lacht." Reba em Raffenba abre insgel groanglofer zufammen Itdge Gif , den 30.1 am Morit e Grundfä g von R olgen beide aben, am Sonna et's Salon, t. Einlag Telstraße 22 welche nic Eintritt burd ereins f Berlin 3). 3 Uhr Bau Geschlecht .283. Sonnabend, den 1. Dezember 1888. 5. Javee Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das" Berliner Volksblatt" er Berfammheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei 150a, als aus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement B. Solst Mart. Einzelne Nummer 5 Pf. Sonntags- Nummer mit dem Sonntags- Blatt" 10 f. 2; R. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1888 unfer Nr. 849.) caße 3. unternimm eine Befid raße. Die allschleifer ezember, B thorftr. 68 Derficherung Redaktion: Beuthstraße 2. Abonnements- Einladung. en wird gt auf das no und Ump rmittags 10 gitimit am Mon ben Kon Des Re püntlig einen. $ be öffentli bends 8 Bordnung Oftober D. Meifter, es§ 100 on Meiftem Referent: tigen Wabl Kollege ereffanten Rol Binh egen dinge ine am Dresdenen Thr im Hefta Insertionsgebühr beträgt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Raum 25 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen- Bureaug, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Zimmerstraße 44. mit seinem großmäuligen Wesen ist derselbe lächerliche Komöbiant geblieben wie zuvor und seine politischen Aussprüche Für den Monat Dezember eröffnen wir ein neues Abonne- find noch gerade so dumm wie sonst. Aber hint der grotesten Erscheinung des Boulangismus hat sich die ganze Gewalt der Reaktion gesammelt und die vereinigten Realtionäre schieben den General als Sturmbock vorwärts. Wenn sie mit ihm die Thore des Tempels der Republik eingerannt haben, so werden sie das gebrauchte Werkzeug verächtlich wegwerfen oder zerbrechen. Berliner Volksblatt" nebft dem wöchentlich erscheinenden Sonntagsblatt. Das Me Intereffen der werthätigen Bevölkerung. Jezt, wo hoch dige Reichstagsverhandlungen, die das Intereffe der Arbeiter chften Grade berühren, vor der Thür stehen, ist es Pflicht Jeben, dem das Wohl der Arbeiter am Herzen liegt, ein Berliner Volksblatt" vertritt in jeder Beziehung gan ber sozialdemokratischen Arbeiterpartei zu lesen. beiter über ihre eigentliche, jammervolle Klaffenlage aufklären, Nicht die Organe fpekulativer Rapitaliften werden die ArGegentheil, fe haben ein ausgesprochenes Inter fe daran, be bas arbeitende Bolt in der Gleichgiltigkeit zu erhalten. unwiffende Leute find willige Objekte der Ausbeutung und fucht unserer Gegner. Darum, Arbeiter Berlins, fort mit den Bourgeoisblättern, denen Thr täglich beschimpft und verspottet werdet, schaart in ber bewegten Beit, die nahe bevorsteht, um Euer Organ, elches Euch nun schon seit Jahren treu zur Seite steht, welches entwegt eintritt für die Freiheit und Emanzipation des bätigen Bolles! Im Feuilleton unseres Blattes veröffentlichen wir den be ein Baufebeten Roman des ruffischen Realisten Dostojewsti: nitr. 15- i Reſtaurant Rich oter'fdes Doppe Rusehold, Lan Abends Offian ppert'fche 9 1 Sei Nieft ännerchor forterstraße Berlin Gefan Gefang eftaurant lieber. Abends orstraße heilung erein or Berg ographi 31, her Stenog Uhr im Re Stenograph Seydelf Ga 8% er Abends Voigt'sche ngsftunde Bitherverein Wahlstatt Albends 9 B the lub Welche 147a. efjes u.) Der Boft etfabit Attic Morgen 10 Wie aus Shath beute auch a och immer Der Juft ammer Die Raskolnikow. ark 85# 1, wöchentlich 35 f. Bet Selbstabholung cer Expedition, Bimmerstraße 44, Ob's ihnen gelingen wird? Wer vermag das heute zu für die Republik besteht und daß diese unfehlbar er beurtheilen? Soviel aber steht fest, daß eine ernste Gefahr broffelt werden wird, wenn nicht die republikanischen Parteien sich aufraffen und sich zu energischer Abwehr ents schließen. to fich zu energischer Abwehr entUnter Es ist freilich etwas spät, wenn auch nicht zu spät. Bald zwei Jahrzehnte hat nun die liberale Bourgeoisie Frankreichs innerhalb der republikanischen Staatsform das Land be herrscht. Aber man hat die verheißenen Reformen nicht ausgeführt und der Unzufriedenheit einen weiten Spiel raum eröffnet. den Republikanern fehlte es und fehlt noch ebenso an Staatsmännern wie an Charak teren. Die Republikaner alten Schlages, die einft unter dem Staatsstreich Louis Napoleons gelitten, find sehr selten geworden; fie find am Aussterben. Was sich an jungem Streberthum in der republikanischen Partei zusammen drängte, hätte unter dem Kaiserreich sich eben so zu den Staatsstellen gedrängt. Der liberalen Bourgeoisie war es nur insofern Ernst mit der Republik, als diese ihr die Be geneigt, Gewalt anzuwenden. Die dabei unterliegende Parte mag sich dann auf harte Strafen gefaßt machen. Die Res publikaner haben den zweiten Dezember für eine besondere Demonstration ausersehen. An diesem Toge ging im Jahre 1851 der berüchtigte Staatsstreich Louis Napoleons in Szene und der Abgeordnete Baudin, ein Mufter republi kanischer Pflichttreue, ward von den Söldnern des Usurpators erschossen. Am Denkmal dieses Opfers der Gewalt wollen die Republikaner demonstriren. Obschon eine solche Demonstration nur den Sinn eines Proteftes gegen boch, die republikanische Regierung wolle einen Staatsstreich brutale Gewalt haben kann, behaupten die Monarchisten machen, um sich ihrer Gegner, wie Boulanger, Deroulede und anderer, zu entledigen. Selbst Rochefort, der zu einem der albernsten und widerwärtigsten Rumpane des Boulangiss mus geworden ist, hat sich gestellt, als nähme er die Legende von dem geplanten Staatsstreich ernst. Diese Geschichte fommt uns vor, wie wenn ein sich verfolgt sehender Spits bube schreit: Haltet den Dieb!" Denn ein Staatsstreich ist in erster Linie von den Boulanger und Genossen zu be fürchten. Wenn aber die republikanische Regierung wirklich zu einem verzweifelten Gewaltakt ihre Zuflucht nehmen sollte, was wir nicht glauben, so fönnten sich die Boulanger und Deroulede nur gestehen, daß sie den Att provozirt haben, indem sie die Republik durch ihr Gebahren tompro mittirt und an den Rand des Verderbens gebracht haben. Bell des Romans gratis nachgeliefert. Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene einflussung und Ausnutzung der Staatsgewalt durch ihre Der Abonnementspreis beträgt frei ins Bans monatlich selbstsüchtigen 3wecke gestattete. Im Uebrigen fümmerte fich fich dort auch schon abgespielt haben. Die Gefahr 1 Mark pro Monat. Bestellungen werden von sämmtlichen Beitungsspediteuren, le von der Expedition unseres Blattes, Bimmerstraße 44, ent Pengenommen. für außerhalb nehmen sämmtliche Bostanstalten Bestellungen ben Monat Dezember gegen Zahlung von 1 M. 34 Pf. an. ie Redaktion und Expedition des Berliner Volksblatt". Die Republik in Gefahr. ber Boulangismus eine ernste politische Erschei In Frankreich ist es nun glüdlich so weit gekommen, g geworden ist und thatsächlich die Republit in ihrem hande bebroht. Nicht etwa, weil Boulanger selbst eine Erscheinung geworden wäre! Nein, ber Paradeheld fle if wie Feuilleton. Raskolnikow. Roman von F. M. Dostojewsti. [ 24 Aus dem Nuffifchen übersetzt von Wilh. Hendel. ben Sie fehr gut gesagt; das von Ihrer Frau Mutter" alfo, er wohl bei voller Besinnung oder noch nicht ganz, brigens auch nicht so übel. Nun, was meinen Sie Ich habe nichts dagegen. Es ist nur wegen der Bird sich schon machen! Haben Sie ein Buch zum Ja wohl, ein Duittungsbuch, da ist es. So, bas war recht: bis auf weiteres", das n Unterschrift, meine ich. ing Gillgren? ten Rayna bt. Der B mittheilen, bi überwiefen In einer dieses Element wenig um den demokratischen Ausbau des neuen Staatswesens und hätte am liebsten zu dem Namen der Republik bie Einrichtungen des Kaiserreichs genommen. Wenn es irgend einem Manne bes Säbels gelingen sollte, fich der Gewalt zu bemächtigen, so wird sich diese Bourgeoisie an seinen Siegeswagen spannen und ihm nicht nur einen Triumph bereiten, sondern ihm auch Kredit gewähren. Sie hat ja ihre Provisionen davon. Die ganze Strebergesellschaft hat auch wie ein Alp auf der Brust jeder demokratischen Regierung gelegen und hat jeden wirksamen Reformversuch verhindert. Diesseits wie jenseits bes Ozeans ist die Parole diefer Gesellschaft:" Dem Sieger die Beute!" Diese Leute hätten mit Vergnügen noch ein Dugend Feldzüge a la Xongfing unternommen und dabei das Blut des französischen Volkes fließen lassen. Der Staat hätte bei ihnen dazu ihr Geld borgen und es vortrefflich verzinsen müſſen. Republikaner und Monarchisten demonstriren heftig gegen einander und man hat das Vorgefühl, als müsse es bald zu einem größeren Busammenstoß lommen. Die Frans zosen sind sehr hißig in solchen Parteikämpfen und gleich Nein, nein; weshalb wollen Sie fich bemühen? Sie sind ein verständiger Mensch Nun, Rodja, halte doch den Gast nicht auf. Du siehst ja, er wartet, und er schickte fich wirklich an, ihm die Hand zu führen. Die Republikaner ermahnen einander, zusammenzuhalten. Sie werden das bei allen frischen Anlässen in der Rammer thun, denn die Noth ist das mächtigste Gebot. Aber bie Gefahr liegt gar nicht in der Kammer, so klägliche Dinge - fie liegt in den nächsten Wahlen und in dem unglückseligen Wahlsystem, welches förmlich darauf zugeschnitten scheint, dem Prätendententhum die Wege zu bahnen. Denn mittelft bes Liftenffrutiniums wollte sich Gambetta zum Großwähler" Frankreichs machen; Herr Boulanger ist nun im Begriff, aus der Erbschaft Gambetta's Nußen zu ziehen. Wenn er häufig gewählt wird, und er wird wohl in ganz Frankreich kandidiren, dann überläßt er die ihm zufallenden Mandate an royalistische Deputirte, und wenn so eine royas liftische Majorität zu Stande kommt, dann sind die Tage der Republik gezählt. Wenn eine Regierung diese Gefahr abwenden soll, so muß fie flug und stark sein und auf alle Republikaner zählen fönnen. Ob die Regierung Floquet eine solche ist, wissen wir nicht und glauben es auch nicht. Aber ganz Europa hat ein Interesse an dem Ausfall dieser Wahlen, denn ein Sieg Boulangers bedeutet zu dem Untergange der Republik auch die Heraufbeschwörung von Konflikten und Abenteuern, unter denen wir Alle zu leiden hätten. einen Löffel Suppe an seinen Mund, nachdem er vorher ein paarmal darauf geblasen hatte, damit er sich nicht vers brennen möchte. Die Suppe war kaum warm. Raskol nitow verschlang einen Löffel voll mit Gier, dann einen zweiten, einen britten. Plöglich aber hielt Rasumichin inne und meinte, daß man in betreff des weiteren zuvor Soffi mow fragen müsse. Naftaßja brachte zwei Flaschen Bier. Magst Du Thee? Ja! Laß, ich werde selbst... sagte Raskolnikow, nahm die Feder und quittirte im Buche. Der Kontordiener zählte das Geld auf und entfernte sich. ut bon si ! Bravo! Und jetzt, Bruderherz, möchtest Du nicht etwas essen? Ja! antwortete Raskolnikow. Habt Ihr Suppe? it Ja, noch von gestern, antwortete Naftaßja, die -antwortete Naftaßja, die während der ganzen Zeit dastand.d on our p Mit Kartoffeln und Reis? poln nou sound Ja, mit Kartoffeln und Reis. do hungert hätte. Weiß schon, her damit, und bringe auch Thee. Auch Thee werd ich bringen. Raskolnikow schaute beide mit großem Erstaunen, mit Er schwieg und Es scheint, ich Di unterstüßen; nimm die Feder und unterzeichne; denn, wartete, was wohl daraus werden würde. Geben Sie her. Nun, Rodja, erhebe Dich, ich werde stumpfem, verständnißlofem Blick an. Er schwieg und. er Deputirte Minifter bein Daß die Re 8 bes all orderte die Libe en über die Caftillo aus Friedens des aktion beizufügen. einmal au fin gewünschte Bu mündlide Im Jabre Siebenb. e Nicht nöthig, H mid dmr dostlad CINE Schnell, Thee her, Naftaßja, denn was den Thee anbelangt, so brauchen wir die Fakultät dazu nicht. Ah, da ist ja auch das Bier! Er setzte sich auf seinen Stuhl hinüber, rückte die Suppe und das Fleisch zu sich heran aß mit einem Appetit, als ob er drei Tage lang ge -Ich effe jetzt alle Tage hier bei Euch zu Mittag, brachte er, taum vernehmlich, mit vollen Backen hervor und zwar ist es Paschenta, Deine liebe Wirthin, die mich so achtungsvoll behandelt. Ich, natürlich, dränge mich nicht auf, aber ich wehre mich auch nicht dagegen. Ah, da ist willst Du ein Glas Bier? uberherz, Gelb brauchen wir jeßt, Geld ist uns jetzt fogar phantafire nicht mehr," dachte er, das ist doch Wirklichkeit, Nastaßja mit dem Thee; wie die aber flink ift! Nastenka, mal. sagte Raskolnikow, die Feder wegWie so, nicht nöthig? Ich unterschreibe nicht. Run, zum Teufel, wie denn sonst? Was, Du brauchst kein Geld? Nein, Bruder, das hoff' ich Nach zwei Minuten war Naftaßja mit der Suppe ba und sagte, daß fie auch den Thee gleich bringen würde. Bugleich mit der Suppe erschienen zwei Löffel, zwei Teller und alles Bubehör: Salz, Pfeffer, Senf fürs Fleisch u. f. w. in einer Vollständigkeit, die schon längst nicht mehr vorges tommen war. Sogar das Tischtuch war rein. Es wäre gar nicht übel, Naftaßjuschka, wenn PrasAch was, geh zum Kukut! Aber Thee? Thee, meinetwegen schon. doursdr Gieß ein. Warte, ich werde Dir selbst eingießen; fetz Dich an den Tisch. Er machte sich eifrig mit Raskolnikow zu schaffen und flößte ihm mit einem Löffelchen den Thee ein, nachdem er Belogen, ich bin 3euge! Bitte, achten Sie nicht darauf, komja Pawlowna auch ein paar Flaschen Bier herbeiordern eifrig darauf geblasen hatte, als ob das fürs Genesen ift blos wieber so eine kleine Exkursion. Das kommt möchte; wir würden fie austrinken. biger Mensch und wir werden ihn leiten, d. h. ganz ftaßja, ging aber doch, den Befehl auszuführen. a bie Hand führen, er wird schon unterschreiben. Helfen men. Uebrigens, ich lann ja ein andermal wieder huo si -Warum nicht gar, Du Schlemmer! brummte Nas wesentlich sei. Raskolnikom ließ alles mit sich geschehen, obschon er sich selbst kräftig genug fühlte, um solche Sorge falt entbehren zu können. Aber eine sonderbare, instinktive Raskolnikow schaute noch immer starr um sich. Unter- Art von Schlauheit veranlaßte ihn, vorläufig seine Kräfte deffen setzte sich Rasumichin zu ihm aufs Sopha, faßte ihn, noch zu verleugnen und sich zu stellen, als ob er noch nicht ungeschickt wie ein Bär, um den Hals, obschon er sich selbst völlig bei Besinnung sei, um beffer beobachten zu können, hätte erheben können, und brachte mit der rechten Handwas eigentlich vorgehe. Er hatte auch schon wahrgenom= Politische Uebersicht. Waffengebrauch der Gendarmen. Wir lesen im Reichsfreund": Ueber die rechtliche Stellung der preußischen Gendarmen find oft Bweifel angeregt worden. Das Abgeord. netenhaus bat angenommen, daß fte zu Wahlmännern gewählt werden können, also nicht als Soldaten angesehen werden dürfen. Dagegen find fte nach einem Rundschreiben eines Obersten und Kommandeurs der 7. Gendarmeriebrigade als Soldaten bei Strafe verpflichtet, eine ihnen zugefügte thätliche Beleidigung auf der Stelle mit der Waffe zu erwidern. 300 Gendarmen einer ganzen Brigade durch Rundschreiben thres Obersten gebotene ungefeßliche Verfahren ausdrücklich ver bieten. Namen der Betheiligten stehen dem Herrn Minister zur Verfügung. Die„ Berliner Börsen- Zeitung", die in National, Hiberalismus und Bauchrutscherei Hervorragendes leistet, begleitet den Aufruf der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion mit fol gendem Hilfegeheul nach der Polizei: Die de anscheinend offiziöser Verlegenheitsvorschlag der Köln. St Stanbalt zurüdzuführen. Sie plaidirt für alljährliche Einstellung von Swarzburg 1 pr. der Reichsschulden in den Etat, um mindestens eine 2. 0,33 Verlangfamung der Schuldensteinerung herbeizuführen. Ste 22; auf 2 schlägt vor, vom Ueberschuffe der Reichspoft und Eisenbahnver bamburg 3 waltung ein Reichsschulden Prozent dem Reichsschilden- Verwal tungsetat zu Tilgungen oder Abschreibungen zu überweisen. baten unser Daju sei jest die geeignete 3 tt. Bei der jegt im Gange be offaung, n findlichen Etatsberathung im Reichstage wird sich wohl Gelegen adstageab heit finden, auch diesen Vorschlag zu prüfen. 3r wirkiamen halten un Bekämpfung eines Uebels muß man aber auf deffen Urfach Brozent zurückgehen. Das enorme Wachsthun der Reichseinnahmen bat einen fortdauernden Anreiz zu Mehrausgaben geboten, bie politik so por natürlich ein Steigen der Reichsschuld zur Folge haben mußten.llen Sänd Gegen ein weiteres Anwachsen der legteren giebt es fein breiten ficheres Mittel, als größere Vorsicht in der Schaffung neu miß auch t Steuern. Mahilanische Was meinen die unterzeichneten Vollsbethörer eigentlich damit, daß die Zeiten den Sozialdemokraten so günstig find, wie nie zuvor? Das ist eine aufrührerische Redewendung. Die Dinge tönnen auf die Dauer nicht so weiter geben," beigt es in dem Aufruf; ferner wird darin gefaat, baß gründliche soziale Umgestaltungen nöthig sind?" Welche denn? Mit welchen Umgeftaltungen will man die Noth der Zeit und das menschliche Elend heilen?" Daß fie die Sozialreform läg liches Flid vert und Stüdwert" nennen, ist begreiflich, denn fe fühlen es, daß die Arbeiter ihrer Führung entriffen find, sowie fte hinter die Wahrheit kommen, daß ihnen von Staats wegen geboten wird, was irgend möglich ist. Immerhin halten wir den Aufruf für ein geradezu verbrecherisches Aftenstüd; denn es reizt einen Theil der Bevölkerung zum Wider stande gegen die bestehende gesellschaftliche Dronung auf und awar gerade jenen Theil, zu deffen Gunsten die Sozialreform ins Werl gefegt wird, jenen Theil, der gläubig und vertrauens. voll fich aufreizen und ins Unglüd fürzen läßt. Durch wen? Durch eitle Schwärmer, denen die geschichtliche Bedeutung unferes Vaterlandes, benen eine gefunde Entwicklung unserer inneren Verhältniffe absolut gleichgiltige Dinge find, die nichts tennen, als ihren Ehrgeiz, eine Führerrolle zu spielen, mag das Wir würden diese Thatsache für faum glaublich halten, wenn uns nicht eine wörtliche Abschrift des allen Gendarmen der Brigade vorgelegten Rundschreibens vom 11. Juli 1888 ( Journalnummer 139 1.) abschriftlich vorläge. Daffelbe zerfällt Daffelbe zerfällt in zwei Theile. Buerit ist der Vorgang dargestellt, und dann folgt die Verfügung, wonach der Fußgendarm X. drei Tage ge. linden Arrest erhält, weil er eine ihm zugefügte thätliche Be Izidigung nicht auf der Stelle erwidert hat". Mit Rüdficht auf die Betheiligten wollen wir Namen und Ort hier nicht veröffent lichen. Es kommt uns nur darauf an, zu bewirken, daß die Anschauungen des betreffenden Herrn Obersten, die er allen Gendarmen seiner Brigade doch jedenfalls zur Nachachtung doch jedenfalls zur Nachachtung mitgetheilt hat, von seiner vorgesezten Behörde als ungefeßlich berichtigt werden. Andernfalls würde, wie der ehemalige Fuß gendarm, dem wir die Abschrift des Berichts verdanken, in feinem Briefe meint, der Inhalt des allen gesetzlichen Vorschriften in's Geficht schlagenden Rundschreibens viel Unbeil anrichten". Der Vorgang war nach der Darstellung des Obersten in Rürze folgender: Am 5. Mai kam der Fußgendarm X. mit mehreren anderen Berfonen nad abgehaltener Feuerrevifion in Bürgermeister und den Förster des Ortes, zu denen er fich fezte. Später fam noch ein zweiter Föcfter B. Sinzu und nahm neben ibm Play. Letterer besprach tadelnde Aeußerungen einzelner Personen über Strafanzeigen des Gendarmen. Darüber entstand ein Wortwechiel, in welchem der Gendarm ein Schimpfwort auf den Förster ausgesprochen haben soll. Dieser verlangte die Zurüd nahme und da fie nicht erfolgte, gab er dem Gendarm eine Dhrfeige. Der Gendarm stand auf und ging ins Nebenzimmer. Inzwischen bing der Förster sein Gewehr um und setzte sich wieder an den Tisch. Der Gendarm tam zurüd. Vermittelungsversuche der übrigen Anwesenden wurden von beiden Theilen abgewiesen. Der Förster ging dann fort. Auf die weiteren Einzelheiten brauchen wir nicht einzugehen. Der Oberst nimmt als festgestellt an, daß der Gendarm die ihm zugefügte schimpfliche Beleidigung nicht auf der Stelle erwidert hat, und fährt nun fort: Derginft Londo Sullivan Sheeby t Don Limeric Cages entled Sheeby Sulliva miniter auf ing Barla Gine ergöhliche Beschönigung für die Kornzölle bat Rugen die Kreuzzeitung" ausfindig gemacht. Sie glaubt nachweiſenten in's s zu können, daß in den Ländern ohne Kornzoll die Getreide preise in den legten drei Monaten nicht in demselben Broyent fag gestiegen find wie in Deutschland. Wenn das wirklich zutrifft, so wäre es natürlich, denn in den deutschen Preisen der Kornzoll schon mit enthalten. Der natürliche Getreidepres stellt also hier von dem Gesamm'preis nur einen Bruchtheil dar gab. Er Infolge deffen tann auch bei einer Steigerung des natürlichenommen. Getreidepreises infolge einer ungünstigen Ernte das Prozent verhältniß der Steigerung zu dem Gesammtpreis nur ein ge ringeres fein; wenn beispielsweise der natürliche Preis 50 be trägt und der Preis influftve Konzoll 100, so wird bei eine ungünstigen Ernte mit einer Preiserhöhung um 50 M., bet Preis in den zollfreien Ländern von 50 auf 100 M. fteigen fich also verdoppeln, während er in den Ländern mit Korngol von 100 auf 150 m. steigt, sich also nur um 50 pt. erhöht Darum ist aber doch die Steigerung auf 150 M. weit düdende als diejenige auf 100 M. Das täglich erscheinende Blatt der Kartellbrüder, web ches in Berlin neu erscheinen soll, wird, wie das Deutfche Volksblatt" der Christlich Sozialen enthüllt, von Herrn Lud hardt verlegt werden. Dersebe beabsichtigt danach, deno wärts" in ein täglich erscheinendes Blatt umzuwandeln für ben vierteljährlichen Preis von 90 Pf.- Herr Ludhardt ist wahr scheinlich noch nicht pleite genug. Berhängniß über die Berführten burch bure Schule füber da fchmachvoll, daß man in Deutschland solch revolutionirende Worte ins Volf schleudern darf, indem man fich den Anschein giebt, vom politischen Parteistandpunkt zu sprechen." Sehr gut gebrüllt, Löwe! In unsere geliebte Muttersprache übertragen, heißt der obige Erguß einfech: Wer gegen die Anfichten der Regierung den Mund zu öffnen wagt, gehört ins Buchthaus. Der Arbeiter hat nichts zu thun, als Steuern zu bezahlen, den Mund zu halten und fi altersversorgen" zu laffen. Dann bat er das Himmelreich bere te im freien, geeinten Deutschland. Dder bedeutet es etwas Anderes, fatte, national liberale Klatschbase? ,, Es ist schmachvoll für den Soldaten, wenn er einen fol. then thm angethanen Schimpf auf fich figen läßt. Mochten Die Folgen sein, welche fte wollten, X. durfte fich unter feinen Umständen eine derartige schmähliche Behandlung ge fallen laffen, sondern mußte fie auf der Stelle und zwar mit ber Waffe erwidern. Wenn er in dem Wortwechsel zwischen B. und ihm in seinen Ausdrüden grob, beleidigend wurde, so mußte er fich auch auf die Folgen gefaßt machen, und mußte männlich dafür einstehen. Zur Beurtheilung dieses Schlaffen und weiblichen Benehmens ist ganz gleichgiltig, ob B. überhaupt den ganzen Skandal durch sein ungehöriges Bekritteln und tattloses Benehmen hervorgerufen hatte.' Ueber die Verhältnisse des süddeutschen Branntweinkonsums giebt der vorliegende Etatsentwurf nach der Beitschrift für Spiritusindustrie" nun auch beachtenswerthe Aufschlüsse. Die Voltszährung von 1885 ergab in runden Bahlen für Bayern eine Bevölterung von 5,4, von Württem berg von 2,0, für Baden 1,6 Mill. Einwohner. Da die süd deutschen Staaten mit 3 Litern pro Kopf der Bevölkerung ton tingentirt find, ergiebt fich für Bayern ein Kontingent von 16,2, für Württemberg von 9,0, für Baden von 4,8 Mill. Liter. Bei einem Steuersatz von 50 Pf. pro Liter würde dies einer Einnahme aus der Verbrauchsabgabe für Bayern von 8,1, für Württemberg von 3,0. für Baden von 2,4 Mill. Mart entsprechen, während der Voranschlag für 1889-90 nur an nimmt: Da wir keine anderen Belege über den Vorfall beftzen, als bas Rundschreiben des Obersten, so enthalten wir uns des Ur theils über das Verfahren der beiden betheiligten Personen. Die Darstellung des Obersten stüßt sich aunscheinend nur auf nicht eidiiche Vernehmungen des Gendarmen und des Försters. Nach des Obersten Anschauung hätte der Gendarm auf die Dhrfeige fofort des Seitengewehr blant ziehen und mit ihm auf den Förster einbauen müffen. Wenn dann der Förster in der Nothwehr mit seinem Gewehr den Gendarmen erfchoffen hätte, so starb dieser mit dem Bewußtsein, sich zwar ungefeßlich, aber nach den Wünschen seines hohen Vorgesezten mit foibatt scher Schneidigkeit benommen zu haben. für Bayern Einnahmen aus der Verbrauchsabaabe 5,6 Mid. Mart 1,35" bei 50 Pf. entsprechend einem Konsum von 11.2 MH. Liter 2,70 2,68 11. " " Dem vom 1 arte ber fri let ungefelt geben; er bo Abgeordneten als fein A agent, welch uzuftellen ha Ins Barlamen eingebändigt. Die Die Aufprüche unserer Kolonialschwärmer and Reich gestalten sich immer mannigfaltiger. Während bisher von der Forderung eines Darlehns" von 10 Millionen Rede war, kommt jezt die Köln. 3tg." und verlangt vom Reide die Aufstellung einer entsprechenden Polizeis und Kolonial truppe" zur Wiederherstellung der Macht des Sultans Sanfibar. Ob diese Forderung noch gestellt werden soll au Die a mehr gefonner fen, bie thr at fich in ein ein belauge dem Darlehn" von 10 Millionen, geht aus dem Artikel der Köln. 8tg." nicht bervor, dagegen erhellt aus dem Schluffe bes " Unterstügung des Sentrums rechnen. en sinb die Rolonie Ducer dichiebenen Rolonialminif Delfung des labe ertretende bag S fe, bisher Erfolg langen. the Die czechischen Schneidergesellen, welche, des Anarchis mus verdächtig, fich in Frankfurt a. M. aufhalten, werden be fanntlich in dem Bericht über die Verhängung des fleinen B M Te einen einjährig stbätigtei n geradezu Deren Gouver Bouverneur lagerungszustandes zur Rechtfertigung deffelben in Frankfurt a aufgeführt. Dazu bemerkt die Frantf. Btg.": bält man für gefährlich, warum weist man fte nicht aus? Als Ausländern fann man ihnen jederzeit den Laufpaß mit der einfachen Formel geben, daß fie fich läftig machen; dazu bedarf man gar nist ständig unbegründet, wenn man den Buzug von Ausländern erst der Vollmachten des Sozialistengefeges; deshalb it el voll einem Motiv der Erhaltung des Ausnahmezustandes macht. hat fi ein„ österreichischer Anarchist", haben fich wel de Anarchismus verdächtige ciechische Schneidergefellen" Monate Kopf der Bevölkerung, für Württemberg auf nur ca. 1,35, für ohne eine Gefahr für die Sicherheit und Ruhe der Stadt ju Wenn fünftig in der betreffenden Proving blutige Gefechte zwischen Gendarmen und Förstern stattfinden sollten, so wird Die Untersuchung zu prüfen haben, ob nicht das Rundschreiben des Gendarmerieobersten den Anlaß gegeben hat. " N Baden Württemberg 1,34 Es betrug also die veranschlagte Einnahme für Bayern nur 69 pet., für Württemberg nur 45 pCt., für Baden nur 56,3 pCt. der der Kontingentirung entsprechenden Einnahmen und es stellt sich der wirkliche Konsum statt der bei der Kontingentirung zu Grunde gelegten 3 Liter für Bayern auf nur ca. 2 Liter pro Baden auf nur ca. 1,7 Liter pro Kopf der Bevölkerung. Es jei alfo das den süddeutschen Staaten zugewiesene Kontingent Regenüber dem wütlichen Berbrauch, viel zu groß bemessen. Der Dienst des Gendarmen ist ein mühseliger, beschwer. licher und in hohem Maße verantwortlicher. Es ist nicht selten, daß er im Dienste, bei Verhaftungen u. dgl., der Gefahr aus gefeßt ift, thätliche Beleidigungen zu erfahren. Soll er dann fiets sofort blant ziehen und scharf dreinbauen? In unserer Bett, wo von Jahr zu Jabr, fast überall in deutschen Landen, wie die Statistit lehrt, die Bestrafungen wegen Körperverlegungen in erschreckender Weise zunehmen, haben die Polizeibeamten wahrlich alle Ursache, über sich zu wachen, auf daß fie fich nicht im Born zu gefeßwidrigen Ausschreitungen hinreißen laffen. Was soll aber daraus werden, wenn ihnen solche Belehrungen von ihren Vorgesezten zu Theil werden? Angesichts des Rundschreibens sollte der Herr Minister Herrfurth eine allgemeine Anweisung über die Pflichten der Gendarmen beim Waffengebrauch erlaffen und darin das den ein Wenn nun auch wie ja die Erfahrung gelehrt habe Theil der bayerischen Brennereien ihr Kontingent abbrennt und Lönnen, lang unter den Augen der Polizei in Frankfurt aufhalten tube so gut bier bestellt ist, wie man nut wünschen tann, werden, so beweist das boch nur, daß es um die Sicherheit un daß der fleine Belagerungszustand ist, was et vom ersten Tag an mar, eine überflüssige Maßregel." billigung mein fei, ur men Gouver tereffen zu e Der Ernen Die Steuer- und Wirthschaftsreformer", b. 1. di ben Ueberschuß der Produktion nach Westdeutschland ausführe, Agrarter, haben für ihre nächste Generalversammlung( im Februa alt und dara folgende Gegenstände der Verhandlung in Aussicht genommen 1) Der Mangel an Arbeitern und Gefinde in der Landwhith fchaft. 2) Der ländliche Grundbefis im Entwurfe eines bürger lichen Gesetzbuches, namentlich in Bezug auf seine Verschuldung 3) Die Stellung der Landwirthschaft zur Alters- und Invalide fo set dies doch nicht von den Brennereien Badens und Württembergs anzunehmen, welche bei ihren primitiven Anlagen au einem größeren als ihrem bisherigen Betriebe schwerlich be fäbigt wären. Es sei daher zu erwarten, daß von dem Kon tingent der süddeutschen Staaten ein Betrag von etwa 5 Mil lionen Liter nicht zur Erledigung komme, und es werde daher auch vermuthlich um diese Menge die Maffe 70er Spiritus, welche um den Konsum noch erforderlich sei, vermehrt werden, versicherung. so daß in der That ein Verbrauch an 70er Spiritus von min der Verbrauchsabgabe von Branntwein und der Reichstem bestens 31-32 Millionen Liter erforderlich sein werde, den die norbbeutschen Brenner einzuführen hoffen. Das fließt also in Die Taschen unserer Schnapsbarone! Die unliebfame Thatsache, daß tros der gewaltigen Steuerbewilligungen der lezten Jahre noch immer von einem Reichsdefizit, ja von einer wachsenden Reichsschuld die Rede ist, tralischen Debaten auf Mung gebra nennung etn Die Berfönlic Unter de eutet worden Rolonialm Infrage dem mäß den Einnahmeanschlägen aus den Böllen, der Tabati Wie bereits gemeldet, beträgt die Summe, welde g abgabe für die Einzelstaaten auf das Etatsjahr 1889/90 Bertheilung gelangen foll, 281 440 000 DR. Davon würden en fallen: auf Preußen rund 170,1 Millionen; auf Bayern 325; auf Sachsen 19,1; auf Württemberg 11,9; auf Baden 9,6; auf Beffen 5,7; auf Medienburg- Schwerin 3,4; auf Safe Weimar 1,8; auf Mecklenburg- Strelis 0,59; auf Dibenbu ohwalten genommen er einer! en ben f nfängt al gung fü mehr zu St Stetig wi den Kreifen Bellemmungen, und darauf ist wohl ein folgender, Sachsen- Altenburg 0,96; auf Sachsen Koburg und Botha 1,1; verursacht, wie das B. Tgbl" hervorhebt, auch den maßgeben 2,0; auf Braunschweig 2,2; auf Sachfen Meiningen 1,2; auf men, daß jetzt richtige, frisch überzogene Rissen unter seinem hatte also die Absicht hier, so zu sagen, einen elektrischen ihre Tochter gestorben ist, so habe sie es nicht mehr nöthig herrschen, auf einmal auszurotten; aber Paschenta hat mich ugretchen Baris migte bas Debatte batte # 9 Strom überall durchzuführen, um alle Vorurtheile, die hier Dich verwandtschaftlich zu behandeln; und weil Du Dich is um ihm ein Getränk zu machen, sagte Rasumichin, im Essen befiegt. Das, Brüderchen, hatte ich nicht erwartet, daß fie nicht mehr aufrecht zu halten für gut fandeft, so batte fit/ - Paschenta muß uns heute auch Himbersaft schicken, Ropfe lagen. und Trinken fortfahrend. Und wo soll sie denn Himbeersaft hernehmen? fragte Naftaßja, die Untertaffe auf den ausgefpreizten fünf Fingern haltend und den Thee durch ein Stüd Buder im Munde durchfiltrirend. Himbeersaft, meine Liebe, kauft sie im Laden. fo einem Winkel verkrochest und sogar den früheren Berlehr längerer Zeit hatte sie diese Abficht, aber der Wechfel that ben Einfall, Dich hinaus werfen zu laffen. Schon feit Raskolnikow schwieg, fuhr aber fort, ihn mit erregtem ihr leid, besonders da Du versichert hatteft, daß Dein wohl? zuvorkommend sein würde, ja! Was meinst Du Blid anzuschauen. Und wie noch! fuhr Rasumichin fort, ohne Ras. kolnikows Schweigen zu beachten und als ob er dessen Antjeder Beziehung! Mütterchen bezahlen würde.. sagen! deutlich. belsverträ ba, nimm ingeriffen. Rafumic aitom fab Der Wand u Dertibrt. Das war eine Gemeinheit von mir, so etwas Meine Mutter ist so arm, daß fie fell Siehst Du, Rodja, hier ist während Deiner Bewußtlofigs wort bekräftigen wollte, alles in schönster Ordnung, in beinahe betteln muß... ich log, damit man mich wohne laffen und füttern sollte, sagte Raskolnikom laut und Nun ja, das war ja ganz vernünftig. Die Sade feit eine ganze Geschichte pafsirt. Als Du damals auf solche spitbübische Weise bei mir durchbranntest, ohne mir Deine Wohnung zu nennen, war ich so wüthend, daß ich Dich aufzusuchen und zu bestrafen beschloß. Ich fing also und erfundigte mich nach Dir. Ja, der briugt was fertig! rief Nastaßja wieder, der diese Unterhaltung eine wahre Wonne verursachte. von hundertzwanzig Rubel, die wird lieber hungern, Au findet fich ein Gin ha in felbftmörbe Rich abgefeuer als ein erzeugte aber mide in berf Rachfenben to Der Lobestan Doch auch bie Blutung au Natur, Das war aber dumm von Dir, Bruder, daß Du ist nur die, daß sich da Herr Tschebarow, ein Hofrath und an, am gleichen Tage noch, Dich zu suchen, lief überall hin die Sache von Anfang an nicht anzufassen verstandeft. Mit gewiegter Geschäftsmann, eingestellt hat. Ohne ihn ham Deine jeßige Wohnung der mußte man anders verfahren. Das ist so zu sagen Paschenta nichts erdacht, sie ist ja so blöde; nun, ein Ge hatte ich vergessen, kannte sie übrigens auch gar nicht. ein ganz unberechenbarer Charakter! Doch vom Charakter schäftsmann aber, der ist nicht blöbe; er fragte alfo aleigh Aber wie konntest Du es nur so weit tommen ist Aussicht vorhanden, daß der Wechsel bezahlt wird? An den Fünf Eden, im Hause Charlamow. Ich suchte also laffen, daß fie sich unterstehen durfte, Dir fein Mittagessen wort: Ja, da ist ein gewiffes Mütterchen, mit einer Penfion lich herausstellte, daß das Haus gar nicht zu Charlamow verrückt, Wechsel zu unterschreiben! Ferner diese projektirte ihren Rodenta im Stich lassen, und dann ist auch noch e Nun und die frühere, von der wußte ich nur noch: bei immer nach einem Hause von Charlamow, bis es sich endspäter mehr zu schicken! Und dann, dieser Wechsel! Bist Du Schwesterchen da, die nöthigenfalls für den Bruder in die gehöre, sondern Buch. Wie man sich doch zuweilen irren fann! Ich war ganz verdrießlich und ging endlich auf's Uebrigens merke ich soeben, daß das eine delitate Angelegen Stlaverei gehen würde. Darauf wurde nun gerechnet. Gerathewohl in das Abreßbureau. Dente Dir, in zwei Minuten hatte sie Dich herausgefunden; Du bist bort angeschrieben. Ich weiß es. Heirath mit der verstorbenen Tochter. Ich weiß alles! heit ist und ich ein Esel bin; verzeihe also. Ach ja, was baß i Um da bruch nehmer Dorter Staat Broze gefül einiger Bett Francisco gel origen bes chenfchau Miele Behaup Unzen au e Roroner und man ift verloren. Sie hat/ lieg nur still. Ich habe, Brüderchen, jetzt alles herausbe bie Dummheitanbelangt, weißt Du, daß Praskowja Pawlowna kommen. Aber das kommt davon. wenn man ehrlich gar nicht so dumm ist, wie man auf den ersten Blick meinen gefühlvoll ist und alles ausplaubert fönnte, nicht? so ein Geschäftsmann nahme, daß es besser sei, das Gespräch zu unterhalten. natürlich, ohne sich zu geniren, hat die Forderung einge id mit fte, roe Coffelbe tran Bitten. Het Ja,... brachte Raskolnikow hervor, in der An- also dieses Wechselchen jenem Tschebarow übertragen und be Nicht wahr? rief Rafumichin, sichtbar erfreut, eine flagt. Nun hatte ich zwar, als ich das hörte, die Abfi Staßja tann's fogar bezeugen; mit Nikodim Fomisch habe Antwort erhalten zu haben; freilich, besonders gescheit auch ihm einen Streich zu spielen, da wir aber damals ich Bekanntschaft gemacht, Ilja Petrowitsch wurde mir ge ist sie auch nicht, wie? Ein ganz eigenthümlicher Charakter... gerade mit Paschenka sehr gut harmonirten, so begnügte i .. Vierzig hat sie doch mich, den Befehl zu ertheilen, daß diefe ganze Geschichte im auch die Krone des Ganzen Paschenta!... nicht wahr, ficher, fie fagt zwar nur sechsunddreißig. Uebrigens schwöre Reim erstidt werden müsse und verbürgte mich für die Also, nachdem ich nun hier den Ueberfall vollzogen hatte, nahm ich sofort Renntniß von Deinen Angelegenheiten. Alles, Brüderchen, weiß ich jetzt, alles; schau, Nazeigt, der Hausknecht, der Sekretär Sametow, und endlich Naftaßja?.... Er hat sie wirklich herum gekriegt, murmelte Na staßja spißbübisch lächelnd. Nun alfo, Brüderchen, um es kurz zu machen, ich ich begreife ihn selbst nicht recht hier habe i Man rief also Tschebarow, warf ihm zehn Rubel in be ich Dir, daß ich rein gar nichts begreife, trotzdem wir be- Sahlung. Hörst Du, ich habe mich für Dich verbürgt! reits ziemlich genau mit einander bekannt sind. Nun, alles das ist Unsinn. Sie hat nämlich gedacht, da Du nicht mehr Student bift, weder Lektionen noch Kleidung hast, und da Babe bes Be Dein Wort gentigt jest Rachen, nahm den Wechsel zurück, und die Ehre, ihn Dir vorzulegen, Deilen bat b Sim au perro Heber Don Bristol United", 3 pater nach Rapitän und ren. ön. 3 Anhalt 1,4; auf Schwarzburg- Sondershausen 0,44; auf ellung von Swarzburg- Rudolstadt 0,50; auf Walded 0.33; auf Reuß eftens eine 0,33; auf Reuß f. 2. 0,66; auf Schaumburg- Lippe Ste 22; auf£ ppe 0,74; auf Lübed 0,40; auf Bremen 0,99; auf fenbahnver bamburg 31 und auf Elfak- Lothringen 9,3 Mill. Mart. en- Verwal Die deutsch- oftafrikanische Gesellschaft, deren Helden überweisen. baten unseren Lesern zur Genüge bekannt find, macht sich Gange be offnung, mit vilfe der für die Kolonialpolitik gewonnenen bi Gelegen stagsabgeordneten vom Reiche sehn Millionen Mark zu wirtfamen halten und zwar unter dem Titel eines Dorlebens, das mit en Urfach Brozent Mitteln persinst werden soll. Ein Parlament, das die Intereffen boten, bieliti so pouffitt, wie der jetzige Hurrah- Reichstag, der mit en mußten. llen Händen den Krautjunkern und Schlotbaronen auf Kosten bt es fein breiten Maff n des Volkes milde Gaben spendet, wird Fung neu i auch diese 10 Millionen bewilligen. Fit doch die deutsch olafiitanische Gesellschaft eine tapitalistische Gründung, die nur nachweisen nten in's Leben gerufen worden ist. nahmen bat e Getreide n Projent Das wirklich Preifen if Betretdepreis uchtheil dar natürlichen 3 Prozent ur ein ge Breis 50 be b bei einer 50 M., bet M. Steigen it Rornsoll St. erhöht t brüdenda brüder, wel Deutsche Herrn Lud Großbritannien. London, 28. November. Der irische Polizei Agent Sullivan war es, der gestern dem trischen Abgeordneten Sheehy im Parlamentsgebäude eine gerichtliche Vorladung bergab. Er war erst gestern Morgen ron Dublin in London gelommen. In einem Kaffeehause batte er sich mit Kollegen Don Limerid berathen, wie er sich wohl am besten seines Auf tages entledigen fönne. Diese Kollegen waren der Meinung, el Sullivan ftellte sich deshalb von Mittag an vor West minſter ins Parlamentsgebäude und ließ Sheehy heraufrufen. Dem Vor über die kommerzielle Lage Frankreichs eröffnen. Der Handels, minister erwiderte, die Regierung werde dem Parlament zu geeigneter Zeit alle erforderlichen Schriftstücke unter. breiten. Paris, 30. November. Bei dem heute Vormittag zwischen Deroulede und Reinach stattgehabten Pistolenduell fand ein zweimaliger Rugelwechsel statt; verwundet wurde feiner der Duellanten. Belgien. Brüffel, 28. November. Jm ganzen Centre finden Meetings statt, zu denen blos Arbeiter zugelaffen werden. In ver schiedenen Bersammlungen ist beschlossen worden, Anfangs nächster Woche gleichzeitig mit dem viertägigen efte SaintBarbe( Barbara) die Arbeit einzustellen. In den Gruben von Mariemont ist heute die Arbeit beinahe vollständig wieder aufgenommen worden, dagegen ist der Streit in den vier Gruben von Basloup, wie mir ein Augenzeuge erzählt, fast allgemein. Diese Gruben beschäftigen im ganzen über 2000 Arbeiter. In Morlanwely, Haine St. Pierre und anderen Orten ziehen Trupps durch die Straßen, welche die Marseillaise", die" Car magnole" und das Lieb„ En grève" fingen. Eine Truppe von etwa 1000 Mann durchzog heute die Gemeinde Morlanwely, La Louvière und einige Nachbarorte; an ihrer Spize marschirten zwei in rothe Nöde gekleidete Männer. Im Borinage machen sich auch Streit Versuche bemerl bat, boch ist die Ruhe bisher nirgends gestört worden. Die ganze Bewegung ist von den Anhängern Defuiffeaux's ge macht, die im Centre fehr start sind und jetzt, da fie in der legten Belt sehr scharf verfolgt werden, eine äußerste An strengung zu machen scheinen. Der Vooruit", das Genter Organ der Arbeiterpartei, wendet sich gegen diese revolutionären Versuche, indem er die Rädelsführer als Charlatane und ver fehlte Meffiaffe bezeichnet und fragt, ab man die Massakres von 1886, wo die Truppen rücfichtslos einschritten, erneuern wolle. Das Versprechen französischer Hilfe, mit dem die An vom Unterbause eingefeßten Untersuchungsausschuffe er lärte der trische Polizeimann, daß er sehr wohl wiffe, es let ungefeßlich, im Parlament Verhaftungsbefehle zu über geben; er habe aber nicht geglaubt, daß fich das Vorrecht der Abgeordneten auch auf Vorladungen beziehe. Leichtere Arbeit lein Kollege Sullivan hatte ein anderer Polizei gent, welche dem Abgeordneten Finucane eine Borladung den Bons Barlament erwischt und so wurde ihm der Gerichtsbefehl auguftellen hatte. Finucane wurde gerade bei seinem Eintritt folg haben. celn für ben ot ist wah er an du bisher Cillionen t vom Reide eingebändigt. wiffermaßen eine Ehrenpforte für die in sein Geschäftslokal tretenden Gäste. Gewaltig groß war daher sein Schmerz, als er eines Morgens bemerkte, daß einer seiner Lieblingsbäume arg verstümmelt war und dieselbe Unthat sich einige Tage später auch bei dem andern Baume fich wiederholte. Nun legte er fich auf die Lauer und war so glücklich, den Angeklagten gerade in dem Augenblick zu ertappen, als er nochmals Hand an die Dleanderbäume legen wollte. Die natürliche Folge davon war, daß man ihm auch die beiden früheren Afte des Vandalismus zur Last legte. Er ftritt zwar, wurde jedoch vollständig überführt und es wurde festgestellt, daß der Angeklagte lediglich deshalb diese Rohheit ausgeführt hat, weil thm von dem Befizer der Oleanderbäume wider seinen Wunsch gekündigt worden war und er deshalb Rache nehmen wollte. Der Gerichtshof verurtheilte ihn wegen Sachbeschädigung zu 40 M. Geldbuße event. 8 Tagen Gefängniß. Ein Perlenkollier von seltener Schönheit und großem Werth hat Anlaß zu einer Privatlage gegeben, welche die Frau hänger Defuiffeaur's in den Meetings großthun, fei trügerisch feien und mit denselben irgend etwas Conderbare feit und verlogen; man möge doch nicht das Spiel der Regierung spielen. Es muß fich bald zeigen, ob diese Abmahnungen ErCharleroi, 30. November. Die Gruben in Marie. mont und Bascoup find wieder in Betrieb; der Streit gilt als beendet. Afrika. Sansibar, 29. November. Der deutsche und der eng mehr gefonnen, fich vom Mutterlande Gouverneure bestellen zu Die australischen Rolonien find fernerhin nicht offen, die ihnen nicht genehm find, und die englische Regierung lische Admiral erließen heute eine gemeinschaftliche Broklamation Mein belaugeben. Sir Henry Blake war zum Gouverneur der über den Beginn der Blokade der festländischen Küstenbestzungen Rolonie Queensland ernannt worden, die dagegen lebhaften und des Sultans von Sansibar im Namen des letteren. Gestern chiebenen Einspruch erhob. Auf das Ersuchen des britischen hat der deutsche Geschwaderchef die Aufständischen, welche fich Lolonialministers Lord Knutsford, die Gründe für die Burück. in Windi, einem Dorfe südlich von Bagamoyo, wieder ge fung des neuernannten Gouverneurs arzugeben, theilte der sammelt hatten, von dort verjagt und das Dorf zerstört, wobei ein Matrose leicht verwundet wurde. vertretende Gouverneur der Kolonie, Sir Arthur Palmer, mit, daß Sir Henry Blale, so viel man in Australien fe, bisher noch teine Kolonie selbstständig mit Umficht ad Kolonial Sultans von en foll aufer Artikel be Schluffe bes ngen auf die es Ananbis be werden Meinen B antfurt a. Sält man e Ausländern achen Formel an gar nift usländern Endes macht Ten Monate wel bes alten lönnen, Der Stadt ju ich rbeit un en tann, un Fersten Tage b. ble ( Im Februa eines bürger labe langen. fine leicht verbundet Gerichts- Zeitung. Ein heftiger Zusammenstoß zwischen einem Feuerwehr wagen und einer Droschte hat dem Droschkentutscher Hermann Minnow eine Anllage wegen fahrlässiger Körperverlegung zuge zogen. Am 25. Juli fuhr aus dem Feuerwehrdepot der Köpe unter lautem Klingeln in die Neanderstraße ein. Dret der Feuerwehrwagen fuhren unmittelbar hinter einander, der vierte Neanderstraße hatte der Angeklagte beim Herannahen der Feuer still gehalten, als aber die brei ersten Wagen vorüber waren, glaubte er schnell die andere Serte des Straßendamms Erfolg geleitet, die Kolonie aber das Recht einen Gouverneur von erprobten Fähigkeiten zu Blake's Erfahrung beschränke fich auf einjährige Amtsverwaltung in Neufundland; seine frühere stbättafeit tönne um so weniger in Betracht kommen, da ste geradezu als ungeeignet für einen wichtigeren und bedeuten Beren Gouverneursposten erscheinen laffe. Der stellvertretende niderfstraße ein aus 4 Wagen bestehender Bug aus und bog Bouverneur wies in seiner Antwort ferner darauf hin, daß die billigung der Ernennung Blake's in Queensland ganz all mein fet, und daß man es dort für nicht angebracht halte, aber folgte erft in einem Abstand von einigen Wagenlängen. In der inen Gouverneur nur mit Rücksicht auf die Wahrung der Reichs tereffen zu ernennen; die Kolonie zahle dem Gouverneur Ge Der Ernennung zuvor eingeholt werden müsse. Die übrigen erreichen zu können und schob deshalb zwischen den beiden Mung gebrachten Anschauungen durchweg angeschlossen und talischen Kolonien haben sich diesen von Queensland zur debarten auf der Forderung, daß man fle vor endgiltiger Er alt und daraus folge selbstverständlich, daß ihre Zustimmung nennung bie Deutet eines Gouverneurs vertraulich befrage, ob ihnen Persönlichkeit des neuen Verwaltungsbeamten genehm e. Unter der hand ist dann schließlich Sir Henry Blake be genommen Landwith Berichuldung Invalide welde g Labatsfie Reiche templ 1889/90 würden ents 325; Bayern Baden 9,6; auf Sachfen of Dibenbu gen 1,2; auf Botha 1,1; mehr nöthig peren Bertebr worden, auf die Stelle zu verzichten, und gestern fonnte Kolonialminister Lord Knutsford auf eine an ihn gerichtete Anfrage dem Oberhause mittheilen, daß die Regierung unter of waltenden Umständen" das Entlaffungsgefuch Blate's genommen habe. Lord Derby lobte darauf den Minister, en den fte aus irgend einer Ursache ein Vorurtheil habe. n fängt allmälig in England an zu begreifen, daß sich die gung für Selbstverwaltung in den australischen Kolonien mehr zurückstauen läßt, zumal da dort die Frländer, deren tetig wächst, wie in den Vereinigten Staaten einen höchst ugretchen politischen Faktor bilden. 31 Frankreich. Baris, 29. November. Die Deputirtenkammer ge minte vas Budget des Handelsministeriums. Im Laufe der Debatte hatte Hanotaur mit Rüdficht auf die Erneuerung der Dumbelsverträge beantragt, die Regierung möge eine Enquete I Du Dich in fo batte fie Schon feit Wechfel that daß Dein fo etwas paß fie fel mich wohne laut und Die Sache Hofrath und e ihn hätt ba, nimm ihn, er ist auch, wie sich's gehört, von mir geriffen. berührt. legten Wagen hindurch. In demselben Augenblid lam aber auch das legte Gefährt der Feuerwehr herangesauft, die Deichsel faßte das Hinterrad der Droschte und es gab einen so heftigen Bufammenprall, daß der Reiter des Feuerwehrgespanns mit fammt seinem Pferde zu Falle tam. Das Pferd hatte fich den Brustkasten weit aufgeriffen und der Reiter so schwere Ver wundungen davon getragen, daß er sofort nach Hause befördert werden mußte und fast zwei Monate lang arbeitsunfähig war. Mit dem Staatsanwalt erachtete der Gerichtshof den Ange flagten für den Unfall allein verantwortlich, weil es eine Toukühnheit sei, zwischen zwei im vollen Laufe befind lichen Feuerwehrwagen noch hindurch fahren zu wollen und außerdem schon an und für fich jeder Kutscher verpflichtet ist, außerdem schon an und für sich jeder Rutscher verpflichtet ist, beim Herannahen der Feuerwehr so lange still au halten, bis dieselbe vorüber ist. Mit Rücksicht auf die schweren Folgen, welche die Tollkühnheit des Angeklagten gehabt hat, verurtheilte der Gerichtshof denselben zu 14 Tagen Gefängniß. Wegen einer recht boshaften Rache wurde gestern der Handelsmann Hermann Schulz vor der 6. Straflammer des Landgerichts I zur Verantwortung gezogen. Der Schankwirth Bieberich, in deffen Haufe der Angeklagte wohnte, war der glück liche Befizer zweier prachivoller Oleanderbäume, welche er wie seinen Augapfel hütete und deren Entwickelung seine höchfte Rentiere E. Schröder gestern vor die Schranken des hiesigen Schöffen gerichts führte. Die Angeklagte hatte in dem altrenommirten, ſett länger als 30 Jahren bestehenden Geschäft der Hofjuweliere Leonhard u. Fiegel ein dreisträniges Perlentollier als Gefchent für ihre Tochter gekauft und dafür die Summe von 12 000 m. bezahlt. Die Perlen waren aber auch von seltener Schönheit, Gleichheit und Tadellosigkeit. Im Frühjahr d. J. brachte die Angeklagte dies foftbare Rollier wieder zu den Juwelieren, mit dem Auftrage, die Perlen auf neue Seidenschnüre zu ziehen und der innen liegenden Schnur noch eine Perle hinzuzufügen. Die Arbeit wurde unter Beobachtung der gewöhnlichen Bor fichtsmaßregeln ausgeführt und das Stollter der Bestellerin wieder abgeliefert. Bald Darauf traf aber von der Iegteren ein Brief an die Firma ein, in welcher Frau Schröder unter allerlei Flosteln Andeutungen machte, daß bas Kollier plöglich ein ganz anderes Aussehen erhalten habe, die Perlen nicht mehr von jener entzückenden Gleichmäßigkeit nommen sein müßte. Die Empfänger dieses Briefes verwahrten fich sofort mit aller Entschiedenheit gegen den schweren Vors wurf, welcher in diesen Beilen lag und legten umständlichst alle Borfichtsmaßregeln flar, welche bei Reparaturen an so tofibaren Stüden beobachtet werden und jede Verwechselung und Unters schiebung absnlut unmöglich machen. Frau Sch. blieb aber in einem zweiten Schreiben dabet, daß die Perlen minderwerthig geworden seien, und fte deutete ziemlich unverblümt an, daß dieselben ausgetauscht sein müßten. Das ging den Herren L. u. F. doch über den Spaß und zur Aufrechterhaltung ihrer geschäftlichen Ehre sahen fie fich in der Nothlage, gegen Frau Schr. die Privatllage anzuftrengen. Ir ber gestrigen Audienz echielten fie reichlich Gelegenheit, durch Vorführung der mit der Reparatur des Schmudes betraut ges wefenen Arbetter, die theilweise schon mehrere Dezennten im Geschäft thätig find, unwiderleglich festzustellen, daß die Reparatur unter schärffter Kontrole vorgenommen worden und der Bestellerin dieselben Perlen wieder zugelommen find, welche fte eingeliefert hat. Troßdem die Angeklagte dies auch im Termin noch an zweifelte, waren die Kläger großmüthig genug, von einer Bee ftrafung der Dame schließlich abzusehen und fich mit einer pros tokollarischen Erklärung derselben zu begnügen. Vereine and d Verfammlungen. Die am 31. Oktober tagende öffentliche Versammlung der Maler, Lachirer, Anstreicher und verwandten Berufsgenossen in Bettin's Lokal, Brunnenstr. 34, wurde, als Herr Schweizer äußerte: Die Jnnungen tönnen schwarze Listen vertheilen, fie petitioniren beim Reichstag und werden nicht als politischer Verein aufgelöst. Doch wenn wir dieses thun, werden -- Bei diesen unsere Vereine sofort als politische Vereine Worten löfte der überwachende Beamte die Versammlung auf Grund des§ 9 des Sozialistengefeßes auf. Gegen diese Auf Lösung legte der Vorfißende der Versammlung, Herr Wentker Beschwerde ein und erhielt folgende Antwort: Em Wohlge boren erwidere ich auf die Beschwerde ergebenst, daß ich die auf Grund des§ 9 des Reichsgesetzes vom 21. Oftober 1878 erfolgte Auflösung der am 31. v. M. abgehaltenen öffentlichen Versamm lung der Maler und Berufsgenoffen nicht für ungerechtfertigt zu erachten vermag, da sowohl in dem Vortrag als auch in dem Schlußwort des Referenten die Voraussetzungen des genannten Gefeßes Paragraphen zu Tage treten. Der Polizeipräsident. von Richthofen. Der Varquettbodenleger- Verein hielt am Montax, ben 26. b. M., bei Jordans, Neue Grünftr. 28, eine General versammlung ab. Erster Punkt der Tagesordnung war: Vier teljahresabrechnung von den Monaten August, September, Difo ber. Einnahme 83,65 M.; dazu Bestand vom vorhergehenden Verteljahr 40,35 M., zufammen 124 M., Ausgabe 14,65 M., bleibt Bestand 109,35 M. 2. Innere Vereineangelegenheit. Herr E. W.( Mitglied) nahm die Beschuldigung, welche er am 6. b. M. im Lotal Sch., Hollmannstr. 14, gegen den Vorstand Freude bildele. Ste standen vor seiner Thür und bildeten ge fich erlaubt hat, in der Form zurüd, wie er fie gebraucht hat. aur Zeit des Unglücs teine anderen Fahrzeuge in der Nähe. Plöglich ertönte ein furchtbarer Knall. Der am Ufer stehende Boltzift wurde durch ein Bretterstück zur Erde geschleudert; als er fich aufrichtete, stand das ganze Schiff im Feuer. Die Flammen schlugen 60 Fuß boch. Jedes Fenster des in der laitom fab ihn an, sagte kein Wort und drehte fich nach Rafumichin legte den Leihbrief auf den Tisch. Ras. Band um. Rasumichin fühlte sich dadurch unangenehm Räbe liegenden allgemeinen Krankenhauses wurde durch die tol( Fortsetzung folgt.) 20 Aus Kunst und Leben. Sin harter Schädel. Im Krankenhause zu Stettin be inbet fob ein Raufmann aus dem naheliegenden Grabow, der felbitmörderischer Abficht 5 Revolverschüffe ohne Erfolg auf Fd abgefeuert hat. Die erste Kugel blieb in der Stirne stecken, eraeugte aber nicht einmal Bewußtlosigkeit, so daß der Lebens mbe in berfelben Richtung unmittelbar darauf noch zwei Kugeln Radjenben fonnte, die indeß beide abprallten. Hierauf richtete Der Lobestandidat die Waffe gegen den Buls der linken Hand, bo auch hier brachten zwei weitere Schüffe nichts als eine starte Blutung zu Wege. Sämmtliche Verwundungen find so leichter Natur, daß ihre Heilung nicht viel mehr als eine Woche in An mun, ein Ge te alfo gleid wird? Ant einer Penfion ungern, al auch noch e Bruder in bie gerechnet. les herausbe n ehrlich un tommt bann ren. Sie hat agen und be berung einge die Abfi foruch nehmen wird. Explofton zertrümmert. Die Kranken des Hospitals ergriff eine förmliche Banit und eine Beit lang schien es, als ob das Ge bäude selbst in Gefahr schwebe. Bum Glüd drehte fich der Wind nach Westen, sonst würde außer dem Hospital noch eine Delfabrit ein Raub der Flammen geworden sein. Den An firengungen der Feuerwehr und Polizei gelang es, die umlie genden Gebäude zu retten; das Schiff felbit aber brannte völlig aus. Der Matrose Menier wurde ins Waffer geschleudert und die Leichen des Kapitäne Cartwright, des Steuermanns und des Schiffsjungen wurden gänzlich verkohlt im Schiffsrumpfe aufgefunden. Der Schiffsjunge spielte gerade Harmonifa, als die Explofton erfolgte. Das wig Weibliche". Ueber einen seltsamen Eisen bahnbiebstahl berichtet man aus Rußland: Dieser Tage fuhren die Söhne des ruffischen Kaufmanns Ch. aus der Krim in einem Eisenbahnwagen erster Klaffe von Brest nach Moskau. Die jungen Leute, welche mehrere tausend Rubel bei fich trugen, machten während der Fahrt die Bekanntschaft ameier allein reisender, höchft feingekleideter und sehr vornehm auftretender junger Damen, die in Baranowice den Bug bestiegen und den. felben Wagen nahmen. Die Damen bezeichneten Mostau als ihr Reifestel. Infolge der eintönigen Fahrt war fehr bald eine lebhafte Unterredung im Gange; die Herren boten den Damen schließlich Wein an und nahmen darauf von den Damen Bigarren entgegen, welche in Hamburg getauft sein sollten. Kaum hatten aber die Herren einige Büge aus den Bigarren nach einigen Stunden erwachten, um dann zu ihrem Schreden Um das Gehirn eines Mörders wird, wie die New Porter Staatsstg." berichtet, gegenwärtig in Kalifornien ein rozeß geführt. Ein gewiffer Alerander Goldenfon ist vor niger Beit wegen Ermordung der tieinen Mamie Kelly in San Francisco gebängt worden. Die Vertheidigung und die Anges origen des Mörders behaupten, er set wahnsinnig. Als die Benfchau vorgenommen wurde, soll der städtische Arzt, um Behauptung zu unterstüßen, das Gewicht des Gehirns um Unzen zu niedrig angegeben haben. Daraufhin weigerten fich gethan, so verfielen fie in einen tiefen Schlaf, aus dem fte erst mitt fle, wenn noch irgend Jemand zu beweisen versuche, daß wahrzunehmen, daß die Damen verschwunden waren und mit Roroner und der Sheriff. das Gehirn heraus zu geben, Witten. Neg lagen die Eltern des Hingerichteten auf Heraus elbe trant gewesen, einen Beweis vom Gegentheil in Händen ihnen die gefüllten Brieftaschen der Betäubten. Uebrigens find be bes Bebirns und auf 100 Dollars Schadenersatz. Einst vorgekommen. Deilen bat der Richter Burke den Sheriff angewiesen, das Ge Sim au verwahren, bis der Fall entschieden ist. aber bamals obegnügte i Gefchichte im mich für bie ich verbürgt! Rubel in be hier habe i st genügt je Rapitän in stußlang in lester Beit mehrere solcher Eisenbahndiebstähle Aus dem Auffahhefte einer höheren Tochter. Der Teich ist eine Wafferlandschaft, worin viele Thiere .. Don Bristol am 20. b. M. wird jezt gemeldet: Das Schiff jedoch effen, so muß man ihn Teig schreiben." Ueber die Explosion des Naphtaschiffes im Hafen leben, und auch Menschen, welche darin baden. Will man ihn water nach London fabren und es befanden sich deshalb der und die Mannschaft auf demselben. Zum Glück waren Jm Intereffe des Vereins sah fich der Vorstand geröibigt, die auswärtigen Kollegen, welche auf dem Nenbau Kaiser Wilhelm und Münzstraßen Ede arbeiten, zur Versammlung einzuladen, um einen flaren Beweis über ihre Preise zu erhalten. Selbige Kollegen gaben an, daß fie aus Rastadt in Baden, aus der Fabrit von Leopold geschickt worden feien, daß fte 1,20 M. für Stab wie auch für Parquetboden pro Qu. Meter erhalten und die Reise vergütigt bekommen. Seitens des Vereins wurde ihnen nun llar gelegt, wie die Preise in Berlin gezahlt werden, über haupt, daß ihr Preis 20-25 pCt. unter dem Berliner stebe. Hiermit wurden die Kollegen ersucht, den Preis so viel als mög lich hoch zu halten und nicht denselben hier herunter zu drücken, denn hier ginge das Geschäft saisonweise und muß fich der Ar beiter seine Straft so theuer als möglich bezahlen laffen. Jene Kollegen waren hiermit auch einverstanden und gaben die Ver ficherung ab, daß fie fich für das nächste Mal beffer vorsehen wollen, denn eine Preisreduzirung wollen fie durchaus nicht herbeiführen. Der Vorfigende sowie auch mehrere Redner er fuchten die Mitglieder, für den Verein zu agitiren, die Kollegen, welche dem Verein fern stehen, zu ermuntern, demselben beizu treten, und dann vereinigt den Fabritanten, hauptsächlich den Agenten die Spize bieten zu können. Der Arbeitsnachweis be findet fich Hollmannstr. 14 bei Herrn Schubert. Das Vergnü gungsfomitee macht noch bekannt, daß die Weihnachtsbescheerung am 27. Dezember, also am dritten Feiertag und nicht am ersten Feiertag stattfindet. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Lackirer aller Branchen hielt am 26. November seine regel mäßige Mitgliederversammlung ab. Bum Bunft 1: 3wed und Biel des Vereins, nahm Kollege Schüßler das Wort. Dierauf verlas der Vorfigende ein vom Magistrat gesandtes Formular, monach verschiedene Fragen über die Verhältniffe im Ladirergewert beantwortet werden sollen. Alsdann wurde der Vorstand beauftragt, die Fragen aufzustellen und fie in der nächsten Versammlung vorzulegen. Ferner wurde bekannt ge macht, daß der neue§ 5 des Statuts die Genehmigung er halten habe und daffelbe zur Ausgabe gelangen wird. Es wurden die Kollegen noch aufgefordert, recht zahlreich zu dem am Sonnabend, den 1. Dezember, in Weid's Salon, Alexander straße 31, stattfindenden Kränzchen zu erscheinen. Billets fird beim Vorstand zu haben und im Arbeitsnachweisbureau, Bref lauerstr. 27 bei Tempel. Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38, Sonntag, den 2. Dezember, Vorm. 10 Uhr, Vertrag des Herrn E. Vogt herr über: ,, Chriftlicher und vorchristlicher Geisterglaube Damen und Herren als Gäste willkommen. Theater. Sonnabend, den 1. Dezember. Opernhaus. Die Quizom's. Sauspielhaus. Geschloffen. Wallner- Cheater. Madame Bonivard. Bor ber: Der dritte Ropf. Leffing- Cheater. Nora. Beutsches Cheater. Die Jüdin von Toledo. Friesbrid- Wilhelmstädtisches Cheater. Die Fledermaus. Wiktoria- Cheater. Die Reise in die Pyres näen. Reben- Cheater. Abbé Constantin. Sellsalliance- Cheater. Der Rattenfänger von Hameln. Volks- Theater. Die sieben Todsünden der Berliner. Königtädtisches Theater. Die schwarze Dame. Central- Cheater. Schmetterlinge. Abolf Gruft- Cheater. Die drei Grazien. Baufmann's Variété. Spezialitäten- Vor tellung. Spezialitäten Bor Concerbia- Cheater. ftellung. Cheater er Reichshallen: Spezialitäten Borstellung. Walhalla. Spezialitäten Vorstellung. American- Theater. Wallnertheaterstrasse Nr. 15. Berliner Schönheits- Konkurrenz. Die Tableaur werden von in Berlin ge borenen Schönheiten dargestellt. Erstes Bild: Aschenbrödel nach F. Hiddemann: Frl. Martha Kögel. 8weites Bild: Unter Rosen nach P. Thumann: Frl.*. Drittes Bild: Hoffnung nach C. v. Bodenhausen: Frl.**. Biertes Bild: Das Waffer nach 3. Graf: Frl.***. Fünftes Bild: Lachenber Simmel nach Raphael: Fräul. Elise Elsner und die übrigen vier Damen.( Die mit****** bezeichneten Damen wünschen ungenannt zu bleiben.) Neu!! Alpenveilchen- Cerzeit. Auftr. des Schattenfilhouettisten Oskar Alberti, des urkomischen Bendix und Neumann Bliemchen". Anfang 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billet Borverlauf ohne Aufgels im In validenbank" und Vormittags von 11-1 lb an ber Theatertaffe. Kunze's [ 80 Berliner Theater. Sonnabend, ben 1. Dezember: Eva. ( Eva: Hedwig Niemann.) Anfang 7 Uhr. Sonntag, den 2. Dezember: Eva. ( Eva: Hedwig Niemann.) Anfang 7 Uhr. Montag, den 3. Dezember: Uriel Arofta. -Anfang 7 Ubr. Cirkus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Ede Karlstraße. ( Im früberen Birtus Krembser.) Der Cirkus ist gut geheizt und gegen Jug geschütt. Sonnabend, den 1. Dezember, Abends 7 Uhr: Große Gala- Vorstellung Aus dem mit besonderer Sorgfalt gewählten Programm find hervorzuheben: Borführung der einzig in der Dreffur dastehenden 12 Rapphengste durch Dir. Schumann. Auftreten der Villons- Troupe und der fleinen 2jähr. Velozi pediftin Saidy. 4fache Fahrschule, geritten von Geschw. Schumann. Doppel Jodeys Mr. Joë Hodaini u. Victor Bedini. Saltomortal- Reiter Mr. Frar cont. Reitkünstlerin Miß Adele. Schul pferd Herz, ger. von Herrn Ernst. Grand pas de deux gracieux. Der mechanische Eiel, tomi sches Entree der Clowns Dlschansty u. Mathews. Bum Schluß der Vorstellung: Die Jagd bei Bolton. Ballet- Einlage: Der Jägertanz. c. 2c. Sonntag, den 2. Dezember 1888: Bwei große Extra- Boritellungen. Nachmittags 4 und Abends 73 Uhr. Nachmittags ein Kind frei. Concert- Hallen, Alexanderplatz( Grand Hotel). Pallage 1 Er. 9 M. 10 A. Kaiser- Panorama. I. Reise durch Afrika. Reunion, Teneriffa, Dauritius. Ausgrabung von Pompejt. Botsdam und der Trauerzug Friedrichs. atfer Entree& Cycl. 20 Bf., Rind mur 10 Bf. Abonn. Nestaurant Don F. Mitan, Ead d Wienerstr. 31, vis- a- vis vom Görliher Bahnhof. Vollständig renovirt, vorzügliches Weiß- und Bairischbier, Speisen in bekannter Güte. 814 Eigene Fabrikation von Damen- Mänteln Warwar& Leiser, Rosenthalerstrasse Nr. 1617, empfehlen zur Winter- Saison. . 2 765 Jaquets allergrößte Auswahl in den modernsten Facons, Farben und schneidigem Sih, von 8 M. an, bis zu den hochelegantesten Ausführungen. Winter- Paletots in guter Qualität, glatt und gemustert, von 15 M. an, bis zu den nur denkbar besten Qualitäten. Winter- Dollmans, Havelocks, Visites in den aller neuesten Schnitten und Facons in Wolle, Seide, Plüschen u. Brocates in größter Auswahl zu sehr billigen Preisen am Lager. Allergrösste Neuheit Façons Louvre de Paris, für jede Dame ganz entschieden in auße.ordentlich kleid Tamer Façon. Wattirte Räder, schon von 9 M. an bis zu den aller feinsten Qualitäten. Anschliessende Räder, eines der beliebtesten Frauen- Façons, die wir den geehrten Damen in größter Auswahl bieten tönnen. Streng reelle Bedienung.- Feste Preise. Anerkannt billigste und beste Bezugsquelle für Damen- und Mädchen- Mäntel 72. Jägerstrasse 72. Hochelegante Winter- Damenmäntel von 10-20 Mark, Winterjaquetts von Mark an. Rege mäntel, Bandagen- sowie Doimanfaçon in fear billigen Preisen. Prinzip: Großer Umfak kleiner Nuhen. Täglich gröffnet, ach Sonntags. 72. Jägerstrasse 72. Damen- und 1092 6. Am Ralgab Das baushaltse Spezialeta find. Beim Intauf vo Bibliother wegen de werden m Mädchen- Mäntelfabrik Größte Auswahl in allen denkbaren Facons Allerbillige Preise. und Stoffen. folle, um Drud eine Abg Hanben u und ft Dor einige aufzufeßen ber Maue bas ne auch von bahin mi reichen G Lamente, 1333 Freunden und Bekannten, sowie einer wertben Oranienstr. 29, Ecke Adalbertstr Nachbarschaft empfehle mein [ 726 Weiß- und Bairisch- Bierlokal, Vahenhofer u. helles Bairisa, ff. Weißbier. W. Richter Adalbertstr. 23, Ede Waldemarßr. sid nail he Waldemar Grosse Concert and Vorstellung. Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Täglich: Ww Trumpf, Ostbahn 4. 1333] Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntags 50 Bf. Weiß- und Fairischbier- Lokal. Gustav Kunze. 1401] d. sigal Puppen. Betten 12 Mk in andere Amerifa einen groß mit großer Durch Be aber in Berle mü Jabre erg parjam g neuen Rat Staat Bibliothet bellagens würde fich In welchen theblich Defelben i Reichstag Deim fer auch eine infen h Lönnen, befeitigt f Raum ba Jahrzehnt Der Oberbett, Unterbett, 2 Kissen, mit nur gereinigten neuen Federn, bei Gustav Lustig, Prinzenstrasse 43, part Gestrickte Damen- und Herren- Westen, Trico t- Tailen, Kleidchen, Anzüge etc. Normal- Unterkleider. Haltestelle der Pferdeeisenbahn: 27. Chauffeestraße 27, der Keffelstraße gegenüber. 160500 1307] Corallen. molian du C. v. d. Werdt, sid tun M. Greifenhagen. Granaten. 580 Gold- und Silberwaaren- Fabrikgeschäft, 1 Treppe 66. Oranienstraße 66, 1 Treppe, zwischen Kommandantenstraße und Morigplay. Third Einzelverkauf zu Fabrik- resp. Engrospreisen. Maffio goldene Ringe von M. 4,50 an Echte Corallenbroschen von M. 1,50 an Trauringe( 1 Dukaten). Mark 11, H ( 2 Dukaten). Goldene Broschen Golddouble Ketten auf Silber. Corallenarmbänder 21,-Golddoublé. Armbänder 2,40 " n " • von M. 5,- an auf Silber. " " 4,50" Golddoublébroschen auf 6,50 Silber " 3,-" " " Goldene Ohrringe " n 2,-n Damen und Herren Simili- Ohrringe i. Gold Medaillons( Golds gefaßt. " " 3,-" Ete Corallentetten doublé auf Silber) Telephon 9356/ 1X. 4,50 " " H " 3," Ferner größte Auswahl goldener Herren- u. Damsnketten, Armbänder, Shlipsnadeln. Granat- u. Silbersachen jeden Genres. Lager in Alfénide. Altes Gold u. Silber nehme in Bahlung. Durchaus fefte Preise bet reellster Bedienung. Uhren. Alfénide. Empfehle meinen echten Reparaturwerkstätte. [ 1270 50 jährigen Nordhäuser sowie meine best anerkannte Weiße. Robert Nürnberg, क Volks- Bazar Manasse& Co., Alte Jakobftr. 93. So geht's nicht weiter! sprach Hugo, mir fehlt ein Winterpaletot! 900 hochelegante Winterpaletots für Herren [ 896 Damen, Damen und Kinderkleider, Uhren Betten, Stiefel, Goldsachen und 200 feinfeine Lucke's Pfandleihe, Einzelverkauf zu Fabrikpreisen in Posamentier-, Weiß- und Wollenwaaren, Strickgarnen n. Corsetts. Rnabenanzüge verlauft fabelhaft billig Praktische Weihnachtsgeschenke 66 Prinzenstraße 66. Auch Sonntags bis 10 Uhr Abends geöffn Filz u. Seider Fabrikat, empfiehlt den Lesern des Voltsblattes" bei Be 1003 1297 darf fein reichhaltiges Lager. Streng reelle Bedienung. Rud. Beisse Chauffeestraße 70, an der Pante Jede Uhr lers un s fo Ja T ung be it nebft e Abg. bittändi ber Ue it mebr Jeien bie S Dem Reich Bleifteten Staal auffalle beigen a tb innahmen weiter ver doungsto be Rüdet Bublitatio Rimmten diefe Rüd Bon ber ideinen tednung en Jabre uch bet Dag fie 3Diejem Fo Lage ger as Rüdel bg. Berwendu bocfee Heinen Be Debung b 3u repariren und reinigen foftet bef mir unter Garantie des Gutgebens nur 1 m. 50 Pf. Breisen, billiger wie jebes Con Rleine Reparaturen billiger. Lager aller Arte currenzgefäft, z. B.: fg. Wollene Strümpfe, das Paar 10 Normal- Winterhemden für Herren 1,20 M. Großes Cadenes 15 Pfg. Reinwollene Kopftücher für Damen 50 P.g. Schulterpellerinen in allen Größen 75#fa. Wollene Winter- Tricottaillen in allen Größen und Farben, start, empfehlenswerthe 2,50 Chaufferstr. 78 neuer Uhren. Verkauf zu Fabrilpreifen. E. Rothert, maer, Kein Laden, daher so billig! 1198 Nicht Säumen! Herren- u. Knaben- Paletots gerzen- Chemiſetts, fein gewaschen u geplättet Die noch vorhandenen mit Schnur, glatt u. mit Stideret, mit u. eben ohne Kragen 35#fg. fo Leinene Herren- Kragen, 4fach, moderne im Verfag verfallen, fehr billig, nach wie ver Façons, 20 Pfg. Winter- Handschuhe, 4 Knopf lang, Baar 25 Pf. Ball- Sandschuhe n. Strümpfe, extra lang, in folg. Restaurants von OSWALD NIER in Berlin: W. Lelpzigerstr. 119-120, W. Potsdamerstr. 184 a. 1. Bellealliancepl. 5 LW. Friedrichstr. 103 & W. Jerusalemerstr. 48 C. Alexanderstr. 51 Berliner Presse, vollständ. Ersatz für sog. bletet- sach Urtheil der gesammten à Glas 4/10 Litr. zu 20 Pf. Achte Blare" Löwenbräu Berliner L Elsasserstr. [ N° 148] 7 Anklamerstr. 49, Ede Streligerstraße. Jede Uhr zu repariren und zu reinigen foftet bei mir unter Garantie des Gutgehens [ 1253 I Mark 50 Pfg. Bleine Reparaturen billiger. Nene Uhren zu Fabrikpreisen. Uhrenfabrik von Moorl, Spiegel, Poltterwaaren, Baar 15 37., und ca. 5000 andere Art ebenfalls spottbillig. Keine Fabrik[ 1384 Arbeit! nur in eigener Werkstatt angefertigte Paletots von 12 M. an, Damen- Wintermäntel 33. Neanderstr. 33. Luckenwalder Kleiderhallen Bitte genau auf Hausnummer zu achten. let nur v eces groß fel bie T Der Eifer Der Berin Komm it uns ni wird bas Legenbett betrifft, fo Bu jedem Geschenk paffend Be lungen wo tm Stan bies über Idrante Anschaffu Errichtung probutte Dorbehalt foldben D gelangen Dem gleid empfehle ich Bilder von Tafalls und Mar Safenelever als Präfident des Allg. deutschen Arbeitervereins. Lafalls u. Mare in Schwart und Delorud. Gruppenbilder der 25 Abge Glaseret von C. Scholz Anzüge( Mode 88) von 15 M. an, Knaben- Anzüge für jeden Preis höchft reell und billig. Ganze Ausstattung mabag. 762 und nußb. Großes Lager von Küchenmöbeln. empfiehlt 97 d. Stralsunderstr. A. Seifert, Rōpniderftr. 147. W. Braunspan, an b. Gran 32. Wrangelfree 32. Berantwortlicher Rebatteur: 3. Evankst in Berlin. Drud und Verlag von sabing in Berlin 8W., Beuthfiraße 2. Ad. Lewin, Prinzenfiraße 74. 1299] [ 1194 Stern eine Seilag Amar Do Banzen Der Bora torben f baltios, 3 Die Befa Toertboolle Derbanber bereits ge Bus Ficht And au Beröffent E In sifo mosd Beilage zum Berliner Volksblatt. 17. 283. 765 Facons, Szu den emuftert alitäten. en aller Seide billigen Paris, kleid en aller wir ben el von ligen asd 1092 prik 1352 str. Kry 43, part. dyt ein pot! Derren und er, Uhren DO felnfeine [ 896 eihe geöffn iden rikat, 6" bei Ber ng. se, r Bante Toftet bef tgebens nur Pf. aller Artes preifen. rftr. 78 ! n! 1198 Ind[ 1269 letots täntel 33. ach wie ver rhallen aachten. affend and Mar Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 6. Sizung vom 30. November, 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: von Boetticher, von Ralgabn und Rommiffarien. Das Haus tritt in die zweite Berathung des Reichs haushaltsetats für 1889/90 und zwar zunächst derjenigen Spazialetats ein, die nicht an die Budgetfommission verwiesen find. Beim Etat des Reichstags macht zu dem Titel:„ Bum Anlauf von Büchern und Beitschriften 30 000 M.", namens der Bibliothelstommiffion Abg. Buhl darauf aufmerksam, daß wegen des Raummangels zwar der Bücheranlauf beschränkt werden müffe, daß aber die Summe nicht vermindert werden folle, um daraus auch noch die Kosten für Anfertigung und Drud eines neuen Ratalogs bestreiten zu können. Abg. Febr. v. Stauffenberg erklärt sich damit einvers Handen und bestätigt, daß die Räume völlig unzureichend seien und fich als solche sofort nach dem Neubau der Bibliothek or einigen Jahren erwiesen hätten. Ein weiteres Stodmert aufzufeßen, ſet jedoch wegen der geringen Stärke ber Bauern nicht möglich. Da in fünf bis sechs Jahren og neue Reichstagsgebäude fertig sei, tönne auch von einem Neubau der Bibliothet absehen. Bis abin müße versucht werden, einen Theil der Bibliothek in anderen Räumen unterzubringen, namentlich die umfang reichen Gefeßsammlungen und Verbandlungen auswärtiger Bar lamente, welche zum Theil als Geschenke eingingen. Was Amerila in liberalfter Weise alljährlich schide, nähme allein großen Schrant ein, ebenso ba e die spanische Regierung Durch Beschränkung des Ankaufs ließe sich Raum gewinnen, mit großer Liberalität füngit einige hundert Bände gefandi. aber in Bezug auf politische, volte wirthschaftliche und dergleichen Bale müße die Bibliothet stets fomplet erhalten und in jedem Jahre ergänzt werden. Die Bibliotheks tommiffion habe stets parfam gewutoschaftet, und ihrem Boischlage bezüglich eines euen Katalogs müsse man beistimmen. einen Staatssekretär v. Bötticher: Der Raummangel in der Bibliothek und die damit verbundenen Uebelstände find gewiß bellagenswerth. Ein Erweiterungsbau in diesem Gebäude würde fich aber um so weniger empfehlen, als der Zeitpunkt, welchem wir in das neue Reichstagsgebäude hinüberziehen, theblich näher ist, als der Vorredner annahm. Die Vollendung defelben ist für das Jahr 1892 in Aussicht genommen, sodaß der Reichstag im Herbst 1892 bei seinem Zusammentritt sein neues beim fertig findet. Nach der gegenwärtigen Baulage ist uch eine Ueberschreitung dieser Bauzeit nicht anzunehmen. Wir dürfen hoffen, im Herbst 1892 das neue Gebäude beziehen zu Bonnen, und dann wird auch der Raummangel der Bibliothek beseitigt sein, da in dem neuen Gebäude ein so ausreichender Raum dafür in Aussicht genommen ist, daß für die nächsten Jahrzehnte ein Raummangel nicht zu befürchten ist. Sonnabend, den 1. Dezember 1888. gewährt 37 950 M., zuaefagt 6000 M., in Aussicht gestellt 5000 M., im Ganzen also 48 950 M. Endlich find zur Anlegung und Verbeffernng von Fischerhäfen 5000 M. zugesagt worden. Die Aufstellung ist am 8. b. M. gemacht worden, feitdem ist eine Reihe von Mebrausgaben hinzugekommen. Im Wesentlichen wird fich das Gesammtergebnis auf 400 000 M. belaufen, so daß wir im Augenblid 100 000 M. zur Verfügung haben. Abg. Gebhard beantragt, den Titel an die Budgets tommiffton zu verweisen. Es set mit diesen Fonds bereits manches Gute erreicht worden, aber wenn man etwas von Be lang leisten wolle, müßten durchaus größere Mittel in den Etat eingestellt werden. Dagegen lönne er es nur mit Freuden be eingestellt werden. Dagegen tönne er es nur mit Freuden begrüßen, daß der Eisenbahnminister die Heringsfischerei außer Emden seien in der legten Zeit noch andere Orte hinzugetreten durch ermäßigte Eisenbahntarife unterstüßt habe. Abg. Witte fonstatirt, daß er nur gegen die Art der Ver wendung dieser Mittel gesprochen habe. Der Titel wird an die Budgetkommission verwiesen. Für die Maßregeln gegen die Rinderpest find 439 098 Matt ausgeworfen. 5. Jaksg. eine direkte Vertheuerung der Naturbutter berbeizuführen. Ich felbft habe das Prinzip befolgt, daß die Grenze zwischen der Naturbutter und Kunstbutter deutlich gezogen werde. Dieses Brinzip ist auch wiederholt ausg sprochen worden. Die Wir fungen des Kunstbuttergeletes find sehr wohl bemerkbar, z. B. in den Markthallen, und die Grenzlinie ist deutlicher als früher. Nun soll man die wirthschaftlichen Kräfte walten laffen. Wenn jest bie reine Margarine mehr gebraucht wird, wie früher, bes grüße ich das mit Freuden. Ich weiß mich aber auch vollkommen fret davon, daß ich dem Volle ein Nahrungsmittel habe ver theuern wollen. Abg. Engler( nl.): Es ist schwierig, die Grenzlinie zwischen echten und verfälschten Nahrungsmitteln zu ziehen. Bei vielen Nahrungsmitteln fann diese Schwierigkeit zunächst nicht beseitigt werden; aber einige Verbefferungen auf diesem Gebiete wären doch möglich. Es fehlt an Chemitern, welche als Sach verständige bei der Handhabung des Nahrungsmittelgesetes wirken fönnten. Viele unter denselben beftzen nicht die genügende Auss rüftung ihrer Laboratorien und haben andererseis nicht auf reichende Kenntniffe erworben, um als Sachverständige bet Nahrungsmittelprozessen fungiren zu fönnen. Abhilfe fann nur geschaffen werden durch Einführung einer staatlichen Prüfung für solche Chemiker, die als Sachverständige bei Gericht wirken 191 thin Staatssekretär v. Bötticher: Diese Materie ist nach Lage der gegenwärtigen Gefeßgebung nicht Reichsfache. Es müßte zu diesem 3vede die Gewerbeordnung erst abgeändert werden, daß die Chemifer, um ihr Gewerbe betreiben zu fönnen, einer be stimmten Approbation bedürfen. Ich weiß, daß in voller Würs bigung des Bedürfniffes auf dem Gebiete des Nahrungsmittel gefeßes verschiedene Regierungen mit dem Gedanken umgehen, die Sachverständigenfrage zu regeln; z. B. ist seitens der preußischen Regierung in dieser Frage mit dem Reichsgefund hettsamt verhandelt worden. Die Sache ist also in Fluß; welchen Ausgang fie nehmen wird, weiß ich nicht. Ich weise auch eine Prüfung darüber, ob nicht vielleicht eine Aenderung der Gewerbeordnung fich empfehlen dürfte, nicht zurütd. Abg. v. Wedell- Malchow: In den mir bekannten Kreisen der Landwirthschaft und diese Bekanntschaft geht so ziemlich durch ganz Deutschland hinist man mit den Wirkungen des Kunstbuttergesezes durchaus nicht unzufrieden. Daß die Butterproduzenten sofort eine Steigerung der Naturs butterpreise von dem Geseze erwartet haben, davon kann nicht die Rede sein. Allerdings muß mit der größeren Reinhaltung der Butter eine größere Nachfrage fich einstellen; warten wir beshalb ruhig die weitere Wirkung des Gesetzes ab. Gewiß liegt eine Schwierigkeit, daß Uebertretungen des Gesetzes nicht haben verfolgt werden können, darin, daß die chemische Analyse nicht so wie nothwendig bat durchgeführt werden können.( Aba! lints.) Diese Schwierigteit liegt aber in noch höherem Grade gegen§ 1 des ursprünglichen Regierungsentwurfs als gegen den angenommenen§ 2 vor. Die Landwirthschaft ist, unterstüst von zahlreichen Chemikern, bestrebt, diese Frage zu lösen. Ift fie lösbar, und können dann Uebertretungen mit Erfolg zur Anzeige gebracht, d. h. bestraft werden, so kann die Landwirths fchaft mit der Wirkung des Gefeßes zufrieden sein. Eine Wirkung hat das Gesetz jedenfalls gehabt, daß die Landwirthe zu mischen aufgehört haben. Mit diesem Erfolge allein könnten wir schon zufrieden sein.( Beifall rechts.) Abg. Kröber( Volkspartei): Ich will nicht gegen den Posten sprechen, sondern nur die Unzuträglichkeiten und Nach theile furz schildern, die aus der fortwährenden Grenzsperre für dürfen. man die Grenzbewohner, besonders für die Bewohner des bayerischen Waldes, entstehen. Ich lenne die Verhältnisse dort seit nahezu 30 Jahren aus eigener Wahrnehmung. Es wurde ja auch früher, vor 1878, die Grenze gesperrt zum Schuß gegen die Rinderpest, aber nur temporär, und von Zeit zu Beif, in der Hauptsache war die Grenze offen. Es war damals ein sehr reger Ver. tehr mit Vieh bei ganz freiem Grenzverfehr, nur wenige Stücke zablten einen geringfügigen Boll. Unfere armen Bauern im Walde fanden damals eine Art von Ernährung dadurch, daß fie leichtes Vieh, befonders leichte Gangochsen in Böhmen fauften, fie auf ihre Weiden trieben, zur Arbeit verwendeten und, wenn fie ausgewachsen waren, an die reichen Bauern in der Donau Niederung verkauften. Dieser Zweig der Ernährung ist heute beinahe lahm gelegt. Allerdings ist die Grenze nicht hermetisch gesperrt, aber die Vieheinfuhr ist durch ben hohen Boll, den Sie auferlegt haben, so erschwert, daß es einer vollständigen Sperre nahezu gleichkommt. Eine Unmaffe von Rautelen erschwert die Einfuhr und allgemein glaubt man in der Gegend, daß nicht der Schuß gegen die Rinderpest, sondern die Abficht, der Viehzucht in anderen Theilen des Reiches teine Konkurrenz aufkommen zu laffen, jene Maßregeln veranlaßt habe, und daß man eben durch die Viehsperre die Einfuhr unmöglich machen wolle. Buerst muß der betreffende Einführer einen Bedarfsschein haben, der ihm nach Empfehlung von der Gemeinde durch die politische Verwaltung überwiesen wird, jedoch nur in sehr beschränkter Weise; der fleine Bauer darf blos 2 Stüd Vieh, der größere Bauer nur 4 Stüd einführen. Auch darf er dieses Vieh nur an einem bestimmten Tage über die Grenzstation bringen, nämlich nur an dem, an welchem der Thier Arzt anwesend ist, was bei der Station, die ich zunächst im Auge habe, nur einmal im Monat der Fall ist. Wenn aber diese Viehvifitation glücklich vorüber ist und alle Rautelen erfüllt find, dann tritt erst die Kontumaz ein, das Thier muß eine bestimmte Belt, 6 oder 4 Wochen, in einer Stallung im Grenz bezirk stehen, was wieder mit großen Kosten verknüpft ist und Die Einfuhr wiederum erschwert. Die Folge davon ist das Einreißen des Schmuggels. Den an unserer Grenze blühenden Biebschmuggel haben wir zu verhindern seit 10 Jahren uns vergeblich bemüht, und wird dies auch faum zu ermöglichen sein, weil unsere Grenzbauern fich einmal auf den Bezug des aus schlechterdings nicht zur Einficht gebracht werden fönnen, daß der Staat hier ihnen darin eine Beschränkung auferlegen könne. Der Staat hier ihnen darin eine Beschränkung auferlegen tönne. Ich will dem Schmuggel das Wort nicht reben, aber es handelt fich hier um Männer, die sonst bürgerlich makellos dagestanden und nur infolge dieses Gesetzes zu Schmugglern geworden find, weil sie an den Ruin gebracht waren. Ich weiß genau, daß dieser Schmuggel fortbesteht und bestehen wird. Jit mit diesem Geſetz eine beffere Vorsorge gegen Einschleppung ber Rinderpest geschaffen, als wenn man zu einer freieren Brar's überginge, indem man durch Zollermäßigung den Leuten ermöglicht, gefeßmäßig thren Bedarf an Vieh einzuführen und zu verzollen? Es handelt fich um eine arme, fehr loyale, fehr arbeitsame Landbevölkerung, die durch den Zoll zu schwer bedrüdt ift. Etwas andere Verhältnisse sind an den Südgrenzen gegen Tirol und die Schweiz, wo wir nur Milch und Buchtvieh zur Hebung unserer Viehraffen einführen. Auch bier zablt allein die Landwirthschaft den Boll. Möchte doch der hohe Bundesrath erwägen, ob unbeschadet des Schußes gegen bie Rinderpest die jetzt bestehenden Rautelen nicht in einer libe hers und der Reichstanzlei ohne Distuffton. Der Etat wird bewilligt, ebenso der des Reichstanz it Es folgt der Etat des Reichsamte des Jnnern. Ya Titel 9a des Kap. 7a find 200 000 m. zur Förde ung der Hochseefischerei ausgeworfen. Dieser Fonds nebft etwaigen Rüdeinnahmen übertragbar. Abg. Strombed wünscht, daß fünftig diese Rüdeinnahmen it mehr in Anerkennung als Ausgabetitel behandelt, sondern bfiftändig in den Einnahmelapiteln ausgeworfen werden. Auch leien die Rüdeinnahmen nicht ersichtlich gemacht. Dadurch würde der Ueberfist der Einnahmen und Ausgaben für 1887/88 dem Reichstage die Kontrole über die aus diesen Rückeinnahmen Böhmen importirten jungen Viches eingerichtet haben und leisteten Ausgaben erschwert. Staatssekretär v. götticher: Auf den ersten Blid erscheint auffallend, daß die Rüdeinnahmen bei einzelnen Berwaltungs. eigen ausdrücklich in die Einnahmen gestellt find, bet anderen t. Aber in dem einen Falle handelt es sich um Rüc tinnahmen, die definitiv in die Einnahme gestellt und nicht weiter verwendet werden, wie bei den Publikationen der Normal Die Rüdeinnahmen bei dem Fonds für Hochseefischerei und die dungstommiffion und des Reichsversicherungsamts, während Bablilationen des statistischen Amts sofort wieder für die bes immten refpettiven Swede verwendet werden. Deshalb find biefe Rüdeinnahmen etatsmäßig verschieden behandelt worden. Bon der Bildfläche verschwindrn fte darum doch nicht. Ste cheinen in der Ausgabenrechnung, fie werden von der Ober temunastammer lontrolirt und geprüft und der Effekt ist der, big fie. B. bei der Hochseefischerei die Ausgaben des laufen. ben Jahres vermindern würden. Uebrigens haben wir bisher aus Sejem Fonds noch teine Rüdeinnahme gehabt, würden daher bel Befolgung der Anregung des Vorrebners nicht in der als Rideinnahmen zu vermerken. Bage gewesen sein, unter den Einnahmen irgendwelche Beträge talen Weise gehandhabt werden fönnten, damit unsere Mits Abg. Witte bittet um einen genaueren Nachweis über die Berwendung des Fonds von 200 000 M. für die Zwecke der Sofeefischerei. Er zweifelt, ob durch Unterstüßungen in Beinen Beträgen das gemeinsam gesteckte Biel einer umfangreichen Sebung der Hochseefischerei erreicht werden könne. Und doch Jei nur von einer Erweiterung der Seefischerei die Dedung un Teres großen Bedarfs an Matrosen zu erwarten. Merkwürdig bürger an der Grenze die feit Jahrhunderten gepflegte Eins führung jungen Viehes aus Defterreich weiter fortzuführen im Stande find, ohne fich auf den Weg des Schmuggels gedrängt zu sehen. Bei dem Reichs. Gefundheitsamt fragt el bie Thatsache, daß in der legten Beit sogar eine Ermäßigung fich der Konsum von Margarine nach Infrafttreten des Gesetzes Der Bifenbabntarife von der Emdener Gesellschaft zur Förderung Der Quingsfischerei gefordert worden sei. it uns nichts bekannt. Natürlich muß ihr nachgegangen unb wird das Ergebnis der Nachforschung dem Reichstag bei Ge legenheit mitgetheilt werden. Was die Verwendung des Fonds betrifft, so tann den Herren an ins Einzelnfte gehenden Mitthei ungen wohl faum gelegen fein. Wird es gewünscht, so bin ich bies über das Intereffe des Hauses hinausgehen. Ich be Stande und bereit, fie zu geben, aber wahrscheinlich würde idrante mich auf die großen Summen, die Haupttitel: Sur Anschaffung verbefferter Fahrzeuge und Fanggeräthe, sowie zur Brichtung von Anstalten für beffere Verwerthung der Fischerei robutte find bis jest gezahlt worden in Summa 132 800 M. Borbehaltlos, und in der Gestalt von theils verzinslichen, theils folchen Darlehnen, die demgemäß wieder in den Fonds zurück. Kommiffar Geh. Rath Weymann: Von dieser Thatsache 8. Deutschen in Schwant er 25 Abge ahmen. Be Ompt beforgt molz [ 1194 Brilag Abg. Witte nach der Wirkung des Kunstbuttergefeges, be sonders des den Prozentsatz von Mischungen festseßenden§ 2 des Gesetzes. Nach Berichten verschiedener Handelstammern foll noch erheblich gesteigert haben. Eine Steigerung des Preises der Naturbutter ist aber nicht nur nicht eingetreten, sondern im Gegentheil überall eine flaue Stimmung des Buttermarktes fonstatirt. Sind nun im Verlaufe des vorigen Jahres wesent liche Uebertretungen gegen das Kunstbuttergefet vorgekommen und bestraft, und wie haben fich die von Seiten des Hauses vorgenommenen Aenderungen des Gefeßentwurfs der Regierung bewährt, gegen die die Deutschfreifinnigen wegen der Schwierig feit der Kontrole stimmen zu müffen geglaubt? Staatssekretär v. Bötticher: Jch bedauere sehr, daß ich auf die Anfrage eine erschöpfende Antwort zur Beit nicht geben lann. Wir haben bisher feine Erhebungen über die Wirkung des Gesetzes angestellt, und es find auch keine Berichte einge gangen, aus denen sich über die Wirkung des Gesetzes etwas Sicheres entnehmen ließe. Im übrigen glaube ich allerdings wohl, nach den Marktnotizen zu schließen, daß das Kunstbutter gelangen würden, 21 200., im Ganzen also 154 000 M. Bu gefeß, wie es seiner Beit von der Majorität des Hauses be gleichen Bwed find bereits zugesagt worden definitiv und Amar vorbehaltlos 14 780 M., Darlehnsweise 43 000 M., im fdbloffen worden ist und demnächst auch die Bustimmung des Bundesraths, wenn auch mit schwerem Herzen, gefunden hat, § 2 die Schuld an dem mangelnden Erfolge beigelegt werden Abg. Bebel: Die Motive für das Kunstbuttergeset lauten heute ganz anders, als damals, wo es gemacht wurde. Heute follte man glauber, es habe sich nur um einen ethischen Bwed gehandelt, dafür zu sorgen, daß das Publikum genau wiffe, ob es wirkliche Butter oder Margarine faufe. That fächlich ging die Abficht dahin, die Fabrikation von Margarine zu verhindern und die natürliche Butter zu vertheuern. Diese Abficht wurde besonders deutlich durch den Abg. Geblert ausgesprochen, der die Margarine blau färben wollte; die Margarine sollte so der Maffe des Bolles, die leider auf dieses Gurrogat angewiefen ist, verefelt werden; und das geschah von eine Abgeordneten eines Wahlkreises, der zum größeren Theil auch nicht ein Pfund wirkliche Butter während des Jahres zu laufen im Stande ist. Abg. Nobbe: Man wird uns aus den damaligen Vers handlungen des Reichstages die Motive nicht nachweisen tönnen, bie der Abg. Bebel uns unterlegt. Es handelte fich allerdings um ein ethisches Brinzip, nämlich den Schwindel zu verhindern. ( Lachen lins.) Deutlich erkennbar zu machen den Unterschied zwischen Kunst- und Naturbutter, das war die Aufgabe. Der Abg. Gehlert ist vielleicht in dieser Absicht zu weit gegangen. Ponceaurothe Butter mag im ersten Augenblicke etwas Auf fallendes haben, Eis effen Sie in dieser Farbe ganz gern, es tommt nur darauf an, fich an die Sache zu ge wöhnen.( Lachen links.) Db man fich an das Himmelblau ge wöhnt hätte, weiß ich allerdings nicht.( Nuf lints: So blau!) Abg. Goldschmidt: Mag die Regelung der Sachverstän digenfrage auch Sache der Einzelstaaten sein, dafür sollte das Reich jedenfalls eintreten, daß Anklagen fettens der Gerichte nur erhoben werden auf Grund von Gutachten von Chemikern, welche nachgewiesen haben, daß fie Analyfen zu machen ver stehen. Das ist gegenwärtig nicht der Fall; da werden Anflagen erhoben nach Analysen von Chemitern, welche der liebe Gott nur im Born zu Chemikern gemacht haben kann. Staatssekretär v. Bötticher: Wir haben eben staatlich ge prüfte Chemiler bis jest nicht. Um den Uebelſtänden, die daraus entstehen, daß ein unzureichendes Gutachten einer An flage zu Grunde gelegt ist, entgegen zu wirken, ist aber schon vor mehreren Jahren von dem Reichstanzler eine Verfügung erlaffen worden, dafür zu sorgen, daß derartige Klagen nur auf möglichst zuverlässigen und eingehend motivirten Gutachten zu baftren feten. Abg. Duvigneau( ntl.): Dagegen, eine Grenzlinie zwischen Natur und Kunstbutter zu finden, hat sich niemand ausge sprochen, ebenso wenig gegen einen Schutz des reellen Geschäfts. Der Bantapfel war nur, wie die Kunstbutter hergestellt werden darf. Wir wollten fie so gut wie möglich hergestellt wiffen und bazu gehört ein Busatz von guter Milch und guter Naturbutter. Wir stellten damals auch eine Rüdwirtung auf den Verbrauch von Milch und Naturbutter in Aussicht, wenn diese nicht mehr für die Fabrikation der Kunstbutter verwendet werden dürften. Wir bedauern, daß durch das Gesetz verhin dert ist, dem Publikum die Kunstbutter so gut wie möglich zu Abg. Bebel: Die damalige Vorlage des Bundesraths genügte vollkommen, um den Schwindel zu verhüten. Wir Bangen 57 780 M, und dann bereits in Aussicht gestellt unter nicht den beabsichtigten 8wed erreicht hat. Woran das liegt, bieten. Der Borausfegung, daß die Bedingungen, die unsererseits erhoben unterlasse ich zu untersuchen. Ich glaube, daß der Faffung des worben find, werden erfüllt werden können, 5000 M. vorbe baltios, 3300 R. darlehnsweise, im Ganzen 8300 M., so daß muß.( Sehr richtig! links.) Aber man bat meinen Vorher. Die Besammtfumme beträgt 220 580 M. Bu den besonders fagungen nicht glauben wollen, und die Butterproduktion hat verkauft werden darf. Allerdings ist damit nicht gesagt worden, toerthoollen und wichtigen Unterstüßungen von Gegenseitigkeitss Derbanden von Fischern, behufs Werficherung der Fahrzeuge find gedrängt hat, den Verbrauch von Naturbutter zur Vermischung zuführen, aber die Herren haben immer betont, daß durch den Bus ficht And au wiffenschaftlichen Untersuchungen, gemeinverständlichen gestellt 40 000 M., im Ganzen 111 840 M. Ferner Beröffentlichungen, Instruktionsreisen, Erklärungszweden bereits es fich jetzt selber beizumeffen, daß fie damals so sehr darauf mit der Kunstbutter einzuschränken. Es war das nicht weise von der Butterproduktion.( Helterfeit.) Abg. Nobbe( Reichspartei): Ich glaube feineswegs, daß es die Absicht derer war, die dem abgeänderten Gesetz zustimmten, daß man beabsichtige, eine Vertheuerung der Naturbutter herbei Handel mit Margarine die Naturbutter billiger würde. Der Abg. Nobbe hätte es fich ersparen fönnen, seinen Kollegen Gehlert in Schuß zu nehmen, denn damit wird er nicht die ges ringfte Buftimmung finden. Es war nichts anderes bezweckt, ala dem Volle die Kunstbutter durch das Blaufärben zu verekeln. Wenn auch andere Nahrungsmittel fünfilich gefärbt find, so ist das mit der Butter etwas anderes, die seit Jahrhunderten in der natürlichen Farbe genoffen wird. Abg. Nobbe: Die Naturbutter ist allerdings stets in ihrer natürlichen Farbe genossen worden, aber die Margarine ist ein neuer Artikel. Wenn uns nach einer Reihe von Jahren nachgewiesen wird, daß das Gesetz eine Verminderung des Ges brauchs der Naturbutter herbeigeführt hat, erkläre ich mich für geschlagen. Wir glaubten aber, daß das deutsche Volk in seiner Mehrheit noch eine gewiffe Vorliebe für die Naturbutter gegen über der Kunstbutter haben dürfte.( Aha! links.) Die Butter soll nur im Verhältniß zur Margarine denjenigen Präzipualstand figen, und kein Mensch kauft die Regifter. Sie werden uns also niet verdenten, wenn wir in ähnlichen Fragen fünftig etwas sleptisch verfahren. Ich habe die Handelskammern auf die Sache hingewiesen und hoffe, daß der unglückliche Unter nehmer dieser Register wenigstens auf seine Kosten kommt. Abg. Henneberg hat feine Diskuffton über die Patent gefeßgebung hervorrufen wollen, fann aber nicht verhehlen, daß in meiten Interessentielsen über die Organisation des Patent amts lebhaft Klagen geführt werden. Der Titel wird bewilligt, ebenso der Rest es Etats. Es folgt der Etat des Reichsjustizamts. Abg. Bulemann hält es für angemessen, auch in dieser Seffion die Frage der Herabfegung der Gerichtskosten in zu regung au bringen, Gegenüber dem übereinstimmenden Botum des Reichstages hat der Bundesrath bisher leider eine ablehnende oder dilatorische Haltung eingenommen. Ursprüng lich stellten die verbündeten Regierungen finanzielle Bedenken in den Vordergrund, dann wollten fie die Frage nicht unabhängig den Vordergrund, dann wollten fie die Frage nicht unabhängig von der Regelung der Anwaltsgebühren in die Hand nehmen. Dem entsprechend machten fie uns eine Vorlage wegen Herab segung der Anwaltsgebühren, welche nicht zu Stande tam. Ich beabsichtige, noch im Laufe der Seffion einen Antrag zu stellen, der eine Koftenreduktion durch Vereinfachung unseres viel zu formalistischen Apparats erstrebt. erftrebt.droom Staatssekretär v. Schelling: In der Stellung des Bun desrath zu dieser Frage ist eine Aenderung nicht eingetreten. desrath zu dieser Frage ist eine Aenderung nicht eingetreten. Die verbündeten Regierungen erachten die Revifion des Gerichtskostengefeßes als eine für sich bestehende und durch die Novelle von 1882 für abgefchloffene. Davon unabhängig ist eine Re. form der Prozeßloften. Leider ist unsere Vorlage von 1887 zu einem Stillstand gekommen, es sei dabingestellt, durch weffen Schuld. Schuld. Ich halte es nicht für ausgeschloffen, daß die Frage der Brozektoften wiederum in ein neues Stadium treten tönnte in Verbindung vielleicht mit andern Fragen. Ich unterschätze auch keineswegs die Mitwirkung des Reichstags zur Förderung dieser Reform. Aber das möchte ich doch als meine bescheidene Ueberzeuguna aussprechen, daß, nachdem eine Vor lage der verbündeten Regierungen in dieser Angelegenheit zu teinem Resultat geführt hat, eine bloße Resolution des Reichsleinem Resultat geführt hat, eine bloße Resolution des Reichs tags nicht wodi der geeignete Weg sein dürfte, um die Sache zu fördern. Mea namen und halten dafür, daß die Frage, ob das deutsche Voll im on, welche Stande ist, sich ein einheitliches Gesetzbuch zu schaffen. im Stadtv nächsten Jahrzehnt zur Entscheidung gelangen wird. Wenn nen, die dilatorische Einreden zur Geltung lommen, wird tonftatitt unden, in werden müffen, daß der große Anlauf, den Deutschland in bend abziehe Jahren von 1866-70 genommen hat, an einer der wichtigsten Stellen gescheitert ist. Sch für meine Person- ich spreche nicht betreuen im Namen aller meiner Fraltionsgenoffen gehöre zu den hellt word jenigen, welche in dem Gefeßentwurf eine gute Grundlage Auf fennen, wenn ich auch viel für verbefferungswürdig halte. handlung Betrübnis erfüllt es uns, daß es 14 Jahre gedauert hat, bishtehend über den Inhalt das Geringste hat in Erfahrung gebracht werden Bet de fönnen, und daß nun, nachdem diese Arbeiten beendigt find, bodenes aus den Kreisen der Parteien, die fich für eine Stüße der er allerdi gierung halten, die Aussicht auf ein bevorstehendes Jahrhundert hoden gebo erfolgt. Ich bin überzeugt, wenn der nationale Aufschwung früherer usgeführt Berioden länger angehalten hätte, es möglich gewesen wäre, den Fa schneller vorwärts zu fommen, und daß dann nicht die Einstürlichen wendungen möglich gewesen wären, welche uns beweisen, beds jene. G der Entwurf neuer Rechtsmarimen begründet werden müffe, di 93 9 in dem deutschen Boltsbewußtsein noch teine Wurzel haben e7 Lage Die Anfangsworte des Abg. Hartmann haben mich in eine ele o wenig w gische Stimmung versezt. Wohl dem Glücklichen mainit, far ziemen", sprach Dileus' großer Sohn, die Unsterblichen zu repteres ge men droben auf dem Himmelsthron."" Herr Hartmann hat be Den Gefeßentwurf geschenkt bekommen, ich habe ihn mir fauftliche R müffen. Ich glaube, es wäre wohl angebracht aewesen, daß die Aspha Wert von solcher Bedeutung sämmtlichen Mitgliedern Straßen de Reichstags zugänglich gemacht worden wäre.( Bustimmung.) Abg. Hartmann: Ich habe im Eingang meiner Rede meine Anficht ausdrücklich ausgesprochen, daß für die fachlicus dem Kritik des Entwurfs unsere Beit noch nicht gekommen fei, ber da bem Abg. Meyer gegenüber größere Deutlichkeit nothwendiebt fich, b zu sein scheint, will ich hinzufügen, ich meine, daß die Zeit de den frühen Reichstags zur fachlichen Kritit erst dann gekommen ist, wen Die Arbeit dieser Entwurf uns als Gefeßentwurf vorgelegt werden wird: Beitraum, d vorher fechten wir doch in der Luft. Well hervorragende lo werth erhalten, wie er natürlich imas Intereffanteres als dieſe Abg. Dr. Meyer( alle): Etwas Interessanteres als diese Debatte, habe ich taum jemals in einer gefeggebenden Verfammlung gehört. Ein Jahr nach Erlaß dieses Gesezes streitet man fich darüber herum, was man eigentlich damit gewollt hat. Mir scheint, daß die Majorität das Motiv, aus welchem fte das Ges feg gemacht, verkramt hat und im Augenblick nicht wieder finden tann. Es handelt sich um den Gegensatz zwischen der soge nannten Runftbutter und der ethischen Butter.( heiterkeit.) Sollte Kunstbutter nicht für ethische Butter vorgesetzt werden, so genügte die Vorlage des Bundesratbs, für die ich ja, wie ich glaube, zur völligen Bufriedenheit des Herrn Staatssekretärs mit der wärmsten Begeisterung eingetreten bin.( Heiterkeit.) Der Herr Staatssekretär nicht mir zu, aber er hat mich nachher im Stich gelaffen.( Heiterkeit.) Sie aber haben dem Gesetz das Ver bot hinzugefügt, daß die Margarinebutter verbessert wird, auch wenn fie unter diesem Namen verkauft wird. Dagegen haben wir vergeblich gefämpft. Es giebt unzählige Leute, welche bie reine Kubbutter nicht bezahlen tönnen, aber ihre Speisen durch Rindertalg würzen. Bu deffen guter Bubereitung gehört ein Busag von echter Butter. Dieses Verbot, wie so manches anderen, mit dem Sie es versucht haben, hat das praktische Leben einfach gefpottet, weil die Wissenschaft eine Uebertretung deffelben nicht feststellen kann. Und so ist das Gesetz ziemlich ohne Wirkung geblieben. Run fommt Herr v. Wedell Malchow mit dem ganz neuen Motiv:„ Mit dem Gefeß haben wir nicht bie Butter ethischer machen wollen, sondern uns, die Land wirthe.( Heiterfeit.) Wir, die Landwirth, haben uns, den Landwirthen, selbst einen Bwang auferlegen wollen, unsere gute Butter nicht mit Margarinebutter zu vermischen." Ich afzeptire das Bageständniß, daß unsere Landwirthschaft zur Ethit nur durch den Zwang des Gefeßes gelangen lann( Heiterkeit rechts), daß sie nicht aus freien Stüden die Kraft gewinnt, thre Fabritate in reinem Bustande darzubieten. Mögen fie nur für eine noch beffere ethische Bildung der sogenannten reinen Rubbutter sorgen, damit nicht unter diesem Namen Butter verkauft wird von Kühen, die mit Rückständen aus Der Branntwein und Buckerfabrikation gefüttert find. Die Schlempebutter und Schurpebutter ist nicht um das Geringfte beffer, ale jene Butter, die hergestellt ist von einem Ochsen, der reines Grasfutter erhalten hat.( Heiterkeit.) Sorgen Sie für Jore weitere fittliche Ausbildung auch durch eine ge fegliche Vorschrift in diesem Sinne, Sie werden damit jedenjenigen, welche von dem großen Werke abberufen find, ehe fte falls mehr erreichen als mit der Vorschrift zum Blaufärben der Butter. Die Butter ist nicht immer das wahre Nahrungsmittel gewesen, fondern in jenen glüdlichen Zeiten, die Schiller schildert in den Versen: Liebe Freunde, es gab schönere Beiten u. f. w.", bebiente man fich des Dels, und die Butter selbst ist schon ein Surrogat für das natürliche Pflanzenfett. Des Rinderfetts hat man fich zu jeder Zeit bedient, neu ist daran nur der Name Margarine. Der Name enthält teine Schädlichkeit, die haben Sie erst binzufügen wollen durch Ihre Blaufärbung. Das Ge fet hat nicht die Wirkung gehabt, die Sie erwartet haben. Be ftehen Sie das zu und hüten Sie sich bei anderen Gelegen heiten vor dem gleichen Fehler. Die Ausgaben für das Gesundheitsamt werden bewilligt. Bei Tit. 12. Bur Ausarbeitung des Entwurfs eines bür gerlichen Gefeßbuchs 120 000 M., nimmt Abg. Hartmann Beranlaffung, auf die Wichtigkeit dieses Gesetzbuches für das deutsche Voll hinzuweisen. Eine Stritit, wie fte in der legten Beit, namentlich in der Bresse, zum Theil in sehr lebhafter Weise geübt wurde, wolle er nicht eingehen, wohl aber sei es ihm Bedürfniß, und er glaube im Sinne aller zu sprechen, au fonstatiren, daß dieses Wert eine durch und durch tüchtige Arbeit, ein glänzendes Denkmal deutschen Fleißes und deutscher Wissenschaft sei. Solcher Dank gebühre vor allen Dingen denjenigen Herren, welche seit einer langen Reihe von Jahren gewissermaßen den Inhalt ihres Lebens diesem großen Werte gewidmet haben und nunmehr von der Stätte ihrer Wirksamkeit scheiden. Solcher Dank gebührt aber auch Den es vollenden fonnten. Im Namen mehrerer Mitglieder des Hauses dante er dem Herrn Staatssekretär dafür, daß er die bisher erschienenen Bände der Veröffentlichungen dieser Kom mission an diejenigen Mitglieder des Reichstages gesandt habe, 肥 diefer muß Reinigung servative Beitungen nicht alles in dem Entwurf unbedingt gebt raich a heißen, so hält der Abg. Meyer uns für Feinde des Entou Als Partet haben wir dazu noch nie den geringften Anlaß gegebe Asphal Sandfireuer Grade, des Uebrigens ist es auch keine Parteisache, ob in bas bürgerliche Gefändig vorf Stat Intereffen und des g glauben wir fen. So we die in der buch aufgenommen wird: Kauf bricht Miethe, oder: bricht nicht Miethe. Herr Abg. Meyer stellte es dann fophaltftraf als ob wir noch ein Jahrhundert warten wollten. Joh vielmehr auf das Beſtimmteste den dringenden Wunsch und Hoffnung ausgesprochen, daß in wenigen Jahren diefer wurf Gesez für das Deutsche Reich werden wird.( Befall rechts.) Die Ausgaben werden bewilligt, ebenso die übrigen laufeudficht ger den Ausgaben, sowie die Einnahmen des Reichsjuftlam und ohne Debatte die Einnahmen und Ausgaben des Re fchazamts, soweit sie nicht der Budgetkommiffion überwie Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung: Dienstag 1 ten ber find. ( Etat des Reichsheeres und der Marine.) Lokales. 音 Gin Marigefa Jaumesichm kin Grün biliren, tjebom, Loftlofigtei Bebührt. fallenen me toh alljabri abeftätten Eine unangenehme Ueberraschung ist den Taufenbig verfch von selbstständigen Berliner Schuhmachern, welche nicht den Gr welche vermöge ihrer Berufsstellung ein besonderes Intereffe für Innung gehören, soeben zu Theil geworden. Diefelben erhielten diesen haben. April 1889 Lesung des bürgerlichen Gesetzbuches beendigt sein. Ich könnte den Herrn Staatssekretar fragen, wann die zweite Lesung be ginnen und wann überhaupt das Werk beendigt sein wird. Durch Verfügung des Herrn Bolige Bräftdenten vom 19. Juli 1888 ist folgendes bestimmt worden: Auf Grund des§ 100 f der Reichsgewerbe Ordnung beftimme Allein ich fürchte eine dilatorische Antwort. Wir werden wohl daß Arbeitgeber, welche, obwohl fie ein in der Innung valetenes ich hiermit für den Bezirk der Schuhmacher Innung zu Berlin Gewerbe betreiben, derselben nicht angehören, und beren Ge noch einige Jahre warten müßen, dann aber ein Wert vor uns baben, wie es Deutschland noch niemals hervorgebracht hat. Das Reichsgericht in Leipzig wird seinen ihm zugedachten Das Reichsgericht in Leipzig wird seinen ihm zugedachten be I hilfen zu den Kosten: a. der von der Jnnung für das haberg wesen und den Nachweis für Gefellenarbeit getroffenen unternommenen Einrichtungen(§ 97, Biffer 2 5. Gew. Debli Weife Sabres 1848 betritt und aft nur dem Für d Boghandler ellen fte mentlich D Denoterer nabmalos ungen Bau Statung na Bagentabun Seer Meineren Bo innt erft di Abg. Henneberg( nl.): nach dem augenblicklichen Stande auch ein allgemeines Bivilrecht für alle Deutschen hergestellt b. des von der Innung errichteten Schiedsgerichts( Gefelle " der Reform der Patentgefeßgebung; es sei wünschenswerth, daß für die großen Beiträge, welche die Industrie durch die Batents gebühren zu den Einnahmen des Reichs leistet, den berechtigten Klagen über die Handhabung der jezigen Gesetzgebung Nechnung getragen werde. Staatssekretär v. Bötticher: Die Reform des Patentge Jeges ift fortgefegt in der Arbeit begriffen. Dem_neuem Braft benten des Patentamts ist der ursprüngliche Entwurf feines Vorgängers zur gutachtlichen Aeußerung übergeben und ihm an heimgestellt worden, nachdem er fich eingearbeitet haben würde, neue Vorschläge zu machen. Wir haben vor einigen Tagen den neuen Entwuit erhalten; in eine Prüfung deffelben hat im Reichsamt des Innern aber noch nicht eingetreten werden lön nen, und ob es in den nächsten Wochen möglich sein wird, läßt fich angesichts der sonstigen Arbeiten noch nicht sagen. Aber die Reformfrage wird nicht aus ten Augen verloren wer ben, und nach Brüfung des jeßigen Entwurfs werden wir vorausfichtlich dem Bundesrath eine Novelle vorlegen. An den hohen Laften, welche die Industrie für die Patente zu leisten sein wird. Möge das bürgerliche Gesetzbuch auch erst nach einem Jahrhundert zum Abschluß tommen( obo!), diese Arbeit wird für unsere Nachfolger eine Quelle der Erkenntnis bleiben. Aber ich hoffe, daß wir nicht entfernt so lange werden zu warten haben. Abg. Struckmann: Diesem Wunsche schließe ich mich an. Jch möchte aber doch an den Herrn Staatssekretär die ganz be ftimmte Frage richten, was vom 1. April 1. J. ab in Bezug auf das bürgerliche Gesetzbuch geschehen soll? Soll eine fleinere Kommission weiter arbeiten, soll die Angelegenheit in die Hände des Reichsjustizamts übergehen, welche Beschlüsse find überhaupt über die formale Behandlung des bürgerlichen Gesezbuchs gefaßt? Schiedsgericht§ 97 a, 3 ffer 6 a. a. D.) in derfelben nach demselben Maßstabe beizutragen verpflichtet find, wie b DIT Innungsmitglieder und deren Gefellen. Diese Bestimmung mit dem 1. Januar 1889 in Wiffamteit. Der Bezir Schuhmacher Jnnung in Berlin umfaßt die Stadt Berlin un bie Umgegend von Berlin bis zu 7 Kilometer Entfernu Der Polizei- Präfident, Freiherr von Richthofen." Richthofen." Nach Nach Ra E Marl gabe des von Seiten der Innung festgestellten und der Aufsichtsbehörde genehmigten Haushaltsplanes für Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1889 baben an die Jnnungstaffe einen Beitrag von 1,20 pränumerando für das Jahr 1889 au den unter oben Staatssekretär v. Schelling: Der Abg. Hartmann hat bereits des schmerzlichen Zwischenfalles erwähnt, welcher die angeführten Punkten 1-2 gedachten Innungseinrid für ihren Gewerbebetrieb zu zahlen. Wir erfuchen Sie gemäß, diesen Beitrag vom 1.- 31. Januar feben Kommiffion durch den Tod thres hochverdienten Vorfigenden Nachmittag von 3-8 Uhr an unsere Innungstaffe, fcherfit zu zahlen. Gleichzeitig theilen wir Ihnen zur geft. Rennt nahme ergebenft mit, daß Ihnen sowie ihren Gefellen refp. hat, nimmt auch die ausländische Industrie etwa zu einem Drittel Stillstand lommen fann. Nachdem bei einer feierlichen Ges gleiche Recht zur Benugung des Schiedsgerichts der vereinigt Theil, so daß fie nicht allein von der inländischen aufgebracht werden müffen Abg. Hammacher: Es wird in Industrielreisen lebhaft darüber geltagt, daß Waaren, welche im Auslande mit dem felben Verfahren hergestellt werden, welches in Deutschland patentirt ist, hier bei uns nicht vom Batentgesetz gefaßt werden fönnen, wie es im Jatereffe der deutschen Batentinhaber liegt. Ich glaube, daß dieser Uebelstand auch von dem Herrn Präft denten des Patentamts, sowie von den Mitgliedern des Bundes raths als ein frianter empfunden wird. Eine Remebur wäre auch wünschenswerth in Bezug auf die Erhebung des Stempels für Patentübertragungen. In Preußen wird dafür nicht ein Befftonsstempel, sondern ein fachlicher Stempel von pet. des fich Stanbplat jchen B obrer und gröblich ib ber atereffe fe vertrü b bann b eines Bau größerer Ungleichen& Quimertiame gemad beitern und Arbeiterinnen nunmehr vom 1. Januar 1889 ab b Innungen Berlins, wie auch ferner der Arbeitsnachweis der nung, sowie die Benugung der Herberge aufteht, wie ben Das Jnnungs Schiedsgericht befindet Neue Friedrichstr. 16, der Arbeitsnach weis, sowie die Herbe der Innung befinden fich Fischerstr. 25 in unserem Jamung Schuhmacher Jnnung. J. A.: F. Beutel, Obermeifter." hause. Berlin, den 24. November 1888. Der Vorftand Dr. Pape betroffen hat. Wenn damit auch eine wesentliche Kraft dem Werke verloren gegangen ist, so braucht doch nicht die Besorgniß rege zu werden, daß das Werk irgendwie zum tegenheit an Allerhöchfter Stelle die Erklärung abgegeben wor ben ist, daß das Bustandekommen des Bivilgesegbuches in naher Bukunft erwartet wird, wird wohl auch der Reichstag den ver bündeten Regierungen das Vertrauen schenken, daß sie die Wege und Mittel zu finden wiffen werden, das Wert zum er wünschten Biele zu führen. Ich hoffe, daß das Haus nicht Anstand nehmen wird, die hier geforderte Summe zu bewilligen. Was die Form und Methode anlangt, in welcher sich die nungsmitglidern. PRETS uns mitgetheilt wird, stößt dieser Jnnungserlaß auf Seiten DIS weitere Berathung des Entwurfs vollziehen wird, so hat der Betroffenen auf allgemeinen Widerspruch. Die schwerwiegenbli Bedenten werden dagegen laut. ber Gewerbeordnung bestimmt, daß Bestimmung Vertreter vor Erlaß D Kön Der Natur Stuben un babin b Bipfchen De gebobrte Lo Dag bei der Um mitten welche über So ist z. B. in§ 100 Der betheiligten außerhalb Innung stehenden Arbeitgeber au hören find Ferner dürfen nach§ 100 f( legter Abschnitt) der Bewerben nung Nichtmitglieder der Jnnung nur in derselben Weife Werthes erhoben, während in den übrigen deutschen Staaten Antwort doch nicht so dilatorisch ausfällt, wie der Abgeordnete gefeßlichen Anordnung ist nicht Folge geleistet wor ein Stempel gar nicht besteht. Diese Rechtsungleichheit müßte beseitigt werden. In Bezug auf die Martenschutzgesetzgebung haben sich im Laufe der Zeit vielfache Mißstände herausgestellt. England ist uns in strenger Uebung des Martenschußes weit voraus. Es ist ein Uebelstand, daß jest der Einzelrichter zu entscheiden hat, ob bei der Marke eine Täuschung des Bublifums vorliegt oder nicht. Daraus resultirt nothwendig eine sehr große Verschiedenheit der Auffaffung und Recht fprechung und die Nothwendigkeit der Errichtung einer Bentralbehörde zur Entscheidung derartiger Fragen. Am besten wäre es, wenn man da Patentamt mit diefer Sache betraut. Abgeordnete Hartmann mir die Antwort bereits vorweggenom men. Er hat hervorgehoben, daß der Bundesrath sich noch nicht schlüffig gemacht hat und ich kann das bestätigen. Aber Andeutungen bin ich in der Lage zu geben, so daß meine Hartmann es erwartet hat, wenn ich auch nicht den weitgehen. den Anforderungen des Herrn Strudmann gerecht werden lann. Der vorliegende Entwurf bietet eine durchaus geeignete Grundlage. Die Einfeßung einer besonderen Kommission zur Weiter führung des Werles, welche der Abg. Struckmann ols Möy lichtelt hingestellt hat, ist von keiner Seite beabsichtigt. Dieses würde einen Bruch mit der bisherigen Entwidelung bedeuten und das wünscht auch der Abg. Strudmann nicht. Da der vor Strakenedte Durchfchreite überzeugen, Dor fich bab bes herbergswesens und Schiedsgerichts u. f. w. berange nach demfelben Maßstabe wie Innungsmitglieder zu den Ro werden. Nach§ 100i hat die Innung über diese Roffen un von Nichtmitgliedern eingezogene Beiträge getrennte Redm zu führen. Auch in den Motiven des Gefeßes ift ausbrüd hervorgehoben, daß die von Nicht- Innungemitgliedern erhob Beiträge nur und ausschließlich nur zu dem besonderen Zwed verwendet werden dürfen. Laut§ 4 des Innungsstatuts jable die Mitglieder aber jährlich nur 1,20 M. Beitrag, wovon Hegende Entwurf das Fundament ist, so ergiebt fich von selbst, daß, wenn am 1. April die Berathung in der jegigen Rom mission schließt, die Regierung angewiesen sein wird, fich zur welcher Weise dies geschehen wird, ist eine Frage der Zukunft und hängt auch davon ab, welche Stellung die verbündeten Re gierungen zu dem Entwurf nehmen werden. Bisher hat eine Stellungnahme der Regierung nicht stattgefunden, und es ist deshalb auch noch verfrüht, auf ein detaillites Verfahren der weiteren Entwidelung einzugehen. Weiterberathung in weiteren Kreisen Männer zu suchen. In Drittel( 40 Pfennig) für Innungszwede und zwei D Laut ( 80 Pfennige) für Unterstügungen an hilfsbedürftige Me und Wittwen verwendet und getrennt gebucht werden. § 17 des Jnnungsstatuts fönnen die Mitglieder zwei Jab mit dem Bahlen der Beitrage im Rüdftande fein und erbal erst im dritten Jahre Zahlungsaufforderung. Wie wenig Abg. Hartmann: Jo dante dem Herrn Staatssekretär Jahresberichten hervor. Im Jahre 1886 waren 1503 M, 188 ordnet überhaupt die Verwaltung der Janung tft, acht aus be habt, mir eine Vorhaltung zu machen wegen meiner Aeußerung gliebern. Die meisten der Reftanten haben innerhalb e dagegen 1393 M. ausstehende Beitragsrefte bei 2400 über das Jahrhundert. Dieselbe gab zu feinem Migoerständniß Jabre feinen Beitrag gezahlt. Wie tommt nun die Janu für seine Ausfunt. Der Abg. Meyer hat die Gewogenheit ge Anlaß, wenn nicht einige Herren verfrüht ihre Misstimmung zu erkennen gegeben hätten. Staatssekretär von Boetticher: Die Buläffigfelt des Patentichuses auch gegenüber solchen Waaren, die im Auslande nach dem bei uns patentirter. Verfahren hergestellt find, ist neuerdings vom Reichsgericht anerkannt worden. Es bedarf also deshalb teiner Aenderung der Gesetzgebung. Die Stempel frage ist eine preußische Angeleger beit, und ich habe deshalb Die Aufmerksamkeit des preußischen Handelsministers darauf ge lenft. Ueber eine Reform des Martenschußaefeßes schweben im Bundesrath feit längerer Zeit die Verhandlungen. Aus dem uns zugegangenen Material habe ich den Eindrud gewonnen, daß die Waterte noch nicht überall so durch die praktische Er fahrung geflärt worden ist, daß man zu einem durchweg be friedigenden Resultat for men tönnte. Ich bestreite nicht, daß eine Bentraloebörde, die allerdings recht erhebliche Roften ver ursachen würde, ein übereinstimmenderes Verfahren ermög Icben würde, als es jegt bei der Thätigkeit einzelner Be hörden möglich ist. Ich möchte aber doch darauf hinweifen, daß alie fulche Wünsche, welche auf die Herstellung von Ver befferungen gerichtet find, mit der größten Vo ficht aufzunehmen find. Früher wurde bier die Herstellung von Martenschug regifter als eirs der drir glichsten Defiderien hingestellt. Diesem Wunsche ist enisprochen worden und nun läßt uns der Handelsbak bazu, von Nicht Mitgliedern 1,20 Mart pränumerando ju langen, während die Mitglieder zu denselben Bweden 40 Pfennig und diese erst nach 2 Jahren begablen? G ftößt dies gegen§ 100 f( legter Abfag). Angefehen davon, Arbeitsnachweis und Herbergswesen der Jnnung bisher geringe Kosten v rursachten, indem die Einnahmen zum größten haben, daß er ein manchesterliches und fein deutsches Recht ent- Theil die Ausgaben dedten, lönnte der Beitrag, zu welde Abg. eyer( alle): Die legte Aeußerung des Abgeordneten Hartmann hat mich überrascht. So viel ich weiß, find Die abfälligen Urtheile über den Entwurf gerade aus dem Kreise feiner Parteigenoffen gekommen, die dem Entwurf vorgeworfen halte. Wenn solche Anschauungen Einfluß gewinnen, dann halte ich es für vollkommen begründet, daß dann die Aus ficht auf das bevorstehende Jahrhundert nicht zu trübe gegriffen ift. höftens 20-30 Pfennig betragen. Auf die vom Fachverein Berliner Drofdkrab Wir unsererseits wünschen einen schnellen Fortgang her" seiner Beit an die städtischen Behörden gerichtete B lofen, Teers mebreten folcher Un alles in e Re nur ge hnen Bill Die fich, tote eninimmt e Boll im on, welche dahin ging, der Magiftrat wolle im Einverständniß chaffen. im Stadtverordnetenlolleatums und der Aufsichtsbehörde an d. Wenn nen, die asphaltirten Straßen nur in den frühen Morgenfonftatittunden, in welchen der Verkehr nicht so freq tent ift sprengen Cand in bend abziehen zu laffen, gleichzeitig aber auch dieselben, so oft wichtigsten namentlich bei regnerischem Wetter erforderlich, mit Sand Spreche nicht treuen zu laffen, ist vom Magiftrat folgender Bescheid er Ste zu den hellt worden; cundlage Auf die Petition vom 29. Oktober d. J. betreffend die halte. andlung des Asphaltpflasters erwidern wir dem Vorstande ert hat, biftehendes: racht werden Bei der unbestrittenen Nichtigkeit der Behauptung, daß nur endigt find, denes Asphaltpflafter fabrficher sei, wäre es für den Fahrver ße der allerdings wünschenswerth, wenn die Asphaltstraßen ftets er Jahrhundert den gehalten werden lönnten und Waschungen deffelben nicht ung früherer geführt werden müßten. Aber denselben ungünstigen Erfolg wesen wäre den Fabrverkehr, wie die fünftliche Besprengung. haben die cht die Einstürlichen Niederschläge und zwar diese oftmals noch viel mehr, weifen, daß jene. So find in der Zeit vom 1. April bis Ende Oktober n müffe, di 93 Regenfälle zu verzeichnen gewesen, b. b. es fallen auf rzel haben die 7 Tage jeder Woche im Durchschnitt 3 Regentage. Aber in eine elewenig wie der Regen fich auf die frühen Morger ſtunden be chen magsräntt, fann dies die Straßenreinigung bei ihren Waschungen. chen zu riteres geht aus folgenden Betrachtungen hervor. ann hat ben Den Waschungen der Asphaltstraßen muß die regelmäßige mir faultliche Reinigung vermittelst der Kehrmaschinen vorangehen. efen, daß die Asphaltstraßen find im allgemeinen die frequentesten liedern Straßen der Stadt. Der starte Verkehr erzeugt vielen Schmuz; immung.) er muß also selbstverständlich im Wege der gewöhnlichen ner Rebe einigung beseitigt sein, ehe das Abwaschen vorgenommen wird. Die fachlicus dem Umstande aber, daß das Asphaltpflaster hierorts reich nen fei, und der gesammten Straßen gleich 600 000 qm bedeckt, er nothwendiebt fich, daß es unmöglich ist, die sämmtliche Waschungen in die Zeit den frühen Morgenstunden allein zur Ausführung zu bringen. en ift, went Die Arbeit muß fich nothwendiger Weise auf einen längeren vet den who Beitraum, d. b. auf den ganzen Tag vertheilen. ragende lo Inlaß gegeben indem auf 1 Million ausgelieferter Briefe nur 234 unbestell bare entfielen, im Jahre 1886 dagegen 244 Stüd. Den Haupt antheil an diesen unbeftellbaren Briefen tragen nur solche mit falschen Abreffen, aus welchen den Bofibeamten nach wie vor große Arbeit entsteht, während den Hauptschaden natürlich das betheiligte Bublifum trägt. " " Hrate am Sonnabend wird, vorbehaltlich der bekördlichen Abnahme der neu gebauten Strede, seitens der Großen Berliner Pferdebahngesellschaft der Betrieb in der Alexanderstraße von der Jannowißbrüde bis zum Alexanderplatz eröffnet. Alsdann werden die Linie Kreuzberg- Demminerstraße" und„ Hasenbaide- Rathhaus" über die bezeichnete Strede geführt werden. Ebenso wird vom gedachten Tage ab die jeßige Linie Wedding play- Schleftfcher Bahnhof" in Weddingplay- Rottbuser Thor" verwandelt, indem die Wagen alsdann von der Jannowigbrüde durch die Brücken-, Neander, Prinzenstraße, Morigplay, Oranienund Dresdenerstraße verkehren. Die Linte 3oologischer GartenHolzmarktstraße" wird schließlich nach dem Andreasplatz( Abfahrt. stelle am Grünen Wea) verlängert und sollen ferner- je nach Bedarf- Einfeßwagen zwischen„ Lügowplay( Ede der Schill Straße) und Spittelmarkt" eingelegt werden. Im übrigen bleibt der 1. 8. bestehende Winterfahrplan unverändert in Kraft. Zu dem Verschwinden des Loose- und Bigarrenhändlers Krüger verlautet aus ficherer Quelle, daß die Bolizei noch immer vergeblich auf den Flüchtigen fahndet. Der felbe soll sich, wie es heißt, von hier über Leipzig nach Wien begeben haben; von dort aus fehlt jedwede Spur, welche zu feiner Verfolgung eine sichere Hanbhabe bieten tönnte. So viel aber steht fest, daß Krüger in Leipzig noch 2 Tage nach seinem Verschwinden bemerkt wurde und daß er bort auch zahlreiche, Verschwinden bemerkt wurde und daß er dort auch zahlreiche, auf die Loose seiner Kunden gefallene Gewinne fürsorglich erft eingezogen hat, bevor er seine Reise fortsette. Natürlich hatte er feinen Koup schon lange vorbereitet. Dadurch, daß er eine von dem daran stoßenden Verwaltungs- Betroleumteller trennte, eine Deffnung durchbrechen und die Petroleumfäffer herausschaffen laffen, damit seine Hühner Plaz belämen. Vor einer Revifton wurde das Loch wieder zugemauert, um nach derselben wieder durchgebrochen zu werden. Ferner behauptete Stiehler, daß der Inspektor einen Theil des Sandes, den die Verwaltung zum Streuen gegen Glätte hatte anfabren laffen, für seinen Hühners teller benutzt habe und schließlich soll derselbe den Maurer Rieprich, welcher von der Verwaltung mit Maurerarbeiten be schäftigt werden sollte, zu häuslichen Arbeiten für sich benutt und dadurch die königliche Verwaltung geschädigt haben. Stichler erklärte, daß er dem Inspektor den Gehorsam verweigert habe, weil dieser ihn beauftragte, den Hühnerstall zu reinigen, ein Befehl, den der Inspektor zu ertheilen nicht berechtigt war. Jm Verhandlungstermine hielt Stiehler alle feine Behauptungen aufrecht. Der Maurer Nieprich gab zu, daß er häufig für den Inspektor häusliche Arbeiten habe verrichten müssen. Er set zum Begießen, zum Teppichklopfen, zu Botendiensten, zum Rei nigen des Kellers 2c. benutzt worden und in ganz seltenen Fällen habe der Inspektor ihn für diese Dienstleistungen bezahlt. Er babe alle Arbeitsstunden am Schluffe der Woche liquidirt und fich nicht darum befümmert, aus welcher Kaffe er bezahlt werde. Der Kommandeur des 2. Dragoner- Regiments, Oberft v. Stoich, erklärte, daß dem Inspektor ein Verfügungsrecht über den für die Schwadron angefahrenen Sand nicht zustände, es bedürfe aber wohl nur eine Rüdsprache mit dem betreffenden Wachte meister, um die Erlaubniß zum Sandholen zu erwirler. Demgegenüber behauptete anderer Beuge, dem der Inspektor den Auftrag gegeben, von dem Schwadronsfand zu holen, daß der Wachtmeister, der ihn dabei ertappte, hierüber fehr ungehalten gewesen sein soll. Später babe der Jafpettor eine Fubre Sand für eigene Rechnung anfahren laffen. Der Beuge Cotell verweigerte fein Beugniß in Betreff ber unrecht schuldigungen erklärte er für unwahr. Er wollte den Maurer nur während der Arbeitspausen für seine Privatzwede benugt haben. Der Staatsanwalt verkannte nicht, daß ein großer Theil der von dem Angeklagten aufgestellten Behauptungen fich als wahr erwiesen, nicht aber die unrechtmäßige Verwendung des Schwadronssandes, in diesem Punkte Er bear tragte unter Berücksichtigung aller mildernden Umstände das Falle set aber durch die in der Anzeige gebrauchte Wendung. er habe für den Inspektor stehlen müffen", eine strafbare Bes leidigung zu erbliden. Der Gerichtshof erkannte auf Frei fprechung. Die Angaben des Angeklagten verdienten denselben Glauben, wie diejenigen des Inspektors. Der Wahrheitsbewels müffe zum größten Theil als erbracht angesehen werden; wo es nicht der Fall sei, lönne man dem Angeklagten nicht nachweisen, daß er wider befferes Wiffen gehandelt habe. Ebensowenig liege eine Beleidigung vor. ein get ma olen feinen Serpflichtungen nachlam, hatte er fichmäßigen Beugung Berwaltungsletters, if beren Asphaltpflaster trodnet belanntlich bei warmer Witterung bebingt geht rasch ab; der starke Verkehr entwickelt starken Staub, das es Entour Sandstreuen befördert die Staubbildung naturgemäß in hohem geschoben hat, die er zu Antheilspielen verwandte; dieser Bes dann so en. So infch und biefer fake Conte wird.( Be hen. einen ganz außerordentlichen Buspruch verschafft. Mit welchem Raffinement er später bei dem Betruge zu Werke ging. erhellt am besten aus der Thatsache, daß er weit über die vorhandene Bahl der Loose hinaus noch gefälschte Nummern mit unter frug gelang um so eher, als hierbei die Driginale meist in dehnen. erliche Geländig vorsichtig und sparsam umgegangen werden, den großen seiner Hand verbleiben. Außer in der sächsischen Lotterie hatte sei Stiehler den Beweis schuldig geblieben. oder: Interesen der Fuhrwerksbefizer stehen dabei diejenigen der phaltstraßenbewohner, der Geschäftsleute in diesen Straßen glauben wir auch in gebührendem Maße in Schuß nehmen zu und des großen Publikums gegenüber, und diese Intereffen So weit es aber irgend möglich, wird selbstverständlich auf v. M. ausgesprochenen Wünsche brigen laufeudficht genommen werden." ichsfuftiam des Neld n überwiefen tag 1 U che nicht u elben erhielten Perrn Bolige mmt worden: g zu Berlin Ein Bild des Verfalls bietet der Friedhof der Marzgefallenen" im Friedrichshain. So lange der reiche Saumesichmud noch vorhanden ist, so lange das Gehed noch in Grün um die Maffengräber zieht, der Flieder die Ruhe alten der Todten grüßt und die Vögel über ihnen thre Weisen biliren, mag die stille Stätte ein poetischer Hauch umweben. Best jedoch, in dem Alles enthüllenden November, tommt eine Croftlofigteit zu Tage, welche dem historischen Friedhofe nicht tebührt. Die Gedenksteine find verwittert, zerbrochen oder en Taufendig verschwunden. Altes Laubwerf liegt in dichten Mengen auf den Gräbern, die kein Freund oder Angehöriger der Ges fallenen mehr besucht. Nur die Berliner Arbeiter schmüden Noch alljährlich am 18. März" die mit Unkraut überwucherten Rubestätten und gedenken der Kämpfer und Idealisten des Jabres 1848. Und wer heut den Friedhof der„ Viärzgefallenen" betritt und bie bisweilen eintretenden Besucher mustert, steht jaft nur dem arbeitenden Bolt angehörende Männer und Frauen. Boghandler augenblicklich eifrig thätig. In nicht geringer Bahl ung beftimme ng variatenes no beren Ge Das Baberp toffenen b Bew. Dr bts( Befell en Weife un find, wie b timmung t er Bezirl of Berlin un er Entfernu Nach Ma ten und anes für 9 baben W E 1,20 Mar unter oben seinrichtungen Chen Sie be Den Dritted Sticherft geft. Rennin ellen refp 1889 ab ba Der vereinigten chweis ber wie ben befindet f die berber rem Jamung Vorstand be meifter. auf Seiten Für den Handel mit Weihnachtsbäumen find die ellen sie die tannenreichen Waldungen unseres Landes, entlich den Harz und Thüringen, um Umschau zu halten in nahmslos werden in den tönigl. Forften die geschlagenen ngen Bäume schodweise meistbietend verstelaert, ohne vorherige er auch in der preußischen in umfangreichstem Maße Loose vers trieben, so daß fich die Betrügereien nach zwei Seiten aus- uläffta niedrigste Strafmaß, einen Monat Gefängniß. In jedem Roloffale Unterschlagungen und Verunirennugen hat fich der in der Neue Königstraße wohnende Agent F. zu Schulden lommen laffen. Derselbe war der hiesige Vertreter meh erer bedeutenden Cachemicfabriken in Frankenberg in Sachsen und hatte von den Inhabern derfelben sehr große Läger für den hiesigen Platz zur schnellen Effettuirung für die Berliner Kunden erhalten. F. hatte auch das Intaso für die auswärtigen Fabrilfirmen zu besorgen und hat nun diese Ver trauensstellung dazu benutt, um die eingegangenen Bahlungen in seinem Intereffe zu verwenden, theils auch die Waaren zu in feinem Intereffe zu verwenden, theils auch die Waaren zugeftern in der Person eines fiebzehnjährigen Mädchens, der Spottpreisen zu verschleudern und den Erlös für fich zu behalten. Der Schaden, welcher durch die unredlichen Manipulationen ' s ben Fabrikanten ermächft, beträgt nach oberflächlicher Schäßung 60 bis 70 000 M., doch läßt sich die Gesammtsumme noch gar nicht feststellen. F. ist unter Mitnahme größerer Summen flüchtig geworden, Frau und Kinder hier zurüdlaffend, und wird nunmehr auf Antrag der Geschädigten von der Kriminalpolizei gesucht. Bum Hamburger Ranbmord wird unterm 29. b. M. aus Karlsruhe gemeldet: Gestern Abend wurde hier der Raub mörder Dauth unter dem Namen Fischer aus Frankfurt a. M. von den Kriminalbeamten Schleich und Schwelger im Hotel Weißer Bär" verhaftet. Dauth trug eine Baarsumme von 3000 m. bei fich, geftand in dem mit ihm vorgenommenen Verhör die Joentität seiner Person zu und wurde heute den poteren, aus welchen fie ihren Bedarf deden wollen. Fast auf die Bahn gebracht. Zwei Beamte begleiteten ihn nach beer Satung nach der Größe der Stämme. Treffen dann die ersten Bagenladungen auf den hieftgen Bahnhöfen ein, so barrt schon Meineren Boften von Großhändlern abzukaufen. Nun aber bes sinnt erft die eigentliche Arbeit des Unterhändlers. Auf seinem Stanbplats zimmert er die bekannten rohen, Hutschen", mustert ichen Blicks die Nundung der Formen" und hilft mit obrer und einzelnen Zweigen da nach, wo die Natur fich aar gröblich gegen die Symmetrie vergangen hat. Sibt der Weihnachtsbaum. Künstler von Unterhändlern, um die begehrte Waare in Dft aus spekulativem Untereffe feinen Veredelungstrieb aber so meit, daß er vertrüppeltes Bäumchen in 3 veidrittel Höhe fappt" nb bann das fehlende obere Drittel durch ein besonderes, ganz Meines Bäumchen ersetzt, welches er funstgerecht in den Stamm größeren verzapft". Und so geschickt weiß er aus den zwei Ungleichen Hälften ein„ Ganzes" zu machen, daß nur ein ganz ufmertiamer Käufer die sterbliche Stelle an dem anscheinend so bon Der Natur hat aber auch ihr Bedenkliches. Wenn nämlich die Stuben und Lichtwärme auf den Baum einwilt, sieht sich das babin durch die Feuchtigkeit gequollene Sols zusammen, das Bipfchen des oberen Drittels füllt das in den unteren Stamm bobate Loch nicht mehr aus und der Befter läuft Gefahr, gewachsenen Baum entdeckt. Diese rabilale Berbefferung dog bei der geringsten Erschütterung der obere Theil des Baumes m mitten in die Weihnachtsbescheerung fällt. Alle diejenigen, Strakeneden wieder entstehenden Tannenwaldungen musternd Burdichreiten werden, werden daher gut thun, fich genau zu berheugen, inwieweit fie Produkte der Kunst oder der Natur werwiegenbe B. in§ 100 r Erlaß ußerhalb find. Dil elftet wor er Gewerbea en Weife un zu den Rof berangezog fe Roften un nnte Rechnun fft ausbrüd ebern erhobene onderen Bed asftatuts jable D gwovon wet Drift Laut Pürftige Me werden. awet gab bor fich baben. Hamburg, wo er morgen eintreffen wird. Dauth trug einen Dunklen Jadetanzug, wat glatt rafirt und geschoren; fein Geficht war start geröthet und sein Blid scheu und finster. In Ham burg dürfte der Mörder heute, Freitag früh, eingetroffen fein. Er wird von den beiden Karlsruher Kriminalbeamten Schleich und Schweißer begleitet. Man fand in einem von ihm mitge führten Handkoffer blutige Wäsche. Die Beerdigung des Ermordeten findet ebenfalls heute zu der angesezten Beit statt, da bei dem von dem Verbrecher schon gemachten Geständnisse es überflüffig erscheint, ihn zur Leiche ins Sterbebaus zu führen. Ein in St. Pault wohnender Hilfsschreiber, der wegen Ver dachts der Mitwissenschaft Donnerstag Morgen eingezogen wurde, ift Nachmittags als vollständig unbetheiligt an der Mordaffäre entlassen worden. Die Betheiligung der Berliner bei den vor vier Wochen erfolgten Abgeordnetenwahlen war nach der iegt vorliegenden amtlichen Statiftit noch geringer, als vor drei Jahren. Von insgesammt 293 378 Wahlberechtigten erschien nur etwa der vierte Theil, nämlich 73 643( 25,10 pCt. gegen 26,19 pCt. im Jahre 1885). Die einzelnen Abtheilungen 26,19 pet. im Jahre 1885). Die einzelnen Abtheilungen aller vier Wahlkreise betrachtet, zeigen folgendes Bild: In der ersten Abtheilung wählten von 5491 Wahlberechtigten 3598 ( 65,53 pCt. gegen 67,04 im Jahre 1885). Von 25 784 Wählern Aweiter Abtheilung erschienen 11 629( 48,89 pet. gegen 49,36 pCt.). In der dritten Abtheilung stimmten von 264 103 Wahlberech ttaten nur 58 416( 22,12 pet. gegen 23,10 pCt.). Im ersten Wahlkreise haben 34,78 pet.( gegen 35,47 pet. im Jahre 1885) Eine Angeklagte, die besonderes Mitleid erregte, stand Arbeiterin Helene Schent, vor der vierten Straflammer des Landgerichts I. Sie war der Urkundenfälschung verbunden mit Betrug in fteben Fällen beschuldigt und geständig. Ihr jugend liches Geficht zeigte die Spuren großer Seelenleiden, als sie mit thränenerftiter Stimme erzählte, wie fte zu der Strafthat ge fommen sei. Ihr Vater, der Bigarrenarbeiter sei, tönne den Unterhalt für seine fünf Kinder nicht beschaffen und so mußten diejenigen derfelben, welche nicht mehr schulpflichtig feien, auf Arbeit gehen. Sie und ihre Schwester hätten in der Jakobsohn'schen Kartonagenfabrit gearbeitet. Bet zwölfftündiger Arbeitszeit habe sie nur fteben bis acht Mart die Woche verdienen lönnen, thre etwas gewandtere Schwester babe es dagegen etwas höher gebracht. Dies sei die Veranlaffung gewesen, daß fie von der fehr strengen Mutter häufig Vorwürfe und Schelte erhielt und um dem vorzubeugen, fälschte sie ihr Arbeitsbuch, indem sie die von dem Werkführer eingetragenen Bahlen in Betreff der von thr fertig gestellten Stüde in höhere umänderte. Sie hat ihren Arbeitgeber dadurch um ca. 12 Matt geschädigt. Der Staatss anwalt beantragte eine Gesammtstrafe von 4 Monaten Ge fängniß; der Gerichtshof berücksichtigte aber die vielen vor liegenden Milderungsgründe und erkannte nur auf vier Wochen Gefängniß. Vereine und Versammlungen. Die Volksversammlung, welche gestern Abend in der Tonhalle tattfand und in welcher Reichstagsabgeordnete Paul Singer über den Gefeßentwurf der Alters- und Invalidenver forgung der Arbeiter referirte, die aber, wie wir gleich vor ausschiden wollen, nach zweieinhalbstündiger Dauer auf Grund des Sozialistengefezes der polizeilichen Auflösung verfiel hatte eine wahre Völkerwanderung nach dem Norden veranlaßt. Von nah und fern waren die Arbeiter herbeigeftrömt, um ihren verehrten Vertreter im Reichstage sprechen zu hören. Leider war dies nur dem kleinsten Theile derfelben vergönnt. Taufende und Abertausende fanden keinen Einlaß mehr. Das Lotal wurde schon lange vor Beginn der Versammlung polizeilich gesperrt. Stürmisch begrüßt von den tausenden in der Tonhalle Ver fammelten sprach Reichstagsabgeordneter Singer volle awek Stunden über das zur Tagesordnung stehende Thema und werden wir über den Vortrag sowohl als auch über den weiteren Verlauf der Versammlung morgen in aus führlicher Weise berichten. An den Vortrag schloß fich eine furze Distuffton, in welcher einige Herren sprachen. Die Auflösung nach 11 Uhr Abends. Welche über ein Kleines die auf unseren Plägen und an unseren gewählt, im zweiten Wahlkreise 21,39 pet.( gegen 24,36 pSt.), erfolgte bei den Ausführungen des Herrn M. Baginsti fura im dritten Wahlkreise 21,01 pCt.( gegen 22,62 pCt.) und im vierten Wabltreife 25,61 pt.( gegen 23,51 pt.). Im letzteren allein hat fich also eine Bunahme der Wahlbethelligung um 2,10 pCt. bemerkbar gemacht sonst aber stößt man überall Blinde auf den Straßen. Man sollte es nicht für mög auf eine Verringerung der Bahlen. balten, daß in dem Gewoge der Weltstadt jemand führer Los feines Weges wandeln fönnte, der des Augenlichts beraubt Und doch ist dies der Fall. Hunderte von Kindern, wel viertel " wohnt ein Blinder, welcher tagtäglich den so überaus Polizeibericht. Am 29. d. Mts. Vormittags wurde ein Arbeiter in seiner Wohnung in der Josephstraße erbängt vorgefunden. Um dieselbe Beit stürzte ein berittener Schußmann Der dem Hause Anhaltstraße 1 mit dem Pferde und erlitt eine alettes bezw. Führers nicht gestatten, vertrauen einem gewiffen Quetschung des linken Unterschenkels, so daß er mittelst Droschte fich allein auf die Straßen hinans wagen. Im Geheimrathes suchte ein Mädchen in feiner Wohnung in der Kleinen AndreasBefüblafinn und der genauen Abmessung der Wege, wenn fte nach seiner Wohnung gebracht werden mußte. Don Fuhrwert belebten Potsdamerplas paffiren muß. Er ge langt in folgender Weise über den gefährlichen Platz: Ein. Blinden taftenb und erhal Ble wenig ft, geht aus be 1503 m., 1887 bet 2400 Tagen. Straße, fich durch den Genuß von Kleefalz zu vergiften, nachdem es vorher den vergeblichen Versuch gemacht hatte, fich mit einem Rüchenmeffer die Pulsader der rechten Hand zu durchschneiden. Nachmittags entstand im Hause Markgrafenftr. 106 in einem Gasflamme flog und die übrigen Vorräthe in Brand septe. Das Feuer griff schnell um fich, so daß drei nebeneinanderliegende biegung in die Bellevuestraße, hinüber nach dem Thiergarten. Es wurde nach dem Krankenhause im Friedrichshain gebracht. Qotel, Ueberschreitung der Königgräßerstraße und dann der Heinen Strede, weiche nach dem Leipziger plaz führt. Der Arme Lagerraum dadurch Feuer, daß ein Floden Werg in die offene it nun in der Leipzigerstraße. Am schlimmsten ist es für die natürlich mertfamleit, bis eine an und Ab Eine treue Stüße ist der Stod, welcher immer Räume völlig ausbrannten. O vorangelaffen wird. Man lauscht mit angespannter Auf Baufe im Hufschlag der Pferde eintritt, und dann schnell hinüber. Das Publikum würde in solchen mertt überwiegend nicht, daß der mit einer blauen Brille Bersebene ein Nichtsehender ist. Charakteristisch bleibt es immer in, daß die Biinden in verschwindend wenigen Fällen an nerbalb we n die Innun erando ju v Bwiden bak len? G hen davon, ang bisher en zum größten ag zu welchem dürfen, fährlich Drosdkrubr gerichtete Bell main Gerichts- Zeitung. Grobe Amtsübergriffe, deren der Inspektor der Saferne bes 2. Garde Dragoner- Regiments, Herr Cotell, durch seinen Untergebenen, den Kasernenwärter Friedr. Aug. Stiehler, beschuldigt war, unterlagen gestern einer eingehenden Brüfung mit Bezug auf die Wahrheit oder Unwahrheit dieser Beschuldi war seines Dienstes enthoben worden, weil er einen Befehl des Snipettors Cotell auszuführen fich geweigert hatte. Unterm erreichen. Die blaue Brille wird der Verdeckung der sternens gung vor der vierten Straffammer des Landgerichts I. Stichler mehreren Blinden zusammen. Es wirkt ergreifend, wenn zwet ihnen Bilder schaffen. eine öffentliche Tischlerversammlung tagte am 26. November in Charlottenburg in Wodrich's Salon, Spree Straße 8, mit der Tagesordnung: Die Alters- und Invaliden verficherung der Arbeiter. Herr Bubell hatte das Referat. Er unterzog den Entwurf einer scharfen Rritif und betonte, daß unter der jegigen Produktionsweise ein solcher Gefeßentwurf für die Arbeiter gänzlich nuplos set. Die Versammlung faßte schließlich folgende Resolution: Die heute am 26. November in Charlottenburg in Wodrich's Salon tagende öffentliche Tischler versammlung erflärt sich entschieden gegen den Gefeßentwurf der Alters und Invalidenversicherung: 1. well die Altersgrenze zu weit hinaufgeschoben ist, 2. die Rente eine zu geringfügige, 3. das Quittungsbuch nur zu dem von den Bünftlern geforder ten Arbeitsbuch werden wird. Die heutige öffentliche Tischler versammlung fordert die Vertreter des Voltes auf, den Gefeß entwurf der Alters und Invalidenversicherung entschieden abzulehnen." Ferner wurde noch erwähnt, daß es Pflicht eines teden Arbeiters set, für das Berliner Volksblatt" zu agitiren, weil nur dieses Blatt die Intereffen der Arbeiter verhitt. Danach schloß der Vorftzende die Versammlung mit einem breis fachen Hoch auf die Sozialdemokratie. Eine große öffentliche Versammlung der Buschurider, Vorrichter und Stepper Berlins findet Sonntag, den 2. Dezember, Vormittags 10% Uhr, im Königstadt Raftno, Holzmarktstraße 72, statt, mit folgender Tagesordnung: Bericht der am 18. Noormber gewählten Kommission. Disfuffion. Vor standswahl. Verschiedenes. Unglüdlichen Arm in Arm dahinwandeln. Um fte fluthet 27. Mai hatte Stiehler darauf ein Gefuch an die Intendantur 9 Uhr bei Schläwide, Kleine Kurstraße 1. Lübed scher um Belaffung im Dienste gerichtet und daran Beschuldigungen auf die Anklagebant führten. Er behauptete, daß der Inspektor Gefang-, Turn- und gesellige Vereine am Sonnabend, Gesangverein Harmonia" Abends 8 Uhr im Restaurant, Alte Jatobstr. 38.Männergesangverein Treue" Abends 9 Uhr im Restaurant Andreasstr. 9.- Männergesangverein ,, Erato" Abends Turnverein( 1. Lehrlingsabtheilung.) Abends 8 Uhr Elifabethfir abtheilung von 8x- 10% Uhr Abends; desgl. 1. Lehrlingsabthets e nur gewabren nichts. Empfindung und Kombination müffen gefnüpft, die ihn gestern regen wiffentlich falscher Anschuldigung Jr. 57-58.- Turnverein" Wedding", Pantstr. 9, Männere , toie bie D. Verk. 3tg." der Reichs postitatistik für 1887 diefer Raum fich zu diesem Zwede als unzureichend erwies, flaffe des Berliner Handwerkervereins" Abends 8 Uhr Sophiena Die Zahl der endgiltig unbestellbaren Briefe hat Cotell fich gegen 50 Hübner in seinem Privatteller halte. Da eninimmt, im Verhältniß zum Vorjahre weiterhin vermindert, so habe Cotell in die Wand, welche seinen Privatkeller 15. Abends 8 Uhr im Louisenstädtischen Bierhause, Admiralstr. 38. Theater- und Vergnügungsgesellschaft Treue" Abends 8%, Uhi in Bobert's Ballsalon, Weinstraße 11. Vergnügungsverein Vergnügungsverein Schneeglödchen" Abends 9 Uhr in Vettins Bierhaus, Veteranen ftraße 19.- Geselligkeitsklub„ Lustig" Abends 93 Uhr im Restaur. Weichelt, Taubenstr. 45. Verein der Taubenfreunde Abends 8% Uhr im Restaur. Hillmann, Manteuffelstr. 68.- Dänischer Verein Freya" Abends 9 Uhr im Restaur Poppe, Lindenstr. 106. -Verein der Württemberger Abends 81%, Uhr bei Vaihinger Dorotheenftr. 84. Verein ehemal. Schüler der 34. Gemeinde Schule Abends 9 Uhr im Restaurant, Roppenstr. 58.- Verein ehem. M. C. Lutherscher Schüler Abends 9 Uhr im Restaurant Bormann, Ohmgaffe 2. Rauchflub Qualm" Abends 8 Uhr Ver im Restaurant Tamm, Schönhauser Allee 28. gnügungsverein Luftige 13", Abends 9 Uhr im Restaurant Albrecht, Annenftr. 9. Selegraphische Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Berlin, Freitag, 30. Novbr. In der am 29. b. M. abs gehaltenen Blenar ftzung des Bundesraths machte der Vorsitzende, D. Bötticher, davon Mittheilung, daß die nach§ 139b der Ge werbeordnung dem Bundesrath und Reichstag vorzulegenden agus& Berichte der mit Beauffichtigung der Fabriken betrauten Be amten für das Jahr 1887 zu einem systematisch geordneten Gefammtbericht verarbeitet worden find. Sodann wurde über die Inkraftsegung des Gesetzes vom 5. Mai 1886, betr. die Unfall. und Krantenversicherung der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftiaten Personen für mehrere Bundesstaaten Bes fchluß gefaßt. Die Vorlage, betr. die Ausführung der seit dem Jahre 1875 erlaffenen Anleihegefeße, und der Entwurf eines Gesetzes wegen Ausführung des internationalen Vertrages zur Unter brückung des Branntweinhandels unter den Nordseefischern auf hoher See wurden den zuständigen Ausschüssen zur Vorberathung übergeben. Der Eingabe des Vorstandes einer Aktiengesellschaft für Bwirnerei und Nähfadenfabrikation, wegen Be fchäftigung jugendlicher Arbeiter an fatholischen Feiertagen, dem Gesuch eines Messerschmieds um Gewährung einer Kapital abfindung für einen erlittenen Betriebsunfall und einer Eingabe betreffend die Beseitigung der gefeglichen Verpflichtung zur Bedenimpfung, befchloß die Versammlung keine Folge zu geben. Dem Jnnungsverbande Bund deutscher Böttcher- Innungen" in Magdeburg wurden in Gemäßheit des§ 101h der Gewerbe ordnung Rorporationsrechte verliehen. Die Eingabe des Bureaubeamten- Unterstüßungsvereins zu Berlin wegen Ausdehnung der Krantenversicherung auf die Bureaugehilfen der Rechtsanwälte 2c. und der Bericht über die Sigung der Handels- und Gewerbes G. Scharnow's älteste und leistungsfähigfte Uhren- Fabrik, Berlin S., am Moritzplatz, Oranienstrassen- Ecke. besteht seit 1860. 어 Engros. Großer Weihnachts- Ausverkauf. Anerkannt billigste Bezugsquelle. Regulator- Uhren. NickelSilberne Cylinder- Uhren no Goldene Damen- Uhren H von 10 M. an. 6 " H 9 " H " 20 " " " Herren- Remontoir- Uhren 40 Garantie bis zu 5 Jahren. Umtausch bereitwilligft. Illustrirte Kataloge gratis und franto. Langjähriges Bestehen meines Geschäfts bürgt für Lieferung guter Waare. G. Scharnow, Uhren- Fabrik, Berlin S, am Morikplatz, Ede Dranienftr. 152. Dieser Ausverkauf findet jährlich nur einmal Au Weihnachten statt. ED zu adult sid beſteht seit 1860. schalted Export. [ 1400 Möbel- und Polsterwaaren H, Gerlach, Wilhelmſfraße 112, nahe der Anhaltstraße. Anerkannt größtes Etablissement der Luisenstadt Bernhard Braunspan am Seinrichsplay BERLIN S.O. am Heinrichsplah 198 Oranien- Str. empfiehlt: 198 Paletots von 16 Mk. an+ Schlafröcke von 9,- Mk. Anzüge Hosen 21 Mk. 16 Mk. " an " Knab.- Anzüge, 5,25 Mk. do. Paletots. 5,50 Mk. von 4,50 Mk. Westen in Piqué und Seide Maaßbestellungen werden in eigener Werkſtatt, unter meiner Aufsicht, von an. tüchtigen Arbeitern auf's Eleganteste angefertigt. 12000 alte und neue Don Herbst- u. Winter- Ueberzieher 886 Mark. compl. Rods u. Jaquett- Anzüge, Einsegnungs- Anzüge, einzelne Röde, Jaquettes, Hofen, Westen, Leibrödie, Kellnerjaden, Ubren u. div. Goldsachen sollen schleunigst zu jedem nur annehmbaren Gebote ausverkauft werden im 72 Leihhaus- Ausverkauf Jägerstrasse 72. 485] Man hüte fich vor falschen Leibhaus- Ausverkäufen und laffe fich durch 72 deren Anreißer nicht irre führen, sondern achte genau auf die obige Nr. fammer in Bittau vom 9. Mai d. S., betreffend die änderung des Gesetzes über die Krankenversicherung be. 284 Arbeiter, wurden dem Vorfizenden des Bundesrathes übe wiesen. Paris, Freitag, 30. November. Die Kommiffion be Kammer für den Antrag, betreffend die Genehmigung der richtlichen Verfolgung Numa Gylli's sprach sich einstimmig die Genehmigung aus und wird der Rammer sofort Beri erstatten. Paris, Freitag, 30. November. Die Kammer hat b Antrag der Kommission zur gerichtlichen Verfolgung u Billy's genehmigt. Die Budgetlommiffion hat fl mit b sich von dem Kriegsminister und dem Finanzminister verlangt außerordentlichen Budget einverstanden erklärt. Die dem Krie minifter bewilligten außerordentlichen Kredite pro 1889 betrog 125 Millionen Franks. Brüffel, Freitag 30. November. Einer Meldung Lidze zufolge ist in dem Kohlenbergwerk: Marthaye ein the weiser Streit ausgebrochen. Der heutigen Nummer liegt für unsere hiesigen Abonnent ein Prospelt der Firma Gebrüder Grumach bet, auf de wir hiermit aufmerksam machen. Damen- Mäntel- Fabrik Paul Böhm fcheint täg in's Haus 4 Mart. G Der he ang med tundmus. 62 2c, Chaussee- Strasse 2c. am Oranienburger Thor. Grosse Auswahl. Streng reelle Bedienung bis 30 Mt. als Dollmans, Baletots, 12 Regen- Mäntel, neuefte Façons, 6, 7,50, 8, Winter- Mäntel, 13,50, 14, 15, 16 bis 50 Wattirte Räder 8 M. an in allen Farben schon von 10 bis 25 Mt. 9, Jaquetts, in größter Auswahl, 6, 7, 7,50, 8,% Kinder- Mäntel in allen Größen. Seidenwattirte Sammt Brocat- n. seidene Plüschmäntel in großer Auswahl. Machen Sie einen 938 Sonntag, den 2. Dezember: Große öffentliche Ab Für ben ment auf da und Sie werden mein fteter Former Versammlung. Versuch, Kunde bleiben. Die noch vorhandenen 260 hocheleganten Herren- Winterpaletots 1389 248 und 180 hochfeine Tagesordnung: 81814 Ber ebft bem w Das Me Intereffe Bibtige Reid böchften mes Jeben, Organ ber f Nicht bi iter über i Begenthe 1. Wie stellen fich die Berliner Former ber eingesandten Stettiner Arbeit von Möller und bollberg. 2. Verschiedenes. Damen- Wintermäntel 1885 Der Einberufe verlaufe ich, um bis Weichnachten damit zu Oeffentliche Versammlan räumen, zu erstaunlich billigen Preisen. Lucke, Neanderstr. 9, Ecke Schmidstraße. 525252525252525252 Läuferstoffe!! Meter 25 Pf. 1 Meter breit Meter 70 Pf. Teppichstoffe! in schweren Jacquard Geweben 1 Meter breit Mitr. 1.50 Mt., 135 Ctm. breit Mitr. 2,25 Mt. 1107] Emil Lefèvre, lum Teppich- Fabrik, Berlin S., Oranienstrasse 158. 5252525252525 Herren- und Knaben- Garderoben ber Metallschleifer am Sonntag, den 2. Dezember, Vorm. 10 in Krieger's Salon, Wafferthorstraße Tagesordnung: 68 Die Alters und Invalidenver ficherung Referent: Ernst Prüfer. 1398] Der Einbera Verein der Einset ( Tischler). Außerordentl. General Perfamm abe bab a ur unwiffe Scofitfucht u Darum, benen b 2. B am Sonntag, den 2. Dezember, Borm. 10 Neue Friedrichstraße Nr. 44. Tagesordnung: 1. Vorstandsanträge. Guth in ber welches Euch entwegt e etthätigen Sm Feu mten Ro Reu hin Theil bes R fchiedene Vereinsangelegenheiten und Fragelef Mitglied verpflichtet, in dieser Versammlung P Der wichtigen Tagesordnung wegen i jebel erscheinen. 1402] Der Vorftand Große Auswahl von Floffen n. Suchen. Perein zur Wahrung der Interes Anfertigung nach Maaß in rigener Werkstatt, 1151 Ausverkauf der Uhren- Fabrikut feend und sauber gearbeitet, au foltben 144. G. Wagner, 144, Oranienstraße 144. codicem dry Gearündet 1877, prämiirt auf vielen Ausstellungen. Wegen Aufgabe meines Ladens, Dranienstraße 144, großer Aus verkauf von Uhren, gold. u. unecht. Herren und Damen Retten, Gold und Silberfachen zu Fabritationspreisen. Nickel- Remontoir- Uhren mit Emaille Bifferblatt, Se fundenzeiger und Beigerstellung von außen dito prima. • • • Silberne Remontoir- Usein von Goldene Bamen- Remontoir- Uhren von Goldene Herren- Remontoir- Uhren von Regulateure von. Vernick alte Stendwecker mit Glode 8 M. 75 Pf. 10 50 " " 14 75 и " an, 23 50 11 nan, 40 " " an, 9 25 H " an, 3 50 " " 50 Bi[ 1396 in feinster Qualität und verschiedenen Ausstattungen 4 M. 75-5 M. Nichtlonvenirendes wird zurüdgenommen. Garantie bis zu 5 Jahren. Möbel, Spiegel u. Polsterwaaren ៩៩៩៩ ៖ Preisen. Ad. Kunitz, Ad. Kunitz,: üllerstr. 155, Laden. N. N. Nene Hochftr. 50 part. der Tischler. Sonntag, den 2. Desember, Abends 6 Uhr: Geselliges Busammenfe und Tanzkränzchen Der Ab Mark B unferer Bestellu le von be engenomm Für auf ben Mo die B Den Niema en fchärf he Drohung [ 1408 im Vereinslolal Adalbertstraße 8. Die [ 985 glieder werden ersucht, recht zahlreich und pin Cigarren- a Cabak- Lager Ernst Don 1. Junkerstr. 1. Ecke Markgrafenstraße. Bitte zu beachten! Wegen des flauen Wetters verkaufe ich die noch in aroßen Maffen vorhandenen verfallenen Winterpaletots, Benoffe haben ange 100% S bem Id daß ich wie Didh mit m In der Versammlung am Donnerstag bend im Schweizer- Garten ist mir mein guter Schi abbanden gelommen; follte Jemand denselben | an fich genommen haben, so bitte mir Madrid autommen zu laffen, wo ich denselben abholen kann. F. Winter, Manteuffelstr. 6 IL Großes Lager Herren- und Damentief [ 1396 mein Lager von Winterüberziehern, fompl. fowie Antige, Röcke, Jaquets, Hosen, Stie- eigenes Fabrilat unter Garantie zu fehr billio Wegen nur Bestellungsgeschäft beabfichtige ich 1837 elgener Fabrit wegen Ersparung der Ladenmiethe Anzügen, Fracks, Hosen, Westen u. f. w. fel, süte, Betten, Uhren u. s. w. zu sehr Preisen empfiehlt billig Brunnenraße 28. zum Selbstkostenpreise zu verlaufen.[ 657 billigen Preisen. Lager und Verkauf nur Hof part. Bahlung nach Uebereinkunft( 802 Gasäther. SkalitzerSneider A. Wergien, strasse 127. Alb. Schwarz, er. Skalikerstraße 125( Laden.) Bitte aber sehr, recht genau auf Namen und Nummer zu achten. Allen Freunden und Bekannten empfehle mein C. Borowicz, babe aber 928 ante& fra Ich gerathen cadyte. Rastolniton Sa michin an. Ja Denn fo au Schuhmachermeister, Nitterstraße 37. Arbeitsmarkt. Vergolder und Farbigmacher bet dauer der Beschäftigung zum fofortigen Antritt gefu 1404] Braune& Co., Grimmfir. 85 Bairischbier- Lokal Der erste Nichtgentleman meiß- und Bairischbier- Lokal Aether Lampen auf dem Zengenßande. mit Billard Emil Domeke,[ 1342 Bericht über den Münchener Geheimbundsprozeß am 26. und 27. Dltober 1888 vor dem Land- und 2 heizbaren Kegelbahnen. Das Arbeitsnachweise- Bur Brunnenstr. 134. Kalbfleisch gericht München 1. Preis 20 Bf. von 30-40 Bf. à Pfund Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Augußstraße 50a, Keller. Bu beziehen durch die Expedition, Bimmerfir. 44. Johann Gnadt, Brunnenstraße 38. Schüßen elbft ben 2 Dic Didh gefprod Beichneter, erfabr reunde, fel Pal gezogen des Fachvereins der Tapezirer Berlins bisher Seydelftr. 16, befindet sich vom 1. D [ 1192 ftraße 18-19. Bureauftunden wie bisher.[ 1386 zember cr. ab im Restaurant Freigang, Berantwortlicher Rebafteur: M. Cranksim in Berlin. Drud und Berlag von Mar Sabing in Berlin SW. Beutbftcake 2. спдезодет Ha fitfein! Bo St