k 5898. Donnerstag, ven 18. Dezember 1888. S. Pal»». um ids«• tn trfD- n. m StflfÄ Je. Hmtet' ch beim «n T« ist Mi! Jet wi« wolle»» SMMlksdlxII Brgan für die Interessen der Arbeiter. 4 Da»„Berliner«olkSblatt« «scheint täglich Morgen» außer nach Sonn« und FMagen. Abonnemmtsprei» für Berlin ftei k"! Haus vierteljäAlich 4 MarJ, monatlich 1,35 Marx, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement 4 Mark. Einzelne Nummer 5 Pf. Sonntags-Nummer mit dem„SonntagS-BIatt" 10 Pf. (Eingetragen in der Postzeitungs Preisliste für 1888 unter Nr. 849.) JnsertlonSgebühr betragt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Raum 25 Pf. Arbestsmarkt 10 Pf.... ßrößeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittgg» Bei m der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Anuoneen-Bureaux. oh« Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Kenthstraste 2.— Gepedition: Zimmerstraße 44. Nie gegenwartige Wirthschafts- krists. L Unter diesem Titel hat Dr. Z u l i u S Wolf, Pro- Wt an der Universität Zürich, eine Schrift verfaßt, die * den letzten Tagen in Tübingen erfchtenen ist. Ursprünglich «tte er dieses Thema in serner Antrittsrede im Sommer- totester dieses Söhre« behandelt, dann aber erweitert und '»Ttorck gegeben. Wir begegne« in dieser Schrift theilweise Ut interessanten Partien, die wir reproduziren wollen. N*e gegenwärtige wirthschaftliche Krisii in ihrem Vor- Wdensei» unbestritten vorausgesetzt, macht Herr Wolf auch �ine langen Umschweife, sonder« steuert direkt auf den Gegenstand loS.„Eine Krise, welche sich in ftapirender Ausnahmt losigkeit auf alle Länder und alle Zweige des k-duktiven Schaffen« erstreckt, derart, daß mit ihr kaum *»« der Erwerbsstockungen, welche die WirthschaftSgeschichte »«her verzeichnet, verglichen werden kann, treibt alljährlich hunderttausende au« ihren Berufe», ruft Sndustrielle und «»bester zu neuen Organisationen auf, legt revolutionäre «eime hierhin und dorthin, drückt WirthschastSgebiete, die .'•her eine dominirende Rolle gespielt haben, auf eine >»feriore Position herab, verheißt anderen die Suprematie »et Zukunft und zeigt gleich auch ein halbe« Dutzend »attonal- und sozialökonomtscher Theorien in einer bisher 4>cht vermutheten Bedingtheit. Die Krise tritt un« überall gleich und überall kders entgegen. Die primäre« Erscheinungen ähneln m allerorte«, nicht so ihre Evolution. Dieser Wen die sozialen Eigenthümlichkeite» eine« jeden A-ti» ankere Bedingungen. Die innere Verwandt- 4>ast ist jedoch auch in diesen letzte« Aeußerungen unmög« °ch zu verkenne«. In Irland hat die Krise der nationalen llgstation die Schärfe und de» Umfang von heute gegebe«, ktn« sie machte die Pachte« unerschwinglich; in England hat sie die Grundsätze der festländischen Sozialdemokratie % die bi« dahin intakt gebliebenen Waffen der Arbester- »evölkerung eingeführt, den« sie machte die Gewerkvereine Mähig, ihren Aufgabe« al« UnterstützungSkaffen zu ent- sprechen. Die Zusammenrottungen in London, vre Unruhe» I? Decazeville, die blutigen Etraßenkämpfe de« belgischen Annage in Lüttich, Charleroi, zuletzt in Brüssel- sie »äe führen direkt auf die Krise zurück. In Frankrerch und »uderwärt« hat auch der polstische Radikalismus Nahrung »u« ihr gesogen und selbst an dem verelendeten Bauern- Mb im Osten und Süden unsere« Welttheil«, in Ober- jkste«, an der untere« Donau, in Süd-Rußland konnte die nicht vorübergehen, ohne den Bauer au« der Indolenz, '»der Begleiter dauernde« Elend« ist, für Augenblicke zu JeuiCeton. Rnskolnikow. Stomas von F. M. Dostojewski. dem Skusfische» übersetzt von Wilh. Henckel. [34 VII h,.Äitten auf der Straße stand eine elegante Herrschaft-- Me, mit emem Paar feunger Grauschlmmel bespannt �.saß niemand darin, der Kutscher war abgesttegen und MckUM'W KMHZW- WMMsW Bebel hat in einer seiner letzten ReichStagSreden ausgesprochen, die auf da« Prioateigenthum und die Kon- kurrenz gebaute WirthschaftSordnung stehe nunmehr vor dem Bankerott. Und so manchem Nichtsozialisten mögen die sich wiederholende», bald hier bald dort auftauchenden Arbester- unruhen ein ähnliche« Bekenntniß, wenn auch nicht im Tone der Befriedigung, entlockt haben.„Ihr seid mit eurer WeiShest zu Ende", hörte man den deutschen Sozia- listenführer sagen,„diese ganz fteie und ungeregelte Pro- duktion arbeitet darauf hin. sich selbst ihr Grab zu graben." Ist dem wirklich so? Stehen wir bereit« mmitten einer Entwickelung, welche, in ihrer Fortsetzung die charak- teristischen Erscheinungen potenzirend, un« an den Abgrund führt? An den Abgrund, wo e« ein Hinüber nur in da« sozialistische Land giebt? Die Krise, in der wir un« befinden, läßt allerdings die Erklärung nicht zu, welche unsere Wissenschaft für jene Krisen bereit hält, die man die normalen Krisen nenne« könnte und die von Zeit zu Zeit— die einen behaupten mit dem Minimum der Sonnenflecken, die andern behaupten mit einer durch gewisse Evolutionen de« menschlichen Geiste« bedingten Periodizität— wiederkehre«. Die letzte dieser Krisen, für welche man ein Gesetz der Wiederkehr gefunden zu haben glaubt, war die von 1873. Aber schon 1879 schienen die Wunde«, welche die Gründerepoche der Volk«- wirthschaft der meisten Länder geschlagen haste, vernarbt. Sest 1880 stand man wieder in der Bahn einer aufsteigen- den Entwicklung. Da, Mstte 1883, tritt plötzlich die ver- hängnißvolle Wendung ein. Man sieht sich wn Laufe weniger Monate selbst hinter den Stand der grade über- wunden geglaubten Krisi« zurückgeworfen. Alle Erschei- nungen einer Abs tzstockung treten neuerlich, aber mst einer bi« dahin unbekannte« Heftigkeit und vor allem mit einer unerhörte« Vielseitigkeit auf." Nach dieser Einlestung wirst Herr Wolf die Fragen auf:„Wa« haben wir von der Zukunft zu gewärtigen? Hat Bebel recht oder muß er sich noch einige Zeit gedulden? Ist die gegenwärtige Wirthschastskrisi« eme Wirthschaft«- revolution oder nicht? Wen« ja, wohin führt sie, wa« ist die neue Basi«, auf welche sie die Wirthschaft stellt?" Der Beantwortung dieser Fragen wird eine Erklärung der gegenwärtigen Krise vorausgeschickt. „Die Ergiebigkeit aller wirthschaftliche« Produktion mißt sich an dem Verhältnisse de« Preise» zu den Selbstkosten. Die letzteren sind von weit größerer Stabilität al« die Preise, insbesondere bei den Rohprodukten. E« gilt daher al« statthaft, au« dem Preise Schlüsse auf den Stand eine« ErwerbSzweig« zu ziehen. Man wird dabei aber doch eine« festzuhalten haben, daß nämlich ei« Steigen de« Preise» nicht eine Gewinnerhöhung bedeutet im Verbältniß de« Mehr de« Preise« gegen den frübere« Preisstand, sondern eine Gewinnerhöhung weit über diese« Verhältnis) hinau«. Denn schah, oder ob er besinnungslos war, ich weiß e« nicht!.. die Pferde sind jung, schreckhast— zogen plötzlich an, er schrie auf, sie scheuten noch mehr... und da war da« Un- glück geschehe«. — Gerade so war e»! rief ei« Augenzeuge au» der Menge. Da« ist wahr, er hat ihn dreimal angerufen! bekräf- tigte ein anderer. — Akkurat dreimal, alle habe« e» gehört! rief ei« Der Kutscher war übrigen« gar nicht besonder« beküm- mert und erschrocken. Man sah ihm an, daß seine Equipage einen reichen und angesehenen Bürger habe« müsse, der jetzt wahrscheinlich irgendwo ihre Ankunft erwartete; die Polizei wollte schon diesen Umstand berücksichtige«. Der Ueberfahrene sollte in« Polizeigebäude und von dort, da ihn niemand kannte, in« Hospital geschafft werde«. Unterdessen hatte sich RaSkolnikow hindurchgedrängt und niedergebeugt. Da erleuchtete die Laterne plötzlich da« Ge- ficht de« Unglücklichen und er erkannte ihn. _ Zch kenne ihn! rief er, sich ganz herandrängend,— e« ist ein verabschiedeter Beamter, Titulärrath Marmeladow! Er wohnt hier nebenan, im Hause Kosel... Schnell, einen Ant! Ich zahle,... hier! Er zog Geld au« der Tasche und zeigte e« de« Polizisten. Eine merkwürdige Auftegung hatte sich seiner bemächtigt. Die Polizisten waren ftoh, erfahren zu haben, wer der Ueberfahrene sei. RaSkolnikow gab auch seine« Name« und seine Adresse an und plaidirte mit dem größte« Eifer für die schleunige Ueberführung de« Bewußtlose« m seine Wohnung, al« ob e« fei« eigener Vater sei. — Hierher, nur drei Hauser wett! nef er geschafttg, in« Koselsche Hau»... Er war gewiß betrunken und Wenigsten« hat er hier die Pflege der Sem, gen. e« kann wa« dem Preise zuwächst, wird dem Unternehmer in der Regel ohne Abzug al« Gewinn zufallen, während der frühere Preis nicht nur Gewinn, sondern auch und vorzugsweise Kostenvergütung enthält. Wir haben also PreiSschwankun- ge«, wenn wir au« ihnen den Gewinn beurtheilen wollen, potenzirt auf unsere Anschauung zu übertragen. Ei« Preisaufschlag von 5 oder 10 pCt. w,rd un« die Stellung eine« ErwerbSzweige« bereit« als glänzend zeichnen, ei» Preisabschlag m gleichem Umfange unter Umständen de» Gewinn kassiren und eine tiefe Depression bedeuten. Auf dem Gebiete der Preisstatistik ist nun in letzter Zeit viel geleistet worden. Au« aller Herren Länder wurden Erhebungen zusammen gettagen. Doch nur wenige sind für unser« Zweck verwendbar. Bei einfacher Gegenüberstellung de« heuttgen Preise« und de« früheren läuft man nämlich Gefahr, nicht Gleichartige« zu vergleichen. Denn infolge besonder« der Zölle, die ja gewechselt haben, die gesteigert worden sind und zwar infolge nicht nur jener Zölle, welche den zur Vergleichung getroffenen Gegenstand selbst tteffen, sondern auch anderer, deren Einfluß hinüberreicht, ist die Preisbildung auf vielen Märkten verschoben. Fast nur in England sind die Verhältnisse gleich geblieben. Auf dem Londoner Markt begegnen sich Nachftage und Angebot nach wie vor im Verhältnisse de« gesammten Angebot« der Welt und der gesammten Nachftage und vom Londoner Preis wird man daher zweckmäßig ausgehen. Um nun die Preis entwickelung der letzten Jahre darzustellen, bediene ich mich zweier Arbeiten, welche ei« Engländer, Sauerbeck, 1886 und 1887 in der Zeitschrift der Londoner Statisti- sche« Gesellschaft publizirt hat. Sauerbeck stellt die Preise von 1886 den Durchschnittspreisen der Perioden 1867 bi« 1877, welche mir al« die angenehmste VergleichungSgrund- lage erscheint, weil sie Jahre de« Aufschwung« und de« Niedergang« enthält, gegenüber. Der Weizenprei« ist in dieser Zeit von 1867-77 auf 1886 gefallen ,m Verhältnisse von 100 auf 57, Zucker, Kaffee, Thee von 10» auf 60, Baumwolle im Verhältniß von 100 auf 53 und 57. Aehnlich ging es den anderen Waaren. Um diesen Preisrückgang weiter zu illustrire«, führt der Verfasser einige Daten au« einer jüngsten Veröffentlichung de« englischen HandelSamte« über die englischen Ein- und Auisuhrorte an. Diese Publikation thut dar, daß die eng- lischen Exäorteure in den Iahren 1883—1886 au« dem Waarenexporte um 11 850 Millionen Franken weniger ge- löst haben, al« wenn der Export zu den Preise« von 1873 hätte stattfinden können... Niedriger Waarenprei« ist die Signatur aller Krisen. Er spricht eine Unterkonsumtion au« und diese setzt sich regelmäßig auf den Arbeitsmarkt fort. E« werden weniger Arbeiter gebraucht. Wohl ist e» eine nicht seltene Erscheinung normaler, mindesten« nicht aufsteigender Zeitläufte, daß mehr Arbeiter sich anbieten, sofort Hilfe geschaffen werde»; ehe er aber in« Hospital kommt, könnte er sterben... — Et fand sogar Gelegenheit, jemand etwa« in die Hand zu drücke«; die Sache war übrigen« klar und gesetz- lich- jedenfalls war hier die Hilfe näher. Man hob de» Verunglückten auf und trug ihn fort, Träger waren genug da. Da« Koselsche Haus war nur etwa dreißig Schritt weit entfernt. RaSkolnikow ging hinten, hielt vorsichtig den Kopf und gab de» Weg an. — Hierher, hierher! Die Treppe hinauf, den Kopf voran, wendet um... so, so! Ich danke, ich werde Euch bezahlen.» Katharina Iwanowna pflegte immer, wenn sie eine fteie Minute hatte, in ihrem Zimmerchen auf und ab zu man- dein, vom Fenster bi« zum Ofen und zurück, die Arme vor der Brust verschränkt und meist mit sich selbst redend oder stüsternd. In letzter Zeit sprach sie häusig mit ihrer ältesten Tochter der zehnjährigen Polenka. welche, obschon sie lange Mäh rfc*%%%% is Ävrte und unbeweglich auf dem Stuhl, er horchte, wa« Mutter und Schwester mtt einander sprachen, und war artig. Die n0,ü?e m�*nd, in Lumpen gehüllt, daneben und wartete, bi« die Reihe an sie komnze» würde. Die Thür zur Treppe war offen, um wenigsten« einigermaßen dem �abalSqualm, der au» den ander« Zimmern hereindrang und der die arme Schwindsüchtige zu langem, quollvollem Huste« nothigte, Abzug zu verschaffen. Katharina Iwanowna erschien noch elender, al» vor einer Woche, und die Flecken auf ihren Wangen brannten»och röther al« früher. Sie unterhielt sich mtt Polenka von ihrer glücklichere» Vergangenhett, von ihrem erste« Mann, dem Vater der %"LTÄÄ äaää als gesucht werden. Aber in Zeiten der Krise wächst der unverwendet bleibende Ueberschuß zu großen Dimensionen an. Auch hier seien einige Daten mitgetheilt. 50 000 bis 60 000 Arbeiter verlassen seit Ausbruch der Krise alljährlich für immer die englische Landwirthschaft und strömen in die Zndustriebezirke, um hier Arbeit und endgiltige Unterkunst zu suchen— nicht, um sie zu finden. Denn sie begegnen den Arbeitern, welche auS den bergmännische» und indu- striellen Unternehmungen entlassen worden sind. Wie groß die Zahl dieser ist, läßt sich u. a. daraus ermesse«, daß ein einziger englischer Gewerkverein, jener der Maschinenbauer, in den drei Jahren 188� bis 1886 Unterstützungen im Betrage von 5& Millionen Franken an arbeitslose Mitglieder auszuzahlen gehabt hat. Es will diesen Ziffern gegenüber nicht viel besagen, wenn die Zahl der Pauper», der im ArbeitShause versorgten Armen in England und WaleS im Laufe eines Jahrzehnts nicht wesentlich gestiegen ist, sondern sich nach wie vor zwischen 700 000 und 800 000 bewegt. Daß die Zahl der Arbeitslosen heute keine ausnahmsweise große ist, kann auS jenen Ziffern deswegen nicht gefolgert werden, weil der Arbeiter vor dem ArbeitShause zurück- schrickt, weil er die ungemein harte Behandlung dahier und die Arbeit, für welche seine herabgekommenen Kräfte nicht ausreichen, fürchtet, auch weil er den Kontakt mit dem Arbeitsmarkte hier leicht verliert. Die bisher für England genannten Ziffern sind durch» auS zuverlässiger Natur. Als Schätzung sei für einige andere Länder hier bemerkt, daß in Paris zu Neujahr 1887 die Zahl der Arbeitslosen auf 100 000, die Zahl der mit verkürztem Tagewerk Arbeitenden auf 120000 angeschlagen wurde, während in de« Oststaaten Nordamerika» 400 000 Arbeiter nothgedrungen feiern mußten. Selbst in dem wenig industriellen Spanien, in Catalonien, sollen in jenem Februar des Jahre» 1885, wo Arbeiterunruhen auch hier ausbrachen, 40000 Arbester ohne Beschäftigung ge- wesen sein. Dies alles, trotzdem wir in Europa ein ungeheure» Reservoir für die Aufnahme von Arbeitskraft bereits be- sitzen. Indem die europäischen Staaten alljährlich drei Millionen Arbeiter unter den Waffen halten, üben sie nämlich eine großartige Hilfsaktion, die al» solche fteilich unbewußt geschieht, die sich zweifellos auch dilliger als für 4& Milliarden Franken jährlich machen ließe, die aber, da sie gleichzeitig einem anderen Zwecke dient, vielleicht dann doch nicht zu theuer erkaust ist." Diese letzte Wendung im Schlußsatze läßt über den Standpunkt und die Gesinnung des Herrn Wolf keinen Zweifel; allerdings hätte er offen hinzufügen können,„die dazu dient, die Kanaille im Zaume zu halten".— Die stehenden Heere eine„wirthschaftliche Hilfsaktion", noch dazu eine„großartige"! Ja, wir meinen auch, daß sie eine solche Hilfsaktion sind, die stehenden Heere, aber nur für die materiellen Verhältnisse der herrschenden Klassen in Form der zahllosen und gut dotirten Offiziers- stellen. Für die allgemeinen wirthschastlichen Verhältnisse sind sie aber ein Krebsschaden, der dem Volkswohl die tiefsten Wunden schlägt. Doch begreifen wst auch de» Standpunkt de» BourgeoiSökonome« Wolf. GnyiNllk'Konespouiemm- Zürich, 10. Dez. Der Bundesrath in Bern defindet stch in großen ScbwuIUäten, denn die von seinen Preßkosaken ver- höhnte Volksbewegung gegen die politische Polizei hat noch immer nicht iar Ende erreicht und eS treffen noch fortwährend Petitionen und Eingaben an die Bundesversammlung ein. in denen die Ableonung des verlangten Poltzeikredttes von 12000 Franks und außerdem Reoifion der Bundesverfafiung gefordert wird. Der Dualismus des schweizerischen Parlamentarismus hat eine Trennung der kritischen Angelegenheiten ermöglicht. Da der Ständerath die Priorität der Budget deralhung zugestand' n erhielt, gelangte er auch zum Posten„Fremden- polizei"; verschämter Weise war der Tstel so gewählt und die gebäsfige Bezeichnung„politische Polster" vermieden worden. Wie es Pflicht und Schuldigkeit des Ständerathes ist, hat er die Mittel für die„Fremder polizei" dewilligt, da sich die Ver- haltnifie seit dem März nicht geändert hätten. Das Kreisschreiben und die Verfassungsrevifion werden vom Nationalrath behandelt. Fndeß find beide Materien der gleichen Kommission zugewiesen worden, die sich im März mir der„Fremden- Polizei" zu befassen hatte. Eimm Gegner der Polizeiherischaft hat man in dieser sie jetzt gekettet sei, erwähnte de« Shawltanze» bei ihrem Austritt aus dem Institut, der Bälle, auf denen sie getanzt. Dazwischen hustete sie fortwährend, und quälte sich, um den auf der Brust liegenden Schleim los zu werden. Dann gab sie dem Kinde eine Anweisung, wie sie die Kleidung der Kleinen auSbtssern müsse, sorgte für Wasser, um in der Nacht die schmutzige Kinderwäsche zu waschen, schimpfte abermals, daß der Trunkenbold so lange nicht heimkomme, um auch dessen Hemd noch mitwaschen zu können, bis sie endlich den nahenden Zug erblickie.— Was ist das?— schrie sie, als sie die vielen Menschen und eine Last in ihr Z,mmer schleppen sah.— Um GotteS willen! Was bringt man da? — Wo soll man jhn denn hinlegen? fragte der Polizist, al« sie den blutenden, besinnungslosen Marmeladow in» Zimmer gebracht hatten, und sah sich um. — Auf da« Sopha? Legt ,hn nur auf» Sopha, hier- her mit dem Kopf, zeigte Raskolmkow. — Man hat ihn überfahren,... er war betrunken! rief einer aus der Menge. Karharma Jwanowna stand bleich und mühsam athmend da. Dre Kinder erschraken. Die kleine Lidotschka') schrie laut auf, warf sich auf Polenka und zstterte heftig. Nach- dem man Marmeladow niedergelegt hatte, wandte sich RaS- kolnikow an Katharina Jwanowna: — Seien Sie nur um Gotte» willen ruhig; fürchte« Sie stch nrchl! sprach er hastig zu ihr... er wollte über die Siraße gehen, da hat ihn eine Kalesche überfahren; beunruhigen Sie sich nicht, er wird wieder zur Besinnung kommt«, ich habe ihn hierher bringen lassen!... ich war schon einmal bei Jhnefi, erinnern Sie sich noch?.... Gleich wird er zu sich kommen, ich werde alle« bezahlen! — Ist eS endlich soweit mit ihm gekommen!... schrie Katharina Jwanowna verzweiflungSooll und stürzte zu ihrem Mann hin. RaSkolnikow bemerkte bald, daß diese Frau nicht zu denen gehör«, die gleich m Ohnmacht fallen. Sofort lag unter dem Kopf de« Verunglückten ein Kiffen— daran haite niemand gedacht! Katharina Jwanowna fing gleich *) Dtminuittv von Lydia. Kommission keine Stelle eingeräumt. Wider Erwarten steht aber auch ste der polstischen Polizei heute nicht mehr so fteund- lich gesinnt gegenüber, wie vor dreiviertel Jahren. In der Sitzung, die am Freitag diese Kommission hatte, versuchten die Bundesr Ahe Droz und Ruchonnet, die politische Polizei den Herren mundgerecht zu machen, aber sie gelangten nicht an das Ziel. Die Kommisfionsmttglteder wissen eben, daß sie nicht auf Ledenszett gewählt sind, und daß noch vieles Holz im Lande ist, aus dem man Nationalräthe schnitzen kann, und dämm kommt ihnen die Sache doch bedenklich vor. Seinerseits weigert sich der Bundesrath entschieden, das Kreisschreiben zurückzuziehen, um sein Prestige nicht zu gefährden, aber er erklärte sich doch berett, endlich das ominöse Geheimschreiben in seinem ganzen Wottlaute zu veröffentlichen und eine„authentische" Erklärung dazu den Rüthen vorzulegen. Die jungdemokratische Linke wird aber die Zurücknahme des Kreisschretbens, die Streichung der 12000 Franks und die Verfassungsrevision deanttagen; mtt welchem Erfolge, läßt sich heute noch nicht voraus sehen, wahrscheinlich werden aber die Getreuen des Bundes- raths, die„überlegenen und„besonnenen" Staatsmänner siegen. Die ganze Kampagne wird damit enden, daß alles beim Asten bleibt, das Kreisschreiden, die politische Polizei und die 12 000 Frks.: wir meinen, dem schweizerischen wie dem ganzen europäischen Parlamentarismus thäte eine gründliche Reno- virung sehr noth! Die Wahl des züricher Regierungsrathes und Mitgliedes deS Ständerathes Herrn Hauser in dm Bundesrath gill für gesichert. Die„Arbetterstimme" dringt die überraschende Mitthellung, daß der verstorbene Bundespräsident Hertenstein erklärt habe, wenn er nicht in der detteffenden Sitzung des Bundesraths als Präsident dm Vorsitz hAte führen müssen, er gegen die Ausweisung der vier deut sch en Sozialdemo- kraten gestimmt haben würde. Trotz der dezüalichen Opposition des St. Gallmer Bischofs habm kürzlich die Delegirten der katholischen Ardeiter« vereine dennoch beschloffen, die katholischm Ardeiter in lokalen Vereinen zu organifiren und diese dann zu einem zentralistrten Verbände zusammen zu fassen. Die bischöfliche Autorität hat also nicht viel Einsiuß mehr. Mit dem Gefühle der Genugtduung drucken die schweiz. Blätter den Theil der Bedel'ichm Rede nach, welcher stch auf den„Ehrenmann" v. Ehrenberg dezieht. Auch seine Be« sudelung der Schweiz erscheint damit gewissermaßen gerächt. Die„Basler Nachrichtm" drachtm über die große Berliner Volksversammlung, in welcher Singer sprach, einen längeren Bericht und knüpften an den etwas demonstrativm Umzug die Bemerkung,„daß es sie nicht wundern würde, wenn dieses kleine Vergnügen der Sozialdemolratm als Argument für die Verlängerung deS Sozialistengesetzes Verwendung finden würde." Diese Ahnung kann leicht zur Wahrheit werden. Das zürcherische Vollsschulgesetz, das gestern zur Abstimmung gelangte, wurde leider verworfen mit 30422 Ja gegen 30825 Nein. Die Unmtgelllichkeit der Lehrmittel für die Sekundärschule unterlag mtt 27 181 Ja gegen 32 736 Nein. Wenn je in einem Falle, so kann man hier sagm: die Dummheit im Bunde mit dem Eigennutz haben gesiegt: die Dunkelmänner und Bildungsmonopolisten können trwmvhiren. Die Ardeiterreservelasse als Adtheilung des Gewerkschaftsbundes hat ihre Kommission ernannt und zwar dm Glaser Merk als Präsident, C. Lang, Bezirksanwall, als Aktuar, Häusler, Steinmetz, als Kasfirer und Bodmer, Maler, Brunner, Hafner, Emmel, Schloffer und Waldburger, Polier, als Milglieder. Die Reservelasse beruht jetzt auf der Grundlage obligatorischer Beiträge. Die Volkszählung hat für Zürich sammt Ausgemeinden eine Bevölkerungszahl von rund 91 000 gegen 75 000 im Jahre 1880 ergeben, demnach innerhalb 8 Jahren einen Zuchwachs von 16000. Politische Ueberstcht. Oeim Reichstage find eingegangen: 1) Antrag Hermes- Rtckert. Der Reichstag wolle beschließen: die Beschlußfassung über die Giltigkell der Wahl des Abgeordneten Dr. W e d S k y im 10. Wadlkreise des Regierungsbezirks Breslau auszusetzen; den Herrn Reichskanzler unter Mittheilung des Bericht« der Wahlplüfungskommilsion vom 1. Dezember und 20. März 1888 zu ersuchen, die Königlich Preußische Regierung zu veranlassen, über eine Reihe von Behauptungen des Pro testes Beweis erheben zu lassen. 2) Antrag Singer. Der Reichstag wolle beschließen: Die Beschlußfassung über die Wahl des Abgeordneten Dr. Götz im 13. Wahlkresse des Königreichs Sachsm auszusetzen; a) unter Uedersendung der Wahlalten den Herm Reichskanzler zu ersuchen, über die in dem gegen die Wahl des Abgeordneten Dr. Götz eingegangenen Protest unter la, 1c, 5, 6, 8, 10a, 12, 13a, 16a, 25 und 33 behaupteten Thatsachen durch eidliche Vernehmung der genannten Zeugen, sowie durch verantwortliche Vernehmung der Wahlvorsiände und Gemeindebeamten Erhebungen zu veranlassen und die statt- an, ihn auszukleiden und zu besichttgen; sie war geschäftig, verlor auch dm Kopf nicht, sondern suchte alle» andere zu vergessen; ihre zitternden Lippe« biß sie zusammen und unterbrückte dm Schrei, der sich ihrer Brust zu entringen drohte. RaSkolnikow veranlaßte unterdessen jemand, schnell nach einem Arzt zu laufen. Im zweitm HauS nebenan wohntezeiner. — Ich habe nach einem Arzt geschickt, wiederholte er Katharina Jwanowna,— seim Sie nur ganz ruhig, ich werde ihn bezahlen. Ist kein Wasser da?... geben Sie schnell eine Serviette oder ein Hanbtuch her, irgend etwas! wo und wie er verletzt ist, weiß man noch nicht... Sicher ist nur, daß er nicht getödtet, sondern nur verletzt ist. Wolle» höre«, was der Arzt dazu meint. Katharina Jwanowna lief ans Fenster; dort auf dem Stuhl stand eine irdene Schale mit Wasser, das zur Nachtwäsche bestimmt war. Sie duldete keinen Schmutz im Hau» und opferte lieber ihre Nachtruhe; da sie aber nicht genug Wäsche hatten, so war sie rr sie aenöthigt, mindestmS zweimal wöchentlich die Nacht zum Waschen zu benutzen. Sie ergriff die Schale, um sie herbei zu hole« und wäre fast damit gestolpert. RaSkolnikow hatte indeß schon ein Hanbtuch auSfinbig ge- macht, tauchte eS in» Wasser und begann da» Blut von Mar- meladowS Gesicht abzuwaschm. Katharina Jwanowna stand daneben, drückte ihre Hände auf die Brust und konnte kaum athmm. Sie brauchte selbst dringend Hilfe. RaSkolnikow sah jetzt ein, daß er wahrscheinlich eine Dummheit begangen hatte, als er den Verunglückten hierher bringen ließ. Der Polizist stand da, ohne zu wissen, wa» nun zu thu« sei. — Polja, rief Katharina Jwanowna— lauf schnell ,u Ssonja. Triffst Du sie nicht zu HauS, so sage jemand bort, daß der Vater überfahrm sei, wenn sie nach Hau» zurückkehrt, soll sie sofort hierherkommm. Schnell, Polja! Da, nimm das Tuch um. — Lauf, wa« Du laufe» kannst! rief plötzlich der kleine Knabe auf dem Stuhl und versank wieder in ser» frühere» Schweigm. Unterdessen warm so viele Mensche« m« Zimmer ge- kommm, daß kein Apfel zur Erde fallm konnte. Die Poli- zistm, bi» auf einm, waren fortgegangen; dieser�aber blieb«och gebadten Ermittelungen seiner Zell dem Reichstage zugehm p vi Offmburc lassen. Wchslag" sp Die oftafrikanische Frag« soll im Reichstage am Flri'«iten des B tag im Anschluß an den Antrag Windtborst, beireffend w wt und scho Sklaverei, zur Sprache kommen. Es heißt, daß auf GriwiM banger der Erklärungen, welche dort seitens der Mehlheitsparteien ad» ift mehr er« gegeben w.'lden, alödann die Regierung eine Vorlage aus«' Gl betten wird, welche nach den Weihnachtsfenen an den Reichst«|i(rten Male. gelanam soll. konsi?, Ueber die Stell«« g der Deutschfrel sinnige« Pf ß diese Zei Alters- und Invalidenversicherung macht die n öfteren W „Franks. Ztg." folgende zutreffende Aemerkungen: Verbots r freisinnige Partei kann über ihr Manckesterthum nicht hinaus- so sehr sie sich auch abmüht, den Zeitsttömungen gerecht zu n„ e e r i weiden, und es war recht bezeichnend, daß der fottschrittlstb« �-. Abgeordnete am Schluß seiner Rede als letzten Trumpf d« t ben&anl Warnung vor dm weiteren Folgen staatlicher Arbeiterfürsorg« Le und vor der finanziellen Belastung burch dieselbe ausspielte-™- Das bekannte„freie Spiel der Kräfte", bei bem der Arbeitet stets den Künerm zieht, bleibt also auch für alle Zukunft W Dogma des Freisinns in sozialvolttischen Dingen, und wenn a stch einmal zu Maßnahmen für die Arbeiterexistenz herbeiläp, so dürfen sie doch bei Leide nichts oder wenig kosten. Naderb ".der Eiöss mania", stimmt in den„Histor.-polit. Blättern" folgenden e|Un meist ! könne ein Äs aber. reichen Bef ZA Akte d. Mchen bl kAben fre "äffe seine Die Sei jurf ein, �Mgen, i °Cccchaiir Muß war elegischen Klagegesang an:„Um zwei Grad ist tot Zentrum schon jetzt gesunkm, und in Zentrumskretsm wurte auch mehrfach Klage darüber gesühtt, daß hier und da du Zahl der Zentrums-Wahlmänner geringer geworben sei. Es w traurig aber wahr, daß große Zentrumsdlätter, die zur Zeit,# der„Kulturkampf" auf seiner Höhe stand, ü>er 6000 Abonnenl? hatten, jetzt kaum noch 2000 bestyen, daß Wochenblätter, damals über 25 000 Abonnenten zählten, jetzt deren kaum rj® 3000 haben. Ist keine Stimmung im Volke vorhanden, so ruf' auch alle Agitation nichts. Nicht einmal bisch öflilds Hirtenbriefe— welche man jetzt wieder mehrfach zu Hilst rief— haben da auf Erfolg zu rechnen." Rnlangst«ard 1« Letpzig eine Versammlii«' des landwirthschaftlichen Kreisvereins# hatten und gelegentlich derselben tadette einer der lautestm Agrarfübrer, Herr von Frege auf Abtnaundorf, in seiner die stattlichm Gebäude auf den Dörfern. Gerade der mMst Grundbesitzer treibe oft Luxus in Bezug auf Gebäude.— Em' weder treiben, so schreibt die„Wurzener Ztg.", die mtttless« Gutsbesitzer wirklich LvxuS, dann soll mal Herr von Frege* Zukunft unterlassen, über die Nothlage der Landwirthschaft. � reden, oder sie treiben keinen, warum verunglimpft dann Wj v. Frege die Gutsbesitzer? Zweifellos ist es erfteulich, oeif das Dorf einen behäbigen Anstrich hat,'aber so viel Luxin- wie die meisten Großgrundbesitzer, tteiben unsere Bauern n** lange nicht. Schließlich möchten dieselben nicht einmal in einem hübschen Hause wohnen, wenn es Herrn v. Frege nachgingt Wenn die Bauern nicht Jahrhunderte lang von den Helle« Rittergutsbesitzern ausgenutzt worden wären, ständen sie n«« viel besser da. Al» Demonstratio« gegen die vor 8 Tagen in Man«' heim stattgehabte Katholiken-Versammlung Wj der„Freidenker-Verein" für heute in den„BaW* Hof" eine Volksversammlung einbeiufen, in welcher Herr xfi Rüdt aus. Heidelbera über das Thema:„Die geschichtli� Wahrheit über die Kloster und über die Möncherei" sprach. D«' Saal, in welchem ca. 1500 Menschen Unteikunft fanden, bis auf den letzten Platz besetzt und es fanden die Ausführung«e des Redners, welcher sich in scharfen Worten gegen die PHnifle Sellen der Ultramontanen beantragte Zurückbcrufung der u ttuher de wendete, stürmischen Beifall.„- allgemeir wm Sabril > und � sei auch Die De Norde J' sür Eizelle vc ob, ife1 b°de. ?sur notdr «Nammen � betreffe V�itnmen *»bu budget ?">inderun ' sich darm «J®« Ver te? Wieder ein»«schuldig Prrurtheilter l Im 1883 wurde von dem Schwurgericht zu Allenste in in � p e ßen der Landwirth Nilewski wegen Brandstiftuns.?, drei Jahren Zuchthaus veruttheilt. Nachdem N. Sttafe abgebüßt hattte, stellte sich heraus, daß die belastungszeugin einen Meineid geleistet hatte, wofür fit i? Verantwortung gezogen wurde. Nun wurde im Wieden»"' nahmeverfahren nochmals gegen N. verhandelt und er«"' Antrag des Staatsanwalts freigespro Einen gesetzlichen Anspruch auf Enttchädigung hat diese» L». der Justt, nicht. Wenn der arme Mann wirklich eine Enlscla� gung erhält, was noch stark bezweifett werden muß, so b«L„ das als einen Att der Gnade, nicht als einen solchen der rechtiakeit anzusehen.. a, Kersammlungsoerdot. Auf Grund des§ 9 des zialistengesetzes wurde eine vom Mannheimer Arbetterwahlo?, i mtt l einberufene Volksversammlung, in welcher Herr Redatteur® der i-N-rchi griechi i zurück und bemühte sich, die Menge hinaus zu tteiben. DagtS drangen fast alle Einwohner der Madame Lippewechsel auS« inneren Zimmern herein. KatharinaJwanowna wurde wü#/ — Laßt ihn doch wenigstens ruhig sterben! die Menschenmenge an,... grade als ob hier ei» spiel für Euch märe!... Zigarrette» sogar!.• hustete. Einer hat sogar den Hut auf! Hinaus mit Habt doch wenigsten« Achtung vor einem Sterbende«!„ Der Husten erstickte sie fast, aber die Schelt«�. hatten geftuchtet. E« war augenscheinlich, daß man j tharina Jwanowna fürchtete; einer nach dem a"der»xj, sich zurück, und zwar mit dem Gefühl des innen, behagen», das man. wenn andere ein plötzliches trifft, bei jedem, sogar beim Nächstbetheiligten bem... ' stellend ?e und kann. Niemand, ohne Ausnahme, auch der�Gefühlv�� und Theilnehmendste lich ftei. nicht, ist von diesem Gefühl. (Fortsetzung folg" An« Kunst««d geben. � Zerstörung der erste« persische« Gisenbuh«.„„ui belgischen Gesellschaft war es vor einiaer Zett gelungen- � Schah die Ettaudniß zum Bau einer Eisendahn von g» nach dem beliebten Wallfahrtsorte Schah Abdul Astm° ßst hatten. Leider verstand jedoch die Bahnverwattung m« � Unternehmen bei der Bevölkerung beliebt zu machen.® Zug Juni, einige Tage vor der feierlichen Eröffnung, fubr mttten in einen Menschenhaufm ein und kövtete 20 p � Ardetter, deren brotlose Hinteidliedene settdem nicht Ass z�ch haben, das Voll gegen das neue Teufelswerk aufjuwleg r ßy dieser ersten Helventhat hörte die Bahn nicht aut, sich liches Niederfahrtn von Ochsen, Pferden und Kam �gge» sr ä Ehren des dritten hiutiaen ltta, & i Jmam in einem blutigen � machte. Es war ein schöner Freitag, dt- ftommm <1 medaner pilgerten in dichten Schaaken»um 5?: «'• auf den Zugführer ein, ihn wegen seiner i A iuzehm P U Offenburg über die„Arbeiter- Altersveisorgung und den l-ichslag" sprechen sollte, verboten. Das Verbot wird von ' am gm»*tten des Bezirksamtes damit motivirt, daß Geck ein sozialisti» enenv oll und schon wegen solcher Tendenzen bestrafter Aaitator sei. Af Gaw« Iwit langer Zeit ist ein Versammlungsverdot in Mannheim arteten# qt mehr eriolgt. aas&«* Elsaß Lothringen. Der„ M a t i n" wurde zum , Reechstq»aten Male, der„Figaro" zum zweiten Male in dieser Ms konfi-zirt, und es wird demnach nicht mehr lange dauern, '6** ir diese Zeitungen in Elsaß-Lothringen verboten werden, da macht dll«öfteren Wiederholungen der Konfiskation stets die Vorboten Verbots waren. . Gr-ßbrita«ni-». «AWNfile' Unterhaus. Fergusson erklärt. Bazamoyo sei IlCQnuww BWmpmö<*m SRfnü«An FtRfftffpr' hprfplht» nilt a,-"•»* v* w w vj-»•(j v& y w i; nmt«r die e??wegs ein Platz von höchster Wichtigkeit; derselbe -- r den Handel gewädlt, well er bequem für die Karawanen N* gewesen sei. Es scheine, daß Här P großer Streitmacht und Kanonen gewesen sei. Es scheine, daß Häuptlinge aus dem Innern roßer Streitmacht und Kanonen versehen, die deutschen ,,__ �delsstationen angriffen, plünderten und den Platz nieder- >nn er Sifkm Selbstredend fielen die V-rluste hauptsächlich auf den «läßt. OT" und die Handelsgemeinsckaften, darunter die britischen \iiiba% und die deutsch-oirfrikanische Gesellschaft. Die Deutschen , Junj!deidtgten fich mit Hilfe ihrer Kriegsschiffe, worauf fich die LitJ Merten in das Innere zurückzogen, sämmtliche Kanonen h dli ��ssend. Die Deutschen verblieben im Befitze des Platzes. jene« �«ntsatz deutscher oder britischer Posten oder Stationen habe , ms mit der Blokade zu schaffen. England würde, wenn der muß/ if«intrete, seine Landsleute ebenso vertheidigen, wenn die- oJrM �.angegriffen würden. Die Insel Pemda sei nicht im Rayon itonn n Blokade, werde aber überwacht. i Oderhaus. Salisbury erklärte, die Regierung habe JJ der Ei Öffnung KarunS und des Hafens Mohummreh in meist auf telegraphischem Wege Kenntniß erhalten; da- ? tonne ein Schrittwechsel noch nicht vorgelegt werden: er Me aber, ein Ergebniß in dieser Angelegenheit der diplo- r%n Befähigung Drummond Wolffs und auch dem spon« r-JAtte d.s Schahs von Perfien zuschreiben zu sollm, der Mhen babe, daß Perfien der Beseitigung der Hinderniffe GfAben freien Verkehr und der Wiederbelebung des Handels M«. Der Foitschritt nach dieser Richtung hin könne allein «deutenden Hilfsquellen P erstens vermehren. Solle Perfien iL A Platz unter dm gegmwärlig bestehenden Staaten behaupten, --''JSf. Me seine materielle Wohlfahrt gefördert werden. frankrti*. n m I ii«' w% Regierung brachte in der Kammer einen Gesetz- n s oW' C M ein, welcher dahin geht, den Beschluß vom 1. d. M. zu lautest� z W'ken, wonach die Einfuhr von Saccharin und nner � Scccharin verdundmen Substanzen verboten wird; dieser Muß war am 2. dieses Monats im„Journal offlciel" ver- Wicht worden. Ja dm Motiven des Exposes wird aus« y, daß nach dm Ermittelungen der Konsuln im Aus- Fabriken bestehen, die mittelst des Saccharins dem ..'t' und Runkelrüdenzucker ernstliche Konkurrenz machen; ann.'sei auch durch dm Bericht des Hygiene Komitees nach- lich, rveiw«äsen worden, daß Saccharinpräparate ver Gesundheit gefähr« el Lup*«Wen. uem no® ,'�ie Deputirtenkammer geht in die Beratbung des rl in eine» OterordentlchenKrieasbudgets, dessen Gesammt- ?B« kür 1889 auf 138 Millionen festgesetzt find, ein. CAielle von der Rechten erklärt, er werde für die Kredite £?««, obwohl er kein Verträum zu dem gegenwärtigen ßfAet habe, weil er aber dieselben zur Vettheidigung des Lan- A: notdwendig erachte. Hierauf wurdm die ersten Artikel 'Nimm und sogleich in die Berathung des dritten und betreffs Beschaffung der Mittel für die Landesverthcidi- «ingegangen. Die Kammer nahm schließlich mit 345 gegen Kimmen die Gesammtoorlage über das außerordentttche 'Wudget an. v Spattien. •V™.' u initttitum UeUte fich dem Senate .� wlinisterpräftdent Saqasta erklärte, er werde dieselbe Politik g früher befolgen und bei den Eortes Vorschläge, betreffend ollgemeine Stimmrecht, die militärischen Reformen und eine !r miM/ !.- SN-' mittler» > Frege» hschast. nachging«' w He»» > sie no» n�°L« ■ä eschichtli�« »räch. D>' nden, sühru! I %% 1T4 ST? rrf 9 des% «S " V'Ä °l auSd» wüth«� ni't W man ndern S TN 'S !Kf folgt-> l Sin- M I�nindemng der Ausgaben, einbringen. Das Ministerium de- Nch darauf in die Kammer. Kalkaxlandev. Verfaffungeausschluß hat, wie schon mitgcthellt, die »«ig des Verfassungsentwurfs begonnen. Die ''Wachsten Bestimmungen desselben find folgende: Das Srerch Serbien ist eine konstitutionelle JJarchte mit einer Volksvertretung. Die Staatsreligion |J Wiechtsch-oithodoxe. Die serbische Kirche ist völlig selbst- �t b ihre Verbindung mit der griechischen Universalkirche de- > Ä in der Gemeinsamkeit der Dogmen. Das Land wird f fj-i�ponschatten einpetheilt, die Gespanschaften zerfallen Ä' � bie Bezirke in Gemeinden. Die persönliche Freigeit Kn.-.•1QU®rctl,t°ll«r serbischen Bürger, sowie Preßlreihcit "k. nilt dm weitestgehenden Garantien umgeben. Die Ver- der Blätter darf durch keinerlei Zensur oder sonstige ' stellend. Dieser feuerte in seiner Kopflofigkeit in die dichte z,,."ad gab dadurch das Signal zu einer sehr blutigm eV 1' Mit Prügeln, Knütteln und Dolchen warf fich die �1, auf das Zugpersonal, tödtete den unglücklichen Schützen, i i.,, te verhaßten Schaffner weidlich durch und steckte unter i hianu»�lesid! Ateich!"(Feuer! Feuer!) sämmtliche Wagen i Der Zerstörung des Zuges folgte die Dcmolirung � /MfeS nach, welcher nack Plünderung der 600 Tuman % �«1 Marl) detragmdm Stationskaffe so gründlich ver- �.urde. daß selbst das mit larfinirtem Luxus auegestattete Schob nicht verschont blieb. Der gesammteSchadm ß"«0000 Mark geschätzt. � L,' de» Ktaate» der Zlnion ,»ich»«t stch Ter« (kWmn««« Fruchtbarkeit aus; auf seinem Boom gederht -lLeizen, der schönste Mais, auf seinm Savannen �kräftigste Rmdoieh und seine menschliche Bevölke- tßl M M)(n den letzten zwanzig Jahren beinahe verdreifacht. %««ein neuerdings von dort her gemeldetes Familien- ».�.�chule machen sollte, so dürften die zirka 12 000 texanischcn Gebietes fich bald für nicht aus- o« die ste-gende Bewohnerschaft ergeben. In %- jAunlt) hat M tte November eine Frau Hirsch ihren fU Ql/W biederen Farmer, durch die Geburt von Sechs- ?,gerj„Masch>; alle sechs Kinder find lebensfähig, gesund und, rtKrtoft-iipn. normal aebaut. Der i Pta, vm*..------- pt(»"«eichen weiter zu thun, als die Wunderkinder b Ast'?«lchem Geschäft er in etwas verschämter Weise, k°ss� lett k Rflaunt und bereitwilligst nachkommt. Das Ehe- r>li rWwach« oerheiraibct und hat außer dem jüngsten k ts, noch drei kräfttge Sprößlinge am Leben. Kind„"« geborene Deutsche aus Bayern, kam aber � M."ach Ameiika. MB,, durck r?"Q(h der Geburt ihrer Sechelinge schon wie« ?"Qchiuft�k"I10 Hos schritt und ihrer gewohnten Be. fe' VM. sodaß bei Geburt der Sechsltnge keinerlei -�ft,,?«lde u?>> konnte, zudem befand fich der Gatte Bohrend..."y«"och eine alte Mutter im Hause, sodaß 'cheeru'na�..s�Nkm Erstaunm die unerwartete sechs- 0'chon vorfand. Vier der Kinder kämm Präventivmaßregeln eingeschränkt werden. Für die Herausgabe eines Blattes ist keine Kaution erforderlich. Die Konfiszirung eines Blattes ist nur im Falle, daß dasselbe eine Beleidigung des Herrschers oder des königlichm Hauses enthält, zu« lässig. Die Exekutive steht dem Könige durch verantwortliche Minister zu. Die Person des Königs ist unantastbar, er ist in keiner Beziehung verantwortlich, und kann gegen ihn keine Klage geführt werden. Der König muß griechisch-orthodoxer Religion sein. Er ist der Beschützer aller anerkanntm Religionen des Landes. Er ernennt die Staats beamten und ist Oberbefeblshrber der Militärmacht des Landes. Ihm steht das Recht der Beförderungm in der Armee, der Ver« leihung von Orden und Auszeichnungm, der Münzprägung und der Begnadigung zu. Der König verKitt das Land im Verkehr mit dem Auslande, er hat das Recht zur Kriegserklärung, zur Adschließung von Friedens-, Handels- und anderen Vetträgm. Nur wenn derartige Verträge mtt Zahlungen auS dm Staats lassen oder Abänderungen der Landesgesetze verknüpft find, müffm dieselben vorher der Skupschtina vorgelegt werden. Der König hat das Recht zur Einberufung der Skupschtina, ebenso zur Vertagung ihrer Sitzungen. Die Vertagung kann fich je- doch nicht auf mehr als zwei Monate erstrecken. Desgleichen ist der König berechtigt, die Skupschtina aufzulösen; das Auf- lösungsdekret muß jedoch gleichzeitig einen Termin der Wieder- einberufung innerhalb von zwei Monatm feststellen. Die Skupschtina wird alljährlich am 1. November einberufen. Das Budget- Bewilligungsrecht steht aus- schließlich der Skupschtina zu. Nur für den Fall der Auf- lösung der Skupschtina ist dem König die Indemnität für die Budgetgedahrung» jedoch längstens für die Dauer von vier Monatm, einaeräumt.— Die regierende Dynastie in Serbien ift das Haus Odrmovic. Der Thronerbe des Königs Milan ist Kronprinz Alexander, als fünfter des regiermden Geschlechtes. Die Erben Alexanders find seine männlichen Nachkommen; falls keine männlichen Nachkommm vorhanden find, geht die Thron- folge auf die männliche Seitenlinie über. Der Thronfolger erlangt seine Volljährigkeit mit dem 18. Lebensjahre. Im Falle der MindeFährigkeit des Thronfolgers beim Tode des Königs wähtt die Skupschtina drei Regenten. Die Wahl der drei Re- Senken unter den sechs Kandidatm, welche vom Könige in iinem Testamente hierfür zu bestimmen find, findet, falls eine Abstimmung vorgenommen wird, mittelst Ballotage statt. Falls der Kö ig kein Testament hinterlassen hat, muß die große Skupschtina längstens binnen einem Monate nach dem Tode des Königs deHufs Vornahme der Regmtfchaftswahl einberufen werden. Während der Dauer der Minderjährigkeit des Königs ist keine Verfassungsänderung zulässig. Im Falle des Aus- sterbms des Königshauses übernimmt der Ministerrath die köntg- liche Gewalt. Derselbe hat sodann längstens innerhalb eines Mo« natS die große Skupschtina eiwuderufen, welche über die Besetzung des Königsthrones entscheidet.— Das Wahlrecht befitzt jeder serbische Bürger, der das 21. Lebensjahr erreicht hat und jähr- lich 15 Dinar an direkten Steuern zahlt. Auf 4500 Steuerzahler entfällt ein Abgeordneter. Die Krone ernennt keine Deputirten für die Skupschtina. Die Städte wählen besondere Abgeordnete. Minister, Staatsräthe und Gesandte find wähl- bar für die Skupschtina und behalten als Abgeordnete ihre Aemter bei. Das Gleiche gilt von Professoren an Hoch-, Fach- und Mittelschulen. Das passive Wahlrecht für die Skupschtina desttzt jeder serbische Bürger, der fich im Genüsse der bücgcr- lichen politischen Rechte defindet, in Serbien wohnhaft ist, das dreißigste Lebensjahr erreicht hat und mindestens 30 Dinar an direkten Steuern zahlt. Die serbische Volksvertretung hat zweierlei Formen: die große und kleine Skupschtina. Die Wahlen für die Skupschtina find direkte und geheime. Die Minister find der Volksvertretung verantwortlich. Der Staats- rath besteht aus 16 Mitgliedern; 8 derselben werden vom König ernannt. 8 von der Skupschtina gewähtt. Der Staats- rath arbeitet Gesetzesvorlagen aus und überprüft die ihm von anderer Seite zugehenden Gesetzes oorlagm. Femer bildet er den entscheidenden Gerichtshof in administrativen Streitfällen und in ErpropritrungSangclegenhetten u. f. w.— Die Richter find unabhängig. Das Standrecht wird abgeschaft. Urthelle können nur von den kompetenten Gerichten gefällt werdm.— Schließlich wird in dem Verfaffungs- Projekte die allgemeine Steuerpflicht, sowie die allgemeine Wehrpflicht festgestellt. Gerichts-Zeiwng. * Mqrathanato», das gepriesene Mittel gegen dm Haus- schwamm, war die Ursache zu einem umfangreichm Prozesse, der gestern vor der dritten Straflammer des Landgerichts 1 geführt wurde. Das Mittel wurde zu Anfang der fechsziger Jahre von einem Heren C. Villain erfunden und nach dem Tode des Erfinders von dessen Ehefrau in Gemeinschaft mit einem Herrn Horwitz unter der Firma„Villain u. Ko." weiter fadrizirt. Zunächst befand fich das Geschäft in der Leipziger- straße 101, dann wurde es nach Nr. 72 in derselben Straße verlegt und von 1887 ad ist es in der Köpnickerstraße 109. In dm letzten Jahren begann der Sohn des ursprünglichen Er« finders fich ebenfalls mit der Herstellung des Äycathanaton zu im Zeiträume von zwölf Minuten zur Welt, die beiden anderen binnen einer Stunde, doch wurdm die Kinder so- gleich vermischt, so daß es jetzt nicht mehr festzustellen, welckeS das erstgeborene ist. Gelungen ist die Vorfichls- Maßregel, um fie nunmehr beim Vorzeigen an Besucher nicht zu verwechseln. Jedes derselben trägt nämlich— ein Etiquette mit seinem Namen. Es find vier Knaben und zwei Mädchen, die fich folgender schöner Namen erfreuen. Einer der Knaben heißt Friedrich, ein anderer trägt den bekannten Namen:„Grover Cleveland", der dritte denjenigen des Vizepräsidenten:„Allan G. Thurman" und der vierte heißt„Roger O. Mills"(Name eines amerikanischen Staatsmannes). Die Mädchm heißen Victoria und Louise. Sämmtliche Kinder find echte, wahre Däumlinge, von unglaublicher Kleinheit, warm jedoch bei ihrer Geburt ziemlich vollkommen, hatten offene, klare Augm und Nägel an den Fingem, und die Mädchen brachten sogar einen zierlichen Haarwuchs mtt zur Welt. Nur zwei Fehler find zu bemerken, einem der Mädchm fehtt ein Ohr« läppchen und einem der Knabm ist das rechte Beinchen ein wenig verdreht, ein Fehler, dm die Zett auch verwischen wird. Vier der Kinder nahmen schon fünf Stunden nach der Geburt die Flasche und wachsen zusehends, während zwei von der Mutter gmährt werden, aber trotzdem schwächlich find. Die Mutter ist völlig gesund und klagt nicht einmal über ihre „Nervm", obgleich das Geschrei im Zimmer nie aufhört, denn einige von den Sechsen machen stets Lärm und wmn fie ein- schlafen, fangen die andern wieder an. Literarisches. Koeden ist gvfmitnm das 9. und 10. Heft von der Französischen Revolution. Volksthümliche Dar» stellung der Ereignisse und Zustände in Frankreich von 1789 bis 1804." Von Wilhelm Bios. Mit vielen Porträts und bistorischm Bildern.(Stuttgart, Dietz.) Uheod Kchwartz. Zla» alt» Lübeck. Bilder aus der Kultur uno Gejchichte Lübecks bis zum Anfange deS 17. Jahr- hundert«. Dietz, Hamburg 1888. Preis 4 M. Da« Buch behandett jene Punkte auS der deutschen Ge« schichte, welche dm Meisten mehr oder weniger unbekannt find, weil fie in den gewöhnlichm Geschichtswerken nicht zur Darstellung zu kommen pflegm. Die sozialistische Auffassung der Geschichte hat zwar jme gewöhnlichen Geschichtswerke mit ihren Erzäblunam von Kriegen, Verträgen, fürstlichen Hochzetten und anderen Haupt- und EtaatsMonm als unwiffmschaftlich er- beschäftigen und seit dieser Zeit scheint»wischen dm Kon» lurrenten ein keineswegs freundschaftliches Verhällniß obzuwalten. Nach dem Tode der Frau Villain ist derm Tochter in ein Sozietätsverhältniß zu der Firma getreten, welches nach An- gäbe des Mitinhabers Horwitz noch fortbesteht Der Sohn des Ei finders, Jean Villain» betreibt die Fabrikation in der Friedmsstraße ebenfalls unter Mitwirkung eines Thetlhabers; diese Firma ist jedoch nicht ins Firmenregister eingettagen. Im Mai d. I. lief bei dem Postamt ein Schreiben ein, welches die Unterschrift Villain u. Ko. trug. In demselben wurde das bezügliche Postamt aufgefordert, Briefe und Karten an die Firma Villain und Co. dem Portier des Hauses Leipzigerskaße 72 zu über- §eden. Dieses Schreidm ist auf Wunsch und nach Anweisung lean Villains von dem Portier Sperl angefertigt und dann von dem ersteren einem Postbeamten zur Beförderung über- aeben worden. Horwitz, der Vertreter der Firma Villain u.Ca., hatte bereits in Erfahrung gebracht, daß sein Konkurrent, Jean Villain, fich an den Portier Sperl gewandt und diesen münd« lich ersucht habe, ihm die Briefe und Bestellungen an die Firma Villain und Co. auszuhändigen. Infolge dessen beschloß Hör- witz, fich durch List von der Thatsache zu üderzmgm. Zunächst schickte er seinen Freund, dm Kaufmann Friedländer zu dem Portier, um nach der Firma Villain und Co. zu fragen. Friedländer erhielt die Antwort, daß die Firma früher in dem Hause etablirt gewesen sei, fich aber jetzt in der Friedmsskaße befinde. Zur besseren Ocientirung erhtett der Fragesteller noch die gc» schriedme Adresse mit auf den Weg. Bald darauf sandte Horwitz durch einen Boten einen Brief an den Portier, der an Villain und Co. adresfirt war. Sperl versprach, den Brief ab- zuliefem und gab ihn auch dem Jean Villain, welcher das Schreiben öffnete. Es mthiell eine Bestellung von Mycathana- ton, das an einen Herrn Schwade zu liefern war. Jean Villain begab fich sofort zu dem Besteller»' dem er fich als Sohn des Erfinders und jetziger Fabrikant des Artikels vorstellte. Schmade war aber vorher berells von der Sachlage informirt worden, er wies deshalb das Liefemnasanerbieten zurück und stewe Jean Villain darüber zur Rede, wie er dazu komme, Briefe an die Firma Villain u. Ko. zu öffnen. Jean Villain entgegnete, daß die betreffende Firma nicht mehr berechtigt sei, diesen Namen zu führen, während er unter dem Namen V'llain u. Komp. Mycathanaton Hersteve. Diese Behauptung machte Jean Villain auch vor der Sdaf» kammer mtt dem Hinweise geltend, daß Horwitz mtt seiner Schwester nur bis 1887 einen Thetthabervertrag eingegangen sei. Seine Schwester habe den Vcrttag nicht verlängert, well Horwitz ihr schon 1600 M. schulde und daher sei der letztere auch nicht mehr berechtigt, den Namen Villain zu benutzen.— Zeug« Horwitz erklärt demgegenüber, daß der Vertrag zwar nicht föim» lich, aber doch stillschweigend verlängert worden sei und daß die Firma noch immer im Handelsregister als Villain u. Komp. stehe. Die weitere Zeugenvernehmung ergab den geschilderten Thatbestand.— Der Staatsanwalt hielt sowohl Jean Villain als auch den Portier Sperl schuldig und deankagte gegen de« ersteren wegen Urkundenfälschung und Verletzung des Brief» ßeheimniffes 6 Monate und 2 Wochen, gegen den letzteren wegen Irkundenfälschung und versuchten Betrug 3 Monate und 2 Wochen Gefängniß. Die vom Vertheidiger, Rechtsanwalt Greiling gestellten Beweisanträqe wurden vom Gerichtshof als unerbeblich abgelehnt. Das Urtheil lautete gegen Villain auf 6 Monate und 1 Woche Gefängniß; Sperl wurde freigesprochen. Da« Zitronöl ist ein in der Zeit vor dem Feste sehr gangbarer Artikel. Es mag deshalb im Interesse der Verkäufer sowohl wie der Käufer darauf hingewiesen werden, daß die elfteren wegen Verfälschung von Genußmitteln zur Verantwortung gezogen werden, wenn fie Zitronöl— wie es in vielen Kolonialwaarenhandlungen üblich ist— mit Alkohol verdünnen und dies Gemisch an Stelle des reinen Zitronöls abgeben, ohne den Käufer von der vorgenommenen Verdünnung zu unter» richten. Gestern wurde der Kaufmann Wiegand von hier dieser- halb zu einer Geldstrafe von 30 M. verurtheilt. Pereine mifr Nersammiungen. Die Freie Uereinignng der Maurer«nd Fach» genossen Sertina hielt am 3. Dezember eine gut besuchte Mitgliederversammlung in den„Bürgersälen", DreSdenerstr. 96, ad. Auf der Tagesordnung stand: 1. Vortrag über Zweck und Ziel des Vereins. 2. Vorstandswahl sowie Wahl der Revisoren. 3. Vereinsangelegenheiten. Herr Wernau referirte über den Zweck des Vereins, als welchen er die Wahrung der Rechte und die Verbesserung der Lage der Maurer bezeichnete. Er wies die Nothwendegkett einer Organisation nach und desprach dann die nächsten Aufgaben des Vereins: a) durch Erzielung möglichst günstiger mit den Zeitverhältniffen im Einklang stehender Ar- deitszeit und auskömmlicher Löhne, sowie strenge Jnnebaltung der 14tägigen Kündigungsfrist, d) Beseitigung aller Akkord« und Pfuscharbeit, weil gerade die Aklordardett die meist«, Kollegen arbeitslos macht, c) Beseitigung der Sonntags- und Ueberstundenarbeit. ck) Erstrebung gesundbeitsdienlicher Bau- buden.— In der Diskusston sprachen fich alle Redner in Ueder» einstimmung mit dem Referenten aus. Hierauf ging man lannt und hat nachgewiesen, daß das Bestimmende der Geschichte die unscheinbare und stille Entwicklung der sozialen Verhättntffe ist; allein zur Zett bcsiven wir noch keine ausführlichen Dar- stellungen, welche jene Forderungen der modernen Auffassung beliebigen; wir defitzen bis jetzt nur kleinere Bruchstücke. Ein lolches werlhvolles Bruchstück ist„Das alte Lübeck". Der Ver- 'affer, der Reichstagslandidat der sozialdemokratischen Partei für Lüdeck, giebt eine Schlldemng des mittelalterlich«, Bürgerthums in Norddeutschland; er zeigt in saubre ausgeführten Zügen die allmältge Entstehung dieses Standes, seine mak- riellen Bedingungen und seine Aeußerungen im politischen, sozialen und geistigen Leb«,. Dem Titel nach ist das Buch eigentlich nur eine Darstellung der Lübeckischen Geschichte, allein einersetts hat die mittelatterliche Städteentwickeluna so viele gewinnende Züge, und andererseits geben die Beziehungen Lübecks zu den Nachdarstädten so viel Gelegenhett zur Schil- derung auch anderer Verhättnisse, daß man durch das Buch eine sehr anschauliche und ziemlich vollständige Ueberficht über die norddeutschen Stävterepudliken des Mittelalters gewinnt. In der Einlettung werden die politischen und aktuellen Voraussetzungen für die Gründung der Stadt aufgeführt; im ersten Abschnitt werden dann die Anfänge der kommunalen und politischen Freiheit nachgewiesen; es wird dann gezeigt, wie auf Grund dieser Freiheit und Selbstständigkeit die Kraft der Stadt nach innen und außen zunimmt; in den weiteren Kapiteln schil- dert der Verfasser die Ausbeutung der Stauer mtt ihren poli« ttschen und sozialen Folgen. In einem besonderen Tdeile wird die Kultur und das geistige Ledm in der freien Stadt geschil- dert, und das Buch schließt dann mtt einer Darstellung dcr Arbetterunmben im dreizehnten Jahrhundert. Freilich ist in jenen Zetten von einem Gegensatz zwischen Bourgcoifie und Proletariat im heutigen Sinne noch nicht zu sprechen; allein in den Städten, welche in der Entw'ckelung am fortgeschrtttensten waren, machten fich doch die ersten Zeichen dieser späteren Gegensätze bemerkbar, und besondres lehrreich ist deshalb das Buch, weil es diesen ersten Zeichen sorgsam nach» spürt. Ader auch in anderen Beziehungen giebt das Buch für die Gegenwart manch«, beherzigenswerthen Wink. Schwartz weist nach, wie die Blüthe des geistigen Lebens Hand in Hand gebt mtt der Umgestallung der reinm Demokratie, und wie all« geistigen Errungenschaften verloren gehen, als die reine, dewo» kratische Freiheit zu Gunsten eine« Privileg'' verloren geht. Die Verg wart; gerade auS diesem jetzige Zett Iren«,. --------------------- r~ ♦»•gii«"»"» t Gunsten eine« Privileairten- Regiments Vergangenheit ist ein Spiegel der Gegen» iesem Buche kann man viel auch für unsere B2. Punkt der Tagesordnung: Vorstandswahl über. Vorfitzender wurde tzen Wernau, als erster Kasfirer Herr R. Schmidt, als Schriftfübrcr Herr F. Müller gewählt. Für dm Süden wmden gewäblt: Als stellvertretender Vorsitzender Herr Raschle» als stellvertretender Kasfirer Herr Hanisch, als stelwertretender Schriftführer Herr P. Schulz. Für den Osten wurden gewählt: Als stellvertretender Vorfitzender Herr Hermcr« schmidt, als stellvertretender Kasfirer Herr Maritz» als stellvertretender Schriftführer Herr Wegener. Für den Norden wur- den gewählt: Als stellvertretender Vorsitzender Herr Täumichin, als stellvertretender Kassirer Herr Laudsch, als stellvertretender Schriftführer Herr Rade. Für den Westen wurden gewählt: Als stellvertretender Vorsitzender Herr Zöllner, als stelloertreten- der Kassirer Herr Röhl, als stellvertretender Schriftführer Herr Silderschmidt. Als Revisoren wurden folgende Herren gewählt: Herr Karde, Herr Ald. Schlöffer, Herr S. Schmidt. Mit einem dreimaligen Hoch auf das Gedeihen des Vereins wurde die Versammlung geschloffen.,.„.. Aufgelöste Versammlung. Die am Sonntag im Lokale deS Herrn Gnadt, Vrunnenstr. 38, stattgehabte Versammlung der Kernmacher verfiel der Auflösung. Die in der Versammlung anwehenden Former traten für die Vereinigung der Kernmacher mit dem Fachverein der Former ein, was von den Kernmachern abgelehnt wurde. Herr Thierbach, welcher anwesend war, führte au, deck eS vorthellbafter sei, wenn sich jeder Berufszweig selbst vrganifire und für seine Jntereffen eintrete. Der Former, Herr Schäfer, widersprach dem und griff Herrn Thierbach heftig an, waS denselben veranlagte, anzuführen, daß in Berlin zirka 3000 Former wären, von denen nur zirka 400 dem Fach verein ange- hörten; ste sollten sich also erst selber fest organifiren und dann verlangen, daß fich ein anderer Beruf ihnen anschlöffe; fie sollten d«h den Kernmachern keinen Damm entgegensetzen. Bei diesen Aueführuvgen löste der überwachend« Beamte die Versammlung auf Grund des Vereinsgesetzes auf. N«r«i« zur Kegel«« g der gemerdliche» Perhält- «iste der Töpfer Kerlw». Sonntag, den 16. Dezember, Vormittags 10 Uhr, findet im„Königstadt-Kafino", Holzmarlt- straße 72, eine Mitglieder- Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Die Feuerungsanlagen nach der neuen Baupolizei- Ordnung. 2. Besprechung über die von der Gewerbe- Deputatton des Magistrats gesandten Fragedogen. 3. Innere Vercinsangelegen» heiten. Gambourverein„Einigkeit macht stark". Humo» ristische Adendunterhaltung, verbunden mit Tanzlränzchen, zur Feier des zweiten Stiftungsfestes, am Sonnabend, den 15. Dezember, im Saale des Mehlhauscs, Kantianplatz am Kupfergraben. Eröffnung 8 Uhr. Anfang präz. 8tz Uhr. «e/aug-. Turn- und gesellige Pereine etc. am Donnerstag. Männeraesangverein„Lätitia" Abends 9 Uhr in Vettin's Restaurant, Veteranenstr. 19.— Gesangverein„Bretzel- schluß" Abends 3t Uhr im Restaurant Schumann, Alle Fakob. straße 38.— Männeraesangverein„Nordstern" Abends 9 Uhr im Restaurant Pohl, Müllerstraße 7.— Schäfer'scher Gesang» verein„der Elfer". Abends 9 Uhr bei Wolf u. Krüger, Skalitzei- strecke 126, Gesang.— Gesangverein„Blüthenkranz" Abends 0 Uhr im Restaurant Dresden erstr. 40.— Männcrgesangvcrein „Alexander" Abends 9 Uhr im Restaurant Rose, Srraußberger' straße 3.— Männergesangverein„Liedcsfrciheit" Abends 9j Uhr im Restaurant Siemund, Linienstr. 8.— Männeraesangverein �Firmitas" bei Ktnner, Köpnicknstt. 68.— Gesangverein Männerchor„St. Urban" Abends 9 Uhr Ritterstraße 105.— Gesangverein„Deutsche Liedertafel" Abends 9 Uhr Köpnickerstraße 100.— Gesangverein„Norddeutsche Schleife", Abends von 9—11 Uhr, Michaelkirchstraße 39.— Brunonia, 1 Abends 9 Uhr Uedungsflunde bei Lebmann. Alexandrinenfir. � -Turnverein„Hasenhaide"(Lehrst-Abth.) Abends OUHrDi-A' 61.—„Berliner Turngenossenschaft"(7. Lek- lings-Adthellung) Abends 8 Uhr in der städtischen TurnM Briyerstraße 17-18;— desgl. 6. Männer- AbtheM Abends 8 Uhr in der städtischen Turnhalle» Gubens straße 51.— Lübeck'scher Turnverein(Männer- AbtheilW Abends 8 Uhr Elisabethstraße 57,58.- Allg. Arendss« Stenographenverein, Abth.„Louisenstadt", Abends 8t Uhr» Restaurant Preuß, Oraniensttaße 51.— Arends'scher Sten» maphenverein„Phalanr" Abends 8j Uhr im Restaurants Buckower Gatten", Buckowersttaße 9.— Deutscher Vmt Arends'scher Stenographen Abends 9 Uhr in Heidt's Refto» rant, Koppenstr 75, Unterttcht und Uebung.— Berliner Stev> gravhcn- Verein(System Arends) Abends 9 Ubr* Restaurant Friedrichstraße 208.- Stolze'scher Sta» graohen-Verein„Nord-Berlin" Abends 9 Uhr Schlegelstwße« — Verein der Naturfteunde" Abends 9 Uhr im Nestaus Wienetttraße 35.- Verein der Unruhstädter Abends Li lU> im �Königstadt-Kafino", Holzmarvstr. 72.— Verein ehemalig F. W. Rettschlag'scher Schüler am 1. und 3. Donnerstaa Monats im Cafe Schüler, Landsbergerstr. 73, Abends 8 Uhr-' Rauchklub ,�kernspitze" Abends 3t Uhr im Restaurant» marttstraße 44.— Rauchllub„Ärcona" Abends 9 bei Pasche, Reichenbergerstraße 118.— Rauchklub„De,-� waage" Abends 9 Uhr im Restaurant Lock, Krautssttap? — Rauchklub„Vorwätts" Abends 9 Uhr bei Herrn Restaurant„Zum Ambos", Breslauersttaße 27.—„OrievA scher Rauchllub" Abends 6 Uhr im Restaurant � Oranimsttaße 8. lk. Theater. Donnerstag, den 13. Dezember. •zweahuM. Die Quitzow's. Achausptelhau». Aleffandro Stradclla. MuSuee-Ttzout«». Madame Bonivard. Vor- her: Der dritte Kopf. t�Dug-Ttzoute». Die große Glocke. Theutee. Die veiren Leonoren. OVtofrrf*-»ilhelmstadtisch—«heute». DerMikado. Wklwrtu-Gheute». Die Reise in die Pyre- «fien. Uefiveas-Theute». Abb« Constantin. SeSieuSsuuee-Theute». Auf eigenen Füßen. SuUm-Theute». Der Glöckner von Notre- Dame. SömtgSS» tische»«heute». Steffen Langer auS Glogau. Aduif»»»ft-Theute». Die drei Grazien. �orfmuuu'« Puriti». Spezialttäten-Vor- stellung. Su»«»>tu»«heute». Spezialitäten- Vor- Ketchuhule» t Spqialttäten- Berliner Theater. Donnerstag, dm 13. Dezember Zum 1. Male: Kl« wilde Jagd. Lustspiel in 4 Atten von Ludwig Fulda. —(Melanie; Hedw. Niemann.)— Freitaa, den 14. Dezember: Di» wilde Jagd. (Melanie: Hedw. Ntemann.) Sonnabend, den 15. Dezember: Ke» AS«ig»tt«teuuut». _—(Tborane: Friedrich Haase.)— Cirkns B. Schumann. NWe- Per«i»k«» ist gut geheizt«ud gegen Zug gefchSht."M» Donnerstag, dm 13. Dezember, Abends 7t Uhr: Große Extta-Vorstellung. Das reichhallige Programm enthält 10 der vorzüglichsten Repertoir-Nummern. Zum 1. Male: 9i* schöne Jost« oder Schutze und Mulle» i« veient. Ar. komische, historisch» phantastische Ausstattung» Ballet-Pantomime in 2 Adtheilungm und zehn Bttdem, mtt Gruppirungen, Tän,en, mimischen Ssmm und Gesprächen. Jnszenirt vom Dir. G. Schumann, dargestellt von ca. 100 Mit- gliedern der Gesellschaft, mchrerm Kindern und dem Gtrpa de ballet Freitag, dm 14. Dezember. Abends 7t Uhr: Große Vorstellung. Zum 2. Male: Dt« schö-e Hofia. American-Theater. Weltaertheaterutraeee Mr. IS, Berliner Behttnlielta-Konkurrenz. rwTn� P. Thumann: Frl.*. Drittes ßustuuug nach E. v. Bodmhausen: Vtettes Bild: Da» Masse» nach Ellner und die Übrigen vier Damen.(Die mW****** bezeichneten Damm wünschm ungenannt zu bleiben.) SäÄÄ'SÄÄ des uttomischen Seudi» und Keuwau« „Bltemchm". Anfang 7t Uhr. Sonntags 6t Uhr. Billet-Vorverkimf ohne Aufgeld im �kn» aastden��rmdBormittagS von 11— 1 Übe Ziehung vom 13. bis 18. d Mts. De»leg««g der Ziehung sowie Keduzirung der Gewinne ausgeschtoss»«. Grosse Lotterie zu Weimar. Hauptgewinn i. W. v. 35 000� 5000, 1000, 500 M. tic* 1062] Loose 1 Mark. II KtSck 10 Utk.(Porto unbjSiße 20 Pf. extra.) Oscar Brauer& Co. _--------------- Pf. extra.) Bank- RAn|SnUIV Unter den Geschäft,»0n>?H«U.Lindenl2 Danksagung. Für die herzliche Theilnahme vei der gung meines lr-bm Manms sage ich allen Den und Bekannten, seinem Meister und KolM? sowie dem Verein z. W. d. Interessen mn»" herzlichsten Dank. Fvau Treik»� Die allbekannte Uhrenfabrik von P Goette, gegründet 1868, Köpnickerstr. 79, Ecke K rücken ltraß«. empfiehlt Herren New-nt-ir in Silber, fein. Qual. 18 bis 22 Mk. Spezialität golv. Damen-Zlemontoir-Uhren, 14 kar., best. Qual., feinste Werke 28 bis 30 Mk, m. fein. Gravir. 35 Mk., m. haldoerdeckter Kavsel 36—40 Mk, 3 Kapseln(Savonet) 42—60 Mk. Gr. Lager aold. Jerre» Kenrontoir, in Gold 48—75 Mk., 3 Kaps,(schwer) 110—140 Mk. Zlegul-tt««»» gut. Qual. m. Schlagw., 14 Tage gehend, v. 20 Mk. an. Regnlatenre m 2 Gewicht, 8 Tage gehend, 32 Mk., gut repaff, 4 Jahre Garantie. MF* Kestellungen «ach Außerhalb werden prampt ausgeführt.— Umtausch gekartet. Reichssten Kerem d. Nähmaschine«' Handarbeiterinnen Kerli� nnb Umgegend._ Freitag, den 14. Dezember, Abends Annenstraße 16, im Ueue« Klubhause! Mitglieder- VersammluV Tagesordnung: 1. Geschäftsordnunas-Vorlage. 2. Diskussion und Verschiedenes. Damen haben Zutritt. 1500] De» Dor»� Große Matinee, Sämmtliche Taschenuhrm trauen d. neuen Reichsstempcl. [1478 ganz»-»zSglich» alt» Maar»..... Mar?Ä� P««sch,rtrakte von Matt 1,25 per Originalflasche an. «lühweinertrakte von Matt 1,25 per Qriginalflasche an. Un«(ka�on) per Originalflasche...............„ 1,00 Alter»ordhiins«»....................„ 0,75 Angberliquen», hochfein..................„ 0,90 itrlhw» Getreide-KLwwel................„ 0,90 Dreunfpiritu», ganz geruchlos................„ 0,50 empfiehll 1434 di» Groß Destillati-«»o» Lettall& Keil, Kophienstr. IS, nahe der Kosenihalerstr. Crosse Betten 12 Mk., Oberbett, Onterbett, 2 Kissen, mit nur gereinigten neuen Federn, bei 1333]__ Biiutu» Lustig, Prinz enstrasse 43, part veranstaltet vom Verein zur Wahrung der materielle»� teress»« der Stewträger und oe'w>u"«l Kerufogenosse« Kerl»«» zum Besten�, Weihnachtsbescheerung hilfsbedürftiger Mitglieder am Konntag» den 16. 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U-rmat- Unt-rkUt»»-' M. Greifenhageit< «erantwottlicher Redattem:*.»r-nhei» tu«erttn. Druck und»erlag.oon Mar»adtng w Berlin bW.,«euthstroß» inenM1 inZMx (7. Lew Tmnballt Ädtheid« Gubens KÄ jj Ubr" er»rt"! s R-W icr vtc>�> Übt, Beilage zum Berliner Bolksblatt. #*. SV3 Do««erstag» de» IS. Dezember 1888. S. Jahrg. Parlamentsberichte. Il«ntr4«v R-ichstag. 13. Sitzung vom 12. Dezember, 1 Uhr. Am Tische d«L BundeSrathei: v. Boetticher. �3»! Berathung stehen die von der konservativen und der »trumk partei in wörtlicher Ucdcieinstimmung eingebrachten t:äge, betreffend den Befähigungsnachweis. Abg. Mifcn»»(3): Eine Umschau auf sozialem Gebiet tfgt das unerfreuliche Bild, daß der ehrliche Erwerb immer wehr in Abnahme begriffen ist, daß Jeder seine Kräfte auf« tZbcn muß, wenn produktive Arbeit ihn erhalten soll. Die Rächt des Kapitals erdrückt das Kleinhandwerk, in dem ein bniftes Pfuscherthum fich breit macht. Das bisherige„laissez "ü*" muß seinen Ruin herbeiführen: daher die künstliche, nicht Natürliche Ueberlüllung der Berufe. Die Gewerbefreiheit sollte g* Handwerk fördern, sie hat fich aber als einer der größten ffehler unserer Regierung erwiesen, und wenn fie ihn nicht aus Äenem Antrieb wieder gut machen will, so ist es Pflicht der «ollsoerlretung, mit Initiativanträgen zu kommen. Die vorlie- Mxn begnügen fich nur mit wenigem, find aber von prinzipieller «edeutung, indem fie dem Kapitalismus und Pfuscherthum Angegentreten. Heute muß der Handwerker noch arbeitsreicher «hrzeit und Aufwand von 3eit und Geld schließlich seine Kraft «den Dienst des Kapitals stelle». Inhaber aller größeren Magazine find heute oft Leute ohne die geringsten technischen Mntnisse, Leute, die nicht Roßleder von Kalbleder unter- Heiden können. Wie Im Staatsdienst, sollten Prüfungen auch Handwerk unerläßlich sein, wenngleich fie allein allen Uebcl- "faden nicht abhelfen können. Aber das Vertrauen des «ublikums zum Handwerker würde dadurch schon bedeutend er. Mt werden. Das Handwerk gehört dem Handwerker, nicht JjM ungelernten Spekulanten. Von der größten Wichtigkeit Jfat ist der Befähigungsnachweis für daS Ausdildungewesen. tftonders der Lehrlinge. Niemand weiß heute recht die Grenze irischen Lehrling, Geselle und Meister anrugebcn. Dem Lehr» M fehlt heute die Gclegmheit, etwas Tüchtiges zu lernen; er fich ein notbdürftiges Maß von Kenntniffen angeeignet, % Seht er seinem Meister nach Jahresfrist durch und sucht das «»ernte anderswo, oft schon gegen einen geringen Lohn, zu Ffaerthen. Wird er nun durch die Polizei auch seinem Deister zurückgebracht, so quält er ihn und schadet ihm, wo cr Ann, Mg CT wieder entlassen wird. Das Gelernte reicht aber |~t ihn nicht zu selbstständigem Erwerb aus. besonders wenn cr ?rathct. Wenn Rcichenspcrgcr fich einst über den Unfleiß der Tjbemischcn Jugend, besonders der Juristen, beschwerte und tfa Mittelexamen verlangte, so ist bei der noch weit weniger gewldeten und weniger«villensk: ästigen Jugend des Handwerker« ?fabls erst recht ein Prüfungszwang am Platze. Wie jene bei «r Beseitigung der Staatsp üiungen noch wnt weniger fleißig itirr würden, so wird bei diesen der 3wang zur Arbeit eine jjtößere Liebe und Lust zu ihrem Fache allmälig erwecken. Es Webt an allen Orten und zu allen Z iten Talente, die auch jw Prüfungszwang Bedeutendes leisten, die große Masse aber j-barf des Zwanges. Wie aber für den jungen Handwerker fae Prüfung nothw.-ndig ist, so auch für den älteren, der ■fat die Au« Keldung jener leiten soll. Die während der «Krzert erworbene technische Ausbildung übersteigt sehr oft den Werth der Fachschulbilvung. Auf dem Boden der Ge- weibefreiheit ist ein ordentliches Lehrlingswesen überhaupt nicht iu erreichen. Aber auch zur Wahrung der Standesehre und bei sozialen Stellung der Meister ist der Befähigungsnach« »eis oder die Meistnm üfung erforderlich. Der Handwerlerstolz *8 durch die Gewerbefrcikcit untergraben, das Psuscherthum Wit seiner Sudelarbeit macht fich breit. Mit der Standesehre Mert der Handwerker aber auch die Selbstachtung und er paßt faj allmälig dem Pfuscherthum an. Nur der Wolf ist es. der Sjfct Schafhcerde gegenüber von seiner Freiheit und Macht ««brauch macht.(Heiterkeit links.) Redner führt dann ver- Mchs weise die österreichische Gewerbegesctzzebung an, die den ?tfahigungenachweis seit längerer 3ett obligatorisch gemacht und efalit günstige Wirkungen erzielt habe. Die Unzuftiedmheit in sfabwerkerkreisen sei dort lange nicht so groß, wie in s�utschland. Lediglich dmch Eintteten sür die Gewerbe- ndcit hätten die Freifinnigm die Stimmen der Hand» uyler verloren und seien bei den letzten Wahlen ge« (rfafa worden. Denn so lange die Gewerbefteihett besteht, i??pst der Handwerker gegen dieselbe. Die Aeußrrung des Gttllenberger, daß ein Drittel der Handwerker sozialen dennoch hat die Gewerbe- offen. Schon im Jahre £•? tvrach der damanae Avg. von Bismarck im Abgeordneten« ?fai( fich gxgxn die Geweroefreiheit aus. Wenn der Reichs« Mer heute in der inneren Politik nach der vox popuü nicht eine glückliche Hand gehabt hat, so ist das Verlassen fiüheren Anficht daran Schuld. Gerade die größte Er« e fabelt für die Regierung zwingt mich aber heute, ihr die um das Handwerk ans Her, zu legen... K�Abg. Altrrrman»: Ein Antrag, der das Hau« bereits 2 Mal beschäftigt hat und der in der letzten Sesston, wenn kr t>m mit knapoer Mehrheit, angenommen ist, bedarf eigent» 2 nur noch der Kraftprobe der Abstimmung. Auch.wenn Ich I>.,«"gelSjungcn redete, würde ich die Gegner unseres An« nstht überzeugen, ebenso wenig wie fie uns. Man hat in L�-effc die Wiedereinbringung unseres Anttagcs eine klerilch- K-Uerische Demonstration genannt. Sollen wir uns durch solche li�Swoite irrittren laffen und die Waffen strecken. Wollen Sie ..?am.ngen zünftlerisch nennen. Ms thut es nicht weh. Dem «-,VL.,T, s»»*•*» iw«ivo..»..,-----■*>——.— m_ v�UrrlL Cr wnnen wir nur dankbar sein, daß es unsere Be- ?�v,?.uuf.dem Gebiete deö Handwerks in den letztm sechs � Ö�utzt hat. Seit der letzten Session ist ein B.schluß �aen�.°t»taths bekannt geworden, der einem von dem Hause ---Art. V„ ffil.m»rK»nrhnuno. wo« 0�lbcfannt geworren, oer mwm uu„ M bj» Antrage zu§ lOOe der Gewerbeordnung, wo« 5!eh»n. Einräumung gewisser Vonechte auf dem Gebiete des � nungen nicht dem Ermessen der überlassen, sondern an bestimmte KM !�ie». i.'�ungsbkhoivcn uveiru,,-«,............ , gebunden werden sollte, die Zustimmung oersagt hat. Aptraa»./ßt aber noch nicht, daß der Bundesrath auch diesem 2%uG y�bnend gegmüdnstebt. Ich bedauere freilich den Bundesrats um so mehr, als , M DfR« v bedauere freilich W h�Sniß faf.«undesraths um|0 mem. als von der erwähnten " Oberen Verwaltungsbehörden speziell in meiner � �--- fxiben. Unter 'Uu. � debw,«� bumnzSamt die Hache anzuverttauen. � �gsnachn'�s Handwnker selbst wollten von dem Be« ................•- 4|,Jv*far ,um eine Belldranrung v.-.—„ii-.u,-.. 0..� �buriotn cn"nd Eltonen, ist natürlich. Entschiedene gtn aus Handwerker kreisen gegen den BefähigungS« nachweiS find mir nicht bekannt geworden. Dagegen haben fich neuerdings der Deutsche Handwerkertag und der Deutsche In- nungstag für den Befähigungsnachweis erklärt. Dem steht allervings gegenüber der ablehnende Beschluß des Deutschen Gewerbekammettages in Plauen. Ich vermag aber in diesem Beschluß nicht eine Kundgebung des deutschen Handwerks zu er« blicken. Denn einmal waren nicht alle Gewerbekammern vettreten, und dann befitzen ganze Disttttte überhaupt keine Gewerbetammern. Von den erschienenen Delegitten verttaten acht Handels- und Gewerbekammern und nur vier Gewerbekammern. Das Votum einer Handelskammer in dieser Frage würde etwa denselben Wetth haben, wie das Votum einer Anwaltskammer. Der Vettreter der Hamburger Gewerbekammer hat fich übrigens der Abstimmung enthalten. Möge nun die Entscheidung des Hauses fallen, wie fie wolle: wir wünschen, daß fie dem deut- schen Handwerk zum Segen gereiche, daß der deutsche Mittel« stand kräftig und lebendig erhalten bleibe als Schutzwehr gegen die inneren Feinde des VatettandeS.(Beifall rechts.) Abg. Dnvignea«(natl.): Auch ich bin der Meinung, daß nur noch die Kraftprobe der Abstimmung gemacht zu werden braucht. Von einer Vernichtung des Handwerls durch Kapital und Pfuschetthum kann man nicht sprechen, denn unsere gewerb. lichen Zustände find nicht gesunken, sondern blühen gerade seit Aufhebung aller Beschränkungen ganz besonders. Die Be« hauptung, daß alle Gegner dieser Anträge arbeiter« feindlich seien, kann nicht unwidersprochen bleiben. Wir ettlären uns sür Arbeiterfteunde und wünschen für die Uebelstände in Handwerker» und Arbeiterkreisen Abhilfe, aber diese Vorlage mit ihrm Beschränkungen ist ein Unglück für den Arbeiterstand; fie bietet diesem kein Brot, son« dem einen recht haften nicht durchzubeißenden Stein. Der Antrag ist unausführbar wegen der Schwiettgkeit der Ausein« anderhattung der verschiedenen Gewerbe[und wird nur Veranlassung zu zahllosm Streitigkeiten geben; er bietet auch leine Sicherheit für die Erlangung des Zieles, weil an zahllosen Stellen die Bestimmungen vom Bundesrath je nach Bedarf durcklöchett werden können. Auch find wir gegen die Ablegung der Prüfung vor den Innungen, die nicht das gesammte Hand« merk, sondern nur einen geringen Theil desselben vertreten. Die Gründe der Antragsteller für ihre Vorschläge find nicht stichhaltig. Sie wollen einmal dos Publikum vor der Aus« bcutung durch das Pfuschetthum schützen. DaS Publikum ist aber selbst ein geeigneter und fähiger Richter über die Güte der Waaren, die uns das Handwerk liefert. Ob bezüglich des Baugewerbes ein Schutz des Publikums nothwendig ist, das ist eine diskutable Frage, sobald aus dem Baugewerbe selbst der Wunsch nach einer Prüfung vor einem Staatskommissar geäußert wird. Ebenso wenig lönnen wir anerkennen, daß durch den Befähigungsnachweis eine gefährliche Konkurren, für den Handwerkerstand beseitigt werde. Die gefährlichste Kon« kurrenz für das Handwerk, vie Großindusttte, können Sie da« durch nicht desettigen und gegen die Kenkurrenz durch die Haus- industtte können und wollen wir nicht vorgehen, well an der« selben Tausende von geschicktm Kräften bethelligt find. Schließlich wird auf die erziehettsche Bedeutung der Vorlage hinge- wiesen, durch welche der Handwerkerstand in seiner Ehre und , seinem Selbstbewußtsein gehoben werden soll. Die freien | kfnnungen begrüßen wir mit Freud« al« geeignet, aus eigenem Willen die Ehre des Standes hochzuhalten, wir freuen uns auch über Einrichtungen zur Ueberwachung und Ausbildung der Lehr- linge, das find aber die schätzbarsten Mittel der Selbsthilfe, und diese reicht aus; der Stand soll fich aus fich selbst heraus erheben. Der Befähigungspachweis ist auch nicht nöthig, da heute so wie so Jeder über die„gewöhnlichen Arbeiten" seines Gewerbes, in denen er nach den Anträgen geprüft werden soll, hinaus geschickt sein muß, um vor« wärts»u kommen. Wir haben ja auch die Fachschulen dazu. Unser Kunsthandwett stellt wahre Wunderwette fettig, und daran arbeiten lauter gelemte Handwetter. Sollten diese, wenn fie fich selbstständig machen, erst einer Prüfung in den „gewöhnlichen Arbeiten" Ihres Handwerks unterworfen werden. dann würden fie nur lachen, weil fie darüber längst hinaus find. Die Zwangsinnungen find hergekommen aus ganz anderen, ver« atteten Verhältnissen, die schon vor Jahrzehnten als nicht mehr brauchbar anerkannt find. Ein wahrer Handwerkerfteund kann für diese Anträge nicht stimmen, fie würden dem Handwerker nur hinderlich sein auf dem rechten Wege der Selbsthilfe. Ich freue mich, daß es Herrn Ackermann nur auf die Kraftprobe der Abstimmung ankommt und daß er keine Kommisfionsderatbung wünscht. Wir würden uns an einer solchen auch nicht bethei« Ilgen können, weil Neue« in dieser Motette doch nicht mehr vo» gebracht werden kann. Ich bitte deshalb, die Kraftprobe nicht erst in der Kommisfion, sondem gleich im Plenum stattfinden zu laffen. Abg. Frohm»(Sozial.): Der Abg. Metzner hat heute in sozialdemokratischer Art gegen das Kavital gewettert, welches das Handwerk bedrohe und zerstöre. Es scheint ihm aber dabei nur darauf angekommen zu sein, die Interessen des Handwerks mit einem Angriff auf dm Kapitalismus zu decken. Das Hand« werk leidet allerdings. Aber ich verstehe nicht, wie man be« haupten kann, daß die Einführung der Gewerbefreiheit der größte Fehler in unserem Jahrhundett gewesen sei. Dinge, die mit geschichtlicher Itothwmdigkeit fich gestalten, kann man nie« mals als einen Fehler bezeichnen. Die Gewerbefteiheit ist eine Nothwmdigkeit für die ganze moderne Gewerbegestaltung, fie ist eine Durchgangsform zu neuen Formen. Es handelt fich- nicht darum, ob es nützlich sei, Innungen, die fich den alten Innungen nähern, zu schaffen, sondern darum, wie die Jnttr« essen der Arbeit im Allgemeinm sicher zu stellen seien. Bei den Bestrebungen, welche dem Antrage zu Grunde limen, dreht es fich um die Interessen nur eines winzig kleinen ThttlS des Handwerkerstandes. Die Ehre deS Handwerks liegt gar nicht dung stützen. Heute ist in den Handwnkerkrtt en der Lehr« ling nur ein Ausbeutungsobjekt. Der L-hrlingsmisöre kann nur ein Ende gemacht werden durch Errichtung von Lehrwerkstätten. SZMHW dildung erhalten! Es wäre das eine AuSblldung. zu der nur ÄÄ Ä A« öÄÄÄ"« hoben wir es in den Jnnungm nicht mehr mit den Erzeugnissen ##### bewiesen ist. ES kann fich lediglich dämm handeln, die gesammte Arbeit, alle Berufe genoffenschaftlich zu organifirm. Eine wahr» hafte Innung der Zukunft muß darauf hinauslaufen, die Unter« schiede zpischm Arbeitsherren und ArbeUSknechtm aus der Welt zu schaffen. Es wird auch in Zukunft der Tüchttgere in der Werkstätte den Vorzug und die Leitung habm, aber nicht als Arbeitgeber nach Maßgabe der lapitalistilchen Interessen. In diesen Zustand wächst fich thatsächlich die Gesellschaft auS. Die Arbeiter fühlen auch gut heraus, daß eS fich hier um die Kon« ftituimng eines neuen Privilegiums für eine genau abgegrenzte Gmppe von Arbeitgebern handelt: fie sehen, was die Jnnungs« meister fett der Erweitemng ihrer Privilegien an Arbeitettreund» lichkell geleistet habm. Die Innungen find jetzt übermüthig gegen die Arbeiter geworden wie keine andere Arbeiter« Vereinigung, so weit, daß fie sogar das gesetzliche Koalitionsrecht der Arbeiter anzutasten wagen! Die Zünftler haben die schwarze Liste, die Vermfserklärung zu einem unerhötten, skandalösm System ausgebildet, wie nie zuvor. Wenn man die Zahl der Handwerker auf 2 Millionen annimmt und bedmkt, daß 203 000, also kaum 10 pEt. zu den Innungen ge« hören, so muß man fich wundem über die Kühnheit, mit welcher die JnnungSvettheidiger unS glauben zu machen suchm» daß alles, was den Jnnungm beliebt, auch im Interesse des ganzen großm Handwerkerstandes gelegen sei. Selbst diese Zahl von Mitgliedern würden übrigens die Jnnungm nicht aufweisen, wenn man nicht durch allerlei Kunststücke» namentlich durch die Privilegien im Lehrlingswesen, noch in der letzten Stunde viele Meister förmlich in die Jnnungm hinttngettteben hätte. Wenn dieses Gesetz rückwirkende Kraft erhielte, so könnten wir hinfichttich der Jnnungsmeister unser blaues Wunder erleben, dmn daß darunter viele find, die lediglich durch den Besttz von Mitteln in die Lage gekommen find, fich selbstständig zu mrchen und nickt ihrer Fähigleit die Selbst« ständigkeit verdanken, steht fest. Nicht die Fähigkeit im Hand« werk ist heute entscheidend, eine selbstständige Stellung einzunehmen. Die Zetten find ein für allemal und unwieder« dringlich vorbei. Die wirtlich fähigen Handwetter müssen zw- meist in der Stellung als Gesellm verharren. Unter diesem Gisichtspuntt verliett der Befähigungsnachweis alle und jede Bedeutung. Der Schwindel ist nicht durch die Gewerbefteiheit in das Handwerk gekommen; schon mit dem Verfall der Zünfte im 14. Jahrhundert beginnen diese Klagen. Nach meiner Er« fahrung lommm übttgens z. B. im Bauhandwett mehr Bau- Unfälle auf Rechnung der Jnnungsmeister, als der sogenannten Unternehmer. Es kommt nicht darauf an, eine erhöhte Fähig« keit, sondern einen besseren Geist in das Gewerbe einzuführen. Gewiffenhaftigtett werden Sie aber trotz aller Bemühungen nicht durch den Befähigungsnachweis schaffen können, fie ist ab« hänaig von den witthschastltch« sozialen Zusammmhängm und Verhältnissen. Ich gebe mich der Hoffnung bin, daß auch dieses Mal der Antrag zu keinem prattischm Resultat führen werde. Abg. Ichmidt(Elberfeld, dfr.): Wir werden die Vorlage ablehnen wie früher. Die Herren vom Bundesrath doku« mentiren ihr Urtheil über diesm Antrag durch ein bebeut« sames Schweigen. Der Abgeordnete Metzner hat heute die Begründung des Anttages auf einen andern Boden gestellt. Er hat dm Kapitalismus angegttffm, der alle ehrliche Arbeit auffange. Darüber hat er von dem sozialdemokratischen Redner bereits die Qutttung erhallen. Dann meinte er, daß jeder ver« nünftige Mensch überzeugt sein müsse, daß dem Handwerker nur durch dm Befähigungsnachweis aufgeholfen werden könne. Der eigentlich vernünftige Standpunkt in dieser Sache ist der Schornstein, in den man alle diese Forderungen hineinschreidt. (Hettetteit.) Man beruft fich immer darauf, daß aus dm Hand« werkerkreisen keine Aeußerungen gegen den Befähigungsnach« weis laut geworden. Die Handwerker und gerade die, die etwas leistm, haben etwas Besseres zu thun, al« die sog. Tage zu besuchen, auf denen die Nummern, die dem Vergnügen ge» widmet find, gewöhnlich dreimal so groß find, wie die der Arbeit gewidmtten.(Sehr wahr!) Der Ttschlettag in Frankfutt a. M. klagte darüber, daß die Jnnungsmeister diese „Tage" nicht genügend besuchten. Man hat dott deshalb den Antrag gestellt, es möchten Maßregeln ergttffen werden, um die Jnnungsmeister durch Sttafm zu zwingen, an diesen Tagen theilzunehmen.(Hört, hött!) Das ist doch der Zwang im höchstm Grade. Wohin schon die jetziam Zu- stände führen, zeigt ein Fall auS Blomberg. Dort hat daS Fleischergewerbe fich bei dem Regierungspräfidmtm darüber be» schwelt, daß auf dem Markte die Landwttthe nicht nur ihr geschlachtetes Vieh verkaufen, sondern auch Produkte aus diesem Fleisch, z. B. Würste. Der Regienmgsprästdent v. Tiedemann soll dazu geäußert haben, die geschlachteten Thiere und Thette derselben seim als landwittschafttiche Produtte anzusehen, und er hat dem Fleischergewerbe gesagt: Ihr beklagt Euch darüber nur aus Brotneid, der Markt ist eigentlich nur für die Pro« dufte der Landwitthschaft da, ich werde Euch Fleischer dem- nächst davon ausschließen. Die„Fleischerzcttung", welcke die Jnnungsintereffm vertritt hat dagegen ausgeführt; daß dann ja auch ein Gritsbefitzer weitergehen und eine Gerberei anlegen könnte für die Häute der selbst« geschlachtetm Thiere, und schließlich würden die Schuhe und Stiefel auch für landwirthschastliche Produkte anzusehen sein. Ja, man könnte noch weiter gehen: daß die Bäume, die von dem Gutsbefitzer geschlagen werden, ihm daS Recht geben, eine Tischlerei zu errichten, worin denn vielleicht auch der Sarg gefertigt würde, in welchen diese Zwangsinnungen hineingelegt werden.(Heiterkett.) DaS Fleischergewerbe fühlt in diesem Fache am eigenen Leibe die Schäden der Jnteressenpolttik. welche in dem Deutschen Reiche großgezogen wird. In dem Zustande, den die Bewerbeordnung geschaffen hat, liegt kein Moment der Gefahr für das Hand- werk. Die Bestrcbungm der Antragsteller werden auch nur von einem kleinen Theil der Handwerker unterstützt.(Sehr richtig!) Auf den sogenanntm„Togen" ist nicht des gesammte» deutschen Handwetterstandes vertreten. Dieser An« trag ist nm der Anfang von dem Ende, auf welches gestmett wird, und das ist die krasseste Zwangsinnung. Wir erblicken dattn nur eine weitere Förderung des Kampfes Aller gegen Alle, der leider schon jetzt zu weit getrieben ist. Dieser ist aber weder im Interesse des einzelnen Stande« noch in dem der Gesammtheit(Beifall links.) Abg. Kohr»»(Reichsp.) erttätt, daß die Stellung seiner Freunde zu diesen Anträgen unverändert ist: dieselbe habe in dem 1887 von der Partei eingebrachten Äbänderungs» antrag ihren Ausdruck gefunden; der gleiche Antrag würde auch dieses Mal in der zweiten Lesung wiederHoll werden. Hierauf schließt die Diskusston. Abg. voldschmidt(persönlich): Unter Bezugnahme auf eine frühere Rede von mir hat der Abgeordnete Metzner den Vergleich von dem Wolf und der Sckafsheerde gebraucht. Ich muß mir den Vergleich gefallen laffen, weil er damtt dem eigenen Anftage kein zu großes Komplimmt gemacht hat. (Hettettett.) W Als Mitantragstelltr bittet Abg. Kitz« im Schlußwort, die Anträge so anzunehmen, wie sie seien. Das Ziel der Zwangs» innungen liege in denselben nicht. Als Mitantraa steller des konservativen Antrages bemerkt Abg. v. Kl-ist-Rrtz-w(dks.): Es handelt sich hier um dm Schutz eines der bedeutendsten sozialen und politischen Stände. Der Handwerkerstand leidet, weil die einzelnen Jndi» vidum den wächtigsten Elementen des modemen Staatslebens, dem Kapitalismus und dem Fadrikwesen, mtgegen,»treten nicht im Stande find. Gegen das Kapital als solches haben wir uns nicht gewehrt. Es gubt aber ein gewisses Kapital außerhalb des Handwerks, das säwmtliche Handwerker zu Gesellen herab- drückt. Der Reichstag hat fich bereitfiaden lassen, die Landwirtb- schaft und die Industrie durch Zölle zu schützen. Nur für das Handwerk scheint der Reichstag kein Herz zu haben. Das Menchesterthum ist bereits so tief gewurzelt, daß man fich nur mit großen Schwierigkeiten davon losmachm kann. Schritt für Schritt ist es nun gelungen, ihm Bodm abzu- gewinnen, und wir werden es noch weiter zurückdrängen. Wenn die Arbetterschutzgesktzgebung geschaffen ist, wesentlich um dem Umgreifen der Sozialdemokratie vorzubeugen, so muß man auch den Handwerkerstand, aus dem fich leicht ein großer Theil der Sozialdemokratie rekrutiren kann, vor dieser dewahrm. Nur ein kleiner Theil des Handwerkerstandes weiß nicht, was ihm frommt und tritt nicht für die Anträge ein. Der Abg. Duvigneau kann kein wahrer Freund des Handwerks sein, dmn alle, die dem Nothstande in diesem abhckfen, Ordnung und Wohlfahrt herbeiführen wollen, müffen dm Anträgm zu» stimmen. Sie bieten auch das wichtigste Mittel gegen das Herunterfinken der Löhne im Handwerk. Abg. Kchmidt-Eldeifeld(persönlich): Der Abg. v. Kleist» Retzow bat gesagt, ich hätte nur Witze über den Antrag ge» macht. Er mußte in seiner Rede allerdings sehr ledhaft betonen, daß dieser Antrag auch eine emste Seite bat. Die Verweisung an eine Kommisfion wird nicht de» liebt, es wird daher die zwette Berathung im Plmum statt- ��Schlvß 4'i Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag I Uhr. (Erste Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Erwerbs» und Wirthschaftsgenossenschaften. Zokales. j." wird geschrieben: Die Vertheilung von geschäitlrchen Reklamm vor den Schulthürm hat seit Be- ginn des Weihnachrsverkehrs wiederum eine solche Ausdehnung genommen, dab es geboten erscheint, auf diese Ungehörigkeit hinzuweisen. Wie im Sommer die vielen Volks- und Kinder- bclustigungcn auf dieselbe Art der alle Zeit radaudeflissenm Fugend bekannt gemacht werden, so jetzt die vielen und— vortbeilhasten Kaufgelegenheiten. Wer kurz vor acht oder um ein Uhr an einigen Schulen vorüberkommt, findet fast vor jedem Eingang ein oder zwei zettelvertheilende Männer, von einem lärmenden und fich drängenden und stoßenden Knäuel von Kindern umgeben, von denen jedes fich in den Befitz eines Zettels setzen mrll. Einem Tbeile der dränamdm Schaar ist es natürlich weniger um die Anzeigen zu tbun, als um die Ausnutzung einer willkommenen Gelegenheit zu kleinm Neckereien und Unarten. Macht ein Lehrer dm Versuch, die Leute von den Schulthüren zu verwetsm, so antworten fie natürlich mit nichtssogmden Redensarten. Diese Szenen wiederholen fich vor einigm Schulen täglich, besonders aber an den Sonnabenden. Adgesehm davon, daß ein solches Bild vor den Schuleingängen sehr wenig angemeffm ist, erwächst dm Lehrern auch allerhand Verdruß daraus. Die Kinder nehmen die Anzeigen während des Unterrichts heraus und suchm fie zu studiren, wodurch manche Störung entsteht und Strafm ver< anlaßt werdm. Wenn die ausgedotmen Sachen den Kindem tvenig werihvoll erscheinen, werfen fie die Zettel natürlich fort, wo es angebt auf den Schuihof, in die Klaffe rc. und er- zeugen Unordnung und Unsauberkeit. Es wäre dringend zu wünschen, daß dieser Belästigung der Schüler ein Ende gemacht würde. Da» Kaden der Kinder. Von einer Abonnentin wurde die Bitte an uns gerichtet, eine Anleitung für das Baden und Abtrocknen der Kinder von authentischer Seite zu dringm, wir würden uns damit dm Dank vieler Leserinnen erwerben. Wir haben mit Vergnügen dieser Aufforderung entsprochen und er» theilen hiermit unserem ärztlichm Mitardeuer das Wort: „Das Bavewaffer für ganz junge Kinder, ungefähr bis zum dritten Mona», sollte eine Temperatur von 30 Gr. R. oder 100®t. F. haben. Von dieser Zeit an ist ein allmäliges Herab» gehen bis auf 28 Gr. R.— 95 Gr. F. anzurathen; diese Temperatur sollte bis zum Ende des ersten Jahres deibehaltm werdm. Das Bad soll täglich gegeben werdm, am besten Morgens ein bis zwei Stunden, nachdem das Kind sein Früh» stück, d. h. Brust oder Flasche äenommm hat. Die Dauer deS Bavens beträgt 10 Minuten. Das Kind wird unmittelbar aus dem Bade in eine mit einem kleinm Bettlakm dedeckte wollme Decke eingehüllt und sanft abgetrocknet. Starkes Reiben mit groben Handtüchern verträgt die zarte Haut des Säuglings nicht. Darauf zweite Mahlzeit und Ruhe im Bettchen, ohne zu schaukeln. ES empfiehlt fich selbst im Sommer nach dem Badm, Säuglinge im Zimmer rühm zu laffen. Noch dem ersten Fahre bade man immer mit Auslassung eines Tages, TiMpeialur dis Wassers 92 F., ungefähr 28 Gr. R.; an den Tagen, an welchen nicht gebadet wird, eine kühle Adwaichung. Zeit des Badms und Art des Adtrocknms wie vorher. Forzirre Abhärtungen mit solch' jungen Kindern vor- zunehmen,»st verfehtt und sollte späteren Fahim vordehatten «leiben. Von Beginn des dritten Jahres find nur zwei Bäder wöchentlich nöthig, die Trmperatur kann noch um 2 bis 4 Gr. F. niedriger als vorher sein; die Dauer dieselbe; jetzt kann man die Adlrocknung mit einem gröberen(türkischen) Handtuch vornehmen und die Zeit des Badens auf dm Admd vor dem Schlatengehen verlegen. Das Z'wmer, in welchem die kleine Badewar ne steht, sollte warm sein, das Kind darauf gleich zu Beste gebracht werden. Dasselbe Verfahren eignet fich bis zum sechsten Jahre im- gefähr, um welche Zeit im Sommer Flußbäder anzuempfehlen find. Manche Kinder erfreuen fich in diesem Alter einer solch' robusten Geiundbest und Kraft, daß fie fähig find, dm Schwimmunterricht zu beginnen. Im Allgemeinen dürfte jedoch das ochle Jabr der srühefre Termin dafür sein." Die erste Kammwug der diesjährigm Werke der Weih- nachtsps.ffnwcbei poeim ist nunmehr zur Ausgabe und in den zahlreichen Psefferluchmniederlagm, welche zur Weihnachtszett wie Pilze aus der Eide hervorwachsen, zur Auslage gelangt. Gleich wie der Pf.ff-rkuchen ein unentbehrliches Attribut des fröviichenWtibnachisfestks büket, so hat fich auch die Pfefferkuchen» poeste'ast ebenso uner tdedrlich gemachi, fie ist ungemein populär aewordm und man würde etwas vermissen, würden auf dm süßen Pitfferkuchen die theils süßen, theils gepfefferten Verslein fehlen. Während die Hampelmannindustrie mit Vorliebe das politische Feld kultivt't, hat fich die Pfefferkuchmpoefie mehr das ideale und reale Gebiet zur Beldängung auserkoren, und dem Grundcharakter des Wethnachlssesles entsprechend bilden die Liebe im weitesten Sinne und im engeren Sinne die Ehe die Haupsthemata, welche von den„Pfeffer- tu— chenbärern und Poeten dazu" mehr oder minder schwungvoll und humorvoll besungen werden. Auf unserem Rundgange durch die süßen Ausstellungen begegneten wir vielen asten belannim, gewissen„Ladenhütern", und es gehört schon ein ermgei maßen kritisches Auge daru, das Alte vom Neuen zu sondern. Wir haben aber doch das Neueste herausgefunden, und wollen nunmehr unsern Lesern einige Probchm der diesjährigen Weihnachtspfrfferkuchengoefie zu schmecken geben. Die Pfeffer- kuchen ersetzen gewiffermaßen die Blumensprache oder die Gra- tulationskarten und find auch insofern von Werth, als fie als Dolmetscher der uns jeweilig innewohnendm Gefühle und wir aber nicht laut zu äußern wagen, Stande find. Unter den Gcatulations- folgendermaßm bedichteter eine ehrenvolle Gedankm, die zu dienm im kuchen verdient Erwähnung: Die gern poetisch zum „Nie blühe Dir vergedms Ein Veilchen auf der Flur; Genieß' die Zeit des Lebens, Dmn ein' mal lebt man nur! Dichter, Bäcker und Philosoph in einer Person! Ein an- derer wünscht wieder: Reich deglückt und ohne Sorgm Finde Dich ein jeder Morgen. Ein ftommer Wunsch, dessen Erfüllung nur zu wünschen ist. Sehr liebenswürdig ist ohne Zweifel folgender Herzms- � Rosen streue Dir die Liebe. Damtt ist schon der engere Bannkreis der Liebe detreten, dieser Himmelsmacht, welche über den Siemen wacht, denn ein großer tzonigkuchm lehrt: Ueber den Siemen stehet geschriedm, Der Mensch soll glauben, hoffen, lieben. Der„Liebe mit Hindernissen" ist jedenfalls folgender süßer Trost geweiht: Nur nicht verzagt und frischm Muth, Was lange dauert, wird endlich gut. se Seligkeit der Liebe dringt ein Kuchm wie folgt Ausdruck: Keine rothe Rose schöner blüht, Als wenn zwei Herzen find verliebt. Diese Seligkest verkörpert auch folgender Vers: Dieser Kuchen schmecke Dir, Wie der erste Kuß von mir. Angestchts solcher Seligkest erscheint das nachstehende kate- gorische Imperativ wohl am Platze: Unfinn, Guste! tzeirathen mußte! Die Frmdm des Ehestandes spiegeln fich wieder in folgen- den artigen Versen: Männchen, laß das Kneipen sein, Bleib bei Deiner Frau daheim. Eine noch deutlichere Sprache redet folgendes Epigramm: Nur das Eine ditt' ich Dich: Besauf' Dich nicht! Dm Beschluß unserer Rundschau möge für heute eine Dichtung machen, welche in ihrer anspmchslosen Bedeutsamkeit vielleicht die meiste Zustimmung finden dürfte: Meine Taschen find leer, Weiter gtedt's nichts mehr! Di« Auvschmuckung der Weihnachtsbäume bildet eine der liebsten Beschäftigungen der Familtenmitalteder, welche damtt detraut zu werdm pflegen. Gewöhnlich thut es die Haus- frau oder, wofem jüngere Kinder vorhanden find, die älleren Geschwister derselben, damit ja die hübsche Mär vom Weih- nachtsmann, der mst dm übrigen Gaben natürlich auch den Christbaum zu bringen hat. nicht zerstört wird. Ader eine fest- stehende Regel für diese Thätigkest giebt es nicht; es kommt auch vor, daß fich die gesammte Familie dazu vereint, Vater und Mutter, Groß und Klein— gewiß eine der friedvollsten, poefievollsten Beschästigungm, welche das moderne Familten- lebm aufzuweism hat. Dann treibt der Eine die kleinen Holz- splitter in die Nüsse» an dmm der Faden zum Aufhängen de» festigt werden soll. Andere schlingen diesm selbst an die tau- send Sächelchen, welche zum Aufputz bestimmt werden. Leider jedoch geht man dabei nicht immer mst dem wünschms- werthm Geschmack zu Werke. So ein Weihnachtsbaum bietet, wmn er für die Bescheerung fertiggestellt ist, zuwestm einm An- blick, daß Einem die Augen weh thun muffen. Zum Ersten nimmt man zu wenig Rückficht auf die Farbenzusammenstellung; man kann doch nicht in das vorherrschmde Grün der Tannen- zweige Papierketten von kraß abstechendem Gelb, Roth oder Blau schlingen! Dann ist er gewöhnlich überall auk staffle t: vor allem darf man nicht vergessen, daß eigentlich in den Weih- nachtedaum, die Lichter ausgenommen, nichts kommen darf, was nicht eßbar wäre. Sonst hat ja die später stattfindende Plün- derung, auf welche fich unsere Kinderwelt stets so sehr fteut, überhaupt leinen Sinn! Äepfel und Nüsse, Bäckereien aus Pfefferkuchen, Marzipan oder Zuckermaffe retchen demnach voll- kommen hin. Da fie aber den Eindruck gewähren müffen, als od fie aus dem Tannen- ooer Fichtengrün hervorwachsen, werden fie am besten knapp an dasselbe befestigt; sobald fie an einem langen Faden herunter baumeln, ist diese Jllufion von vorn- herein beseitigt. Dagegen schadet der Aufputz mit Gold- oder Silderschaum absolut nichts; da fie zum Grün des Tannen- baumes recht gut paffen, wird das Auge in leiner Weise delei- digt, ja, fie Heden fich sogar sehr wirkungs- und geschmackvoll von denselben ad! Sehr anzuempfehlen ist, daß man die ge- sammten Zweige mit eine: dünnen Schicht feiner Walte delegt, die dann noch mst Gold» und Silderstaub destreut wer» den kann. Dadurch nimmt fich der Baum so aus, als ob er eben auS einer schneebedeckten Winterlandschast käme. Werden die Lichter angezündet, so wird dieses Blld noch dadurch erhöht, daß die mit Metallstaub destreute Watte glitzert und blitzt, wie echter wirklicher Schnee. Allerdings muß man bei dieser Aus- slbmückung sehr langsam und sorgfätttg zu Werke geben, da die Watte zu dem leichtesten Flaum zu zerlegen ist, um diesen Ein- druck hervorzurufen. Ader die Muhe wird reichlich belohnt durch den prächtigen Anblick, welchen ein solcher Weihnachts- bäum gewährt. De» Jaunor-Hlmzue. Das Polizeipräfidium erläßt fol- gende Bekanntmachung: Alst Bezug auf die Polizeiverordnung vom 26. März 1870, betreffend die Räumungstermine beim Wohnungswechsel, wird für den devorstehenden Wohnungs- Wechsel zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der nach§ 3 des Gesetzes vom 30. Juni 1824 am 2. Januar künftigen Jahres deginnende Umzug bei kleinen, aus höchstens zwei Zimmern mit Zubehör destehenden Wohnungen an demselben Tage, bei milt- leren aus drei bis vier Zimmern mit Zubehör bestehenden Woh- nunaen am 3. Januar, Mittags 12 Uhr, bei großen Wohnungen aber am 4. Januar, Mittags 12 Uhr beendigt sein muß. Dt« Gl«ktri»itSt erobert stch Kerliu immer mehr. Die„Allgemeine Cteltrizitalsgesellsaiast" schließt mit zahlreichen Gewerbetreibenden Verträge betreffs Hergabe des elektrischen Stromes als treibende Kraft für die Werkstätten. Vornehmlich handett es fich um Hausindustrie und Handwerk. Die einer behördlichen Erlaudniß nicht unterworfene Aufstellung von Etkltromotoren kann in jedem Stockwerk, vom Keller bis zum Boden, fast ohne Unterbau bewirkt werden; ihr Betrieb ist von Gefahren und Beiästigungen frei. Dabei beanspruchen fie ge- ringen Raum und unwesentliche Bedienung. Der leise Druck auf einen Hebel genügt, um die stets dienstbereite Maschine in oder außer Thätigkest zu setzen. Nur der verbrauchte Strom ist zu bezahlen und wird durch mit den Motoren in Verbindung stehenve Uhrwerke genau angezeigt. Selbst für den Betried von Nähmaschinen find solche Motoren hergestellt. Dieselben haben eine Leistungsfähigkest von'/>» Pferdekraft. Einige große Schneidereien haben die ersten Versuche mst dem Elekttomotoren gemacht und eine bedeutende Erhöhung der Leistungsfähigkest ihrer Werkstätten erzielt. In allen Häusern, welche bereits elek- trisch verbunden find, können die Motoren sosort und ohne Westerts aufgestellt werden.— Wird diese Erleichterung auch den Ardestern zu Gute kommen? Di« Hintrrtrippen-Fiteratur steht jetzt wieder in voller Blüthe und macht fich auch das nahmde Weihnachtsfest zu Nutz». Uederall werden die Machwerke mst den hochklingendea Titeln empfohlen und selbst an amtlicher Stelle kann man An» kündigungen vom Erscheinen dieser Schauerromane lesen. So ist z. B. an dem schwarzen Brett in der Markthalle Zimmer« straße, an dessen Spitze die Inschrift steht:„Anzeigen für den Marktverkehr", eine Ankündigung von 10 Pfennig Romanheften vorhanden, die staunend von dm Markthallendesuchern betrachtet wird. Welcher Art diese Literatur Erzmgnisse find, das geht zur Genüge aus dm Titeln der einzelnen Bände hervor, von denen zwei lauten:„Das Mädchen von San Remo, oder: Mackmzie's Geheimniß" und„Fürst Bismarck, oder: Das Fräu» lein vom See". Di» P-rsonenliefSrdrrnng auf Gondel««nd Kahn«« innerhalb des Amtsbezirks Treptow soll durch eine vom vortigen Amtsvorsteher unter Zustimmung des Kreisausschusses des Teltmv« schm Kreises erlass ne neue Oetspolizei-Verordnung nunwehr ge- regelt und einer verschärften Aufficht durch die polizeilichen Auf- ichtsdeamten unterworfen werden. Diese Verordnung tritt so- ort in Kraft. Die schwimmenden Anlegestege vor dem Zehner» chcn Lokale werdm zum nächstm Sommer in große Stege um- gewandelt und die Anlegestelle für die Uederfahrtskähne wird aus der unmittelbaren Nähe der Dampferbrücken verlegt werde». um nach Möglichkeit Unglücksfällen vorzubeugm. Für die U«berfuhr«»g der Pferdebahn über die Straße Unter den Linden wird jetzt eine Strecke in Vorsihlot gebracht, wonach die Pferdebahn von der Charlottm- und Behrmstraße über dm Opernplatz nach der neu durchzulegmde» v.-rlängertm Charlottenstraße bis an dm Weidendamm gehe» soll, wo die Linie in das Pferdedehnnetz des Nordens eir.mwt' den würde. Dom Spandaner Kchtingenwerfer erzähll der f. V. HaveU.": Der gehetmnißoolle„Schlingenwerfer W nachgerade einen großen Thest der weidlichen Bevölkerung'* eine gewisse Panik versetzt. Obwohl bisher niemand außer de» angeblich Ueberfallenen diese mystische Persönlichkeit gesehen W- soll der gefürchtete Mensch doch nach Aussagen von grenK» und Mädchen allabendlich an verschiedenm Stellen der Stadt auftauchen. Aus mancherlei Umständm vermuthet man nu# vielleicht nicht mit Unrecht, daß jenes Individuum, welches die Sicherheit weiblicher Personen bedrohen soll, in der WirllichWJ hier überhaupt nicht existstt. Entweder hat stch jemand w» einzelnen Frauen, deren leichte Erregt arkeit benutzmd, eine» schlechten Scherz eelaudt, oder der gefährliche Attmtäter ist»g in der Einbildung vorhanden. Für letztere Annahme speiat unter anderm auch ein Vorfall, der fich gestern Abmd in eine» Hause in der Nähe des Marktes ereignete. Gegen 10 Uhr stick plötzlich auf dem Trockmbodm eine Frau ein markerschütternda Geschrei aus, welches von der Nachbarschaft in weiterem Ütf kreise vernommen wurde. Von allen Seitm kamen Leute% bei, unter ihnen auch die Gäste eines Restaurants, welches fi» in demselben Hause defindet, und drangen muthvoll nach de« Ort vor, von welchem jene furchtbaren Laute herrührten. Unter' wegs gewahrten fie einen Mann, der halb angekleidet aus seinem Zimmer gestürzt war und gleichfalls zu Hilfe em» wollte. Auf diesen warf stch ein jedenfalls in animirter Sn«' mung befindlicher Gast in der Meinung, er habe den Attentäm vor sich, und ergriff ihn mit fester Hand, in die Worte«■' brechend �..Halt! jetzt haben wir den Burschm!" Bald aber klarte fich das Mitzverständniß auf, und die Schar eiste zum Bovenrara» weiter. Dort war aber nichts zu finden, was zu dem Schrecke» der Frau hätte Anlaß geben können. Niemand hatte in de« Hause einen ftemden Mann wahrgenommen. Es wird vielmep angenommen, daß ein Wäschestück, vom Luktzug bewegt, in dee P hantaste der Frau die Erscheinung des Schlingenwerfens 9* entstehen laffen., Der nn««»hr vom htestge« Landgericht steckdrteM verfolgte flüchtige Bankbirektor Lövy aus Paris ist. wie** „B. Ä.-Z." erfährt, durchaus kein Neuling auf dem Gebiete dck Hochstapelei. Wie man festgestellt hat, ist er bereits wiederha» in Deutschland und im Auslände mst dem Strafgesetz weg« Bankerotis, Unterschlagung und schwerer Urkundenfälschung» Konflikt gerathen. Vermuthet wird von der Kanzöstschen Pol««' daß er unter dem Namen Nauendurger in Rom ebenso open» habe, wie in Paris, indem er dort vor zwei Jahren ein gi%; Wechselgeschäst errichtete, um dann, als er über 150000 Depots in Händen hatte, eines schönen Tages nach CorfuL „verduften", wo seine Spur aufhörte. In Paris hatte er fl® mit Raffinement in das Vertrauen kleinerer Kavitalisten eifllj£ schlichen, indem er eine Zest lang gewissenhaft ihre OrdreS»J Operationen an der Börse ausführte und Niemandem Gewinn schuldig blieb. Erst als er über 380000% in seinem Besitze hatte, suchte er mit diesen De»e« seiner leichtgläubigen Klienten das Weite. Um Spur zu verwischen, mußte seine zurückgebliebene Maitren» dem Untersuchungsrichter Lallemand vorspiegeln, er sei nur schäftlich verreist, und gleichzeitig forderte fie ihn heimlich% ruhia in Berlin zu verbleiben; hier sei er am fichersten, da w* die Polizei in London und New Uork suchen lasse. In Ber A wurden die für ihn eingehenden Briefe durch jenen KrolW vermittelt, bei welchem auch die 66 000 Fr. fich befanden, von der hiestgen Polizei beschlagnahmt wurden und noch tz«' im Gewahrsam dieser Behörde liegen. Dem Lövy selbst gelam cs nur durch einen Zufall, dem schon ausgespannten Netzt l: entschlüpfen. Er war im Hotel zum Prinzen Heinrich in J* Dorotheenstraße unter der Maske eines Kaufmanns Bloch gestiegen. Als die Polizei ihn dort festnehmen wollte, war, nicht zugegen und scheint inzwischen von der Lüftung sc>»fl „Inkognito" Nachricht erhalten zu haben; denn er kam gjz „\>iiu>uuuu Jtuufi-iuj* ciyiuirn gu yuvcw, wuu n' v mehr wieder und ließ der Behörde nur seine im Hotel befl». licken Sachen zurück, die inzwischen vom französischen Kon'U< reklamirt worden find. Wie verlautet, soll Lövy von hier � Tarnowitz und dann in der Rechtung nach Warschau gereist sein. Der Steckbrief dürste also schwerlich noch sein 3. erreichen. Bei stch hat Lövy ungefähr 320000 Frks., und in franzöfilchen Banknoten. a. Gin Vorschlag zu» Vermehrung der V»«"*',. Ueber dieses Thema schreibt Kuno Anders in der„Theerbör. l „Es ist Tbatsache und jeder Thiersrmnd wird es bestätige», EJ unsere Vögel von Jabr zu Jahr fich verringern; die eigeiw'Nj Ursachen, weshalb, find jedoch, so viel ich mich erinnere, � nicht zur Sprache gebracht. Gestatten Sie mir, Ihnen langjährigen Erfahrungen in dieser Angelegenheit vorzutr««� Unserer Vogelwelt wird die Aufzucht der Jmgen unnw� gemacht, deshalb verschwinden fie. Jeder Vogel, der will und muß ganz ungestört und ungesehen fich hingeben können; jetzt aber, wo jede Schonung durchforstt'i,� die rationelle Waldkuttur keine Dickichte duldet, wo die% j, den Hecken von der Landwirthschaft alle deseitiat find, um, Parkanlagen so angelegt find, daß lein dichtes Gebüsch den, wo alle bohlen und alten Bäume weggenommen es eben den Vögeln unmöglich gemacht, Nachzucht aufzw.A Die Nester find dem Raubzeug und den Menschen /o- aet> preisgegeben, well fie keine Deckung haben; die Nilt-äste» u[,j dm nur ungern von den Insekten- Vögeln angenommen � find nur für die Vögel ein Nothdehelf. M>t Hilst de � Hörden und Unterstützung der Vereine und Tbierfreu»ve_ p, stch jedoch in dieser Hinsicht etwas eneichen ohne aroße. jje vpfer und dazu will ich die Anregung geben. Wen» Berliner Verhältnisse vorzugsweise im Auge habe, die uberall paffen, so würde ich folgenden Vorschlag machen-� � Treptower Park, im Friedrichsbam. im Thiergarten w». ewer geeigneten Stelle, mögllchst an einem Teich oder lauf, ein Sternthurm in Höhe von 15 Metern gebaut,' »r2et! in Höbe von 12 Metern werdm kleiner Schlupflöcher(Brutlöcher) mit einer eiserne»%% welche nicht länger als 15 Zentimeter sein darf. Diese Schlupflöcher werdm nach kurzer Zeit bald•» �cr stehen. Rothschwänzm. Rothkehlchm, Mersm u. a.»»• in mgendea non An- fen. So Zimmer- für de« lanheften betrachtet das geht -vor, von >0, oder: as Frän- Kalm« vortlg« z Teltow« iwehr ge« chen Auf- > tritt so- a Zehner» itege um- zne wn° t werde», über die Vorschl« ten- und ulegende« im gehe« i einmufl- lerung w auher de« sehen Hot, a« Lirllichk« aand w« rd, eine« er ist# ne spnar i in eine» Uhr M hütterndet crem U«' iieute% welches|W nach bei« x. Unter- eidet«jZ Ut©W Attentiter Sorte aber starte odenrau» Schreck-« iniblt ttS �selbst für Dohlen und Staate könnten Brutp'atze geschaffen *%». Um einen solchen Thurm muß, um auch den andern izeln eine Deckung zu beschaffen, ein Dickicht in der Breite « 5-10 Meiern gepflanzt werden, aus Weißdorn, Schwarz« w, Wachholder. Heckenrosen, Brombeeren u. s. m., aber so -h daß nicht Mensch noch Vieh hinein kann, ein Heim kür Mijallen, Grasmücken, Goldamen, Droffeln u. a. m. Ein Her Thurm, dessen stumpfe Spitze mit einem steinen Birken- "»im oder Eberesche bepflanzt sein könnte, würde der Hend ein romantisches Ansehm und mancher Partie einen «Nischen Abschluß verleihen und die Hauptsache: den Thieren l naturgemäßes Heim bieten. Schutz den Vögeln, ist Schutz 'Gälten, ist Schutz der Landwirthschaft. Vielleicht nimmt verein die Sache in die Hand, namentlich sei sie den Ver- Haerungsvereincn ans Herz gelegt. Arlevchtnng de» Groß«« Jüdenstofes. Es wird « geschrieben, daß die Beleuchtung des Großen Füdenhofes 7 durchaus unzulängliche sein soll. Vor einigen Tagen wäre 2% ein Bierkutscher mit seinem Wagen zu Schaden ge- «»m. Der Kutscher konnte bei der herrschenden Dunkelheit Haufen Sand, den die städtische Verwaltung dort hatte Men lassen, nicht sehen, fuhr mit dem einen Hinterrad auf, s warf den Wagen um, so daß ca. 200 Flaschen zerbrachen, :«r Kutscher zu ersetzen hat. Außerdem erlitt er, sein Mit- ** und die Pferde schwere Schnittwundm. Es wäre wirllich uwrcuht, daß auch auf dem Großen Füdenhof fich mehr Licht ;,*** vistolendnrll hat, der„Post" zufolge, am Dienstag � im Grunewald zwischen zwei Studenten der Medizrn, und Eichler, stattgefunden, das leider einen unglücklichen ?°Mg nahm Der atud. med. Bluhm, Kleine Hamdurger- wohnhaft, wurde lebensgefährlich verwundet und starb - dem Transport. Eichler hat sich selbst den Gerichten ge- 2V Die Ursache zu dem Duell sollen Streitigkeiten �nudentischen Ausschuß der Berliner Studentenschast ge- � sein. w«i« größerer Kr««d wüthete in der Nacht zum Dienstag gbem Grundstück Nostizstraße 30, in treffen umfangreichen �Äebäuden fich die Seifenfabrik von Spielbagen befindet. uer war aus bisher nicht ermittelter Ursache in der tage des zweistöckigen rechten Seitenflügels entstanden, fich hier, begünstigt durch die erbedlichm Vorräthe an feuettangenven, meistens aus Fetten und Oelen be- ijrf. Jen Materialien, in kräftigster Weise entwickelt. Bei An- 2" der um U Uhr alarmirten Feuerwehr hatten die '»«en bereits die Hälfte der Etage in einer Ausdehnung 'itva 7 Fenster Front und auch das Dach in gleichem J�nge ergriffen, sowie die Decke nach dem Erdgeschoß, in Ann die Siedekessel untergebracht find, durchbrochen. Ein r1 war es. daß das in der Mitte des Seitengebäudes empor- r&e Treppenhaus die Uebertragung der Flammen auf die Hälfte des Gebäudes so lange gehemmt hatte, daß die «rwebr diese noch wirksam in«Schutz nehmen konnte. Die ir" Anariff sehr bequem gelegene Treppe war wegen des 5mden Qualms, der sie erfüllte, unpasfirbar: ein Eindringen Brandherd war deshalb nur durch Ersteigen der ersten � mit den Hakenleitern möglich, was mit Rückficht auf die '«»l Fenstern schlagenden Stichflammen nicht ungefährlich, »ialls zeitraubend war. Nachdem die Spritzmmänner oben .llefaßt, ließen dieselben fich weder durch Hitze noch durch ' das Athmen benehmenden Rauch wieder vettreiben, fie Jäm mit zwei Schlauchleitungen der Gas- und Dampfspritze Mit einem Schlauch einer großen Handdruckspritze Schritt schritt in dem Brandherde vor und ihren stetigen Fort- mußten die Flammen allerorts weichm, so daß ihre zer- Aoen Wirkungen nach hartem zweistündigen Kampfe auf �gefundenen Umfang vollständig beschränkt geblieben find. ?Md in der ersten Etage und in der Dachkonstruktion I örrstörungen sehr eindringlicher Natur waren, beansprucht VJN den Räumen des Erdgeschosses angerichtete Schaden iv; Jrofje Bedeutung. Die letzten Abth-ilungen der Feuer» r'f'frten früh kurz vor 6 Uhr nach den Wachen zurück. m l| n gi i % s-s* w, Winkelträger heraufzuziehen. Hierzu wurde ein Fußgerust dieses glitt beim Hinaufziehen des Tragers ab und mit Mzte der Schloffer Luckau aus einer Höhe von 15 Meter J Tiefe, schlug auf eine Granittreppe und erlitt hierbei ? Genick- und Schädelbruch, sowie mehrere schwere innere rWmgen. Er wurde in die königliche Klinik geschafft. An �Aufkommen wird gezweifelt. Der Unglücksfall wiegt i0 schwerer, als L. erst zum Herbst vom Militär entlassen Z?, und der einzige Ernährer seiner beiden hochdetagten 5 tst, die nun in der größten Roth find. -s�gestcht» de» bedauerlichen Unglücksfalls» welcher Alt an dem Kreuzungspunkt der Lehttec Bahn und der �.mttcnburger Chaussee bei Ruhleden ereignete, wird jetzt ' krinnert, daß an derselben Stelle vor Jahren schon einmal ähnlicher Unfall Menschenleben gefährdete. Als der V�em B. aus Tiefwerder eines Tages mit seinem Wagen ! Bahngeleise fahren wollte, wurde das Pferd gerade { l?n Schienenstrang widerspenstig. In demselben Augen- der Zug heran und zertrümmerte den Wagen. �beit miC � iedoch noch gelungen, fich und seine Frau in Am 11. d. M. Vormittags stürzte der «uckau auf dem Bau des Zirkus Ren, in der Martt- Mche von einem unterhalb des Daches angebrachten Hange- �.etwa 15 Meter tief herab und zog fich anscheinend iji innerliche Verletzungen zu, so daß er nach der konrglichm t �bracht werden mußte.— Kurze Zell darauf wurde vor Äje Chauffeestraße 2A ein 13 Jahre alter Knabe durch ter�telwogen und an der Ecke der Hermsdorfer- und -in 4 Jahre alter Knabe durch einen leeren Stern- S�erfahren. Beide erlitten ziemlich bedeutende Ver- kJ Ji und mußten nach der königlicher, Klinik, dezw. nach Krankenhause gebracht werben.— Außerdem wur- sU? vier andere Personen an verschiedenen stellen d,r �t�erfah-en, ohne jedoch besonderen Schaden genommen >» ein von ihm bedientes Schwungrad, wodurch der- " zermalmt wurde. Der schwer Verletzte wurde nach Klinik gebracht. U. VerichtsZeitung. » Weise üdemahm er die Schlüffel zum Weinkeller und versprach, den ihm anvettrauten Schatz treu zu hüten. Das that er auch; die hundert blieben voll, denn kein Käufer ließ fich sehen. Am dritten Tage gegen Abend stellte fich sein Chef in Begleitung einiger Freunde und Freundinnen im Ge- schäft ein und erklärte, daß er für diesen Abend den Dienst selbst versehm wolle. Der„Kommis" Herr Schüne. mann ging aus und sein Chef setzte mit seinem Besuche im Ge- schäfißlokale ein tolles Gelage in Szene. Als Schünemann am nächsten Morgen den Dienst wieder antreten wollte, fand er das Geschäft geschloffen, 43 Flaschen Wein waren verzehrt worden und auf den Rest hatte der Wirth wegen der Miethe Beschlag gelegt. Damit war jede kaufmännische Tbätigkeit deendet. Der Gerichtshof verurtheilte Kozick wegen des Betruges und der beiden Diebstähle zu einem Jahre Gefängniß und 1 Jahr E h r v e r l u st. Gin schmerer Fall tum Kurpfuscherei beschäftigte gestern die erste Strafkammer des Landgerichis I. Auf der An- klagedank defand fich der„Chemiker und Dr. philadelphiae" Johannes Friedrich Wilhelm Halfpap, ein Mann, der seit einer langen Reihe von Jahren in Berlin sein Unwesen als Kurpfuscher betreibt. Er hat dieserhalb schon Äe- fängnißstrafen von vier und sechs Monaten erlitten und ist vielfach wegen unbefugter Mhrung eines ärztlichen Titels be- straft worden. I tzt ist er deschuldigt, durch Fahrläsfigkeit den Tod eines acht Wochen alten Kindes Herbeigeführt zu haben. In der Mittagsstunbe des 21. März d. I. suchte ihn eine Frau Hagendoff auf und erbat fich von ihm ein Mittel gegen Krämpfe für ihr Kind. Halfpap erklärte anfangs, daß er ein Rezept nur verschreiben könne, nachdem er das Kind gesehm, ließ fich auf Bitten der Frau aber doch bewegen, ein Rezept zu verschreiben. Er verordnete sechs Morphiumpulver » 0,01—1 Zentigramm Morphium, die Gekammrmenge des von ihm verschriebenen Morphiums war also 6 Zentigramm. Die Frau erhielt die Weisung, dem Kinde um 2, 4 und 7 Uhr je ein Pulver zu geben, bevor fie aber das dritte Puloer gab, sollte fie ihm über den Zustand des Kindes berichten. Da das Rezept mit„Dr." Halfpap unterzeichnet war, so nahm der Gehilfe der Robltgk'schen Apotheke keinen Anstand, es anzufertigen. Frau Hagendorf gab ihrem Kinde die ersten beiden Pulver, dann lag es so ruhig, daß die Mutter ein drittes Pulver nicht gab und es auch nicht für nöthig hielt, dem Doktor noch an demselben Abend Bericht zu erstatten. Inzwischen mußte dem Angeklagten wohl der Gedanke gekommen sein, daß die von ihm verordnete Dosts zu stark gewesen; als Frau Hagendoff nicht wiederkam, wurde er unruhig und in Begleitung eines jungen Mannes, der ihn konsulttrt hatte, suchte er die Wohnung der Frau auf. Seinen Begleiter beauftragte er, der Frau Hagendoff mitzutheilen, daß er ihr Kind nicht weiter de- handeln könne, da fie rhm nicht Bericht efftattet habe, fie möge fich an einen anderen Arzt wenden. Unter keinen Umständen düffe fie aber das dritte Pulver geben. Am folgen- den Morgen wurde Frau Hagendoff durch das Röcheln ihres Kindes geweckt, fie fand es im Sterben liegend. Der herbeigerufene Dr. Igel hatte kaum einen Blick auf daS von dem Angeklagten verschffebene Rezept geworfen, als ihm sofoff klar wurde, daß das Kind an den Folgen der Morphium- Vergiftung leide; trotz aller von ihm angewandten Gegenmttiel verstarb es am Abende des folgenden Tages. Der Angeklagte suchte fich durch alle möglichen Winkelzüge aus der Schlinge zu ziehen. Zunächst übergab er dem Gerichte eine Abschrift des Rezeptes, das er verschrieben habe, auf welcher nur eine Ge- 8. Ziehung der 8. Klasse 179. König!. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 1». Dezember 1888, D»rmit»ag». Nur die Gewinne über I5S Marl sind den beireifenden Nummern in Parenthese beigesügl. tOhue Gewähr.) 275 607 16 667 94 739 859 986 1 053 69 335 64 69 673 766 69 969 2080 81 99 III 16 28 83 84 416 28 527 716 802 74 934 40 63:I037 312 73 335 413 98 633 632 771 845 82 4001 15 418 512 626 781 5081 134 (200) 71 138 48 55 650 81 621 56 779 807 902«000 36 68 100 20 276 421 53 87 648 77 634 739 66 943 7477 94 582[3001 635 38 49 704 78 876 8045 144 61 245 55 61 65 447 508(6001 639 740 879»094 106 217 39 406 80 676 87 654 74 92 99 734 36 57 92 820 988 1 0105 30 43 385 405 630 725 903 91 II 103 281 360 474 98 529 632 66 814 1 2029 226 35 471 72 74 95 526 679 718 46 80 856 1.1096 163 74 289 325 449 88 635 55 813 46 14033 126 49 234 67(45000) 448 92 574 621 92 13001 703 52 910 46 92 1 5168 78 322 467 82 532 601 18 50 725 39 838 87 1«008(500) 13 68 139 90 200 385 556 604 25 704 70 808 81 909 17039 319 32 36 37 47 411 34 557 608 95 867 999 1 8046 96 176 81 205 312 401 7 588 831(200) 92 904 94 1»178 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92(200) 419 612 121,0) 84 782 98 948 4 3273 310 522 623 52 90 939 41004 377 80 408 549 115000) 4 5024 39 48 78 318 506 639 736 83 812 1 0:68 94 610 73 93 996 47076 127 36 335 643 754 880 99 48004 137 44 57 203 422 82 765 83 855 60 902 50 40070 209 383 450 526 43 601 79« 811 945 60081 156 500 2 31 81 666 704 54 51013 78 137 92 96 436 555 87 675 709 815 71 917 52002 74 83 123 251 85 540(300) 656 59 720 2 3 37 43 874 53017(200) 133 228 48 53 311 20 22 36 516 726 88 803 20 51124 395 461 751 90 854 55 85 55089 207 333 456 523 742 919 50007 12(2001 96 101 40 267 328 427 93 659 941 5 7021 39 224 28 310 24 527 706 12 25 817 90 900 34(200) 5H007 17 65 78 364 495 563 672 755 805 44 939 57 5 9174 83 96 416 59 584 96 972(200) 00010 27 28 94(2001 154 240 321 42 94 401 553(300) 58 82 855 «1039 53 59 183 361 478 581 639 898««007 86 154 341 44 88-441 507 607 14 45 811 54 87«3136 96 208 37 39 69 372 78 574(200) 638 62 «4031 179 214 300 056 856»5027 251 807 31 44 86 560 90 738 909 27 59 74(300 83««092 136 72 83 319 45 78 405 658 750 878 981 «7029 154 96 462 682 796 963«»026 119 24 43 75 267 377 400 25 78 532 55 979««140 357 73 96 485 763 75 70380(2001 468 751 955 7 1 064 158 303 34 96 564 619 69 799 823 912 13001 72111 238 59 63 319 616 22 89 95 707 886 911 73022 136 76 349 86 569 689 768 74 844 970 7 4073 173 483 695 668 730 961 78 95 75069 164 322 53 96 438 65 99 757 829 996 7«176 86 201 351 94 411 59(200) 504 32 77 627 717 41 828(200) 69 72 7 7288 311 605 31 76 87 829 930 40 7 8265(200) 832 51 499 562 91 660 796 813 15 45 (300) 914 7»035 52 183 239 69 68 434(10 000) 38 525 43 607 37 79 82 824 78 »OOll 80 125 291 667 695 748 949 8 1 046 52 120 260 356 433 79 (200) 566 82 85 640 733 992 88040[200] 90 106 20 61 268 339 541 624 38 761 803 16 8:1028 30 36 93 134 364 88 464 607 28 960 84 93 8 4006 79 283 380 492 517 872 924 8 3147 302 454 926 8 6028 82 379 456 717 41 857 969 87089 131 245 93 94 368 690 720 829 91 88001 126 224 306 59 471 504(200) 670 94 702 881 966 99 8»087 264 66 333 43 468 581 696 874 »«002 37 129 209 639 72 794 819 954»1056 255 93 410 594 807 80»2102 319 446 69 597 717(200) 83 936 60»1003 36 61 243 304 32 437 99 507 16 17 607 780 827 60 955»1082(300) 468 557 638 53 824 43».>199 384 856 70 975»«009 47(200) 76 155 723 811 55 74 913»7187 282 93 438(300) 540 44 67 616 781 847 917»8174 206 312 435 78 721»»417 39 64 522 100045 71 86 92 214 392 411 83 576 696 756 62 66 801 57 1 Ol 103 21 99 398 519 33 65 97 709 98 849 96 102121 212 63 302 12 52 83 480 627 703 88 920 40 92 93[3001 103086 278 328 422 772 897 92» 31 91 104124 257 350 550 63 632 700 909 15[200[ 105035 241 56 425 607 929 1W«211 377 90 431(5000) 553 678 824 27 57 925 1 07087 201 73 498 644 761 875 1 08084 110 51 496 627 739 97 832 937 64 100059 274 440 59 83 533 51 755 974 87(300) 110143 74 285(500) 324 639 808 39 89 111246 69 329 422 23 640 74 602 43 69 736 43 71(200) 838 1 1 3191 507 867 76 79 81 I1 104» 85 152 215 39 425 71 515 27 73 90 679 701 40 959 64 114010 20 110 33 223 59 413 542 622 724 43 822 51 80 923 69 74 1 15029 89 101 21» 58 351 652 54 59 729 60 800 8 80 922 46 58 11«039 40 119 39 321 82 469 1300) 585 87 726 813 66 936 1 17137 54(300) 83 244 315 75 454 674 89 894 118059 160 283 408 27 28 657 610 27 774 809 91 941 119027 43 71 125 57 214 392 627 39 64 73 604 8 18 882 900 9 130067 150 204 53 660 95 721 30 1 131000 61 67 595 753 63 71 85 97 842 926 1 33005 113 95 238 302 46 71 522 975 78 1 33121 32 243 320 789 945 47(200) 49 134096 206(300) 68 366 569 664 839 990 1 36174 374 413 77 82 559 636 768 880 1 30200 32 332 73 413 137057 256(200! 451 61 803 919 1 38104 234 307 422 78 639 53 708 885 1 39050 127 49 229 45 330 523 714 74 90 15000) 99 840 65 130033(300) 45 85 307 27 501 69 708 33 1 31644 746 942 93 183029 31 124 34 389 403 805 96 937 1 33071 134 283 301 70 428 68- 714 830 933 1 34008 240 54 361 98 546 649 82 93 718 38 818 41 9:15 1 35180 249 368 80 660 78 130136 93(500) 244 541 761 96 921 1 3 7051 227 84 321 25 36 555 79 792 850 52 945 67 1 38000 69 141(300) 58 503 76 1 89052 67 546 702 60 12001 881 901 8 18» 1 40025 37 80 92 156 204 537 48 602 41 44 45 714 35 925 55 1 4 1 06» 167 200 357 445 78 545 835 142009 128 294 683 857 968 1 43102 65 84 310 22 62 486 616 33 982 96 1 44007 17 33 115 90 240 56 62 445 523 46 711 860 918 43 89 1 45097 146 290 322 35 413 569 640 758 806 996 140004 83 116 307 23 583 695 704 31 74 96 809 1.3 61 83 1 47 254 529 663 76 714 861 14S054 182 449 83 570 832 52 87 91 149198 224 37 337 61 64 409 516(200) 723 42 869 939 67 150047 214[200] 364 477 659 802 928 1 51111 98 99 272 323 51 627 653 731 854 996 ISUOOl 66 154 72 235 386 436 38 59 780 815 77 916 61 62 1 53026 33 85 107 13 219 68 300 657 71 801 43 92» 82 154061 372 74 545 72 601 69 76 785 807 1 55050 79 164 282 502 60» 9 38 81 846 83(200) 982 92 1 5«047 83 170 77 301 401 16 88 611 826 30 955 157100 266 329 62 405 53 705 71 802(300) 5 60 940 158208 24 376 415 617 25 45 159030 163 84 86 233 80 476 756 31 833 61»18 100129 359 406 534 95 797 805 16 25 98 1« 1025 90 103 257 331 33 492 608 22 790 801 26 I«2013 22 101 88 266 70 365 435 79 518 54 624 781 928 I«»185 458 707 867 933 60 1O4074 199 255 57 407 74 91(200) 543 602 34 912 1 05231 357 516 646 70 713 15 1OU006 76 101 62 79 285 383 407 31 539 79 80 698 742 96 898 974 1O7041 44 143 461 693% 703% 962**** 108137 824 473 697 99 844 1«»•*<» MMMW mmsmm 77 624 75 726 59 76 78 95 189085(200) 114 16 364 64(600) 75 577 625 79 709 90 846 3. Ziehung der 3. Klasse 179. König!. Preuß. Lotterie. Ziehung vom Ii. Dezember 1388. NailimittagS. _ Nur die s-winn- über 155 Marl(lud den betreifenden Nummern in Parenthese beigefügt. (Ohne Gewähr.) 12 309 51 62 625 837 1 046 206 319 422 693 804 18 60 66 96 981 2086 153 418 551(300) 673 86 814 23 94 938»195 318 57 71 446 91 586 735(200) 899 909 67 4257 387 90 659 64 636 61 724 57 869 84 5167 89 250 615 71 749 804 927 45 79[2001«012 147 76 203 48 424 503 665 76 737 826 34 66 76 7021 162 99 220 66 303 12 488 603 757 69 857 95 966 bl07 74 210 87 353 418 24 30 679 764 939»010 64 71 m 58 90*6 71 966 -WZZSSZ SMssSZS 62 456 82 507 65 612 34 77 718 28 808 949 459 73 585 653 781 907 19»3120[200] 31 91 221 312 70 409 54 790 910 89»4059 307 422 53 802» 5064 130 317 54 408 37 620 764 »«081 562 675 801 32»7011 35 137 259(200) 323 43 84 90 479 732 882 926 68»H023 308 33 12001 410 596 630 64 95 803 7 44 66»»037 51 212 56 75 96(200) 365 625 795 828 40 82 100009 22 117 241(30000) 359 519 1600) 44 91 626 75 799 89! 955 [500! 10 1013 60 87 113(500) 240 49 397 748 919 47 75 1 02216 66 473 594 970 103004 12 67 334 529 712 926 1O1090 93 107 12 252 83 323 693 843(200) 63 98 9.86 1 05084 90 154 544 93 617 887 1OO05I 152 336 52 575 636 949 1 07073 222 67 646 669 762 991 1«W1()6 1» 92 481 86 640 779 85 859 62 85 lü»104 40 44 73 217 70 84(300) 395 528 54 622 916 110044 177 94 353 455 902 66 67 II 1003(300) 132 94 272(300k 399 600 61 749 54 882 977[200] 112036 65 98 101 78 338 55 74 425 577 607 24 1200) 725 35 47 962 118048(200) 251 98 355 97 438 41 58 547 76 673 718 86(200) 842 60[3001 70(200) 985 11 1054 185 312 91 489 776 92 802 48 115189 344 551(3001 764 835 110293 617 43 96 117023 77 83 104 259 465 559 835 69 957 11»016 55 162 287 89 301 18 462 691 738 800 0200) 33(300) 61 11»250 307 44 56 568 612 20 6k 700 14(600) 65 802 87 999(200) 120021 68 107 49 95 217 32 79 80 431 579 611 13 35 736 121022 48 84 216 97 306[300] 37 62 67 401 643 958 77(200) 12 3074 133 41 84 89 286 427 55 514 64 613 839 70 1 2 3009 179 355 437 542[5001. 59 63 619 41 69 76 706 829 918 84 1 2 4075 176 303 724 946 1 2 3061 (200) 254 321 421 63 586 724 33 829 83 995(200) 12 6066 90 146 12001 241 99 327 476 620 78 612 898 832 1 27129 306 27 55 477 669 685 703 801 13 985 1 28011 303 462 606 769 923 12Ö239 598 603 33 730 63 853 994 180190 204 37(200) 372 652 710 904 61 18 1 330 71 552 628 894 946 50 1 32027 108 66 80 301 56 541 696(200) 802 973 1 88048 9T 103 1200) 8 246 63 86 314 519 692 739 878 1 8 4068 1200! 95 202 SOS 18 41 59(200) 427 523 26 35 633 701 892 1 35169 223 77 80 373 40» 8 34 626 713 33 63 66 899 1 36065 97 181(300) 282 409 562 809 85 18 7033 61 117 394 426 615(200) 61 871 89 1 8»072 152 59 336 60» 966[300] 77 189045 65 171 220 356 62 79 411 533 62 90 658 708803 22 90 916 140154 26567 604 32 633 57 80 90 793 805 979 91 14 1 029 74 146 209 359 837 54 938 442050 105 70 224 343 432 621 55 86 689 723 24 843 1 48077 236 73 301 460 93 631 52 816 91 144295 329 39 68 463 M M 52 M 7 423 31 393 W 48 63 8» ipaisi SSZRMS MMZASSSS-Z 422 631 772 76 803 11 21 52 65 00,'*"047 75 79 504 I»I003 126 47 200 78 489 603 26 43 72 709 §34 39 924 94 l»-il44 232 342 60(200) 648 86 919 1 88010 39 15U su» 5ä&m vj.» ÄNV«» K sanlmjdosti von 00,1 Morphium verzeichnet war, das Original oder, welches zur Stelle geschafft war unv von ihm anerkannt werden mußte, lautete wie erwähnt auf 0.06 Morphium, Sodann behauptete er, Frau Hagendors habe das Aller des Kindes entweder auf 1 Jahr 2 Monate oder auf 2 Jahre 1 Monat angegeben, eine Behauptung, die von der Zeugin auf das Entschiedenste destritten wurde. Der Angcllagte habe ihr noch ein Kompliment über ihr gutes Aussehen so kurz nach der Entbindung gemacht. Der Sachverständige, Gerichtschcmiker Dr. I e s e r i ch, hat die Eingeweide des verstorbenen Kindes untersucht und aus denselben 0,009— 9 Milligramm Morphium ausgeschieden, fast die Hälfte der Menge, die ihm eingegeben war.— Das Urtheil der beiden ärztlichen Sachverständigen, Dr. Mittenzweig und Geh. Rath W o l f f ging üderein» stimmend dahin, daß dem Angell. eine schwere Fahrläsfizleit zur Last falle. Dos Kind sei ficher an Morphir mvcrgistung gestorben. Die Wiffenschast stehe im allgemeinen auf dem Standpunkte, daß 0,02 Gramm Morphium genüge, um den Tod eineS Kindes hcrbeizut uhren. Die Aerzte selbst haben nun keine Verordnung, in welchen Dosen fie die Heilmittel zu verschreiben haben; sie bezeichnen aber dem Apoibeker ein Uedersckrctten der in der Pharmakopoe vorgesehenen Mengen durch ein Ar srufungszeichen. Die Pharmakopoe ziehe für das Moi pbium bei 0,1 Gramm pro Tag und 0,03 Gramm pro Dosts die Grenze. Das Rezept des Angeklagten habe nun die Mcximaltofls für Erwachsene zwar nicht üoerschrilten, aber jeder auch noch so weuig ge- bildete Arzt, ja, jeder Kurpfuscher, der noch einen Funken von Gewtffen habe, werde fich hüten, solche Ouanti.äten einem Kmde zu geben. Die Verabreichung von Mor- phium an kleine Kinder werde wegen der rnzeheuerlichen Gefährlichkeit desselben nrch heute von vielen Aerzten grundsätz' lich adgelednt, jedenfalls gebe man Kindern unter einem Jahre überhaupt kein Morphium, Kindern im Alter von ein bis zwei Jadren eine Dosts von 0,0005 Gramm, bei drei bis vier Jahren 0,001 Gramm. Jedes der von dem Angeklagten verschriebenen Pulver s i genügend gewesen, einen Erwachsenen während einer ganzen Nacht in Schlaf zu lullr»— kern Wunder, daß dies ileine Krnd überhaupt nicht mehr erwachte! Der Staatsanwalt dielt es für eine verdommungsmäßige Fabrlässtgleit, ein so kleines Kind kuriren zu wollen, ohne es einmal gesehen zu haben. Die Sttafbarkeit erhöre fich aber noch wesentlich bei der An- wendung von Morphium. Der Staatsanwalt beantragte daher 2 Jahre Ge'är.gniß und die sofortige Verhaftung des Ange- klagten. Der Vertheidiger, R.-A. Dr. Friedmann, hielt eine straf- bare Fahrlässtgkeit des Angeklagten nicht für erwiesen. Wenn die Anordnung deffelben befolgt worden märe, hätte doffelve eine Dosts Moiphie m bekommen, die ungefähr den im Medizinal- kalender von 1878 angeführten Zahlen entspreche. Nach diesen Angaben habe fich der Angeklagte gerichtet und wenn er einen medizinischen Standpunkt noch heute nicht vcrlaffrn bat, der vor 10 Jahren in Geltung war, so werde man dies nicht als Fahr- läsfizieit auslegen können. Es werde gewiß viele alle studirte Aerste geben, die ihr graues Haupt über die Anfichten der Neulinge schütteln und an vielen medizin schen Grundsätzen fest- hallen, die nicht blos auf 1878, sondern auf 1848 und 1838 zurück datiren. Der Staatsanwalt ent egnete, daß ein Jurist, welcher einen Angeklagten heute auf Grund des allen Straf. gesetzbucheS verurtheilen würde, gewiß wenigstens wegen Frei- hettsderaudung angeklagt werden würde. Ganz ähnlich llege der Fall hier.— Der Vertheidiger bestritt schließlich noch die Wahrschetnlichlell, daß bei einem so kleinen Kinde eine Mor« phium Vergiftung erst nach so langer Zell den Tod herbeigeführt haben könne, und beantragte, in dieser Beziehung das Gut- achten des Medizinalkollegiums einzuholen. Der Gerichtshof lehnte diesen Antrag jedoch ab und erkannte nach dem Srafantrage deS Staatsanwalts. WerriRe«nd Kers«mmw»AeN. Der Kerliner K«i«vdie»e» stand nnd feine jetzige« Uerhältnisfe. Veranlaßt durch die in letzter Zell voraekom- mcnen„Veruntreuungen" von Hausdienern erfolgte am Montag Abend seitens drs„Vereins Berliner Hausdiener" eine die weitesten Kreise interesfirende Aussprache statt. Der Vorfitzende August Kuhntke legte die augenblickliche Lage der Hausdiener dar. Der größte Theil des Publikums, so meinte der Genannte, bade keine Ahnung davon, wie es in diesem Berufe aussehe. Eigentlich müßte es heißen: Geschäktsdiencr. Der Hausdiener» stand setze fich aus den verschiedensten Kateaorien zusammen; wenige nur„dienen von der Picke" auf. Die Mehrzahl der Kollegen erhalte nur 15 M., eine Minderheit 18—20 M. die Woche. Und wie sei die Arbeitszeit? Früh vor 6 Uhr heiße es von zu Hause fortgehen und bis spät in den Abend hinein thätig sein. Man könne fich nickt leicht eine größere Ver- trauensstcllung denken, als wie fie der Hausdiener aus- fülle, und doch stehe er allen anderen Geschäfts- bedicnsteten hintenan. Wie in anderen Branchen, so verdränge auch hier der Jüngere und Billigere die älteren Arbeiter. Man lese nur die von Prinzipalen in den Zeitungen erlaffcnen Annonzen:„Vom Militär entlassene junge Leute werben zu bescheidenen Ansprüchen gesucht." Und so kommt es, daß die 18 000—20 000 Hausdiener, die bis jetzt leider nur in der Zahl von etwa 1000 vereinigt seien, fich mit einem geringen Lohn zufrieden geben müssen. Wie unwürdig sei auch die Behandlung. Verläßt oder betritt der Hausdiener das Geschäft, so heißt es: Wo gehen Sie bin? Mo waren Sie? Der Hausdiener werde wie ein Spitzbube angesehen. Aber was kann der ganze Stand für einige fich vergessende Kollegen? Dos Selbstbewußtsein zu heben und den Chefs gegenüber eine Macht zu werden, gebe es nur ein Mittel: der Zusammenschluß sämmtl'cher Kollegen. Nicht in Kricgervereinen und Rauchkluds wahre man seine Interessen, sondern in der Fachvereinigung. Heut lägen die Dinge so, daß ein Hausdiener nach dem 40. Lebensjahre nur schwer, nach dem 50. Lebensjahre überhaupt keine Stellung mehr erhalte. Wenn er 10, 15 und 20 Jahre in einem Ge- schäst gewesen und erkranke oder wenn die Kräfte nachlassen, dann erfolge unter allerhand Ausflüchten und schönen Worten die Entlassung. Den Prinzipalen das Ungerechte einer solchen Handlungsweise klar zu machen, sei unbedingte Aufgabe.(Wrrd nichts helfen. D. Red.) Es sei charakteristisch, daß nickt wenige große Firmen ihre Havsdpncr mit 60— 65 M. den Monat ab- lohnen. Was solle ein Familienvater mit 3—5 Kindern damit anfangen? Er kann nicht wie ein Fadlikarbcllrr cinhcrgchen, man sehe auf gute Kleidung, man habe diese und jene Arto' auSaade zu machen. Und wie groß sei die Versuchung, die iP zu Diebstahl und Unterschlagungen trelden kann. Wabrim-° läge im eigensten Interesse der Geschäftsinhaber, ihre Leute» zu bezahlen, daß fie nicht gegen das Gesetz verstoßen brnrn* und daß fie, die Prinzipale, den Arbeitsnachweis drS Vere» in Anspruch nähmen. Heute laufen womöglich hunderte«J Arbellslosen vom Blatt aus an die angekididtz Stelle, einer unterbietet den anderen und der Prinzipal nW — den Billigsten. Daß er damit nur schlechter fährt, ste� nicht ein. Ein Tbell der hiefigen Firmen benutzt ja den � beitsnachweis des Vereins, ein anderer Theil beachtet ihn P nicht. Redner schloß unter starkem Beifall mit der wiederh» Mahnung, die säumigen Kollegen in den Verein zu ziehen» den Prinzipalen, wenn auch zurückhaltend, so bock selbst' entgegenzutreten. Andere Arbeiter könntm Streiks ins setzen; bei dem Hausdienerstand, der fich so leicht aus anderen den ergänzen könne, müsse mit weniger energischen, ab« wirksamen Mitteln vorgegangen werden. Die weiteren 91#? pflichteten Herrn Kuhntke bei. Herr Hamann äußerte, wen» JJ Prinzipale fich zum Theil so feindlich verhielten, so sei 6» Furcht vor„dem rothcn Gespenst". Daß man aber ni«» menschenwürdiges Loos anstrebe, werde nicht eingesehen.™ Ib. H _...____..........----„(IKäfW#* T. der Unterstützungsbund, so bewilligte auch der„Verein'J Hausdiener Berlins" den stellungslosen Milgliedern eine BZ "' halbes Jahr Mitglied ist.# nacktsunterstützung. Wer 6 M., wer länger, 10 M. ein .«ST lelegraphisch« Depesche«. (Wolff's Telegraphen-Bureau.) �1 Kern, Mittwoch, 12. Dezember. Der Nationalrath W» beute über den Zusatzvertrag zu dem Handelsoertrage z®1«» Deutschland und der Schweiz und über den schweizerisch g retchischen Handelsvertrag. Die Vertreter der LandwiithM sprachen fich für die Ablehnung der Verträge aus. Di« r rathung wird morgen fortgesetzt.. Rom, Mittwoch, 12. Dezember. Deputirtenka»«� Pantano von der äußersten Linken befragte Crisvi wegen Ausweisung des Kor espondenten des„Sccolo", Coronelli,» Berlin und ersuchte Crisp'. um Verwendung in Berlin, die Ausweisung zdrückgenommen werde. Cnspi erklärte, Weisung sei auf Grund der inneren Gesetze des Deutschen?»? erfolgt, über welche die italienische Regierung fich nicht?? Richter machen könne. Er könne demnach dem Err Panta�os nicht entsprechen.. pari», Mittwoch, 12. Dezember. Ein Bleigießer na»� Perrault ist wegen Verdachts, die gegen die StellenvermittlA? burcaus verwendeten Bomben angefertigt zu haben, vctt» worden. Kriefkaste« der Redaktion. StallfchreiberstraBe K.|l. Auf welchem Kirchhot? Herr von Zosttow, der Mörder des Bäckerjungen, begrabe»� wificn wir nickt. Wahrscheinlich auf dem Kirckkof. der r wissen wir nicht. Wahrscheinlich Zellcngefängniß gehört. BM auf dem Kirchhof, der , 31 i«rch t D «>- Kri «r©c Z°ld. dt wenige ttWfiefc: Hing j, »nd da kt« SS "Uttel; deh«.' te Zum brvorsichenden Weihnachtsfeste bringe ich mein neu eingerichtetes Magazin liir%m- md KW» EmichlmM Nr. 5. ZioDskirchplatz No. 5. mit seinem reichen Lager und vorzüglicher Ausstattung in empfehlende Erinnerung. 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Arbeilsiniihmiz für Der vom Fachverein der Tischler bcgru »»»> Fachverein der Tischler Arbeitsnachweis befindet fich Alte im Restaurant Schumann. D>e i ,.■# vermittelung geschieht für Meister undNWst (auch NichtMitglieder des Vereins)««e»tg?�ck Die Adressenausgabe erfolgt an Woche��t von 8t vi« 10 Phr Abend». »im 9 bi» 11 Phr Vormittago- die 4 Kasfirer der„Ortskrankcnkasse der � und Pianofortearbeiter Berlins" verpfl'«lZAM fich ihrerseits jeder Adreffenausgabe y ersuchm wir, nur den obengena»" beitsuachmei» zu benutzm._ ersah Len zu «Ol 0 k» I 679 "lons Lerantwortlicher RedaLeur: XU«roahetm in Berlin. Druck unv Verlag von Sadt«» in Berlin SW. Beuthstraß, 7.