Nr. 305. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements: Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Inserttons: Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Beretns: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fest: tagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Kuba und die spanischen Finanzen. Donnerstag, den 31. Dezember 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. der werden, um dort von den Kugeln der Rebellen und noch sie sich ihrer Vermittelung für ein Anleihen im Betrage von mehr von dem gelben Fieber zu sterben, während die Söhne einer Milliarde bediene. Herr Canovas hatte auch ander Bourgeois ruhig in Spanien bleiben, um das heilige genommen und sich bereit erklärt, zur Sicherung des Db Maceo lebt oder todt ist, ob er in ehrlichem Feuer des Patriotismus zu nähren. Milliarden- Anleihens das Tabatsmonopol zu vers Kampf oder durch Verrath und Meuchelmord fiel Zur Ausgabe dieses patriotischen Anleihens haben die pfänden, das jahraus jahrein 95 bis 97 Millionen abwirft. tubanische Aufstand ist nicht besiegt, weil er einen seiner Herren Canovas del Castillo und Navarro Revorter nur Man sieht, die Garantie war vortrefflich; und außerdem Helden verloren hat. Aber die unanständige Freude, sehr ungern, und nur unter dem Druck der bitterften Noth gewährte er noch den fünf Eisenbahnen, die von den interwelche die Nachricht vom Tode Maceo's in Madrid hervor sich entschlossen. nationalen Finanzleuten verwaltet werden, sehr bedeutende brachte, hat nur die Größe des Schreckens enthüllt, den dieser Seit dem Beginn des Aufstandes, der jetzt über Vortheile und namentlich die Verlängerung der Konzession. Mann, der den sonst so verachteten Mulatten angehörte, 16 Monate dauert, hat die Regierung zur Deckung Die Bank von Paris und Holland und die interden stolzen Spaniern eingejagt hat. Der kubanische Auf der Kriegskosten mit Zustimmung der Kortes tuba nationale Bank von Paris hatten sich verpflichtet, in Frankstand ist für Spanien keine nationale Angelegenheit mehr, er nische Bons im Betrage von 700 Millionen Pesetas reich und in Belgien 500 Millionen, also die Hälfte dieses ist eine dynastische Frage. Die spanische Regierung und ihre in Umlauf gebracht. Diese Summe genügte jedoch nicht, Anleihens, unterzubringen; aber sie dachten nicht daran, Breffe haben die Baterlandsliebe", die darin besteht, den denn die Regierung mußte aus der Bank von Spanien Canovas Baargeld zu geben, sondern Hypothekenscheine von spanischen Kolonisten ein Vaterland zu verweigern, der 150 Millionen zurückziehen, der Bank von Paris und Kuba sog." Bagares"- Schatscheine und andere ähnlich entmaßen angefacht, daß die Befreiung Kuba's mit Noth- Holland 50 Millionen und der Tabaks Pachtgesellschaft werthete spanische Papiere, die sie zur Hälfte des Werths wendigkeit den baldigen Sturz der Dynastie nach sich ziehen 31 Millionen entlehnen, und bei der spanischen trans- angekauft hatten und den Spaniern zum vollen Werth muß. Wenn die republikanische und die karlistische Partei atlantischen Transportgesellschaft zum Betrag von etlichen geben wollten, so daß Canovas statt der 500 Millionen Männer der Handstreiche an ihrer Spize hätten, wäre der 20 Millionen Schulden machen für den Transport der thatsächlich nur die Hälfte oder noch weniger empfangen Sturz schon erfolgt; aber sie ziehen es vor, die Ereignisse Truppen und des Kriegsmaterials nach Kuba und nach den hätte. Die Finanzleute behandelten Spanien wie die abzuwarten und erst an die Gewalt zu kommen, nach dem Philippinen. Die Madrider Zeitungen sagen, die Armee- Türkei. Troh seines überaus dringenden Geldbedürfnisses die kubanische Frage gelöst ist entweder durch die Be- lieferanten für die im Feld stehenden Truppen seien seit wies Canovas diese Bedingungen zurück; er verzichtete auf freiung der Jusel oder durch deren Verkauf an die Ver- Monaten nicht bezahlt worden und der Sold für die das Milliarden- Anleihen, das so mager ausgefallen wäre, einigten Staaten. Allein in der Zwischenzeit erschöpft Spanien Truppen, sowie das Gehalt und die Bezüge der Zivil- und versuchte es mit einem Anleihen im Innern. sich an Menschen und an Geld in einem Verzweiflungs- beamten und Staatspensionäre, die auf die Einfünfte von Und dieses Anleihen im Innern mußte gelingen; sonst tampf, der unvermeidlich mit seiner Niederlage enden muß. Kuba angewiesen sind, seien seit Monaten rückständig. war es vorbei mit dem Krieg in Kuba und mit der Die Regierung hat soeben ein inländisches Anleihen Die zwei Aufstände: der kubanische und der auf den spanischen Dynastie. Canovas verfuhr sehr geschickt, um sich gemacht, das zum großen Erstaunen des europäischen Philippinen tosten monatlich 60 bis 70 Millionen. einen Erfolg zu sichern. Er gab das Anleihen zu 5 pCt. Bublikums gelungen ist. Sie verlangte 250 Millionen Die Staatstaffen sind leer- das ist für die Finanz- aus und verpfändete dafür die Steuer- Einnahmen- genau Besetas( die Beseta ist= 1 Frank= 80 Bf.); und man leute der geeignete Moment, fette Profite zu machen. wie die Türkei es machen muß, wenn die internationalen bot ihr 594 641 000 Besetas faft 100 Millionen mehr Rothschild hatte die Pacht der Quecksilberminen von Räuber ihr zu 4 und 5 pCt. Geld borgen. Di als das doppelte. Man hat an den Patriotismus Almaden zu erneuern und zum außerordentlichen Budget Er beschränkte seine Forderung auf 250 Millionen, appellirt. Das ist Patriotismus für 5 Prozent, bei dem 120 Millionen Frants zu steuern. Er suchte die Gelegen- um durch die Größe der Summe nicht zu erschrecken; er nichts zu verlieren ist, da die Steuereinnahmen für das heit so gut auszunuzen und stellte so harte Bedingungen, wandte sich an die Munizipalitäten, an die Kassen der Anleihen verpfändet sind. Die Handelskammer von San- daß Herr Canovas auf die Erneuerung des Kontrakts ver- Korporationen, an die Wohlthätigkeits- Anstalten, an die tander, einer Seestadt, die mit den Kriegstransporten viel zichten mußte, obgleich er für sein außerordentliches Budget Handelskammern, an die Behörden und Autoritäten aller verdient hat und verdient, schlug wenige Tage nach dem von 236 Millionen erst 60 Millionen bekommen hat, und Art und an die Geistlichkeit. Die Bant von Spanien, die Erfolg dieses Anleihens die Ausgabe eines zweiten An- zwar von der Gesellschaft, welche die Tabatfabrikation ge- Finanzleute der Schifffahrts- Gesellschaften, des Tabaksleihens von 400 Millionen vor, das keine Zinsen ab- pachtet hat: der Compannia Arrendataria di Tabacos, von Monopols, der Armee- Verpflegung, die Kaufleute, mit werfen sollte. Der Vorschlag fand taube Dhren. welchen 60 Millionen er der Gesellschaft 31 Millionen zur einem Wort alle diejenigen, denen die RegieIm Augenblick, die wo schuldig ist, lichen der Regies pCt. verschwinden, Bahlung ihrer Schuld an den Staat wieder abzutreten rung Millionen verschwindet auch der Patriotismus. Die„ Gazeta" das hatte. rung ihre ebenso als eifrige interessirte Hilfe. Die Bant von Paris und Holland, welche nahe Be- Die Banken von Madrid von Madrid, Barcelona Regierungsblatt- von Madrid hat arg renommirt mit den und anderen kleinen Zeichnungen" für das Anleihen, und besonders mit ziehungen zu Rothschild hat, verweigert, zweifellos von Städten erklärten sich bereit, unentgeltlich Zeichnungen den Zeichnungen von Frauen. Der Glaube soll erweckt ihm veranlaßt, die Erneuerung des Darlehns von entgegenzunehmen. Schon vor dem Tage der Ausgabe werden, als sei das ganze Volt von jenem Patriotismus 50 Millionen, das im November und Dezember fällig war.( Emission) war das Anleihen gezeichnet. In Madrid ererfüllt, welcher darin besteht, daß die Söhne der Arbeiter Die Finanzleute hatten geglaubt, die am Ende ihrer hielt man 154 und in der Provinz 120 Millionen und Bauern in ungezählten Massen nach Kuba geschickt Hilfsmittel angelangte Regierung zwingen zu können, daß zusammen 274 Millionen, die von den Staatsgläubigern 5 Polizei- Reminiszenzen. 2. Ein altes 2odspiel- Dokument. ( Schluß.*) In dem ersten Schreiben, welches der in der Klemme fizende Frankfurter Polizeirath Rumpff über seine Lockspitzelzüchterei an den Untersuchungsrichter Hollmann in Berlin richtet, heißt es, daß die Aussage des Horsch, er sei Polizei- Agent, nicht nur im wesentlichen, sondern vollständig richtig sei. Nur der Umstand, daß er die Chemikalien von Darmstadt nach Frankfurt gebracht habe, wie sich aus den Akten ergebe, sei der Grund der Verhaftung gewesen. Zum Schluß bedauert Rumpff, daß er nicht persönlich mit dem Herrn Untersuchungsrichter habe Rücksprache nehmen können. Dieser Brief scheint ihm aber nicht genügt zu haben; er schrieb gleich nach Absendung der ersten folgende zweite Epistel: Vertraulich." Frankfurt a. M., den 9. Februar 1881. " " benutze und wie sie hier und überall benutzt werden Sei dem wie ihm wolle: diese Liebesmühe für den Spizzel und benutzt werden müssen, wenn man dem war umsonst; auch wenn der Untersuchungsrichter gleich ver= Sozialismus träftig zu Leibe gehen will. brecherischer Handlungen fähig gewesen wäre, wie der Polizeirath Die erzielten Resultate sind nicht nur ihm allein zu verdanken, sie ihm hier nach augeblich vertraulicher Rücksprache mit dem vielmehr ist das Resultat der unausgesetzten Thätigkeit und Herrn Oberstaatsanwalt" zumuthet, in diesem Fall wäre es zu der erlangten Kenntniß des sozialistischen Treibens zuzuschreiben. fpät gewesen. Schließlich waren solche Fälle damals für die Richter Ich habe erwartet, daß Horsch ausharren werde, bis ich noch so neu, daß z. B. der Reichsanwalt Hofinger in der selbst die nöthigen Informationen gemacht haben würde. Ich Anklagebegründung sich völlig auf die Attentatsbehauptungen des habe mich getäuscht und sehe, daß der Dünkel*) andere Lumpen Horsch stützte und erst der Ober- Reichsanwalt von SeckenMotive hat er nicht bei ihm die Oberhand gewonnen dorff auf eine geharnischte Kritik des Vertheidigers sich zu dem hat. Gegen seine Entlassung taun ich nichts Ausrufe veranlaßt sah: fagen, zumal nach der höchst auffallenden Entlaffung des Knote glaube ich, daß sie räthlich ist. Dagegen glaube ich, daß es nicht räthlich sein dürfte, ihn als 3euge zu vernehmen, weil dann sein Verrath flar zutage treten würde, was für ihn verderblich und für mich selbst mindestens nicht erwünscht sein würde. Ich glaube Ew. Wohlgeboren die Entscheidung zu überlassen, da das, was geschehen ist, lediglich im Interesse des Staats und zur wirksamen Be tämpfung des Sozialismus geschehen ist, und da ich für meine Pflicht gehalten, mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln das Ziel zu erreichen. Der Erfolg hat dieses Bestreben gerechtfertigt." Wenn da Dinge vorgekommen sind, die man an und für sich nicht billigen tann und die zu billigen auch nicht meine Absicht ist, so handelt es sich doch nicht um den Spruch: der Zweck heiligt das Mittel, sondern um das Gesetz der Nothwehr." Auch das Reichsgericht nahm als erwiesen an, daß die Chemikalien zu Attentaten gegen Rumpff und andere Polizeibeamte dienen sollten, verurtheilte denn auch die Angeschuldigten zu insgesammt 17 Jahren und 4 Monaten Zuchthaus und 2 Jahren 3 Monaten Gefängniß, sah ich aber, ohne Rumpff zu nennen, doch auch zur folgenden Verurtheilung des schändlichen Lockspißelwesens veranlaßt: Ob ein solches Thun des Zeugen Horsch aus ethischen Gründen sich rechtfertigen läßt oder ob es sich verbietet, da s gehört vor den Richterstuhl der Moral, nicht vor diesen Gerichtshof." Der Richterstuhl der Moral" hat bekanntlich keine Exekutivgewalt; seine Urtheile sind nicht vollstreckbar, und so sehen wir, unbekümmert um alle moralischen Verurtheilungen" Lockspiyelzüchtung und Lockspißeltreiben ihre Blüthen weiter entfalten: Schröder, Wohlgemuth, Ihring- Mahlow und die ganze Kette all' Ew. Wohlgeboren muß ich mir erlauben, zur Sache Horsch noch folgende Mittheilungen vertraulich zu machen. Vor allem muß ich bedauern, teine Gelegenheit gehabt zu haben, persönlich mit Ihnen zu sprechen, und muß ich gestehen, daß mir die ganze Angelegenheit schwer auf dem Herzen gelegen hat, während ich sie doch dem Papiere nicht an: vertrauen konnte. Die Verhaftung des Horsch mußte zu Troß der bekannten Versicherung, daß auch diese Schurkerei seiner eigenen Sicherheit erfolgen, weil seine Thätigkeit den im Interesse des Staates und zur wirksamen Bekämpfung Sozialisten auffallen mußte und auch aufgefallen ist, sodaß er des Sozialismus" inscenirt worden sei, scheint der Staatsretter bereits direkt von ihnen bedroht und verfolgt worden ist.(??) Das Rumpff noch nicht davon überzeugt gewesen zu sein, daß der einzige Mittel zu seiner Rettung war die Verwicklung in die Untersuchungsrichter diesen Freibrief für alle Schurkereien ohne alle Untersuchung, und dazu bot der Transport der Chemikalien Umstände anerkennen werde, denn er schreibt am selben Tage noch einen die sichere Handhabe. Da ich seine Thätig dritten, gleichfalls vertraulichen" Brief und giebt darin dem feit veranlaßte und er feine Wissenschaft von Untersuchungsrichter nachträglich anheim, den Antrag auf Entdem Jubalt gehabt hat, konnte ich wohl annehmen, lassung des Horsch so zu motiviren, daß Horsch nicht belastet die Jahre hindurch, bis die Ableugnung des Levels Lüzow daß Horsch binnen furzer Zeit aus der Untererscheine oder ihm aber eine direkte Betheiligung nicht in ihren Konsequenzen den Herrn Kriminalf suchungshaft entlassen würde, und mußte ich daher nachgewiesen wurde und winft zum Schluß mit dem in der Daumenschraube des Zeugeneid auch seinen Transport nach Berlin ruhig gefchehen lassen. Scheunenthor: Ich habe felbst mit dem Herrn Oberstaats: anwalt über die Sache vertraulich gesprochen und waren wir zu dem Resultat gekommen, daß ich Ew. Wohlgeboren eine vertrauliche Mittheilung mache. Horsch ist von mir benutzt worden, wie ich andere Agenten auch *) Es ist freilich ein unverschämter Dünkel, nach 21/2 Monaten *) In unserem geftrigen Artikel hat sich ein sinnstörender solcher Untersuchungstortur und der dabei zu ertragenden„ Stock Druckfehler eingeschlichen. Auf Seite 2 Spalte 1 letzte Beile prügel auf den Magen" die Geduld zu verlieren! Ehren- Horsch unten muß es heißen: Er hat mir kein Versprechen gemacht scheint eben doch nicht soviel Patriotismus" beseffen zu haben wie Ehren- Schnißer. ( ftatt: Er hat nur fein Versprechen gehabt). " Ich halte es im öffentlichen und staatlichen Interesse für unbedingt nöthig, daß die zur Er= zielung des Resultats angewendeten Mittel nicht bekannt werden." " 8. 2odspiel, 3e Preßoffiziosus " de Amtes. ic Welch' geringe Wirkungen solche moralische Hinrichtungen haben, wie sie das Reichsgericht in seinem obigen Urtheil au Horsch und seinem Nährvater Rumpff vollzogen, dafür liefert nachstehendes den besten Beweis. Mitten in die sittliche Entrüftung der bürgerlichen Presse über die Enthüllungen der Tausch Korruption in ihren eigenen Reihen brachte die„ Kölnische Volts Zeitung in geliefert wurden. Diese biederen Menschen erlangten auf mustergiltig betrieb, so daß das Studium der„ Reichs- sowie gegen das Verdammungsurtheil der Religion und Moral diese Weise mit einem Schlage eine Garantie ihrer Schuld Spinnstube" unseren Agitatoren von heute aufs wärmste geltend zu machen. Das" Militär- Wochenblatt" sollte sich und eine Belohnung ihres Patriotismus. Am folgenden empfohlen werden kann. fragen, woher denn diese Umwandlung kommt; es muß Tage wurden 320 Millionen gezeichnet. In Madrid Tante Voß wird vermuthlich ein Exemplar dieses doch die Bewegung gegen den Militarismus im Volte nahmen 224 Subskribenten je 6 Obligationen und 5505 je trefflichen Blattes des von ihr so hochverehrten John schon sehr stark geworden sein, wenn schon die sonst bauch1 bis 5 Obligationen; in der Provinz 669 je 6 und 17 074 Reitenbach in ihrer Redaktionsstube vorfinden. Da möge rutschenden Parteien sich dieser Strömung nicht entziehen je 1 bis 5 Obligationen. Für die amtliche„ Gazeta" find sie es einmal lesen. Das wird ihr zuträglicher sein, als können. Und diese Strömung wird und muß zunehmen, es diese Zeichner von je 6 und die von je 1 bis 5 Obli- das Fahren in der Retourkutsche, daß die konservativen und gerade je stärker der„ Geist" und der„ Ehrbegriff" des gationen, welche dem Anleihen einen volksthümlichen die Vorfrucht der Sozialdemokratie" seien. Offizierstandes in der Linie wie in der Reserve sich vom und nationalen Charakter verliehen haben sollen; allein Vielleicht schreibt sie auch einmal an den Alten vom Boltsgeist und dem Ehrbegriffe des Volts abhebt. wenn man nachrechnet, so findet man, daß die Zeichner von Berge." Er antwortet sicher. Seinen Brief wird sie aber je 6 Obligationen im ganzen 3 Millionen, und die von je schwerlich hinter den Spiegel stecken. 1 bis 5 im ganzen 28 Millionen gezahlt haben zu= sammen 31 Millionen. Das ist wenig für das Vaterland des kleinkalibrigen Gewehres sind im Laufe der letzten Jahre Die Furcht vor dem Grauen. Ueber die Wirkungen Cid's des Campeador( Heldenkämpfers). Und vertreten diese verschiedene Nachrichten in die Deffentlichkeit gelangt. An Zeichner von je 1 bis 5 Obligationen denn wirklich das Menschenleichen und Thierkadavern wurde das Kügelchen Bolt? Die Obligationen lauten auf 500 Pesetas, zahlbar des neuen Gewehres erprobt, Korrespondenten, die an den von jetzt bis zum 15. Januar. Finden sich etwa im Volt Kriegen der letzten Zeit theilnahmen, berichteten von seiner Kapitalisten, die im Zeitraum eines Monats und weniger Durchschlagskraft und zerschmetternden Wirkung. Und alle Tage 500, 1000 und 2500 Franks beschaffen können? Das Beobachter waren einig in ihrem Urtheile: die Schlacht inländische", sogenannt patriotische Anleihen ist nur eine felder der Zukunft müßten das grauenhafteste fein, sichere und einträgliche Bourgeois- Spekulation. Dieser unerwartete Erfolg gab Canovas den Muth, Kriegsministerium hat umfangreiche Schießversuche an das man sich vorstellen kann. Auch das preußische das Anleihen von 250 auf 400 Millionen Pesetas zu stellen laffen, um erhöhen; auf diese nominellen 400 Millionen wird er that sächlich nur 372 Millionen erhalten; und sind von diesen 372 Millionen einmal die allerdringendsten Schulden bezahlt, was bleibt übrig? Man bedenke, daß 60 Millionen für die Kriegskosten eines Monats kaum ausreichen. Maceo ist todt und das patriotische Anleihen ist ge zeichnet; aber der fubanische Aufstand ist nicht besiegt und die spanischen Staatstafsen sind in einigen Monaten wieder leer. Paul Lafargue. Politische Uebersicht. Gewehres genauer zu prüfen. Die wichtigeren der dabei die Wirkung des kleinkalibrigen gewonnenen anatomischen Präparate sind der Akademie für Kriegsminister hat von der ihm unterstellten Medizinaldas militärische Bildungswesen überwiesen worden. Der mit dem Titel„ Ueber die Wirkung und kriegschirurgische abtheilung einen Bericht fertigen lassen. Dieser ist 1894 Bedeutung der" neuen Handfeuerwaffen" gedruckt worden; er tam aber nicht in den Buchhandel, sondern wurde nur vom Kriegsministerium an Interessenten vergeben. Jetzt zeigt aber der Verleger des Berichtes das Werk au mit der folgenden Bemerkung: Der Verlagshandlung ist jetzt der Vertrieb dieser amtlichen Publikationen freigegeben worden mit der Maßgabe, daß das Wert zu wissenschaftlichen Zwecken benutzt und bei wiffenschaftlichen Arbeiten und Vorlesungen verwerthet und erwähnt werden darf, daß jedoch Mittheilungen daraus an die öffentliche Tagespreffe nicht gemacht werden. Interessenten, welche unter dieser Bedingung die Anschaffung des Werkes wünschen, werden ersucht, die Bestellungen mit Namensunterschrift und genauer Adressenangabe umgehend einfenden zu wollen. muß so Ueber den Fall v. Tausch v. Likow äußert sich endlich und zwar in der Kreisblattpreffe die Regierung, jedenfalls das Ministerium des Junern. Dem Artikel entnehmen wir die folgende Stelle: " Wan hat es in vereinzelten Kritiken als bedenklich bezeichnet, daß in diesem Prozesse eine Behörde gegen die andere öffentlich vorgegangen sei. Dies beruht auf Frrthum. Bunächst hat sich erst im Laufe der Untersuchung flar herausgestellt, welchen Antheil ein Organ der politischen Polizei, der Kriminalfommissar v. Tausch, an den Preßtreibereien hatte. Durch den obersten Chef dieser Behörde, den Minister des Innern, ist veranlaßt worden, daß ein Agentenbericht des v. Lüzow ausgeliefert wurde, um ihn der Anklage mit zu grunde zu legen. Eine Differenz zwischen dem Ministerium des Innern und dem Auswärtigen Amte hat nicht bestanden, was wohl auch daraus hervorgeht, daß der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes den Minister des Innern über den Gang der Voruntersuchung auf dem laufenden erhielt. Das gemeinsame Intereffe der Regierung an einer vollständigen Aufklärung der unterirdischen Machenschaften kam schließlich auch, wenn wir recht unterrichtet sind, in einem Beschlusse des Staatsministeriums zum Ausdruck. Freilich verhehlt fich keine der betreffenden Stellen, daß ein solcher Prozeß auch feine mißlichen Seiten hat. Es wäre besser gewesen, man hätte ohne öffentliche Gerichtsverhandlung Remedur schaffen können. Das wäre vielleicht vor 4 Jahren, als der berüchtigte Schumann- Normann sein Wesen trieb, noch möglich gewesen. Inzwischen ist die Wilhelmstraße" fo viel fach offen und versteckt angegriffen worden, daß sie selbst bei manchem Wohlgesinnten verdächtig erschien, und welche Macht andererseits der Kommissar v. Tausch über seine Vertrauensmänner hatte, das hat der Prozeß deutlich ge zeigt. Hat sich v. Lützow doch erst unter dem Drucke der Furcht, auch noch als Ürkundenfälscher belangt zu werden, zut Geständnissen herbeigelaffen. Das war nur in dem Kreuzverhör einer Gerichtssigung zu ermöglichen. Unter solchen Umständen muß das kleinere Uebel" gewählt werden, in diesem Falle die öffentliche Aufdeckung schleichender Umtriebe, zumal da auch noch die Gefahr bestand, daß die Sozialdemokratie mit Enthüllungen über die Lützow und Genossen in einem für ihre Zwecke geeigneten Zeitpunkt hervor. treten werde, wodurch sie sich ein ganz unberechtigtes und den Staatsinteressen schädliches Relief gegeben hätte. So aber ist es die Staatsregierung, die offen und mit festem Griff einem häßlichen Unwesen zu Leibe geht." " Berlin, 30. Dezember. John Reitenbach. Unsere Weihnachtsnotiz über den Alten vom Berge" hat der" Bossischen Zeitung" schlaflose Nächte bereitet, deren Ausgeburt heute in Gestalt eines Leitartikels, betitelt:„ Die Borfrucht der Sozialdemokratie" vor uns liegt. Das fortschrittliche Blatt quält sich zunächst mit dem Nachweise ab, daß daß das oberflächliche Demagogen- Wort des Fürsten Bismarck, die Forts schrittspartei sei die Vorfrucht der Sozialdemokratie, Also, die Tagespresse soll nichts bringen können, damit den Thatsachen nicht entspreche. Die Mühe hätte die auch die Deffentlichkeit, das Volt, die Leute, die in fünftigen Bossische Zeitung" sich sparen können. Daß der bürger- Kriegen ihre Haut zu Markte tragen, nichts davon erliche Liberalismus, den die Fortschrittspartei vertritt, so fahren. Wären die Wirkungen des kleinen Geschosses unweit sie überhaupt etwas vertritt, seinem Wesen nach von schuldige, oder wenigstens nicht schrecklicher als diejenigen, dem Sozialismus nicht nicht nur grundverschieden, die von den früheren Flintenkugeln erzeugt wurden, dann sondern sogar sein gerades Gegentheil ist, das hätten ja gerade die Kriegsenthusiasten das größte Interesse, Also auch hier hat die Angst vor der Sozialdemokratie zum weiß jedes Kind, oder sollte es wenigstens wissen. Allein der diese Thatsachen allen, die es angeht, mitzutheilen. Also Eingreifen veranlaßt, übrigens herrscht voller Friede zwischen Liberalismus hat in seiner Jugendzeit demokratische gerade das Umgekehrte der Fall sein. Die dem Ministerium des Innern und dem Staatssekretär des Aeußern, Forderungen aufgestellt, von denen das Gros des deutschen Wirkungen der Zwergkugel müssen so schrecklich, dessen Stellung in feiner Weise erschüttert sein soll. Wie lange? Bürgerthums sich längst abgewandt hat, die aber zum theil gräßlich und grauenhaft sein, daß sie jedem Ueber die politische Polizei und das Spihelthum in noch in liberalen Parteiprogrammen als Schauftücke natürlich fühlenden Menschen, sobald sie ihm bekannt gefiguriren. Die Masse der Liberalen nimmt diese Forde- worden, mit einem Schlage die Luft nehmen, dem Kriege, alter und neuer Beit schreibt in Anknüpfung an den Prozeß rungen nicht ernst, und tritt sie in der politischen Praxis dem Militarismus und allen seinen Begleiterscheinungen Leckert Lützow Profeffor Delbrück im Januarbeft 1897 ber mit Füßen, wie z. B. die Tante Voß, die vor einem jemals wieder Fürsprech zu sein. Man erblickt im Mili-" Preußischen Jahrbücher", und er weiß da manches zu erzählen, was das Bild der geschilderten Zustände vielfach ergänzt. Napoleon, einem Bismard, einem Crispi' Jahrzehnte hin- tarismus den Schüßer und Hüter unserer ganzen heutigen Delbrück ist der pessimistischen Meinung, daß derartige durch den Bauchtanz exekutivt hat. Es giebt jedoch kultur. Was mag diese Kultur für eine Pflanze sein, Intriguenspiele bei jedem Hofe und bei jeder Regierung zu auch einzelne Liberale, welche die demokratischen Fordes wenn ihre Erhaltungsmittel so schrecklich sind, daß man weiten oder richtiger faft immer" vor sich gehen. Das be rungen des Liberalismus ernst nehmen, und diese kommen, von ihnen nur im Geheimen, unter vier Augen, zu reden sofern sie dentfähig, unfehlbar zur Sozialdemokratie. So wagt! ist Jacoby, und so ist John Reitenbach Sozial- Dem Hosiannah ist ein Kreuzige gefolgt," flagt demokrat geworden. das Militär- Wochenblatt" in einem Artikel Zum Jahreswechsel", d. h. nach dem Ueberschwange, mit dem man die Armee, also die Offiziere, denn der Geist der Armee sitzt 1870/71 vergöttert hat, zeigt sich die Ernüchterung selbst in seinen Offiziers" an den Jubelfeiern des Krieges von in staatserhaltenden Parteien"; auch aus ihnen erheben sich bereits viele Stimmen, welche es bekämpfen, daß die Offiziere ein besonderes Ehrgefühl für sich in Anspruch nehmen, das ihnen gestattet, sich auch gegen das allgemeine Gefeß, Freilich in bezug auf John Reitenbach lengnet es die Boffische Zeitung". Wir wollen uns nicht lange mit ihr herumstreiten. nicht. Sonst müßte ihr bekannt sein, daß derselbe nach Sie fennt John Reitenbach offenbar dem deutsch- französischen Kriege ein ausgesprochen so zi al demokratisches Blatt:„ Die Reichs- Spinn stube" redigirt hat, ein Blatt, in dem er die sozialdemotratische Propaganda für die Landbevölkerung wahrhaft " # " N deutendste und zugleich bedauerlichste Beispiel dieser Art in der preußischen Geschichte ist, nach Delbrück, der Sturz Eberhards v. Dantelmann unter Kurfürst Friedrich IH.( König Friedrich I.). Der tüchtigste und beste Mann, den das damalige Brandenburg- Preußen aufzuweisen und der den Staat zehn Jahre lang vortrefflich verwaltet hatte, fiel einer niederträchtigen Kabale zum Opfer, an deren Spitze die Kurfürstin mit einigen eine feiner ersten Regierungshandlungen, noch eine verspätete Ministern stand. Unwürdige und forrupte Persönlichkeiten traten an Dankelmann's Stelle. Friedrich Wilhelm I. hat ihm, als Genugthuung gewährt, aber ihm selbst ist es nicht erspart geblieben, mit ähnlichen Intriguen heimgesucht zu werden. Sein Minister Grumfom und sein Gesandter in London, Reichenbach, verabredeten, beide im österreichischen Solde, was der Gesandte Peuckert in Gemeinschaft eines Theodor Reuß nach Belgien transportirte? Und was hat das mit der Vorstellung Neve's auf dem Bahnhofe zu thun? Was bewog Beuckert überhaupt mit einem Polizeispion, der in der„ Freiheit" vom 3. Juli 1886 also 6 Monate vor der bewußten Reise in einem spaltenlangen Artikel entlarvt worden war, zu reifen und gleichzeitig eine Höllenmaschine" mitzunehmen. Hat vielleicht Reuß nicht nur die Reise, sondern auch die Höllenmaschine" bezahlt?" einem Artikel über die Preßverhältnisse auf der Journalistens die Direktion des Reichstages und für seine Herren Tribüne des Reichstages folgende lehrreiche Bemerkungen: Kollegen von der Feder scheint das Bestreiten des Spizel. Leider muß es gesagt werden, daß Lützow nicht das charakters zu genügen, denn sie haben bisher nicht Mittel einzige bedenkliche Subjekt auf der Journalisten- und Wege gefunden, ihm den Zutritt zur Journalistentribüne Tribüne war; es giebt dort noch verschiedene Existenzen zu verwehren. von dunkler Vergangenheit, auf die jeder Kundige mit den Fingern Herr v. Köller ist heute ein todter Mann; aber am zeigt, die aber unentwegt mit biedermännischer Ruhe auf ihren 21. Januar 1895, als er über Judas Reuß in der UmfturzKlappstühlen hocken bleiben, als ob ihnen niemals in der Preffe ein fommission etwas allzu siegesgewiß das bezeichnende Wörtlein Spiegel vorgehalten oder ihnen sonst ihr wahres Geficht gezeigt hinwarf: Reuß tonne freilich viel erzählen, er worden wäre. Da ist z. B. einer, der sich gegenüber den An habe lange genugim warmen Nest gesessen," da Reuß hat eingestandenermaßen die ganzen Kosten der Reise, schuldigungen des Borwärts", früher Geheim- war er Polizeiminister und verfügte über Material, das die nöthig war, um Neve in die Hände der preußischen Polizei polizist der Regierung gewefen und einen, Genossen" seinem Ausspruch erst die richtige Bedeutung gab! zu liefern, bezahlt; es ist daher die Frage, wer von den ins Zuchthaus gebracht zu haben, trotz wieder Und vielleicht gewinnt dies Wörtlein heute noch an Be- beiden Herren die Höllenmaschine bezahlt habe, höchst hofter Aufforderungen noch immer nicht genügend erklärt hat. deutung, da man aus den Verhandlungen des Lützow- gleichgiltig. man aus den Verhandlungen des Lützow- gleichgiltig. Zur Bestätigung der Mittheilung der Freiheit" Er hielt es eines Tages für zweckmäßig, im Reichstage nähere Prozesses weiß, welche Gegensätze zwischen den journa- dient vielleicht eine Thatsache, die wir vor Jahren schon Anknüpfungen mit 3entrums Abgeordneten zu listischen Vertrauensmännern der verschiedenen Ministerien damals berichten konnten, nämlich daß Reuß sich hier in Berlin gesuchen, was ja bei der Höflichkeit unserer Parlamentarier nicht sich zuspizten und wie sie gegenseitig Kraftproben" veranstalteten. rühmt hat, seinerzeit in London bei der Anallzu schwer ift. Man hat dies und jenes aus Kommissionen Herr Theodor Reuß verkehrte zu jener Zeit im Auswärtigen fertigung von Explosivtörpern am Arme ver= zu fragen, man will etwas wissen über die Stellungnahme Amt als Berichterstatter sowohl wie auch wenn wir nicht sehr wundet worden zu sein! Er hatte auch gegen diese Beder Partei zu den gerade schwebenden brennenden Fragen, und, irrig berichtet sind gesellschaftlich mit dem Adjutanten hauptung Klage erhoben, sie aber selbstverständlich zur rechten womit man sich am besten einführt, man hat irgend eine Neuig des damaligen Reichskanzlers, dem Major Ebmeyer. Zeit wieder zurüdgezogen. teit zu erzählen, die den angesprochenen Abgeordneten besonders intereffirt u. s. w. Genug, der Mann that, was er fonnte, um Vertrauensmann der 3entrumspartei zu werden; vor Beginn der Sigungen ging er mit dem einen oder anbern hervorragenden Mitgliede der Partei in der Wandelha Ile spazieren in eifrigem Gespräche, sehr mittheilsam und wiederum respektvoll zuhörend, abends erschien er sogar am Kneiptisch des Zentrums, spielte sich dort als wadern Katholiken auf und erbot sich sogar, wenn Noth an Mann sein sollte, ein baye risches Zentrumsmandat übernehmen zu wollen. Da fragte mich denn eines schönen Tages ein hervorragendes bayerisches Zentrumsmitglied, ob ich einen Journalisten namens so und so fenne Ich erzählte ihm von den umlaufenden Gerüchten und da war es allerdings mit dem Zentrumsmandat ei, und die angeknüpften Beziehungen lösten sich blo- fallen" auf." storbenen. Im Prozeß Leckert- Lützow hat uns Herr Geheimer Legations- Wir wollen hier gar nicht in die Frage eintreten, zu welchem rath Dr. Hamann, der jetzige Leiter des Preßbureaus im Zwecke zu Neve auch noch eine Höllenmaschine gebracht Auswärtigen Amt, unter Eid die feierliche Erklärung abgegeben: wurde. So willkommen den Hintermännern" der damaligen Journalisten untergeordneter Qualität oder solche, die v. Tausche solche Beweisstücke" gerade in jener Beit zur Erreichung sich feines guten Rufes erfreuen, würden im Aus- politisch- reaktionärer Zwecke gewesen sein mögen, die Folge hat wärtigen Amt nicht empfangen; er wisse sich keines gelehrt, daß das Schuldtonto Neve's in den Augen der deutschen einzigen zu erinnern. Ale seien persönlich durch| Richter ohnedem schon so schwer belastet war, daß die Vernichtung aus ehrenwerth." Neve's auch ohne formelles Todesurtheil erreicht wurde. = Wir dürfen also annehmen, daß heute Herr Theodor Reuß Auf eine andere Thatsache möchten wir ein kleines nicht mehr im Auswärtigen Amt empfangen wird; damals- Licht werfen. Das Radieschensamen Attentat, wie gefagt rühmte er sich seiner Beziehungen zum Auswärtigen fo plump und albern es arrangirt war, hätte Amt und Reuß war auch der erste, der die Nachricht vom zu anderen Zeiten unter anderen Staatsmännern mit Radieschenjamen Attentat der Welt mittheilen konnte. einem bischen bösen Willen zu einer recht netten Sozialistenheze Diese Thatsache rückt vielleicht auch heute erst in die richtige benutzt werden können! In den letzten Tagen erft wurde es in Beleuchtung. Die lustigen Mittheilungen der Kölnischen Volks- der Bismarckpresse offen ausgesprochen, der Haß des„ alten" Beitung", daß der verunglückte katholische Schauspieler und Kurses gegen den neuen, die Treibereien der Tausch- Hintermänner Konzertfänger aus Augsburg, Herr Theodor Reuß, fich für gegen die Wilhelmstraße haben auch darin ihren Grund, daß die ein bayerisches Zentrumsmandat opferwilligst zur Ver- politische Polizei unterm neuen Kurse im Kampfe gegen fügung gestellt hat, erhielten nämlich letzter Tage eine ernste Er- die Sozialdemokratie so wenig à la Bismard- Buttkamer benut gänzung von einer Seite, der man Vertrautheit mit diesen Dingen worden sei. sicher nicht absprechen kann. " " von der Köln. Boltszta." in so an se geschildert wir, fennen unsere bee eben im Zuchthause verReuk! Wenn je einer mit Reuß war der erste, der die Nachricht des moralischen.... y Lobe gepeitscht worden ist, so ist Die Nr. 48 der Most' schen Freiheit" vom 28. No Radieschensamen Attentats verbreiten konnte; Reuß es dieser anarchistische" Judas! Er hat uns zwar deshalb vember 1896 beschäftigt sich wieder einmal mit dem Lumpazi hat nach Köller lange genug im warmen Neste gesessen", um zu schon wiederholt mit Klage bedroht, auch schon Klage erhoben, Peuckert, der sich in Chicago zum so und sovielten wissen, wie solche Sachen gemacht werden. Reuß hatte früher in fie aber- als vorsichtiger und gewigter Mann im letzten Male wieder ein Drcimänner- Schiedsgericht auserwählt hatte, London in Attentatsvorbereitungen mittels Bombenanfertigung Moment zurückgezogen. Und ungleich seinem biblischen Vor- um seine Unschuld am Berrathe Neve's zu beweisen". Die praktisch gearbeitet; die Radieschenfamenattentats- Rifte tam im bild hat er weder die Silberlinge wieder fich ge- Freiheit" zerzaust den Schwindel und erhebt dann gegen Reuß November aus Frankreich- und wie der böse Bufall es will im worfen, noch sich einen Strick getauft, um sich auf dem folgenden, so ungeheuerlich klingenden Vorwurf, daß man fast Spätherbste soll Herr Theodor Reuß gesundheitshalber alles nein, Zeit gewonnen, Blutacker aufzuhängen: nein, Zeit ge- daran zweifeln möchte, zumal auch die Freiheit" diesen Vorwurf sich in Cannes und anderen franzöfifchen Städten aufgehalten wonnen, denkt er sich, und treibt sich nach wie vor heute zum ersten Male erhebt: haben. Und die Urheber dieser Attentatstifte" find so wenig entdeckt auf der Journalistentribüne des Reichstages herum. Für -voll Was ist aus jener Höllenmaschine" geworden, die als die Absender der Attentatstifte an Polizeihauptmann Krause! D " Deutsches Reich. Der Entwurf eines AuswanderungsGesetzes soll dem Bundesrathe zugegangen sein. An eine Erledigung diefes fo lange schon versprochenen Gesetzes in dieser Reichstagssession ist nicht zu denken. Ungarn. Budapest. Der erkommunizirte galisische Bauernagitator Pater Stojalowski wurde hier auf Verlangen der galizischen Behörden verhaftet. Es handelt sich jedenfalls darum, den Agitator bis nach den Reichsrathswahlen festzuhalten und dadurch politisch unschädlich zu machen. Blätter versichern, daß die neuen Schnellfeuerfeldgeschüße, mit welchen 1894 Bersuche angestellt wurden, allen Anforderungen entsprechen. Die einzelnen Bestandtheile dieser Kanonen, welche in verschiedenen Fabriken hergestellt wurden, seien für die Zusammenseßung bereit. Die Ausrüstung würde im Jahre 1898 vollendet sein. - Die Schraube ohne Ende. Mehrere Pariser " Italien. bem Rönig aus London berichten sollte, um ihn mit England find Offisiere und unterstehen nicht bem bürger. auseinander zu bringen und namentlich die geplante Heirath zwischen Lichen Gericht, und die zwei andern gehören zur dem preußischen Kronprinzen und der englischen Prinzessin preußischen Gesandtschaft und sind durch den alten Amalie zu verhindern. Hierüber brach der Konflikt zwischen Mantel der Exterritorialität jeder Verantwortung vor den Vater und Sohn aus, der zur Flucht und zum Prozesse des Landesgerichten entzogen! Wie kann sich das Volk in solchen Kronprinzen führte und dem unglücklichen Katte den Kopf kostete. rechtlichen und sittlichen Zuständen noch zurechtfinden?" Unter Friedrich dem Großen finden wir, wie die Brüder des Herr v. Holleben hatte übrigens gestern beim Kaiser eine Königs in wüthendem Hasse seinen Vertrauten, den trefflichen Audienz, die mit dem Stuttgarter Duell in Zusammenhang ge Frankreich. Der wegen Winterfeldt, verfolgen, oder den Justizminister Jariges, der mit bracht wird.— Die neueste Spionen Affäre. dem Kabinetsrath Eichel befreundet war, den Justizminister Spionage verhaftete, frühere Kapitän Guillot legte, wie verChronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. lautet, das Geständniß ab, daß er als Gefangener in der Cocceji zu Tode ärgerte und sein Nachfolger wurde. Unter Wegen Majestätsbeleidigung und Widerstand gegen die Staats- Feftung Stettin im Jahre 1871 mit deutschen Difizieren VerFriedrich Wilhelm II. erschoß sich der Minister Schulenburg- gewalt wurde in Kottbus der Schloffer Bernhard Thebis aus bindungen angeknüpft und seit jener Zeit verschiedene ihm zuBlumberg, verfolgt und zur Verzweiflung getrieben durch die Betschau zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt, wovon ein gängliche militärische Aftenstücke, so geheime Ordres über Intriguen seines Kollegen Wöllner. In der Umgebung Friedrich Monat der Untersuchungshaft angerechnet wurde. Wilhelms III. gab es Leute, die Scharnhorst des LandesEtappendienst, verkauft habe. Es sollen weitere Verhaftungen verrathes und heimlicher Korrespondenz mit dem Feinde anklagten, in dieser Affäre bevorstehen. Die Polizei fucht eine Frauens und in den späteren Jahren arbeiteten zeitweilig der Obersttämmerer person als Mitschuldige Guillot's. Fürst Wittgenstein und der Geheimrath v. Rampy als Leiter der Polizei von der einen, der Minister Wilhelm v. Humboldt von der anderen Seite gegen den Staatskanzler Hardenberg. Unter Friedrich Wilhelm IV. waren weder Prinzen, noch Minister, noch Freunde des Königs vor polizeilicher Beobachtung sicher. -Preußische Gesetze. Die von beiden Häufern des Der Oberpräsident v. Senff Pilfach fand eines Tages, als er Landtags beschlossenen Gesetze über die Kündigung und Umzum Herrenhaus anwesend in Berlin im Hotel wohnte, die Briefe wandlung der 4prozentigen Staatsanleihe und wegen Aenderung in seinem Bult in Unordnung und mit frischen Tintenflecken des Gefeßes vom 3. Juli 1876 über die Besteuerung des Ge verziert. Als er den Wirth darauf stellte, gestand, dieser ihm, werbebetriebes im Umherziehen sind mit dem Datum des Rom, 28. Dezember.( Eig. Ber.) Nach den ersten Nummern jeder Wirth in Berlin müsse der Polizei auf Verlangen Nach- 23. Dezember gestern amtlich publizirt worden. des Avanti" zu urtheilen, steht das neue sozialistische Blatt in schlüssel zu den Sekretären geben und Nachforschungen erlauben,-Der Kampf gegen das Börsengeset. Wie in technisch- journalistischer Hinsicht hinter den anderen hauptstädtisonst würde die Konzession entzogen. Was blieb Herrn v. Senff Halle so hat auch in Braunschweig die Getreidebörse schen Zeitungen feineswegs zurück, ist ihnen aber durch seine übrig? Er legte einen Zettel zu seinen Briefen: Ihr ihre Auflösung beschlossen. In Stettin beschloß eine von streng prinzipielle Haltung bei Weitem überlegen. Alle anderen Sch. von Polizisten, wenn Ihr meine sämmtlichen Mitgliedern der Getreidebörse besuchte General- hauptstädtischen Blätter gehen nämlich, besonders aus Anlaß Briefe nachseht, bringt sie wenigstens nicht in Unordnung." versammlung, der Getreidebörse fortan fernzubleiben. von Ministerwechseln, gewohnheitsmäßig in furzen Fristen An der Berliner Börse verlautete, daß die heute Abend statt- von einer Partei zur anderen über, ohne daß deshalb in ihren Duellchronik. Aus Aachen meldet uns eine Privatdepesche: findende Versammlung, die über den Fortbestand der Produkten- Redaktionen ein Berfonalwechsel stattfände; die meisten ihrer Gestern um 11 Uhr fand zwischen einem Offizier des 40. Rebörse berathen soll, beschließen wird, aus der Produktenbörse Redakteure und Mitarbeiter haben hintereinander schon den giments und einem hiesigen Polytechniker ein Pistolenduell statt. auszutreten. verschiedensten Parteien gedient. Auch in dieser Hinsicht also Die Bedingungen waren die schäriften. Der Offizier blieb todt. Natürlich handelt es sich bei all' diesen Beschlüssen um nicht wird der" Avanti", soweit sich nach den ersten Nummern Dem Gegner wurde der Arm zerschmettert. Wenn die Duellanten weiter so fyftematisch für ihre allzu ernstgemeinte Demonstrationen und um Versuche, das urtheilen läßt, in Rom eine neue und fremdartige Erscheinung Prinzipien arbeiten, so werden sich die Duellanten endlich selbst Börsengefeß zu umgehen. Es lebe der Schwindel! Serbien. Frankfurt a. M., 30. Dezember. In dem ZeugnißWieder hat ein Pistolenduell, und gar noch am zweiten wang- Verfahren gegen die Frankfurter 8tg." Belgrad, 29. Dezember. Simitsch ist die Bildung eines Weihnachtsfeiertag bei Düsseldorf im Aaper Walde bat das Landgericht die gegen die Verhängung einer Geldstrafe Koalitionsministeriums geglückt. Liberale und Radikale und ein zwischen einem Lieutenant der dort garnisonirenden reitenden und unter Anordnung der Zeugnißzwang- Haft eingelegte Be- politisch Farbloser, der aber Vertrauensmann des Königs ist, Artillerie- Abtheilung und einem Geschäftsführer v. B. stattgefunden. fchwerde zur sachlichen Entscheidung dem Ober- Landesgericht vor- figen einträchtig auf der Ministerbaut. Wie lange? Für die Vereinbart war, wie Düsseldorfer Blätter berichten, einmaliger gelegt und dieses hat die Beschwerde verworfen; darauf- Radikalen kann es sich nur darum handeln, in der nächsten Kugelwechsel auf 15 Schritte Entfernung. Der Ausgang des hin hat das Amtsgericht unter Wiederholung seines früheren Stuptschina die Majorität zu gewinnen. Dies aber scheint ihnen Duells war unblutig. Als Ursache des Zweikampfes wird ein Beschlusses gegen den verantwortlichen Redakteur Alexander der König nicht zu gönnen. Er hat einen Mann zum Minister Zwist in einem Variété Theater angegeben, wobei es zwischen Giesen den Beginn der Zwangshaft auf den 3. Januar fest- des Innern, also zum Wahlmacher gemacht, der keiner Partei den beiden Duellanten zu Thätlichkeiten gekommen sein soll. Die gefeßt. angehört und nur auf ihn hört. Polizei, die von dem Duell Wind erhalten hatt, war zur Ber Stollberg, 28. Dezember. In der letzten Sitzung des Stadthinderung ausgerückt, fand aber den richtigen Ort nicht, so daß verordnetenkollegiums stand auf der Tagesordnung die Umsatz- Konftantinopel, 29. Dezember. Zweitausend Marine der Zweikampf ungestört vor sich gehen konnte. steuer für den hiesigen Produkten- Bertheilungsverein. Nach Reservisten veranstalteten gestern lärmende Rundgebungen vor Zu dem Duell zwischen dem Legationssekretär v. Wangen- längerer Debatte, an der die Gegner der Konsumvereine sich dem Marine- Arsenal wegen rückständiger Soldzahlung und weil heim und dem Premierlieutenant v. Urtüll bemerkt der Stutt hauptsächlich betheiligten, aber von der anderen Seite widerlegt die Seimsendung infolge Mangels an Transportschiffen seit garter Beobachter": wurden, lehnte das Kollegium die Steuer mit 10 gegen Wochen nur in fleinen Abtheilungen erfolgte. Die Reservisten Was aber dem öffentlichen Urtheil untersteht und dieses 8 Stimmen ab. fonnten nur mit Mühe durch das Versprechen baldiger Beaufs schärfste herausfordert, ist, daß das militärische EhrenNeunkirchen( Bez. Trier), 30. Dezember. Der Saar- und friedigung ihrer Wünsche beruhigt werden. gericht das das Pistolenduell zuließ, und daß Be Blies- Zeitung" zufolge hat Freiherr v. Stumm gegen die Entstimmungen dahin festgesezt wurden: Bei 15 Schritt und scheidung des Konsistoriums über seine Beschwerdeschrift gegen Avanciren bis auf fünf Schritt dreimaliger Kugelwechsel bis die Pastoren des Saarreviers zunächst Berufung beim evangelischen Kubanisches. Dr. Bertucha, jener Arzt, der im begründenden zur Kampfunfähigkeit. Das heißt mit flaren Worten: Du Oberkirchenrath eingereicht und auf Zeugenvernehmung ge- Verdacht steht, Maceo verrathen zu haben, beschuldigt in einer follft tödten! oder du sollst getödtet werden! Sekundant des drungen. an den„ New- Yorker Herald" gerichteten Zuschrift einige Miteinen war: der Playkommandant von Stuttgart, GeneralSchwelm, 28. Dezember. Die große Mehrzahl unserer glieder des Insurgentschaftsrathe, sie seien von den Spaniern major v. Schott; Sekundant des anderen: Herr v. Holleben, Stadtverordneten ist in den Streit eingetreten, und das hat mit bestochen worden und hätten Maceo absichtlich zu grunde geder preußische Gesandte am Stuttgarter Hofe, in eigener ihrem Kommunalabgaben- Gefeß die Steuerfrage gethan. Gleich richtet. Person. Dem Plazkommandanten liegt es amtlich ob, für die Eine alte Erscheinung: der Spizbube, der Haltet den Ruhe, Ordnung und Sicherheit in Stuttgart zu sorgen, und der ben Nachbarstädten befindet sich auch die hiesige Stadtverwaltung Dieb!" schreit. Gesandte hat das Königreich Preußen in Württemberg zu verheit zwischen ihr und der Regierung geführt hat. Die Regierung in einer Steuertalamität, welche zu einer Meinungsverschieden treten! Herr v. Holleben ist der Untergebene des Minister bat es nämlich abgelehnt, die Genehmigung der hier beschlossenen präsidenten Fürsten Hohenlohe, der im Reichstage feierlich er Sommunalsteuersäge zur Umlage zu geben. Darauf haben von klärt hat, daß von Amts wegen alles geschehe, um dem Uebel zu 28 Stadtverordneten nunmehr 17 in einer Erklärung an das steuern. Die beiden Herren mußten wissen und wußten, daß es um Tod und Leben ginge; fie haben die bevorstehenden Ver- Bürgermeisteramt ihr Mandat niedergelegt. legungen so schwer angesehen, daß sie von Anfang an zwei ausrotten, was uns nur recht sein kann. " V der ersten chirurgischen Aerzte beigezogen haben, und troß alledem haben sie persönlich zum Zustandekommen des Duells beigetragen, anstatt alles zu thun, es zu verhindern. Auch der Zeitpunkt läßt die Verlegung des Gefühls als besonders ernst erscheinen: die Weihnachtswoche wurde ausgesucht zu diesem Spiel mit Menschenleben, wobei eine der Zielscheiben Vater von armen Kindern iſt, die sich auf das Chriſtfeſt gefreut haben. Es ist schwer, teine heftigen Worte zu sprechen. Wir glauben, daß der neue Justisminister, von den gleichen Gefühlen getragen, die in Württemberg alle beherrschen, seines Amtes zu walten gesucht hat. Aber was mußte ihm seine Staatsanwaltschaft voraussichtlich erwidern? Zwei der Herren - Etwas spät. Das fönigliche Amtsgericht Elberfeld erläßt in der Nummer vom 24. Dezember des„ Tägl. Anz." folgende Bekanntmachung: laffene Steckbrief wird zurückgenommen." " sein. -Türkei. Amerika. Venezuela. Jn betreff des von der französischen und der venezolanischen Regierung dem schweizerischen Bundespräsidenten zur schiedsgerichtlichen Entscheidung übertragenen Entschädigungsanspruches des Franzosen Fabiani gegen Venezuela wegen Rechtsverweigerung durch die venezolanischen Gerichte hat der Bundespräsident entschieden, daß eine Rechtsverweigerung vorliegt und Der Staat Benezuela entschädigungspflichtig ist. Die Entschädi gungssumme wurde auf 4 300 000 Guts. festgesetzt. Beansprucht waren ca. 50 Millionen. Personen wurden. Der gegen den Schriftsteller und früheren Redakteur Ferdinand Gilles, gulegt in Elberfeld aufenthaltsam gewesen, wegen Strafvollstreckung unter dem 23. Dezember 1887 er Die Hafenarbeiter- Bewegung. Gilles ist bekanntlich schon vor länger als einem Jahre in Aus Hamburg schreibt unser Korrespondent unterm London gestorben. Es ist wohl gut, daß sich schon längst niemand 29. Dezember: In den Zahlstellen der Lohnkommission wurde mehr um den Preßsünder" gekümmert hat, sonst würde den heute im Verlauf des ganzen Tages die Streifunteritügung ge Dienern der Juftis die Suche nach dem im Grabe liegenden zahlt. Das Geschäft lief glatt ab. Wie in voriger Woche verzichteten auch heute viele Ausständige auf einen Theil oder die doch etwas schwer gefallen sein. gesammte Unterstüßung, so daß etwa ein Drittel des KassenBegnadigung eines meineidigen Ben bestandes zurückblieb. darmen. Dem bis zum legten Frühjahr in Ostriz stationirten Unzuträglichkeiten bestandes zurückblieb. In den ersten Wochen sind mehrfach insofern vorgekommen, als einzelne Gendarmen Ernst Albin Ludwig, welcher am 4. Juni vom bei sich mehreren Branchen als Streifende So oder so! Gedanken sind zollfrei und doppelt naheliegend Schwurgericht in Baußen wegen wissentlichen Meineides zu in einer Zeit, wo durch Herrn v. Tausch die Fäden ödefter einem Jahre Gefängniß verurtheilt worden war, ist ber Rest gemeldet hatten und dadurch in den Besitz mehrerer Streikfarten gelangt waren, um sich hinterbrein doppelte UnterPolizeimache wieder einmal so ganz offen aufgedeckt wurden. feiner Strafe im Gnadenwege erlassen worden. Die Ver Serr v. Tausch ließ durch Herrn v. Lützow erst die Artikel urtheilung des Gendarmen hängt mit einem Beleidigungs- Streiffomitees ist dem ein für allemal abgeholfen. stützung zu erschwindeln. Durch eine geschickte Einrichtung des schreiben, mittels deren er die Nüglichkeit und Nothwendigkeit prozeß zusammen, in dem der Glasermeister Sprenger feiner Thätigkeit bewies: die Verfasser und muthmaßlichen Ur- aus Ostrig wegen Beleidigung des Gendarmen zuerst vom Berichterstatter des Echos", von Rosbigti, als sie auf Heute Nachmittag wurden vier Journalisten, darunter der heber dieser Artikel zu erfahren. Im Grunde war diese Thätig- Schöffengericht in Ostriß zu 100 M. und alsdann von der Straf- gechartertem Dampfer eine Hafenrunde machten, dreimal feit noch harmlos. Zu anderen Zeiten wurden ganz andere tammer zu Baußen zu 15 M. Geldstrafe verurtheilt worden voll einer und Polizei Barkasse geentert schließlich, Schuftereien natürlich im Intereffe der Staatssicherheit, im war. In dem Prozeß hatte sowohl Ludwig als die unverehelichte weil sich nur der Berichterstatter des ,, Echos" im Besiz Interesse von Religion, Sitte und Ordnung- ins Werk gefeßt. Der Fabritarbeiterin Hennig einen wissentlichen Meineid geschworen. eines polizeilichen Erlaubnißscheines zu einer Hafenrundfahrt von der Berliner politischen Polizei mit monatlich 200 m. bezahlte Beide wurden im März verhaftet und unter Annahme mildernder befand, nach der Hafenwache 8 im Hansahafen fistirt, von wo 2odspiel Schröder in Zürich- Herr Theodor Umstände und unter Anrechnung der Untersuchungshaft zu der sie jedoch nach Feststellung ihrer Personalien wieder entlassen Neuß bezog freilich monatlich 450 M. lagerte im Treppen- oben mitgetheilten Strafe verurtheilt. Ob die Begnadigung sich haus seiner Wohnung mit Vorwissen seiner Berliner lediglich auf Ludwig erstreckt oder ob auch die mit ihm verAuftraggeber, mit denen er darüber, laut Versicherung der urtheilte Hennig begnadigt worden ist, darüber ist bis jetzt nichts Streitbrechern verlassen werden müssen, weil man es von UnDas Streitbrecher- Hotelschiff„ Fürst Bismarck" hat von den Zürcherischen Untersuchungsbehörden, wiederholt korrespondirte, bekannt. das Dynamit, welches das System Bismarck Puttkamer zur geziefer reinigen muß, damit in der kommenden Woche die KajütsBegründung der Expatriirungsvorlage wenige Wochen band der deutschen landwirthschaftlichen Ge- Orientreise antreten, Aufnahme finden können. Offenbach a. M., 80. Dezember. Der Allgemeine Ver paffagiere, die mit dem„ Fürst Bismarck" am 7. Januar eine später im Reichstage so nugbringend hätte verwenden können! nossenschaften schließt die Liste seiner im Jahre 1896 neu Gestern sind etwa 180 Streitbrecher, welche durch WerbeUnd es war ein Berufskollege und persönlicher Freund von hinzugekommenen Genossenschaften mit der Bahl 1015 ab, dar- Agenten Peutert Reuß, der dieses aus der Dynamitfabrit Opladen unter befinden sich die Landes- Genossenschaftstassen für Schleswig wurden, von Brunsbüttel aus per Dampfer an die Stadt aus ganz Schleswig Holstein zusammengetrieben stammende Sprengmittel zu Schröder gebracht hatte! Für die Kenner der damaligen Verhältnisse war das gar Das Königreich Sachsen und das Großherzogthum Oldenburg welche Elemente sich zu Werbe Agenten hergeben. Holstein und Mecklenburg. Die Landes- Genossenschaftstassen für gebracht worden. Heute fonnte ich wieder einmal beobachten, nichts Merkwürdiges. Man wußte derlei Schurtereien sehr viele, find in Bildung begriffen. Auf einer Wanderung durch die Quaianlagen begegnete mir nämlich man fonnte sie nur nicht alle schwarz auf weiß beweisen. Genau sind in Bildung begriffen. so war es beispielsweise mit den blutrünstigen Artikeln des Die Karlsruher Oberpostbehör de macht der berüchtigte Polizeispitzel Fieterling, der aus dem Frankfurter Spitzels Wichmann in Altona, welche dieser in die Freiheit" öffentlich bekannt, daß zu den Postkarten, die wegen ihres In Schaffnerprozeß bekannt ist. Derselbe hat für einige Zeit sein schrieb und die dann dazu dienten, die Nothwendigkeit der Ver- halts durch die Reichspost nicht zur Versendung gelangen, auch Gewerbe beiseite gelegt und ist zutreiber des Unternehmerthums hängung des Belagerungszustandes über Hamburg- Altona zu die sogenannten Brüfewiß- Karten gehören, die in einem Stutt geworden. Das Hamb. Fremdenblatt" läßt sich berichten, daß meine begründen. In dieselbe Freiheit", welche der Spiel garter Verlag hergestellt sind. Bei diesem Anlaß macht die OberSchröder mit seinem Polizeigelde zuerst in Ries- postbehörde auf die zunehmende Verrohung des Post- Nachricht, es werde an den Quais momentan so viel gestohlen wie nie zuvor, völlig aus der Luft gegriffen" fei. Das ändert bach- Zürich und dann bei dem Drucker Bührer in Schaffhausen tarten Inbalts aufmerksam. Gerade anläßlich des Falles Brüsewiß hätte sich die so jedoch an der Thatsache nicht das geringfte. Und die Mitarbeiter herstellen ließ, wie dieser vor Gericht an Eidesstatt versicherte. wachsame Karsruher Oberpostbehörde die Frage vorlegen sollen, des Fremdenblatts" würden sich leicht von der Richtigkeit dieser ob die Verrohung des Postkarten- Inhalts die charakteristischste Nachricht überzeugen können, wenn sie in den Quaianlagen einmal Erscheinung sei. Bei der Kundmachung der Postdirektion scheint ein wenig Umschau halten wollten. Die Polizeibehörde dürfte so Ursache und Wirkung verwechselt worden zu sein. braven Leutchen ja gewiß feine Schwierigkeiten machen bei dieser Arbeit. Das Fremdenblatt" sucht auch die Mittheilung, daß Desterreich. Wien, 30. Dezember. Der Landtag ermächtigte die Stadt dem Stauer Blohm von der Amerika- Linie fein Posten gekündigt Wien zur Aufnahme einer schwebenden Schuld von 5 Millionen sei, zu dementiren. Trotzdem bleibt die Thatsache bestehen und Gulden zum Bau von städtischen Gaswerten. ebenfalls ihre Bedeutung, man mag sie bemänteln, soviel man will. Antrag betreffend die Einführung direkter, geheimer Wahlen in Bahl, die noch nie erreicht worden ist. An den Quais liegen Graz, 30. Dezember. Der steirische Landtag hat einen Im Hamburger Hafen liegen heute Abend 207 Dampfer, eine den Landgemeinden einstimmig angenommen. Infolge der späten die Dampfer in doppelten Reihen, was die Lösch- und Lade- Arbeit Einberufung der Landtage wird dieser Beschluß bei den kommen- ungeheuerlich erschwert. Trotzdem haben sich noch 9 große Dampfer den Reichsrathswahlen noch wirkungslos bleiben. Lemberg, 30. Dezember. Von den Polen und Ruthenen wurden getrennte Anträge auf Einführung direkter und geheimer Landtagswahlen eingebracht. " Mag also der Tausch- Prozeß ausgehen, wie er will; mögen die Papierchen" des Spigels Lüßow in jenem Prozesse zur Kenntniß der Deffentlichkeit gelangen oder nicht jeder ernst hafte Politiker weiß ohne sie, daß die politische Spionage mit innerer Nothwendigkeit zur Lockspißelei führen muß! Auch hier wird der Riccant'sche Wahlspruch praktizirt: il faut corriger la fortune; man muß dem Glücke nachhelfen! Und Subjekte wie Horsch und Lüzow, wie Schröder und Reuß auf der einen und Leute vom Schlage der Tausch, Rumpff, Wohlgemuth und Krüger auf der anderen Seite, das sind die Glücksritter„ für Religion, Sitte und Ordnung", auf deren Heldenthaten sich der Klassenstaat stützt. Wie lange noch? -> " im sogenannten Niederhafen vor Anker legen müssen, wo sonst nie Dampfer liegen. Von der Amerika- Linie sind allein 14 große Seedampfer an der Stadt, eine ebenfalls noch nicht erreichte Zahl. In den letzten beiden Tagen sind 19 Kohlendampfer bet ber Stadt aufgekommen. Diefelben waren in England zurück. gehalten, weil für sie feine Aussicht zum Löschen in Hamburg bestand. In den Weihnachtstagen wurde jedoch in England das Gerücht verbreitet, es sei der Hamburger Ausstand zu Ende, und da hat man die Dampfer allesammt abgehen lassen. Dieser Entscheid zeigt wieder fo recht die Nichtachtung der f Arbeiterinteressen, durch die sich die sächsische Bureaufratie berühmt gemacht hat. Polizeiliches, Gerichtliches c. Bom Landgericht in Breslau war der Genoffe Paul Kühn von der Anklage, Polizeibeamte dadurch beleidigt zu Die Arbeiter Stuttgarts halten am 4. Januar eine große haben, daß er in einer Versammlung fagte, daß unter ihnen Verschiedene Straffachen, die zu dem Ausstand in direkter Versammlung zu gunsten der Hamburger Hafenarbeiter ab. auch Sozialdemokraten seien, freigesprochen worden. Das Reichs= oder indirekter Beziehung stehen, wurden gestern und heute in Reichstags- Abgeordneter Diet, der Vertreter des zweiten Ham- gericht hat jetzt das Urtheil aufgehoben und die Sache an das selbe Gericht zurückverwiesen. den hiesigen und Altonaer Strafgerichten verhandelt. Ein nicht burger Wahlkreises, wird das Referat halten. am Streit betheiligter Schlosser, der vor einem Salon, wo die -Wegen Haltens einer nicht genehmigten Grabrede war Eine Volksversammlung in Wien, wo Reichstags: Genosse Fahrenkamm in Erfurt vom Schöffengericht zu Frauen der Streifenden versammelt waren, mit der Polizei in Abgeordneter Le gien aus Hamburg das Referat hatte, beschloß 15 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Er hatte bei der BeKollision gerathen war und verschiedenen Beamten thätlichen die ausständigen Hamburger Klaffengenossen in jeder Beziehung erdigung des Schneidermeisters Meyer an der offenen Gruft Widerstand geleistet haben soll, erhielt vom Altonaer Schöffen- thatkräftig zu unterstützen. einen mit rother Schleife versehenen Kranz niedergelegt und gericht 15 Monate Gefängniß. Das Hamburger Landgericht Der Londoner Gewerkschaftsrath fordert alle Gewert dabei gesagt:" Im Namen des Zentral- Kranken- und Unterverurtheilte einen Heizer wegen Nöthigung und Vergehens schafts- Mitglieder der englischen Hauptstadt zu Beiträgen für stüßungsbundes" deutscher Schneider widme ich Dir, Genosse, gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung zu 4 Monaten Ge- die Hamburger Hafenarbeiter auf. fängniß, und das Schöffengericht III in Hamburg ver" " 20, = 1 diesen Kranz!" Das war die„ Grabrede", welche den Pa stor Winkler, der vorher die Trauerrede am Grabe gehalten urtheilte wegen desselben Vergehens einen Schauermann Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für hatte, zur Anzeige veranlaßte! Genosse Fahrenkamm legte zu 2 Monaten Gefängniß, weil er zu einem Streitbrecher gesagt die ftreikenden Hamburger Hafenarbeiter gegen das Urtheil des Schöffengerichts Berufung ein, das Landhat: Da kummt de Streitbreker, de lät ficke von sien Ohlsch folgende Beiträge ein: gericht verwarf aber dieselbe mit der Begründung, daß Ansprachen na't Schipp bringen. De Streifbrekers mößten alle wat upp'n Listen d. Negerau 2172, 2174, 2155( Bau Borndorferstraße d. Walch 6,20), bei und außerhalb der Begräbnißrede des Geistlichen überhaupt Kopp hebben." Berufung ist in diesem Falle eingelegt. Ein 2165, 2181( Metalldreher und Gürtler v. Pfennigwerth 3,30), 2140, 2156, 2184, der Erlaubniß bedürfen. am Streit gänzlich unbetheiligter Schneidergeselle hat die Be- Listen d. Klose 1166, 1168, 69, 82, 85, 89, 92, 94( darunt. Bautischleret, Demminer2178( Maschinenfabrit Speier u. Comp., R.rdorf, Wißmannstraße 14,70) 71,10. Aus Meerane i. S. wird dem Chemnizer ,, Beobachter" tanntmachung Eines hohen Senats" bezüglich des Verbots von ftraße 6, 9,60) 60,65. tften d. E. Ernft 2690, 1814, 1811, 1807( 2680 Arbeiet geschrieben: Als unserem Genossen Bebel bei seinem letzten Hier Haussammlungen für die Streikenden, von einer Wand von König, Küden u. Comp. 14,65),( 3392, 93, 94 Arbeiter d. chemischen Fabrit, fein das Sprechen zum Volt allenthalben untersagt war, benutzte Müllerstraße 28,10) 66,70. Franz Schmidt, Maurer, Nebra a. N., d. K. 5,-. des Fabriketablissements abgerissen, wo er arbeitete. Auf Dilettanten- Berein b. Kalbo, Charlottenburg 4,10. Gef. bei Kalbo, Charlotten: derselbe, da er nun einmal von Berlin hierher ges Anzeige eines Kollegen wurde er am 16. Dezember burg 4,70. C. Lantom 5,- Listen d. Werner, 561 d. Kleinschmidt 29,75. fommen war, das vom Genossen Heinrich Stolle im in Haft genommen und trotz seines energischen Pro- bei Schöll 7,50, 2505 b. Faller 8,40, 2508 d. Engert 8,70, 2509 d. Engert 2,60, 662 d. Mohr 10,40, 1060 d. Singe 8,25, 2488 d. Hafring 5,65, 2489 Tapezirer Garten des" Tivoli" arrangirte Volkskonzert und ver teftes und einer geharnischten Beschwerde des Rechts 2517. D. Lachmann 3,85, 2526 d. Faller 5,45. Von einem Maschiniften 1- fehrte daselbst in zwangloser Unterhaltung mit den Parteianwalts Suse bis heute festgehalten, obwohl er seit Jahren hier Gesangverein Stederlust, ges. beim Frühschoppen 4,01. Schriftgießerei und genossen, die sich zahlreich eingefunden hatten, und die ansässig und in fefter Arbeit ist, Frau und drei Kinder hat undeffinglinien- Fabrit. Berthold mit Ausnahme der Stempelschneider), Begeisterung war so allgemein, daß in den Zwischenpausen der 3. Rate 109,10. Pippo 1,75. Adomeit 1, noch völlig unbestraft ist, auch von Anfang an geständig war. Gefangverein Seeger'scher Männerchor bet Gobel 17,75. 2. Feiertag beim Frühschoppen, Bauernfamilie, Orchestervorträge das Publikum zeitweilig bald hier und da Er wurde auf grund des§ 134 Str.-G.-B. zu 35 M. Geldstrafe Blumenstr. 34a, 5, ifte 3574 9,50. Bifte 3570 11,35 durch W. Börner sympathische Lieder anstimmte und abfang. Nach der GendarmerieGemüthl. Stat, Lebuserstraße 2,20. Hausdiener Witt, Grenadierstraße 1,50. verurtheilt, die Strafe jedoch, auf Antrag des Vertheidigers Dr. Stifte 3476, Boltrer, Elfenſtraße, 3 21. 6,05. Schneiberwertſtatt poffmann, Anzeige( das Konzert wurde polizeilich stark überwacht) sollte Peppler, als durch die Untersuchungshaft verbüßt erklärt. Schüßenftr. 77, 4. Rate 11,-. Arme Mädchen 2,-. Weihnachtsfeier Simeon demzufolge, entgegen der Anmeldung und ungeachtet des Mehrere Fälle, die gegen Streikende anhängig gemacht waren, straße 13 d. Klatt 2,70. Lifte 3987, Philip 6,60. Lifte 2478, Tischlerei Espig, Verbots, der Arbeiter- Bildungsverein ein unangemeldetes find im Vorverfahren niedergeschlagen worden. Weiter hat man 81, 80, 9, 58, 67, 56, 55, 54, 59, 62, 50, 47, 40, 69. 63 125,75. 30. Geburtstag Instrumental- und Brizerstr. 8, 7,-. Bon der chirurgischen Branche d. Heller, Listen 1566, 63, Botal Konzert abgehalten haben und in Altona die für die Streifenden gesammelten Gelder, die von von R. V. 3, Liften 3990, 8991, 3992, Tischleret F. A. Treue 10,70. Lifte wurden, da das Tivoli" zum angrenzenden Dorfe der Polizei beschlagnahmt waren, auf Beschwerde des Rechts- 3998, Siemens u. Halste d. Böröset 7,05. Liste 2290 6,75. Lifte 2291 1,40. Seiferig gehört, von der Amtshauptmannschaft zu Glauchau anwalts jetzt wieder freigegeben. Schirmfabrik von Belz, Werner u. Comp., Fachverein d. Berl. Schirmmacher der Vorsteher des Vereins, der Obmann des Sängerklubs, die Von den deutschen Metallarbeitern am 3. Weihnachts- Feiertag im Dem ,, Berliner Tageblatt" wurde gemeldet: Die General Solberger Salon, ameritan. Auftion 20,45. Sifte 1287, Brodnih u. Seydel, Entree Ginnehmer, sowie der Wirth mit Strafmandaten in der versammlung des Vereins der Getreidehändler be- Maschinenfabrik 14,60. Liſte 1289 3,45. Lifte 1291 13,20. Um die zehntel Höhe von 10, 20 und 30 M. belastet. Dagegen beantragten Schwahn 3,-. Deutscher Metallarbeiter- Berband, Filiale Berlin d. Hoffmann schloß die Niedersehung einer Kommission behufs Revision der auf Bisten 355, 35, 34, 32, 31, 29, 28, 27, 26, 3292, 3290, 389, 2712, 857, 359, fämmtliche in Strafe genommenen gerichtliche Entscheidung. In Schlußscheine, wobei die Klaufel, die den Streit als höhere 360, 352, 353, 32, 99, 307 202,80. Lifte 4220, Regelflub Aue Neune der Schöffengerichtssigung am 23. Dezember fonnte die Anzeige Gewalt erklärt, zu berücksichtigen sei. Dienstag Nachmittag der Bildhauerfaffe 10,61. Familte Märker 1,50. Stfte 1601, P. Gräde der Polizei gegenüber den Zeugenaussagen nicht aufrecht erhalten herrschte starker Nebel im Hafen. Infolge dessen wurde ein 6,30. Siste 1988 6,25 Steinträger, Neubau Grolmannstraße. 4,60. Liften 160, 1978, 1975, 1980 Blätterinnen d. Perth 14,25. Liste 1987 Seger der werden und es erfolgte kostenlose Freisprechung aller Angefchuldigten. Schlepper, der Ersazleute beförderte, durch einen Dampfer Buchdruckeret Schrinner, 3. Rate, 6,-. Listen E. Ernst 3425 Maschinenfabrik Genosse In Nürnberg hatte sich am Dienstag überrannt. Sämmtliche Insassen wurden gerettet bis auf oppe. 7,80. 2719 Eifengießerei von Reiling u. Thomas 11,15. Siste 1850 Gärtner als verantwortlicher Redakteur der Fränkischen den Stauer Strauß jun., der ertrant. Offiziell wird mitgetheilt, Mind 12,80. S. u. 5. 20,90. 1840 Maschinenfabr. Germania, Tegel, 38,55. Siste 3372 burchage 3 post" vor der Strafkammer des Landgerichts als Holzbearbeitungsfabrit Ritterhof, Weißensee, 1,60. Rothe Verdaß 670 Seeleute in den letzten Tagen angemustert sind; lobung Pantstr. d. Ferienkoloniſten 6,-. Schraubenfabrit G. A. Stelzner, Berufungsinstanz wegen Beleidigung des ehemaligen Polizeinach Ansicht des Streiffomitees sind dies von Heuerbaasen Melchiorstraße, 2. Rate, 23,10. Schöneberger Tischler 2,-. Line 3576, hauptmanns Palmberger zu verantworten. In einem infolge Ueberschuldung abhängige Leute, welche die Typograph- Abtheilung v. L. Löwe 14,60. Elektrotechnische Fabrit Schulz u. Artikel hatte Gärtner das Gerücht wiedergegeben, PalmLange 2,50. Ueberschuß einer Kranzspende 3,50. Modelltischlerei Lutas, Noth zur Wiederaufnahme der Arbeit zwang. Die Arbeiterbeifizer 3. Rate, 4, Mackowěty 1,10. D. Reinte, Wöllmer's Schriftgießerei 72,- berger nehme es mit dem Bezahlen seiner Zeche nicht genau des Gewerbegerichts beabsichtigen, eine Stellungnahme Gronau's Schriftgießeret, 8, Giftbrüder A. B. E., 2. Rate, 5,50. Verein und die Kellner behaupteten, daß sie bei diesem Gast stets schwarzer Brüder gef. d. d. Harmonitaspieler 3,50. Kapitalistischer Lotteriedes Gewerbegerichts zum Streik herbeizuführen. Das Gewerbe- Verein Fortuna b. Weihnachtsfeft 6,50. D. P. 2., Ritterfir. 90, 3,16. Mügen: drauf zahlen müßten. Am 30. Oktober war Gärtner in diefer gericht dürfte jedoch nur auf Anrufung seitens der streitenden fabrit Sebaftianftr. 14, 2. Rate, 18,60. Geschwister Krieg 8,- Von den Sache vom Schöffengericht freigesprochen worden; in den Parteien selbst reagiren. Die Situation im Hafen ist un- Mitgliedern des Verbandes d. deutschen Buchdrucker im„ Borwärts", 5. Rate, Urtheilsgründen hieß es: Die in dem Artikel angeführten Thatverändert. Eine gründliche Untersuchung der Beschwerden der 30Immer vorwärts. Wrangelfir. 107, darunter ein üllsteinverehrer, 6, Hochzeitsfeierlichkeit Memelerstr. 43 d. Kltesche 5,30. Schraubenfabrit von Sachen seien erwiesen, Palmberger habe in den Jahren 1890 bis Arbeiter, eventuell ohne deren Mitwirkung, nach dem Ende Stärte, unterer Saal, 6,60. Amerikanische Auttion v. Junggesellenlaunen bet 1894 in der Wirthschaft zum Kranich den Kellnern fortgesezt, des Streiks ist gewiß, da die Arbeitgeber eine Wiederholung des einer Hochzeit 5,50. Ueberschuß d. Bierprozente Pianofortefabrit Herbst. und zwar nicht nur in Fällen, wobei ein Irrthum PalmStreits befürchten. Boffenerfir. 10, 8, ifte 3934, 36 Quaft 9,15. a Conto von Erbe, darunter Kellner denkbar wäre, sondern auch auf Liften: Fabrit für Beleuchtungsgegenstände Stobwasser u. Go. auf Mr. 3636 berger's oder der Die Hamburger Handelskammer sagt in ihrem foeben 17, Rouleauxfabrit, Elisabeth- üfer, Nr. 3153 5,-, 8 Beermann'sche in Fällen, dte mehrmals wöchentlich wiederkehrten, veröffentlichten Jahresbericht, nach Angabe eines Wolff'schen isten( 66,85) 270,- Verein Fortuna b. Erbe 8,-. Gefangverein Südost II, ein bis drei Glas Bier weniger bezahlt, als er ge= 1. Rate, 5,- Liedertafel d. Tischlervereins 3. Morgensprache 5,-. Ein Telegramms, in einer Betrachtung über den Hafenarbeiter- aweiter rother Bankbeamter 3, trunken hatte, und dadurch die Kellner geschädigt. Stattlub Rothe Sieben d. Schilling 12,-. Ausstand: Sollte dieser große Streit dazu beitragen, ein Tischleret v. Schäte 3,50. In der Kneipe gesammelt d. P. Bater 4,10. Beim Schluß sei gerechtfertigt: P. habe in unüberwindlicher, freundschaftliches Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeit Stat, Thaerfir. 0,90, 5,-. Sparverein Eintracht b. Feuerstein 6,30." Lieschen's schuldeter geistiger Frrung oder in bewußt betrügerischer Absicht Berlobung 1,-. Lederarbeiter W. G. 1,40. Steinbildhauer am Biertisch, nehmer anzubahnen, so würden die schweren Opfer nicht ver- modernitraße, 5,80. Bühnenverband Normannia 5,50. Ueberschuß von der gehandelt. Weder aus der Form des Artikels, noch aus den geblich gebracht sein, sondern Hamburg und dem ganzen Bater- Kinderbescheerung d. 4. Abtheilung, Weißensee, 1,56. Bobel's Brotfabrit, sonstigen Umständen lasse sich eine Beleidigung herleiten, weshalb lande zu dauerndem Nußen gereichen." 2. Rate, 10,-. Etschleret von Engel, Koppenstraße 9, 2. State, 7, Freisprechung erfolgen müßte. Die Berufungsverhandlung am Ein eigentlich freundschaftliches Verhältniß ist zwischen Schrader, Manteuffelstr. 19, 2,50. Haltet feft 2,10. 2 Tapezierer, Oranienstr., 2,-. Die Mondsüchtigen d. Arbeiterrabfahrer- Verein Borwärts" Dienstag, der der Kläger beiwohnte und die 6 Stunden dauerte, Unternehmerthum und Arbeiterschaft wegen der Verschiedenartig- Moabit 10,- Geselliger Verein Unter uns" 10,-. Rauchtlub Messalina ergab fein anderes Bild, als die Verhandlung vor dem Schöffenkeit ihrer Interessen bekanntlich nicht möglich; in Hamburg am Beihnachtsbefcherung Bon verschiebenen échtoffern her belt gericht. Der Gerichtshof beschloß, das Urtheil am 5. Januar zu wenigsten, weil dort das Unternehmerthum von einem Dünkel lichter'I 5,50. Bergnügen des Rauchklubs Deutscher Michel d. H. Schramm erfüllt ist, wie man ihn im gleichen Maße anderwärts nicht oft 6,10. Stummgäfte von Beutert, Köpnickerstr. 38, 8,73. Lifte 4214 Ganchulsty antrifft. Gin freundschaftliches Verhältniß kann der Streit also 8,35. Lifte 4000 Metallwaarenfabrit S. G. Seber, Simonfir 13, 7,-. Ruder4,65. Rother Schreiber T. 2. 3,-. Liste 3986 Siocfabrit, Dresdenerstr. 38, nicht schaffen, aber dafür etwas reelleres. Daß es veretu Vorwärts 5,-. Gemüthliches Betsammensein Naunynstr. 7, 3,50. mit dem Patriarchat des Unternehmers und der Knecht Gefangverein Alpenglühen d. Guft. Rohde 5,10. Berloofung d. Gefangvereins Arbeiter der Germania Brauerei, außer Staatliche Beaufsichtigung des Kostkinderwesens wird schaft des Arbeiters vorüber ist, dieser Erkenntniß wird Alpenglocke, Biebrichsberger Ruffen 1,50. Holzarbeiter- Verband, Bahlstelle in Hamburg eingeführt. Das betreffende Gesetz ist am Weihnachtsfeier, 6,70. sich die Mehrheit der Rheder und Stauer auf die Charlottenburg, 30, Siste 3967 Schierig 12,65. Buchdruckerei Rosenbaum 21. Dezember vom Senat vollzogen worden. Der Zeitpunkt, Dauer nicht entziehen. Die riesenhaften Verluste, die ihnen der u. Sardt 8,80, Arme Wittwe 1,50. Am Biertisch v. Mitgliedern d. Gesang wann es in Kraft tritt, wird vom Senat noch bestimmt werden. Streif brachte, lehren ihnen das schon mit der erforderlichen vereins Melodia 5,25. 8 Schufter d. Attiengesellschaft Schäffer u. Walter 1,85. Filiale 5 SW. d. Maler, Anstreicher 2c. 18,- Botal Verband Berlin der Gründlichkeit. Künftig werden sie, anstatt dem Arbeiter gegen- Setler, Reepschläger und Hänfer Deutschlands 10, Die Verwendung von offenen Koksfenern zum AusPflanzer- Verein Südüber die Herren der Erde zu spielen, worüber die Arbeiter ja Oft 8,-. Gef. v. d. Arbeitern der Fabrit hygienischer Badeapparate, Staltger- trodnen von Wohnungen ist auch von der sächsischen doch nur lachen, sich bei Differenzen auf den Weg der Vereinstraße, Schiegnis, 3. Rate, 7,-. Sozialistische Studenten, Jena, 1. Rate, Amtshauptmannschaft Zwickau verboten worden. 20, Gefangverein Vorwärts und Beutner'scher Männerchor, Weihnach 3barung begeben und sich hüten, daß durch rücksichtslose Behand- fest, Auttion einer Preßtohle, 10,25. Begetarisches Speisehaus, HollmannDer Leipziger Stadtrath hat ein ähnliches Verbot er lung der Arbeiter ein neuer Streit hervorgerufen wird. straße 22, Weihnachtsabend, 5,50. A. Leder, Charlottenburg, eine leere lassen. 4,-. 7, GeldschrantDie Goldarbeiter Wiltau i. Sachsen, Beisammensein der 8. Rate 50,-. Dr. D. 3. Rate 6,50. Villauer Genoffen 4,50. Osterwiec, Arbeiter- Gesangverein, 1. WeihnachtsListen d. E. Ernst 3366, 3360, verkünden. Soziales. Der unver Ein Leser des„ Vorwärts" ersucht uns, die Partei-. Ties, Bigarrenfabrit, Invalidenfiraße, 4. State, 2,50. Bigarrentiste 15,-. A. J., Moabit, 2. Rate, 6,- Durch G. Kaiser 2,30. genossen darauf aufmerksam zu machen, daß sie das Geld, was bei Müller 4,50. Unterm Weihnachtsbaum gesammelt von Bergroth und fie zum Kauf von Neujahrs- Gratulationen zu ver- Schwager, s. Rate, 4, Würzburg, Berband der Steinarbeiter, 8, Bür Depelthen und lehte Nachrichten. wenden gedächten, den fämpfenden Hamburgern verband deutscher Maurer, Filiale Rirdorf, 50,-. Weimar, von den Genossen burg, Berband der Müller, 10,-. Würzburg, von den Genossen 9,-. BentralHamburg, 30. Dezember.( W. T. B.) Jm Hafen lagen spenden sollen. Da sei das Geld zehnmal besser angewandt. d. B. K. 15,-. Verband der Maurer, Filiale Köpenick, 6,50. GewerkschaftsDie Voffische Zeitung" veröffentlicht eine Reporternotiz, fartell potsdam 50,-. Bielbewußte Café Gumpert" 5.50. Tischleret Regemste, heute 236 Schiffe, davon waren 206 mit 488 Gängen in Arbeit, worin es über den Stand der Berliner Sammlungen für die außer den frommen, 6,- Gewerkschaftstariel Fürstenwalde, 2. Rate, 50, so daß nur auf 30 Schiffen nicht gearbeitet wurden. Von diesen Goldig i. Sachsen, 2. Rate, d. B. Reuter 15,- Bücherverkauf, durch Schiffen arbeiteten an den Quais 88 mit 1360 Leuten an 181 Krähnen. Hamburger Hafenarbeiter heißt:" In Vereinen, in allen Arbeiter teutenant Th. 4,-. Stallupönen, Cstpreußen, d. F. R. 2, üebungs- In den Quaischuppen waren 372 alte und 1606 neue Arbeiter stunde, Musikverein Lyra, Nixdorf, Emil Schoppe, Ostar fneipen und überall, wo sozialdemokratische Genossen beisammen Bialla, Ambrosius Haustnecht und Theodor Krüger, Oranienburgerstraße, beschäftigt. Das Seemannsamt musterte gestern 80 Seeleute an. sind, wird zu gunsten der Hafenarbeiter Stat gespielt oder auch 12,55. Maurer in Leopoldshall d. Sirke 3, Bernburg, 3. Rate d. Voigt Frankfurt a. M., 30. Dezember.( B. H.) Die Frant sogen. amerikanische Auktionen veranstaltet, um Geldmittel auf- 100,- Unterm Weihnachtsbaum gesammelt d. Kleins 4,-. Dr. Leo Arons furter Zeitung" erhält aus Amsterdam die Nachricht, daß bei zutreiben. Die sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten, die Entlassung des Sozialisten Bockhorst aus dem Gefängniß gestern fast sämmtlich in guten Verhältnissen leben, sollen sich an den feiertag 13,50. Diterwiec, von Arbeitern d. F. Bidt. 2,65. Tischleret Joneleit Ruheftörungen vorkamen. Die Polizei mußte einschreiten und die Sammlungen so gut wie gar nicht betheiligt haben." u. Pfaff, Krautstraße, 3. Rate 8,- Regelflub, Rixdorf, d. A. M. 3,-. S. 2., Menge mit der blanken Waffe zerstreuen. Lifte 1702, Mitschte, Memelerstr. 35 6,55. Berlin 6,- Liste 3918, Glühlichtsaal Spinn u. Sohn außer Dreien 18,40. Lifte 1867, Schoppach 4,65. Holz- Frankfurt a. M., 30. Dezember.( B. H.) Aus München bearbeitungsfabrit klapproth u. Hoppe, Admiralstraße, außer Einem, 3. Rate wird der" Frankf. 3tg." telegraphirt: Das hiesige Schöffen= 6,-. Weihnachtsfeier bet Richter 9, Liste 3912, Becker 5,35. Tischlerei gericht verurtheilte heute in der bekannten Klagesache des Boffenerfir. 10 4,55. G. G. R. 2. Rate 8, Obarius, Loutsenufer 1,50. Geburtstagsfeter, Junteriraße 2,50. Lüdtke, Krause u. Haschte d. Bertäufer Margarinefabrikanten Mohr den Münchener Generalanzeiger" 6,10. Bolzbearbeitungsfabrit Bitterhoff, Weißenfee 1,60. A. P. 1,-. Stats zu einer Geldstrafe von drei Mark. tiub Eintracht, Wienerstraße bet Schulz 5,-. Frankfurt a. M., 30. Dezember.( B. H.) Die Frank 2734, 2731; 2725, 2724, 2721, 271, 2707, 1995, 19, 205, 251( barunter Rothe ber furter Beitung" meldet aus Nuertingen: Heute früh ist hier in Rammerich'schen Bude 23,15) 313,50. Griebe 1,-. Liste 3988, Bildhauer der Küntelt'schen Kunstmühle Großfeuer ausgebrochen. Das Strippale vom Zentralrath 10,50. gifte 3330, Bildhauer vom Kaiser Wilhelm Anwesen ist total niedergebrannt. Der Schaden beträgt Denfmal 18,- Listen der Steinindustrie- Arbeiter 3323, 3328, 3329, 3301, 1879 b. Fischer 68,85. Zielbewußte Bäcker, Andreasplay 3, 2. Rate 3,- Deutscher mehrere hunderttausend Mark. Man vermuthet Brandstiftung. Kortarbeiter- Verband, 4. Rate, Zahlsielle Berlin( darunter ein Anarchist 1,-) London, 30. Dezember.( W. Z. B.) Heute fand an Bord 5,36. Sandmann'sche Haustapelle 2,50. Lifte 3897, R. Heinrich 5,10. Gesang des Delta", welches bei Hafenarbeiten hierselbst verwendet An Bord des verein Steinnelte, Weihnachtsbescheerung b. Neumann, Basewalterstr. 3 10, uftige verlobung d. W. 1,50. Rauchtlub Alte Linde, Weihnachtsbescheerung wurde, eine heftige Dynamitexplosion statt. 4.- Kraftturnverein Hero und geselliger Klub Humor 14,-, Schiffes befanden sich 40 Lente; dasselbe sant alsbald und man fürchtet, daß ein großer Theil der Leute umgekommen ist. Sofia, 30. Dezember.( W. T. B.) Der Gerichtshof verfündete heute Nachmittag 2 Uhr das Urtheil im StambulowProzeß. Dasselbe erklärt Boni Gheorgiem, der der direkten Betheiligung an der Ermordnung Stambulow's bezichtigt war, für nicht schuldig, erkennt dagegen Tüfektschiew für schuldig, Waffen geliefert zu haben, und Ahow der Beihilfe zum Verbrechen durch Stellung eines Wagens für schuldig. Der Gerichtshof spricht demgemäß Boni Gheorgiev frei und verurtheilt Tüfektschiew und Azow zu je drei Jahren einfacher Gefängnißhaft, von denen drei Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet werden. 1886, 1825, 894, 884, 881, 851, 814, 812, 809, Es ist in unserer Partei nicht Brauch, persönliche Spenden auf dem Markte auszuposaunen. Derartige Geschmacklosigkeiten eignen sich für das Bürgerthum, nicht für uns. Warum die " Boffische Zeitung", die bekanntlich beim Streit der Konfektionsarbeiter und Konfektionsarbeiterinnen Berlins nicht einmal einen Aufruf zur Sammlung aufnahm, obwohl ihn Männer wie Spiel hagen und Wildenbruch unterzeichnet hatten, der elenden Verdächtigung Raum giebt, die sozialdemokratischen ReichstagsAbgeordneten erfüllten gegenüber den Hamburgern nicht ihre Schuldigkeit, das erklärt sich wohl nur durch die Rathlosigkeit, der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung anders als mit den schmählichsten Mitteln Abbruch zu thun. Unwahr ist auch die von dem gleichen Blatte gebrachte Notiz, die letzte Unterstützungsauszahlung in Hamburg sei nur möglich gewesen, da die Zentral- Parteitaffe in Berlin ein großes Darlehen gegeben habe. Aus Geeftemünde wird berichtet: Am 26. Dezember, nachmittags 5 Uhr, legte der Hansadampfer Braun. " fels" in dem Geestemünder Hafen beim A- Schuppen an. Der Dampfer ist für Hamburg bestimmt und war schon auf der Elbe angekommen, wo der Hamburger Lootse die Ordre an Bord Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau brachte, nach Geestemünde zu dampfen. Am Sontag Morgen( R. Millarg, Berlin S., Annenftr. 16, vorn part.) in der sollte hier mit dem Löschen begonnen werden. Der Unternehmer Beit von 9-1 Uhr vormittags und von 6-8 Uhr abends entgegen. behauptete, die Sendung sei für Geestemünde, auf telegraphische Anfrage in Hamburg wurde jedoch bestätigt, daß der Dampfer für Hamburg bestimmt war. Die Geestemünder Hafenarbeiter faßten daher die Ladung nicht an, sondern machten Kehrt und gingen wieder nach Hause. Der Dampfer Braunfels" ist uun nach Bremen- Stadt abgegangen. Berichtigung: In der gestrigen Nummer muß es heißen auf Siften d. Wustrow: 614, Pfaffe 7,55. 616, Gottwald 11,55. 617, Otto 20,85. 618, Hoof 10,- 619, Lange 12,25. 620, Seinborf 9,75. 621, Laurinat 16,65. 624, Mittag 17,05. 625, Schüppe u. Co. 10,50. 627, Neufeld 6,80. 629, Schulz 8,50. 632, Fiedler u. Goldmann 3,80. 633, Garmonte 4,30. 635, 2tft 12, 636, Serbst 8,-. 641, Hansen, 9,45. 655, Seidel 10,30. Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen. Im Dorfe Seidnis bei Dresden wurde in der Klasse der Unansässigen der sozialdemokratische Kandidat mit 37 von 48 Stimmen wiedergewählt; in der Klasse Der Stadtrath von Werdau i. S. hat das Gesuch um der Anfäffigen, an welcher Wahl unsere Genoffen zum erstenmal Genehmigung einer Geldsammlung für die Hamburger Hafen- theilnahmen, erhielt unser Kandidat eben so viel Stimmen wie arbeiter mit der Begründung abgelehnt, daß eine öffentliche der Gegner, so daß das Loos gezogen werden mußte, das zu Geldsammlung zum besten Streikender nicht unter die Gesichts- unsern gunsten ausfiel. Im Dorfe Boderit behaupteten unsere punkte der§§ 103 und 104 der Armenordnung fällt und es Genoffen das bisherige Mandat in der Klasse der Unansässigen. dem öffentlichen Interesse widersprechen würde, nach einer oder In Markkleeberg bei Leipzig fiegten in beiden Klassen die anderen Richtung hin zur Verlängerung eines Streiks, durch Kandidaten unserer Partei, ebenso in Croftewiß, wo indessen welchen volkswirthschaftliche Interessen geschädigt werden, bei in der Klasse der Ansässigen unser Kandidat, der die gleiche zutragen, auf eine solche Verlängerung des Streits es aber im Stimmenzahl wie der Gegner erhalten hatte, das Mandat durchs gegenwärtigen Falle nur abgesehen sein kann." Loos gewann. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. 11d " Brindisi, 30. Dezember.( B. H.) Dem amerikanischen Ehepaar Rogers, das sich gegenwärtig auf der Hochzeitsreise befindet, find während einer Eisenbahnfahrt Schmucksachen gestohlen worden, die einen Werth von 50 000 Lire haben, " London, 30. Dezember.( B. H.) Das englische Schiff Gracian" ist bei Montserrat( Westindien) gescheitert; achtund= zwanzig Personen haben dabei ihr Leben verloren, nur eine wurde gerettet. Manila, 30. Dezember.( W. T. B.) Der wegen seiner an dem Aufstande auf den hervorragenden Betheiligung Philippinen zum Tode verurtheilte Dr. Rizal ist heute Vormittag erfchoffen worden. und Verlag von Wag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 305. Chronik für das Jahr 1896. Februar. Donnerstag, den 31. Dezember 1896. 1. Hofprediger a. D. Stöder tritt aus dem Vorstand der fonservativen Partei aus. 27. Gemeinderaths Wahlen des 3. Wahlkörpers in Wien. Alle Mandate antisemitisch. = 28. Der Wahlreform Ausschuß des österreichischen Reichstages lehnt den Antrag auf allgemeines Stimmrecht ab. Die Kortes in Spanien sind aufgelöst. Der Bundesrath versagt seine Zustimmung dem Beschluß des Reichstags betreffend Aufhebung der dem Statthalter von Elsaß- Lothringen übertragenen außerordentlichen Gewalten. 29. Der Senat der Vereinigten Staaten nimmt den Gefeßentwurf betr. die freie Silberprägung an. Schluß der Voruntersuchung im Prozeß Auer und Genossen. Brausewetter- Debatte im Reichstage. 2. Protestversammlung der Kaufleute gegen die im Reichstage erhobenen Angriffe auf den Handelsstand. Der abberufene Marschall MartinezCampos trifft inSpanien ein. Der„ Deutsche Reichs- Anzeiger" veröffentlicht eine Erklärung, daß bezüglich der Brausewetter'schen Urtheile tein Anlaß zur Prüfung vorliege. 8. Beginn der Berathungen des Bürgerlichen Gesetzbuches im Reichstag. 12 Versammlungen der Konfektionsarbeiter in Berlin beschließen, wenn bis zum 9. Februar keine Einigung mit den Fabrikanten erzielt ist, in den Streit einzutreten. In Hamburg, Breslau und Stettin beschließen die Konfettionsarbeiter den Streik. 4. Die französische Regierung notifizirt den Mächten die Besitzergreifung Madagaskars. Arbeitslosen- Demonstrationen in den Straßen von Paris. 5. Attentat der sächsischen Regierung auf das Wahlrecht. Sie veröffentlicht einen Wahlrechtsgesetz- Entwurf, in dem das Dreiklassen- Wahlrecht gefordert wird. Den Arbeitern ist dadurch das Wahlrecht genommen. Ronfektionsarbeiter- Bewegung in fast allen größeren Städten Deutschlands. 6. Sechs Protestversammlungen in Dresden wegen WahlrechtsAttentats. = Die russische Ober Preßbehörde verbietet den russischen Blättern, Mittheilungen zu bringen, als ob die Regierung liberale Reformen plane. Dies sei nicht der Fall. In Washington tritt die Kommission zur Regelung der venezuelanifchen Grenze zusammen. 8. Der Reichskanzler erklärt, daß Deutschland keine Münzkonferenz einberufen werde, d. h. es bleibt vorläufig bei der Goldwährung. Jm Reichstag Verhandlung der sozialdemokratischen und freisinnigen Anträge betreffend Vereins- und Versammlungsrecht. Jn Berlin Aussperrung von 2000 Hutarbeitern. Leyte Einigungssigung zwischen Unternehmern und Arbeitern der Konfektionsindustrie verläuft ergebnißlos. Zabatarbeiteritreik in Odessa. Der Senat in Washington erkennt die tubanischen Aufständischen als friegführende Macht an. Der Kaiser erfärt Christlich- sozial" für„ Unsinn". Früherer Staatsminister Admiral Stosch gestorben. Massenverhaftungen in Konstantinopel. Im Februar wurde von deutschen Gerichten gegen Sozialdemokraten erkannt auf: 10 Jahre 2 Monate Gefängniß und 3017 M. Geldstrafe. März. 1. Niederlage der italienischen Armee unter General Bara= tieri bei Adua. In Ostrau- Karwin streiken ca 30 000 Bergleute. 2. Landesverraths- Prozeß Schoren in Leipzig. Gründung des sozialdemokratischen Arbeitervereins wärts" im 6. Berliner Wahlkreise. 3. 13. Jahrg. 5. Kongreß der auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Handelsgehilfen. Rongreß des schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Verbandstag füddeutscher Mühlenarbeiter in Nürnberg. 6. Parteitag der Sozialdemokraten Württembergs in Stuttgart. Olympische Spiele in Athen. Liederkomponist Ferdinand Gumbert gestorben. 7. Sozialdemokratischer Parteitag für Königreich Sachsen in Dresden. Belgischer Parteitag in Charleroi. 8. Chriftlich- soziale Parteiversammlung( Stöcker'sche Richtung) spricht die Scheidung von der tonfervativen Partei aus. Der sozialdemokratische Landes- Parteitag für Sachsen be. schließt die Beibehaltung der Landtagsmandate und die fernere Betheiligung an den Wahlen. 9. Tie Aufforderung Zuzug fernzuhalten!" vom Rammergericht legztinstanzlich für straffrei erklärt. 10. " or 11. = Brand der Kleophas Grube bei Kattowig. 106 BergLeute todt. Sechs große Protestversammlungen in Dresden gegen die Wahlentrechtung. 12. 13. Ju Pavia verhindern 8000 Personen die Abfahrt weiterer italienischer Truppen nach Afrika. Theilweiser Sieg der streikenden schweizerischen EisenbahnArbeiter. 4. Crispi und das von ihm präsidirte Kabinet demissioniren. Das Verfahren gegen den Redakteur des Vorwärts", Dr. Adolf Braun eingestellt. Einige Berliner Konfektionsfirmen beginnen, die vor dem Einigungsamt beschlossenen Bestimmungen nicht inne zu 15. 15. halten. 5. 6. Berliner Buchdrucker beschließen Anbahnung einer Tarifgemeinschaft. Die Mittheilung von Erispi's Demission weckt in der 18. italienischen Deputirtenkammer langanhaltenden Beifall. Sächsischer Landtag beschließt die Wahlentrechtung der Arbeiter. 17. Die Budgetkommission der französischen Deputirtenkammer 19. lehnt die Einkommensteuer: Vorlage der Regierung ab. 20. 7. Der Bundesrath veröffentlicht Vorschriften über den Be21. trieb in Bäckereien und Konditoreien. Die Arbeitszeit darf 12 Stunden nicht überschreiten, zwischen zwei Schichten muß eine ununterbrochene Ruhe von mindestens 8 Stunden gewährt werden. Die französische Regierung lehnt den ersten Antrag Deutschlands, Dr. Friedmann auszuliefern, ab. 9. Jn Süd- und Mitteldeutschland, im Elsaß und der Schweiz gewaltige Ueberschwemmungen. Duell Roße Schrader bei Potsdam. Zeremonienmeister v. Schrader tödtlich verwundet stirbt am 11. Wiedereröffnung der seit 1893 geschlossenen Arbeiterbörse in Paris. Früherer griechischer Ministerpräsident Tritupis gestorben. Wahlen in Spanien. Eine Parteiversammlung des 12. und 18. sächsischen Reichs. tagswahlkreises in Leipzig verweigert entgegen den Bes schlüssen des sächsischen Landesparteitages die Betheiligung an den Dreiklassenwahlen und fordert die Niederlegung der Mandate ihrer Vertreter. Kongreß für den Schutz des literarischen Eigenthums in Paris. Dem Staatsministerium geht der Entwurf über Organisation des Handwerks zu. Der Verband Berliner Metall- Industrieller erklärt sich gegen jede Verkürzung der Arbeitszeit und gegen die Freigabe des 1. Mai. Weberstreit in Verviers. Aussperrung von 2000 Klavierarbeitern in Berlin. Buchdrucker Tarifgemeinschaft beschlossen. Dr. Lueger abermals zum Bürgermeister von Wien gewählt. Fürst Ferdinand v. Bulgarien in Petersburg beim Zaren. Ende des Kottbuser Textilarbeiter- Streifs. Baron Hirsch gestorben. Der deutsche Reichstag beschließt, gegen den Duellunfug vorgehen zu wollen. Millenniumsfeier im ungarischen Parlament. Neues Mißtrauensvotum des französischen Senats für das Ministerium Bourgeois. Verweigerung der Truppenver pflegungsmittel für Madagaskar. Deputirtenkammer telegraphisch einberufen. Léon Say gestorben. 22. 9. Massen- Protestversammlung in Leipzig. Bebel spricht vor 40-50 000 Personen. Die größte je in Leipzig dagewesene Versammlung. In Italien Ministerium gebildet. Rudini P.äsidium und Juneres, Ricotti Krieg. Freiherr v. Hammerstein wegen Betrugs zu 3 Jahren. Zuchthaus verurtheilt. Der Bäckereiarbeiter- Schutz vor dem Reichstag. 10. 14 Ronfeftionsarbeiter Bersammlungen in Berlin beschließen 11. den Streit. Berliner Freie Boltsbühne" beschließt ihre Auflösung. Gründung eines Schutzverbandes gegen agrarische Uebergriffe. 23. Das radikale Ministerium Bourgeois tritt zurück. 25. 26. Massenkundgebung im Bauxhall zu Paris gegen den Senat. Wahlen in Spanien. Massenverhaftung von Berliner Genoffen wegen Abhaltung einer geheimen Versammlung". 13. Der in Italien verhaftete Freiherr von Hammerstein in Berlin eingeliefert. 14. # Großer Aufstand auf Formosa. 11. Eröffnung des englischen Parlaments. Die Schandthaten des Dr. Karl Peters im Reichstage gebrandmarkt. Amnestie Erlaß für die von Kriegsgerichten anläßlich der Aufstände in Sizilien und Massa Carrara Verurtheilten. Prinz Ferdinand als Fürst von Bulgarien vom Sultan bestätigt. 27. Queger verzichtet infolge Einwirkung des österreichischen Kaisers auf den Bürgermeisterposten. Verein der Berliner Herrenkonfettion Engros Firmen lehnt den vereinbarten Ta. als un annehmbar ab. 28. Niederlage des Ministeriums Bourgeois im französischen 15. Senat. Eine englisch- egyptische Armee von 8000 Mann gegen Don= gola gefchickt. Ermordung des Premierministers und von sieben weiteren Beamten in Söul. Flucht des Königs in die russische Gesandtschaft. 16. Märzzeitung in der Vorwärts"-Buchhandlung konfiszirt. Dr. Peters beantragt beim Auswärtigen Amt eine Disziplinaruntersuchung gegen sich. 17. Prozeß hinge u. Genossen wegen der angeblichen " geheimen Versammlung" im zweiten Wahlkreis. Ans getlagt 56 Personen. Strafen insgesammt 1050 M. Fall Bading und dolus eventualis nochmals vor dem Reichsgericht. Preußischer Hofhistoriograph" Heinrich v. Treitschte gestorben. Kommission für Arbeiterstatistik tritt zusammen, um über die Verhältnisse der Konfektionsarbeit Vernehmungen zu veranstalten. General Weiler übernimmt das Oberkommando auf Kuba. In Berlin Haussuchungen bei den am Tage vorher ver hafteten Genossen. Großartige Organisirung des Konfektionsarbeiter- Streits. 12. Verhandlungen mit den in Zeitun belagerten Armeniern. Konfektionsarbeiter Streit vor dem deutschen Reichstag. 13. Behandlung der Transvaal- Angelegenheiten im Reichstag. Sächsisches Dreitlassen- Wahlgesetz im Landtage. Große Tumulte im niederösterreichischen Landtage bei Behandlung des Ausgleichs mit Ungarn. Südbahnskandal in der französischen Deputirtenkammer. 14. Prinz Boris, Sohn des Fürsten Ferdinand von Bulgarien, griechisch- katholisch getauft. Arton von England an die französischen Behörden aus geliefert. 15. Dem österreichischen Reichstag geht die Wahlreform- BorTage zu. Militarismus im deutschen Reichstag. Bebel kontra Kriegsminister. 16. Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten lehnt die freie Silberprägungs- Bill ab. 17. Großer Diamantarbeiter- Streit in Amsterdam. 18. Gegen das Wahlrechts Attentat sind beim sächsischen Landtage ca. 500 Resolutionen, Proteste und Petitionen eingegangen. Internationaler Eisenbahn- Kongreß in Paris. Borlage der französischen Regierung über die Welt. ausstellung von 1900 von der Deputirtenkammer genehmigt. Auf Antrag Vaillant achtstündiger Arbeitstag bei den Ausstellungsarbeiten beschlossen. 18. Allgemeine Feier des 18. März. 19. Fünf Führer des Jameson'schen Aufstandes zum Tode verurtheilt. 29. Erste sächsische Kammer beschließt das reaktionäre Wahlgeseh. Dichter Otto Roquette( Waldmeisters Brautfahrt) in Darmstadt gestorben. Das Ministerium des Schutzöllners Meline tommt zu stande. 30. Die uferlosen Flottenpläne" im Reichstag. 3etiche, Hillert und Tscheunert zu 6, 3 und 1 Monat Gefängniß wegen Diebstahls" des kaiserlichen Gnadenerlasses verurtheilt. 20. Neue Truppenverschickungen nach Massaua. 21. Vor 25. Jahren erste Reichstagssigung. 23. Die im Vorwärts" erfolgte Veröffentlichung des faiserlichen Gnadenerlasses vor dem Reichstag. 23. Anklageerhebung gegen den italienischen General Baratieri. Ende des Bergarbeiter- Streits in Karwin- Mährisch Ostrau. 25. Aufstand im Matabele Land( Südafrika). 26. Generalversammlung des Bundes der Landwirthe im Birkus 28. Busch. " 19. Berhaftung des Redakteurs Dr. Ab. Braun vom Vor- 29. wärts" wegen Verdachts des Meineibs. Am 21. Entlaffung aus der Haft. Sigungen des Einigungsamtes für den Konfektionsarbeiter. streit im Bürgersaal des Rathhauses. E3 tommen Einigungsprotokolle zu stande. Kameel- Inschrifts- Prozeß vor dem Reichsgericht. 30. 20. Die französische Deputirtenkammer drückt dem Minifterium 31. Bourgeois ihr Vertrauen aus. 21. Große Konfektionsarbeiter Versammlungen beschließen das Ende des Streits. Regierungsseitige Anordnung von Untersuchungen über die Verhältnisse der Ronfektionsarbeiterinnen durch die Kommission für Arbeiterstatistik. Etwa 6000 Arbeiter ausTextilarbeiterstreit in Rottbus. ständig. 15 große Arbeiterversammlungen in Wien besprechen die Wahlreform- Vorlage und protestiren dagegen. Richter Steyn zum Präsidenten des Oranje- Freistaats gewählt. 22. Frizz Friedmann in Bordeaux verhaftet. 23. Jtalienische Volksversammlungen verlangen die Rückberufung der Soldaten aus Afrika. 24. Beginn der Verhandlungen des Einigungsamtes zur definitiven Feststellung von Tarifen für die Konfektionsindustrie. Dr. Jameson's Ankunft in London. Gegen Kaution auf freien Fuß belaffen. 25. Sozialdemokratischer Landtags- Wahlfieg in Meerane- Limbach ( Protest gegen Wahlentrechtungs- Attentat). Aufstand in Nikaragua. Streit der schweizerischen Eisenbahn- Beamten. 26. Ausstände im schlesischen Grubenrevier. Präsident der Republit Haiti, General Hypolite, ge storben. Erhöhung der Apanage des Königs von Schweden ab= gelehnt. tnecht's. Im In- und Ausland Feier und Rundgebungen zu Lieb tnecht's 70. Geburtstag. Leo Frankl, während der Pariser Kommune Minister, in Paris gestorben. Der französische Senat lehnt es ab, die Verfassungsrevision in Erwägung zu ziehen. Das preußische Herrenhaus lehnt das Lehrerbesoldungsgefeß ab. Fürst Ferdinand von Bulgarien beim deutschen Kaiser zu Besuch. Gründung eines gegen Arbeiterausstände gerichteten V.rbandes von Arbeitgebern der Textilbranche. Im April wurde von deutschen Gerichten gegen Sozialdemokraten erkannt auf: 6 Jahre, 2 Wochen, 4 Tage Ges fängniß sowie auf 4098. Geldstrafe. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Oeffentliche Sigung vom Mittwoch, 30. Desbr., nachmittags 5 Uhr. der Die Kommission für die egyptische Schuld bewilligt die von England für die Dongola- Expedition verlangten Mittel. Eine große Anzahl von Rechnungen aus den RechnungsGroßer Rommers der Berliner Genossen zu Ehren Liebfahren 1893/94 und 1894/95 werden auf Antrag des Rechnungsausschusses, für den Stadtv. Goldschmidt referirt, von der Versammlung dechargirt. Nach dem Jahresabschluß für 1895/96 hat die Stadt- Hauptkasse für 1895/96 die Gesammt einnahme dieses Etatsjahres 94 082 013,76 M., die Gesammit. ausgabe 90 818 401,80 m., der Bestand 3 268 611,80 W., der Ueberschuß 1883 410,19. betragen. Dieser Ueberschuß wird indessen durch die beschlossene Aufhebung der Bauplatsteuer und die Zurückzahlung der bereits entrichteten Beträge völlig aufgezehrt, fodaß die Rechnung des Jahres 1895/96 mit einem Defizit abschließen wird. Die Etats. überschreitungen und außeretatsmäßigen Ausgaben pro 1895/96 werden vorläufig genehmigt, desgleichen diejenigen beim Etat der Gaswerte für 1895/96. Der Gewinn aus der Gasproduktion hat in diesem Jahre 3 355 842,02. betragen. Die Atschinesen beginnen einen Krieg mit den Holländern. Die Rottbuser Textilarbeiter beschließen in namentlicher Abstimmung, den Streit fortdauern zu lassen. Die englische Regierung legt eine Bill vor, durch die die Schulpflicht bis zum 12. Jahre ausgedehnt wird und der Religionsunterricht den Eltern freigestellt sein soll. Jm Monat März wurde von deutschen Gerichten gegen Sozialdemokraten erkannt auf 5 Jahre, 10 Monate, 4 Tage Gefängniß, sowie 1624 M. Geldstrafe. April. 1. Streit der städtischen Feuerwehr in Wien. Zum Präsidenten der Republik Haiti wurde gewählt General Teresias Simon Sam( ein Schwarzer). 25jähriges Jubiläum des Dresdener Arbeiterblattes. 2. China ist dem Weltpostverein beigetreten. Vertrauensvotum für das Ministerium Bourgeois in der französischen Deputirtenkammer. 3. Mißtrauensvotum für das Ministerium Bourgeois im französischen Senat. Demokratischer Abg. Kröber gestorben. 4. Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen Deutschland und Japan unterzeichnet. Generalversammlung des Textilarbeiter- Verbandes in Apolda. 5. Parteitag der badischen Sozialdemokratie in Heidelberg. Kongreß der Independent Labour Party. Desterreichischer sozialistischer Parteitag in Prag eröffnet. Niederländischer Parteitag in Utrecht. Die Kosten für die den Programmen der städtischen höheren Unterrichtsanstalten beizugebenden wissenschafts lichen Abhandlungen sind seit langem dem Theile der Stadtverordneten, der den Nutzen dieser Einrichtung nicht ab. zusehen vermag, viel zu hoch erschienen. Am 12. März cr. gelang es diefen Mitgliedern, eine Resolution durchzusehen, welche dem Magistrat zu erwägen gab, ob nicht durch Einführung eines Turnus für diese Abhandlungen oder durch Vereinigung der selben zu einem Baude wesentliche Ersparnisse an den Her ftellungs- Roften herbeigeführt werden können. In einer zweiten Resolution wurde damals dem Magistrat zur Erwägung gestellt, ob sich nicht zur Förderung des naturwissen= schaftlichen Unterrichts ähnlich wie beim Unterricht in den neueren Sprachen, die fünftige Einstellung einer entsprechen den Summe in den Etat empfehle. Der Magistrat hat sich beiden Resolutionen gegenüber abs lehnend geäußert. Die Versammlung hat zur nochmaligen Erörterung beider Fragen einen Ausschuß eingesetzt, und dieser schlägt nunmehr vor, die Angelegenheit wegen der Programme, Genollen! Berücksichtigt bei Erneuerung des Abonnements die Parkeilpeditionen! nachdem man sich von der Undurchführbarkeit der angeregten abgelehnt. Ji ber mehrstündigen, fehr lebhaften T Eine eigenartige Geschäftspragis betreibt, wie man uns Abänderungen überzeugt, auf sich beruhen zu laffen, dagegen die Diskussion standen sich zwei Ansichten schroff gegenüber. Die berichtet, die Berliner Packetfahrt Gesellschaft mit ihren sozweiteResolution aufrecht zu erhalten und die Einstellung einerSumme eine Seite wollte die während der langen Konzessionsbauer genannten Neujahrskarten. Wie die Gesellschaft am gestrigen von 4000 M. in den Etat für naturwissenschaftliche Lehrzwecke( 1919) sich zweifellos ergebenden Betriebsvortheile und die da- Tage durch Anschlag an den Säulen bekannt giebt, kommen in ( Errichtung von Laboratorien für jüngere Lehrer u. dgl.) beim durch entstehende Betriebsverbilligung und Erhöhung des Rein- diesem Jahre sowohl Karten zu drei Pfennigen als auch zu fünf Magistrat zu beantragen. gewinns der Stadtkaffe ebenso zu gute kommen lassen, wie dem Pfennigen zum Verkauf. Wer jedoch am geftrigen Tage NeuDie Ausschußanträge gelangen ohne Debatte zur Annahme. Brivatkapital; während die andere Seite der Ansicht war, daß fahrstarten à 3 Pf. an den Annahmestellen erwerben wollte, hatte Unter den insgesammt 5168 Schülern der städtischen Real diese finanziellen Vortheile den Gesellschaften vorbehalten Gelegenheit, recht bittere Erfahrungen zu machen. Man bekam an schulen( höheren Bürgerschulen) befinden sich 601 sogenannte bleiben müßten. Von einem Mitgliede der Depu- den Annahmestellen die Antwort, daß die Karten bereits vergriffen Auswärtige, deren Eltern nicht Einwohner der Stadt- tation war beantragt, den früheren Beschluß resp. gar nicht ausgegeben sind. Auf nähere Erkundigungen erfahren gemeinde sind. Da für gewisse Klassen die Aufnahme Berliner aufzuheben und somit auf eine Betheiligung wir: Die Packetfahrt- Gesellschaft gab vor einiger Zeit den AnSchüler bereits Schwierigkeiten bietet, will der Magistrat die am Reingewinne zu verzichten. Dieser Antrag nahmestellen bekannt, daß jede derfelben 25 Neujahrstarten Direktoren anweisen, die Kinder einheimischer Eltern, welche bis wurde mit 8 gegen 7 Stimmen abgelehnt. Ein weiterer à 3 Pf., in unbeschränkter Zahl à 5 Pf. erhalten fönne. Diezu gewiffen Terminen angemeldet find, bei der Aufnahme vor Antrag dagegen, bagegen, unter Verzicht auf die Bejenigen Annahmestellen jedoch, welche sich nach Weihnachten auswärtigen zu bevorzugen; außerdem aber soll, um die Aus. theiligung am Reingewinn die Abgabe meldeten, fonnten theilweise diese avisirten Dreipfennig- Karten wärtigen direkt abzuschrecken, das Schulgeld für diese vom von der Brutto Einnahme von acht auf nicht mehr erhalten, weil solche nur in ganz beschränkter Zahl 1. April 1897 ab auf 130 m. jährlich erhöht werden. zehn Prozent zu erhöhen, wurde mit 9 gegen gedruckt worden find. Hiernach zu urtheilen, beabsichtigt die Die Vorlage geht an einen Ausschuß. 6 Stimmen mit der Maßgabe angenommen, daß Packetfahrt- Gesellschaft das Publikum zwingen zu wollen, FünfVon den gegenwärtig 234 kontraktlich angenommenen tech- die Deputation es dem Magiftrat überläßt, pfennig- Karten zu erwerben, allerdings zum eigenen Schaden; nischen Lehrerinnen an den Gemeindeschulen beabsichtigt welchen Modus er den Gesellschaften vor denn wie wir erfahren, haben es unter den obwaltenden Ver der Magistrat zunächst etwa 20 fest anzustellen. Dieselben schreiben will. Nachdem der, von einem Mitgliede gestellte hältnissen viele Personen vorgezogen, Neujahrstarten der Privatwürden dann statt der bisherigen 16 wöchentlichen Stunden 24 Antrag, noch einmal auf den Paragraphen wegen des Mitbenutzungs- post- Gesellschaft zu kaufen. zu unterrichten haben und statt der bisherigen Remuneration rechts der Geleise seitens fremder Unternehmer zurückzugreifen, weil von 768 M. ein jährliches Gehalt von 1200 M. beziehen und mit sich herausgestellt habe, daß wenigstens bei einigen der projektirten einem hiesigen Blatte zufolge der Vorsteher des 75. StadtEin weißer Rabe unter den Weihnachtsbescheerern ist der festen Anstellung die Pensionsberechtigung erlangen. neuen Linien mit der in voriger Sigung beschlossenen MitStadtv. Singer: Jch beantrage für diese Vorlage Ausschuß benutzung von höchstens 400 Meter Geleise nicht auszukommen bezirks, Herr Krauß, der grundsätzlich die erniedrigende und beberathung, nicht um sie zu bekämpfen, sondern um sie wenn mög- fei, abgelehnt war, wurde die Spezialberathung geschlossen und in leidigende Schaustellung der Kinder bei Weihnachtsbescheerungen lich zu verbessern. Das Wohlwollen, welches der Magistrat einer Gesammtabstimmung mit 9 gegen 6 Stimmen be- verschmäht. Die Mütter der Kinder holen, in mehreren Abzweifellos den technischen Lehrerinnen hier beweist, ist doch außer schlossen, den Gemeindebehörden zu empfehlen, einen Um- theilungen, die für die Kinder bestimmten Sachen ab, um zu ordentlich dürftig, und es wird im Ausschusse zu prüfen sein, ob wandlungsvertrag auf grund der gefaßten Einzelbeschlüsse mit Sause sich ungenirt derfelben zu erfreuen und eine Bescheerung nicht für diese Lehrerinnen etwas mehr gethan werden kann. den beiden Aktiengesellschaften abzuschließen. ihrerseits überhaupt veranstalten zu können." Nicht als eint Die Lage der technischen Lehrerinnen ist keine glänzende. Sie Die endgiltige Entscheidung der Angelegenheit liegt nunmehr Almosen, ein Geschenk", wie Herr Krauß in seinen Ansprachen werden aushilfsweise beschäftigt, haben verhältnißmäßig recht bei dem Magistrat und der Stadtverordneten- Versammlung und an die Mütter betonte," follen sie die Sachen hinnehmen, sondern wenig Stunden, und die Gelegenheit zum Nebenverdienst wird vermuthlich in einigen Wochen getroffen werden. als einen Ausdruck der Pflicht, welche uns die Nächstenliebe zum durch Unterrichtertheilen findet daran Hindernisse, Hindernisse, daß mehreren Mitgliedern der Deputation aus der Stadtverordneten Gebot macht." Das ist sehr löblich. Etwas viel verlangt Herr die besten Stunden hierfür mit den Schulstunden zu Versammlung wurde noch der Wunsch ausgesprochen, den Ober- Krauß nur darin, daß er den Müttern zur Pflicht macht, ihre fammenfallen und daß die Entfernungen in Berlin zu groß bürgermeister zu ersuchen, möglichst schnell die Magistrats- Kinder derart zu erziehen, daß sie nicht mit Haß und Neid im sind. Auch der Vorschlag, nur etwa 20 dieser Lehrerinnen jähr mitglieder für die ständige Berkehrsdeputation zu bestimmen, die Ordnung der Dinge von heute kehrt, wird er erst verschwinden, Herzen in die Welt hinausziehen. Soweit der Haß sich gegen lich fest anzustellen, ist gar zu minim; es wird hoffentlich damit dieselbe ungefäumt als Verwaltungsdeputation in Funktion die Ordnung der Dinge von heute kehrt, wird er erst verschwinden, möglich sein, das Einrücken der Damen in feste Stellen etwas treten kann. Der Vorsitzende sagte Erfüllung dieses Wunsches zu. wenn an ihrer Stelle eine Ordnung gefchaffen ist, welche die zu beschleunigen. Besonders beanstandet werden muß aber der Almofengeberei in jedem Falle überflüssig macht. Plan, diese Lehrerinnen erst vom Tage der festen Anstellung Ueber den Gendarm Münter, dessen beschworne Ausan pensionsfähig zu machen. Die Pensionsberechtigung Lokales. wird bekanntlich dann erst nach zehn Jahren praktisch, und sagen wesentlich dazu beigetragen haben, unsere braven Parteigenossen in Essen ins Zuchthaus zu bringen, wird uns berichtet, bei dem hohen Lebensalter, in welchem viele dieser Damen stehen, ist für dieselben die Wahrscheinlichkeit, noch in den wesen sind recht bescheiden. Die Aufwendungen der Innungen für das Fachschul- daß er seit dem 15. November nach einem Orte in der Ost Von den in Berlin bestehenden Priegnitz als Gendarm versetzt worden sei. Er glaubt aber, daß Genuß der Pension zu treten, überhaupt nicht vorhanden. Der Junungen zahlte im Jahre 1895, nach Angabe des letzten Ver- er bald wieder nach Berlin tomme. Der brave Mann hat Magistrat nimmt auch auf die geringe Belastung des Etats waltungsberichts der Gewerbe- Deputation des Magistrats, den neuerdings allerhand Unglück gehabt; fein Vater ist gestorben, bezug; aber so erfreulich Sparsamkeit in der städtischen Ver- absolut höchsten Betrag für diesen Zweck die Bäckerinnung ein siebenjähriges Kind von ihm hat ein Bein gebrochen und er waltung ist, hübsch ist es kaum, gerade diese Lehrerinnen zu zu Berlin", ganze 1851 Mark. Sodann folgten: die Maler mit felber lag, bevor er versetzt wurde, in seiner hiesigen Wohnung Bivisektionsthierchen für die Bethätigung derselben auszusuchen. 1500, die Bau-, Maurer- und Zimmermeister mit 1200, die Gaft Waldstraße 34 acht Wochen lang an Gelenkrheumatismus schwer Es wird möglich sein, ohne jede erhebliche Belastung wirthe mit 1107, die Droguisten mit 1069, die Buchdrucker mit darnieder; den rechten Arm kann er heute noch nicht recht des Etats den Damen wenigstens darin entgegenzukommen, 1049, die Bäckerinnung Concordia" mit 1000, die Barbier, gebrauchen. daß man sie vom Tage der kontraktlichen Annahme an pensions Friseur- und Berrückenmacher- Junung" mit 1000 Mart. Die gefähig macht. Bei dem Wohlwollen, von dem Sie ja alle gegen ringsten Beträge zahlten: die Kupferschmiede 80, die Zuchmacher 60, das städtische Unterrichtswesen beseelt sind, halte ich eine gute die Strumpfwirker 30, die Zeug- und Raschmacher 15 M. Wie Aufnahme meiner Anregungen für gewiß. viel Jnnungen gar nichts zahlen, ist aus dem Bericht nicht er sichtlich; doch hat eine ganze Anzahl von ihnen über diesen Punkt Angaben zu machen unterlassen. Der größte Theil der Ausgaben für die Fachschulen der Jnnungen wird durch die Beiträge des Staates und der Stadt und durch Schulgelder gededt. Verschiedene Junungen haben übrigens feine eigene Fachschule, sondern lassen ihre Lehrlinge die gewerblichen Schulen der Stadt Berlin, soweit solche für das betreffende Fach vorhanden sind, besuchen. Stadtschulrath Bertram: Die kontraktliche Annahme auf 16 Stunden läßt sich nicht ohne weiteres zum Ausgangspunkte der Pensionsberechtigung machen, da hierfür eine aus reichende Beschäftigung gefeßliche Borausseßung ist. Wir find indessen sehr gern bereit, in einem Ausschuß zu erwägen, ob in den angedeuteten Richtungen weiter gegangen werden kann. Nachdem Stadtv. Hauer angeregt hat, die Möglichkeit der definitiven Anstellung technischer Lehrerinnen dadurch zu er weitern, daß man stimmbegabten Damen auch den Gesangsunterricht überträgt, wird dem Antrage Singer gemäß die Vorlage an einen Ausschuß verwiesen. Ein von Mitgliedern aller Fraktionen mitunterschriebener Antrag Jacobi geht dahin: den Magiftrat zu ersuchen, eine Verbreiterung der Spandauer Straße in ihrem südlichen Theile ehestens durchzuführen und zu diesem Zwecke 1. eine Baufluchtlinie für die betr. Strecke zur Festfehung zu bringen, 2. wegen Abtretung der zur Straßenverbreiterung erforderlichen Terrains mit den betr. Grundstücksbesitzern in Verhandlung zu treten und eventuell das Enteignungsverfahren einzuleiten, 3. zur Deckung der Koften, welche auf mehrere Jahre vertheilt werden können, bereits einen Betrag in den Etat für 1897/98 einzusehen. " in " Von " Für Berlin wird eine Einrichtung geplant, die in England schon seit längerer Beit im Gebrauch ist. Wenn man ein Behnpfennigstück in eine dazu angebrachte Deffnung des hierfür eingerichteten Gasometers wirft, wird man das zur Beleuchtung für 2-3 Stunden nöthige Gas erhalten. Eine englische Gasgesellschaft hat, wie der Konfektionär" mittheilt, in London in diesem Jahre über 30 000 solcher Gasometer angebracht und die Nachfrage in den jüngsten Monaten ist so lebhaft, daß man sich gezwungen sah, die Entgegennahme weiterer Aufträge abzulehnen. In Berlin wird diese Einrichtung der ärmeren Bevölkerung wenig zu gute fommen können, ba in fleine Wohnungen nur in den feltensten Fällen eine Gasleitung hineingelegt ist. Fahrkarten für Radfahrer, so macht das Charlotten verordnung vom 28. März 1893 mit Ablauf des Kalenderjahres feit burger Polizeipräsidium bekannt, verlieren nach§ 10 der Polizeiihre Giltigkeit, es muß deshalb, im Gegensatz zu Berlin, eine Erneuerung erfolgen. erläßt der Polizeipräsident wiederum eine Warnung an Aerzte, Vor dem leichtfertigen Gebrauch von Sublimatpaftillen dieser Vorsicht Vergiftungen auch nur geringeren Grades anderer Krankenpfleger und Hebammen. Sollten durch Vernachlässigung Personen eingetreten sein, so würden die betreffenden MedizinalGemeinfinn oder gemeiner Sinn der reichen Garantie: personen strafrechtlich deshalb verfolgt und auch zivilrechtlich für fonds- Zeichner? Noch nicht eine halbe Million Mart ist, wie etwaigen Schaden haftbar gemacht werden können. Hebammen die Berliner Ausstellungs- 8tg." erfährt, für Ablösung von dürfen Sublimatpastillen zur Bereitung von Einfprißungen und Garantiefonds Scheinen bisher beim Arbeitsausschuß dergl. nur in solchen Einzelfällen verwenden, in denen dies vom Unter den etwa 200 Bahlern überwiegen die betreffenden Arzte ausdrücklich verordnet ist. gegangen. fleinen Zeichner von nicht über 3000 m. Ein großer " einNörgler hat sich bekanntlich bei vielen Leuten die Meinung feftPostalisches. Genährt durch das Gerede böswilliger Der Lese- und Diskutirklub Nordkante veranstaltet am gefeßt, daß bei der deutschen Reichspost alles staguire und von Sylvesterabend bei T. Bolt, Wiesenstraße 27, eine amerikanische Reformen entweder gar nichts oder nicht viel zu verspüren sei! Auktion, deren gesammter Ertrag den streitenden SafenDiesen bösen Zungen gegenüber freuen wir uns, von einer arbeitern zufallen soll. Parteigenossen und Freunde des Neuerung berichten zu können, die die Reichspoft einzuführen Vereins werden hiermit eingeladen. eneigt ist. Wie uns nämlich gemeldet wird, erwägt man Berlins einiger Zeit, ob sich nicht die Leerung der Briefkästen besser per Den maßgebenden postalischen Kreisen Fahrrad bewerkstelligen ließe. Im allgemeinen sollen diese Erwägungen für die geplante Neuerung günstig ausgefallen fein, da man die grandiose Entdeckung gemacht hat, daß die fästenleerenden Unterbeamten auf ihrer Tour per Fahrrad viel schneller Die provisorische Post- Packetausgabestelle, welche zur herumkommen, als wie jest per pedes apostolorum. Eine Um- Bewältigung des Weihnachts- Bäckerei- Verkehrs in der Maschinenfrage der Berliner Ober- Postdirektion bei den Vorstehern der halle des Landes- Ausstellungsparkes in der Juvalidenstraße einzelnen Postämter hat ergeben, daß die meisten derselben der etablirt worden war, ist mit dem gestrigen Tage wieder außer Nachdem Stadtv. Jacobi den Antrag mit dem Hinweis freundlich gegenüberstehen! Nur bei einigen im Zentrum belegenen Einführung des Fahrrades zu dem genannten Zweck durchaus Betrieb gesetzt und geschlossen worden. auf die allbekannten jahrelang beklagten und jetzt unerträglich Aemtern, deren Reviere in sehr verkehrsreichen Stadtgegenden liegen, der Eisenbahndirektion zur Erleichterung des Verkehrs" auf der Ju der Neujahrsnacht wird nach einer Bekanntmachung gewordenen Mißstände der betreffenden Strecke begründet und hat man sich über die Sache ablehnend geäußert! Damit aber Wannseebahn und auf der Anhalter Bahn je ein Zug von die Ueberweisung an einen Ausschuß von 15 Personen empfohlen von der Neuerung nicht etwa das Publikum durch öftere leerung Berlin 12 Uhr 50 Min. und 1 Ubr 10 Min. eingelegt werden, hat, führt der Briefkästen oder gar die damit beschäftigten Unterbeamten, die bis Zehlendorf und Groß- Lichterfelde gehen und von dort Stadtv. Kyllmann aus, daß er den Antrag lediglich des die ja so schon ein üppiges Wohlleben führen, den Vortheil 1 Uhr 27 Min. und 1 Uhr 50 Min. wieder nach Berlin zurückwegen nicht unterschrieben habe, weil er von seiner Annahme von dieser" Reform" haben, so besteht die Absicht, im Falle tehren. eine Berfplitterung der städtischen Kräfte befürchte. Vielleicht der Einführung des Fahrrades das Personal entsprechend zu befasse sich der Ausschuß mit der Aufstellung eines Generalplans verringern. Bei dieser Gelegenheit lassen sich die Kosten für der gesammten auf Wegräumung aller Eisböcke, Engpäffe u. s. w. Anschaffung der Fahrräder vielleicht wieder herausschlagen, im Innern der Stadt gerichteten baulichen Aufgaben( 3u der postalische Etats- Ueberschuß könnte ja auch sonst zu sehr stimmung) und erwäge auch den Gedanken der Schaffung einer darunter leiden! potenten Immobiliengesellschaft, event. einer solchen mit beschränkter Haftpflicht, oder ventilire die Frage der Aufnahme einer Anleihe zur Durchführung dieser Zwecke.( Beifall.) Der Antrag wird an einen Ausschuß überwiesen. Das hinsichtlich der Alten Post"( Königstr. 1-6) mit der Durchlegung des Fußgängerweges geschaffene Proviforium sollte mit dem 1. April 1897 fein Ende erreichen und das Theil der Zeichner will die Schlußabrechnung abwarten, Das Agitationskomitee gegen die neue Polizeiverordnung, Gebäude, falls das Grundstück bis dahin nicht verkauft wäre, bevor er zu zahlen geneigt ist, und nur ein kleiner Resi betreffend die äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage, dann auf Abbruch verkauft werden. Der Magistrat beantragt die Berlängerung des Provisoriums bis zum 1. April 1898, da sich verweigert überhaupt die Bahlung. Es ist jedoch ein recht wird sich mit einem Aufruf an die gesammte Bevölkerung Berling noch immer fein Käufer gefunden habe, sich möglicherweise einlicher Frrthum, wenn angenommen wird, jeder Garantiefonds- wenden, damit die von dem Komitee auf den 5. Januar einzeichner fönne Schlußabrechnung verlangen; dem Zeichnungs- berufene große Voltsversammlung sich durch zahlreichen Besuch solcher aber im nächsten Jahre finden werde, und da nur zu Schein zufolge steht dieses Recht nur dem Gesammtvorstande zu. zu einer möglichst allgemeinen Kundgebung gegen die neue Polizeibedauern wäre, wenn im Mittelpunkte der Stadt noch eine leere Ganz merkwürdig ist es, daß auch die Herren Adlon u. Dressel, verordnung gestalten möge. Ob das Agitationskomitee hierbei unschöne Baustelle mehr vielleicht auf längere Zeit geschaffen welche durch die Ausstellung Millionäre geworden, und durch nicht auch ein bischen gegen das bischen Arbeiterschuh agitiren Stadtv. Hugo Sachs beantragt Ablehnung der Vorlage. taufende verringert worden sind, es abgelehnt haben, die 30 pet. deren Pachtvertrag die Einnahmen der Ausstellung um Hundert- möchte? Eine Reihe von Fischkofthallen nach dem Muster der entDie Verbreiterung der Königstraße dürfe nicht länger aufgeschoben der Garantiesumme jetzt zu zahlen; sie wollen die Schluß- Ab- sprechenden Etablissements der Gewerbe- Ausstellung sollen von einer Stadtrath Borchardt bittet um die Annahme der rechnung abwarten, bedenken aber nicht, daß sie selbst der Interessentengruppe für Berlin geschaffen werden. Deffentlichkeit eine solche schulden. Vortage. Es besteht bekanntlich vielfach die Gewohnheit, den Auch die Stadtvv. Ry II m ann, Friederici und Die Nache des Bäckermeisters. Uns wird geschrieben: Tannenbaum im Zimmerofen zu verbrennen. Wenn dies sorgsam Ladewig treten für die Vorlage ein, die darauf mit großer Bei dem Bäckermeister Schent, Graunstraße 5, arbeiteten geschieht, indem man ein Zweiglein nach dem anderen den Mehrheit angenommen wird. drei Gesellen und ein Hausdiener von abends 9 Uhr bis Flammen anvertraut, hat es teine Noth. Falls aber größere Schluß 27 Uhr. mittags 1 Uhr. der Am 23. Dezember tam Gewerbe- Mengen dem Ofen übergeben werden, kann sehr leicht eine Inspektor revidiren. Einer der Gesellen fagte dem Explosion im Ofen stattfinden. Das geht so zu. Tannen und Die städtische Verkehrsdeputation, welche bisher mit der Inspektor die Wahrheit und wurde von dem chriftlichen Meister Fichten find in Stamm, Zweigen und Nadeln außerordentlich am Vorabende des Festes der Liebe entlassen, ohne daß er harzreich. Das Harz enthält Rohlenwasserstoff. Wird der Vorberathung der zur Zeit schiebenden Fragen des städtischen das geringste für die anstrengende Ueberarbeit erhalten hatte. Baum oder Theile davon verbrannt, so entströmt der Verkehrswesens betraut war, und vom 1. Januar ab, auf grund Auf eine Anfrage des Inspektors an den Meister, ob der Geselle Kohlenwasserstoff in großer Menge; geschieht das Verbrennen eines Gemeindebeschluffes, als ständige Verwaltungsdeputation auch nicht gemaßregelt werde, antwortete Herr Schenk, daß das in einem Ofen oder Herd mit starkem Zug, so verbindet sich für das Verkehrs- und Ladewesen in Berlin eingesetzt ift, hat gestern die Berathung des Vertragsentwurfs eine Sache sei, Es sollen bereits Schritte eingeleitet sein, um der Kohlenwasserstoff mit dem Sauerstoff der atmosphärischen betr. die Umwandlung des Pferdebahnbetriebs in einen elektri- den Gefellen, der sich scheute, einer amtlichen Person etwas vor- Luft und es entstehen Gase sehr explosiver Art, denen der Ofen oder Herd nicht standhalten kann, so daß eine Zertrümmerung schen zu Ende geführt. Sämmtliche Mitglieder- 5 Stadträthe zulügen, vom Arbeitsnachweis der Innung auszuschließen. die Folge ist. Also Vorsicht bei Verbrennung des Tannenund 10 Stadtverordnete waren anwesend. Zur Beschluß- Die geplante Errichtung eines Säuglingskrankenhauses fassung stand nur der noch unerledigte Punkt des Entwurfs, in den Räumen der früheren Siechenanstalt in der GitschinerDer pakt zum Streifbrecher. Ein nach Hamburg betr. die Gewinnbetheiligung der Stadt an dem Reingewinn ftraße, die von der Deputation für die städtischen Krankender Aktiengesellschaften. Bekanntlich hatte die Deputation anstalten vorgeschlagen wurde, soll sehr in Frage stehen, denn gereister Gelegenheitsarbeiter, der Heizer D. aus neben einer Abgabe Don 8 pet. von der Brutto- die städtischen Behörden wollen der Boss. 8tg." zufolge von Berlin, welcher wegen Diebstahls verhaftet war und mittels einnahme, die Hälfte von demjenigen Reingewinn verlangt, der der Verwirklichung des Vorschlages abfeben. Ein solches des grünen Wagens nach der Polizeiwache gebracht werden sollte, fich über 12 pet, des gegenwärtigen, und über 6 pCt. des für Krankenhaus erscheint uns dringend nothwendig, und unsere entsprang während des Transports und enttam. die Umwandlung neu zu investirenden Aktienkapitals ergiebt. Parteigenossen im Rothen Hause werden, wie wir annehmen, Die Gesellschaften hatten jede, über die Ab- dafür sorgen, daß die Erfüllung dieser Pflicht der Menschlichkeit gabe hinausgehende Gewinnbetheiligung nicht auf die lange Bant geschoben wird. werden würde. werden. Wegen Unterschlagung von Büchern der Königlichen Bibliothef ist gestern der Kandidat der Rechte und Schriftsteller Otto Barmann zu einem Monat Gefängniß verurtheilt worden. い Der Raubanfall in der Alexanderstraße. Bon Ein- Nervenheilanstalt unmittelbar bevorstand. Am Montag Abend| Gletscher hat Nansen an der von Bayer angegebenen Stelle brechern überfallen und schwer verwundet wurde vorgestern Abend nun saß der Arzt mit dem Sohne des Herrn Hoffmann, der hier gefunden. Jackson's Aufnahmen berühren sich in dem fragnach neun Uhr der Juhaber der in der Alexanderstraße 14 c studirt, beim Abendessen, als plöglich der erstere das Tranchir lichen Gebiet nur in dem Richthofen- Kap mit den Payer'schen, belegenen Pfefferkuchenhandlung Brock. Er hatte sich zur ge- meffer ergriff und auf den jungen Hoffmann eindrang, ihn die übrigen Theile von Jackson's Noute liegen westlich nannten Stunde allein in den Keller, der unter seinem Laden schwere Messerstiche in den Kopf beibringend. H. ergriff die von derjenigen Bayer's, aber in der Lage dieses Kaps liegt und der mehrere Eingänge auch vom Hofe aus hat, begeben Flucht, die herbeieilende Mutter rief zum Fenster hinaus um findet sich eine für den Fachmann bewunderungswerthe Ueberund wurde dort von mehreren Personen, die sich offenbar ein- Hilfe, der Tobsüchtige mit dem Messer aber verfolgte den einstimmung. Die übrigen durch Jackson veranlaßten Korrekturen geschlichen hatten, um des Nachts einen Einbruch zu begehen, Studenten auf die Straße, fortwährend schreiend, er sei Kaiser der Karte von Franz Josef Land beziehen sich auf westangegriffen, zu Boden geworfen und mit Messern furchtbar zu Wilhelm der Erste. Zwei Soldaten ergriffen den wild mit dem licher gelegene Aufnahmen von Leigh Smith 1880-1882, sie sind gerichtet. Auf seinen Hilferuf kam die Verkäuferin Frt. Krause aus Meffer um sich Stechenden und hielten ihn fest, bis er gewaltsam aber nicht so beträchtlich, als die Differenzen zwischen Jackson's dem Laden herbeigeeilt. Erschreckt lief fie, als sie ihren Prinzipal in die Anstalt des Dr. Edel gebracht werden konnte. Den erster und zweiter Karte. Von einer groben Fehlerhaftigkeit der blutüberströmt am Boden liegen fah, auf die Straße und jungen Herrn Hoffmann brachte man zunächst nach der Sanitäts- Bayer'schen Aufnahmen fann also hiernach feine Rede allarmirte die Passanten, welche sogleich mehrere Schuhleute wache und von dort nach dem städtischen Krankenhause; sein sein. Wenn der Dove- Gletscher jetzt an jener Stelle nicht herbeiriefen. Aber die Verbrecher waren inzwischen entkommen; Bustand ist nicht unbedenklich. mehr existirt, so ist sein unteres Ende, wie das bei großen wenigstens gelang es der Polizei, die rasch in erheblicher Stärfe Etwa 3000 Mark Schaden erlitt vorgestern Abend ein Gletscherzungen in flachen Meeren öfter vorkommt, vielleicht zur Stelle war und die Keller sowie das ganze Haus absuchte, Fischhändler infolge des Achsenbruches eines Bagens. Gin abgebrochen und in Form von Eisbergen weggetrieben, und nicht, der Verbrecher oder auch nur eines von ihnen habhaft zu werden. Der schwer Verlegte, der neben anderen Wunden einen Engroshändler aus der Zentral- Markthalle hatte gestern einen es läßt dieser interessante Umstand vielleicht auf ein größeres Gebirgsland in Often von Wilczek- Land schließen. Oberbesonders gefährlichen Stich in die Schläfe erhalten hat, wurde großen Posten Karpfen erhalten, welcher in Tonnen transportirt lieutenant Julius v. Payer ist ein langjährig geübter Geodät bewußtlos in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Von auf einem Rollwagen nach der Zentralhalle gebracht werden und Topograph, wie feine anerkannt vorzüglichen Aufnahmen der den Thätern soll noch jede Spur fehlen. Dem Opfer ist die sollte. An der Ecke der Neuen Schönhauser- und Münzstraße Hochgebirgs- und Gletscher- Gruppen( Ortler, Adamello) in Tirol Schädelbecke am rechten Hinterkopfe zertrümmert worden; es hat brach dem Fuhwerk die Hinterachse und die ganze Ladung stürzte( Beterm. Mittheil.) beweisen, er war jedenfalls der für Verbislang noch nicht die Besinnung wiedererlangt. auf den Straßendamm. Das Wasser floß aus den Tonnen messungsarbeiten am besten vorbereitete Forscher, der bis heute heraus, so daß der größte Theil der Fische, soweit er nicht durch in die Nordpolarregionen gekommen ist. Es ist sehr zu beben, Sturz vom Wagen vernichtet, erstickt ist. Durch den zu bauern, daß die Leistungen dieses übertrieben bescheidenen sammenbruch des Fuhrwerkes war der gesammte Verkehr der Wannes in der letzten Zeit diskreditirt wurden. Jedenfalls ist Alten und Neuen Schönhauserstraße, der Münz- und Weinmeister ihm Herr Nansen für seine Karte zu großem Dank verpflichtet." ftraße gefperrt. In dem mit Blut besudelten Keller wurde von der Polizei zunächst ein starker, etwa 45 Zentimeter langer blutbefleckter Fichtenstamm gefunden, an welchem noch Kopfhaare des Kaufmanns flebten; außerdem entdeckte man noch ein rothbuntes Taschentuch,' deffen Eigenthümer bis jetzt noch nicht ermittelt wurde. Der Vorfall dürfte sich etwa in Selbstmordverfuche nnd Unglücksfälle. Am Dienstag folgender Weise ereignet haben: Als B. mit einem brennenden Vormittag wurde die 60 Jahre alte verehelichte Auguste W. in Soziale Rechtspflege. Licht in der Hand ahnungslos den Keller betrat, erhielt er ihrer Wohnung in der Pappel- Allee erhängt aufgefunden. Nach plöglich hinterrücks einen wuchtigen Hieb über den Kopf. Der mittags verfuchte der 22 jährige Handlungsgehilfe Wilhelm W. Gefährliche Schlafstellen sind es häufig, mit denen land. Mörder, der jedenfalls vom hinteren Eingang in den Keller ein- in der Wohnung seiner Eltern in der Fennstraße sich durch wirthschaftliche Arbeiter vorlieb nehmen müssen. Zu gedrungen, versetzte dem noch Lebenszeichen von sich gebenden Schnitte in die Pulsadern an der Hand und am Halse zu den vielen, die solchen Ruhestätten schon zum Opfer gefallen Staufmann mehrere Messerstiche und riß alsdann das mindestens tödten. Er wurde schwer verletzt nach dem Augusta- Hospital find, gehört auch der Arbeiter Reith. Er hatte sich dem Land80 N. enthaltende Portemonnaie an fich Brock erholte sich gebracht. Aus Furcht vor Strafe wegen einer fleinen wirth Geis in einem feinem Wohnsitz ziemlich entfernten Dorse nach einer Viertelftunde soweit, daß er sich die Kellertreppe hinauf- Näscherei sprang nachmittags die zehnjährige Tochter der im als Drescher vermiethet und dabei angenommen, auf dessen GeDa dieser aber keinen schleppen konnte. Die Polizei, welche bis 1 Uhr am Thatorte weilte, ersten Stock eines Hauses in der Rostockerstraße wohnenden höft die Nächte zubringen zu können. vermochte von der Verkäuferin absolut keine Auskunft zu erlangen, Wirthschafterin B. aus dem Fenster in den Hof hinab und Platz für ihn hatte, erhielt er mit Geis' Einverständniß bei Sie wies ihm den Boden der da das im höchsten Grade erregte Mädchen nur verworrene unvoll zog sich außer einer leichten Kopfwunde schwere innere Ver- einer Wittwe Unterkunft. ständige Antworten gab und zeitweise auch in Weinkrämpfe verfiel. Ob legungen zu. Als der aus der Frrenanstalt Herzberge be- Scheune als Schlafgelaß an. Eines Morgens erwachte er zeitig Brock um Hilfe gerufen, ist nicht festgestellt; laute Schreie ver- urlaubte geistestrante Arbeiter Lorenz E. sich nachmittags in und machte sich bereit, zur Arbeit zu gehen. Er verfehlte jedoch mochte der Kaufmann, der infolge einer am Kehlkopf durch einer Droschke nach der Anstalt zurückbegeben wollte, zerschlug in der Dunkelheit die flapperige Stiege, stürzte hinunter und gemachten Operation durch eine Kanüle athmete, nicht auszu- er in der Gneisenaustraße anscheinend in einem Anfalle von brach sich ein Bein. Seinen Anspruch auf eine Unfallrente Stoßen. Die Verlegungen Brock's sind sehr schwer. Die Aerzte haben Tobsucht die Scheiben der Droschte und verletzte sich dabei schwer lehnte die landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft mit der einen Schädelbruch mit schwerer Gehirnerschütterung, einen Bruch am Handgelent, so daß er nach dem Krankenhause Am Urban Begründung ab, daß es sich um keinen Betriebsunfall handele. des Nasenbeins und den Verlust eines Auges festgestellt. gebracht werden mußte. Ferner erlitt der 26 jährige Akrobat Vor dem Schiedsgericht erzielte er indeffen die Verurtheilung Das Gericht rechnete deshalb die Nach einem Bericht, der bürgerlichen Blättern von der Starl Belling, Oranienburgerstraße 88, während der Vor der Berufsgenossenschaft. Polizei zuging, ist das Portemonnaie des Beraubten, das 23 M. ftellung im Zirkus Renz bei der Ausführung eines Luft- Gefahr, der der Kläger zum Opfer fiel, noch dem landwirth. enthielt, verschwunden. sprunges eine Verstauchung des rechten Fußes. Er wurde schaftlichen Betriebe zu, weil fremde Drescher" notorisch nicht durch Angehörige in einer Droschte nach seiner Wohnung nur in der Scheune ihres Brotgebers arbeiteten, sondern dort gefchafft.- Abends versuchte die verehelichte Schuhmacher auch schliefen. Die Berufsgenossenschaft legte nunmehr Rekurs Anna R. in ihrer Wohnung in der Chorinerstraße sich zu er ein, indem sie betonte, daß hier eine ganz andere Scheune benutzt hängen, wurde jedoch noch rechtzeitig losgeschnitten und ins worden sei als die, worin Kläger gearbeitet hätte, und Leben zurückgerufen. Auf dem Strausberger Plage wurde daß er sich erst habe auf sich erst habe auf den Weg zur Arbeitsstätte Der II. Senat Des Reich 3 Ver. abends der 71 Jahre alte Wagenbauer Wilhelm Lorenz durch machen wollen. den mit seinem Geschäftswagen übermäßig schnell um die Ecke sicherungsamtes gab unbegreiflicher Weise dem Rekurse tommenden Handelsmann Wilhelm Reck überfahren und am ftatt und wies den Anspruch des armen Verletzten endKopf und anscheinend auch innerlich schwer verlegt. Er wurde giltig ab. Er verneinte die Frage nach dem Vorliegen eines nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Betriebsunfalles, während das Retursgericht sich doch schon in früheren, ähnlichen Fällen auf den Standpunkt gestellt hat, daß Unfälle bei Ausnutzung der mit dem landwirthschaftlichen Dienstverhältniß verbundenen Schlafgelegenheit als Betriebsunfälle zu betrachten seien, wenn gewiffe Gefahren mit der Schlafstellenbenutzung verknüpft sind. Im Zirkus Renz finden am Freitag, Sonnabend und Sonntag, den 1., 2. und 8. Januar 1897, sowie an allen folgenden Gonna bezw. & eiertagen je zwei Borstellungen statt, von denen die erfte um hat die Direktion die Eintrittspreise ermäßigt, und zwar für Logen Uhr, die zweite um 7% Uhr beginnt. Für die Nachmittags= Vorstellungen auf 3. Tribüne und Sperrsiz auf 2, Balton auf 1,60, 2. Rang auf 1 und Gallerie auf 0,50 Mart. Außerdem hat jeder Erwachsene das Recht, auf sein Billet ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen; jedes wettere sind zahlt auf Balton, 2. Rang und Gallerie die Sälfte, auf den übrigen Blägen die vollen Preise. Die Traumbilder im Paffage Panoptitum" tönnen nur noch bis zum 15. Januar gegeben werden. An diesem Tage hält der Zirkus des Herrn Der Verdacht der Thäterschaft wurde zunächst auf den entlassenen Hausdiener gelenkt, dessen Festnahme heute erfolgt ist. Er nennt sich Hermann Wolff und will den geftrigen Abend von 5 Uhr ab in dem neuen Asyl in der Wiesenstraße zugebracht haben. Wolf hat, nachdem er bis dahin hartnäckig geleugnet hatte, gestern Abend endlich ein Geständniß abgelegt. Nachdem er fich anfangs den falschen Namen Schulz beilegte, fam er gestern früh schon um 6 Uhr zu dem Thatorte zurück, um Brock's Verkäuferin Martha Krause zu sprechen. Er wurde nicht schon jetzt, sondern erst später in der Wärmehalle in den Stadtbahnbögen am Alexanderplate feftgenommen. Ein schweres Verdachtsmoment gegen ihn waren Blutspuren an den Beinkleidern. Die Hose hatte er zwar so gut als möglich auszuwaschen gesucht; mit dem Wasser war aber das Blut durch den Stoff durchgedrungen und haftete nun an Verantwortlichkeit der Banarbeiter. Gegen die Klage der Unterhose. Dazu fam später noch ein anderer sehr des Stuckateurs H. auf Auszahlung von Restlohn wandte der interessanter Umstand. Ein als Zeuge vernommener, dem Ueberbeklagte Stuckateurmeister Behnke vor dem Gewerbegericht ein, fallenen bekannter Kaufmann S. besißt ein Portemonnaie, das H. habe so lüderlich gearbeitet, daß Stuck herabgefallen und dem des Brock ganz ähnlich ist. Um ihn zum Geständniß zu eine erhebliche Nacharbeit erforderlich geworden sei. Beklagter bringen, zeigte man nun dem Wolf das Portemonnaie des S. Ahlers wieder seinen Einzug ins Panoptikum. wünschte den Schaden gegen die Restforderung aufzurechnen. und sagte ihm: Leugnen Sie nicht weiter, sehen Sie her, hier Der Kläger mißt dagegen alle Schuld an dem Schaden Behnke haben wir ja das Portemonnaie des Beraubten!" Lebhaft erwiderte bei. Dieser habe troß aller Vorhaltungen nicht die gewünschten Wolf, das sei es nicht, Brock's Portemonnaie habe eine viel und nothwendigen langen Schrauben besorgt, und er, Kläger, dunklere Farbe. Nun bequemte er sich zu einem Geständniß. Die Generalversammlung der Aktiengesellschaft Schiller hätte die Befestigung des fraglichen Stucks mit ganz ungeeigneten Er habe, so gab er an, mit einem Komplizen zusammen die Theater fand gestern statt, allein es erwies sich, daß sie nicht zu kurzen Schrauben vornehmen müssen. Auf die Aeußerung des That ausgeführt, den er nur seinem Spitznamen nach fenne. beschlußfähig war. Es wird also eine außerordentliche General- Vorsitzenden Lohmeyer, den Arbeiter treffe dann immerhin doch die Sie seien beide vom Hofe aus in den Keller eingestiegen versammlung einberufen werden müssen, um die geplante Schöhung Schuld, bemerkte der Kläger, die Noth zwinge zu thun, was der und hätten Brock hier aufgelauert. Die Absicht, den Mann des Attienkapitals um 50 000 M. auszuführen. Die Bilanz der Arbeitgeber verlange. Behnke bestritt die Angaben des Klägers; zu tödten, hätten sie nicht gehabt; sie hätten ihn nur durch Gesellschaft schließt mit einem Bruttogewinn von 18 000 m. rund der Gerichtshof( Kammer III.) hielt dennoch eine Beweiserhebung Schläge betäuben und dann berauben wollen. Den Schlag, der ab, allein es wurde von einem Aktionär hervorgehoben, daß fich für unerheblich und wies H. unter folgender Begründung den ahnungslosen Kaufmann niederstreckte, legt Wolf, wie das die Bilanz wesentlich anders stellen würde, wenn man als Schluß ab: Angenommen, des Klägers Behauptungen träfen zu, immer zu geschehen pflegt, wenn mehrere Personen bei einem des Geschäftsjahres nicht den 30. September angenommen hätte. so hätte er als gelernter Stuckateur doch nicht mit Kapitalverbrechen betheiligt sind, feinem Raubgenoffen zur Am 1. Ottober seien sehr erhebliche Beträge für Miethen und ungeeignetem Material arbeiten dürfen. Er hätte er= Last. Unter dem Gelde, das man bei Wolf gefunden hat, befindet Gagen gezahlt worden. flären müssen, er könne und wolle damit nicht arbeiten, weil sich nun aber auch ein Zweimarkstück, das durch einen Ein- Das Berliner Philharmonische Orchester erringt unter er verantwortlich sei. Um sich selbst etwaige Ansprüche schnitt am Rande gezeichnet ist. Eine ganz ähnliche Münze der Leitung des Herrn Dr. Muck gegenwärtig in Kopenhagen aus dem Arbeitsvertrag zu sichern, hätte der Kläger dem Beklagten hat auch Brock beseffen, man konnte aber bisher nicht mit große Erfolge. Beim gestrigen zweiten Konzert ernteten die zugleich ausdrücklich sagen müssen, daß er ihn für seinen eigenen, Bestimmtheit feststellen, ob es dieselbe ist; die Zeugen sind sich Ausführungen von Brahms' erster Symphonie und der Duverture durch Behnke's Verhalten verschuldeten Schaden haftbar machen darüber nicht einig. Den Raubgenoffen des Geständigen hatte zu Wagner's Meistersinger" stürmischen Beifall. man gestern Abend noch nicht ausfindig gemacht. Der Verdacht der Betheiligung, der sich anfangs gegen die Verkäuferin Martha Krause richtete, ist bald hinfällig geworden. Die Schuldlose, die in Haft genommen war, ist nach Aufklärung der Sache als bald wieder freigelassen worden. Im Dienste schwer verunglückt ist gestern, Mittwoch, Abend gegen 6 Uhr, auf dem Lehrter Stadtbahnhof der Heizer Arthur Schulz, der auf dem Schlesischen Bahnhofe stationirt ist und in der Rüdersdorferstr. 47 wohnt. Schulz stürzte auf bisher nicht ganz aufgeklärte Weise von der Maschine und wurde überfahren. Die Räder trennten ihm das linke Bein vom Unterschenkel vollständig ab und brachten ihm auch am rechten Bein und an den Händen erhebliche Verletzungen bei. Der Ber unglückte wurde in die Charitee gebracht. Brunnenr. 6. Kunst und Wissenschaft. Boltsstud" Der Millionenbauer" statt. Der Beginn ist ausnahmswetse bereits Im Schiller- Theater findet heute eine Wiederholung von Kreger's um 7 Uhr, anstatt wie gewöhnlich um s uhr. Die Direktion des Zentral- Theaters theilt uns mit, daß auch am Sylvestertage eine Borstellung der Wilden Sache" stattfindet, die durch die Aufführung des Stückes im„ Wintergarten" nicht berührt wird. Die Theaterzenfur gegen einen regierenden Fürften. Die Aufführung des vom Fürsten von Montenegro verfaßten Drama's" Baltanska Zariza" ist in Ragusa und in Zara ( Dalmatien) von der Zenfurbehörde verboten worden. werde. Das Gewerbegericht scheint in manchen Fällen immer mehr nach modern- juristischen Prinzipien urtheilen zu wollen. Wie stimmen dem Kadavergehorsam, den der Unternehmer doch vom Arbeiter diese in der Urtheilsbegründung gegebenen Rathschläge aber zu meistens verlangt? Durch die Folgen eines Selbstmordverfuches war der Landwirth Kühn in seiner Erwerbsfähigkeit beschränkt worden. Die landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft lehnte es ab, ihm dafür eine Unfallrente zu zahlen, obwohl er die Absicht des Selbstmordes auf die Verhältnisse in seiner Dekonomie zurückführte. Kühn hatte nämlich angegeben, daß er infolge einer Uebervortheilung beim Ankauf seines Gutes schwermüthig geworden sei und in einem Schwermuthsanfalle zum Messer gegriffen habe, um sich Pulsadern zu durchschneiden. Thatsächlich hatte er sich denn auch die Pulsadern geöffnet, war aber durch Dritte vor dem Verbluten bewahrt worden. Nachdem sich das Schiedsgericht zu Gerichts- Beitung. Eine ,, Volks- Hochschule" in Berlin? An der Berliner Universität, so schreibt man der„ Tägl. Rundsch.", scheint eine wichtige Reform bevorzuftehen. Es liegt in der Natur unserer Universitäten, daß ein Theil ihrer Lehrkräfte, namentlich die Nach Amerika ist der verheirathete Stellmacher Meyer aus Privatdozenten, deren Zahl ja ganz unbeschränkt ist, als Lehrer der Lothringerstr. 10 mit seiner Geliebten Anna Gädicke ge- nicht voll beschäftigt ist. Eine Anzahl Professoren, von denen ungunsten Kühne's ausgesprochen hatte, wies ihn auch das flüchtet. Gegen das Paar schwebte eine Untersuchung, weil der Philologe Diels, der Zoologe Möbius, der Jurift Gierfe, Reich 3 Versicherungsamt mit seinem Anspruche ab. Verdachtsgründe vorlagen, daß die Gädicke ihre dreizehnjährige der Mediziner Heubner genannt werden, sind zusammen: Es wäre kein Betriebsunfall anzunehmen. Tochter durch unmenschliche Mißhandlungen zum Selbstmorde getreten und wollen dem Akademischen Senat einen Vorgetrieben hatte. Schlag unterbreiten, wonach die Universität ihre oben beBeim Spielen verunglückt ist Dienstag Abend gegen 9 Uhr Volksbildung organisiren soll. Man denkt nicht an eine bloße Wohl= schriebenen überschüssigen Kräfte für Zwecke der unmittelbaren der neunjährige Sohn Wilhelm des Arbeiters Riftow aus der thätigkeitsanstalt, die schwerlich eine sehr intensive Wirkung gerichts I ereignete sich gestern der seltene Fall, daß die zu Eine Rabenmutter. Vor der 5. Strafkammer des LandDer Knabe spielte mit anderen Kindern am erzielen würde. Man will auch feinen privaten Verein, der, ungunsten eines Angeklagten gegen ein schöffengerichtliches Urtheil Birfus Busch und erkletterte dabei eine in der Nähe des Zirkus selbst wenn sich die glänzendften Namen an die Spitze stellten, eingelegte Berufung des Staatsanwalts zu einer Milderung der hehende, in der Manege zur Verwendung gelangende Brücke. boch nicht die genügende wissenschaftliche Autorität haben würde, Strafe führte. Die Frau Schneidermeister Queckenstedt hat einen Aus einer Höhe von über zwei Metern fiel er herab und blieb bewußtlos auf dem Straßenpflaster liegen. Er mußte in ein sondern der Wunsch geht auf eine positive öffentliche Einrichtung, unglücklichen Knaben im Alter von vier Jahren, der an der englischen deren rein wissenschaftlicher, jeder Tendenz fremder Charakter Krankheit leidet und infolge dessen in seiner Entwickelung start zurückKrankenhaus gebracht werden. durch den Zusammenhang mit der Universität gewährleistet wird. geblieben ist. Das Kind kann sich nur frauchend fortbewegen, beschmutzt Mit gebrochenen Gliedmaßen aufgefunden wurde gestern In Wien ist das Institut derart organifirt, daß immer sechs sich des Tags über verschiedene Male und schreit fast ununterder 23 jährige obdachlose Arbeiter Fischer in der Nähe des tgl. Vorlesungen zu je anderthalb Stunden in sechs Wochen einen brochen. Die Mutter fühlt das Dasein dieses Kindes offenbar Polizeipräsidiums. Der Verletzte befand sich in finnlos be gefchloffenen Kurs bilden. als große Plage, denn sie hat wiederholt in äußerst rohen truntenem Zustande; ihm waren beide Unterschenkel gebrochen, die Knochen theilweise zersplittert. F. gab an, daß er von zivei Bayer'schen Karte von Franz Josef Land getlagt, die ihn auf art gebraucht: Nansen hatte, wie bekannt, über die Fehlerhaftigkeit der Worten ihren Unmuth ausgedrückt und dabei die RedensWenn das A.. doch erst todt wäre!" Arbeitswagen überfahren worden sei, ein Vorgang, der jedoch seiner Expedition irregeführt habe. Hierzu schreibt jeßt der be- Auch ließ sich die rohe Person dazu verleiten, das Kind auffälligerweise von keinem der Straßenpassanten bemerkt worden tannte Startograph Herm. Habenicht Gotha:" Nachdem in der durch Schläge mit einem Staubwedel und Backenstreiche ist. Der Schwerverletzte wurde nach dem Krankenhause Friedrichs- englischen Zeitung„ Daily Chronicle" zu Anfang November eine zu züchtigen. Als das Kind bei einem solchen Vorfalle hain gebracht. einen blutigen Mund davon. Etwa zwei Zentner eingeschmuggeltes Fleisch von gesundheitsgefährlicher Qualität fino am Dienstag bei dem graphischen Gesellschaft Jackson's Aufnahmen veröffentlicht statteten Strafanzeige. Nach ärztlicher Bekundung hatte die AnRestaurateur H. Bring in der Straße Alt- Moabit 188 beschlag- wurden, ist es erst möglich geworden, die Behauptungen geklagte in diesem Falle ihr Büchtigungsrecht überschritten und nahmt worden. Nansen's über die Fehlerhaftigkeit der Payer'schen Aufnahmen so wurde sie denn vom Schöffengerichte zu vier Wochen GeUeber einen tobsüchtigen Arzt berichtet die Berliner von Franz Josef Land zu prüfen. Hiernach ist Nansen in füd fängniß verurtheilt. Seitens der Angeklagten war die Einlegung Abendpost": Bei dem Korvettenkapitan a. D. Herrn Hoffmann, westlicher Richtung über die Stelle gekommen, wo Payer den des Rechtsmittels versäumt worden, dagegen legte der StaatsWallstr. 1 in Charlottenburg, war seit Weihnachten ein junger, Dove- Gletscher mit gestrichelter Uferlinie, also problematisch, auf anwalt die Berufung ein und beantragte gestern eine Erhöhung verwandter 26jähriger Arzt aus der Provinz zum Besuch. Der feiner Starte eingetragen hat. Sowohl Karl Alexander- Land, als der Strafe auf 6 Monate Gefängniß. Da die Berufung selbe war sehr nervös und es heißt, daß seine Abholung in eine auch die Inseln zwischen diesem und dem problematischen Doves nur wegen des Strafmaßes eingelegt war, so blieb die Thatfeiteinigermaßen genauere Sfizze ber Nansen'schen Route und einmal gelbe Flede und in dem Dezemberheft des Journals der Londoner Geo: trug, legten sich mitleidige Nachbarinnen ins Mittel und er = Hellung des ersten Richters bestehen, wonach nur ein Fall der graben suchten. Dieser katholische Verein, der fich in Holland| daß es ihr trok aller Versuche nicht gelang, am belgischen Ho'e Mißhandlung vorlag. Mit Rücksicht auf den Bildungsgrad der als Helfershelfer der Kapitalisten bei vielen Streits berüchtigt empfangen zu werden. Jetzt flagt ihr Gatte nach sechs= Angeklagten, ihre leichte Erregbarkeit und die große Mühe, die gemacht hat, versuchte schon seit einiger Zeit, dem 2. N. D. B. jähriger Ehe auf Scheidung, weil sie mit einem Zigeuner ihr das Kind bereitet, ermäßigte der Gerichtshof die Strafe feine Mitglieder abwendig zu machen. Der A. N. D. B. erhob davongelaufen ist. Die Verhandlung findet in Belgien bei verauf 14 Tage Gefängniß. Ob das unglückliche Kind den Peini- von seinen Mitgliedern hohe Beiträge, 1 Gulden pro Woche schlossenen Thüren statt. Das Kind dieser Ehe, Gräfin Marie, gungen seiner unmenschlichen Mutter überantwortet bleibt? regelmäßig und in Zeiten von Streits Extrabeiträge zum ift 51/2 Jahre alt und befindet sich augenblicklich bei der Stief Natürlich giebt es auch hier mutter des Fürsten. Wegen Herausgabe einer Broschüre, betitelt:„ Unter- Unterstüßungs- Fonds. Arbeiter, die gern drücktes Recht, Erzählung für jedermann, wie man sechs Monate gern die Vortheile der Organisation ge= Ueber den Tabakverbrauch in den einzelnen Ländern 15 Tage unschuldig ins Gefängniß kommt", hatte sich der nießen, ohne die Laften zu tragen, und diese können geben die nachfolgenden statistischen Zahlen Aufschluß: Obenau 15 Tage unschuldig ins Gefängniß kommt", hatte sich der Unterkunft finden im Katholischen Berein, der sich fortwährend stehen die Vereinigten Staaten von Nordamerika, wo im Jahre Privatier Boos vor der Strafkammer in Ravensburg ( Württ.) zu verantworten. Durch diese Broschüre fühlte sich der bemüht, nicht- katholische Arbeiter gegen geringe Vergütung als 3,1 Kilogramm Tabak auf den Kopf kommen. Es folgen die Erite Staatsanwalt Hecker in Ulm, ein Rechtsanwalt und ein" Donateure" anzunehmen. Die katholischen Arbeiter wurden von Niederlande mit 2,8 Kilogramm pro Kopf und Belgien mit Fabrikant, sowie der Landrichter Völker in Ellwangen beleidigt. den Betriebsinhabern augenscheinlich bevorzugt dadurch, daß 2,5 Kilogramm. Die nächstfolgenden Länder im Tabakverbrauch Nach zweitägiger Verhandlung wurde der Angeklagte wegen vier wodurch sie den großen Verdienst einheimsten, während die Bundes 1,9 Kilogramm Tabat auf den Kopf kommen. Die gleiche Ziffer man ihnen die bessere Qualität Grundstoff zu bearbeiten gab, find die Schweiz, wo 2,3 Kilogramm, und Desterreich, wo Beleidigungen zu neun Monaten Gefängniß verurtheilt. mitglieder mit schlechter Sorte und niederem Verdienst abgespeist wie Desterreich- Ungarn weist auch Deutschland auf, nämlich Die Broschüre selbst soll vernichtet werden. wurden. So versuchte man den Bund bei seinen eigenen Mitgliedern 1,9 Kilogramm pro Kopf und Fabr. In Schweden kommen nur Religionsübung durch Böllerschüsse! In verschiedenen zu diskreditiren und ihn zu untergraben. Deshalb erließ der 12 Kilogramm, in Rußland 0,9 Kilogramm Tabak auf den Kopf. Gemeinden im Westen des Reiches find Verordnungen ergangen, Bundesvorstand ein Manifest wider den katholischen Verein, Noch geringer ist der Tabakverbrauch in Serbien, wo 0,875, und wonach das Böllerschießen ohne polizeiliche Genehmigung ver- worin gesagt wurde, daß die Mitglieder des A. N. D. B. sich in Frankreich, wo 0,85 kilogramm Tabak im Jahre pro Kopf boten ist. Mehrere Katholiken hatten nun beim letzten Frohn- weigern würden, mit den Vereinsmitgliedern in denselben Fabriken konsumirt wird. Den geringsten Tabakverbrauch weisen Italien leichnamsfeste auf Geheiß der Pfarrer Böller gelöst. Die zu arbeiten, wenn letztere in ihrer feindseligen Haltung ver- mit 0,7, Rumänien mit 0,2 Kilogramm und endlich Dänemark Böllerschützen hatten sich bald vor dem Schöffengericht wegen harrten. Schon hatten in einigen Fabriken Bundesmitglieder und Finnland mit 0,1 kilogramm Tabak pro Kopf und Uebertretung jener Verordnung zu verantworten. Sie wurden wegen dieser Ursache die Arbeit eingestellt. Jahr auf. auch zu Geldstrafen verurtheilt. Gegen diese Entscheidung Die Fabrikbefizer drohten nun mit Ausschließung der legten die Angeklagten Berufung bei der Straffammer ein. Bundesmitglieder, falls die Maßregel durchgeführt würde, worauf Schloßberge bei Arolsen der Fabritarbeiter Hübel aus Solingen. Von einem Gendarmen erschossen wurde am Rhoder Sie erklärten die Verordnung für ungiltig, da sie mit Artikel 12 eine allgemeine Bundesversammlung das Manifest zurückzog. Derselbe arbeitete im rheinisch- westfälischen Industriegebiet und der Verfassungsurkunde im Widerspruch stehe, welche Religions- Dieser Beschluß wurde als ein Beweis von Schwäche ausgelegt. war mit mehreren Kollegen nach Rhoden gekommen, um dort freiheit zusichere. Das Böllerschießen gehöre aber zur Religions- Seit mehreren Wochen währte schon ein Boykott, den der das Weihnachtsfest bei den Angehörigen zu verleben. Die jungen übung, da es den Beginn einer Prozession ankündige, so daß Bund über den Unternehmer Schlütter verhängt hatte, Leute veranlaßten nun in der Nacht eine Schlägerei, welche von jeder an derselben persönlich oder im Geiste theilnehmen könne. weil dieser den Bundesbeschlüssen zuwiderhandelte. Der Die Straffammer wies jedoch die Berufung zurück und erklärte Bundesvorstand erhielt nun am 3. Dezember ein Schreiben von nicht geschlichtet werden konnte, so daß der in Rhoden stationirte dem herbeigeeilten Nachtwächter und mehreren Polizeibeamten Die fragliche Verordnung für giltig. Die Verordnung beruhe auf dem Verein Amsterdamer Juweliere, das die Drohung enthielt, Gendarm Sch. requirirt werden mußte. Als derselbe erschien, § 6f und g des Polizeiverwaltungs Gesetzes und stehe mit der die Juweliere würden nicht mehr arbeiten lassen, wenn nicht der wurde er sofort von den Streitenden thätlich angegriffen, zu Berfassungsurkunde nicht im Widerspruch. Das Kammergericht ist, Bontott gegen Schlütter den nächsten Sonnabend aufgehoben Boden geworfen und in einen Graben gestoßen. Als der Beamte wie man der Volts- Zeitung" meldet, dieser Entscheidung gestern werde. Die fogenannten Roosjes"- Juweliere schlossen sich sich wieder von der Erde erhoben hatte, sprang der Arbeiter oeigetreten. Es hat also die Revision der Böllerschützen als un- diesem Vorgehen an.( Alle an der Diamantindustrie bes Hübel von neuem auf ihn zu und stieß ihn in den Graben zurück. begründet zurückgewiesen. theiligten haben ihre Speziellen Organisationen.) Wenn Der Gendarm griff nun zum Revolver und als Hübel wiederum die Drohung der Juweliere ausgeführt worden wäre, In Budapest wurde der Arzt Dr. Korotnai, welcher unlängst würden 1500 Arbeiter ohne Arbeit sein. Die Fabrikbefizer auf ihn eindrang, fiel ein Schuß und durch den Kopf geſchoffen Die verstorbene Wittwe Patsu bestohlen hatte, zu drei Jahren und die sogenannten„ Gifenwerkmater"( die kleinen Betriebsfofort dem Auditeur des XI. Armectorps telegraphisch Renntniß der Angreifer todt zu Boden. Von dem Vorfalle wurde inhaber) drohten mit Ausschließung, falls der Bund sich nicht den von ihnen gestellten entehrenden Bedingungen fügen wollte, gegeben, auch wurde der Gendarm Sch. bereits vor dem Amts. Wozu? Der gericht in Arolsen verantwortlich vernommen. und so stand in einer Zeit, wo die Geschäftskonjunktur überhaupt Mann hat nach bestehendem Rechte ja nur seine Pflicht ausgeübt! Den Berliner Mitgliedern des Vereins deutscher ungünstig und Arbeitslosigkeit zu erwarten war, eine große Aussperrung vor der Thür. Der Mädchenhändler Markus Schwarz, auf den erst Schuhmacher zur Nachricht, daß die am 2. und 9. n. Mits. erscheinenden Nummern des Schuhmacher Fachblatts", Der Bund bezahlt keine Arbeitslosen- Unterstützung, wohl vor furzer Zeit wieder aufmerksam gemacht wurde, gehört einer das am 1. Januar für alle Mitglieder obligatorisch eingeführt aber eine Unterstützung im Falle der Aussperrung und des Bande an, die schon seit vielen Jahren ihr abscheuliches Gewerbe Streits. Durch die Aussperrung wären seine Fonds auf- treibt. Schon vor 15 Jahren hatten sie sich in Rio de Janeiro wird, an folgenden Stellen gegen Vorzeigung des Quittungs- gegehrt worden. In einer Riefenversammlung wurde nun be- vollständig organisirt. Ihre Mitglieder lockten hübsche junge buches abgeholt werden können: Bahlstelle I bei Villner, Schillingstr. 24; Bahlstelle Il bei ange, Dragonerstr. 15; fonds eine Kontrollkommission zu ernennen. schlossen, den Bund aufzulösen und zur Wahrung des Streit Mädchen, namentlich auch aus Deutschland, unter dem Bersprechen nach Brasilien, daß sie als Erzieherinnen, Verkäuferinnen Zahlstelle III bei Freygang, Schüßenstr. 18/19. Der gegen den Bund gerichtete Schlag trifft also sozusagen und Wirthschafterinnen einträgliche Stellungen erhalten sollten. Zur gewerkschaftlichen Taktik. Nach einem Eigenen in die Luft. Der Bund besteht nicht mehr; auch die Lohntarife Waren die Opfer einmal in ihren Händen, so scheuten Drahtbericht" der Vossischen 3tg." soll Genosse Legien in einer find aufgehoben; die Staffe aber bleibt bestehen bis zur Zeit, wo die Händler auch vor der brutalsten Gewalt nicht zurück, um Rede über den Hamburger Ausstand in einer Volksversammlung die Organisation auf den ersten Ruf ihres alten Vorstandes wieder fie in schlechte Häuser zu bringen. Sie traten damals in Europa in Wien gesagt haben: ins Leben treten wird. Dann wird es sich herausstellen, gern als Bijouterie- und Modewaarenhändler auf. Zwei Fälle Der Hamburger Ausstand sei der Anfang der Kämpfe der daß die Organisation der Diamantarbeiter feine blos führten zu Maßregeln gegen eine ganze Reihe von Personen. nächsten Jahrzehnte, deren Endziel die Sprengung der Organi- äußerliche, von Statuten und Gesetzen abhängige, sondern Infolge von Vorstellungen, die sich daran knüpften, wurde eine sation der Unternehmer sei. eine innerliche, auf der Solidarität ihrer Mitglieder beruhende ganze Bande aus Rio ausgewiesen. Zu den Ausgewiesenen, die Wir bezweifeln um so mehr die Richtigkeit der Wiedergabe war, und mit den vorhandenen Geldern wird sie den Kampf aus Deutschland gekommen waren, gehörte auch Markus Schwarz. Die anderen waren Moriz Silbermann, auch David Albina, des Paffus aus der Legien'schen Rede, als sie in dieser Form fortseßen. der Auffassung der Partei widerspricht. Wir fordern die vollste Durch die Aufhebung der bestehenden Lohntarife aber And oder Ultem genannt, Moses Redarn, auch Redam, Redaun Koalitionsfreiheit für jedermann, also auch für die Unternehmer. wird eine Krisis in der Diamantindustrie verursacht. oder Silberstein geheißen, Markus Freemann, Moriz Hermann Wir wehren uns aber mit aller Kraft gegen jeden Versuch, das Die Preise der Produkte haben sich nämlich bisher nach und Markus Weinbach. Nicht aus Deutschland stammten Gerson Vereinigungsrecht überhaupt und im speziellen das der Arbeiter den vom Bund festgestellten Lohntarifen geregelt; jetzt Baum, Markus Schooner, Benjamin( auch Hermann) Fischer, eintreten ein allgemeiner Preisfall zu schmälern. mehrere John( auch Giovanni) Fund und Moris Eisenberg, auch Her find dem In Ottenfen haben sämmtliche 3 wider der Schuh. Betriebsinhaber und Juweliere Untergange mann genannt. Eine Vergeßliche. Aus Luzern wird berichtet: Die fabrit von J. A. F. Tied wegen Maßregelung mehrerer preisgegeben. Man erlebt jetzt den merkwürdigen Fall, daß die Kollegen die Arbeit eingestellt. Sie bitten um Vermeidung des Unternehmer sich vereinigen, um die von den Arbeitern eroberten am 28. d. Mts. einer hier wohnhaften Dame in dem ExpreßZuzugs. Löhne aufrecht zu erhalten, und daß die Arbeiter alles mögliche zuge Mailand Basel abhanden gekommenen Werthsachen waren thun, die Lohnſkala niederzudrücken, um dadurch die eroberte von der Dame selbst im Eisenbahnwagen liegen gelassen und find Einheit und Ordnung zu sprengen. von Bahnbeamten gefunden worden. Kerker verurtheilt. Inserat: Gewerkschaftliches. " " In der Berliner Volkszeitung" befand sich folgendes , Mehrere Werkzeug Schlosser und Dreher nach London gesucht. Zu erfragen bei E. Rocholl, Happoldt's Hotel, Grünftr. 1, zwischen 10-2 und 6-8 Uhr." " In der englischen Hauptstadt mangelt es durchaus nicht an Arbeitern dieser Branchen, insbesondere sind auch zahllose eingewanderte Deutsche arbeitslo 3. Wenn also in Berlin Schlosser und Dreher für London gesucht werden, so muß das eine besondere Bewandtniß haben. Wahrscheinlich handelt es sich darum, Arbeitskräfte für ein Geschäft zu bekommen, wo Differenzen ausgebrochen sind. Wir warnen deshalb die deutschen Arbeiter, insbesondere die Berliner, sich auf dergleichen untontrollirbare Annoncen hin ins Ausland locken zu lassen, wo es ihnen unter Umständen noch weit schlechter ergeht als hier. wird und Was das Ende dieses Kampfes sein wird, ist schwer zu sagen. Jedenfalls kann der Bund jeden Tag wieder ins Leben zurückgerufen werden und sein passives Verhalten im Besitz seiner Raffe mit einem aktiven Vorgehen verwechseln. Und jedenfalls werden dann die Feinde des Bundes in der Diamantindustrie am eigenen Leibe erfahren haben, daß es ohne den Bund nicht mehr geht. Das Geschreibe der Kölnischen Zeitung" zeigt nur, wie oberflächlich die bürgerliche Preffe die Arbeiterbewegung beurtheilt." Vermischtes. Geftörter Bahnverkehr. Amtlich wird bekannt gemacht: Das Fahrgleis Schandelah- Königslutter der Linie BraunschweigMagdeburg ist seit gestern Abend wegen einer Dammrutschung bei Station 16,7 gesperrt. Betrieb wird auf dem anderen Gleis aufrecht erhalten. Dauer der Störung noch unbestimmt. Die Arbeiter in den Retortenhäusern der Kopenhagener Gaswerke hatten einen Antrag auf Einführung des Drei schicht- Systems gestellt, wie es in England üblich ist und neuerdings auch in einigen schwedischen Städten eingeführt wurde. Dieser Antrag lag nun dem Budgetausschuß der Kopen hagener Gemeindeverwaltung zur Berathung vor. Obwohl manischen Eisenbahnstrecke des Vorortes Kalf wurde gestern die Aus Köln wird der Voff. 3tg." berichtet: Auf der rhei anerkannte, daß diese Neuordnung bedeutende Kosten verursachen würde, wurde doch zugestanden, daß die gräßlich verstümmelte Leiche eines jungen Mannes aufgefunden, felbe in nächster Zeit durchgeführt werden müsse, da der, wie die äußeren Anzeichen ergeben, ermordet und später auf diese Arbeit, wenn sie an sich auch nicht als gefundheits- den Bahnkörper gelegt wurde, wo ein Eisenbahnzug die Leiche schädlich betrachtet werden könne, doch sehr angreifend wirke, in zwei Theile zerschnitt. Der Kopf der Leiche wies mehrere wenn der Arbeiter lange Zeit daran gebunden ist, und da, Messerstiche auf. " In der Nähe des Hafens von Marseille ist der Dampfer Mir" gescheitert. An Bord befanden sich 9 Matrosen und 5 Passagiere. Sechs Personen konnten sofort gerettet werden. Zwei Personen fletterten auf die äußerste Spiße des Kamins, von wo sie bei brandender See nach größten Anstrengungen durch mehrere Schiffer gerettet werden konnten. Ueber das Schicksal der übrigen Personen ist noch nichts bekannt. eines Großgrundbesizers durch eine Räuberbande entführt worden, Wie aus Palermo gemeldet wird, ist der 15 jährige Sohn welche 2000 Lire für seine Freilassung fordert. Polizei und Gendarmerie find den Räubern auf der Spur. " Ju Bombay wüthet die Beft, dem B. T." zufolge, furchtbar. Die Sterblichkeit soll Hundert pro Taufend betragen, was wohl übertrieben ist. Die Eingeborenen verlaffen in Schaaren die Stadt, die Ansteckung in die Hungerdistrikte tragend. 200 000 Personen reiften ab. Die chriftlichen Ein6. Die geborenen, welche reinlicher find, blieben bisher von der Seuche verschont. Die Begräbnißfeuer der Hindus brennen Tag und Konful Otto Schiller liegt erkrankt im Hospital, ob an der Beft, Nacht, von dichten Geierschaaren umkreist. Der chilenische ist ungewiß. Witterungsübersicht vom 30. Dezember 1806. Stationen. Berlin Wiesbaden München Wien Barometers ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Swinemünde 771 G 769 SSW 773 660 773 GD 774 GD 775 NNW 749 SM 762 SW 758 SSW 753 772 SD S • Windstärke ( Stala 1-12) 68311222523 Wetter bedeckt bedeckt heiter bedeckt bedeckt bedeckt woltig Temperatur nach Celſius ( 50 G.= 4° R.) weil der Betrieb ununterbrochen stattfinden muß, eine zehn- Aus München wird uns berichtet: Unter ganz auffallenden stündige Arbeitszeit hierbei völlig ausgeschlossen ist. Das Drei- Umständen verstarb in der Nacht vom letzten Montag auf schicht- System soll eingeführt werden, wenn die Neuanlage des Dienstag der Maurer Math. Bluhm im hiesigen Polizeiarrest östlichen Gaswerts in Benutzung genommen wird, was in Bälde an den Folgen eines Schädelbruchs. Bluhm wurde von den bevorsteht. Gendarmen vermuthlich schon schwer verletzt nnd blutüberströmt Die vereinigten Buchbinder in Aarhus in Dänemart aufgefunden und hätte demnach nicht in den Polizeiarrest, sondern beantragten vor einiger Zeit bei den Meistern die Einführung in das Krankenhaus gebracht werden müssen. Nach einer einem eines Minimallohnes von 17 Kr. wöchentlich mit Ausnahme der hiesigen Blatte von einem Augenzeugen gewordenen Mittheilung Hamburg Neuausgelernten, die im ersten Gehilfenjahre 15 Kr. erhalten soll der anscheinend schwer betrunkene Arrestant von den Gensollten. Die Meister bildeten hierauf eine Organisation, um sich darmen auf dem Transport noch mißhandelt und, als er zu über die Forderungen der Gesellen gegenseitig besser zu ver- Boden stürzte, auf dem Bauche liegend, über die Straße geschleift ständigen. Der Geschäftsführer des dänischen Buchbinder- Veibandes worden sein. Unser Münchener Bruderorgan, die Münchener wurde zu den Verhandlungen hinzugezogen. Es wurde auch eine Ver- Post", erwartet von der Polizei umgehend authentische Auskunft Haparanda. Petersburg einbarung erzielt, die bis 1. Oktober 1897 gelten soll, von wo ab die über diesen dunklen, weiteste Kreise beunruhigenden Fall. Sort Kopenhagener Normativbestimmungen eingeführt werden sollen. Pflanzschulen für Dirigenten sieht ein Dr. C. Fuchs in Aberdeen. Durch die Uebereinkunft wurde eine Lohnzulage von 1 Kr. für den Kasernen. In dem Rickert- Blatte Danziger Beitung" Baris.. die Gesellen erreicht und der Mindestlohn für Neuausgelernte schreibt er in einem Konzertbericht: Gin Drittes, was dem neuen auf 14 Kr. festgesetzt. Ueberstunden bis 10 Uhr und Sonntags Dirigenten aus feinem Leben zu gute kommt, ist eine Eigenschaft, Wetter- Prognose für Donnerstag, 31. Dezember 1896. arbeit bis 1 Uhr werden mit 40 pCt. Zuschlag, Arbeit über diese die nur dem Unkundigen scheinen tann, nichts mit dem Etwas wärmer, ziemlich trübe mit geringen Niederschlägen Zeit hinaus mit 80 pCt. bezahlt. Die Arbeitszeit bleibt zehn Künstler in diesem Fall zu thun zu haben, es ist die des und mäßigen füdwestlichen Winden. stündig.( Die meisten Werkstätten arbeiteten bisher aber Offiziers. Wie vieles hat die Stellung eines Dirigenten 11 Stunden und die meisten jungen Gesellen hatten unter 14 Kr. von vornherein schon mit der eines Befehlshaber3 gemein! Lohn.) Was ich im besonderen meine, ist die äußere Tattit und die zweckmäßige Disposition der Ueber die Auflösung des Allgemeinen Nieder- Terrainkenntniß, ländischen Diamantarbeiter Bundes, der zirka Massen im Verhältniß zu den künstlerischen Intentionen des 90 pCt. der Diamantarbeiter Hollands umfaßte und über ein Ver- Dirigenten. Der Danziger Musikreferent scheint zu einem mögen von weit mehr als 100 000 m. verfügte, theilt unser Offizier beinahe noch mehr zutrauen zu haben, als der Berliner holländischer Korrespondent folgendes mit: Hans Dampf in allen Gassen, der bekanntlich alles macht. bevect Regen wolkig 7 bedeckt 3 Berliner Wetterbureau. Der Gesammtauflage der heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Buchhandlung Borwärts bei für eine neue Wochenschrift In freien Stunden. Die Auflösung ist nicht, wie die„ Kölnische Zeitung" schrieb, Aus der Crême der Gesellschaft. Wieder beschäftigt Romane und Erzählungen für das arbeitende Volk. ,, das wohlverdiente Ende" dieses Bundes sie ist nur ein eine Scheidung in den Kreifen der höchsten Aristokratie die GeErscheint in Wochenheften zu 10 Pf. Kriegsmanöver, um die Feinde des Bundes fühlen zu machen, müther. Fürst Josef de Riquet von Chimay und Caraman( das Wir machen hiermit besonders darauf aufmerksam. Diejenigen daß ohne ihn die Amsterdamer Diamantindustrie nicht blühen Haupt der zweiten belgischen Linie) hatte einer Amerikanerin die tann. Nicht Schwäche, sondern das Bewußtsein seiner Unent- and gereicht. Die freien Amerikanerinnen verschmähen es be- Leser, welche auf diese empfehlenswerthe Unterhaltungsschrift behrlichkeit hat den Bund zu der kühnen That der Auflösung fanntlich nicht, obwohl oder weil ihr republikanisches Heimath abonniren wollen, werden gebeten, den Bestellzettel mit veranlaßt in einer Zeit, wo die Fabrikbefizer, Klein land zwar Millionäre, aber keine Titel anerkennt, für ihre meister und mehrere Juweliere in Verbindung mit Millionen einen Titel einzutauschen. So hatte sich auch Klara ihrer Adresse zu versehen, ihn von dem Prospekte abzuschneiden den unter priesterlicher Führung im römisch- katholi- Ward aus Michigan zur Fürstin Riquet de Chimay und Garaman und unfranfirt in einen rothen Briefkasten der Packetfahrtschen Volksbund organisirten Arbeitern den Bund zu unter- machen lassen. Ihre Extravaganzen waren jedoch so bekannt, Gesellschaft hineinzuwerfen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 305. Versammlungen. Donnerstag, den 31. Dezember 1896. Im Verband der Möbelpolirer( Filiale Often) sprach am 21. Dezember Fräulein Baader über industrielle Frauenarbeit und Jugenderziehung. Unter Vereinsangelegenheiten wurde darauf hingewiesen, daß gegenwärtig Listen zirkuliren, in die alle Werkstätten aufgenommen werden sollen, in denen Möbelpolirer beschäftigt sind. Sodann wurden den Hamburger Hafenarbeitern abermals 200 m. bewilligt. Die auf Holzplätzen und an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter( Fil. II.) hielten am 22. Dezember ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab, in welcher zunächst der Vorsitzende Bericht erstattet über die Verhandlungen betreffend den Anschluß an den Holzarbeiter- Verband. Aus den Ausführungen des Redners war zu entnehmen, daß der Vereinigung beider Verbände nichts entgegensteht. Mehrere Redner sprachen jedoch gegen den Anschluß, da die Organisation start genug und lebensfähig sei. Auch die Kistenmacher seien gewillt, sich dem Verband anzuschließen. Daraufhin wurde beschlossen, den Abgesandten zur Generalversammlung mit einem diesbezüglichen Auftrag zu versehen. Zum 2. Punkt der Tagesordnung verlas der Kassirer die Abrechnung vom Stiftungsfest, worauf ihm Decharge ertheilt wurde. Ein Antrag, den Hamburger Hafenarbeitern 100 M. zu bewilligen, wurde einstimmig angenommen. Zum Schluß ersuchte der Vorsitzende um recht rege Betheiligung an dem Maskenball, der am 16. Januar arrangirt wird. Die nächste Versammlung findet am 19. Januar statt. Ter Verband der Maurer Deutschlands( Filiale II) hielt am 27. Dezember eine Versammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung in der üblichen Weise das Andenken an den verstorbenen Kollegen J. Poche. Auf der Tagesordnung stand ein Vertrag des Mitgliedes W. Fritsche, worauf unter Vereinsangelegenheiten den Mitgliedern bekannt gegeben wurde, daß die nächste Versammlung am 3. Januar bei Cohn, Beuthstr. 22, stattfindet. Charlottenburg. Der Verein der Töpfer beschloß in seiner letzten Mitgliederversammlung, fünftig regelmäßig am Donnerstag nach dem 15. des Monats die Vereinssizungen abzuhalten. Die Beiträge werden jeden Sonnabend, von 7-9 Uhr abends, bei Kolbe, Grünftr. 17, entgegengenommen; zum Hilfskassirer wurde Radegti gewählt. Rigdorf. Der Holzarbeiter- Verband beschäftigte sich am 21. Dezember mit dem Antrag des Hauptvorstandes betreffend die Erhöhung der Beiträge. Sämmtliche Redner wendeten sich gegen diesen Vorschlag, da man befürchtet, daß zahlreiche Mitglieder dann dem Verein den Rücken kehren. In diesem Sinne gelangte gegen 2 Stimmen eine Resolution zur Annahme, die sich gegen die Erhöhung der Beiträge aussprach. Arbeiter- Bildungsschule. Die Schulräume sind bis 4. Januar geschlossen. Wiederbeginn am Dienstag, den 5. Januar. Der Vorstand. 13. Jahrg. Vermischtes. Am 15. Januar wird voraussichtlich die geplante öffentliche esehalle, die mit Beitungen, Beitschriften Zyklon. Nach einer Meldung aus Melbourne verwüstete und Büchern reich ausgestattet ist, für die allgemeine ein Byflon die Stadt Nevertire(?) in Neu- Südwales. Faft unentgeltliche Benuzung eröffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Borsigender Ad. Neu- alle Gebäude sind bis auf den Grund zerstört; zwei Häuser mann, Basewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten wurden in die Lust gehoben und in Atome zerschellt. Menschen an Friedrich Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Tr. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. wurden vom Sturme weite Strecken fortgetragen. Viele Unglücksane Buſchriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Sermann fälle sind vorgekommen; genaueres ist aber noch nicht bekannt, Jahn, Schönhauser Allee 177 c. da die Telegraphenlinie zerstört ist. Arbeiter- Rancherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Bereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, kotibuser Damm 72. Freireligiöse Gemeinde. Freitag, den 1. Januar 1897, vormittags 11 Uhr, pünktlich, Rosenthalerstr. 38: Versammlung. Herr Dr. Bruno Wille: Festvortrag. Sonntag, den 3. Januar, vormittags 9 Uhr ebendaselbst: Um 11 Uhr vormittags, ebenVersammlung. Freireligiöse Vorlesung. daselbit: Bortrag des Herrn Wilhelm Bölsche.„ Kann Humanität den Fort schritt hemmen?" Privat- Theatergesellschaft Concordia". Heute Abend 9 Uhr, Kurzestr. 17: Sigung. Vergnügungsverein Alemania". Heute Abend 9 Uhr: Sylvesterfeier im„ Englischen Hof", Neue Roßstr. 3. Berliner Arbeitervertreter- Verein tagt jeden Dienstag nach dem ersten im Monat bei Buste, Grenadierstr. 33, abends 8% Uhr. unentgeltlicher Rath wird ertheilt: abends. rung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Suffitenstr. 36, v. 8 Tr. Im Norden Berlins: Für Unfall-, Invaliditäts- und Alters- Versichea. Daehne, Demminerfir. 66, v. 3 Tr. K. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. E. Simanowski Gartenstr. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oderbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr abends. R. Tamm, Hussitensir. 6, von 8-9 Uhr abends. a. Voigt, Wiesenstr. 41-42. E. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr Nur für Juvaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Streligerstr. 58. P. Reimann, Bellermannstr. 83. F.£ rapp, Schul straße 56, von 7-8 Uhr abends. Swinemünderstr. 57. Aufgang e, 4 Tr. Im Norden: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: W. Mohs, Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: G. Bader Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. schalthoff, Michaeltirchfir. 18. Sm Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügelmater, Grimmstr. 39. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: P. Keller, Camphausenstr. 5. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänet, Solmsfraße 44. Im Nord- Weßen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnackerstr. 19. 9, Stephan, Lessingstr. 34. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: G. Löffler, KlofterBei sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. firaße 91. Eingelaufene Druckschriften. Bonberenen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diey' Berlag) it foeben das 14. Heft des 15. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Moral von der Geschichte. Die Taktik der sozialdemokratischen Partei. Bon Giovanni Lerda. Die deutsche Sozialdemokratie in englischer Beleuchtung. Von Eduard Bernstein. Marcel- Theophil. Bon F. Mehring. Eine Klarstellung. Revue der Revuen. Feuilleton: Auf der LandBuchhandlung Vorwärts Berlin SW., Beuthstraße 2. Wir empfehlen den Genossen zur weitesten Verbreitung: Die straße. Von Franz Hille- Wischer. politische Polizei in Preußen. Bericht über die Verhandlungen im Prozeß Leckert v. Lützow- v. Tausch. Preis 25 Pf. Porto 5 Pf. In Berlin auch durch die Partei- Speditionen zu beziehen. ONION Zum Sylvester! Die Mitglieder des 2064b Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montags, von 7-8 Uhr, statt. Dienstags, Freitags und Sonnabends, abends H. Greif... Uns ist diese Episode nicht unbekannt. GeTegentlich läßt sich aber darauf zurückkommen. Besten Dank. A. Bolz, Liegnigerstraße. Der Boykott über die Packetfahrt- Gesellschaft ist bekanntlich aufgehoben. A. 41. Der Abgeordnete Bebel befigt nur ein Kind, eine verheirathete Tochter. H. W. Wiederholen Sie gefälligft Ihre Anfrage. Widerspruch. Wir wollen den Edelsten der Nation lassen, was ihnen gebührt. Sie merken schon, daß wir das nicht thun, um den anderen Herren von" Freude zu machen. 9. 2. 1. Einer Ehescheidungsklage muß ein Sühneversuch vorangehen. Zu diesem Behuf muß der klagende Ehegatte seine Ehehälfte vor das Amtsgericht des Bezirks laden, in dem der Mann seinen Wohnsiz hat. In dem Sühneverfahren findet eine Vertretung durch Anwälte nicht statt. Ein Beispiel für eine Ladung finden Sie im Arbeiterrecht S. 334. Ebenda finden Sie G. 216, welche Schritte Sie behufs Er2. Soweit ver= langung des Armenrechts zu ergreifen haben. ständlich, ist Ihre Ausweisung bereits im April 1896 erfolgt, also längst rechtskräftig. Eventuell sprechen Sie mit den betr. Papieren in der Sprechstunde vor. A. B. Vom 1. Januar ab. Anna 130. Bis Ende der Miethszeit haften die Sachen, die eingebracht sind.- Humboldt. Sie sind an den Vertrag gebunden. P. Gerhard. Wegen unerheblicher törperlicher Fehler vorläufig zurückgestellt. P. S. 1. Nein. 2. Von der fünften Woche ab ist der sogenannte Krankenzuschuß zu zahlen. Melden Sie schleunigst Ihren Unfall bei der Berufsgenossenschaft an. P. 135. Die Polizei hat sich darum nicht zu kümmern. Paul 83. Wie wiederholt, z. B. im lokalen Theil des„ Vorwärts" vom 24. d. M., von uns hervorgehoben ist, mußte Spätestens am 28. Dezember dem Wirth die Kündigung eingehändigt sein. R. N. 14. Der Wirth ist im Recht. Welche Pflichten der Wittwe aus dem Miethsvertrag zustehen, ist von uns eingehend u. a. im Briefkasten vom 19. 12. 1896 dargelegt. " Leseklub Heine Belle- Alliance- Theater. werden aufgefordert, am Mittwoch, den 13. Januar, abends 8%, Uhr, Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. bei Grube, Mariendorferstraße 5, zur Versammlung zu erscheinen, um endgiltigen Beschluß über das Klubvermögen zu faffen. Alle Bücher sind mit zur Stelle zu bringen. Spätere Forderungen werden nicht berücksichtigt. J. A.: W. Grube, Mariendorferstraße 5. Empfehle allen Freunden und Be= fannten mein Weiß-, Bairisdy Bier und gr. Speisegeschäft. Reichhalt. Frühstück von 30 Bf., Mittag mit Bier 50 Pf. sowie Abendtisch à la carte von 30 Bf. an. 2 Vereinszimmer mit Klavier für 20-50 Personen. 5832L* H.Stramm, Reſtaurat., Ritter str. 128 Brockhaus', Meyer's Lexikon, Brehm's Thierleben, ganze Bibliotheken, Klassiker beleiht u. kauft Antiquariat Rosenthalerstraße 11/12, Fernsprecher. Lettau& Keil Lexika Gross- Destillation Sophien- Strasse No. 12 an der Rosenthalerstrasse, Telephon Amt III No. 8201 empfehlen ihre vorzüglichen Fabrikate in Punsch, Grog- u. Glühwein- Extracten and feinsten Liqueuren. 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Residenz- Theater. Der Frauenjäger. Theater Unter den Linden. Der Schmetterling. Thalia- Theater. Goldene Herzen. Das Wetterhäuschen. Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Schiller Theater. Der Millionenbauer. -O Belle Alliance Theater. Adam und Eva. Oftend- Theater. Schwerenöther. Volka- Theater. Robert und Bertram. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Veilchenfresser. Alexanderplat- Theater. Sein Verhältniß. Pasage- Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Raufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag, abends 7 Uhr: Millionenbauer. Der Freitag, nachin. 3 Uhr: Ein Wintermärden. Abends 8 Uhr: Der Millionenbaner. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chauffeestr. 25/26. Dir. Max Samst. Heute Abend( Sylvester): Der Veilchenfreffer. Lustspiel in 4 Aften von G. v. Moser. Anfang 8 Uhr. Morgen, den 1. Januar 1897, nachmittags 3 Uhr: Der Hüttenbesker. Schauspiel in 5 Atten nach dem gleichn. Roman von George Ohnet. Abends 8 Uhr: Der Meineidbauer. Volks, stück in 3 Akten von Ludwig Anzengruber. Sonnabend und Sonntag, abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Luftspiel in 4 Aften von G. v. Moser. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Schauspiel in 4 Atten v. 2. Anzengruber. Billets ohne Vorbestellgebühr find an der Theaterkaffe zu haben, außerdem im Invalidendant", Unter den Linden Nr. 24, bei Paul Romeick, Leipzigerstr. 6, und Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Heute, am Sylvestertage. Zum 101. Male: Emil Thomas a. G. Eine wilde Sache. Morgen 1. Januar und die folgenden Tage: Eine wilde Sache. Anfang 1/28 Uhr. Es sei, um Irrthümern vor: zubeugen, ganz besonders darauf hin gewiesen, daß heute Donnerstag( Sylvefter) im Central- Theater die übliche Abendvorstellung, wie vorstehend angezeigt, stattfindet und daß erst nach Schluß dieser Vorstellung im Central Theater die Mitglieder das Sylvester Gaftspiel im Wintergarten absolviren. # Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Rottbuser Thor. Jeden Abend 8 Uhr: Robert und Bertram. Donnerstag, den 31. Dezember: Robert u. Bertram's Sylvester- Possen- Nacht. R Anfang 9 Uhr. Ende am 1. Januar 1897 bei Abfahrt der 1. Pferdebahn. Im großen Festsaale: Sylvester- Ball en gros Entree 1 M. bis 4 M. Vogler's Casino früher Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Variété- u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Im vorderen Saal täglich: Großes Konzert E der nuübertrefflichen italienischen National- Sänger- und Tänzer Gesellschaft Domenico Conti. Entree vollständig frei. Im großen Theatersaal: Eine gestörte Theaterprobe. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgfältig gepflegte Biere, anerkannt gute Küche. Circus Renz Karlstraße. ( Jubiläums- Saison 1896/97). Donnerstag, 31. Dez. 1896, abds. 71/2 Uhr: Alexanderplatz- Theater. Gr. Sylvester- Borstellung. Bitante Novität. Pitante Novität. Kolossaler Erfolg! Kolossaler Erfolg! Sein Verhältniß. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Atten von Karl Pohle. Anfang 8 Ubr. Morgen und die folgenden Tage: Sein Verhältnis. Pifante Novität. Sittenbild aus dem Berliner Leben in Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater St. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 1hr abends ab. Eintritt 50 pr. = Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesauschläge. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! Ur Australier ( Kannibalen). Passage- Panopticum. Nur noch kurze Beit: Traumbilder Eine Weihnachtsfeerie mit Musik und Gesang. Ohne Extra- Entree. Schippanowsky's Deutsche Konzert- Hallen ! Men! Spandauer Brücke 3. Neu! Neu! Im Frühlingsglanze! Jm Fliederhain. In der Rosenlaube. Jm Obstgarten. Ju der Hopfenlaube. Jm Weinberge. Die Promenaden- Konzerte be ginnen um 4 Uhr nachmittags. Theater Abtheilung: Auftr. v. Humoristen, Komikern 11. f. w. Steppke's Brautfahrt". Ausschank d. Berl. Bock- Brauerei. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Große humoristische Luftige Blätter! Sylvester- Feier. Auftreten der ersten Künstler- Spe Burleske: zialitäten des Rontinents. Vorführung Einmalige Aufführung der urdrolligen der berühmten Original- Dreſsuren des Direttors Fr. Renz. Romische Entrees und Intermezzis von sämmtl. Clowns. Freitag, 1. Januar 1897( Neujahrsfest), mit Henry Bender als Gast. Ein Abenteuer im Harem 4 Allen vou Karl Pohle. Auf. 8 Uhr. Sonnabend, 2. Januar, und Sonntag, Bollständig neue Bilder- Serie des ( Bons, auch die zu anderen Stücken ausgegebenen, behalten ihre Giltigkeit.) Am 1. Januar, nachm. 4 Uhr: Max und Morik. Eine Bubengeschichte in 5 tollen Streichen und einem Nachspiel von Fritz Schäfer. Billets find schon 8 Tage vorher ohne Bestellgebühr an der Theaterkasse zu haben. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Goldene Herzen. Schwant in 4 Atten von G. Karlweis. Hierauf: Das Wetterhäuschen. ( Weather or no.) Musikalisches Genrebild v. Adrian Roß, deutsch von Herm. Hirschel. Musik von Bertram Luard Selby. Morgen und die folgenden Tage: Goldene Herzen. Das Wetterhäuschen. Freitag, nachmittags 2 Uhr: Drittes Opern- Ensemble- Gastspiel unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Karl Meyder: Don Juan. Oper in 2 Atten von M. A. Mozart. 000000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Donnerstag, den 31. Dezember: Große humoristische 3. Jan. 1897: je 2 Fest- Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr n. abends 72 Uhr. Freitag Nachmittag, zum letzten Male: Weihnachten im Circus Renz. Sonnabend und Sonntag Nachmittag: Auf vielseitiges Verlangen: Aufführung des großen militärischen Ausstattungsstückes 1870/71. Abends 71/2 Uhr: Lustige Blätter! Preise der Pläge au den Nachmittags. Kinetograph mit der Sensation Endlich allein! Auftreten sämmtlicher engagirten Künstlerkräfte. Bum Borstellungen: Logenfitz 8 M., Barquet Schluß: Gr. Neujahrs- Rummel u. gemüthl. Tanzkränzchen. Anfang 8 Uhr. u. Tribünensiz 2 M., Balkon 1,50 M., 2. Platz 1 M., Gallerie( Stehplay) 50 Pf. Außerdem hat jeder Besucher das Recht, auf das von ihm gelöste Billet 1 Kind unter 10 Jahren frei mit einzuführen. Jedes weitere Kind zahlt auf Balton, 2. u. 3. Platz die Hälfte. Abends gewöhnliche Preise. Franz Renz, Königl. Kommissionsrath u. Direktor. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Donnerstag, den 31. Dezember, abends 71/2 Uhr: Gr. humorist. Vorstellung. Www Sensationeller Erfolg. Nach Sibirien. Sylvester-Feier.pe." Der Abschieds- Vorstellung des so erfolgreichen Außerdem: 100 Clowns, männl. u. weibl. Spring- Potpourri von 20 der besten Parterre- Springer. Pierrot's. Abenteuer, urtom. Szene der PierraTroupe. Der Gigerl- Clown Mr. Alf. Daniels als Schnellphotograph. Die musit. Clowns Mr. Tom u. Jack. 4 Fuchshengste als Thurmspringer, dreff. u. vorgef. v. Dir. Basch; das großart. d. Freiheitsdressur. Wellington, Künstler- Personals.tuff Sengit, ger. v. Hrn. Salamonski. Auftr. fämmtl. neu engagirten Kunst| Raffeneröffnung 6 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. träfte ersten Ranges. Entree 30 Pf. Reservirt 50 Pf. Freikarten haben Giltigkeit. 00000 Am Neujahrstage: 2 Borstellungen. Nachm. 4 Uhr( 1 Kind frei): Zscheus. bends 71/2 Uhr: Nach Sibirien. Am 1. Januar 1897: Vollständig neues Programm. *** Neue Debuts.*** Gine fräftige Proletarierin ait Offend- Theater. geommen. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. Heute und folgende Tage: Schwerenöther. Labinski und Frau. Am 29. d. M., vormittags 1012 Uhr. verschied nach langen schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Auguste Bräunig geb. Kaiser, im 87. Lebensjahre. Die Beerdigung findet 1. Januar, nachmittags 3 Uhr, Freitag, 1. Januar, nachm. 3 Uhr: von der Charitee aus, statt. Der deutsche Michel. Posse mit Gesang von Ostar Klein. Musit von Steffens. Anfang 8 Uhr. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52 53( City- Passage) Annenstrasse 42/43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. Lehtes Wochen- Programm im Dezember. Wiederholung des Riesen- Fest- Programms. Eine Sommerwohnung in Charlottenburg. Posse in 1 Akt von A. Anno. Mr. Harry Arlon, Kunstpfeifer u. Vogelstimmen Imitator. Roselli, Erzentric- Soubrette ersten Ranges. Herm. Wehling, Tanz tomiter u. f. w. M Mita Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Empfehle mein R. Winkler. Weiß- u. Bayr.- Bier- Lokal. u Zimmer für Vereine bis 200 Personen stehen zur Verfügung. 2 Kegelbahnen und Billards bestens empfohlen. Am Sylvester: Groker Ball. Am 1. Neujahrstag: Familien- Kränzchen, wozu freundlichst einladet 7762 Frik Zubeil, Lindenstr. 106. Sonnabende zum Ball vom 5. März ab zu vergeben.[ 2078b Wedding Kasino, Schulftr. 29. Vereinszimmer mit Piano noch einige Tage in der Woche zu vergeben. Joh. Pfarr, Seftaurateur, Dies zeigt tiefbetrübt an Carl Brännig nebst Kindern. Allen Freunden u. Genossen die trau= rige Mittheilung, daß meine liebe Frau Emilie Gartz geb. Wittig, am 28. d. M. nach schwerem Leiden gestorben ist. Die Beerdigung findet am 1. Januar nachin. 2 Uhr von 20766 Sellerstr. 5 aus statt. Fr. Gartz, Schankwirth. Kranken- und Sterbe- Unterstügungslasse der Berliner Hausdiener. Am Sonntag verstarb unser lang= 2074b jähriges Mitglied Wilhelm Opitz. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Donners tag, den 31. d. M., nachm. 3 Uhr, vom Trauerhaus, Koblantstr. 5a, nach dem Georgenkirchhof am Rönigsthor statt. Der Vorstand. Nehme die Beleidigung gegen Anton Ochs nicht zurück, da die Sache auf dem Tiefwerder fünf Minuten gedauert hat. 2071b Reinhold Lorenz. Warne hiermit jeden, meiner Frau Wilhelmine geb. Langmann auf meinem Namen etwas zu borgen, 2069b da ich für nichts aufkomme. Reinhold Lorenz, Stalizerstr. 182. Sargmagazin und Beerdigungs- Comptoir von J. Kosin, Georgenkirchfte 66. Auf schriftl. Aufford. sofort. Erscheinen Zum Sylvester empfehle: Verf. pro Liter Moabit, Butligitr. 10.[ 20845 Rum, 1,10, 1,30, 1,75. Allen unseren werth. Bereinen, Gäften, Cognac, Freunden u. Bekannten rufen wir ein Vers. Originalflasche k. 1,50 1,75, 2,-. Grogk fröhliches Neujahr zu. 20725 Punsch, Mt. 1,25. Berlin, den 1. Januar 1897. Gebr. Mielitz, Arminhallen. Restaurant zum Eichbusch. Georg Schulmeistrat. Neue Krug Allee 4, Treptow, Bum Sylvester: Neue Krug [ 20796 Grosser Ball und diverse Ueberraschungen. Entrée und Tanz frei. Anfang 8 Uhr. Am 1. u. 3. Januar: Großer Ball. Um Cognac selber zu machen, faufe man für 75 Pf. 1 Flasche Glühwein per Lt. per Liter Mt. 1,25. Schlesischer Korn per 2t. 80 Pf. Berlin C., Nordhäuser per Liter 70 Pf. Max Schüfftan, Rosenstr. 18. GlühweinExtrakt, ganz vorzüglich. à Biter Mark 1,20, 5 Liter Mart 5,50. Bunsch Extrakt, Grogf- Extrakt à Diter Mark 1,50, 5 Liter Mart 7,-. Ananas- u. Burgunder- Punsch à teft. 3.50. Eugen Neumann& Co., S. 61. Berlin Belle Alliance Play 6a. Neue Friedrichfirate 81, Oranienftr. 190, Genthinerstr. 29, Grüner Weg 56. Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 48. Trinkt keinen Fusel! Dr. Mellinghoff's Cognacessen. fondern meinen doppelt rektifizirten Es ist die beste bisher existirende Cognaceffenz und erzielt man damit durch Zusatz von feinem Weingeift u. 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