lr. 244* Mittwoch, de« 17. Oktober 1888. F. AtchrK» on 2% «n% in« W :el§ wtt' Brgan für die Interessen der Arbeiter. •t im S®1 Ge»en- DaS„Berliner VoltSblatt" in 3W trff&cint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus oiertelführlich 4 Mark, monatlich 1,35 Marl, wöchentlich 35 Pf. Pofiabotmement 4 Mark. Einzelne Rummer 5 Pf. Sonntags-Nummer mit dem„Sonntags-Blatt' 10 Pf. (Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1888 umer Nr. 849.) im dafür J* >emeinei>?� , mit W VoWj der ö�- daß>; Uno* thut, M m wä Der Gedanke einer allgemeinen deutschen n Pun�l u sst el l u�n g s ü r Unfallverhütung soll sich lahrheil(T Jnscrtionsgebnhr beträgt für die 4 gespaltete Pctitzcile oder deren Raum 25 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt irach Ucbcreinkunft. Jirscrate werden bw 4 Hin Nachmittags m der Erpedition, Berlin SW., Zimmersirahe 44, sowie von allen Annonccn-Burearlx, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. R-daKtio«: Keuthstraße 2.— Grpedition: Zimmerstraße 44. Zur UufallverhSwug. nctenl Gesel Regl g des üsfion uet bti ifall irvohltle, «ächsten Frühjahr an hiesigem Platze verwirklichen und solle» dem großen Publikum die Vorrichtungen gezeigt *44* bestimmt sind, in den industriellen Betrieben �''en Unfällen vorzubeugen und Leben und Gesundheit der Via*11—'j flitzen. Wir haben gegen eine solche Aus- �(leroiß nichts einzuwenden, denn sie wird dem Inter- Ise der Arbeiter dienlich sein, waS man von anderen Aus- '.llungcn weniger sagen kann, da sonst fast ausschließlich solchen Gelegenheiten daS Interesse der Unternehmer Geltung zu kommen pflegt. Man hat in der Prefle icht verfehlt, die Ausstellung für Unfallverhütung so dar- stellen, als ob sie in einem rein humanitären In- «sie ihren Ursprung habe. Wir glauben daS nicht, fon- n wir dürfen wohl mit Recht annehmen, daß wie immer dieser arobmaterialistischen Zeit ein geschäftliches nterefle daS Hauptmotiv des Unternehmens gewesen ist. n die Aussteller hoffen ihre Waarcn und Produkte großen Publikum bei dieser Gelegenheit anzu- eisen. E« wird sich auf dieser Ausstellung zeige«, wie die sich rapid entwickelnde Technik der Neuzeit eine Menge von euen Gefahren für Leben und Gesundheit der Ar :iter mit sich bringt und so das Risiko, welches der rbeiter in dem ProduktionSprozeffe zu tragen hat, edeuteud steigert. Zugleich wollte man aber auch be- Zersen, daß die moderne Technik in sich selbst die Mittel t, die Arbeiter an Leben und Gesundheit zu schützen. » hatte übrigen» in dieser Beziehung eine reichere Be- ickang der Ausstellung erwartet, al» in Aussicht steht. « Blätter meinen, der Ausfall käme daher, daß die vustriellen Unternehmer sich scheuten, ihre WohlfahrtS richtuvgen so öffentlich zur Schau zu stellen. Wie naiv 4> die» anhört! Wir haben noch niemals erfahren, daß asere großen Industriellen so sehr bescheiden und gewohnt sien. ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Nein; wenn ie Ausstellung gerade in dieser Beziehung schwach beschickt >«d, so beweist dies nur, daß unsere Industriellen in n Vorrichtungen zur Verhütung von Unfällen noch sehr >eit zurück sind, denn es ist eine bekannte Thatsache, „ fv Betriebe giebt, die sehr gefährlich und doch mit Errichtungen zur Verhütung von Unfällen gar nicht oder hlecht versehen sind. Wir möchten nur daran erinnern, rß der Maschinenbetrieb in der Landwirthschaft große Ge- chren mit sieb bringt. DaS Unfallversicherungsgesetz ist lanntlich für oie land- und forstwirtbschaftliche Bevölkerung fakultativ; daS Haftpflichtgesctz gilt für landwirthschaft- Arbeiter gar nicht und so lange die Großgrundbesitzer Da««� %% iwr*. � IieuMeton. [17 »iltiS., 22fj! ose«. Die Kitter der Arbeit. Au» dem Amerikanische» des Zor. Uederfetzt von Uatalt» ZiebKnrcht. „Nun. meine Zdee ist, daß Ihr Ritter der Arbeit bei em Boycott-Geschäft mit viel mehr System vorgeht— et- habe mich dazu bekehrt. Ich sprach gestern Abend mit Ecke�o�� Eurer Leute— einem Schneider— et machte mir i kann Gr, wie es die Pflicht eines Buchdruckers sei, einem r. hei I�chaeider zu helfen— und er überzeugte mich so voll '— umnen, daß ich sofort selbst an daS Boyco'.ten ging. Ich gerade auf dem Wege zu dem Burschen Mulhooly, den zr jetzt in Euren Bann gethan habt, kehrte aber um und ,..�Sf<»g in einen richtigen Union- Laden'), dem ich meine Be- Jlung übergab. Nun ist meine Meinung, daß das Ding lonzeuw�ch zwei Seiten hin wirken muß. Wenn ein Buchdrucker ' l i c die Ritter der Arbeit boycottet, glauben Sie denn nicht, die Ritter der Arbeit überredet werden können, auch 01* Mann für den Buchdrucker zu boycotten? 1„Sch glaube, sie würden eS thun," antwortete Wallach «nn die Sache des Druckers eine gerechte ist." „Gut, wir waren niemals fähig aus dem„Atavist"*) Union-Geschäft zu machen. Der alte Peleg Grind er ' immer zu schlau für u«S, seitdem er daS Blatt in landen hat. Was meinen Sie, Harry, würde ein Boycott ich gegen eine Zeitung wirken?" ~' kenne kein Geschäftsunternehmen ," erwiderte „deffen Existenz unmittelbarer von der . Union Shop— UnivN'Laden nennt man ein Geschäft, btos der Union Gewerkschaft zugeböriae Arbeiter detchäftigt und tlos von solchen Arbeitern(Unwns Mcn— Union»» i) verfertigte Waaren verkauft werden. Atavist", der Ahne, Rame einer Zeitung. nicht Gefahr laufen, eine Rente für die verunglückten Ar- bester oder deren Hinterbliebene zahlen zu müffen, so lange werden sie sich auch um Schutzvorrichtungen nicht viel kümmern. Aber auch in der Industrie werden die Schutzvor- richtungen häufig so vernachlässigt, daß man sich wundern muß, wenn nicht zahlreiche Unfälle entstehen, obschon man andererseits wieder sagen muß, daß die Summen der Un- fälle, die alljährlich von den Fabrikinspektoren gemeldet werden, beweisen, was noch alles geschehen müßte. Dee Ausstellung wird also beweisen, daß wir trotz einer stets sich ausbildenden Technik in der Anlegung von Vorrichtungen zur Verhütung von Unfällen noch recht west zurück sind und daß eS eine unabweisbare Aufgabe der Gesetz- gebung ist, dafür zu sorgen, daß die Verpflichtung der Unternehmer, Maßregeln zur Verhütung von Unfällen zu treffen, weit energischer und umfaffender durchgeführt werden muß. Alljährlich melden un» die Fabrikinspektoren, daß die Beschäftigung von Frauen, halben Kindern— sogenannten jugendlichen Arbeitern— und Kindern in der Industrie zunimmt. DaS kann nur ein weiterer Beleg dafür sein, wie nothwendig eS ist, die Vorrichtungen zur Verhütung von Unfällen weiter auszubilden und überall anzubringen, wo es nöthig ist. Die Unternehmer laffen sich sehr dazu drängen. Im übrigen mag auch diese Ausstellung in ihren Wirkungen und in den Betrachtungen, die sie anregen muß, ein Beleg dafür werden, wie nothwendig eS ist, die Zahl der Fabrikin fpektore» zu vermehre«. Das Gebiet, das der heutige Aussicht beamte zu bereise« und zu besich- tigen hat, ist viel zu groß; in de» großen industriereichen Gegenden des RheinS z. B. soll e i u Fabrikmspektor je einen ganzen Regierungsbezirk kootroliren, was einfach un- möglich ist. In den Kleinstaaten hat der Aufsichtsbeamte häufig noch eine schwierigere Aufgabe; er soll die Industrie- anlagen eines ganzen Staatsgebiets kontroliren und dabei auch noch andere AmtSgeschäste verrichte». DaS Königreich Württemberg und da» Großherzogthum Bad-n, beides Länder mit vieler Industrie, haben nur je einen Fabrik- Inspektor. Hier kann eine genügende Kontrole unmöglich stattfinden, ohne daß den Beamten auch nur der geringste Vorwurf gemacht werden kann. Die Unfallverhütung wstd sonach rasch auf eine höhere Stufe gebracht werden können, wenn man die Zahl der Fabrstinspektoren entsprechend vermehrt. Die Ausstellung wird unseres Erachtens sonach manches im Jntereffe der Arbeiter anregen, woran die Veranstalter des Unternehmens nicht gedacht haben. Platonische Lieb- haber sind die Veranstalter schwerlich. Deffen ungeachtet soll uns alle» willkommen sein, was die Ausstellung bieten kann, um die Unfallverhütung im Interesse von Leben und Gesundheit unserer arbeitenden Bevölkerung zu fördern. Gunst des Volkes abhängt, und wenn ein wohl- organisirter Boycott in Szene gesetzt würde, dann bin ich überzeugt, wäre Peleg Grinder'S bedingungslose Unter- werfung bloS eine Frage der Zeit." „Ich will eS mir zur besonderen Aufgabe machen,"— mit diesen Worten verabschiedete sich Watso»—„heute noch Tom Hüstle aufzusuchen, um ihn zu bestimmen, daß er die Sache in der nächsten Sitzung vor die Union (Gewerkschaft) dringt." Und er sah Tom Hüstle noch am selben Abend. Je mehr Watson seinen Gedanken in sich erwog, um so be- geistertet wurde er,— allein Hüstle ließ sich nicht bei dem ersten Anlauf seine» enthusiastischen Freundes für die Idee gewinnen. Tom war ein fanatischer TradeS-Unionist und gewohnt, jedes Vorgehen gegen de« Feind vorher aufs Sorg- fältigste zu überlegen. „Sind Sie auch sicher," fragte er,„daß wir uns auf die thätige Mithilfe der Ritter der Arbeit verlaffen können." „Nein," erwiderte Watson,„ich weiß nur, daß e» ei« Hauptgrundsatz ihre» Ordens ist, sich gegenseitig zu helfen, ohne Unterschied deS Gewerbes." „Glauben Sie," fuhr Hüstle fort,„daß e» möglich ist, dieser Organisation unseren Streit mit dem alten Peleg zu vollem Verständniß zu bringen, so daß sie unseren Kampf zu dem ihrigen macht?' „DaS glaube ich ganz bestimmt. Ali Zack Nolan mich sagen hörte, ich ginge zu Mulhooly, um einen Anzug zu kaufen, mir aber davon abrieth, war ich sehr bald über- zeugt, daß eS ebenso gut mein Jntereffe wie da» deS Schneiders war, Mulhooly meine Kundschaft zu entziehen. Und nachdem dies geordnet war, erzählte mir Nolan de» Streit der Maler mit der Dampfboot-Gefellschast, und ich glaube, er bewies den Fall Keffer, al» es ein Maler selbst hätte thun können. Die Sache wurde mir so klar, daß ich jetzt nicht allein ein Boycotter bin, sondern mich auch zur Aufnahme als Mitglied des Ordens angemeldet habe. Und außerdem sind eine Anzahl unserer Leute jetzt Mitglieder mlmszenz. In „Bric'e dem Okioberhefie an Philipp Becker" der„Neuen Zeit" befinden sich ...... veröffentlicht. Unter diesen auch ein solcher von Professor Ludwig Büchner avä dem Jahre 1866 als Antwort auf e ne E nladung, on dem Kongreß der Inter« nationalen Ardeiter-Assoz'ation von 1866 Theil zu nehmen. Der Brief lautet: „Wer die kliothwendigkeit einer gründlichen Aenderung nicht beg'eist, kann nur durch Ignoranz oder entgegenstehende Interessen daran g-hindert sein. Alle die polinschen Umzc- staltungen in Europa, welche die Gemüther so sehr teschäftigen, find in ihrer allgemeinen Bedeutung verschwindend gegenüber den Veränderungen, welche ffch im Schooße der europäischen Gesellschaft vorbereiten, und man sollte bei Ernennung neuer Minister oder Staatsienker viel weniger nach ihren politischen» als nach ihren sozialen Begriffen oder Fähigkeiten fragen. Was Hilst alle politische Freiheir, wenn der größte Theil der Mensch« beit dabei Mangel und Entbehrung leidet und wenn der eine Theil ewig nur leidet und arbeitet, damit der andere Theil genießen kann! Sobald dieses einmal von den Nothleidenoen erkannt und der Entschluß des B-fferwerdens gefaßt ist, ist auch die soziale Revolution fertig. Denn da diese Klaffen der Zabl nach die ungeheure Mehrheit bilden, kann von einem Widnstande nicht mehr die Rede sein. Leider ist die Erkenntniß dieser Thatsache unter den Ardeitern selbst eine noch gar zu vereinzelte, dagegen der Mangel an Eintracht und geaenseitigem Verständniß um so größer. Je mehr Sie in dieser Bestehang durch Ihre Assoziation auf Verbreitung der richtigen Einficht und Stimmung in den weitesten Ardeiter» kreisen hinwirken, um so größeres Verdienst werden Sie fich um die gute Sache erwerben: und namentlich ist die von Ihnen an« aestredte internationale Verbindung hierzu ein vortreffliches Mittel. Auf diesem Wege wird erkannt, daß das echte Mcn» schenthum uderall dasseloe ist, und daß die europäischen Völker äss?&?■?. a."r'TÄÄ bestem auch nicht verborgen bleiben, daß die Trennung, welche isvä« eine unnaturliche, künstliche und zum großen Nachtheil d-r noth. leidenden Schichten ersonnen war. 7» Klaffen, ganz einerlei, ob fie von Schulze. Delitzsch. Laffalle od« dm'wischenliegenden Fraktionen gemacht sind, laufen alle auf Palliatwmlttel hinaus, welche das Sterben nur langsamer machen. Namentlich find die Laffalle'schm Pro» duItiv-Affoziotionen, von denen fich dessen Anhänger das Ende aller Uedel versprechen, dlos ein Mittel, um den bis» «ie früher den dritten Stand, eine ge- sellschaftliche Stufe emporsteigen zu laffen und an seine Stelle einen noch viel elenderen fünften Stand der in den Affo» ziationen nicht beschäftigten A: bester, sowie aller Proletarier der gemischten Versammlung') Nr. 2672. Der G e w e r k s ch a f t S- V u n d will ebenfalls den Kampf aufnehmen. Unsere Union ist darin vertreten. Der Prä- sident, Mr. O r ch a r d, ist ein Drucker und war der erste von unserer Kunst, der sich den Rittern der Arbeit anschloß. Er war schon lange ein Mitglied der Schneider- Versamm» lung, ehe ich wußte, daß eine solche Organisation bestand" „Ja, Watson, Sie haben die Sache recht gut begrün- det und ich glaube gern, daß wir die Idee ausführen können,— Sie müffen jedoch begreifen, daß Peleg Grind er kein Mann von untergeordneten Fähigkeiten ist, und er ist grau und reich geworden bei seinen bis jetzt stets erfola- reichen Bemühungen. die Arbeit herunterzuschrauben und die Arbester hilflos zu machen und zu unterdrücken. Wenn w,r diesem verdorbenen, zähen Burschen den Handschuh hinwerfen, dann müssen w,r auch de« Erfolges sicher sein- lewer von uns darf auch nur eiuen Augenblick die Hände m den Schooß legen. Wir müssen alle am Platze sein. um eine Fraae von dieser Wichtigkeit nach jeder Richtung hm zu beleuchten Verbreiten Sie die Nachricht unter de» Mitgliedern. Laffen Sie jeden wiffe», was wir vorschlage« wouen, so daß eS allgemein verstanden und rechtzeitig über- legt wird. Wir müffen in unserer Union einstimmig, oder wenigstens nahezu einstimmig sein, um Erfolg haben zu können. Die zwei Männer trennten sich und innerhalb vier- undzwanzig Stunden wußte jeder Drucker und wußten viele Rstter der Arbeit, daß Tom Hüstle damit beschäftigt war, einen wohlkombinirten Angriff auf ihren bis jetzt siegreichen Feind vorzubereiten. Viele hatten alle Hoffnung auf- gegeben, ihre Genoffen beim„Atavist" in Arbeit zu sehen, ') Mixed asseubües— gemischte Versammlungen— find die aus Mitgliedern der verschiedenen Gewerke destehenden „Versammlungen", im Gegensatz zu dm Mos Mitglieder eines emzrgcn Gewerks enthaltenden. überhauvt treten zu lassen. Die Wurzel des Ucdels liegt viel tiefer, als diese Herren und ihre Leute glauben oder glauben wollen; und fie saugt ihre Ztahruna nicht aus dem vernach« läjfigten Interesse eines einzelnen Standes, sondern aus dem unnatürlichen und ungerechten Zustande der Gesellschaft selbst. Denn so lange die Güter des Lebens ohne die Mittel zu diesen, von vornherein und ohne jedes persönliche Verdienst in der bis» heriaen Ungleichheit verthellt find, kann von einer erfolgreichen Konlunenz des Einzelnen minder Begünstigten in.dem großen Kampfe um das Dasein nur in äußerst seltenen Slusnahms- fällen die Rede sein. Wenn die liberale Bourgcoiste gegen- wärttg als höchstes Ziel der persönlichen Freiheit die sogenannte „freie Bahn für Alle" oder vollständig freien Spielraum für Entwickelung aller Kräfte durch Entfernung jeder staat» lichen Schranke verlangt, so vergißt fie dabei vollständig, daß die freie Bahn allein nicht genügt, um eine erfolgreiche Konkurrenz möglich zu machen, sondern daß dazu auch eine Ausgleichung in den Mitteln, welche dem Einzelnen zum Bestehen der Konkurrenz zu Gebote gestellt sind, gehört. Mit leerer Hand kann der tüchtigste Arbeiter so wenig gegen die Macht des Kapitals ankämpfen, wie der nackte Wilde gegen Kanonm oder gegen das Zündnadelgewehr. Dieses Alles liegt eigentlich so flach auf der Hand, daß Selbstüberwindung dazu gehört, es stets zu wiederholen; obgleich die Jahrtausende alte Gewohnheit die große Mehrzahl der Menschen so blind ge» macht hat, daß fie außer Stande find, selbst so einfache Wahr- hetten zu begreifen. „Mit allem diesen will ich natürlich nicht sagen, daß der Arberter seine bisherigen Anstrengungen aufgeben solle. Im Gegentheil soll er damit und mit Allem, was ihm auch nur vorübergehende Erleichterung schaffe, auf das Eifrigste fortfahren, in Erwartung der Zeit, welche ihm gestatten wird, das Uedel an der Wmzel anzugreifen. Ader er soll über dem Nächst- liegenden niemals das große Ziel der Zukunft vergessen, dem er entgegenzuftteben hat und das ihm allein eine gründliche und dauernde Heilung seiner Uebel brinaen kann. Jeder Arbeiter, der danach strebt, muß nicht dlos Freund und Vertheidiger seines Standes, er muß zugleich Sozialist sein; er muß mit seinem Herzen nicht dlos das Leiden seines Standes, sondern dasjenige der Gesellschaft selbst umfassen. In diesem Fall ist er Humanist und Kosmopolit, während er im elfteren nur Standes- Egoist wäre._. „Endlich ermahnen Sie ihre Arbeiter, daß fie bei ihren Bestrebungen für die Zukunft auf niemanden, als auf fich selbst und auf wenige bewährte Freunde bauen sollen, wenn sie nicht vielfachen Täuschungen anheimfallen wollen. Weder die jetzigen Machthaber noch die liberale Bour- geofie, noch die politische Demokratie werden jemals etwas Ernst« liches und Gründliches für fie thun, außer gezwungen. Daher möge ihr Wahlspruch sein: Selbst ist der Mann! Man wird zwar bei politischen Umwälzungen Viele zu bören bekommen, die fich mit lauter Stimme als„Freunde der Ardeiter" anpreisen, die aber in Wirklichkeit zum Thell ihre gefährlichsten Leinde find. Daher seid auf Eurer Hut!„Thaten", nicht„Worte" müssen reden! „Dies, sehr geehrter Herr, die wenigen Bemerkungen, welche ich bei Gelegenheit der mir erwiesenen Ehre glaubte Ihnen und Ihren Freunden an das Herz legen zu sollen. Halten Sie die- selhen für dedeutend genug, um st- dem Kongreß in meinem Namen mitzutheilen, so wird mir dies nur schmeichelhaft sein. Eines Momentes, deS religiös-geistigcn, habe ich dabei nicht er- wähnt, da ich es für selbstverständlich halte, daß der nach Be- fteiung von gesellschaftlichem Zwang strebende Ardetter die eigene geisttge Befreiung in seinem Innern schon vollendet oder wenigstens angefangen haben muß. Soll das staatliche und ge- sellschaftlicke Götzendienerthum fallen, so muß das Götzendiener- thum des Geistes schon vorher gesunken sein." Das ist klar und bestimmt. Und man muß bedenken, daß seitdem 22 Jahre verflossen find. Politische Ueberstcht. Im Land« de»„Karbarei«nd Wildheit", wie es die „Nordd. Allg. Ztg." neuerdings zu bezeichnen pflegt, in Frank- reich, hat man soeben einen kleinen Fortschritt auf dem Gebiete der Arbeiterschutzgesetzgebung gemacht, den die ardeiterfteund- lichen Parteien bei uns trotz der zivilifirten Zustände, in denen wir leben, noch nicht haben durchsetzen können wegen des Wider- standes der Regierung; die Berichte der Fabrikinspektoren er- scheinen, wie wir den neuesten Nummern des„Journal osfiziel entnehmen, dort von jetzt ab im Original, während wir fort und fort mit einem farblosen Auszuge aus den amtlichen Referaten der wichtigen Beamten abgespeist werden. Den franzöfischen Originalberichten wird im amtlichen Organ eine Art General» beticht der Kommission vorausgeschickt, welcher dm Inspektoren übergeordnet ist. Danach ist im Vorjahre wieder eine größere Anzahl Protokolle wegm Uebertretung der Bestimmungen über Kinderarbeit aufgenommen worden. Die Kinderarbeit ist also in Frankreich in der Zunahme begriffen. Gmaue Angaben sollen noch folgen. Dafür gestaltete fich das Verhättniß der- jenigen jugendlichm Arbeiter, welche die Volksschule adsolvitt bevor der alte Peleg Grinder den Weg alles Fleisches ge- gangen wäre, und das Interesse war auf's Aeußerste ge- spannt, al» der regelmäßige SitzungSabend der Buchdrucker- Gewerkschaft herankam. Mit wenigen Ausnahmen waren alle Mitglieder, an tausend Personen, anwesend. Diese sehr intelligente Körperschaft erledigte mit beinah fieberhafter Elle alle gewöhnlichen Geschäfte. Endlich kam der er- wartete Moment heran. Unter athemlosem Schweigen erhob fich Tom Hüstle von seinem Platze und erklärte feierlich, daß er der Gewerkschaft eine Resolution zu unterbreitm habe. Er erzählte in übersichtlicher und ins einzelne ge- hender die Rede Geschichte der langjährigen Kämpfe Peleg Grinder'S mit der Buchdruckergewerkschaft— er sprach von dm erfolglosen Anstrengungen, diesen Verfechter der billigm Arbeit zu Paarm zu treiben; er gab dann einen kurzm Abriß der Geschichte des BoycottS und der erfolg- reichen Anwmdnng desselben, als einer Waffe in dm Hän- dm der Ritter der Arbeft von Washington. Darauf folgte die Vorlesung der Resolution, die das B o y c o t t über dea„Atavist" und Peleg Grinder aussprach und die Ritter der Arbeft, dm Gewerkschaftsbund, so wie alle verwandten Organisationm und alle Freunde der Arbeft zur Theilnahme und Mitwirkung aufforderte. Ueberall im ganzm Saale erhoben sich Stimmen, welche den Antrag unterstützten, die Resolution anzu- nehmen. Kräftige Reden für und gegm wurdm gehalten Alle schienm zu glauben, daß der Erfolg ihrer Bemühungen krönen würde, wenn die thätige Mitwirkung der Ritter der Arbeit und anderer Arbeiterorganisationen gesichert sei. Buchdrucker, die zu de« Rittern gehörten, meinten, es werde nicht schwierig sein ei» vollständiges Zusammenhandel», wenigstens des OrdenS und der Buchdrucker, zu erwirken. Die Resolution wurde so gut wie einstimmig a n g e «ommen. Ein allgemeine» Boycottkomitee, das aus 5 Mitgliedern mit Tom Hüstle als Vorsitzenden bestand, wurde ernannt, um unter Hustle'S Leitung alle Arbeiter Organisationen in dem Distrikt Columbia zu besuchm und für den Boycott zu gewinnen. Der Sedanke, welcher Watson in dm Kopf gekommen war, trug bereits hatten, etwas günstiger; es stieg von 63 auf 70 pCt. der Beschäftigten überhaupt. N-bcn den Glashütten, die fich um jeden Preis den gewerbegesctzlichen Vorschriften zu mtziehm suchten, machten die frommen Anstalten den Inspektoren am meisten zu schaffen. Dieselben find bemüht, sich dadurch der Aufsicht der Beamten zu entziehen, daß sie vorgeben, fte ließen Mädchen nur zu Unternchtszwecken Wäsche nahm. Durch Ur- thnl des höchsten Gerichtshofes von Angers ist aber am 11. Mai d. I. festgestellt worden, daß z. B. ein katholisches Schwester- Haus der dorligm Gegend im Laufe von 10 Monaten an verschiedene Handelsfirmen nicht weniger als 50 000 Stück Wäsche lieferte, daß es die ihm anvertrauten Mädchen weit über die gesetzliche Zeit hmaus zu rein mechanischer Näharbeit anhielt, förmliche Arbeitskontrakte mit den Eltern schloß u. s. w. Die Jnspettoren widmen deshalb den ftommm Anstalten erhöhte Aufmerksamkeit. Die berichtende Kommisfion fordert außerdem eine Zentralisation des Instituts unter einem Generalinspektor, sowie eine Vermehrung der Inspektoren überhaupt, deren Zahl unzureichend sct— lauter auch bei uns sehr nothwendige Dinge, die aber ein deutscher Auk- fichtsdeamter schwerlich aussprechen dürste. Die neuen Original- berichte der franzöfischrn Fabrikinspektoren werden nach aUedem reiches Rtaterial zur Beurtheilung der sozialen Zustände in un- serem Rachbarlande bringen, und es ist nur zu wünschen, daß sie wmigstms auf die dortige Gewcrbeaesetzgebunz, mit deren Reform ja die Kammern gerade beschäftigt sind, fördemd ein- wirken. Allerlei Farbiges.„Daß man ein buntes Tuch polizei- ltch verbietet, erinnert uns an die Tage, in welchen Fritz Reuter wegm Hochverraths, begangen durch Beittttt zur Burschmschaft, auf lange Jahre aut die Festung kam. Wir find heute der Meinung, daß der Kampf gegen Farben das Zeichen einer sehr schwachen und sehr kleinen Regierung war."— Also schreibt das Dresdener Kartellrüpel-Organ, die„Dresdener Rachrichten", anläßlich des in Wien erfolgten Verbots der schwarz-roth- goldenen Trikolore. Und das genannte Patriotmblatt fügt dem noch tttrimphirmd hinzu:„Uns Nmdeutschen erscheint diese (Wiener) Maßregel wie eine Kunde aus alter Zeit." Aus alter Zeil? Die Gelehtten der„Dresdener Nachrichten" lesen offenbar nicht ihre eigene Zeitung(was auf ihren Geschmack übrigens kein schlechtes Licht wirft), sonst könnten fie darin so ziemlich jede Woche etwas lesen von dem„Kampf gegen Farben", der ..heute" mit weit größerer„Schnetdiakcit", in weit größermr Umfang betftebm wird, wie zu Fritz Reuter's Zeiten. Nur daß es heut nicht das Schwarz-roth-gold ist, welches bekämpft wird, sondern das böse„Roth" oder„vorwiegend Roth". Jedmsalls aber ist es den Gelehrten der„Dresdener Nachrichten" einmal passirt, aus Versehen die Wahrheft über diesen„Kampf gegen Fardm" gesagt zu haben. Ueber einen Ktreill in Australien wird der„Köln. Zeftung" unterm 26. August geschrieben:„Vorgestern(also am 24. August) ist eingetreten, was seit Wochen in ganz Australien zu den schlimmstm Befürchtungen, zu Hunderten von Leitartikeln der Preffe. zu Tausenden von Telegrammen Anlaß ge- gegedm hatte: sämmtltcheBergleute der Kohlen- gruben von Newcastle, die Australim fast ausschließlich mit Brennstoff versorgen und insofern ein Monopol besitzen, haben nach vorhergegangener vierzehntägiger Kündigung und nachdem alle Bcrsöhnungsvelsuche gescheitert find, vorgestern die Arbeit eingestellt. Es ist das der größte, in seinen Wirkungen fühlbarste Streik, von dem Australien jemals be- troffm wurde. Mag es auch übertrieben sein, was von australischen Zeftungen behauptet wird, daß, wenn der Ausstand lange andauere, die Gaswerte und die meisten Fabriken ihre Thätigkeit einstellen, Schiffs- und Eisendahnzesellschaften die Zahl der Dampferfahtten und Züge vermindern, die Straßen Abends dunkel sein würden, so ist es doch unvermeidlich, daß das wirthschastliche Leben unter der eintretenden Stockung leidet. Australien besitzt in Queensland. Neu- sceland, Tasmanien Kohlenfclder, die dmen von Newcastle an Größe gleichkommen oder beinahe gleichkommen, die aber kaum in Angriss genommen sind und jedenfalls nicht früher als innerhalb vieler Neonate Ersatz schaffen könnten. Immerhin wird die jetzige geringe Ausdeute, sowie dicjeniae der weniger umfangreichen Lager im Süden von Neu-Sud-Walcs(auf die ch der Ausstand von Newcastle nicht erstreckt) ausreichen, um .ie schlimmsten Befürchtungen zu widerlegen. Die nicht un- bedeutende Kohlenausfuhr Australiens wird allerdings völlig ins Stocken gerathen."— Es folgen nun Schimpfereien auf die Arbeiter, die an dem Streik Schuld seien, weil sie ibre„wahn- finnig hohen Löhne" noch immer erhöhen wollten. Nun— wir kennen diese„wahnfinnig hoben Löhne"— sonderbarer Weise hat der Korrespondent der„Kölnischen Zeitung" zu melden vcr- geffen, daß die australischen Arbeiter den Champagner aus Weißdiergläsem trinken- wie daS bekanntlich bei gutem Lohn- stand unter dm Berliner Arbeitern der Fall ist. Beiläufig ge- hören die Arbcftcr in Australien durchweg nach englischem Muster organifirten Trades-Unlons an und haben bei den Wahlen und auf die Gesetzgebung bedeutenden Einfluß. Ans Greiz, 14. Oktober, schreibt man uns: Gestern Abend sollte der Relchstagsabgcordnete Singer in einer Volks« Früchte und hatte diesem junge« Mann eine Masse frei- willige Arbeit aufgeladen. Die Nachricht verbreitete sich rasch über die Grenzm der Buchdrucker-Gewerkschaft hinaus, und Peleg Grinder wußte lange, ehe er sich Nachts zur Ruhe begab, daß er das Deck des„Atavist" für einen neuen Kampf mit der Arbeit „klar machen" müffe. Jndeß die Nachricht beunruhigte ihn nur wenig. Er hatte bisher immer gesiegt, warum sollte er jetzt nicht wieder siegen? Ein Boycott werde ihn weniger berühren als ein Streik. Er würde nicht gmöthigt sein, neue Leute anzustellen. Die wenigen Buchdrucker, welche dm„Atavist" abbestellen würdm, fallen bei dessen weiter Verbreitung nicht inS Gewicht. Er war vor einem Streik sicher, weil seine Leute der Klaffe von Arbeitern angehörten, vie keine Hoffnung auf Verbefferung ihrer Lage hat— geborm zur Unterwürfigkeit und ganz unter der Herrschaft eines Werkführers, der ZudaS gleich dte Union aus niedriger Selbstsucht um schnödm Sündmlohn verrathen hatte. Der Boycott war eine ganz lächerliche Geschichte; der alte Peleg Grinder lachte laut, als er sich Alles richtig überlegt hatte — er schlief fest und träumte von riesigen Zeitung»- Gründungm, großem Reichthum und öffmtlichm Ehren- ämtern, gerade als wenn die Union der Typographcn (die Buchdrucker-Gewerkschaft) nicht bestünde. Die Nachricht verbreftete sich rasch unter den Freunden der organifirten Arbeit; die Ritter der Arbeit besprachm sie in kletnen Gruppen überall in der Stadt, und als das Komitee der Typographen-Union am nächsten Abend seinen ersten Besuch einer Versammlung von Rittern der Arbeit machte, wurde e« mit Enthusiasmus empfange». DaS Komitee war unter Freunden und wußte es. Eine Organi- sation nach der andern wurde besucht, zwei bis drei im Laufe eines Abmds. Es war ein Triumphzug für die Buchdrucker. Natürlich waren die Resolutionen nur Stückchen Papier in den Augen Peleg Grmder'S, der sie höhnend ver- lachte. Aber der herzliche Gemeingeist, das brüderliche Solidaritätsgefühl, dte Rufe:„DaS Unrecht, welches Einer erlitten, ist Allen zugefügt," der Eifer, mtt dem alle Ge- werkschaften den Kampf der Buchdrucker zu ihrem eigenen machtm— daS Alles war an sich schon ein Sieg, schwanger Versammlung hier über die Alters- und Invaliden« sprechen. Zur gegebenen Stunde hatten sich weit über 1 Besucher, die zum Thcil stundenweit herbeigeeilt warca.«W�um vie) funden. Das Lokal war überfüllt und alles h irrte bd%" pinns Der Versammlung, als der Einberufer hervorttat �*!F e™»' roßc Unruhe und Entrüstung entstand, tu fich In%%%% mißbilligenden Zurufen Lust schaffte. Um die Maff.n � n«« Den ruhtgen unv ste zum Auseinandergehen zu veranlaffcn. g>„rh hn6 fie if läge, die.hm das Referat zu geben unmö. lich muh«. Z«, ilelck«t. möge aber dieser Thatsache bei der nächsten Wahl gedc-�— eine paffende Antwort durch Wohl eines soziald'wo' Abgeordneten geben. Dieken Motten folgte stürmischer� und Hochrufe auf Herrn Singer. Der Verlauf dieser V* lung d.rfte auch unserer Polizei die Uedcrzeugung gegeben b Daß ste nur für die Sozialdemokratie gearbeitet hat. D>» Nitionallibeu nigsm wieder fen find noch traten, Herr > am Montag gen gesprochen. nehmen nach wurde das Reden Herrn Singer mit«iW- �Die erwi '' Sl U zahlreiche virung nicht gestattet, daß er auf Grund des kleinen Beb% � zustandes ausgewiesen sei, und daß im Fürstenthum 9W4et nun die des Lodenstein überhaupt kein Ausgewiesener sprechen dülß'w warm ,u da wirv das Reuß-Ereiz Lodensteinsche Vaterland gerettet, warten! Ans Dresden, den 15. Oftoder, wird uns gestsf Znr Keich« Unsere gute, nichts böses ahnende Stadt wurde gesleikdä matb. Lux mittag durch zahlreiche von Haus zu Haus, von Etage Erklärung, 5; eilende Boten mit einem Platzregen von sozialistischen Ltzmacher als d blättern bedacht. Binnen kurzer Zeft waren 45000 Swg hat folgende lheiit. In dem Flugblatte werden die Ereignisse der leTOter verbleitete Jahre unter der Aera des Sozialistengesetzes einer»Westen als i Kritik unterzogen. ES wird den Lesern zu Gemütbe �gestellt werden wie alle gegen die SozialDemolratie angewandten JR�fie mein Vorwi Verhetzung, der Unterdrückung und der Ruinirung ich ein eventi Existenzen das Wrck-thum der Sozialdemokratie, die(4p*- H- Lux." Jahre 1881 ihre Stimmen fast verdoppelt, nicht aufgl habe. Anderersests hide aber auch der ökonomische Z tw prozeg gewaltige Forlschritte gemacht und so der Sozia kratee den Boden zu weiterer Ausbreitung geschaffen. Blatt schließt mit einem„Hoch lebe die Sozialoem» Seitens der Polizei wurden einige 20 der Verbleiter sWtte Volksversar nach Feststellung ihrer Namen entlassen. Das Verdo>ialdemolratische Grund des SozrMtengeseyes wird wohl nicht auf sich Entwurf, betres aldemokratrsebe pt noch nicht rm genannt Dementi h «legen die lassen. De» Kolonialschmärme?» schreibt der bei Sigl im„Bayr. Vaterl." folgendes Sprüchlein ins „Ginge es gewissen Kolonial-Spekulanten derer Leute Kosten nach, so müßte in aller Eile die R gesattelt" und eine ganze Armee mobilisitt werden, schmäblich veikrachte„ostafttkarnsche Gesegschaft", web und Zieger wegen ihrer schlechten Aufführung aus AI aus geworfen baden, wieder in ihren„Besitz" zurück t* und nebenbei ihr mft einigen Millionen auf die Beine f. Das deutsche„Schulgeschwader" soll auch d.reits, schwadrontrcn die Offiziösen davon, nach Ostafttka sein. Wir hoffen aber, man wird in Berlin ruhig Blut und stÄ nicht in eine Abenteurervolittk einlassen, die< von Millionen kosten könnte, aber nimmerm hr gu» tragen würde. Italien steckt in der Falle von auS der es nicht mehr loskommen kann und in der und Millionen schwitzen muß; F r a n k r e i ch ist in ling in der gleichen Lage, nachdem es Tausende baten und Hunderte von Millionen dott geo, Alles, nur keine Lorbeeren geerntet. Soll Deutsch in eine SbnlicheLage versetzen, weil einige unüberlegt und habsüchtige Spekulanten fich in Afrika in eine verrannt haben und nun mit idrem Geld und ibrem Ende find? Sollen für solche Leute die Söhne beutst*� Jeiter, sprach, r Solution an. lev Staat Nberfelder„g itliche Bcrsam Als Zwel mgsvereins". in letzter Zeit tet. Außerdei lzenden Lolalit fien, weicher Ii hier etwas >ung eines Vo so— etwas, I ilizeikommiffar ien. Denn all lätte Derselbe,! heilt habe, lerr Jeup Versammlur erste darauf, uschttiten zu n wesendcn stim Herrn Jeup "ar Karnrnl unter den Speeren und Messern von Wllven verdlußAen Z 9 des eben Heimath und Besitz gegen fremde Eindringlinge% 8 st» wen« digen, die in Afrika nichts verloren und darum nichts isL aekorocken i Kaden NWird derjSer-iliSmuS gewisser Leute und MI' �-Awei Reichstag groß genug sein, die Millionen zu einem Unl,£?uScn marschir zu dewilligen, welches das Reich in eine unabsehbare.�.° � acn fährlicher und nutzloser Abenteuer stürzen müßte? andere Ver Hai andere Aufgaden genug, ehe es daran gehen kann, ocnoir.m egoistische Abenteurer, die sich verspekulttt haben,«Miinebi e i n e n M a n n ,u riskiren."„.»baeriebt I dt Di« KarteUparteie« würdm„aus fich aller» ��ldemokratm mm wer im Stande gewesen sein", bei den Septennw#,*�.,,� e die Mehrheit zu erlangen, gesteht das„Deutsche Togc� Dieses Zugeständniß verdient fcstgmagelt zu werden.* Mangelnde Npferwilliglreit der Die Londi Auf dem Parleitag in Halle klagte nach der„Hallsseb�abend aus Herr v. Hclldorss vitter über den Mangel an Arbeitslust-��. ,f, freudigkeit und Einigkeit innerhalb der konservalioen genommen ES sei nicht möglich, in Deutschland jährlich 30 �.Äehrungm da sammenzudiingen, um d:e Z ntralorgane der konl*!. j.. Partei erhallen zu können. Man habe G.lv flebl?I(,yr, nach Wie habe deshalb an mehr als 20000 Adressen von wobWy Leuten im Lande Schriftstücke, unterschtiedm von N" ipf interessir 'en geben r 5 nur vorübl mtt bedeutsamen Erfolgen, selbst wenn der unterliegen sollte. � Em dröhne Der„Gewerkschaftsbund" rückte in die Schlack'L,.- � und schließlich wurde die ganze Angelegenheit vor dte �. s Versammlung der Ritter der Arbeit gebracht. Daß der � zur Sache des OrdenS gemacht werden mußte, war bewehe eS zur Verhandlung kam. Die eigentlich�, war, ob die Betheiligung eine aktive oder eine Mu sollte. Mitglieder, die mtt Peleg Grinder wohl u waren, erzählten der Versammlung in beredten 2-?, Geschichte dieses Vorkämpfer» billiger Arbeit und 0�3 Feindes aller Arbeiter-Organisationen. ES waren<•»' Schall Männer, welche die Frage nach allen Seiten l K« erst dann einzustellen, wenn der„Atavist" vom% ic{ne te[ie� zum Keller ein Unionsgeschäft geworden sei. jtt ausliefen. Ein kurzer und bündiger Befehl dieses gtsiMy Oessnungen Körpers der Arbeiter erreichte jeden Ritter der U�tu Verstärkt Washington. Die Reihen schloffen sich Schulter a».)ung eingema und die Feindseligkeitm begannm. Die nöthigen* Eies waren ernannt und schritten sofott zum Werk. z�dei � die Arbeiterwelt erwartete von ihm, daß er bis Ju'> nicht et™ h nähme des Befehls ohne Rücksieht auf Mühe u hier die arbeiten werde. Hier war für I a ck R o l a n eiat�My's Zeiten 1 heit, wie er sie nie vorher gehabt hatte, Strcü Mndcn vurc Dienste des„Schiedsgerichtsmahners", auM�fcwnütgen, b zu lasten, und der unermüdliche Patriarch war r, Auf fa gäbe gewachsen. Es war etwa» Neues undFremdatt'g���- vemeri Kampfe gegen Peleg Grinder. Ein Donnerschlag»nenden Tbe rem Himmel. �-n, die zur! „Wer in deS Teufels Namen sind die waren Arbett?" ftagte Peleg sich und schickte sein getreu, J D i» Müh, tum auS, um Erkundigungen einzuziehen. Auch Daudet's fahren hatte, daß in der" Distrikt. Versammlung. arbeitet ohne Unterschied deS Gewerbes vettre-� hielt er eS noch nicht für gerathen, mtt den B Frieden zu machen. Allem Vermuthe» nach würde doch nicht viel herauskommen. Außer den f sich kein Arbeiter wirklich und ernsthaft in den pese im, der Ge etzehnten{ zur Zeit,, bnißverein konnte ivalidenvc fi weit ü>m Ii [erilf»arfn. [fä Hinte» Hervorlrat i*. d ah ade rboten ie fick in die Mafft« canlaffcn, g Zinzer eir« weis auf l«' lich mx&e iiahl flrttr'i soziald�nol slünnikcher uf dieser ung kegeden t-t hat. D.' gel mit da gliedern der lonservatioen Partei im Reichstage und Land- umhergesandt— und habe kaum so viel Geld de- em, um die Portokosten decken zu körnen.— Die Herren eben von dem grohen Unbekannten verwöhnt. Zar Krage der Abzahlnugsgrschäfte. Der„Bayrische " schreibt:„Wie verlautet, wird die bayrische Regierung im desrathe die Einschränkung des Eizenthumsvordehaltes der ihlungögeschäfte beantragen. Es ist bekannt, daß diese Ge- te fich bei den Kaufadschlüffen das Eigcnthumsrecht auf die lauften Gegenstände vorbehalten, bis die letzte Rate befahlt und daß sie ihr„Eigenthum" zurücknehmen, wenn die Zah» : stockt, wobei der Käufer aller bezahlten Raten ohne weiteres ert. im Reichotagswahlkreisr Stadr-KremervSrde stellen iattonallideralen zu der bevorstehenden Nachwahl von nigsen wieder auf. Die Kandidaten der Freisinnigen und ifen sind noch nicht bekannt. Der Kandidat der Sozial« kraten, Herr M o l k e n b u h r, bat am Sonntaa in Ritter« , am Montag in Lesum in öffentlichen Wädlerversamm- ie"t gerochen. Der Korrespondent der„W.-Ztg." bemerkt zu:„Die erwähnten Ortschaften mit ihrer Umgegend weisen ozialistische« , 45000 griffe der Ii tzes einer Gemütb« rndten M inirung atie, die , nicht oufi »mische Z rs i der Sozi ; geschaffen- Sozialoerno lerdreiter fiil Das VerdotlaldemokrcUische� ht auf sich i'incn Bck�e zahlreiche Ardeiterdevölkerung auf; die Reichstagswahl rthum R-?f'net nun die beste Gelegenheit, die sozialdemokratische Bewe« »rechen dui�,g warm zu halten, weiter kanns leinen Zweck haben."— d gerettet, warten! d uns ges-dK Z«r Reichvtagvnachwahl in Krealau. Von Herm omde geslcikhä math. Lux erhält die„Bresl. Ztg." aus dem Gefängnis) »on Emge»»fe Erklärung, deren Unterschritt von Herrn Gefängnihdrrektor tzmacher als die des Herrn Lux anerkannt ist. Die Erklä« hat folgenden Wortlaut:„Bezüglich der durch verschiedene trr verbreiteten Nachricht, daß ich in dem Wahlkreise Bres« Westen als Kandidat für die Nachwahl zum Reich'tage estellt werden soll, erkläre ich hiermit, daß jene Nachricht «e mein Vorwissen verbreitet worden ist. und erkläre ferner, ich ein eventuell auf mich fallendes Mandat nicht annehmen de. H. Lux."— Definitive Beschlüffe über die Person des ldemokratrschen Kandidaten für Breslau- Westen find über- t noch nicht gesaht. Herr Lux mag allerdings neben en genannt worden sein, das ist aber auch alles. Zu Dement, hatte Herr Lux vorläufig noch gar keinen Gmnd. Alte?»»«nd Invaliden- Versorgung. ;e Volksversammlung in Gera, in welcher der vormalige emokriüische Rerchstaasabgeordnete Rödiger über den Ge« ltwurs, betreffend die Alters- und Jnvalidenversorgung der ter, sprach, nahm einstimmig eine den Entwurf ablehnende olution an. Jl-r Ktaat ist gerettet. Unter dieser Ueberschrift tbeilt l.berfelder„Fe. Pr." von dort folgenden Vorfall mit: Eine tlrche Versammlung war nach der„Wilhelmshöhe" einbe« '. Als Zweck war angegeben:„Gründung eines Volks« ngsvereins". Zur Ueberwackung dieser Versammlung war in letzter Zeit vielgenannte Polizeikommiffar Kammhoff ge- et. AuherSem bemerkten wir in den an den Saal an« zenden Lokalitäten eine ungewöhnliche Ausbietung von Polizei« ten, weicher Umstand in uns den Verdacht rege werden lieh, hier etwas auhergewöhnliches pasfiren werde. Aber die ung eines Volksbildungovereins ist doch so etwas harmloses, so— etwas, bm— nützliches.— Das dachten wir, aber der lizeikommiffar Kammhoff muh wohl etwas anderes gedacht ien. Denn als Herr Gewehr zum Vorfitzenden gewählt war, Arte derselbe, dah Herr Polizeikommiffar Kammhoff ihm mit« heilt habe, dah der ebenfalls im Saale anwesende err Jeup nicht sprechen dürfe, widrigenfalls Versammlung aufgelöst würde. Herr E. Müller erste darauf, dah Niemand berechtigt sei, den Versammelten rschniten zu machen, wer sprechen dürfe und wer nicht. Die wesenden stimmten dem einhellig zu, und als Herr Gewehr Herm Jeup das Wort ertheiltc, löste der Herr Polizei- ~ai Kammhoff die Versammlung auf Grund des vielbe- drr be Klein ins kanten Zile die R :t werden, ist"« wcl» mg aus AI V" zurück die Beine b.reits, Dstafrika ruhig Blut äffen, die I rm hr gute llle von nd in brf, i ck ist in lausende ort geoi deutsch müberlegi I in eine nd ihrem zne '_etbluK,',,Itcn§ 9, des Sozialistengesetzes auf.— Ueber„Thema" darf �sV..»ht gesprochen werden, über„anarchistische Produktionsweise" ndringlinge um nichts zs te und Pi' einem Ual »absehbare mü�e? _.-----«WUUIUIIUMU�C'431.UWU nickt gesprochen werden, über„Volksbildung" darf auch t gesprochen werden, und nächstens wird auch über den„Be- lungsnachweis" nicht gesprochen werden dürfen. Aber lhcn marschirt an der Spitze der Zivilisation.— Wie wir soll geaen die Auslösung Beschwerde eingelegt weiden. ■""DV• f,-,(«e andere Versammlung mit derselben Tagesordnung ist in her» kann,'"jzficht genommen. : haben, In Miinche« deginnt am Freitag, den 26. ds., vor dem �ein?te Verhandlung gegen eine gröhere Anzahl 8,""lrt5 8'"°° h%" eutsche Tag-«' y) genommen worden. Vermuthlich waren die polizeilichen * �,s.>«nehrungen dagegen gut getroffen worden », Dem Vernehmen nach beabsichtigt ein I r radikalen Klubs beabstchtigten am lgar r es ist indessen in letzter Stunde davon wieder Ad- " ssmabend auf Trafalgar Square eine Volksversammlung ab ,,.' s"'".�i Dem Vernehmen nach deadflchtigt ein Londoner Abaeord- »!.ld gkbr nach Wiederzusammevtritt des Parlaments die Ent« von toowm-- )t. Dah der- »er eine ML mder wobt beredte» cheit und Es»varen Zeiten hw Cicero Blust er. (Fortsetzung folgt.) sind dk% reu?. lassung des hauptstädtischen Polizeiprasi« deuten Sir Charles Warren zu beantragen. Sollte Sir Charles fallen, so dürste die Stellung des Ministers des Innern, Matthews, auch erschüttert sein. Frankreich. Deputirtenkammer. Bei Vorlegung des Ver- faffungsrevifionscntwurfs erklärte Konseilpräfident Floquet, er balle es für nothwendig, durch die Vorlagen den berechtigten Wünschen des Landes zu genügen. Die Republik werde auher- halb der Diskussion bleiben, denn diese sei selbst eine Form des allgemeinen Stimmrechts, während bei der Monarchie an und für fich von demselben keine Rede sein könne.(Widerspruch auf der Rechten.) Es handle fich darum, die republelanischen Einrichtungen nickt zu zerstören, sondern zu veib-ffern, man müsse der Republik Waffen verleihm gegen alle Versuche einer royalistischen oder diktatorischen Restauration. Nachdem der Mmistervräfident darauf unter dem Beifall der Linken den Ge- setzentwurf verlesen hatte, beantragte er die Verweisung des- selben an die Kommisston, welche bereits mit der Prüfung ähn- licher Entwürfe betraut gewesen ist. A n d r i e u x verlangte die Einsetzung einer Spezialkommisfion. Floquet erklärte fich damit einverstanden, verlanate jedoch, dah die Vorlage für dringlich erklärt werde. Nach längerer Berathung nahm der Ministerprästdent Floquet seinen Antrag Wiederaus, dah die R-oistonsvorlage an die bereits bestehende Kommisston zur Vorberathung verwiesen werde, und stellte gleichzeitig die Vertrauensfrage. Andrieux zog seinen Antrag auf Verweisung der Vorlage an eine Spezialkommisfion zmuck. Der Deputirte Delmas erklärte Namens der gemähigten Republikaner, daß diese aus Patriotismus für das Kadinet stimmen würden. Der Antrag Floquets wurde darauf mit 307 gegen 181 Stimmen angenommen. Im Laufe der Berathung batte Ribot vom linken Zenttum fich gegen die Revision der Verfassung überhaupt ausgesprochen, da das Land eine solche in keiner Weise verlange. Flcquet wurde hierdurch veranlaht, die Vertrauensfrage zu stellen...... Die wesentlichen Bestimmungen der F l o q u e t' s ch e.n Revisionsvorlage find, dah alle zwei Jahre ein Drittel des Senats und der Kammer erneuert werden soll, dah der Senat das ihm bisher zugestandene Recht, über die Auflösung der Kammer zu beschliehen, verliert und das ihm und zwar bis zu seiner partiellen Erneuerung nur das Recht der Kontrole und des Veto, in Finanzangelegenhetten aber nur das einfache Recht der Vorstellung verbleibt. Um der Unbeständigkeit der Ministerien vorzubeugen, soll die Ernennung der Minister künstig für einen fest bestimmten Zeittaum erfolgen, die Kammer soll das Recht deHalten, dieselben in Anklagezustand zu versetzen. Endlich soll auf Präsentation seitens der Regierung von der Kannner ein Staatsrath gewähtt werden, der die Gesetze vor- bereitet. Die Majorität der Kammer, welche dem Kabinet das Vertrauensvotum gab, bestand aus 299 Republikanern, unter der Minorität befanden sich 152 Mitglieder der Rechten, 7 Boulangisten, 8 Republikaner. Die Minister, die Unter« staatssekretäre und 67 Republikaner, in der Mebrzahl Fenysten, enthietten fich der Abstimmung. Die radikalen Blätter erblicken in dem gestrigen Votum eine Befestigung des Ministe» riums, daS nunmehr wahrscheinlich bis zu den Wahlen am Ruder bleiben würde. Die monarchistischen Blätter find im Allgemeinen der nämlichen Anschauung. Ueber das e r st e Verhör des Abgeordneten N u m a Gilly vor dem Untersuchungsrichter»u Alais berichtet die „Union des Travailleur" zu Nimes:„Nachdem Herr Torrette den Veriolgungsanttag verlesen hatte, der sich auf die in Alais gehaltene Rede und den Bericht des„Petit Msridwnal" stützt, fragte er Herm Gilly, ob er den Bericht des„Pettt Msridional" als richtig anerkenne. Herr Gilly antwortete:„Sie mögen mir glauben oder nicht, ich lese keine Blätter. Dazu fehlt mir die Zeit. Ich habe ein Programm und suche es durchzuführen. Die mehr oder minder übelwollenden Kritiken lassen mich gleich. gllttg." Der Richter unterdrückte mühsam ein Lächeln.„Haben Sie," fuhr er fort,„Herrn Andrieux gemeint, als Sie von den zwanzig Wilsons sprachen?" Herr Gilly;„Sie werden mir gestatten, erst vor den Geschworenen zu antworten. Dort werde ich eine ganze Ladung schmutziger Wäsche auspacken. Wenn Herr Andrieux mit Koth bespritzt wird, desto schlimmer für ihn: wenn ich seiner schone, desto besser für ihn." Der Unter« suchungsnchter gab fich vergeblich Mühe, bestimmtere Erklärun« gen herauszulocken. Zum Schluß weigerte fich Herr Gilly. das Protokoll zu unterzeichnen, und dann trennte man fich in liebenswürdiger Weise." Kelgie«. In der letzten Kammersesston batte bekanntlich der b e l g i s ch e»J u st i z m i n i st e r ein Gesetz eingebracht, welches die de>» ausländischen Herrschern in den Strafg setzen Belgiens zu« gesicherten Rechte auch auf die Mitglieder der ausländischen Herrscherhäuser ausdehnen wollte. Das Gesetz machte einen so schlechten Eindruck, dah es stillschweigend bei Seile gelegt und nicht einmal vorderathcn wurde. Das Ministerium will es in- deh jetzt durchsetzen, dah das Gesetz in der am 10. k. M. be- pf interessiren. Einige Abonnenten aus den Arbetter- . orMBiii' en geben vielleicht den„Atavist" auf— dieS konnte der„Atav'?, � ��ergehend fein. .. Ein dröhnendes Anklopfen— die Thür öffnete sich und jettoor die��M bk nlnde Gestalt und die rothe Nafe des Gene- ""ÖT-fl en.- ammlung s isf »ach würde Aus Kunst und(eben. ®ltt Kchallgefiist a«« dem 13. Jahrhundert, daS zu -euen.seltensten Uederbleidseln dieser Att gehören dürfte, hat fich bet S�?er Wiederherstellung der Severinslirche in Köln hinter ? �-indstW? Wandmalereien wiedergefunden. Auf beiden Seiten des O'V».' JfteS traten Posaunenengel zu Tage, deren gemalte Posaunen »vlst vom keine reliefatttg behandelte Oeffnungen von etwa 14 Zenti- ergab es fich, dah Schallgefähe waren, dieser ottginellen Ver« Schulter aN�Zung eingemauert waren. Ein zur Untersuchung heraus- ,„ji.biaen 5�mmenes Gefäß war rund 34 Zentimeter hoch und hatte rm-.k Acder?. mittleren Durchmesser von 19 Zentimeter. Auffallend .; ,ut Aabei nur, daß dasselbe einen richtig ausgebildeten Henkel hat, besonders zu diesem Zweck gefertigt wurde. W»r af Piuhe AM hier die Lehren der Alten fortgesetzt, die schon zu v k a n s Zeiten die ehernen Klanggefähc in den Theatern unter Strem�?nden durch thönerne Gefäße(äolia äetilia) ersetzten. schnutgen, der über den Fund einen mit einer Abbildung beven Aufsatz in der„Zeitschrift für christliche Kunst" ver- 'ucht, bemerkt dabei, dah bei dem Abbruch der Kölnischen tmauer in dem dem dreizehnten Jahrhundert ent« tenden T heile oftmals solche weitbauchige Krüge gefunden v, die zur Waffer« oder Weinaufnahme damals in~ 'waren. Bie Müheujägev von Tarasco», diese drollige Er« ina Daudel's, haben ein leibhaftes Gegenstück in Deutsch- in den gesegneten Gauen Mecklenburgs gefunden. In im, der Gedurtsstadt Moltke'S» besteht nämlich seit Mitte erzehnten Jahrhunderts eine sogenannte„Dreihiger Gilde", .zur Zeit, als der„schwarze Tod" im Lande raste, als bnihverein ins Leben gerufen ward, fich jedoch im Laufe atte,-. s", ausi .rch war si. »Fremdartig. »nnerfchiag der Jahre allerlei Vorrechte und Gerechtsame vor den übrigen Parchimschen Eingeseffenen, so da nicht zur„Dreißiger Gilde" gehören, zu wahren wußte. Hierzu gehört auch am Tage des alljährlichen Jahresfestes die freie Ausübung der Jagd und Fischerei auf der städtischen Feldmarl. Um diese Jagd er« gikbiger zu machen, haben jedoch die jüngeren Mitglieder der Gllde zuvor einige lebend gefangene Hasen an den Ott der That zu schaffen. Die aus den Behältem losgelaffenen un« schuldigen Vertreter des Lampegeschlechts müssen dann vor den Flinten der Sonntag§«Gilde«„JSgel" ihr junges Leben aus« bauchen, denn— jeder Fehlschuß wird mit 1,50 M. gepönt!! Doch damit nicht genug: auch zahmes Geflügel, das aus der Gildekaffe angekauft wird, hat die Stelle anderen Wildprets zu ersetzen und wird von den jagdlusttgen Begräbnihgilveleuten mit dem Schießgewehr erlegt. Eine wohlbesetzte Tafelrunde vereinigt Vre„kühnen Jäger" nach des Tages Last und Mühen und läßt fie im schäumenden Nektar Muth zu wetteren „Thaten" schöpfen! Waidmannshttl den Mützen« und Sonn« tagsjägern aller Länder! Kolgende Gisenbahvidylle erzählt der„Tagesanzeiger für Libau(in Kurland)": Der reiche Kaufmann Erdmann taufte kürzlich auf der Station Minsk der Moskau« Brester Eisenbahn ein Bittet erster Klaffe und gab dem Kasfirer einen Hundert« Rudelschein, den er vor den Augen Vieler einem Packen ähn« licher„Regenbogen" entnahm, womit sein Taschenbuch gespickt war. Zu derselben Zeit stand hinter Erdmann eine anständig tekleidete kleine Dame, die auch ein Billet l.Kl. von Minsk nach fioskau löste. Die mit Billttten versorgten Passagiere begaben fich in den Wattesalon erster Klaffe, um die Ankunft des Zuges obzuwatten. Die liebenswürdige Unbekannte setzte fich in die Nähe ErdmannS und knüpfte mtt ihm ein Gespräch darüber an, wie unangenehm es den Damen ist, ohne Reisebegleiter fahren zu muffen, und schlug schließlich Herm Erdmann vor, mir ihr in einem Koupee zusammen nach Moskau zu fahren. Tcr Kaufmann Erdmann lieh es fich von so schönen Lippen nicht zweimal sagen und setzte fich zu ihr. Andere Passagiere waren in diesem Waggon nicht. Die wunderschöne Reisebegleitettn benahm fich ihrem Kavalier gegenüber nicht nur sehr frei, sondern geradezu herausfordernd. Sie setzte fich sehr nahe neben ilrn und bot ihre Hände ihm wicderholentltch zum Kusse dar. Erdmann verhielt fich der unbekannten Schönen gegenüber sehr kühl. Als die schöne Helena solche Gleichgtttig« keit wahmahm, wandte fie fich von Erdmann weg, bemerkte, dah im Waggon sich ein unangenehmer Geruch fühlbar mache, und fing mit ihrem parsümirtm Schnupftuche zu fächeln ginnenden Kammersesfion zur Berathung kommt; aber seine Annahme ist sehr zweifelhast. Bedeutsamer ist ein anderer Schritt des Ministeriums. Der Justizminister hat die Staatsanwalt« schaffen des Landes angewiesen, alle Gesetze, welche Angriff.» auf das internationale Recht bestrafen, fortab zur Anwendung zu bringen. Insbesondere soll jedes„Komplott", welches von einer vorbereitenden Handlung begleitet ist und den Zweck hat. die Form einer ausländischen Regierung zu zerstören oder zu ändern, oder die' Einwohner eines fremden Landes gegen die Autotttät des Regierungsoberbauptes dieses Landes aufzuhetzen, verfolgt werden. Das Gesetz bestraft derartige Komplotte mit 2—5 Jahren Gefängniß. Italien. Wir haben bereits wiederholt über die ungemein traurigen Verhältniffe berichtet, unter welchen der größte Th'il der bäuerlichen Arbeiterbevölkerung der Apen« ninen-Halbinsel lebt. Italien ist eines der von der Natu: am meisten begünstigten Länder, voll ursprünglicher Fruchtbarkeit. Italien ist eines der ältesten Kulturländer Europas. Jralien ist endlich dasjenige Land, in welchem Kirche und Geistlichkeit am längsten ihre vielgepriesene„segensreiche Thättgkeit" entfaltet haben und trotz aller neuzeitlichen staat» lichen Umgestaltungen noch heute den entschiedensten Einfleh übm. Und gerade in diesem Lande lebt der größte Thcll der Bevölkerung unter Verhältnissen, welche noch um ein gut Theil schlechter find, ols die im übrigen Eurova— mtt einziger Aus« nähme des Italien in verschiedenen Beziehurgcn am nächsten siebenden Spaniens. Wir find heute in der Lage, unsere früheren Mittheilungen über die Landardeiterverhältniffe dieses Landes durch ein amtliches Schriftstück vervoll- ständigen zu können. Das italienische Abgeordneten« Haus hat vor einigen Jahren einen Ausschuh niederges tzt» welcher die„Untersuchung der Ursachen der in weiten Kreisen der Bevölkerung herrschenden Noth" zur Aufgabe batte. In dem Berichte des Ausschusses werden fast unglaubliche Dwge über das schreckliche Elend mttgetheilt, welches insbesondere unter den Landarbeitern vorhanden ist. Wir entnehmen diesem parlamen» tauschen Berichte wörtlich folgende Steven, welche die Zustände in dieser Arbeiterbevölkerung grell beleuchten:„Im Sommer 1884, als die Cholera fich im Lande rerbrettete, hielten die Ge- schästsleute in der römischen Campagna eine Versammlung, welche über die zur Verhinderung der Weiterverbreitung der Krankheit zu ergreifenden Maßregeln, namentlich mtt Rückficht auf den bevorstehenden Beginn der Landarbeiten, vettctd." Unter anderen Beschlüssen wurde auck folgendes angenommen: „Verendete Thiers sollen in einer Kalkschicht vergraben werden, um zu verhindern, dah die Bauem dieselben wieder ausgraben und als'Nahrungsmittel verwenden, wie sonst oft geschiehtt" Deh diese schreckliche Verwendung von an Krankheit verendeten de» reits verscharrt gewesenen Thieren als menschliche Nahrung kein Ausnahmefall ist, geht insbesondere daraus hewor, dah die oben erwähnte Anfuhrung des parlamentarischen Bettchtes durch alle italienischen Zeitungen ging, ohne weitere Aufwerk» samkeit zu erregen! Die tiefen Mißverhältnisse, welche fich in dieser Anführung für den Ausländer offenbaren, waren also wohl für den italienischen Leser nichts unbekanntes. Aus dem Bettchte geht übrigens deutlich hervor, daß die Noth unter den arbeitenden Klassen des übrigen Italiens nickt minder groß ist, als in der Umgebung Roms.„Wenn man— sagt der Bericht — diese unglücklichen Arbeiter»m ersten Morgengrauen auf das Feld hinausgehen steht, wo fie arbeiten sollen, und hinter ihnen den zur_Eile treibenden Aufseher zu Pferde bewerft, muh man unwillkürlich an die Sllavenhorden der früheren Zeit denken. Während die Leute vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergange angestrengt arbeiten, reitet de: Aufseher auf und ob und wacht darüber, daß Niemand bei der Arbeit säumig. Wenn man fie so steht, Männer und Weider, mit gekrümmten Rücken arbeitend, im küblen Morgennebel frierend und in dumpfer Lautlosigkeit ihr Werk verrichtend, glaubt man eine Heerde menschlicher Thiere zu sehen, welche allerdings ihren Staminverwandten ähneln, oder zu einem niedrigeren, er- niedttgten Stamme von Leibeigenen gehören." Die Arbeite» whne find, unglaublich gettnge, selten höher als eine Lira (80 Pfennige) taglich, und oft noch weniger. In vielen Gegen» den lo.-rnen zahlreiche Arbetter nicht einmal diesen geringe« Lohn erreichen, weil Arbeitslofigkcit herrscht, In Bezug hierauf äuhett der Bettcht:„Es ist sür die Landärbettcr eine Unmög» lichkett, irgend welche Ersparungen zu machen, da fich ihr Ver» dienst im Durchschnitte auf nicht mehr als 280 Lire jährlich be» läuft. Für die meisten derselben find Fleisch und Wein unbekannte Luxusgegenstände." Im Innern von Sizilien ccd es vor einigen Jahrzehnten noch keine unterhaltenen Verkehrs- wege. Hierdurch wurde die Ausfuhr von Wein, Früchten und Getreiden gehindert, so dah, wenn auch die Löhne sehr gettrge waren, doch selbst die Acrmsten fich einen Theil von diesen Dingen verschaffen konnten. Seit der Einigung Italiens bekenn das Land Kunstwege und Eisenbabnen, aber auck Steuern und Steuererbeber. Die Preise aller Waaren haben fich verdoppett, ja verdreifacht. Das Einzige, was nicht stieg, waren die Löhne der Landarbeiter. Der Fottschritt dcs Landes gereichte ihnen an. Kur, darauf fühlte der Kaufmann Erdmann fich ungewöhnlich schläfrig und, bevor der Zug auf der Station Gorodjci ankam, war er schon tief eingeschlafen. Nach einigen Stunden erwachte er mtt ungewöhnlichen Koplschmerzen und starker Neigung zum Erbrechen. Unverzüglich griff er nach seiner Seitentasche, in welcher er das Geld verwahtt, und fand darin nichts: ebenso vermißte er seine theurc goldene Uhr nebst einer sehr wetthvollen massiven goldenen Kette. Es war daran gar kein Zweifel, daß er während des Schlafes bestohlen worden war. Der Verdacht fiel vor allen Dingen auf seine Reise- begleiterin, die unbekannte Schönheit, welche in demselben Wag» gon dm Schlaf dcs Gerechten schlief. Sie wurde unver« zuglich aufgeweckt und streng durchsucht, doch ohne Ettolg. Bei der Unbelannten fanden fich weder Gold noch ge- stohlene Sachen vor; dessenungeachtet wurde fie jedoch arrrtirt und ins Gefängniß eingespent. Die Untersuchung wmde sehr V4-« V.«W»V_ Tagen nämlich wurde im Zuge nahe bei Wilna ein Eisenbahn- marder. der Schaulen'sche Bürger Josef Schmulewttsch. beim Bestehlen eines reichen Kaufmannes arretirt. Man fand bei et kurzlich mtt Hilfe seiner zwei Attionäre den Kauf. mann Erdmann im Waggon bestohlen hätte. Dieses wäre« die Dunaburger Bürger Rosenzweig und Gole» .w� rbe bald in Dunadurg arretitt wurden. Die Untersuchung fördette zu Tage, daß die Taschendiebe, wie sie selbst dekannten, durch besondere Röhren starken schlafwirkenden Aelhet tn den Waggon erster Klasse geleitet hatten, um Herrn Erdmann und seine schöne Begleiterin einzuschläfern, und als fie im tiefen Schlaf lagen, beraubten fie den Kaufmann Eid« mann und liehen seine angenehme Reisebegleitettn in Ruhe, um den Verdacht auf fie zu leiten. Nach diesem Geständnrh der Verbrecher wurde die reizende Unbekannte selbstverständlich un- verzuglich auf freien Fuß gesetzt. Bei der Arretirung des Gold» fisch und Rosenzwttg in Dünadurg wurden in ihren Wohnungen die goldene Uhr des Kaufmanns Erdmann nebst goldmer Kette und sein Geld, 22000 Rubel, gefunden. Die fehlende Summe war schon unter die Aktionäre der Eisendahndiede vetthei t worden. «uf diese Weise zum Vnder�en. Auf Sizilien wird gellagt, daß unter der heutigen Regierung die Steuerbürde vier» so groß sei. als unter den letzten Bourbonen. Ueder den Rolhstand in Sardinien, sowie in Italien überl-aupt, äußert sich der bekannte belgische Volks nmthschafler Prof. Emile de Lavclcye in seinen interessanten„Briefen aus J'alien' folgendermaßen: »Wenn die Steuergroschen der armen Sardinier nicht zu Ge< bäUern für überflüssige Beamte, zu Ausgaben für Festungen, Kanonen und Panzerschiffe verwendet würden, wären Mittel vorbanden, um Wege und Wafferleitungen anzulegen und den gänzlich vernachläifigten Ackerbau zu verbessern. Militärische und bureaukratische Zentralisation richten diese armen Menschen zu Grunde. Kann es da jemand verwundern, wenn Sozialismus und Nchilismus(?) unter ihnen auikommen? Wie viele Dörfer iammm nicht an den Rand des Verderbens durch den Bau »ms einzigen Riesenkriegsschiffcs? Und können alle durch die Steuerverwaltung bewirkten Zwangsversteigerungen eines Be- zäckeS hinreichen, um auch nur eine Maschine eines dieser Kolosse zu bezahlen? Nein, kaum eine der gepriesenen 100 Tons-Kanonen tann aus dem Erlös angeschafft werden. Werden diejenigen, w iche die stattlichen Panzerschiffe— Italiens Stolz— bewundern, an alle feie Thräncn, an all' den Schmerz und all' das Elend denk», welche sie losten?" Ein anderes Unglück für das Land lS die Lotterie, welche dort in voller Blüthe steht und dem Voll« den letzten Groschen abnimmt. Die Spekulation auf die menschliche Gewinnsucht muß gerade bei einem auf der tiefsten Stufe des Elends angekommenen Volke, welches auf regelmäßige Weise trotz aller Arbeit kaum das Nothdürftigste zu erringen im Stande ist und infolge dessen nur auf einen gunstigen Zufall hoffen kann, doppelt sicher sein. So erzielt denn mich das Lotto, welches insbesondere von den unteren Klaffen benützt wird, trotz der Älmulh Italiens eine jährliche Reineinnahme von nicht weniger als 36—38 Millionen Lire. Die Hauptursache der ge- schilderten Roth ist aber die Monopolifirung des Grundbesitzes, d. h. der Arbeitsmittel, in den Händen einer Anzahl von Groß- grundbefitzern und die dadurch bewirkte wirthscheftliche Abhängig« fett der großen Masse""" der Bevölkerung. Aste«. Den„Dailp News" wrrd aus Simla gemeldet, daß zuver- lässigen Ncchrichten aus He rat zufolge Fshak Khan nach Kerki in Bolhara geflüchtet sei und die Truppen des Emirs Mazar besetzt hätten, wo die Ueberdleidsel der Armee Fshal Kahns die Wessen streckten. Die Rebellion sei nun beendigt und die Autorttät des Emir in ganz Afghanisch- Turlestan wieder hergesteW. Koziales trnfc ArbeiterveweMug Aufruf! Am 1. Oktober sahen sich sämmtliche Gerber, Lederzurichter und sonstige in der Gerderei beschäftigte Arbetter Altonas veranlaßt, die Ardert einzustellen. Schon vor einem Halden Fahre stellten wir an unsere Fabrikanten die doch gewiß derechttgte Forderung, auch in unserm Gewerbe die zebnslündige Arbeitsjett einzuführen. Man vertröstete uns aber auf dm 1. Ottober, und versprach, von diesem Tage an die Forderung zu dewilligen. Leider mußten wir nach dem alten Sprichwort die Erfahrung machen, daß versprechen ehrlich, aber B Halten des Versprechens beschwerlich ist.— Selbst d Fabrikanten, welche schon ihre Zustimmung erklärt batiK,! ihr uns geaebems Wort wieder zurück und auch die, v rcits zwrt Tage unter den neuen Bedingungen gearbeiL mußten erfahren, daß auf solch' vereinzelte Verspr.Ä« großer Werth zu legen ist. Wir glaubten, daß rung unserer Forderung keine allzu großen Ich«! machen würde; nachdem sich aber gezeigt hat, daß"***«44. lmüberfiehen— denn#_ sammtheit der Fabrikanten geg_______....... 1 das jetzige Vorgehen auf einen gemeinsamen Br schloß b führen— werden mir auch alle unsere Kräfte daran M alle uns gesetzlich zu Gebote stehenden Mittel benutzt« uns aufgedrungenen Kampfe als Sieger hervor zu f wir hoffen, dabei die Sympathie aller Arbeiter aus unß> Gju, uß »(tu zu haben, find wir doch noch eine der wenigen Brabwu»� chen die zehnstündige Arbeitszeit, die Jahren besitzen und wieder andere Branchen sch� öapten oefltzm und wieder andere Branchen jcco-r? � lverd en. Indem wir somit alle Kollegen ermahn. unterlregen. Vor allem ist es zu diesem Zweck isiraße bis kirr den Zuzug von Gerdern rc. nach Altonas vaielbst.— 3 stens fern z u h a l t e n. Etwaige Sendungen ÄMmulea ab Sch an C. Frank, Altona, Lirchenstraße 2o, richten--(nuten bis Aden lo nmrsfion der Gerber und Lederzurichter. krter platz) von! Di- des Theater. Mittwoch, den 17. Oktober. «chau«. Die Piccolomini. Vmher: Wallmstein's Lager. Vch«»fpi(lha«». Keine Vorstellung. Kt-Ut tue- Theater. Madame Bonivard. Vor» her: Der dritte Kopf. LMag-Theater. Freund Fritz. Deutsch»» Theatee. Die Jüdin von Toledo. Kt»U'« Theater. IvbtoS'- Wilhelmstädtische» Di« Fledermaus My Sweetheart.(Mein Theater. Hlesttzleuz Theatee. Dekorirt. PUtweia-Theater. Die Dragoner der Königin. HMeatliauee-Theater. Die Schloßfrau. Hierauf: Die Verlobung bei der Laterne. KSuhgstLdtifchi« Theater. Berlin, wie es weint und lacht. Temteal-Theater. Die Schmetterlinge. Atztalf Tenst-Theater. Die drei Grazien. Htuufmanu'o Kari6tt. Spezialitälm-Vo» ftellung. T»ne»rdia» Theater. Spezialttätm» Vor» Volks-Theater. (Früher Ostmd- Theater.) Direktion F. Witte. Wild. Mittwoch, den 17. Ottoder: Zum 2. Male: N-vität! Novität! Die Stutze der Hausfrau. Posse mit Gesang in 3 Attm. Kasf-u-GrSstuung«zNhr. Attf«ttg7j,»Hr. Preise der Plätze: 1. Parquet 1,50 Marl, 2. Parquet 1,25, Settenparquet 0,75, 1. Rang lL5, 2. Rang 0,75, Ballon 0,50, 1. Rang. Fauteuil 1,50, Orchester-Loge 3,00, Parquet» Loge 2 Mark. Dutzend« Billets: 12 Billets 1. Parquet 15 M., 12 Billets 2 Parquet 12 M.. 12 Billets 1. Rang 12 M.[697 Donnerstag, zum dritten Male(Novität!): Die Stütze der Hausfrau.(Novität!) 11 Uhr 50 Mi Ubr 6 Min. bi Bernhard Braunspan am Seinrichsplah BERLIN S O. am«jeinrichsplah � ISS Uranien- Str. la-e-nplatz) adgel t Gtscllschaft aci Paletots Anzüge Hosen. von Theater der Keich»h»tteu: Spezialttäten- Borstellung. Berliner Theater. Mtttwoch, den 17. Oktober: Wichel Perritt. Lustspiel in 2 Allen von Melesoille u. Duvcyrier. Deutsch von Louis Schneider. Auaeodltede. Lustspiel in 1 All von Adolf Wldranvt. «t»>» Partie Piquet. Lustspiel in 1 All von Fournier u. Meyer. Deutsch von Wittmann. (Friedrich Haase.) Anfang 7 Uhr.-M> Donnerstag, den 18. Ottoder: {ie Kraut von Messt««. Ein Trauerspiel in 4 Atten von Friedrich v. Schiller. (Klara Ziegler.) Freitag, den 19. Oktober: 5. Abonnements« Vorstellung- Wichel P-rri«.],, Iugendlirb».} Friedrich Haase. Wiener in Pari». J Anfang 7 Uhr. American Theater. Direktion A. Reiff. Rr. Ist- Mittwoch. d. 17. Oktober: Zum 40. Male: Die Weisheit Salomonsky's. Berk. Lokalpoffen.Pantomime von R. Anger. Debüt des vortrefflichen Saion-Humolisten Herrn Emil Neumann, genannt "Auftreten des urkomischen Bendix in einer neuesten Glanznummer als Stuben« hner Franz. Auftt' Jnstrumentalisten Herrn des Mimikers Herrn lstreten des Krüger und * 1°«nfang 6V Uhr. Enttee 50 Pf.. Billets vorher im„Jnvalidendanl" und Vormittags von 11 bis 1 Uhr an der Theaterkasse. LÄ..Walhalla". Ä5. Heute, Mittwoch, den 17. Oktober 1888: Große Vorstellung. Artstttscher Letter: Herr Fudmig Müller. Kapellmeister: Herr Gskar Dimmer. Auftreten v. Speziaiiät, I.Ranges. Anfang 6 Uhr. Kassenerössnung 5 Uhr. Preise der Plätze: a-gett 1 Mark, numerirter Sperrsitz 75 Pf., Mitteldallon und Parquet 50 Pf., Ertree 30 Pf. ELDORADO (früher Amercan-Theatcr. Dir. A. Reiff) 55 Dresdener• Strasse 55 ächnabl's humorist Soireen, i empfiehlt:. 16 Pitt, an f ist von 4,50! „ S1 Mk.. Kttab.-AnMge„ „ 6 Mk.„ do. Paletots„ Schlafröcke von 9 Mk. _ von gw». an. Sämmtliche Kleidungsstücke werden in eigener Werkstatt, unter meiner Aufsicht �Arbeitern auf's Eleganteste angefertigt. Fabrlkarbeit! von AcWirfeWImfef:_____ Und in so kurzer Zelt getrocknet. (Dakar Fürst Emil Schnabl, Jean Craff«. FloruS, Mirzl Lehner, Austria Trio, Cilly OroSct. Auf vielseitiges Verlangen das so deliebte Duo Wiener Fiaker. Kerliner Droschkenkutscher. Anfang 8 Uhr. Kassenöffnung 6 Uhr. Jo das Ist Suter'schc Fussbodm- Glnsur-Lnck-Forbe und kostet nur 75 Ff das Pfund. ubadhusür. U..i unangenehme Kleben Ut volUtinÄe angeschlossen. Nasse Witterung hat keinen Einflusi auf i Farbe. Neu. Ken. im Du« 1. Mai in Kerttn. Königs-Tnuuel «rand Hotel Aleranderplatz. Mittwoch, den 17. Oltoder: Täglich großes Konzert der berühmten Ungarischen National« Kapelle Patsy Bertaisn aus Liptü-Szent'Miklös in Original- Csikos CostumeS. Großarttge Sow-Vorträge auf Violine, Cymdel und Clarinette. NB. Di« Kapelle spielt sämmtliche Piecen ohne Noten. Enttee an der Kasse 25 Pf. Im P-rverkanf 30 Pf. im Ztgarrengeschäft von Herrn Wae», Alexanderplav im GrandHotel. Programm an der Kasse. Anfang 7 Uhr. Bussar Kunze. Aufträge führe nur gegen vorherige Einsendung des Betrages oder gegen Nachnahme aus. Preis ä Pfund 75 Pfennige. R. J. Suter, Berlin Zionskirclutr. No. U. i i\ JCaatanien-AUee No. 60 Möbel-, Spiegel- und Vvlsterwaare«-N °°n Franz Tutzauer, Kopnickerstrasse 24(nahe der Köp«lckerkrö� SÖST Prelle Maar«. Prompte'Kedienung. Kotide Preise. 1. Die Da, Der Fahl Pf.— Signal Adonnemenis fi r neuen Linie nc nien zur Ausgab Bureau der 0 ?« de« Kelt schon so mar ch die Bemessung Cbarlottendu erseits. Von Fahrt nach Gl auf eine am man nicht bis gelöste nickt t ahrm. Woll in Charlotten Btllet bis 1 n die Fahrt, di t-n— Grunewald l über die gan und kann au< timg liegen. U eide Art von R onen: Taierx g. auszugeben. t Stationen ent zeich nun g derjei * F hrt angeirete Iie Ziel u»- «de, eine Petitioi n BalletS und P riß dazu war i «izert worden. nationalen Art eiuabe des Balle och hat dieselbe iiüich Frau Dwek dt Leipzig nac ing von theati Leipzig verdotc, mäckit den Noch» Pastag» 1«r. 9 M- 10 A. Kaiser-Panorama i&t&e* Nur diese Woche: Pom. il. Cycl. Zum ersten Male- Potsdam u. d. Trauerzug Kaiser Friedrich». Enttee ä Cycl. 20 Pf.. Kind nur 10 Pf. Adonn. Cirkus U. Schumaan. » �onnersiog. den 18. Ottober, Abends 7i Uhr: kvte Brillant Vorstellung mit neuem Programm. [771 Einzelne Sopha-Dezüge!! i« Pip», Damast med Fantastestotfea für die Hälfte! SSSI'EmilleftTre.tÄ [811 i-tzt Spanitnuec Utuie 6 dicht heim Harkesche« Markt. bedeutend größere Auswahl. Spandauer Brücke 6 am H acheschen Markt. Für Arbeiter! Gute elegante Herren- und Knabengarderobe, in großer Auswahl, gute gek. Hosen von 2 M. an. 674] O. Sommerfeld. Oranicnstt. 199. Verantwortlicher Redatteur" K.«»»«heim w Berlin. Druck und Veüog ton Mar Kadw« in Berlui bW., Be-tthstraßr 2. ,d 40 der Reichs «nehme, in erla > nur für Reite aufhin mehrere — a.d bemerkte ausd Mörsen Zeit nicht« nnen, da verschie Fenn 1. Icrnucrr 1889 aß- � am w a befindet sich mein Geschäft am 4, No. 14 Chaussee Strasse No. weiden m "�el.....' im eigenen Hause. Mit der Verlegung meines seit 1873 bestehenden, sich des besten Rufes v..-. Geschäftes und der damit verbundenen Herstellung großartiger, den Anforderunö' Neuzeit entsprechender Geschäftsräume beabsichtige ich gleichzeitig eine ____ -e-h Neu-Organisation«— lassen, von welcher ich seiner Zeit meines Geschäftes in's Leben treten zu Kenntniß geben werde. Die zur Zeit vorhandenen großen Waarenvorräthe, bestehend in: lönigltche Regi Id. daß diese als Schqusp Reichsgewerbeo dortigen Reale, betreibe. Fra an dre I ca. 20! bezieht, u tgung zugcst gewerb eordm ingt bade. Sie dtratbe der St natürlich über ;( nach der Krc n auf Gmnd dehnen lassen, i iu Direktor Altl bren und gcla Kleiderstoffe», Teppichen, Möst stoffen, Gardine», Tijchdrcken» Trieotngen, Keinen-»nd Kau mollwaarrn aller Art, Wasch gegenständen zc. « Krie der Sic mmen, wie wi' Frau C ettorin a andere Balm etchstag eingereic leise, wie solch, ) uiziuiiuitu juiu. krdcn, ratbsam,> - folgen und die nun ja 8, stelle ich inzwischen zum________ A» dem Pf den angestell: 'ichmäßig detl und zwar sämmtliche Mode-MuhelteN für die Herbst-«nd Wint�'��wAcrtth� wie dieselben noch täglich bis zum Schluß der Saison�eintreffen, zum Stift Jahnen' preise, Lagerbestände theils für die Hälfte de» Kelbstkost««"�? Sonnabend i L für jfbtn Um*! Die Anfertigung von Hinberkleidern» Hindermäntel«, Morgen'' ��n B! lernot zu f »er auf i chen sclo» wch ver« tsere Ko ihnen l r auf! n ermah S44. Mittwoch de» 17. Oktober 1888. 5. »platz ßokale». Vitt» ttftu Krrdwdting de» Gstev» mit dem 'd«« der Ktadt ist in der der Neuen Berliner Pferde- ipesellschaft gekörigen Linie vom Schlestschen Bahnhof nach Ackerstraße(Garten vlatz) erstanden. Nachdem der Bau er Linie vor kurzem beendet wurde, hat die behördliche Ab- "nrrder Anlage gestern stattgefunden und wird der Betrieb derselben am heutigen Tage eröffnet werdm. Ihren Lauf auV°,.'>mI die genannte Linie vom Schlcfischen Bahnhof durch die » ermad �eglauer-, Andreas-, Große frankfurter', Kleine Frankfurter-, ,''Iwberoftfiroße über den Aurandervlatz dmch die Alexander-, \ Weinm eiste:-, Rosentbaler-, Bmnnen-, Invaliden- und o. 5°/«VC l�ta�e bis kur, vor dem Uedergange der Ststttner Eisen« �?«T! traielbst.— Die Wagen folgen in Zwischenräumen von mdungen.Minuten ab Schlestschen Bahnhof von Morgens 6 Uhr 50 ndjten. muten bis Abends 11 Uhr 2 Minuten und ad Ackerstraße lnrter platz) von Morgens 6 Uhr 30 Minuten bis Abends Ubr. Di- des Abends spätcrkund zwar Don|ll Uhr 8 Min. 11 Uhr 50 Minuten vom Schlekischcn Bahnhof und von Übt 6 Min. bis 11 Uhr 54 Min. von der Ackerstraße Krt-nplatz) abgehenden Wagen beenden ibre Fahrt vor dem - G-sellschast gehörigen Bahnhof m der Kleinen Frankfurter- >e 1. Die Dauer der gar.zcn Fahrt ist auf 40 Minuten bc- tnrf. D« Fahrpreis für Die ganze Tour deträgt hierbei Pf.- Signal und Licht der Wagen ist Gelb und Rata. Abonnements für Erwachsene und Schulkinder kommen auf .neuen Linie nach den bierfür festgesetzten Preism der alten aui * wns Fahrpreises zwischen(�runerraib einer- Eomlottenbutg, Zoologischer Gatten und Thiergarten r t i Bon jeder der letztgenannten drei Stationen kostet Fahrt nach Grunewald und zurück dritter Klaffe 30 Pf. auf eine am Zoologischen Garten gelöste Rückkahrtskarte mcm nicht bis nach Thiergarten, auf eine in Charlotten- gelöste nickt bis nach Zoologischer Garten oder Thn rgarten ,9�?- Wollte oder müßte man dies dennoch, so bat in Charlottenburg bez. Zoologischer Garten ein gewöhn- - Billet bis Thiergarten für 10 Pf. zu lösen, so daß also >n die Fahrt, die nur einen Thei l der ganzen Strecke Thier- .ln— Gmnewald und zurück beansprucht, mehr lostet, als die rhrt über dre ganze Strecke. Das ist unzweifelhaft ein Wider- , und kann auch nicht in den Adfichten der Stadtbahnver- KÄ K&S »t onen: Toiergartcn, Zoologischer Garten und Charlotten- !g. auszugeben. Auf den Billets könnten die Chiffern der Stationen enthalten sein, um beim Entwerthen gleich die ichnung derjenigen Station zu ermöglichen, an welcher F hrt angetreten wurde. Di- Zirb»,. Direkt»»« reichen, wie bereits mitgethM w&e, eine Petition beim Neichstage ein. um in der Aufführung BalletS und Pantomimen nicht behindert zu sein. Die Er- HWMWM so. 60 �ochhat dieselbe einen sehrdrasl.sckkn(Stund: �Es wurde --- imlid) Frau Drreltonn Corty Althoff seiner Zeit vom Ratb der -.UtaKtadt Leipzig nach Nürnberg die Mittheilung. daß die Auf. \ M»- i'hrung von theatralischen und Bollet-Vorstellungen im Zirkus r' Leipzig verboten sei, und daß Frau Dir. Althcff deswegen machst tzcn Nachweis erdrwgen soll, daß fie nach den§§ 32 5.'v 40 der Reichsgewerbe. Ordnung Erlaudniß als Schauspiel- MWWW da verschiedene Kreis- Ausschuß� Sitzungen hierüber ab- ��olten werden mußten. Sir wandte sich nun dteserhalb an I) in Koblenz und bekam von dort den . zscheid. daß diese de Bedenkm trüge, die Etlaubniß zum Ge- kl Ip« als Schauspiel'Unternehmerin in Gemäßheit des§ 32 yn I" Reichsgewerbeordnung zu ertheilen, da Frau Althoff weder vU» 11 dortigen R.aierunasbezirk ortsaagehörig, noch das Gewerbe «t detreibe. Frau Althcff wandte fich nun ferner wegen dieser Nmlmifj an die königliche Regierung in Düffeldorf, da die- jfes erfces�dc stü ca. 20 Fahteii ihren Wander Gewerbtschcin immer fo�erung'� dort bczteht, und bekam auch vor einigen Tagen die Be- �«mtgung zugestellt, daß fie nach den§§ 32 und 40 der :ichsgewerb eorvnung Erlaudniß als Schaulptel« Unternehmerin --- l�angt habe. Sie ging nun mit dieser Erlaudniß zu dem - 8.» Sge nach der Kreishauptmannschaft gehen und den Gewerbe- »ein auf Grund dieser Erlaudniß für Ballet und Pantomimen Ä/titSÄÄ. r,Ä 5 ffe" und gelangte am 9. d. M. bereits die Pantomime !» rikanische Kriegs Episode" mit Ballet zur Aufführung.- Rath der Stadt Leipzig ist also nicht zur befferen Einficht »mmen, wte wir annahmen, sondern hat der jetzigen Theater« Corty- Mhoff, erlauben müffen, was er der TV» �/kusdirelioiin oerbot. Damit ist die ganz« Angelegenheit in i Ittl* � SawN gfküft.— Wen» auch die Petition beim �'�«eingereicht werden soll, so ist es bei der Art und »etse, wie solche Pctttionen ausgenommen und durckberathen erben, ratbsam. mittlerweile dem Beispiele der Frau Direktorin - folgen und die schauspielkonzesfion zu erwerben; abgeschlagen ne nun ja Niemandem werden. i« 1 1 jt. dem Pferdebahn»«r kehr der Ktadt K-rli« find I vir, � angestellten Erhebungen die einzelnen Wochentage sehr * f �üeichmaßig detheiltgt. Bei allen drei Gesellschaften ist der .... nach ihm der Montag. Der ge- lint-f'�,�")« Verkehr findet bei allen dreien am Freiiog statt, dem der Lohnwoche. Die übrigen Tage scheinen auf den ' Gesellschaften eine verschiedene Folge zu haben. hosteul�«??V°d«nd ist bei der Großen Berliner Pferdedahn nach cJSrr des Veikedrs der dritte, bei den andern beiden m Tag. Umoekeblt hat der Dienstag bei der Berlhjer Pferdedadw Gesellschaft die sechste Stelle, bei Xuffi- 4e".. der Neuen BerlinerPserdedahn tnfo �"Vgnü o. kett» öa«' der Donnerst -rgnugungen bei , eine Haupttolle wegen der Donnerstags. iternecker. Die bei der Berliner Pferdebahn von Diph« theritis den Genuß von möglichst frischen Zitronen oder doch dtren Saft in jeder beliebigen, vom Kranken verttagenen Form verordnet und damit fast immer bis jetzt die besten Erfolge er- zielt hat. In China ist der Zitronensaft ein sehr verbreitetes Volks-beilmittel, welchem dort bei innerer Anwendung bedeu« tende Heilkräfte zugeschrieben werden. Ganz besonders benutzen die Chinesen auch in Diphtherie- Epidemien den fnschcn Zittonen- fast entweder in Form von Limonade, oder fie laffen die frischen Früchte nach Art der Orangen in beliebig großen Mengen ver- zehren, und zwar auch als Vordeugungsmittel gegen diese bös- artige Krankhett sowohl, als auch als Heilmittel derselben und meistcntheils mit bestem Erfolge. Die Vcrsuche und Erfolge des oben genannten Arztes, welcher China dereiste und dabei die bezeichnete Wirkung dieses Mittels kennen lernte, haben das- selbe Resultat bislang ergeben, weshalb derselbe dieses Mittel auch zur allgemeinsten Anwendung empfieblt. Da nun dieses Mittel so höchst einfach und in keiner Weise gefahrbringend, also ein Hausmittel im wahrsten Sinne des Wortes ist, so ver- dient es sehr wohl eine allgemeine Beachtung bei dieser gefürch- tetcn Krankheit. Es ist dadurch ein Mittel gegeben, welches in vorkommenden Fällen ohne Bedenken angewendet werden kann, wenigstens so lange, bis der Arzt zur Stelle ist. Aufgepaßt! Erkohrungsmäßig wird im Sommer der außer Dienst gestellte Ofen als Aufbewahrungsstelle oder Ver- steck verschiedener werthvoller Gegenstände benutzt, bei Beginn der Heizperiode aber eine gründliche Reviflon des OfenS ver- säumt, so daß leicht unberechenbarer Schaden entsteht. So hatte ein hiefiger Reisender auf die Platte des Ofens einen Blechkasten mit wrtthoollen Dokumenten gestellt, ohne seine Familie davon in Kennlniß zu setzen; nur durch Zufall wurde derselbe recht- zeitig von den Angehörigen des abwesenden Herrn kurz vor dem ersten Heizen entdeckt und dadurch vor dem Verderben gerettet. Keim Tapezire« von Mohn» und Vrfchäfto- räume« wird vielfach das Verfahren beobachtet, die neue Tapete aufzukleben, ohne daß die alte von der Wand entfernt worden ist. Em hiefiger Baumeister, der während der letztoer- gangenen Gerichtsferien die Ardeitsräume eines Gerichtsgebäudrs in der Nähe von Berlin zu restauriren hatte, erzählt, daß er in einem der topezirten Zimmer nicht weniger als acht Lagen verschiedener Tapete über einander geklebt fand, die zwar sehr interessante Studien über den Wechsel des Geschmacks bei der Bekleidung der Wände ermöglichten, aber doch vom pesundheit- l'chen Standpuntte aus sehr bedenklich erscheinen müffen. Es ist ja bekannt, welche Sorfalt die Aerzte der gründlichen Des- infitirung der Wohnräume widmen, in allen Fällen, wo Er- krankungen übertragbaren Charakters auftreten. In allen Wobn- räumen und besonders in den von zahlreichen Personen besuchten Amtsräumen öffentlicher Gebäude empfiehlt sich die gänzliche Entfernung aller Tapeten. Desinfektion der Mond« durch Abreide« mit Krot. Es ist eine langst dekannte Thatsache, daß sich: um Säubern der Zimmerwände von Schmutz und Staub frisches Brot beson- ders gut eignet. Sparsame tzauswiithe kennen dies Mittel schon lange und schätzen es als äußerst probat, weil es auch stark venäucherte Tapeten nahezu im alten Glänze erscheinen laßt, und ste ziehen dasselbe einem malerischen Uederstreichen der Tapete mittelst ihrer Giundfarbe, dos jedes Muster vertilgt, be. deutend vor. Neuerdings nun hat Dr. E. Er March in Berlin, gelegentlich vorgenommener Unteisuchungen über den Gehalt der Wände an Pil, keimen und die Mittel zur Desinfektion derselbtn, darauf hingewies.n, daß diese Reinigungsmethode auch vom hygienischen Standpunlte sehr empfehlenswerth und allen anderen vorzuziehen sei, da mittelst des Adreidens mit Brot die Wände nicht nur von allen losen Siäubchen, sondern auch ganzltch von infefttöien Ptlzketmen gereinigt werden. Die Methode hat außcrdtm das für fich, daß die gereinigten Räume lO.crt triebet bejiebbar stnb, was bei ber Anwendung anbetet wit B. Quecksilbcrsublimat, lle bat. oder, unserer Anficht nach, auch den Nacktheil, daß man mittelst derselben nicht im Stande ist, alle im Zimmer, wo der mit einer ansteckenden Krankheit Behastete gelegen hat, befindlichen Gegenstände gleichmäßig zu desinfiziren; letzteres erreicht man jedoch mit allen den Desinfeftionsmitteln, welche man in Damvffoim verwendct, und man wird zuge- stehen müffen, daß tn Gardinen. Porticren. Decken, Teppichen tc. nickt die wenigsten Ansicckungssicffe fich ansammeln werden. Also da, wo es fich nur um die Dtsinfektion der Zimmerwändc handelt— z B. bei Wrhnungcn, die von dem kranken Mtether verlaffcn worden find wird das DeSinstziren durch Brot sehr zu empfehlen sein. Die Kosten für die Reinigung eines mittelgroßen Zimmers von ca. 100 Kubikmeter Rauminhalt werden auf 3) bis 4 Mark angegeben. Uebir di» Zahl der geborene« Kerliner, we'che in Berlin«eilen, hat auch das jüngst erschienene StatiAsche Fabr- buch Elmittelungen angestellt, welche fich über die Jahre 1880 dis 1885 erstrecken. Darnach stellte fich die Zahl der geborenen Berliner beim männlichen Geschlecht für den Jahresabschluß lt80 auf 232777. für den Jahresabschluß 1885 auf 266 433; beim weidlichen Geschi eht auf 356 262 dezw. 293124. Die geborenen Berliner waren also 42,89 bezw. 42,17 pCt. des männlichen, die gebotenen Berlinerinnen 44,11 bezw. 42,89 pEt. des w.ibiichen Geschlechts. Im Kuustgrtverdemuftum tritt am nächsten Sonnabend zum ersten Atale die neue Einrichtung in Kraft, wonach an jedem Sonnabend in der Zeit von 1—3 Uhr ein Direkto- tialdeamter tn einer Adtheilung des Museums den Besuchern die detr. Sammlunoen erläutern wird. Am nächsten Sonn- abend werden die Gold- und Sllderarbeiten behandelt werden, am den darauf folgenden Sonnabenden dis zum 15. Dezember sollen dann Emall und Schmuck, Bronze, Eisen, Porzellan, Fayence und Steingut, italienische Majolika, Glas. Möbel der Gotbik, sowie Möbel der Renaiffance und des Batockstils an die Reihe kommt n. Gi«« seltsam« Enthüllung bringt, wie ein biefiger Be- richterstatter mitthellt, die gemäßigt demokratische„Lomdardia". Dem mailändischen Blatte zufolge wären die rothcn Zettel, welche dem Kaiser von den Jrrtdensten zugeworfen wurden, nicht in Frankreich, sondern tn einer römischen Offizin gedruckt, und dort bade die Polizei auch 6000 Exemplare beschlagnahmt. Um die Spur auf Frankreich abzulenten, habe fie eigens ein Pack-t davon nach Ventamiglia gesandt, wo es, um den wahren Sachverhalt zu verbergen, mit Beschlag delegt wurde. Die Behauptung, die Zettel wären aus Marseille eingeführt worden, bezeichnet das Blatt als ein geschicktes Polizei- Manöver und erbietet fich, den Beweis dafür anzutreten. V-« den Kewvhum» Moabit» und den zahlreichen Personen» welche täglich t.ach vi, fem Stadtthell ihre Schritte zu lenken haben, wird ledhaft Klage geführt über den traurigen Zustand, in welchem fich die Pteidedchn. Haltestelle„Werft- straße" befindet. Sobald das Wetter feucht ist, hält der Pferdebahnwagen— wahrscheinlich infolge schechten Pflasters— an dieser Stelle gemöbnlich in kleinen Seen und die den Wagen vcrlaffenden Paffagicre müffen entweder ein»alro «oitale wagen, oder fich gefallen laffen, über und über de- schmutzt zu werden. Bei dem täglichen großen Verkehr, dessen sich gerade die Moabiter Linie erfreut, und bei der Wichtigkeit, welche diese Haltestelle für die vielen Hunderte von Personen hat, die täglich auf demiKriminalgerichte zu erscheinen haben, ist der Wunsch wohl berechtigt, daß für einen besseren Pflasterzustand an dieser Stelle gesorgt werde. Zufolge der großen Anzahl derjenige«,„welche nicht alle werden", erweisen fich mitunter die abgenutztesten Gauner- kniffe mehr als erfolgreich. Beweis nachstehende Meldung: Am 12. d. M. ließ sich ein Mann, der sich als Ingenieur Schmidt bezeichnete, in dem Zigarrengeschäft von M. in der Andreasstraße mehrere Proben vorlegen und beaust ragte den Geschäftsinhader, tausend Stück der ausgewählten Sorte nach seiner im Hause Andreasstraße 36 belegenen Wohnuna zu schicken. Als der mit dem Abttagen der Zigarren beauftragte Dienstmann in der genannten Wohnuna erschien, nahm der angebliche Ingenieur das Packet in Empfang und verschwand mit den Zigarren unter dem Vorgeben, dieselben seinem angeblich nebenan wohnenden Freunde zu zeigen. In der erst kurz vorher ge- mietheten Stube hatte der Schwindler einen ziemlich neuen Leinwandkoffer, in welchem fich außer einigen allen Kleidungs- stücken drei Mauersteine befanden, und seinen alten braunen Hut zurückgelaffen. Er ist etwa sechsundzwanzig bis achtund« zwanzig Jobre alt, circa 1,70 Meter groß, hat blonde Haare, kleinen röthlichen Schnurrbart, gesunde Gesichtefarbe, schlanke Gestalt und war mit schwarzblauem Winterüberzieher und blau- grauer, grünlich karrirter Hose bekleidet.— Wir hatten vor einigen Tagen einen ähnlichen Fall mitgetheilt. Wahrscheinlich ist das derselbe Gauner. Gl« Aabicht-Pärche«, welches fich in der Thurmspitze der neuen Heiligen Kreuz Kirche am Plan-Ufer einlogirt hctt, ruft seit mehreren Tagen unter den Tauden-Liebhabern dieser Gegend außerordentliche Beunruhigung hervor. So manches Täudchen ist den Krallen des raublustigen Paares bereits zum Opfer gefallen. Vom Dach eines Hauses der Blücherstraße ver- suchte ein Polizeilieutenant unlängst, die beiden Habichte herab« zuschießen. Dieser Versuch mißlang jedoch und die Befitzer von Taudenswlägen in der Umgegend der Heiligen Kreuz-Kirche find noch immer vor den gefährlichen Nachbarn auf der Hut. Au» der Synagoge i« der KaiserSraß« geftohte« wurden in der'Nacht vom 15. zum 16. d. Mts." mittelst Ein» bruchS folgende Gegenstände: 2 Paar silberne Leuchter, 3 silberne Vorhänge»ut Torah(in einem die Inschrift: Geschenk von S. Jakob) 3 Paar filberne Kronen. 2 filberne Stäbe mit je einer Hand, 1 silberner Becker, 1 filberne Gewürzbüchse, 1 silberne Kanne, 1 filberne Schüsiel, oval. 2 filbeme Lichlsparer, 1 silbernes Altar schild. Auf fast sämmtlichen Gegenständen sind jüdische Inschriften angebracht. Die Zeiche eine« neugeborene« Kinde» weiblichen Geschlechts wurde am 16. d. Mts., Morgens gegen 7 Uhr vor dem Hause Greifswalderstraße 31 a im Cbauffeegrabm aufgefunden. Das Kind ist anscheinend durch Schläge auf den Kopf getödtet worden. Eine« Selbstmordversuch durch Alkoholvergiftung verübte am Sonnabend Abend die Frau des in der Ackerstraße wohnenden Kaufmanns Hecke. Ais der Ehemann gegen 7 Uhr seine in der zweiten Etage belegene Wohnung betreten wollte, fand er die Thüre derselben verscdloffen. Ein dumpfes Stöhnen drang aus der Stube und. ängstlich gemacht, sprengte Herr Hecke die Thüre mit Hilfe seines Nachbarn. Im Zimmer fand man nun die etwa 25jährige Frau ohne ein Zeichen von Be« wußtsein auf dem Fußboden liegend vor, und ein sofort aus der nahcbelegenen Sanitätswache herbeigeholter Arzt konstatirte, daß die Seldstmordkandidatin eine höchst sonderbare Todeeart gewählt habe. Dieselbe hatte, wie die auf dem Tisch stehenden Flaschen bewiesen, ungeheure Quantitäten des stärksten Rums innerhalb weniger Stunden getrunken und zwar so lange, dis fie besinnungslos zu Boden fiel. Nur mit der größten Mühe gelang es, dte Frau wieder ins Leben zurückzurufen und deren Uebcrführung nach einem nahegelegenen Krankenhause zu veran- laffen, woselbst die Patientin schwer krank darniederliegt. Der Grund zu diesem seltsamen Selbstmordversuch ist in dem Um- stände zu suchen, daß zwei Brüder der Frau an Delirinta tremens vor einigen Monaten resp. einem Jahr gestorben find und daß seit dieser Zeit Frau H. in Schwermuth verfi-'l und wiederhott zu Nachbarn geäußert hatte, daß sie langen Qualen einen ficheren Tod vorziehen werde. Gi« dusteee« Familieudrama, dcffen letzte Szene, wie in den meisten Fällen, mit dem freiwilligen Tode der Helbin des Stückes endete, setzte gestern die Bewohner des in der Zionskirchstraße 48 belegenen Hauses in nickt geringe Auf- rcgung. Dorts-lbst hatte stch im vorigen Jahre die Hand» lunesftau R. im Kellergeschoß mit einem Kolonialwaarengeschäft etabltrt. das jedoch infolge seines schlechten Ganges einen immerwährenden Zw, st zwischen ihr und dem Gatten hervor- tief. ktjtet Zeit traten jene häuslichen Szenen tnebt benn je an bet �agesotbnung, was fich schließlich bie unglückliche Frau so zu Herzen nahm, daß st- beschloß, all den unerträg- llchm Verhallniffcn durch einen freiwilligen Tod zu entgehen. An dem genannten Tage war st- flühzelliger denn je aufge« standen, um noch verschiedene Famtlienangelegenheiten zu ordnen, hatte zur destimmten Zeit den Laden geöffnet und einige frübe Kunden abgefertigt. Zur Frühstückszeit harrten Mann und Kinder vergebens auf den gewohnten, von Frau R. selbst be- retteten Morgenimbiß und als dte achtzehnjährige Tockter nach dem Grunde der Verzögerung forschte, fand ste ihre Mutter im Laden am Fensterhaken erhängt. «ine««nvuhige« Schlaf hatte in letzter Nacht der SchlSchtergeselle Franz N. Als er sich auf seinem Lager hin- 9m"«« w stvltineiflu 39 auf ö.m©efunWmnnm o? einem mmfionieicn Schutzmann, jetztgen Kolporteur Meyer verübt worden. Der Kolporteur angestellt und als solcher seit einiger Zeit thätig war. Gestcm Abend nun kam es zwischen beiden Männern gering- Ä- V°ch-n«-gen zu Differenzen, im Verlaufe dessen der Buchhändler, ein jähzorniger Mann, den M. um den Leib faßte n? V i1" sUfltet � Treppengeländer hinunterwarf. Der Gestürzte, dessen Schädel total»erschmettert ist, blieb be- wußtlos im Patterregeschoß des Hauses liegen, woselbst ihn Hausbewohner, welche durch den Lärm herbeigelockt w Blute schwtmmend vorfanden. Es wurde nun sofort die Polizei requirirt, welche den nur noch schwache Lebenszeichen oon fich Gebenden mittelst Krankenwagen nach dem Lazatus» krankenhause schaffen ließ. Auf dem Transport dorthin gab jedoch der schwer Verletzte seinen Geist auf: derselbe war oet« hewathet und hinterläßt Frau und zwei Kinder in den be- drängtcsten Verhältniffen. Voß, der übrigens den Ruf eines anständigen achtbaren, aber jähzornigen Mannes genießt, leugnet die Thal, doch wird dieselbe von Augenzeugen be- stangt. K«f««gewShuliche Weis««m da» Lebe« k«ko«- «e« ist gestern der Kaufmann D. in der RetchendergerstraHe. WÄrend derselbe vor seinem Kasten kniete und, mit dem Kopf nach vom gebeugt, den aus Papieren destehenden Inhalt des Kastens ordnete, fiel der schwere mit Chamier defestigte Deckel ihm auf den Kopf und zertrümmerte den Schädel, so daß der Tod sofort eintrat. m. �, Auf dem Neubau Bergmannstraße 120 rn Rixdorf stürzte gestern Millag ein Maurer G. infolge eines Fehltrittes aus der Höhe der zweiten Etage vom Gerüst auf die Sttaße. G. zog sich schwere innere Verleyungen zu. Gemäß den Uerösfentlichunsen de» Maiserlieheu "»-Amt» find in der Zeit vom 30. September bis Gesundheit�........_ 6. Oktober er."von je 1000 Bewohnern, auf den Jahresdurchschnitt berechnet, als gestorben gemeldet: in Berlin 21,4, in Breslau 28,4, in Königsberg 30,2, in Köln 26,6, in Frankfurt a. M. 20,0, in Wiesbaden 21,5, in Hannover 23,8, in Kaffel 20,9, in Magdeburg 28,0, in Stettin 26,1, in Altona 22,8, in Straßburg 27,4, in Metz 21,9, in München 31,4, in Nürnberg 33,9, in Augsburg 18,3, in Dresden 21,1, in Leipzig 16,6, in Stuttgart 18,1, in Karls- ruhe 14,7, in Braunschweig 27,0, in Hamburg 21,7, in Wien 19,0, in Pest 26,0, in Prag 24,7, in Trieft 20,7, in Krakau 24,5, in Amsterdam—, in Brüssel 17,8, in Paris 19,5, in Basel—, in London 16,5, in Glasgow 18,0, in Liverpool 19,7, in Dublin 23,3, in Edinburg 15,1, in Kopenhagen 21,5, in Stockholm 13,6, in Chrisiiama 14,6, in�St. Petersburg J23,8, in Warschau 35,1, in Odessa—, in Rom 21,8, in Turin 17,3, in Venedig 15,2, in Alexandria 45,1. Femer in der Zeit vom 9. September bis 15. September er. in New- Dork 25,7, in Philadelphia 18,4, in Balttmore 18,4, in Kalkutta 19,8, in Bombay 25,9, in Madras 43,0. Die Sterblichkeit blieb auch in dieser Berichtswoche in den meisten Großstädten Europas eine günstige, wenn auch in einer größeren Zahl derselben die Slerblichkeitszissern etwas höher als in der Vorwoche waren. Einer sehr geringen Sterblichkeit(bis 15,0 pr. M. u. I.) erfreuten fich Barmen, Karlsruhe, Bremen, Lübeck. Steckholm, Chrisiiama. Günstig(bis 20,0 pr. M. u. I.) war fie in Leipzig, Augsburg, Frankfurt a. M., Stuttgart, Elberfeld, Wien. Brüssel, Paris, London, Glasgow, Liverpool, Evindurg, Turin, Venedig u. a. Auch in Berlin, Dresdm, Hamburg, Kassel. Wiesbaden, Metz, Kopenhagen, Trieft u. a. war die Stertlichkeit eine mäßig hohe. Hohe Sterblichkeits- ziffem(über 35,0 pr. M.) werden aus keiner deutschen Stadt gemeldet.— Z emiich allgemein erfuhren Todesfälle an Darm- katarrhen und Brechdurchfällen der Kinder eine weitere Abnahme, obwohl in Berlin, Hamburg, Breslau. Dresden, Köln, Danzig, 'Nürnberg, Altona, Düsseldorf, Elberfeld, Braunschweig, Wien, Paris. London, Kopenhagen, Warschau die Zahl der durch diese Kranlheitsformcn veranlaßten Sterbefälle noch immer eine höhere als gewöhnlich, in München, Königsberg, Straßdurg, Magdeburg, Pest, St. Petersburg sogar eine größere als in der Vorwoche war. Der Anthetl des Säuglingsalters an der Sterblichkeit war im Allgemeinen ein kleinerer, in München ein größerer als in der Vorwoche. Von 10000 Lebenden starben aufs Jahr derechnet in Berlin 92, in München 147 Säuglinge. Das Vorkommen von akuten Entzündungen der Athmungsorgane war im Allgemeinen ein etwas häufigeres als in der vorauf« §egangenen Woche.— Von den Jnfektionskrankhnten haben Todesfälle an Masern, Diphtherie und Pocken zugenommen, während von Scharlach und von tyvhösen Fiebern weniger Sterbefälle mitgetheilt wurden. So waren Todesfälle an Masern in Berlin und London etwas häufiger, in Paris, St. Petersburg seltener. Neue Erkrankungen kamen jedoch aus den meisten Orten, aus denen Berichte vorliegen, häufiger zur Meldung, namentlich haben Mosern in den Regierungsbezirken Hildeskeim und Schleswig größere Verbreitung gefunden.— Das Scharlachfieber verlief in Berlin. Paris, St. Petersburg und Warschau milder, in Danzig blieb die Zahl der Todesfälle die gleich hohe wie in der Vorwoche(10), in London hat fie abgenommen. Neue Erkrankungen wurden nur aus Berlin und Kopenhagen etwas sellener als in der Vorwoche zur Anzeige gebracht.!— Die Sterblichkeit an Diphtherie und Kroup war vielfach gesteigert, wie in Berlin, Hamburg, Breslau, München, Dresden, Königsberg, Stettin, Braunschweig, Wim und seinen Vororten, Pest, Prag, Paris, London, St. Petersburg, Warschau u. a. O. Auch neue Erkrankungen wurden aus Berlin. Breslau, Hamburg und St. Petersburg in größerer Zahl mitgetheilt. Dagegen waren Todesfälle an typhösen Fiebern in Berlin, London, Paris, St. Petersbmg seltener, in Pest und Warschau ein wenig häufiger. Neue Erkrankungen kamen aus Hamburg, Pest und St. Petcrs« bürg in gesteigerter Zahl zur Anzeige. An Flecktypbus wurde aus London 1 Todesfall, an epidemischer Genickstarre aus Berlin und Nürnberg je 1 Erkrankung zur Meldung gebracht. — Rosenartige Entzündungen des Zellgewebes der Haut kamen in keiner größerm Stadt in nennenswerther Zahl als Todes- Ursachen zum Vorschein. Der Keuchhusten hat in Berlin und London weniger, in Dublin etwas mehr Todesfälle hervorge- rufen; neue Erkrankungen wurden in Hamburg und Kopen- Hägen seltmer deobachret. Todesfälle an Pocken kämm aus Paris 2, aus Lemberg und Warschau je 3, aus Trieft 7, aus Prag 9 zur Berichterstattung; neue Erkrankungen aus Wim 4, aus St. Petersburg 2. Der Gesundheitszustand in Berlin war auch in dieser Woche ein günstiger und die Sterblichkeit eine geringere, als in der vorhergegangenen Woche. Insbesondere erfuhren Darm- katarrhe und Brechdurchfälle der Kinder einen weiteren Rück- gang: die Zahl der Todesfälle sank auf 103(von 132 der Vorwoche). war jedoch noch immer erheblich höher als sonst um diese Jahreszeit. Auch die Thellnahme des Säuglingsalters an der Sterblichkeit war eine etwas kleinere als in der Vorwoche. Häufiger als in der Vorwoche kamen jedoch akute Entzündungen der Athmungsorgane zum Vorschein, bis jetzt jedoch mit über« wiegend mildem Verlauf.— Von dm Infektionskrankheiten wurden Erkrankungen an Masern(besonders in der Schöne- berger Vorstadt) und an Diphtherie(im Schöneberger und jen- festigen Louisenstädtischen Bezirk am zahlreichsten) zur Anzeige gebracht, während Erkrankungen an typhösen Fiebern und Scharlach(letztere in der Friedrichstadt am häufigsten) geaen die Vorwoche in verminderter Zahl zur Meldung kamen. Erkran- kungen im Wochenbett, sowie an rosenarttgen Entzündungen des Zellgewebes der haut zeigten keine wesentliche Veränderung in ihrem Vorkommen. Erkrankungen und Sterbefälle an Keuch« husten wurden sellener, während rheumatische Beschwerden aller Art häufiger zur ärzllichen Beobachtung gelangten. Pottzeibericht. Am 15. d. M. Nachmittags wurde der Kaufmann Dehnett in seiner Wohnung Reichenbergerstraße 33, vor einem großen Holztasten fitzend, todt aufgefunden. Wie nachttäglich festgestellt wurde, ist ihm beim Ordnm von Pa- pieren der schwere Deckel des Kastens derartig auf dm Kopf ge- fallen, daß die Hirnschale zertrümmert wurde und der Tod so- fort eintrat. Tie Leiche wurde nach dem Leichenschauhause ge« bracht.— Um dieselbe Zeit gerieth in einer Buchhandlung in der Stettinerstraße der penstonirte Schutzmann Meier mll dem Geschäftsinhaber in Strell und Schlägerei und stürzte er hierbei über das Treppengeländer in den Hausflur hinab, so daß er einen Schädelbruch erlitt. Der Verletzte sollte mittelst Krankm- wagens nach der Charllee gebracht werden, verstarb jedoch schon auf dem Wege dahin.— An demselben Tage Abends vergifiete fich ein 20 Jahre alter Goldarbeiter in der elterlichen Wohnung in der Oranienstraße mittelst Cyankali.— Um dieselbe Zeit wurde in der Münzsttaße, nahe der Alexanderstraße, ein unbe- kann! gebliebener, anscheinend dem Arbeiterstande angehörender Mann finnlos detrunken auf dem Bürzersteige aufgefunden und zur Wache des 16. Polizeireviers gebracht, wo derselbe während der Nacht verstarb. Die Leiche wurde nach dem Leichenschauhause gebracht. Gerichts-IsiwKK. Mit de« Treppenmrlage« in de« Häusern hatten fich die Gerichte schon oft genug zu deschä'tigen. weil fich die Unglücksfälle infolge unzureichender Beleuchtung oder vo fchrists- widriger Bauweise in den letzten Jahren erheblich vermehrten. Gestern lag der 90. Abcheilung des Schöffengerichts wieder ein derartiaer Fall zur Bau(Heilung vor. In dem Hause Weiden- weg 93, welches dem Zimmenneister Koch gehört, befindet fich ein Keller, in dem von den Langestraß'jchen Eheleuten ein Schankgeschäft betrieben wird. Die Treppe, welche in das Lokal führte, war äußerst steil und hatte an der linken Seite kein Geländer, so daß bei der Besteigung die größte Vorficht nothwendig war. Am 15. Juni d. I. wollte der öZjäbrige Handelsmann Schulz diese Treppe hinabsteigen, er rutschte jedoch aus und fiel hinunter, wobei er fich so erheblich verletzte, daß er vier Wochm lang kuriren mußte. Der gerichtliche Sachverständige, Bauinspektor Lange, giebt sein Gutachten dahin ab, daß die Stufen nicht mit der geltenden Bauordnung im Einklang stan- den. Es sei ganz gut denkbar, daß der Zeuoe Schulz lediglich infolge der widrigen Treppe verunglückte. Der in dem Lokal wohnende Schankwitth habe ihm mitgetheilt, daß seine Leute sowohl als er selbst schon öfters hinadgefallen seien. Der Ange- klagte, Zimmermeister Koch, behauptete, Schulz habe an dem de- tteffenden Tage reichlich Spirituosen genoffen und deshalb sei er von den Stufen gefallen, was Zeuge Schulz aber entschieden in Abrede stellte. Der Gerichtshof dielt nach der Beweisauf» nähme den Angeklagten der fahrlässigen Körperverletzung für schuldig und verurthrilte ihn zu einer Geldstrafe von 50 Mark erent. 5 Tagen Gefänoniß. Dem Nebenkläger, Schulz, wurden als Schadenersatz 60 M. zugesprochen, die der Verurlheilte als besondere Buße zu zahlen hat. Gitien««rrWarteten Ausgang nahm die Verhandlung gegen die Frau Schankwitthin Schröter, welche gestern unter der Anklage der Mißhandlung mittelst eines gefährlichen Werk- zeuges auf der Anklagcblank vor der 92. Abtheilung des Schöffengerichts Platz nehmen mußte. Die Genannte wohnte in dem Hause Lüdeckerstr. 27, wo auch die Meyer'schen Eheleute eine Wohnung inne hatten. Zwischen den beiden Familien herrschte schon längere Zeit Zank und Streit, welcher aus dem Gebahren der halb erwachsenen Mcyer'scken Kinder resultirte. Diese ließen ihrer Ungezogen h:it bei jeder Gelegenheit gegen die Frau Schröter freien Lauf und die Eltein fühlten fich nicht ver- anlaßt, vielem Treiben entgegen zu treten. Am 29. Juni hatte die kleine Ida Meyer wieder etwas mit der Frau Sch.öier ver und die Letztere opplizirte ihr dafür eine körperliche Züchtigung, welche nach der Anklage mittelst eines Stückes Steinkohle, das als ein gefährliches Werkzeug dettachtet wird, erfolgt sein soll. Die Angeklagte will nur mit der Hand geschlagen baden und aus den Zeugenaussagen erhellt auch nicht mit Gewißheit, od fie wirllich die Steinkohle dazu benutzt hat. Dagegen stellt fich heraus, daß die Kinder der Meyer'schen Eheleute und auch die Frau Meyer selbst die denkbar schmutzigsten Schimpkworte gegen die Angeklagte gebraucht hatten und daß die Kinder den Schröter'scken Eheleuten nicht nur in die Fenster spuckten, sondern auch Müll und Unrath hineinwarfen. Die Beschwerden hiergegen fanden bei den Eltern kein Gehör. Schließlich wurde noch von einer Zeugin bekundet, daß die mißhandelte Ida Mey:r gleich nach dem Vor- fall auf dem Hofe gesessen und in nicht wiederzugebenden Redensarten auf die Frau Schröter, von der fie geschlagen wor- den sei, geschimpft habe.— Der Staatsanwalt glaubt nach der Sachlage die Züchtigung des Kindes als eine wohlverdiente be- ttachtenzu müssen. Die Mißhandlung mittelst eines gefähr- lichen Werkzeuges sei nicht erwiesen; ansererseits sei aber festgestellt, daß das gezüchtigte Kind gleich nach dem Vorgang die angeklagte Frau infam beschimpft habe; dadurch könne die Mißhandlung als kompenfirt bettachtet werden und deshalb de« antrage er vre Freisprechung der Angeklagten. Diesem Anttage trat der Gerichtshof nach kurzer Beiathung bei. Eine nicht«»interessant« Ktreitfrag« über die Be- fugnisse eines Siationsasfistenten beschäftigte gestern die fünfte Berufungsstraskammer des Landgerichts l. Am Abend des 11. Juni bestiegen der Maurerpolier Beier und der Zimmer« mann Joachim, mit giltigen Billets verseben. auf der Station Zoologischer Gatten ein Koupce zweiter Klaffe. Der Stations- asfistent Wedel demerkte, daß Beier fich sofort der Länge nach auf den Sitz warf. Er befahl ihm, fich anständig hinzusetzen, worauf Beier zwar die Füße von den Polstern rahm, aber sonst seine nachlässige Haltung bewahrte. Da der Beamte annahm, daß der Paffagier die frühere liegende Stellung wieder einnehmen würde, sowie er den Rücken gekehrt haben würde, so forderte er ihn auf, das Koupee zu verlassen und stellte ihm anhelm, ein solches dritter Klaffe zu benutzen. Beier pochte auf sein Billet und weigerte fich; er mußte mit Gewatt herausgeholt werden und hierbei kam es zwischen Beier und Joachim einerseits und den Bahnde- ernten andererseits zu einem tumulluarischen Aufttute, aus wel' chem gegen die erstcren eine Anklage wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und wegen Beamtenbeleidigung resuliute. Beier wurde vom Schöffengettckte zu drei, Joachim zu einer Woche Gefängniß veruttheilt. Der Vcrtheidiger, Rechtsanwalt Dr. Flatau, begründete die eingelegte Berufung darauf, daß dos Verhalten des Stationsasfistentcn ein ungesctzmäßiges gewesen sei und deshalb der erste Theil der Anklage fallen müsse. Es könne niemand einem Ardeiter, der sich ein entsprechendes Billet gelöst habe, das Recht nehmen, die zweite Klasse zu benutzen, lieber die Frage, ob es unanständig sei, die Füße auf den Sitz zu legen, lasse sich streiten, That- sache sei, daß besonders Passagiere zweiter Klasse, zumal auf längeren Strecken, eine liegende Stellung einzunehmen beliebten, ohne daß die üdttgen Insassen oder die Beamten hieran Anstoß zu nehmen pflegten. Der Angellaate Beier hatte auf den Be- fehl des Beamten die Füße vom Sitze genommen, ein Weiteres hatte der letztere nicht zu verlangen und nimmermehr stände ihm das Recht zu, einen Passagier von der Fahrt auszuschließen, nur weil er defürchten konnte, daß derselbe fich ungehörig betragen würde. Außerdem sei es doch eine sonderbare Anficht, einen Menschen, dm man nicht würdig halte, zweiter Klasse zu fahren, auf gleiche Stufe mit den Paffagieren dritter Klasse zu stellen, die doch auch von anständigen Menschen benutzt werde. Die Bahnpolizei-Verordnung schreibe nur vor, daß trunkene oder kranke Personen, welche den Mttpaffagieren durch ihren Zustand oder ihr Leidm lästig fallen, von der Fahrt ausgeschlossen werden könnten. Keine dieser Voraussetzungen sei im umliegenden Falle zutreffend. Der Vertheidiger bat, die Angeklagten nur wegen der Beleidigungen mit einer gelinden Geldstrafe zu de- legen. Der Staatsanwall hieltZvas Verfahren des Bahnbeamten für lorrelt, stellte aber eine Ermäßigung des Strafmaßes an- heim, well die Angellaatm fich in ihrem Rechte geschmälert glauben konnten. Der Gettchtshof ließ fich über die Stteit- frage nicht aus. Die Angeklagten hätten fich schon deswegen des Wrderstandcs gegen die Staatsgewalt schuldig gemacht. weil fie dem Portier, der fie im Austrage seines Vorgesetzten ä ää Geldstrafe von 50 und für Joachim eine solche von 10 M. eine genügende Sühne. Wegen öffentlicher Kelridigung durch die Presse üüü! mit dem Rrxdorfer Armenarzt Dr. Voigt zur Sprache und be- h-uptet, von demselben roh behandelt und beschimpft wmdm zu sein. Großmann wollte nämlich sein todidankes Mr der Anweisu Krankenhaus dringen, wozu er um so mehr gi zwinM. Angenagten z als auch seine Frau krank darnieder lag, und er als Vorderzahnes vater seiner Arbeit nachgehen mußte, ie a er die KarkosilSc-lagte stondhi im Voraus bezahlen konnte, mußte er fich deHufs ErlanM� seinen Aulnahmescheines an den genannten Armenarzt weäi�aÄmtrag dah ihn der dieser Gelegenheit mit groben SchwKWbefitzer A rcgalirt und zur Tbür hinausgeworfen Hoden?oll. sich durch dm erwähnten Artikel bellte igt gefühlt u.1! antrag gestellt. Vor der Strafkammer stellte er enlM#*** Abrede, fich roh gegen Großmann benommen und bwW 0,6«awe zu schimpft zu haben, während der l-tztere bei serner verblieb. Von Seiten des Verthetdigecs, Herrn wurden eine Anzahl Zeugen vorgeschlagen, welche TJ' sollen, daß der Dr. Voigt wegen seiner rohen AeuP Da» Loa» d schon bekannt sei und daß ihm daher die behavpieltN u: Aus Anlaß besten schon zugetraut weiden könnten. Der Geriltuflanten Ardeitstl schloß, die Sache zu vertagen und zu dem neuen T.lchstndlichste aesch vorgeschlagenen Zeugen laden zu lassen.»gaus im Monc Di« gefährliche» Folge« einer Ghrfeis' m Gunsten aus wiederum in einer Verhandlung zu Tage, die gestera �-Arbeit nur de Schwurgericht des Landgcrichis I stattfand. Der sävrikant versprecl Körperverletzung mit tödtlickem ErfoiSfeln. Angesichts klagt war der Kranzbügclmacher Gustav Hermann Kälc» er auch sein 5 Beschuloigte zählte zu seinen Kunden auck den GoiWn ihm die Aldi und begab sich am Rachmittage des 16. Oktober»-«f�tt werde. A dessen in der Sttaußdergerstraße belegenem G-schästslela nach ganz kui von ihm eine kleine Forderung einzutreiben. Als ei Virren Leute, die betrat, fand er seinen Schuldner in angetrunkenem. ofstist' zu entlasse hinter einem Tische fitzend vor, während dcsstj»nde. Als es srau ihm thränenden Auges über seinen luven fie eine Ve Lebenswandel Vorwürfe machte. Als der Avael fuhr, daß Arzt das Gell», welches für ihn, den Anl bestimmt war, verrrunken harte, wurde er so ergtti dem Arzt mit der flachen Hand drei nicht beson Ohrfeigen versetzte. Dies eigenmächtige Strafoerfahic» weder bei der Ehefrau des G züchtigten noch bei Wsse � um mit K rainbinden beschäftigten Mädchen besonderes ili H�mung�we auch der Trunkene ließ die Mißhandlung ruhig über ei und sagte nur:„Au! Mein Kopf!« Der Angell-s'c�. Gesellen..ft sich bald und die lle ne Episode wurde bald venusfV, 0 1 dieser Zeit zeigte Arzt aber ein völlig verändertes Bew* Hauvtslr arbeitete noch weniger wie bw her und verharrte am* � z>sS Norf völliger Apathie. Er llagte fortwährend über Kopfschuß, � kanten insol issen, bei d en nickt rech n die Arbett ffencn Sonn« wurde endlich von Krämpfen befallen. Jetzt maßte vM Krankenhaus bringen und hier wurden seine Angehö von den behandelnden Aerztcn befragt, ob der Pal' einen Stoß oder Schlag gegen den Kopf erhalten erzählte die durch den Angellogten stattgefundene" worauf die Aerzte dieselbe für die Ursache der crscheinungcn husten. Arzt ist nach wenigen Tagt« und bei der Obduktion zeigte fich, daß ein BlulerM lim stattgesunden. Da nun alle Symptome eines � eignwes fich bei dem Verstorbenen ur mittelbar nÄd der Ohrfeigen zeigten, so nimmt dieAnkiagebelörde Tod eine mittelbare Folge der M ßhandlung gewete« Anklage lautete ursprünglich auf Körperoerlltzung in£■"* gefährdenden Behandlung und gelangte vor der lammer des Landgerichts I zur Veihondlurg; tv lastenden Aussogen der Sachverständigen zeigte sich verhalt aber in einem so schlimmen Lichte, daß ort Gerichtshof fich für unzuständig erklätte. Im gefirti wiederholten die Sachverständigen ihr früheres G' Grund deren in Verbindung mtt der übrigen B« der Staatsanwalt für schuldig, aber unter Zudillig der Umstände plädirte. Der Vertheidiaa führte daß der Verstorbene auch auf ander« Weiie einen Schlag gegen den Kopf erhalten haben kö.vne un> das vorhandene Beweismaierial für einen Schuldigt ausreiche. Tie Geschworeven verneinten b" Schuldfragen, worauf die Freisprechung des erfolgen mußte. Di« dreist« Eheckfalsch««g, welcher orrJ# das Bankhaus Dellbrück, Leo u Komp. zum Opfer(' beschäftigte heute die 11. Strafkammer hiefizen Lo� Am 24. August 1837 erschien in dem genannten■0 ein Mann, welcher dem Kasstrer eine Anweisung wl? Halts überreichte:„Köln. 22. August Haben f dem Maurermeister Ed. Hennes die Summe von meine Rechnung auszuzahlen. Geheimrath G. v.'/fcnt Die Anweisung�war auf ein Papier gcschii.' � ,.�,,, Sellen der U gen wird, di Leute legte, ndsten Maßre Fabrikanten gehen. ereine Ueber die fitr. «« La, pvel . in der Toni st einen geschi« jetzigen Berfas pfe, die die! e durchzumach« dtagswahlrecht dieses Dreikl Volles denach chgebuna Hera« itllche Stimm« igt. ihr Wahl, ch Bekennen d« setzen; so kam Vorschein. W igen sollten, alte degünsti« gerade bei de 'tisch zu Tage: t— tzie R todter Ka f zweier Kampf zr Kaiser den<£ ssturm fich und erkl den der Ri Initialen„G. M." zeigte und da bei genauer Wfi'«�ialdemokratic. Alkreditio die wohlbekannten Schriftzüge des 1 ufellaife enlfeti. von Mcwiffen zeigte, so trug das Bankhaus kein Bevco folgt ohne den sonst üblichen Avis die große Summe au»»„i. � e. Der Fremde unterschrieb, ohne ein Dort zu sagen, m Als Nie gutbes, welche am �%#rthau§, Alte gelegte Quittung und entfernte sich, Herrn von Mewiffen von der erfolgten Auszahlung �«'Bericht gemacht wurde, jam sofort die telegraplstsche i A™®, fj die vor kurzer r''*" � ß entgegen, der Prinz« rage behand« ebenen Pun' sei in sein Stellen dess »gen gewese daß von einem Maurermeister Hennes nichts— ,> das Bankhaus das Opfer einer Fälschung gewesen>- Als dringend verdächtig, diesen Streich ausgeführt' stand heute der ehemalige Kammerdiener Karl Barley unter der Anklage der schweren UiknndenM- der Strafkammer. Der Angeklagte war drei Monate diener bei dem Geh. Rath v, Mewiffm und ist atn 1. v. I. auf seinen Wunsch entlassen worden. Er �stL�fich in Berlii dahin seinen Lebensunterhalt als Krankenwärter ��äshung zu thui hatte im Dienste des Herrn v. Mewiffen oftmals � � fut fcie von der finanziellen Korrespondenz des alten H%«en frage u. zu erhatten. Herr v. M. giebt dem Angeklagten b�.tzltat sei eil eines für seine Stellung überraschend gebildeten u*. r er auch i schriftgewandten Menschen nnd häll die Rachab??sgewiffen Geld Schriftzüge für eine so musterhafte, daß er selbst W'" �fserr sei. Bei können, die Anweisung geschrieben zu haben, w.mn f ßdehandelnden nau wußte, daß er mit einem Maurermeister Hennes �j« Frage ihre fr Beziehungen stand. Solche Beziehungen bestand� einem Gutsdefitzer Hennes und da Geh. Ratb v. A/' und da an einen Maurermeister anderen tstamen» leistete, so scheint der Fälscher beide Personen# haben.. Der Text der Anweisung ist& Kopie der Anweisungen, welche Herr&, Echaffbausen'ichen Bankverein in Köln uderw- der-raischer muß aber auch einige Briefe Herrn an die Firma Delbrück, Leo u. ,(%-.& bekommen haben, denn ganz nach der Gewobnbeit b-s� war auch auf der Anweisung der Zinne Delbrück t°" einem doppellen l geschrieben worden.— Auf G- s sonaibeschreibung, welche die hiefige Polizei in d'M' von dem Fälscher aab. wurde der Angellagte w-, Haft genemmen. Derselbe hatte fich dort unter t*' aufgeballen und bei seiner Festnahme wurde bei ihm- von 5000 M. in Gold und Papier vorgefunden, er Prinzipal eidefitzer Ri attgefundene ipalen nicht, fand gegeben 'ngen, ihre P mlung erge ter Paragrap Tagesordnung ers- und Julius wies in ie beispiels« end für den wirken wüi' w keiner A die Ersparmffe seien, welche er während seines ft � langen Aufenthalts in Rußland gemacht bK p glauben machen, daß er diele Summe in Deuts-b�zi fich getragen und keinem Menschen etwas da-oa�j Mll dem Befitze �"'---- ..-- dieser Summe ist die Thatsa� � vereinbar, daß der Angeklagte fich als Krankenwärif- vermiethete.eS ist auch auffällig, daß er dieft�' o �w'ribete es„t auch auffällig, daß er biete Rußland bei emern Bankier in deutsches Geld P'ij d°ß er bei seiner Verhaftung zu"* kommt, daß der Kasstrn Grunow, welcher den � klober, im L Buchdrucker« betreffend d entspricht ir rbeiter. De, dar, da insbe auer der W« 'ang der Alte gsjabr in A te Quittung« 'ellsbuch Vi t; V Vl1 evrunow, wawer vr» yot, be, fetnen wiederholten Gegenüberstellungen i wieder den Angeklagten mit großer Bestimmt� v ifrnnM der Anweisung wieder zu erkennen glaubt, auch das bei , Angeklagten zutreffende charakteristische Merkmal, das Fehlen d er als ff*5 Vorderzahnes, ar zugeben vermochte. Trotzdem blieb der hie NarloibKcklogte standhaft bei seinem Leugnen und bot schließlich -ss ErlanuiMkb seinen Veitheidigcr, Rechtsanwalt Dr. Rosenstock, einen ' dahin an, daß er am 24. August 1887 bei dem n Schi!i"»h°k5bcfitzer Würgels in Krefeld gewohnt habe. Da der _ coU ziMetlogte trotz aller warnenden Hinweise auf die große Ver« Kit uesserung der Untersuchungshast bei diesem Antrage blieb, so ■ er entilM der Gerichtshof nicht umhin, demselben Statt zu geben , und deris» die Sache zu vertagen. semer Ab*- WAW* und Arbeiterbewegung. ohen Aei-i* Da« La»» der Ardeiter. Man schreibt uns aus G l o- dehanpieltil u; Aus Anlaß einer von dem Hutfabrikanten A. Riedel er GcrickManten Arbeitslheilung, bei der seine Arbeiter auf das aller« neuen Dlchffndlichste geschädigt worden wären, eröffneten die Hutmacher »ßaus im Monat Juli einen Streik, der auch vollständig zu Ohrfeig« m Gunsten ausfiel. Die Hutmacher Glogaus eillärten jedoch, ie gesura««Arbeit nur dann wieder aufnehmen zu wollen, wenn der Der sawrilant verspreche, keinen der Beth-iligten späterhin zu maß« n ErsoUrln. Angesichts der für ihn so ungünstigen Lage der Sache mann Käiäa er auch sein Wort darauf, daß dies nicht geschehen solle, den Gä-mn ihm die Arbeit auch fernerhin in gewohnter korrekter Weise Oktober« kfea werde. Aber nichtsdestoweniger fühlte fich genannter GeschästsKl« nach ganz kurzer Zeit bemüßigt, nach und nach einige der Als er d*rar Leute, die fich am Streik in hervorragender Weise be- cunkenem zu entlassen und zwar unter Angabe ganz unzureichender Itend dcssffunde. Als es den Arbeitern denn doch zu bunt wurde, seinen lüMcn sie eine Versammlung ab. in der fie dem Treiben des er Ansellchrikanten insofern einen Riegel vorschoben, als fie den AaMloffen, bei der nächsten Emlaffung, die fich in ihren o erariwirt«en nickt rechtfertigen ließe, sofort bis auf den letzten ,t besonder««nn die Arbeit nieder zu legen. Da nun der Fabrikant am cc.fonfah!aP?.frnen Sonnabend abermals Leute entließ, führten fie idre noch bei d« chwff- aus und legten die Arbeit nieder. Wer -souderes Handlungsweise des Herrn kennt, dm wird es nickt KMWB vr. err.60,,®eßen Sujug sind bereits die um« ndtten Maßregeln getroffen, und wir wiffen, daß es Fabrikanten nicht gelingen wird, hutmacher heran ehen. Angehö der Pr! ehalten rdene" der en Tagen Bluter! ne eines Ibar na» belörde j gervese» nginern-o ic der Ol» urg; terfi igte fick daß der m gefiri!� ires G !N Be jubilligi führt« e einen nrc un' :d)ulb(e' 7# «ereine und versammtnnge«. Ueber die Arbeiter«nd ihre Stellung zu de« rftiflhe« Laudtagawahie« referirte am Dimstag Herr x Schippe! vor einer glänzend besuchten Volksversamm- . in der Tonhalle(Friedrichitr. 112). Referent gab zu- st einm geschichtlichen Rückblick über das Zustandekommen jetzigen Verfaffung in Preußm im Jahre 1848, über die pfe, die die Nationalversammlung in dem darauffolgenden !« durchzumachen hatte und die Schaffung des jetzt bestehenden dtagswahlrecktes. Er wies an der Hand von Zahlen nach, wie dieses Dreiklaffenwahlsystem die große Masse des arbeiten» Volkes benachtheiligt und nur die henschendm Klaffen zur etzgebuim herangezogen würden. Durch dieses System, das itliche Stimmenabgabe vorschreibt, würden die Arbeiter geigt. ihr Wahlrecht nicht auszuüben, denn fie würden fich :d) Bekennen der Farbe bloßstellen und fich Drangsalirungen 'setzen; so kämen denn hierdurch die lächerlichsten Resultate Vorschein. Wenn die Arbeiter fich an den Landtagswahlen iligen sollten, dann muffe erst dies System geändert werden: alte begünstige nur die Korruption und diese Korruption gerade bei den jetzt bevorstehenden Wahlen recht offen und isch zu Tage: jetzt heiße der Schlacktrus nickt mehr: Hie ' cit— Hie Reattton, jetzt heiße es: H!e lebmdcr Karser— todter Kaiser. Heute sei es nicht mehr der f zweier polttischcr Parteien, heute sei es nur Kampf zweier Hofschranzmparteien darum, wär Kaiser den Speichel lecken solle. Nachdem der dröhnende ssturm fich gelegt hatte, erhob sich der überwachende _, ie und erklärte die Versammlung für aufgelöst. Einige der Ruhe- dann ein brausendes Hoch auf die ?in Unter den rauschenden Klängen der Arbeiter. .-«,den'�Umse entfernten fich hierauf die Anwesenden.- Ausführ» .kern Bericht folgt. �unrme, A Di» gutdrsuchte allgemeine Kuchdruckerversamm- «ngeN' welche am vergangenen Sonntag im Louisenstädtischcn i«7�. zviMelkhaus, Alte Jalobstraße, stattfand, nahm in erster Reihe liah'UNS ,j Bericht des Einigungsmannes, Herrn Hugo Besteck che An:|j vor kurzem in Leipzig stattgefundene Tanfkommisffonsl ts entgegen. Redner betonte, daß bei dieser Sitzung von gewesen Prinzipale mit Verständniß und Sachlichkeit die frage bebandelt worden sei, so daß eine Einigung über die iedenen Punkte leicht erzielt werden konnte. Der Tarif sei in seinen Hauptpunkten derselbe geblieben und nur Stellen desselben besser präzistrt worden. Ferner sei man ngen gewesen, der sogenannten englischm Arbeitszeit, wie h in Berlin immer mehr einbürgere, im Tarif Er« iung zu thun. um neben den Nachtheilen, welche die« für die Gehilfen mit sich bringe, die Ueber« ftage u. s. w. bei derselben zu regeln. Das vor Fah« n Opf? fizen annten I€ von»"s. h G. o blieben. ler e I "Äffe i,:nDenf#r i Monate Tti älter eri iftmals icn He??!, S'fff deten.un(t qi sliachoh�UAewiffen selbst lMj ffm sei. ,, wnetz. im iehatideli—....uciut yonrn»».«.» ■r Heines«"'Frage ihre friedliche Lösung finden.— Der Vertreter der bestanden Aner Prinzipale bei der Leipziger Berathung. Herr Buch- atd v. M-' ereibefitzer Rät er. sprach ebenfalls seine Anerkennung über Namen- �stattgefundenen Verhandlungen aus, bedauerte, daß den ■rsonen kols�ipalen nicht, wie es bei den Gehilfen der Fall, Mittel in jagten v�.'hltat sei ein immerhin zufriedenstellendes gewesen, äveten. et auch nicht verhehlm könne, daß das Minimum Geldes resp. der Lokalzuschlag für Berlin zu niedrig Bei dem guten Willen der beiden die Angelegen« ,, w.-nn �behandelnden Faktoren werde hoffentlich in Zukunft auch ist„ Tuf'"' *K!i fand gegeben seien, um die tarifwidrig zahlenden Prinzipale 'ngen, ihre Pflicht zu thun, und beantwortete einige aus der mmlung ergangene Anfragen, betreffend Auslegung be« ter Paragraphen des Tarifs.— Ueber den zweiten Punkt Tagesordnung:„Besprechung über die gepla nie ers« und Invalidenversicherung" referstte elbrü-k T�'wi Julius Dolinski in eingehender Weise. Der ins Grus�J«« wies treffend nach, wie wenig nutzbringend, i in diw ujMtie beispielsweise bei dem geplanten Quittungsbuch aal.' ifl■ für den gesammten Arbeiterstand dieser Entwurf als unter fa'% wirken«mibe. Speziell für die Buchdrucker sei das bei ihm kn keiner Weise brauchbar, da dieselben in ihrer bestehen "" nvalidenkaffe dreimal mehr Unterstützung erhiesten. Er st am Schlüsse seines mit großem Beifall aufgenommenen ges die Annahme folgender Resolution:„Die heute, am klober, im Louisenstädtischen Konzerthaus tagende allge« Buchdruckerversammlung erklärt: Der Entwurf des Q betreffend die Alters» und Invalidenversicherung der Ar« entspricht in keiner Weise den berechtigten Forderungen rbeiter. Der Entwurf ist in seiner jetzigen Gestalt unan« dar, da insbesondere die Höhe der Renten ungenügend, -auer der Wartezeit zu lang, die Allersgrenze für den 'ang der Altersrente viel zu doch, die Anzahl der für ein gsjabr in Ansatz gebrachten Wochenbeiträge zu groß, das te Quittungsbuch nur zu leicht zum Schaden der Arbeiter eilsbuch Verwendung finden würde."— Der folgende künden.' SKz Äs da'wn# % seid unU, K Redner wünschte, daß das Gesetz ähnlich dem Krankcnkaffen« zesetz und selbstredend mit Verkürzung der Wartezeit und Er« jöbung der Unterstützung ins Leben treten müss». Die bereits versicherten Arbeiter müßten von der staatlichen Verficherung be- reit sein, dagegen alle Ärbelter gezwungm werden, fich irgend einer Alters« und Jnvalidenverficherungsgesellschaft anzu- chließen. Bei den freien Kassen müßten die Arbestgeber gesetz- lick gezwungen werden, ein Drittel der Beiträge zu zahlen, während die Arbeiter die übrigen zwei Drsttel leisten müßten. Diesem Redner wurde bedeutet, daß der Arbeiter in der Jetzt« eit gar nicht im Stande sei, so viel Beiträge für alle möglicken lassen zu zahlen. Jetzt, wo das eigene Kind im zartesten Alter dem Vater auf dem Arbestsmarkt Konkurrenz mache, wo das zum Leben nothwendige„Lohn" auf das niedrigste gebrückt sei, ei es Pflicht des Staates, in ausreichender Weise für sie Invaliden der Arbest einzutreten. Die Resolution sei in vorliegender Fassung nur zu empfehlen.— Nachdem der Referent zum Schluß nochmals dos Wort genommen, wurde die von ihm vorgeschlagene Resolution einstimmig an« genommen. Der Fachvereiu der Metallschrauben-, Fasondreber und Berufegenossen Berlins hielt am Sonntag, den 14. d. M., eine Generalversammlung im Königstadtkafino, Hol-marktstr. 72, ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Vierteljahres-Kaffenbericht. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Diskusston über die dies- ährige Lohnstatistik. 4. Besprcckung über unser Mitglieder« kiänzchen. 5. Verschiedenes. Nachdem der Rcndant den Viertel- obres- Kassenbericht verlesen, der von den Revisoren als richtig befunden worden ist, folgte die Abrechnung vom Stiftungsfeste. Zu Punkt 3 wurde über die Lohnstatistik in eingehendster Weise diskutirt, wobei verschiedene Redner über den Jndifferentiswus einzelner Kollegen klagten, welche es vorgezogen, fich entweder gar nicht an der Statistik zu betheiligen oder einen höheren Verdienst angegeben hätten, als fie in Wirklichkeit erzielten. Ferner wurde vom Vorfitzenden über die Handlungsweise der Firma Bourset u. Weiler berichtet; der Prinzipal sucht seine langjährigen Ar« beiter zu entlassen, weil dieselben ihm mißliebig geworden find. Auch dem Meister, der damit nicht einverstanden war, wurde gekündigt. Weiter wurden Klagen über die Behandlung laut, welcher die Arbeiter bei Bourset u. Weiler ausgesetzt find. Trotz dieser Behandlung hätten fich aber die Arbeiter der genannten Fabrik nicht gemüsstgt gesehen, für ihre Kollegen einzutreten.— Dann wurde beschloffen, im nächsten Monat ein Kränzchen nur für Mitglieder zu veranstallen. Dazu wurde ein Komstee von " Mitgliedern gewählt. U«* Herein j«r Wahrung der Interesse« der Schuhmacher und verwandten Berufsgenossen tagte am Mon« tag, den 15. d. M, im Könipstadt> Kasino, Holzmarktstr. 72. Auf der Tagesordnung stand: Vortrag des Herrn Dr. Zadeck über Darwinismus. Der Referent führte ungefähr folgendes aus: Im Jahrhundert der Erfindungen, wo alle Wissenschaften mehr oder weniger in den Dienst der Gesellschaft, wo die Ar« beitstheilung auch in den Naturwissenschaften Platz gegriffen und infolge dessen die einzelnen Fächer gründlicher erörtert werden können, gab Darwin seine„Entwicklung der Arten" heraus. Redner geht dann ausführlich auf die Entwickelung der niederen zu höheren Lebewesen, auf die Entwickelung der Arten und Entstehung der Variationen ein. Ferner erklärte der« selbe, daß die Embryonen von Hunden, Hühnern, Schildkröten und Menschen zu gewisser Zeit ganz gleich und nur sehr schwer zu unterscheiden find. Der Mensch mache vlio nachweislich den ganzen Entwicklungsgang in kurzer Zeit als Embryo durch. Der Unterschied zwischen dem niedrigst entwickelten Menschen und dem höchst entwickelten Affen sei nicht so groß, als der zwischen dem höchst kultivirten Menschen und einem Austraineger. Im Kampf ums Dasein im Menschengeschlecht kommt der einzelne nur als Theil des großen Ganzen in Betracht, als einzelner fast nicht mehr.— In der Dislusston sprachen die Kollegen Klingcr, Krause und Baginski. Zu Verschiedenes wurde mitge theilt. daß am Sonntag, den 21. d. M., in demselben Lokal ein Vergnügen stattfindet, wozu Billets bei ollen Vorstands Mitgliedern zu haben find. Beschloffen wurde noch, wenn die Betheiltgung stark genug wird, einen FachkursuS zu arranairen. Die össentliche«eneraloerfammlnng der Maurer Serlin« und Umgegend behufs Stellungnahme zur Gründung eines Maurerfachvereins, welche bereits zweimal angesetzt war, aber nstht abgehalten werden konnte, fand nunmehr am 15. d. unter Vorsitz des Herrn Grothmann bei vollbesetztem Saale im Stenreckei�chen Etablissement, Dresdenerstr. 96, statt. Ueber das zur Tagesordnung stehende Thema referirte Herr Wernau, seinen Worten das Motto voranschickcnd:„Vieles Gewaltiges besteht, aber nichts Gewaltigeres als der Mensch." Der Zt:fei rent legte in seinen Aussührungen in klarer Weise die Noch« wendigkeit der Gründung einer Vereinigung, eines Fachoereins, dar, avgcstchts der fich immer mehr entwickelnden kapitalistifchen Produktionsweise. Die verflossenen Monate hätten gezeigt, daß ohne Vereinigung die Bewegung nicht recht in Fluß zu kommen vermochte, hätten den Mangel eines Fachvereins recht fühlbar gemacht. Die Gründung eines neuen Fachvereins würde das entschwundene Vertrauen unter den Kollegen wieder erwecken. Den Mangel an Bctheiligung, wie er im verflossenen Sommer zu Tage gettetm sei, führte Redner weniger auf Jndifferentiswus als auf Pesstmismus zurück. Die Frage, ob fofort mit der Gründung eines Fachvereins vorgegangen werden solle, beant wartete der Redner dahin, daß es besser wäre, erst das am 2. Ztovember in Leipzig zu verkündende Urtheil abzuwarten. Falle dasselbe zu Gunsten der Maurer aus, so würden fich die Maurer mit aller Liebe dem alten Fachvereine wieder zuwenden; falle es aber zu Ungunsten der Maurer aus, so müsse es Sache der Maurer sein, etwas Neues, Besseres zu schaffen.(Bravo.) Herr Krieg, der Anttazsteller behufs Gründung eines neuen Fachvereins, gab die Erklärung ab, daß, wenn er gewußt hätte, daß das Enduttheil so schnell gefällt werden würde, er mit seinem Anttage bis zu diesem Zeitpunkte gewartet hätte; er zog demzufolge seinen Antrag bis auf Weiteres zurück, hiett aber dessen ungeachtet eine Aussprache über diese Angelegenheit nur für vottheilhaft. Herr Heinze hielt die gegen- wältigen wirthschaftlichen Verhältnisse für so durchaus dringende und zwingende, daß keine Stunde versäumt werden dürfe, und empfahl aus diesem Gründe die Wahl einer Kommisston zur einstweiligen Ausarbettung des Statuts.(Eine kleine Unterbrechung erlitten die Verhandlungen durch die Aus Weisung einiger„Ntcht-Maurer" aus der Versammlung.) Der Voifitzende, Herr Grothmann, trat energisch für die Gründung eines Vereins ein, indem er die Arbeiter-Misöre vor Augen führte und darauf hinwies, daß die ziellose Bewegung des ver- fioffenen Sommers zu nichts geführt habe. Zudem sei ein Verein nicht in einem Tage geschaffen, darüber würde natur- gemäß noch etliche Zell vergehen. Würde unterdessen der alte Verein freigegeben, so brauchten die Maurer keinen neuen Verein; wurde derselbe nicht freigegeben, nun, so wäre dann sofort ein neuer Verein zur Stelle. Er empfahl die Wahl einer Kommission zum Entwerfen von Fachvereins-Statuten. Herr Bock hielt die im Jahre 1880 ausgearbeiteten Statuten 1 alten Fachvrreins der heutigen Zeit nicht mehr für angemessen und wünschte demzufolge die Ausarbeitung eines Statuts dm heutigen und den aus dem Maurcrprozesse zu ziehenden Folgerungen entsprechend; er empfahl, Idamit keine Zeit zu verlieren. Die Ausführungen des Herrn Scheel deckten fich dem Sinne nach mit denen der Vorredner und auch Herr Wernau befürwortete in seinem Schlußworte die sofottige Legung des Grundsteins zur neuen Vereinigung durch Wahl einer Statutenkommisflon. Der diesbezügliche, von Herrn Kliemann gestellte Antrag wurde darauf einstimmig angmommen. In die Kommission zur Ausarbettung eines Vereinsstatuts wurden hierauf gewählt die Herren Wernau. Krieg, Wilh. Schulze, Heinze und Carl Schmidt und zwar einstimmig.— Nach Er ledigung dieser Angelegenheit machte Herr Fiedler Mitthei« lunam über das Schreiben des Herrn Ministers des Janern, 'owie des Herrn Polizeipräsidenten in Angelegenheit der Unttr- 'tellung der im letzten Sommer gewählten Lohnkommisfion unter das Vereinsgcsetz. In dieser Angelegenheit hat ein umfangreicher Sckriftenwechfel zwischen Herrn Fiedler und den Behördm statt» gefunden, welche erstere Herr Fiedler sämmtlich zur Verlesung »rackte. Hervorzuheben ist, daß das Gesuch an den Minister des Innern, Herrfutth, die bekannte Verfügung des Pollzei» präfiventen aufzuheben, abgewiesen worden ist und Herrn Fiedler anheim gestellt wurde, geiicktliche Entscheidung zu veranlassen. Der dreimaligen seitens des Polizeiprästdiums an Herrn Fiedler gerichteten Aufforderung zur Ausführung der gedachten Ver» üguna(Einreichung eines Vercinsstatuts u. s. w.) ist derselbe, einer Ucberzeugung entsprechend, bisher noch nicht nachgekommen und es entstand nunmehr die Frage, was nun zu thun sei, da Herr Fiedler im Unterlassungsfalls mit Strafe bedroht ist. Die Verfügung ist unterdessen rechtskräftig geworden. Infolge dieses Umstandes beschloß die Versammlung, die Sache ihre« Laif gehen zu lassen und die eventuelle gerichtliche Entscheidung cd» zuwarten. Unter„Verschiedenes" war nichts wesentliches anzu« ühren. Mit einer dringenden Ermahnung an die Versammelten, mit allen Kräften für den neuen Fachverein zu azttiren, und einem dreifachen Hoch auf die Berliner Maurerbewegung, str welches die Anwesenden freudig und kraftvoll einstimmten, schloß der Vorfitzende die Versammlung. Zentrnlkranken-«nd Kegräbnitzkafse für Fr««?« ««b Mädchen.(E. H. Ztr. 26, Offenvack.) Hauptversamm» lung am Mittwoch, den 17. Oftober. Abends 3; Ulnr, im Lmsenstädtischen Klubhaus, Annenstr. 16, Hof 1 Tr. TapeS» Ordnung: Kassenbericht pro 3. Quartal. Medizinischer Vortrag und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Verband den« scher Mechaniker und verwandter Be« ruksgeneffen c Zahl stelle Beiltn). Mittwoch, den 17. Dflober, Abends 8f Uhr, bei Lammer's, Kommandantenstr. 71—72, Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskuifion. 3. Veischiedenes. 4. Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Um recht zahlreichen Besuck wird gebeten. Der Verein für Vechtsscknh«nd Instizrekor« Mt seine Monatsveisammlung am Mittwoch, den 17. Oftober er., Abends 8& Uhr, im oberen Saale der Gratweil'schen Bier« hallen, Kommandantenstr. 77—79, ab; in derselben wird Herr Rechtsanwatt Wreschner über:„Die Prinz'pien des Ebesckei« dungsrcchts im Entwurf zum Reichszivllgesetzbuch" Vortag hatten. Natnrheilnerei«„Canih". Donnerstag, den 18. d. M., Abends 8i Uhr, hält Herr M. Canitz bei Leitmann, Brunne-- straße 9, einen öffentlichen Vortrag über:„Masern und Scharlack" Gürtler-«nd Kronzeur-Kranke«» und Kearäbnitz- stasse(E. H. Nr. 60). Sonntag, den 21. Oktober, Voimittaas 10s Uhr, außerordent'iche Generalversammlung in Baumbcch's Kasino, Privzenstr. 94. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung. 2. Verschiedenes.— Unser diesjähriges Stiftungsfest sfodet am 17. November in den gesammten neu renovirten Räumen der Philharmonie statt. Näheres fpäter. Gesang», Tnrn-«nd gesellige Vereine am Mittwoch. Männergesangverein„Jugendlust" Abends 81 Uhr im Restararrt Passod, Gartenstr. 162.— Männergesangverein„Cacilia" Abends 9 Uhr im Restaurant, Köpnikcrstraße 127a.— Gesangverein „Männerchor Linde" Abends 8', Ubr im Restaurant Haller, NMnynstraße 70.— Männergesangverein„Sangesfreundc" Abends 9 Uhr un Restaurant Musehold. Landsbergerstr. 31.— „Freya", Gesangverein der Freireligiösen Gemeinde. Abends Restaurant Benccke, Große Hamburgersttaße 16.- fcuwerl'fäeSangetmeimpng jeden Mittwoch nach dem ersten im Monat, Abds. 9 Uhr, im Restaurant Heise, Lichtenbergerstr. 23. —„Seeger'fdjer Gesangverein" Abends 9 Uhr im Restaurant Schulz. Menzlauerstr. 41.- Gesangverein..Schwungred" Abends 8t Uhr rm Restaurant Sahm. Annenstraße 16.— Männergesangverein„Lorbeerkranz" Abends 9 Uhr im Restou« Männergesangverein„Schneeglöckchen" Abends 9 Uhr im Restaurant Doberstern. Mariannenstr. 31-32.- Gesangverein „Sangerrunde« Abends 8s Uhr, Buckowerstraße 9.- Verein „Sanzcstreue" im Restaurant Henckel. Brüderstr. 26. L Uebungs« = r a8ÄÄÄ- ftTÄ SÄÄ« gleichen 1. Lehrlings- Abtheilung von 8 bis 10 Uhr »T Schlefischer Verein„Holtet" Abends 9 Uhr im Restaurant straße 42, Unterricht und Uebungsstunde.— Roller'scker Stenographenverein„Süd- Berlind Abends 8t Uhr im Reskurant Primersstraße 97 Sitzung und Uebungsstunde. — Arends scher Stcnograpbenverein„Amicitta" Abends 8t Uhr der Kurfürstenstraße 31.- Berliner Rauchllub''.'Wrangel" 9 Uhr cm Restaurant Fogc, Köpenickerstraße 191.- WWW« AberrdS Rauch« 4dl. idS Rauch- Beyer, �rimnWeg gegründet 1880, Abends 9 1%, Klewe Mrttheilungett. Waffer«Sammelbeckens veni�chtt U* erMmmmung � in �Va" M» Schlamm und Trummem, dazwischen die Körper entseelter �d. schwer verletzter Menschen blieb zurück, als die brausende Fluth abgeflossen war. und jetzt drang vielstimmiges schreck» "ches Jammergeschrei zum Himmel empor, dessen leuchtendes ungetrübtes Blau in seltsamem Kontraste zu der Unglückestalle dort unten stand. Herr Nicolas Mena hatte einige Hunden Fuß oberhalb des Camino de Cintura» der Valparaiso umspannmden Ringstraße, in einer Höhe von 277 Metern übet dem Meeresnivcau und 2000 Metern von der Calle San Ivo« de Dios entfernt, ein großes Sammelbecken angelegt, in welchem er die vom Berge berabströmenden Wassermassen sammelte, um fie thcils für seine Brauerei, thells zur Bewässerung der ibmge» hörenden Terrains zu benutzen. Dieses Baffln, das vor etwa. 15 Zahlen gebaut wurde, war von e waltigere Dimenfionm angenommen bat. Wenn die dort lagernden riesigen Steinblöcke mit in die Stadt hinabzeschwemmt Worden wären, würden fie Alles zu Atomen zerschmettert haben. Wer noch Zeit dazu hatte, schloß Fenster und Thüren zum Schutze, aber den Wenigsten gelang dies, denn die Kata- strophe brach mit einer Schnelligkeit über die Unglücklichen her« ein, die jegliche Abwehr fast unmöglich machte.„In mahn« finniger Angst, mit wildem Geschrei stürzte ein Haufe von Menschen auf den Platz", erzählte einer der Angestellten von Burmeistcr u. Co., deren Geschäft eines der letzten von der Woge erreichten ist;„ehe wir aber wußten, was geschehen war, folgte den Flüchtenden schon eine schäumende dunkle Weffer- maffe, auf deren Oderfläche Menschen, Möbel. Balken durch« einander wirbetten, und einen Augenblick später war unser Laden 5 Fuß unter Wasser. Wir sprangen auf die Ladentische, und ich glaube, es war Keiner unter uns, dm in diesem Moment nicht ein tödtlicher Schreck gepackt hätte. Ich hatte die Em« pfindung, daß die Welt unterginge! Mehr als 60 Personen find ums Leben gekommen und der Schaden wird, ausschließlich der zerstörten Gebäude auf mehr als eine Million Dollars ge« schätzt. Es bildeten fich Untelstüyungskomitees und die Beiträge flössen reichlich. An den Verlusten find acht deutsche Häuser mit zusammen 175000 Doli, betheiligt. Telegraphische Depesche«. (Wolff's Telegraphm'Bureau.) Pari», Dienstag, 16. Ostoder. Deputirtenkammer. DuguS de la Fauconnerie(Rechte) beantragte eine Resolution des Inhalts, daß eine Revision der Verfaffungsgcsctze erst dann am Platze sei, wenn die Neuwahlen hätten crkmnen lassen, in welcher Richtung das Volk eine Verfaffungsreviston wolle. Redner verlangte für diesen Antrag die Dringlichkeit, die jedoch abgelehnt wurde. Die anderen, die innere Verwaltung ständen zu. Kammer wandte b.treffendm Berat Ä£Ji5' Neueste Nachrichte«. Na» in Dresden verbreitet» Flugblatt(f. Uebcrficht") ist, wie vorauszusehen war. flugs von der, Kreishauptmannschaft auf Grund des Sozialistengesetzes worden. KmfKaste« der Redaktio«. Sei Anfragen bitten wir die Abonnement �-Quittung beizufügen« Antwort wird nicht ertheitt. T. Nach unserer Meinung ist es besser, wennj* legenheit in öffentlicher Versammlung ausgetragen haben Ihre Einsendung daher vorläufig zurückgestel»' Kch.». A. Auch Ihrer Einsendung konnten' demselben Grunde keinm Platz gewähren. R. vertdn- aegm die Behauptungen eines Berichts. Würden selben Stelle antworten. so wäre eine Entgcgn unvermeidlich, worauf Sie dann wieder mit einer kommen müßten und so fort. Sehen Sie in unsere« nur ja nicht etwa Parteinahme. rscheint täglst VCU§ EU Mark. Ein Das Waarenhaus von M. Grünberg, am Weddingplatz, verkauft bis auf Weiteres: Kleiderstoffe, Dameu-Mautel, Kinder-Mantel, Kinder-Kleidchen, Teppiche, Möbelstoffe, Gardinen, sowie Trirottaillen, wollene Herren- u. Damenwesten, Bettfedern und Daunen. KSnsefrdern, gerissen, staubfrei& Pfund von 1 Mk. an. Frrtltt» Ketten von 18 Marl an. Nur reelle Waare. Hühnerfedmr führe ich nicht.[926 Frau Glaser, Grüner Weg 47, I___ S? Wichtig für Damen: 3 Damen Hitte. 2,50 M., 3 M.. 3,60 M.. 4 M. bis 20 M. Kinder-Hitte. ÄÄ*•,§. tvS elegant Mark 4, 4 50. Garn. Polen-Mühen und Tock- für Damen und Mädchm Stück 1,75, Nnrlyen, 2.50, 3, 3,50, 4, 5 Mmk. Großes Lager von Filz-Hüten für Damen u. Kinder,%%% in Klumrrr. Federn, Känder«, Ktotfe«, Kutschmuck täglich Eingang von Neuheiten zu erstaunlich billigen Preisen. Gardinen. Decken. Gardinen. Mss- Feste pretf». Streng reell» Kedieuuug. S. Bock jr., Ihne Prouttuadc 7, gegenüber Stadtbahn Korse. Möbel-, Spiegel-«nd Polsterwanren- Magazin -28. von Jülins Apelt, Sebastiavstraße 27- Ueell« Maare. Prompte Krdieuuvg. [913 M. Greifenhagen, Berlin N.y 27. Chausseestr. 27, empfiehlt: Minter-Trieot-Taillen..... a 2.35 M. Herren-Mesten....... a 1.65 M. Damen Wetten ä 1.00 M. Tricot- nnd andere Minterkleidche« von 1.25 M. an, somi» alle andere« Artikel?« bekannt billige« Preise«. ReBlIe Bedienung! Herren-Gmderoben. Adler& Ilaruch* 143 �rnnienfftaüe zwischen Mcritzplatz und Brandenburgstraße. Moder»» Stoffe. Prompt« Anfertigung«ach Maass. Größtes Lager eleganter fertiger Garderobe. Streng feste Preise!!——£ Damen- und Mädchen-Mäntelfalr Größte Ausmabl. KiN�gSe Preist..— Oranienstr. 29, Ecke Adalberts� aam Soeben erschien: Die französtsch« Revolution. Von W. Bisa« i Hebet die »etherischen! en bemerken! en roiebergel »Die Me I landwtrthsl tene oder! "iß der noihn chtungen übe ) Deutschlan „uerunq des! Zu beziehen dmch die Erpedition de»„Keri. Volksblatt", ZimmerstwPh■- Heft 6. preis 80 pfg. W i• d• r v er k ä u I• r n Rabatt. in Deutsck Soeben erschien: � Ur ♦ des 59"WU „Wahren Zu beziehen durch die Ztmmerstrostr 44. Jakob". «rpeditto» d.»t. Herren-«nd Knaben-Garderoben eigener Werkstatt. Große Ansmakl von Stoffen v. Eschen Anfertigung nach Maaß tn eigener Werkstatt, gut fitzend und sauder gearbeitet, zu soliden Preisen. 866 Ad. Kunitz, S; Möbel. Spiegel u. Polsterwaaren eigener Fabrik wegen Ersparung der Ladenmiethe billig PrnnnrnNrass« 88. Lager«üb Votkauf«ur Hof part. Zahlung nach Uebereinkunft.[802 reundeten P : für das Vi mlich eine Tl len auf das ' höher übet jt Die fei tik von t mmtheit rie, daß allerdings bachtungen Gehend, das 50 pCt. hi ch der bezi S-Kthschaftlichen Rn Arbester, t Wt_ Seile«, 9 M Jcder kann fich von der Wahrheit überzeugen. i Etanv, vollständige Länge und Brette, nur 9 Mark. Bettfedern, das Pfund von 25 Pf- an. verkauft allein die Bettfedern-Engros-Handlung 1. Geschäft Kottbuaarutraaae 4, parterre. 2. Geschäft Brunnenatrasae(39, 1 Tr. Zur AuSwohl stehen 28 Sorten Federn. 288 ArdettsmarKt Ein tüchtiger Tapezirergehllfe, Polsterer und Dekorateur, welcher die Stelle eines Werlführers vertreten kann, ftndet sofort dauernde Stellung in Sachsen. Lohn 27 Mark. Ein tüchtiger Tapezirergehllfe, Polsterer und Dekorateur, in Westfalen. Lohn bisher 30 Mk. Ein junger Tapezirerpehllfe, Polsterer, nach Pritzwalk u. Güstrow i M. Näheres durch das Ärbellsnachwcis-Büreau der Berliner Tapezirer« Innung, Niedeiwall- straße 11, oder bei Spranger, Wilhelmstiaße Nr. 122. 953 Am 15. d. Mts., Mittags 1 wurde uns unser lieber Mann,. Schwieger« und Großvater, der August Grüftz im 60. Levensjahre durch einen plötzlich entrissen. Allen the Verwandtm, Freunden und Die trauernden HinterbiM jährliche Rixdorf, 16. Oktober 1888. Du, Die Beerdigung findet am Dc?stschcn Arbei den 13. Oktober, Nachmittags 4 fi,r ins Gewick Trauerbause, Berlineistr. 80, aus �„Wenn ni Drr F ichverein der Putzer wirtz � � wird i Betbeiligung gebeten. �ren— den« —— die Lage i Former! Alles in bester Ordnung. die 3 eine gri Die General- Versammlung. Dclegirten der Grtvkraukenkoss� den 18. November 1888, VormittaeiMe reiben, 1 Restaurant zum Palmensaal, Neue«»Gute und e straße 20, statt.. der Zeit, Anträge» welche auf die Tagesoro�chM« � werden sollen, müssen bis spätestens vemder er. schriftlich beim Vorstanv tlteue Schönhausersk. 16 im Kass reicht werden. m Berlin, d. 15. Oltdr. 1888. Dtt/e 954] Rich-lv>-»« Fachverein der Steia� Die und Mhograph�nu qi ik.- tnßiWr b e Ud Donnerstag, Abends 8. Uhr, in®% hallen, Kommandantenstraße' t nur General-Nersantw'T-lephonA Tages« OrdnunS z»Sch Hab. 1. Kassenbericht. 2. Jabresberi»«- des Vorstandes und der Revisoren'» und Neuwahl der Rechtsschutzkoww richt und Wahl der Unterltützi' 6. Bericht und Wahl des Bidliv--. Stellenoermsttlers. 7. Verschieden� lasten.. Um recht zahlreiches Erscheinen 955] Der 949 Lehrling verlangt die Pianofoftefabrik von *u S« ichmidt, Zimmerstraße 43-44. Für sstachnnttags wird ein Lehrmädchen auf Kartons verlangt bei M*ia*, Köpnickerstraße Nr. 172, o. 3 Tr.[948 Der Arbeitsnachweis der Klavierarbeiter befindet fich nach wie vor Waldemarsst. 61 im Restaurant Pstster. Die Adrcssenausgabe findet jeden Abend von 8—9; Uhr und Sonntags Vormittags von 10—11* Uhr, sowohl an Mit« alieder wie an Nichtmitglieder unentgMich statt.[408 Dt« Arbeitsvermtttetuuas-KommiNlvu . mac ruch auf: en, dann „Atavist" neu. wenr „Schon gt Sie über Sie erklc iren Lcui <.«Nein, ich �tefe oerteu1 Lei MLM Erstes—----- awiuobn ox- Carl Ä."Ä"# Liter »Und u_... ..»3ch werd Echten Uordh��Nachl. r 80 Pf., im Restamant von.. j ijs ss�s&F' St ---------— manchen 947] Heyne,„ Theilzahlungen SS Verantwortlicher Redakteur: U. Evouket« w Berlio. Druck und Verlag v« Ma» Oadiu» W Berlin SW~ Beuthstraße 2.