tblößt r. 240. Zur weni gen. D erden je ndert. ragen Stelle f Fluth Des Schif zen Sd ie Oberflä Der Bun edem fle Der Sarg den Str Freitag, den 12. Oktober 1888. 5. Jayrs Berliner Volksblatt. chloffen; Tene Dam im Sa baft, ob 2 1 3 an Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt" schreierscheint täglich Mergens außer" nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei Die urs in's aus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement 4 Mart. Einzelne Nummer 5 Bi. Sonntags- Nummer mit dem Sonntags- Blatt" 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1888 unter Nr. 849.) bereits der M r Beit, strante Schlaub er eine Dedung don ist, fagt: Redaktion: Beuthstraße 2. Die Nengründung eber Sozialdemokratischen Partei in der Schweiz. Canifeftatio an gelt Morde en die aller I. Wir haben vor einiger 3eit in einem besonderen Aradilalbeitel bie Sozialdemokratie in der Schweiz behandelt und in der ind dabei zu dem Schlusse gelangt, daß das Beſtehen leberwadener an fich abgeschloffenen sozialdemokratischen Partei beren eben dem Grütliverein und dem Arbeiterbund mit seinen ine brenn 100 000 Mitgliedern als überflüssig erscheint. Hervorfich becagende schweizerische Genossen sind nun in dieser Frage es banderer Ansicht und haben bereits bei der vor einigen Her Ar Wochen in Marau stattgefundenen Konferenz den Sieg über Strelle mer Bell em thre Stimentgegengesetzte Meinungen davongetragen und Beschlüsse in Der reſem Sinne erzielt. Der energischste Förderer und auch menfaber Leiter der auf eine Neugründung der sozialdemokratis aus der Schen Partei gerichteten Bestrebungen, Herr Advokat Steck mt werdelin Bern, scheut keine Mühe, dieses Ziel zu erreichen, st feftaufwie es wohl hauptsächlich auch seinen Bemühungen zu verWochenpanten fein dürfte, daß auf Sonntag, den 21. Oktober, ein chdem er Rongreß der sozialistischen Arbeiter und ihrer Organisationen ach Gonach Bern einberufen ist. d das S Stüd Immerhin verhehlt man sich in den sozialistischen davon Kreisen nicht, daß es ausdauernder Energie und geHen nicht waltiger Anstrengungen bedarf, um Ersprießliches zu Leute, erften. Freilich, die Gründung ist schnell erfolgt, es diber das Gegründete zu erhalten, auszubauen und vorwärts ibrigens fou bringen, erheischt viel Arbeit. Schliper" un merit, ba — Insertionsgebühr beträgt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Raum 25 Pf. Arbeitsmarkt 10 Bf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen Annoncen- Bureaug, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Bimmerstraße 44. Projekte auch das mehr oder weniger unbefriedigende Parteiwefen im allgemeinen zu Gute. Ein sozialdemokras tisches Blatt fagt hierüber treffend:„ Unſer ganzes Parteileben bietet ein höchft verworrenes Bild dar. Von fräftigem, zielbewußtem Handeln ist selten eine Spur zu finden. Die einzelnen Parteien und Fraktionen vermögen sich oft über die nächstliegenden Fragen nicht zu einigen. Die meisten unter ihnen zeigen alle Merkmale des Greisen alters, der Altersschwäche; sie gehen, allerdings langsam, ihrer Auflösung entgegen. Neue Parteibildungen find unvermeidlich, soll das Parteileben ein gesünderes, ein regeres werden und soll man über die Bestrebungen jeder einzelnen Partei wieder ein scharfes Bild gewinnen können. Künstlich lassen sich neue Parteien allerdings nicht aufbauen. müssen erst in einem namhaften Theile des Volkes Boden Die Anschauungen, die ihnen zu Grunde liegen sollen, müssen erst in einem namhaften Theile des Volkes Boden gefaßt haben. Und die Kardinalfrage, zu der in der Gegen wart jede neue Partei, um lebensfähig zu sein, und jede bestehende Partei, die in ihrer bisherigen Gestalt weiter gesoziale Frage. Es ist der Sozialismus, für oder gegen den sich in nächster 3ukunft jede Partei uns zweideutig auszusprechen hat. Daß die große Masse des Volfes, ja selbst politisch hervorragend thätige PersönHauptursache unseres verworrenen Parteilebens." lichkeiten sich hierüber noch nicht entschieden haben, ist die Unter diesen Umständen ist unverkennbar die Gründung einer neuen Partei, namentlich mit einem konsequenten, sos zialdemokratischen Programm nicht so ganz aussichtslos. Sie erscheint in dem politischen Getriebe als neuer Krystallisationspunkt und wird daher unverGünftiger als jemals ist für die Bildung einer Partei- meidlich, sobald sie nur einigen Einfluß gewonnen, n anständorganisation allerdings der Boben gerade jetzt. Die Thaten den alten Parteien und ihrer Taktil Verän des Bundesrathes in jüngster 3eit und die dadurch hervor- berungen hervorrufen. Die gegenwärtigen forischrittlichen au am gerufene Erbitterung in den weitesten Kreisen des Schweizer- Parteien, die sich in dem einen Kanton demokratisch, daß de wolke kommen dem Vorhaben der Sozialdemokraten sehr zu im anderen freifinnig und im dritten radikal nennen, werbuntlem tatten. Außerdem ist hinzugekommen der reaktionäre Ber- den dazu gedrängt werden, eine Schwenkung nach links zu waren auch eines Theiles der Grütlianer, die Ausländer selbst von machen, welche taktische Veränderung zweifellos den Abfall e untere D Der paffiven Mitgliedschaft auszuschließen und dadurch der unentschiedenen, vom Geldsackinteresse beherrschten Eleb augen Spaltung in die Reihen der organisirten Arbeiterschaft zu mente und deren Uebergang zu der liberalen und konser n worden tragen. Obgleich der Antrag zurückgewiesen wurde, sind vativen Partei zur Folge haben wird. Die demokratische änden, in Bross boch viele hervorragende Genossen sehr unangenehm davon Fraktion wird durch Annäherung an die sozialdemokratische Rumpfe; berührt und einer selbstständigen sozialdemokratischen Partei Partei an Radikalismus und Entschiedenheit gewinnen. Auch aler Hand zugethan worden. Ferner hat diesen Stimmungswechsel auch die dann vereinigten liberalen und konservativen Parteis ürlich ni bie Ablehnung der obligatorischen Beiträge an die Reserve- gruppen werden voraussichtlich auch praktisch in Arbeiter6 Erftidukasse zum guten Theil bewirkt. Budem hat die bisherige freundlichkeit machen, um politischen Bauernfang zu treiben, Dem Auarteiorganisation trotz ihrer Mangelhaftigkeit eine gewiffe aber sie werden in bestimmten Fragen noch viel reaktionärer Die menid Anzahl von Genoffen in verschiedenen Orten umfaßt, die den werden, als sie gegenwärtig sind. Freilich wird auf diese nftirtes Anfang ficherlich erleichtern. Diese sind es aber auch, die voraussichtlichen Parteiveränderungen von wesentlichem EinJunabhängig von den übrigen Organisationen politisch fluffe die numerische Stärke der neuen Partei sein. Wie twoch vor thätig fein wollen und dazu die Partei am geeignetsten halten. sich diese gestalten wird, darüber stellt der Arbeiterfreund" Nicht zum wenigsten kommt dem sozialdemokratischen eine interessante Betrachtung an. fell galtenen Naabrud verboten.] rer Höhe de binab Personen Ballon Seilen, u S Worte Mann, feilschnell Fuß bod Blen feine emporzull in Endigfeit uern tannte feblte wen es Unglüd Feuilleton. Die Ritter der Arbeit. Aus dem Amerikanischen des 3or. Uebersetzt von Natalie Liebknecht. tehren.) Ja, mein patriotisches Blut focht vor Entrüstung, wenn ich daran denke. Ich vermuthe, Harry, Sie wußten nicht, welcher Art von Gesellschaft Sie sich angeschlossen [ 13 hatten." ,, Oh ja, General, ich wußte es fehr genau, und ich bin überzeugt, die Arbeiter sind auf dem besten Wege, soweit es sich um die Ritter der Arbeit handelt." Rümpfen Sie Ihre Nase über das Futter, von wel chem die Söhne niedrig geborner Eltern während hundert Jahre der Freiheit und Gleichheit gelebt haben und gut und glücklich gelebt haben? Haben Sie nicht den Ehrgeiz, ein großer reicher Advokat oder Bankier zu werden? Betrachten Sie doch einen Augenblick die erstaunlichen Gelegenheiten zum Emporkommen, die ein junger Mann wie Sie, in bieſem unſerem. Baterlande hat! Ihr Vater, mein Junge, befand sich augenscheinlich ganz wohl und er sagte mir, daß auch die Familie wohl eftreckten ei. Er sagte, er habe hinreichend zu thun und fah so Stelle, glatt und wohlgenährt aus wie ein gut gefüttertes und te hinzu, geftriegeltes Pferd. Der alte Mann muß in gutem Futter pen, stehen, mitch, bie Hauptinlich er die Etadt sei eine Lasterhöhle und so weiter. rabkam unerfeste Ahnung davon habe, was Sie gemacht haben, seit von dem etter, ich setzte ihm den Kopf zurecht, obgleich ich nicht die or Schre Sie hier find. Nebenbei gesagt, der alte Mann spielt eine Ihre Klasse zu erheben." Tdjen eur des gen ausge Aber Donner hervorragende Rolle in einer neuen Arbeiterorganisation, welche bie Ritter der Arbeit" genannt wird. Ich rieth ihm, auszutreten und glaube, es würde gut sein, wenn Sie hm schrieben und andeuteten, daß es nicht sehr vernünftig it, biefer Organisation anzugehören." Aber General, ich selbst gehöre dem Orden an." " Was! Das ist ja eine höllische Geschichte. Der Teufel joll mich holen, wenn Sie Ihre Stelle behalten. Wissen ber verga Sie nicht, Harry, daß nicht das mindeste Gute aus auf der iner Organisation, mie diese, fommen kann." geführten t tion zufügen. 11 Warum nicht, General?" Denken Sie an die Millionäre, die sich durch ihre eigenen Anstrengungen aus der arbeitenden Klasse emporgehoben haben! Nichten Sie Ihre Kraft darauf, mein junger Freund, sich über ,, Aber, General, warum soll ich mich über meine Klasse zu erheben suchen? Ich habe Sie selbst in den beredtesten Ausdrücken über das Ehrenvolle der körperlichen Arbeit Ausdrücken über das Ehrenvolle der förperlichen Arbeit sprechen hören." ,, gewiß habe ich so gesprochen, mein Junge, das Sie verstehen mich. war aber auf der Wahlagitation, Ich war Kandidat und die Kerle haben das Stimmrecht. Ja, die Arbeit ist ehrenhaft für die Klasse, welche berufen ist, sie zu verrichten, allein was Sie betrifft, so hatte ich gehofft, ich würde in Ihnen den Ehrgeiz erwecken, aus Ihrer Klasse herauszukommen. Nachdem Sie sich einmal 40 000 oder 50 000 Doll. das Jahr) verdient haben, werden Sie die Arbeit noch immer ehrenvoll finden, nur in einem an ist nun Die Frage sagt das genannte Blatt blos noch die Bählt die Sozialdemokratie in der Schweiz bereits so viel Anhänger, daß sich die Gründung einer besonderen sozialdemokratischen Partei wirklich der Mühe lohnt? Wir glauben entschieden ja. Der sozialistische Same ist ersichtlich schon mancherorts und bei vielen in unferm Lande auf fruchtbaren Boden gefallen. Unter der Bahl der in Gewerkschaften, sowie in Grütli- und Arbeitervers einen vereinigten schweizerischen Arbeiter, aus denen, vorläufig wenigftens, nach Lage der Dinge die Sozialdemos fratie ihr Hauptfontingent refrutirt, ist bereits ein erflecklicher Theil sozialdemokratisch gesinnt. Bereits tritt auch da und dort einer aus den sogenannten bessern, den„ gebildeteren" Ständen der sozialistischen Bewegung bei und noch manche ihrer Standesgenossen, wenn auch nicht so viele, als Optimisten unter uns vielleicht zu glauben geneigt sind, Würden im Anwerden in Bälde ihrem Beispiel folgen. fang auch nur etwa 2000 überzeugte Männer einer neu zu gründenden sozialdemokratischen Partei formell beitreten, so wäre doch ein Stock vorhanden, auf dem sich die Partei mit relativer Leichtigkeit weiter bilden ließe. Ist erst einmal die Partei in Thätigkeit, werden sich ihr nach und nach sicherlich viele anschließen, die bei den alten Parteien das Streben, die herrschenden Uebelstände zu beseitigen und hiezu nöthigenfalls die radikalsten Mittel die man, nebenbei bemerkt, auch auf gesetzgeberischem Wege anwenden kannnicht zu scheuen, vergebens gesucht haben." 11 Man ersieht aus diesen Betrachtungen, daß die Auffaffung der schweizerischen Sozialdemokraten über die Ents wickelung der neu zu gründenden Partei eine sehr nüchterne ist, keineswegs überschwänglich; sie rechnet vollständig mit den realen Verhältnissen. Das Gleiche läßt sich sagen über das vom Aktionsfomitee in Bern versandte Einladungsschreiben zum Kongreß, in dem es u. a. heißt: Die Mrbeiterpartei der Schweiz war bis jetzt einerfeits eine pros pagandistische, andererseits bei allen praktischen Fragen mit wenigen Ausnahmen ein Anhängsel der übrigen bürgerlichen Parteien." Parteien." Wie richtig die lettere Behauptung ist, bes weist der Umstand, daß es uns in der Schweiz, in dem Lande mit den freiesten Institutionen und unbeschränktem Wahlrecht, noch nicht einmal gelungen ist, einen einzigen Vertreter in den Nationalrath zu senden. Versuche bazu find in letter Zeit vereinzelt gemacht worden, aber ohne den erwünschten Erfolg. Wir haben die Ueberzeugung und den Glauben, daß diese Verhältnisse sich ändern sollen. Es muß in der Schweiz eine Partei möglich sein, welche die Lösung der fozialen Frage, die Befreiung des Lohnarbeiters von den ihn drückenden Fesseln auf ihre Fahne schreibt, dieses Ziel aber nicht nur auf dem Wege der Propaganda, sondern auf dem der praktischen Politik zu erreichen sucht. deren Sinne. Denken Sie sich, kann ein Mann noch arbeiten, nachdem er Präsident der Vereinigten Staaten ge wesen ist? Vergessen Sie nicht, welche Teufelsmühe wir in den letzten Jahren gehabt haben, um die Würde des Ex- Präsidenten aufrecht zu erhalten. Warten Sie nur, mir merden Ihnen bald große Pensionen zu zahlen haben, damit Sie Ihre Hände nicht mit Arbeit zu beflecken haben." " Ich glaube nicht, General, daß es einen Ex- Präfidenten entwürdigen würde, wenn er für seinen Lebensunterhalt arbeitete." " Den Henker auch! Der Bursche bekommt schon Teufelsideen in den Kopf- sozialistisches und kommunistifches 3eug. Aber davon will ich mit Ihnen nicht reden. Ich habe das Programm Ihrer Gesellschaft gelesen und ich fann nicht sagen, daß ich die Prinzipien ganz verstehe; ich weiß, Sie verlangen von dem Staat und der Nation Ge setze, die keine der großen Parteien bewilligen kann. Und wenn Ihr Leutchen solche Prinzipien diskutirt und in Euren Versammlungen darüber nachdenkt, dann werdet Ihr ganz verwirrt in Bezug auf das richtige Wählen. Fast alle Wähler in meinem Wahlkreis sind Arbeiter, und wenn dieser Unsinn sich ausbreitet und sie dieses Programm verschlucken, werde ich unendliche Mühe haben, sie wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Der Teufel soll die Kerle holen! Diese Ritter scheinen den Korporationen sehr feind zu sein, und was hat denn den Hauptruhm unserer großen Republit während der letzten fünfundzwanzig Jahre ausgemacht, wenn es nicht das große und eble Werk der Rorporationen ist? Denken Sie an die riesigen Forta schritte ah, herein! Wie hübsch von Ihnen, wie geht es Kapitän Barnum, daß Sie mich besuchen Ihnen? Nehmen Sie Play. Nicht gehen, Harry! Doch? Nun denn, nehmen Sie sich in Acht, mein Junge. Ueberlegen Sie wohl, was ich gesagt habe, und kommen Sie Weil eine solche Organisation den Geist nicht erhebt, nein Junge die Moral nicht läutert. Diese Leute streben aber ihre Verhältnisse hinaus. Sie maßen sich an, Klassen Acht zu thun, die sie nachahmen sollten. Denken Sie 1) Es ist dies eine Bestimmung der Ordensstatuten. Die nur den Unsinn, mein Junge, daß Arbeiter in dieser Advokaten haben in Amerita einen noch schlechteren Ruf als in wieder, wenn ich mehr Muße habe, Ihnen Ihre Ketzereien roßen amerikanischen Republik die Unverschämtheit haben, Europa und, seltene Ausnahmen abgerechnet, nicht mit Un recht. 2) D. h. jährliches Einkommen. t es in anen Klaſſenunterschied zu machen und zu sagen Bankiers zu Ihre And Advokaten seien nicht gut genug, um mit ihnen zu verauszutreiben. Leben Sie wohl. Mein lieber Kapitän, da geht ein sonst ganz prächtiger Feuerkopf, den ich soeben aus den Höllenflammen des Original- Korrefpondenzen. " Hamburg, 10. Oftober. Es ist ein schlechter Trost, wenn nach Monaten das Polizeiverbot einer Druckschrift durch Ent scheid der Reichskommission wieder aufgehoben wird, wie solches in legter Woche gegenüber dem hier früher herausgegebenen gewerkschaftlichen Blatte„ Der neue Bauhandwerker", dem in Bremen erschienenen Bremer Volksblatte" und dem von den streitenden Tischlern in Hamburg herausgegebenen Flugblatte: An die Bevölkerung von Hamburg und Umgegend. Sur Aufflärung in Sachen des Hamburger Tischlerstreife", geschah. Den Schaden haben die Herausgeber allemal weg! Der Neue Bau handwerker" ist, nachdem die geschäftliche Störung überwunden, durch ein anderes Drgan ,, Der Grundstein" ersetzt worden und wird wahrscheinlich nicht mehr das Licht des Tages aufs Neue erblicken. Das„ Bremer Vollsblatt" ist durch ein anderes Blatt in ähnlichem Sinne dort gar nicht ersetzt worden und wird auch schwerlich seine Wiederauferstehung feiern; sein damaliger Rebalteur Julius Bruhns tann noch von Glüd fagen, daß er, obwohl das Verbot nach Ausfüh rung der Reichskommission ein ungerechtfertigtes war, nur mit knapper Noth der Ausweisung entging. Das Flugblatt Der Hamburger Tischler hat durch sein Verbot und seine Be schlagnahmung auch den größten Theil seines beabsichtigten Swedes der berechtigten Abwehr von Angriffen der Bourgeoisgeitungen und Klarstellung der Sachlage verfehlt. Die zu Ma fulatur gewordenen Schriften können die Betreffenden, wenn fte es für der Mühe werth halten, sich von der Polizei wieder ausbitten und selber abholen, zu irgend welchem SchadenersatzAnspruche sind sie in feiner Weise berechtigt. Ganz ange nehm mag es unserer Polizeibehörde vielleicht nicht sein, wenn ihr in Bezug auf das Tischler- Flugblatt mit dürren Worten von Herrn Herrfurth gefagt wird:„ Die angefochtene Verbotsverfügung mußte demnach als gefeßlich nicht begründet wieder aufges hoben werden." Wird nun aber, so fragen fich manche, auch die Praxis ber Polizeibehörden gegenüber der Arbeiterpreffe eine vorsichtigere werden? Ich glaube, man wird hinfort fich nur um so mehr Mühe geben, irgend ein Verbot geseglich zu begründen", im übrigen wird die Praxis wohl dieselbe bleiben. Wie aber stellt Diese fich dar? Irgend ein junger Referendar, frisch von der Universität, der fich erst eine besoldete Stellung erarbeiten muß, bekommt als Reffort die Ueberwachung der Arbeiterpreffe zugetheilt. Aha," Denkt er ,,, das ist mein Fach, nur schneidig, dann kommst Du vorwärts!" Arbeitervereine, Fachvereine, gewerkschaftliche Ver bände, sozialistische Geheimbündelei, das find in seinem Geiste geometrische Figuren, die einander decken. Was Sozialismus ist, das weiß er. In allen Lesebüchern der höheren Schulen steht es ja ja zu lesen. Nehmen wir 3. B. ein Buch mit dem unschuldigen Titel:„ Erläuterungen deutscher Dichtungen" von C. Gude, so finden wir bei Besprechung des Schiller'ichen Gedichtes Der Spaziergang" folgende Stelle: " " Das entworfene trübe Bild enthält eine ernste Mahnung für alle Zeiten, auch für die unsrige. Wird nicht unsere ganze Kultur in Frage gestellt, wenn die Lehren des Kommunismus und des Sozialismus, Lehren wie Aufhebung des Privatbefizes, Aufhebung der Che, der Klaffen- und Standesunterschiede zur Herrschaft gelangen sollten? oder wenn die Institution des Staates und seine Beziehungen nach Außen von dem Willen einer blinden Menge abhängig gemacht werden?" Solche und andere dem ähnliche Bädagogenafterweisheit spukt dem jungen Herrn Referendar im Kopfe; also was dem Sozialistengefeße nach zu verbieten ist, das weig er ganz genau, und nun geht es unerbittlich über die armen Blätter der Ar beiter her. Jede Stelle, in welcher fie fich gegen ungerechte An griffe ihrer Gegner, das find die Gefinnungsgenossen des Bensors, mit scharfen Worten vertheidigen, jedes Wort, etwas welches vielleicht pointirt die Gegensäge von Beft und Nichtbeft hervorhebt, wird ungefäumt mit Rothstift vermerit, um dann dem Chef unterbreitet zu werden. Dieser, viel zu beschäftigt, um ganze Leitartikel im Zusammen. hange, geschweige denn ganze Broschüren durchlesen zu können, tit natürlich entsegt über die roth marlirten Säge und giebt Ordre zur Begründung des Verbotes, nachdem die Beschlag nahme sofort schon erfolgte. Und nun lann der Referendar als zufünftiger Staatsanwalt sein Licht leuchten laffen und in juristischer Beweisführung die Schändlichkeit des fraglichen Breßerzeugniffes darthun. Je schneidiger er vorgeht, desto ficherer die Beförderung! So ungefähr war es bisher und die Rettifilation, welche in vereinzelten Fällen abseiten der Reichs fommiffion erfolgt, wird an der bisher geübten Polizeipraris schwerlich etwas ändern. Die Lohgerber find hier zur Erringung der zehnftündigen Arbeitszeit im Streit begriffen. Zuzug nach Hamburg- Altona und Umgegend ist fern zu halten. Politische Uebersicht. Etiquettenfragen spielen bekanntlich auch heut zu Tage noch eine Rolle, obgleich es Mode geworden ist, sich über die Etiquettenstreitigkeiten her guten alten Belt" lustig zu machen. Gegenwärtig z. B. beschäftigen fich unsere Offiziösen sehr leb haft mit der Frage, ob der französische Gesandte in Rom bei der Ankunft des deutschen Kaisers auf seinem Bosten sein und an den Empfangsfeierlichkeiten Theil nehmen wird. Und die Rüpelpatrioten, die jezt das große Wort führen, stellen ficher für den Fall, daß der franzöftiche Gesandte nicht anwesend sein follte, einen diplomatischen Boylett gegen die franzöfifche Republik in Aussicht. Die biederen Herren scheinen feine Ahnung davon zu haben, daß fie fich in rührender Uebeinftimmung mit den französischen Radikalen befinden. Diese ver fechten nämlich seit längerer Zeit den Gedanken, eine Republik, welche den Namen verdient, sei von Monarchien, die unter mehr oder weniger persönlichem Regiment stehen, durch eine so breite prinzipielle Kluft von einander getrennt, daß ein Prinzipien überhaupt nicht möglich ist. Sollten unsere patriotis diplomatischer Verkehr ohne ein Opfer der demokratischen schen Heißsporne ihr Gepolter fortseßen, so würden fie den franzöfifchen Radikalen nur Waffer auf die Mühle leiten und vielleicht eine Maßregel beschleunigen, die schließlich keine anderen Folgen haben würde, als die vollfomene Ueberflüssig ist, zu beweisen. Die Beziehungen Frankreichs zu Deutschland feit der internationalen Diplomatie. wie fte heute organifirt würden unter der Maßregel sicherlich nicht leiden. Die Aufhebung des Verbots des ferneren Erscheinens des Neuen Bauhandwerker" betreffend, hat die Reichskommission folgende Entscheioung getroffen: Berlin, den 29. September 1888. Auf die Beschwerde des rerantwortlichen Redakteurs und Herausgebers der periodischen Druckschrift:„ Der Neue Bauhandwerker". Drgan ar Vertretung der geistigen und materiellen Jntereffen der Bauhandwerker Deutschlands, gegen die Verfügung der Polizeibehörde der freien und Hanse Stadt Hamburg vom 4. April 1888, betreffend das Verbot der Nr. 50 des zweiten Jahrgangs, fowie des ferneren Erscheinens der gedachten Drudschrift, bat die Reichstommission in ihrer heutigen Sigung babin entschieden: F daß die Beschwerde, insofern fle das Spezialverbot der Nr. 50 der gedachten Drudschrift betrifft, als unbegründet zurückzuweisen, daß dagegen das Verbot des ferneren Erscheinens der Druckschrift aufzuheben. Die angefochtene Verbotsverfügung führt zutreffend aus, daß der Leitartikel der Nr. 50 mit der Ueberschrift: Moderner Stlavenmarkt" einen angeblich von der Gewerbefammer au Oppeln gebrauchten, unzweifelhaft nur auf lokale Verhältnisse und spezielle Mißstände bezüglichen Ausdrud als Anlaß benuße. um daran einen allgemeinen, besonders gehässigen Angriff gegen die Arbeitgeber und in letter Linie gegen die ganze be stehende Staats- und Gesellschaftsordnung zu fnüpfen. Die einbeimischen Arbeitgeber so wird weiter ausgeführt- seten völlig berechtigt, dem vereinten Bestreben der einheimischen Ar beiter, durch Arbeitseinstellungen, Fernhalten des Buzuges aus wärtiger Arbeiter und andere gefeßlich nicht verbotene Mittel unbillige Lohnbedingungen zu erzwingen, durch Heranziehung auswärtiger Arbeiter und Vermehrung des Angebots von Ar beitsträften wirtjam entgegen zu treten. Wenn nun dieses erlaubte Gegenmittel in dem gedachten Leitartikel als eine schänd liche, das deutsche Nationalgefühl verlegende Maßregel und als ein gemeingefährliches, schlimmen Haß erweckendes„ Sklavenmarittreiben" gebrantmarkt und gegen dasselbe im Intereffe einer friedlichen Lösung der Arbeiterfrage der Schuß der Gesetzgebung angerufen werde, so laffe fich darin eine den Klaffen haß anfachende, auf den Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung gerichtete und den öffentlichen Frieden, insbesondere die Eintracht der Bevölkerungskaffen gefährdende, fozialdemokrattsche Bestrebung flar erkennen. Diesen Ausführungen fann im Wesentlichen nur beigetreten werden. Bergebens sucht die Beschwerdeschrift dagegen auszuführen, baß es fich in dem fraglichen Leitartikel nicht um einen Kampf gegen das Unternehmerthum" überhaupt, sondern nur um die Burüdweisung, beziehungsweise auf legalem Wege zu erstrebende Beseitigung eines von einem Theile der unternehmer" getriebenen Mißbrauchs der wirthschaft. lichen Freiheit durch Maffenanwerbung ausländischer Arbeits fräfte handele, eines Mißbrauchs, der, wie der Leitartitel ausdrücklich besage, nicht dazu beitragen lönne, die berechtigten Wünsche nach Förderung des sozialen Friedens zu erfüllen. Nur gegen diefen Mißbrauch merde am Schluffe des Artikels im Interesse der Wohlfahrt und Ehre der arbeitenden Klaffe und im Intereffe einer friedlichen Lösung der Arbeiterfrage der Schuß der Gesetzgebung angerufen. Diese Ausführung ist jedoch mit der allgemeinen Polemik gegen die Heranziehung aus wärtiger Arbeitskräfte und mit der Bezeichnung der fremden Arbeiter als„ Sflaven" und billige ausländische Waare" nicht wohl vereinbar. Der Leitartikel verfolgt vielmehr offenbar ganz andere und weitergehende Bwecke und Ziele, als die vom Be schwerdeführer angedeuteten. Wenn auch jede Bestrebung, welche nur den Zweck hat, die Lage der Arbeiter in billiger Weise zu verbessern, insbesondere dem Arbeiter einen höheren Antheil an den Erzeugniffen der Industrie zu verschaffen, und Agrarismus, Sozialismus oder der Teufel weiß was für mit einer Rettenkugel eingesperrt werden. Ich sage Ihnen, sonstigen ismen gerissen habe." ,, Ach, General, wer und was ist er?" „ Er ist der Sohn einer meiner Wähler und selbst einer meiner Wähler; von Geschäft ist er ein Metallgießer und abscheulicher Weise hat er sich dem bilderstürmerischen Treiben der Ritter der Arbeit angeschlossen." Ich denke in Ihrer öffentlichen Stellung sind Sie ges nöthigt, mit dieser Sorte von Menschen zu verkehren; es war aber ein hübscher, prächtig gewachsener junger Mann. Wirklich ein hübscher Mensch der müßte in der Armee sein. Ich wünschte ein Regiment von solchen Burschen an der Grenze Sie verstehen mich. Warum überreden Sie Ihren Wähler nicht, sich anwerben ¹) zu lassen?" Anwerben? Ich möchte den Rekrutirungsoffizier sehen, der diesen jungen Mann für das Soldatenhandwerk eins fangen könnte. Er hat den Kopf so voll von Büchern und Studium, daß er feine Beit für's Kneipen) hat." Ich glaube doch, General, die Thatsache wird Ihnen bekannt sein, daß jeder junge Amerikaner von Durchschnittsverstand mit dem Soldatenleben der geworbenen Mannschaft genügend bekannt ist und erst betrunken oder halb verhungert sein muß, ehe man ihn für die Armee fangen kann; und wenn man ihn einmal hat, ist es ver teufelt schwierig, ihn zu behalten. Wie viele Ausreißer ( Deserteure) hatten wir vergangenes Jahr. Mir ist, als hätte ich Jemand sagen hören, ungefähr ein Drittel der Armee sei ausgerissen." 11 Mein lieber General, es ist gewiß etwas Wahres in dem, was Sie da sagen, aber die Schwierigkeit liegt in unferer Regierungsform und in unserer Verfassung. Diese Leute werden gelehrt, daß alle Menschen gleich seien, und es bebarf einer strengen Disziplin, dies aus den Köpfen der gemeinen Soldaten heraus zu bekommen, und dann sind die Gefeße zu mild. Ein Solbat, der ausreißt, sollte friegsrechtlich behandelt und erschossen oder wenigstens lebenslang 1) Die Amerikaner haben blos Werbefoldaten. 2) Die Rekruten werden meist beim Glas angeworben, wenn fte in„ erhöhter" Stimmung find. General, Ihr erstes großes Werk sollte die Abschaffung des Wahlrechts für das gemeine Volt sein. Segen Sie das Wert fort, das Sie in dem Distrikt Columbia begonnen haben. Wie vortrefflich bewährt es sich hier; ich kann nicht einsehen, warum große Staatsmänner wie Sie fortfahren sollen, ein System zu stüßen, das sich als gefährlich erwiesen hat. Wenn das Volk den nöthigen Respekt vor den höheren Klassen lernt, dann werben wir gute Soldaten aus den Amerikanern machen." die Arbeitszeit nach Möglichkeit zu verkürzen, unbedenfallen, von e unterstüßen ist, so fällt doch der in dem Leitartikel au and dafür lie tretende Verfuch, die einheimischen Arbeitgeber gegen alle, it dies, wie die maklosesten Ansprüche ihrer einbeimischen Arbeiter Beife ad ocu wehrlos zu machen und jede erlaubte Abwehr felbft gean Ueber 3 unbilligsten Anforderungen als ein gemeingefährliches Glätter: Mit matfttreiben" zu bezeichnen, ebenso unbedenklich unter den Schwager des fichte punft unerlaubter fojialdemokratischer Bestrebungen. nittlung des Das Verbot der Nummer 50 des Neuen Bauband vahie Ausweifur erscheint daher nach§ 11 des Gesetzes vom 21. Ditoba reußischen La völlig gerechtfertigt. " " 1 angen und I Dagegen erscheint das Berbot des ferneren Erscheinerius Ruffisch- P gedachten Druckschrift nicht genügend mottoit. In aus und erwa Nummer 40 der Druckschrift verbietenden Verfüguniit legalem 4. April d. J. bat die Landespolizeibehörde selbst zutreffend Europa zurüc erkannt, daß der Neue Bauhandwerker" durch feine andten im Schreibweise, durch häufigere Betonung feines Streben Lagen erhielt dem Wege der Reform und Gefeglichkeit feine Biele au mar nach 9 chen und durch wohlgemeinte Versuche die Mittel und Schutz an den anzugeben, die von ihm gerügten Misstände auf geseenden. Kartellb Wege zu beseitigen, von dem Bemühen Zeugniß able Als der Eole selbst und andere auf den Bahnen der Dronung zu erb Weber der hauptsächlich in der Form erzedirende Leitarti, thr gewiffe antwortetete fle gegenwärtig verbotenen Nummer 50, noch der sonstige nenten. Heute der verbotenen Druckschrift, insbesondere die speziell te hobenen, meiſtens in der Verbotsverfügung vom 4. Aprilie eine feindl Jahren Herr n zurückliegenden Artikel der Nummer 18, 24, 26 und Barlamen ersten, sowie der Nummern 30 und 41 des zweiten Jadies fofort get der Druckschrift tönnen nun aber die Ueberzeugung beg Stand gesezt baß die Tendenz derselben im Allgemeinen seitig mit der dauernd eine agitaterische, den gemeingefährlichenife. Rann bungen der Sozialdemokratte buldigende geworden ist. ise. mehr läßt sich aus den in der Berbotstud bleiben? fügung als besonders gravirend bezeichn Haussuch Stellen der obigen Nummern des erstener weiten Jahrgangs des Neuen Bauband pausfuchung n fer" eher das Gegentheil folgern. hr gründlich Mariabi t Das Verbot des ferneren Erscheinens der gedachten sef. Die Den fchrift war deshalb aufzuheben, im Uebrigen aber die B.flaurers ausg lefem gemeind als unbegründet zurückzuweisen. Die aar Die Reichskommiffen Sozialder Herrfurth st kein Erem Die Saalsperre, welche namentlich in Sachfen auch in vielen anderen Gegenden von den Kartellbrüdern die Sozialdemokraten organisirt worden ist, hat felbftver f zu Repreffalien geführt, deren Wirkungen sich den fart was ins Sto lichen Wirthen sehr fühlbar zu machen beginnen. In üht, Triumph und in der Nähe von Leipzig find mehrere Wirthe berdut und die der Erkenntniß gelangt, daß sie ohne die Arbeitergrat die Ertmu nicht bestehen fönnen. Ja Dresden haben verschiedene seuesten Ausla ähnliche Erfahrungen machen müff n und aus fädage tritt. J Brovinzialstädten und Dörfern wird cleiches gemten Tagen Sollte die Praxis der Lokalsperre noch längere Beit form fte einer ge werden, so wird die Liste der bankrotten Wirthuf den Gütern refpeltable Länge erweisen. Daß ein Wirth, der burd belchem er die Willfährigkeit gegen die Kartellbrüder fich die Kundjerdankte. D' Arbeiter verscherzt hat, von den Kartellbrüdern für feinte radikale B lufte entschädigt worden wäre, ist unseres Wiffens nicht lug, feinen gleicher Bei In Dresden hat eine Voltsversammlung stattgeforderten die in tommen. welche intereffante Episoden lieferte. Diefelbe war von " S leiben und das semiten einberufen und jedermann hatte das Wort and noch ein Cipperary statt, Vor der Zeit schon war das Lotal überfüllt, doch m nd auch hie Wirth die Freude, ein gutes Geschäft zu machen, verg andt hatte, er fehen mußte, daß manches Fäßchen ungezapft blieb u nicht ihre von den Kellnern die Mittheilung wurde, daß ein große Feldzugspla der anwesenden Arbeiter sein Bier zurüdpies mit dene merten: Sie seien hergekommen, um zu hönun. Das sche nicht um sein Bier zu trinten; ein Wirth, der letzten S sich dazu gebrauchen ließe, den Arbeitern zeichnen hat Versammlungsrecht zu verfümmern. bertelfungen bes auch sein Bier behalten. Als nach langem 35ablungsunfähig Antisemiten General Hartwig erschier, um zu erklären, ber haupt erschienenen Gäste"( Gäste einer Boltsversammlung) nur als man err hören bätten, da wurde von allen Seiten dagegen proteftid tenen Viehn Sie Bureauwahl verlangt, worauf Herr Hartwig ertiärie Bauern ha die Versammlung geschloffen sei. Stürmische Braco's Sorjahr, und d Bebel! und unter den Klängen der Marseillaise venen daffelbe c tausendköpfige Menge langsam den Saal. Here Harta deren Seite faute eigenen Sinns seinen Gästen" nach, bie et fur in wenig so schön im Sad zu haben glaubte. Doch noch gab 3 Monaten, Spiel nicht verloren. Er ließ die handvoll der zurüdgebligar Getreuen auffordern, fich in dem lleinen Saal aur Penn die Land Aber aus den Reihen Sozialdemokraten wurde Protest hiergegen erhoben Bolizeifommiffar verhinderte fie an der Ausführung gefeßlichen Handlung. Berathung zusammenzufinden. er und Dief nd find Natü Festsetzung Brech, ein teigen der Pr n Bächtern fo uch ist es sehr fichtlich in Bur Brotvertheuerung wird aus Dessau, 6. d. schrieben: Während angesichts der steigenden Getreidep grarbill vont Dererwärts die Bäder einfach die Preise der Backware Landakte Li höhen, find die hieftgen Bädermeister auf den Aus lären Truppen aufzurufen, wenn dieses Volt sich zufa thut und geschlossen vorgeht." Au Von den 1 Wir versuchen es in verschiebenen Theilen denpresario Ma des. Jetzt haben wir eine junge Armee von Detelerlet, aber we die bis an die Zähne bewaffnet sind und neusdrüden Richtungen über das ganze Land hin- und hergesannesch eit eine Körperschaft so wunderbar geeignet, Stren Stolz eines den, ar Tumulte anzuftiften, wie nur irgend etwas in der renseinfalt Diese Arbeiterorganisationen wollen aber auch niorwurfs, er geringsten Krawall machen und was wäre ein Krantaliſation zu uns werth! Die Arbeiter wollen sich aber durchauchmals Gefan ngagementsan dergleichen nicht einlassen und die liftigen Versuche, verkappte Detektivs zu Gewaltthätigkeiten aufzuft erst anfang bleiben erfolglos. Wir hatten in Illinois die Milongini geriet berufen und so ziemlich das einzige Resultat das erzielt ite. Er riß 1 war, daß eine Frau, die sich vor ihren Mann stellende da, einem Soldaten erstochen wurde. Wir beriefen die erbe jeden, in Missouri ein und konnten nichts anstiften, nur ihneiteres nieder rch zur Ru beit zu verschaffen; und der Gouverneur vonchneider, der machte uns Schwierigkeiten, in dem er sich weigerte D Bei Gott, Kapitän, Sie haben da einen guten Ge banken und ich glaube selbst, eine weise Beschränkung der Volksrechte würde vortheilhaft sein zum Beispiel ein 3ensus wäre nicht übel. Erst gering und dann immer höher, bis schließlich die Plebejer ganz ausgestoßen sind. Ah, das würde Ihnen gewiß passen und ich käme diel leichter hierher. Lassen Sie's aber die jeßigen Wähler meines Wahlkreises ja nicht merken, sonst würde die Nation den Dienst ihres patriotischsten und werthvollsten Dieners verlieren. Wir haben einen großen Fehler mit der Einführung des öffentlichen Schulsystems begangen, das jetzt das ganze Truppen einzuberufen. Die verdammten Ritter der Ar Straße gew Land, wie ein Geschwür bedeckt. An dem jungen Wallace haben wir ein Exempel. Wenn die öffentlichen Schulen in unserer Stadt nicht wären, hätte der junge Bursche heute nichts in seinem Kopf als sein Geschäft, und er würde weber für mich noch für sonst Jemand eine Plage sein. Aber sein für mich noch für sonst Jemand eine Plage sein. Aber sein alter Vater lernte selbst in der Volksschule und schickte den Jungen in die Schule, nun findet dieser Geschmad an Büchern und selchem Kram, giebt Geld für Bücher und ähnliche Extravaganzen aus, an die er nie gedacht haben würde, wären nicht die öffentlichen Schulen; und jetzt sagte er mir, daß er zu den Rittern der Arbeit gehört und Nationalökonomie studirt, daß er der neuen Schule im Gegensatz zur alten seine Gunst schenkt. Alles geht zum Teufel wenn wir dieser Organisation des Schulunterrichts nicht in irgend einer Weise Einhalt thun, dann werden diefe Arbeiter Fragen aufwerfen, die wir nicht beantworten fönnen." Warum wenden die Rapitalisten nicht Gewalt an? Sie haben jedenfalls das Recht, die Miliz oder die reguawar mit f wachten das Eisenbahneigenthum und wollten dem Eigen gedichteten S selbst nicht erlas ben, es zu zerstören. Was fann man mgenden Tage so verteufelt ordnungsliebenden Organisation, wie ban möge die ift thun, die nicht losschlagen will? Gar nichts in das am machen. Unsere Leute mußten klein beigeben, fie em 3weikam die Segel streichen vor diesem Fluch unserer Tage, eser und nic heißt: die öffentliche Meinung." ( Fortsetzung folgt.) hm( Derer Teror Donzutragen die Gewohn Indchen daru uffini nach L ichael Cofta f m sagen, wie tem Gefolge v bler auszusted Geheimpolizisten, und Privatpoligisten die fog. Pinker en Tournee Binfertonleute sind gemeint, eine Truppe von eine Gesells polizisten, die ein gewiffer Pinkerton angeworben und amten: einer Ihat, und welche für Geld jedem Kapitalisten gegen die ner, einem haben. zur Verfügung stehen und schon mehr als ein Blutbad aem Journali bedenfallen, von einer Erhöhung der Preise Abstand zu nehmen fel und dafür lieber die Backwacren zu verkleinern. An den letteren men all, it dies, wie man bemerken kann, in der denkbar anschaulichsten rbeiter Beife ad oculos demonstrirt. " bft gearber Ausweisungen aus Preußen berichten polnische es Glätter: Mitte August d. J. erhielt Herr Bongomsti, nter ben Schwager des früheren Infurgentenfübrers Mielendi, durch Ver ittlung des Bürgermeisteran tes zu Schildberg als Ausländer ngen. hand wbie Ausweifungsordre mit der Weifung, bis zum 1. d. M. die Ditoba reußischen Lande zu verlaffen; derselbe ist nach Galizien ge angen und hat fich im Lemberg niedergelassen. Ein Bauer Erscheinerius Rufftsch Polen wanderte vor einigen Jahren nach Amerifa In drus und erwarb in den Vereinigten Staaten das Bürgerrecht. Mit legalem Paffe versehen kehrte er vor zwei Wochen nach rfügun zutriffend Europa zurück und hielt sich zum Besuch bei seinen Anvers feine andten im Kreise Strasburg, Westpreußen, auf, nach vier Streben Lagen erhielt er aber schon die polizeiliche Ausweisung und Biele zu war nach Russisch- Polen. Er beabsichtigt nun, fich um Schutz an den Konsul der Vereinigten Staaten in Berlin zu el und uf gefebenden. is able tell te " Bartellbrüderliches. Die„ Boft" wird immer komischer. zu Als der Eole von Hammerstein, blutdürftig wie er nun einmal Leitarti thr geroiffermaßen den Kartellträger auf die Bude schiďte, antwortetete fte mit der Versicherung: sie habe 16 000 Abononstige henten. Heute erklärt ste, daß fie gegen Herrn v. Hammerstein ie eine feindliche Gesinnung gehabt; denn als vor einigen 4. April Jahren Herr v. Hammerstein die Bost" ersucht habe, ihren 6 und Barlamentsbericht mit ihr zu theilen, habe die" Post" en Jah Dies fofort gethan, obgleich dadurch die Kreuzzeitung" in den ng beg Stand gefegt worden sei, die parlamentarischen Berichte gleichinen geitig mit der Post" au bringen, theilweise fogar früher als tlichen Kann ein solcher Beweis brüderlicher Liebe ohne Ein ift. ife. erbotstud bleiben? zeichne Haussuchung, Vergangene Woche fand bei einem auf Mariahilf" in Offenbach wohnenden Maurer eine uhand paussuchung nach verbotenen Schriften statt, die, trotzdem fte hr gründlich vorgenommen wurde, vollständig refultatios verdachten def. Die Denunziation war von der früheren Logisfrau des die B.flaurers ausgegangen und scheint Eifersucht das Motiv zu lefem gemeinen Racheakt gewesen zu sein. Der Maurer soll Stommiffen Sozialdemokrat" nur dem Namen nach kennen und bis erftener furth achfen, brüdern elbftver fla st fein Exemplar in den Händen gehabt haben. Großbritannien. gang der Güter auf die Bauern in großem Maiftabe zu bewerkstelligen. Die Unsicherheit und Entwesthung des irischen Landbefizes drängt die Regierung zu diesem Schritte gegen ihren Willen. Wenn auch Stansfield's Prophezeiung, daß eine Auflösung des Unterbauses im nächsten Sommer statifinden werde, faum zutreffend ist, so wird doch mit jedem Jahr die Lage der irischen Agrarier ungünstiger und die Aussicht, ein Stück aus dem allgemeinen Schiffbruch zu retten, schlechter. Eine Versammlung der Müller- Affoziation beschloß, den Preis des Mebles um 1 Sh. 6. P. für 18 Stein( 114 Kilo) zu erhöhen, was eine Steigerung von 8 Sh. 6 P. seit 8 Wochen ausmacht. Das Kolonialamt ist eines Befferen belehrt worden und wird seine Bustimmung zur Annexion des Betschuana landes an die Kapkolonie nicht geben. Viele energische Briefe und Artikel gegen diefen Schritt find in der Preffe erschienen und der mächtigste Häuptling der Betschuanen Montfta bat außerdem einen Protest an die Kapregierung gerichtet und darin die Erklärung abgegeben, daß er sich nun und nimmer unter die Botmäßigkeit der Kolonisten begeben werde. Das Bedenklichste an dieser Angelegenheit ist jedoch, daß fie die Spannung zwischen dem Kolonialamt und der Regierung der Kolonie, deren Premier in einer Wahltede die Einverleibung bereits an gemeldet hatte, auf die Spize treiben wird. Die Einverleibung des Betschuanalandes wurde im Intereffe des Afrikabundes bes trieben, und sollte das holländische Element im fünftigen Barlament in der Rapstadt eine noch größere Majorität erhalten, als im legten der Fall war, so dürfte der Konflikt ausbrechen, der um so schärfer und peinlicher ist, als der britische Gouverneur, Sir Hercules Robinson, aus feiner Sympathie mit den Aspirationen der Kapregierung kein Gehl macht. Die agrarische Bewegung in Jrland scheint tart was ins Stoden gerathen zu sein, doch ist es entschieden vers üht, Triumphgefänge anzustimmen, wie es der„ Standard“ the benut und die Wirksamkeit der Balfour'schen Regierungsmethode fernt. rbeitergr hiedene es ir die Er tmuthigung verantwortlich zu machen, welche in den Beuesten Auslaffungen der Führer der Nationalpartei deutlich zu aus fädage tritt. John Dillon und William O'Brien haben in den gemten Tagen Reden gehalten, die aufrührerisch genug flangen, Beit for fte einer gerichtlichen Verfolgung auszusetzen. Dillon sprach Wirtbf den Gütern des Lord Maffareene, in demselben Distrikt, in er burd pelchem er die Rede hielt, der er seine fechs Monate Gefängniß Sundjerdankte. O'Brien's Aeußerungen waren so heftig, daß selbst für feinte radikale Pall Mall Gazette" thm vorhielt, es sei mindestens ns nicht nug, feinen Stopf in den Nachen des Löwen zu legen und gletcher Beit ihn am Schwanz zu zerren. Beide Redner war von stattgeforderten die irischen Farmer auf, dem Feldzugsplan treu zu leiben und das Boycottiren wie zuvor zu betreiben. Zudem Wort ano noch ein von 10 000 Bächtern besuchtes Meeting in Cipperary statt, der gefinnungstüchtigsten Grafschaft Jrlands, nd auch hier fand es Dillon, der einen Brief ges andt hatte, für nöthig, seine Getreuen zum Festhalten m Feldzugsplan aufzufordern, ja er warf ihnen sogar vor, daß doch ma n, verga blieb un En großer Man hofft in London, daß die Straferpedition nach den Schwarzen Bergen( Siehe Asien) mit dem G.fecht bei Rottai, wo 200 Ghazis von dem Royal Irish Regiment bis auf den legten Mann getödtet worden find, zu Ende kommen wird. Die englische Armee ist, in vier Kolonnen eingetheilt, gegen die räuberischen Haftanzai's und Afazai's vorgerüdt; das fenige Detachement, welches von Darband aus in die Berge marschirte, hatte den schwierigsten Theil der Aufgabe übernommen. Sein Weg lag dem Indus entlang, der hier durch eine tiefe Schlucht fließt; der Fluß ist 70 bis 150 Meter breit und die Berge fallen steil bis an das Ufer ab, so daß, um eine halbe Meile vorwärts zu fommen, die Truppen genöthigt waren, Abhänge von 1000 Fuß Höhe zu erklimmen. Kotkat, wo das entscheidende Treffen stattfand, ist nur 15 eng lische Meilen vom Ausgangspunkt der Operationen entUeberhaupt ift der Kriegsschauplatz örtlich sehr beschränkt. Er ist etwa 20 englische Meilen lang mit einer burchschnittlichen Breite von 10 Meilen, aber die Höhe der Berge, welche 8000 Fuß über dem Meer liegen, erschwert die Aufgabe. Das Land wird als ein langer, steiler, nach Norden auslaufender Bergrüden beschrieben, der bis hoch hinauf von undurchdringlichen Wäldern bewachsen ist. Drei weitere Des tachements find von Ogbi, welches 15 Meilen östlich von Kottai auf britischem Gebiet liegt, abmarschirt; doch mußte ein Des tachement seinen Marsch unterbrechen, aus dem im britischen Heer nicht unbekannten Grund des Zurückbleibens der Bagage. For Marsch lag dem Bergrüden entlang und hier erheben fich einige Spigen bis auf 18 000 Fuß. Beschränkt sich der Auf stand bis auf die beiden genannten Stämme, so ist der Krieg wohl vorbei, doch verlautet gerüchtweise, daß noch andere ver wandte Völkerschaften sich den Aufständischen anschließen werden. Geschieht dieses, so ist allerdings das von General M'Queen befehligte Heer von 8000 Mann, das jest kaum 2-3000 schlecht bewaffneten Gegnern entgegensteht, feineswegs zu mit des nicht ihre Pflicht der nationalen Sache gegenüber groß. Wie das immer der Fall ist, wenn Grenzkriege stattau boun. Das scheint seltsam angesichts der Thatsache, daß noch Wirth, der letzten Woche der Feldzuasplan zwei wichtige Stege zu Deftern rzeichnen hatte und die Brecheisen- Brigade, wohl auf deteljungen des Dubliner Schlosses hin, vorerst die Vertreibung em ablungsunfähiger Bäuerlein eingestellt hat. Ein Grund, und ohl der hauptsächlichste, ist, daß die Ernte beffer ausgefallen it, als man erwarten fonnte, und auch auf dem jüngst abge protefti tenen Viehmart in Ballinasloe die Preise aeftiegen find. rtlären, ung) nur Aertiärte Braco's Harta Die Bauern haben ein wenig mehr Geld in der Tasche, als im Borjahr, und die Gutsbefizer wollen die günstige Gelegenheit, nderen Seite haben die Bauern wieder etwas Muth gefaßt finden, liegt auch jest wieder die militärische Partet in Indien der anglo- indischen Regierung in den Ohren und verlangt die Annexion des Gebietes, um den Raubzügen ein für alle mal ein Ende zu machen. Lord Dufferin will jedoch nichts davon wiffen. " Frankreidy. Die Union des Travailleurs" in Nimes, Organ Numa Gilly's, veröffentlicht eine Reihe von Buschriften, die der letztere in Bezug auf seine Aeußerung von den 20 Wilsons" des Budgetausschusses erhalten habe. Diese affe perlinen dasselbe auszupreffen, nicht vorbeigehen lassen. Auf der Briefe beschuldigen Rouvier, Raynal und Steenaders, alle Dret e er fury find weniger geneigt, ihr Heimwesen aufzuopfern, als vor urüdgebligarrte. opportunistische Mitglieder des Ausschuffes, Trinkgelder" ange nommen zu haben. Rouvier babe 300 000 Frts. bei einem Ge Balkanländer. Mit der Verurtheilung des rumänischen Hochstan Iers Andronicu zu zwei Jahren Gefängniß und zur Baha lung von Entschädigungsgeldern an die durch ihn um Summen bis zu 50 000 ranks beschädigten Personen ist ein Gauners prozeß abgeschloffen worden, deffen jahrelange Verschleppung in Verbindung mit den persönlichen Beziehungen des früheren Polizeipräfetten Moruzzi zu Andronicu der Dopofition gegen die Regierung der nationalliberalen Partei Gelegen heit zu energischer Kritif des früheren Regimes und seiner Vers frauensmänner gegeben hatte. Leider fann der Held diefes Prozeffes von den Folgen des gegen ihn erfloffenen Urtheils nicht ereilt werden, weil derselbe furze Zeit vor Busammenbruch der nationalliberalen Herrlichkeit gegen eine im Vergleich zu der ihm zur Last gelegten Betrügereien sehr gerinae Summe auf freien Fuß gefeßt worden war und sich den Wirkungen feiner voraussichtlichen Verurtheilung noch rechtzeitig durch die Flucht zu entziehen wußte. Fast gleichzeitig wurden zwei erft fürzlich angestellte, zur fonservativen Partei gehörige höhere Bol zeibeamte, Polizeidirektor Hauptmann Dimancea und Polizei inspektor Davila wegen barbarischer Mikhandlung von Polizeihäftlingen zu je 2000 Lei Strafe und zur Rahlung von Schmerzensgeldern an die über ihr Geheiß, in ihrer Gegenwart und zum Theil mit ihrer Unterstüßung mishandelten Bigeuner verurtheilt. Jedermann, wer immer den Mißbrau fennt, welcher mit den vom rumänischen Gefeße streng ver pönten förperlichen Züchtigungen in den Polizeigefängnisfen ge trieben wird, hat diesem Urtheil unbedingt zugestimmt, und murde es allgemein als ein dem Ansehen der Regierung Rosetti Carp sehr günstiger Umstand gedeutet, daß dieselbe fofort nach erfolgter Anzeige die strafgerichtliche Verfolgung der betreffenden Polizeibeamten ohne Rücksicht darauf anordnete, daß lettere erft unter ihrem Regime zu ihren Vertrauensämtern berufen worden wären. Wie wenig aber trotz alledem ein solches fireng obje tives Verhalten des Ministeriums nach dem Geschmad von Leuten ist, welche die Politik lediglich als einen Kampf um hie Macht im Staate und legtere wieder als einen Freibrief für fich und Genoffen dem Gefeße gegenüber betrachteten, geht daraus hervor, daß die tonservative, Indep. roumaine" die Absetzung der Appellrichter verlangt, welche ihre Gesinnungsgenoffer zu verurtheilen wagten! Daß die konservative Presse sich in offenkundiger Weise für die Regierung Rosetti Carp erklärte, ift noch nicht lange her. Wenn aber Verlangen aus Parteiru fichten, wie fte schon jetzt die Indep. roum." an die Regierung. stellt, auch seitens maßgebenderer Konservativen wiederholt we den sollten, wäre dem übrigens auf keinerlei Kartell beruhenden, sondern seitens der Konservativen ganz freiwilligen und die Negierung zu feinen Gegendiensten verpflichtenden Freundschaftss verhältniß zwischen den Parteigängern der Jndep. roum." und dem Kabinete Rosetti- Carp eine längere Dauer nicht zu prophezeien. Asien. Die Stämme des Schwarzen Gebirges scheinen fich gegen den Indus zu wenden. Der Oberbefehlshaber der britischen Expedition, Mac Queen, wird eine beherrschend: Position des Landes beseßen. Derselbe benachrichtigte die Stämme, er werde, falls fie fich nicht vor dem 15. Oktober ergeben, das noch auf dem Felde stehende Getreide vernichten. Auch christ liche Humanität! Amerika. In Chicago haben 3000 Angestellte der dortigen Straßen- Eisenbahnen die Arbeit eingestellt. mug Sprechsaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit Raum dafür abzugeben ift, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt deffelben identifizirt zu werden. Der Wahrheit die Ehre! In Nr. 234 des Berliner Voltsblatt" ist ein Bericht enthalten von der öffentlichen Vers sammlung der Lacirer, welche am 18. September stattgefunden hat, welche in vielen Theilen einer Nichtigstellung bedarf. Erstens lautet die Tagesordnung nicht Streifabrechnung, son dern Bericht der Revisoren vom Streit. Nachdem sich das Bureau tonstituirt hatte, ergriff Herr Schüßler fofort das Wort, um meiner Person Pflichtwidrigkeit vorzuwerfen, trotzdem Herrn Schüßler doch bekannt war, daß ich schon am 2. Jult den Be richt und die Abrechnung geliefert hatte. Dann ertheilte der erstattung das Wort. Dieser Herr hatte sich nun selbst eine At rechnung gemacht, die auch nicht im Entferntesten mit dem Pro tofollbuch der Kommission und auch nicht mit der Abrechnung, Die och gabs Monaten, da das größte Elend ihnen in die Augen schäft empfangen; ein Herr Rodocanachi habe die Quittung Vorsitzende, Herr Schüßler, dem Revisor Arndt zur Bericht al sur en Reihen Natürlich ist diese Befferung nur vorübergebend. Denn die Landhöfe, welche mit der Schägung des Landes und er Festsetzung der Bachtzinsen beauftragt find, haben, besonders it Wrech, ein Tory und Agrarier, den Vorfiz führt, das teigen der Preise landwirthschaftlicher Erzeugnisse benügt, um rung din Bächtern so wenig Erleichterung als möglich zu gewähren. oben und uch ist es sehr wahrscheinlich, daß in der nächsten Beit, vors , 6. d. fichtlich in der nächsten Parlamentsfeffton, eine umfaffende Betreibep grarbill von der Regierung vorgelegt werden wird, zum 3wed, Badwae Landakte Lord Ashbourne's auszudehnen und den Ueberen Ausw fich zufa Aus Kunst und Leben. Von den Tenoristen seiner Bekanntschaft erzählt der eilen de apresario Mapleson in seinen jüngst veröffentlichten Memoiren on Defelerlet, aber wenig Gutes. Mario ist der Einzige, von dem er und nad Ausbrüden uneingeschränkter Bewunderung spricht. Singlini hergesandt tindisch eitel, Mougini entseglich eingebildet, Mafini besaß net, Stren Stolz eines Verrückten, Navelli's Selbstschägung soll grenzen gewesen sein, wogegen der brave, gute Fanchelli in seiner s in der erzenseinfalt so weit ging, daß er wegen des ihm gemachten auch niorwurfs, er verstehe noch nicht einmal die Grundzüge der ein Krawbfalisation zu meistern, Mapleson mittheilte, er sei gefonnen, er durchachmals Gesangsunterricht zu nehmen; bei den vielen günstigen = aufzuf erft anfangen, wenn seine Sängerlaufbahn zu Ende sei. 3 die Milfongini gerieth eines Abends außer sich vor Wuth, well der arderobier ihm das Kostüm, statt enger zu machen, ausgelaffen as erzielt te. Er riß die Kleidungsstücke in Feßen, stand in bloßem ann ftellemde da, ein Schwert schwingend, und erklärte, er der in feine fen die erde jeden, Garderobe dringe, ohne Da= Arch zur Ruhe bringen, daß er ihm versprach, der chneider, der sich so gröblich gegen ihn vergangen, folle auf , nur ihneiteres niedermachen. Maplefon konnte ihn nur r von weigerte er der Ar Straße geworfen und dem Hungertode preisgegeben werden" n man nichts ift Rouvier's besessen. Nodocanachi erklärt in einer Buschrift diese Behauptung für unwahr. Steenacters sei beschuldigt worden, 80 000 Fris. empfangen zu haben, und sei gegen den Beschuldiger nicht flagbar geworden. Uebrigens fei Steenaders ein Abenteurer, ein armer Teufel, der nur von Auskunftsmitteln lebe. Raynal liefere der Stadt Bordeaux gebrannte Pflaftersteine um 3 Fiks. theurer das Hundert, als der frühere Lieferant, und laffe fie nicht. wie dieser that, in der Nähe herstellen, sondern aus Brüffel kommen; auch seien sie schlechter als die früheren. ich feiner Beit gebracht, übereinstimmte, trotzdem er es bei der Nevifton doch für richtig befunden hatte. Rach Herrn Arndt's Rechnung müsten noch 400 und einige Mark da sein; Herr Pilz als 2. Revisor und Einberufer der Vers fammlung erklärte uns, weiter feinen Bericht liefern zu können, aber seiner Meinung nach seien nur 200 M. übrig geblieben. Herr Jacob als 3. Revifor erklärte den Bericht des Herrn Arndt Mapleson als Kapellmeister. Mapleson als Kapellmeister. Beide," sagt Mapleson,„ waren vortrefflich, aber feiner wollte für den andern gehalten werden; fo erinnerte ich mich, daß einmal, als eine große tombinirte Vorstellung stattfand, Benedict in die Garderobe der Primadonna fam, eine Haarbürste nahm und damit forgfältig sein dürftiges Haar zusammenbürstete, so daß es so viel als möglich seinen fahlen Schädel bedecke. Was machen Sie da, Benedict?" fragte ich ihn. Nichts Br fon deres," entgegnete er; ich möchte nur nicht, wenn ich diri10 Reisebegleiter bildeten, ganz abgesehen von der speziell ihnen zugewiesenen Funktion, eine nicht zu verachtenden Claque, weshalb fte jedes Mal nach ihrer sozialen Stellung auf die vers schiedenen Bläge vertheilt werden. Der Kammerdiener und der Journalist, der Arzt und der Friseur sollen zuweilen über einen zu beanspruchenden Vorrang mit einander in Streit gerathen. Der Jurist hat die Kontrakte zu entwerfen und sofort die Schadenersazllage einzuleiten, wenn irgend eine Abmachung nicht gehalten worden ist. Die Besoldung aller dieser Reise begleiter reißt ein gewaltiges Loch in die ihrem Brotherrn garangire, für Arditi gehalten werden." Kurz darauf erschien Arditi tirten toloffalen Einnahmen; in vielen Fällen hat jedoch der unglückliche Unternehmer die Reisekosten für das Gefolge des Sängers zu tragen. Nur ein orientalischer Fürst oder ein musikalischer Parvenue tönnte es fich einfallen laffen, einen berartigen Reisestab zu halten, und bald glaube ich, wird das Gefolge eines Sängers von Weltruf nicht als vollständig betrachtet werden, wenn es nicht außer den Herren, mit denen die Mafinis und Tamaguos fich umgeben, auch einen Architekten und einen Privatintendanten enthält. Niccolini ist nach Mapleson nicht nur ein in den Ruhestand getretener Sänger, sendern auch ein dilettiren der Mann der Wissenschaft. In einem Artikel der mit Adelina Patti abge schloffenen Verträge befand sich auch die Bestimmung, daß auf allen gedruckten Ankündigungen die Buchstaben ihres Namens bawar mit seiner Frau( die er gar nicht hatte), vier ihm rasch um ein Drittel größer sein müßten, als die irgend eines an bem Eigen gedichteten Kindern und sonstigen schönen Bugaben. Am deren; und so fab ich während des Verlaufes des Musikfestes genden Tage bat der schon balb von Neue ergriffene Tenor, in Chicago Nicolini, bewaffnet mit einem Apparate, der fich als n, wie ban möge die Kinder nicht dem Hungertode preisgeben, weil einen Theodoliten herausstellte, und in Gesellschaft eines Herrn, einen Theodoliten herausstellte, und in Gesellschaft eines Herrn, hm das am Ende doch beim Publikum schaden lönnte". Ein in dem ich einen bedeutenden Geometer vermuthete, aufmert Derer Teror weigerte fich, eine Opernpartie zu fingen, weil in fam und mit Kennerblick einige Maueranschläge inspiziren, ben, fie nem 3weikampf, den er mit dem Baryton zu bestehen hatte, auf denen ihm die Buchstaben, aus denen der Name Ade er Tage, eser und nicht er als Inhaber der ersten Partie den Sieglina Patti's zufammengesezt war, nicht um ein volles Donzutragen habe. Von demselben Künstler erfahren wir, daß die Gewohnheit haben soll, wenn er sich indisponirt fühlt, fein indchen darum zu befragen, ob er auftreten solle oder nicht. Als uffini nach London fam, um den" Faust" zu fingen, ließ er ichael Cofta sagen, wenn er zu ihm ins Hotel lomme, wolle er m sagen, wie die Tempi zu nehmen seien. Tamagno reist mit tem Gefolge von neun Bersonen, und um diesen verhaßten Nebenbler auszustechen, hat Maffini fich auf seiner legten füdamerikanis Tog. Pinke en Tournee mit einem Reisestabe von 10 Personen umgeben. uppe von eine Gesellschaft bestand aus nachfolgenden besoldeten ben und amten: einem 1. und 2. Sefretär, einem Koch, einem Kammer. gegen Die ner, einem Friseur, einem Arzte, einem Rechtskonsulenten, Drittel größer zu sein schienen, als diejenigen, in denen der von Fräulein Nevada gedruckt war. Bulegt gab er jedoch den Gedanken an eine Vermessung nach den Regeln der Wissenschaft auf, stieg auf eine Leiter und maß die Buchstaben mit seinen Fingern aus." Kahltöpfige Männer find nach Mapleson genau so eitel wie folche, die fich ihres vollen Haarschmucks erfreuen. Aber ihre Eitelleit nimmt verschiedene Formen an. Arditi nimmt, wie aus zahlreichen Thatsachen hervorgeht, feine Kahlköpfigkeit ruhig hin und rühmt sich sogar derselben. Der verstorbene Sir Julius Benedict dagegen nahm zu fünftlichen Hilfsmitteln seine Zuflucht, um das, was er für einen Fehler hielt, zu verdecken. und begann, mit zwei Bürsten sein Haar derart zu bearbeiten, daß seine Kahlköpfigkeit möglichst sichtbar wurde. Er erklärte Dieses Vorgehen, indem er ausrief:" Ich möchte nicht gern für Benedict gehalten werden"." Mapleson wurde einmal für insolvent erklärt, doch dauerfe der Zustand der Insolvenz nur sechs Minuten. Nachdem die Insolvenz Erklärung ausgefertigt war, wandte der Anwalt sich mit folgenden Worten an den Gerichtsvorfigenden: Bis zur Ernennung einer Maffeverwaltung, worüber noch acht bis neun Tage hingehen können, find Sie, Herr Vorsitzender, thatsächlich Letter von Herr Majesty's Theater, und mein Klient hält es nur für gerechtfertigt, wenn Sie die nöthigen Anordnungen für die Lohengrin- Vorstellung am Sonnabend treffen wollen. Außerdem werden einige Balletanzüge, die aus Glanzneffel bestehen fönnen, die Sie aber vielleicht in Seide ausgeführt wiffen wollen, für das Ballet im Troubadour" am nächsten Montag erforderlich. Die Lohengrin- Frage ist aber bie dringendere von beiden, und es würde uns sehr angenehm seist, wenn Sie fich zu Herrn Kapellmeister Richter begeben wollten, der, wenn er auch ungern an der Partitur eines so großen Komponisten wie Wagner etwas ändert, doch meint, daß einige, aum anderwärts von dem Meister gebilligte Striche in dem großen Duett zwischen Elsa und Ortrud vorgenommen werden sollten Sodann ist noch ein eigensinniger Tenor vorhanden, den Sie vielleicht durch Anschlagen eines entschiedenen Tones zur Ver nunft bringen möchten." " Der Richter war erstaunt und meinte in einem Tone, aus dem eher alles andere als Befriedigung herauszuhören war, daß er so wie so geplagt genug sei und sich nicht dazu noch mit der Leitung eines Opernhauses befaffen könne. Er habe, fuhr er fort, das nicht in Betracht gezogen, als er die Insolvenz erklärung ausgefertigt. Er schellte nach einem Boten, liek fich das Papier wiederbringen und riß es sofort in Stüc So endete nach einer Dauer von sechs Minuten Maplefon's Blutbad anem Journalisten, einem Agenten und einem Kassirer. Diese Benedict und Arditi fungirten einmal zu gleicher Beit unter Insolvenz. für falsch, denn die Einnahmen und Ausgaben, wie Herr Arndt fie verlesen, feien schon nicht richtig; es wären nur 203,80 M. übrig geblieben; richtig sei nur, daß blos 78,85 M. in baar da gewesen seien. Nun wollte Herr Schüßler sofort mit einer vers nichtenden Kritik über die frühere Kommission herfallen, wurde aber von mir sofort auf das Geschäftsordnungswidrige aufmaffam gemacht und meldete ich mich auch sogleich zum ort, legte dann den Revisoren Arndt und Pilz die Driginalrechnung vor, die ich am 2. Juli in der offentlichen Versammlung in den Armin- Hallen" verlesen hatte und auch bei der Revision vorgelegt hatte, mit der Frage, ob fie die Abrechnung als diejenige wiedererkennen, die fie revidirt und verglichen hatten. Dies mußten fie bejahen. Herr Arndt blieb aber troßdem dabei, daß seine Rechnung richtig sei. Sierauf erklärte ich, daß die Herren Arndt und Pilz gar nicht im Stande feien, richtig zu rechnen; denn das hatte sich bei der Revision herausgestellt; ich habe Beiden erst alles vorrechnen müffen, fie fonnten nicht die Bahlen von einer Buchseite richtig Theater. Freitag, ben 12. Dktober. Opernhans. Emilia Galotti. Schauspielhaus. Keine Vorstellung. Wallner- Theater. Madame Bonivard. Vor her: Der dritte Kopf. Teing- Theater. Bwischen zwei Herzen. Deutsches Theater. Graf Waldemar. Friedrich- Wilhelmstädtisches Gräfin Wildfang. Residenz- Theater. Delorirt. Theater. Wiktoria- Theater. Die Dragoner der Königin. Bellealliance- Theater. Auf eigenen Füßen. Königstädtisches Theater. Liane, die zweite Frau. Central- Theater. Die Schmetterlinge. Abolf Grußt- Theater. Die drei Grazien. addiren. Daß nur 78 M. 85 Pf. am Plage gewesen, verhält| fich folgendermaßen: Die Einnahme betrug 1799 M. 5 f., die Ausgabe 1595. 25 Pf., bleibt Bestand 203 M. 80 Pf. Von dieser Summe find 30 M. nach Neumünster geschickt wor ben, bleiben also 173. 60 Pf. Davon waren noch im Befts des zweiten Kassirers 95 M. 75 Pf., welche Summe ihm nach Beendigung des Streits abbanden gekommen ist; er hatte sich aber sogleich schriftlich der Kommission gegenüber verpflichtet, die Summe in Staten abzuzahlen; infolge dessen also von den bei mir eingelaufenen Geldern nur die Summe von 78 M. 85 Pf. verblieb. Aus welchen Gründen nun die Herren Schüßler und Arndt mich für die fehlende Summe verantwortlich machen, ist mir unbegreiflich. Wenn ich dadurch meine Pflicht sollte verlegt haben, daß ich diesen Fall nicht vor der Oeffentlichkeit wollte breit treten laffen, sondern im Stillen den Schaden ausbeffern, so glaube ich gewiß nur im Interesse der gesammten Arbeiterschaft gehandelt zu haben; denn welche Vortheile es für eine Gewerkschaft bringt, wenn solche Berliner Theater. Freitag, den 12. Oktober: 4. Abonnements- Vorstellung. Die Braut von Messina. ( Clara Ziegler.) Sonnabend, den 13. Oktober: Michel Perrin. Luftspiel in 2 Aufzügen nach dem Franzöfifchen des Milesville u. Duveyrier v. Louis Schneider. Wiener in Paris. Genrebild in 1 Alt von E. von Holtei. ( Friedrich Haase.) Anfang 18 Uhr. Sonnta, den 14. Dltober: Demetrius. Cirkus G. Schumann. Banfmann's Variété. Spezialitäten- Bor- Friedrich Karl- Ufer. ftellung. Concordia- Theater. ftellung. Spezialitäten BorTheater der Reichshallen: Spezialitäten Borstellung. Volks- Theater. ( Früher Ostend. Theater.) Direttion F. Witte Wild. Freitag, den 12. Oktober: Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedr. v. Schiller. Beffen- Eröffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Preise der Pläge: 1. Parquet 1,50 Mart, 2. Parquet 1,25, Seitenparquet 0,75, 1. Stang 1,25, 2. Nang 0,75, Ballon 0,50, 1. Stang Fälle in dieser Weise breitgetreten waden, das haben nun erfahren. Der Hauptzweck der Versammlung vom 18. mar nur der, die Herren Schüßler und Arndt wollten J sönliche Rache befriedigen, da ich es gewesen war, der di regelmäßigkeit dieser Herren seiner Beit vor der Inte tommiffion des Vereins im Verstande aufdeckte, und bis haben die Herren noch keine Rechenschaft abgelegt, wo ba des Geldes geblieben ist. Zum Schluß erkläre ich noch, da Beschlüsse der Versammlung nicht anerkenne, da se gefchäftsordnungswidrig geführt wurde, ferner fann ich! visoren Arndt und Pilz als solche auch nicht mehr aner. 240 werde vielmehr von unparteiischen Revisoren das ganze gründlich prüfen lassen und dann das Resultat veröffent Achtungsvoll Heinrich Rautenhau Gitschinerstr. 87a, Qug. 1. m Die Noch verbi as Bild unse rwähnung di in, um nic rit flattern de Rent pierde es Frembling Aber wie Soeben erschien: Die französische Revolution. Von W. Blos. Bei öpfen ern Heft 5. Preis 20 Pfc. Bu beziehen durch die Expedition des„ Berl. Volksblatt", Zimmerstraßt Wiederverkäufern Rabatt. prb uttling a Reen, die Anfo Und diese ibilt rn verfu binu ein 3n Stammes, fir uben Berwan Tvandte Sp den u. f. w. un bie Nacht on Beit zu annt, bie mar en meftlicher rohen Sprach Bicher Volks um Egypter nb vielleicht an bas he Wasen, ist Karl- Ufer. Ede Karlstraße. ( Im früheren Zirkus Krembser.) Freitag, den 12. Oftober, Abends 7 Uhr: Große Brillant- Vorstellung. Aus dem reichhaltigen Programm sind beson ders hervorzuheben: Ein Co: ouffel mit 8 Rapphengften( Non plus nltia der Pferdedreffur) vor gef. von Herrn Mar Schumann. Die 3fache Springfahrschule, dreſſert und ger. von Herrn Ausschank und Verkauf reiner, edler Malaga- Weine, à Glas 10 Pf., Elasto zua theile Ernst. Damen- Hurdle- Rennen, ger. v. 12 Damen. Auftr. des Jockey- Reiters Mr. Noë Hodgini. Mr. Schneider als Matrose zu Pferde. Mr. Melas als Deckenläufer. Auftr. der Reitkünft lerinnen Fel. Teray und Paula, des Schulpferd 2c. 2c. Sonnabend, den 13. Oktober, Abends 7 Uhr: Berliner Volks- Bodega Brückenstraße Nr. 9. bren der so viel u bewohnen. Größtes Frühstücksbuffet der Residenz. Stamm warm und kalt Stamm! Berwandte de Geschmorte Nieren, Wildragout, Lungen- Haché, Wildbraten, erftammender Eisbein!!! à Portion 15 Pf.!!! uwandernd h Empfehle den Besuch meines Lofals auch entfernt Wohnenden angelegentlich ft. Beer Besammta Reinard, ger. v. Fr. Adele. Pas de deux gra- auf Flaschen p. Postkarte erbeten. Jede, auch kleinste Ordre, wird prompt ausgeführt. on T praban cieux, dargest. v. Miß Victoria und Herrn Mar. 898] Hochachtungsvoll Eugen Schen die Vorf Unserm Freunde und Genoffen, dem haben. Denn Prelle finggale August Schnirpel oder der S zu feinem beutigen Wiegenfefte ein rem König theils vernichte donnerndes Hoch! 900] Die Rothen vom Uetlie Brahmarel Aber es fei g Am 10. Oftober, früh 3 Uhr, ist ein Eigene istenz angekommen. Fauteuil 1.50, Orchester- Loge 3,00, Parquet Grifte Gala Borſtellung mit vorzüglich gewähltem Zoge 2 Mart. Dugend Billets: 12 Billets 1. Barquet 15 M., 12 Billets 2 Parquet 12 M., 12 Billets 1. Nang 12 M. Morgen: Wilhelm Tell. [ 697 Sn Vorbereitung:„ Die Stüße der Hausfrau." Boffe mit Gesang in 3 Atten. Damien ,, Walhalla". The am 52 nabe Morigplatz. Heute Freitag, den 12. Oktober 1888: Große Vorstellung. Artistischer Leiter: Herr Ludwig Müller. Kapellmeister: Herr Oskar Zimmer. Auftreten v. Spezialiät. 1. Ranges. Anfang 6 Uhr. öffnung 5 Preise der Pläge: Legen 1 Mart, numerirter Sperfit 75 Bf., Brogamm. Paffage 1 Tr. 9 M.- 10. Kaiser- Panorama. Schlösser König Ludwigs: Hohenschwangau, Neuschwanstein. Zum ersten Male: Potsdam u. d. Trauerzug Baiser Friedrichs. Entree à Cycl. 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonn. Rohtabak jekt Spandauer Brücke dicht beim Hackeschen Markt, ( 811 6 Verein zur Wahrung der materiellen Interessen der Steinträger und verwandten Berufsgenossen Berlins. Sonntag, d. 14., Vormittags 10% Uhr, bet Scheffer's, Inselstraße Nr. 10, 2 Treppen: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vierteljähriger Kaffenbericht. 2. Jnnere Vereins- Angelegenheit und Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und recht zahlreich zu erscheinen. 899] Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorkand. Fachverein der Rohrleger. Versammlung am Sonntag, den 14. d. M., Mattelballon und Barquet 50 Pf., Entree 30 Bi. bedeutend größere Auswahl. Bormittags 10 Uhr, in Feuerütein's Tunnel, ELDORADO 55 Dresdener Strasse früher ( American- Theater) täglich [ 829 Schnabl's humorist. Soiréen. 9 Uhr: Oskar Fürst 9 Uhr. Jean Ferner: Miral Lebner Cily Drocai Graffé- Auftria Trio Florus Truppe u. a. m. Entree 60 Pf. Anfang 7 Uhr. American- Theater. Direktion A. Reiff. Wallnertheaterstrasse Nr. 15. Freitag, d. 12. Ottober: Bum 35. Male: Die Weisheit Salomonsky's. Berl. Lokalpoffen- Bantomime von R. Anger. Debüt des vortrefflichen Salon- Humoristen genannt Herm Emil Neumann, Sliemchen". Auftreten des urtomischen Bendir in feiner neuesten Glanznummer als Stuben bohner Franz. Auftreten des Instrumentalisten Herrn A. Goldschmidt Spandauer Brüde 6 am Hackeschen Markt. Jede Uhr zu repariren und reinigen toftet bei mir unt. Garantie d. Gutgehens n. 1 Mr. 50 Pfa. Eine neue Feder foftet bei mir 50 Pf. Prima Patentgläser 10 Pfennig. R. Kionka, 87. Adalbertstraße Nr. 87. [ 763 Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Die neue Bauordnung in unserm Fach. 2. Billetausgabe zum Winterver anügen. 3. Verschiedenes und Fragelaften. Der Vorstand. 893] Fachverein der Former und verw. Berufsgenossen. Montag, den 15. b. M., Abends 8 Uhr: Versammlung in Krieger's Lokal, Wafferthorftr. 68. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Arbeitsnachweis. 3. Besprechung über unser biesjähriges Stiftungsfeft. 4. Verschiedenes und Fragetasten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 894] Der Vorstand. Oderbrucher Fett- Gänse, Interessen- Verein der auch ausgenommen und getheilt, Leber, Liesen und Klein, sowie sämmt liches Geflügel empfiehlt billigst R. Sasse, 5. Michaelkirchstr. 5. 514 Es ist mir gelungen, im Sommer auf mehreren Krüger und des Mimikers Herrn im Sommer Rivoli Anfang 6 Uhr. Entree 50 Pf., Billets vorher im Invalidendant" und Vormittags von 11 bis 1 Uhr an der Theaterkaffe. Men. Bum 1. Mal in Berlin. Königs- Tunnel im Grand Hotel Alexanderplat. Freitag, den 12. Oftober: Auktionen 850 kodjelegante Herren- Winterpaletots, Tischler. 902] Heligionsstifte Wilhelm Kahitellenben Bu Reichenbergerstraße inden ist. Bettfedern llein schon beitende iefen gottbeg Boben finden Erstes Geschäft: Andreasstr. and im Kirm Bweites Geschäft: Grüner Wegur Zeit der Markusstrassen- Ecke Serverfehr lä Carl Henze mittelbare, fo mah nach ein Größtes und ältestes Geschäft hierf theilen die al Reelle Bedienung. Billigte Plannt gewe Herren- und Danbels halb Mohamed die bem echten u ung arabische Knaben- Garderoben engliſh Moo eigener Werkstatt. beziffernde N Fach Eigena Große Auswahl von Stoffen u. Rüge, wenig Anfertigung nach Maaß in eigener Wo: perbildung gut figend und sauber gearbeitet, zu Während des mals in Dita Preisen. N. Neue Hochstr. 50einen febr Ad. Kunitz, N. llery, 155, raber„ Sere Belehrten S ieg und der Sehr gut Winter- Paletots erhaltene ge für Herren und Damen, Anzüge, Betten, Uhren, Ringe, Schuhe und Stiefel, Da Kinderkleider, Damen Jaquetts verl ftaunend billigen Preisen $ Ein Er Lude's Pfandleis bem e Prinzenstr. 66, früher Neand Auch Sonntags bis Abends 10 Uhr General- Verſammlung Betten, 9 M In fieb Mutter zu 3 belästigt von thun? Er am Sonnabend, den 13. Oftober, Abbs. 8 Uhr, Jeber kann fich von der Wahrheit übheirathen? 896] Röpniderstraße 68. Tagesordnung: 1. Vierteljahrsabrechnung. 1 Stand, vollständige Länge und Bichts, antm 9 Mart, Bettfedern, das Pfund von 25mmit abzufind Das Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. verlauft allein die Bettfedern- Engros- a Das Mitgliedsbuch legitimirt. Versammlung des 650 hochfeine Damen- Winter- u. Regen- Pereins zur Wahrung der Interessen Mäntel, 400 hodhf. Herren- w. KnabenNen. Anzüge. 360 hodhelegante Damen- und Kinderkleider und 1200 hochf. Herrenund Damen- Stiefeln in Lad, Stoß- u. feinstem Kalbleder, zu erwerben und verkaufe ich, um bis Weihnachten damit zu räumen, zu erstaunlich billigen Preisen. Täglich großes Ronzert der berühmten Ungarischen National- Kapelle Patay Bertalan aus Liptó- Szent Millos in Original Cfitos Costumes. 896] Lucke, Neanderstr. 9, Ecke Schmidstraße. heim, um i 41 machen. 1. Geschäft Kottbuserstrasse 139 2. Geschäft Brunnenstrasse Bur Außmab fteben 23 Sorten Febern Filzplatten, d. Klavierarbeiter u. Bernføgen. Filz- u. Doublefol Sonnabend, d. 13. Oftober, Abbs. 8 Uhr, Gratweil'sche Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tagesordnung: H Wenn friner ferne Mutter Sch schall des fi Erwachen ni aufitörte. S feine Jugen Er hatte fich mit und ohne Leber, geftanzt und geftep Deim ihm Cord, Plüsche, Futter c. in der Filz- Lochter hat nun! 1. Vortrag des Herrn Dr. Bentendorff über Anklamerstr.beſſen Rein Selbstmord und die Ursachen seiner Zunahme." Großartige Solo- Vorträge auf Violine, Cymbel Odeibrucher fett- Gänse, o NB. Die Rapelle spielt sämmtliche Piecen ohne Noten. Entree an der Kaffe 25 Pf. Im Vorverkauf 20 Pf. im Bigarrengeschäft non Herrn Barr, Alexanderplat im Grand Hotel. Programm an der Kaffe. Anfang 7 Uhr. Gustav Kunze. auch ausgenommen und getheilt, Leber, Liesen und Klein, fowie sämmt, liches Geflügel empfiehlt billigst Ludwig Grahl, [ 822 2. Abrechnung vom Sommervergnügen. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Stanz- und Stepp- Anß gewesen, bei Tüchtige Vergold auf gefchweifte Bretter werden verlang fann ein Arbeitsbursche fich melden 8811 G. Becker, Thurm 34 Die N und immer Mädchen, m Am andere eritreut, f Tüchtige Ofensetzer Mutter suc werden auf den Bauten Kreuzbergt hatte, und bachftr. 6, Blücher und Baerwaldstraatte, und r Linienstraße 2a und Reichenbergerftra Möbel, Spiegel u. Polsterwaaren eigener Fabrit wegen Ersparung der Ladenmiethe billig Brunnenhtraße 28. Jager und Verkauf nur Hof part. Bahlung nach Uebereinkunft.[ 802 Grünauer) eingestellt. Verantwortlicher Nebatteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Sabing in Berlin SW.. Beuthstraße 2. 4. Adalbertstrasse 4. Sterzu eine Bill * Ablü S haben ng vom 18. wollten Jh var, der di Der Inte , und bis legt, wo b noch, daß ne, da fi. fann ich d Beilage zum Berliner Volksblatt. mebr ane. 240. as ganze Eat veröffen voll tenbau a, Qug. Ill. Blos Die Bewohner von Ceylon. II. Roch verdienen, um, soweit das Aeußere in Betracht kommt, as Bild unserer Singhalefen abzuschließen, einer besonderen rwähnung die Kinder. Man müßte jedes Kunstsinnes bar ein, um nicht diese Heinen nackten Geschöpfe, wie fie it flattern dem Haar und einer die Lungenkraft unserer Rent pierde beschämenden Ausdauer hinter dem Wagen es Fremdlings herrennen, auffallend hübsch zu nennen. Wer wie lönnte man eine eblere Charakterentwicklung von Befcöpfen erwarten, denen man schon zu einer Zeit, wenn fie rb uttling auf einer der beiden Hüften ihrer fleinen Mütter een, die Anfangsgründe des Almosenbeischens einprägt! es $ Und diese Leute, deren Aeußeres ich im vorstehenden zu bilt rn versucht habe, also die Singhalesen, find als echte Dinu ein Zweig des großen arischen oder indo germanischen Stammes, find gegenüber anderen farbigen Völkern unsere uben Berwandten und reden noch heute eine dem Sanskrit vandte Sprache, deren Wurzeln mit denjenigen des Deut. erftraft then u. 1. w. übereinstimmen Es lohnt sich der Mühe, wenn aan die Nachkommen der arischen Eroberer Indiens steht, sich on Beit zu Beit Dinge zu wiederholen, die jeder Tertianer annt, die man aber angesichts der heutigen Gegensätze zwischen en meitlichen und den äußersten östlichen Vertretern des ronen Sprachstammes nur allzu leicht zu vergessen geneigt ist. Bicher Volksstamm Cy'on bemoarte, als im grauen Alter um Egypter, Phönizier, Jfraeliten dorthin Handel trieben nb vielleicht schon die Flotten Salomos vor Tarsih( in dem an das heutige Point de Galle vermuthit) vor Anter asen, ist unbekannt. Vielleicht waren die Vor bren der wenigen Tausend Veddas, die heute mit so viel Tausend wilden Elephanten den romantischen ., Flashto zug theilen, die urzugänglichsten Geaenden des Gebirges u bewohnen. Vielleicht waren es zur Dravidaraffe gehörige Berwar.bte der heutigen Tamulen, jener von der Malabartüite raten, erftam menden Arbeiter, die als gedungene Kul's vom Feftiande uwandernd heute schon mit etwa 850 000 Köpfen über 30 pet. st. Beer Besammtbevölkerung darstellen. Als Gesandte des Königs sgeführt. on prabane vor dem römischen Senat erschienen, müssen en Schon then die Vorfahren unserer Singhalesen auf Cylon gewohnt Ten, dem Gaben. Denn nach der Ball Chronik„ Mahawanso", der Hauptrelle fingbalefischer Geschichte, hatten arische Hindu aus dem hirpe oder der Halbinsel südwärts wandernd 546 vor Chr. unter efte ein rem Sönig Wizago die Insel erobert und die Urbevölkerung theils vernichtet, theils unterjocht. Um 307 vor Chr. soll dann om Uetlie Brahmareligion durch Buddahs Lehre verdrängt worden sein. her es fei gleich hier bemerkt, daß von den peffimistischen, die hr, ist ein Eigene istenz als unberechtigt verdammenden Anschauungen des Religionsstifters im heutigen einen endlosen Formenfram darelm Kahl tellenden Buddhismus der Singhalesen nur wenig mehr zu rgerstraße inden ist. Welche Lehre für Individuen und Völker liegt lein schon in der Thatsache, daß, während hart nbeitende Nordvöller rofigere Religionsgebilde schufen, in iefen gottbegnadeten Wunderländern die Lehre entstehen und ern Boben finden fonnte, daß das Leben werthlos genug sei, um easstr. im Kirwana, dem ewigen Nichts, Rettung fuchen zu laffen. Bur Beit der römischen Kaiser, als, wenn auch nicht der uner Weg mittelbare, so doch der durch verschiedene Nationen vermittelte -Ecke Seeverkehr längs der Küsten Südastens bis nach China reichte, mug nach einer Beschreibung des Geographen Plinius zu ur ze theilen die als„ Salile" bezeichnete Insel Ceylon ziemlich gut fannt gewesen sein. Unter allen fremden Nationen, die des Sandels halber Ceylon besuchten, haben unzweifelhaft schon vor Mohamed die Araber die erste Rolle gespielt. Aber erst zwischen Bean echten und zehnten Jahrhundert soll jene Maffenzuwande sung arabischer Elemente stattgefunden haben, deren als Mauren erobell( enolic Moormen) bezeichnete, fich auf mehr als 150 000 Seelen häft hier lighte and att. hegiffernde Nachkommen noch heute Mohamedaner find und fich ach Eigenart der Kleidung, beispielsweise Turban oder hohe Müße, weniger oder gar nicht, dagegen durch Hautfarbe und Coffen u ener Wörperbildung von Singbalesen und Tamulen unterscheiden. beitet, auährend des ganzen Mittelalters haben die Araber, die da mals in Ostafrita die Alleinherrscher waren, auch in Südafien 50einen sehr großen Einfluß ausgeübt. Ceylon, welches die jocher. tr. 155, raber Serendib" nannten, wurde 1340 von dem arabischen Gelehrten Jbn Baluta besucht, der den Acamsberg betots ieg und der heutigen Hauptstadt bereits als„ Kalambu" Erge, Betten, Breisen ge bleib Neand 10 1hr A Ein Drama aus dem Volksleben. " Aus dem Englischen der Pall Mall Gazette" von R. B. ( Fortsetzung.) VI. In fieberhafter Aufregung ging Grace's verzweifelte Mutter zu Teb) Woolley. Er begnete ihr fühl und schien belästigt von ihrem Besuch. Was sollte er mit ihrer Tochter hun? Er wäre schon verheirathet, wie konnte er Grace abrhelt üheirathen? Es war unmöglich. Was wolle er sonst thun?" und Bichts, antwortete er sie solle, so gut sie kann, sich das nb von mit abzufinden suchen. Schweren Herzens kehrte Frau Young heim, um ihrem Manne die entseßliche Mittheilung zu machen. Engros asse asse 25 41 139 Febern ten, a Tefohl " Freitag, den 12. Oktober 1888. wähnung thut. Auch ein päpstlicher Legat namens„ Marignola", der von 1339 bis 1349 Indien und China bereifte, hat Ceylon Aber gesehen und eine Reise zum Adamsberg unternommen. erft 1505, nachdem die Portugiesen den Seeweg um das Kap der guten Hoffnung gefunden hatten, erfolgte die erste Landung von Europäern. Das Verhältniß der Portugiesen zu den Eingeborenen war zunächst ein ganz freundschaftliches, sodaß die erfte europäische Niederlaffung gemäß beiderseitigem Einver ständniß gegründet werden konnte. Aber wie so bäufig unter ähnlichen Verhältnissen wurde auch durch diese Freundschaft das Ende der Unabhängfeit angebahnt. Schon unter Albu querque entstanden Bwiftigkeiten, die 1517 zum Bau des Forts von Colombo führten, des wichtigsten Stüßpunktes der 140 jährigen portugiesischen Herrschaft, die sich aber nicht über das unabhängig bleibende Königreich Kandy erstreckt hat. Erst um diese Zeit sollen fich die Veddas aus den beffer bewohnten Landstrichen in die Walddickichte des Nordens zurückgezogen haben. Die 1603 unter Spielberg landenden Niederländer verbanden sich mit Kandy gegen die Portugiesen und eroberten 1656 Colombo. Ihre Herrschaft, während deren der von der Regies rung monopolifirte Bimmthandel die hauptsächlichste Einnahme quelle bildete, dauerte ebenso lange wie die portugieftiche, nämlich 140 Jahre. 1796 tapitulirte Colombo an die Engländer, die, als Holland wieder frei von Frankreich geworden war, Ceylon ebensowenig wie die Kaptolonie herausgeben wollten. 1815 wurde Kandy, deffen Bewohner die englische Besaßung überwältigt hatten, zurückerobert überwältigt hatten, zurückerobert ein fleiner Feldzug, der mehr durch den Schaden, den die in den Niederungen überaus zahlreichen Blutegel den englischen Truppen zufügten, als durch friegerische Leistungen hervorragt. Die meerumschloffene Lage Ceylons sowie der wenig friegerische Sinn seiner Bevölkerung baben es den Engländern ermöglicht, den Eingeborenen vers bältnißmäßig viel Freiheiten zu geben, ohne daß dadurch die Gefahr neuer Aufstände hervorgerufen worden wäre. Aber daß die englische Regierung in ihrer Eingeborenenpolitik besonders erfolgreich gewesen sei, muß geleugnet werden. Anstatt daß eine höhere Kulturstufe der Eingeborenen angebahnt worden märe, find die Singhalesen in immer größere, die Einwanderung fleißigerer Elemente, nämlich der indischen Kulis, nach fich ziehende Faulheit versunken. Die von alten einbeimischen Königsgeschlechtern angelegten Wasserbehälter, deren Herstellung eine beträchtliche Ausdehnung der Reiskultur in jett beinahe unbewohnten, mit Dschungel bedeckten Gegenden ermöglichen würde, liegen beute noch in dem felben Verfall wie zu Beginn der englischen Herrschaft. C.ylon, das holb so groß wie Java( und etwas umfangreicher als die drei Provinzen Rheinland, Westfalen und HessenNaffau) ist, hatte zu Anfang dieses Jahrhunderts dieselbe Bevölkerungsdichtigkeit wie Java, während diefe holländische Insel heute eine fiebenfach zahlreichere, dazu viel fleißigere und wohl habendere Bevölferung ernährt. Uebrigens entfallen von den 2 800 000 berzeitigen Bewohnern Ceylons halb so viel auf jeden Quadratkilometer als in Deutschland. Während Ceylon unter portugiesischer und niederländischer Herrschaft vorwiegend Bimmt Land, ia, man fann wohl sagen, daß einzige Bimmtland der Erde war, hat der 1825 begonnene Kaffeebau foon nach wenigen Jahrzehnten alle übrigen Erwerbs quellen der Insel in Schatten gestellt und diese berrschende Stellung bis ungefähr Anfang der achtziger Jahre behauptet. Seit aber durch den 1869 zuerst beobachteten mikroskopischen Bilz Hemileia vastatrix die meisten Staffeepflanzungen zu Grunde gegangen find, ist an die Stelle des Bimmts und des Kaffees der Thee getreten, deffen Anbau in fast unvernünftiger Ausschließlichkeit gerade jetzt noch immer weiter ausgedehnt wird. Die uralte, schon aus voreuropäischer Beit stammende Kultur der Kokospalme, gemäß deren Ausdehnung man Ceylon als das erit Kokosland der Welt bezeichnen tann, hat dagegen ähnliche Wandlungen nicht durchgemacht. Die Singbalesen, die mit 1700 000 Röpfen auch heute noch 60 pCt. der Bevöllerung bilden, find nicht gerade faul in der mübiamen Bewirthschaftung ihrer die Thäler einnehmenden Reisfelder und verdienen, sobald es fich um den Ackerbau in Niederungen handelt, vor ihren Mitbewerbern, den Tamulen, den Vorzug. Aber sie scheuen die schwere Arbeit in den Kaffeeplantagen und find bei Pflanzern und Kaufleuten, die meist träftiger Arme benöthigen, als träge verschrien. Die mehrfach erwähnte Maffeneinwanderung arbeitstüchtiger Kulis, der sogen. Tamulen, welche sich dann, die Singhalesen verdrängend, im Norden und Osten der Insel festfesten, stand in engstem Bus ihn wiederum, er könne nichts thun; und damit drehte er sich weg und ließ sie stehen. James Young, der beständig über das Verhängniß, das ihn getroffen, nachbrütete, sah nur einen Hoffnungsschimmer vor sich. Vielleicht hatte der Kerl gelogen und war gar nicht in Kent verheirathet. Wenn nicht, dann helfe ihm Gott, wenn er das Unrecht, das er seinem Rinde zugefügt, nicht wieder gut macht. Mit dieser schwachen Hoffnung, welche ihn aufs Neue aufathmen ließ, machte er sich auf welche ihn aufs Neue aufathmen ließ, machte er sich auf den Weg zu dem Dorfe, wo nach Wooley's Aussage dessen den Weg zu dem Dorfe, wo nach Wooley's Aussage dessen Weib lebte. Er erfuhr bald, daß der Schurke gelogen hatte. Ein Opfer war da; ein Kind werde bald da sein; aber gefeßlich lag kein Hinderniß vor, daß Woolley Grace nicht heirathen durfte. 3war als der Vater die Ver zweiflung der anderen Eltern sah und den Angstruf hörte, der von den Lippen des anderen Mädchens ertönte, vergaß er für einen Augenblick sein eigenes bitteres Weh. Doch feine erste Pflicht galt seinem Rinde; komme, was da wolle, seine Tochter müsse zu einem ehrlichen Weibe gemacht werben. Nachdem er heimgekehrt, machte sein Weib einen letzten Versuch. Edgar Wooley aber wurde heftig, als er davon hörte, daß sein anderes Opfer von seiner Treulofigfeit unterrichtet sei, und machte dann zögernd das Buge ständniß, daß er fünfzig Shillinge zu Rindersachen geben wolle. Mehr wolle er nicht thun; er glaube damit den Mehr wolle er nicht thun; er glaube damit den den. Grace kehrte mit der Mutter heim und stand nun zum ersten Male dem Vater gegenüber. Er empfing fie mit leidenschaftlichen Vorwürfen, sie habe ihre Familie entehrt, ihr Leben zu Grunde gerichtet. Niemals, ach nie. mals würde er sie lieben können wie ehedem. Und das das Mädchen, bie Entdeckung ihrer Lage muthig ertragen hatte, brach nun zusammen. Nicht die Schande, noch die Furcht vor den Schmerzen und der Möglichkeit, das Leben dabei einzubüßen, sondern der Verlust der Liebe ihres Vaters war der schwerste Schlag. zurück. Wenn ein Soldat, der nach beendeter Schlacht von friner fernen Heimath und seinen Kleinen, die auf der Mutter Schooß spielen, träumt, durch plöglichen Kanonenschall des fiegreichen Feindes aufgestört wird, so ist solches Erwachen nicht grausamer als das, das James Young nun auftörte. In den letzten Tagen war das Gespenst, das feine Jugend vergiftet, beinahe in Vergessenheit gerathen. Er hatte sich ganz dem Frieden und dem Glüd, bas sein und gefter Deim ihm bot, überlassen, und in dem Stolz auf seine Verpflichtungen der Vaterschaft vollständig gerecht zu wer Tochter hatte er die Schande der Mutter fast vergessen. Und nun! Das schauerliche Gespenst hatte sein Mädchen, beffen Reinheit das Glück und die Heiterkeit seines Lebens gewesen, berührt. Er war vollständig gebrochen. Der Fils str. p- An rgold Die Nacht tam, doch sie brachte keinen Schlaf. Immer und immer hörte ihn fein Weib stöhnen: Mein armes en verlane Mäbchen, mein armes Mädchen! Was faun ich machen?" Thurmm anderen Tage bemerkten seine Kameraden, daß er melden erstreut, still und voll quälender Gedanken war. Die setzer Mutter suchte nochmals den auf, der ihre Tochter entehrt uzbergitt 34 erwaldfiraatte, und wurde nochmals zurückgewiesen. Wozu störe sie Ihr Vater verließ fie in 3orn und sie blieb in Thränen enbergerfica urine *) Ablürzung f. Edgar. " 5. Jahrs. fammenhang mit der Ausdehnung des Kaffeebaues. Nachdem diese Buwanderung zu Anfang und Mitte der achtziger Jahre start nachgelaffen und beinahe aufgehört hatte, hat fie neuerdings wieder einen größeren Umfang angenommen, obwohl bei der viel Arbeit, aber auch viel leichte Arbeit erfordernden Theekultur, bäufiger als beim Kaffeebau Singbalefen verwandt werden. Die Tamulen, Abkömmlinge der zur Dravidaraffe gehörigen vor arischen Urbewohner Indiens, find von Hautfarbe etwas dunkler und törperlich etwas fräftiger, als die Singhalesen, ohne jedoch auch nur annähernd die Muskulatur der meisten afrikanischen Negerstämme zu befizen. Und seltsames Spiel des Bufalls, während die Singhalesen Buddhisten geworden sind, halten die nichtarischen Tamulen noch heute an einer Verballhornung der uralten Brahma- Religion threr ehemaligen arischen Besieger fest. Allerdings ist der Schiwa, oder, wie man hier das Wort aus spricht, Siwa- Kultus der heutigen Tamulen zum reinen Fetischdienst, zur Verehrung von Geistern und ähnlichem Unfug ausgeartet. Auch scheint es, soweit ich mich darüber zu vergewissern vermochte, mehrfache Verquidungen von Buddhismus und Siwadienst zu geben. In runder Summe veranschlagt man die Zahl der Buddhisten auf 1 650 000, die der Siwa Anbeter auf 650 000, die der Mohamedaner auf 180 000 und die der Christen( meist Abkömmlinge von zwangsweise vermittelst der Inquifition befehrten Katholiken aus portugiesischer Zeit) auf 320 000. Chinesen, Malay: n und andere Völker, die seit uralter Beit mit Ceylon Handel trieben, find in fleinen Kolonien dort vertreten, desgleichen Neger und Kaffern, deren Vors fahren einst Söldlingsdienste geleistet. Auf 8000 beziffert man die Zahl der mischblütigen, als„ Burgers" bezeichneten Nachkommen von Holländern und Portugiesen, bie als Schreiber, fleine Beamte und ähnliches Verwendung finden. Unähnlich den ihre aristokratische Abgeschloffenheit streng aufrecht erhaltenden Engländern haben fich Holländer und namentlich Portugiesen, wo immer fie längere Zeit herrschten, mit den Eingeborenen vermischt, und zwar die Holländer doch immer noch mit ausreichender Vorsicht, die Portugiesen dagegen vielfach derart, daß sie Herrschaft, Hauffarbe und Europäerthum einbüßten. Die Europäer reinen Blutes, die in den Städten, namentlich Colombo, sowie als Pflanzer im Ge birge leben, sollen 6000-5000 sein, der Veddas, welche einige nicht als Ureinwohner, sondern als Singhalesen geringerer Kaste anseben, etwa 2000. Unter allen diefen Elementen erkennt man außer den Europäern blos die Burgers an der Hautfarbe, die Mausen das gegen find derartig nachgedunkelt, daß, wäre nicht die Vr schiedenheit der Kleidung, sowie bei den Weibern das Fehlen folch barbarischen Schmudes, mie die bei den Singhalefinnen besonders beliebten einseitigen Nasenringe, tein äußerliches Merk mal ihre Sonderstellung andeuten würde. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Sigung vom Donnerstag, den 11. Oftober. Der Stadtverordneten Vorsteher Stadtv. Dr. Stryd ers öffnet die Sizung nach 5% Uhr mit einer Reihe geschäftlicher Mittheilungen. Nach Eintritt in die Tagesordnung wird in Bezug auf die Neuwahl eines Stadtraths befchloffen. die Vor bereitung der Wahl einem Ausschusse von 15 Mitgliedern zu überlaffen. Für die Ausstellung des Vogelschußvereins Aegintha wird ein Ehrenpreis bewilligt. Mit der Aufstellung eines Organisationsplanes und mit der Vertheilung der Unterhaltungskosten für die erweiterte städtische Webeschule war ein Ausschuß betraut worden. Derselbe erstattet Bericht durch Stadtv. Wohlgemuth: Wenn es auch nunmehr feftstehe, führte der Referent aus, daß der Staat die Hälfte der durch die eigenen Einnahmen nicht gedeckten Ausgaben der Anstalt, sowie die Kosten ihrer erstmaligen Ausstattung mit den erforderlichen Unterrichtsmitteln, Webestühlen und Maschinen übernehmen wird, so erscheine doch der Zuschuß von 4000 M., melchen die Interessenten, und von 300 M., welchen die Jnnungenes find deren fieben bei der Webeschule interesfirt übernommen baben, sehr geringfügig. Dagegen wurde VII. Auch die folgende Nacht schlief James Young keinen Augenblick. Er hatte sich niedergelegt, doch ruhelos warf er sich hin und her, ab und zu die Worte murmelnd: ,, Was fann ich thun?" Was in der That konnte er thun? Das Unglück war da und fein Gott fonnte es ungeschehen machen. Und in einigen Monaten wird das Kind kommen, gebrandmarkt als das uneheliche Kind eines gefallenen Weibes. Während er so qualvoll die Nacht verbrachte, nahm ein Gedanke, der ihm schon früher gekommen, feftere Gestalt an. Auf jeden Fall mußte der Bursche gezwungen werden, das Mädchen zu heirathen. Aber wie? Er war taub geblieben bei den Bitten der Mutter. Was für Mittel bleiben noch? Nur eines. Vielleicht veranlaßt ihn die Furcht, das zu thun, wozu das Mitleid und die Pflicht ihn nicht vermochten. Und als er so an die letzte Möglichkeit dachte, erinnerte er sich, daß er unten im kleinen Bücherschrank einen Revolver hatte. Er hatte ihn vor einundeinhalb Jahren gekauft, um die Vögel von den Schoten im Garten wegzujagen. Manchen Nachmittag, wenn feine Arbeit war, hatte er auf die Sperlinge gefeuert, ohne je einen Vogel zu schießen, doch der Schreck, die Furcht, hatte die Vögel vertrieben. Vielleicht wird Edgar Woolley aus Furcht seinem Rinde gegenüber seine Pflicht thun. Es lag etwas Verführerisches in diesem Gedanken, er konnte sich nicht mehr von ihm frei machen. Er wollte den Revolver nicht abschießen, ihn nur vor des Schurken Kopf halten. Vielleicht würde dies genügen. Er stand früh auf und nahm den Revolver aus dem Raften. Er war geladen. Eine stolze Hoffnung auf das Gelingen seines Planes ergriff ihn. Es war der erste September, und die Glocke schlug gerade sieben Uhr. Seiner Tochter sollte es erspart sein, Mutter zu werden, bevor sie eine ,, missus" war. Sein Entel sollte wenigstens das Recht haben, den Namen des Vaters zu führen. Und sein Mädchen, wenn sie auch nie ihren Gatten sehen sollte nur die Beremonie erfolge, das wäre genug. Wie der Ertrinkende sich an dem Strohhalm festhält, weil er glaubt, er rette ihn von dem Tode, so umflammerte James wenn geltend gemacht, daß die sogenannien Interessenten eine freie Bereinigung hiefiger Fabrikanten bilden und sicherlich die Zwecke der neuen Anstalt auch anderweitig fördern werden, zudem aber auch durch das hohe Schulgeld von 300 M. jährlich, welches fte für ihre Söhne und Angehörigen bei Ausbildung in der Webeschule zu zahlen haben, materiell noch mehr zu den Koften beitragen. Für die bisher von der Stadt unterhaltene Webeschule hitten ste nur 3000 m. jährlich als Beihilfe gespendet. Der äußerst geringe Beitrag der Innungen wurde damit motivirt, daß die Jnnungen selten oder nie größere Geldopfer für Schulzwede brächten. Der Ausschuß habe be= schloffen, über diese Punkte hinweg zu geben, halte es aber für wünschenswerth, daß auch in anderen Kreisen das materielle In tereffe für die Anstalt erwedt werde. Die Stadt solle die Hälfte der Koften tragen. Vielfache Bedenken habe der Orga nisationsplan hervorgerufen, es sei vor allen Dingen des Kuratorium zu groß erschienen, auch die Busammensetzung deffelben, burch welche Magistrat und Stadtverordnete völlig in den Hintergrund gedrängt werden, ungenügend. Allerdings würde geltend gemacht, daß durch hinzuziehung vieler Personen auch das Bestreben, der Anstalt zu dienen, verallgemeinert würde, daß dies besonders bei den Janungsmeistern der Fall sein dürfte, wogegen aber unter schließlicher Zustimmung des Ausfchuffes geltend gemacht wurde, daß ja die Anstalt zum größten Theile für die Innungen errichtet refp. erweitert würde und schon aus diesem Grunde eine Lauheit von dieser Seite gar nicht in Frage fommen dürfe. Demgemäß sei der Organisations plan abgeändert worden. In der Spezialdiskussion werden bei einigen Paragraphen des Statuts Abänderungen unwesentlicher Natur von einigen Rednern beantragt und angenommen. Im übrigen wird der ganze Entwurf en bloc angenommen. Der Anschluß des Baraden Kasernements des Eisenbahn- Regiments bei Schöneberg an die Kanalisation von Berlin wird genehmigt. Einigen unwesentlichen Magistratsanträgen wird debattelos zugestimmt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Schluß 6 Uhr. Es folgt eine nicht öffentliche Sigung. Lokales. Dis Markthalle auf dem Magdeburger Platz geht ihrer Vollendung entgegen; die Schließung des entsprechenden Wochenmarktes und Eröffnung der Markthalle läßt sich in etwa vier Wochen erwarten. Abgeschlossen ist aber hiermit die Ver forgung der Stadt mit Marlthallen, es würden( die Magdeburger Play Markthalle eingerechnet) dann in nächster Beit acht im Betriebe sein, noch nicht gänzlich. Die Louisenstadt jenseits des Kanals, ein Stadttheil mit mehr als 120 000 Einwohnern, bedarf einer eigenen Markthalle. Die Wege aus diesem Stadttheil zur nächsten Markthalle( Nr. VII in der Budower Straße) find zu weit. Aehnlich liegen die Verhältnisse mit dem Stadt theile Moabit. Auch der äußere nördliche und nordöstliche UmTreis der Stadt( Wedding und Schönhauser Vorstadt) find schon mit Wünschen hervorgetreten. Allen diesen Forderungen sofort oder überhaupt gerecht zu werden, ist naturgemäß unmöglich; die Dringlichkeit und vergleichsweise Dichtigkeit wie Wachsthum der betheiligten Bevölkerung fönnen allein die Reihenfolge bestimmen, in welcher bei ruhiger Abwägung aller Verhältnisse diesen Bedürfnissen wie Wünschen Genüge zu thun ist. Es darf auch hierbei nicht aus dem Auge verloren werden, daß die Sentralmartthalle schon längst nicht mehr in ihrem jebigen Umfange den Bedürfnissen des in völlig ungeahnter Weise in thr wachsenden Verkehrs entspricht. Hier gestalten sich die Berhältnisse von Monat zu Monat derartig, daß auch hier Erweiterungen in das Auge zu faffen find. Sie find unvermeid lich. Das bisher in den acht Markthallen angelegte städtische Rapital beläuft sich auf 17 Millionen Mark. Die Erträge des Markthallen Unternehmens find derartige, daß Verzinsung und Tilgung des aufgewendeten Kapitals sichergestellt find; außer dem aber find die noch weiter hier und da erforderlichen Ver befferungen des Standgeldtarifs ermöglicht. Es ist auch mög lich, ohne deshalb die Steuerzahler zu belasten, die noth wendigen und dringlichen Erweiterungen des Markthallen Unternehmens vorzunehmen. Nur muß dies allmälig, nicht sprungweise geschehen. Wie fremdes Eigenthum von den ChristlichSozialen respektirt wird, davon hat die lepte Freitagsvor stellung des Stöder wieder einen recht schlagenden Beweis ges liefert. Wir lesen darüber in der Volts Bettung": Der Louisenstädtische Bezirksverein hatte an eine Anzahl seiner Be airtegenoffen Anschreiben gerichtet, in welchen um Beiträge zu Den Kosten für die Landtagswahl ersucht wird. Zur Bequem lichkeit für die Mitglieder war diesen Anschreiben eine Postan weisung mit der Adresse des Kaffirers beigefügt. Durch ein Versehen des Druders war nun das Packet mit den Anschreiben und Karten, wohlverpackt und verschnürt und mit der Adresse des Vereinsvorfigenden, dem Namen Löwell" versehen, bei dem Poitier des Buggenhagen'schen Etablissements abgegeben Young seinen Revolver seine letzte Hilfe, seine einzige seine letzte Hilfe, feine einzige Hoffnung. Er klopfte an die Thür von Herrn Woolley's Geschäftshaus und wurde eingelassen. Er frug nach Edgar Woolley. Der Bursche kam zur Thür und stand dem erzürnten Bater gegenüber. Mit vor innerer Bewegung zitternder Stimme sagte Young:„ Sie wissen, was Sie meiner Tochter zugefügt" Ja," antwortete Woolley verdrießlich. Wollen Sie sie heirathen, um sie vor Entehrung zu bewahren?" Er erhob seine Stimme und seine Hand umKlammerte fester den Griff des Revolvers. Ich kann es nicht," antwortete Woolley nachlässig, und nochmals mit besonderem Nachdruck frägt Young ihn: Wollen Sie meine Tochter heirathen?" und als Woolley mit erzwungener Kälte Nein" antwortet, bricht er heraus: Sie find nicht mit der andern verheirathet, ich war dort." Noch einmal, Sie wollen mein Kind nicht heirathen?"" Nein," ants wortet Woolley zynisch. In dem gleichen Augenblick, ohne recht zu wissen, was er thut, zieht Young den Revolver und feuert aufs Gerathewohl einen Schuß den Gang hinab. Da stürzt Grace, die den Schuß gehört, die Treppe herunter. Bater!"" Geh hinauf, Kind und gehe augenblicklich nach Haus," ruft ihr erregt der Vater zu. Woolley flüchtet die Stufen hinauf, Young sendet ihm einen legten Schuß nach und verläßt das Haus. Seine letzte Hoffnung war zu nichte. Er glaubte nicht, daß er Woolley getroffen. Er hielt sich nicht auf, sondern ging zur Arbeit, ohne sich zu kümmern, was gefchehen, aber nicht für einen Augenblick daran denkend, daß er dem Schurken eine Wunde beigebracht hatte. " Thatsächlich hatte die Kugel Woolley in den linken Schenkel getroffen. Grace hörte ihn ausrufen:„ Ich bin verwundet" und dann sah sie ihn die Treppe hinaufhinken. Er pfiff, als er hinaufhinkte, und verschwand in seinem 3immer. Dreiviertel Stunden später wurde Doktor Powell geholt und Woolley wurde nach Guy's Hospital befördert, wo er sich augenblicklich noch befindet. VIII. So wenig glaubte James Young, daß er etwas Ernst haftes verübt, daß er seine Arbeit fertig stellte, seinen Lohn # worden. Diefer hatte, in der Annahme, daß die Stöcker- Vorstellung die richtige Adreffe fei, das Badet an Herrn Rebat teur" Aschenbrenner übergeben laffen, und dieser muß wohl, trotz Verpackung und dreffe den Stöcker für Löwell gehalten haben, denn der Stöder hatte sofort seinen örern als ein Er zeugniß freiwilligen Humors" einen solchen Brief verlesen und den famosen Witz darangeknüpft, daß die Freifinnigen bei ihm auf feine Gegenliebe hoffen dürfen. Als nun aber Herr Löwell am folgenden Tage Don Herrn Aschenbrenner das Eigenthum des Vereins zurückverlangte, erklärte der würdige Freund Stöckers, das Padet müffe gestohlen sein. Herrn Löwells Zweifel daran, daß in einer chriftlich fortalen Versammlung etwas gestohlen werden könne, fuchte Herr Aschenbrenner damit zu entkräften, daß auch viele Sozialdemokraten in der Versamm lung gewesen seien. Dieser Frechheit gegenüber erklärte nun aber Herr Löwell, daß er in sozialdemokratischen Versammlungen stets achtbare und anständige Leute und viel Respekt vor frem dem Eigenthum gefunden habe, dagegen in der chriftlich sozialen Freitags Vorstellung viele zweifelhafte Gesellschaft und„ Radau brüder". Obgleich ein Gegner der Sozialdemokraten, müsse er doch gegen eine solche infame Unterstellung auf das Entschies denste protestiren. Diesem Protest gegenüber hüllte sich Herr Aschenbrenner in ein sehr beredtes Schweigen, aber von seinem Eigenthum hat der freifinnige Verein nur einen bescheidenen Reft etwa 100 von 450 Einladungen zurüderhalten. Welches Gezeter würde sich wohl erheben, wenn freifinnige Männer fich einer solchen Handlung schuldig gemacht hätten? Die öffentliche Mittheilung dieses Vorganges durch Herrn Löwell hat übrigens in der freifinnigen Wählerverfammlung die gebührende Verurtheilung gefunden. Zur Warnung für Answanderungsluftige. Die Bolts Beitung" erhält folgende Buschrift: Melbourne, 26. August 1888. Als fiüber langjähriger Leser Ihres Blattes ersuche Sie um gefl. Aufnahme nachfolgender Beilen. Ich kam vor mehreren Monaten von Berlin nach hier, von einer sehr großen Firma mit dreijährigem Kontrakt, feftem Gehalt von 50 Mark per Woche und freier Reise zweiter Klaffe engagirt. Da Australien ein Land ist, in dem viele Industriezweige noch wenig oder gar nicht vertreten find, da ferner die bufigen Firmen durch die außerordentlich hohen Einfuhrzölle gezwungen find, die Fabrikation vieler Artikel in ihrem eigenen Intereffe selbst in die Hand zu nehmen, so läßt fich mit Sicherheit an nehmen, daß gerade in den nächsten Jahren viele Arbeitsträfte unter gleichen oder ähnlichen Bedingungen nach hier engagirt werden. Sweds dieses Schreibens ist es nun, über diese Bedin gungen unter den deutschen Handwerkern einige Aufllärungen zu verbreiten. Ich will nicht sagen, daß man bei dem Gehalt von 50 M. per Woche hier nicht auslommen kann, es ist aber der niedrigste Lohnsaß, der hier überhaupt gezahlt wird, und wenn man be denkt, daß doch nur erste Kräfte zu solchen Stellungen gesucht werden, so ist entschieden der Lohn ein unzureichender. Die freie Reise mag allerdings für manchen verlockend sein, so, bald aber dann das Gehalt ein für hiesige Verhältnisse unzu reichendes ist, hat die freie Reife gar feinen Werth und liegt Die Sache vielfach so, daß man durch den geringen Lohn die Reise doch selbst bezahlt, ja daß der Chef noch Ueberschuß hat im Vergleich mit den sonst hier gezahlten Löhnen. Wer nach hier kommen will, möge unter 70 M. pro Woche tein Engagement annehmen. Die Agenten der hiesigen Firmen in Deutschland, die ja eine gewiffe Verantwortung thren Auftraggebern gegenüber haben, nur gute, zuverlässige Leute zu schiden, erzählen alle möglichen Wunderdinge über die Billigkeit aller Lebensbedürfnisse; laffe fich dadurch Niemand täuschen, Das ist in den meisten Fällen nicht zutreffend und suchen Diese Agenten durch solche verlockende Schilderungen nur Leute, die fte für geeignet halten, zur Annahme der Stellung zu be wegen. Bu bedenken ist ferner, daß man durch Annahme einer Stellung bei niedrigem Lohn fich gleich mit den englischen Ar. beitern auf gespanntem Fuß befindet; diese halten sehr auf aus reichendes Gehalt und find die Deutschen schon dafür verschrien, billiger zu arbeiten als die Enaländer. Also fret Reise 2. Klaffe, 70 Mart pro Woche und 3 Jahre Rontraft, das wären die Bedingungen, die ich als die niedrigft annehmbaren empfehle. Ich schließe daher mit dem Wunsche, daß diese Beilen eine recht weite Verbreitung und, was die Hauptsache ist, eine noch größere Beachtung in Deutschland finden mögen. I.... Die Stunden der täglichen Mahlzeiten waren feines. falls immer dieselben bei dem modernen Menschen, und ebenso wenig ist es gleichgiltig, wann wir diese Mertscheiden für den Tag und für unseren- Magen eintreten laffen. Denn die Mahlzeiten in ihrer regelmäßigen Wiederkehr zergliedern gewiffermaßen den Tag, fie bilden wenigstens einen wichtigeren Anhalt dafür als die landläufige Berechnung, welche im allge meinen üblich ist, wobei nicht vergessen werden mag, daß bei dieser Tageintheilung auch hygienische Gründe, oft ohne daß das Individuum davon eine Ahnung hat, dabei ihr Wort sapiermans sprechen. Sehr wenig dienlich ist es, während des Tages ner alten Mah'ziten zu weit auseinander zu legen; man hält es für hung dief Merimal der Theilnahme an der fortschreitenden Kultur, Perfelbe ist man während des Tages nicht nur ein- oder zweimal ist, unkles a das in der vielaepriesenen auten alten Zeit zu gefchehen piles Rinn. fondern dem Magen häufiger Epeisen zuführt. Denn eidet war Völlerei und Gefräßigkeit, wovon uns die Berichte aus bunkel gangenen Epochen so wunderliche Mär überliefert hat Stette. fchwanden erst dadurch allmälig, daz man den Der gewissermaßen zähmte, indem man ihn daran gewiDiejenigen bei einer jeden Mahlzeit weniger, dafür jedoch öfter währem Lehrer des Tages zu effen. Andererseits aber find, zumal ommen b Kindern, die zu häufigen Mahlzeiten zu vermeiden, weil habe. Er der Appetit gänzlich aufgehoben und dafür die Nines 12jä zu allerhand Ledereien anerzo en wird. 8. Septem Wie verschieden jedoch die Stunden der Mahlzeiten in burde die Tag hinein gelegt werden, beweisen die Beispiele, welche and die B Kulturleben der Völler darbiet t. Im 14 Jahrhundert af den Hän palt: Könige von Frankreich um 8 Uhr Morgens zu Mittag chwister fi stand eben damals früher auf und ging infolge deffen war ger entsprechend früher schlafen. Der immense Fortschritt Jemend, leuchtungswesen erschloß erst der Menschheit den Abend, Sharitee z wir finden, daß die Zeit des Mittagsmahls in demselben o meine vorwärts geschoben wird. Schon Ludwig XV. von Fabem ich noc befaß einen so verfeinerten Geschmack, daß er sein Di Nachricht m 2 Uhr Nachmittags einnahm. Heute effen die Frangol geschäft. 2 Hauptmahlzeit um 6 Uhr Abends, aber fie tüden diefe wohnen Lad mälig so weit in die Nacht hinein, daß man in Paris fdjegt. Dann erst zu Mittag effen wird, wenn die übrige Me Eltern. schon den neuen Tag beginnt. Beinahe ebenso ist es in Game babe wo heute fein fogenennter gebildeter Mensch daran den Mein sechs Uhr an sein Diner zu gehen, während die der verzi rechte und Elisabeth und mit ihr das damalige Alt England um Namen und Vormittags ihren Budding af. So weit sind wir in fte gehabt", D land freilich denn doch noch nicht gekommen, daß w Set ci Abend unser Mittagessen zu uns nehmen die Fälle penen Lad nommen, wo der Einzelne gezwungen ist, feine Mehend aus ei wider die allgemeine Gewohnheit zu verschieben. welche zum am Railwayspine" nannten die englischen Aerzte cafters dien gefährlichsten Krankheiten, bie, wie es den Anschein hat, usbrechen Art der Berufsfrankheit der Eisenbahnbeamten und namin Bettel der Lokomotivführer fich gestaltet. Erst in neuerer Beit Stiefel ein möglich gewesen, über diese sonderbare Krankheit genaute Rechnun obachtungen anzustellen und namentlich der gegenwärtige meifter J. arzt in Dalldorf, Dr. Moelt, hat bereits vor einiger Zeit Gegenstände theilungen über eine Anzahl derartiger Erkrankungsfa Folgen sammelt und in ärztlichen Fachzeitschriften veröffentlicht Der zulegt Krankheit zeigt sich in ihren Anfängen gewöhnlich als Bouthilfsbot eines Eisenbahnunfalls, bei dem der Kranke zugegen und von Geldbri fahr war. Es find deshalb auch hauptsächlich Lotomoti 3000 Mart welche von dieser Strankheit befallen werden, weil fie bd 28 Jahre d derartigen Unfall nicht nur am meisten der Gefahr abaar, spärli find, sondern fich diese Gefahr auch ihrer Wahrn Rähne und deutlichsten einprägt. Die Die durch den pen Gang u Schrecken bedingte hochgradige Erregung scheint die die Ergreifu liche Ursache der Krankheit zu sein, doch schein gestohlenen eine besondere Gemüthstimmung, wie sie durch and worden. Fahren auf der Eisenbahn erzeugt wird, der schädlichen Die P eines plöglichen Schreckens Vorschub zu leisten; so criminalpoli ift es erklärlich, daß die unter dem Namen Railwayfpileine dort ftandene Krankheit fast ausschließlich solche Individuen Belohnung die viel auf der Eisenbahn reisen; so namentlich auch ichen Mörd ausfett. amtenperfonal der Büge. Die Krankheit ärgert sich du allmälige Entattung der Organe des Zentralnerven vom 17. Se also des Rückenmarks und des Gehirns. Ehe diese Erben Behörde jedoch erkennbar zu Tage tritt, zeigen fich so seltsame Jungen find nungen bei den Kranken, daß die Frrenärzte gewöhnlich oder Heirn find, diese Kranken für Simulanten zu halten. Die Jllinois, zu werden mürrisch, reizbar, in fich gelehrt, haben gang alias Moore Borstellungen und sind oft nicht im Stande, gan muthmaßlich Handlungen auszuführen. So kam es beispielsweise ein 8. Februar daß ein derartig erkrankter Lokomotivführer mit einem 8 oder 9 30 Buge beinahe durch die Mauern des Bahnhofsgebäudes fehr gerade, wäre, weil er infolge seines frantbaften Zustandes schöne Gifich Stande war, die Vakuum- Bremse in Thätigkeit zu ferragende dun dem er den Entschluß hierzu gefaßt hatte. Er wurde gefärbt sein. Polize Gefährdung eines Eisenbahntransports unter Anflage mund et und nunmehr ermittelte man den Beginn dieser schwere Stralauer belt. Es beweist dieser Fall aber, wie nöthig die mit start bli verwaltungen es haben, ihr Betriebspersonal einer gena und nach de lichen Beobachtung zu unterwerfen, wenn nicht einmal hatte in se einen dieser Art erkrankten Beamten schweres Unbeil ang mittelft eine werden soll. Andererseits aber sollte diese Krankheitsa biefelbe Beit ein Anlaß sein, den gegenwärtig meist recht schweren Dialer in sei Betriebs personals und besonders der Lokomotivfühl durch einen erleichtern. Angeregt ist diese Frage oft genug beffelben T aber immer vergebens. Was die Natur der gef Cause Neue Ecfrankungen anbelangt, so werden noch neuerdings ein baburch ein Beobachtungen gemacht, die zu dem jetzt wohl allseil armes, so b tannten Ergebniß geführt haben, daß man es bei diese An demselb beit nicht mit einer hysterischen Form der Gemüthsf ein Mann tbun hat, sondern mit Veränderungen in der Beschaffen und erlitt b Rüdenmarks und des Gehirns, woraus fich dann er der rechten ed teren frankhaften Escheinungen im Geistesleben des Individiums ergeben. Nach der Anficht der Jerenär Stranten geben meist schnell in einem Zustand völliger Verlauf einer folchen Erkrankung wenig hoffnungs Abgeftumpfthelt über und zu Grunde. Die Der Familie zeigt nunmehr die Schlußvertheilung der Maffe an. Nachklang zum Prozeh Reiff. Der Konkurs Staatsanwa zu verfügbare Maffenbestand beträgt 32 321,58 Mart, qualifizirt: chem noch 2136 Mart festgestellte Vorrechtsforderung gegen dieje weg zu berichtigen find. Bei der Bertheilung des gefunden n bleibenden Bestandes von 30 185.58. find ohne Bo auf eine be gestellte Konkursforderangen in Höhe von 1066 628,39 Eammern n berücksichtigen. Hochftabler. Am Dienstag Abend trat ein fein einzog und nach Haus ging. Da bemerkte ein Arbeiter, es feien heut seltsame Dinge in Merton geschehen. So," sagte young abwesend, was denn?"" Dh," erwiderte sein Genosse, ein Mann ist geschoffen worden." Young schreckte auf; es war das erste Mal, daß ihm das Bewußtsein von seiner That tam. Er faufte sich das„ Echo" und las den feiner That fam. Er kaufte sich das„ Echo" und las den Bericht über das Geschehene. Nun wußte er, daß er verhaftet werden würde. Anstatt heim zu gehen, kehrte er um und ging nuch Clapham. Dort widelte er seinen Revolver zu einem Packet ein und warf es ins Wasser. Alsdann bachte er darüber nach, was zu thun. Ein Gedanke drückte ihn sehr. Er hatte in der letzten Nacht heftig und unfreundlich zu seinem Mädchen gesprochen. Armes Kind! Welches auch immer ihr Unrecht war, hatte sie nicht genug gelitten und würde sie nicht durch Andere noch mehr leiden müssen, als daß ihr Vater ihr Weh noch vergrößern sollte? Dieser Gedanke verfolgte ihn unausgesetzt. Er fehrte in ein Kaffeehaus ein und schrieb dort an Grace einen Brief, voll von Bebauern über seine Heftigkeit und von überfließender Liebe und Sympathie für ſein schwer heimgesuchtes immer weiter, Dann weiter vielen Straßen der mächtigen Stadt ohne Furcht, gefunden zu werden, tagelang hätte gehen können, wenn nicht sein entwidelter Familienfinn es ihm unmöglich gemacht hätte, Frau und Kinder ohne Nachricht zu lassen. Die Polizei wußte dies wohl und stellte Geheimpolizisten um sein Haus -ruhig seine Rückkehr abzuwarten. Inzwischen war seine Tochter aus Woolley's Haus ihrer Mutter zugeführt wor den und das Mädchen aus Rent hatte in Guy's Hospital dem Brief fort, dann schimpfte er über die Ungefchid Kind. wo er die Regalia Bigarre, ließ sich mehrere Proben vorlegen aus Rechts ausgeführt, und mache. Er A Gines Berr im Alter von 26-28 Jahren in das Zigarrengel gabe der D....... am Kottbuserthor und frug nach dem das Erwer Befiger, nannte fich Ingenieur Schmidt und beba möglichen S wäre ein alter Freund deffelben. Ec frug nach ein geber einer schließlich 1000 zum Preise von 50 M.; diefelben Beit mitihe Mittwoch früh zwischen 8 und 9 Uhr nach seiner nech, daß er bei Echäffer u. Walfer beschäftigt Hollmannftr. 42, vorn 1 Tr., gebracht werden. Anhalter G Mittwoch früh schidte der Inhaber des Geschäfts die Abfall von nebst Rechnung und instruirte den Boten genau, fichen habe event. sollte er Geld oder Bigarren zurückbringen. Leib etern übe der Inhaber beides nicht, er war einem Gauner in gegangen. Derfelbe nöthigte den Boten in die Woh da er gerade mit dem Diftiren eines Briefes an einen mefene R. prüfen zu Beamten o fei. Der Schöffenge welcher auch angenommen, beschäftigt war, bat er be einen Augenblick Play zu nehmen, stellte die Zig nicht a Nebenzimmer, fertigte den Schreiber ab und ichid Biga Die eine schreckliche Szene mit Woolley. Tags bevor dieser geschossen worden, war er im Holborn- Stadthaus gewefen, Augenblice Entschuldigung. Nach einigen Minuten Schreibers. In diesem Augenblid lingelte es, er bat lung des um sich bei einem Beamten nach den Vorschriften der Ehe Boten die Beit zu lang, er hordte an der Thür und wurde anb schließung zu erkundigen. Nun mußte alles verschoben werden. Der Vater des Mädchens war sehr trant. Das Mädchen selbst fiel aus einer Ohnmacht in die andere. Die ften Befürchtungen eingetroffen. mand zu hören war, öffnete er die Thür. Ingenieur waren verfchunden! Die Wirthin kannte nicht weiter, denn er ist erst am Dienstag zugezogen. Dort gelaffen hat derselbe De eine Mutter, welche Woolley nie getraut, fah jezt ihre schlimm tasche, wie man sie selten findet; es ist eine lange Sod ( Schluß folgt.) selchen tra Tammer nung. Es walt überr Tag. Dief oben mit Leder eingefaßt, gänzlich gestickt, vorn fommandirend auf einen Schimmel reitend, im Hint wie solche, finden sich Bäume. Gefüllt war dieselbe mit alten Sche c t the Wort sapiermanschetten, einem alten Damenkorfet, alten Stiefeln und Des Tages ner alten Schulmappe. Vielleicht ist es möglich, durch Veröffent hält es für hung dieser Bellen dem Gauner auf die Spur zu kommen. Kultur, derfelbe ist ungefähr 1,60 Meter groß, 26-28 Jahre alt, hat timal ist, untles Haar und Augen, starten dunklen Schnurrbert, läng fchehen piles Rinn. Sein Geficht ist oval und etwas brünett. Bes Denn eidet war derselbe mit braunem Hut, braunem Winterüberzieher ichte aus bunkelfarrirtem Jaquetanzug; er trug ein goldencs Bincenez tliefert hit Rette. den Der letzte Wille einer jugendlichen Selbstmörderin. ran gewis Diejenigen Leute, die mich in den Wellen finden, bitte ich, öfter währem Lehrer mitzutheilen, daß ich mir seinetwegen das Leben geD, Jumal omment habe, und bitte ihm zu zeigen, was ich geschrieben en, weil habe. Er schäme fich." So lautete die Adreffe des Briefes Die Nines 12jährigen Mädchens, welches sich am Freitag, den 8. September, in den Landwehrkanal stürzte. Sonntag früh thlzeiten in burde die Leiche gefunden, und am Donnerstag voriger Woche ele, weld and die Beerdigung statt. Der Brief, welcher sich zur Beit unbert af den Händen der Polizeibehörde hefindet, hat folgenden InS Daß w Bostämtern feilgehalten werden. Im voliegenden Falle nun| Veranlaffung Faufifchläge in's Geficht und gegen den Kopf war der Wechsel fast in lauter einzelne Stüde aufgelöst, die nur burch untergeklebtes Gummipapier zusammengehalten wurden. Der Vorsitzende des Gerichts fonnte nicht umbin, darauf auf merksam zu machen, daß es bei so schadhafter Beschaffenheit zweifelhaft werden könne, ob eine solche Urkunde noch Glauben verdiene. Der anwesende Kläger versicherte, daß der Wechsel gar nicht weiter in den Verkehr gekommen sei, sondern von ihm lediglich in der Brusttasche getragen wurde, wobei sich das Papier an den Kniffstellen vollständig durchdrückte und sich längs dieser Stellen auflöſte. Die ganze Beschaffenheit des Wechsels bestätigte die Angaben des Klägers; das Papier zeigte fich durchaus sauber und feinerlei Spuren eines öfteren Ge brauchs, dagegen war das Papier steif und schien eine zu große brauchs, dagegen war das Papier steif und schien eine zu große Menge von Holzfasern zu enthalten. Der nicht erschienene Ver flagte wurde zwar verurtheilt, doch hörte man unter den an wesenden Rechtsanwälten mehrfach Bemerkungen, daß eine solche wesenden Rechtsanwälten mehrfach Bemerkungen, daß eine solche Berurtheilung vielleicht zweifelhaft gewesen wäre, wenn der Verflagte aus der Beschaffenheit der Urkunde Einwendungen her geleitet hätte. Das Publikum wird also gut thun, mit solchen Wechselformularen vorsichtig umzugehen. Wegen Sachbeschädigung verhandelte die 89. Abthei lung des Schöffengerichts gestern gegen den Maurer Wilhelm Hannes, welcher angeflagt war, in der Nacht vom 25. zum 26. Juli die große Spiegelscheibe des dem Kaufmann Rink ge hörigen Ladens in der Mariannenstraße vorfäglich zerschlagen zu haben. Der Angeklagte bestreitet mit aller Entschiedenheit das ihm zur Last gelegte Verbrechen. Der Revierwächter Kappe, welcher als Belastungszeuge erschienen war, hat den Angeklagten an dem betreffenden Abend längere Zeit beobachtet, weil fich derselbe durch fortwährendes Gestikuliten auffällig machte. Als der Beuge furz darauf in die Mariannenstraße einbog, hörte er ein lautes Klirren und im nächsten Augenblid trat ein Herr auf ihn zu, um ihm mitzutheilen, daß der auf der entgegengefeßten Seite gebende Mann mit der weißen Jade soeben die Spiegelscheibe eines Schaufensters mit cinem Blumentopf eingeschlagen habe. Der Wächter lief nun dem Thäter nach und fiftirte ihn zur Wache, wo er eine falsche Wohnungsangabe machte. Est nachdem ihm gesagt wurde, daß die angegebene Hausnummer in der Staligerstraße gar nicht riftire, weil an jener Stelle erst ein Neubau aufgeführt werde, bequemte er sich, feine richtige Wohnung anzugeben. Auf Grund dieser Indizien beantragte der Staatsanwalt 3 Monate Ge fängniß. Der Gerichtshof hielt den Angeklagten ebenfalls für schuldig, erkannte aber nur auf 4 Wochen Gefängniß. galt: ch bin ein armes Waisentind, meine Eltern und GeMittag wifter find todt. Meine Mutter ftarb am 6. April 1884. Ige deffen Es war gerade der zweite Osterfeiertag, als fte starb. Es war rtschritt Remond, der an diesem Tage Zeit hatte, mit mir nach der en Abend Sharitee zu geben, wo meine Mutter lag. Während der Zeit, bemfelben o meine Mutter frant war, war ich bei Herrn G. Neumann, von dem ich noch meinen Dank schuldig bin; bitte, ihm doch diese fein Di Rachricht mitzutheilen. Er wohnt Krautsstraße 1a, im Schlächter. Franzol geschäft. Von da kam ich in Pflege bet Herrn H. Grell, fie den diefe wohnen Lachmannftr. 1 im Milchgeschäft; bei ihnen war ich bis Paris fegt. Mein Name ist Gertrud Kirschte. Lebet wohl, liebe brige Me Eltern. Um die Scham des Waiser.raths, der Waifenvereins it es in Game habe ich den Tod in ten Wellen gesucht." Als Motiv aran benau der verzweifelten That bezeichnet die Selbfimörderin ungend die echte und grausame Behandlung, die sie von ihrem ind um Namen und Adresse bezeichneten Lehrer, der einen Haß auf wir in D fie gehabt", angeblich habe erdulden müßen. Sei einem Einbruch haben die Diebe einen neuen linken Die Fälle enen Ladschuh, englische Fecon, vorn zum Echnüren, anschei jeine Mehend aus einem Schaufaften stammend, sowie eine Eisenstange, welche zum Verschluß einer Schauspindenthür oder eines Schaus Aerzte afters diente, zurückgelaffen. Die Diebe haben die Stange zum ein hat, usbrechen einer Geldlaffette benutzt. Ferner ist am Thatorte und namin Bettel folgenden Jabalts gefunden: Bitte nach diesem euerer Zeit Stiefel ein Paar paffende Leisten zu schicken und dann gleich eit genaurie Rechnung vom forigten Male mit schicken. Schuhmacher. genwärtige meifter J. Krause." Die Eigenthümer der zurüdgelaffenen einiger Be Begenstände fönnen sich auf dem Kriminal- Kommiffariat melden. anfungsfall Folgende Bekanntmachung erläßt die Ober Postdirektion: röffentlicht Der zulegt bei dem Poftamte in Friedenau beschäftigt gewejene öhnlich als Bosthilfebote Franz Heinrich Gnaud ist nach Unterschlagung egen und von Geldbriefen und Boftlaffenaclbern in Gesammthöhe von Lotomoti 3000 Matt am 30. September flüchtig geworden. Gnaud ist veil fie bd 28 Jahre alt, 1 Meter 63 Bentimeter groß, hat hellblondes Gefahr aaar, spärlichen blonden Schnurrbart, blaue Augen, gesunde Wahrn Rähne und rundes, frisches Gesicht. Er hat Plattfüße, schleppen den pen Gang und über dem rechten Handgelenk eine Narbe. Auf eint die die Ergreifung des Gnaud und die Wiederherbeischaffung des chschein gestohlenen Geldes ist eine Belohnung von 150 Mart ausgefegt arch and worden. hädlichen Die Polizeidirektion in Chicago hat an die hiefige 1; fo w Kriminalpolizei eine Mittheilung gelangen laffen, nach welcher tailwayfpineine bort wohnhafte Wittwe Henriette Snell 20 000 Dollars ndividuen Belohnung für die Festnahme und Verhaftung des muthmaß lich auch ichen Mörders ihres Ehemannes eines Wilhelm B. Talcott it fich du auslegt. Obige Belohnung wird gezahlt, wenn der p. T. tralnerven vom 17. September ab innerhalb 60 Tagen ermittelt und von Diese Erben Behörden der Stadt Chirago refognoszirt wird. Mitthei feltsame lungen find an den Polizeidirektor, Herrn Geo. M. Hubbard, gewöhnlich oder Herrn A. J. Stone, 544 West Madison Street, Chicago en. Die Finois, zu richten. William B. Tascott, alias T. A. Gathright, gang wunalias Moore, alias Ecott, alias Clarst, a ias Diron, ist der De ganz muthmaßliche Mörder des A. J. Snell, der in der Nacht vom sweise ein 8. Februar getödtet wurde. Er ist 20 bis 22 Jahre alt, 5 Fuß nit einem 8 oder 9 Boll groß, 150 engl. Pfund schwer, slant gemachsen, gebäudes febr gerade, hat volles, sundes Geficht, starte Augenbrauen, sehr ustandes schöne Gefichtsfarbe, bellbraunes Haar, dünn am Scheitel, hervor eit zu fragende dunkelblaue Augen, fleinen dunklen Schnurrbart, fann Er wurde gefärbt sein. Er ist ganz jugendisch aussehend. r Antlage Did Polizeibericht. Am 10. d. M. wurde am ehemaligen er schwere Stralauer Thor ein in Borhagen im Dienst stehendes Mädchen ig die iner genau und nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Es icht einmal batte in selbsimörderischer Absicht den Versuch gemacht, fich Unbeil ang tittelft eines Küchenmeffers die Pulsadern zu öffnen. Um antheitsa biefelbe Zeit machte ein an Verfolgungswahn leidender Schilder hweren D maler in feiner Wohnung in der Kaftanienallee seinem Leben tomotivfü Durch einen Schnitt in den Hals ein Ende. Am Nachmittag genug beffelben Tages fiel der Arbeiter Hoppe von einem vor dem Der grauſe Neuer Markt 15 aufgestellten Schutzdach herab und erlitt erdings ein dadurch eine nicht unbedeutende Verlegung des rechten Untervohl allici armes, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. 8 bet diese An demselben Tage, Abends, stürzte an Köllnischen Fischmarkt Bemüthefi ein Mann beim Berlaffen eines Pferdebahnwagens zu Boden Beschaffen und erlitt bierbet eine anscheinend nicht unbedeutende Berlegung bann er der rechten Hüfte. en des e Frrenärzt offnungs ad völliger Gerichts- Zeitung. Konfuns Staatsanwaltschaft beim Landgericht I zu Berlin als wissent fie an. 8 Mart, Die Entnahme von Sammelbons zur Unterflüßung der Familien der ausgewiesenen Sozialdemokraten wird von der Diche Beihilfe zu den verbotenen Sammlungen qualifizirt und von derselben deshalb wegen dieser Strafthat sforderung gegen diejenigen Anflage erhoben, bei denen Sammelbons ung des gefunden werden. Bisher ist die Eröffnung des Hauptverfahrens obne Bom auf eine dergleichen Anklage von einer der vier Berliner Straf066 628, Lammern noch nicht erfolgt. In einem Falle hat der Vertheidiger aus Rechtsgründen Einstellung der Verfahrens beantragt und ein fein ausgeführt, daß das verbotene Sammeln erft durch die AusSigarrengel gabe der Bons fonfumirt werde, woraus zur Evidenz folge, daß nd beha anöglichen That sein tann, ebensowenig wie fich der Almosen nach ein geber einer Theilnahme an dem strafbaren Betteln schuldig rlegen wir seiner felben fo Beit miltheilen werden, ist man höchft gespannt. den. gegeben. Am Mittage des 23. März sei er nach Hause ge kommen und in der Küche an den Tisch getreten, um sich ein Stück Brot abzuschneiden. Sein Sohn, der allein in der Wohnung war, faß in der neben der Küche befindlichen Kammer und arbeitete. Derselbe set sofort mit Schimpfworten über ihn hergefallen, habe ihm viele Fauftschläge in's Gefidit verfest und ihn schließlich zu Boden geworfen. Er müffe tas Meffer, das er zum Brotschneiden benutzt hatte, noch in der Hand behalten haben und bei dem Ringen müffe ea feinem Sohne in den Hals gedrunaen sein. Mit Vorsatz habe er die That nicht ausgeführt. Wohl selten fiel eine Beweis nahme für einen Angellaaten dermaßen unalüdlich aus, wie im vorligenden Falle. Die Ehefrau des Angeklagten, sowie deffin 16jährige Tochter verweigerten ihre Aussage, wogeaen die Söhne von diesem Rechte nicht Gebrauch machten. Sie schilderten ihren Vater als einen Menschen, der diesen Namen nicht vers biente. Von flein auf hätten fie die gemeinen Reben und Echimpfereten ihres Vaters, womil derselbe fte und ihre Mutter in angetrunkenem Bustande überschüttete, anhören und seine Miff handlungen erdulden müffen. Als fte erwachsen waren, hätten fle fich allerdings bisweilen genöthigt gesehen, gegen ben Wütherich Gewalt anzuwenden, um ihn zu bändigen, gemig handelt hätten fte ihn aber nie. Ihr Bruder Otto sei ein schwächlicher Mensch gewesen, der mit außerordentlichem Fleiße. gearbeitet habe. Als fte zu ihrem verwundeten Bruder eilten hatten Nachbarn denselben auf's Sopha gelegt, er fonnte foun sprechen; aufgefordert, den Sachverhalt zu erzählen, brach er immer ab mit den Worten:„ Ach, laßt doch nur, Jhr wißt ja, wie Vater ist, wenn er betrunken ist." Seinem Bruder hat Der Verstorbene indeffen erzählt, daß der Vater ihn von hinten geftochen habe. Uebereinstimmend stellten alle Beugen dem n geklagten das denkbar schlechteste Zeugniß aus, während deffen Ehefrau allseitig als brav und fleißig und die Kinder als qut geartet geschildert wurden. Es machte einen erschütternden Einbruck, als der älteste der Söhne des Angeklagten mit einem ge bäffigen Blick auf denselben die Worte aussprach: Meine Herren, wenn ich gleich nach der That hinzugekommen wäre, id glaube, dann befände ich mich auf der Stelle, wo icht mein Water ift." Aus der Beugenvernehmung ging hervor, daß dec Vorfall fich feineswegs so abgespielt, wie der Angefagte ihm ge schildert. Eine bausbewohnerin hat den angetrunkenen Ange flagten die Küche mit den Worten betreten hören: Berfluchter Hund, ich steche Dich todt!" Nach weniger Minuten, während welcher Beit ein Geräusch in ber Miesterfeld'schen Wohnung nicht gehört wurde, fet der Angeklagte wieder herausgetreten, habe die Nechte an dem Beinkleid abgewischt und sei davongegangen. Bicle Beugen bekundeten, daß der Angeklagte mehrfach seinen Sohn Otto mit dem Tode bedroht habe, und sowohl dens Gendarm Höhne gegenüber, wie dem Transporteur, der the nach dem Gefängniß führte, hat der Angeklagte eingestanden, daß er seinen Sohn gestochen, und in beispiellos roher Weise hat er noch seinem Bedauern darüber Ausdruck gegeben, daß derselbe nicht auf der Stelle gestorben ist. Die Sachverständi gen begutachteten, daß der Stich, der mit großer Gewalt ges führt sein müßte, eine tödtliche Wirkung haben fonnte, eine beilung hätte aber vielleicht erfolgen tönnen, Verwundete nicht nach der Verlegung durch Sprechen tief Athem geholt hätte; es sei dadurch Luft die Halsader gedrungen und habe den Tod herbeige führt, beziehungsweise eine Heilung verhindert. Staatsanwelt Schulze schilderte das Familienleben des Angeklagten als ein durch das Laster der Trunksucht völlig zerrüttetes und hielt ihn im vollen Umfange der Anklage schuldig. In diesem Sinne lautete auch der Spruch der Geschworenen, auch wurden dene Angeklagten mildernde Umstände versagt. Der Staatsanwalt beantragte Buch thausstrafe von acht Jahren und 10 Jahre Ehroerlust, der Gerichtshof erkannte nach dem Antrage. Der Angeklagte nahm das Urtheil mit derselben Gleichgiltigkeit entgegen, die er während der ganzen Verhand lung zur Schau getragen hatte. Wegen Bergehens gegen das Biehleuchengeset hatte fich gestern die Wittwe Lorenz als Inhaberin eines größeren Fuhrgeschäfts vor dem hiesigen Schöffengericht zu verantworten. Die Angeklagte wurde beschuldigt, aus Fahrlässigkeit die vorgeschriebene Anzeige bei Ausbruch der Nozkrankheit in ihrem geschriebene Anzeige bei Ausbruch der Rogkrankheit in ihrem Pferdestalle unterlassen zu haben, der Amtsanwalt entnahm aber aus den begleitenden Umständen, daß es fich beinahe um ein wissentliches Verschweigen handelte. Die Angeklagte befigt einen Pferdestall, in welchem sich 36 Pferde befinden. Eines Tages wurde nun von einem Dritten ein Pferd nach der Abdeckerei gebracht, welches untrügliche Beichen der Rogkrankheit an fich trug und getödtet werden mußte. Der Begleiter des Pferdes machte über die Bugehörigkeit deffelben einige romantische Angaben, schließlich aber wurde festgestellt, daß dasselbe zu dem Stalle der Angeflagten gehört. Der Kreisthierarzt nahm deshalb sofort eine Reviston des Stalles vor und stellte fest, daß in demselben fich noch sechs von der Roßkrankheit ergriffene Pferde befanden, beren Krankheitszeichen darauf deuteten, daß die Krankheit schon längere Zeit zum Ausbruch gelommen sein mußte. Es wurde nun die Sache durch den Kreisthierarzt Dr. Wolff des Näheren untersucht und derselbe machte bei einer in aller Frühe vorge nommenen Revifion des Stalles die Entdeckung, daß die Ange flagte bei Angabe ihres Pferdebestandes, den sie auf 28 Röpfe angegeben hatte, 8 Pferde verschwiegen hatte, unter denen noch zwei roß franke aufgefunden wurden. Infolge deffen wurde gegen Frau Lorenz Anklage erhoben, und nur der Umstand, daß nach dem Gut achten des Kreisthierarztes Wolff es nicht unbedingt ficher ist, daß die Angeklagte die verdächtigen Krankheitszeichen gerade als Rotkrankheit hat erkennen müffen, rettete fie, wie der Amts wenn ber anwalt ausführte, vor einer Haftstrafe. Bei der Gemeingefähr Soziales und Arbeiterbewegung. Itchkeit der Uebertretung brachte der Amtsanwalt aber doch eine Geldstrafe von 50 M. in Antrag. Die Angeklagte suchte nachzuweisen, daß es ihr unmöglich gewesen sei, an den Pferden eine Krankheit wahrzunehmen; da fie aber schon seit vielen Jahren das Fuhrgeschäft betreibt, glaubte ihr der Gerichtshof nicht, sondern verurtheilte fie nach dem Antrage des Amts anwalts. Ein Verstoß gegen die Vorschriften der Apothekerordnung führte den Apothefenbefizer A. Robligt vor die Be rufungs- Straffammer des hiesigen Landgerichts I. Gelegentlich einer nicht glücklichen Kur, welche der Medizinalpfuscher Halfpapp an einem Kinde vorgenommen hatte, wurde festgestellt, daß das trante Kind auf ein nur mit unleserlichem Schriftzuge unters zeichnetes Rezept des Halfpapp hin, welches in der Apotheke Bum Schwan" angefertigt worden war, ein Gift in stärkerer Menge erhalten hatte, als nach den für die Apotheken maß gebenden Vorschriften in einer Gabe gereicht werden darf. Für derartige Verstöße der Apothekergehilfen find die Apothekenderartige Verstöße der Apothekergehilfen find die Apothekenbefizer verantwortlich. Die Apotheker find verpflichtet, nur Rezepte von geprüften Medizinalpersonen anzufertigen, und das hiefige Schöffengericht hatte den Angeklagten au 30 M. Geld buße verurtheilt, weil es der Meinung war, daß schon aus der vorschriftswidrigen Busammenſegung bätte ersichtlich sein müssen, daß das Rezept von feiner geprüften Medizinalperson herrührte. Der Angeklagte machte in seiner Berufung besonders geltend, daß viele Aerzte die Rezepte nur mit einem unleserlichen Namenszuge unterzeichnen und die vorgeschriebene Arznei in 6 Pulver zerfiel, beren jedes einzelne als die in Frage kommende Gabe" betrachtet werden müsse. Der Gerichtshof erachtete beide Ginwände nicht als zutreffend und erblickte die Fahrfäffigkeit darin, daß der Apothekergehilfe bei der Unleserlichkeit der Unterschrift sich nicht bei dem Präsentanten erlundigt hatte, von welchem Arzte das Rezept herrührte. Aus diesem Grunde wurde die Berufung verworfen. Einer Unterschlagung ist der in der Werkstatt der kgl. Anhalter Eisenbahn in Tempelhof als Vorarbeiter angestellt ge mefene R. Letter angeklagt; er soll unbefugter Weise Material, chäftigt chäfts die Abfall von Brettern, aus der Werkstatt mit nach Hause genomau, fich men haben. Das Schöffengericht des Landgerichts II, das gen. Lei geftern über den Fall verhandelte, glaubte zunächst die Frage Auge, weil dieser stets zu Hause arbeitete und die Mutter und Ge uner in san einen prüfen zu müffen, ob die Stellung des Angeklagten die eines Beamten oder nur die eines gewöhnlichen Arbeiters gewesen Die Wofei. Der Staatsanwalt erklärte sich zu letterer Annahme, das Schöffengericht dagegen nach furzer Berathung zu ersterer, da 2. nicht allein technische, sondern auch schriftliche Arbeiten zu bat er be Die Big und fchid liefern und verschiedene Bücher zu führen hatte. Aus diesem Ingefchid Grunde hielt fich der Gerichtshof für unzuständig zur Verhand es, er bat lung des Falles und beschloß, die Sache an die Straffammer Chür und wurde anberaumt. Rinuten Biga fannte enstag Den des Landgerichts 11 zu verweisen. Eine vierzehntägige Frist Eine vierzehntägige Frist Die mangelhafte Beschaffenheit mancher Postwerthzeichen trat am Dienstag bei einer Verhandlung vor der 1. Sivil Tammer des Landgerichts I recht deutlich in die Erschei Ibe eine nung. Es wurde ein Wechselprozeß verhandelt und der Anwalt überreichte die Wechselurkunde, melche der Klage zu Grunde Lag. Diese Urkunde war auf einem Wechselformular geschrieben, wie solche, mit dem erforderlichen Stempel versehen, bei unseren lange Dorn Sad im Sinte alten Se Formerbewegung. Aus Stettin wird uns gemeldet, daß der Streit zu Gunsten der Former ausgefallen ist. Sämmt gießerei von Gladenbed( Friedrichshagen) waren bekanntlich Lohn liche Forderungen der Arbeiter find bewilligt. In der Bild differenzen ausgebrochen. Dieselben find nunmehr belgelegt und zwar ebenfalls zu Gunsten der Arbeiter. Es find drei Lohn flaffen von Wochenlöhnen eingeführt. Der Lohn beträgt 27 25 M., 23 M. Dieser Erfolg ist dem energischen Borgehen des Berliner Fachverveins zuzuschreiben. In Berlin felbft hat der Fachverein ebenfalls einen Erfolg zu verzeichnen. Su dem Minimallohntarif von 21 M. pro Woche, der am 1. Dit Kraft treten follte, haben bisher 55 von den größeren Firmen thre Bustimmung gegeben. Die Fanung hat sich bisher nicht bemüßigt gesehen, eine offizielle Antwort zu ertheilen. Es liegt dem Fachverein in der That auch garnichts an einer Meinunge äußerung der Innung, da die Mitglieder derselben eine nennens werthe Anzahl von Gesellen überhaupt nicht beschäftigen. Vereine und Versammlungen. Die Metallarbeiter Berlins hatten fich gestern Abend äußerst zahlreich im großen Saale des Heydrich'schen Lolale Beuthstr. 21, versammelt, um sich über den bevorstehenden Metallarbeiter- Kongreß, welcher vom 27. bis 30. Dezember in Gotha stattfinden soll, zu besprechen. Der Saal war bereits gedrängt voll, als der Einberufer, Herr Pring, die Versamm lung mit dem Bemerken eröffnete, daß der überwachende Be amte ben weiteren Budrang nicht gestatten wolle und demnach die Thüren geschlossen werden müßten. Auf Vorschlag des Herrn Wichmann wurden die Herren Bring unb Günther zu Vorfizenden und Herr Higler zum Schrifts führer gewählt. Der Referent. Herr Gottfried Schult leitete seinen Vortrag mit den Worten Schillers: Das Affe stürzt, es ändert sich die Zeit und neues Leben blüht aus ben Ruinen" ein. Neues Leben rege fich auch unter den Metallarbeitern Deutschlands, indem von Hamburg der Gedanke ausgegangen fei, der Gedanke ausgegangen fei, noch in diesem Jahre einen allgemeinen Metallarbeiterkongreß einzuberufen. Diefer Gedanke dürfe wohl aus der Erfahrung refultiren, daß auf dem bisher eingeschlagenen Wege nicht weiter ge schritten werden könne, wolle man nicht ganz nuplos die Kräfte verpuffen. Die legten Streits, namentlich der Hant burger hätten dafür den besten Beweis geliefert. Deshalb en flärten fich bereits die Kollegen vieler Städte, wie Dresber Chemniß, Magdeburg 2c. für Beschickung des Kongreffes und es handle fich heute darum, ob die Kollegen Berlins ebenfalls ge willt seien, fich an dem Werke zu betheiligen. Ich meine, so fährt Referent fort, wir haben alle Ursache, uns an der Sachve zu betheiligen, zumal die Tagesordnung eine sehr wichtige ift Es handelt sich nämlich um Besprechung und Beschließung über folgende Punkte: 1. Wie schaffen wir Organisationen? 2. Sn trale oder lokale Organisation? 3. Die Lohnbewegung in der Metallindustrie. 4. Organfrage. 5. Stellungnahme zu den in Vorschlag gebrachten sozialpolitischen Gefeßen. 6. Internationale Arbeiterschuß- und Fabrilgesetzgebung. 7. Die Frauens und Kinderbeit in der Metallindustrie. 8. Die Jnnungsbestrebunger. 9. Arbeitsnachweis. 10. Die Reiseunterstüßung in den Metallarbeiterorganisationen. Was die einzelnen Punkte anbetrifft. fo Ein trübes Bild wurde in der Verhandlung vorgeführt, die gestern das Schwurgericht des Landgerichts I beschäftigte. Auf der Anklagebant befand sich der 54jährige Arbeiter" Friedrich Miesterfeld, welcher beschuldigt war, feinen 26jährigen Sohn, den Schuhmacher Otto Miesterfeld, mittelst eines Meffers schuldigte ist verheirathet, von den ihm geborenen zwölf Kindern find noch vier am Leben. Er soll ein unverbesserlicher Trunken bold und in berauschtem Zustande ein wahrer Wütherich gewesen sein, der Frau und Kinder auf das Empörendste beschimpfte und mißhandelte. Besonders der älteste Sohn Dite war ihm einDorn im schwister gegen die Rohheiten des Vaters in Schuß nahm. Am 23. März d. J. kam der Angeklagte im trunkenen Bustande vom Bentral- Viehhofe nach Hause, wo er in der Küche nur seinen ältesten Sohn Dito antraf. Hier hat sich gleich darauf eine entsegliche Szene abgespielt. Otto fam blutüber strömt auf den Hof hinausgestürmt, die hand gegen eine llaffende Wunde preffend, welche sein Vater ihm mittelst eines Meffers an der linken Seite des Halfes beigebracht hatte. Der zu Tode Verwundete ist bald darauf beftnnungslos geworden und auf dem Transport zum Krankenhause verstorben. Der Angeklagte bestritt seine Schuld und ebenso, daß er dem Trunke ergeben sei. befiritt seine Schuld und ebenso, daß er dem Trunke ergeben sei. Er behauptete, daß er seit Jahren von seinen Angehörigen eine ganz elende Behandlung habe erdulden müffen; trotzdem er stets ein außerordentlich fleißiger und nüchterner Arbeiter gewesen, der seiner Frau immer unverfürst den Wochenlohn einhändigte, habe man ihm häufig unter Schimpfworten trodenes Brot vorgefeßt. Sein Sohn Otto habe ihm häufig ohne irgend eine wird ber Kongreß diefelben einer eingehenden Dis tuffton unterziehen müffen; die frühere zentralificie Organisation, welche in Gera ihren Sit hatte, fiel leives bem belannten Oktobergescße zum Opfer. Diese Thatsache und die heutigen Verhältnisse überhaupt werden die Organisations. frage zu einer wesentlich wichtigeren gestalten. Wie es mit der Lohnbewegung aussieht, ist uns allen zur Genüae bekannt, Echandarbeit und jämmerliche Löhne find das Prinzip der modernen Metallindustrie, und der Kongreß wird zu berathen baben, welche Maßregeln gegen dieses System zu ergreifen find. Auch die Besprechung der sozialpolitischen Geseze ist höchst noth mendig und nicht minder die Erörterung einer internationalen Arbeits- und Fabrikgesetzgebung. Die Frauenarbeit ist in unferer Branche nachgerade ein Faktor geworden, mit bem wir rechnen müssen. Vor einigen Jahren glaubte noch Niemand, daß sogar die Klempner durch weibliche Arbeitskraft verdrängt werden könnten, heute haben wir durch die That fathen den beften Beweis hierfür. Seit jenem befannten Streit Sperben bei Holy fast nur noch Frauen oder Mädchen beschäf tigt, die ihre Arbeiten unter Leitung eines Klempners verrichten. Den jüngeren Kollegen soll durch Schaffung einer Reiseunter fügung etwas geboten werden, damit sie nicht nöthig baben, fich bettelnd von Dit zu Dit durchzuschlagen. Wieder Lust und Liebe zu unserer Bewegung herbetzuführen, um durch deren Macht unsere Lage verbessern zu können, das soll der Zweck des Rongreffes sein. Und wenn man uns Arbeiter daran hindert, menn man unfere Organisationen zerstört, so zeigt man damit, baß man uns davon abhalten will, für uns und unsere Familien in hinreichender Weise zu sorgen. Die Fabrikanten erfreuen fich einer ausgedehnten Organiston, während wir Arbeiter ihnen nichts entgegenseßen können und daher jedesmal unterliegen. Die Drganisation ist die erste Grundbedingung zur Anbahnung ener Zeit, wo der Wohlstand jedem lacht und aus Geist- und Leibestrüppeln lebensfrohe Menschen macht.( Lebhafter Beifall.) Sierauf erhält Herr Günther das Wort; derfelbe spricht sich in warmen Worten für die Beschickung des Kongreffes aus, der Immerhin eine große Bedeutung für die Metallarbeiter habe. Die Organisationsfrage sei eine sehr schwierige, wie die Erfah rungen beweisen. Er habe sich damals gegen, die Schaffung riner Bentralorganisation, in welche alle lokalen Vereinigungen ber verschiedenen Branchen aufgehen sollten; ausgesprochen; Die Mehrzahl der Kollegen habe jedoch anders gedacht und so sei bie bestandene Zentralisation auf dem Kongreffe zu Gera geschaffen worden, deren Auflösung dann auf Grund des Aus nabmeges ges erfolgte. Auf dem früheren Standpunkt stehe er auch heute noch und deshalb könne er einer Organisation, wie der bestandenen, nicht zustimmen. Dennoch laffe fich wohl etwas für die Gesammtheit schaffen. wenn man die Erfahrungen bz legten Jahre dem Neubau zu Grunde lege. Ein Industries zweig ohne Arbeiterorganisation sei auf die Dauer unmöglich; er gleiche einem Schiffe, das ohne Steuer und Ballast sich auf rffenem Meere befinde. Heute babe der Arbeiter feine Stimme, diese folle ihm durch die Organisation der Gewerkschaft zu Theil wer ben; ben Vereinigungen der Arbeitgeber müssen die Verbindungen Der Arbeiter entgegengestellt werden.- Herr Benada ist der Meiung, daß die Gewerkschaft wenig Bedeutung habe und in Berlin faum noch nöthig set. Man fönne die Arbeiter in anberer Weise beffer aufflären. Mit dem Indifferentismus sei es weniger schlimm, als mit den bekannten Rautschudpara grphen, welche zu jeder Zeit angewandt werden könnten. Senn wir nun wirklich den Kongreß beschicken und dort eine Drganisation schaffen, dann fann irgend ein findiger Staatsannalt Hier löfte der überwachende Beamte die Ver femmlung auf Grund des bekannten§ 9 auf. Erstaunt über Diese Auflösung räumten die Anwesenden den Saal. Fachverein der Tapesirer. Am 8. Oftober tagte in Foueritein's Salon, Alte Jafobfir. 75, die erste Generalver malung des Fachnereins der Tapezirer, welche gut befucht wac. Auf der Tagesordnung ſtand: 1. Vortrag über die Noth wentigleit einer gewerblichen Organisation. Referent: Kollege Waldberger. 2. Vorstandswchl und Wahl von 2 Revisoren. 3. Vercinsangelegenheiten. Fragekasten. Kollege Wildberger legte in flaren Worten den Werth und die Nothwendigkeit einer Arbeiterorganisation klar, die aber nicht auf der Waage der Ge malt, sondern auf der Waage der Wissenschaft und Ueberzeugung abgewogen wird. Man lönnte heut aller bings nicht mit jenen fühnen Hoffnungen vor die Maffen teten und eine Bentralisation der Fachvereine befürworten, bie in materieller Hinsicht ihren Mitgliedern das zu bieten im Stande wäre, wie dies die englischen Gewerkschaften schon seit lange und auch heute noch ungehindert thun dürfen. Aber man tiffe immer noch fühn behaupten, daß unter den gegebenen Babältniffen eine festgeschloffene Vereinigung zu den absoluten No bwentigkeiten gehört. Auch die schwächste Organisation ist einr vollständigen Anarchie vorzuziehen, denn eine Anarchie ist überall da vorhanden, wo nicht ein festes Band alle Gewerte geroffen umschließt. Ferner fam der Vortragende auf die Kartells Der Fabrikanten zu sprechen und geißelte dieselben mit scharfen Worten. Dieses Vorgehen nennen die Herren Fabrikanten Satell; bei den Arbeitern würde man es Streik nennen. Ein größeres Recht zu deraitigen Vereinigungen haben die Arbeiter; Denn wer tagtäglich das erst erringen muß, was er zum noth mnbigften Lebensunterhalt gebraucht, dem fann man ficher nicht ondenten, wenn er seine Lage zu verbessern sucht. Zum Schluß fütre Redner noch an, daß sämmtliche Mitglieder zu agitiren hitten; daß jeder, Der als Gehilfe in Berlin mbeitet, Mitglied des Fachvereins wird und seine Haltung in der Werkstatt den Grundfäßen des Vereins onpost.( Bravo.) Punkt 2 betraf die Vorstandswohl. Bu Bunit 3, Vereinsangelegenheiten, wurde befchloffen, daß nur der Worstand berechtigt ist, Versammlungsberichte an die TapezierBeitung" zu schicken, nicht aber der Redakteur selbst solche zu bringen het. Bum Schluß brachte der Vorsitzende ein dreifaches Bech auf den neuen Verein aus. Die nächste Versammlung findet am Montag, den 29. Oftober in demselben Lotal statt. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. 29, Hamburg) Filiale Berlin I. Mitgliederperfammlung am Sonnabend, den 13. Oftober, Abends 8 Uhr, 2cht rfelderstr. 8.( Restaurant Winter.) Tagesordnung: Kaffenbricht. Abrechnung des stattgefundenen Sommerfestes. Ver schiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu Ferner den Mitgliedern zur Kenntniß, daß der erfcheinen. Bevollmächtigte P. Kunth seine Wohnung nach Barutherstr. 11, Dorn 3. Etage, verlegt hat. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der deutschen Drechsler u.. w.( E. H. 86 Hamburg), Verwaltungsstelle Berlin A. Mitgliederversammlung am Sonntag, den 14. Oftbr., Bo mittags 10 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Tages Donung: 1. Geschäftliches. 2. Kaffenbericht. 3. Verschiedenes. iejenigen Mitglieder, welche ihre Beiträge beim Kaffirer Albert Schulz besablen, werder erfucht, alle am Plaße zu fein. Tanzkränzchen des Reise- Unterstützungs- Verbandes ber Schneider und Berufsgenossen am Sonntag, den 14., Abends 7 Uhr, Grenadierstr. 33. Alle Freunde und Gönner find freundlichst eingeladen. Veret igung der Drechsler Deutschlands, Ortsvers " " bergerstraße 31.- Gesangverein Fortschritt" Abends 9 Uhr im Restaurant, Blumenstraße 46. Gesangverein ,, Offian" Abends 9 Uhr Dresdenerstr. 85 bei Gustavus. Huppert'sche Sänger Vereinigung harmonie" Abends 9 Uhr bei Nieft, Weber, straße 17.Gesangverein Bouvardia"( Männerchor) Abends 8 Uhr im Restaurant Teutonia", Belforterstraße 15. Liedertafel des Fachvereins der Steinträger Berlins, Abends 8 Uhr Linienftr. 96, Uebungsstunde. Gesangverein„ Ohne forge" Abends 8 Uhr. Budower Garten. Berliner Turngenossenschaft( V. Männerabtheilung) Abends 8%, Uhr in der städtischen Turnhalle, Wafferthorstraße 31. Turnverein Hasenhaide"( Männer Abtheilung) Abends 8 Uhr Dieffenbachstraße 60/61. Turnverein" Froh und Frei"( Männerabtheilung) Abends 8 Uhr Bergstr. 57. Wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 8 Uhr im Restaurant Biethen, Dorotheenstr. 31, Unterricht und Uebungsstunde. Allgemeiner Arends'scher Stenographen verein" Abtheilung Vorwärts", Abends 8 Uhr im Restaurant 84 Koll, Mariannenplag 11. Arends'scher Stenographenverein Apollobund" Abends 9 Uhr im Restaurant, Sendelstr. 30. Berein ehemaliger Dr. Doebbelin'scher Schüler" Abends 9 Uhr im Restaurant Krebs, Friedrichstr. 208. Voigt'scher Dilets tanten- Orchesterverein. Abends 8 Uhr Uebungsstunde im Re ftaurant Lehmann, Alexandrinenstr. 32. Bitherverein„ Alpenveilchen" Abends 8 Uhr im Restaurant Wahlstatt", Belle alliancestraße 89. Rauchflub Westend" Abends 9 Uhr im Rauchklub Weichselblatt" Hohenzollerngarten, Stegligerstr. 27. Rauchklub Weichselblatt" Abends 8 Uhr im Restaurant, Stalizerstr. 147a. Kleine Mittheilungen. " 1 Breslau. Die Schleftsche Zeitung" schreibt unterm 9. d.: Der ganze Kamm der Sudeten war gestern mit Schnee bedeckt. Sonnabend fiel auch in der Gegend von Züla der erste Schnee. Nachdem am Sonnabend Abend und die Nacht hindurch in Neustadt Regen mit Schnee vrrmischt gefallen war. zeigten fich am Montage die Berge im winterlichen Gewande. Bei der fühlen Temperatnr blieb der Schnee auch Montag den ganzen Tag über liegen. Die Berge bei Biegenbals find statt mit Schnee bedeckt. Sonnabend Abend fiel auch in Woischnit der erste Schnee, welcher fich in sta: fen Floden einstellte und erst durch nachfolgenden Regen weggewaschen wurde. Auch die Berge der Grafschaft Glas waren Sonntag früh allesammt start mit Schnee bedeckt, ebenso die sämmtlichen Höhen des Eulengebirges. Ueber den Schneefall im Riefengebirge bringt daffelbe Blatt folgende Nach richten: Unser Hochgebirge zeigt sich seit gestern Nachmittag zum zweiten Male in diesem Herbst in winterlichem Schmud, und zwar liegt der meiſte Schnee auf der Koppe, im Melzer arunde, auf der Seiffenlehne und am Rande des Großen grunde, auf der Seiffenlehne und am Rande des Großen Teiches. Die Temperatur im Thale stand noch heute fiüh 7 Uhr auf dem Nullpunkt. Mühlhausen. Ein Einjährig- Freiwilliger, der verheirathet und Vater von acht Kindern ist, befindet sich seit dem 1. Oktober unter der Garnison Mühlhausen. Es ist ein Wirth aus Pfirt, der jung, sehr jung eine Wittwe mit Kindern geheirathet hat und deffen Ehe mit derselben wiederum mit Kindern reich ge= fegnet war. Das Dienen beim Militär schob derselbe von Jahr zu Jahr hinaus, und als der Zeitpunkt fam, wo dies unbedingt geschehen mußte, da wandte er fich an die höchsten Behörden um Freigabe seiner Person. Seine Bitte hatte aber teinen Erfolg. Bamm. Uebel wurde am 7. d. M. einem hiefigen Sonntagsreiter mitgespielt; derselbe unternahm einen Spazieritt nach dem benachbarten Drie W. Während er sich hinter einem guten Glafe Bier gütlich that, benuste ein Schall die Gelegenheit, um auf dem Sattel seines vor dem Hause stebenden Roffes ein Gläschen mit flüssigem Leim zu entleeren. Was der Witbold erreichen wollte, war ihm gelungen, denn unser Reiter mußte zu Hause im Sattel vom Pferde gehoben werden, so hatte der Leim gewirkt. Biel. Das Brodengespenst wurde am 7. d. früh 8 Uhr in Rtel beobachtet. Der Beobachter befand sich auf der freien Plattform eines Thurmes rördlich der Stadt, von feinen Nebeln umg ben, die unverhüllte Sonne im Rüden und vor fich zu seinen Füßen ein Nebelmeer, welches alle Niederungen, den Hafen und die Stadt selbst verdeckte. Da sah er den Schatten des Thurmes und darüber sein Schattenbild in schein bar rie figer Größe auf die Nebelfläche gezeichnet, seinen Kopf von farbigen Ringen umkränzt. n Basel. Ueber die jüngsten Ueberschwemmungen in der Schweiz theilt die Basler Nat. Btg." noch folgende Einzelheiten mit: An den Ufern der Ergolz fanden mehrere Ufer schäden statt. Die Frenke ist in den beiden Ortschaften Nieder dorf und Höllstein aus den Ufern ausgetreten. Durch Anhän gen von Tannen sammt den Neften suchte man das Angreifen der Ufer zu verhindern. In Niederdorf lief das Wasser auf die Straßen und den Bahnlörper der Waldenburger Bahn, ebenso in Ställe, Keller und Wohnungen. Der Verkehr der Bahn wurde eine Strede weit durch Pferdefuhrwerk ersetzt, da die Schienen fußtief unter Waffer standen. wartung in die Hand nahm, daß Jack der Aufschliter für d. 241. neuen Mord gesorgt hätte. Dieser Glaube war so allga verbreitet, schreibt man der Köln. 8tg." unter dem b. M., daß Sonnabend Abend der verhältnismäßia Echauplatz der Whitechapelmorde von Bolizisten in Uni Geheimpolizisten, Mitgliedern des Ueberwachungsausf und Neugierigen aller Art förmlich bededt war, wäh andererseits die beabsichtigten Opfer, die Straßendirnen, ständig fehlten. Troß der Geschicklichkeitsproben, melche Aufschlizer abgelegt, hält man ihn also doch der Dumm fähig, fich ohne 3wed und Biel der Gerechtigkeit auszule Die Briefe, die er an die Central News geschrieben, großen Falfimiles angeschlagen, ohne natürlich eine Entde herbeizuführen; dabei aber war man so gescheut, ein von dem Aufschliger unterzeichnetes Telegramm am vorigen anzunehmen, ohne den Ueberbringer fofort verhaften zu Das General- Polizeiamt hat fich übrigens zu zwei Maßregeln verstiegen; erftens hat es das Minifterium Innern um die Bluthunde fich anzuschaffen, und zw eine Bewerbung um die Erlaubniß ersucht, Lieferung von mit geräuschlosen Sohlen auszuschreiben. Auch wird di sammte Polizei, die augenblicklich für die Bedürfnif Hauptstadt nicht ausreicht, erheblich verstärkt werden. schluß an den Fund des weiblichen Oberkörpers in den damenten des neuen Polizeigebäudes am Themfestade erfet cint tägl fich die merkwürdige Thatfache heraus, daß London da ins Deus v Jahr eine Menge Personen, besonders des weiblichen 4 Warf. Gi schlechts, verschwinden. Behufs der Identifizirung der haben fich Hunderte von Müttern eingestellt, die ihre 1 suchen. Oft fällt das Verschwinden mit irgend einem Unfalle zusammen. Als die Prinzeß Alice" auf der mit 500 Baffagieren unterging, benutten viele Schuldn unglückliche Ehefrauen die Gelegenheit, als todt vom Sch zu verschwinden, was fie natürlich nicht hinderte, bald anderswo aufzutauchen. Alexandrien. Der Nil ist während der letzten Wo 30 Boll gefallen und ist jetzt noch niedriger als je währen lezten 100 Jahre. Die Lage ist, d.n Times" zufolge, seher sozi und man fürchtet, daß ein großer Theil der Bevölkerun Oberegypten ciner Hungersnoth nicht entgehen kann. Vermischtes. Die Tage Auf dem Dominium B., in einem der Stadt Litee in bre nachbarten Streise, war vor einigen Tagen ein Kammerjäg förung de wesen, der zur Vertilgung der vielen Ratten und Mäuse es von 188 gelegt hatte. Da diese Maßregel wiederholt werden mußündung ein übergab der Kammerjäger der Gutsherrschaft ein Töpfchen Schweiz, Rattengist unter dem ausbrücklichen Ersuchen, es entwederhen Organis Erde zu vergraben, oder es an einem Drte zu verberge indung der fonft teine unberufene Person hinfomme. Diese Weisung Diese Ver aber nicht befolgt, sondern das Töpfchen in einem Rüchenitere Entwi aufbewahrt. Vor einigen Tagen wurde nun auf dem Gute ere Entwi baden. Die Wirthin nahm dazu Sauerteig aus dem Schlaggeben Der zweite Inspektor erhielt darauf zwei tüchtige Butter ganze Arb nach deren Genuffe er sofort unwohl wurde. og der groß einigen Stunden hatten die Gutsherrschaft, beide Innbelt, und b und ein Theil des Dienstpersonals von dem Brote Verhandlu alle waren frant geworden und bei allen zeigten fic das Aftion giftungserscheinungen. Nun erinnerte man fich des arbeitet hat welches der Kammerjäger zurüdgelassen hatte; man ja Umficht u und machte die Entdeckung, daß man an Stelle des teiges. Der auch in demselben Schranke stand, das Ratten entliche At das Brot genommen hatte. Sofort wandte man Gegenden werden. an und schickte nach der Stadt zu zwei Aerzten. Es wa In fo höchste Beit, denn mehr als zehn Personen schwebten in den folgende gefahr. Die Aerzte waren bald zur Stelle und ihrer ,, 1) bak mühungen gelang es, glücklicher Weise alle Kranken am indesraths, zu erhalten. Die Humoresken der Hochzeitsreise find um agen ber neuen Beitrag vermehrt worden. Am Vorabend der men ist, in Dresden abgehaltenen Schuldirettoren Versammlunatif ge auf dem Perron des böhmischen Bahnhofes ein Diner einbe der Sebniger Gegend, um mehrere Chemniger Kollegen menschließer 2) baß ei warten. Der Bug brachte auch die ersehnten Freunde ihnen einen Kollegen aus einem kleinen Städtchen des rundsäßen de Erzgebirges, den der Sebniger schon so viele, viele Ja litisches Wi gefehen hatte. Grüß' Dich Gott, alter Freund", rtlichun eine den anderen an, das ist recht, daß Du auch bift, nun fage mir vor allen Dingen, wie ist es denn im " getop Lal meizerischen heutigen ganze Zeit daher gegangen?"- Na, wie foll's gegangen Untersti meinte der Schulmeister von der Schneegrenze, fofo, Jahre daher, bis ich mich gestern verheirathet babe unbenden Arbe meine Hochzeitsreife mache."-" No, da gratulira ich pobungen, so zen, aber wo ist denn Deine liebe Frau? Ist sie denn trebungen f noch im Roupé?"" Nee, nee", war die im reins foll; gebirgischen Dialekt gegebene Antwort, nee, nee, 3) daß di Hause geblieben, denn siehste, Frize", mente fte, nofratischen Beede werd die Hochzeitsreese zu fostspielig, mach' Am 3. Dta. bie rein tober fonnte der Abendzug wieder ungehindert paffiren. Auch von Erdstürzen wird berichtet. Der Rhein wuchs am 4. d. M. beratt an, daß eine Ueberfluthung des Rheinweges während der Nacht befürchtet wurde. Die Wellen schlugen bereits auf bas Trottoir, als der Pegel eine Wafferhöhe von 4,43 Metern zeigte." Aus der Ditschweiz berichtet der Rorschacher Bote: Die legten Regentage haben den Rhein wieder stark Aum Steigen gebracht. Schon am Sonntag wurde in Mäder, Altach und Bauern ein neuer Dammbruch befürchtet, In Hohenems tamen Nachts um 1 Uhr ganze Triebe ges flüchtetes Vich an. Am Mittwoch Vormittag wurde die noch nicht gut vermauerte Einbruchsstelle bei Mäder ron den wilden Waffern geöffnet und das ganze Thal bis zur Seelach unter Waffer gesetzt. Abgesehen von einer weiteren Versandung der Fluren ist der Schaden an den Kulturen nicht mehr groß, da ohnehin das Meifte vernichtet war. Auch Schaffhausen hat die Waffersnoth verspürt. Bwei Quartiere der Stadt wurden durch die Durach bedroht, die Unterstadt und das Mühlenthal. Der Rhein begann den Quai zu Der Bodensee ist Dom befpülen. legten Mittwoch auf Sonnabend um 21 Bentimeter gestiegen." Das Baterland" schildert die Verheerungen in der West Schweiz: Nachdem es in Lausanne den ganzen Nachmittag am 2. Oktober geregnet, entlud fich Abends über Stadl und Um gebung ein Gewitter, welches ununterbrochen von Abends 6 Uhr bis Morgens 3 Uhr dauerte. Es währte nicht lange, so famen von verschiedenen Seiten schlimme Nachrichten aus der Umgebung. Die mit so vieler Mühe entfumpfte Gegend zwischen Orge und Yverdon ist wieder ganz unter Waffer. Auf der Linie Echallens- Lausanne ist außerhalb der Stadt das Geleise mit Sand und Geschiebe bedeckt, der Verkehr eingestellt. In Pales zieur ftand das Geleise fast einen Fuß tief unter Waffer. In Lausanne selbst war es der sonst so zahme Flon, welcher die alleene!"" bie Die Schädeluntersuchungen, welche in der lettb. die Besei die Boll in Wien an den Köpfen berühmter Männer vorgenomme den, sollen dort auch in der Folge bei Gelegenhe Erbumirung hervorragender Künfiler fortgefest werbe Schädel von Haydn, Beethoven und Schubert find a besondere Beschaffenheit untersucht worden, eine Berg der vorgefundenen Merkmale wurde jedoch einer Be vorliegt. Die Vergleichung erst wird das Endresultat de behalten, wo das Material, soweit es zugänglich ist, sold verboten. su bungen ergeben. Heute ist die Frage noch offen, ob Die beiten zu einem pofitiven oder negativen Ergebnife werden, mit anderen Worten, ob die gruppenweise zu Aus be gestellten Schädel gemeinsame Merkmale aufweisen, Die Geistesthätigkeit als charakteristisch anzusehen ift. Gruppe der Mufiker fehlt noch der Schädel Glud's, humirung gleichfalls geplant ist. Mozart's Schädel bekannt, nicht zur Untersuchung gelangen, denn das Maaß die toel bef Ue „ Ich glaul zwei Grun Wahlf welches die sterblichen Ueberreste aufgenommen hatte, weitere Suche nach Mozart refultatios erscheinen, au len. S Grab mittlerweile bereits zweimal belegt worden t großem Intereffe sehen die Kraniologen der Gelegenbe nach den gegen, wo eine Untersuchung des Lenau'schen Schädel ung auf me licht sein wird. Nicht minder erregt auch der Schädelen?" aroßes Intereffe, da in neuerer Zeit von der Erhumin Nicht vi hofe ruht, die Rede ist. e Schwierigl bei der A t wieder an daß di Telegraphische Depescherin, m ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) New- York. Donnerstag, 11. Ditober. Auf der Ge ist: die E daß ich b nt. Natürl im Lehighthale in Pennsylvanien stießen gestern aw waltung II( Stockbranche). Mitgliederversammlung Dienstag, Bevölkerung den ganzen Tag über in Angst und Schrecken aufelnander, die mit Personen, welche einem fatholifch hielt. In der Rue du Nord war der hoch angeschwollene Bach beigewohnt hatten, besetzt waren. Der fahrplanmäßige tch in Au in zwei Rüge getheilt worden, der nachfolgende Bug fuben, die m größter Gefahr. Um 9 Uhr wurde das Bataillon der Sappeurs vorausfahrenden auf. Mehrere Wagen wurden zertrüm verständlic ben 16. Dttober, in Deigmüller's Saal, Alte Jakobstraße 48a. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Dr. Canig über das Thema: Wie schüßen wir uns vor Krankheit in a funden Tagen nach den Grundsägen der Naturheilkunde. 3. Staffenbericht. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine am Freitag Gefango. Bregelschluß Abends 9 Uhr bei Körting Dresdenenftr. 40, Kaiser scher Männergesangver in Abends 9 Uhr im Restaurant Tamm, Schönhauser Allee 28.- Gesangverein Bausebeutel" Aben s 8 Uhr im Restaurant Hensel, Alexandrinenstr. 15.- Lieder tafel der Maler Berlins" Abends 9 Uhr im Restaurant Aleine, Gefangverein Flöter'sches Doppel Brandenburgstr. 60. Quartett" Abends 9 Uhr im Restaurant Musehold, Lands Berantwortlicher Rebalteur: aus seinen Ufern getreten. Verschiedene Bauten schienen in Pompiers aufgeboten, hauptsächtich um in der Rue du Nord den wilden Fluthen Abzug zu verschaffen und eine sehr zu be Bahl der Personen, welche bei dem Unfall das Leben wird auf 40 angegeben. New- York, Donnerstag, 11. Oktober. Bei bem e Station 8.4 nachließ und die Gefahr immer größer schien, wurden um halb bahnunfall in Pennsylvanien sollen nach den neueft 3 Uhr die städtischen Truppen vom Genie und der Artillerie liegenden Nachrichten 60 Personen getödtet und etwa er soviel p einberufen. Bei dieser außergewöhnlichen Kraftanwendung der Bevölkerung trat eine Wendung zum Besseren ein. In der Richtung nach Vivis find mehrere Rebberge total vernichtet und verwüstet." sonen verwundet sein. Unser Fre rasch aus d Wen. b Seit London, Donnerstag, 11. Oktober. Nach einem belte ein älte eingegangenen Telegramm aus New York steht die Petroleumraffinerie in Flammen. Der für Europa Hamburger Betroleumdampfer„ Davis" ist ebenfalls gerathen. Weitere Details fehlen noch. London. Es giebt wohl niemanden in London, der nicht gestern Morgen tas Sonntagsblatt in der festen Er, 3. Granheim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Sabing in Berlin SW.. Beuthstraße 2. Dem Rл