3 Bogen die al tobom en Freifp. 274 ild und Mittwoch den 21. November 1888. auch in well nheit zum Dunklen E zur Austu bewegung wurde, cher Art meinte, be ntlemens" In Der die polit Veröffentlic Streiflichter fest fo bau d. Diese D ht nur für had no nidhi 5. Jahrg. Berliner Volksblatt. ondern für Jeden Sand leiner Thell der Partel H Then Der Postdam abrt- Altieng ittag 11 Uh Der geftern lle auf dem fant ein g bei Balm arde gerettet. er Bart die Küfte. tnid Organ für die Interessen der Arbeiter. dau Das Berliner Bolksblatt" " ent täglich Morgens außer nach Sonn- und Fefitagen. Abonnementspreis für Berlin fret aus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Marl, wöchentlich 85 f. Bostabonnement Mart. Einzelne Nummer 5 Bf. Sonntaga- Nummer mit dem Sonntage- Blatt" 10 B. ( Eingetragen in der Bofzeitungsereisliste für 1888 unter Nr. 849.) 13th thiuded i Insertionsgebühr beträgt für die 4 gefpaltete Petitzeile oder deren Naum 25 Pf. Arbeitsmarkt 10 Bf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Simmerstraße 44, sowie von allen Annoncen- Bureaux, an Erhöhung des Preises, angenommen. Bedaktion: Beuthstraße 2. Expedition: Jimmerstraße 44. Die Schwimmende Ausstellung. eute Vorm 3m Erwerbsleben verfällt man heute auf seltsame Dinge. Die Anpreisung der Waaren hat eine form angenommen, die jedem vernünftigen Menschen abges 8 Tage en fie fich zu fultivirteren Formen des Kampfes um's ittelft Rad madt vorkommen muß und über die unsere Nachkommen, fein durchgerungen haben werden, höchst nachdenklich die fe schütteln werden. Man kann wahrhaft verzweiflungseingetroffene Manipulationen mit ansehen, durch welche ganze mpfer B fuhr hat. Es kann auf diese Weise zur Wohlhabenheit ge langen. Aber wenn das der Fall sein soll, so müssen die wirthschaftlichen Verhältnisse des Landes an sich gesund sein. Das Land muß zunächst sich selbst erhalten und einen guten Theil seiner Produkte ſelber konfumiren fönnen; der Ueberschuß fann an's Ausland abgegeben werben. Wenn aber Wohlstand bei der Maffe vorhanden sein soll, so muß die Lebenshaltung eine hohe sein; die Lebensweise des Volkes darf nicht auf Entbehrung und Lebensweise des Bolles darf nicht auf Entbehrung und Mangel beruhen. fieben bestrebt sind, und manche derselben erinnern un- M.( Braderer Hauptstadt bevölkern. ma! 10 00 ilidh an jene Damen, die zur Nachzeit gewisse Straßen schlechtes Einkommen gezwungen ist, zur Ursache. Man men- Winter Surfa , goldene alon- u. S rwaltung feinem beuti 5! daß die a and, daß der Geschäftsmann fich gezwungen sieht, sich zu niebrigen, um Runden anzulocken. Und doch wird mit en nichts erreicht, tann auch nichts erreicht werden, Mebem el bie mangelnde Kauflust der Massen nicht etwa aus e eigenwilligen Burückhaltung, sondern aus den sinkenGinnahmen entspringt. Die Tendenz, die Produktionsen herabzusetzen, also die Löhne zu drücken einerseits [ das Sinten der Konsumtionskraft andererseits bilden Schraube, innerhalb deren unser Wirthschaftssystem ellemmt vor Schmerzen stöhnt. Alle Anpreisungen ben den Absatz der Waaren nicht vermehren und die und 5. Kö e herzlicher mes Manns und F Dere den hufter u Cestn liche " Ueberproduktion" nicht beseitigen so lange das Einkommen der Massen ein so es bleibt. Aus dem System der wunderlichen Anpreisungen Goffenbar der Gedanke gekommen, ein großes Schiff bauen, um auf demselben ein großes, natio les" Musterlager einzurichten, welches eine se um die Belt machen soll. Prediger Worte am meinen tiefge Sörligerftr. erwaaren, 58 asstattung ma Rüchenmöbel oniderftr. Ltr. excl. Mart 2,00 " " " 0,90 0,90 0,50 thalerts. leu! urgstraße 147 56 lat 16, do létail. 1, Drange tet wurden rikBei uns aber hat der sich steigernde Export gerade die niedere Lebenshaltung des Volkes, zu der es durch sein exportirt nur, weil im Inland nicht genügend konsumirt nur, wird infolge der zunehmenden Maſſenarmuth. Die Industrie weiß nicht mehr, wo ihre Produkte unterbringen. Daher auch das gierige und unermüdliche Suchen nach Daher auch das gierige und unermüdliche Suchen nach Absatzgebieten in tropischen Ländern, bas Drängen nach Expeditionen nach Afrika Alles nur zu dem dem Zweck, neue Absatzgebiete zu schließen. neuen er Das ist begreiflich, aber es wird nicht viel helfen. Denn das moderne Wirthschaftssystem trägt den Keim der Berrüttung in fich. Vor 400 Jahren, bevor man Amerika entdeckte, war Europa und ein Theil des Orients mit deutschen Produkten überschwemmt. Aber die deutsche Manufaktur ward wohl habend dabei, denn die Handwerker verdienten viel Geld und fonnten auch etwas tonfumiren. Damals waren sogar die Arbeiter der Textilindustrie gut gestellt und das deutsche Leinen dominirte in Europa. Heute exportirt die Textils industrie aus Deutschland nach der ganzen Welt und doch, wie elend sind die Arbeiter in dieser Industrie baran! Es mag sein, daß die Ueberlieferung der Bibel von Arche Noah diesen Gedanken hat anregen helfen. Man stand der Länder geradeso schädigt, wie der Raubbau babei vielleicht übersehen, daß die Taube mit dem lzweig eigentlich ein schönes und befriedigendes Biel wünschen keine mittelalterlichen Formen zurüd, aber Die äußerste Ausnutzung der Arbeitskraft, die den Wohlden Grund und Boden, ist eine andere Erscheinung. Wir er altberühmten Meerfahrt darstellt. Arche Noah der Olivenzweig, das Friedenszeichen, schränkt wissen. fobald als Symbol dienen können, denn wenn bei auch teine Schlachten geschlagen werden so nehmen die ens im Augenblick nicht Reiflungen doch jere in jedem Jahre zu. Betrachtet man alle diese Dinge, so erscheint der schwimmende Industrie- Palast als eine ziemlich überflüffige Spielerei, in feiner Weise geeignet, die übertriebenen Hoff nungen zu erfüllen, die an dieses Institut geknüpft werden. an einen Strohhalm flammert. Was wird denn auch viel geschehen können? Das Dean ber Olivenzweig eines dauernden und gesicherten Die Industrie zeigt dadurch eben gerade, daß sie sich schon meinen Friedes einmal gebrochen werden kann, wird nationale Produktion wieder richtig aufblühen und tntfprechenden Konsum vorfinden können. Vorläufig unbehilfliche Schiff kann nur die größten Häfen anlaufen fahrt bie neue Arche Noah nicht unter den günstigsten und die Gebiete, wo noch etwas zu machen ist, sind von ben Es ist unbestritten ein günstiges Beichen, wenn ein weiß doch, daß, wenn sich bei den Eskimo's genügender eine geringe Einfuhr und eine möglichst große Auss Absatz fände, so würden sich die in Seehundfelle gehüllten pinien aus. Feuilleton. Raskolnikow. Aus dem Ruffischen übersetzt von Wilh. Hendel. Roman von F. M. Dostojewski. Handlungsreisenden gewiß schon genügend abgegraft". Man bu die Frage: Woher kommt es wohl, daß fast alle Verbrechen verhältnißmäßig leicht entdeckt werden, und weshalb sind die Spuren fast aller Verbrecher so deutlich zu verfolgen? Er [ 15 tam nach und nach zu allerlei interessanten Schlüssen und, seiner Meinung nach, lag der Hauptgrund nicht sowohl in der materiellen Unmöglichkeit, die Spuren des Verbrechens zu vertilgen, als vielmehr im Verbrecher selbst. Fast bei jedem Verbrecher entsteht nämlich im Moment des Verbrechens ein gewisser Verfall der Willens- und UeberlegungsSelbst seine legte Probe ihren Höhepunkt erreichen, diesen, je nach der Individualität, Grönländer vor den Handlungsreisenden gar nicht mehr retten können. Nur erhöhter Ronsum der Maffen kann die Industrie wieder lebensfräftiger machen, nicht aber solche Spielereien wie der schwimmende Ausstellungspast. Wir sind zwar höflich genug, bem Unternehmen pen besten Erfolg zu wünschen; andererseits aber glauben wir ziemlich gewiß zu sein, daß der Erfolg auch leider nicht entfernt ein solcher sein wird, wie sich die Herren Unternehmer in ihren überfeeischen Phantasien ihn vorspiegeln. Politische Uebersicht. ( Arbeiterorganisationen) vorlegte Woche in Bordeaux ab Der Kongrek, den die französischen Syndikate Beschluß gefaßt, der unseren chauvinistischen Kriegsheßern, welche hielten, hat in Bezug auf die ausländischen Arbeiter" einen Frankreich durchaus als ein wildes", den Ausländern ungaftliches Land hinstellen wollen, ein fräftiges Dementi giebt. Der Beschluß lautet: " In Erwägung: sadaß die Werkstätten und Werften Frankreichs mehr und mebr mit Ausländern gefüllt werden. welche unter dem Breis( au rabais) arbeiten und den Lohn der einheimischen Arbeiter herunterdrücken und daß diese Invafton das Wert der Arbeitgeber und Unternehmer ist, die, um ihrer Profitouth zu fröhnen, fich nicht scheuen, das Elend der ausländischen Arbeiter gegen ihre arbeitenden Landsleute auszubeuten, hat der dritte nationale Rongreß der franzöftichen Syn dilate, in Bordeaux tagend, am 4. November 1888 be fchloffen: das Recht des von ihm vertretenen französischen -Proletariats, durch seine Arbeit zu leben, muß gewährt werden; aber der Kongreß weift, als der unerläßlichen Vereinigung der Arbeiter aller Länder entgegengesetzt, die Austreibung oder Beschränkung ausländischer Arbeiter zurüd, und verwirft, als unnüß und lächerlich, die der Deputirtenkammer vorliegenden Anträge einer Aufenthaltsfteuer. Snauf: Der Kongreß fordert die Regierung der Republik 1. Durch ein Gefeß zu verbieten, daß ausländische Arbeiter zu einem niedrigeren Arbeitslohn befchäftigt. werden, als die einheimischen Arbeiter; dan 2. zu diesem Zwed, in Uebereinstimmung und Bu fammenwirten mit den Syndikatslammern der Arbeiter, einen Minimallohn aufzustellen, welcher den Existenzkosten entspricht und jedes Jahr zu revidiren ist; 77 End sdot 3. Gegen alle Uebertretungen der obigen Maßregeln Geld und Gefängnißftrafen festzusetzen; in 4. Das infame Gesetz gegen die internationale Ver bindung der Arbeiter abzuschaffen, ebensowie alle Gefeße und Verordnungen, welche die ausländizuvor, bis ins kleinste Detail hinein, mit der Sache befannt gemacht hat..." Aber der Anfang war noch nicht gemacht; er glaubte noch immer nicht an seinen endgiltigen Entschluß, und als die Stunde schlug, kam alles ganz anders wie er's gedacht, kam wie ungefähr, fast sogar unerwartet. Ein ganz geringfügiger Umstand verblüffte ihn gleich anfangs, ehe er noch die Treppe hinabgeftiegen war. Als er bis zur Rüchenthür seiner Wirthin, die, wie immer, weit nicht Aber es waren lauter Kleinigkeiten, an die er gar kraft, an dessen Stelle fich ein findischer phänomenaler offen stand, angelangt war, schielte er vorsichtig hinein, um badhte an die Hauptsache und ließ die Kleinigkeiten bei welchem Urtheilskraft und Vorsicht am nothwendigsten find. Nastaßja die Wirthin selbst dort sei, oder wenn nicht, ob die benten wollte und für die er auch keine Beit hatte. Leichtsinn einstellt, und zwar gerade in dem Moment, in e, bis zu dem Zeitpunkt, der alles entscheiden mußte. Seine Ueberzeugung war, daß diese Verdunkelung der Ur- Thür nach ihrer Stube auch ordentlich geschloffen sei. Wie ber bas lettere, bie Entscheidung, schien ihm immer noch theilskraft und dieses Schwinden der Willenskraft ben groß aber war sein Erstaunen, als er plöglich Naftaßja Foren würde, blos daran zu denken, und daß er einfach steigern und kurz vor der Vollbringung des Verbrechens beschäftigt sah; sie nahm Wäsche aus einem Rorb und hing bentbar! er fonnte sich z. B. nie vorstellen, daß er jemals Menschen wie eine Krankheit befallen, sich nach und nach diesmal nicht nur zu Hause, sondern sogar in der Küche ber Besuch, den er gemacht hatte, um endgiltig den während des Verbrechens selbst und noch einige Beit Beschäftigung auf und schaute ihm, während er vorbei Bauplah zu refognosziren, wollte er blos versuchen, nicht nachher, behaupten, um Wren, was nügt alles Nachfinnen! und richtig, er hatte Frage zu entscheiden, wirklich ausführen; er bachte sich: Will mal hingehen, jede andere Krankheit zu verschwinden. nicht aushalten können, hatte ausgespuckt und war, hend über sich selbst, davongelaufen. Indessen schien es boch, als ob die ganze Analyse, die Bergliederung der alifchen Seite der Frage von ihm bereits beendet sei; er fonnte teine überzeugenden Einwürfe mehr finden. Rafuiftit war so scharf geschliffen wie ein Nafirmesser, #tatt angefert 15 M. a feden Pr 97 Stralfunder Möbel dann nach und nach, wie Aber die es die Krankheit sei, welche das Verbrechen gebiert, oder ob es das Ver brechen sei, welches durch seine besondere Natur stets von einem frankhaften 3uftaub begleitet ist, fühlte er nicht die Kraft in fich. Als er bis zu diesem Resultat gekommen war, entschied er, daß persönlich mit ihm, in seinem Fall, eine solche frankfie auf Stride. Als sie ihn erblickte, hörte sie in ihrer ging, nach. Er wandte die Augen ab und ging hinunter, als ob er sie nicht bemerkt habe. Aber das Unternehmen war gescheitert er hatte fein Beil! Seine Bestürzung war groß. Weshalb hatte ich mir denn eingebildet," bachte er, indem er den Thorweg entlang ging, daß sie in diesem Moment jedenfalls nicht zu Hause sein müsse? Weshalb feßte ich das als selbstverständlich voraus?" Er war erbrückt, ordentlich gebemüthigt, er hätte vor Wuth über " " 1 Diefer Beziehung aber traute er sich doch nicht gänzlich hafte Anwandlung nicht stattfinden könne; daß Urtheilskraft sich selbst lachen mögen... Eine finnlose, thierische Wuth fudhte eigenfinnig immer wieder aufs neue nach Ein- und Wille während der Ausführung des Geplanten ihm tochte in ihm. en, wenn auch nur sekundären; und er tastete danach nicht verloren gehen würden, einzig aus dem Grund, weil gebrauchte un Sophas, Splen ten, febr billy eleganter Bahlung geftat Be 1, erfte Flag bies schon viel zu weit vorausgeeilt... Wir wollen nur Nachdenkend stand er unter dem Thorweg. So, gleichs " lete Tag aber, ber so unerwartet schnell herangekommen ganzen Prozeß, durch welchen er zu diesem legten Resultat zuwider; nach Hause zurückzukehren noch mehr. Was als ob ihn jemand dazu nöthige oder zwänge. das von ihm Geplante fein Verbrechen sei. Lassen wir den sam spazirend die Straße auf und abzugehen, war ihm unb ber alles entscheiden sollte, reagirte auf ihn faft gekommen war, vorläufig bei Seite; wir sind auch ohne für eine günstige Gelegenheit habe ich nun für immer vers unb ihn nach sich zöge; unabweisbar, blind, mit noch hinzufügen, daß überhaupt die faktischen, rein materiellen natürlicher Kraft, ohne Widerrede; gerade, als ob er einem Bipfel feiner Kleidung in das Nad einer Maschine mmen wäre, die ihn an sich zieht. übrigens schon lange- beschäftigte ihn Anfangs " Schwierigkeiten des Unternehmens in seinem Geist nur eine ganz nebensächliche Rolle spielten. Man muß sich nur die volle Willens- und Urtheilskraft bewahren, und diese wird. wenn die Zeit da ist, alles überwinden, nachdem man sich paßt! brummte er, absichtslos unterm Thorweg, gerade vor ber dunkeln Kammer des Hausknechts, die auch offen war, stehend bleibend. Plötzlich zuckte er zusammen; aus der stehend bleibend. Kammer des Hausknechts, zwei Schritt vor ihm, blinkte rechts, unter der Bank, ihm etwas in die Augen.. Ec sah sich um... es war niemand in der Nähe. Er schlis schen Arbeiter verhindern, sich an der Verwaltung paber ber Eyaditats lammern zu betheiligen, oder welche Die Ausweisung ausländischer Arbeiter im Falle von Arbeitseinstellungen oder damit zusammen hängenden Thatsachen erlauben. Dieser Beschluß, welcher einstimmig gestellt wurde, zeigt, daß die Stimmung in den franzöftschen Vollstreisen in den französischen Volkskreisen nichts weniger als chauvinistisch ist, und daß die Herren Bindter und Konforten, welche vom Fremden und insbesondere vom Deutschenhaß der Franzosen so viel zu erzählen wiffen, aus Unwiffenheit oder mit Abficht das Gegentheil der Wahrheit sagen. Durch jenen Beschluß wird aber auch der Nachweis geliefert, daß wir Recht hatten, als wir bei früheren Gelegenheiten wiederholt darlegten, daß die Er bitterung, welche fich hier und da, namentlich im Süden Frank reichs gegen ausländische Arbeiter Luft machte, mit nationalen Vorurtheilen und Chauvinismus gar nichts zu thun hat, son dern fich nur gegen die Konkurrenz der Arbeit unter dem Preis richtet. Thiers und Rossel, die fich 1871 im Leben gegenüber ftanden, und von denen der lettere bekanntlich auf Befehl des eriteren bei Satory erschossen wurde, stehen sich jetzt nach dem Tod wieder gegenüber. In Cette, der Geburtsstadt Roffel's, faßte der sozialistische Gemeinderath vor kurzem den Beschluß, eine Thiers- Straße in eine Rofiel- Straße umzutaufen. Der Beschluß wurde von dem Präfetten wegen eines angeblichen Formfehlers aufgehoben; allein von den Stadtverordneten ist er vor einigen Tagen einstimmig zum zweiten Male gefaßt wor den, und so wird diesmal der Kommunarde Roffel über Thiers stegen. auf Grund der Unfallversicherungsgesetze ein Anspruch auf Entschädigung zu. Zaft keine Erfahwahl zum Reichstage ohne einen Dämpfer auf das Kartellvergnügen, ohne siffermäßige Belun dung, daß fich Hunderttausende von deutschen Wählern am 21. Februar 1887 durch einen tollen Schwindel haben über rumpeln lassen. Das fann gar nicht oft genug festgestellt wer ben und darum ist jede Erfaßwahl ein freudiges Ereigniß; fte giebt der Oppofition gegen die Kartellpolitit erhöhte Buversicht und der Fillion, daß die jeßige Mehrheit des Reichstages den rationalen Willen und Gedanken darstelle, ein kräftiges Dementi. So war es in Stade, so ist es in Melle Diepholz, wo es den Nationalliberalen schon im ersten Wahlgange febr schlecht ergangen ist. Sie hatten das Mandat 1887 mit 7618 gegen 6130 welfische und 1113 freifinnige Etimmen gewonnen, fie haben es am 13. November nur noch auf 4245 Stimmen gebracht, denen 5517 welfische und 1647 freifinnige entgegen stehen. Das Welfentbum ist also in diesem Kreise troß der Präsidentschaftsaera Bennigsens wieder an die erste Stelle gerüdt, von der Einbuße infolge geringerer Wahlbetheiligung tommen auf seinen Theil nur etwa 600, auf den des Kartells gut 3400 Stimmen, während die Freifinnigen 535 Stimmen gewonnen haben. Im Jahre 1887 um 1500 Stimmen dem Welfen voraus, bleibt der Kartellist jest um 1300 hinter ihm zurück und fann das Mandat verloren gehen. Herr Sattler ist einer der eiftigsten„ Nandalirfüchse"- der„ Nat. Btg." gebührt die Ehre, diesen Taufnamen erfunden zu haben der nationalliberalen Partei in Schrift und Wort; die Unmoral der Stich wahlen gegen die Freifinnigen auszuspielen, war sein Steden pferd und jest tönnte ihm nur noch eben diese Unmoral das Mandat retten. Brauchbares machen lassen, sobald nur die Sache willingland um 5 weitere Aufbeff dem bekannten Stadium der Vorarbeiten" heraustritt." Zur Reichstagsnachwahl in Breslau. Obwohlfordern die Ur Reichstagsabgeordnete Kräder schon seit fleben Wochengt flau und a storben ist( 2. Oktober) und der Zusammentritt des Relche den Trucke unmittelbar bevorsteht, hat über eine Aufstellung neuer wöhnlich. M listen in Breslau noch nichts verlautet. Rräder fleate 188rbeiter vorbani der Stichwahl. Im ersten Wahlgange erhielt er 8000 Stuftand, als set Startellfandidat 7313 und der deutschfreifinnice Kandidate freigende T Stimmen. In der Stich wahl flegte alsdann Kräder mit 10 Stimmen über den Kartellkandidaten, auf welchen 10 205 Der Abgeor ftelen. Der Reichstag tritt in dieser Woche zufammen, um ein Arbeitspensum zu erledigen, das, soweit es bisher bekannt war, die offiziöse Ankündigung zu rechtfertigen schien, daß die Seffion feine politisch bewegte sein werde. Die ausgesprochenen Zweifel an der Richtigkeit dieser Prognose für die Dauer der parlamen tarischen Seffion erweisen sich aber bereits als begründet. Offi slöse Korrespondenten melden auswärtigen Blättern, daß doch eine Rreditforderung für militätische Swede in Aussicht stehe. Es ist bis fept nichts Näheres darüber bekannt; wenn wir trendem geneigt find, der Nachricht Glauben zu schenken, fo beruht dieses Vertrauen nicht auf ihrer Quelle, son dern auf der Ueberzeugung von der Unersättlichkeit des Milita rismus und dem unbegrenzten Bewilligungseifer dieses Reichs tages. Das von dem Angstprodukt" der Septennatswahlen eingeführte System, militärische Forderungen von bis dahin uner. hörtem Umfange fritifles und fast unbesehen wie eine patriotische Großthat gutzubeißen, ist mit feinen bisherigen Thaten durch aus nicht erfd öpft. Jenes System wirkt wie eine Schraube ohne Ende, weil es, wie jest gerade die Vorgänge in Defter- scheid des Berliner Polizeipräsidiums, dem von dem Magistrat reich zeigen, Schule in den anderen Staaten gemacht hat. Der einmal anerkannte Saß, daß wir stärker sein müffen, als unsere Nachbarstaaten, führt auch gegen den Wunsch und Willen seiner Urheber und Verfechter zu immer neuen Rüstungen, deren Ende nicht abzusehen ist, an das man aber nur mit Schrecken denken fann. " Eine Erfahwahl zum Reichstag muß für Cleslo umbunger Johannisburg stattfinden, ta der konservative Abgeordnetenen Beferentn burch rath Maubach wegen Ernennung zum Oberregierungsrath Wort ode burch den Jufti Reichstagsmandat niedergelegt hat. or Pierzehn Stunden Arbeit. Wir Icfen im Leifen werden Tageblatt":" Der Vorfißende des Zentralverbands der Eigten sollen ab industrie in" Sachsen, Herr Rechtsanwalt Kirbach hier baffelbe S Plauen), macht öffentlich bekannt, daß die Arbeitszeit von heilt, das R an auf die Beit von früh 7 bis Abend 9 Uhr(!) feften. Sufini worden ist." Die Notiz hat das Datum des 16. Noen Bermeifur und daß eingellammerte Ausrufungszeichen hinter 9 Uhr gegen 202 vom Leipziger Tageblatt" her. Vierz hn Stunden täglichund ba giebt es noch Leute, welche den Netten fort. arbeitstag für überflüssig halten! Vom Leipziger Schöffengericht wurden vor 316 eBerathung Der Bari Debatte mit 44 ju errichten Tagen drei Sozialdemokraten aus dem benachbarten Ringes der Bäd Mitgliedern wou traut. Ferner Wunsch an, die liebene Recht Andererseits leb Stimmen ab, machen. Stötterig zu 3 Tagen Haft verurtheilt, weil sie bei dem gräbniffe eines Geftnrungsgenossen vor Beginn der Leich Kränze in das Grab geworfen und fich entfernt hatten, ab Geiftliche im Begriffe stand, mit seiner Rede zu beginnen welder babin g der Ansicht des Gerichtshofes ist dadurch eine Störung b erdigungsfeierlichkeit herbeigeführt worden, welche die d gesinnten Theilnehmer an der Beerdigung in ihren tel Gefühlen verlegt habe. Als erfunden bezeichnet die Frels. Sta." die Mitih der Kreuzzeitung", daß man seitens der freifinnigen leitung in Stade den Wunsch ausgesprochen habe, nationalliberalen Parteiführer feine allzu schroffe Gegenag entgegen zu setzen, um nicht herrn von Bennigie Siz im Reichstage zu gefährden. Der Sen einem Gelegent schaffung b im Juni 1881 Der Entwurf vo Oftober 1886 a Auf höheren Befehlt" handeln die Militärverein Die beiden Häu fte oppofitionelle Elemente aus ihren Reihen ausschließebücher aus ein Thatsache geht hervor aus einem Schreiben, welches figende des Militärvereins zu Großdubrau bei Baußen aur, und der Berjammlung a Legrand erklärt Ein Spezialgesch über gewerbliche Schiedsgerichte mit der Bestimmung, welche die Einführurg der Einrichtung obligatorisch macht, ist bekanntlich eine alte rbeiterforderung. Wenn nun die Voff. 3tg." gut unterrichtet ist, stände wenigstens die thellweise Gewährung dieser sozial politischen Forderung unmittelbar bevor. Bekanntlich beschloß der Reichstag am 24. März 1886, den Reichstanzler zu er fuchen, dem Reichstag den Entwurf eines Gesetzes, betr. die obligatorische Einführung von Gewerbegerichten, mit der Maßgabe balothunlichst vorzulegen, daß die Beisiger derselben zu gleichen Theilen von den Arbeitgebern und von den Arbeitern in getrennten Wahlkörpern und in unmittelbarer, gleicher und geheimer Abstimmung gewählt werden." Zur Ausführung Dieses Beschluffes babe nun nach der erwähnten Quelle die Reichsregierung die erforderlichen Vorarbeiten vornehmen laffen, so daß nunmehr die Aufstellung eines Gefeßentwurfs demnächst zu gewärtigen sei. Hierin tönnte allerdings der seltsame Be vorgelegten Drtsstatut für ein gewerbliches Schiedsgericht für Berlin lönne die Genehmigung nicht ertheilt werden, weil die Erörterungen über diese Angelegenheit noch nicht ab geschloffen seien, zum Theil seine Erklärung finden. Auf die vom Reichstage geforderte obligatorische Einführung von Ge werbegerichten sei allerdings nach demselben Blatte nicht zu rechnen. Als Grund wird angegeben, daß dadurch ein Theil der angekündigten ministeriellen Vorlage weds Erleichte der Befugnisse der Innungen beschränkt werden würde, daß des Ankaufes von Land in Jrland zu stellen beabsichtigt mmiffion vorz ferner die Bezirle solcher Gerichte in Gegenden mit geringer ferner die Bezirke solcher Gerichte in Gegenden mit geringer felbe lautet wie folgt:„ Anstatt wiederum dazu zu ſchreite gewerblicher Entwidelung sehr groß gemacht werden müßten Summe von fünf Millionen Pf. St. zu votiren, um den und hierdurch den Arbeitern ein bedeutender Aufwand an Beit und Kosten entstehen würde.(?) Es handele fich vielmehr in Ueber die Lage in Ostafrika wird einer Londoner Meldung der Voff. Btg." zufolge der Times" aus Sanftbar vom Sonntag gemeldet, der Sultan fet trant und habe die Blokadelundmachung noch nicht erlaffen. Inzwischen geftalte sich die deutschfeindliche Bewegung an der Küste des deutschen Schutzgebietes immer bitterer und dürfte fich auf alle Europäer erftreden. Die deutsche Marinebefagung in Bagamoya sei wieder abgezogen, well ein bösartiges Fieber daselbst graffirt. Die franzöfifchen Missionare ernähren dort täglich 800 Flücht linge, welche die Stadt aus Furcht verlaffen haben. Kaufleute wollen fich an der Küste nicht wieder anfäffta machen. In Saadani wurde am Sonnabend auf den Missionsdampfer Henry Wright" geschossen. Angeblich bevorstehender Wechsel im Kriegsministerium. Kriegsminister Bronsart von Schellendorff foll, wie dem Hamb. Korrefp." von„ vertrauenswürdiger Seite mitgetheilt wird, das Kommando des I. Armeekorps übernehmen und der Chef des Militärkabinets, Generallieutenant von Bahnte mit dem Portefeuille des Kriegsministeriums betraut werden. Ein neuer Paragraph soll, wie die offiziösen Berl. Pol. Nachr." hören, auf Vorschlag der Subkommission seitens bes Bundesraths in den ihin zur Beschlußfaffung von den Ausschüssen vorgelegten Entwurf, betreffend die Alters. und Invaliden. Versicherung, eingeschaltet worden sein. Demselben zufolge ist, sobald fich im Laufe des Ver fahrens bei der Feststellung der Invalidenrente Bweifel darüber ergeben, ob nicht die Erwerbsunfähigkeit durch einen nach den Unfallversicherungsgefeßen zu entschädigenden Unfall verursacht worden set, dem die Rente beantragenden Versicherten aufzu Herrn feiner Mitglieder gerichtet hat. Dieses Schriftstück bat den, auch stilistisch beachtenswerthen Wortlaut: Werden hierdurch benachrichtigt, das es sich ergeben felgen und in Sie den Sozialdemokratischen Tendenzen buldigen, werbe heute auf höherem Befell aus den Militärverein Großbu Großbritannien. gestrichen." Worl Gladstone verlas im Unterbause den W in die direkte Beziehung eines Grundbefizers zu dem Bächter in Gemäßheit der Bestimmungen des trischen D aue fachliche Reinung abgel wurde das Proj In parl baf die in be Deputirten en Sprache zu bri Sungen gegen Die äuß falo, fich c melche nach ein 1. M. auf b em Aufstand Baubin flattfin Landar erster Linie barum, auf geeignetem Wege eine größere Ausdeh taufsgesetzes von 1885 zu verfegen, ist es im Hinblid f bet agenswerthen Leiden, welche die jüngsten Bächter demselben eine größere Gleichmäßigkeit zu sichern. Bicher seien bungen in Filand verursacht haben, zwedmäßig, bi nung des gewerblichen Schiedsgerichtswesens anzubahnen und nur in verhältnißmäßig wenigen Städten gewerbliche Schiedsgerichte errichtet worden und diefelben zeigten unter fich große Verschiedenheiten, insbesondere bezüglich der Gestaltung von mungen des irischen Bodengefeges von 1881 auszub die Landgerichtshöfe au ermächtigen, die rückständig Badht Rechtsmitteln. Hierzu bemerkt die Franff. Beitung" folgen mäßigen oder zu annulliren, sowie auch die Pachtzinfe felber des: Das Bestreben, den gewerblichen Schiedsgerichten endlich eine größere Verbreitung auch in Deutschland zu Länder wie die Schweiz geben, nachdem uns fleine Länder wie die Schweiz sowie hierin längst voraus find, Die Herbeiführung behandeln nach dem Beispiele der Gefeßgebung, welch mit Vortheil auf die Anwesen der Kleinbauern in Scho angewendet wurde." Indischen Beitungen zufolge find mehr als 1000 brill In ber if Catfcheidung zu frauen bes Bar baben bereits v Unzufriedenbelt äußeren Grichi Herrn Crispi p Fürsten Bisma größerer Gleichmäßigkeit in der Organisation der nüßlichen indische Unterthanen, welche an der oftaftilant Rüfte innerhalb der Grenzen des deutschen Schußgebiets heil find dara Institute lönnen nur willkommen geheißen werden, vorausgefeßt, daß man in lepterer Beziehung nicht bureaukratisch vorgeht. Die gegen das Obligatorium vorgebrachten Einwände erscheinen aber burchaus hinfällig. In dem Augenblide, wo endlich ein Schritt vorwärts gemacht werden soll, dürfen doch Privilegien der auswärtige Bol felbft vielfach m tungsfreundlich fondere feine ließlich einm rend erweifer Die Gefebe Brovingtal lens, Die treiben, durch die jüngsten Ruhestörungen an der Rif Sanfibar start benachtbeiligt und von ihren Heimflätt trieben worden. Der Abgeordnete J. Maclean wird ni Innungen, die man jeder Zeit im allgemeinen Intereffe fachge- richtig sind und ob das Auswärtige Amt von der Da mäß durch Gesetz ändern fann, lein Hinderniß sein. Auch den Bünftlern ist ja die freteste Betheiligung an den Wahlen zu obligatorischen Schiedsgerichten gestattet. Und die Eventualität, baß in gewerbarmen Gegenden die Arbeiter zu weit reisen müßten, fann man einfach dadurch entfernen, daß man das Obligatorium vorläufig auf die Städte und Gegenden be Prozentsag gewerblicher Bevölkerung aufweisen. Man ist doch jonit, 3. B. mit Bezug auf die Funktion ber berufsgenoffen schaftlichen Organisation, nicht so besorgt wegen der Umstände und Roſten gewesen, welche den Arbeitern erwachsen. Mit einigermaßen gutem Willen wird sich also hoffentlich etwas Montag im Unterhause die Regierung fragen, ob diefe afrikanischen Gesellschaft oder von der deutschen beabfichtige. Schadloshaltung für die entstandenen Verluste zu bea Der Arbeitsreferent des Hanbelt berichtet: Während der letzten drei Monate hat die " 1 8. Herung 20gemal welche fich in der Industrie des Landes geltend hat wenig zugenommen oder abgenommen. Jm trägt die Cage aber einen beſtändigeren Charalter und reichen, mit dem Uebergang vom Schlechten zum bie geben, zunächst eine Entscheidung auf Grund der Unfall schränkt, die nach der legten Berufszählung einen bestimmten angehalten und die Bahl der unbeschäftigten bel versicherungsgefeße herbeizuführen. Die rechtskräftige Entscheidung über ben Anspruch auf Unfallentschädigung ist für das Berfahren über den Anspruch auf Invalidentente insoweit bindend, daß in diesem Verfahren die Ablehnung des Anspruchs nicht auf Grund der Annahme erfolgen darf, dem Antragsteller stehe Buten worden. In der Eisenindustrie find die Löhne in verknüpften Lohnstreitigkeiten sind der Mehrzahl nach gea auf den Behen hin, stieg die zwei Stufen hinab und rief rade in solchen Stadttheilen anzusiebeln, in denen weber werk unter der Alten ist, allem Anschein nach, die Wohn Gärten, noch Springbrunnen find, sondern wo sich Schmuh, auch leer: die Visitenkarte, die an der Thür genagelt war nicht zu Hause! vielleicht irgendwo in der Nähe, auf Gestank und allerlei Unrath befindet, selbst wenn er nicht ist abgenommen, die Leute sind ausgezogen! Er a dem Hof, denn die Thür war sperrweit offen! Er stürzte dazu gezwungen ist. Er dachte dabei an seine eigenen schwer. Einen Augenblick fuhr ihm der Gebante burd mit schwacher Stimme den Hausknecht an. Richtig, er nach dem Beil( es war ein Beil), holte es unter der Bank, wo es zwischen Holzscheiten lag, hervor, hing es sogleich, ohne erst hinauszutreten, in die Schlinge, steckte beide Hände in die Taschen und ging hinaus; niemand hatte ihn bemerkt! Was der überlegea de Verstand nicht vermag, thut Spaziergänge auf dem Heumarkt. Sinn:„ Sollte ich nicht lieber fortgehen?" Er gab Dann bo ermannte er sich plötzlich, nein, lieber an gar nichts aber keine Antwort darauf und horchte an der Thi denken!" ,, Auf diese Weise heften fich wahrscheinlich auch die Gedanken derer, die zur Nichtstätte geführt werden, an alle Alten, es herrschte dort eine Todtenstille. er noch einmal nach der Treppe hinunter, horchte aufmerksam. Dann schaute er sich das letzte Mal gierungsliber batte über bas Cipi's in der Soll der Teufel des Bufalls!" dachte er, eigenthümlich lächelnd. Gegenstände, welche ihnen unterwegs vor die Augen kommen," sammelte sich und befühlte nochmals das Beil in Dieser Umstand ermuthigte ihn wieder. Gedanken sofort wieder zu verscheuchen.... Jegt war er Rabinetsfrage f br gefchict ve unzufriedenen vereinigen gebniglos u Mofer'ichen L Im Berl Cinattein, Go Liebe", über Die Araft( Ludwig bammer) geni don 3 Monat Das fchter ohne Rufda Buge) Lebensluftigen. Migt vor der G lige Lob, bas Den jungen Er schaute wenig angelangt, da ist das Haus, hier der Thorweg. Irgendwo nicht lieber noch etwas warten... bis sich das aller männlic Ruhig und gesezt ging er seines Weges, ohne sich zu beeilen, um feinen Verdacht zu erregen. auf die ihm Begegnenden, gab sich sogar Mühe, ihre Ge fichter gar nicht zu sehen und selbst so unbemerkt als mög lich zu bleiben. Da erinnerte er sich plößlich seines Hutes. „ Herr Gott!... " schlug eine Uhr einen Schlag. Was ist das, unmöglich fann es schon halb acht sein? Die Uhr muß vorgehen!" oder fehr aufgeregt? Sie ist mißtrautschba ruhigt hat?..." Doch das Herz beruhigte sich nicht. Im Gegen es flopfte stärker, immer stärker!... Er hielt es Bla und vorgestern hatte ich noch Geld, Es fuhr sogar, wie auf Bestellung, in diesem Augenblick eine länger aus, streckte die Hand nach der Klingel und f Er Heufuhre vor ihm in den Thorweg hinein, die ihn, während Nach einer halben Minute schellte er nochmals, lauter hätte ihn gegen eine Müze umtauschen können!" fluchte. er denselben paffirte, vollständig verdeckte. Die Fuhre war Keine Antwort. Die Alte war natürlich zu Als er bei einem Laden vorbeiging, blickte er mit taum in den Hof hinein gefahren, als er auch schon rechts aber sie ist mißtrauisch und allein; er kannte ungefähr einem Auge hinein und sah auf der dort befindlichen Wand- vorbeischlüpfte. Dort, jenseits der Fuhre, hörte man Schreien Gewohnheiten... und legte nochmals das Ohr hart und streiten, ihn bemerkte und ihm begegnete niemand. Thür. Ob nun seine Sinne so sehr geschärft wares uhr, daß es bereits zehn Minuten nach fieben sei. Er dabei aber doch einen Umweg mußte fich beeilen, machen, um sich dem Hause von der andern Seite her zu nähern Früher, während er sich zuweilen in Gedanken alles zu rechtlegte, glaubte er, daß er sich sehr fürchten würde; jetzt aber fürchtete er fich faum, fürchtete er sich eigentlich gar nicht. Es waren ganz abseits liegende Gedanken, die ihn jezt, freilich nur vorübergehend, beschäftigten. Während er vor dem Juffupow Garten vorbeiging, waren seine Gedanken fogar mit der Errichtung von hohen Springbrunnen beschäftigt, und wie dieselben auf allen Plätzen die Luft erfrischen würden. Viele Fenster, die auf diesen großen, viereckigen Hof hinaus gingen, waren geöffnet, aber er erhob den Kopf nicht mit war das schwerlich anzunehmen) oder ob er wirllig bie Kraft fehlte ihm dazu. Die Treppe, die zur Alten Hand an der Thürklinke und das Rascheln eines Kleib -er befand sich schon der Thür zu unterscheiden. Es mußte bestimmt jeman führte, war nahe, gleich rechts darauf. hinter stehen und, ebenso wie er von außen, heimlich Athem holend und die Hand an das klopfende Herz innen horchen, und, wie es schien, auch mit dem brückend, auch das Beil befühlend und zurecht rückend, be gann er vorsichtig und leise, fortwährend aufhorchend, die Treppe hinaufzugehen. Aber auch die Treppe war jest vollständig leer; alle Thüren waren geschlossen, niemand beder Thür. Er bewegte sich absichtlich und brummte laut, man nicht glauben sollte, er verstecke sich; dann fhe da sein Verstand zeitweise wie verdunkelt war;; S Das eine Einla lich entworfen Batten gemife Freund, ben begrüßen, ber gelommen, wir auf den Leim, Wittme, ohne Rendezvous, u widelt fich bat Den Buhörer t gegnete ihm. Im zweiten Stock war freilich eine leere Ungeduld. Als er später daran dachte, prägte fich ihm Dieser Gedankfengang brachte ihn schließlich zu der Ueber Wohnung, die weit offen stand, 3immermaler arbeiteten Minute hell und flar für die ganze Ewigkeit ein; er zeugung, daß es eine prachtvolle und für die Stadt sehr barin, aber niemand blickte heraus. Er blieb stehen, dachte nicht begreifen, woher er diese Schlauheit hatte; um for das ganze Marsfeld ausdehnen und auch noch mit dem sie nicht da wären, aber... es ist ja noch zwei Stockwerk Körper fühlte er faum... Einen Augenblid fpäter nüßliche Sache wäre, wenn man den Sommergarten auf Garten des Michaelpalastes vereinigen würde. Dann intereffirte ihn plößlich die Frage: Weshalb hat wohl eigentlich der Mensch in allen großen Städten die Neigung, sich ge nach und ging weiter. höher." -" Da wäre nun auch der vierte Stock, bort ist die Thür, gegenüber die andere, leere Wohnung. Im dritten Stod man den Haken losmachen. ( Fortsetzung folgt.) alles zum gute plüd erwacht& Conftanze von find. Gefp Buge verdient nung. Als R berg, ber burd beliebt ist. D An Umgegend Be Der Wi fobalo bie Ra So find die buldigen berie Monaten. Ei ustritt." be willingland um 5 pG!. gestiegen und die Arbeiter fordern fegt eine weitere Aufbefferung von 1½ pet. Auch in Nord- England 4. Dbwohl fordern die Arbeiter eine Erhöhung. Die Baumwollindustrie en Wochen eat flau und an vielen Orten wird nur halbe Zeit gearbeitet. Des Reich den Trudereien find mehr Arbeiter beschäftigungslos als neuer Möhnlich. Mit diesen Ausnahmen ist ziemlich Arbeit für die t fleate 188beiter vorhanden. Die Industrie befindet sich in blühenderem 8000 Stuftand, ale feit 5-6 Jahren, und die Löhne haben noch immer Randibalne fteigende Tendenz." äder mit 10 chen 10 205 Frankreich. Der Abgeordnete Sufini brachte angesichts der Ver. für Cleglo umbungen gegen die Mitglieder der Kammer geordnetenen Befegentwurf ein, welcher bestimmt, daß Bürger, welche burch Wort oder Schrift Deputirte oder Senatoren verleumden, terungsrath burch den Juftizminister vor das Schwurgericht der Seine be im Leifen werden sollen. Im Falle der Freisprechung des Ange de der Stigten follen aber die angegriffenen Senatoren und Deputirten rbach hier baffelbe Schwurgericht berufen werden und, wenn ver theilt, das Recht, zu wählen und gewählt zu werden, vers szeit von br feften. Sufini verlangt die Dringlichkeit, Floquet beantragt da (!) 316. Noen Verweisung an die Bureaur. Die Dringlichkeit wird mit Stunden Berathung des Budgets der öffentlichen Ar. er 9 Uhr gegen 202 Stimmen abgelehnt. Darauf fest die Kammer den Netten fort. en vor e achbarten He bei dem der Leiche batten, ab beginnen Eto: ung b elche die d ihren telig die Mitike finnigen hen habe Gegenag nnigie D Der Pariser Gemeinderath beschloß nach längerer mir einen Blid auf den zur Berathung stehenden| Gesezentwurf, betreffend die allgemeine Sicherheit, oder Gesezentwurf, betreffend die allgemeine Sicherheit, türzer gefagt das Polizeigeset. Auch dieses belundet, wie Die Entwürfe zur Neuordnung der Gemeinde und Provinzial verwaltung, das Bestreben Crispi's, die Befugnisse der zentralen Staatsgewalt auf Rosten der individuellen und allgemeinen Freiheit zu vermehren. Es enthält auch leine der großen Ne formen, welche die italienische Fortschrittspartei auf diesem Gebiete stets verlangt hat. Das Versammlungsrecht, das durch die Verfassung gewährleistet ist, soll fünftig in der Weise beschränkt werden, daß jede Versammlung durch deren Veranstalter 24 Stunden vorher der Polizei angezeigt werden muß. Eine solche Beschränkung fand bisher nicht statt; das neue Gesetz ist also ein entschiedener Rückschritt. In der Kammer wurde, namentlich von Baccarini, gegen diese Be stimmung geltend gemacht, daß fie das ganze Versammlungs recht unter Umständen illusorisch mache und daffelbe jedenfalls dem Belieben der Polizei unterſtelle. dem Belieben der Polizei unterstelle. Crispi bestand jedoch entschieden darauf, daß die Bestimmung beibehalten werde, in dem er ausführte, daß die Exekutivgewalt gegenüber gewiffen Eventualitäten nicht waffenlos fein dürfe. Nach diesem offenen Eingeständniß foll also die Anmeldungspflicht eine Waffe in den Händen der Polizei sein, von der beliebig Gebrauch gemacht werden kann. Man fann fich schon denken, daß die von Herrn Crispi geleitete Polizei nun auch Gebrauch davon machen wird. Eine andere Bestimmung straft aufrührerische Rufe, die an öffentlichen Orten ausgestoßen werden. Da Vergehen dieser Art, wenn es überhaupt Bergehen find, in das Strafgefeß ge hören, wo sie indeß nicht zu finden sind, so schafft das Polizeihören, wo fie indeß nicht zu finden find, so schafft das Polizei gefet neue Vergehen, ist also ein Ausnahmegefet, welches die Diskretionäre Polizeigewalt verstärkt. Erwähnt sei ferner noch, daß die Theater Benfur wieder eingeführt wird, und felige Bolttit taliens gegen Frankreich pros test irt und die Hoffnung ausfpricht, die französische Demo tratie werde die Versöhnungspolitik unterstützen. Gerichts- Beitung. delo sitala Wucherprozeß Bucker- Tick.( Schluß.) Der ehemalige Ober Telegraphen Assistent Brandt bat nur ein Geschäft mit den Angeklagten gemacht, wobei die legteren allerdings die Ge schädigten find. Brandt stellte einen Wechsel über 100 M. aus, wofür er 75 M. baar und den Reft in Bigarren erhielt. Die Bigarren sollen nach der Anklage den Wucher verdecken. Brandt zahlte am Verfalltage nicht und die Exekution fiel fruchtlos aus. Die Angeklagten behaupten, daß Brand die Frage, ob gegen ihn das Gehalts- Abzugverfahren schwebe, verneint habe und ftehen hierin im Widerspruch mit dem Beugen. Von bedeuten Derem Umfange war der Geschäftsverkehr, den die Angeklagten mit dem Bureau- Affiftenten Seeger unterhielten. Seeger wollte im Jahre 1884 eine Restauration gründen und gebrauchte hierzu, wie zur Tilgung seiner Schulden eine Summe, die er dem Buder gegenüber auf 4000. bezifferte. Das Geschäft fam burch Buder mit Tiez dahin zu Stande, daß dieser die Regulirung der Seeger'schen Schulden übernahm, wogegen Seeger fich durch Schiedsmannsvergleich zur Bahlung von 6300. verpflichtete, die in monatlichen Raten von 100 M. erfolgen sollte. Später gebrauchte Seeger noch 600 M., die er auch gegen nochmalige Bahlungsverpflichtung von 1000 M. erhielt. Die Angeklagten heben hervor, daß man doch die Länge des bewilligten Kredits und das Risiko berücksichtigen müße und der letztere Punkt set denn auch zu ihrem Nachtheile ausgefallen, da Seeger mit den Abzahlungen längst inne gehalten habe. Von einer Ausbeutung einer Nothlage lönne auch in diesem Falle teine Rede sein, denn Seeger sei damals nech Monaco gefahren. Der Beuge Seeger gab dies zu, er will aber nur als Reisebegleiter eines die Kosten tragenden reichen Herrn die Tour unternommen haben. Der legte Fall betrifft den Postsekretär Reuter, der im Jahre 1882 durch viele Krankheits fälle in seiner großen Familie in Noth gerathen war. Auch er benutte Buder als Mittelsperson. Er erhielt gegen einen Wechsel von 180 Mart 140 M. baar und für 10 M. Bigarren, die der Beuge aber weit unter dem angegebenen Werth torirt. Dr Beuge ist wie die übrigen Zeugen etwas unsicher und ungenau in seinen Angaben über die einzelnen Summen, die er erhalten, er hält nur aufrecht, daß er für eine schriftliche Anerkennung ror dem Schiedsmann über 380 M. nur Valuta von 220 Mt. er halten hat. Debatte mit 44 gegen 34 Stimmen, städtische Bäckereien errichten, um der Theuerung des Brotes seitens des Hinges der Bäder entgegen zu wirken. Ein Ausschuß von acht Ritgliedern wurde mit der Vorbereitung dieser Anstalten be traut. Ferner nahm der Rath mit 60 gegen 7 Stimmen den welcher dahin gerichtet ist, den Gemeinden das ihnen 1791 vers ehene Recht der Vorschreibung einer Brottore au nehmen. Andererseits lehnte jedoch der Gemeinderath mit 51 gegen 21 Stimmen ab, gegenwärtig von desem Rechte Gebrauch zu polizei. Der Hauptparagraph derselben lautete, daß alle Frem machen. Der Senat beschäftigte sich gestern in erster Lesung mit einem Gelegentwurfe, den man für erledigt hielt: Die Ab faffun g der Arbeitsbücher. Die Kammer hatte sich im Juni 1881 dafür ausgesprochen; im November 1883 fam der Entwurf vor den Senat, welcher thn änderte, und dann im tärverein Die beiden Häuser gehen hinsichtlich der fakultativen Arbeits Ottober 1886 an die Kammer zurück, die ihn abermals änderte. Baußen tück bat geben fat Herm Folpey Bräfett zu geben oder zu verweigern. Sehr bedenklich find wie berum die Bestimmungen des Artikels 88 über die Fremden ben, die eine Gefängnißftrafe verbüßt haben, auszuweisen und über die Grenze au führen felen. Gegen diese Bestimmung er hob fich großer Widerspruch. Der Deputirte Cofta machte darauf aufmerksam, daß unter den also Bedrohten auch politische Flücht linge sein könnten. Crispi verstand fich dazu, daß die Faffung des Paragraphen abgeschwächt wurde, indem es jetzt heißt, daß Die Betreffenden ausgewiesen und über die Grenzen geführt werden können." Dieser Faffung ftimmte die Kammer bei, und weiteren Paragraphen, welcher den Minister des Innern ermächtig, aus Gründen der öffentlichen Sicherheit jeden Fremden, der in Stalien wohnhaft ist oder vorübergehend fich daselbst aufhält, über die Genze spediren zu laffen. Jtalien gehört also nunmehr auch zu den elches bucher aus einander: die Kammer ist dagegen, der Senat ist ebenso genehmigte fte, tros des Widerspruchs der Linken, den dafür, und der zuständige Ausschuß des Oberhauses forderte die Berjammlung auf, dabei zu verharren. Handelsminister Pierre Legrand erklärte, er werde der ersten Berathung aufmerksam gen und in der zweiten, nachdem er in der Zwischenzeit ge Reinung abgeben. Auf den Antrag des Senators Tolain tourde das Projekt an den Ausschuß zurückverwiesen. ein Sof gen, merbaue fachliche Erkundigungen eingezogen haben würde, seine Staaten, wo die Erwägungen der hohen Polizei" den Forderungen set, besonders deshalb so schwierig sei, weil einestheils bas den Mo Der Einbring de Erleichte au fabreiten abfichtigt n, um den 34 bem 2 Landar trischen Bächter Sinblid f ig, bie Be tändig werden Batht felber in So C In parlamentarischen Kreisen wird versichert, die in dem Brozofie Numa Gilly als Beuge sitirten Deputirten entschloffen seien, die Sache in der Kammer zur Gorache zu bringen, um Gilly zu zwingen, seine Beschuldi. gungen gegen die von ihm verdächtigten Mitglieder der Budgetommiffion vorzubringen. Die äußerste Linke der Deputirtentammer bello, fich an der öffentlichen Rundgebung zu betheiligen, welche nach einem Beschlusse des Pariser Munisipalraths am 21. M. auf dem Friedhofe von Montmartre zu Ehren des bet Dem Aufstand vom 2. Dezember 1851 gefallenen Deputirten Budin stattfinden soll. Italien. In der italienischen Rammer wird die wichtige " Damit wurde die Beweisaufnahme geschlossen. amed Staatsanwalt Dr. Stephan hob bei Beginn seines Plaidoy rs hervor, daß der Beweis, der gegen die Angeklagten zu erbringen Wuchergeses weite Maschen habe, anderntheils das strafbare Gebahren der Angeklagten ziemlich weit zurückliege und drittens seien die Beugen in ihren Aussagen, selbst wenn es ihre eigenen finnlichen Wahrnehmungen betraf, widersprechend und in ver schiedenen Punkten unsicher gewesen. Der Staatsanwalt ging dann zur Beleuchtung jedes einzelnen Falles über und fam su dem Resultat, daß die Angeklagten in den Fällen Seeger, Brandt, Mundt freizusprechen, in den übrigen vier Fällen dagegen für schuldig zu erachten seien. Mit Rücksicht auf das gewerbsmäßige Treiben der Angeklagten müßte fte eine besonders harte Strafe treffen, wenn man andererseits nicht wieder zu ihren Gunsten in Betracht ziehen müffe, daß die Verhandlung einen tiefen Einblid in einen Ab grund gewährt habe durch die übermäßige Verschuldung einer Anzahl Beamten, die fein Opfer scheuten, um Geld zu befom men. Er beantrage daher nur gegen jeden Angeklagten eine Gefängnißftrafe von sechs Monaten, 1 Jahr Ehrverluft und eine Geldstrafe von 300 M. event. noch 30 Tage Gefängniß. Rechtsanwalt Rosenstock führte aus, daß von einem ermerbs und ge der Gerechtigkeit vorgehen. Den stärksten Widerspruch erregte schließlich eine Bestimmung, welche das System der administra tiven Verwarnungen, eine Art polizeilicher Ueberwachung Ver dächtiger, beibehält. Dieses veraltete System ist nach und nach aus den Gesezbüchern aller zivilifirten Staaten verschwunden, nur in Jtalien ist es 1864, bei Gelegenheit der sozialistischen Unruhen in der Romagna, wieder eingeführt worden. Eigentlich war es nur für die Romagna beftimmt, aber allmälig wurde es auf ganz Stalien ausgedehnt, und iegt giebt es über 200 000 Bürger, die polizeilich überwacht werden, ohne daß man ihnen eine ungefeßliche Handlung nachweisen fann und ohne daß fie fich gegen den ungerechten Verdacht vertheidigen fönnen. Nach dem Vorschlage Crispi's soll das System gegen diejenigen Bürger Anwendung finden, welche ftrafrechtlich verurtheilt oder auch nur angeklagt worden find, sowie gegen diejenigen, welche die öffentliche Meinung eines Verbrechens gegen das Eigenthum oder die öffentliche Sicherheit beschuldigt; der verwarnte" Bürger soll das Recht haben, vor Gericht fich zu vertheidigen. Das ist Grund aus nichts taugt, so fann durch Milderungen nichts ge beffert werden. Ueber die Bestimmung ist nun in der Kammer der entscheidende Kampf über die gesammte Politif Crispi's ent brannt. Gegen die Verwarnung" ist eine Tagesordnung Catfcheidung zu fallen haben, ob Herr Crispi noch das Vers trauen des Parlaments und des Landes hat oder nicht. Wir baben bereits vor längerer Zeit mitgetheilt, daß fich vielfache einigermaßen eine Milderung, aber da das ganze System von Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen Lenker der inneren und außeren side Jtaliens fundgebe. Bum Theil ist dies auf 1000 bril Derrn Crispi persönlich zurückzuführen, deffen autoritatives, dem offaftilafuriten Bismard nachgeahmtes Auftreten manche verlegt, zum usgebiets Der Aufte Heimftätte wird ni Der Da ob biele tichen zu bea andentes gat die geltend ten Arbeit Sm Allgem Buten ter und bie abl nach ge zum öhne in ch, bie Wo ir genagelt en! Er at ebante burd Er gab an der Thi Dann h horchte La leste Mal s Beil in wachte er no ... Soll Tich das Ba Im Gegen rhielt d ngel und f als, lauter ürlich zu te ungefähr Ohr hart mi Theil find daran seine politischen Maßnahmen schuld. Die eingebracht, in welcher die Vertrauensfrage eingeschlossen ist. auswärtige Bolttit des gegenwärtigen Premiers wird in Jtalien felbft vielfach mit Mißtrauen betrachtet und sogar sonst regietungsfreundliche Elemente fürchten, daß sein Verfahren, insbe fonbere feine altung gegenüber Frankreich, fich ließlich einmal als den Frieden nicht fördernd, sondern end erweisen fönne. In der inneren Politit find es nament die Gefeßentwürfe Crispi's zur Neuregelung der Gemeinde Brovinzialverwaltung sowie des allgemeinen Sicherheits ens, die große Oppofition bis tief in die Kreise des pierungsliberalismus hinein hervorgerufen baben. Die De tte über bas legtere dieser Gesetze bat fich förmlich zu einer Rabinetsfrage für Herrn Crispi zugefpist, da der frühere Kollege Cipl's in der Oppofitions. Pentarchie, Herr Baccarini, es hr gefchicht verstanden hat, alle aus verschiedenen Gründen 84 unzufriedenen Elemente zu einem gemeinsamen Angriff vereinigen. Die Abstimmung war am Sonnabend gebnißlos und muß daher wiederholt werden. Theater. Werfen Die Versucherin", nebst zwei und freuen fich ihres Glückes, Das Stimmenverhältniß der provisorischen Abstimmung am Sonnabend zeigt schon, daß Crispi flegen wird, aber die Majos rität seiner Regierung wird lange nicht so groß sein, als fie bisher war. Die Opposition ist gewachsen, und darum wird, als Resultat der entscheidenden Abstimmung, Herr Crispi seiner feits eine erste ernstliche Verwarnung" erhalten. " Wie ein Telegramm aus Rom meldet, ist die Ent scheidung inzwischen gefallen und zwar so wie vorauszu inzwischen gefallen und zwar so wie vorauszu fehen war. Die Depesche lautet: In der Sigung der Deputirtent ammer erfolgte die anderweitige Abstimmung über die von 29 Deputirten beantragte, von der Regierung aber nicht angenommene Tagesordnung, welche fich gegen die Am monizione"( befondere polizeiliche Ueberwachung) ausspricht. Die gedachte Tagesordnung wurde mit 174 gegen 39 Stimmen abgelehnt." " Eine in Mailand abgehaltene Versammlung faßte eine Resolution, welche gegen die augenblidliche feind Instinkt, welcher unsre Bewunderung herausfordert. Der Jgel bald dann der erste Frost eintritt, scharrt er sich tief in dieselbe Im Berliner Theater ging gestern eines der älteren theile in seine Höhle, um fte gewiffermaßen auszupolstern. So Binattein, Gorthe's" Geschwister" und Wilbrandi's Jugend hinein und beginnt sein Winterschläfchen. Vorher schlägt er Liebe", über die Szene und fand ungetheilten Beifall. Fabrikant fich aber noch tüchtig den Magen voll, wie wenn er fürchtet, ( Ludwig Stabl) und seine Frau Agnes( Theresa Kling baß ihn der Hunger etwa weden tönne. Noch früher begiebt bammer) genießen die Freuden der Flitterwochen fie find 16on 3 Monate verheirathet fich der Hamster in seine Winterquartiere; allein er unterbricht Das schier ohne Ende zu sein scheint; da naht die Versucherin feine Nube des öfteren, um dann in das Freie zu kommen und Umschau zu halten, ob Frau Sonne schon das Grün aus der Ruscha Buge) in Gestalt der Freundin der jungen Frau, einer Erde hervorzaubert. Sogar unfer Dachs ist zeitweise ein Lebensluftigen. jungen Wittwe, die fich auf der Flucht nach dem Winterschläfer. Sobald es falt wird, findet man ihn oft, Kopf Kopf zwischen einen recht tüchtigen Schlaf bält. Auch die sogenannten Nager verbringen den Win aller igi vor der Gefahr der Verheirathung befindet. Das überschwäng wie er, auf dem Bauche liegend, ben liche Lob, das Frau Agnes ihrem Gatten spendet, der der Inbegriff die Hinterbeine geſtedt, Batten männlichen Tugend sein soll, veranlaßt die Freundin, wohnheitsmäßigen Wucher überhaupt nicht die Rede fein lönne und die vereinzelten Fälle verjährt seien. Im weiteren suchte der Vertheidiger unter einer scharfen Kritik der angeblich Be wucherten den Nachweis zu führen, daß die Angeklagten feines wegs ungefeßlich hohe Binsen genommen, sondern, wenn man die äußerst geringe Sicherheit, welche die Beugen boten, in Betracht zöge, fogar ein vom laufmännischen Standpunkte aus febr schlechtes Geschäft gemacht hätten. fchlechtes Geschäft gemacht hätten. Rechtsanwalt Munkel bea leuchtete das Verhalten der Beugen und ihre Glaubwürdigkeit in noch schärferer Weise wie sein Mitvertheidiger, er hielt s nicht für annehmbar, daß der Gerichtshof die Angeklagten auf die Aussagen folcher Beugen hin verurtheilen würde. Er vers fuchte nachzuweisen, daß die Angeklagten Tieß und Buder feineswegs bei ihrer Geschäftsführung solidarisch gehandelt hätten und hielt das erbrachte Beweismaterial nicht für bes lastend genug, um daraufhin eine Verurtheilung der Angeklagten begründen zu können. Nach 10ftündiger Verhandlung erkannte der Gerichtshof dahin, daß die Angeklagten des Wuchers nicht schuldig und deshalb freizusprechen seien. In den meisten Fällen feble das Requifit der Nothlage, im Falle Belling liege tein Wucher, sondern ein Vertrag vor und im Falle Ahlwandt lönne dem Beugen nicht ganz und voll Glauben geschenkt werden. Lokomotiven und 1850 Schiffsleffel; Deutschland bat 59000 Reffel, 10 000 Lokomotiven und 1700 Schiffsteffel; Desterreich Ungarn 12000 Steffel und 2800 Lokomotiven. Die den ar beitenden Dampfmaschinen gleichwerthige Kraft repräsentirt: in den Vereinigten Staaten 7500 000, in England 7 Millionen, in Deutschland 4 500 000, in Frankreich 3 Millionen und in Desterreich- Ungarn 1 500 000 Pferdeftärken. In diese Bahlen ist die Betriebskrbft der in der ganzen Welt vorhandenen Loto motiven nicht eingerechnet; die Bahl derfelben beträgt 105 000, und schliekt eine Gesammtenergie von 3 Millionen Pferdeftärken in fich. Wird dieser Betrag zu den anderen Kräften addit, so erhalten wir die Summe von 46 Millionen Pferdeftärker. Eine Dampfpferdestärke ist gleich der Kraft von drei wirklichen Bferden, ein lebendes Pferd ist aber in dieser Beziehung gleich Den jungen Batten auf die Probe zu stellen. Ein Briefchen, ter in dieser füßesten aller Nichtsthuereien. Auch das Eichhörn präsentiren folglich annäherungsweise die Arbeit von einer das eine Einladung zum Rendezvous enthält, wird gemeinschaft chen, dieser ausgelaffenste aller unserer Waldbewohner, fann fich diesem Triebe nicht entziehen, es wird mürrisch, übelgelaunt und schüßt sich wider Hunger und Kälte auf das Bequemste dadurch, daß es schläft. Von den Amphibien unserer Bone find es Frosch und Kröte, die fich auf diese Weise mit dem Winter abfinden. Freund, den Rittmeister v. Seeberg( Hugo Ranzenberg) zu gemischt. Dieser ist ausgegangen, um einen alten begrüßen, der ihm seine Anfunft gemeldet hat. Zu Hause an gelommen, wird der Brief geöffnet; der Gatte geht aber nicht bohle Bäume und Schlamm find die Stätten, wo fie ihr auf den Leim, er ist zweifelsohne; der Rittmeister, vor dem die Quartier aufschlagen. Unter den Fischen schließen fich vorzugs Wittme, ohne ihn je gefeben zu haben, gefloben ist, geht zum Rendezvous, und da die Wittwe ihn für den Gatten hält, ents härft wares er wirklich Eappen m eines Aleibe immt jeman en, heimlid mit dem mte laut, bann fhell edes Beichen eit ein; gte fich ihm er atte; um fo m war; blid fpäter alles weise Karpfen und Aal dieser Gewohnheit an. Sie vergraben fich im Schlamm, bis fle aufgestöbert werden, um auf den widelt fich daraus eine Fülle der komischsten Situationen, die Markt und von da auf den Tisch des Menschen zu fommen. Den Bubörer in die heiterste Laune verfest. Schließlich fommt Am merkwürdigsten und ausgedehntesten zeigt fich diefe Net find. zum guten Ende; das durch die Versucherin getrübte Che plüd erwacht zu neuem Glanze und Rittmeister v. Seeberg und Buge verdient für ihr temperamentvolles Spiel volle Anerken Gespielt wurde recht brav und besonders Frl. Nuscha gung zum Schlafen beim Murmelthier. Hier darf man schon von einer völligen Erstarrung sprechen, welche dem Scheintod Milliarde Menschen oder mehr als das Doppelte der arbeitenden Bevölkerung, welche auf der ganzen Erde wohnt. Die ganze Erde bat 1 455 923 000 Bewohner. Der Dampf hat demge mäß die menschliche Arbeitsfraft verdreifacht. Conftanze von Leuthen finden, daß sie für einander geschaffen auf ein haar gleicht. Die Glieder find falt, steif und un Analyse bewies, daß der Thee abgefocht und mit ge empfindlich wider eine jede Verlegung. Der Knall einer Pistole, welche dicht neben dem schlafenden Murmelthier abgeschoffen nung. Als Rittmeister v. Seeberg debütirte Herr Hugo Nanzen wird, vermag daffelbe nicht zu erwecken. Haare, welche vor Bes beliebt ist. Das Ensemble war ein flottes, lebendiges. Ans Kunst und Umgegend Berlins ist ziemlich reich an solchen Thieren, welche, Der Winterschlaf der Thiere hat begonnen. Auch die buldigen berielten sogar die respektable Beit von vollen fünf ginn dieses Winterschlafes abgeschoren waren, wachsen während beffelben in feiner Weise. Kurz, die Existens erleidet eine Unterbrechung, welche in der Natur unerhört ist, wie denn überhaupt der Winterschlaf dieser Wesen eine der merkwürdigsten Erscheinungen ist, welche das an Räthseln aller Art so überreiche Weltall bietet. Die Betriebskraft der Welt. Das Statistische Bureau in Berlin hat fürzlich, wie die Ctl. 3tg. f. Opt. u. Mech." mittheilt, folgende intereffante Angaben über diesen Gegenstand So find die Fledermäuse dieser Pasfton ergeben; einige Arten veröffentlicht. Vier Fünftel der zur Beit auf der Welt arbeiten den Maschinen find während der letzten 25 Jahre gebaut wor den. Frankreich beftet 49 590 stabile oder Lotomobilteffel, 7000 Der russische Thee ist bekanntermaßen der allerbeste, und es wird unsere Leserinnen deshalb interefftren, über die Bezugs der russischen Händler etwas Näheres zu erfahren. Der Bolizeibericht der Stadt Kiew giebt über dies Kapitel einigen Aufschluß, er meldet: Bu Anfang Oftober wurde der Thec händler Michallenko, im Verdacht der Theefälschung stehend, verhaftet. Sämmtliche Theevorräthe, welche bei ihm vorgefun den waren, wurden versiegelt und Proben davon zur Ünter ſuchung in das Laboratorium von Kiem geschickt. Die chemische branntem Buder gefärbt sei. Außer den auf chemischem und mikroskopischem Wege nachgewiesenen beigemischten Sub flanzen fanden sich in dem untersuchten Thee auch solche vor, die selbst auch das unbewaffnete Auge entdecken konnte, fo 3. Soldatenknöpfe, getrocknete Aljutwa Beeren, Sand und Nebne liches. Das Vorhandensein solcher Substanzen" im The erllätt fich durch die Art der Bereitung desselben. Der abgefochte Thee wird nämlich hauptsächlich aus den Trattirs bezogen, wo er in einem besonderen Kübel gesammelt wird, der unter dem Schanktisch steht. Natürlich fällt in cest Kübel auch alles, was von dem Schanktisch abgefegt wird, und so ergiebt sich denn auch eine ganz besondere Sorte Thee, bestehend aus einer Mischung von abgefochten Thee blättern, Speisereften, Brotfrumen, Eierschalen und Soldaten Inöpfen. Die Aussichten auf Wiederaufnahme des Posener| Sozialistenprojefes find wieder geringer geworden, da der Oberstaatsanwalt Dr. Wachler in Bosen die von dem Buch binder Joseph Janiszewski, zur Beit im Strafgefängniß bei Blößensee, wegen Nid teinleitung des Verfahrens gegen den Kriminalschußmann Jhring eingelegte Beschwerde nach Erhebung umfangreicher Beweise zurückgewiesen hat. Thring hatte in jenem Bos ffe ausgefagt, daß er den Janiszewski am 24. Januar 1386 im Diskutirllub bet Ebersbach getroffen und daß derselbe beim Nachhaufegehen mit dem Drechsler Tabert polnisch gesprochen habe. Janiszewsli, welcher schon im Termin bestritten haben roill, iemals im Ebersbach'schen Lokale gewesen zu sein, batte nun unter Beweis zu stellen versucht, daß er am 24. Januar 1886 in Gesellschaft seiner Braut, dem Fräul. Johanna Jagert, einer volizeilich überwacht gewefenen Wahlversammlung der Offen bacher Bentralfranken- und Begräbnißtaffe für Fraven beigewohnt bat und alsdann bis in die späte Nacht im Feuerstein'schen Lokale gewesen ist. Der Herr Oberstaatsanwalt erachtet aber mit Nüdficht darauf, daß im Januar 1886 mehrere Versammlungen ber gedachten Kaffe ftattgehabt und die meisten Beugen nur Don einer Januar Versammlung auszusagen wußten, den an getretenen Beweis nicht für erbracht.- Janiszewski will gegen diesen Bescheid beim Posener Oberlandesgericht vorstellig werden. Auf dem geraden Wege zum Buchthause befindet sich allem Anscheine nach der 15jährige Julius Ernst Steinde, welcher fich gestern wegen eines frechen Taschendiebstahls vor dem Schöff ngerichte zu verantworten hatte. Der vaterund mutterlose Junge hat sich dem Verbrechen schon Theater. Mittwoch, den 21. November. Opernhaus. Die Zauberflöte. Sauspielhaus. Geschlossen. Wallner- Cheater. Madame Bonivard. Vor her: Der dritte Kopf. feng- Cheater. Ein Falliffement. Brushes Cheater. Das Kithchen von Heil, bronn. friebrich- Wilhelmstädtisches Pariser L: ben. Wiktoria- Cheater 300 näen. frübzeitig in die Arme geworfen, betreibt den Taschen. diebstahl mit einer großen Gewandtheit und hat zu lett schon eine Strafe von 3 Monaten Gefängniß erlitten. Jest legt schon eine Strafe von 3 Monaten Gefängniß erlitten. Jegt bandelte es fich wieder um einen fühnen Straßendiebstahl. Am 29. Ottober stand ein junges Mädchen vor einem Schaus laden der Frankfurterstraße und fab fich die Bilder an. Plöglich merkte fie eine Bewegung an ihrer Seite und als fte instinktiv in die Tasche thres Paletots, faßte, überzeugte fte fich. daß ihr Kamm und ihr Portemonnaie verschwunden war. Beherzt pacte fte den in ihrer Nähe vorübergehenden Ange flagten, that fübn entschloffen einen plöglichen Griff in deffen Tasche und förderte ihren Kamm ans Tageslid t. Von dem Bortemonnaie aber war nichts zu entdecken. Der Bursche be hauptete dreist, daß er diesen Kamm an der Erde gefunden, man glaubte es ihm aber nicht, sondern schickte ihn aufs Neue auf 6 Wochen ins Gefängniß. Ein vollständiges Gespann, Pferd und Wagen nebst Ladung, hat sich der Zimmermann Julius Ernst Wilhelm Schnede als Diebstahlsobjett ausgewählt. Am 26. Oftober batte der Bäckermeister Thamm aus Betpenschleuse hier in Berlin seine gewöhnlichen Geschäfte zu besorgen. Sein Gespann hielt vor einem Haufe der Holzmarktstraße, während er in dem legteren Bestellungen zu machen hatte. Als er auf die Straße zurüdtam, war das Gespann spurlos verschwunden und alles Suchen nach demselben vergebens. Am späten Abend deffelben Tages traf der Gendarm Höhne I auf der Frankfurter Chauffee bet Friedrichsberg ein Gespann, welches ihm rach dreierlei Richtungen hin verdächtig vorkam: Berliner Theater. Mittwoch, den 21. November: Demetrivs. Anfang 7 Uhr. Donnerstag, den 22. November: Die Geschwister. Die Versucherin. Jugendliebe. Anfang 7 Uhr. Freitag, den 23. November: Abonnemente- Vorstellung. Uriel Acosta. 10. Theater. Die Reise in die Pyre Betbenz- Cheater. Papa Gustave. Sallalliance- Theater. Der Rattenfänger von Hameln. Walks- Theater. Romeo und Julia. Röntghädtisches Theater. Die schwarze Dame. Santral- Cheater. Schmetterlinge. Self Graft- Theater. Die drei Braaien. Baufmann's Variété. Spezialitäten- Vorftellung. Spezialitäten VorCaucerbia Theater. ftellung. heater er Bethshallen: Spezialitäten #oritelluna. Walhalla. Spezialitäten- Borstellung. American- Theater. Wallnertheaterstrasse Hr. 15. Berliner Schönheits- Konkurrenz. Die Tableaux werden von in Beriin geborenen Schönheiten dargestellt. Erstes Bild: Aschenbrödel nach F. Hiddemann: Fel. Martha Kögel. 3 veites Bild: Unter Rosen nach P. Thumann: Frl.*. Drittes Bild: Hoffnung nach C. v. Bodenhausen: Fil. tl.** Viertes Bild: Das Wasser nach 3. Gräf: Fel.***. Fünftes Bilo: LachenBer Himmel nach Raphael: Fräul. Elise Elsner und die übrigen vier Damen.( Die mit****** bezeichneten Damen wünschen ungenannt zu bleiben.) Neu!! Alpenveilchen- Terzett. Auftr. des Schattenfilhouettisten Oskar Alberti, des urlomischen Bendix und Neumann „ Bliemchen". Anfang 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billet Vorverkauf ohne Aufgels im„ Sn validendant" und Vormittags von 11-1ub an der Theaterkaffe. [ 80 Z, Alexander Gr. Frankfurterstr. 103a Ede Arautstr. Anfang 7 Uhr. Cirkus G. Schumann. Friedrich Karl- Ufer.e Ede Karlstraße. ( Im früheren Zirkus Krembser.) Der Cirkus ist gut geheizt und gegen Bug geschütt. Mittwoch, den 21. November, Abends 7 Uhr: Große Extra- Vorstellung. Besonders hervorzuheben find: Bum ersten Male: Die Jigd bet Bolton, hochinteressantes Jagdbild, geritten von Damen und Herren der Gesellschaft mit englischen Halb- und Vollblut pferden. Tanzeinlage. Der Jägertanz, ausgef. Dom Corps de Ballet. Auftreten des berühmten Afrobatic- Bicyclists und Nonacyclists. Troupe Villion Grand. Die Schulpferde Reinard und Djalma, geritten von Frl. Adele und Hrn. Mer Schumann. Auftreten des Jockey Reiters Mr. Viktor Bedini, der Trapezkünstlerin Miß Julia Macarthy. En Karouffel mit 8 Rapphengsten, dargest. von Cerrn Mor Schumann. Auftreten fämmtlicher Klowns 2c. Donnerstag, den 22. November, Abends 7 Uhr: Gr. Vorstellung mit neuem Programm. Königs- Tunnel Des Grand Hotel am Alexanderplay. Täglich: Instrumental- Concert. Anfang 7 Uhr. Entree frei. Gustav Kunze. Paffage 1 Ce. 9 MR.- 10. Kaiser- Panorama Men! Sweite bequeme Wanderung durch Petersburg. Ausgrabung von Pompeji. Potsdam und der Trauerzug Baiser Friedrichs. Entree à Cycl. 20 Bf., Rind nur 10 Bf. Abonn. [ 1108 Kleiderstoffe in den besten Qualitäten und schönsten Muttern 110 Stm. breit pr. Meter von 75 Br.. unter Breis Z. Alexander Gr. Frankfurterstrasse 103a, Ede Krautftraße. J. Meyer, Berlin SO., Lausitzerplatz 16, nahe der Waldemar treße. Kranzbinderei. En détail. Bu ald Soeben erschien: nächst hatte baffelbe nicht die vorgeschriebene Late dann ritt der Führer desselben auf dem recht ermatt Gaul und endlich war während der Fahrt die Hemmoorid nicht vom Rade entfernt worden, so daß sich daffelbe nicht die sondern am Boden entlang schleifte. Der Beamte unter daher den angeklagten, welcher der sonderbare Reiter war, ein Kreuzoerhör, und da derselbe nicht einmal die hinten am W verzeichnete Firma auswendig kannte, so wurde er festgenomme Am nächsten Tage ist dann der Eigenthümer des Wagens wi in den Befty deffelben zurückgelangt. Der Angeklagte hatte, fich herausgestellt hat, mit dem gestohlenen Wagen weite Kreuz und Querfahrten durch Berlin gemacht, ehe er e die Frankfurter Cauffee gelangte. Er suchte gestern die S als einen in der Trunkenheit begangenen Streich darzustell der Gerichtshof glaubte ihm aber in dieser Beziehung n sondern verurtheilte ihn zu 4 Monaten Gefängniß. .274. ば als einen in der Trunkenbeit begangenen Streich darzuſtell an ihren Einer gana r. 124 Dom Ueber den seltenen Fall, daß einem Beugen die Ko Deutschlan des durch seine leichtfertig gemachte Angabe verursachten Ch Dieses Blatt de verfahrens auferlegt wurden, haben wir heute zu berichten. nämlich in eine Spätabend des 6. August cr. fand am Luisenufer wild England in Be dem Tischler Kühne und dem Schneidermeister Carl Bielmas über fei ein thätlicher Streit statt, den ein hinzugeruff die Fabri Schußmann schlichtete. Auf die an diesen gemachte Mittheillein wird und daß ihn Kühne mit einem Stüd Eisen geschlagen habe, mu Der Artil derfelbe wegen groben Unfugs unter Anklage geftellt. um ble alte Termin beshwor aber Priebe, daß ihn der Angeklagte nichtslande den schlagen habe, worauf deffen Freisprechung erfolgte, dem Bereichen will, aber sämmtliche Kosten( ca. 30 M) auferlegt wurden. Robert Blum und seine Zeit Don Wilhelm Liebknecht. bücher ftatt in diner anderen mäßig großen wohl aber tran Der Deutschen ben Typu überreichen Ma Weberbebung. Wir find land in Be peleggebung u Stelle rangire. zu, daß mit A auf diesem Ge md 200 inwill dies aber Robert Blum und seine Zeit erscheint in 5 Heften, zufammen zirka 2 Bogen start. Der Preis des Heftes beträgt 25 P; nach auswärts erfolgt gegen Gi zusammen versenden wir franko zu. 1,45 gegen Einsendung dieses Betrages in baar oder Marken. gefeggebung t im Urgen Itegt sendung von je 35 Pf. Frankozusendung eines jeden einzelnen Heftes. 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Neuen Thomas tirchh. ftalt benden und Allen Kolleaen, Freunden und Bekannter bie innige Theilnahme bei der Beerdig meines lieben Cohnes, des Steinmet Karl Schmoll, fowie für die reichen Blumenfpenden innigsten Dank. Berlin, 20. November 1888. Richen beuifchen immungen fi Berkstätten And Errungen eiterfchutzgefet We Seite u Freilich ben, wie man aud then af den meinen 1310 Die betrübte Mutte Verband deutscher Mechaniker und verwandten Berufsgeno ( Bahlstelle Berlin). Tellem abgemin ben" und Eage zu fchlie Loten follten, haftliche Buit Ta baber Die Versammlung am Mittwoch, den 21. vember, fällt aus und findet die nächfte am am 8. Dezember im Böhmischen Brauhaule N. Nene Hochftr. 50 part. 5. Dezember statt. Das 3. Stiftungsfeft with : üllerstr. 155, Laden. 25252525252525252525252525 Landsberger Allee 11-13, gefeiert und labe Läuferstoffe!! Meter 25 Pt. 1 Meter breit Meter 70 Bf. 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Vortrag des Herrn Canig: Der Mag feine Pflege im gesunden und franken Buflande 2. Bericht und Neuwahl des Bibliothefars un Stellenvermittlers. 3. Abrechnung vom Herren abend. 4. Verschiedenes und Fragelaften. recht zahlreiches Erscheinen erfucht 1309] 11 Der Vorftand Wo giebts die beste Weiße in Berlin? bei W. Haugk, 1079] Weinfraße 22. 11139 nicht, boch ist Das heißt Bwar ift Demnäcbft fcho um bas Fund Normalarbeits Derfelbe a Der Correfpo Der ich unfere He Sonntag Derr Reichsta mehr werth, a Auf Abzahlung 323 Winter- Paletats, Herren- Anzüge Emil Böhl, Frankfurter Allee 74. 53 Theilzahlung 53 1141] gestattet.- Empfehle Elegante Herren- Anzüge, Paletots sowie Mäntel c. billig im Tuch- Geschäft 53 Prinzenstr. 53 Die Arbeiter D nicht entbeb Aber der unft bringt, Beberelfer, un in unferen Bobanbenfein the Fabrits eingebende Be iftung unb fertig u. nach Maaß Auguftftr. 27 im Laben Jede Nhr wird für M. 1,50 unter Garantie des Gub gebens gereinigt und reparirt. Wanduhren werden gratis abgeholt und aufgehängt, auch auf schriftl. Bestellung. Patentgläfer 1219 10 Pf. Ubrschlüffel gratis. M. Göllner. Brinzenftr. 15. [ 1279 Eine frol. Schlafft. m. sep. Eing. Laufiserie Nr. 38, 2 Tr. bei Retterer. Verantwortlicher Redakteur: 3. rouhst in Berlin. Druf und Berlag von Sabing in Berlin SW., Beuthfirak 2. Stern eine Beilag berfüllung rbnung febler Correfponden bene Late ht ermatte mmoorridh be nicht die mte unterme er war, ein en am Wa feftgenomme Beilage zum Berliner Volksblatt. Bagens mi. 274. mate batte, Wagen w cht, ehe er Cern die Ga darzustell ziehung ni 3. An tim and hi bargun ihren Früchten follt ihr fie erkennen. Einer ganz wunderbaren Aufgabe unterzieht sich in seiner 124 vom 26. Oktober d. 3. der„ Correspondent", Organ gen die Ko Deutschlands Budruder und Schriftgießer. fachten Dieses Blatt der größten deutschen Arbeiterorganisation versucht berichten.mlich in einem langen Artikel den Nachweis zu führen, daß ufer woli England in Bezug auf seine industrielle Stellung nur noch Carl Betwas über seine Konturrenten hervorragt und daß es in Bezug Bri binaugeruff die Fabril- oder Arbeiterschußgesetzgebung bald eingeholt te Mittheilen wird und zwar zunächst vom Deutschen Reiche". babe, mu den. um Der Artikel, der speziell zu dem 3mede geschrieben ist, geftellt die alte deutsche Üntugend, immer nur nach dem agte nicht islande den Blick gerichtet zu halten", zu bekämpfen und der e, dem Bewelchen will,„ daß man die Nase etwas mehr in deutsche Gesetz einer anderen alten deutschen Untugend, nämlich einem über. wohl aber tranft er ſehr an dem Uebel, dem ein großer Theil Der Deutschen - und besonders derjenigen, die fich selbst gerne heute im at zirla 20 gen Ei ünf Seft trages in en. Der Stoff e äußer fehr gut 4. dt zum b icht batte Ubr. Der Bi it in n dem 50 bumanen her. Sel tefabrit als den Typus des Nationaldeutschen betrachten überreichen Maße huldigt, nämlich der Untugend der nationalen Ueberbebung. Wir find weit entfernt, behaupten zu wollen, daß Deutschund Arbeiterschut Mittwoch, den 21. November 1888. heit und Reinlichkeit, sowie Unfallverhütung," heißt es in dem Artikel, find in der Gewerbeordnung etwas stiefmütterlich bedacht( Welch zarte Umschreibung für das gänzliche Fehlen derartiger Vorschriften. D. N.), desto genauer und peinlicher find fie aber in der Unfallgefeßgebung und auch in der Innungs gefeßgebung geregelt." Als wir diesen Satz lafen, griffen wir uns an den Kopf und fragten uns: Ist es denn wirklich möglich, daß eine dere werden lann? artige fauftdice unwahrheit in einem Arbeiterblatt veröffentlicht Wir erlauben uns die Frage an die Redaktion des Correspondent": wo befindet sich in dem ganzen Abschnitt über die Jnnungen in der Gewerbeordnung eine Beile, die fich auf die Gesundheit und Reinlichkeit der Arbeitsräume und die Unfallverhütung bezieht? Ja wahrhaftig, es thäte noth, daß man die Nase etwas mehr in deutsche Gesezbücher ftedte". Aber auch die Unfallgefeßgebung läßt die Fragen der Gesundheit und Reinlichkeit ganz aus dem Spiele. Die dort vorgesehenen Vorschriften beziehen sich nur auf die Unfallverhütung und nur zur Durchführung der dieserhalb erlaffenen Vorschriften ist eine Ueberwachung zuläfftg. Es ist also einfach Geflunker, was der Schönfärber im Corres spondent" von den genauen und peinlichen" Vorschriften fchreibt, die unsere Gefeßgebung angeblich in Bezug auf ein lichkeit und Gesundheit enthalten soll. 2001b 5. Jakey. licher drei Gebäude, und zwar ruhen die Archivolten in den beiden ersten Gefchoffen auf Pfeilern, in dem obersten Geschoß hingegen auf Halbpilaftern, welche zwischen den großen, das schlichte Hauptgeftms tragenden Pilaftern eingeordnet sind. Aus der Front des Naturhistorischen Museums tritt als einziger Unterschied ein dreifenstriges, höher geführtes Mittelrisalit hervor, welches unten den sehr gedrückten, durch ein Gebält mit flachem Sima Bogen martirten Haupteingang enthält und oben, in Höhe des zweiten Stodmerts eine Ordnung von sechs forinthischen Vollsäulen zeigt. Diese Säulen tragen im Verein mit zwei Edpilastern das Hauptgefims des Nisalits mit der Balluſterattila und dem frönenden Auffag, aus welchem die Flaggenstange emporsteigt. Man muß betonen, daß diese äußere Architektur in ihrer Itnearen Strenge und in ihrer gleichmäßigen Wiederholung der Arenstellung der Fenster einen etwas monotonen, um nicht zu sagen langweiligen Eindruck macht. Und zwar wird diese wenig vortheilhafte Wir fung um so mehr hervorgerufen, als die Faffaden äußerst spare sam mit Ornament bedacht sind. Kurz, man hätte wünschen fönnen, daß auf diese Fronten etwas mehr Kunst verwendet worden wäre. Es muß überhaupt als verfehlt bezeichnet wer den, die drei Institute, weil sie vielleicht in losem wissenschaft lichen Busammenhange stehen, nun in ihren Bauten äußerlich als völlig zusammengehörend zu lennzeichnen. Hinter dem Front gebäude schließt sich bei durchgehender Mittelare ein Mittelgebäude, welches den großen Oberlichthof mit seitlich angrenzenden Ausstellungsfälen enthält, an, und an dieses in symmetrischer An ordnung ein langgestrecktes, mit drei einschneidenden Höfen ver sehendes Quergebäude, deffen beide Enden in der vorderen An ficht von den Bauten der Bergakademie und landwirthschaft lichen Hochschule verdeckt werden. Mittel- und Quergebäude find in einer recht ansprechenden, hellen Backsteinarchitektur aus geführt. Tritt man durch den Haupteingang in das Vorders gebäude ein, so öffnet sich ein fleiner Vorraum. Von diesem achi's in den langen, mit Säulen geschmückten und gewölbten Korridor, welcher parallel zur Front liegt, und über, deffen Breite hinweg zum Dberlichthofe. Am rechien Ende des Korridors führt eine für den Gebrauch der Beamten bestimmte Treppe zu ben Räumen der zoologisch- paläontologischen, lints eine eben folche zu denjenigen des mineralogisch pettographischen Instituts. Der Oberlichthof macht einen wahrhaft impofanten Eindrud, wie überhaupt das gesammte Innere des Baues eine flare, schöne Raumvertheilung und eine vornehme, würdige Ausstattung beftzt. Dieser Hof ift in hellen Farbentönen gehalten. Die zierliche Eisenkonstruktion seines Ober fichtes wird an den Wandflächen von fräftig gegliederten, bunkelrothen Eisensäulen getragen, welche auf hoch gemauerten Pfeilern stehen, die bis zur Dede des ersten Stockwertes binan reichen. Nach allen vier Seiten hin öffnen fich breite Fenster und Glasthüren, welche zu den seitlich angeordneten Samm lungsfälen und rückwärts zu den Treppenhäusern führen. Gegenwärtig werden in diesem Hofe die großen ausgestopften Säugethiere des Boologischen Museums, un'er welchen fich fogar ein gewaltiger Elephant befindet, aufgestellt. Die Samm lungssäle baben meist von zwei Seiten Licht erhalten. Es find gewaltige Räume, deren farbige Behandlung in lichten, grauen Tönen erfolgt ist. Besonders schön find die an den beiden Eden des Oberlichthofes angeordneten Treppenhäuser. Es find quadratische Räume, in welchen die breiten elfernen Treppen Was in dieser Beziebung in unserer Gesetzgebung an Bor fchriften vorhanden ist, befindet sich in der Gewerbeordnung, wo der§ 120 in Abses 1 von der Verpflichtung der Gewerbe unternehmer spricht, besondere Rüdsicht auf die Gesundheit und Sittlichkeit der Arbeiter unter 18 Jahren zu nehmen". Was diese Bestimmung für einen Werth hat, darüber brauchen wir wohl fein Wort zu verlieren. Es genügt, zu fonstatiren, daß Niemand befugt und berufen ist, barauf zu achten, daß der Vorschrift auch Genüge geschehe. Etwas mehr Werth hat das dem Bundesrath ebenfalls in der Gewerbeordnung eingeräumte R cht, für gewiffe Fabrikations veige, welche mit besonderen Gefahren für Gesundheit und Sittlichkeit verbunden sind, die Verwendung von jugendlichen Arbeitern und Arbeiterinnen zu verbieten. Was also in Was also in England durch gefeßliche Vorschriften genau geregelt ist, das ist bei uns dem diskretionären Ermeffen des Bundesraths überlaffen.d lanb in Bezug auf die Fabrit nefesgebung unter den festländischen Staaten etwa an letter Stelle rangire. Im Gegentheil, wit geben fogar unbedenklich zu, daß mit Ausnahme von England und der Schweiz bei uns will dies aber angesichts der Thatsache, daß die Arbeiterschutz auf diesem Gebiet fogar mit am meisten gesehen ist. Leider gefeggebung in fast allen europäischen Staaten noch ungemein in Belgien, wo man Kinder und Frauen in Bergwerken unter mrgen liegt, nur sehr wenig bedeuten. Gewiß, Bustände wie Tags schaffen läßt, verhindert bei uns das Gefeß, dazu aber, Frauen zu verbieten und so endlich einmal den Standal in England schon längst Gesetz ist: die Nachtarbeit ber beseitigen, daß z. B. in den dunstgeschwängerten Räumen Der Buckerfabriken halbnackte Frauen neben faum bekleideten Männern die Nächte zusammen arbeiten müffen, dazu hat man und die Frau zum Steine und Mörteltragen bei Hochbauten bei uns noch nicht aufschwingen fönnen. Ebenso fann bei noch immer mißbraucht werden, was fowohl Sitte wie Gefes Bindern der zivilifirten Welt verbieten. England und in der Schweis und den meisten übrigen Jene Ronkurrenten hervorragt, darüber brauchen wir an nur noch etwas" über Whats ber Thatsache, daß England heute noch immer mit art über 50 Prozent am gesammten Welthandel betheiligt ist, in Laufe der legten 30 Jahre auf industriellem Gebiete unge pohl nicht viele Worte zu verlieren. Gewiß hat Deutschland eure bs find wir noch ein sehr gutes Stück entfernt. Fortschritte gemacht, aber von einer Ueberflügelung EngWas aber die Arbeiterschutzgesetzgebung anbetrifft, so wollen 著 gewiß nicht behaupten, daß dieselbe in England nichts mehr wünschen übrig laffe, das aber behaupten wir, daß fie nach vielen dungen viel durchgreifender und weitgehender ist, als die bezüg lichen deutschen Bestimmungen. Die Behnstundenbill, die Schußbe ch bleiben immungen für die Frauen, die Unterstellung der Handwerks Werkstätten unter das Werkstättengeset, die weitreichenden Nr. 13. gefeglichen Vollmachten, mit deren die englischen Fabrikinfpet erftag, ben oren ausgerüstet find, das strenge Reibot der Sonntagearbeit und die Borschriften für den frühen Arbeitsschluß an den Sonn abenben und den Tagen vor den gefeßlichen Feiertagen- bas And Errungenschaften der englischen Arbeiter, denen unsere Ar beiterschutzgesetzgebung auch nichts annähernd Gleichwerthiges an m Trauers Tirchh. flatt Betannten net Beerbi oll, enden meinen 1310 Mutter echaniker Benoffen ben 21. No de nächfte am ungsfeft with 7Brauhau t und labd Vorftand drucker Berlins g ends 8 Die Seite zu stellen hat. Telten 11 Wien, wie der Artikelschreiber des Correspondent", dann Freilich, wenn man so bescheiden ist in seinen An man auch unferer Arbeiterschußgefeßgebung viele Glanz abgewinnen. Der betreffende Artikelschreiber stellt sich auf den Etandpuntt: Was noch nicht ist, fann noch Deben" und fo wird es ihm möglich, den Artikel mit dem Eage zu schließen: Wenn wir einmal industriell England ein Lalen follten, bann werden bei uns jedenfalls beffere wirth haftliche Bustände berrichen, als heute in England." Da haben wirs! Wenn wir erst die englischen Krämer Jelen vom Weltmarkt verdrängt haben, was ja nur mehr eine Frage von Lurzer Belt ift, dann wird bei uns das goldene Beitalter für die Arbeiter anbrechen. Borläufig freilich muß selbst der Correspondent" zu geben, daß uns die Engländer noch in dem einen und anderen Buntie voraus find. So läßt fich eben auch, wenn man die Raje noch so tief in die deutschen Gesetzbücher steckt, die That Wie der Normalarbeitstag, so Diese eine Thatsache genügt, um den himmelweiten Unter schied zwischen der englischen und deutschen Arbeiterschutz gesetzgebung in das gehörige Licht zu stellen. Und angefichts dieser thatsächlichen Verhältniffe hat ein Blatt, welches Drgan einer großen Arbeiterorganisation ift. unter gar nicht mißzuverstehender Bezugnahme auf die einzige Partei, welche in Deutschland energisch und mit Geschick auf den Aus bau der Arbeiterschutz resetzgebung bringt, den Muth, zu schreis ben, das wir feine Ursache haben, England hinsichtlich der daß Fabritgefeßgebung als eine Art Kanaan zu betrachten, ja, wir dürfen sogar, da bei uns der Arbeiter chug um feiner felbft willen, nicht wie in England aus purer Nachtwächteranschauung, Staatsgrundlag ist, mit Sicherheit erwarten, England weit zu überflügeln." " Das schreibt ein Arbeiterblatt angesichts der Thatsache, daß jede arbeiterschußgefeßliche Maßregel, set es nun der Normal arbeitstag oder die Sonntagsruhe, unter den schroffiten Gegsläufe, deren Stufen aus schwarzem Marmor bestehen und deren nern, neben den Bamberger, Richter und Baumbach, auch den Reichstanzler findet. Wahrlich, die Unterstellung unter Polizeiauf. sicht, fte trägt ihre Früchte. So etwas darf man jezt den deutschen Schriftfeßern bieten! Kommunales. Tagesordnung für die Sihung der Stadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, den 22. November d. J., Nachmittags 5 Uhr. Drei Naturalisationsgesuche. Vorschläge des Ausschufes für die Wahlen von unbefoldeten Be meindebeamten. Berichterf attung über die Vorlage, betreffend die Verbreiterung der Friedrichstraße zwischen Behrens und Doro theenstraße und die Anlage einer Pferdeeisenbahn in der ver breiterten Friedrichstraße. Vorlage, betreffend die Verwendung der Ueberschüsse aus den herrenlosen Erbschaften zur Unter flügung verfchämter Armen. Desgleichen, betreffend die Re viston der Manuale des Magiftrats Depofitoriums pro 1. Januar 1887 bis ult. März 1888. Desgleichen, betreffend den Anfauf des Grundstüds am Oberbaum 1-2 zum Brede der Anle gung eines Nothauslaffes der Kanalisation ic.- Desgleichen, be treffend den Anlauf eines Grundstücks an der Oberspree zur 9 Jade nicht aus der Welt schaffen, daß durch die englische Behn Anlegung eines Steindepotplages. Desgleichen, betreffend die Hundenbill und die daran fich anschließende weitere Gesetzgebung Dedung des bei dem Ronto ter Fleischschau für das von aus bur Einschränkung der Arbeitszeit in England der Normal arbeitstag von 9 Stunden durchgeführt ist, während bei uns ble Forderung einer Beschränkung der Arbeitszeit auf 11 Stun Den von der Reichsregierung, b. h. vom Reichsfanzler, als eine Utopifteret befämpft wird. findet aber auch die gefeßliche Regelung der Sonntagsruhe im Reichstanzler den erbittertsten Gegner. Das find That fachen, die auch der Correspondent" nicht leugnen lann. Aber et weiß fich mit ihnen abzufinden. Bung der Arbeitszeit( in Deutschland) noch nicht, doch dürfte bur die Erwachsenen besteht zwar eine gefeßliche Abgren Diefelbe nicht mehr lange auf fich warten laffen."„ Eine reichs ten Buftan lidhe ftrengere Regelung der Sonntagsruhe giftist zwar ndantenftra Der Mage tothetars un gelaften. Dom Herren Vorftand Berlin? ugk, 22. ang! 11 1139 Anzüge 7 im Laben nicht, boch ist fte im Anzuge." wärts eingeführte frische Fleisch pro 1. April 1886 bis 31. März 1888 vorhandenen Fehlbetrages.- Desgleichen, betreffend den von der St. Nifolat und Marien Ritchengemeinde restirenden Bflafterloftenbeitrag für die Friedenstraße.- Desgleichen, be treffend die Bildung eines Erneuerungsfonds für die Verwaltung der städtischen Markthallen.- 3wet Rechnungen. Bericht erstattung über eine Vorlage, betreffend die Bewilligung des vollen Gehalts als Penfton für einen Beamten. Vo: lage, be treffend die Wahl von Schiedsmännern für die Abschäßung feuchentranler oder seuchenverdächtiger Thiere. Vorlage, be treffend die Neuwahl von Toratoren und deren Stellvertreter für die Kommiffionen zur Aushebung der für den Fall einer Mobilmachung seitens der Stadt Berlin zu geftellenden Pferde. thedino Geländer vergoldet ist. im Viered binein führen. Ihre Beleuch tung geschieht durch Oberlicht, deffen weiße Scheibenfläche von einer Bordüre in blauen Scheiben umgeben wird. Selbstver ständlich hat Eisen und Stein das Hauptmaterial zu dem Bau gebildet, sodaß derselbe völlig feuersicher ist. ; Das abgelaufene Betriebsjahr vom 1. April 1887 bis 31. März 1888 da tädtischen Zentralvichhofes zeigt eine neue bedeutende Steigerung des Auftriebes. Derselbe betrug 190 566 Rinder, darunter 46 355 Bullen, 82070 Ochsen und 62 141 Kühe, 591 757 Schweine, 141 833 Kälber und 694 348 Hammel, zusammen 1 622 504 Thiere. Im Betriebsjahr 1886-87 wurden nur aufgetrieben 173 623 Rinber, 508 8310 Schweine, 133 582 Kälber und 743 016 Hammel, zusammen 1564 052 Thiere, 1887-98 also mehr 58 452 Thiere, und zwar 11 943 Rinder, 82 926 Schweine, 8251 Kälber, dagegen 44 668 Hammel weniger. Dieser Rückgang um 6 pCt. bei den Hammeln ist nach dem Bericht der Direktion ohne Bedeutung mit Rücksicht darauf, daß das Jahr 1886-87 eine durch zufällige Handels- und Wirthschaftsverhältnisse begründete unerhörte Steigerung, 52 329 Stüd gegen das Vorjahr, gebracht batte, und daß der vorjährige Antrieb immer noch die anderen Vorjahre übersteigt. Der Rückschlag wäre geringer gewesen, menn nicht seitens des Hamburger Senats die vom Berliner Viehmarkt kommenden Hammel von der Ausfuhr ausgeschlossen und wegen der unter den Schweinen zeitweise vorgekommenen Klauenseuche auch die Ausfuhr von Schafen nach den Häfen im Norden untersagt gewesen wäre. Auf Grund faufmännisch ge führter Bücher von Vertrauensmännern find, um den annähern. den Werth des ftattgehabten Jahresumsages auf dem Vichmarktd Au ermitteln, Schägungen veranlaßt worden, um genügendes Material zur Durchschnittsberechnung zu ermitteln. Nach diesem Durchschnittspreis würde sich der Werth des Auftriebes be rechnen für 190 566 tinder mit je 270 D., 51 452 830 für 591 757 Schweine mit je 80., 47 340 560 M., für 141 833 Rälber mit je 58 R., 82 6314 M., und für 698 348 Hammel mit je 17 M., 11 871 916 M.; der Gefammtauftrieb is würde hiernach also einen Werth von 118 891 610 R. darstellen. Der höchste Auftrieb fand statt für Rinder amd 19. April 1888 mit 5622 Stüd; für Schweine am 19. Sep tember 1887 mit 14 541 Stüd; für Kälber ann 26. März 1888 mit 3167 Stüd und Hammel am 1. August 1887 mit 30 870 D Stud. Bur Ausfuhr über die nächste Umgebung von Berlin na binaus gelangten, foweit dies ermittelt werden fonnte, 48 814 Kinder oder 25,6 pCt. des Auftriebes, 129 895 Schweine oder 22 pet, 2069 Mälber oder 1,4 p. und 328 823 Hammel otere 47,1 pt. des Auftriebes. Nach Abzug der Ausfuhr wüchen demnach zum Verbrauch der Stadt Berlin und ihrer Vororted verblieben fein 141 752 Stinder, 461 862 Schweine, 139 764 Bentral Schlachthof geschlachtet 130 719 Rinder, 419 848 Schweine, 99 185 Kälber und 275 049 Hammel; für die Schlachtung in den Vororten verblieben 11 033 Rinder ( aegen 16 219 im Vorjahr), 42 014 Schweine( 96 944), 40 579 Rälber( 43 817) und 94 476 Hammel( 119 194). Der Rückgang Dieser Schlachtungen hängt zweifellos damit zusammen, daß im April 1887 die obligatorische Fleischschau für das von auswärts eingeführte frisch geschlachtete Fleisch eingeführt wurde, was eine ganz erhebliche Steigerung der Schlachtungen in den Schlacht häusern des Bentral- Schlachthofes verursachte. Der Konsum ber Stadt Berlin und ihrer Vororte bat fich gegen das Vorjahr vermehrt: bei Rindern um 11% pCt., bet Schweinen um 13% Prozent, bei Kälbern um 6% pet, bei Sammeln um 7 pCt.; ist also erheblicher gestiegen als die Vermehrung der Bevölke Lokales, R der ro o If fündige Arbeitstag denn auf diesen würden gewaltige Beu bildet den Mittelpunkt jener vom Baurath Tiede mebe werth, als der 9ftündige der Engländer. Auch die geset töniglichen Efengießerei. Rechts liegt in langgeftredter Front Rälber, 369 525 Hammel. Hiervon find auf dem städtischen of nicht entbehren tönnen. Das heißt boch Beweise beibringen, daß wir den Engländern Demnächst schon weit über sein werden. Nicht wahr? um bas Fundament aller Arbeiterschußgebung, den gefeßlichen Bwar ist bei uns auch noch nicht einmal ein Schritt gethan, Stormalarbeitstag, einzuführen. Aber das schabet nichts. Derfelbe läßt nicht lange mehr auf fich warten," verfichert uns ber Correfpondent", und wenn wir ihn erft haben, dann Ah unfere Sozialreformer" vielleicht einlaffen- natürlich viel Hobe Sonntagsrube ist im Anzuge". Echade nur, daß der Die Arbeiter den Verdienst des fiebenten Tages in der Woche Der Reichslangler heute noch immer der Ueberzeugung ist, daß Aber der Correspondent" weiß nicht nur, was die Su funft bringt, bas heißt im Anzuge" ift, nein, in seinem Deberelfer, unfere Bustände möglichst rofig zu schildern, entdeckt in unferer Gefeßgebung fogar Bestimmungen, von deren Borbandensein bisher niemand eine Ahnung hatte. Die eng he Fabrit und Werkstättengefeggebung enthält nämlich sehr lichen Akademie möglichst au wahren. Es mag dieses Gutachten eingebende Bestimmungen über hygienische Vorsichtsmaßregeln, Saftung und Reinlichkeit der Fabrit und Arbeitsräume und die orbnung fehlen Vorschriften darüber gänzlich. Das muß auch der berfüllung derfelben durch Arbeiter. In unserer Gewerbe des Gut Banbubren [ 1219 ufgehängt, atentgläfer ftr. 15. 1. Laufiberfl [ 1279 Beilag Der Bau des Naturhistorischen Museums in der Invalidenstraße lann als abgeschloffen betrachtet werden. Gegenwärtig wird nur noch in einigen Sälen an der Aus stattung gearbeitet, während in den meisten anderen die Samm lungen bereits aufgestellt find oder eingeordnet werden. Der geschaffenen Musealanlage auf dem Grundstück der ehemaligen Die landwirthschaftliche Lehranstalt, links die Bergakademie. Die in Sandstein verblendete Hauptfaffade des Naturhistorischen Museums tritt hinter den Sandsteinfronten beider vorgenannten Institute um ein Bedeutendes zurück, so daß ein großer Borgarten entstanden ist, welcher der Wirkung der Architektur sehr zu statten fommt. Dem Architekten war durch ein vom Februar 1882 da tirles Gutachten der Königl. Akademie des Bauwesens eine möglichst schlichte Behandlung der Front anempfohlen worden, um ben Einklang mit den Fronten der berg. und landwirthschaft wesentlich dazu beigetragen haben, daß zwar die Einheit zwischen den drei Bauwerken gewahrt ist, diefelben aber im Grunde ge nommen den Eindruck machen, als ob drei Hühnereier von einer Denne neben einander gelegt seien. Breite Rundbogenfenster Correspondent" zugeben. Aber er weiß fich zu helfer. Gesund öffnen fich im Erdgeschoß und den beiden Stodwerken sämmte rung. Nach dem Egebnis der Durchschnittsberechnung des eines anderen Mannes grüßend an M. vorübergeben wollt. Boden find nic Der Bestohlene ließ den Betrüger verhaften. Es stellte fantung an e heraus, daß diefer ein fchon mehrfach vorbestrafter Mensch fel; antungen im es gelang den Bemühungen der Polizei, Herrn W. den Roffe Bellgewebes de und den Inhalt deffelben zurückzugeben. fentliche Be 49 wiflich auch zur Eisbahn im Kölnischen Gymnaftum. Es giebt übrigens wohl taum in Preußen oder selbst in Deutsch land ein zweites Gymnafium, in welchem während der Frost zeit der Turnunterricht durch die zum Theil ebenfalls gefunde Bewegung auf dem Eise erfest würde. Am ehemaligen ver rufenen Grünen Graben" gelegen, verurfacht es dem Gym In Charlottenburg hat fich ein in der Wallstraße ih lamen the naftum nur geringe Kosten, den weiten Spielplatz der Anstalt naftum nur geringe Kosten, den weiten Spielplatz der Anstalt wohnender Arbeiter Schulz nebst seiner Frau, seinem einjährigen andlung. gehörig mit Waffer begießen und die Fläche zu einer Eisbahn Kinde und feiner Schwiegermutter mittelst Kohlenoxydgafes Polizeibs umgeftalten zu laffen. Die Turnzeit ist an manchen Tagen dem ermorden verfucht. Das Motio sollen Nahrungsfolgen gemeen Rellner Stuell i Eis auf freigegeben worden, und ganz erfichtlich gewährt auch fein. Die Mutter der Frau wurde todt aufgefunden, bei dem traße 50, bet et diese Abwechslung den Knaben Erholung für Geist und Körper. Mann und der Frau waren die Wiederbelebungsversuche fchliche an der S Auch für den freundschaftlichen und kameradschaftlichen Verkehr lich von Erfolg getrönt und das Kind hat seinen Engel gehabt den Lage M Verkehrlich gehasten ber jungen Leute unter einander bietet diese neue Einrichtung als man in das mit Kohlendunft erfüllte Bimmer drang, ter ben Lind einen nicht zu unterschäßenden Werth. Bei der Größe Berlins das Kind gefund und munter in seinem Bettchen und foufen geführte und dem daraus folgenden weiten Auseinanderwohnen der Bög eifrig an dem Gummipfropfen einer leeren Milchflasche. netliche Verle linge der Anstalt fönnen diese in nur felfenen Fällen mit ein Eine entschliche Katastrophe, welche den Tod awene Droichte, ander verk hren, in der Schule selbst ist kein Platz dafür und jugendlicher Menschenleben zur Folge hatte, ereignete fich ge entlang sonst verhindern die Verhältnifie durchweg ein engeres Anein- gestern Nachmittag in unserer Nachbarstadt Spandau. menden Loke anderschließen. Hier auf der Eisbahn lönnen die Schüler der anderschließen. Hier auf der Eisbahn können die Schüler der Straben, die 10 und 11 Jahre alten Söhne des Gärtnercles unverlegt. einzelnen Klaffen sich einmal freier bewegen, fich genauer tennen beftpers Knider an der Charlottenburger Chauffe, waren von der lernen und fich aussprechen das Alles find nicht zu unter- Eltern nach der Stadt geschickt worden, um etwas einzulaufer. schäßende Bertheile, die wohl Beachtung verdienen. Wie die Auf dem Rückwege tam ihnen der unfelige Gedante, einmal d Magdeb. 3tg." übrigens hört, sollen auch andere Schulen be Eis des Schlangengrabens zu probiren. Staum baiten fie b abfichtigen, diesem Beispiele au folgen. felbe betreten, als die morsche Eisdede brach und zunächst jüngere vor den Augen seines Bruders unterfant. Der der Arbeite Stnabe verlor feine Geiftesgegenwart angesichts dieses Unglü nicht und versuchte den Bruder zu retten. Aber auch er selbst folches von 3 nicht mit dem Leben davonlommen. Während er bemüht wat, di urbe und auc Extrinkenden aus dem Waffer zu ziehen, brach das Eis unnern wurd seinen Füßen, und sofort verschwand er mit seinem Bruder une fte nachher der Oberfläche des Waffers. Der Vorgang war in der Kafee Abficht befu des 4. Garderegiments bemerkt worden, und unverzüglich cenat erschien eine Anzahl Soldaten zur Unglücksstätte. Ein Sergeant un fle mar b ein Gefreiter entledigten sich unterwegs ihrer Kleidung und Fleisches der auf dem städtischen Schlachthof geschlachteten Thiere ist das Durchschnittsgewicht des Fleisches eines Schlachteten Rindes anzunehmen auf 281 Rilogr. eines Schweines auf 100 Kilogr., eines Ralbes auf 50 Kilogr. und eines Hammels auf 21 Kilogr.; der städtische Schlachthof hat also hiernach geliefert 36 732 038 Kilogr. Rindfleisch, 41 984 800 Rilogr. Schweinefleisch, 4 959 250 Ra. Kalt fleisch und 5 776 029 Rg. Sammelfleisch, zusammen 89 452 118 Rg. Fleisch. Das über die städtischen Untersuchungsflationen von außerhalb eingeführte frisch geschlachtete Fleisch mußte im Durchschnittsfleischgewicht niedriger angenommen werden als dasjenige der auf dem Bentral Schlachthofe aefchlachteten Thiere. Bei den Rindern find 4 Viertel mit 240 g., also das Viertel mit 60 Kg., die Schweine mit 85 Kg., Die Kälber mit 35 und die Schafe mit 21 Kg. berechnet. Eingeführt find 103 359 Rinderviertel, aleich 6 201 540 Rg., 99 691 Schweine gleich 8 473 735 Rg.; 143 955 Kälber mit 1923 810 Rg. und 91 610 Hammel mit 1923 810 Kilogramm, zufammen 21 637 510 Kg.; dies dem auf dem Schlachthof ermitteltn Quantum hinzugerechnet, ergiebt eine für den Berliner Verbrauch nachweisbare Menge an Fleisch von 111 089 628 Ag. Nicht feststellen, auch nicht annähernd, läßt fich dasjenige Fleisch, welches Privatpersonen, Restaurateure 2c. Direkt von außerhalb beziehen, ebenso die Mengen von Wild, Geflügel, von geräuchertem Fleisch, Wurst, Schinken, welche hier eingeführt werden. Daß das„ Boycotten" auch in Berlin praktisch und mit gutem Erfolge betrieben wird, davon kann man fich im Südoften der Stadt in einer zum weitaus größten Theile von Arbeitern bewohnten Straße überzeugen. Vor einigen Monaten taufte dort ein ehemaliger Maschinenarbeiter ein fleines Vorloft geschäft, für welches er dem Vorbefizer deffelben 600 M. als Kaufpreis zahlte. Der neue Besitzer hatte nämlich bei seiner Arbeit das Unglüd gehabt, den linken Arm einzubüßen und war nach der gefeßlichen Unfallversicherung mit einer einmaligen Abfindungssumme von 1000. entschädigt worden. Von diefer Summe legte er 600 M. für das kleine Geschäft an, das ihn und feine Familie in Bufunft ernähren sollte. Man fann fich daber die Ueberraschung des Mannes denken, welcher bei der lleber nahme des Geschäftes sehen mußte, daß sein Vorbefizer im Neben 3wet be raßenleben Staligerftra nd zur Erfüll stürzten sich ohne Zögern in den Graben. Die Rettungsverfu hur thres Wo blieben aber leider erfolglos. Troß der größten Anstrengung roll der beide war es den beiden unerschrockenen Männern nicht möglich, daar auf Sch beiten Knaben, welche unter dem Eis verborgen lagen, umabungen freundlichen Beginnen ablaffen. Erst eine halbe Stunde fp Daß fie Schlü gelang es, die beiden leblosen Körper der Verunglüdten, wel effer losbauer fich feft umschlungen hielten, von einem Kahn aus mit Hafen ans Land zu schaffen. Die Wiederbelebunge versuche denen sich auch ein inzwischen herbeigeholter Arzt bethel waren vergeblich. blieklich die Hause ein neues ganz gleiches, aber etwas großartiger einge faffen. Unverrichteter Sache mußten fie von ihrem menfche hits Gutes im Mit der Eisenbahn find auf dem Zentral- Vichhof 30 889 beladene Waggons ein und 8213 beladene Waggons einschließ lich einer größeren Anzahl mit Dünger beladener Lowries aus gegangen. In der Verwaltung des Zentral Vieh und des Bentral Schlachthofes waren angestellt: Für beide Anstalten ge meinschaftlich: 1 Direktor, 1 Magistrats, Büreauvorsteher, 1 Hauptfafftrer, 1 Buchhalter und Registrator, 1 Expedient und Kalkulator, und 1 Kanzlist; für den Viehhof allein: 2 Jn fpektoren, 3 Bodenmeister, 5 Stall- und Hallenauffeher, 3 Portiers, 7 vereidete Wäger, 4 Mächter, 87 Reinigungsarbeiter, 27 Fourage Arbeiter und Arbeiterinnen. Zur Pflege des Viehes( Fütterung, Reinigung, Treiben) waren 109 Obertreiber und 332 Treiber bestellt, welche aber ihre Löhnung von den Kommiffionären bezw. Verkäufern beziehen; für den Schlachthof allein: 1 chlachthof Inspektor mit 1 Affiftenten, 2 Schlachthof Raffirer, 6 Hallen auffeber, 5 Portiers und Schlachtzettel Kontroleure, 4 Wächter, 48 Reinigungs- und Desinfektionsarbeiter. Für die Fleisch. schau auf dem Schlachthof waren bestellt 1 Direktor, 13 städtische Thierärzte, 177 Beschauer( zur Hälfte weiblichen Geschlechts) in 6 gesonderten Abtheilungen, 48 Probenehmer, 20 Stempler und die nöthige Hilfsmannschaft. An den 8 Untersuchungsstationen für von auswärts eingeführtes frisches Fleisch waren thätig 17 Thierärzte, 54 Beschauer( Mikroffopiter, nur Männer), 22 Probenehmer, 8 Stempler, 1 Inspektor, 1 Kontrolrevisor und 7 Kontrolwächter. robungen die und fließen under, daß de ite ein Stich Gemäß den Veröffentlichungen des Kaiferlin die Meffer eichwächt ro mua suger cha antenlager 31 Gesundheits- Amts find in der Zeit vom 4. November 40. November cr. von je 1000 Bewohnern, auf den Jahren, wenn burchschnitt berechnet, als gestorben gemeldet; in Berlin 19 in Breslau 26,0, in Königsberg 27,9, in Köln 21,7, in Fran furt a. M. 13,0, in Wiesbaden 10,7, in Hannover 12,3, Raffel 14.0, in Magdeburg 18,2, in Stettin 19,6, in Bajonen 20,5, in Straßburg 19,3, in Metz 22,9, in München richtetes Geschäft eröffnete. Erfolg hatte der Vorbefizer mit diesem Verfahren nun allerdings nicht; die Sache sprach fich in der Nachbarschaft herum und hatte den Erfolg, daß recht Viele bei dem Verunglückten ihren Bedarf einkauften, während der fluge Verkäufer in der Ladenthür seines beständig leeren Geschäftslokals stand und es durch alle Mittel der Reklame, durch niedrige Preise und elegantere Labeneinrichtung nicht zu erreichen ver mochte, daß auch nur einige Kundschaft sich zu ihm wendete. Neuerdings hat er nun seinem Geschäftslokale einen eleganteren Anstrich gegeben und scheint den Verfuch machen zu wollen, ein beseres Publitam für sein Geschäft zu interefficen. Db ihm Dies gelingen wird ist zweifelhaft, ficher dagegen, daß er von dem Kaufpreise von 600 M. nichts erübrigt bat. Ueber die Anwendung einer Art von Folter in Ostafrika durch einen Beamten der Deutsch- Oftatritanischen Gesellschaft berichtet ein Missionar in der Köln. Volksztg." aus der durch Herrn von Bülow verwalteten Station Dunda im 25,2, in in Galben zur Wac blichen lebig entpu 11 21,5 19,9 tat Selbi gen, und Pragenfzene fengericht Dresden 16,7, in Leipzig 19,8, in Stuttgart 14,6, in Aarl Juli d. J. folgendes: Herr v. Bülow sollte an diesem Tage 22,6, in Peft 25,6, in Prag 28,3, in Triest 28,0, in Arale drei T rube 15,5, in Braunschweig 27,0, in Hamburg 19,3, in Wien 27,0, in Amsterdam 16.9, in Brüffel 21,5, in Paris 220, in Folgende Bekanntmachung erläßt das Polizeipräft. dium: Durch die Anweifung zum Desinfektionsverfahrem vom 7. Februar 1888 ist die Ueberführung von Kranten, welche an Cholera, Bocken, Typhus, Diphtherie, Ruhr, Scharlach oder Masern leiden, mittelst öffentlicher Verkehrsmittel, als: Lohn magen, Droichfen, Omnibusse, Pferdebahnen, Eisenbahnen und öffentliche Wafferfahrzeuge, verboten. Diese Bestimmung empfehlen wir besonders den Befißern und Führern öffentlicher Fuhrwerke zur Nachachtung und bringen diefelbe weiterhin mit dem Bemerken aur öffentlichen Kenntniß, daß Buwiderhandlungen nach§ 2 der Polizeiverordnung vom 7. Februar 1887, betr. Desinfektion bei anstedenden Krankheiten, mit einer Geldstrafe bis zu 30 M. geahndet werden. Zum Transport der an vorftehend aufgeführten Krankheiten Erfrantien sollen lediglich die Kranten Transportwagen der Fuhrunternehmer Lüd, Neue Friedrichstraße 18, Kopp, Oranienburgerstraße 73, und Künzel ( früher Hermann), Schmidstraße 7 a, benutzt werden. Diese Gefährte bestellt das zuständige Polizei- Revier auf Verlangen telegraphisch. benn es hatte ein Schwarzer defen Koch ermordet, um zu steblen. Der arme Wicht wurde vorgeführt, gestand aber nicht. Man fann das abwarten", sagte Herr v. Bülow, bindet ihn!" Die hände wurden ihm nun in Kreuzform auf einen Pfahl ae bunden, ebenso die Füße. Darauf fam der Bruder des Er Basel, in London 18,5, in Glasgow 22,4, in Liverpool in Dublin 27,5, in Edinburg 123, in Kopenhagen Stocholm 16,4, in Chriftiania 20,3, in St. Petersburg in Warschau 22,6, in Odessa, 21,5 in Rom 19,9, in Tuin 17,7, in Venedig 22,5, in Alexandria 42,2. Ferner in der Belt W delphia 17,3, in Baltimore 16,8, in Raffutta 26,4, in Madras 32,4. in Bay mordeten und machte ihm Dawa( Medizin), damit er rede. Er vom 14. bis 20. Oftober cr. in New York 23,1, in Phil beschmierte ihm die Arme mit weißer Erde, so daß der arme Kerl nach und nach furchtbar zu zittern anfing. Er rüdte auch immer mehr mit der Nede heraus. In der Nacht wurde ihm nun noch, damit er nicht davonlaufe, eine ähnliche Dawa um den Hals gemacht, so daß der arme Tropf viel Angst ausstand. Am anderen Morgen fah ich ihn immer noch figen und zittern, hörte aber, daß er in seinem Geständnisse bereits weiter ges meisten Großnädten Europas eine günstige und wurden Die Sterblichkeit war auch in dieser Berichtswoche in den allem Nach Gefichts ten Gef ng an. in nicht g bemerit Dienstmädch ensarten bel nern bas * Gin sehr fleine Sterblichkeitsziffern mitgetheilt. So war die Stagen. Auch tommen set. Wie die Sache endete, weiß ich nicht, denn ich( 10,2), in Wiesbaden( 10,7), in Bremen( 11,1), Hannovo Schmidt lichkeit sehr gering( bis 15,0 pro Mille und Jabr) in Barmhandelt. eilte weiter." Vielleicht theilt darüber die Deutsch- Ostafrikanische Lübeck, Edinburg,& ankfurt a. M., Frankfurt a. D., Stuttgarie 3 Monat Gesellschaft Näheres mit. dum in Die Untersuchung gegen den Bureauvorsteher Lehmann ist nunmehr abgeschloffen, so daß binnen furzem die Sache zur Hauptverhandlung gelangen kann. Der Verhaftete hat inzwischen seine vorläufige Entlaffung gegen Raution bean tragen laffen. Mains orterung. I war sie in Berlin, Hamburg, Magdeburg, Dresden, Leine geftern Kaffel, Mannheim, M.- Gladbach. Günstig bis( 20,0 p.o Mille) Bu einem Kampf im fahrenden Pferdebahnwagen fam es vorgestern Nacht gegen 1 Uhr zwischen Paffagieren. In der Nähe des Dranienburger Thores war ein elegant gekleideter junger Mann eingestiegen, welcher ohne Billet eine Strede mit gefahren war und, als der Kontroleur im Wagen erschien, er Brüffel Petersburg Straßburg, Nürnberg, Aachen, Stettin, Karlsrube, Kopenhagen, London, Amsterdam, Stockholm, Turin Auch in Köln, Altona, Elberfeld, Darmstadt, Paris, Wien, Liverpool, Chriftiania, St. unter de Stan, ein Ba u. a. war die Sterblichkeit eine mäßig hohe( etwas über 200 pro Mille n. 3.). Nur aus Augsburg wurde von den deutf Städten eine hohe Sterblichkeitsaiffer( über 35,0) gemel Unter den Todesursachen zeigen Darmfatarche und Bred fälle meist das normale Verhältniß, nur in Berlin, br Bonj Sterbefällen als in der Vorwoche hervor. Die Theilnahme lleinere, in Berlin eine größere als in der Borwoche. nämlich ein batte bie inchen ent ein. mit mehr in b Defellen Trittli flärte, daß der Schaffner ihm tein Billet angeboten. Empört Königsberg, Wien, Paris riefen sie eine größere Bablon welche den Beamten in Schuß nak men, und als der Frei Säuglingsalters an der Sterblichkeit war im allgemeinen de berger" fich in eine Fluth von Schimpfreden gegen dieselben berger" fich in eine Fluth von Schimpfreden gegen diefelben erging, fam es zwischen beiden Parteien zu einer furchtbaren Desballb, und un fr die be fen. Auf 1 eten Entfernu orben. Der Staatsantoalts Schlägerei, welche um so gefäh: licet wurde, als in der Enge München 88. Alute Entzündungen der Athmungsorgane führten 10 000 Ledenden starben, aufs Jahr berechnet, in Berlin 65, 4 vielfach häufiger zum Tode. Von den Infektionstrantheiten minden widelt wurden. Erst auf eneratsche Intervention des Schaffners Todesfälle an Mafern, Scharlach, Diphtherie und Boden mebt, an gelang es, die Exzedenten am Rofenthaler Thor aus dem Wagen Reuchhusten und typhösen Fiebern weniger mitgetheilt. S zu entfernen, und dürfte die Schlägeret jedenfalls vor Gericht haben Todesfälle an Mafern in Berlin, Köln, Liverpool etwa des Wagens auch unbetheiligte Paffagiere in den Rampf ver Hans fuchung. Vorgestern Vormittag gegen 10 Uhr wurde noch ein Nachspiel haben. bei dem Maurer Merz, Wienerstr. 30, eine Haussuchung nach verbotenen Schriften abgehalten. Gefunden wurden von folgenden Drucksachen je ein Eremplar: Laft gelegt, Berfukte Dgerichts athenen er Freundin nb begab fich bie Heftaura ilfe der weibli und Bukunft. Die wahre Gestalt des Christenthums. Gloffen und St. Petersburg in größerer Bahl als in der Vorwoche ge Propaganda der That.). Geschichte der Arbeiter- Agitation von Ferdinand Laffalle. Die Frau in der Vergangenheit, Gegenwart machen. Da ohl aber übel nehmen, er 3 tel heraus, D den Lage T Miche Beife er Bab er fich au ter Dem Bnr Sitoblen babe. Saule batte Cumme au afae abgenommen, während fie in Paris, London mehr Todesfälle veranlasten. Erkrankungen baben aber in Berlin, Breela den Regierungs- Bezirken Düsseldorf, Erfurt, Königsber Schleswig und Stettin größere Verbreitung gefunden Das Scharlachfieber verlief in Berlin, Hamburg milder, aud Vorwärts. Herr Bastiat Schulze. August Reinsdorf( Die in London war die Bahl der Sterbefälle eine Heinere, dagegen in Breslau, Wien, St. Petersburg und Warschau eine gefteigerte Neue Erkrankungen wurden aus Hamburg, Wien, Kopenhagen meldet. Die Sterblichkeit an Diphtherie und Kroup war in Berlin Breslau, Hamburg, Dresden, Danzig. Braunschweig, Wien seinen Vororten, London, St. Petersburg, Warschau, Brünn Christiania eine gesteigerte, dagegen in München, Hannover, St. Gallener Protokoll. Wiffen ist Macht- Macht ist Wiffen. Pest, Paris, Prag, Kopenhagen eine verminderte. Neue G Der Kleinbürger und die Sozialdemo trantungen wurden aus den meisten Orten, aus denen Beridle vorliegen, in größerer Bahl mitgethe It. Der Unterleibstypbu Bu Schutz und Truz. Gesellschaftliches und Privateigenthum. hat in London und Paris etwas weniger, in Peft, Warscha Karl Marr vor den Kölner Geschworenen. Die Zukunft der Petersburg etwas mehr Sterbefälle hervorgerufen; die Bahl br Sozialdemokratie. Enthüllungen über den Kommunistenprozeß gemeldeten Neuertranfurgen war aber in den meisten Drien g Wieder sind wir in der Lage, so schreibt die„ Voff. 3tg ur feren Lefern von einem Humbug zu berichten, der aus der Eitelkeit der Menschen goldene Früchte zu ernten sucht und hierfür auch unter den Bürgern Berlins guten Boden zu finden glaubt. Wie die jüngst gekennzeichnete Wiener Chronit" auf den Fang von Leuten ausgeht, die für ihr gutes Geld gelob hubelt und bei erhöhtem Solde auch porträtirt werden wollen, so übernimmt eine sogenannte Akademie in Brüssel die Ver lethung von Medaillen, die man wohl nicht öffentlich tragen, aber doch in seinen vier Pfählen pruntvoll anlegen oder unter Glas und Rahmen bringen tann. Dergleichen nimmt sich noch viel schöner aus als ein bloßes Stüd Beitungepapier, ist aber natürlich auch viel theurer. Académie Académie Universelle des Sciences et des Arts industriels" betitelt fich diese brave, an geblich schon 1849 begründete Dekorationsanftalt, deren Swed nach den der Aufforderung zum Beitritt beigefügten Statuten dahin geht, die Fortschritte in Ackerbau, Handel und Industrie zu belobnen, fie durch Verbreitung aller nüßlichen Entdeckungen zu fördern und an der Hebung des Allgemeinwohls mitzuarbeiten, das zivilisatorische Bestreben der Alademie über die ganze Welt auszudebnen und die Urheber nüßlicher Entdeckungen durch Be lohnungen zu ermuthigen. Die Theilhaberschaft an diesen rühmlichen faaben gewinnt man durch einen jährlichen Beitrag von 30 Frts. und eine einmalige Bahlung von 25 Fris. für das Diplom und die Medaille der Mitgliedschaft, in Summa 55 Fts. Wer aber nach der Ehre trachtet, zu den Gründer Mitgliedern zu gehören, hat 300 Ftts. zu zahlen, wo für er außer Diplom und Medaille noch ein ,, Ebrenzeichen" er hält, also zwei Sachen fürs Knopfloch und ein Pruntstud an Die Wand. Die Médaille insigne", die vornehmste Deloration au 300 Fts., fiebt, nach der beigefügten Abbildung zu urtheilen, gar verlockend aus. Allegorische Figuren, Eichen und Lorbeerzweige winken dem Beschauer verheißungsvoll zu, und Dabei ist das Ding mächtia groß, so daß fich faum der Stern der Großtomthure von San Marino damit meffen lann. In welchem Metall die Medaille geprägt ist, läßt sich allerdings nicht er fennen, doch tommt es hierbei wohl auf freie Vereinbarung mit Der löblichen Akademie an, die gewiß gern allen Wünschen Wie Honorar Rechnung trägt. gegen entsprechendes Honorar nun bewhbt man sich um die Mitgliedschaft? Man unterschreibt einfach einen Bettel, welcher besagt, daß der Unterfertigte fich glücklich schäge, der Akademie als jährlich zahlendes oder Grün bermitglied anzugehören, und daß er bereit ſet, die Kosten für Aufnahme. Diplom und Medaille zu zahlen, worauf dann das weitere ohne Bweifel fchleunigst besorgt wird. Der gefangene Gimpel erhält die Aufforderung, seinen Mammon ungefäumt an den Herrn Generaldelegirten", Brüssel, Rue de la Loi 232, einzusenden, und gewiß wird dann umgebend die schöne Nidel oder Bronzemedaille nebst sauberem Ehrendiplom eintreffen. Nein, Schwindler find die Herren von der Académie Universelle durchaus nicht; fte liefern für Geld auch Waare, und wem dieselbe zu theuer ist, der braucht fte ja nicht zu bestellen. Nun erfcheint allerdings der ganze Handel in eigenem Lichte, und so lüstern mancher nach solcher Auszeichnung sein mag, fo fteigt ihm doch wohl das Bedenken auf, ob die Bugeböriglett zu der ehrenwerthen Atademie ihm nicht Ungehörigkeiten be teiten fönne. Aber wie leicht befeitigt die löbliche Berwaltung Diese Sorgen! Die Herren Mitglieder der Gesellschaft find in feinem Falle für die Verwaltungsangelegenheiten verantwortlich", heißt es ausdrücklich in dem Prospekte, und damit mögen fich auch ängftliche Gemüther beruhigen. 11 aur wahren Gestalt des Christenthums. Sozialdemokratisches Liederbuch. Rathschläge für das politische Leben. Ein neues Wintermärchen. Der isolirte sozialistische Staat. Christenthum und Sozialismus. Wiedener Protokoll. Kopenhagener Brotokoll. Der Beitgeist. tratie. Was die Sozialdemokraten find und wollen. in Köln. Unsere Btele. Die schleftsche Milliarde. Sozial politische Vorträge. Der todte Schulze geaen den lebenden Laffalle. Der wirthschaftliche Sozialismus. Wilhelm Weitling, feine Agitation und Lehre. Das Recht auf Foulbeit. Acht Opfer des Klaffen haffes. Gele und Autorität. Zur Woh nungsfrage. Gracchus Babeuf und die Verschwörung der bewegung in England. Hochverrath und Revolution. Streif züge eines Sozialisten im Gebiet der Erkenntnißtheorie. Barteigenoffen. Den, thren Go Rofenartige eg nach Amer Memes fu annover, von Kielbe bat D ringer als in der Vorwoche. An Fledtyphus tamen aus Breslau aus Petersburg 2 Ertranfungen, an epidemischer Geniditarre au Entzündungen des Bellgewebes der Haut wurden in feiner Stadt Der Keuck huften hat in Berlin und Nürnbera je 1 Ecfrantung zur Anzeige. in größerer Bahl Todesveranlaffung. häufiger zum Vorschein. burg 17. Todesfälle an Boden wurden aus wortung ge nini ber ünftigung Mart Ge Frau M aber, nicht n elge erftatter Des fle burd anlagt habe. Met Grprefum Beftrige Der alt Ber erwähnte gegen bi Berthelotger De bat bet adot. In ber Monate S ide Tochter le zu mache Gleichen. Die Wissenschaft und die Arbeiter. Die Chartisten tranfungen toman jedoch in Hamburg, Nürnberg, Kopenhagen St. Petersburg 1, aus Lemberg 3, aus Paris 4, aus War Anti- Syllabus. An die Wähler Deutschlands. Flugblatt: fchau 8, aus Trieft 0, aus Brag 16 bekannt; Erltantungen an Boden aus Breslau und Hamburg je 1, aus St. Peters Der Gesundheitszustand in Berlin war in der Bericht woche ein weniger günftiger und auch die Sterblichkeit eine, menn auch nur wenig größere, als in der vorhergegangenen Woche Und zwar traten Darmtataithe und Brechdurchfälle der Kinder wieder mehr zum Vorschein und erhöhten auch den Antheil d Säuglingsalters an der Sterblichfeit etwas. Aud alute derten mehr Opfer. Unter den Infektionstrantbeiten baben Entzündungen der Athmungsorgane famen zahlreich vor und for Der Betrüger hatte fich als W.'s Bruder ausgegeben. Gestern Stadt, vor allem in Moabit, größere Verbreitung gefunden Gepäckträger den Koffer zurüdverlangt und auch erhalten habe; namentlich Mafern, besonders in den nördlichen Diftritten der Winterüberzieher und einem seiner Anzüge befleidet, am Arme Fiebern blieben in beschränkter Bahl; weitere Erkrankungen an bruder in der Invalidenstraße, als derselbe, mit dem W.'schen Tempelhofer Vorstadt zeigten. E.frankungen an typböfen Abgefaßter Gauner. Der in Berlin anfäffige Kaufmann W. lente dieser Tage auf der Fahrt von Stettin einen jungen Mann fennen und fuhr mit demselben bis nach Ebers walde, wo beide fich einen Tag aufzuhalten gedachten. W. über. gab dort in Gegenwart seines neuen Bekannten dem Gepäc träger zur Aufbewahrung seinen Koffer, in welchem fich 3 neue Anzüge und ein neuer Winterüberzieher befanden. Als W. aber am Abend nach Berlin fahren wollte, erfuhr er zu seinem Schreden, daß sein Belannter bereits am Nachmittag von dem Schul- Eisbahnen". Wer in der vorigen Woche früh vor 8 Uhr durch die Wallstraße, die Köpniders oder Stralauer ftraße ging, der wird nicht wenig erfiaunt gewesen sein, daß viele der Schule zuellende Knaben nicht nur ihre Bücher unter dem Arme oder auf dem Rücken trugen, sondern daß fie auch thre Schlittschuhe in der Hand führten, als ginge es geraden Weges zur Eisbahn. Und dies war wirklich so. Aйe jene Jungen und Jünglinge gingen nicht allein zur Schule, sondern Nachmittag traf der Geschädigte hier in Berlin den Pseudoerfier Alafi Dom Hebe Befige eines Die Stelle e rgeben woll Boden find nicht zur Anzeige gelangt, wohl aber lam eine Er Es stellte lung an epidemischer Genidstarre zur Beobachtung. Er Mensch flungen im Wochenbett, an rosenartigen Entzündungen des W. den Koffelgewebes der Haut und an Keuchhusten erfuhren teine fentliche Veränderung in ihrem Vorkommen. Sehr zahl Wallstraße lamen rheumatische Beschwerden aller Art in ärztliche Beschloffen haltenden Knäuel der Feinde heraushieb, ich em einjährigenblung. er drang, noxydgafes Polizeibericht. Am 19. d. M. Morgens wurde der orgen gewefellner Ruell in der Schankwirthschaft von Lehmann, Mittel den, bei bebe 50, bei einem Streit mit Blumenhändlern durch Meffer versuche schlich he an der Stirn und am Hinterkopfe verlegt. An dem Engel gehabt ben Tage Mittags wurde ein Kommissionär vor dem Hause fat Unter den Linden Nr. 9 von einer von dem Kutscher Buschichen und fofen geführten Equipage überfahren und erlitt anscheinend flasche. aliche Verlegungen. In der Nacht zum 20. d. M. wurde en Tob Droſchle, welche unbelegt und ohne Führer die Mühlen nete fich voe entlang fubr, von einer mit einem Kohlenzuge daher andau. menden Lokomotive erfaßt und völlig zertrümmert, das Pferd Des Gärtnereieb unverlegt. waren von den s einzulaufer le, einmal be Saiten fie bo Gerichts- Zeitung. sinad wei bedenkliche Szenen aus dem nächtlichen d zunächstraßenleben Berlins beschäftigten gestern den Strafrichter. der Arbeiter Genat in der Nacht vom 26. zum 27. Juli beworben und zweifellos werde er fie erhalten, denn der Kaiser wäre ihm ja zu Dant verpflichtet. Gar lebendig wußte er zu schildern, wie er fich in der Schlacht bei Sedan mit Todes verachtung in die feindlichen Maffen stürzte und den jest regierenden Herzog von Meiningen aus dem ihn einge eine That, die vorläufig mit dem eisernen Kreuze erfter Klaffe belohnt worden sei. Auch ein gutes Gemüth schien diefer Klaffe belohnt worden sei. Auch ein gutes Gemüth schien diefer tapfere Kriegsheld zu befizen, er vereinigte so viele gute Eigenschaften in fich. Der alte B. war früher Fuhrherr gewesen, aber durch allerlei Unglücksfälle so zurüdgekommen, daß er jetzt als Arbeitsmann für seine Familie sorgen muß. Väterchen, mir thut das Herz im Leibe weh, wenn ich sehe, daß Du Dich noch so quälen mußt; wenn Klärchen erst mein eigen ist, dann kaufe ich ein Haus, das Du verwalten sollst, und dann brauchst Du feinen Finger mehr zu rühren." So sprach er, der Gute, und ben beiden alten Leuten traten dre Dankesthränen in die Augen. den beiden alten Leuten traten dre Dankesthränen in die Augen. Frau B. hatte ihm gleich bei Beginn der Bekanntschaft erzählt, baß fte aus befferen Beiten noch einen Nothschilling von 300 m. Aurüdgelegt habe, hiermit wollte sie ihrer Tochter eine„ heimliche Freude" machen und Ausstattungswäsche dafür faufen. Eines Lages trat der zufünftige Eidam an fie mit der Bitte heran, fie möge ihm doch die 300 M. borgen. Ein Rittmeifter habe ihn um ein Darlehn von 300 M. ersucht, er wolle den Tausend martichein, den er noch beftge, nicht gerne wechseln, denn wenn Stefes Ungli Staligerstraße paffirte, traf er auf ein junges Mädchen, feine Bekannten erführen, daß er so bemittelt sei, würde er von Kleidung Jüdien, un unb welde fast in Schwäche ausarte, würde ihn dann in Geldverlust bringen. Der Frau B. leuchtete dies ein, die Vertrauensselige gab tbm den tom den Nothschilling. Von diesem Zeitpunkte an ließ sich der zufünftige Direktor nicht wieder feben. Schließlich mußten die hintergangenen Leute fich mit Dem Gedanken vertraut machen, daß fie einem Schwindler zum Opfer gefallen waren. Gestern saben fte ihn auf der Anklage. bant vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I wieder und erfuhren, daß fie fich von einem, wie der Vorsigende sagte, | id and hit too blat for sa geschehen war. Die Bewelsaufnahme hat diese Behauptung aber med brud allés nicht im Geringsten bestätigt, andererseits aber, wie der Vors fizende hervorhob, durch Vernehmung mehrerer Kolleginnen der Angeklagten und anderer Personen mit einer an Gewißheit arenzenden Wahrscheinlichkeit ergeben, daß die Angellagte in der That zu jener Beit im Befige der angeblich gestohlenen Summe Schmucksachen 2c. gewesen ist. Da ferner die Beweisaufnahme auch nicht das geringste Motiv zu der behaupteten Diebstable Komödie ergab, so beantragte der Staatsanwalt felbft die Freisprechung der Angeftagten und der Gerichtshof ent sprach nicht nur diesem Antrage, sondern erfüllte auch die Forde rung des Vertheidigers Rechtsanwalt Dr. Friedmann, indem er alle der Angeklagten entstandenen Auslagen, einschließlich der Kosten der Vertheidigung, der Staatstaffe zur Last legte. * Nach mehr als vier Jahren noch wegen eines geringfügigen Vergebens verurtheilt zu werden, ist sicherlich eine höchst unangenehme Sache, selbst wenn es fich nur um eine Geldstrafe handelt. Von einem derartigen Mißgeschick wurde der Arbeiter Paul Bid beimgesucht, welcher fich gestern wegen einer im Jahre 1884 verübten Sachbeschädigung vor der 91. Ab theilung des Schöffengerichts verantworten mußte. Er befand fich am 5 Mat genannten Jahres in der Küche einer Frou Müller, mit der er sich zunächst in gemüthlicher, dann aber in ungemüthlicher Weise unterhielt. Jedenfalls um der Unter haltung den richtigen Abschluß zu geben, hob der Angellacte schließlich die eine Seite des Küchentisches in die Höhe und lick alle Taffen, Teller und Schüffeln, die sich zur Beit darauf bes fanden, so auf die Dielen rutschen, daß sämmtliche Töpfer maaren unter lautem Gepolter in fleine Scherben zerbracher. Vier Jahre wurde der Thäter vergeblich gesucht, bis es in der legten Belt endlich gelang, ihn ausfindig zu machen. Bid will von der Sache nichts mehr wissen, da aber die Beugen fich des Vorgangs noch erinnern fonnten, verurtheilte der Gerichtshof ben Sachbeschädiger zu 30 Mart, eventuell zehn Tagen Gc fängniß. müht war, urbe und aus Leibeskräften um Hilfe schrie. Von den beiden das Eis unnern wurde fie an beiden Armen hin und hergezerrt, und Bruder une fte nachher angegeben, haben die beiden Unbolde deutlich in der Kafa Abficht befundet, fte zu vergewaltigen. Der hinzukommende verzüglich cenat erschien ihr daher wie der Retter aus der höchsten Noth Sergeant fe war demselben außerordentlich dankbar, als derfelbe sur Erfüllung ihrer Bitte bereit erklärte, fte bis zur ettungsverfur thres Wohnhauses zu begleiten. Er lub damit aber den Anstrengung roll der beiden nächtlichen Abenteurer auf fich, welche das t möglich, Baat auf Schritt und Tritt verfolgten und die ärgsten rem menidets Gutes im Schilde führten, zeigte die wiederholte Drohung, Diebstahls mit Gefängniß und einmal wegen Betruges mit handlung, das Urtheil gegen die 15 Angeklagten, welche bez lagen, umäbungen und Drohungen fallen ließen. Daß dieselben Agent Hermann Adolf Buchwald, der bereits zweimal wegen Stunde fpaß fie Schlüffel bet fich hätten" und schließlich mit dem effer losbauen" würden. Und so geschah es. Als Senat fich aus mit ließlich die fortgesetten Belästigungen verbat, folgte den robungen die That: die beiden Störenfriede fielen über ihn und fließen mit Messern blindlings auf ihn los. Es ist ein under, daß der Ueberfallene mit dem Leben davon gekommen ist, Safferlin die Messerstiche trafen den Kopf, das Geficht und namentlich ie ein Stich in den Naden zweifellos verhängnißvoll ge den Jahren, wenn die Kraft desselben nicht durch den Rocktragen geichwächt roorden wäre. geverfuche tzt bethel 19,7 November Berlin 1,7, in Fran over 12,3, Genat ist immerhin noch übel nug zuger chtet worden und hat mehrere Wochen auf dem denlager zugebracht. Auf die Hilferufe des Gestochenen 6, in Bafonen herbei, welchen es gelang, die beiden Meffer in Altona Münden 36,6 1,6, in Farl Wien elden " Antrage des Staatsanwalts auf ein Jahr drei Monate Ge fängniß und breijährigen Ehrverlust. Freiburg, 20. November. In dem hier anhängigen Sozialistenprozeß wurde gestern Abend, nach dreitägiger Vere Einschmuggelung verbotener Schriften aus der Schweiz und der Theilnahme an einer unerlaubten Verbindung besichtigt waren, verkündet. 3wölf der Angeklagten wurden mit 2 Wochen bis 4 Monaten Gefängniß bestraft, drei wurden freigesprochen. Nach einem uns zugehenden Brivattelegramm erhielt Adolf G.d vier Monate, Lehmann und Baseler wurden freigesprochen.s 1900 Als Zahlung ichob er dem Kommis eine von jenen Dentmünzen Soziales und Arbeiterbewegung. * Bur Vorsicht beim Wechseln von Goldstücken mahnt eine Verhandlung, welche gestern vor dem Schöffengericht gegen den Maler Simon Basemann geführt wurde. Der An getlagte tam am 5. November in die Droguenhandlung bes Herrn Seidel und ließ fich für 25 Pfeunige Firniß geben. mit dem Bildniß des Kaisers Friedrich hin, die namentlich auf einer Seite mit den Behnmarkstüden große Aehnlichkeit haben. Da Basemann schon öfter Einkäufe in dem Geschäft gemacht hatte, legte der Kommis das vermeintliche Goldftüd ohne wei fere Prüfung in die Kaffe und gab dem Käufer 9 M. 75 Pf. wurde das falsche Goldstück entdeckt, und da zufällig nur ein Behnmarkstück an dem Tage eingegangen war, so lonnte tein Behnmarkstück an dem Tage eingegangen war, so fonnte fein anderer als Basemann den Betrug verübt haben. Auf erfolgte Anzeige wurde der Verdächtige verhaftet und dem Kriminal Kommiñar Kühne vorgeführt, dem er ein vollständiges Geständ niß ablegte, bas er aber später vor dem Untersuchungsrichter widerrief. Im Verhandlungstermin bestritt der Angeklagte eben falls seine Schuld und behauptete, ein richtiges Behnmarkstüd zur Wache zu bringen, wo fie ft als die noch ziemlich mblichen Arbeiter" Klümpel und Schuhmacher August heraus, die derselbe auch ruhig einstrich. Erst beim Kaffemachen lebig entpuppten. Klümpel scheint die Furcht vor Strafe 19,3, in Selbstmord getrieben zu haben, seine Leiche 3.0, in Ane drei Tage darauf aus dem Engelbeden herausogen, und so fonnte nur Fiebig wegen jener ohenfzene zur Verantwortung gezogen werden. Das daß solchen Exzeffen Baris 220, Liverpool 21,5 agen 19,9 etersburg 21,5 9, in Turin er in der Be 1, in Bhil in Bo & woche in ben Dwurden fchen Stati allem Nachdrud entgegengetreten werden müffe, und unter em Gefichtspunkte verurtheilte es den Angeklagten zu zwei ng an. Der zweite Fall lag ganz ähnlich, batte aber Zum Kongreß der Metallarbeiter Deutschlands geht uns folgendes Schriftfiüd mit der Bitte um Abdrud ar ber wir zur Information unferer Leser nachkommen, wollen, ohi e ein Urtheil über die Bwrdmäßigkeit des Kongreffes und der in bem Schriftftüd entwidelten Vorschläge abzugeben: Nach eir gehenden Erörterungen mit Vertretern sämmtlicher Metallarbeiter organisationen in Hamburg haben die bisher gewählten unter zeichneten Delegirten für Hamburg- Altona dem Kongreß folgente Anträge zur Befchlußfaffung zu unterbreiten: Der Kongreß der Metallarbeiter Deutschlands beschließt: hten Gefängniß und ordnete deffen sofortige Ver in Bahlung gegeben zu haben. Auf Grund der Zeugenaussagen in fich vereinigenden Organisation Abstand zu nehmen; dafür nicht ganz so bebentliches Kolorit. Der Gerichtsaffeffor bemerite eines Abends in der Bellealliancestraße, daß hielt der Gerichtshof ben Thatbestand jedoch für erwiesen und verurtheilte den Angeklagten zu 3 Monaten Gefängniß. Dienstmädchen von zwei Männern durch die unfläthigsten dem Bildnisse des Kaisers Friedrich werden jest wiederholt von ensarten belästigt wurde, und er hielt es für angebracht, den nein bas Unpaffende eines solchen Betragens flar zu var die Steen. Auch er wurde zu Boden geschlagen und ziemlich arg St) in Barm bandelt. Die beiden Miffethäter, welche als die Buchdrucker to Schmidt und Emil Streit festgestellt worden sind, wurden D., Stuttgad ie 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Hannov 20,0 po Mille) Turin Die in den Handel gebrachten Spielmarken mit Schwindlern zu Betrügerelen ausgenutzt, da sie den Behmark ftüden außerordentlich ähnlich sehen. Auf Grund eines solchen Schwindels stand gestern der schon mehrfach, auch mit Bucht haus Bestrafte, erst 20jährige Karl Stange vor dem hiesigen Schöffengericht. Derselbe erschien eines Abends in dem Laden eines Schuhmachers, taufte eine Kleinigkeit und legte als Bezah lung eine fener Spielmatten auf den Ladentisch. Die Ver Aebn Mart heraus. Bu ihrem Glück bemerkte fte den Srrthum noch rechtzeitig, und es gelang ihr, ihr, den Ein Bapitel aus künftlers Erdenwallen" ge Stube, Maiterung. Philipp Neumann, feines Reichens Thierbändiger, sden, Leipe gestern vor der 91. Abtheilung des Schöffengerichts zur fäuferin hielt die Marke für ein Goldſtüd und gab auf nämlich eines schönen Morgens aus Berlin verschwunden tan, ein Baar Bugstiefeln gestohlen zu baben. Der Künstler Angeklagten auf der Straße einzuholen und festnehmen tellverhältniß zu vereinigen, zur Ermöglichung einer genaucn unter der Anklage, feinem Schlafkollegen, dem Sattler Irrthum Satte die Stiefeln mitgenommen. Er wurde jedoch später eines Kollegen bei und dieser schwebie in der Gefahr, unschuldig inchen entdeckt und räumte dort die Thatsache auch unum abt, Brüffel Petersburg was über 200 Den Deut gemelde nd Bred tlin, Thind ere Babl beilnahme Igemeinen eine poche. Bon br Berlin 65, in organe fübele theiten wurden Boden mehr, a tgetheilt. 30. zu laffen. Auf der Wache legte er fich den Namen in den Verdacht des Betruges zu gerathen. Wahrscheinlich hat Der Angeklagte auch einen zweiten ganz ähnlichen Gaunerstreich br in der Lage gewesen sei, mit seinen alten, vollständig verübt, den fast um dieselbe Zeit eine Bigarrenhändlerin zur Defelten Trittlingen" die Reise nach Bajuvarien zu unternehmen; bebalb, und um fein Engagement im Birtus antreten zu können, ftimmt wieder erkennen fonnte, fo erfolgte in diesem Falle die Freisprechung deffelben. Für den versuchten Betrug dagegen meden Entfernung halber vom persönlichen Erscheinen entbunden für die leicht für einen Dritten verhängnißvoll gewordene Bel ben. Der Gerichtshof verurtheilte ihn nach dem Antrage des Startantoalts zu 5 Tagen Gefängniß. Bersuchte Erpressung wurde der Frau Nentier Müller Loft gelegt, die gestern vor der zwe ten Straffammer des verurtheilte ihn der Gerichtshof zu 1 Monat Gefängniß und Leguna eines faljchen Namens zu vier Wochen Haft. toerpool etwas br Todesfälle tlin, Breela Rönigsber gefunden milder, aud nete, bagegen eine gefteigerte Kopenhagen Borwoche g war in Berlin ig, Wien und chau, Brünn n, Sannove te. Neue G benen Beridle terleibstypbu Daß eine der Polizet erstattete Anzeige wegen er Iittenen Diebstahls unter Umständen für den Bestohlenen recht bedenklich werden kann, zeigte eine gestern vor der VII. Straf tammer hiefigen Landgerichts I verhandelte Anllage megen falscher richtete. Die junge Dame war im Jahre 1886 von Straßburg aus hierher gelommen, war für Kleine Gesangsrollen von dem Walhalla Theater engagirt worden und wollte hier ihr Glüd funden und das lebhafte Intereffe, welches ihr von den vor Ausdruck in der reichlichen Lebenshaltung, welche sich die junge Dame gerathenen Sohn zu befigen. Eines Tages ftahl derfelbe Anschuldigung, welche fich gegen die Schauspielerin Fel Lilli S. ner Freundin feiner Mutter ein Sparkaffenbuch über 300 M. gab fich dann in Begleitung einiger leichtsinniger Freunde Reftauration des Schandwirths Mewes, wo es ihm mit machen. Da er teine Baarmittel besaß, mußte Mewes fich e der weiblichen Bedienung gelang, eine anständige Beche versuchen. In Straßburg hatte sie daffelbe in reichem Maße ge obl aber übel bazu bequemen, das Sparkassenbuch in Pfand nehmsten Kavalieren daselbst entgegengebracht wurde, fand seinen nehmen, er zahlte dem jungen Manne auf deffen Bitten noch 1) Bentrale Organiftrung der deutschen Metallarbeiter auf Grund des§ 152 der Gewerbeordnung anzubahnen, jedoch 2) von einer allgemeinen, alle Fächer in festgegliederter Form aber 3) auf Grund eines Normalstatuts die Bentraliftrung der einzelnen im gewerblichen Leben thatsächlich zusammen gehörigen Berufsgenoffen zu empfehlen und eventuell 4) im Einverständniß mit den Vertretern der einzelnen zuge börigen Fächer eine Bentralorganisation der Arbeiter der Eisenindustrie zu schaffen, die an solchen Orten, wo jedes beson bere Fach durch genügende Bahl von Angehörigen vertreten ist, fich in einzelne Fachfektionen gergliedern fann. 5) Durch die neuzuschaffenden Bentralorganisationen soll in die Verhältniffe der schon bestehenden nicht eingegriffen werden; jebe feindselige Konkurrenz zwischen den verschiedenen Vereinigungen der Metall arbeiter hat zu unterbleiben. 6) Der Kongreß erkennt die Noth wendigkeit an, sämmtliche bestehende oder noch neuzubegründente Bentralorganisationen der Metallarbeiter zusammen in ein Star Statistik über die Lohn- und Arbeiterverhältnisse in der gesammten Metallindustrie, sowie aur Verbreitung diesbezüglicher Kenntniffe unter den einzelnen Organisationen und deren Migliedern. 7) Aus diesem Kartellverhältniß hervorgebend und zur Ermöge liehung der unter 6) erwähnten Thätigkeit wird später eine Zentralfommiffion zu bilden fein. In Anbetracht der vorläufig noch mangelhaften Organisation der Metellarbeiter flebt Der Kongreß jedoch von der Bildung dieser Kommiffion. voreft noch ab und ernennt statt dessen für bes ftimmte Distrikte Deutschlands Vertrauensmänner, welche die Agitation und Organisation in diesen Distrikten au betreiben haben. Bur Leitung der Agitation und zur Aufbringung ber hierzu erforderlichen Gelder wird eine Kommiffion von Ber fonen ernannt. Die vorstehenden Anträge sind das Nefultat reiflicher Erwägungen und hervorgegangen aus der Noth ven bigkeit, für die Verhandlungen des Kongresses eine faßbare Grundlage zu schaffen. Wir empfehlen diefelben allen Metall arbeitern zur eingehendsten Beachturg; fie geben ein furzgefaßtes, einfaches Bild, wie eventuell die Arbeiter der gesammten Metall industrie organifirt werden können, ohne den berechtigten Eigen thümlichkeiten einzelner Berufsgruppen zu nahe zu treten. Wic hoffen, daß der in vorstehenden Anträgen niedergelegte Gedanke tel, heraus, daß fein Guthaben 100 Mart betrug. Am fol au bereiten vermochte. Sie nannte nicht blos foftbare Schmuckfachen daß der Besuch des Kongresses, der nicht, wie ursprünglich beads ben Tage erfuhr Memes, daß das Sparkassenbuch auf un gab er fich zur Angeklagten und verlangte von ihr 100 m. de Weise erworben war, und aus Furcht, Schaden zu erleiden, mit den schönsten Brillanten ihr eigen, ste verfügte auch über eine Wirthschaft, welche fte mit 15 000 D. verfichert hatte, und fte will fogar in einer fleinen Raffette eine Summe von 4000 M. ter bem Bnrgeben, daß ihr Sohn ihm selbst diesen Betrag bewahrt haben, welche fie als Rettungsanfer im Falle der Noth itoblen babe. Die unglückliche Mutter, die nicht so viel Geld betrachtete und deshalb selbst bei augenblicklichen Geldverlegenheiten Summe au afzeptiren, wußte Mewes aber gleichzeitig zu über Saule batte, erflärte fich bereit, einen Wechsel über die niemals angriff. Die junge Dame hatte hier in Berlin zunächst eft, Warfchat Die Babl b ften Drien g aus Breslau eniditarte au Rofenartige in teiner Stadt buften bat in rt; neue Er Ropenhagen wurden aus 4 aus War ünftigung unter g nach Amerita zu bringen. Die Reisekosten trieb fte auf Memes fubt am Abende mit dem jungen Manne nach annover, von wo der letztere die Weiterreise allein antrat. felbe hat denn auch wegen des Diebstahls nicht zur Ver Himorlung gezogen werden lönnen. Als die Sache zur ninig der Behörde gelangte, wunde Mewes wegen Mart Geldstrafe verurtheilt. Inzwischen wurde der aber, nicht nur zu zahlen, sondern verlangte unter Androhung Frau Müller afzeptitle Wechsel fällig, fle weigerte Helge erstatten zu wollen die Herausgabe des Wechsels, da lagt habe. Mewes erstattete darauf Anzeige wegen ver er Expreffung, botte aber feinen Erfolg, denn nachdem durch Reittige Beweisaufnahme festgestellt wurde, daß er thatsächlich Der erwähnten Unwahrheit gegriffen, beantragte der Staats gegen die Angeklagte, welchem der Rechtsanwalt Wronker Beribeibiger zur Seite stand, selbst die Freisprechung. Herr tommen; Antlagergestellt und derzeit zu Erkrankungen St. Peter Der Bericht genen Woche n Antheil b calt Radt. leit eine, wenn le der Kinder Auch alute vor und for tbeiten haben Diftritten der ung gefunden aflaften in der an typböfen frankungen an tle bei einer Frau St. in der Simmerstraße Quartier genommen, welche einem nicht grade gut beleumundeten Pensionat vorstand und inzwischen bereits zu 13 Jahren Gefängniß verurtheilt worden ift. Als ihr schließlich der Aufenthalt daselbst nicht mehr zufagte, miethete fie fich ein anderes Quartier in der Simmerstraße für den Miethezins von 1800 M. und ftebelte dorthin über. Bald nachher im Ottober 1886, will fie gemerkt haben, daß ihr Wäscheſtücke und Schmucksachen gestohlen worden, und schließlich will sie die fürchterliche Entdeckung gemacht haben, daß aus jener fleinen Raffette, von welcher ihr der Schlüffel auf feltsame Weise abs banden gekommen war, die gesammten 4000 M. nebst ver schiedenen Schmucksachen gestohlen worden waren. Sie lief zur Polizei, machte daselbst Anzeige von dem Diebstahl und hielt Wirthin Frau St. für die Diebin halte. Diese Anzeige sollte für die Schauspielerin verhängnißvoll werden, denn fie fam in Den Verdacht, ben ganzen Diebstahl fingitt zu haben. Der Kriminal Kommiffarius Braun bemühte sich näm lich vergeblich, in subjektiver Beziehung zum Ziele zu bet Der verdächtigten fand namentlich er wandte sich deshalb um so eifriger der Ergründung des ob fichtigt, in Gotha, sondern in Weimar und am 27. Dezember und folgende Tage stattfindet, ein recht zahlreicher sein werde. Hamburo, den 19. November 1888. Fr. Diedrich.A. JungeJulius Panzner. W. Vogt." Die Auswanderung ist, das steht fest, eine Folge der wachsenden Massenarmuth. Um fich eine beffere, and eine menschenwürdige Existenz zu gründen, greifen die Deutsch landmüden zum Wanderftabe. Diese Auffassung wird unter ftügt durch eine Erhebung, die fürzlich die italienische Regierung über die Ursachen der bedenklich zunehmendend italienischen Auswanderung veranstaltet hat. Die von der Enquete- Kommiffion einvernommenen Regierungsbeamten ere bia Klärten durch die Bank, das Elend sei schuld an der stelig anfchwellenden Emigrationsziffer. Wenn wir uns das König retch Preußen daraufhin näher ansehen, so wird man blot merken, daß gerade diejenigen Gegenden die höchste Auswande rungsziffer baben, in welchen das Junterthum am mächtic ften ist, in denen der Großgrundbesis, froh der Bieb Holz, Getreidezölle, fich bereichernd an Buder und Schnave, Jm Jahre 1886 entführte die über feetfche Auswanderung 50 461 Menschen aus Preußer, wie mir dem Statistischen Jahrbuch für das Deutsche Reich, Jahrgang 1888, entnehmen. Aus den feudalherrlichen, altpreußischen Provinzen wanderten insgesammt 30918 Perfonen aus, und zwar aus Ostpreußen 1686, aus Schleften 2930, aus Brandenburg und Berlin 4223, aus Pommern 6604, Ge aus Pofen 6722, aus Westpreußen, das wieder einmal den Das heißt 61,3 pSt. fämmtlicher preußischer Auswanderer des Jahres 1886 entfallen auf die ostelbischen Provinzen, auf das Eldorado der Kraute iunter. Diefen Bablen schließen sich würdig an die Biffern fe durch falsche Vorspiegelungen zu beffen Algeptirung auf Befragen nicht damit hinter dem Berge, daß fie ihre frühere in aller Seelenruhe dem Kleinbauernthum ben Garaus macht. bat bei der Angelegenheit somit ein schlechtes Geschäft Frau Si. nichts vor, was den Verdacht rechtfertigen fonnte, und In der Behausung des Arbeiters B. herrschte jektiven Thatbestandes zu. Er glaubte dabet allerlei Anhalts Vogel abschießt, 8753. Monate Auguft große Freude. Das einzige recht punkte dafür zu erhalten, daß die junge Dame gar nicht im ezu machen. Ihr Bufünftiger stellte sich als der Thiers erfier Klaffe Buchwald vor, war eine angenehme Erschei habe. Was der jungen Dame verhängnißvoll werden mußte, als Entschuldigungsgrund für finanzielle Verlegenheiten erfunden mar die polizeiliche Behauptung, daß fie zwei nambaft gemachten Personen gegenüber jenen Diebstahl schon zu einer Beit als Vorwand für Schleswig- Holstein 4139, und für Hannover 5964. Jn bei ke ben legtgenannten Provinzen ist der Sieg der Latifundien über den Kleingütler, den mittleren Bauern, den fleinen Guts Die Stelle eines Direltors bei der Thiergarten Verwaltung benugt habe, wo derselbe nach ihrer eigenen Angabe noch gar nicht befizer geftchert, die Aufsaugung der Zwergbetriebe durch die Großbetriebe geht rafch vor fich. Und deshalb flüchtet der angeblich durch den Segen" der Schutzölle beglückte Bauer aus bem Lande. Feretne und Versammlungen. = " 19 B Kr. 275 G Quppert'sche Sängervereinigung jeden Mittwoch nach dem im Monat, Abbs. 9 Uhr, im Restaurant Heise, Lichtenberge Seeger'scher Gefangverein" Abends 9 Uhr im Resta Schulz, Prenzlauerstr. 41. Gesangverein Schwung Abends 8 Uhr im Restaurant Sahm, Annenstraße 16. Männergesangverein Lorbeerkranz" Abends 9 Uhr im rant Karsch, Dranienstr. 190.0 Gesangverein NordAbends 9 Uhr in Bettin's Bierhaus, Veteranenftr. 18 Männergesangverein Schneeglödchen" Abends 9 th Restaurant Doberstein," Mariannenstr. 31-32. Gefang Sängerrunde" Abends 8 Uhr Budowerstraße 9.Sangestreue" im Restaurant Hendel, Brüderftr. 26. 1. Ueb tunde von 8 bis 11 Uhr Abends.- Gefangverein bund" Abends 9 Uhr bei Päsoldt, Reichenbergerstr. 16 Lübed'scher Turnverein( 1. Lehrlingsabtheilung) Abends Elisabethitraße 57-58.- Turnverein Wedding", Ban Männer- Abtheilung von 8 bis 10 Uhr Abends; gleichen 1. Lehrlings Abtheilung von 8 bis 10 Abends. Mehr Licht", Verein für Scherz und Abends 8 Uhr im Restaurant Heid, Fruchtstraße 36 Schlesischer Verein Holtei" Abends 9 Uhr im Resta Henke, Hollmannstraße 33.-Vergnügungsverein lichkeit" Abends 9 Uhr im Restaurant Säger, Grüner W -Schlesischer Verein Holtei" Abends 8 lbr Prinzenstr. 10 Gehrt. Wiſſenſchaftlicher Verein für Roller'sche Stenogicheint täc Abends 8 Uhr im Restaurant Beeſe, Alte Schöner's Haus straße 42, Unterricht und Uebungsstunde. Rolle Stenographenverein Süd- Berlin". Abends 8 Restaurant Prinzenstraße 97 Sigung und Uebungs - Arends'scher Stenographenverein Amicitia" Abends im Restaurant Behrends, Schönebergerstraße 6.Arend Stenographenverein Philia" Abends 9 Uhr im Re Wilhelmsgarten", Kochstraße 7.-Verein ehemaliger G ber 22. Gemeindeschule Abends 9 Uhr im Restaurant Le Rurfürstenstraße 31.- Berliner Rauchflub„ Wrangel" 9 Uhr im Restaurant Foge, Köpeniderstraße 191. flub Havanna SO" Abends 8 Uhr im Restaurant Ba Reichenbergerstraße 16. Rauchklub„ Gemüthlichkeit" 9 Uhr im Restaurant Achsel, Köpeniderstraße 161. flub Columbia" Abends 8 Uhr im Restaurant Prinzenstr. 96. Rauchflub Frisch gewaat" Abends im Restaurant Tempel, Breslauerstr. 27. Rauchflub Piepe Abends 8 Uhr Ostbahn 4 bei Trumpf. gungsverein Fröhlichkeit", gegründet 1880, Abends Grüner Weg 29. Rert, C aus der Mitte der Versammlung ein Bureau, bestehend aus Herrn Kröbel als Vorsitzenden, Herrn Nechnow als Stellver treter und Herrn Bad als Schriftführer, gewählt worden war, nahm der Referent, der Buchdruder Herr Dolinski, das Wort. Er erläuterte in ausführlicher Weise die wichtigsten Paragraphen des neu umgearbeiteten Gefeßentwurfs. Die Altersgrenze, sowie auch die Wartezeit, meinte er, babe man, trozdem baß sich in allen Theilen Deutschlands die Arbeiter auch dagegen erklärt haben, nicht herabgefeßt, sondern nur derjenige, welcher das 70. Lebensjahr erreiche, was nach der Statistik in Deutschland nur 210 pct. fämmtlicher Einwohner und von den Arbeitern vielleicht nur die 6/10 pCt. erlangen, fönne Anspruch auf die Rente erheben. Nur die Rente habe man verändert; sämmt. liche Arbeiter würden nach dem neuen Gefeßentwurf in fünf Klaffen getheilt, von der der Arbeiter der dritten Klaffe das jenige erhält, was im alten Gefeßentwurf angenommen war. Die Arbeiter der vierten und fünften Riaffe erhalten soviel mehr, als die Arbeiter der ersten und zweiten Klaffen weniger erhalten. Wenn es schon nicht möglich ist, mit 33% Pfennig pro Tag auszukommen, wie soll es nur möglich sein, mit 29 Pf. pro Tag, was den Rentnern in der 1. Klaffe gezahlt wird, aus zukommen? Die Regierung hätte doch gleich anführen follen, was man sich alles zu laufen babe, damit man mit diesem Almofen reichen fönne. Auch das Quittungebuch habe man beibehalten und gerade damit kann sehr leicht von Seiten der Arbeitgeber Mißbrauch getrieben werden; es könnten Arbeiter, welche miß Mißbrauch getrieben werden; es könnten Arbeiter, welche miß. liebig geworden find, auf Verabredung der Arbeitgeber sehr leicht dadurch gekennzeichnet werden, daß man die Marten bei diesen Arbeitern etwas anders, vielleicht sch äg, einliebt. So lange dieses Quittungsbuch beibehalten würde, tönnten unter feinen Umständen, selbst wenn die Altersgrenzen herabgesezt und die Rente erhöht werden würde, fich die Arbeiter mit diesem Gesetz entwurf einverstanden erklären. Lebhafter, lang antaltender Beifall belohnte den Referenten für seinen lehrreichen Vortrag. In der Distusfion trat ein Herr Kluge für den Gefeßentwurf ein; er sagte, man man fole doch nur der Regierung das Vertrauen schenken, dieselbe würde schon alles zum Besten der Arbeiter einrichten. Die weiteren Ausführungen des Redners waren derartig fonfus, daß es sich nicht lohnt, diefelben noch hier anzuführen; fie erregten im allge meinen nur die Heiterkeit der Versammelten. Ferner sprachen noch die Herren Guttmann, Genscher und Dolinšti. Herr Gutt mann erklärt fich im Prinzip für diesen Gefeßentwurf, meinte aber, daß von diesem vorliegenden Gefeßentwurf nur die Ueber schrift gut sei, alles andere touge eben nichte. In seinem Schlußwort fagte Der Referent, wenn Herr Kluge meint, die Arbeiter möchten nur der Regierung alles überlassen, diese würde schon für das Wohl der Ar beiter forgen, so möge Herr Kluge wohl der Anficht sein, die bentfähigen Arbeiter Deutschlands aber wiffen, daß die Res Luft zu sprengen, hat am 15. ds. Abends der in der bi gierung nur gezwungener Weise fich zu Sozialreformen verfichen Stadthauptkaffe beschäftigte Rezeptor Echumann folgend wird, und möchten sich die Arbeiter daher immer mehr organis Wege gebracht: Er machte in einem Wafferolas eine firen, fich immer mehr und mehr, und das wäre die Haupt zurecht, stellte dieselbe brennend in den im Magiftrats- Si tönnte. Die Hirsch- Duncker'schen Gewerksvereinler find am Sonntag mit ihren Bestrebungen, eine Gewerkschaft zu fich hin über zu ziehen, ins Waffer gefallen. An diesem Tage fand eine öffentliche Versammlung der Vorrichter, 8u, schneider und Stepper im Königftädtischen Rafino, bolamarktstraße 72, ftatt. Nach Wahl des Bureaus aus den Herren Scharff, Schmidt und Hoffmann erhielt Herr Schlüter das Wort zum Referat über die Lohnverhältnisse". Durch eine Statistik, die der Ortsverein der Hirsch- Dunder'schen Gewert vereine aufgenommen habe, sei fonstatirt und jeder wiffe bas auch aus Erfahrung, daß der Durchschnittswochenlohn 14-15 M. betrage; 18 M. fei schon ein sehr guter Lohn, den fich alle wünschen. Diese Verhältnisse würden aber immer trauriger, die Ronkurrens werde durch das unfinnige Leh: lings wefen 6 bis 8 Wochen Lehrzeit immer größer und die Preise müßten finten. Das tönne so nicht weiter gehen, dagegen müffe Front gemacht werden, ein Streit sei allerdings die lette AusFlucht. Er sei dafür, daß die Vorrichter, Zuschneider und Stepper fich in einer starken Organisation zusammenfchaaren, um vielleicht auf gütlichem Wege etwas zu erreichen. Es frage fich nun, ob man fich dem schon bestehenden Ortsvereine der Vorrichter 2c. anschließen solle, oder ob man eine selbstständige Drganisation gründen solle. Ihm sei eins so lieb wie das andere, im weiteren Verlaufe der Distuffton werde es sich ja zeigen, welchem Vorschlage die Versammlung fich anschließen molle. Hieran schließt fich eine Diskussion. Die Herren Pote und Rosenberg fordern dazu auf, dem Orts. Derein beizutreten. Derselbe habe nur wegen feiner geringen Mitgliederzahl noch nichts leisten können; man solle diesen unterstüßen, dam't er in die Höhe kommt, dann werde man feben, was er schaffen kann. Sie empfehlen ferner noch die Gründung von Streittaffen. Der Voifigende Herr Scharff bemerkt, daß er dem Drtsverein angehöre, daß es ihm aber ganz ezal sei, ob die Buschneider c. diesem oder dem Verein der Schuhmacher und Lederarbeiter beitreten. Der Hauptzweck der Vereinigung sei die Lohnaufbefferung, alles andere, politische Gefinnung u. s. w., sei Nebenfache. Herr beris betont, baß der Ortsverein schon seit 7 Jahren bestehe und noch nichts geleistet habe, man solle ihm nicht beitreten. Herr Klinger: Er habe nur ein mitleidiges Lächeln für denjenigen, der sagt, daß eine Lohnaufbefferung durch eine Organisation geschaffen werden fann; fte sei wohl nöthig, wenn aber nicht der rechte Geist die Arbeiter befeele, dann fönne nie ein Streit zum glüd lichen Austrag gebracht werden. Dieser gesunde, statte Arbeiter geist habe auch den Schuhmacherstreit zu einem guten Ende ge führt. Und darüber hätten die Gewerte vereinler gewißelt, das fet eine Gemeinheit.( Große Unruhe) Aber diese Harmonie bufelei habe sich abgewirthschaftet, die Arbeiter wiffen, was fte Bavon zu halten haben, fie wiffen auch, daß die Führer der Hirsch Dunder'ichen Gewertvereine f. 8. für bie Unterdrüdung der Arbeiter, für das Sozialistenaefez geftimmt haben.( Fortgef. große Unruhe; Widerspruch; Rufe: Zur Sache.) Nun wohl, es frage fich ja nur, ob die Buschneider Berlins fich einer zielbewußten Drganisation an ichließen wollen, die die Ausbeutung der Arbeiter aus Der Welt schaffen will, oder ob fte einer Vereinigung beitreten wollen, die der wirthschaftlichen Anarchie den Steigbügel hält!( Unruhe.) Auf dem letzten Schuhmacher Zongreß sei die Frage diskutirt worden, ob die Buschneider fich bem Verein zur Wahrung der Intereffen der Schuhmacher und Berufsgenoffen" anschließen fönnten. Man fet zu dem Schluß gelommen, daß fie sehr wohl dem Verein beitreten tönnten und baß ihre Intereffen dort jederzeit gewahrt werden würden. Wenn fie aber glaubten, daß fte durch den Gewerkverein etwas erreichen würden, so seien fie sehr auf dem Holzwege. Dieser Verein sei fehr einseitig; er werde über furz oder lang doch eingehen; mit ihrer Anficht würden sie nie durchdringen, daß eine Harmonie fache, am politischen Leben betheiligen, dann würde und müßte bie Regierung auch endlich williche Arbeiterschußgefeße und wirkliche sosiale Reformen einführen. Hierauf gelangte unter dem Beifall der Anwesenden folgende Resolution mit allen gegen 1 Stimme zur Annahme: Die heute. Freitag, den 16. November, in den Feuerstein'schen Sälen, Alte Jakobftraße 75, tagende öffentliche Versammlung der Graveure, 3 feleure und verwandten Berufsgenoffen erklärt: Der Ent wurf eines Gesetzes, betreffend die Alters- und In validenversorgung ber Arbeiter ist auch in seiner " Kleine Mittheilungen. Albe Stolp. Mit dem Vorhaben, das hiesige Nathhaus Gin Man ba Gelegent verforga aufwerfen: fahrtseinricht Nachtle Die of licher ber S ach antworte faale befindlichen Ballotagetasten und drehte nunmehr liche Gashähne auf. Nur dem Umstande, daß der Unhold geffen hatte, die Ventilationsklappen zu schließen, ist die entzündung des Gases und damit die Verhütung großen heils zu verdanken, das leicht en stehen fonnte, wenn benft, ras im Rathhause der Kaftellan mit seiner wohnt. Schumann war am Tage nach der That na münde gefabren, wurde aber sofort ergriffen und verhaftet ihn zu der That bewogen, ist noch nicht aufgeklärt; aber wohl annehmen, daß die That in geistiger Umnachtum berbeffern un währleiften, Staatsmanne Altersre Stalp man Diefe M haffen we wiederhol abere Form Dem Untersch befondere Die So Abficht gehab begründer aftigen un Beben Lang bes Bid jezigen veränderten Faffung für den Arbeiter im allgemeinen geführt wurde, worauf auch schon frühere Handlungen b und speziell für uns unannehmbar, da die Höhe der Nente in den einzelnen Kloffen zum Leben ungenügend, die Wartezeit zu lang, die Altersgrense für den Empfang der Altersrente eine derartig bohe, daß fie überhaupt von einem Arbeiter nur aus nahmsweise erreicht wird, und das geplante Quittungsbuch leicht in seiner vorliegenden Form zum Arbeitsbuch und damit zu einer schmeren Schädigung des Arbeiters werden kann und er sucht die Vertreter, die ganze Vorlage in dieser Form im Reichs tag abzulehnen." Im Berliner Verein für naturgemäße Gesund mann schließen laffen. mor Meißen. In eine recht gefährliche Lage lam Nachmittag in Niederfähre bei Meißen ein dortiger Hausbefizer, welcher als Sonderling allgemein befann leitet hat, Freitaglichen Ar it mar Aber b eichenb Ober bi amble fich n Ronzeffi schon am Abend vorher seines sonderbaren Wesens wegen be Mitbewohnern seines Hauses aufgefallen. Die Nacht bindu war er unrubig mit dem Stode im Simmer auf und gangen, und das Klirren und Krachen zerbrechender Gegenleistungen n hatte die Leute überzeugt, daß es mit dem Hauswirthe mehr richtig" sein lönne. Am Mittage wiederholten fich Einrichtunge imüden fi , als eine ( Große Unruhe. Rufe: Bur Sache! Ein Geschäftsordnungsheitspflege und arzneilose Heilkunde sprach am Donnerstag Borgänge, und eine Frau im Hause sorgte für einen anble es fid antrag, dem Redner das Wort zu entziehen, wird mit allen gegen zehn Stimmen abgelehnt.) Redner fährt hierauf fort und ermahnt schließlich, sich wohl zu überlegen, wem man sich an schließen müsse.( Lebhafter Beifall.) Hierauf wird ein Antrag, Daß nur 10 Minuten Redezeit gewährt werde, zum Beschluß er bosen. Herr Birch weist den Vorwurf zurück, daß die Gewerk vereinler für das Sozialistengefeß gestimmt hätten. Ebenso falsch Set bie Annahme, daß im Ortsverein nur Fortschrittler fißen, da feien auch andere darin.( Rufe: Das wiffen wir!) Der Unter schied zwischen dem Ortsverein und den Fachvereinen sei durchaus nicht so groß, jener wolle das Biel durch Selbsthilfe, diese durch Staatshilfe erreichen, wenn auch die Wege andere selen, die Ziele felen dieselben.( Rufe: Oho, durchaus nicht; zur Sache!) Es set auch eine Verleumdung, wenn gefagt würde, daß der Ortsverein noch nichts geleistet habe; er habe eine Statistit aufgestellt, das set doch wenigstens etwas; jedenfalls beffer wie gar nichts, für die fchlechten Löhne.( Klingel des Vorfißenden: Jore Beit ist um) Man möge fich einer Organisation anschließen, ganz egal welcher; man solle aber das Gute der Gewerkvereine auch an extennen.( Beifall.) Herr Bennewis meint, daß Schuhmacher( Herr Klinger) hier nichts zu suchen, viel weniger zu fprechen hätten.( Hufe: Korruption! Lebhafter Widerspruch.) Faner forderte er auf, fich irgend einer Organisation anzu fchließen, ganz gleich, welcher; man folle fich bald schlüssig wer ben. Herr Lehmann warnt davor, fich auf irgend welche Bobtische Fragen einzulassen, hier fäme nur die Mund. und Magenfrage in Betracht. Herr Scharff schlägt vor, nur eine Lohnorganisation zu schaffen, und es jebem zu überlaffen, welchem Vereine er beitreten wolle. Herr Rich. Baginsti: Wer die Arbeiterbewegung studitt habe, der werde gefunden Herr Rettor Trautwein über die menschliche Stimme und Sprache, Sprachstörungen und ihre Abstellung durch unterrichtlich erziebliche Methode". Nach einer eingehenden Schilderung des menschlichen Stimmorganes, das er außerdem noch durch Beich nungen veranschaulichte, besprach Vortragender den mechanischen Borgang des Sprechens und die Bildung der Töne und fam bann auf die weitverbreiteten Sprachstörungen, Stottern und Stammeln, su sprechen. Nach einer in den Berliner Gemeinde schulen aufgestellten Statistik stellt das Alter von 13-14 Jahren Die meisten Stotterer, 250, das Alter von 6-7 Jahren nur 80 sämmtlicher Schulfinder, wie überhaupt 1 pet. des gesammten deutschen Voltes mit Sprachstörungen behaftet ist. Durch den in den Taubstummenanstalten eingeführten Unterricht laffen sich auch diese Sprachfehler beseitigen, doch gehöt dazu oft ein jabrelanger Unterricht, stets aber eine außerordentliche Geduld und Ausdauer; operative Gingriffe gegen das Stottern find stets zu verwerfen. Der Vortragende gab zum Schluß noch einen Eins im Begriffe war, die Schwelle zu überschreiten, ift diefe thn los und ihm an die Kehle gesprungen, die er fe Argie, fich loszumachen und den Wahnsinnigen nieberuba flammerte. Nur mit äußerster Anstrengung gelang Belices Herzu geholte Leute überwältigten dann den geistig banden ihn und führten ihn im Omnibus nach dem hause Köln. Jm Bimmer des Kranten fab es bunt hat vieles zerschlagen und zerriffen. Zwei Bluifl.de zeigten, daß es hart hergegangen war. Der Kranfe Wirthschaft besorgte er selbst. nis Simmer un fele beirathet, ungefähr 44 Jahre alt und wohnte ganz allein; 390 Telegraphische Jepesches ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) ' Aufna ve Jahr կսով Ueber Sinung au blid in die Unterrichtsmethoden, nach denen diese Sprachfehler theilte in der am 19. b. M. abgehaltenen Plenarfigun in den weitaus meisten Fällen dauernd beseitigt, in allen Fällen Entwürfen eines Gesetzes über die Feststellung des Reichba aber behoben werden. Die zahlreich anwesenden Zuhörer folgten mit lebhafter Spannung den interessanten Ausführungen und lohnten den Redner durch reichlichen Beifall. Eine Versammlung des Sanitätsvereins fand am Sonntag unter Vorfis des Herrn Haase statt. Herr Hundi, Vorfizender des Sanitätsvereins, hielt ein eingehendes Refereat über Den 8wed und Nußen des Vereins. Für den geringen Beis trag von 25 ẞf. für den Erwachsenen, 20 Bf. für Kinder unter 2 Jahren, 10 Pf. für solche, die darüber zählen, böte der Verein freie ärztliche Behandlung und sollte der Verein stärker werden, auch frete Medizin und, wie es in Hamburg ift, auch beare halts Grats für 1889-90 und eines Gefeßes wegen und den Entwurf zum Besoldungsund Benfions baben, daß die Arbeiter sich ganz und gar von den Hitsch Unterstügung. Den Aerzten ist es auch zur Pflicht gemacht, trägen der Abgeordneten Hige und Lohren beschloffenen Daß et nur fold Bmede, Dement om 70. Ja rud wurbe bageg en unabh Soben, weld Staatsbürger Bel bet be fonbern Madjarnall werbe Aus bem Bie ban wenig geöffne bett tam Rastoin Amet cha fälligen Feble der Marine und der Reichseisenbahnen die Buftimmung einer Anleihe für 3wide der Verwaltungen des Reichsb genehmigte die Etatsentwürfe der Marineverwaltung, Auswärtigen Amts, des Reichsamts des Innern und die Reichsschuld zum Reichshaushalts Etat für 1889 der Reichsbantbeamten mit Ausnahme der Mitglieder Reichsbank Direktoriums für 1889. Von Seiten der schüsse für Handel und Verkehr und für Justizwesen wurde den vom Reichstage in der Seffton von 1887 infolge von entwurf betreffend Atänderungen und Ergänzungen Iwerbeordnung vom 1. Juli 1883( Arbeiterfuggefeggeh fowie über die gleichzeitig vom Reichstage angenommenen Resolutionen, betreffend die Beschränkung der Kinder außerhalb der Fabriken und die Veranstaltung einer Erh wegen des sogenannten Normalarbeitstages, Bericht erfi Es wurde beschlossen, dem Gesezentwurf nicht stimmen und den erwähnten Refolutionen eine vom Reichstage auf den Antrag der Abgeordneten nicht zu geben. Ebenfalls wurde die Zustimmung verfag Ackermann und Genossen beschlossenen Entwurf eines Ge wegen Abänderung der Gewerbeordnung(§ 100e), bem Reichstage infolge von Anträgen der Abgeordneten Dr. Briff ni und Hibe befchloffenen Entwurf eines Gefeßes wegen befinden sich in folgenden Lofalen: 1. Friedrichsbergerstraße 25 Beschluß des Reichstags über die Petition eines Fachverein der Tischler. Die Bahlstellen des Vereins änderung der Gewerbeordnung( Sonntagsarbeit) und Dunder'schen Gewerkvereinen abgewandt haben. Das Brinzip der Selbsthilfe sei heller Unfinn, denn der Kampf fet ein ganz ungleicher. Auf der einen Seite das Rapital, die Macht auf Der anderen die Arbeiter, Nichts. Bei solch' ungleichen Waffen tonne der Steg fich nie auf die Seite der Arbeiter neigen. Die Buschneider würden fich ein Armuthszeugniß aus ftellen, wenn dem Hirsch Dunder'schen Ortsverein fte beitreten würben. Er bewilrworte die Bil Deshalb bung eines selbstständigen Vereins, dann werde fich auch Die Sympathie der gesammten Arbeiterschaft ihnen zuwenden; fie würden auch auf Unterstüßung rechnen fönnen. Nie aber werbe fie Gewertvereinlern zu Thell werden.( Lebhafter Bei fall) Es wird hierauf der schon früher von Herrn Hornemann geftellte Antrag angenommen, einen felbstständigen Verein der Borrichter, Buschneider und Stepper Berlins", der auf dem Boden der Arbeiterbewegung steht, zu gründen und eine Kom miffion von 5 Mitgliedern zu wählen, die die nöthigen Vorarbeiten thut. In die Kommission wurden hierauf gewählt die Herren Hornemann, Ebert, Seiler, Mudite, Jahns. Der lette Bunft der Tagesordnung Verschiedenes" wurde vertagt, da der Saal wegen der vorgerüdten Stunde geräumt werden mußte. Rach einem Schlußwort des Referenten, in dem er sich mit dem gefaßten Beschluß einverstanden erklärte und die Versammlung aufforderte, fich nicht durch Bedrüdung von seiten der Meister und Fabrikanten beirren zu laffen, wurde die Versammlung ge schloffen. Wohl die erste Versammlung, welche sich mit dem neu umgearbeiteten Gefeßentwurf ber Alters. und Invalidenversorgung beschäftigte, war die nach bem Feuerstein'schen Salon, Alte Jakobftr. 75, von Seiten des Rifeleurs Herrn Müller einberufene öffentliche Versammlung der Graveure, Biseleure und verwandten Berufsgenossen. Nachdem dor Berantwortlicher Rebatteur: event. auch den Todtenschein unentgeltlich au unterschreiben. event, auch den Todtenschein unentgeltlich au unterschreiben. Der Sanitätsverein babe 30 Aerate; hier im Norden seien acht Aerzte, darunter ein Vertreter der Naturheilkunde. In der Distuifion ergänzten die Herren Dietrich und Kopmann noch den Vortrag des Referenten in einigen Stüden und forderten die Versammelten auf, Sendboten zu werden, damit ein solch bumanes Wert Unterstügung finde. Es sei ein jeder ficher ge ftellt, der Verein sei als freie Hilfskaffe unter der Nummer 85 eingetragen und finanziell in günstiger Lage. Herr Plew stellt den Antrag, so bald wie thunlich eine Versammlung einzube rufen, damit die Frauen auch zugegen sein fönnen und zwar des Abende, weil fie in den Vormittagsflunden nicht ablommen Tönnen. Nach einem Schlußwort des Referenten wurde die Versammlung gefchloffen. bei Christen. 2. Staligerstraße 107 bei Runstmann. 3. Belle allianceplay 6 bei hilfcher. schtedeten Militärarztes um Gewährung Er fürch gitlich wer Musfeben ihr Thieflinte u einer Invali 5. Marien orferstr. 5 bei Schmidt. 6. Göbenfir. 15 bei Eitlich. funst im Umherziehen beschloß die Versammlung 4. Bionsfirchplat 11 bei Hohn. penfion. Auch einer Eingabe wegen Ausübung der 7. Alte Jakobftr 38 bei Schumann. Die Bahlstellen find jeden Folge zu geben. Dem Antrage einer gemeinnügigen Sonnabend Abend von 8 bis 10 Uhr geöffnet; daselbst werden Beiträge von den Mitgliedern entgegengenommen und neue Mitglieder aufgenommen. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine am Mittwoch Männergesangverein Jugendlust" Abends 8 Uhr im Restaurant Baffod, Gartenftr. 162.- Männergesangverein ,, Cäcilia" Abends 9 Uhr im Restaurant, Köpnikerstraße 127a. Gesangverein Männerchor Linde" Abends 81, Uhr im Restaurant Haller, Naunynstraße 70. Männergesangverein Sangesfreunde" Abends 9 Uhr im Restaurant Musehold, Landsbergerstr. 31. Freya", Gesangverein der Freireligiösen Gemeinde, Abends 8 Uhr im Reſtaurant Benede, Große Hamburgerstraße 16. Aftien, wurde die Genehmigung ertheilt. Wegen Berufung gesellschaft, betreffend die Herabsetzung des Nennwerthes awei weiteren Mitgliedern des Reichsversicherungsamts, Ber Find Si des Gesetzes vom 5. Mai 1886 bezeichneten Personen, wu beschloffen, die erforderlichen Personalvorschläge einzubel Die Vorlage, betreffend die Statistit der Branntweinbrenner und der Brantweinbesteuerung, wurde den Ausschiffen Boll und Steuerwesen und für Handel und Verkehr zur berathung übergeben. Abgeordneten ist heute eröffnet worden. Stuttgart Dienstag, 20. November. Die Rammer . Grenksie in Berlin. Drud und Berlag von Mas Sabing in Berlin SW. Beuthfirehe 2 efannter Aber