iruhstädter M» ZL46. Freitag, de« 19. Oktober 1888. s. h¥ utionsfdj t Sripsiß, sbaden sein» MerVMl«». aden von M* irher trsnspoN ns Seivel* Anzeigen k Brgan für die Interessen der Arbeiter. Nelvendcn.�—-— eblicö noto« Da«„Berliner Volksblatt" ! natmll«?schrmt täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei bwind« WM tzauS vierteljahrlich 4 Marl, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement '™" Einzelne Ä tummer 5 Pf. Sonntags-Nummer mit dem„Sonntags-Blatt� Nik (Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1888 unter Nr. 849.) N-d- Orte Mod. sofort aufs# 10 Pf. >u, welche Wff iptj» Nlikmen' icre Blumen, stückt und F 5# R-daKtio«: KeuthKraße 2.— Grpedition: Zimmerstraße 44. is und latho .lische- Die Geisteskrankheiten. Pfleglina Al Man hat die Mittheilung nicht genug beobachtet, daß chdem er Iben letzten fünf Jahren im preußischen Staatsgebiet hatte, in �Bevölkerung um 3.7 pCt. sich vermehrt hat, während l, HI°er in den Irrenanstalten befindlichen Geistes- �ea�um�l3,9 pCt� fich verwehrt hat. Diese Erscheinung W in on Carlos k )en die Arl % Ai r'«iV« ,."7 vv*,vvVfc* Vuv- v�iiiyciuuim mm%%%",k ise berich oor den itc wieder ich aber Unsere Zeit ist ganz besonders angethan, geistige ikhetten zu erzeugen. Der„Kampf um's Da- mehr der' der früher in gemesseneren Formen sich abspielte, en war. � die Existenz deS Einzelne» auf festeren Grundlage» er Gamia».U«-„'st.ä» einer tollen, manchmal rasenden Jagd Erwerb und Gewinn geworden und die Unsicherheit Existenzen ist infolge einer unerbittlichen Konkurrenz . 1°?rol' daß ein geschäftliche» Unternehmen einem rfelspiel gleicht. Dieses tolle Rennen und Jagen wirkt »enaufregend und neroenzerstörend. Die ganze Pro- aou hat etwas Fieberhaftes an sich und wo das Fieber ral aufHort, da kommt auch gleich der Krach. Wo ist tzutage eme vollkommen sichere Existenz? Wie Wenige tax von sich sagen, daß sie ohne Sorgen in die Zukunft .en dürfen?! Di- Hast und die tolle Jagd im Erwerbsleben hat -e große Krankheit der Zeit mit sich gebracht, die man Kl �.Nervosität bezeichnet. Es ist ein charak- stisches Zetchen daß alle Klasien der Gesellschaft au dev,> Krankheit leiden. Nur ist die Möglichkeit der Heilung "cl'"6'. Wohlhabende, der nervenkrank ist, vor, daß �t sich in eine der zahlreichen Heilanstalten begeben, die nderer den Spezialärzten für Nervenleidende errichtet worden v Iis(0" ,he' zweckmäßige Diät und angemessene Beschäfti- und si---sp. Zerstreuung können den Patienten vor jener Ä- 1'..« k�ttung und Umnachtung de« Geiste« bewahren, die so � Ä.at-nokd�stS die Folge von Nervenleiden sind. Dennoch ist auch h??. wohlhabenden Klassen die Zahl der Geisteskranken ms guter uhörern wird der den war, mdung des ohne mild' i Zwangs mit weg h umschau», war ihm Ireich ein leman ei ochstaplcr eise um % Woche donald vor, un im un enen zw-rZ keine geringe, denn niemand, der überhaupt m sich nawas Niemand üb hindern nicht endet haben, un er kam erst; des Veibrechens des Mißbrauchs der Dienstgeivall di S-SsS Äffts? i einer Felddienstübung antrat und er die Manschast um Mm setzte er dem Soldaten Beil, dessen Mantclttemen.m� � Aufstellung leibung des bis «ßböhe des Jel Thtdet. Das er gung hat jedoch a nach den nört diesen ist der Ii "rngsten offen S daher in den„Q lbi oder Parijon elsverkehrs zu m Händen zu be daß die Thib dt zu reisen. 8 elsverkehr zwisc daß englischer wird behauptet, tz eines London so stcher ist, daf r find als der! ;e» ihren Weg ü Unkosten dttngt erzabler auf. wä it. Dieser Umst losen Krieges mii sses mit dem nung war. mit der Faust einen Stoß in das Genick, Helm zu Boden fiel. Als Bell den Helm, der sch» den war. wieder aufhob und aufsetzte, ohne ibn abzir ibn Merfinger am Halse, würgte ihn unter Beschini' Saubauer, Mistdauer;c, dem er noch das Seitengl' den Leib renne, und gab ihm einen Stoß in die n Als Beil Miene machte, fich beim KompagniekomM schweren, suchte er denselben unter Drohungen, n* wenn er fich beschwere, keine gute Stunde mehr haben Oberhaus kommen", vom Anbringen einer Beschs halten. Einem anderen Soldaten, Namens Hopp«, Aufstellen eine lächelnve Miene machte, verseyle ebenfalls einen Stoß mit der Faust an den Hinter l finget wurde, da die Geschworenen das Schm n einten und nur vorschriftswidrige Behandlung wurde, zu zwei Monaten Gefängniß bei gleich. dation verurthetlt. „Kondeybay". Man sollte kaum glauben, Sprache für ein vertracktes Ding ist, wo selbst das so harmlose Wörtchen„sonderbar" einen gctäbrlick hat und Redakteuren die ganze Pein eines P.eß den Hals dringen kann. Da halte es fich der l „Burgstädtel Zeitung" kürzlich beikommen lassen, ein« fügung des Burgstädter Herrn Bürgermeisters, die f Verleger des Blattes wegen angeblicher„Uebeitretuna.......— peietzes" ergangen war,„sonderbar" zu finden. Lm dem Blutvergie Gettcht den dürgermeifterlichen Strafbefehl verworfener zwingen kann stellte der Bürgermeister doch Klaoe gegen Verleger Ahr zu treten, teur, und zwar wegen des Wöttchens„sonderia! nicht, so muß d Schöffengericht veruttheilte die Angellrgten zu stJien. anderer Anficht war jedoch die Strafkammer des � In S t a f f o r l Landgettchts, die erkannte, das Wörtchen„sondert1». Kohlengrudenar! den Bürgermeister in diesem Falle noch keine BeltWeik zu beginnen, für die Angeklagten kein Verbrechen. Beide wu�hung von 10 Pi kostenlos freigesprochen. Msässtsches. Die Pattfer Blätter„Estafette', figeant",„Pays",„Pattte",„TslSgrophe" und„Pob im R.ichslande von der hiefigen Regierung v erbos den. Die„Landcsztg." meldet, daß überdies verss deren französischen Blättern, deren Verbreitung Genehmigung gestattet war, die unbedingte Freien laufcs entzogen ist. Gr-ßbrituttttie». Der soeben zu Ende gekommene Kriei Indien und Thibet kann als Beweis da!. kostspielig es ist, Nachbarstaaten mit der Spitze vck einen Handelsverkehr aufzudrängen, den diese r' Der Ktteg mar ein leichtes Unternehmen im Vey Schwierigkeiten, die sich beim Fttedensschluß find dreierlei. Die indische Regierung muß fick dem Rajah von Sikkim abfinden, sondern auch mit Sillim als Vasall:nstaat anfleht und mit China,'' ordneter oder„Amban" die auswärtigen Angeles Dalai Lama kontrolttt. Sowett der Fürst von Si! Betracht kommt, kann Loid Duffertn Bedingungen auf Thibet große Rücksichten zu nehmen. Der Rai« Vertrag mit Indien, der ihm vorschtted, im K Truppen zu denen der Enzländer stoßen zu laM"- er bat sich beim Ausbruch des Ktteges in seine Sol im Chumbi-Thal jenseits des Jelapla Passes gl fich geweigett, mit dem nach s.iner Hauptstadt T sandten britischen Abgeordneten fich zu besprechen. mll seinem Sohn, Halbdiuder und dem Calispuel Grateng begeben und ist Gefangener der Engländer eingelaufenen Telegramme melden, daß er in% dem politischen Beamten Paul nachgegeben hat.% Einkommen besteht aus der Penston, etliche 600%% welche ihm die indische Regierung gewissermaßen gung für die Annexion der Provinz Darjeeling"J* ist von den Engländern weit mehr abhängig als nonfja"j in Thibet. Es wird vorgeschlagen, ihm den die nominelle Herrschaft über Sillim zu lassen, 5�? Gebiet bis an die Paßhöhle des Jelapla zu annektir� werken wollen! eschlüsse einer sammlung von Q ;eber find genei rozent und ein lligen. tutgtn Die Spinne rd- und Nordost- Kelten, erhieltei mwollspinnerei! rden, od fie Wi nats zu arbeiten g. daß ein Nach Baumwoll Rin en müsse. Es nereten winde en. Die Zahl äs sehr groß, i r Wo' hster Woche verg Der Londoner . stch in England ibrikanten g großen Eisen» aaten ausgestreck neaie soll fich o Plan ausaespr ndikat in Glasg pfer- Ringes den Die Hauptpun! wir schon melt Lesung brachte,| allgemeine St Dttttheil ern Vertagungsreck! dem Senat z Iben Bedingur DaS junge Paar war inzwischen durch Anlagen gewandelt und ging jetzt die Allee»ach°„Allg. Zig." gebäude hinunter. Hier begegneten sie Lu cien*, ftelasttka itgenl s» rX\ f sYi. � n.. � � n--s+ui svr*Mii können; Vi bniß geführt. der nach einer herzlichen Begrüßung sie fragte, itelot am Ärul Neueste von dem Kriegsschauplatze gebört hä";jujBths geworden. schlug vor, m einen Eiskeller in der Nähe zu 0 ib"n8 darüber zu sprechen. J Al« sie Platz genommen hatten, erzählte D«« giti p „3a, meine Freunde, ich habe Nachricht«"(eitenä gute und schlechte,— die schlechte« will'ch��täiigung diese, mtttheilen. Unsere Freunde Donaldson und De". it an b-r shiai Verleger und der Redakteur der„Arbeiterzeitu"� ttauttgen Bett >s»S eine Notiz veröffentlicht, die sich auf Anklage gesetzt wurden." (Fortsetzung folgt.) Aus Kunst und Eine bedyohte Ktadt. Aus New- Kork Die Stadt Ralttah in Nord-Carolina steht fest fahr, von ihren Einwohnern verlassen zu werden- liche Wahrnehmungen im Erdboden, ein überall 0% Sausen und Brausen wie von reißenden, unterird-I� die ihren Weg unter die Stadt hin genommen die Einwohner in eine hochgradige Aufregung Ttttt der Paffanten in den Straßen donnert hohl machen ein donnerndes Geräusch, wie wenn die über einem Gewölbe stünde. Das Brausen des• das Tosen von untettrdischen Gassttömen) wird, des Nachts gehört, wenn die Geräusche in der LUst am deutlichsten, wenn der Beobachter sein Ohr 0�■ boden oder die Mauer eines Gebäudes leot. Ero rde berichtet, da Seite und d Seite den ki ssen haben, so Ungnade led en mußte, ü verzweifelter , n der Ausfall ati, welcher off, der Bedrängu äi seinen Freu gen, fönnen n esmuthe des\ Hände des Ol Mussakritt wo en in diesem ch, westlich, sü e Emin ist in zweifelt man boden oder die Mauer eines Gebäudes legt. isi3' daran, daß jetzt nicht wahrgenommen worden, doch fürchtet �"sitzten Schn Stadt infolge Veränderungen im Erdinnern fi"l�Lpwtion und Lei Grund der deumuhigenden Geräusche hat dis jetzl 5� reichen. ') Die Grand- Jury— die Große Jury. die Geschworenen gebrachten Fälle«rst zu prüfl e", herrührt, so zu einem vei Wie die Lag, Haupt wichtig und begründet genug sind, um"'f gettcht zu kommen. ■ Gr,», h Entschädigung das Jahrgeld zu erhöhen. Ta die Engländer .' ,j., ii!eickügteit vas Chumdi-Thal hätten annektiren lönnen, die Tbibetaner diese Abmachung kaum übertrieben N'cbt so leicht ist die Stellung des chinesischen Man. Bekanntlich ist der ftühere chinesische Resident in Peking gnade gefallen, abberufen und dezradirt worden, well er Feindseligkeiten zwischen den Thidetanern und Engländern hindern nicht im Stande war. Sein Nachfolger soll alles det haben, um eine Erneuerung des Krieges zu verhin- er kam erst nach dem Angriff auf Gnatong in Lbaffa entweder ; der G i der Di anempfo! .imothoKn] 'orderniß f< wird auk ricregimrats ltcustadt a. zNoch ehe die Engländer die Thidetiancr aus dem Jeloplä« l zert rieben und ins Chumbithal einmaischirten, hatte er einen an den englischen General abgesandt, um Frieden zu «„.rj'Weln; doch traf er erst nach der Ziiederlage der Thibetaner Ugeaxui Ziiemand überraschen wird, da die Entfernung zwischen lagt._•w®, Kriegsschauvlatz und Lbaffa elf Tagereisen über hohe Berg. deträgt. Jetzt hat er sich selbst nach Silkim auf den Weg vas Genick, I , der schn t ibn abzup r Beschim? is Seite, in die' igniekom» angen, w«e. mchr l>abc«> ner Beschir ns Hoppe?, versetzt� >en Hiotei s Schme, mdlung gleich» glauben, selbst das> gefährliche»? res P?eü» ich der i» lassen, eine» sters, die ebeitretunak Am feÜS'SÄ venagt. Jetzt hat er sich selbst nach Silkim auf den Weg HS1 mit Paul zu konferiren. In der mglischen Presse rlrremen. 5 die Aufstellung folgender Friedensdedingungen verlangt: leibung des bisherigen beschützten Staates Sikkim bis auf «tzböhe des Jelapla und Eröffnung der Handelsstraßen Thrbet. Das erste dürfte so schwer nicht sein. Die letztere gung hat jedoch ihren Hacken. Drei Bergpäffe führen aus m nach den nördlich vom Hlmalaya gelegenen Ländern. diesen ist der Jelaplapaß der südlichste und gangbarste und rngsten offen. Aber er ist auch sehr leicht zu dlockiren. Es daher in den„Times" der Vorscklag gemacht, die Ortschaft bi oder Parijong jenseits des Passes zum Zentrum des ksverkehrs zu machen, und die Kontrole des Passes in eng» Händen zu behallen. Das ließe sich ausführen, voraus- , daß die Thibetaner Lust zeigen, zum Tauschverkehr nach bt zu reisen. Nun ist aber auch in den besten Jahren der ,elsvetlehr zwischen Indien und Thibet sehr gering, so :, daß englischerscits darüber kein Aufschluß gegeben wird. wird behauptet, daß der jährliche Verkehr den jährlichen ltz eines Londoner Westendgcsehäftcs nicht übersteigt, und so sicher ist, daß die Unkosten des Krieges zwanzig Mal r find als der Werth der Waaren, die im Laufe von zehn m ihren Weg über den bestrittenen Paß finden. Ader Unkosten dringt mcht der englische, sondern der indische erzabler auf. während der Handel den Engländern Vortheil it. Dreser Umstand erklärt das Motiv des anscheinend ko>en Krieges mrt Thibet und des bevorstehenden Friedens. n*! i. m. 1 m. �chinesischen Mandarin in Lhassa. Dieser finden.£« dem Blutvergießen ein Ziel setzen, ob er aber die Thibe« l verworfe» er zwingen kann und will, mit den Engländern in Handels- Verleger lAehr zu treten, ist eine ganz andere Sache. Kann er „fondnp®! nicht, so muß der Krieg nächstes Jahr von neuem de- iten zu lOen. unter des''In Stasfordshire faßten am Sonnabend Tausende >«sondert� Kohlengrudenarbeitern den Entschluß, am Montag einen eine Bellideeik zu beginnen, falls ihrem Verlangen nach einer Lohn- Beide wUl�huna von 10 Prozent nicht stattgegeben wird. In einigen jgwerken wollen die Kohlengräber nicht sofort streiken, sondern „Estafctte�Beschlusse einer in nächster Woche abzuhaltenden General- und„Ansammlung von Grubenbesitzern abwarten. Die meisten Ar- g verb»ssfl»ber find geneigt, nächste Woche eine Lohnerhöhung von fies veis-b�?,ent und eine wertere von 5 Prozent in 14 Tagen zu ' Die Svinnereibesiyer in veischiedenen Th-ilen von rd- und Nordost- Lancashire, welche amerikanische Baumwolle be>ten,.erhielten von dem Vollzugsrath des Vereinigten mwollspinnereb Verbandes ein Z.rtular, worin sie gefragt en, od sie Willens find,„sbort timc" bis Ende dieses nats zu arbeiten. Fast alle Svinnereidefitzer find der Mei- S. daß ein Nachgeben jetzt nicht richtig sein würde und daß Baumwoll Ring zu jedem Preise der Garaus gemacht en müsse. Es waltet wenig Zweifel darüber od, daß die nereten mindestens weitere 14 Tage halbe Zeit arbeiten en. Die Zahl der Halde Zeit arbeitenden Wedstühle ist « sehr groß, und dieselbe soll im Bezirk Burnley in ster Woche vergrößert werden. Der Londoner Korrespondent der„Liverpool Post" erfährt, sich in England einSrindikat von Stahlschienen- b r t k a n t e n gebildet hat, welches bereits seine Fühler nach großen Eisenwerken des Kontinents und der Vereinigten aten ausgestreckt hat. Der Pittsburqer Eesenindustrielle egie soll sich vor seiner Abreise nach Amerika günstig über Plan mnwsprochen haben. Seinen Mittelpunkt hat das dikat in Glasgow dessen Plan ist, in Nachahmung des fer< Ringes den Preis für Stahlschienen einheitlich festzu- ies versl itung ob»c. gte W lasseli-s 01» ... Frankreich. Die Hauptpunkte des Revisionsantrags, welchen, wir schon melbeten, der Konseilspräsident Flog uet zur ifung brachte, find folgende:„1) Die Kammer wird durch allgemeine Stimmrecht gewählt und alle zwei Jahre zu , Drittheil erneuert, was gestatten würde, das Auflösungs- Vertagungsrecht, welches dem Präsidenten der Republik dem Senat zusteht, aufzuheben. 2) Der Senat, unter �Melden Bedingungen gewählt, wie bisher, würde ebenfalls ieell� t«. Kriel oeis da! Spitze diese im V hlußt luß fick.., auch, nmj t EhiNltz Angeld von « >, im . zu last« seine S Masses iplstadt wecken, i, Ealtspmt Englände» er in l m hat. (che 600 Maßen' ijeeling flen können; Bohrungen und Nachgrabungen haben zu keinem ..< die«bniß geführt. c burcy Ermordung Casati» wird aus Brüssel der Mün- llee nach„Allg. Zig." geschrieben: Fast täglich kommt jetzt aus zcien �thelasrika irgend eine Hiobspost. Kaum ist der Major e fragte, ätelot am Aruhwimi-Flusse das Opfer eines schandlichen iört hätt�aths geworden, so trifft schon die Nachricht von der Er- Näbe zu gc�dung des italienischen Hauptmanns Cisati ein, welcher, ; einer Meldung des„Standard", auf Anstiften des Kooigs Onyuro, Kabrega, sammt dem tripolitantschen Händler ijuhlie sshammed Biri gctödtet wurde. Obwohl die hiefiege Kongo- �chn�uInung seitens des belgischen Konsulats in Kairo bisher eine ill ich-p�tätigung dieser Nachricht nieht erhalten hat, zweifelt fie selbst '—............ dieses Ereigniß ganz mrt über die Lage in ganz Schon vor vielen Monaten die Kongo- Regierung" aus Egypten die Nachricht er- CT ¥ zilsien, 0Q| Emin Pascha's Lage in Wadelai lange n eht 0 tstig sei, wie sie bis in die neueste Zeit dargestellt. Vielmehr rde berichtet, daß der König von Uganda, Muango, von der m Seite und der König von Onyuro, Karega, von der an- m Seite den kühnen Forscher in Wadelai vollständig einge- . tzffen haben, so daß seine schließltche Ergebung auf Gnade fpUtti* Ungnade lediglich von der Menge der Lebensmittel ab- Cb. aisjflen mußte, über welche Emin in Wadelai verfugte. In ch verzweifelter Lage Emin stch befindet, beweist eben am »en der Ausfall seines getreuesten Adjutanten, des Italieners ati, welcher offenbar Wadelai verlassen hat, um die Nachricht der Bedrängung Emin's an die Küste zu bringen. Daß ati seinen Freund im Stiche ließ, um stch selbst durehzu- igen, lönnen wir bei der oft bewährten Tapferkeit und dem desmuthe des Italieners nicht annehmen. Casati ist nun rn .Hände des Onyuro Königs aerathen und auf dessen Ge« Maffakrirt worden. Die Klieger der beiden Negerko>ige ;en in diesem Augenblicke weit und breit das ganze Land h, westlich, südlich und nördlich von Wadelai, und der Emin ist in Wadelai wie in einer Mausefalle gefangm. zweifelt man in den Kreisen der besten Afrikalenner über« tpt daran, daß Emin Pascha selbst noch lebt. In einem 'er letzten Schreiben hat nämlich Emin angegeben, daß seine zuition und Ledcnsmitttclvorrälhe noch ungefähr 10 bis 12 »nate reichen. Da das letzte Schreiben Emins vom Herbst herrührt, so ist es offenbar, daß Emin in diesem Augen- le zu einem verzweifetten Ausfall gezwungen oder bereits todt Wie die Lage heute in Mittelafrika steht, dürfte weder IJork wir» t seit W werben. wk mmen cegung thohl» NN m des dttLuIt" ürehtei"J S Bs*' alle zwei Jahre und gleichzeitig mit der Kammer einer Drittel- Erneuerung unterzogen und hätte das Recht der Komrole über die im Adgeordnetenhause beschlossenen Gesetze.(Eine freie Initiative, namentlich in Finanzangelegenheiten, wurde ihm n'cht mehr gestattet.) 3) Die Minister würden von dem Präfidenten der Republik für die legislative Periode er« nannt und könnten über diese Zell hinaus in ihren Funk- tionen erhallen werden. Sie wären vor der Kammer ver- antwortlich, welche sie vor dem Senate in Anklagezustand ver- etzen und ihre Entfernung aus dem Amte verlangen könnte, weil sie das Vertrauen der Nation verloren haben. 4) Dem Staatsralhe würde eine thätigere Rolle als bisher bei der Vor- berellung der Gesetze zufallen; er würde, statt wie jetzt, durch Dekret des Staats oderhauptes, vom Senat nnd der Kammer ernannt." Das umfangreiche Schriftstück, welches der Konseils- prästdent verlas, schließt mll der Verficherung, die Regierung habe nicht den Sieg exklusiver, d. h. radikaler Theorien gesucht. Sie stellte stch auf einen allen aufrichtigen Republikanern zugänglichen Boden und begt die Uederzeugung, eine stattliche Nehrheit werde für die Reformen stimmen, die von der öffent« lichen Meinung verlangt werden. Asie«. Von Wellevreden auf Java wird gemeldet, daß in Ma- diven eine Verschwörung gegen die holländische Herrschaft entdeckt worden ist. 42 der Hauptverschwörer wurden verhaftet, während 11 andere, welche sich nicht ergeben wollten, erschossen wurden._ Soziales nuh Arbeiterbewegung. Die neueste Zebe«»«itt»lpr»i»tab«N» der„Stat. Korr." läßt erkennen, daß die Preise der Getreidearten im September cr. an vielen Marltorten Preußens ganz ungemein aestiegen find, und zwar find die Städte im Eldk', Oder- und Weichselgediete an der Steigerung weit mehr bethelligt, als die im Westen der Monarchie. Der einzige Ort, an welchem der Preis für Weizen, Roggen und Gerste geblieben ist wie im Vormonat, ist Osna- brück. Im Uedrigen ist der Mlltelpreis des W e i z e n s im Durchschnitt aller Marktorte von 174 aus 181 Mark pro 1000 Kilogramm gestiegen. Die größte Preissteigerung hatten Frank- furt a. O. mit 22, Kiel mtt 19, Danzig und Koblenz mit 15 und Bromberg und Neuß mtt 10 Mark. Am niedrigsten war der Preis in Breslau mit 169, am höchsten in Aachen mit 212 Mark. Berlin hatte bei einer Steigerung von 8 Mark einen Preis von 183 Mark. Der Roggen hat den enormen Preisaufschlag von 135 auf 151 M. (12 pCt.) im Durchschnitt aller Marktorte erlitten. Auch hier hat Frankimt a. O. mit 25 M. die größte Steigerung, dann folgten Görlitz und Stettin mit 24, Trier mit 23, Bromdera, Breslau, Magdeburg und Halle mtt 22, und Berlin sowie Hannover mit 21 M. Kein Ott außer Osnabrück hat eine Preissteigerung von weniger als 9 M. Am billigsten ist der Roggen in Königsberg mit 133, am theuersten in Aachen mit 170 M.; in Berlin kostet er 153 M. Die Gerste ist im Durchschnttt aller Otten von 132 auf 144 M. gestiegen. In Posen betrug der Aufschlag 23, in Magdeburg 22, in Halle und Frankfurt a. O. 21 und in Aachen 20 M. Der niedttgste Preis wurde auch hier in Königsberg mit 119, der höchste in Aachen mit 226 M. notitt. Verhäitnißmäßig am wenigsten ist der Haferpreis gestiegen; er betrug im Mittel 136 M gegen 132 M. im e»ugust. Berlin mit 16, Königs. mit 15, Bromberg mtt 13 und Magdeburg mit 12 M. hatten hier die größte Preissteigerung. Einzelne Otte haben bei dem Hafer eine Preisherabminderung verzeichnet, die in Kassel und Ttter 8 M. beträgt. Gleiwitz mit 120 und Aachen mtt 150 M. bilden beim Hafer die nicht allzuweit aus- einanderliegenden Extreme. Berlin kommt mit 147 M. dem Maximum sehr nahe. Der Kartoffelpreis, der seinen allgemeinen Durchschnttt(51,3 M. gegen 51,0 M.) im Vergleich zum Vormonat nur wenig verändett hat, zeigt bei den einzelnen Maiktotten ungemeine Schwankungen. Es kommen einerseits Erhöhungen bis zu 10 M.(Danzig), ja 17,5(Aachen) vor, onberetfÄ« Ermäßigungen um 10,7 M.(Hanau). 13,5(Halle) und 17,3 M.(Magdeburg). Ehe die Emte nicht vorüber ist, wird fich ein klares Bild über den Preisstand der Kattoffeln nicht ergeben. Vor der Hand walten zwischen den nahe ge- legenenMarktotten noch Preisdifferenzen od, die fich nicht halten können, so haben Polen und Bromberg einen Preis von 31,1 und 30,3 M, dagegen Danzig einen solchen von 60,0 und Königsberg von 77,1 M. Der Bromberger Preis ist der niedrigste der Monarchie, während Aachen auch hier mit 105,8 M. alle übrigen Marktorte überragt. Warum für Berlin immer noch der Detailpreis aufgeführt ist, ist uns unerfindlich, da hier die Ermtttelung des Engrospreises doch gewiß nicht auf Schwierig- leiten stößt. Der Preis des S t r 0 h s ist fast überall gestiegen. Er deträgt im Durchschnitt aller Otte 53,0 M.. gegen 47,2 M. im Vormonat. Gleiwitz mit 16,3. Posen mit 15,0, Breslau mit 13 9, Halle mtt 126, Stettin mit 11,1 und Frankfurt a.D. mit 11,0 M. hatten hier die größte Preissteigerung. Am dilligsten war das Stroh in Görlitz mit 36,3, am theuersten in Berlin mit die deutsche noch die englische Emin- Pascha- Expedttion recht« zeitig in Wadelai eintreffen, um eine Katastrophe zu verhindern. 'Nicht viel tröstlicher lauten die Nachrichten aus dem dem Kongo- staate gehörigen Theile Mittelafrikas. Von Namduga bis Nyangue herrscht förmliche Anarchie und die Kongo« regierung hat dott seit der Ermordung Batttelots und seit der Zerstreuung des Zuges nicht die geringste Autotttät mehr. Von Tippo-Ttp hött man gar nichts. Unterdessen ist wieder einer der hervorragendsten Kongoagenten, der Hauptmann Olsen, der Kommandant des Dampfer?„Ville de Bruxelles", dem Fieber erlegen, dem er während vier Jahren getrotzt. Man kann alle diese Nachlichten nur dahin deuten, daß die großen Ziegerstämme im Bunde mit den Arabern, die fich beide durch die Europäer bedroht sehen, fich auf der ganzen Linie verbündet haben, um zwischen dem Seencrebiet und der Küste eine unübersteigbare Wand gegen das Eindringen der Weißen einzuttchten. Wenn es auch richtig ist, daß die Allianz der Negervölker die schließ- liche Kolonisation Mittelafttkas nicht hindern wird, so ist es doch auch klar, daß dieses Ziel ohne schwere Kämpfe und große Opfer nicht zu erreichen ist. pari». Die am Freitag stattgehabte Eröffnung des „Nouveau Ctrque" in der Rue Saint Hanois wurde mit Spannung erwartet. Eine neue überraschende Idee sollte ver- wirklicht werden. Vor einigen Tagen war bei Dentu eine Broschüre erschienen, die auf ihrem himmelblauen Umschlage eine farbige Zeichnung tmg, welche jedem wie ein Räthel er- schien. EinPierrot in rothem Frack schwebt mit einem in aller- tiefstem Ztegligee befindlichen Weide zum Himmel empor; in ihrer Linken streckt dies Weib ein feuenothes Herz den Sternen entgegen, während unter ihnen ein kahlköpfiger Greis mit einem Folianten stch im Staude wälzt. DerName des bekannten che- maltgen Mitarbeiters des„Figaro": Felicien Champsaur steht de- scheiden in der rechten Ecke deS farbigen Umschlages. In der linken Ecke lesen wir:„Prsfa e par Arsöne Honssaje", und in der Mitte den Titel:„Lnlu. Pantomime en 1 Acte". Wir öffnen das Büchlein und finden zuerst einen Brief Chamvsaur's an Arssne Houssaye; dann ein weißes Blatt, in dessen Ecke ein vier- blättriges Kleeblatt prangt, dessen Stengel durch ein rothes Herz gewachsen ist; endlich die Vorrede von Arssne Houssaye. Wir lesen nur kopfschüttelnd die Uederschrist derselben: La femme qui a perdu son coenr". Denn es drängt uns, zu erfahren, was es für eine Bewandniß mit der Pantomime bat. Drei farbige Blätter, gezeichnet von Gerbalt, welche den Greis, den wir schon auf dem Tttelblatte kennen gelernt haben, und das Weib im Negligee— diesmal erscheint fie im dürftigsten und 68,1 M. und in Koblenz mit 75,0 M. Die Differenz zw'.sch n Berlin und Görlitz ist bei der guten Schienenverdtndunq de» achtenswerth. Das H e u zeigt fast durchgängig kleinere Preis» aufschläge. Es ist im Durchschnitt aller Otte von 67,3 auf 70 2 Mark aestiegen- Breslau mit 8,2, Görlitz mit 7,0 und Frank» furt 0.0. mit 7,0 M. hatten auch hier die größte Steigerung- Die Preisextreme bilden Görlitz mtt 50 und Aachen mtt 109,2 M. }le Fleischpreise zeigen vor der Hand nur»ereinzePc Steigerungen; ebenso Speck und Schmalz. Die Mehlpreise find an vielen Marktotten um 1—6 Pf. pro Kilo gestiegen. doch ist die Steigerung verhäitnißmäßig noch nicht so bedeutend, wie die der entsprechmden Getreideatten, wie der Mehlpreis überhaupt immer hinter dem Getreidepreis herzugehen pflegt. Die übrigen Lehensmittel Meten bezüglich ihrer Preise zu de» sonderen Bemerkungen keinen Anlaß. Ein Vergleich mit den Preisen des September 1887 läßt erkennen, daß im Durch« schnitt aller Marttotte der Preis seit einem Jahre gestiegen ist beim Stroh um 32,8 pCt., beim Roggen um 31,4 pCt., beim Hafer um 28,3, beim Heu um 20,4, beim Weizen um 17,5, bei den Speisedohnen um 16,7, der Gerste um 15,2, dem Rogaenmehl um 12,5, dem Weizenmehl um 10,0, dm Linsen um 6,0, den Eiern um 1,3, den Erbsen um 1,0 und den Kartoffeln um 0,6 pCt. Denselben Preis wie im Borjahre habm Eßbutter und Javareis; billiger sind gewordm Schweine- und Hammelfleisch um 0,8, Rindfleisch um 1,7, Kalbfleisch um 1,8, Schmalz um 2,6, Speck um 3,1 und Kaffee um 4.5 dezuv gebrannt um 5,2 pCt._ Uerewe und yersammwnge». Der Fachuerei« de» Rohrleger hielt am Sonntaa, den 14. d. Mts.» seine regelmäßige Vereinsversammlung in Feuer» stcins Tunnel, Alte Jakodsttaße 75, mit der Tagesordnung: 1. Vortrag über die neue Bauordnung, 2. Billetausgabe mm Wintervergnügen, 3. Verschiedenes und Fragekasten— ab. Z m ersten Punkt der Tagesordnung erhielt der Kollege Emtl TolC» dorf das Wort. Derselbe besprach jeden einzelnm Paragraphm der Bauordnung, der für das Fach der Rohrleger Interesse hat. (Adwäfferung von Gebäuden, Ableitungsröhren, Anlagen von Badcstuden, Anlagen von Waschküchen, sowie über die Vor» schttften über die Wasserversorgung der Wohnhäuser.) Redner führte an, wie mangelhaft vor Einführung der neuen Bauordnug obige Ardeitm hergestellt wordm seien. Die Versammlung spmdete dem Redner reichen Beifall. Die Diskusfion über den Vortrag war ziemlich lebbait- ES wurden Bedenken erhoben über die Einrichtung von KlosetS i» den Badestuden ohne Extravettchlag. Der Kollege A. Becker bedauerte, daß in der ganzen Bauordnung durchaus nichts über die Sicherheitsgruben der Hofklosets enthalten ist, welche so mangelhaft angelegt find, daß die meisten Reparaturen, welch« der Rohrleger daran ausführen muß, mit den größten Schwiettgketten verknüpft find. Hebt man z. B. eine derartige Einsteigklappe auf, dann steigen gesundheitsschädliche Gase heraus. Ist man nun endlich, ohne sich zu beschädigen, einge» stiegen, so hat man erst Ungeziefer zu beseitigen, ehe man seine ekelhatte Arbeit beginnen kann. Redner meinte, auch darüber hätte die neue Bauordnung Vorschriften geben müssen, schon mit Rücksicht auf das Leben und die Gesundheit der Ardeiter, welche derartige Arbeiten auszuführen haben. Diese Ausführungen fanden die vollständige Zustimmung sämmt« licher Anwesenden. Es nahm nun noch der Vorfitzende das Wort und legte einem Jeden ans Herz, wenn irgend ein Kollege einen derartigen Uebclstand antrifft oder eine nicht nach Vor» schttft ausgeführte oder verpfuschte Arbeit vorfindet, es sofort dem Vorstande anzuzeigen, damit diese Mängel öffentlich gerügt und von der Ausfichisbehörde beseitigt werden. Alsdann rrrrr- den noch einige gewerkschaftliche interne Sackm besprochen. Dar» auf machte der Vorfitzende auf das am 20. Ostoder stattfindende Wintervergnügen aufmerksam und theflte mit, daß die nächste Versammlung am 28. Ottoder und eine Generalversammlung am 11. November stattfindet. Mit einem dreimaligen Hoch auf den Fachverein der Rohrleger schloß der Vorfitzende die Ber- sammlung. Kerline» Derei» für naturgemäße Gefundhetta- pflege und Naturheilkimde. Heute, Freitag, den 19. Ottodcr. Abends 8>i Uhr, bei Buagenhagcn am Moriyplatz: Vortrag dc« Herrn Siegett über:„Die Bewegung in ihrer Bedeutung für die Gesundheitspflege und Heilkunde." Kranken- und Kegräbnißkasse de» Kerein» fammt» licher Kerufsklasse«(Verwaltungsstelle 3). Mitglieder- Ver» sammlung heute. Sonnabend, Abends 8i Uhr, Brunnenstr. 33 bei Schmidt. Tages-Ordnung: Wahl der Delegitten zur Gene» ral-Versammlung. Neue Mitglieder jeden Geschlechts und Be» rufs von 14 bis 45 Jabren werden in jeder Versammlung, so- wie von H. Rudolph, Koloniestr. 150a aufgenommen. Auskunft ertheilen: P. Schindler, Acker ffr. 172; G. Holtzt, Ackerstr. 101; W. Raschle, Griebenowstr. 3. In der humanistische« Gemeinde, Kommandanten» straße 78, hält am künftigen Sonntag, Vomittaas 10 Uhr, Herr Schäfer den Vortrag über die Lehre vom Menschen vom Stand» puntt der Theologie und Philosophie. trachten wir nicht, ohne unserer Anerkennung für die flotte uud grazio e Zeichnung Ausdruck zu geben, und finden dann endlich zu unserer giötzten Ueberraschung auf einem zweiten Titelblatte folgendes Personen-Verzcichniß: „Sehopenhauer(Arthur), Officier d'Acadetnie, savant hurlcsque, Lulu olownesse dauseuse Arlequin gotnmeni" und folgende Angaben:„Dekoration: das Pflaster eines öffent» lichen Platzes, oben der lächelnde Mond. Requiflien': Ein Herz, ein Leuchter." Arthur Schopenhauer als Helv einer im Zirkus aufzuführenden Pantomime, zu der Arlene Houffau: die Borrede schreibt, das hätte stch der große Pessimist von Frank« furt gewiß nicht träumen lassen! Und die Pariser waren neu» ainig. Schon 14 Tage vor der Eröffnung war das Haus ausverkauft. Welche Enttäuschung haben wir erleben müssen' Arthur Schopenhauer erscheint im palmenbesticktm Frack der Akademie in der Manege des Zirkus, die unförm, ttch lange Nase in einem Folianten vergraben. Da stößt sein Fuß an einen harten Gegenstand. Er hebt ihn auf und ent» deckt, daß er ein Her, gefunden hat. Er nimmt ein chirurgisch.« Besteck aus der Tasche und beginnt mit einem Messer an diesem Herzen herumzuarbeiten. Aber es ist zu hart für seine Instrumente. Da erscheint Lulu, die Befitzerin des verlorenen Herzens- nebenbei gesagt, von Fräulein Massoni mtt ent- zuckender Grazie dargestellt— und erblickt zu ihrem Entsetze« ihe Herz in den Händen des Kahlkopfes. Sie versucht, es ihm abzuschmeicheln, aber der alte WeiberHaffer widersteht ihren Böten und ihren Küssen. Da deutet fie ihm an» daß fie ibra W. H?z«lärm«utde, wenn eres ihr zurückgäbe. Wasweib- liche Verfuhrungskunst nicht über den Philosophen vermochte. das vermag die Wißbegierde. Zögernd giebt er ihr das tze:z zurück. Sie aber entflieht lachend und schentt das Herz dem .Arlequin gommenx", der dem Schluß di.ser Szene beigewohnt Moral:„Man kann das Herz eines Weib«! nicht in der jgfc_____ Studierstube analyfiren, man muß die Frauen geliebt habm, um fie zu verstehen." Es ist mit dieser Pantomine, wie mtt dem Ei des Columdus. Es findet fie Jeder abgeschmackt, der fi« gc» sehen hat, aber das Problem der philosophischen Pantomime t« Zirkus ist damtt gelöst und die Pantomime Lulu wird die Mutter einer neuen Gattung der Pocfie der Manege sew. S-e wird gerade keine großen philosophischen Fragen lösen, aber fie kann gewisse Wahrheiten ad ocu'.os demonstrsten. Avgemei»« Kranke«- und Kterbekasse der deutsche« Drechsler und deren Berufssenoffen(6. tz. 86, Hamburg) Ertliche Verwaltungsstelle Berlin B. Mitgliederversammlung am Sanntaa, den 21. Oktober, Vormittags 10i Uhr, Mariannen« ftroße 31—32. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Viertel« jthäicher Kassenbericht. 3. Verschiedenes. Aentral-Araukeu- und Kterdekasse der deutsche« Avageudauer(E. tz. Nr. 8, Hamburg). Bezirk 4 Berlin. wiagtrederversammlung am Sonntag, den 21. d. M., Vormittags 10t Uhr, im Vereinshause Südost, Waldemarstrasse 75. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Innere Kassenangelcgenheiten. Gesoug-, Kur«» und gesellige vereine am Freitag. Gesangv.Breeelschluß Abends 9 Uhr bei Körtina. Dresdenenstr. 40, lkaiser'scher Männergesangver in Abends 9 Uhr im Restaurant Tamm, Schönhauser Allee 28.— Gesangvcrem„Pausebeutel" Adenos 8 Uhr im Restaurant Hensel, Alerandrinenstr. 16.-„Sieder- tafel der Maler Berlins" Abends 9 Uhr im Restaurant Kleine, Brmrdcnburgstr. 60.— Gesangverein„Flöter'sches Doppel- Quartett" Abends 9 Uhr im Restaurant Musehold, Lands- bergerstrasse 31.— Gesangverein„Fortschritt" Abends 9 Uhr im Restaurant, Blumenstrasse 46.— Gesangverein„Offian" Abends V Uhr Dresden erstr. 85 bei Gustavus.— Huppert'sche Sänger- Bereinigung„Harmonie" Abends 9 Uhr bei Rieft, Weber« straße 17.— Gesangverein„Bouvardia" Männerchor) Abends 8t Uhr im Restaurant„Teutonia", Belforterstrasse 15.— Siedetlafel des Fachvereins der Steinträger Berlins, Abends 8 Uhr Linimstr. 96, Uebungsstunde.— Gesangverein„Ohne- sorge" Abends 8t Uhr, Buckower Garten.— Berliner Turngenoflenschast(V. Männerabtheilung) Abends 8Vi Uhr in der städtischen Turnhalle, Wafferthorstrasse 31.— Turnverein„Hasenhaide"(Männer- Abtheilung) Abends 8 Uhr Dieffenbachstrasse 60,61.— Turnverein„Froh und rer" .................... Abends 8t Uhr Bergstr. 67.— wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 8t Uhr im Restaurant Ziethen, Dorotheenstr. 31, Unterricht und Uebungsstunde.—„Allgemeiner Arends'scher Stenographenverein, Abtheilung„Vorwärts", Abends 3t Uhr im Restaurant floß, Äariannenplätz 11.— Arends'scher St .Apollobund" Abends 9 Uhr im Restaurant, Seudelstr. 30.— Verein ehemaliger Dr. Doebbelin'scher Schüler" Abends 9 Uhr im Restaurant Krebs, Friedrichstr. 208.— Voigt'scher Dilettanten-Orchesterverein. Abends 8t Uhr Uebungsstunde im Re- staurant Lehmann, Alerandrinenstr. 32.— Zitherverein„Alpen» oeilchen" Abends 8% Uhr im Restaurant„Wablstatt", Belle- alliancestrasse 39.— Rauchllub„Westend" Abends 9 Uhr im Hohenzollernaarten, Stealiyerstr. 27.— Rauchklub„Weichselblatt" Abends 8t Uhr im Restaurant, Skalitzerstr. 147a. Kleine Wittheilungett. Kra««schw»ig, 16. Oktober. Auch ein Stück sozialen . lds. D-m Kandidaten der Theologie B. hier war es bis- her nicht geglückt, weder ein Seelsorger- noch ein Schulamt zu erhallen; er versuchte nun durch Erlhellen von Privatunterricht sein Leben zu fristen, hatte aber auch damit keinen Erfolg. Seine Nahrungs- und Kleidungssorgen wurden immer größer, Scham hielt ihn ad, Unterstützung nachzusuchen, und als die Famllie, bei der B. wohnte, vorgestem von einer mehttägigen Abwesenheit heimkehrte, fand man den jungen Mann tolt im Bette liegen. Er war, wie die Untersuchung ergab, an Ent- krästung, also vor Hunger gestorben! Londou. Ein Muttermord fand in Sherbun-in-Elmet, einem Dorfe bei Seldv in Borkshire, statt. Die Ermordete war die Kneipenbefitzcrin Mountain, eine alle Frau zwischen 70 und 80 Jahren. Mittwoch Abend, als sie nach Schluß% mit ihrem Sohne Georg und ihrer Magd Annie« Wohnzimmer saß, verriegelte der Sohn die Thür, p auf seine alte Mutter, warf sie nieder und trampelte» seinen Stiefeln so lange auf ibr herum, bis ihre Zäh» lade und andere Thelle ihres Kopfes eingetteten wt» als eine unerkennbare Masse liegen blieb. Die schrie auf, ward aber von ihm mit der Drohung,% Gleiches anthun wolle, nkdergehallen und zwar W. egen 7 Uhr, als die Mordwuth des Sohnes zu" $ iien. Vor Gericht stellte er sich' dumm:« habMjesjfK?» 24(5, 31 mit einem Dieb zu thun zu haben, als er seine M�. Kondo«. Ein verzweifelter Kampf mit einem in Northampton in den großen Franllin'schen Verl» gärten statt, wo die dortige Freiwilligenadtheilung ew- abhielt. Durch das lebhaste Schießen waren die wilden Thiere, die dort gehalten werden, in groß»»-.. versetzt, und als der Bärenwätter Gotch den 3 mW A Pfleglinge detrat, fiel ein Bär über ihn her und sM; gn.-J, f:, einem Pranken hieb zu Boden. Dann nahm er den* Unglücklichen zwischen die Vordettatzen und fing und um�n selben einzubeißen. Niemand wagte zunächst, den i*..: detreten. Endlich nahm Lieutenant Hüll das Gewehr#|f.fen gst. aus der Mannschaft, pflanzte das Bajonett auf,°c"en S Zwinger und ging der Bestie zu jonett in der Schuller fühlte, Dieser vertheidigte fich aber so geiajnw uno toub«»y>.»„ lÄKS'ÄÄiÄlJÄÄfl K% begrüßt. Wenn wti - unerschöpflicher — i—— erfahren, so m Theater. Vor- Freitag, den 19. Oktober. Wperuhaus. Wallenstein's Tod. »a,««fpi-cha«». Keine Vorstellung. Wallner-Kheater. Madame Bontvard. her: Der dritte Kopf. T»sft»«�heater. Freund Fritz._ r v Theater. Die Jüdin ron Toledo. M»»ll'» Theatee. My Sweetheart.(Mein Schatz) Fete» rieh- Wilhelmstädtische« Theater. Die Prinzesfin von Trapezunt. Nefideuz-Theater. Dekorirt. BUrtarta-Kheater. Die Dragoner der Königin. eigenen Füßen. Berlin, wie es Kelleallianre-Theater. Aus KSnigstädtischrs Theater. weint und lacht. «entral-Theater. Die Schmetterlinge. Adatf Ernst-Theater. Die drei Grazien. Kemftua»«'» Kartet�. Speztalttäten-Vor- pellung. Toueordia- Theater. Spezialttäten- Vor« Theater»er Keichohalle«: Spezialttäten- Vorstellung. Berliner Theater. Freitag, den 19. Oktober: L. Abonnements-Vorstellung: Michrt Kerrin. Lustspiel in 2 Allen von Melesville u. Duveyrier. Deutsch von Louis Schneider. Iaaendliebe. Lustspiel in 1 All von Adolf Wlldrandt. Wiener in Kart». Genrebild in 1 Akt von C. von Holtet. (Friedrich Haase.) mtr Anfang 7 Uhr."## Sonnabend, den 20. Oktober: Prodepfeil. Lustspiel in 4 Akten von Ostat Blumenthal. Sonntag, den 21. Ollober: Ate Kraut von Messt««. Ein Trauerspiel in 4 Allen von Friedrich v. Schiller. (Klara Ziegler.) Volks-Theater1. (Früher Ostend-Theater.) Direktion F. Witte-Wild. Freitag ag, den 19. Oktober: Zum 4. Male: N-vtt«t! N-vität! Die Stutze der Hausfrau. Posse mit G-sang in 3 Allen. Orchester-Loge 3,00, Parquet- Dutzend- Billcts: 12 Billets 1. Parquet 15 M.. 12 Billets 2 Parquet 12 M. 12 BÄttS 1. Rang 12 M.[697 Morgen, Sonnabend und folgende Tage: Die Stütze der Hausfrau. ELDORADO (ftüber Amercan-Tbeater. Dir. A. Reiff) Drv.d«!»«»'» Stra..« 55 Schnabi's humonst Soirösn. >s— p I Graf Dattenboom ■ Mach dar grossen Parade■ & 0�. Gskar Mrjl_ I Schnabl, Jean Craffs, FlomS, Mirzl Lehner, Auftria Trio, Cilly Orosci. Auf vielsettiges Verlangen das so deliebte Duo Wiener Fiaker. f-rliuer Droschkenkutscher. Uhr. Kaffenöffnung 6 Uhr. Orrusten- straße 52 Heute, »» nahe am • Moriyplatz. „Malhalla. __;, Freitag, den 19. Ollober 1888: Große Vorstellung. Artistischer Letter: Herr Ludwia Mütter. Kapellmeister: Herr«okae Zimmer. Auftreten» Speziaiiät I.Ranges. Anfang 6 Uhr. Kaffeneröffnung 5 Uhr. Preise der Plätze: Logen 1 Mark, numcrirter Spcnfitz 75 Pf., M'tieidÄkon und Parquet 50 Pf., Ertree 30 Pf. American-Theater. Direktion A Reiff. Wallnartheaterstrassa Mr. 19« Freitag, den 19. Ottober: Zum 42. Male: Die Weisheit Saiomoüsky's, Berl. Lokalpossen-Pantomime von R. Anger. Debüt des vortrefflichen Salon-Humoristen Herrn Emil Neumann, genannt "�luftrettn des mkomischen B e n d i x in seiner neuesten Glanznummer als Stuben- bohner Franz. Aust, üftreten deS Jnstrumentalisten Herrn Krüger und des Mimikers Herrn Rivoli. Anfang 6t Uhr. Enttee 50 Pf., Billets vorher im„Jnoalidendanl" und Vormittag von 11 bis 1 Uhr an der Theaterkasse. Cirkns(i. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Ecke Karlsttaße. (Im früheren Zirkus K r e m b s e r.) Freitag, den 19. Ottober. Abends 7t Uhr: Clown- u. Komiker-Vorstellung mit vorzüglich gewähltem Programm, wovon be- sonders hervorzuheben find: Gastspiel der be- rühmten mufikalischen Clowns Gebr. Kulper(zum ersten Male in Berlin). Die mechanische Puppe, komisches Entree des Original-Klowns Olsckansky. Komisches Enttee des neuengagirtm Clowns Mathews. Großes Ballet Divertissement, getanzt von 18 Damen, anangirt vom Balletmeister Ttgnani. Ein Karoussel mit 8 Rapphenattcn (neue Dressur), vorgeführt von Herrn Max. Zum 1. Male: Miß Julia Mccarthy in ihren sen- sationellen Leistungen an verschiedenen Luft- apparaten. Komisches gymnast. Entree mit 2 Lettern der 4 Gedr. Hozzini. Das Schulpferd Brillant, geritten von Frl. Matths. Halifax, in Freihett vorgeführt von Herrn Ernst. Sonnabend, den 20. Ottober, Abends 7t Uhr: Große Extra Vorstellung mtt neuem Programm. Neu. Zum 1. Mal in Kreits. Ueu. Lönigs-Tunuel im Grand Hotel Klevanderplatz. Freitag, den 19. Oktober: Täglich großes Konzett der derühmten Ungattschen National-Kapelle Patay Bertalan aus Liptü-Szent-MillüS in Original-Cfikos CostumeS. Großattige Solo-Vorttäge auf Violine, Cymdel und Clattnette. NB. Die Kapelle spielt sämnttliche Piecen ohne Noten. Enttee an der Kasse 25 Pf. Im Vorverkauf 30 Pf im Zigarrengeschäft von Herrn Mae», Alexanverplav im Grand Hotel. Programm an der Kasse. Anfang 7 Uhr. Gustav Kunze. Passage 1«r. 9 TO.- 10 A. \TUtW Ka'.ver- Panorama Nur diese Woche: R««- U. Cycl. Zum ersten Male: otsdam u. d. Trauerzug Kaiser Friedrich«. ntree ä Cycl. 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Adonn. Soeben erschien: lhr.59 des „Wahren Jakob". Zu beziehen durch die Ervedttiou d. KU ZivunerKraSe 44. Herren-««d Knaben-Garderobe« eigener Werkstatt. Grosse Anewahl von Stoffen s Tuchen Anfettigung nach TOaaß in eigener Werkstatt, gut fitzend und sauber gcarbettet, zu soliden Preisen. 866 Ad. Kunitz, S: iSÄK-sÄ Möbel, Spiegel u. Poleterwaaren eigener Fabrik wegen Ersparung der Lademniethe dillig Krunnenstraße<8 Lager und Perkauf nur Hof pari« Zab' ablung nach Uebereinluntt.[802 Soeben erschien: Die französisch» Revolution. Von A. Bio«- Heft 6. Preis»0 Pfg. Zu beziehen durch die Grpeditio« de«„Kerl. Polksblatt", Zimmerstti» aiederwerkäulern Rabatt« Jede Uhr reparireu und reinigen kostet mir unt. Garantie d. Gutgchens n. 1 Mt. SO Pf«. Eine neue Feder kostet bei mir 50 Pf. Prima Patentgläser 10 Pfennig. R. Kionka,[763 wr 87. Adalbettstraße Nr. 87.-WU ÄÄ W«tttpaletiüs Ä,. für Herren und Damen, Anzüge, Betten, Wäsche, Uhren, Ringe, Schuhe und Stiefel. Damen« und Kinderklrider, Damen- Jaquetts verlauft»u staunend billigen Preisen[897 Lucke's Pfandleihe. Vrwzenstr. 66. frLh-r Ueanderstr. Auch Sonntags bis Abends 10 Uhr geöffnet. #5, 9 Jeder kann fich von der Wahrhett überzeugen. i Stand, vollständige Länge und Brette, nur 9 Warf, Bettfedern, das Pftind von 25 Pf. an, verkauft allein die Bettiedern-Engros-Handlung 1. Geschäft Kottbueerstrasse 4, parterre 1 Geschäft Bruanenatrassc 139, 1 Tr stur V.iismqh stehen 29 Sorten SIehetn. 288 OStlbrilcher /elt-Gänse, auch ausgenommen und getheill, Leber, Liesen und Klein, sowie sämmt- liches Geflügel empfiehlt dilligst —~ 614 5. Michaelkirchstr. 5. ettfedern Qiffri Tclchäkl: Andr.... tr. 98 Zweites Geschäft: Grüner Weg und Markusstrassen- Ecke. Carl Hönze 696l Größtes und ältestes Geschäft Hierselbst. N-eüe Kedieuung. Ktlligste preis«. der Metallaf? in Gas-, Wasser- u. Oavip� Sonnabend, den 20. Olldr., AbenJJ; Beuthstt. 20, Hcydttch's LdW UerjammluB gm dem das Woh mtt hoher Frei kreise dieses B folgenden dah Naiurvrodukte. Es war rusfischen Sta! drunnm erbot Pettoleum erg des Quantum als die 2500c erstaunte od d daß man, wie war, auch hie, faßt sein müff noch heute;\ Bcunnen ettck sogar ein solch Kilogramm ol dies mehr, all Rumänien un jetzt hat man etwa jährlich Absatz fehlte. erst zu Zwrck einem anderei das Kaspilche wähmen 500 Quadratmeile Land volle H Im Wei löcher nur 7- _ T age S- Or dnun a ss& 966J gey jr teit dabei ein HmipI-NilzlirdN'Uttji�% Währen! das Meer 690000000 mtt der Babr j,;;„l mn Ceutral-Krauken- u Kasse der Sattler«. Deatschlands (C. K. 64)..«otfa-»«. am Montag, den 22. V. MtS,»*£3 •-"--'"iBV in den Arminhallen, Kommandanten! unteren Saal. Tagesordnung: 1. Kaffendencht pro 3. Quartal 8S-_ wähl eines Revisors. 3. Abrechnung 001,1 vergnügen und Verschiedenes. ,.tA Mitgliedsbuch legitimirt. Um such bittet„-a »er 9� In den und die Wo mand von I Produttes zr eine außerorl Infolge sagen, daß d Rfffination stoss gleich! dem rusfische Waare gewo ein« größere 968] Interessen Uereitt dar find. das Wasser 250 Dampf stehende Do Sonnabend, den 20. d. Mts,%% Gewichte 2t zische Kohle. in Heydrich's Saal, Aufgang Beuthstl- l Megm Aufgabe des Lagers verkaufen wir Kosen.»uzSge und Winterpaletot» zu enorm billigen Preisen. Um Zuspruch bittet Die Ge«osse«fchaft der Schneider. 918] Zimmer Strasse 30. Wndrilchcr /etl-GW, auch ausgenommen und gethellt, Leber, Liesen und Klein, sowie sämmt- Uche# Geflügel empfiehlt dilligst[822 " ea— e.eeysis VlUiysl Ludwig Grahl, 4, Adalbertalrasse 4. 965] Zw« noch gut erhaltene Kinderwagen, ein großer u. ein drettädriger, find zu verlausen bei Matthias, Reinickendorferstr. 14», l. S. 3 Tr. Tagesordnung- 1. Abrechnung vom 3. Quartal und � Revisors und 4 Ardeitsnachwe!0'� 2. Stellungnahme zu der von einem'v:, an den Verein gestellten Klage. 0 � bettet bei ihm aus der Arbeit 0 nachdem die Kundschaft oerratve>>' Interessenten find dazu eingeladen- 3. verschiedenes. i Gäste willkommm. Neue Mstgl�- aufgenommen......& »er wichtigen Sache Besuch 971) wegen bittet Verein der Sattler u.% Die Versammlun 20. Oktober, findet« 972] am So " mnab� Prachw.Winterp im Versatz verfallene, sehr Pfandleih- Aus** Ncanderstrass« 33 Ein Lokal, separates Zimmer. Unterrichtgeben in den" Vormitta�� 9—12 Uhr Sonntags, wird gesucht-. wollen ihre Adresse abgeben H- Geelhaar. Zimmergröße für 20 Räch „Mein „Zum mit Akklam «Ich' kette, mit i *3« 3 beantragen. »Herr »Tut. „Ruhi Paul mit' »Also Herr „Meir Täuschung N» Zwei R die augens abzielende Bereiche d „Brai Em Zimmer ,. Kasfiren f- auch als Arbeitsnachweis zu benatz.» geben Wasserthorftr.«S bei Verantworllicher Aeoaveur- K. Teauh«» ,n Berlin. Qruck urd Verlag von Ma» Kadrug in Berlin SW., 970] Eine Person zum Schild s. Mittagszett verlangt Arrotd, Beuthstroße 2.§i£Xf****'| „Bitti die Worte gerade me keine Erhö eine Ermä r gesprochen Beilage zum Berliner VolNlatt. L"- A Reue$cRö%e äer Hahr. Äluß* flnni» f: 1#'# Ä n war» vi- Zw! -s zu Ä mein v» :n W uns wJ Vi- %L( Unter den Gaben, welche die Natur den Menschen bietet, m schl« kichbren die Mittel zur Erzeugung eines lünstlichen Lichtes und , nen 1° �e Metalle zu den werthvollsten, dies, weil fie mit der kultur- na an,' K-s>dichtllcdcn Entwicklung unseres Geschlechts in dem engsten den 81 unö innigsten Zusammenbanze stehen. G.wih war man schon iewebr B in den frühesten Zeiten bestiebt, bei Abwesenheit des Sonnen« uf ftiet iichtes dessen Helle durch eine lünftliche Lichtquelle zu ersetzen, J'wh,»«nd ebenso ficber läßt stch dehauvten, daß eigenttick erst mit der »uf bA' Uenntniß der Metalle eine des Menschen würdige Existenz mög« „J. ibl« ltch geworden ist. K ste fi Unter den letzteren ist es aber Zunächst das Eisen, von dem °' i man sagen darf, daß ohne dessen Vorhandensein unsere ganze Kultur in Frage gestellt wäre. In prophetischem Geiste sagt j schon der Koran:„Wer das Eisen am heften bearbeitet, wird die Welt beherrschen." Wenn wir daher in der Neuzeit von dem Auffinden nahezu unerschöpflicher Schätze dieser so wichtigen Bedürfnißgegenstänve erfahren, so müssen solche Nachrichten gerechlerweise einen jeden, dem das Wohl seiner Mitmenschen nicht glcichgiltig ist, auch mit hoher Freude erfüllen. Wir müssen solches bei dem Leser- lreise dieses Blattes voraussetzen und berichten in dem nach« folgenden daher lmz über neue Fundorte dieser werthvollen NMurprodulte. Es war im Jahre 1884, daß man in der Nähe der rusfischcn Stadt Baku am Kalpischen Meere einen Petroleum- tomnen erbohrte, der in 24 Stunden 3400 000 Kilogramm --J Petroleum ergab, ca. 4 250 000 Liter: beiläufig gesagt, ein Achtel I des Quantums, das die Schweiz im Jahre verbraucht und mehr, vis die 25 000 Brunnen Amerilas zusammen ergeben. Man �#1 erstaunte ob diesem Reichthum, war aber gleichwohl überzeugt, I daß man, wie dies bei ähnlichen mächtigen Quellen der Fall war, auch hier auf ein baldiges Verschwinden des Stromes ge- faßt sein müsse. Es geschah dies jedoch nicht, die Quelle fließt noch deute; es wurden zudem in deren Nähe noch andere Brunnen erschlossen, welche ebenso mäcktig wie dieser find und sogar ein solcher, der Zagieffsche, der Tag für Tag 11 000000 Kilogramm oder 13 750 000 Liter Petrol.um spendet. Es ist dies mehr, als dt« sämmtlichen Quellen von Amerika, Galizien, Rumänien und Birma zusammengefaßt per Tag liefern. Bis jetzt hat man aus 500 Brunnen der Umgebung von Baku nur etwa jährlich 2000000 000 Liter Erdöl gewonnen, weil es an Absatz fehlte. Eine große Anzahl von Brunnen ist daher vor» erst zu Zwecken einer künftrgen Ausbeutung geschloffen und bei einem anderen Theil derselben fließt das Prodult unbenützt in das Kaspilcke Meer! Dabei ist zu bedenken, daß sich die er« wähnten 500 Brunnen auf einer Fläche ron nur 5 englischen Quadratmeilen veitheilen, während das als ölbergend bekannte Land volle 1600 Quadratmeilen umfaßt. Im Weiteren ist es als günstig anzusehen, daß die Bohr- löcher nur 7—800 Fuß tief getrieben werden müssen, während zum Beispiel in Pennsylvanien die Oelsckichle gewöhnlich 2000 Fuß unter der Ecoobeifläche liegt. Vertiefuneeci der Bohrlöcher find hier wie in Amerika nöthig, doch find fie nicht so bedeu« tead wie dort und die Quelle büßt auch nicht an ihrer Mächtig- teit dabei ein. Während nun der größte Theil des OeleS noch unbenützt in das Meer geleitet wird, stellen die 120 Raffinerien gegenwäritg 600000000 Liter gereinigtes Produkt dar, das zu ein Drittel mit der Bahn nach Batum und den Häfen des Schwarzen Meeres geht» der Rest jedoch in Deutschland, Oesterreich und Rußland s.inen Absatz findet. In den letzten fünf Iah en wurden für das Kaspische Meer und die Wolga allein 100 Exportdampfer mit einem Kostenauf- wand von 25000000 Frankm erstillt, um den Transport des Freitag» de« 19. Oktober 1888. S. Jahrg. Bio* talti laoip Ä, ingvo» lo.*44"-wuwuw tfionun ttjuui, um oen Aranspon vcs "SnJriSj' Produktes zu vermitteln, außerdem dienen für den gleichen Zweck Srofl außerordentlich große Zahl von Segelschiffen. anleni Infolge der Untersuchung kompetenter Fuhleute läßt sich hsm, daß die Qualität des russtschen Petroleums, eine richtige Raffination vorausgesetzt, dem besten amerikanischen Lcucht- stoff gleichkommt. Da aber durch das Raifiniren bei dem msfischen Erdöl nur 30 pCt., hier jedoch 70— 75 pCt. reine Waare gewonnen wird, so ergiebt sich dementsprechend auch ein« größere Menge von Rückständen, welche indessen vortheil- j. J hafterweise zu dem Schmieren der Eisenbahnfahrzeuge verwend- «r 9V ,\ bar find. Reste, die auch hierzu nicht mehr taugen, werden in , 1 das Waffer geworfen oder verbrannt. Gegenwärtig sollen ' 250 Dampfer, einige hundert Lokomotivcn und über 1000 1 stehende Dampfmaschinen diese Reste als Feuermaterial mit i 5kmb«il benützen, weil Kohlen daselbst, des Transportes wegen, i-hr hoch»u stehen kommen und diese Abfallprodukte bei gleichem 2i mal mehr Wasser verdampfen als die beste eng- n»l .ahlsti» cuthstt-', im* Ä« inem W, eladcN- ■ffl ßaff Das Kankett. Räch dem Polnischen de» Z o z. B l r z i n S k i. „Meine Herren, ich beantrage die Abstimmung „Zum Kuckuck mit der Abstimmung! Der Antrag ist ja mit Akklamation angenommen." „Ach meine nicht daS Projekt selbst, sondern die Kol- leite, mit der ich mich nicht einverstanden erklären kann." „An Betreff der Kollekte möchte ich eine Abänderung beantragen." „Herr Felix hat das Wort contra!" „Gut, aber nach ihm komme ich." „Ruhe, meine Herren, nach Herr« Felir kommt Herr Paul mit seinem AbänderungSanttag." „Also hören wir Herrn Felix!" Herr Felix räusperte stch und begann wie folgt: „Meine Herren! Vor allem: geben wir un» keiner Täuschung hin! Ein Bankett, Herr Wohlthäter, mit Wein, N» zwei Rubeln per Person ist, mit Respekt zu melden, die pure Hungerleiderei, deren Verwirklichung ganz außer dem Bereiche—_« „Mit Verlaub! Wenn irgend etwa», so ist e» gerade die augenschemlich auf eine Erhöhung der Beitragsleistungen abzielende Bemühung des Herrn Felix, welche außer dem Bercrche der Leistungtfähigkeit unserer Taschen liegt." „Bravo! Bravo!" ..Bitte um« Wort!" rief Herr Paul;„an mir ist e», die Worte dcS geehrten Herrn Vorredners zu ergänzen, da gerade mein Antrag dahin gerichtet sein sollte, daß absolut keine Erhöhung, ja, wenn e» möglich wäre, vielleicht sogar eine Ermäßigung der Beiträge stattfinden möge." „Ach bitte um Vergebung! Ach habe noch nicht auS- gesprochen! Wenn ich— ich bitte zu beachten— gesagt Ein Liter gereinigtes Oel kostet in Baku gegenwattig 2V Centimes, in der Schweiz jedoch 25 Centimes; im Groß- Handel stellt es stch um mehr denn zwei Dttttel dilliger als zum Beisviel in London das amerikanische Produkt gehandelt wird, das heißt, man zahlt per Gallone(4% Liter) in Baku 1% Pence und in London für die gleiche Quantität bei gleicher Güte 6 Pence. Welche Portheile der europäischen Bevölkerung aus diesem Reichthum mit der Zeit erwachsen können, welche Umge« staltungen im Heizungs- und Beleuchtungswesen dadurch her- vorgerufen werden, läßt stch zur Zeit noch nicht ersehen, da die Verkehrsmittel noch unvollkommen und nicht genügende Lagerräume vorhanden find, um einen geregelten Transvott der Waare zu ermöglichen. Immerhin bleibt interessant, daß Rußland es ist, das Europa dereinst mit Licht versorgen Gleichzeitig von dem Norden her wird uns eine andere rvichttge Thatsache dettchtet. In Bezug auf Vorkommen von reinen Eisenerzen war Schweden das gesegnetste Land der Erde. Die Erze find Haupt- sächlich Magneteisenerz(Eisenoxiduloxyd) und Eisenglanz(Eisen- oxvd) und es fällt dabei als ein Hauvtvorzug der Umstand in Betracht, daß dieselben höchstens einen Phosphorgehast von 0,003 bis 0,05 pCt. zeigen. Der größte Erzretchrhum findet fich koch im Norden, jenseits des Polarlreises unter dem 67. und 68. Grad nördl. Breite, also nördlicher als die am bottnischen Meerbusen und der russtschen Grenze liegende Sladt Haparanda. Dort liegt der fest alter Zell derühmte Erzberg Gellivara, der von einem Flächeninhalt einer geographischen Meile bei 400 Meter Höbe ist. In der Nähe befinden fich noch ähnliche Berge, wie z. B. der Kinmavara, und fünf Kilometer nordwestlich hiervon der Luvsavara. Alle besteben aus dem reinsten Maqneteisen, das beim Verhütten bis zu 85 pCt. reims metallisches Eism liefett, etwa die doppelte Ausbeute derjenigen, die man im Durch- schnitte bei den deutschen Erzen erzielt. Nun kommt noch dazu, daß man durchaus keine Stollen oder Schächte für den Ad- bau der Lager nöthig hat, sondern das Erz steht völlig zu Tage und kann, wie in einem Steinbruch die Steine, durch ein- fachcs Absprengen gewonnrn werden. Diese Erzlager find bis jetzt die bedeutendsten der dekannten Welt und man kann stch von deren Reichthum einen annähernden Begriff machen, wenn man erfährt, daß nach sorgfältigen Berechnungen und Ab« Messungen der erwähnte Kirunaoara einzig und allein eine Summe von 300 Millionen Tonnen metallisches Eisen reprä- sentitt! Die Eisenprodultion der Weit ist gegenwärtig etwa per Jrhr 20—21 Millionen Tonnen, wofür 47 Millionen Tonnen Erz gefordert werden müssen. ES ist nun klar, daß diese unge- Heuren Vonäthe so vorzüglicher Erze, wenn einmal versendbar, auf das Elsengewrrbe cinen Einfloß üben werden, welcher noch nicht in seinen Einzelheiten übersehbar ist. Er dürfte vielleicht am ehesten mit demjenigen ,u vergleichen sein, der nach Be- kanntwerden drs Beffemer- Prozesses und des hochwichtigen Tkomas'schen Entphosphorungs-Verfahrms eintrat; Hüttenpro- zeffe, welche die wtrthschaftlrchen Verhältnisse aller Kulturländer auf das Engste berührten. ..» Abficht, diese Metallmaffen auf den Markt zu wetten, besteht wirklich, da man das erste Mittel hierzu, den billigen Transpottweg, herzustellen im Begriff ist. Man baut nämlrch eme Bahn hierzu— die nördlichste Bahn der Erde! Dieselbe beginnt in der schwedischen Hafenstadt Lelea an dem gletchnamtaen Flusse, folgt dem Thale desselben auf 180 Kilo- meter. uberschreilet den Polarkreis und geht rund um den Gellivara vorüber an zwei Seen, dem Tjantjas und Panki, zu den Clsenbecgcn Kuunavara und Luvsavara. Von hier aus werter durch ausgedehnte Fichtenwaldungen an dem bedeutenden Tornersee vorbei nach der norwegischen Grenze. Die Linie überschreitet sodann die 500 Meter über dem Meer- liegende Hochebene des Norblonds und kommt über das Kjölengebirge in einem 42 Kilometer langen Abstteg zur Endstation Ofoten- Fjord an der Nordsee. Die Bahnstrecke auf dem schwedischen Boden ist bereits fettig, der in Norwegen liegende Theil im vollen Bau. Das im Tagbau gewonnene Erz wird unmittelbar von der Bruchstelle weg durch geneigten Riemen in die Bahnwagen befördert und stellt fich loco Ort, alle Kosten einbezogen, unge- sähr auf 2 Fr. 50 C. pro Tonne. Bedenkt man, daß in Deutschland die gettnghaltigcren Erze mit 38-50 pCt. Eisen- Ausbringen etwa 4 Fr. 80 C. bis 12 Fr. 50 C. fich stellen, so»st bei der ausgezeichneten Güte der Waare, selbst dre Frachtkoslen bis zur Schmelzstälte in Betracht gezogen, der Preis rmmer noch äußerst gering. Die Eisenindustrie bietet gegenwärtig ein großattiges Bild der industriellen Thatigkeit und wenn erst die erwähnten Schätze dem Allgemeinen zugänglich find, kann es nicht fehlen, daß der habe: Täuschen wir uns nicht! so war ich, Herr Wohl- thäter, auch im Stande, dafür die Beweise zu erbringen!" „Und ich sage, wenn es auf Beweise ankommt, so kann ich Sie überzeugen, daß man sich nicht nur für zwei, sondern sogar für eme» Rubel dicksatt effen und trinken kann." „So? Vielleicht beim Eber lein an Brattvürfteln?" „Bor allem bemerke ich, daß, Herr Wohlthäter, der Ausfall mit Eberlei» und seinen Bratwürsten nach meiner Meinung außerhalb de« Bereiches aller—--" „Meine Herren! Ich bitte um'« Wott!" ließ sich Herr Alexander vernehmen.„Sie reden da ohne alle Ord- nung und Methode, und vor allem muß man doch jede Frage präzisiren. Und so ist die erste!, ob eS sich gebührt, daß wir Herrn Karl au« Anlaß seiner Versetzung eine Ovation———" „Gebührt sich! Natürlich!" „Ich erkühne mich da, die Ausführungen de« geehtten Herrn Vorredner« zu unterbrechen, und bemerke, daß er die Sache, anstatt sie zu entwirren, nur komplrzirt. E« ist ein- stimmig beschloffen worden, Herr» Karl durch Veranstaltung eine« Festmahl« zu ehren, und infolge diese« Beschluffe« haben wir un« hier versammelt, um zu erwägen---" „Ach bitte, Herrn Paul zur Ordnung zu rufen!" „Bravo! Ganz richtig I Herr Alexander soll au«- reden!" Mit vieler Mühe und unter beständigem Zischen wurde die Ordnung wieder hergestellt und Herr Alexander fuhr dann sott: „Also! Nachdem mit Stimmeneinhelligkeit beschloffen wurde, Herrn Karl durch ein Festmahl zu ehren, bleibe« noch die weiteren Fragen: pro prirno dre Höhe der Bei- träge—--" „Zwei Rubel!" Einzelne wohl auch schwer dadurch gettoffen wird. Es bleibt aber immer zu beachten, daß mit ber Einführung von Verdisserungen tn der Jndusttte und mit dem Auftreten von disher unbekannten Reichthümern der Natur die Menschheit in ihrer Gesammthett fich jeweilig auf eine höhere Kulturstufe emporschwingt. Wir führen nur an, daß fich der durchschnittliche Geldwerth der Gesammlprodultion einzig der deutschen Eisen- und Stahlwerke zwischen 800—900 Millionen Franken beziffert. Diese respektable Summe rechtfettiat das hohe Interesse an einer gedeihlichen und vortheilbasten Lage dieser Jndusttte und es kommen witthschaftliche Fragen dabei in Betracht, welche eine Steigerung des Nationalvermögens bedingen. Mit dieser aber wächst die Lust und tritt die Mög« lichkeit ein, der Lösung idealer Fragen auch näher zu treten, und die Vervolllommnung bleibt ja der Endzweck des menschlichen Daseins. Kommunale». Nach mehrmonatlicher Unterbrechung hielt am vcr- gangenen Montag die gemischte Deputation für die Strpck'schen Anträge eine mebtttündige Sitzung. Nach vielfachen Aus« führungen über Reform der städtischen Steuern im allgemeinen und über Miethssteuerreform inbesondere wurde der Antrag gestellt, vorläufig fichZauf einen Erlaß der Miethssteuer für Wohnungen bis zu 300 M. zu deschränken und event. die Wohnungen von 300—500 M. nur mit 3>, pCt. heranzuzieben. Der Erlaß der Miethssteuer für Wohnungen unter 300 M., so wurde als Begründung ange- führt, wurde einen Ausfall von ungefähr l 300 000 M. Herbeiführen und dies könne bei dem vorhandenen jährlichen lieber- schuß der Stadthauptkcsse der Etat ohne Nachtheil vertragen. Zur Berathung dieser Anträge und insbesondere zur Prüfung derselben den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen(Mteths- steuenegulativ) gegenüber wurde eine kleine Kommisfion von 5 Mitgliedern unter Vorfitz des Stadtraths Hagen eingesetzt. Die Krutto-Einnahmr der Neuen Berliner Pferdebahn« Gesellschaft in dem Zeiträume vom 1. Januar bis 30. September d. I. hat aus der Personenbeförderung die Summe von 874 796,83 M. betragen. Die Gesellschaft veranschlagt nun die Einnahme für die drei Monate Oktober, November und Dezember auf rund 305 000 M. mit Rücksicht auf den Einnabwezuwachs durch die demnächst zu eröffende Linie Schlefischer Bahnhof— Ackerstrabe, so daß sich die Jahreseinnahme auf 1 180 COO M. stellen durfte, von der vorläufig eine Abgabe von 4pCt. an die Stadtgemeinde zu zahlen ist. Fokale». Wa« die„Kildung" in Kerlln merth ist, davon haben die wenigsten Leute in der Provinz eine richtige Vor« stellung. Gewöhnlich glauben die guten Leute, es genüge, seinem Sohn oder seiner Tochter den Kursus einer destimmten Schulanstalt durchlaufen»u lassen, dann ist der gebildete junge Herr oder daS gebildete Fräulein fertig, auf die man in einer großen Stadt wie Berlin, wo man für Bildung noch Vetttänd- nrß b°t, länttt wartet. Diese unrichtige Vorstellung von dem W tthe der Bildung fuhrt wohl das herzbrechendste Elend in unserer Stadt herbtt. Aber das sind die unausbleiblichen Folgen jener Manchesterdoktttn, die im freien Spiel der wirth- schaftlrchen Kräfte den Gebildeteren besser stellen zu können glaubt, als den minder Gebildeten, und wenn die Anhänger dieser unherlvollen Theorie überhaupt noch durch klare Tbat- fachen zu belehren wären, so müßte gerade das Elend der Ge- bildeten fie von ihren Theorien zurückgebracht haben. Allein noch immer reden die statistischen Aufstell- ungen von dem gelehtten Proletariat ihre beredte Sprache in den Wind, noch immer tönen die Warnrufe humanitärer Vereine aus den Hauptstädten aller Länder auch zu uns herüber und warnen vor dem Zuzuge„gebildeter" Elemente beiderlei Geschlechts, namentlich aber junger Mädchen, weil diese kotz aller Bildung bald dem größten Elende ver» fallen. Auch in unserer Stadt tritt uns dieses„gebildete" Elend in den mannigfachsten Gestalten vor Augen, man muß es nur aufmerksam zu betrachten vetttehen; wohl möglich, daß es dem Auge eines Manchestcrmannes entgeht und in dem Treiben der Großstadt verschwindet. Ich wohne in einem meist von Arbeitern bewohnten Stadtvicttel— so schreibt uns ein Bettchtettiattcr— und in dem von mir bewohnten Hause be- findet fich eine größere Speiseanstalt, die zu den gewöhnlichen Effenszeiten stark von Arbeitern und Arbeiterinnen besucht wird. Bereits seit längerer Zest war mir aufgefallen, daß bald nach dem „Viel zu wenig, Herr Wohlthäter!" „Uebergenug!" „Mit Verlaub! Zweierlei ist zu erwägen und in Ein- klang zu bringen: erstlich die Verwaltung deS Festes, zum Andern die Sparsamkeit, welche auf den Stand der P. T. Taschen Rücksicht zu nehmen hat." „Was den zweiten Punkt betrifft, Herr Wohlthäter, so erlaube ich mir zu bemerken, daß, wer zwei Rubel hergeben kann, auch noch einen dritten verschmerzen wird!" „DaS ist wahr!" „Ganz und gar nicht!" „Nun, wem's gar so schwer ankommt, der kann fich ja ausschließen." Tiefes Stillschweigen.- Herr Alexander macht sich da« zu Nutze und beginnt abermals: „Daher beantrage ich, daß die Höhe des Beittagc« von zwei auf drei Rubel erhöht werde. Um diesen Prei« kann man ein Mahl schaffen mtt Wein, Liqueur und Vorspeisen." "Wird'S auch Fische geben, Herr Wohlthäter?" »Natürlich; ftir die Asche gararnire ich." „Ach lenke die Aufmerksamkeit de« geehrten Vorredner« noch darauf, daß er, al« er den Wein erwähnte, offenbar nur Rothwein und weißen Tischwein meinte; da bleibt aber noch, pro prirno: Bier, ohne da«--" »DaS ist eine Kleinigkeit; Bier wird da sein." „Lecuncko: Weißwein, aber nicht solcher, wie der er- wähnte. E« soll da« ei» Festmahl sei«' während eine« Festmahle« ergeben sich naturgemäß Toaste. Toaste ohne Champagner sind ein Nonsens." „Da hat er Recht, Champagner ist unbedingt nöthig, aber in Anbetracht deffen, daß er außer dem Bereiche—" „Was— außer dem Bereiche weffen?" Beginn der Essenszeit zu Mittag in dcmfürArdeiterinnenreservirtcn Eckzimmer des Lokals Klavier gespielt wurde. Es waren meist Lieder, aber keine von den Gassenhauern» auch wohl ein paar Tänze. Dann einige Zeit später, etwa nach zwei Uhr, erklang das Pianino im Eckzicmer wieder, aber man hörte, daß ein an- derer Spieler daran thätig war; es mußte ein tüchtiger Mustker sein, denn entweder waren es recht schwierige Konzertstücke, die er vortrug, oder er erging fich in freien Phantasten, welche eine größere musikalische Bildung verriethen. Bei paffender Gelegen- heit fragte ich einmal den Wirth nach dessen Musikanten; der aber meinte, ich möchte mich doch einmal zur Essenszeit im Lokale einfinden und mir die Leute ansehm. Als ich einige Tage später wieder das Klavierspiel von meiner Wohnung aus hörte, ging ich hinunter. Das für Damen reservirte Eckzimmer mochte ich nicht betreten und fragte deshalb nach der Spielerin. „Ah das ist die Gouvernante!" sagte mir der Werkführer aus einer Albumfabrik.„Die steht bei mir in der Werlstatt: ist fleißiges Mädel, verdient aber auch manche Wocke ern über drei Tbaler." Ich erfuhr bald weiter, daß das junge Mädchen thatsächlich als Gouvernante in mehreren vornehmen Häusern fungilt hatte, schließlich aber kein paffmdes Untnkom- men fand und da, sie nicht Kellnerin werden mochte, in die Albumfabrik als Arbeiterin ging. Freilich, die zarten Fingerchen basten an den Spitzen dicke Haut bekommen und ihre schöne Form verloren, aber trotzdem übte sie hier täglich während der kurzen Mittagspause das liedgewonnene Klavierspiel, nachdem sie ihre Mahlzeit für 30 Pf. zu fich genommen. Ich fand Ge- legenheit, die junge Dame zu fragen, od ste nicht wieder eine Stelle als Erzieherin annehmen würde. Ordentlich erschreckt wies die Dame das Ansinnen ad..Lieder Dienstbote, als Er- zieherin", erklärt ste mit aller Bestimmthest. Die Unstcherheit einer solchen Stellung, die Gleickgiltigkeit vieler„Herrschaften" gegenüber der Erziehung der Kinder und die Planlostgkcit der Erziehung in vielen vornehmen Familim nehmen auch der pflichttreuesten Erzieherin die Lust an ihrem Be- rufe, wenn sie ihn ehrlich nimmt!— Die Gäste hatten fich allmälig verzogen, es war gegen zwei Uhr geworden und das Eckzimmer war von den weiblichen Mittagsgästen ganz geräumt, als ein Mann in das Lokal trat, seine Mahlzeit verzehrte und fich ebenfalls an das Klavier setzte; ich hörte bald, daß ich den oft von mir gehörten Mustker wieder vor mir hatte. Es gelang mir, ein Gespräch mst ihm anzuknüpfen, er erzählle mir seine Geschichte. Er war der Sohn einer polnischen Adels- familie, aber arm; seine ganze vornehme Bildung, seine Kenntnisse in Land- und Forstwirlhschaft hatten ihm eine Buchhalter- stcllung in einem hiesigen Holz- und Kohlengcschäst eingebracht, die mit 25 Thalern monatlich salarirt wurde. Als ich einige Worte der Theilnahme mst seinem Geschick äußerte, lehnte er dies ab und nannte fich glücklich gegenüber einem anderen Manne, einem ehemaligen Lehrer, dem seine Stellung an der Schule unerträglich wurde, der diese Stellung aufgab und als WÄ ÄS-ÄWI SafleDr. med. Lutze einen Vortrag im Homöopalhrschen Verein, welcher ebenso interessant wie delehrend war. An einem großen, zerlegbaren Modell ging der Arzt zunächst auf die anatomische Beschassmbest des Auges ein, er klappte die einzelnen Häute des Augapfels ab und ließ ste, nachdem er ihre Eigenschaften besprochen, in der Versammlung von Hand zu Hand kurfiren. Es folgte die Erklärung der Phystologie des Auges, also der Bestimmung und Thätigkert der einzelnen Organe, mit verschiedenen anschaulichen Experimenten. Darunter erregte namentlich dasjenige großes Interesse, welches zeigte, daß jeder Mensch an einem Thelle seiner Nitzhaut, nämlich da, wo dieselbe in den Sehnerv über- gehe, blind sei. Das Experiment ist sehr leicht nachzumachen: man mache auf ein Srück Papier an einer beliebigen Stelle links ein Kreuz und etwa 15 Zentimeter wester rechts einen großm schwarzen Punkt, den! man bei normaler Beschoffenheit des Auges immer glachzeilig mit dem Kreuz im Gesichtskreis haben müßte. Hält man aber das linke Auge zu, und nähert das Blatt, indem man das rechte Auge fest auf das Kreuz richtet, dem Geficht, so giebt es eine Stelle, wo man den schwarzen Punkt nicht mehr steht. Der Redner ging dann zu den Ano- malten und Krankheiten des?luges über. Unter den elfteren erklärte er die Kurzsichtigkeit, die WeiMchtigkeit und den Ästig- malismus, welcher letztere eine Unregelmäßigkeit einzelner Theile des Augapfels sei.und durch Brillen ausgeglichen werde, deren Gläser nach dem Mantel eines Zylinders geschliffen find, wäb- rend bei Kurz- und Weitstchtiaen der Schliff ein Kugelabschnitt ist, bei elfteren konvex, b.i letzrerm konkav. Die zylindrisch ge- schliffenen Brillen geben für ein gesundes Auge ein ganz ver- zerrtes Bilv und auf diesem Grundsatz ist ein modernes Kinder- spielzeug bafirt, welches fast unverkennbare Darstellungen aufweist, die durch ein derartig geschliffenes Glas erst ihre richtige Gestalt gewinnen. Diese Anomalie werde, namentlich bei Leuten vom Lande, die niemals eine paffende Brille haben finden können, oft erst bei der Gestellung zum Mstitär erkannt, wenn man der Un- taugl'chkest der Leute nachforscht. Bei der Fardenblindhest erwähnte der Redner der vielen Eisendahnunsälle, welche in früherer Zell durch diese Anomalie bei den Lokomotivführern entstanden seien, sowie d-r Simulationen, welche in Bezug auf Fardenblindhest bei der Marine vorkämen und durch finnreich konsstuirte Tafeln von Professor Stilling erkannt werden können. Bei Besprechung „DeS ursprüngliche» Plane»— ausreden lassen!— liegt, beantrage ich eine Zusatz-Kollekte." „Oder— sagen wir'» gleich herau»— sollen wir nicht gar sechs Rubel bewilligen?" „Ganz und gar nicht. Stellen wir den Beitrag mit drei Rubeln fest, und wenn sich die Nothwendigkest eine» Schaumweines ergeben sollte— „Selbstverständlich wird sie sich ergebe»--" „Also beantrage ich, daß die Anhänger diese« Antrage« unter sich diese Ergänzungskollekte machen." „�ch bin dagegen!" „Zch bitte um'« Wort! Weil sich'« mir weder um meinen Magen noch um meinen Gaumen handelt, sondern lediglich darum, unseren Freund Karl zu ehren, bestehe ich auf dem Minimum und betheilige mich an dieser Ergänzung nicht, gebe aber mein Ehrenwort, daß ich auch am Cham- pagner nicht einmal riechen werde." „Und womst wirst Du den Toast trinken?" „Mit klarem Wasser und ich stehe gut dafür, daß ihn Karl so herzlich annimmt wie Euren." Nach dieser erhabenen Kundgebung Herrn Paul'S entstand von neuem eine kleine Pause, aus welcher, wie ge- wohnlich, wieder Herr Alexander Nutzen zog. „Da ich nun sehe," sprach er,„daß mein Vorschlag, die Beiträge auf drei Rubel zu fixiren und durch freiwillige Zuschüsse Einzelner zu ergänzen, sich allgemeiner Billigung ctfrcut." „Mit Verlaub! Ich gestatte mir einen kleinen Zusatz. Ich bin für den ursprünglichen Antrag und stimme auch für diesen— nicht als ob mich eine Ausgabe von einigen Rubeln zu Grunde richten würde, fondern weil ich nicht gesonnen bin, verschwenderische Gelüste zu fördern. Mein Prinzip ist Sparsamkeit und deshalb stelle ich dm prinzi- piellm Antrag, daß die Höhe des BeittagS absolut nicht mehr gesteigert werde, und die Allgemeinhett nicht ge- halten werde, für die luxuriösen Neigungen Einzelner auf- zukommen." der Krankheiten des Auges znate der Vortragende zunächst an einem Beispiel, wie solche Erkrankungm oft auf das ganze Nervensystem einwirkten und oft erst erkannt würden, nachdem fich anderweitige Krankheitserscheinungen gezeigt Härten. Bei einem Eisenarbeiter stellten fich, nachdem ihm ein Eisensplttter ins Auge geflogen war, epileptische E-scheinungen ein, die erst nach Entfemung des kaum fichtbaren Eisentheilchens, dann aber auch sofort, gehoben wurden. Unter den„Staaren" erklärte der Arzt den„Schwarzen Staar" für eine fettige Entartung der Seh- nerven, die im Äntstehm auf homöopathischem Wege geheilt werden körne; der„Grüne Staar" sei eine Entartung der inneren Füllung des Augapfels, und der„Graue Staar" sei eine Trübung der Linse, die ebenfalls beim Beginn der Krank- heit auf homöopathischem Wege, allerdings nur bei großer Ge- duld des Kranken und nach 1j jähriger Kur, gehoben werden könne. Die wirksamere Bebanvlung dagegen sei die chirurgische mtt dem Messer und dem Baaier'schen Löffel, der sogenannte „Lappenschnitt" nach der älteren Methode. Der Redner er- läulerte diese Operation durch einen Schnttt an mehreren Schweinsaugen, dem die Anwesenden gruppenweise aus nächster Nähe zusahen und nahm dann den Dank der zahlreichen, aus Damen und Herren destehmden Versammlung entgegen. Ueber Ziritthold Kega»' Wonnmrntalbrnnne« entnehmen wir folgendes der„R. A. Z.": Im Jahre l 880 begann der Künstler im Auftrage des Staates das großartige Werk, welches in seiner Vollendung so riefige Dimensionen annahm, IM daß sogar das Atelier des Künstlers mehrere Meter erhöht werden mußte, um der gewaltigen Gestalt des Neptun, welche den krönendm Mittelpunkt der ganzen Brunnenanlage bildet, Raum zu schaffen. Des Künstlers Grundgedanke, den er in der phantafievollen, mächtigen Schöpfung verkörperte, war: das Ab- thauen der Schneewelt darzustellen; er lagerte deshalb auf Felscntrümmer die Gotthett der Gewässer: Neptun. In dehag- ltchem Gleichmuth streckt dieser seine herkulischen Gliedmaßen auf das schroffe Gestein; sein bekränztes, dartumwalltes Haupt ist nach oben gerichtet, gleichsam als wollten seine Augen den Schleusen des Firmaments Befehle geben; in seiner Linken ruht der Dreizack, während er die Rechte in die Seite stemmt. Um ihn tummeln fich acht Quellen, die der Künstler durch köstliche kleine Knaben personifiztrt hat. Das neckische Spiel, das über- müthtge Umhertummcln derselben giebt aufs glücklichste den Charakter der lustigen Wassergeister wieder, welche Dichter- phantaste von jeher als treibende Kraft der bergfcrschen, segen- spendenden Wasserläufe dachte. Der übern üthigste Quell, offen« dar der jüngste, liegt auf den Knicen des alten Neptun und sängt in einer emporgehaltenen Schale die aus dem Bart des Göttlichen herabträufe Inden Tropfen auf, man steht dem Schelm das Glück an, welches ihm solcher Zeitvertreib bereitet. Zwei seiner Gefährten, ebenso köstliche Rangen wie er selbst, lagern in einer der großm Muscheln, welche von Seeungeheuem zu dem Throne des Neptun heraufgetragen werden. Die kleinen Jungen schütten ihre Wassergade, die ste wohl eben den Wolken ent- nommen, in das Basstn zu ihren Füßen und ergötzen fich an dem perlenden funkelnden Spiel des feuchten Elements. Der vierte Pluto lugt mit naiver Wißbegier etwas furchtsam aus seinem Muschelbette zur rechten Neptuns hinaus in das Getriebe der hochspritzmden Gewässer ringsum. Zwei seiner Genossen find muthiger gewesen, ste haben den gewaltigen Schützer ver- lassen und find bebulsam die Felsen hcrabgeklettert, aber schon bedrohen ste entsetzliche Gefahren, die das Kindcrgcmüth aufs höchste erschrecken und ihre kleinen Gefichter angstvoll verzerren; es naht langsam ein riesengroßer Seekrebs, dessen gewaltige Scheercn fich gewiß— wenn nicht noch ein Wunder geschieht— in kurzem scharf kneifend um die rundm fleischigen Beinchen des Kleinm schließen werden, ihn dann unbarmherzig w die §rause Tiefe hinab zu ziehen. Köstlich hat der Künstler diese Situation geschildert! Die beidm letzten der 8 Quellchen aber unternehmen ihrm Ausflug hinter dem Rücken Niptuns, ste flehen auch auf dem Felsgestein und sehen, unwissend wie ste find, mit unbefangener Freude auf das Gekradbel des See- gethiers zu ihren Füßen. Sie leiden es mit Gelassenheit, daß der eine Fangarm der gräulichen Krake fich wie schmeichelnd um ihre Füßchm schlingt. Ringsum sehen die kleinen Gesellm so viel des neuen, unbegreiflichen, daß die Furcht vor demselben von der Verwunderung befiegt wird. Und in der That, diese 4 Fabelwesen, welche, halb Kentaur, bald Hippokampe, aus den Wellen auftauchen, um mit starkem Arm die beiden schon er- wähnten Muscheln empor zu hallen, lönnen auch andere als kleine Quellengeister zum Erstaunen bringen. Die genialsten Meister der Renaiffanze haben kaum ähnliche vhantafiereiche, märchenhafte Gebllde erdacht, als hier Professor Begas; das ist eine urwüchfie Kraft, eine überschäumende Lebcnsfülle in diesen häßlichen, brettmäuligen Gesellen, die das Wasser in weitem Bogen herab in das Basstn speien; fie zwingen jeden zur Be- wundemng, der nur jemals an künstlerischer Gestaltungskraft Gefallen gefunden Hot. Die Wunder des Meeres, die grotesken und bizarren Formen der Fauna und Flora der Wafferwelt: Tintenschnecke, Sce-Jgel, Algen, Waffer- fäven, Seesterne, Meertang, all das tummelt sich in krausem Durcheinander hier an dem geschilderten, von Fluihen umspülten Felsen. Aus der Wasserfläche des breiten Bassins ragen vier Tbiere hervor, welche ihre Wasserstrahlen hoch hinauf zu dem Throne des Neptun speien, es find: Krokodil, Seelöwe, Schlange und Schildkröte. Der ovale Rand des Bassins wird aus dunklem Gestein gebildet werden, ihn flankiren vier weib- „Bravo, Herr Paul! Bravo!" „Zch mache darauf aufmerksam," sagte Herr Alexander gereizt,„daß die Bemerkung des Herrn Paul ganz über- flüssig war, weil ich ohnehin dasselbe sagen wollte, oder eigentlich schon gesagt habe." „Also Frieden! Ruhe!" So wurden denn die Unterschriften gesammelt, das Maximum von drei Rubeln festgesetzt, unbeschadet der per- sönlichen Freiheit jede» Einzelnen, sich durch beliebige Aus- fchweifungen— unter welche auch der Champagner gerechnet wurde— in Unkosten zu stürzen. Aber das Plenum lehnte die Solidarität mit solchen Wüstlingen ab, ausgenommen es würde einer genöthigt, mitzuttinken, dann brauchte er ja natürlich nichts zu bezahlen. Die gesammte Summe wurde Herrn Paul, al« dem Sparsamsten, überantwortet und ihm die ganze Veranstal- wag des Gastmahles anvertraut, welches in drei Tagen um die vierte Nachmittagsstunde stattfinden sollte. Als alle« so weit in Ordnung war, trat richtig Herr Felix nochmal« zu einer Bemerkung hervor. „Meine Herren," begann er,„ich bitte nicht zu ver- gessen, daß wir mit diesem Festbankette Herrn Karl und seine ausgezeichnete Thätigkeit in unserem Kreise ehren wollen. Mit anderen Worten: wir wollen ihm eine An- nehmlichkeit oder sagen wir eine Ueberraschung bereiten. Nun bitte ich aber zu bedenken, daß eine Ueberraschung eben aufhört, eine Ueberraschung zu sein, sobald sie voraus be- kannt wird. Darum, meine Herren, soll unser Gefeierter noch nichts davon erfahren, und ich schlage vor, daß wir uns gegenseitig unser heilige« Ehrenwort geben, auch nicht mit einem Hauche etwas von unserer heutigen Verhandlung zu verrathen." „Bravo! Sehr gut! Auf gutes Gelingen!" (Schluß folgt.) liche ruhende Gestalten, welche Rbein, Elbe, Ober und%.! h W verlö vein; jede dieser Flußzottheiten spendet aus KwUenttichen Die dem Basstn Wasser. Das wechselvolle lebendige Bilv, f � zzeröffentlic der wassersprudclnde Brunnen darbietet, wird bin#«tan ruhige Ergießen der Flußwellen zu einem harmonisch!� klingen gebrocht. Alles bisher G.schilserte: Die den Tiitonen.�dcn Putten und dem Neptun, sowie* �tn Ausnohmi Thiere im Wasser find vom Künstler völlig und stehen als fertige Modelle zum Bei reit. Die vier Flußgöttinen hingegen find kleineren Maßstäbe bei dem Hilfsmodell des brunnens ausgeführt, an ihnen wird zur Zeit im Meisters gearbeitet. Die Schönheit jener vier weibb stalten, welche gegenüber der heiteren übermüthiaen frcudc der Mittelgrurpe einen geschlossenen Ernst tragen, erhöhen wesentlich die maßvolle monumentale des Ganzen. Der kräftigen und energischen Weichsel stämme zugesellt, in deren Rinde noch die blinlende Schlägers steckt; an die Oder schmiegt fich das wo! Schaf; der Elbe find Aehrenbündel und reicher Fruch! gesellt und neben dem Rhein, welcher das Modell des von Köln hält, lagern üppige T'audengebänge, desch und die Ballen des Pfälzer Tabaks. Die großartige heit der Formengedung, welche fich in jedem einzelnen des Brunnens ausspricht, kommt jedoch erst in ver erscheinung desselben zur eigentlichen überrasch mden Es ist in jeder Linie, in jeder Form das Werk eines rechten Künstlers. isse des in Ber zehn Jahren f ten oder aufge 1886; 188 41 Auflösu n aus Ber! ingen, Sistirv estellt werden, äß dem§ 1 d Vereine verboi !schriften belau glätter. Tie i lei Sellsamkeiti ns destraft: in, fich zu crsch Juwelenhändle ein Privaiwi der England! sten Revolve m. welcher, eir mkehtte� Dagcg Die Direktion de« Kerlwrr fv.ditenrver'W«: gm t fömmfllffiMt WrtllfiiifAfr« is ein �% _____ die Rolljungen alias„Rollmöpse", welche er forderlich ihren sömmtlichen Rollkutschern je Zeichnung vorgelegt, in welchem fich dieselben vc p in Zukunft""M'_ auf dir Stab wayrenv ver Zerr, wavrenv wetwer ver Rouiutsaicr' fnQrt)0, mwm, gut abliefert, die Aufficht über die auf dem Wagen«e. in feen Mufcei den Kollts, sowie auch über die Pferde zu übernehmen.. ctroa �(geft (der Kutscher) eigene Kosten zu hatten. Bezüglich hergestellt.: samcn Maßnahme schreibt nun ein Mttglied des B» vegt um, je n Roll- und Lastfuhrwerkskutfcher zu Berlin: Im M-chtung des zu, könnte man gegen solche Einrichtung wohl nichts �können. Der wenn nm nicht das dicke Ende als hinkender Bote> useum Aufstellt Man müßte doch wenigstens glauben, daß, wenn derNheile, in einen| verein mit den Rolljungen nichts mehr'zu thun benehmende Bild er den Lohn des Rollkutschers in der Weise erhöhte. uck,tung zu hind Kutscher aus dieser Lohnerhöhung die an ihn gestelbinge und einem forderung bestreiten könnte. Ader weit gefedSg« Photogravber nstanAorderlichen Utei Kutscher soll, nach Anficht des Vereinsvoi seinem bisherigen Lohne, welcher fich im' auf 2,80 M. pro Arbeitstag stellt, auch noch die bezahlen, deren bisheriger Lohn 7—10 M. rnonot! Verdient nun ein Rollkutscher monatlich wirklich 70 und soll er von diesem Lobne noch 10 M. dem, zahlen, so bleiben ihm 60 M.»um Ledensunterbalt � seine Familie, wcs zum Sterben zu viel und zu« wenig ist. Die Herren Direktoren, Inspektoren, Bi wie ste alle heißen, welche meistens mit gutem 0 stellt find, haben bisher auf die Vorstellunzen der stets die eine Antwort gehabt:„Sie verdienen i» genug!" und„Wem es nicht paßt, kann geben."™ Trinkgelder ober, welche heute noch an Rollkutscher den, müssen erstlich sehr sauer verdient und zweitens» nbettett werden.(Schreiber dieses war thatsäiW Zeuge, wie von dem Kasfirer eines der gröt�j Droguen- und Apothekerwaaren- Geschäfte einem nachdem dieser etliche, mehrere Zentner schwelt Ort und Stelle geschafft hatte, 10 Pf., und zwar Kupfer Pfennigen als Trinkgeld verabfolgt rom' auch abgesehen davon, so steht doch ein sol in gar keinem Verhältnisse zu den Leistungen der den Anforderungen, welche an dieselben gestellt Kutscher ist für Alles haftbar, ohne in der Tb- können, ob ihm auch dar jenige, was auf den Fr°?!,fo"Obsthändler er ist für stSWr' sogenannte O ;n, wenn bcson he geklappt we diesen desondi abzunehmend! allen; auf der g draperieartig i dem aufzun wegung des gi et aus, in wel ebracht ist, a Odjettivraun .-Rath Busse ventar der? ierungs-Baumei Görlitz hergestellt Der Apfel ;e Berliner Im iahen Ufermauer "tanaen, durch 1 Beim Umsck enden Obstkä! rer Aeplcl nie eg ins Wasser gen und zw schrrcdm steht, richtig überaeden ist; er i|: rur l�Mnühunaen noch haftbar, der während der Fahrt an dem Gute«"ffApuhenden Augei Wenn man auch hiergegen nichts einwenden kann. � �& doch unter allen Umständen zugegeben werden J)em Deck aber auch die also Verantwortlichen pekuniär so müssen, daß fie eine solche Verantwortlichkeit m» wissen übernehmen können. Dies ist aber bisher»! Fall! Die Speditionsfirmen, nicht allein der So. halten fich auf jede Weise schadlos. Hat der in Di Rollkutscher keine Kaution— und welcher Wri Standes ist heute wohl so gestellt... seinem Hungerlohn monatlich noch 6 Mark auf welche in den meisten Fällen bis auf 150 gesammelt wird, abgezogen. Der Ersatz lustcs wird aber nicht von der KautioN' von dem noch verbleibenden Lohne in Abzug gedr» die Unternehmer in allen Fällen ficher gestellt theils find aber die Unternehmer gegen Verluste versrc dem nun jedes abhanden gekommene oder gestohleric die Verficheruirg ersetzt wird, muß der verant«« kutscher es auch noch ersetzen. Und bei alledem so»� kutsckern durch Auferlegung neuer Lasten ihre schon, den Einkünfte ncch geschmälert werden. Die ,1°» Berliner Spediteur-Vereins ist denn auch von allen Kutschern abgelehnt worden. Die Rollkutscher haben einen Verein gebildet, um solchen Mißständen 0' gegentretcn zu können. In einzelnen Speditionen Kutscher in allernächster Zeit mit einer Forderung böhung an die Unternehmer herantreten und es Interesse der guten Sache von allm Kollegen, ari» achten Beute e rundsäyen des In den K " erichterstatt ites Dr. Carl( 7— r�c or noch ir so tootben, nach d ""k in lebhaftet en, hielt ab in der spS enige Stunde, d fragte nach .ttgethellt, unte g verlassen, in ja der Bat if mich gemack in ich aber seil mit lüderl! ieschlechts Um , üsstgen Weg einem eigenen eits Anzeige Der Pf», in starkes Auf, thigeres Tri uflich und ste welche dem Vereine noch ferne stehen, erwartet rv.'r �bessere Arbeite ihre Kollegen thatkräftig unterstützen werden. Dur« Käufer: das 0 Sieg! muß die Parole sein. Btrmo l Wir lese« in der„»erlinrr Ztg."- ��Pferde polnisö eine kunstvoll ausgeführte Gruppe, angefertigt von j||i|jjgIjten{n � Wittwe, gelangt von beute für einige Tage. M �zielten eq-IO Wilhelmstraße 22, L Für unsere Leser wird Amecke in Berg nugen, Gaden der Liebe da zu hinterlassen, wo e» jjv,™ mc.-v., strhmde Frau(verwittwcte Oekonomie- Inspektor mersdorr) ihre letzten Mittel aufgewandt bat, der>� GW hnr! , 00 Pferde-' ls Thril verkauft in»avutu»zur itpuii ouiim aurgewanoi not,.tnöet. in einfacher, aber zu Herzen gehender Weise zu cv �( Das Blatt bat wahrscheinlich nicht gewußt, davl�«utag auf den unnölhige Reflame für eine stadtbekannte K--r jg ganz u Wahrsagerin macht. In der Krrttzdrrgftralje hat man bereits bruch der Häuser am Fuße des Berges begönne?� Häuserreihe von der Großbcerrn« bis zur Mo»-' rcfirt. Den so lange Jahre verwahrlosten Berg � i förmlich neu mit sanften, welligen Kuvoen. auch bereits alte Bäume gepflanzt. Das anstof» fiskalische Terrain steht jetzt doppell wüst aus- Zukunft der Gegend hin hat man errichtet, unter stattlichsten ist. fällig gewesene leider pasfirt rhaltend gelle •premsin der m etwas Aus Lokomotivfühli nahm des Zug Lage verharrti 'Bamfens strci Seldstmordkan Geleise. Kam zend hin hat man«egenüder �- Geleise. Kam berg-Apotheke finden fich bereits hier. Dir Anbringung der nenrn VttfcwjJ� Spree innerhalb Berlins erregt für die Praxis Ein solchc-r Ball hängt z. B. an der Tau und Ball find aber allen Unbilden der setzt, so daß fie bald mürbe werden müssen- � selben unter einem Schutzbrett befestigen. h-iW kahn liegt jenseits der Brücke. Ehe derselbe � jck kann der zu Rettende schon lange untergegamk'A� und Rettungsdall gehören zusammen an dies#* Rocktasche zog einander 3 Sc Auf telegraph nach Oranienl konstatirte, dal müde nicht m Brustkasten vc barmonisl e Hzuvil Zum kehnjährig»«„Jubiläum" b«» Kokiaiist««- che» wild Die sojialdemokratische Partei eine Denkschrift entlichen. Die vor einiger Zeit aufgetauchte Ziachricht, daß weil >u/ Oder und! t aus ibrci» � Veröffentlichung wieder Abstand" genommen sei,' i,11"1 nickt im Stande gewesen sei, das gesammte Material ncnzubekommcn, hat fich nicht besiäügt. Das Material ist zalwV>N�llen Ortschaften geliefert worden, wo die Sozialdemokratie n. Jornu. dem Ausnahmegesetz betroffen wurde. Die wichtigsten Er» des in Berlin gesammelten Stoffes find folgende: In 1 a s»S iehn Jahren find in unserer Siadt 265 Versammlungen find>�oten oder aufgelöst, und zwar giößtentheis in den Jahren 3-1886; 1883 fanden 46, 1884: 80, 1885: 59, 41 Auflösungen und Verbote statt. 251 Personen en aus Berlin ausgewiesen. Tie Anzahl der Haus« argen, Sistimngen, Verhaftungen konnte nicht genau gestellt werden, wird aber auf mindestens 309 geschätzt. näß dem§ 1 des Sozialrstengcsetzes wurden in Deutschland ....>.» Dereine verboten. Die verbotenen und beschlagnahmten blmlende rcksetriften belaufen fich auf 1038: darunter befinden fich 800 »das wofitt ßblätter. xjc Handhabung des„Woffengesetzes" führte zu her Frucht�rle, Seltsamkeiten. So wurden weaen unbefugten Waffen» bestraft: zwei unglücklich Liebende, welche versucht n, fich zu� erschießen, ohne einen Waffenschein zu defitzen; Juwelenhändlcr aus Kapstadt, welcher einen Stockdegen ; ein Piivatwächtcr, der eine Hiebwaffe führte; ein durch« ltder Engländer, welcher auf dem Bahnhof seinen neu« uften Revolver betrachtete(ein Tag Haft); ein junger ltn. welcher, einen Säbel an der Seite, vom Maskenbälle inkehrte. Dagegen wurde richterlich festgestellt, ein Rappier keine Waffe im Sinne des Sorialistengesetzes. r»ftruf«*' Dt» Ar»!, Werkstatt» der R»ichvdr«cker«i erregt jetzt tü Tn A:«N«ch die Aufmerksamkeit des auf der Stadtdahn fahrenden ßblikums, da die in der genannten Werlstatt zum Zwecke der rfo der«�phischen Aufnahme aufgestellten Gemälde zeitweilig für Zeit im >ter weiblis miithiaea■ ir Ernst t« mentale E w Weichsei f Modell tiiü ge, desch- großartige' i einzelnen° i in der" lasch-.nden' Werk eines 1 U aus dir Stadtbahn Vorüberfahrenden fichtbar find. Die Wagm Werkstatt selbst, welche�lediglich zum Photegraphiren dernehmeft ezüglich d des : Im l nichts der Bote in den Museen aufbewahrten Kunstgegen stände bestimmt ist, etwa die Gestalt eines Eisenbahnwagens und ist aus Well« hergestellt. Die ganze Werkstatt wird auf einer Drehscheibe egt um, je nach dem zeitigen Sonnenstände, die beste Be> atung des zu phowgraphirendcn Gegenstandts hervorbringen können. Der ganze Apparat, welcher hinter dem neuen „, Juseunr Ausstellung gefunden bat. zerfällt in zwei wesentliche renn dttMle, w»wen sogenannten Objektiv. Räume, welcher das auf. rt&u\!cm st iÄ- >n allen x haben den flf ittonen � TK ÜÄ Dura wW pasfitt hatte, wmdcn die Paffagiere plötzlich durch ein Erhaltend gellendes Pfeifen der Lokomotive und durch heftiges ..... I v',6ml,n der einzelnen Waggons darauf aufmerksam gemacht, Außerordentliches pasfitt sei. In der That hatte der I im!-,?«* einen Menschen entdeckt, welcher bei dem Heran. desZuges sich quer über die Schienen watt und in Vilser «.fmSK. s s s rr S"*; Rocktasche zog und zum Entsetzen der Passagiere schnell hinter einander 3 Schaffe auf fich abgab, welche ihn ,u Boden streckten. Auf telegraphtsche Meldung seitens des nächsten Bahnwärters nach Oranienburg traf von dort sehr bald ein Arzt ein, welcher lonstatitte, daß der inzwischen besinnungslos gewordene Lebens» müde nicht nur durck den Rechen der Lokomotive schwer am Brustkasten verletzt, sondern auch durch die Schüsse, welche in die linke Brustsette gedmnaen, auf den Tod getroffen sei. Der Unbekannte, ein etwa 60 Jahre aller, sehr fein gekleideter Herr, hatte keinerlei Schttftstücke bei fich, welche Aufschluß über seine Person hättm geben können. Ehe fich der Zug wieder in Be» wegung setzte— die Katastrophe hatte ihn 25 Minuten aufgehalten— verstarb der Unbekannte. Polizribericht. Am 17. d. M., Vormittags wurde in der Treddinettttaße der Arbeiter Müller, aus mehreren Kopf- wunden blutend, auf dem Straßendamm liegend aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Seinen Angaben zufolge ist cr von mehreren unbekannt gebliebenen Personm überfallen und so lange mll Steinen auf den Kopf gefchlaqen worden, bis er bewußtlos niedersank.— An demselben Tage Nachmittags erschoß fich ein Kaufmann in seiner Wohnung in der Gneisenau« sttaße mittelst eines Revolvers, nachdem er zuvor Gist genommen hatte. Die Leiche wurde nach dem Leichenschauhause gebracht. - Um dieselbe Zeit fiel in der Ackerstraße der Ardeller Hübner beim Abladen von Kohlen aus eigener Unvorfichtigkell mit einer Kiepe voll Kohlen vom Wagen und schlug mtt dem Kopfe auf die Deichselstange, so daß er fich eine Gehirnerschütterung zvzog. Auf Anordnung des herbeigerufenen Arztes sollte der Verletzte nach der Charttee gebracht werden, verstarb jedoch schon auf dem Wege dorthin.— An der Ecke der Raupach- und Holzmattt- slraße wurde um dieselbe Zell ein 11 Jahre aller Knabe beim Ueberschreiten des Fahrdammes von einem im starken Trabe um die Ecke biegenden Postwagen über beide Oberschenkel ge- fahren._ Theater. Im Kerlwer Theater trat am Mittwoch Fräulein Odilon in dem Wilbrandt'schen Einakter„Jugendliebe" als Adelheid auf. Fräulein Odilon hat das Schauspielhaus infolge irgend einer hinter den Kouliffen spielenden Jnttigue plötzlich verlaffen, und so war der Beifall, mtt dem fie degrüßt wurde, wohl etwas zum Fenster hinaus gemeint. In der That kann Herr Barnay zufrieden sein, daß er Fräulein Odilon für sein Theater verpflrchtet hat. Die Leistung, die fie bot, war eine recht tüchtige, wenn auch der Charakter der Rolle in ihrem Talente nicht recht zu liegen scheint. Die Adelheid in der „Jugendliebe" ist nicht blos die theatralische Wetter- bere, als welche fie Fräulein Odilon gab. Die Dosts Sentimentalität, die dem Charakter beigemischt ist, kam nicht recht zum Ausdruck. Unter den Mitspielenden ragte Frau Baumeister als schwerhöttge Tante besonders hervor. Diese Künstlerin ist aus einer guten Schule. Fräulein Scholz blieb als Gättnerstochter Betty hinter ihrm dishettgen Leistungen zurück. Die theatralische Dreffur, die alle Natürlichlett erstickt, war bei ihr sehr störend. Auch auf das Kostüm sollte Fräulein Scholz mehr achten. Das lachsfarbene Kleid, das fie trug, war für ein Kränzchen paffend, aber nicht für die Rolle, die fie zu geben hatte._ Gertchts-Zeiwus. ♦ Dl«»adtlschr Turnhalle in der Pttnzensttaße war seit einiger Zett.der Schauplatz fortgesetzter Taschendiebstähle, ohne daß es bisher gelingen wollte, die Diebe bei ihren Ope- rationen abzufassen. So wurden im Juli kurz nacheinander zwei Turner bestohlen, welche ihr Geld in der abgelegten Gar. Veröde zurückgelassen halten. Um nun endlich einmal den Svitz. duden auf die Spur zu kommen, wurde von Seiten der Auf. fichtsbeamtm zu einem eigenartigen Mittel gegriffen; man kam nämlich dahin überein, den Dieben eine Falle zu stellen, und ließ zu diesem Zwecke an jedem Abend, bald an dieser, bald an jener Stelle im Garverodenraum Kleidungsstücke aufhängen, aus deren Taschen, deutlich fichtbar, Uhr und Geldbörse hervor- guckten. Dann wurden in eine den Raum begrenzende Thür mehrere Gucklöcher gebohtt, so daß es möglich war, alle Vor« gänge genau zu beobachten. Am 9. Juli sah der Turnlehrer Kapke durch diese Oeffnunaen und bemerkte zwei Turner, welche fich in ttwaS auffälliger Weise in dem Zimmer zu schaffen machten. Es waren die« der Kaufmannslehrling Felgentreu und der Schreiber Doctor. Während der erstere fich direkt im Räume selbst defand, stand der letztere in einer Pofftion vor der offenen Thür zum Gardcrobenraum, als od cr dott „Schmiere" stehen wollte. Im nächsten Momente sah der Lauscher, daß Felgentreu seine Hand nach dem Köder ausstreckte und ein Portemonnaie in seine Tasche verschwinden ließ. Nun wurde Lärm geschlagen und der in flagranti ertappte Dieb wurde mit seinem Komplizen zur Wache fistirt, wo man die Beiden ernstlich in's Gebet nahm. Felgentreu gestand ein, daß dies schon sein dtttter Diebstahl in der Turnhalle sei, und auch Doctor räumte ein, bei den beiden vorausgegangenen Dieb- stählen„Schmiere" gestanden zu haben, doch sei er an dem letzten Vorfall nicht detbeiligt gewesen. Bei dieser Behauptung verblieb er auch vor dem Schöffengericht. Das geraubte Geld sollte nach getroffener Verabredung brüderlich getbeitt werden; Doctor deklagt fich indeß bitter darüber, daß sein Kollege ihn schon beim zweiten Mal um 1 Mark detrogen habe, indem er ihm den In« halt des Pottemonnaie's so viel gettnger angab. Felgentteu gicbt unter Thiänen auch die Tbatsache zu. Der ftaatsanwaltschaft« liche Antrag lautete auf 5 Wochen Gefängniß für jeden Ange« klagten. Die Vettheidigung hebt hervor, daß die jugendlichen Uebetthäter Söhne angesehener Eltern seien, deren größter Kummer sei, ihre Kinder auf der Anklagedank sehen zu müssen; der Genchtshof möge den jungen Leuten nicht durch ein strenges Urtheil die Zukunft unmöglich machen. Der Gerichtshof ver« vttheilte den 17iähttgen Felgentreu»u 1 Woche und den zwei Jahre älteren Doctor zu 10 Tagen Gefängniß. * El« vielfach vorbestraft»» Kollldleb, der„Arbeiter" Karl Lücke, stand gestern wiederum wegen Diebstahls vor der 4. Straflummer des Landgettcht 1. Diesmal hatte er von einem Wagen in der Wallstraße ein Kolli Manteltuch im Wetthe von 65 Mark genommen. Der Diebstahl wurde aber sofort bemettt und der Thäter mit dem Packete angehattcn. Lücke ist erst am 17. März aus dem Zuchthause entlassen worden und hat fich mith'n nur wenige Monate der Freiheit erfreuen können. Vorläufig werden die Rolllutscher von ihm nicht beunruhigt werden, denn der Gettchtshof schickte ihn wiederum auf 3 Jabre ins Zucht- Haus. Der Staatsanwalt wollte ihm 4 Jahre zudittiren. * DI» Zlatre«» einer Kierhrb» war gestern Gegenstand einer Verhandlung vor der 4. Strafkammer des Landgettcht 1. Matte Pubaus, so hieß die Angeklagte, lag ihrem Berufe als Kellnettn in einem jener Lokale od, deren Eingänge gewöhnlich mit der Ankündigung:„Echte Biere und Weine" geschmückt find. Am 26. September gerieth der Händler Platz, welcher fich an diesem Tage in etwas animitter Stimmung befand, in dieses Lokal, wo er in ttchtiger Würdigung der Sachlage von derIPudaus in„Behandlung" genommen wurde. Der Gast haben wollte.— Die Angeklagte gestand die That ein; fie fühtte als Mttderungsgrund an. daß fie noch einen Hundert» mattschein in der Briestasche zurückgelassen bade und auch später demüht gewesen sei, dem Geschädigten wieder zu seinem volle« Eigentbum zu verhelfen. Der Staatsanwalt wollte die That mit 3 Monaten Gefängniß gesühnt wiffen, aber der Gerichts» Hof glaubte mit Äückffcht auf die hohe Summe und de« bewiesenen Verteauensbrvch auf eine weit höhere Strafe er- kennen zu müssen. Das Urthttl lautete daher auf 6 Monate Gefängniß. El«» a«f versuchten Mord lautende Anklage, we'ch? gestern vor dem Schwurgerichte des Landgerichts I verhandelt wurde, bildete wiederum den Abschluß eines überaus trauttgm Ehelebens. Der auf der Anklagebank befindliche Titchlergefclle Karl Hermann Pohl soll versucht haben, in der Nacht zum 18. Juli d I seine Eheftau ums Leben zu bttngen, indem er fie meuchlings im Bette mit einem Bttle überfiel. Der Ange» klagte, ein bisher unbeschottener Mann von 53 Jahren, bestritt die schwere That und gab von seinem Ebeleben, sowie von dem der Anklage zu Grunde liegenden Vorfall folgende Darstellung: Er stt seit 23 Jahren verheirathet und Vater von sechs lebende« Kindern, von denen der älleste Sohn Emil 22 Jahre und die jüngste Tochter Frieda 11 Jabre alt ist. Es fiel ihm schwer, als Tischlergeselle seine zahlreiche Familie zu ernähren, da der Lohn ttn zu niedttger war. Wenn cr zeitweise in seinem Handwttt Beschäftigung nicht finden konnte, so habe er fich vor keiner an.» deren Arbttt gescheut und selbst bei der Kanalisation gearbeitet. Seine Frau bade durch Maschen zum Unterhalte der Familie beigetragen. Die Behauptung der Anklage, daß er dem Trünke ergeben stt, stt falsch, er habe nicht mehr Schnaps getrunken. wie ttn Handarbeiter dedürfe. Schon seit dem Jahre 1372, als die Wohnungsnoth eintrat und er und seine Familie in Be» drängniß getteth, habe fich das Band zwischen ihm und seiner Eheftau gelockert; es kam häufig zu Zwistigkeiten. Seine Frau habe ihm unberechtigte Vorwürfe gemacht, weil er für fich zu viel verbrauchen sollte, fie habe auch v«sucht, die Kinder ihm zu entfremden, fie gegen ihn auizu- Hetzen und sein väterliches Ansehen völlig zu untergraben. Dies stt ihr besonders dtt seinem ältesten Sohne Emil ge- lungen, der ihn aufs empörendste behandett und diswttlen auch S eschlagen habe. Auch seine Ehefrau habe ihn häufig«iß- andelt und dazu einen Schrubber oder einen Besenstiel d:» nutzt. Er habe dies Leben schließlich nicht länger ettragcrr können und fich von sttner Familie getrennt. Jede Versöhnung. die im Laufe der Jahre wiederholt stattgefunden, bade fich nur von kurzer Dauer erwiesen. Einmal, im Jahre 1885, stt er rorr zwtt Männern überfallen und fürchterlich geschlagen worden; er stt der festen Ueberzeugung, daß seine Eheftau die dttdeu Leute gedungen. Sttt jener Zttt leide er an einer solche« Schwäche im Kopfe, daß er zeitwttse wie grisics- abwesend stt. Im März dieses Jahres habe cr seine Familie, die damals eine Wohnung in der Trebdinerstraße inne hatte, wieder aufgesucht und auch Aufnahme gefunden. Das Zusammenleben wurde bald wieder ttn sehr trübes, seine Ehefrau war mit sttnem Verdienste nicht zuftteden, fie drohte ihm häufig, daß fie ihn wieder hinaus» werfen wollte, und von sttnem Sohn Emil mußte er die schwersten Beschimpfungen erdulden. Am Sonntage, de« 17. Juli, bade wieder eine höchst schwüle Stimmung geherrscht. weil sein Verdienst in der veefloffenen Woche ttn geringer ge» wesen. Man habe ibn den ganzen Tag über wie einen AuS» gestoßmm dehandelt, kttne Notiz von sttner Anwesenhett genommen und ihm weder Speise noch Trank vorgesetzt, obwohl die Seinen ge- meinsame Mahlzeiten hielten. Am Spätnachmittage stt er mit d»m jüngstenKinde allein in derWohnung gewesen, er habe fich für 20$'. Schnaps und eine Flasche Bier holen lassen und fich die Zttt mit Lesen vertrieben. Gegen 9 Uhr Abends stt zuerst stt« Sohn Emil nach Hause gekommen. Derselbe habe ihm ohne irgend ttne Veranlassung und unter Schimpfworten einen st» heftigen Faustschlag gegen den Kopf gegeben, daß ihm die Brille zur Erde fiel. Er habe ihm geflucht und gesagt, daß die Hand verdorren solle, die fich an dem Vater vergreife. Gleich darauf m» u�iiviumcu wuiuc. auci vamii war den Zärtlichkeiten des weiblichen Wesens nicht unzugänglich und— halb zog fie ihn, halb sank er hin ins„Weinzimmer", um einm holden Augenblick des AllttnseinS mit der Liebens. würdigen zu genießen. Doch, kttn Vergnügm ehnc Damen und keine„Damen" ohne Wttn! Getreu diesem Grundsatz wmdm nicht weniger als vier Flaschen die Hälse gebrochen und die dienstttfttge Fee bemühte fich redlich, dem Spender bttm Leeren der Gläser Hilfe zu lttsten, was aber nicht verhinderte, daß fich dieser immer tiefer in eine Stimmung versetzte, die Schiller in den Worten:„Seid umschlungen Millionen" richtig kennzeichnete. Als der vergnügte Händler am nächsten Morgen aus langem Schlafe erwachte, vermißte er aus sttner Geldtasche 760 M., welche er am Abend noch in der Tasche gehabt hatte. Er begab fich nach dieser Entdeckung flugs zur Poliztt und diese ermittelte sofort, daß die Pubaus das Geld gestohlen hatte. Man fand dtt ihr noch 660 Mark vor, während die sehlenden 100 M. von ihrem Liebhaber herbtt« geschafft wurden, der die Summe von ihr geschenkt erhalten seien auck die übrigen Familienmitglieder erschienen, hätten fich in die Küche gesetzt, weil er fich in der Stube defand, und dort gemttnsam zu Abend gegessen, ohne ihm irgend welche Beach» tung zu schenken. Er habe längere Zttt nach sttner Brille suchen muffen. Als er fie gefunden, se: fie so verbogen gewesen, dcch er fie nicht benutzen konnte und da er weiter kein Instrument dtt d« Hand hatte, so habe er fich das Küchendell geholt, um den Bügel wieder gerade zu klopfen. Nachdem dies geschehen. habe er das Beil wieder weggesetzt und es mtt dem Stiele nach oben in die Nähe seines Bettes gestellt. Um 10 Uhr seien die Kinder zu Bett gebracht worden und ttne halbe Stunde später habe feine Frau fich schlafen gelegt. Gegen bald zwölf Ubr habe auch er fich zu Bett begeben, aber durch den Acrger und die Aufregung des verflossenen Tages nicht ttnschlafen können. Nachdem er fich etwa ttne halbe Stunde lang ruhelos umhergc» wälzt, habe er den Entschluß gefaßt, wieder aufzustehen und einen Gang ins Freie zu machen. Halbbellttdet habe cr nach seinen Stiefeln umhergetastet und dabei müsse ihm das Bttl in die Finger gerathen fein. Was nun in den nächsten Minuten vorgegangen, davon wisse er nichts mehr, er müsse fich in einem Zustande der Gttstes- stömna befunden haben. Er stt erst wieder zu fich gekommen durch das Geschrei der ihn umringenden Kinder und habe noch gesehen, wie(ttne Frau fast unbekleidet in die Küche flüchtete. Als die Kinder riefen:„Vater! Vater! Du willst doch nicht die Mutter todtschlagen?" stt es in ihm aufgedämmert, daß er that. sächlich einen°der mehrere Schläge gegen fie geführt habe« muffe; er habe das Beil bei Sttte geworfen, fich vollends ange» zogen und davongehen wollen. Da die tzausthür verschloffen war, so konnteer nicht auf die Straße; er setzte fich auf den Hof hin. Nach ttniger Zttt wurde die Hausthür geöffnet, cs war sein Sohn Emil, der noch von einem Wirtyshausdesucke zurückkehrte. Er stt an ihm vorüber auf die Sttaße getreten, indem er zu rhm sagte:„Gehe'rauf und steh nach Deiner Mutter; das hätte Dir ttgentlich gehört." Als er die Ecke der Tredbinersttaße erreicht hatte, sei ihm(ttn Sohn nachgelaufen aelommen, habe ihn durch Faustschläge gegen den Kopf zu Boden geworfen und dabtt die Worte ausgestoßen:„Der Kerl hat meine Mutter todtgeschlagen!" Jetzt habe auch er glauben muffen, daß er ttn Mörder sei. Er habe fich wieder aufgercffe, um nach der nächsten Polizeiwache zu laufen, ttne Anzahl Menschen wäre ihm gefolgt. Vor dem Polizcibureau anoclairgt, habe em vor der Thür stehender Schutzmann zunächst die Menge zerstreut; er habe dem Beamten gesagt, daß er soeben seine Frau todtgeschlagen habe, aber die Antwort erhalten, er solle morgen ftüh wiederkommen(!). Der Schutz- mann mußte ihn für betrunken gehalten haben. Er stt mm die Nacht hindurch in einer entsetzlichen Gemüthsverfaffung im Thiergarten umhergewandelt und habe gleich nach Eröffnung des Zoologischen Gartens diesen besucht. Dann habe er ein Haus in der Tbiergartenstraße aufgesucht, in welchem fttn- Frau an diesem Tage waschen sollte: vor der Thüre hade cr den Port rer getroffen, den er gefragt habe, ob seine Frau feben da sei. Auf die verneinende Antwort habe er erwidert:„Di« wird auch nicht kommen, denn ichlhabe fie todtgeschlagen." Nun habe er sttne Adficht, fich der Poliztt zu stellen. ausgeführt und fich dem ersten Schutzmann, dem er begegnete, als Mörder seiner Eheftau bezttchnet, worauf sttne Ver» Haftung erfolgt sei. Diese Darstellung des Sachverhalts, wie fie der Angeklagte gab, deckte fich wenig mit der Zeugen» mrnchmung. Sttne Eheftau und sttne Kinder erklärte« sämmtlich, daß fie gegen ihren Vater aussagen wollten, und fie thatm es. Seine Eheftau schllderte ihn als einen arbci s» unlustigen Mann, der ihr die größte Last zur Aufbringung des Unterhalts aufbürdete und den größten Thcil seines Verdienstes vertrank. Er stt fast immer in etwas angetrunkenem Zustand« Eitftn, habe sie und die Kinder dann ohne Grund miß« delt und wiederholt Drohungen ausgestoßen, daß er ihr das Ledm nehmen würde. Sie habe diese Drohungen ernst genommen und in fortwährender Angst geschwebt. Auch an dem Sonntage, den 17. Juli, habe er fich höchst unwirsch gezeigt und wiederholt Skandal gemacht. Da er nicht zu essen verlangte, habe man ihm auch nichts angebotm. Die Ä-ugin dcstrttt, daß der Angeklagte mißbandest worden sei. Als sie sich an dem fraglichen Abende zu Bette gelegt, habe ste, von einer eigenthümlichen Angst defallm, keine Ruhe zu finden ver« macht. Gegen 12 Uhr sei ihr Mann, der fich bis dahin im Bitte umhergewälzt und fortwährend unverständliche Selbst« gesxräche geführt habe, wieder aufgestanden. Sein Bett habe derart neben dem ihrigen gestanden, daß das Fußende ihres BetteS an das Kopfende des seinigen stieß und ste sei so in der Laie gewesen, j.de seiner Bewegungen zu überwachen. Der Angeklagte habe fich die Beinkleider und Stiefel angezogen, sei dann leise an das Kepfende seines Bettes heran« getreten und habe unter dem Kopfkiffen das Beil Hervorgehott, mtt dem er auf fie zutrat. Er hielt das Beil in der hoch er- brbenm Rechten und im nächsten Augenblicke, bevor fie vor Entfetten einen Schrei auszustoßen vermochte, führte er mtt voller Wucht einen Hieb gegen ihren Kopf. Die Zeugin hielt schüttend den Arm und gleichzeitig die Bettdecke vor den Kopf, der Schlag traf den Arm und ebenfalls ein zweiter Schlag, den der Angeklagte unmittelbar darauf folgen ließ. Jetzt stieß die Bedrohte gellende Hilferufe aus und versuchte, zum Bette hinauszuspringen, hierbei erhielt sie noch einen dritten Schlag, der den reckten Schenkel traf. Jetzt gelang es ibr, das Bett zu verlaffen. Mit der Linken sein vor ihm stehendes Opfer am Arme festhaltend, hoste der Angellagte wiederum zum Schlage aus. In diesem Augenblicke fiel ihm seine löjährige Tochter Sophie, die nebst ihren Geschwistern bei dem grauenbasten Anblicke aus dem Bette gesprungen war, in den Arm, der Angeklagte, der seiner Tochter die Motte zurief:„Laß mich, oder ick schlage Dich auch todt!" zögerte einen Augenblick und diesen Moment benutzte die Zeugin. um sich loszureißen und in die Küche zu flüchten. Sie ist von da zu einer Rachbaiin geeilt, um Schutz zu suchen. Die Zeugin will niemals irgend ein Zeichen von Geistesstörung an ihrem Manne wahrgenommen haben, selbst wenn er unter dem Einfluß des Branniweins stand; er sei immer Herr seiner Handlungen gewesen. Wahrscheinlich sei er aber etwas anzetrunken gewesen, als er die Tbat beging. Die Zeugin nimmt an, daß der An» gettagte am Rachmittage während des Alleinseins das Berbrrchen geplant und das Beil unter sein Kopsliffen gelegt hat.— Die zweite Zeugin, Sophie ,Pohl, bestätigt im Wesentlichen die Aussage ihrer Matter. Auch ste entwirft ein trübes Bild von dem Zusammenleben ihrer Estern, fie erzähll mehrere Episoden, wodurch der rohe Charatter des Angeklagten gekennzeichnet wird, und bebaap'et, daß derselbe der allein schuldige Theil war.— Der Sohn des Angeklagten Emil bestätigt, daß der Vater die Mutter wiederholt mißhandelt habe, so daß er selbst in der Lage war, seine Mutter zu schüyen; er bestreitet aber, daß er den Atter mehrfach geschlagen habe. Der Zeuge überreicht dem Ge« r chtsbok den Brief, welchen der Anklagte am 17. Juli an den Sohn Max gerichtet hat. Der Eingang des Briefes lautet: �Lieber Mar. leb wohl und verzeihe mir!" Da der wettere I aHalt des Briefes, von welchem der Zeuge Einficht zu nehmen lÄttegenhüt hatte, denselben döse abmalte, so ist es darüber zwischen diesem und dem Vater zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen. An demselben Sonntag, 17. Juli habe der Vttcr einige Eier roh ausgetrunken, die Schalen der Mutter an den Kopf geworfen und Drohungen ausgestoßen. An solchen habe es euch vorher schon nicht gefehlt, namentlich hat er einmal dttrft gedroht, seine Frau todt zu schlagen, und zu dem andern Sohne in dieser Bez'evung gesagt:„Lieber Max. im nächsten Jrhre zu Weihaachten hast Du keine Mutter mehr." _..... Das Bett habe an dem Tage der That bestimmt in der Küche gehangen. Der Zeuge stellt die Sache so dar, daß er nach seiner Nach« hruselunft das Vorgefallene von der Schwester erfabren habe, de* Vater nachgelaufen sei und vorgeworsen habe:„Wie kannst Du so etwas thun, Du hast ja die Mutter todt geschlagen!" Der Angellagte habe erwidert:„Mtt Dtt mache ich's ebenso," dann sei er mit dem Sohne handgemein geworden, bis Menschen hinzukamen, die fich auf die Seite des Angeklagten stell:«,.— Geistesstörungen hat der Zeuge bei dem Vater nicht mahraencmmen. wenn derselbe auch mehrfach betrunken gewesen ist. Die übrigen Zeugen, mit denen der Angeklagte nach der That in Berührung gekommen ist, bekunden übereinstimmend, daß derselbe ihnen wohl aufgeregt, aber keineswegs geistesgestött er« schienen. Der Kriminalkommissar Damm, der das erste Protokoll mtt ihm aufgencmmen hat, bekundet, daß der Angellagte seine Antwotten in höchst gleit gilligcm Tone und fast mit lächeln« dem Munde ettheilt habe. Von den geladenen Entlastungs- zeugen wußte keiner zu bekunden, daß der Angeklagte seitens feiner Angehörigen eine schlechte Behandlung erdulven mußte. Der ärztliche Sachverständige, Kreispbgfikus Dr. Mitlenzweig, biett den Angeklagten weder für geisteskrank noch für geistesschwach. Sein ganzes Ver basten währendderUntersuchung und besonders seineAtt, sich zu vertheidigen, spreche eher im eine besondere Intelligenz. Sein Gcdächtniß sei geradezu brillant und sein Denken und seine Aus- drucke weise seien t olgettchrig, alli s Kennzeichen, daß der Ange« klagte sich im vollen Besitze seiner Geisteskräfte befinde und auch trotz des Schnapsgenuffes zur Zeit der Thtt befunden habe. Düscm Guckten schloß sich der Mediz'nalrtth Dr. Long voll «nd ganz an; er könne den Angeklagten am besten mit dem riazigen Wort„helle" bezeichnen. Die Verletzungen, welche die Ehefrau Pobl am Arme und Schenkel erlitten, find dank der schützenden B itdecke nicht sehr erheblich gewesen und nach einigen Wochen ohne dauernde nachrhettige Felgen gehellt.— Hiermit wurde die Beweisaufnahme geschloffen. Der Staals- imwall plödirte für schuldig in vollem Sinne der Anllage. während der Verthiidiger die That nur als eine ickwere Körperverletzung angesehen wiffen wollte.— Die Geschworenen sprachen den Angeklcgten schuldig des ver» suchten Mordes. Der Staatsanwalt beantragte eine Zuchthausstrafe von sechs Jahren. Der Gerichtshof ging indeffen noch über den Antrag hmaus und erkannte auf acht Jahre Zuchthaus, acht Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Der Angeklagte nahm das Ur» thell ruvig entgegen und meinte nur:„Es sei ein bischen sehr back." Auch seine Famllienmttglieder zeigten keine Spur von � Ißef Waldeset oder die Folge« der Zurpstatg. Waldrsel ist ein Delikt, d h. ein strafwürdiges Vergehen, ober genauer: Wenn man ein menscbliches Wesen„Watdesel" nennt, so ist dies eine Beleidigung. Darüber kann es keinen Zweifel geben. Und daß Herr Johann Brenneisl einem dickleibigen Herrn diises zugerufen hatte, unterlag ebenfalls keinem Zweifel; ein Dutzend Gaste vom„Alpenjäger" halten es gehört. Der fette Herr zwängt fich im Gasthaus zwischen zwei Tischen durch und schien hierbei Hm» Brenneisl einen heftigen Sioß versetzt zu haben, denn Herr Brenneisl stieß einen furchtbaren Schrei aus. griff nach seinem rechten Oberarme und rief sodann dem Herrn zu: „Können's denn net aufsckau'n, rö Waldesel?" Der dicke Herr taumelte förmlich zurück od dieser Ansprache. .Wieso... Waldesel?" keucht« er. „Weil's einer sein," erwidette Herr Brenneisl km, und setzte sich nieder..._.. Der Beleidigte ging wottlos von bannen, so daß es den Anschein hatte, als od es Herrn Brenneisl gelungen sei, ihn vollständig zu überzeugen. In Wttllickkeit aber erkundigte er sich bei dem Wiuh nach Namen und Wohnott des Brenneisl und machte schon am nächsten Tage das Bezirksgericht zum Rächer seiner Ehre. Als Herr Brrnrnisl nach vierzehn T gen die Vor- iaboig in Sachen Ernanucl Liedl, emerit.'Notar, con ra Johann Brenn«! l, Hausmeister, empfing, halte er bereits vergeffen, daß sein Gewissen mtt einem„Waldesel" belastet sei. Der Gegen- stand der Vorladung war ihm erst llar, als er im Amtsgcbäude den dicken Herrn amraf, welcher bei seinem Anblick durch mehr- maliges Schnauben verrieth, w welch' heftiger Gemüthsdewegung er fich definde. „Ader, lieber Herr," sagte Herr Brenneisl zutraulich,„Sie werden doch nicht wegen neulich..." Der dicke Herr ließ ihn nickt aussprechen:„Waldesel," schnaubte er,„Waldesel... öffentlich... vor mehreren Leuten.. meine Ehre, o nein.. Waldesel muß bestraft werden." Sie wurden beide vor den Richter gerufm. Was Herr Brenneisl gegen die Klage vorzudringen hätte, fragte der Richter. Herr Brenneisl schaute den Richter freundlich an und nickte mtt dem Kopfe. „Sie geben fich also schuldig?" „Ja, mtt mildernde Umständ'," sagte Herr Brenneisl. Der Richter betrachtete ihn mit zweifelvollen Blicken. „Ra, na, i bin ka Narr, Herr Rath," fuhr Brenneisl, die Blicke richtig deutend, fort,„i Hab' alle Fünfe deisamm', aber i sag Ihnen nochmal, d' Impfung is Schuld, sonst nix, und wanns mi verzählen lassen woll'n, so werden's glei begreifen, wie fi' die G'schicht z'samme reimt." „Ader faffen Sie fich gefälligst kurz." „Natürli, Herr Rath, natürlr, i bin ja g'wöhnt von meine Parteien aus, daß i net a Wort z'oiel red'. Also d' Sach' war so: Vor a paar Monat' schon penzt mci Alte in mi' nein: Schani, laß Di impfe! Gieb' mir a Ruah, sag' i zu ihr, mtt'n Jmpf'n macht ma den llan' Kindern a Freud', net aber so nn alten Waldesel, wie i einer bin..(zum Kläger gewendet) na segen's hie müaßt i mi selber anllag'n— der Mensch bat hall sein Lieblings« ausdrück'(fortfahrend): Aber die Pmzerei hat net ausg'hört, bis i endli' schiach word'n bin und g'sagt Hab: F'x Salker- ment no mal, so laß i ml halt impfe! Aber net mir Kinder- impft, oder wia man da sagt, meint mei Alte. Na, sag' i, i wir' mir schon a bejahrte Kuh aussuchen. I Hab' mir nämlich vorg'stellt, daß man in ein Marstall geht und fich das Stück Vieh aussuchen kann, von dem man g'impst werden will. Derwell. wie i ins Jmpftnstttut komm', liegt ein anzig's Kaldel auf ein Tisch und plärrt, das arme Viech.." „Sollte fich Ihre Verantwortung nicht kürzer faffen lassen?" bemerkte hier der Richter,„das Benehmen dcs Kaldcs scheint mir denn doch nicht»ur Sache zu gehören." „Bitt' um Entschuldigung. Herr Ratb, aber's Kalbel is ja das Wichtigste bei der Impfung, und die Impfung is mei wichtigster MUderungsgrund. Also, Kalbel plärrt, und die Kinder, auch und der Dottor plärrte nit weh! Kurz, mtt is; Endli kommt d' Reih an mi.„( rafaszinirt werd'n?" fragt- der Doktor. Ja, sag'i, wird denn das Kaldel da net z'jung sein für mi? Darauf iaht er und meint: Ja, glauvin's denn, für Ihnen wird m'r an alt'n Auerochsen daherlegen? Das hat trn' gift. Na. na, sag i, deswegen drauchen's mi ja no' kan blind'n Wüstenhun z'schimpfen— und bald wär'n m'r streitend word'n. I Hab' mi nur z'-ück- »'hatten, weil i mi' g'sürcht Hab', er thut mir was an mtt'n Lanzett. Jmwährendcm er mir'n ersten Stich gicbt in Arm, steck i, daß an der Wand a Menge Figuren tanzen. Herr Dottor sag i, t brauch a so an Zerstreuung net, das is für die Kinder. Er red't gar nix, hat mi aber aus Rach'n zwa tmpsslich adzijag'n woll'n, mdem er mir nur viere geb'n hat. h' da Hab' i mi' aber um mein Thell ang'nemmen. Was, sag' i, nur vier Strich um zwa Gulden, das ist la G'schäft; glei geben's no paar' d'rauf. Er hat sei Schmutzerei a emg'seg'n und mtt dö zwa Jmpfstich d'rauf geb'n, daß's sechst war'n, drei auf jeden Arm. Was soll i Jhna lang verzähl'»— nach acht Täg' krieg i Ihnen Schmerzen in die Arm, das i hält' schrei'n mög'n. und wie's grab' am ärgsten war, stoßt mi der Herr da im Gasthaus aus'n rechten Aim. I hätt'n z'reißn mög'n, so hat er mtt wih than, und's eh no' an Wunder, daß dte G'schicht so gut ausgegangen is mtt ein bloßen Walvesel, was halt mei Sprüchwort is." Der Richter wendete fich nunmehr an den dicken Herrn mit der üblichen Frage, od derselbe einem Ausgleich gegen Ehrenerllärung abgeneigt Widec Erwarten zeigte sich der Kläger bierzu derett und gab nach Unterzeich. MBMg des ProtoloLs folgende kurzathmige Erklärung seiner plötzlichen Milde:„Waldesel entschuldbar... Schmerz wider- wältig... weiß das seit drei Tagen, selber geimpft worden... Sebnengeschwutst... Höllenqual... Jammer! O Jenner! L Pasteur!" W>Wig daß ich Ihnen sag', das die da war'n, plärr'n auch allweil:'s tbut ganz entcrisch word'n. Tie woll'n alsdann auch Verantwortlicher Redakteur: N ereine»nd versamml»»«»». Der Fachverew der Fithographirsteinschleifer und Berufsgenoffen hielt am 15. d. M. in Seefeld's Lokal, Grenadierstraße 33, seine Generalversammlung ad. Die Tages ordnung lautete: 1. Kassenbericht. 2. Vortrag des Herrn F. Rose. Thema: Rückblicke auf die Versammlung vom 17. v. M. mit besonderer Berückfichtigung des an dtt Präger erlaffenen Auftufs. Nachdem der Kaff.nbericht verlesen, wurde dem Kaifirer auf Antrag der Revisoren Deckarge ettheilt. Zum 2. Punkt der Tagesordnung nahm Herr Rose als Referent das Wort. Anknüpfend an den erlaffenen Aufruf spricht Redner sein Bedauern darüber aus. daß nicht einmal die mitunter- zeichneten Präger Veranlaffung genommen haben, fich als Mitglieder aufnehmen zu lasten. Schon das über dem Aufruf stehende Motto müßte dtt Präger an- spornen, fich-----:n----""'' schein, als od den, sich dem_____|__ denkende Arbeiter müßte wissen, was ein Fachverein bezweckt, amernemR aÄÄÄ'ra swä wutbigen lassen, sondern mtt neuen Kräften vor. watts stredkn, um so allmälig das voraestccktt Ziel MM wm N.«»onttei« in Berlin. Rcnnthaler, von den beiden Festkomitee beim dritten Stiftungsfest im Böhmischen Bo haben zu schulden kommen lassen. Der Vorgang schiedencn Herren beobachtet worden. Auf einstimav der Versammlung wurden ste aus dem Verein* Der Vorsitzende stellte hierauf folgenden AntW wägung, daß uns dtt Vergangenheit getthrt, Vorthett für eine Vereinigung wie die unsere steuern innerhalb derselben zu erheben, da diese nachtheilig gewirkt hat, unklar ist und Unzus Kreise der Mitzlttdcr trägt, so beschließt dte lung, den Gincralfonds aufzuheben und das der Fachvereinslafie einzuverleiben, und spricht Wartung aus, dadurch eine Gleichmäßigkeit herz Bei etwaigen Unterstützungen auf Grund dek v tuts soll jedem Mitglied bei eintretenden Fällen %47 erscheint tägl llr's Haus r 4 Mark. G einer gleichmäßigen Vereinsbeisteuer gerecht geword« Auf diesen Antrag, der angenommen wurde, w® maliges Hoch ausgebracht. Kollege Wallenthin M zum Weihnachtsfest eine Matinee veranstaltet«f. Dieser Antrag wurde angenommen. Die beiden»' in Magdeburg waren, thellen mit, daß fie sehr vfangen worden seien, und daß die Magdeburg«- Hoffnung ausgesprochen hätten, in der Zukunft ip kräftigen und zu stärken. Die nächste Versammwi 11. November statt. Freie Bereinigung aller in der chirurgis«" beschäftigten Berufsgenoffen. Den Mitgliedern Z»: daß die fällige Generalversammlunz erst in H' findet. Näheres wird bekannt gemacht. Allgemeine Kranken- und Kterbekafle»>! Arbeiter(E. H. 29 Hamburg) Filiale Berlin&• Versammlung am Sonnabend, den 20. d. M., Lothringerstr. 81 bei Ackermann. Tagesordnung:? Verschiedene?. Die Kranken-»nd Kegräbnißka sämmtlicher Kernfoklasse«(E. H.). Zav Sonnabend Abend 8 Uhr Flottwellstraße 5, bei Versammlung ad. Neue Mitglieder werden das» den Herren Peter, Magdeburgerstr. 22; Jscharo?-! Uraße 20; Laugwitz, Nollcndorfplatz 8; Dermtt» iinfet S strecke 6; Daume, Körnerstr. 23; Münzberg,. Tattert, Blücherstaße 10; M. Zelfiz, Hornstraß- nommen.**"v oo, Kranken-«nd KegrabnMasse de« Der»? rüderer Bert licher Kerufsklasseu. Merlin II(E. H. 2). 9»->» den Hen der( am ..... Sonnabend in der Prinzenstr. 79. Aufnab«- Burkhardt, 3 glieder beidertti Gcschiecht» und jeglicher Berufst� schienen ist, u von 14-45 Jahren in jeder Versammlung, p Politiker verd KüKnelt, Tellowerstt. 13a, und beim Kai fit« o-.t. machet, Mariannenstr. 8, Hof 3 Tr., Abends 8- 10-1 Uhr. Veneralversammlnng de« Schleifer am Sonntag, den 21. d bei Wolff und Krüger. Allgemeine Kranken-«nd Kterbekass' arbeiter(E. H. 29. Hamburg). Filiale Berlins Zahre verfloß lung am Sonntag, den 21. d. M., Vormittags" teufelstr. 90. Besprechung über das neue Statut und Derein Kerliner Nagelschmirde.® 21. d. M., �Vormittags 10 Uhr, Lichtenbergersi� Generalversammlung. Taxesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Gewerkschaftliches. 3. Verschb kästen.— Gäste find willkommen. sichtliche Tabe und so ei» T der schweizeri' Forderungen und ihrer Ve Zm Bor über dtt Erkr schloffen habe eine frühere erst erfolgen! demerkt wir) keinen Abb« Kranken- u»! Kleine Mittheiln«� An« der sächsischen vberlanfik. Dtt° niffe in unserer Lderlausiy längs der Lande! immer unerquicklicher. Eine Eigenrhümlichteit*" orte ist, daß diese meist zwischen 3- 0000 Ei: Dörfer fich oft stundenlang hinziehen. Als dcq mittel hat sich deshalb das Rettrad eingedür dtt Zollbehörden dem Verkehr der Stahlroß herüber über die Grenze keinerlei Sckwttrigb einmal wird jetzt verlanot, daß beim Uederja" der Volldetrag für das R.'ittad hintnttgt, bic. plomdirt werden soll, während der Zolldettag »Ä S MÄS i'! legen, sodann nutzen, da er gezwungen aber kann er dos Reitrad!?e.m Setuf« e Uhr) und" noch dam" dasselbe Grenzamt Mortalität d wenn er wegen der Wiedererlangung des Zo»" habe. Ebens vas IKetirao vor Schluß der Beitrag zm 5 Der um! in allen weit führen, wichtigsten fi Verfaffer selb ziehen, beschri Die Ve Hauptsache ih überhaupt tro die Fabrttarö muß:„welch! Was de VWfcVWi»»VUI�WVIIV Vtv— 17 � y über dieselbe Grenzstation zurückocrgütet Maßregel wird aber der Verkehr mtt Zwei' un? kich Zederman dtt Arbetter und Handwerker(denn namenut® � industrielle» 3 sich dieses Fortbewegungsmittels) sehr deschtan» Ges indbeit u, henn<>i n tn n i ff.-ena fRr.CAiZfieittvnntl"l j■•— fei, etwa in 1 Schwierigkeiten sich aussetzen will.„m gesundheitlich An» der Schweiz. In Lugano wurde°.y_____ wagen ein Sack mtt 3900 Fr. in 57 Stucke« A-- eine dortige Bank mtt acht annderm Säcke« 6 j) an ein Bankhaus der inneren Schwei» sendctt-, erfolgte in dem Augenblicke, als die Postange«� schäftigt waren, die Fahrpoüstücke aus dem V» tostfourgon des Eisendahnwagens hinudert« trafuntersuchung wurde sofort in Gang Stunde konnte aber der Dieb noch nicht werden. cn««»wck■otot Di> »u« b N-n-ste Nachricht Kämmtliche Angeklagte in dem So- Offenburg(Dr. Walther, G-''»elrt en Verhandlung, wie uns ein Pnvaii J] 8 e �" r 0 e n und die Kosten der � Konsivkatio» der„Freisinnigen Konfiskation wegen strassälliger Ennneru«�' Frttdrich innerhalb weniger Tage ist am folgt und hat nach Miiihcilung hiefiger W; f ausgäbe der„Freisinnigen Zetiuna" betreff«'-.» gäbe deffelben Inhalts in Broschürenforw wordm. Selegraxhisch» (Wolff's Telegraphen. «Iberfeld, Donnerstag, 13. Oktober fünf Zeitungen verschiedener Parteistelluna bresiaen Strifkammer wegen vorzeitiger «i kröffnungsbeschlusseS in dem vor le 30 Mark Sttafe verurthettt. . Donnerstag, 18. Ovober. D» oet Deputirkenkammer hat es adgelchnl'. Deputirten Tugut de la Fanconnertt, Rev'.ston der Verfassung das Land befragt wagung zu ziehen. Sri-fk«ste»»er «« Anfragen bitten wir die Abonnementb-OulN«� J Antwort wird nicht»rt»*4U � vyrem Wunsche nachkommen. Näheres 205