhe gefeßt", so nahm er nichtsdesto- werden, da er sowohl mit dem letzteren als auch mit weniger lebhaften Antheil an allem, was sich öffentlich zutrug, dem jungen Leckert in persönlichem Verkehr gestanden namentlich wenn es Deutschland betraf. So hat er auch während haben soll. Daß die Untersuchung gegen Tausch nach der der sozialistengefeßlichen Zeit manchen, welcher der Heimath den erwähnten Richtung hin ausgedehnt worden ist, geschah, Rücken kehren mußte, mit Rath und That unterstützt. wie in unterrichteten Kreisen verlautet, mit ausdrücklicher Der Streit ist nicht zu Ende. Mit wahrhaft bewundernswürdigem Opfermuth und mit echter Mannes treue haben die Hafenarbeiter, welche bei der Abstimmung des vorigen Sonnabends für Einstellung des Kampfes sich sofort an die Seite der Mehrheit gestellt, die den Kampf mit mit äußerstem Kraftaufgebot fortzusetzen beschlossen hat. Durch diesen Opfer muth und durch diese Treue dürfen wir uns nicht beschämen lassen. waren, Opfermuthig und treu haben wir, habt Ihr zu den braven Hamburgern zu stehen, die für die Sache des ge= fammten Proletariats kämpfen. Laßt Euch nicht täuschen durch Nachrichten, die den Rampf als aussichtslos, die Hilfe als zwecklos bezeichnen. In jedem Fall ist werkthätige Hilfe von nöthen. Auch wenn der Sieg unseren tapferen Vorkämpfern nicht zufallen sollte, giebt es Wunden zu heilen, Noth zu lindern, Thränen zu trod nen. Dentt an die Hamburger Brüder, an ihre Frauen und Kinder! Thut Eure Pflicht, damit auch auf fie ein Strahl des Glücks falle am Weihnachtsfest und damit sie nicht schweren Herzens ins neue Jahr eintreten müssen. Denkt an die Hamburger, Genossinnen und Genossen! Thut Eure Pflicht! Politische Nebersicht. " Berlin, 24. Dezember. Einem Vreten! Am heutigen Tage- Freitag, den 25. Dezember d. J. feiert ein alter Kämpe der Demokratie John Reitenbach seinen achtzigsten Geburtstag bei voller geistiger Frische und körperlichem Wohlfein. John Reitenbach, nach seinem Wohnsitz Reitenbach Pliden genannt, ist der jüngeren Generation wenig bekannt, aber um so besser kennt ihn die ältere, welche die Konfliktstämpfe in Preußen unter dem Ministerium Bismarck noch in der Erinnerung hat. John Reitenbach, der ein intimer Freund des verstorbenen Johann Jocoby war, ift gleich diesem Ostpreuße von Geburt und gehörte zu jener Schaar demokratischer Männer, die in den konftitutionellen Kämpfen Preußens ftets auf der äußersten Linfen standen und das eigentliche Rückgrat der ehemaligen FortschrittsWir drücken dem„ Alten vom Berge"- Reitenbach wohnt auf Bustimmung des Kaisers, der für den Sensationsprozeß der Höhe des Zürichberges- herzlich die Hand. Möge es ihm ver- von Anfang an ein außergewöhnliches Interesse gezeigt gönnt sein, das otium cum dignitate bie wohlverdiente haben soll. Wie erinnerlich, fand während des Leckert- Prozesses in Ruhe nach harter und guter Lebensarbeit noch lange der Wohnung des Mitangeklagten v. Lützow, BernburgerJahre in geistiger und körperlicher Frische zu genießen straße 18, eine Durchsuchung statt, welche Oberstaatsanwalt und im zwanzigsten Jahrhundert, dem Jahrhundert der Drescher auf Veranlassung des Vertheidigers, Rechtsanwalts Erfüllung, noch den Beginn der Ernte zu erleben, für welche Dr. Lubszynski, persönlich vornahm. Dabei wurde ein mit zum großen Theil von ihm selber, im neunzehnten Jahr- Briefschaften und Stripturen angefüllter Reisekorb beschlaghundert, dem Jahrhundert der Dekadenz und der Neugeburt, das nahmt, der, wie sich in diesen Tagen herausgestellt hat, Saattorn ausgestreut worden ist. weiteres Belastungsmaterial gegen v. Tausch enthielt, durch welches auch das Geständniß des v. Lützow in mehreren Punkten bekräftigt wird. weiter Ein ver " " Gegen die nationale Phrase" wendet sich ein trefflicher Artikel, den wir in den heutigen Zeitungen finden. Mit verdienter Schärfe wird das Pack der Etwas von Herru René. Der im Prozeß Leckert- Lützow Geschäftspatrioten" gegeißelt, die abfichtlich und mit als Beuge aufgetretene Herr René aus Stettin, der so lange Zeit fich als antisemitischer Führer in Pommern aufgespielt vollem Bewußtsein jene( von der nationalen Phrase" ge- hat, wird jetzt von antisemitischen Blättern selbst aller mög pflegte) Untlarheit des Dentens ausbeuten lichen Indiskretionen geziehen, die er an Antisemiten und und durch eine Karritatur nationaler Ge- Konservativen begangen haben soll. So erzählt neuerdings die 12 sinnung, die aber, gleich einem grell beleuchteten Hann. Poft": Transparentgemälde, der Menge in die Augen fällt, sich René hat verschiedenen Herren auf der Journalisten- Tribüne das Ansehen besonderer vaterländischer erzählt, von Herrn v. Manteuffel folgende Nachricht erhalten Gesinnungstüchtigkeit zu geben suchen". zu haben. Der Kaiser habe etwa im August dieses Jahres Auf diesem Wege so heißt es in dem Artikel Herrn v. Manteuffel in Audienz empfangen und sich dahin find wir zu einer ganzen Menge Er verlange, daß die Konservativen endlich zu Er- geäußert: von zählungen, Biographien, Theaterstücken gekommen, welche staatsmännischen Auffassungen zurückfehrten, die Extremen aus nationales" Heldenthum zu feiern vorgeben, stießen und dadurch in den Stand gesetzt würden, zusammen mit ja bisweilen mit verblüffender Dreiftigkeit die den Nationalliberalen ein Gegengewicht gegen das Zentrum zu Gunst und Fürsprache staatlicher Behörden in bilden." Auf diese Aeußerung von höchster Stelle versuchte René Anspruch nehmen. Die nationale Phrase die Rede des Herrn v. Manteuffel in der fonservativen Delegirtenumtleidet manchmal einen geradezu versammlung zurückzuführen. Natürlich ist an dem ganzen mit brecherischen Inhalt Märlein nichts wahr, Herr René hat, um sich als Vertrauens täuschendem Gewand. gutmüthig philifiröses Publikum flatscht Beifall, person des Herrn v. Manteuffel aufzuspielen, geflunkert. Aber wenn der Bruch des Fahneneides, der Verrath am Kriegsherrn der Führer der Konservativen wird aus dieser Mittheilung ents mit plump demagogischer Wendung als national nehmen können, daß er sich für die Folge besser von derartig aufpatriotische Tugend dargestellt wird. Ganz zu ge- dringlichen Leuten fernhält." Herr v. Manteuffel wird nicht umhin können, hierzu Stellung fchweigen der bedauerlichen Mißhandlung der deutschen Geschichte vom nationalen Stand zu nehmen. Man kann auf seine Antwort begierig sein. punkt" aus, die theilweise auch in die Schulen ein Mit wie wenig Verstand die Welt regiert wird, bringt und dort unendlichen Schaden an bas hat uns der genialste der Reichskanzler, der Schwede Vortrefflich! Vortrefflich! Uns ganz aus der Seele Drenstierna verrathen. Was von der Welt im allgemeinen partei bildeten. John Reitenbach, der seinem Berufe nach Landwirth geschrieben! Es ist endlich einmal Zeit, daß dieser nieder- gilt, das gilt auch ganz besonders von der Finanznieder- velt, deren Kaiser und Könige sich durch ein außer war, redigirte während der Konfliktsperiode den in Gumbinnen trächtigen Geschäftspolitik, die aus den gemeinsten Beweg- ordentlich niedriges Geistesniveau auszeichnen. Zwei gründen und zu den gemeinsten Zwecken unser öffentliches Leben von ihm mitbegründeten, wöchentlich einmal erscheinenden„ Bürger- vergiftet und die systematisch betriebene Geschichtsfälschung bis in schlagende Beispiele hierfür bietet uns eine Sammlung und Bauernfreund", der unter seiner Redaktion sich einen sehr die Schule hineinträgt es ist endlich einmal Zeit, daß porter uret soeben herausgegeben hat. Derselbe ver von Original- Aussprüchen, die ein französischer Res guten Namen erwarb und einen großen Leserkreis unter der Land- diesem Unfug ein kräftiges Halt zugerufen wird. Und bevölkerung gewann, deren Ton Reitenbach vorzüglich zu treffen doppelt erfreulich- allerdings auch etwas überraschend anſtaltete nämlich ein schriftliches Kollektiv Juterview, verstand, so daß der„ Bürger- und Bauernfreund" heute noch mit ist es, daß dieser Protest sich in keinem geringeren und Nugen für die Propaganda auf dem Lande zu lesen ist. In noch weniger illuftren Blatt findet als in der Nordweiteren Kreifen wurde aber Reitenbach bekannt durch seine Konflikte beutschen Allgemeinen Zeitung". mit dem preußischen Steuerexekutor. Die Fortschrittspartei hatte Saulus unter die Propheten? Die Sylvestergeister sind jahrelang dem Konfliktsministerium Bismarck das Budget verweigert, doch noch nicht entfesselt! Bismarck kehrte sich aber nicht daran, sondern nahm das Geld, Die Untersuchung gegen den Kriminalkommissar wo er es fand und regierte weiter. Die Fortschrittspartei pro- v. Tausch ist, wie dem Berliner Tageblatt" mitgetheilt Der Schlesische Wilhelm. Wenn er die Thür der kleinen Kneipe mit einem Ruck öffnete, schlug ihm allsogleich ein vielstimmiges Hollah!" entgegen. Und helle und heisere Stimmen schrieen es, hohe und tiefe; und Droschkenkutscher erster und Droschkentutscher zweiter Güte, kleine Fuhrherren und Kutscher; Kleinbürger aus der Nachbarschaft, die während der Woche in der Kneipe verkehrten, damit der Wirth am Sonntag als Schüßenbruder mit ihnen Löcher in die Luft knallte; und die Kaffeegäfte piepften es mit, die täglich zehn Pfennige verzehrten und dafür das Recht hatten, sich zwei Stunden zu wärmen. Wie Trompetengeschmetter praffelte stets die Stimme des lustigen Bierfahrers auf, der Weißbier ebenso gern und willig auch für andere einschenkte, wie er es lieferte und trant. Der setzte seinem Hollah!" jedesmal das Urtheil bei:„ Willem, det is' n Stangenschläger!" stiften muß." " -W * # indem er durch Zirkular eine Anzahl bekannter Personen aller Parteien ohne Unterschied aufforderte, sich über die aller Parteien ohne Unterschied aufforderte, sich über die Wie kommt foziale Frage in Europa" zu äußern. Da ist denn ein wunderlicher Misch- Salat zusammen. gekommen. Zwei Finanzgrößen, den Finanzkaiser Rothschild von Baris und den Finanztönig Hansemann von Berlin, finden wir in diesem journalistischen Sammels jurium. Herr Rothschild der Kaiser glänzt durch das Seine schon am Vormittag der kalte Schlag" in der Luft lag, seine Tare. Wenn er Fremde durch die Stadt fuhr, mits wenn Franz, der Wolkenschieber" schon vier Stunden auf theilsame Sachsen und gutmüthige Bayern, dann entzündete einen Fahrgast lauerte, dann war es auch in der kleinen sich die leichte Phantasie des Schlesiers an den hervorKneipe öde und leer, einzeln und einsam, wie Fliegen im ragenden Bauten und Denkmälern, der Rutscher erzählte Winter, saßen die Gäfte, und keine Fröhlichkeit kam auf, feinen Gästen Räuberpistolen, daß sie Mund und Augen soviel Versuche auch der Wirth machte, sie hervorzulocken, aufrissen, am Schlusse der Fahrt am Schlusse der Fahrt aber fast immer eine freien Stücken Nur der schlesische Wilhelm verlor seinen Humor auch an aus Bulage gaben. Ein diesen Tagen nicht. Etwas anders erschien sein Antlig schweres Brot war es ja. Die endlosen, bitterkalten, allerdings, dem eines Leichenbitters ähnlich, der sich mit auf dem Bock durchhockten Winternächte, die Backofengluth traurigen Mienen und zuckenden Lippen abquält, während der Sommertage untergruben den Organismus. Das ihn die Hoffnung durchzittert, es könnte doch noch ein Reißen setzte sich in die Glieder, und von den schweren, schöner Verdienst herausschauen. holzgesohlten Filzstiefeln waren die Füße faft unbeweglich geworden. So lange er halbwegs sein Auskommen hatte, Der schlesische Wilhelm war Fuhrherr", Besizer einer verlor Wilhelm seinen Humor trotzdem nicht. Droschke zweiter Klasse und eines mageren Pferdchens, Rameraden ehrten und schätzten ihn, er hielt zu ihnen und das die Kollegen eine Kaze", die Kinder des ganzen vertrat im Verein der Kutscher ihre Interessen mit Geschick Viertels aber Liese nannten. Als er vor fünfzehn Jahren und Zähigkeit. aus seiner schlesischen Heimath nach Berlin gekommen war, Allmälig änderte sich die Lage Wilhelms. Der Wagen hatte er eine zeitlang in dem Handwerk, das er gelernt, wurde alt, wurde erst geflickt, dann durch einen neuen erals Schmied, gearbeitet. Dann lernte er eine Landsmännin seßt, ein Pferd nach dem andern mußte gekauft werden. kennen, heirathete sie und bekam einige hundert Mark in Das eine wurde krant, ein anderes stellte sich als Schläger die Ehe mit. Jezt rührte sich in dem Sohne des Land- heraus, ein drittes brach sich auf dem Asphalt den Fuß fuhrmannes das väterliche Blut. Er mußte auf den Bock, koste und verfiel dem Pferdeschlächter. An ein Zurücklegen aber es, was es wolle. Zuerst versuchte er es bei einem Spediteur. hatte auch in der besten Zeit nicht gedacht werden können. Aber den Riesentisten und den mächtigen Ballen waren seine So fam Wilhelm in Schulden. Bald„ hing" er beim Kräfte nicht gewachsen. Und der Lohn erschien ihm für die Pferde- und Fouragehändler, beim Stellmacher und Schmied. drübermäßige Arbeit zu gering. Da wagte er mit einem Selbst in den Kneipen mußte er jetzt öfter anschreiben lassen. Schlage sein ganzes Gerstel", kaufte Pferd und Wagen Und diese Kreditwirthschaft erhöhte seine Betriebskosten, er und erschien auf einem Droschten- Halteplatz. Seine neuen mußte mehr bezahlen, als einer, der das Geld auf Kameraden beäugelten ihn von oben bis unten, von vorn den Tisch legen konnte. und rückwärts und ließen sich in ein Gespräch mit ihm ein. Gewerbes Nach einer Viertelstunde war er auf den Namen schlesischer Wilhelm" getauft. Bald kannte ihn die ganze Bunft, aber nur der eine und andere wußte, wie er sonst noch hieß. Der Geehrte nahm von dem feierlichen Empfang ganz und gar keine Notiz. Sein Gesicht blieb ernst, groß schauten die Augen, nur die wie von einem inneren Feuer fangeglühte Nafe zuckte unmerklich. Die Enden der blauen Pelerine flogen über die Schultern zurück, die Linke lüftete den Budel", der rechte Arm knickte über dem Schanktisch im Winkel, die Hand des Wirthes fam entgegen, und hüben und drüben erscholl es in tiefen, feierlichen Tönen: Guten Abend, Herr Wirth! " " Guten Abend, Herr Gast!" 10 ga Der schlesische Wilhelm" wandte sich langsam um, der lange Schulmeister- Zeigefinger legte sich an die Nase, und der Mund öffnete sich, als wollte er sprechen. Aber die Gäste tamen ihm zuvor. Born beim Fenster, am Tisch beim Ofen, beim Echanktisch lachte es los: " Da trint mal mit, Du schlesisches Gewinsel!" " Willem, wat macht det schlesische Himmelreich?" Wahrhaft'g! Wie bist De reinkommen nach Berlin? Valängst?" Und große Weißbiertelche neigten sich ihm zu, standfeste Schnapsgläser und die zerbrechlichen Becher, aus denen man Bayrisch- Bier trint. Wilhelm trank aus dem einen, nippte von dem anderen, ging von Tisch zu Tisch. Und wohin er tam, spritzte der Gischt der Luftigkeit auf. Die Lage des gauzen hatte sich außerdem verschlechtert. Die guten Fuhren fischten die kapitalskräftigen Großunternehmer weg, das Mittelbürgerthum gewöhnte sich mehr und mehr an Pferdebahn und Omnibus. So tamen die falten Schläge", die Tage, an denen nichts, oder nur die Zehrkosten verdient In der ersten Beit ging es dem frischgebackenen wurden, immer häufiger. Wilhelm suchte diese Ausfälle Droschtenkutscher nicht übel. Er hielt sich rein und nett, dadurch wett zu machen, daß er immer länger auf der sein Wagen konnte sich sehen lassen, und sein Pferdchen Straße blieb; oft fuhr er Tag und Nacht. Wenn es dann griff aus wie ein Traber. Bald hatte er auch die Kniffe gar nicht mehr ging, und er zusammenrechnete, was er denn weg, die zum Handwerk gehören. Ohne ein Wort laut mit dieser körperverzehrenden Schinderei verdient hatte, dann werden zu lassen, gelang es ihm, die Fahrluftigen gerade fand er, daß er sich wohl für seine Lieferanten und Gläubiger geplagt, für sich und seine Familie aber so gut wie nichts übrig behalten hatte. Und stets mußte er sich sagen, daß es immer noch schlechter würde. Die Begrüßungsscene wiederholte sich jeden Abend, an in seinen Wagen zu bringen. Ein humoristisches Augendem die Droschkentutscher, deren Halteplatz vor der Thür gezwinker, eine sonderbare Körperstellung, eine Geste, die der Kneipe lag, etwas verdient hatten. Dann kam es auf schallendes Lachen hervorrief, lenkte die Aufmerksamkeit auf einen Nickel mehr oder weniger nicht an. Wenn aber ihn und sein Gefährt. Ein gelungenes Wigwort erhöhte Einige Tage vor Weihnacht, als gar niemand mehr " Der große, eines Crispi würdige Wort:" Ich glaube legenheit, habe er ftets ritterliche und billig denkende Gegner| Thibaudin. Da verfiel Goron auf die Jbee, einen Agenten au nicht an eine Arbeiterbewegung"- alles gefunden. Deshalb freue es ihn, wieder einmal auf englischem Frau Limousin zu schicken, der sich ihr als Seidenhändler Langlois was man so nennt, ist blos Zeitungsgeschwät. Und unser Boden zu verweilen". Perfides Albion", wohin bis du ver- aus Roanne vorstellte und um ihre Unterstützung zur Erlangung des Kreuzes der Ehrenlegion bat. Die Lamousin fagte zu und Hansemann, der Finanzkönig, leistet sich folgenden Weiß- schwunden. heitsspruch:- Die ganze Gesellschaft ist vom Sozialis Vom Bunde der Landwirthe. In der Zu. brachte ihn mit dem General Caffarel, Sous Chef des Generalmus bedroht. Aber die Bewegung ist in der Abnahme. fammensetzung des inneren Vorftandes des Bundes der Land stabes im Kriegsministerium, in Verbindung. Goron verständigte Aber die Bewegung ist in der Abnahme. wirthe steht nach der„ Franti. 3tg." mit dem Jahresschluß eine fofort den Polizeipräfekten Gragnon und dieser den MiniſterWir hier sind ganz ruhig. Die beste Sicherheit Aenderung bevor. An stelle des seit länger als einem Jahre präsidenten Rouvier, der die größte Vorsicht empfahl. gegen den Sozialismus ist immer noch eine wegen Krankheit beurlaubten Direktors Dr. Suchsland wird jezt Kriegsminister, General Ferron, stellte General Caffarel zur starte Regierung und ein stramm gehorchen vom 1. Januar 1897 ab sein Bruder, der Rechtsanwalt Suche Rede und behielt sich vor, ihn im Disziplinarwege zu bestrafen. des Heer." land in Halle, zunächst als Stellvertreter die Direktorialgeschäfte Damit wäre die Sache abgethan gewesen, wenn die Presse nicht Ei! Ei! Als Herr Hansemann für das Sozialisten übernehmen, aber mit der Aussicht auf die definitive Nachfolge. noch immer über die gegerbte Haut Pranzini's Lärm geschlagen gesetz schwärmte und nach dessen Abfaulen ein Umsturz Der Posten ist mit 12 000 m. dotirt. hätte. Da ließ Goron den ganzen Handel im XIX. Siècle gesetz herbeisehnte, da war er nicht so ganz ruhig", der Rechtsanwalt Suchsland hielt auf der Berliner General veröffentlichen. Wenige Stunden später war General Caffarel Um sich zu retten, enthüllte Goron falsche Gold- Stoifer. Und das stramm gehorchende Heer! versammlung eine Rede, die fich in vollster Schärfe gegen die abgesetzt und verhaftet. Ja, wenn ein Unteroffizier, oder ein pommerscher Kraut- jenigen wandte, welche eine Alenderung des Rechtszustandes des gegen den Willen seines Vorgesezten, des Polizeipräfekten, gegen ländlichen Gesindes und vor allem die Aufhebung der Gesinde den ausdrücklichen Wunsch der Regierung, den Caffarel- Handel, junker daran glaubt, so können wir uns nicht wundern. ordnung und die Einführung des Koalitionsrechtes für die länd den er selbst angestiftet, und führte dadurch die Absetzung des Aber ein Finanzkönig, der seinem Berufe nach einen lichen Arbeiter forderten. Er ist somit der rechte Mann für den Polizeipräfekten Gragnon, dessen Ersegung durch Léon Bourgeois, weiteren Gesichtsfreis haben sollte, als ein pommerscher Bund der Landwirthe. den Rücktritt des Präsidenten Grévy, den Sturz des Kabinets Krautjunker oder Unteroffizier, sollte doch England und Münter's Tod ist heute von den Morgenblättern Standal wohl nie Präsident der Republik geworden wäre. Nur Rouvier und die Wahl Carnot's herbei, der ohne den WilsonAmerika kennen die zwei mächtigsten Staaten der Welt, gemeldet worden. Diese Nachricht bestätigt sich glücklicherweise Goron profitirte davon; er wurde an ftelle Taylor's zum Chef in denen die bürgerliche Gesellschaft am nicht, so daß wir bei der fanm abzuweisenden Wiederaufnahme des der Sicherheitspolizei befördert. stärksten ist und die fein stramm gehorchendes Heer" haben, Meineidsprozesses gegen Schröder und Genoffen auf das Zeugniß überhaupt gar kein Heer in unserem und des Herrn Hanse des Ex- Gendarmen Münter nicht zu verzichten brauchen. mann's Sinn. Es scheint, daß für gewisse Leute nicht- Der siegende Mohr. Das Schöffengericht des blos in Geldsachen die Gemüthlichkeit, sondern auch beim Amtsgerichts München I. verurtheilte heute in der Klagefache des Sozialismus der Verstand aufhört. Margarinefabrikanten Mohr gegen die Münchener Neuesten Nachrichten" wegen Beleidigung die letzteren zu drei Mark Duellchronik. Aus Gießen wird uns geschrieben: Eine Geldstrafe. interessante Duellgeschichte wird in hiesigen in hiesigen Bürgerkreisen tolportirt. Ein Fabrikant soll einen Arzt wegen eines ab. sprechenden Urtheils fiber sein Fabrikat, wie das in diesen sprechenden Urtheils über sein Fabrikat, wie das in diesen Streifen hier nichts außergewöhnliches ist, zum Zweikampfe ge: fordert haben. So weit ist die Sache nicht besonders der Rede werth, aber der Herr Kartellträger foll ein wirklicher attiver Staatsanwalt( was wir freilich vorerst für unmöglich halten. Red.) gewesen sein. Von einer Nennung der Namen wollen wir vorläufig absehen, da sie zur Sache gleichgiltig find. " Deutsches Reich. " - Noch eine Säbelaffäre! Wie der Pofener 3tg." aus Tirschtiegel( Proving Posen) gemeldet wird, erhielt dort Sonntag infolge eines Streites der Eigenthümerfohn Seifert von einem auf Urlaub anwesenden Feldwebel mehrere Säbelbiebe über Arme und Kopf. Der Verwundete mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Desterreich. Wien, 23. Dezember. Der Ministerpräsident Badeni hat mit den Jungczechen, den Feudalen und den Führern der deutschen Fortschrittspartei Berhandlungen angeknüpft, um einen ruhigen Berlauf der bevorstehenden Landtagsfession herbei. zuführen. Die Feudalen werden sich nicht rühren. Die haben Die deutsche Reichsregierung hat den ihre Abfertigung schon bekommen. Für drei Landtage, für den neuen für Berlin ernannten chinesischen Ge- niederösterreichischen, den mährischen und schlesischen, find waschsandten Huang Tsun Schien abgelehnt. Die echte Feudale als Präsidenten ernannt worden, und der steirische " Ostas. Corr." meint, der Grund der Ablehnung dürfte in der Landtagspräsident nennt sich zwar einen Liberalen, kann aber jedem Person des Gesandten zu suchen sein.? Stocktonservativen die Stange halten. faze: 0 - Neubewaffnung der Artillerie. Der oberste Kriegsrath foll sich für die Umwandlung des FeldartillerieMaterials ausgesprochen haben. Man soll beabsichtigen, die ganze Artillerie mit Schnellfeuer- Kanonen zu bewaffnen.Belgien. Brüffel, 24. Dezember. Zwei französische Grenzaufseher brangen gestern bewaffnet auf belgisches Gebiet und verfolgten dort ein des Schmuggels verdächtiges Individuum. Die belgischen Behörden haben wegen dieser Grenaverlegung eine Bes schwerde nach Paris gesandt. -Im belgischen Militärgerichts Verfahren steht eine Aenderung bevor. Der Hamb. Korr." macht darüber die folgenden interessanten Mittheilungen: " Alle Verhandlungen vor den Kriegsgerichten und vor dem obersten Militärgerichte sind uneingeschränkt öffentlich, jeder Angetlagte hat einen bürgerlichen Advokaten und der Präsident des obersten Militärgerichtes ist stets ein Richter des Appellhofes, dem höhere Difiziere als Richter beigegeben sind. Aber das Prozeßverfahren selbst beruht auf der im Jahre 1814 erlaffenen provisorischen Verordnung, die bis heute gilt. Danach wohnt zum Beispiel der Auditeur nach dem Schlusse der Gerichtsverhandlungen den Berathungen des Gerichtes bei und kann in Abwesenheit des Angeklagten und seines Advokaten das Urtheil Stumm's Freude über die bisher nicht wider- Prag, 28. Dezember. Bei den legten Stadtverordneten beeinflussen. Bersuche, dieses Provisorium zu verbessern, find sprochene Aeußerung des Kaisers auf dem parlamentarischen Wahlen hatten Jung- und Aliczechen ein Kompromiß geschlossen. Dank der vollsten Deffentlichkeit der Verhandlungen keine Klagen bisher gescheitert, zumal die Rechtsprechung der Militärgerichte Diner beim Fürsten Hohenlohe kommt laut zum Ausdruck in der Die Freundschaft ging schon bei der Bürgermeister- Wahl wieder dank der vollsten Oeffentlichkeit der Verhandlungen teine Klagen Deutschen voltswirthschaftlichen Korrespondena". Der Dant in die Brüche. In mehreren Wahlgängen erhielt weder der Militärgericht beseitigt. Der König selbst hat keinerlei Einfluß hervorgerufen hat und Mißgriffe der Kriegsgerichte das oberste bem Raiser" überschriebene Artikel schließt mit folgendem Ab- ingc, echische noch der altczechische Kandidat die erforderliche auf das Gerichtsverfahren und auf die Erkenntnisse. Schon Stimmenzahl. Schließlich wurde der Altczeche mit vier Stimmen früher hat der Justizminister Lejeune ein Gesez eingebracht, Das Bürgerthum aber, vor allem die Bertreter der er Mehrheit gewählt. Daraufhin legte der jungczechische Bizebürger- welches die bedingte Verurtheilung auch in das militärische werbenden Arbeit und nicht zum mindesten die der Streitheßerei meister sein Amit nieder. Strafrecht einführte, aber nicht zur Berathung gekommen so vielfach überdrüssigen Arbeiter werden es dem Monarchen ist. Jest hat sich ein interessanter juristischer Vorgang zu Dant wissen, daß er, ohne damit seine arbeiterfreundlichen Gesinnungen zu verleugnen, das rechte Wort zur rechten Paris, 24. Dezember. Da durch die großen Ausgaben, getragen: Vier Bewohner des Dorfes Puers( Provinz Aut Seit gesprochen hat. Denn was noth thut, um der volks- welche die Schaffung der vierten Bataillone in allen Infanterie- werpen), darunter ein Soldat, waren wegen einer Schlägerei verführerischen Klique von Bebel bis Naumann- Stöcker das Regimentern erfordern, das Gleichgewicht des Haushalts zerstört vor das Friedensgericht geladen und der Friedensrichter ververführerischen Klique von Bebel bis Naumann- Stöcker das werden würde, so sind außer den 18 an der Dtgrenze gelegenen urtheilte jeden bedingt zu 3 Tagen Haft, auch den Soldaten ,,„ da Handwerk zu legen, das ist die allgemeine, gegen den fozialrevolutionären Uebermuth gerichtete Koalition der Arbeitgeber. Regimentern, welche bereits vier Bataillone zählen, nur 20 be- alle Belgier vor dem Gesetze gleich find". Da aber die bedingte Dank für dieses Wort unserem Kaiser, der dem Bürgerthum zeichnet worden, welche dieselbe Verstärkung in der nächsten Zeit Verurtheilung Militärpersonen gegenüber noch nicht anwendbar damit den Weg gezeigt hat, der ihm selbst und der ehrlichen erfahren sollen. Die Verstärkung der übrigen 125 Regimenter ist, so ließ der Justizminister durch den Generalstaatsanwalt bei ist auf ein ferneres Datum verschoben worden. Die zur Ver dem Rasfationshofe die Revision des Urtheils beantragen. Der Arbeit zum Siege über die unehrlichen Phantasten verstärkung vorgeschlagenen 20 Regimenter liegen ebenfalls an der Raffationshof ertannte, daß der Soldat seine dreitägige Haft gir helfen wird." verbüßen habe, während die drei Zivilisten bedingt verurtheilt bleiben. Ju der Kammer ist jetzt abermals der Antrag eingebracht worden, die bedingte Verutheilung in das Militärstrafgesetz einzuführen, sodaß die Sache in Fluß kommt. Rußland. Wenn die deutsche Arbeiterklasse zwischen dem ehrlichen Oftgrenze. Arbeiterfreund Stumm" und dem unehrlichen Phantasten Bebel" zu wählen hat, wird sie teinen Moment überlegen, wem zu folgen ihr Jutereffe fordert. Frankreich. Gin Fall Tausch in Frankreich. In der Schrift des flüchtigen Direktors des XIX. Siècle", Portalis, die„ un guetapens judiciaires" betitelt ist, heißt es: Der Leipziger General- Anzeiger", ein bis in die Knochen Der Sous- Chef der Pariser Geheimpolizei, Goron, hatte sich monarchisches Blatt, schreibt aus dem gleichen Anlasse, der aus einem Stück der Haut bes hingerichteten Mörders Pranzini Petersburg, 23. Dezember. Ein faiferlicher Utas bestätigt Herrn von Stumm so viel Freude machte, u. a. folgendes: ein Visitenkarten Täschchen aufertigen lassen. Als dies bekannt das Statut der O it chinesischen Eisenbahn- Gesell Wie ist es möglich, daß die Unversöhnlichkeit der Rheder wurde, gab es natürlich einen großen Standal, den Goron um fchaft für den Bau und den Betrieb einer Eisenbahn auf eine so günstige Auffassung im Kaiser erwecken konnte, jeden Preis zu ersticken suchte. Um jene Zeit traf bei der chinesischem Gebiete von Punkten der Westgrenze der Proving während sie doch fast ausnahmslos selbst in den beftgesinnten Sicherheitspolizei ein Denunzirungs- Schreiben eines gewiffen So- Lun- Ring bis zu einem Punkte der Ostgrenze der Provinz Kreisen des Volkes aufs tiefste beklagt wird? Bouillon gegen die berüchtigte Limousin ein, in dem diese Kirin und für die Verbindung dieser Linie mit weigder Spionage für Rechnung deutscher Offiziere beschuldigt linien, welche die russische Regierung zur Verbindung wurde. Goron nahm eigenmächtig eine Haussuchung bei Frau der transsibirischen mit der obengenannten Eisenbahn Limousin vor, fand aber nur einige Visitenkarten, darunter die bauen wird. Es bildet fich eine Aktiengesellschaft ber Wilson's, Boulanger's, des. Barons Mackau und des Generals oftchinesischen Eisenbahn. Eisenbahn. Die Bildung dieser Gesellschaft liegt der russisch- chinesischen Baut ob. Die Konvention für 80 Jahre abgeschlossen. Nur russische und chinesische Unters mit der chinesischen Regierung über den Betrieb der Bahn ist thanen können die Aktien dieser Gesellschaft erwerben. Die Ge fellschaft muß die Arbeiten bis zum 16. August 1897 in Angriff nehmen und diefelben derart fördern, daß die Bahn in 6 Jahren dem Betrieb vollständig übergeben werden kann. Mit dieser bestätigt.( Vergl. die Notiz Rußland und Korea.) Neue Bahnen. Staatliche Förderung der Ausfuhr. Das Ministerium für Verkehrswege beschloß, mit dem Beginn des Frühjahrs den Bau der Eisenbahnlinie Rasd nehmen und den Bau der neuen Berdjan'schen Linie bis zum jelnaja Nikolajew- Cherson- Nowo Alexejewka in Angriff zu Frühjahr 1898 zu beendigen. Die Rjälan- Uralbahn beabsichtigt, Peter's Belehrung. Dr. Peters hat unlängst im Londoner Zweigverein der deutschen Kolonialgesellschaft eine Rede gehalten. In den Engländern, fagte er bei dieser Gefahren wollte, fuhr der Zorn in ihn, mit Pferd und Feiertagsschürze gefunden, die er als für seine Frau passend Wagen stellte er sich bei einem großen Fuhrherrn ein und erachtete. Und nun fuhr die Kaufwuth in ihn. Er erstand verkaufte ihm durch Handschlag den ganzen Bimmt"... ein billiges Müßchen für seine Aeltefte, eine Puppe für die zweite und für den kleinen Fritz einen posfirlichen SchaukelEs ist der Abend vor Weihnachten. Durch die König- affen. Und er kaufte und taufte: Schreibhefte und Federn, straße schreitet mit tappenden Füßen ein Mann in mittleren Fleisch für den ersten Feiertag und für sich ein Dutzend Meldung wird die Existenz des russisch- chinesischen Vertrages Jahren. Es ist der schlesische Wilhelm". Er erscheint beffere Bigarren, Aepfel und Nüsse und einen Pfefferkuchen heute schmächtiger als sonst, da er noch den weiten Kutscher- so groß wie ein großer Pflasterstein. mantel getragen. Jezt zuckt er zusammen und thut einen Als Wilhelm über und über bepackt über den Alexander Sprung feitwärts. Bei einem Haar wäre er auf eine play schritt, rief ihn ein Droschkenfutscher, der leer aus Blechmaus getreten, die einer der kleinen Verkäufer zur der Stadt zurückfam, an und lud ihn ein, mitzufahren. Probe auf dem Pflaster laufen ließ. Und weiter stolpert Wilhelm nahm das Anerbieten an. Vor seinem Hause er, schaut hier in ein Anslagefenster, bleibt zögernd und wollte er dem Kutscher ein kleines Trinkgeld geben. im nächsten Jahr eine Sekundärbahn von Uralst nach Hungrad überlegend vor einem schönen Weihnachtsbaum stehen, be- Der sah ihn von der Seite an, schüttelte den am Aralsee zu bauen, nachdem sich bereits eine Dampferguckt sich dieses und jenes. Dem Wilhelm ist heute ganz Kopf und meinte:„ Ne det wäre ja noch gesellschaft gebildet hat, welche den Verkehr zwischen Rungrad komisch zu Muthe. Früher, wenn er einmal nicht an schöner!... Als alter Kol- lege! und der am Amudarja belegenen Station der Traustas pibahn spannte, schlief er sich vor allem recht tüchtig aus. Dann Tschardschui aufrecht erhalten will. ging er auf einen Sprung in seine Kneipe hinüber. Früh- Das Abendbrot, die Aepfel und Nüsse waren verzehrt, zeitig war er wieder zu Hause, bastelte an dem hölzernen die Kinder mit Tanksagungen an den Weihnachtsmann auf Küchengeräth, half seiner Frau beim Wäscherollen oder den Lippen zu Bette gegangen. Wilhelm saß am Tische spielte mit den Kindern. Heute war er schon seit dem frühen und schaute in das Licht der kleinen Petroleumlampe, die Vormittag auf den Beinen. Der Fuhrherr, dem er Pferd vor ihm stand. Da rückte seine Frau ihren Stuhl ganz und Wagen verkauft, hatte ihn hinausbestellt und ihm den dicht an ihn heran, faßte seine Rechte und sagte: vereinbarten Betrag ausgehändigt. Davon hatte er seine Schulden bezahlt, und es war noch eine fleine Summe übrig geblieben. Wilhelm fuhr mit der Hand nach der Hosen tasche. O, sie waren schon noch da, die goldenen Füchschen! Jezt mußte er sich aber beeilen, wenn er noch etwas kaufen wollte. * Wilhelm, hast Du schon daran gedacht?" Ein leises Zucken durchflog ihn. Aber seine Stimme Klang ruhig, als er antwortete: " Ja, Anna, ja. Viele hundert Mal, seit ich vom Bocke herabgestiegen... Schwer halten wird es ja für mich, etwas Neues anzufangen." Da tamen wieder die dummen Gedanken. Was sollte Ihre Augen wurden unruhig. Schnell fuhr er fort: er beginnen, wenn die Feiertage vorbei waren? Gelebt" Bu grämen, zu ängstigen brauchst Du Dich deshalb mußte doch werden! Als Kutscher bei einem Droschfen- noch nicht. Schau, für die nächste Wiethe ist ja schon geFuhrherrn eintreten? Nein, die Arbeit hatte er satt bis forgt, und zu hungern brauchen wir in der nächsten Beit zum Halse. Und dann. Wenn er weiter fahren wollte, auch noch nicht. Ich werde mich schon umschauen hätte er ja seine Liese nicht zu verkaufen brauchen. Wieder In dem großen Berlin muß sich doch für einen Mann Schmiedegeselle werden? Beinahe hätte er aufgelacht. etwas finden, der die Stadt kennt und arbeiten will Was würden die Meister für Gesichter machen, wenn sich Vertraust Du mir, Anna? so ein Alter, der so lange Jahre feinen Hammerschlag ge- Die Frau glitt an die Brust des Mannes. than, als Geselle aubot! Ja, aber, was dann! Was" Ich werde Dir helfen, Wilhelm... Wie früher. dann? Siedend heiß wurde es Wilhelm. Das Nur noch mehr... Damit wir die Kinder groß bringen." Geschrei der kleinen Verkäufer, der starke Duft der Ihr Ohr vernahm den ruhigen Herzschlag des Gatten. Weihnachtsbäume, das Rasseln der Wagen, das Haften Und sie wußte, daß es ein treues Herz war, das da klopfte, und Drängen der Menschen um ihn her machte ihn noch daß es sie geliebt hatte all die Jahre hindurch, daß es verwirrter. Er blieb stehen und griff sich an den Kopf. tapfer und furchtlos bleiben würde bis zum Ende. Und Dann schüttelte er sich und holte einige Mal tief Athem. getrost sah sie der Zukunft entgegen. Und plötzlich that er einen Satz und lief in das erstbeste Schnittwaarengeschäft. Nach einigem Suchen hatte er eine Nicolaus Krauß. ausschuß einen herabgesetzten Tarif für den Transport von Zur Förderung der Ausfuhr russischer Butter hat der Tarif. ausschuß einen herabgesetzten Tarif für den Transport von Buttertonnen und Tönnchen veröffentlicht. wurden mehrere Studenten verhaftet und sogleich nach Mostau Studenten Berhaftungen. In Warschau geschickt. Türkei Schönfärberei. Einer offiziellen Mittheilung zufolge wird das neu ausgearbeitete Budget mit einem Ueberschuß von 65 000 Pfund abschießen. Wen will man mit diesen Potemkin schen Erzählungen täuschen? Konstantinopel, 28. Dezember. Der Eindruck der Amnestie wird dadurch beeinträchtigt, daß von amtlicher Seite die Auflösung des armenischen Komitees als Bedingung für den Amnestie Erlaß bezeichnet wird, während das Patriarchat nur seine Bes mühungen um die Auflösung des Komitees versprach. -Jungtürkisches. Der Frankf. 3tg." wird aus Paris gemeldet: Die jungtürkische Partei gab gestern ein Banket, um den Jahrestag der Promulgation der türkischen Verfassung zu feiern. Das Bankett, dem außer den Mitgliedern der Partei zahlreiche Vertreter der französischen und auswärtigen Presse, im ganzen etwa 30 Personen, beiwohnten, verlief äußerst animirt. Biele Reden wurden gehalten; besonderen Beifall fand die Murad- Bey's. Alle Redner bezeichneten den gegenwärtig berrschenden abscheulichen Despotismus als die Quelle aller Uebel in der Türkei und forderten die Verfassung als das einzige Heilmittel. Die fruchtlosen Bemühungen der europäischen Diplomatie in Konftantinopel wurden stark kritisiert. Gegen Ende des Banketts wurden leidenschaftliche Worte gegen den Sultan laut. Man erinnerte besonders an Gladstone, der ihn einen großen Mörder genannt habe. Von französischer Seite sprachen Lendet, Redakteur des„ Figaro", der in vortrefflicher Rede auf die tüikische Freiheit toaftete. Pro " Partei- Nachrichten. jedoch darin die Ein feffor Berard trant auf baldige Absetzung des Sultans. Lafitte, Lehrer in ihren Vereinen den Sebel mit größtem Nachdruck an- p In einer Buchdruckerei Venedigs ist wegen Bohnkürzung Chef der französischen Prohibitivisten, feierte den Jelam, der sehen müssen, anstatt sich über die Erlangung der einjährigen ein Streit ausgebrochen. Der Unternehmer fucht Arbeitskräfte zuerst den Satz aufgestellt, daß die Religion Privat- und Ge- Militärdienstzeit- Berechtigung die Stimme heiser zu schreien und aus dem Ausland heranzuziehen. Die deutschen Arbeiter werden wissenssache sei. Großen Beifall fand auch ein armenischer die Finger lahm zu schreiben, oder nach der beliebten Melodie: aus dem Ausland heranzuziehen. Die deutschen Arbeiter werden Redner, der seine türkischen Erilgenossen begrüßte, und der Wasch mir den Belz, aber mach ihn nicht naß", sehr deshalb vom italienischen Verband der Bucharbeiter ersucht, ungarische Journalist Borostyani, der an die ungarischen Ver- gemäßigte Refolutionen zu fassen, die die Regierung nicht ein- energisch dafür zu wirken, daß der Zuzug unterbleibt. bände erinnerte, die vor 40 Jahren von Paris aus die Be- mal des Ansehens für werth hält. freiung des Vaterlandes vorbereitet hatten. Dies sollten heute Und die materielle Seite? Was nüßen alle die kleinen öffentliche Gewerkschaftsversammlung abgehalten, zu der mit dem In Landsberg a. W. wurde am 15. September eine auch die Jungtürken thun. Vergünstigungen, die Lebensversicherungen, die Konsumvereine öffentliche Gewerkschaftsversammlung abgehalten, zu der mit dem Afien. oder gar die Reiseunterstützungen! Es sind ja nur kleine und Bemerken eingeladen war, daß 10 Pf. Eintrittsgeld erhoben Judien. Der Staatssekretär für Indien hat das nach- fleinliche Palliative, die die Blöße des Volksschullehrerstandes werden würden. Lange vor Eröffnung der Versammlung hatten Judien. Der Staatssekretär für Indien hat das nach nicht einmal nothdürftig bedecken. Wenn die Regierung und besonders sich im Versammlungsraum Leute eingefunden, die, weil am Ginftehende Telegramm vom Vizekönig erhalten:" In den noth die herrschenden Parteien sehen, wie schön sich die Lehrer selbst gang des Saales noch kein Kassirer zu sehen war, fein Eintrittsleidenden Distrikten ist lezte Wochen kein Regen gefallen. über ihre Armuth hinwegzutäuschen verstehen, wird es ihnen gar geld zahlten. Als der Kassirer kam, erhob er von ihnen das EinIm Pendschab bestehen jetzt Nothbauten in fieben Distrikten, in nicht einfallen, die Lehrerbesoldung zu regeln. Da hätte mit trittsgeld, indem er von einem zum andern ging. Der anden nordwestlichen Provinzen sind Nothbauten zur Probe und der größten Hartnäckigkeit, zähigkeit und mit der entschiedensten wesende Polizeibeamte erblickte Armenhäuser in sieben Distrikten eröffnet worden. In Bengalen Schärfe das materielle Glend des Volksschullehrers aufgedeckt ammlung einer Kollette, verbot das weitere Einist die Noth in einem Theil von Khulnu und Nadia aufgetreten, werden müssen, und zwar so, daß man nicht wie jetzt leider über tafsiren und beschlagnahmte den bereits eingekommenen Betrag von auch in einem Theil von Orissa steht Noth zu befürchten. In die Geduld der Lehrer in Sprichwörtern hätte scherzen können. 1,20 M. Außerdem wurde, da das Einsammeln einer Koliekte Birma ist alle Hoffnung auf eine Winterernte verschwunden, Hilfe in öffentlichen Versaminlungen auf grund der Regierungsist aber bis jetzt nur in drei Distrikten nöthig. In den Zentral thres Vortämpfers Diesterweg, nämlich die eifrige Bethätigung berufer der Versammlung, den Zigarrenmacher Richard Kaiser, Wenn die Volksschullehrer erst mehr die dringende Forderung Polizeiverordnung vom 5. Mai 1866 verboten ist, gegen den EinProvinzen haben in sechs Distrikten Nothbauten begonnen. Die und Antheilnahme am politischen und sozialen Leben der Gegen ein Strafverfahren wegen Uebertretung dieser Verordnung einBerichte aus Behar lauten weniger günstig. In den Wald wart im Sinne eines fraftvollen Fortschrittes beherzigen werden gegenden von Melghat und in Akola ſteht Noth zu befürchten. und demnach auch zu einer vernünftigeren Auffassung der großen geleitet. Das Schöffengericht erblickte gleichfalls in dem VorIn Bombay find in acht Distrikten Nothbauten eröffnet worden. modernen Arbeiterbewegung gelangen, so wird eine wohlthuende gange das Einsammeln einer Kollekte und verurtheilte Kaiser sonen, in den nordwestlichen Provinzen 256 000, in Mittel ausbleiben. Daß dies in den nächsten 25 Jahren erreicht werden die Einziehung des beschlagnahmten Betrages von 1,20 M. Bei den Nothbauten find beschäftigt: im Pendschab 24 000 Per Rückwirkung auf den deutschen Lehrerverein jedenfalls auch nicht wegen Ueberiretung der Regierungsverordnung vom 5. Mai 1866 zu 3 M. Geldbuße bezw. 1 Tag Haft, sprach auch Indien 18 000, in Rajputana 29 100, in Bengalen 11 700, in aus. Gegen dieses Urtheil legte Kaiser Berufung eu. Birma 29 300, in den Zentral- Provinzen 15 900, Madras 25 200, möge, das ist unser Glückwunsch zur diesjährigen Jubiläumsfeier. die Einziehung des beschlagnahmten Betrages von 1,20 M. in Bombay 84 200, im Ganzen 494 200 Personen. Er machte geltend, daß in allen diese Versammlung Rußland und Korea. Nach einer Meldung des in Söul betreffenden Juferaten ausdrücklich ein Eintrittsgeld von erscheinenden, Independent" ist es der koreanischen Gesandtschaft, Gemeindewahlen. In dem Dorfe Leutsch bei Leipzig 10 Pf. feſtgefegt gewesen sei und dasselbe auch von allen Andie an den Krönungsfeierlichkeiten in Moskau theilnahm, ge- wurden zwei Genossen in den Gemeinderath gewählt; zwei wesenden erhoben worden wäre, wenn nicht die Polizei dazwischen lungen, von der russischen Regierung das Versprechen zu er andere unserer Kandidaten tamen als Erfagleute durch; in getreten wäre. Ohne Zahlung des Eintrittsgeldes hätte niemand halten, daß die Reorganisation der koreanischen Leutsch besteht ein Fünf klassen- Wahlsystem. In 3ebista bei der Versammlung beiwohnen dürfen. Es liege ein gleicher Fall Armee durch russische Offiziere bewerk Birna siegten die drei sozialdemokratischen Kandidaten mit 27 vor, wenn sich jemand in einem Lokal oder Gartenreſtaurant zu stelligt werde. Nach Beendigung des Krieges bis 29 Stimmen; abgegeben wurden insgesammt 35 Stimmen. einem Glase Bier niederlasse, bevor mit der Erhebung eines zwischen China und Japan waren japanische Offiziere In Niederau bei Meißen unterlag unser Kandidat mit 47 gegen Eintrittsgeldes zu einem etwa stattfindenden Konzert begonnen Sei die Stunde des Beginnes des Konzerts heranReorganisation der koreanischen Armee bes 50 Stimmen. Dagegen wurden in Heßdorf bei Niederschöna schäftigt, seit den Unruhen in Söul, bei denen gerade die die drei Kandidaten glatt gewählt; wir haben nun 5 Vertreter der gekommen, so werde dem Gaste auf seinem Plaze, nicht vorn am neu formirten Truppen betheiligt waren, hat man in Korea Ansässigen und einen Vertreter der Unansässigen im Gemeinde- Eingang des Lokals an der Kaffe, das festgesetzte Eintrittsgeld das Vertrauen zu den Japanern verloren. An der Spize der rathe; die Gegner find anscheinend des Kampfes müde, sie haben abgefordert, andernfalls müsse er sich entfernen. Niemand würde russischen Instruktoren, die bereits in Söul eingetroffen sind, diesmal überhaupt keine Kandidaten aufgestellt. darin die Veranstaltung einer Kollekte erblicken können. Auch steht der Generalstabs- Oberst Putieta, dem 3 Offiziere und In Baden gelang es den Forchheimer Genossen, bei der Staatsanwalt war der Ansicht, daß hier eine Nebertretung 10 Unteroffiziere beigegeben sind. Noch kurze Zeit, und Ruß der Bürgerausschuß- Wahl in der dritten Klasse ihre Kandidaten der genannten Verordnung nicht vorliege. Gr beantragte Aufland wird nicht blos in Korea, sondern auch in China all- durchzudrücken; wir erhielten 70-75, die Gegner 30-35 Stimmen. hebung des ersten Urtheils, Freisprechung des Angeklagten und Ju Durlach dagegen unterlagen die sozialdemokratischen Kan- Herausgabe des beschlagnahmten Betrages von 1,20 Mart. Der Gerichtshof erkannte dem Antrage gemäß. didaten; unsere Stimmenzahl betrug 225, die der Gegner 245. Sofia, 23. Dezember. In dem Prozeß gegen die Parteikonferenzen sind einberufen: auf den 3. Januar Mörder Stambulow's wurde heute der Beamte im Vormittag 11 Uhr nach Dortmund in das Heinemann'sche Ministerium der Eisenbahnen und Verkehrswege Sotirow ver- Lokal, Kampstraße, für den westfälischen Wahlkreis nommen. Derselbe sagte aus, er sei an dem Tage des Attentats Dortmund; auf den 26. Dezember Nachmittag 1 Uhr nach gegen 61/4 Uhr Bone Georgiew begegnet und mit ihm bis Leonberg, in das Gasthaus zum Schwanen, für den 73/4 Uhr zusammen gewesen. Der ehemalige Polizeipräfett württembergischen Wahlkreis Böblingen Basmadjew, welcher sich in einem Restaurant in der Straße, Vaihingen; auf den 27. Dezember Vormittag 1/210 Uhr in der das Attentat geschah, befand, erklärte, daß er, nach Eßlingen, in das Gasthaus zur Neuen Welt, für nachdem er zwei Schuffe gehört hatte, Bone Georgiew den württembergischen Wahlkreis Eßlingen in einem sehr schnell fahrenden Wagen gesehen habe; Nürtingen. Basmadjew fügte hinzu, er habe auch gehört, daß andere Gäste fagten, daß es Georgien gewesen sei und derselbe gewiß Stam bulow angegriffen habe. Zwei Zeugen bestätigen die Aussage Basmadjew's. Georgiew beschuldigt Basmadjew, daß er eine Bande anwerben wollte, um ihn ermorden zu lassen. Der ehe malige Sekretär Stambulow's, Karagiozow, bestätigt, daß Stambulow Halin, Tüfettschiew und Georgiew als seine fünftigen Mörder bezeichnet habe, die beiden letzteren wegen der Hinrichtung Baniza's; von Haliu wußte man, daß er Bellschew ermordet habe. mit der mächtig sein. Bulgarien. Afrika. Transvaal. Die erste Anwendung des neuen reaktionären Breßgesezes ist erfolgt. Präsident Krüger hat die Verbreitung des in London erscheinenden„ South Afr. Crit." auf fechs Monate verboten, da der Inhalt des Blattes feiner Meinung nach für den Frieden und die Ordnung der Südafrikanischen Republik gefährlich ist. Amerika. Kubanisches. Nach einer amtlichen Depesche aus Havana ist General Weyler von dort nach Madrid aufgebrochen, um 40 Bataillone zusammenzuziehen und in Pinar del Rio gegen die Aufständischen vorzugehen. Es foll also wieder einmal ein Hauptschlag" versucht werden. Zer amerikanische Dampfer Three Friends" hat wieder einen großen für die Insurgenten bestimmten Vorrath an Waffen und Schießbedarf gelandet. Parlamentarisches. Der Staatshaushalts Etat für 1897/98 wird nach der " Post" dem Abgeordnetenhause zugleich mit der Uebersicht der Aufbesserung der Beamtengehälter bis zum Wiederzufammentritt am 8. Januar 1897 zugehen. Die Drucklegung beider Schrift stücke soll beschleunigt werden. Bum Jubiläum des deutschen Lehrervereins wird uns aus pädagogischen Kreisen geschrieben: Am 28. Dezember dieses Jahres sind es 25 Jahre, daß hier " fei. " leber den Stand des Streiks auf dem Emaillir wert von Thiel u. Söhne in Lübeck berichtet der Voltsbote": Die Streifenden stehen fest und harren aus. Bis jetzt haben die Streikenden auch noch keine Ursache, zu verzagen; denn die Lage steht noch immer so günstig, daß der Sieg vor der Thür steht, gerade als wenn der Weihnachtsmann" die Friedensbotschaft bringen sollte. Auch die Gelder zur Unterfüßung laufen noch hinreichend ein, sodaß an Geld vorläufig fein Mangel ist. Der Zuzug ist selbstverständlich nach wie vor aufs firengste fernzuhalten. Von der Agitation. Aus Neuwied a. Rh. wird uns Auläßlich des Streits bei Thört und Gaiser in Har. geschrieben: Im Dorfe Irlich bei Neuwied tagte die letzte burg, der im Frühjahr ausbrach, find gegen Arbeiter 2 Jahre Volksversammlung, wo ein Sozialdemokrat sprach, am Sonntag, 10 Monate und 16 Tage Gefängniß verhängt worden. Außer den 20. Dezember ds. Js., während die vorlegte vor etwa dem wurden zwei Personen mit je 15 M. Geldstrafe belegt. Einer 20 Jahren, noch vor dem Sozialistengesetz stattgefunden hat. Bei mußte einen Monat, ein anderer zwei Monate in Untersuchungs. der letzten Reichstagswahl vor dem Sozialistengesetz, gab Frlich- haft zubringen. An Unterstüßungsgeldern für die Familien der das Dorf zählt etwa 1500 Einwohner- 138 Stimmen für den sozial- Inhaftirten mußten rund 900 M. gezahlt werden; für Rechtsdemokratischen Kandidaten ab. Seitdem war das Parteileben dort er- schutz 300 M. Soweit uns erinnerlich, waren die Arbeiter der starrt. Unser Genosse Dr. Lütgena u brach den Bann durch eine genannten Fabrik nicht organifirt, sondern schlossen sich der fräftige, voltsthümliche Ansprache au die am Sonntag Nach Gewerkschaft erst an, als der Streit ausgebrochen war. mittag tagende, von 3-400 Männern besuchte Voltsversamm Aus Magdeburg berichtet die ,, Boltsstimme": Die Klempner lung. Es war uns von Neuwied aus gelungen, den Saal zu der Firma Beißer u. Fliege haben die Arbeit noch nicht miethen, und das trotz mancherlei Chikanen von mancherlei aufgenommen. Seitens der Firma ist den Arbeitern zugemuthet, Seite, trok Reue und Absage, auch fest zu halten. Zudem zur Zeit 3/4 Stunde länger zu arbeiten. Da die Lohnzahlung hatte uns der Frlicher Herr Pastor durch eine Verwarnung im Geschäft aller vierzehn Tage erfolgt, verlangten die Arbeiter, vor dem Besuch der Versammlung, durch eine Philippita gegen den weil Weihnachten vor der Thür steht, eine Abschlagszahlung. Verworfenen, der seinen Saal an Sozialdemokraten vermiethet, von Mit ihrer Christenpflicht hat es die Firma vereinbaren können, der Kanzel herab wider seinen Willen in der Agitation unter ihren Arbeitern die Forderung rundweg abzuschlagen. Die stützt. Ein gefüllter Saal war der nächste Erfolg. Die Stimmung Arbeiter sollen bedingungslos die Arbeit wieder aufnehmen. Ein unter den Versammlungsbesuchern war ausgezeichnet und eine geleitete Verhandlungen scheiterten. bald folgende weitere Versammlung wurde von allen Seiten gewünscht. Ob wir den Saal ein zweites Mal bekommen werden? Der Wirth versprach's. Nun, wir werden ja sehen, ob er Wort hält. Seit Sommer 1894 hatten wir häufig einen und den anderen Saal Kapital und Arbeit. Der in Neustadt a. d. Haardt in der Umgegend von Neuwied zugesagt erhalten, öfters schrift erscheinende Kourier" meldete aus Hochspeier: Die hiesige lich, manchmal gegen Reugeld das natürlich nicht bezahlt immer fam in legter Stunde die Abfage. In einem chemische Fabrit hat durch Anschlag allen aus= wärtigen( d. h. nicht hier in Hehspeier anfäffigen) Fall hieß es seitens des geängstigten Saalbesizers direkt:" Ich Arbeitern bis 26. Dezember gekündigt; die Entlassung fann nicht Wort halten, ich mache mir sonst den Pastor zum trifft faft 40 Arbeiter. Die Ursache soll in ungünstigen Holz Feind." einfäufen liegen. Am Abend des Tages der Versammlung in Jrlich sprach Genoffe Lütgenau in Neuwied im Saale des Arbeiterkasinos über Christenthum und Sozialismus. Der Verlauf beider Ber: fammlungen war hoch befriedigend. wurde Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Soziales. Eine nette Weihnachtsbescheerung! Weil die Fabrit unmitten im Winter aufs Pflaster! günstige Holzeinkäufe gemacht hat, deshalb fliegen 40 Arbeiter Liebet die Brüder! ermahnte einst der Staatssekretär v. Bötticher das Unternehmerthum. Dieses kümmert sich, wie In einem Prozeß wegen Fernhaltens seiner ungetauften man sieht, den Teufel um diese schönen Worte. Aber die Liebe Kinder vom Religionsunterricht ist Genosse Sarl Brandt, des Herrn v. Bötticher zum Bruder Unternehmer bleibt nach wie der verantwortliche Redakteur des Voltsblatts für Halle", zu vor dieselbe. drei Tagen Freiheitsstrafe verurtheilt worden. Der Prozeß ift seit 1890, also feit sechs da er als " Jahren im Gange " Prag, 24. Dezember.( B. S.) In der ersten Nummer der von den czechischen Klerikalen gegründeten Zeitung Katholike Listy" erklären die Klerikalen, sich keiner der bestehenden czechischen Parteien anschließen zu wollen. Sie würden bei den bevorstehenden Reichsrathswahlen selbständig als katholische Boltepartei auftreten. Budapest, 24. Dezember.( V. H.) ( B. S.) In der staatlichen Tabakfabrit in Szanolnok ereignete fich ein Unglücksfall. In folge Springens einer Röhre ftrömte Dampf aus, welcher fünf Arbeiter derart verbrühte, daß der Tod sofort eintrat. gewesen. Brandt erzielte zuerst mehrere Freisprechungen, Depelchen und letzte Nachrichten. in Berlin der deutsche Lehrerverein gegründet wurde. Wenn Dissident nicht die Pflicht habe, feine Hamburg, 24. Dezember.( Privatdepesche des Vorwärts".) mau dem jezigen geschäftsführenden Ausschusse so ohne weiteres nichtgetauften Rinder in einen konfessionellen Religionsunterricht glauben wollte, so wäre es ein unfreiwilliges Berdienst des letzten zu schicken. Sowohl das Landgericht in Halle wie auch das Eine Versammlung der Hilfs- Quai- Arbeiter wurde aufgelöst, als furchtbaren Krieges mit Frankreich, der den Kultur Kammergericht erfannten zunächst auf Freisprechung. Ein Jahr Genoffe de Haas die letzte Rede des Kaisers verlas. Haas fortschritt, den die Gründung einer derartigen Organisation später wurde die Anklage auf grund neuerer Schulverfäumniffe wurde verhaftet, später jedoch wieder entlaffen. 300 Fremde zweifelsohne bedeutet, herbeigeführt hätte. Es heißt nämlich in wiederholt, und diesmal erfolgte in allen Instanzen Vereinem Rundschreiben dieses Ausschusses: Die großen Waffen- urtheilung. Dreimal hat sich das Kammergericht mit der An- legten die Arbeit nieder. Eine Anzahl Streikender, die verhaftet erfolge der vereinigten deutschen Brüder in den Jahren 1870 und 1871 gelegenheit zu beschäftigen gehabt. Im August dieses Jahres waren, wurden wieder auf freien Fuß gefeßt. hatten den nationalen Gedanten in erhebender Weise zum Ausdruck sprach es endgiltig die Verurtheilung aus durch Verwerfung der Amfterdam, 24. Dezember.( B. H.) Die Polizei nahm jenes gebracht und die getrennten Bruderstämme durch Wiederaufrichtung von Brandt eingelegten Revision. Seit vier Monaten also ist Individuum, welches nach Art des englischen Bauchausschlitzers des deutschen Kaiserreiches zu der lange ersehnten politischen die Sache spruchreif, aber erst Ende voriger Woche erhielt Brandt drei Frauen ermordet hat, feft. Einheit geführt. Da lag es nahe, auch den deutschen die Aufforderung, bis zum 23. Dezember die Strafe anzutreten. Lehrerverein, den die nationale Bewegung des Brandt wird also während der Weihnachtsfeiertage im Gefängniß Jahres 1848 geboren hatte, der aber unter dem Reif der sitzen! Wie sonderbar doch der Zufall spielt! Der verantwortliche Redakteur Keil vom folgenden Reaktion bald erstorben war, zu neuem Leben zu er Sächsi wecken." schen Volksblatt" in 3 wid au sollte die fiebenmonatige Danach wäre das am 28. Dezember d. J. hier in Berlin Gefängnißftrafe, die er insgesammt zu verbüßen hat, am Auf sein Gesuch hin ist ihm bis gefeierte Jubiläum nicht viel mehr, wie so ein nachgeborener 29. Dezember antreten. Bruder der patriotischen Tamtam- Beranstaltungen vom September 15. Januar Aufschub gewährt worden. 1895 und Januar 1896. Daß in Wirklichkeit aber dem Jubiläum das beweist schon die im mehr Bedeutung aufommt, Rundschreiben enthaltene Bemerkung, daß der Lehrerverein auf die 1848er Bewegung zurückzuführen ist, die Zuzug von Arbeitern nach den deutschen Seeftädten doch einen zu fräftigen Kern hatte, französischen Bruderkrieg so ohne weiteres als ihre beste Lösung strengste fernzuhalten! den deutsch- ift während der Dauer der dortigen Lohnbewegungen aufs Gelder find zu feuden an das Berliner GewerkschaftsWer nur ein wenig bewandert ist in der Schulgeschichte der fünfziger und sechziger Jahre, der weiß ganz genau, daß die bureau( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16.) energischen und furchtlosen Lehrer Vorkämpfer, die Wander, Der zweite Kongreß der deutschen Schriftgießer tritt Diefterweg, Sack, doch etwas anderes mit dem Lehrerverein am 3. Januar nachmittags 3 Uhr in Offenbach a. M. im anstrebten, als einen bequemen Unterstützungsverein. Zu einem Hotel Bavaria zusammen. Auf der Tagesordnung befinden sich achtunggebietenden und in mehr als einer Beziehung auch folgende Anträge: Berlin wünscht, daß in bestimmten gefürchteten Kampfverein, der sowohl die ideellen wie Zwischenräumen, etwa aller fünf Jahre, ein Delegirtentag abzudie materiellen Interessen der Lehrer mit rücksichtsloser Schärfe und halten ist. und die Vorarbeiten dazu einer Stadt übertragen Konsequenz verficht, hätte der Lehrerverein ausgebaut werden müssen. werden, die zugleich als Zentralstelle der deutschen Schriftgießer Groß ist das Arbeitsfeld in ideeller Beziehung. Die Volts: gelten soll; Leipzig verlangt, daß im Normaltarif für Brot biloung liegt schwer darnieder, von unseren Nachbaren rechts schriften die Kiloberechnung und für die Arbeit an Komplettund links find wir schon theilweise überholt. Da hätten die maschinen gewisses Geld( Beitlohn) eingeführt wird. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Tind und Verlag von Wing Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. ansehen zu können. um benn Gewerkschaftliches. Rom, 24. Dezember.( B. H.) Der„ Gazetta del Popolo" wird aus Petersburg gemeldet, daß thatsächlich eine Ausschiffung russischer Truppen in Raheita erfolgt sei. Mit dieser Aus. schiffung habe man die öffentliche Meinung sondiren wollen. An einem anderen Punkte des Rothen Meeres werde nunmehr abermals eine Landung bedeutender russischer Truppenmassen unter dem Schuße von vier Kriegsschiffen stattfinden. London, 24. Dezember.( B. H.) Wie„ Daily Chronicle" aus Konstantinopel meldet, hat der Sultan dem Patriarchen Ormanian ein Dokument vorgelegt, durch welches der Patriarch anerkennen soll, daß allein die Armenier kürzlich die Unruhen verursacht haben, ferner daß die Armenier mit den jezigen Reformen zufrieden seien und, daß der Patriarch das Aufhören der revolutionären Agitationen in der Türkei und im Auslande garantire. Der Patriarch weigerte sich, dies Dokument zu unter. schreiben, und reichte bei der Pforte seine Demission ein, welche jedoch nicht angenommen wurde. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 302. " Freitag, den 25. Dezember 1896. 6. Kleier 2,-. 13. Jahrg. Tischlerei Richter, Blumenstraße, Allerlei einigung der Kaufleute 9,10. Lifte 105, Maschinenfabrit Flohr 10,55. Liste 1343, Die Hafenarbeiter- Bewegung. hiesige Berein der organisirten Reüner in Differenzen mit Belangverein Liederfuft 3, Moabit, 8, zeigt folgendes Beispiel: Vor etwa einem Jahre gerieth der 18,50. Neundorf in Bernburg 6,90. Bernburg 1,-. Rothe Geburtstagsfeier, Aus Hamburg wird uns unterm 23. Dezember geschrieben: dem Inhaber dreier durchgehends von Arbeitern frequentirten tottenstraße, 2. Rate, 11,50. Mergeltuhl 1.- Holzarbeiter- Berband, Zahl 2. State, 16,40. Einseger Just, Ackerstr. 1,-. Schneiderwertstatt Cohn, Char Im Ausstande der Hafenarbeiter und Seeleute ist eine Aenderung Wirthschaften, namens Heitmann. Die Kellner verhängten fielle Friedrichshagen, 1. Rate, 10,-. Amerikanische Auftion am 20. Dezember nicht eingetreten. Noch immer halten die vielen Tausende von die Sperre über die Wirthschaften, und die Folge bei Zubeil d. 2. 23, Buchbinderet H. Linz. 2. Rate, 3,30. Ueberschuß von Der Gewerbegerichts- Ausschuß- Wahl d. T. 6,-. Anschlägertolonne Raßmussen Arbeitern fest zusammen. Auch nicht ein einziger Streitbrecher war, daß auch die Hamburger Arbeiter, ohne übrigens 3,-.. 1,50. Unbekannter aus dem Westen Berlins 7.-. Sechs Kollegen findet sich unter ihnen, trotzdem man sie und vor allem ihre irgendwelche Abmachung, die Wirthschaften mieden. Als nun d. Firma A. Bormann 3,50. Personal Ulstein u. Co., Charlottenstraße, Frauen mit allen nur denkbaren Mitteln zu bearbeiten fucht. vor einigen Wochen der Streit der Hafenarbeiter ausgebrochen 3. Date, 16,06. Theater- Bergnügungsverein Hand in Hand" 10,-. Hausvoigtei Von den importirten Streifbrechern laufen dagegen täglich ganze war, tommt eines Tages der Wirth Heitmann nach dem Kutcher und Stundenarbeiter beim Budiker Bartelstr. 11 3,-. Buchdrucker 3,-. Reul a Conto Listen 250. Dom- Modell 4,60.£ tschleret Schaaren davon, während, wie ich Ihnen schon schrieb, der Zuzug Bureau der Zentral Streitkommission und bittet, ihm doch haberland, Krausenstraße, 3. Rate, 10,-. Duchmain 3, Arbeiter der Firma äußerst gering ist, trotzdem die Werbe- Agenten bei ihrem Geschäft beim Schlichten der Differenzen behilflich zu sein. Er A. u. D. Buff, Johanniterstraße, 2. Rate, 7,55. Tischlerei Pufigti u. Wolf, 3. Rate, in der allergewissenlofesten Weise verfahren, um Leute nach wolle auch einige hundert Mark für den Streit zeichnen. Siemens u. Halste d. Bröfet 9,05. 3,30. Bölling- Hirsch, Frankfurterstraße, 3. Rate, 6,80. Müller 1,-. Liste 3001, Maschinenfabrit, köpntderstr. 113 d. A. Hamburg zu loden. Welche Elemente sich zum Anwerben von Er habe durch die Sperre etwa 50 000 Mart Schaden 5,80. Tischlerei Schmidt, Langestraße, 5,-. Tischlerei Bormann, Boffener Streitbrechern hergeben, konnte ich heute mit eigenen Augen be- gehabt und wolle deshalb mit den Kellnern gern Frieden schließen. ftraße, 3. Rate 6,30. Liften 1327 und 1328, Buch- und Steindruckerei obachten. Ein notorischer Zuhälter, der Jahre hindurch von Die Sache wird vermittelt. Heitmann entläßt seine bisherigen teindruckerei H. G. Hermann, chemigraphische Abtheilung, 48,25. MaschinenH. S. Hermann, chemigraphische Abtheilung, 10,80. Liste 3427, Buch- und Morgens bis Abends in den hiesigen Strafgerichten als Kriminal: Kellner, nimmt feine Kellner fortab von dem kostenfreien Arbeits- fabrit Gr. Lichterfelde- Lantwig 10,50. Bergolder von Weber 8,-. Möbelstudent herumlungerte und schließlich, weil er sich an jeden Be- nachweis des Kellnervereins und beide Theile sind zufrieden. fabrit 3. 6. Pfaff, 8. Rate 62,50. Liste 521, Karpentiel 9,85. Bürstenfabrit, fucher des Strafjustiz- Gebäudes, besonders an Damen, in der was thut da die Bourgeoispresse! Sie theilt in den bekannten mission der Vergolder, 2. Rate 100, Engelufer 17, 2. Rate 3,-. Liste 3165, Klavierfabrit 8,-. AgitationstomTischlerei Lehmann, Friedrichsberg, widerlichsten Weise herandrängte, auf Antrag des Hausmeisters Tönen höchster sittlicher Entrüstung ihren Lesern mit, die sozial- mit Meister, Kreuzigerstraße, 4,-. Sattler, Alte Jatobstr. 35, 3,-. Filz des Gebäudes von der Kriminalpolizei vor einiger Zeit schließ. demokratische Parteileitung Hamburgs fei bei Herrn Heitmann schuhfabrit Krause, Weinbergsweg, 2. Rate 11,80. Bwet Defateure von lich aus dem Gebäude ausgewiesen wurde, ist in den Dienst der ,, fönig gewesen und habe ihm gesagt, fie werde ihn völlig ruiniren, Martens, Aderstraße, 3,- Bildhauer Siebert u. Afchenbach 4,50. Bildhaueret Bronzewaaren- Fabrit v. Webisch 5,50. Stellmacherwerfftatt lichen Kaufleute" getreten und reist als Werber mit hohen Spesen im wenn er jetzt nicht zu Krenze trieche. In seiner verzweifelten Reich u. Christ 4,40. Gürtler bei Th. Schmidt, 2. Rate 3,50. Liste 3430, Lande umher. Heute tam er mit 10 Streifbrechern hier an, die Lage habe er denn schließlich schweren Herzens nachgeben müssen. Personal Simon u. Ko., Haideftr., 17,05. Möbeltischlerei Bach u. Kopiz, Königs ihm aber, ehe er sie in Sicherheit" bringen konnte, wieder weg. So wird gelogen! bergerstraße, oberste Werkstatt, 4. Rate 25,-. Pflanzerverein Veilchen d. E. 1,20. Franz, Köpnickerstr. 33a 9,-. Redaktion„ Die Zeit", 4. Rate 150, gefischt wurden. Die von solchen Subjekten zusammen- Dem ,, Berliner Tageblatt" telegraphirte deffen Hamburger 5. Verband der Gold- und Silverarbeiter, Filiale Berlin, 2. Rate 50, Baterlandslofe aus der Selterbude, Ackerstraße, 3,50. Liste 2221, Karl Frante getrommelten Leute sind natürlich auch danach. Alles fönnen Korrespondent unterm 24. Dezember: Die Erfagarbeiter reifen Gefangverein Liedes- Echo 5,-. Liften 712, 709, 711, Chr. Bohn 28,70. Breitens sie, nur nicht die Hamburger Hafenarbeiter ersetzen. Die Arbeit fortwährend ab. Die englischen Ersatzleute forderten, reiter 5,-. 3. u. A. Scholz 4,-. Gefangverein Matengruß, Friedrichshagen im Hafen ruht fast ganz, trotz der Lügenberichte der von den Rhedern diese Zwangslage benutzend, einen Tagelohn von sieben 6ischlerei Jungnicel, angestraße, 2,70. Listen 110, 117, Freie Ver gecharterten Hamburger Bourgeoispresse. Wenn die Soldschreiber und einen Lohn für Nachtarbeit von vierzehn Lemmermann 9,25. Liften 1991, 783, 1992, 2557, 2558 d. Bander, Schneider Ser Kapitaliftenfippe nicht gar so beschränkt wären, würden sie Mart. Als ihnen sechs resp. zehn Mark offerirt wurden, 22,20. tite 77, Jalousiefabrit König, Rüden u. Ko. 15,70. Lifte 79, Maschinennicht weiter so unverschämte Lügen in ihren offiziellen Streitberichten legten sie die Arbeit nieder. Einzelne Stauerbaase fabrit Schwargtopff 16,70. Listen a Konto Erbe 230,55. Liste 3151, Piano bringen, da sie sich an anderen Stellen ihres Blattes, vor allem find zu Verhandlungen geneigt. fabrif C. Bechstein, Reichenbergerftr. 26,70. Liste 3154, Gasglühlicht- Abtheilung Spinn u. Cohn, außer einemt 18,55. Lifte 2354, Heims u. Sohn, Reichen im Börsen und Handelstheil täglich selbst Lügen strafen. So ist in der bürgerlichen Presse natürlich auch heute Kriminalstatistiker Profeffor Ferdinand Tönnies eine Süraffterstraße, 7,55. Lifte 2791, Koswig, Bildhauer 7,10. Bildhauerwerkstatt In der ,, Ethischen Kultur" veröffentlicht der bekannte bergerſtraße 113a, 11,50. Lifte 1359, Tischlerei Erempenau, Eisenbahnstraße, 9,-. Liste 1580, 6. 2. 10,20. Lifte 1573, Sargfabrit Solon 1. Ko wieder zu lesen, daß die Arbeit im Hafen im vollen Umfange im Gange ist. An anderer Stelle steht aber in sämmtlichen warmherzige Bertheidigung der Hamburger Hafen Soffmann, Gitfchinerstraße, 1,50. Gesangverein Ganges- Echo, 1. Rate 30, Bon den Zimmerleuten Berlins, 2. Nate 500.-. Liste 3035 Lampenfabrik Blättern, daß innerhalb der letzten 24 Stunden wohl 23 See- arbeiter, die zur Veröffentlichung im„ Hamburger Korresp." F. Hirschhorn 27,75. Fassadenpuger, Bau Louisenstr. 40, und dem gemuthschiffe nach Hamburg aufgekommen sind, aber nur 13 abgehen bestimmt war, aber von diesem Blatt aus Rücksicht auf das lichen porn 27,75 Listen 3523, 3624, 3526 Metallarbeiter aus der Bülow= Interesse der Rheder und Stauer natürlich nicht aufgenommen straße 73,10. Lifte 2479, Fabrit Semmler u. Bleiberg 28,35. Lifte 3502, fonnten. Und auch diese gingen noch mit nur theilweiser Ladung. wurde. Nachdem der genannte Gelehrte die verschiedenen Vor- 6 Buchbinder, Schäfer u. Scheibe und einige Arbeiterinnen 5,45. Liften 1150, Daraus geht wohl zur genüge hervor, wie es mit der Arbeit würfe, Listen 1053, 2507, 2522, Falter 23,75. gegen die Hafenarbeiter erhoben sind, im Hafen bestellt ist. im Weihnachtsgeschent für die kinder der Streifenden von Dr. Fog. anstatt eines einzelnen schlagend widerlegt hat, bemerkt er zu Weihnachtsgeschenkes der Familie L., Vittoriastraße, 20,-. Weihnachtsdem Hauptvorwurf, die Hamburger Arbeiter hätten seichent an die Kinder der Streikenden von Dr. Blo. 30,-. Lijien 2519, 2520, für Leute man es in den Streitbrechern zu thun hat. Diefelben durch ihre internationalen Beziehungen gegen das nationale 1067, 1068, frößner, 34,60. Rifte 564, Singe 8,85. Lifte 2499, Großmann 7,65. find total ungeübte Arbeiter. Täglich kommen schwere Unglücks- Interesse verstoßen:„ Sind etwa die Unternehmerkartelle, ifte 2515, Zapezirer, Charlottenburg 8,45. Breith 6,95. Liste 2512, Steinbring 5,-. Liste 2513, Krote 5,-. fälle en masse vor. Auch heute sind deren wieder vier sehr die Trust 3 und" Ringe, deren partielle Internationalität Site 2521, Sant 4,80. Lifte 2524, Rickert 10,75. Lifte 2527, Attiengesellschaft schwere und eine Unzahl leichtere zu verzeichnen gewesen. Inoffenkundige Thatsache ist, schon auf ihre Verträglichkeit mit wertstatt, Bülowstraße, 6,10. folge der unerfahrenheit zweier importirter dem nationalen Interesse geprüft worden? Ewerführer" wurden heute zwei Schuten in Mir scheint diese den Grund gebohrt. In dieser Zeit zeigt es sich einmal aufgabe dringender zu sein, als der Kampf in Panzer besonders deutlich, wie dringend nothwendig die Errichtung Manu." und Harnisch gegen die fragwürdigen Pläne des Herrn Tom eines Hafeninfpettorats ist, das ähnliche Funktionen hätte wie das Fabrifinspektoriat. Die Bestellung eines Hafen- In Harburg haben bis jetzt von ca. 400 Streifenden nur inspettors wurde schon im Oktober 1894 von dem 3 die Arbeit wieder aufgenommen, ein glänzender Beweis für Berband ber Hafenarbeiter Deutschlands die Solidarität, die die Harburger den Hamburger Kameraden durch eine Eingabe an den Reichstanzler erweisen, denn sie streiken vor allem, damit diese siegen. Grafen Caprivi dringend erbeten. Bis jetzt hat der Ber: Ju Lambrecht, einem kleinen Orte in der Rheinpfalz, wurde band auf seine Eingabe aber noch keine Antwort er halten. " Aber auch in anderer Hinsicht zeigt es sich, mit was Auf grund der neuesten Bekanntmachungen des Senats über die Geldsammlungen und der Polizeibehörde über den Aufenthalt Streikender im Freihafengebiete find heute wieder mehrere Verhaftungen vorgekommen. Die Sammler werden meist mit Strafmandaten von 10 M. bedacht, während in Altona Strafmandate von 30 und in den letzten Tagen 50 M. im gleichen Falle erlassen werden. die zum besten der Hamburger Ausständigen ein Konzert veranstaltet, Die Arbeiter aus Frankeneck und Neidenfels besuchten die Festlichkeit gleichfalls, und so kam die stattliche Summe von 89,65 M. ein. Die in Lambrecht bestehende Gewerkschaft legte 10,35 M. zu, so daß rund 100 M. nach Hamburg gefandt werden konnten. Auch dieses Beispiel dem aus dem übrigen Deutschland unzählige andere angereiht werden könnten zeigt, wie groß und allgemein die Sympathie ist, die die Arbeiterschaft den fämpfenden Hamburger Klaffengen offen entgegenbringt. 2462, 2464, 2480, Schonheim 18,10. Lifte 2518, Lachmann 8,45. für Bauausführungen( Tischlerei), Charlottenburg 14,70. Liste 2530, DrechslerListe 1065, Buchwiz VII, 6,85. Liste 1870 Woldt 3,85. Lifte 2422, Personal Buchdruderei Borchardt, Wilhelmstraße, außer vier Raubbeenen, 7.20. Liften 2423, 2426, Perional der„ Boltszeitung" 26,90. Liften 2146, 2157, 2136, 2130, 2162, 2151, 2144, 2220, 2166, 2149, 2219, 2152, 2148, 2133, 2135( darunter Bautischleret Sommerlatte, Stralau, außer einem, 9,80, Frister u. Roßmann Ringschiffer 8.05, verrufene Tischlerbude S. Richter 9,95, Bau Zorndorferstraße 6,25) durch Rezerau 111,70. Listen 1970, 1964, 1940, 1019, 1314, 1012, 1011, 1007, 1004, 1003, 1002, 375, 374; 373, 371, 1927, 1988, 1968, 1925, 1922, 377, 1969, 1945, 1944, 3184, durch S. Gräschte( darunter Förster 10,05, Fischer, Steinmez, 5,55, Müller 55,09, Schramm 13,75, Arom, Wertstait d. Gaßmann 30,45, Grove'sche Fabrit, Martinickenfelde, 17,55) 255,19. Listen 2544, 2545, Denger, Drechsler, 8,95. Drechsler von Bilgeder, Kaftanten- Allee, 3,25. 25" A. 2,60. Verband der Möbelpolirer Berlins und fabrit G. Baumann, 2 Rate 7,35. Liſten 3341( 6,30), 3344( 8,40), 3345( 11,55), Umgegend, 2. Rate 200,-. Verein der Deforationsmaler 4,10. Kinderstuhl 3346( 5,50), 3347( 17,35), 3349( 17,35). Lifte 2405, Thran, Tapezirer 6,10. Tischlerei Krause, Mariannenstr. 18, 7,75. Buchbruderei W. Gronau, Schönebearbeitungsfabrit von Mühmet, köpnickerstr. 169, mit einer Ausnahme, berg, 9,10.£ tste 1603, Tischlerei Wentel Nachflg., Besselstr. 14, 10,90. Holz2. Rate 7,15. D. und S., 2 Cattler 2,-. Gesangverein Kaiser'scher Männerchor 10,- ifte 3745, Möbelfabrik Luge, Brigerjir. 7, 7,40. Einige Mitglieder d. Rummels Musikvereins Crescendo 8,-. Liste 1648, von den Kaufleuten Tinus 12,-. Lifte 3041, Graveure 13,40. Buchdruckerei Meŋer u. Eichler 4 Galilaer und Emma 4,- Bieraparatfabrit v. H. Peters, Ritternraße, 2. Rate 7,-. Bildhauerplay Beidler 12,70. Tischlerei Müller, Friedenstr. 98, 2,-. Fichteturner Thill 2,-. Tapezirer Flatow und Priemer, 2. Rate 16,50. R.", 2. Rate 2,-. Liste 2427, Fint, Bildhauer, 6,-. Liften 1381, 1383, 1885, firaße 29, 3,-. 1888, 1887, 1390, Zäschnerwerfstätten Berlins 34,70. Möbelfabrik Gebr. Ehrlich, Krautstr. 48b, Mittlere Werkstatt, 2. Rate 3,30. Ein Fabritant, Glogauer. Listen 3365, 8364, 3363, 3358, 3355, 3354, 3853, 3352, 2729, 2716, 2715, 2714, 2710, 2709, 2704, 2703, 2702, 2701, 2700, 2699, 2698, 2697, Gesammelt von sozialistischen Akademikern, 4. Rate 10,-. Bewertschafts: 2696, 1846, 1843. 1838, 1833, 1827, 890, 889, 886, 876, 863, 857, 855, 850 849, tartell Fürth in Bayern d. F. 3. 200,-. Weihnachtsfeier des sozialdemo: 848, 847, 844, 843, 840, 828, 822, 821, 819, 817, 815, 299, 292, 291, 286, 284, 274, 267, Deutschlands, Gauverein Würzburg 7,50. fratischen Wahlvereins Würzburg 20,-. Bentralverband der Bildhauer 220 d. E. Ernst 683,30. Luruspapierfabrit, Landsbergerstr. 95, 2,50, Rothes Würzburg d. B.-, 50. Arbeiter Kreuz 3, unbekannt-, 85. Arbeiter- Bildungsverein Schwiebus 15,-. Bildungsverein Aachen d. Kr. 20,-. Ueberschuß der Tellersammlung am Berichtigung: 1. Es soll in Nr. 301 heißen: Personal Buchdruckeret 20. Dezember, Feenpalaft, Orts: Krantentaffe d. Maschinenbau Arbeiter Julius Sittenfeld, 4. Rate 45,60( darunter d. Otto 1,90. D. Grau,-50. Vogel( Darunter 1,- von Julen) 41, Modelleure und Biseleure in Kaiserslautern, händler Schmiedeberg 0,50.) 2. Es soll in Nr. 296 heißen: Kürschner, ArPfalz 17,60. Sozialdemokratischer Arbeiterverein Köpenick, 2. Rate, 20,- beiter und Arbeiterinnen von B. Manheimer 26,35. Gewertschaften in Jena, 5. Rate, 55, Tischlerei Rejewste, außer den Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau Frommen 5,50. Steinarbeiter in Frankfurt a. Oder 6,-. Lederarbeiter b. Bimmerer Deutschlands, Bahistelle Spandau b. N. 60,-. Auf Sammellisten 9-1 Uhr vormittags und von 6-8 Uhr abends entgegen. Berlins( Weißgerber, Lohgerber, Färber und Berufsgenoffen) 100, Berban( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16) in der Zeit von d. B. G. K. aus Bernburg 104,95. Organisirte Metallarbeiter Bernburgs An die Flußschiffer in dem oberen Elbgebiet und im Weichsels und Odergebiet sind heute 60 000 Flugblätter abgegangen, die in verständlichen Worten Auf- die streikenden Hamburger Hafenarbeiter Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für flärung über die Lage im Hamburger Hafen geben und vor folgende Beiträge ein: Zuzug warnen. Da jene Schiffer am ehesten die streikenden Hafenarbeiter zu ersehen vermöchten, haben die Herren vom Arbeitgeber Verband, die täglich bekannt machen, daß sie Leute nicht mehr einstellen, Werbe- Agenten nach den genannten Gegenden geschickt. Unsere Genossen dort werden ficherlich dafür sorgen, daß die Werber fein Glück haben. Die Stauer und Rheder haben alle ihre Hoffnung auf die Flußschiffer geseßt. = Wie unverschämt die Bourgeois preffe lügt, wenn es heißt die Sozialdemokratie au verdächtigen, Eine Rede Cromwell's. ,, Dragoner, ich will Euch nicht überlisten, noch durch die zweideutigen Ausdrücke meiner Instruktion betrügen, die mir befiehlt, für König und Parlament zu fechten. Ich sage Euch, wenn es sich fügen sollte, daß der König bei einer Schaar sich befände, welche anzugreifen ich befehligt würde, so würde ich mein Pistol auf ihn losschießen, gerade wie auf jeden anderen. Wem von Euch das Gewissen nicht erlauben sollte, dasselbe zu thun, den kann ich in meiner Schwadron nicht brauchen." Die Instruktion, von welcher diese Ansprache mit Hörnern und Zähnen redet, war dem littmeister einer Dragoner schwadron des weltbekannt gewordenen Namens Oliver Cromwell bei seiner Bestallung gegeben worden. nur Jeder hatte um seiner Selbsterhaltung willen nöthig, so berufen und beauftragt: für König und Parlament zu schnell als möglich der fattisch fattisch Wichtigere im fechten". Lande zu werden dann hatte er auch das größere König in England war damals Karl I. und gegen ihn Recht. Um diese ,, legitime" Macht zu erlangen, sollten die Parlamentstruppen offenbar fechten. Die Auslegungsgalt es Streitkräfte heranzuziehen aus dem Volke. Dieses kunst des Parlaments steht derjenigen von spitfindig- rabulistischen wurde von beiden Seiten lebhaft bearbeitet. Der König war der Richtern verschiedener Zeiten nicht nach, mit welcher zuweilen, König und zog Vortheil vnn seiner traditionellen Ausnahme namentlich wenn die Justiz zum Mittel und zur Waffe des poli stellung, dem volkshypnotifirenden Gottesgnadenthum älteren tischen des Klassenkampfes geworden ist, Strafs und andere Glaubens. Obgleich Karls Unehrlichkeit und Unzuverlässigkeit Gefeße ausgelegt" und angewandt wurden. offenkundig war und fein vernünftiger Mensch sich Cromwell nun war bei aller Klugheit und selbst Verschlagen. Die Dragoner, zu denen diese Worte gesprochen worden sind, auch einen Augenblick auf ihn und sein heiligstes, heit fein Henchler. Er hatte nie in töniglichen Diensten ge= waren die unter dem Namen der Cromwell dragoons geschichtsfeierlichst gegebenes Wort verlassen konnte, übte, zwar standen, offenbar war er zur Zeit seines Eingreifens in die Ges bekannt gewordenen Schaaren des Lords der Sümpfe von Ely", nicht Karl als Person, aber das Königthum, dessen Vertreter er schide seines Volkes der Suggestivwirkung des Gottesgnadenthums des größten Feldherrn und Staatsmannes, den England je ge- troy alledem war, den alten Zauber seines schamanistisch längst entrückt, wenn er ihr je einmal unterworfen gewesen sein habt hat. sollte. Seine Instruktion als Rittmeister vom Jahre 1642 schien ihm also eine ganz gewaltige Lüge zu enthalten, die ihm wider seine ganze Natur ging. Budem sah er in dem Fortarbeiten mit der Fiktion dr Einheit der beiden Gewalten: König und Parlament gefährlich für die Sache seines Volkes, seines Vaterlandes. Darum geb er die Erklärung, die wir an die Spitze dieses Auffages stellen, vor seinen Dragonern ab. Wie er für einen solchen Kompromis nicht zu haben war, so sollten die, welche mit ihm vereint fechten wollten, auch klipp und klar das anerkennen, was wirklich war. Er konnte seiner felsenfesten Ueberzeugung nach halb noch dem Königthum wenn auch nicht der Person Karls! ergebene Leute als Mitarbeiter und Kriegskameraden nicht gebrauchen. Er erkannte, daß das Staatsrecht von ehemals faktisch aufgehoben war, und sprach das auch aus. Wäre es dem Parla ment mit der peniblen Wahrung des Faktoren: König ernst gewesen, hätte diese Lage der Wirklichkeit entsprochen, so hätte das Parlament meines Erachtens ein Kriegsgericht einsetzen und dem seine Instruktion eigentlich zerreißenden Rittmeister Oliver Cromwell den Prozeß machen müssen. Aber das fonnte das Parlament nicht, und wollte es offenbar auch nicht. fetischistischen Ursprungs. Darum schlugen sich so viele wahr haft eble Ravaliere nicht für Karl, den sie zum theil verachteten, ja vielleicht haffen mochten, aber für die altehrwürdige Institution des Königthums mit beispiellofer Bravour und einer Opferwilligkeit, die eines besseren Zweckes würdig gewesen wäre. Im Königreich England jener Tage war der König, damals Karl hatte recht, zu sagen, daß er zu Hüftungen und allen Rarl I., oberster Kriegsherr. Die Wehrmacht zerfiel in das dem sonstigen ihm nöthig erscheinenden Maßnahmen berechtigt fei König gehörige Linienheer, die Marine und die nur zum Sichers fraft der Formel König und Parlament"; zur Hälfte hatte heitsdienst in ihren Wohnsihen verpflichtete Milis. Aber auch er unbedingt Recht, im zweiten Theil der Formel freilich lag lektere war von je und je verpflichtet zur Treue gegen König sein Unrecht. Es war doch offenbar, daß er, wie die Dinge und Parlament. lagen, seine Soldaten eben gegen dieses Parlament in die Diese beiden Faktoren waren aber in der Zeit, von der wir Wagschale werfen würde, ja mußte. reden, längst uneins, und schlimmer noch, die Auskünfte, Mittel Ebenso stand es auf seiten des Parlamentes. Dem König und Wege einer Rechtsverständigung längst abgegraben und nicht gaben ein paar föniglich gesinnte Mitglieder im Parlament, mehr gangbar. Es war das Stadium der Entwicklung gekommen, später eine Art kleines, föniglich gefinntes, besonders für sich wo die Rechtsfragen aufhören und die Machtfrage beginnt, wo tagendes Rumpfparlament das Recht, wenigstens von einer altes Recht nicht mehr haltbar war und mit und durch Gewalt neues fymbolischen Betheiligung eines Parlaments zu reden. Karl Recht geboren werden mußte. machte ferner nicht mit unrecht geltend: Eure Majorität, die gegen mich ist, ist nicht das Parlament. Dabei fand das wunderbare Schauspiel statt, daß König und Bolt zugleich Krieg führten und zwischen hinein Verhandlungen pflegten. Jede der beiden Parteien wollte sich nicht ins Unrecht fegen lassen, und trok dem ganz real, faktisch, wirklich vorliegen den Kriegszustand suchte jede Partei die Illusion eines Rechts zustandes glaublich zu machen. " Um so unstichhaltiger waren die Berufungen des Parlaments auf die vielerwähnte Formel im Namen des Königs und des Parlaments"; beim letzteren Faktor handelte sich's um eine Aber Cromwell wollte das, was er wollte, ernstlich und ganz, durchaus nicht einige Vielheit von Personen; der andere Faktor, und er hielt es für unerläßlich, nur ihm gleichgestimmte und der König, aber war nur eine Person, deren Namen, um sich den gleichgesinnte Mitarbeiter, eine durchaus homogene Masse von Das Parlament hielt für gut, seine Aushebungen und sonstigen Schein des Rechten zu geben, zweifelsohne das Parlament in seinen Streitern als Instrument in der Hand zu haben. Die militärischen Vorbereitungen zu decken unter der Formel für Verfügungen mit jener Formel offenbar mißbrauchte. größte Gefahr der ganzen Lage seines Landes sah er König und Parlament. Eine Trennung beider Macht- Wortklauberei und Sophistit muß man es ehrlicherweise in der Halbheit, an der ihm auch seine Instruktion faktoren war in der bisherigen Verfassung nicht vorgesehen. nennen, wenn in den Debatten, Beschlüssen und Erlassen des zu laboriren schien. Das Parlament that nichts anderes als der König auch, der Parlaments, während der Krieg jeden Augenblick losbrechen mußte, Zu seinen Reden und Briefen findet sich öfter der Ausspruch: ebenso behauptete, die Formel für König und Parlament" für gesagt wurde, das Parlament führe eigentlich den Krieg nicht Der kommt am weitesten, der nicht weiß wohin er geht. Man fich und alle seine Maßnahmen zu haben. gegen, sondern für den König, welcher nur zeitweilig aus darf darum wohl bestimmt annehmen, daß er damals nicht wußte, Jede Partei führte in ihrer Firma den bereits ausgeschiedenen feiner verfassungsmäßigen Stellung gerückt sei, und demzufolge daß er der Herrscher Englands und zwar der größte werden würde. Kompagnon noch fort und fämpfte dabei mit den Waffen in in den Anstellungsurkunden und Instruktionen der Offiziere den dieses Land je gehabt hat. Dem widerspricht aber durchaus der Hand mit ihm auf Leben und Tod! des Parlamentsheeres ausdrücklich gesagt ward, sie wären nicht, daß er, als er jene Ansprache an seine Dragoner hielt, zur Seite Kommunales. wohlthätigen 3wed bestimmt ist, wird eine rege Betheiligung er- Das Weihnachtsgeschäft war dem Konfektionär" zufolge hofft. Gleichzeitig sei bekannt gegeben, daß am Sonntag, diesmal besser als in den letzten Jahren. Das werde nicht nur Einen merkwürdigen Verlauf hat das Enteignungs. den 3. Feiertag, Neue Königstr. 6, ein gemüthliches Bei von den Inhabern der Bazargeschäfte zugegeben, sondern auch verfahren genommen, welches seitens der Stadtgemeinde bezüglich fammensein stattfindet. Der Vertrauensmann. von denjenigen altbekannten Berliner Firmen, die bessere Waaren Der von dem Grundstücke der Kaiser Wilhelm- Akademie Friedrichstr. 139/141 zur Freilegung des Reichstags- Ufers einAchtung, sozialdemokratischer Verein„ Vorwärts" verkaufen. Warum sollte es dem zahlungsfähigen Bürgerthum geleitet ist. Während in dem früher abgegebenen Gutachten die Berlin. Die Mitglieder werden nochmals darauf aufmerksam auch nicht gut gehen? Nunmehr find die 3000 Fichtenhaine, die vor zwölf Entschädigung für die Abtretung dieser Fläche auf 856 000 m. gemacht, daß die Gratis- Ausgabe des diesjährigen Parteitagsberechnet ist, ist jetzt die zu gewährende Entschädigung auf Protokolls nur noch bis inkl. den 31. Dezember erfolgt und ge- Tagen in Berlin an allen Ecken und Enden aus dem Boden 47000 m. ermittelt worden. Dieser große Unterschied in den beten, sich in Besiz derselben zu setzen. Die Protokolle sind in wuchsen, verschwunden. Sorgenvoll sahen aber manche Waldhüter" das Heer der Vorübergehenden an, weil die Zahl ihrer Schäßungen erklärt sich daraus, daß in der Zwischenzeit seitens der allen Zahlstellen zu entnehmen. Stadtgemeinde festgestellt ist, daß der zu enteignenden Fläche bereits Bäume noch gar so groß war und weil ihre Waare mit dem früher das Recht zur Bebauung entzogen worden ist, so daß für gestrigen Abend werthlos wurde. das Enteignungsverfahren die Fläche nur als eine unbebaubare hat geschäßt werden dürfen. Abermals ein Bahnprojekt. Ein hiesiges Komitee be. absichtigt durch eine zu erbauende elektrische Straßenbahn das Die Gesangvereine Rothe Nelfe II, Oranienburger VorZentrum Berlins vom Alexander- Platz mit der Ortschaft Rosen- stadt, Tren und Einigkeit( Rixdorf) und Weiße Rose II thal zu verbinden. Daffelbe hat an die städtische Verkehrs-( Weißensee), Mitgl. des Arb.-S.-B., veranstalten zum Besten deputation das Ersuchen gerichtet, zu dieser Bahnanlage, soweit der streifenden a fenarbeiter am dritten Weihnachtsfeier es sich um städtisches Gebiet handelt, die Genehmigung zu tage, nachmittags 5 Uhr, im Elysium, Landsberger Allee 40, ein Vokal- und Instrumental- Konzert, worauf wir die Genossen ganz besonders aufmerksam machen. ertheilen. Ein Fahrradprojekt. Der Unternehmer Levinsohn hat an den Magistrat und die städtische Verkehrs- Deputation das wiederHolte Ersuchen gerichtet, ihm die Aufstellung von Dreirädern auf öffentlichen Straßen und Plägen zu gestatten. Der Unternehmer erklärt sich bei Bewilligung von 250 Haltestellen und einer Konzessionsdauer von 15 Jahren zur Entrichtung einer jährlichen Abgabe von 15 000 m. pränumerando in halb jährlichen Raten zahlbar bereit. Es soll nur ein Fahrpreis Don 5 Pfennigen für je 10 Minuten Fahrzeit erhoben werden, für die Nachtzeit dagegen 10 Pfennige für je 10 Minuten. Stellen: Lokales. " " Ein Weihnachts- Verkehrsbild. Im Zirkus Busch wird heute eine neue Pantomime, Sibirien" gegeben. Der Leseklub Auguft Geib hält am dritten Feiertage, den 27. Dezember, im Lokale von Rautenberg, Dranienstraße 170, Große Mißstimmung ein gemüthliches Beisammensein ab, dem ein Vortrag des Genossen Waldeck Manasse vorangeht. Die Parteigenoffen der herrschte am Donnerstag Morgen, auf dem hiesigen Lehrter Bahnhofe unter den Fahrgästen, die mit einer Verspätung von Gegend werden darauf hingewiesen. 125 Minuten um 9 Uhr mit dem Zuge Nr. 29 aus Köln an= tamen. Der lange Zug fuhr nur zur Hälfte in die Halle ein; zwölf Personenwagen hielten so, daß die Fahrgäste durch das Gemäuer der. Stadtbahnbogen verhindert waren, sie auf der Aussteigfeite zu verlassen. Sie mußten vielmehr nach der Geleisfeite aussteigen, obwohl dort rangirt wurde, über die Schienen hinweg zunächst nach dem Ausfahrtsteige und dann über diesen die ganze Halle herum nach dem Ankunftsteige gehen. Zu der Gefahr, die das sonst so streng verbotene Betreten der Geleise Von Weihnachts- Gratifikationen, welche menschenfreund- mit sich bringt, tam noch eine andere. Die Fahrgäste mußten liche Behörden und Privatunternehmer ihren Angestellten und vom Trittbrett bis auf die Schienen ungefähr einen Meter tief Beamten wohlgemerkt, nur diesen spenden, wissen bürger- hinabspringen, dazu noch größtentheils mit Gepäck beladen. liche Blätter zur jezigen Zeit gar manche rührsame Geschichte zu Mehrere Personen famen denn auch bei diesem Sprunge zu erzählen. Gestern schon setzten wir auseinander, daß der Unter- Falle, ut. a. auch eine 80 jährige Frau aus Bielefeld. nehmer eine derartige Generofität gar vielfach nur übt, damit Die heutige Eröffnungsvorstellung des Zirkus Renz der Angestellte brave Antreiberdienste leiste, und wir bemerkten, bringt eine Aufführung der„ Lustigen Blätter" und der Weltstadtdaß dem Lohnarbeiter derartige Geschenke überhaupt völlig bilder. unbekannt sind. Wir haben nachzutragen vergessen, daß der Lohnarbeiter gleich seiner Genessin im Gegentheil der fröhlichen, feligen Weihnachtszeit gar oft mit einem gelinden Grauen entgegensieht. Nach Weihnachten ist vielfach die Saison" zu Die Quittungskarten für die Jnvaliditäts- und Alters, Achtung, Arbeiter, Parteigenoffen! Bei der Agitation Ende und die Massenentlassungen, mit einer meist langen versicherung, welche im Jahre 1893 ausgestellt sind, verlieren mit für den Vorwärts" bringen wir allen, die gewillt sind, für Sungerperiode im Gefolge, beginnen. Aber auch der dem Schlusse des Jahres 1896 ihre Giltigkeit. Wir machen Verbreitung des Partei Organs zu wirken, die Partei- Arbeiter, der glaubt, einigermaßen festzusißen, büßt zum mindesten daher alle diejenigen, welche noch Quittungskarten benußen, speditionen in Erinnerung. Dieselben bestehen an folgenden den Lohn mehrerer Arbeitstage ein und bringt im Gegensatz zum welche im Jahre 1898 ausgefertigt sind, darauf aufmerksam, daß Beamten zur Weihnachtszeit weniger als sonst nach Hause. diese Karten vor Ablauf dieses Jahres umzutauschen sind, auch Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wenge 13, Ja, Gott Kapital findet mit Leichtigkeit Mittel und Wege, um wenn sie nicht voll mit Marken beklebt sind. Fruchtstr. 30, Hof I.- SO.: Friz Thiel, Staligerstr. 35, v. part. auch die Wochenlohnarbeiter, denen gefeßlich die Be- Dem verstorbenen Herrn v. Carstean- Lichterfelde ging Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, zahlung für die Feiertage zusteht, um ihr Geld zu bringen. es nicht ganz so schlecht, wie man nach den Mittheilungen über Salzwedelerstr. 7, part. im Laden. Wedding und Entweder fügt er es, daß diese Arbeiterkategorie urplöglich zum feine Prozesse und den Verlust seines Vermögens annehmen Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Fefte Affordarbeit erhält, oder er läßt sein Machtgebot dahin sollte. Ihm war als verarmten Geschenkgeber lettinstanzlich Wiesenstr. 14. Gesundbrunnen: Wilh. Gaßmann, ergehen, daß die Wochenlohnarbeiter ohne viel Federlesens Knall eine staatliche Rente von etwas über 46 000 m. zugesprochen Grünthalerstr. 64. Rosenthaler Vorstadt: Gustav und Fall entlassen und erst nach den Feiertagen wieder worden. Diese Bezüge erhielt Herr v. Carstenn in viertelRosenthal, Granseerstr. 6. Schönhauser Vorstadt: eingestellt werden. Selbstverständlich beruht es auf Böswilligkeit, jährlichen Raten aus dem militärfiskalischen Säckel ausgezahlt Karl Mar 3, Kastanien- Allee 95/96. Charlottenburg: wenn die verhetten" Arbeiter annehmen, daß es Profitgier und zwar regelmäßig am 23. des letzten Monats eines jeden Gustav Scharnberg, Pestalozzistr. 27, Quergeb. part. fei, durch welche derartige Maßregeln ins Wert gefett Quartals. Die letzte Rate von ca. 11 500 M. war am vorRigdorf: Ostermann, Jägerstr. 70, 1. Schöne werden. Auch die zahlreichen Arbeiter und Arbeiterinnen gestrigen 23. Dezember fällig, an demselben Tage, an welchem berg: Wilh. Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. der großen Buchdruckerei von Regenhardt in der Herr v. Carstenn in Lichterfelde zu Grabe getragen wurde. Den Arbeiter, Parteigenoffen! An allen diesen Stellen werden Kurfürstenstraße 37, welche der Inventur wegen" Erben des Verstorbenen steht ein Anspruch auf den Fortbezug Abonnements auf den Vorwärts" entgegengenommen, bis auf vier Personen sämmtlich am Vorabend dieser Rente nicht zu. auch übernehmen die Parteifpeditionen die Besorgung sämmtlicher des chriftlichen Festes der Liebe entlassen wurden, Schriften der Parteiliteratur. Alle Bestellungen werden durch waren nur von böswilliger Voreingenommenheit durchtränkt, als Der Fundamentirung des Neubaues des pathologischen geschulte Austräger prompt und sorgfältig ausgeführt; eine ganz fie annahmen, daß die Hinsicht auf die zwei Feiertage der Woche Instituts auf dem Terrain der Charitee am Alexander- Ufer besondere Garantie für zuverlässige Besorgung des Blattes ist die staatstreuen Unternehmer getrieben hat, den Arbeitern und stellen sich außerordentliche Schwierigkeiten entgegen. Nach der darin gegeben, daß im Gegensatz zu Privatspeditionen nur er: Arbeiterinnen derart die Freude am Weihnachtsfest gründlich zu es nicht möglich, sofort mit der Errichtung der Grundmauern zu wachsene Personen mit dem Austragen der Zeitung beschäftigt versalzen. Der Arbeitgeber" will ja immer nur das Beste und find. Die Parteiſpeditionen sind die einzigen Unternehmungen, fein Streben gereicht bekanntlich den Arbeitern zum Segen". beginnen, weil auf dem ganzen Terrain des Neubaues der Boden welche nicht allein die Ausbeutung von Schulkindern grundsäß- Wer's nicht glaubt, ist eben„ verheyt". im höchsten Grade moorhaltig ist. Man ist daher gegenwärtig damit beschäftigt, mit fünf Dampfmaschinen auf dem ganzen lich ausschließen, sondern auch ihren Angestellten eine Entlohnung sichern, die im Durchschnitt weit höher ist, als die von privater in Hinblick auf den gegenwärtigen Krebsgang der Sozialreform des Rammhammers auf einen Schlag oft einen Meter tief in Den Zeitungsbesitzern ist bekanntlich von der Polizei die Terrain haushohe Pfähle einzurammen, die beim Niederfausen Seite zugestandene. Alle diese Umstände sollten das Publikum in Stadtbezirken, überaus zeitgemäße Erlaubniß gegeben worden, daß sie die den morastigen Boden hineinfahren. Zwischen den eingelnen wo dies angängig, veranlassen, nur bei den Partei- Feiertagsruhe ihrer Arbeiter durchbrechen und Pfählen, außer denen auch noch dicke Balten eingerammt werden speditionen Abonnements auf den Vorwärts" für nächsten Sonntag eine Ausgabe ihres Blattes herstellen müssen, sollen dann später noch Betonkäften in die Erde gesenkt tönnen. Außer dem Vorwärts" wollen folgende Beitungen werden. aufzugeben. von dieser völlig überflüssigen und ungerechtfertigten Durch- Der wegen Hehlerei verhaftete Partiewaarenhändler brechung der Sonntagsrube teinen Gebrauch machen: Deutsche Berger ist gegen 10 000 M. Raution aus der Untersuchungshaft Tageszeitung"," Die Beit"," Das Volk", Die Tägliche Rundfchau", Germania"," Staatsbürger- Zeitung"," Reichsbote", " Post"," Deutsche Zeitung" und" Boltszeitung". Die nächste Nummer unseres Blattes wird am 29. Dezember erscheinen. Das Die Parteigenoffen des 5. Reichstags Wahlkreifes Publikum wird sich diejenigen Zeitungen merken, deren Profitwerden hierdurch auf das Konzert, welches der Gesangverein Freie Liedertafel" am ersten Feiertage veranstaltet, ganz besonders aufmerksam gemacht. Da der Ueberschuß zum " " Achtung, 2. Wahlkreis. Am Sonnabend( 2. Feiertag) Abend 61/2 Uhr, findet beim Genoffen 3ubeil, Lindenstr. 106, eine Versammlung statt, in welcher Genosse Faber über: Weihnachts- Betrachtungen" referiren wird. Rege Betheiligung ift erwünscht. " ganz genau die Lage des Augenblicks erkannte, und auch sehr genau wußte, was in dieser Lage das einzig mögliche und noth wendige war. Das Heer gehörte dem, nach damaligem englischen Staatsrecht, der den Oberbefehl hatte. Und oberfier Kriegsherr war der König. Selbst die Miliz der Städte war verpflichtet, wie die Formel Iautete: 3um Schuße des Königs und des Parlaments." König und Parlament, aber waren Todfeinde. Cromwell wußte zu gut den Bibelvers: Niemand kann zween Herren dienen!" Die Richtigkeit dieses Spruches ist dann am unwidersprechlichsten, wenn die zween Herren" uneinig oder gar, wie hier der Fall stand, Todfeinde sind. " " entlassen worden. Polizeiliches. In jüngster Beit ist, wie die Frks. 3tg." mittheilt, die Schuhmannschaft au Frankfurt a. M. beordert worden, bei Verhaftungen und Siftirungen sucht es troß allem frömmelnden Gesalbader über das Fest der Liebe besonders vorsichtig zu sein und nur im schlimmsten nicht einmal übers Herz bringen kann, dem Arbeiter ein paar Falle dazu zu schreiten. Die Anordnung wird damit begründet, daß gerade aus diesen Verhaftungen und Siftirungen die meisten Feiertage zu gönnen. Der Polizeikampf gegen die Anarchisten wird vom Anzeigen wegen Beamtenbeleidigungen, Widerstand und der. christlichen Staat namentlich zur jebigen Zeit des Festes der gleichen entstehen, die dann häufig mit Wochen, selbst Monaten Am Mittwoch Gefängnißstrafen gebüßt werden müssen, während bei Anzeige chriftlichen Liebe mit vollem Eifer geführt. Am Mittwoch des eigentlichen Bergebens höchstens eine Geldbuße die Folge Mittag auch 1 Uhr ist sowohl Herr Landauer als Frl. Rosa Bareiß, die Verlegerin des" Sozialist" und des„ Armen gewesen wäre. Sollte diese Maßnahme nur für Frankfurt a. M. erlassen Ronrad", verhaftet worden, nachdem Haussuchungen bei mehreren fein? In Berlin und anderen Orten würde sie ebenfalls willAnarchisten voraufgegangen waren. Die letzte Nummer des tommen geheißen werden. Sozialist" ist nur in halbem Format erschienen. " Die beiden verhafteten Anarchisten Quarder Siebenmard, wurden gestern aus der Untersuchungshaft entlassen. und t Mit der Geldlotterie zur Deckung des Fehlbetrages der Berliner Gewerbe- Ausstellung soll es nun in der That Ernst werden. Ein Komitee zur Wahrung der Jntereffen der Das war damals der Fall. Garantiefond zeichner fordert, wie der„ Ronfektionär" meldet, im Cromwell's Ansprache an seine Dragoner ist auch nur die Einvernehmen mit dem Arbeitsausschusse zur Unterschrift für ein Togische und nothwendige Konsequenz seines Antrages vom Gesuch an den Kaiser auf, um die Genehmigung einer Geld6. November 1641 im fünften( dem sogenannten langen") lotterie nachzusuchen. Als ob es dergleichen nicht schon genug Parlament Karls I. gäbe! Die Heilung der sechs Personen, die bei der Aether: Explosion in der Charitee verlegt wurden, geht gut von statten. Die Hausdiener Karl Karb und August Rohloff haben, wie schon mitgetheilt wurde, gleich nach der Verbindung die Arbeit wieder aufnehmen können. Der Apothekendiener Röding und der Arbeiter Schulz können schon wieder ausgehen, nur die Hausdiener Paul arb und Podzun müssen noch das Bimmer hüten. Bei der Arbeit den Kopf eingeschlagen erhielt am Donnerstag der 22 jährige Schloffer& ranz dermann im Medizinischen Waarenhaus in der Friedrichstraße. Adermann war in der Werkstatt beim Schmieden von eisernen Operations= möbeln. Aus Versehen kam er mit seinem Kopfe dem Ambos Damals hatten die von der Regierung aufgewiegelten Vom Botanischen Garten. Wenngleich die Verhandlungen in dem Augenblicke zu nahe, als sein Buschläger" seinen 10 Bfo. katholischen Irländer( am St. Ignaztag, dem 23. Oftober 1841) zwischen dem preußischen Staat und der Stadt Berlin in betreff schweren Hammer herniederfaufen ließ. Der Hammer tras den die Protestanten des Bezirkes Ulster niedergemezelt; der der weiteren Verwendung des Geländes des Botanischen Gartens Kopf und zertrümmerte die Schädeldecke. Der lebensgefährlich Aufstand griff rasch um sich und die Protestantenheze für öffentliche Zwecke zu einem befriedigenden Abschluß noch Berlekte wurde in die königliche Klinik gebracht. raste durch die ganze Jufel des grünen Erin. einer Verlegung des Botanischen Gartens nach Dahlem feft. Die Untersuchungssache gegen Unter dem Eindruck dieser Vorgänge beantragte Oliver nicht gelangt sind, hält die Staatsregierung doch an dem Blaue Berlegte wurde in die königliche Klinit gebracht. Rechnungs. Cromwell:„ Der Oberbefehl über das Heer soll nicht mehr vom Eine bezügliche Vorlage soll bereits seitgestellt sein und wird rath W. Morik vom föniglichen Friedrich Wilhelms- Institut König, sondern vom Parlament vergeben werden." dem Landtage unmittelbar nach der Weihnachtspause zugehen.( Pepinière), der sich wegen Unterschlagung feit dem 21. d. M. Go melden die„ Berl. Pol. Nachr." Damit erledigen fich die in Untersuchungshaft befindet, gestaltet sich immer günstiger. Es übrigens von Anfang an aussichtslosen, neuerdings wieder auf- kann nur der Gedächtnißschwäche des 80jährigen Greifes zu genommenen Versuche, eine Bewegung für die Verlegung des geschrieben werden, wenn sich Unregelmäßigkeiten vorfanden; es hatten sich Perfonen gemeldet, denen er bei Auszahlungen einen Botanischen Gartens nach Treptow zu ftande zu bringen. 500 Mart- Schein zu viel aushändigte. Bis jetzt ist ein Defizit von 30 000 Mark festgestellt worden. unentschieden. den Das war furchtbare, nackte Klarlegung der Dinge, die großen Schrecken hüben und drüben erregte. Darum blieb die Sache Aber Cromwell ruhte nicht. Nun forderte er, daß wenigftens anfeine bestimmte Beitbauer bem Barlament ber Seit Freigabe der Straßen Berlins für den RadfahrBefehl über Land- unb Seemacht abzutreten sei" und zwar zur Vertheidigung der Interessen des Landes." Werkehr, also seit Anfang Februar d. J., sind etwa 2000 Fahr. ,, Weihnachts: Schulze" haben die Rinder einen im Often Da aber auch der König die Jutereffen des Landes zu ver- farten für Radfahrer ausgestellt worden. Wie das Polizeitreten behauptete, antwortete er, teine Stunde werde er prädium bekannt giebt, behalten die für das laufende Jahr ges Berlins sehr befannten ehemaligen Tischlermeister getauft, der vor lösten Fahrkarten auch für das Jahr 1897 bis auf weiteres Giltig etwa zehn Jahren feine Kinder, zwei hoffnungsvolle Knaben, bei darein willigen. Cromwell war damals noch nicht einmal Soldat, hatte feit. Einer Neuausstellung derselben bedarf es daher zunächst nicht. einem durch unvorsichtiges Umgehen mit einem Weihnachtsbaum ganz gewiß auch gar teine persönlichen Absichten, sondern suchte Uebrigens ist die Zahl der durch Radfahrer verursachten Unglücks. entstandenen Brande verloren hat. Seitdem ist der rasch gealterte lebiglich bas Beste aller, das Beste feines Landes. Er fälle nicht so groß, wie man gewöhnlich glaubt, wenn sich auch Mann tiefsinnig geworden; sein ehedem blühendes Geschäft ist fab die Nothwendigkeit ein, dem mit Volt und Barla feineswegs leugnen läßt, daß häufig nur durch rücksichtsloses schnell heruntergekommen, vor drei Jahren hat er seine letzten ment zerfallenen Könige den Oberbefehl über Tandheer und unvorsichtiges Fahren Fußgänger gefährdet und Zufammen Gefellen entlaffen, und bald darauf nahmen ihm die Gläubiger und Marine zu nehmen, und sezte dies zunächst auf ſtöße mit Fuhrwerken herbeigeführt werden. Von Anfang Februar das Legte. Unablässig murmelt der Alte Weihnachtslieder und wird dent ganz gefeßmäßigen Wege seiner Parlamentsanträge bis Ende Oftober find 829 Meldungen über Zusammenftöße von nicht müde, in wirren und doch herzzerreißenden Reden sein In lezter Zeit pflegte er auf dem ins Wert. Und als er Soldat, Rittmeister geworden war und Radfahrern mit Fußgängern und 146 Meldungen von Zusammen. Unglück zu schildern. dabei das Beste fast allein that, um eine Streitmacht des Par- stößen mit Fuhrwerfen, zufammen alfo 475 Meldungen Weihnachtsmarkte felbfiverfertigte Puppenstuben, Rinderspielzeuge laments ins Leben zu rufen, entwickelte er in den martigen, über Zusammenstöße bei der Polizei eingegangen. Hiervon sind und dergleichen mehr feilzubieten. Niemals entließ er, in Erallerdings viel geschmähten Säßen, die feine Ansprache an seine 233 Zusammenstöße ohne jeden Unfall abgelaufen, in den übrigen innerung an sein trauriges Geschick, einen Käufer, ohne ihm die Fronsides( Eisenrippen) bildeten, genau dasselbe Programm wie Fällen baben 186 Personen leichte und 46 Personen mehr oder Mabnung mitzugeben, doch ja auf seine Kinder recht acht zu weniger schwere Verlegungen erlitten. Todesfälle sind nicht vor- haben. Weihnachts- Schulze liegt einem hiesigen Blatt zufolge mit seinen parlamentarischen Anträgen. gekommen. In 71 Fällen waren die Radfahrer selbst von den feit einigen Wochen schwer traut im Spitale, der arme Mann Unfällen betroffen, zumeist bei den Zusammenstößen mit Fuhr wird wohl kaum noch einmal die Lichter am Weihnachtsbaum glänzen sehen, die ihm so unsägliches Elend gebracht. verken. Wohin dieser Weg führte, wissen wir aus der Geschichte. Bemerkt sei noch, daß mir nicht unbekannt ist, daß manche Geschichtsschreiber Cromwell's Ansprache in das Jahr 1644 sehen. Aber nach Erwägung aller bekannten Einzelheiten glaube ich Polizeiliche Revisionen der Neujahrskarten finden bereits entschieden dem militärischen Cromwell Biographen Friz Hönig bei hiesigen Buchhandlungen und Händlern diefes Artikels statt. ( Oliver Cromwell, Berlin, Luckhardt, 1887) folgen zu sollen, Es handelt sich um Ermittelungen nach Karten unfittlichen Inen Ausführungen über diesen Punkt vollkommen schlagend balts, wie solche schon jetzt in größeren Quantitäten zum Verkauf gebracht worden sind. Erhängt hat sich der 29 Jahre alte Maler Paul Noack aus der Buckowerstr. 10. Herr Otto Sonntag, Kaufmann, Grüner Weg 23, theilt uns mit, daß er mit dem verhafteten Manne gleichen Namens nicht identisch und auch nicht mit ihm verwandt ist. Woche Unfälle im Straßenverkehr. Am 23. d. M. vormittags fand an der Ecke der Stralauer- und Neuen Friedrichstraße ein Zusammenstoß zwischen einem Post- Packetwagen und einem mit Der in Lichterfelde verunglückte Kutscher ist infolge Glattvier Personen befehlen Möbelwagen statt, bei dem dieser um eises und nicht aus Uebermüdung zu Schaden gekommen. In geworfen wurde. Hierbei wurden die auf dem Wagen fitzenden einer berichtigenden Zuſchrift an und wird dem Bedauern darüber veter) und Freitag( Neujahy) in Ggene. Am Gonnabend nachter Roodje gePersonen auf den Damm geschleudert und zwei von ihnen leicht Ausdruck gegeben, daß volle fünf Stunden daraufgingen, bis der verlegt, während die beiden anderen unversehrt blieben. Auf Verunglückte in ein Krankenhaus gebracht wurde. dem Neubau Tilsiterstr. 22 gerieth mittags der 26 Jahre alte Kutscher Karl Schmidt unter die Räder des von ihm geführten Kunst und Wissenschaft. Mörtelwagens und erlitt einen Bruch des linken Unterschenkels. Er wurde nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. John Gabriel Borkman", das neue Schauspiel Henrik Nachmittags wurde auf dem Hofe des Grundstücks Waßmann- Jbsen's, soll, wie berichtet wird, noch in dieser Saison am straße 15 der Kutscher Gottlieb Siegner von seinem Lastwagen, Deutschen Theater in Szene gehen. den er, vor den Pferden hergehend, eine kleine Strecke vorrücken laffen wollte, gegen eine Wand gedrückt und am Unterleibe er heblich verletzt. Im Laufe des Tages fanden zwei Feuer statt. " " " In der Tennkenheit ist der Arbeiter Gottlieb Hoffmann I fünfte Theil der Rigdorfer Arbeiter in der Lage ist, sein Mittag- thre 200. Aufführung. Für die übrigen Tage giebt das Deutfche Theater fol aus der Büschingstraße am Abend des 17. Dezember derart auf brot in der Wohnung einnehmen zu können. Selbstverständlich genden Spielplan aus: Sonntag, 27., abends:„ Die versunkene Blocke", nach der Treppe zu Fall gekommen, daß er nach zwei Tagen ins muß auch des für den Staat der Sozialreform beschämenden woch:" Die versuntene Glocke"; Donnerstag( Sylvefter): Bumpacivagabundus"; mittags: Hannele's Himmelfahrt" und„ Ohne Liebe"; Dienstag und Mitt Krankenhaus gebracht werden mußte. Dort ist er jetzt an den Zustandes erwähnt werden, daß überaus viele Arbeiter gezwungen Freitag, den 1. Januar, abends:" Die verfuntene Glocke", nachmittags: Der Folgen einer Schädelverlegung gestorben. find, ihre Kinder mitverdienen zu lassen; diese Eltern haben Talisman"; Sonnabend, den 2. Januar: Morituri"; Sonntag, den 8. Januar. traurigerweise auch ein Interesse an der Beibehaltung der bis- heater wird in der tommenden Woche das Weihnachtsmärchen„ Aschenabends:„ Die verfuntene Glocke", nachmittags: Freiwild". Im Berliner herigen Schulzeit. brödel" alltäglich, an Wochentagen um 3 uhr, an Sonn- und Festtagen um if berechtigt, auf seinen Gig ein Kind mitzunehmen. Der Abend Spielplan 2½ Uhr nachmittags, zu ermäßigten Bretfen gegeben werden. Jeder Besucher ist folgender:„ Kaiser Heinrich" geht an diesem und dem nächsten Sonntage, langt als 16. Abonnements- Borstellung König Lear" zur Aufführung. Der Billetvertauf für diese sämmtlichen Borstellungen beginnt am 25. Dezbr. an der Tagestafse. Der Spielplan des Bessing Theaters bis zum 2. Januar ist folgendermaßen festgesezt worden: Heute, am ersten Feiertage, ollege Grampton", am zweiten Feiertage Die goldene Eva", am Sonntag Der Abend"( alle dret Borstellungen mit Georg Engels Georg Engels als Gast), Mittwoch kollege Crampton"( vorlegtes Auftreten als Gast); Montag, Madame Sans- Gêne", Dienstag„ Der Herr Senator"( mit von Georg Engels), Donnerstag( Sylvester) zum ersten Mal: Jeden das Seine", Freitag( Neujahrstag) Jedem das Geine", Sonnabend Kollege Seine". Ats Nachmittagsvorstellung gelangt morgen Comteffe Gudert", am Crampton"( Abschiedsvorstellung von Georg Engels), Sonntag Jedem das zweiten Feiertag Die Kinder der Grzellenz", am Sonntag Beimath" an Neujahrstage Der Herr Senator" und am Sonntag darauf„ Die goldene und Sonntag nachmittags Aufführungen des Schwantes Der Stellvertreter" Eva" zur Aufführung. Im Residenz- Theater finden am Sonnabend ftatt. Im übrigen beherrscht" Der Frauenjäger" den Spielplan. Das Stirchfelo", millionenbauer", abends abends„ Ein Wintermärchen", am zweiten Feiertag nachmittags den Der Widerspenstigen Zähmung", am Sonntag Die Stüßen der Gesellschaft". nachmittags" Ein Wintermärchen", abends Die Ausgabe der Weihnachtsabonnements schließt mit dem 28. b. M. Der Spielplan des Neuen Theaters bts Jum Jahresschluß tft folgender Weise zusammengefegt: Freitag, Sonnabend und folgende Tage:" Marcelle"; an den Feiertagen nachmittags zu halben Sonntag:" Bockfprünge". Breifen, morgen: Bocksprünge", übermorgen: Der Hüttenbefizer", ant heute die neue Operette„ Der Schmetterling"( nach einem französischen Stoff Im Theater unter den Linden geht von den Herren Willmer und Buchbinder bearbeitet), Muft von Karl Weinbeiden Weihnachts Feiertagen und am Sonntag das Repertoirejtüd„ Eine berger, zum ersten Mal in Szene. Im Bentral Theater geht an den wilde Sache" in Szene. Um zweiten Feiertage nachmittags findet eine ein malige Aufführung der vorjährigen Repertoirepoffe Sine tolle Nacht" statt. mit Gesang in 4 Aften von Ost. Klein, die heute zum ersten Male in Szene Im Ostend Theater ist die Musit zur Novität Schwerenöther", Poffe geht, vom Kapellmeister Guft. Steffens. Im Alexanderplay Theater geht heute Nachmittag zum ersten Male„ tönig Katadu oder der fidele Schabernac", ein Zaubermärchen mit Gesang von Ostar Klein, in Szene. Im Bolts- Theater bleiben Robert und Bertram" auch an den Feier. tagen auf dem Spielplan. Jm Friedrich Wilhelmstädtischen Theater wird heute Anzengruber's Meineidbauer" zum ersten Male gegeben. Repertoir der Arania". Abtheilung Taubenstraße. Freitag, Monde". Montag, Dienstag und Sonnabend nächster Woche: Durch den Aus den Nachbarorten. Adlershof. Parteigenossen, welche am Sonntag, dem dritten Feiertage, in Adlershof und Glienicke Flugblätter verbreiten wollen, werden ersucht, sich morgens 8 Uhr im Lokale des Herrn Rohde, Helbigstraße, einzufinden. Der Vertrauensmann. Die bescheidene Wiener Polizei. Die Wiener Zensur hat in dem Stücke Seine offizielle Frau" von Erdmann- Jesniger, welches im Raimund- Theater in Szene ging, einen Bassus gestrichen, der beweist, wie bescheiden die dortige Das Stück sollte mit den Worten ausklingen: Nun wollen Bomery der findigen Polizei." Diese legten drei Worte fielen dem Rothstift zum Opfer und wurden durch andere ersetzt. nicht sindig... Also wir Der am 8. Oktober d. J. auf der hiesigen Urania: Sternwarte von dem Astronomen derfelben, Herrn G. Witt, Achtung, Charlottenburg! Den biesigen Parteigenossen entdeckte Asteroid" 1896 DA ist nunmehr, nachdem seine Bahn zur Nachricht, daß am 26. d. M., zweiten Feiertage, nachmittags als gesichert gelten darf, auf dem Weihnachtsfefte des 4 Uhr bei Leder, Bismarckfir. 74, eine öffentliche Verakademisch astronomischen Vereins am 12. 8. M. mit dem sammlung für Frauen und Männer stattfindet, in welcher Namen„ Berolina" getauft worden, einmal mit Rücksicht auf Fräulein Baader aus Berlin über das Thema:„ Weihnachten den Umstand, daß seine Auffindung in das Ausstellungsim Zeitalter des Kapitalismus“ sprechen wird. Nach Be- jahr fiel, vornehmlich aber aus dem Grunde, weil es sich hier endigung der Versammlung findet ein gemüthliches Beifammen- um den ersten in Berlin mit Hilfe der Photographie entdeckten sein statt. Wir ersuchen die Parteigenossen, sich zahlreich ein Planeten handelt. Der Name der Reichs- Hauptstadt ist dadurch zufinden. Eine weitere Einladung findet nicht statt. Der Ver- für alle Beiten und Länder am Himmelsgewölbe verewigt. Vieltrauensmann. leicht tröstet dies die Frommen, die ja so sehr darüber flagen, Achtung, Charlottenburg. Gewerkschaften, Parteigenoffen! daß der Sinn des Sündenbabels so wenig dem Himmel zuBezüglich des Hafenarbeiter- Streits findet am Sonntag, den gewandt sei. 27. Dezember, morgens 71 Uhr, eine Flugblatt- Vertheilung statt. Aus Münster wird uns berichtet: Ein Bolts HochDie Genossen werden hiermit dringend aufgefordert, in folgenden schulverein", au dessen Spize neben Profeffor Dr. Brentano Bezirkslokalen zu erscheinen: Paul Wolter, Magazin eine Reihe hiesiger angesehener Gelehrter stehen, hat sich am Monstraße 15; A. Leder, Bismarckstr. 74; Ed. Dörre, Krumme- tag Abend hier gebildet mit dem Zwecke, die Ergebnisse der straße 19; E. Homuth, Pestalozzi- und Krummestraßen- Ecke; wissenschaftlichen Forschung in weitere Volkskreise zu tragen. Zur G. Beyer, Wallstr. 96; E. Röhr, Goethestr. 67a. Die Erreichung dieses Zweckes veranstaltet der Verein Boltslehrkurse Gewerkschafts- Kommission. J. A.: D. Flemming, bezw. volksthümliche Hochschulvorträge, deren Gegenstand alle Wissensgebiete sein sollen, die sich zur volksthümlichen Darstellung eignen. Die Kurse sollen bereits im Januar beginnen. Schlüterstr. 71. Die Genossen von Pankow werden auf die am Sonntag, den 27. Dezember( dritten Weihnachts Feiertag), stattfindende Agitationstour aufmerksam gemacht. Da vor acht Tagen die Algitationstour nicht unternommen werden konnte, ersuchen wir die Genoffen, welche von der Nothwendigkeit der Landagitation überzeugt sind, sich nunmehr im Restaurant Stöör, Mühlenstr. 25 ( Pankow), morgens 8 Uhr, einzufinden. Der Vertrauens mann. Den Parteigenoffen von Weißenfee zur Nachricht, daß am Sonntag, den 27. Dezember( dritten Feiertag) eine Agitationstour stattfindet. Abmarsch punkt 8 Uhr morgens vom Pfeifen- Müller, König- Chauffee 38. Recht rege Betheiligung ist erwünscht. Ferner mache ich noch bekannt, daß bei mir noch Sammellisten der fireikenden Hamburger Hafenarbeiter zu haben find. Es ist parteigenössische Pflicht, recht tüchtig davon Gebrauch zu machen. Robert Kopf. Langhansstr. 6. Ueber die Frage, ob eine getheilte Schulzeit einzuführen sei, ist zwischen dem Nixdorfer Schulvorstand und dem Kreis Schulinspettor ein Streit ausgebrochen. Bisher wurde in den Gemeindeschulen in Rigdorf in fünf aufeinanderfolgenden LehrStunden unterrichtet; jetzt hat der Inspektor angeordnet, daß die Schulzeit getheilt werden soll. Ueber die Frage, welche Unterrichtsmethode am zweckmäßigften ist, mag man streiten können; fomisch erscheint es uns aber immerhin, daß bürgerliche Ele: mente, denen viel an der Schulkinder- Ausbeutung gelegen ist, sich so sehr für Beibehaltung des freien Nachmittags ins Zeug legen. Es macht sich rührend, wenn die Arbeiterfeinde nun mit einem Male die traurige Thatsache öffentlich anerkennen, daß nur der ca. in = " H = den ersten, und Sonnabend, den zweiten Feiertag:„ Ein Ausflug nach dem Gotthard". Mittwoch, Donnerstag und Freitag:„ Ein Ausflug nach dem Monde." erften Feiertag: Herr Dr. Bayard, Japan I". Sonnabend, den zweiten ,, Urania", Abtheilung Invalidenstraße: Freitag, den Fetertag: Herr Dr. Naß,„ Das Porzellan". Sonntag: Herr Dr. Bayard, Japan II". Montag: Herr Dr. Spies, Neuere Versuche mit unsichtbaren Mittwoch: Herr Professor Müller, Strahlen". Dienstag: Herr Dr. Schwahn, Bilder aus dem Weltall". Die Farben im Rampf ums Dasein". Donnerstag: Herr G. Witt, Fortschritte der Astronomie im Jahre 1896". Japan 1". Freitag: Herr Dr. Naß,„ Das Porzellan". Sonnabend; Herr Dr. Bayard, Vermischkes. storbene Professor der Mathematik und Astronomie Georg Professor Weyer. Der am 22. Dezember in Riel geDaniel Eduard Weyer hat beinahe ein Alter von 78 Jahren erreicht. Seine Studien begann und vollendete er in Berlin und wurde 1847 in Hamburg Assistent an der Sternwarte und zugleich Navigationslehrer; bereits im Jahre 1850 borf berichtet: Der Referendar Dr. jur. Hans Ewers hatte Ueber die Spiritisten- Duellgeschichte wird aus Düsselwurde er Lehrer an der Seekadettenschule in Kiel, woselbst er sich die Leiter der spiritistischen Bewegung gefordert, und zwar die auch an der Universität habilitirte. 1853 wurde er außerordentlicher, Herren v. Erhardt, v. Kampy, Rhein und v. Beckerath. Heute 1860 ordentlicher Professor der Mathematik und Astronomie an diftirte ihm die Straftammer deshalb zwei Monate Gefängniß dieser Universität, an welcher er bis zu seinem Tode blieb. zu. Sein Kartellträger wird seine Vermittelung mit einer Woche Seine zahlreichen Arbeiten beschäftigen sich theils mit der reinen, Gefängniß zu büßen haben. Im übrigen hat die Sache noch immer theils mit der auf die Schifffahrt angewendeten Astronomie, wie nicht ihren Abschluß gefunden. Am 15. Januar wird sich Herr die 1871 erschienenen Borlesungen über nautische Astronomie". v. Beckerath wegen Beleidigung des Beigeordneten Greve, bekannt Jm letzten Jahrzehnt seines Lebens erschienen von ihm auch eine als Vorsigender des Ehrenraths in der Sache Ewers- v. Erhardt, Reihe von Abhandlungen aus verschiedenen Gebieten der reinen zu verantworten haben. Der Dynamitfabrikant Alfred Nobel hinterließ, der venuto Gellini". Montag, 28.:„ Tannhäufer". Anfang 7 Uhr. Dienstag, 29.: Millionen bis auf einige kleinere Bermächtnisse der Universität Theater Wochenchronik. Opernhaus. Sonntag, 27. Ben- Boff. 3tg." aufolge, fein Vermögen von ungefähr fünfzig Don Juan". Mittwoch, 30: Bum 250. Male: Der Brophet". Anfang 7 Uhr. Donnerstag, 31.: Bum 200. Male: Fra Diavolo". Die Puppenfee". Anfong Stockholm. Der Freischüß". Sonnabend, 2.; Benvenuto 7 Uhr Freitag, 1. Januar: Der Hungerkünstler Succi, der im Olympiatheater zu Gellini". Sonntag, 8.: Die Afrikanerin". Anfang 7 Uhr. Montag, 4.: Figaros Hochzeit". Schauspielhaus. Sonntag, 27. Dezember:" Abu Paris auftrat, ist gestern Nacht beim Verlassen des Theaters Seid". Das zweite Geficht". Montag, 28.: Bring". Dienstag, 29.: tobfichtig geworden und mußte in ein Irrenhaus gebracht " 1812". Mittwoch, 30. Der lange Preuße". Donnerflag, 31.: Der Ber- werden. schwender". Anfang 7 Uhr. Freitag, 1. Januar:" Faust". Anfang 7 Uhr. Sonnabend, 2.:" Die Jungfrau von Orleans". Sonntag, 3.:" Der lange Wetter- Prognose für Freitag, 25. Dezember 1896. Preuße". Anfang 8 Uhr. Montag, 4.:„ Die Karolinger". Neues Zunächst aufklarend, etwas tälter bei mäßigen südlichen fifche". Sonntag, 8. Januar, nachmittags 8% Uhr: Wilhelm Tell". fönigl. Opern Theater( roll). Sonntag, 27 Dezember:" Gold: Winden; nachher langsame Erwärmung und Trübung ohne erDeutschen Theater erleben Gerhart Hauptmann's Weber" am Montag hebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Mathematit. Wochentags bis 10 Uhr abends geöffnet. Im 45000 Paar Schuhe Stiefel, 3 Mill. Cigarren, Herren Knaben- Garderobe zum Theil 25-33% billiger als ich früher verkaufte. britten& Meine Geschäfte sind am zweiten und dritten Feiertag für den Verkauf sämmtlicher Artikel von 8-10 und 12-2 Uhr geöffnet. reinwollener Konfektionsstoffe, für Damenkleider geeignet( Ind. Cachem. ähnlich, jedoch besser in Qualität), 125 bis 130 Stm. breit, zum dritten Theil billiger wie bisher, per Meter M. 1,25 und M. 1,50, ebenso eine Parthie Napper Herren- Handschuhe, Preis M. 1,75, Damen- Glacé- Handsch., 4fnöpf., Preis 1,10 und 1,40 M. Gine Parthie An der Jaques Raphaëli, Spandauer Brücke 2 106a Potsdamerstr. 106a, Ecke Steglitzer Strasse. Freitag am 1. Feiertag find meine Geschäfte von 8-10 Uhr vormittags nur für den Cigarren- und Spirituosen- Verkauf geöffnet. Wochentags bis 10 Uhr abends geöffnet. Sehenswürdig. Neu! Sehenswürdig. Schippanowsky's Volks- Theater WEIHNACHTS- MARKT Dentige onzert Hallen 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Kottbuser Thor. An allen 3 Feiertagen: Robert n. Bertram Große Gesangsposse in 4 Atten von G. Raeder. Borber: Irma Orbasany's gelehrige Papageienwelt. Georg Cordes, Gesangshumorist. Familie Derrington, Kunstradfahrer Rustinger's Alpenveilchen- Terzett. In den Fest sälen: Prächtige Weihnachtsdekoration bei Konzert der Rumänischen National- Kapelle Senescu. Anfang des Konzerts 6 Uhr, des Theaters 7 Uhr. Entree 50 Bf. bis 4 Mart. im Messpalast, Alexandrinenstr. 110. Vom 1. bis 31. Dezember, Entree frei. E 96M Konzert, elektr. Jllumination, plastische Darstellungen von Weihnachtsmärchen, volksthümlicher Budenmarkt, Schaustellungen aller Art, Marionetten- Theater, DampfKaroussel etc. C. Köhler's Festsäle. Teltowerstraße 38. 2. Weihnachtsfeiertag: Gr. Ball. 3. Weihnachtsfeiertag: Gr. Ball. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. efter: Gr. Wiener Maskenball Paster's Gesellschafts- Säle Neue Königstrasse 7. Säle von 100-400 Personen Versammlungen. mit Garten für Feftlichkeiten und 5013L Deutsche Neu! Spandauer Brücke 3. Neu! Neu! ! Im Frühlingsglanze! Jm Fliederhain. In der Rosenlaube. Im Obstgarten. Ju der Hopfenlaube. Jm Weinberge. Wahrend der 3 Feiertage finden von 12-2 Uhr mittags Matinée's statt, ausgeführt von 80 Musikern. Die Promenaden- Konzerte be= ginnen um 4 Uhr nachmittags. Theater Abtheilung: Auftr. v. Humoristen, Komikern 1. f. w. ,, Steppke's Brautfahrt", Ausschant d. Berl. Bock- Brauerei. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direttion: Winkler& Fröbel. Am 1., 2. u. 3. Weihnachts- Feiertag: Grosse WeihnachtsFest- Vorstellung. Auftreten des neuengagirten Spezialitäten- Personals. Dazu das riesengroße brillante Dezember- Programm in den besten Glanznummern. Eröffnung 41/2 Uhr. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirt 50 Bi. Am 2. Feiertag, mittags 12 Uhr: Grosse Fest- Matinée des gesammten Künstler- Personals unter Mitwirkung von Wilh. Fröbel. Für deu Juhalt der Juſerate über- Schiller- Theater. nimmt die Redaktion dem Publikum ( Wallner- Theater.) gegenüber keinerlei Verantwortung Freitag, nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer Theater. Freitag, 25, Dezember. Volksvorstellung im Belle- AllianceTheater. Freitag, nachm. 3 Uhr: von Kirchfeld. Abends 8 Uhr: Ein Wintermärchen. Sonnabend, Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Circus Busch. Bahnhof Börse, An den drei Weihnachtstagen: Nachm. 4 Uhr Je 2 große Festvorstellungen 2. Sovranittags 3 Uhr: Der Wissenschaftl. Theater abends nach Aube( Kind unter 10 Jabren fret): Auf allgem. Wunſch Blcheus, das Waldmädchen. Bureaukrat. Abends 8 Uhr: Der WiderSpenstigen Zähmung. 8 Uhr. Don Carlos. Sonnabend: Romeo Sonntag, nachm. 3 Uhr: Ein Winter- Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Schwimmende Elefanten, schwimmende Pferde mit Reitern. Außerdem: und Julia. Sonntag: Don Carlos. Opernhaus. Die Zauberflöte. Sonnabend: Das Heimchen am Herd. Sonntag: Benvenuto Cellini. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Sonnabend: Der lange Preuße. märchen. Abends 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Montag, abends 8Uhr: Der Millionenbauer. Sonntag: Abu Said. Das zweite Friedrich Wilhelmstädt. Theater Gesicht. Nenes Opern- Theater. Doktor Klaus. ( Rroll.) Sonnabend: Der Verschwender. Sonntag: Goldfische. Deutsches Theater. Die versunkene Glocke. Nachm. 21/2 Uhr: Julius Cäsar. Sonnabend: Morituri. Nachm. 21/2 Uhr: Freiwild. Sonntag: Die versunkene Glode. Nachm. 22 Uhr: Hannele's Himmelfahrt. Ohne Liebe. Montag: Die Weber. Berliner Theater. Kaiser Heinrich. Nachm. 21/2 Uhr: König Heinrich. Sonnabend: Renaissance. Nachm. 21/2 Uhr: Faust. Sonntag: Kaiser Heinrich. Nachm. 21/2 Uhr: König Heinrich. Montag: Renaiffance. Nachm. 3 Uhr: Aschenbrödel. Leffing- Theater. Rollege Grampton. Nachm. 3 Uhr: Romtesse Guckerl. Sonnabend: Die goldene Eva. Nachm. 3 Uhr: Die Kinder der Excellenz. Sonntag: Der Abend. Nachm. 3 Uhr: Heimath. Montag: Madame Sans- Gêne. Theater des Westens. Fedora. Nachm. 3 Uhr: Hamlet, Prinz von Dänemark. Sonnabend: Die wilde Jagd. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Sonntag: Schiedsmann Hempel. Nachm. 3 Uhr: Gräfin Lea. Montag: Die wilde Jagd. Neues Theater. Marcelle. Nachm. 3 Uhr: Bocksprünge. Sonnabend: Marcelle. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Sonnabend: Marcelle. Nachm. 3 Uhr: Bocksprünge. Montag: Marcelle. Rendenz- Theater. Der Frauenjäger. Sonnabend: Dieselbe Vorstellung. Nachm. 3 Uhr: Der Stellvertreter. Sonntag: Der Frauenjäger. Nachm. 8 Uhr: Der Stellvertreter. Montag: Der Frauenjäger. Theater Unter den Linden. Der Schmetterling. Nachm. 8 Uhr: Der Bettelstudent. Sonnabend: Der Schmetterling. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Sonntag: Der Schmetterling. Nachm. 3 Uhr: Die schöne Helena. Thalia- Theater. Das Wetterhäuschen Goldene Herzen. Nachm. 3 Uhr: Gebildete Menschen. Sonnabend: Das Wetterhäuschen. Goldene Herzen. Sonntag: Dieselbe Borstellungen. Montag: Goldene Herzen. Wetterhäuschen. Das Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Sonnabend: Dieselbe Vorstellung. Nachm. 3 Uhr: Eine tolle Nacht. Sonntag: Eine wilde Sache. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. Ein Wintermärchen. Nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Sonnabend: Der Widerspenstigen Zähmung. Nachi. 3 Uhr: Der Bureaukrat. Sonntag: Die Stützen der Gesellschaft. Nachm. 3 Uhr: Ein Wintermärchen. Montag: Der Millionenbauer. Belle Alliance Theater. Adam und Eva. Sonnabend: Dieselbe Vorstellung. Sonntag: Dieselbe Vorstellung. Montag: Adam und Eva. Oftend- Theater. Schwerenöther. Nachm. 3 Uhr: Marie- Anne. Sonnabend: Schwerenöther. Nachm. 3 Uhr: Das Gebet in der Christnacht. Sonntag: Schwerenöther. Nachm. 3 Uhr: Der deutsche Michel. Montag: Schwerenöther. Volks- Theater. Robert und Bertram. Sonnabend, Sonntag und Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Meineidbauer. Nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Sonnabend: Der Veilchenfresser. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Sonntag: Die Weise von Lowood. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Der Veilchenfresser. Alexanderplat- Theater. Sein Ver hältniß. Nachm. 3 Uhr: König Kakadu. Sonnabend: Sein Verhältniß. Nachm. 3 Uhr: Nansen's Reise nach dem Norpol. Sonntag: Sein Verhältniß. Nachm. 3 Uhr: König Kakadu. Montag: Sein Verhältniß. Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. reichhaltiges und interessantes Programm. Abends 71/2 Uhr: Novität! Abends 71/2 Uhr: Novität! Nach Sibirien. ❤ 9 Chausseestr. 25/26. Dir. Max Samst. Berliner Aquarium fe der Newa( eine Viſion). 6. Jn Sturm und Eis. 7. 3m Etappen1. Feiertag, 3 Uhr: Die Räuber. 8 Uhr: Der Meineidbauer. 2. Feiertag, 3 Uhr: Wilhelm Tell. 8 Uhr: Der Veilchenfreer. 3. Feiertag, 3 Uhr: Maria Stuart. 8 Uhr: Die Waise von Lowood. Montag und die folg. Tage: Der Veilchenfresser. Billets find ohne Vorbestell gebühr an der Theaterkasse zu haben, außerdem im Invalidendant", Unter den Linden 24, im Cigarrengeschäft von Paul Romeick, Leipzigerstr. 6, und bei Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Alexanderplatz- Theater. 1. und 3. Feiertag Nachmittag: König Kakadu 2. Feiertag Nachmittag: Mansen's Reisenach dem Nordpol. An allen 3 Feiertagen abends: Sein Verhältniß. Montag und die folgenden Tage: Sein Verhältniß. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Freitag: nachmittags 3 Uhr: Bei halben Kassenpreisen Gebildete Menschen. Abends 71/2 Uhr: Das Wetterhäuschen. Goldene Herzen. Sonnabend, mittags 12 Uhr: Matinée. Erstes Opern- Ensemble- Gastspiel: Die luftigen Weiber von Windsor. Komische Oper von Nicolai. Abds. 7 Uhr: Das Wetterhäuschen. Goldene Herzen. Sonntag: Dieselben Vorstellungen. Montag: Goldene Herzen. Wetterhäuschen. Louis Keller's Festsale 0. Koppenstrasse 29. Grösstes u. schönstes Etablissement der Residenz. Weihnachts- Programm. Freitag, den 25. Dezember, 1. Feiertag: Grosse Soirée der Norddeutschen Sänger Konzert des Neuen Brl. Konzert.Orchesters Anfang 5 Uhr. Anfang 5 Uhr. Sonnabend, den 26. Dezember, 2. Feiertag: Norddeutsche Sänger Biegler, Wolff, Bischoff, Rudolphy, Hohenberg und Wagener. Konzert. Gr. Ball ( 2 Mußkdöre). Anfang 5 Uhr. Anfang 5 Uhr. Sehenswerth der in ca. 800 elektrischen Glühlampen erstrahlende RiesenWeihnachtsbaum. ( Größter Weihnachtsbaum Berlins). Voranzeige: Donnerstag, den 31. Dezember ( Sylvester): Grosser Ball. Münz- u. Kaiser Wilhelmstr.- Ecke Winkler's grosses Vaffage- Panoptikum. Traumbilder. Anatomisches Spezialitäten. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. stellung. Museum Apollo Theater. Spezialitäten- Bor Freitag, 1. Jan.: Kein Damentag. Entree 50 Pf. 126M Unter den Linden 68a Schadowstr. 14. Ecke der Schadowstrasse.- Eingang An beiden Weihnachts- Feiertagen: Eintrittspreis 50 Pfg. Reichhaltige Ausstellung von Land- und Seethieren, wie Affen, Riesenschlangen, Krokodile, Hai- u. Tintenfische, Quallen etc. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! Ur- Australier ( Kannibalen). Passage- Panopticum. Heute Aufführung der Traumbilder um 6 Uhr. Offend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. Freitag, den 26. Dezember 1896. 3um ersten Male: Novität! Novität! Schwerenöther. Poffe mit Gesang in 4 Aften von Ostar Klein. Anfang abends 71/2 Uhr: Freitag, nach. 3 Uhr: Marie- Anne. Sonnabend, nachm. 3 Uhr: Das Gebet in der Christnacht. Lebensbild mit Gefang. Abends: Schwerenöther. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Der deutsche Michel. Abends: Schwerenöther. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Richard Schultz. Freitag, den 25. Dezember 1896: Emil Thomas a. G. Zum 95. Male: Gr. Manege- Schaustück a. d. russischen Leben der Gegenwart v. Dir. Paul Busck. 1. Auf der Ostermesse in Moskau. 2. Ein teuflischer Plan. 3. Der Geburtstag des General- Gouverneurs. 4. Nach Sibirien! 5.( Der weiße Akt.) Auf dem gefängniß. 8. Vor und in den Bleibergwerken. 9. Erlöst und gefühnt. Alle Einrichtungen gesehlich geschütt. Außerdem: vollständig neues Programm. Auftreten der neu engagirten Kunstkräfte ersten Ranges. Die bestdressirten Freiheitspferde d. Dir. Busch. Elektrische Quadrille, fenfation. Novität. Die besten Schulpferde. Vorzügl. Clowns. ien Montag, 28. Dezember: Nach Sibiriem Circus Renz Karlstraße. ( Jubiläums- Saison 1896/97) Freitag, den 25. Dezember 1896( 1. Weihnachtsfeiertag) abends 72 Uhr: Première Elite Vorstellung. Lustige Blätter! Eigens vom Direktor Franz Renz u. dem Hofballetmeister Auguft Siems mit gänzlich neuen technischen Apparaten n. BeleuchtungsEinrichtungen inszenirte Original- Vorstellung in 2 Abtheilungen. Auftreten der hervorragendsten Künstler Spezialitäten des Kontinents, sowie Auftreten des Direktors Fr. Renz mit seinen berühmten Original- Dreſsuren. Komische Entrees und Intermezzi von 20 der vorzüglichsten Klowns, u. a. der eigens von Amerika engagirte weibliche Klown Mik Lonny. Einlass 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Ende circa 103/4 Uhr. Preise der Pläße: Logenplay 6 Mart. Sperrsih u. Tribünenfiz 3 Mart. Erster Rang Balkon( numerirt) 1. Reibe 2 Mart 50 Pf., die folgenden Reihen( numerirt) 2 Mart. Zweiter Play 1 Mart. Dritter Play( Gallerie- Stehplay) 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren in Begleitung Erwachsener zahlen auf dem ersten Raug- Balton und zweiten Platz die Hälfte, auf allen übrigen Plägen den vollen Preis. Billet Bestellungen per Telephon können nicht berücksichtigt werden. Kasseneröffnung im Circus von vorm. 11 Uhr ab ununterbrochen. Sonnabend, den 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertag), und Sonntag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag), je 2 große Fest- Vorstellungen; nachmittags 4 Uhr: Weihnachten im Circus Renz. Große equestrisch- choreographische Aufführung der Jehtzeit entsprechend, arrangirt vom Direktor Fr. Renz. Zn den Nachmittags- Vorstellungen hat jeder Besucher das Recht, auf das von ihm gelöste Billet ein Kind unter 10 Jahren unentgeltlich einzuführen. Abends 7/2 Uhr: Beginn der Original- Borstellung Luftige Blätter!" Original! Neue Einlage zu den luftigen Blättern. Original! Leuchtende Carricaturen- Cavalcade, geritten von 6 Damen, 6 Herren, nach eigener Jdee des Direktors Fr. Renz arrangirt. Montag, den 28. Dezember 1896, abends 71/2 Uhr:„ Lustige Blätter!" Fr. Renz, Direktor, Königlicher Kommiffionsrath. Apollo- Theater W.Noack's Theater Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. An allen 3 Feiertagen: Brunnenstr. 16. An den 3 Weihnachts- Feiertagen: Großes Konzert, Gr. Fest- Vorstellung. Theater- Vorstellung Neuheit! Neuheit! Kinetograph ( lebende Photographie) Neu! Neu! Die drei Kathi's oder: Berliner in den Alpen. Boffe m. Gesang in 2 Atten v. E. Hirthe. Vorher: Er darf nicht heirathen. Eine wilde Sache. mit dem Sensationsbild uftpiel in 1 Att von Otto Schreyer. Sonnabend, den 26. Dezember 1896, nachmittags 3 Uhr: Einmalige Aufführung. Ermässigte Preise. Endlich allein! Auftreten sämmtlicher engagirten Spezialitäten. Eine tolle Nacht. Raffeneröffnung 6 Uhr. Anf. 7 Uhr. Abends 1/28 Uhr: Emil Thomas a. G. Bum 96. Male: Eine wilde Sache. Sonntag und die folgenden Tage: Eine wilde Sache. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52 53( City- Passage) Annenstrasse 42/43. Am 25., 26. und 27. Dezember: Gr. Fest- Vorstellungen. Reine erhöhten Preise! Men! 8um 1. Male: Neu! Papa's Zahnschmerzen = Schwant mit Gesang in 1 Att von E. Braune. Jette, Dienstmädchen Lotte Sieger a. G. Mr. Harry Arlon, Kunstpfeifer u. Vogelstimmen Imitator. Mita Roselli, Erzentric- Soubrette ersten Ranges. Herm. Wehling, Tanzfomiter. Lotte Sieger, der Rattenfänger u. s. w. Eine Sommerwohnung in Charlottenburg. Bosse in 1 Att von A. Anno. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Bf. R. Winkler.B Am 2. u. 3. Weihnachtsfeiertag nach der Borstellung: Grosser Ball. Am 2. Weihnachtsfeiertag, 12 Uhr: Matinée. 20156 Kaffeneröffnung 6 Uhr. Anf. 74 Uhr. Konzerthaus Sanssouci! Donnerstag, den 31. Dezember: Gr. humorist. Sylvesterfeier. Einmalige Aufführung der beliebten Burleste. Ein Abenteuer im Harem mit Henry Bender als Gaft. Vogler's Casino früher Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Variété- u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Jm vorderen Saal täglich: Großes Konzert E ber nuübertrefflidhen italienischen National- Sänger- und Tänzer. Gesellschaft Domenico Conti. Entree vollständig frei. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgfältig gepflegte Biere, anerkannt gute Küche. 26. Dezember( 2. Feiertag) mittags 12 Uhr: Grosse Matinée. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Kottbuserstrasse 4a. An allen drei Weihnachts- Feiertagen: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anfang 7 Uhr, Entree 50 Pf. Jeden Abend neues großartiges Programm! Montag, den 28. Dezember 1896: Soirée in der Viktoria Brauerei. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate). = Tanzkurse beg. 2. Feiertag. Honorar mäßig. Boll, Tanzlehrer, 2004b Roppenstraße 29. Möbel, ganze Wirthschaft, verkäuf Waldemarstr. 68, v. 1 Tr. r. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 1994 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 302. Weihnachten im Gefängniß. Es sind trübe Erinnerungen, lieber Leser, die mich in diesem Moment beschleichen, da ich mich niedersehe, um zu beschreiben, wie das liebe Weihnachtsfest in der berühmten Luftfuranstalt am Blößensee gefeiert wird. Unser früherer Parteigenosse und spätere Anarchist Johann Most hat die Anstalt einst„ Die Bastille am Plößensee" getauft. Aber ich glaube doch, das geht zit weit und erweckt ganz falsche Vorstellungen. Wer bei den modernen preußischen Gefängnissen an unterirdische Verließe denkt, gemauert aus meterdicken Quadersteinen, an denen das Wasser herunterrieselt, der irrt sich, der weiß nicht, daß wir in einem„ Kulturstaat" leben, in dem sogar die Gefängnisse und ihre Einrichtungen der christlichen Nächstenliebe" dienen. Nichts von dunklen Kellergewölben, von mittelalterlichen Folterwerkzeugen, V ວາ dem halb verfaulten Strohlager, wvie wir dies alles aus romantischen Ritter- und Räuberromanen kennen. Nichts auch von dem Laib Brot und dem Krug Wasser, bei dem der Deliquent, mit eisernen Ketten an die Wand geschmiedet, schmachten muß. Aehnliche Dinge kommen heute blos noch bei ganz renitenten Sträflingen als Disziplinarstrafen vor. Bei uns auten, lieben, wohlerzogenen sozialdemokratischen Zeitungsschreibern hat man derartige grobe Mittel nicht nöthig; wir führen uns immer ausgezeichnet und werden stets als erheblich " gebessert" entlassen. Darf man also nicht zu schwarz sehen, so freilich auch nicht zu rosig. In dem Roman Hammer und Ambos" von Friedrich Spiel hagen werden die Schicksale eines jungen Mannes geschildert, der auf einen Zollbeamten geschossen hat und dafür sieben Jahre ins Zuchthaus geschickt wird. Es geht ihm dort sehr gut. Er findet einen menschenfreundlichen Direktor, der ihn äußerst herzlich und human behandelt, ja ihm sogar persönlich in der höheren Mathematit unterrichtet. Außerdem hat der Jüngling das Vergnügen, in der Gesellschaft der ebenso edeln und hingebenden wie liebenswürdigen Tochter des Direktors verkehren zu können. Er reißt also seine sieben Jahre in einer ganz gemüthlichen Weise ab. So fidele Gefängnisse haben wir heute nicht mehr und hat es auch wohl niemals gegeben. Mit einem Wort: heute herrscht im Gefängniß die preußische Schneidigkeit im Bunde mit viel Religion und schlechtem Essen. Hohe, einförmige Backsteingebäude mit tausenden fadengraden nebeneinander liegenden vergitterten Fenstern. Innen die endlosen Flügel entlang: Thür an Thür, jede mit einer Nummer versehen und mit einem verglasten Guckloch, durch das der Zellenbewohner beobachtet werden fann; ferner mit einer verschlossenen Klappe, durch die das Essen hinein gereicht wird. Hinter den Thüren die einzelnen Zellen, eine wie die andere: 4 Meter lang, 2 Meter breit, 2/2 Meter hoch. An der Außenwand das Fenfter einen Quadratmeter groß, jedoch so hoch angebracht, daß man, auf dem Fußboden stehend, nicht hinaussehen kann. An Mobiliar enthält jede Zelle zwei kleine Wandregale zur Aufnahme des Suppennapfes, Wassertruges, Waschbeckens 2c., einen fleinen Tisch mit Holzschemel, links ein aus Matraße und wollener Decke bestehendes Bett, das tagsüber an der Wand hochgeklappt wird und vorn bei der Thür in der Ede ein Kloset. Freitag, den 25. Dezember 1896. 13. Jahrg. so etwas, das ähnlich wie eine den Gefangenen bereitete Ueber- Bibelstunden" war ich vom 22. Dezember bis zum 1. Januar raschung und Freude aussah. Ich hatte etwas munkeln hören siebenmal in der Gefängnißkirche; am 22., 24., 25., 26., 29., 31. von einer Pfefferkuchen- Vertheilung, von einer Bescheerung und 1. nöthiger Kleidungsstücke oder dergleichen an dürftige Gefangene. Summa summarum: auch zum christlichen Fest der Liebe" Aber wie kann man einer preußischen Gefängnißverwaltung solche wird den Gefangenen nicht die kleinste Freude bereitet, trotz der Rührseligkeit zutrauen. ungeheuer vielen Religion. Dieselben vier Wände, dieselbe Einfamkeit, dasselbe Futter, genau derselbe Jammer, wie an allen übrigen Tagen. Kurz und gut, das heilige Chriftfest wurde folgendermaßen gefeiert: Am Heiligabend gab's zu Mittag Bohnenfuppe. Gegen Abend ging's zur Feier" in die Kirche. Diese Kirche ist so ein- Es war im vergangenen Jahre zu Weihnachten scharfer gerichtet, daß jeder Gefangene in einem hölzernen Kasten sigt, Frost eingetreten. Das Gefängniß lag in tiefer Ruhe. Ich stand welche Kästen so angeordnet sind, daß der Einzelne weder vor am offenen Fenster. Der Mond goß sein blaues Licht über die noch neben, noch hinter sich andere Gefangene erblicken kann. beschneite Landschaft. Vor dem Fenster der Militärposten machte Er sieht nichts weiter, als vor sich eine eiserne Gallerie mit der allerlei Marschübungen und„ klopfte Griffe" mit dem Gewehr, Kanzel in der Mitte, darauf den Pastor und zu beiden Seiten um sich die erstarrten Glieder zu erwärmen. Ueber die schweigende desselben je zwei preußische Gefängnißbeamte in Uniform, die die Jungfernhaide drang von der Stadt das Glockengeläut des in den Kästen ſizenden Gefangenen beobachten. Heute, am Weihnachtsabends zu mir herüber. Ich dachte der Lieben da Weihnachtsabend, brannten hinter der Kanzel zwei große Weih- draußen und preßte den Kopf an die eisernen Stäbe und sehnte nachtsbäume, an deren Glanz sich die Gefangenen aus der mich fort von dem ungaftlichen Ort in die Freiheit. Entfernung erfreuen durften. Der Pastor predigte davon, wie klar ersichtlich sich die Liebe Gottes über uns arme Sünder ausgegoffen habe, da er uns an diesen Ort geführt, wo wir gebeffert werden könnten und wo uns das Wort Gottes gepredigt werde; und ferner von der Liebe der Menschen, die uns auch hier in der Gefängnißkirche den Christbaum angezündet habe, wozu der Staat keineswegs verpflichtet sei, und für welche Nächstenliebe wir uns dadurch dankbar erweisen müßten, daß wir nach der Entlassung keine Schlechtigkeiten mehr begehen. Darauf gings zurück in die öde Zelle. Nicht lange, so wurde durch die Thürklappe ein autographirter Brief herein gereicht, unterzeichnet:" Dein christlicher Mitbruder". Der Anfang soll, weil recht charakteristisch, hier abgedruckt werden: ,, Christlicher Mitbruder! Und heute muß ich doch zurückdenken an den Ort, an all die Tausende, die diesmal ihr Weihnachten hinter dem Gitter verleben. Und unter ihnen ist gar mancher lieber Freund und Genosse. = Gerichts- Beitung. Nach dem foeben erschienenen Geschäftsplan des hiesigen Landgerichts 1. für das Jahr 1897 wird im tommenden, Jahre in der Eintheilung dieses Gerichts nur wenig geändert. An Beamten sind vorhanden 1 Präsident, 34 Direktoren und 116( im Vorjahre 113) Richter, daneben noch 2( im Vorjahre 5) Hilfsrichter. Gin Richter ist in das Ausland beurlaubt und 9 ( im Vorjahr 11) Richter find zu anderen Behörden eingezogen. Der Landgerichts Präsident, Geh. Ober- Justizrath Das Fest, an welchem wir die Geburt unseres Bruders Angern bearbeitet feine Geschäfte unter Beihilfe der Jefu Chrifti feiern, veranlaßt mich, an Dich diese Zeilen zu Landgerichts Direktoren Junghann und Rieck, sowie richten. Ich kann das schöne Fest in der Freiheit mit den der Landrichter Thinius, Riehe und Burghardt. Meinigen feiern, Du nicht. Du siehst den schönen Christbaum Die Zahl der Zivilkammern beträgt wie im Vorjahre 26. nur von fern, darfst ihm aber nicht nahen. Du hast auch Die Veränderungen in der Besetzung der Mitglieder waren nicht feinen Weihnachtstisch, feinen Familienkreis um Dich, in sehr häufig. Der Vorsitz hat nur gewechselt in der zweiten Zivil welchem es sich so recht empfinden läßt, daß Weihnachten das fammer, wo an stelle des zum Präsidenten in Guben ernannten Fest der Liebe unferes himmlischen Vaters ist. Weißt Du Landgerichts- Direktors Bosch te der Landgerichts- Direktor noch, wie Du ein Kind warst und Weihnachten feiertest, wie eonhardt, bisher Vorsitzender der 8. Strafkammer, ein. Du die Weihnachtslieder anstimmtest und wie sie Dein Herz getreten ift. Beim Vorsitz der 14 Kammern für bewegten? Dwie ist das alles nachher bei Dir anders ge- Handelssachen ist nur in der 14. eine Veränderung worden! Warum hast Du nicht jenes Glück und jene Selig- eingetreten, indem für den zum Kammergerichtsrath feit in Deinem Herzen behalten? Hattest Du nicht mehr, als ernannten Landgerichtsrath Kronecker der Landgerichtsan Vergnügen und Lustbarkeiten, die Dich aufregten, ohne rath Citron eingetreten ist. Von den neun Straf Dich zu erquicken, die so viel Gefahren und verstecktes Gift tammern haben im Laufe dieses Jahres zwei ihren Vorsitzenden hatten? Du wandtest Dich ab von dem, der da spricht: gewechselt, die zweite, wo an stelle des im Wahnsinn verstorbenen Laffet die Kindlein zu mir kommen. Du hörteft nur auf die Landgerichts- Direktors Brause wetter der neu ernannte Welt und lachtest über findlichen Glauben und frommen Sinn, Landgerichts- Direktor Raeller eingetreten ist, und die achte, Du wolltest Deinen eigenen Weg gehen und Du bist ihn wohin für den in eine Zivilkammer versetzten Landgerichtsgegangen! Wohin bist Du nun gelangt? Schau um Dich! Direktor Leonhardt der aus Halle hierher versetzte LandWolltest Du hierher, wo Du heute Wethnachten feiern mußt? gerichts- Direktor Weinmann gekommen ist. In der Ver= Du bist irre gegangen, Du bist in die Wildniß gerathen! Ich theilung der Geschäfte find bei sämmtlichen Kammern Du Dich geirrt! Du hast Dich gegen diesen Betrug nicht zu Vertheilung in den Straftammern. Die erste Kam: ner schützen, Dich selbst zu führen nicht vermocht. Du wirst Dich( Vorsitzender Landgerichts- Direktor Rieck) hat im Hauptauch fünftig weder auf Dich selbst noch auf die Welt verlassen verfahren die Sachen aus den Buchstaben Droh bis fönnen! Du brauchst einen, der Dich recht führt. Christus, Heir, die zweite( Landgerichts- Direktor Ra eller) aus Doch ich wollte ja heute zum Weihnachtsfeste von den Weih- dessen Geburt wir heute feiern, hat gesprochen: Ich bin der den Buchstaben A A bis Drog, die dritte( Landgerichts.. nachten im Gefängniß erzählen. Weihnachten im Ge= gute Hirte" und:" Ich will bei Euch sein alle Tage. Diesen Direktor Rösler) Kut bis Perb, die vierte( Landgerichts. fängniß! Wer als Kind um den brennenden Weihnachtsbaum nimm zum Führer. Rufe ihn heute noch an." Direktor Denso) Heis bis Kus, die siebente( Landgerichtsgetanzt und mit seinen Geschenken gejauchzt und jubilirt hat; wer Und so weiter. Der Leser weiß nun schon, wie es weiter Direktor Voigt) Perc bis Schrab, die achte( Landgerichts. als Erwachsener seinen Lieben mit kleinen oder großen Gaben Das war also der heilige Abend. Am ersten Feiertag Direktor Weinmann) Schrac bis St und die neunte( Land) zu Weihnachten harmlose Freuden bereiten konnte: ich glaube, gabs morgens wie gewöhnlich eine Kelle voll Kaffee in den gerichts- Direktor Hoppe) Su bis 3. Die fünfte( Landgerichts. jedem solchen Glücklichen ist so etwas undefinirbar Sentimentales Suppennapf und ein Stück trockenes Schwarzbrot. Vormittags Direttor Schenck) und sechste( Landgerichts- Direktor France) ins Blut übergegangen, daß er mitfühlend sofort begreift, was wieder Kirche, mittags Erbsensuppe. Und jetzt kommt auch die bearbeiten lediglich Berufungssachen, außerdem find noch Be es heißen soll, dieses Weihnachten im Gefängniß"! Weihnachten Ueberraschung! Viermal im Jahr, nämlich am ersten Oster, rufungen auf die 8. und 9. Straffammer vertheilt. In ist uns nun einmal so ein altes, liebes Familienfest, daß jeder, Pfingst- und Weihnachtstag, sowie an Kaisersgeburtstag giebt der Zahl der Untersuchungsrichter ist nur eine. er mag zur Religion stehen wie er will, es irgend möglich zu es Fleisch; es bekommt dann jeder Gefangene ein Stückchen so- Veränderung vorgekommen, indem der Landgerichts- Rath machen sucht, das Fest zu Hause bei den Seinen auzubringen, genannten Schweinebauch".( Die Gefängnißsprache. nennt Krecke in die 16. Zivilkammer eingetreten und Durch um zu erfreuen und erfreut zu werden. Von solchen Anwand- dieses Stückchen Fleisch bezeichnenderweise einen Sperling".) den Landrichter Fähndrich erfetzt ist. Sd) wur lungen werden wir, die ältere Generation, uns wohl nicht Dies wurde auch heute verabfolgt. Am zweiten Festtage gerichts Perioden sind zehn ill Aussicht ges emanzipiren. wieder Kirche und mittags Kartoffelsuppe.( Der Vollständig- nommen, die am 4. Januar, 1. Februar, 1. März, 29. März, teit halber und da wir doch einmal von den Feft 24. Mai, 28. Juni, 20. September, 11. Oftober, 1. November tagen sprechen, sei hier noch angeführt, daß es zu Kaisers und 6. Dezember beginnen. Sämmtliche Straflammern geburtstag Erbsen, zu Ostern Erbsen, zu Pfingsten dagegen u. s. w. sind noch in dem Kriminalgerichtsgebäude AltKartoffelsuppe gab.) Inklusive der Mittwochs stattfindenden Moabit 11 vereinigt, nur die Gerichtsschreiberei der Straf In diesem Räumchen arbeitet, ißt und schläft der Gefangene seine Monate oder Jahre; einen Tag wie den andern, immer diefelbe Hausordnung, Werktags und Festtags: immer dasselbe. Also noch einmal: es ist ganz scheußlich, gerade zu Weihnachten im Gefängniß fißen zu müssen. Und doch hatte ich fogar fürs Gefängniß ein ganz klein bischen Widerschein vom " Fest der Liebe" erwartet, das in der Welt gefeiert wurde; geht. " = Eine Goldphantalie. nervenstachelnd an das andere, und wie eine bunte Zirkus- der Welt für seinen Privatgebrauch an und langweilt sich dabei pantomime rauscht ziel und ideenlos die geräuschvolle zum Sterben. Endlich läßt er ein wunderbares Schiff, das Warum sollte nicht der alte Traum der Alchemisten, Gold Bilderjagd an uns vorüber. Nachdem sich unser Held glänzendste, des je gesehen wurde, in England bauen und fährt zu machen, durch den Fortschritt der Naturwissenschaften sich mit einigen Millionen eigener Fabrikation verproviantirt mit ihm, von zwei Regierungsschiffen immer verfolgt, planlos noch einmal realisiren? Kann nicht das, was der Chemie noch hat, denkt er den Ruhm für seine wissenschaftliche Großthat eins in die Welt hinein. Plöglich wird ein Entschluß gefaßt, er will heute als ein Grundstoff, als Element erscheint wie das zuheimsen und die Entdeckung zu veröffentlichen. Der dänische alles daran setzen, den Regierungsschiffen zu entgehen, und dann Gold bei weiteren analytischen Versuchen als ein zu Minister, davon unterrichtet, macht ihm plausibel scheinende Vor- auf irgend eine Weise sein Geheimniß am Ende doch in die fammengesetter, mithin auflösbarer und von uns durch chemische haltungen: Wie könne er an die Veröffentlichung des Geheim- Welt hinauszuschleudern. Zur Erhöhung der Sensation muß hier Prozesse willkürlich zu erzeugender Körper sich darstellen? Ein niffes denken, das wie eine explodirende Pulvermine auf die sogar gelegentlich der Sozialismus herhalten. Poulsen fiest dänischer Roman: Gold und Ehre" von Otto ganze Gesellschaft wirken und das Gold, diesen Mittler allen seiner Frau in der Kajüte aus einer deutschen sozialistischen M. Möller, der soeben in Engelhorn's Romanbibliothek Verkehrs und aller Produktion, mit einem Schlage Broschüre" einigen Bombast vor: Wo findet sich der Mann, der in deutscher Uebersetzung erschienen ist, spinnt diese Möglichkeit gänzlich entwerthen würde? Was solle werden, wenn sich zuerst erhebt, offenen Krieg erklärt und sagt: Heut ist des zu einem fenfationellen Phantasiegebilde aus. Man meint heute, das Fundament des Raufs und Verkaufs in fich Goldes letzter Tag! Er der den Königen und Regierungen, so erklärt der Chemiker Poulsen, der Held des Romanes, seiner zusammenbräche? Die Veröffentlichung des Geheimnisses diesen elenden Sklaven des Goldes verkündet, daß die Stunde jungen Frau, daß es nur einen einzigen Grundstoff in der Welt brächte ein Weltunglück!" Wäre Poulsen, für den der Dichter der großen Revolution geschlagen hat u. f. w."? Keine Frage, gebe, der nur durch die verschiedene Art, wie die Atome um ein- offenbar unsere Sympathien erwecken möchte, nicht der heillose Herr Poulsen kann das Gold entwerthen, also ist er der von den ander schwingen, die verschiedenen Gestalten annimmt, die wir Egoist, als der er sich in Wahrheit zeigt, so hätte er, da er die Sozialisten gesuchte Messias. Seine Frau erklärt es ihm und der Leser, jekt Grundstoffe nennen. Wenn es demnach gelänge, zerstörenden Folgen nicht wegzudemonftriren vermag, auf die den der monomane Ehrgeiz des Helden bereits etwas zu langweilen die Atombewegung eines sogenannten Grundstoffes zu Veröffentlichung seiner Goldmacherkunst verzichtet, und wäre beginnt, bekommt, damit er nicht erlahme, durch das Wörtchen ändern, würde man diesen zugleich in einen an daran gegangen, das Gesetz der Veränderlichkeit der Grund Sozialismus eine neue Einspritzung. Der so plößlich zum Messias dern verwandeln. Dente Dir also, daß die Atome des stoffe", das er so nebenher entdeckt hatte, ganz ohne Beziehung avancirte Poulsen entflieht auf sehr finnreiche und spannende Eisens auf eine, die des Goldes auf eine andere Weise schwingen. auf die spezielle Golderzeugung zu formuliren. Über Poulsen Art in Jules Verne'scher Manier seinen Verfolgern und dampft In Wirklichkeit besteht also Gold und Eiſen aus demselben denkt gar nicht daran, das Sensationelle und Unheilvolle seiner nach dem Südpol ab. Ein trener Schiffsgefährte, Szemski, dem Grundstoff, und wenn man die Eisenatome dahin bringen könnte, Erfindung zu unterdrücken und den wissenschaftlichen Kern rein Poulsen seine Erfindung, um sie irgendwo und irgendwie zu auf diefelbe Art zu schwingen, wie die Goldatome, so wäre das herauszuschälen, gerade auf den Eklat hat er es abgesehen. publiziren, mitgiebt, geht an Bord eines vorübersegelnden Wall Eiſen in demselben Augenblick zu Gold geworden". Herr Mögen die Menschen ihn verfluchen, wenn nur die Nationen des fischfahrers, während Poulsen's Schiff durch eine neue Art von Poulsen, dem es an Ehrgeiz nicht mangelt und der bei den Erdballs von seinem Namen erfüllt werden. Sie sollen Eissprengung ganz gemüthlich bis zum Südpol vordringt und 800 Kronen Gehalt, die er als Fabrikchemiker bezieht, irdische wissen, daß er dem Golde befiehlt. dort bei prächtigem Wetter überwintert. Schäße sehr wohl brauchen fann, setzt diese etwas unklare Theorie, Die dänische Regierung benachrichtigt die übrigen Regie- Juzwischen wird Szemski von dem nachfolgenden englischen er hier seiner Frau und den geneigten Lefern rungen von der Gefährlichkeit des Erfinders, und Poulsen beginnt Regierungsschiff aufgegriffen, man findet die Poulsen'schen Schriften als höchfte Errungenschaft der modernen theoretischen mit seiner Frau ein Wanderleben, um irgendwo feine Bombe bei ihm und der englische Staat betreibt nun die GoldChemie entwickelt, alsbald in Praxis um. Was könnte einem zum Plazen zu bringen. Der deutsche Reichskanzler will ihm das fabrikation auf eigene Fauft. Seine Marine wächst bald ins Romanhelden auch nicht gelingen? Er grübelt und mischt, mischt Geheimniß abkaufen, um die Staatstaffe nach dieser wirksamen grenzenlofe, fein Heichthum erlaubt es ihm, im Handumdrehen und grübelt, und plöglich hat er eine Methode entdeckt, um Gold Methode zu füllen. Er bietet Poulsen schließlich sehr generös die die halbe Welt zu verschlucken, ebenso schnell aber entmittels eines ziemlich einfachen Prozesses" aus Wismuth. Königskrone von Bulgarien au. Paulsen ist der Mann dazu, werthet sich durch die Massenhaftigkeit des englischen Goldes nitrat herzustellen. Doch damit nicht genug, das allgemeine um so etwas zu schäßen, indessen auf die Sensation einer Ver- das Edelmetall, die Preise gehen wahnsinnig in die " Räthsel von der Veränderlichkeit aller Grundstoffe" ist von ihm öffentlichung mag er darum doch nicht verzichten. Seine Frau Höhe und überall herrscht Elend und ärgste Verwirrung. Als gelöst. Er fann nicht nur Wismuthnitrat in Gold, er kann ebenso bewundert ihn, ein neues, überwältigendes Bewußtsein der Ver- Poulsen den Südpol verläßt, wird er mitsammt der ganzen Gold in Silber oder Platin oder umgekehrt verwandeln. Das antwortung und der Pflichten(!), die die Gattin eines großen Mannschaft von den Engländern aufgegriffen und in ein Frrens erfährt man so ganz nebenher. Hauptsache ist, daß er Gold Mannes hatte, erwacht in ihr," und der Dichter muthet offenbar haus gesperrt, damit nichts von dem Geheimniß verrathen machen kann und so den König aller Könige in der kapitalistischen eine ähnliche Bewunderung für diesen armseligen Ehrgeizigen, werden könne. Natürlich befindet sich auch Szemski in dem Welt sich unterworfen hat. der Gold machen kann aber im ganzen Umkreis der Gesellschaft felben Frrenhause und ebenso natürlich gelingt es' Szemski und Der Gedanke, wie märchenhaft auch immer, hätte zu einer teine Aufgabe, tein Streben findet, das er mit seinem Golde Poulsen zu entfliehen, allerdings nicht ohne nebenher durch ein phantasievollen und schneidenden Satire glänzend ausgebeutet unterstützten möchte, auch dem Leser zu. In Paris gelingt die chemische Mischung das ganze Haus und so und so viel Leute in werden können. Herr Möller hat leider nichts anderes damit Veröffentlichung ebensowenig. Mißvergnügt und von Spähern die Luft zu sprengen. Die Poulsen'sche Schiffsmannschaft entanzufangen gewußt, als Sensation zu machen. Die Kunst des bewacht, zieht sich unser Idealist auf eine Mittelmeer- Insel flieht auf einem Kutter nach den Faröerinseln. Dort vernimmt Verblüffens ist selten so virtuos geübt, ein Abenteuer reiht sich zurück, häuft allen Luxus um sich auf, legt das beste Laboratorium sie die Kunde von einem neuen Geldsystem, das die Staaten, die die rammer 9 ist iit der Werftstr. 7. Die Zivilkammern und Kammern für Handelssachen haben ihre Sitzungssäle in der Jüdenstr. 08 bis 60. Die Gerichtsschreibereien der Kammer für Handelssachen sind Neue Friedrichstr 12, während die der Zivilkammer» aus dem Hause Neue Friedrichstr. 15/16, das aus Anlaß des Neubaues des Land- und Amtsgerichts I bereits abgerissen wird, nach der Schicklerstr. 1 verlegt sind. Beim Amtsgericht I sind 1 Präsident und 152(im Vorjahre 145) Richter thätig; außerdem sind 6(im Vorjahr 13) Hilssrichter vorhanden. Die Zahl der Abtheilunge» beträgt 154 gegen 153 im Vorjahre; neu errichtet ist eine Abtheilung für P' ivat-Klagesachen. Im einzelnen find vorhanden 76 Abtheriungrn für Zivilprozesse, bei denen die Sache» nach dem Buchstaben des Verklagten verlheilt sind. 4 Abtheilungen für Vollstreckungssachen, 4 für Konkurse, Aufgebots-, Entmündi- gungs- und Fundsachen, 4 für Zivangsversteigermigen und Zwangs- venvaltungen, 2 für Führung der Handels- re. Register, 4 für Rechtshilfsfachen in Zivilsachen, 2 für Testamente und Handlungen der freiwillige» Gerichlsbarkeit, 15 für Vormund- schasts- und Nachlaßsachen, 13 für Grundbuchsache» und 30 für Strafsachen. Von letzteren bearbeitete» 2 die Ersuchen des Staatsanwalts:c., 2 die Rechtshilfesachen, 12 die Vergehenslachen. 6 die Uebertretungen, 4 die Privatklagesachen und 4 die ersten Ver- nehmungenund schöffengerichllichenHaftsachen. Diese 4 Abtheilungen sind An der Stadtbahn 16 thätig, die übrigen Abiheilungen für Strafsachen haben ihre Sitzungssäle im Kriminalgerichtsgebäude, während die Gerichtsschreiberele» sich in der Werftstraße 7 be- finden. Die Sitzungssäle der Prozeßrichter aus den SIbtheilungen 1 bis 51 und 76, die Geschäftszimmer der Grundbnchabtheilungen und der Gerichtskasse I befinde» sich Jüdenstr. 58 bis 60, die Sitzungssäle der Prozeßrichter ans den Abtheilniigen 52 bis 75 an der Stadtbahn 26/27, die Geschäftsräume des Präsidenten Neue Friedrichstr. 37, alle übrigen Abtheilungen Neue Friedrich- straße 12 und 13. Die Führung des neuen Börsen- r e g i st e r s ist der 89. Abtheilung(Amtsgerichtsrath M i l a) übertragen. Im KrtminalgerichtS Gebäude herrschte gestern schon fest- liche Stille. Nur in zwei Abtheilungen des Schöffengerichts fanden einige Verhandlunge» statt, und zwar gegen solche Angeklagte, bei denen anzunehmen war, daß die zu er- kennende Strafe durch die erlittene Untersuchungshaft würde für verbüßt erachtet werden können. Dies geschah denn auch in den meisten Fällen, die Betreffende» können das Weihnachtssest in der Freiheit verleben. Der letzte, der vor die Schranken zu treten halte, war ein dreizehnjähriger Knabe, der sich ein böses Geschenk in Form eines Verweises zu holen hatte. Nngebiilirliches Benehmen in der Sprechstunde eines Arztes brachte gestern den Arbeiter Keiling wegen Beleidigung und Hausfriedensbruchs vor die 133. Abtheilung des Amts- gerichts I. Am 3. Januar d. I. erschien der Angeklagte zur Konsultation bei dem Dr. Weidemann; da die Sprechstunde über- füllt war, mußte er warten. Diese Zeit benutzte er dazu, die im Wartezimmer anwesenden Patienten, und zwar namentlich die weiblichen, zu belästigen. Als er von dem durch den Spektakel herbeigerufenen Dr. Weidemann zur Ruhe gewiesen wurde, ging er mit erhobenen Händen auf den Arzt zu und be- leidigte ihn außerdem im gröblichster Weise. Auch die Auf« sorderung, sich zu entfernen, ließ er unbeachtet, so daß er schließ- lich von dem Arzte und de» Patienten mit Gewalt hinaus- gebracht werde» mußte. Der Gerichtshof war mit dein Staats- anwalte der Ansicht, daß Aerzle, die gewissermaßen unter dem Schutze des Publikums stehen, gegen derartige Insulte» gesichert werden müssen, und erkannte nach dem Antrage auf einen Monat Gefängniß. Zum Kapitel der Arbeiterbehandlnng auf dem Lande. Vorn Landgerichte Breslau ist am 30. September die Bauern- gutsbesitzer-Wittwe Pauline Pelka wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittel- Gesetz zu einer Woche Gefängniß verurlheilt worden, well sie im März 1896 in Melischwitz ihren Dienstboten Fleisch von einem zwei Tage alten Kalbe vorgesetzt hatte, welches an Durchfall verendet war. In einem anderen Falle wurde sie freigesprochen. Wegen Nichtübereinstimmung des Urtheils mit dem Eröffnungsbeschlnsse hob das Reichsgericht auf die Re- Vision der Angeklagten das Urtheil aus, soweit der Anklage- fall aus dem Februar in Frage kam, und erklärte insoweit die Strafverfolgung für unzulässig. Die einwöchige Gefängniß- strafe wurde natürlich dadurch nicht berührt. Die„Deutsche Tageszeitung", deren Pflicht es ist, dafür einzutreten, daß den Gutsbesitzern möglichst zufriedene und irgend welchem menschlichen Verlangen entwöhnte Arbeitskräfte gesichert werden, that gestern bärbeißig, weil wir gefragt hatten, ob die laut Schema so und so in gemessenen Zwischenräumen vom Berliner Polizeipräsidenten zu erlassende Warnung vor Zuzug nach der Großstadt schon irgend einen unter der Fuchtel futsherrlichen Regiments stehenden Menschen abgehalten habe, ein letztes bischen Kraft zusammen zu raffen, um das gewisse Elend auf dein Lande mit dem ungewissen in der Großstadt zu vertauschen. So groß der Jammer auch ist, der de? Arbeiters in der inzwischen durch Elend, Kriege und Revolutionen aufs äußerste erschüttert und theilweis aus de» bloßen Tauschhandel zurück- geworfen waren, bei sich eingeführt hatten. Das neue Geld ist ein Papiergeld, ivelches aber nicht, wie in der französischen Revolution, auf den Gold« und Silbererlös der konfiszirte» Grundstücke, sondern bei der allgemeinen Entwerthung der Edel- metalle auf die Grundst ü ck e selbst fundirt ist. Die nordischen Papiemoten z. B. lauten:„Die vereinigte Nordische Grundbesitzer- dank überweist dem Vorzeiger dieses hundert(oder tausend oder zehntausend) Quadrat- Zentimeter dänischen Normalboden." Diese durch den Zusammenschluß der Grundbesitzer garantlrten Scheine wirken nun— Paulsen, der in die zivilisirte Welt als bescheidener Chemiker zurückkehrt, kann sich noch selbst davon überzeugen— mit der Zeit geradezu Wunder:„Etwas wie die Frische der frühen Morgenstunden ruht auf den Leuten. Die Militärlasten, die die Gesell- schaft wie ein nächtlicher Alp bedrückten, die gewaltige An- Häufung des Kapitals in den Händen weniger, die lähmende Ueberproduktion und vor allem die ver- derbliche Uebervölkerung sind verschwunden— für jetzt wenigstens.... bis nach Jahrhunderten die Erde sich wieder weigert, Brot für die Ueberzahl der Menschen ,u liefern, bis die Menschen wieder um das Wasser der Erde und daS Feuer der Luft gegen die Menschen kämpfen. biS alles wieder ins alte Geleis zurückgekehrt ist. bis die Menschen die große Kunst der Pflanzen gelernt habe»: die unorganische Natur unmittelbar in organische Stoffe urnzu- aestallen. so daß der Boden des Ackerbaues, das neue Gold seinen Werth verliert." Das ist der Roman, sür den als große? Ereigniß jetzt die bürgerliche Reklametrommel gar eifrig gerührt wird, über den die„Neue Freie Preffe" in spaltenlange Begeisterung ausgebrochen ist. Freien Phantasiespielen, die wirk- liches und fabelhaftes bunt ineinander verschlinge», wird niemand ihr gutes Recht abstreiten wollen, wenn ein bedeutender, der Wahrheil zugewandter Geist in das scheinbar Willkürliche und Launenhafte verborgene» Sinn hineingewoben hat. Aber nicht ziellos, ganz ins Blaue hinein dürfen die Grenzen des Wirklichen und Möglichen verlaffen werden. So wack- lich steht die kapitalistische Produktionsweise und Politik oenn doch nicht da. daß eine Poulsen'sche Er- findung sie völlig aus den Angeln heben könnte! Eine Gesellschaft, die den Handelskrise» und dem Andrängen von Millionen Proletariern bisher Trotz geboten, würde wohl auch noch Mittel und Wege finde», um die Schläge, die eine moderne Goldmacherkunst ihr androhen könnte, zu pariren. Großstadt harrt, und so sehr die Jndustriekapitalisten sich be- mühen, die Lebenshaltung des Proletariers immer weiter herab zu drücken, so läuft er doch kaum Gefahr, daß er bei schwerer Arbeil mit ekelhaftem und gesundheitsgesährlichem Fleische oder gar mit der Reitgerte regalirt wird. Mag der aus Oslelbien hierhergekommene Arbeiter ansangs auch noch so sehr den Lohn- drücker spielen, so lernt er doch allmälig infolge des segensreichen Einflusses der Sozialdemokratie seine Menschenwürde schätzen. Und das ist allein schon ein sittlicher Gewinn, der gar nicht hoch genug anzuschlagen ist. Wegen Haberfeldtreibcns hatten sich vor dem Land- gericht II in M ü n ch e 11 10 Personen, darunter eine Frau, zu verantworten. Sie hatte» am 25. Oktober früh l>/< Uhr in Hinterberg das Haus des Bauern Jak. Sturnböck theil- weise zerstört, indem sie, mit Gewehren. Aexten und Prügeln versehe», sich um das Haus aufstellten und aus ein gegebenes Zeichen an 23 Fensterstöcken 120 Fenster- scheiden einschlugen, die Küchenthüre mit einer Axt zertrümmerten, Fensterläden aushängten und zerhackten, endlich gegen die Fenster der im ersten Stockwerke gelegenen Zimmer eine größere Anzahl scharfer(Kugel- und Schrot-) Schüsse abfeuerten, von denen zwei je eine Scheibe zertrümmerten, während sechs weitere Schüsse in die Wand gingen. Das Gericht erkannte gegen zwei der Hauptthäter auf je vier, gegen einen dritten auf drei Jahre Gefängniß, gegen die übrigen Angeklagten auf Gefängnißstrafen von 18 bis 6 Monaten. VevsÄMtnlungvn. Friedrichsberg. Arn 15. d. M. hielt der Arbeiter-Bildnngs- verein eine Versammlung ab, in der Genosse Sassenbach in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über die Inquisition sprach. Die Neuwahl des Vorsitzenden wurde des schwachen Besuchs wegen vertagt. Ardelt»r.Kttd»ng«fch»I». Die Schulräume find big«.Januar ge- schloffen. Wiederbeginn am Dienstag, den 6. Januar. Am ig. Januar wird voraussichtlich die geplante öffentliche Lesehalle, die mit Zettungen, Zeitschriften und Büchern reich ausgestattet ist, für die allgemeine unentgeltliche Benutzung eröffnet. Der Vorstand. „Klub Tantthausrr".(Theatralische, gesangliche und gesellige Ver- eintgung) Abends p Uhr: Brotze Familien- Soiree(Konzert und Theater- Vorstellung) im Thealersaale des Loui« Keller'schen Etablissements, Koppen- straße i«. Zur Aufführung gelangt„Ein Tag vor Weihnachten", Schauspiel in 2 Akten von Dr. E. Töpfer.— Programme a 80 Pf. sind bei allen Klub- Mitgliedern erhältlich. Gäste stet» willkommen. La»d«man»slt>aft der Kchtrswig- Kolfteiner. Sonnabend, den 28. Dezember, abends 8 Uhr: WethnachtS-Bescheerung verbunden mit Tannen- bäum, Vorträgen und Tanz in G. Feuerftetn'S Festsälen, Alte Jalobstr. 75. Gäste sind ivtlllommen. privat-«bratergesrUfchast„Immer juftig". Am 2. WeihnachtS- Feiertage, abend« 8 Uhr: Weihnachtsfeier und Vescheerung mit darauf folgendem Tanzkränzchen bei Nuhl-Andree, Ehorinerstr. 58. privat. SheatergefrUliliaft„Erika". Montag, den 28. Dezember, abends 9 Uhr: Weihnachtsfeier mit Seschenkverloosung im Restauranl Nowael, Manteuffelstr. 8. Gäste willtominen. pergnügungoverri»„Alrmaui»". Heute Abend 8 Uhr: Weihnacht«- feter(Berloosung und Vorträge) im Englischen Hof, Neue Roßstr. 8. Gäste willkommen. VevmtpLzkes. Vom Harze berichtet uns ein Parteigenosse: Man macht sich gar keinen Begriff davon, wie weh es mir thut, wenn ich im„Vorwärts" unter der Slichmarke„Schon wieder einer" lese, wie irgend ei»»»artiger Polizist von Gerichtswegen abge- straft werden mußte. Um so mehr freut es mich, daß ich heute in der Lage bin, über die rettende That eines Gendarmen be- richte» zu können. Der„Bergbote" in Elbingerove schreibt: „Wie wir erfahren, ist Herr» Gendarm Lohinann unterm 16. d. Mls. die Rettungsmedaille am Bande verliehen worden. Derselbe hat bekanntlich, wie wir seinerzeit berichtet haben, am Montag, den 31. August d„J.. abends gegen 10 Uhr, die Frau Wittwe Sachse Hierselbst aus oem Pferdeteiche geholt und dieselbe somit vom Tode des Ertrinkens gerettet." Wenn man bedenkt, daß der Pferdeteich an manchen Stellen fast einen Meter tief ist, so muß man sich darüber freuen, daß der Gendarm bei seiner Größe nur bis an den Leib WS Wasser hinein mußte. „Hoch klingt das Lied vom braven Mann!" Mir fällt da die Geschichte eines ganz gewöhnlichen schwarzen Former- geselle» ein. In R ü b e l a u d bei den Harzer Werken arbeitet der Brave und„Hinzen Ludchen" heißt er. Vor einigen Jahren hatten wir hier im Harze bei fürchterlichem Froste einen Schnee- stürm, der den Bodekanal, welcher die Maschinen der Harzer Werke treibt, zu verstopfen drohte. Man forderte Frei- willige aus, m den unterirdischen Kanal hinab zu steige» und die Hindernisse hinweg zu räumen. An- gethan mit lange» Wasserstieseln, wagten sich zwei tapfere Arbeiter hinunter. Nach Verlauf einer halben Stunde stellte man fest, daß die mitgenommenen Lampen nicht mehr brannten. Man forderte abermals Freiwillige auf, hinunterzusteigen und nach dem Verbleib der beiden Arbeiter zu sehen. Gegen den einfachen Einwurf, daß die Staaten ja zur Silberwäbrung überzugehe» vermögen, hat sich der Verfasser offenbar dadurch schützen wollen. daß er seinen kleinlichen und simplen Helden mit der Fabrikation des Goldes zugleich auch die des Silbers u. s. w. erfinden läßt, eine recht gewundene Ausflucht, welche durch Verlausendfachung der Un- Wahrscheinlichkeit das Interesse bereits sehr erkalten läßt. Aber selbst diesen Fall angenommen, können nicht die Staaten ihre Edclnielallwährung dadurch ausrecht erhalte», daß sie für das zur Münzung eingebrachte Edelmetall ei» Ursprungs- z e n g n i ß verlangen, und alles Gold und Silber, dessen Her- kunft aus bergmännischen, natürlich starker Kontrolle zu unterstellenden Betrieben nicht nachweisbar ist, von der Münzung durch eine internationale Konvention im solidarischen Interesse aller, auch der Arbeiterklaffe, ausschließen? Dann bliebe der Tauschwerth des gemünzten Geldes unerschüttert, wie tief auch der des nach Poulsen'scher Methode künstlich erzeugten Edel- metalles sänke, ähnlich wie heute durch die Schließung der Silbermünzstälten der Werth der Eilbermünzen gegenüber dem sinkenden Werth des RohsilberS auf dem alten Niveau er- halten worden ist. Der Größenwahnsinn des ehrgeizigen Erfinders, der sich i» der vage» Idee gefällt, daß sein ivissenschastliches Genie alles in der Gesellschaft von oberst zu unterst kehren könne, wäre an diese» Schutzschranken der Gesellschaft ohnmächtig gescheitert, und die enge» Grenzen, die auch dein wissenschaftlichen „Uebenneuschen" gezogen sind, wären dem großen Herrn Poulsen recht fühlbar und lehrreich am eigenen Leibe vordemonstrirl worden. Ebenso phantastisch, wie der Verfasser der lieben Sensation wegen die Hilflosigkeit der von Poulsen's Erfindung bedrohten Gesellschaft übertreibt, ebenso phantastisch-lächerlich läßt er nach dem allgemeinen Zusammenbruche die Regeneration erfolgen. Man fundirt daS Geld nicht wie bisher auf Edelmetall, sonder» auf Grund und Boden, und stehe da auf Jahrhunderte hinaus ist die soziale Frage gelöst. Nur in dem Stoff, ans welchem das Geld geprägt wurde, nicht in dem Wesen der noth- wendig kapiialistischen Geldwirtbschast selbst liegt also die Wurzel allen Hebels! Ist hier der fetischhafle Goldaberglaube der alte» Alchymisteu nicht noch übertroffen worden? Die sozialistischen Allüren, die der Roman gelegentlich annimmt, werden durch diesen Ausgang am allerbesten parodirt. Es ist wahrlich schade, daß der phanlasievolle Verfasser, der den wissenschaftlichen Ehrgeiz seines Helden mit soviel Emphase feiert, nicht selbst ein wenig literarische» und künstlerischen Ehr- geiz höherer Sorte besessen hat. Einzig unser Ludchen meldete sich. ES waren keine Waffer- stiefel mehr da, und Ludchen halte nichts zur Sicherung gegen Wasser und Kälte, als ein paar Schluck von dem preußischen Kartoffelfusel, den man Nordhäuser-Kornbranntivein nennt. Nachdem er von diesem Zeug einen auf die Lampe gegossen, kletterte er hinab. Ihm ging das immer höher steigende Wasser bis an den Mund, aber er drang vorwärts und es glückte ihm auch nach verzweifelter Anstrengung, die beiden steifgesrorenen Arbeiter eine»»ach dem andern auf seine» Schullern ans Tageslicht zu befördern. Die beiden Leute, die Ludchen gerettet hatte, sind innerhalb eines Jahres an den Folgen dieser „Wasserarbeit" gestorben. Ludchen lebt heute noch. Seine Be- lohnung bestand in einer allen Hose, welche er von einem Be- aniten geschenkt erhielt. Ei» kerniges Wort Deutsch. I» Mühlingen bei Stockach habe», wie man der„Kleinen Presse" aus Baden schreibt, fast sämmtliche Bürger einen gemeinsamen Protest an das erzbischöfliche Ordinariat in Freiburg gesandt, weil der Pfarrer des nahezu ausschließlich kalholische» Ortes an einem der letzten Sonnlage von der Kanzel herab erklärte,„mit einer solchen Saubande könne er keinen Goitesdienst halten", und bereits früher die dortige Bevölkerung mit ähnlichen Höflich- keilen bedacht hat., Folgende Kalender- Eigcnthiimlichkeitc» werden nicht allgemein bekannt sei». Der Oktober beginnt stets an demselben Wochentage mit dem Januar, der April anit dem Juli, der Te- zember mit dem September. Februar. M(irz und November fangen stets an demselben Wochenlage an. Mai, Juni und August aber unter sich an einem anderen Wochenlage. Jndeß gelten diese beiden Regeln nicht für Schaltjahre. Ein Jahr- hundert kann niemals niil einem Mittwoch, einem Freitag oder einem Sonnabend anfangen. Das gewöhnliche Jahr endel stets an dem Wochentage, an dem es begonnen hat. Jedes Mal nach 23 Jahren kehrt derselbe Kalender wieder. Eine furchtbare Selbsthilfe auf hoher See ist von einem Theil der Schiffsbesatzung des aus Papenburg beheimalheten Dreimasters„Emma"(Kapitän T r ü g g e n) vor Rosario, einem Hafenplatz in Südamerika, verübt worden. Der auf dem Schiffs bedienstete, ans Leer gebürtige Steuermann war nämlich wegen feiner Härte gegen die Matrose» bei der Mannschaft sehr verhaßt, weshalb ein Theil derselbe» beschloß, denselben zu er- m o r d e n und seine Leiche über Bord zu werfen. Es wurde nun durch das LooSein Matrose bestimmt, der die That ausführen sollte. Dieser überfiel meuchlings den Steuermann, schnitt dem Ahnungslosen die Kehle durch und warf ihn über Bord. Hierauf stürzte sich der Mörder, ein Holländer, selbst in das Meer und ertrank. Dies alles hatte sich so schnell abgespielt, daß der Kapitän des Schiffes nichts davon bemerkt hatte. Nachdem das Schiff in Rosario vor Anker ge- gangen war, deserlirten die am Morde betheiligten Matrosen. Das zuständige deutsche Konsulat hat die Untersuchung ein- geleitet. Vom Referve-Offizier n«d Bankdirektor Hegele. Aus St. Gallen wird berichlet: Der Agent Hegele, der sich gänzlich erholt hat, wurde heute vom Krankenhause in Wattivyl in das Kriminalgefängniß zu St. Gallen gebracht. Der Unterfuchungs- richter in Karlsruhe hat bereits einen AuSlieferungsantrag ge- stellt, welcher aber in St. Gallen noch nicht eingetroffen ist. Die Auslieferung erfolgt wahrscheinlich Anfangs nächster Woche. Aus Fiume wird berichtet: Auf dem Kriegsschiff„Pelikan" erkrankten fünf Matrosen am Typhus. Dieselben wurden in ein Hospital gebracht. DaS kälteste Land der Erde dürfte unter den dauernd be- wohnten das Gebiet von Werchojansk in Ostsibirien sein, woselbst das Thermometer zuweilen bis unter—63 Grad ärnkt und die mittlere Januarteniperatur— 45 Grad beträgt. Man sollte ein so kaltes Land für eine Wüste halten, allein daS Gebiet wird von nahezu 10 500 Menschen bewohnt, die»u den ver- wandten Stämmen der Lamuten und Jakuten gehöre». Nach den Angabe», welche Herr Sergius Kowalik unlängst in den Schriften der Geographischen Gesellschaft von Jrkutsk über dieses Gebiet veröffentlicht hat, ist jene starke Winterkälte selten empfindlich, da die Lust ruhig und sehr trocken zu sein pflegt. Nur im Frühjahre giebt eS große und schreckliche Stürme. Der Sommer bietet sehr auffallende Erscheinungen, und schon im Mai zeigt das Thermometer zuweilen auf-f-SO Grad, während- es in der Nacht friert. In der zweiten Hälfte des Sommers fallen sehr reichliche Regengüsse, die oft Ueber- schwemmungen hervorrufen. Der Pflanzenwuchs ist sehr ärmlich, da Bäume beinahe gänz- lich fehlen und nur Wiesen und Weiden vorhanden sind. Die Be- völkerung widmet sich neben der Jagd auf Pelzthiere und dem Fischfange im besondere» der Viehzucht. Um eine kleine Familie zu ernähren, bedarf man etwa acht Kühe, von denen vier im Sommer und zwei im Winter gemolken«erden. Daneben werden Rennthiere gehalten; das Vieh wird im Winter mit trockenem Heu ernährt. Milch und Haser bilden di« Haupt- Nahrung und eine Art Kumiß(gegohrene Milch) das Haupt. getränk. Die Holzhäuser sind mit Lehm bedeckt und schließen nur einen Raum ei», in welchem Menschen und Thiers zusammen hausen. Das Vieh wird auch im Winter nüt eingehüllten Entern zuweilen ins Freie geführt. Die Bewohner sind sehr gastfrei. ober auch sehr peinlich in bezug der sich selbst und dein Gaste zu erweisenden Ehren, z. B. was den Platz am Tische betrifft. Niemand erwartet daS hier beobachtete Zsremoniell m einem so armen Lande. Das Ende deS alten Bleistifts. In der Wochenschrift „Pronielheus"(Herausgeber Dr. Otto N. Witt, Verlag von Ä. Mückenberger, Berlin) lesen wir: Bekanntlich ist das Holz der floridanische» Zeder das einzige, welches sich sür die Fabri- kation der Bleististe eignet. Selbst das sonst wegen seiner Weich- heit und Gleichmäßigkeit so geschätzte Lindenholz steht für diesen Zweck so sehr hinter dem Zederndolz zurück, daß cS nur für ordinäre Bleistifte Verwendung finde» kann. Oö- gleich nun Florida ein großes Land und mit Urwald noch dicht bestanden ist, so ist doch bei der in Amerika beliebten rücksichtslosen Ausbeutung der Wälder ein all- mätiges Knappwerden des Zedernholzes zu befürchten, und zwar umsomehr, als die Zeder bezüglich ihres Standortes sehr wählerisch ist und nur a» den siinipfigen Ufern der große» Ströme gedeiht, ivas auch die Aufforstung der Bestände sehr erschweren würde, selbst wenn man sich zu emer solchen über kurz oder lang entschießen wollte. Unter diesen Umstände» ist eine Erfindung beachtenswerth, welche neuerdings auf den Markt ge- kommen ist und nebe» der Erspnrniß an Zedernholz auch noch das für sich hat, daß sie das Spitze» der Bleistitte, wobei sich bekanntlich viele Leute merkwürdig ungeschickt anstellen, überflüssig macht. Der neue Bleistift, welcher von einer Londoner Firma unter Patentschutz in den Handel gebracht wird, sieht äußerlich einem gewöhnlichen, in Holz gefaßten Bleistift vollkommen ähnlich aber die Umhüllung deS Stiftes besteht bei ihn, nicht aus Holz. sondern aus zähem Papier, welches in mehrere» Lagen um den Stift herumgewickelt ist, bis derselbe die Dicke eines gewöhn- lichen Bleistiftes erlangt. Dieses Papier ist vor dem Unnvickeln durch schräge Schnitte eingekerbt. Soll»un der Bleistift an- gespitzt werden, so genügt es, die äußerste Papierlage bis zu einer angegebenen Marke einzureißen. Es wickelt sich dann, der schrägen Kerb- folgend, ein schmaler Papierstreife» von dem Stift ab. während der Rest der Unihüllniig in Kegelgestalt stehen bleibt. Dabei wird natürlich ein frisches Stück des inneren Schreibstiftes bloßgelegt, welches genau so lang ist. wie die Breite des ab- geivickellen Papierstreifens. Die auf diese Weise erhaltene neue Spitze ist von so vollkominener Kegelgestall. wie sie an einem Holzstift nur durch Abdrehen, niemals aber durch Anschärfen init dem Messer erhallen werden kann. Was giebt es Neues! Die Verkaufsräume der wohlrenommirten Firma Singer u. Co., Chausseestraße 56, Singer u. Co., Chausseestraße 56, Der Verkauf ihr ganzes Waarenlager zu bisher noch nie gekannten beginnt am ten und bietet eine nie wiederkehrende Gelegenheit Montag, den 4. Januar hervorragend billigen Preisen z. Verkauf. Wegen Aufnahme der großen Waarenhaben sich in letzter Zeit als zu klein erwiesen, weshalb zur Vergrößerung derfelben die ganze erste Etage hinzu genommen wird. 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Wahlkreise, zu Grabe geleitet. An dem jelben Tage nahm auch der Streit der Droschtenkutscher, welcher allgemeine Aufmerksamkeit erregte, seinen Aufang. Freitag, den 25. Dezember 1896. 13. Jahrg. gleichen Tage fanden in Charlottenburg die Wahlen zum Ge- Wahlkreise und die Verhaftung der betheiligten Genossen er verbegericht statt, bei welchen die Genoffen die Sieger waren. Am 15. fand die Aufsehen erregende Verurtheilung des Schriftfehers Schulze als Verleger und des Buchdruckereibefizers Bading als Drucker der rothen Märznummer wegen Aufreizung zum Klaffenhaffe statt. Schulze erhielt 4 Monate, Bading 14 Tage Gefängniß. 16. die Veranlassung zu einer Haussuchung in der Buchhandlung Das Märchenbuch für die Kinder des Proletariats" gab am von Hans Baake. Der§ 153 der Gewerbe- Ordnung forderte am 17. ein weiteres Opfer. Zimmerer Fischer erhielt 14 Tage Gefängniß. Der große Konfektionsarbeiter- Streit, welcher lange Zeit folgte. Als Nachfeier fand am folgenden Tage bei diesen eine Haus fuchung statt. Am 17. traten die Tischler in einen partiellen Streit ein. Wegen Verstoßes gegen§ 184 des Strafgesetzbuches, der be rühmte Unzuchtsprozeß hatte sich am 19. Redakteur Kunert mit 30 M. Geldstrafe bedacht. ( Borwärts") vor Gericht zu verantworten. Derselbe wurde Am 20. endete der große Streit der Konfektionsschneider durch Bergleich. Für die Gewerkschaftsbewegung war der Monat Februar im allgemeinen von großer Bedeutung. Außer den genannten Auf einen für die Arbeiter günstig verlaufenen Streit im hindurch ganz Berlin in Aufregung verfette, wurde am 20. ge- Gewerkschaften traten noch in Streit die Möbelpolirer, HolzSommer zuvor ist auch die Entlassung von 46 in der Römer'schenwissermaßen offiziell eingeleitet durch sechs Schneider- und bildhauer, Sattler, Stellmacher, Schuhmacher, Maler, Lacirer, Sommer zuvor ist auch die Entlassung von 46 in der Römer'schen Schneiderinnen- Versammlungen, in welchen die ausgearbeiteten Klempner, Schraubendreher 2c. 2c. Lederfabrit in Pankow beschäftigt geweſenen Arbeitern zurück- Tarife genehmigt wurden. zuführen, welche am 2. Januar erfolgte. Der Grobe- Unfugsparagraph brachte dem Genossen Kräcker Der Monat März begann recht verheißungsvoll. Nachdem am 22. eine Geldstrafe von 30 M., und dem Genossen Antrick durch die verhängnißvolle Köllerei die Berliner Sozialdemokratie ( Hoch auf die internationale Sozialdemokratie) am 25. eine Haft ihrer politischen Organisationen( Wahlvereine) beraubt war, Sozialdemokratischen ArDer 30. Januar brachte noch zwei erfolgte am 2. die Gründung des weitere gerichtliche Berurtheilungen des Genoffen 3inne zu beiter- Wereins" Vorwärts" im 6. Wahlkreise.- An demſelben die Geseze, und des Genossen Wenzel zu 1 Monat Gefängniß führers mit 50 M. Geldstrafe. 6 Monaten Gefängniß wegen Aufforderung zum Ungehorsam gegen Tage büßte Genosse Beutler die Beleidigung eines Werk Am 6. wurde in Friedrichshagen der erste Sozialdemokrat wegen Beleidigung von Polizeibeamten. in die Gemeindevertretung gewählt. Für die Reichsboten hatten am 9. die Weihnachtsferien ihr Ende erreicht und nahmen somit auch die parlamentarischen Kämpfe nach kurzer Waffenruhe wieder ihren Anfang. " Die erste gerichtliche Berurtheilung im neuen Jahre erfolgte am 10. Januar, an welchem Tage der 83 jährige Vater Baader" wegen Beleidigung von Kriminalbeamten mit 20 M. Geldstrafen event. 4 Tage Haft belegt wurde. Das 5. Stiftungsfest der Arbeiter- Bildungsschule, verbunden mit 150 jähriger Pestalozzi- Feier, wurde am 11. in würdiger Weise begangen. " strafe von 3 Tagen ein. Der Monat Februar begann unter dem Zeichen der Bewegung der Konfektionsschneider. Am 3. fanden 14 Versamm An demselben Tage wurde Redakteur Dier!( Roland) lungen statt, welche den Streit in Aussicht nahmen. vom Vorwärts" zum zweiten Male zu sechs Monaten Gefängniß Und wieder war es grober Unfug"( Buzug ist fernzuhalten), wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen verurtheilt. welcher die Handhabe bot zur Verurtheilung des Redakteurs Das erste Urtheil in der gleichen Sache hatte das Jahn( Ameise", Charlottenburg) zu 14 Tagen Haft. Reichsgericht aufgehoben. Dagegen wurden Redakteur Am 8. wurde Berlin überrascht durch die Aussperrung von Kunert( Vorwärts), wie auch die Genossen Pezold, 2000 Hutarbeitern seitens des Vereins der Wollhut- Fabrikanten. Glocke und Wiedemann von der Anklage der Verübung Veranlassung zu dieser liebevollen Maßnahme war die begroben Unfugs,( begangen durch die Aufforderung im Vorwiesene Solidarität von Arbeitskollegen mit einer gemaßregelten wärts":" Buzug fernzuhalten") in der Berufungsinstanz wiederum| Arbeiterin. freigesprochen. Die vom Staatsanwalt eingelegte Berufung Von weittragender Bedeutung war der 10., an welchem wurde verworfen. Tage die Konfektionsschneider, die Zimmerer und die an Holz Das erste Opfer des§ 153 der Gewerbe Ordnung bearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter in Streit traten. wurde am 13. der Tischler Göbel( Rummelsburg). Sein Ver= Ein weiterer denkwürdiger Tag war der 11., an welchem gehen wurde mit drei Tagen Gefängniß geahndet. Am die polizeiliche Aufhebung einer Geburtstagsfeier im zweiten M Wer Vieles bringt, wird Jedem Etwas bringen. Ein Schatz im Hause. 2 Liter Rum. Man nehme 1 Liter Weingeist( Spiritus Vini), 1 Liter Wasser, „ Freie Voltsbühne". Derselbe löfte sich freiwillig auf. Den polizeilichen Drangsalirungen erlag am 9. der Verein Und wieder war es grober Unfug", welcher den Redakteur Ia bn( Ameise", Charlottenburg) auf die Anklagebank führte und ihm am 12. eine Geldstrafe von 50 M. eintrug. Eine Beschlagnahme der zweiten Auflage der Märznummer erfolgte am 16., welcher Umstand indessen die Märzfeier am 18. in keiner Weise zu beeinträchtigen vermochte. # In der Zeit vom 16. bis zum 23. fanden in den Vororten Weißensee, Nixdorf, Friedrichsberg Lichtenberg, Reinickendorf, Schöneberg und Adlershof Gemeindewahlen statt, bei welchen die Genossen der einzelnen Ortschaften mehr oder weniger erfolg reich operirten. Ein Nachspiel zu dem Feldzuge gegen die Frauenvereine bildete die am 25. erfolgte Verurtheilung der Genoffinnen Eiken, 1 Originalfl. Egtraf. Num- Basis für 75 Pf. [ Ein neuer Weg zum Sparen. Jeder Versuch ein Die Mischung ergiebt einen reinen, fräftigen Rum von hochi Meisterstück. Probiren geht über Studiren.- Syl. feinem Geschmack und wundervollem Aroma und eignet sich vorzugsweise zur Thee und Grogbereitung. vester und eigenhändiger Punsch Extrakt.] ( Nachdruck verboten.) 2 Liter Wasser, Zum Preise von 60 Pfg.: 1 Origfl. Berliner Kräuter- Magen- Bitter- Effenz zu 21/2 Liter. Churfürstliche Magen- Essenz Cordinal- Liqueur- Effenz 1 " " Curaçao. Liqueur- Essenz Halb und Halb- Essenz Zum Preise von 75 Pfg.: zu 2 Liter. zu 21/2 Liter. zu 21/2 Liter. zu 21/2 Liter. 1 Origfl. Benediktiner- Liqueur- Effenz, unübertroff. zu 2/2 Liter. 3 Liter Nordhäuser Korn. 1 1 " Chartreuse- Liqueur- Effenz, grün, Chartreuse- Liqueur- Essenz, gelb, " zu 21/2 Liter. " zu 21 Liter. 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Den Beschluß des schönen Monats Arbeiterschaft am 29. durch einen Festkommers im Feenpalaft. felgte Verurtheilung der Genossen Voigt und Bort aus Mai machten zwei Nachspiele zum Streit der KonfektionsDer 30. brachte zwei weitere Verurtheilungen: Wegen Be- Rummelsburg wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- schneider. Am 20. wurde der Schneider 3imarsti wegen Teidigung wurde die Schneiderin 3elesta mit 30 M. Geldstrafe, Ordnung zu je 1 Woche Gefängniß. Das erstinstanzliche Ur- Hausfriedensbruchs( Ausübung von Kontrolle während des Ausder Genosse Antrick in der Berufungsinstanz wegen Verübung theil hatte auf je 1 Monat Gefängniß gelautet. standes) zu 1 Monat Gefängniß; am 30. die Schneiderin " groben Unfugs" mit 8 Tagen Haft belegt. Redakteur a cobey( Vorwärts") hatte sich am 25. Pacholl wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung wegen Beleidigung von Unteroffizieren vor Gericht zu ver- zu 1 Woche Gefängniß verurtheilt. antworten. Das Urtheil lautete auf 150 M. Geldstrafe. Der Monat Juni war weniger reich an bemerkenswerthen In der Strafsache Hinge und Genossen( 2. Wahlkreis, Ereignissen. Zu verzeichnen ist zunächst die am 10. erfolgte Geburtstagsfeier) wurde am 28. gerichtsseitig auf Geldstrafen Neugründung politischer Organisationen im 2. und 5. Wahlkreise. von insgesammt 1050 M. erkannt. Am 14. fand sodann die Wahl von Delegirten zum interDen Beschluß machte am 80. die Verurtheilung des Ge- nationalen Arbeiterkongreß in London statt. Die Versammlung noffen Raspar( Steglig) zu 50 M. Geldstrafe wegen Gen- tagte im Feenpalaft. Bebel referirte. Bebel referirte. Gewählt wurden darmenbeleidigung. Richard Fischer, Borgmann, Erbe und Ottilie Der 1. Mai, der internationale Feiertag des Proletariats, Baader. wurde auch in Berlin in üblicher Weise durch Versammlungen, Am 16. wurde Genosse Kaspar( Steglitz) wegen Beleidi Veranstaltungen und Arbeitsruhe in würdigster Weise begangen. gung des dortigen Amtssekretär Tiez mit 20 M. Geldstrafe beEin Streit auf dem Arbeitsfelde der Gewerbe- Ausstellung, legt, und am 23. erhielt Schuhmacher König wegen einer aufwelche ebenfalls am 1. Mai eröffnet wurde, brachte gleichzeitig reizenden Rede 3 Mouate Gefängniß. dem Zimmerer öde wegen versuchter Nöhtigung eine Woche Gefängniß ein. Der Streit der Konfektionsschneider erforderte am 2. zwei neue Opfer. Wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung erhielt die Schneiderin Dzien gelewati 14 Tage Gefängniß, der Schneider Donath außerdem noch wegen thätlicher Beleidigung 3 Monat Gefängniß. Die Dfter Feiertage am 5. und 6. benugten die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Handlungsgehilfen und Gehilfinnen zur Abhaltung eines Rongresses in der Berliner Ressource". " Die Beleidigung eines Priesters trug dem Genossen Pichocki am 8. 1 Monat Staatspension in Plößensee ein. Ein Vergehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung büßte am 17. Drechsler Ehlers mit 4 Wochen Gefängniß. Nach berühmten Mustern erfolgte am 18. die Aussperrung von 2000 Klavierarbeitern seitens der Fabrikanten wegen der unerhörten Forderung des Achtstundentages, welche einen nahezu ein halbes Jahr währenden Streit zur Folge hatte. Nach verbotenen Schriften wurde am 19. beim Rolporteur Leo gehaussucht, er selbst verhaftet. Am 4. trat der Rongreß der zentralisirten Gewerkschaften Deutschlands zu seinen Verhandlungen bei Keller, Koppenstraße, zusammen. Der Monat Juli brachte neben den üblichen größeren Arbeiterfesten wiederum eine Reihe gerir Verurtheilungen. Wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung wurden am 7. Schlosser Anstedt mit 1 Monat Gefängniß, und am 9. die Maurer Penschte und Koschitty mit 1 Woche Gefängniß Als Preßsünder nahm am 6. Johann Pichocki, belegt. Redakteur der polnischen Arbeiterzeitung„ Gazeta Robotnicza", In der Berufungsinstanz wurde am 10. Genoffe Kaspar auf der Anklagebant Play. Er war der Verächtlichmachung( Stealis) wegen Beleidigung des dortigen Amtssekretär Tiek zu von Staatseinrichtungen beschuldigt, wurde jedoch freigesprnchen. 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Das erstinstanzliche Urtheil hatte Der Sensationsprozeß Auer und Genossen( sozialdemokratische auf 20 M. Geldstrafe gelautet. Partei- Organisation) nahm am 15. feinen Anfang. Die Urtheils- Wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung erhielt Eine Staatsrettung wurde am 22. vollzogen durch Kon- verfündigung erfolgte am 18. und lautete: Geldstrafen: Aner am 13. Tischler Graf( Rigdorf) 3 Monate Gefängniß; am 13. fistation der Wiener Mai- Festzeitung". Gleichzeitig fanden 50 M., Bebel 75 M., Singer, Pfannkuch, Gerisch, der Arbeiter Pawelleck( Rigdorf) wegen Beleidigung 80 M. Haussuchungen in den Buchhandlungen von Baake und Hoffmann Riesel 40 M., Antrid, Lange, Griese, Erbe, Geldstrafe. ( Schluß folgt.) Am 21. wurde Genosse Buchbinder Jahn wegen Majestätsbeleidigung zu 4 Monaten Gefängniß verdonnert. 2. Wahlkreis. Sonnabend( 2. Feiertag), 26. Dezember, abends 6½ Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106: Oeffentliche Derlammlung. Zages Ordnung: Weihnachts- Betrachtungen. Vortrag, gehalten vom Gen. Faber. Nachdem: Geselliges Beisammensein. Eintritt 10 Pf. Um rege Betheiligung ersucht Die Vertrauensperson. Ag! Achtung! Meine Verlobung mit verwittweter[ zeige hiermit Freunden und Bekannten Frau Augufte Gaffer, geb. Schmidtte, ganz ergebenst an. Berlin, den 25. Dezember 1896. 2021b L. Buchholz. Todes- Anzeige. Achtung! Charlottenburg. Achtung! Deutscher Metallarbeiter- Verband. Versammlung N am Sonntag, den 27. Dezember, nachm. 4 Uhr, in der Gambrinus Brauerei, Wall str. 94. Tages Ordnung: Den Mitgliedern der Filiale Berlin II des Zentralverbandes deutscher Maurer hiermit zur Nachricht, daß am Mittwoch, nachten. 2. Diskussion. 1. Vortrag des Genossen Grempe( Berlin) über: Freidenkers- Weihden 23. Dezember, unser langjähriges Nach der Versammlung: Tanzkränzchen. Achtung! treues Mitglied, der Kollege Zahlreichen Besuch erwartet Parteigenollen!!, Poche Landsberger Allee 40. Ellium Landsberger Allee 40. nach langem Leiden verstorben ist. Die Sonntag, den 27. Dezember 1896( 3. Weihnachts- Feiertag): Beerdigung findet am Sonntag, den 27. Dezember, nachmittags 2 Uhr, vom Gr. Bokal- und Instrumental- Konzert zum Besten der streifenden Hafenarbeiter, ausgeführt von den Männer- Chören: Rothe Nelte II"," Oranienburger Borstadt“,„ Treu und Einigkeit"( Rixdorf),„ Weiße Roſe II"( Weißensee), Mitgl. d. A.-S.-B. Dirigent: A. Miesch. Unter Mitwirkung der Sopranistin Frl. Emma Priebe. Mufit wird von den Berufs- Musikern ausgeführt. Dirigent: Gaçon. Anfang nachmittags 5 Uhr. Programm 30 Pf. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. 2009b 19886 Die Ortsverwaltung. Empfehle träftigen Frühstücks-, Mittag- und Abendtisch; täglich 6672* musikalische Abendunterhaltung. Französisches Billard. Buchdrucker- Wacht" und Vorwärts" liegen aus Weinverkauf in Gläsern und Flaschen. Krankenhaus Bethanien aus statt. bei C. Rietschel, Köpnickerstrasse 154a, nahe der Brücke. Um recht rege Betheiligung bittet Brockhaus', Meyer's Waldvögel, Ranarienroller, BogelHierdurch die traurige Mittheilung, Lexikon, Brehm's Thierleben, Bücher förbchen bill. Schnelle, Koppenstr. 60. bauer, Frettchen, Fangneße, Mauldaß der Klempner und Bibliotheken jeder Wissenschaft 136/5 Die Lokalverwaltung. Georg Binding aus Gibing am Dienstag, den 22. d. De. schwerem, der Proletarierkrankheit sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 27. d. M., nachmittags 21/2 Uhr, vom städt. Krankenhaus am Friedrichshain aus nach Wilhelmsberg statt. Dies zeigen an 2020b Paul und Martha Eggebrecht. Achtung! Textilarbeiter. Verband aller im Handels( Filiale I Berlin.) Sonntag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag), nachmittags 4 Uhr F bei Wilke, Andreas- Straße 26, General= Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Wahl des Gesammtvorstandes, der Fachkommission und der Revisoren. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, recht pünktlich und zahlreich zu ers scheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 197/8 Nach der Versammlung: Gemüthliches Seisammensein mit Tang. Der Vorstand. Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin u. Umg. ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 118.) Sonntag, 24. Januar 1897, vormittags 10 Uhr, im Lotal des Herrn Hoffmann, Alexander- Straße 270( oberer Saal): Ordentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Ausschusses. 2. Abrechnung des Kassirers vom 4. Quartal 1896 sowie Revistonsbericht. 3. Wahl des 1. Hauptkassirers, des 2. Vorsitzenden, 2 Beisitzer und 4 Erfahmänner. 4. Wahl des Ausschusses und 4 Erfahmänner. 5. Antrag der Charlottenburger Mitglieder behufs Gründung einer Verwaltungsstelle. 6. Bericht über die zu gründende Mitglieder- und Frauen- Sterbekaffe. 7. Innere Raffenangelegenheiten. NB. Wegen der langen und wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht der Der Vorstand. 3. U.: 3. meste, Oberbergerstr. 40. Mitglieder, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Bersammlung wird punkt 10 Uhr eröffnet. Mitgliedsbuch legitimirt. 261/4 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Am 3. Weihnachtsfeiertag, Sonntag, den 27. Dezember cr., nachm. 4 Uhr: Mitglieder- Versammlung mit geselligem Beisammensein im Kolberger Salon, Kolbergerstraße Nr. 23. 1. Großer Experimental- Vortrag des Herrn Clausen über:„ Die neuesten Errungenschaften auf dem Gebiete der Röntgenstrahlen." 2. Verbandsangelegenheiten. 114/6 beleibt ut. fauft Antiquariat Stochſtr. 56. Möbel 1024b Photographisch. Sänger- Atelier unter Garantie guter Arbeit. Theil. von Otto Gutau, Kraut Strasse 52, am Strausberger Plak. 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Maschinenbau- Arbeiter Wintervergnügen am Sonnabend, den 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertag), in den Viktoria- Sälen, Hermannstr. 49. Konzert ausgeführt von den Zivil- Berufsmusikern unter Leitung des Herrn Heine und unter Mitwirkung der Gesellschaft Strzelewicz. u. verwandten Gewerbe zu Berlin. Die Wahlen von 73 Vertretern der arbeitsverjanumlungen pro 1897 finden gemäß§ 44 des Statuts an Dienstag, d. 5. Januar 1897, im abends 8 Uhr, Fraktionszimmer des Berliner Rathhauskeller- Restaurants ( Eingang Jüdenstraße) Die Wahlen find geheim. Abgabe der Stimmzettel von 81/2 bis Ball. Anfang 4 Uhr. Programm 30 Pf. Programme sind in den Zahlstellen und den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. 232,6 ftatt. Avis! Urania- Besuch findet in der Taubenstr. 48-49, am Sonnabend, den 26. Dezember, vormittags 9 hr statt. Billets hierzu sind bei Carl Freese, Bigarrengeschäft, Steinmetzstraße, zu haben. Achtung! Achtung! 9 Uhr abends. in Rautenberg's Lokal, Oranienftr. 180, veranstaltet vom Lese- und Diskutir- Klub Augut Geib". " 99 Referent: Gen. Waldek Manasse über Weihnachten und seine Bedeutung." Gntree 10 Pf. Nach der Versammlung: Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang 6 Uhr. Zahlreichen Besuch erwartet 100/3 Das Komitee. Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! 2017b Sonnabend, 26. Dezember, mittags 12 Uhr, im Swinemünder Gesellschaftshaus, Das Mandat legitimirt. Berlin, den 24. Dezember 1896. Der Vorstand. Hans Zeyssig, Vorsitzender. Empfehle mein Gesangverein ,, Freie Liedertafel". Weiß- u. Bayr.- Bier- Lokal. Freitag, den 25. Dezember 1896( 1. Weihnachts- Feiertag): 4. Stiftungsfest im Lokal Schweizer Garten( am Königsthor). Gewähltes Programm. Kinderbescheerung. Eröffnung 4 Uhr. Anfang 5 Uhr. Freunde und Gönner sind herzlich eingeladen. 65/14 Achtung! Maurer. Achtung Sonntag, den 27. Dezember 1896, vormittags 10 Uhr, im Lokal von B. Plintz( Moabit), Strom- Straße 28: Mitglieder- Wander- Versammlung der Filiale II Berlin Zentralverband deutscher Maurer, Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 136/4 NB. Die Mitglieder von Moabit, Wedding und Norden sind hierzu Die Lokalverwaltung. ganz besonders eingeladen. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 28. Dezember 1896, im Lokale des Herrn Schnegelsberg, Hasenhaide 21: Grosses Weihnachtsvergnügen bestehend in Vorträgen, Tanz und Kinderbescheerung Anfang 5 Uhr. Entree mit Garderobe 20 Pf. Der Vorstand. Um zahlreiche Betheiligung bittet Billets find zu haben beim Kollegen P. Scholz, Nostizstr. 15, und A. Drabnit, Solmsstr. 35, IV. I., fowie im Vereinslokal, Naunynstr. 78 ( Restaurant Boeder). Verband der Möbelpolirer. 141/12 Zimmer für Vereine bis 200 Personen stehen zur Verfügung. 2 Kegelbahnen und Billards bestens empfohlen. Am 1. Feiertag von 6 Uhr abends an Weihnachts- Feier, bestehend in Konzert u. Vorträgen, arrangirt vom Swinemünderstr. 35: Große Matinee veranstaltet von den 219/6 Parteigenossen der Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen " unter Mitwirkung des Gesangvereins Nord"( M. d. A.- S.- B) und der humoristischen Gesellschaft Strzelewicz. Billets à 25 Pf. sind vorher in den mit Plakaten belegten Geschäften sowie bei den bekannten Genossen zu haben. Das Komitee. Deutscher Hoharbeiter Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Mundharmonika- Verein Vorwärts". Sonntag, den 27. Dezember( 3. Feiertag), in Keller's Billets à 20 Pf. bei den Mitgliedern zu haben. Am 2. Feiertag: Familien- Kränzchen, wozu freundlichst einladet Frit Zubeil, Lindenstr. 106. Freunden u. Bekannten empfehle mein Weiß- und Bairischbier- Lokal. Billard u. Vereinszimmer m. Piano, für Zahlstellen 2c. geeignet.[ 7402* Oswald Grauer, 53, Louisen- Ufer 53, früheres Kohlen- Ufer. Restaurant u. Festsäle von J. Wernau Schwedter- Strasse 23/24. 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Dezember, abends 8 Uhr, in Keller's Festfälen, Koppenstr. 29: Ausserordentliche General- Versammlung. 0 Tages Ordnung: Beschlußfaffung über den Antrag auf dauernde Erhöhung der Jedes Mitglied muß anwesend sein. Mitgliedsbuch legitimirt. Beiträge. Parkettbodenleger Berlins. Am 25. Dezember, abends 7 Uhr, bei Nieft, Weberſtr. 17: Max Mörschel's Salon Sonntag, den 27. Dezember, vormittags, bei zubeil, Gr. Weihnachts- Vergnügen verbunden mit Kinderbescheerung. Kinderbescheerung. Einlaßkarten nebst Programm sind bei den bekannten Kollegen zu haben. Die Versammlung im Südosten fällt aus. Die Kollegen werden ersucht, thre Kontrollkarten auszufüllen und bei den Arbeitsvermittlern oder bei H. Schulz, Memelerstraße 60a, umzutauschen. Der Vorstand. Milbrodt's Fest Säle ( früher: Reichert) Müllertrake 7. Sonnabend, den 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertag): Schönhauser Allee 28. Mehrere Sonnabende im Januar u. Februar find noch zu vergeben. 80/8 Empfehle mein Weiß- und BairischBierlokal. 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März, Sonntag, 28. 1897 zu Sonnabend, den 26. Dezember 1896( 2. Weihnachts- Feiertag): lungen und Tanz frei. Großes Weihnachts- Vergnügen im Englischen Garten, Alexanderstraße 27e, bestehend in Botal- und Instrumental- Konzert und Ball unter Mitwirkung bewährter Kräfte. Anfang 6 Uhr. Billets inkl. Zanz 30 Pf. find bet sämmtlichen Vertrauensleuten zu haben. 117/18 J. A.: Albert Heyne, Langefir. 75, vorn 8 Tr. Männer- Chor St. Urban. Freitag, den 25. Dezember 1896( 1. Weihnachts- Feiertag): Unterhaltungs- Abend,= verbunden mit Vokal- und Instrumental- Konzert. Anfang 5 Uhr. Ende? Freunde und Gönner willkommen. Admiralstrasse 18c. 65/5 Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, Weihnachtsfeier. Vokal- und Inftrumentalkonzert unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Sanges- Echo." estrede von Herrn Waldeck- Manafe. Kinderbescheerung. Billets à 30 Pf. sind bei den Vorstands- und Komiteemitgliedern zu haben. 55/16 Die nächste Versammlung findet am Sonntag, den 27. Dezember, ebendaselbst statt. Gäste stets willkommen. Joel's Festfäle, Andreasstr. 21. Sonntag, den 27. Dezember 1896( 3. Weihnachts- Feiertag) Großes Weihnachts- Vergnügen des 162/4 Deutschen Schneider- und SchneiderinnenVerbandes( Filiale Berlin). Konzert der Hauskapelle. Auftreten des Berliner Ulk- Trio. Allen Freunden und Bekannten zur Weihnachts- Verloofung für Kinder, Nachricht, daß ich die Restauration von Jähnichen, Nach der Verloosung im großen, von 6 Uhr ab im Kleinen Saale Tanz. Seydelstraße 18, wozu jedes Kind am Eingang ein Loos gratis erhält. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. übernommen habe und bitte um ge- Eröffnung 5 Uhr. polonaise für Kinder. Knecht Rupprecht theilt Gaben aus. neigten Zuspruch. Programme à 30 Pfg. Anfang 6 Uhr. Für gute Getränke und Speisen ist sind zu haben bei den bekannten Verbands- Kollegen und-Kolleginnen. bestens gesorgt. Bu zahlreichem Besuch laden ein Die Bevollmächtigten. Telephon: Amt III. No. 5326. 2021b Karl Kloppe. 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