Mr. 273 1 to Bt nur 4 Leider btuch 90 6 M. 10 000 t.( Bracht -Winter Burschen oldene -u. Gr altung eihe rk an Mtk.( f) rk an Dienstag, den 20. November 1888. 5. Jahrs. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Berliner Boltsblatt" fdcut täglich Morgens aufer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin fret h's Qaus vierteljährlich 4 Mart, monetlich 1,35 Mart, wochentlich 35. eftabonnement Mart. Einzelne Rummer 5 B. Sonntage Nummer mit dem Sonntage- Blatt" 10 Bf. ( Eingetragen in der Bestzeitungsreislifte für 1888 unter Fr. 843.) Bedaktion: Senthstraße 2. Der neueste Entwurf Insertionsgebühr beträgt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Naum 25 Bf. Arbeitsmartt 10 S. Bet größeren Aufträgen hoher Stabatt nach Uebereinkunft. Inferate werden bis Uhr Rumittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen- Bureau ohne Erhöhung des Breises, angenommen. Expedition: Jimmerstraße 44. krati M. der Alters- und Invalidenver- der Alters- und Invalidenversicherung habe feines Gleichen nicht fufung der Renten nach Oris- Bohn- Gruppen eine riesige Bers g. 34 Fal prelien ficherungs- Vorlage. Die Alters- und Invalidenversicherungs- Vorlage hat also im Bundesrath die letzte Delung erhalten, und der ber Die ,, Nordd. Allg." meint, das Vorgehen des Deutschen Reichs mit der Arbeiterversicherungsgesetzgebung und speziell in der Geschichte der Menschheit. Nun, das heißt den Mund etwas sehr voll genommen. Die Bauernbefreiung zu Ende des vorigen Jahrhunderts durch die französische Revo lution und die Beseitigung der Negersflaverei in der ameri tanischen Union zu Anfang der sechziger Jahre waren Neben haben. Wir haben der Vorlage in ihrer früheren Gesoziale Fortschritte, die sich vielleicht auch noch sehen lassen falt in eingehenden Besprechungen mehrfach unsere Auftönnen neben den 29 Pfennigen Altersrente merksamkeit geschenkt, und unsere Leser wissen, was wir an pro Tag, welche die Vorlage in ihrer neuesten Gestalt denKrönung des fozialen Gebäudes" auszusetzen hatten jenigen Arbeitern garantirt, welche 70 Jahre alt geworden sind und ihre Rente nach der 1. Ortsklasse beziehen. Ab b wie weit dieselbe unsere Zustimmung fand. Bevor aud wie nun auf eine Würdigung der neuesten Menderungen gesehen aber davon, daß das Huhn, das in Bukunft jeber th& lingeben, müssen wir zu unserem Bedauern konstatiren, daß deutsche Arbeiter im Topfe haben soll, noch etwas sehr gerade jener Punkt, welcher in Arbeiterkreisen den aller mager ist, so wissen wir, daß Hundeterttausende, ja Millionen meisten Anstoß erregt hat, nämlich das Duittungs- alias deutscher Arbeiter auf das Huhn, d. h. auf die Alters- und Arbeitsbuch, auch im neuen Entwurf keine Aenderung er Invalidenversorgung überhaupt lieber verzichten wollen, fahren hat. In einem ersichtlich offiziös inspirirten Artikel wenn diefelbe nur mit Quittungs- resp. Arbeitsbuch als ber Norbd. Allg. 3tg." in der Freitagsnummer voriger Beigabe zu haben ist. Boche, wird darauf Bezug genommen, daß aus betheis ten Rreisen" sofort nach Bekanntwerden der früheren Entwürfe praktische Vorschläge der verschiedensten Art für nothmendige Abänderungen gemacht worden seien, und daß das D. 12-36 Studen elue f ter fram mit gering Webefehl Felten bill eppid Tel- Teppi M. he nimit, 103 7 bi cher franc efore str. 158 nienbri ahme en! Palebo r. iderhall er zu aditen ligten " tigung der zu Tage getretenen Meinungen" die neuen twürfe aufgestellt haben. batte im Reichsamt des Innern wie auch dem BundesRun, wenn das wirklich der Fall gewesen wäre, dann rath nicht unbekannt bleiben bleiben können, daß die am Fort mit dem Duittungsbuch! das wird nach wie vor das Feldgeschrei der Arbeiter sein. Und so lange dem selben nicht Folge gegeben wird, so lange wird die Vorlage von der erdrückenden Mehrzahl der Arbeiter und zwar die ,, königstreuen Arbeiter" Breslaus mit eingeschlossen nicht als eine Wohlthat, sondern als ein neues Mittel zur Bevormundung bekämpft werden. Was nun die neuerlichen Aenderungen betrifft, so tommen als einschneidend nur die Abstufungen in der hente in Betracht. Der Sieg des Partikula ismus in Bezug auf den Reichskommissar ist von unserem Standpunkt aus sehr wir, dürften die Meinungen sehr weit auseinander gehen. 3unächst steht Eins schon fest und das ist, daß die Abmehrung der Rechnerei und damit eine Vergrößerung des Verwaltungsapparats bedingt. Schon jetzt wurde berechnet, daß der für die Versicherungsanstalten nothwendige Verwaltungsapparat Millionen verschlingen wird, die ausschließlich von ben Arbeitern und den Arbeitgebern aufzubringen find, denn das Reich trägt ja zu den Verwaltungskosten nichts bei. Kommt nun aber zu der Abstufung der Renten und der Beiträge und zu den Verrechnungen der einzelnen Territorialgenossenschaften unter einander auch noch die der fünf Ortslohngruppen, dann giebt es einen rechnerischen Rattenkönig zu dessen Lösung und Bewältigung es allerdings des ganzen Vorraths von Militäranwärtern bedürfen wird. Insofern dürfte sich die Alters- und Invalidenversorgung in erster Linie als eine Versorgungsanstalt ehemaliger Unters offiziere entpuppen. Abgesehen von den rechnerischen Laften aber, welche die Abstufung bringen wird, haben die Herren im Reichsamt des Innern entdeckt und der Bundesrath hat ihnen darin zugestimmt, daß eine Altersrente von 33% Pf. pro Tag unter Umständen noch viel zu hoch ist, und sie haben deshalb dieselbe wie wir bereits erwähnten auf 29 Pf. herabgefeßt. Diese Riefensumme würden natürlich alle jene Arbeiter bekommen, welche zur Ortsgruppe I gehören, deren Durchschnittslohn bis zu 300 M. beträgt. Da es diesen Durchschnittslohn nur in ländlichen Bezirken und in den östlichen Provinzen und in einigen Gegenden Schlesiens geben dürfte, nach der Lohnhöhe fich aber auch die Beiträge richten, diese aber zur Hälfte von den Arbeitgebern zu tragen ein wesentliches Interesse an der Abstufung der Rente hatten. Es wäre nicht ausgeschloffen, daß wir es diesen ,, betheiligten Rreifen" verbanken, daß die Abstufung überhaupt einges führt wurde. Duittungsbudh am meisten betheiligten Kreise", nämlich nebensächlich. Nachdem man die Reichsversicherungsanstalt find, so ergiebt sich, daß unsere Agrarier in ben Ostprovinzen bie Arbeiter, einstimmig fich gegen diese Einrichtung hat fallen lassen, lag es ja sehr nahe, daß auch die Kommiffäre ausgesprochen haben, und es wird deshalb gewiß nicht unantwortung recht dringend gebeten wird, welch' zwingende Gründe denn vorgelegen haben, daß man bem eintrug? für die Territorialanstalten von den Landesregierungen zu er nennen find. Wesentlich sind also nur die Abstufungen der Rente. 3u den meist angegriffenen Punkten des früheren Entwurfs Man machte geltend, daß gegenüber den Ungleichheiten der Rohn- und Lebensbedingungen der Arbeiter in den verRimmigen Wunsch der betheiligten Arbeiter nicht Rechnung zählte die Gleichartigkeit der Rente für alle Versicherte. die Aermsten unter den armen Arbeitern von denen Die Abstufung der Rente bringt aber nicht nur für man wohl fürchtete, daß sie sich mit 33% Pf. pro Tag ben Magen überlaben würden eine Herabsetzung der Ober versteht man im Reichsamt des Innern und im Bundesrath unter" betheiligten Kreisen" nur die organisirte schiedenen Gegenden Deutschlands es ein Unding sei, für Rente, sie erhöht dieselbe auch für alle jene Arbeiter, welche obourgeoisie? Fast möchte es so scheinen, denn im 3u alle Arbeiter die gleichen Rentenbeträge feftzufeßen, und menhang mit den ersteren redet die„ Nordd. Allg." von hlreichen industriellen Rörperschaften", die sich eingehend außerdem wies man darauf hin, daß die durch die gleiche in Orten arbeiten, wo ein ortsüblicher Tagelohn von über 2,20 M. festgefett ist. Wie groß die 3ahl dieser Orte und Bezirke if, find wir augenblidlich nicht in der Lage, festzus at nicht nur der Verein mit dem langen Namen und die schließe. Bei 80 Pf. Durchschnittslohn machen 20 Pf. Bei ausmachen, ist sicher. Nur in den größeren Städten und ben Grundzügen beschäftigt haben. Nun, das letztere Ungerechtigkeit für die niedriger gelohnten Arbeiter ein Biwerfen Schutzöllenvereinigungen, die sich gerne als ,, industrielle träge 25 Prozent eines Tagelohns aus, während sie bei Rörperschaften" bezeichnen, gethan, sondern auch die Arbeiter aller Parteischattirungen haben Stellung ausmachen. pak Da reifen. nt afe ak! en à 160 e Umblatt 1& Co Derftr. 38. Sak billigst dienung mi rüde rkt. 11 ben Grundzügen, wie zu dem späteren Entwurfe ge beridfichtigt worden. einem Durchschnittslohn von 2,50 M. nur ca. 8 Prozent Diese Einwürfe hatten gewiß etwas für sich, aber ob weist, wirklich eine Verbesserung bedeutet, darüber glauben stellen, daß fie aber noch nicht den 20. Theil Deutschlands in ganz vereinzelten ländlichen Bezirken dürfte der Durchschnittslohn der gewöhnlichen Tagesarbeiter über 2,20 m. festgesetzt sein. In der ganzen Provinz Schlesien z. B. giebt es teinen solchen Ort. Der höchste Durchschnittslohn Breslau festgesetzt. Es dürfte also nur wenige Arbeiter Bommen, aber ihre Hauptausstellung ist nicht im geringsten die Aenberung, die in dieser Beziehung der Entwurf auf ist dort mit 1,60 m. für erwachsene männliche Arbeiter in Dia serbat Feuilleton. Raskolnikow. Aus dem Russischen übersetzt von Wilh. Hendel. Roman von F. M. Dostojewski. [ 14 Dorlegen, fuhr der Student lebhaft fort; - Erlaube, ich will Dir mal eine ernsthafte Frage noch weit schädlicher; sie untergräbt das Leben anderer; erst neulich hat sie ihre Schwester aus Bosheit in den Finger gebiffen, fast hätte man ihn amputiren müssen! Es mag schon richtig sein, daß ihr Leben für die Menschheit schädlich ist, bemerkte ber Offizier, bagegen aber giebt es Naturgefehe. Ach, Freundchen, als ob man die Naturgefeße nicht forrigiren, fie nicht dirigiren könnte; wir müßten ja sonst in Vorurtheilen versumpfen; es könnte ja teinen einzigen großen Mann" mehr geben. Man spricht da von Pflicht und von Gewiffen, ich will ja nichts dagegen sagen aber wie haben wir diese Begriffe zu deuten? Warte, ich Nein, warte Du; jetzt werde ich Dir eine Frage türlich nur gefpaßt, aber schau: einerseits eine dumme, unverftandige, nichtswürdige, boshafte, tränkliche Alte, welche will Dir noch eine Frage vorlegen, höre! greifft Du? felbft nicht weiß, wozu fie eigentlich lebt und die ohnehin stellen, höre! heut ober morgen sterben wird. Begreifst Du?.... bes ben eifrigen Kameraben aufmerksam anblickend. Nun! Wirkung für die weitere Entwickelung seines Verhängnisses, als ob es wirklich ein Vorzeichen, ein Fingerzeig gewesen wäre Vom Heumarkt nach Hause zurückgekehrt, warf er sich auf's Sopha und blieb eine ganze Stunde regungslos figen. Unterbeffen war es dunkel geworden; Licht hatte er nicht, es wäre ihm wohl auch kaum eingefallen, es anzuzünden. Er konnte fich nie erinnern, ob er damals an etwas gedacht habe oder nicht. Endlich kam wieder der Fieberzustand von vorhin, das Frösteln, und es fiel ihm ein, daß man sich auf das Sopha auch hinlegen könne. Baid lastete ein fefter, bleierner Schlaf auf ihm. Er schlief außergewöhnlich lange und ohne zu träumen. Naftaßja, bie am anderen Morgen um zehn Uhr zu ihm hereintam, fonnte ihn kaum erwecken. Sie brachte ihm Thee und Brot. Der Thee war wieder von einem zweiten Aufguß - Du schwaßest und redest da so vielerlei, fag' und in ihrer eigenen Theekanne. Nun ja!... ich begreife, antwortete der Offizier, mir nun aber, Du selbst, würdest Du die Alte tödten Höre weiter: anderseits junge, frische Kräfte, die, ohne Unterstützung, überall nuglos verkommen, und zwar zu Tausenden. Hundert, tausend gute Werke und Handlungen, bie mit dem Gelb der Alten ausgeführt werden könnten;... oder nicht? Ich würde es nicht thun, das versteht sich! Ich um mich. spreche vom Recht bazu überhaupt... Es handelt sich nicht Aber meine Meinung ist, wenn Du Dich selbst nicht haupt keine Rede sein!... Komm, spielen wir noch eine hundert, vielleicht tausend Existenzen auf den rechten Weg bazu hergeben willst, so kann auch von einem Recht übers gebracht; Dugende von Familien vorm 3ugrundegehen, vorm Elenb, vor der Unzucht, vor ekelhaften Krankheiten gerettet Partie! - und alles das für das Geld dieser Alten. Töbte fie und Friftenz Raskolnikow war in einer fürchterlichen Aufregung. oft genug gehörte jugendliche Gedanken und Anfichten, wenn - Was der aber schlafen kann! rief fie unwillig, weiter nichts als schlafen thut er! Er erhob sich schwerfällig, der Kopf schmerzte ihm; er stand auf, brehte sich auf die andere Seite und fiel wieder aufs Sopha nieder. Schon wieder schlafen? rief Naftaßja, bist Du etwa frant? H Er antwortete nicht. Willst Du Thee? - Später!- sagte er mit Anstrengung, die Augen imm ihr Gelb, um mit dessen Hilfe Dich der ganzen Freilich, das waren alles sehr gewöhnliche und geläufige, wieder schließend und sich der Wand zukehrend. Naftapja Menschheit, dem Gemeinwohl zu widmen. Was meinst Du Run, würbe bies eine winzige, fleine Berbrechen nicht durch auch Form und Thema andere waren. Aber weshalb mußte taufenb gute Werke aufgewogen werden können? Eine retteter Leben!... ein Tod gegen tausend, vor Fäulniß und Verwesung ges und dagegen hunderte von er gerade jetzt ein solches Gespräch und solche Gedanken mit anhören, während in seinem eigenen Ropfe ganz ähnliche Gedanken erwacht waren; und wie fam es, Leben; bas ist doch ein einfaches Rechenexempel! Was hat daß, nachdem er soeben den Keim des eigenen Gedankens überhaupt auf der allgemeinen Wagschale des Lebens bie Eriftens biefer schwindsüchtigen, dummen und boshaften Alten Gespräch stoßen mußte?... Dies Zusammentreffen war ihm für eine Bebeutung? Nicht mehr wie das Leben einer Laus, von der Alten fortgetragen hatte, er gerade auf dieses immer bedeutungsvoll erschienen; ein dem Anschein nach gleich: blieb vor ihm stehen. -Vielleicht ist er wirklich frank! sagte fie, drehte fich um und ging hinaus. Um zwei Uhr tam sie wieder und brachte Suppe; er lag wie vorhin da, der Thee war nicht berührt. Naftakja fühlte sich beleidigt und begann ihn aufzurütteln. einer Schabe, und nicht einmal soviel, denn die Alte ift giltiges Wirthshausgespräch hatte die außerordentlichste und starrte auf den Fußboden. Schlaffack! rief sie, und blickte ihn unwillig an. Er richtete sich auf und setzte sich hin, sprach aber kein Wort nur, was er zu melden weiß: geben, welche die Möglichkeit hätten, den Maximalbetrag gaben feines„ Unpartetiſchen", ans Tageslicht zieht. Man hör ber Rente von 350 M.( nicht 250 M., wie infolge eines Druckfehlers in unserer Freitagsnummer stehen geblieben ist) zu erreichen. Diese Wenigen wird es aber auch nicht geben, denn diese Glücklichen müßten 55 Jahre Bei trag gezahlt haben, ein Fall, der wohl noch seltener vorkommen dürfte, als ein weißer Rabe. Wenn wir also früher die Altersrente ein bekoratives Beiwert ohne jeden praktischen Werth genannt haben, so dürfen wir wohl mit Fug und Recht jetzt dieselbe Bezeich nung auf die Maximalrente von 350 M. anwenden. Es wird keinen Arbeiter geben, der derselben je theilhaftig wird. Eine für den Geist der Verfasser recht bezeichnende Aenderung ist auch die, daß Erwerbsunfähigkeit, die eine Folge von Schlägerei oder eines Verbrechens ist, auch aus Billigkeitsrücksichten keinen Anspruch auf dauernde oder vorübergehende Rente mehr gewährt. So lange die Be rufsgenossenschaften die Verwaltung leiten sollten, war eine folche Billigkeitsrente vorgesehen; man war sich wohl flar barüber, daß die Vorstände dieser Genossenschaften mensch lichen Regungen nicht so leicht zugänglich sind. Den Bes amten dagegen, welche die Territorialgenossenschaften zu leiten haben werden, scheint man in dem Punkt nicht recht zu trauen und man streicht deshalb eine Bestimmung, die ebenso vom Standpunkt der Menschlichkeit wie der Gerech tigkeit nur zu billigen war. Wir werden Dies einige Bemerkungen zu dem neuesten Entwurf unferer sozialreformerischen Gesetzgebung. darauf zurückzukommen wohl noch öfters Gelegenheit haben. Original- Korrefpondenzen. um " Aus eigener Anschauung und Erfahrung" Der Reporter läßt seinen Unparteiischen" reden- ,, tann ich ferner bestätigen, daß fich die Mörtelweiber zu jeder Brotzeit nur mit Buderbrot oder Butter. hörnchen, meist 8-10 Stück per Weib, oder mit den leckersten Konditorwaaren fättigen." Rann man fich eine niederträchtigere Verschwendung von Butterhörnchen und ledersten Konditorwaaren vorstellen, als fie Gehören Butter hier wahrheitsgetreu" geschildert wird? hörnchen und ledere Konditorwaaren nicht ausschließlich für unsere höheren" Töchter und deren Mütter und höchstens noch für fene Damen der Halbwelt, welche fich in den Konditoreien ein Rendezvous mit unseren befferen" Söhnen geben? " " Vo Die dents benen die sch über verpfl bat bis jetzt noch gar keine Beit gefunden, sich mit der famofen Demokrater 16 Instruktion zu befaffen, ebenso wenig der sonst schnell arbeitende mit den Freifing Bund". Einig ist die ganze anständige Breffe in dem Nufte) Anerkenn Fort mit dem Kreisschreiben, fort mit dem welterung ber Polizeikredit!" Herr Wirth ruft im„ St. Galler Stadtany Befuchs höhere " Herunter mit dem Geßlerhut!" Im" gleichen Sinne äußen Bahl der Nicht fich„ Landbote"," Büricher Post"," Basler Nachrichten" u. f. tgeltliche Beer Legtere bringen aber heute bie überraschende Mittheilung Die Benfer Rant daß der Chef des aargauifchen Polizei Departemen Dichter und die offizielle Erklärung veröffentlicht, daß er nie eintonsräthe fir Ferne solches Schreiben abgefaßt oder versandt habe. wird dem gleichen Blatte aus Luzern geschrieben Der Lärm wegen des Kretsschreibens des aargauisch Bolizeichefs ist, wie ich Sie aus guter Quelle verfichern fan absolut grundlos. Eine Weisung an das aargauische Poli forps, wie fie gedruckt in den Beitungen herumwandert, gar nie erlaffen worden, auch hat sich der Regierung rath nie mit der Angelegenheit beschäftigt. Allerdings folle die durch das bundesräthliche Kreisschreiben nöthigen polizeilid Welsungen erlassen werden, fie unterblieben aber fofort, als fich zeigte, wie weideutig dieses ungeschickt redigirte Birul aufgefaßt werden konnte. In anderen Blättern ist zu left wur daß Herr Caspar in aargauischen Journalen erklärt, daß von ihm unterschriebene Altenstüd, betitelt Programm, Inftruttion betreffend Ausübung der politischen Polizei", ni anderes war, als ein vorbereitendes Projekt, das indef nicht zur Ausführung gelangt und weder durch den Drud n fonstwie vervielfältigt worden sei; die Polizeimannschaft b weder schriftlich noch mündlich irgend welchen Auftrag erhalten eft steht demnach, daß die Instruktion in der veröffentlicht Form das Licht der Welt erblickte. Nun werden unsere Leser fragen: Ja, verdienen benn diese Schledermäuler von Mörtelweibern auch so viel, daß fie Vor- und Nachmittags zu jeder Brot Seit in ledersten Konditorwaaren schwelgen tönnen? Hier läßt uns nun freilich der Reporter resp. sein Unpartetischer in Stich. Er erzählt uns wohl, daß Faffadenmaurer 10 M. und Steins träger 6-7 M. pro Tag verdienen Angaben, die natürlich genau so wahr find, als wie die Butterhörnchen Geschichte aber über den Verdienst der Mörtelweiber schweigt er. Wir waren deshalb genöthigt, uns felbft zu erkundigen, und da er fuhren wir denn, daß so eine Frau pro Stunde 19, im besten Falle 20 Bf. verdient. Mehr wird auf feinem Bau bezahlt. Bet 10 stündiger Arbeitszeit verdient also so ein Mörtelwetb 190-2 M. Und davon sättigt fich so eine Schwelgerin des Tags zwei Mal, und zwar nur in den Zwischenmahlzeiten, mit Butterhörnchen und leckersten Konditorwaaren! Daß es dann außerdem Mittags und Abends bei solchen Feinschm derinnen noch Braten und Geflügel auf dem Tisch atebt und wohl auch ab und zu noch einer Flasche Wein der Hals gebrochen wird, ist natürlich selbstverständlich. Und dies alles bei einem Lohn von 1.90 M. O diese Mörtelweiber. Uebrigens Spaß bei Seite. Im legten Geheimbundsprozesse bier wurde gegen den einen der Angeklagten ein Jahr Ge fängniß beantragt und diese schwere Strafe fpeziell mit dem Hinweis auf die von dem Angeschuldigten für ein deutsches Arbeiterblatt geschriebenen ,, Agitationsartikel" begründet. Glaubt nun die Polizei nebft Staatsanwaltschaft, wie überhaupt alle jene, die die Staatsretteret aur speziellen Aufgabe fich gestellt haben, nicht auch, daß es für die Arbeiterpartei agitatorisch wirksamere Artikel gar nicht geben fann, als so eine Lügen ausgeburt, wie sie die Abendzeitung" brachte und aus der wir oben einen Sat zitirt haben? gehalten worde ttheilung elche in der S ben hierfür g formular lautet Ift fte nicht weiter gegeben worden, sondern blos Prod geblieben, so hat ihre Veröffentlichung immerhin des errei daß die Opposition gegen die so gehäfftge Institution der tischen Bolizei wieder auf's Neue fich geltend machte und hoffe lich auch ihr Biel erreicht. Uebrigens hat in jüngster wieder eine ganze Reihe von Versammlungen stattgefunde in welchen die Zurückziehung des unglücklichen Ar Schreibens Don Sette des Bundesrathes Streichung des für Die und b Seit geb.( b. Schneider Da d in gebenft die Führu ob berfelb fich tra Rredits von Seite des Nationalrathes gefordert wurde. Die auf Datum u Bid politische Polizei verlange artige Rundgebungen find zu verzeichnen von Bern, Laufen u. f. w. In ersterer Stadt gelangte folgende Refol zur Annahme: Die heutige Delegirtenversammlung der G vereine des Kantons Bern spricht die Erwartung aus, b bes Bundesversammlung den Rückzug des bundesräthlichen schreibens vom 11. Mai veranlassen werde. Sollte dies geschehen, so erblidi fie darin einen bedauerlichen Mangel entschiedenem Eintreten für die Rechte und Freiheiten Wolfes, welcher geeignet ist, ernste Begriffe für die demokrati freifinnige Entwidelung unseres Vaterlandes zu erweden. Jene armen Frauen, die bei schwerster Arbeit sich mit einem Apfel zum trodenen Schwarzbrot darin bestehen nämlich in Wirklichkeit die angeblichen Butterhörnchen- begnügen, weil ihnen die 12 Pfg. zu einem halben Liter Bier fehlen, und die jeden Pfennig ängstlich hüten, um für ihre Kinder Brot und Kleider faufen zu können, fte verdienen es wahrlich nicht, daß ein elender Stibifar fie verleumdet und verdächtigt. Geschicht es aber doch, wie es in dem vorliegenden Fall geschab, nun, dann wundere man sich nicht, wenn aus diesen geplagteften Proletarierinnen gitatorinnen entstehen, die einem gewiffen System allerdings viel gefährlicher werden dürften, als alle die vielangefeindeten, Agitationsartitel" zusammen. Die biefigen Neuesten Nachr." berichten, daß die Staats anwaltschaft im Geheimbundsprozeß auf das Rechtsmittel der Reviston verzichtet hat. Nach den uns gewordenen Mittheilungen ist diese Angabe falsch, die Revision ist allerdings angemeldet. München, 18. November. Bekanntlich ist die Fürsorge für bas Wohl der Arbeiter ein Artikel, der nicht nur von den Regierungen offiziell vertreten wird, auch alle politischen Bartelen und vor allem deren Preßorgane erheben Anspruch auf hoch gradige Arbeiterfreundlichkeit, und fie alle find entrüstet darüber, wenn Arbeiter selbst einmal leise Zweifel über diese Fürsorge und Freundschaft laut werden laffen. Was uns betrifft, fo haben wir auch nur daran gezweifelt, daß es sehr viele Menschen giebt, die das Beste der Arbeiter verlangen, aber wir haben auch immer gefunden, daß die Arbeiter selbst teine große Luft zeigen, daffelbe herzugeben. Die Arbeiter find überhaupt recht fonderbare Heilige; man fann ihnen die besten Nathschläge geben, und fie befolgen fie doch nicht. So haben sich liberale wie kon fervative Freunde der Arbeiter die Finger schon wund gefchrieben und die Bunge müde geredet, ben proletarischen Habenichtsen zu zeigen, daß es bloß von ihnen selbst abhänge, um fich in die Klaffe der wohlhabenden oder gar reichen Bürger des Landes aufzuschwingen. Waren nicht auch die Borfig, Krupp und Zimmermann einst Leute, die nur wenig oder nichts hatten, und haben diese Bierden unseres Bürgerthums nicht burch Fleiß, Umficht und Sparsamkeit" es zu Millionären ge bracht? Was hindert also unsere Arbeiter daran, dieselben Wege zu wandeln und es ebenfalls zu Millionären oder doch wenigstens zu wohlhabenden Leuten zu bringen? Natürlich nur der Mangel an Sparfinn, welcher unserer Bour geoifte so sehr zur Bierde gereicht, unseren Proletariern aber fo ganz und gar fehlt. Ein neues, recht sprechendes Beispiel in dieser Beziehung bringt der hie Korrespondent der fige Augsburger Abend Beitung", ber uns ein wahrheitsgetreues" Bild entwirft, wie die biefigen Bauarbeiter und speziell die Mörtelmeiber praffen und ihren überreichlichen Verdienst verschlemmen. Der Mann hat sich an einen hochangesehenen Münchener Bürger gewendet, der sowohl im öffentlichen wie auch mitten im Geschäftsleben steht, beffen ehrliche Unparteilichkeit alle Zweifel ausschließt", und biefer Mann hat dem Reporter nebenbei bemerkt einem in allen Examen durchgefallenen Studenten, auf den Bismards Wort vom verfehlten Beruf also voll und ganz zutrifft alles beftätigt, was vom Droschkenfahren und Champagnertrinlen, fo wie Badhendel- und Gansvierteleffen der Steinträger und Maurer früher schon erzählt worden ist. Bugleich aber hat der ehrliche Unparteiische" den Reporter noch auf eine Schlemmer Klaffe aufmerksam gemacht, und das find die Mörtel meiber. Diese Spezies Arbeiterinnen lernt man recht lennen, wenn man vom Norden nach Mittel und Süddeutschland tommt. In Sachsen und Thüringen find es meist Böhminnen, bei uns dagegen darf auch der heimische Proletarier seine Mütter und Töhter auf den Bau schicken, wo fie dann, aufge schürzt bis an die Knie und starrend vor Schmuz und Kalt ftaub, den Mörtel Stockwerk um Stockwert hinauf schleppen müssen. Ein recht erhebender Anblid, besonders wenn, was gar nicht selten ist, bochschwangere Frauen fich unter diesen Träge rinnen befinden. Diese Frauen nun find es, deren lukullisches Schwelgen der Reporter der Abendztg.", gestützt auf die An" 1 " . Der aus Anlaß des letten Geheimbundproseffes viel genannte Polizeikommiffar Gehret muß sehr trant sein, denn die bis jetzt stets von ihm vorgenommenen Revifionen der freien Hilfslaffen werden jest von einem anderen Beamten ausge führt. findliche gebru chriebene vom felbft, Daß b dann antwor an firt hat. tigteit ihrer land Diret teramter gefcht Das neulich p. Inftru mit machf Der fogena bundesrätblic St. Gallen ten Artitel t Forten: Vom Sozialistentongresse, der am 21. Oftober Bern tagte, war die Bundesstadt als Vorort für die neue gründete sozialistische Partei gewählt worden. Der am 11. be. bafel versammelte Parteitag der bernischen Sozialdemokraten beschloß be Annahme der Wahl als Vorort und wählte ein fiebenglied bestrebigirten Zentralfomitee, worunter auch zwei Genoffinnen. Bual sprach sich der Parteitag für die Annahme des bernischen With Bern sprechen, sei auch einer sogen. Wohlfahrtseinrichtung nach Bodelschwingh'schem Muster gedacht. Die Frommen daselbst haben nämlich, um das Loos der armen Maffe beffern", eine schaftsgesetzes und für Verfaffungsrevifion aus. Da Wade je rbeitsbütte" errichtet. Diefelbe den Swed, Arbeitslosen an drei Tagen in der M Bugky sweistündige Beschäftigung mit Holzfägen und spalten wofür fte je 60 Cts. erhalten, also in der Woche 1,80 bienen fönnen. Aber damit diese Arbeiterlumpen diefes Eine arge Soldatenschinderei und Mißhandlung hat Baar, sondern es wird in Gutscheinen auf eine Raffel Stüd Geld nicht verpraffen können, erhalten fte es midt in fich der Chevaurleger Unteroffizier Heinrich Vollmar zu schulden tommen laffen. Derfelbe hat sich bei Freibier, bas in der Kantine auflag, einen Rausch angetrunken und dann auf der Wache die Soldaten blutig geschlagen, fte Lausbuben und Maul aufreißer geschimpft und einem Gefreiten mit den Worten: Bist Du endlich da, lumpiger Gefreiter!" auf den Mund ge fchlagen, daß Blut floß. Vor Gericht leugnete dieser helden müthige Vaterlandsvertheidiger natürlich, und da die Geschwo renen auch in diesem Falle die schwerere Schuldfrage verneinten, fam V. mit einem Monat und 12 Tagen Gefängniß davon, die außerdem noch als durch die zweimonatliche Untersuchungsbaft verbüßt erachtet wurden. Wie viele Jahre hätte wohl einer der Mißhandelten bekommen, wenn er fich in der erklär lichen Aufregung an dem besoffenen Herrn Unteroffizler ver griffen hätte? * Bürich, 17. November. Das vom Berliner Voltsblatt" und dem Grütlianer" gleichzeitig publizitie Attenstüd betreffend die Thätigkeit der politischen Polizei in der Schweiz speziell im Ranton Aargau hat in der Preffe einen Sturm der Ent rüftung hervorgerufen, natürlich nur in der unabhängigen demo Iratischen Preffe, denn die ,, liberale", z. B. die ,, Neue Zürch. 8tg.", und eine Herberge entrichtet. schweizerischen Strafgesezen leider keinen Paragraphen. ne Bir batten , daß es da gründl ern, a genomme Der Bundes er es und verfammlu Bundesrath Republit be 3 tft! Bir unferer b Tritt den F Das ist doch prattijd Sozialreform? Für solchen Schwindel giebt es in iren bagegen, In Bürich fand legten Sonntag eine Delegirteen ererbte versammlung der Hafnerfachpereine stat, in mes Land zur cher die Gründung eines schweizerischen Hafnerverband beschloffen wurde, deffen Siz Bürich sein soll. Das Arbe programm haben die Hafner für ihren Verband folgenderma Hegelung aufgestellt: Einheitlicher Lohn und einheitliche Arbeitszeit. terfiüßungs und Lehrlingsfrage soll behufs befferer an Hand genommen werden. Ferner wurde die Kont daß der Bundesrath für diese Produkte den Boll ve habe. Von anderer Seite dagegen wurde betont, daß heit der Meisterschaft, das Verharren bet alten schlecht der keramischen Industrie in Deutschland besprochen und beb Das bundes nter mit be Von der r Derspruchs brin Rotis: Rat Die Wieder treife Majorita und di gewachsen 1 systemen, die Hauptschuld an der Ueberschwemmung mit ben Die bil In Genf fanden kürzlich die Wahlen für den Kanton ( Landtag) statt. Die demokratische( freifinnige) Partei, her immer die Majorität in dieser Körperschaft beseffen bat and bei der Neuwahl ihre alte dominirende Stellung beba Die Freifinnigen haben demnach 56 und die Ronfernation Demothers Budgang geht de dgang be Die nat Melonet ift. Bist Du krank, oder nicht? fragte Naftaßja, erhielt schlug und Klopfte so stark, daß er nur mit Noth athmen Straße gefunden hatte hinzugefügt. Das Eifenplätie aber wieder feine Antwort. Wenn Du doch nur ein wenig ausgehen wollteft, Sagte sie nach kurzem Schweigen; die Luft würde Dich vielleicht etwas erfrischen! Willst Du nicht etwas effen? Nachher! sagte er schwach, geh! und winkte mit ber Hand. Sie blieb noch eine Weile stehen, schaute ihn mitleidsvoll an und ging bann hinaus. fonnte. Buerst mußte eine Schlinge gemacht und an den Ueberrod angenäht werden, das Werk einer Minute. Er steckte die Hand unters Kissen, holte aus der darunter befindlichen Wäsche ein zerrissenes, altes, ungewaschenes Hemd hervor und riß davon einen zollbreiten und etwa weise mit Bindfaden fest zusammen, dann widelte Beatens perth en war. Bed Bablireife Dal schien leid abs, beftänbi , ober in de offen stehen ribin immer enn die Beit g ber Küche n Penn alles vo war etwas fleiner als das Brettchen; beides band er t affurat und elegant in reines, weißes Papier und band all so zusammen, daß es schwer loszubinden war. Dies gef beshalb, um eine Beit lang die Aufmerksamkeit der fünfzehn 3oll langen Streifen herunter. Diesen Streifen abzulenken, und um, während sie sich mühte, ben Ano zu lösen, auf diese Weise den Augenblick zu benutzen. rod( bas einzige Oberkleid, das er besaß) aus, und nähte Eisenplättchen war des Gewichtes halber hinzugefügt, ba die Alte nicht gleich im ersten Moment errathen fonnte, Seine Hände zitterten beim Nähen, aber er überwand fich, der Gegenstand blos von Holz sei. Alles war fertig Nach einigen Minuten erhob er die Augen und blickte Lange auf den Thee und die Suppe. Endlich nahm er Brot, ergriff den Löffel und fing an zu effen. Er aß nur wenig, ohne Appetit, zwei, drei Löffel, wie mechanisch. Der Kopfschmerz hatte etwas nachgelassen. Nach dem Essen streckte er sich wieder aufs Sopha aus, konnte aber nicht mehr einschlafen, sondern lag nur bewegungslos auf dem Bauche, das Gesicht ins Rissen gebrüdt. Er träumte fortwährend und es waren immer so sonderbare Träume. Meist schien es ihm, als ob er in Afrika, in Egypten, auf irgend einer Dase sei, die Karawane ruht, die Kameele liegen still, ringsum im Kreise stehen Palmen. Alle effen, er selbst aber trinkt Wasser, direkt aus einem Bache, der hier, an der Seite, fließt und murmelt. Und Und nahm er doppelt, zog feinen weiten, starken Sommerüber beide Enden bes Streifens inwendig unters Aermelloch fest. Dar fließen ih er Stunde, bu ben alten B in fonnte; ba und als er den Ueberrod wieder anzog, war nichts macht und bis zur geeigneten 3eit unterm Sopha veten, bis fie von außen zu sehen. Nadel und 3wirn hatte er schon längst in der Schublade in Bereitschaft. Was nun die Schlinge anbelangte, so war das seine eigene schlaue Erfindung. Die Schlinge war für das Beil bestimmt. Er konnte doch nicht auf der Straße ein Beil in der Hand tragen. Wenn er es einfach unter dem Ueberrock versteckt hätte, so würde er es mit der Hand haben festhalten müssen und das hätte man bemerken fönnen. So aber, mit der Schlinge, brauchte er blos das Eisen des Beils hineinzuhängen und es würde inwendis ruhig unterm Arm da hängen. Indem er die ber unterbeffen Raum hatte er das Pfandobjekt hervorgeholt, als jema auf dem Hofe rief: -Es geht schon längst auf fieben! Schon längst! Mein Gott! Reble Er lief zur Thür, horchte, nahm den Hut und gi vorsichtig, wie eine Rage, seine dreizehn Stufen bin Das Wichtigste, das Beil aus der Küche zu reien anfangt nigftens Urfac stand jetzt benor. Daß ein Beil dazu benutzt werden fol war längst schon entschieden. Er hatte noch ein Gart messer zum Busammenklappen zur Verfügung, aber auf b Meffer, und namentlich auf seine Kräfte, fonnte er fidh n e thümlichkeit der endgiltigen" Entscheidungen, die er f es ist so fühl, das Wasser, so wunderbar blau und frisch, Hand in die Tasche steckte, fonnte er auch den Stiel verlassen und deshalb hatte er sich endgiltig fürs Beil rinnt über bunte Riesel und über goldig schimmernden festhalten, damit er nicht baumele; da aber der Ueberrod schieben. Bemerken wir bei dieser Gelegenheit eine Gi Sand... Plöglich hörte er deutlich die Uhr schlagen. Er fuhr zusammen, ermunterte sich, erhob den Kopf, schaute zum Fenster hin, überlegte, wie spät es wohl sei und sprang plöglich, vollständig ermuntert auf, als ob ihn jemand auf geriffen hätte. Dann schlich er auf den Behen zur Thür, öffnete fie ein wenig und horchte die Treppe hinunter. Sein Herz klopfte heftig; auf der Treppe war alles ruhig, als ob alle schliefen. Es schien ihm seltsam und wunderbar, daß er seit gestern in solcher Bewußtlosigkeit habe zubringen können und daß er noch nichts gethan, nichts vorbereitet habe. Unterdessen hatte es vielleicht schon sechs geschlagen... Eine ungewöhnliche, fieberhafte, ungeordnete Geschäftigkeit überfiel ihn plöglich nach dem Schlafe und der Stumpfheit. Vorzubereiten war übrigens nur wenig; er strengte die Sinne sehr weit, wie ein Sad war, so fonnte man auch von außen nicht bemerken, daß er von der Tasche aus etwas festhalte. Diese Schlinge hatte er bereits vor zwei Wochen erfunden. fein Borhaben ausführbar sei. befto sugleid Aus Sine Rezer tiro nicht gefchri ( The Thunt angege Richen Rona ichen wir D Ronzert aba fon Trommelf bate in dieser Sache getroffen hatte. Sie hatten alle eine fonb bare Eigenthümlichkeit; je endgiltiger sie wurden, geheuerlicher und unmöglicher erschienen sie ihm Nachdem er dies beendet hatte, steckte er die Hand in Ungeachtet seines selbstquälerischen, inneren Rampfes, eine Rize, die sich zwischen Sopha und Diele befand, suchte er die ganze 3eit über feinen Moment daran glauben, im linten Winkel und holte sein längst in Bereitschaft gesetztes und dort verstecktes Pfandobjekt" hervor. Das war eigentlich gar kein Pfandobjekt, sondern ganz einfach ein glattgehobeltes Brettchen in der Größe und Dicke einer bei einem seiner Spaziergänge auf einem Hofe in der Nähe einer Tischlerwerkstatt gefunden. Dann hatte er zu dem Brettchen ein glaites dünnes Eisenplättchen, wahrscheinlich " ertlan ichtige Kritt De tann nicht ber betrifft, auf den letzten Punkt, von ihm zergliedert und enbensichrei entschieden, daß nicht der geringste 3weifel mehr übrigen. Wir f Selbst wenn der Fall eingetreten wäre, daß alles, filbernen Bigarrettendose. Dies Brettchen hatte er zufällig blieben wäre, so hätte er wahrscheinlich doch schlies alles als Unfinn, Ungeheuerlichkeit und Unmöglichkeit e und sich davon lossagt. Aber es blieben noch viele unen schiedene Punkte und 3weifel übrig. Wo das Beil her an, um alles zu überlegen und nichts zu vergessen; sein Herz irgend ein Bruchstück das er auch irgendwo auf der nehmen sei, diese Kleinigkeit beunruhigte ihn gar mit äußer Die it der famo Demokraten" nennen) 44 Bertreter. Die Arbeiter stimmten nell arbeitende ben Freifinnigen, die deren Programm zustimmten,( gefeßin dem Rue) Anerkennung der Syndilatstammern( Gewerkschaften), t mit deneiterung der Fabril- und Haftpflichtgefeße, Erleichterung des er Stadtanuchs höherer Lehranstalten seltens unbemittelter Schüler, Sinne äußemahl der Richter durch das Volt, Reform im Rechtswesen, un chten" u. geltliche Beerdigung 2c. Dem Berufe nach vertheilen fich Mittheilung Genfer Kantonsräthe: 17 Advokaten, 6 Richter, 5 Aerzte, = Departement Dichter und 10 Vertreter der Arbeiter. Was die anderen er nie chantonsräthe find, verschweigt uns des Sängers Höflichkeit. habe. Ferne geschrieben aargauifche perfichern fans auische Polize mwandert, Politische Uebersicht. Die deutsche Polizei in der Schweiz. Die Dienste, benen die schweizerischen Behörden fich der deutschen Polizei egenüber verpflichtet haben und zu denen sie von dieser auch Der Regierungehalten worden, gehört mit in erster Linie die Auskunfts, theilung über Deutsche Staatsangehörige, ehe in der Schweiz gelebt haben oder noch leben. Es be ben hierfür gedruckte Formulare- ein Beweis, daß das Befchäft schwunghaft" betrieben wird. Ein solches ausgefülltes formular lautet. B.: erdings folle gen polizeiliche fofort, als d Digirte Birhul En ift zu lefe Elärt, daß b rogramm, Polizei", nid bas indef Den Drud no mannschaft ba ftrag erhalten veröffentlich En blos Proj in bes errei tution ber po hte und hoffen jüngster S ftattgefunden idi chen R -3 Bet und bi verlangte n Bern, ung der G Bid Freiburg, 9. Dttober 1888. Seit dem 24. Septbr. 1888 hält sich hier ( Karl Friedrich Ziegler) geb.( b. 8. Januar 1870 in Pforzheim) als( lediger Schneider) auf. -Da derselbe angeblich früher und zwar vom - in wohnte, so ersuchen wir Sie er gebenft um gefällige vertrauliche Mittheilung über die Führung des Obigen und namentlich auch darüber, ob derfelbe sich als Anhänger der Sozialdemos Iratie bemertlich gemacht hat. Großherzoglicher Dozirte M. Stoeßel. bisher bei allen Nachwahlen und meist auch mit Erfolg unter nommen hat, besonders da fich ja hier eine Gelegenheit bot, den Eindrud der Niederlage bei den Landtagswahlen abzus schwächen, so erscheint schon aus diesem Grunde das diesmalige Ausbleiben jeder träftigeren Agitation auffällig. Nunmehr aber geht uns hierzu die Mittheilung zu, daß man seitens der Parteileitung den Wunsch ausgesprochen habe, dem nationalliberalen Parteiführer feine allzu froffe Gegenagitation entgegen zu sehen, um nicht in einer Stichwahl, bei der die sozialistischen Stimmen erfahrungsgemäß dem Freifinn zufallen, Herrn v. Bennigsen den Sie im Reichs. tage zu gefährden. Infolge deffen ist von einer Wablagitation seitens der Freifinnigen Abstand genommen." Die freis finnige Bartelleitung fonnte ganz ficher sein, die sozialdemokra nicht zugefallen, wenn er in die Stichwahl gekommen wäre. tischen Stimmen wären dem deutschfreifinnigen Kandidaten Das Sozialistengesek foll schon in der bevorstehenden Reichstagsfeffion wieder zur Erörterung fommen, so meldet die Nationalib. Rorrefp." Ste fagt: Es hat noch nichts darüber verlautet, ob der Reichstag bereits in der bevorstehen den Seffion wieder mit der Sosialistenfrage beschäftigt werden wird. Da das Sozialistengeset bis zum 30. September 1890 giltig ist, so wäre auch in der Wintersession 1889 90 noch Beit, aur neuen Regelung dieser Angelegenheit zu schreiten. Indeffen wird es immer sein Mißliches haben, so fura vor Ablauf der Legislaturperiode erst an einen so schwierigen und aufregenden Gegenstand heranzutreten. Da das Mandat des Reichstages schon am 21. Februar 1890 abläuft, ist die nächste Winterfeffton ohnehin zeitlich sehr beschränkt und das nahe Bevorstehen einer Wahlbewegung( aba! Red. d. B. V."), die jedenfalls einen außerordentlich lebhaften Charalter annehmen wird, ist für die ruhige fachliche Erledigung einer solchen Frage gewiß nicht vortheilhaft. Man( d. h. die Rartellparteien. Red. d. B. B.") wird daher wünschen müffen und es auch für wahrscheinlich halten dürfen, daß die Angelegenheit ben Reichstag doch schon in der bevor stehenden Session beschäftigen wird, wenn auch erst in der zweiten Hälfte derselben. In welcher Richtung und mit welchem Erfolg das gefchehen wird, darüber find heute noch faum Vermuthungen gestattet. Jedenfalls aber wird wohl auf allen Seiten des Reichstages die Ueberzeugung herrschen, daß jezt endlich ein dauernder Bust and Aeternat des jeßigen wurde. Die auf Datum und Unterschrift ist alles außerhalb der Klammern findliche gedruckt. Die Klammern haben wir gefeßt, um das gende Refoludriebene vom Gedruckten zu unterscheiden. Es versteht sich Ausnahmegesezes. Ned. d.„ B. V.") in der Behandlung dieser 8 aus, b athlichen ollte dies bann antworten lann, wenn sie eine fyftematische Spigelei San firt hat. Wir find begierig, was die Schweizer zu dieser schaftet werden kann. Und auf alle Fälle muß diese tigteit ihrer Polizeiorgane- die Formulare werden aus hen Mangland direkt an die schweizerischen Bezirksämter und Statt Freiheiten De demolat n 21. Oftober t für die neug m 11.bs. bafel raten befchlof flebenglied innen. Bual ernischen Wi 3. Da wir abrtseinrichtung erweden. te Frommen bot rmen Maffen t. Diefelbe in der Wade Spalten hone he 1,80 pen diefes fte es nicht in f eine Staffeeballe pratti p. Instruktion" bat " camter gefchidt gefchidt fagen werden. Das neulich von uns veröffentlichte Programm viel Staub Staub aufgewirbelt mit wachsendem Nachdruck ertönt der Ruf: Weg Det sogenannten politischen Polizei und Rücknahme der bundesräthlichen Erlaffes!( Siehe Drig. forr. aus Bürich.) St. Gallener Stadtanzeiger," eines der einflußreichsten bestredigirten Blättter der Ostschweiz, schließt einen fulmi ten Artitel in einer Nummer vom 15. d. Mts. mit den ir hatten früber volles Vertrauen zum Bund. Wir ge Rotten: ne Erneuerungen des bestehenden Gesetzes nicht länger fortgewirth. Verständigung noch mit dem gegenwärtigen Reichstag getroffen werden, von welchem man über zeugt fein tann, daß er verständigen und zweckmäßigen Maß nahmen zur Sicherung der Ordnung und des sozialen Friedens zugänglich ist.( Der nächste Reichstag könnte ja oppofitionell fein. Red. d.„ B. V.") Der Personenwechsel im preußischen Minifterium des Innern eröffnet auch beffere Aussichten, zu einer Verständigung über ein gutes, dauerndes Gefeß zu gelangen."- Demnach scheint Herr Kulemann seine Vorschläge bereits in der Tasche zu haben. en, daß es dahin ist, völlig dahin, für so lange, als nicht gericht zu 300 Mt. Geldstrafe verurtheilt. Beide Herren hatten Dern, genommen worden ist. B tft! gründliche Säuberung an haupt und an Personen und Einrichtungen rühmen die Latalen. So eres und sehen wir zu, ob wenigstens die Mehrheit der sversammlung noch Mart genug in den Knochen hat, Bundesrath daran zu erinnern, daß der oberste Magistrat Republit der Diener und nicht der Herr des Vol. Bir unfererseits protestiren und hören nicht auf zu pros giebt es in iten dagegen, daß der ehrliche Schweizerbürger auf Schritt o Tritt den Polizisten hinter sich habe, daß unsere von den Delegirten ererbte Freiheit zum preußischen Spionirsystem, unser ne ftat, in Land zur Landvogtet erniedrigt werde. graphen. merverban D Das Arbe folgenderm Arbeitszeit Die Kont befferer Hege hen und beb Boll ve nt, daß b fchlecht Cfens mung mit f Eden Kanton Bartei, die bat and befeffen ellung behaup Ronfervativen as Eifenplati es band er fre wickelte es er und band all ar. Dies gef te, ben Anot benußen. inzugefügt, Da bam nter mit dem Geßlerhut! Lump und Sozialdemokrat. Der Oberbürger meister von Bohlen in Remscheid wurde wegen Beleidigung des Herrn Dr. Veltlamp vom dortigen Schöffn fich in einer Gesellschaft über Herrn v. Puttkamer unterhalten, wobei fich Herr von Bohlen so erbiste, daß er außrief: Wer folche Gefinnungen, wie Dr. Weltkamp hegt, ist in meinen Augen ein Lump, ein Sozialdemokrat. " Wieder einen Schritt in den reaktionären Sumpf hat die süddeutsche Volkspartei" gethan. Es ist bekannt, daß die Freifinnigen bei der Nachwahl im Reichstagswahltreise Ansbach Schwabach den bemokratischen" Abgeordneten Kröber aus der Taufe gehoben haben. Dafür mußten sich die Demo fraten" oder„ Voltsparteiler" revanchiren. Und fie thaten dies, indem fie einen Festkommers" veranstalteten, auf welchem fle fich gegenseitig, d. b. die„ Freifinnigen" und die Volksparteiler", in den Personen Kröber und Merzbacher anbochten und ewige Treue schworen. Das geschah zu Schwabach am 13. Nowelcher er die Freifinnigen Brüder" und die Vollsparteller entschieden Freifinnige nannte. Am Schluß brachte er ein be Das bundesräthliche Kreisschreiben muß fallen. Her vember 1888. Der Voltsparteiler Rröber hielt eine Rede, in solchem die Grenze wieder mit Laufschritten zu überschreiten verfuchten. Als auf dreimaliges Haltrufen der Träger des Nebs feinen Weg fortfeste, schoß Giffinger mit einem Schrot auf eine Entfernung von 60 Meter auf denselben. wobei zwar einige Schrottörner in einen nicht zu benennenden Körpertheil des Mannes eingedrungen find, ohne jedoch eine ernste Verlegung hervorzubringen. Daß dem Verlegten nicht Unrecht geschehen, beweift er dadurch, daß er um Nichtprotokollirung indirekt nach suchte, trogdem wurde aber die Sache der zuständigen Gerichts behörde angezeigt. Dies ist der reelle Sachverhalt, es ist selbst redend, daß solcher zu Weiterungen nicht Anlaß geben fann." Der Entwurf des Gefehes über die Alters- und Invalidenversorgung wird nach offiziösen Mittheilungen dem Reichstage alsbald nach seiner Eröffnung zugehen. Es handelt sich jetzt noch darum, die den neueren Veränderungen entsprechenden siffermäßigen Tabellen herzustellen. Nach offiziösen Angaben über den Reichsetat für 1888,90 belaufen fich die außerordentlichen Ausgaben im Marineetat, welche durch die neuen Schiffsbauten veranlaßt find, auf 9-10 Millionen Mark, die Mehrausgaben im Militäretat infolge der höheren Getreide- und Fouragepreise auf 2-3 Mil. lionen Mart. Die Matrikularumlagen weisen nur eine Steige rung von etwas über eine Million Mart auf, während die Ueberweisungen an die Einzelstaaten erheblich gestiegen find, obgleich ein Defizit von 22 Millionen gedeckt werden muß. Vorläufig erlauben wir uns, die Richtigkeit dieser Zahlen noch zu bezweifeln. Der Offiziofus scheint eine Null zu wenig bet dem für den Bau von neueu Schlachtschiffen bestimmten Be trage gesehen zu haben. Als Kuriosum erwähnen wir, daß, der rig, Btg." zufolge, am Sonnabend an der Berliner Bö.se das Gerücht folportirt wurde. daß dem Reichstage eine Vorlage zur Genehmigung von 350 Millionen Mart für die Marine und das Landheer zugehen werde. Aufgelößte Versammlung. Aus Magdeburg, 17. No vember, wird gemeldet: Gestern Abend fand eine sozialdemo tratische Versammlung zur Aufstellung zweier Stadtverordneten Randidaten statt. Der Vorftzende, Bimmerer Ad. Schulze, sagte, die Mißstände in der Kommunalverwaltung hätten die sozial demokratische Partel veranlaßt, Kandidaten der Arbeiterpartet zur Stadtverordnetenwahl aufzustellen. Als der Vorfißende, der als einer der Kandidaten in Aussicht genommen ist, der Verfammlung sein politisches Programm entwideln wollte, wurde er von dem die Versammlung überwachenden Polizeikommiffar unterbrochen, der die Versammlung auf Grund des Sozialisten gefeßes auflöſte. Aus Leipzig, 16. November, wird der Voff. Stg." ge schrieben: Der Besuch des Krystallpalastes, wo bisher fast all abendlich Militärkonzerte stattfanden, ist durch Garnisonbefehl allen hiesigen Militärpersonen verboten worden. Im Juli und August sollen daselbst sozialdemokratische Versammlungen statt gefunden haben, von deren Charakter die Direktion des Krystall palastes angeblich keine Ahnung gehabt hat. Uns ist von der Abhaltung derartiger Versammlungen in den Räumen jenes Etablissements nichts bekannt, wohl aber wissen wir, daß die amtliche Leipz. 8fg." wiederholt in äußerst gehäfftger Weise über Versammlungen der hiefigen Gewerkvereine, welche bisher im Kryftallpalaft zu tagen pflegten, unter der Rubrit, Sozial demokratisches" berichtet hat. Es liegt deshalb die Vermuthung nahe, daß die erwähnte Maßnahme der Militärbehörden auf eine der Leipz. Btg." entnommene Mittheilung zurückzuführen ist. Die heutige Leipz. 3tg." enthält eine Notiz, welche uns in dieser Anficht nur bestärkt, denn dieselbe begleitet die Nach richt von dem erwähnten Militärverbot mit der Bemerkung, daffelbe sei darauf zurückzuführen, daß die Direktion des Krystall palastes in neuerer Beit ihre Räumlichkeiten wiederholt Vereinen und Versammlungen zur Verfügung gestellt habe, welche den sozialdemokratischen Bestrebungen nicht ferne stehen." Frankreich. berfpruchs bringen deutschfreifinnige Blätter folgende erbau geistertes hoch" auf die Freiheit" aus. Natürlich auf die Frei tommission gekommen, um derartige verleumderische Anklagen Rotis: Nationalliberale Blätter weisen mit großem Stolz heit, die er meint. Nun wird die Welt bald eine radikale Vers bie Wiederwahl des Herrn von Bennigsen im treise Stade hin, obwohl sie nicht leugnen fönnen, Majorität für Herrn von Bennigsen eine sehr knappe änderung erfahren. Zu der sehr aufgebauschten Affaire bei Chavannesles- Grands meldet man der Straßb. Poft" aus Dammer Roben und die sozialdemokratischen Stimmen in bedenklichem firch: Es liegt einfach wieder eine Ausschreitung fran gewachsen find. Un so erfreuter äußern fie fich über den dgang der freisinnigen Stimmen. Für diesen Hindgang geht der Kreuzztg." eine Erklärung zu, die, wenn fte Reignet g it, die nationalliberale Siegesfreude etwas zu dämpfen ift. Dem tonservativen Blatte wird geschrieben: zösischer Wilderer zu Grunde. Schon lange Jahre er lauben fich Jäger aus dem benachbarten franzöfifchen Dorfe Chavannes- les- Grands, ohne Anstand, auf dem Jagdgebiet der Dammerkircher Jagdgesellschaft das Wild zu verfolgen und selbst da zu jagen Der von der biefigen Jagbgesellschaft angestellte entens perth ist der Rückgang der freifinnigen Stimmen in Jagdhüter Giffinger( also nicht ein deutscher Forsthüter) hat die dem Wablirelse, der noch im Jahre 1881 dieser Partei zuge en war. Bedenkt man die Anstrengungen, welche dieselbe gedachten franzöfifchen Jäger überrascht, als solche auf diessei tigem Jagdfelde ein angeschoffenes Reb aufhoben und mit Stückes Prozeß Numa Gilly. Advokat Peyton spricht von einer Börsenfpekulation bei Gelegenheit der Publikation des Berichtes der Kommission in Betreff des Panamafanals. Diesen Bericht habe das Ministerium 4 Tage lang behalten, ohne ihn mitzutheilen. Der Advokat Rouffeau von Paris erklärte hierauf, er jei mit einem Mandat nicht blos des damaligen Ministers Baybaut, gegen welchen die obige Anklage gerichtet set, sondern auch Rouvier's Raynal's und anderer Mitglieder der Budgetentschieden zu widerlegen. Es entstand sodann eine juridische Debatte zwischen den Advokaten Baycon und Rousseau über das Verhältniß von Beugen, gegen welche ebenfalls Beschuldi gungen erhoben werden. Der Gerichtshof zog sich zurüd, um über diese Frage zu berathen. Der Angeflagte Gilly erklärt, daß er nicht Andrieux, sondern die 20 Mits glieder der Budgetkommission angegriffen habe, lehnt es ab, fich zu vertheidigen und überläßt die Entscheidung dem Gericht. Andrieur feste auseinander, daß er die gerichtliche Verfolgung Gilly's eingeleitet habe, um seine Ehre zu vertheidigen und verfichert, daß er niemals bei einem Spekulationssyndilat in Panamawerthen bethelligt gewesen. Die Anklage habe er im öffentlichen Intereffe erhoben. Er habe die is fchien leichter als das. Nastaßja war, besonders des unterdrüden, ja, während der Dauer des dritten Mufit Komödie" von Philalethes, hinter welchem Schriftstellernamen arn, aber in den Kramladen, stets aber ließ sie die Thür und feurigen Augen stand, so glaubten wir, in unserer Office, soll man teine Komödie treiben." toffen stehen. Dies war der Grund, weshalb auch die bin immer mit ihr zanfte. Man brauchte also nur, eine Art Sheriff mit Klauen und Hörnern unseren Bliden auf um uns zur Strafe für einige Druckfehler im Donnerteil" an und schon hatten wir, alles unter den Galgen zu hängen " fich bekanntlich der König Johann von Sachsen verbarg, an fündigte, und zwar mit dem Bemerken:„ Mit göttlichen Dingen nteit ber die Beit gekommen war, leise einzutreten, das Beil dem Einbrud jenes gräßlichen, förpergewordenen Mufttstüdes der Rüche wegzunehmen und dann, nach einer Stunde unseren geladenen Revolver auf den Rapellmeister( den wir für alles vorbei war) es wieder zurück zu bringen. jenen gehörnten Sheriff hielten) gerichtet, als die Blas ihre Meinung über die Ehe und besonders über die Braut abe fließen ihm wohl auch 3weifel auf, z. B. daß nach instrumente flegreich einfielen und den Alpdrud verscheuchten. then fonnte, Stunde, bei seiner Rückkehr, wenn er das Beil wieder war fertig olt, als jema ben alten Platz zu legen beabsichtigte, Nastaßja anwesend in fonnte; bann mußte er natürlich vorübergehen und Sopha veten, bis sie sich wieder entfernt hatte. Wenn fie nun ber unterbeffen das Beil vermißt, wenn sie zu suchen, zu Sut und gi n Stufen bin Сифе зи enigftens üche zu feble Bt werden fol 18, aber auf noch ein Gart onnte er fich ni 18 fürs Beil A Ursache zum Verdacht vorhanden. -da wäre allerdings schon Verdacht oder ( Fortsetzung folgt.) Aus Kunst und Leben. Sine Rezension aus dem Hinterwald. Aus New toiro gefchrieben: Der in einem Kleinen, auf der Landkarte nheit eine Eig nicht angegebenen Ort in Arkansas erscheinende Donner en, bie er f en alle eine fond wurden, befto fie ihm zuglei Rampfes, fon ran glauben, re, daß alles, Wing ert und endgil ertlan Man fieht hieraus, daß der Leiter der Mufitbande nur mit Inopper Noth dem Tode entrann, wie wir folglich in jenem Moment auch dicht am Galgen vorbeigingen. Wir haben aber dem Direttor versprochen, ein gutes Wort für ihn einzulegen, und fügen als Ehrenmänner deshalb hinzu, daß die Mluft, froß ihres haarsträubenden Charakters, die süßesten Laute enthielt, die wir je gehört haben. Ueberbies tönnen wir die Ver ficherung geben, daß die Leute es nicht schlecht gemeint haben, und deshalb sollte fte wollten uns keinen Harm zufügen jeber feinen Schießprügel zu Hause stehen und die Musiler in Mit obiger Regenfton glauben Frieden weiterziehen laffen. wir der Wahrheit, wie der Höflichkeit gerecht geworden zu sein. Für Andersdenkende find wir zwischen 12 und 2 Uhr in unferer Office zu finden und werden unseren Mann zu stehen wiffen." Alte Bensorenstüchlein. Am 19. Dezember 1788 erschien in Berlin, von dem mißliebigen Minister von Wöllner veranlaßt, ein fönigliches Eoitt, worin alle im Inlande erscheinenden ( The Thunderbolt) bringt anläßlich des Gastspiels einer Schriften, bevor sie dem Druck übergeben werden durften, einer gemeinte Rritit: Im Namen der Bevölkerung dieses Ortes Richen Konzertgesellschaft in seiner legten Nummer folgende vorgängigen Benfur unterworfen wurden. Wöllner hatte zu bex einem der Bensoren den Konsistorialrath Cosmar ernannt. Bu Bei einer Raffernhochzeit scheint es das vorwiegende Bestreben der Festtheilnehmer zu sein, den möglicherweise vors handenen Hochmuth der jungen Frau zu dämpfen. Alle Be wohner des Kraals fommen aufammen und haben das Recht, Wohnung des Bräutigams, wo die Verwandten deffelben ver sammelt find und wo das arme schüchterne Mädchen die un glimpflichste Musterung ihrer Perfon anhören muß. Einer ruft Seht ihre Arme. Der Wind wird sie wegblasen, fie bängen an ihr wie Federn." bängen an ihr wie Federn."- haben die Männer ihren Wis zu ihrem eigenen großen Vergnügen erschöpft, so führen fte die Braut in dem Kraal herum. wo an einer Stelle die Frauen versammelt find. Hier beginnen ihre Leiden noch ein mal in weit höherem Grade, denn hier giebt es Schmähungen statt der Späße und Drohungen statt der Wize. Einige schildern in den düstersten Farben, was fie als Frau zu ers warten babe, während andere die Mängel threr Berson lächer lich und die übrigen darauf aufmerksam machen. All' diese Bemerkungen werden mit lauter, freischender Stimme vorgebracht und mit den beftigsten, drobendsten Geberden begleitet. Und diese Bescheidenheitskur" soll bei den jungen Kafferndamen den besten Erfolg haben. P ichen wir der ausländischen Gesellschaft unsern Dank für seinem nicht geringen Erstaunen las der Minister am Schluffe Morges, Schweiz, zur Post geliefert und im Juli 1888 glücklich Ronzert abzustatten, vermittelst deffen ste gestern Abend Trommelfelle erschütterte. Zuerst jedoch, wie es fich für erschienenen Flugschrift die Worte: Wehe dem Lande, deffen " Minister Esel find!" In höchfter Entrüstung ließ er den Benfor zu fich bescheiden, las tom die Stelle vor und rief voll Bornes aus: Herr Konsistorialrath, habe ich Sie deshalb zum Benfor ernannt, daß Sie bergleichen zum Drud verstatten?" Be tichtige Kritit gehört, der Wahrheit die Ehre! Die ganze tann nicht für einen rothen Cent gescheidtes Beug spielen. grabenen Mumie bes egyptischen Königs Ramses einen größte Theil der Mufil war derart, daß er der jüngst elen. Wir find ferner ganz sicher, daß von dem Gesang en rei entlodt haben würde, wäre dieselbe zugegen feblen Exzellenz, vielleicht," erwiderte Cosmar, daß ich anstatt ch doch fchlich großen schwarzmähnigen Dame, deren verdrehten Namen Esel find?" Der Minister schwieg und entließ ihn. weber lesen, buchstabiren noch aussprechen können, ein möglichteit e bas Beil ha ihn gar ni " Webe" bruden laffen sollte: Wohl dem Lande, dessen Minister Ein zweites bemerkenswerthes Bensurſtüclein stammt aus neuerer Pferd noch Kopfweh bekommen hätte. Was uns Beit. Im Jahre 1842 war zu Köln der Polizeirath Dolleschall mit äußerster Mühe ein Geheul des Entsegens zu betrifft, so vermochten wir bei verschiedenen Stellen als Benfor thätig. Er ftrich nun in der Rheinischen Beitung" eine Anzeige, welche die Ueberseßung von Dante's" Göttlicher Nach einem Jahrhundert bestellt. Von der Bestellung einer Postsendung nach fast hundert Jahren weiß ein englisches Nummer der" Gazette Universelles" an einen Empfänger in an die Abreffe befördert. Wie es heißt, gerieth das Blatt unter andere Beitungen und wurde erst im Juli d. J. mit völlig unversehrtem Umschlage und voller Adresse unter einem Haufen zurückgelegter alter Baptere in einer Dachlammer in Paris auf gefunden. Der Finder schichte es gewiffenhaft an den Postmeiſter in Morges, und dieser übermittelte es dem gegenwärtigen Haupt der in Morges noch vorhandenen Familie, welches der Bufall spielt in dem ganzen Vorfall eine große Rolle auch zufällig den Vor- und Bunamen des ursprünglichen Empfängers trug. Ueberzeugung gewonnen, daß das zu fällende Urtheil ihm nicht Die erwartete Genugthuung verschaffen werde und siehe er des balb feine Klage zurüd. Hiernach erfolgte die Freisprechung Ruma Gilly's. Der schnelle Ausgang des Prozesses Numa Gilly ist dadurch herbeigeführt worden, daß Andrieux seinen Alageantrag zurüczog, nachdem der Gerichtshof alle Angaben, welche nicht gegen den Kläger als solchen gerichtet waren, von Der Verhandlung ausgeschloffen hatte; hierdurch wurde der Angetlagte Gilly bestimmt, zu erklären, daß seine Bemerkungen nicht gegen Andrieur gerichtet gewesen seien. Von der Mehr aahl der Beitungen wird der Prozeß in Nimes als ein Possenspiel bezeichnet. Die gewaltsame Unterdrückung der Distuffton set verhängnißvoll für die Rammer, denn die An er.ffe gegen dieselben würden nur in schärferer Form erneuert werden. Der„ Preffe" zufolge beabsichtigt Boulanger nicht, im Departement Bar als Kandidat aufzutreten. Deputirtenkammer. Der Deputirte Röchlin thellte dem Minister des Aeußern, Goblet, mit, er beabsichtige, Don der Regierung Auskunft bezüglich der Angelegenheiten in Sanfibar an erbitten. Goblet bat jedoch, bezügliche Fragen zu verschieben, da die Verhandlungen über diesen Gegenstand noch nicht beendet seien. Der Pariser Gemeinderath hat in seiner Sigung Dom 14. be. Mts. fast einstimmig folgenden Beschluß gefaßt: Der Jahrestag des Dezember Staatsstreichs bat niemals aufgehört, in den republikanischen Gemüthern allgemeine Mißbilligung zu weden. Dieser Protest des Rechts gegen die Gewalt, der Freiheit gegen die persönliche Macht brängt fich unter den heutigen Umständen mehr als je auf, als eine pietätvolle Erinnerung und ein edles Beispiel. Der Pariser Gemeinderath, ein treuer Dolmetsch der Gesinnung der Bariser Demokratie, wendet sich an alle Republikaner mit der Aufforde rung, an dem Grabe Baudin's zu verkündigen, daß das Vers brechen fich nicht verjährt und daß die angriffe gegen die Re publik und die Souveränetät des Bolles ihre Sühne und ihre Büchtigung in fich tragen. Bu diesem Behufe beschließt der Theater. Dienstag, den 20. November. Opernhaus. Die Quizon's. Shauspielhans. Geschloffen. allner- Cheater. Madame Bonivard. Vorher: Der dritte Stopf. Kefug- Cheater. Die Glocke. . 278 aber beschäftigungslos find, gegen bestrafte Individuen, Urheber von Delikten wider die Person und das Gigen verhängt wird. Der Ministerpräsident Crifpt trat fü Aufrechterhaltung der Ammonizione" ein und erklärte, sei wünschenswerth, daß die Kammer die Politik des binets eingehend crörtere, um zu sehen, ob die Rammer Anschauung seit seiner( Crisp:' s) Turiner Programmrede ändert habe. Was die innere Politik betreffe, so achte Regierung die Freiheit der Bürger, wolle aber bie obachtung der Gefeße. In der auswärtigen Politit babe nur den einen Gedanken, an Italien. Er werde Nie herausfordern, werde möglichst vorsichtig vorgehen, aber ni Die nationale Würde bloßftellen. Er werde niemals daß Jemand direkt oder indirekt wage, sein Land zu beleid noch daß man dasselbe als irgendwie einer anderen nad stehend ansehe. Der Präsident brachte hierauf folgende aliner nent 29 Deputirten eingebrachte, von der Regierung aber nicht umundeter nommene Tagesordnung zur Abstimmung: Indem enn man no Kammer die Beibehaltung der Ammonizione" nicht bt besondere geht sie zur Tagesordnung über." Die Tagesordnung minderun in namentlicher Abstimmung mit 124 gegen 38 Stimmen eber die S lehnt. Diese Abstimmung wurde indessen für ungültig abe neuerba weil die Kammer nicht beschlußfähig war, und wird den Schna Der Senat genefit; bas d am Montag Gemeinderath, fich am Sonntag, den 2 Dezember, um 2 Uhr| Nachmittags, in Gesammtheit nach dem Friedhofe Montmartre zu verfügen, um einen Kranz auf das Grab des heldenmüthigen Bertheidigers der Republit niederzulegen, und er ladet das repu blikanische Pariser Volt ein, sich ihm in stiller Sammlung an zuschließen und seine unerschütterliche Anhänglichkeit an das Recht, die Freiheit und die Republit zu bezeigen." Die republikanischen Pariser Vereine und Ausschüsse find bereits in Thätigkeit, um möglichst große Betheiligung zu erzielen, was um so leichter ist, als der 2. Dezember auf einen Sonntag fällt. Gegenüber diesem Vorgehen des Gemeinderathes werden Kammer und Regierung fich beeilen, bis dahin einen Antrag Maillard's zu genehmigen, welcher bezweckt, am 2. Dezember die Refte Baudin's vom Kirchhof mit größter Feierlichkeit in das Pantheon überzuführen und dies zu einem nationalen Fest zu machen. Der Anlaß zu dieser Kundgebung, welche fich weniger gegen den vergangenen napoleonischen als gegen den zukünftigen boulangiftischen Bäfarismus richtet, ist trefflich gewählt. Seitdem 1869 die Rundgebung einiger jun gen Leute auf dem Grabe Baudin's zum Anfang des Endes Dom Raiserreich wurde, ist Baudin zum Helden der Republik vorgerückt. Der Volksvertreter Baudin fiel beim Staatsstreiche auf einer Barrikade, als er die Arbeiter zum Widerstande ans führte. Gambetta begründete seinen Ruf durch die Vertheidi. gung jener jungen Leute vor Gericht, wo er in seiner Rede das Sündenregifter der Bonaparte entroute. Er wurde mit einem Schlage berühmt und gleich darauf in Paris gewählt. Auch ein Bruder Baudin's wurde noch hervorgesucht. Seither aber waren Baudin und sein Grab vergeffen worden, obwohl daffelbe ein neues Denkmal erhalten hatte. Italien. Deputirtenkammer. Bei der fortaesetzten Berathung Der Vorlage, betreffend die Reform des Gefeßes über die öffentliche Sicherheit, sprachen mehrere Redner für, mehrere gegen die Beibehaltung der Ammonizione" ( der besonderen polizeilichen Überwachung), welche seitens der Behörde gegen Taugenichtse, Landstreicher, welche arbeitsfähig, das Strafgesetz in geheimer Abstimmung mit 101 geg Stimmen. Rußland. Die s benbols her Ladentifch bei der Ein Der Minister der öffentlichen Verte das Re anstalten, Admiral Pofftet, ist auf sein Ansuchen seines bert, trägt enthoben und zum Mitgliede des Reichsrathes ernannt m Afrika. lartige Erh Cabentisch bef mobernem St it Buffchrift Das„ Reuter'sche Bureau" meldet aus Sansiba englische Generalfonful babe eine Proklamatio laffen, welche den bort lebenden Engländern verbietet, Kontratte mit Stlavenbefizern zu schließen, um Stlaw tag fünf U Arbeit zu erhalten, noch auch Sllaven durch Vermittelung Befizer oder auf eine andere Weise zu verwenden. 1. Geschäft: Oranienstr. 174. Theodor Fricke catches Cheater. Der Battet von Kix Strickgarn- und Benthes Pfarrer Kirchfeld. Friebrich Wilhelmstädtisches Cheater. Pariser Leben. Sikteria- Theater näen. Die Reise in die Pyre Reben- Cheater. Papa Guftave. Bellealliance- Theater. Der Rattenfänger von Hameln. Folks- Cheater. Romeo und Julia. Ronightädtisches Theater. Die schwarze Dame. Central- Cheater. Schmetterlinge. Abolf Gruft- Theater. Die bret Grazien. Baufmann's Variété. Spezialitäten Bor ftellung. Saucerbia- Cheater. Spezialitäten Bor Rellung. Eheater ber Reichshallen: Spezialitäten Rorftellung. Walhalla. Spezialitäten- Vorftellung. Berliner Theater. Dienstag, den 20. November: Der Probesfeil. Anfang 7 Uhr. Mittwoch, den 21. November: Demetris. Anfang 7 Uhr. Donnerstag, den 22. November: Die Geschwister. Die Versucherin. Jugendliebe. Anfang 7 Uhr. American- Theater. Wallnertheaterstrasse Mr. 15. Berliner Schönheits- Konkurrenz. Die Tableaug werden von in Berlin geborenen Schönheiten dargestellt. Erstes Bild: Aschenbrödel nach F. Hiddemann: Frl. Martha Kögel. Zweites Bild: Unter Rosen nach P. Thumann: Frl.*. Drittes Bild: Hoffnung nach C. v. Bobenhausen: Fil.** Biertes Bild: Das Wafer nach G. Gräf: Frl.***. Fünftes Bilo: Lachender Himmel nach Raphael: Fräul. Elise Elsner und die übrigen vier Damen.( Die mit****** bezeichneten Damen wünschen ungenannt zu bleiben.) Neu!! Alpenveilchen- Terzett. Auftr. des Schattenfilhouettisten Oskar Alberti, des urlomischen Bendis und Neumann Bliemchen". Anfang 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billet Vorverkauf ohne Aufgel im, n validenbank" und Vormittags von 11-1 Ub an der Theaterkaffe. Königs- Tunnel bes Grand Hotel am Alexanderplat. Täglich: [ 80 Instrumental- Concert. Anfang 7 Uhr. Entree frei. Gustav Kunze. Gratis und franco versende meinen reich ausgestatteten StrumpfwaarenFabrik. Dere: Bur Bri Canapeteufel mittag ble Deftillation webt ein talte auf den Stüb gelprochen wir it fogenanntes Bafte der Sch Macht ihnen Der lagt f 15 B Mas Grog obl 50 Bf. E Neu Preis- Courant für Strickgarne und Strumpfwaaren eröffnet: Capotten, Knaben-, Damen- und Herren- Westen 2c. Specialität: Tricot- Taillen,-Blousen umb Kinder- Kleidchen, Damer Cirkus G. Schumann. Friedrich Karl Ufer. Ede Karlstraße. ( Im früheren Birtus Krem bfer.) Der Cirkus ist gut geheizt und gegen Bug gefüht. Dienstag, den 20. 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November 1888. gegangen; für fie find diejenigen die liebsten, welche ihnen recht reichlich schmutziges Material zur Bewerfung ihrer Mitmenschen autragen." Drastischer find die Schweinburg und Konsorten nie gezeichnet worden, als in dieser Schilderung ihres konser vativen" Gefinnungsgenoffen! Die Berliner Destillation oder wie sie der richtige f folgende aliner nennt, die„ Destille" ist jedenfalls eine der übelst Der nicht mundeten Einrichtungen, die man fich nur vorstellen fann, Indem man nämlich einer gewiffen Preffe Glauben schenkt, welche nicht besonderem Eifer gegen den bösen Schnapsteufel anfämpft. dnung erminderung der Schankstätten", so lautet immer und immer Stimmen ber die Parole diefer Leute. Neulich gehe ich durch eine ngiltig abe neuerbauter Häuser und finde an einer Ede dort einen wird den Schnapsteufelpalaft. Das Ding war prächtig aus at gene fit; das große Regal mit Flaschen und Gläsern aus schönem Bild, welches der Anklage zu Grunde liegen on der Deut 101 geg en feines nannt ma Ladentisch, der sich in Wintelform gleichlaufend mit den der Eingangsthür gegenüberliegenden Wänden hinzieht Verle das Regal von bem großen freien Raum abs nbert, träat an feinen beiden Enden und an der Winkelede lartige Erhöhungen, zwei Thüren, die durch die hinter dem Cadentisch befindlichen Wände führen, find mit Portieren aus Modernem Stoff geschmückt. Ueber beiden Thüren sind Schilder mit Buffchriften angebracht, die eine lautet: Komptoir, die ans erbietet, napsteufel hat fich da recht hübsch einquartit. Es ist Nach m Stland tag fünf Uhr, also noch nicht die eigentliche Geschäftszeit für nfiba Groflamation mittelung n. en. mer C. CA Neu ffnet: ift: xe 1 asse e abrik # tel er, iften an, 16 Futons Zum Postdiebstahl erfahren wir, so lesen wir in der Berl. 3tg.", daß die Werthermittelungen auch jetzt, nachdem schon eine geraume Zeit verfloffen ist, noch nicht völlig abge schloffen find. Man erwartet aus entfernter gelegenen Auf gabestellen noch immer diesbezügliche Aufklärungen, um das in authentis ist schen Bant die von ihr ausgesette Belohnung von 10 000 M. dem Berliner Polizeipräfidium zur weiteren Veranlaffung überwiesen worden. Die Vertheilung wird, wie wir erfahren, nicht Dom Polizeipräsidenten Freiherrn von Richthofen, sondern vom Chef der 4. Abtheilung, Grafen Büdler, in einer den Verhält niffen entsprechenden Weise vorgenommen werden. Man irrt übrigens, wenn man glaubt, daß jedem der betheiligten Be amten eine größere Summe zufallen würde. Die Prämie soll nämlich in mehr als zwanzig Theile zerlegt werden, denn es handelt sich dabei nicht nur um die Berliner und Hamburger Polizeibeamten, welche zunächst in Frage tommen, sondern auch verschiedene Bivilpersonen, welche bei den Ermittelungen direkt und indirelt mitgewirki haben. Hierher gehören mehrere Hamburger Bantbeamte, Kaffenboten 2c., welche, als die Gauner dort ihren Raub in flüfftge Werthe umfeßen wollten, das Polizeipräsidium benach. richtigt hatten. Selbstverständlich werden fie bei der Präs mtirung nicht übergangen. Daffelbe gilt von mehreren Bost beamten, welche den Schröder an seiner berühmten langen Rafe erkannt und dadurch die polizeilichen Ermittelungen erst in das rechte Geleise geführt haben. die Deftillationen. Aber meine Neugier ist rege, hier draußen kommen, webt ein falter Wind, also hinein! Nur wenige Leute fizen auf den Stühlen in dem Raum vor dem langen Ladentisch; gelprochen wird wenig und Niemand hält sich lange auf; alles it fogenanntes Laufpublikum, also die am liebsten gefehenen Säfte der Schantwirthe. Sechs Maurer treten ein, die Kälte Macht ihnen die Arbeit Der lagt fich ein Glas as 15 Bf.; ich habe für ein schlechter schmeckendes Mas Grog in den vornehmen Restaurants oft 30 auch l 50 B. bezahlt. Kaum zwei Minuten haben sich die sechs dein Raum aufgehalten, so gehen fie wieder. Mehrere Lehr auf dem Neubau unmöglich. Warmes" geben, Preis pro aus ben nabe gelegenen Werkstätten erscheinen; sie tragen denartige, taftenförmige Holzgeräthe, dazu eingerichtet, um ge Cute geben umfangreiche Bestellungen ab, ihre Tragekasten wer te Bläser bequem transportiren zu fönr en. Die jungen Sinter dem Ladentisch find beständig zwei Personen, anscheinend mit Flaschen und Gläsern, die Getränke enthalten, gefüllt. Befizer und eine Schentmamfeu thätig. Die lettere hat ar eine Wollarbeit auf dem einen Pult liegen, aber fie fommt um dazu, die langen hölzernen Nadeln in Bewegung zu setzen, fortwährend freten neue Kunden ein und warten auf ihre rtigung Peute gt ber Ununterbrochen gehen und fommen die erhalten bas Geforderte, und fortwährend der Ton ber Münzen auf dem Ladenund das belannte Scharren in der Geldschwinge unter dem bentische. Ich habe mit einem Glase Grog etwas abseits genommen, um das Treiben ungestörter beobachten zu nich bemerle aber, daß das Schentfräulein gelegentlich, fe zugleich mit dem Destillateur an dem großen Gläser thätig ist, alio belde Personen mir den Rüden zukehren, ge verftoblene Worte mit ihrem Prinzipale wechselt. Es ert nicht lange, so giebt dieser durch ein Klopfen an der ivatthür ein Beichen, daß weitere Hilfe am Schanttisch nöthig Es erscheint eine Frau, vermuthlich die Gattin des eftillateurs, welche bald mit Flaschen und Binn Maßen andtirt, während der Herr Gemahl fich zu mir setzt und fich tliebenswürdig mit mir unterhält. Ich spreche ihm meine erwunderung aus, daß er sich meinetwegen seinem Gee Herren stets Belt habe. um Was die Hamburger Polizei anlangt, so scheint man sie in gleicher Weise bedenken zu wollen wie die hiesige, da ohne die von ihr vorgenommene Berbaftung füglich auch die Berliner Behörde nicht die Werthe hätte auffinden können. Außer einem hiesigen Polizeirath, welcher vermöge seiner Stellung als Ab. theilungschef nicht zu übergeben ist, partizipiren an der Be lohnung in erster Linie der Kommiffar Billmann, ferner ein Hamburger Kommiffar, drei Berliner und ebenso viel am burger Schußleute. Auf die Hauptpersonen dürfte also hoch. gegriffen etwa eine Quote von je 100 M. fallen, während die übrigen Personen nur mit verhältnißmäßig fleinen Beträgen bedacht werden können. Der Untersuchunasrichter Dr. Hollmann hofft übrigens, daß der sensationelle Prozeß spätestens zu Anfang des neuen Jahres zur Verhandlung fertig gestellt werden wird. Für die Annahme, daß Schröder und Brunn noch weitere Romplizen gehabt haben fönnten, haben fich bis jest greifbare Momente nicht ergeben. In Freienwalde haben in diesen Tagen polizei liche Ermittelungen stattgefunden, welche mit dem Prozeß in Bufammenhang stehen. Man scheint anzunehmen, daß die Mutter des Schröder Hehlerdienste versehen haben und um den Verbleib eines Theiles des noch fehlenden Geldes wiffen tönnte. Der Vorschlag, den seines Werthinhaltes beraubten Postbeutel in den Kanal zu werfen, ist von Brunn ausgegangen und zwar ehe der Koup noch ausgeführt war. Die That ist also in allen ihren Einzelheiten vorbedacht gewesen. Das Waffer so glaubten die Gauner würde jede Spur so lange verwischen, als fie bedurften, um mit ihrem Raub bas te entzieht; er entgegnet verbindlich, daß er für Weite zu suchen. Der unberechenbare Bufall aber setzte die Es gehe in seinem lale alles sehr ruhig zu, und er hoffte feinen Anlaß zur UnMebenbeit zu geben. Erst später, als ich mir seine Aeußerun nochmals ins Gedächtniß rief, wurde mir flar, daß der mir auf, daß das Fräulein von mir feine Bezahlung wollte, sondern mit den ehrlichsten Augen von der Welt fet fchon bezahlt; erst als ich sehr nachdrücklich diese telt in Abrede stellte, nahm file das Geld und zahlte den uß zurüd. So alio fehen die vielverrufenen Lafter aus! Ich habe mich länger als eine Stunde in dem maufgehalten; ich habe in diefer Beit- und ich gab hierauf über 100 Bäfte aus und eingehen fehen, ich bie u be und gemul en Quali in ben all Brit onbers Acht che tein unanftändiges Wort gehört. Was hier gekauft wurde, Bolle, nothwendige Erfrischungen bei der Arbeit, in einzelnen, so Bu febr billen Duantitäten, daß von Urmäßigkeit beim Genuffe derselben e de Pari Futlich klei Bu ben all Bolizei schon wenige Stunden nach der Ausführung in den Stand, die entstandenen Verluste einigermaßen zu übersehen. Da es sich bei der Sache um qualifizirten Diebstahl handelt, so werden die beiden Diebe im Buchthause zu Sonnenburg Ge legenbelt finden, über ihren gaunerischen Gentestreich lange Jahre legenheit finden, über ihren gaunerischen Gentestreich lange Jahre nachzudenken. Einladung zum Lehrkursus über die erste Silfe bei Unglücksfällen. Unterzeichnete beabsichtigen, in den Wintermonaten einen Lehrkursus über die erste Hilfe bei Un glüdsfällen von einem Arzt zu veranstalten. Sur Theilnahme werden insbesondere die Bimmerleute, Maurer und Bauarbeiter, sowie alle Arbeiter, welche fich für die Sache intereffiren, er gebenst eingeladen. Diejenigen, welche geneigt find, fich baran zu betheiligen, werden ersucht, ihren Namen, Stand und Woh nung auf die jest herumgehenden Liften zu setzen, damit, sobald eine größere Anzahl von Personen aufammen ist, dieselben per 5. Jahrg. wohnhaft, in der Pferdebahn von einem Herrn angeredet, der fich schließlich als der Polizeiwachtmeister Weinert entpuppte. Die beiden Herren wurden nach dem Polizeirevier auf dem Alerans derplat fiftirt, woselbst fte einer außerordentlichen genauen Rörpervifitation unterzogen wurden. Gefunden wurde allerdings nichts, wodurch das Aufhalten der beiden Arbeiter gerechtfertigt erscheinen tönnte. Die schriftliche Bescheinigung, welche über den Vorfall ertheilt wurde, enthielt die Worte, daß die Stftirung auf Befehl" geschah. Der Polizeiwachtmeister war zufällig auf bie Pferdebahn gefprungen, hatte zufällig die beiden Leute bes merkt, bandelte aber trotzdem auf Befehl". Ausweisung. Wie hiefigen Blättern mitgetheilt wird, ist am Sonnabend, angeblich auf Requifition der deutschen Bots schaft in Paris, der hier Lindenstr. 12 wohnende Berichterstatter Der France", Monfieur Latapieh, vom Bolizeipräsidium aus gewiesen worden. Der Ausgewiesene dürfte sich zur Stunde bereits auf dem Wege nach Paris befinden. Etwas genaues über den Grund der Ausweisung verlautet noch nicht. Ein alter Schwindel, gegen welchen nicht genug gewarnt werden kann, hat am Freitag gegen Abend einen armen Lauf burschen aufs empfindlichste geschädigt. Gegen 8 Uhr trat an den 14jährigen, die Linienstraße zwischen Prenzlauer und Schön hauser Thor pafftrenden Laufburschen Ernst Sch., welcher von dem Prinzipal einer in der Königstadt domizilirenden Firma au einem Kunden mit einem Badet Waare im Betrage von 100 bis 150 M. gesandt wurde, ein elegant gekleideter, etwa 40 Jahre alter Mann heran und bat den Knaben, in die dritte Etage des Hauses, vor w.lchem Beide standen, einen Brief hinauf zu tragen, thm für den Dienst 10 Bf. schenkend. Der Sch. legte, um schnell wieder zurückzukehren, die schwere Last nieber und ersuchte den Fremden, doch so lange bei der Waare zu bleiben, bis er zurückgekehrt fei, was ihm fener auch versprach. Als der Knabe, welcher den Adressaten in dem Hause nicht finden konnte, wieder in den Hausflur zurückkam, war der Auftraggeber, leider aber auch die Waare verschwunden; der nichtswürdige Betrüger hatte sich das Vertrauen des Knaben zu Nuße gemacht und war mit derselben in irgend eines der zahlreichen dortigen Winkel gäßchen verschwunden. Je seltener es geschieht, daß die Messerhelden so aleich ihren Mann finden, der ihnen in gebührender Weise die Wege weift, mit um so größerer Befriedigung wird unsere Leser folgender Vorfall erfüllen. Zwei Herren und zwei Damen, lettere vorausgehend, nahmen Sonntaa Abend ihren Weg durch den Friedrichshain. Während die Damen in heiterem Geplauder durch das Halbdunkel des entlaubten Parks dahinschritten, drängte fich plöglich ein junger Mensch an fte heran, der sos gleich anfing, fie mit den gröblichsten Rebensarten zu insul firen. Auf das Hilfegefchrei der Damen waren die Herren natürlich fofort zur Stelle. Wie dieselben den Burschen nun Aur Rebe stellten, zog derselbe plöglich das Meffer, um auf die Herren einzubringen. Bei diesem Vorhaben hatte er jedoch die Rechnung ohne den Wirth gemacht. The er sich's verfah, war et von einem seiner riesenstarken Gegner entwaffnet, funstgerecht übers Anie gelegt und sein nunmehr erklingendes Weh gefchrei zeigte zur Genüge, mit welcher Kraft die beiden Herren ihre spanischen Spazierstöde niederfaufen ließen. Braun und blau geschlagen und feiner Sinne faum mächtig, ward der Messerheld dem auf den Lärm herbeigeeilten Nachtwächter übergeben, der ihn nach der Polizeiwache am Friedrichshain transportirte. Moppel" hat sich verlaufen. Lieber Mann, ich bin untröstlich über den Verlust meines füßen Moppels. Laß doch, bitte, eine Anzeige in die Beitung fegen!" Gern, liebe Frau." Am andern Tage left fte: Behn Mart Belohnung. Frau." Verloren ein Schooßtund mit einem Auge, ohne Schwanz, auf den Namen Moppel hörend, zu fett, um laufen zu können. Wer ihn ausgestopft zurückbringt, erhält dreißia Mart." Polizeibericht. Am 16. d. Mts. fiel im tgl. Schauspiel haufe der Maurerpolter Hahn, als er, wahrscheinlich nach dem Auslöschen der Beleuchtung, die Arbeitsstelle verließ, aus dem Paterregeschoß etwa 8 Meter tief in den Keller hinab, wo er am nächsten Morgen halb erstarrt und in bewußtlofem Zustande, mit schweren Verlegungen am Kopfe und am Rückgrat aufge funden wurde. Er wurde nach dem St. Hedwigs Krankenhause gebracht. Am 18. d. M. wurde in der Prenzlauer Allee ein Schlächter frant aufgefunden und nach der Wache des 81. Poli zei Reviers gebracht, wo er nach furzer Beit, anscheinend infolge eines Schlaganfalls, verstarb. Die Leiche wurde nach dem Leichens schauhause gebracht. schauhause gebracht. An demselben Tage Nachmittags wurde vor dem Hause Potsdamerstraße 135 der auf einem Dreirad Schneider Jad, als er dicht vor einem Omnibus vorbeizufahren versuchte, von demselben erfaßt, so daß sein Gefährt zertrümmert wurde und er unter Die Pferde des Omnibus gerieth. Jad erlitt außer Quetschungen der Bruft Verlegungen im Geficht und am Halse.- Üm dieselbe Beit erlitt das Dienstmädchen Albold in der Wohnung seiner Herrschaft, Pallisadenstraße 82, dadurch schwere Brand wunden am ganzen Körper, daß es mit einer brennenden Pe Bebe fein fann. Aber das ist richtig, daß ein solches Geschäft Karte eingeladen werden fönnen. Bur Dedung der Unkosten fahrende me Stonzeffton zu einem solchen Geschäft wird mit Gold auf Boldgrube ift, die ihren Befiser in furger Beit reich macht. Defillateure thre Stonzeffton hüten wie das Auge. Die Preise gen, bas läßt sich begreifen und ich verstehe, daß die rbie Getränke, namentlich für Bier, find etwas niedriger als bie with Bier- Restaurants und während man in diesen größeren in Schleiffteinen u. Rutschen b Flaurants, namentlich in denen mit weiblicher Bedienung, fast ( Verbandsmaterial, Porto u. f. m.), ist ein einmaliger Beitrag für den ganzen Kursus von 25 Pfennigen zu zahlen. Ausge füllte Liste muß an einen der Unterzeichneten gesandt werden. Die Meldungen fönnen jedoch auch mündlich bei den nach stehenden Herren des Abends erfolgen. Listen können dafelbft noch in Empfang genommen werden. Der vorgeschrittenen Beit wegen bitten wir, die Meldungen möglichst beschleunigen zu jeber Tageszeit wenn nicht Betrunkene, so doch ftart Ange wollen. Gustav Dietrich, Boffen erfir. 31, 3 Tr.; Joseph Schmidt, troleumlampe fiel, wobei der Behälter der Lampe zerforang, das bentitätten zur bie untene trifft, fand ich unter den Vielen, welche sich hier einige inuten aufbielten und ein Getränk genoffen, Reinen, auf den efolche Bezeichnung hätte angewendet werden lönnen. enn ber Schnapsteufel Orgien feiert, so thut er es in diesen otalen gewiß nur selten; vielleicht hat er andere heimliche Alupfwintel, und ich bin überzeugt, wenn man Se. alfo olliche Beftilens barüber zur Nede stellen wollte, er würde als bildeter Teufel- und der Teufel ist immer gebildet ufnahme einer Statistit verlangen, um die Drgien seiner Kollegen Alerteufel und Weinteufel ziffernmäßig festzustellen, die heute obl noch zu oft alle dem Schnapsteufel aufs Ronto geschrieben erben. Was aber eine Beschränkung oder Verminderung der it. Biele würden den Schnaps in größeren Quantitäten nach ule bolen und dort dem Lafter des heimlichen Trinkens in Arme fallen, während in einem öffentlichen Lokal die Scham Erinter noch immer von dem Schlimmsten zurückhält. Als Die Deftille verließ, war es 6 Uhr vorüber, und der Zubrang be fo fart, baß vier Personen hinter dem Schenktisch be lefen wir in der Bolts- Btg.", entwirft die in diesem Punkte Sine ausgezeichnete Charakteristik der Reptilienpresse, Mebereinführung der Beitungssteuer eintritt und dabet fachverständige Elbinger Beitung", indem fie für die Deute steht es jedem Lumpen frei, eine Beitung herauszu. Folge haben würde, ist für mich nicht zweifel, Augusts & Loos ewinne 1888 adas Bank ze, inden ftigt waren. elbt: und H Laufiberstr. 3, 3 Tr. Das Berliner Intelligenz"-Blatt bringt in seiner legten Nummer unter der Nubrit Lokalnachrichten ein Gedicht: Ein Kanzlerwort", deffen letter Vers also lautet: Mag wizeln frech der Feinde Spott, Das Deutsche Reich besteht! Eine fefte Burg ist unser Gott Und Bismard sein Prophet. In Noth und Tod, Herr find wir Dein, Gegraben wie in Erz und Stein, Soll es in unf're Herzen sein: Der Deutsche fürchtet Gott allein Und sonst nichts auf der Welt!" Der Verfaffer des Gedichtes ist ein Herr Adolph Katsch, vor deffen dichterischem Talent wir bewundernd den Hut ziehen. Nur national. Eine deutsch- nationale Spieltarte ist das neueste Produkt des nationalen Gedankers und herrscht in den Kreisen aller nationalen Kartenspieler eine freudige Erregung darüber, daß die nationale Einheit durch obige Erfindung nun auch auf tartologischem Gebiete hergestellt worden ist, wodurch einem lang gefühlten Bedürfnisse endlich Rechnung getragen wurde. Das cole Stats und Schafkopfspiel litt erklärlicherweise erheblich unter dem Uebelstand, daß der eine nur mit deutschen, der andere nur mit franzöfifchen Karten zu spielen verstand. Das hat nun aufgehört, die Spielenden greifen nur noch zur nationalen Spieltarte, welche, wie versichert wird, auf einer echt recht bezeichnendBomben tarte" genannt hat. Für eine nationale Ratte gewiß ein recht geschmedvoller Name! Die nationalen Spieler mögen nur recht vorsichtig sein und sich nicht in die nationalen Bombentarten guden laffen. ud zu machen, fich eine zweifelhafte Eriftens zu gründen, vaterländischen Joee beruht und welche der geniale Erfinder O menn folches auch nur zu dem Zwecke geschieht, den gar nur, um sein Müthchen an feinen Mitmenschen zu en. Geht das Geschäft, so ift's gut, geht es nicht, nun so bet es dem Herausgeber auch nicht, denn zu verlieren hat Ehrenmann ohnehin nichts. Und mit welchen Mitteln wird Meit und Gewiffenhaftigkeit ist bei dergleichen Unternehmern folde Existenz zu erhalten gesucht! Der Sinn für Unpartei weber gar nicht vorhanden gewesen, oder gänzlich veiloren Bril Siptirung. Am Sonntag Vormittag gegen 10 Uhr wur den die Herren Weber Heinrich Sachse, Am Ostbahnhof 14 wohnhaft, und der Wirker Auguft Steinkopf,& nosbergerstr. 16 herausfließende Petroleum fich entzündete und die Kleider des Mädchens in Brand ſegte. Die Verlegte wurde nach dem Krankenhause im Friedrichshain gebracht. Abends wurde ein Arbeiter im Luftgarten von einer Droschke überfahren und er litt bedeutende Verlegungen an beiden Unterschenkeln, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. Im Laufe des 17. und 18. b. M. fanden an acht verschiedenen Stellen fleinere Brände statt, welche von der Feuerwehr gelöscht wurden. 3918 Theater. Residenz- Theater. Papa Gustave" nennt sich ein Schwant von Alfred Duru, der vorgestern Abend zum ersten Male im Refdenz- Theater aufgeführt wurde. Das Stüd ge reichte dem Theater feineswegs zur Ehre, es war viel mehr Birkuspantomime als dramatische Arbeit. Der Inhalt des Stüdes ist unglaublich blöde. Ein Advokat, starter Bierziger, befigt aus einer Jugendneigung eine unehe liche Tochter, deren Eriftens er in jeder Weise vor seiner jungen Frau verbergen will. Er besucht seine Tochter heimlich, und schließlich tommt er auf den Gedanken, diefelbe zu verheirathen. Er findet einen polizeiwidrig dämlichen Bauerntölpel, der sich bierzu bereit erklärt. Dieser Bauer ist aber zufällig der Bächter des Gutes von der Frau des Notars. Das junge Mädchen will den Bauer nicht heirathen, sondern verliebt sich in einen Freund ihres Vaters. Nachdem unter den unmöglichsten Ver wechselungen, den tollsten Ausgelassenheiten endlich die Existenz jener Tochter ans Tageslicht gefommen war, findet der übliche Theaterabschluß statt. Es wurde im Ganzen recht wader gespielt. Herr Witte ift ein Komiter von vielem Temperament mit ungeheuerlicher Bewegungsfähigkeit der Gefichtsmuskulatur, die übrigen Mit wirkenden spielten in ihrer gewohnten Weise. Die Regie war recht gewählt. Gerichts- Zeitung. auf 2300 M. an und soll tafür gleich einen Wechsel über 3000 Mart haben unterschreiben müssen, welcher in monatlichen Raten von 60 M. bezahlt werden sollte. Später tüdte Belling mit dem Geständniß heraus, daß seine Schulden in Wirklichkeit weit größer ſelen. Die Angeklagten gaben ihm nochmals 1500 M. und nun foll für die Gesammtsumme von 3800 M. ein Schiedsmanns vergleich in Höhe von 7700 M. eingegangen sein. Die monat lichen Abzahlungen erfolgten nur zweimal, dann verfiel Belling dem Gehaltsabzugsverfahren, welches aber auch aufhörte, als die Bestrafung des B. erfolgt war. Bestrafung des B. erfolgt war. Die Angeklagten behaupten, das Endergebniß dieses Geschäfts sei das gewesen, daß fie an Belling 3000 m. verloren haben. " prochen einige der A Soreinergefell Police noch die Abzahlungen in der versprochenen Höhe erhalt male mit D seit dem Jahre 1884 feien erst 400. von der Schuld g zu ba worden. Daß Ahlwandt falsche Vorspiegelungen gemacht, loten, bak fte nicht behaupten. Ahlwandt erklärte, daß er außer Stand Deberich Mitt gewesen, die Police zu beschaffen, er habe dieselbe erst ausle mill, obgleich f dies M. wollen, bics aber nicht lönnen, weil ihm 1000. geftole nicht ermittelt fundete über worden seien. Der Nentier Maaß, der sodann vernomm Dem wird, kat ebenfalls auf dem Bürgschaftsschein des Grafen Könien Stoffeler mart gestanden, er will aber weber seinen Namen selbst geschriebe Die Theilnehr noch einem anderen die Erlaubniß gegeben haben, zu schreiben. Ablandt machte den Einwand, daß Maak die Unterschrift des forum in feiner amtlichen Eigenschaftlerlohn ber Schulfommiffionsvorsteher beglaubigt und sogar sein Amtifavereinen beigedrückt habe, als er, Ahlwandt, ihn eines Tages mit Ro besucht habe. Der Beuge erklärt trop aller Borhaltungen, er fich dieses Vorfalls ebenso wenig entfinnen tönne, als Umstandes, daß er Kortum je vor dem Termine, in weld Befon und de dieser wegen seiner Bürafchaftsleistung in Anspruch genomms. Der Sc wurde, gesehen haben sollte. Auf die Frage des Rechtsann Rosenstod, ob Ahlwandt das Amtsflegel zugänglich gewesen, werde nicht flärte der Beuge, daß dies der Fall sei, da Ahlwandi häufig in seinem Amtszimmer besucht und auch mehrfach Sonntag habe demselben allein geweilt habe. Busammenhang fh an der Ag den Reichstage 1000 Gib geftrigen S fet ihm ni cine Bufammer bemb" gefunge Freiburg gannen vor de bandlungen ge Graf Königsmart hat fommissarisch ausgesagt, daß Relieb mit dem ba 18 Mon Unter denfelbe Redakteur Ado Die übrigen f flagte Emma Wenn fillagebant gebro A. zugestandenermaßen ihm ganz falsche Angaben über Verhältnisse gemacht habe. Lehrer Schröder bat felbe verwel Rektor größere Geldsummen, nämlich 630 M. und 2100 zur Regulirung feiner Verhältnisse geborgt und hat no 2000 M. zu bekommen. Seine Auffaffung, daß damit ganze Schuldenlast getilgt werden lönnte, babe fich später egen er br falsch erwiesen. Der lagte den Rektor betreffende Beuge ist derden und wege malige Schuldiener Augustin. Derselbe giebt an, feiner Zeit auf die Behauptung des Rettors A. hin, daß ein Tausendmarkschein gestohlen worden, au Gefängniß verurtheilt worden sei. Reitor Bombe seiner Zeit nicht vergiftet hätte, fich seine Unschuld herausgestellt haben. will behaupten, daß Rektor A. ganz üppig habe; derfelbe habe nach seiner Meinung auch folches führen können, da er alle Welt angeborgt habe. lich giebt Rektor A. auf Befragen des Gerichts an er 1600 Thaler Gehalt und freie Wohnung gehabt habe feinen Rindern feien 5 gestorben, 4 feien am Leb Ein weiteres Opfer der Angeklagten soll der Mufillehrer! gewefen fein, dem Bucker zu fünf verschiedenen Malen De au in höhe von 60 bis 200 Mart von Tieg besorgt hat. foll nach Angabe des Bander übertrieben hobe Binsen gen Das zweite von der Anklage vorgeführte Opfer ist der städtische Rektor Ahlwandt, gegen deffen Glaubwürdigkeit die Angeklagten die größten Einwendungen machen. Derselbe giebt über seine Verhältniffe etwa folgendes an: Er set, schon bevor er Neftor wurde, in sehr schlechter Vermögenslage ge wesen und habe fich in Wucherhänden befunden. Als seine wesen und habe sich in Wucherhänden befunden. Als seine Lage immer brüdender wurde, sei er von einem Bekannten mit Buder in Verbindung gebracht worden, welcher ihm versprach, nicht nur eine besonders drängende Schuld zu begleichen, sondern ihn auch aus seiner Lage überhaupt zu reißen und seine Verhältnisse zu reguliren. Er sei dann zu Tietz geführt wor den, welcher ihm vor allen Dingen gesagt habe, daß er ihm von einer Notblage" nicht sprechen dürfe und er habe deshalb pro forma gesagt, daß er das Geld zur Herausgabe eines Buches ge brauche. Er habe dann 500 M. von Ties erhalten und darüber einen in 6 Wochen fälligen Wechsel über 600 M. ausstellen müffen. Der Wechsel sei dann noch mehrmals unter größeren Verlusten prolongirt worden. Inzwischen sei Buder wieder auf seinen Vorschlag zurüdgekommen, seine Verhältniffe zu reguliren, babe ihm gefagt, daß ein Verwandter von ihm Sekretär beim Grafen Königsmart fei und legterer wohl geneigt sein würde, ihn aus den Wucherhänden zu befreien. Ec habe dann auch dem Grafen Königsmart seine Verhältnisse vorgetragen und obgleich feine Schulden weit höher waren, habe er doch geglaubt, mit 4000 M. von den Wucherern los au tommen. Graf Königs mart babe diese 4000 M. in einem Papier bergegeben und zur Regulirung der Schulden an Buder übertragen. Dieser habe aber im Ganzen nur mit zwei Gläubigern die entsprechenden Abkommen getroffen, im übrigen aber habe er sich mit den übrigen Gläubigern aufs neue auseinanderseßen müffen. Die Angeklagten bestreiten durchaus die Richtigkeit dieser Darftellung und behaupten, daß die ganze Verbindung mit Ahlmandt mit der Entnahme von Bigarren durch legteren begonnen habe; daran habe habe ich erst die Gewährung eines Darlehns von 60 M. geschloffen, für welche Herr Ahlwandt seine Frau ins Bad schicken wollte, und dann erst haben fich die übrigen Geldgeschäfte daran geschloffen. Die ver schiedenen Wechsel, welche Ahlwandt ausgestellt haben will, seien Gefälligkeitswechsel gewesen, welche dazu dienen sollten, Geld aufzubringen. Herr Ahlwandt stand in allen diesen Dingen im direktesten Widerspruch zu den Angeklagten und behauptet, daß er nur zweimal derartige Alzepte ausgestellt habe, dafür aber ausgepfändet worden sei. Auf Antrag der Vertheidigung wer den einzelne Aussagen des Beugen genau protokollirt. Derselbe behauptet, daß er infolge der Nichtzahlung der Königsmarl'schen 4000 M. in die denkbar traurigste Lage gerathen sei; er habe den Angell. Buder immer vergeblich gebeten, doch wenigstens noch einige Gläubiger zu befriedigen, habe aber nichts ausgerichtet und mußte nur immer neue Schulden machen, um andere Schulden zu becken. Dadurch sei seine Schuldenlast ungeheuer angewachsen und in einem einzigen Jahre auf das Doppelte gestiegen. Die Angeklagten hätten ihm dann durch die schlimmsten Drohungen augefeßt, indem fie ihm androhten, ihn wegen falscher Vor spiegelungen, die er dem Grafen Königsmat gemacht haben sollte, zu denunziren und schließlich haben sie ihn sogar ge zwungen, fein Gehalt mit 550 M. herauszugeben. Er habe ben Angeklagten immer neue Wechsel geben müssen und habe Die Binsen, die er benfelben zahlen mukte, auf 100 pCt., Als 200 pet., ja bis herauf auf 600 pCt. berechnet. Gin Betrugsprozek, der sich in seinen Einzelheiten sehr intereffant gestaltete, wurde gestern vor der Schöffenabthei lung des Amtsgerichts Il verhandelt. Auf der Anllagebank saß Die 56jährige Wittwe Karoline Hoffmann aus Steglit, unter der Beschuldigung, die Gemeinde Steglig im Jahre 885 burch Vorspiegelung falscher Thatsachen um die Summe von 22 M. geschädigt zu haben. Der Thatbestand, welcher zu der Anklage geführt hat, ist folgender: Frau Hoffmann richtete am 13. April 1885 an den Amtsvorsteher Zimmermann ein Schreiben, in dem fte bat, ihren Sohn, den Bureauvorsteher Rudolf Hoffmann, zu threr Unterstügung anbalten zu wollen, weil sie vollständig mittellos set. Diesem Schreiben folgte ein zweites am 25. April, worin die Angeklagte wiederum ihre traurige Lage schilderte und nochmals betonte, daß es thr an den nothwendigsten Existenzmitteln mangele. Von dem Sohn wurde in der letzten Eingabe nichts erwähnt, andererseits enthielt dieselbe auch nicht den direkten Antrag um Gewährung von Gemeindeunter ftügung. Dennoch hatte das Schreiben den Erfolg, daß Recherchen veranlaßt wurden, beren Resultat die Gewährung einer Unter ftüßung an die Schreiberin war. Dieselbe erhielt für awei Monate 22 M. aus der Gemeindefaffe gezahlt; weitere Unterstüßungen wurden auf Grund späterer Erhebungen über die Lage der Empfängerin nicht mehr verabfolgt. Die Ges meindeverwaltung verlangte nun von dem Sohn das Geld zurüd, weil dieser zur Unterstügung seiner Mutter gefeßlich verpflichtet gewesen sei. Derselbe verweigerte jedoch die Bahlung, da man unterlassen hatte, ihn vorher von dem event. Unter ftügungsgesuch seiner Mutter in Kenntniß zu feßen. Hierauf strengte die Gemeindevertretung einen Prozeß zur Wieders erlangung der 22 Mark an, in dem fte jedoch in beiden In ftanzen unterlag. Jazwischen hatte sich herausgestellt, daß Frau Hoffmann zur Beit der Eingabe an den Amtsvorsteher noch un gefähr 150 Marl in der Sparkaffe zu Berlin deponirt hatte, und von diesem Umstand wurde an die Staatsanwaltschaft Mit theilung gemacht. Die Angeflagte giebt zu, damals ein Sparkassenbuch auf die erwährte Summe beseffen zu haben; fie wollte mit der Eingabe auch nur den 8wed verfolgen, daß der Sohn zu ihrer Unterstügung angehalten werde.-Beuge Amts vorsteher Bimmermann erklärt dem Gerichtshof ben Instanzen. gang derartiger Eingaben in Steglis; das Unterstüßungs gesuch müsse schriftlich dem Bezirksvorsteher übergeben werden, Der dann das Weitere veranlaffe. Auf Befragen muß Beuge zugeben, daß er von der Angeklagten fein schriftliches Gesuch empfangen habe, dieselbe habe nach seinem Wissen den Antrag mündlich gestellt. Der Staatsanwalt ist der Meinung, daß es auf die Form wenig ankomme, aus der Thatsache gehe deutlich genug hervor, daß die Angeklagte die Abficht hatte, fich einen rechtswidrigen Vermögensvortheil zu schaffen. Durch die Eingabe sei unzweifelhaft der Ferthum bei der zuständigen Bes hörde erregt worden, daß sich die Absenderin in einer hilflofen Lage befinde, obgleich dieselbe zugeständlich noch über mehr als 150 Mart verfügen konnte. Wäre es der Angeklagten nicht um die Unterſtüßug zu thun gewesen, so hätte fte das Geld nicht angenommen; fe habe aber ersichtlich auf Grund der Vorspiegelung falscher Thatsachen fich einen Vermögensvortheil verschaffen wollen und deshalb müsse er eine Geldstrafe von 30 Mart, event. 10 Tage Gefängniß beantragen.- Von Seiten der Vertheidigung wurde geltend gemacht, daß von einem Be truge hier nicht die Rede sein lönne. Ein formelles Unter ftüßungsgesuch habe nicht vorgelegen und was den mündlichen Antrag betreffe, so sei nicht ausgeschlossen, daß derselbe gelegent lich eines Privatgespräches erfolgt sei. Jedenfalls habe die Gemeindeverwaltung fahrlässig gehandelt, da nicht einmal nach gewiesen sei, daß die Angeklagte bei der Recherchirung ein Protokoll unterzeichnet habe. Betrug fönne auch dann erst vorliegen, wenn die Gemeinde faltisch einen Vermögensnachtheil erlitten habe, was ja noch gar nicht fefiftebe, da das gezahlte Geld noch immer zivilrechtlich zurüc gefordert werden könne. Die alte Frau habe übrigens schwerlich bas Bewußtsein der Rechtswidrigkeit gehabt; fie wollte nur thren Sohn zur Unterſtügung angehalten wiffen und es recht fertige fich aus allen diesen Gründen die Freisprechung. Nach fast einstündiger Beratbung erlannte der Gerichtshof auf schuldig und verurtheilte die Angellagte zu 60 Mark event. 20 Tagen Gefängniß. Der Gerichtshof ging von der Anficht aus, daß die Angeklagte zur Beit auch nicht berechtigt gewesen fei, von ihrem Sohne Unterstügung zu verlangen, weil sie noch über Mittel verfügen lonnte. Demnach sei schon die wahr heitswidrige Darstellung ihrer Vermögenslage behufs Erlangung von Unterstüßung durch ihren Sohn, was die Behörde veran Laffen sollte, das Bestreben zur Beschaffung eines rechtswidrigen Vermögensvortheils zu erbliden. Auch lönne für die Verur theilung nicht weiter in Betracht kommen, ob die Gemeinde wieder zu dem gezahlten Gelde gelange oder nicht, da nach einem Erkenntniß des obersten Gerichtshofes das Vergehen schon tonſumirt ſel, indem der Gemeinde das Geld auf langere Beit rechtswidrig entzogen wurde. Der S Schl fich vornehmlic nach Deutschla Rechtsanwälte von hier. St midelte fich anwalt und nämlich bie fährdung ber felen Einschüch befürchten, es Berhandlung tonne. Der folgendes gelte m völlig über begründeten und ihn schwer ausgebeutet haben. Der Angeflagte Bud bestreitet dies und Ties will von den Abmachungen Beuge wird von den Angeklagten als unglaubwürdig hinder Staate Buder und Bander teine Kenntniß gehabt haben. Aud Der Beuge Bander fchatelches ohne da er fich eine Wechselfälschung zu Schulden lommen Thatsache ist, daß Bander dieserhalb mit zwei Mona 20 Daf fel eines der benn eine gefu agen fönnen. juche gemach Walther Berfuch u Gendarmen im ihm berechneten Binsfuß auf 40 Prozent. Buder habe bei Aushändigung der Geldbeiträge stets von ihm fleine lehne gegen laffen, auf deren Burüderhaltung er aber gerechnet habe, ta er annahm, daß Buder nur eine an Form für die von ihm beanspruchte Provifion wählte. Rektor Bander, ein Bruder des vorigen, soll befunden, lettere widerrechtlich seinen Namen bei Anfertigung Vollmacht dazu gegeben habe. Die von ihm in einem an Buder gebrauchten scharfen Ausdrüde über seinen hätten sich auf deffen leichtsinniges Schuldenmachen be Der Magistrats Bureau- Assistent hat in regem Geschäf mit dem Angeklagten Buder geftanden, er nahm Wechseln benußte, erklärte aber, daß er seinem Bruder gen Bruns Jemand erfabr liegenden rben, auf we die Grenz lum werde b Bertheidiger) ein Mittel beze Jemand ur müffe. Er erf zutheilen, caf Beträge von je 200 M., mußte aber 235 M. schreiben. Bet Itefen nur drei Monate. Buder behau tet dagegen, bakit den üblichen" Binéfuß von 10 pet. berechnet habe. Düsseldorf, 14. November. In dem Sozialisten wurde heute der Arbeiter Wahl als Beuge vernommen felbe will 1878 in Grafenberg einen Arbeiter- Wahlverein gründet haben, jedoch seit Februar 1879 nicht mehr Demofrat fein. Er stellt in Abrede, der Polizei Mittbell Go cin bin, verbotene in Unterfuchun über ein Busammensein mehrerer Bekannten in einem Gafetoig eine de gemacht und gleichzeitig noch mehr Leute dorthin beftell haben. Im Jahre 1881 habe er den Reichstagsabgeor Frot me auf der Straße getroffen, und sei mit die einigen Bekannten in ein Gaflotal gegangen, um dort Bier zu trinken. Bald darauf sei ein Kriminalfomm schienen und habe die Versammlung" aufgelöst. Eine fei nicht geplant gewesen, habe auch nicht stattgefunde Bolizeifommiffar v. Lamochu berichtet über den Hergang er schließlich dem Buder drohte, ihn wegen Unterschlagung an dem Königsmarl'schen Gelde zu denunziren, habe dieser ihm erwidert, daß er dann mit einer Denunziation antworten würde. Er sei selbst in bedrängte Lage gerathen, in welcher er das Geld brauchte, wolle aber selbst ein ähnliches Geschäft, wie Herr Tieß, aufmachen und würde ihm dann bei der Regulirung behilflich sein. Schließlich habe der Lift- Klub fich seiner angenommen und fei gewillt gewesen, seine Schulden zu reguliren; dies fei aber nur zum fleinen Theil geschehen, weil die Angeklagten eine Regulirung dadurch hintertrieben, daß fie ihn bei dem List Alub in dem schlechtesten Lichte darstellten. Er sei schließlich durch das Darlehn einer Gönnerin aus den Händen der Angeklagten herausgekommen. Nachdem alles be glichen war, habe er fich aber doch noch dazu vestehen können, einen Wechsel von 400 M. zu unterschreiben, da man ihm immer wieder drohte. Die Angeklagten bestreiten fortgesezt diese Dar ftellung und behaupten, daß von einer Stofblage" des Beugen nicht die Rede sein tonnte, da derselbe nicht nur Gänse und Hasen am Fenster zu hängen, sondern auch Wen im Keller zu Hegen hatte. Herr Ahlmandt erklärte dies Weinlager dahin, daß er mit inem anderen Geldgeber Geschäfte gemacht habe, der keine 8 nsen verlangte, sondern schlechten Wein zu enorm hohen Breifen an den Schuldner abfeste. Die Beweisaufnahme über ten Fall Ahlwandt zeitigt eine ganze ber öffentlichen Arbeiterversammlungen, in den Fachvereins und in den Wahlversammlungen zur Aufstellung fein gegen die Bellagten zur Antrag der S Der Ausschluß Bintert beichlo au Bintert fchweizer C ofratifchen bungshaft a Shiffen in el e Frau wie Laufe der demokratischen Reichstagsabgeordneten. In allen diefen B flattgeb Bintert batter Magten und sammlungen habe Lehmann eine Hauptrolle gespielt. Der Bolly tommiffar Tilgne: theilt mit, daß nach den ihm geworde Informationen Held, Lehmann und Schiffers fich mit Bert tung verbotener Drudschriften befaßt haben. Auch batten Gaftlokal zum Luftballon" geheime Bersammlungen, in denen über Neu Organisation der Partei und über ftügungen für die Familien der Verhafteten berathen mo Det Da Reihe von Widersprüchen, welche wiederholt zu Protofollirungen fel. Seine Informationen verdante er einem gewiffen Band Ein sehr umfangreicher Wucherprozeß beschäftigte geftern die III. Straflammer Landgerichts I während des ganzen Sigungstages. Angeklagt find die Kaufleute Franz Theodor Buder und Mar Ties; fie find beschuldigt, seit dem Jahre 1882 mechse mäßig bezw. aewerbs und gewohnheitsmäßig und unter Ausbeutung der Nothlage anderer wucherische Binsen fich verschafft zu haben. Den Vorfiz des Gerichtshofes führt Landgerichtsrath Friedländer, die Antiage vertritt Staatsan walt Dr. Stephan, die Vertheidigung führen die Rechtsan wälte Rofen stod und Mundel. Der Angeklagte Buder ist früher Postaffistent gewesen, ist dann aus dem Dienst aus geschieben und Kaufmann geworden. Er ist mit Tiek in Verbindung getreten, welcher ein Schuhwaarengeschäft, nebenbei aber auch noch ein Papiergeschäft betrieb und Veranlaffung geben. Insbesonder behaupten die Angeklagten, daß der Beuge eine und dieselbe Gehaltsquittung gleichzeitig an mann Münnich und einem Schreiner Dederich. Beuge ist der Handelsmann Münnich aus Hilden verschiedene Gläubiger verpfändet habe. Der Beuge giebt dies erklärt, daß er bicher Sozialdemokrat war und felbft eine als möglich zu, meint jedoch, daß das verpfändete Gehalt für diefe Gläubiger ausreichte. Der von der Vertheidigung ge ladene Obertelegraphist Kortum behauptet, daß Ahlwandt feinen Namen mehrfach gemißbraucht habe. In einem Falle habe der Geldgeschäfte machte. Buder behauptet, daß bei den letzteren selbe seinen, des Beugen, Namen unbefugter Weise unter die Bürg- dorf Ilar legen werde. Er bemerkt zugleich, daß ihm eine Beugen gegenübergestellt, bestritt dies und behauptete, daß er Kortum in deffen Dienstbureau aufgesucht habe, um seine Unterschrift von ihm zu erbitten. Kortum habe ihn mit auf den Korridor genommen und fich nach längerem Weigern er weichen laffen. Er habe, da er gerabe fein anderes Schreib material bei der Hand gehabt, mit Blei unterschrieben und ihm aufgetragen, den Namenszug mit Tinte nachzuzeichnen. Kortum bestritt dies entschieden. Im zweiten Falle babe Ahl vandt einen Wechsel über 900 M. mit feinem Namen unbefugter Weise girirt. Auch dies bestritt Ahlwandt und behauptete, daß Kortum ihn stelle wegen der dort betriebenen, ihm nicht zusagenden einem heute v Gefiändniß gi no roar von bel ber der Die Riften gir Don Bafel aus Der Riften un worben waren Tinte gebraud anny 3m elgener bidt worden. Aus fagen. Die Daß derfelbee Bafel gewefen geben biefelber Linbe Strafe. tonftatirt wer Beurtunbunge 8 Uhr Abendi pertagt. Serein Eine abend in Gra Tagesordnung Ilebenes. 2. Weitere Stegemeyer theilte fura fo vorragende Rolle in der sozialdemokratischen Agitation ge habe. Der erste Staatsanwalt beantragt nunmehr u der Deffentlichkeit für die Vernehmung dieses Beugen, ba selbe die gesammle Organisation der Sozialdemokratie in D zahl Drohbriefe zugegangen fei. Der Gerichtshof erbob da trag zum Beschluß. Nach Wiederherstellung der Deffent wurde der Schreiner Dederich als Beuge vernommen. felbe giebt seine Aussagen überaus unbestimmt ab. Er bab demokratischen Agitationen aufgegeben und dies aud Fabritherrn gesagt. Er habe gesehen, daß Lehmann bem führer und mehreren Mitarbeitern den Sozialdemokra geben habe. Ein Schreiner Rohrbach habe ihm von eine bestimmt dazu ermächtigt habe, da ihnen beiben daran gelegen namhaft gemachten Bersonen zusammengefeffen und dabel heimen Busammenfunft erzählt, er selbst habe mit dret o vom flachen Lande aus betrieben werden. Der Angellage die geheime D: ganisation müffe geändert und die g mann bestreitet entschieden die Wahrheit der Beug Auf Antrag des Vertheidigers Dr. Belles befchließt ba richt, den Fabritbefizer Brüggemann, den Wertführer hausen, die Tischler Lies, Wienede und Rohrbach zu Der am 15. November als Beuge vernommene Fabri fich die Aussagen dieser beiden Beugen diametral gegenüber Brüggemann erklärt es für unrichtig, daß Dederic i Austrittsgrund aus der Fabrik fozialdemokratische Agita in derselben angegeben habe. Er jet weggeblieben, well Alford nicht ausreichend verdient habe. Am Tage feind ganges habe Dederich ihm mitgetheilt, daß ein Arbeiter zeuge gestohlen und bei einem bestimmten Dritten verb Die ftattgehabten Nachforschungen hätten jedoch für die Richtigkeit dieser Anzeige ergeben. Dem Angel Lehmann lönne er nur ein gutes Beugniß ausftellen Beuge Werkführer Lehnhausen stellt ebenso wie die Tifle und Wienecke die Richtigkeit der Dederich'schen Aussagen in Abrede. Auf Vorhalt der Vertheidigung fant Deberi mehr, er wiffe nicht genau, ob die von Lehmann Beitung der Sozialdemokrat" oder die nicht verbotene Breffe" gewesen sei. Beuge Rohrbach stellt eidlich Der Hauptgebante nicht auf die Erzielung ungewöhnlichen Gefchaftserklärung für den Grafen Königsmart gesezt. Ahlwandt, dem minnes gerichtet war, sondern auch der philantropische Bwed mit obwaltete, die betreffenden Personen aus großen Verlegen heiten zu reißen. Nach der Auffaffung der Antlage ist Buder Derjenige gewesen, welcher die geldbedürftigen Leute, die zumeist aus Beamten, Lehrern u. dergl. bestanden, heranzog, während Tiet der eigentliche Geldgeber war. Buder erhielt für seine Be mühungen der besonderen Verdienste, welche über 8 pet. hinausgingen und die Prozedur war gewöhnlich so, daß Bucker auf die Schuldner Wechsel ausschrieb, deren Be trag die wirkliche Darlehnssumme gleich bei Weitem überstieg, und daß Tiet dann diese Wechsel girirte. Die Angeklagten bestreiten nicht, Gelbgeschäfte gemacht zu haben, fie verwahren fich aber dagegen, daß die Vortheile, die ihnen aus den überaus riskanten Geschäften erstanden, in auffälligem Mißverhältniß zu den Leistungen gestanden baben. Im Gegen theil haben fie aus vielen dieser Geschäfte lediglich Verluste erHitten. Die Angeklagten hatten schon in einem früheren Termin Die Glaubwürdigkeit eines Theiles der Belastungszeugen erheb lich bekämpft und gerade dieserhalb wurde damals die Verhand lung vertagt. Bum heutigen Termin find von der Bertheidi Die gung noch mehrere Entlastungszeugen geladen worden. Antlage führte fieben Fälle des Wuchers auf, in be Angeklagten ihre Schuld welchen sämmtlich bie streiten. Tie namentlich erklärt, daß die von ihm gefor derten Zinsen schon deshalb nicht zu groß waren, meil er selbst Geld aufnehmen und dafür hohe Binsen zahlen mukte. Der erste Fall betrifft einen Postbeamten Belling, welcher inzwischen wegen Amtsunterschlagung verurtheilt worden ist. Derfelbe ist, theilweise infolge leichten Lebens, in Schulden und in Wucherbände gerathen und im Jahre 1884 mit Buder in Verbindung getreten. Belling sollte den Angeklagten feine fämmtlichen Schulden angeben, wogegen diese mit seinen Gläu bigern in Verbindung treten wollten. Er gab seine Schulden war, Geld zu bekommen, welches fie zu einer Reise nach Aurich, woselbst fte in einer Ehescheidungsfache als Beugen geladen waren, dringend benöthigten. Ahlwandt behauptete auch, daß Kortum ihm verschiedene Briefe geschrieben, in welchen er ihn ersucht, ja für Deckung des Wechsels zu sorgen, woraus zur Genüge hervorgehe, daß er von dessen Eristens und seiner Verpflichtung unterrichtet war. Kortum bestritt dies ebenso entschieden, so daß ftanden. Frau Rentier Ahrens, die nächste Beugin, befundet, daß eine Verwandte des Rettor Ahlmantt zu ihr gefommen fet, um fie zu bitten, denselben aus Wucherhänden zu befreien. Sie habe fich dazu überreden laffen, worauf Ahlwandt nebst feiner Ehefrau thr einen Besuch gemacht und eine Darstellung ihrer Berhältnisse gegeben hätten, woraus fie entnehmen mußte, daß die ganze Schuldenlaft mit 4500 M zu tilgen sei. Ahlwandt habe auch ein Beugniß des Stadt Schulraths Bertram unterbreitet, wonach dieser ihn für einen ehrenwerthen, unterstüßungswerthen Mann hielt. Außerdem habe er versprochen, eine Lebens Versicherungs Police als Unterpfand zu geben, vier Prozent Zinsen zu zahlen und vierteljährige Abzahlungen zu leisten. Mt. Sie habe daraufhin die 4500. hergegeben, aber weder die habe. in öffentlicher Rommiffion, verbr in Saufner und tuf an fämm idt, in ber Die Frage au für deren Du und durchfüh batter wären. langem Dist nifationen el über ein Mel Broede die öf Diefer zu erfo Rommiffion anderen Ron 5 bernomm baben, über f öhe erba mals mit Dederich irgend etwas über Sozialdemokratie ge sprechen, er werde später ſeine Ansicht äußern. Herr buld grochen zu haben. Der Vorfigende konstatirt schließlich aus den Haussner: Auf den ersten Bild scheine es wunderbar, daß macht, loten, bak die drei Personen, aus deren Munde der Beuge eine Rommiffion, die zu dem Swede gewählt worden, eine Ben ußer Stand Deberich Mittheilungen über die Neuorganisation gehört haben tralisation anzubahnen, zu dem Schluß kommt, dieses Projelt erit auslie will, obgleich fie in bestimmten kleinen Ortschaften wohnen sollten, fallen zu laffen und die Gründung von Fachvereinen zu befür R. gestohlt ermittelt werden konnten. Eine Reihe von Beugen be worten. Man habe aber die Meinungen anderer gehört, man fundete über eine Busammenkunft von 30-40 Berfonen auf habe gelernt und gewichtige Gründe gegen eine Bentralisation afen Roni dem Stoffeler Felde, bei der Trudichristen vertheilt wurden. ins Feld zu führen. Eine solche müffe auf§ 152 der R. G.-D. it geschriebe die Theilnehmer entflohen bei dem Herankommen der Polizei, aufgebaut werde; dieser Paragraph läßt aber nur die Erörterung einige der Angeklagten wurden jedoch festgenommen. Der von rein gewerkschaftlichen Fragen zu, alle Politik sei ausge Maaß Sareinergeselle Ternes legt klar, daß die Organisation der schloffen. Dieses ewige Gewerkschaftliche sei ermüdend lang genfchaftlerlohn bewegung, deren Kaffirer er war, weber mit den wellig, und die Organisation werde nicht recht in Fluß fommen. n Amti favereinen noch mit der sozialdemokratischen Bewegung in Die einzige florirende, auf§ 152 aufgebaute Organisation fei mit Roufammenhang stehe. Der Tagelöhner Sellbach in Hilden hat die der Buchdrucker. Diese hätten ja allerdings große In h tungen, an der Agitation für die sozialdemokratischen Kandidaten bei validen- und Krankenkassen, aber auch diese seien jezt unter den ne, als en Reichstagswahlen betheiligt. Derselbe spricht sich über die Versicherungsparagraphen gestellt und brach gelegt was in weld Berson und den Charakter des Münnich in sehr abfälliger Weise ferner aus diesen Pionieren der Arbeit" geworden sei, bas genom. Der Schußmann Schmalowsky bekundet, daß Sellbach fich wiffe jeder. Außerdem beständen ihre Kaffen schon Rechtsanwa geftrigen Tage in einer Wirthschaft dahin geäußert habe, feit 1862 und fte verfügten über einen gehörigen Geldschat. gewesen, werde nicht bulben, daß man Familienväter ruinire; ein Diese tönne man also schon nicht als Vorbild für das Sattler Gib fei ihm nicht mehr als eine Butterschmiere". Am legten gewerbe hinstellen, da erstens die Mittel nicht da wären, und hlwandt mehrfach Sonntag habe in einer Wirthschaft in einem besonderen Bimmer weil zweitens die Verhältnisse ganz andere geworden seien. Der weil zweitens die Verhältnisse ganz andere geworden seien. Der dine Bufammenkunft von 30 Bersonen stattgefunden, die ein Artikel, der in der Sattlerzeitung" stehe( wahrscheinlich fei er at, daß Reeb mit dem Refrain: Wir weben des deutschen Reiches Todes von Herrn Giese), durch den bewiesen werden sollte, daß eine gesungen hätten. Als er Eintritt verlangt habe, sei ihm Bentralisation floriren werde, beweise durchaus nichts. Da babe, er bat felbe verwehrt worden. Cintritt feien als Beispiele die Bentralisationen der Bäder und Drechsler Freiburg, 16. November. Heute Vormittag 19 Uhr be angeführt; von großen Errungenschaften dieser Gewerte habe annen vor der Straflammer des hiesigen Landgerichts die Ver man noch nichts gehört; die Mechaniker hätten fich als Fach bandlungen gegen elf Sosialisten und vier Frauen verein beffer geftanden, wie jest; der Streit der Schmiede sei wegen Verbreitung sozialdemokratischer Schriftros ihrer Bentralisation ins Waffer gefallen, auch die Tischler fen und wegen Gebeimbündelet(§ 128, 129 St., St.G.). hätten noch nicht viel verlangt. Alle diese Bentralverbände Unter denfelben befinden fich fünf aus Offenburg, darunter vegetirten nur, an ein kräftiges Leben sei nicht zu benten; es Redakteur Adolf Ged, Ludwig Dotter, Fanny 8 wid, die übrigen find aus der Lörracher Gegend; die Hauptange sei das Bild einer großen Einöde, wenn immer nur Gewerksei das Bild einer großen Einöde, wenn immer nur Gemertfchaftliches erörtert werden darf. Schon die Beschlußfaffung flagte Emma Pinkert, deren Aussage die übrigen auf die An über Stellung zum Normalarbeitstag sei verboten, da es eine llagebant gebrocht hat, ist aus Basel gebürtig, wo deren Mann öffentliche Angelegenheit berühre. Wenn die Berhältniffe anders lägen, dann würde er selbstverständlich für Bentralorganisation eintreten, so nicht. Er sei sehr gern bereit, eine Sache zu arbeiten, für die er überzeugt ist. Der Vor figende fragt nun, ob nicht andere Kommiffionsmitglieder etwas fragt nun, ob nicht andere Kommissionsmitglieder etwas Näheres mitzutheilen hätten über die Arbeiten der Kommiffion. and 2100 bat noch B damit tch später age ift der a an, ba in, daß 18 Mon ätte, fich Der 3 ippig folches bts an Sli bemb" Bornehmlich mit der Einschmuggelung des„ Sozialdemokrat" nach Deutschland befaßt. Als Vertheidiger fungiren die Herren Rechtsanwälte Muser aus Offenburg und Schilling von hier. Kurze Zeit nach Beginn der Sigung ents widelte feine lebhafte Debatte zwischen dem Staatsanwalt und dem Vertheidiger Muser. Ersterer beantragte it habenämlich die Ausschließung der Deffentlichkeit wegen Ge fährdung der öffentlichen Ordnung. am Lebe illehrer! talen Da that. fen gen ngen gte Bud big hing tommen met ond er fchäst der babe m fleine er aber ir eine ande wählte. nben, fertigung 26 bak b Er führte aus, es für Giese verschiedene Male auf, zu berichten. Herr Giese ant wortet darauf, daß er fich selber zum Wort melden werde, wenn er etwas zu sagen habe, er wünsche nicht aufgefordert zu werden. Bunächst erhält herr Bomb in das Wort. Er wolle bie Gründe felen Einschüchterungsversuche gegenüber der Frau Pinkert zu befürchten, es beftebe aber auch die Gefabr, daß die öffentliche Berhandlung der Sache Zuhörer zur Nachahmung anreizen mittheilen, die ihn bewogen haben, seine Meinung zu ändern; linne. Der Vertheidiger Muser machte dem gegenüber folgendes geltend: Der Antrag der Staatsanwaltschaft käme Aum völlig überraschend, denn er habe sich nicht denten fönnen, Daß der Staatsanwalt einen solchen nach jeder Richtung hin unbegründeten Antrag stelle. Das Prinzip der Deffentlichkeit leicht paffiren, daß eine Filiale fich einmal einen Uebergriff oder fei eines der wesentlichsten der modernen Strafrechtspflege, meldes ohne Gefahr für diese nicht verlaffen werden dürfe, Denn eine gesunde Strafjustiz müffe die öffentliche Kontrole er gen fönnen. Wenn gegen Frau Pintert Einschüchterungs folder Versuch unternommen werde- so seien ja über ein Dußend Gendarmen im Saal, welche den Voifigenden in der Handhabung der Sigungspolizei unterstüßen könnten. Die Furcht, die öffent The Verhandlung lönne jemanden zur Nachahmung anreizen", Lomme ihm, gelinde gefagt, sehr merkwürdig vor. Staatsanwalt müßte fonsequent in jedem Straffall den Aus fluß der Deffentlichkeit beantragen, denn jedes Mal tönne Jemand erfahren, wie man das Strafgefez umaehen tönne. Jm Torliegenden Falle sei in der Breffe längst öffentlich besprochen ben, auf welche Weise der Schmuggel mit verbotenen Schriften die Grenze betrieben worden sei und noch werde, das PuBrick ruber gen einem feinen en Beschäft mauf Brub n. De Betfl en, bakit k abe. Sozialiften Bablverein Mittbellu ommen mehr Go einem Bal thin beftell gsabgeord mit dief n dort d altomm Eine B gefunden Dergang bereins ang en ber Diefen in Der er sei durchaus nicht entmuthigt, sondern schr muthig, aber für eine andere Sache. Ein Grund, der ihn die Zentralverbände verwerfen mache, sei die furchtbare Voificht, die bei jedem Wort und jeder Handlung beobachtet werden müsse. Es tönne sehr ein unbedachtes Wort zu Schulden kommen läst; dann sei die canze Organisation zum Teufel, fie wird aufgelöst. Das einzig Bute, was eine solche leisten tönne, sei die Reiseunterſtügung. Aber diese könne nicht obligatorisch eingeführt und jedem zugetheilt werden, da sonst der Verband als eine Versicherungsgesellschaft angesehen werden würde und bemgemäß Abgaben zu entrichten habe. Es tönne eine Reiseunterstügung nur nach besonderem Antrage hin und wieder gewährt werden. Das bringe nur Mißgunst und Berfsplitterung in die Reihen des Verbandes, denn was dem einen recht sei, sei dem andern billig. Auch der Rechtsschus lönne nicht jedem gewährt werden, da er nicht als Recht eines jeden Mitgliedes statuarisch bestimmt wer den fann. Außerdem lönnten in dem Bundesstaat Sachsen den kann. Außerdem könnten in dem Bundesstaat Sachsen feine Filialen errichtet werden, denn dem stehe der§ 24 des fächsischen Vereinsgesetzes entgegen. Nach diesem ist es einem sächsischen Verein verboten, mit einem andern, der sich mit öffentlichen Angelegenheiten befaßt, in Verbindung zu treten. die Sattler diese ungeheuren Summen nicht erschwingen fönnerDurch diese Unterstügungen werde der ganze Verband nur in eine große Kaffe umgewandelt, die Kollegen träten mur ein, weil sie einen großen materiellen Nugen daraus zu ziehen ge= denken. Die höheren Biele werden durch diese Raffenangeleaen heiten völlig unterdrückt und das Intereffe vom richtigen Wege abgeleitet. Es müssen also Fachvereine gegründet und Vorträge gehalten werden, die den Arbeiter auf die Ursachen der wirth schaftlichen Misere aufmerksam machen. Redner warnt schließlich Davor, die ganze Macht, wie es bei einem Zentralverbande ge schiebt, in die Hände einer Person zu legen; es würden dadurch Autoritäten gefchaffen, welchen es ein leichtes sei, dieselbe diktatorisch auszunußen. Er erinnere an den Fall Bock bei den Schuhmachern. Derselbe habe seine Autorität dazu benugt, den Berliner Schuhmacherftreit zu verbieten, und als die Berliner fich daran nicht tehrten, habe er ein Verbot erlaffen, für die Streifenden zu fammeln. Nach einer längeren Diskuffton, in der Herr Kabel für Bentralisation und die Herren Schreiber und Bern hardini für Fachvereine eintraten, wird folgende Resolution mit allen gegen 13 Stimmen angenommen: Die heute, Sonn abend, den 17. November b. J., in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenftr. 77-79, tagende öffentliche Versammlung der Sattler und Berufsgenoffen Berlins und Umgegend erklärt: In Erwägung, daß der in der vorigen öffentlichen Satterverfamm lung am 22. September gefaßte Beschluß: für eine Zentralisation der Sattler Deutschlands einzutreten", den freiheitlichen Intereffen der Arbeiter ein Hemmniß ist, da der§ 152 ber R.G.D., der einer Bentralisation als Grundlage dienen muß alle Faden zur wirklichen Aufflärung ber Kollegen abschneidet: erklärt die Versammlung, für lokale Fachvereine einzutreten, und zwar an den Orten, wo eine genügende Anzahl von Kollegen anfäffig ist, für sich allein; und da, wo unsere Kollegen resp. unser Gewert nicht so start vertreten ist, daß neben der Organisation für eine Lohnbewegung auch eine Fachvereinsorganisation unabhängig von einander bes ftehen kann, da gründe man für den Zweck der Auftlärung dir Kollegen Fachvereine, die fich über eine größere Anzahl von Gewerten erftreden, z. B. sämmtlicher in der Leberbranche bis schäftigten Gehilfen, als der Sattler, Buchbinder, Lederarbeiter, Lederzurichter, Gerber, Schuhmacher u. f. w., und betitele bas Ganze Verein der Lederarbeiter". Derartige lokale Fachvereine H 8 P. G. vom 11. März 1850 und vermelde jede Verbindung mit anderen Vereinen. Nach einer Pause von zehn Minuten wird. zum Aweiten Punkt der Tagesordnung übergegangen und stellt Herr Bombin hierzu den Antrag, eine Kommission von 7 Mitgliedern zu wählen, die die nöthigen Arbeiten aur Bildung eines Fach vereins thun und alles zu dem am 27. und 28. Dezember in Berlin abzuhaltenden Kongreß vorbereiten foll. Dieser Antrag wurde mit allen gegen 13 Stimmen zum Beschluß erhoben und die Herren Bombin, Aßmann, Bernhardini, Stegemeyer, Bendt, Heitsch und Wildberger einstimmig in die Kommission gewählt. Unter Verschiedenes" wird mitgetheilt, daß die nächste Fach vereinsversammlung am 3. Dezember in Gratweil's Bierballen stattfinden soll, und daß von jest ab der Verleger der„ Sattler= settung" nur soviel Beitungen schickt, als ihm Geld vorher ein gefandt worden. Herr Bombin bemerkt hierzu, daß dieses und mo fratische, mißtrauische Benehmen des Herrn Jensen, Hamburg ( Verleger) damit beantwortet werden müffe, daß ihm der Ver lag entzogen werde. Nachdem noch der Inhalt des Fachblattes fritifirt worden, es bringe zu viel Gewerkschaftliches und zu wenig Sozialpolitisches wenig Sozialpolitisches stellt Herr Wildberger den An trag, Herrn Jensen den Verlag zu entziehen, das Fachblatt von ben Mitteln des Fachvereins herzustellen und die Kommission mit dem Nöthigen zu beauftragen. Dieser Antrag wird ein stimmig angenommen und hierauf die Versammlung gegen 12 Uhr gefchloffen. lum werde hierüber also kaum etwas neues erfahren. Er( der Berthelbiger) wolle aber zum Ueber fluß der Staatsanwaltschaft Es lönnten also in Sachsen nur Bahlstellen errichtet werden, Worfiz des Herrn Evert. Herr Kleinert sprach über den ein Mittel bezeichnen, bet deffen Anwendung jede Gefahr, daß durch diese könne unmöglich bei den Migliedern Aufklärung ver breitet oder das Solidaritätsgefühl geweckt werden. Und das erstere set durchaus nöthig, damit die Mitglieder denken lernen und fich Klarheit verschaffen, wo des Uebels Wurzel fist. Wenn nun Manche sagen, die Meister seien den Fach vereinen nicht fgrün, fo tönne er versichern, daß es der Arbeiter einer zentralen der Arbeiter einer zentralen oder lokalen Organisation angehöre. Thatsache aber sei, daß fle beiben nicht grün seien. Er empfehle aus diesen Gründen die Bildung von Fachvereinen auf Grund des§ 8 b des preußischen Vereinsgesezes und das ins Leben treten einer Lohnorganisation, die sich über Jemand zur Nachahmung angereizt werden fönne", schwinden muffe. Et ersuche den Herrn Staatsanwalt, dem Publikum mitzutheilen, taß die Angeklagten schon auf den bloßen Verdacht in Untersuchungshaft eingesperrt worden seien, und es werde gewiß eine derartige Mittheilung das beste Vorkehrungsmittel den Meistern egal sei, ob fein gegen die Lust, das nachzuahmen, was die Anklage den Angeflagten zur Laft lege. Nach längerer Berathung wird der Antrag der Staatsanwaltschaft im Allgemeinen abgelehnt und der Ausschluß der Deffentlichkeit nur bei dem Verhör der Frau intert befchloffen. Die Anklage richtete fich zuerst allein gegen au Bintert aus Basel, die am 13. Auguft d. J. in der Nähe ganz Deutschland erstreckt. In den Fachvereinen tönnten Demofratischen Druckschriften angehalten und in die UnterShiffen in einem in einzelne Behältnisse abgenähten Sad, den bungshaft abgeführt wurde. Dieselbe trug die verpackten Frau wie eine Schürze um die Taille angebracht hatte. Die intert batten die Verhaftung der heute erschienenen Ange Laufe der Boruntersuchung gemachten Aussagen der Frau agten und die Anllage gegen diefelben zur Folge. Nach Be It. Der Bolt m geworden ch mit Berb uch batten Ben flattge and über erathen Tor wiffen Sand Der ilben. Da felbft eine itation g mehr Au eugen, ba tratie in D ihm eine f erbob ber Deffent ommen. b. Er ba er bie agenden Dies aud ann bem Caldemokra von eine it bret von b babel Die Agil Angellage Beugenaus chließt bas ertführer bach zu ne Fabril berich th che Agital ben, well Cage feind Arbeiter ritten verb ten jebod Dem Angell ausftellen bie Tifle Ausfagen at Deberic nann verb verbotene olich in amo einem heute von der Hauptangeklagten wiederholten rüdhaltlosen den; nur dürften diefelben weder unter fic, noch mit der Lohnorganisation in Verbindung treten. Das gehe ja ganz gut. Er habe sein W.fsen und die Lehre aus den Prozeffen der Maurer und Töpfer gezogen. Da habe die Behörde selbst den Fingerzeig gegeben, indem der Staatsanwalt fagte: Sie haben nur zwei Viöglichkeiten, ent weber Sie erörtern politische Fragen, und dann dürfen Sie mit anderen Vereinen nicht in Verbindung treten, oder Sie Beständniß ging der Schmuggel verbotener Schriften von Basel schließen die Diskussion öffentlicher Fragen aus und dann können bel der der Mann der Binfert die Hauptrolle gespielt hat. zwar von der sogenannten deutschen Witgliedschaft" aus, Riften gingen als Frachtgut an irgend einen Dit, während Tinte Sie Streitfomitees bilden." Also machen mir es so, wie der Staatsanwalt es vorgeschlagen hat. Der Vorwurf, daß das Intereffe nicht da wäre für die Fachvereine, fei ganz falsch, das Intereffe sei da gewesen, aber durch die ber Riften und die resp. Gepädscheine an Dedadressen versandt langweiligen, fortwährenden Vorträge über Astronomie, Waffer Fanny 3mid, Dotter und Basler in Dffer burg ge gebraucht. In dieser Weise seien verbotene Schriften an it worden, wo Herr Adolf Ged die Seele der Leitung sei. Aus eigener Erfahrung allein tönne fte gegen Sed nichts aus Bajel Eine öffentliche Modelltischler- Versammlung tagta am Sonntag im Vorstädtischen Kafino", Aderstr. 144, unter Gefeßentwurf der Altersund Invalidenversicherung der Ar better", unterzog denselben einer eingehenden Kritik und führte aus, daß derselbe wahrscheinlich in seiner jeßigen Faffung wird vom Reichstag angenommen werden, da die Arbeitervertreter mit ihren Borschlägen und Verbefferungen nicht durchdringen fönnen. Hierauf wurde folgende Resolution verlesen und eins stimmig angenommen: Die heute, Sonntag, den 18. November 1888, im Vor städtischen Kafino", Aderstr. 144, tagende öffentliche Verfamm lung der Modelltischler Berlins und Umgegend hält den Geset entwurf, betr. Die Alters- und Invalidenversorgung der Arbeiter, für unannehmbar, weil 1) die Altersgrenze eine viel zu hohe, 2) die Rente eine viel zu niedrige ist, und 3) das Quittungs buch unbedingt zu dem von den Bünftlern geforderten Arbeits buch werden muß. Die Bersammlung erklärt ferner, daß pie fozialen Schäden, die in unserer heutigen Produktionsweise wurzeln, nur gemilbert werden tönnen durch Arbeiterschutzgesetze, wie solche seiner Beit von seiten der Arbeitervertreter dem Reichstage unterbreitet wurden. In ber nun folgenden Distuffton sprachen die Herren Zubeil und Thierbach. Dieselben gehen etwas näher. auf die neuesten Abänderungen des Entwurfes ein, vers werfen ihn aus den bekannten Gründen in allen Punkten und fommen zu dem Schluß, daß der Arbeiter die Berechtigung hat, mehr zu fordern, als die paar Groschen, die ihm als Almofen zugeworfen werden; denn er set doch derjenige, der den Staat erhält, und alles befördere. Ein Antrag, die gefaßte Re solution dem Reichstage einzusenden, wird verworfen. In überall für die Weiterverbreitung der Arbeiterideen einzutreten und bei den Reichstagswahlen dafür zu sorgen, daß Männer in denselben gewählt werden, die des Vertrauens der Arbeiter würdig find und ihre Intereffen auch vertreten. Hierauf wurde die Versammlung gefchloffen. worben waren. Zu wichtigen Mittheilungen habe man chemische heilverfabren u. f. w. getödtet worden.( Nufe: Bur Sache.) felnem Schlußwort fordert der Referent die Versammlung auf fagen. Die Anflage gegen Ged stüßt sich u. a. auch darauf, Lederarbeiter", in denen verschiedene Gewerke zusammentreten pertagt. Jatos n3 Das Verhör wird um Für Berlin also empfehle er die Bildung von Fachvereinen für Sattler und Berufsgenoffen", für andere Drte, in denen die Sattler nicht zahlreich genug find, um einen selbstständigen Verein gründen zu können, die Bildung von Fachvereinen für und fich Auftlärung verschaffen. Wenn diese erst überall ver brettet fet, dann würde es nicht mehr wie beim legten Sattler streit vorkommen, daß Schuhmacher für die Sattler eingetreten find, denn einen solchen Schritt tönne nur die Dummheit diktirt Kollegen einem einzigen wie einem Leithammel nachlaufen. Er I gewefen fel. Die der Beihilfe angellagten zwei Familien geben dieselben mehr oder weniger zu und bitten um eine ge inbe Strafe. Bezüglich der Aussagen der Frau Pinkert muß tonftatirt werden, daß ihre Aussagen durch eine Reihe amtlicher haben, dann werde es auch nicht mehr vorkommen, daß die Beurtunbungen beträftigt werden. 8 Uhr Abends abgebrochen und die Sigung auf morgen 19 Uhr tönne seine Vorschläge nochmals empfehlen; allerdings tönne mein ja ein schneidiger Staatsanwalt noch etwas dahinter finden, aber es sei doch schwer gemacht, wenn die Lohntommiffion ganz getrennt vom Fachvereinsvorstand bestehe.( Lebhafter Beifall.) Herr Wirths bemerkt, daß er schon einmal einen Sattler- Bentral verband geleitet habe und daß dieser Großes geschafft habe. Er verhehle fich zwar nicht, daß die Schwierigkeiten gewachsen find, und er wünsche sehr, daß der Verband wieder so empor blühe, wie der frühere. Folgende Punkte müßten in das Pro. fügung; 2. Errichtung eines Arbeitsnachweises; 3. Wöchentliche Fereine und Versammlungen. abenb in Bratwell's Bierhallen, Kommandantenstraße. Auf der Eine öffentliche Sattlerversammlung tagte am Sonn Tagesordnung ftand: 1. Bericht der Organisations Rommiffion. 2. Weitere Beschlußfaffung über die Organisation. 3. Ver iblebenes. Nach Wahl des Bureaus aus den Herren Wirths, gramm aufgenommen werden: 1. Gewährung von Reiseunter Stegemeyer und Funke erhielt Herr Bombin das Wort und theilte fura folgendes über die Arbeiten der am 22. September Unterstügung von verheiratheten Mitgliedern( 6 M.) bei Arbeite in öffentlicher Berfammlung gewählten Kommiffion mit. Die loftaleit; 4. Unterstüßung bei Sterbefällen in der Familie; Rommission, bestehend aus den Herren Giese, Aßmann, Krüger, Saußner und Bombin, habe in der ersten Sigung einen Auf tuf an jämmtliche Rollegen Deutschlands ausgearbeitet und ver 5. Unterstügung bei Streits; 6. Gründung eines fozial. politischen Organs für die Sattler; Fachblätter selen von sehr geringem Nußen. Dafür aber ein wöchentlicher Beitrag von 1 M. Nach seiner Meinung sei ein Fachberein ohne LohnDer Fachversin fämmtlicher an Holzbearbeitungsmashinen beschäftigter Arbeiter hielt am 12. November, in Säger's Lokal, Grüner Weg 29, feine Mitgliederversamm lung mit der Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Sadec über Lungenkrankheiten", 2. Verschiedenes, 3. Fragelaften ab. Nachdem das Protokoll der voraufgegangenen Versammlung verlesen, begann der Referent mit seinem Vortrage. Derfelbe führte die verschiedenen Krankheiten der Lunge, und wodurch dieselben meistens entstehen, an. Hierauf verlas der Vortragende eine Statistit der verschiedenen Staubarbeiter- Berufe und fügte, am Schluß angelangt, noch hinzu, daß ein folcher Beruf sehr schwer für den in diefer Branche arbeitenden Arbeiter sei, und biefem Uebel abzuhelfen, nur der einzige Weg welcher türzere Arbeitszeit wäre, ba ieder Arbeiter, ungefunden Beruf nachzugehen habe, fich um nur dadurch schüßen könne wenn Der betreffende vor sowohl wie nach der Arbeitszeit die frische Luft genießen tönnte. Diese sei allem anderen vorzuziehen und der beste Arzt. Reiche Leute gehen, wenn fie nicht gefund find, ins Bad oder nach dem Süden, und das erfordert bedeutende Mitel welche der Arbeiter nicht hat. Woher sollen diefelben auch bie Frage aufgetaucht, ob denn überhaupt eine Bentralisation, tommiffion ein Unding und er empfehle die Einberufung eines Beifall der Versammlung. Nachdem noch weitere Angelegen für deren Durchführung die Kommission arbeiten sollte, praktisch Kongresses, um dort die Meinungen der anderen Kollegen zu und durchführbar und ob nicht lokale Organisationen vortheil hören und dann zu beschließen, was das beste sei. Ein Bentrale nächste Versammlung, welche am Montag, den 26. November, langem Distutiren zu der Anficht gekommen, daß lokale Orgas führten Bunfte in das Programm aufgenommen werden; menn über ein Mehrheitsbeschluß der Kommission, und es sei zu dem Broede die öffentliche Versammlung einberufen worden, um con biefer zu erfahren, ob die Sattler Berlins dieses Vorgehen der Rommiffton billigen oder nicht. Vor der Hand wolle er den verband sei segenbringend, es müßten aber unbedingt die ange bas nicht anginge, dann sei er für die Bildung von Fach vereinen. Herr Schuhmacher Klinger: Die Frage, die heute hier verhandelt wird, sei schon überall aufgetaucht und es sei an Der Beit, daß hierüber einmal endgiltig entschieden werde. Diefe Kaffen, wie fte Herr Wirths vorgeschlagen habe und wie anderen Kommiffionsmitgliedern Gelegenheit geben, sich auszu- die Buchdrucker fte noch haben, seien ganz undurchführbar, weil im oben genannten Lokale stattfindet, bekannt gemacht, wurbe die Versammlung geschlossen. Kranken- Unterstühungsbund der Schneider. Diens tag, den 20. November, Abends 8 Uhr: Große Versammlung in den Arminhallen( Gartenhalle rechts), Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heimann über: Anstedende Krankheiten." 2. Verschiedenes. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch wird gebeten. Ganverein Berliner Bildhauer, Annenstr. 16. Heute, Dienstag, Abends 9 Uhr, außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Delegitten über die General versammlung in Stuttgart. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes des Gauvereins. 3. Verschiedenes. " Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgeroffen. Versammluna am Dienstag, den 20. b. M., Abends 9 Uhr, in den Arminhallen", Romman bantenftr. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Benten. borff über: Der Kampf ums Dasein." 2. Dis fuffion. 3. Ver schiedenes und Ausgabe der Billets. Gäste willkommen. Fatverein der Puker. Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 21. November, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Scheffer, Inselstraße 10. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes über die Beantwortung des Schreibens der Gewerbe beputation, betreffend die Berliner Lohnverhältnisse; Beschluß faffung über einen abzuhaltenden Maskenball und Wahl des Vergnügungskomitees; Verschiedenes und Fragekasten. Verband deutscher Bimmerlente, Lokalverband Berlin Süb. Versammlung am Donnerstag, den 22. November, Abends 8 Uhr, Mariannenstraße 31. Tagesordnung: 1. Vortrag über Grab und Querfparren eines Suppeldaches. 2. Einsicht in die Borlage der Gewerbebeputation. 3. Verschiedenes und Frage taften. Gäfte haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufge nommen. Eli ec Dieser Prozeß, welcher mit einer glänzenden Freispr. 274 ber 13 Angeklagten endete, erregte infofern auch in we Kreifen größtes Auffeben, als bei dieser Gelegenheit zum Male feitens der Anklagebehörde einer jener dunklen G männer, deren fich die politische Polizei zur Aust schaftung der fozialdemokratischen Arbeiterbewegung bient, auf den den Beugenstand gebracht wurde, alle Welt fich überzeugen konnte, welcher Art Männer find, von denen Herr von Buttkamer meinte, be allerdings im Allgemeinen auf den Titel Gentlemens" Anspruch erheben tönnten, deren Beihilfe aber die poli Polizei nicht entrathen fönne. Der Verlauf des Prozesses, insbesondere die Veröffentlic Der Altenfiüde, warf aber auch noch intereffante Streiflichter die Art und Weise, wie das Material zu den jest fo häuf Geheimbundsprozeffen zusammen getragen wird. Diefe D leaung ist von höchstem Intereffe, nicht nur für Vorkämpfer in der sozialdemokratischen Partei, sondern für Je dem für das öffentliche Leben auch nur ein fleiner Theil tereffe geblieben ist sei er Freund oder Feind der Partei Enterbten". im Rest. Kaiser Franz Grenadierpl. 7.- Gefangverein Hoffnung| D. J. giebt. Sie toftet 30 Bf. und umfaßt 3 Bogen Moabit" Abends 8 Uhr Wilsnackerstraße 63, im Restaurant gedrucfer Schrift. Jlges. Gefangverein, Felicitas" Abends 9 Uhr im Restaurant Nebelin, Langeftr. 108- Gesangverein Liederlust" Abends 9 Uhr im Restaurant Lehmann, Naunynstr. 44. Männergesangverein Accordia" Abends 9 Uhr bei Weid, Alexanderstraße 31. Gesangverein Ludwig'scher Männerchor Abends 9 Uhr Lindenstraße 106, bei Poppe, Uebungsstunde. Gäfte find willkommen. Deutsche Liebertafel" Abends 9 Uhr Oranienſtr. 190.Bitherklub Amphion" Abends 9 Uhr in Triebel's Restaurant, Hoher Steinweg 15.- Turnverein Froh und Frei"( Männer abtheilung) Abends 8 Uhr Bergstraße Nr. 57. Berliner Turngenossenschaft( V. Männerabtheilung) Abends 8 Uhr in in der der städtischen Turnhalle, Wafferthor Straße Nr. 31. Turnverein Hasenhaide"( Männer Abtheilung) Abends 8 Uhr Dieffenbachstr. Nr. 60/ 61.Verein ehemaliger Schüler der 37. Gemeindeschule Abs. 9 Uhr im Rest. Rinner, Köpniderstr. 68.- Verein ehemaliger Schüler der 44. Gemeindeschule Abd. 9 Uhr im Restaurant, Albrechtsgarten", Wilhelmstraße 105.- Arends'scher Stenographenverein„ Apollo bund" Abends 8% Uhr Brunnenstraße 129 a. Arend'scher Stenographenverein Abends 8 Uhr im Restaurant Bum eisernen Kreuz, Lindenstraße 71.- Deutscher Verein Arends'scher Stenographen Abends 8 Uhr in Randel's Restaurant, Brunnen ftraße 129 a. Verein Roe" Abends 8 Uhr im Restaurant Elge, Alexandrinenstr. 99. Unterhaltungsverein„ Harmonie" Abends 8 Uhr Wrangelstr. 136, im Restaurant Schimpfe. Vergnügungsverein Mollig" Abends 9 Uhr im Restaurant Reinide, Gipsstraße 3, jeden Dienstag nach dem 1. und 15. -Bitherklub Amphion" Abends 9 Uhr im Münchener Hof", Spandauerstr. 11-12. Rauchklub Bum Wrangel" Abends 8 Uhr bei Herschleb, Adalbertstraße 4.- Rauchklub„ Deutsche Flagge" Abends 8 Uhr im Restaurant Händler, Wrangelstr. 11. Rauchklub Friedrichshain" Abends 9 Uhr im Restaurant Ripping, Landsbergerstr. 116a.- Rauchklub" Lustige Brüder" Abends 8 Uhr bei Grothe, Fürstenbergerstraße 2. Rauch flub Ohne Bwang" Abends 8 Uhr im Restaurant W. Haugt, Weinstr. 22. Vergnügungsverein Fröhlichleit", Grüner Weg 29. Große Gesellschaftsstunde, verbunden mit Vorträgen. Gäste willkommen. Entree frei. Interessenverein der Kistenmacher. Große Vereins versammlung Sonnabend, den 24. b. M., bei Deigmüller, Alte Jalobftraße 48 a. Anfang 8 Uhr. Tagesordnung: 1. Be rathung über die vom Magifit at an den Vorstand geschickte Lifte zur Lohnftatistik zum Zweck der Steuerabschäßung. 2. Er. Jebigung des von der letzten Versammlung unerledigt gebliebenen Materials. 3. Verschiedenes. Es liegt im Interesse eines jeden Kollegen, daselbst zu erscheinen. " " Gefang-, Turn- und gesellige Vereine am Dienstag Gefangverein Gutenberg" Abends 8 Uhr im Restaurant Quandt, Stralauerstraße 43.- Gesangverein Alpenglühen" Abends 9 Uhr im Restaurant Hildebrandt, Prinzenstraße 97.Schäfer'scher Gesangverein der Elfer". Abends 9 Uhr bel Wolf und Krüger, Stalizerstraße 126, Gesang. Männer gefangverein Gartenlaube" Abends 9 Uhr im Restaurant Firt, Rottbuserstraße 22. Männergefangverein„ Steinnelfe Abends 9 Uhr im Restaurant Schulz, Stettinerstraße 56/57. Gesangverein Harmonie" Abends 8 Uhr in Neulam's Bierhaus, Große Frankfurterstraße 49. Männergesangverein Echo 11" Abends 9 Uhr im Restaurant Bum Flügel", Loth ringerstraße 60.- Gefangverein ,, Sängerhain" Abends 9 Uhr Leihhans- Ausverkauf. " Literarisches. 1 „ Der erste Nightgentleman auf dem Zeugenstand," betitelt sich eine Broschüre, die bei M. Ernst in München er schienen ist und einen getreuen Bericht über die Verhandlungen des Münchener Geheimbund- Projeffes am 26. und 27. Oftober H Telegraphische Depeschen ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Hamburg, Sonntag, 18. November. Der Postdan Bolaria" der Hamburg- Amerikanischen Badetfahrt- Attienge chaft ist, von New York tommend, heute Vormittag 11 Uhr der Elbe eingetroffen. Hönigsberg, Montag, 19. November. Der gestern herrschende Südweststurm hat mancherlei Unfälle auf dem und der See angerichtet. Auf dem Haff vessant ein g Reisekahn, der holländische Dampfer Aftea" ist bei Palm aeftrandet, die 16 Mann zählende Mannschaft wurde gerettet. aff ist voll Eis, mehrere Echiffe liegen feft, die Schifffah cheint täglic baus vier Mart. Eina Staff ist voll Gis, mehrere Schiffe liegen feft, die Schiffa die schn Dinge. Die 2 Westerland, Sonntag, 18. November. Heute Vorm Im Erwer trieb ein starker Weststurm das Wrack der Bark Margarethe", Kapitän Ments, Ostfriesland, an die Rüfte. Form angenomm langer Bemühung wurde die Mannschaft mittelst Ramadt vortomn apparat gerettet. Das Schiff trieb bereits 8 Tage lean fie fich zu Sturm auf hoher See. Triest, 19. November. Der Lloyddampfer fein burchger fe fchütteln ist gestern Nachmittag aus Konstantinopel hier eingetroffene Manipula ategorien von heben bestreb 1. Abtheilung: Schönhauser Allee 182, Rod- n. Jaquet- Anzüge, gediegene Stoffe von 12, 15, 20-35 M.( Braderer Hauptst 14 000 moderne Winter- Paletots von 10, 12, 15-36 M. prima! 10 00rlich an je Exempl.!) Auch für forpulente Personen passend vorhanden. 5000 Damen- Wind, daß der [ 612 mäntel( auch Regenmäntel) modern u. fpottbillig! 8000 Knaben-, Bursche u. Einseguungs- An üge. Süte, Schirme, Kleiderstoffe, Betten, goldene Alberne Uhren. Theilzahlunggeftattet. Sochfeine schwarze Salon- u. G Rödke u. Anzüge. Omnibus u. Pferdebahn wird vergütet. 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