)emoW� M tn. ed# tcinen# b, wen" rA LM #. 1:1. Donnerstag» den A3. InU 1889. 6. Jahrg. Brgan für die Interessen der Arbeiter. i mchein,(SaliA to..Berliner Bo lksblatt' «l�MWMSWW Ar da» auaiank,™�" J". der Postzeltungsvrewliste für 1889 unter Nr. 866.) �..... täglich uuter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. Jnsertionsgebühr beträat für die 4gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und VerfammlungS. Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstrabe 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festlagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -* Fernsprecher: Amt VI. Hr. 4106.»-*- Vedetktion: Veuthptrstze S.— Expedition: Sinrnreeitraße 44. Die ÄustVANderung «us der Schturiz. «, sehr bedeutsame Erscheinung unserer Zeit ist die us Wanderung, an der in Europa alle Länder theil- Isu �> i® nach dem Stande seiner wirthschaftlichen Ver- Mwsse stellt das eine Land mehr, das andere weniger Aus- Ar, T: Naturgemäß nimmt auch die Schweiz in dieser »L°keine Sonderstellung ein, sondern sie ist ebenfalls ge- ., 7% Zur Auswanderung ihr Kontingent zu stellen, dao iif,. verschiedensten Gründen in seinen Zahlen ein �wankendes ist. Bis zum Jahre 1868 war in der Schweiz ib\?latistik über die Auswanderung angelegt und man ude?halb bis dahin auf die Angaben des Einwanderungs- Emissärs in New-Aork angewiesen. Nach demselben wan- Jahre 1847 aus der Schweiz 1917 Personen nach Vereinigten Staaten aus. Die weitere Auswanderung KW*: 1850; 2380, 1851: 4499, 1852: 6471, 1854: iiörfA da Ott" fiel die Zahl der Auswanderer ,n den Im 17 Sahren rapid, bis sie 1859 auf 791 gesunken war. v en Jahre 1860 verdoppelt sich fast die Zahl der %=*der«, s,c sieigt nömüch wieber ouf 1422. 9,* zum S%l%6ma(hett die Zahlen perfeh, ebene uttkbmtettbe Lenkungen durch und erreichen 1867 die Hohe von sECrlE ich u 7 Behörde ermöglicht, zeigt, daß dieselben unverlaß- 4 C ZM niedrig sind. Bir werben die amenk- in 8.lnh'' n den schweizerischen, die uns sicherer dunken, reicht§ �e wieder und zwar progressiv bis 1880 und er- UZMW W d567, 1887 steigt sie wieder auf 7558 und 1888 1882 b& inklusive 1888 beträgt b,e bur� Auswanderung aus der Schweiz nach überseeischen pro Jahr 9304 Personen, den Kulminationspunkt .. Klirt. auch von da aus die:>ieise antreten. So »nboten.I Feuilleton. [21 e «»r auf s of« brau ü Derzeit t oen Tieg oes Sozialismus. Der Kongreß beschlotz""1'P(r;eii( propriation der Bourgeoisie und die Vergesellschastungf. wier Aeri ProduktionsmittU. Noch sind die gewerk>chaftlichen% Wnmört sationen national, aber sie erkennen die Nothwendigkeil% des internationalen Verbindung aller Berufsgenossen an und«artig di, eine solche anzubahnen. Der Nationalverband der frauM� Jjtefe Gewerkschaften umsaßt 466 Gruppen, die zum größten�- isewerricyatien umragr isruppen, vre zum groB»" tn ihren Sitz in der Provinz haben. Die Kassenverhältin'U,«orial H noch sehr schwach, und die Organisation kann sich Wae aus- derjenigen der Trades-Unions messen oder mit den Lci>T uti j£.iuucä-uiiioiU) otciicn ovcr MII vcn i UlYtq des deutschen Proletariats. Die französische Bourgeoisie, e>%» Fe»e mein sie und elendeste aller Bourgeoisien, hat Alles daran anstatt an das französische Proletariat zu pulvei-isiren, es in Jas Klasst auseinander zu halten. Lange Jahrzehnte hindurch!:™ei'ecfcl die französische Arbeiterschaft weder Vereins- noch%% ,A>Nisirt, lungSrecht. Nach und nach, sozusagen stückweise, wur°fi®W)em f, eine durchaus mangelhaste und beschränkte KoalitionSso�«ich nicht gereicht. Erst 1883 erhielt das Proletariat Frankreich-, Poula,, lückenhaftes Gesetz, das die Gründung von Gcwcrkschast?, fallen, e schlich anerkannte und regelte. Die Bourgeoisie spielte st die großmüthig bewilligende Macht heraus, weil untere' ökonomische Entwickelung, die Zentralisation der 3� V derartige Dimensionen angenommen, daß das Proletaru« versklavt und zu jedem Widerstande unfähig erschieß Bourgeoisie bewilligte einen Schein von Freiheit, a# stV die Fabs-�l Die Proletariat schwach genug glaubte, daß sich eisernen und irdenen Topf abspielen könne. welche die gewerkschaftliche Organisation g nicht nur unvollständig, sie wurden durch die M mische Abhängigkeit des Arbeiters vom j; illusorisch gemacht. Wo sich die Gewerkschaften als AWji weisen, den Proletarier gegen die größte Ausbeutung°!> pitalisten zu schützen, da wird ersterer durch Androhu'ffv. Entlassung und des Hungers zum Verzicht auf das ö' zugesagte Recht gezwungen. � Das blanquistische„Zentralkomitee" und die«ArbtltksA haben Zweige ihrer Organisationen- in beinahe sjEfst großen Städten und Industriezentren. Besonders übcrst? wo sich die Großindustrie entfaltet hat, da gruppirt Arbeiterpartei das Proletariet auf ihr Programm. Da, �: Kleinindustrie noch überwiegt, hat eine vierte Organü�f, � der mehr kleinbürgerlichen Possibilisten, Anhänger. As si? Frankreich von Ost nach West, von Nord nach Sud ,.r reifen, iibcniU R4* b»<» vnmhorM» flXrrt&m-rthitMnn M yai bilde I vi wo sich die moderne Großproduktion f% da stößt man auch auf sozialistische, organisirte, der*%%% i aj partei angehörende Proletarier. Auf dem Kongreß sind 145 derartige Organisationen„„ ihre Zahl in Frankreich beträgt mehr als 25�-/ Kongreß von Marseille brachte ihre Einigung zu einer Ä nalen Partei, zugleich zeigte er auch, daß sich das Wil «, u Ae» h � die �er Auz� dem Boden des modernen, internationalen SozialiLM"?�/ jMuf 5 ß*,«* fnrhprt� nfd Sttohtttmitm rMTlCt rtij'«J® hatte. Es forderte als unerläßliche Bedingung reiner pation die Vergesellschaftung aller Produktionsmitteb Laufe der Zeit der Arbeitermasse entzogen und iu den- weniger Kapitalisten aufgehäuft worden war, das fiPW Gesellschaft zurückfallen. Die Arbeiterpartei konstituirle .....~"' lf politischem K politische Partei, um den Kampf auf -iSj schuka, Oberlieutenant bei der Fortifikation und pj Portrait zeichnen. Verpfsegs-Beamter— eine etwas hybride Zusamwenst aber es ist nun einmal so... Der Oberlieutenant machte sich das VergnüS � 197% rast des vor ihm sitzenden Fräuleins in P A krje»a� .. Portrait hat er schon bei Tagesbe' j, angefertigt und versucht jetzt ein zweites bei Lainp( jW Jahre In dieser künstlerischen Beschäftigung stört ihn" f treten Timea's. Die ganze Erscheinung des schlanken, Kindes hatte in diesem Augenblicke etwas geistenr.� war, als träte ein Schemen, ein Phantom aus dein hervor. �' (Fortsetzung folgt.) N A 72o Aus iTUtull und Ls i Die übliche MeltstatMK der Kierbrauer� A der 1888 wird soeben von der Wiener Brauerzeitung ,3'iL/' Hefte veröffentlicht. Danach produzirten sämmtliche 50 903 Eurovas. Amerikas und Indiens im lekten Jahre L r,.Mur. Europas, Amerikas und Indiens im letzten Jahre 171363 649 Hektoliter gegen 173 486 089 Hektoliter>5£!«ergi� staatssteuer von 235 565 l®".�?"■' 1887 und warfen eine'cmumpcuei von uuu— Währung gegen 239 736 413 fl. östcrr. Währung,> vorher ab. An Malz wurden 64 317 656 MeterzeN'N. j -Ä nach Professor Pott in München— 1888 1 � zentner gegen 1 607 000 Meterzentner im Jahre? Großbritannien, Amerika, Belgien, Frankreich, Rust�W? mark, Niederlande, Spanien, Schweiz, Schweden, � Italien, Rumänien, Serbien, Griechenland und Elöick .OIW1VIV Wtiuicii/ Vjnicuicuuuiu 9)1%; ersten Male angeführt) waren insaesammt 22 697 jj» im Betriebe. Im deutschen Reichssteuergebiets � 10 285 Brauereien 27 475 846 Hektoliter erzeugt w, i eine Summe von 11 355 448 fl. eingegangen.« nun die Produktionsquote zum Steuersatz gege»''-- reich-Ungarn. Im ganzen Deutschen Reiche w° Brauereien gegen 26 143 1887 im Betriebe, II .v ihn#' T Aufsaü-� iritV.""Nioqttcy geworden. Mit dem E?timm;eliei oewaiinri iml-�rx ökonomischem war er der Bourgeoisie gegen- i£fl''ch geworden. Mit dem Slimmiettel bewaffnet __-w—-*x' �in buri) IS Störte weder mit hon- der beste s ouu,............ diesen Beschluß des internationalen sozialistischen Kongresses zur Tagesordnung über. Die italienische Delegation hat energisch gegen diese Haltung protestirt, die Holländischen Vertreterhaben sich zurückgezogen, um sich mit dem in Geniäßheit der Haager Konferenz einberufenen Kongreß zu vereinigen. Nach dieser Mittheilung wird die Sitzung Abends 9 Uhr aufgehoben, die nächste für den folgenden Morgen anberaumt. te sozial� IP' w das französische Proletariat mit haben dasselbe davon abgehalten, WW�MW K fcÄÄ'Ä-zfa I?? J«(feW?."t jeher eine eigenthümliche, besondere Ent das fran-üsİ Äs r schreitet sprungweise vorwärts. Ist auch doch die V x � Proletariat nicht gut organisirt, so haben sich Rtop E lederzeit die& iusammmgeschlollen denen die Ereignisse lSB sind den I?. ,, tHtumnyt.« r"-------- �—,,,.- Und diese Kadres an er, größten erhältmlse Sf RBWiHVös sssyR«5 'ößten � �acht � sie zu thun haben, wenn die Ereignisse die -.'ltmlse>?%, geben. 1830, 1848, 1870 war das Pro- ° �__ ntAf ht�s» % vuw.v W.......»>.. . Mpioi He» x»eben. 1830, 1848, 1870 war Las Pro. rgcoiftfc-■.«------ !5 daran iW res daß die Früchte der Situation einem einer ähnlichen erbärmlichen Persönlichkeit 2#e% •• O v k vuci ClllCt UUllilUiCU-----' «SElj M?-»-«#».-w«-Z: die Resultate eskomotiren zu lassen. Die die Kommune begangen, werden in '"cht wieder erneuern. Das Volk wird sein, nachdem W mifL "/ was ihr Individuen entzogen haben. Das unterlag 1871 nicht nur durch die gemachten gehler, >»/&..„i. r-..____ if r:x SYlrtt-tfi<*rnnnPlt nflttC/ die Fabel Die%... mni»."»« räpo-nfnh zu der Haupt- evölkerung von besonders die der In- .W_______-uBiiciu envacht. Auch in der kitk««x Sache des Proletariats ihre Organisationen, x S°n Paris■ Pcht weniger fest, klar und sozialistisch als die .derftden' lind letzteren vielleicht in diesen Punkten ixP Proletariat aller großen Städte und Fabrik- � �-------«.!» sriAri« Aucki das d>e � N die P,o?i«. � llen, weil sich nur Paris«yvut,. ' Si' bildete reaktionären Gegensatz zu der Hc als 3k'j» sond-»-« x!"icht nur die Arbeiterbeuölkerung eutung � q»ßriejeiurct,, ��, 5 der Provinz, besonders die der Androhung Pwvjn�, zum Klasserrbewußtsein envacht> uf daS 0"b dies» JA bje Sache des Proletariats ihr "•'....... x ii ahc fa� �>ren tnart*". P�letariat aller großen Städte und Fabrik- ders Musische m ,'" Uebereinstimmung mit Paris. Auch das guppirt Pajl)-Proletariat wird zu siegen missen.(Lebhafter Ü?"'"} ckw>?.� i beißt an, daß noch weitere Delegirte aus der 6 bot, g... �troffen sind, welche imperatives Mandat erhalten ua) w-""gteß iere Gewerkschaften und Studienzirkel auf dem duk.ion K vertreten. te, der �».�'•Hüffes 1-!' theilt darauf dem Kongreß im Namen des > gegn"� pi'ban,„nd A ,?elche Schritte dieser behufs einer Einigung onen A fl!?.?lsen ho,.�sche Resultate erhalten worden sind. Wie be- als Y*»(J? � die Don«'lalienische Delegation dem possibilistischen Kon- I C/%| Ä ÄÄÄZÄÄ wendet f j f 4SofRh,r,rt.„«««Zifioe sBrüfuna der Mandate. -zialism<«- MM g reiner" �mittel. W ß',' SS"® die sNormflozutton uvervracyi.-nrv... dn/�USschnb x sterr eine gegenseitige Prüfung der Mandate. � Resolution für eine Verschmelzung ohne jede »-�"»laiin«' also nicht wieder mit Bedingungen stellm jj,-'rtttifrfi-'.x" annehmen anfangen könne, daß man aber � WtRttnn Resolution entsprechend noch nach wie vor °«eit sei. Der possibilistische Kongreß ging über U>olittplhe Lleberfrrlrk. Ueber dir Geschäftslritung des Jntrrnatioualr» Kongresse« wird uns geschrieben 3.3. Paris, 21. Juli: Daß der Kongreß glücklich zu Ende ist, wird Niemanden größere Befriedigung verursacht haben, als den Mitgliedern des Bureaus, namentlich den beiden Präsidenten V a i l l a n t und Lieb- k n e ch t, die von der ersten Minute bis zuin Schluß, d. h. volle 7 Tage lang— in Sitzungen, die zum Theil ganze Tage ausfüllten, die Leitung dieser so überaus schwer zu leitenden vielsprachigen Versammlung hatten. Zunächst ein Wort über die Zusammensetzung des Bureaus. Ständige Präsidenten— und zwar nicht der eine„erster" und der andere„zweiter", sondern völlig„gleich", je nach Be- darf mit einander abwechselnd— waren die beiden oben ge- nannten. Für die meisten einzelnen Sitzungen wurde vom Bureau, das von Anfang an mit souveränen Vollmachten aus- gestattet war, noch ein Präsident ernannt, der nur für die be- treffende Sitzung den Vorsitz führte. Der Franzose Deville, Anseele von Gent, DaumaS, Stadtrath von Paris, Cuninghame Graham, Mitglied des englischen Parlaments, Ferroul, Mit- glied der ftanzö fischen Kammer, Vollmar, sächsischer Landtags- abgeordneter, Frankel, Mitglied der Kommune, waren für einzelne Sitzungen als Präsidenten in Thätigkcit. Ferner saßen im Bureau eine Anzahl von Ge- nossinnen und Genossen, die das Ucbersetzeramt zu versehen hatten. Unter den Uebersetzerinnen und Uebersetzern sind in erster Linie zu nennen Frau Aveling-Marx und Frau Zetkin, ferner Vollmar, Longuet, Wedde, Lafargue, Vaillant, Lieb- knecht. Es war eine harte Arbeit, namentlich für die beiden letzteren, die mich mit der Leitung des Kongresses und allen sonstigen Dingen betraut waren. Und die Leitung dieses Kon- gresseS war wahrhaftig keine Kleinigkeit. Die parlamentarischen Regeln der Franzosen und Engländer sind von den unsrigen verschieden; und unter den Franzosen befanden sich viele Ele- mente, die überhaupt von einer parlamentarischen Ordnung keine Idee hatten oder haben wollten, denen man aber nicht vor den 5kopf stoßen konnte. Ohne die musterhafte Disziplin der deutschen Delegirten, die— von einer oder zwei Ausnah- men abgesehen— die Schwierigkeiten der Situation begriffen und das Bureau unterstützten, wäre der Kongreß schwerlich so gut und so glatt verlaufen. Nicht daß es an Stürmen gefehlt hätte! Die Herren Possibilisten und„Anarchisten" sorgten für das obligate Ouantum Skandal— das Bureau und die Versammlung entwickelten eine außerordentliche, fast übermenschliche Geduld; man ließ schreien und lärmen, bis es zu viel wurde, und dann machte man kurzen Prozeß. Das Spaßigste ist, daß die paar gemaßregelten Skandal- wacher nach empfangener Lektion vergnügt waren und sich auch anständig benahmen,— ländlich, sittlich.— Jedenfalls war das Bureau nicht auf Rosen gebettet, es mußte stets aufmerksam die Physiognomie und Laune des Kongresses studiren, den ver- schiedenen Nationalitäten und Stimmungen Rechnung tragen, und künstlich zwischen unzähligen Klippen hindurchsteuern. Was von diesem Kongreß der hervorragendste Zita war, das ist unzweifelhaft der Geist der internationalen Brüder- lichkeit, die vollständige Abwesenheit alles chauvinistischen Rassengeistes und Rassenhasses. Während der sieben- lägigen Verhandlungen ist auch nicht ein einziges Wort gefallen, das einem solchen Gefühl entsprungen gewesen wäre und ein solches Gefühl hätte verletzen können. Der Chauvinismus ist etwas Künstliches: er steckt nicht in dem Volke: und die deutschen Journalisten, welche so viel von dem französischen Chauvinismus zu erzählen haben, müssen sich in sehr sonderbarer Gesellschaft bewegen. Vielleicht in boulangistischer, wo aller- dingS der Chauvinismus ebenso sorgfältig gepflegt wird wie bei unseren Antisemiten und ähnlichen Leutchen, die glücklicher- weise mit dem deutschen Volke nichts gemein haben. Bemerkt muß auch werden, daß die deutschen Polizei-Gentlemen und Nichtgentlemen, an denen es nicht gefehlt hat, sich im Ganzen ziemlich gut aufgeführt haben. Sie chatten auch schlechte Erfahrungen machen können. Von französischer Polizei war auf dem Kongreß nichts zu hören und zu sehen— womit freilich nicht gesagt werden soll, daß es an Vertretern der französischen Polizei gefehlt habe. Die Herren verstehen es aber, ihr Handwerk zn verbergen. Auf einen früheren Konflikt Preußen« mit der Kchmeis weist Adolf Beer in einem nach archivalischen Quellen in der Wiener„Neuen Freien Presse" veröffentlichten Artikel über die europäischen Mächte und die Schweiz im Jahre 1849 ... und ufammw 13 t ihn «hi. twf Biel produzirt(1887 44 988 195 Hekto- >2£' und wurden 18 100 744 Meterzentner Malz ver- von 36 251 018 fl. ö. W. entrichtet. gGOO WN'Um war 368 000 Meterzentner und die Pflücke enj Ptauerpxl P*" 3" Oesterreich-Ungarn standen 1888 AfVgtey i'i 8 weniger wie 1887 im Betriebe: diese Ü» Ure. D.» � Hektoliter gegen 13 418 110 Hektoliter im 1 irrt Steuer betrug 24 858 773 fl. gegen 24 888 786 dort 1,-« sf" größten Ausfall zeigt Transleithanien, Zulley Anr-x-, � durch die horrende Konsumsteuer seinen Wi deckte. Zu vorgenanntem Quantum waren Kraucht. �ntner Malz und 100 000 Meterzentner Hopfen l3%i aus«>"x"�enproduktion betrug 130 400 Meterzentner, Kiffi. Metens«." WO Meterzentner, auf Steiermark K 7200' �alizien 10 500 Meterzentner, Oberöster- Hiox�tner sfsKntner, Ungarn und Siebenbürgen 4000 Ader- dir*"- entfielen. Es giebt noch vier glückliche tztE' u einer Bier-StaatSsteuer nichts wissen: Dane- £i»2�M.„xJ' Vrilisch-Jndien und die Schweiz. Den höchsten »�er) i« rf'V. Hektoliter 13° Bier= 2% 18 kr.(ohne y--. tz..chen i Oesterreich-Ungarn, wogegen die Restitution fcl&ÄktÄft SüÄÖiÄ: jftze �• vmoeaen W ,a eine Restitution von 1 M. modernen sich ektoliter' bat es eine ahre ,Ru Wf Und das Bier in die gesqu»._ xti d».-»- luktion � � Foß' �fpoiioricr-««. uut feiner Trommel, der Provas und !e>Ner Ä den Aick«,«- da er denn aufgemacht und das «MM "v uch der Senat der Stadt Regensburg i. I. 1644 bemüßiget, nachstehenden Beschluß zu erlassen: „Demnach ein Erbarer Cämmerer und Rath dieser des heil. Reichs freien Stadt Regensburg mit höchstem Mißfallen unb nicht ohne sonderbares Bekümmern vernehmen müssen, daß bei diesen ohnedas schwären Zeiten und da der Allerhöchste uns wegen Übermächten Sünden hcimbsucht, etliche geltsüchtige und eigennutzige Pierbrauer sowohl unter der Bürgerschaft als auch unter den Jnnwohnern durch Uebersatz des Nächsten und schänd- lichen Wucher mit elendem Piere solcher Grimm, Straff und !orn Gottes noch vermehren und hintangesetzt ber christlichen Lieb, erbärmliches Pier vor theureS Geld auszuschenken und zu verkauffen pflegen, dadurch aber der arme benötbigte Mit- und Nebenchrist in grossen Schaden, auch endlich zeitliches Verderben gebracht wird. Als können Ihre Ehren- festen Weißheitcn, Ihrem tragenden obrigkeitlichem Amt nach nicht unterlassen. Diejenigen, so solch unchristlich wucherliches Pier ausschenken, der Gebühr nach abzustrafen. Befehlen solchem nach aus väterlichen obrigkeitlichen Eyfer hiemit und wollen, daß am männiglich in denen Schenken gutes Pier verschenkt und verleutgegeben wird und verordnen, daß die Kontravenienten unter den Pierbrauern und Pierschenken ihr eigenes elendes Pier selber zu trinken verurtheilt werden sollen, wahrend ihre liebe Burgerschaft, Jnnwohner und Beisitzer er- innert werden, sich des Pierholens in solchen Schenken bei Straff von vier Gulden� gänzlich zu entäußern. Gestalte dann auf solche wunderliche Händel ein mehrer und schärffere Aufsicht gegeben werden solle. Demnach sich männiglich zu richten und vor Straff und Schand zu hüten wissen wird.— Decretum in senatu den 28. Dczembris 1644." Englische Pfandleiker. Ein köstliches Geschichtchen über diese durch ihre Rücksichtslosigkeit bekannte Menschenklasse weiß der Pariser„Gil Blas" zu berichten. Das Blatt sagt:„Es ist allgemein bekannt, daß in England eine Art Wucherer unter dem Namen„Pawnbroker" ihre Geschäfte in vollkommener Sicherheit ausüben. Diese Leute haben Kunden in den höchsten Kreisen des Vereinigten Königreiches. Vor Kurzem war einer der königlichen Prinzen genöthigt, bei einem solchen Manne eine Anleihe zu machen. Dieser gestattete sich nach Ablauf des Termins, seinen durchlauchtigsten Kunden auf die Bedingungen der Anleihe aufmerksam zu machen, wurde jedoch in dessen Palais kurzweg abgewiesen. An demselben Abende prangte an der Thür des Psandleihcrs ein riesiges Plakat mit den Worten:„John 33—, Pfandleiher Sr. königl. Hoheit des Prinzen X." Das geliehene Geld war ein paar Stunden später zurückgestellt. hin. Preußen war mit der Haltung der Schweiz im Jahre 1840 unzufrieden, weil daselbst politische Flüchtlinge, die nach der Niederwerfung der Aufstände in der Pfalz und in Baden über die Grenze gegangen waren, ein Asyl gefunden hatten. Preußen unterstützte damals die Forderungen Badens, und die Schweiz kam diesen Forderungen insoweit nach, als es die Entfernung der Flüchtlinge bis auf 8 Stunden von der Grenze anordnete. Diese Maßnahmen aber genügten dem Berliner Kabinet nicht. Das- selbe forderte von dem schweizerischen Bundesrathe, er solle keine Klubs dulden, deren Mitglieder Flüchtlinge und Fremde wären, die mit den Revolutionären ihrer Heimath in Ver- bindung stehen. Der schweizerische Bundesrath beschloß aller- dingS, die politischen und militärischen Führer des pfälzisch- badischen Aufruhrs auszuweisen. Der Beschluß wurde aber nicht ausgeführt. Daraufhin wendete sich Preußen an das österreichische Kabinet behufs gemeinschaftlichen Vorgehens gegen die Schweiz. Wenn auch diese Schritte nichts fruchten wurden, dann sollte die„Nöthigung angedroht und ersorder- lichen Falls auch vollstreckt werden." Als Zwangsmittel wur- den bezeichnet: Militärische Grenzbesetzung, gänzliche Absperrung des Grenzverkehrs, endlich militärische Besetzung schweizerischer Grenzbezirke. Indessen hatte die Schweiz ihren AuSlieferungS- beschluß wirklich in Vollzug gesetzt und die Auslieferung des badischen Kriegsmaterials in Aussicht gestellt. Allein dies erschien nicht ausreichend. Es wurden Garantien für die Zukunft von der Schweiz gefordert. Preußen verlangte zu diesem Zweck eine Revision des schweizerische» Asyl- und Nmtralitälsrechtes. Oesterreich sagte auch seine Mitwirkung dabei zu. Ebenso hatte Rußland der preußischen Regienmg bereitwillige Unterstützung zugesichert. Baron Hübner, damals Vertreter Oesterreichs in Paris, erhielt die erforderlichen Weisungen, mit dem preußischen Gesandten, dem Grafen Hatzfeldt, gemeinschaftlich vorzugehen. In Paris sollten zu diesem Bchufe Konferenzen gehalten wer- den. Zwischen den österreichischen und preußischen Weisungen an Hübncr und Hatzfeldt bestand jedoch ein bedeutsamer Unter- schied: Schwarzenberg wünschte„ein vorläufiges Sondiren derGe- neigtheit, auf den von Preußen angeregten Gedanken eines geme i>- samen Einschreitens einzugehen", während Preußens Vertreter die Weisung erhalten hatte, sogleich mit dem förmlichen, wenngleick in vertrauliche Form gekleideten Ansinnen einer konferenzialen Ve- Handlung der drei Großmächte hervorzutreten. Oesterreich ver- suchte durch die Schweizerfrage der im September 1849 u ii Preußen vereinbarten provisorischen Bundeskommission ein Feld für ihre Wirksamkeit zu schaffen, indem es in den Weiss»- seu an die im Dezember nach Frankfurt abgesandten Bundes- kommissäre betonte, die legitime Bundesbehörde habe die Initiative in der Frage zu ergreifen. Bevor die Bundesbebö- de in Thätigkeit trat, hatte man durch eine Mittelsperson versuch«. die Absichten des Prinzen Louis Napoleon in Erfahrung zu bringen. Dieser erwiderte: er könne sich nicht auf etwas> in- lassen, waS ihm vielleicht die Verbindlichkeit auferlegen köui ie, Zwangsmaßregeln gegen ein Land anzuordnen, in welchem er selbst jüngst als politischer Flüchiling das Asyl genösse--, welches jetzt bekämpft werden solle: es sei ihm dus aus doppelter Rücksicht unmöglich, wenige Wochen, nach dein er eine Flotte in den Archipclagus gesendet, um politische Fliichi- linge zu schützen; er verkenne übrigens keineswegs die Uuzu- kömmlichkeiten der Anwesenheit dieser Männer in der Schwei:: er glaube jedoch, es sei besser, Oesterreich und Preußen handeln zu lassen. Auch der französische Minister des Auswärtigen äuße te sich zurückhaltend. Das französische Kabinet zögerte mit der Antwort aus Verlegenheit und_ Sorge vor großen Berwicke- lnngen. Die französischen Gesandten in Wien und Berlin wurde» beauftragt, zu erforschen, ob bei der beabsichtigten R-ge- lung der Asylrechte keine Hintergedanken gehegt würden. Man sprach davon, daß England eine Einmischung der Nachbar- stallten in die Angelegenheiten der Schwei: nicht dulden würde. Infolge dieser Haltung Frankreichs hielt Oesterreich den Augen. blick zum Handeln für nicht gekommen. Eine Verständigung sollte für günstigere Zeit vertagt werden. Die BundcSkommissäre in Frankfurt erhielten in diesem Sinne Weisungen, und die Gefahr einer europäischen Intervention in der Schweiz war vorläufig beseitigt. Wie e» mit der Fabrikinlprktio»« oft genug aussieht, erhellt aus einer Zuschrift, welche der„Gwkv." von einem Ar- heiter erhält. Es heißt da:„Neulich war der Gcwerberath (Fabrikeninspektor) einer der östlichen Provinzen auf seiner Reise auch nach einer kleinen Stadt gekommen, um daselbst die Fabriken zu inspiziren. Er hätte wohl so manches sehen können, wenn er sich ordentlich umgesehen hätte, zumal in der einen Fabrik, die Schreiber dieser Zeilen gerade im Auge hat. Aber weit gefehlt; der Herr Gcwerberath ordnete zwar manches an, monirte mehrercs, aber daß er vielleicht mit einem Arbeiter gesprochen oder sonst vielleicht versuckt hatte, etwa-. zu erfahren— Nichts von alledem; ja die Meisten wußten erst nach seinem Weggange, daß er dagewesen sei. So hatte er sehen müssen, daß der Treibriemen der einen Maschine einer Hoszverkleidung dringend bedürftig sei und zwar mindestens 2 Meter hoch. Er hätte sehen müssen, wenn er die Fabrik ordentlich betrachtet hätte, daß an einer Bandsäge eine mu wenig Kosten herzustellende Schutzvorrichtung gegen das Zer- springenundHerunterfallen derBanotägengänzlich fehlte. Auch dem Treppengeländer, durch welches schon mehrere Unglückssällc passirt sind, hätte er seine Aufmerksamkeit schenken können und er hätte darin gewiß ein Haar gefunden. Dem Fußboden und einer in der ersten Etage stehenden Maschine hätte er Würdi- gung geschenkt, ja würde auch gefunden haben, daß all' und zede Ventilation fehlt, daß der Arbeiter Hitze und Kälte, sowie Zugluft im höchsten Grade ausgesetzt sei. Auch die Fabrik- ordnuna konnte er einer kleinen Prüfung unterziehen, das hätte nichts geschadet. Fragt man sich nun, was eine derartig« Besichtigung einer Fabrik für einen Nutzen hat, so kommt man zu der Uebcrzcugung, daß dieselbe im Große» und Ganzen nicht viel werth ist und man sagt sich dann, besser gar keii e als eine solche: benn wenn sie vielfach so ausgeführt wird, bleibt in der Regel in einer berartig besichtigten Fabrik cd er Alles beim Alten." Dieser Herr Fabrikinspeklor übt eben nur die allgemeine und von gewisser Seite für richtig befundene Praxis, die dahin geht, aufgeklärte Arbeiter und deren An- sichten über sozialpolitische und ähnliche Dinge absichtlich zu ignoriren. Man will sich de» Anschein geben, als wisse man Alles viel besser, als die mitten in der Praxis stehenden Arbeiter. Meker da« Kapitel Maßregelungen wird der„Ger- mania" von glaubwürdiger Seite aus dem rheinisch-westfälischen Kohlenreviere geschrieben:„Allgemein entrüstet ist man n Bergarbeiterkressen im Bochumer Reviere über Maßregelunger auf Zeche„Kari Friedrich". Die Delegirten Bauer und Walter sind von dem Obersteiger Höring mit der Motivirung entlassen worden, man wolle keine Hetzer auf der Zeche haben. Walle- ist ein alter, besonnener Mann, seit dreißig Jahren auf„Kai 1 Friedrich" beschäftigt und während dieser langen Zeit nicht ein einziges Mal von der Zechenverwaltung bestraft worden; er erfreute sich bei seinen Kämeraden der allgemeinen Achtung und war daher zum Delegirten gewählt worden. Bauer, bekannt durch seine Unterredung mit dem Herrn Geheimrath Gamp, ist ein klarer Kopf und guter Redner und hat in allen Streit Versammlungen zum Frieden gerathen, sogar vor dem Ausbnlcki des Streiks in einer Versammlung in Lindau gegen eine A> beitSeinstellung gesprochen, so daß er beinahe in der betreffe!- den Versammlung geprügelt worden wäre. Der wirkliche Grun> der Maßregelung liegt nach der Ansicht der Berglen'« darin, daß Bauer vor der Kommission sowohl, wie bei seiner Unterredung mit Herrn Geheimralh Gamp rück. haltlos seine Meinung zum Ausdruck brachte. Ais die Belegschaft von„Karl Friedrich" von den Kündigungen ihrer Vertreter hörte, beschloß dieselbe, die Arbeit einzustellen.. Da war es gerade Bauer, welcher seine Kameraden durch gut- liches Zureden von diesem Schritte abhielt. Auch die jüngeren Brüder Bauers, die sich wie andere Bergleute an dem streik betheiligt haben, haben ihre Abkehr erhalten. Die vier Gemäß- regelten erhielten sofort ihren Lohn bis zum 31. d. M. mit der Warnung ausbezahlt, den Zechenplatz für die Folge nicht mehr zu betreten." Die„Germania" fügt hinzu;„So unsere Mit- thcilung. Es wäre wünschenswerth, wenn diese Vorgänge zur amtlichen Untersuchnna kämen." Für dir auf Gntbürgrrung der Juden gerichteten Forderungen der Antisemiten tritt die„Kreuzzta." an leitender Stelle ganz offen und ohne Vorbehalt ein. Religionsfreiheit will das Blatt den Juden gönnen, aber— fährt es fort— „wir sehen nicht ein, warum den Juden höhere Staatsstellungen und Berufe eingeräumt werden sollen. Sie sind und bleiben ein fremdes Volk. Als Aequivalent möge man sie auch vom Militärdienst befreien und sie zu Steuern nur so weit heran- ziehen, wie andere Fremde, die in Deutschland wohnen." Da- mit nun die Juden sich nicht, um den Antisemiten das Spiel zu verderben, fn masse taufen lassen, macht die„Kreuzztg." den Vorschlag, jedes Konsistorium möge eine Deputation von fünf Geistlichen niedersetzen, vor welcher ein jüdischer Täufling vorher ein Kolloquium zu bestehen hätte. Der durchs Examen fiele, müßte dann natürlich Jude bleiben und— Fremder werden. Schade, daß nicht auch rückwirkende Kraft für das Kolloquium verlangt wird— das wäre der Gipfel des Unsinns. I« der verschärften Kontrole an der schweizerischen Grenze bemerkt der„Freis. Ztg." zufolge der Londoner„Sozial- deinokrat" bezüglich der Nachricht, daß die Grenzkontrole be- sonders den Schmuggel sozialistischer Schriften verhindern wolle, daß er, der„Sozialdemokrat", sich schon bisher nicht auf dem Zollbureau vorgestellt habe und auch ferner auf diesen Akt der miernationalen Höflichkeit zu verzichten gedenke,„ganz abgesehen davon, daß der Weg von London nach Berlin über die Schweiz doch etwas kostspielig und langweilig wäre." Die Kestechungvangrlegenheit in Kiel, welche zu- nächst die Verhaftung eines Ober-JnaenieurS der kaiserlichen Werst zur Folge hatte, droht nach der„Äreuzzeitung" große Dimensionen anzunehmen. Die Staatsanwaltschaft m Ver- b nduna mit der Kriminalpolizei entwickelt eine lebhafte Thätia- keit. Nach vorgenommener Haussuchung bei einem Werst- se'rctär wurde derselbe verhaftet und in das Kieler Gerichts- gcfängniß abgeliefert. Auch auswärts sollen Verhaftungen vorgenommen sein. K-lohnir Kchnridigkeit. Wie der„Freis. Ztg." aus Hörde geschrieben wird, hat die Direktion des dortigen Berg- werfe- und Hüttcnvereins einem Lieutenant, welcher während des Streiks auf Zeche„Schleswig" in einen Haufen Neu- gieriger schießen ließ, eine Sammlung von sechs Bildern aus der Zeit des Streiks gewidmet, und durch den zu diesem Zweck eigens nach Paderborn entsandten Photographen persönlich über- reichen lassen. Heuchlerei. Die„Madgeb. Ztg." jammert heuchlerisch über die„großen Arbeitseinstellungen", die den deutschen Ar- Keilern großen wirthschaftlichen und moralischen Schaden zuge- fügt hätten und noch zufügten. Der ganzx Artikel ist ein Wimmern und Jammern über die Arbeiterexistenzen, die durch den Streik ruinirt würden. Von der Roth und dem Elend aber, das die Arbeiter zum Streik treibt, wird natürlich nicht Notiz genommen. Keber die Folgen der Kergnrdeiterdewegung in Niederfchlesten wird berichtet: Nunmehr hat auch dos letzte Militär, eine Kompagnie Infanterie aus Freiburg, die seit zwei Monaten im Streikgebiet innegehabten Bürgerquartiere geräumt und ist in seine Garnison zurückgekehrt.' Damit ist die Ansicht widerlegt, das Militär würde erst nach Beendigung des am 22. Juli vor dem Schweidnitzer Schwurgericht begin- nenden Monstre- Prozesses gegen die 93 Bergleute, die wegen Landfriedensbruchs angeklagt sind, abrücken. In der ersten Serie von 35 Angeklagten, zu deren Aburtheilung die Tage Montag, den 22., Dienstag, den 23., und Mittwoch, den 24. Juli, bestimmt waren, befinden sich laut amtlichem Aushang nicht weniger als 28 Schlepper. Kambrrg, 21. Juli. In einer heute Früh 10 Uhr im Saale der„Wilden Rose" dahier unter vollzähliger Betheiligung der hiesigen Arbeitervertreter stattgehabten Besprechung über die bevorstehende Wahl eines ÄrbeitervertreterS ins Reichsver- sicherungsamt wurde als solcher das frühere Mitglied Hut- machcr Kämpfe dahier von der BekleidungSindustrie-BerufSge- nossenschaft, sowie als Ersatzmänner Anton Zeus in Ausburg, Arbcitervertreter bei der süddeutschen Eisen- und Stahl-BerufS- genossenschaft und Jakob Jena in Forchheim, Arbeitervertrcter der süddeutschen TextilberufSgenossenschaft vorgeschlagen und einstimmig angenommen. S (II.- unters# »d i: diesem zurückgelegten Betrage schöpfte Boulanger 279000' Davon lieh er 140 000 Frks. dem„Offizier-Kasino", J er ein Werkzeug politischer Umtriebe zu machen 9g, 30000 Frks. steckte er ein und nahm sie mit, als Ministerium verlassen mußte. Den Rest schlug er zu � Geheimgeldern, die er aber nicht für den Dienst venwy Er bezahlte 60000 Frks. alter Schulden, löste mit einen verpfändeten Antheilschein ein, gab 6000 Frks veriraulen Agenten, verlor bei einem von ihm unten Blatte,„L'Avenir national" 30000FrkS., schenkte>0»? x zeugen im Ministerium große Beträge, ließ zwei in Paris einrichten, von denen die eine 12 000 Fr»- und so weiter. Man bot ihm nach seinem Slults 1 Oberbefehl über das Armeekorps in Clennont-TonnWV. um ihn aus Paris zu entfernen. Er nannte diese gs gung eine Verbannung. Damals verbündete er sich nul Ucber 1 und dem 1834 geborenen Arthur Dillon, der sich vom JMssj Nesses bring an aus eigener Machtvollkommenheit„Graf" Dillon»'"jj etstaticrg; Er war zuerst Kürassierlieutenant, ging dann ab, wuroe' � Pari« Schulden wiederholt verfolgt und hatte einen schlecht'»�«onfjtessts Er trieb allerlei Schacher, icheint aber später reich zunächst Mt. Nervl! habem Rochefort�soll aus der VerschwörungSkasse�� zu einem E Frankreich. Guten Vernehmen nach ist die Meldung, daß B o u- langer und Genossen die Verlustordonnanz, durch welche den Angeklagten die Ausübung der bürgerlichen und politischen Rechte entzogen würde, am nächsten Sonnabend von der Kommission des obersten Staatsgerichishofes erlassen werden solle, unrichtig. Die Ordonnanz, welche der Staats- gerichtshof erlassen wird, dürfte eine weitere Frist von 10 Tagen festsetzen. Aus der Anklageschrift gegen Boulanger tragen wir über die mißbräuchliche Verwendung Oer Geheimgelder, welche die Anklage Boulanger zum Vor- wurf macht, nocb folgende Stelle im Wortlaut nach:„Boulanger halte als Minister 700000 Frks. Geheimgelder, lieber- dies hatten seine Vorgänger an ihren Geheimmitteln gespart und dos Ersparte für außerordentliche Fälle zurückgelegt. ÄuS Franken für seine Mitwirkung bekommen haben. von dem An schwörung hatte unzweifelhaft den Zweck, die bestehende,(Paris) beav rung zu zerstören. Man darf sich nicht bei den Wor�, En lallen, sondern bei den Thaten. Boulanger war Feinden der Republik umgeben. Die Prinzen und nehmsten Vertrauten schlössen einen Bund mit ihm, archrsten Morphy, Sondey und andere waren seine Er nahm das Geld des Auslandes an, sein Ziel w»- n*' Ä 5# Lande seine Diktatur mit dem Titel Protektor oder Sä %CC jst LebenSzert aufzunöthigen. Er suchte zu erfahren, ob«ew � ßneer En wartige Äemter ihn annehmen würden, dankte Bnefl®,; Mcht der die ihm von einem nahen Staatsstreiche sprachen ihm aus einem Pfarrhofe fchricben: Wir sind Ihre treue» lhanen." « Gesterreich-Ungar«.. JnKöflach in Oe st erreich ist die Strerkbe»� in fortwährendem Zunehmen. Kürzlich ist der Ausstand � Papierfabrik Kranz, in der Cellulosefabrik Clusemann# '0' ei ver ent| berg und in der Schraubenfabrik von Urban in ausgebrochen. Wie aus Leoben gemeldet wird,., Pubbier unb Walzer in Donaviz bie Arbeit ein. Weg J ruhen, die dort vorgekommen sind und an welcd?, Frauen Theil genommen haben sollen, ist Militär dor>d. gerückt.— Die„Kölnische Zeitung" lügt, Dr. Ken, der Redakteur der unterdrückten„Gleichhess- � Voitsberg eingetroffen und ermahne die Arbeiter, dle ß Abzeichen Paris! tragen, zur Ausdauer. Herr Dr. Adler abee Theater. Donnerstag, den 25. Juli. Or»v'« Theater. Der Postillon von Lon- jumeau. Frtevrich- WUhelmstadtifthes Theater. Orpheus. PUetorta- Theater. Die Kinder des Kapitan Grant. OeÄeaManre-Thrater. Gefährliche Mädchen. ÄSead-Theatrr. Muttersegen, oder: Die neue Fanchon. 2 preuMe fottcüc-ioofe offer. j. Knuptziehung i. Klasse 180. Jertt, v. 23. Juli bis 10. August. Hauptgewinne! M. Äx300 000 M. 600 000 M. 8x300 000 M.-c.[578 H Anth rill aase H •A 84 M.. 1» M.. 6 M..% 3 M. S. Labandtee, ältestes Lotterie-Geschäft, gegründet 1860.— Berlin, Johann isstr. 5, part .M...NaNaae 1 Tr. 9 M.— 10 A. Kaeaer-Panorarna. XfifiSf Diese Woche: ZweiterCycl: Pariser Weltausstellung 1889. Unter-Italie« mit Pompeji. Nrise Kr. Maj. Kchiss Keetha. Sine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonn. 8 Reisen 1 M. Fchlimili der KtkMlilhll und verwandter BerufSg nvffe« Berlins und Umgegind Sonnabend, den 27. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gnadt, Brunnenstraße 38: Große offen liche Versammlung der. ffiWtrJi chtiktIirdmchktMljl Himberrsaft und andere Fruchtsäfte zu Limonaden dick eingekocht a Liier-Fl. ercl... 1,25 Hngderli-fuenr(Specialität).. 90 Kerl. Getreide-Kümmel(unübertrefflich)......... 90 Alter«ordhänsrr...... 75 empfiehlt die Groß-Destillation von KtStlai»& Hell KophleustraSe Ur. 18. Geschäftstchluß: Abd». 8 Uhr, Sonntags MM. 1 Uhr. Abeuds 8'!; flt, am Montag, den 29. Juli, Uhr, iu den Bürgirialen, Drisdeuerftraße Tages-Ordnung: J Kerichterstattung vom internuti analen Arbeiter- in Paris. Referent Th. Glocke. Um zahlreichen Besuch bittet,& 820 Der Einberufer: A. Apel, SteglitzerstrM� I s ""r VepramvnSung. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Türk über: Die moderne Poesie und die Arbeiterbewegung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Besprechung eines Sommer- irachtsfestes..„, Um zahlreichen Besuch brttet 809 Der Vorstand. Mllllken- u. Begräbnißkafie für die im Berliner Gürtler- n.Broncturgtiverde beschüstigten Personen. (Eingcschricbcne Htlfskaffe Nr. 60.) Tonntag, den 28. Juli, Vormittags lOj Uhr: AußmrdenWe Generolvers mmlnng lt.§ 29 des Statuts in den Central- Festsälen, Oranienstraße 180. Tagesordnung; 1. Wie stellen sich die Mitglieder zur Er- nchtung eines Kassenbrrreau-Zimnrcrs resp. Ge- ssaltsregelung des Rendanten, mithin Statuten- änderung des§ 7. 2. Verschiedenes. Um rege Betheiligung bittet 818 Der Vorstand. Ur. 3. Peichenvergerstratze Ur. 3, zwischen Kottbuser Thor und R i t t e r st r a ß e. % «eftea,. S Möbel- and polffermaan labdil Gediegen» Arbeit. Zeitgemäße preise. Coulante ZahlnngsbrdingunS�' BÄ: Ag?: �u beziehen �durch die Grpedition: Zimmerstr. 44. .......................... im..... IN«»»...... III.....»»»IM Im Berlage«°n I.o.M.Atetz w Kwttgaet t? soeben erschienen: Der Alhtlliig! Irchslcr! Die„Vereinigung der Drechsler Deutsch- lando Verwaltungen Berlins, veranstaltet # Öß- d. M.. ant Sonntagj den 28. d. 81», einen MslN ich Filkdritzsseldk. Treffpunkt: Mittags S Uhr 30 Min. Lchlef Bahnhof. Gäste willkommen. 821 Das Vergnügungs-Somttee. Sophabezüge! Ueste von 3)— 5 Meter spottbillig. Emil Lefewre, Grantenstr. 158. Anständige Schlafstelle zu vermiethen 827 Ändrcasstr. 71, v. 1 Tr. Keilt Welt-Kaleiidtt Mr 1890 Vierzehnler Jahrgang gnhnlti «olenbnrinm.—«kcktlick.— Messen nn» MtrNe.- Im«rei»laus de» Jahre,(mit Bild).— Miidchen au, dem Bolle(Jllustrai — Siederietoreu. Er, «lntl«cdicht Beniamw. irt.— DieBer! von«.Bchweichel. io».— Mei' i Illustration. iumore»le w pi.. ltungimittel der P flanjcn � Bon Pros. Dr.». Dodel-Port.— Swrm am Morgen. Bedicht von Herrn. Ltnag.— An der rotbcn Wand. Erzählung von I. I. Maurer. — td« neien Schdiwweln. Sächstsche Ballade. — Boa der Sonne. Bon Oswald Köhler.— Der»verschiedene- Schulte,(schwlibtsch).— Am Klieh. Erzählung von«. Langer.— Ueder den «nfluh de« Wasser» auf die«eftaliung der Erdoberfläche. Bon R. Bommen.— Joseph Dietzgen(mit Portrait).— Juliu, lträcker(mit Portrait).— Osterglvrkrn. Gedicht.— Herz ist Trumpf I(Bild.)- Fliegende Blätter(tllustr.). — lliebu,, Räthsel jc.— Post- u. Telegrav Heu- Nachrichten.— Hierzu vier Supser: Die vier Jahre, zeiien.— Ein Waudlaleuder. Zu beziehen durch die Cvpedition: Zimmerstr. 44. Soeben erschien: D«s Gesetz, W llsei betreffend � Invakläikäts- und Uftcrsncrficficrung der W Mit Erläuterungen von August Bebel und Paul Singer. Kartonirt Preis 50 Pf. ZD die Kartonirt Preis 50 Pf. J x Zu beziehe« durch d e Erpedition Zimmerkraße 4��,� s�en�SUng h, WM»«.Wide i« jeder Preislage! Den Parteigenossen bei Bedarf bestens empfohlen! W. Hasenelev�f 1. Geschäft: Chausseestraste 40 2. Gefchäst: Krunnenstraste 1"' K«"' zu Ecke der Anklamerstraße. Ü'Ä'g Ulis Echten Uordhanser, Liter 80 Pf., im Restaurant von 11429 Emil Böhl, Frankfurter Allee. 74. Soeben erschien Der wahre Jacob Kr. 73. Wtt Portrait Wilhelm Kksmlever's. Zu beziehen durch die Expedition, Zimmer- straße 44. Arbeitsmarstt. Gürtler auf chirurgische Instrumente ver langen Louis& H La tutnstein, Sophien str. 8. Ein gekuckt. Mädchen wird bei einem j. Kinde P. Gfltsdt. Swinemünderstr. 19a. 819 Arbeiterinnen für bessere Herren- Ä tii��ahin Hemden finden dauernde Beschäftigung.g«rfgs ne 824« Blumenthal, Alexandcrst�%- 10 Tischler auf eich. Möbel BergmaN» 3 tüchtige Leute zur Bedienung?..r, 804 Hauptstraße 53. Geübte Cartonklebertn s. Arbeit. Kuttner, baneru� Der unentgeltliche Arbeitsnachweis Vereins der Kernmacher und«"'"«ucqu'j,''' Kerufsgenossen befindet sich 99 tzz ,�tc j®. straße 38, bei Gnadt, Abends von'ebc x; 9? Sonntags von 10— 114 Uhr. Lomsen.u� ue.s« ( VerantworUicher Reoalieur:. U. Cronhnm W�Berlin. Druck und Verlag von Ma» Kading Der uneutgeltlillie ArbeitSM, des„Allg. Metallarbeiter-Vereins""Äpll im Süden Neanderstr. 5; Norden ,g straße 40, Destillation, Abends 8i I Sonntags Vorm. 94—12 Uhr. in Berlin SW.. Beuthstrase 2. fiUrj« eine % L Beilage afao', % m unter! m«>». 'KM W�MW s# SJÄ.»« Kös Ä.ÄtÄ""Ä »�?Kris, den 20. Juli 1889. In der letzten Sitzung des "JTy � der Deville Maris) den Vorsitz führte, wurde «n«Me u m!'"Ä?etheilt, daß die Pariser Arbeiter(?) die Delegirten tif$«* Lx" Ehrentmnk eingeladen haben. Alsdann wurde folgende ven. /y gjf"ÖU npm /mr...... t.: c>,,st>L fNnp��e Ää i w Berliner Bolksblatt Intctudttoualcr ArbeiterkMgreß 'jÄ oder i, ob Ä S»'F cmanN Streikb«>A i nter, � j Zldlcr aber vgn X.yJ ��UQClClOtii yuucn.-cvwvu«»»»..... (Pari«� s®�bel(Plauen bei Dresden) und Jules GueSde �„beantragte Resolution verlesen: Sntmirflr daß die kapitalistische Produktion in rascher die faniw� ri Sonder der Welt ergreift, in Erwägung, daß der»,f". nr>che Produktionsweise die steigende Ausbeutung immer r herrschenden Klassen bedeutet, daß die druckun„ Ausbeutung die soziale und politische Unter- m und Versklavung der Arbeiterklasse zur Folge hat und TOierfr rMysischen und moralischen Degeneration führt, in Psli-iit x MUA. daß es die Aufgabe, ja die heilige und x;. r Arbeiter aller Länder ist, diese sie ruinirende kation L-i i Enlwickclung hemmende Gesellschaftsorgani- bcKiwül ihr zu Gebote stehenden Mitteln zu N>cit?rp„ daß es sich aber in erster Linie darum handelt, der »rdiiun� verheerenden Wirkung der herrschenden Wirthschafts- sin.,„ siegen zu arbeiten, beschließt der Kongreß: l. Die alle kxJjsi wrrthschafllichen Arbeiterschutzgesetzgebuna für moderner Produktion ist eine unabwendbare «res- sidigkert. Als Grundlage derselben betrachtet der Kon- deiie,� den achistündigen Maximalarbeitstag für alle Ar- Und„ sbot der Arbeit von Kindern unter 14 Jahren % Und S8efrfi>-jnff der Arbeit von Kindern unter 14 xzayrcn Bahren";"G der Arbeit aller Minderjährigen von 14 bis nch(tt ö Stunden per Tag; c) Verbot der Nachtin%�"ahme derjenigen Betriebe, welche ihrer Natur unterbrochenen Betrieb erfordern; d) Ausschluß der JJ,»r allen dem weiblichen Organismus besonders A»», ein-» 1"'unayme ocriemgen«eirieve, iunu;c ?'Uueiinti,„V''"dfochcnc« Betrieb erfordern; d) Ausschluß der m oÜcn dem weiblichen Organismus besonders Und der. en; e) für die Fälle der Schwangerschaft �ltinmii„„/ � ��urrrngen sind noch besondere Schutz- Und ntnm'rJ" treffen; f) Verbot der Nachtarbeit für Frauen �'udesirn- Arbeiter unter 18 Jahren; x) eine seit< 06 Stunden hintereinander umfassende Ruhe- Miher.; d) Verbot solcher Industrien und Inders k?"?)u>hoden, welche der Gesundheit der Arbeiter utlen ind„r.§°n ��ind; i) Aufhebung des Trucksystems in � UmfafrJ!x cP-�triebeu, einschließlich der Hausindustrie; Mthc„„„ x Inspektion durch staatlich besoldete Inspektoren, 5Hlen gJl.? Arbeitern mindestens zur Hälfte selbst zu i) e Jnspeklion durch staatlich besoldete Inspektoren, Wen r.'„'x ,? Arbeitern mindestens zur Hälfte selbst zu uiese' /- Der Kongreß erklärt es für nothwendig, alle Wer im r??üusn durch Gesetz, resp. internationale Verträge tlinpi" und fordert die Arbeiter aller Länder auf, in Nrklichuun ueeianetsien erscheinenden Weise_ für die Ver- Wrur" um geeignetsten erscheinenden v »"'TireÄrt-Ä-t'q gl die schweizerische Republik in ihren -- behufs Ver- nach- �«»uSaC f, jfitz''-. T?„, �-Unterstützen.", *"®„,.c„„A Wntinnpn vonunebl �"«ke. ..Om Resolution gelangte sonach fast einstimmig zur »i'wnis»„ 4�en wurden nach kurzer Debatte noch folgende P'�ens.si�laßt: 1. Die stehenden Heere, eine Gefahr des A.�ufWiiA Quelle der Roth des Volkes, sind durch Volks- x �ngep y« ersetzen. � Alle Nationen mögen auf ihre Re- JU wei'A.�usgst einwirken, daß diese veranlaßt werden, init A�eiz-rsÄ�udsten Vollmachten für die Abgesandten, den ferner) Kongreß zu beschicken, um einen genügenden zu sprengen. Dieselben erschienen am Sonnabend Abend, etwa 100 Mann stark, und stürmten mit dem Rufe:„Viva l'Anar- cblsme" in den Saab Allein sie kamen gerade, als der Vor- sitzende den Kongreß für geschlossen erklärte, die Hochrufe der Anarchisten vermischten sich daher mit den Hochrufen der Kongreßmitglieder.— Das von der hiesigen russischen Arbeiterkolonie veranstaltete Bankeit war sehr zahlreich, ganz besonders von den deutschen, französischen und ita- lienischcn Delegirten besucht. Das Bankett fand am äußersten Ende des Quartier latin in der Avenue des Gobelines 58 statt. Die kürzlich aus der Schweiz ausgewiesenen russischen Studenten waren ebenfalls anwesend. Ueberhaupt bestand das Gros der Anwesenden aus russischen Studenten und Studentinnen. Der Riesenkranz, den die deutschen Delegirten am Sonn- tag auf das auf dem Friedhofe Pere Lachaise befindliche Massengrab der 1871 gefallenen KommunardS niederlegten, bestand aus Immortellen. Der Kranz hatte den Umfang eines großen Mühlrades und wurde abwechselnd von je 16 Mann getragen. Auf einer großen schwarzen Atlasschleife stand in goldenen Lettern die Inschrift:„CongrAs international ouvrier socialiste de Paris, 21. J lllet 1x89." In einer langen Reihe von Ansprachen von den Vertretern aller Nationen wurde das Andenken der„für die Sache des Proletariats Gefallenen" gc- feiert. Der Grundgedanke all' dieser Reden ivar:„Die Korn mune ist tobt, es lebe die Kommune." Liebknecht hatte vorher am Grabe Ludwig Börne's eine kurze Ansprache gehalten, in welcher er das Andenken„dieses Märtyrers der Freiheit und des Kosmopolitismus" feierte. Alsdann wurde von den deutschen Delegirten ein prächtiger Kranz auf das Grab Börne's niedergelegt. Nachdem dann die Delegirten noch das Grab Blanqui'S aufgesucht hatten, begaben sie sich nach dem Friedhofe Montmartre. Hoffmann(Halle a. S.) legte hier im Namen der deutschen Sozialdemokraten einen schönen großen Kranz auf das Grab von Heinrich Heine nieder. Der Kranz trug auf einer weißen Atlasschleife mit goldenen Lettern die Inschrift:„Henri Heine les socialistes Atlemands. 21 Juillet 1889." Hoffmann wies auf die Verdienste hin, die sich Heine um die Sache des Proletariats erworben habe. Auf denr am Sonntag Abend in der Rue St. Mande stattgehabten Bankett toastete Vaillant(Paris) auf die„Reue Internationale", Liebknecht(Deutschland) und Halmgreen(Dänemark) auf die unverbrüchliche Solidarität aller Proletarier, ein Delegirter aus Südfrankreich auf die hilfsbereite Brüderlichkeit der Arbeiter aller Länder, die sich bei den verunglückten Bergarbeitern in St. Etienne vortrefflich bewährt habe. Nachdem noch gemeinschaftlich die Marseilaisc gesungen worden, begann der Tanz, der die Anwesenden in fröhlichster Stimmung bis in die späte Nacht beisammen hielt. Der Morgen des 22. Juli war längst angebrochen, als die Delegirten unter Hochrufen auf die Kommune und die soziale Revolution den Heimweg antraten. Aus der angestellten Statistik ist noch mitzutheilen, daß zum Beispiel Bebel 1700 Tage, Liebknecht 2000 Tage, Frohme 1534 Tage, der hessische Landtags- Abgeordnete Ulrich 699 Tage wegen politischer Vergehen im Gefängniß zugebracht haben. Mit wenigen Ausnahmen sind alle deutschen Delegirten wegen politischer Vergehen bestraft.— Unter den Delegirten der anderen Nationen sind die Strafen noch höher. Verschiederre sind in ihrer Heimath zum Tode veruriheill und haben sich durch Flucht oder andere glückliche Umstände dem drohende» Ver- hängniß entzogen. iT"""™ Juoumaaiicu|ui v».—.M ™*r) Kongreß zu beschicken, um einen genügenden .... Von xl siAehkich anzubahnen. ?."tflt; tP Delegirten aus Südfrankreich wurde der Antrag lJ."> all-» m""Lreß beschließt: an einem bestimmten Tage Z- �01-,.� Nationen aller Orten eine großartige Kundgebung „ W für hi. für das Arbeitcrschutzrecht veranstaltet. Der Äten I-A.siVUe Welt ist der 1. Mai 1890. An dem ge- ift�ÜeljitnA�'1." die Arbeiter aller Länder durch öffentliche Kri'War�,. gesetzliche Festsetzung eines achtstündigen Schlüsse x...wges, sowie die Durchführung aller übrigen tbC'uye de« Oa.'r.'"""*™*iuraRTiviu..a „sf Banbcr Ä unter Anpassung an die Verhältnisse »im sifau. Hierzu wurde der Zusatzantrag gestellt: ' JJicb berXA?x x® echtigte Mitkämpferin anzuerkennen für der Grundsatz aufgestellt: den Arbeiterinnen wie den .t Debatte ge- .Äff,».„w..- ' ihff.jc Qllen modernen 5�nd Lolrslss. Arbeiter raße "erpi.'"'lerent.------ en yenieyenoen ontnTfu w. 3ip,'l'fluiig bai,. Bedeutung die intemationale Arbeiter- ~�ion-„tfr-�ufbiefe Weise sei es möglich, die soziale ns S'sl :n Der Plan der Herstellung einer auch für Seeschiffe benutzbaren Schifffatzrtsstratze von Berlin nach der Ostsee ist schon mehrfach erörtert worden. Neuerdings hat Vizeadmiral Batsch in einer unter dem Titel:„Das erste Seeschiff i n B e r l i n", in der„Deutschen Revue" veröffentlichten Ab- Handlung den Nachweis zuführen unternommen, daß eine solche Verbindung auf dem Wege der Oder thalsächlich mit verhält- nißmäßig nur geringen Schwierigkeiten sich schaffen ließe. Zwischen Oder und Elbe, so führt oer genannte Verfasser aus, besteht schon seit Mitte des vorigen Jahrhunderts eine für die Binncnschifffnhrt brauchbare Verbindung mittelst des Finow- Kanals, der die Havel bei Liebenwalde mit der söge- nannten Alten Oder bei Oderbcra verbindet und dessen höchster Wasserspiegel etwa 20 Meter über der Ostsee liegt. Seine Entfernung von Berlin beträgt, wenn man dem Thal der Pauke und der geringsten Bodenerhöhung folgt, etwa 4% deutsche Meilen oder 34 Kilometer, und wenn man die Höhe eines Berliner Hafenpcgels auf 90 Fuß rheinländisch oder gegen 30 Meter über der Ostsee annimmt, so ergicbt sich mit dem Finow-Kanal ein Pegelunterschied von etwa 10 Meter. Ein Kanal zur Oder würde diesen Weg einzuschlagen haben, d.h. durch das Pankethal gehen und den Finow-Kanal etwa in der Gegend der Gräfenbrücker Schleuse erreichen, dann bis zum Anschluß an die Oder der Riehtung des Finow-Kaeals folgen. Das mit einem solchen Kanal verbundene Schleusen- syftcm hätte einer nur geringen Staffelhebung zu ge- trügen und wäre deshalb mit langen Haltungen herzustellen. Spree und Havel würden für einen Kanal von Berlin bis Oderbcrg eine hinreickrende Wassermenge abgeben und das obere Stromgebiet der Oder könnte zu jeder Zeit genügend Wasser heruntcrsühren, um die Rinne schiffbar zu erhalten. Die Schaffung einer solchen Schifffahrtsverbindung zwischen Berlin und der Ostsee würde in der Folge von dem günstigsten Einfluß auf Industrie und Landwirthschaft werden, indem sie dem mächtig fördemden Seeverkehr das Vinnenland erschlösse und ihm besonders auch den Haupt- und Mittelpunkt des Binnenlandes zugängig machte. Die Vertiefung der Oder von Odcrberg bis in die See wäre auch noch in anderer Beziehung eine Wohlthat, denn man würde dadurch zugleich die Trockenlegung großer Flächen und die Entwässerung des Niederungs-Gebietes bewirken. Die Vertiefung eines vom Wasser überströmten Flußbettes ist frei- lich immer ein kostspieliges Unternehmen, kostspieliger als Ein- dämmung und Verengung; aus der Trockenlegung der an- liegenden Bodcnflächen erwächst aber eine vortherlhaste Gegen- rechnung. Auch die bevorstehende Eröffnung des Nordostsee- Kanals und die dadurch voraussichtlich zu Ungunsten der Ost- Provinzen veränderten Konkurrenzverhältnisse führt Äize-Admiral Batsch für seinen Vorschlag ins Feld. Jedenfalls dürfte, wie die„Deutsch. Verk.-Ztg." bemerkt, der neue Plan schon in Anbetracht der Sachkenntniß seines Urhebers einer ernstlichen Erwägung werth erscheinen. Die bc,„r„.....................' j V-r UneMcksfall auf der Gberfpree in Köpenick *##»55 1 KWiiSWW !L die � � � uu t I ll) si c..t/iwu, iiu---- fcr&r Proletariats nur geschädigt werden. Uiip"� ftiinwo?."""»de mit großer Maiorität abgelehnt. Ge- ' V rl" gegen denselben die deutschen, osterreichrschen iernchen Delegirten Versuch, w. dp. xatte 3r„ i'.7 r 8' �• il, 9."ngrel, k.. a�Ä�'ssen machten nunmehr den Bei �'', sip°Urch Rufe wie„Vive PAnarcWsme!» u. s.. Wlu? toutl-P i�och sehr bald aus dem Saal gewiesen. it'ir.Min der Antrag gestellt:„Der Kongreß eruM baß j» allen Ländern ein Amnesticcrlaß j 8e." 8 politischer Vergehen verurtheilten Personen M putschen Delegirten erklärt, daß sie sich mit ipP, Antrag 11, fischen Verhältnisse der Abstimmung über Enb Abnahm" gelangte derselbe mit großer "ets" f Unter dem Titel:„Le Journal de " xlchtftünden-Zeitung") foll ein Wochenblatt "....... ng aller auf die Achtstun- soon'r% � Rufe: .d'ip die>var oanaey eneuffl..........., tiöMlSV Süf* die Zahl der Opfer, die alljährlich auf der Spree verschlungen werden, aber es ist nicht übcrtrieven, wenn gesagt wird, daß kein Sonntag vergeht, an dem nicht die Besucher der Oberspree in Angst und Schrecken versetzt werden, und sei es auch nur durch drohende, sich vor ihren Augen abspielende unglückliche Varkommnisse. Es hat längst aufgehört, ein Vergnügen zu sein, auch mit denr Dampfer stromaufwärts zu fahren. Auf ihm selbst sind die aufregendsten Vorkommnisse— nicht ohne die eigene Schuld des Publikums— häufig genug: Anprallen an die Landungsstellen, drohende Zusammenstöße, Ueberfülluna, Alles trägt dazu bei, ein Gefühl absoluter Sicherheit selten aufkommen zu lassen. Und wenn man auch mit einer gewissen Sicherheit auf dem Dampfer selbst sich aufhält, so wird man doch nie das Empfinden los, Zeuge irgend einer anderen Katastrophe auf dem Wasser sein zu müssen. Dieser Zustand kann nach unserer Ansicht sehr wohl ge- bessert werden. Es brauchte nur nach dem Vorbilde der Fahr- ordnung in den Straßen der Stadt auch eine solehe für oie Wasserstraßen erlassen werden. Die Berliner Straßen-«nd Fahrpolizei regelt den Verkehr in den Straßen nach ganz be- stimmten Voraussetzungen. Sie sperrt einige enge Gassen ganz ab, läßt die Einfahrt in andere nur von einer Seite geschehen, läßt Lastwagen durch belebte Straßen nur nach dem Eintritt der Abendstunden fahren, verbietet das Halten selbst von Droschken in anderen Straßen, schreibt die Routen der Omnibusse nach dem Verkehr in gewissen Straßen vor, und das Alles mit vollem Rechte. Auf dem Wasser aber fahren Dampfer, Schleppkähne, Flöße, Lastkähne je nach Belieben, tummeln sich dazwischen Ruderboote, segeln die Pachten. Es müßte möglich sein, hier in irgend einer Weise eine gewisse Ordnung zu schaffen. Die von unerfahrenen Händen gesteuerten Segel- und Ruderboote gerathen zu leicht in das Fahrwasser großer Schiffe, als daß Unglücks fälle nicht vorkommen müßten. Als die Rad- fahrcr die Dreiräder in Berlin frei bekamen, mußte jeder Rad- sichrer erst eine Karte von der Polizei lösen, die sich damit die Möglichkeit schuf, zu kontroliren, daß der Fahrende auch mit seinem Fahrzeug umzugehen verstehe. Wir meinen, daß es möglich sein sollte, durch irgend eine ähnliche Bestimmung den Massentodesfällen auf der Spree vorzubeugen. Wer einem Ruderklub angehört, oder Gast eines Bootsbesitzers ist, also in sicherer Führung sich befindet, mag ruhig hinausfahren. Sonst aber sollte kein Boot Hinausgehen dürfen, ohne daß sich— wohlverstanden auf dieser belebten und dadurch gefährlichen Stelle— ein Schiffer an Bord befindet. Es mag dadurch das Vergnügen derjenigen vermindert werden, welche in der That allein fahren können, aber die Rücksicht auf die Sicherheit der Unerfahrenen und auf dos Empfinden der an den Usern der Spree und in Gärten sitzenden Zehntauscnde erfordert eine Regelung dieser Sache. Damit allein aber ist es nicht gethan. Die Landungs stellen, die Brücken, alle Ein- ricbtungen, die mit der Schifffahrt in Verbindung stehen, müssen sofort einer durchgreifenden und einschneidenden, ohne Rüeksicht auf Kosten vorzunehmenden Neugestaltung unter- warfen werden. Es ist fast unglaublich, daß bis jetzt eine Brücke, wie die Köpenicker, bleiben durfte, die bei einer Spann- weite von 6% Meter, 6 Meter breite Dampfer durchzulassen hat. Berlin hat durch den Unfall vom Sonnabend erst erfahren, in welch' unausgesetzter Gefahr es sich be- funden ist. Der Wassersport in Berlin ist jung; er ist üppig empor- gewuchert und hat viel Unfug im Gefolge gehabt. Damit er- .lären sielt die Unglücksfälle zum Theil. Aber auch nur zum Theil. Viel liegt wohl daran, datz es in dem Sinne wie eine Straßenpolizei eine Wasserpolizei nicht giebt und nicht geben kann. Aber mehr Ordnung, Regelung und Zug, als jetzt vor- Händen ist, kann und muß auch in das Wassersahren gebracht werden. Ueber eine schwere Soldatenmißhandlung jatt tödtlichrm Ausgange kann die„Berliner Zeitung" auf Grund eingehender Erhebungen die folgenden, für weiteste Kreise wissenswerthen Mitihcilungen machen: Der Grenadier Gustav Affmann, geboren am 26. September 1867 in dem Dorf Liepe auf der Insel Usedom, woselbst seine Eltern noch jetzt ein Schlächtereigeschäft betreiben, stand seit dem Herbst des Jahres 1887 bei der zweiten Kompagnie des Fncdrichstraße, nahe der Weidendammer- Brücke, garnisonirenden II. Garde- Regiments. Er diente also seit etwa anderthalb Jahren und hatte sich während der ganzen Zeit gut geführt, war wenigstens nie mit Arrest bestraft worden. Am 15. Juni d. I. hatte die 2. Kompagnie besagten Regiments einen Felddicnst-Uebungs- marsch unternommen. Die Leute waren alle tüchtig in Schweiß gekommen; zum Ueberfluß regnete es schließlich noch und die Soldaten waren, als sie gegen 11 Uhr Vormittags in die Kasente zurückkehrten, bis aufs Hemd durchnäßt. Der die Kom- pagnie in Vertretung des Hauptmanns v. Horn führende Lieute- nant v. Neumann-Cosel traf deshalb die Anordnung, daß die Mannschaften sich sofort vollständig umzuziehen hätten. Als sich darauf der Lieutenaut durch persönlichen Augenschein von dcrAus- sührung seines Befehles überzeugte, traf er bei der Revision auf Gustav Affmann, der ihm, trotz der gcgcntheiligen Be- hauptung, sich nicht völlig umgezogen zu haben schien. Tie Untersuchung ergab auch wirklich, daß Affmann sein Hemd nicht gewechselt hatte. Lieutenant von Neumann-Cosel be- strafte Affmann deswegen wegen Belügcns eines Vorgesetzten und Ungehorsams mit 5 Tagen Mittelarrest. Beim Verlassen der Stube äußerte angeblich der Lieutenant, der sehr unge- halten war, daß Affmann eigentlich noch verdiene, tüchtig„ver- rollt" zu werden, da eines solchen Falles wegen die ganze Kam- pagnie„geschliffen" werden könne. Der in der Stube an- wcsende Unteroffizier Kuwalski und einige Andere erblickten hierin eine indirekte Aufforderung, die Worte des Offiziers auch in die That umzusetzen. Kaum hatte der Lieutenant die Thür hinter sich geschloffen, so forderte der Unteroffizier KuwalSki dazu auf, den Miffethäter gründlich durchzubläuen; er selbst machte gleich den Anfang, indem er dem Aermsten einen Hieb über den Kopf gab, der ihn zu Boden streckte. Verschiedene Soldaten folgten nun dem Beispiel des Borge- setzten; sie fielen über ihr Opfer her, ein Hornist nahm einen Schemel und schlug damit aus Affmann ein, zwei andere Grena- diere bearbeiteten thn mit Füßen und Fäusten, bis der so Miß- handelte keinen Laut mehr von sich gab. An denrsclben Abend wurde Affmann in Arrest geführt; jedoch schon am nächsten Tage mußte er ins Lazareth aufgenommen werden. Hier wurden verschiedene zerbrochene Rippen konstatirt, am schlimmsten sah jedoch der Brustkasten aus. Infolge der an dieser Stelle er- haltenen Verletzungen trat eine Brustfellentzündung hinzu, die dem Leben Affmann s nach vierzehntägigem SchmerzenSlager ein Ziel setzte. In der Nacht vom 30. Juni zum 1. Juli gab der Gemarterte unter unsäglichen Schmerzen seinen Geist auf, nachdem er noch am 29. Juni operirt worden. An der linken Seite hatte sich eine Menge Eiter zusammengezogen, welche durch Operation entfernt werden mußte. Am 4. Juli, Nach- mittags 3 Uhr, wurde Affmann mit militärischen Ehren zur letzten Ruhe bestattet. Die Eltern des Verstorbenen, die von RS der Krankheit ihres SohncS nichts erfahren hatten, erhielten am 1. Juli sowohl von Lieutenant von Neumann-Cosel, als auch von der Lajareth-Verwaltung Telegramme, welche ihnen den Tod ihres Sohnes an Brustfellentzündung und die Zeit der Beerdigung mittheilten. Die Depeschen lauteten: Berlin, 1. Juli, 10 Uhr 45 Min. Vorm. Sohn Gustav an Bmstfellentzllndung verstorben. Beerdigung Mittwoch. � Garnison-Lazareth. Berlin, 1. Vli, 4 Uhr 30 Min. Nachm. Kompagnie hat die traurige Pflicht, Ihnen das heut Nacht tll Uhr erfolgte Ableben Ihres Sohnes Gustav an Brustfellentzündung anzuzeigen. Beerdigung Mitt- woch Nachmittag.„,, � v. Neumann-Cosel, Seconde-Lreutenant. Man kann sich den Schreck der armen Leute gewiß vor- stellen. Auf seinem Krankenlager wurde Affmann mehrmals von seiner Braut Emilie K. besucht. Das Mädchen fand ihren Bräutigam im höchsten Fieber, am Körper über und über ver- bunden vor; sein Gesicht war bis zur Unkenntlichkeit ge- schwollen. Er sprach fast gar nicht, und meistens nur ganz wirres Zeug. Am Sonnabend, den 29. Juni, wo ihn das Mädchen zum letzten Mal sah, meinte er, es wäre ihm, als hätte man ihm sämmtliche Knochen im Leibe zerschlagen. Kurz vor seinem Tode äußerte er noch, der Unteroffizier Kuwalskr habe die Aufforderung ertheilt, ihn zu mißhandeln. Daß der Verstorbene kein schlechter Soldat gewesen, yeht aus dem Briefe fiervor, den der Vater des Affmann von seinem Kompaaniechef, dem Hauptmann von Hont, erhalten hat, und welcher fol- gendermaßen lautet: Berlin, 12. Juli 1889. Geehrter Herr! Von einem längeren Urlaub zurückkehrend, erfahre ich den Tod Ihres bei meiner Kompagnie ge- standenen lieben Sohnes. Ich bedaure aufrichtig den Verlust dieses Mitgliedes der Kompagnie und nehme Theil an dem Schmerz, den Sie und Ihre Familie in diesen Tagen empfinden werdm. Mit schwerem Herzen haben Sie Ihren Sohn vor 11 Jahren hierher gehen laffen und nun gewiß schon in der Hoffnung aus seine baldige Rückkehr gelebt. Plötzlich und unerwartet kam die Nach- richt von teinem Sterben. Um so schwerer für Eltern und Angehörige, dies Leid zu überwinden. Mögen Sie Trost und Beruhigung darin finden, daß Ihr Sohn als Soldat im Dienst des Königs und Vaterlandes ge- starben ist. Seien Sie versichert, daß ich nnd alle Glieder der Kompagnie trauernd nach dem Grabe eines lieben Kameraden blicken und daß wir Ihrem Sohne alle Zeit ein Andenken bewahren werden. Es empfiehlt sich Ihnen ergebenst von Horn, Hauptmann und Kompagnie-Chef im Ii. Garde-Regiment z. F. Die ganze Angelegenheit schwebt nun schon seit einigen Tagen vor dem Gericht der ersten Garde-Jnfanterie-Division unter Leitung des DivisionS-Kommandeurs Generallieutenants von Sobbe nnd des Divisions-AuditeurS Herrn Justizrath Hecker. Wir knüpfen hieran die Envartung, daß die Schuldiget: der ihnen gebührenden Strafe nicht entgehen werden und daß das Ergebniß der stattgehabten Untersuchung zur Aufklärung und Beruhigung der öffentlichen Meinung der Oeffentlichkeit nicht vorenthalten werden wird.— Jedenfalls werden wir auf den Fall zurückkommen. Uachvem in der Kaserne zu Ruhleben bei Spandau eine noch nicht genau festgestellte ruhrähnliche Krankheit epide- misch aufgetreten ist, deren Entstehungsursache auf das schtechte Trinkwasser zurückgeführt wird, ist seitens der Militärbehörden die Verfügung erlassen worden, daß die Soldaten Wasser nicht ohne einen Zusatz von Kognak trinken dürfen, zu welchem Zweck den Soldaten täglich ein Quantum Kognak geliefert wird, wo- gegen die Empfänger nach zuverlässigen Miltheilunaen absolut nichts einzuwenden haben. Da in verschiedenen Spandauer Bürger- Quartieren gleiche Erscheinungen eingetreten sind, so ist der gesammten Garnison das Trinken von Weißbier streng verboten worden. Was die Soldaten dort für billiges Geld als„Weißbier" erhalten, ist lediglich ein Gemisch von wenig Bier und viel Waffer, das durch allerlei zweifelhafte Zusätze „trinkbar" gemacht wird. Die Militärbehörden, welche in diesem„Gesöff" bei der gegenwärtigen Jahreszeit einen gefähr- ~—-........ Falle lichen Krankheits- Erzeuger erblicken, dürften in diesem sehr recht haben. Die diesjährige« g««,«ngeNtähnlichen Mitterungs- «erhättnissr während der Sommerzeit schaffen eine Menge so- genannter Naturwunder in Wald und Feld, ja selbst in der Stadt. Diese Wunder sind recht verschiedener Art; wahrend die einen unser Auge entzücken, unserm Herzen die schöne Maienzeit vorzaubern, bewirken die anderen das Gegentheil, indem sie uns viel zu früh Herbstbilder aufdrängen. Am schärfsten sind diese Gegensätze bei den Laubhölzern. Ecke Friedenstraße und Neue Königstraße, gegenüber dem Kirchhofe, kann man mehrere zum zweiten Male reich blühende Akazien- bäume seheu. Anch an der Berlin-Dresdener Bahn, unweit Berlin, btühen Akazien zum zweiten Mal in diesem Jahre. Eichen haben einen meterlangen zweiten Schuß gemacht, aber die Eicheln sind ganz klein. Eschen und vornehmlich Eber- eschen stehen im üppigsten Grün und"strotzen dabei von uner- meßlich viel und schönen Fruchtdolden im vollsten Roth. Kastanien zeigen ebenfalls noch vollen Laubschmuck und dabei haben ihre Früchte, die Kastanien, bereits eine Größe, wie sonst im Herbst. Dagegen sind Lindenbäume, wie man auf dem Leipzigerplatz sehen kann, vielfach schon gänzlich um ihr Grün gekommen; Obstbäume aller Art gehen zahlreich voll- ständig ein, obgleich sie noch geblüht und sogar Früchte ange- setzt haben. H« de« Schaufenster« mehrerer Käckerläde« im Stadt sind seit gestern große Plakate angebracht, Südosten der..„.,.,, in weichen bekannt gegeben wird, daß die Zugabe auf Brot und der wöchentliche Rabatt bei der regelmäßigen Entnahme von Weißbrot in Zukunft fortfallen. Ausführlich begründet rvird diese Bekanntmachung mit dem Hinweise auf die von den Gesellen geltend gemachte Forderung und auf eine von den Bäckern getroffene, gegenseitige Vereittbarung, wonach Zuwider- handelnde ans Zahlung einer Geldbuße bis zu 100 Mark für jeden Fall des Zuwiderhandelns in Anspruch genommen wer- den können. Am Montag waren diese Plakate nur noch sehr vereinzelt, am Dienstag sah man sie bereits zahlreicher in den Schaufenstern. Grmaßregelt mege« Krtsteitlgung an einer vom Fach verein der Schlosser und Sernfsgenosse« veran- stalteten Dampferpartie wurden die in der Kunstschlosserei und Ornamentenfabrik von Ed. PulS, Tempelhofer Ufer 6, beschäftigten Arbeiter(Schlosser) Röder und Stropp, und zwar auf eigen- mächtiges Vorgehen des Werkführers M ü n n i g. Haussuchung. Am Montag, den 22. d. M., Abends, wurde bei dem Maler O. Grau, Wrangelstr. 129, gchaussucht. Gefunden und beschlagnahmt wurden ein paar Nummern des „Sozialdemokral", Bebels„Frau" und verschiedene andere sozialistische Broschüren. Herr Grau wurde nach dem Molken- markt sistirt und anderen Tags, Nachmittags 2 Uhr, entlassen. Zmei große Kränd» haben in der Nacht zum 23. d.M. -und gestern Vormittag die Feuerwehr in Athem gehalten. Der erstere rief gestern Morgen 1 Uhr 45 Min. die Löschmannschaften nach dem Grundstück Tnststraße 12, woselbst das obere Stockwerk des auf demselben befindlichen Fabrikgebäudes in Flammen stand. Das Gebäude besteht aus dem Erdgeschoß und dem oberen Stockwerk; im Erdgeschoß befindet sich die Jalousie- und Wcllblechträger-Fabrik von Pottoff u. Kieefisch, die oberen Räume hatte die Perlmutterwaaren-Fabrik von Krause inne. Letztere Räume sind fast völlig ausgebrannt und der Schaden ist nicht unbedeutend. Das Dachgeschoß ist gänz- lich zerstört. In das Erdgeschoß ist das Feuer Dank dem Ein- greifen der Feuerwehr nicht gedrungen, obwohl die Zwischen- decke an verschiedenen Stellen durchbrochen war. Die Feuer- wehr, welche mit einer Dampffpritze und zwei großen Hand- druckspritzen fünf Stunden lang zu arbeiten hatte, konnte erst gegen 7 Uhr Morgens wieder abrücken. Mächtige Rauchwolken und bald darauf hervorbrechende hell- lodernde Flammen verkündeten dann gestern Vormittag gegen 112 Uhr den Bewohnern der Nordostvorstadt einen bedeutenden Brand. In der in der Höchstestraße 33 nach der Friedenstraße gleichfalls ausmündenden 134. Kommunalschule der katholischen Gemeinde stand beim Anrücken der sofort alarmirten Feuer- wehr der Dachstuhl des nach der Höchstestraße zu belegenen großen dreistöckigen Gebäudes in Flammen. Das rasch um sich greifende Element vernichtete nicht allein die auf dem Dach- boden aufgespeicherten Mobiliarien und Vorräthe, sondern er- griff auch die in der dritten Etage des Gebäudes belegenen Klaffemäume der letzten Schulklaffe, deren Bänke und Tische halbverkohlt von den Löschmannschaften hervorgeholt wurden. Auch durch die Seitenwand des dicht daran stoßenden Hauses Höchstestr. 34 schuf sich das Feuer einen Weg, obne hier jedoch nennenswerthe Verluste anrichten zu können. Mittelst zweier Handdruckspritzen gelang es innerhalb 11 Stunden des Bran- des Herr zu werden, so daß gegen 1 Uhr der größte Theil der Feuerwehr— Herr Branddirektor Stüde war persönlich an- wesend— von der Brandstätte abrücken konnte. Gegen 3 Uhr Mittags waren die Abräumungsarbeiteu beendet. M«en schaurigen Fund machten gestern zwei Schüler einer Charlottenburger Lehranstalt, als sie auf den Wilmers- e- dorfer Wiesen bolanisirten. Sie sahen einen anständig ge kleideten, aber stark mit Blut besudeltm Mann auf dem Felde liegen. Derselbe röchelte schwer. Auf dieses Lebenszeichen hin traten die Knaben beherzt näher und fragten, was ihm ge- schehen war. Als der Mann keine Antwort gab, eilten sie schleunigst nach Wilmersdorf zurück und kehrten bald mit einem Arzte zurück. Dieser konstatirte, daß der Manq versucht hatte, sich die Pulsadern zu durchschneiden, dabei jedoch keine Ader verletzt hat. Der Verwundete gab nunmehr über seinen gänz- lich hilflosen Zustand die Erkläning, daß er außer der Wunde, die er sich selbst beigebracht, noch Gift genommen habe, dessen Wirkung er zu spüren anfange. Der Arzt ließ den Kranken mittelst Wagen nach der Charitee befördern. In einem bei dem Kranken vorgefundenen Notizbuche fand man den Namen „Warschauer" und mehrere lateinische Worte. Gemäß den Nerössentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts sind in der Zeit vom 7. Juli bis 13. Juli er. von je 1000 Einwohnern, auf den Jahresdurch- schnitt berechnet, als gestorben gemeldet: in Berlin 32,8, in Breslau 53,2, in Königsberg 28,9, in Köln 46,4, in Frankfurt a. M. 24,9, in Wiesbaden 17,7, in Hannover 39,7, in Kassel 22,9, in Magdeburg 55,4, in Stettin 39,6, in Altona 28,2, in Straßburg 2,97, in Metz—, in München 42,9, in Nürnberg 44,6, in Augsburg 51,2, in Dresden 33,9, in Leipzig 42,2, in Stuttgart 27/), in Karlsruhe 25,8, in Braunschweig 46,1, in Hamburg 32/), in Wien 21,9, in Pest 32,5, in Prag 31,1, in Trieft 20,1, in Krakau 36/5, in Amsterdam 25,2, in Brüssel 25/5, in Paris 22/5, in Basel—, in London 19/5, in Glasgow 22,4, in Liverpool 24,6, in Dublin 16/5, in Edinburg 16,6, in Kopenhagen 31,6, in Stockholm 27/5, in Christiania 38,4, in St. Petersburg 31,2, in Warschau 33/5, in Odessa —, in Rom 20,1, in Turin 24,9, in Venedig 28,1, in Alexandria 40,4.— Ferner in der Zeit vom 16. Juni bis 22. Juni er. in New- Nork 25,6, in Philadelphia 20,2, in Baltimore 23/5, in Kalkutta 27/5, in Bombay—, in Madras 49,1. In der Berichtswoche war die Sterblichkeit in den meisten Großstädten Europas, namentlich in den deutschen, eine über- aus hohe, nur aus sehr wenigen Städten(Königsberg, Kassel, Altona, Elberfeld, Mainz, Trieft, Glasgow, Dublin, Edin- bürg) werdet! kleinere Sterblichkeitsziffern als in der Vorwoche mitgetheilt. Kleine Sterblichkeitszahlen(bis 15,0 pro M. und Jahr) wurden aus keiner Großstadt gemeldet. Günstig(bis 20,0 pr. M.) war die Sterblichkeit nur in Wiesbaden, London, Dublin und Edinburg. Mäßig hoch(etwas über 20,0 pr. M.) nur in Bremen, Wien, Trieft und Paris. Dagegen war die Zahl der Städte, in denen die Sterblichkeit eine hohe war und bis über 35,0 pr. M. anstieg, eine große, und wur- den aus Breslau, Frankfurt a. O., Polen und Augs- bürg Sterblichkeitsziffern sogar über 50,0 per Mille mitgetheilt. — Insbesondere wurde die große Sterblichkeit auch in dieser Woche wieder durch die abnorm hohe Zahl von Todesfällen an Datmkatarrhen und Brechdurchfällen hervor- gerufen, die gewöhnlich um die Mitte des Monats Juli ihr Maximum zu erreichen pflegt und welche besonders in Berlin (379), Hamburg(125), Breslau(123), Köln(108), in München, ■ Dresden, Leipzig, Hannover, Magdeburg, Düsseldorf, Stettin, Braunschweig, London(300), Paris(186), Kopenhagen, Budapest, Wien, St. Petersburg( 142), Warschau(99) u. a. O. eine außergewöhnlich große Zahl von Kindern hinwegraffte. Der Aniheil des Säuglingsalters an der Gesammisterblichkeit war ein größerer als in der Vorwoche. Von je 1000 Lebenden starben aufs Jahr berechnet in Berlin 196, in München 232 Säuglinge.— Das Vorkommen von akuten Entzündungen der Athmungsorgane blieb ein mäßiges, die Zahl der durch sie be- dingten Slerbefälle eine wenig gegen die Vorwoche veränderte.— Unter den Infektionskrankheiten wurden Sterbefälle an Masern, Diphtherie und typhösen Fiebern etwas mehr, an Scharlach, Keuchhusten und Pocken seltener zur Berichterstattung gebracht. — So waren Todesfälle an Masern in München, Köln, Frank- furt a. M., Paris, St. Petersburg, Warschau gesteigert, in Elberfeld, Augsburg, Wien, London vermindert; neue Er- krankungen kamen aus Breslau, aus dein Regierungsbezirk Düsseldorf, aus Wien und St. Petersburg in etwas geringerer, aus Pest, Edinburg, Christiania in etwas größerer Zahl zur Mittheilung.— Das Scharlachfieber hat in Berlin, St. Petersburg, Warschau weniger, in München etwas mehr, in London die gleiche Zahl von Todes- fällen wie in der Vorwoche hervorgerufen. Neue Erkrankungen haben in Pest und Edinburg etwas zu-, dagegen in Berlin, Hamburg, Wien, Kopenhagen, St. Petersburg abgenommen. — Die Sterblichkeit an Diphtherie und Croup war in Berlin, Breslau, Hamburg, Dresden, Leipzig, Frankfurt a. M., Stettin, Darmstadt, Wien und St. Petersburg eine gesteigerte, in Braunschweig die gleich hohe; dagegen in München, Danzig, Pest, Prag, Kopenhagen, Paris, London, Warschau eine gegen die Vorwoche verminderte. Neue Erkrankungen kamen aus Berlin, Hamburg, Pest, Kopenhagen in größerer, aus Breslau, St. Petersburg sowie aus dem Regierungsdezirk Schleswig in geringerer Zahl zur Meldung.— Todesfälle an Unterleibstyphus wurden in Berlin, München, Paris, Pest und St. Petersburg zshlreicher, aus London in gleich mäßiger Zahl wie in der Vorwoche zur Anzeige gebracht, Er- krankungen aus Berlin, Kopenhagen, Christiania in größerer, aus Pest, St. Petersburg und aus dem Regierungsbezirk Schleswig in geringerer Zahl.— An Flccktnphus kam aus Amsterdam und Warschau ie 1 Todesfall, aus dem RegierungS- bezirk Düsseldorf 1, aus St. Petersburg 3 Erkrankungen, an epidemischer Genickstarre aus Köln 1 Todesfall zur Meldung. — Dem Keuchhusten erlagen in Berlin etwas mehr, in London und in Paris etwas weniger Opfer. Erkrankungen waren in Hamburg, Wien, Kopenhagen zablreich.— An Pocken wurden aus Rom und Lyon je 1, aus Paris und Lemberg je 2, aus Warschau 3, attS Prag 4 Todesfälle, ferner aus St. Petersburg 1, aus Wien 2 Erkrankungen berichtet. Die sanitären Verhältnisse in Berlin blieben in der Berichts- woche ähnliche wie in der vorangegangenen Woche und auch die Sterblichkeit zeigte eine kleine Steigerung. Auch in dieser�,* auf haben Diarrhöen, Darmkatarrhe und Brechdurchfälle b«*JL eine große Zahl von Kindern hinweggerafft, wenn diesem« auch etwas kleiner ist als in der Vorwoche, wo diesen heitsformen 397 Kinder erlagen. Dagegen riefen akutes zündungen der Athmungsorgane weniger Erkrankungen die auch in der überwiegend größten Zahl einen guten oK-j nahmen. Erkrankungen an Keuchhusten waren dagegen ö®r häufiger, auch stieg die Zahl der Sterbefälle infolge � Krankheitsform auf 6. Von den anderen JnfektionSkranM»' haben typhöse Fieber etwas mehr Erkrankungen hervorgwj doch zeigten sie sich in keinem Stadttheile in größerer� Erkrankungen an Masern blieben beschränkt. Erkrankungen� Scharlach kamen seltener, an Diphtherie in größerer 3* als in der Vorwoche zur Meldung. Erkrankungen an w* bettfieber wurden 4 gemeldet, rosenartige Entzündungen Zellgewebes der Haut sowie rheumatische Beschwerden aller'. gelangten etwas weniger als in der Vorwoche zur arzinv Behandlung. � polheibericht. Am 23. d. M. Morgens Schneidergeselle im Thiergarten, nahe der Hasjäger-Allee,. einer Schußivunde in der rechten Schläfe aufgesunden und. m angel lebend nach der Charitee gebracht.— Vormittags«ertdOL-in o ," Tischlerei von Groschkus, Gollnowstr. 19, der Aroeiter mit der linken Hand in eine im Gange befindliche H Maschine, durch welche ihm vier Finger völlig zerrissen wu, /'er C ßr rniirhk» rmrf» htntt nnt.r«' jtommen. mn- buch, M derlei J®" Staa lultats bei �'klagten kommen. mnllichen leben in e � Angel lrage für M zwei ?le Verth «n milde h*«n, «Ä, 'oirue Beifj M selbst Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gchL g/ssWf — Mittags stürzte die etwa 6 Meter hohe Grenzmauer zw»% den neu erbauten Grundstücken Willibald-Alerisstr. 9—1® K Anidtstr. 44 ein und fiel nach dem 2. Hofe des letzteren stücks. Sechs auf demselben beschäftigte Personen wurden«� Theil verschüttet nnd durch herabstürzende Mauersteine verletzt. Vier von ihnen, und zwar Maurerpolier." j Maurer Puhlmann und die Arbeiter Engst Wolff wurden nach dem Krankenhause Bethanien bracht, während Zimmerpolier Seibt und Maureck 9/ bi Wenski, welche Beinbrüche erlitten haben, nach Anlegung�, w,™ at Nothoerbänden nach der Universitätsklinik gebracht w«' beamtn � Der Einsturz der Mauer ist. höchst wahrscheinlich � �--"""»e §1 stände! Der Einsturz der Mauer ist höchst wahrscheinlich ou � ttuKi„i* Druck der auf dem Grundstück Willibald Alexisstr.»nd„/K geschütteten Erdmassen herbeigeführt worden.— Zu W aAte»/ � Zeit fiel ein Arbeiter melrfier fifb im rmnetninfenett Zult./ iv,>,-- 011 »Wd Zeit fiel ein Arbeiter, welcher" sich im angetrunkenen 3%| Är, n vor dem Grundstück Mariannen-Ufer Nr. 8 aus das Eclo q( dort titid % M eni/( schlafen war, in's Wasser dort stehenden Kahn auf Im Fallen schlu und erlitt dadur/ er schwere lctzungen, hauptsächlich am Kopf und linken Unterschenfij- ii ßbefS",, wurde nocki lebend aus dem Waffer aewaen und na»% Mi« wurde noch lebend aus dem Wasser legung eines Nothvcrbandes nach der und antee gebracht. I .# V demselben Tage Mittags brannte ein Theil des Dachstu??� 134. Gcmeindeschule, Höchstestraße 34, und Abends auf � Grundstück Prinzenstraße 39 der Dachstuhl des VordergeWK und ein Theil oes Dachstuhls eines Seitenflügels..J, Brände, ebenso wie zwei kleinere Brände auf den Grunoll � Wollinerstraße 13 und Wasserthorstraße 49 wurden»0» Feuerwehr gelöscht. ssr, i? Gerichts Jetkung» Der Prozeß gegen den Gerichtsvollzieher Friedrich Kienzsch, welcher mehrerer schwerer Vergeh Amte beschuldigt war, fand gestern vor der zweiten i strafkammcr des Landgerichts i unter dem Vorsitze des«yi gerichtsraths Braun statt. Die Verhandlung biloet ein L, spiel zu dem Zusammenbruch der Bankfirma CorS, j, Inhaber bekanntlich im Februar unter Zurücklassung ein« y ag Nillift Ii l&NoL ekanntlich im Februar unter Zurücklassung ein« deutenden Schuldenlast flüchtig wurde. Bei der Reoistoa ..~ Anhnltepunm funden, welche zum Verfahren gegen den Angeklagter Geschäftsbücher der Firma Cors wurden Änh lassung gaben. Derselbe soll sich der und außerdem der Anfnahme eines falschen Protokolls schuldig gemacht haben. Nach der liegt das folgende Belastungsmaterial gegen i#' 5 Am 18. Januar d. I. erschien der Angeklagte in df*, BflQ f® 3» Belastungsmaterial gegen . erschien der Angeklagte ü der Mauerstraße belegenen Geschäftslokal von Cors, eine Pfändung wegen einer Schuld im Betrage von 9%ät 40 Pf. vorzunehmen hatte. CorS nahm ihn mit in sein v?> wst bei Ii »9 e Neun 40 Pf. vorzunehmen hatte. Cors nahm ihn mit in sein komtoir, wo ein geheimes�Zwiegcspiäch zwischen ihnen N'U Mbtenl?" Nach einiger Zeit erschien CorS wieder im Haupikomtock/»ßolier«* erklärte seinen Angestellten, daß eine Pfändung nicht � Zesch�' genontmen werden würde, er habe dem GerichtSvolls � 50 Mark versprochen und derselbe sich infolgedessen bett�j rajeibuJ" klärt, die Pfändung erst am Abend des folgenden*>,t chni t»;& vorzunehmen. CorS ließ sich darauf von seinem Kassirff �%e% Sj' Fünfzigmarkschein geben, mit dem er sich wieder& Äf Privatkomtoir begab. Gleich darauf entfernte sich der Hz t',' klagte. Am Abende des folgenden Tages erschien der%*%nblirf wieoer und nahm nun die Zwangsvollstreckung vor.�P»(%a[e schickte seine Leute fort und von 8 bis 10 Uhr Rieb der,> KtoiJLj geklagte mit CorS in dessen Privatkomptoir, wobei nf"�*0% M Der Angeklagte ver'-*" � Weise. Die von intenj$ all, geklagte mit Eons tn oessen Flaschen Wein geleert wurden. in einer höchst geschäftswidri�...____...____.... pfändeten Gegenstände taxirte er zu außerordentlich.�.. Preisen. Das Geldspinde wurde mit 5000, Sopha und ff/ mit 1500 M., ein Bücherschrank mit 100C'~ 500 und ein Bechstein'scher Salonflügel führt. Der letztere befand sich überhaupt nicht in der iOWDjl des Schuldners, sondern in der Restauration des SaiM Restaurants an der Spandauer Brücke, deren Besitzfk.�ji Urt. war. Auch soll der Angeklagte sondern dem Schuldner eine Anzahl,........... mit der Weisung, daß er dieselben im Falle einer Kon legen solle. Der Angeklagte bestritt alle diese groben � MMS M rücke, deren Besitzer � x irf sali Widrigkeiten, er will kränklich, mit Geschäften überW&.w" deshalb verwirrt gewesen sein. Die Beweisaufnahme fiel �%tti{ ungünstig für den Angeklagten aus. Der Zeuge! chcr bei CorS Buchhafier gewesen, bekundet, daß der �8en ungünstig für den Angeklagten aus. Der von am Abende des 18. Januar bei seinem Erscheinen in dessen Privatkomptoir genöthiat wurde. Bald CorS freudestrahlend erklart:„Heute wird nii ich werde dem Gerichtsvollzieher einen Füit, geben." CorS habe sich darauf von dem Kassirer tf"' einen Fünfzigmarkschein geben lassen und der letztere Nii, . S? _:f|chctn aeben lallen und Oer tetzt�- Kra,»� Ausgabe in ein kleines Buch für die laufenden täglab�lMv�se-� kosten eingetragen. Am folgenden Tage wurde Cors ll. wie die 50 M. gebucht werden sollten und dieser gab d>o fung als„Gratifikation für den Gerichtsvollzieher." Al» aox.19. Februar auf dem Molkenmarkt vernommen murisy er mit dem Bemerken nach seinem Gefchästslokal ässck'' man den armen Beamten doch nicht hereinfallen lastf Er habe sich das Kassabuch geben lassen, das Wort 1 .... jCn**' fikation" atlSradirt_unb anstatt Hessen„Unkosten" In einem anderen Buch ist diese Ausgabe aber noch als fikation" stehen geblieben. Sodann habe CorS seinen� diener zum Angeklagten geschickt, um denselben"0 drohenden Gefahr zu benachrichtigen. Der Angeklag. r � in größter Auflegung in einer Droschke angefahren dann erst die Siegelung vorgenommen. Die Zeugen dann ferner, daß Cors am 19. Januar nach etwa Konferenz mit dem Angeklagten in das Hauptkomtock>! dck f>. men sei und lächelnd eine Anzahl Siegelmarken vorgezM, mit dem Bemerken:„Sehen Sie mal, was Markschein nicht thut." Die angeblich gepfändeten ,1 /'e/ssso, wurden bei �der�Nachtaxirung auf kaum den zehnten schätzt, wie der Angeklagte es gethan; das Geldspinde i bief«®*«:( nur 400 M.- Als Entlastungszeugen wurden nur ille bc*# Vorgesetzter und ein Kollege beS Angekl-lgten ver- r biesÄ«�• �ekelben wußten etwas Nachtheiliges über diesen% Ir? btähcnge Amtsführung nicht zu bekunden, sie gaben zu, n akute»'' derselbe— ei.-." Z-,"<'""----- m oruit•- umeine ääs _............|ui uuciiiuiUH, uimeimji» u" -v,„„-»vv Beweisaufnahme sich Über die Schuivfrage des An- en �"agten auszulassen, es könne nur das Strafmaß m Betracht guten zaaeaei infohe feasyss SÜ M»«« tiiA(Ommpt,.«- vo 4U1111C nut vus Oiraimag m-ociiuuji amilicken c''"J" berücksichtigen, daß auf dem korrekten leben iu �7Ä�er Ger,ch.Sv°llzieher unser ganzes Rechts- würbe"J Allee,» em luujitm die Handlungen des Angeklagten m dem 5,!�% �cht zu stellen und wiesen u. A. darauf hm, wesentlicher Theil de? Belastungsmaterials auf den Allem �, ,Uselche � Cors, bekanntlich ein Mann, der zu ls aer-s »ur-, � s ■MSB WM fierfchanzte sich im Termme hrnttt deiurftande'-� Mann Anlegung wacht t»� l'ch ÄZ "r. o/Ig#""RWiAer'fü-"ur Kunstzwecken dienen sollten und nicht $& 'mißil.TO»hx.rp__»«,.v.Xa 'enen daS r�ien ünn Ql X r.. vcuuiiuyic, yiti-uvtt uuo Zudessp« n�..,°?�ltanbigen einzuholen. Dieser Antrag wurde �rtkeilen Der Gerichtshof sei selbst in der Lage zu >>nd bqk. s. die fraglichen Bilder unsittlich seien oder nicht er aui � traf � 14 in ersterem Sinne entschieden. Den Angeklagten . N�strafe von 50 M. wiit tl&' ort. «ot ho», I,uakteur der„Kreur-Keituna". irbmebte. kam aeltern MMN den �Beschluß, in Gemaßheit ng. weiten tze des det cm CorS, »ALZ' �'ASoerfarr.,''•" isemagyeri oer mtuei oi oer �§,421 und, 198 Abf. 1 ber das Verfahren ruhen zu lassen, bis die Genehmigung des Reichstages iSÄÄv�S. E 5?'en, wurho �'chstageS am 25. Mai geschlossen worden .m. Glichen No»� wieder aufgenommen, um gestern zur n jagten" zu kommen. Der Vertheidiger des �ll%b, br,h wie die»Post»' selbst berichtet, in erster Linie iriSten>1, Mische,, das Recht des Klägers, Bestrafung des M iei, verjährt sein dürfte. Wie dem aber t der en ihn j te in( von B» . dürfte, die Schwenkung „Post" m der antisemitischen hKtn*lir Szi s- ich in'' ? s-S aas Kläger wohl unbegreiflich, rage gemacht. nstellung der Beleidi- die Ver- Diesen dem im Termin und nicht ein der einzigen , ,auungen ver freikonservativen Bei ihm stehe die letzte Eni- solle oder nicht; "M- � i,Ä, keine Schwenkung vollzogen. Von ipn r-.. I V»iV/V.V vvvv 7 giitjfx �ude in keiner Weise gebunden, wenn er auch Poi�, � Rechenschaft abzulegen über die Art, wie er -" leite, verpflichtet sei. In der antisemitischen e verl von Zentlich ?le An,..... �elbe aufgetaucht, habe die Zeitung eine Sie habe über die anti- thue es auch noch jetzt in wie sie ihre Leser über jeden inter- unterrichte. Der Gerichtshof verkündete nach sein Urtheil dahin: Rechtzeitig habe der Monaten ver- de- �enchtshos ser zu dem E '" JtetffiÄtnn»« nicht geeignet erlassen _ gelangt, daß das den Lauf der sechs- Z�MKW über! hine e um lb b�U e zu beschäftigen, ob der sogenannte»Heil- ch windet zu betrachten ist oder nicht. An- sondern es hatte um- : Wiesbaden den KfW � Zeugnisse über die wunderbaren Heilungen, AmwWmm# 5YJ»,••"fT' y. V»VV Vi*U, �|VV* IU t V»»»y ""von%, auch M die Thätigkeit des»Wunder- VWKMU komtoir. oorgcjcJj, etn ßtt zweien als Schwindel. Der c wo vor GforiZy wu,.»...»».-— mus des Kramer sei in der That der reine Schwindel, wie auch die beiden geladenen Sachverständigen Dr. Lehr und Dr. Cöster und die geladenen Zeugen darthun würden. Als Kreis- physikus habe er die Pflicht, das Publikum vor solchen Täuschungen zu twarnen. Da Kramer nicht Medizin studirt habe, so fei er nicht berechtigt, sich auf dem Gebiete der Heilkunst zu bewegen. Seine behaupteten Erfolge ständen mit den Thatsachen in Widerspruch, wie die Zeugenaussagen ergeben würden. Aus letzteren ging denn auch hervor, daß eine Anzahl von Zeugnissen über wunderbare Heilungen von Erblindung, Sprachlosigkeit, Lähmung, Gelenkrheumatismus und Rückenmarksleiden der Wahrheit Nicht entsprechen nnd daß die betreffenden Personen von den veröffentlichten Zeugnissen vorher keine Kenntniß hatten. Kramer behauptete, daß er nie- mals während seiner zwanzigjährigen Heilpraxis ein Zeugniß auf unredliche Weise erworben habe. Ihm wohne ein magne- tisches oder odisches Fluidum inne, das seinem Organismus entströme wie der Blume der Duft. Viele(sensitive) Personen könnten mit dem Auge diese Ausstrahlung aus seinen Fingerspitzen wahrnehmen, während er selbst sie nicht sehen könne. Dr. Pfeiffer bemerkte, die Wissenschast er- kläre dieses Fluidum auf einfache, mechanische Weise. Die Einwirkung Kramers auf andere Menschen sei nur dem Hypno- tismuS, einem seelischen Vorgange, zuzuschreiben, bei dem es hauptsächlich auf die Empfänglichkeit des Objekts ankomme. Kramer behaupte aber nicht, auf die Seele einzuwirken, sondern aus die Krankheit, die anatomische Veränderung des Menschen. Der Hypnotismus könne nur für eine ganz bestimmte, streng abgeschiedene Klasse von Krankheits- erscheinungen bei dafür enwfänglichen Menschen Anwen- dung finden. In gleicher Weise wie Dr. Pfeiffer sprachen sich auch die übrigen Sachverständigen über Kramer's Heil- verfahren aus. Der Vertheidiger des Verklagten, Rechtsanwalt Dr. Großmann, wies noch besonders darauf hin, daß Kramer öffentlich bekannt gemacht habe, er heile alle Krankheiten, während er, da er nicht Medizin studirt habe, nicht einmal im Stande sei, alle Krankheiten zu erkennen. Der Gerichtshof er- kannte auf Freisprechung des Verklagten und legte Kramer die sämmtlichen Kosten des Verfahrens auf. Dr. Pfeiffer, so führte der Vorsitzende des Gerichts aus, sei im Rechte gewesen, jenes Verfahren als»Schwindel" zu bezeichnen, eine gelindere Bezeichnung hätten die Leute, denen gegenüber Dr. Pfeiffer jenen Ausdruck gebrauchte, vielleicht nicht verstanden. Versammlungen. Der Fachverein der Steindrucker und Lithographen hielt am 18. d. M., in Jordan's Salon, seine statutenmäßige Generalversammlung ab, welche sich eines recht guten Besuches zu erfreuen hatte. Die Tagesordnung lautete: 1. Kassenbericht. 2. Vortrag des Herrn Türk. 3. Abrechnung vom Sommerfest. Nachdem der Vorsitzende die Versammlung eröffnet, theilte er mit, daß der Wirth der Gratweil'schen Bierhallen für diesen Tag sein Lokal anderweitig vergeben habe und infolge dessen die Versammlung hier in diesem Lokal stattfindet. Auch ge- dachte der Vorsitzende in warmen Worten des verstorbenen früheren Reichstagsabgeordneten Wilhelm Hasenclever und forderte die Mitglieder auf, das Andenken des von uns leider zu früh geschiedenen Kämpfers für die Arbeitersache, für Wahrheit, Freiheit und Recht, durch Erheben von den Plätzen zu ehren, was auch allgemein geschah. Darauf verliest Herr Kaiser in seiner Eigenschaft als Revisor an Stelle des durch Krankheit am Erscheinen ver- hinderten Kassirers den Kassenbericht des verflossenen Quartals. Die Einnahme betrug 437,50 M., die Ausgabe 719,42 M., ver- bleibt ein Ueberschuß von 104,92 M. inkl. altem Bestand. Ein Antrag der Revisoren, dem nicht anwesenden Kassirer Herrn Spielmann die Decharge zu ertheilen, wurde einstimmig ange- nommen. Der zweite Punkt: Vortrag des Herrn Türk, konnte leider nicht stattfinden, da derselbe schon für den Abend ander- weitig zugesagt hatte und ein anderer Vortragender nicht zu beschaffen war. Die Abrechnung vom Sommerfest ergab: Einnahme 388,80 M., Ausgabe 194,40 M., verbleibt ein Ueber- schuß von>94,40 M. Herr Albert Schulz sprach im Namen des Komitees den Kollegen für ihre zahlreiche Äetheiligung an dem Feste feinen Dank aus, und forderte dieselben zugleich auf, auch das Sommerfest des Gesangvereins»Sennefelder" ebenso gut zu besuchen. Unter Verschiedenes brachte der Vorsitzende zur Kenntniß, daß in Leipzig in der Brandstetter'schen Anstalt ein Streik ausgebrochen sei, und der Zuzug nach dorthin fern zu halten ist. Von einer sofortigen materiellen Unterstützung wurde abgesehen, jedoch der Vorstand ermächtigt, eine solche zu zahlen, sobald sich die Streikenden an denselben wenden. Eine längere Debatte entspann sich über eine Zeitungsnotiz, welche in der Dienstagnummer in einem Thcile oer sogenannten frei- sinnigen Presse gestanden. In derselben heißt es, daß die Drucker der Luxuspapierfabriken Berlins einen Streik vor» bereiten, wobei bemerkt ist, daß der Lohn der Drucker in dieser Branche zwischen 40—45 M. steht bei einer neunstündigen Arbeitszeit. Alle Redner waren darüber einig, daß diese Notiz nur dazu angethan ist, die Bewegung, zu welcher sich die Arbeiter dieser Branche in Folge der schlechten Lohnverhältnisse vorbereiten, der öffentlichen Meinung Gegenüber in Mißkredit zu bringen, und muß gegen derartige Verleumdungen ganz energisch Protest erhoben werden. Die Statistik, welche seiner Zeit vom Fachoerein ausgegeben worden ist, würde den Einsender eines Besseren belehren. Von einer Berichtigung an die Blätter, welche diese Notiz ge- bracht, wurde Abstand genommen, da man derartigen Zeitungen damit zu viel Ehre anthun würde, und wurde befürwortet, dieses nur in den Arbeiterzeitungen»Berliner Volksblatt" und»Volks- Tribüne" zu thun. Auch wurde den Kollegen be- sonders ans Herz gelegt, solche Zeitungen nicht noch dadurch, daß sie von ihnen gelesen werden, zu unterstutzen, da man jetzt wieder sieht, daß alle Bemühungen der Arbeiter, und seien dieselben noch so gerechtfertigt mit Hohn behandelt werden. Im weiteren wurde den Kollegen bekannt gemacht, daß der„Senefelder- Bund" sein diesjähriges Sommerfest wieder im Berliner Prater abhält; da der betreffende Wirth aber sein Lokal zu Arbeiter- Versammlungen nicht hergiebt, so ist Jeder, der die Sache des Proletariats hoch hält, verpflichtet, dieses Lokal unter allen Um- ständen zu meiden. Jedoch ist dieses Fest nicht zu verwechseln mit dem, welches der Gesangverein»Senefelder" am 17. August in»Sanssouci" abhält. Billets zu demselben a 30 Pf. sind bei folgenden Herren zu haben: Gent, Wasser- thorstr. 49, Huch, Gruner Weg Nr. 63 III, Popp, Pappelallce 5, Leuschner, Acker str. 136, Neumann, Brunnenstr. 101, Obier, Brunnenstr. 88 und in den mit Plakaten belegten Handlungen. Beschlossen wurde noch, das diesjährige Stiftungsfest in Form eines Herrenabends zu feiern und wurde hierzu ein Komitee von 7 Personen gewählt.— Die nächste Versammlung findet am 22. August in demselben Lokal statt. Die Uerewiguns der Drechsler Devtschluttd», Ortö- verwaltung II(Stockbranche), hielt am Dienstag, den 16. Juli, ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Zum 1. Punkt der Tagesordnung wurde das Protokoll verlesen und ange- nommen. Zum 2. Punkt der Tagesordnung erhielt Hr. Hilde- brandt das Wort zum Referat. Derselbe führte in längerer Ausführung die Gründe an, weshalb die Stockarbeiter in diesem Jahre in keine Lohnbewegung einzutreten gedenken; um jedoch nächstes Jahr in eine solche einzutreten, seien jetzt schon Vorbereitungen zu treffen, vor Allem liege diese Vorbereitung an den Kollegen selbst, welche fleißig für die Vereinigung zu agitrren hatten. Der Vorstand wurde sein Möglichstes ihum um den Wünschen der Kollegen gerecht zu werden. Der Redner bezeichnet im Laufe seiner Ausfiihrun- gen die Kleinmeister als unbewußte Feinde der Gesellenschaft, indem sie durch überlange Arbeitszeit die Lö>«r beständig drücken. Zum Schluß seiner Ausführungen gab der Referent noch bekannt, daß der Vorbereitung halber bei etwaigen Lohnabzügen in diesem Jahre der Lohnkommission und dem Vorstande der Ortsverwaltung II sofort Anzeige zu machen ist, um den Uebergriffen der Unternehmer vorzubeugen. Zum dritten Punkt erhielt der Kassirer das Wort zum Kassenbericht, derselbe wies eine Einnahme von 214,14 M. und eine Aus- gäbe von 148,73 M. nach, so daß ein Kassenbestand von 65,31 M. verblieb. Die anwesenden Revisoren bestätigten die Richtigkeit der Abrechnung und wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Auf eine Anfrage, wie viel feste Mitglieder die Ver- waltung II zählt, wurde vom Kassirer die Zahl 133 angegeben. Unter„Verfchiedenes" wurden die Herren Eniil Schnitzer und Dietrich(?) als Ersatzmitglieder in das Vergnügungskomitee gewählt. Als Ersatzmitglied der Rechtsschutzkommisston ging Herr Jahn aus der Wahl hervor. Schluß gegen 11 Uhr. Die Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Orts- Verwaltung Berlin III, hielt am Montag, den 22. Juli, ihre regelmäßige Versammlung bei Gnadt, Brunnenstr. 38, ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Ersatzwahl des Vorstandes. 2. Vierteljahrsabrechnung vom Streikfonds. 3. Betrachtung über Streiks. 4. Verschiedenes.— Zum ersten Punkt wird ein Schriftführer gewählt. Es wurden vorgeschlagen Pönick und Tanger. Ponick wurde gewählt. Die Vorstandswahl wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt. Zum zweiten Punkt„Vierteljahrsabrechnung des Streikfonds" wurde dem Streikkassirer das Wort ertheilt. Die Einnahme beträgt 11,60 M., die Ausgabe 5,80 M., bleibt Bestand 5,80 M., welche Summe an den Generalstreikfonds überwiesen ist.— Zum dritten Punkt nahm Kollege Rautenberg das Wort und hielt einen Vortrag über Streiks.— Zum vierten Punkt„Ver- schiedenes" nahm Kollege Menz das Wort und theilte mi!, daß am Sonntag, den 28. Juli, eine Vergnügungsfahrt nan Friedrichsfelde stattssndet. Treffpunkt Schlesischer Bahnhof, Abfahrt 2 Uhr Nachmittags. Eine öffentliche Bauarbeiter- Versammlung tagte- am Montag Abend in Scheffer's Salon, Jnselstr. 10, mit f'cr Tagesordnung; 1. Bericht der Kommission und endgiltige Bc- schlußfassung über die von uns gestellten Forderungen. 2. Ber- schiedenes. Die Versammlung war gut besucht. Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung machte Kamerad Wallen t hin folgende Mittheilungen; Auf 403 Bauten sind 2480 Akkord- und ungefähr 3000 Lohnarbeiter beschäftigt. WaS den Akko-d- preis anbetrifft, so hat sich derselbe leider nicht wesentlich er- höht, trotzdem der maschinelle Betrieb bedeutend redmirt worden ist. Es sind augenblicklich nur acht Fahrstühle resp. Hebemaschinen in Thätigkeit. Redner ist mit d»m Kommission der Ueberzeugung, das es Pflicht des bestehen-- den Vereins sei, für die strenge Jnnehaltung des Akkord- so- wie des Lohnpreises in Zukunft einzutreten. Die LoHiiarbeit ist auf 5 Pf. pro Stunde gestiegen. 103 Bauten haben eine 9stündige Arbeitszeit, von einigen dieser Bauten muß konstatirt werden, daß die auf denselben beschäftigten Akkordardester (Steinträger) die Arbeit dennoch schon um 4 Uhr Morgens beginnen, was entschieden verhindert werden muß. Redner er- klärt sich in längeren Ausführungen für Proklamirn-g des Generalstreiks, event. für Aufhebung des partiellen, von der Ueberzeugung ausgehend, daß der letztere unter den Heu- tiaen Umständen zu keinem positiven Resultat führen kann. Als Redner die durch nichts gerechtfertigte Handlungsweise der Untenrehmer einer scharfen Kritik unterzog und dabei die Aenße- rung that:»Der Arbeiter möge zu Verstand kommen und sich nicht wie bisher den Launen der Bourgeois fügen, sondern thnn was ihr gutes„Recht" ist, nicht bitten, sondern fordern," er- folgte die Auflösung der Versammlung auf Grund des be- kannten Sozialistengesetzparagraphe». Von den tumultuariicke- Szenen, wie sie andere Blätter, z. B. die Berliner„Volksztg." beobachtet haben will, war Schreiber dieses nichts gewahr geworden. Einige an den auflösenden Beamten gestellte Fragen über den Grund der Auflösung können doch hoffentlich, nicht als Tumult bezeichnet werden. Die Gffenbacher Frauenknsse(Verwaltungsstelle I) hielt am Sonntag, den 21. Juli, in Wendt's Lokal, Dresdenerstr. 116, eine Generalversammlung ab. Nachdem die Abrechnung erfolgt war, wurde die Wahl der Verwaltungsbeamten vollzogen. Zum Bevollmächtigten wurde Herr Papke, Oranienstraße 197, zum Kassirer Herr Emil Brödel, Reichenbergerstr. 61, Hof I, zum Kontroleur Herr Arnold Karge, Neue Jakobstraße 26, gewählt. Zu Beisitzerinnen wurden gewählt Frau Behrend, Fr. Unruh, Fr. Lauser, Fr. Meyer, Fraul. Krüger und Fraul. Buder. B.-r den obengenannten drei Herren werden die Beitrage von den Mitgliedern entgegengenommen. Die kranken Mitglieder müssen sich bei dem Bevollmächtigten Herrn Papke melden. Auriickgemiesenr Beschwerde. Die am 8. Juli d. I. stattgefundene öffentliche Versammlung der Möbelpolirer in Klein'S Festsälen, Oranienstraße 180, wurde bekanntlich aufgelöst, als ein Redner die Worte sprach:»Wenn solche Zustände noch herrschen, dann schäme ich mich, auf dieser Welt. als. Mensch zu sein." Auf die eingelegte Beschwerde des Vor- sitzenden, Herrn Gustav Milbrodt, ist demselben folgender Be- scheid zugegangen: Berlin, den 19. Juli 1889. »Auf die Beschwerde vom 10. d. Mts. erwidere ich Euer Wohlgeboren ergebenst, daß in der am 8. d. M. abgehaltenen öffentlichen Versammlung der Möbelpolirer die in H 9 des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878 bezeichneten Bestrebungen zu Tage getreten sind. Der uberwachende Beamte war daher verpflichtet, die Ver» fammlung aufzulösen, und muß daher Ihre Beschwerde als unbegründet zurückgewiesen werden." Der Polizeipräsident. v. Richthosen. An Herrn Gustav Milbrodt, Wohlgeboren, hier. * Dr»ch«Ur«nfc H«rl»f»g«no>r-n. Sie Sammlung für den Selegirien zum inlernaNonaie» Ärveiterkongreß wird nun unsererseits hiermit für deendfr erklärt und ersuchen wir alle Kollegen, welche noch Sammellisien in HS» den haben, dieselben umgehend an Kollege Nautenberg, Michoelkirchplah 8, p" zweiter Eingang, abzulieser», damit die Abrechnung rechtzeitig getiesert werde» K»rtin,r Kanitiitsoarain für Arbeiter beiderlei«eschicchi». .Königstlldt-Äastno', Hohmarktstrafte 72.— Verein ehemaliger F. W. Rcttschlag'scher Schüler am 1 mid 3. Donnerstag jede» Monat» im Cass Schüler. LandSbergerstraftc 73, Abend» 8 Uhr.— Rauchklub.Kcrnspifte' Abends 8% Uhr im Restaurant Holz- rnarktstrafte 44.— Rauchklub.Arrona' Abends 9 Uhr bei Pasche, Reichenberger- strafte 118.- Rauchklub..Dezimalwaage" Abend» 9 Uhr im Restaurant Lock, Krautsstraftc 48.— Rauchklub..Vorwärts" Abend» 9 Uhr bei Herrn Tempel, Restaurant„Zum AmboS", Breslaucrstraftc 27.—„Orientalischer Rauchklub" Abends 9 Uhr im Restaurant Wiechcrt, Oranicnstrafte 8.— Rauchklub„Krumme Piepe" Abends 9 Uhr RüderSdorserstrafte 67 bei Wunderlich.— Rauchklub „Collcgia" Abends 9 Uhr bei Thiemermann, Skalitzerstrafte 65.— Privat- Theateraesellschaft„Adierschwingc" Siftung% Uhr Gartcnstrafte 14 bei Träger. — Musikverein„Vorwärts" Uebung Abend» von 9—11 Uhr Fischerslraftc 41. Neue Mitglieder erwünscht.— Vergnügungsverein„Farinellv" Abend» 9 Uhr Jnvalidenstrafte 139. Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Die Redaktion stellt die Benuftung de» Sprcchsaals, soweit Raum dafür abzugeben ist, den> Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwabrt sich aber glciäi.zcitig dagegen, init dem ZuHalt desselben identistzirt zu werden. Berlin, 22. Juli 1889. Ich erlaube mir zu dem heutigen Standpunkt der Herren Bäckermeister einige Zeilen im Sprechsaal zu veröffentlichen. In jedem Laden prangen große rothe Plakate, nach welchem es Rabatt nicht mehr giebt. Die Gesellen streiken und die Meister, weil sie die Forde- rungen nicht bewilligen, sind genöthigt, selbst Hand anzulegen. Sie müssen eben mitarbeiten. Deshalh scheint die Backwaare mehr Werth zu haben, weil die Herren Meister selbst backen. Nun wird sich jeder rechtlich denkende Mensch sagen, ist es denn Pflicht der Kunden, weil es den Herren Meistern nicht gefällt, sich mit den Gesellen zu einigen und den bis jetzt so schwer geplagten Bäckergesellen ein menschenwürdiges Dasein zukommen zu lassen, die theure Waare abzukaufen? Kein Mensch würde ein Wort verlieren, wenn den Ge- sellen ihre gerechten Forderungen bewilligt wären, aber vorher aus der Ueberarbeit der Gesellen Nutzen ziehen, das nenne ich raffinirt. Sollte es nicht auch ein Mittel geben, die Herren Meister in ihrem Thun und Treiben lahmzulegen? Ich glaube, die Kunden könnten auch in dieser Sache ein Machtwort mitsprechen. Paul Heitmann, 3tQ(liT£U(Iirb6tt£r/ Brunnenstraße 92. Wermifchkes. Wegrbauten in China vor 1800 Iahren. Wie weit die Chinesen bereis vor mehr als achtzehnhundert Jahren in technischen Kenntnissen vorgeschritten gewesen, davon liesern ihre hängenden Brücken, deren Errichtung aus der Zeit der Han- Dynastie(202 v. Chr. bis 220 n. Chr.) datirt wird, den sprechenden Beweis. Nach dem übereinstimmendenZeugniß aller historischen und geographischen Schriftsteller Chinas war eS Schaag Lieng, der Oberbefehlshaber der Armee'unter Kaen Tsu, der die Wegebauten durch die im Westen der Hauptstadt ge- lcgcne Provinz Schense unternahm, deren hohe Berge und tiefe Schluchten die Verbindungen erschwerten, und die man von der Hauptstadt aus nur auf Umwegen er- reichen konnte. An der Spitze eines Heeres von 10000 Arbeitern durchstach Schang Lieng die Berge, füllte die Thäler mit Erde aus, die ihm jene Ausgrabungen verschafften, und wo dieses nicht hinreichte, um die zu einem Wege erforderliche Höhe zu erlangen, baute er Brücken, die aus Pfeilern oder Vorspriingen ruhten. Bei anderen Stellen, wo die Berge durch tiefe Schluchten getrennt waren, faßte er den kühnen Plan, hängende Brücken zu errichten, die sich von einem Ab- hange zum anderen erstreckten. Diese Brücken, welche die chinesischen Schriftsteller sehr passend„fliegende" nennen, sind mitunter so hoch, daß man sie nicht ohne Bangen passiren kann. Sv erstreckt sich noch heute in Schense eine solche Brücke in einer Länge von über 400 Fuß über einen ungeheuren Ab- grund von Berg zu Berg. Die meisten Brücken sind so breit, baß zwei Mann zu Pferde neben einander hinreiten können, und an beiden Seiten befinden sich Geländer zum Schutze der Reisenden. Al» Kanäle auf dem Maro werden seit längerer Zeit die geraden Linien auf der Oberfläche dieses Planeten von be- deutenden Forschern angesehen. Aber die zeitweilige Verdoppe- lung derselben widersprach dieser Annahme. Die Verdoppelung wird nun von F. Meisel in Halle in den„Astronomischen Nachrichten" als eine optische Täuschung erklärt, indem das Wasser in den Kanälen stark verdunstet, einen Dampfzylinder bildet, durch welchen das Bild der Wasseroberfläche nach der Lichtbrechung auf zwei verschiedenen Wegen mit gleicher Helligkeit zu uns gelangen kann. Sind die„Kanäle" wirklich mit Wasser gefüllte Rinnen, so muß an der Oberfläche eine ganz außerordentliche starke Verdunstung stattfinden, viel stärker als sie unter sonst gleichen Ilmständen an der Erd- oberfläche vorkommen würde; denn obgleich der Planet Mars weiter als die Erde von der Sonne entfernt ist, so ist doch seine Masse viel geringer, etwa nur dem neunten Theil der Erdmasse gleich. Infolge dessen ist auch die Schwerkraft in der Oberfläche geringer und zwar etwa von der Schwer- kraft der Erde. Dies hat wieder einen entsprechend geringeren Luftdruck zur Folge. Je geringer aber der Luftdruck ist, um so niedriger liegt bekanntlich der Siedepunkt des Wassers und um so intensiver ist die Dampfbildung. Aus dieseni Grunde muß selbst bei einer niedrigeren Temperatur, welche auf dem MarS wahrscheinlich herrscht, doch eine sehr intensive Dampf- entwickelung über der Wasserfläche statisinden. Es kommt nun noch auf die Form des entwickelten DampkeylinderS an, um verschiedene beobachtete Erscheinungen durch die Lichtbrechung in demselben zu erklären, und das gelingt dein Verfasser. Zur Erklärung der Ringe um Könne und Mvud. Nach einem Bericht in der Pariser Akademie der Wissenschaften sind dem Physiker Cornu interessante Versuche gelungen, mit deren Durchführung die Wissenschaft sich lange vergeblich abge- müht hat. Es handelte sich nämlich darum, in unzweifelhafter Weise experimentell den Nachweis zu liefern, daß die allgemein angenommene Erklärung für die Höfe und Ringe um Sonne uno Mond richtig sei, wonach dieselben durch Licht-Brechung und-Beugung, veranlaßt durch in den höchsten Schichten der Atmosphäre schwebende Eiskrystalle entstehen. Es war nun sehr schwierig, eine künstliche Athmosphäre mit in ihr schwebenden Krysiallen zu erzeugen. Herrn Coniu ist dies gelungen, indem er eine konzentrirte Alaunlösung mit reinem Alkohol(Weingeist) mischte. Es schieden sich daourch feine Schleier kleinster regelmäßiger Krystalle aus, die in der Flüssigkeit schwebend blieben. Wurde diese Flüssigkeit nun in ein geeignetes Gesäß von Glas gebracht, und durch dieselbe das Lichi einer Kerze betrachtet, so zeigten sich im Kleinen die Erscheinungen eines Mondhofes und Mondringes in aller Vollständigkeit und Deutlichkeit. Bei entsprechender Stärke der im Altohol schwebenden Alaunkrystallr erscheinen sogar zwei Ringe. Hiermit ist zum ersten Mal der experimentelle Nachweis für die Richtigkeit unserer Theorie der Höfe nnd Ringe um Sonne und Mond geliefert worden. Dejxesikren. (Molff's Telegraphen-Kureau.) t Mittwoch, 24. Juli. Bei der heute hier statt- gehabten RcichStagScrsatzwahl erhielt der Stadtpfarrer Delles im Stadtkreis von 2554 Stimmen 2460. Das Resultat des Landkreises steht noch aus. övtept ersten. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements-Quittung beizufügen. Bricslicbe Antwort wird nicht ertbcitt. De» Fragrstrllrrn der Zritungsjpedttio« Kealvs, Ackerfiraße 13. So einfach, wie Sie sich die Sache mit den Berichten vom internationalen Kongreß vorstellen, ist sie denn doch nicht. Zunächst müssen Sie bedenken, daß unser Korrespondent aktiver Theilnehmcr an den Verhandlungen ist, - der sich durch eine glänzende Rede ausgezeichnet hat- j: solche Person ist selbstverständlich verpflichtet, den Verhandtof mit größter Aufmerksamkeit zu folgen. Dann gehört zweitens ausgezeichnete Sprachkenntniß dazu. Reden, die m r Spraye gehalten werden, sofort in� gediegenem Deuts-b wnse die Ver'handlun in Anspruch fertigt werden müssen. Wenn Sie alle diese Umstände flehjjj würdigen, wird Ihnen klar werden, daß sich inhaltsreiche richte nicht so ohne Weiteres niederschreiben lassen.„ bei so wichtigen Anlässen überhaupt weniger aus die Schn keit wie ans die Sachlichkeit der Berichterstattung an. u Fragesteller. Unsere Expedition ist am Sonntak Winter bis 10 Uhr, im Sommer bis 9 Uhr geöffnet. ui ®~l, Breslau erste. Ihre Einsendung ist von einem Mitglied der Lokalkommission zur Prüfung ubclg worden.„, Carl R.. Anhaltin er. Die§6 42 und 46 der» Ordnung vom 7. September 1879, betreffend das Verivalv � zwangsv erfahren beziehen sich im Allgemeinen aus ol. schlagnahmc von Forderungen. Diese Verordnung vcrw- züglich der Beschlagnahme von Arbeitslohn auf das Ectctz. � .. v.iiu, 1,1.1.1 ityitn.ii wt,tgt lim» inftttt» reits fälliges Arbeitslohn zur Beitreibung von Gen> � kommen oder StaatSklassensteuer Beschlag gelegt wcrdi- diese Steuern seit länger als 3 Monaten fällig gcworo��, %. Lieyung der 4. Klasse 180. König!. Preuss. Lotterie. giebuna vom 24. Juli 1889, D-rmiltag«. Rur die Sewinn« Uber LI« Vtarl Nnd den betreffende» Nummer» in Parenthese beigefitgt. (Ohne Gewähr.) 13 101 69 259 324 405 22 23 45 550 679 725 81063 82 94 915 1020 27 199 321[3000] 463 621 39 57«036 122 81 205 560 821 90 91 95 900 3057 102 42 254 96 407 27 44[3001 73 80 657 89 754[3000] 90 830 74 91 925 4331 787 802[5000] 5001 107 339 93 96 447[15001 564 615 [300] 758 61 6062 66 151 223 374 483 94 725 42 845 84 976 93[500] 7061 156 468 83 581 952 85 8237[1500] 58 382 443 593 878 991«076 291 333 78 5:4 30 59 626 63 712 24 888 908 10016 54 130 203 413 94 611 712[300] 866[300] 956 11003 27 179 256 328 441 548 620 701[300] 8 830 38 44 1L280 86 368 525[300] 33 69 661[300] 78 1 3127 45 388 99 814 24 973 1 4032 108[3000] 28 91(3001 270 78 467 622[500] 34 15051 102 6 263[300] 479 526 630 778 80 857 913 1O035 182 369 472 75 98 540 78 7 9 606 912 55 64 17050[300] 83 97 194 249 73 95 303 22 90 414 500 714 946[5001 59 93 18006 34 49 148 232 47 50 379 410 576 751 91 888 917[300] 1O041 58 197 213 335 44 664 81 96 749 63 74 926 44 «0066 101 84 1500] 493 539 82 619 704[300] 947 81101 250 73 79 395 403 78 519 680 880 88086 148 235 335 38 45 56 433 44 683 761 810[500] 931 83005 40 135 247 365 416 5:34 606 839 90 952[5000] 84162 377 504 16 74 797 898 921 53 85043 293 631 961 75 80063 217 68 65 488 537 58 618 843 65 919 67 96 8 7189 301 58 487[5001 503 45 641 818 76 993 88123 26 69 71 318 408 25 576 83 627 84 713 865 982[1500] 89102 92 96 240 404 727 851 68 96 30102 228 47 78 393 506 42 603 707 21 813 68[3001 97 8 1047 97 277 46: 537 611 704 7 3 942 75 8LI3! 336 52 84 624 827 28[300] 926 83068 141 43 226 335 93 417 504 35 630 83 702 858»4073 105 34 36 42 295 325 512 28 760 839»3145 74 309 409 1300] 84 572 615 756 86043 98 282 380 702 58 70 838 37043 93[500] 397 689 830 933 92 38024 118 34[5001 74 341 426 65 572 96 696 820 902 80 39143 229 31 75 430 52 510 631 69 748 970 40102497 772 866 999 41118 371 421 42 73[303] 547[300] 622 714 [300] 43[5000] 844 979 4L063 166 320 77 89 410[1500] 581 829 4»027[15001 330[3001 43 63 423 509 64 70[5001 74 79 83 617 50 706 62 80 858 906 45 91 44021 76 100 357 95 425 1500) 60[3000] 815 56 908 42 71 96 45064 114 66 82 208 32 44 626 91 803 916 58 43022 115 202 338 409 553 780 854 952 66 77 47005 18 37 89 233 43 49 69 848[300] 407 527 31 636 789 833 36 94 977 4*012 119 93 251 377 487 621 822 26 54 980 40113 267 323 80 465 537[3000] 90 672 867 912 33 50008 219 24 406 91 583 649 764 931 51029 88 153 75 206 19 34 381 571 614 744 807 11 41[3000] 81 86 968 88 52151 217 29 51 86 337 49 75 89 766 83 849 83 93 5 3033 86 225 31 425 508 645 733 39 54 70 83 5 4065 103 11 39[600] 213 93 468 585 613 44 77 802 975 91 5 5067 107 85[3000] 201 67 335 45 501 75[1500] 616 760 935 76 79 66010 52 142 252 568 668 702 835 9 0 5 7056 100 7 7 284 97 313 31 [3001 400 60 570 627 80 799 938 60 5*040 197[500] 343 97 626 79 96 738 63[300] 89 896 59Ü07 47 162 349 621 61[500] 80 85 857[30»Ol 00080 165[3000] 424 53 60 95 520 67 68 74 77 6 1047 74 86 258 430 74 639 707 902 27««172 274[500] 333 7 6 490 691 99 821 71 985 «»331 787 900 64119 61 252 341 535 739 40[5000] 48 876[500] 950 «5101 41 204 89 324[500] 63 440 69 644 792 66098 166 280 373 440 45 549 67 660 755 97 886«7038 232[500] 359[600] 514 666 726 31 891 933 90 6*101 8 64[3000] 95 353 563 703 814«»033 66 80 413 660 899 953 69 70039 623 67 616 746 821 65 73 71007 97 117 242 311 61[300] 600 650 910 7Ä147 232 491 519[300] 27 717 95 969 7 330.) 6.2 85 714 72 73[3000] 978 7 4002 17 120 233 87 407 48 519[5 0 001 623 96 712 86 932 75141 289 366 72 500 641 92 737 939 76)94 261 CJnO] 88 485 760 76 964 77006 36 68 154 2:10 408 74 591 662 86[500] 874 924 39[1500] 94 7*017 109 278 3-6 419 30 549 92 765.'20[500] 47 94 70054 71 228 440 536 47 57 96 787 85 1 9:4 80121 81 363 498 565 702 16 25 65 96 1 8 1 36) 429 697 970 82027 100 20 88 264 69 423 29 504 629 712 820 50 65 95*»243 85 608 69 610 90 754 933 94 8 4048 154 202 391 448 69[1500] 769 828 92 97 944 47 8 5070 73 196 331 80 546 58 609 834 35 62 85*6007 47 209 53[500] 69 74 399 404 42 513 903 8*7027 183 203 5 63 48) 99 576 611 47 91 97 711 887 8*402 71 77 560 669 CiOU] 84 722 47 883*»029 98 235 67 70 76 352 504 62 651 717 804 30 914 87 OO076 125 90 366 473 522 692 705 79 758 848 930 92. 92020 106 205[300] N Edition 93110 212[500] 23 347 435 66 628 743 70'[500]' 837 60 9».51 150 250 413 518 27 90 98[3000] 640 94 9 5308 434 591 629% Kr 1"»Ii? u.,i v. im, 97027[300] 100 3*- s 98012 78 114 28 44 245 318 411 66 93 604 6" 96057 394[500] 449 62 93 637 62 756 46 901[500] 50 9*012 78 114 28 44„tu-, 976 99130 43 414 66[1500] 874 O» 100044 88 575 1 0 1065 277 96 437 6)4 619 819 XO«™! 413 682 724 817 935[300] 85 1 03196 353 81 417 96 98»06 A Kl 706 1 04050 83 201 4 367 549 81 600[300] 84 734 89 93 WW 1 03115 66 85 205 53 62 454 749 803 86 952 62 106026 I«-z» 262 71 405 24 34 513 66[3000] 669 87 798 1 07055 155 2ll.Jß!k [1500] 519 6»5 9% 852 10*044 129 68 273 379 70 91 551 43 49 838 54 62 XO9003 47 132 41 211 523 607 18 23 706#% 110319 54 77 44 i 88 733 899 111031 59 68 102 216«1■JB 38 54 721[3000] 55[3000] 70 981 11«III 55 65 218 71 380 546 604 20 23 74 83 726 874 113038 110 32 242 348 5o3 j» 62 965 114044 106 7 230 37 53 302 18 66 505 726 817 22 L,, 221 34 97 572 90[500] 755 848 955 11«054 187 200 62 68 ÖZz) 660 86 793[150»] 858 117071 99 495 502 805 95 11*019«tut [500] 147 362 410[300] 37 557[1500] 74 85 610 792 867 X> 224 3:0 471 663 750 878 A 0*4 �nter r»»* c fei 1ÄO023 26 68 246[300] 73 309 486 511 64 607 705 32 dv-spZ IL 1028 37[1500] 129 37 42 43 47 56 84 331 417 59 630 83 610 f" fft* u-ü II" � i. 9 1 127 377 443 88 567 95 030 7 24 76 1«»004 342 89 4* I; z soM k'-Ä 2"«* 204 315 24 422 682 722 88 828 987 1 37178[1500] 20586 319%;!'W 518 620 ,-04!03 13*1)54 102 68 235 93 372 448 619 937', Wlüier... 233[300] 320 37 594 628 803 923„...d* Wi/ 130098 186 710 1 31119 84 316 84 687 711 13*046 �6 aus 683 706 66 847 66 1 33319 472 673 93 701[3000] 42 813 40 69'»,4 Oi-.■ 199 2-6 386 97 593 636 772 823 985 1 35031 189 288 98 ö->» A-Z L:, 674 816 84 I 36292 325 35 50 405[300] 688 808 932 1?'V'*«1% 4 418 656 760 850 138037[300] 96 215 70 439 83 86[500] 569'» Sich„, f 76 1 39024 134 61 242 51 538[3000] 77 634 880.. 140024 31 44 114 235 68 319 56 484 91 537 613 873 Ä U«""»(II 14 1096 131 224 472 511[3000] 30 609 883 944 14*003 91 3%. V 449 508 6:51 ,807 12 87 935 1 48110 13[500] 26 257 573[iMÄI ke 709 1 44000 5 82 231 461[1500] 514 47 669 704(15001 14%. 25 299 628 763 85 808 30 939 1 40003 224 89 331 466 619"JJ 14 7010 25 130 235 374 629 63 831 148058 205 302'*.„.t'- 140098 144 80 258 548 88 733 47 820 975„,iUj �1)% 971 602 % tBillpife WM"- »?/ x'«7285 499[Mu ,j 642 766 978 90 �6*151 208> 75•* 751 69 8)7 45 933 160084 180[150*»47 66 68 175 238 394 538 619 768 927 63 1 9024 501 4[1500] 16 76 654 834 66 88[5000] 911 *0052 342 67 421 70 79 595 735 910 84 85*1016 158 233 331 66 502 86[1500] 664 713 99 979 611 312 60 700 65 90 878 88 333 83 89 572 617 761 68 917________________________ *«009 121 54[300] 69 242 56 342 44-8 518 71 734[300] 59 95 879 911 *7021 28 333 749 840 77 909 41 62**094 113 63 219 378 81 455 5-41 93 732 886 903*9132[300] 85[1500] 307 458 64 586 642 717 56[3000] �*30120 514 29 64 816 30 52 041 3 1 232 40 300 420 39 549 84 680 835 906 3*241 341 567 602 823 8 8032 137 216 61 65 75 310 23 64 452 72 509 37 603 20[300] 71 780 97[1500] 912 34018 19 104[30:)»] 74 293 534 42 802 27 905 35105 81 259 72[500] 92 335[3000] 57 473 514 693 966[3000] 36007 28 174 2-83 431 76 656 787 881»7195 212 95[3000] 365 61-7 656«7 710 894 3*014 224 61]1600] 555 70 645[300] 80054 205 41 52 442 519 57 810 46 94 948 40017. 179 293 638 634 35 38 752 381 4 1014 79 109 27 59 202 57 427 66' 532 11500] 610 38 737 84 861 910 44 4«190 202 22 339 467 78 669 84 848 909 4 8023 198 868 932 4 4 026 110 337 73 510 770 72 919 45 315 501 30 59 68 762 75 4 0036 361 93 618 710 862 981 47142 69 499 598 748 94 890 9.84 4*060 212 534 600 45 751 58 63 89 900 4» ZyS L,„"'S I 17 619 88 701 10 879 971 81 105206 36 300 10 522 52 61»',0® i"««, ohn 97 131)0] 106036 124 44 340 729 70 96 845 75[500] 979 Wfc„ y" 20 148 298 470 75 674 817 44 55 1«*159 82[15001 2o2 i fei«UCh 1 090-3 193[30,1] 308 90 551 631 704 15 38 85 1 973 98(JU»etbör 110026 73 89 191 200 37 85 370 96 447 540 52 862 938 77 VJ! r."v 152 323 43 515 714 812 1500] 68 74 925 41 66 11*012[3001 f ,5 5»In 67 238 94 343[300] 41 88 400 95 560 647 11»»53 171 84 J; 417 38 599 114043 154 252 305 519 602 894 961 1 1505° 11[3000] 435 48 514 851 979 11«021 32 254 472 692 6»- 117151[3001 340 524 607 729[1500] 57 61 861 87 94 915 79 570 607 70 702 979 119049[3000] 153 521 72 609[3001 4' J 821 42 944 l«O099 140 212 33 37 502 65 626 88[500] 90 902 l»XU-iIZ 670 88 638 70 741 68 819 932 83 1**009 28 48 297 301 8 f.«.]« 810 93 928 1*3099 185 335 522 665 709 859 970 1*404»'. gl 93 280 439 89 617 008 742 53 67 828 63 952 1*5050 62 489 527 779 92 891 927 77 1*6218 22 85 92 800 420 42«4 616 86-1 986 1*7067 126 73 312 22 23 65 653 727 830 45 Mi 4 111 299 318 65 87 533 877 922 57 67 1*9307 523 97 722 8%''»II 1 30084 90 247 302 6 30 96 588 684 99 860 65 1 31»* jz»? 645[500] 734 836 62 981 13*246 3)931[1500] 5>8 688 94 9'» Ski 84 469 553 00 82 952 1150») 184029 76 106 82 457 91 51%�% 944[500] 135055 123 33[300] 211 19 60 83 24 814 95 969 75 97 1 3 60111 239 65 306 441 544 53 72 683 774 987 13*021 43 167[3000] 85 1 39047 80 228 312 445 511 87 93 140085 142 259 455 37 545 632 800 11>»01 97. in i-nntj i-neio» uau in.) an. i-, 958 1 43010 205(300»] 58[[500172 308 23 401 518 37 56 58 144038 138 215 414) 605 73[1500] 145082 89 243 405 38»I zä 4 i 728 855 928 53 1 40086 15001 160 238 39 354 412 5141% 9.30 73 14 7098 73 79 13000] 145 74 84 88 303 69 528 130% 959 14*006 65 II«[30(4)] 230 36 399 727 71 96 835 60 936 4», 271 98 309 42 69 465 508 42 43[1500] 72 663 89 716 74 96 ,()« Sv' 150025(500] 55 123 37[300] 68 303 4(500] 479 86 98 bOS/W«1-"v 63 88 605 86 763 78 984 95 151103 17 31 424 506 619 756»X.jty 15*051 175 241 356 417 71 500 679 703 81 856 70 72 919 3?.M 5 434 37 82 579 616 26 03 65 732 84[5001 893 973[300] X%*l 95[3000] 505 36[300] 59 524 90 621 81 790 871 965 70 X%: 385 95 430 83 90 510 42 83 94 1500] 633(3101 50 976»A,«« 310 32 494 6.35[1500] 755 829 86 87 1 57136 286 525 78% j] 158023 63 126 221[1500] 370 13001 620 633 90 723 15 9082[300] 92 106 596 610[150»] 936.. 1601)29 43 275 337 519 63 827 945 46 54 1 6 1 005 48'% ff- 655[500] 93 96 622 60 86 798[15001 16*045 243 Ol 351 57',»> 87 507 18 715 30 845 908 32 1 63380 93 470 98 6.80 822 2». 81 225[5 0] 32 399 489 544 92 031 777 837 1 65104 34 76 7W3 688 834 945 47 1 66013 104 10 373 97 412 61 874 931»»g iff 38 759 60 99 800 5 50 920 1 6*484 603 89 890 914 1 692'" 34 645 740 73 823 976 Jl 170097 157 321 53 66[30001 581 87 970 1 7 1099 U6??M»ststler 607 18 721 50 97 806 959 74 1 7Ä»32 191 226 61 81 346»%, 92[500] 718 63 85 863 973 173013 18 62 178 313 424[30M M,1 V,'Mka 709 62 64 918 31 58 83 174195[1500] 26t[1600] 459'&g S'i""ta'g 176113 16 316 464 82 613 22 67 737 87 892 1 7«03l 177i)47 174 227 516 729 800 27 1 7*093 13000] 164 220 35* � M-.-übet i 81 96 704 74 851 972 1 79089 170 202 59 63[300] 384 48»,."d x,»- 820 946[5i«]„„.()«%"sieb J'-V* 1*0078 106 14 389 435 68 714 50[5001 18 1012 236 78 we,u 607 836 48 78 79 1**022 65»11 94 462 513 52 74 745 8#%«■ 1*3146 99 482 708[500] 52 68 95 816 931 73 80 86 O% 8."% 80 402 17 644 06 91 713 928 77 81 1*5033 177 79 240 33»% fc««ef„ 3) 38 867 1*0371 82 604 36 72 814 29 919 1*7191 220 366»Zz 6'- 988 1**158 222 365[30»] 440 41 77 858 996 189069 270 605[1500] 28 759 833 48[3000] IvOta: A. Wrn s' Ii, 9t e W, es 9c| Verantwortlicher Redakteur: K. Grönheim in Berlin. Druck und Verlag von Ma» Kading in Berlin SW., Beuthftraze 2.