Mittwoch, den 14. November 1888. 5. Jol«». Restaurant n ,ß inerf r in nnergesl & icrcin im hr im f Abends tnergesank SÄ .el's R« MerVslksbllltl. Drgan für die Interessen der Arbeltcr. „Berliser VolkAblstt« nach Soittt' und Festtagen. SCbonnementtprti» Jüt Beriw frei monatlich 1,35 Marc,«oochintlich 86 Pf. Postabonnemcnt tzelne Runan« 5 Pf. Somckag»- Nummer mit dem»EonntagK-Blatt� Ii) Pf. (Eingetragen in der PoftzeitungSpreiSLsie für 1888 unm Nr. 849.) beträgt für die 4 gespaltete Petitzeile größeren Aufträgen hoher Rabatt nach m der Expedition. Berlin sw.. Zimn Jafertiontaebühr oder deren Raum 25 Pf. NrbcitsmaM 10 Pf. Be» , Uebereinkunft. Znkerate werden bis 4 Uh •j Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen- Ii Erhöhung des Preises, angenommen. KednMwm: Keuthftrahe 2.— Gvpeditio«: Zimmerstrahe 44. Die nenen Kartellbrnder. bracht Eugen Richter keinen Nutzen ge- 1 1 � fpttto sifirtr+pT�> u"! ßklaflen haben. Wenn eine deutschfteisinnige Mehr- rangel- A t.® den Landtag eingezogen wäre, was wäre dann er- «liii,«. iJ jtJ? i Nun, man hätte den modernen demschen Parlamen- wieder einmal in seiner ganzen jammervollen lustig-@ Sollten wir so boshaft sein, um nur WWälS MSZT Tg&s»WWWWWWW t®« alte Fortschrittspartei der sechSziger Jahre trieb eS als sie im Abgeordnetenhause über die Mehr- Sie kämpfte den Konflikt mit jenem *» Wichen"und großthuerischen Gebahren aus, daS man der Ko J"- aiie fllkt, fögie. »un r �Partei immer gewohnt war. Wir brauchen die f&nt6 'M ill w fetncfl1 Seil- m p W. dcter Tfl A vanV llnf 5«% -nglisK �»d-- % in � Charakteristik, die Las s all e von den Männern vich��iuspartei seinerzeit gegeben hat, hier nicht zu Patu', �°ber wir wissen, daß die Epigonen jener euch ntcbi• � die Mehrheit im Abgeordnetenhause hätten, �ststbiimsu�� den ernstlichen Versuch machen würden, Herr RichWc""d fteiheitliche Forderungen durchzusetzen. derlei mi. i« dafür gesorgt, daß die deutschfteisinnige k ei?cm guten Theil von fteihändlerischen National« "Neeebm ist, die an fortwährenden Rückfällen von % So"® den und denen es manchmal so schwer ,$errn Richter auf seinen verschlungenen �MUtonspfaben zu folgen, daß sie unser Mitleid er« i�din nun eine Reihe von„entschieden liberalen" k,s.> den Ausfall der Wahlen jammern hören und 'mL. a® wirb man den Durchfall des großen Süß« „s? ,HA«el beklagen. Es ist eine Ironie de« 0|,._' dem der Nationalliberalen, sich verwirklicht ----..-- vvv%v*öv»». wv»I*- Iii der redselige Kieler Professor gerade in de in- archfällt, da sei« Ideal, die Vereinigung d M mit den Nationalliberalen. sich verwirllic ��Ieuilreton. Kaskowikom. Roman von F. M. Dostojewski. [9 1*4 k*'v"'un oon xs, wi. zvopozewvli. � Russische« übersetzt von Wilh. Henckel. D IV. tzu atütterliche Brief verursachte ihm Ouale«. Was S kiQk�Sapihche, die Kardin alftage anbetraf, so hatte ichon während des Lesen» nicht da« geringste � Hauptsache war bei ihm enschieden, end- kvsOÜoSÜ S �=..Diese Heirath wird, so lange ich lebe, en �in.« vermehr stattfinden, und zum Teufel mit Herrn ji." Ms, üJPP" das ist sonnenklar," brummte er vor sich hNfotZk e boshaft, über den Erfolg seines Entschlusses t3 nichts.'»Rein, Mütterchen, nein, Dunja, ihr werdet ,( bot rtet0«den'.... Und da entschuldigen sie sich »iich T �inen Rath nicht eingeholt haben. daß sie, & sich, � fragen, eine« Entscheid getroffen habe». Ver- lh<* Z tMd'äfti8,et Mann, ist so überbürdet daß in.(j,r..! Kourierpferden heirathen muß, fast�wle to-n. �w8! Nein TiunoifAfn ick durchs W PolV. m Wnd um wa, Du 8"och Golgatha Uns»'-"-■ �pdgtlUg gebetet hast. Es ist ein hinauf. Hm... Sie entschieden?— Einen WOsMZMW Uvv V»V' ucv gww Gene« dem An- E« war nicht das preußische Volk, da« bei diesen Wahlen in Aktion getreten ist' auf Grund des Drei« klassenwahlsystemS lassen sich keine volksthümliche« Wahle» schaffen. AuS diese« Wahlen wird immer eine Ver» tretung hervorgehen, die entweder de» große» Grund» besitz oder daS große Kapital in je nach den Zeiwmständen wechselnder Stärke repräsentirt; um die Interessen dieser gesellschaftlichen Kategorien dreht sich dann auch der Kampf in dem Parlament selbst. Etwas anderes kann man davon nicht erwarten. Die konservativen und ultramontauen Agrarier streben dahin, die Interessen der Großgrundbesitzer auS« schließlich die Gesetzgebung beherrschen zu lasse«. Diese» Streben hat einen mittelalterlichen Anstrich; man steht immer wieder die �Gestalten der Junker von ehedem herauf- steigen, die auf den festen Burgen saßen und über Hörige oder leibeigene Bauern herrschtm, rrsp. sick von ihnen die Feudalabgabe» zahlen ließen. Wir verwerfe» Alle«, waS man aus dem Mittelalter i» die moderne Zeit hivein verpflanzen möchte; aber wenn es eine Verirrung ist, die abgestorbenen Zustände ftüherer Jahrhunderte wreder be« leben zu wollen, so heißt eS de« Geist der Zeit völlig ver- leugnen und sich stumpfsinnig den neuen Gedanken des JahrhunderS verschließen, wenn man, wie der„e« t s ch i e- dene Liberalismus"— so nennen sich die Deutsch- Freisinnigen bei den Wahlen— seine ökonomische Politik auf das Manchesterthum basirt und glaubt, die Gesellschaft, dieser komplizirte und vielgestaltete Organismus, könne sei-e Entwickelung ganz durch sich selbst in Fluß bringe«. Man wähnt, die heute bestehende Anarchie, der Kampf umS Dasein zwischen dem Starken und dem Schwache», der mit der Vernichtung der letztere« endigt, werde zu einer bestimmten gesellschaftlichen Ordnung führen. Wir sehen einige„grüne" Staatsmänner de« Fortschritt«, resp. Freisinn» hier überlegen lächeln. Mögen sie ihre Verrant- heit für Ueberlegeaheit ansehen; uns soll eS nicht stören. Wir wollen darauf hinweisen, waS dieser Tage ein hochbe- deutender Gelehrter, einer der ersten Geister Deutschland«, über daS Verhältniß von Staat und Gesellschaft gesagt hat. Dr. von R ü m e l i n, Kanzler der Universität Tübingen, schloß seine Rede„über Gesellschaftswissenschaft" bei der akademischen PreiSvertheilung mit den Worten: „Die Gesellschaft umfaßt den gesammten Stoff aller menschlichen Lebensverhältnisse, kann aber ihre Ord- nung nicht schaffen; der Staat ist diese ordnende Gewalt und da« Recht ist die Norm, nach welcher der Staat sowohl sich selbst als die Gesellschaft ordnet." Dieser Fundameatalsatz aller Sozialpolitik, sei sie nun konservativ oder demokratisch, verwirft der„entschiedene Liberalismus", der de« Staat nur al« Nachtwächter für seine Klasseninteressen bestellen will. Wir hätten sonach nicht viel verloren, wenn der Freisinn bei diesen Wahle» schein nach gut ist, wie Dunetschka selbst bemerkt. Diese« „dem Anschein nach" ist prachtvoll! Und diese Dunetschka heirathet ihn— dem Anschein nach! Großartig, groß- artig!" „... Es ist doch kurios, weshalb mag mir wohl Mütterchen von der„jüngeren Generation" geschrieben haben? Ob eS bloS geschah, um die Person zu charakterisiren oder ob zu dem weiteren Zweck, um bei mir für Herrn Lushin eine gute Meinung zu erzeuge»? Oh, die Schlauen! Es wäre interessant, noch eine« anderen Umstand aufzuklären: bis zu welchem Grade waren sie wohl gegeneinander aufrichtig an jenem Tage, in jener Nacht und in der ganzen folgenden Zeit? Ob wohl alle Worte zwischen ihnen klar und deutlich ausgesprochen wurden, oder ob beide wußten, wat die eine sowohl wie die andere stillschweigend im Herzen und im Sinne hatte, sodaß e« unnütz gewesen wäre, e» laut au*« zusprechen, sich vielleicht zu verplaudern. Dem Briefe»ach zu urtheilen, mag wohl da« letztere theilweise der Fall ge« wesen sein. Dem Mütterchen schien er ein wenig schroff zu sein und das naive Mütterchen wagte e», Dunja eme Be- merkung darüber zu machen. Und diese wurde natürlich böse und antwortete sogar ärgerlich. Selbsiverständlich! wen sollte auch eine solche Bemerkung nicht ärgern, wenn die Sache auch ohne naive Fragen schon klar genug und wenn e« ei« für allemal entschieden ist, daß alle« Rede« überflüssig sei. Wa« schreibt sie mir doch noch:„Rodja, liebe Deine Schwester— sie liebt Dich mehr als sich selbst"; sind da« nicht etwa Gewissensbisse, von denen sie insgeheim ge- plagt wird, weil sie dem Sohn die Tochter opfert?„Du bist unsere Zuversicht, Du unser alles!"— Oh, Mütterchen' .... Die Wu»h kochte in ihm immer stärker und stärker, wäre ihm jetzt Herr Lushin begegnet, er hätte ihn umbringen können!| „Hm... da« ist wahr," fuhr er fort, die in seinem Kopf wirbelnden Gedanken verfolgend,—„das ist ganz richtig, daß man sich jedem Menschen langsam und vorsichtig nähern muß, um ihn kennen zu lernen; aber Herr Lushin ist doch klar Er ist ein praktischer Mann und dem Anschein nach gut das ist die Hauptsache. Ist das etwa eine Kleinig. ganz untergegangen wäre, wie wir nichts gewonnen haben, indem Konservative, Nationalliberale und Ultramontane daS Heft in der Hand behalten haben. Wir wissen aber wenigstens, woran wir sind, und da« Gaukelspiel deS in falschen Farben schillernden„entschiede- nen Liberalismus" vermag wenigstens die Arbeiter nicht zu täuschen. Dem Spießbürgerthum gönnen wir'S. Ier iniernalionake K-wel��asts-Rongre� in fondon, Dritter Verhandlungstag. Vorsitzender Stelloertrctcr Asdouk(Haag). Tagesord« nung: Die wirksam st en Mittel der Beseitigung der Hindernisse der freien Verbindung in fremden Ländern. Rente:(Paris) liest einen Bcr'cht über diesen Gegen« stand. Er dekiagt, daß das Kapital gegenwärtig alles mono- polifire, sogar die Denkart der Kinder, denen in der Sckule patriotische Ueberhebung und Veracktung fremder Völker ringe- trichtert werde. Gegen diesen Patriotismus müsse man an- kämpfen, um den drohenden Wclikrieg zu verhindern, welckcr ron den Mackthadern geplant werde, um die soüale Bewegung in einem Meer von Blut zu«tränken. Die Arbeiter kennen keinen Nalionalhaß. Der Redner verliest zum Beweise dessen aus den Programmen von sranzössschen. holländischen, belgisch?«, spanilchen und polnischen Ardeiterverbindungen Stellen, welche das Gefühl der Zusammenaebörigkeit der Äcdeitcr aller Länder zum Ausdrucke klingen, ssiein, wir kennen keinen sshtionaihaß. Was uns trennt,! sind einzig und allein die Gesetze und nichts anderes. Das Dufaur'iche Gesetz gegen die Internationale (1872) muß abgeschafft werden, ebenso die Paragrapben 414 und 415 des Strafgcsetzduches gegen die Koalition. Das Gesetz von 1884, welches gegen die Entwicklung der Gewerkschaften gerichtet war, ist zwar ein todter Buchstade geblieben, mutz aber doch auch aufgehoben werden» damit eine kommende reaktionäre Re» gierung sich nicht desselben gegen die Arbeiter bedienen könne. Die offiziellen Listen der Fallimente zeigen das Untergehen der kleinen Kapstalien und die immer größere Zentralisation aller Produktionsmittel. Die damit Hand in Hand gehende Organi» sation der Arbeit wird der Gesellschaft zu Gute kommen. Pro- duktiv« Genossenschaften haben in Frankreick keine Erfolge zu verzeichnen und find nur geeignet, kleine Kapitalisten in der Arbeiterklasse zu schaffen, welche häufig schlimmer find, al« die «rohen. Thellnahme am polstischen Leben und den Wahlen fi dringend geboten, und eine internationale Organisation ver Ardeiter das wirksamste Mittel zur sstationalistmng des �rund und Bodens und der Ardeiteinstrumente. So werden wir uvS dem Ideale der Gesellschaft nähern, in der Jeder nach seinen Kräften geben und empfangen wird.(Lebhafter Beifall.) A n s e e l e giebt der fieudigen Hoffnung Ausdruck, daß die Internationale wieder ersteben werde. Ein grobes Hindernis der Ardeil erdewcgung seien die Vormtheile der Ardeiter selbst. Sie verlangen Abschaffung der Klassenherrschaft, während leider keit, da» Gepäck, einen großen Koffer, auf eigene Rechnung zu befördern! Nun, wie sollte er da nicht gut sei«? Und jene beiden, die Braut und die Mutter, dingen eine« Bauer; miethen einen mit einer Matte gedeckten Bauer» wagen(ich bin ja dort gereist!). Thut nicht«, e« find ja nur neunzig Werst,„und von dort fahren wir ganz wohl- gemuth in der dritten Klaffe!"— etwa tausend Werst weit. Sehr vernünftig, streckt Euch nur nach der Decke; aber Sie, Herr Lushin, wozu sind Sie denn da? eS ist ja Ihre Braut. Sollten Sie etwa nicht wissen, daß die Mutter ihre Pension verpfändet, um Geld zur Reise zu borgen?— unmöglich! natürlich kommt da aber die geschäftliche, die kommerzielle Frage ins Spiel; bei einem Geschäft auf gemeinschaftlichen Gewrnnanthtil müssen auch die Geschäftsunkosten zu gleichen Theilen getragen werden. Und selbst diese Gelegenheit hat der praktische Mann benützt, um sie ein wenig über» Ohr zu hauen,— da» Gepäck kostet natürlich viel weniger al» die Reise, vielleicht geht eS sogar graliS mit. Ob sie daS etwa nicht einsehen, oder ob sie es bloS nicht sehen wollen? Und damit begnügen sie sich! Wenn man bedenkt, daß die» nur erst die Blüthen sind, und daß die wahren Früchte erst später zum Vorschein kommen! WaS ist denn hier in erster Linie wichtig? rncht der Geiz, nicht die Knauferei, sondern der Ton von alledem ist'S; dann erkennt man ja den To» der zukünftigen Ehe, eine Warnung ist eS!..... Und Mütterchen lebt ja nur so drauf loS! WaS wird sie den« nach ihrer Ankunft in Petersburg übrig behalten? Drei Rubel, oder zwei„Zettelchen", wie jene... Alte... zu sagen pflegt... bm! Womit denkt sie denn in Petersburg nachher zu leben! Sie hat es sich ja doch schon klar gemacht, daß sie«ach DunjaS Heirath, gewisser Gründe halber, nicht «ürden zusammen leben können, sogar nicht einmal in der erste« Zeit! Der liebenswürdige Mann wird gewiß schon Andeutungen gemacht haben, obschon Mütterchen diese Vor» auisetzung mit beiden Hände» abwehrt.„Ich selbst werde eS ablehnen!" WaS denkt sie denn und auf wen hofft sie? auf die Pension von hundertundzwanzig Rubel und de« Abzug für die Schuld an Wassilj Jwanowitsch! Wollene Halstücher strickt sie da und brodirt Manschetten, verdirbt der Klasseriaeist in ihnen lebendia ist.(Höst! hört!) Es ist traurig, daß geschicktere Arbeiter sich etwas Höheres dünken, alS Taglöhner. Sie sollten bedenken, daß fie alle gleichmäßig aus« gebeutet werden. Der Kopitalismus kennt kein Vaterland. Englische Kapitalisten gründen Fabriken in Frankreich, fran- zöfische in Preußen, weil dost die Löhne niedriger find, und Amerika und die englischen Kolonien führen Chinesen ein, weil die englischen Arbeiter auf ihren Beefsteaks und politischen Rechten di stehen.(Große Heiterkrit.) Er würde vorschlagen, daß die% rbeiter aller derjenigen Länder, in denen ein Versamm- lungsrecht desteht, an einem bestimmten Tag, z. B. jedes Fahr am ersten Sonntag im Mai, große Demonstrationen mit demselben Programm abhalten. Die gleichen Resolutionen sollten Freiheit für die unterdrückten Völker verlangen und den resp. Pasta« menten vorgelegt werden. Diese Demonstrationen in großem Maßstade ausgeführt, würden den internationalen Gedanken fördern und die Herrschenden von dem Steigen der Fluth überzeugen, welche nicht verwüsten, sondern die Welt befruchten wird.(Lebhafter anh. Beifall.) Christiansen(Kopmhagen) befürwortet die Anbah- nung einer internationalen Ar eitergesetzgedung. Lazzart(Mailand) meint, daß diePotitik oder die Kunst, das Volk zu nasführen, bei seinen Landsleuten sehr in Miß« kredit gerathen sei. Was fie am dringendsten brauchen, sei Bil« dung. Entsprechend den statistischen Aufnahmene der Tag. Klar ist e« auch, daß e« fich hier um niemand ander«, wie um Rodion Romanowttsch Ra«- kolnikow handelt, und zwar in erster Linie. Nun, wie denn ander«, man kann ja sein Glück machen, für seinen Unterhalt auf der Universität sorge«, ihn zum Kompagnon im Bureau mögen der Kranken- und Hilft kassen nicht dlos von W J beschäftigten Ardeitern aufgebracht worden, s« kann ot wohl unier diese vertheitt weiden. Nnch viel mehr ia spruche mit allen Rechtsgrundsätzen steht aber, trenn ein% Herr, was wiederholt vorgekommen, das Krankenkassavw� der Arbeiterschaft bei der Liquidation der Fabrik in setnersM Tasche verschwinden läßt. Es ist gesetzlich gentul zu den«? Wr d-ch au öffentliche Verwaltung fallen müssen, mit der B(tü*n -n—|•#»»* war-v»!---, J Hl#»»* CT wieder zu einem analogen Zwecke, also für KrankenunterM,% von Arbeitern des Kantons und ohne Rückficht auf die W?»Afl?ustriill fiii wiMtn' der «tftlben schw «WUnent der liche Angehörigkeit verwendet zu werden. Politische Ueberstcht. Die Gnitdhav- R-de de, ensltsche» M prästdrnteu(beim Lord Mapors> Bavket) verursacht Reptilien und Kartelldrüvern arge Kopfschmerzen. 6% aber auch sehr unangenehme Wahrheiten. Das Bild, ste von den Zuständen auf dem europäischen Festlande ist ohne Zweifel so wenig schmeichelhaft für uns wie nm lich, und das Fatalste dabei: es ist so wabr— so wA selbst die R ptilien ganz verlegen drein schäum und nia> adzul-ugnen wagen. Sie meinen blas, Lord Salisbrtt wohl deshalb so schwarz, well er dem Parlament r Ausgaben für Flotte und Militär vorschlagen Wie schlau doch diese R. ptilien find! hier find fie auf bekanrt-m Bovm. Do* die Dinge reckt gruselig darstellen muß. um de« mebr Geld für Mordwertzeuge nebst Zubehör abluioaen wissen unsere Reptllien aus langjähriger Eifahning- dies eine Praxis, die fie selbst hundert Mal geübt, o? ihnen und Lord Salisbury ist nun der kleine Untersch«� die franzöfischen Millnlldomden, Bretterba-ackm und WJ gemalten Grenzdesatzungm fromme Reptillügen waren,� gegen die 12 Millionen Soldaten der europäischen Mi(W% und die zerfahrenen Zustände des europäischen unleugbaren Wahrheiten und häßliche Thatiachen dieser Festrede des englischen Premiers gehört .......-' e über die M Wuhr aburt! «v Forderung «Mmrigen f teffi 5»d von de Men der„1 M>hen Staa mten Steuern Ukleinm Ml «amblicklich ei �ndelsetr Ite" der Mmf-lls hat dem modi einer i.,-'""- Wir hibtn. Das l ttutbe, i w* als Ergänzuag seine nntliche Parlamentsrcde über vir deutsch französische Altion an der afrikanischen Küste. � ist weit schärfer und deutlicher als die, bis zur FälM�jd denziös entstellten Berichte der Reptllprcsse aus glaubt� Es wird mit Vüirm Worten ausgesprochen, daß der �t in Afrika durch die Mißwlrthschaft der ostofrikanischen und eines Theils ihrer Beamten hervorgerufen worden�« daß England unter keiner Bedingung daran denken M.r. vuft T£/uuiaiu; uiuti. �cvui�uiiH um UM uciuu»'ogtm ZtyMfr O. solche Mißwitthschaft einzutreten und den berechtigten sroJlf Aeaer auck aeoen Enaland lu lenken. Die£Snflrmina#5# ü tez nne ei inder Neger auch gegen England zu lenken._ und Genossen, ste könnten unter dem Schutze der wettumgestaltende Eroberungen auf dem dunklm KTM machen, wird durch den Wottlaut der Salisdurh 1%; f im Keime erstickt. Sie mögen nur reckt W'% f packen. Was übrigens die Blockade betrifft," fie Niemanden webe thun— auch dm Skla»« nicht. So lange Sklavm gelaust werdm, wird es au» Handel geben. Das erfahren z. B. unsere europäi!� rungen— namentlich auch unsere deutsche— in nwgv indem fie bisher es mit aller Mübe nicht vermocht �l eigenen Lande dem„weißen Sklavenb"',! wir meinen den Handel mit Mädchen, zu» v der winde st ens ebenso schmachvoll ist, wie der 9% Negerklaoen. Es ist merkwürdig, welchm Reiz da« fremden Thören hat. Wen««roßgrnndbesther m»d mpbil***' streiten, erfährt der Ardeiter die Wahrheit durch die Geschichte so oft schon debästtgte Erfahrung�' wieder einmal seine Bestätigung in einer Berlins. 5� verpöntes belsblätter «Utschen. ' i u# c u i CT-, habe »�tteinfomme fef« 10 I tiumui ftmv r»uiiguilg Mb VMMV � t&**".. ÜK%%%'&; T&A gendermaßen fich ausplaudert:„Bisher wußte man n�'-jT preußischen Landtage eine neue Eismbahnvorlage*3 genommen ist, welche unter anderem auck dm weite«». der Staatsdahnm zu strategischm Zwecken fö-dern dringend nothwendige Verstärlung des rollenden zwecken soll. Inwieweit mit Tarifreformen�f ernsthaft vorgegangen werdm soll, ist noch fraglich- weis der Jnteressentm auf die stetta steigenden Uebtf. I Staatsdahnm— die„Post" konsiatirt ousfcnf®« dringende Wünsche in dieser Hinficht seitens der M. laut geworden find— weist das freikonservatioe Bio» etwas üderraschendm Weise zurück. Die Ueberschüsse bahnvnwaltung, schreibt die„Post", fließen der V> kommen mtthin der Gesammthett der Steuer zahb Eine Schmälerung derselben zu Gunsten von vom hieße daher nichts anderes, als eine Bevorzugun Kosten der Gesammthett und liefe dm staatli M™ tragen dm in fli Ms ff**! in der Nmateiiol« ___«uW Metauftite «utxVrt. W,\* in der Ana l „Debet Äfchn Oder »Berner 3dt\ einen höchst in daß. nachdem ines Jahrhun dem Glleize, des Stnndes 1 iche Xi idung de _*- W»»(»-v.»»».. v-T-... mrt.t zuwider. Dieser Satz klingt gewiß sehr gut, l»'. Lieh- u. s- o-l. il �ngnahm dem durch Getreide«, Holz-,»zteo- u.»?-ip- Grundbesitz auf Kosten der Allgem«'"� mache«, seine Zukunft sicher«; er wird vielleicht reicher Mann werden, geachtet, geehrt sein, unv wird er vielleicht gar sein Leben al« berühmter,„ ß schließen!... Aber die Mutter?— doch e« um Rodja, dm unschätzbar«« Rodja, den nun, sollte man etwa für einm solchen Er? eine solche Tochter opfern dürft«? Oh, ih rechten Geschöpft! Was ist denn dabei?.-"T&ft wir sogar Ssonetschka» Lo« auf un«! Ssonest� netschka Marmeladow, die ewige Ssonetschka, 1>1 steht! Habt ihr aber auch da« Opfer nollstanfji j, Iß DUL ch ist, wie Ssonetschka-. meW benn6.e,JfU lichkeit ebensoviel werth —* Mlltf nun käme' dort aber handelte ei sii Thmer. theuer wird?,—-. kommen, Duneischka! Und wmn?hve Krt Thränm? denn Sie sind ja keine Mars Hie wa« soll dann au« der Mutter werden �. werde«?... Ja. wa» mögen sie ben.V Dn�ld qtj._;n ctu, Onfpr tttCuW In irl es nicht an." T- jS von d«??)#tLu8< worden ist. und den 8 tonn 1 > kann(## r a z i p u u m(Prcflt) von 30-40 mebtin®* Branntweinsteuer zugebillig mehr... renn ein'« fenkaffaMw* in feinn� tweinbrennern -40 Millionen Ml. Zs»!---- Ä.fÄ 'Ä »II|C»l>v*»"T Q|■ i— w w vv�mih* vi» wvtw,, ,»»> u»u b#«" A-SUM-nt der„Post" schwerlich als durchschlagend anerkennen. kchdasGh auch die Wiedereinführung und Er« kter Weiset 5 n'!?� der Eisenzölle seinerzeit eine direkte Be« zer Bcstiao««ach'beiliaun g der Gesammtheit derKonsu- ifenunW* g.fRten. Wenn die„Post" so abfällig über Ansprüche der auf Vit dÄ, imtndustri, llen auf Tarifermäßlgungen behufs Förderung der ! MmKr adurtheilt so darf man gespannt sein, wie fie fich zu � Forderungen der Agrarier stellen wird, die auf Tarifer> m.± Mgungm für den Transport von Getreide aus dem Osten IltT* TP dem Westen hinauslaufen. Was den Einen recht Wi«jt ist den Andern billig." Sonst pflegt die schütz« miriacM u«i" �ilnerische Mühlendammerei nicht auf offener .. Sie sondern hinter den Kouliffen getrieben zu werden, wäh- - mm, o# e_.. Bon der Tribüne des Parlaments herab, wie in den stlande'eM der„streu Zeitung", der �kölnischen", der„Post" dem - m;e nur f T�sihm Staatsbürger klargemacht wurde, daß alle die indi- _ f0 mab, s Steuern nur im Interesse des Volkes, der großen Masse, „jcht» N»einen Mannes, zum Schutze der nationalen Arbeit einge- ..m nihrt und fortwährend erböbt würden. Daß sich der Lärm der schendm Zöllner auf dieZGaffe verirrt, beweist, daß die Herren Mmdlickiich eifrigste Schachergeschäfte treiben und noch nicht n d eis eins geworden find, wie fie auf Köllen und zum xchaden der Gesammtheit die Beute unter fich vertbeucn. Menfalls hat die Doppeldeichte der junkerlichen„Post" und V dem mobilen Kapital freundlich gefinnten„Allgemeinen Setttmg" einen gewrffen Werth als Auiklämngsmittel für die Wir wollen fie deshalb hiermit ack llvtam genommen '�en. Was den Einen recht ist. ist den Anderen billig. «***4 Euch, deutsch« Nähterinnen, denn das Groß« SalisbrntZ iment schlagen Daß um de» abzulocken. ahrung.fi, reübt. M UntastßM n und gl waren,L en mm chen stefn «dm# Küste. 5g M iß del»fii Ischen m tcordti;*« LUVkV*'-. enken iy. nuna vn�e rV ZZ fSM opäiiÜtM •nP denkt fürsorgend an Euer Wohlergehen, sstachdem mit « und Nolh der ssiähsadenzoll im Reichstag abgelehnt in& die reichsamtliche Enqußte über die Lage der «tiju Mschekabrikation und Konfektionsdranche angewendeten ha��neen in düstersten Fmben Euer Marlyrium gemalt, wZ fst Jwirnfabrikanten ein tiefes Rübren empfunden. Sie WiiZ.4 me bis zur Thränenseligkeit weichmülbigen Großkapi- sich Arbeiterinnen fast durchgebends ihren Zwirn - wi.?�wlfen müssen. Es ist ihnen ferner nicht unbekannt, 8tnuri'",tnä nicht feit den offiziellen Erhebungen—, daß die U�Tr'innen sehr, sehr oft gezwungen find, ihr Nähfaden- iu einem weit Höheren Preise als andere ».i�enkinder einzukaufen, weil der liebenswürdige Unter« ÄJ' �.stk beschäftigt, theils direkt, theils durch Direkinze, .�8», Meister durch ein unverschämtes und leider! gesetzlich �.verpöntes Trucksystem ihnen außer dem üblichen'Mehr- k:.? noch einen Extraprofit von ihrem Hungerlohnc herunter« , In weiser Erwägung dieser Umstände baden, wie die i°5t.?�ter melden, die Zwtr nfadrikanten ein geschlossen. Die leitenden österreichischen, Jf*>ch e n und englischen Fadriksbefitzer, welche Zwirn haben ihre Preise auf Grund eines gegenseitigen n na�»- "ta o e Ls- I p �ttfinlommers erhöbt� und beträgt der Aufschlag je nach der S?" 10 bis 35 Prozent. Das ist eine edle That, die tragen wird. Nicht allein dem Zwirnkaoftal, sondern enu''.m b» in Konfcdion und Wäsche„machenden" Untcmehmern, »u vi Natürlich die Gelegenheit nicht veradsäumm werden, erstens wr ju rTpftw der Preiserhöhung die Ardeiterinnen tragen '?..Men. zweitens als Prämie für diese Anstrengung fich noch 5� Prozentchen mebr zahlen zu lassen Das ist so Brauch, L�al in der schönen Hausindustrie,»aß steigender Preis des Mdrateriols den die Hausindustrie ausnutzenden Geldmännem T* eine außerordentliche Einnahme verschafft. Man frage nm � wal einen oberftänkilchen Korbmacher oder einen Sonnederger �»Mwaarenerzeuger. Für die noblen Zwirnmacker springt ein iadä>Ä�iger„Redbach" heraus, da z. B. die ganze NSH> MnhVrtit!� Deutschlands in wenigen Händen kon- m der«„l.? Göppingen ist ihr Hauptfitz. Ja, wir leben "g des prattischen Chrtstenthums und der Syndikate. rischer"?,� �ie Partei«» der Zukunft" hat ein Schmelze« »Werner aJJ icbter, Herr G q Ii n von Solothurn in der kbien einem bürgerlich• demokratischen Blatt, v OOQjfj i-i.r.f». m__ c---- m~a ipdett lahrhu -s/�tze, die Äufbedung aller Vorrechte der Geburt und tTi i durchgeführt morden, die liberale Partei _ ,J|°,'d e ihre Rolle ausgespielt Hobe, eine Äiof der Parteien in Liberale, Radikale und Konser- kcklos und hinfällig geworden sei und die !.l>ber- S � kister im öffentlichen Volksleben auf einem WL,'" i�kdiete und in ganz anderer grundsätzlicher chq als bisher fich vollziehen werde. Eine liberale 5ftbe Ä ��ei werde auch in Zukunft bestehen, aber fie sozialen P o st u l a t e in den ersten ������Programmszr�teller�ha� n. Mit Au» Kunst und Zeven. . w"»««« Feaueumoed i» London warf am jüngsten "•—— 1...*— w r.» i.r; � �. xk' -lleicht| Äl '■'0 täad die pstkag �finnenmoeo injpnoon WUI, um iuiiui»» �»ayor«°uf das gerade stattfindende h. � den Mittagsstunden verbreitete sich das ÄÄ "SÄÄ S �ßksltnden � n. kinem Lozirhause in Dorset court todt Ich stopf� war fast vom Rumpfe getrennt, daS Irisch vom'm�»opr war ran vom mumprr gr,»».,.., uw „ 5 fierissen. die Brüste, Rase undOhrm wmen Ez��unnelt. �"ikrleib ähnlich wie in den früheren !A �«flbe UnftJ0Um �nnn Zweifel, daß der graust Mord Ä lochen werv5r zurückzuführen ist, welches nun schon eau�viav W m �ende Londons mit Schrecken erfüllt. Der « Z ä ÄTÄ"'« buk»® Kelin u�riu und lebte mit einem Kohlenträger Leisten �.�usammen, der fie für seine Frau ausgab Wie �.kraeb«» �uzimmer ihres Schlages, war fie dem Trünke feie, & ante* � % '�n m ein.v vrauen, immer ihres Schlages, war fle dem �runre W( ln%, Sie dewohnte ein möblirtes Zimmer in einem .WSWZWUD � e—"■ l lufl n /%.-...■■ v MI f w«? 1.\1 l/ s\ m# v#. A w'7lU(T>4«v�V vwv&twt. �v» V»v"'v. � pn\ �rlbss»� begab er fich gestern früh in ihre Wornung. �u.?ausam verstümmelten. Leichnam der Unglück �2.knb."Sof�""11 vernummcurn cmwiiu... w.— ff ÄIÄb cl&'fe&ÄtÄAÄs: »"Ä t M%%-V Ä ÄJ'bÄÄ %#!%%% ÄWÄSL' � London Jl", �r Fleischer der am Donnerstag und kintreffenden und am Sonntag oder Man» anerkennswerther Unbefangenheit und G-rechtigkeit, wie. fie in der bürgerlichen Preffe nicht oft an den Tag tritt, äußert fich Herr Gystn über die Bestrebungen und Z'ele der schweizerischen Sozialdemokratie.„Die Partei der Sozialdemokraten in unserem Lande— sagt er— die eigentlichen, unermüdlichen, enthusiastischen Pioniere des neuen Evangeliums, glauben in gerader Linie und im Sturm- tchritt das Ziel zu erreichm... Wir bewundern ihren idealen Flug und danken ihnen für die zahl- reichen K u n d s ch a f t e r d i e n st e, die fie der Eröffnung des schließlich zum Ziele führenden Weges schon geleistet haben und noch leisten."— Herr Gyfin hat jedenfalls Recht, wenn er glaubt, daß der Lideralismus seine Rolle ausgespielt habe und die einzig vernünftige Parteigruppirung durch die Stellung der sozialen Frage bedingt werde. Es wäre gut, wenn Herr Eugen Richter bei Herrn Gyfin eine kleine Lettion nähme. Ale bevorstehend« Eröffnung de« Reichst«ae» giebt einem Berliner Korrespondenten der„Franks. Ztg." Anlaß zu folgenden Bemerkungen:„Die mit drm Donnerstag der nächsten Woche beginnende Session des Reichstages soll einer offiziösen Ankündigung zufolge eine politisch sehr ruhige werden. Die Alters- und Jnvalidenverficherunp, das Genoffenschafts- gesetz und eine Revifion des Krankenkaffmgesetzes werden als die Hauptstücke der Sesfion dezeichnet, und diese werden allerdings recht ruhig und sachlich erledigt werden können, zumal die Majorität dieses Reichstages fich längst gewöhnt hat, den Aus- bau der sozialpolitischen Gesetzgebung genau nach den Wünschen der Regierung refignirt und selbstzufrieden und durch keine politische Erregung gef-ört fortzuführen. Ob damit aber wirklich der Kreis der dem Reichstage zugedachten Vorlagen geschloffen und der zu erwartende politische Charakter der Sekfion richtig bezeichnet ist, wird man vorläufig noch bezweifeln dürfen. Es giebt Personen, die nicht überrascht sein werden, wenn das anqe« kündigte politische Sttllleden bald unterbrochen wird. Vor dem Be- ginn der vorigen Sesfion hieß es auch, daß größere politische Vor« lagen nicht in Ausficht ständen. Erst allmä'.ig wurde eine kleine Aenderung der auf die Landwehr und den Landsturm bezüg- lichen Bestimmungen des MilitärgesetzeS angekündigt und zur Beruhigung hinzugefügt— es war das einer der gelungensten Witze der parlamentarischen Geschichte— daß dadurch nur Mehrkosten von jährlich 100000 Mark entstehen würden. Nun, die kleine Abänderung wurde schließlich das große Militärgesetz mit einer Verlängerung der Dien st pflicht und vollständig neuen Bestimmungen für die Verwendung der Land« mehr und deS Landsturmes und im Gefolge davon erschien eine Kreditforderung von mehren Hundert Mil« lionen. Die Erhöhung der Getreidezölle kam auch in derselben Sesfion schnell und unerwartet, wenn auch nicht so plötzlich und nach der Art einer Ueberrumpelung wie ein Jahr zuvor das Branntweinsteuergesey. Es läßt fich beut ltch erkennen, daß die Regierung seit einigen Jahren planmäßig größere politische Entwürfe so lange als möglich geheim hält, fie dann schnell an den Reichstag dringt und ihre rasche Erledi- gung in nationaler Huirahstimmung zur patriotischen Pfl'cht macht. Das Mittel hat fich als überaus probat bewährt. Namentlich die beiden letzten großen Militärgesetze und die da« mit verbundenen enormen Kredite von rund 600 Millionen Mmk find geradezu unbesehen und ohne daß Kritik und Opposition fich regen konnten, nach einer kurzen mystisch« patriotischen dramatischen Aus- sührung genehmigt worden, die einem kleinen Theil der Mitwirkenden schon damals, heute oder bereits den Meisten als eine sehr geschickte Komödie erschien. Die Re« gierung wird seldstaerständlich nach diesen unang hmen Eisah- rungen fich hüten, durch vorzeitige Kundmachung ihrer Projekte die öffentliche Kritik derselben zu erleichtern und das lo erfolg» reich eingefühtte System der politisch patriotischen Raschmackerei zu oefährden Wir werden mißtrauisch, wenn wir hören, daß größere politische Aufgaben dem Reichstage nickt zugedacht seien. Es ist schon auffällig, daß der dock beabfichtigten Um« stoßung de« Ftottengründungsvlanes, des Baues neuer Schlacht« sck ffe ,m Betrage von vo-läuffz hundert Millionen in dieser Ankündigung nicht gedacht wird. Hält man diesen in seinen Folgen noch gar nicht zu übersehen r>en Schritt, der alte und allgemein anerkannte Anschauungen über die militärischen Auf- gaben Deutschlands zu durchbrechen bestimmt scheint, etwa schon rür abgethan und gleich den letzten Militärgesetzen der Kritik für entrück:? Dieser Reichstag bat allerdings außer der bevor« stehenden dritten noch eine vierte•? esston in Ausficht, die vom nächsten Herbst bis zum 21. Februar, dem Datum der unver- geßlichen Scptennotswahlen, dauern kann. Diese letzte Sesfion wird aber nur kurz sein, und aus Rückstcht auf die ihr un< mittelbar folgenden Neuwahlen wird man fich hüten, fie poli« tisch zu delastm. Es ist daher mit ziemlicher Sicherheit an zu- nehmen, daß die Regierung ihre Ideale möglichst bald durchzusetzen bestredt sein wird. Daß diese mit den bisher an« gekündigten Aufgaden der bevorstehenden Sesfion erschöpft seien, hat man Grund zu bezweifeln." D»»«egebniß der Landtagvwahle« bat zu inter« effanten Diskusstonen innerhalb der deutschtreifinnigen Partei tag wieder fortsegelnden Viehdampfer der Mörder sein könnte. Bestimmte Anhaltspunkte liegen für diese Theorie nicht vor. In dem Zimmer der Ermordeten wurde ein Lootsenrock auf« gefunden» od er aber von einem der Liebhaber der Kella zurück« gelassen ist, oder wem er sonst gehö t. ist noch nickt auf« gek.ätt. Die Polizei hat sitzt zwei Verhaftungen anläßlich de« Verbrechens vorgenommen. Beide Verdächtige mußten je« doch als unschuldig entlassen werden. Auch„Jack der Auf» schlitzer" hat wieder etwas von fich hören lassen und in einem an die Polizei gerichteten Briefe angekündigt, daß er beute Abend seine Tbättgkeit in dem Stadtthcile Mmylebone wieder aufnehmen werde, wo er zwei Frauenzimmer bereits für seine Zwecke notirt habe. Dem Briefe wird natürlich wenia Beach- tung gelchenkr. wenn auch die Polizei daraufhin einige Vorfichts« mäßige jn Mtbechepel kennt kaum noch Grenzen. Der Wachsamkeitsausschuß, welcher in der legten Zeit ermüdete, wird seine Thätigkeit verdoppeln, und der Minister des Innern, Mathews, bat fick wohl oder übel veranlaßt gesehen, etwaigen Kompliz-n de« Mörders Begnadigung zuzusichern, fall« fie den Behörden Mittheilungen machen, die zur Ergreifung des Un- holde« fuhren.� Der englische Chemiker Emi-lson tritt energisch für die Studenfl-.egen ein, denn diese Jnselten haben, wie alles, was Leben bat, einen Zweck zu er« füllen. Bettackten wir einmal aufmerksam eine Fliege, welche fich nach dem Fluge zum Rasten niedeisetzt. Sie vollzieht eine Riibe von Bewegungen, die uns an die Katze, welcke ihre Toilette macht, oder an den Vogel erinnern, der sein G fieder sowie über jeden Theil deS Kö'perS, den er erreichen MSSSSMS WMZWMW geführt: Die„Vosfische Zeitung" spricht ganz offen davon, daß die deutschfteistnnige Partei zusehends verfalle und bei de» nächsten Reichsiage wählen, wenn fie nickt inzwischm mtt strenger Selbstkritik eine Reform in fich selbst vollzieht, zwischen Sozial» demokratie und Reaktion wie zwischen zwei Mühlsteinen zerrieben werde.— Wenn man fich auf den Ausfall einiger Ersatzwahlen zum Reichstage berufe, so sei die Trüglickkeit dieses Maßstabes durch die Erfahrung nur zu sehr erwiesen. Sollen denn, fährt die„Vosfische Zeitung" fort, just die freifinnigen Wähler so wenig Widerstandskraft behalten haben, um sckaarenweise ihren Unadbängigkeitsfinn aufzugeben? Weshalb können den» die Ultramontanen ihren Unabhängigkeitsfinn dewahren? Weshalb find denn die Sozialdemokraten— und man weiß zur Genüge. mtt welchen Mitteln gegen diese wirthschaftlich abhängigsten Volksschichten auch bei der geheimen Stimmenabgabe gearbettet wird— der Beeinflussung unzugänglich? Weshalb erweisen fich denn die Polen unnahbar? Ja, weshalb wagen sogar konser- vattve Kreise, wie bei den letzten Wahlen, in den Zaum zu beiße» oder gegen den Stachel zu löken? Die freifinnige Partei stehe vor der Gefahr selbstbewußter Sckeintbätigkeit. Nicht irgend ein Verzicht auf liberale Ideen thue Noth; ihre schärfere Betonung werde in Zukunft vielmehr noch dringender werden als bisher. Aber die Formeln eines Programms, das für andere Zeiten ge» schaffen war, erschöpften nicht mehr die Bedürfnisse der Gegen« wart; eine wesentlich auf die kritische Abwehr gerichtete Taktik, welche oft der Stimmung der Wähler widersprach, Hab« weder erhaltende noch werbende Kraft; eine Parteileitung, welche weder der Inbegriff der politischen Intelligenz, noch wenigstens durch den Erfolg gerechtfertigt ist, genüve weder für die Verthetdigung, noch für den Angriff, und eine Organisation, mit welcher man von Niederlage zu Niederlage gelangt, sei der Verbesserung dringend dedürftig.— So die„Vosfische Zeitung". Das Blatt ffndet Unterstützung von rechts und links. Neben der„Berk. Ztg." und„Volksztg." eignet fich jetzt auck die„Kieler Ztg.", von welcher angenommen wird, daß fie die Meinungen des nicht wieder in das Adgeordnctenbaus gewählten Herrn Prof. Hänel wiederspiegelt, die Ermahnungen der„Voss. Zt." an. Das Kieler Blatt sagt, daß da« Urtheil der„Vosfischen Zeitung" jedem Freunde liberaler Entwickelung sachlich begründet erlcheincn dürfte. Sukkms findet die„Freis. Ztg." bis jetzt blas bei dem „Börsencourier". Was i»«I» Ktaatsgeheimniss? In der„Nation" beschäftigt fich der Geh. Justizrath Prof v. Bar in Göttingen in einem längeren Aufsatz mit den Kriterien des Verbrechens des LandesverrathS. Obwohl der Aufsatz nicht den Fall Geffcken erwähnt, kann es doch keinem Zweifel unterliegen, daß nach der allgemeinen Ausführung deffelben Herr von Bar weder die An» klage, noch die Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft für ge» rechtfertigt hält. Insbesondere trifft auch nach denAusführunae« von Bar's über Staatsgeheimnisse in dem Geffcken'schen Fall ein Landes verrath nicht zu. Die Antwort darauf, was Staats» geheimniß sei, kann nach von Bar nur lauten:„Ein Geheim» niß, das von dem staatlichen Organismus und in demselben ge» beim zu halten ist. Alles, was auch andere Personen wissen können, ohne sich unerlaubter Mittel der Erkundigung zu bedienen, ist nicht Staatsgeheimniß. Man könnte glauben, ein Staatsgeheimniß stt auch dasjenige, was geheim zu halt-n für den Staat vortheilhast sei, obsckon es auch an» dere Personen als Staatsbeamte und Staatsorgane wissen können. Allein diese Auffassung widerspricht schon dem Sprach» gebrauch. Mein Geheimniß ist das, was ich allein weiß, nicht dasjenige, was andere Personen über mich wissen, sollte die Geheimhaltung im letzteren Falle auch in meinem Interesse liegen. So ist Staatsgeheimniß auch nur das, was allein in dem gegliederten Organismus des Staates gewußt wird, von diesem nicht nach außen mitgethellt werden soll. Eine auch von anderen beliebigen Personen im Volke gewußte Tbatsache, deren Geheimhaltung auch der Privatperson vom Gesetze befohlen würde, müßte nicht als Staat«-, sondern als Voltsgeheimniß dezeichnet werden.— Wie aber, wenn Personen, denen als Or- gane der Staatsgewalt die Bewahrung eines Staatsgeheimnisses obliegt, dasselbe an andere Personen mittheilen, die nicht irgend als Beauftragte de« Staates in der fraglichen Angelegenbett zu bettackten find? Sind diese Privatpersonen dann juristisch ver» pflichtet, das Mitgetheitte als Staatsgeheimniß zu wahren?" Unserer Anficht nach nicht. Für die Privatperson, d. h. für jeden, der nicht amtlich oder während er im Auftrage des Staates handelte, ein Geheimniß deS Staates erfahren h:t, exlstitt das letztere als Staatsgeheimniß nicht." Kegnadigt worden ist nun doch der Kommerzienrath v. B o r n in Dortmund, welcher bekanntlich wegen detrügerischen Bankerotts zu einer längeren Gefängnißstrafe oerurthellt wor» den war. De» Knndevrath hielt am Montag eine Plenarfitzung. Auf der Tagceorvnung standen: Vorlage über Vermessung der Schiffe für die Fahrt durck den Euezkanol; Ausschußberichte über den Postetat und den Etat der R-ichsdruckerei und Antrag der Aussei üffe, betreffend den Gesetzentwurf über die Atters- und invaliden vei stckerung der Ardeiter. Neichotagonachwahl t» Atade. Der„Wcserzeitrmg" waren am Sonntag die Wahlergebniffe über die am Sonn» ihres Leibe« mit fich herumträgt; erneuerte Beobachtungen jedoch ergaben bald das völlig Jnthümliche seiner ersten Anschauung. Emeison hatte vor sich ein weiße« Blatt Papier liegen, auf welches fich zwei Fliegen niederließen, welche eifrig zu treffen begannen. Unter das Mikroskop gebracht,«igte fich da« Pavier genau von jenen Schmarotzern bedeckt, deren wir oben Erwähnung thaten; es war also nicht die eigene Brut, welche die Fliegen verzehrten, sondern mikroitopifche Lebewesen,� die in ver Lust schwimmen und fich gelegentlich an die F'ürel. Füße:c. der Stubenfliegen anklammern. Wenn dann die Fliege hinreichend mtt dieser ledenden P-oviston be» laden ist, suckr fie, um zu schmausen, einen stillen Winkel auf. Der englische Chemiker wiederholte an verschiedenen Orten die Untersuchungen und fand, daß es da, wo Unreinlichkett herrschte und die Luft verdorben war, viele Fliegen gab, die alle vo» jenen Parafiten bedeckt warm, welche er schon kannte, während solche Fliegen, die er von reinlichm und gut gelüsteten Orten nobin, abgemagert und frei von Parafiten waren. Wir sehen hicraus, daß die Stubenfliege thatsächlich einen Zweck zu erfüllen bat, und Emerion hat in der Kette der Zerstörung, welcke i» der Naluc der Lebewesen notbwendig besteht, einen neuen Ring gefunden;- diese winzigen Thierchen dienen den Fliegen zur Nahrung, diese fallen der Spinne zur Beute, welche wieder dem Vogel zur Nahrung dient, und zuletzt verspeist der Mensch de» Vogel. M« gute««einkwasser in Pnmpdrnnne» tu tt- taalten, empfiehlt die„S. Z." folgendes Mittel: Man nimmt gut gebrannte, reckt dlatterige poröse Holzkohle, bindet mirttlst Bindfaden e wa 20 größere Stucke in ein Bündel zusammen. macht drei solcher Bündel, beschwert jedes mit einem 2 Kilo. gramm schweren, naturlichen, genießbaren Stücksalz, nickt Sied« falz, und laßt selbe an drei verschiedenen Punttm de« Brunnen» unfoisc« in lrn« Woffer, bis auf den Grund. Nach drei Tagen ist das Wasser krystallhell und von bester Dualität. Die« Ver« fahren wiederhole man das Jahr hindurch drei bis vier Mol, besonders aber im Frühjahre. Da« Sal,(Steinsalz) braucht nicht allemal, sondern nur einmal, höchstens zweimal im Jahre angewendet zu werden; man beschwert die Kodlmbündel dann mit Kikselstetnen oder porösen Ziegeln. Die Kohlmdündel saugen fich so voll Schmutz, Salpeter, Kalk, Gips»c., daß die» selben das Gewicht der Steinkohle erhaltm, und können immerhin einige Jahre in dem Brunnen Meiden, da dieselben stets mehr oder weniger als Fitter dienen, wenigstens das Aufsteigen deS Bodensatzes beim Saugen der Pump, ver» hindern. abend stattgebabte Wahl aus 45 Bezirken bekannt. Darnach hatte v. Bennigsm 3134 Stimmen, Molkenbuhr(Sozialdemokrat) 1528 Stimmen erhalten, während 345 freisinnige und 189 deutschhannoversche(welflsche) Stimmen abgegeben waren.— 64 läfct sich noch nicht absehen, ob eS etwa zur Stichwahl zwischen Molkenbuhr und v. Bennigsen kommen sollte. Ata Keichataga-Grsadwahl im Wahlkreise Anklam» Dem min»ut den zum Reich« schatzsckretär ernannte Herrn v. Malvahn.Güiy ist auf den 20. November anberaumt worden. Die Konservalioen haben einen»weiten Sprossen der Familie Maltzabn aufgestellt; wird es in Pommern in den standesherr» Itchen Famlltm doch immer mehr Sitte, die Reichs- und Land- tagsmandate als erbliches Befitzthum anzusehen. Von Seilen der Freifinnigen ist ein Dr. Max Rüge aus Steglitz bei Berlin als Kandidat aufgestellt worden. Mach einmal der Abtrehrschei« der Dortmunder „Uni««". Zu dem von der„Union" deliebten Abkehrschein „-gm»?*» ♦ o« vcrn vvu vct„unurn m t dein Zeichen haben wir noch folgmdes nachzutragen: Die Direktion der„Dortmunder Union� sagt in ihrem Schreiben an die„Vosfische Zeitung-, daß die Rubrik„wird entlasten" durch einm wagcrechten Stiich ausgefüllt sei. Das ist aber nicht wahr; die Stelle des in Rede stehenden Adkehrs war mit den Worten„von uns" ausgefüllt. Angenommen, die Stelle wäre mit einem wogereckten Strich ausgefüllt gewesen, so wäre auch das schon ein Zeichen, das nach dem Gesetz unzuläsfig ist. Der Arbeitgeber iit noch der Gewerbeordnung(§ 113) auf Wunsch des Arbeiters verpflichtet, ihm ein Zeugn-H über die Art und Dauer seiner Beschäftigung auszustellen. Alles übrige ist unzu- lässta. Der Ardeiter kann nach demselben§113 verlangen, daß das Zeugniß auch auf seine Rührung ausgedehnt wird. Das müßte die Direktion der„Union" wiffen. Mir können den Arbeitem nur rathen, daß wenn ihnen ein Abkehlschein mit der Bemerkung „auf seinen Wunsch" oder untcr irgend einer anderen Rede- wendung angeboten wird, ihn kurzer Hand abzuweisen, denn die Unsttte ist nicht nur auf der„Union", sondern auf vielen Werken Wchfolens und Rheinlands eingeführt. In dem Falle, daß sich ein Arbeitgeber weigern sollte, ein anderes Zeugniß ohne jede Bemerkung auszustellen, ist bei der zuständigen Be- Hörde Klage zu führen, denn der§ 112 sagt, daß der Arbeitgeber dem Arbeiter entschädigungspflichtig ist bei„unzulässtgen Vermcrkungen und Eintragungen". Wir halten es für ange- zeigt, die Mitglieder der Direktion der Union bekannt zu geben, man wäre sonst versucht anzunehmen, daß die Herren von dem klaren Wortlaut der in Frag« kommenden gesetzlichen B>st!m- mungen keine Kenntniß haben. Die Direktion besteht au» dem Stadtverordneten und Mitglied« der Handelskammer Herrn Brauers, sowie dem Vorflyenden deS nationallidcralen Wahl- kcm teeS Henri Ottermann. Zwei Hauplsäulen des dottizen RationalliberaltSmus. «rotzbritanui-». Unterhaus. Der Staatssckretär des Innern, Mat- thewS, theitt mit. der Chef der hauptstädtischen Polizei. Warren, bade ein Entlassungsgesuch eingereicht, die Regierung habe dasselbe angenommen(Beifall). Der erste Lord der Admiralität, Lord Hamilton, erklätt in Beantwortung einer Anfrage, für dieses Jahr seien keine neuen Forderungen wegen Verstärkung der Flotte deadfichtigt, wohl aber für die nächste Sesston. Die Aufregung in Whitechapel aus Anlaß des neuesten Frauen mordes kennt kaum noch Grenzen. Der WachsamkeitsauSsckuß, welcher in der letzten Zeit ermüdete, wird seine Thätigkett verdoppeln und der Minister des Innern, MaltbewS, bat sich wohl oder übel veranlaßt gesehen, etwaigen Genoffen deS Mörders Begnadigung zuzufickern, falls fie den Behörden Mittheilungen machen, die zur Ergreifung des Un- holdes fübren. Daran zweifelt Niemand, daß der letzte Mord auf dasselbe Ungeheuer zurückzuiühren ist, welches seit Monaten das Ostende Londons mit Schrecken erfüllt. Die Ermordete war eine Jiländcrin, 23 oder 24 Jahre alt, und lebte mit einem Kohlenträger Namens Kelly zusammen, der fie iür seine Frau ausgab. Sie war der Trunksucht stark ergeben und führte den Spottnamen„Ginger". Sie bewohnte ein möblirtes Zimmer in einem Hause in Dorsel Street, zu dem der Eingang von Miller's Eoutt aus sühtte. In d.m ärmlich ausgestatteten Zimmer fand die Polizei die Ermordete auf dem Bette untcr d.m Bettzeug liegen. Nichts ließ auf einen stattgehabten Kampf schließen und ebenso wurde kein M.sscr oder sonstiges Instrument gefunden. Von den anwesenden Aerzten wurde festgestellt, daß im Gegensatz ju den früheren Moidtha Körpers „Jack der Aufschlitzet" hatcn kein hat wieder Stück des etwas von fich hören lassen und in einem an die Polizei gerichteten Briefe lekündigt, daß er beute Abend seine Thätigkeit in angelündtgt, daß er deute Abend seine Thätigkett in dem Stadt- theil Mary'elone wieder aufnehmen werde, wo er zwei Frauen- zimmer bereits für seine Zwecke aufgezeichnet habe. Dem Briefe wird wenig Beachtung geschenkt, wenn auch die Polizei daraus- hin einig« Vo.fichtsmaßregeln trifft. Frankreich. � Eine nähere Nachricht über die Herkunst des 8(0» die boulangistiscken Schürungen. Die M d'Uzss, Enkelin der Wittwe Ciicq rot, bat den von W» erbten Antheil an der gleichnamigen Champagneifaboi, Weinbergen für 2800000 Frks. dem Grafen Werl» oonv* hello verkauft, der nun einziger Eigenthümer der M®» Veuve Elicquot ist. Die Herzogin d'Uzös ist mit dem von Montebello verschwägert und gleich partistrsch. Sie war auch bei der Hochzett.... Boulanger's. Ihr Vermögen erlaubt es ihr, einige M iür den Boulangismus zu opfern. Der Graf Werls von/» bello ist der Sohn der Wittwe Elicquot ans ihrer zweiu« mit ihrem Geschä'tsfübrer W>rlS. Dieser stammte. Württemberg, trat als einfacher Angestellter in das EI'M'*, /TJ f Jt L.yw K �- r Fl 9 tll Mtl oem t-i— diesem eifrig M, )ochzeit d«*05 Geschäft, wo er bald bis zm höchsten Stelle emporstieg schließlich mit der inzwischen verwittweten B fitzerin velhei:<'�»tr»-ß Unter dem Kaiserreich spielte er eine polttische Rolle Anchmil geordneter, Senator und bei Hofe wohlgelitten. WäbrwkMtmna> letzten Krieges war er noch Maire von Reims. Wils solcher Stellung und seinem noch vielen Millionen«asiV»Nnid die Vermögen irgendwo den Grafentitel erhielt, ist leittL lur ein lich, besonders auch wegen der Verschwägerung mit den»issMigemeins dello's. � des B« Spante«., ißaUM wi Auch in Barcelona fanden am Montag f«imbt'kwm Kundgebungen gegen die Konservativen»�"" tw die Mehrzahl der Betherligten warm Studenten. Ber�x'?». ein Redaktiouelokale des„Diario von Barcelona" und der- nung des hiefigen Führers der konservativen Partei au pfiff, n. Auf dem Konstitutionsplatze verbrannten die feftanten das Bild CanovaS. Auf eine Aufforderung*"1 fiktcn zerstreuten fich die Studentm. Die Agitation der Studenten dauerte ouS., rend deS Montags in Madrid noch fort, ein größerer � derselben zog untcr lä menden Kundaedungm durch die.-* der Stadt. Die Behörden haben Maßnahmen getrost»! Wiedecbolung der Kundgebungen am Abend vorzubeugm i im königlichen Palast wurdm mehrere Trupp.-nabihstluaS�l fiznirt. Theater. Mittwoch, den 14. November. VPsentz««». Teil. Sch»«lpl»Usan«. Geschlossm. Mnllnve-Uheat»». Madame Bonivard. Vor« her: Der dritte Kopf. zM«q-The«t»e. Unkraut. Uhentee. Der Königilieutenant. fvivdH#- zptthelmstadttsche» Theater. Kakadu. Utitt-rie.-Theaiee Die Kinder des Kapttän Grant. Avstdraz-Theatee. Die Wildmte. K,ll»a«l«»r»»Thratee. Der Rattenfänger von Hameln. Aalka-Th atee. Die Burgfrau von Oestrot. MimtgftiUittsch»« Theater. Liane, die zwette Frau. «eareat-Theate». Schmetterlinge. »Nif«r»a-«heat»r. Die�drei Graziem K«»f»a«»'»»« stellung. »»#*»### v»-v» garicksa. Speztalttäten-Vor- Taaeardl«- Theater. Spezialitäten« Vor- The««-»"»»» Netchahakte«: Spezialitäten- Wathatt��vezialttäten-Vorstellung._ Herliner Theater. Mittwoch, den 14. Novembir: See ProbepfeU. rase.) Anfang 7 Uhr. Donnerstag, dm 15. November: Ariel Acosta« (Akiba: Frievnch tzaase.) — Ai-fang 7 Uhr.— Freitag, den 16. November: 9. Abonnements- Vorstellung. Aer Aönigvlieutenant. Dramatisches Zendild aus Goethe'S Jugmv in 4 AUm von K. Gutzkow. (Friedrich Haase.) Anfang 7 Uhr. American Theater. Walln»p«hafitar«tpa«ec Up. 15. »erHuer HcliAntaelta•Koaknrrenz. Die Tuoceaur werden von rn Oer.ta geborene« SchSnhelte« dargestellt. Erstes Bild: jzschendrödel nach F. H:ddemann: Frl. Manha Kögel. Zwettes Bild: Hinter Kose» na» P. Thumann: Frl.* Drittes Bild: Hoffnung nach C. v. Bodmhausm: Frl.**. Viertes B-ld: Aa» Masfer nach G. GrSt: Frl.—*. Fünftes Bit': jache». der Htm« 1 nach Raphael: Fräul. Elise ElSner und die üdrigm vier Damm.(Die mit*—*** bezeichneten Damen wünschm unamannt zu bleidm) Neu!! Alpenvcilche». Terzett. Auftr. des Sckatt- nfilhouetttftm vobar Albertt, des urkomischm Kendl» und Ke»«a«n „Bllemchen". Anfang 7t Uhr. Sonntag? 6i Uhr. Btllet- Vorverkauf ohne Aufgeld Im„In- validmdank" und Vormittags von 11—1 Üb- an der Theaterkasse.[80 Cirkus G. Schumann. Friedrich- Karl» Ufer. Ecke Karlstraße. (Im früheren Zirkus K r e m b s e r.) PST Der«irb»» Ist gut gehetzt."Wn Mittwoch, dm 14 November, Abends 7% Uhr: Gposs« brillante Vopstcl'ung. Aus dem reichhaltigen Programm find hervor- zuheben: Zweites Auttretm des berühmten Akro- batic-Bicuclists und fiionecyclists. Troupe Villie Grand. Quadrille des Cloches de Corneville, mit Glockenspiel, geritten von 6 Damen und 6 Herren 12 Rapphengste, in Freiheit oorgetühit v m Direstor. Auftreten d. mufikalischen Klowns Ge- dlüdcr Kulper, des engl. Jock yceiters Mr. Joe tzodgint, deS Saltomo talreiters Mr. Schreiber, der Reitkünstlerinnen Miß Amy und Ferzy, der Drahlseilkünstlerin Miß Adele, der 4 Gebrüder Gozzini. Die 3sache irpringfabrschule. geritten von Hcrm Emst Sckumann. Das Schuipstrd Reinard, geritten v. Frl. Adele. Das F.ueipferd Halifax, vorgef. von Henn Ernst, x. sc. Donnnstag, den 15. November. Abmds 7% Uhr: Trost» D-rftillung mtt nmem. vorzüglich aewäbltrm Broaramm. 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Daß J' Mck» Wilhelm iV.— Berichterstattung über die Vorlage, iillionen»ay �mu» die Hergabe eines Bauplatzes zur Erbauung einer t, ist leicht° tut eine von der Markusgemeinde abzuzweigende neue ng mit den.Mseineinde und die Bewilligung eines Zuschuffes zu den /�deS Baues dieser Kirche.— Desgl. über die Vorlage, , it.iiT.vwgramm und die Skizze zum Zieubau der Inen« lag feindl«!«�.�.Lichtenberg.— Desgl., betr. die Fuhrkostenentschädi« -roative«*** städtischen Beamten im allgemeinm, sowie die Be- S Ä'SMs.rÄ ir Vartei«ru� S«®?kS Zentral Viehmarks, des Zentral-Schlacht» annten die � ��.�er Fleischschau auf dem � Schlachthof pro «n*2.t 887,88, sowie der Fleischschau für das jte Sjjnholb eingeführte frische Fleisch pro 1. Oktober «M» sn� 81. März 1888.— Desgleichen, betreffend die Skizze nn aiößerei�tbkii!.. ��"kr Gemeinde Doppelschule an d.r Straße 30, ' � Ol%5\ � des Bebauung! plancs.— Desgleichen,� betr. Forderung � dauert« od. in größm men"1 geitof* itt der Verwaltung der Kanaiisattonswerke und "«Ä* ttCte Ri-selgüter pro 1. April 1887,88.- Des» enadtbeilu«" iU®i,wV,5tJfjn0 die Erwerbung des von den Grundstucken ich,. und 24/25 zur Straßenverdreiterung erforder- >or- Desgleichin, betr. die Bürge, steigregulirung «z mj"«rundstücke in der Straße Nr. 76, Abtheilung X 2 6,.«-Ä�Planes.— Desgleichen, detreffend die Zahlung »ichadigung für Aufgabe von Eigcnthumsansprüchen an r* ehemaligen Grünen Grabens.— Desgleichen, be« ej*" Geschäftsbetried der städtischen Svarlaffe in dem �dtemder-Viereljahr dieses Jahres.— Desgleichen, be» Bit NeudilSung eines gemeinschaftlichen Kuratoriums Angelegenheiten der städtischen Hospitäler und Siechen- — Vier Rechnungen.— Drei Unterstützungssachen. i«. betr. den Ablauf der Wablzeit eines Bürger» i.sn im Kuratorium der Friedriche Wilhelms« Anstalt für Me.— Desgl., betr. die Zteuwahl eines Mitgliedes für um der Stiftung„Mädchenheim". «r» 1% Lokales. s der Mass»»:" Wir trauten unseren w, als wir dies staatsgefährliche Wort, das den Um« Bestehenden nach den Begriffen zabluicher moderner N�Ner in fich faßt, in einem Organ der Aerzte, in der Cammer der„Berliner klinischen Wochenschrift" fanden. � es ist richtig und kein nationalltberalcr Druckfehler, da .«dwarz auf weiß: die Redalton der„Berliner klinischen tchtist* tritt ein für die Aufklärung der Maffen! Dm dieser Forderung findet das genannte Blatt in der mden itf,« KrautlM Dam>< fund von l f Nur reelle ■nmiii » eoM /ner nationallideralen Arbeiterzeitung in Leipzig; an »» ist Unternehmens steht der bekannte Dr. Jerusalem. lstn ä � alte Erfahrung, daß, wenn die Herren fiiational» eb� r�ialpolitik treiben und namentlich soziale Reformen �>�?ZMrd— wie man so zu sagen pfl gt— die Milch �stcrzeitlm. S natürlich auch mit der neuen nationallideralen lchirura.»(.* w' dem Inst a'ttreten der Kranken« und Unfall» .�ideutuna Herren Acrzten allmälig ein Licht auf über e Ardeiterstandes, und fie bekommen eine un- Nl".»Mi der Macht und dem Einflüsse der auch � einmal organifllt sein werden, sei es zu» lewabfS, sn den ja noch recht losen Berussgenoffenschaften erbin!? Krankenkassen. La ist es denn für die Herren anr-i shre Stellung zu sichern, das verdenken ?rcht' finden es vielmehr begreiflich. Die Herren JJHKnn Eifer, der für die Arbeiter zur Nach« p'vhlen«»den könnte, wenn fich dieser Eifer nur 2: ln dem zünfllettschen Fahrwasser bewegen wollte. k, Ernste dazu sagen, wenn die genannte „ stdrsst von der nationalliberalen Arbeiter» s�'der o � möge durch„Aufklärung der Massen" dem .»"Kurpfuscher" entgegenwirken. Entweder haben °�se sonderbaren Begriff von der Aufklärung und % ten.,«?drdeutend mit einer einseitiaen Bearbeitung, fin,»Massen" recht schlecht. Dieselben Herren, 'Ol Halloh anstimmten, als ein Mann nach fcolwl'V n der Schweiz an der Unioeifltät Heidelberg t ürt päd erward, der ihm nach dem Zeugniß der srinen Leistungen gär nicht vorenthalten werden weil der Promovirte die Herren„gebildet" ........ Ä �"�nurpfuscher", diese Herten versprechen fich Er- nu. ,/ssüiung der Maffen?- Nun, man mache '' i» ÜL'01« welcher Unterschied zwischen einem Doktor an> kinem approbirten Arzte desteht und dann kjm, doch noch einmal, denseldm Massen einreden . Ml»SS&lLr bei allen Kranlheitsfällen fich nur von dem »T Ä',nldt°ber von dem bloßen„Dolwr der ich?" �en müssen. Können die Herren denn .!t|; Ji b« I?1', a-ie es zugeht, daß die Kurpfuscher fich u""Un."Mann.,"�awen der Bevölkerung zu setzen wissen? nb Kurpfuscher find Leute, die mit hren Pa» 'Ü Milen o.dieser Kranken verkehren, fie über ihren Zu- 'fich mit ihnen in gemüthlicher Weise unterhalten. t � ft.»! r 0£tt QrrtrtfflM fr\9r\n b."1*! 001# Mar Ott, tot«'™ triebt, als ob fich in seinem Verstandskasten ........ verdenken, wenn fie den vor» der geheimnißvoll den Patienten auf» die der Kranke nicht versteht, und .«K »hr zweier Welten Rendezvous geben, bei Sfc&uSti'' SmurV in'»flmaU 1 W l und »r Pol« irung r*i* (ef�S der lÄ4» tr-etib reuen, dann ist entweder die ärztliche iW fltm,»' obct die Aerzte verstehen es nicht, zweck» ganze Zweck dieses Vorgebens vereitelt. Den Aerger darüber begreifen wst, aber immerhin sollte er unseres ErachtenS nicht zu solchen Unwahrheiten Anlaß geben, wie wir fie in der „Kreuz-Zeitung" vom Dienstag finden. Das Blatt läßt sich nämlich schreiben: In dem kürzlich bierkeldst verhandelten Privat« beleidigungs-Prozeß des Medailleurs Krohm gegen den Redakteur der sozialdemokrattschen„Volks> Tribüne", Schippet, erklärte der letztere, die Brandmarkung eines unehrlichen Patteigenossen in der sogerannten„schwarzen Liste" oder(!)„eisernen Maske" gehe stets(!) von einer Person aus, welche sowohl in die inneren Verhältnisse der sozialdemokratischen Partei>?!!), als auch in die der Berliner polittschen Polizei einen klaren Einblick habe. Diese Person müsse also offenbar ein Beamter(!) oder Ver» ttauensmann der Polizei sein, der aber gleich» wohl der sozialdemokratischen Patteilettung über die wichtigsten Maßnahmen(!) der Behörde regel» mäßig Bettcht(!) erstatte. Dergleichen Ecllämngen haben schon früher häufig im„Sozialdemokrat" gestanden(?). Nun ist es wohl dem Abgeordneten Singer gelungen, Beamte von kantonalen Polizeibehörden der Schweiz zur Preisgabe von Amtsgeheimnissen zu veranlassen, es mag demselben wohl auch geglückt sein, wie in der be» kannten Affäre Haupt-Schröder, Individuen, die fich vorher einer Behörde zur Verfügung gestellt hatten, durch ein höheres Angebot für fich zu gewinnen,— daß aber ein preußischer Beamter fich hierzu hergegeben haben sollte, erscheint als eine schamlose Verleumdung. Zu dieser feierlichen Entrüstungskundgedung lag gar kein Grund vor, da die obigen Mittheilunaen durchaus unwahr find. Herr Schippe! hat als Angeklagter mit größtem Nachdruck her» vorgehoben, daß er über die eiserne Maske gar nichts wisse, daß er nicht einmal in der Lage sei, darüber weitergehende Vermuthungen anzustellen, als fie bei jedem Leser der Wamungen des„Sozialdemokrat" ent- standen seien— und wie fie ficherlich auch in der Redaktion der �kreuzztg." entstanden find. Da eS ihm Herr Krohm zum schlimmen Vorwutt machte, daß er auch gar nichts gethan habe, Näheres über die Entstehung und Begründung der Warnungen zu erfahren, so erwiderte der Angeklagte weiter, daß er darüber auch gar nichts erfahren wolle, weil allgemein die Vcrmuthung bestehe, daß die.Maske" einen besonderen Einblick in manche Geheimnisse der politischen Polizei defitze, und weil infolge dessen kein Parteigenosse die Hand dazu bieten könne, die Behörden auf die Spuren dieses Gewährsmannes zu führen. Das war alles und zweifellos für Niemanden etwas neue«, jedenfalls war es etwas ganz anderes, als man der„Kreuz- Ztg." schreibt.— Wir fügen gleich hinzu, daß die Angaben der „Kreuz-Ztg." den Berichten der Zeitungen nicht entnommen sein können, fie stammen also wohl aus p o ltzei Ich er Quelle. Man vergleiche fie nur mit den wirklich gefallenen Aeuße- rungen und man hat einen neuen Beweis dafür, wie zu- verlässig diese Quellen sind, denen heute noch Gerichte mitunter undesehenö Glauben schenken. Eine vtr»ierfig Jahre« erlasse«« polizeiliche#« kauutmachung wird alljährlich beim Eintritt deS WinterS als Warnung neu in Erinnerung gebracht. Nach derselben ist zur Verhütung von Unglücksfällen die Benutzung der Eisbahnen auf der Spree, den Schifffahttskanälen und den Thiergarten» gewässern zum Schlittschuhlaufen nur auf denjenigen Stellen gestattet, wo fich desondere Aufseher befinden.— Eine andere, pleichfalls mit dem Beginn des WinterS„aktuell" werdende Polizciverordnung jüngeren Datum? gestattet den Dioschken» führen,, bei Schlittenbahnen anstatt der Wagen Schlitten in Betlieb zu nehmen. Zur Einstellung eines jeden Schlittens ist jedoch unter gleichzeitiger Vorstellung desselben die Erlaub» niß bei dem Kommissar für daS öffentliche Fuhrwesen ein» zuholen. welcher die älteren, dem Pfundsystem angehörigen Gewichtsstücke in den früheren Formen im öffentlichen Vettebr gebraucht werden dürfen. Vom 1. Januar ad dürfen nur Gewichtsstucke des Kilogrammsystems im Gebrauch sein. Wer igendwie im Zweifel über die Zulässtgkett von Gewichtsstücken ist, wird gut thun, fich be! den Aichämtern Ausklärung zu Holm. Mit S«z«g auf den Nosengort'fch»» R»tt««gs- apparat fSr Mensche« bei Fe«r«g.fohe. wecher im Beigabe einer instruktiven Zeichnung berichtet, der Hofzimmel- meister Glotz an seinem Hause Hinter dem Neuen Packhof 4 eine ähnliche, von ihm„eidachte" Vorrichtung»ur Rettung von Menschen bei Feueisgefahr angebracht. Dieselbe gestand in einer eMnen�n�ändn�vett�en„Dagdohle" für'drei Per» sonen: zwei eiserne Stangm an jeder Seite, nach oben in einem spitzen Winkel zusammenlaufend, waren hier an eine«, starken Ou.rholze, und dieses wiederum an einem Seile befestigt. Letzteres lief über eine unter dem obersten Jmstergestms ange» ■B Wohnräumen einige Stufens mit lözölliger Steigung in der Mauer ober falls die Stätte dazu nicht hinreichmd sein würde, vor derseldm bis zur Oeffnung angelegt werden. Um diese Stufen, falls fie ein»autes" Zimmer träfen, dem Anblick zu entziehen, wurde als Maskirung ein Möbel, Kamin oder der» gleichen vorgeschlagen. Ein zweiter Rettungsapparat des p. Langerhans bestand in einer hölzernen resp. Strickleiter, die durch den Fußboden und die Decke sämmtlicher Stockwerke bei eintretender Gefahr angelegt werden könnte, um, falls die �repve nicht mehr pasfirdar sei, einen Weg bis in daS unterste Stockwerk zu erhalten. Die Vorschläge wurden dann t« 23. Stück der„Haude- und Spenerschen Ztg." des JihrgangeS 1811 von dem Hauptmann v. Neander und Geh. Ober-Bau» Assessor Moser zur Ausführung auf das Dringendste empfohlen und, wie oben angeführt, im Jahre 1815 wiederum hervorgesucht, mit dem Hinzufügen, daß ste so wohl für denjenigen, der fich ihrer dedient, als auch für die zur Hilfeleistung Herbei- gekommenen keine irgend erhebliche neue Gefahr herbeiführen würden. Eine Entgegnung auf diese sonderbarm Vorschläge hadm wir nicht gefunden. Zleber da»«««« Selegraphentradel zwischen Deutschland und Dänemark entnehmen wir dem„P. mittel« gebliebene M'twiffer abgegeben haben. Aarch einen Aufschlag gegen den Unterleib war am Sonnabe d der StaUmar.n Friedrich Scheskat auf dem Pferde« bahn- Depot der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft in der Kreuzbergfrraße so schwer verletzt worden, daß er in ein Krankenhaus transportirt werden mußte. Der Verunglückte ist daselbst gestern trotz der sorgsamsten Pflege an einer hinzugetretenen Bauckfellknteüadung verstorben. Durch einen Sturz vom«erüst hat fich gestern früh auf dem Ausbau Königgrätzer- und Deff-u.rstraßen-Ecke der in der Grünauerstraße wohnhafte Zimmermann Ludwig H. schwere innere Verletzungen zugezogen, so daß er bewußtlos in einem Krankenhaus untergebracht werden mußte. H. war mit dem Gerüstlegen im Erdgesckoß beichäftigt, als er plötzlich fehltrat und in den K Her binabstürzte. Hier schlug er mit der Brust auf einen Balken auf. Ein gräßlicher Ungläcksfnll ereignete fich gestern Abend in der Fianzösischenstiaxe. Vor einem Hause wurden aus einem Wagen Kohlen ausgeladen, weswegen die Pferde abgesträngt waren. Der löjädrrge Tapezirerlebrling Richard M. sah dieser Arbeit zu und muß wohl den Pferden neckend zu nahe gekommen sein, denn plötzlich bäumte fich eines derselben hock auf, dr hte fich um und schlug mit beiden Hinterbeinen gewaltig auf, den unglücklichen M. mit den Hufeisen in das Gesicht treffend. Mit einem entsetzlichen Aufschrei stürzte der bedauernswerthe Knabe bewustlos zur Erde. Das rechte Auge hing aus dem Kopf, und im Krankenhause wurden so schwere Schädelbrüche konstatirt, daß nur noch geringe Hoffnung auf Erhclrung des jungen Lebens übrig bleibt. Einen sehe betrübenden Ausgang hat eine Rohheit, welche am Sonntag in einem Lokal der Zoffenerstraße fich zu« getragen hat, genommen. Der Tischle-gesclle Julius Haase, welcher von einem Unbekannten ohne jede Veranlaffung eine Kellertreppe hiruntergeftoßm worden war, ist gestern einer den inner-n Beil tzungen hinzutretenden Bauchfellentzündung er- legen. Der Unglücksfall ist um so betrübender, als Haase erst vor kurzem nach Berlin gekommen ist, um Aibeit zu erhalten. Er hatte bereits lohnende Beschäftigung gefunden und wollte jetzt seine Frau urd sechs unmündige Kinder nachkommen laffm, die nun unter drückendsten Verhältniffen des Ernährers beraubt find. Von dem roden Tbäter fehlt noch j- gliche Spur. Gin» nerhängnißnoU« Deewechfelnng hat die in der Elisabethstraße wohi hasie Frau Wildelmine eck), zu schwerem Schaden gebracht. Die unglückliche Frau wollte gestern Nach« mittag in der Dämmerung aus einer im Küchenspinde stehenden Flasche Kaffee trinken. Kaum hatte fie aus der Flasche mehrere hastige Züge getban, als fie vor Schmerzen ohnmächtig zu- semmendrach. Die Unglückliche hatte statt der Flasche mit Kaffee eine mit starker Lauge gefüllte Flasche gegriffen. Mit schweren inneren Verbrennungen wurde die Verunglückte einem Krantendause überliefert; ihr Zustand ist als nahezu hoffnungs los zu bezeichnen. «in Opfer der Kälte und des Hungers ist ein auf dem Dawpfoagger ,m Spanvauer Sch'fffadrlskanal beschäftigter Ar- better geworden. An der Charlottenburger Brücke fand der be- rittene Gendarm den Mann anschelncnd in Krämpfen liegend und oeranlaßte deffen Beförderung in ein naheliegendes Gasthaus. Hier verstarb der Mann nach wenigen Minuten, ohne noch einmal zum Bewußtsein zurückgekehrt zu sein. Die Leichen« schau ergab, daß der Verstorbene ein Opfer der Kälte geworden ist. Es dedurfte wetterer Ermittelungen, um festzustellen, daß der Veriiorbcne bei den Baggerarbeiten thärig gewesen war, wo er se«t dem vergangenen Donnerstag ftüh nicht mehr zur Arbeit erschien. Es ist anzunehmen, daß der Verunglückte fett jener Zett odvachslos und mangelhaft bekleidet in der dortigen Gegend umderg- laufen und schließlich von der Kätte übermannt woiden let. zlnporstchtige» verschütten von Waffer auf der Treppe bei der harschenden Kalle hat schon wieder einen Unglücksfall herbetgefüvrt. Der in der Kurstiaße wohnende Schlächtergefelle H.rrmann H. girrt auf der Treppe auf einer geftorrnen Stelle aus und fiel mtt dem rechten Ellenbogen so unglücklich auf die Kante einer Stufe, daß er fich außer einem Armbmch eine Jchwere Konlasion des Ellenbogens zuzog und nach einem lrankenhaus uaasportirt werden mußte. Kewegnua der Kevölkernng der Stadt Oertin. In der Woche vorn Ll.Ottober bis 27. Ottoder v. I. fanden 547 Ehe« schließungen statt. Lebendgcboren wurden 905 Kinder, darunter 94 außerehelich, todtgedoren waren 37 mtt 5 außerehelichen. Die Levendgedorenen find 32,5, die Todtgeborenen 1,3 pro Mille der Bevölkerung, die außerehelich Geborenen find bei den Lebendgeborenen 10,4, bei den Todtgeborenen 13,5 pCt. Die Zahl der gemeldeten Sterbcfälle betrug 542, die fich auf die Wochentage wie folgt vertheilen: Sonntag 94, Montag 93, Dienstag 74, Mittwoch 68, Donnerstag 64, Freitag 70, Sonnabend 77. Von den Gestorbenen et lagen an Ma- sern 11, Scharlach 2, Rose 0, Diphthentis 32. Bräune 6, Keuchhusten 6, Kindbettfieber 3, Typhus 5, Ruhr 0, Syphilis 0, Altersschwäche 15, Gehirnschlag 13, Lungenentzündung 29, Lungenschwindsucht 75, Diarrhöe 17. Brechdurchfall 22. Magendarmkatanh 14. Durch Vergiftung kamen 3 Per onen, um. 1 durch Selbstmord, 1 durch Alloholvergistung(belmmn tremens). Eines gewaltsamen Todes starben 19 Personen, und zwar durch Ertrinken, Erhängen 2. Uederfahren b, Sturz oder Schlag 5, Schußwunde 4, Stich-, Schnitt- oder Bißwunde 0, Operation 0. Hierunter find 7 Todes« fälle durch Selbstmord herbeigeführt. Dem Alter nach find die Gestorbe«ren: unter 1 Jahr alt 188(34 7 pCt. der Ge« sammtsterblichkett), 1—5 Jahre 81, 5—15 Iahte 26, 16 bis 20 Jahre 4, 20-30 Jahre 34, 30-40 Jahre 40, 40 bis 60 Jahre 87, 60-80 Jahre 66, über 80 Jahre.19 Personen. In hiesigen Krankenhäusern starben 141, einschließlich 19 Auswärtige, welche zur Behandlung hierher gebracht waren. Auf die Standesämter vertheilen fich die Todesfälle folgendermaßen: Berlin-Köln- Dorotheenstadt(I) 14, Friedrichstadt(Ii) 9, Friedrich- und Schöneberger Vorstadt( 1) 28, Friedrich- und Tempclhofer Vorstadt(IV) 42, Louisenstadt jenseits, westlich (Va) 41, Louisenstadt jenseits, östlich(Vb) 3 l, Louisenstadt dies« seits und Neu-Köln(VI) 41, Stralauer Viertel, westlich(Vlla) 42. Stralauer Viertel, östlich(V,Ib) 27, Königstadt(VW) 34, Spandauer Viertel(IX) 30, Rosenthaler Vorstadt, südlich(x») 38, Rosenthaler jVorstadt, nördlich(Xb) 30, Oranienburger Vorstadt(Xl) 56, Friedrich« Wilhelmsmdt und Moabtt(XU) 38, Wedding(Xlli) 39. Die Sterbefälle find 19,5 pro Mille der fortgeschriebenen Bevölkerungszahl (1 456 846).— Die Sterblichkeitsziffer in folgenden Städten des Deutschen Reiches mtt mehr als 100 000 Einwohnern betrug in Aachen 21,6, Attona 30,2, Barmen 19.5, Bremen 12,8, Breslau 21,2, Chemnitz 31,0, Dan, ig 31,3, Dresden 15,5, Düffeldorf 23,2, Elberfeld 18,8, Frankfurt a. M. 16,5, Hamburg mtt Vororten 24,6, Hannover 21,7, Köln 26,6, Königsberg 23,6, Leipzig 16 3, Magdeburg 23,1, München 28,8, Nürnberg 25.8, Stettin 25.6, Straßburg i. E. 22,4, Stuttgart 18,6 pro Mille. In anderen Großstädten Europas mit mehr als 300000 Einwohnem betrug die Sterblichkettsziffer in Amsterdam 18,0, Budapest(Vorwoche) 24 5, Dublin 21,9, Liverpool 22,3, London 17,9, Paris—. Petersburg(Vorwoche) 20 5, Warschau(Vor« wocke) 27,6, Wien(Vorwoche) 23,4 pro Mille.— Es wurden 6295 Zugezogene, 2303 Weggezogene gemeldet, so daß fich die Bevölkerung mit Einrechnung der nachträglich gemeldeten Geborenen und des Zuschlages, der den Weggezogenen erfahrungS- mähig zugerechnet werden muß, um 4184 vermehrt hat: die Einwohnerzahl beträgt sonach am Schluffe der Äerichtswoche I 461 030.— In der Woche vom 23. Ottober bis 3. November kamen zur Meldung Jnfettions-Erkrankungsfälle an Tyvhus 24, P-cken 1, Masern 103, Scharlach 108, Diphthentis 106, Kindbettfieber 5. polizeibericht. Am 12. d. M. Nachmittags wurde ein Goldarbeitergehilfe in seiner Wohnung in der Wörtherstraße erhängt vorgefunden.— Um dieselbe Zeit wurde auf dem An- Halter Güterbahnhofe der Tapezierer- Lehrling Matz, als er an einem Kohlenwagen vorüberging, von einem Pferde des Ge- spannes derartig gegen den Kopf geschlagen, daß er schwer ver- letzt nach der Charttee gebracht werden mußte.— Zu derselben Stunde fiel ein Briefträger in dem Hause Manteuffelstr. 114 bei Bestellung eines Packeis die unbeleuchtete Kellertreppe hinab und erlitt eine stark blutende Wunde am Hinterkopf und eine Verstauchung deS rechten Armes. Nerg«Sgimgs-Chr-«ik. Felle Sch»»igh»fee, welcher bekanntlich im Januar einen längeren Gastspielzyttus im Wallnertheater eröffnet, hat sich in liebenswürdigster Weise bereit erklärt, dem ihm befreun« Veten Direktor Hasemann einen außerordentlichen Dienst zu leisten. Durch den auf den 25. d. M. fallenden Todtenlonntag nämlich muß das fröhliche jubelnde Lachen über„Madame Bonioard" und den„dritten Kopf für einen Tag" im Wallner« theater verstummen. Für diese eine Vorstellung trifft Felix Schweighofer von Magdeburg, wo er dann gerade sein erfolg- reiches Gastspiel beendet, ein, und tritt hier als„Isaak Stern", in dem Charattcrgemälde:„Einet von unsere Leut' auf. Diese Vorstellung mtt dem berühmten Gast und dem bewährten Ens.mble des Wallnertheaters dürfte an dem gedachten Sonn« tag ein ganz außergewöhnliches Jntereffe beanspruchen. Gerichts-Zeitnug. De» erschütternde zlnglncksfall, welchem am Mtttag des 3. August zu Schöneberg zwei jan e Menschenleben zum Opfer fielen, beschäftigte heute in einer Anllagesache gegen den Kutscher Julius Friedlich KoSwig wegen fahrlässiger Tödtung bezw. Körperverletzung die erste Straf ammer am Landgericht I. Der Angeklagte fuhr mit einem schweren Lastwagen, der mit zwei Pferden bespannt war, die Grunewaldstraße entlang, um dort von einem Neubau für seinen Herrn, den Fouragehändler Hacker, Kallkasten abzuholen. Er hielt mtt seinem Gefährt vor dem Grundstück Nr. 8, um das Abladen der Kasten abzu- warten. In dieser Zell kam ein anderes Fuhrwerk die Straße entlang und dadurch wurden die Pferde zum Weiterfahren be» wogen. Als nun auch noch die Dampfbahn rorüberfuhr, gingen die Pferde durch. Der Kutscher, der einige Schritte neben dem Wagen stand, sprang sofort zu, doch ge« lang eS ihm mcht, die Thiere noch hatten zu können. DaS dahinsausende Gefährt richtete dann großen Schaden an, denn es wurden, da der Wagen auch etne Strecke auf dem Bütgersteig zurücklegte, mehrere Kinder überfahren, von denen zwei, Gertrud Schilling und Ernst Trieb, auf der Stelle todt blieben, während ein anderer Knabe schwere Verletzungen davon« trug. Es wird dem Angeklagten zur Last gelegt, daß er das Unglück dadurch verschuldet habe, daß er fich mehr als 5 Schritt von seinem Wagen entfernt habe, was die Polizeiverordnung für Schöneberg ausdrücklich untersagt. Diese letztere Behauptung wird allerdings durch die Zeugen bestritten, ferner wird bekundet, daß sogar die Lerne an der Runge befestigt war. Der Staate« anwalt beantragt drei Monate Gefängniß. während Rechtsanwatt Dr. Wolff, der in dem Vorfall nur eine Konsequenz einer Rerhe unglücklicher Zufälligkeiten steht, für die der Angeklagte nicht verantwortlich zu machen sei, die Freisprechung beantragt. Der Gerichtshof schloß fich den Ausführungen des Vertheidigers an und erkannte aus Freisprechung. Gin» wahre Jammergestalt wurde gestern aus dem Lazareth des Unlersuchungsgefängnrffes der 87. Abtheilung des Schöffengerichts vorgrtührt. Es war der ehemalige jüdische Lehrer Gmcksburg aus Warschau, dem ein Betrug gegen das Komittec zur Unterstützung verfolgter Juden zur Last gelegt wurde. Der Angeklagte war geständig. Er habe ohne sein Ver« schulden seine Stellung in Warschau verloren und fich nach Berlin begeben, um hier Beschäftigung zu suchen. Es ging ihm, wie den meisten in seiner Lage, er fand keine Beschärtigung und gerteth in große Roth. Völlig ratblos war er, als er vom Polizei« prästdrum die Weisung erhielt, Berlin innerhalb acht Tagen zu verlaffen. Da fand er eine Visitenkarte des Kommerzievraths Lachmann, welcher als Vorstand des obengenannten Unter« stützungskomitees einem gewrffen Stelzmr die Mittdcilung machte, daß sein schriftirch eingereichtes Gesuch genehmigt sei und er fich in dem Bureau des Kommerzienraths ein« finden möge. Der Angeklagte erlag der Versuchung, er legiti- mirte fich auf Grund der Karte als Stelzner und erhielt eine Unterstützung von 30 M. Der Gerichtshof schenkte der Noth« läge, in welcher der Angeklagte fich befunden, gebührende Berücksichtigung und erkannte auf rtne Gefängnißstrafe von zwei Wochen, wovon eine Woche durch die erlittene Untersuchungshaft abgerechnet wurde. Mtt Freifprechnng endete gestern die Anklage gegen den Schutzmann Wllhelm Richter, welcher fich wegen Vergehens im Amte vor der vierten Strafkammer des hiesigen Landgerichts I zu verantworten hatte. Er sollte durch Vsiichtversäumniß die Flucht einer Arrestantin ermöglicht haben. Die Thatsache gab der Beschuldigte zu. In der Stacht zum 3. September hatte er auf dem 51. Poliznbureau sogenannten Schlafposten, er war der einzige der diensthabenden Beamten, der wach zu bleiben, etwaige Gefangene zu bew chen, sowie die etwa einlaufenden Anzeigen in Emv»ang»u nehmen hatte. In der Wachstube befand fich nur eine als Arrestantin ein- gelieferte Frauensperson. Der Angeklagte schlief ein und die Gefangene entwischte. Es waren gewichte Mildcrungsgründe, die der Angeklagte zu seiner Entschulvigung anführte. Er habe drei Monate lang an Gelenkrheumatismus schwer krank gelegen und am Tage vor der in Frage kommenden Nacht fich zuerst wieder zum Dienst gemeldet. Er habe die« thun müffen, um nicht zwangsweise pen- fionirt zu werden, aber vorher fich von dem ihm behandelnden SanttätSrath v. Foller die Erlaubniß dazu eingehott. Er hatte sofort den, alle drei Tage wiederkehrenden 24stündlgen Dienst zu tbun und bereits 15 Stunden hinter fich, als et die Wache zu übernehmen hatte. Sein Körp-r war durch die lange Krankhett» sowie durch vüle russische Bäder sehr erschöpft, erfühlte, daß er seine Kräfte überschätzt hatte, energisch kämpfte er gegen die ihn befallende Müdigkett an und versuchte schließlich sich durch den Genuß eines Butterbrots wach zu er- hatten. Mit dem Brot in der Hand schlief er ein. Die Angaben»es Angeklagten wurden in allen Punkten be- (tätigt und außerdem stellte ihm sein Vorgesetzter, der Polizei« Hauptmann Hoppe, da« beste Zeugniß aus. Der Etaatsanwall beantragte die Freisprechung, da höchsten« eine Fahrläsfigkeit darin erblicken könne, daß man der Angeklagte den Dienst zu früh wieder angetreten;% auch in dieser Beziehung sei derselbe durch das Gutachten M Arztes gedeckt. Der Gertchtsbof ging noch weiter, er legte dem Angeklagten durch die Vertheidigung erwachsenen wrt» der Staatskasse auf.— Der Angeklagte wäre ohne aus dem Dienste entlassen worden, wenn seine VerurtheiW« erfolgt wäre. Gin recht niedriger Racheakt fand gestern durch IW*» der viert- n Skaskanrmer des Landgerichts I gebührende W dung. Ein gewisser Gotthelf Müller begegnete in der zum 17. Juni in der Nähe der Bötzo-v'schen Brauerei etr« Frau, der er glaubte, unziemliche Antiäge machen zu dm!»- M die Am sie ohne Begleitung war. Trotzdem ihm eine w' ssstegt. Unte Zunächst '' gte Le wirb, nnokra .�Arb. StawA weil schtedene Abweisung zu Theil wurde, grng et neW die belarr ihr her und ließ erst von seinen Zudringl chkerten �«örterunc als ein Wächter in Sicht kam. Plötzlich änderte Müller M- Benehmen, er faßte die Frau an den Arm und behauptete,«»1»Aach@(n fie ihm sein Portemonnaie aestohlm haben. Voller EntruM«S um 9 Ut rief die Freu nach dem Wächter, demgegenüber Müller W den Prä Beschuldigung wiederholte. Beide Personen wurden zur mnt fei � geführt und auch hier hielt Müller seine Bezichtigung arift™; �rombe er d Das Auftreten der verdächtigten Frau machte auf die B«** �>grrte da einen so günstigen Eindruck, daß dieselben den Angeber e» gründlichen Untersuchung unterwarfen. Hierbei wurde de* Seblich gestohlene Portemonnaie in einem seiner StiefelMste� rnden. Müller ttat nun mit elncrBihauptungauf, die den der Unwahrheit an der Stirn trug, die Frau sollte ihm das monnaie ohne sein Wiffen in den Sttefelschaft gesteckt Ip-J Der Spieß wurde umgekehrt und gegen Müller Anklage v» wissentlich falscher Anschuldigung erhoben. Seine Schuld w? durch die Beweisaufnahme zweifellos erwiesen, worauf der g richtshof ibn nach dem Antrage des StaManwatts»u Monaten Gefängniß verurtheilte. � Eine Mksseraffäre, wodurch beinahe der Tod W r, wövuraj beinahe ver Menschen herbeigeführt worden wäre, beschäftigte gestern � vierte Strafkamm r des Landgerichts I. Die Anklage sich gegen den Tischlergesellen Chrtstiph Pontow. Ja bei" US sSf?"] W fE,; «b nach Z Zontow zog sofort ein Messer und brachte Zegner einen so wuchtigen Stich ins Genick bei, eine«« daß troffene zu Boden sank. Pontow kniete dann auf# m führte noch fünf weitere Stiche gegen deffen Oberkörper,� Kopf, Schulter und Oberarm trafen. Nach zmeinroG� Aufenthalt im Krankenhouse erschien der Verletzte rWm völlig verbundenem Kopfe im Termine, die Aerzte Ä Gefängnißstrafe Strafmaß aber anderthalb Jahre Zur. _ n «ewirkt % i vourg verounvenem nopse lm vermine, vre»erzle oerrw- es als ein Wunder, daß keine der Verletzungen töbtllcher� C* waren. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Meffeih«- L"L fflpfnnnttifcftrrtf« von einem Jahre, der Gerichtshof hieu j kJ"#; Igg, nicht für hoch genug, sondern erkalUw S�teifinnig Getängniß.......__« drill verantworten. An einem Srpiembertage hielt der auf der Haltestelle am Oranienplatz. Er hatte sein � füttert und zu diesem Zwecke den Maulkorb, den das al» bekannte Thier stets trägt, abnehmen müssen. In den Minuten, die die Beseitigung des Futtereimers in nahm, ging eine Dame am Kopfende seines P-erdeS der Gaul schnippte zu und biß ihr in den Oberirm-- Dame ist 14 Tage lang arbeitsunfähig gewesen. Der®' bof erbttckte et;ie Fahrtä fizkeit darin, daß der Aageklattt Pferd einige Augenblicke ohne Maulkorb hatte stehen laß« urtherlte den-lall aber mttde und erkannte nur auf ein strafe von 10 M. An» dem Schiedeamt in Rnfalloerstchernnze Der Arbeitet Friedrich Ludwig iilttt im Gewerbe einen Unfall, der ihm ein Sehneroenleiden in so hert"'rt dem Maße zuzog, daß er völlig erwerbsunfähig wurde. handelte fich, da seine Erwerbsunfähigkeit durch ärztlich»,� voll und ganz erwiesen ward, in vorllegendem Falle ou-w die Frage, ob Verletzter dies Leiden auch allein und au° lich im Gewerbebetriebe fich zugezogen oder nicht now Einflüsse, die außerhalb des Betriebes liegen, zur E oder Verschl mmerung der erlittenen Verletzung be Da dies nun trotz sorgsamster Untersuchung und Prü'uvs einschlägigen Veidöltnlffe nicht zu erweisen war, Verletzten die volle R nte, die zweiDrittdrile des Jahre! der in diesem Falle 663 M., also 442 M. 20 Pf. beträgt, zuz Die Wittwe Louise Korn, 31 Jahre alt, war als Zi irayre eserangn'.g.„w L S�'i. Warnung fär Kesttzer bifstger Pferb»L �Aiialvrnro eine Verhanvlung dienen, die gestern vor der erstell k. rn" r kammer des Landgerichts 1 stattfand. Der Droschtenst� � srien bf{( Johann Hoppe hatte fich wegen fahrläsfigor Körperoerletz>� � kolpori u< tmS ■ . aus « tzQ bade iä Freund M Neheim M- Sw Mle?< adrr Volke 1 chaft das wie i Miwrtse an l' wklchx NkNUNdgt AM beitertn im vorigen Jahre bei Gebrüder Bvggenhagen in walde beschäftigt. Am 4. Ottoher 1887 hatte fie Trockenboden mit Sleinabtragen zu thun, fie fiel Fuße durch und zog fich eine Blutgeschwulst der sowie den doppelten Leistenbruch zu. Unter dem 6. JttW ward der Verletzten jeder Enlschädigungeonspiuch von der Unfallgenoffenschast abgesprochen, da nicht als stehend angenommen ward, daß in der That der Zast�l» Klägerin eine dirette und alleinige Folge des ertrttenen imfalles gewesen.— DaS Schiedsamt zeigte fich ättM # «erthe Grund desselben ärztlichen Gutachtens"anderer Mrinu�gsk erkannte dcr Verletzten 33'/, pCt. der vollen Rente � J Ju«eint schädiaung zu. Us»tin„ eiri Der DLsseldorfer Erhelmbundsptoseß. Erst�zsii- �" nichl handtungstag. Die Verhandlungen begannen am 8.«f jP-te Morgens halb 9 Uhr. Den Grrichtehof bilden folg�W iwbqu'' u|,nte sonen: Vorsitzender: Landgerichts direktor vom Ruth;"W* 2% J�äm die Herren Lanvgerichisraih Keulen, Landrichter K-el,. � Ach b richtet Dr. Frank, Assessor W-stpiial: ErgänzungSricht�'� Ml.% Landrichter Svrtngmuhl. Die Anlkagebedörve wirb J» WiiiJL velbt, durch den Ersten Staatsanwalt Jaenisch und Äffest%%»en{„ Creischmor. Tie Vertheidigung liegt in den Händen der�,«s oder z 1 r. jnr. Meschelson aus Berlin und Rechlsanwatt JJ�ni«U Düss lvorf. Angeklagt find die folgenden Personen: t-°?uchs nn Gustav Lehmann, 2. Schuhmachermeiirn Wrlhelrn �' ftbeils 3. i chioffn L.onhard Schiffers, 4. Fabrila beiter Tewes, 5. Schlosser und Gen üsehändler R"ich 6. Schloffer Nikolaus Linxweiler, 7. Schmied Richard> 8. Anstreicher Johann Ensdorf, 9. Fabrtlarbeiter g/ Isch�, 5.V" i 13. Zigarrcnmacher� Karl Fingerhut, 14.. LouiS Heege, 15. Schreiner Hermann Bock, 18- Friedrich Mcyer, früher hier, jetzt in Ems, 17. �Areiw Erber t, 18. Schreiner Heinrich Äicckmann. alle wegen � resp. Zuwiderhandlungen gegen Vre§§ 128, 129, 360*',, 73. 74 dw R..Str.-G.,§§ 11, 12, 19 des Geletss' 11. März 1850. Nachdem der Anklagrbeschluß verlesen. Staatsanwalt auf Grund des§ 175 de ges-tzeS die Ausschlüßung der Oeffentttchk V ges-tzeS die Ausschlitßung der Oessentlichlrit, rnoem vorkämen, die geeignet s.ien, die öffentliche Ordnung i auch dürfe man den Gcrichtssaal nicht zu einer Agitastd yf � � dicht nicht zu einer Agru»---. y« HL% für Sozialdemokraten machen. Die Bertheidigung �. ibn «genübet darauf hin, daß alle Anderen Soziast� Äi München, Hamburg u. s. w. in voller Ö- ffmttichkett® a worden seien, und daß eine Störung der Ordnung nr«„� fürchten, da unsere Polizei zu gut organ.si t sei. Der beschluß ging dayin, daß die Ce(f.nsti%�' mit gZl"- s hen bei der Verlesung verbotener Schriftstücke' halten sei. Nachdem die Personalien wurde seitens des Voifitzenden jeder A, geklagte»eft«�, s u w fich zur Sozialdemokratie bekenne, was von 5 Angel g � jjtj � st mint wurde, die übrigen 13 bekannten fich offen als � i> Ä-dte« der Sozialdemokratie; ebenso wurde jeder einzelve S �"1 1 reten i% iloiten W er legt-K '£B F&g SWim Sinne der Anllage schuldig bekenne, was von allen Wagten mit entschiedenem Nein beantwortet wurde. Zunächst gab nun auf Veranlassung des Voisttzmden der Lehmann, welcher in der Anklage als„Führer" de- wird, ein Bild über die historische EntwicWung der wotratie von der Zeit des von Laffalle degründeten U.?rn Arbeitervereins bis»u dem VeretniaungskongreH in hnfö spricht Lehmann sich auf Veranlaffung des Präst. L Uder das Programm und dessen Durchführung auS. iKu�rnach wurden die Versammlungen, Ausflüge und Flug« aw vi t�tuusm zum Gegenstand der Verhandlung gemacht Angeklagten einzeln über deren Theiinahme daran -ÜW unter Anderem war ein Ausflug nach Zieanderihal arde dos f* «A SZ iklage Schuld--� rauf der T msts So !aipf � a lN die Verhandlungen, welche wie am ersten «Z%%%%%%&: n zur% ßi W der Angekl. Lebmann gefragt wordm, durch welche wßm 3* ii»i!?i,'t dahin kam, Sozialdemokrat zu werden(Lehmann die B«®" iiSri l �"nübet die Auskunft, will aber im Laufe der Ver« nzeder.darauf zurückkommen); er bitte nun den Prästventen, S-Z. übrigen Angeklagten darüber zu befragen. Prästdent diejenigen Angeklagten, die fich als haben. Angekl. Tielge: Ich habe w— vliianevenen Slädten gearbeitet und wurde wjr Sozialdemokratie aufmerksam durch den Besuch S°>ir,,v. Volksversammlungen. Im übrigen war ich schon LMVemokrat, als ich im Jahre 1876 nach Düsseldorf kam. Wir«' QU� irgend eine geheime Weise für die Sozial- stel« iu haben. Angekl. Schiffers verweigert die bi»«Z.%d will im Laufe der Verhandlungen darauf zurück- bm>i, �ogekh Tewes: Durch den Besuch öffentlicher Ver- j tJOT wurde ich Sozialdemokrat und gehörte dieser bin i J 2'm Älter von 18 Jahren an. Im Jahre 1879 ein,«„u0? Düffeldorf und habe hier, so gut ich konnte, durch o.n».�"ation von Mund zu Mund für die Partei, der ich an- mm der Reihe nach rawkraten bekannt in verschiedenen Tod M .rii-öf eine �iftUTT �"Mvivuiy«uu yuue y&ct, yu* iw vw&u, t% 8et5tp.\on von Mund zu Mund für die Partei, der ich an- Leuie«� Angekl. tzeldt: Als ehrlicher tzandwerksmann n aurC reift«If � Handwerksdurschenzett durchgemacht und bin ge> eine« sicheluiv, �"er im Jahre 1883 nach hier erfolgten Ueber- >>r>i dn.... M war)a„ych kein Anhänger der Sozialdemokraten, Jabre 1876 zu Hamburg Mitglied der % törjrtrf�' Ä veimaffiÄ >te noch tc befc, �tlichel� I- HH �»tn mÄA' Gewerkschaft. Staatsanwalt gch_bitte den »j'v Jtatoenten zu fragen, ob der Angeklagte Heidt L--Sozialdemokrat" oerbreitet hat(geschieht). Heidt: bin".� iwldemvkrat" war noch nicht bei mir im Hause; ich v7 ,et. iu, die zu Elderfeld-Barmen erscheinende„Freie seiner Zeit lolportiit zu haben. Anaekl. Linxweuer' m i?« rd-S JetitlN; u* Der wl,afa/ len uf ein r bof b'4. J Wul�n 1884, vor der Reichstagswahl, gehörte ich noch der eikansv �nfinniam Partei an und vertheilte auch bei der Wahl „w« rII;/' lur dieselbe. Durch die großartigen Wahlerfolge ftr>' Jvj,«si����kraten bei der 84er Wahl und durch Lesen nicht erstem W."ft Zeitungen habe ich allmälig zu der Lehre der Sozial- " KM d'kannt. Auch ich habe s. Z. die„Freie Preffe" «ii dire.vortiit.(Angeklagter giebt auf Befragen zu, daß biial. Loustuchung, die bei ihm stattfand, eine Anzahl ver- Druckschristen beschlagnadmt worden sei.— Angekl. |L,% 3ch gehöre schon seü 20 Jahren zur sozialdemokrati- kw�WMei und kam schon sehr früh zu der Ueber- *t»fc daß nur diese Partei für die Jntereffen it Arbeiter eintritt. Die Information da-über holte aus Volksoersammlungen und Arbeiterzeitungen. ü?" bade ich nur prtoatim auf der Arbeitsstätte und bei M Freunven für die Sozialdemokratie gewirtt, aber auf M geheime Art. Angekl. Horn verweigert die Auskunft. Schadwill: Im Jahre 1382 habe ich in Effen ver« % Volksversammlungen beigewohnt und mir in einer � Jost das sozialdemokratische Liederbuch gekauft. Später Höh. i°uf die in Hamburg erscheinende„Bürger Zeitung". eben..Äswer die Ueberzeugung, daß die Arbeiter unterdruckt Jahr, loci''* Uederz-ugung wurde bei mir bestärkt, al» ich "te mi. Ii der Reichstagswahl in Gerresheim zusehen Mmrirl die Arbetter ves Herrn Kommerzienrath Heye l, w>lll i" Wahlurne geführt und ihnen die Stimm- >en ftil.m Herrn genehm waren, in die Hand gedruckt Juinl,. 8 Erdert: Ich bin durch den Besuch von Volks- �°rd?„. und Lesen von Arbeiter-Zeitungm Sozialdemokrat Sw,""v&geh st&on im Alter von l 8 Jahren dieser Partei an. �"wolt: Ich bitte ten Herrn Prafidenten. den Angell. \ft'ragen, ob er zugiebt, Vertrauensmann zu sein?— �z»..wann: Ich bestritte ganz entschieden, Vertrauens- W fein. Es wurde gestern Gewicht darauf gelegt, daß es Stelle im„Sozialdemokrat" heißt, daß daß daS~ .-Ä mrg» iWrfbei , hervorr wurde. & t noch Jrbetä<®�l PiümoS ir, war-. jtes gen in ' 6. Ii h oofl. temn�i- S« !i>I� �rtrauensmänner mehr kultivirt werden müßte.___ �achtens(o zu verstehen, daß derjenige Mann Ver- "wJann ist, dn Veitrauen verdient; es ist durchaus nichts dabei im Spiel. Die Reichstagsabgeordneten g™,..-- an Leute, die ihnen bekannt find. Daß ff bifr jtt an wich geschickt worden find, kommt daher, weil �>tz,.�"enUich aufgetreten bin und sogar bei der letzten Jt, Hwahl in einem Wahlkreise als Kandidat aufgestellt Vettheidizer Dr. Meschelson läßt an Lehmann die im 8.' m gie iLÄkst, ob in Düsseldorf eine Organisation destehe und F1 itiit°'ttSemtbeilung vorhanden sei.— Angekl. Lehmann: Es lÄNin»?ver Bezirkseintheilung, von Organisation und Zen« Ut z. 2 nicht das geringste bekannt. Vetth. Dr. Meschelson Mi b-k�vmann die Frage stellen, od denn die Vertrauens- i¥tstou,n'?m.te Bezirke haben? Angekl. Lehmann: Auch von i* Hit niSlH 2nem denen bestimmte Bezirke unterstellt find, bekannt. Auf Veranlassung des Staatsanwalts Mi, Lehmann gefragt, ob er mit den Angeklagten ■'"«Jint K �luiw.! Linxweiler, Tewes und Wttikop geheime Ver« Assefsl»� in Witthschasten abgehalten habe, od dies freund- lden dtl V J W rin, ober zufällig war? Angekl. Lehmann: Ich gebe zu, U �»ftii, Wanderen Angeklagten, die ich näher kenne, Wirth- nen:!•%%» zu haben, theils well ste in meiner Nähe in geschäftlicher Hinficht; dagegen kenne ich N&v Angeklagten Wittkop nickt näher, habe auch nicht mit ihm verkehrt. Präs.: Es soll da eine .ÄyV aufgelöst wordm sein und Sie mit mehreren /b schuldigten in einer Wirlhschaft zusammen ge- � eii�Hi Angekl. Lehmann: Das ist richtig. Da man sich v Zeit etngethellt bat, und einem die Zeit durch Kn, Versammlung zur Verfügung gestellt wird, so ist L' iot» daß man dann in den meisten Fällen eine 2 aufsucht. Präs.: Es soll aber den Eindruck gemacht Wu wenn in der Wirthschaft etwas geheim verhandelt M(U C' und als der Polizei- Sergeant Höcisch hereinkam, Mter v.u Anwesenden�eheimnißvoll angestoßen haben. An- Mit» dw°nn: Es Wie blos dem Hörisch das Lauschen l-'°ÜklttM. lAuf Befragen giebt L. an, daß Höetsch fich öithtl« beiler Rckalv icharv- rbeiter Maurer akod v lV6f Schreis tsslsA dem*' (iuni iV"Ulleix. riNUs«e, illi, eil gicui t. uu, vur, vv-'i"- %t«Mng befand. Auf Veranlassung des Staatsanwalts '»ii Tchr,i' br2® er eine Nummer des„Soeialdemokrai von Atat ve.�i"v■blaa,"" Amt bekleidete, Auskunft erhielt, od demselben in w trauen(H. Präs.: Während einer bei Ihnen o,". rneo Haussuchung fand man eine sogmannte schwarze aktt. "�ct® lichkeU. b() KZ, trauen sei.'Pläs.': Während' einer bei Ihnen '' Haussuchung fand man eine sogenannte schwarze v>ir Zrvi ck hatte dieselbe? Angekl. Lehmann: Es find W � Jrere Hausdurchsuchungen vorgenommen worden, und mä.'v' t'oß die schwarze Liste bei mir auf demSpeicher Jet wurde. Ich muß dabei bemerken, daß mein Schwager, Sabril wohnt, nach meinci: Verhaftung am 10. Mar, ' t* f,aae Druckschttften. alles Nichtverbotene versteckt wnstatire, daß die Liste drei Jahre alt ist und ihren Zweck nicht erfüllt hat. Es wurde auch von mir kein Wetth darauf gelegt. Der Kommissar Tilger, welcher die Durchsuchung geleitet hat, zeigt eine Vorliebe für geheime Fächer, daß er nichts gefunden, ist nicht meine Schuld. Auf Befragen erklärt nun noch Lebmann, daß er den Kongreß zu St. Gallen, zu welchem die Einladung öffentlich erfolgt sei, besucht habe. Er habe mit H rm Rech'sanwatt Belles darüber Mcksprache genommen, od derselbe den Kongreß besuchen wolle, dieser habe abgel hnt, das könne er tbun. Darauf habe ihm Belles 50 M. zur Mitbestreitung der Kosten gegeben. Hierauf erfolgt auf Antrag des Staatsanwalts, da die Kongreßproto- kolle, Programme und Stellen aus dem„Sozialdemokrat" ver- lesen werden sollten, den Ausschluß der Oeffentlichkeit. Besagte Druckschristen wurden darauf verlesen. Kerriue»«d Der Derel« fue Unterstützung der an« de« Kranken hau« entlassene» Frane« und Mädchen» welcher am Montag, wie wir in deutschfreistnnigen und konservativen Zeitungen lesen, im Schulischen Restaurant in der Beuthstraße eine Vorstandsfiyung abhielt, hat seine Aufgaben nunmehr, wie folgt, präzifirt: Zweck des Vereins ist, den aus dem Kranken« entlassenen Frauen und Mädchen, so wett dieselben dessen de- dürftig find, Obdach und leichte Arbeit zu gewähren, damit die« silbcn fich nach und nach wieder an die Arbeit gewöhnen, je« doch vor Rückfällen und vorzeitiger Anstrengung und Ausbeutung ihrir schwachen Kräfte geschützt werben. Der Verein verpflichtet fich zur Beaufstchtigung der Kinder erkrankter Mütter. wofür der Vater nach Ueber einkunft eine seinem Einkommen entsprechende Entschädigung zu zahlen hat. Water verpflichtet fich der Vera»— und diese Aufgabe ist ganz neu in die Satzungen aufgenommen — bei Erkrankungen der Mitglieder, sogleich nach erfolgter Meldung der Kranken an Mitglied auf Kosten des Verans zu senden, welches während draer Tage Rath und Hilfe zu schassen hat. Dieser Paragraph tritt erst in Kraft, wenn die Kranke ein Vierteljahr Mitglied ist. Die Mitgliedschaft, welche ursprünglich vom 16. Lebensjahr erworben werden konnte, soll von jetzt ab auch jüngeren Mädchen, bis zum 14. Lebensjahre herab, zugängig sein. Die Vorstands- und Vereinsmitalieder, welche für denVerein thäig sind, sollen nach Uebereinkunft besoldet werden. PolikeUlch aufgelöst wurde die am Montag, dm 12. d., stattgefunvene Versammlung des Fachverans zur Wahrung der Interessen der Kisten« und Koffermacker. Nachdem das Protokoll über die baden vorhergehmden Ver« sammlungm verlesm war, ergstss Herr Paul Ernst da« Wort zu einem Vortrag über„Die Revolution in der Dichtung". Der Redner setzte zunächst die Unterschiede zwischm der reali« stischen und der idealistischen Poefie ausanander, er zeigte, daß die idealistische Dichtung die Dichtungweise sei, welche mit dm Interessen und Neigungen der Bourgeoifie überanstimmen; fie sei heuchleasch, verlogen und unmoralisch, ihre Tendenz M auf der einen Seite mühige Unterhaltung des Bourgeois, auf der andern Sate Beschönigung der sozialen Uedelstände. Der Redner führte dann aus, daß diese Erscheinungen ihrm Ursprung in den sozialen Verhältnissen haben, indem die Dichter ge- zwungm find, so zu schrabm, wie es den Käufern ihrer Werke, den Bourgeois, zusagt, und daß auch hier wiederum der Kapita- lismus stine unheilvolle Macht offenbare. Dann führte er water aus, daß es trotzdem ane Richtung gebe, welche nicht in jene Lüge mit einstimmen möge, und daß dies die sogenannte realistische Poefie sei, welche das Leben und die sozialen Ver- Hältnisse darstellen wolle, wie fie wirklich seien. In Deutschland fden bis jetzt allerdings kaum Anfänge dieser neuen Richtung zu be» merken, allein in anderen Ländern habe ste berats bedeutende Werke hervorgebracht, namentlich in Rußland, Norwegm und Frankreich; auch in Italien und Portugal sa die Bewegung zum Ausdruck gekommen, allein die Literaturen dieser Länder übten doch nicht den großen Einfluß aus, wie diejenigen der drei erstgenannten. Aus der russischen Ltterawr wurden beson« ders Tolstoi und Dostojewski hervorgehoben; es wurde gezeigt, daß die beiden auch in ihrem Leben die Jdem verwirkiichtm, für welche fie kämpften, indem Dostojewski wegm saner Theiinahme an einer Verschwörung nach Sibirien geschickt sei und Tolstoi freiwillig allen Vorrechtm sriner Geburt und seiner sozialen Stellung entsagt habe, um als rinfacher Arbeiter zu leben, der fich von seiner Hände Ardrit ernährt. Von Tolstoi wurde dann der Roman„Krieg und Frieden" angeführt, wo zum ersten Male in der Kriegsschilderung dem Proletarier srin Recht gegeben werde; Tolstoi zrige hier, wie entgegen der Auf« fassung der Bourgeoifie, der einfache Soldat derjenige sri, welcher das eigentlich Ausschlaggebende in der Schlacht herbeiführe, während die Thätigkrit der Führer rine entweder überflüsstge oder schädliche sri. In einem zweiten Roman„Anna Karemtna" stelle der Dichter die Bomgeoste dar und zeige, wie die Gesellschaft durch das allmälige Zerfteffenwerden dieser Stütze anfange zu wanken. Auch in srinen Novellen ttrie dann wieder der Gegensatz zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie auf. Von Dostojewski wurde nur der Roman„Raskolnikow" angezogen. Als der Redner dann mit einigen Worten auf die religiöse Stellung der beiden Dichter ringing und ihre sonder- bare Verschmelzung sozialer Ideale mit religiösem erwähnte, wobri er den Gegensatz dieser Männer gegen Stöcker betonte und hervorhob, daß fie zu ganz anderen Resultaten gekommen seien, als Stöcker, daß nach ihrer Anficht„Christus vor zwri« tausend Jahren nicht zu den Landräthen und Hofpredigem ge« sprochen habe, sondern zu den Mühseligen und Beladenen, und daß seine Worte auch heute noch den Mühseligen und Beladenen gelten, zu denen die Landräthe und Hofprediger nicht gehörten," löste der überwachende Pobzribeamte die Versammlung auf. Der Derei»»nr Währung de» materielle» Interesse» der Kteintrager««» vermavdten Kernf«- genossen Kerlin» hielt am Sonntag, denn 11. November, in Scheffer's Salon, Jnselstr. 10, seine Mitgliederversammlung ab. Tagesordnung: 1. Ersatzwahl eines zwriten Vorfitzenden und eines F ichkommisstonsmitgliedes. 2. VerrinSangelegenheiten, Verschiedenes. Nachdem der Schriftführer daS Protokoll ver« lesen hatte, wurden rinige Jrrthümer, welche fich in den Bericht angeschlichen, von ihm selbst in der Versammlung richtig ge« stellt. Zunächst sprach darauf der Vorsttzende sein Bedauern aus, daß in letzterer Zeit das Interesse vieler Kollegen, welches fie in der ersteren Zeit entgegen brachten, erlahmt sa, und legte den Anwesenden dringend ans Herz, daß an jeder verpflichtet sei. dahin zu stteden, diejenigen, welche dem Bärin abttünnig geworden seien, wieder zu gewinnen. Denn die Vorihale, welche uns durch unser geschlossenes Aufttrien durch dm Vririn geworden find, find doch mtschiedm von jedem dmkendm Kollegen nicht wegzuleugnen, wenn# auch der Arbeiter Gefahr läuft, von sanem Arbatgeder aufs Pflaster geworfm zu werden, falls er sein Recht fordert. Man kann es ja zuletzt dem Arbeitgeber nicht verdmken, wmn er dm Arbater auf jede Art auszubeuten sucht. Allein man kann doch dagegen protestiren, daß wir als Steuer« zahlet von Berlin, sowie als Steuerzahler eines Staates von Unternehmern ausgenutzt und überflüsfig gemacht werben durch die Maschinen, wie e« augenblicklich auf dm städtischen und Staaisbauten betrieben wird. Da uns nun immer von Sriten der Arbritgeber der Vorwurf gemacht wird, wir srien unverschämt, wir verlangen Unmögliches von ihnen, und da man uns vorwirft, wir schwelgten in Champagner und führm 1. und 2. Klasse auf der Bahn, so ist uns rin Schreiben zugestellt von Seiten der Gewerbedeputation des Magistrats von Berlin, wo uns Gelegenheit geboten wird, diese lächerlichen Vorwürfe durch Aufstellung einer Lohnstatistik zurückzuweisen. Die Versammlung beschloß darauf, fick an der Aufstellung der Statistik zu betheiligen. Als zweiter Vorfitzmder wurde sodann L. Kohlstädt, H. Wrigt und K. Beeskow wurden zu FachkommIsstonS-Mit» gliedern gewählt. Femer sprach Rennthaler nochmals auf Grund der letzten Berichtigung des„Berliner Volksblatt" in der Donnerstagsnummer über Herr Knaak, da derselbe es fettig ge« bracht bat, seine Handlungswase zu einer ganz harmlosm und geringfügigen zu stempeln: es ist deshalb mtschieden noth« wendig, in der Oeffentlichkrit die Angelegmhrit nochmals zur Sprache zu bringen; also G. Rüstow ist aus dem Vorstand, und tz. Knaak aus der Fachkommisfion ausgestoßen worden. Dieser Anficht schloffen fich die Herren Wallmthin, Schmidt und Kohlstädt vollständig an und die Versammlung erklätte stch mtt dem Vorgehen des Vorstandes gegen die beiden Herren ein- verstandm. Wer in einer kleineren Anaelegenhat strauchle, könne auch lacht in größeren fehlen.— Die Matinee soll am 16. Dezember veranstaltet werden in Kaufmann's VarlelS, Königstraße; nähere Mittbeilungen werden in der nächsten Ver« sammlung kundgegeben. Für an Mttglied, das schon seit sechs Wockm krank liegt, wird ane Unterstützung von 20 Matt gewährt. Fachnerri» der Tischler. Die Zahlstellen des Verrins befinden stch in folgendm Lokalm: 1. Friedrichsbergerstraß"- 25 bei Christen. 2. Skalitzerstraße 107 bei Kunstmann. 3. Belle« allianceplatz 6 bei Hilscher. 4. Zionski-chplay 11 bei Hobn. 5. Marimdorferstr. 5 da Schmidt. 6. Göbenftr. 15 da Ertlich. 7. Alle Jakobstr 38 bei Schumann. Die Zahlstellen find jedm Sonnabmd Abend von 8t bis 10 Uhr geöffnet; daselbst werdm Baträge von den Mitgliedern entgegengenommen und neue Mitglieder aufgenommen. Dicht genehmigte Versammlung. Die zu heute Abend geplante große öffentliche Versammlung der Mechaniker und verwandten Berufsgenoffen, welche bei Lammers, Kommandantenstraße 71/72 mit der Tagesordnung:„Vortrag über die Alters» und Jnvaliderstcherung der Arbater", Refermt Herr Werner, stattfinden sollte, fällt aus, da die Polizei die Genehmigung versagt bat. Erste Vereinsversammlung der deutschen Mater, «ackirer, Anstreicher und verwandten Berufsgenoffen l Filiale 5) findet am Mittwoch, dm 14. November, Abends 8V Uhr, Brunnenstr. 34 statt. Tagesordnung: 1. Wahl des Vorstandes. 2. Vottrag über:„Rechte und Pflichten der Mitglieder". 3. Wahl einer Arbeitsvermitllungs« Kominisflon. 4. Verschiedenes.— Gäste willkommen. Versammlung de» Kakalverdande» Oerii» Ost und Umgegend» Verband deutscher Iimmerleute, am Donnerstag, den 15. d. Ms., Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Hoffmann, Gr. Frankfurterstraße 72-73. Tagesordnung: 1. Vottrag über Treppenbau. 2. Innere Verbandsangelegenbett. 3. Verschiedenes und Fcagekastm. Mttglieder werden aufgo» nommen. Gäste willkommen. Gesang», Turn» und gesellige Vereine am Mittwoch Männergesangverein„Jugendlust" Abends 3t Uhr im Restaurant. Paffod, Gattmstr. 162.— Männergesangverein„Cacilia" Abends 9 Uhr im Restaurant, Köpnikersttaße 127a.— Gesangverein �Mannerchor Linde" Abends 8', Uhr im Restaurant Haller, Naunynstraße 70.— Männergesangverein„Sangesfreunde" Abends 9 Uhr im Restaurant Musehold, Landsbergerstr. 31.— „Freya", Gesangverein der Freireligiösen Gemande, Abends 8t Uhr im Restaurant Benecke, Große Hamburgerstraße 16.— Huppett'sche Sängervereinigung jeden Mittwoch nach dem erftm im Monat, Abds. 9 Uhr, im Restaurant Hase, Lichtenbergerstt. 21. —„Seeger'scher Gesangverein" Abends 9 Uhr im Restaurant Schulz, Prenzlauerstt. 41.— Gesangverein„Schwungrad" Abends 8t Uhr im Restaurant Sabm, Annenstraße 16.— Männergesangverein„Lorbeerkranz" Abends 9 Uhr im Restaurant Karsch. vranienstr. 190.— Gesangverein„Nord-Jubal" Abends 9 Uhr in Vettin's Bierhaus, Veteranmstr. 19.— Männergesangverein„Schneeglöckchen" Abends 9 Uhr im Restaurant Doderstan, Mariannenstt. 31—32.— Gesangverein „Sängerrunde" Abends 8t Uhr Buckowersttaße 9.— Verein „Sangestreue" im Restaurant Hmckel, Brüderstr. 26. 1. Uedungs« stunde von 8t bis 11 Uhr Abends.— Gesangverein„Bruder« bund" Abends 9 Uhr bei Pävoldt, Rachenberqerstr. 16.— Lübecfscher Turnverein(1. Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr Elisabethstraße 57—58.— Turnverein„Wedding", Pankstr. 9. Männer-Abthelluna von 8& bis 10h Uhr Abends; des« giachm 1. Lehrlings- Abtheilung von 8 bis 10 Uhr Abends.—„Mehr Licht, Verein für Scherz und Ernst, Abends 8t Uhr im Restaurant Heid, Fcuchtitraße 36a— Schlefischer Verein„Holla" Abends 9 Uhr im Restaurant Henke, Hollmannsttaße 33.— Veranügunasvercin„Fröh» lichkett" Abends 9 Uhr im Restaurant Säger, Grüner Weg 29. — Schlefischer Verein„Holtei" Abends 8t Udr Prinzenstr. 106 bei Gehtt.— Wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 8t Uhr im Restaurant Beese, Alle Schönhauser« straße 42, Unterricht und Uebungsstunde.— Roller'scher Stenographenverein„Süd« Berlin. Abends 8t Uhr im Restaurant Primenstraße 97 Sitzung und Uebungsstunde. — Arends'scher Stenographenverein„Amieitta" Abends 3t Uhr im Restaurant Behrends, Schönebergersttaße 6.— Arends'scher Stenographenverein„Philia" Abends 9 Uhr im Restaurant „Wilhelmsgatten", Kochsttaße 7.— Verein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule Abends 9 Uhr im Restaurant Lehman», Kuttürstensttaße 31.— Berliner Rauchklub„Wrangel" Abends 0 Uhr im Restaurant Foge, Köpenickerstraße 191.— Rauch« llud„Havanna 80" Abends 3t Uhr im Restaurant Paetzoldt, Reichenbergerstraße 16.— Rauchklub„Gemüthlichkeit" Abends 9 Uhr im Restaurant Achsel, Köpenickerstraße 161.— Rauchklub„Columbia" Abends 81 Uhr im Restaurant Beyer, Prinzenstr. 96.— Rauchklub„Frisch gewagt" Abends 3t Uhr im Restaurant Tempel, Breslauerstt. 27.— Rauchklub„Krumme Piepe" Abends 8t Uhr Ostbahn 4 bei Trumpf.— Vergnügungsverein„Fröhlichkeit", gegründet 1880, Abends 9 Uhr Gruner Weg 29. Kleine Mittheiwttgen. Mains. Das Großherzogliche Kreisamt Mainz erläßt ein Ausschreiben, durch welches ein vor vier I ihren in New Uork verübtes Verbrechen ermittelt werden soll. Ueber den Tvarve» stand erfahren wir folgendes: Anfangs November des Jahces 1884 wurde auf dem lutherischen Friedhofe zu Brooklyn bei New Bork ein sauber gekleidetes, etwa drei Jahre altes Mädchen halb erdrosselt von dem dortigen k Friedhofs Wächter aufgefunden. Das Kmd war dem Tode nahe und in völlig bewußtlosem Zustande, um den Hals war ihm ein Tuch ge- schlungen, durch welches die Kehle fest zugeschnürt war, die Augen waren aus ihren Höhlen getreten, die Zunge des K nd.S war fest zwischen den Zähnen geklemmt und das G, fichtchen stark angeschwollm. Den Bemühungen des Fciedhofswächters gelang es, das Kind wieder ins Leben zurückzurufen, und heute noch befindet fich das Mädchen frisch und gesund in dem Hause eine» Arztes in New- Bork, der fich des hamathlosen KindeS vollständig angenommen hat. Als damals das Mädchen wieder zu fich gekommen war, gab es an, Ense Engelmann zu heiß ,, und in Beglritung der„dösen Tante" mit dem großen Swiss von Mainz gekommen zu sein. Die Nachforschungen der ameri» konischen Behörden blieben lange ohne Erfolg und erst spärer gelang es, durch die hiefize Kriminalpoliza, in Verbindung mit riner in New- Bork wohnenden deutschen Familie, einiges Licht in diese Angelegenhrit zu bringen. Ueber seine Familien- Verhältnisse in Deutschland hatte das Kmd folgende Angaben gemacht:„Ich wohnte bei der Redl-Tante, diese hatte eine kleine Tochter, ich weiß nicht, wie dieselbe hieß, fie hatte auch rinen klrinen Knaben, der hieß Fritz, er war aber so g oß, daß er mit ins Heu fahren konnte. Die Redl-Tante hatte Kuh und Pferd. Es kam rin Großvater und eine G oßmutter, der Großvater schnitt mir die Haare kurz, die Großmutter nahm mich wett mit fori, bis zur Tante auf das große Schiff, wo ich diS aro|e Feuer sab."(ES ist hier der Dampfer„Maasdam" gemeint, weicher auf offener See verbrannte, und deffen Paffa« giere von dem Dampfer„Rhein" aufgenommen worden find.) Die bier angestellten Nachforschungen haben ergeben, daß am 12. Oktober 1884 eine angeblich in New- Bork wohnhafte Katharina Engelmann, 35 Jahr olt(jedenfalls die oben angegebene„böse Tante"), bei dem hiefigen AuSwan« derunos-Agenten Abraham für stck und ein angeblich 2i Jahre altes Kind Namens Elise Rothebach, einen Schffstontralt nach New-Bork abschloß, sich am 19. Oktober 1884 von Bremen mit dem Dcmpfer„Rhein" einschiffte und am 31. Oltoder in Castle-Garden landete. In New-Bork stieg die Engelmann im Hotel„Alemania" ab, verließ am 1. November in Begleitung des Kindes das Hotel und kehrte ohne das Kind zurück. Darüber befragt, erklärte ste, fie habe das Kind zu einer in New-Bork wohnenden Schwester gebracht. In dem Eckiffskor.trakte ist der Geburtsort des Kindes nicht angc- geben, sondern derselbe als im Kreise Mainz gelegen bezeichnet. Das großherzogliche Kieisamt bittet nun olle, welche, um das Verbrechen aufzudecken und um die Angehö igen des Kindes zu ermiiteln, Auskunft geben können, dies dem Krcisamt alsbald mitzutheilen, außerdem empfiehlt das Kreisamt ein Nach- schlagen in den Geburtsregistern der Jahre 1879 bis 1882, um dadurch möglicherweise die Angehörigen des Kindes zu ermitteln. Giberfeld. Eine kl ine Nachtwandlerin gewahrte in einer der letzten Nächte gegen 1 Uhr der auf der Friedrichstraße vatrouilli. ende Wächter ängstlich an den Häusern dahinschleichend. Der Mann ging auf das Geschöpfchen zu und entdeckte zu feie em Schrecken ein nur mit Hcmdchen und Nachtsäckchen de- lleidetes Mädchen, welches, von Kälte halb erstant, barfuß daherwandelte. Er hüllte das Kind, welches fich Emma nannte, jedoch seinen weiteren Namen nicht wußte und auch seine Woh« nung nicht angeben konnte, in seinen Mantel ein und trug es nach der Wachlstube. Der die Wache habende Beamte legte das kleine Kind in eine Decke gehüllt auf die Bank, woselbst es bald einschlief. Zufällig kam noch der Reoiersergeant auf die Wachstube, welcher das Kind als das einer Familie an der verlängerten Aldrechtstraße erkannte und sofort die Eltern benachrichtigte. Die Mutter, welche über die Nachricht auf das Aeußerste erschrak, eilte sofort mtt warmen Kleidungsstücken zum Rathhause, und nahm ihr Kind dort in Empfang. Die Kleine war im Schlaf, vermut lich in einer Anwandlung von Mond- sucht, aus dem Bette aufgestanden und durch das Parterrefenster gestiegen. Am nächsten Morgen wurde ein Arzt hinzugezogen, doch scheint die Kleine ohne schlimmere Folgen davongekommen zu sein. Gnetot. In der Nacht zum 6. d. Mts. klopfte jemand anS Fe, ster einer Wittwe. Als fie fragte, wer da fei, erhielt fie die Antwort, ihr Sohn sei draußen und begehre Einlaß, da er unwohl geworden sei. Die Frau öffnete die Wohnung ohne Bedenken, da fie der Meinung war, daß ihr Sohn, der beim hrefigen Regiment als Einjährig- Freiwilliger dient und im ersten Stockwerk desselben Hauses wohnt, that« sächlich erkrankt sei. Der Klopfende trat auch in Soldaten« uniform ins Zemmer, als er in diesem war, zog er einen virborgen g-baltenen Revolver hervor und legte mit den Worten:„Entweder Geld, oder ich schieße!" auf die Frau an. Nachdem die Frau ibm die Stelle gezeigt hatte, wo fich Geld befand, hielt der Thäter der Frau und ihren Kindern eine Düre unter die Nase, durch deren eigenthümlichen Geruch die Genannten in Schlaf verfielen. Der Räuber öffnete als- dann ungestört die Sch'.änke und nahm 500 M. mit fich, sowie ein Lotterteloos. Zwei Verhaftungen find bereits vorgenommen worden. Ktege«. Ein gewissenhafter Wablvorstand war eS, der bei der jünpilen Landtagswahl in einem Dorfe des SieaerlandeS allein im Wahlzimmer erschienen war, fich selbst wählte, fich darauf mit vernehmlicher Stimme fragte, ob er die Wahl an- mhme und ein ebenso vernehmliches„Nein" antwortete. Dann brachte er, laut der„Rh.- W. Ztg.", gewissenhaft die ganze Wahl« Handlung zu Protokoll. Darchiur. Bei der Entsandung der durch den Elbdeich« bruch der Darchau mit Sand überschwemmten Ländereien fand man am Sonnabend Nrchmsttag die Leiche des DienstknechtS des Hsfbestsers Wulf in Darchau unter zwei M�ter hohem Sand. Erkannt konnte die Leiche nur noch an der Kleidung werden, da der Kopf bereits vollständig von dem Rumpf ge- trennt war. Der Vater des Verunglückten, welcher schon manche Tb'äne währmd der Zeit, wo sein Sohn verschwunden, ver- gössen, arbeitete mit bei der Entsandung und war bei der Auf- findung seims Sohnes tief ergriffen, fand jedoch, wie er fich äußerte, darin einen beruhigenden Trost, daß er doch nun wisse, daß die irdischen Reste seines Sohnes bestaltet würden. Es ist dies die sechste Leiche, welche von den fieben bei der Heber- schwemmung Vermißten nunmehr aufgefunden worden ist. Ver« mißt wird noch die Ehefrau des Häuslings Wenk aus Darchau, deren Leiche, wie anzunehmen ist, auch unter dem Sande de- graben sein wird und nun bei der Entsandung ebenfalls auf- gefunden werden dürfte. NS>mve»g. Ein kostbarer Fund, der unlängst im Schwarzachthal gemacht wurde, dürfte noch zu einem Prozesse führen. In dem genannten Thal verkaufte ein Müller sein An« wescn. Der neue Befitzcr legte die alten Gebäulichkeiten ein, um neue aufzuführen, und hatte beim Grundgraden das Glück, eine römische Urne m,t alten Goldmünzen zu finden. Das Ganze soll einen Werth von 50000 M.(?) haben. Der glückliche Finder soll mit seinem B-fitzvorgänger wegen dieses Fun- des l ös aneinander gerathen sein, da derselbe die Hätfie des Fundes beansprucht. Montrrn». Ueder den Unglücksfall in Montreux am 6. Nootnibii ist der„Saalc-Zeitung" ron räum zur Zeit dort weilenden Deutschen folgender Bericht zugegangen: Gerade über dem BohnNofe, auf der Höhe von Souzier, befindet fich ein mächtiges Reservoir, dessen Gewässer die elektrische Straßen- bahn Vem y Chillon treibt. Es soll über s>chs Millionen Lit-r fassen. Am 6. d. M. Morgens gegen 5 Uhr, also noch in tiefer Dunkelheit, brach die Mauer nach dem Thale zu. und die Flurhen wälzten fich mit vernichtender Gewalt zu Thal, indem fie Felsdlöcke, kleine Steine und Geröll mit fich rissen. Schauer- lich find die Verwüstungen in der Nähe des Bahnho's und ein großes Stück der Hauptstraße am See ist in ein Schlamirmeer verwandelt. Ich wohne im Hotel Bellevue; kaum 100 Schritte westlich davon bat der Durchdruch dir Gewässer stattgefunden. Etwas nach 5 Uhr früh wachte ich auf und hörte ein Rauschen, das ich für das Dampflossen einer Lokomotive hielt. Nur wunderte ich mich, daß das Geräusch ziemlich lange anhielt, die Unruhe, die im Hotel entstand, schrieb ich rückfichtslosen Reisen- den zu, die feüh abfahren wollten. Wie groß war mein Er- staunen, als ich am Vormittag das Nähere erfuhr, und noch mächtiger war die Uederraschung, als ich selbst die Statten M Verwüstung erblickte. Dicht hinter Bellevue hat das Waffer am entsetzltchsten gehaust. Mehrere Häuser wie auch solche oben im Gebirge find der Wucht der andringenden Fluiden erlegen, in viele Gebäude find die schlammigen Gewässer eingedrungen und der Eisendahndamm war bis Mrttag unfahrbar. Hunderte von Arbeitern find unermüdlich thätig, die Trümmer aufzuräumen, die überschwemmten Gegenden zu reinigen und die Opfer an Menschen« und Thierleben zu suchen. Als ich gegen 10 Uhr hin- zukam, schleifte man gerade mehrere todte Kühe und Ziegen fort, die man unter den Trümmern verschiedener Häuser gefunden, während angeblich noch eine menschliche Leiche unter denselvcn ruhte. Schon jetzt glaubt man bestimmt annehmen zu dürfen, daß mindestens zehn Menschen bei dieser Katastrophe ihr Leben eingebüßt haben. Der Abhang, auf dem die Gewässer herab- gebraust kamen, hat also eine Höhe von 269 Mtr. Man kann fich someit leicht vorstellen, mit welcher Wucht die Fluthen am Faße des Berges hcusten.— Urb er die Ursache des Unglücks« falles sagt die„N. Z. Ztg.":„Wir erfahren, daß fich der einer vor einigen Monaten ooigenommenen Untersuchung des Wasser« behälterS der Z.mentdodrn desselben als bedeutend gesenkt er- wies, so daß angeordnet wurde, eS dürfe dasselbe nur noch bis auf die Höhe von einem Meter mit Wasser gefüllt werden, obgleich es eine Höhe von sechs Metan hat. Man nimmt allgemein an, daß dreser Vorschrift nicht genügt und damit die Veranlassung zu der Katastrophe gegeben worden sei. Die Untersuchung wird erweisen, od diese Annahme richtig sei." Sstegraptztsche Depeschen» (Wolff's Telegrapbm-Bureau.) Stuttgart, Dienstag, 13. November. Wie der„Staats« anzeiger für Württemberg" meldet, ist der Ministerpräfioent v. Mittnacht von Nizza wieder hierher zurückgekehrt. Dasselbe Drgan dringt h.ute folgenden Artikel: Eine in der letzten Zett vielgenannte Persönlichkeit, Frhr. v. Roodcock- Savage, hat. wie wir auS zuverläsfiger Quelle vernehmen, aus eigener Entschließung fich mit seinem Begleiter aus der Um- der M t Wn«»' gedung Sr. Majestät zurückgezogen. Se. Majestät Ällerhöchstwelcher fich ibm insbesondere aus der Zeit sein« krankung im Herbst 1864 zum Danke verpflichtet füblt, ttirt» ein gnädiges Andenken dewahren. Zugleich wollen Se-Mj# ausgesprochen wissen, daß der genannte Herr fich niemals e spietttstflchen Experimenten betheiligt habe. Die Ministers da ste fich über die schädliche Einflußnahme dritter PeA auf den Gang der Regierungsgeschäfte nicht zu beklagen W ihre Entlassung um die Entfernung irgend welcher aus der Umgebung des Staatsoberhauptes herbeizuführen, m? eingereicht noch in Ausficht gestellt. Sie haben am 24.� 25. Oktober ein Schreiben an Se. Majestät den König geriSr in welchem mitgetheilt wird, daß die Beschlagnahme>- „Münchener Neuesten Nachrichten" wegen des Artikels udflj- Königsbaus eingeleitet sei, und die Eröffnung der 68®"; Willensmeinung darüber erbeten wird, ob dos Verfahren 0 zwei Verbreiter des Blattes ihren Fortgang nel)� oder niedergeschlagen werden solle. Hinstchtlich des Voigts oegm die„Münckener Neuesten Nachrichten"% Vergehens gegen§§ 99 des Strafgesetzes war ein Antrag vorbehalten. Das Protokoll über die Sitzung des � nisteriums, welches dem Könige vorgelegt wurde, enthalte� Schluß folgende Stelle:„Weiterhin ergab fich auch ein verfländniß aller Anwesenden darüber, daß die Vorgänge fach Autsehen erregt baden und die Besorgniß nahe könnte hieraus eine Beunruhigung selbst in weiten Kreisen s- LandeS entstehen. Man erachte es daher für eine GewM rflicht, den König hiervon ehrfurchtsvoll in Kenntniß zu W In der königlichen Antwort vom 22. Oktober wird si Staatsministerium für dle Kundgedungen und(P?i, Absichten treuer Gefinnungen der gnädigste Dam Königs ausgesprochen. Am 31. Oktober erhielt Mtnisterpräfident von Mittnecht, welcher damals t>-„ nach Berlin und Hamburg verreist war, ein Telegrairw� Majestät des Königs, welches seine Anwesenheit in nünschte. Vor der Abreise des Ministerprasiventen wurde � Staatsmiwstcrium festgestellt, daß ein Anlaß, die bishntge tung des Ministeriums zu ändern, nicht vorliege. Der, präfident traf die mehrfach genannten Herren nicht Nizza an; es ging vielmehr während seines Aufenthalt«' Nizza die Nachricht ein, daß fie entschloffen seien, sich a� Umgebung des Königs zurückzuziehen. Ferner haben jestät befohlen, daß von dem strafrechtlichen Vorgehen»JJ genommen werde, in der Erwartung, daß nach ver vorfiel� Darlegung der Sachlage eine ruhige und unbefangene" theilung seitens der Gutgefinnten Platz greifen werde. U»t»r»b«rg, Dienstag, 13. November. Durch ein-zs liche Orbre vom gestrigen Tage wird der Cbarkower bezirk aufgehoben. Die dikb> Gouvernements Tschernigow, Poltawa� Kursk und äch N: »s» November. Durch eine�, P Swfe werden hinstchtlich ihrer militärischen Verwaltung dem_ Militärbezirk, die Gouvernements Orel und Woronesal-z Moskauer Militärdezirk einverleibt. Durch fc'-f-'»" �-nre 0. , dieselbe Ordtt � der Kreis Stlchutscbin des Gouvernements Lomsba aus• Warschauer Miliiärbezirk dem Wtlna'er und der Kreis des b-ffarabtschen Gouvernements aus dem Od ssa'er dem Mililärdezirk überwiesen. E.,.e gleichzeitig veröffentlichü ste stelle Ordre regelt die Details der durch die oben kaiserliche Ordre lediglich in Bezug auf die Militärverrv� herbeigeführten Veränderungen., Zondo», Dienstag, 13. November. Wie das„flWß Bureau" aus San st dar von gestern meldet, haben fich die? schea Kriegsschiffe„Carola" und„Sophie" nach der RwßL geben, das italienische Kriegsschsff„Dogali" ist in Sanfidal getroffen. In Momdasa herrscht Ruhe. -�.wehr Si Best m Kriefkasten der Redaktion. eagm bitten wir die ilbimnementb-Ouittung beizufügen. Be# , �"twort wird nicht ertheilt. g Sie schreiben uns:„... Fahren Sie fort.. größten Schreiern und Phrasenhelden männlichen und we>f� Bei«nfr-gen 5F 4 «Nokl! daß 1 Geschlechts Ihre Gunst zu bezeugen, so werden Sie ei di-r. einmal zu einer Pariser Kommune dringen, zu einem dauewg. ezem q Siege des wisserschakUich degründeten SoM-smuS bringen� noiuß g, es mit solchen Charakteren niemals."— Wir hoffen, da° � uns umgehend über die„Pariser Kommune" und uber ��Pe, „wissenschaftlich begründeten Sozialtsmus" aufklären r keinen« bis dahin müssen Sie unsere Unwiffenhest gütigst«binde a» x huldigen. i �htkommist Unserem verehrten Schwager und Freund /ritz Zuh,(ms „Vater Stinte" alias zu seinem heutigen Geburtstage ein dreimaliges Hoch, daß ibm vor Angst die Haare wieder wachsen. Laß Dich nur nicht so flachsen! Die fivcle Gesellschaft aus dem Strauchgarten. Unser Kollege und bisherige Voifitzende. der Steinmetz[1234 Peter Penn» ist gestorben. Die Beerdigung findet am Don« nerilag, den 15. Nov mder, Nachmittags 3 Uhr, vom Barackenlazarelh(Moabit, Bnkennraße) aus statt. I A:«tu» Pabst. D, nksagung. Für die freundliche Theilnahme bei der Be- erdigung meines lieben Mannes sage ich allen Freunden, insbesondere dem Gesangverein„Hand in Hand" meinen tiefgefüblteslen Dank. Die trauernde Wittwe***** Hartman«, geb. Nutschke.[1239 Fachverein der Tischler. Sonnabend, dm 17. November, Abends 8 Uhr, T anzkranzchen in Iarda*'» Hat»*, Neue Glünstt. Nr. 23. Billets hierzu werden auf allen Zahlstellen, sowie bei folgenden Herren ausgegeben: Apstt, Sedastianstr. 27—28(Möbclhandlung); W>ede« mann, Forsterstc. 50. 3 Tr.; Sckulz, Blitzer- straße 42. 4 Tr.; Glocke. Eise' bahnstr. 32. 2 Tr., Noak, Forsteistr. 57, v. 1 Tr.; Postel, Manteuffel- sttaße 22. 3 Tr.; Merkel, Mtttenwalveistr. 13, H. 4 Tr.; Mite, Möckemstr. 95, 3 Tr.; Milarg, Lebrterstraße 22, 2 Tr.; Bruns. Reichenbe�per- straße 105, 1 Tr.; Bielstein, Gartenstr. 3a, 4 Tr. bei Biedermann; Haderland, Reichendergerstr. 161, v. 2 Tr.; Engeler, Gitschinerstr. 32, v. 2 Tr. bei Fr. Schmidt; Müller, Hollmannstr. 23, Hof l. 2 Tr.: Normann, Steglitzerstr. 3, Hof parterre; Hannemann, Kleine Andreasstr. 14, 3 Tr. bei Sachse. 1235] V*t P-rstand. Wo gtedls die beste Weiße in Berlin? bei W. Haugky 1079] Metaftratz- Durch die«»pedttran de»«Oer-! tiner Nolkvblatt", Herli« wW.,' Jimmerrtr. 44, ist zu beziehen: 1 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin AieGrtskrlluktllkasstd.Uaslhiikvbllv- AtbeiKt etc\ü Sttlia _______ jum baldigen Antsttt einen mtt der ein- schläglichen Buchführung und Korrespondenz möglichst vertraut.* kautionSsähigen Beamtm. wel- cher Mitglied der Kasse sein muß. Nur schristl. Offelten an den Vorfitzenden, Herrn Kicha»d Dtappmsttz» Berlin N. 31, zu richten.[1231 sucht ii tS Gloße öffcnlliche Arbeilcn«iiell- versammllst! Donnerstag, den 15. November er., Abends 8% r in Hensel's Salon(früher Kandel), «cke Kru«n««»«»d Ianatideaftraße. j TageS-Ordnung: 1. Li» Zitters- und Invalibenueeftchrrung.(Referentin: Frau«. W 2. Dtekujfion. 3. Verschiedenes.— Männer als Gäste haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Die Etnberuferin: Antoni» Fmsch«� Vg»!!, �Rechts-Bur empfiehtt fich»slr Anfertigung von Klage«, Kitischristen, Einaaben«. f.**». Uebernimmt auch d in Ziottprozessen und enhrilt Rath in allen Angelegenheiten. ybil Sozial-politischer Roma» von Disraeli. Ueb ersetzt Natalie Liebknecht. BreiS elegant broschiet RL t,t0. Soeben erschien: Nr.«1 de« „Wahren Jakob". Zu beziehen durch die«»pedttia« d. KL Zimmer Nrntze 44. [1236 ZHawdauuen Bettfedem, sogen. 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