eb r, 16 IT »r.»7S. Kotttttag» den 18. November 1888. S. K-We«» SniimMMil. Brgan für die Interessen der Arbeiter. "w"? sr« sehrd de Pj ttich W__ u den Das �Berliner Volksblatt" j Wch't täglich Morgen« außer nach Eon«, und Festtagen. Abonnementtorrtt wr Berlin frei hie wll H vierteljährlich 4 Marl, monattich lZS Man. wSchentlich&5 Pf. Postabormement 4 Marl. Eiiuelne Nummer 5 Pf. Sonntags-ZK-mma mit dem.Sanntagt-Biatt' 40 Pf. _(Eingetragen in der PoHjettungSpreiSlistt für 1881*mm 5h. 849.) Jasertiontgebühr e Petttzeile oder deren Raum 2ü Pf. Arbeitsmarkt 10 beträgt für die 4 gespaltete. ci größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunst. Inserat« werden bis 4 Uhr Rachmi ur der Expedition, Berlin SW_ Zimmersttaße 44, sowie von allen Annoncen-Bureanx, ' Erhöhung des Preises, angenommen. R-dscktL-»: Ke«thKr»Ke%— G?peditio»: ZimmerstrPße 44. u. hentigen Nnm«,» liegt fn»«nser« Abonnent«» "«V de»..»-»»t«g»-Pl«tt"»et. enm» Englisch-AmrriKaner über den Soziaiismus. �..�Messor Thoma« H. Garside, welcher an der HopkingS �r>ersij. ogründuag der angeführten vier Sätze führt ratelj ZÜÄg ffn et- J 1% stai-e»,, Mann im"Stande war, eine ungeheure Konzen- k-*ut,n. v �etreidemarkte« in Szene zu setzen. Die ,°ei Lande« verdammen„Old Hutch"; da« l*" ia'ät wüthend über ihn her. Aber, sehen wir— kal>s.®?ann eigentlich gethan: vielleicht einen «' oinen Raub, einen Mord begangen? Rein, Hi m,? hat ein Geschäft abgeschlossen; et hat sich bei kl(n"egenheit innerhalb der Schranken des Gesetze» ge S ,» /�oS war in Wirklichkeit gesetzlich.„Old Hut� M tT*** Geschwindere; hätte er e« nicht gethan, würde �"d ändert gefunden haben, welcher dieselbe TranS-- ll3 ��Ieuilteton. KasKolniKow. . Montan von F. M. Dostojewski. Zli Russischen übersetzt von W i l h. H e« ck e l. U W 5>!I über die Brücke ging, blickte er ruhig und still e*?' uuf den leuchtenden Sonnenuntergang. Trotz leuchtenden Sonnenuntergang. Trotz a» fühlte er keine Müdigkeit. Es war ihm, A®�chn)üt auf seinem Herzen, da« sich seit einem L�esti„ ot hatte, plötzlich aufgebrochen sei. Freiheit, V. war jetzt frei von diesem Zauber, diesem S "H, hu"" J?Qr kotzt frei von diejem i... Cpät''eu Einflüsterungen de« Teufels. IHK Zä! er sich dieses Zeitabschnitte» erinnerte und war, jede« in ein Um- r0si, jrt, JnJ>!e�ett Tagen mit ihm vorgegangen, M. bei � edanken rekapstulirte, frappirte chu rMenh'.?eu» auch im Grunde genommen nicht besonder« Schien �0th wie eine Vorherbestimmung jene« Schick- �.� 5? nämlich der nicht begreife« und sich ermüdet und abgemattet, nicht doch ItHsewak�huib er, oer ermuver uno vv-, w 8en müR geradesten und kürzesten Weg hätte ein- *3 üb«t& um nach Hause zu gelangen, gerade den io�Nien k>»?t warkt, den er gar nicht berühren brauchte, It? �«an!»ar die« zwar kein großer, aber buhelJvBO�i0et Umweg. Er war allerdiog« wohl Mßen»�mal nach Hause zurückgekehrt, ohne sich der ■flM Ö ÄfiTb"/.ä t bei dieser GeisteSstimmung und unter F:'""% ob e« gerade hier auf ihn gewartet habe. aktion abgeschlossen haben würde. Wir Alle kenne« die Re- sultate derartiger GeschästSabwickelungen; immer ist ei die Masse, das Volk, welches mehr und mehr gedrückt und her- abgewürdigt wird; aber cS ist gesetzlich! Die« muß jedoch als Fortschritt bezeichnet werden; aber waS ist Fortschritt unserer Gesellschaft? Gerade jetzt ist wieder die Zeit, wo unsere demo- kratischen und republikanischen Parteiführer so schöne Worte ertönen lassen: Laßt da« Gedeihen der Nation vorwärts schreiten! Hemmt nicht den Fortschritt! pflegt denselben I Nun, wessen Fortschritt? Wessen Gedeihen! Den Fortschritt de« AuS- beuienS feiten» Einzelner; das Gedeihen des GeldsackeS, des Fabrikherrn und mit diesem daS Weiterumsichareifen der Armuth, das Wachsen der Roth deS Volkes. Stetige Zu- nähme bei Nationalreichthums auf einer Seite und rasche Zunahme des Elends und Kummers um die Existenz de« ausgebeuteten Arbeitervolkes auf der anderen Seite. Seid stolz auf die Republik! In Wirklichkett bat nie eine wahre Republik bestanden. Da« alte Rom ging elendiglich zu Grunde, da es nicht eine Republik, sondern ein Sklaven- Saat war, ein Staat von Herren und Knechten, Unter- rückern und Unterdrückten. Solche« war das alte Rom, und solches ist heute unsere Republik. Die Existenz einer wahren Republik kann nur unter dem sozialistischen Zukunftsstaat möglich sein. Wir leiden unter verderblichen Gesetzen! Was sind Gesetze? Der Arbeiter schließt mtt dem Arbeitgeber eine« Kontrakt ab, bei ihm für 6 Dollar« pro Woche zu arbeiten; aber sind diese G Dollars auch der volle Reinertrag der Arbett für die 6 Arbeitstage? Nein! Er hat 16 Dollar» verdient- aber der Kontrakt ist ja da, und er ist dem Ge- setze entsprechend und bindend. Ich kann nicht mehr ver- langen, und ich, nun, ich kann um GotteS willen nicht mehr bezahlen. Selbstverständlich hat der Arbeitgeber nicht gegen da» konstitutionelle Gesetz gesündigt, aber vergangen hat er sich gegen jene« heilige Gesetz, da« gerechte, natürliche Gesetz, welches uns sagt: Ich bin ein Mensch und niemand auf der Welt hat ein Recht, sich über Mens he« zu setze«, und als Menschen haben wir gleiche Pflichten und müsse« gleiche Rechte haben. Eine« der ersten dieser Rechte ist da« unableugbare Recht, an de« Genüssen dieser Welt theilzu- nehmen. Ihr Legislatoren, denkt nicht, daß wir Euch um Gleichheit vor dem Gesetze anflehe«. Niemals! Almosen, da« ist nichts mehr für da« Volk; eS fordert einfach:„Gebt un« unser Recht, und wenn nicht, so werde« wir u«S da« Recht selbst suchen und sichern." Rur unter der sozialistischen Kooperation ist eS möjj- lich, des Volke« Willen zur Geltung zu bringe«, die Menschheit zu dem zu mache«, wa» sie ist und wozu sie berechtigt iß... Der Nebel schwindet, die Finsterniß ver- ES war kurz vor neun Uhr, al» er über den Heumarkt ging. Alle Verkäufer schlössen ihre Läden, räumte« ihre Maaren fort und ginge« nach Hause; auch die Käufer ent. fernte« sich. Bei den WirthShäusern, auf de« schmutzigen und stinkenden Höfe« der angrenzenden Häuser, am meisten aber bei den Bier- und Branntweinkneipen, drängte sich allerlei Gesindel und Lumpenvolk. RaSkolnikow bevorzugte diese Orte und die in deren Nähe befindlichen Gassen, wenn er ziellos umherschlenderte. Hier fiele« seine eigenen Lumpen keinem hochmüthigen Beobachter auf und er konnte, ohne bei irgend jemand Anstoß zu erregen, sich in beliebigem Kostüm sehen lassen. An der Ecke der K-gasse hatte ein Ehepaar auf zwei Tischen eine« Handel mit Zwirn, Band, bäum- wollenen Tüchern u. dergl. etablirt. Sie waren ebenfall« im Begriff, aufzubrechen, hatten sich aber im Gespräch mit einer Bekannten etwas verspätet. Diese Bekannte war Lila. weta Jwanowna, oder ganz einfach Lisaweta'), wie man sie gewöhnlich nannte, die jüngere Schwester derselbe« alte« KollegienregistratorS-Wittwe und Geldverleiherin Aljona Jwanowna, bei welcher RaSkolnikow gewesen war, um seine Uhr zu versetze« und s e i« e P r o b e zu mache«. Längst schon kannte er diese Lisaweta und auch sie kannte ,hn er« wenig. ES war ein große«, plumpe«, schüchterne« und ew- fältige«. fast schwachsinnige«, etwa fü«fu«ddre,ßig Jahre alte, Frauenzimmer, die von ihrer Schwester im Zustand völliger Sklaverei gehalten wurde. Sie mußte Tag und Nacht für sie arbeiten, zitterte vor ihr und ließ sich von ihr sogar K .uilagcn. Mit einem Bündel am Arm stand sie nachdenkend vor dem Händler und seiner Frau und hörte ihnen auf- merlsam zu. Diese suchte« ihr etwa» begreiflich zu mache«. Als RaSkolnikow sie plötzlich erblickte, hatte er eine eigen- thümliche Empfindung, er war betroffen, obschon dtese Be- gegnung �/s�ta�Zwanown"«, da« müßte« Sie eigentlich de« auch kommen. *) Elisabeth. geht unter dem Anbruche der Morgendämmerung, welche einem glorreichen Tage vorausgeht." So Herr Professor Garsive. Die Stellung de« Bor» traaende« läßt wohl den Schluß zu, daß die sozialistische» Anschauungen sich auch immer mehr in den Kreise« der Englisch- Amerikaner verbreiten, wa« freilich keiu Wunder ist bei der Art, wie drüben das Großkapital wirthschastet. Der iniemationake Eewei��asts-Kougre� in fondon, Fünfter und letzter Verhandlungstag. Eine große Anzahl namentlich fremder Delegitter war, ent- sprechend dem am vorhergehenden Abend gefaßten Beschluß, um 9 Uhr MorgenS erschienen, fand aber den Saal geschloffen. Viele waren der Meinung, daß man ein Tadelsootum gegen den Vorfitzenden für dessen willkürliches und ungezogenes Be» tragen beantragen solle. Nach reiflicher Erwägung der Wahr» schetnlichkelt, daß dtese herausfordernde Hallung zu dem Zwecke angenommen sei, um den Kongreß noch zu guter letzt zu sprengen, beschloß man jedoch, von jeder Demonstration adzu- sehen und alle Energie auf die Bemdigung der Debatte über das Achtstundengesetz zu vereinigen. Erst gegen 10 Uhr wurde die Halle geöffnet und die Tags vorher begonnene Dis» kusfion fortgesetzt. Da man bereits mehrere Reden für den Sstündlgen Normalardeitstag angehöit hatte, wurde beschloffen, nur noch dm Gegnern das Wort zu geben. Fenwick(Morveth), Parlamentsmitglied, erklärt, er sei persönlich gegm jede Gesetzgebung in dieser Richtung, habe aber von dm Grubmarbeitem ein imperatives Mandat, für den 8stündigm lltormalardellstag zu stimmm, und müsse e« d«S» halb Ibun. MaudSley(Manchester) berichtet, daS rarlammtarische Komitee habe im vergangenen Jahre dm Versuch eines Ple- biszits über den achtstündigen Arbeitstag gemacht, ohne jedoch zu einem destimmten Resultat zu gelangen. Bevor eine, wette und Keffer organistite Abstimmung unter den Trad-s Union« vorgenommen worden sei, könne er einm Beschluß des Kon» greffes für die Engländer nicht als bindend betrachten. Er stelle deshalb die Vorfrage. Dieselbe wird mit allen fremden und 20 englischen Stimmen abgelehnt. Maddison(Hull) warnt dm Kongreß, dem Staat eine zu große Macht einzuräumen. L e i c e st e r(London) behauptet, die Wirkung eines Acht« stundengesetzes würde eine vernichtende für die Glasardeiter sein; auch Miß White(London) erllätt stch dagegen. Burns schließt(in Vertretung deS Antragsteller«) die Debatte mit einem beftigm Angriff auf die englischen Tmdes Untons. Daß die Frage auf dem Programm des Kongresses sich befinde, sei genügender Beweis, daß die Arbeiter ohne ge» sitz li che Hilfe die Arbeitszeit nicht zu verkürzen im Stande seim. Selbst die am besten organisirten der englischen Trabes Union« lonntm bisher Ueberzeit nicht verhtndem. Die Angst vor dem — Morgen? fragte Lisaweta langsam und nachdenklich, al« ob sie sich noch nicht entschließen könne. — Ach, wie Sie sich aber auch vor Aljona Iwanow«» fürchten, fing die Frau de« Händler«, ein resolute« Weib, an zu schwatzm. Wenn man Sie so bettachtet, kommen Sie einem gerade wie ein kleine» Kind vor; und Aljona Jwanowna ist doch nicht einmal Ihre leibliche Schwester, nur Ihre Stiefschwester, und hat solche Gewalt über Sie. — Sagen Sie aber diesmal der Aljona Jwanowna nicht» davon, fiel der Mann ein,— da» räche ich Ihne», komme« Sie zu un«, ohne sie zu ftagen; e« ist ein vortheil- hafte« Geschäft. Später können Sie e« dann mtt der Schwester noch überlegen. — Ich soll also komme«? — Morgen Abend in der siebentm Stunde; und von dm anderen wird auch jemand da sein, dann können Sie selbst in eigener Person entscheidm. c oT 2hren Thee können Sie auch bei uns trinke«, fügte die Frau h,«zu.' 0 "®ut' ich werde kommen sagte Lisaweta, immernoch nachdenklich, und setzte sich langsam in Bewegung. RaSkolnikow ging weiter und hörte nichts mehr. Er war letse, unbemerkt, mit der Absicht, auf jede- Wort m achte«, vorübergegangen. Seiner anfänglichen Betroffenheit war nach und nach eme Beklemmung gefolgt und ei» Frostel« zog ihm über den Rücken. Plötzlich und ganz piien und ihre ernzige Gefährt!«, nicht zu Hause sein würde; daß folglich die Alte, Punkt siebe« Uhr Abends, aller» fem würde. Bis zu seiner Wohnung waren nur noch wenige Schritt. Er kam nach Hause wie ein zum Tode Verur» theilter; er überlegte nicht« und konnte nicht« überlege»- fühlte aber plötzlich, daß er weder freie UrtheilSkraft, nod! freie« Willen mehr habe und daß jetzt plötzlich alle« uZ widerruflich entschieden sei. Natürlich, selbst wenn er noch Jahre lang auf eine günstige Gelegenheit hätte warten wollen, wäre doch kaum. Eingreifen des Staates hat keinen vernünftigen Grund. Der Staat ist, was das Volk aus ihm macht. Benutzen Sie ihre Kraft zur Reform des Staates in freiheitlicher und ardeiter» freundlicher Richtung. Man schreitet zur Abstimmung. Der Antrag P a r n e l l' s lautet: In Erwägung der steigenden Konzentration des Ka- pitals und der numerischen Schwäche der Gewerkschaften im V-rhältnih zur Gcsammtmasse der Ardeiter, drückt der Kongreß die Ueberzeugung aus, daß eine fernere Verrin» gerung der Arbeitszeit ohne Eingreifen des Staates nicht möglich sei. Ferner: daß der Arbeitstag acht Stunden nicht überschreiten soll. Ein Amendement Freak empfiehlt: die Feststellung des Arbeitstages dem freundlichen Ueder» kommen zwtsiden Arbeitgeber und Arbeiter zu überlaffen. In allen öffentlichm Arbeiten und Untern ebmungerr des Staates, der Gemeinde oder sonstiger Behörden solle jedoch der Achtstundentag strenge durchgeführt werden. Ein Amendement Tortellier's lautet: In Erwögung, daß es wive» finnig wäre, von den gesetzgebenden Gewalten, welche ein Interesse daran baben, stch in ihren Privilegien und die Arbeiter in Ab- hängigkeit zu erhalten, Gesetze zu erwarten» welche durch Verkürzung der Arbeitszeit das Loos der Massen vcr> bessern würden, geht der Kongreß, vertrauend auf die eigenen Anstrengungen der Arbeiterklasse, zur Tagesord- nung über. Es wird zuerst über das Amendement Freak abge- stimmt. Dasselbe wird mit 52 englischen und sämmtlichen fremden Stimmen verworfen. Die Abstimmun, über das Amendement Tor» tellier's erregt allgemeine schallende Heterkeit. 32 eng- lischeDelegirte. darunter die veiknöchertsten Konseroatwen, stimmen zum Gaudium der Sozialisten für den Antrag des Anarchisten, 9 dagegen. Alle fremden Delegirten, mitAuS- nähme des Antrags stellcrs, stimmen dagegen; das Amende» ment ist damit verworfen. Der Antrag Parnell's wird hierauf mit 49 gegen 32 Stimmen angenommen.(11 Engländer stimmen dafür.) Einstimmig wird darauf folgende Resolution(Burt und Wilson) angenommen: In Erwägung, daß die ungeheuren Kriegsiüstungen der europäischen Staaten eine beständige Bedrohung des Weltfriedens find unv den arbeitenden Klaffen schreckliche materielle Lasten auflegen, empfiehlt der Kongreß der Demokratie, ihre Vertreter anzuweisen, für das Prin» zip des Schiedsgerichts an Stelle des Krieges einzutreten. Zum Schlüsse wird auf Antrag von Miß Simcof(Lon- don) einstimmig dem Bedauern über die Adwesen» heit der deutschen, österreichischen und russi« schen Arbeitervertreter, sowie der Hoffnung Aus» druck gegeben, man werde in Zukunft Mittel und Wege finden, deren Thcilnahme ohne Gefahr für die vertretenen Körperschaften möglich zu machen. Politische Ueberstcht. Da««Leipziger Tageblatt" ist fuchswild, daß die jüngste Polizei-Jvylle mit dem gerichtlichen Nachspiel von der „demokratischen Presse aller Schatti'ung" so pictätslos behandelt worden ist. Wir geben ja gerne zu, daß es kein Vergnügen ist, ausgelacht zu werden, allein wir kennen nur ein Heilmittel gegen das Äusgelachtwerden, und das ist:„fich nicht lächerlich zu machen". Und wenn man eine Geldstrafe von 2000 Mark verhängt, statt von 200 und obendrein noch eine Gefängniß- strafe,!0 wird die Komik der Thatsache, daß ein Polizeibcamter in leiner amtlichen Eigenschaft eine politische Versammlung nicht blos überwacht, sondern auch parlamentarisch leitet, nicht aus der Well geschafft werden. Das„Leipziger Tageblatt" wird vielleicht noch fuchswilder, wenn demnächst das weiß- schwarz-rothe Original-Schnupftuch, welches_ durch drei sächsische Gerichtserkenntnisse in allen Instanzen für ein „r o t h e s" Abzeichen erklärt wurde, auf dem Tisch des Reichstags niedergelegt wird. Es sollte uns nicht Wunder nehmen, wenn sogar Parteigenossen des ,,T geblall"(wir denken hier nicht an den„sottaldemokratrschen Theii") in ein unhettiges Gelächter ausbrechen sollten. Der Koogreff der frauzöstsche« ArbeitersqndiKute (Gewerftcharten, Hilsskassen und Fachvcrene) in Bordeaux bat, trotz der von einigen zweifelhaften Elementen versuchten Störungen, einen durchaus günstigen Verlauf genommen. Er hat unter anderem beschlossen, für nächstes Jahr einen inter- nationalen Arbeiterkongreß nach Paris zu be- rufen und die Deutschen ganz besonders dazu einzuladen. Für den Fall, daß der von den Deutschen geplante Kongreß in der Schweiz stattfinden und nicht beide Kongreffe in einen verschmolzen werden sollten, wurde be- schloffen, den Schweizer Kongreß zu deschchicken. Bekanntlich hat der Londoner Rumpfkongreß ebenfalls für nächstes Jahr Aussicht gewesen, einen gelegeneren Zeitpunkt für die er- solgreiche Ausführung feines Vorhabens zu wählen, als 'dieser, der sich ihm jetzt plötzlich darbot. Jedenfalls wäre es schwierig gewesen, eine» Tag vorher so sicher, mit solcher Genauigkeit und mit so geringer Gefahr, ohne alle gewagten Ausforschungen und Untersuchungen, in Erfahrung zu bringen, ob wohl morgen, in einer benimmten Stunde, diese Alte, auf die ein Attentat beabsichtigt war, mutterseelenallein zu Hause sein würde. � Später erfuhr RaSkolnikow zufällig, weshalb eigentlich der Händler und feine Frau Lisaweta zu sich eingeladen hatten. ES war eine ganz gewöhnliche GeschästSangelegenheit. Eine verarmte angereiste Familie verkaufte ihre Sachen, Kleider u. s. w. Da direkt auf dem Markt zu verkaufen unvortheilhaft ist, so suchten sie eine Vermittlerin; Lisaweta aber mnchte derartige Geschäfte, bekam dafür eine Kom- missionSgebühr und hatte eine große Praxis, weil sie ehr- lich war und immer gleich den äußersten Preis bot. Bei dem Preis, welchen sie einmal genannt hatte, blieb sie auch. Sie sprach wenig und war, wie schon gesagt, schüchtern und ängstlich. RaSkolnikow war in der letzten Zeit abergläubisch ge- worden. Spuren von Aberglauben waren bei ihm auch noch lange Zett nachher, fast unvertilgbar, haften geblieben. Auch später noch war er geneigt, in dieser ganzen Angelegen- heit eine gewisse Vorherbestimmung anzunehmen, ein geheim- nißvolleS Wirken, gleichsam das Walten besonderer Ein- flüsse und ein eigenthümlicheS Zusammentreffen von Umstände«. Im vergangenen Winter batte ihm ein Student, Pokorew, vor seiner Abreise nach Charkow gesprächsweise ganz zu- fällig die Adresse der Alten mitgetheilt, fall« er in die Lage kommen sollte, etwas versetzen zu müssen. Lange Zett hindurch hatte er keine Veranlassung, zu ihr hinzugehe», da er Unterricht ertheilteund sich folglich durchschlagen konnte. Erst vor anderthalb Monaten erinnerte er sich dieser Adresse, er hatte zwei Gegenstände, die sich zum Versatz eigneten; eine alte, silberne Uhr, noch vom Vater her, und einen kleinen Ring mit drei roihen Steinchen, den ihm seine Schwester beim Abschied als Andenken geschenkt hatte. Er einen Pariser Kongreß bescblossen. Derselbe soll aber blos ein internationaler G-werkschaftskongreß sein und würde unter dem Einfluß der Posfidilisten stehen, die in Bordeaux unterlegen stnd. Es find alko zwei Pariser Kongreffe geplant— ein embarras de riobesse«Verlegenheit aus Uederfülle), von dem glücklicherweise wie die Dinge liegen— namentlich bei dem auf Einigkeit ge- richteten Streben der sranzöstschen Ardeitermaffen— keine Nach- theile zu befürchten sind. I« Dache» de» rheinische« Geheimbundes ist nun- mehr auch der Vertreter für Elberfeld Barmen, Herr Harm, als Beschuldigter vernommen worden. Da Herr Harm seit längerer Z it krank ist und auf ärztliche Anordnung die Wohnung nicht verlassen darf, konnte er der ersten Aufforde- rung zum Untersuchungstermin nicht Folge geben. Der Unter- suchunasrichter. Herr Uhles, begab fich deshalb, wohlbewaffnet mtt allerlei Aktenstücken, in die Wohnung des Herrn Harm, um die Vernehmung dortselbst vorzunehmen. Dieselbe dauerte nahezu 4 Stunden und Herr Harm verfichert, daß er, wie vor- auszusehen war, von der Dürftigkeit des Materials in quali- tativer Hinficht überrascht war. Angefichts der lang andauern- den Thätiqkeit des Urtersuchungsbeamten sowie der„Nicht- gentlemen" habe Herr Harm fich etwas anderes vorgestellt. Gi«e weitere Abänderung de« Gesetzentwurfs für Altersversorgung begünstigt die„Nordd. Allg. Ztg.", indem sie dem Vorschlag des Generalsekretärs Dr. Beuner Raum giebt, wonach diejenigen Arbeiter, welche im späteren Leben aus dem Arbeiterstande ausscheiden, berechtigt sein sollen, in der Verficherungsanstalt zu bleiben, wenn fie nach dem Ausscheiden fortfahren, den eigenen Beitrag und dazu den Beitrag des Arbeitgebers, also zwei Drittel der Kosten, zu decken. Uebrr da» Wahlergrdniff in Melle-Diepholz liegen sichere Angaben bis jetzt noch nicht vor, doch scheint es zu einer Stichwahl zu kommen. Nach einer unkontrolir» baren Nachricht eines Berliner Blattes soll der Kandidat der Deutschhannoveraner 4111, der Nationalliberalen 3817 und der deutschsreistnnige Zählkandidat 1358 Stimmen erhalten haben. Freist»» und Uationalliberale Ar« i» Arm. Die «Kieler Ztg." plävirt für die Vereinigung von„Freisinn" und Nationalliberalen; fie schreibt:„Die Kluft kann erst wieder überbrückt werden, wenn die Natronalliberalen im Kampfe gegen die Reaktion Stand hatten.(Dieser Optimismus ist wahrlich groß- artig!) Unsere ganze Hoffnung auf Besse: ung der Parteioerhält« nisse beruht darauf. Ist auch die Kluft zwischen den beiden Theilen der liberalen Partei augenblicklich sehr groß, so ist doch für keinen Theil die Noth wendigkeit vorhanden, dem Ansturm der gemeinsamen Gegner gegenüber die trennenden Punkte allein hervorzuheben. Beide Theile haben Einigungspunlte ge- nug, nicht nur Muckerlhum und Junkerthum, auch der Ultra- montanismus ist der Todfeind des Liberalismus." Ausgehend von solchen Betrachtungen empfiehlt das Kieler Blatt seinen polttischen Freunden, im neuen Landtage,„auf dem breiten liberalen Boden ihren Standpunkt zu nehmen, wo fie vielleicht durch kluges, streng sachliches und nicht verletzendes Verhalten sich die Möglichkeit schaffen könnten, einen modus vivendi mit der ihr prinzipiell am nächsten stehenden Partei zu gewinnen." Die „Weser Ztg." ist entzückt über diese staatsmännischen Gedanken. .Die Sacke ist wahrlich der Ueberlegung werth," ruft fie aus. Nun wohl! So beginnt fich also vor unfern Augen zu voll- ziehen, was schon so oft vorhergesagt worden ist: Das Gros der„Freisinnigen" wird sich nach rechts zu den Nationallibera« len, ein kleiner Thell ehrlicher Demokraten aber nach links schlagen. Die Nationalliberalen werden dann den Konservativen an- oder eingegliedert, und die„eine realtwnäre Masse" wäre auch formell gegeben. Es ständen fich dann in dieser die eine, und in der sozialdemokratischen Partei die andere Weltanschau« ung gegenüber. So wird und so muß es kommen. Diettfeld. 12. November. H.wrn Hegemon ist folgendes Attenstück zugegangen: Königl. Regierung. Minden, 31. Ok- tober 1885. Nachdem Sie durch rechte kräftiges Eckenntniß der Straskammer des Königlichen Landgerichts zu Kassel vom 20. September vorigen Jahres des Vergehens gegen die gemein- gefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Ok- tober 1878(R.-G. Bb S. 351) sowie gegen§ 129 und§ 129 des Reichsstrafgesetzbuch! s schuldig und zu drei Monaten Ge« fängniß verurtheilt worden find, entziehe ich Jdnen hiermit auf §24 des genannten Gesetzes vom 21. Oktober 1876 die Befuaniß zur gewerbsmäßigen oder nicht gewerbsmäßigen öffentlichen Ler- breitung von Druckschriften. Der Regierunps-Prästvent: von Pilgrim. An den Händler und Tischler Herrn Dietrich Hegemann. Au« Dachse«, 14. November. Das Ministerium des I n n e r n hat neuerdings betreffs der Anwendung der P r ü g e l- strafe in allen nichtstaatlichen Armen- und Arbeitsanstalten ebenso wie für die staatlichen Korreltionsanstalten angeordnet, daß jede körperliche Züchtigung Frauen gegenüber künftig unter- bleiben soll. Vermuthlich ist die öffentliche D skussion, welche fich an den Erl-ß der Armenhausordnung zu Mee ane anschloß, nicht ohne Einfluß auf die erwähnte ministerielle Entscheidung gewesen. Die Meeraner Hausordnung, welche sich des lebhaften Beifalls unserer Reatttonäre erfreute, gestattete unter den Dis- entschloß sich also, den Ring zu versetzen und suchte deshalb die Alte auf. Als er sie gefunden, hatte er gleich beim ersten Anblick, ohne«och etwas besonderes von ihr zu wissen, einen unüberwindlichen Abscheu gegen sie gefaßt; er erhielt von ihr«zwei„Zettelchen" und ging damit in ein kleine« WirthShau«, ließ sich Thee geben, sitzte sich hin und versank in Nachdenken. Em merkwürdiger Gedanke pickte in seinem Kopf, wie ei« Küchelchen im Ei, und beschäftigte ihn gewalttg. Fast»eben ihm, am nächsten Tisch, saßen ein ihm un- bekannter Student und ein jüngerer Offizier; sie hatten Billard gespielt und tranken jetzt Thee. Plötzlich hört er, daß der Student mit dem Ofsizier von der Pfandleiherin Aljona Zwanowna spricht und deren Adresse erwähnt. Schon die« schien RaSkolnikow sonderbar; er hatte sie eben erst verlassen, und nun hörte er von ihr sprechen. DaS war natürlich bloS ein Zufall, aber da er sich vorher schon von einem sehr eigenthümlichen Eindruck nicht hatte frei machen können, so war daS Gespräch deS Studenten, mtt allen diesen Emzelheiten über Aljona Jwanowna, für ihn verhängnißvoll. — Eine prächtige Alte, sagte der Student,— bei ihr kann man immer Geld kriegen; sie ist reich wie ein Jude und könnte, wenn sie wollte. Fünftausend auf einmal bor- gen, verschmäht aber auch ein Rubelpfand nicht. Von den Unser» waren schon viele bei ihr; bei alledem aber ist sie doch ein verdammtes Luder... Dann erzählte er wetter, wie sie boshaft und kapriziös fei, und daß ein Pfand, wenn der Termin auch nur um einen einzigen Tag versäumt wurde, verloren sei; daß sie nur den vierte« Theil deS WertheS gäbe und zehn Prozent monatlich nähme u. s. w. Der Student schwatzte noch viel, erzählte, daß die Alte eine Schwester, Lisaweta, habe, die sie fortwährend schlage und in vollständiger Sklaverei, ganz wie ein kleines Kind halte, obfchon Lisaweta ein bäum- lange» Frauenzimmer, die Alte aber nur klein und schwäch. lich sei... — DaS ist auch ein Phänomen, diese Schwester! rief der Student und lachte. Sie fingen jetzt an, von Lisaweta zu erzähle». Der Hausordnung nunmehr reoidiren muffen. ziplinarmitteln bekanntlich auch Ruthenhiebe, Frauen jZM. Mal in zatttüblender Weise allerdings nur auf das„mtt einer rb«. Das ti Leinwandbose bekleidete Gesäß." Die Stadtbehörden zu 9W*ii Augen der werden also wohl oder übel ihre beiühmt gewogene»i» M zu schaffe Z»8. ist der V Kchw-ix.„ Äfe Betriffend den in der Frühjahrsfesfion von der Lu»» fäbten. Die 5 Versammlung- bewilligten Kredit von 20 000 Fcks für W übet jh» g*, Au-ittung der Fremdenpolizei sagt die bmidesra® Cbtift FtafPt Botschaft zum Budget pro 1889, welches für Fremdem� stirb llr-r foxn nur 12000 Fcks. vorsteht, folgendes:„Cdschon gegen«« Janern d noch keine Verständigung mit den betheiligten Rantonm g WiyL fichtlich der Entschädigung für ihre Mithilfe in der F»«» sich wenig � polizei stattgefunden hat, glauben wir dennoch diesen KrelW'«Äer die«, 10 000 Frks. reduziren zu können. Immerhin scheint> nöthig, denselben auf 12000 Frks. zu halten, um für mW Ereignisse vorzusorgen." Bekanntlich hatte im Frühjahr* I« bft f Jahres der Cyet des eidgenösfischen Justiz- und Polizeidfl®? die Gill ments, Herr Bundes: ath Ruchonnet, zum Zwecke sturmi mtsu?, e/uiu�uimTi, Dum VÄll T ,U4lOTll Handhabung der Fremden Polizei einen Kredtt von nur>�°?nner für da �"---------- m" verlangte aber, daß J�theilt'' Franks«i8 jSbnbe von Hai Franks verlangt, der Bundesrath Summe im Botschafts- Entwürfe auf 12000„_____.», werde., Mleux eine «roßbritanttie«.,*&ie'e(,fni Die Ausstchten, daß das Parlament vor WelhW ErMf«nzu irgend welche bedeutende gesetzgeberische Arbeit vollenden» find äußerst gering. Trotzdem infolge der Abwesendes, wur-.>»»-. meisten liberalen und nationalistischen Abgeordneten se»»es Bu fang der Herbstsesfion die Regierung in der Förd--"" CT tfefftl Gladstöne's aufgestellte Kandidat O l d r o y d mtt 607 l gewählt, der unionistische Kandidat Arnold Forstel 3969 St.- Die Demisson des Londoner Polizei.� Sir Charles Warren, hat wieder einmal mit Klarheit die unhaltbaren Zustände 9 Der etnmai mit mv-nw _. bloßgestellt, welche ML» doner Polizeiverwaltung kennzeichnen. In anderen% fjfc bet'nnA Städten ist die Leitung der öffentlichm Schutzmanns� M nM. 5 den Händen der Munizipalbehörden, und da diese vW p Lr. � unv vu uic|v" ruf to' nPrt Äl««« dem Parlament oeraidWjJJ M m,. m Letter der Polizeimannschaft. Der Polizeichef, im rorlitt�~- erwählt werden, führt das Volk Polizei, für deren Unterhalt es der Minister des Innern der dem Parlament «'•& Kreditvoten freie Hand hatte, betont heute die„Morning� berei daß es von Gladstone abhängen werde, od die Session M»«»ende des fruchtbare sein wird oder nicht. Ohne Zweifel hat die**».W-.firner rung anerkannt, daß Gladstone seit seinem Besuch in Harn, wo seine Popularität wieder einmal aller Well macht wurde, im Parlament mit wett größerer Autorität und handeln kann als vorher. Das Gefühl der Unsttb«- das scithw die Regierungskreise deschlichen hat, zeigt sich Gerüchten, die in der Luft schwirren. Gestern hieß es? anderem, daß Lord Hartington und Lord Rrndolph ßjJ ins Kabinet Antreten werden. Dergleichen wird im-ner K geboten, wenn die Konseroativm fich unficher füh'en u«t- allen möglichm Kombinationen suchen, um fich im" hallen.. 1 Bei der in Dewsbury stattgehabten D e p u t i 0 ,, wähl wurde an Stelle des bisherigen Deputtrten©l (liberal), der sein Mandat niedergelegt hatte, der von den gw, w, Je»on Ä «S» ©T und' kk: Sjwto. S&a Falle Warren, ist sein Untergebmer. Dieser wollte die< Kl ag l der Detettivpolizei unter seine Gewalt bekommen unbJjzj ,, m deren Chef, Monro, seine Demisfion einzureichen. Der� zWfcht i�pkanetn des Innern, der unter der Drohung. Warren werde niren, wenn Monro nicht gehe, zum Rücktritt des Wf Auet tmi» Zustimmung gegeben hatte, gab Monro eine gutbezahlt$ puna L, im Ministenum des Innern, behielt idn aewiffermoiss�sB tv,» n. im Ministerium" des Innern, behielt ihn gewiffernwWL Rath zebe�in �allen dl« Detektivpolizei betreffenden �Aols� betten. Die Versetzung ins Home Office war thatsaw��«». gz0u- Beförderung für Monro und der Minister MathcwS korimL Motten.»( seiner Hilfe dem Polizeichef Marren das Leben leckt�>kü»«le machen, und that es auch. Dann kam der Zwischenfall mjt j-�enn ma Artikel in der bekannten Monatsschrift. Er hätte nickt%& Fuße Aufsehen gemacht und schwerlich dm Minister veranlaßt, � 3' Herst ;s». mm zur k« wolle und «igele, Aufseben gemacht und schwerlich dm Minister eine Nase zu geben, hätte dieser nicht eines der ein' Mitglieder der Partei der Jungtories, den Herrn Vircent, darin direkt angegriffen. Vincent war. E. Henderson Direktor der Detettivpolizei. Er war thjjJJ der Schöpfer dieses Zweiges der Polizeiverwaltung"V Angriff auf ihn war, unter den gelvannten Beziehungen*/- di m Ministerium und Scotland Dard. geradezu etnejö» Dann hatte stch noch ein anderes Mitglied der konff�? Partei zu bellagen. Das war Herr Gent-Davis, AdgpzF für den Distrilt Kennington in London. Gerade r" Jchr war ein harmloser Bürger, einer der Haupt! Parteigänger des Abgeordneten, von Warrens ,,i_ während der Unruhen auf dem Trasalgarsquare ins( geworfen und äußerst rückfichtslos behandelt worden finnungstüchtiger Tory auf der Pritsche— welche«15 Warren mußte gehen— und er ist fort. Ob es Entfernung in der Polizeiverwaltung beffer wird, ist iiip Student immer sprach mit besonderem Behagen und M .......... Der Offizier inter essirte sich lebhaft dafür» A.. den Studenten, er möchte ihm doch diese Lisinst* z» iJbum � ->->»- nnxf*« RaSkolnikow verlor t JtaWrtt«,. An onbe, Ure Flicken von Wäsche zuschicken, zigeS Wort und erfuhr auf diese Weise alleS. Lssaw � eine jüngere Stiefschwester der Alte« und mochte l dreißig Jahre alt sein. Sie arbeitete Tag und NW war Köchin und Wäscherin der Alten, außerdem J.- aber auch für Fremde, wusch Dielm und mußte o»' sie verdiente, der Schwester abgeben. Ohne die der Alten durfte sie keine Anstellung und keine A». nehmen. Die Alte hatte auch schon ihr Testament_ und Lisaweta wußte, daß sie außer HauSgeräth, f Sch x N � dergleickm keinen Groschen erbm würde; alle« � � � einem Kloster im N— schen Gouvernement vermacht,»«, dafür ewige Seelenmessen für die Alte lesen Lssaweta war nur Kleinbürgerin, gehörte also n' ihre Schwester, zum Beamtenstande, fie war unoer? � außergewöhnlich groß, mit lange», plumpen, nach,' richteten Füßen, hatte stet« schief gettetme Schuy° � hielt sich reinlich. DaS merkwürdigste war aber, �7- über amüsirte sich der Student am meisten, daß fast immer schwanger war. — Du sagst ja, sie sei ein Scheusal? bcm DaS nicht, sie hat eine bräunliche K SP- §5 sieht wie ein verkleideter Soldat aus, ist aber? l �Wd(.Möchf TiA Af tft f Ittdbt k. öttb fi. S« lich abschreckend; ihr Gesicht ist sonst nicht- � hat auch gutmüthige Augen. Sie ist still, bcsche � und mit allem einverstanden; ihr Lächeln tst i v angenehm.„ — Es scheint, sie hat auch Deine« Beifall, lachend der Offizier. — Nur der Seltsamkeit wegen interesgne Aber, was ich Dir sagen wollte,... ich woch' ttl dämmte Alte todtschlagen und beraube«, und ck,�(Aß: i Dich, daß ich es ohne die geringste» Gewisse««�. 4» w.-.-- swd--. '3� ti 0 Der Ossizier mußte znckte zusammen;... wie sonderbar! — an�Woi auiuei, oie orreniixcEe �wu�manniwaii"i en zu iw» r!«uzen der Bevölkerung zu rehrdilitiren, bestebt darin, fie Vene«n W schaffenden Londoner Verwaltungsrath unterzuordnen. öM'U der Vorschlag, den die Radikalen Londons auf einer gemacht baden. Das Beispiel der City zeigt, daß »«London ebenlo gut durcklührbar ist, als in den Proolnzial- Die Bebördm der City haben die absolute Kontrole n? ihre Schutzmannschaft, und man hört nie eine Klage. » maler. idr Chef, ist sehr beliebt und seine Untergebenen Mathews velstebt von der ganzen Sache absolut Das richtige Mittel, die öffentliche Schutzmannschaft in ;» kg lundesrätdd fremden?� e"»'»»» � ' Innern ikantmen Z vrltung aä, , von der übrigen Polizeiver- tTT# ßWidi abtrennen und für sich beholten will, so läßt dagegen einwenden, vorausgesetzt, daß die letztere scheint? Kontrole der volksthümlichen Behörden gestellt wird. '.für Frankreich. �ühjihr m der französischen Abgeordnetenkammer Lolizeid-M°« bie Gilly'sche Streitangelegenheit Anlaß zu wccte kl itwä stürmischen Auftritten gegeben. Auma Gilly, Abge on uur lv Mer für das Gard.D-vartement, hatte, wir wir seiner Zell !r. dal � Wtheist haben, die Mitglieder des Budgetausschuffes eine Franks JJEJür Wilsons" genannt, worauf der Abgeordnete » �.CÜ-MUUSJ WVlUUf Vt*. ♦♦VHtVtVUVlV Sin- e'ne Scheinklage wegen Verleumdung anstrengte, um ».uy Gelegenheit zu geben, vor dem Gerichte den Beweis der Kit an'——...... übetn Wesenheit 1 stst.Gilly bat auf Verlangen des Gerichts 13 Mit- Dudaetausschusses als solche bezeichnet, die sich in c Weil ollende« b-ttM» srvvt igtbthtit anzutreten." Die Klage wurde _.»—.....——----- dem Gerichtshofe zu e» überwiesen, vor welchem ste morgen zur Verhandlung ' rJ* neten se« rörderu« ltorning' S-s»--, hat W% 'Well M oritdt M :r Unfbkg igt(Üst, hieß � Ji iotpb 6K immer K i 'xn 5.r'4 W« Forstel lize��j zeiche wLJ SnM 3.i% Ti.'ram��1 wwciauiiufunv, m» iuiuk vrflccuii v&p nw m Weise unter Mißbrauch ihrer Stellung als Ab- EMebmkW hätten. Unter denselben befinden sich der / kes Ausschusses, Rouvier, und der Berichterstatter lit%' strner Sarrien, Lacroix. Gerville-RSache, Salis u. a.; - sämmtlich nach Nimes abgereist, um dort vor sis Zeugen vernommen zu werden. Dies vorausge- ulffen wir einen ausführlichen Bericht über die folgen: Paris, 16. November. In der äiij sprach gestern zuerst der Ackerdauminister schak, luder den Basly'schen Antrag auf einstwMge Ab- der Getreidezölle. Er sagte:„Die Volks- fonh!?1� tst nicht durch den Zustand des Ackerbaues bedroht, «n durch ein Finanzsyndikat, durch Börsenmannöver. Der * ist zur Zeit der Schauplatz der Anschläge einer Wbmf M Abschäumern, die fich in W i e n zusammen- 5 wo fie die Unverschämtheit besaß, ihr geheimes �»gesellenthum in ein vorgebliches Syndikat zu- �«enzwaffen und zu bestimmen, daß fie mit Menschenleben «�uffe spekuliren werde, welchen Antheil fie jedem Lande und welches Maß Elend ihm aufzubürden sei. um i» �«uehurgerer zu bereichern. Es handelt fich nun dämm «tta' Sie dem Treiben dieses Syndikats hilfreiche Hand üsinü. t0o.�en- Wir unseres Theils wollen es nicht." Die (JM beschloß, sofort in die Berathung über Basly's Antrag tfwtettn. Rouvier verlangte, daß man zuerst die Reihen- fe«RtS zu erledigenden Budgetabschnitte feststelle; dies ch'g, da die meisten Budgetausschußmitglie» den Vorsitzenden und Berichterstatter inbegriffen, dit,? Perlaffen müffen, um in Nimcs als Zmgen auf- Minister Floquet verlangte, daß der Aus- u* mer bleibe und seine Zeunenschast in der Gilly- s'.l K I a a e s a ch e verweigere. Nun brach der Sturm los. Uji* rief:„Wir müffen unsere angegriffene Ehre ver- Baudrn d'Asso n:„Herr Floquet scheint die r' uf>e Sache beerdigen zu wollen. Ich begreife, daß fie den pukanern sehr unbrquem ist." Cassagnac:„Was 'üf sagte, ist einfach skandalös. Anfänglich war die Re- lONnuMltat die gerichtliche Austragung der Gilly'ichen Sache, >!n Ang� ihre Meinung geändert. Vielleicht ist inzwischen Katsächw.�en. Li'artet worden." Caffagnoc wird zur Ordnung ge- 'wS tonis! wtwortxn! � i e r:„Ick möchte dem ehrcnwerthen Caffagnac en reck« C.Sie ac?h-n6a/e8: a« ist„nickt ehrenwe.th".„Cassagnac: ZMMMZMZ gg& SÄ?•-?••<« Ä«-»-%.«AÄ z,y amgenM !.« 1, Adg-� -de vor, rü ins >rde«- elche b es ist % V„�ilen; gegen diese Thatsache kommen Sie nicht auf. Simn sp, un0 wird auf Sonnabend vertagt. Im Saale de- K sJS*0 uville Maillefeu und Antide B o y e r hef- %Qpnr v strich der Sitzung tauschen Caffagnac und Cales, z g.»"ud Rouvier, Sarrien und Caffagnac, Gerville Rsache % KBn,QC Herausforderungen aus; dieselben dürften indeß ergelegt werden oder bereits beigelegt sein. fylnleB «ttd ArbetterkeMegung. Gehilfe« der Kuckblndereien und»er- vo-a.u..i**.»„>!». Kollegen, Mit» ArdeitSbedin- Branchen der r>.V---">>«<1» zuiammenireurn zu tunncN, wird vom �achveretn der Buchbinder in den Monaten November K..A«S Kunst und Zeven. Lisarvei? � M �"v« Mougolen zeigt fich die feinste Lebensart darin, >erlor l��Mrnsten Zwiegesp.äch von fich selbst in den emie- .—M»v' Oon dem r.nhoton nhevr l»t ho« AuAdeÜÄ�N befindet ä."»5 ö'isawot�o zrl r'"5" dem linderen aber in den pomphaftesten Ar „Ate fV��Z-i��eaensatz ist oft sehr ergötzlich. A.:„Wie w stacht( �% �ter Freund, der erhabene und mhmvolle Tschang?" nv J UmftSzIi�n erdälmlichec Leichnam befindet sich so aut, als � Wi nnA«»rrmrtpf mprhs»« fnnn u— A!„5�0 hihpn Des, ev, u -rf Ärb� 'Jg# ;;Ä S s bern� Cfcr"• VtlVUltzti U/ilVtH(UUII.-**•* ff*~W ywv ...■ prcchtvollen und glänzenden Palast errichtet Ä'Bötin*'!!!6. elende Lehmhütte steht in Luchau."— A.: ÄM?" rrdöne Frmllie hat inzwischen wohl eine Vermehrung ,r D.:„Nein, fie besteht nur aus fünf mißgestallenen � w..''— 91.• iRpfirtTt<»4 AÄ Afkrß rttimnfhirrp%rmi(SUst rbem p Sgja feSSSSSSSE; ?" fich Ihre anmuthtge Frau Ge- Ich danke! Es wach, daß im Stall wie auf dem Dachboden die wuffe. Nun nahm der Bauer zu seinem Hexen- seine Zuflucht. Er las mehrere Formeln ab ........._____ Und"lge Hexe schien darüber nur noch böser zu wer- dein z��uchte am Abend einen noch größeren Tumult Wenioe Taae nachher kam des Abends ssirte% I k.''•| H r\, f be„8ab sich l"ckte der Bauer mit dem Buch heraus zu'rpfli itner Laterne versehen, auf den Dachboden. % in einl�' 4$% dort lugte eine gespensterartrge Er- li, M Win? �ptßkn Mantel gehüllt, aus einer Ecke her- Stimme �"«.Hsre!" fragte der Geisterdeschwörer mit «Ii?" � Fetzt l�ußt möcht' i!" war neuerdings die kurze bs.'«.die h,???' der Bauer, die Bäuerin sammt Dirne > z.?auer da» I�e an ihnen vorbei. Aufathmend gab war wrl e"nd leuchtete die Stiege hinunter Ä.? Zraei y«» eEe � Abenddunkel seinen Augen ent- 7 tr, Nr nachher wollte der Bauer am Boden im lchfleisch„angelaufen" sei, da erbrochen und leer war. Erst wie er ganz gut bemerkt hatte, «ocker gehabt. Der Dieb dürfte ein reisender und Dezember eine statistische Aufnahme veranstaltet. Um nun hierin möglichst etwa? Ganzes zu erzielen, ist es nothwendig, daß alle hiefigen Betriebe, ob groß oder klein, aufgenommen werden. Daher richtet die unterzeichnete Kommisfion an alle hiefigen Kollegen die Bitte, uns in unserer Arbeit zu unter« stützen und dafür sorgen zu helfen, daß recht viel statistische Fragedogen genau ausgefüllt werden: besonders seien noch diejenigen Kollegen gebeten, ihre Angaben recht wahrheits- getreu zu machen, bei denen der Lohn zum Salteffen zu wenig und zum Verhungern zu viel ist. Zugleich sei hierbei bemerkt, daß Nachthelle oder Unannehmlich- keilen bei den Prinzipalen nicht entstehen können, denn das Er- gebniß der Statistik wird nicht nach Wertstuben, sondern in seiner Gesammthett veröffentlicht, und ein Mißbrauch von den gemachten Angaben ist daher vorständig ausgeschlossen. Wir hoffen nun, daß unsere Aufforderung um thätige Mithilfe bei allen Kollegen ein thatkräftiges Entgegenkommen finden wird, damit es uns gelingt, ein getreues Spiegelbild der PcoduktionS« Verhältnisse in unserem Beruf zu geben. F. A.: Die Statistik- Kommisston.— Statistische Fragebogen find zu haben und wer« den ausgefüllt: täglich im Arbeitsnachweis Rmerstr. 123. Alle Sonnabend:«tallschreiberttr. 26 bei Berger, Abends von 8—10 Uhr; Oranienplatz bei Sperling, Abends von 8— 10 Uhr; Friedrichfir. 34 bei Reichert, Abends von 8—10 Übt; Weinmeister- und Rosenthalerstraßen-Ecke bei Schröder, Abends von 8—10 Uhr, und alle Montag im Vereinslokal, Annenstraße 16, Abends 8t Uhr. Vom Streik der Gerber und Lederzurichter i« Hamburg-Altona. Wir erhallen aus Hamburg folgenden ausführlichen Bericht über den Stand der dortigen Differenzen der Gerder mit den Lederfabrikanten, welchen wir im Interesse der bethelligten Arbeiterkreise gerne unverkürzt unfern Lesern mittheilen: Eine öffentliche Versammlung der Gerber und der in der Gerderei beschäftigten Arbeiter fand am 12. November im„Frankfurter Hof" in A l t o n o statt. Nach dem Kom- misfionsbericht find von den 227 Streikenden 59 abgereist: von den Hiergebliebenen wurden 155 unterstützt, während 13 auf Unterstützung verzichtetm. Zugereist find im Laufe der vorigen Woche 6, aber nach Kenntniß der Sachlage wieder abgereist. Auch 5 auswärtige Kollegen, welche, durch die Versprechungen der Meister bewogen, hier angefangen hatten, find jetzt wieder abgereist. Nach Ermittelungen der Kommisfion find als Ersatz für die 227 Streikenden überhaupt nur 10 Fremde beschäftigt, welche aber hinfichtlich ihrer Leistungen keine Konkurrenz mit den Streikenden aushalten können. Der Kassenbestand sei ein günstiger. Die Meister hätten fich zwar geäußert, uns würde der Geld» mangel schon zum Nachgeben zwingen, fie, die Fabrikanten, könnten es dagegen bis Ostern aushallen; da« wolle aber nichts sagen; streiken die Fabrikanten mit unS bis Ostern, dann können wir mll ihnen auch bis Pfingsten streiken. Bisher hätten die auswärtigen Kollegen uns reichlich unterstützt, aber geschrieben, wenn erst Noth an dem Mann sei, dann leisteten fie das Doppelte an Unterstützung, wir dürften von unseren Forde- rungen nicht ablassen. Wie sehr fich übrigens die Fabrikanten durch den Streik selbst schädigten, beweise die Thatsache, daß die große Fabrik in Wüster, deren Konkurrenz die Hamburg- Ältonaer gewiß zu fürchten hätten, jetzt so mit Be- stellungen überhäuft sei, daß fie nur ein Viertel des Bedarfs decken kann; dagegen sei die wenige jetzt von hier gelieferte Waare von so erbärmlicher Beschaffenheit, daß die Hälfte wieder znrückläme, well ste noch nicht einmal halb fertig sei. Die Kollegen hätten keine Ursache, an dem Siege zu zweifeln; die Gesellen hielten es jedenfalls länger aus als die Fabrikanten.— Wagner weist auf den doppelten Wortbruch der Fabrikanten hin. Erst Hätten fie den Gesellen die Einführung der zehnstündigen Arbeitszeit zum 1. Oktober versprochen, aber ihr Versprechen nicht gehalten; dann hätten fie den Fremden einen Wochenverdienst von 40—45 M. versprochen, ihnen aber nur 18—20 M. pro Woche gezahlt. Bis jetzt seien nicht nur 8000 M., sondern 13 000 M. an Unterstützungen ausgezahlt worden; die Kraft der Gesellen sei aber hier- durch keineswegs erschöpft, im Gegentheil, fie ständen ge- rüsteter da als je. Man solle nur ruhig und sachlich bleiben, keinen Anlaß zu behördlichem Einschreiten bieten, dann würde auch der Sieg nicht ausbleiben. Um das Errungene festzuhalten, einen stärkeren Damm gegen die Ueberhebung der Meister als bisher zu bilden, sollte jeder in den Verein eintreten und jeder Wandernde ein Agitator für den Verein sein. Wenn wir unterliegen, dann müssen sämmtliche Kollegen in Deutschland darunter leiden, darum ständen diese auch geschlossen hinter uns, denn ste wüßten, daß unsere Niederlage eine Vernichtung der Organisation durch die Meister bedeute.— Busse aus Berlin erhätt nun da? Wort und erklärt, er srt als Geschäftsmann hier anwesend, habe fich eingehend über den Stand des Streiks informirt und könne behaupten, daß nach seiner Meinung der Kampf jetzt schon zu Gunsten der Gesellen ent- schieden sei. Er begreife die Hartnäckigkeit der Fabrikanten nicht. Die Forderungen der Gesellen seien so bescheiden, daß fie nur der verweigern könne, der den Gerdern da« Recht abspräche, überhaupt ein Wort über Lohn und Arbeitszeit mitzusprechen. Wer aber einen solchen Standpuntt einnehme, beweise nur, daß er tzandwerksbursche gewesen sein, welcher schon einmal dort über- ist dem Kosse« angebor«». Mll nachfolgender Anekdote will die„Nowoje Wremja" die Verwal- tungsgmndsätze und Eisendahnverhältnisse Rußlands charalleri- firen: Ein Russe, so erzähll fie, verwattete eine große Eisen- bahn im Fnnetn des Reiches. Ein Amerikaner wollte die Remonte der Bahn übernehmen, aber das gelang ihm auf keine Weise. Der Russe war eigenfinnig und lehnte alle Vorschläge des Amerikaners konsequent ad. Dieser bezog schließlich ein Landhaus dicht neben demjenigen des Russen. Beide sahen nun einander sehr oft und unterhielten fich ganz gcmuthlich, aber die Angelegenheit des Amerikaners wurde dadurch um nichts gefördert. An einem heißen Sommertage erscheint der Amerikaner plötzlich mit einem riefigen Schirm beim Russen. „Was für ein Schreckinstrument haben Sie da? Deck soll wohl gegen die Sonne schützen?" fragte der Russe.„Gegen die Sonne? Nein, aber gegen Regen," entgegnete der Amerikaner. „Wie, gegen Regen? Es ist doch am ganzen Himmel keine Wolke zu sehen!„Trotzdem aiebt's beute Regen, und zwar einen Platzregen, und wenn Sie's wissen wollen, so sage ich Ihnen, daß es nach einer halben Stunde regnen wird."„Wie ist das möglich? Sie scherzen!"„Durchaus nicht; ich versickere Sie, daß es nach einer halben Stunde regnen wird. Wollen Sie wetten?"„Gut, aber um was? Um einen Rubel?"„Das lohnt fich nicht; aber um 100 000 Rudel. Fch wette 100 000 R., daß es um eine halbe Stunde regnet." Der Russe begriff die Geschichte und war einverstanden. Natürlich regnete es nicht; der Amerikaner bezahlte die verlorene Wette pünktlich und erhielt die gewünschte Remonte. Gin König ohne Papier». Die französische Fremden- Verordnung, welche vorschreibt, daß jeder Ausländer fich mit seinem Geburtsschein und Passe verseben bei der Polizeibehörde anmelde, bringt manchen in schwere Verlegenheit, auch den ehe- maligen Kömg von Neapel. Franz»., welcher seit langem in- mitten des lauten Paris still und unbemertt lebte. Dieter ent- , krönte Herrscher kann der Verordnung nicht nachkommen, denn er besitzt weder einen Geburtsschein, noch einen Paß, und er lann diese Papiere auch nicht bekommen, denn er mußte fie von der Ualtenischen Regierung verlangen, und das kann er nicht tbun. ohne dieselbe thalsäcklich anzuerkennen. Es bleibt ihm also nichts übrig, als die Anmeldung zu unterlassen und die Ausweisung zu gewärtigen, wenn die französtichen Behörden nicht geneigt sein sollten, gegen einen König ohne Papiere Stach- ficht zu üben.M um hundert Jahre in der Kultur zurückgeblieben sei. Er sei übrigens geradezu überrascht von der Einmuthigkeit der hiefigen Gesellen, trotzdem seine Erwartungen kochgespannt gewesen wäret». Die Verfickerung wolle er aber den Kollegen hier geben, daß fi« auf die größte Opferwilligkeit der Berliner rechnen könnten: für 10 000 Mark sagen diese unter allen Umständen gut. Er glaube zwar nicht, daß der Streik noch länger dauern könne, das hätte ihm sein Verkehr mit den hiefigen Fabrikanten ge- zeigt; bei der Schundwaare, welche jetzt geliefert würde, büßten fie die Konkurrenzfähigkeit ein; fie hätten die Tausende, welefte ihnen der Streik kostete, lieber den Ardeitern geben sollen, als ihre vorsündfluthliche Anschauung von ihrer Autorttät da- mit durchführen zu wollen; wenn aber der Streik wider Erwarten doch länger dauern sollte, so könnten die Kellegen fest auf die Berliner rechnen. Redner bringt ein Hoch auf die Hamburger Kollegen aus und wünscht ihnen baldigen Sieg. Gottschalk kritifirt das Verhallen der Fabri- kanten in abfälliger Weise und dankt den Berlinem namens der Streikenden für ihre thatträftige Unterstützung, worauf von Mäckelmann, Wagner, Graf und anderen noch einige Streik» kuriosa zum besten gegeben wurden. So wird z. B. mitgetheilt, daß die beiden Hamburger Meister, welche auf die Gesellenfuehe gegangen waren, in einem süddeutschen Orte schleunigst das Weite suchen mußten, well fich die dortigen Meister ihre Ge» sellen nicht fortbolen lassen wollten; daß wegen eines elnzio-n Gesellen, der übrigens wieder abgereist ist, weil er 25 pC'. Aklordgeld weniger erhielt, als schriftlich vereinbart, drei Briefe, ein Telegramm und eine Geldsendung von einer Firma abge» schickt wurden u. s. w. Mit der Aufforderung, fest zur Fabne »u hatten, schloß der Vorfitzende die sehr gut desuchte Ver- sammlung._ gmittf zmd Vereinigung der deutsche« Maler, Lackircr. An- streicher und verw. Berufsgenossen, Filiale Berlin L Vereins- veriommlung vom 13. November. Die Eröffnung erfolgt um 9i Uhr durch den ersten Bevollmächtigten Rebbin. Der 1. Punkt der Tagesordnung war: Abrechnung vom letzten Kränzchen. Dieselbe ergab, daß ein Defizit von 9,20 M. entstanden war. 2. Puntt: Wahl eines Fachschulkommissions-Mit- aliedes; hierzu wurde Kollege Blunk gewählt. 3. Punkt: Die Löhne der Malergehilfen Berlins nach Angabe de« statistischen Bureaus. Zu diesem Punkte erhielt zuerst das Wort Kollege Hohlwegler. Derselbe führte aus, daß er die Durchschnittszahlen, die in der städtischen Statistik verzeichnet find, viel zu koch finde. Da dieselbe von den Jnnungsmeistern und der Orts- krankenkasse aufgestellt sei, so könne man fich den Zweck derselben leicht vorstellen. Dieselbe bezwecke nur, die Lage der Arbeiter in den Augen des Publikums so glänzend wie möglich hinzustellen. Da er die Stattstik der Stadt Berlin bei fich habe, so wolle er die Löhne der Malergehilfen einmal vorlesen. Stach Angade der Jnnunos» meister verdienen die Malergehilfen Berlin« 20. 24 bis 36 M., durchschnttttich 22,85 M, mitbin haben fie ein Jahreseinkommen von 1188 M. 20 Pf.: für Uederstunden bezahlen diese Herren 50 bis 75 Pf., für Nachtstunden und Sonntagsardett 75 Pf. bis 1,60 M. Anstreicker beschäftigen diese Herren nicht, die» selben rechnen ste als Tagelöhner, und diese verdienen 12, 1360 bis 18 M. Nun frage er die anwesenden Kollegen, wer von Ihnen in einem Jahre schon 1188 M. 20 Pf. bei einem In- nungsmeister verdient babe, und wer von einem solchen Herrn schon 1,50 M. für eine Nachtstunde erkalten habe? Ei sei fieher- lich unter den anwesenden Kollegen Keiner, der das Eine oder das Andere behaupten könne, bekanntermaßen seien es gerade die Jnnungsmeister, welche den schlechtesten Lohn zahlen. Sie find auch gerade diejenigen, welche die meisten Anstreicher be» schäftigen, was diese Herren aber öffentlich nicht anerkennen wollen. Es existiren in Berlin Jnnungsmeister, die buchstäblich mehr Anstreicher als Malergehilfen beschästigen. Die Ortskrankenkasse firire die Löbne schon etwas richtiger. Nach deren Angabe verdiene ein Gehilfe 18,20 und 24 M. durchschnittlich 20 M., Anstteicher und Ardeitsleute 12, 13,50—18 M. Auch das sei noch zu hoch gegriffen; nach seiner Rechnung verdiene ein Mittelgehilfe 960 M. im Jahre, das Jahr gerechnet zu 42 Wochen, davon 00 als Sommer und 12 als Winterwochen, die Sommerwoche zu 24 M. und die Winterwoche zu 20 M. gerechnet, mtthtn einen Durchschnittslohn von 18,46 M. Es sei derjenige aber noch glücklich, der blas 10 Wochen zu feiern brauche. Daß die Angaben der Jnnungsmeister nicht der Wahrheit gemäß seien, gehe auch schon daraus bervor, daß die Unsallkaffe den Durchschnittslohn nur auf 900 M, festgesetzt habe. Dann befürwortet Redner noch, daß statistische Frage- bogen verthellt würden und hofft, daß fich mehr Kollegen an der Statistik betheiligen, wie im vorigen Jahre. Hierauf erhält Kollege Schweizer das Wort. Derselbe erklärt die städtische Statistik als ein demagogisches Kunststück. Die Angaben der Meister seien weiter nichts als eine ganz schamlose Spiegel- fechterei, um das Publikum gegen die Gehllfen aufzuhetzen. Die Angaben des Kollegen Hohlwegler seien noch viel zu hoch gegriffen. Im Winter bezahlt m die Mehrzahl der Meister nicht mehr wie 12— 13 M Es sei denMeistern auch gar nicht zu verdenken, da sich im Winter Gehllfen zu jedem Preis anböten. Diejenigen Kollegen, welche noch einigermaßen auf einen anständigen Lohn hielten, würden dadurch eben auch gezwungen, mit dem vorlied zu nehmen, was ihnen die Meister böten. Wenn wieder Frage» hogcn zur Ausarbeitung einer Statistik vertheilt würden, wäre es Pflicht eines jeden Kollegen, dieselben der Wahrheit gemäß auszufüllen und fich nicht zu scheuen, seinen Verdienst genau anzugeben, möge er noch so gering sein. Denn nur durch die Ardetter könne eine Statistik der Wahrheit gemäß aufgestellt werden. Dieselbe sei auch die beste Waffe, wenn eine Gewert- schaft in eine Lohnbewegung eintreten wolle. Eine Lohr» bewegung für Berlin hält Redner für verfrüht, da im nächsten Jahre die Magdeburger Kollegen streiken wollen, um einen Ostündigen Arbeitstag zu erringen. In Streikangelegenheiten sollten fich die Deuischen an den amerikanischen Ardeitem rtn Beispiel nehmen, dieselben benützten, wenn fie einen Streik w Szene setzen wollen, in erster Linie die Presse, um das Publikum für die Streikenden ,u gewinnen. Set dies erst geschehen, so könne man den Streik schon beinahe als gewonnen erllären. Dasselbe mußten die deutschen Ardeiter auch thun, wenn ste in ihren Lohnkämpfen Sieger bleiben wollen. In dem- selben Sinne sprachen noch Link und Trempa; ersterer deleuchtete noch die Lohnverhältnisse in ver» schiedenen größeren Werkstätten, und letzterer defür- wortet, daß zuerst in kleineren Städten begonnen werden müsse mit der Aufbesserung der Lohn- und Ardeilsaerhällnisse. wenn in Berlin etwas dauerndes geschaffen werden solle. Hohl- wegler ergänzt seine Ausführungen und beleuchtet noch die Lohn- und ArbettSveihältniffe in einigen anderen Gewerben. Der erste Bevollmächtigte, Kollege Reddin, erklärt hierauf, daß dieser Punkt nur zum Zweck einer gegenseitigen Aussprache auf die Tagesordnung gesetzt worden sei, und werde derselbe in nächster Zeit wieder einmal zur Besprechung gelangen. An eine Lohnbewegung sei jetzt noch nicht zu denken. 4. Puntt: Ver» schiedenes. Hierzu entspinnen fich längere Debatten über Her» dergswesen, Reiseunterstützung und Fachschule, besonders über die Fachschule. Reddin theilte mit, daß es leicht möglich sein würde, daß wir die Beleuchtung des Fachschullokales selbst be» zahlen müßten und nicht wie ftüher dieselbe unentgelllich hätten. Daraufhin fragte Schweizer, wie das denn möglich sei, da doch die Malerinnung ihre Fachschule unentgeltlich hätte, und daß dieselbe 1000 M. von der Stadt noch extra dekomme. Es wurde beschlossen, erst einmal die Antwort der Schuldeputation abzuwarten, und bekommen wir einen adschlä- gigen Bescheid, eine Interpellation an das Stadtverordneten» kollegium einzureichen. Damit schloß die Versammlung. Theater. Sonata � den 18. November. ##«*##*#*. Die Quitzow's. Montag: Tannhäuser. £tz«u-s»i»tha«s. Geschloffen. all«e»-eh«at»r. Madame Bonioard her: Der dritte Kopf. Montag: Dieselbe Vorstellung. T»sa»»-Th«»t«». Die große Glocke. Montag: freund Fritz. A«atsch«« Theate». Die beiden Leonvren. Montag: König Richard der Dritte, - WUH-lmstädtifch»»«heute*. Pariser L-den. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wikwetn-Thea»«* Die Reise in die Pyre» naen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Nek»»»»-«d»ate*. Papa Gustave. Montag: Dieselbe Vorstellung. DetteaUianre-Eheate*. Der Rattenfänger von Hameln. Montag: Dieselbe Vorstellung. MoUe»«heate». Moria Stuart. Vtontag: Dieselbe Vorstellung. »S»i»ftSdttsch»»«h—t*». Die schwarje Dame. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schmetterlinge. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ad»ls Vrnft-Ghrate*. Die drei Grazien. Montag: Dieselbe Vorstellung. U«*it«t. SpezialttäteN'Vor stellung. »«heate*. Spezialitäten> Vor Ueichvhall»»: Spezialitäten- Vorstellung._ Berliner Theater. Sonntag, den 18. November: Zlriet Acosta. s- kr-Kais»"' Koste-' enprris«' so prompt ßl Kommunale». —..***„ der Magistratvsttzung am Freitag. Das »SMiatskollegium macht« dm Ansang mit den Beratbunpen '«»-ilaletats für das Verwaltungsjahr 1. April 1889/90. ..8~?nr� zunächst zur Feststellung der Etat für die 'Endstücke innerhalb der Stadt. Derselbe wurde «Wl-Hme auf 877 530 M. und in Ausgabe auf 105 058 M. so daß sich ein Ueberschutz von 272472 M. ergiebt, � laufende Elatsjahr ein um 41 997 M. geringerer Dieser geringere Ueberschuß ist gröhtenthells der «veticn Bestimmung der seitens der Stadlgemeinde erwor- , A u mmühlmgrundsiücke zuzuschreiben. Der Etat für Endlichen Grundstücke und der Mieths« stucke außerhalb der Stadt, sowie den �tsteindruch in Rüdersdorf schließt ad in Ein- «cnÄ 182 520 M., und zwar für die erstcren Grundstücke M.. für die Kalkderge in Rüdersdorf mit KriJS? Ausaadcn bez'ffern fich auf 98 060, so daß sich u evnschuß'on 84 440 M. eraiebt. gegen das.< aufende Etats- ts>il�? Betrag von 47 168 M. geringer. Dieses Minus -fann 81,8 dem Beschlüsse der Gemeindebehörden, die Ad- % die Gemeinde Treptow zu zahlende Rente von jähr- E-�ll durch eine am 1. April f. I. zu zahlende ein- 5)%; �uwme in 20 achem Betrage dieser Rente mit 30 000 in ßZMikn.- Der Etat„Berechtigungen" ist stk mit 96 250 M. und in Ausgabe mit 20 552 M, ■ x./ldem Ucderschuß von 75 708 M. festgestkllt worden. Oflft»n der Hundesteuer schließt in Einnahme mit ' und in Ausgabe mit 3600 M., also mit einem , z?M von 336 400 M., d. h. gegen das laufende Etatsjahr UA/% 5R. ab.-Das........... I )••• OH*| hof*- -.........__ �oliznvrästdium halte dem ein Verzeichniß von mehr als 40 Gegenständen ein- �.welche vermittelst Umhertragens und Umherfahrens i z�ium Verkauf gelangen, um daraus die Ungcmesien- Ausdehnung und die Rothwendigkeit der Beschränkung j Pudels darzuthun. Die Klagen über die Ausdehnung Kandels serm sehr zahlreich und nicht nur von den .■�.einzelner Gewerbe erhoben worden. Mit Rücksicht darauf, >-la denden gesetzlichen Zvir>> der städtischen Schuldeputation gehabt £®tfii* nt' baß auch die Humanistische Gemeinde mit ?%>_ w Um Uph-rlnffiinft nrt« �rhiilrÄiiiti.n akirdläaia best. n und dem Gemeindevorstand tn oer ANge- i jfml" t u>urde, ist zu entnehmen, daß die Anregung er von dem Unterrichtsministcr ausgegangen ist, l st;,»»BwnsleHwt der freireltgiö.en Gemeinde Entschä- Unterricht erkäit, obwohl er keinen Unterrichts- i W«2.befitze. Wegen Wiedergcwäbrung von Schul« Jw a,'""fiehn Jahre hindurch zugestanden wurden, hat :»wnndevorftand an den Magistrat gewendet und will >z,t. uvch eine Petition an die Stadtverordneten- Ver- oMtkiins�. Der Schrittenwechsel hat nach einem Organ J»«en folgenden Wortlaut: % b. I. erhielt der Religionilehrer der Frei« ."Neinde»u«erlin folgendes Schreiben. Sonntagsplauderei. nennt man Obrigkeit? Beim Militär ist ine« 9>vter d,e Ohren schlagt; ,m Ätvureven �mtniffe noch nicht ganz so schneidig geregelt. S beding, erkennt den Schutzmann als Obrig- stv-tel? r»>�Iick Nachtwächter dagegen macht der Zechbruder, ! yg'Pf. Ät k bhch(„ Überhaupt erst nach dem sechszehnten Schoppen. 7 IV« TT KäI.----!----V- A*. usirtj en, 3f0' J'Jel;7!onU haben wir an Obrigkeit gerade keinen Isen- i�'una 5 ueben der Bezahlung eine anständige � Nun wohl, wir sind ganz damit einver- B wir tzj.~n wir auch im Schweiße unseres Angesichts, ., �uern entrichten, wie es einein ehrbaren �h�ukommt, so find unsere Gefühle der Person des �erem �tzvntiber doch durcvauS loyale; selbst wenn er ' wst if.�ortet"onnaie den letzten Nickel entführt, so >r si-ß''"cht— jeder muß ihun, was seine« Amte« lt hat. �".unterthan der Obrigkeit, welche Gewalt ist 8lten aller Welten lebten. • im ein eigenartiges Ding mit der der Hz,,;" deutschen Baterlande. Nicht überall Schutzmann als Repräsentant der öffent- S».. w jenem Ländchen, wo unsere blaue b->k 9t. unk v_ ßchsentcpf daS Landes- ..... t Mecklenburg, da kann W-T W Ji)«tk."D'v'4 v"lliyen, die in der That als„feudal" Wey_ btn verdient. Unsere Leser wissen ja, waS unsere Landsmännin, Fräulein Bertha &»*'* r�L fensht yrtrs Berlin, den 16. August 1388. Nach hiesigen Zeitungsnachrichten erthcllen Sie Unterricht an schulpfl cktige Kinder der freireligiösen Gemeinde, obgleich Sie keinen Unterrichts-Erlaudnißschein befitzen. Im Auftrage des Herrn Minister der geistlichen p. p. An- gelegenheilen fordern wir Sie auf, uns umgehend mitzutheilen, ob, an wen, zu welcher Zeit und in welchen Unterrichtsfächern Sie Untenicht erthcilkn, siwie, od Sie für den Unterricht Schulgeld erheben oder dafür anderweittge Entschädigung(Ge- hast jc.) beziehen und eventuell von wem die Entschädigung ge- zahlt wird. Städtische Schuldeputation. Schreiner. Nr. 2258. S. D. IL 88. Die Beantwortung übernahm der Vorstand. Sie lautete: Berlin, den 22. August 1888. Ihr Schreiben an den Religionslehrer ist von diesem der freireligiösen Gemeinde überwiesen worden, und da dasselbe ja wesentlich die Gemeinde angeht, so erlauben wir uns, es zu de antworten. Unsere Gemeinde besteht bereits seit 1845 und hat während dieser Zeit von verschiedenen Mitgliedern, wie Rodert Brauner, katholischem Kaplan, Hermann Jacobson, Dr. jur. und Stadtrath, A. T. Wislicenus, evangelischem Prediger, G. S. Schäfer, Lehrer, F. Huber, Dr. phii. und Schriftsteller, die Kinder durch Religionsunterricht für die Jugendaufnahme vordereitm lassen, ohne daß es eines Unterrichtserlaudnißscheins bedurfte; unseres Wissens haben auch die Prediger u. s. w. der jüdischen oder christlichen Kirchen und Sekten zur Vorbereitung der Kinder für die Konfirmation, Firmelung u. s. w. einen solchen Schein nicht nöthig. Ergebenst Der Vorstand der freireligiösen Gemeinde zu Berlin. Otto Friederics, erster Vorsitzender. Am 27. Oktober Abends bekam der Vorstand durch de- sonderen Boten folgendes Schreiben: Berlin, den 27. Oktober 1888. I. Nr. 2464 S. D. III. Die dem Vorstande der freireligiösen Gemeinde seiner Zeit crtbe.lte E.laubniß zur Benutzung von Gemeinveschul-Räum- lichkeiten ziehen wir hierdurch mit dem ausdrücklichen Bemerken zurück, da? die Benutzung spätestens am Mittwoch, den 31. d. M., aufhören muß. Städtische Schuldeputation. Ja Vertretung: Bertram. Der Vorstand schrieb darauf: Mit sebr großem Befnmden haben wir von dem gestrigen Schreiben Kenntniß genommen. Da es uns schwer gelingen wird, in so kurzer Zeit für ur gefähr 200 Religionsschüler geeignete Räume zu finden, so bitten wir, bis auf weiteres noch die Benutzung der Schulräume zu gestatten. Sollten die Räume aber anderweitig benutzt werden, so rrsuchcn wir. uns andere geeignete Schvlräume zur Verfügung zu stellen. Berlin. d:n 28. Ottoder 1888. Ergebenst der Vorstand der Fr. Gem. Außerdem hatten zwei Vorstandsmitglieder eine Unter- redung mit dem Vorsitzenden der Schuldeputation. Wurde auch der Beschluß durch diese Unterreduna nicht rückgängig gemacht, so erfuhren doch die Vorstandsmitalieder, daß auch die Huma- nisttsche Gemeinde mit ihrem Gesuch um Ueberlaffung von Schulräumen abschlägig deschieden war. Der schriftliche Bescheid an den Vorstand der Freircl. Gemeinde lautete: Bettln, den 29. Oktober 1883. Auf die Eingabe von 28. d. M. erwidern wir Jbnen, daß es bei unserer Verfügung vom 27. d. M. betreffend Kündigung der Räumlichkeiten in der 7. Gemeindeschule sein Bewenden de- halten muß. Städtische Schul- Deputation. Schreiner. (Wie wir in der„Vossischcn Zeitung" lesen, ist die Ange- l-zenheit des Herrn Kur.ert in der Stadtverordneten-Versamm- lung bereiis erwähnt worden. Es heißt dort:„Stadtv. Kunert knüpft an seine zustimmenden Bemerkungen den Ausdruck „höchster Uedenaschung", daß der Magistrat, welcher soeben erst von einer Miision„mit Rahm und Glanz bedeckt" und mit einem„eigenartigen Glorienschein" versehen, beimgekehrt sei, fich so sehr beeilt habe, 200 Kinder, zu deren Religionsunterricht bisher Kiasser.räume»ur Verfügung gestellt waren, aus dies.n Schulräumen hinauszuwerfen. Das sei inhuman und rcattior är. Ferner sollte eine Interpellation beir. dieses Punves in der Stadtoerordneten-Versammlung eingebracht werden. Dieselbe Rother ist, nachdem sie alles nur Denkbare yewefen ist, nunmehr endlich wirkliche, richtige, standeshcrrliche Ritter- gutSdesitzerin mit alle» Titeln und Rechten einer solchen ge- worden. Nicht daß wir neidisch wären— im Gegentheil, wir freuen uns, daß gerade in Mecklenburg ein solches Talent zur richtigen Geltung kommen konnte, und daß e» endlich einmal Einer von den vielen Tausenden, die Pro- fessoren und Börsenrittcrn so lange zu Modellen und an- dcrcm Spielzeug dienen, bis sie ruhmlos hinter einem Zaun verkommen, gelungen ist, etwas Tüchtiges in unserer bürger- lichen Welt zu werden. Rittergutsbesitzer zu werden, est heut zu Tage nicht ganz leicht; die Rittergüter liegen mcht auf der Straße, und es ist viel männliche Schlauhert er- forderlich, ganz mühe- und kostenlos ein solches zu er- ober». Und nun ist dieser vielgerühmten jungen Dame ein größerer Landkomplex in den Schooß gefallen, nur weil sie das Glück gehabt hat endlich einmal nnen jungen Mann kennen zu lernen, der LrebeSbeweise mit Ritter- gütern bezahlt. ES ist durch diese Thatsache glänzend de- wiesen, daß die Tugend auch auf dieser Welt immer noch ihren Lohn findet, und daß man, selbst wen» man einem K'2 C Ä'Ä? r« WÄ" ÄS a'= Ä Mecklenburgs, sobald sie eS nur will! E« kann dem mecklenburgischen Tagelöhner im Grunde genommen »» fand jedoch nicht die erforderlichen fünf Unterschriften, sonder nur die Nomen Tutzouer, Gnadt, Kunert. Anm. d. Red.) Der Vorstanv hat sich nun an den Magistrat gewendet, und wird, wenn hier auch ohne Erfolg, fich dann an die Stadt« verordneten wenden. Nachdem der Vorstand dem Magistrat die Schreiben vom 27., 28. und 29. Oktober mitgtthe-lt hat, fährt er fort: Wir ersuchen nun den Wohll. Magistrat, für die schul« Pflichtigen Kinder der Freireligiösen Gemeinde wieder die Be- Nutzung der Schulräume zu gestatten, damit hier wie seit fünf- zehn Jahrm auch ferner der freireligiöse Religions unterricht ertheilt werden kann. Sollte wider Erwarten eine Ablehnung unseres Gesuchs erfolgen, so bitten wir, uns die Gründe anzu- geben, welche den WohlL Magistrat und die städtische Schul« deputatton zu dieser Ablehnung veranlaßt haben. Schließlich erlauben wir uns noch zu bemerken, daß uns seiner Zeit nicht die städtische Schuldeputation, sondern die Kommunaldehörden die Genehmigung zur Benutzung der Schulräume gegeben haben; wir find daher der Anficht, daß nur die beiden Kommunaldehörden, nicht aber die Schul-De« putatlon allein, durch übereinstimmenden Beschluß die Ge« nebmigung zurückziehen konnten. Es heißt nämlich tn dem be« treffenden Schreiben an den Vorstand der freireligiösen Re» meinde: Nr 763 S. D Berlin, den 11. Februar 1874. Wir benachrichtigen den Vorstand hierdurch, daß die Kom» munalbebörden genehmigt baden, unter Vorbcbalt jederzeitigen Widerrufs, daß die freireligiöse Gemeinde Sonnabends von 2—4 Uhr Nachmittags zwei aneinanderstoßende Klaffenzimmer der 16. Gemetndeschule und Mittwochs um dieselbe Zeit die Aula der 7. Gemeindeschule zur Ertheilung von Religions« Unterricht denutzt, und zwar gegen Zahlung der üblichen Ent« schädizung für Reinigung, Heizung und Erleuchtung der Räum« lichkeiten u. s. w. Die städtische Schuldcputation. Wenn wir es auch dankend anerkennen, daß uns die Be- hörven 15 Jahre die Benutzung der Schulrä-me gestattet haben, so sehen wir doch in dieser plötzlichen Entziehung um so mehr eine Hätte, als über das Verhalten unserer Kinder bei Be- Nutzung der Räume nie seitens der Behörde Klage ge« führt worden ist, und weil anderen Vereinigungen diese Vergünstigung nicht entzogen worden ist. Wir erinnern an die Benutzung der Schulräume seitens der Kirchen« gemeinden, der vielen Turnvereine, der Humdoldakademie u. s. w. Daß die städtischen Behörden der Gemeinde in den ersten Jahren ihres Bestehens mehrere tausend Tbaler Zuschuß gcwähn haben, daß später aber jede nachgesuchte Beihilfe abgc- lehnt wurde, während die chrisUichen Gemeinden im Laufe die.r Zeit Millionen bekommen, sei nur kurz erwähnt. In der Hoffnung, daß die Verfügung bald aufgehoben wird. zeichnet Berlin, 3. November 1888. Hochachtungsvoll Der Vorstand. Otto Fttcdettci, erster Vorfitzender. Einstweilen wurden die Kinder in zwei Sälen, Komman« dantenstr. 79 und Rosenthalerftt. 39(neben dcm Versammlungs« hause) unterrichtet, und zwar nicht mehr von 2—4, sondern von 2i—4i Uhr Mittwochs und Sonnabends. Der Religionsm terttcht des Mittwochs wird jetzt jedoch Rosenthalerftr. 49 im Gattensaal gegeben.(Der Wirth von 39 fürchtete durch uns anderweitige Schädigung.) von Her»« Richard Acntfche! aus Köpenick erhaitcn wir folgendes Schretvcn: Erst heut erhalte ich genaue Kenntniß von dem Bericht über die am Sonntag, den 28. Oktober er., Vormittags, im Scheer'schen Lokale stattgehabte Versammlung, und bin erstaunt, in demselben zu lesen, in welcher Art und Weise ich dattn angegriffen werde. Es ist bei der Interpellation in der Versammlung einmal gar nicht meine Abficht gewesen, für die frcifinnlge Pattei Stimmen zu fangen, was auch schon aus meinen Worten hervorging, wenn dieselben richtig wieder geged n wären; ich habe nur um einige Aufttä- rungen gebeten aus der Rede des Herrn Werner, worin mir verschiedene Gegensätze nicht ganz verftändlrch waren; in der Hauptsache habe ich mich auch nur zum Wort gemelvet, um die Sozialdemokraten von Köpenick und Umgegend zu fragen, ob Sie auch fernerhin in der Methode fortfahren wollten, die liberalen und konservativen Versammlungen zu stören, oder mehr gewaltsam durch ihre Manipulationen zu verhindern, wie es in letzter thatsächlich zweimal geschehen ist. Darauf habe ich natürlich keine Antwott erhalten.— Was nun den Vorfall am Abend im„Kaiserhos" anbelangt, so wäre ich wittlich neugiettg, den Herrn kennen zu sich die Manieren mecklenburgischer HochtorieS anzueignen — was man unter dem Zeichen des Doppeladlers gekonnt hat, muß im Zeichen de« OchscnkopfeS kinderleicht sein. Hat man erst einige Uebung im Näseln, so erlernt sich da« Champagnettrinken ziemlich schnell, und fehlen ihr vor- läusig noch die praktische« Kenntnisse in der Land- wirthschaft, so wird eS hoffentlich nicht allzulange dauern, bis ihr die Klagen über die Nothlage dieser Branche unsere» WirthschaftSleben« geläufig sind. Vielmehr gehört heut zu Tage nicht dazu, um ein Ackerbauer im großen Stile sein zu können, als daß man brav den Mund aufthut, und fort- während versichert, daß man nur unter Mühe und Ent- behrung sich die nothwendige« G-osche» zum Ankauf der unentbehrlichen Austern abdarben kann. Na, und wenn die mecklenburgischen Einaeborenen nicht mit der jungen Dame vettehren wollen, so dürfte sie wegen passenden Umganges schwerlich in Verlegenheit sein, sie bringt die jungen Leute mit nach ihrem Stammsitz, in deren Umgang sie in Berlin sich so wohl gefühlt hat- es ist eben vollständig Sache des Geschmack«, mit wem man umgeht, und schließ« lrch sind serdene Mützen und bunte Hal«tücher eine ebenso kleidsame Tracht wie weiße Westen und glänzende Zylinder. 0 m 3m Uebttgen ist e« erfreulich, daß frische-, fröhliche« Berliner Blut unter die alten Perrückenstöcke Mecklenburg« kommt Bertha Rother wird Leben in die Bude bringen, sie w,rd vielleicht eine« Tage« sogar noch hoffähig werden und wwn e« möglich ist, eme Tugendrose erhalten. Mancher mecklenburgische Baron oder Graf, der heute Entsetze« heuchelt über die neue Standesgenossin, würde vielleicht herzlich gern ein kleine« tete-ä-tete unter vier Augen mit ihr haben—— wer kann wissen, wie viel alte Bekannte Fräulein Rother überhaupt unter den mccklenburgischcn Gutsbesitzern findet, wenn sie einmal Rundschau unter de« Wollonkeln hält.--- Innen, welcher solche Behavptunacn aufstellte, von denen mir gar nichts bewußt ist; ich habe mich an jenem Abend im Beisein anderer Herren mit einem lonservatio gesinnten Herrn politisch unterhalten und diesem gegenüber noch extra hervorgehoben, wie ordnungsmäßig die heut Vormittag abgehaltene sozialistische Ver« sammlung verlaufen ist, sonst aber drehte sich das Gespräch wenig um den sozialistischen Standpunkt; es isi also in keinem Falle wahr, daß ich vre Worte:„Gemeiner Pöbel", in irgend einer Verbindung auch nur ausgisprochen habe, geschweige denn, den noch weit größeren Unsinn,„daß die deutschfreistnnige Partei die Sozialdemokratie vernichten wird". Ganz unerhört ist es semer. daß ich von einem Arbeiter wegen dieser Aeußerungm zur Rede gestellt sein soll, worauf ich es vorzog, lieber spurlos zu verschwinden. Fräulek« Wabnih hat sich an die.,Kre«ttrtt«ng", die über sie und ihren Verein im Gegensatz zu den„reinen Sozia- listinnen". Frl. Jagert und Frau Ihrer, in ihrer bekannten Weise sich geäußert hatte, mit einem Schreiben gewandt, das wir zur Kenntnißnahme ihrer Bestrebungen hier advrucken wollen:„In Betreff des ersten Artikels unter„Deutschland" in der Nr. 461 Ihrer geschätzten Zeitung ersuche ich Sie höfl-ckst um Aufnahme folgender Berichtigung: Zuerst betont der Verein zur Unter- stützung aus dem Kranlenhause entlaffener Frauen und Mädchen. in seinem Statut ausdrücklich Ausschließung von Politik und Religion. Die sozialdemokratische Partei hat sich bis jetzt in jeder Versamlung durchaus feindlich gezeigt, man legte es so�ar darauf an, den Verein nicht zu Stande iar lommen zu lassen und die Versammlungen zu sprengen ----**'■■ dW Weiter hat Herr Hofprediger Stöcker weder direkt noch indirekt uns unterstüvt oder überhaupt etwas von sich hören laffen. Dann ist es unrichtig in dem Bericht, zu behaupten, Frl. Wadnitz berufe sozialdemokratische Versammlungen, an denen gegen die Be- stimmungen des Gesetzes Frauen theilnehmen. Das dürste F:l. Wabnitz doch wohl schwer werden! Es find zwei öffent- ltche Fiauerversammlungen einberufen, an denen Männer als Gäste tbellnehmen durften, zur Gründung des Vereins; die dritte Versammlung war, da der Verein öffentlich in der zweiten konstituirt war, eine öffentliche Vereinsoersammlung. Auch ist es falsch, daß Herr Dr. Hubcr die christliche Barm- Herzigkeit verspott.t hat; das Wesen der Bestelmönche und die Lehre des Buvdha, welche verlangte, daß jeder Mensch sich in seinem 30. Jahre von der Welt zurückzieben sollte, das stellte der Redner in Frage, aber ohne Spott. Wir haben den Herrn Dottor vorher ausdrücklich gebeten, in seinem Vortrage die Politik und Religion nicht zu berühren, und da er von dem Wesen der alten und mittelalterliche Krankenpflege sprach, durste er auch wohl die Mönche, welche dieselbe ausübten, erwähnen.— Dieben« hei hat die Behö.de durchaus nicht anstandslos unsere Satzungen genehmigt, sonvem unsere Eingabe und Eir scnduna der tta- tuten überhaupt nicht beantwortet. Ich bitte um Verzeihung, verehrter Herr, daß ich Ihre Zeit so lange in Anspruch nehme, wir find in manchen, besonders gesetzlichen Dingen sehr uner» fahren und würden für jeden Rath und für jede Unterstützung von ganzem Herzen dankbar sein." Durch die Aufstellung eine« Uebungsapparates zum Ke äub»« der Kchlachtttziere im Zentral Viehhofe zu Berlin hat die Schlachlhausver raltung einen bedeutsamen Schritt auf dem Gebiete des rationellen Thierschutzes gethan, indem dadu ck das bisherige Verfahren, den im Schlagen un» geübten Schlächterlehrlingen ledende Thiere als Uebungsobjeste dienen zu laffm, beseitigt worden ist. Jetzt müffen die Berliner Schlächterlehrlinge das Schlagen dezw. Betäuben der Thiere am vorgedachten Uebungsapparat erleinen. Es ist dies ein vom Stadtv. Henz lonstmirter, in der Berliner Maschinenfabrik „Cyclop(Mehlis& Behrens) angefertigter Apparat, an welchem sich die jungen Leute im Schlagen üben, bis sie ganz sicher und zuverlässig einen Knopf mit der Kraft zu treffen vermögen, die nötbig ist, um ein starkes Rind auf einen Schlag bewußt- und empfindungslos zu machen. Erst wenn sie die nöthige Kraft und Treffsicherheit an diesem Apparat bewiesen, werden sie zum Schlagen der Thiere zugelassen. Der Apparat besteht aus zwei ineinander steckenden gußeisernen Zylindern, welche durch zwei kiästige Spiralfedern der Längsoxe nach auseinander gedrückt werden. Schlägt man auf den Knopf des Apparates, so wer« den die Spiralfedern zusammengedrückt, die beiden Zulinder in- einander geschoben und ein Zeiger giedt an einem Gradbogen an, mit welcdt r Kraft auf den Kopf geschlagen wurde. Der Apparat hängt in einem kräftigen Holzgestell und ist um seine Axe drehbar, um den Knopf höher oder niedriger zu stellen, je nachdem man das Betäuben von Großvieh oder Kleinvieh üben will. Zum Schlagen wird bei diesem Apparat im Berliner Zentral Viehhofe ein schmiedeeiserner Schlägel benutzt, welcher bei einer Länge von 17 cm an beiden Seiten eine mnde, etwas gewölbte Schlagfläche von öj cm Durchmesser hat. Wer schon jemals die Schlagübungen an lebenden Thieren mst angesehen hal, der wird den Werth des U- dungsappa-ates nach dieser Richtung bin recht zu würdigen wissen und wünschen, daß das gegebene Beispiel ver Berliner Schlachthausverwaltung überall Nachahmung finden möge. zleder«tuen schW«re« U«glLck»fall, welcher sich am Freitag Abend im königlichen Schauspielhause zu» getragen hat. wird uns berichtet. Als die bei dem Bühnen- Neubau beschäftigten Ardeiter unter Leitung des Zwesten Maurerpoliers die Räume des Schauspielhauses am Sonnabend in der Feühe detraten, fanden sie zwischen Mauersteinen und einem Kalkiasten den mit geronnenem Blut dedeckten erstm Polier Hohn, welcher am verflossenen Abend der letzte im Theater gewesen, bewußllos und nur schwache Lebenszeichen von sich gebend, am Fuße einer nach dem Schnürboden führenden Treppe liegend vor. Wie sich herausstellte, haste tz. besonders schwere Kopfverletzungen durch den Sturz auf die Steine davon- getragen. Sofort schvffte man eine Droschke herbei und über- führte den Schwerverletzten, der außerdem von der Nachtkälte völlig erstant war, nach dem Katholischen Krankenhause. Nach Aussage der Maurer hatte H. die Obliegenhest, nach beendeter Arbeit die gesammten Räumlichkeiten abzurevidiren und war somst stets der Letzte, welcher das Schauspielhaus ver- ließ. Es ist danach nur anzunehmen, daß H. am Freitag Abend, sich auf seine Lokallenntniß verlaffend, den Gashahn absperrte, bevor er die Treppe«reichte und nun im Dunkel dieselbe ver- fehtte und in die Tiefe stürzte. Wie wir soeben auf Grund eingehend« Recherchen im Katholischen Krankenhause erfahren, hat H. neben sonstigen schweren Verletzungen einen Schädel- bruch«litten, und zweifeln die Acrzte an seinem Wiederauf- kommen. H. sollte in allernächster Zeit das Fest sein« silbernen Hochzest begehen; er ist Vater von zwei Töchtern im Alter von 17 und 19 Jahren. Die Famil e defand sich in größter Unruhe üb« das Ausbleiben des Vaters und begab sich in der Fiühe sofort nach dem Schauspielhause, woselbst ihnen die Schreckens- dotschast wurde, daß H, die ganze Nacht daselbst hilflos zuge- bracht. H. ist aus nn« Höhe von 8 Metern herabgestürzt. Gin nicht geringer Achade« ist durch den Maunein- stürz auf dem Giundjlück d« My-rdeerstr. 15 entstanden und wird diese Angelegenheit wahischnnlich erst durch einen Prozeß deendet wnden. Wie es sich herausstellt, wird die Kstchbois- mauer der St. Marien-Gemeinde in der Länge von ca. 60 bis 80 Fuß, soweit dieselbe eingestürzt ist od« im Bauwerl nach- gegeoen hat, gänzlich wieder neu aufgeführt wnden müffen. Gegenwärtig ist man noch mst den Abräumungsardeiten der kolossalen hnadgestürzten Steinmossen beschäftigt, dnen Last mehrere Tausend Zentn« destägt, und ist man dabei, die klaffenden Risse in d« Kirchhossmau« durch Bretterverschläge zu beseitig, n und durch lange Balken abzusteifen. Uebrigens mag hindei erwähnt wnden, daß die gleichfalls an den doch- gelegenen Knchhof anstoßenden Häuser dn Meyerbeer- straße Nr. 16, 17, 18 durch riesige, etwa 50 Fuß hohe Mauerwände gestützt werden mußten. Der durch den Mauneinsturz verursachte Schaden beträgt ca. 12030 M, wobei es wahrscheinlich zur Klage zwischen dem G.meindekirchenrath von St. Marien und dem Besitzer des fraglichen Hauses, Maurer- meist« Reichert, kommen wird. Gin schn»«««« zlnglLcksfall trug sich am Freitag Vor- mittag auf dem Gütndahnhof d« Lebrtn Bahn zu. Dortseldst hatte d« HauSdi-nn Herrmann Ritt« mittelst Handwagens mehrere schwere Kisten abzuholen und wollte, nachdem er das kleine Gefährt ziemlich hoch deladen, wenden, hierbei schlug das« selbe jedoch um und eine der herabfallenden schweren Kisten traf den R. so heftig gegen das rechte Schienbein, daß dasselbe z«- schmettert wuide. Auf Anordnung eines sofort h«beigcrufenen Arztes wurde R. nach dem Krankenhause Moabst gebracht.��tz Per de« Kerlin««« von feinem Anftret«« im Konkordia-Theater bekannt gewordene amerikanische Drahlsell- künstln Caicedo hat nach ein« Drahtmeldung des„Bnliner Tagebl." am Donnerstag Abend in Wien im Etablissement Ronach« einen Selbstmordvnsuch untemommen. Er stürzte sich mitten in seiner Produltion im dicht besetzten Hause in ausgespiochener selbstmörderisch« Abficht vom hohen Drahtseil hinab. Der Lebensmüde soll hierbei sehr schwne Verletzungen davongetragen haben. Ehelich« Zwist wird als Beweggrund d« verzwetfetten That bezeichnet. Polizeibericht. Am 15. d. Ms. Vormittags wurde der Arbeiter Kirste in ver Beschlaghalle des Pferde. Eisenbabn-Dkpots Ackerstr. 3-4 von einem Pf«de derartig in den Rücken ge- schlagen, daß« mit dem Kopfe gegen eine scharfe Mauerkrone fiel und bedeutende Vnletzungm«lstt. Er wurde nach der Köntgl. Klinik gebracht.— In der Nacht zum 16. d. M. verstarb der Vorbeit« Quast auf dem Laanplatze hinter dem Hause Wllsnackerstt. 5, anscheinend infolge eines Sturzes von der nach dem Heuboden über dem Pferdestall führenden Treppe. Die Leiche wurde nach dem Leichenschauhause gebracht.— Am 16. d. M. Morgens fiel eine Frau im Seitenflügel des Hauses Fruchtstc. 52 die Kellertreppe hinab und brach den rechten Unter- arm.— An dt mselden Tage Nachmittags zog sich ein Ingenieur, als er mit d« Bahn abreisen wollte, in der Vorhalle des An- halt« Bahnhofes durch einen Fehltritt einen Bruch des rechten Knöchelgelenkes zu, so daß ex seine Reise aufgeben und nach dem Elisadeth-Krankenhause gebracht w«den mußte.— Abends wurde im Flur des Hauses Mtltelstt. 44 die Leiche eines etwa einen Monat allen Knaben aufgefunden und nach dem Leichen- schauhause gebracht.— Um dieselbe Zeit entstanden an drei ver- schieden«! Orten kleinere Brände, welche von der Feuerwehr gelöscht wurden. NerguSgvugs-Chronik. Projektirte» Nepertoir der königliche« Kchau» foiel« vom 18. bis 26. Novemd«. Im Opernhause. Sonntag, den 18.: Die Quitzows(Herr Mitterwurzer» Herr Matlowski als Gäste): Montag, den 19.: Tannhäuser (Herr N i e m a n n); Dienstag, dm 20.: Die Quitzows(Herr Mitterwurzer, Herr Matlowski als Gäste); Mittwoch, den 21.: Don Juan(F l. W e i tz als Gast): Donners« tag, den 22.: Die Zauderflöle(Frl. Herzog als Gast); Freitag, den 23.: Die Quitzows(Herr Mitterwurzer als Gast)! Sonntag, den 25.: Die Königin von Sada; Montag, dm 26.: Narziß(Herr Mitterwurz« als Gast).— Im Schauspielhause. Keine Vorstellungen. Woche«- Nepertoir de« Kerllner Theater». Sonntag, dm 18. Novemd«: Uttel Acosta(Anfang 7 Uhr); Montag, den 19.: Die Gischwister, Die Verfuchcrin, Jugendliebe(Anfang 74 Ubr); Dimstag, dm 20.: Der Prodcpfeil (Anfang 7 Uhr); Mittwoch, dm 21.: Demetrius(Anfang 7 Uhr); Donnerstag, den 22.: Die Geschwister, Die Verfu-berin, Jugendliebe(Anfang 74 Uhr); Freitag, den 23.: Uttel Acosta (Anfang 7 Uhr): Sonnabend, den 24., zum 1. Male: Eva, von Richard Voß(Anfang 7 Uhr). Gerichts-Ieitung. * Da«„ewig Weibliche" übt seinen Einfluß auf dem Lande nicht minder wie in den Städten aus und es datff wohl mit Recht behauptet werdm, daß sich die Mehrzahl d« blutigen Schlägernm in den Dörf«n auf Ursachm zurück'ühren läßt, welche mit dem genannten Einfluß im engen Zusammenhange stehen. Eine Bestätigung für diese Auffassung lieferte eine Mefferaffäre, welche gestern die Strafkammer des Landgerichts U beschäftigte. Als Angeklagter«schien der Knecht Emil Hanne aus Berneuchen, unter der Beschuldigung, den Knecht August Pfeiffer mit'einem Messer schwer verletzt zu haben. Der letzt«e saß am Abend des 28. August mll mehr«m Kollegen und einigen Mädchen auf einer Bank vor dem Hause des Bau«n Schmiedicke, wo sich Männlttn und Wttblttn mit all«hand groben und fttnen Späßen die Zeit ocrtriedm. Als die Neckereien im bestm Schwünge waren, kam Hanne hinzu, um sich als recht« Störm- ftted zu zeigen. Die Tändeleien der dort fiftenden Knechte mit dm Dorfschönen ärgnten ihn sehr und die Eifersucht ttted ihn zu Ungezogenheiten, welche von den momentan devorzuaten Kon- kurrenten sthr übel aufgenommen wurden. Schließlich sprang d« Knecht Gallhorn auf und stieß dm Zudringlichen mit d« Bcmer- kung vor die Brust.« möge nunmehr schlmniast onschwinden. Da Hanne keine Mime machte, dem„zarten" Winke zu folgen, »«suchte der Km cht Pi-iff-r mit seinen Fäusten d« Auf- forderung etwas Nachdruck»u geben. Nun zog Hanne sein Meff« und versetzte seinem Gegner damit einen Stich in den Ann, daß das Blut aus d« tiefen Wunde in einem dicken Strahl niederttlselte. Der Getroffene blieb infolge der Be« schädigung längne Zeit arbeitsunfähig und bat sein« Aussage nach fortdauernd an den Folgen des Stiches zu leiden.— Hanne besttttt die That nicht, will sie aber nur in der Noth. wehr begangen haben, während vier Zeuren dahingehend aus« sagten, daß zur Notdwebr keine Veranlassung vorhanden war, weil dem angeblich Bedrängten weiter nichts geschehen sei, als daß man ihn einige Male geschubst habe.— Da der Angeklagte noch nicht ganz achtzehn Jabre alt ist, htett der Staais- anwalt 2 Monate Gefängniß für eine entsprechende Sühne und d« Gerichtshof«kannte auch auf diese Strafe. Gin« Anklage»rgr» Keamtenbestechnng wurde gestern vor der zwcitm Strafkamm« des Landgerichts 1 gegm den Handelsmann Hugo Fengler verhandelt. An einem Juni- tage hatte Fmgl« eine Reise nach Kreuz zu unternehmen. Er löste ein Btllet viert« Klaffe. Als d« Schaffe.« die Billets durchlochte, konnte Fengler das seine nicht finden und nach langem v«geblichm Suchen gelangte« zu der Uederzeugung, daß« es verloren baden müffe. Er wählte ein verkehrtes Mittel, um mit möglichst geringem Schaven davonzulommen, er drückte dem Schaffnn achtzig Pfennige in die Hand, und bat, ibn dafür bis Krmz mllzunrhmen. Der Schaffner«stattete ie und Fengler kam vom Regen in die Traufe,«, ab« Anzeige___» mußte nicht nur den Fahrpreis nachzahlen, sond«n zog sich auch noch obige Anllage zu. Der Staatsanwalt wollte ihn mit 30 M. bestraft wissen, der G«ichtshof hielt indessen eine Geldstrafe von 20 M. für eine ausreichende Sübne. * Kür ei« gestohlene» Hemd wurden d« Maschstau Johanne Homprsch aus Köpmick nicht wmigcr als 3 Monate Gefängniß von der Slraflamm« des Landgnichts 11 zudiktirt. Die Genannte hatte einige M.nate bei einer Fwu Reinicke im Dimst gestanden und während dies« Zell a ch deren Wäsche g«ollt. Als fie einige Zell später ihre eigene Wäsche im Freien ttocknete, demerste Frau Reinicke daruntn ein Hemd, welches ihr sehr bekannt vorkam. Eine Frau hat schatte Augen, na. menttrch wenn es sich um das eigene Hemd handelt und deshalb en'deckle auch Frau Reinicke bald, daß das desagte Wäschestück vor längerer Zttt einen norhwendigen Therl ihr« eigenen Bekleidung gebildet hatte, obgleich die üblichen Anfangsbuchstaben aus de« Wl Lettin est Z �äsammiu »Äfach entstrnt waren. Sie stellte naturlich die Hompisch zur und diese erklärte ihr. daß fie das Hemd wissentlich ni# r.ommen habe; es möge wohl irttdümlich bttm Rollen)* ihre eigene Wäsche gelangt sein. Sie habe übrigens vo» Tochter einige H.mden geschenkt erha ten, in denen(3" Buchstaben eingestickt waren, und da fie wed« lesen noch. könne bade fie die ttngestickt.n Zeichen entfernt, um der ein gleiches Ansehen zu geben. Auf das bezügliche Verl«« «klätte Frau Hompisch sich berttt, das Hemd wieder zeW zu laffen und daffclbe d« Eigenthümettn alsdann hlnnikW was auch geschehen ist. Dennoch glaubte Frau Reinicke v Frau anzeigen und(o die Hen dgeschichte vor daS% Mbhabur dringen zu müssen. Die Angeklagte machte auch an** Muners Stelle geltend, daß die Sache nur einem Jrrthum beim''fluna an zuzuschreiben sei, was die Zeugin Reinicke jedoch nicht#5% Gebs wollte, weil fie jedesmal beim Rollen geholfen habe.— 1*1% Aersm Angeklagte schon zweimal mit ein« geringen Strafe Wwflung Diebstahls belegt wurde, lautete der staatsanwaMiche W vom auf 4 Monate Gefängniß und der G«ichtshof erachtett' nurn eing, oben vermerkte Strafe für angemeffen. M war z Wi« ein Gefangener auf recht gelungene Att(nW'«fiesordni gelangte gestern zur Kennlniß der dtttten StrafkainnM' Witteriren Landgerichts I. Der Gefangenentransporteur Schallenbelg%n der P am 17. Mai den in Vlöeensee eine Strafe verbüßmdenjej' �usdrücklu Büttner nach dem Kriminalgebäude zu führen, well c#»�chssertig als Z.uge v«nommen werden sollte. Stach Bcendigunt �dringen I Verhörs sollte der Rücktransport angetreten werden, Buttitt � etivas be indessen seinen Begleiter so inständig, zur Erledi, ung? häuslichen Angelegenheit erst nach seiner, in t« Stttninttss belegenen Wohnung fahren zu Witten, daß der Ttarsw entgegen seiner Pflicht nachgab u d ihn in«nn Drosltsij° Klaffe nach der steinmetzstraße begleitete. Hier hielt Ar sich etwa eine Stunde btt sttn« Frau auf, währen« Transporteur sich wohl auß« Gebörsweite hielt, ad« nicht aus den Augen ließ Als d« die Rückkehr nach Piöyensee drang, wußte % AUtens hßf ihn zu bereden, den Umweg durch den TM» m � klh zu machen, da er nothwendig noch einen in den 3% �"A?lu diensteten Kellner sprechen müsse. Es wurde dieselbe _______________ ,..,.10% benutzt, welche Büttn« hatte warten lassen. Im TfljJ» zog der letztere sttn Portemonnaie, erhob sich von stti� und verhandelte mit dem Kutsch«, wie der fitzen(!«& Trant potteur annahm, um den Foh-prtts, denn nach% Unterredung erhielt der Kutscher Geld. D« erwähnte�,„ wurde nicht gefunden und nun drang der Transpon� Mrr ur aller Energie darauf, dab die Rückfahrt nach Piötzerj* t �uthlich, treten werde. An der Thurmstraße angelangt, etil»"* Kutscher, daß er einen Augenblick bei sttnem Freuntt-, Restaurateur Wienecke, anhalten müffe, und vet geben*"Tf Widerrede des Transpotteurs, d« Kutscher hielt Kneipe, sprang hinunter und ging hinein. D« war ihm ebenso schnell gefolgt" und nun«lie« Ttansportcur nichts and«es übrig, als edenfallt, zugehen. Es wurde in all« Eile ein getrunken, d« Kutsch« hatte sttn Glas mit etf% Schnelligkeit geleert und ging vor den anderen bttden,.?» und schwang sich auf den Bock. Büttn« faßte Idee, daß der Kutscher noch eine Zigarre haben mufK'# sich vom Wtithe geben ließ. Büttner gab dem sititi�zi Zigarre und stellte stch auf das Ttttlbrett d« Droschst mittelst seiner brennenden Zigarre Feuer geben zu tönj� S- ..chV" Tansporteur stand unmittelbar hinter ihm, darauf Büttn« vom Tritt des Wagens steigen sollte. MkrW der Kutsch« auf sttn Pferd ein, daS davonjagte, Bütll�Gj m Anklagezustand versetzt. Da er fich" die Rümmer ver �. nicht gemerkt hatte, so find alle Versuche, des zweifellos mit dem Gefangenen unter ein« Haft zu w«den, vergebens gewesen. D« gest.ize fiel übrigens der Vertagung, da ein Hauptzeuge schienen war. afe*» MIM fmint»ud Merfl Eine Uerfammlnng für Frauen«nd der Dagesoidnung:„Zwecke und Ziele des Sanitais die Arbeit« Berlins", fand am Dienstag, den 13 d.% 8 Uhr. Gerichtsstr. 10 bei Sommerfeld unter Votfitz Feist statt. D« Referent Herr Koopmann legte in ß rrag die Zwecke und Ziele des Vereins klar. Zweck' sei, demjenigen Ardeir« und derjenigen Arbtttettn, st ien tzilfskaffe angehören, zu der Unt«stützung, W# aus Wesen in baarem G.lde beziehen, für geringes»L' Erkrankungsfalle freie ärzttrcheJÖehandlung, sowie%% Mäßigung bei Entnahme von mit welchen der Verein einen V«ttäg aogeicywnen, Wie segensreich der Verttn schon gewirtt, führte R™.« Medizin aus denjenigen vW n�orfi V«trag abgeschlossen, � �??lber chon gewirtt, führte � Beispiele wie durch Angade der Uednficht der Vereins an. Leider sei diesem im Jahre 1885 du volle Arbeiter gegründeten Verttn noch lange nöthige Würdigung geschenkt. Daß nur verfolgt werden, wiche jeder Arbeitet müffe, würde ein jedes Mitglied des-, weisen lönnen, welches We Wohtthaten vo- empfangen. An der Hand der Statuten der irrigen Anficht entgegen, daß die ärztliche Behandlß-l � m einseitig gehandhadt würde, wie bei den früheren 10 beutigen Ortslrankenkaffen. Bei dem Sanrtäts verein ,.�1 i-,�>rriz». Arzt, welch« ein Mitglied behand.tt, für jeden«. bezahlt, während bei den Octslrankenkafien die Aeri, jfi nrt/tnfiimfiimtnp rth.tpfimTtzpn mnrhpn �IliW' Bell Pauset quantumsumme abgefunden würden. Auch treffend, daß die Aerzte des V«ttns die At-ffotd Mitgliedes zum Hausbesuch abschlagen dürsten, stl«!# zttt müßten und wnden dieselben, wenn fie geru scheinen; wo dies nicht der Fall, habe fich vas fchwerde führend an den Vorstaad zu wenden. jeder, ttt Abhilfe schaffen. Bis jetzt seien deren seit Bestellen des Vereins noch nicht eingelaufen noch v rschiedene Punkte üb« das Vnhatten»« v* über Beuraz und Unterstützung an. Jedem Fam' �, Hautvorstand sei es dringend zu empfehlen, st« Familie diesem Vereine durch Mttgliedschast anzusw Ziele habe fich d.r V«ein gesteckt: Immer mehr �j» die Arbeiter Betlins zu btingm, daß ein schweren....... M» durch ein K Roth zu schützen. Jedes V«ctnsmttglied fej°e V«ein neue Mitglieder zuzuführen, nicht oOOO, WUIU, tili«VUBCO vsyuuot UIUI/UI-X het J ,1 der Fam lie sei vorfallen Dingen verpfllchteh 00, ,en, at ich l_ gel istet werden können. In je'vn Weise\0�"jtt � Mal so viel Mitglieder muß d« V«etn haben-- nicht nur freie ärzlliche Behandlung, sondern« � gy '(ort vo«, � Medizin und eine daare Unterstützung, wie gel istet werden lönnen. In jed« Weise rmee srfi sämmtüchen Arbeitern und Arbeiterinnen.�,� fit', J> Diskusfion betheiligten fich H«r Weise, Feist u �., Uflb fütarfien im crinnp h<»«-si und sprachen im Sinne des Referenten. Zuw. zstU � Referent jedem d« Anwesenden ans W& S»? V«ttn b;t seinen Ardeitsgenoffen sowie Fr« qh und immer mehr Mitglied« zu werden- tltät der Arbeit«, welche zielbewußt'gfie ßVl lebe gute Sache, welche für die Allgemttnher Hie ,zp zelnen von Nutzen sei. einzutreten, und ronin anwesendfind, fich dies« No'hwenvlgkeit bewub eit« Berlins zu diingen, daß ru' ßlaee. M � Stunden die Widerstanvsfähiglttr nichts lP%% »ÄÄ nf g de« lisch zur itlich nW ollen z« ,en8 von% ncn ebmfl M �wjn eWag Eispnehlicheg erzielen. Es wurde noch mitgetheilt, der Verein außer dem Voistand noch 14 Vertrauensmänner in verschiedenen Stadivierteln wohnen und jeder- M Mglieder aufnehmen» sowie Beiträge in Empfang nehmen, lede Auskunft über die geschäftliche Leitung des Vereins -V-U MkN. Herr Weise macht noch bekannt, daß er in kürzester . noch ImM»«ne Versammlung zur Förderung des Vereins nach dem " Moabit einberufen wird, und bittet, dieses so viel che Verlauf möglich zu verbreiten. Darauf schloß der Vorfitzende die lebet zewf'«swtmiuna um 11 Uhr. hinwortW##* Köpenick wird uns geschrieben: Man begegnet jetzt eimcke du» A'ach bei Anficht, daß urter der Aera Henfurth eine gerechlere das M» NAabung des Ausnahmegesetzes stattfinde, als zu Zeiten uch an d» Mtkamerz. Da ist es denn sehr wohl am Platze, diese Auf« n beim IM» i'tluna an einigen Thatsachen zu prüfen. Wie wohl noch in nicht zw»% Gedächtniß, wurde bereits vor einigen Wochen hierorts »be.-- t-s"2 Versammlung, in welcher Herr Schippe! über die Alters- Sbeft y Mergung rcferiren sollte, einfach auf Grund des§ 9 des Ge- ilütche.w" i||eg Dom 21. Oktober 1878 verboten. Eine an das Ministe- 3*' ~»»<- v v x w i w w»»»v e*«» M eingereichte Beschwerde wurde abschlägig beschieden.— f.ww"-| a-7»"mweiajee. §•*'»« zum 17 d. M. eine zweite Versammlung mit gleicher Art enlwg �agesordnung einberufen, in welcher Herr Kaufmann Auerbach caskammer n n> refersten beabfichtigte. Dem Einderufer ging nun ein Schrei- Allenberg � der Polizeioerwaltung zu, in welchem die Versammlung ßenden�«ausdnicklich verboten würbe", da„durch Thatsachen die Annahme well vm r�fertigt ist, daß dieselbe zur Förderung soziaidemokratlscherBe- cendiarwS I Hungen destimmt ist." Da Niemandem hier von derlei Thatsachen bekannt ist, so ist selbstverständlich wiederum Beschwerde °,im,oie{eg Verbot eingereicht worden. Sollte durch dieselbe Mne Aufhebung des Verbots erreicht werden, so ist koch «r-Meng neues Material dafür erbracht, daß unter dem jetzigen r&'ine der Puitkamersche Faden ruhig weiter gesponnen wird, >n anderer Nummer. b.» fis'ireligiöl'r Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, fc s?' M.. Vormsttags 10 Uhr, Vortrag des Herrn Dr. w>r, a�itr über„Das Schöne in Natur und Kunst." Damen d. als Gäste willkommen.— Am Montag, den 19. intl �dends 8% Uhr findet ebendaselbst eine deschließende "'�mlung der Mitglieder statt. ».'�»»Uiche Versammlung der Modelltischler Ker- nnd Umgegend am Sonnlag, den 18. November, Vor- n, Bült"-. lediiung� St.iw»k«2 r Trans*! DcossdleA c hielt B* währen» s& Tv den 3% 'iesclb-V 3m ThW oon scro� fitzen gy in nach% rwähntc� iranspvjjffl PibtzZKÄ lt. nW Freund-. S'ml aurf0:.iOUhr,«aeritiasr («./' �«ffend Alters» und Jnvalidenversorgung der Arbeiter. l«cnt mlrb in der Versammlung bekannt gemacht. »nr Mahrnng der Intereste« der Kchnh- und verw. Berutsgenossen. Sonntag, den 18. Novvr. �«hliches Beisammensein. Lmdenstraße 106. Einsetzer(Tischler). Außerordentliche Ii>?M°k!sammluna Sonntag, ten 18. d. M., Vormittags �uhr, Friedrichstr. 44. Tages-Ordnung: 1. Vorstands- zrgeno a , Ackerstr aße 144. Tagesordnung: Gesetzent» Sommerfest. -kästen.— Mi 3. Verschiedene stgliedsbuch legi« nach der Versamm- Antrag. 2. Abrechnung vom Vereinsangelegenheiten. 4. Fragekasten. timirt. Neue Mitglieder werden vor und lung aufgenommen. Lachverein der Tischler. Montag, dm 19. November, Abends 8% Uhr, in Jordan's Salon, Neue Grünstraßc 28: Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: I.Wahl eims Ersatzmannes des Vorstandes. 2. Beschlußfassung über ein Flugblatt. 3. Antrag des Herrn Bruns auf Krankenunter- stützung für Vereinsmitalieder. 4 Vereinsangelegmhesten und Fragekastm.— Neue Mitglieder werden aufgenommen. Heute, Sonnabend, findet im oben genannten Lokal ein Tanz- kränzchen statt. Fachvrrri« der Knchbinder und oerm Kerns»- genossen. Montag, den 19. November, Abends 3; Uhr, Äer- etnsversammlung im Louisenstävtischen Klubhaus, Annenstraße Nr. 16, l. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Benkendoiff über: Der Kampf ums Dasein in der Natur. 2. Verschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste will» kommen. Uereinignng der Drechsler Deutschlands, Orts» verwallung Berlin III für den Nord- und Ostbezirk Berlins. Versammlung am Montag, den 19. November, Abends 8V Uhr, in Säger's Lokal, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Die Generalversammlung der Vereinigung der Drechsler Deutsch» lands am 27. bis 30. Dezember d. F. in Magdeburg. 2. Die Austheilung der Fragedogm zur Lohnstatistik. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden die Ge» werkskollegm zu recht zahlreichem Erscheinm eingeladm. Nationale kaufm. Kranken- und Ktertzekass«. E. H. 71.) Bureau: Blummstr. 4 5. Sprechstunde 1—2. Itgliederversammlung Montag, den 19. November c.» Abends 8$ Uhr, im Restaurant O. Rölltna, Neue Friedrichstr. Nr. 44. Tagesordnung: 1. Vortrag unseres Kassenarztes Herrn Dr. Grun- walv über Volkskranlheiten, mit besonderer Berückfichtigung der Cholera. 2. Kassenangelegcnheiten. 3. Verschiedenes. Des intereffanten Vortrages wegen wird auf zahlreiches Erscheinen gerechnet. Gäste find willlommm. Dersammlnng de» Derbande» deutsche» Zimmer- leute, Lokalverdand Berlin Nord und Umgegend. Montag, den 19. d. M., Abends 8� Uhr, in Köllners Restaurant, Alte Hochstr. 32». Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Verschiedenes. 3. Fragelasten... Zimmerleute Kerlin« und Umgegend. Der Arbeits- Nachweis veranstaltet am Dienstag, den 1. Januar 1889, Vormittags 11 Uhr, in Kaufmann's Variöts am Alexande: platz eine große Matinee, Konzert. Vorstellung und Auftteten sämmtlicher Spezialitäten. Wir laden sämmtliche Zimmerleute. Freunde und Gönner freundlichst ein. Blllets(vorher 30 Pf.) find zu haben bei P. Kirschke, Arndtstr. 25; Ortland, Steglitzerstr. 79, Sl H. 1 Tr.; Stehr, Wilsnockerfir. 26, H. r- 4 Tr.; Hilgenfeld, Acker straße 133, 3. H 2 Tr.; A. Vietz, Ruppinerstr. 13, v. 4 Tr.; Oweitzsch, Eisendahnstr. 20.; Petereit, Laufitzerstr. 51, tz. p.; Gefrois, Gitschinerstr. 54, v. 4 Tr.; ferner bei allen anderen Vorstandsmitgliedern und im Arbeitsnachweis, Beuthstr. 10. Freunde und Gönner, welche den Absatz der Billets vermitteln b-lfen wollen, bitten wir, fich an H. Jäckel, Schönhauser Allee Nr. 177b, 2. Hof, zu wenden. Achtung! Das von Mitgliedern der Zentral» kranken- und Begrädnißkasse für Frauen und Mädchen(E. H. Nr. 26 in Offenbach) zum 24. November in der Kommandantenstr. 57(Ressource) arrangirte Tanzkränrchen darf der Todtenfeier wegen nicht stattfinden. Die für Billets gezahlten Bettäge werden berettwilligst zurückgezahlt. Telegraphische Depesche«-. (Wolff's Telegraphm-Bureau.) Hannover, Sonnabend 17. November. Amtliches Wahlresultat der Reichstagsersatzwahl im 5. Wahlkreise des Wqhlde« zirks Hannover: Im Ganzen wurden abgegeben 11 457 Stimmen. davon erhielt von Arnswaldt» Böhme, Gutsdefitzer(Welke) 5547 Stimmen, Sattler, Staatsarchivar in Berlin(natl.) 4245 St. und Droop, Bielefeld(dfr.) 1647 St. Es findet mithin eine Stichwahl statt. Hamburg, Sonnabend, 17. November. Der Postdampfer „Bavaria" der Hamdurg-Amerikanischen Packetfahrt Ättiengesell- schaft ist, von Hamburg kommend, gestern in St. Thomas ein- etroffen und der Postdampfer„Wuotan" derselben Gesellschaft at, von Westivdien kommend, heute Lizard pqjfirt. Ulme«, Sonnabend, 17. November. Prozeß gegen Numa Gilly. Es wird eine Denkschrift Gilly's verlesen, welche zahl- reiche verdächtige Geschäfte anführt, bezüglich deren Zeugen vernommen werden sollen. Der Generalprokurator fordert Gilly auf, fich streng an die verlesenen Thatsachen zu ballen. Die Begründung anderer Beweise dürfe fich nur auf dos öffentliche, nicht aber auf das Privatleben der betreffenden Personen beziehen. Peyron. Gilly's Advokat, giedt vor, beweis n zu können, daß die Eisenbahnkompagnien die Abgeordmten förmlich besoldeten und zu diesem Zwecke 14 Millionen Franks bmgegebrn härten. Der Prästdent fordert Peyron auf, bei d.r Sache zu bleiben. Lvudou» Sonnabend, 17. November. Der„Times" wird aus Sanfibar unter gestrigem Datum gemeldet: Der belausche Dampfer„Brabo", welcher 400 Sklaven nach dem Congo führte, wurde auf der Höhe der Küste von Sanfibar von dem britischen Kreuzer„Glisson" angehalten. Der Kreuzer führte 2 Sklaven, welche schworen, fie seien gewaltsam entführt war» den, weg, worauf der Dampfer seine Reise fottsetzen konnte. �rtskrankenkajfe der Möbeipolirer. Montag, Ken Ä6. November 1888, i �08 8% Uhr. findet im Andreas- Garten, 26, die ord-utl che General- �mmmluug der Delegirten statt. ,„ Tagesordnung: J:, Bericht des Vorstandes. 2. Ergänzungs- M des Vorstandes. 3. Wahl des Rechnungs- (Muffes. 4. Bericht innerer Prozeßsachen. Beschwerden, Anträge. � Delegirten werden ersucht, zahlreich zu er- I. Wahl Tagesordnung: .11 eniged�jW W def trat i m und % U d°n 26 Vertretern der Arbeitgeber, % Beiträge aus eigenen Mitteln leisten. Aabifc? 64 Vertretern der Kaffenmitglieder. kLMdrrechttgt find alle Mitglieder üver 21 �deiche im B>fiy der bürgerlichen Ehren- . lt"d. Die Muglieder werden gebeten, N»u erscheinen: da dieselben auf fernere tkre Rechte den neu zu wählenden Wawern der Generalversammlung anvertrauen %% daurn fehle Niemand. Das Ouittungs. / dwnt zur Legitimation.[1286 ttSS«. Ä'Ä in llerapft. %% �??utag. den 25. K-v-mber d. I., l Ubr. findet bei Jordan, N»«« 28, eine Versammlung der g-oß- it? J, tttgrteder unserer Kasse behufs Wahl iSe�tretern. am Donnerllag, den 29. ' Abends 8 Uhr, ebendaselbst eine % der Arbeitgeber, welche Beiträge Ä z? dssidete Mttglieder leisten, behufs Wahl £ Bertretern. und am Konntog, de« Mt d I.. Vorm. 10% Uhr, ebenfalls o-ftttj,"e. Generalversammlung der bisherigen ?t der Ardeitgeber und Arbeitnehmer mit ...... x r**„„ k..AI.X.W. err.. [1277 Der Dorftand Beniner Bildhauer. Gruner öirnnauor. �®ienf1n*tttllcht G'nrral Nersammlung � den 20. November, Abenvs 9 Uhr. Annenstraße 16. Bettcht �«aesordnung: £04 w,®7 ' pflf%) 3 �ns � des Vorstandes des Gau- ?«'»'»», dtt Zitmffr« k-ixfilbrittt. !;»Lieder- Versammlung tl m'z j i �■•""■yjarene. 2. Gewerkschaftliches � und Fragekasten.[1284 Der Vorstand. Kranken-Unterstütznngskund der Schneider. Dienstag, den 20. November, Abends 8% Uhr: Große Versammlung in den Arminhallen(Gartenhalle rechts), Kom- mandantenstraße 20. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heimann über:„Ansteckende Krankheiten." 2. Verschiedenes.[1262 Um zahlreichen und pünktlichen Besuch bittet Di« Lokalverwaltang. Fachverein der Putzer. Witglieder-Nersammlang am Mittwoch, den 21. November, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Kch»ss«r, Jnselstraße 10. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes über die Beantwortung des Schreidens der Gewerdedeputation, betreffend die Berliner Lohnverhältniffe: Beschlußfassung über einen abzuhaltenden Maskenball und Wahl des Vergnügungskomitees i Verschiedenes und Fragekasten.[1287 Der»orstand. I. A.: A. Daehne, Vorl., Schwedterstt. 229 11 fiianen«.Wike tij Fabrik Carl Bökenberg, en detail. 86 Friedenstraße 36. en gros Leihhaus H. Graff, Beuthstr. 5. j Zinse rmäßigung f.Gold» J'"k Vif L T fachen im Btleidungswerthe Ä/tr jF\3/f»oon 5 bis 30 Mark, welche ' innerhalb einer Woche wieder eingelöst werden. Aufbewahrung 12 Monate. — Mittheilung vor dem Verlauf.— Monatliche Abzahlung gestattet.— Humane Bedienung.[1288 llilj gestattet.— Empfehle Eleganfe Herren-An rnO g e, Rsletots sowie Mfint«! je. killtgst im Tnch» Geschäft G» letz« dt« Gemiittzttchkeit! Unserm Freunde Hugo Hahn zu seinem 20. Wiegenfeste ein donnerndes Hoch.[1301 N H. N. D- N. M. H.$- V K.« H Unserm Freunde[1302 Augu## Täterow zu seinem heutigen Geburtstag die besten Glückwünsche. I- M. F. M F- M. N- F. G. H. F. V Cigarren«. Tabake AugustSchwe: City-Dassag«[1123 Gingang Dresden«« Kratze 5%. Kt» der Miichter ß,U«@t:[107» werden von heute ab an Meister, Gesellen, Burschm die verfallenen Hosen, etwas getragen. für 3-5 Marl, Jaquetts für 4—7 Mark, auch gute Anrüge für 11-19 Marl, Winter-Paletots für 8— 19 9JI. Linienstr. 88, parterre, verkauft. Prinzenstr. m Vereinigung der Maler, Lackirer, Anstreicher u. verw. Berufsgen. Filiale Berlin W 2. Versammlung am Montag, den 19. November. Abends 8 Uhr, Kurfürstenstraße 31. Tagesordnung: 1. Vorlesung des Kollegen Schweitzer. 2. Lokalfrage. 3. 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Er hat jC* anderem die besondere Pflicht, dem zu seinem ständigen Wb» ernannten ersten Buchhalter von allen Haupt- �NNonen im Geschäfts« und Geldvettehr Kenntniß zu geben, , zugleich Verantwortlichkett der laL"«?! über den Tagesabschluß hinausgehenden Abwesenheit d�Mrdanten findet eine Uedergabe der Kasse nicht statt, der u ._ Üut®» sich von der ordnungsmäßigen Führung der Kaffen- d seiner Abwesenheit zu uberzeugen. Erstreckt Abwesenheit des Rendanten über den Tages- so bat derselbe seinem Vertreter die sämmtlichen tlThL Unt> Tresorschlüssel zu übergeben. Gleichzeitig müssen trfiv» g��'inschastlichen Verschlusse des Rendanten und des 'vn diw unterliegenden Tresorbestände nachgezählt und Jfmtt betastet» r als lichtig im Teesorbuche anerkannt werden. �äwMerer in Uebergadeverhandlung bedarf es nicht, dem hat j.doch dem ersten Kaificer ausreichende Zahlmsttel L.TH unter gemeinschaftlichem Verschluß Beider befindlichen Z�lMtande zu übergeben. Nach seiner Rückkehr hat sich von d LvJNe während s 'tu. r or. ■"'S» ?l� ' Z'wntettr iu r* ueoergaoevelyonouing oevaty r« mwv vcm indessen seitens des Vertreters von der erfolgten Äing�/.der Kasse sofott Anzeige zu erstatten. Bei Ver- au» m voraussichtlich längerer Dauer ist die Uedergabe der *8 sQJJtornd eines vollständigen Abschlusses in Gegenwart L.auck bewirken. auch äV*"?u vewrrren. U ber diese Uedergabe sowohl, * die demnächstige in gleicher Weise erfolgende irfi,n dme ist eine von dem Rendanten, dessen Vertreter, hm»., ifaer und dem Kämmerer zu vollziehende Ver- iL* Aufzunehmen und darin die Richtigkett des Kassen- � Zuerkennen. k-vükf ,10 enthalten die Bestimmungen über Kassirer, Nen äihfi0"stiö� Kaffenpersonal und Kaffendiener. Fm �Lu�dschnitt wird der Geschäftsgang der Stadthaupttvsse, " deren Kandel Gelder rot}, Bkt.,} ��en�i.�Attircn und Verpacken der� Gelder, daS Depo- i ,�tqen N. weiwuMuwuin* �»n,. t., e Einnahmen der Stadthaupttaffe und M Eff,'s,.'e Annahme der Zahlmittel, Prüfung die Einnahmereste und die Öuittungm destimmt. 'itt handelt von dm durch die Stadthauplkaffe M���Aben�ünd vo!, den in"d«i ttnzrlnen Fällen Nt di. Stenden Formalitäten. Der fünfte Abschnitt fltn». c auf m. Aufbewahrung und Revision der Kaffen- Bestände dürfen nur .de andere Aufbewah- Kasse bis zur Wieder- *71 OoV'o1�" 1,1 unstatthaft. Der Tresor hat einm Ein- sn�??enzimmer und einen Ausgang nach dem W dn Rmdant. als der nste Kassirer besitzt die lA��en�R eiern Thurm. Von den im Tresor aufbewahrten unter einfachem Verschluß des ersten Kasfirers & wnier zweifachem� Verschluß— und ÄÄfc SJfcrtCJden unter dreifachen Verschluß des Kassen-K L> und des ersten Kasfirers genommen.. "A» ein iuintN iL"• Mk W K- übrigen Kurators, tofl'Tn""d des eisten Kasfirers genommen. Fernn kftttyU Zerschluß des Rendanten und des ersten Kasstrers Paragraph unter Nr. 7 erwähnten Kaffenbestande F« H'?wngstassiler aufbewahrt. Die Wechsel gelten als V" dm Jm dreifachen Verschluß zu verwahren. WM mm NT M«"ee®efLge. Akte, Kchirme, KleiderSolfe, Kette«, golden» bern» Uhren. Sheilrahlunugekattet. Kochfeine fchmaeze Kaloa- u. abus u. Pfe..... ocke u. AnrSge. Omm> ferdebahn wird vergütet. Ute Nermalt«»» BBimliBbsnEustavSchultzB 1 5 Schuhmachermeister r Oranienstr. zur scblauken 3 Erlaube mir alle Freunde und Bekannten wie eine werthe Nachbarschaft auf mein in der Oramen-Strasse 5y S.O. seit 29 Jahren bestehendes, bestrenommirteS Schuh- und Stiefelwaaren- Geschäft (Eigene Fabrikation) aufmerksam zu machen und gestatte mir ferner zu bemerken, daß ich durch den großen Umsatz im Stande bin, meine so beliebten Herrenzugstiefel mit Doppelsohlen jetzt schon für 8,50 Mark verkaufen zu können. 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