b.*78. Konntag, den AS Uavember 1888. S. HawrW. SttlimHMIiiIi. Lrgan für die Interessen der Arbeiter. Da«.Berli»»r Bolksblatt" täglich IRetgtnt«mSer�nach Eon»- smfc Festtagen. Stannattii&att JBt L«rti» M *Lv«us vinteijtchrlich 4 SSaii,«waatiich 1,3» MaN, wöchraLich 96 Pf. �staim»a«n«at hn"'—» VW____,__________—,_r-_____.. Ein�e-n«%ümna 5 Pf.®onss1a'Jpi.,7?wn�i««it de».Soant-gk-Blatt- Vi Pf. (Emsetroza»» da Post»eit»mgSere�iift« Nk 1889 motu 3b. 848.) Jaserti»n««ebühr beträgt für die 4 gefpaltele PelitzeU« ober deren Raum 2h Pf. Ardeitsmartt 10 P?. fm grSßerm Auftrögea hoher Radari nach Ueherrinkunft. Inserat« werden Mi 4 Übt Rochnttcn� in da Exvedetw«, Aal» Zimmerstrahe 4L sowie twn allen Hnnoncen»wtre«wi«bat Erhöhung de« Preise«, angenommen. Kodoktion: KonttzstrnK» 2.— G»pedttion: HinnverstroKe 44. UNd irjv. lahmfjo -omvt 5f hol» 8. ik stach |b ftnwmty lU«t fit»««st« Abonnent»» »«. bei. tnmV. jttalfu�> i aaree,�. ittuntiSl chemAV ckerstt. Die»«sstsche Gefahr. � habe» immer zu denen gehört, welche die Offensiv- u,.Rußlands gegen den„verfaulten Westen" möglichst �»etrachtet haben. Eine säbelraffelnde Tischrede irgend itä«. t•» Kosaken, mochte er nun Ignatiew oder Gurko k,' schien uns nie eine Gefahr zu sein, denn wenn alles h Eriche» würde, waS in chauvinistischen Toasten schon �y'Wafun geleistet worden ist, so wäre Europa längst eine Einöde oder ei« rauchender Schutthaufe». aber wollen wir uns sorgfältig hüten, die Eroberungspläne in ihrer gefährlichen Bc- Cr* zu unterschätzen und den Frieden für ge Zu halten, wenn die russische Diplomatie zur �ung und zum Schein ein friedliebendes Antlitz 2. Wenn man die Entwicklung des russischen Reiches so findet man, daß Rußland genau jene Bahnen ot« die im sogenannten Testament Peters «sc? r o ß e« vorgezeichnet find. Hat Napoleon I. dies Aktenstück versoffen lassen, um Europa auf die Gefahr aufmerksam zu machen, so macht vieS seinem in« alle Ehre. Der erste Theil des„Testaments" ist ihrt: die Türkei ist ohnmächtig und zerrissen. Von der 8 Europas Rußland gegenüber wird es abhängen, 9 der zweite Theil ausgeführt werden und dem irn Europa dasselbe Schicksal bereitet wer- u« i wie dem türkischen Barbarenstaaie. wNkche Verhältnis? zwischen Deutschland und Frank- russische» Eroberungsplänen Vorsthub;»ür- stew � und Frankreich sich nicht feindlich gegen- mW' f® wäre gar keine Kriegsgefahr für Europa ' � Lei uns aber halten es gewisse„Patrioten" � Pflicht, die Abneigung zwischen Deutschland und 9 möglichst zu vertiefen, und jenseits des Rheins t J""* solcher Leute mehr als genug. Ob diese dttoßfa) der vollen Konsequenzen dessen, 'ihre 44. waS sie Wir können'« kaum glauben. solche» Umstände« darf man sich nicht nt'i die Nachricht der russischen Truppen- i. t 8 8«« gegen die österreichische beunruhigend wirken muß. Die Russen alle Mühe, die verdächtigen Dislokationen in der _ J?'hrer Truppenmassen zu verschleiern. Aber sie ?!, r/i die Dauer nicht verborgen bleiben und sie müssen A(Jz'�higenber sein, als Rußland sicherlich von keiner ti» � u g r i f f s k r i e g zu besorgen hat. Weder noch Deutschland werden jemals sich auf das Keuill'eton. Kaskotnikow. an von F. M. Dostojewski. (19 k ufficht-� von F. M. D o st o I e w» k t. � 1�. Russische« übersetzt von W i l h. H e« ck« l. Treppe besann er sich, daß er alle Sache» w dt l- der Tapete gelassen habe und daß sie vielleicht «,»> 1'"� Abwesenheit komme« nnd alle« durchsuchen l fitw er blieb stehe«. Aber die Verzweiflung und lt h»� Apathie gegen seinen voraussichtlichen Unter- h- sht so übermannt, daß er alle Hoffnung auf» JD« so übermannt, "ür bald ei» Ende nähme!" 9l».. Bett ölftr_____ m�je» war wieder eine unausstehliche Hitze, während L lt%(»> fle{ei«„ Ti-rf-ih» Sioub. � Vi�Lauschutt. Tropfe» Reg». Derselbe Staub, vieej�Mutt. derselbe Gestank au« den Kramläden stiiUil�- dieselben Betrunkenen auf Schritt und Zv?® Hausirer und invalide Droschken, alle« wie Kt rÄ* Uns vSon«e blendete so, daß ibm die Auge» [* bei Kopf schwindelte- wie da« tm sieben ibt' Ist � sein r» man aR heiße«, sonnigen �.ag 1, 17-4.0' � *i oU soi�«7«n ein«« i...... v' d C« et! pflegt. #i T feite h. tt fnTTt«»#(rtAo tA pä mpQctdbl." böÄtC C sich bema®n �oIIten' sage ich e« vielleicht," dachte lytue. etwa eine Viertelwerst von %%>3 i« der Hand herunter kam— ei« | wlthi« war hier auch das Bureau, und er hinauf. Frage« mochte er nicht. unfinnige Unternehmen einer Invasion in da» russische Reich einlassen. Dennoch läßt sich andererseits auch anführen, daß die Russen mit ihre» Truppenverschiebungen nur thu», waS alle anderen Militärstaaten längst gethan haben, deren Truppe« ja auch so vertheilt sind, daß sie möglichst schnell an die Grenze geworfen werden können. Wenn die Russen ihre Armee ver- mehrt habe», so sind sie damit auch nur dem Beispiel der anderen Staaten gefolgt. WaS den russischen Bewegungen einen mehr al« sonst bedenklichen Charakter giebt, ist die Thatsache, daß die russische Anleihe zu Stande gekommen ist. Sonst konnte man mit einer gewissen Beruhigung sagen: Es sieht gefährlich aus, was die Russen wieder machen, ist eS aber nicht, denn sie haben kein Geld, um einen Krieg anzufangen. Lange genug haben sie auch ver- gebens in Europa sich umgeschaut, ohne eine« Pump an legen zu können. Nun habe» englische und französische Börsenmänner eine Anleihe von 400 Millionen Mark vermittelt und an der Berliner Börse haben ge- wisse Börsenmänner offenbar ihr Möglichstes ge- than, um den Russen Kredit zu verschaffen. Dazu solle» die deutschen Kapitalisten ihr Geld in russischen Papieren anlegen, so daß mit diesem Gelbe womöglich ein kriegerische« Unternehmen Rußlands in Szene gesetzt werden kann. Es ist genug vor der russischen Anleihe gewarnt worden und, wie man hervorheben muß, mit Recht auch von osfr ziösen Blättern. Denn wenn e« einmal zu einem Kriege zwischen Rußland und Deutschland kommen sollte, so sind alle die Summen, die von Deutschen in russischen Papieren angelegt sind, bis auf den letzten Pfennig rettungslos ver- loren. Aber wir wissen nicht, ob zu den Gimpel« von früher noch neue auf den Leim gegangen find. Die Börsenspekulanten haben dazu ihr möglichste« gethan, denn diese Herren sprechen wohl sehr oft von ihren patriotischen Gefühlen, haben aber«och nie eine Spur von solchen ge- zeigt, wenn e« sich um Geldspekulationen und um Provi- sionen handelte. Ein offiziöses Blatt bemerkte dieser Tage, die deutscke Regierung habe in dieser Sache nichts thu» können,„da private Börsenunternehmungen sich der Kon- trole der Regierung entziehen". Da« mag an sich richtig sein, beweist aber nur, daß die Auswüchse de»„Gift- bäum 8", wie ein preußischer Minister einmal die Börse nannte, auch zu einer politischen Gefahr sich steigern können. Wenn sonach die neue Anleihe ei» kriegerisches Unter- nehmen Rußlands ermöglicht, so wird irgend ei» nicht russisches Land, das dem Anariffe ausgesetzt ist, auch noch die Zinsen dieser famosen Anleihe aufzubringe» habe». Wir glauben nicht, daß der leichtherzige EgoiSmuS der modernen Finanzwelt jemals krasser erschienen' ist, al« bei dieser Gelegenheit. Dte Finanzgrößen hätten sich doch wohl überlegen können, daß bei der gegenwärtig so gespannten „Ich werde hineintreten, niederknieen und alles beichten..." dachte er, während er ins vierte Stockwerk ��"Die �Treppe war eng, steil und mit Spülwasser be- gössen. Alle Küchen der Wohnungen in den vier Stock- werken gingen auf diese Treppe hinaus und standen fast den ganzen Tag offen. Daher die dumpfe Atmosphäre. Fort- während gingen Hausknechte mit ihren Büchern unterm Arm hinauf und hinunter; Boten und anderes Volk beiderlei Geschlechts kamen und gingen. Die Thür zum Bureau stand gleichfalls weit offen. Hier standen und warteten einige Bauern. Auch hier war es fürchterlich dumpf und außerdem benahm einem der Farbengeruch von den neu angestrichenen Stuben fast den Athem. Nachdem er etwa« gewartet hatte, entschloß er sich, ins nächste Zimmer zu gehen. Es waren lauter kleine, niedrige Stuben. Eine peinigende Ungeduld zog ihn weiter, niemand achtete auf ,hn. Zm zweiten Zimmer saßen einige Schreiber, die nur wenig besser als er gekleidet waren. Er wandte sich an einen derselben. „Wa« willst Du? Er zeigte die empfangene Vorladung. — Sie sind ei« Student? fragte der Schreiber, in die Vorladung blickend. — Za, ein ehemaliger Student. Der Schreiber sah ihn an, übrigen« ohne besondere Neugier. Es war ein struppiger Mensch mit stumpfem �'�„Von dem erfahre ich nicht», dem ist alle» gleich," dachte RaSkolnikow. �,. _ Gehen Sie dorthin. zum Sekretär, sagte der Schreiber, und zeigte mit dem Finger auf das letzte �mVQx' trat in dieses Zimmer(das vierte der Reihe nach), eS war eng und gedrängt voll Menschen, unter denen sich einiae besser gekleidete befanden. ES waren auch zwei Damen darunter, die eine, ärmlich gekleidet und in Trauer saß an einem Tisch, dcm Sekretär gegenüber und schneb, was dieser ihr diktirte. Die andere Dame war sehr dick, purpurroth Situation ein russischer Angriff, sei er nach immer welcher Seite gerichtet, leicht einen europäischen Krieg entzünden kann. Die Verantwortlichkeit werden sie wohl nicht trage» wollen. Die Völker aber können nur so dringend wie je- malS wünschen, daß die KriegSfurie nicht entfesselt werde in diesem Augenblick, da sie so schwer unter ihren wirth- schaftlichen Schäden leiden. Jur Aornveri�uelung. Ueder die jüngsten Spekulationen in Amerika, durch welche ein Steigen der Getreivepreise erwirkt wurde, schreibt unter dem Titel:„E i n B ö r s e n g a u n e r" ein amerikanischer Korre» Ipondent des„St. Gallener Stadtanzeiger": „Eine in solchem Maße»nie dagewesene Erscheinung auf dem Produktenmarkte hat den Blick des ganzen Landes kurzlich auf C h i k a g o aezozen, unsere stolze Metropole am Michigan- See. Ihre günstige Lage als Vorort der Weizen bauenden Staaten im Wetten und Nordwesten und ihre zahlreichen Vor- kehrslinien per Land und Waffer haben die seit dem schrecklichen Brande verjünate und rapid wachsende Stadt zum Mittelpunkt eines riestgm Getreidedandels gemacht, wie— wenn Sie einen Eiephanten mit einer Maus vergleichen wollen— Rorschach mit Romaoshorn bei Euch in der Schweiz Neben dem reellen Handel wird auf der dortigen Getreidebörse auch ein wildes Differenzgeschäft getrieben,'welches zettweise den ganzen Handel aus seinen Fugen zu drehen scheint. Treten wir einmal auf eine der Gallerien im Gebäude der Produktenbörse. Sie find während der Börsenstunden von einem »ahlreichen neugierigen Publikum desetzt. Drunten im weiten Räume lehnt an einer Säule anscheinend aleichzUtia. die Hände in die Hosentaschen gesteckt, ein älterer Mann. Tabak kauend rührt er fich Stunden lang kaum von der Stelle und blickt mit sarkastischer Miene und eifiger Ruhe auf das wilde Getobe um ihn her.%»_ seinen Gesichtszügen spiegelt fich ein höhnisches Vergnügen über das Fagen und Gejohle im Riesensaale, an dessen Wänden der Lärm widerhallend fich austönt. Der Mann ist B. P. Hutchinson, in Chicago von jedermann„Old Hutch" genannt. Einer jener täppischen Getreide- Spekulanten, wie fie dte westliche Handelsmetropole in zahl» reichen Exemplaren aufweist, ist er heute der Löwe der Börse, sett er kürzlich bei einer einzigen Monatsliqutdatwn 3000000 Dollars, sage 15 Mill. Franken erspekulrrt, oder, wie fich dte amerikanische Presse ausdrückt, ergaunert hat. Er ist ein Mann ohne alle und jede Bildung, aber begabt mll feinem ge- schäftlichen Scharfblick und einer großen Dosts Verschmitztheit. mtt kluger Berechnungsgade und unerschütterlicher Gemüthsruhe. Dabei ist er unstrupulös bis zur Gefühllofigkett, mergisch und verwegen gleich einem Räuberhauptmann. Amerika hat dies Jahr zwar in einigen Thellen des Landes eine vorzügliche Wetzenernte gemacht, aber im allgemeinen hat fich ein dedeutender Ausfall gegen frühere Jahre ergeben. Der Weizen stieg daher naturgemäß im Preise und der seit langer Z it nicht mehr gesehene Preis von ein Dollar per Bushel wurde und mit Flecken im Gesicht? eine ansehnliche Frau, prätentiös gekleidet, mit einer Busennadel in der Größe einer Unter- lasse; sie stand abseits und wartete auf etwa«. RaSkol- nikow schob dem Sekretär sein Papier hin. Dieser warf einen Blick darauf und sagte:„Warten Sie," dann fuhr er fort der Dame in Trauer zu diktire». RaSkolnikow athmete erleichtert auf.—„ES ist also sicher nicht da»!" Er begann Muth zu fassen und nahm sich vor, besonnen zu sein. „Die kleinste Dummheit, die geringste Unvorsichtigkeit kann mich verrathen! Hm!... schade, daß auch hier keine frische Luft ist," fügte er hinzu,—„diese Schwüle! der Kopf schwindelt... und auch der Verstand..." In seinem Kopf war ein fürchterliche» Durcheinander; er glaubte kaum, daß er sich würde beherrschen können. Wenn sich nur seine Gedanken auf etwa« äußerliche«, neben- sächliches fixiren könnten, aber da» gelang ihm nicht. Der Sekretär interessirte ihn übrigens, er hätte gern etwa» in seinen Zügen gelesen, ihn durchschaut. Es war ein junger Mann von etwa zweiundzwanzig Jahren, sah aber älter aus; er war brünett und hatte bewegliche Züge; seine Kleidung war modisch und stutzerhaft, er hatte einen Scherte! am Hinterkopf, war gut ftisirt und pomadisirt, trug erne Menge Ringe auf den sorgfältig gereinigten Fingern und goldene Ketten auf der Weste. Mit einem der an- wesenden Fremden iprach er sogar einige Worte ftanzösisch und gar nicht so übel. r,Äx r Luise Jwanowna, setzen Sie sich doch, sagte er flüchtig zu der geputzten, purpurrothen Dame, die sich nicht ge- traut hatte nieder zu sitzen, obgleich ein Stuhl neben ihr stand. ,~~ 3ch danke, sagte sie auf deutsch und setzte sich seide- rauschend auf de» Stuhl. Sie nahm mit ihrem weitem, seidenen Kleid beinahe das halbe Zimmer ein und verbreitete Wohlgerüche um fich. Sie schien verlegen, daß sie soviel Platz beanspruche und so schön dufte, lächelte aber halb ängstlich und halb ftech und war unruhig. Die Dame in Trauer hatte geendet und stand auf. Plötzlich trat, mit einigem Geräusch, mit gewandten Mal nieren, bei jedem Schritt die Schultern bewegend, ein Offizier im Freude der Farmer schon im August erreicht. Für dies Jahr wird er auch kaum wieder zurückgehen. Welche Gewalt «der eine mächtige Spekulation auszuüben vermag, das hat die Chicago� Produktenbörse zu Ende September gezeigt, wo der Preis auf 2 Dollar hinaufgetrieben wurde. Old hutch hatte seit Monaten massenhafte Termineinläufe per Ende September abgeschlossen. Im September ging er zu Baarkäufen über und operirte so großartig, daß er ihatsäcklich Eigentbümer des sämmtlichen in Chicago sich auf Lager befind- lichtn Weizens wurde. Da die vergnügten Verkäufer schon im Juli und August mehr verkauft hatten, als ste zu liefern im stände waren, so wurden im September wenig nennenswerthe Verkäufe abgeschloffen. Ende jmes Monats mußte nun der„W izen Old Hutchs zum Blühen" kommen. Man muß es ihm lassen, dich er seinen Gegnern Z-it genug ließ, fich für ihre Termin- »eöäufe zu decken; dieselben hielten aber zurück in der Voss« «ung auf niedrigere Preise. Sie fanden fich indeß gründlich getäuscht. Wirkliche Waare zu verkaufen hatte niemand mehr als Old Hutch, und der begann nun die Schraube immer fester anzu- ziehen, je näher der Liquidationstag erschien. Wohl oder übel rvaren seine Gegner gezwungen, fich den Bedingungen des unbeugsamen Mannes zu unterwerfen. Old Hutch lehnte an seiner Säule. Mit der Ruhe und Kälte eines Finsteraarhorngletschcrs kaute er seinen Tabak, hielt er die Hände in den Hosentaschen. Die ärgsten Schimpfworte prallten an dem abgehärteten Börsenmann ab, wie auf Panzerplatten geworfene Erbsen. Auf das Ach und Wehe seiner entrüsteten Gegner antwortete er höchstens mit einem höhnischen Lächeln. Steht drohten ihm einzelne mit gerichtlicher Verfolgung, aber Ott» Hutch erklärte kühl bis ans Herz hinan: Er habe reelle Waare gekaust, und wenn andere Leute etwas verkauft hätten, was fie nicht zu liefern im Stande seien, so sei das ihre Sache. Nichts war im Stande, den Mann von„Eisen" zu ei schüttern, und die Terminverkäufer mußten fich um jeden Preis decken. Am 27. September hielt Old Hutch den Preis auf 1. 31% Dollar und soll an jenem Tage einen Gewinn von 675 000 Dollar reolistrt haben. Am 28. stieg er auf 1,50 Dollar und Sonnabend den 29. Scptember eröffnete die Börse mit 1,75 Doll. und langte bald nachher bei der unerhörten Höhe von 2 Doll. an. Beim Schluß der Börse war alles bis auf 500000 Bushel gedeckt und Old Hutchs drei Rill. Dollar Gewinn haben ihn vielleicht oeranlaßt, seine Hände aus den Hosentaschen zu ziehen. Vom Umfange der Spekulation kann man fich einen Be- griff machen, wenn man hört, daß einzig New Noiker Firmen mit 6 000 000 Bushel bethelligt waren und daß im ganzen wett mehr Weizen die Hand gewechselt hat, als die ganze ungeheure Union in einem Ich« zu produziren vermag. Seit jenem berüchtigten Sonnabend ist der P eis des Weizens wieder in die Nähe von 1 Doll. zurückgegangen; aber zahlreiche Zahlungseinstellungen bezeichnen das Kampffeld. So weit die Belroffenen jenen Spekulanten angehören, die fich edenkallS bei ähnlichen Gelegenhetten zu Millionären aufgeschwindelt baden, ist es gerechte Wiedelvergeltung, wenn fie am Boden liegen. Aber abgesehen davon, daß bei solchen Zchlungseinstellungen die wettesten Kreise mit in den Strudel hineingerissen werden, so üben derartige krankhafte Uebeftreibungcn den denkbar ver- derdlichsten Einfluß auf alle Zweige des geschäftlichen Lebens. Allein, was kümmert das Old Hutch? Was kümmert so was die Protzen vom Kap tal?„Laßt fie betteln gehen, wenn fie hmigrig sind, die atmen Teufel der redlichen Arbeit Solche Beispiele zeigen deutlicher als alles, wie nothwendig eS ist, daß schließlich der S t a a t den Getreidchandil in die tzand nimmt!" Dies die Korrespondenz. Die Leser ersehen daraus, daß die künstliche Vertheuerung durch diesen„Börsengauner"(der übrigens ein sehr frommer Christ ist und germanischeres Blut in den Adern hat, als unsere «Ästen Antisemiten) und dessen Helkershtlfer nur auf kurze Zeit durchzuführen war, und mit der Brotoertheuerung in Deutsch- land gar nichts zu schaffen hat, wie unsere braven Agraner be- haupten wollen.— Nein— für das theuere Brot, welches der „arme Mann" j tzt in Deutschland zu essen hat, find einzig und allein die tz rren Agrarier schuld, die mtt ihren Kornzöllen den großartigsten Kornwucher organ.sift haben, und zwar den Korn- Wucher in Permanenz. Die Millionen, welche der amerikanische„Börsengauner" Hutchinson fich durch seine Privatspekulationen— verdient hat, Snd nichts gegen die Riesensummen, die unsere ritterlichm grarier durch ihre Kornzölle— verdienen. PoUtische Ueberstcht. Urber dir Umwandlang der Altera-«nd In- »«Udrnoersorgnng hat vre h o ch k o n s e r v a t i v e„Badische Landpast" ein Urthcil gefällt, das, gerade in diesem regierungs« zahmen Blatte gebracht, die wetteste Verbreitung verdient. Das- selbe schlecht:„Wir trauten unseren Augen kaum und mußten die betreffende Stelle zweimal lesen, ehe wir an die Wtiktichkeit zu glauben vermochten, daß man das Kunststück fertig gebracht et», warf die Mütze auf den Tisch und setzte sich in den Lehnstuhl. Als rha die geputzte Dame erblickte, sprang sie vom Stuhl auf und fing mit besonderer Zuvorkommenhett an zu knixen, der Offizier aber beachtete ste gar nicht und sie getraute sich nicht, in seiner Gegenwart sich wieder hin zu setzen. Es war dies der Gehilfe de» OuartalaufseherS, er hatte einen horizontal abstehenden röthlichen Schurrbart, sein Gesicht hatte keinen besonderen Ausdruck, ein wenig Frechheit etwa ausgenommen. Er blickte von der Seite und mit Mißvergnügen auf RaSkolnikow, dessen Kostüm so garstig war und der, trotz seines unansehnlichen Aeußern, doch noch eine Haltung bewahrte, die mit seiner Kleidung nicht im Einklang schien. RaSkolnikow hatte auch die Unvor- Dichtigkeit, ihn zu lange anzustarren, so daß jener sich beleidigt — WaS willst Du? schnauzte er ihn au, verwundert, daß solch ein Lump sich vor seinem blitzesprühenden Blick nicht verkrieche. — Zch bin gefordert... habe eine Vorladung be- kommen... antwortete RaSkolnikow tonlos. — Es ist wegen einer Geldforderung; ein Student! beeilte sich der Sekretär zu sagen.— Da, lesen Sie! fuhr er fort, RaSkolnikow ein Heft hinwerfend und ihm die Stelle Zeigend. „Geld? was für Geld?" dachte RaSkolnikow,— also wenigstens ist eS nicht das I" Und er fuhr zusammen vor Freude- ES wurde ihm plötzlich unbeschreiblich leicht,— al« ob ihm eine Last abgenommen sei. — Auf welche Stunde sind Sie zttirt, mein Herr? rief der Lieutenant, der sich— Gott weiß au» welchen Gründen— beleidigt glaubte; Sie sind zu neun Uhr vor» geladen und getzt jeht'« schon auf zwölf!J — Man brachte mir die Vorladung erst vor einer Viertelstunde, antwortete laut und über die Schulter hin, RaSkolnikow, der auch plötzlich und unerwartet ärgerlich ge- worden war, waS ihm übrigens wohl zu thun schien.— E« wird wohl genügen, wenn ich, obschon fiebernd, über- Haupt komme. — Belieben Sie nicht zu schreien! — Ich schreie nicht, ich spreche sehr ruhig, aber Sie hat, im Bundesrath die Alters- und Invalidenrente noch unter die frühere Vorlage heradzudrücken. Das Kunststück ist erziell durch Klasfifikation und das Ergcbniß der Meistenechnung ist eine Minimalrente von 72, sage zwei undstebzig Mark. Das klingt fast wie ein Hohn. Je untergeordneter die Ar- beit, um so härter ist fie; und so soll denn der Arbeiter, der sich 56 Jahre lang in harter Arbeit gequält hat und dabei 70 Jahre erreicht hat, unter Umständen mit monatlich 6 M, besten- falls mit 14 M. abgespeist werden. In der Invalidität soll die Versorgung im Minimum auch mit 72 resp. 150 M., in der höchsten Klaff- mtt 350 M. adgethan sein. Wir sprechen noch- mals unsere Hoffnung aus, daß der Reichstag einen Strich durch diese herzlose Manchesterrechnung machen wird, damit nicht das Gegentheil von dem erreicht werde, was erreicht werden soll. Wir find überzeugt, daß bei Annahme dieses Gesetzes ein Schrei der Erbttterung durch die ganze Arbetterwelt er- tönen würde, der um so bedenklicher, weil berechtigt wäre."— Wir löimen der„Bad. Landpost" zu dieser Erkenntniß nur gra- tuliren. Ute ganze Nichtswürdigkeit unserer Hetz- und Reptilpresse offenbart fich jetzt wieder in der zur Schau gestellten Entrüstung über die beständige Kriegsketzerei und Schwarzfärderei! Als. od nicht gerade diese Revtilvreffe und sie allein es wäre, die beständig gegen Frankreich(mit- Rußland) hetzt und die Lage fü: äußerst bc- unter auch gegen... drohlich erklärt. Unser Ekel ob solcher zynischen Heuchelei und Seldstdefleckung wird noch wesentlich erhöut durch die nächsten Beweggründe. Es handelt fich nämlich darum, dem deutschen Kap tal wieder einen Aderlaß zu axpliziren und die bevor« stehende russische Anleihe in möglichst reizendem L.chte zu zeigcn. Zu diesem Zweck ist vor allen Dingen nothwendig, dvß die Welllage mit rosigsten Friedensfarben gezeichnet wird. Kurz, die guten Deutsch« n. welch- fich ein kleines Kapital „erspart" haben— die B fitzer der großen Kapitalien gehen natürlich nicht auf den L-rm— sollen wieder einmal gerupft werden. Und die braven Reptilien haben das ehrsame Amt, die ausersehenen Opfer ins Netz zu treiben. An K-zng auf di« i« der letzten Zeit vrrbrritetr Mittheilnng, daß beadfichtiat sei, Z e i t u n g s it e m p e l und -Kaution wieder einzuführen, erklärt die„Nordd. Allgem. Ztg.", daß ihr von einer solchen Maßnahme nichts bekannt sei. Nun, fie braucht srcttich nicht zu wissen, was im Schooße der Reattion verborgen ist; denn so schlau ist fie, fich nicht zu binden für spätere Fälle— daß damit aber gesagt sein soll, es werde überhaupt nichts gegen die Presse geplant, wird Niemand glarrben. Und in der That läßt der Schlußsatz des betreffenden Artikels eine solche Vermuthung durchaus zu. Es heißt in dem Artikel, daß die Herausgabe eines politischen Tageblattes sich heute vor allem als ein Gewerbe darstellt. Wenn also in„de- rechtigter" Weise auf die P.-effe gewirft werden solle, so könne das nicht mtt Steuer und Kaution geschehen, sondern es„wird der Gesichtspunkt ibier gewerblichen Eigenart viel mebr berück- fichtigt werden müssen, als dies gegenwärtig der Fall ist". Also nicht Zeitungssteuer und nicht Zettunzsstempel, aber— ja was denn? Man wird füglich darauf gespannt sein können. Witt»»» Nachricht»««der««««rUche Grhöhnng»« der Krotpreise find zuräckst eingelaufen aus d m unteren Maingau. Neb-n den Kartoffeln, welche in den letzten Tagen erhedl ch in die Höh- gingen, ist das Kornbrot allenthalben um 3 oder 4 Pfg. pro Laib, das gemischte Biot um 4—6 Pfg. aufgeschlagen.— Aus Plettenberg(in Westfalen) wird ge- melver, daß dort ver Preis des fi-benpfündig?n Brotes von 55 auf 65 Pfg. gesttegen ist.— Und aus S t o l l d e r g(in Sachsen) schreibt man Während noch vor wenigen Wochen ein Seckspsunddrot hierorts mit 55 Pfg. bezahlt wurde, deträgt gegenwärtig der Preis eines de« artigen Brotes 63 Pfg. Diese Preissteigerung wirv von den zahlreichen Arbeitern um s .... so härter empfunden als die Arbeitslöhne der St.-umpfwaarenbra-iche sich schon seit längerer Zeit auf absteigender Linie bewegen."— In letzter Stunde wird endlich aus Ohligs(Rheinland) berichtet; „Die dortigen Bäcker baden beschlossen, das ficbenpfündige Schwarzbrot jetzt zu 70 Pfg.(früher 60 Pfg. und weniger) zu verkaufen, femer nicht mehr sechs, sondern vier Brölchen für 10 Pfg. zu geben." Ein schönes Bouquet von Thruerungs' Nachricht, n! Für gesetzlich» tzichersteUung der Koalitionsfreiheit ist se«e!.s des Kongresses der Maurer Deutschlands an Reichstag. Bundcsratb und Reichsamt des Janern eine P-tition ge- lichtet worden. Wir kommen gelegentlich auf diese Petition zurück tfei der Ersatzwahl zum Reichstage in Jnsterburg- G u m d r n n e n ist. wie das Wolff'iche Tel-arapbendureau meidet, der Kmdivat der Kor servattoen, Ober Regierungsrath Dodillet mit emer Majorität von etwa 1000 Stimmen gewählt worden.— Dieses W-Hlergedniß kennzeichnet auch hier einen stark>n Rückgang der tonservatioen Stimmen, denn im Jahre 1887 siegte der konservative Kandidat mit einer Mehlheil von 6000 Stimmen, nämlich mit 12241 gegen 6082, über den frei- finnigen Kardidaten. I« A«»lam Vemmtn ist nach der„Anklamer-Ztg." das Gesrmmtergebmß fotgenves: von Mrltzahn 6935, Dr. Rüge schreien mich an; ich bin ein Student und dulde nicht, daß man mich anschreit! Der Gehilfe war so entrüstet, daß er im ersten Moment kein Wort hervorbringen konnte, pur Speichel spritzte aus seinem Munde hervor. Er sprang auf. — Wollen Sie schweigen! Sie sind in einer Behörde. Keine Grobheiten, Herr! — Auch Sie sind in einer Behörde, rief ihm Raskol- nikow zu, und Sie schreien nicht nur, Sie rauchen auch eine Zigarette, verletzen also jeglichen Anstand! Es war ihm eine ordentliche Wohlthat, als er das gesagt hatte. Der Sekretär schaute lächelnd auf die beiden. Der hitzige Lieutenant war augenscheinlich verblüfft. — DaS geht Sie nichts an! schrie er endlich sehr laut; — da, belieben Sie einmal die Forderung, die gegen Sie eingereicht ist, zu beantworten. Zeigen Sie sie ihm, Alexander Grigorjewitsch. Eine Klage! Sie zahlen nicht! Schaut einmal den kühnen Falken an! Aber RaSkolnikow hörte schon nicht mehr auf ihn, er vertiefte fich eifrig in das Papier, um möglichst schnell die Lösung zu finden. Er las eS einmal, ein zweites Mal— und konnte nichts begreifen. — WaS ist denn das? fragte er den Sekretär. — Geld verlangt man von Ihnen, laut Leihbrief, eine polizeiliche Requisition. Sie haben entweder die Summe, inklusive aller Unkosten, Pöngelder u. s. w. einzutragen, oder müssen eine schriftliche Erklärung abgeben, wann Sie zahlen können; zugleich auch eine Berflpichtung, daß Sie, bevor Sie nicht gezahlt haben, die Hauptstadt nicht ver- lassen und Ihr Eigenthum weder verkaufen noch verheim- liehen. Der Gläubiger aber hat das Recht, Ihr Eigenthum verkaufen zu lassen und mit Ihnen nach dem Gesetz zu ver- fahren. — Ja, aber... ich bin niemand etwa» schuldig. — Dos geht uns nichts an. Uns liegt hier ein ver- fallener und gesetzlich protestirter Leihbrief im Betrage von hundertfünszehn Rubel vor, den Sie der Wttiwe deS Kollegien-Assessors Sarnetzm vor neun Monaten ausgestellt haben; von der Wittwe Sarnitzm ist derselbe an den Hofrath �Sie Kirsch- Nuucker'schen«ewerkoerel».. wel»|«6aÄ setther den beschränkenden Bestimmungen des s ä ch s i s U) f» Vereinsgesetzes nicht unterstellt gewesen waren,.F neuerdings nach einer Verordnung des Ministeriums unter du!» Gesetz gestellt worden. Ute Gtberfelder„Geheimbündler" Emst Attck M viele Genossen haben, wie wir wiederholt mttiheilten, nicht in» ganz Rheinland- Westfalen unficher gemacht, sondern fic rumorm b s nach Nürnberg, Plauen bei Dresden» Magdeburg, stadt jc. je. Jetzt find sie auch glücklich in Hannover anN langt. Wie von dort geschrieben wird, fand am 20. d. M, M Morgens, wenn die Hähne lräh'n, bei dem ReichstaasaM ordneten Herrn Meister, der in dieser Stunde noch in w Federn lag und, so weit dies bei einem Sozialdemokraten uw« har.pt möglich ist, den„Schlaf des Gerechten" schlief, auf'jj trag des Untersuchungsrichters Uhles in Elberfeld eine rea gründliche Haussuchung statt. Namentlich sollte Herrn Korrespondenz einer genauen Durchficht unterzogen Resultat selbstverständlich 000! Sodann hatte Herr Meister am selben Morgen dos Vergnügen, ein hochnotbpeinlichwj� hör bestehen zu müss-n. Nach Den üblichen Fragen über»ie i schmerzlich gesuchte„Organisation" in Elberfeld und SolnE und deren Einrichtung(wer lacht da?) wurde schweres#1% aufgefahren. Herr Meister hatle in den Jahren 1887 und I*' je 1 Packet(man denke!) aus Solingen erhalten und � fich über den Inhalt derselben aussprechen. Das that er � auch; ganz kaltblütig erklärte er dem entsetzten Beamten, M — Äordwerkzeug e den Inhalt gebildet hätten. � dings solche zu friedlichen Zwecken, das eine Mal seien Messer und Gabeln, das andere Mal Zigarrenmesser gtvel" Ob es nicht nunmehr einem unserer strebsamen Beawien« lingen wird, auch die„Solinger Klingen" unter einen der � bahren Paragroxben des Ausnahmegesetzes zu bringen Jedenfalls aber wird das Anktagematerlal durch diesen Adsle� nach Hannover bedeutend reichlicher geworden sein. j I» de» Elberfeld«» G»hrimb«ndeprok«ff/sl Z. Herr L. Viereck in München, wie er im„B. Ldbt. eM ganz unversehens verwickelt worden. Auf einer berührte Herr Viereck auch Elberfeld. Dort b(#L; mehrere alte Bekannte, wie den Buchdrucker G rim r' � den Rcichstagsabgeordneten Harm. Mit ersterem besMß das Stadtthearer und darnach ein Bierlokal. Im Theater --■nti OT, M von 1 f»T"' (—»»ran •4 einen, w» ßch rni Wureln W Äm den® »mden urst de Mmden N WA«t «WKW » erwerben TO noch V \ll qrn niÄ Ä dem litorWUn •j." er nun vom Untersuchungsrichter in Gesellschaft des% digtcn Grimpe gesehen. Herr»«» -c— w.c. v. i. f...__ fm rv Gehesmbündek.i angeschukdi�«.«»... glaubt annehmen zu dürfen, daß dieser Umstand für � dortigen Untersuchungsrichter hinreichender Gmnd gmwf ii auch ihn der Geheimbündelei für verdächtig zu Hall�-W dieser Annahme glaubt er fich berechtigt, well auf Wj&y des Untersuchungsrichters im erwähnten Elberfeld« bundsprozcss- 2 Polfteibeamtc in seiner Wohnung«(< um eine Hausdurchsuchung dort vorzunehmen n™ lastungsmaterial, aus welchem etwa Vierea» bindung mit der„sozialistischen Partei in Elberfeld" könnte. Gefunden wurde nichts. Nachträglich mußte P® Viereck auch noch einem Verböre unterziehen.—...f- Gube-wer Unteefuchwng in einem„Vehei«� Seit sau zwei Jahren ist das Untersuckungsoerfahren swj p Anzahl mehr Ober weniger als Soziald-mokcaten beWrLni bester der Stadt Celle eingeleitet. Umfassende UnteW�-r» und Vernehmungen wurden angest.llt. bis endlich 6 eine unter dem 27. Juni abgefaßte Anklerzeichrift zugesn-k«« welche nicht weniger denn 40 Seiten umfaßte. Mel 0: Wamtr ZB W % esdi warm W sÄ'n an albeil «ung ««übet e Ks % Öffnung des Hauptv-rfahrens durch Beschluß der S>raU° hrä fnl RinfWti'HAtä Wmphur/t nr»m 99. ßvnfpmhpf D- des fgl. Landgerichts Lüneburg vom 22. September o- gelehnt ist. An den Drechsler Herrn Joh. Stabe in — Vivat sequens., I Dir koaservntlv« Fraktion des ReichZtages° Antrag, d irrssend dee-.Befähigungsnachweis vn � werker, wieder eingebracht. Auch das Zentrum hat 1�' logen zunftlerischcn Antrag erneuert. Ka--labtr»tbru selten» de» Fr»ist»»lg»«. Aus L irf» bürg, 22. November, wird geschrieben: Die zu gcfi��J! im Lokale des Herrn Heimmann in Eoerssen emderuf�M liche Bolkerecsanmlunz konnte nicht stall fi>den, weil infolge Beeirflussung von deulschsreifir niger Seite letzter Stunde die Hergabe des vorher fest zugesagten a yt verweigerte. Man hatte denselben unter Hinw-js. Verbot der Versammlung in Wilhelmshaven,«ettbes yfi freefinnigen Organen, d-m„Gemeinnützigen" und d«'' jp Zlu", abgedruckt wurde, veranlaßt, in dieser W-ise �% Hoffentlich werden die betreffenden freifinnigen � das Verbot zum Abdruck brachten, nun auch N0''i Tschebarow übertragen worden und wir verlangen v darüber eine Erklärung. — Das ist ja aber meine Quartierwirthin k, jp Nun, und waS ist denn dabei, daß Ouartierwirthin est? i ,-ubr .ms bet d, zu De Z�Mche! fei i en i h "»<«. in vi eeruu engen ezi? nzchel»«�! Der Sekrerär schaute ihn mit mitleidigem K einen Neuling an, der seine erste Lehre durchzum .t.. r.°----.«er»—-!. iäom-««-*-■« als ob er sagen wollte:„Nun, wie ist Dir jetzt '■>146«, r.<8i«'V Aber was kümmerte ihn jetzt ein.....- ... Lohnte es sich wohl, sich jetzt über so etwas S � ruhigen, eS auch nur zu beachten! Er stand da,»' v antwortete, fragte sogar, aber alles nur mechann� w. Triumph der Srlbsterhaltung, die Rettung vor• noch gefücchteten G.fahr— das erfüllte m dreie blick fem ganze« Wesen. ES war ein Momen# barer, rein thierischer Freude. In diesem Augen �« ereignete sich etwaS im Bureau wie Donner � n*«nr» feClT C Der Lieutenant, noch ganz erregt von der die er soeben erfahren, und mit dem Vorsatz- v# m kränkte Eigenliebe wieder herzustellen, warf sich sie rfe 1 & et» usis de 1 fes. UW" Fortsetzung folgt.) ? i i na i aus «4, i. sä Jt ilniS i-ld n, nicht«V l fie rumoneü iure, Hatl� 1 182 Site'['km, daß in Oldenburg, wo die Behörde in dies« Hinsicht Z-rgleich� handelt, die d eutschfreisin nige Part ei die atioen 81�'■r�wnen der preußischen Polizei ausübt und Ar> �nsanimlungen durch die seit langen Jahren geübte Taltil -1»Treibens verhindert. Diese echt„freisinnige" Taktik A»llndinds nicht verhindern, daß die Arbeiter sich immer- £ Ilon dieser vollständig r ersumpften Partei abwenden, A Sanze politische ThÄigkeit darin besteht, mit freiheitlichen Zu werfen, im übrigen aber in unaualifizir- �W�se der Reaktion Handlangerdienste zu leisten und � Machthaber« gegenüber Lakaiendicnfte zu verrichten. Wer A�uen Junten wahrhaft freifinnigen Gefühls in sich hat, mit Ekel von dieser Gesellschaft abwenden. i-i It dir Herstell«»« de« U-rdostsreKanal» find für � Mr igsg go ganzen 14 Millionen Mark ausgeworfen, Mer 10 Millionen für Erd- und Baggerungsarbeiten. A den Grunderwerb ist mit den Landbesitzern in vierzig Gc- M°!N und Gutsbezirken verhandelt worden. In der großen Miahl der Fälle hat der Ankauf freihändig stattgefunSen. %*kn find: 2224 ha 49 a 69 qm für 5 277521,25 M. iS1„ergiebt sich hinsichtlich der angekauften Flächm ein «Mnittllcher Preis für den Hektar von 2372.45 M. Noch "«Werben find: 822 ha 15 a 66 qm. Von den erworbenen T noch zu erwerdenden Flächm werden 1298 ha 8 a und LT wcht zum Kanalbau selbst, vielmehr zur Auflagerung der k-lÄ �uwldett entnommenen Erde verwendet werden. An Mbeiten sind bis zum 1. Oktober 1888 rund 54 Millionen cht Bodenaushub für rund 46 Millionen Mark vergeben . Die Arbeiten müssen dem Haupttheil nach bis zum i4.7t, Lahres 1894, einzelne Arbeiten bereits früher, de- hm'kin. Eine Denkschrift giedt Auskunft über die herge- Ä�rbeiterdarocken. Sämmtliche Arbeiter, welche i, Jl�rniilicnHcuEhalt nicht führen, sind verpflichtet, �-�Baracken Wohnung und Mittagskost zu nehmen. Der Z Wnfüt wird von der Kanalkommission nach dm Selbst- »zW« setzt und von den Unternehmern, bei welchen die beschäftigt sind, eingezogen. Den Untemehmem bleibt "chfltn, ihrerseits den Arbeitern mttprechmde Lohnadzüge e>»« K"' Gegenwärtig ist der Preis für ein zur Ernährung , Alles ausreichendes Mittagsefsen und für die Unter- in LAWmen auf 45 Pf. festgesetzt. Die Ardeiter können auch »iiw t» dem Baracken Verwalter gehaltenen Laden Genuß- läuft, mühstück und Abendessen, außerdem Gebrauchgegen- L �rschiedener Art einkaufen. Ein in jeder Baracke desind- j..,Asammlungsraum ist zur Abhaltung von l'«esdien st eingerichtet. Den Arbeitern werden auf Ver- warme Regmbäder unentgeltlich verabreicht. Für die i�ng von Wäsche und Kleidung wird gesorgt. Aus den qAll Arbeitern für Unterkunft und Verpflegung zu entrich- '4* Aträgen erwachsen dem Reich Einnahmen, welche in- ' dm hierfür entstehenden Unkosten sich ausgleichen.— «tatsiahre 1889—90 ist der Abschluß des Grunderwerbs zu .Die Erd- und Baggerungsarbeitm werden eine Äb, °«s S'Jj errn Meist»' %% nd SolniH .eres GeslZ rs» m- r f% I?qI seien� ffer aeirep Beamten � nen der% dM-n esen Nen. Ä Ä tdesuf/ nbM K& "Kfi Ir des H rnd f getvefeil � en na« oi«- Ziereck s 1 ufte st-d ¥ tfei e Förderung erfahren. Es wird angenommm, daß bei m an etwa 300 Arbeitstagen rund 4000 Arbeiter » 8.un8 finden werden. Im Anschluß an die Herstellung �Lllalbettes werden Einrichtungen zum Zweck der®nt» und fjsttoang der anliegendm Grundstücke zu treffen sein. Am q Luver See wird eine Stauanlage erforderlich. Für den Bau L Aieusen, sowie der Eisenbahnbrücken bei Taterphal, Grün- T ulendsburg und Schwartendeck werden hauptsächlich Grün- "ly' und Unterdauardeiten vorgenommen und tzilssdauein- ll°en getroffen werden. >»mstnrz itnftii* der In der„?tordwacht" jZ wir: Bant, 20. November. In den letzten Tagen r;,W6 Ö, i« hiesigen 2. oldenburgischen Wahlkreise eine Anzahl n Ä n»! Volksversammlungen statt, in denen Herr Hermann • izLtend u h r aus Kellinghusen über„die sozialen Reformen nern>°" t( ichAuMe.» Reiche" referirte. Die sich mit rein wirthschaft- 1 A beschäftigenden, äußerst belehre den Vorträge d�-?!«!�irkllna Afi reichen Beifall und haben eine nachhallige «zfcÖ. Molkenbuhr sprach—-- K.Ä21?''''" .tzjk nteif* 'M Un 88, mmerw-t, ns Stt-st »er d-« abe in «S AusvA » in Versammlungen in g, Burhave,' Stollhamm. Barel und Jever. Bremen und Oldenburg fanden Vcrsammlungm statt. 'mshaven sollte gleichfalls eine Versammlung statt- „von- l O* Ä K rtd r..'> 1 � Silä"f tollte die Versammlung stattfindm. Schnell wurde «Wftttfei von Bant mit der Glocke durch den Ort geschickt, •Z-Mchellen, daß statt der verdotmen Versammlung eine einem auf oldmburgischen Gebiet belegenen Lokal, A Schritte von dem preußischen Versammlungslokal ent< Versammlungen brauchen im Olden- angemeldet zu werden. Die Versamm- «t v» späten Bekanntmachung gut besucht. Vor S di�Uchm Lokal standen Posten, welche die Eintreffenden Grenze wiesen. Die Versammlung verlief ohne jeden Khä' f0 daß die an der Grenze postirten preußischen % wen und Polizisten vergeblich warteten. Es gab eben '°u„retten". Aus Kunst«nd Zeven. iÄv �«»r jLvgst»« Theaterchronik kommt Francikqre m geistvoller Weise damuf zu sprechen, wie mancher „ v.gemvoller Vlletse varaus zu iprewen, wie moncyer der Bühne mit der Mode, die ihn gebracht, wieder etwa fünfzig Jahren— erzählt der berühmte Htie ,je Kritiker— pflegte der Schauspieler, der auf der KßzP wollte, daß er sehr zornig sei und sofort einen zielen zur Rechenschaft ziehen werde, seinen Rock wuthend Jei» LA,- den Hut auf die Seite zu schieben und ihn wie mit % jus'Imlage tief auf den Kopf zu stülpen. Die Geste Lift e ,. der Zeit der Rcstamation stammen, in welcher die M k%vten lange, bis an'S Kinn zugeknöpfte Röcke und den auf dem Ohre trugen. Ader die Bewegung ist Z/W gerade so wie die Gewohnheit, sich, wenn man �8 j.An wollte, ein Stäudchen von der Krause zu blasen, die Spitzen derselben reichten. Wieder man die Daumen in die Westentaschen selbstgefällig, wenn man seine Unwider- wollte. Die Manier kam aus der ______,____ JlUPvV/ K�den'"�»' praktischen Sinn jener Generation l�fti�lich j�'m�n.gewünschten Zweck ,u erfüllen. '«PUSai1 ��blbauten der reinm Stetnperrooe we hinge« _____ Man reinen Steinperiode Geräth- — und an Zu- GroKlrrita««i-tt. Vor dem Oberhaus- Äusschuffe zur Untersuchung des Aus« beutesystems erschien eine Amahl Londoner Dock« a r b e i t e r, welche die in ihrem Berufe Kerschenden Zustände schilderten. Der Sekretär ihres Gewerkoereins, Ttlley, gab an, daß es in London etwa 100000 Dockarbeiter gäbe, von denen jedoch stets nur 40 Prozent Beschäftigung fänden. Auch bei dem Ein- und Ausladen der Schiffe herrscht, mit Ausnahme des West Jndia Docks, das System der Aft.rkontralle. Ja den Millwall Decks sei der Fall vorgekommen, daß die Arbeit an einen Unternehmer zu 1 s. 8 d. per Tonne vergeben worden sei, welcher seinerseits den Arbeitern 4& d per Tonne bezahlt bade. Es fehle auch nicht an den gemeinsten Kunstgriffen. Die Arbeller würden beispielsweise um Mittag entlaffen und Nach- mittag wieder eingestellt, um die Stunde für das Mittagsmahl nicht zahlen zu muffen. Der Verdienst hätte seit 16 I hren bedeutend adgenommm. Heutigen Tages kö.rne ein Dockarbeiter sich glücklich schätzen, wenn er fünf Monate im Jahre beständig Arbeit hätte. Die Einführung von Maschinen beim Verladen der Schiffe habe auch den Handarbeitern sehr geschadet. Aus- länder gäbe es unter den Frachtverladern am Londoner Hafen fast gar keine. Der irische Generalanwalt hat die gerichtliche Verfolgung von sieden Abgeordneten wegen Einschüchterung angeordnet. Unterhaus. Auf Anfrage erklärt F e r g u s s o n, die Regierung habe von Feindseligkeiten zwischen Stämmen in der Nachbarschaft des Oel-Flusses und den darauf folgenden Ge- waltthätigkeiten des siegreichen Stammes Meldung erhallen; diese Ereignisse trugen sich jedoch außeihald des Gebietes der Niger- Gesellschaft zu. Frankreich. Mehrere konservative und doulanaistische Blätter beschuldigen die Regierung, anläßlich der am 2. Dez. er- stattfindenden Kundgebungen am Grabe B au d in's einen Staatsstreich zu beabsichtigen. Man werde einen Konflikt hervorrufen» indem man ein Komvlot gegen die öffentliche Sicherheit vorspiegele. Die Führer der konservativen und bou- langisttschen Patteien würden bei dieser Gelegenheit verhaftet und zur Aburthellung vor den Senat gestellt werden.— Es ist wohl klar, daß man es hier lediglich mit einem konservativ- boulangistischen Agitationsmittel ohne ernsten Untergrund zu thun hat. „National" und„Paris" widmen der S t a t s st r e i ch- Ente der boulangistischen und monarchistischen Blätter Leitartikel, worin sie dieselbe lächerlich machen. Beide Blätter behaupten, daß zwar Verschwörungen gegen die Sicherheit des Staates beständen, daß man sie aber nur mit legalen Mitteln bekämpfen werde.„France" hat bei Boulanger angefragt; der- selbe hat ihrem Redakteur allen Ernstes versichert, daß er genau wisse, daß man ihn verhaften wolle, daß er es aber sehr de- dauere, daß Floquet nach der Enthüllung seines Staatestreich- plans es nicht mehr wagen werde, denselben auszuführen. In der Kammer hält man die Enthüllungen der Morgenblätter für ein Angstprodukt. Die Boulangisten fürchten ein gemeinsames Vorgehen der Radikalen und der Gemäßigten, und sie hoffen durch so fürchterliche Anklagen ihnen die öffentliche Meinung zu entfremden. Selbst in monarchisttschm Kreisen ist man wenig geneigt, an die Ente zu glauben. Die französischen Radikalen find auf dem besten Wege, sich in ganz gemeine Opportunisten zu verwandeln. Schon bei der Berathung des Postens für die französische Bot- schast beim Vatikan dehielten sie die fulminanten Reven, die sie sonst bei diesem Anlaß zu halten pflegten, still für sich, stimmten aber gegen den Posten, was sie um so ungefährlicher thun konnten, da sie mußten, daß Rechte und Gemäßigte zusammen doch eine große Majorität dafür stellen würden. Jetzt kam das Budget des Ministeriums des Innern mit den berüch- tigten Geheimfonds. Auch hier gab es jedes Jahr fulminante Reden und die reinen Prin,>plen verboten es dm Radikalen unbedingt, für einen solchen Posten zu stimmen. Diesmal aber, als der Präsident den Posten zur Diskussion stellte, meldete sich kein Redner zum Wort, und die Geheimfonds wurden ohne Widerspruch dewilligt, etwas Unerhörtes in der Geschichte der Kammer. Bald darauf bot sich den Radikalen wiederum eine Gelegenheit, ihre Bekehrung zum Opportunismus zu beweisen. Es handelte sich um das berüchtigte Tongking. Constans, der im Austrage verschiedener Regierungen als außerordentlicher Bevollmächtigter die indo« chinesischen Kolonien Frankreichs bereist hatte, hielt eine große Rede, in welcher er zwar die militärische Kolonisationsart der Franzosen einer Vernich- tenden Kritik unterwarf und die strenge Durchführung des bürgerlichen Regiments forderte, aber doch auch rund heraus erklätte, Tongking würde unter einer vernünftigen Verwaltung bald keinen Zuschuß mehr brauchen und Frankreich müsse cs un- bedingt deHalten. Sollte man ihn, Constans, wegen dieser Er- klärungen wie gewisse andere Leute einen„Tongkingesen" nennen, so würde er sich diesen Titel zur Ehre anrechnen. Von dem Manne, der nach der Nieverlage von Langson die Ferry'sche Regierung so eilfertig hat stürzen helfen, ist dies gewiß eine bilfenahme von Ledersandalen als Schllltschuhe dedienrn konnte. Allerdings darf man nun nicht etwa zu dem Schlüsse kommen, daß die jungen Pfalbewobner, mit solchen knöchernen Schuhen ausgerüstet, auf dem Else Quadrillen tanzten oder holländettm; diese warm ihnen vielmehr ein Nothbedarf. um schneller fort- zukommen, da die glatte Fläche dem Gehschritt des Menschen nicht eben günstig zu sein pflegt. Uedrigrns find knöcherne Schlittschuhe tis in die neue Zeit in der Mark Brandenburg bekannt und beliebt gewesen; ältere Leute erinnern sich noch sehr wohl, wie sie in ihrer Jugend vermittelst solcher selbst kon- struirter Forl be weaungc mittel sich ar f der Eisbahn tummelten. Auch aus einer alten Beschretdung Londons wissen wir, daß sich„die Jugend Knochen unter die Füße band und. gleichzeitig mrt einem gespitzten Stade stoßend, so schnell, wie der Vogel in der Luft, über das Eis dahinglitt". ,r., Ader die Heimath des modernen Schlttischuhlaufens mit seiner Kunstfertigkeit und Vervollkommnung find die Stiederlande, wobei nicht genug darauf hingewiesen werden kann, daß esdas Bedürfniß war, wodurch hi-r der Schlrttschuh auf solche Weise in Gebrauch kam. Abgeschloffen im Winter von einer jeden Kommunikation. Monate hindurch von meitenweiten Es flächen umringt, mußten diese Leute wohl oder udel an ein Mittel denken, wie sie über dieselben hinweg kommen könnten. Die Roth machte wie überall, so auch hier er- finderisch. So verfiel man in diesen Niederungen sowohl auf die Foem des Stahls, wie fie heute beim Schlittschuh allge- mein als die beste anerkannt ist, als auch auf die Art und Weise, wie man ihn am zweckmäßigsten unter den Fuß dringen könne. Der deutsche Schlittschuh, unten mit einer Rrnne ver- sehen und verhältnißmäßig hoch, unterschied fich lange zu seinem Nachlhcil von dem holländischen, welcher glatt, sehr lang und niedriger war. Ungeschickt war vor allem die Befestigung, wo- durch die Blutzirkulalion im Fuße mitunter geradezu gehemmt war. Derselbe hatte Mattem zu bestehen; man würgte rhn gewisser nia*en. Der Schlittschuh hat dann eine ganze Skala von Entwickelungen durchmachen müffen; er wurde zum Gegenstande einer Industrie, die beinahe unzlaublrch erscheint, wenn faner, wie in so vielen anderen Fragen, so auch hrer glücklich die Lösung f � sst der„Schnee vom veegangrnen Uuhre?" In London ist in voriger Wocke für eine Schippe IäÄÄ muthige That. Nicht minder muthig zeigte fich die radikale Regierung. Sie hatte gegen die sachliche Kritik von Constans nichts einzuwenden, wollte fich aber vom Budget für Tongking nichts streichen lassen und stellte darüber die Vertrauensfrage. Em radikales Ministerium, das Tongking behalten will und lieber abdankt, als daß es an dem verlangten Kredit etwas streichen läßt, das ist auch etwas Unerhörtes in Frankreich. Aber dieses rru'hiae Auftreten hatte Erfolg; die Radikalen der Kammer, die mit der Tongkingfrage, gemeinsam mit der Rechten, schon manches Ministerium aus dem Sattel geHoden haben, wichen der Kabinetsfrape aus und stellten schließlich der Regierung eine Mehrheit von 54 Stimmen für den verlangten Kredit. Man steht, der Opportunismus dekommt nachgerade an den Radikalen eine mächtige Konkunenz. Italie«. Die Abschaffung der Todesstrafe in Italien bat unsere Oistziösen verdrossen und fie erthellcn deshalb der ttalienischen Regierung in der„Köln. Zta." folgenden Rüffel: „Die Zeiten, in welchen die sentimentale Richtung in der Straf« rechtsgesetzgebung die herrschende war, find dcch wahrlich vor- über und die scheußlichen Verbrechen der anarchistischen Mörderbande im Laufe der letzten Jahre haben doch wenigstens das Gute gehabt, den allzu weichbeizigm Lehren der Kriminalisten ein Ende zu machen und die Uederzeugung zu verbreiten, daß von dem Verzicht auf die Todesstrafe doch so lange nicht die Rede sein kann, als dieses Gesindel mit seinen Untbaten die Welt unstcher macht. Bei der Verbindung, die zwischen den anarchistischen Zerstörern aller Länder besteht, hat jeder Staat ein Interesse daran, daß keine Gesetzgebung die Staatsgewalt des Mittels beraube, dieselben zu vertilgen." Das ist eine sehr zudringliche Einmischung in die innere Gesetzgeburg Italiens. Kalkaulattker. Es giebt in Serbien nur 32000 Wähler. Die Landbezirke wählen indirekt, die Städte direkt. Jene haben zur Großen Slupschtina 540, diese 88 Mitglieder zu entsenden. Die radikale Partei hat eine Erklärung erlassen» in welcher es heißt, daß die Große Slupschtina nicht eine richtige Vertretung des Volkes sein werde, wenn fie nickt eine radikale Mehrheit habe. Aus Belgrad wird der„N. Fr. Presse" vom 21 d. Äts. tele- graphirt, daß aus den radikalen und liberalen Wahlbezirken des Landes ununterbrochen Klagen über die Beeinflussung der Wahl« männecwablen kommen. Aus Schabatz und Lj-skovatz werden dlutiae Schlägereien und das Einschreiten der Gendarmerie bei den Wahlen gemeldet. Wereine»nd MersummlUNKM. Dp» Uerein Berliner Mohnnngsmiethrv hielt am Mittwoch in Köhler'S Restaurant, Teltowerstr. 38, eine zahlreich besuchte allgemeine Mitgliederversammlung ab, in welcher der Vor fitzende, Herr E. Malzahn, über die Bestrebungen des Ver» eins referirte. Der Entwurf des bürgerlichen Gesetzbuches, betr. die Beschränkung des Exmisstonsrecbtes, hat in dem Grund« befitzerverein viel Anfecktungrn erfahren. Der Mietherverein wird seinen ganzen Einfluß zur Geltung bringen, damit dies zum Gesetz erhoben werde» um den kleinen Miethern bei ein« tretender Krankheit oder in sonstigen Unglücksfällen nicht durch das gegenwärtige Pfandrecht des Wirthes seiner lctz'en Habe zu berauben. Geradezu widersinnig ist die Forderung der Wirthe, dos Retentionsrecht auch auf die Astermiether auszudehnen. Der Vereinssyndikus, Herr Rechtsanwalt Paul Michaelis, hielt alsdann den angekündigten Vortrag über„Praktisches aus dem Miethsrecbt". Der Redner behandelte das Tbema über die Rechte und Pflichten beim Be- ziehen und Verlaffen der Wobnung und fühlte mehrere Bei» ipiele der Streitigkeiten bei Nichtbefolgung dieser nothwendigen Vorschriften vor. Der Vottrag wurde mit großem Beifall auf» genommen und rief eine recht lebhafte Diskusfion hervor, in welcher der Vortragende noch oft Gelegenheit hatte, an ihn ge- stellte Fragen zu beantworten. Es wurden in der Sitzung wieder 30 neue Mitglieder aufgenommen. Versammlvns de« Fachvereins der Marmor» nnd Granttarbeiter'am Sonntag, den 25. November, Vormittags 10i Uhr, in Deigmüller's Lokal, Alte Jakobstraße 48 a. Auch N'.chtmitall-der find willkommen. Fachverein der Knchbinder nnd verwandten Ke- ruf« genossen. Sonntag, den 25. November, Befichttpung deS Postmuseums. Sammelpunkt Vormittags 10 Uhr im V.reins- lokal. Annenstr. 16. Zahlreiche Betheiligung wird gewünscht. — Montag, den 26. November, Vereins Versammlung im„Louisenstädtischen Klubhaus", Annenstr. 16 r. Tages ord». nung; 1. Vottrag über„Die Lage der Arbeiter und ihre Orga» nisation". 2. Verschiedenes und Fragekasten. De» Verein de» Lackirer hält am Montag, den 26. d., Abends 9 Uhr, Kommanvantenstr. 72, eine Mitgliederversamm- lung mtt folgender Tagesordnung ab: 1. Zweck und Ziel des Vereins. 2. Bettcht über die Statutenänderung. Bericht über die Löhne der Lackirergehilfen nach den Angaben des ftatistischm Bureaus. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. viel Schnee gefallen, auch auf das Dach des Hauses eines Herrn Meinershagen, welcher Herr vas Hinuntettegen desselben an« ordnete. Der gerade vorübergehende Oberstlieutenant Charles Mareler erhiell eine Schippe voll Schnee auf den Kopf ge- sandt, so daß ihm der Hut angetrieben und platt gedrückt, auch sein Kopf mtt einigen Hautabschürfungen bedacht wurde. Herr Meinershagen sprang, als er das angerichtete Ui glück sah, hinzu, nöthigte den Oberstlieutenant in sein Haus, überhäufte den O fizicr mit Entschuldigungen und bot ihm sogar Stättungs- mittet an. Der Oberstlieutenant begab fich nach Hause. Er fühlte fich allerdings nicht ganz wohl, glaubte aber nicht, daß der ihm zugestoßene Unfall weitere ernstere Folgen haben werde. Er ließ gleichwohl seinen Arzt kommen, der ihm eine kleine Luflveiänderung empfahl. Der Overstlieutenant reiste demgemäß nach Edinburg. Bei seiner Rückkehr aus Evinburg konsultitte er, da ein eingetretenes Kopfleiven durchaus nicht schwinden wollte, den Dr. Jenner, welcher ihm eine Reise nach dem Festlande ver« ordnete. Der Oberst begab fich nach Luzern; die Gebirgsluft wirkte sehr günstig, und er kehrte, von dem Leiden gänzlich geheilt, nach London zurück. Diese vorübergehende Beeinträchtigung seines Gesundheitszustandes glaubte nun der Oberstlieutenant den Ar- beitern des Herrn Meinershagen zur Last legen zu dürfen, und er verlangte nunmehr von letzterem, der für seine Leute verant« $ r, sä z äs Hauseigenthümer, daß der Hausarzt oder Herr Dottor Jenner dem Oderstlttutenant nicht eine Reise um die Welt verschrieben haben. Diese Reise hätte dann noch etwas mehr gekostet! D«« Mähte» in« Stammbuch. Wie Du stimmst, so klingt es wieder, Wie Du's willst, geschieht's Dir recht. Haltst Du fest nicht, stnlst Du nieder, Bind'st Dir Ruthen, gehl's Dir schlecht, Prüfe, eh' Du Weihnacht feierst, Was Du wünschest Dir an Gaben, Wävle, wie Du, wenn Du steuerst,! Wünschen wirft, gestimmt zu haben Theater. Sonntag, den 25. November. #»«*#%«*#. Do, Juan. Montag: Die Quifcow's. Sey«»svt-Usa«». Geschlossen. M«S»»v-Nheatee. Einer von unsere L-uf Montag: Madame Bontvard. Vorher: Der dritte Kopf. g*!*«S-dt««try. Nora. Montag: Die große Glocke. Ti»«at«r. sKönig Richard der Dritte. Montag: Götz von Beilichingm. SriMirit*- WUHelmstädtisch»« Theater. Kakadu. Montag: Dieselbe Vorstellung. Uiktaria-Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Montag: Die Reise in die Pyrenäen. M-e»»»x-Theater. Die Wildente. Montag: Papa Gustave. Vorher: Das Blaubuch. LeUeaMtaare-Theate». Der Rattenfänger von Hameln. Montag: Dieselbe Vorstellung. WoUr»-Th«at»r. Die sieben Todsünden der Berliner. Montag: Dieselbe Vorstellung. MSirfeftadttf'eh«« Theater. Die schwarze Dame. Montag: Dieselbe Vorstellung. Semtmit-Theater. Schmetterlinge. Montag: Dieselbe Vorstellung. Jjwif Grnst-Theater. Die drei Grazien. Montag: Dieselbe Vorstellung. NaritRt. SpezialitSten-Vor- Sanft»«»«'» stellung. Ä-aeordia- Theater. stellung. Chaänr»er Dteichshalls»: Spezialitäten Vorstellung._ Spezialitüten• Vor« Berliner Theater. Sonntag, den 25. November: — Ena.— Schauspiel von Richard Voß.—(Eva: Hedwig Niemann.) — Anfang 7 Uhr.— Montag, den 26. November: — Eva«— (Eva: Hedwig Niemann.) Anfang 7 Uhr. Dienstag, den 27. ssiovember: Demetrino. mtr Anfang 7 Uhr."MS Frau American-Theater. ValhMPth«at«p»tpa»M Up. 15. Berliner SchOnbeita-Konhnrrenz. Die Tableaux werden von in Kerlin gr- d-rene« KchSuhriten dargestellt. Erstes Bild: Aschenbrödel nach F. Hlddemann: Frl. Martha Kögel. Zweites Bild: Unter »ose« nach P. Thumann: Frl.*. Drittes Bild: Soffnnns nach C. v.Boden hausen: tl.**. Viertes Bild: Ua» Masser nach Gräf: Frl.***. Fünftes Bilv: Lachen- der Himmel nach Raphael: Fräul. Elise Elsner und die übrigen vier Damm.(Die mit****** bezeichneten Damen wünschen ungenannt zu bleiben.) Neu!! Alvenvtilchen- Terzett. Auftr. deS Schattenstlhouetttsten Gsbar Alberti, d«S urkomischen Kendi» und Uenmanu .Bltemchen". Anfang 7\ Uhr. Sonntags 6i Uhr. Billet-Vorverkauf ohne Kufseld im„In valwmdank" und Vormittags von 11—1 Ub an der Theaterkasse.[80. (IlKji Lotterie zu Weimar. Ziehung 15. bis 18. Dezember er. I'rjf.':; 25,000, 5000, 1000; 500 Mll. flf.| Uerlegnng der Ziehung, sowie Uednrirnng der Gewinne ausgeschlolseu. Locse ä I Mk. II Stück 10 Mk.(Porto u Liste 20 Pf extra) empfehlen auch gegen Coupo s oder Briefmarken Oscar Bräuer& Co., KmrkgeschSft, Berlin W., Unter den Linden 12. 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Auftreten der Villons- Twupe und der kleinen 2jährigen Velozipedisttn Daisq. Amazonen-Quadrille, geritten von 12 Damen. Austreten des Jonglems zu Pferde Joe Hodgini, des Jockey Reiters Viktor Bedini, der Rrttlünstlerinnen Miß Victoria und Paula. Konkurrenz- Springen der beiden engl. Vollblut« Jagdpferde Ringlet u. Siegrive, g.ritten von Frl. Martha und Adele Schumann. 3 Akrobaten Gebr. Hozzini. 2 Athleten zu Pferde, dargestellt von Herm Mox Schumann und Jcö Hodgini. Mormorbilder. dargestellt von 13 Personen-c. Montag, den 26. November, Abends 7t Uhr: Große Brillant-'Porstellung._ ESnigs- Tunnel des Grand Hotel am Ateoanderplah. Täglich: Xnstrunmental-ConoeH. Anfang 7 Uhr. Entree frei. Bumtaw Kunze. Urania »vrangelstr. 9/10, nahe der Köpnicker Brücke. Jeden Sonntag Großer Kall. Di- Ballmnstb wird von einem großen Orchester ««■tfer»"SBÜÄÄii0"' msr"■ Ausgrabung von Pompesi. Potsdam und der Trauerzug»«se» Tnttee k Eycl. 20� Kind*nur 10 Pf. Abonn. Reelle Bedienung! Herren-Gaideroben. 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Mai 1853 und§ 16 des Zuständigkeits-Gesetzes vom 1. April 1883 bei dm Ministem des Jnnem und der Finanzen die Genehmigung eines Zusatzes zu dem Haus« und Miethssteuer-Regulativ nachzusuchm, wonach der Erlaß der Miethssteuer event. die Ermäßigung derselben bei Miethswerthen bis ein» schließlich 300 M. derBeschlußfaffung der Gemeindcbe« Hörden vorbehalten bleiben sollm. Dieser Erlaß oder die «nnäßigur g soll jedoch bei Miethssteuerpflichtigen, welche selbst oder durch zu ihrem Haushalte gehörige Angehörige «ehrer e miethsstmerpflichtige Räume bewohnen, nur in> soweit stattfi.'den. als der Miethswerth aller dieser mieths fteuerpflilttigm Räume zusammengenommen den Betrag Jon 300 Mail nicht übersteigt: � ferner soll bei den gmanntm Ministern ein Zusatz zum Gemeinde- Emkommer steuer Regulativ beantragt werden, wonach der Erlaß der untersten Stufe der «emeinde-Einkommensteuer, welche das Ein- «mmen von 420—600 Marl einschließlich umfaßt, eben- Ms der Beschlußfaffung der Gemeindebehörde vorbehalten r>Mdm soll. ttoJ111 das Etitsjahr 1889,90 sollen diese Nachlässe der ge« j, Steuern unter dm angeführten Bedingungen bereits i» kZlN gebracht werben. Dieser Beschluß� erhält aber erst Voraussetzung der Genehmigung der Staatsauffichtsbe- 8 wenn der in Berathuug beguffene Etat pro 1889/90 seine mdgiltige Wirksamkeit. Neichodrnckeret wird demnächst durch den beab ??»ten Anlauf der Grundstücke 112 114, 114a, 115 und 11( Asten Jakobstroße entsprechend erweitert werden. Ter -halt cnthäll die Summe von 645 000 M. für den der amannten Grundstöcke ausgeworfen. Die Gesammt- derselben beträgt 1997 Quadratmeter bei einer Front- i Js von etwa 80 Bietern. Die aus den Grundstückm vor- �enen Gebäude meiden niedergelegt und durch Neubauten �.werden. u,«i«** Mach» leidet olle Welt am Husten. Die an- uv�be iw«ine trabte Grtbcmie von katarrhal Nässe hat eine wahre Epidemie von lotarrhalischm Er- Josu�gen hcrvorgerufm. Brustthee, Pimpinelle-Effenz und «W Kognak werden, so plaudert die„Nat.-Z'g.", in un- Quantitätm vei braucht. Aengstliche Gemüther laufen ü l'rzt, erfahrenere greifen zur Hausapotheke. Jeder schleppt 5l>i.' seinem Husten herum so gut es geht und meidet die �oenheitxn, bei dmen er Andern damit lästig fallen könnte. s? Einladung zu einer Gesellschaft, ja zu einem engeren Kreise irt. Merlich von jedem Rückfichtsvollen abgelehnt werden. Ich Recht, so sagt er fich, mich störend in jede Unterbal- Vm°, 9» drängm, durch meine Eistickungsanfälle die Ge- ij.'sieu m stgxxn, das Vergnügen der Anderen erheb- � beeinträchtigm. Und diese Erwägung ist ße gerade weil fie selbstverständlich ist, bedarf «uß nicht erst besonderer Erwähnung. Und doch �ückjUt«S�gehobm werden, um dafür zu plädircn, daß die k Qn der Schwelle des befreundeten Hauses Halt 5.'ttU4 Bu klie Freunde zusammenkommen, sondern d.ß man tzeat»*:!' wo man dem Fremden gegenübersteht. Unsere �sch,« v vielfach jetzt durchaus leine Stätten der Erholung. % Aar«,.- Sprechenden auf der Bühne und den Hustenden �spinnt sich ein Weltlampf, wer von ihnen fich Sr»Ä? wachen kann, und leider, die Huster behalten fast �ccht, denn ihrer find viele gegen einen. Es ist eine wng. die der fleißige Theaterbesucher mit absoluter m: dar . g. D ? tes�ü.�kifch ihren Schmerz aus. Diesen Moment, der N au�. /�.Aufmerksamkeit erheischt, hat sich ein Stören« S um fich zu räuspern. Und damit hat er �.IWer Ö'B'bfn. In einem Dutzend Kehlen sängt es an, JÄ!}' � llctzen, zu zwicken. Von der achtzehnten Bank 2%-.das Echo dem Signalgeber auf der zweiten. Em £$ kislst?«-- �-.Halt." denkt der Vierte,„jetzt kannst Du es M u' in dem allgemeinen Geräusch stört es weniger ÄÄ CÄ«' l"111 � um die Wirkung ihrer Szene gekommen. 3»rL%r, welche nicht erkältet find, fangen an, die Nach- >I-hm vergiften und im tiefsten Innern zu ver- «enug' »Js?«ÄÄl denn zu dem Krächzen in des Basses Gmnd- Herliner Sonntagsplauderei. Vorbei ist'« mit dem Herbstzauber, der Regen d'c Scheiben; wohl dem Menschen, der keine defitzt; so findet das Wasser, welche« oben JgM oJ' unten wenigsten« einen Ausweg. Da« war ein leotp u noch, fast wehte er un« die Ohre» vom Kopf k°uns die Nase glatt an die Wange, und Situa- . jach cv wan auf den Straßen sehen— glanzvoll Ä di. rn9e und alte Damen strebten ihren Regenschirme« fei®* Au'"de umgedreht, ihre Stahlreifen wre Hilfe- M st, v Gimmel emporstreckten, und unten wühlte der & Tu n'pTt,- Rle'dent, so daß die Damen alle Mühe Mllen Ändern, daß die Kleider nicht den Schirmen kjXert\ 3ch hätte das natürlich aus SütlichkeltSrückstchten C4l. liB„ nn seitdem alle Welt in Tugendboldenhaftigkert &S& �at das schlechte Wetter keineswegs vermocht, «Uereis«?«°°° dem sündigen Berlin zurückzuhalten. ' � schwillt ihnen die Brust, dai Sesetzmache« gewall gesellt fich oft ein solche« in den höheren Oktaven, das unverkennbar weiblichen Ursprungs ist. Vielleicht entschließen fich die Direktoren dazu, in den Zwischenpausen statt Bier und Limonade Eibischthee und Setter mit Milch, statt der belegten Butterbrote Zuckerkant und Emser Pastillen herumreichen zu lassen. In Amerika, so berichtete jüngst eine Zettung von jenseits des Ozeans, ist ein findiger Impresario der Oper auf den Einfall gekommen, den Damen zu Liebe die Theaterzettel auf dünngewalztem Caketeig mtt Chokolade drucken zu lassen und daß die Damen das Personenverzeichniß attweise herabefien, weil es doit keine Foyers giebt und der Mangel an Er- frischungen stets als unangenehm empfunden wurde. Vielleicht lehnen fich unsere Direkloren an dies Muster an. Irgend ein hustenstillendes Mittel, das fich in dieser Weise verwenden lassen würde, wird es ficherlich geben. Ate Gefahr, da» Aug»»« schädigen, ist zu keiner Zeit so groß als in den kurzen, trüben Tagen des November und Dezember. Oft schon ist es bald nach der Mittagsstunde so dunkel, daß man ohne Ueberanstrengung des Auges nur an besonders gut beleuchteten Plätzen lesen, schreiben und feinere Handarbeiten ausführen kann. In den schlecht erleuchteten söge- nannten„Berliner" Zimmern aber wird es oft überhaupt nicht hell. Nun befitzt zwar das menschliche Auge die Fähigkett, fich den verschiedenen Graden der Lichistärke anzupassen, aber diese Anpassungsfähigkeit hat ihre Grenzen und darf ohne ernstttche Schädigung des Sehvermögens nremals überschritten und auch nicht allzu oft erreicht werden, wenigstens im jugendlichen Alter nicht. So allgemein aber auch bekannt ist, daß durch genaues Sehen, wie es beim Lesen, Schreiben:c. nothwendig ist, im Dämmerlicht das Auge auf jeden Fall geschädigt wird, so wenig vermeidet man besonders in den jetzigen Tagen eine solche Gefahr. Kinder fitzen in den Halbdunkeln„Berliner" Zimmern zur gewohnten Stunde an ihrem Arbeitstische und fertigen ihre Schulaufgaben an, und je eifriger fie dabei find, um so leichter vergessen fie die nöthige Schonung ihres Auges. Es ist eine erwiesene Thatsache, daß gerade die fähigsten Kinder an Gefichtt Mängeln der verschiedensten Art cm häufigsten leiden, wovurch der Schade, der den Einzelnen direkt trifft, auch in nationalökonomischer Beziehung noch eine größere Bedeutung erhält. Deswegen kann größte Wachsamkeit über das Auge der Kinder den Erziehern in Schule und HauS nicht dringend genug nahegelegt werden. In der Schule sollten z. B. die Handarbeitsstunden der Mädchen, die zum größten Theile am Nachmittage ertheilt werden, rechtzettig geschlossen oder zum Theil mtt Gesang, Deklamation und anderen deramgen Hebungen ausgefüllt werden. Es geschieht das zwar in vielen Schulen, aber nicht allgemein und nicht immer rechtzeitig. Da» groß« Lernrohr, welches sür die neue Sternwarte in der Urania im Äusstellungspark erworben ist, wird sowohl an Größe wie an optischer Kraft das größte Instrument der könig- ltchcn Sternwarte bei welt m übertreffen. Die Kosten für das neue Instrument stellen sich auf 50 000 M. Die große Linse des Jnstiuments Hot einen Durchmesser von zwölf Zoll, das ganze Instrument eine Länge von fünf Metern; dasselbe findet seine Aufstellung unter der Kuppel der Sternwarte, welche einen Durchmesst r von acht M lern haben wird. Die Kuppel wird durch elektrische Motoren nach den verschiedenen Richtungen h n Sedreht werden und auch die Oeffnung der Kuppel, zu welchem -weck ein über dieselbe hinlaufender spaltartiger Verschluß an- gebracht ist, wird durch einen elektrischen Mechanismus bewiikt werden, so daß durch einen Druck auf einen elektrischen Knopf sowohl die Bewegung"Drehung) der Kuppel, wie die Oeffnung des Verschlusses herbeigeführt werden kann, durch welch' letzteren das Fernrohr nach dm zu beobach- tenden Wellkörpern gerichtet wird. Der Fußboden, auf welchem der Beschauer steht, wird mittelst hydraulischer Druckoorrich- tungen bis zu einer Höhe erhoben, die dem Beobachter eine be- q-ieme Stellung vor dem Riesen-Fmrrohr gewährt und ein un- gestörtes Bcobachtm möglich macht. Der Bau der Stemwarte soll so beschleunigt werden, daß das Institut zugleich mit der Ausstellung von Einrichtungen zm Unfallverhütung im künftigen Frühjahr eröffnet werden kann. Gegenwärtig erhebt fich der Bau bereits mit den äußerm Gerüstm seines Schnurbodens über das Mauerwerk des Ausstellungsgebäudes und gewährt bei einem Besuche des Ausstellungsparkes einen klaren Ucber- blick über seine äußere Form und Ausdehnung. Auch beim Vorüberfahrcn auf der Stadtbahn ist das Bauwerk äußerlich ziemlich gut zu beobachtm. g«r gewerblich« Zeichenunterricht soll demnächst, wie die„Boss. Ztg." mittheilt, eine weitere Förderung durch ein ausgiebigeres Naturstudium der Pflanzenwett erfahrm. Wird dabei auch zunächst die h.imathliche Pflanzenkunde in Betracht kommen, so liegt es doch in den weitergehmden, von maßgeben- den Persönlichkettm vertretenm Plänm, die ausländischen G-. wächse in Natur, in guten Abbildungen, Zeichnungen und Ab- drücken den Zeichenschulm zugänglich zu machen. Zu diesem Zweck wird es nicht unzweckmäßig sein, die Verbindung mit Baumschulen, mit Gärtnereien und mit bereits bestehmdm An- stalten zu suchen, die fich die Pflege freier Gewächse angelegen sein lassen. Dann aber muß für eine Bereicherung der Schul- bibliotheken durch solche Werke gesorgt werben, welche die Flora ist keine leichte Arbeit, und wo heute zwei hohle Köpfe zusammenstoßen, da giebt es den unausbleiblichen sozialpolitische« Klang. Auch Herr Richter hat eingesehen, daß fich die freisinnige Partei auf das Schnellste mit einem sozialpolitischen Programm drapiren muß, um ihre Blöße zu decken, und b,e freisinnigen Anträge rasseln daher förmlich in die Oeffentlichkeit. Natürlich wer- den die„Thatm" der deutschsteisinnigen Helden in dm ibnm nahestehenden Blättern in würdiger Weise gefeiert, und eS dürfte die Zeit nicht fern sein, wo auch die ,mller- aetreueste" Opposition, bleibt sie einmal auf diesem Wege, trotz aller Fanfaronade» hoffähig wirb. D,e deutschfrei- sinnige Sozialpolitik wird wahrscheinlich etwa,«och n,e Dagewesenes darstelle« und wenn d.e Herren Richter und Ricke, t von ihre» Manchestertheone» Abschied nehmen, vergießen sie jedenfalls Thränm der Rührung. Auch diese salzigen Tropfen werde« ihnen dm bitteren Schmerz nicht versüßen; was ledoch geschehen muß das soll man ohne vieles Zögern ausführm. sonst wird es einem wieder leid, bevor etwas Rechtes mtstanden ist. Uns andere Leute kann da« wenig kümmern. Herr der wichtigsten Länder behandeln. Die dadurck begünstigte aus- gedehnte Kenniniß von Pflanzenformen kommt hauptsächlich dem Studium der Ornamentik zu Gute' doch genügt es nickt, die Herleitung der heute gebräuchlichen Fmmm und ihre Stilifirung kennen zu lernen, vielmehr wird es auch nöthig werden, die Frucht-, Blatt- und Blumenwerke des Alterthums wie des Mtttelalters auf ihre Grundform in der Natur zurückführm zu können. Dadurch wird man prattisch erkennen, wie die Alten die Formen der Natur nach ganz bestimmten Regeln umgebildet haben, um fie den Zwecken der Kunst im veredelndm Sinne dienstbar zu machen. Diese Studien werden für Modellmre nicht minder wichttg sein, als für Zeichner, und es unterliegt keinem Zweifel, daß namentlich auch dem Kunstgewerbe und seinen verschiedenen Zweigen damit in hohem Grade gedient sein wird. 9«y auf Grund de» Kozialistengesetze» aus Berlin ausgewiesene Restaurateur Jccoby hat jetzt die endgilttge Et» laubniß des Aufenthalts in Berlin wiedererlangt. HerrJacoby gehörte von jeher zur Fortschrittspartei, seine Ausweisung auf Grund des Sozialistengesetzes erregte deshalb seiner Zeit Auf- sehen. De« richtigen Kerli«»r i« KchanfpUlhau» schildern die„Lustigen Blätter" folgendermaßen: Wie wir hören, ist der Dichter der„Quitzow's" von der Berliner General- Intendanz angegangen worden, die klassischen Repertoirstücke das Schauspielhauses unter Zugrundelegung der märkischen Mundart neu zu bearbeiten. Die Aufgabe ist nicht so schwierig, und schon an einem kleinen Fragment wird man erkennen, daß das Hof» theaterfähig gewordene Berlinisch den„Räubern" von Schiller sehr zu statten kommen wird. (Beiläufig bemerkt: Was hinderte den Grafm von Moor und seine beiden Söhne, Berliner zu sein?) Die Nüaber. 1. Akt. 1. Szene. Franz. Der alt« Mao». Franz: Ihr seht so verschwiemett aus,— wie ist Euch denn, Vater? D. a. Moor: Janz wohl, oller Kronsohn, wat jiebt's? Franz: Mat wird's denn jeden,— der Leipziger Onkel schreibt wieder.. D. a. Moor: Nachrichten von meinem Sohn Karl? Franz: Stimmt,— aber wenn Ihr nich us'n Damm seid, Vater... ick trau mir nich— D. a. Moor: Trauen dhut der Paster in de Kirche,— schieß man los. Franz: Na jewarnt Hab' ick Euch, aber Alter schützt vorn Dhorweg nich— D. a. Moor: Stell Dir nich an,— lies vor. Franz: L>ßt mich vorerst auf die Seite gehen und eenen uf de Lampe jießen;— ick sollte eijentlich schweljen, indem er mein Bruder ist. aber uf de Längde jeht dct nicht— der Karl det is'n beser Bruder. Seit Ersten dieses hat er fich selbst» ständig gemacht un in Leipzig als Flatterfahrer und Leichen- fledderer etablirt... D. a. Moor: Halt de Luft an, Franz— er wird doch nich... Franz: Ick dachte, ick krieg'n Dod in beede Waden wie ick det lese, ja ja, et vasfiren de dollsten Jeschichten! D. a. Moor: Hujo, wie tief bist Du jesunken! Franz: Der hat Dir's stündlich besorgt, der auSver« schämte Bengel; Du mußt ihn enterben, det i«'t eenzigste Mittel— D. a. Moor: Enterben nee, aber warte man, ick werde ihm zeijen wat ne Harke is!— Franz: Rede doch nich so'n Blaak,— daraus macht er fich jarnischt, dem muß die Wurscht stündlich anjeschnttten werden— ick werde ihm schreiben und ihm die Sache ausein- anderpolken. D. a. Moor: Du willst ihm schreiben,— is mir sehr anjenehm, aber bedenke: So wat kommt in de besten Familien vor, schreibe ihm:„Lieber Karl, daß Du von's Jerüste der Moral jefallen bist, det freut uns sehr, aber det is ja keene Be- nehmijung nich"... un hör mal Franz, trieze ihn nich, det Piesacken war ihm immer jräßlich... Franz: Jib Dir man, et soll besorgt werden. D. a. Moor: Ick bin Dir sehr verknippett, Franz.— Während Du klierst, geh' ick eenm hinter die Binde jießen— adchee!(Geht traurig ab.) Franz: Schramm ab, oller Quatschkopp,— na warte, den Brief soll fich Kar! nich hintern Spiegel stecken, den wer' ick mir mal vorkriegen!... (Holt aus dem Bibliothekschrank das Buch„Der richtige Berliner" und geht schadenfroh grienend ab./ Di« Dampfstraße»bah» Groff-Licht-efeld«- Telt«» wird nach nunmehr abgeschlossenen Verhandlungen bestimmt biS Klein-Machnow und Stahnsdorf veUängert werden. Der Bau der neuen Strecke soll noch in diesem Jahre, Anfang Dezember, begonnen werden, und zwar wird die Bahn nicht, wie Anfangs geplant war, rm Teltow herumgeführt, sondern direkt durch die Straßen der Stadt gelegt werden. Im nächsten Frühjahr werden also die Berliner GU.genheit haben, das idyllisch gelegene Dorf Klein-Machnow auf direktem Bahnwege zu erreichen, das weise Haupt zu waschen. Dai ist ein böse« Zeichen derZeit, und erst wenn wir zur Berathuna des Militäretats kommen, wird eS möglich fein, daß Herr Richter die Scharte wieder auswetzt. Herr Richter wird durch seine bekannte Be- krittelung einzelner Posten sich seine Popularität sicher«, und hat er seine BravoS von seinen Parteigenossen in Petto, so erhält er vielleicht wieder etwa« frischeren Leben«« muth und die drohenden Wolken verschwinden von seiner Denkerstirn. Wer die Leipzigerstraße häufia zu passiren gezwungen ist, bemerkt die Veränderung, welche die Anwesenheit der RerchSboten hervorruft, sehr gut. ES sind fast alles wohl- genährte, gutgekleidete Herren von frischem Aussehen, denen man eS nicht anmerkt, daß das Gesetzmachen be. sonders schwierig sen Den ganzen Tag über kann man sich nicht mit dem Wohle des Volkes beschäftigen, wenig- stenS muß der Abend dem eigenen Gedeihen gewidmet sein, und so sieht man denn häufig die frommsten Landräthe auf den verbotensten Wegen. Vielleicht ist eS nur Wissensdurst, welcher die Herren w die Reichshallen und in die Concordia treibt,— wenn man eine Sache beurtheilen will, so muß man sie wenigstens kennen. Daher heißt es auch hier: Probiren geht über Studiren.--- und sicher wird der Ort, der zu dm schönsten Punkten in der Umgebung von Berlin gehört, das Ziel vieler Berliner Sommer- gaste sein, vorausgesetzt, daß sich die an Berliner Massenbesuch noch nicht gewöhnten Klein> Machnower um Einrichtung von Sommerwohnungen bekümmern. Eine« recht gemeine« Zscher? hat sich am 20. November ein Dragoner aus der Kaserne in der Schleienvachcrstraße mit mmm Leuten gemacht. Di« Frau des Tischlers Ferdinand Stmwe, Zoffenerstraße 27, IV wohnhaft, schickte am genannten Tage ihren zwöltjähngen Sohn nach der bezeichneten Kaserne, um von einem Soldaten eventuell ein Kommißbrot zu kaufen. Es gelang dem Knaben auch, ein solches für 40 Pf. von einem Dragoner, der anscheinend auf Stallwache war, zu erstehen. Als der Knabe das Brot näher detrachtete, bemerkte er, daß aus demselben die ganze Krume herausgerissen war. Fn dem Brot befand sich ein Zettel, auf welchen mit blauem Bleistift die höhnischen Worte geschrieben waren:„Wenig a�er gut. Reserve 1889*.— Der Knabe weinte zwar vor der Kaserne» doch ließ sich der hochherzige Baterlandsvertheidiger nicht mehr blicken. Neben vielen anderen Dingen, welche die Soldaten lernen müssen, wäre es wohl angebracht, wenn die Vorgesetzten den Mannschaften auch beibrächten, daß man arme Leute nicht mtt rohen Kasernenwitzen belästigt. D»» vttutfftvt Reisekorb. Recht leichte„Arbeit" hat ein in der Gneisenaustraße wohnender Kaufmann, der gleich- zeitig eine Annahmestelle der Packetfcchrt- Gesellschaft hat, unseren Spitzbuben verschafft. Der Kaufmann hatte om Freitag Abend einen ihm zur Beförderung üdergederen, wohlgefüllten Reise- korb vor die Thür aes-tzt, um dem Kutscher, der kurz vor 10 Uhr die eingelaufenen Gepäckstücke abzugeben pflegt, sein Amt leicht zu machen. Der Kutscher erschien aber nicht. Der Kaufmann schloß seinen Laden und der Korb blieb auf der Straße sieben. Die Herren Langfinger ließen sich denn auch die günstige Ge- legenheit nicht entgehen, stahlen den Korb und heute Morgen fand man denselben, seines Inhalts deraubt, in der neuen Reit- bahn der Dcagoperkaserve. In hit„MtarkthaUen-Ztg." lesen wir folgendes erbau- llche Stückchen: Von den an dem Zustandekommen der Markt- hallen detheiligten Kommissionen ist die Baukommisfion die am wenigsten glückliche gewesen. Während jedes Fü ckchen Erde auf den Micthertrag hin zugerichtet ist, wurde selbst der nothdürftiasten Bequemlichkeit der Verkäufer und Verkäuferinnen kaum Rechnung getragen, so daß z. B. das in der Nordostecke der Zentralmartthalle de- lcgene Institut mit der bloßen Aufschrift„Kloset" ohne Thei- lung für die Geschlechter von Männern und Frauen gleich- zeitig denutzt werden muß,— ein Mißstand, der ganz wider« liche Konsequenzen mit sich bringt,— denn daß die wiederholt demerkte Rüttelei in jenen Zellen nicht von Handwerkern herrührte, welche Leisten oder Aehnliches abzuhobeln hatten, ist vor zirka 14 Tagen dadurch erwiesen, daß man einen Mann und eine Frauensperson aus ein und derselben Klosetzelle kommen sah. Wir würden die ganze, wenig appetstliche Angelegenheit ohne weiteres unterdrückt haben, wenn wir nur den guten Willen demerft hätten, unserer bereite cm 4. O-tober er. ge- "~oIße gebenen dringenden Anregung in Nr. 79 der„B. M. Ztg." Folge zu geben. Da aber alle das bauliche Ressort der Marlthallen betreffende Verbesserungen, wir erinnern nur an das langsame Zustandekommen der Windthüren und anderer zum Schutze der Händler erforderlichen Einrichtungen, an einer gewissen Stelle im Kuratorium auf zähen Widerstand stoßen— so halten wir es für rötbig, zu erklären, daß die Zustände, welche die Polizei z. B. im Orpheum und in der ehemaligen Villa Colonna durch Entfernung der Nischengardinen so energisch zu beseitigen mutzte, allen Anschein haben, sich in der Zentralmarkthalle ein- zuburaern. Erst Anfangs voriger Woche haben am hellen Mittag drei Zeugen durch die obere Verglasung eines Lagerraums einen „interessanten Vorgang" beobachtet, der sich darin auf den Aipfelsäcken adspictte und nur durch die schleunige Jnter- vention eines dieser Zeugen vor der eigentlichen Explosion ein Ende fand. Es muß unter ollen Umständen Sorge getragen werden, daß solche Dinge in den Hallen nicht vorkommen können. Die Aepfel werden dadurch nicht appetitlicher, und die unverweid- lichen Uebertreitungen, welche das Koli-ortiren solcher offen« kundiger Thatsachen von Mund zu Mund zur Folge hat, tönnen dem tzallcnwescn nicht zum Vortheil gereichen.— Es muß da reckt angenehm und heiter zugehen. Im Gst»« Kerlin» eneat die Verhaftung eines jungen Kaufmanns großes Aufsehen. Wie die„Volls-Ztg." auS zuver- lässiger Quelle erfühlt, handelt es sich um folgenden Sachver- hall: Der Verhaftete, Kaufmann Solomon Davidsohn, ist der Cqef einer kleinen„schwarzen Bande". Er begründete im Monat Juli d. Z. im Hause Kaiserstraße S3 ein Engros« Geschäft für Tuch- und Wollenwaaren. Sein ganzes Betriebskapital de« trug nach seinem eigenen Geständnisse 600 M. Daneben besaß er aber ein eminentes Talent, andere Leute hineinzulegen. Er nahm die Dummen, wo er sie fand, und beschränkte sich dabei keineswegs auf Berlin und Umgegend— ganz Deutschland war ihm dafür nicht zu groß. Er scheint es bei seinen Operationen besonders auf die gcmüchlichen Süddeutschen abgesehen gehabt zu haben, denn dort hat er die meisten Opfer gefunden. Wie er es machte, das war keineswegs neu und eigentümlich. Er erschwindelte sich Waaren auf Kredit und verramschte dieselben. Aus dm zahlreichen Fällen, die uns bekannt geworden find, wollm wir nur einen Fall herausgreifen: Der Wollenwaaren- fadrikant I. M. in Hehnbrechts bei Hof erhielt Anfangs August eine Aufforderung, den ic. Davidsohn zu„bemustern", d. h. ihm Muster zu schicken. Das geschab, und nun folgte eine Bestellung, die M. gegen Nachnahme cffettuirte. Kaum konnte die Waare angekommen sein, 8 so erhielt der Absender eine telegrophische Trpesche, in welcher der Adressat der Waare anzeigte, daß er jede Geschäftsverbindung ablehnen würde, wenn die Waaren gegen Nachnahme versandt würden. Der Adsmder ließ ihm daher die Waare ohne Nachnahme, obwohl vorher„per Kasse" oerabredet war, er erkundigte sich aber in einem AuSkuaftSdureau und erhielt den Bescheid, daß D. früher ein„sehr foltder junger Mann" gewesen sei, mit geringen Er- sparatssen sein Geschäft degründet, aber einen Rückhalt an seinem Schwager, einem dekannten Börsenmaller, habe. Auf Grund dieser Auskunft wurden weitere Bestellungen effelluirt. Am 17. September erschien D. persönlich bei M. in Hehndrechts, trat sehr nobel auf, suchte sich einm Posten Waare aus, den er mtt zur Leipziger Messe nehmm wollte, er defesttgte das in ihn gesetzte Vertrauen, erhielt die Waaren wieder auf Kredit und de-iellte von Leipzig aus neue, die er aber nickt erhielt, w il M.'e Lager erschöpft war, dezw. die vorhandenen Waaren bereits bestellt waren. Da bereits 1500 M. zu Lasten des D. gebucht warm und Zahlung nicht einging, erkundigte sich M. bei einer anderen ihm bclanntm Berliner Firma und erhielt die Antwort: D. ist Allerweltspumper." Fetzt reiste M. sofort noch Berlin, um zu retten, was zu retten war, er fand aber das Geschäft ge- schlössen und dm D. sammt seinem Buchbaltcr Moses verhaftet; diesen„Buchhalter" halte D. lediglich zu dem Zwecke engagirt, einen Gehilfen beim Betrüge zu hadm. Am Freitag hatte M. Gelegenheit, sein Leid dem Untersuchungsrichter in Moabit zu Ilagm und dabei zu erfahren, daß er sehr viele Leidensgenoffen habe, daß D. wegen betrügerischm BantervUs und wegen Be- trüge s, der Buchhalter aber wegm Beihufe dazu verhaftet sei. Dem Untersuchungsrichter dürste es erwünscht sein, noch mehr „Hmeingefollme" kennen zu lernen. Leichrnfleddrerr. Aus Altona wird gemeldet: Ein Bäckergeselle aus«erlin, Namens Willy Geffke, wurde von der Knminalpoltzei ern.ilteit und zur Haft gebracht, da er ver- dächtig ist, gewerbsmäßig Betrunkenen Geld und Uhren gestohlen zu haben. Erst kürzlich wurden einem norwegischen See- mann auf diese Weise 4 Lstrl. mtwendet. Der Arrestat wechselte, um seine Spur zu verwischen, alle paar Tage seine Wohnung hier und in Hamburg. Eine große Menge von An- zeigen liegen vor von Leuten, welche in derselben Weise ge« schädigt find, von welchen mehrere den Verhafteten als Thäter erkannten. In Berlin hatte er im Mai eine goldene Uhr zu verkaufe« gesucht, wurde jedoch angchallen; indeß gelang es ihm wieder, zu entwischen. De« Sprung in« Ienselt« versuchte am Freitag Nach« mittag ein lebensmüdes junges Mädchen, indem es sick in dm sogmanntm Katzengrabm stürzte, der in der Nähe der W-idm- dammcr Brücke in die Spree mündet. Das unsaubere Wasser dieses Gradens ist jedoch so wenig tief, daß es der Selbst- Mörder n nur etwa bis zur Taille reichte; das kalte Bad scheint sie jedoch s.chr bald von ihrer Ledensmüdigkeit kurirt zu haben, denn sie rief laut um Hilfe, die ihr auch rock rechtzeitig von einigen in der Nahe auf der Spree mtt ihren Fahrzeugen haltenden Schiffern gebracht wurde. Es gelang ihnen nach vieler Mühe, dos Mädchen aufs Trockene zu bringen. Auf der Wache des 2. Polizeireviers, wohin man die„Gerettete" sodann schaffte, gab sie an, daß sie Johanna L. heiße, bei einer Herr- schaft in der Georgmstraße im Dienste stehe, aber so schlecht be« handelt werde, daß sie sich entschloffen habe, tn den Tod zu gehen. Das kalte Bad ist dem armen Mädchen so übel bekommen, daß sich bei ihm ein förmliches Fieterdelrrium ein- stellte, das seine Uedersührung nach einem Krankenhause er« hüschte. Vollfell'ertcht. Am 23. d. M., Vormittags, stürzte auf dem Neubau Diesftnbachstraße 52 der Maurer Weidmann, als er im Trepvenraum des Seitenflügels mit dem Aufstellen eines Gerüstes beschäftigt war, auf den unteren Treppenabsatz herab und erlitt anscheinend einen Schädelbruch, so daß er nach dem Krankenbause Bethanien gebracht werden mußte. An vemsclbm Tage, Nachmittags sprang eir Dienstmädchen am Weivendamm in selbstmörderifchcr Absicht in den sogmanntm Katzengraden, wurde jedoch, ohne Schadm genommen zu haben, aus dem Waffer gezogm und nach; der Cbaritee gebracht.— In der Nacht zum 24. d. M. wurde im Cafö Imperial, Rosenthaler- straße 26, ein Billethändler infolge eines Mottwechsels von einem Studenten mittelst eines Taschenmessers in den Hals ge- stocken. Der Student wurde infolge dessen von den anwesenden Gästen angegriffen und geschlagen, wobei er eine bedeutende Verletzung am Kopf erlttt. Beide mußten nach dem St. Hedwigs- Kranken hause gebracht werden. Nergnügmtgs-Chrsuik. pvojektirtes Repertoir dir Königlichen Schau» spiele vom 26. November bis 3 Dezember. Im Opern« hause. Sonntag, den 25.: Don Juan(Frl. Weitz als Gast); Mo«tag, dm 26: Die Quitzows(Herr Mittcrwurzer als Gast); Dienstag, dm 27.: Der Waffenschmied(Frl. Herzog als Gast); Mittwoch, den 28.: Narziß(Herr Mrtterwurzer als Gast); Donnerstag, dm 29.: Die Königin von Saba; Freitag, den 30., neu einstudirt: Der Rattenfänger von Hameln; Sonn» abend, den 1. Dezember: Die Quiyows(Herr Mrtterwurzer als Gast); Sonntag, den 2.: Der Rattenfänger von Hameln; Montag, den 3.: IV. Symphonie.— Im Schauspiel- hause. Keine Vorstellungen. Im Neutsch«« Theater wird heute, Sonntag, König Richard der Dritte gegeben; morgen, Montag, geht auf be« sonderen Wunsch Die Hermannsschlacht in Szene. Das weitere Repettolr dieser Woche ist folgendermaßen festgestellt: Diens« tag, dm 27.: Die beidm Leonoren; Mittwoch, den 28.: Romeo und Julia; Donnestag. den 29.: Der Pfarrer von Kirchfeld; Freitag, den 30.: Götz von Berlichingen; Sonn- abend, den 1. Dezember: Die Jüdin von Toledo; Sonniag, dm 2.: Ter Pfarrer von Kirchfeld. Gerichts-Zeitnng. Gl«« Zierde de» Kaufmannsstande» stand gestern in der Person des Lederhändlers Moritz Treitel vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I. Ihm wu den 19 vollendete und 7 versuchte Betrugt fälle. 2 Unterschlagungen, F.erheits« berauduna und Vergehen gegen die Konkursordnung zur Last aelegt. Der Angeilagte etadlirte sich, kaum 22 Jahre alt, im Mar vottgen Jahres in der Holzmarktstraß? 54 als Lederhändler, nachdem er bis dahin im Detailgeschäfte der Matettel sten« blanche gearbeitet heute, obne von der kaufmännischen Buchiüh- rung etwas zu kennen. Er besaß ein Anlagekapital von 1500 M. Im Februar d. I.. also nach acht Monaten, getterh er beretts in Konkurs, es stand dem Altivbetrage von 2000 M. eine Schuldenlast von 17 600 M. gegenüber, die Gläubiger er- hielten aus der Masse drei Prorent. Seine Buchführung gewährte keine Uebersickt, im Hauptbuch waren nur die Schuldner, nicht die Gläubiger, ausgeführt, eine Bilanz war nicht gezogen. Der Angeklagte soll sich durch falsche Vorspiege- lungm Waarrn und Kredit verschafft haben, trotzdem er seine Zahlungsunfähigkeit kannte, in sieden Fällen ist es bei dem Ver- suche geblieben. Die Täuschung gelang in einigen Fällen auch dadurch, weil die Lieferanten die Firma des Ängeilagten mit der gut fituirtcn und angesehenen Firma M. Treitel u. Co., Neue Fttedrichstraße, identisch hielten. Ein Buchbalter, der im Austrage seines Prinzipals die soeben verabfolgten Waaren zurück« haben wollte und etwas zu energisch austrat, wurde von dem Angeklagten eingeschloffen, brs er einen Schutzmann geholt; er beging hierdurch das Vergehen der Frelhettsderaudung. Die Unter- schlagungen wurden dadurch verübt, daß der Angeklagte über ihm in Kommission aegedene Waare im eigenen Interesse ver- fügte. Die Verhanv-ung, die den ganzen Tag in Anspruch nahm, endete mit der Verurtbeilung des Angeklagten zu 2\ Jahren Gcfängniß und 3 Jahren Ehrverlust. * Klein« Zlrsachr« hatte das Vergehm gezeitigt, welches den Kurschcm August Sckirmer und Ernst LIndncr gestcm vor der 92. Attheiluna des Schöffmgettchts zur Last gelegt wurde. Beide waren im Mai in der Holzschneiverei und Sägemühle von Hensel und Sommerlade beschäftigt und die Fadrikaitten hatten ihnen die Erlaubniß ettheilt, sich durch den Verkauf von Sägespähnen, welche von den Schlächtern a?s.Sckmooi" zum R mchrrn von Wurst verwendet werden, einige T ir kgroschen zu verdienen. Da aber den andern Arbeitern das Mitnehmen von „Schmook" nicht untersagt war, so nahm sich auch der Säge« müller Hell das Recht, ad und zu einen Sack davon zu annek- tiren, um sich dafür vom Schlächter die üblichen 50 Pfennige geben zu lassen. Diese Konkurrenz war den Kutschern recht unangenehm und da Blicke und Worte nichts gegen den Konkurrenten ausrichteten, führten sie bei den Fabrikanten Beschwerde. Von diesen wurde ihnen der sonderbare Rath er- thellt, dem Heil, falls derselbe wieder Sväbne mitr.ehmen sollte, den Sock aufzuschneiden. Dieser Vorschlag wurde auch richtig ausgeführt. Als Heil einige Tage später mit seinem„Schmook losgehen wollte, liefen die Kutscher hinzu und Andrer schlitzte Mit seinem Messer den Seck auf. dessen Inhalt dadurch auf den Boden niederfiel. Ueder dieses Gebahrcn war Heil sehr erbittert und ergab seiner Erregung in einigen Worten gegen die Kutscher Ausdruck, welche nicktS weniger als schmeichelhaft klangen. Hierdurch fühlle sich Sckirmer so beleidigt, daß er mit gedalltrr Faust auf den Heil einschlug und als dieser sich zur Wehre setzte, sprang Ltndner ebenfalls hinzu, um seinem Kollegen bei der Prügele, zu hrlfen. Heil hat spälrr die Bestrafung der beiden Thäter beantragt.— Schrrmer räumte ein, ge- geschlagen zuhaben, oder erst nachdem Lindner von Hell ge- schlagen worden sei.— Lindner behar ptet-, Heil habe ihn zuerst angegriffen, er selbst sei gar nicht zum Schlracn gekommen.— Durch die Zeugenaussagen wurde irdeß festgeslellt, daß die beiden Angctlagten zuerst angegriffen unz dann gemeinschaftlich auf Heil loc geschlagen hatten. Dir Siaatsanwalt beantragte gegen Schirmer 14 Tage Gefängniß und gegen Lindner, da${, weniger beteiligt erschien, eine Geldstrafe von 50 M-, 10 Tage Gefängniß. Nach einer längeren Vetthndigrm�Ms«Ildes, de' des Rechtsanwalts Sandbcrg verurthcilte der Gerichtshof W tjtbdtn" Angeklagten zu je 30 M., event. 6 Tagen Gefängniß. w Angeklm * Tin«ah« an Raab grenzender Dieb stahl»m«>m,«fte R am 5. November von dem„Sattler" Franz Schiemann veiiw wnbe des Derselbe traf an diesem Tage den Arbeiter Scholz in eiaa i% lüdetlid Kneipe, wo sich beide am Biertisch ewige Freundschaft schwort»,@jn welche Scholz damit bcfiegette, daß er für den neuen Freum: mh fcet je| die ganze Zecke dezahlte. Schiemann wußte nun den W#' Maaten ibi Scholz zu bereden, mit ihm nach der Elisabethstrtts» Nuer zu) gettunkenen.....«,».„uu,>- zu gehen, wo seine Mutter wohne, und Scholz folgte arW'«i dieser Einladung. In der genannten Straße angelowrof'!«wint die lockte Schieman seinen Begleiter in einen Hausflur und bp#{«Haie aus d dott, ihm doch eine Mar! zu leihen, die er seiner AW'«8 dies nil welche vier Treppen hoch wohne, aeben wolle. Der gutmuM«%lenk un Scholz war bereit, auch dieses Opfer zu dringen und p s utib das? sein Portemonnaie aus der Tasche, um das Gttd heraus nehmen. Kaum hatte er jedoch die Geldbörse in Hand, als Schiemann ihm dieselbe blitzschnell entriß und dM das Wette suchte. Der Beraubte ellte dem frechen Aa# nach und es gelang ihm auch, denselben mit Hilfe einiger dingfest zu machen. Auf der Polizeiwache fand man das monnaie nicht mehr bei drm Diebe vor, well er es sofort ''''~! lose in seiner%*# ®elie. S AlAchrn, . bald fl der Sethe sich geworfen hatte, aber das Geld wurde...------ gefunden.— Vor dem Schöffengettcht behauptete Schtem� den Diebstahl in angetrunkenem Zustande begangen zu Kch Da er aber schon diverse Strafen und auch eine wegen r" stabls hinter� sich hat, so wollte der Staatsanwalt ihn � ik(, r und . treibe i, J/h] ander trtf uiMmsietlti 5 Monaten Gefängniß bestraft wissen. Das Urtheil des@ fq- richtsbofes lautete auf 3 Monate Gefängniß. Inr Frage, ob in der Keitragsleistnng l* boten«« Samnrlnnge« für die Familien der auf G-un«, Sozialist engest tz.s ausgewiesenen Personen eine st rat das l Beihilfe»u dieser That zu finden ist, liegt jetzt eine k untttAlj dring des Kammergerichts vor, welche von der der � w R*, von Wie w««rW| tuuirnw vt» Je vu,«i uuivuuf»»- � � Ttut iGettcht hatte in einem sorgfältig degründeten Beschlusses Mrrennu» Antrag der Staatsanwaltschast, gcgen den Knrpfarbetter Nora eröffnen, a et das Hauptoerfahren wegen der vorgedachten ZIp r n, zurückgewiesen, well der Fall der nothwendis' -Ä Beihllfe vorliege, ohne welche begrifflich die qü. TW% Haupt nicht denkbar ist. Auf die von der Staatsanwastsckast� gelegte Beschwerde hat der Strafsenat des Kammergerichi». landgcrichtiichen B.schluß aufgehoben, das Hmplv rfohlr», öffnet und die Sache zur Verhandlung und Entschs�S vor das Schöffengericht verwiesen, wohingegen die anwaltschaft die Eröffnung des Hauvtoerfahrens vor der» ,-.,, C7\- m.___.. k___. 5? kl v» kammer deantragt hatte. Die Begründung lautet:„3"., � S.__ IT)»___ C____ /TT........f'____ COasMl rfo bi K m Diu Ä wagung, daß der Verkauf von Sammeldöns zum Bei»" Familien ausgewiesener und inhaftirter Sozialdemokrat«» 8'% sofortige Zahlung den That bestand eines Vergehens 0*%# §§ 16. 20 des Sozialistengesetzes in Verdinvung mit der fügung des Polizeipräsidenten von Berlin vom 26. Februar v™ darstellt, daß in dem vom Angeschuldigten geständlrck% pi.Um ffy nommenen Anlauf von 27 der gedachten Sammelbons rL p Baarzahlung sehr wohl eine Thätigkeit gefunden werden U, welche den Verkauf der Sammeldöns und damit dos � sammeln von Beiträgen zu dem beregten Zwecke% cteT (doch überhaupt erst möglich macht. D. Ref.). daß die pi g,, lichlctt sich aus den eigenen Angaben des Angeschuldigten, ■ WstWM» H' te°>en giebt, ist beschlossen w.,. Znm Nachweis« der Uothwenbigbeit der gtrvf� meeg L« instaez können täglich neue Straffälle vorgefruirt rvett� rte g, denen die seitens der Schöffengerichte erfolgten Verurth�-r�« 1"" dcr Angeklagten durch die Berufungs-Strafkammern sprechungen umgewandelt werden. Besondere Ecwähnu» nnj, dient der nachfolaende. Die bisbec völlig unbescholtene � sehr jugendliche Kellnerin Anna Müller war beschuldigt, Gaste ein Tdalerstück entwendet zu haben, das"«rlelte. Ip, Nnd. ab «SSS zuvor zur Bezahlung einer Flasche Wein auf den Tua M noch„j hatte. Trotz dcr Unschmddetheuerungen J)et Ange«� �enb wurde dieselbe auf das Zeugniß des Gastes mtt voller Bestimmtheit bekundet hatte, daß af Thalec auf den Tisch gelegt, daß kurz daraus Angeklagte das Lokal veranlassen bat. daß e» den Thaler nicht mehr- auf dem Tisch liegen M Jr daß die Angeilagte sich geweigert habe, ihm ihr Portes, y vorzuzeigen, weil sich in demselben mehrere Thalersm�,, fänden, wegen Unterschlagung zu 14 Tage>> zzi fängniß veiurtheilt. Die Strafhöhe wurde mit ihrei« �' Leugnen begründet. In dem auf die von der Angm ipy gelegte Berufung anberaumten Termin vor der 6.■StraJ'M Berliner Landgerichts I wurde zunächst festgestellt, daß& � 4 Glas Bairisch Bier. 4 Schnäpse, 1 Flasche Portwti»� 3 Flaschen Rolhwein getrunken hatte. Trotzdem war SgL# selben völlige Klarheit im Kopfe behauptet worden. wurde bezeugt, daß der Gast nach Verlaffen des Lokals! z,« der Ange'toaten einen Theil seiner Zeche bei deren Kolle?' � zahlt hat. Unter diesen Umständen erachtete der iif gericht. bof die Aussage des Gastes nicht für zuvcrla>,8- � daraufhin die unbescholtene Angeklagte zu verurthellen, i* vielmehr freigeiprochcn. . N«r bisherige königl. Kofschanfpirter Müller-Hanno, dessen plötzliche Entlassung aus vew�jg bände des lönigl. Hoflheaters s. Z. berechtigtes Aufschts stand gestern unter der Anklage des Vergehens gegen xF lickkeit vor dcr IV. Strafkammer hiesigen liandgcrctiis'■„jF' selbe wurde beschuldigt, sich in derselben Aergcrniß 4\ Welse gegen den öffentlichen Anstand vergangen zu Wf; Uti] dies s. Z. dem Regierung-baumetst.r Runge zur Last.«s wurde. Derselbe ist eines Tages am Gol�sischteick uno.W Siegcsallee in einer so wenig dem verhüllenden Z��„»i« Garderobe entsprechenden Verfassung angetroffen woro«� � zwei vorüdergeh-.nden Damen die Sckamiöthe ins trieben wurde und auch mehrere Schutzleute Aergern v p rahmen. Der Angeilagte stellte die eache so dar, oa» in einem n rvös erregten Zustande befunden habe, g ölolZ reichliches Kneipen an jenem Tage zu einem Zustande Trunkenheit geworden sei. Er wollte auch keineswegs haben, daß Damen in der Nähe waren und nur ein n° B-dürfniß befriediot haben.- Die Verhandlung fast�rc� S'Z: h und ;f:| Ü *5';r«UMriTB reflieöt?»! DOOeit.—«ütC WlyanotU'ltt' fZtttfivVk Ausschluß dcr O:ffe>rtlichkett statt und wä.rte über 3, Mlch Schluß der Beweisaufnahme deantraate der s>a Hoppe 450 M. Geldbuße event 45 Tage Gefängneß. Herl». richtehof hat, wie dcr Vorsitzende pubtizirte, ,■! vu., wi Vorsitzende. dieser Beweisaufrahme und nach sorgfältiger UWI«-Oewereausraame uno nao) lorgiu»«»«-„-aO"',, die Ueberzeugung von der Schuld des Ar geklagten M Dabei sei nicht unberücksichtigt geblieben, daß vericl klagte vor längerer Zell schon einmal unter der.& Anklage vor demseloen Gerichtshöfe gestanden und � oio- dringendsten Verdachts damals nur deshalb WMPr den fei, weil der Gettchtvhof noch nicht zur vollen g gekommen war. Diesmal habe man aber die ttwe»« rronnen, daß es sich nickt blos um eine Unaesch'cklickte u» um einen beabsichtigten Veestoß gegen den Anstand ha derselbe auf die im Thiergarten promenirenden Damc? war. Dcr Gcrichtsbof bade sich gefragt. od es nrr � � auf den Sckvtz. welchen gerode die Spaziergänge. 9l#L öffentlichen Parks genießen müssen, angebracht M-„«eri klagten noch einmal mtt einer Geldstrafe davon lassen; er habe sich aber inRückfichi darauf, daß dcr» in rtfftpfnir?»■*» TrrriT»*»., leim1 in der That angetrunken, wenn auch krtnesraet� enl trunken war, schließlich doch für eine Geldstrafe dagegen keinen Grund gesehen, um hinter dem � 0' Maximum zurückzubleiben. Es ist deshalb auf 50» büße event. 50 Tage Gcfängniß erkannt worden. > Kch««rg-richt«pe»iod« d«s Landgericht» M"(**' We gestern mit der Verhandlung einer Anllage wegen L« l?' dessen der Schuhmacher I o h. Terz en b ach und nchtsh»?».Ardeiter" Hermann Hartz deschuldigt und geständig waren. .®:. u Angeklagte find vielfach vorbestrafte, arbeitsscheue Men- tahi 5 echte Repräsentanten des Berliner Strolchthums. Am lann veiu� J*ride.des 20. Oktober trieben ste fich in Begleitung % in U luderlichen Frauensperson auf dem Koppenplatze ist schwor,»kr.@|n etwas angetrunkener Malergehilfe ließ -uen Fi�!. j mit der letzteren ein und daraufhin begründeten die beiden Asten ihren Anspruch auf einen Schnapsgroschen. Als lisabethsnep( Mer zu diesem Zwecke das Portemonnaie zog. wechselten olgte orgi �Angeklagten einen kurzen aber vielsagenden Blick, worauf imgekommi- llreint die Arme des Malers packten und ihm das Porte- und dl». Me aus der fest geschlossenen Hand zu reißen suckten. > t»S �.�ks nicht und nun faßte Terzendach den� Maler am r en ld i■üfci/u„w 7.<»»»» unu nun iuhu: �/cijmuuu) ucu jjiuiit um 8 s t« T, l ü' und drehte es um, die Finger des Malers lösten 1 u„sw, L u � Portemonnaie fiel zur Erde. Wie die Raubthiere � �» M. �lden Strolche über die Beute her und suchten damit '.se A.*s'Weite. Der am schwersten detheiligte''' Zuchthaus. Hartz zu einem Terzenbach wurde Jahre Gefängniß n dos 3W>�?'itlagtep, was sind$it den« jetzt eigentlich, 'S sofort£ Allen werden Sie bald Schlächtergeselle, bald Vieh» 'seiner 1�'„ w Kutscher genannt", fragte der Vorsitzende bei Be» SAkmaW'" Verhandlung einen robust gebauten Mann mit vom n zu hob» M aufgedunsenem Gestchte, der fich auf der Anklagebank wegen M 5.- An g eil.: Det will ick Ihnen saaen, det stimmt ,alt ihn S ienau aber je nachdem; wenn ick mscht zu schlachten eil des& J', UAbe ick UN wenn ick nischt zu treiben habe, fahre ick. ejcht andere Leite ooch so, ick kenne Schutzleite, die zwischen« «t rn; �twusteriren un dadurch die richtijen Schuster in ihr Brot ffi-und � Riwtl' aon en Beamten sollte sowat nich jeltttm wer'n.— «""VT IV't),; C\l— Ifi____;______ Li- cn.»--—■ t u,' Hier ist nur von Janen die Rede. Haben Sie denn L 1.östt irgend welche Beschäftigung gehabt? Haben Ste ,��nhelichten Plümecke, die Sie jetzt denunzirt hat, nicht IkiRk# geleistet und davon......... dcht" geleistet und davon gelebt?— Angeku? Ick ifirfjiuffe � Ltt � bloz zu't Essen und Drinken un zu die Ardeü, det beiter M«« fe«; A ick welche habe,.habe ick. keene, denn muß ick krumm «M&g lgerichti� SSZ Ä >krat>'N &&»■ toi,.- � diese Hinsicht haben die Beamten det ooch besser. ■1! u dhun, kriejen sie ihren löraht doch.— Vors.: schon lange mit der Plümecke zusammen?— An« iL,« r: Nu, so jejen 4 Monate.— Vors: Ist es La«),- 3ch meine, od Sie sie Heirathen wollen?— Wi* n l Heirathen nu woll jerade nich, et kann aber ooch und, ick habe noch nich an jedacht. Man kann et ja % bei't Standesamt billig haben, for fufzehn Jioschen i u'an schon janz propper jetraut. Ick muß mal ,,,w>t ihr darüber in Rückvernehmung treten.— nC' Nun, vorläufig wird wohl nichts daraus k-',. die Plümecke hat Sie wegen Körperverletzuna. (; L;-� und Bedrohung denunzirt.— Angekl.: Det is L ville, aber cenen Dod kann der Mensch man sterben, 'to®? uff'n Viehhof immer, wenn so'n Schwein nich will; ijJ denunzirt us't Gelag druf los un wcnn't nachher vor't iium Klappen kommt, denn liegt sie merschtendeels mit , Kuntnisse in't Essen.— Vors.: Wir werden ja hören, TS M hÄ« an der Sache ist. Also seit 4 Monaten leben Sie «Ifif'! L? im Konkubinat?— Angekl.: Ick jloobe, so nennen p.„Det kömmt ja in die höchstm Stände vor, ick kenne >-.«eamten— Vors.: Bleiben Sie bei der Sache. Am September sollen Sie früh Morgens nach Hause Wnmi Sie waren wohl betrunken?— Angekl.: i.,-o et nich mehr jenau, aber jedenfalls doch.— «':• Sie sollen fich mit den Kleidern aufs Bett gelegt Amufch Milch verlangt haben. Wahrscheinlich wollten %n Brand löschen.— Angekl.: So mag et woll je- ljud. aber deschwörrn will ick et nich. En bisken saust , ick kenne eenen Sch.— Vors.: Halten Sie mit Ihren Belanntschasten. Die Plümecke er- m werde» lern w/�i ""ra' R» % verlelte sah B« alf j!&T �\3Qtlt Yl V" VJ V*"— % ssnas-iMt hin, A!!?on�den seln, daß Sie zunächst einen Plättbolzen er- iß er � Rfei könr-l. A nach ihr warfen. Sie hätten sie ja todt darauf.|%ng �wcnn©ie getroffen hätten.- Angekl.: er.'AM., h, � det Dings ja nich jliehend un zweetens bl�i K�impier injewickelt un drittens habe en Schreck injagen wollen.— Vor« __ hi. Se soLen dann die alte Mutter der % beide% j�hnen Vorwürfe machte, zu Bodm geworfen tzbll.. MMen auf das gröbste mißhandett haben.— ahwl" Ke mir für Strolch UN Bummler schimpfen 3 ste aai uL�Ltl� un M letzte Wort haben, denn Anhp• 1 ufidie Menaaenklavve kriegen, da hilft denn blos W ortwei» Sf W ( f''0& "W s % i K�riil "M» % i droht habm, sie niederzustechen.— Angekl.: Wimm sollte ick det nich jesagt haben? Man sagt ja so manchmal wat. Det find blos so'ne Sinnsprüche, wo man fich nischt bei denken dbut.— Vors.: Wie ist es denn nun mit dem Diebstahl? Sie sollen fich endlich entfernt haben, haben fich vorher aber noch vier Mark angeeignet, die der Plümecke gehörten und in einem Taffenkopfe ausbewahrt wurden.— Angekl.: Vier Marl habe ick jenommen, aber zwischen Ehe« leute jebt et keenen Diebstahl, so ville kenne ick ooch von die Jesetzesparajraphen.— Vors.: Sie find ja aber nicht mit der Plümecke verheiraihet.— An gell.: Ick lebe mit ihr in'n Kommunat, wat janz detselde un sozusagen Spick wie Aal is. Wenn ick Ardeet jehatt habe, denn habe ick ihr wat von meinen Verdienst abjejeben, un denn muß ste mir ooch wat jeden, wenn ick nischt habe, und wenn fie mir nischt jeden will, denn nehme ick mir wat, denn dafor bin ick Mann.— Vors.: Die Plümccke behauptet, daß fie das Geld erst von ihrer Mutter er« hatten hatte und daß es ihr an derMietbe fehlte.— Angekl.: Die Olle kann ville sagen, ehe mir wat jefällt, der Wirth kann warten» erst komme ick un denn kömmt der Wirth.— Die Zeuginnen belasten den Angeklagten derart, daß er zu einer Gesammtstrafe von 2 Monaten verurtheilt wird. Als er abge- führt wird, flüstert er der Plümecke mit einem drohenden Blick zu:„Ick werde mir später det Dir bedanken." Koziales««dArvetterbewegung. In der Gifrngiessrrei von Möller«. Kollberg in Bredow bei Stettin ist von 20 Formein(jämmtlich) die Arbeit eingestellt worden wegen einer Redvzirung der Alkordprcise um 25 pCt. Die Modelle find nach Berlin zum Gießen geschafft worden. Also Achtung! Näheres in der„Metallardeiter- zeitung"._ Dereine und Äerlamutwuse». Zimmerlent» Kerlin» und Umgegend! Daß die große öffentliche Versammlung am Sonnabend stattfinden sollte, war irrthümlich berichtet: dieselbe findet am Dienstag, den 27. November, Abends 8 Uhr, in der Tonhalle, Fnevrich« straße 112, statt. Tagesordnung; 1. Kürzung der Arbeitszeit und Lohnerhöhung. Referent: Th. Glocke. 2. Diskusfion. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Die Festlichkeit de» Gesangverein» Gnttenderg und de» Gesangverein» de» Tapezirer hatte zum 25. d. Ms. eine Festlichkeit arrangirt, welche jedoch vom Polizeiprästdium nicht genehmigt wurde. In letzter Stunde ist das Verbot zurück» gezogen und findet die Festlichkeit heute Nachmittag 6% Uhr im City.Hotel statt. Kergniigunasverein„Fröhlichkeit", gegr. 1880. Sonntag, den 25. d. M.(Todtenfest), findet im großen Saale des Herrn Saeger, Grüner Weg 29, eine musikalisch deklamatorische Adendunt-rhattung bei freiem Entree statt. Anfang 6 Uhr. Der Derei« der Modelltischler hält am Montag Abend 8t Uhr im„Vorstädtischen Kasino", Ackerstraße 144, eine Versammlung ob. Auf der Tagesordnung steht: 1. Vortrag des Herrn O. Thierbach über„Innungen und Fachvereine". 2. Ver« einSangelcgenheiten. 3. Fragekastcn. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und punttlich zu erscheinen. Derein zur Wahrung der Interest'«« der Kchnh- mache» und verwandten Berufsgenoffen. Montag, den 26. d. M., Abends 8i Uhr, Generalversammlung im König» stadt Kasino, Holzmarkistr. 72. Mitgliedsbuch legitimirt. Verband deutscher Ilmmerleute(Lokalverband Berlin» West und Umgegend). Montag, den 26. d. M., Abds. 8 Uhr, im Saale des Herrn Lange, Steglitzerstt. 27, Versammlung. Tagesordnung: 1. Vottrag über Gewerkschaftliches. Referent Herr Zubeil. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. Ordentlich« Versammlung der Zuschueider, Vor« richter und Stepper am Montag, den 26. November, Abends 8t Uhr. Tagesordnung: 1. Bericht der Lohnkommisfion. 2. Wahl des Vorstandes. Der Mereta Kertinec Hausdiener hält am Montag, den 26. d. M., Abends 9 Uhr, Neue Grünstr. 28 einen gc- selligen Abend mit Damen ab, verbunden mit humoristischen Vorträge und Tanz. Gäste willkommen. Au die Arbeiterinneu Kerlin«! Wenn Ihr in Eurer Mitte Euch ein wenig umseht, so werdet Ihr überoll die schlechtesten und ungünstigsten Lohn- und Arbcitsv.n Hältnisse finden. Es ist auch kein Wunder, wenn man berücksichtigt, daß die Arbeiterin von jeher als billige Arbeitskraft mit den Arbeitern in Konkurrenz gestellt wurde und daß die unor« aantstr en Arbeiterinnen dem Unternehmerthum ein willkommener Gegenstand der AuSnützung find. Um diese Mßstände wenigstens in etwas zu mildem und abzuschwächen, hat stch bier ein Verein gebildet unter dem Ramm„Verein der Nähmaschinen» und Handarbeiterinnen Berlins und Umgegend". Dieser Verein bezweckt: 1. Die Wahrung der Interessen seiner Mitglieder, insbesondere durch Rechtsschutz in gewerblichen Streitigketten. 2. Abhaltung wissenschaftlicher und gewerblicher Vorträge. 3. Gründung einer Bibliothek. 4. Gründung eines unentgeltlichen Arbeitsnach» weisebureaus 5. Erziclung besserer Lohn- und Ardeitsdedin» gungen. 6. Gesellige Unterhaltung. 7. Veröff ntlickung statistischer Erhebungen über Lohn- und Ardeitsverbättniffe. DieseL find die hauptsächlichsten Punke, die der Verein fich zur Aufgabe gestellt bat. Darum, Arbeiterinnen Berlins, tretet hervor aus Eurer Reserve und schließt Euch zahlreich diesem Verein an und zwar in der Versammlung des Vereins, welche am Montags den 26. d. M., Abends 8t Uhr, im Neuen Klubbause, Kom« mandantenstr. 72(Parterresaol), stattfindet. Näheres s. Inserat. Die von de» Vorstände««ingeschriebener Hilf«- Kaste« am 1. November gewählte Kommisston beruft, nachdem die ihr übertragenen Arbeiten erledigt, zu Mittwoch, den 28. November, Abends 9 Uhr, nach Heidrich's Saal» Beuthstr. 20, eine große Versammlung der Vorstände hiefiger» sowie Vertreter zentralifirter Kassen ein. Taaesordnuna: 1. Bericht der Kommisston und Vorlegung des Petitions» Entwurfs. 2. Antrag, eine ständige Kommisston zur Ermittelung von nütz« lichen Einführungen für das freie Kassenwesen zu wählen. Die Kommisfion ersucht sämmtliche Vorstände, fick an dieser Ver« sammlurg vollzählig zu betheiligen. Die Petition liegt am Eingänge zur Empfangnahme aus. Telesrsphische Depeschen lWolff's Telegravhen-Bureau.) Ankla«, Sonnabend 24. November. Nach amtlicher Feststellung wurde bei der am 20. d. im hiesigen Wahlkreise statt» gehabten Neuwahl eines Reichstagsabgeordneten der bisherige Abgeordnete Frhr. v. Maltzahn-Vanselow(dkons.) mit 6934 von 11 430 Stimmen gewählt. Der Gegenkandidat Dr. Max Rüge (dfr.) in Steglitz erhielt 4472 Stimmen. Ktraßbnrg i.®., Sonnabend, 24. November. Die „Landeszeitung für Elsaß- Lothringen" dezeichnet die in schweizer Zeitungen enthaltene Nachricht, daß die deutsche Reichsregierung für milttärische Zwecke an der schweizer Grenze bei Groß- Lütz? Grundstücke ankaufe, als unrichtig mit dem Bemerken, daß die Ankäufe settens der Forstverwaltung Elsaß- Lothringens seit vier Jahren sukzessive zur Arrondirung des Staatswaldes vorgenommen würden. Kern, Sonnabend, 24. November. Der Bundesrath hat den Beschlüssen der internationalen Konferenz betreffend die Herstellung einer Karte des Bodensees seine Genehmigung ertheltt. pari»» Sonnabend, 24 November. Die republikanischen Blätter erklären, der angebliche Staatsstreich sei eine Erfindung» welche lediglich dazu bestimmt sei, bezüglich der zäsaristischen Umtriebe irre zu führen. Caffagncc bleibt bei der Behauptung� daß er und Boulanger unumstößliche Beweise dafür hätten. Es heißt, dieser Gegenstand solle heule in der Kammer durch einen Anhänger des Kadinets zur Sprache gebracht werden. pari», Sonnabend, 24. November. In dem Ministerrath theilte der Kriegsminister Freydnet mit, daß er gestern die mit der Vorberathung des außerordentlichen Kriegsdudgets bettaute Subkommisston aufgefordert habe, den Bericht schleunigst zu Ende zu führen, damit noch vor Jahresschluß das Programm votttt werden könnte. Nach einer Meldung aus Saigon bat der Kolonialrath auf Antrag des GeneralgouverneurS eine Vorlage angenommen, de« treffenv eine Anleihe von 100 Millionen Fcks., die garantirt durch Cochinchina dazu bestimmt ist, einen Beitrag für die Kosten der ersten Einrichtungen in Tongking zu gewähren. Rom, Freitag, 23. November, Abends. Wie der„Rl- forma" von der Insel Maddalena gemeldet wird, machte das ftanzöfische Kanonenboot„Etendard" in den dortigen Gewässern während des Tages und der Nacht wiederholte Auf» nahmen. Vom„Semaphor" aus konnte man mit weittragenden Fernrohren wahrnehmen, wie zahlreiche französtschc Offiziere von der Kommandobrücke des»Standard" aus die VertbeidigungS« arbeiten auf der Insel Maddalena beobachteten und Notizen machten. Als die Militärbehörde von Maddelena Vorkehrungen traf, das Kanonenboot„Etandard" verfolgen zu lassen, segelte dieses in der Richtung auf Korsika ab. Die„Riforma" hofft, das Marineministerium werde Vorkehrungen treffen, daß der« artiges nicht mehr stattfindet. Knkarest, Sonnabend 24. November. Das Ministerium hat fich wie folat relonstituirt: Theodor Rosetti, Minister- Präsident, Carp, Minister des Auswärtigen, Stierbey, Minister des Innern, Vernesco Justizminister. Alexander Lahovary Domänenminlster, Marahiloman Minister der öffentlichen Ar-. »betten, General Mano Kriegsminister, Majoresco Minister des Unterrichts, Germani Finanzminister. Für die hiesigen Abonnenten liegt der heutigen Nummer ein Prospekt der„Schloßbrauerei Schöneberg" bei, worauf wir hiermit besonders aufmerksam machen. Flobert und seine Zeit Atum Wilhelm von Liebknecht. Allen Freunden und Bekannten zur Nach« | richt, daß ich ein[1192 Weiß- a. Kzinsihbitt-LMl mit harten und 2 Kegelbahnen | eröffnet bade. Johann Gnadt, Krnnue« straffe 38._ Soeben erschien: Ur. 62 des „Wahren Zu beziehen durch Almmerstraffe 44. Jakob". die Grvedtti«« ff. Kl», Heft 3 ist erschienen. > prei» pro Heft»S Pfennig. � stehen durch die GrpedMon. Zimmerstraße 44 -40" Wiederverkönfer erhalte« Rabatt."MS Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß- und Kairisch-Kier-KoKal» sowie FrLtzilLek, Mttt'g- und Adendtifch, W. Haugk, ioo5]_ aa W-inftraff- aa. Cigarre« und Tabake von Lindemann.. Bei Abnahme von*5 Stück Cigarren Er« | niedrigung der Preise._[1275 «.»risaai WBäS&S Veftaurant £*• KÜfan, *»!,. vü-ä-via vom«örtttzer �*■=25?=% — 1 Allen Freunden und Bekannten empfehle mein' CTf«j, Wasckzefabrik HeUigegeiststraffe Meist-«nff Kaieischbier Fokal. �Mr.£1, I.[1255 NB. Donnerstag, den 29. Nov., Abends 7 Uhr, frische Blut- und Leberwurst.[1359 E. Seifert, Mrangelstr. III. Ein Fachverein sucht ein Fokal für zirka 100 Personen für den Abend zur Ardeitsvermittelung. Offerten find sofort unter Chiffre bl. G. 73 an die Exped. d. Bl. zu richten.[1358 [1270 Empfehle meinen echten 60jährigen Nordhäuser sowie meine best anerkannte Weiße. Lodert Börnberg, Anitlamerstr. 49, Ecke Ettelitzerstraße. Ki» der Wächter schli-sttl[1074 werden von heute ad an Meister, Gesellen, Burschen die verfallenen Hosen, etwas gettagen, für 3—5 Mark, Jaquetts für 4—7 Mark, auch gute Anzüge für 11—19 Marl, Winter-Paletots für 8—19#. Linlenetr. 88, parterre, verlauft. Homöopath. 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Hard talger unfern herzlich« Dw' die innige Thnlnahme, welche fie ihm b#K> Theil werden lassen, sowie für die reich« Ble»' spende unsern innigsten Dank.. stf Br atwe Die betrübte Wittwe Hardml#* nebst Kindern. Der IliitelflützllUliS-Vtitfz,,°. der Maurer Aerliiu' ält am Dienstag, den Ä7. R*"*** bends 8 Uhr, sein 1. Stiftungsfest««. — Ms in Gestalt eines Famllien- Abends, mit einer Festrede, sowie einer S'ati Leistungen des Vereins, in Keydrlch fäle«, Beuthstraße 20(Verein junger leute), ad. Vereinskarte legitimirt. Freunde, bind Ueder eingeführt, baden Zutritt. Zur er Unkosten ein Entree nach Beliebe» Die in C ts; erzeigt. Mauung ü um übe die hf'"* stimr reckt zahkeiche BethÄ'igimg bittet dringe� I 1348] Der P-rst�vs/ht ** im ansl Verein der Nähmaschinen- Handarbeiterinnen ««d Rm gegev» g November, Abends H � im Nene« Klnbbanfe, Kommandaev-r Nr. 7S, P-,-' Kerlln» Montag, den 26 Parterre-Saal: . De ieitgem vereine ÜL '»>e.. Mitgliedn-Vtrsamiillll! e«» Tagesordnung: 1. Ansprache an die Mitglieder. 2 neuer Mitglieder. 3. Definitive Wahl standes. 4. Verschiedenes Um recht zahlreiche Betheiligung ersu». 1344]_ Der provisorische Vojjjx Fschinnil d» PisamB und Ker«f«genofftN. Montag, den 26. Novembel-, Gemüthlißher Herren-A� im Köni�tadt-Kafino, Hc4zmatltstrai< � ginn Abends 8t Uhr. Um zahlreiche Betheiligurg bittet 1337]__ Der Große öffentliche General-Betsamml� sümmtlicher. merlellt �anPer Ji Ä'ft! «SfeS Aiir kön. ß# Mit Re der mii 1349] Der [Verein der Parquetbode«� M,l m Kerlln««nd Umgegend am Dienstag, den 27.# Abends 8 Uhr,. in d.'r Tonhalle, Friedrichstr°i- � Tagesordnung: Kürzung der Arbeitszeit und Lohnerh" Referat und Diskuifian. � Ktnij-»," Zur Deckung der Unkosten Lellett-o�A» d »ufü BS Berlins M Mitglieder-Velsamw� am Montag, den 26. Rovemd� f in Zordan» Kalo«, Neue Grünst� (unterer Saal). Tagesordnung: 1. Vierteljabres-Abrechnung. 2. Innere Vereinsangelegen Helte«'' 3. Fragekasten. w. nbwm&u'ivii. Zahlreiches E. scheinen ist nothwenM-�st.. 1350]__ Vorstände eingesch. Hiift� Mittwoch, den 28./1I. bö, --- Saal. BiUthstr- � DZ *3 KS iie�M.koi Abends S in Heidrich's Saal, Beuthfir-' Grosse Versamm« Tagesordnung: 1. Bericht rsta-iunS misston und Vorlegung des Petitio"»' 2. Antrag: Eine ständige KomwtsN Mittelung von nützlichen Einfuhrung freie Kassenwesen zu wählen. ,, Die Kommisfim ersucht sämmtb sowie Vrrttcter von Vorständen Kassen, in dieser Versammlung Zab � 9 scheinen.- Der Petitonsentwurf gange zur Entgegmnahme aus. 1345] Di« � W �««i Aohtaliak! '~J"-& 250. Einlage»Tadake empfehlen W. Bergemann- � _ verlin C., Aleranders�T. Cigarreu«. AugusfSchWß� «lngang Aegante /lhhüt� Zvltnderbüte neuester* sowie ZylinderWe neuester va-I Basttig, Fehrbelli«"'' patt. links. Verantwortlicher Redakteur:». Trankt« in Berlin. Druck und Verlag von W« Oaklag in Berlin SW.«euthstraße 2 d««» age zum Berliner Bolksblatt. Kountag, de« SS. November 1888 S. Iich»ß. � �er facftgetperBRcRc InicrricRt in den N-'«� 7. 'sfest rr Jlrtcitet-lereinen. Die in Stuttgmt erscheinende„Buckbindmeitunz" hat schon W Bezeigt, daß in den Kreisen, die dieses Blatt leiten, eine »i chauung über die Arbeiterbewegung herrscht, die der ur.serigen p �gleich ist. Wir haben schon öfter, z. B. in Betreff der »ltoidäibeit, uns mit dieser Zeitung bis in die kleinsten Einzel ist uns das bei der die in vielen —„................. Organisationen und die Wege, die nach diesen Zielen einzuschlagen find, herrschen, stets eine angenehme Beobachtung ge- nde, � Beiiebe»� 1»«�° �ichmen wir auch diesmal wieder vollkommen mit den überein- die Herr Wabner in Nr. 42 der„Buchbinder- mmg. über den„fachzewerblichen Unterricht in den Vereinen Sä"% Der Heer kommt zu der Behauptung, welcher wir M anschließen:_ Der Fachunterricht in den Fachvereinen ist nicht Zeitgemäß, und für wcrthlose Sachen sollen die Fach' vereine keine Opfer dringen. bn? iß ganz richtig, wie Herr Wabncr es sagt, daß l'Nchunterricht nur denjenigen Kollegen etwas nützen vir„seldstständig werden", d. h. die als Dach- Ii-- r*' UwX CJOUCIT' ihinen- nnen ä',?Ä mand«»� mm : Wahl< sameD �vemdel!. m-Abßo itaiWPwl'* Uhr. bittet n-' liche lnml« _...„ d. h. die als Und Hinterhofmeister ihr Leben hinfristcn......... Ä/finlLr*1 nicht Aufgabe der Fachvereine, dem untergehenden �erbestande noch mehr Männer zuzusühren, die dann zu« er gezwungen find, um stch selbst aufrecht zu erhalten, gegen die Arbeiterinteressen mit einzutreten. Es ..der p_ Er hat die schlechtesten und ungesundesten Weik- »te �nund'leugnen wollen, der Kleingewerdeständ ist zwar gefährlichste, aber jedenfalls der lästigste Gegner der Ex fi�f W<» imh unaefunbeflen er zahlt die schlechtesten Löhne, er saugt die Kraft der �"er am gründlichsten aus, er strebt nach der schlimmsten 'gung der Arbeiter, er schreit am lautesten nach der nach Abschaffung des Vereinigunzsrechtes der Ardeiter, Arbeitsbüchern. itz jMn bllde sich doch ja nicht ein. daß man die Ansichten jä�rtngewerbestande dadurch abändern und verdeffern kann, h»«an Personen, die der Arbeiterbewegung angehören, in den j�vnsterstand bringt. 'gend !?. W boderh mifflio ng: nhett«» srj%� Die Erfahrung lehrt doch laut genug, entgegengesetzten Jntereffen stärker find, als die det »«nicht sebr fest fitzenden und nicht sehr tief wurzelnden %!, ßche. Die Kleinmeister find nicht aus„Bosheit" arbeiten W-k Jon0etn aus„Ziothwendigleit". Sie können den An- der Ardeiter nicht genügen, auch wenn fie es wollen. U kann mehr geben, als er hat. Man sehe doch einmal hieben solcher Kleinmesster an. Da scheitern die besten �freundlichen Vorsätze, wenn der Lohn gezahlt werden vvo es ist kein Geld dazu vorhanden. können es dem Kleinmeister nicht verdenken, wenn er , 1 wir Neid und dann endlich mit Groll auf den Gesellen iwt mit dem„schönen Geide" am Sonnabend fortgeht, , der Dachstuben- Krauter, mit leeren Taschen bei Mdenden Familie zurückbleibt. In diesem Groll schwindet r to� leicht die Erinnerung, daß man auch einst Ar» ... Foch oerein ausgebildet ist und damals die schön- Nu wrird?' |— luutjf Sftaßt hatte, wenn man selbst einst seldstständig 'richß«# 1,1 j Äjb M Lohnerhi� die später in kleineren Städten den Fachvereinen ifion. � v Ein Fachverein, welcher die„Hebung" seiner ..�auf gründet, daß er fie einem untergehenden tiift Ib-UdS & ithstr. 30= "unsß «1 ährungr«' Dazu kommt tu ii.L.irt-««ic„,7>«oirmpctc»«it WC«»«» von der eigent' jteuf�rfroge abgelenkt werden, daß die wenige Zeit, die harten Lost der Ueberanstrengung in mechanischer Arbeite nt bleibt, statt ste zu ihrer geistigen Er- 'zrMung und Erholung zu verwenden, in ebenso mecha- i ttn T ibnen verkümmert wird. m a Uber saßen sie gebückt in der Werkstatt, Abends zi ist �. gebückt über Reißbrett und Schreibheft. % Äj. Elend anzusehen, einen Hund müßte es jammern. ? vi« m- �r Vcreins-Fachschulm kommen mir immer so Meq, �fongene, die glauben, mit ihren Nägeln bei ge- � meisj die tsranstmauern ihres Kerkers duichkratzen zu t« sf*®?""1"Wft ein weiteres, daß selbst im besten Falle, % M H.«r Wabner richtig ausspricht, der Unterricht keinen kann, da die Zeit, die die Fachvereine auf ihn zu _ b���ögen. zu kurz ist. sagt: Wenn in den Fachschulen ser meint die LZrwB eingerichteten und planmäßig, lJ0« ta,,?unalen m.d privaten Schulen, die d Ms- m i geleiteten staat- jie Schüler ganz ausbilden), wo der Schüler Monate arbeitet und sich übt und(der Erfahrung kcpirt(das liegt in der en. Der Geist ist nicht ge- und aufgeschlo ffcn. Das ist D."R.). wie soll dr der Erfolg des a?i Fochvereine aussehen? Da kann doch nur ein« 2.W Kech«(höchstens sehr häufig nur ein bis zwermal D. R.) Paar Stunden dem Unterlicht gewidmet «fei* �.v. ß* zum Werksührer. zum Polier, zum iJJ*'• w- ausbilden will, der mag Hingehen, wie Herr - und hierfür sein eigenes Geld anwenden. Die nid)! den Zweck, einzelne Arbeiter auS dem �?l%S�aatü�bm' luudem den Arbeiterstand als MW SfrtÄ>� des Staats und ganz vorzüglichen -Wz fab�r niedrige/ Ünterrichksg-Id, (20 M. in München für einen ganzen vollen Jahres kursuS mit täglichem Unterricht von den besten Lehrern auf der Kunstge« werbkschule daselbst, anderswo nicht viel mehr), sogar mit Geld- Unterstützung für befähigtere Schüler aus allerlei Quellen er« folgt da die Ausbildung. Es bereitet das Unternehmerthum fich so viele ganz ausgezeichnete Kräfte vor, daß daran schon lange, wie überall, sehr starker Ueberfluß ist. Was soll da der Fach- verein mft seinen paar Groschen, ohne Lehrmittel und meist auch mit minderwerthigen Lehrern, nützen? Also fort mit der Fachfimpelei aus den Fachvereinen. Wir stehen da ganz auf demselben Boden, wie Herr Wabner. Ader auch fort mit der Fachfimpelei aus den Arbeiter' blättern! Ab und an, mit Maß und Einschränkung, ein Bericht über ein neues Verfahren, oder manchmal ein„Ziotbartikel" aus jjanz besonderen Gründen, der den Raum des Blattes nicht übermäßig belastet, da wird niemand etwas dagegen einwenden können. Wir haben ja auch zuwellen nach dieser Richtung unseren Tribut gezahst. Man ist manchmal gezwungen, auch dem Unverstände seine Verbeugung zu machen. Warum soll man ferner nicht einmal einem neugierigen Leser eine neue Ardeilsmethode ganz gründlich und fachmäßig beschreiben? Das ist es nicht, was wir meinen, wenn wir von„Fach- fiwpelei" reden. Auch nicht einmal die etwas westgehende Rückficht auf einen Thest der noch weniger denkfähigen Leser wollen wir den Z-ttungen verargen, die einen Theil ihres Blattes, um die Abonnenten zu deHalten, mit Fachfimpelei aus- füllen, denn jedrs Blatt muß fich zuletzt seinen Leserkreis zu er- halten suchen, und wenn es die Arbeiter belehren will, muß es zuerst von ihnen gelesen werden. Das ist ohne Widerspruch richtig. Aber die Belehrung der Ardeiter in sozialpolitischer Be- »iehung, ihre EirnüHrung in das Verständmß der heutigen Wirthschastsweise, die Aufklärung üder ihre Uedelstände und un- oerbefferlichen Fehler, das Erwecken des Klassenbewußsteins, des Zusammengehörigkeitsgefühles, das muß in jedem Arbeiterblatt ohne Ausnahme die Hauptsache sein, nicht eine beiläufig be- Iriebene Nebensache, die unter dem werthlosen Beiwerk der Fach- fimpelei verschwindet. Werthlos ist die Fachfimv.'lei unter allen Umständen. Aus den abgerissenen und zerhackten Bruchstücken des Fachwissens, wie es eine Zestschrift immer nur geben kann, ist es dem mit nur geringen und in den meisten Fällen zu geringen Vorkenntnissen herantretenden Arbeiter unmöglich, fich ein brauchbares Ganze zu bilden. Es geht hier so wie mit den Fachschulen, iauch mit den Fachschriften. Für den, welcher die nöthigen Vorkenntnisse und den Willen hat, fich aus Schriften durch Selbststudium zu belehren, finden fich billige und gute, systematisch peord« nete Fachschriften in ausreichender Zahl und Güte. Es ist aber das Studiren blas nach Büchern ohne Hilfe eines Lehrers nicht so leicht, wie der es glaubt, der es nie versucht. In der Regel wird nichts daraus, es ist Zeit und Geldver- schwendung gewesen. Fachzeilschriften, aus welchen man eine Wissenschaft, eine Kunst, ein Handwerk lernen soll, find ein Unfinn. Solche Zeitschriften haben nur dann einen Werth, wenn ste einem schon vollkommen ausgebildeten Manne die neuesten Erscheinungen und Erfindungen vorführm. Wer davon Nutzen hat, der soll es auch bezahlen und stch die von diesem Gesichtspunkt aus herausgegebenen technischen Blätter seines Faches hatten, ganz wie Hur Wabner es von den Fachschulen sagt. Den zeitungskaufenden Arbeitern, die in ihren Blättern neben der Tagcsgeschichte der Ardeiterbewegung ihres Faches(den Versammlunasberichten ic.) nrch sozialpolitische Belehrung suchen, soll daö Geld für solche Fachfimpeleien, die ganz unnütz sür die überwiegende Mehrzahl, ja oft für alle find, nicht abgenommen werden. Wir denken, Herr Wadner wird azrch hierüder mit uns übereinstimmen. Wir wollen dann zusammen den Gegnern. den schimpfenden wie den anständigen, gegenüber diese Mei- nung verfechtm. Man muß fie eben beide nehmen wie ste find._ Gertcht«-Zeiw«s. N»ich«S»richt*'«ntsch-id»»«.(Nachdruck verbotm.) Leipzig, 17- November.(Slrasbarer Nachdrucks Der Redakteur und Verleger der„Hamburg-Altonaer Tribüne". Herr Johann Heinrich Friedrich Sahlmann hatte mst dem Verleger des„Duisburger Tageblattes" ein Kartell dahin abgeschlossen, daß fie ihre Blätter gegenseitig austauschen und fich gestatten wollten, größere Artikel ohne Quellenangabe aus dem andern Blatte abzudrucken, sofern nicht ausdrücklich der Nachdruck oer- boten rräre� Herr Sahlmann druckte nun u. a. auch eine No- vclle ab, welche nicht mst der Bezeichnunz„Nachdruck verboten!" verseben war. Jene Novelle hatte das„Duisd. Tazedl." von der Rosenfeld'schen Feuilleton-Korresponden, zum Aachdruck er- worden. Da abrr Herr Rosenfeld der Meinung war, daß nur diejenigen Blätter, welche ihm das Zkachdrucksrecht abgekauft haken, die Novelle nachdrucken dürften, so stellte er gegen Herrn Sahlmann Strafantrag wegen unberechtigten Nach- druck s. Indessen das Landgericht Hamburg erkannte in der Sitzung vom 25. Juli d I. auf Freisprechung, indem hatte der Nebenkläger Rosenfeld Remston eingelegt, welche ku�z. Ii» vor dem 2. Strafsenate des Reichsgerichts zur Verhandlung von dem Rechtsirrthume ausgegangen ist, als od bei novkl- Nagte die Berechtigung zum Nachdruck Saraus Habels, lgern können, daß"' jene Notiz schuldbmen Jrrthume .....„ fehlte. also in einem ent- handelte, dahin auslegen. Aber das Gesetz ist auch insoweit verletzt, als selbst bei dem M alle übrigen Blätter fich vorbehalten. Wenn das„Duisd Tageblatt" berechtigt war, die Novelle abzudrucken, so erlangte dadurch der Angeklagte nicht das Reckt zum Nachdruck, auch wenn der Verleger des„Duisburger Tageblatt" seine Zustim» mung dazu gab.— DaS Urtheil des Reichsgerichts lautete aus Aufhebung des Urtbeils und Zurückoerweisung der Sache an das Landgericht. Objektiv sei der Nachdruck als vorliegend fest« gestellt, wenngleich auf Einziehung der Nachdruckseremplare nicht erkannt sei. Die Freisprechung sei vom Landgerichte auf einen entschuldbaren thatsächlichen Jrrthum gegründet, die Ent« scheidung sei aber nicht genügend degründet, well für das Vor« handensein jenes Jrrthums nm das Kartell angeführt werde. Kmtn»»ud Nrrs»mml«»»e». Kranken-«ud Kegräbnißstasse der Kau und Fabrik.. arbetter Kerlin«(E. Hilfskasse Nr. 13). Außerordentliche Generalversammlung der Mitglieder am Sonntag, den 2. Dezember 1888, Vormsttags 10$ Uhr, im Lokale des Henn Säger, Grüner Weg Nr. 29. Tages-Ordnung: Vorstandswahl. Das Qusttungsbuch legstimlrt. Um zahlreiches Erscheinen wird er« sucht. Kerfammlung de« Uerein« zur Wahrung der Interesse« der Klavierarbeiter und Berufsgenoffen am Montag, den 26. November, Abends 8$ Uhr. Gratwttl'sche Bier« hallen, Kommandantenstr. 77/79. Tagesordnung: 1. Vortrag drs Herrn Dr. Zadel«Medizinischer Vortrag). 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Vereins- und W-rkstattangelegenheiten. Fachverei» fammtlicher an Holzbrarbeituuga Wa- schinen beschLftigte» Arbeiter. Montag, den 26. November, Abends 8$ Uhr, in Säger's Lokal, Grüner Weg 29: Mit» glicderoersammlung. Tagesordnung: 1. Innere Vereinsange« legenhetten. 2. Verschiedenes. 3. Frazckasten. Gäste will« kommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um recht zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Eurn- und gesellige Kereine am Sonntag. Lüdeck'scher Tumverein(2. Lehrlingsabtheilung) Abends 6 Uhr Elisadeth- straße 57—58.— Turnverein„Wedding"(2. Lehrlingsabthellung) Nachmittags 4 Uhr Pankstr. 9.— Turnverein„Froh und Frei* (Lehrlingsabthestung) Nachmittags 4 Uhr Bergstr. 67.— Vergnügungs-Verein„Fröhlichkeit"(gegr. 1880) Nachm. 5 Uhr Grüner Weg 29 Versammlung. Gesang-, Turn-«nd gesellige Nerein» ete. am Montag. Gesangverein„Unverzagt" Abends 8t Uhr im Restaurant Goering, Köpnrckerstraße 127 a.— Gesangverein„Sänger« lust" Abends 9 Uhr im Restaurant, Landsbergerstrafie 80. — Männergesangverein„Weiße Rose". Abends 9 Uhr im Restaurant Kleine, Gerichtsstr. 10.— Männergesangverein„Ein« tracht t" Abends 9 Uhr Köpnickerstraße 68, im Restaurant.— Gesangverein„Echo 1872" Abends 9 Uhr Oranienstt. 190.— �Deutsche Liedertafel" Abends 9 Uhr Oraniensttaße 190.— Turnverein„Hasenhaide"(Lehrliimsabtheilung) Abends 3 Uhr Dieffenbachstr. 60—61.—„Berliner Turngenoffenschaftt' (7. Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr in der städt. Tum» balle, Britzerstt.?!?— 18;— desgl. 6. Äännerabtheilung Abends 3 Uhr in der städtischen Tumhalle, Gubenerstt. 51.— Lübeckscher Turnverein(Männerabtheilung) Abends 8 Uhr Elisabeth« straße 67—58.— Verein ehemaliger Schüler der VU. Ge« meindeschule Abmds 9 Uhr im Restaurant Poppe, Linden« straße 106.—„Friedrichs-Verein"(ehemalige Zöglinge des großen Friedrichs-Waisenhauses der Stadt Berlin) Abends 8$ Uhr bei Bormann, Ohmgasse 2.— Verein Berliner Theateiffreunde Abends 8$ Uhr bei Lülow, Admiralstraße 38. — Vergnügungsoerein„Lustig" Abends 9 Uhr bei Thamm, Schönhauser Allee 28.— Verein„Ratibor" Abends 8$ Uhr im Restamant Fritze, Elisabethstt. 30.— Arends'scher Steno- graphenverein„Mercur" Abends 8$ Uhr im Restaurant„Baach" Blumenstt. 10.— Arends'scher SteiMraphenverein„Apollo- bund" Abends 8% Uhr Thurmstr. 31(Moabit.)- Wissenschaft- licher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 8$ Uhr im Münchener Bräuhaus, Neue Friedrichsstr. 1, Unterrichts- und UebungSstunde.— Rauchklub„Hellblau" Abends$9 Uhr, Slalitzerstr. 143. Kleine Wittheilungen. In Pari» stürzte während einer Opernrorstellung im „Thäätre Lyttque" am Mittwoch Abend ein Kronleuchter herab, tödtete einen Herrn und verwundete mehrere andere. Anaedlich soll trotzdem auf Wunsch des Publikums die Oper zu Ende ge- spielt worden sein. Madrid, 21. November. Der Leiter des Zottllistischen Blattes„El Pais" ist wegen eines Artikels über den General PUm und die Bourbonen zu achtjähriger Zwangsarbett ver« urtheilt worden. Gegen dasselbe republikanische Blatt schweben noch elf Prozesse, die innerhalb der letzten sechs Wochen an- hängig gemacht worden find. Fondon Die von einigen Blättern verbreitete Nachricht, es sei in London im Stattdezirk Whstechapel ein neuer Frauen- mord degongen worden, erweist fich, wie wir schon gestern an- nabmen, als inig. Allerdings hatte fich vorgestem Morgen in Whstechapel das Gerücht von einem neuen Morde verbreitet und dos ganze Viertel in Schrecken gesetzt: nähere Nachforschungen ergaben jedoch, daß nur ein detrunkenes Frauenzimmer in einem Logirbause der Georgesttaße von einem Manne einen Messerstich in dm Hals«rholten hätte. Die Wunde ist nicht gc- fährlich und wurde ouf der Polizeistation verbunden. Man nimmt als gewiß an, daß„Jack der Aufschlitze", der ver- meiutliche Verübet der sieden Frauenmorde in Whstechapel, mit der vorgestrigen Thal nichts zu thun hat. Eine mit dem Namen dieser geheimnißvollm Person unterzeichnete Postkarte ist neuerdings dem Richter des Polizeigerichts in Thamesstreet (Whstechapel) aus Pottsmouth zugegangen.„Jack" erklärt darin, « werbe binnen kurzem nach London zurückkehren und seine Blutardest wieder aufnehmen; seinem nächsten Opfer werde er Kopf und Arme abschneiden. Die Polizei, der nun schon biS.r.SSX, lÄW SB Fraucnmordes. einen Verdächtigen. Der Verhastete erschreckte aAüA fallen ließen. Der Mann wollte fortlaufen, wurde aber durch » v m t ansammelnde Menschenmenge festgehalten, bis hin- Keilende Geheimpolizisten ihn nach der Polizeiwache brachten. Ter Verhaftete rst 85—40 Jahre alt und soll der von einer der Zeuginnen bei der Leichenbeschauersuntersuchung der er- mordeten Kelly gegebenen Beschreibung entsprechen. Es bleibt abzuwarten, ob die Polizei wirklich den Richtigen ge- faßt hat. Wegen unseres seit 15 Jahren bestehenden Central-Depots kommen zu noch nie dagewesenen Preisen zum Ausverkauf: Elle 35 Pfg. 1 Stück 20 Meter Shirtinfl 3�2 1 Stück 20 Meter Towlas jetzt nur »oppeübrette �Idber�atneri�u�e jetzt � I______.__________________________________ � 1 Stück 20 Meter Hemdenluch jetzt 5 M. i Dutzend v.'Scrvietten 50 Pf. 1 Posten Utihtrßefft, durchweg Elle 20 Pf. 1 Posten Kerdkt Kleiderstoff«, jetzt Elle 22 Pf. KteiderN� n schönster Ausführung Elle 25 Pf. 2 Ellen breite Kleider-zmua» Elle 45 Pf. 1 Waffeldecke mit Franzen 75 Pf. j Dtzd. rcinl. schwere Taschentüch.'r 1 M. 1 reinl. 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