Ä» gegend.> Nr. 1:0. Mittwoch, den 84. Juli 1889. 6, Jahrg. ord ist � 's? aS* ft.f 5treet/ 1'' fl »N-x j*> hatten. SMerVolksblatt. Drgi,,, für die Interesse» der Arde.ter. Das„Berliner Volksblait" uach Sonn- und Festtagen. AbonneinentspreiS für Berlin frei r Sonnt, ini �) � Mark, monatlich 1,35 Äkark, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer �-edchon q�Iummer«il dem„Sonntags-Blatt" 10 Pf. Bei Abholung aus unserer o mmerftraße 44 1 Mark pro Monat. Postabonnemeni 4 Mark pro Quartal. f*t bn«?£S!" der Postzeitungspreisliste für 1889 unter Nr. 866.) � Taglich uutcr Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. Jnsertionsgebühr beträgt für die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und VersammlungS- Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Simmerstraße 44, sowie von allen Anitoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3-7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vornnttaas geöffnet. -» Fernsprecher: Amt VI.|lr. 41Ö6.«- Med»ktion: VeuthstrAtzo S.— Expedition: SimmerPtrnHe 44. S&e eriif#" ©labf und Land. ®ejctmmtcrtraaeÄ her Strrflon St on % �stig werden kann, weil sie de 1,4. nothleidenden Ritterguts- strupz.**c uicht recht gedeihen läßt. Die Quoti- de� n Steuerertrages aber muß wiedemm fit rJSJPN' Grundbesitzern zu Gute kommen, denn ren en ffga) , des'» ,W.€ -laatsa" Nachb-l M. lzSd- zestelltu- Himwl luko«' mleitun« Brosche Heft � a Heft' Gen) et'' SS Jg. Po" N-t� W gu vyuic Fvmmvu � vww» Derben fn" diese Weise nicht so stark herangezogen «on DiifVll— und man muß die Berechnungen auf Grund "utchsn ��uittsziffern, nicht auf Grund positiver Angaben «uf b�l J�t, wie groß der Einfluß der Herren Agrarier Ätereg.».�Lebung ist. Sie verstehen es vortrefflich, die Jen ihrer Partei zu wahren. n»d-g Jperren Junker, Großgrundbesitzer, Schnapsbrenner �'euetn efabrifanten wollen natürlich möglichst wenig bem j.a�st'en und wollen auch ihre Einkünfte möglichst bsi stbei(o, Oeffentlichkeit entzogen wissen, damit sie sich i 1 1 f, r Gelegenheit auf die„n o t h l e i d e n d e Land- enten wL? n f t" berufen können. Es giebt in der That �Uiikcr stsinnd in der Landwirthschaft; allein die Herren Der kr. Agrarier sind es nicht, auf denen er lastet. ti.e 1 f � et ne und mittlere Bauer, der P a r- eivein �%er, der Tagelöhner leiden unter Grundbesitz' der Landwirthschaft, aber nicht die Herren '-tioi�ist aber der demagogische Kunstgriff in der Agi- en> Lani!-?ren Agrarier, daß sie dem kleinen Mann auf n> der m, glauben machen, die Verwirklichung ihrer Ideen Der Kl-, r��ung sei im Interesse der kleinen Bauern. �che u>.n � glaubt natürlich am leichtesten den Herren, Zsil chJ 6 Güter bewirthschaften und sich deshalb leichter er t�faindigen können, als die„Stadtleute". Die ""Maun n bewirkt, daß die Gesetzgebung ihnen Ver- gewährt hat, die man, wenn sie von Anderen nsurben, sofort als„Utopien" bezeichnen würde. er' Zuckerst euer und Branntweinsteuer— die agra- °6,tn"id.��form"— sind die ergiebigen Quellen, aus ��Ichopfen � dürfen sich die Junker vom Staate die [20 �. Feuillcto»,. �in©alinnenrrfi. Roman von Maurus Zükai. �ngg'�nn Sie befehlen!" Den wäre Timar nun aller- � so J�uzeigen im Stande gewesen, allein er wußte 9*'S®® Schafsgesicht zu schneiden, daß der Haupt- , A>fte®°i. ch�n schüttelte und dann Timar auf die Achsel 'nnriRür?nd ein Goldmensch, Herr Schiffs- fettet■ v,' haben der jungen Dame ihr Vermögen ge- %e H.-"n ohne ihren Vater darf ich weder sie selbst, noch Mensch nnhalten. Sie können weiter fahren, Sie Gold- nicht dachte er rechtsum; dem letzten Tschaikisten, der �nfeiop f. �enug sich herumgeschwenkt hatte, hieb er eine Tffallen js�unter, daß der arme Teufel beinahe ins Wasser einen . �mselben Schafsgesicht nach. ■%>,. ��'sssladung der„heiligen Barbara" war ge- Das. Dreizehntes Kapitel. Die f n I der„heiligen Barbar a". Barbara" konnte nunmehr ihren Weg •tzen, und Timar hatte kerne Fatalitäten täglichen Herumzanken mit den Führern 3#% #### Vergünstigung geholt haben. Und sie schöpfen nicht lässig, denn ihre Söhne bei der Garde und bei den Korps auf der Universität muffen doch Taschengelder für ihr?„noblen" Passionen, ihre Töchter müssen doch eine Aussteuer und ein Nadelgeld haben. Und nun wollen sie sich auch noch um die Steuern zum guten Theil herumdrücken! Diese Junker werden schließlich, wenn ihnen kein Damm entgegengesetzt wird, vom Staate noch ein Prytaneum verlangen, in dem sie für ihre Verdienste um die Landwirthschaft bewirthet werden. Man kann sich denken, welche goldfunkelnden Träume solche Erfolge der agrarischen Partei bei der gieri- gen Schaar der verschuldeten Junker, die eine besondere und sehr interessante Kategorie der Junkerschaft bilden, erweckt haben. Mehr als einmal haben sie schon verlangt, der Staat solle ihnen ihre mit Hypotheken überladenen Rittergüter abkaufen und ihnen dafür, als„würdigen" Gliedern der Gesellschaft, eine„ewige Rente" zahlen. Natürlich, nur Lumpe sind bescheiden. Wir hahen schon mehr als einmal darauf hinge- wiesen, welche unheilvolle Wirkungen diese Bevorzugung des Agrarierthums haben muß, dem es gelingt, die öffent- liehen Lasten immer mehr von sich ab und auf die indu- strielle, gewerbe- und handeltreibende Bevölkerung der Städte zu wälzen, während die Gesetzgebung dem Großgrundbesitz in der Landwirthschaft eine Menge von Vortheilen gewährt. Die moderne Entwickelung verlangt eine fortschreitende Ausgleichung des Gegensatzes von Stadt und Land; das Agrarierthum aber sucht diesen Gegensatz künstlich zu verewigen, ihn schroffer zu machen und eine unüberbrückbare Kluft zwischen Stadt und Land zu ziehen. Der reaktionäre und egoistische Einfluß des Agrarier- thumS kann kaum deutlicher erscheinen, als in dem Lichte dieser Thatsachen. Allein auch der Krug der Agrarier kann nur so lange zum Brunnen gehen, bis er bricht. Es kann nicht lange mehr dauern, bis der kleine Bauer erkennt, daß ihm die Agrarier einen mächtigen Bären aufgebunden haben, wenn sie ihm vorspiegelten, ihre agrar- politischen„Reformen" geschähen in seinem Interesse. Er wird an seinem eigenen Leibe verspüren, wie diese angeblich zu seinen Gunsten geschaffenen„Reformen" auf ihn wirken. Daß die Herren Junker, Agrarier, Großgrund- und Ritter- gutsbesitzer davon Vortheile haben, ist unbestritten. Aber der kleine Bauer, der Parzellenbesitzer, der sein Brot zum großen und größten Theil kaufen muß, wird es schmerzlich verspüren, wenn die Kornzölle erst so recht zur vollen Wir- kung gelangen und das Brot theurer wird; er verspürt schmerzlich die Vertheuerung des Zuckers und des Brannt- weins. Die Zeit, da diese Dinge dem Bauern fühlbar werden, kann nicht fern sein und dann hat die politische Herrlichkeit des Agrarierthums, die sich nur auf ein Trugbild stützt, ein Ende; dann wird sich die ganze Masse der Timea kam manchmal den ganzen Tag nicht aus ihrer Kabine hervor, und aus ihrem Munde war kein Wort zu vernehmen. Einsam saß sie da, und oft wurden die Speisen die man ihr vorsetzte, unberührt wieder hinausgetragen. Auch die Tage fingen schon an kurz zu werden, und das heitere Herbstwetter schlug in Regen um; Timea schloß sich ganz in ihrem Gemach ein, und Michael bekam von ihr nichts mehr zu hören als die tiefen Seufzer, welche des Nachts durch die dünne Bretterwand zu ihm herüberdrangen. Nur weinen hörte man sie niemals. Der schwere Schlag, der sie getroffen, hat ihr Herz vielleicht mit einer undurchdringlichen Eisrinde umgeben. Wie groß müßte die Liebesgluth desjenigen sein, der sie zum Schmelzen brächte? Ei, du armer Freund, wie kommst du auf diesen Ge- danken? Warum träumst du wach und mit geschlossenen Augen von diesem weißen Antlitz? Selbst wenn sie nicht so schön wäre, so ist sie doch so reich; du aber bist ein armer Teufel. Was hilft es einem Poveretto, wie du einer bist, alle seine Gedanken mit dem Bilde eines Mädchens zu erfüllen, das so reich ist? Ja, wenn es umgekehrt wäre, und du so reich wärest, sie aber arm. Und wie reich mag denn Timea sein? fing Trmar zu berechnen an, um sich selbst in Verzweiflung zu stürzen und sich die eitelen Träume aus dem Kopse zu schlagen. Ihr Vater hat ihr tausend Dukaten baar hinterlassen und die Schiffsladung, die nach den heutigen Getreidepreisen unter Brüdern zehntausend Dukaten werth ist. Vielleicht ljat sie auch Schmucksachen und Juwelen, und so gehört das Mädchen, nach damaligem österreichischen Scheingelde gerechnet, zu den Hunderttaufenden. Das ist in einer ungarischen Provinzialstadt schon eine reiche Partie. Und dann drängte sich Timar ein Räthsel auf, dessen Lösung er nicht finden konnte. Wenn Ali Tschorbadschi elftausend Dukaten im Ver- mögen hatte, so war dies ein Gewicht von nicht mehr als sechszehn Pfund; von allen Metallen hat Gold rm Verhält- niß zu seiner Schwere das kleinste Volumen. Sechszehn ländlichen Bevölkerung von dem Agrarierthum, von dem sie so lange irregeführt worden ist, mit einem Mal abivenden. Dann wird aber auch die Zeit kommen, die Einseitigkeit in der Gesetzgebung, die zu Gunsten des Agrarierthums be- steht, durch Gesetze von modernem Geiste zu ersetzen. Die Zeit, da der Einfluß des Agrarierthums aus die Gesetzgebung gebrochen wird, bedeutet für Deutschland den Anfang einer geistigen Entwickelung im Jnlereffe des Aus- gleichs zwischen Stadt und Land. Denn der faule Libe- ralismus hat längst abgewirthschaftet- sonst wäre das Agrarierthum nickt aufgekommen. Es wird sich eine frischere Strömung geltenv machen. MmktilNllller Arbetterkongreß zu Paris. Da unser Originalbericht auch heute ausgeblieben ist, müssen wir uns auf die Wiedergabe des folgenden Referats, welches von einem Berichterstatter herrührt, beschränken. Unsere authentischen Mittheilungen folgen hoffentlich morgen. Paris, den 20. Juli 1889. Wie bereits mitgetheilt, fand gestern Abend im großen Fefffaale des Hotel de Ville zu Ehren der Delegirten beider Kongresse ein vom Pariser Stadtrath veranstaltet es Bankett statt. Das prächtige Rathhaus erstrahlte von allen vier Seiten in elektrischem Lichte. Eine ungeheure Menschenmenge hatte sich auf der Straße vor der Hauptftont angesammelt. Pünktlich 9 Uhr Abends erschienen iheils einzeln,(Heils in Gruppen die eingeladenen Delegirien. Der prächtige Festsaal war feenhaft erleuchtet. Auf der großen, luxunös hergerichteten Tafel standen Früchte, Eis, Weine und Erfrischungen aller Art in unzählbarer Menge zur Versügung. Eine Kapelle italienischer Künstler wechselte mit einem großen, wohlgeschulten französischen Männerchor und einer französischen Militärkapelle ab, die Gäste zu unterhalten. Nach beendeter Tafel stimmten sämmtliche Fest- theilnehmer, unter Begleitung beiderMusikkapellen dieMarseillaise an, wobei die auf der Straße stehende Volksmenge tapfer sekundirte. Die heute gegen 9 Uhr Vormittags eröffnete Sitzung wurde von dem Bürger G r a h a n d(England) geleitet. Wiederum waren eine Reihe von Glückwunsch-Adressen, darunter eine aus Argentinien, eingetroffen. Bei dieser Gelegenheit ist zu bemerken, daß vor einigen Tagen auch die Berliner Metall- arbeitet, die bekanntlich den Metallarbeiter Karl Becker(Ber- lin) als Delegirten zum Kongreß entsendet haben, und auch der sozialdemokratische Leseklub„Lessing" zu Berlin ein Glück- wunsch-Telegramm an den Kongreß entsendet haben.— Im Weiteren ist zu erwähnen, daß vor einigen Tagen die aus der Berliner Arbeiterinnenbewegung bekannte Frau Guillaume Schock als Delegirtin auf dem Kongreß eingetroffen ist. In der heutigen Sitzung wurde zunächst bekannt gegeben, daß morgen(Sonntag) Abends 6 Uhr ein Bankett des internationalen sozialdemokratischen Kongresses statt- findet. Zu heute(Sonnabend) Abend haben die russi- Pfund Dukaten lassen sich in einem Ouersack unterbringen, den ein Mann, über die Schultern geworfen, auch zu Fuß weiter tragen kann. Wozu hatte Ali Tschorbadschi nöthig, sie in Getreide ümzuwechseln und damit ein großes Frachtschiff zu beladen, das anderthalb Monate zu seiner Reise braucht und mit Stürmen, Wafferstrudeln, Klippen und Untiefen zu kämpfen hat, das durch Ouarantaine und Zollvisitation aufgehalten wird; während er, seinen Schatz in seiner Reisetasche wohl- geborgen mit sich führend, über Berg und Fluß in zwei Wochen Ungarn zuversichtlich hätte erreichen können? Der Schlüssel zu diesem Problem war nicht zu finden. Dann hing mit diesem Räthsel noch ein anderes zu- sammen. Wenn Ali Tschorbadschi's Schatz(ob nun rechtlich erworben oder nicht) Alles in Allem nur elf- oder sagen wir zwölftausend Dukaten ausmacht, warum veranstaltet dann die türkische Regierung eine so großartige Treibjagd nach demselben, schickt eine Brigantine mit vierundzwanzig Ruderern, Spione und Kouriere zu seiner Verfolgung aus? Was für einen armen Schiffsschreiber ein Haufen Geld, ist für seine Herr- lichkeit, den Padischa, nur ein Bettel; und selbst, wenn es gelingt, das einen Werth von zehn- bis zwölftausend Du- taten repräsentirende Vennögen mit Beschlag zu belegen, so wird, bis dasselbe durch die Finger von all' den Denunzianten, Konfiskatoren und sonstigen amtlichen Beutelschneidern ge- gangen ist, für den Sultan kaum so viel übrig bleiben wie eine Pfeife Tabak werth ist. War es nicht lächerlich, wegen einer so geringen Beute eine so große Maschinerie in Bewegung zu setzen? Oder war es nicht sowohl das Geld, als Timea, auf die es abgesehen war? Timar hatte so viel Sinn für Romantik, um diese Annahme plausibel zu finden, so wenig er sie auch mit seinem Schiffsschreiber-Einmaleins zusammenreimen konnte. Eines Abends zerstreute der Wind die Wolken, und als Timar zu seinem Kabinenfenster hinaussah, erblickte er am westlichen Horizont den zunehmenden Mond. Den„rothen Mond". die Kongreßtheilnehmer zu einer festlichen die sich ein Ball schließen soll, einge- schen Delegirten Zusammenkunft, an laden. Es waren heute mehrere Delejzirten von dem Possibilisten- kongreß erschienen. Dieselben erklärten übereinstimmend: Sie seien nur aus Jrrthum auf den possibilistischen Kongreß gerochen. Sie seien daselbst sehr enttäuscht worden und bedauern, daß sie sich dem radikalen Kongresse nicht gleich von Anfang an angeschlossen haben. Es wurde hierauf die Debatte über die Arbeiterschutz aesetzgebung fortgesetzt. Der erste Redner war Cunigham Graham(englisches Parlamentsmitglieds: Der achtstündige englische Regierung zur Berner Kon- Verminderung der Normalarbeitstaa sei ganz besonders für England nothwendig, um die große Masse der Arbeiter aus ihrer Versumpfung zu heben. In England müssen selbst Frauen 14—15 Stunden täglich schwere Schmiedearbeiten verrichten. Er(Redner) halte es für erforderlich, mit aller Kraft für gesetzliche Einfuhrung des achtstündigen NormalarbeitStaaeS zu wirken und alle anderen Forderungen vorläufig außer Acht zu lassen. Nach den Er- fahrungen, die in Australien und Amerika gemacht würden, habe jede Arbeitsverkürzung eine Lohnerhöhung zur Folge. Dieser Umstand habe die zweifellos veranlaßt, ihren Delegirten ferenz zu beauftragen, gegen die Arbeitszeit Stellung zu nehmen. Selbstverständlich dürfe man über der Forderung des gesetzlichen Normalarbeitstages die weitergehenden Forderungen der Sozialdemokratie nicht außer Acht lassen. Kloß(Stuttgart): Die fachgewerklichen Organisationen bilden den Sauerteig, die innerhalb der unaufgeklärten Arbeiter- Massen wirken müsse; die Fachgewerkvereine bilden gewisser- maßen die Vorschule für die Sozialdemokratie. Diese Organi- sationen feien deshalb, trotz der ihnen anhaftenden Schwächen, nicht zu verwerfen. Man könne die Arbeiter nicht blos immer auf die Zukunft vertrösten, man müsse ihnen auch etwas in der Gegenwart bieten. Schon aus diesem Grunde sei die Agitation für Einfiihmng einer Arbeiterschutzgesetzgebung nothwendig. (Beifall.) Ein Delegirter aus Rumänien schilderte in eingehender Weise die ungemein lange Arbeitszeit und dementsprechenden niederen Löhne der Industriearbeiter in Rumänien. Ein Delegirter aus Frankreich: Durch kleinliche Reformen könne den niedergetretenen Arbeitern nicht mehr geholfen wer- den. Den Arbeitern könne nur durch fortgesetzte Revolten und durch eine, den Kapitalismus hinwegfegende soziale Revolution ihr Recht werden. Inzwischen waren von allen Seiten des Saales Resolu- tionen, die Arbeiterschutzgesetzgebung betreffend, eingegangen. Da diese Resolutionen vielfach konform gingen, so wurde be- schlössen: das Bureau zu beauftragen, alle diese Resolutionen für die Abendsitzung zu einer General- Resolution zu ver- arbeiten. Alsdann wurde in der Debatte fortgefahren. John Barns(England): Er habe ein Mandat von 57 000 englischen Arbeitern. Die englischen Ar- beiter seien oeshalb noch so weit zurück, weil sie den sozialistischen Gedanken der Jnternationalität -nicht begriffen haben. Allein bereits beginne es auch in der «nglischen Arbeiterschaft zu dämmern; er sei überzeugt, nach Ablauf von 5 Jahren werde das Gros der englischen Arbeiter im sozialdemokratischen Lager sein.(Lebhafter Beifall.) Dieser Redner sowohl, als auch der Vertreter der Bergarbeiter zu Northhumberland(englisches ParlamentS-Mitalied) find vom Kongreß der Possibiliften zu diesem, dem Marxistischen Kon- gresse, übergetreten.— Dr. d e P a e p e(Belgien): Es dürfte wohl das letzte Mal sein, daß er vor einem Arbeiterkongresse spreche. Er sein ein sehr alter Mann und fühle, daß es mit seinen Körperkräften zu Ende gehe. Er habe sich das Wort erbeten, um dem Kon- areß zuzurufen:„Keine Konzession an die Anarchisten!" Lang- sam aber sicher müsse vorgegangen werden, nur auf diese Weise -werde cS gelingen, den gemeinschaftlichen Feind zu vernichten. >, aest»' vwvv»iwu» um uuiniujcu xjuijnijus zu iiüuj 4 einer anderen badischen Grenzzollstätte eine gegen stW(? weichende Zollpraxis ausgeübt wird. Höhere Weisungen F an und für sich nicht ergangen; dagegen seien gegenüber � in neuester Zeit besonders stark beinebenen Schmuggel ff Uhren verschärfle Anordnungen gelroffen. Was die über den Schmuggel mit verbotenen Schriften betrifft, es seit einiger Zeit öfter als früher vor, daß badische in schweizerischen Grenzorten auf ihrem Heimwege nach Schriften untersucht werden. Der„Franks. Ztg." wird W bekannt, daß baumwollene Strumpfgarne auf Hülsen, weichst schweizerischen Spinnern an deutsche Strmnpffabrikanten gell' werden, am Bestimmungsorte, infolge der strengen Reoisil� großen Theil in einem Zustande eingetroffen' sind(die v zerbrochen), daß sie nicht zu verarbeiten sind. Demselben� wird von der Filiale einer Züricher Firma in Friedrichs!!«'! noch geschrieben, daß die Zollplackereien in den deutschen seehäten Friedrichshafen und Lindau noch unverändert I? Weise gege dann werdl bald ein E Hamb bestehen. Im dem Schreiben der Firma heißt es: diren täglich ab Zürich 30 bis 80 Postsendungen fik Deutsche Reich zur Verzollung an unsere Filiale in Frteg, Hafen; bis zum 9. Juli wurden 3 bis 5 Packete als yi, proben geöffnet, seitdem aber müssen sämmtliche Packete A werden, ohne daß bis zur Stunde eine Erleichtenmg% welcher Art eingetreten wäre." Ein großes süddeutsches?? theilt der„Frankfurter Ztg." noch mit, es habe seine MM rische Kundschaft sich nur dadurch erkalten können, daß es. die Haltung der entschieden fieifinnigen Presse in der gemuth-Frage verwies. Der(chweirerische Kundesrath hat nach der Ztg." beschlossen, seine sämmtlichen Noten, betr. den Stre>> Deutschland, zu veröffentlichen: ob auf einmal oder w# ist noch nicht bestimmt. vor.-, Sah toflt auf «ahne vc «macht Arbeit er durch die Hersd lrdoch an faule jelbtn Ter! Mit e reick« Der vorbereitende Dekegirtentag ,iu 18. August in Dorstfeld stattfindende allgemeine BergarW, DM M"elseimZ für di-. Versammlung ist nunmehr auf den 28. Juli nach Gelsenwff einberufen worden. Die Delegirten aller Zechen auS W land und Westfalen sind dazu eingeladen. Die Arbeitseinstellung auf der Zeche„DaM* dauert fort. Nach dem„Westfälischen Merkur" gaben. Zechenverwaltungen bekannt, daß sich die Streikenden al». gekehrt zu betrachten hätten. Wer wieder in seine Arbeit S?. UZ MV ffl»C ycityu zu ucuuujicu yuucu. tuet imtütT in seine T � Aurele gestellt zu werden wünsche, müsse bei der Direktion Mchloss Der Bürgermeister von Stolpenberg verbot, laut„E'p?%emei Leitung", den Arbeitern das fernere Ansammeln an friedensciche. Gegenüber der Kehanptnng des Grubend hilbck in der„Dortmunder Zeitung", daß er eine durckt,., Erhöhung der Löhne eingeführt habe, erwidert der DeW. Schröder folgendes:„Was die Koblimatmnsu-n des 5�%' •SS Hilbck über die stattgehabten angeblichen Lohnerhöhunge»�, :, so stehe ich, wie wohl alle Bergleute der Zeche r+frtftrt* rmr■ jr■, c" Soll M Westfalia", vor einem Räthsel. Für mich, wie für den mann überhaupt beweisen nur die Lohnbücher. z. B. im Monat Februar 1889 in 28 Schichten netto' � Mark, im Monat März 1889 in S7 Schichten netto" 5 Mark, im April 1889 in 23 Schichten netto 82,20 Man L meinem Lohnbuche verdient habe und im Monat< nuar 1887 z. B. in 26 Schichten netto 86/%,; Monat Februar 1887 netto in 24 Schichten 77,70, im% März 1887 in 26 Schichten netto 88 M. verdiente, dann � jeder ABC-Schülcr ausrechnen, wie die Löhne in 2 gestiegen. Ob die Löhne jetzt nach dem Streik oder p meiner Entlassung so wesentlich in die Höhe wie Herr Hilbck durch Zahlen beweisen will, sagen. Auch alle Bergleute, die ich bisher____ wissen davon nichts." In der Erklärung Schröders WS sich auch noch folgende Stelle: Daß Herr Hilbck seiner versprochen habe, die großen Wagen abzuschaffen, könne»L sämmtliche Delegirte bewiesen werden. Daß die Untersuchungskommission die neubeschafften Förderwagcn'j größer gefunden hat, als die früher vorhandenen, stL V glaubhaft; nur frage es sich, da auf Zeche„Ver. West'> W& % 3 Sorten Wagen sind, welche Sorten gegen einander � messen worden seien. Er, Schröder, habe bereits bei der .,........... l ori, g lichen Untersuchungskommission zu Protokoll gegeben, daß � ein Jrrthum obwalten müsse und daß er sich zum Bewttss ij biete, daß thatsächlich die neuen Förderwagen größer sind die früheren kleinen Wagen. Man habe ihn aber zu d Vermessung nicht hinzugezogen. ,< lieber die Gambrinusfäle„Trianon" in DreSdrn durch die Garnisonoerwaltung daS Militärverbot.� hängt worden, weil die Direktion der GambrinuSbrauer6* Lokalitäten den Arbeitern zu Versammlungen öffnete. 6 dieser Maßregel schreibt das„Sächs. Wochenbl.": Wenn ma", Soldaten, die ja auch nur aus Arbeitern bestehen, so ängstlUd Verkehr mit ihren Arbeitsbrüdern fern hält— so dürfte gebracht sein, daß auch die Arbeiter das Militär maßffF % w «r s W Sä fc® dbeteV Timea verstand nicht, was der Steuermann sagte,»r* sie erschrak so vor seinen blutunterlaufenen Augen,%% lieber in ihre Kabine zurückging, sich dort auf ifss ja legte und zusah, wie oaS Wasser durch die Kabin% hineindrana und allmälig bis an den Rand des Bettes sie dachte bei sich, wenn daS Wasser sie von hier wegst� werde es sie schon donauabwärts tragen, bis dahin, u>� Vater auf dem Grunde der Donau liegt, und dann sie wieder vereinigt sein.« Timar selbst watete bereits bis an die Knie im bevor er in seiner Kabine alle nöthigen Gegenständ� sammengerafft und in eine Truhe gethan hatte, die er � auf die Schulter nahm und dem Boot zueilte. Ji „Und wo ist Timea?" rief er, als er sie dort" erblickte. J „Das weiß der Teufel," brummte der Steuer»� „wäre sie lieber nie auf der Welt gewesen." sii Timar stürzte zurück in Timea's Kabine, jetzt sch?",.� an die Hüften durchs Wasser watend und lud sie auf' Arme.„Haben Sie die Chatouille bei sich?" „Ja," flüsterte das Mädchen. ,fl Nun fragte er weiter nicht, sondern eilte mit ihr j j, Verdeck und trug sie auf seinen Armen in das Boot' wo er sie auf die mittelste Bank niedersetzte. Das der„heiligen Barbara" erfüllte sich schrecklich schnell Schiff fuhr mit dem Schnabel abwärts in den Grund, � einigen Minuten sah man nur noch das Verdeck � Mastbaum mit dem herabbaumelnden Zugseil aus Wasser hervorragen.". J „Abgestoßen!" befahl Timar den Rüderem, und Boot setzte sich gegen das Ufer in Bewegung. J „Wo haben Sie die Chatouille?" fragte Timar Mädchen, als sie schon ein Stück gefahren warm..pi) „Da ist sie" antwortete Timea, ihm die mitgenoi" Schachtel zeigend. (Fortsetzung folgt.) lUbet Nif, SS i: Niente i Sie sfi Mssec sb? den H "Ä :r in tflOI smha� ßeifunaw g fiegenubB» ZchmuM? 5 die ae nach I'Tj w�b R# lse», welch«" ikantengellt n Revist»«? "b(bie � S»M ammemmpmw �'%v*— � �----- ftrtfc«!"' oer schönsten A 1%�%: y s#. ach der A den Str< oder allM Mwair-» v- Mit gebe". fenben o»�. ine«rM ktion an laut mein f" „,-e>m: Apotheker S#Ü3F '5 i r ich. Für die «reife tetfm Lutz. Reutlingen-Tübingen: - Tutlmgen: Apotheker L utz. A g st e r. Baknank- Hall: Gaislingen- Ulm: Buch- ni-n; m,„k. v:'- u»- übrigen acht württembergischen .Vertreter,, bte� Kandidaturen offen gelassen, weil keine Es wurde weiter ig eines Uebrinl �y�aufrufs für das ganze Land zu beauftragen, % bie Wahlagitation den einzelnen Wahlkeeisen »llgenonnnen� überlassen. Sodann wurde folgende Resolution s.'/�ie in der Dinkelacker'schen Brauerei tagende Ver- .�wlung wllrttembergischer Arbeiter gelobt, bei der AiLk) fff Reichstagswahl mit aller Energie für die Hjj.t r arbeiterfreundlicher Vertreter zu wirken." breimaligen Hoch auf die württembergische «fk v wurde die LondeSversammlung geschlossen. M unk durchweg einen würdigen und erfreulichen Ver- bl>S Jdrin-! �beilnehmer zeigten sich einig in dem Bestreben, %te bei B" beizutragen, daß Württemberg nicht wieder, schickt. �ngstwahl von 1887, nur Jasager nach Berlin Ueb� k Frankreich. Sress.. ben Verlauf des P o ssib i l i st en ko n- iHuuoev-$men wir der„Franks. Ztg." folgende Mit- <°Milist� bg. Juli. In der gestrigen Sitzung der gcheitetf," � Rue Rochechouart 42 vereinigten Int. Soz. potbeam ,��Ies und auf Grund der von den Kongressen in �az in Mb Troyes, sowie von der internationalen Kon« b�n fiit Ä®9 gefaßten Beschlüsse theilen wir Ihnen den von »Walken m l?. Zweck bevollmächtigten permanenten Komitee llksteru».„�chiuß in Betreff Ihres Briefes mit. Nach der c? einer v Welben gefaßten Resolution kann unser Kongreß ngresi. ,1 fachen und unbedingten Vereinigung der beiden niQtbi; swmcn; da er keine Beschränkung gemacht hat n.auch'eme Bedingung gestellt hat und stellt, so nimmt ? erbring«?. Die italienische Abordnung ist mit der N biescr Mittheilung beauftragt. Für das Bureau Äj�Wilhelm Liebknecht; der Sekretär R�Lavigne. x«s In und ""•beten 5,,'w Üebrigen von einem Herrn Clemenceau be- -etofior vertreten werde,„der so wenig revolutionär Mti, die von unterirdischem Getöse begleitet war. &beniehä 51 dem Ordnen des Zimmers beschäftigt Eine war, s Vunst und Leden. » MMN 2 Gewitter niederging... MM r benlii eiNi MAm da: um Druck - i°h« w«ww ist, daß er in Clignancourt gegen mich auftrat". Trotz ent- qegengesetzter �Bemühungen der Italiener ging der Kongreß zur Tagesordnung über.— In Betreff der Arbeiterfchutz- g e s e tz g e b u n g hat der Posffbilistenkongreß ähnliche Beschlüsse wie die Marristen gefaßt. Der Kongreß fordert: 1) Achtstündige Arbeitszeit als Maximum, durch internationale Gesetzgebung zu regeln. 2) Einen freien Tag jede Woche. 3) Abschaffung der Nachtarbeit für Männer und Frauen nach Möglichkeit, für Kinder vollständig. 4) Doppelte Bezahlung und Beschränkung aller Extraarbeit auf 4 Stunden innerhalb 24 Stunden. 5) All- gemeine technische und gewerbliche Erziehung. 6) Untersagung aller Arbeit für Kinder unter 14 Jahren. Ueberwachung der Arbeit bei Kindern unter 18 Jahren. 7) Verantwortlichkeit der Arbeitgeber bei Unglücksfällen. 8) Einsetzung von Arbeitsinspektoren, die von Arbeitern gewählt und vom Staate besoldet würden. 9) Arbeiterwerkstätten mit staatlicher oder Gemeinde- Unterstützung. 10) Regelung der Gefangenenarbeit und Aus- nützung derselben zum Besten des Staats. 11) Festsetzung eines Mindestlohnes durch Gewerbekammern auf Grund der Existenz- bedingungen des Landes. 12) Niemand darf für geringeren Lohn als den festgesetzten Mindcstlohn arbeiten. 13) Abschaffung aller die Ärbeitsfreiheit beschränkenden Gesetze. 14) Für die Frauen bei gleicher Arbeit auch gleichen Lohn.— In der letzten Sitzung gelangte zur Behandlung der zweite Punkt des Pro- grammes:„die praktischsten Mittel zur Herstellung ständiger Beziehungen zwischen den Arbeiterorgani- sationen aller Länder, ohne deren Autonomie zu beschränken." Im Namen der englischen„Sozialdemokratischen Föderation", welche bisher den Trades UnionS feindlich gegenüber gestanden hat, erklärte Hyndman, daß sie für ein definitives Einvernehmen mit den Trades Unions sowie mit den Sozialisten anderer Länder seien, allein ste wollten keinen beständigen kontrolirenden Rath, welcher an einem und demselben Orte sitze. Dieser Rath würde seine Autorität bald mißbrauchen,� um die nationale Autonomie der anderen Sozialisten zu beschränken und er würde bald eine„Clique" werden.„Beeilen wir uns, die große inter- nationale Allianz abzuschließen, welche es endlich den Arbeitern aller Länder gestatten wird, von dem Grund und Boden, den Maschinen und den Transportmitteln Besitz zu ergreifen." Im Namen der Trades Unionisten beglückwünschte der englische Delegirte Cowper Herrn Hyndman und bedauerte nur, daß er diesen Ansichten nicht früher in London Ausdruck gegeben habe. Eine Verständigung wäre längst erzielt, denn alle Trades Unionisten tadelten ihr parlamentarisches Komitee, dessen reaktionäre Haltung bedauerlich ist. Die Trades Unionisten find die wahren Sozialisten, denn sie haben auf ihrem letzten jährlichen Kongreß die Sozialisation des Bodensund der Minen beschloffen."— Sodann verlangte der spanische Delegirte die Errichtung eines Zentral-KorrespondenzbureauS, während der Delegirte der englischen Glaser ein Bureau für Statistik und Uebersetzung errichtet zu sehen wünscht. Zum Schluß gelangte ein Antrag des Pariser Gemeinderaths Lavy zur Annahme. Derselbe lautet:„Der Kongreß verharrt auf dem Prinzip, daß jede Nationalität am besten die politische und soziale Taktik be- stimmen kann, welche sie befolgen soll. Im Hinblick auf eine internationale Korrespondenz wird in jedem Lande für die Syndikatskammern ein internationales Korrespondenzbureau errichtet werden. Ein ähnliches Bureau wird durch die sozia- listischen Parteien in teder Gegend geschaffen werden. Diese Komitees versammeln sich alle drei Monate, oder öfter, wenn es nöthig ist, um zu korrespondiren und sich zu verständigen." Wie die„Republiaue Francaise" wissen will, würde von der Kommission des obersten Staatsgerichts- Hofes am nächsten Sonnabend gegen Boulanger und Genossen eine Verlustordonnanz erlassen werden, durch welche den Angeklagten, die sich dem Gerichte nicht gestellt, die Aus- Übung der bürgerlichen und politischen Rechte entzogen würde. Boulanger, Rochefort und Dillon würden infolge dessen vom Sonnabend ab nicht mehr wählbar sein, ihr Vermögen würde unter Sequester gestellt werden. Anlangend die Boulanger zur Last gelegten Handlungen der Pflichtvergessenheit und Amts- untreue, so verlangt die„Republique franxaise", daß zu deren Aburtheilung sofort ein Kriegsgericht zusammentrete. Dem„TempS" zufolge hätte der Minister des Innern, ConstanS, heute einige 40 subalterne Beamten des Ministeriums des Innern, der Seine-Präfektur und der Polizei- Präfeklur entlassen, weil sie durch boulangistische Umtriebe kompromittirt erscheinen. Paris, 19. Juli. Die etwa 200 Mann starke Mai» l ä n d e r Arbeiter- Delegation, deren Führung der Präsident des italienischen Ausstellungs-Komitees, Bero- latti, und der italienische Deputirte Maffi übernommen hatten, wurde gestern vom Pariser Gemeinderath empfangen. Berolatti erklärte, seine Landsleute seien nicht nur nach Paris gekommen, um die Ausstellung zu besichtigen, sondern auch, um die Freundschaftsbande, welche das italienische und das franzö- sische Volk verbinden, enger zu knüpfen. Der herzliche Empfang, welcher der Abordnung zu Theil geworden sei, werde in ganz Italien einen Nachhall sinden. Der Deputirte Maffi wünschte darauf in warmen Worten der Stadt Paris und Frankreich Glück zu dem Gelingen der Ausstellung und überreichte dem einem Glühfeuer heiß, und indem er es mit der Schneide gegen seinen bloßen linken Arm hielt, hieb er mit einem hölzernen Hammer darauf. Der zweite ließ sich von einem der Priester mehrere dicke Stücke Draht geben und durchstieß mit einem derselben seine Oberlippe, mit dem zweiten seine Unterlippe, das dritte stieß er durch die Nasenlöcher und das vierte und fünfte durch seine Backen. Der dritte Hindu nahm sodann einen Dolch, und nachdem er die Spitze dieses Mordinstruments an seine Wange gelegt, ergriff er einen Ziegelstein und hämmerte die Waffe durch seine Backen, und sein Gesicht gegen eine Brettenvand anlegend, nagelte er sich somit an die Wand an. Doch dies war noch nicht genug. Ein zweiter Dolch mußte ihm ge- reicht werden und auf sein Ersuchen trat einer seiner Landsleute auf ihn zu und»agelte den Dolch in seinen Kopf bis er darin ausrecht stecken blieb. Hierauf trat der Hindu wieder vor, stieß sich ein gekrümmtes Messer in den Hals und drehte es herum, bis das Blut in Strömen zu fließen begann. Der zweite nahm sodann ein Messer und schnitt sich ein Stück von seiner Zunge ab. Während sich dieses grauenerregende Schauspiel abspielte, hämmerte eine Anzahl Hindlls auf Tam-TamS herum und schließlich führten die beiden letzterwähnten Asketen einen Tanz auf, während dessen sie ihre von religiösem Wahnsinn glühenden Augen beständig auf die Kuppet der Moschee richteten. Die Priester sahen sich das Schauspiel mit sichtbarem Wohlbehagen an. Wie ich später erfuhr, unterzogen sich die Leute den entsetzlichsten Selbst- torturen, um Ablaß für gewisse Sünden zu erhalten. Auf ein von den Priestern gegebenes Zeichen hörte die Musik auf, ihren Heidenlärm zu machen, Schaaren von Hindus traten auf die unglücklichen Opfer eines religiösen Wahnsinns hinzu und gra- tulirten ihnen zu der Standhaftigkeit, welche sie während der Torturen gezeigt. Ihre Wunden wurden dann oberflächlich verbunden. Nach einer kurzen Pause warben die Priester auf's neue frische Opfer und wiederum fanden sich mehrere Leute, welche sich ähnlichen Torturen zu unterwerfen bereit erklärten. Mir war aber das Schauspiel, welches ich soeben mitsangesehen, so widerlich und abschreckend geworden� daß ich dem Tempel meinen Rücken wandte und den Weg nach meiner Wohnung ein- schlug. Gin jirstlichw Anuftfohler bildet die Grundlage einer Strafverhandlung, die am Sonnabend gegen einen praktischen Arzt in Wien, Dr. Pollak, eröffnet worden ist. Der Fall ist von großem Interesse nicht blos für die ärztliche Welt, sondern auch für das Laienpublikum. Die Anklage lautet auf Uebertretung gegen die Sicherheit des Lebens und stützt Gemeinderath die ihm von der Stadt Mailand„als ein Pfand der Freundschaft beider Nationen" gewidmete italienische Fahne mit der Inschrift„Mailand au Paris". Die Rede Maffi's wurde seitens der Delegirten mit begeisterten Hochrufen auf Frankreich und die französische Republik begleitet. In seiner Antwort be- tonte der Präsident des Gemeinderaths, Chautemps, der Pariser' Gemeinderath sei nicht nur den Rednern für die ausgesprochenen Gefühle und den Delegirten für ihre Hochrufe zu tiefgefühltem Danke vervflichtet, sondern auch der Mailänder Bevölkerung, welche bei deren Abfahrt Hochrufe auf Frankreich mit den Hoch- rufen auf Italien verknüpfte, wie an den Tagen von Magenta und Solferino. Der Gemeinderath halte mehr auf die Freundschaft der Völker als auf diejenige der Könige und erachte die Freundschaft einer Schwesternation als ganz besonders kostbar. Italien und Frankreich seien doch Schwesternationen, und die Union der lateinischen Raffe sei gegenwärtig dringender als je nothwendig.„Liegt unseren Völkern nicht die geheiligte Pflicht ob, einander zu unterstützen, nicht nur ihretwegen, sondern zum Frommen der Menschheit? lLaute Evviva-Rufe.) Wir wissen sehr wohl, gewissen Aeußerlichkeiten zum Trotz, daß diese Ge- sinnung stets die der italienischen Nation geblieben ist, und darum nehmen wir mit herzlicher Freude und tiefer Erkennt- lichkeit das prachtvolle Geschenk entgegen, das Sie uns wid- wen, die Fahne, auf der nebeneinander die Namen unserer größten Städte Paris und Mailand geschrieben sind und deren edle Farben sich brüderlich mit den unserigen vermengten auf den Schlachtseldern der italienischen Unabhängigkeit." Die Fahne solle im Pariser Munizipal-Museurn aufbewahrt werden. um den Parisern der Zukunft Zcugniß von den Sympathien des italienischen Volkes für Frankreich abzulegen. Das Hoch auf Italien wurde mit anhaltenden Beifallnisen aufgenommen. In seinem bei dem darauffolgenden„Ehrenwein" ausgebrachten Toast gedachte Chautemps auch des„heroischen Verhaltens Garibaldis im Jahre 1870", dessen Andenken er eine Huldigung darbrachte. Großbritannien. Die mit der Vorberathung der Dotation?- frage betraute Kommission des Unterhauses hat beschlossen, me Apanage des Prinzen von Wales um 38 000 Pfund Sterling jährlich zu erhöhen, anstatt die Kinder desselben be- sonders zu dotiren. Dagegen soll die Königin auf das Reckt verzichten, für andere Enkelkinder vom Parlamente Apanag u zu verlangen. Morley und andere Liberale stimmten gegen icdwede Erhöhung. Sjfrztele Meverstchk. Achtung! An alle Maler und verwandten Berufsgenossen Deutschlands. In hiesigen mie auswärtigen arbeiterfeindlichen kapitalistischen Blättern findet man tagtäglich Notizen in Bezug auf unseren Streik. Der- selbe soll beendet sein. Dieses ist eine Unwahrheit, jedenialls darauf abgesehen, die Arbeiter zu schädigen. Der Generalstreik ist aufgehoben, der partielle Streik besteht fort, bis unsere Forderungen in allen Werkstätten durchgeführt sind. Obige Machinationen haben jedenfalls blos den Zweck, recht viele fremde Arbeitskräfte nach Berlin zu ziehen, um die Errungenschaften der Kollegen illusorisch zu machen. Wir möchten änck alle fremden Kollegen darauf aufmerksam machen, daß dieselbe» blos als Ausbeutungsobjekt von den hiesigen Arbeitgebern de- trachtet werden, um nachher dieselben niedrigen Löhne bezahlen zu können. Der KtreiK der Kerliuer Maler««d A«- str eicher dauert fort»och Hunderte sind unterzubringen x deswegen haltet den Juzug fern und unterstützt uns. Mtt kollegialischem Gruß Die Lohnkommission. I. A.: Joseph Hohl wegler. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. In Halle a. K. tagt augenblicklich ein Kongreß der Dach- decker Deutschlands. Es sind durch 12 Delegirte 13 Stäöte vertreten. Die Tagesordnung lautet: l. Gründung eines Verbandes der Dachdeckergesellen Deutschlands. 2. Regelung des Organs als Verbandsorgan. 3. Die Lage der Dachdecker von früher und jetzt. 4. Situationsbericht. Da Herr Rackwitz aus Berlin der Versammlung einen Statutenentwurf vorlegte, wurde in die Berathung eingetreten und säinmtliche Paragraphen mit einigen redaktionellen Aenderungen angenommen. Die„Dach- decker-Zeitung" wird mit einigen Aenderungen am Kopf als Verbandsorgan gutgeheißen. Schluß der ersten Sitzung 7 vhr. Vertreten waren folgende Städte: Berlin, Hambura, Altona, Harburg, Köln, Stettin, Halle, Hannover, Bremen, Würzburg, Ottersleben, Linden, Magdeburg. Kraunfchweig. Der Tischlerstreik dauert wegen der Hart- näckigkeit der Innung unverändert fort. Derselbe wird den Arbeitern ungemein erschwert, und richten dieselben deshalb an alle Kollegen und Freunde der Bewegung die Bitte, sie in diesem Kampf, der nun schon 7 Wochen dauert, zu unterstützen. Sendungen sind zu richten an Weih köpf, Weberstraße 10, Tischlerherberge. sich darauf, daß der Angeklagte bei der Behandlung einer- Patientin solche Fehler begangen habe, daß dadurch der Tod der Patientin herbeigeführt sei. Der Thatbestaud ist folgender: Die Patientin wurde am 27. März unter den Erscheinungen einer Darmeinklernmung in das städtische Krankenhaus zu Mödling gebracht. Es mußte infolge des vorgeschrittenen Leidens sofort ein operativer Eingriff vorgenommen werden, welcher jedoch den Tod der Patientin nicht mehr aufzuhalten vermochte. Die gcrichtsärztliche Obduktion ergab, daß der Tod durch Entzündung der Gedärme infolge eines eingeklemmten Leistenbruchs eingetreten sei. Angesichts des Befundes ergab sich die Frage, warum die Frau so spät in einem fast alle Hoffnung auf erfolgreiche operative Behandlung ausschließenden Zustande in das Spital überbracht wurde und ob nicht hier ein Verschulden des behandelnden Arztes Dr. Armin Pollak vorliege. Dem Arzte wurde vorgeworfen, daß er keine der in solchem Falle vorgeschriebenen ärztlichen Maßregeln getroffen habe, daß er weder durch genaue Untersuchung den Leistenbruch ton- statirt, noch versuchte, ihn in die Bauchhöhle zurückzubringen, noch für eine rechtzeitige Operation Sorge getragen habe. Der Angeklagte gab an, das Leiden zuerst für einen Magenkatarrh gehalten, dann bei späterer Unter! uchung keinen Bruch gefunden und eine Bauchfellentzündung mit Darmvcrwickelnna und erst am 27. März einen Bruch konstatirt zu haben. Diesen Bruck erklärte er als mögliche Folge der Darmverschlingung, die sehr wohl erst am letzten Tage eingetreten sein könne. Der Spitals- arzt von Mödling, Dr. Gorban, sagte aus, daß bei rechtzeitiger Operation die Kranke zu retten war, daß eine Gcdärmverwicke- lung nicht vorlag, sonder» aus dem Vorhandensein einer Gr- schwulst in der Leistengegend, die schon mindestens 8 Tage vor der Operation vorlag, gleich bei der ersten genaueren Unter- suchung das Vorhandenlein des Bruches konstatirt werden mußte. Der Gerichtshof beschloß zunächst ein Gutachten der medizini- schen Fakultät darüber einzuholen, ob Dr. Pollak den Zustand der Darmeinklernmung schon früher erkennen mußte. vi« N-rbrettmng der Sprach»« auf der«rde. Die chinesische Sprache ist die einzige auf der Erde, welche vru mehreren hundert Millionen, wahrscheinlich von über 400 Mck>.. Menschen gesprochen wird. In weitem Abstände folgen sodann die Hindusprache mit über 100 Millionen, die englische im- gegen 100 Millionen, die russische mit über 70 Millionen, die deutsche mit etwa 65, die spanische mit 50, die französssche mir 45, die italienische mit 27 und die portugiesische mit 25 Mill~. Menschen. Vet.scttn»nlungc»r. ki«» große öffentliche Versammlung fämmtlicher Klavier-, Klaviatur- und Piano-Mechanik-Arbriter lagie am Montag Abend in den„Bürgersälen", Dresdener- straße 96. Die Tagesordnung lautete: Kann die Organisation eine Besserung unserer Lage Herbeiführen? Diskussion. Ver- schiedeneS. Referent war Herr Sparfeld. Er beantwortete zunächst die Frage:„Was ist Organisation?" Dieselbe habe bestanden, so lange es überhaupt Arbeiter gebe. Vortragender gab darauf einen geschichtlichen Rückblick auf die Organisation. Redner kam dann sehr eingehend auf den§ 152 der Gewerbeordnung zu sprechen. Redner richtete zum Schluß einen warmen Apell an die Anwesenden, sich allgemein dem„Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter" anzuschließen.— Die Diskussion, welche sich an den mit leb- haftestem Beifall aufgenommenem Vortrag schließen sollte, ward von dem übenvachenden Polizeibeamten als nicht angemeldet beanstandet. Nach längerem Dcbattiren ward eine kurze Diskussion gestaltet. Es sprachen in derselben die Herren Rüdiger und Pätz, die sich im Sinne des Referenten äußerten.— Herr Sparfeld nimmt das Schlußwort. Noch einmal mahnt er in begeisternden, eindringlichen Worten zum Anschluß an die Organisation. Folgende Resolution kommt zur einstimmigen Annahme:„Die heutige Versamm- luna erklärt sich mit den Ausführungen des Vortrags einver- standen und nimmt an, daß nur allgemeine Organisation die Besserung ihrer Lage herbeiführen kann." Eine stattliche Vrrfammlvng der Maurer K erlins und Umgegend tagte am Montag, den 22. d. M., Abends, unter Vorsitz der Herren Grothmann und Fiedler in der Ton- balle, um zunächst den Bericht über das mit Beginn der Woche beschlossene allgemeine erneute Vorgehen bezüglich Er- zielung der gestellten Forderungen entgegenzunehmen bezw. über dasselbe Bericht zu erstatten. Aus den sowohl im Zentral- bureau, als auch in dm Filialen eingegangenen Meldungen, welche Herr Grothmann einzeln zur Verlesung brachte, ging zur Genüge hervor, daß die erneute Arbeitseinstellung in umfang- reichem Maßstäbe erfolgt und daß auch ein erftmlicher Erfolg zu verzeichnm ist. Leider warm die Meldungen, auf welche das größte Gewicht gelegt wird, nicht in vollem Maße einge- gangen und mar Herr Grothmann der Meinung, daß wohl das Doppelte der Ermngmschaflen zu verzeichnen sei, als vom Tische des Bureaus bekannt gegeben werden konnte. Als ein erfreuliches Zeichen war es anzusehen, daß selbst Akkordarbeiter die Arbeit ein- .estellt haben, um dm neunstündigen Arbeitstag erringen zu lelfen. Auch warm verschiedene erfolgte Maßregelungen zu verzeichnm. Redner war der Ueberzmgung, daß im kommenden Frühjahre im Baugewerbe der neunstündige Arbeitstag zu ver- zeichnen sein werde. Auf zwei Drittel der Bauten werde heute bereits nur 9 Stunden gearbeitet. Die hmtigen Erfolge über- trafen die Erwartungm des Redners bei weitem. Am ersten Tage der Woche seim zu den 113 bisherigen Bauten noch 46 Bauten hinzugekommm, auf denen die neunstündige Arbeitszeit und 60 Pf. Stundenlohn errungen morden seien. Redner erkannte hierin wiederum dm Beweis dafür, daß es nur des ernsten Wollms der Arbeiter bedürfe, um die Kapitalisten zum Nachgeben»u zwingen. Der„Bund der Bau-, Maurer- und Zimmermeister" hat in Verbindung mit dem„Verein der Bauinteressentm" nicht ermangelt, eine„schwarze Liste" der- jmigm Maurer und Zimmerer zu veröffmtlichm, welche von neuem die Arbeit eingestellt haben und deshalb in dm nächsten 6 Wochen nicht in Arbeit gestellt wer- dm sollen. Auf der„schwarzen Liste", welche Herr Grothmann zur Verlesung brachte, stehm 13 Maurer und 20 Zimmerer ver- zeichnet und wunderte sich Herr Grothmann, daß deren nicht mehr seien. Wmn in der nächsten Woche noch einmal so vor- gegangen werde, dann, meinte Herr Grothmann, könne getrost der Streik für bemdigt erklärt werden. Herr von Saleski klagte darüber, daß im Osten Berlins der am Freitag erfolgte Be- schluß von dm Kameraden nur ungenügend innegehalten wor- den sei und appellirte er deshalb an die Kameradm, einig zu sein und das vorgesteckte Ziel mit vereinten Kräften zu erstrebe». Eine weitere Diskussion über dm erstm Gegenstand der Tagesordnung wurde nicht beliebt und ging deshalb die Versamm- lung zum zweiten Punkte der Tagesordnung über, welcher lautete:„Die Ursachen der Streiks und welche Vortheile bieten diese?" welchen Herr Grothmann erläuterte. Redner hob be- sonders hervor, daß ein Streik nur mit der Zukunft zu rechnen habe, daß der Kapitalismus nur auf den Mommt warte, um dm Arbeitem doppelt dasjenige wieder abzunehmen, was diese ihm vorher abgerungen haben und dieser Moment sei derjenige, wo die Arbeiter sich in Sicherheit wiegen und auf den errungenen Lorbeerm auszuruhen sich bequemen. Deshalb sei es geboten, doppelt wachsam zu sein und die Organisation mit aller Kraft zu stärken, eine allgemeine Vereinigung der Berliner Maurerschast und Umgegmo zu erzielm.(Beifall.) Zur Diskussion sprachen die Herren Rupke, Weise, Fiedler u. A., welche das Vortragsthema noch näher erörterten und die Organisation befürworteten, durch welche die Streiks vermin- dert werden könnten. Unter„Verschiedenes" sprachen noch mehrere Redner, die gewerkschaftlichen und sonstige Angelegm- heilen erörternd. Hr. Grothmann machte auch die Mitthcilung, daß der ben'ihmte Hr. Fleischmann nach Bauern gereist sei, um Maurer für Berlin anzuwerbm. Auch wurden die Sammlun- m zu dm Kongreßkosten nochmals in Erinnerung„ „,uch Schlüsse empfahl Redner, redlich im Worte, mulW der That für die Verkürzung der Arbeitszeit weiter einzuIN. und schloß svdann die Versammlung mit einem dreifachen�' auf die Bewegung, in welches die Anwesenden freudlg stimmtm... Der Verband deutscher Zimmerleute(Lokalmd' Berlin C) hielt am Sonntag, dm 21. Juli er., Vonm». in Heidrich's Saal, Beuthstr. 22, eine Generalversammlung' folgender Tagesordnung ab: 1. Neuwahl des gesammten stau des. 2. Abrechnung der Lokalkasse. 3. Verschiedenes. Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden v" Schrciter, wurde an Stelle des nach Hamburg gereisten KanW* Specht, Herr Hanisch als 2. Vorsitzender gewählt. Daraufu>«. zur Tagesordnung übergegangen und wurden aewnh» 1. Vorsitzender Kamerad Günther, 2. Vorsitzenoer K Jaeschke, Kassirer Kamerad Lehmann, 1. Schriftführer Ä« Kremer, 2. Schriftführer Kamerad Hoffmann, Revisoren raden Schilling und Schreiber, Kontroleure Kameraden und Henke. Im 2. Punkt verlas der Kassirer die 2. Quartal, welche als richtig befunden wurde. Der dankte für das ihm bis zetzt g'eschmkte Vertrauen und wm daß es auch seinem Nachfolger gelinam möge oerwalt _......__ das A«' n Zufriedenheit der Mitglieder zu verwalten. ,,% Im Verschiedenen fragte Kamerad Hainsch, wie„ Lokalverband C gegen die Mitglieder verhält, welche wahren« Streikzcit gearbeitet haben, da es doch nicht möglich ist, derartige Personen in unserer Mitte dulden können- wurde von Kamerad Stehr erwidert, daß in der kombin� Versammlung am vorigm Sonntag drei Personm waren, welche die Sache prüfen und wenn sie es als K fertigt finden, die betreffenden Kameraden ausschließen. streng können wir es aber mit dem Ausschluß nicht narj denn es sind Familienväter darunter, welche sich nicht helfen konnten, als daß sie arbeiten mußtm. Der Witt®* verstorbenen Kamerad Brauer wurden aus der Lokalkasse bewilligt und soll ihr eventuell Rechtsschutz gewährt L, da der Kamerad seinerzeit verunglückt war und die seitens der BerufSgcnossenschaft abschlägig beschieden word*« Ferner war noch ein Brief an den Vorsitzenden emqetÄ worin mitgetheilt wurde, daß ein Mitglied sich eine gelöst und auf dieselbe vermerken ließ, daß er abgereist ist, Jj dem aber während deS Streiks gearbeitet hat. Hierauf.� von Kamerad Stehr'erwidert, wenn dies der Fall**% müßte es Sache der drei Beauftragten sein, denselben>*, aus dem Verbände zu entfernen und nicht erst zu warten.®™; schloß der Vorsitzende die Versammlung. Theater. Mittwoch, den 24. Juli. Kroll'« Thrater. Die Hugenotten. Friedrich» Wilhelmstiidtische» Theater. Orpheus. Kiktvista-Uhrater. Die Kinder des Kapitan Grant. Kellealltauce-Theater. Gefährliche Mädchen. Gstend-Theater. Muttersegen, oder: Die neue Fanchon. ��-�Vassag- 1«r. 9«Dl.— 10 A. tMjrJy Kaiser-Panorama. Diese Woche: ZweiterCycl: Variier Weltausstellung 1839. Unter-Italien mit Pompeji. »etse Kr. Mai. Kchiff«ertha. Eine Reife 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonn. 8 Reisen 1 M. Kranken-«. Kegrabnißkasse der Kerl. Gürtler«nd Kronzenre (E. H. 60). Die Beerdigung des am 22. Juli verstorbenen Mitgliedes Gürtler Mar Schröder findet am Donner st ag, den 25. Juli von der Leichen- halle des Elisabethküchhoses(Prinzen-Allee) aus statt. Um rege Betheiligung bittet 8:6 Der Vorstand. 694 Schwcher-Garlen Am Königsthor. NM: Theater- M Kpceinkität.- Dorftcffung Auftreten des; Mr ABorpttl in seinen sensationell. Schwung- ÜVu. VDllUU seil-Produktionen b. Feuerwerk. Mr.®"""" Miß MMchc. »6 KM». Familie Andersen, Antipodenspiele. Keschm. Mohrmann, Grotesque- Duettisten. Keschm. Maron, deutsche Duettistinnen. Wilberg und Willms, Komiker. Gebrüder Speri, Tanz- und Excentric-Duo. Heute: Kwder Ferien-Fest. Volksbelustigungen. Kall.__ Gntree 30 Pf. Alles Nähere d. Anschlagsaulen. Danksagung. Für die vielen Beweise der Liebe und Ver- ehrnng durch zablreiche Blumenspenden am Sarge meines lieben Mannes und Vaters, des JnstrumentenmacherS Kerrmann Ziemer, sage ich allen Freunden und Bekannten, sowie dem Verein der Klavierarbeiter und den Herren Kollegen aus der Pianofabrik von Otto und Schmidt für die freundliche Unterstützung memen innigsten Dank. 813 Helene Ziemer nebst Kind. AUgemeiNer Metallarbeiter-Perei« Hrrlin»» Umgegend. Donnerstag, den 25. Juli 1889, Abends 8 Uhr, im K ö n i a st a d t- Ka Holzmarktftraße 72: Außerordentliche Generalversammlvng. Tagesordnung: 1. Anträge Fahrenwald, Statutenänderung. 2. Ergänzungswahl der Kommissionen. 8. Angelegenheit Selchow. 4. Verschiedenes. Ouiltungsbuch legitimirt. Um recht zahlreichen Besuch bittet 814 Der V o r st a n d. Eckten Zlordhänser : 80 Pf., im Restaurant von I Liter Emil Böhl, 4 [1429 Frankfurter Allee 74. MerhaMung empfiehlt Karle, Lausitzerplatz 1, Ecke Waldemarstr. Kereint.Regelung d. gewerblichen Uerhalw sse d. Topfer Kerlins. Das Mcitsil»lhwei5bi!rcl»t befindet sich Oresöener-Strasse 116, in üfendt's Restauraut (Jnh.: W. Gründel.) Wochentags von 7— 9 Uhr Abends, Sonn- und Feiertage von 11—12 Uhr Vonnittags. Daselbst werden Beitragsgelder und neue Mitglieder jeden Abend von den du jour habenden Kollegen entgegengenommen und eingetragen. Der Vorstand. Den Mitgliedern der LMmkeilkaße der Aschlcr mii Milchrtc-MM zur Kenntniß, daß unser diesjähriges lommepfest m Montag, den 29. Inli. IN Keller s Hofjäger an der Hasenhaide stattfindet. «ilitiir-Conrert. In den Zwischenpausen: Vorstellung auf dem Marionetten-Theater. Von' roßcn Saale: Bali. Die Kaffceküche ist von 3 Uhr ab geöffnet....v Billcts nur vorher»25 Pf. sind im Kassenlokal, Fischerbrücke 22, bei sämmtlichen Vorst» Mitgliedern, bei unseren 4 Kassireni, sowie in den mit Plakaten belegten Geschäften zu h»�' Zu regem Besuch ladet ergebenst ein Der Vorstan�> 811 ab im Der Arveilsnachweis der Kkavierarbetter befindet sich nach wie vor Waldemarstr. 61 im Restaurant Zilm(vorm. Pfister. Die Adressen- ausgäbe findet jeden Abend von 8— 9i Uhr und Sonntags Vormittags von 10— Iii Uhr, sowohl an Mitglieder wie an NichtMitglieder unent- geltlich statt. 201 Die ArbeitsoermMelungo-Kommisston. Der unentgeltliche Arbeitsnachweis des Fach- verein« der Kernmacher und vermandter Kerufsgrnosten befindet sich Brunnen- st ra ß e 38, bei Gnadt, Abends von 8— 10 Uhr, Sonntags von 10—11) Uhr. 810 Weimann's Volks- Garten. 1, Eingang: Bad straße 56. Gesundbrunnen. 2. Eingang: Pankstraße 25. «Sä: 2.611*8 ickiWrim«ratefeit„sl«ratejag, Äefteignng de« 80 Fust hohen Thurmfeil«. Mr. Kajer«. Mist Helene. Mist Athene(Gr. Lustpotpourri.) Mist u. Mr. Malton(Dressurkünstler). Entree 85 pf.. Kinder 10 Pf. Max Weimann. Äfc 6r. Soniiiieiftlt der Otito öerlltis u. gerat, sterafage«. »aglla" hw» weit, tg&c Kinder-Ferien Inbel-Fest.%%%%=; gStatiJ-iJetloofaag: 1. ßemltiit: Ein letieniiet Negendtck mit Magen. Austrete« der Künstler: Tower«. Klondi«. Mist Melda. Fifchmenschen. Dinns-Trnppe ete. Mg" Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Tanz-Kränzchen. Entere für Erwachsen« 15 pfg., Kinder 10 pfg.. wofür jedes Kind.eine Mütze und ein Geschenk erhält. Vorlänfige Anzeige: Donnerstag, den 85. Juli: «2 Kunst- und Massen-Feuerwerk GeFchtifks Eröffnung I Allen Freunden und Bekannten zur gefälligen Kenntnißnahme, daß wir Sebastianstr asse Nr. 72, Hof 3 f eine Buchdruckerei errichtet haben und bitten, uns bei Vergebung von Druckaufträgen gütigst berücksichtigen zu � V Maurer. Wilhelm Werner. C. Dimmill� 736 �u beziehen durch die Expedition: Zimmerstr. 44. i i-SSÄ.Stm.iSS g»>ISerl<>ge»onI.6.HP.6t»tzinFt«ttg«rt ist soeben erschienen: Der Nc«r Welt-Kalender I Kr 1890 Vieriehnler Jahrgang Inhalt: «aleabaria«.— Rückblick.— Messen und Mirlte.— Im lkreiilaus de» Jahre«(mit Bild).— Mädchen au» dem Bolle(Illustration). — wiedergeboren. Ikrzählung von R.Schwetchel. — BlutI Gedicht mit Illustration.— Mei' Freind Benjamin. Humaredle in psälzischer Mundart.— Die B-rbreitungemittel der Pstanzen. Bon Pros. Dr. St. Dodel-Port.— Sturm am Morgen. Bedicht von Herm. Lmag.—>n der rotbe» wand. Erzählung von I.?. Maurer. — De neien Bchdiwweln. Sächsische Ballade. — Bon der Sonne. Bon Oswald Sichler.— Der.verschiedene- Schulte»(schwäbisch).—«m Flieh. Erzählung von E. Langer.— Ueber den Einfluß de» Waffer» auf die Bestalwng der Erdoberfläche. Bommel!.— Joseph (nT Bon R. ctratt).— Juliu» Sräcker(mit Portrait).— Osterglocken. Bedicht.— Herz ist Drumps I(Bild.)— Fliegende Blätter(tllustr.). — Rebui, Räthsel ,c.— Post- u. Telegraphen- Nachrichten.— Hierzu vier Supfer: Die vier Jahreizeitcn.— Ein Waudlaiender. preis 50 Pfennig. Soeben erschien Per wahre Jacob Nr. 78. WporttattWlhelvlKllsellclM Zu beziehen durch die Expedition, 3� straße 44. � Möbel, eigen. Fabrik. SpißEel n..........,. Gr. I,ager, Kits. Emil Hey0» Brunnens tr. 28, Hof P> Theilr. nach Ueberel"'' Vereinszimmer a. z. Zahlstelle z. W. Eisenacherstr. 4, Restaurant. Mein Beiß- Ulli! Bairislh-Bitt'� befindet sich jetzt EiNeubahnstr.«# Carl Wstcr� 544] Arbeitsmardt. lOiitielntadiei g. CtgeraeMgÄ mit Wickelmachcr finden dauernde und last" d-i � � zur Bedienung von A ................ i, bevorzugt Tifch'�U, G. Maut, Zimmermftr., Schoveb 3 tüchtige Leute. bearbeitungsmaschinen, bevorzugt 804 Verantwortliche! Redakteur: p. vöronhei« m�Birlin. Druck und Verlag von Ma» Fading in Berlin SW.. Beuthstraße 2. Hauptstraße 53. Kirr»« ein« rät % freudig P offllt«� Beilage zum Berliner BolNlatt. tnnWr SS ,brä Kawer«� Äl ft- 190. Mittwoch, de« 34. Juli 1889. «.Jahrg. er K°w� »ren% aden v" DerAg d wunM iä ZNUNg. Der M, Morre�esttdsnzen. . Uorh, 8. Juli. Ueber die Demonstrationen am K,-' der Achtstunden-Bewegung liegen au* dem Lande Ws noch wenig Nachrichten vor. Aus dem Westen nur ** Chicago, wo die Betheiligung eine starke war. In New- �rr und Umgebung wurden die Demonstrationen stark ver- �.'.ebenso in Philadelphia. Bezüglich Chicagos habe ich nachzutragen, daß das dortige Komitee für die Achtstunden- .5�lOtQiinft rtTfi fittödcibctl , Daß selbst "8 nls Redner einige»prominente� Politiker eingeladen >e, darunter den kürzlich gewählten Bürgermeister. Daß selbst r* Stadt wie Chicago, wo doch der neue Geist am tiefsten uMVM noch an diesen alten Kindereien festgehalten vahre«�,>rd, ist(em erfreuliches Zeichen. Mit Leuten, die nur durch — und etwas anderes ist ja die Vorstellung jener !,,�'�nten nichts— zur Theilnahme an irgend welchen niiW*"gen veranlaßt werden können, ist doch wahrhaftig c- �-�iusangen; und für die ausgeklärten Arbeiter ist �"wererseitS eine Beleidigung, mit solchen Mitteln auf ste „w o iu wollen. Das betreffende Komitee muß also wohl �ten bestehen, die noch sehr in den alten Stiefeln stecken «nd das arbeitende Volk somit in derselben Weise„leiten", Z C es von--- s... Z- m 0*4 als 9% % s «H word� ill Wn: den politischen Drahtziehern der kapitalistischen .geschieht, für die es nur eine willenlose Heerde ist, die man durch Vorhalten von etwas Futter(in lU Ä%.rsprechungen) hinlockt, wohin man ste haben will. in«-.ch# es mit einem großen Theil der Arbeiter, auch oft,»«EAP- noch nicht besser bestellt; aber die übrigen, allein ist-i�nügen, sollten stch von solchen„Tricks" emanzipiren und nicht zulassen. Für die Macher der kapitalistischen lick, � dieselben zwar Zweck, weil es denselben gelegent- ?lznhlen zc. ja doch nur darauf ankommt, mit großen »ie TL? Paraden u. dgl. zu glänzen,„show" zu machen, tcinn, 5 ns nennt. Für zielbewußte Arbeiter hat es absolut friien«. v Selbstverständlich geschieht es auch nicht, wenn Pew�.. �5 stwa» arrangirt wird; in der Achtstunden- lonliinü'% dnb aber auch Leute an der Spitze, welche in schein?» Mischung noch sehr im Hinterwald leben: und diese >cht u«iJ?*• ßh'Wgo dominirt zu haben.—(Chicago ist itabt, 1 die Millionenstädte avanzirt, indem mehrere Vor- leibt L k lange direkt mit ihm zusammenhingen, einver- Wurden. Die Stadt zählt jetzt 1 100 000 Einwohner.) s» t ß"' zum Pariser Kongreß ist seitens der söge- Kongreß tri in letzte ns„Workmo er Auffichtsl, -----.,g von zwei Delegirten in. Venrili.'�d waren auch durch Urabstimmung die Genopeu �eide aj lyn und Walther-Bussalo gewählt worden; gegen Kaimt«:* rgai zum Pariser«ongreß ,,l iciiens oer ,oge- enalij�» m �lerpartei in letzter Stunde der Redakteur des her Parteiorgans„Workman Advocate", E. Bushe, seitens Ki«r 1-, and der Aufsichtsbehörde ernannt worden. Es Aussicht ae- sseu Ieit"iii�?8Ni aber Proteste ein, zu deren Untersuchung die wne» i»?n richte. Es waren nun zwar noch weitere Per- �»nirt ��lchlag gebracht gewesen(von denen aber mehrere dst und hatten dieselben starke Minoritäten erhalten; Wte» k �at aber aus Gründen, die noch nicht dargelegt oben g! davon abgesehen, diejenige Person, welche nach dm Gadern baß.e J?" Delegat gewählt wurde, hat seinm Grunv darin, »uch � aut dm Mitteln der Partei sehr schlecht bestellt und durch(tsffg Aussicht vorhanden ist, einen genügmden Betrag � gttjfvaßnter aufzubringm. Kicht.?Nmtlichm Versammlunam aus. Und zwar ist dies un benrwrs New-York der Fall, sondern so ziemlich überall. 'unn,..�dschäftssitzungen erscheinen stets nur ein paar Per- besser'.,, �d'ffit den AqitationSversammlungen sieht es nicht »lieber' Nur bei besonderen Anlässen lassen sich die Mit- i»bst,,x �uigermaßm vollzählig blicken, während die «fiioen«5..Sicheren Parteimitglieder, die sich von der .'cca Ä.S K»>z„»t'">e schon einmal aktiv theilgmommeii), nur bei ''tzemcn �llichm Gelegenheitm auf der Bildfläche er- meinen, daß die Leute ch, wenn sie aus diesem �erlsjs'�Kmmerthal" scheiden, ehe der Sozialismus zu einem . Gewächs geworden, resp. ehe er als Haupt- ?e w»-,,"len die englisch sprechende Bevölkerung hat, werden kti,. L. für die Bewegung nicht mehr viel werth Geiseln k sobald das der Fall ist, ist nicht daran zu t�len'<� boß sie wieder vollzählig in die Reihen Mi* Hoffnungen nach dieser Richtung sind ,bem jämmerlichm FiaSco mit Garfide ganz er- »ch z>j� llesunken, und es ist somit auch kein Wunder, daß r lch fli!» für die verschiedenen neu aufaetauchtm, soziali- ""......-----«Lorking erwärmt. ___,...______________ sehr wich- . v-. der englisch sprechenden arbeitmdm Bevö'lke- sau jt Iren, vorläufig sich noch vollständig im Schlepp- ose �"Nationalen Helden" befinden, woran auch «ichts D»k"�0« Vorkommnisse bezüglich einiger derselben N»),Jk F" werden. Dafür sorgen schon die übrigen Führer; fifiträ? jbnen dies bei der Rückständigkeit und Unselbststän- faktevr kj? ssüchen Bevölkerung nicht schwer fallen. Der Re- "föito �»Jnsh World", Patnk Ford, hat damit„offiziell" den *Ktcr b.?�ocht, nachdmr in den irischen Kreisen schon lange einem ,H°nd die Sache vorbereitet wordm. Er spricht sich �"geren Artikel etwa folgendermaßen aus: rwrath-» T angedmtet wordm, daß Cronin etwas zu 'oer&,,«■"0' was Sullivan vernichtet habm würde. .ullivan's Feinde widersprechen sich, wmn sie Athemzuge sagm, daß daS, was Cronin »......... die meisten'Stimmen hatte, zu delegiren, "ch mit der Aufsichtsbehörde in Verbindum Von I Tf o!l s -reio» Taß 'hrer isÄ_»» Geheimniß, sondem ihnen Allm lange be- '| ist nicht wahrscheinlich, daß Cronin es seinen PotS�5� von y iWaan«« �nnllcht haben würde, falls er etwas gegen äfaniii'g ils�ußt hatte. Was für einen Nutzen konnte denn �ahns-, Ermordung für Sullivan haben? Würde es nicht sOnß,'ein, einen Mann zu lobten, der vielleicht etwas Ä». Crom» �usmd Andere ebenfalls missen? Man Anr««, b?tte Papiere, welche Sullivan inkrimrmrtm. r!?.gefak-g* nlso Sullivan dm Doktor tödtm lassen, wo doch I�be«? g&on Papiere in dm Händm seiner Feinde zurück- «loi und«,,(!? Papiere wurdm beim CoronerS-Jnquest ver- bnK �ahen im! iL nur Angabm, auf welche Cronin und uÄ ballen S! Minoritätsbericht im Clam na-Gael- Prozesse eim �bst dL..'wmer Sullivan sein mag, er ist kern Narr, »eii'N, ein-f�jy�ften Narren würde es nicht im Traume �ouir„VÄssr st-b Ford„offen zu der Ansicht, daß dre wes ihre Hand im Spiele hatte und daß drescs Organ der Verräther die Verfchwömng anzettelte, um dm Mord Leuten aufzubürden, die ihn nicht begangen." DaS genügt für die große Masse, die nicht denkt und somit auch keine Kombinationen über die Thatsachen anstellm kann. Daß übrigens die irischm Patriotm mit dem„Ab- thun" ihnm unangmehmer Leute, wenn eS auch ebenfalls irische Patrioten sind, schnell bei der Hand sind, hat Davitt vor der Londoner Untersuchungs- Kommission recht drastisch geschildert, indem er dm Inhalt eines Briefes an einen an Deren Patrioten erklärte, und zwar damit, daß er jmm Brief an ein Mitglied der Liga gerichtet habe, welches ein anderes Mitglied leidenschaftlich haßte und dasselbe durch Mord aus demWege zu räumenwünschte. In diesem Schreiben habe er anscheinend die mörderische Absicht des Betreffenden gebilligt, in Wahrheit aber nur Zeit ge- winnen wollm, um höhere, jenem vorgesetzte Beamte der Liga in des would-be Mörders Bezirk von dem Vorhaben des- seiden in Kmntniß zu setzen. DaS habe er bei zwei dieser Beamten gethan und sie gebeten. Jenen von der That abzu- rathm." (Nachdem vor Kurzem daran erinnert wurde, daß im Jahre 1884 die Brüder Lamesney und Detroit spurlos ver- schwundm seien, ist neuerdings noch auf mehrere solcher Fälle hingewiesen wordm. Jme sollen mit der Leitung des Bundes wegen dessen Finanzverwaltung auf gespanntem Fuße ge- standen haben und warm im Begriff, kals Dele- girte zur Konvention des Bundes nach Boston zu gehen, erschienen aber nicht auf derselben; später hieß es, sie seien bei einem Versuch, die Londoner Brücke mittelst Dynamit zu demolirm, umgekommm. Jetzt wird gemeldet, daß seit April ein Dr. John Gnemy aus New-Dork verschwun- den sei, der einer der ihätiastm Agenten der irischen Revolutionäre und Mitglied des Clan-na-Gael war: er habe früher auf sreundschaftlichcm Fuße mit dem Trio Alex. Sullivan, Mich. Boland und D. C. Freely gestanden, sich jedoch energisch gegen dieselben gewendet, als er entdeckte, daß mit den Finanzen der Gesellschaft nicht alles in Ordnung sei. Keiner seiner Frmnde und Bekanntm hat eine Ahnung, was aus ihm gewordm, dagegen erklärt ein gewisser W. Connelln in einer Depesche an die„Preß-Assoziation", die Gerüchte bezügl. G.'s seien grund- los: er wisse, daß er am Lebm und gefund sei. Einem Bericht- erstatter erklärte er dasselbe, weigerte sich aber, weitere Auskunft zu geben. Weiter sollte nach dem Geständniß Kunze'«, welcher bei der Ermordung Cronin's als Werkzeug benutzt wurde, in demselben Häuschen noch ein anderer Mann, Thomas Lynch,„ab- gethan" werden. Lynch weigert sich, Einzelheiten mitzutheilen, deutete jedoch an, daß ihn der Mitangeklagte Detektive Coughlin eines Abends bewogm habe, mit ihm in eine Kutsche zu steigm, und daß er nur mit knapper Roth dem Schicksal Dr. Cronin's ent- ging.— Schließlich schreibt die„Times" in Chicago, Dr. O'Cleary scheine auch einer von denen zu sein, welche von dem Clan-na-Gael auf die Seite geschafft wordm. O'Cleary ver- schwand vor Jahresfrist und lein Verschwinden ist heute noch seinen Freunden unerklärlich. Er kehrte vor achtzehn Monaten in sehr ärmlichen Verhältnissen von Amsterdam zurück und for- derte von dem Bund Unterstützung, halte aber keinen Erfolg und drohte nun mit Enthüllungen.— Es heißt, daß die Ver- Handlungen mit dm Behörden in Kanada wegen Auslieferung des als„Williams"(welcher die beiden Leute engagirt, die den Transport von Mobilien u. f. w. nach der Mordstatte besorgt) idmtisizirten Burke sich bis zum Herbst hinziehen könnten. Mit Canada ist jetzt ein Auslieferungsvertrag abgeschlossen, und ist dasselbe nun nicht mehr das Eldorado der amerikani- fchen Bankräuber ic. Es beherbergt jetzt ca. 2000 Ausreißer, die unbehelligt bleiben, da dem Gesetz keine rückwirkende Kraft gegeben wuroe. In der Kchttfskataftrophe auf der Gbetfssree wird uns berichtet: Das Dunkel, welches auf dem am Sonntag bei Cafe Straßburg gefundenen, arg verstümmelten, nackten Fraum- leichnam ruhte, ist nun zum Theil aufgeklärt. Infolge der Zeilungsmeldungen über die eingravirten Buchstaben des Trau- ringes hatte sich der Former Kuemke gestern Nachmittag nach Nieder-Schönweide begeben, in der Vermuthung, es könnte der gefundene Körper doch mit seiner Frau identisch sein. Der Man erschien, als die Obduktion eben beendet war, und er er- kannte in der furchtbar entstelltm Leiche in der That seine unglückliche Gattin. Die Szme dieses unsagbar traurigen Wiedersehens ist unbeschreiblich. Frau Kliemke war 51 Jahre alt und hinterläßt vier Kinder, von denen die älteste Tochter schon ver- heirathet ist. Die Vemnglückte war kräftig und gesund, hatte das heiterste Temperament und strahlte von Lebenslust. Auf dem Dampfer„Kaiserin Augusta" saß sie im Augenblick der Kala- strophe zusammm mit ihrer Freundin, der Gallin des Former- meistcrs Kabitsche. Beide Frauen hatten sich gemeinsam in ein großes Umschlagetuch gehüllt, um sich vor dem kühlen Wetter zu schützen. So fanden sie denn auch gemeinsam den Tod. Der Umstand, daß der Leichnam der Frau Kliemke absolut nackt aufgefunden wurde, bleibt noch immer räthselhaft. Die Frau trug goldene Uhr und Kette bei sich und ein Portemonnaie mit 26 Mark. Bei der völligen Entblößung von jeglichem Kleidungsstück bleibt der Verdacht bestehen, daß die Leiche am User der Wnhlhaide angeschivemmt, von dem dort sich herum- treibenden Gesindel beraubt und dann wieder ins Wasser geworfen worden sei. Daß der Trauring und die Ohrringe nicht weggenommen sind, erklärt sich vielleicht da- durch, daß man die Leichenräuber bei ihrer schändlichen Arbeit gestört hat. Femer können die mlsetzlichen Schnitte an der Leiche unmöglich durch die Schrauben des Dampfers herbei- geführt fein, während der Bruch beider Beine allerdings wohl davon herrühren dürfte. Die Behörden haben sich der An- gelegenheit schon bemächtigt und stellen Ermittelungen an, um über das grauenvolle Verbrechen, welches anscheinend zu dem Unglück noch hinzugetreten ist, Aufklärung zu schaffen.— Die an der Schiffsschraube vorgefundenen Klerderreste wurden von der Tochter der Verunglückten als ein Stück aus dem Vorder- theile des Kleides ihrer Mutter rekognoszirt; an demselben be- fand sich noch die Kleidertasche und in dieser die Glace- Handschuhe der Frau Kliemke, während das in derselben Tasche aufbewahrt gewesene Portemonnaie fehlte. Bezüglich des letzte- ren freilich scheint die Annahme gerechtfertigt, daß dasselbe seiner Schwere wegen bei den Rotationen der Schraube aus der Tasche herausgeschleudert wordm ist, während sich der nasse Kleiderstoff bald fest um die Schraubmflügel und Welle wickelte. Die Leiche der Frau Kliemke wurde gleich nach der Ob- duktion eingesargt, und die Verwandtm habm im Laufe des gestrigm Tages für derm Bekleidung und Ueberfühmna nach Berlin Sorge getragm. Die Beerdigung der Vemnglücktm soll auf dem hiesigm St. Georgm-Kirchhofe stattfindm.— Die Angehörigen der Vemnglücktm beklagen sich bitter über die Theilnahmlofigkeit der interesfirtm Dampfschifffahrtsgesellschaft, welche es nicht einmal für nothwmdia erachtet hat, sich am Tage nach der Katastrophe mit dm Hinterbliebmm der doch auf ihrem Dampfer verunglückten Frau in irgend welche Verbindung zu setzm. Von dm Angestellten der Ge- sellschaft andererseits konnte man, wie uns ferner mit- getheilt wird, eine auch nur oberflächliche Theilnahme nicht er- wartm, wohl aber etwas mehr Rücksicht, als sie jmer„In- ipektor" übte, welcher die Tochter der Vemnglücktm mit den Worten zu trösten sich gestattete:„Das wäre nicht der erste Unglücksfall und wohl auch nicht der letzte,"— wahrlich ein erbärmlicher Trost für die den Tod der Mutter betrauemde Tochter! Bezüglich der Ursachen der Katastrophe wird uns ge- schrieben: Es ist festgestellt, daß die Köpnicker Dammbrücke im Allgemeinen unzureichmd belmchtet ist. Gerade dieser Um- stand hätte dm Kapitän zu doppelter Vorsicht mahnen müssen, und die Wucht des Anpralls, durch welchen das mtsetzliche Unglück herbeigeführt ist, beweist, mit welcher Schnelligkeit der Dampfer die Brücke passirt hat. Es wäre dringend wünschenS- werth, wenn angesichts dieser bedauerlichen Katastrophe die Beleuchtungsverhältnisse sämmtlicher Brücken, durch welche die Dampfer fahren, einer gründlichen Prüfung unterzogm würden. Anläßlich de« DampfernnfaU» auf der Gberfprce wird von einer Korrespondenz berichtet, daß erst vor zwei Wochm bei der königlichen Regiemna zu Potsdam eine Be- schwerde über das unsinnig starke Anfahren der Dampfer der Spree- und Havel-Gesellschaft„Stem" an die Landungs stellen seitens einer Anzahl von Bewohnern der Oberspree eingereicht wordm ist. Es werden durch dieses Manöver die daselbst ankemden Fahrzeuge, Ruder- und Segeiboote 2C. in ein derartiges Schwanken versetzt, daß bereits arge Beschädigungen an den Fahrzeugen zu verzeichnen sind; ja von einem großen Seegelboot„Tiger" ist sogar schon ein starkes Drahtseil zer- rissen wordm. Vor einigen Tagm hat die Strompolizei die Beschwerdepunkte einer Untersuchung unterzogen und dieselben bestätigt gefunden. Es ist also zu erwartm, daß bald eine Aendemng eintritt. „Menschenleben in Gefahr!" Dieser dringende Alarm rief in der heutigen Mittagsstunde unsere stets hilfsbereite Feuerwehr nach dem Neubau Arndtstr. 34, nahe dem Kreuz- berge. Dort war eine die Höfe der Gmndftücke Nr. 34 der gmannten und Nr. 9 und 10 der Willibald-Alerisstraße trennende Mauer eingestürzt und hatte sechs dort beschäftigte Maurer und Arbeiter unter ihren Trümmem begraben. Als die Feuerwehr an der Unglücksstätte anlangte, hatte man die Vemnglücktm bereits aus dm Steinmassen herausgezogen unt> auf Arbeitstische und Hobelbänke des erstgenannten Neubaues, so gut wie es eben ging, gebettet. Hier ward dm Lmtsew. auch die erste ärztliche Hilfe und Pflege zu Theil, bis die requirirten Droschkm und Krankenwagen dieselben wegtranSportirten. Nachdem festgestellt worden, daß keiner der auf dm Neubauten beschäftigten Arbeiter vermißt werde, was man bei Alarmiruna der Feuerwehr befürchtet hatte, konnte die letztere gegen 1 Uhr wieder abrücken. Der Unglücksfall trug sich gerade bei Beginn der Mittags- pause zu, als mehrere der Maurer dm Hof überschritten, um sich zu Tische zu begeben. Die eingestürzte Mauer liegt auf dem zweiten Hofe des GmndstückS Amdtstraße 34, welcher einerseits von einem 27 Meter langen, soeben fertiggestellten vierstöckigm Fabrikgebäude mit 11 Fenster Front, andererseits von dem etwa 6 Meter höher gelegenen Hofe der Gmndftücke Willibald Alexisstr. 9 und 10 begrenzt wird. Der ersterwähnte Hof ist etwa 8 Meter breit. Auf dem Grundstücke Nr. 9 der letztgenannten Straße wird � zur Zeit ein Wohnhaus errichtet, welches bereits bis zum 3. Stockwerk gediehen ist; der Neubau Nr. 10 ist noch nicht über das Erdgeschoß hinaus fertiggestellt. Der gemeinschaftliche Hof beider Grundstücke, der, wie gesagt, etwa 6 Meter höher liegt als der angrenzende Hof, wird somit auf zwei Seiten durch die Baulichkeiten, auf der nach dem Kreuz- berge zu gelegenen Seite durch die schon errichteten Fundament- mauem des Neubaues Nr. 10 und auf der hinterm, nach der Arndtstraße zu belegenen Seile durch eine entsprechende Grenz- mauer, die eben eingestürzt ist, begrenzt. Diese Mauer, welche nach Abrechnung der auf beiden Seiten angrenzenden Ouer- gebäude des zugehörigen Grundstückes von ze 6 Meter Tiefe auf 15 Meter Länge freisteht, war in einer Länge von etwa zehn Meter dergestalt eingestürzt, daß nur noch die in einer Entfernung von etwa zwei Metern angelegten Stützpfeiler und die zwischen dieselbm gezogenen, etwas gewölbten Hintermauern(Kappen) standen. Zwischen den letzteren und den Pfeilervorberkantm war das Mauerwerk ausgespart und in den Hohlraum Erde eingefüllt. Das Bogmmauerwerk soll 1) Stein, die Mauer einschließlich der Pfeiler etwa einen Meter stark gewesen sein. Die fragliche Mauer ist vor ungefähr vier Wochen erst fertig- gestellt, so daß der Mörtel sich noch ziemlich feucht darstellte Außer ziemlich„gesund" aussehenden Backsteinen ist auch Kalk- stein verwandt worden; im großen Ganzm machte das ein- gestürzte Mauerwerk keinen besonders guten Eindruck. Trotz- dem die Mauer noch nicht ausgetrocknet sein konnte, schüttete man auf dem hochgelegenen Nachbarhof bis vor etwa acht Tagm noch eine einen Meter hohe Erdschicht, so daß die Gefahr eines Einsturzes nahe liegen mußte. Die Neubautm in der Willibald-Alexis- Straße führt der Maurermeister Heyer, Blücherstraße, aus, der als verantwortlichen Bauleiter einen jüngeren Techniker- bestellt hat. Die Unglücksstätte wurde sofort von allen Seiten polizei- lich abgesperrt, um weiterem Unglück vorzubeugen; denn starke Risse in dem noch stehenden Mauerwerk lassen einen zweiten Einsturz befürchten. Die Vemnglücktm, welche fast sämmtlich mit Verletzungen der unterm Extremitäten, Beinbrüchen ic. fortgekommen zu sein scheinm, find bis auf drei verheirathct. Es find vemnglückt: der Zimmerpolier Saids, der Maurer- polier RöSler, der Maurer Puhlmann und die Bauarbeiter Engst und Wolff, sämmtlich von dem Neubau Amdtstraße Nr. 34, sowie der Maurerpolier WeinSki vom Neubau Willibald-Alerisstraße, welcher bei dem Unglücksfalle von dem Nachbarhofe hinabgestürzt ist. Der letzte der Vemn- glückten wurde erst gegen 2 Uhr mittelst Lück'schen Kranken- wagms nach Bethanien geschafft. Eine ungeheure Menschen- mmge umlagerte stundenlang dm Neubau Amdtstraße 34, auf dessen Hofe fich das beklagmswerthe Unglück zugetragen. _ 9»sen den Herausgeber von„Neu-Kerlin", Wilhelm Friedenstem, auf Erpressung lautende Anklage soll, wie ein Benchterstatter wissen will, seitens der Staatsanwalt- schaff bereits fallen gelassen worden fein. Dagegen wird Frieden stein wegen Betruges sich zu verantworten Häven, weil er für seine Zeitung eine bei Zweitem größere Auflage angab, als sie in der That hatte, um dadurch durch seine Agmteu leichter Annonzm zu erlangen. Achtung— schwarze Liste! Die Innung„Bund der Bau-, Maurer- und Zltntnenneister zu Berlin" versendet fol- gendes Schriftstück: Innung: Bund der Bau-, Maurer- und Zimmermeister zu Berlin. Liste l. Berlin, 20. Juli 1889. In Ausführung des Beschlusses der Bauarbeitgeber Berlins vom 11. Juli er. tyeilen wir Ihnen nachstehend die Namen derjenigen Gesellen, welche von Neuem die Arbeit eingestellt haben, mit, und ersuchen Sie, in Verfolg dieses Beschlusses diese Gesellen für die nächsten Wochen nicht zu beschäftigen. _ Der Vorstand. 1 I es »e R Name Vorname Wohnung I. Maurer. 1 2 3 4 5 « 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 265 74 198 Futterer Fiedler Glaubig Gcbcl Grothmann Grabow Hecke Jachmann Jaenicke Klocke Müller Nlkolaus a Rosfin Schubert I. IL Schenk Gottfried Paul Heinrich Gustav Hermann Liegnitzerstraße 2 Adalbertstraße 50 Reichenbergerstr. 44 Holzmarktstraße 37a Lausitzerstraße 50 IL Zimmerer. 1 2 3 4 5 « 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 269 274 239 46 Brauns Bremer Grenz Jehls Jäckel Krone Kruse Lippmann Lange Sackwitz Scholz Saewe Schulze Schöning Ticcke Tiedigk Vatereck VaterS Wolff Wegner Haussuchungen. 743 41 153 58 596 38 398 3 31 78 8 147 148 Gustav Carl Ludwig Heinrich Adolf Ludwig Louis Bruno August Paul Friedrich Karl Julius Joseph F. Wilhelm Bernhard Charlottenburg Bei Herrn Reinhold, Seydelstr. 9, wurde gestern Vormittag eine polizeiliche Haussuchung nach verbotenen Schriften vorgenommen. Gefunden wurde nichts. Mit- genommen wurden 3 Bilder. Herr und Frau Reinhold wur- Den nach dem Molkenmarkt ststirt und nach vierstündigem Verhör entlassen.— Am Dienstag fand eine Haussuchung nach verbotenen Schriften bei dem Tischler B. Haase, Grünauer- straße 4, statt. Beschlagnahmt wurden; 1) 2 Bände Der Irr- gang des Lebens Jesu; 2) 1 Eremplar Jesus von Nazareth; 3) 9 Hefte Pfaffenspiegel; 4) 5 Hefte Robert Blum: 5) 4 Hefte Thomas Moore, Internationale Bibliothek: 6) 4 Hefte Charles Aourier, Internationale Bibliothek; 7) 1 Ereniplar Nr. 20 des «.Sozialdemokrat" von 1887. Vom sogenannte« schwachen Magen. Humoristisch und stgürlich zu reden giebt eS in der ganzen Welt kein ge- plagteres und aemißhandeltereS Geschöpf, als jenes, welches man in der landesüblichen Sprache Magen nennt. Wir sprechen hier aber nicht von jedem Magen, nicht von dem Magen dieses oder jenes HauSlhiercs, obgleich gewisse, oft etwas unsaubere Geschöpfe ihrem Magen auch mitunter Erkleckliches zumuthen, sondern von dem Magen des Menschen. WaS wird so einem Menschenmagen nicht Alles zugeinulhet was muß er Alles auf- nehmen, mit größler chemischer Kunstfertigkeit in sogenannten Speisebrei oder Chymus, in Saft und Blut verwandeln! Und dennoch klagen die Menschen hinterher über einen„schwachen Magen", als ob es diesem Hauptorgan des menschlichen Körpers gar nicht und niemals zu viel werden könnte, als ob er so zu sagen von Stein und Stahl sei, und, wie die Hühnermagen, mit Kieselgeröll arbeiten und die Verdauung beschaffen könnte. Was will das nun aber eigentlich sagen: Ein schwacher Magen? Bei dem Publikum ist er freilich eine sehr häufig vorkommende Krankheit; über keine Krankheit scheint dasselbe auch so sehr im Klaren zu sein, als über den„schwachen Magen", höchstens etwa das„Nervöse" noch ausgenommen, womit man gemeiniglich auch sehr vertraut ist, und dennoch, offen und ehrlich gesagt, hat die ganze dick- und vielbändige Medizin, die ganze Krankheits- und Heilungslehre kein Kapitel, welches vom „schwachen Magen und seiner Behandlung" spricht. Bekommt man einen sogenannten„schwachen Magen" m Behandlung nnd erkundigt sich näher nach Umständen und Verhältnissen des kranken Organs, so erfährt man gewöhnlich immer von Neuem, daß es sich auch wieder um den Komplektiv- begriff einer Krankheit handelt, daß der Besitzer des„schwachen Magens" sein Leiden unter der allgemeinen Vorstellung der Schwäche zusammengefaßt hat, ähnlich wie die Frauen, welche an sog.„dicken Beinen" leiden, diese Erscheinung auch immer als„Schwäche" auffassen, während die Ausschwellung des Beines, oder vielmehr des Unterschenkels um die Knöchel herum, doch nichts weiter ist als ein Oedem, d. h. eine lokale An- fammlung von Wasser im Zellgewebe an jener Stelle, einfach dadurch hervorgebracht, daß das in höheren Gegenden aus dem Blute ausgesonderte Wasser den Gesetzen der Schwere folgt, und ssch dort ansammelt, wo der niedrigste Halt- aber wieder auf unseren Hammel, den„schwachen Magen", zu kommen, so löst sich dieser, wie schon angedeutet, bei näherer Erforschung in meist sehr verschiedene Zustande und Verhältnisse des erkrankten Organs auf, dre bei Leibe lange nicht alle durch einen„kleineu Bitten,",„Magentropfen" oder einen„Schluck Whiskey" und dergleichen gehoben werden können, obwohl nicht geleugnet werden kann, daß unter übrigens genehmen Verhältnissen die Bltterkeiten dienlich sind, den geschivundenen Appetit anzuregen. Daher verschreibt auch ein Doktor unter nöthigen Verhältnissen einen Bittern, z. B. die vortreffliche Tlnctura chinae emposita oder das gleichbedeutende Elliir roborans Wbyt ll, welches_ sich rooljl selbst des Morgens der Doktor geben läßt, wenn für den Mittag ein prächliges Stück Boeuf a la Mode oder dergleichen in Aussicht. Der gelehrte Dr. Professor Clarus in Leipzig meinte freilich, der so aufge- stachelte Appetit sei doch immer nur ein künstlich gemachter und kein natürlicher, aber am Ende wird jeder Doktor doch nicht eher Bitteres für den künstlichen Appetit verschreiben, als bis die übrigen Bedingungen zuvor erfüllt sind, den armen nraltraitirten Magen wieder in Ordnung zu bnngen. Das, was das Publikum unter einem„schwachen Magen" zusammen begreift, läßt sich in folgende einzelne krankhafte Zu- stände des MagenS sondern: 1. Kardialgie oder Magenschmerz, hervorgebracht durch eine abnorme Menge oder Beschaffenheit der Speisen, übermäßige Magensäure, Uebergang einer großen Quantität Galle in den Magen, oder durch zu sehr gesäuertes Schwarzbrot, gebratene Kartoffeln, zuviel Whisken oder Zichorienkaffee, oder durch den chronischen Magenkatarrh überhaupt, auf den sich in den meisten Fällen der sog.„schwache Magen" zurückführen läßt. 2. Dyspepsie oder Verdauungsstörung im Allgemeinen. Wir wollen jetzt den chronischen Magenkatarrh, der häufig, wie schon früber bemerkt, als„schwacher Magen" vom Publikum aufgefaßt, und dann die im engeren Sinne sogenannte Ver- dauungSstörung auch oft unter dem„schwachen Magen" be- griffen, nach einander noch etwas näher betrachten. Der chronische, fortwährend belästigende Magenkatarrh be- ruht meist auf Unmäßigkeit im Essen und Genuß, obgleich er auch eben so gut als die Verdauungsstörung auf eine als ent- ferntere Ursache zum Grunde liegende Bleichsucht, Blutleere oder Blutwässerigkeit, Herzkrankheiten oder Herzfehler(mit denen oft wieder die Hämorrhoiden zusammenhängen), be- ginnende oder schon ausgebildete Lungenschwindsucht, Kummer und Sorgen, GeschlechtSauSschweifimg, übermäßige Geistes- anstrengung und so weiter zurückweist. Beim chroni- schen Magenkatarrh ist die Magengegend(unter dem Brust- bein) angetrieben, der Schmerz steigert sich nach dem Essen, nach kaltem Trinken, häufig ist Aufstoßen von Gase», mitunter Uebelkeit und Erbrechen, mitunter sogar Blut, meistentheils aureS Aufstoßen, Kopfschmerzen und Stuhlverstopfiing, sicher ehr unregelmäßiger Stuhlgang, vorhanden. Man wird sagen, >aß die Aufzählung dieser Symptome so ziemlich dem Bilde eutspricht, unter welchem das Publikum den„schwachen Magen" begreift. Dieser Krankheitszustand, welcher im Allgemeinen mit dem der Verdauungsstörung zusammentrifft, wird am häufigsten her- vorgebracht durch das Mißvcrhältniß zwischen der verhältniß- mäßig zu großen Menge der aufgenommenen, besonders fetten und kraftigen Speisen und dem Mangel an Bewegung in frischer, sauerstoffreicher Luft, weshalb die Stoffe chemilch nicht ordentlich verarbeitet werden können. Der chronische Magenkatanh, die Dyspepsie oder der �schwache Magen" ist also keineswegs direkt durch ein einziges Mittel zu heben, sondern dazu ist eine weiter ausgreifende Kur erforderlich. Nöthig ist vor allen Dingen eine strenge Diät. Mäßigkeit in qualitativer Hinsicht und Vermeidung alles desjenigen, was die Mißstände der Verdauung unterhält oder immer auf's Neue herbeiführt; ist Säure vorhanden, so muß sie durch Absorbentia, Magnesia oder dergleichen gehoben, im Uebrigen aber einer Behandlung der Grundkrankheit durch den Arzt ein- geleitet werden.. 3. Wenn ich nun noch einmal auf die Schmerzen, den Magenkrampf, zurückkomme, so sehe ich mich gezwungen, noch Etwas hinzuzufügen, obwohl es eigentlich nicht unter die Rubrik „schwachen Magen" gehört. Die Oeffnung von Leichen solcher Personen, die während ihrer Lebzeiten viel von Magenkrämpfen zu leiden hatten, hat nämlich dargethan, daß sie an Magen- geschwüren gelitten, denn theils waren die Geschwüre selbst noch vorhanden, theils waren die Narben derselben sichtbar. Die Entstehungsursache dieses Geschwürs ist noch sehr dunkel, doch weiß man, daß es meistens eine kreisrunde Gestalt hat, weshalb es denn auch den Namen„rundes Magen- geschwür" trägt: dann, daß eS sehr schwer zuheilt, daher nennt man eS„chronisches Magengeschwür". Weil es nun gar oft vorkommt, daß dieses so in die Tiefe der Magenwand dringt, daß es dieselbe durchbohrt, heißt es„durchbohrendes Geschwür". Es ist aar nicht selten, daß der Tod infolge der Durchlöcherung der Magenwand eintritt, doch hat dieses meistens seinen Grund in falscher BeHandlungsweise, indem entweder eine weitverbreitete Bauchfellentzündung entsteht, oder größere Blutgefäße zerstört werden und so eine Verblutung eintritt. Oft kommt eS vor, daß das Geschwür ganz von selbst heilt, ja Häufig sogar bei der widersinnigsten Behandlung, und dann hinterläßt es gerade wie ein zugeheiltes Geschwür am Hals oder an irgend einer anderen sichtbaren Stelle des Körpers, eine Narbe, gerade so groß und tief, wie das gegangene Geschwür. Diese Narbe kann unter Umständen den Magen zusammenziehen und eine Verengerung desselben be- wirken. In den meisten Fällen verschwinden nun auch die Beschwerden: doch ist die Narbe zu groß und tief, so kommt es wohl vor, daß die Magenverdauung nur sehr langsam oder auch wohl nie wieder in die gehörige Ordnung kommt. In diesem Falle muß hinsichtlich des Essens nnd Trinkens stets die größte Vorsicht beachtet werden, namentlich ist das kalte Trinken angstlich zu vermeiden. Daher ist es für den Laien unumgänglich nothwendig, sich bei allen Leiden, welche den Magen anlangen, je eher, desto besser, an einen wissenschaftlich gebildeten Arzt zu wenden, denn nur ein solcher ist im Stande, die Ursache des Leidens zu finden und dasselbe rationell zu behandeln. Keim Wiederaufda« de» Speichergrnndstück» in der Kaiserstraße, dessen Gebäude vor einigen Jahren durch einen gewaltigen Brand zerstört worden war, ist ein neues Verfahren für die Abtheilung der einzelnen Räume des Ge- bäudes zur Anwendung gekommen, welches die Aufmerksamkeit der Bauunternehmer auf sich gezogen hat. Es ist bei solchen umfangreichen Speichergcbäuden schwierig, die Eintheilung der Einzelräume gleich beim Beginn des Baues endgiltig festzu- setzen: nicht selten ergeben sich noch während des Baues Aenderungen in der anfänglich getroffenen Anordnung. Um solche Aenderungen zu jeder Zeit bequemer vornehmen zu können, hat man die Innenwände der neuen Speicherräumlich- leiten mit Wänden aus Gips hergestellt. Die Wände bestehen aus einem Jnnengerippe, welches mit Gipsdielen ausgefüllt wird. Diese Gipswände sollen ohne großen Verlust an dem Gipsmaterial leicht an andere Stellen versetzt werden können und haben vor den gewöhnlichen Mauersteinwänden den Vorzug, daß sie nach der Aufstellung bei günstigem Wetter schon nach acht Tagen, längstens aber nach vierzehn Tagen völlig trocken sind. Die GipSwände sind dem Gewicht nach leichter als die gewähnlichen Maucrsteinwände und iverden vom Berliner Polizeipräsidium als feuersicher anerkannt. Angestellte Versuche haben ergeben, daß höhere Wärmegrade, wie sie bei Ausbruch eines Feuers in Betracht kommen, wenig oder gar keine Verän- derungen beim GipS hervorrufen. Gegen die Verwendung von Gips zu Fußböden sind allerdings Bedenken laut geworden, da hierbei die Masse stark angegriffen wird, stäubt und dieser Staub gesundheitsschädlich wirkt. �.. Seit der Ginrichtnng einer eigene« Irren-Abthei- tung in der Charitee, d. h. seit dem Beginn einer rationelleren Behandlung der Irren als Kranke, sind in diesem Sommer 90 Jahre verflossen. Fortschritt der Wissenschaft und der Humanität sind auch hier gleichbedeutend. Nikolai sagt zwar in seiner Beschreibung von Berlin vom Jahre 1786, das alte Irrenhaus für melancholische und rasende Leute sei wegen seiner Einrichtungen sehenSwerth. Aber dieselben muthen uns nach seiner Beschreibung heute seltsam an. Die Anstalt lag in der Krausenstraße 12; dieselbe war ein städtisches Institut und ressortirte von der Armen-Verwaltung. Als der Besitzer des Hauses 1726 irrsinnig und ohne Erben starb, erbte die Stadt das Haus. Die städtischen Behörden sahen diesen Umstand als einen Fingerzeig an nnd bestimmten das Haus zum Jrrenhause. Borher hatte man die alten Leute im Friedrichshospital mit der Nachbarschaft Rasender gequält. Die ganz Rasenden wur- den nach Nikolai in gewissen, von starken Bohlen gemachten Verschlägen, die im Winter durch Röhren gewärmt wurden, aufbewahrt und zum Theil angeschlossen. Auch daß in der ,. 5* Anstalt„Zuchtmeister" bestellt waren, läßt tief blicken. minder, daß man 1744 von eigenen Anstaltsgeistlichen w# weil zwei derselben kurz nacheinander selbst von einer„6#* des Verstandes" befallen worden waren. Aber auch m Charitee erperimentirte man noch lange mit Erregung Schmerzen, Torturen, Hunger, Aderlässen, Sturzbädein, � Maschinen, Zwangs stuhl, Ererzieren der Frauen in Unifow � Tornistern und hölzernen Gewehren durch einen UnleroM u. dergl. Die letzten Spuren vertilgte erst der 1865 Professor Griesinger. J,i! Z« rekognoszirende Leiche. Der Amtsvorstehß® Forsthaus Grunewald stellt Ermittelungen an über die W sönlichkeit eines unbekannten jungen Mannes, welcher a«? d. M., Abends, mit einer Schußwunde am Kopfe in der � von Schildhorn zwar noch lebend, aber besinnungslos WW funden und ins Charlottenburger Krankenhaus geschafft«»J: Jedenfalls hat sich der junge Mann die Verletzung in mörderischer Absicht beigebracht.' �. polizribericht. Am 22. d. Mts. wurden im fiandiW, kanal drei Leichen aufgefunden, und zwar Vormittags halb der unteren Freiarche die Leiche eines seit dem vermißten Leiche eines Dienstmädchens und nahe der Lausitzerstrabe � hß.J > MöbclpolirerS, endlich Nachmittags die Leicht�, ßelier Maurers.— An demselben Tage Bormittags wurde val«" Hause Koppenstr. 86 ein vierjähriger Knabe von einer SSi höheren Pc Vehmen, da siingen vol L-berverwal rath die Ar Sptte, weil «S wurde «mchtshof i"stehe un! «en Kopf d und es ist, %% IÄSS rn & Er erlitt anscheinend�nicht unbedeutende Anlch* �"am linken ßüffe und nrr beiden Beinen— Als' UUtßtsein W <5 K II IN er überfahren...____________________________________ gen an der linken Hüfte und an beiden Beinen.- W mittags ein mit Wellblech beladener Wagen die König! staße entlang fuhr, wurde in der Nähe des PotSdamerb«! durch einen hefligen Windstoß eine solche Tafel vom geschleudert und traf einen auf dem Bürgersteigc vov� gehenden Schriftsetzer, so daß derselbe anscheinend Quetschungen an den Beinen erlitt und mittelst Drostd'bu Hause gebracht werden mußte.— Zu derselben Zeit«g der Arbeiter Hagedorn einen die Fennstraße entlang fa??� beladenen Steivwagen zu besteigen. Er glitt jedoch dojM und gerieth mit dem Fuß unter das Rad, so daß Zehen zerquetscht wurden. Der Verletzte wurde nach der ßK, gebracht.— In der Nacht zum 23. d.M. fand aui„, Gnindstück Triftstr. 11 Feuer statt. Es wurde der erste � und das Dach eines Fabrikgebäudes fast ganz, das J zum Theil zerstört. � #sn>*anng S»»ölk«runs der Ktadt Berlin. In der W Juni bis 6. Juli 1889 fände» 279 Ehefchliebimgen flatl. Lebt»»/» wurden 888 Kinder, darunter WS auhrrchctich. ladigcdorrn waren-(»s außerehelichen. Die Ledcndgedoreuen find 29,3, die � odtqeborentN Mitle der Bcvöltcrung, die aubcredclich Geborenen find bei den SedenMrlt 12,6, bei den Todtgcborencn 18,5 oCt, Die Zabl der gaweldele» g trug 897, die sich aus die Wochentage wie folgt vertdeilen: SdjSTtf Montag 132, Dienstag 114, Mittwoch 118, Donnerstag 134, Äreiton J�jj' abend 115. liton den Gestorbenen erlagen an Malern 0, Pocken 0, Rose 2, Diphtherie 10, Bräune 3, Keuchhusten& M lieber 1, Tgphu« 5, Ruhr I, SophillS 1, ÄlterSschwächc 24.# 16, Sungencntzündung 36, Lungenschwindsucht 78. Diarrhoe durchsaU 251, Magendarinkatarrh 56 Durch Vergiftung kamen 4 um, hiervon 3 durch Selbstmord, 1 durch Alkoholvcrgisrung.'sTf' tr-mensi Eine« gewaltsamen Tode« starben 14 Personen, und ' s-chlist Sfe" W Selbstmord. 1 durch samen Todes starbei Ersticken 1. Erhangen 4, Uebcrfahren s. Schuhwunde 1 hierunter sind 5 Todesfälle beigefährt Dem Älter nach sind die Gestorbenen (58,5 pit. der Gcsammlftcrblichkci». 1-5 Jahre! 20 Jahre 9, 20-30 Jahre 31, 30- 40 Jahre 41, 40_________ 87, über 80 Jahre 14 Personen. In hiesigen Krankenhäusern starben 17 Auswärtige, welche �»r«ehandlung.hierher 8%. Aigis. F. II Bus die Standesämter vcrtheilcn sich die Todessällc folgendermaßen� KöllN'Dorothccusladt(I.) 24, zriedrichsladt(Il.l 14, Friedrich und � berger Vorstadt(Ms 43. griedrich� und Tempelhafcr. Vorstadt llV.stCQ,> stadt jcuseit, westlich Jll einer« 1 Luisenstadt dicsseit und Nemtfölln(VI.) 52, Strälaucr viertel, weiM«� bewessi S&i ximicimaoi oifiim unn wcu-xoitn( vij o-j,©iraiaupr oew-kr. 73. Stralauer Viertel, östlich(Vllb) 44.«önihstadt 55. �pandoutt� �1*0 d jMtn der A (Id.) 67, Oranienburger Vorstadt iXI.) 82, (Xn.) 71, Wedding(XUI.) 71. Die Slcrbes geschriebenen Bevölkerungszahl(1 489593). Die Sterdlichkeiiszifier Etädtc» de« Deutschen Reiches mit mehr als bimdcrttauscub Einw� trug in Aachen 227, Altona 30.0, Barmen 25,0, Bremen 19,9, Chemiuh 31,1, Danzia 30,5, Dresden 28 3. Düsscldors 35,8, Nürnberg 30,6, Stettin � � sssrnfehnm;«f ono ........«i W In anderen Großstädten betrug die StervlichkeitSziffer in Amsterdam von von ld 21,9. Leipzig 24,9, Magdebura 521, Mun�«u°» y 36.6.«trahburg i. E. 24,4, Stuttgart 20.9 Llf. Europa« mit mehr als dreihunderltaulend letiibi «jlffet in Amsterdam 25,7, Budapest(«orivJJSrf(L. 17,8, London 16,2, Paris 20,9, Petersburg a, jMstW,. >chc> 39,7, Wie»(Vorwoche) 24,9 aus Tausend. �Mwirsss 4707 Weggezogene gemeldet, so daß sich die l)ttfl(. r-l" it >. nachträglich gemeldeten Geborenen nnd dc»df,H> er ttl der den Weggezogenen ersahrungSmäßig zugerechnet iverden muh, u»"�� � � Und Dublin 22,8, Liverpool 17,8, 29,4, Warschau(Vorwoche! de» 3940 lugczogcne, mit Eintechnung der sektionS�rkrankungSsälle an TgphuS 34, Pocken 0, Maiern 18, SiM tov.'*— mindert 1488 418. Diphtherie 89, Kindbeltstcbcr 4 ein(< K ■»?üht N 2% Die Grünauer Lassallefeier qvm 28. August am Dienstag abermals vor der Ferienstrafkämmer beiw-b. Landgericht II zur Verhandlung. Vom Schoffettger% Köpenick waren am 2. Mai d. I. der Klempner B a u � und der Schlosser Stock zu je einer Woche, der Meü>u Buch holz und der Kistenmacher Müller zu je zehn Gefängniß verurtheilt und zwar auf Grund dtt bestimmung des Sozialistengesetzes. Die strafbare' Hast�,. war von der Anklagebehörde in folgender Fonn kAi worden. Es waren in Berlin Zettel verthcilt worden,% y%t. ulx ■"»'-■-....... iß LA foC" von %n. -Ä zur einer eingeladen wurde. Ab In Grünau befanden Feier zum Gedächtniß Sei,. fahrt Görlttzer Bahnhof, Tresspunkt EÄ forden' sich rothe Plakate an verschiedenen u» Plätzen, in welchen der Regierungspräsident in Pol« Af w Lassallefeier verbot. Den Angeklagten war nun zur legt, und das Schöffengericht erachtete sie für ubcrA/»"betoh»? dieser verbotenen Vcrsammlnng Theil genommen zu HA/%'> zwar soll Baudisch seine Theilnahmc und seine WW??9eboiim 1 kratische Gesinnung Durch den bei Gelegenheit der Lassallefeier verbot. rratislyc i-velinnung uuiu) vcn vc, iBetegenycii ver«"tos», utmUt eines Arrestanten ausgestoßenen Ruf:„Hurrah, Adieu!" W holz und Stock, dadurch, daß sie Hochs auf diA�k»Ach X c» P»• /> Ii o nitßfßfrtAtorr ittiX STT? it I T» i» Xiti Jlf 0/ demokratie ausbrachten und Müller durch Trafl�! Ji rochen Schnur an seinem Pincenez bekundet haben. � f urtbeilten halten Berufung eingelegt und unter tendmachuna rechtlicher Bedenken gegen die schössrvl lichen Auffassungen um ihre Freisprechung, aber um Herabsetzung des Strafmaßes gebeten. Jv Handlung vor dem Berufungsgericht machte der Rec. Stadthagen folgende Gesichtspunkte geltend: das gericht gehe von der Auffassung aus, daß eine sozial� tische Festlichkeit auch bezüglich der Strafbarkeit der nehmer ebenso zu behandeln sei, wie eine sozialdem?> Versammlung. Diese Auffassung sei aber bedcnkl�. schwerlich dem Sinne des Sozialistengesetzes entspreche« doch, als Ausnahmegesetz, strikte interpretirt iverden Wer bei einer Gelegenheit einen Kran; niederlege» betheilige sich sicher an einer Festlichkeit, nicht einer Versammlung. Die Festlichkeiten sind %en Z.KV $% Erzäh ' Khfk, u�vertra, K» wurden von dem Vertheidiaer Bedenken gegen die giltigkcit des Verbotes der Feier geltend gemacht. 3A des Verbotes sei nach der ausdrücklichen Bestimmung zialistengesetzeS nur die QrtSpolizeihehörde, im von Aalle also der AmtSvorstehr in Grünau, befugt gewejA! Eingreifen des Regierungspräsidenten in Polsdatn fei v Sozialistengesetz nicht gercchtferligt, weil dadurch einem « 'cht Kleidet Beschwerdeführer der Jnstanzenzug verkürzt werde. aber sei das Verbot auch anfechtbar, weil es von«a gierungspräsidenten nicht mit dessen NämensuntersK � sehen sei. Daß aber die höhere Instanz, füt, die'0' .Aß ein Land- emmm AwVts ch weder»wiesen, noch sonst anzunehm �t. et! werden, daß W n» Z'# UnisM? Untero? S65 ÄZ Mg w nL-nd� 0........ v».. �"Vf�rl �ehf�HSSs;- KW' ?K «SM imerw vom—.ü Dros MMsZW-ß beliör»,-«... L �?Ai? nicht in dem Belieben der Polizei- kKÄ e selbe'''nn�'' Versammlung kümmerte und die- Und nnm�tri� auslöste, mußten die Theilnehmer «ne erlaubte �' die Angeklagten.dieselbe für ZW. halten;' es fehlte gsses&sass Stellung h,v!� eine ausreichende Sühne sein, denn die no.� �nne b« k-, K!?�?eklagten in der sozialdemokratischen Partei i'ÄF?'k ihre ebenso wenig in Betracht kommen, Zeil d"! � h« imnuna überhaupt. Die Strafabmessung ng[nK � alz nb bifSl � i. uer könnte leicht den Eindruck erwecken, d?ß ih-">'un« in�°�.?�.?"«ekl°öien.wch dem Maße ihrer ihnen ihrer. also das Be- Handlungsweise. t-S nd 5n dir&4Li Lrbcnd, waren> formell war aber oas ÄS«»« - » %% und >der «tctuni •MOtSri�r,""" auv*JCIÜU1 uu.u; VW, v.v- ..« gfeÄtrÄfsss « KK5WSSSL» �chen, 5;?er einer anfanglich erlaubten Versammlung vor- fs:2! lyrem Verlaufe einen unerlaubten Charakter � kiner 5.6 sich um�die strafbare Theilnahme ardgl -W W � n%' w, i-steriTnrf vom reinsten Master wurde gestern �klsack..?usoskammer des Landgerichts I in der Person des ?A°lf y Gräften ehemaligen Apothekers Friedrich Eduard n. �UNi v„,,?° s i> o n vorgeführt. Es ist derselbe, der am ttubtrrm u demtelben Gerichtehof wegen mehrerer in Berlin .hondx,,/s!Sereien zu 1' Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde. wiivjM;J'2. uun noch um einen Betrug, den er gegen einen v"«'. ille fij. j'u Suderode verübt haben sollte. Der Angeklagte nAV x"ach und« �"wahres Netz von Romantik, als er angab, wie ieunij fe 3}ampn t� � iief gesunken. Er sei ein Kind diskreter Geburt, - a seines«V(S!pin Losgesagt. Sein Onkel sei der Sladtlomman I Jjfikn i„ x.5gdeburg, seine Stiefbn'ider nähmen höhere Offiziers �eral(aZr und Braunschweig ein. Der berühmte englische ~ � fe" Sßerm�°kl in Afrika gefallen, zähle ebenfalls zu �'sstärpflick?, en. Er selbst habe nach Absolvirung seiner � nach fA als Einjähriger das Offiziersexamen gemacht, sei gu't t' J ersten Bestrafung des Ranges verlustig ge- Mengen�?' ß�Rtn. l-ch dieselbe auf eine eigenthümliche Weise - 0*%*' MUW zu M- �.°us srei-- er noch bekannter uf Stucken ei» Darsehn von 12 Mark wie die Anklage behaupte, habe er Da aus der Verlesung der Aussage des ".« 5_ der 12 Morl ononlabi Halle, to sprach schZiÄ KÄZIÄSZS azrt ISfiÄ in. t K"lennj»ahlung Wahrheit und Dichtung untereinander ge- � ßgCf Sru�nMaa fb. riUt.vSovrtoKrt i r» am*_____ r«r.i r. � ch t» ng, � f-Nigt.-o-yiung Wahr U-b-Z£ Slbenvon bedenkt k'v toelA.""--"lang,. Die unverehelichte Dienstmagd Marie !r"d- s?». Gütern vor der 89. Abtheilung des Schöffengerichts c durck Unachtsamkeit bei der Beauffichtiguna der !> reckiw" w der die Körperverletzung eines derselben �itgen �'"3 verhindert haben und war oeshalb der fahr- - RRe« �vrperverlekuna hpftfiuthini Die Angeklagte bog eines der Bülowstras .'3 Dor-.W Donfnnn:0r. rl'' WWMKMW und wurde die Angeklagte freigesprocchn. e�' Am�>; Ä �ugericht in Unfallv-rstcherung«- j_(XCtl CV*. 1 ÖQ7«/»m» v»r*I» J K<»t* in PltTPl* Dezember 1887 verunglückte der in einer ' u e aus t 7�u, Bierdruckapparaten angestellte Kutscher st, fiel folgende Art: Mit dem Abladen von Müll be- °uf einen darin befindlichen Glasscherben und schnitt sich in dem linken Vorderann und Finger, von denen vier gekrümmt blieben. Die Genossenschaft lehnt jede Unterstützung ab. In die betr. Müllgrube entleerten neben der Fabrik auch die Hausbewohner den Müll und nicht festzustellen sei, von wem speziell der das Unglück verursachende Glasscherben stamme? deshalb keine Verletzung„im Gewerbebetriebe" und keine Rente. Das Schiedsgericht war anderer Meinung. Gleichgiltig sei, ob Schutt und wie viel noch wo anders herstamme, wenn nur ein Bezug zwischen dem Betriebe nnd der vorgenommenen Arbeit vorliegend sei. In der Straffache wegen Geheimbündelei gegen den Maurer G a n f ch o w, den Töpfer T a b b e r t und den Tischler Richter waren die drei Angeklagten wegen Flucht- Verdachts in Haft genommen worden, nachdem der Vertheidiger, Rechtsanwalt Stadthagen, weitere Beweisaufnahme beantragt hatte. Am Dienstag ist die Haftentlassung der sämmtlichen Angeklagten erfolgt, gegen Hinterlegung einer Kaution von 3000 Mark für jeden der Angeklagten, also von zusammen 9000 M. In dem Hinterlegungsprotokoll wurde bemerkt, daß Rechtsanwalt Stadthagen die hinterlegte Summe aus eigenen Mitteln hergegeben habe. Sszisle Mebevstchk. Arbeit ttnd Löhne in England. Das Generalkomifee der Vereinigten Baumwollen-Spinner-Assoziation hat folgende Resolution beschlossen:„Nachdem das Komitee die gegen- wärtige Lage der Äaumwollen-Jndustrie reiflich erwogen, kommt es zu dem Beschluß, nur die halbe Zeit während eines Monats arbeiten zu lassen und eine General-Versammlung zum 15. ds. anzusetzen. Die Oldham Meister-Baumwollen-Spinner-Assoziation hielt eine Versammlung ab, auf welche Weise der bevorstehende Streik, an welchem fich 30 000 Arbeiter belheiligten, würde ab- zuwenden sein. Es wurde beschlossen, alle Baumwollenspinn- wühlen der vier County's Cheshire, Derbyshire, Lancashire und Porkshire nur kurze Zeit arbeiten zu lassen, um auf diese Weise der Flaue der Spinner in Bezug auf den allgemeinen Ausstand wirksam zu begegnen. In Barnsley versammelte sich die Porkshire Bergleute- Assoziation und debattirte fünf Stunden lang über eine Menge Lokalfiagen. Man beschloß, den Bergleuten zu Movers Main Barrow, Hoyland, Silkstone und Soothill Wood Kohlengruben Unterstützung zu gewähren in deren Bestrebungen, vielen Mißständen und Beschwerden entgegenzutreten. Man beschloß, einen Zuschlag auf die Beiträge zu legen, um den Bergleuten in Somersetshire zu helfen. Die Kohlengruben befitzer in Durham beriethen über die 20 pCt. Erhöhung der Lohnforderung ihrer Kohlenarbeiter. Man erbot fich, 5 pCt. für August, September und Oktober, und später 5 pCt. im November, Dezember und Januar zu zahlen oder dem Schiedsgerichte die weiteren Bestimmungen zu überlassen. Zwischen den Abgeordneten der Kohlengrubenbesitzer und den der Bergleute wurde in Cardiff eine Konferenz ab- gehalten. Man vereinbarte einen neuen Tarif mit 10 pCt. Avance, die Löhne sollten auch im Verhältniß steigen, per Tonne 2 d Preisaufschlag oder Niedergang. Aber die Reprä- sentanten der Bergleute hatten keine Vollmacht, das Ueberein- kommen zu bestätigen, welche sie erst einholen wollten.(Man kann daraus ersehen, mit welcher Vorsicht und Sorgfalt alle diese Verhandlungen in England von den Vorständen geleitet werden. Keine Ueberstürzung, wie dies in Westfalen und Ober- schlesien so häufig vorgekommen.) Die Nägelmacher in Halesowen, Oldhill Rowley und Black- heath haben einen riesenhaften Ausstand begonnen für Erhöhung ihrer Löhne. Schon seit Monaten war er geplant. Bereits im März hatte man den Arbeitnehmern den Preistarif von 1879 übersandt. Diese gingen darauf nicht ein, daher entstand der Streik. Vor zwei Jahren war bereits ein Ausstand, man verlangte 20 pCt. und für Hufnägel 30 pCt. Avance. Nach zehnwochentlichem Kampfe bewilligten die Arbeitnehmer 10 pCt. Der Vorsitzende N. Lee erklärte seiner Ansicht nach den allgemeinen sofortigen Streik als einzigen Weg, ihre Lage zu bessern. Man hatte die jetzige Zeit als die geeignetste erwählt. Dieser Ausstand umfaßt 12 000 Arbeiter. Nicht ein einziger Nagel sollte mehr verfertigt werden, bis ihre so be- scheidenen Wünsche erfüllt wären. Pferde und Ochsen werden besser gefüttert, als die Nägelmacher. Zehn Schillinge als Durchschnittslohn pro Woche, damit sollten sie ihren Lebens- unterhalt bestreiten! Frauen erhielten von 2 Sh. 6 d. his 5 Sh. Ein Fall wurde mitgetheilt, daß ein geübter Nägel- wacher mit seiner Frau zusammen 12 Sh. verdient hatte. Die Ausgaben belaufen sich auf 5 Sh., blieben ihm 7 Sh., um sich mit seiner Frau und vier Kinder» das Leben zu fristen. (Was sagen unsere fortschrittlich- freisinnigen Schreier dazu, welche englische Zustände als Ideal hinstellen?) Von den Unternehmern war Äachricht eingegangen, daß binnen Kurzem nicht eine Erhöhung, wohl aber eine Reduktion um 10 pCt. erfolgen dürfte. Unter solchen Umständen könne sie nur schleunigste Einstellung aller Arbeit retten vor gänzlichem Untergange. Fest müßten Alle bleiben, bis der ausgestellte Tarif angenommen sei. Eine Resolution, die einstimmig angenommen wurde, beschloß allgemeinen Ausstand. 10 pCt. Erhöhung aller Klassen von Nögelarbeit nach dem 1879er Tarif mit Ausnahme von Hobnägeln, welche 10 pCt. unter dem Tarif angefertigt werden sollen. Die Ankerschmiede in den Fabriken von South Stafford- shire nnd Ost Worcestershire streiken fiir Lohnerhöhung von 10 bis 40 pCt. Man glaubt, der Ausstand werde nur von kurzer Dauer sein. Die streikenden Schiffszimmerer und Tischler in Hull haben die Arbeit wieder aufgenommen. Es handelt sich dabei um die Grenzen des Arbeitsfeldes dieser beiden Bemerke auf der Werft von Carle. Die Schiffszimmerer beschwerten sich, daß die Tischler ihnen zukommende Arbeiten angefertigt hätten. gegenseitige Zugeständnisse wurden nun gemacht und ein höchst unangenehmer Stillstand auf der Werft dadurch beseitigt. Auch die Kämpfe im Schiffbauergewerk von Wear find nun beseitigt. Die Meisterassoziation hat sich mit den Arbeitern ge- einigt und die Arbeit hat wieder begonnen. Die Clyde Nieter haben sich wieder mit den Arbeitnehmern geeinigt. Aus beiden Seiten wurden Konzessionen zugestanden und der Arbeitsausschlub ist somit abgewendet. Man will die Arbeit am Montag wieder aufnehmen und zu festen Raten sechs Monate lang arbeiten. Das Buchdruckcrgewerk ist ungewöhnlich lebhaft, trotzdem die meisten Firmen wie gewöhnlich zu den Sommerferien einen Theil ihres Personals entlassen haben. Zu dieser Zeit sind von 8000 in Druckereien beschäftigten Männer» nur 150 ohne Arbeit. Es sind dies die weniger befähigten. Auch die übrigen Zweige des Buchdruckergewerbes sind ,n gleicher zufrieden- stellender Lage. � Der Sekretär der Pferdebahnsklaven hat die Arbeits- stunden als auch die Löhne derselben veröffentlicht, 16 bis 17 Stunden und Kondukteure 3 Sh. per Tag, Kutscher 4 Sh. bis 5 Sh. 4 d., Inspektoren 4 Sh. per Tag. Dabei nur 1 Stunde 40 Minuten Ruhepause. Erfreulich ist die Nachricht, daß Herr Beaufoy, Mitglied des Parlaments, auf seinen großen Werken das 3-Stunoen- System bewilligt habe. Versammlungen. Eine öffetttlich« KrUner-Nersammlung, welche von etwa 1000 Personen besucht war, fand gestern Nachmittag im Buggenhagen'schen Saale unter Vorsitz der Herren Klug- mann und Herzberg statt. Der Brief des Gastwirths Feuerstein und die Gegenerklärung des Kellners Wolff, sowie die Maßregelung des letzteren standen auf der Tagesordnung und hatten den im Vergleich zu den letzten Versammlungen recht zahlreichen Besuch bewirkt; die Angelegenheit war auch bereits in einem Flugblatte behandelt worden. In seinem Referate bezeichnete Herr Herzberg den im„Gasthaus" und im „Lokal-Anzeiger" veröffentlichten Brief des Gastwirths Feuerstein als eine Beschimpfung einer ganzen Ge- Hilfen- Versammlung seitens eines Arbeitgebers, wie sie in einem anderen Gewerbe unerhört sein würde. Die An- gäbe Wolff's, daß die Kellner im„Franziskaner" fi'ir Ab- Nutzung der Wäsche zu zahlen haben, wurde durch eine Zuschrift an das„Gasthaus" wider Willen des Schreibers bestätigt. Wölff sei jetzt aus dem Fetting'schen Geschäfte, Chausseestr. 1, entlassen worden. Das Warum sei zu errathen; kurz vorher habe der Inspektor des Herrn Jäger(Franziskaner) dort vor- gesprochen. Kellner Wolff. der nunmehr das Wort erhielt, gab die Ausklärung, daß die„Erklärung" gegen ihm von einem Kellner unterschrieben sei, der ihn und den er absolut nicht kenne, und von anderen, welche mündlich die Angaben Wolff's bestätigen. Darauf wurde folgende Resolution ein- stimmig angenommen:„Die heute im Buggenhagen'schen Saale anwesenden Kellner weisen die von dem Gastwirthe Feuerstein im„Gasthause" veröffentlichten Angriffe energisch zurück und halten genannten Herrn auf Grund seiner früheren Beschäftigung nicht für berufen, über den Kellnerstand ein Urtheil ab- zugeben. Zugleich bedauert sei, daß an der Spitze des größten Arbeitgebervereins ein Nichtfachmann steht, was die nolh- wendigen gemeinsamen Verhandlungen mit der Gehilfenschaft erschwere." Unter einem weiteren Punkte der Tagesordnung billigte Herr Herzberg die neueste Polizei-Verordnung, betr. die Arbeits-Nachweisebureaus, und wünschte, daß dieselbe recht bald in Kraft trete. Was sonst noch auf der Tagesordnung stand, scheint uns von wenig allgemeinem Interesse. Erwähnt sei noch, daß die Versammlung von Herrn Herzbcrg eröffnet würte mit einem Hoch auf den Kaiser, der uns auch jetzt im hohiu Norden ein Vorbild ernster Arbeitsamkeit sei. Eine öffetrtlichr Uerlammlung der Käckersesrtle« Berlin» und Umgegend war gestern Nachmittag nach dem Vereinshause Sophicnstr. 15 einberufen worden und fand die- selbe unter Vorsitz der Herren Pfeiffer, Schlüter und Manthnr statt und hatte dieselbe den großen Saal völlig gefüllt. Herr Pfeiffer erstattete zunächst den Bericht über die Verhandlungen mit ben Meistern in ber gestrigen Versammlung bei Geich, Wasserstr. 10, welche Versammlung der polizeilichen Auflö'un» verfiel. Herr Pfeiffer sprach sein Bedauern darüber aus, daß Herr Hoppe in seinem Uebereifer die VersammlungSaufiöfiing herbeiführte, indem die Meister, die erschienen waren, geneigt gewesen wären, sich mit den Gesellen zu einigen. Wäre diefe Einigung erzielt worden, so hätten die Gesellen festen Fuß zum weiteren Vorwärtsschreiten gefaßt, indem am gestrigen Tage zwei Meister-BezirkSversammlungen stattgefunden haben, mit welchen die Gesellen durch Entsendung von Deputationen hätten Fühlung nehmen können. So vorwärtsschreitend wäre es möglich gewesen, den JnnungSvorstand schließlich„kalt zu stellen". Durch das Verhalten des Herrn Hoppe sei die ganze Bewegung zu nichte gemacht worden und empfahl Herr Pfeifi. r Herrn Hoppe, sich fortab nicht mehr um die öffentliche Bewegung zu kümmern. Die jetzige Bewegung erklärte Herr Pfeiffer für hoffnungslos beendet, hauptsächlich veranlaßt durch den Mangel an Organisation und an Geld, sowie durch die Schuld dcr indifferenten Kollegen. Deshalb ermahnte Redner zur Orga- nisation und zur Beschaffung eines Fonds, dann würde cs möglich sein, zum Frühjahr vielleicht wieder in die Bewegung einzutreten. Herr Hoppe blieb Herrn Pfeiffer keineswegs irgend etwas schuldig, nachdem Herr Pfeiffer das Wort erhallen hatte, was Herr Pfeiffer erst von einem Versammlungsbeschluß ab- hängig machte. Er verwahrte sich entschieden dagegen, den Sündenbock abzugeben für die Fehler des Herrn Pseiger. Wenn derselbe schon zwei Streiks durchgemacht habe, so hätte er e:n besseres Organisationstalent bekunden müssen, wenn er sich als Leiter der Bewegung aufspiele. Ein Führer, der so schnell den Mulh verliere, trotzdem er noch eine so große Macht hinter ssch habe, wie die Versammlung bekunde, der verdiene nicht, Arbeiterführer zu sein. Herr Nuoffer hielt gleichfalls die Be- wegung noch keineswegs für verloren, im Gegcntheil. Pflicht sei es nur vor allen Dingen, daß ein jeder Kollege fich dem Verbände anschließe. Der Generalstreik könne nicht aufrecht erhalten werden, doch müsse an der Bewegung, an der Or- ganisation, an dem Verbände festgehalten werden. In dem- selben Sinne äußerten sich verschiedene Redner in der Dis- kussion, die sich ziemlich erregt und lebhaft gestaltete. Herr Hoppe beantragte auf eine diesbezügliche Verdächtigung hin die Wahl einer Kassenrevisionskommission und gab bekannt, daß er eine Einnahme von 3460 M. 77 Pf. und eine Ausgabe von 1305 Mark zu verzeichnen habe. Herr Hoppe beav- tragte fiir sich ein Vertrauensvotum. Herr Pfeiffer wies ferner darauf hin, daß, da es diesmal wieder nicht gelungen sei, die arbeitslose Masse zn vermindern und es dahin' zu bringen, daß jeder arbeitslustige Geselle jederzeit Arbeit er- halten könne, so müsse von vorne angefangen werden zu arbeitcn. Die gegenwärtigen Zustände seien durchaus ungesunde, die durchaus verbessert werden müssen. Das von Herrn Hoppe geforderte Vertrauensvotum fiir seine Person wurde von der etwa 12—1400 Personen zählenden Versammlung demselb n gegen eine Stimme ausgestellt. Das Jachorgan„Der Wecker" und das„Berliner Volksbl." wurden angelegentlichst empfohlen. Die freiwillig abgegebenen Arbeitsbücher der Germaniainnurg werden auf Wunsch zurückgestellt werden. Herr Hoppe erklär! e diese Arbeitsbücher für ungesetzlich und sprach die Versammlung den Wunsch aus, daß der Verband die Sache gerichtlich ver- folgen möge. In die Revisionskommission wurden gewählt die Herren Liebetrau, German», Krause, August Hoppe und Nitsche. Der Generalstreik wurde einstimmig für beendet erklärt und es Jedem fieigestellt, Arbeit zu nehmen, wo er welche findet. Eine gut besuchte Uerfammlnug der Kauarbeiter Kerlin» fand gestern Abend in Scheffer's Salon statt, um über die Aufhebung oder das Fortbestehen des partiellen Streikes einen endgiltigen Beschluß zu fassen. Der Vorsitzende des Streikkomitee's, Wallenthin, erstattete den KommissionS- bericht über die gegenwärtige Lage des Streiks. Als er de- tonte, daß die Bauarbeiter nun lange genug auf das Entgegenkommen der Arbeitgeber gewartet hätten, daß sie alfo nun, was sie gutwillig nicht erreicht hätten, mit Gewalt dmch- zuführen suchen mühten, erklärte der Polizeilieutenant o> f Grund des§ 9 des Sozialistengesetzes die Versammlung für aufgelöst.* * «i« ,w»i Mal nachg«kuch»e N-nrhmigung der öffentliche»«r- beitcrinnen.VersammIung. ist w letiter EMiide. versligt, rechimng. 2 Statutmönderunq� 3 Wadl des gelaminten Vorstände». 4. Mr. schicdene»»nd»raackasten Mitgliedsbuch lcgitimirt. �»�«■»•»»»jralumlunB der r.ber-, V<>rt»r-uiU» mtMrinlnn- t»ri»-�rl>»tt»r am Mittwoch, den 24. Zuli. Abends 8 Uhr. in Renz'» Eato. 9launpnucaftc-3 Tagesordnung 1. Vortrag über die Bedeutung gewerl- schaftlicher Organisationen. 2. Gründung eineS Fachvereins. 3. Wahl einer Kommission. Ein jeder Kollege hat die Pflicht, zu dieser Versammlung zu er- erscheinen. _ 3ltt#erovb«ntll?alo»r lantmlung ber zirobuktl»- unb Dsotz�aff'lsenossenschast b«r Schnei»«« zu Berlin tEingetr. Geaoffc». schast, Zimmer tr. 90, am Mittwoch, den 24. Juli, Abend» 8 Uhr. Im Vokal. Mohrmftr. 40. Zazeiordnung; vtschlußsasiun« ttbft tufIMunfl bti Genossrn- V«r*tn>»r gtrUnnr Suchvrnikir utib KchriNgt«»»r.«ersamm- tan« am Mittwoch, den 24. Zu», Abend» 9 Uta, in Orlchei» Salon, Eebaslian- Nrajik 39 Ta«c»ordnung; I. VercinSmittheilungen. 2. Tariiangelesenhetten. 8. Abrechnung über da» Zohanniiscst 4. Bcibitchung aber den Beginn und «chlui unserer VereinSoersannnlungen. S. Irggckalim. Zill>»>>,»in»r S»rUn« und It>«a»a»nd. Autarordentliche Generalversammlung am Donnerstag, den W. Juli, Abend» 8 Uhr, im Königstadtkasino, Holjmarklltrata 72. Tagesordnung: 1. Anträgt Vahrenwald, Elalulcnänderung. 2. lbrgänjungSwabl der Kommisston. 3 Angelegen helt Selchow. 4 Verschiedene». Ouiltungibuch legitimirt. Um recht indlreirhen Besuch biltel der Vorstand...,,, O«rliu»r Kanitat»v»r»in für Arbeit»?. Generalversammlung am 25. Juli cr., Abend»«x Uta. Kommandanlenstrata 77-79. Gratweil» Bier- hallen. Kein t». Ktistung»s«ft feiert der»»»rdtanngenerei»»»rttner 'eirte am Eonnabend, den 27. Juli, in Keller« Hossäger Hasenhaide. lSie�Zta!�� in de�legten SonnlagSnummer.) Da» Komitee" trlis am Don- nerftag Abend im Restaurant Rusch, Teltowerstr. Stjusammen Kt.rb.buss.»»n Arbeitern der K.rtiner Malchin-nb-u-Abtien. «befellschnft ivormali L. Schwargkopstl. Sonnabend, dm 27. Juli, Abend» « Uhr. im Lokale de» Herrn Slümke,«ckerstr. 123, Generalversammlung. TaaeAordnuna. 1, Jahresbericht pro 18885® und Bericht der Rwisorm. sowie Antrag derselben aus Ertheilung der Dechargen. 2. Wahl für a tri ei auSzu- loosende Vorstandimitgliedrr. 3 Neuwahlen der Revisorm, 4. Bericht über die auherordentlichc Generalversammlung und Antrag de» Vorstande». 5. wert- ihcilungen. Da» Ouittungsbuch legitimirt. Um pünktliche» Erscheinen ersucht Arnnben-«nd Kegräbnissbals» fSr dt» in» Berliner Giirtler- «nd Bronieurgenierd« beichästiglen Personm(Eing. Hilsikaste Rr. 60) Tonntag. de» 28 Juli, Vormitlag» 10% Uhr, außerordentliche Generalversammlung laut§ 29 de» Statut» in den Zentrai-Kkstialen, Oranimftr. 180. Tage». ordrmng: 1 Wie stellen sich die Mitglieder zur Errichtung eine» Kaffenbureau- Zimmer» resp. GehallSreaelung de» Rendanlen, mithin Statutenänderung de» »7 2. Verschiedene». Um rege Betheiligung wird gebeten._ ZnhtfteUe zum«eneralfo»»« der Ateinmetze» ist Mdllerstraße 3, 3 Tr. bei Albert Hempel. Auch findet daselbst Arbeitivermittelung statt. Fachneretn»er>ifchl»r. Die Zahlstellen de» Verein» sind zur Eni- gegennahme der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder leben Sonnabend von 8—10 Uhr geöffnet, und zwar befindet sich Zahlstelle 1 AriedrichSberger- slen, u Ekaligerstrahe 107 bei Kunstmann; In BelleÄllianrc- sirahe 25 bei Christ...._------------ WW--------------- platz 6 bei Hilscher; IV ZionSkirchpiag 11 bei Hohn; V Bülowstrahe 52 bei Böbland; VI Mariendorserftraße. Elke Solmistraße bei Schmidt: VU DreSdener- iiratze 116 bei Wendt. daselvst befindet sich auch der ZentralarbeitSnachweii de» Verein» I Vlll Lühecker- und Thurmstrabenecke bei Jahnke. Die ArbeitSver- Mittelung geschichl unentgeltlich. Der Nachweis ist geöffnet an Wochentagen von 8% 9% Uta. Sonntag Abend» von Gl— 11 Uhr. Zrutral-Arunben- und Kterbebalf» der»ifcher et».(Oertliche Verwaltungistelle Berlin H). Den Mitgliedern zur Nachrrchl, daß folgende Zahl- 'lellen verlegt sind. 1. Von der Köpnickerür. 129 nach der Köpnickcrstraie 121» tai Müller. 2. Von der Oranienstr. 89 nach der Altm Jakobstr. 48 bei Zabee. 3. Die Zahlstelle in der Jüdenstr. 33 ist ausgehoben. Krankmeldungen vom 7 Juli ab bei H. Große-Kreul, Reichenbergerstr. 182, Hos link» 4 Dt. Die Orti- verwattung. «es»«»-, Turn- und gefeUig» verein» am Mittwoch. Männer- geiangverein.Jugendlust' Abend» 8% Uta im Restaurant Paffod, Garten- in atze 162— Männergesangverein.Eäcilta" Abend» 9 Uhr im Restaurant, -Vöpnickerstraffe 127a.— Gesangverein.Männerchor Linde' Abend» 8% Uhr im Restaurant Haller. Naunvnstrahc 70.- Männergesangverein.Eangcifreunde' Abend» 9 Uhr im Restaurant Musebold, LandSbergerslrahe 31.—.Freva', ineiangoerein der Freireligiösen Gemeinde, Abend» 8% Uhr im Restaurant Brnrcke. Große Hamburgerstraße 18.— Hupperb sche Sängcrvereinigung leben Mittwoch»ach dem ersten im Monat, Abend» 9 Uhr im Restaurant Heise, Lichtenbergerstraße 21.—.Seeaerficher Gesangverein' Abend» 9 Uhr im eltcslaurant Sfimlz. Prenzlauerslraße 41.— Gesangverein.Schwungrad' Abend» 8% Uta im Restaurant Sahnt, Annenstraße 16.— Männergesangverein.Lorbeerkranz' Abend» 9 Uta im Restaurant Karsch, Oranienstraße 190.— Gesang. vriein JRotb-Jubai" Abend» 9 Uhr in Veltin» Bierhau», Veleranenstraße 19— Männergesangverein.Schneeglöckchen' Abend» 9 Uhr im Restaurant Dober- stein. Mariannensiraße 31-32.— Gesangverein.Sängerrunde' Abend»% Uhr «uckowerftraße 9.— Verein.SangeSlreue' im Restaurant Henckel, Brüder- Ilraße 26. I. UebungSstundc von 8% bi» 11 Uhr Abend».— Gesangverein .Vruderbund' Abend» 9 Ubr bei Pätzoldt, Reichenbergerstraße 18.- Lübeck Icher Turnverein(1. LehrlingSabtheiluna) Abend» 8 Uta Elisabethstraße 57-58- Surnoerein.Wedding', Pankstraße 9. Männerabtheilung von 8X bi» 1% Uta Abend»; desgleichen 1. Lehrlingsabtheilung von 8—10 Uta Abend».—.Mehr Licht'. Verein für Scherz u. Ernst, Abend» 8% Uhr im Rest. Heid. Fruchtstr 36»- Tchlestscher Verein.Holtei' Abend» 9 Uhr im Restaurant Henke, Hollmann. straße 33.— Vergnügungsverein.Fröhlichkeit' Abend» 9 Uhr im Restaurant Säger. Grüner Weg 29.— Wiffenichastlicher Verein für Roller sche Steno- graphie. Abend» 8% Uhr im Restaurant Beele. Alte Schönhauserstraße 42, Unterricht und UebungSstunde.— Rollerstcher Stenographenverein Süd-Berlin Abends 8% Uta im Restaurant Prinzenstraße 97. Sitzung und Uedung»- stund«.— Arcnd» scher Stenographen-Verein.Amicitia' Abend» 8% Uta tat Restaurant Behrcnd», Schönebergerstraße Nr. 6.—«rend»stchei Steno- araohenvcrein.Philia' Abend» 9 Ubr im Restaurant.Wilhelmigarten', üochslraßc 7.— Stenographische Gesellschaft Arend» im Restaurant Bürger- uaiten. Lindenstt. 105. Unentgeltlicher Unterricht und Uebung.— Berein ehe- »aliger Schüler her 22. Gemeindcschulc Abend» 9 Uhr im Restaurant Leh- mann. Kursürstenstraße 31.— Berliner Rauchklub.Wrangel' Abend« 9 Uhr im Restaurant Foge. Köpnickerstraße 191.— Rauchklub.Havanna SO' Abend» iSß Uta im Restaurant Paetzolht, Reichenbergerstraße 16— Rauchklub ,Ge- mülhlichkcit' Abend» 9 Uhr im Restaurant Achsel. Köpnickerstraße 181.— Rauchklub.Columbia' Abend» 8% Uhr im Restaurant Beger. Prinzenstraße 98. Saudiklub.Frisch gewagt" Abend» 8% Uhr im Restaurant Tempel. Bre»- taueritraßc 27.- Rauchklub.Vulkan' Abends 9 Uhr im Restaurant Schulz. Gräseslraße 82.— VergnüguiigSverein.Fröhlichkeit', gegründet 1880, Abends s Uta Grüner"Res 29.-.Pollack Eluv-Eintracht', jeden Mittwoch. Abend» 8% Ubr b.i i». Thiel, Wienerslraße 68.— Gesangverein der Tavezirer Berlin». Mittwoch fficitaurant Tevdelstraße 30. von 9—11 Uta Abend»— T ambourveretn Gut Heil', 8 Uhr Sangestr. 101. Geschäftliche Sitzung. Gäste Harmonie'. Sitzung Abend» 9 Uhr tniien Zutritt.— UnterhaltungSvercin DreSdenerstr. 116 bei Wendt. Szrrechsakil. Redaktion stellt die Benutzuna des C-prechsaalS. soweit Raum dafür abzu. »keden ist. dem Pubtidun zur Bespreckung von Angeleqenhnten allgemeinen Jatrrrffe» zur Bersü�ung ..e verwahrt sich aber gleiäizcilig dagegen, mit dem nhait deffelben identifizirt zu werden. Auf Grund des§ II des Preßgesetzes werden wir um die Äufnahme des folgenden ersucht: „Auf die Anschuldigung und Unterschiebung in Nr. 155 Tm„Sprechsaal' gegen meine Person, durch den feinen aka- tatmisch gebildeten Mann, habe ich als Arbeiter nur die Ant- wort, daß dieses von dem Herrn selbst gebildete Phantome sind, welche man demselben in meinem Beruf nicht glaubt. Um ieine finanziellen Verhältnisse und seine Einnahmen zu wahren, rit dieser Gedanke in die Oeffentlichkeit gebracht worden. Sl-arum verschweigt man denn die Gegenerklärung, wie oben bemerkt worden., Indem dieselbe doch dem Herrn mehr schaden konnte, als wie, mit dem erschienenen Artikel, meine Person. Hiermit muß ich dem Herrn erklären, daß man bemerkte in der Verwaltung, daß die Konsultationen des Herrn für einzelne Mitglieder eine beträchtliche Anzahl war, welches ich moniren mußte, als Verwaltungsbeamter, und werde dieses im Interesse der Kasse bei jedem andern Herrn ebenfalls thun, wenn der- selbe auch, bei jeder Zahlungsleistung meinerseits, denselben uoch soviel verspricht, und meine Person wird sich nicht beinten lassen, wenn irgend die Kassenverhältnisse in meinem Beruf ge- schädigt find, dem Uebel abzuhelfen, durch eine Radikalkur. R. Hoppe, Leiter der örtlichen Verwaltung Berlin. Mulackstraße Nr. 17. VermtHlhkes. Mo» de« Kekchworenen Udiue wurde der Direktor einer Priesterschule, Namens de Zorzi, wegen dreißig SittlicbkeitSverbrechen, begangen an seinen Schulern, zu zehn fahren Zuchthaus verurtheilt... Der Käsrgenuss ein Kaster— auf diese ongmelle Idee ist mau in dem durch Temperenzgesetze beruchtlgten Penn- snlvanien gekommen. Das neuestcjTemperenzgesetz, das diesmal in Ausficht steht, betrifft diesmal nicht den dösen Branntwein, sondern den— Käse. Der Genuß des KäseS soll gesetzlich ver- boten werden. Es ist nämlich von einigen aescheidtm Köpfen ausgeklügelt worden, daß der Käse zum Trinken(natürlich von Spirituosen) reize und dieselben gescheidten Köpfe glauben daher dem Trunk durch ein Käsegesetz einen Damm entgegen- setzen zu können. Daß die Administrationen einiger CountieS auf diese Idee eingegangen sind und den Vorschlag allen Ernstes erwägen, verdient wohl die meiste Bewunderung. Mrntefle Der deutsch-schweizerische Uiederlastuugsuertrag ist nun doch gekündigt worden. Es wird aus Bern folgendes ge- meldet: Der deutsch- schweizerische Niederlassungs- Vertrag vom 27. April 1876 ist von Deutschland gekündigt worden. In seiner mündlichen Motivirung des Kündigungsbeschlusses brachte der Gesandte v. Bülow die gleichen Gründe vor, wie sie bereits in den deutschen Noten dargelegt find. Uttevarifches. Von der„Neuen Zeit', Stuttgart, Verlag von I. H. W. D i e tz ist soeben das 8. Heft des 7. Jahrgangs erschienen. Inhalt: Abhandlungen: Die Bergarbeiter und der Bauernkrieg, vornehmlich in Thüringen. Von Karl K a u t s k y.(Fortsetzung.)— Der Bericht der österreichiscken Gewerbeinspektoren über ihre Amtslhätigkeit im Jahre 1888. Von Aug. Bebel.—Untersuchung der Kost in den preußischen Gefäng- nissen. Von H. Lux.— Shakespeare-Bacon. Von Dr. R. U— Literarische Rundschau: Der Jahresbericht des Fabrik- rs für Württemberg für das Jahr 1688.— des Parteitages der österreichischen Sozialdemott» d.— Serbin and H eig l, Spaziergang. inspektors lungen des Hainfeld.„ Atheisten.— Arne(Sarbora, Bauernstudenten! Männerwelt.— Notizen: Die Zahl der Studittn° den deutschen Universitäten.— Frauenüberschuß in W Die Ehelosigkeit.— Der Kupferring. • 1. Uehuns der 4. Klaffe 180. König!. Preuff. Lotterie. Llehun« vom 23. Juli 1839.»-rmle««,». Nur die««»Inn« über jtz»a Mark find»en betreffende» Nummer» in Parenthe!« bclgetägt. (Otzne Gewähr.) ___ 40 66 64 639 678[600] 93 1026 38 103 29 231 615[3001 82 619 24 808[1500] 62*040[3000] 67 88 100[600] 21 90 295 320 76 470 660 61 812 13 30 46 8286 376 569 625 46 753 876 967 87[300] 4036 119 26 75 200 26 309 11 21 99 516 617 718 838 93 909 86[KOOO] 5009 [SOOO] 62 264 676 836 88 901 60«040 70 222 63 316 82 562 605 94 702 7004 60 482 8018 26 262 458 760[500] 984 87»216 420 924 86 10004 10 26 171 84 299 307 447 88 606 16 647 796 838 11028 62 1300] 66 177[500] 288 302 84 402 750 62 967 1*101 271 447 58 75 680 986 1 8241 373 427 509 20 96[15001 764 871 907 11 23 76[300] 14029 66 664 733 44 812 962 1 5071 100 239 354 65 473 531[1500] 37 706 28 93 807 89 94 916[3000] 34 65 1 6056 87 132 312 14[3000] 458 539 641 69 88 719 46 911 17017 32 221 60 401 36 644[300] 96 717 806 43 60 62 994 1 8028 142 77 201 62 64 385 93 99 648 60 83 626 1»000 13 163 202[300] 316 416[500] 90 673 625 61 62 817 69 68 914 26 68 *0021 69 258 413 59 76 580 718 96 893 919*1111 243 62 736 57 63 811 1500] 40[1600] 98 970«*209 72 302 78 420 722[300] 850 86 992*8177 283 328 49 429 42 619 768 87 838 969 93«4190 392 11600] 414 651 69[1500] 609 92 708 814 67[3000] 903*5021 256 404 577 81 681 773 940 26116 414 682 91 927[600]*7053 140[3000] 71 286 [300] 353[300] 437 630 831*8004 11 227 316 34 71 803 76 94[300] 918 �*»043 76 129 347 414 43 663 77 93 94 629[3000] 70» 42[1600] «0014 28 183 267 68 88 434 608 33 71 658[1600] 808 98 31354 [1500] 639 62 703[300] 802 86 8*064 141 282 742 72 79 872 89 8 8024 72[300] 160 296 346 49 483 784 96 851 68[500] 960 84029 49 51 138 387 461 731 895 965 85082 242 46 321 441 91 528 65 614 62 73 802 16 75 991 99 8 6063[600] 115 302 4 91 457 538 86 677 741 42 8 7029 101 16 243 47 70[3000] 405 42 93 647[500] 704 822 74 77 916 59 71 5*022 204 343 76 409 86 628 854 923 37 8*073 169 262 462 532 69 76 85 741 809 67 999 40239 409 584 743 819 4 1207 328 456 674 659 747 890 97 906 47 4*366 460 84 543 89 759 818 932 63 4 8073 136 295 443 92 513 6>9 87 785 812[16001 76 909 43 93 4 4000 366 422 63 713 39 49 836 45006 43 180 335 73 542 58[1500] 740 800 4O020 118 97 328 69 425 531 57 94 6 6 91 908 9 78 4 7002 39 157 274[500] 399 426[500] 551 86 604 705 60 48051[1500] 105 61 292 319 469 668 708[500] 44 4O047 57 115 533 45 705 72 892 . 50055 102 226[50] 62 541 691 737 5 1030 155 357 514 85 610 40 780 984 5*042 123 46 68 261 69 85 406 609 26 950 55 5 8036 38 161 251 79 447 507 623 727 807 54006 226 303 84 622 826 93 5509 I 129 77 95 383 455 67 90 94 831 61 903[3000] 4 33 58306[3000] 73 4 6 611 17 52 629[3000] 739 908 5 7011:;9 81 122 27 23. 420 601 26 830 62 6. 93 58020 33 51 71 303 16 32 415 501 99 685 797 818 939 8' 50004 42 68 127[300] 86 272 371 72 91 96[500] 401 772 811 33 966 83 «0009[300] 151 213 391 608 747[500] 868 71[500] 925 71 95 «lOol[1500] 93 112 291 307 518 68 617 89 1300] 816 905 6*114 74 308 508 46[3000] 55 7o6«»115[50001 32 204 91 306 0 454 56 67 532 76 670[600] 701 828 956«4020 42 70 122 43 248 308 428 574 794 842[3001 53 976«5031 75 282 506 16 6 5 65 74 706 89 889 ««208 22 36[1500] 51 68 409 90 94 620 26 628 910[500] 50 96«7036 400�502 28 30 648 72 78 901«0091 95 222 972«»487 678 604 847 70157 201 403 23 25 83 789 874 90 7 1 325 6! 494 575 755 833 42 66 99% 7*062 190 225 607[300] 788 936 7 3044 135 2 6 439 512 24 6t8[1500] 700 36 925 7 4086[1500] 214 26 96 453 551 780 89.8 923 97 75031 599 582 627 7 9 96 715 24 44 947(300] 70088 140 86 330 544 887 99 7 7090 146[ ,00] 69 86 327 78 452 690 715 42 7*0 2[3000] 101 44 245 396 414 676 621 96 773 868 74 7»001 153 217[l.00] 32 322 41 40.8 592 672 74.8 55 96[1500] 860 908[10!] 18 *0070 108 23 288 377 96 473 519 635 69>09 31 59 904 9 47 81119 20 24 237 78 434 563 75 627 70[5UOO] 765[30001 805 982 8*288 341 62 17[1500] 81 86 438 605 12 720 8 3061[1500] 273 656 697 9:15 84368 93 833 955 8«,.57 102 481 695 774 865 934 41 93 8*275 331 467 647 69 734 42 62 87138 81 223 29 307 633 62 97 748 65 942 88023 150 76[500] 87 235 62 305 37 422 626 839[1500] 906 9 67 85 8*005[1500] 21 118 221[1500] 314[3000] 55 406 565 688 720 861 973 »0108[3000] 70 211 19 72 610 742 806 967»1100 813 88 468 696 Sl'iSSSSS 77»»133.61.13000] 551 636 98 812 20 982_____ � [300] 91 271 506 661 93 511" [3000] 748 87 910 47 1 05038[1600] [1500] 402 512 38 46 698 758 96 963 74 605 65 761 865 1 07032 235[SOOO] 7589[3000] 92 307 412 K' 23 47[ISOOO] i ________________________... 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Vvteskstteii. Bei Anfrägen bitten wir die Abonnernenti-Ouiltung beizufügen. Anr! Antwort wird nicht erthellt Fe«« Schm. Wenn ein Knabe Sie mit Steinest so beschweren Sie sich beim Vater desselben und, wen keinen Erfolg hat, bei der Polizei..iK F. K. 100. Sie müssen gegen den Zahtunß. binnen einer vom Tage der Zustellung laufenden M« 2 Wochen Widerspruch erheben. Den Einwand de«£4 können Sie geltend machen, wenn Ihr Gegner die anstellt._, M: 95. Sie können die Privatklage wegen»«Wj anstellen. Vorher muß aber ein Sühneversuch beim � mann erfolgen. 118 595 686 863 938 76... l«OU63 195 290 311 36 36 419 34 563 736 839 l«llS« bW 8 812 66 79 944 1**200 35 456 567 70 689 767 803 640 78 729[300] 888 1*4062 84 175 284 392 641 4«.* !A°l 423 1300] 46 606 696 736 867 1 45057 349 41437 603 712-%% 916 46 14*074 85[3000] 117[1600] 43 274 342 95 659 74«,« 86 951 1 47114 13001 92 271 76 326 33 57 65 424 70 72 50*-r 86 951 147114[300] 92 271 76 326 33 57 65 424 70 72 882 930 60 1 48328 76 499 581 712[600] IS 874 76 979 54[300] 91 132 84 326 35 582 615 807 68 943 95_ 150263 584 616 709'. 09 16 27 81_ 151239 61 3Q7. 15*031 62[1600] 78 94 117 955[3000] 168083 88 131 171 407 32 43 52 670 726_____ 15*208 14 418 504 83 657[300] 71 1 33 90 932 158000[300] 18 3-8[300] MO 609 32 37 788 820 34 F 827 466 888 913.„3»S/zg 1**013 16 92 197 471—-------------- 1**013 75 402 15 548 712 70 900 1*4080 117 67 70 157239 6» "Urntc Staa� 70 900 1*4080 117 67 70 293[500] 380 526 747 64 931/,- ,4.j 67 81 145 92 437 738 976[500] 1**027 151 361 87 540 845 994 1*7085 87 98 202 36 428 500 628 701'61 79- 227 660 57 72 707[500] 84 917 1*0100 71 440 583 732»8 jOÜi 170004[3001 22 268 565 685 708 894 938 51 lM% ist-' Sß *unar 562 655 66 719 803 980 88 90 1 7*152 206 82[300] 819 93 939 1 78047 166[300]" 819 969 1 74235 54 317[300] 45 13001 400 «?!- 17 5025 187 287 99 404 29[300] 30 528 81 648 889 968'ziij 213 47 349 85 487 603 651 708 91 849 1 77014 164 26'?(i 34 348 4lTl7""4[3000�3?' 595 691° 715 8-'•"93% 75 490 764 80" 36 1*4052 103 11 23-.«/� ftlj 2 248 304 431(3001 646 69 69 646 871 987. lj 550 988 1**134 104 19 201 313 WWWHW_________ W» 732 73 1*5042 248 304 431[300] 545 59 69 646 871 M[%r a% sr 37 439 676 619 77 99[3000] 868 1*»Ü43 49 190 430 56-» 1 SBaonmortlicher Redakteur: K.«ronheim tn Berlin. Druck und Verlag von Ina*£a*i«a in Berlin SW., Beuthftraße 2.