ntelfüi4- Sonntag, den 28. Oktober 1888. 5. Iatzrx« lreise. albe uon 13 M>' lots von M' et.• Brgsn für dir Interessen der Arbeiter. � Da»„Berliner»olk«blatt" 7's, I",• r??°uker nach Sonn, und Festtagen. AbonnementZprei» für Berlin frei '.. 4 Marl, vronatlich 1,35 Mari, wöchentlich 35 Pf. Postabonncment Ntttaa 1' /re-ne? mtt Pl- Sonntags-Nuinmer mit dem„SonntagS-Blatt" 10 Pf. UUiUy(Emgetragen m der PoiUeiwnasvreisliste für 1888 unter Nr. 849.) ufetftqf"------ JnsertionSgcbnhr ' Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei . werden bis 4 UKr Ziachmittag» ", nnu n. I.. u j.t ii,[viuii vvi* allen Annoneen-Äureau�, obne Erhöhung des Preises, angenommen. tagiiw�. Redaktion! K-nthstraß- S.— Grxedttio«: Zimmerstrahr 44. 'inber Abonnements-EmladUAg. Für den Monat November eröffnen wir ein neues Abonne« t auf das erliner Uolksblatt" » dem wöchentlich erscheinenden Konntagnblertt. cy/rfnt# Das»olhobUti'' vrtritt in jeder Beziehung ; Jntcreffen der werltbätigen Bevölkerung. Es ist Pflicht Jeden, dem das Wohl der Arbeiter am Herzen liegt, ern 0 twgy �gan der sozialdemokratischen Arbeiterpartei zu lesen. inberWH Fort mit den Banra.»,-,.,--— inber» B n- u. Tischler werblichek� -'S»«ili�J -Urrs-? C{lobet, Gerlach ■Crtm i 3. L des P mg bittet�, M —, v..»vfcb\*ni u�tn wioGiiGipcinci ju ic�cn. Fort mit den Bourgeoisdlättern, Arbeiter Berlins, in denen täqlich beschimpft und verspottet werdet, schaart Euch um ; Organ, welches Euch nun schon seit Jahren treu zur Seite , welches unentwegt eintritt für die Freiheit und Emausi- to« des wertthättgen Volkes! Im Feuilleton unseres Blattes veröffentlichen wir rv>— � �— von .» octöyycriiit Raskowikow Kedor Dostojewski. -- 1 Wl-,—'■— _ V�,• r-- Wir machen auf diesen bedeutenden Roman des großen fsischen Realisten besonders aufmerksam. Der Abonnementsprei« beträgt frei in» Kau» monatlich Mark 35 Pf., wöchentlich 35 Pf. Bei Selbstabholung £ unserer Expedition. 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[27 Z or. ör., m Kapitel XV. Genetal Bluster spinnt Ränke. '-eiunn ßm-ie 6Lc.eit 0 Bluster hatte gerade eine Be- ."�chtedenen Eisenbahnbaronen aus seinem einL, m e,1.? �een�et. Sie waren mit dem General, «• �«otfampser der Arbett, sehr zufrieden und hatten ,1/g Qp9e gelacht bei der Erzählung seiner verschiedenen . Wlt. den modernen Reformatoren der Arbeit. -AmM? Simpson, wie sie über polittsche war besonders wirkungsvoll und die Ge- von damit er im utopistischen die \t � mer der Arven uno lyre uiopi,nicye! aßWmmme« i Tr,.tf— i -______. Eleu. der General rief mit seiner ein trat der tapfere Krieger „Sie sehen nicht ganz wohl aus. Warum tragen Sie Arm'in einer Binde, mein Junge?" Ptfuidw I«Der Arm ist verrenkt und eine schmerzliche Erinnerung ".das, was mich herführt. Ich brauche Ihren Rath und «stand." ßiCJLV„Sprechen Sie sich aus, Sohn des Mars." g-.frt„Die Sache ist folgende, mein General; ich erlaubte zahlt zu machen. In Rom wird nichts geschenkt und wenn man dort einmal fordert, ist man nicht gerade bescheiden. Zwar hat der„Gefangene im Vatikan" die Gewohnheit, sich als einen demüthigen Diener der Kirche zu geben, der sich auf eine rein moralische Macht stütze. Es mag auch einzelne Gegenden geben, wo das beschränkte Landvolk glaubt, der Papst liege in einer engen Zelle gefangen und müffe auf Stroh schlafen. Zur Zeit der Absetzung Piu» IX. sind auch Bilder verbreitet worden, die den Papst in einer solchen Situation darstellten. Daß Leo XIII. sich einen eignen Keller bauen lassen mußte, um den zu seinem Jubiläum ihm gespendeten Wein unterbringen zu können, ist bekannt, und die reichen Geldmittel, die bei jener Gelegenheit zu« sammenflossen, können als Beweis dienen, daß das Papst- thum keine bloS„moralische" Macht ist. Als vor 18 Jahren der Kirchenstaat, diese Verkörperung mittelalterlichen Despotismus, aus der Welt geschafft wurde, da hofften viele, mit dieser Grundlage weltlicher Macht werde auch daS Papstthum selbst verschwinden. Es ist nicht verschwunden; seine Autorität ragt neu gekräftigt wie ein finsterer Thurm aus dem Mittel- alter in unsere moderne Zeit herein. Daß das so ist, da- für kann man verschiedene Ursachen anführen; die deutsche resp. preußische Kirchenpolitik hat aber ihr gemessen Theil dazu beigetragen. Dem durch die Einziehung deS Kirchen- staateS äußerst geschwächten Papstthum erwuchs in Deutsch- land eine neue und kräftige Partei in Gestalt deS Zen- trumS; dem in allen Fugen wankenden Stuhl Petri konnte gar kein größerer Gefallen erwiesen werden, als die Mai- gesetzgebung, die den famosen Kulturkampf nach sich zog. Die Katholiken wurden dadurch in Deutschland wieder zur geschlossenen Masse, die ihre ganze Widerstandsfähig- ■«issalten konnte. und die Oppositionsstellung, m welche die katholische Kirche plötzlich gedrängt wurde, Ür � Zentrumspartei populär, so daß sie trotz aller polizeilichen Verfolgungen ihren Einfluß in ungeheurem Maße wachsen sah. Während der fade Liberalismus so oornirt war, diesen Kulturkampf als die glänzendste Episode des neuen Deutschen Reich» zu betrachten, sah die Regierung schon nach einigen Jahren, daß sie mit der Maigesctzgebung mir einen mächtigen Gegner noch mächtiger gemacht hatte. Der Kulturkampf wurde nach und nach eingestellt, wenn auch die Maigesetze nicht aufgehoben wurden. So kam eS, daß der verfolgte Gegner einen vollständigen Triumph errang, denn das Zentrum war lange Zeit die stärkste parlamentarische Fraktion und kann heute noch inkdea meisten Fragen den Ausschlag geben. So erlangte der arme gefangene Mann im Vatikan Einfluß auf die deutsche Gesetzgebung. Denn das Zentrum, dessen Unterstützung für die Regierung immer nur eine zweifelhaste blieb, ließ sich für alle Gefälligkeiten reichlich belohnen. Der Regierung war daS Zentrum offenbar sehr unbe- mir vorgestern in meinem Gewächshaus einige Artigkeiten gegen das Mädchen, das meine Nichte unterrichtete, dabei wurden wir von dem höllischen Schuft, dem Metallarbeiter, unterbrochen, für de» Sie sich so sehr interessiren, und da er mich überrumpelte, wurde ich ein paar Mal gettoffen — Sie verstehen— ehe ich mich vertheidigen konnte.')" Nun fiel der Staatsmann ein: „Das Vertheidigen würde Ihnen wohl auch wenig ge- nützt haben, wenn dieser athletische Bär in Wuth war. Er verdarb Ihnen eine verteufelt angenehme Gelegenheit; das Mädchen würde sich jedenfalls nicht spröde gezeigt haben, wenn er nicht dazwischen gekommen wäre." „Ich weiß nicht, General; sie ist ein verwünscht ab- sonderliches Frauenzimmer und ich begreife sie ganz und gar nicht. Ich glaubte nicht, daß eine ihrer Klasse mir widerstehen könnte; aber, mein Freund, um die Wahrheit zu sagen, sie wehrte sich wie eine Tigerin, noch ehe ihr Lieb- Haber erschien." „Das ist ja eine verteufelte Geschichte," meinte der General,„aber wie sind denn jetzt Ihre Beziehungen zu ihr, Kapitän? Haben Sie vor, sie ganz aufzugeben?" „Ja, mein lieber General, sie hat mein Hau» verlassen, und sie können mit ihr machen, was Sie wollen, nachdem Sie mir aus der Verlegenhett, in die sie mich gesetzt, ge- Holsen haben." „Sie wird natürlich eine Erpressungskomödie in Szene setzet,— Sie wegen unsittlichen Anfalls verklagen und die Klage dann zurückziehen, wenn Sie ihr ein hübsche» Schmer- zenSgeld anbieten." „Nein, ich glaube nicht, daß sie nach dieser Richtung hin etwas thun wird; nichtsdestoweniger wird diese» kleine Abenteuer mich fünzigtausend Dollars kosten." „Was zum Henker sagen Sie da?" rief der Staat»- mann aus,„wie ist das möglich?" „Sehen Sie," antwortete der Krieger,„meine kleine Cousine sah etwas von der Sache, verließ mein Haus und ') Nach den Regeln der Boxkunde. quem, da eS bei den Wahlen immer wieder als Opposition»- partei auftrat und zu einem zuverlässigen Bundesgenossen nicht gemacht werden konnte. Man griff zu dem eigen- thümlichsten Mittel, das sich unter diesen Umständen denken , ließ: man schloß über die Köpfe deS Zentrums hinweg einen Pakt mit dem Papste und ließ diesen während der Wahlbewegung eine förmliche Diversion in den Rücken deS Zentrums machen. Einen Augenblick schien es auch, als sollte der bisher festgeschlossene UltramontaniSmuS sich in eine allgemeine Verwirrung verwandeln. Aber auch nur einen Augenblick; dann fand sich diese Partei mit der bei ihr historisch gewordenen Geschmeidigkeit auch in die neue Situation. Die Zugeständnisse, welche die deutsche Regierung dem Papst machte, waren diesem ein angenehmes Geschenk; aber das Verhältniß zwischen der deutschen Re- gierung und dem Zentrum blieb ganz dasselbe. Man hatte gar nichts gewonnen und die Staatsmänner im Vatikan hatten einen neuen Beweis für ihre Schlauheit geliefert. Unter solchen Umständen konnte man erwarten, daß Papstthum und UltramontaniSmuS, gestützt auf die bisherigen Erfolge, sich in den kühnsten Träumen wiegen würden. Sie träumen vor allem von der Wiederher- stellung des Kirchenstaats. An die Reise des oeutschen Kaiser» nach Rom knüpften sie Hoffnungen, die geradezu als verwegen erscheinen mußten. Es gehört doch ei» starke» Stück Köhlerglauben dazu, ernstlich die Wieder- auftichtung des Kirchenstaats für möglich zu halten. Von Seiten der deutschen Diplomatie ist zwar das Verlangen, Deutschland möge das Streben nach Wiederherstellung der weltlichen Macht des Papstes unterstütze», in ziemlich schroffer Form abgewiesen worden, aber die Thatsache, daß ein solches Verlangen überhaupt gestellt werden konnte, beweist, daß der Papst ein gefährlicher Freund ist. Wenn man die Bahn betrachtet, welche die deutsche Kirchenpolittk seit dem Beginn deS Kulturkampfes durchlaufen hat, wenn man erwägt, wie heftig das Papstthum im Kulwrkampf angegriffen wurde, und wenn man sieht, wie der Papst es wagen kann, von der deutschen Re- gierung allen Ernstes die Wiederauftichwng seiner weltlichen Macht zu verlangen, dann kann man die Fehler, die in diesem Kulturkampf enthalten sind, erst in ihrer ganze» Tragweite überblicken. Wir sind nicht erbaut von der Entwicklung der Dinge in Italien. Aber so weit ist Italien denn noch nicht vor» geschritten, daß der Kirchenstaat eine Unmöglichkeit ge- worden ist. Deshalb wird auch die Frage vom Kirchenstaat, soweit man überhaupt von einer solchen sprechen kann, nicht zu Konflikten der Mächte führen, wie einige ultramontane Blätter in ihrer Wuth wünschen. Der arme Papst wird ein„gefangener Mann" bleiben müssen. ist mit dem jungen Mädchen, der Teufel weiß wohin ge- gangen. Mein Onkel hatte aber in seinem letzten Testa- mente bestimmt, daß ich fünszigtausend Dollar» haben sollte, wenn daS Kind zu mir käme und bis zu seinem 18. Jahre bei mir bliebe, vorausgesetzt, daß mein HauS ein angcneh« meS und befriedigendes Heim während der ganzen Zett wäre. Sie werden begreifen, daß ich da» Mädchen auf irgend eine Weife zurück haben muß und ich verlasse mich auf ihre vertrauten Beziehungen zu dem Metallarbeiter, um das Mädchen zur Vernunft zu bringen. Ich bin bereit, eine hübsche Summe zu zahlen, um ohne Lärm wieder in den Besitz meiner Verwandten zu kommen. Es ist die» für mich jetzt eine Geschäftssache, wie Sie sehe». Ganz ab« scheulich, und demüthigend ist eS allerdings, daß man durch die Umstände so in die Netze diese» gemeinen Volkes ge- trieben wurde." „Sehen Sie nicht so schwarz, Barnum," sagte der General,„die Geschichte wird sich schon machen. Geld, mein Junge, verständig angewendet, wirkt Wunder. Stellen Sie mir einige hundert Dollars zur Verfügung, und ich will verwünscht sein, wenn Sie nicht in einigen Tagen die ganze Geschichte als einen Scherz bettachten." „Nun wohl," erwiderte Barnum,„Sie können jede beliebige Geldsumme haben und machen Sie mit der be' zaubernden Tigerin was Sie wollen, allein e» giebt noch an» dere Schwierigkeiten, die sich in den Weg stellen. Wie ich höre, ist der Vater des Frauenzimmers an demselben Tag von einem Gerüste gefallen und getödtet worden." „Alle» ganz gut," mein Sohn,„ich las davon in dir Zeitung. Die Vorsehung ist auf unserer Seite. E» sind keine Eltern da, welche dazwischen treten können; daß das Mädchen eine Waise ist, vereinfacht also nur die Sache. Zuerst will ich diesen verteufelten jungen Wallace einsangen und ihn zur Vernunft bringen." „Ich vermag Ihnen meine Dankbarkeit nicht auSzu- drücken, General," sagte Barnum, von Freude über- fließend,„ich hoffe aber, daß ich in Zukunft Gelegenheit �isttiard und die Sojiafdemokalie. „Geschichtliche Rückblicke", schreibt die„Bürgst. Ztg.",„find zuweilen von hohem Jntereffe, besonders in Zeiten, wo, wie in der gegenwärtigen, die Wahrheit nur zu häufig auf den Kopf gestellt wird und man fich gewiffer Thatsachen nur sehr ungern erinnern mag._., Zu diesen Thatsachen gehören dre notoriichen Beziehungen des Fürsten Bismarck zur Sozialdemokratie oder deutlicher gesprochen, seine wiederholten Bemühungen, auf die sozialistische Bewegung zur Förderung seiner Zwecke Einfluß zu gewinnen. Diese Bemühungen find nun zwar bereits sehr bekannt,— vor allem in den Ärbeiterkreisen selbst; es giebt indessen immerhin noch recht viele, die keine oder doch keine genügende Kenntniß von ihnen haben, und es kann in heutiger Zeit überhaupt nichts schaden, wenn solche Dinge dem Publikum zuweilen wieder recht klar ins Gedächtniß gerufen weiden. In Nächstfolgenden han- delt es fich übrigens um Mittheilungen und Aufschlüsse, die?m Augenblick nur verschwindend Wenigen noch gegenwärtig sein dürsten. Wir führen die Leser zurück in die Zeit des sogenannten „Europäischen Kongresses", Sommer 1878. Derselbe war bekanntlich einberufen, um fich mit der Regelung der orientalischen Ffrage zu befassen; es wurde aber damals gesagt, daß auf dem- selben auch internationale Maßregeln zur Bekämpfung des So- zialismus vorgeschlagen werden sollten. Die Regierungen und daS in helle Angst gejagte Bürgerthum standen damals noch unter dem frischen Eindruck jener fluchwürdigen und für die Entwicklung unserer inneren deutschen Berhältniffe so verhäng- nißvoll gewordenen Attentate, welche gegen Kaiser Wilhelm määnommen worden waren. Unter solchen Umständen richtete damals Karl Marx in London, den die nationalliberalen Blätter bei dieser Gelegenheit selbst als„den bedeutendsten wissenschaftlichen Vertreter des Kommunismus und Chef der Internationale" bezeichneten, an die Londoner Zeitung„Daily News" ein Schreiben, in welchem über den Archivar des Europäischen Kongresses und nahen Ver- trauten des Fürsten Bismarck, Lothar Bucher, recht interessante Dinge an den Tag kamen. Die betreffende Zuschrift lautet wörtlich so: „Herr Redatteur! Ein Telegramm Reuter's lautet:„Herr Legattonsrath Bucher ist zum Sekretär und Archivar der Proto- tolle des Kongresses defiznirt." Sollte dieser Herr Bucher der- Sibe Lothar Bucher sein, welcher während seines lanaen Exils London fich als ein eifriger Parteigänger David Uiqubarts erwies, dessen antirusfische Doktrinen er von Woche zu Woche in der„National-Zeitung" verkündete; derselbe Lothar Bucher, welcher nach seiner Rückkehr nach Berlin ein so eistiger An- bänger Ferdinand Lassalle's wurde. daß ihn dieser zu seinem Testamentsvollstrecker machte, ihm eine Jahresrente und das Verlagsrecht seiner Werke vermachte? Kurz nach Lassalle's Tode trat Lothar Bücher als Legations- rath in's preußische Ministerium des Aeußeren und wurde Bismarcks vertrauter Mann für alles. Er war so naiv, mir einen Brief zu schreiben, worin er mich, natürlich mit Zustimmung seines Herrn, einlud, die Redastion der Börsen- artikcl im„Preußischen Staats- Anzeiger" zu übernehmen. Mein Einkommen sollte ich selbst bestimmen, und es wurde ausdrück- lich völlige Freiheit eingeräumt, die Operationen an der Börse und deren Vertreter nach meinem wissenschaftlichen Standpunkte zu behandeln. Seit jenem komischen Vorfall hat es mich nicht wenig amüfirt, Herrn Lothar Buchers Beiträge als Mitglied der„Internationalen Ardeiter-Affoziation" täglich und jährlich tn den Spalten des internationalen Organs„Vorbote", heraus- von Johann Philipp Becker in Genf, zu verfolgen. e also über die Identität Lothar Buchers kein Jnthum vorwalt.n, dann ist Herr Bucher der geeignetste Mann, dem Kongreß mit vollster Autorität darüber Aufschluß zu geben, daß die Organisation, das Wirken und die Doktrinen der deutschm sozialdemokratischen Partei nicht mehr mit dm Attentaten von Hödel und Nodiling zu thun haben, als fie für das Sinken des„Großen Kurfürsten" und das Zusammenkommen des Kongresses in Berlin verantwortlich find— falls es wahr sein sollte, daß Deutschland und Rußland dem Kongreß die Eingreifung internationaler Maßregeln gegen die Verbreitung des Sozialismus empfehlen wollen, wie derichtet wird. Es ist nicht zu bezweifeln, daß der panische Scdreck'l!, die vielen Arreste über ganz Deutschland, und der Staub, welchen die R'ptUicnpresse aufwirbelt, nur Wahlmanöoer find, um einen Reichstag zusammenzubringen, der dem Fürstm Bismarck das lange bearbeitete paradoxe Problem lösen soll: die demsche Regierung mit allen finanziellm Ressourcen eines mo'erncn Staates auszurüsten und zugleich dem deutschm Volke das alte vvlilische Regime wieder aufzuerlegen, welches der Str. im von 1848 weggefegt hat. London, 12. Juni 1878. Karl Marx." So weit Karl Marx in seinem Briefe, dessen auf die Ver« gangerheit Lochar Buchers bezüglicher Inhalt vollständig den thatsächlichen Verhälrnissen entspricht. Die natwnalliderale Presse nannte damals die Thatsache„beispiellos", daß Bucher in den haben werde, Ihnen greifbare Beweise meiner Dankbarkeit zu geben." „DaS erinnert mich daran," erwiderte der Staatsmann, „daß Ihre glänzende Eroberung der liebenSwürdigm Lady Armi und ihres fetten Bankbuches sich der Vollendung naht. Ich habe alle meine Anordnungen getroffm, damit ich bei dieser außerordmtlichen Veranlassung zugegen sein kann. Fürchten Sie nicht, daß Ihr zerbläuter Körper und Ihr entstelltes Gesicht eine Verzögerung verursachen werden?" „Nein— ich habe daran gedacht, und sobald ich mich von dem Angriff des elenden Plebejer« erholt hatte und fand, daß keine Knochen zerbrochen warm, telegraphirte ich an Armi, daß mir ein Unfall zugestoßen sei— mein Pferd sei durchgegangen— Sie verstehen. Sie antwortete, daß Sie unter keiner Bedingung, außer im Todesfall, die Hoch- zeit hinausschieben werve. Sie sehen also, wenn ich nicht sterbe, kommt das Geschäft zum Abschluß. Ich denke, daß ich mich ganz anständig bepstastern und bemalen lassen kann. Nun muß ich aber gehen, Gmeral, ich verlasse mich auf Sie und hoffe, daß Sie mir aus dieser dummen Patsche heraushelfen und bei meinem Heirathitriumph in New-Aork anwesend sein werdm." „Darauf können Sie sich verlassen," sagte Bluster herz- lich,„Geld und da» eigene Interesse wird diese» gemeine Volk zur Raison bringm, und Sie können Ihr Lebm verwetten, General Bluster wird der vergnügteste Gast bei der größtm Hochzeit sei», die New-Bork in unserem goldenen Zeitalter jemals gesehen hat. Sie gehm— nun gut, ver- schaffen Sie sich ein besseres Aussehen. Ich mache mich auf der Stelle an die Arbeit und werde womöglich noch heute Abmd da« Resultat melden." Nachdem der Krieger sich verabschiedet hatte, vertilgte der würdige Volksvertreter eine ansehnliche Quantität Brandy und setzte sich dann nieder, um die Aufgabe, welche er über- nommm, näher zu überlege». „Nun, ich will die Geschichte für diese» Dummkopf von einem Ex- Offizier zu riesenhaften Dimensionen auf. bauschen." philosopbirte er.„Er ist schon so ziemlich in meiner Gewalt, jetzt aber kann er mir nicht mehr ent- schlüpfen, sein Banlbuch wird thatsächlich das meinige sein, Konfliktsjahren den„kommunistischen" Karl Marx in der von diesem angedeuteten Weise zur Uedernahme der Redaktion der Börsenabthellung des„Preußischen Staatsanzeigers" einlud, „wobei es Marx überlassen bleiben sollte, die vorkommenden finanziellen Operationen von seinem eigenen Wissenschaft« lichen Standpunkte aus zu behandeln". Und man fügte hinzu,„daß dieser Brief das bei uns in hohen Regionen lange Jahre hindurch getriebene Spiel mit dem Sozialismus wie mit der blendenden Schärfe einer elestrischen Flamme beleuchte." So drückte fich die natlonalliberale„Magdeburger Zestung" aus, und von dem ebenfalls nationalliberalen, jetzt kartellparteilichen „Leipziger Tageblatt" wurde es in Nummer 170 vom 19. Juni 1878 mit gespenten Lettern und ohne Kommentar abgedruckt! „Beispiellos nannten wir oben die in diesem Briefe mttae- theilte Thatsache!" ereifetten fich bei jener Gelegenheit die genannten nationalliberalen Blätter weiter.„Ach, fie erscheint gerade des- halb so wenig unglaubwürdig, well ihr nur allzu viele Beispiele zur Selle gestellt werden können. Schärfen wir uns doch ein wenig das Gedächtniß!" Es wird uns eine humorvolle Aufgabe von eigenthümlichem Reiz sein, gelegentlich den weiteren Ausführungen der„Magdd. Zeitung" über diesen Gegenstand zu folgen und dieselben mit einigen Bemerkungen unsererseits zu begleiten. Wir werden dabei die Prinzipien- und Charaktellofiakeit des National- lideralismus im schönsten Lichte leuchten sehen!" NolMsche Ueberstcht. W»nn ea möglich märe, jemand, der seine wahren Gründe und Zwecke nicht angiedt, zu widerlegen oder zu über- führen, dann müßten unsere Vettheidiger des MUllarismus und der fortwährenden Heeresvermehrung durch die gegen- wättigen Verhandlungen— derfranzösischenBudget- k o m m issto n ad absurdum reduzitt und von der Unstnnig« 'eit ibres Standpunktes überzeugt werden. In Antwott auf die riefigen Heeresvermehrungen und Neurüslungen in Deutsch- land, und b l o s zur Vertheivigung gegen uns, werden nämlich jetzt dort die Geldmittel für noch riestzere Rüstungen und Heeresvermehrungen gefordert. Und wenn irgend ein Bedenken aussteigt, so wird es einfach durch den Hin- weis auf Deutschland niedergeschlagen. Es ist genau dieselbe Prozedur, wie weiland in Deutschland— nur daß das Bange- machen nicht mit der urwüchfigen Rohhcit beweikstelligt wird, welche die letzte Reichstagswahlagitation unserer Kartelldrüder auszeichnete. Und dann haben die Franzosen es nicht nö'.hig, so zu lügen, denn in Deutschland ist kolossal gerüstet worden, und wird kolossal gerüstet.— Natürlich find die Neubewilli- gungen in Frankreich für die d e u t s ch e n Militaristen wieder ein frischer und willkommener Grund, dem Deutschen Reichstag mit neuen Forderungen zu kommen. Es sollte aber doch wohl zu Hessen sein, daß das Absurde des ganzen Vorgehens nachgerade begriffen worden und energischen Protest veranlassen müßte. Dieses deständige Sichgegenselligüderdieten kann ja nur zum Ruin führen. Jeder Staat macht fich bankrott aus Furcht vor dem anderen, und dabei betheuert ein jeder, daß er selbst die friedlichsten Adfichten habe. Wäre es nicht so traurig, so ließe fich nichts Komischeres denken. Die Völker gehen aber dabei zu Grunde— es sei denn, daß fie noch rechtzeitig zur Ein- und Umkehr kommen und die Regierungen auf den Weg inter- nationaler Verständigung hinweisen.— Schwere Anklage» gegen die deutsch- ostafrikauifche Gesellschaft veröffentlicht ein sett 1875 in Sansibar lebender Missionar in einer Zuschrift an die„Times". Der Misfionar behauptet, die Beamten der deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft hatten die Ncttonelität der Eingeborenen beleidigt, ihre Frauen durch unanständiges Gebahren erniedrigt, auch die religiösen Gefühle der Eingeborenen habe man verletzt, indem man Hunde mit in die Moscheen genommen habe. In diesem Gebahren liege die Ursache für den jetzigen Aufstand. Eine Erklärung des Vorstandes der deutsch- ostafrikanischen Gesellschaft in der„Nordd. Allg. Ztg." hhauptet, daß die Darstellung des englischen Misstonars in allen ihren Einzelheiten unwahr sei.— Es wird fich ja wohl über kurz oder lang herausstellm, wer recht hat.— Der Aufstand an der ostafnkanischcn Küste hat fich übrigens nach neueren Meldungen aus Sansibar auch auf das portugiesische Gebiet südlich nach Kap Delgado aus- gedehnt. _ deutsche» plautage«{» Samoa hat der V. reinigte Staalen-Generallonsul, Herr Harald M. Seroall, vor einiger Znt dem Auswänigen Amte in Washington einen Bericht unterbreitet, aus dem hervorgeht, daß auf den Plantagen ausschließlich„ i m p o r t i r t e A r d e i t e r" beschäftigt werden. Diese KuliS werden aus den westlich von Samoa gelegenen Inseln, den Neu-Hebriden, den Salomon-, den New-Britanin- und den New-Jreland Jnseln nach Samoa geschafft. Sie find durch Kontrakte auf drei Jahre gebunden und erhalten außer Koit und Wohnung einen Lohn von monatlich 12 Mark. Die Kontraklsllavere, wird von den deutschen Ka telldiättem de- c" und-ch werde semen Kredit zu einigen Spekulationen in der Wallstreet benutzen und mir einstweilen auch etliches Kleingeld zu Wahlzwecken von ihm geben lassen. Die Mündel wieder zu bekommen, wird keine Schwierigkeiten machen. Wallace verdankt mir seine Stelle und er weiß baß ich seine Entlassung bewirken kann. Aber da Barnum die Kosten bezahlt, will ,ch ihn mit Geld bearbeiten. Augenscheinlich ist er m die Gouvernante verliebt und einige hundert Dollars ferl aus memer Stadt nicht ,m Spiel wäre, würde ich ver- suche» sie für Mick zu gewinnen. Mir könnte sie nicht widerstehe», wie sie dem Barnum widerstand. Sie braucht einen �sche-dten Mann und General Bluster wäre der rich- mm MW Di« Lag« der Subaltrrub«amte««r kennzeichnet in einem Artikel der—„Leipzige- dcs Organs der sächfischen Regierung. Di einem Vortrage des Dr. med. Ritter in Erkrankungen des Nervensystems im Eise_ interessanten Auszug'mit. Dr. Ritter scht.dett»& Haltung in England und sagt dann von den sächfischen Bureaubeamten:„Wie ganz Früh eine Tasse dünnen Kaffecabguß. dessen den Zusatz von wenig Milch nicht erhöht wird. — Butter muß eisput werden— trocknes Brö Gramm warmem Waffer und einem 3 Pfem erstem Frühstück und mit wenigen belegten B als zweitem Frühstücks? bis 8 Stunden arbeita müssen, das ist einfach— Unfinn. Das g das durch die bis ins Maßlose aesteig tten— sonders geschmälert wird, ist aber die zwingende hierzu. Die bessere Kost muß abgedarbt werden�--., ym ,�1 en unerschwinglichen Miethen dem Hauswirth zu gw», Schneider, rod dert aber die Regierung nicht, die Tinge so st�aufgefordert, s ......... des f. inun, ui uiuiien iik wie 7"-� Besseren _.....>. zu stimmen. Die Herren rooll�s Gettcht jüng „Besseres" sein, als Lohnardeller, find aber trotz �Verbot entschi kratischen Dünkel nichts anderes als Ardeller. weordnung dah Ackermann«tt der weißr« Moste, � außerha Zünfllcr, hat jüngst in D r e s d e n in einer allgemeinen Handwerkervcreins eine Rede über»«»»»» Parteien geredet. Am Schlüsse seines st" Ackermann vor, man höre und staune, der- 0-0" JOerr Pa-.teiwksen", der„Partei m u t h solle nicht wuth, auch dem Gegner solle man die Achtung erweisen." Und das wagt ein, Hurra bpartcicn zu sagen, der Parteien, die-a Begeifern der Gegner, vor allem der Ar liches geleistet haben. Die Herren sollten vrr lristen kann, jege erfolger und kennt a -setz wird sich Ingriffe einschi m haben oder Staatsanwal beisteht; vor »orten, gegen unser Recht illichen Schu .cgermeister fl -den Befugnis 'n und geben . fich nicht in Falle würden traurigen R >»Uz«i««d I •« hat jetzt eil Thür kehren; es liegt bergehoch davor. ,en Behörden An« Weimar, 25. Oktober, schreibt man r-at I. träum neralversammlung des Vereins d e uti»',erherrl!chung% macher wurde heute Mittag zu Ende geführt-aen Revancheg Verhandlungspunkt war die Schaffung eims j%n find längst i unter Berücksichtigung der verschiedenen drutso-�ilt nur noch dc und möglichste Anpassung desselben an deren s che Fabrikant e Der Verein behält seinen bisherigen Namens m Möglichstes desselben erscheint im Statut dezeichnet„die amn�n Scherflein zu der Interessen seiner Mitglieder". Der ���ledenden armen Zweckes dienen: Erziclung günstiger Arbeitsbeb-Mbilvern fabrizii nähme statistischer Ermitt lungen, Arbeitsocrm��«» Bern, de Vereineleitimg kann gewährt werden, je na» ssfaen:„Ein auf| Mitteln: Reiseunternützung, UntettiützunM»? wegen Betteln heirathete Mitglieder in dringenden NothfalW Ul. worden, w solcher Mitglieder, welche bei WahnrehmunS'Berods streiken des Vereins und seiner Mitglieder arbedMm werden nati Ter Sitz der V.runs bleibt in �°en�auch aus Vorfitzender wird wieder Herr Sied-I Kasfirer Herr Reich gewäblt. Statt.Filiale „Zahlstelle" aufgenommen. Um den Mitglied. der Vereinsgesetze und ihrer Bestimmungen VJ. eine der Zahl der Zahlstellen entsprechende B der von Lisko gesammelten und von SW-L verlegten Vereinsgesetze angekauft werden. m führte das Dampioß die Delegirten rrieda. tun gen ihrer Heimat h zu. Es muß ihnen gestellt werden, daß fie die 3j Tage fleißt Förderung und Befestigung der Sch� Teulichland alles gethan Kaden, was nach. möglich ist. Mögen ihr Bemühungen roB Erfolae begleitet sein, des ist unser Wunsch- lieb«««in«« Krass»« Fall v*» beliebt t aus eigener Erfahrung das in 6 liberale„Erzgebirgische Tageblatt" unten» f gegen 5 Uhr Nachmittag wurde der Ve«o durch einen Polizeidiencr zum BürgermeifD zitilt.' Auf dem Rathhause wurde der Meister in barscher Rede mit subjektiven'M über die dem Herrn Bürgermeister sehr unut�, Blattes gefragt: Wie alt find Sie? D- solche Sache? Wer ist der Verfasser des Le-. Wer ist der Einsender der Mittheilung*«-rn,t» tef-Ä ÄM% _________________ WW_____„Bernstein vr. hierzu:„Die Redakrion des„Er, geb. gel mit 36 E .-steter der 3.: Rührens der l »r das Gest daß Boulan rstalt von Sei n seien. In£ en Behörden . a. D. Keßler mklage wegen 1 «ifhennevdo Zedern des„De suchungen stetig ~ vier Gendarr die ausführen! ien wurde das: »iwtr erfahren, n KS fJ isuchungen verlie! ien einem Verh» '*b«r tot««(i » Münch«« ata." folgend Oktober. Vor d mbundsprozeß ie ist nach beka i Aussagen de .iblung gestalte stein an Gehret Ion ihn von l berichtet, auf drsttzendc demül den. Bernstei dem nötdigen Studium des Preßgeseyes jp faßt, sie kennt u A. den§4 desPMcsttz�. u u. uen y-i Dre u d»*■■ a*t!."» KÄS» Ü Richter sax aufgenommen. Harry war nicht in dtt g auf das Spiel zu setzen— seine« politisches Einflusses feines politisches Einflusses und wu»�v der gewohnten Donnerstimme begrüßt u Staatsmann vorgelassen. „Schön, Harry, mein Zunge, sehen und will Ihnen kurz und offen theilen. Aber den Teufel auch, Sie M« Sie mein Verstauen zu würd-g (Forlsetzung folgt-) , ium Vorschei « jetzt noch rii -aßen in Ver -rtheilt. sich: wüßten Aus Kunst und ,...... märfa Zett Charles Dickens, tun...in.S�Al Tragisch« Gefchtcht«. Tournure wird lnter d-m T en Amerikanisch ZH'Ni in me saßen die lem tollen Gel stohungcn. D Jte sie die Ar Pl.er, in welchem WAMHMM ganz zuletzt, als alles schon onfam-n�ii�, »»lich verlasse ' der Bettlerii M fijr'-' auf einen Stuv-tF Frau mit th! mit Stoh und Würde..........»„ des Podiums stand. �_ gwtelQ, nicht, Dort angekommen, gab fie � batt» MRSMW WWZWM Jjgen Tournüre.-. 0 �-te Schneiderin vertheidigte zählte, drß ihre vornehme Kundin dfttedigen gewesen seh und' daß d-e rechte Giöße und Gestalt beso-- ■Jj der Bräuti «er. Der Bat - tn Form ve ate dieses Fa -Milie brachte stalt eines Po ... voioxe und ivciioi» stici'-, empfohlen, beim Niederfiven recht bramtk««iii. itter in im Eise ier schildert u. nn von den „Wie ganz ;uß. dessen erhöht wird> trocknes Bröl lem 3 Pfem n belegten B unden albeiies irlsten kann weder im administrativen noch im richter« Lege erfolgen." Die Redaktion kennt ihre Verpflich< , und kennt auch die Befugnisse der Polizei. Sie achtet ,esey wird sich aber nimmermebr durch ungehörige polizei- Angriffe einschüchtern lassen. Sollte sie gegen das Gesetz in haben oder verstoßen, so möge der Herr Polizeidirigent ' Staatsanwallschaft denunziren, ein Amt, das Jeder- reistcht; vor dem zuständigen Richter werden wir uns »orten, gegen Uederariffe der Polizei vrotestiren wir hier» unser Recht und im Namen des Gesetzes und werden Wichen Schutz an höherer Stelle suchen." Sollte der trgermeister sich wirklich in so grober Unkmntniß der ihm ..»den Befugnisse befinden? Wir wollen seine Erllänmgen kn und geben uns gern der Hoffnung hin. daß der obige 1 sich nicht in allen Punkten bestätigt Im entgegenge« �«« lu ut4tu-puiiiicu vcjiuuyi.'Ol» t. Das geMR Falle wurden wir hier einen neuen Beleg für die Herr- zN traurigen Rcchtszustände vor uns haben. lolizri und Innung. Die Polizeiverwallung der Stadt »na hat jetzt einen, keiner Innung angeböcigen, seldststän- Schneider, welcher in Eingaben sich„Meister" genannt .gefordert, sich dieser Bezeichnung zu enthalten. Da Mkidung des Gerichts angerufen ist, wird die Polim i ra?�kren belehrt werden. In Forst(Niederlaufitz) Gericht jüngst in einem gleichen Falle gegen das polt- ..... � verbot entschieden und die betreffende Bestimmung der Ardeller. cbcordnung dahin ausgelegt, daß nur der Titel„Jnnungs- Itn außerhalb der Innung Stehenden nicht geführt uon der Arbeiterpartei bei der Gemeinde» wihi ttt.» w i tti � rte»? k-M— fi i�audi� Herr hervor, lesteig rten Zie zwingende ldarbt werden,� uswirth zu. ie Tinge so K ernbeamten, für die H: > Herren n# find aber M ---- leüer. ne Rede">'«" die ein.____ � %"w(«d« , beschlagnahmt.- iUUlÜC Septennat angenommen— __________ vu3 vokuduii. Uns fällt dabei jener fromme n an deren � che Fabrikant em, der als großes Kirchenlicht jeden Sonn- igen Namens'» Möglichstes im Singen und Beten that, auch ab und bnct die alllb�n Scherflein zur Bekehrung der in schwarzer Finsterniß r*'Der Einlebenden armen Heiden beürug, dabei aber Tausende von .er' ArdeitsbediMbildern fabrizirte und nach China verkaufte. Weitsvcim�«» Gera, den 25. Oktober, wird der»Berl. Ztg. ge- in i» nach Hen:„Ein auf fünf Tage Hast lautender polizeillcher Straf» -t�sin«un�b>chs wegen Bcttelns ist kürstich mehreren hiesigen Einwohnern � NotlMes-Ät worden, weil dieselben Gelvsammlungen zu Gunsten n„�,ebmuns Hierorts streikenden Maurer veranstaltet haben. Die Bc- •kÜSI a'deltÄ»en werden natürlich ans richterliche Entscheidung antragen. •Vf in' den auch aus Reuß j. ü. ausgewiesenen Regierungsbau- e«i»bt�r a. D. Keßler ist neuerdings beim Amtsgericht zu Sckleiz ltn., �Anklage wegen Bannbmchs anhängig gemacht worden." Mi�liede�üN�flieunevadorf. Am 18. Oktober haben bei hiesigen i» Gedern des„Deutschen Tabalardeitervereins" » f�ne A�suchungen stattgefunden. Ein Landgertchtsrath, ein Wacht» tsprewenv � vier Gendarmen, ein Protokollant und ein Gerichtsdote ? yf1 die ausführenden Personen. Von einem jeden der Be- t werden. �>aen wurde das Ouitiungsbuch verlangt und mitgenommen. cw est erfahren, wollte man Material aufstöbern, um den �eis liefern zu können, daß die im Dezember 1887 aufge» Zahlstelle im Geheimen fortbestünde. Die Buchungen verliefen resultatlos. Außerdem wurden die Be» nen einem Verhör unterworfen. de« erste« Tag der Verhandlung in dem Miinchenrr rrw>>»!»«>,..->.— �*'" :ten nieder. uß ihnen age stetßt er Schu- ras nach mgen vo» r Wuns>� (11 vt*\ aö in unterm der Ver ......-B v»» �mjanoittttß t« d«m �..iinch»««» Vrhrimbnndavroielf« geht der Ztg." folgendes Telegramm zu: München, den iltoder. Vor dem hiesigen Landgericht begann heute der itmbundsprozeß gegen Auer, Birk und elf Genossen.. Die - ie ist nnrfi h-fntin»»"----* c sehr unli-d- se der jestiven ffer des W idlung aestaltet sich hochinteressant, als Rechtsanwalt tein an Gehret die Frage richtet, ob er, da die Polizei» >n ihn von dem Ämtsgeheimniß entbunden habe, das, x berichtet, auf seinen Eid nehme. Der Staatsanwalt und lorsitzende bemühen sich, das Schreiben der Polizeidirektion Uten. Bernstein verlangt Gerichtsbeschluß. Derselbe er- ...„.�nachdem der Polizeidirektor herbeigeholt worden und der» mili ich.?? /mit dem Staatsanwalt inzwischen verhandelt hat, dahin, Kehret ermächtigt sei. über Interna der politischen Polizei Zlia"�lsagen. Ein an das Gericht durch den Staatsanwalt über- visier, el!ÄeS Schreiben von der Polizeidtreltion will der Staatsan« den Akten genommen wissen, ohne es vorher zu ver« Bernstein protestirt dagegen als ungesetzlich ht, das Schreiben Dasselbe Ä. tstänvtgen aber nickt defolgt worden und die Gummi-�ournure iUögobe erklärt -------„...v..-,. Das Gericht zu verlesen und zu den Akten zu nachträglich, daß der Polizeidirellor illsgabe -» >t in der folgte »gemäß geplatzt. %%« M"« Wcheibung: ,Jch habe von iiuuen UNler nett Of.is_____ ,~-»niuiiaen und Polstern hergestellt war w foly» hsll aglocken unter den Kleiderfalten von Damen ,d wurd� uggelle Zigarren, Edelsteine und sogar � ezrüßt u' i zum Vnrt*»;-»------- � 5# i würdig«'- g folgt-) N«d..Ä läuten hören, «.«tiiieine uno Ivgor Schnaps sind zum Vorschern gekommen, aber von explodirbarm war Ntzt noch nichts bekannt. Deshalb befinde ich mich l°ßcn in Verlegenheit." Die Schneiderin wurde schließ. »rthctlt, sich 11,50 Dollars an der Rechnung abziehen»» lntev de« Titel: DieWohlthat eine» Sterbende», en Amerikanische Blätter: Vor einiger Zeit kam ein junges ein Kind im Arme, in das Haus eines reichen Land» -'s M'Carti in Kcnfington(Pennsylvanien). Im großen ale saßen die Verwandten des 80jäbrigen Eigcnthmners istem tollen Gelage und begrüßten die Bettlerin mit Spot 'Drohungen. Die Bettlerin wollte flüchten, in ihrer Angst >te fie die Auszangs'HIir und gerietb in ein entlegenes und wünsche Frau inst, � ch dt» tranr, oem(Fnoe naue - andtei, TlL» �inöe das Erbtheil zu sichern, das meine "'"■ verdienen, trauen Sie mich mit ihr." Eine trauen Sie ■" re'�luchzend unter heißen Dankesworten treue Pflege rrnv- � rührend. Von einer merkwürdigen >*�ft lödSTstfÄi« jn>l.uu'.«?nvon oencpi«. Dort verheiratbete dieser m�� f�" �dcfieer seine Tochter, ein Mädchen, das J�dstamme Quä hxm Käfig des Tigers davonge» A' der Bräutigam war selbstverständlich gleichfalls Thier» ach■ c Mkr. Der Vater der Braut folgte dem Schwiegersohn die a*'" Form von vier grimmigen Löwen aus; eS ist das .k dieses Faches die klingendste Münze. Ein Freund e.din* yjs Wmilie brachte dem jungen Ehepaar ein Hochzeitsgeschenk ß best- �.�Mtalt eines Panthers aus Java, doch überreichte er das» Gehret nicht entbinde. In dem zahlreichen Auditorium machen diese Vorgänge ungeheures Aufsehen. Um i2 Uhr wird die Verhandlung abgebrochen." Großbritanui-«. Das Propaganda-Komitee der Soziali st en-Liga für d a s O st e n d e hat in Tausenden von Exemplaren ein Flug» dlatt veitheilen lassen, worin die Arbeiterschaft Londons auf- gefordert wird, am 9. November, dem Tage der Lordmayors- Prozesston, vor, nicht hinter dem Zuge, unter Vorantraaung einer rothen Fahne über den Trafalgar Square zu marschiren. Die Zahl der am Streik betheiligten Bergarbeiter ist auf 240 000 gestiegen. Bis jetzt ist wenig Hoffnung vor» banden, den Streik auf gütigem Wege zu schlichten. Nur in West-Lancashire, wo 32 000 Ardeiter beschäftigt find, und Nord» Wales, sowie auf einer Grube in Süd-Staffordshire ist den Ar- »eitern 10 pCt. mehr Lohn gewährt woiven. In Norkshire laben die Meister beschloffen, unter keinen Umständen bei den etzigen Verhältnissen mehr Lohn zu zahlen, fie wollen lieber hre Gruben stille stehen lassen. Auch von den anderen Graf- chasten kommen abschlägige Bescheide der Arbeitgeber. Von ver» chiedenen Seiten wird der Vorschlag gemacht, den Streik durch ein uvpafteiisch-s Schiedsgericht zu entscheiden, was zur Folge haben würde, daß die Arbeiter im günstigsten Falle 2 oder 5 pCt. dewilligt erhielten. Die Arbeiter sind aber fest entschloffen, auf ihre Forderung von 10 pCt. zu bestehen. Es scheint nur an den Arbeitgebern zu liegen, denn wenn in Lancashtre und Wales der Lohn gegeben werden kann, wamm nicht in anderen Grafschaften. Mit großer Unruhe sieht man dem Ausgange des Riesenkampfes entgegen. Tausende von Ardeitern in anderen Industriezweigen werden beim Aus- druch des Streiks betroffen werden. In dm Eisen- und Stahl» werken, sowie in Glashütten werden schon Maßregeln getroffen, daß nach dem Verbrauch der vorhandenen Kohlen die Arbeit ohne Kündigung liegen bleibt, wenn bis dahin die Kohlenkrifls nicht deendigt ist. Die Herren Kapitalisten verstehen ihre Jnter» essen besser wahrzunehmen, wie die Ardeller. Durch die Grün- dung der Salzunion ist die Tonne Salz auf fünf Shilling im Preise erhöht worden. Voriges Jahr wurden in Großbritannien 2 195 713 Tonnen Salz gehoben, davon wurden 818 713 Tonnm exportirt und 1 375 000 Tonnen wurden im Inland konsumirt. Diese Konsumtion allein bringt den Aktionären für ihre saure Ardcll einen Gewinn von über 400 000 Pfund Sterl. Die hohen Macher von dieser Gesellschaft denken aber nicht daran, ihre Arbeiter besser zu stellen. Im Gegentheil, um die Ardeiter noch besser drücken zu können, ist in Liverpool ein Bureau er» richtet worden, um billige Arbeitskräfte: Polen, Deutsche und Ungarn, ins Land zu ziehm und in Ceshire, dem Hauptorte der Saizwerke, einzustellen. Alles aus Patriotismus natürlich." Auch wird die Beschäftigung der jugendlichen Arbeiter flott de- trieben. Die Arbeiter in den Salzwerken find Mangels einer Organisation dem Kapital gegenüber ohnmächtig und werden durch lange Arbeitszeit und niedrigen Lohn bis aufs Mark aus» gesogen. Vorige Woche ist von Mr. Broadhurst der erste Ver- such gemacht worden, die Arbeiter zur Organisation zu be- wegen. Hoffentlich gelingt es, fie zur Einsicht zu dringen, daß vereinigt sie alles und einzeln sie nichts erzielen können. Die Zahl der in Ceshire beschäftigten Arbeiter beläuft fich auf einige Tausend. � Die Besitzer der Kohlengruben zu Old« ham und Ashton willigten in die von den Kohlengruben» arbeitern geforderte Lohnerhöhung von 10 pCt. Die Zahl der Arbeiter in diesen Gruben beträgt 3000—4000. Verhandlung der Untersuchungskommission über die Anschuldigungen der„Times" gegen P a r n e l l. Attorney-Gmeral Webster beendete sein Exposö, indem er die Darstellung der historischen Entwickelung der Land- liga und der Nationalliga fortsetzte und schließlich eine lange Reihe von Verbrechen und Vergehen aufzählte, für welche er die Verantwortung, wenn nicht die direkte Anregung, der Organi- tatton dieser Verbindungen zuschrieb. Webster erklärte, daß die Hauptleiter Parnell, Davitt, Biggar, Harrington, Matthews, Harr», O'Brten und Dillon Kenntniß von den Methoden und den Handlungen der Liga gehabt bällen. Die nächste Sitzung S0mmWon soll Dienstag den 30. Ottoder, stattfinden. In derselben wird Webster Zeugen namhaft machen. a$et un,er bet Anklag? d�Spio nage vor Gericht gestellte Preußische Staatsangehörige Kilian, der sich den Ramm von Hohenberg beigelegt hatte, ist zu der höchsten nach dem franzöfischcn Strafgesetzbuch zulässigen Strake, nämlich zu 5 Jahren Zuchthaus und zu einer Geldbuße von 5000 Franks verurtheilt worden. Außerdem wurde dem» selbm für die Dauer von 6 Jahren der Aufenthall in Frankreich untersagt. Bei Gelegmheit einer Versammlung, welche der B u n d der Revisionisten in Paris in dem Wagramsaale ad» halten wollte, kam es zu heftigen tödtlichen Zusammenstößen. Die Boulangisten wollten den Dcputirten Vergoin zum Vor« fitzenden ernennen. Die Antidoulangisten erhoben dagegen leb- haften Widerspruch und oersuchten, die Rednertribüne zu er» selbe vcrfichteholder in einem solid gearbeiteten Käfig. Der Brautführer seinerseits hatte sich mit einem Paar Klapper» schlangen eingestellt und der Bruder der jungen Frau machte derselben ein Angebinde mit einem haarlose» Kaninchen, ein Naturspiel, das im Kreise der in solchen Dingm wohlerfahrenen Hochzeitsgäste großes Aussehen erregte. Die Tischgesellschaft beim Hochzeilsmahl unterschied fich sonst in gar nichts von an» deren Hochzeitsgästen; die Herren trugen fich in tadellosem Frack und dottergelben Handschuhen. zieberliftet. Ein berühmter Arzt in Wien bekam eines Tages ein Telegramm aus Krakau, das ihn aufforderte, so schnell als möglich dorthin zu kommen, Herr Borsezynsky sei sebr krank und bedürfe seiner Hilfe. Derselbe war als sehr reich bekannt. Der Professor, der eine ungeheure Praxis hatte und sehr beschäftigt war, telegraphirte zurück:„Nur gegen 2000 Ft. Honorar. Eine abermalige Depesche bittet dringend um schleunige Abreise, doch mit dem Zusätze, daß er es doch gewiß auch für weniger thue.„Keinen Kreuzer weniger als 2000 Fl." lautet die Rückantwort aus Wien, worauf denn endlich die Schlußdepesche von Krakau ihn zur sofortigen Ab» reise veranlaßt.— Es war mitten im Winter und bllter kalt; daß also unserm Professor die weite Reise gerade kein Ver- gnügcn machte, ist denkbar. Wie ärgerte er fich aber erst, als er auf dem Krakauer Bahnhof von einer Schaar Polen mit der Nach- richt empfangen wurde, er komme zu spät, Borsezynsky sei vor wenigen Stunden gestorben. Da an demselben Tage kein Zug mehr nach Wien zurückfuhr, mußte er fich wohl oder übel be» qucmen, sein Nachtquartier im Hotel zu nehmen.— Inzwischen hatte sich in der Stadt das Gerücht von des Professors An- kunft verbreitet, und Schwerkranke aller Art delagerten seine Thür. Der Anblick dieser HUfe bedürftigen Menschen rührte sein mitleidiges Herz, bereitwilligst spendet er unentgeltlich den Unglücklichen aus dem reichen Schatz seines Wissens, und— bleibt länger als er vorgehabt. Als er endlich auf den Bahn» bof kommt und eben ins Koupee steigen will, drängt fich ein Pole an ihn heran, lächelt verschmitzt und flüstert ihm ins Ohr: „Lieber Herr Professor, ich wollt' Ihnen blos sagen, der Borsezynski ist gar nicht gestorben, er hat fich unter die an» deren Patienten gemischt; Sie haben ihn behandelt und— um- sonst kmirt." Die Heieathagejnche in de« Zeitungen find über- troffen! unternehmende Ehekandidaten wenden fich unmittelbar durch gedrucktes Rundschreiden an die„Kundschaft". Ein Schriftstück dieser Art, welches vor kurzem, auf feinstem Papier hergestellt, in Wien zur Verbreitung gelangte und mit guter stürmen, auf welcher Lullier das Wort führte. Infolge dessen entstand ein Handgemenge, Lullier feuerte einen Revolverschuß ad, wurde darauf von der Tribüne Herabgeriffen und, während er noch dreimal aus seinem Revolver schoß, mit Stöcken und Messern mißhandell, bis es seinen Freunden gelang, ihn auS dem Saale fort zu führen. Die Ruhe wurde erst wieder her» gestellt, als das Gaslicht vom Saale abgesperrt worden war. Nach den Meldungen der Morgenblätter sind bei dem Tumulte gegen 20 Personen verwundet worden. In einer Versammlung der Senatoren von der republikanischen Linken wurde festgesteM, daß die große Mehrheit des Senats gegen die R.-vifion der Ver- fassung sei, da eine solche zugleicb die parlamentarischen Frei» hellen und die Handlungen der Exekutivgewalt kompromittire. Die Deputirtenkammer genehmigte den Gesetzent- wurf, betr. die Verlegung der Akademie von Douai nach Lille. Morgen wird die Kammer in die Berathung des Budgets für: das Ackerbauministerium eintreten. Soziales«ndArveitervewegang. Die Zustände in den Anseuhaarschneidereie« lassen sehr viel zu wünschen übrig. Die Ardeiter, gezwungen den Haarstaud einzuathmen, find zum sehr großen Theise Schwind- suchtskandidaten. Nach den„Amtlichen Mittheilungen aus den Jahresberichten der Fabrikinspektoren" für das J°hr 1887 zeigen fich ähnliche ungünstige Einflüsse der ekelhaften Gerüche in den Pelzwallereien, beim Läutern von Schaffellen mittelst Thon. Ferner fand man im Auffichtsdczirke Merseburg» Erfurt, daß in Zurichtereien Äffenfelle unter Be- Nutzung offenen Koaksfeuers gettocknet wurden.„Die angegebene Art des Trocknens," bemertt unsere amtliche Quelle „bleibt wegen des fich dabei entwickelnden Kohlenoxyds bedenk- lich, Bemühungen der Aufsichtsbeamten, dieselbe durch Dampf- beizung und Herstellung einer vermehrten Anzahl von Heiz« röhren zu ersetzen, begegneten jedoch der festeingewurzelten An» ficht der Unternehmer, daß eine entsprechende Trocknung auf eine andere als die bisher übliche Weise fich nicht erzielen lasse." Natürlich, wenn es fich um Einrichtungen zum Schutze der Arbeiter handelt, wird nichts gethan; denn hier muß gespart werden. Di» Gbersteinrr Achatschleifereien, deren Zustände wir vor einiger Zeit eingehend geschildert haben, finden auch im neuesten Fabrikinspektorenbericht eingehendere Berücksichtigung. Wir erfahren daraus, daß die S ch l e t f a r d e i t leider noch immer im Liegen verrichtet wird, daß insgesammt in dieser Industrie 855 erwachsene und 100 jugendliche Arbeiter beschäftigt werden, daß die Meister 1000 bis 1300 Mark, und Schleifergehilfen(solche Schleifer, die sich keine Arbells» stelle in den �chleiserniühlen miethen können) 600 M. jährlich verdienen. Dabei ist die tägliche Arbeitszeit nicht fest« gesetzt.„Die Gefahr, welcher die Schleifer ausgesetzt seien". heißt es in den„Amtlichen Mtttheilungen",„ist die sogenannte „Schleiferkrankheit", eine schleichende Krankheit, auf die es zurückzuführen ist, daß bejahrte Arbeiter in den Schleifereien selten gefunden werden. Die Ursache dieser Krankheit ist allerdings nur zu einem, wenn auch erheblichen Theile auf die Arbeit im Liegen zurückzuführen; zu dem de« ständigen Druck auf Brust und Leib, sowie der ungleichen Er- wärmung, welche das Liegen auf Holz bewirft— die Leidselle wird warm und die Rückenseite relativ kalt, man findet daher Schleifer, welche im Sommer bei geheiztem Oefen ar« bellen— kommt der naßkalte Boden des Arbeitsraumes, welcher sich bei der veralteten Bauart der Anlagen in oder unter der Höhe des aufgestauten Wassers befindet, die Leichtledigkeit mancher Schleifer, sowie schließlich der, wenn auch nicht stmk hervortretende Schleifstaud." Was die„Leichtlebigkell" betrifft. so hat es bei den geringen Löhnen damit seine guten Wege. Und daß es unter Leuten, die wissen, daß fie infolge ihrer Berufsthätiakest zu frühem Tode verurtheilt sind, Manche giedt, die gleichgittig und verlottert werden, ist nicht zu verwundern. Die wirkliche Ursache des Schleiferasthmas ist die Schleiferarbeit: alles andere find blos begleitende Nebenumstände, die wohl hier und da den Auflösungsprozeß beschleunigen mögen, ihn ficherlich aber nicht verursachen. Die große Zahl jugendlicher Arbeiter ist sehr bedauerlich: in die junge Bmst wird der Keim zur PhthifiS gelegt, alles zu Nutz und Frommen der reichen kauf man- nischen Verleger, welche die Achatschleifer nach Herzens» lust ausnützen. Im übrigen bestätigt der amtliche Bericht nur unsere früheren Mittheilungen._ In der Württembergisch»« Metallmaarenfabri- Kation kommen Schleifprozesse unter Anwendung künstlicher Schmirgelscheiben mehr und mehr zur Anwendung. Der Mangel an wirksamen Staubabführungen bewirkt, daß die Lungentuberkulose die Arbeiter dezimirt. Die Kutmbacher Aktie«- Kranerei zahlt 25 Prozent Dividende. Die im Schweiße ihres Angesichts arbeitenden— Aktionäre haben diesen süßen Entbehrungslohn reichlich verdient. Nach der„National- Zeitung" ist solch ein Ergebniß überhaupt kläglich. Nicht wahr, Herr K ö b n e r!! Berechnung zumeist an Wittwen versendet wurde, lautete wie folgt:„Euer Wohlgeboren! Infolge einer Wette muß ich in acht Wochen schon verheirathet sein. Ich bin 35 Jahre alt: wie man mir sagt, von sehr angenehmem Acußern. von der Natur mit allen Vorzügen des Geistes und des Körpers ausgestattet und in sicherer Lebensstellung. Es fehlt mir also zu meinem gegenwärtigen irdischen Glück nur noch das himmlische, welches ich von einer treuen und liebenswürdigen Gefährtin suche. Wollen Euer Wohlgeboren fich mit einem braven, achtbaren Mann verbinden, so bitte, mich mit einer Antwort zu deglücken unter vorläufiger Chiffre„Eisenbahn-Jngenieur 665" postlagernd I., Hauptpost Wien/ Au» welche« nichtige« Ursache« eine Tbeaterpanik entstehen kann, beweist ein Vorfall, der sich am 23. d. M. Im polnischen Theater in Posen ereignete. Die„Pos. Ztg." be» richtet darüber: Gestern Abend gegen 8 Uhr, als der Vorhang nach dem ersten Bilde im 1. Alte des Stuckes„Karpacy Q6- rale" gefallen war, ertönte auf der Galerie der Ruf„Feuer!" und alles stürzte unter wildem Geschrei nach den Ausgangs- thürm und die Treppen hinunter. Auch im Parquet und in den verschiedenen Rängen verließen die Zuschauer schleunigst ihre Plätze, um die Ausgangs thüren und das Freie zu ge- Winnen. Den lauten Zurufen des diensthabenden Polizei- kommissaris Crustus, die von mehreren ruhigen und über- Uen Theaterbesuchern unterstützt wurden, gelang es jedoch. Ruhe in das aufgeregte Publikum zu bringen, so daß kein Un- glucksfall vorgekommen ist. Der Feuerruf war dadurch entstanden. daß etn Galleriedesucher, welchem sein Stock in eine Oeffnung zwischen Fußboden und Wand gefallen war. ein Streichholz an- ff a» ä? brot- eines Galleriebesuchers Herrühren mochte: dieses wurde entzündet, sodaß Flammen und Rauch entstanden. Die an- wesende Feuerwache löschte jedoch binnen kurzer Zeit mlltelst des vorhandenen Hydranten sofort die kleine Flamme und die Vorstellung konnte ohne große Unterbrechung, nachdem das Publikum beruhigt und auf die betreffenden Plätze zurückgekehrt war, ihren Fortgang nehmen. Zur Sicherheit wurde noch nach Schluß des Theaters an der betreffenden Brandstelle auf der Gallerte die Dielung aufgenommen, um die Gewißheit zu ge» Winnen, daß eine weitere Gefahr nicht vorhanden sei. tefmty Monta Theater. Sonntag, den 23. Oktober. »ha»». Die Weisheit Salomo's. »tag �Geschloffen. AchaAfptetha«». Geschlossen. V«L«»r-Uhrat-r. Madame Bonioard. Vor» Hierauf: her: Der dritte Kopf Montag: Dieselbe Vorstellung. zssst»s-(£he«ter. Fräulein Maus. Der Raubmörder. Montag: Ein Fallissement. KttltlVKe» Theater. Frühling im Winter. Quintus Eoratina Flaccus. Zwei Taube. Montag: Dieselbe Borstel ung. Fe-udrich- WUhelMstädtische« Die Prinzessin ron Trapezunt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kettdenz-Uheater. Dekorirt. Montag: Die Wildente. Kihtrrta-Theater Münchhausen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Fetteallianre-Theater. Die schöne Sara. Theater. Montag: Dieselbe Vorstellui »SaiSftSdtt! wie es ische» Theater. weint und lacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. «»»tral-Theater. Die Schmetterlinge. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adatf Ernst-Theater. Die orei Grazien. Montag: Dieselbe Vorstellung. Maas«»»«'» Marieta. Spezialitäten-Vor- stellung. Taae-rdia- Theater. Spezialitäten- Vor« stellung. Theater»er Meichahallea r Spezialitäten- Torstellung.___ Volks-Theater. (Früher Ostend-Theater) Direktion F. Witte-Wild. Sonntag, dm 28. Oktober: Zum 4. Male: N-vitat l No-ttätl Kürgerlicher Tod. Drama in 5 Attm von MaxKrctzer. Anfang 7t Uhr. Ztachmittags-Vorstellung: Di« KtLhe der Hausfrau. Posse mit Ge- sang in 3 Akten. Zu ermäßigtm Preisen. Kasseneröffnung 3 Uhr. Anfang 4 Uhr. Kasse»-« 2. Parque 1,25, 2. Rang 0,75, Balkon 0,60, 1. Rang Fauteuil 1�0, Orchester-Loge 3,00, Parquet Loge 2 Mark. Dutzend« Billets: 12 Billets 1. Parquet 15 M., 12 Billets 2 Parquet 12 M., 12 Billets 1. Rang 12 M.[697 Montag, dm 29. Ottober: Zum 5. Male: Bürgerlicher Tod.(Ziovität.) Drama in 5 Alten von Max Kretzer. Berliner Theater. von „Walhalla». Oranimstratze 52(am Moritzvlatz). Ssleziiiillimbühiit l. Ranz». Sonntag und folgmde Tage: Die schöne Gaiathee, Operette von 'i SuppS. 9ku: ToUadiui, mus. Clowns. Glfchauskq- Tri», Akrobaten. Gnkey-Troupe, Grotesk- Excerttr.» Little Greaua.» 2j jähr. Welt- wunder. Mar Gradou», Tonzparodist. Anfang Wochentags 7i Ubr, Entrce 40 Pf.,— Anfang Sonntags 6 Uhr, Enttee 60 Pf., reservkte Plätze extra. Alles Rädere die Anschlagsäulm._ ELDORADO (früher Amercan-Theater. Dir. A. Reiff) W Dresdener• NtraH.e 55 SchnabTs humorist. Soiröen. WM" Giovani preisgekrönter schönster Mann. I Oscar Fürs#: Graf Dattanfaoom nach dar»roaaen Farad« I Fiakerterzett» . Posse mtt Gesang u.Tanz. Erste« Wiener Wieder Dolkslebe«. Wiener Fiaker. Oerliner Droichkenkntsther. Smll Schnabl, Borowsky, CraffS, Mirzl Lehner, Eillq Orosci, Fiotus, Austria Trio. Anfang 7 Uhr._ Entree 75 Pfg. Cirkus G. Schumann. Friedrich» Karl- Ufer. Ecke Karlstraße. (Im früheren Zirkus Krembser.) Sonntag, den 28. Oktober: Zmel grosse Extra«Vorstellungen. Nachm. 4 u. Abends 7t Uhr. Ja der Nachmittags-Vorstellung hat jeder Besucher das Recht, ein Kind unter 10 Jahren frei miteinzuführm. Beide Vorstellungen sind mtt verschicdmm glänzendm Programmm aus- gestattet. In beiden Vorstellungen Austreten sämmllicher Spezialstäten, Künstler sowie Künst- lcrinnen. Reiten und Vorführen der best- dressirtm Schul- und Freiheitspferde meines Marstalles(Original- Dressur). Komische Eittrees sämmtlicher Clowns. Zum Schluß der Nachmittags-Vorstellung: Der betragen» Kaufmann oder Die««ruhige Dilta. Komische Ballet. Pantomime. Montag, den 29. Oktober, Abends 7t Uhr: Große Vorstellung mtt neuem Programm. (Klara Ziegler.) Sonntag, den 28. Ottober: Der Drobepfeit. Lustspiel in 4 Attm OSlar Blumenthal.(Friedrich Haast.) Montag, dm 29. Ottober: Demetrius. Tragödie in 5Aktm von Friedrich v. Schiller- Laude. Dimstag, den 30. Oktober: Die Vefchwister.» Jugendliebe.\ Friedrich Haast. «ine Parti« piqnet.' Anfang t8 Uhr. 15. American-Theater. Direktion A. Reiff. Smllnertheaterstrasse Dr. Sonntag, dm 28. Oktober: Zum 51. Male: Die Weisheit Salomonsk/s, Berl. Lokalpossm-Pantomime von R. Anger. Debüt des vorttefflichm Salon-Humoristen Herrn Emil Neumann, gmannt ,:eten des urkomischm Bendix in seiner neuesten Glanznummer als Stuben« dohner Franz. Austreten des Jnstrummtalistm Herrn Krüger und des Mimikers Herrn R i v o l i. Anfang 6t Uhr. Enttee 50 Pf., Billets vorher im„Jnvalidmdanl" und Vormittags von 11 bis 1 Uhr an der 1«. Pen. Zu« 1. Mal in Berlin. Pen. Königs-Tnnnel im Grand Hotel Kleranderplah. Sonntag, dm 28. Oktober: Täglich großes Konzert der derühmtm Ungarischm National-Kapelle Patay Bertalan aus Liptü-Szcnt-MillöS in Original- a»ir St e ms Leben e* Ordnung! Tcinahlm h daß es s aller Wah! .M �-— 7—— o** uxaeye tCT) daurauf aufmerksam, daß sich mein Geschäft «noeränaert in dm allen Räumen COT- Brunnenstr. 141/42"WB befindet.[803 Cigamn- n. Pfeifen-Geschäft von I-Imdemaun, Heimstrafte 27. an der Bergmannllraße.(595 —~ i4uuiu Seranteorütoei»eoatteur-*. Grsnhoim in Berlin. Druck und iialaa 0on grti*' ■ftnnungSgjn, ?.Herr St Waen Bed decken, so er muß aus ' Munde' JSASf&j; MSSS 1043j «erlid g. in Berlin sw 2. > aßt* se N 0.�254. Beilage zum Berliner Bolksblatt. Sonntag» den S8. Oktober 1888 » Jahrg. ib in: - und Mi« zum Se!� » gfißpw ___ mU poUsiMche Warnung vor den sogenannten Carbon. ----- jon-Cefen, He wir lüt*ltd) mitgelhciit haben, hatte eimge . s.:.„ Zeit&n früher kommen muffen, wenn ffc eine durchschlagende i) semer o jur8 � �o weit unsere Erfahrungen und die zugegangenen Mitiheilungen reichen, find diese Lesen in n verbreiteter, als man allgemein annimmt, denn untere zen Wohnungsverhältntffe dringen es m.t fich, daß �.-lern und Entrcsols und ähnliche undenenndare Räume als für Arbeiter und noch öfter an Ardeiwinnen ver- werden, die nicht in der Lage find, 10 bis 15 Mark liche Miethe für einm mit Heizungsanlage versehenen - ausgeben zu können und fich deshalb mit einem unter« len begnügen müssen, wo eine Heizanlage nicht angebracht m kann, wofür aber auch eine monatliche MüthsersMimn '5-6 M. fich ergiebt. Rechnet man diese Ersparnih ein?ahr, so ist die Ausgabe von 10— 12 M. einen Carbon» Natron Ofen immer noch eine durchaus fhlenswerthe Anlage. Ziatürlich wird kein Mensch eine t Ausgabe machen, wenn er fürchten muh, durch euren g.Im Ofen nolens volens ins Jenseits befördert zu werden, Miller lockend schön diese Gegend auch von manchen Leuten ae> j Ii||krt wird. Wir nehmen an, dah die Warnungen der Po k#**> auf genauen Ei Mittelungen beruhen, obgleich wir einiaer« i mihtrauisch find, da man nur auf einen einzigen Un« fall in Berlin verweisen kann und was die Prüfungen mgienischen Instituts anbelangt, so fallen ur s dabei die ten des Herrn Prof. Dr. Bischoff ein, die dieser über die - r--."bIur0el Holzesfigfadril und über die Anilinfabrik am Muhlenweg bei. Berlin erstattete und beide Anlagen für Jl gesundheitsschädlich für die Anwohner erklärte. Wir iteln, mrf Grrmd prMscher Erfahrungen annehmen, dah aunf. bre Atmosphäre in der Nähe der Anilinsabri! S v rr«' �gen gelernt hat. gegen die schädlichen Wirkungen eines tu«« edew on Cardon-Osens, wenn nicht ganz gefichert, so doch ganz astend gefestigt ist. Indessen wir wollen über diesen Punkt t_ streuen, denn wer nur ein Leben zu verlieren hat, der vorsichtig damit um und sagt fich ganz mit Recht: Beffer chrt, als deklagt! Ader wir haben schon vor längerer Zeit •se Wohnräume ohne Heizungsanlagen hingewiesen. Was nn aus den armen Menschen, die solche Räume in Berlin en, nun werden? Die Zahl solcher Leute beläuft sich auf ' Tausende. Einen bisher angewendeten Heizapparat in zu erklären, iß leicht, aber schwer ist es, den armen Leuten MMZW loterial. In der gegenwärtigen Zeit, wo die Gasanstalten ha�n"dies?�Anstattm bSÄe u" «�.psne Kunden imd möglicher Weise ist auch ieingroher ijüidier Uebetsetoih dabei zu erzielen; aber einmal find die chen GoSonftoUen hierauf ia auch nicht angewiesen und f°Uten es die VerwÄlwngen solcher dehöidlicher Anstalten ie Pincht erachten, da helfend einzugreifen, wo die War- einer anderen Behörde einen Nothstand zu erzeugen droht. ungen und Verbote erlassen ist leichter, als den Be mit Rathschlagen und praktischer Hilfeleistung beizu luscee« tiner B»«1 mt*#' luei «s» , w tet. liehen ... J— wv». vuieieiuung detzu» r.iii falsche Alt«thL«er. Einer blühenden römischen In« uet�1 e soll nun ein Riegel vorgeschoben werden. Die Buzurri �ontesen) respfttiren keine angestammten Traditionen und , vor kurzem die Verhaftungen von vierzehn Antiquitäten» Kor«'' lern und«Verfertigern vorgenommen. Die verehrten und ..igen Ehrenmänner trieben die Anfertigung falscher After« -äs«'et im Grohen. In der Via Tordinone war das Atelier, nm Statuetten, Medaillen, Münzen, Zeichnungen groher kt in Menge hervorgingen. Von den gewandten Agenten m die Erzeugnisse einer diebischen Industrie den Fremden �oten, die nur zu oft fich deschwindeln liehen. Die Auf« einer Antiquitätmfadrik wird fteilich nicht dazu führen, azen Unfug zu steuern; doch sehen die Herren einmal werden fie nicht mehr so ungescheut vorgeben, wie es tn Uten Jahren geschah. Unter den Fälschern giebt es in Künstler. Da wird zuerst das Material auf chemische »bar gemacht, z. B. wird das Papier zu eina Rafaet hNUNa Säiir««~ N«makr«' % W en-Ufc Kerlitter Sonntagsplauderei •' der Wiege und der Bahre, de« beiden �menschlichen Leben«, steht als Ergebniß etne« Kultur die Wahlurne. Die Redner sind ge- n�, ausgefabre«, im die Versammlungen kommt der urftige Wahler und lauscht ergebungsvoll der Fülle "�chungen, die vom Tische des BüreauS hernieder- �kbft m seinen vier Pfählen ist der Privatmann ' Dünungen regierungsfreundlicher Politik nicht i« c � Deiner Suppe und bläst Dir den ersten "j**' f0 klingelt es ganz sicher und im Namen aller tvdsfteuvde wirst Du von einem unbekannten Manne �Unterstützung der staatSerhaftendcn Elemente gebeten! Je preußische« LandtagSwahlen sind mit dem üblichen »W ins Leben gerufen. Neue Wahrheiten find in dem er Ordnungsparteien nicht zu Tage getreten; Herrn Gemahlin hat sich als Philofemitin entpuppt. Es ist ng, daß es sich herausgestellt hat, daß Herrn StöckerS aller Wahrscheinlichkeit nach in einem jüdischen �geschäft gekauft sind; vielleicht sind sogar Herrn Butlerbrote bereft« mit koscherer Wurst belegt ge- 7"f. daß sich die christlich- soziale Partei deshalb r,''"alle.<5* ia ao.—k«, V.�6 ki» aormnntfdben tt' K dem Ni mle heute ZettiLy: I• f«"fi" vmncyr oen iinnieniuiBinu». - it U�Ä�Psichen tobt der Wahlkampf ruhig weiter. Zn den breit% n{t �en Blättern feiern die Berichterstatter wahre Orgien, Ä auf diese Weise seine Schuldigkeit gethan hat, deginnt der Zeichner sein Werl. Mit sicherer Hand zieht er seine Konturen; Reihkohle, Blei und Rothstist be« ginnen zu walten, worauf die Befestigung staubiger Maffen erfolgt. Zuletzt kommt eine Pressung zwischen Seidenvapier, auf welches man Esfig tropft, und die Behandlung der Kanten mtt stumpfen Messern und Scheeren. Ein Agent zeigte mir, schreibt ein deutscher Künstler, bei meinem Aufenthalt in der ewigen Stadt ein solches Kunstwerk, das vor drei Tagen fertig geworden war, und beschwor seine Echtheft als Guilio« Romano'sche Originalzeichnung. Mit geläufiger Zunge setzte er mir auseinander, wie eine Täuschung nicht vorliegen könnte. Selbst das Wasserzeichen fehlte dem gut dehandelten Papier nicht. Nachdem er ausgeredet hatte, sagte ich ihm, ich sei bei der Fertigstellung gerade dieser Zeichnung zugegen gewesen. Der Agent starrte mich verwundert an und begann dann zu eifern, daß man Fremde in die Geheimrnniffe der Kunst einweihe. Da- durch werde dm Römern das Brot genommen.— Ich wies ihn auf das Betrügerische des Handwerls hin.—„Was wollen Sie?" rief er;„Mundus vult decipi, ergo decipiatnr."(Die Welt will getäuscht sein, also werde fie getäuschl.) Mit dieser Phrase mtfernte er fich. Die straffen Beamten aus dem Norden verstehen aber keinen Späh und wollen weder selbst angeführt sein noch dulden, dah der Fremde betrogen wird. Der allein« gesessene Römer aus dem früheren Regime schüttelt den Kopf über die seftsamen Neuerungen, aber— er gewöhnt fich nach und nach an die bessere Ordnung. Das ehemalig» vranienburger Thor ist einer der ver lehrreichsten Knotenpunkte Berlins. Dort mündet die Oranienburger Strafe mit dem ungeheuren Verkehr aus dem Zentrum und dem Osten der Stadt, die Elsaffersrrahe mtt der neuerdings verlängerten Eichendorffstrahe und den dahinter fich anschließenden Straßennetzen bis zur nöedlichm Weichbildgrenze; ferner rreffen fich hier die Fdedrich- und Chauffeestrahe, die schnurgerade Verkehrsverbindung zwischen dem Norden und dem Südm der Stadt; und endlich fluchet über diese Stelle der V rkehr aus der innerm Stadt nach dem mächtig anwachsen« dm Moabit. Außer dm am Oranienburger Thor fich kreuzen« dm fünf Pferdebahn- und drei Omnibusltnim treffen dort die verschiedenartigstm Lastfuhrwerke des fabrilreichen Nordens, des Spedftions- und Rollwhrwesens von drei grohen Güterbahn- Höfen, sowie von den Lager- und Löschstellen des Humboldt« und des Nordhafens zusammen. Da-u kommt der lebhaste Droschken- verkehr von und zu dm grohen Bahnhöfen der Lehrter-Ham- burger. Stettiner und Stadtbahn, von drei Theatern, zwei Zir« küssen 2C. Erscheint nun gar noch vom Feuerwehrdepot an der der Ecke der Linien» und Oranimburzersttaße die im rasmdm Galopp kurz um die Ecke biegende Feuerwehr, oder marschirt eine Mllftärkolonne der dmachbarten Kasernen über den Puntt am Oranimdurger Thor, dann ist die Gefahr fürs die vielen Passanten, zu denen die Schüler vieler Lehranstaltm gehören» eine augenscheinlich große und der ins Stocken gerathme Ver kehr geradezu sinnverwirrend. Daher passtren gerade an jmer Stelle so viele Unglücksfälle. Eine mit etwa 1200 Unterschriften bedeckte Petition ist nun beim Magistrat eingereicht worden, dm durch dm öffentlichen Verkehr gefährlich überlasteten Punkt am Oranimdurger Thor durch einen kurzen Sttahendurchbruch von dem Knotmpunkte der Friedrieh-, Linien» und Oranienburger« strahe noch der Elsaffersttaße an der Einmündung der verlän- gelten Eichmdorfsttaße zu entlaßen. Das dazu erforderliche Terrain, das Grundstück Linimstrahe 131 132 mit gleich breiter Straßenfront an der Elsafferstraße ist gegenwärtig unbebaut und die Gelegenheit, dasselbe zu dem gewünschten Sttaßendurchbruch w er�dm. durchaus günstig. Es würde dann ein großer Theil des Wagenverkehrs durch die neue Berbindungsstioße ob« aelmkt und die jetzt so gefährliche Passage am Oranienburger Thor erheblich mtlastet werden. Die Kosten des Durchbruches wurden fich dadurch verringern, dah durch Erwerbung eines Nachbargrundstückes in der Linimstrahe Platz zu einer Reihe werthvoller Baustellen an der neum Straßenfront gewonnen würde. Der Donhoffsplatz legt Wintettoilette an. Die gegen kalte Witterung empfindlichen Pflanzm werden gegenwärtig ent« fernt und meisten thells durch solche ersetzt, die währmd des Winters, ohne Schaden zu nehmen, im Freien zubringen können. Namentlich ist die prächtige Palmenaruppe, welche in der Mitte des Platzes dm großen Kandelaber umgab, verschwunden und hat einer Anzahl mähig hoher Tannm« und Kiefern-Gewächse Platz gemacht. Diese Aenderung der Anlage ist einigermaßen schwierig, well die Wurzeln der neu einzusetzen« den Pflänzlinge noch die Erde auS dem Bodm ihres früheren Standortes tragen und mit diesen Erdballen in großen Körben transportüt werden. Bei diesem an fich schon schwierigm Konservative, Antisemiten, Nationalliberale, Freisinnige halten sich in Versammlungen vollständige LobeShymnm: alle Gegner find nichtswürdig, sie verdienen, von der Erde vertilgt zu werben, vor allem aber nicht, in einem so ge- segneten Lande zu leben, wie eS das geeinte deutsche Vater- land ist. Mi» Heftigkeit platzen die sogmannten Meinungen aufeinander: Herr Cremer hat sich bereit» mehrfach für einen Ehrenmann erklärt, so daß daS Schlimmste zu befürchten steht; die Freisinnigen erheben fich in den Himmel und ver- künden eine nme Aera; wer an die Zahlungsfähigkeit des Herrn Luckhardt und des„Deutschen Tageblattes" glaubt, wird für verrückt erklärt; ohne Nationalliberalismus würden wir in die Barbarei zurückverfinken, einzig und allein wird unS Herr Baurath Kyllmann vor dieser Scheußlichkeit bewahren-- kurzum, eS wird so viel geredet, so viel neue Ideen erblicken daS Licht dieser schönm Welt, daß man von vornherein davon überzeugt sein kann, daß Alle» beim Altm blerbt. DaS Alte ist gut, eS darf nur nicht stürzm. Habm die Agrarier bisher ihr Schäfchen ins Trockene gebracht, so kann man eS den Nattonalliberalm gewiß nicht verdenken, wenn sie das Ihrige ebenfalls nicht im Feuchten lassen wollen, und können sie das Kartell für sich allein aus- nutzen, so ist eS nicht mehr wie recht und billig, wenn sie dm konservativen Fußtritte« ausweichen. Nach« dem Herr Professor Adolf Wagner unter die Reichs- feinde gerathen ist, wird eS nicht mehr sehr lange dauern, bis man ein Ausnahmegesetz für ehemalige Staats- stützen annimmt, und werdm die Ebristlich- Sozialm erst einmal mit Haussuchungen bedacht, so kann man vielleicht eine» Tages recht erbauliche Dinge hören. E« wird so weit nicht kommen, denn für die Frommen gilt der Grund« satz, daß man die Sonne über seine« Zorn nicht untergehen lassen dürfe. Nach den Wahlen wird man sich brüderlich in die Arme sinken; man wird sich seiner gegenseitigen Transport ist große Vorficht nöthig, wenn die dabei zu über- schreftenden Rasenflächm nicht erheblich beschädigt werdm sollen. Zum zehnjährig»« JnbilSn« de» Kozialistengesehe» war, wie uns nachträglick derichtet wird, auch am Waffertburm in der Belforterstrahe dicht vor einem Hause an einem Tele« pbondraht eine rothe Fahne mit entsprechender Inschrift be- festigt. Dl» virLuaner Affair»(Gatzlick u. Gen.) wird bekannt« lich, da Berufung eingelegt ist, die Gerichte nochmals beschäfti« gen. Herr Amtsanwalr Borgmann sucht seine Berufung folgmdermahen zu rechtfertigen: Die Freisprechung der Angeklagten ist deshalb er« folgt, well das Verbot der öffentlichen Festlichkeit zu Grünau am 38. August 1887 nicht durch die zuständige Behörde erfolgt sein soll. DaS Verbot ist geschehen durch den Herrn Regierungspräfidmten zu Potsdam, während es nach den Entscheidungsgründen durch die Ortsvolizei« behörde für Grünau, d. h. des Amtsvorstebers zu Adlers« Hof, hätte folgen sollen. Ich halte diese Begründung für nicht zutreffend, da der Herr Regiemngspräfident zu Potsdam eine dem Amtsvorsteher zu Adlershof vorge« setzte Dienstbehörde und Vertreter der Landespolizei« behörde ist, und nach meiner Anficht in den Rechten des Vertreters einer höheren Dienstbehörde, besonders der Landespolizeidehörde, auch die Rechte des Vertreters der Ortspolizeibehörde mtt enthaftm find. Daher beantrage ich: das Erkmntnih des kgl. Schöffengerichts zu Köpenick vom 19. Juli 1888 aufzuheben und in der Sache ander« weit zu mtscheiden. Der MinterLberzieher««pfändbar! Im Winter ist ein Ueberzieher nach dem Entscheive des Strafsenates des hie« figen Kammergerichtes als ein im Sinne des G setzes uncnt« bebrlickes Kleidungsstück nicht pfändbar, wenn der die Pfändung leitende Beamte die Ueberzcugung nicht erlangen kann, daß der Schuldner noch einen anderen Ueberzieher bifiyt. Wir erhalt«« folgend«« Kchreibe«: Die Beilage des„Berliner Volksblatt" vom 17. Oktober d. I. brachte im redaktionellen Thetle einen Artikel, beginnend mit dem Worten: „Ein düsteres Familiendrama", welcher vollständig unwahr dar« gestellt ist. Es ist durchaus erfunden, daß das Geschäft meiner Ehefrau schlecht im Gange war und daß dadurch immerwährende Zwijtigkeiten zwischm den Gatten stattfanden, welche namentlich in letzter Zeit mehr denn je an der Tagesordnung wären und dah dadurch meine Ehefrau veranlaßt wurde, fich selbst zu tödten.— Der Selbstmord hat uns Alle, mich sowohl als auch meine Kinde«', vollkommen überrascht und wissen wir den wahren Grund heute noch nicht. Franz Rzepka, Zionskirchstrahe 48, im ZW»i«at Drilling»! Von einem„Knaben- Kleeblatt" ist am Donnerstag Abend die in der Swinemünderstr. 7 wohnhaste Kutscherwittwe Scheuner entbunden worden. Die drei Kinder find gesund und kräftig entwickett, aber ein zu reicher Segen für die in ärmlichen Verhältnissm lebende Mutter, die schon seit Monaten arbeitsunfähig ist und daher ohne freund- liche Hilfe schwerlich im Stande sein dürfte, die Drillinge durchzubringen, zumal sie außer diesen noch zwei kleine Kinder hat. Die vedeamme Frau Wollenberg, Fchrbellinerstrahe 23, welche der Frau in der schweren Swnve beigestanden hat, ist gern dereit, zur zweckmäßigen Verwendung Spenden für die arme Wöchnerin entgegenzunehmen.— Nach dem allen Erfahrungsatz, daß bemerfenswerthe Ereignisse meist paarweise einzutreten pflegen, haben wir, so schreibt das„B. T.", beute noch einen zweiten„Drillingsfall" zu verzeichnen Am Mittwoch Abend ist die Frau des Ardeiters Grunberg, wohnhaft Hennigsdorf erfirahe 26, von Drillingen entbunden worden, und zwar ebenfalls von drei strammen Knaben, wie die Hebeamme Frau Tiede erzählt, welche in diesem Falle das Kleeblättchen beim Eintritt in's Dasein unterstützt hat. Durch diesen reichen Zuwachs ist die Kinderschaar auf neun angewachsen, zu reichlich für diese Familie, bei der Schmalhans leider nur zu oft Küchenmeister ist. K»i«»ig«««» Ki«d ferner;« verletz r«, dieses Unglück passttte vorgestern einem hiesigen Büraer, dem in der Wrangelstrahe etablirten Restaurateur S. Derselbe schaukelte im Spiele seinen Erstgeborenen. Plötzlich stieß das Kind einen markerschütternden Schrei auS, und als der erschrockene Vater nach derUrsache forschte, m»ßte er zu seinem Entsetzen g wahren, daß er bei dem Auf« und Niederschwingen dem Kinde die Spitze eines von der Decke herniederhängenden Kronleuchters derart in den Kopf gestoßen, daß die Schädeldccke völlig durchschlagen war. Sofort wurde das Kind von dem unköstlichen Vater zu einem in der Nähe befindlichen Arzt gebracht, der bei der Hochachtung versichern und eingestehen, daß Alles nur Scherz war. Dann schröpft man den Arbeiter wieder und nasführt ihn, und wer die ehemalige Feindschaft erwähnt, ist ein Unwürdiger, der au» der Gemeinschaft der Heilige» ausgestoßen werden muß. Ist das nicht zum Lachen? Man lacht bei Affen- komödien übrigens auch; dann allerding« weiß jeder Mensch, daß eS in der That eine Affenkomödie ist, der er seine Heiterkeit schenkt. Zu Staat«- und politischen Aktionen ist dagegen immer heiliger Ernst erforderlich; niemand hat das Recht, daS Kind bei dem richtigen Namen zu nennen,— verbietet es nicht der Anstand, so verhindert es daS Strafgesetz- buch. Und so schlägt der Wahlkamps seine munteren Wellen, ja er erhebt sich zu stürmischen Wogen, wenn e» nöthig ist; später beruhigt er sich wieder, und Jedermann ist so klug wie vorher. Die Besitzenden haben ihre Man- date an sich gebracht, wen kümmert e» groß, ob ein Freisinniger oder ein Konservativer den Willen der herrschenden Klassen zum Ausdruck bringt,— schließlich sind die LandtagSwahlen doch nur eine Privatangelegenheit, welche die oberen Zehntausend unter sich zu regeln ge- wohnt sind. Wenn die Stöcker und Cremer, die Größen der Frei« sinnigen und wie die Andere« sich sonst noch zu nennen be- lieben, erst für fünf Jahre sich in dem Häuschen in dem unteren Ende der Leipzigerstraße niedergelassen haben, so sind sie für eine ziemliche Zeit ungestört, sie haben dann Gelegenheit genug, über das Wohl und Wehe des Volkes nachzudenken und Wohlfahrtspläne auszubrüten. Man soll Niemand in seinem Vergnügen stören, und wir wollen e» auch nicht thun. Das arbeitende Volk findet schon eine Gelegenheit, seine eigenen Ansichten in fühlbarer Weise bemerklich zu machen.——— ledensgefährllchm Art der Verletzung die Uebcrführung des Kleinen in die Charitee veranlaßte. Schwere Kerirtzungen erlitt gestern Vormittag der Buchdindermeister St. durch eigene Unvorsichtigkeit. Derselbe hatte zwei seiner Buchbindermeffer aus einer Schleifanstall ab- gehott und die haarscharfen Instrumente, nur in Zeitungspapier eingeschlagen, in eine Seitentasche seines Ueberziehers gesteckt. In der Nähe des Schönhauser Thores hatte St. das Unglück, auszugleiten und zu fallen, wobei ihm beide Messer tief in den rechten Oberschenkel eindrangen. Ein zufällig vorübergehender Arzt, Dr. M., leistete dem Verunglückten die erste Hilfe; sodann wurde St., durch den starken Blutverlust vollständig erschöpft, mittelst Droschke nach seiner in der Wörtherstraße delegmen Wohnung geschafft. PoUsetbericht. Am 25. d. M. Abends wurde der Ar« beiter Boldt. welcher sich auf dem hinter dem Grundstücke Mühlenstr. 62 68 liegenden Kahne des Schiffers Bennewitz aus Mittenwalde defand, von letzterem und dem Bootsmann Rase« mann derattig gemißhandell, daß er bedeutende Verletzungen am Kopfe erlitt und am nächsten Morgen nach dem städtischen Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte.— Am 26. d. M. Vormittags stürzte vor dem Hause Veteranenstt. 16 ein unbekannter Mann in der Trunkenheit zur Erde nieder und erlitt hierbei eine Gehirnerschütterung, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte.— An demselben Tage Nach« mittags fiel der Staaler Puschwald auf dem Neubau Fenn« straße 43 44 von einem Ballen im ersten Stockwerk und erlitt eine nicht unbedeutende Wunde am Schienbein, so daß seine Aufnahme in der Charitee nothwendig wurde.— Um dieselbe Zeit fuhr vor dem Hause Rosenthalerstr. 19 ein Bierwagcn so stark mit einem Ardeitswagen zusammm, daß die auf letzterem fitzende verehelichte Fendesack infolge des Zusam- menstoßes mll ihrem dreijährigen Kinde heradgeschleudert wurde und mehrfache, anscheinend nicht unbedeutende Verletzungen er» litt.— An demselben Tage Abends sprang eine Frau oberhalb der Lichtensteinbrücke in den Landweh�kanal, wurde jedoch noch ledmd aus dem Waffer gezogen und nach dem Elisabeth« Kranken hausegedracht.— Um dieselbe Zell erhängte sich ein 45 Jahre aller Mann in seiner Wohnung an einem Bcttpfosten. Die Leiche wurde nach dem Leichenschauhause gebracht. Unhell« bare Krankheit scheint die Veranlaffung zum Selbstmorde ge» wesen zu sein.— In der Nacht zum 27. d. M. fiel der Solms« straße 4 wohnhafte Kaufmann Schushack, als er vor dem Hause Oranienstr. 58 einen im schnellen Laufe daherkommenden unbe« kannten Mann aushallen wollte, zur Erde und brach das linke Schienbein, so daß er nach Anlegung eines Nothverbandes nach dem Krankenhause Bethanien gebracht werden mußte. Vergnügungs-ChroniK. Prosrktirtes Uepertoir der königliche« Schau- spiel« vom 28. Oktober bis 5. November. Im Opernhause. Sonntag, den 28.: Die Wetshell Ealomo's; Montag, dm 29.: 11 Symphonie; Dimstag, dm 30.: Emyanthe (Frl. Weiy als Gast); Mittwoch, dm 31.: Don Juan; Don« nerstag, den 1. November: Auf der Brautfahrt, Wiener Walzer; Freitag, den 2.: Götterdämmerung; Sonnabend, dm 3.: Die Journoiisten(Herr Mitterwurzer als Gast); Sonntag, dm 4.: Die Afrikanertn; Montag, dm 5.: Die Schauspieler des Kaisers, Coppelia.— Im Schauspielhaus e. Keine Vor« stellungen. M-chen-Repert-ir des»Kerliner Theater". Sonn« tag, den 28. Ottoder: Der Prodepfeil; Montag, den 29.: Demetrius; Dienstag, den 30.: Die Geschwister, Jugenvliede, Eine Partie Piquet(Anfang*8 Uhr); Mittwoch, den 31.: Der Probepfell; Donnerstag, dm 1. November: Medea; Frei« tag, dm 2.: Der Prodepfeil; Sonnabend, den 3.: Die Geschwister, Jugendliebe, Eine Pattie Piquet(Anfang iß Uhr). Eldorado Theater. Der mustlalische Scherz„Wiener Volksleben" erweist fich als überaus zugkräftig. Die echte Wiener Mufik des Sievettnger Terzetts, die drastisch-komischen Volksiypm und die feschen„Gsang'ln" erfteuen die Berliner in hohem Maße. Der Fiakcrsranzl hat in der Poffe seiner Be« merlung recht, daß die Wiener in Berlin immer„gern g'seg'n" waren. Wenn fie fich in so liebenswürdiger Form, wie in dem vorgenannten musikalischen Scherz, präsenlirm, ist's kein Wunder. Mit Ausnahme des dttllanten Komikers Fürst und des Berliner D oschtenkutschers(Borowsky) tretm im Eldorado« Theater nur ewte Wiener Gesangskräste auf, so daß man die Stunden, die nun in angeregter Unterhaltung verdttngt, als einen helleren Abend in Wien bezeichnm darf- Gertchts-ZeittmU. * Der angekündigte Prozeß de» deka«»te« Such» binder» Krand gegen Herrn Böhlke, welcher gestern vor der 100. Abthellung des Schvymgettchls stattfinden sollte, mußte vertagt werden, weit der Kläger kein schiedsttchterliches Sühne« attcst beigeoracht hatte. Vom Vorfitzendm wurde ihm aufgegeben, dieses Dokument binnen drei Wochen zu den Atten einzureichen. * Tausend Mauersteine bildeten das Objekt zu einer Anklage wegen Hehlerei, tue gestern �vor der vierten Straf« lammer des Landgerichts 1 gegen den Maurermeister Haepp ge« führt wurde. In der Sache ist schon einmal vor dem Gettcht verhandelt worden, jedoch mit dem Unterschiede, daß fich die Anklage damals gegen zwei Personen richtete. Der zweite An« gctlagte, Kutscher Müller, wurde in dem ersten Termin der Unterschlagung schuldig befunden und zu 6 Monaten Gefängniß verurthellt, während gegen Haepp neue Beweismlltel herbei« geschafft werden sollten. Gestern war nun Müller von Plötzen« see heriranspottitt worden, um fich als Belastungszeuge gegen Haepp vernehmen zu laffm. Ersterer stand zur Zell bei dem Fudrherrn Boddin in Lohn und war damit beschäftigt, Steine vom Kahn bis nach einem'Neubau zu fahrm. Haepp soll damals, wie Müller behauptet, eines Tages zu ihm gekommen sein und ihn gefragt haben, od er ihm nicht einige Tausend Steine„unter der Hand" verschaffen könne, was er bejaht bade. Im Verlauf des Gesprächs sei er dann mll Haepp dahin einig geworden, daß er noch an demselben Tage 1000 Steine nach der Strelitzersttaße fahrm solle, wo dieselben auf einem näher bezeichneten Grundstück abgeladen werden mußten. Müller ver« fiaffte sich durch List eine überzählige Matte von dem olier, auf welche er fich 1000 Steine von dem chiffer geben ließ, die er sofort nach der Sttelitzer« straße fuhr, wo Haepp ihn berells mll dm nöthigen Anweisungen ermattete.'Nachdem die Steine abgeladm waren, wurde er von Haepp nach dem Hausflur ge« rufm, wo er für die Fuhre 15 M. empfing. Hierauf bezahlte der letztere noch zwei Glas Bier und dann fuhr Müller davon. Inzwischen war die Sache doch etwaS smgerich ge« Worden; dem Fuhrherrn war nämlich das übermäßig lange Aus« bleiben des Kutschers ausgefallen und als Müller aus einer Afljii entgegengesetzten Richtung nach der Ausladestelle zurück« lehrte, wurde er von Boddin darüber zur Rede gestellt. Er erzählte schlankweg, was geschehen war und händigte Henn Bodvm 13 Mark von dem empfangmen Gelde ein; die fehlenden 2 Mark hatte er bereits für fich verbraucht.- Haepp de« hielt seine Aussage aufrecht, während die Zeugen Boddin und Mauerpolier Fcitsche bekundeten, daß die dcregte Katte that« sächlich eine Bestellung von Mauersteinen enthalten habe.— Der Staatsanwall beantragte gegm Haepp 6 Monate Gefängniß; der Gerichtshof erkannte jedoch auf Freisprechung, weil die Mög- lichkell nicht ausgeschloffm sei, daß der Angeklagte die Wahrheit gesagt habe. Gin« interessante Eemifstonsklage beschäftigte gestem das hiesige Amtsgcttcht I. Dieselbe richtete fich gegen den Er- finder des neuen Schwindsucht-Heilverfahrms, Dr. Louis Weigert. Dirselde hat sein ballerologisches Laboratottum in dem Hause Genthinerstr. 30 eingerichtet und etwa 20 Schwindsuchtsleidende haben in der Wohnung des Dr. W. unmtgellliche Aufnahme und Verpflegung gefunden und unterwerfen fich mit allem Eifer der neuen Heilmethode vermittelst Einalhmung heißer Lust. Der Eigmthümer des Hauses fühlte fich hierdurch beschädigt und hat die Exmissionsklage angesttengt, indem er behauptet, daß die Räumlichkeiten mißbräuchlich zu einer Klinik benutzt und Ansteckungsgefahren in denselben fich einnisteten. Die Vertheidigung behauptete dagegen» daß bei der sorgfältigen Desinfellionsbehandlung, welche an den lediglich aus humanllärm Gründen von Dr. Weigett aufgnommmen Schwindsuchtskranken vorgenommen werde, eine Schädigung unmöglich sei, und auf (einen Antrag beschloß der Gerichtshof, zunächst dm gericht« lichen Sachverständigen, sPhystkus Dr. Long darüber zu ver« nehmm. Da» Schwnrgrricht hiesigen Landgerichts I verhandelte einen Meineidsprozeß, welcher aus wesentlich bäuerlichen Ver- hällniffen hervorgeoangm ist. Als Angeklagter erschien der Bauerngutsbefitzer Cords aus Bukow. Als es fich vor Jahrm um den Bau einer Chauffee handelte, ließ der Ottsvorstcher Herr Rohrbeck eine Beitragsliste in Umlauf setzen, weil der Nachweis genügender Beiträge der Interessenten als Grundbedingung für den Chauffeebau hingestellt worden war. Auf dieser Liste stand ouck der'Name des Angeklagten, als es aber nach Jahren an die Einziehung der gezeichnctm Beiträge ging, weigerte fich der Angellagte mtschiedm, den auf ihn entfallenden Bettag von 50 M. zu bezahlen, und brhauptete, daß er seinen Namen gar nicht auf die Liste gesetzt habe. Die Gemeinde, vettretm durch Herrn Rohrdeck, wurde infolge dessen klagbar, in dem Termin des Zivilprozcffes wurde dem Angeklagten der Eid zugeschobm und hat er alsdann seine Unterschrift abgeschworen. Die Anklage behauptete nun, daß der geleistet? Eid falsch war, und berief fich außer dem Zmgniß des Herrn Rohrbcck nament- lich auch auf das Gutachtm des Schreidsachverständigm, KanzleiinspcktorS Gottschalk, welcher allerdings auf das Be- stimmtestc bekundete, daß der auf der Liste stehmde Name des Angeklagten von der Hand desselben geschrieben sein müffe. Da aber zwischen der Unterschrift und dem gerichtlichen Austrage der Cache eine so lange Zell versttichen war, daß fich selbst der Ortsvorstehcr der einzelnm Umstände, unter denm die Unter« schrist geleistet worden, nicht mehr zu erinnern vermochte, so folgtm die Geschwormm dem Anttage des Vettheidigers Rechtsanwalt Wolfgram, sahen die Sache für unaufgeklärt an und gaben ihren Spruck auf Nichtschuldig ad. Es erfolgte daher die Frciivreckung des Angeklagten. Eine leicht erregbare Dame ist die Fra« Doktor T««krl, welche gestem unter der Auflage der wiffmtlich falschen Anschuldigung vor der siebenten Strafkammer des Landgerichts l stand. Die Beschuldigte ist kein Neuling vor Gericht, denn sie ist in verhältnißmäßig kurzer Zeit vier Mal wegen Beleidigung bestraft worden. Ein Sttell zwischen ihr und ihrem ehemaligen Hauswitth hat zu einem wahren Rattenkönig von Prozessen ge- führt und auch die vorliegende Anllaaesache war eine mittelbare Folge desselben. Am 2. Januar v. I. wollte die Angeflaxtt das Haus, mit dessen übrigen Bewohnern fie auf so schlechtem Fuße stand, verlassen, fie dethciligte sich thatkräftig an den Um- zugsardeiten. Auf der Treppe traf fie mll zwei Frauen zusammen, mir denen sie ebenfalls auf dem Kriegsfuß stand, und bald war ein äußerst lebhaftes Wottgefecht entbrannt. Schließlich nahm die Frau Dollar eine sonderbare Waffe zur Hand, um diese auf das Hauvt ihrer Feindin, einer Frau Drescher, nieder- sausen zu lassen. Es war dies— liorribüe dictu— ein Geschirr, welches man gewöhnlich nur an verborgener Stelle aufzubewahren pflegt. Die Bedrohte fiel ihr aber noch rechtzellig in den Arm, entwand ihr das Instrument und entfernte sich ttiumphirend, indem fie erllätte, daß fie dies wichtige Beweisstück nicht wieder aus der Hand geben würde, da es als corpus delicti bei der demnächst zu erstattenden Anzeige dienen sollte. Was aus die- fem wichtigen Beweis geworden, kam in der gestrigen Verhand- lung nicht zur Sprache» wenn es auch wiederum eine bedeutsame Rolle spielte. Frau Dr. Tunke! hatte näm- lich in einer Denunziation bei der Staatsanwaltschaft behauptet, daß besagtes Instrument ihr von dem Dienstmädchen ihres früheren Hauswllths gestohlen worden war. Daß diese Anschuldigung eine wissentlich falsche war, darüber ließ die Beweisaufnahme leinen Zweifel; offenbar hatte die Dame fich an dem Dienstmädchen rächen wollen, weil dieses in füheren Prozessen als Belastungszeugin gegen fie aufgetreten war. Die Angellagte mußte fich bei der Pudlrkation des Er- kenntniffes, welches auf zwei Monate Gefängniß lautete, denn auch eine äußerst Herde Kritik ihrer Handlungs- weise durch den Präfidcnten gefallen lassen. In höchst erregter Stimmung verließ fie den Gerichtssaal mit der Erklärung, daß fie fich dabei nicht beruhigen werde. Kleber die wiltigkeit«nd Tragweite der Polizei- Verordnung vom 24. Mai 1881, die das Emsammeln von Bei« ttägen zur Förderung der Wahl eines sozialdemokratischen Ab« geordneten auf Grund des§ 16 des Sozialistengesetzes verbietet, hat gestern das Schöffengericht eine demerkenswetthe Eni« scheidung gefällt. Der Steinmetz Losensky hat szur Förderung der Wahl Liebknecht's in diesem Jahre eine Sammlung ver- anstallet, deren Ettrag mll 49 M. 50 Pf. bei ihm beschlagnahmt wurde. Die Staateanwallschaft sah in der Veranstallung der Wahl eine durch§§ 20 und 16 des Sozialistengesetzes in Ver» dindung mll der erwähnten Polizeiverordnung verbotene Handlung und beantragte deshalb Bestrafung des Angeklagten und Konfiskation der 49 M. 50 Pf. Seitens des Vettheidigers, Rechtsanwalts Atthur Stadthagen, wurde hingegen Frei- sprechung beanttagt. Seiner Anficht nach könnte davon adge- sehen werden, ob jene Polizeiverordnung überhaupt formell giltig publizitt sei. Denn dieselbe sei ihrem Jnhnlt nach un- gillig, weil fie die Wahlfteiheit, ja die Ausübung des Wahl- rechts überhaupt, illusorisch machen würde. Jedenfalls dürfe aber die Polizei auf Grund des§ 16 des Sozialistengesetzes generelle Verordnungen nicht treffen, sondern nur individuell bestimmte, konkrete Sammlungen mit Strafe bedrohen. Die Polizei habe 1881 nicht wissen lönnen, daß im Jahre 1888 eine Neuwahl nothwendig werden würde. Jene Polizeiverordnung sei deshalb mindestens für die im Jabre 1888 stattgehabten sLGMMsZ m ngunaen; «des Vettel eine Thatsadie, da er erwiesenermaßen dem Sarauw indirekt der französischen Regierung zahtteiche Mitth' Festungen und andere militärische Angelegenheiten ro-jr.- f„r,- gemacht habe. Mehr sei aber auch in den betr. Allidic umrestv gesagt worden. Die hiergegen von R. eingelegte Revlsi» die vom Kammergericht unter Auferlegung der Koste»-md r»"« MF Rittemutsdefitzer Redies und seine Ehefrau, sowie verNT� zm-SIk™ und Echwiegettochter einen hartnäckigen Kampf mst 1•'ha®'f Hörde. Die Genannten wollen ihre Berechtigung Z üil%% legung des Adelsprädikats und Führung des Grafels�, ufnehi! folgenden Thatsachen herleiten. Im Jagte 1869 ist dö des obengenannten Rittergutsbesitzers, der Kaufmann Wc,*,|.*0 sich von da ab„v. Reday" nannte, ist später in Ung«».u_ Grafenstand erhoben worden. Der König hat dem vor» � 5. Bittsteller jein Gesuch bewilligt und hierauf nun dessen Verwandte ihre Berechtigung, gleichfalls de» mich titel zu führen. Das Heroldsamt hat begutachtet,?.? damalige königliche Gnadenatt fich nur auf den Bittstelleri � 1" auf dessen Seiten Verwandtt eistrecke und das Polizei ,u � nlL hat dm letzteren wiederholt untersagt, fich das AvZ hier dulkW-i?! beizulegen. Da diesem Verbote keine Folge geleistet Gefahr läuft so wurde gegen die obenerwähnttn vier Personen f» kennt nickt w hoben. Gestern fand in dieser Sache vor der 97. Abthn? � nament lick Schöffengerichts Termin statt, es wurde aber nur gegen» unsere E! «moyengerrwis vermin irair, es wuroe aoer nur gegen cock nnt«-, rei, des Rittergutsdefitzers Redies verhandelt, da die üb# auf. rinh»w klagten alle im Ausland find. Frau R. wurde mit# Vstatbetir cw strafe von 20 M. belegt. Merewe und versammln� Eine öffentliche, stark be sachte Wähl lung, in der Herr Dr. Lütgenau über„die ihre Stellung zu den Landtagswahlen" referiren st unter Vorfitz des Tischlers Heren Franz Bernd! tag im Lokale„Königsstadt", Gr. Frankfurt reftt. 30. tritt in die Tagesordnung lief ein Änttag des H# ein, Herrn Dr. Lütgmau nicht das Wort zu ettkeilettt vrgantsütion Backe das Referat zu üdettragm. Herr Dr. L ü t q< am Nsttmock llätt, daß er sehr zu Unrecht angegriffm werde, un»� st»nmlim' BP Ü niemand ihm gegenüdergetretm ses und ihm gesagt und das läge gegm ihn vor. Er sei neugierig zu erA-uraiet« für ihm zum Vorwmf gemacht würde, er wäre jever% zahlreick sich zu vertheidigm. Herr Glocke bemettt, daß du. lung fich nicht mit der Schlichtung dieser Angela schäftigen könne; Herr Lütgenau solle fich an die rW� wenden; bevor die Sache nicht aufgeflätt sei, könri� das Wort nicht ertheill werdm, und er � halb die Versammlung, den Anttag Winter � Der Anttag des Heren Winter wird hierauf angeno»� Vaake: Er sei nur als gewöhnlicker Zuhörer b'� Dort s d da" not h wend�Ä „Die Arbeiterklasse und ihre Stellung preußischm Landtage." Dott sei das nol��....-... zu finden. Dagegen wolle er zeigen, wann» 6'c traten, trotzdem fie fich der eminenten Bedeutung bewußt wären, bei denen zum Landtage der A bleiben. Redner weist nach, daß die Wabl von kraten aus eigener Kraft heraus bei dem Dreik! unmöglich sei, und detont die Schädlichkeit von mit anderen Patteim, da fie dm scharfen Geg diesen Pattnen und der Sozialdemottatie»/ und verschleiern. Bei solcher Ausfichtslofigkeit�. fich durch Bekennen der Farbe nur Drangsalstu#, müidim. fnfltMt die Arbeiker iick namlick der A5j»j würden, sollten die Arbeiter fich gänzlich der dafür aber um so lauter Protest erbeben gegen-. aller Wahlsysteme(Lebhafter Beifall). In der � Diskussion sprach Herr Wilhelm Wernes nähere Datm und wies durch Zahlen die völlige des Wahlsystems nach. Hierauf wurde folgende stimmig angenommen:..Die imposante Bolls ofliz in den Königstädttschen Bierhallm am Frettag, � tagt, erklärt, an den bevorstehenden Wahlen U Landtage sich nicht zu betbeiiigen, und legt S schärfstm Protest gegm das ri nde Wahlsystem% aroße Masse des Volkes vollständig verhindert. � Vertravms in das Abgeordnetmhaus zu feiner den preußischen Landtagsadgeordntten da». 5 Volksvertreter zu nmnm, da fie nur Vertreter o--.? find."— Der Vorfitzmde Herr Franz � noch an die Thatm der Dmtschfreifinnigcn.. � scheidendsten Widerspruch zu ihren Worten:»V A kratische Grundsätze in unsere Verfassung wissen", stehm;_er erinnere daran, wie es dem«f. U am M. Louise $•=£).: Ar worden sei, für diesen Antrag zu sprechen. pS laut Protest einlegen gegm ein Wahlsystem, D&L,, Volkes jeden Einfluß auf die Gesetzgebung Schlußwort weist ver Referent die Berechtigung�� der Anhager dieses Systems zurück, die da ¥ Steuern zahlt, dem soll auch viel Recht ari jK gestanden werdm" und erinnett an die llvo» Das freie Wahlrecht ist das Zeichen« In dem wir fiegen. Nun wohlan- Nicht predigen wir Haß den Reiche«, w* J"ur eich es Recht für J�1 U ettem dreimaligen begeistettm Hoch j frahejchloßjdcr Vorfitzmde die Versammlung >' de« am Ntt Der Zluterstutinngsverein Meu am 23. Ottoder in Scheffer's Salon ab mit der Tagesordnung: 1. Vortrag die Bauernkriege. 2. Unterstützunassachen-' V�e�ausrieeenheiten und Fragekasten, in seinem Vortrage die Bedrückung ver IG- Fahrhundert von Seiten der Furste«' Azge, dm Aufjtand der Bauern und ihre ete» in f4atfen Worten die Bedrückung der arm mr«jcoruaunu««v. 16,.- Dieser Vortrag fand sewe " Punu«- die Behörden durch die Versammlung. Zu wurde beschlossen, dm Mitgliedern Reda«� pst eine Unter>luyung von 6 M. pro Woch- a&w# A im L> St Zerre materielle Lage seiner Mitglieder«%0 fordern. Diesem Zweck dttnen:») Grotz ii «mti Neu jorouto Mittl. Zeiten. betr. Ar, zte Revifio«! der Koste«" zaA Pcrsi sowie Ve«> impf wst �chtiaung 's Graf«, 1869 ist M| lfmann&» ia ü ila?me statistischer Ermittelungen; c) Rege- Herbergswesens und des Ärbeitsnachwetses rachgewrMche Vorträge und Ettheiluna von Fachunterricht; [IlnTPf 1 � 11�1___ Pi, rm i i r»»., p wesenden Mitglieder haben sich entschloffen, erne �'üale des üerbandes in Berlin einzurichten, und bitten alle Kollegen, iclche gewiM find, ernstlich den Verband zu unterstützen, fich Dienstag, den 30. Ottoder, Kommandanienstr. 20 zu einer '»zu einberufenen Versammlung einzufinden und fich als aiat de Allordardeit, durch die eine große Reiervearmee von über- iusfigen Arbeitern in unserm Gewerbe erzeugt wird, welche, um "cht zu verhungern und dem Vagadundenthum w o« ÄfÄÄ"."ÄS kennt nicht das döle Wnrf• rw fli. om Könige elbe Urahn in Ungar» 1 dem vorb i bienuif ichfalls M gutachtet, Bittsteller as Post das A geleistet »sonen 97. Ad V' � ö.'. v** w"—.........------ w 7. AdtM?�" bose Wort:„Ohne Arbeit sein," und fürchtet gegen d»'®enn et verheiratbet ist. Hört mit der Arbeit -ie übrig» our u"(e« Einnehme für verbrauchte Arbeitskraft, der Lohn, ._ ix Jrttf• Unn>>nf------....... ur-. > viß* .de mit tt»» 1t-v' jfMMtzuyiw»ui uaüiuuuj«; mwcwönuji, vcttogn, beirnti.; baß dieser Lohn nicht einmal hinreicht, daß ein ver- denn! L kkollege seine Familie anständig ernährt, geschweige imW,,.° S uoch etwas sparen könnte, wird wohl niemand de- wenn �?wm auf, Ihr Kollegen, organifirt Euch! Nur beifct■ mr, e«ute, kräftige Organisation haben, deren Devise lNtI»«V fa'■ x'wll« für Einen und Einer für Alle", dann nur werden wir Wähler»? GW, b* in unserem Gewerbe schaffen. Weg mit dem falschen r„die ja ft ttd dem noch die Mehrzahl der Malergehilfen dehaftet ferircn M nur stch ein jeder nur als Arbeiter, fühle und denke er gern dt»«d fi, l'01?," und achte und schätze er auch seine Mitarbeiter, crftr. 30.| etensn Anstreicher, Lackirer oder Maler oder sonstwie heißen, des Heil« aiiinit«? 6 selber, dann wird fich die Einigkeit immer fester ir•T�ft S:'iu*icn.--__ an------ er.......in."., l ertbeil�r c. Lüta- rde. und. gesagt» rig zu ert»; ! jeder. , daß dir r Angl r die ri ei,(ön«L er cK Sinter< Zbx %% .Abends 8& Uhr. Korn» Tagesordnung: 1. Vor» 3. Statutenänderung. ÖPfiftU|V4Vtif VUilil(bUf Vic Vi/illiyiCH WlllilCt Itfltl . Darum, Kollegen und Bemfsgenoffen, untelftutzt die am N ludem Fhr der Organisation beitretet! Erscheint samÄ ocb, den 31. Oktober, Abends, in der öffentlichen Ver. welche in Kottmann's Lokal, Brunnenstr. 34, stalt- Sfcu*5oit soll eine Filiale der Vereinigung der deutschen 2 �. für den Norden Berlins gegründet werden. Tr. te bei, dann hat Berlin seine fünf Filialen, und zwar Nord und Süd, Ost und West und die Filiale der Berliner Lackirer. Mit kollegialem Gruß Gustav Linck, Maler, Brltzerstr. 6. Hof 2 Tr. Große Wähler- Nersammlung am Sonntag, den 28. Oktober, 11 Udr Vormittags, in Köpenick, im Lokale der Ww. Schecr, Rudowerstraße. Tagesordnung: Die prcußi« schen Landtagswahlen. A« die Kernmacher K erlins«nd Umgegend. Kol- legen! Schon einmal ist ein Aufmf an Euch ergangen, zu- sammenzutretcn und Euch über die Gründung eines Fachvereins der Kernmacher Berlins und Umgegend auszusprechen. Nun ist die Zeit gekommen; erscheint also alle am Sonntag, den 28. d. Ms., Vormittags 10 Uhr, im Lokale von C. Schmidt, Bnmnen» ftraße 38. Urrri«»nr Mahrnng der Interesse« fammtlicher Lackirer. Montag, den 29. d. M""........ mandantenstraße 72, Versammlung. trag des Herrn Baake. 2. Dislusston. 4. Verschiedenes. Verein der Modelltifcher. Montag, Abends 8t Uhr, im Vorstädtischen Kafino, Ackerstt. 144, Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Spazier über den Spiri. tismuS und seine Wunder. 2. Vereinsangelegenhetten. 3. Frage« kästen.— Des intereffanten Vortrages wegen werden die Mitglieder ersucht, fich recht zahlreich einzufinden. Gäste find herzlich willkommen. Der Verein Kerliner Hansdiener hält am Montag, den 29. d. M., Abends 9 Uhr, Neue Grünstr. 28 einen geselli- gen Abend mit Damen ab. Vorttag von Gebrüder Jüttner und Tanz. Mitglieder werden aufgenommen. Verein der parqnrttdodruleger Berlins. Mitglieder. Versammlung am Montag, den 29. Ottober, Abends 8 Uhr, bei Jordan, Neue Grünstt. 23, unterer Saal.(Siehe Inserat.) Fachverei« der Hnchbinder und verwandten Berufs- gcnoffen. Montag, den 29. Oktober, Abends 8t Uhr, Vereins- Versammlung im Louisenstädtischen Klubhaus, Annenstt. 16 I. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über „Was ist gut?" 2. Verschiedenes und Fragekastm. Ausgabe der Billets zum Tanzkränzchm. Verband deutscher Zimmerlente, Lokalverband Berlin Zentrum. Versammlung am Dienstag, den 30. Oktober, Abends 8t Uhr, im Neuen Klubhaus, Kommandantenstr. 72. Tages- ordnung: 1. Vortrag deS§ 1 unseres Verbandes. 2. Bericht über das geplante Stiftungsfest. 3. Verschiedenes und Frage- lasten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Telegraphische Depeschen. (Wolffs Telegraphm-Bureau.) München, Sonnabend, 27. Oktober. In dem gestern be» gonnenen Prozeß gegen 11 Sozialdemokraten, darunter Auer, wegen Geheimbündelei, bestritten auch die heute Nachmittag zeugeneidlich vernommenen Reichstagsabgeordneten Singer und Bebel von einer geheimen Zentral-Organisatlon der deutfchm Sozialdemokratie und einer solchen zur Verbrestung verbotener Druckschriften irgend etwas zu wiffen. Wenn noch der An» klage geheime O»erletter existitten, denen die unteren Mitglieder zu blindem Gehorsam verpflichtet seien, so müßten ste(Singer und Bebel) diese Oberleiter am ehesten kennen, was nicht der Fall sei. Ktnttgart, Sonnabend. 27. Ottober. In einem gestern stattgehabten Ministerrathe ist besckloffen worden, gegen den hiefigen Verbretter des Artikels der Münchener„Neuesten Nach» richten", betitelt„Unliebsame Erörterungen", die Anklage wegen Beleidigung des Landesherr» erheben zu lassen. Die Unter» suchung ist eingeleitet. Pari«, Sannabend, 27. Ottober. Präfident Carnot hat heute ein Dekret unterzeichnet, durch welches der den in Frank- reich ledenden Fremden durch das Dekret vom 2. d. bewilligte einmonatliche Aufschub für die Abgabe der Erllärungen be« treffend ihr ferneres Verbleiben in Frankreich bis zum 1. Januar 1889 verlängert wird. In der Dar» legung der Motive beißt es, die in Frantteich lebenden Fremden seien mit Eifer dcn Vorschriften des Dekrets vom 2. d. M. nachgekommen. Bei Anwendung der Bestimmungen desselben hätten fich keine größerm Schwierigkeiten herauSge» stellt. Die Beibringung der vorgeschriebenen Schriftstücke zur Unterstützung der abgegebenen Erklärung hätte nur zu einer Prüfung von Fragen über die Auslegung des Dekretes gekühlt. Ueberall seien diese Fragen durch die Lokaldedörden im Sinne des größten Wohlwollens gelöst worden. Man dürfe daher auf eine vollständige Au-führung des Dekretes rechnen: da aber die Zahl der in Frankreich ledenden Fremden eine sehr große sei, so hätten nicht Alle dm Vorschriften innerhalb der zuerst festgesetzten Frist von einem Monat nachkommen können. Deshalb schlage der Minister vor, die Frist für die Abgabe der Erklärung vis zum 1. Januar nächsten Jahres zu verlängem. Zviefhasten der Redaktion. H lauer. Ihr Aufmf ist erst am Sonnabend in unsere Hände gekommen, kann also erst heute erscheinen. Er muß»e schon mit Rücksicht darauf bedeutend gekürzt werden, daß Sie >eide Seiten des Papiers denutzt haben. -l von Drei« t von a Gel. Nie nn» ofigkrit 'S. 3 erne'' ölligetf icnde -lksoest tem dert. schick», a das- T.& TA N dlrcÄ,� iner Va %% nebKff Tg# 0# WW MUchmlW am Sonntag, den 28. Oktober, Vormittag 11 Uhr, im Concerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. �♦=0.: Die vevorstehetcken Landtagsmahlen. Referent: Max Schippel. Der Einberufer. ,]( WW WsWmlW den 29. Oktober, Abends 8 Uhr, im T.-�. statischen Concerthaus, Alte Jakobstr. 37. �- Die devorstehenden Landtagsmahlen. -...... X. mmm-___ Den Töpfern Kerlins hiermtt zur Nachricht, daß der Arbeitsnachweis de» Verein«»ur Regelung der gewerbliche« Verhältnisse der Töpfer Kerlin» am Montag, den 29. Ottoder, im Lokale des Herrn PeHlg, Klosterstraße 98, eröffnet wird. Die Arbettszuweisung geschieht bis auf weiteres Wochentags von 7—9 Uhr Abends, Sonntags von 10 bis 12 Uhr Vormittags. Die Kollegen werden ersucht, von jetzt an das belästigende An- sprechen auf den Bauten u. s. w. zu unterlassen und fich nur an den Arbeitsnachweis zu wenden. Die Arbeitszuweisung ist unentgelllich, auch an Ztichtvereinsmitglieder.[1063 Tode*- Anzeige. Am 26. d. M.. früh 10t Uhr, Referent: Th. Glocke. Der Einberufer. _ Große össentlliche �»olks- Versammlung am fi'r Schöneberg und Umgegend �rontag, Abends 8% Uhr, in Munder's Salon, � Schwerinjtraße 13. �sD.: Die bevorsteheude Landtagsmahl. 107z Referent Herr Werner. Oer Einberufer. t W' i im Große öffentliche �roekterinnen-Versammlung _ Dirnstag. d. 30.. Abends 8% Uhr. �omsenstädt. Concerthaus, Alte Jakobstr. 37. „ Tagesordnung: Stellung der Arbeiterinnen zur Alters- und Jnvalidenversorgung. Kaken Zutritt. Antonie Leuschner. Lerren trotze Versammlung wach er»rrlins». Umyeg. Berlins und Umgegend. § 1,111 N e uh o f'Kernmacher/ Lützowstr. 26. Große Versammlung der Vorstände eingeschriebener Hilfskassen am Donnerstag, den 1. Novbr., Abends 9 Uhr, i Nene KrunNrast» S8. Tagesordnung:> 1. Die von Seiten der Regierung geplante Aenderung des Hilfskaffm-Gesetzes. Refe« rent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Wahl einer Kommisflon zur Ausarbeitung i einer Petition an den Reichstag. I 3. Verschiedenes. Sämmtliche Vorstände und Vertreter zentrali- strier Kassen find hierzu ganz ergebenst cinge- I laden. Die am 12. September gewählte Kommisston besteht aus den Herren: Noske, Schilling, Eron- derg, Augustin und Kuhntke.(1080 ---— t. wy«vj wyt, versiarb sanft, nach langen Lüden mein innig ge> liebter Mann, unser Vater, Onkel, Schwieaer- und Großvater, der Ciseleur[1076 Carl Jost. Möge ihm die Erde leicht sein. Die tiefbetrübten Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Montag, den 29. d. M, Nachmittags 4 Uhr, von bei Leichenhalle der Tbomasgemeinde aus statt. Am 25. d. M. verschied»ach schweren Leiden der Schriftsetzer Karl Hrrl'n im 47. Lebensjahre., Die Beerdigung findet Montan. Nachmittag 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zionsktrchhofes in Weißensee aus statt. Die Hinterbliebenen. Unser treuer Genosse und theurer Mit- schüler Ernst Keidenmacher ist am 20. d. Mts., im 24. Lebensjahre seinem schweren Leiden erlegen. Das Andenken an den uns zu früh entrissenen Kollegen werden wir immer in Ehren hatten[1066 Der Verein und die Fachschule der Damen- mäntel-Schneidergesellen zu Berlin. Uerei« der Darquetbodenleger Kerlius. Mtglicdlr-VtlsMmluz am Montag, dcn 29. Oktober, Abends 8 Uhr, in Iorb««'» Kaal, Neue Grünstr. 23(u. Saal). Tages-Ordnung: 1. Berichterstattung über den Arbeitsnachweis und die Vereinsbidlwthcl. 2. Innere Vereinsangelegenheiten. 3. Fcaaelasten. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Sonn- tag, den 11. November, Abends 6 Uhr, bei Dräsel's, Neue Friedrichstr. 35, ein„Kränzchen" stattfindet. Um zahlreichen Besuch ersucht 1067] Der Vorstand. Danklagoug. Ich spreche allen denjenigen Kameraden, die wahrend meines Unfalls zu meiner Unt.rftüsunw etwas beigetragen, meinen herzlichsten Dank aus Berlin, den 27. Oktober 1338.[1071 Friedrich Apecht, Zimmerer. Cigarrtil-ll.Tabak-Kigtr w._ von__[985 ZimmeHeute! Männergeflmgv. Deutsche Ciche Gegründet für die Iimmerer Kerlino. Slimmbegabte Kameraden mögen sich am Montag, den 29. d. M., Abends 8 Uhr, Mariannen st r. 48 einfinden. fiOf [1068 3/1 U l l U II II C II t» �--------:- Z-ntral-Ar�kenkosse dee«.b�arbeiter .-.. /%! e\'. 7��. i 3 Am Berlin II. Montag, den tv.»whw"«— 7�.j: Lokal, Elisabethkirchstr. 6. Die Ortsverwattung. Fachverein der Pofamentiere und verwandten Kernfsgen. Nersammlung amMontag, den 29. Ottober, Abends 8t Uhr, im Konigstadt-Kastno, Holzmarktsttaße 72. Tagesordnung: 1. Sorttag des Herrn Nödhen: Das Wander leben der Jetztzett. 2. Verschiedenes und Fragekasten. NB. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Gäste willkommen. 1082] Der Vorstand. Central-Kranken- und Sterbekasse der Tischler«. s. w. Gertliche Verwaltnugsstelle Kerltn C. Mittwoch, den 31. Ottoder, Abends 8t Uhr, im Saale des Hrn. Nothacker, Tcltowerstr. 3, AlltgUvder•Teraammlang. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1888. 2. Verschiedenes.— Das Mitgliedsbuch legitimitt. Zu zahlreichem und punttlichem Befuch ladet ein 1081] Die Grtooerwaltnng. Eine freundliche Schlafstelle für Herrn[1077 Brandenburgstr. 7, Hof Quergeb. 1 bei Lierse. Ernst Wilschke 1. Ivnkerstr. 1. _ Ecke Markgrafenstraße.______ Billige Rester zu Knaben- u. großen Anzügen, sowie Regen-, Double- u. Plüsch-Mäntel, Pelz, Trikots, Morgcnkleider, Sammet, Atlas, Spitzen u. s. w. Karle, Laufitzerpl. l. Ecke Waldemarftr. Meinen geehrten Freunden und Genoffen empfehle mein«e« renovirte» Kaffee Lokal verbunden mit Weiß' u. SMch'Kier-AusschM. Für vorzügl. Frühstücks-, Mittag- u. AdendLsch, sowie gute Getränke ist b-stens gesorgt. Heinrich Hossmann, W~'-----'"[1075 UM.'[-J-.»••»»», Kaiserstrasse 4. 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Das wenigstens %WP der Korpsstudenten und größtenthells auch der» %% kJ' �T��den", die zwar keine Korpsfarben tragen, aber SSUrffSJ»lieben Alten" zu Hause mit einem„anständigen SWS»?Äkhen find. Der Sommer ist zur Ausbeutung jenes huuSSi�" aeeignet, doch muß auch der Winter möglichst 1» allmalig an aber nm allmälig. Obgleiä M dem 15. Oktober beginnen sollen, so "2' Elle und vor dem ersten Novemb-r w t gekommen sein. I zMusensöhne" laffen fich noch länger Mmatrilulation gewöhnlich in die letzten Tage Schon »ftSw"""» seit einer Woche flaniren die rothcn, �nxen, grünen""" J------- m blauen, da""�8�'» und gelben Mützenträger in den Straßen Es Rnk i. Allerdings noch sporadisch und in kleiner Zahl. die während der letzten Ferienzeit, oder aus dem Gymnafium für die verschiedenen Korps„ge» 0- h- gewonnen worden find. Unter der Aegide eines Burschen", der am würdevollen Bierbauch und Zrrschnittcncm Gesichte— ficherstcs Gradzeichen jB�u�tstufe des 19. Jahrhunderts— sofort zu erkennen ist, Äen JA?i>vitätisch die ersten Gebversuche, um in dos neue Dieses ü � ihnen eröffnet„mit Würde" eintreten zu können. «mSoefiim"8 Leben stellt keine geringen Anforderungen. Es soll bvben werden mit Trinkaelaaen und Kommcrfiren. mit Fecht- Gut und Blut, dm 6*��sn,nche gemacht, w., 5ällouSma,ten und dem Schädelbrummen, als Wirkung des fiom«? cv�er Betracht. Und das ist das Schlimmste an der Lebe» JJ�Ktkömödie. Bon Jahr zu Jahr tritt das geistige in der Universttät. Denken. Forschen und Arbeiten »n iergrund. Ebenso verödet das Gemütb. Ein � a--- 3— Otfk süße°�>Mm ...7.—,,—_ «r�w» grenzender Materialismus "»crkennung, ja Bewundemng. «S'' % Der me. ------... roher, macht fich breit und _-------------„ Der Herr Professor seine beffere Ueberzeugung genöthigt, dazu i machen, denn die„Couleurs" halten die iie thun dazu zwar weiter nichts, als in die Hörerliste einzeichnen und den Tribut > Haider entrichten, ohne den Herrn Profeffor oft auch ohne ihn zu sehen. »i> wagt es zuweilen, bei einem Vertrauten feml,. Allagen über die Trägheit, die Apathie und es?A°°r»Herren Studenten", er ist traurig und ver- auehui ändern Bänken„lesen" zu müssen— allein er kann Erleiden und' �-"Bian muß froh sein, wenn fie nur nrcht 4f$knzbcrecht., die Universttät wenigstens den Schein ihrer Ar/e a» der ün"8 wahrt. Die„Couleurs" spielen die erste it Und die sfefliat. die Professoren, das übrige Studenten« &= D»"��istn" tanzen darnach. M>det wir beim„Philister" angelangt. Der Philister Msgkest„"°llen kleinen Univerfitälsstädten in größter Ab« Mles vtrn�� Jm Studenten. Er lebt, und zwar in des verweaevn Studenten. Er lebt, und zwar ,n des I&i D?« mA/�utuna. zum guten Theile vom Herrn ,««? tw �»eipen Bhllssters Mietbswohnungen, seine Läden, -'•"* Droschken stehen leer, wenn der Stu- »lit i2�wtwUM°r kst für ihn die conditio sine qua non, Hj�kein� H�ut Daseins. Der Student muß herhatten KUMMM- .. M er rubiq und geduldig, sobald und so lange ficht. So lange, aber auch nur so „famoser Herr", ein„feiner '' r Wappenschild nur das schnöde Gold i&a�Woiei�nK, vn w»-,-» über Nacht ein er- --- J--- U,.mnU"■ M mt'ot™ au-d jonrt me'BIüthe.... NKMMM "'h'"„nd Künstler Noch schlimmer gestaltet fich eine solche Lage, wenn moralischer Druck von Seite des Publikums auf die Künsllerausg. übt wird. Das geschieht durch das Terrorifiren derselben durch die Korps- studenten. Ihnen mißliebige Künstlerinnen und Künstler werden durch Pfeifen, Toben, Schreien unmöglich gemacht, und Thcaterskandale, durch welche die Vorstellung unterbrochen oder aufgehoben wurde, find in den letzten Wintem hier nichts settenes gewesen. Der„Herr Profeffor" und„der Philister" schweigen dazu und werden auch in Zukunft schweigen. Des- halb ist es die Aufgabe der Wächter des Gesetzes, die Ord- nung, den Anstand und die gute Sstte zu wahren und mit aller Strenge auftecht zu erhalten.— Die„akademische Frei- heit" ist heute nur noch ein Wahn, ein längst überwundener Standpuntt. Die Freiheit und das Recht aller, garantirt durch das Gesetz, ist das Losungswort der neuen Zeit! Das mögen fich diejenigen Herren Studenten, die so gerne„die Fmdalen spielen" zu Gemüthe führen. Dies die Korrespondenz. Das Bild ist nicht schmeichelhaft, aber es ist wahrheitsgetreu. Und können auch die Herren Korpsstudenten auf den Universttäten der größeren Städte es nicht ganz so toll treiben wie in Heidelberg und anderen klein- städtischen Universttäten, so ist es doch auch dort schlimm genug. Thatsache ist, daß die Herren Korps» und Verbindungs- studenten einfach nichts lernen und blos Rohheiten„flu» diren". Man wird fich der Klagm erinnern, die von a m t» l i ch e r Seite schon in dieser Beziehung ausgesprochen worden find. Aus den Herren KorpS- und Verbindungsstudenten, die fich durchweg auch durch Sewilität auszeichnen, werden aber unsere künftigen Beamten— Richter, Staatsanwälte u. s. w. Es ist in der That hohe Zell, daß diesem Unfuge ernstlich zu Leibe gegangen wird.— Gerichts-Ieitung. Wie gefährlich es ist» taube Personen ohne Kegleitung auf die Straße zu schicken, bewies eine Verhandlung, welche gestern vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I stattfand. Der auf der Anklagebank befindliche Kutscher Friedrich Muster sollte fich einer fahrläsfigen Tödwng schuldig gemacht haben. Thatsache ist, daß er am 2. Juni d. I. als er mit einem leeren Arbeitswagen die Greifswalder- straße durchfubr. eine über den Straßendamm schreitende alte Frau, die Wittwe Schulz, überfahren und dadurch getödtet hat. Der Angeklagte behauptete, daß er an dem Unglücksfalle unschuldig sei. Er habe die Frau quer über den Damm gehen sehen und deshalb schon in so weiter Entfernung angerufen, daß die Frau noch viel Zeit hatte, dem Fuhrwerk auszuweichen. Er rief zum zwetten und zum dritten Male an, die Frau hielt ihre Blicke merkwürdiger Weise nach der entgegenaesetzten Rieh« tung hin gerichtet, und als er versuchte, fem Fuhrwerk zum Stillstand zu bringen, war es bereits zu spät, die Frau lief direlt vor die Pferde, wurde niedergestoßen und überfahren, de- vor er es zu hindem vermochte. Da durch die Beweisaufnahme diese Darstellung deS Anaeklagten in allen Punkten bestätigt und außerdem die völlige Taubheit der Verunglückten festgestellt wurde, so beantragte der Staatsanwatt selbst dessen Freisprechung, auf welche der Gerichthof auch erkannte. Wereine«nd Persammwnae«. Di- G-n-raw-rsammlung der fr-ie» Aitf-Kaff- Ur. 2 drr deutsch-« Zimmere- tagte am Dienstag, den 23. Oktober, im Neuen Klubbause in der Kommandantenstraße, unter Vorfitz des Herrn Seitzt. Die Generalversammlung war gut besucht. Der erste Punkt der Tagesordnung, Kaffenabrcch- nung pro 3. Quartal, erledigte fich sehr schnell und nach Fest- stellung des Ueberschuffes im vergangenen Quartal von rund 1200 Mark sah man den Mitgliedem so recht die innige Freude über den erzielten Gewinn an. Der Ueberschuß im 2. Quartal betrug 950 M., also im vergangenen Halbjahr 2150 M. Ueberschuß Filiale Berlin. Nicht allein der Ueberschuß an Unter- ftützungsgeldern ist erfreulich, sondern auch der Zuwachs der Mitglieder um 45. Der Zuwachs der Mttglieder ist wohl daraus zu erklären, daß fich die Herren Meister immer mehr der freien Hilfskasse nähern und einzelne sogar die Hälfte zum Krankenaeld zusteuern, da fie einsehen gelernt haben, welcher Mühe und Arbett fie überhoben find, wenn ihre Arbettcr in der fteien Hilfskasse find.— Die Stockinnungsmeister natürlich werden fich wohl hüten, für die freien Hilfskassen etwas zu thun, denn ihnen dient daS Krankenbuch der Zwangskaffe als obligatorisches Arbettsbuch; würde ein obligatorisches Arbettsbuch eingeführt werden, dann trieben fie ihre Ardeiter schaarenweis in die fteien HUfskassen, denn erstens fielen die An- und Abmeldungen fort, und was die Hauptsache ist, das Drittel. Die Generaloersammlung tagte nicht lange, da fich alles in schönster Ordnung abwickelte(welches auch sehr dem Vorfitzendm zu danken ist). Zum Schluß der Versammlung wurde der Vorstand beaufttagt, schon jetzt Berathur gen über den Empfang der Delegirten zu Ostern der einzelnen Städte Deutschlands zu treffen, damit die Kameraden würdig aufge- nommen werden. art>-it-r_ Versammlung— 7 Lokale„Sanssouci, ordnun ---'■ Kottduserstraße 4a, oberer Saal. Tages- die der Delegirte H. Schindler rn oer-»er, am,. sStssassSs Fachv-r-i» d-r posam-nti-r- v«d K-rufsa-uost-n. Versammlung am Montag, den 29. Ottober. Abends 8z Uhr. LÄ-ÄiMrS!» cS�oag-crtt.-* -<.«. Sonntay. Lübecksscher aämmsse Naunynstr. 78.— Männergesangverein„Weiße Rose", Abends 9 Uhr im Restaurant Kleine, Gerichts» straße 10.— Männergesangverein„Eintracht 1" Abends. 9 Uhr Köpnickerstraße 68, im Restaurant.— Gesangverein„Echo 1872" Abends 9 Uhr Oranienstr. 190.— Turnverein„Hasenhaide"(Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr Dieffenbachstr. 60—61.—„Berliner Turngenoffenschaft" (7. Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr in der städt. Turn« halle, Britzerstr. 17—18;— desgl. 6. Männerabtheilung Abends 8 Uhr in der städtischen Tumhalle, Gubenerstr. 51.— Lübeck« scher Turnverein(Männerabtheilung) Abends 8 Uhr Elisabeth« straße 67—58.— Verein ehemaliger Schüler der V1L Gemeindeschule Abends 9 Uhr im Restaurant Poppe, Linden« straße 106.—„Friedrichs-Verein"(ehemalige Zöglinge des großen Friedrichs-Waisenhauses der Stadt Berlin) Abends 8* Uhr bei Bormann, Ohmgasse 2.— Vergnüaungs« verein„Lustig" Abends 9 Uhr bei Thamm, Schön- hauser Allee 23.— Verein„Ratibor" Abends 8& Uhr im Restaurant Fritze, Elisabethstr. 30.— Arends'scher Stenographenverein„Mercur" Abends 8% Uhr im Restaurant„Baatz" Blummstr. 10.— Arends'scher Stenographenverem„Apollo« bund" Abends 8% Uhr Thurmstr. 31(Moabit.)— Wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 8z Uhr im Münchener Bräuhaus, Neue Friedrichsstr. 1, Unterrichts- und Uebungsstunde.— Rauchklub„Hellblau" Abends zg Uhr, Slalitzerstr. 143._ Kleine Mitteilungen. Katibor. lieber einen versuchten Raubmord wird dem „Boten" von hier geschrieben: In der Nacht von Freitag zum Sonnabend erwachte der Gastwirth Parma in Klein- Gorzytz durch ein Geräusch und bemerkte, daß Licht im Zimmer sei. Gleichzeitig nahm er zwei Männer wahr, von denen einer eine Schaufel über seinem(des Gastwirths) Kopf hiett. Der andere weckte, mit einem geladenen Revolver in der Hand, den 14 jährigen Sohn des Gastwirths und mußte dieser dem Diebe Geld, Sachen, Speisen und Getränke geben, wobei er ihn mit Erschießen dedrohte. Demnächst begaben fick die Diebe mit den Sachen nach Thurze, wo fie in den Saal des dortigen Kretschams durch das Fenster einbrachen und Speisen und Getränke stahlen. Ein Mann aus Thurze be« merkte dies, rief einige Nachbarn zusammen, die nun den Gast- wirth weckten. Letzterer sprang zum Fenster hinaus und eilte den fiüchtig werdenden Dieben mit den übrigen Männern nach. Sinei der Verbrecher entwich, der andere, ein Mann aus Neu- tischheim in Mähren, wurde von dem Gastwirth eingeholt. Als er ihn festnehmen wollte, erhielt der Gastwirth einen Beilhieb gegen den Kopf, ließ aber den Uedelthäter nicht los, bis die andern Verfolger zur Stelle waren und denselben dingfest machten. Der Verbrecher wurde am Sonnabend in das hiefige Gericktsgefängniß eingeliefert. Amt»do»jr(Riesengedirge). Ein vor kurzem stattgehabter Brand in dem benachbarten Wernersdorf hat sehr schlimme Nachwehen gehabt. Der Besttzer des abgebrannten Bauernhofes, Bauer Seidel, erhängte fich im Gefängnißlokale. In vergan« gener Woche wurde auch die Bcfitzerin wegen Anstiftung des Brandes verhaftet; dieselbe erhängte fich ebenfalls im hiefigen Gefängniß. Eine weitere Folge dieses einen Verbrechens ist nun die Verhaftung des Maurers Brettschneider, welcher den Brand auf Ansuchen der Seidel'schen Eheleute angelegt hat. Dabei ist nun herausgekommen, daß der Brandstifter vor drei Jahren sein eigenes Haus in Peter sdorf angezündet hat, um die Feuerverstcherungsgelder einzukasstren, was ihm auch gluckte, ohne daß bisher das Verbrechen entdeckt wurde. D-ssa«. Ein Aufsehen erregender Straffall ist am 15. d. M. vor der Strafkammer des hiefigen Landgerichts zur Ab« mtheilung gelangt. Bei der Beerdigung eines Auszüglers hob der Geistliche in der Grabrede den wenig gottgefälligen Lebens- wandcl des Verstorbenen hervor und verstieg fich sogar zu der Behauptung, daß ein Mord das Gewissen des Dahingeschiedenen belaste u. s. w. Die zwei Söhne des Todten verließen sofort die Gradstelle und stellten später Strafantrag gegen dm Geist« lichm. Derselbe wurde vom Schöffengericht in Zerdst zu einer Geldstrafe von 50 M. oder 5 Tagen Haft verurtheitt. Gegen dieses Erkmntniß legte der Pastor Berufung ein, in welcher er fich als das Opfer eines Jrrthums hinstellte. Die Straf- kammer des Landgerichts verwarf die Berufung. K-t>t-»z. An der unterhalb des Güterbahnhofes zu Lützel- Koblenz definvlichen Weiche entgleisten am 23. d., Abends, der Packwagen und die sechs folgenden Wagen eines von Köln kommenden Güterzuges. Die Durchgangs> Geleise wurden da« durch gesperrt, so daß die nachfolgenden Personen- und Schnell« Züge fich noch bis zum nächsten Morgen dedeutend verspäteten, da die Auftäumungs-Arbctten noch nicht beendet waren. Die Ur- fache der Entgleisung wurde, laut der„Kobl. Ztg.", durch eine falsche Stellung der Einfahtts weiche herbeigeführt. Verletzungen des Zugpersonals find nicht vorgekommen. Hana«. Der„Kl. Pr." meldet man: Einen grauener- regmden Fund machten am 21. d. einige Spaziergänger im so- genannten Poppen-Walde, nämlich einen leinenm Sack, welcher drei menschliche Skelette enthielt. Das größte war von einem erwachsenen Manne, ganz fleischlos; an den beiden anderen be- fand fich noch stellenweise Fleisch, dieselben stammen von Knaben von ungefähr 4 und 6 Jahren. Das eine Skelett trug am Halse eine Schnur, von einem Portepee stammend, womit das Kind anscheinend erdrosselt wurde. Daß fich die Skelette noch nicht lange an der Fundstelle defandm, geht daraus hervor, daß die Umhüllung noch sehr gut erhalten ist. Die Skelette wurden nach dem Hanauer Friedhofe transportirt, wo dieselben einst« weilen untergebracht wurden, bis ein gerichtsärztliches Protokoll aufgenommen ist._ Kriefkaste« der Redaktion. vet»»fragen bitten wir dl« Ab-nnementi-Ouittung beizufügen,»ritflia« Antwort wird nicht ertheilt. K. 50. 1. Senden Sie 5 M. und laffen Sie es wegen des Restes auf eine Klage ankommen. 2. Sie können noch jetzt jederzeit mtt Ihrer Frau einen gerichtlichen Ehevertrag ab« schließen. Gehen Sie nach dem Amtsgericht, Neue Friedrich« straue 13. F. D. Dem Kläger werden, wenn in einer Privatklagcsache vre Kosten dem Gegner auferlegt werden, Versäumnißkosten nicht erstattet. i. K. i« H. Die Kollekteure der preußischen Lotterie muffen nach Beendigung einer Ziehung die Loose einige Zeit den bisherigen Loosinhabem reseroirt halten. Bei anderen Lotterim hat dagegen der Loosinhabcr kein Recht auf Er« Neuerung. Iw-i Ktr-it-nde. Der Hauswitth ist niemals berechtigt, in die Miethswohnung zu dringen, um ein Verzeickniß der Möbel aufzunehmen. Entfernt er fich nicht auf Aufforderung seitens des Miethers, so macht er fich des.Hausfriedensbruchs schuldig. Wegen ♦luflpfllltfl unseres seit 15 Jahren bestehenden Central Depots kommm zu noch nie dagewesenen Preisen zum Ausverkauf: Elle 35 Pfg. 1 Stück 20 Meter Shirtinfl 3 g 1 Stück 20 Meter Dowlas jetzt nur 4% N. !f. 1 Posten SerbN-KIeiderstsL«. jetzt Elle 22 Pf. Kleide d. rcinl. schwere Taschentücher 1 M. I reinl. Drell-Irschwch Doppeltbreite Klddeü-Dcuiim-Tiiche jetzt 1 Stück 20 Meter Hemdentuch jetzt SM.? 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