Krün« W bttlnfd" g, ..ASA S-r>jn-r lg »fS« xrrin(>™J� fmiillloffS Nr. 17F. Dirnstag, de« 30. Juli 1889. 6. Jahrg. I« «ZS i MimMMl Brgan für die Interessen der Arbeiter. H nng Kinder. % "W •yBj chter ;en t ■ Grausl awerike�Ä r legten P jrt n#" fcn der ftfutj wtzen bereit* ZBMHZWRMN . Sonn- und Festlagen bis 10 Uhr Vormittaas geöffnet. ---« Fernsprecher: Amt Vi.|lr. 410b.» Vevsllrbion: VeukhZkvMe S.— Expedition: Mintmerptrntze 44. Adonnrmcnlo- Emladnng. � den Monat August eröffnen wir ein neues Abonnement »Krrliner Uollisblatt' � dem wöchentlich erscheinenden „Sonntagsdlatt". rstrahe 44, 1 Mark pro Monat. ton �.�""Sen werden von sämmtlichen Zeitungsspediteuren, t%aeno Expedition unseres Blattes, Zimmcrstraße 44, "Angenommen. iteg�n-����erhalb nehmen s ä m m t l i ch e Postanstalten Be- NM gg. Redaktion und Expedition des »Kerliner Kolksklatt�. �Mionsles Unglück -. und Glück. hlr�. spricht MW Zeit, da Alles von„ A r b e i t e r s ch u tz" Äeits � hartes die verbissensten Reaktionäre, als auch chinel-K Ww An?�'�ur Manchestermänner sich genöthigt sehen, n und Wasen m. beherrschenden Zeitströmunq wenigstens in folge crf� die P. d:en Tribut zu zollen; zur selben Zeit, da auch ! aus sg»? al o g i e den Arbeitern zu Hilfe kommt und Mcbojt»,'tüten Gründen eine weitgehende Schutz- Arbeits, � und eine staatliche Abgrenzung der täglichen � i» ö? Ordert—""'"' zur selben Zeit schwirrt und rauscht eiheitsk!� ßuh � �ust von allerlei Projekten, die darauf berechnet ler. Heizet? l a s s„'beiterbewequng eine Feffcl anzulegen und die 1%;#4 M«-'— ggr'' Sumpf' i.;# ej?«!»' :n1.tB«w5 gA 3«Ä ntflftgg�i fute x;„.? asetzgebung zu verschärfen. Es giebt eben Rchören; Zeit absolut nicht verstehen, und zu diesen aus den e. �er Linie unsere großen Unternehmer, die %5en„S unserer Tage keine andere Lehre gezogen *$ o ♦ � Pa mit aller Energie die Bestrafung . Das"n!?�brucheS verlangen. abuiNer � �schrei nach einer solchen Maßregel will !JSbeii?Wären. Aber die Unternehmer sollen nicht Wn bttf n-. bas deutsche Publikum blind und taub ist. SotW dem großen Streik der Bergleute gesehen, daß �geimü- �3en der Arbeiter bescheiden und der Sachlage 'ffp. bgj" sparen, so daß auch Behörden für die Arbeiter, - Forderungen Sympathien kundgaben; man hat unx'ra®�"' wie schmählich von den Zechenverwal- _ Grubeneigenthümern die gemachten Zusagen ver- [25 »ftbottn.] �cuiUcton. Goldmenfck. Roma» von Maurus Zükai. ein"«!�'bn aus.„O wch, Michel, aus Dir O. I W,»nder-i Ä!3er Geschäftsmann. Bei uns geht das »»slN?' 4,«en A„-öetm Gulden nur seinen Groschen verdienen stenS Jan-j�n welche Du bei Brazovics erliegen hast. I, bei®ji' Nn» will ,a Ä? genügende Sicherheit gelten lassen. Und r»'l'Äfi «- ft�nb Der Weizen, der einen Werth von hundett- ito.JS.fer Dann�verspri�st�Du üzitöer und Jzsaer Müllern Dir den Weizen auf der mmentt-.� «en»*' 8. bin.' Wmnnr � wenn sie Dir den Weizen aus ver das".iif rV" Mittlerweile eerichtest Du Backöfen, in W*" drei m?, �gleich zu Kommißbrod verbacken wird. Unterläuft'st Alles aufgezehrt; wenn eine schlechte o�ZU oertufÜ' �'st es die Sache Deiner guten Freunde, "m vo» st't �ach drei Wochen ist Dir ein Rein- Mindestens stebzigtausend Gulden geblieben. letzt und gebrochen worden sind.. Wenn die Unternehmer aus jenem Streik nichts gelernt haben, so hat doch das Publikum sich seine Anschauungen gebildet. Und sie sind nicht eben zu Gunsten der Unternehmer, denn man fängt an, einzusehen, daß die unaufhörliche Lohn- d r ü ck e r e i nachgerade ein nationales Unglück geworden ist. An der Beseitigung oder wenigstens Milderung dieses Unglücks zu arbeiten, müßte der Stolz und der Eifer eines jeden Mannes sein, der sein Vaterland wahrhaft zu lieben im Stande ist. Aber was sehen und hören wir? Auf der ganzen Linie der Kartellpresse wird heute zum Angriff gegen den genügen und kläglichen Rest von K o a l i t i o n s- f r e i h e i t, der den Arbeitem noch geblieben ist, geblasen; die offiziöse Preffe giebt den Ton an in diesem lieblichen Konzert der„Arbeiterfreunde", die behaupten, mit der „Sozialreform" sei eine neue glückliche Aera für die Arbeiter geschaffen worden. Fünf Prozent Koalitions- freiheit wäre für die Arbeiter unendlich nützlicher als fünfhundert Prozent kartell- brüderlicher ,, Sozialreform". In der offiziösen Preffe scheint sich eine merk- würdige Schwenkung vollzogen zu haben. Während die„Norddeutsche Allgemeine" früher den Vorschlag der kriminellen Bestrafung des Kontraktbruchs ent- schieden zurückwies, verlangt sie jetzt mit einem Mal strenge Maßregeln gegen die Generalstreiks, Die Seeschlange ist diesen Sommer noch nicht erschienen' als Ersatz dafiir mag einstweilen die Behauptung der„Nord- deutschen Allgemeinen" dienen, die massenhaft ausbrechenden Streiks seien ein organisirter sozialdemokratischer Angriff auf die Gesellschaftsordnung. Wir können mit Offiziösen, die offen bekennen, daß man manchmal aus Nützlichkeitsgründen die Wahrheit nicht sagen dürfe, über solche Dinge nicht rechten und halten es auch für überflüssig, denn wenn diese Leute einmal verpflichtet sind, gewisse Behauptungen aufzu- stellen, so müssen sie es eben thun, gleichviel ob sie selbst daran glauben oder mcht. Aber was will man denn weiter thun? Will man vielleicht die' ehemaligen englischen V e r s ch w ö r u n g s g e s e tz e auf deutschen.Boden verpflanzen und die Streiks, als „Verschwörungen" hinstellen? Wenn man dies beabsichtigt, so mag man in der englischen Geschichte Englands nach- lesen und mag aus den gewaltigen Arbeiterverbindungen Englands ersehen, was mit jenen Gesetzen erreicht wor- den ist. Man spricht so viel vom„sozialen Frieden" Aber trägt es zur Förderung des sozialen Friedens bei, wenn an Stelle der streikenden Bäckergesellen Militär ein- gestellt tind dadurch den Arbeitern auch das letzte Mittel, das ihnen das Gesetz erlaubt, die Arbeitseinstellung, in ihren Wirkungeu illusorisch gemacht wird? Das Militär wird noch mit den Russen genug zu kämpfen haben und sollte sich nicht in die sozialen Kämpfe einmischen. Ueberall Rathlosigkert, Mangel an Einsicht oder eigen- sinniges Beharren auf den alten verbrauchten und reaktionären Prinzipal an- greifen. Ich Glaube mir, wenn ich das Geschäft Deinem trüge, er würde mit beiden Händen darnach wundere mich über Deine Begriffsstützigkeit." Timar überlegte sich's. Es war dies in der That ein verlockendes Anerbieten. Binnen drei Wochen sechzig- bis siebzigtausend. Gulden zu gewinnen! Und ohne große Mühe, mit voller Sicherheit. In der ersten Woche wird der Ge- schmack des Kommißbrotes etwas süßlicher sein, als er sonst zu sein pflegt; in der zweiten etwas bitterer, und in der dritten etwas dumpfig; aber der Soldat nimmt es mit solchen Dingen nicht so genau, er ist schon daran gewöhnt. Dennoch wandte sich Timar mit Abscheu von diesem bitteren Kelch ab.„O Emerich," sagte er, seine Hand auf die seines ehemaligen Schulkameraden legend,„wo hast Du diese Dinge gelernt?" „Ha," versetzte dieser und sein Gesicht verdüsterte sich, „dort, wo sie gelehrt werden. Als ich die militärische Lauf- bahn betrat, war ich voll schwärmerischer Illusionen. Die sind nun alle zu Asche geworden. Damals glaubte ich, es sei dies die Schule der Ritterlichkeit, der Heldenlaufbahn, und meine Brust schlug höher bei diesem Gedanken; dann sah ich, daß in der Welt alles nur Spekulation ist, und daß die öffentlichen Angelegenheiten von Privatinteressen regiert werden. Beim Geniekorps hatte ich meine Studien mit aus- gezeichnetem, ich kann sagen mit glänzendem Erfolge absol- virt. Als ich nach Komorn versetzt worden war, erfüllte mich die Aussicht mit Stolz, welche Gelegenheit mir hier zur Entfaltung meiner Fähigkeiten im Militärbaufache ge- boten sein werve. Mein erster Fortifikationsplan, den ich unterbreitete, wurde in der That von Fachkennern für ein Meisterwerk erklärt- glaube jedoch nicht, daß er an- genommen wurde; ich erhielt vielmehr den Auftrag, einen anderen Plan anzufertigen welcher kostspieliger sein und die Expropriation einzelner Gassen der Stadt"erheischen sollte. Mitteln. Während es auch gelungen ist, die geplante Berner Konferenz zu verschieben, schreitet unser nationales Unglück immer weiter vorwärts; die Masse des Volkes ver- kümmert immer mehr unter dem Druck des modernen Pro- duktionssystems. Dem gegenüber stehen klar und bestimmt die Forde- rungen des Pariser Kongresses in Bezug auf eine wirksame Arbeiterschutzgesctzgebung, in welchen Forderungen dieser große Kongreß nicht nur seine eminent fried- lichen Bestrebungen, sondern auch seine tiefe Ein- ficht in die volkswirthschaftlichen Verhältnisse bekundet hat. Diese Forderungen sind durchaus praktisch und aus- führbar und haben auch nicht den geringsten Zug von Utopisterei an sich. Ihre Erfüllung würde dazu beitragen, unser nationales Unglück zu mildern und seine Beseitigung anzubahnen, unser Volk würde neu aufleben, wenn nur ein Theil des auf ihm lastenden Drucks von ihm genommen, wenn ihm Zeit zur Erholung und Bildung gegönnt würde. Statt sich oiese Forderungen ernsthaft[anzusehen und sie zu diskutiren, fabelt die verlogene Kartellpresse von„ge- Heimen Abmachungen", die auf dem Kongresse getroffen sein sollen, und hat keine größere Sorge, als daß das So- ziali st engesetz verlängert, respektive dauernd ge- gemacht wird. Aber es wird dieser Presse nicht gelingen, die Welt mit Brettern zuzunageln. Denn das Publikum läßt lange mit sich spielen, aber nicht immer, und mit all' ihren unsauberen Manieren wird die Kartellpresse eben doch nicht verhüten kännen, was den Kartellparteien flcher in Aussicht steht, nämlich eine völlige Niederlage bei den Wahlen. Und das wird ein nationales Glück sein! MternMonaler Arbelterkongreß Paris. (Fortsetzung des Berichts über die Sitzung vom 18. Juli.) cid. Petersen führt in seinem Bencht über Dänemark aus, daß die Kleinindustrie seines Vaterlandes seit den letzten Jahren von der Großindustrie zu Grunde gerichtet wird. Die Lage der Arbeiter ist eine sehr jämmerliche. Sogar die offizielle Statistik muß zugeben, daß die Löhne ganz unzureichend find, fie betragen 250—300, im besten Falle 500 Kronen, während sür den Unterhalt einer Familie 1100 Kronen nöthig wären. Die sozialistische Arbeiterpartei ist sehr stark, es haben sich 150 Gewerkschaften an sie angeschlossen. Sie hat 5 eigene Or- gane, von denen 2 in Kopenhagen, 3 in der Provinz erscheinen. Der in Kopenhagen herausgegebene„Sozialdemokrat" hat gegen 30 000 Abonnenten. Da die Partei nur schwer Lokalitäten für ihre Versammlungen erhielt, hat sie sich ihr eigenes Haus ge- kauft. Sie hat auch das Kapital zur Gründung einer koope- rativen Bäckerei hergegeben, allein dieselbe ist durchaus unsozialistisch organifirt, der Gewinn fließt nur in die Tasche der Aktionäre und nicht in die Parteikasse, In prinzipieller Hinsicht ist die Partei noch nicht genügend ent- wickelt. Auf ihren Kongressen hat sie eine schwache Uebersetzung Nun, ich fertigte auch den an. Du erinnerst Dich wohl noch jenes Stadttheiles, der jetzt ein freier Platz ist. Diese Umwandlung kam auf eine halbe Million zu stehen. Dein Prinzipal hatte dort baufällige Häuser; er verkaufte sie zu einem Preise, als wären es Paläste gewesen. Und das nennen sie Fortifikation! Deshalb hatte ich also Genie- Wissenschaft studirt?!— Nun, der Mensch ernüchtert sich allmälig und lernt sich in seine Lage finden.— Vielleicht hast Du schon die Anekdote gehört— sie ist in Aller Mund — daß der Kronprinz, als er im vorigen Jahre uns besuchte, zum Festungskommandanten sagte:„Ich hatte geglaubt, diese Festung sei schwarz."—„Warum sollte sie schwarz sein, kaiserliche Hoheit?"—„Deshalb, weil in den Fortifikations- kosten jährlich zehntausend Gulden angesetzt sind für— Tinte. Ich glaubte, die Festungsmauern werden mit Tinte angestrichen." Alle Welt lachte. Das ist das Ende vom Lied. Kommt nichts heraus, so schweigt man, kommt was heraus, so lacht man darüber.— Lache Du auch! Oder ge- fällt es Dir besser, von der Schwelle des Krämerladens herab auf die Welt zu schimpfen und Zündschwamm zu ver- kaufen mit zwei Kreuzer Profit täglich? Ich bin aus den ätherischen Regionen schon herniedergestiegen zur Erde. Auf, Kamerad, nach Almas und kaufe den ertränkten Weizen. Morgen bis zehn Uhr Nachts findest Du noch Zeit, Dein Offert einzureichen. Hörst Du, der Eilbauer kommt schon angerasselt. Mach' fort, und sieh zu, daß Du bald zurück bist." „Ich werde nur's überlegen," sagte Timar nach- denklich. „Bedenke, daß Du auch der armen Waise eine Wohl- that erweisest, wenn Du für ihre verloren gegangene Habe zehntausend Gulden hereinbringst. Sonst bleiben ihr nicht so viele Hundert, wenn man die Bergungskosten abzieht." Das Wort blieb in Timars Ohren haften. Irgend des Programms der deutschen Arbeiterpartei vom Kongreß zu Gotha angenommen, jedoch �denselben einen Beisatz zugefügt, nämlich die Forde- der im Widerspruch zu dem Vorbild steht,.........,...____ nung, den Kleinindustriellen Kapitalien zur Verfügung zu stellen. 'Ebenso hat sie sich nicht kowpromißfrei erhalten, sondern bei Wahlen mit der Bourgeoisie paktirt. Auf diese Allianz ist auch die Wahl der Parleikandidaten zurückzuführen. In letzter Zeit tritt jedoch unter der Arbeiterschaft eine Opposition gegen eine derartige Taktik zu Tage, das Klassenbewußtsein klärt sich immer mehr. Die politischm Gruppen und die Gewerkschaften mar- schiren Hand in Hand, wenn auch letztere in ihrer prinzipiellen Erkcnnlniß noch vielfach rückständig sind. Die ökonomische Entwickelung wird schon nach und nach größere Klarheit und Zielbewußtheit in die Bewegung bringen. P l e ch a n o f f ergreift darauf daS Wort, um zu versichern, daß zwischen der russischen und westeuropäischen sozialistischen Bewegung kein Unterschied besteht. Rußland hat von jeher die Rolle eines Hüters der Reaktion gespielt. Der Triumph der freiheitlichen Sache in Rußland wird der freiheitlichen Bewegung von ganz Europa zu Gute kommen. Unter welchen Bedingungen ist aber in Rußland ein solcher Sieg möglich? Erst dann sicherlich, wenn die Be- wegung vom Volke getragen wird. So lange der Kamps für die Befreiung nur von Ideologen und der studirenden Jugend getragen wird, kann sie nicht für den Zarismus als System verhängnißvoll sein. Das Volk wird sich schließlich als ein revolutionäreres Elenient erweisen, als die aktuellen Träger der Bewegung, denn es wird durch die Macht der ökonomisch- geschichtlichen Thatsachen revolutionirt. Und die ökonomische Entwickelung Rußlands bahnt diesen Umschwung an. Nichts in irriger, als die Auffassung, Rußland in ökonomischer Beziehung für ein europäisches China zu halten. Die alte ökonomische Struktur des Landes ist in voller Zer- sctzung begriffen. Die alte Landgemeinde ist die Basis des Despotismus und ein Werkzeug der kapitalistischen Ausbeutung. Der Bauer wird in die Städte getrieben und in chnen industriellen Proletarier verwandelt. Die Großindustrie nimmt einen mächtigen Aufschwung, die Klein- und Hausindustrie geht zu Grunde. Die Regierung hilft, dem Kleinbetriebe die Schlinge zu zuziehen, in welcher er oonlver Großindustrie er- würgt werden soll. Dadurch bereitet sie ihren eigenen Ruin vor. Mit der Entwickelung der Großindustrie geht die Schaffung eines modernen Proletariats Hand in Hand, das bestimmt ist, der Träger der freiheitlichen Bewegung und des Kulturgedankens lu werden. . Die russische Bewegung muß zu einer Arbeiterbewegung werden, oder sie wird nun und nimmer triumphiren. Jeppesen, norwegischer Delegirter berichtet, daß die Arbeilerdewegung in seiner Hcimath erst vor zirka 5 Jahren begonnen hat. Trotzdem ist dieselbe bereits in ihre zweite Periode eingetreten, in die der Verfolgungen und Maß- regelungen. Dieser Umstand ist ein Beweis, daß die Arbeiterbewegung schon ziemlich kräftig und klar ist, so daß die herrschenden Klassen dieselbe fürchten. DaS norwegische Proletariat glaubt nicht an die Wirksamkeit parlamentarischer Reformen, da die bestehenden Gesetze zwar liberal in der Form sind, aber den Arbeitern nicht zu gute kommen. Aber eS hält daran fest, mit dem Proletariat anderer Länder zusammen die Forderung einer internationalen Arbciterschutzgesetzgebung zu erheben, da diese Forderung ein treffliches AgitationS- und Propagandamittel ist. Die sozialistische Ärbeilerpartei Norwegens hat im Parlamente bereits einen Entwurf für Arbeiterschutzgcsetze eingereicht, der auch einer Kommission zur Prüfung übergeben ist und debattirt werden soll. Dennoch hoffen die Arbeiter nichts von der Kammer, da schließlich der Kapitalismus den Arbeiter doch zwingt, sich zu unterwerfen. Merlino, ein italienischer Delegirter, verbreitet sich, anstatt den Situationsbericht zu geben, über die anarchistischen Theorien. Nachdem er darzulegen versucht, daß die italienische Regierung die parlamentarischen Sozialisten„glimpflicher behandle als die Anarchisten", setzt er auseinander, daß die sozialistische Bewegung, wenn siegreich, wieder mit der Vor- Herrschaft einiger Personen über die Masse enden, in eine neue Klassenherrschaft ausarten werde. Eine Arbeiterschutz-Gesetz- gebung zu fördern, sei absurd, antisozialistisch und bourgeois- mäßig. Der SozialismnS müsse zu Grunde gehen, und wenn seine Träger von der Bildfläche der Geschichte verschwunden seien, so werde der Anarchismus zur Besteiung der Menschheit das Banner ergreifen. Diese Darlegungen wurden durch hau- ftge Protestationen, sowie Ausbrüche stürmischer Heiterkeit, ironische Zwischenrufe seitens fast aller Kongreßunternehmer unterbrochen._ �, JglesiaS, der Vertreter der spanischen Parter, fuhrt aus, daß Spanien alsbald das Evangelium des Sozialismus auf- nahm. Die Internationale faßte schnell festen Fuß, und zwar fanden Bakunin'S Theorien viel Anhänger. Doch hat die spa- nische Arbeiterbewegung diese Periode der Unklarheit bald über- wunden und steht herrte durchaus auf der Grundlage des wissenschaftlichen Sozialismus. Der Ursprung der Partei ist auf einen klci leinen Kreis überzeugter Sozialisten in Madrid eine unsichtbare Hand stieß ihn vorwärt. Fat» nolentern trahant! sagte der heilige Augustinus. Bald darauf saß Dmar wieder, in seinen Mantel gehüllt, auf dem Bauern- wagen, mit dem ein Neudörfer Viergespann im Galopp dahinjagte. In der Stadt schlief schon Alles. Nur vor dem Stadthause ertönte der Ruf des Nachtwächters:„Niemanden steht auf der Stirne geschrieben, was ihm der nächste Morgen bringt." Von den Wällen aber riefen die vom Herbstregen durchnäßten Vorposten der Reihe nach:„Wer da?"„Patrouille."„Passirt." Was für Brot wohl die Leute bekommen haben? Zweites Kapitel. Der rothe Halbmond. Am andern Tage licitirte Timar wirklich das versunkene Getreide in Gesellschaft von Mäklern und Müllern. Diese machten lumpige Angebote; einige Groschen per Wetzen. Timar wurde dieser Groschenwirthschaft überdrüssig und rief plötzlich aus:„Ich gebe zehntausend Gulden für die ganze Schiffsladung." Als die Mrtlizitanten dies hörten, liefen sie auseinander, und es wäre vergebliche Mühe gewesen, ihnen nachzulaufen. Der amtliche Lizitator schlug Timar den Kauf zu und übergab ihm die ganze Schiffsladung als Eigenthum. Alle Leute hielten Timar für verrückt. Was wird er anfangen mit einer solchen Masse durchnäßten Ge- treides? Er aber band zwei Flöße aneinander, befestigte dieselben mit Klammern am Dache des untergetauchten Schiffes und machte sich daran, die Schiffslast zu heben. In der Lage des Schiffes war seit gestern die Veränderung eingetreten, daß das Hintertheil sich gesenkt hatte, so daß nur das Vordertheil aus dem Waffer hervorragte und eine von den zwei Kabinen jetzt ganz trocken war. Timar installirte sich rn dieser Kabine und ging dann an das schwere Werk. Er ließ das Schiffsdach aufreißen und mit Hilfe eines Krahnes die Säcke, einen nach dem andern, hinaufziehen. Diese wurden zuerst neben der Kabine abgelagert, damit das Wasser abfließe, dann wurden sie auf einen dritten Floß geladen und ans Ufer gebracht; dort lagen Strohmatten, zurückzuführen. Diese sammelten die zerstreuten Kräfte und einten sie auf Grund eines Programms, das der alten Internationale entlehnt war, aber noch den Zusatz von der politischen Aktion des Proletariats enthielt. Der Versuch der Organisatian gelang über alles Erwarten. Die Partei umfaßt viele Sektionen und Federationen, sie hält Kongresse ab und hat ihr eigenes Organ:„Der Sozialist". Der Kongreß zu Barzelona legte Zeugniß von der guten Organisation der Partei ab. An ihrer Spitze steht eine Zentralleitung,„der Generalrath". Die Partei hat Widerstands- und Streikkassen, Gewerkschaften rc. organisirt. Sie sucht den Arbeitern den ökonomischen Kampf zu erleichtern. Das spanische Proletariat fühlt sich in Ideen- und Kampfes- aemeinschaft mit dem Proletariat aller Länder, das für die Be- freiung der Arbeit vom Kapital eintritt. Der zweite spanische Delegirte Mezza führt an, daß der „Sozialist", den er vertritt, ausschließlich von Arbeitern redigirt, gedruckt und administrirt wird. Nachdem noch der Delegirte der französischen Schweiz einen kurzen Ueberblick über die Bewegung in seiner Heünath gegeben, der sich mit Brandt'S Ausführungen deckt, wird die Sitzung gegen 9 Uhr Abends aufgehoben. Sitzung vom 19. Juli. Präsident: V o l l m a r. Ehe der Kongreß zur Tages- Ordnung übergeht,(heilt Bebel das Resultat der Wahlen von Halberstadt mit. Er bemerkt darauf, daß sich dunkle Gestallen an die Arbeiter herandrängen und denselben Majestätsbeleidi- gungen rc nahelegen. Die Deutschen sollen sich durchaus zu nichts provoziren lassen. Lavigne(heilt mit, daß drei neue Delegirte ange- kommen sind. Lafargue charaktcrisirt die Haltung der französische» Presse dem Kongreß gegenüber. Auf eine gegebene Parole hin, schweige sie denselben so viel als möglich lobt, während die englische Presse sich ziemlich anständig erweise. Liebknecht konstantirt, daß sich besonders die demo- kratische„Frankfurter Zeitung" durch unanständige Berichte auszeichne. Sie bewerfe zumal G u e S d e und Lafargue mit dem gröbsten Schmutz. Christensen, Dänemark,(heilt dem Kongreß mit, daß in Dänemark ein großer Streik der Bautischler ausgebrochen, weil die Meister auf Grund einer Abmachung unter sich eine Steigerung der Hungerlöhne verweigerten. Palmgren, schwedischer Delegirter, erklärt, weshalb er, der Paris bewohne, die schwedische Arbeiterpartei auf dem Kon- aresse vertrete! Die Redakteure der 4 sozialistischen Zeitungen, sowie 6—10 der besten Agitatoren sind im Gefängniß. Ein großer Streik der Holzsäger gab den ersten Anstoß zu einer Organisation der schwedischen Arbeiter. Der Geist des Sozialismus ward zuerst durch den Schweden Palm unter die Arbeiter- schaft getragen. Dreimal hat er zu Fuß ganz Schweden durch- wandert, ein Packet Zeitungen unter dem Arm tragend, die er den Arbeiter austheilte. Er gründete den„Sozialdemokrat" zn Stockholm, der gegenwärtig in 5000 Eremplaren erscheint. Mit B r a n t i n g und Nielsen zusammen gruppirte er junge Leute um sich. Die Partei beschäftigte sich anfangs fast aus- schließlich mit politischer Agitation, seitdem sich aber Gcwerk- schaften organisiren, treten die ökonomischen und sozialen Fragen in den Vordergrund. In diesem Frühjahr fand in Stockholm ein von 75 Organisationen beschickter Parteikongreß statt, der fast die gleiche Tagesordnung und das gleiche Pro- gramm hatte, wie der aktuelle internationale Kongreß. Man beschloß, durch Konferenzen, friedliche Demonstrationen rc. pro- pagandistisch für die Forderungen von Arbeitergesetzen ein- zutreten. Obgleich die schwedischen Gesetze ziemlich liberal waren, so ist die Regierung doch jetzt im Begriff, Ausnahmegesetze gegen die Sozialisterr zu schaffen. Dies ist ein Beweis für die Stärke der Bewegung, die bisher mehr einen Irans formi st ischen Charakter getragen. Die Ansicht, daß Palliativmittel den Arbeitern helfen könnten, verschwindet immer mehr, und die Erkenntniß bricht sich Bahn, daß nur Ueberfühnmg der Arbeitsmittel an das Volks die soziale Frage lösen könne. Die im Auslande lebenden schwcdi- schen Arbeiter organisiren sich und bieten in ihren Vereinen den Mitgliedern Gelegenheit, sich zu Rcdnenr und Agitatoren auszubilden. Der Klub der schwedischen Sozialisten zu Paris zähl! 85 Mitglieder. Kirchner, welche die deutschen Arbeiter in Amerika ver- tritt, weist nach, daß sich die Kapitalien in Amerika in riesiger und schwindelnd schneller Weise konzentriren. Die Einzel- kapitalien erweisen sich bereits zu schwach. Die ganze Produk- tion wird deshalb immer mehr Sache großer Aktiengesell- schaften, Trusts, Ringe zc. Die Arbeiter lernen vom Gegner nur wenig, sich gleichfalls zu organisiren und zu konzentriren. Sie zersplittern sich und vereiteln dadurch ihre Erfolge, auch bei Streiks fo, wie die großen Ausstände der Kohlcngräbcr, der Angestellten an den New- Porker Pferdebahnen zc. beweisen. Daß eine zielbewußte Arbeiterbewegung zu Stande gekommen, ......... ireit' ist hauptsächlich der unermüdlichen Thätigkeit der eingewanderten deutschen Sozialisten zu verdanken. Obgleich sie mit den größ- auf welche das Getreide geschüttet und auseinander ge- breitet wurde. Timar unterhandelte inzwischen mit dm Müllern wegen sofortiger Vermahlung des Getreides. Das Wetter war günstig, es ging ein starker Wind und der Weizen trocknete schnell. Wenn die Arbeit nur rasch genug vor sich ginge! Er sing an, bei sich zu rechnen. Das wenige baare Geld, das er besitzt, wird alles draufgehm für die Bezah- lung der Arbeiter. Gelingt dann die Unternehmung nicht, so ist er zum Bettler gemacht. Johann Fabula sagte ihm voraus, nach diesem unsinnigen Kauf werde ihm nichts übrig bleiben, als sich den letzten Getreidesack uni den Hals zu hängen und m die Donau zu springen. Timar gingen tausenderlei beunruhigende Gedanken durch dm Kopf, die nicht Anfang noch Ende hatten. Bis zur sinkenden Nacht sah er zu, wie ein Sack nach dem andern an die Kabinen- wand gelehnt wurde. Die Säcke trugen alle ein und dm- selben Stempel. Ein fünfspeichigeS Rad mit schwarze Farbe auf die Sackleinwand gedrückt. Traun, dieser Flüchtling hätte nn er, statt so viel Getreide zu kaufen, klüger gehandelt, wenn sein Geld in die Reisetasche gesteckt hätte. Und sollte man ihn wirklich nun um das allein so hartnäckig verfolgt haben? Lohnte sich's darum zu fliehen, sich zu vergiften? Bis zum späten Abend ging die Arbeit so fort, und noch warm nicht mehr als dreitausend Wetzen ans Trockene gebracht. Timar versprach den Arbeitern doppelte Bezahlung, wenn sie noch einige Stunden zuaäbm. Was von dem Weizm noch eine Nacht unter dem Waffer liegt, wird schwerlich noch Brot geben. Die Sackträger arbeiteten angestrengt weiter. Der Wind hatte die Wolken zerstreut und der Mond stand wieder dort am Abendhimmel. Himmel und Mond waren roth. „Wie gespenstig er mich ansieht," sagte Timar bei sich und wandte dem Monde den Rücken zu, um ihn nicht zu sehen. „Wie er aber mit dem abgewandten Rücken nun dastand und die aus dem Wasser heraufgezogenen Säcke abzählte, tauchte neuerdings der rothe Mond vor ihm auf. Diesmal aber war der rothe Mond auf eine Sackwand gemalt. An der Stelle, wo auf den übrigen Säcken das fünf- ten Schwierigkeitm zu kämpfm haben, stehen dieselbe« doä auf Posten.. Der französische Abgeordnete F e r r o u l greift'"FL, Worten den Parlamentarismus an, der nur auf eine �„ der Massen hinausläuft. Vor dm Wahlen geben sich Kandidaten einm sozialistischen und arbeit erfreun ML j strich, einmal erwählt, kümmern sie sich dm Teufel«jss. t treffen der Arbeiter. Erst wmn der Schluß einer Periode undNmwahlm bevorstehen, peitschen sie aebenen � «che Gesetze durch, weil sie ganz genau wissen, datz ofv j, sie verwerfen wird. Dies gilt z. B. von dem OKMK., Haftpflicht der Unternehmer bei Arbeitsunfällen be.- von dem Gesetz über Mineninspektorm zc. Die Ibgeo stützen sich auf derartige Gesetze, um vor ihrm chrec Arberlerfreundlichkeit zu prahlen, hinter der nur f" ©hnrntenfangerci steckt. Die Deputirten besorgen treW Gelchafte der Bourgeoisie, weil sie deren Vertreter uno d'e Vertreter des Volkes sind. Es giebt aber einen« sohnlrcheir Gegmsatz zwischen den Jnteressm des Vou« dmen der Bourgeoisie. Wollen die Arbeiter ihre 3" �'; gewahrt wissen, so müssen sie selbst für dieselben cinW* dürfen auf keine fremde Hilfe, sondern nur auf dee«r Kraft zählen. ens en aus Dänemark giebt einen � je . aroh d-r deutsch weiten An! Lenz ??langt, dc hert werde. darauf, daß Onent inten Rückblief über die Arbeiterbemegung ßneg SbterW* � selbe hatte kaum begonnen, als ihr die Vemrtheilung und Geleff einm schweren Schlag versetzte. Allein die, gungen kräftigten andererseits die Partei, die empsinbwL� üC �ngreß »um Be f ttbm » tu Iä durch strenge Maßregeln durch dm Verrath mehrerer getroffen ward. Die Partei hat sich reorganisirt, viele pr � Vereine und Gewerkschaften gehören ihr und sie belv� eigenen Organe und hat zwec Vertreter in die Kamm«, sendet. Die Partei ist nicht so verflacht, ujj � nach dem Bericht seines Mitdelegirtm schien. Parteimitglieder haben unklare, kleinbürgerliche und bäum auf Palliativmittel, aber eS sind unter der schaft verschied:ne Meinungen über die zu befolgende � vorhanden, wie dies in den Arbeiterparteim anderer auch der Fall ist. r-U Mit dem Bericht des dänischen Delegirtm Allgemeinberichtc ab und der Kongreß wendet sich Einzelberichtm zu. � Der Präsident theilt vor Fortsetzung der Tagest» noch mit, daß die holländischen Delegirtm 100 Franks F Opfer der Katastrophe zu St. Etienne gezeichnet haben- Dickmann, der Vertreter westfälischer Berga i giebt einm Spezialbcricht über die Lage seiner Kameras kommt dann auf, den Streik der Bergarbeiter zu sprecn tttssl.» reter und? ASZWWV« Hort werde. Die ßnnWAt«*"——— ...-.v...tiiiujcuunnmrotgc Lage lyrer rumgaeoer einem internationalen Arbeiterkongreß zur Sprache gelange. :ler uno�s% Kloß verzichtet zu Gunsten Lenz' auf das Wort(stürmischer einen �'lall), und der zweite Antrag wird angenommen. c§ Volles Kapitän Dup on t, welcher die Seeleute vertritt, konstatrn, »..«5 JSft»s«. f.«*.**------------ n cintr-t�' auf d«, W vertn-t�e �en Male auf einem internationalen Jahren nicht verändert. Noch heute 'pfindliT Jft.- # ! Kamm»" er der A« olga�A m derer � m süt einen Matrosen und 4 NNiin- J\«;~'r"""" a/uiuuicn unu-i . l-h-Anv?®lersuchung der Qualität der......... »äJ jlN SS ■"«baitJ?"". militärischer Gerichtsbarkeit unterworfen und .kWl|j, M me Recht, wenn sie gegen den Kapitän klagbar werden. Togeso??? � Fleute von Marseille verlangen außerdem Aufhebung Franks™| mü&L thchcn Marinekasse, in welche sie regelmäßig steuern Zv.»'hmn aber nie etwas auszahlt.. der beschließt, daß der Rapport DupontS, sowie t,?' i* Marseiller Seeleute und das Projekt eines i/., Schiedsgerichts für Seeleute als Flugblätter gedruckt und Hafen vertheilt werden. diÄ?-?W0r(ch wird Mittheilung gemacht, daß unter den HiT �/leairten eine Sammlung stattgefunden hat, um i>uf den Gräbern der Kommunarden, Heine s und »st�Ije�"�derzulegen. Der Ausschuß fordert alle Kongreß KcatU, Urr""li. Üch Bergas Jamcto� i sprech� ng d« 1 war- J > alles SA r# Äft rbeilerK Strcik�x vcrml .%'= sf.;s"s werden. zu belheiligen. Die corpore '00*3* £29 f3. unde, rJj der Kellner und Limonadiers erhält Einzelbericht über die Lage der Ü�ürbi«�'� Gewerbes. Dieselbe ist geradezu menschen- ? Uhr Die Arbeitszeit dauert von früh 7 Uhr bis Morgens federn ilnnW® lede Ruhepause. Sie erhalten keinen Lohn, direk« r..mstn noch oft an den Wirth zahlen, wenn nicht l»ille in x Z �"ier allerhand Vorwänden. Ihre Einnahme- 9kt 5Jh°S Erbetteln von Trinkgeldern. Sie stehen unter ihiien vn*? Gesindeordnung; das geringe Verdienst wird t,",,nd � P'f'hmilfS°urch die Stellenvermittelungsbureaus bedeutend '/'"Sie fewften m, 5 ihn aufgeben müssen, oder sie werden bei dem Auch � �««riie�ben entlassen. Die Wirthe stehen nämlich.öft im . Kurz?, Grub«? >en 1 ?.d«t mit dem Stellenvermittler, entlassen die Kellner, ih sich an v" deren Kündigung, damit diefe so oft als mög- *, r®ie U.,%ontuc wenden müssen. !Mchc /Meckliche Lage der Kellner erklärt die Unruhen, llapilichj ch im vorigen Jahre ereigneten, um ein Aielen ,,.verbot des StellcnvermittelungSbureauS zu Aasten. 7?° Organisation solcher Anstalten durch Gewerk- . iiner»nx odestehi nämlich seit 1886 eine Gewerkschaft der Nchli-t, b Limonadiers, die 4500 Mitglieder zählt. Dieselbe o"x/ili»ii frf"" in einen Bruchtheil der Arbeiter des Erwerbes, j«ot�jr �«18 giebt es 80000 Kellner. Sie tritt für einen Ärd� Q' anß-..x"3 und eine auskömmliche Bezahlung ein, for- ' Fol kllenoJzPM nach wie vor die Abschaffung der privaten .. Frau� �."M�bureauS. m r| f i n, Vertreterin drr Berliner Arbeite- !?'ll fej''pncht zur Frage der Frauenarbeit. Die Rednerin Uen, x" Situationsberichl über die Lage der Arbeilerinnen ' fchleckt t lle der Arbeiter und Arbeiterinnen überall w«. d) tst. -S mter de«' rikante» W m ,-...„cj,. t-ie will dagegen, dem Willen ihrer Auftrag- Iwx Uno"ll prinzipiell zu der Frage der Frauenarbeit iv iS da über dieselbe große Unklarheit herrscht, vri«?-% daß ein internationaler Kongreß von Be- i»'ionii»..,, refwll feste Stellung zu ihr nimmt. Daß die i k�."'"rir[i* �ente über die Frauenarbeit reaktionär denken, . qua Erstaunen muß es dagegen erregen, wenn uoch im sozialistischen Lager einer falschen begegnet, wenn hier die Forderung einer ,._,(h rMimm. x,. Frauenarbeit erhoben wird. Die um die Äbrtl, ist in letzter Instanz die Frage der Frauen- H«, gg tritt. 3)« SoWen müssen Öt tiiiMbrunn'�x'''�" nöthigen Arbeitszeit oder eine entsprechende "SVj!» 5 ssste - üö feStesÄSTÄ avung oder Freiheit ist, und die, welche »i r?sn»».r;-;n«ues opnrti-«r«.....' � c �— lein anl unter» Kabine»'' vonr � fe�Ö �«Sn.' Wie der Mann abhängig vom >»?> so r�.l°.'st. es dw Frau vom. Manne und wird es >r\ P in u r«'X � vir iyiuu uuui �iuiuu. uuw«v Will man die s».. enarb.!.' yhuuen rrcic rvcenicyen macyen, ,0 oars man vir OS'rllc ftnfr lcht verbieten oder beschränken— gewisse ganz J;"' nicht, �.ausgenommen. Die Bewegung der Arbeiterinnen Bewegung____ ÄiWWWWK f Wa Mcn dj. forden. Zur Zeit der Renaissance ließ man Ä��cm'e � � von einer Umgestaltung der ganzen '-'dret Stell,»na. von einer Umgestaltung x'�r..Mir Stellung, von MM«. Mw der einer' l,., Der Kleinbetrieb die Familie gebannt. der Familie eine eminent produktive Kraft, sie stellte fall alle Gebrauchsartikel �für den Unterhalt der Familie her. Bei dem damaligen Stand der Prvduktions- und Marktverhältnisse wäre es schwer, wenn nicht unmöglich gewesen, diese Produkte außerhalb der Familie herzustellen. So lange die alten Produktionsbedingungen bestanden, war die Frau eine Ernährerin, sowie sich die Produktionsbedingunaen veränderten und die Frau nicht mehr im Hause produktiv thätig sein ließen, ward sie zu einer Verzehrerin. Diese Veränderung trägt mit zur Abnahme der Eheschließungen bei. Mit Einführung der mechanischen Großproduktion ward die wirthschaftliche Thätigkeit der Frau im Hause vernichtet. Die mechanische Großproduktion stellte alle Gebrauchsartikel weit billiger, schneller und in größerer Anzahl her, als dieselben mit den unvollkommenen Werkzeugen der Zwergproduktion im Hause erzeugt werden konnten. Die Frau mußte das Rohmaterial, daß sie im Einzelnen ein- kaufte, oft thcurer bezahlen, als sie das auf mechanischem Wege hergestellte fertige Produkt kaufen konnte. Ihre Zeit und Ar- bcit mußte sie dann noch zugeben. So ward die Produktion der Frau in der Familie zu einem wirthschaftlichen Undinge, zu einer Vergeudung von Zeit und Kraft. Für den Einzelnen kann es zwar noch vortheilhaft sein, wenn die Frau im Hause produktiv thätig ist, für die Gesammtheit läuft dies immer auf eine Schädigung hinaus. Dies der Grund, weshalb die gute Hausfrau der alten Zeit so gut wie verschwunden ist. Die Großproduktion macht es überstüssig, im Hause alle Gebrauchs- artikel für die Familie herzustellen, sie vernichtete die wirth- schaftliche Basis für die Thätigkeit der Frau im Haufe. Zu- gleich schuf sie aber auch die Basis für deren Thätigkeit in der Gesellschaft. Die mechanische Produktion, welche die Muskel- kraft und den gelernten Ardeiter entbehrlich machte, ermöglichte eine ausgedehnte Anwendung der Frauenarbeit. Die Frau trat in die industrielle Produktion ein, von dem Wunsche geleitet, das Einkommen der Familie zu erhöhen. Aber in dem Maße, wie sich die moderne Produktion entwickelte und die durch Verbesserungen des Produktionsverfahrens die Männer- arbeit immer überflüssiger machte, tausende von Arbeitern aufs Pflaster warf, die industrielle Reservearmee bildete und Löhne stetig tiefer drückte, ward die Thätigkeit der Frau in der Industrie zu einer wirthschaftlichen Nothwendigkeit. Hatte der Lohn des Mannes stüher zum Unterhalt der ganzen Familie ausgereicht, so war er jetzt kaum mehr genug, die Existenz des ledigen Arbeiters zu sichern. Er mußte also nothwendiger Wesse auf eine verdienende Thätigkeit der Frau rechnen. Da- durch ward die Frau ökonomisch von der Abhängigkeit vom Manne befreit. Die in der Industrie thätige Frau bewies, daß sie nicht nur in der Familie als ökonomisches Anhängsel des Mannes, sondern draußen in der Gesellschaft als ökono- misch von ihm abhängige Kraft existiren konnte. Wenn nun die �rau aber vom Manne ökonomisch unabhängig ist, so liegt kein lrund zu ihrer gesellschaftlichen Abhängigkeit von oiesem vor. Aber vor der Hand kam die ökonomische Unabhängigkeit der Frau nicht dieser selbst, sondern nur den Kapitalisten zu Gute. Kraft seines Monopols an Arbeitsmitteln bemächtigte er sich des neuen ökonomischen Faktors und ließ ihn aus- schließlich zu seinen Gunsten funktioniren. Von der ökonomi- scheu Abhängigkeit vom Manne besteit, rückte die Frau unter die ökonomische Botmäßigkeit des Kapitalisten, aus der Sklavin des Mannes ward sie die Sklavin des Unternehmers, sie hatte aber nur ihren Herrn gewechselt. Der Kapitalist deutete nicht nur die Frauenarbeit direkt aus, sondern er gebrauchte sie noch als Werkzeug, die Männerarbeit gründlicher auszubeuten. Die Frauenarbeit war von vornherein zu billiaereu Preisen feil, als die Männerarbeit. War der Lohn des Mannes früher darauf berechnet gewesen, die Untcrhaltskosten einer ganzen Familie zu decken, so stellte der Lohn der Frau von vornherein nur die Existenzkosten einer einzelnen Person dar, und auch diese oft nur theilweise. Nach wie vor ward nämlich auf die Neben- arbeit der Frau in der Familie spekulirt. Außerdem stellten die von der Frau im Hause mit den unvollkommenen Werk- zeugen hergestellten Produkte den Erzeugnissen der Groß- Produktion gegenüber ein geringes Quantum menschlicher Durchschnittsarbeit dar, verleiteten also zu dem Trugschluß von der geringeren Leistungsfähigkeit der Frau und trugen zu einer geringeren Zahlung der weidlichen Arbeitskraft bei. Dazu kam noch, daß die Frau meist weniger Bedürfnisse hatte als der Mann, aber ganz besonders werlhvoll für den Kapitalisten war die weibliche Arbeitsstaft nicht nur infolge ihrer Billigkeit, sondern auch ihrer Gesügsamkeit. Der Kapitalist baute auf eine wie die andere Eigenthümlichkeit, um nicht nur die Frau "o schlecht als möglich zu bezahlen, sondern auch den Lohn der vlänner herabzudrücken, gerade wie er den Lohn der Frauenarbeit durchKinderbeitund aller menschlichen Arbeit durch Maschinenarbeit drückte. Das kapitalistische System hat es mit sich gebracht, daß die Anwendung der Frauenarbeit gerade auf das Gegentheil ihrer natürlichen Tendenz hinausläuft, anstatt auf eine Verkürzung der Arbeitszeit auf eine Verlängerung derselben, anstatt auf ein Wachsen des gesellschaftlichen Reichthums auf eine Steigerung der Profite einer Hand voll Kapitalisten und größere Armuth der Masse. Die sich jetzt fühlbar machenden üblen Folgen der rauenarbeit werden nur zusammen mit dem kapitalistischen Zystem der Produktion verschwinden. Der Kapitalist muß, wenn er nicht der Konkurrenz erliegen will, stets darnach streben, einen möglichst großen Abstand zwischen den Her- stellungS- und den Verkaufskosten der Produkte zu erzielen, also so billig als möglich zu produziren und so theuer als möglich zu verkaufen. Dem Kapitalisten ist folglich Alles daran gelegen, den Arbeitstag so viel als mög- lich zu verlängern und die Arbeit so niedrig als möglich zu vergüten. Diese Tendenz läuft den Jnter- essen der Arbeiterin so gut schnurstracks zuwider, wie den Interessen des Arbeiters. Es giebt also keinen wirklichen Gegensatz zwischen den Interessen des Arbeiters und der Ar- beiterin, sondern nur einen unversöhnlichen Gegensatz zwischen den Interessen des Kapitals und der Arbeit. Eine Abschaffung der Frauenarbeit zu fordern hat aus wirthschaftlichen Gründen keinen Sinn. Bei der aktuellen öko- nomischen Entwickelung kann der Kapitalist so wenig auf die Frauenarbeit verzichten, wie der Mann. Der Erstere muß an ihr festhalten, wenn er sich konkurrenzfähig erweisen will, der Letztere muß immer mehr auf sie zählen, wenn er eine Familie gründen will. Uebrigens könnte man sogar auf gesetzlichem Wege eine Abschaffung der Frauenarbeit erreichen, so würde doch der Mann in Bezug auf seinen Lohn nicht besser daran sein. Der Kapitalist würde den Ausfall der billigeren Frauen- arbeit sehr bald durch eine ausgedehntere Anwendung ver- besserter Maschinerie ersetzen, so daß also binnen kurzer Zeit wieder Alles beim Allen sein würde. Größere Streiks mit günstigem Ausgang für die Arbeiter haben Beispiele ae- liefert, wie sich der Kapitalist schadlos zu halten versteht. Wer eine Abschaffung oder auch nur Beschrankung der Frauenarbeit fordert, der sei doch logisch und verlange auch die Abschaffung aller Maschinenarbeit sowie die Wiederherstellung der mittel- alterlichen Zünfte rc.:c.:c. Aber abgesehen von den ökonomischen Gründen kann man 'ich aus prinzipiellen nun und nimmer für eine Abschaffung oder Beschränkung der Frauenarbeit erklären. Zumal die Frauen müssen sich prinzipiell jedem derartigen Versuch auf das Ent- fchiedenste widersetzen. Und dies werden sie thun, denn sie wissen, daß ihre gesesellschaftliche und politische Gleichstellung mit den Männern einzig und allein von ihrer ökonomischen Selbststädigkeit abhängt, wie sie ihnen durch die Arbeit inner- halb der Gesellschaft ermöglicht wird. Vom prinzipiellen Stand- punkt aus protestiren wir Frauen energisch gegen eine Beschrän- kung der Arbeit der Frauen. Wir trennen unsere Sache nicht von derjenigen der Arbeit überhaupt, wir erheben also auch keine Einzelforderungen und wollen keinen anderen Schutz als den, welchen die Arbeit im allge- meinen gegen das Kapital fordert. Ausgenommen hiervon sind nur Schutzmaßregeln für schwangere Frauen, die ja auch im Interesse der künftigen Generation geboten find. Wir erkennen keine Frauenfrage im besonderen an, sondern nur eine Arbeitcrstage. Wir erwarten also unsere völlige Emanzi- pation weder von der Zulassung der Frauen zu den sogenannten liberalen Berufen, zu der gleichen Bildung mit dem Manne, obgleich diese Forderung natürlich und berechtigt ist, noch von der Gewährung der politischen Rechte. Die Länder mit dem sogenannten allgemeinen steien Stimmrecht beweisen, wie wenig reellen Werth für die gesellschaftliche Emanzipation diese Rechte haben. Das Stimmrecht ohne ökonomische Unabhängigkeit vom Kapitalisten ist ein Wechsel, der keinen KourS hat. Bedingten die politischen Rechte die soziale Emanzipation so gäbe es keine soziale Frage. Die Emanzipation der Frauen wie aller Menschen überhaupt kann einzig und allein erreicht werden durch eine Emanzipation der Arbeit vom Kapital. Nur die sozialistische Gesellschaft wird Frauen und Arbeitern zu ihrem Rechte verhelfen. Von diesen Erwägungen geleitet, müssen sich alle Frauen, welche ihre Emanzipation ernstlich wollen, der sozialistischen Arbeiterpartei anschließen, weil diese allein daS genannte Ziel anstrebt. Die Frauen sind unter das sozialistische Banner gekommen ohne die Hilfe, ja vielfach gegen den Willen der Männer, oft auch gegen den eigenen Willen, nur von der wirthschaftlichen Lage zur Erkenntniß getrieben. Aber unter diesem Banner sind sie und bleiben sie, kämpfen sie für ihre Menschwerdung. Sie sind bereit, mit der Arberter-- partei alle Mühsale und Opfer des Kampfes zu tragen, aber auch fest entschlossen, nach dem Siege alle ihnen zukommenden Rechte zu fordern, nach Seite der Opfer und der Pflichten, wie nach Seite der Rechte hin wollen sie gleich- berechtigte Mitkämpferinuen sein.(Nicht endenwollender Bei- fall.)— Frau Aveling, welche die deutsche Rede ins Englische setzt, erntet ebenfalls großen Beifall.(Frau Aveling bat in allen Sitzungen die Reden ins Englische übersetzt.) Wegen körperlicher Schwäche der Frau Zetkin übersetzt Frau Aveling die Rede noch ins Französilche.(Abermaliger großer Beifall.)' Es entspinnt sich darauf eine kurze Debatte, ob man den Anarchisten oder wenigstens einen von ihnen mehr als fünfzehn Minuten Redezeit lassen soll,(beantragt von Lafargue), damit sich dieselben nicht über Intoleranz bei Darlegung ihrer Prinzipien beklagen können. Von vielen Seiten wird bemerkt, daß man die anarchistischen Theorien zur Genüge kenne, daß man also die Toleranz des Kongresses genug beweise, indem man einem Anarchisten längere Redezeit gewähre. Der„Kompagnon" M o n t a n t verbreitet sich darauf über die anarchistische„absolute" Freiheit, findet jedoch durchaus kleinen Anklang. Fr auch et, der Vertreter der Tischler aus dem Faubourg St. Äutoine, klagt, daß den Pariser Arbeitern alles revolutionäre Blut abhanden gekommcu zu sein scheine. Dieselben ließen sich ruhig von einem korrupten Parlamentarismus nasführen. Er empfielt die Wahlenthaltung und ist gegen die Forderung einer Die belgischen Delegirten stellen den Antrag auf Schluß der Sitzung, der angenommen wird. Der Ausschuß schlägt vor, am Sonnabend in Permanenz zu tagen, bis die Arbeit des Kongresses erledigt ist. Die Sitzung wird um 3 Uhr Nachmittags aufgehoben. (Fortsetzung der Kongreßberichte in der Beilage.) politisckre S-telu-uNcf,». erhalten wir einen Brief. Uo« Kerru M.. in dem es heißt: Ich sehe, die deutschen Blätter lassen mich — zusammen mit Vaillant— aus dem Stadthaus von Paris eine kleine Komödie aufführen. Wir sollen am Sonnabend' daS Stadthaus besucht und Vaillant dort, mich dem Präsi- deuten deä Conseil Muntcipal mit den Worten vorgestellt haben: Sie sehen Deutschland und Frankreich Arm in Arm(oder ähn- lich). Die Sache ist: Seit dem„Ehrenwein" von heut vor 8 Tagen war ich nicht im Hotel de Ville— außer einmal in einem Kommissionszimmer, wo ich eine Korrektur erledigte, während Vaillant einer Sitzung des StadtrathS beiwohnte. An jenem Donnerstag wurde allerdings unter sechs Augen— nämlich als wir uns begegneten— eine ähnliche Aeußerung gethan— ob von Vaillant, oder von mir, oder von Chautemps. das weiß ich wahrhastig nicht mehr; ich weiß bloß, daß ick, gleichfalls im Scherz-Ernst hinzufügte— natürlich auf französisch:„Leider sind wir'erst das Deutsch« land und Frankreich der Zukunft"(MaiheureusemeDt Bous ne sommes que TAllemagre et la France de l'aveiiir,) Warum aber erwähne ich die Sache überhaupt? Nun, ich kenne meine Pappenheimer und weiß, wie gern uns gewisse Leute ein bischen Landesverrath an die Rockschöße hängen mächten. Ich kann diesen Leutchen versichem, daß der Besuch der 84 deutschen Arbeiterdelegirten in Paris mehr dazu beige- tragen hat, den deutschen Namen zu Ehren zu bringen und den Frieden zu befestigen, als alles, was die deutsche Reptilien- und Kartellpresse seid ihrem Bestehen zusammengeschrieben hat. Nicht genug Anerkennung kann dem Takte gezollt werden, mit welchem durchweg von französischer Seite im Verkehr mit uns verfahren ward. Man vermied auf das Sorgsamste, was uns irgendwie in eine peinliche Lage hätte versetzen können� der Gedanke an Ovationen, die großartig ausgefallen wären, wurde sofort aufgegeben.— Der Empfang und die Aufnahme sind darum nur um so herzlicher gewesen, und der Eindruck unserer Anwesenheit ein um so tieferer. Paris, den 25. Juli 1889. W. Liebknecht. Der internationale Arbeiterlrongreß hat unter An- dercm auch den Nutzen gehabt, die Nichtigkeit und Ohnmacht der Pariser„Anarchisten" zu zeigen. Ein paar kon» fuse, zum Theil verdächtige Menschen, die durch tolle Phrasen den Sozialismus karrikiren, und absolut keinen An. hang unter den Arbeiten! haben— das sind die Pariser Anarchisten. Und die Leichtigkeit, mit welcher der Kongreß sich diese Gesellschaft vom Hals zu halten vermochte, liefert den besten Beweis für deren Ungefährlichkeit. Freilich, zu de« Zeiten des Herrn Polizeipräfekten Andrieux, als die geheimen Fonds den Anarchisten zur Verfügung standen, oder richtiger: zur Züchtung von Anarchisten benutzt wurden, da konnten es die Leutchen wenigstens zu großen Prügeleien und Skandalen bringen. Allein auch das können sie nicht mehr. Apropos. Herr Pindter, der im„Generalstreik" das neueste Schreck- gespenst entdeckt hat, wird es sicherlich recht sehr be- dauern, daß seine anarchistischen Lieblinge auf dem Kongreß nicht besser vertreten waren, denn dann wurde der famose Generalstrike statt mit überwältigender Mehrheit rer- wvrfen zu werden, vom Kongreß vielleicht angenommen worden sein. So muß Herr Pindter sich mit dem Trompeter von Säkkingen trösten: Es war so schön gewesen, eS hat nicht sollen sein. „Drr Drutschrnhoß" der Franzosen ist für unsere Rrp- tilien und veren Hintermänner ein viel zu nützlicher Artikel, als daß sie sich denselben so leicht abjagen ließen. Auf unser neuliche Notiz, daß die Deutschen, welche sich über die Behand- lung in Frankreich beklagten, entweder Lügner seien, oder jener Klasse von Nichtgentlemen angehörten— oder doch zugezählt worden seien—, die auch in Deutschland mit nichts weniger als sympathischen Gefühlen«betrachtet werden, antwortet jetzt der„Hamburger Correspondent", indem er triumvhirend auf die Pariser„France" und deren dcutschsrcsserische Notizen hinweist.„Und die„France" ist eins der einflußreichsten und geachtetsten Jounrale Frankreichs!"— Daß die„France" in Dculschenfresserei macht— ungefähr nach dem nämlickeu Muster, wie der„Hamburger Korrespondent" in Franzosen- s frcfferei— das kann allerdings nicht bestritten werden— aber „cinflubreich" und„geachtet", wer hat denn das dem Ham- durger Reptil aufgebunden? Die„France" hat keine Partei, nicht einmal ein Partcifragment hinter sich, sie ist ganz einflufj- los und eins der verrufensten Blätter von Paris. Alle Welt zerbricht sich den Kopf darüber, woher sie das Geld bekommt. Vielleicht kann es der„Hamb. Korr." ermitteln. I« der Kieler Kestechungsungelegeusteit werden der „Weser-Zeitung" aus Kiel folgende Einzelheiten resp. Berich- tigungen mitgetheilt:„Der verhaftete Schiffsbau-Oberingenieur heißt nicht Pannack, sondern Julius Pannecke. Es wird dem- selben nicht zur Last gelegt, daß er sich unerlaubte Vermögens- vortheile bei Teakholzlieferungen verschafft hat, sondern daß er eine ganze Ladung Teakholz hat gänzlich ver- s ch w i n d e n l a s s e n. Die Affaire oatirt tchon von vor 4—5 Jahren und ist erst jetzt durch eine Bremer Firma ans Licht gezogen worden. Pannecke war f. Z. nach England gereist, hatte dort die Schiffsladung in Empfang genommen, und nach Kiel soll von deni ganzen Holze noch nicht ein Balken gelangt sein. Da es gelang, diese Sache so lange zu vertuschen, müssen zahlreiche Mitschuldige vorhanden sein. Der in Kiel verhaftete WcrftverwaltungSsekretär heißt Lübcky, derselbe hatte die Rechnungen anzuweisen und man glaubte, daß er sich durch Vü&jeitige Anweisungen gleichfalls unerlaubte Vortheile ver- chafft habe. Die Anfrage einer Bremer Firma wegen Teak- Holzlieferungen soll bei ihm gefunden sein. Derselbe ist in der Bevölkerung sehr gut beleumundet und man will nicht recht an ein Verschulden seinerseits glauben. In Berlin und Wilhelms- Häven sollen in dieser Sache mehrere Verhaftungen vorgenommen sein und sind alle Jnhaftirtcn nach Berlin geschafft worden. Die„Wes. Ztg." fügt hinzu, daß man sich in Bremen schon seit langen Jahren darüber gewundert hat, daß die Marine unter Umgehung der ersten Geschäftshäuser eine so eigenthllm- licke Auswahl in den Persönlichkeiten, durch die sie sich be- dienen ließ, zu treffen pflegte. An Erklärungsversuchen mancherlei Art fehlte es nicht. Gerüchte über eine Teakholz-Angelegenheit gingen hier schon lange von Mund zu Mund. Dieselben sind näher belegt auch in der Marinekommission des Reichstags zur Sprache gebracht, und hat dorther erst die Untersuchung ihren Anstoß erhalten. Hleber den Werth der Leumund«, engniffe entnimmt die„Frsg. Zcitg." dem„St. Galler Stadtanzeiger" folgende lehrreiche Notiz:„Der Lockspitzel Schmidt ward von Dresden aus wegen Betrugs steckbrieflich verfolgt— der Steckbrief wurde, als Schmidt in Zürich Spitzeldienste that, seitens der Polizei inhibirt! Noch mehr I Spitzel Heinrich war von Magdeburg nach der Schweiz„ausgewandert". Hier fing er eine Berlmer Weißbierwirthschast„Zum Löwenhof" in der Zähringerstraße an. Um die Konzession zum Wirthschastsbe- trieb zu erhalten, hatte Heinrich ein Leumundszeugniß beibrin- gen müssen! Und siehe da, Spitzel Heinrich, der in Magde- bürg unter verschiedenen Anklagen der Hehlerei in gericht- licher Untersuchung stand, erhielt von der Magdeburger Polizei ein so vortreffliches Leumundszeugniß ausgestellt, daß Stadt- ralh Schlattcr in Zürich, Vorsteher des städtischen Polizei- departements, seine Verwunderung darüber ausdrückte, daß ein bekannter„Sozialdemokrat" ein so vortreffliches Leumundszeug- uiß von der deutschen Polizei ausgestellt bekommen." 40 Pf. in den Handlungen. Alles Nähere die Anschlagsäulen. 800] Empfehle allen Freunden und Genossen meine Glaserei lind Bilder« Einrahmung. Bilder-Verkauf von Lassalle und Ljaseuclever als Präsidenten des All». Deutsch. Arbeiter-Vereins, Kebel, Liebknecht. Lassalle und Marr in Cabinet und Visites u. s. w. Bestellungen nach Auswärts brieflich. Carl Scholz, Wrangelstr. 32. Roll-Tabake! GrSßte Auswahl. von Sumatra-Stuck- und Voll- blatt, Java, Domingo, Carmen, Elsässer-Rebut, Pfälzer, Ukermärker-c. jc. Krastl von 85 Pfennig an.* Brunnenftratze 141143. Heinrich Franck. «Durcfi äie(Expedition, Simmerftroße 44 zu beziehen: Die Darwin' sche Theorie. Von Dr. Eduard Au-ling. Broschirt M- Geb. M. 2,-. Karl Marr' Oekonomische Kehren. Gemeinverständlich dargestellt� erläutert von Karl Kantsky. Brosch. M. 1,50. Geb. M. 2,—. Meltslhöpfnug»ad Meltnntergang. Die Entwickelung von Gg und Erde vom Standpunkt der Naturwissenschaften dargestellt von Oswald Koh� Brosch. M. 2,—. Geb. M. 1,50. Die ländliche Arbeiterfrage. Nach dem Russischen des Kablust�' Brosch. M. 1,—. Geb. M. 1,50. Thomas More«nd feine Utopie. Mit einer historischen Emst*"* von Karl Kantsky. Brosch. M. 2,—. Geb. 2,50. Charles Fonrier. sein Leben und seine Theorien. Von Kebel. Brosch. M. 2,—. Geb. M. 2,50. Das moderne Glend«nd die moderne UebernölkernK |]ur_ Erkenntniß �unserer sozialen Entwicklung, Von Mar Schippel. Bröl« 1,50. Geb. M. 2,-. UolbsbibliotheK des gefammten menschlichen Misiens./ M. Liebknecht, a Heft 10 P� Heft 1—81 bereits erschienen. Von G# Gest, ab„Die franzostsche Revolution von M. Liebknechts Berliner Arbeiter-Dibliothek. Von Mar Zchippel. Erschienen-. Der Nutzen der 4: der Gegenwart. Go e. a Heft 15 und 20 Die Arbeiterinnen-Dewegnng Berlins. Von A. Kerger. a Heft 30 Pf. Ferdinand Kaßalle. eine Gedenkschrift zu seinem 25 jährigen Todestag. � Mar Kegel, a 50 Pf. Arbeiter-Uotizbalender. Kleine Aufgabe a Exemplar 50 Pf. Die Klassengegensätze von 1789. Von Karl Kant-Ky. a Exemplar 50 Pf. Die Sonntags-Arbeit. Von August Kebel. Brosch. M. 1,-. Sybil. Roman von Disraell, übersetzt von Natalie Liebknecht. Die Uitter der Arbeit. Nach dem Amerikanischen deö Zor von Liebknecht. Die französtfche Uenolntio«. Von Milhelm Kl-». Gebunden in Prachtband, a Exemplar M.£5,50. Einbanddecken zu Robert Klnm a Exemplar 35 Pf. «r.'!!°liften I KS II Di % IRS von, Ä «tl! «ettn i n floß ! K'"- HM.! Anb�chche i on Möbel, eigen. Fabrik. Smegel n. foisterw aaren Gr Lager, bill. Preise! Emil Heyn, Brunnens«. 28, Hof part. TheiU. nach Uebereinkunft. verm. Schwerinstr. 15, vorn III. Cisarr-n-Fal-eib D empfiehlt % Fi llfo. 2, KAnliner. 8 fräs»® m empneyu Frame Frau*'» und Verlag von Mar Kadtng in Berlin SW_ Beuthstraße 2. � Grünkram Geschäft, g, Materialien, Rolle und Feuerung-� O kauflich. beratz. Kierz« eine StiY immcnbe licaine Z rfffi wurden,«2 Provinzen � zrifistücken f T&gÄ ' ein ne«. elbe irb, Vellage M Volksblatt. Dr. 175. Dirnstag, den 30. I«U 1889. lnttnifltioiiftlct ArbeilerKovgreß zu Paris. iu»"k"' Sitzung vom SO. Juli wird unter dem Vorsitz tili,." ab am Graham, englischem Parlamenismil- »»w, eröffnet. largue macht dem Kongreß Mittheilung, daß drei Wtm, eingetroffen find. Liebknecht hat Mandat er- w 4 sozialistischen Arbeiter der argentinischen Republik Preten, welche auch einen Bericht eingesendet haben. Tie nilni*.«— t--«.— e«---'* ---------- den ...... Viele Dele «iligt haben, haben Versehen auf mm# ?.»ie von b"»" � will .....--—•«♦ A/vvtaiiivu«- We achtstündigen Nonnalarbeits tag, welche die •- �bcr aanzen Welt zu gemeinsamem Handeln vereinen 'fchrimkun� der Arbeitszeit ist eine �unbedingte "nmnen todt'müde nach �9"�'""Le Arbeit. Solchen »»« i, fick mh---- Hinn»' bluß�' rink-itu-» . A-� ÄZ n H-l',' S-» stnl�w" entwickelter und fortgcschr j�Wtr, wev"..»•-• icn zu beschäftigen. Die len zu erhalten, daß der iDCNn Oy. VV.»-- �......., ist jex.i kürzere Zeit arbeite, auch weniger verdiene. L"'cht wahr. Gerade das Gegen theil Arbeitszeit ist,, um. so höher ÄJil.SU. CV.""V» ivuyi. der 9>prh; die Arbeitszei.......... p�d'ge In Massachussets zum Beispiel, wo der w�� �beltStag existirt, verdienen die Arbeiter drei W�Bfaen i"c® ben Staaten, wo lange Arbeitszeit üblich Ä«ngZilx?-"an in England einen Distrikt, der sich enJ?" aus.„T'� Kapitalismus! und sogenannte Zivi- ste��et._ Frauen sind hier bei der Fabrikation »J( tijejt 4� beschäftigt und verdienen bei 14— ISstündiger 'K s° ni-�)..Sch>Ving�pro� Tag. Je länger die ArbeüS _____. für Der 8 stündige Emanzipation der auf hl Ennert den Kongreß daran, daß noch drei kjage über �, il�ordnuna stehen. Er fordert auf, etwaige Ä �'eser h: r fc schriftlich beim Ausschuß einzureichen, Reiche mn»!. i" Allgemeinbeschlüssen zusammenstelle, a i U n»? riss- ber Nachmittagsfitzung abstimmen könne. N�eÄ» schlagt vor, bis 1 Uhr die auf der Liste ein- i zur jrf.rfjNfe sprechen zu lassen und in der Nachmittags- o t f,'.""""ng überzugehen. aClr SWqn mx* r r®'® die Rednerliste bei Seite gelassen W�en. sofort zur Diskussion der Kongreßbefchlüsse �unlichg �dner solle für, einer gegen sprechen, wobei 4lu6 k f Liste zu berücksichtigen habe. ßUab n». de r Debatten zur Geschäftsordnung ver- q*io b k,P>..'nnren. V n,'inociil�rx daß man verschied euerseits der Ansicht, iü».%uii*».i KU ebnen, damit oie große Masse nicht auf ( b ht« ufri weil die Lage der politiß WZMk-WGMH -•* �" �'—— ri�irxlL MUMM KMWMM l® fordert«ennmig von«,« den, �erklärt, stimmen. u«f*..r, B die von ihm eingebrachte Resolution eine' denen von GueÄe und Morris zu- A�MZW-M -K' "ö»«ff we ITBS.'5*1»# °°r kurzem existirte keine Organssation, eme L Gewerkschaft hat sich erst im vorigen Johre anläßlich eines Lohnstreits der Sammetweber gebildet, die 350—400 Mitglieder zählt. Die Gewerkschaft geht Hand in Hand mit den Sozia- listen von Amiens. Die Schuhmacher sind dem gegebenen Beispiel gefolgt und haben gleichfalls eine Syndikatskammer gegründet. Lucien Weil kann sich mit den Ausführungen Cuningham Grahams nicht einverstanden erkären. Dieser de- hauptete, gewisse Reformen seien nothwendig, um unter den Massen der englischen Arbeiter zu agitiren und organisiren Er, der Redner, ist der entgegengesetzten Ansicht. -----, England noch rii.......... Wenn die Masse in I I rückständig ist, so kommt es gerade daher, daß sie sich so lange durch Versprechungen von illusorischen Reformen nasführen ließ. Man muß unter dje Massen die Idee der Revolte werfen. Reformen und Ver sprechungen täuschen und verdummen. Wenn er Anarchist ge worden, so gerade, weil die Taktik des ökonomischen Mccha nismus seitens der Sozialisten ihm gezeigt, daß jedes Bemühen, ihn durch Reformen zu ändern, vergeblich ist. Man darf nichts von kleinlichen Mitteln erwarten. Der Redner wünscht von Herzen eine Verbesserung der Lage des arbeitenden Volks, allein er ist überzeugt, daß dieselbe auf dem Wege der Reformen und Gesetzgebung unmöglich ist. Das allgemeine Siimmrecht täuscht die Masse. Diese hat nur ein wirksames Mittel zur Verfügung, daß ist die permanente Revolte. Nur die soziale Revoultion kann allen gesellschaftlichen Uebeln abhelfen. Frau Ihrer weist darauf hin, daß die Organisation der Arbeiterinnen eine unerläßliche Bedingung für die Verbesserung der Lage der Arbeiterinnen sei. Ebenso wie sich die Männer gewerk schafllich organisiren, um die Arbeitsbedingungen zu regeln, müssen sich auch die Frauen in Gewerkschaften zusammenthun. So lange die Arbeiterinnen nicht organisirt sind, wird cS den Män- nern schwer, ja oft unmöglich sein, in den ökonomischen Kämpfen gegen das Kapital Sieger zu bleiben. Die Organisation muß es den Arbeiterinnen ermöglichen, den Grundsatz aufzustellen und durchzuführen: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.— Die Arbeiter müssen den Frauen bei Organisation behilflich sein. Die Rednertn hofft, daß sich auf dem nächsten internationalen Kongreß die Früchte der Organi- sationSarbeit durch zahlreiche weibliche Vertreter zeigen werden. Das Mahnwort KarlMarx's zur Vereinigung derProlctarier müsse seitens der bewußten Träger der Arbeiterbewegung endlich auchanf die Arbeiterinnen Anwendung finden; ihnen müsse das Wort: Proletarierinnen aller Länder vereinigt Euch!" zu einer leitenden Devise werden. Der Präsident fragt an, ob der Kongreß John Burns das Wort ertheilen wolle, der zwar auf den possibilistischen Kongreß als Delegirtcr entsendet sei, aber persönlich voll und zanz mit dem sozialistischen Kongreß sympathisire. Der Kongreß pricht sich einstimmig bejahend aus. John Burns erklärt, daß er nur zufällig auf dem possibilistischen Kongreß anwesend sei, da dieser seine Einladung früher geschickt und dieselbe noch vor Einlaufen der Einladung des Kongresses der vereinigten Sozialisten von seiner Gewerkschaft angenommen worden sei. Er bedauert, daß keine Einigung der beiden Kongresse zu Stande gekommen, hofft aber, daß das Proletariat von beiden Nutzen ziehen werde, da sie ja die die gleichen Fragen behandelt haben. Der Redner vertritt 57 000 Arbeiter(Maschinenbauer), die in einer Trades-Union organisirt sind. Die englischen Tradeö-UnionS'sind nach kontinentalen Begriffen noch sehr reaktionär und konservativ. Die Mehrzahl von ihnen hat den Jnter- Nationalismus nicht begriffe», sie wähnten durch nationale Ver- einiguiigeu sich noch in einer besseren Lage erhalten zu können. Sie zeigten deshalb wenig Verständniß und Sympathie für die Kämpfe des nichtenglischen Proletariats. UebrigenS war dies, sowie die rückständigen Tendenzen der TradeS-Unions, über- Haupt nicht Schuld der organisirten Arbeiter, sondern etlicher Führer, die sich jedoch immer mehr abwirthschaften, und die schon unter ihren Leuten ganz diskreditirt sind. Die Masse der TradeS-Unionisteu sieht ihren Jrrthum ein und wird in kurzer Zeit, von den Verhältnissen belehrt, die sich in England mit schwindelnder Schnelle entwickeln, noch klarer sehen. Binnen 5 Jahren wird das Gros der englischen Trades-Unions im sozialistischen Lager stehen und die Macht des internationalen Proletariats bedeutend stärken. Der Anfang dazu ist bereits gemacht. In seinem eignen Namen und in dem der Arbeiter, welche er rcpräsentirt, grüßt er den Kongreß und wünscht ihm den besten Erfolg. De P a e p e ergreift das Wort, um zur Frage des inter- nationalen Arbeiterschutzes zusprechen, da er von den Arbeitern, die er vertritt, Auftrag erhalten, zu der Frage Stellung zu nehmen. Außerdem ist es wahrscheinlich das letzte Mal, daß er vor einem internationalen Kongreß sprechen kann; der Red- ner fühlt sich sehr krank. Er will nun einige Einwendungen zurückweisen, die gewöhnlich gegen eine internationale Fabrikgesetzgebung erhoben werden. Von verschiedenen Seiten wird behauptet, daß, da die Regierungen diesbezügliche Forderungen doch nicht bewilligen, ein materieller Erfolg nicht zu erzielen sei. Man müsse sich aber mit der agitatorischen Wirkung der Forderung begnügen und thue deshalb besser, radikalere For- mein aufzustellen. Der Redner findet den Einwand nicht stich- Hallig. Er denkt, daß Forderungen, die sofort erfüllt werden könnten, langsam, nach und nach doch durchdringen. Wir verlangen viel von den Regierungen, und wir erhalten wenig und langsam, allein allmälig erreichen wir doch, was wir wollten. Die öffentliche Meinung wird nach und nach von unseren Forderungen ergriffen, und sie übt einen Druck auf die Regierenden aus. Nicht zutreffend ist auch der Einwand der bürgerlichen Nationalökonomen und Anarchisten, daß eine Arbeitergesetzgebung eine Beschränkung der Freiheit bedeute. Die Freiheit des Arbeiterkontrakts, von dem die Ersteren schwärmen, ist ein leeres Wort in einer Gesellschaft, wo einige Wenige Alles besitzen, während die große Masse Nichts hat, als ihre Arbeitskraft. Die Freiheit der Arbeit bedeute letzt nur die Freiheit der Ausbeulung. Nur nach Vergesell- schaftung der Arbeitsmittel kann von Freiheit der Arbeit die Rede fem. Die Anarchisten erklären falschlich eine Reglemen- tation der Arbeit für eine Beschränkung der individuellen Frei- heit. Mit dem individuellen Willen allein kann man keine soziale Maschinerie in Stand erhalten. Eine Regelung der Produktionsverhältnisse, der Arbeitsbedingungen ist un- dingt nöthig, jetzt und später. Soll der zoziale Körper leben und handeln, so muß er organisirt sein, Von noch anderer Seite wird eingewendet, daß eine inter- nationale Regelung der Arbeitsverhallnisse unmöglich sei, da nen Länder die einzelnen verschiedene Zustände aufweisen. ...... ganz Man darf doch nicht vergessen, daß wir trotz aller Verschieden� heilen der Lage bererts vrele Dinge gemeinsam haben. Die Arbeiter aller Lander klagen über die gleichen Mißstände, sie erheben d,e gleichen Forderungen?c. Es hält leicht, die inter- national erhobenen Forderungen überall den besonderen Ver- hältnissen entsprechend anzupassen. Dies gilt z. B. von der Forderung des Minimallohnes. Wir verstehen unter dieser Forderung nicht, daß der Lohn an jedem Punkt der gleiche sei, sondern daß überall in Rücksicht auf die besonderen Ver- hälinisse ein Minimum sixirt werde, unter das der Lohn nicht herabsinken dürfe. Für die Hygieine, die Verwendung von Giftstoffen, die Arbeitszeit stellen wir ja inter- nationale Forderungen auf, die durchgeführt werden können. Die Schaffung einer internationalen Arbeiter- schutzgesetzgebung ist ebenso gut zu verwirklichen, wie es ein internationaler Post- und Telegraphendienst war. Der Redner ist also für eine internationale Arbeiterschutzgesetzgebung; er.stimmt der Aufforderung des schweizer Äunoesrathes zu, nur will er weitergehende Forderungen, ein vollständiges Pro- gramm dessen ausgestellt wissen, was die Arbeiter schon heute innerhalb der bestehenden Gesellschaft erhalten können. V a i l l a n t giebt daraus im Namen der französischen Ge- werkschaften eine sehr wichtige Erklärung ab. Dieselben erklären ausdrücklich, daß sie durchaus nicht auf anarchistischem Stand- punkt stehen. Sie sind bisher so gut wie nicht zu Worte ge- kommen, konnten also ihrer Meinung keinen Ausdruck geben. Wenn es erscheint, als seien hier viel Anarchisten überhaupt und auch aus der Provinz vertreten, so rührt dies daher, daß die Anarchisten zuerst zum Wort gekommen sind. Beck(russischer Delegirter) erklärt, daß die russische Jugend keine Antipathie gegen die Deutschen hege, wie dies oft irrthümlich geglaubt werde. Wenn dieselbe den Franzosen besondere Sympathie entgegenbringe, so geschehe dies, weil Frankreich das Vaterland der Revolution sei. Er kämvft gegen die Ansicht, daß sich in Rußland erst eine Bourgeoisie heran- bilde, welche den Despotismus stürzen werde. Seiner Mei» nung nach hat Rußland bereits eine ausgebildete Bourgeoisie, die Befreiung der Leibeignen war ein Beweis ihrer Existenz und ihrer Macht. Nach der Statistik hat die russische Produk- tion um 90 pEt. zugenommen, das russische Proletariat nur um 15 pCt. Rußland besitzt schon das nämliche ökonomische System wie Europa. Die russische Bourgeoisie hat nicht nöthig, die alten nationalen Institutionen zu zerstören, um zu voller Entfaltung zu gelangen. Das Kapital paßt sich den bestehen- den Institutionen an und beutet mit ihrer Hilfe das Volk aus. Die russischen Sozialisten müssen der Zersetzung des alten Gemeindeeigenthums entgegenwirken, denn dieses spielt für Rußland die nämliche Rolle, wie eine Ärbeiterschutz- Gesetzgebung in Europa. Wie diese ver- hindert es, daß die gesammte Arbeitermasse in's Lumpen- Proletariat sinkt, das so wie so schon in Rußland zahl- reich genug ist. Im Interesse der Bourgeoisie liegt es, den Despotismus so lange als möglich zu erhalten, da dieser eine Garantie für ihre eigene Sicherheit ist. Die russischen Sozia- listen müssen gleichzeitig gegen den Zarismus und gegen die Bourgeoisie kämpfen, die politischen Rechte hängen von den ökonomischen Verhältnissen ab. Wie sich Redner für Erhaltung des russischen Gemeinde- landes erklärt, so ist er auch sür eine Arbeiterschutzgesetzgebung. Ohne diese muß das Proletariat in das Lumpenproletariat degeneriren und von diesem hat der Emanzipationskampf der Arbeit Nichts zu hoffen. D u l u c y ist sür eine internationale Arbeiterschutzgesetz- cbung, aber er fordert, daß der Kongreß ganz formelle Be- 'lüffe fasse, in welcher Weise die an ihm betheiligten Parteien und Organisationen für Verwirklichung der aufgestellten For- derungen einzutreten haben. Dem Ausschuß ist unterdessen eine mit 8 Namen unterzeichnete Erklärung zugegangen und gelangt zur Verlesung, in welcher unter Hinweis auf mehrere Syndikatskammern gesagt ist, daß es in der Provinz doch Anarchisten giebt. Sogar ein provin- zialer Gemeinderath stehe auf anarchistischem Standpunkte. CombuSnarel(Paris) verweist darauf, daß der Pariser Stadtrath sehr viel gethan habe, um für die städtischen Arbeiter eine» neunstündigen Arbeitstag einzuführen. Die politischen Gewalten annullirten zwar den diesbezüglichen Beschluß des Stadtraths, allein dieser hielt daran fest und führte den neun- stündigen Arbeitstag auch für die Arbeiter ein, welche von Privatunternehmern bei städtischen Arbeiten belchaftiat sind. Er erklärt sich durchaus für Schutzmaßregeln, weil diese ein nothwendiges Mittel sind, die Arbeiter für ihre volle Emanzi- pation vorzubereiten. Chauviere empfiehlt als bestes Mittel für Durchführung der Kongreßbeschlüssc die von Blanqui geforderte Ent- wafssmng der Bourgeoisie durch Abschaffung der stehenden Heere und allgemeine Volksbewaffnung. D u p r e s, der Deleairte der Tischler des Faubourg St. Antoine, bekämpft die Absicht, als ob die Arbeiter von einer Schutzgesetzgebung etwas zu hoffen hätten. Bis jetzt hat noch niemand zum Wohle des Volkes Gesetze gegeben. Die ganze Gesetzgebung von gestern ist trügerisch und die von morgen wird faul sein. Man hat genug von ökonomischen Fragen geredet, allein durch deren Erörterung wird die Sache des Volkes nicht gebessert. Man muß das Kapital, die Kapitalisten und alle Monopole vernichten.(Ironischer Ausruf bei den Deutschen: „Alles muß verrunjinirt sin!") Domela Nieuwenhnis findet, daß der Kongreß ein eklatanter Erfolg ist, was die Bclheiliaung und Einigung des internationalen Proletariats anbetrifft, daß dies aber weniger der Fall mit Bezug auf die gestellte Tagesordnung sei. Der Redner verzichtet, über die Tagesordnung zu sprechen, da er so wichtige Fragen nicht in so kurzer Zeit behandeln wolle. Er ist zwar für eine Arbeiterschutzgesetzgebuna, allein er hofft nichts für deren Verwirklichung von dem Parlamentarismus. Daß er diesem so skeptisch gegenüber steht, kommt zum Theil davon, daß er selbst Parlamentsmitglied ist. Die Parlamente sind redende Versammlungen, und der Kongreß hat den Fehler gemacht, in ihre Fußstapfen zu treten, auch hier ist viel und mehr als nöthig gesprochen worden und nun soll in aller Eile abgestimmt werden. Wenn die Regierungen klug wären und ihren Vor- theil verstänben, so würben sie unsere Beschlüsse über Arbeits- schutzgesetzgebung annehmen. Durch Verwirklichung der ver- langten Reformen würden sie die sozialistische Arbeiterbewegung für immer lahm legen, ihr den Garaus zu machen Glücklicher Weise wird keine einzige Regierung so verständig sein. Die Arbeiter wenden noch andere Mittel an, um indivibuell ihre Lage zu verbessern, die Enthaltung von der Heirath, den Reo- Malthusianismus zc. Alle solche Mittel laufen nur darauf hinaus, vielleicht die Lage des einzelnen zu verbessern, allein sie hallen die Arbeiterschaft langer m ihrer Versklavung fest.— Der Redner ist überzeugt, daß der Kapitalismus den acht- stündigen Normalarbeitstag bewilligen wird, sobald er einsieht, daß er durch die Konzession länger Herr der Situation bleiben wird. Man darf nun mcht vergessen, daß der Arbeiter die Ketten länger tragen wird, wenn diese Ketten durch Reformen mit Samml umwickelt sind. Gesetze zum Schutze der Arbeiter können nur als proviso- rische Hilfsmittel betrachtet werden. Das einzige Mittel, die Lc ge der Arbeiter thaffächlich zu bessern, ist und bleibt die Verwano- lung des individuellen in gesellschaftliches Eigenthum. Dex aktuellen Gesellschaftsordnung und allen Reform- und Verbesse- rungsvorschlägen gegenüber denkt er mit dem Wort des Evan- geliumS:„Kann man auch einen alten Rock mit einem neuen Lappen flicken?" Liebknecht erklärt in Uebereinstimmnng mit den deutschen Delegirten, daß man nicht in eine Diskussion über die Zweckmäßigkeit des Parlamentarismus eintreten wolle. Wir wissen, was wir vom Parlamentaris zu denken h be», aus unserem Schweigen darf man nicht auf Uebereinstimmuug mit Domela's absoluter Verachtung des Parlamentarismus � Was die Folgen einer Arbeiterschutzgesetzgebung anbetrifft, so ist der Redner überzeugt, daß eine Annahme der Schutz- gesetze weit davon entfernt, die sozialistische Arbeiterbewegung zu hemmen, dieselbe erst recht fördern und ihr zu einem mäch- tigen Aufschwung verhelfen werde. Der Ausschuß macht darauf Mittheilungen über die für die Hinterlassenen der Kohlengräber zu St. Etienne und für Ankauf eines Kranzes eingegangenen Summen. Die Delegirten der Weber verschiedener Länder werden aufgefordert, sich nach der Sitzung behufs einer Besprechung und Einigung zusammenzufinden. Die Sitzung wird hierauf von 1 bis 2- Uhr vertagt. Der Nachmittagssitzung soll in erster Linie die Abstimmung über die verschiedenen Resolutionen gewidmet sein. Lolrnles. Au» Pari«, 27. ds. Mts., wird weiter geschrieben: Ehe ich das Land der Wilden verlasse— von dem ich mich, trotz der Wildheit, sehr ungern trenne— will ich in Eile noch aus ein paar Punkte aufmerksam machen, in denen die„Wilden" uns entschieden voraus sind(obgleich wir ja sonst unzweifelhaft „an der Spitze der Zivilisation" marschiren). Ich meine d i e Behandlung des Publikums und namentlich der Kinder durch die Vertreter der öffentlichen Ordnung. Die Polizeiorgane sind sehr höflich und haben kein Bedürfnrß, sich bemerklich zrr machen. Man kann sich mit einer Freiheit be- wegen, die uns Nichtwilden einfach unverständlich ist. Von Anderem abgesehen, ist es z. B. erlaubt, in den öffentlichen Anlagen auf den Rasen zu gehen, was namentlich für die Kinder eine außerordentliche Wohlthat ist. Freilich erwachsen hierdurch einige Ausgaben, allein diese„Wilden" sind der Meinung, daß das Geld der Steuerzahler auch dazu da ist, den Steuerzahlern dann und wann ein Vergnügen zu be- Eine vortreffliche Einrichtung ist ferner, daß in allen öffentlichen Gärten und Anlagen Schutzdächer errichtet sind, unter denen das Publikum und besonders die Kinder, bei Regen und so weiter sich unterstellen können, und sogar diese Schutzdächer, die seit 2 Jahren allgx- mein eingeführt sind, kosten zwar ziemlich viel, aber die tausende von Schnupfen, Lungenentzündungen u. f. w., die durch sie verhütet worden sind, wiegen die Kosten hundert Mal auf. Meist sind diese Unterschlupfe|o geräumig, daß die Kinder ihre Spiele fortsetzen können. Aehnliches sollte auch in Deutschland eingeführt werden. Angenehm berührt hat auch die Pietät, mit der alte Denkmäler hier bewahrt werden. Die rohen Zeiten vanda- listischer Bilderstürmerei sind vorüber, und die fanatischsten Re- publikaner erblicken auch in den royalistischen und kirchlichen Denkmälern der Vergangenheit Stücke der Geschichte Frankreichs. Vom E i f f e l t h u r m kann man sich durch kein Bild und kein Modell einen Begriff machen. Der Eindruck besteht gerade der Größe. Emen� kleinen Eiffelthurm bauen kann rn jeder Dorfschmied. Die Größe, die riesenhaften Ver- h ä l t n i s s e— das ist das Wesentliche, das, worauf es an- kommt. Und deshalb ist auch jede Schilderung überflüssig. Man kann die 300 Meter Höhe nebst entsprechender Breite in keinen Brief stecken. Der Vorstand der Käckerinnung?n Kerlin ver- endet folgendes Schreiben an ihre Mitglieder: „Geehrter Kollege! Auf Grund uns zugegangener Klagen von Gesellen, welche von außerhalb als Hilfskräfte herangezogen siud, um dem hier ausgebrochenen Streik ein schnelles Ende zu bereiten, fühlt sich der Vorstand gedrungen, folgende Aufforderung an die geehrten Kollegen zu richten:..... „Es ist Ehrenpflicht eines jeden Kollegen, dreienigen Gesellen, welche von außerhalb zur Besntigung des Streikes hier herangezogen sind, nun auch weiter zu beschäftigen und die sich beim Streik be- theiligendenGesellen nicht wieder in Arbeit zu nehmen. Ferner ist es Pflicht eines jeden Kollegen, diese herangezogenen Gesellen gegen etwaige Insulten von hiesigen Gesellen ganz energisch in Schutz zu nehmen. Etwaige Drohungen von hiesigen Gesellen gegen die hier zugezogenen Gesellen sind sofort dem Obermeister Kuntze, Linienstr. 232, anzumelden, damit auf gesetz- lichem Wege solchem ruchlosen Treiben entgegengetreten werden kann." Desgleichen ersuchen wir dringend, den beigefügten Frage- bogen recht genau auszufüllen und an den Obermeister Kuntze, Linienstr. 232, sofort zurück zu senden.— Der Vorstand der Bäckerinnung zu Berlin.— C. Kuntze, Obermeister." Wenn die Jnnungsbrüder ebenso schlechte Schrippen backen, wie sie deutsch schreiben, wird ihre Herrlichkeit bald zu Ende sein. Ihre„schwarze Liste" kleidet die Bäckerinnung in folgende „ganz neue" Form ein: „Zur Sammlung statistischen Materials bezüglich des jetzt beendeten Streiks ist es dringend nothwendig, die Namen derjenigen Gesellen festzustellen, welche sich am Streik be- theiligt haben." Die Jnnungsmeister werden ihr statistisches Material schon zu verwenden wissen! Eine interessante Jahr»»- Unfallstatistik der Be- wohnerschaft Berlins liefert der Polizcibericht vom 1. Juli 1888 bis 1. Juli 1889. Demnach sind innerhalb dieses Jahres 1735 Personen nach polizeilicher Ennittelung durch die ver- schiedensten Unfälle zu Schaden gekommen, mithin ist auf je 836 Einwohner Berlins ein Unfall zu verzeichnen. 357 der- artig Verunglückte starben sofort oder in den nächsten Tagen, 1165 von Unfällen Betroffene gehörten dem männlichen Ge- schlecht an, der Rest verthcilt sich mit 271 auf Frauen und 299 auf Kinder. Die Hauptmbrik des Polizelbenchtes bilden die Selbstmorde mit 535 Personen und dann folgen gleich darauf die Unglücksfälle, die durch Ueberfahren verschuldet sind. Da- bei wurden 341 Personen schwerer oder leichter verletzt. 44 Ueberfahrcne blieben auf der Stelle todt. Bauunfällen sielen 119 Männer, meistens Maurer, zum Opfer, von denen 29 so- fort starben. Durch Sturz aus dem Fenster, Wagen, von Treppen, Leitern sind 249 Fälle polizeilich gemeldet, welche sich auf 219 Männer, 7 Frauen und 13 Kinder verlheilen. S7?größere Schlägereien sind polizeilich gemeldet, bei denen 4 Todtschläge zu verzeichnen sind; schwer verletzt wurden dabei 62 Personen, von denen 29 durch das Messer verwundet wur- den. Dem Feuer zum Opfer gefallen sind 48 Personen, darunter 14 Feuerwehrleute, welche in der Ausübung ihres Berufes verunglückten. Erschreckend hoch stellt sich die Zahl der nachweisbar ermordeten neugeborenen Kinder, von denen der Polizeibericht nicht weniger als 13 an der Zahl aufführt, außerdem wurden noch 38 neugeborene Kmder todt aufgefun- den,' bei welchen der Mord nicht nochgewiesen werden konnte. Das Abspringen von der Pferdebahn, dem Omnibus und der Stadtbahn verursachte 30 Unfälle. Attentate auf das Leben übten 15 Personen aus, in drei Fällen waren die lieber- fallenen ermordet worden. Im Fabrikbetrieb kamen 22 Per- fönen zu Schaden. KezügUch de» Durchbruchs der Zimmer straffe ist am Donnerstag endlich,, wie der„R. A. Z." mitgetheilt wird, zwischen dem Kriegsministerium und den städtischen Behörden eine Einigung erzielt worden. Der geplante« Zuschüttuug der Malmelanke, des in der Nähe der Moabiter Brücke belegenen Spree- Einfchr ittes, scheinen emste Hindernisie entgegen zu treten. Die zwischen der Baugesellschaft Alt-Moabit und den Vertretern des Finanz- fiskus gepflogenen Unterhandlungen hatten zu dem Ergebniß geführt, daß letzterer sich zur Zuschüttung der Wolwelanke und Abtretung des für die Verlängerung der Calvinstraße bis an die Stadtbahn benöthigten Terrains bereit erklärte und dafür einige Grundstücke von dem von der Spree umschlossenen Land- streifen erhalten sollte. Wie nun ein Berichterstatter meldet, hat die Strompolizei gegen die Zuschüttung der Wolwelanke Ein- spruch erhoben, weil die qu. Wasserfläche zur Anlage eines Spreehafens nothwendig fei. In der Angelegenheit des zu Tode mißhandelten Gre- nadiers Gustav Affmann vom 2. Garde-Regiment wurde die Braut des Äerstordcnen, Emilie K., welche übrigens jetzt einem Mädchen das Leben gegeben hat und gegenwärtig sich in der städtischen Entbindungsanstalt befindet, der„Verl. Ztg." zufolge am Donnerstag früh vor den Hauptmann v.Horn geladen und gefragt, was sie von ihrem verstorbenen Bräutigam und den ihm„angeblich" zugefügten Mißhandlungen wisse. Das Mäd- chen bat darauf den Herrn .»auptmann doch ihres leidenden ZustandeS wegen von einem Verhör vorläufig abzusehen. Herr v. Horm berücksichtigte diesen Wunsch und sagte ihr, daß sie wahrscheinlich im Laufe des nächsten Monats eine erneute Vor- ladung erhalten werde. Am Freitag Nachmittag wurde die Mutter der Emilie K. zu Herrn v. Horn geladen; auch sie wurde nach ihrer Wissenschaft über die Mißhandlungen ihres Schwiegersohnes befragt. Da die Frau den Affmann während seines Aufenthalts im Lazarelh nie gesehen und gesprochen hat, konnte sie auf diese Frage nichts weiter antworten, als was sie von ihrer Tochter erfahren. Auch die weitere Frage des Herrn Hauptmann, ob sie nicht wisse, wer die Nachricht in die Zeitung gebracht habe, besonders ob der betreffende Einsender ein Sol- bat gewesen, erfuhr seitens der Mutter des Mädchens keine Be- antwortung. Das Wenige, was Emile K. aber weiß— denn sie wurde im Lazareth mit ihrem Bräutigam nie allein gelassen — haben wir schon in unserem ersten Bericht mitgetheilt. Im Uebrigen war Herr v. Horn sehr liebenSwüdig, gab ihr beim Abschied zwei Mark und äußerte, sie glaube doch hoffentlich nicht, was in den Zeitungen über die Angelegenheiten gestanden. Die Bitte der Frau, einmal mit dem Unteroffizier Kuwalski sprechen zu dürfen, wurde ihr abgeschlagen. Mysteriös. Wir lesen in verschiedenen Blättern: Ein undurchdringliches Geheimniß schwebt über der Reise, welche der Direktor des Königlichen MuscumS für Völkerkunde, Herr Geheimralh Prof. Dr. Bastian, am letzten Donnerstag ganz unerwartet angetreten hat. Schon seit einigen Tagen war es den Assistenten desselben aufgefallen, daß sich der Geheimrath in besonders eingehender Weise in den verschiedenen Abthei- lungen des Museums zn schaffen machte, nach allen, auch den geringfügigsten Details sich erkundigte, im übrigen aber mit keinem Worte der, wie mau wußte, seit langer Zrit geplanten Reise Erwähnung that. Am letzter» Donnerstag Abend hatte der Kastellan des Museums noch bis%10 Uhr in der Privat- wohnung des GeheimrathS zu thun. Als er sich verabschiedete und dabei fragte, wann derselbe zu reisen gedenke, erhielt er die Antwort, daß darüber nocki gar kein Entschluß gefaßt sei. Arn nächsten Morgen behufs Einholung von etwaigen OrdreS nach der Wohnung Bastians zurückkehrend, erfuhr er zu seiner Ucberraschung, daß Professor Bastian bereits 10 Minuten vor 10 Uhr, also kaum 10 Minuten nach Entfernung dcS Kastellans, plötzlich abgereist sei, mit dem Bedenken, daß seine Reise ein Geheimniß bleiben sollte, und daß er, je nachdem es seine Gesundheit gestatte, mindestens 6 Monate von Berlin wegzu- bleiben gedenke. Nachricht werde er von sich geben, wenn er den geeigneten Zeitpunkt hierfür als gekommen erachte. Da» Unwetter, daß am Sonntag herrschte, hat leider auch ein blühendes Menschenleben vernichtet. Gegen 2 Uhr fuhren 4 junge Leute in einem sehr kleinen Segelboot auf dem Rummelsburger See. Der ziemlich heftige Sturm und der hohe Wellengang bcwog aber zwei von ihnen, gegenüber der Liebesiniel bei dem Anlegeplatz des Bootsbauers Wagner in Runrmelsburg auszusteigen. Die beiden anderen jungen Männer fuhren nun trotz aller Ermahnungen, wieder dem offenen See zu. Sie waren aber kaum 200 Schritt vom Üser entfernt, als eine sehr hohe Welle über Bord schlug, das Boot anfüllte und sofort zum Sinken brachte. Der eine der beiden Verunglückten rettete sich durch Schwimmen, während der an- dere in den Finthen verschwand. Den Bemühungen mehrerer Männer, die sofort zur Hilfe eilten, gelang es„ach ungefähr zehn Minuten, den Unglücklichen aufzufinden und ans Land zu bringen. Sofort angestellte Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos; wahrscheinlich hat esn Lungenschlag dem Leben des jungen Mannes ein Ende genracht. Die beiden Freunde fuhren sofort nach der Wohnung der Eltem des Ertrunkenen, um sie von dem Unglück zu benachrichtigen. Bis gegen 7 Uhr Abends war aber noch Niemand eingetroffen. Die Lerche lag entkleidet in einem alten, morschen Kahn, mit einem Segel zugedeckt. Der Ertrunkene kann höchstens 20 Jahre alt sein; er soll der einzige Sohn und die Stütze seiner betagten Eltern sein. In der gröfflichen Todesgefahr, zu verbrennen, befand sich am Sonntag, Vormittags gegen 11 Uhr, im Grunewald, unweit Halensee, die 21jLhrige Anna H., welche in größerer Gesellschaft einerr Ausflug nach dem Grunewald unternommen. Das junge Mädchen hatte sich, um Blumen zu pflücke», von den übrigen Spaziergängern entfernt, als sie plötzlich»ach einigen Minuten mit dem Rufe:„Hilfe, ich brenne!" zurück- kehrte, und thatsächlich schlugen auch die Flammen an der» Kleidern der Unglücklichen empor. Eine entsetzliche Panik folgte nun, die weiften Damen liefen davon, ohne Beistand zu leisten, während das junge Mädchen sich in gräßlichen Schmerzen auf der Erde umherwälzte. Einige Männer holicn inzwischen Ueberzieher, Tücher u. f. w. herbei, mit welchen sie schließlich die Flammen erstickten, doch hatte die BedauernSwerthe so ent- setzliche Brandwunde»» an der Brust und dem Unterleib erlitten, daß sie sofort mittelst eines der in der Nähe haltenden Kremsers nach Berlin geschafft werden mußte, wo sofort nach ärztlichem Gutachten die Ueberführung der Schwerleidenden nach einem Kr ankenhause stall fand. Wie übrigens festgestellt wurde, hatte sich in die Schleppe des Kleides der H. ein achtlos fortge- rvorfencr bremrender Zigarrenstummel verwickelt und so den Unsall hervorgerufen. Gin ganz eigenartiger Unglücksfall ereignete sich am Sonntag Abend, dem„Bcrl. Tgbl." zufolge, auf der Stadt- bahn. Der kurz vor 10 Uhr vom Bahnhof„Zoologischer Garten" abgelassene Zug fand bei seinem Eintreffen vor dem Bahnhof Charlottenburg kein Einfahrtssignal und mußte daher vor der vorliegenden Blockstation Halt machen. Zwei Frauens- personen glaubten nun, daß sie ihr Reiseziel, den Charlotten- burger Bahnhof, bereits erreicht hätten, sie verließen deshalb den Zug und stiegen auf ein Nebengeleife. Als der Train sich aber nach erhaltenem Einfahrtssignal gleich wieder irr Bewegung setzte, merkten die beiden Frauenspersonen ihren Jrrthum und versuchten, neben dem im Rollen begriffenen Zuge einherlausend, wieder einzusteigen— doch vergebens; dabei bemerkten sie nicht, daß auf dem Nebengeleife ein zweiter Zug ihnen entgcgenbrauste. Ein Passagier, welcher den Vorgang vom Kupeefenstcr aus wahr- 1*1 enommen hatte, rief den beiden Frauen zu, auszufl� furtecktr' a st- sonst überfahren werden würden: in ihrer Angst �« mit dm , dem ÄÄfi, ... Ein hj Wnpen Kauf lfftigt, mit _«r« glä ess ir»Ä bot einen Ich sie jedoch förmlich die Besinnung verloren und liestii nahende,» Zuge direkt entgegen. Der Maschinerrsühl« hatte trotz der herrschenden Dunkelheit die beiden Gestl>»ns. dem Geleise wahrgenommen, er gab ein Signal, und Augenblick brachten sich die beiden Frauen endlich Sicherheit, indem sie in der Dunkelheit kurz vor dem über das Geleise hinwegstolperten. Derselbe Passagier,'' den beiden Frauen die Warnung zugerufen, wurde nun � eines anderen, nicht minder auffegenden Zwischenfalls. redet" rend der Zug, in dem er sich befand, in voller Fahrt nach �.ff Bahnhof Charlottenburg begriffen war, sah er, wie M Tichterliil»!» Wagen vor ihm eine Koupeethur sich öffnete; eine wri wurde sichtbar, die auf das Trittbrett hinabstieg Schwanken, ein Fall, und die Gestalt war verschwunden der Augenzeuge die betreffende Stelle passirte. sah« ß den Schienen eine menschliche Gestalt bewrguugSff* Boden liegen. Der- Zug fuhr endlich in Charlotte« ein, und dort erstattete der betreffende Passagier Ar'JW seiner Wahrmehmung. Es wurde nun hin und her telegr« wobei' die Meldung einlief, daß der Blockwächter personen wohlbehalten vom Geleise herunter und in die gebracht habe. Weiteres fei nicht bemerkt worderr. gier blieb jedoch mit aller Bestimmtheit dabei, daß i' dritte Person den Zug oerlassen habe und verunglückt« Bahnkörper liegen müsse. Bei nochmaligem Absuchen oerff% fand man auch zunächst einen mit Blut besudelten und eine Ledertasche und dann eine größere Blutlache«« L Geleise. Endlich wurde auch noch eine schwer vcnvunöiv wußtlose Frauensperson gefunden, die man nach der% „Zoologischer Garten" brachte, von wo aus ihre Uedetfw� nach dem ElisabethkrarrkenhauS bewir kt wurde. Was die C zu dem ihr so verhänguißvoll gewordenen vorzeitigen lassen des Wagens veranlaßt hat, konnte nicht werden, da die Verunglückte zur Zeit noch nicht vernehm« fähig mar. �4 Selbstmordnerfuch einer 69 jährigen Fei»«> Liebeogram. Die Wittwc R., in der Friedenstraße Haft, hatte vor Jahresfrist die Bekanntschaft eines 2?)' Wcheiden, •nlabderadal gg Sfe"« M und O .(jebn Spieler ohne Mciftec WäeSr unverheiratheten Kaufmanns gemacht und demselben eitief� Summe Geldes gegen das Versprechen geliehen, iff tz Jahresfrist, sobald das neueröffnete Geschäft gut ginge, � rächen. Ter betreffende junge Mann eröffnete nur" Norden der Stadt �' ein Schniltwaarengeschäst, welches e., florirte und ihn in den Stand setzte, seiner greisen Wohl einen Theil seiner Schuld abzutragen. Schließlich yerff-! sich aber nicht mit der 69 jährigen Wittwe R., sondenr Tochter seines Hauswirt hes, was die alte Dame d" ich Aufregung versetzte, daß sie ihr Leben zu beendigen ffi.; Als am Sonntag Abend eine Nichte der Greisin, G, M der Letzteren zu Besuch weilte, von einem Ausgange rj kehrte, hörte sie im Schlafzimmer der Tante ein lrise�, � schwächer werdendes Röcheln und, in die Neben stube etwffy gewahrte sie die Wittwe am Fensterkreuz hängend. 0 �enbei Hertels erneu' fj Oer» Si Hilfegeschrei der Entsetzten eilten Hausbewohner schnitten die bereits Bewußtlose ab und es gelang geholten Arzt, dieselbe wieder ins Leben zurück»«"-' nach dem städtischen Krankenhause Friedrichshain udm�. zu lassen. In einem offenen Schreiben bezeichnet die müde als Motiv ihres Selbstmordes Gram über den � des Geliebten. J Unbekannte Todesursache. Heute Vormittag � 42jährige Arbeiterin, separirte Caroline Schuhmacher, IW Fiebig, in ihrer in der Friedrichsfelderstraße belegenen � nung von ihrer Wirthin als Leiche, auf dem Fußboden' � aufgefunden. Da ein sofort herbeigeholter Arzt die Ursache festzustellen nicht in der Lage war, so mußte d>e der Sch. nach-dein Obduktionshause geschafft werden. Gin vorsichtiger Selbstmörder. Um eineS j � So tt dj, *4%: eil F die y l%t, j Todes zu sterben� miethele sich am Sonntag Mittag ein') die%% J kanrrter, etwa 30 Jahre alter, anständig gekleideter zsMchien ©t« itvthFuTi** vmIS\ C_ I L.."vlC Treptow ein Ruderboot und fuhr mit demselben ströme». Hinter dem Kaiserbade setzte er sich auf den Rand den p) und schoß sich mit einem Revolver durch deri Mu»d,p die Kugel am Hinterkopf herausdrang. Der UnbekaN" � irrs Wasser und ging dann bald unter. Seine Leiche., alsbald gesunden und auf den Treptower Kirchhof getff,; Da» ßesteig» Unwetter hat auf der bei Ponffof legenen Hohenzollern-Wiese einen erheblichen Schaden� richtet, da gegen i« Uhr Nachmittags die orkanartigen.,/ stöße das große Zelt zusammenrissen. Obgleich Ta»!� Personen unter diesem Riescnzelt vor dem Unwetter gesucht hatten, ist der Zusammenbruch glücklicher W?!, liehe Wendung ilt zumeist wohl�nur dem Umstände fJfft erno, pa.____ pp„... ß»______________ Orchester sich anlehnt, völlig intakt geblieben sind. TffS an der Windseite jedoch, auf denen die Dachleinwand° Ä war, wurden vom Winde vollständig aus der Erde 9/ Daß der Zusammenbruch unter dem zahlreichen Pub"� J heillose Verwirrung erzeugt hat, versteht sich fo"# Schreiend streb die Menge aus einander, und es hat gedauert, bis die durch die Katastrophe zersprengten nff der einzelnen Familien und Gesellschaften sieh wieder zun. fanden. Selbstmord auf der Hochzeitsreise! aß dw Haupistützen in der Mitte des Zeltes, an fidler"®' eines hiesigen KolorrialwaarengeschäfteS Ernst P., halte sich vor........ mit feiner jungen Frau am Tage darauf eine aarengeieyaftes cn gros, der fff./ etwa 14 Tagen verheiralhet u F m Taae darauf eine.fznckzeitSre't'.,/ V ii ßfs» treten. Mitte voriger Woche traf das junge Paar in � um die Weltausstellung zu besuchen, und logirte in Deutschen stark srequentirlen Hotel. Am Freitag �)CtT � mif nt#»lirs»ri»n SRefntinfow XtA hrtt» v te" mit mehreren Bekanirten, die er zufällig dorG� allein ausgegangen, seine Frau, die über Kopfschmerz ff> Hotel zurücklassend. Gegen Mittag heimkehrend, siiff I Ehemann die Slubenthür verschlossen und, da auf K".. holteS ängstliches Pochen und Rufen nicht geöffnet wn � man das Thürschloß durch den Schlosser öffnen. H'ff�% it loff, 1 5- i »'SÄ- Frau P. mit durchschnittenen Pulsadern entfeel' liegend aufgefunden und der sofort hinzugerufene- fest, daß der Tod der jungen Frau bereits feit eine' eingetreten fei. Die Leiche der Bedauernswerlheu,» Motive zunr Selbstmord bis jetzt nichts näheres l'„ worderr, rst nach Berlin überführt worden. � er» Der gefiederte Samariter. Auf einer~ iCff ,"irn>n Lausttzer Platz fand der Schloffer Wilhelm A. zu ttzJ dez gj. des gestrigen Tages einen Menschen ntzen, dessen bs ff K fis J, Antra. werther Zustand dem A. das tiefste Mitleid einffffPiff litt ,%e zu der Mann blutete aus einer Kopswunde, die er bei e'p« Uhr losen Ueberfall erhalten haben wollte, und drohte jene � � toiti blick vor Schwäche umzusinken. A. nahm den Perw� r| unter den Arm und führte ihn nach Görlitzer Bahnhof, daselbst wartete er,__ bundcn worden war, und setzte sich dann mit den»- j filÄÄÄi beten wiederum auf Verwundete begann %..... eine Bank in den sich zu erholen, er esprächig und bald holte er aus"des Rockes Tiefe einep F sisrfis» hpmnr. ht�<»r mtfi fetfl***. fiP?i Vergehens", lach feinem Schützling �um.�" Der war ne'Aff%ni, mit ihm seine Uhr, Ring und PorK-n".*»« und Der I t&h's � y t, i n a u n 0*45 0*»r, f nt» � � Der„dankbare�Mensch wird jedoch seinem Eckickjal f� lu vv-■■• falls der Biedermann Nlcht?o„vorsichi'� pil sein sollte, auf der SauitätSwache falsche Angaben ä» a-twK H ndllch es° vor dem sagier. MUH»,«. R-in-ck-, Gr. Frank. WMZWIIW MMi&ufmnn« hatte für einen wollte. � Der Kaufmann gab dem„Poeten" der.Partie"" Einzelheiten über das Zustandekommen de nun nfallS- er, redet ör«.*? war ein Preis von zwanzig Marl verav- enie !S»' slf r ÄnM er teb ............ vertrocknet derselbe die Auszahlung des Honorars. an den Schwiegervater; dieser aber «sSZWMDKA' � waren, vmveigerte dersel �»... ##:## «lkauno-"«"- Ä auf 2042�'�" W"der Eierverbrauch pro Kopf uud Jahr Am 27. d. M. Nachmittags gerieth der te» SWJJK%%«u'r??�cher, als er mit einem Handwagen neben llüche ow k Äerfab� 7?�wagen einherfuhr, unter denselben und wurde ccnvundv'� � tren.� Er erlitt eine nirfit n»s>ede»tende Nerletiuna am A«WSKMM cenvun�j. h der Uebl WaS d» M vemehtw" F"»� iftraße ics 291« gmgf/i" nunwe # ndern te dc fej UkCtg: KboA VCV*•'�wDftiuöcuüiuue iu uit wf*vvv/«vmvw 8«Joani ar woben genommen zu haben, aus dem Wasser weisser i»- w 28. d. M. Morgens wurde ein Schneider- lemer Wohnung in der Landsbergerftraße erhängt K..„ wen.— Am 28. d. M. fanden an drei verschiedenen % 0ränbe statt, welche von der Feuerwehr in SM geloscht wurden. Bevichls-�eikung. Sil{!«.F bS SR-s?-» d�WM-ich-ft(.WS J F s in, -t die :r den % i auf(II stündige Arbeitszeit, keine 'Ste, iJr Da Herr Machill diese Forderungen nicht n»n die Kollegen(11) die Arbeit nieder. Wir ?rbeii���llenothigt, über die Werkstclle des Herrn Machill Kollegen Berlins zu in Arbeit zu treten. die s, eter iu verhängen und die jR Kowalls-Oie SobnfL��r unter keinen Umständen i d des �"""«iNlssion. Mundes. N R W 3'� i % c v fa ttt utl xtttö � ♦ M bortflf ,'4 vi?»"".wes. h.n.' r'3'"""" tili lUlJCl VÖUUUmmavuiu,. A MMWWZ s essss« Ü WUHMU n. Die -■„ eröffnet. dre Statutenänderung. Bei§ 2, zu von Abänderungs- Anträgen vorliegerr, 5°'b"ng gelangt e Reihe ,/ t�legl! Uder den �i,iaivrn,iigs-«iiimu.» KWMW liatSiv« : Ä'l c» zu L ii«H unberechtigter Weise weigern, die Krankeir- kontrole zu übernehmen, eine Buße von 50 Pf. festgesetzt. Schluß der Sitzung Abends 8 Uhr. Die 6. Sitzung wird am 24. Juli, Vormittags 7 Uhr, eröffnet mit Berathung der allge- meinen Anträge. Von wichtigen Beschlüssen find hervorzuheben: 1) Die nächste ordentliche Generalversammlung soll erst dann abgehalten werden, wenn die Abänderung des Kranken- be- ziehungsweise Hilfskassengesetzes vollzogen ist; die Einberufung muß jedoch spätestens im Frühjahr 1891 erfolgen. 2) Die Generalversammlung giebt ihre Zustimmung, daß die Kasse sich mit anderen Kassen zu einem Verbände behufs gegenseitiger Aushilfe vereinigt und beauftragt den Vorstand, unverzüglich diejenigen Maßnahmen zu treffen, welche geeignet find, diesen Beschluß baldmöglichst im Interesse der Kasse zur Ausführung zu bringen. 3) Wenn im Interesse der Verwaltung der Ver- bandskassen Beamte gezwungen find, noch einer Verbandskasse anzugehören, so kann aus diesem Grunde der Ausschluß nach L 6 Abs. 2 mit Rücksicht ans§ 7 Abs. 8 nicht erfolgen. Nachdem noch über einige Gesuche von Mitgliedern verhandelt ist, erstattet die Haushaltungskommission Bericht und erfolgt der Schluß der Generalversammlung um 1 Uhr Nachmittags. Der Tischlerverei« hielt am Sonnabend, den 27. Juli seine ordentliche Generalversammlung im Lokal Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, ab. Tagesordnung war: 1. Kassenbericht vom 2. Quartal; 2. Bericht der Bibliothek; 3. Wahl eines Biblio- 6. Zjehung der 4. Klaffe 180. Königl. Preiiß. Lotterie. ZUHimc! eom es. Juli 1889,«»rmittog«. Rvt die@«Winne über ÄIO Mark find den betreffenden Nummern in Parentheie beigefügt tOhue Sewübr.) 4 32 89 346 565 620 59 790 821 33 933 47 1029[1500] 92 224 375 85 464 519 656 743 68 802 971 88«106 75 313 16 425 538 55 61 793 »291 330 527 799 872 4113 32 238 389 639 907 5320 513 80 741 50 74 949«034 172 363 89 448 695 619 74 755 826 923 7471 81 531 90 64 3 824[3000] 66 904 18 64 8143 46 250 60 368 95 446 62 80 545 51 656 704 869 995»086 99 188 366 424 568 738 71 892 10 020 30 86 161 206 306 455 500 62 926 11060 78 91 108 245 318 21 512 77 624 47 791 945 94 1«088 109 326 451 627 71"[500] 853 [3000] 908 49 1 3175 232 326 58 62 80 436 50 57 784 856 910 14062 149 520 65 667 798 908 1 5124 67 220[500] 418 668 1 0057 80 151 99 270 328 41 467[1500] 520 672 701 31 53 852 909 1 7238 465 549 921 1 8077[300] 116 228 37 340 46 585 664 87 755[300] 857 967 1 0085 [500] 96 15000] 188 257 60 89 339 62 87 694 724 804 908 67 «»020[1500] 83 257 88 317 669 763 805 902[500].32 75 21009 30 44[500] 119 207 52 440 56 68 542 89[15 OOO] 706 56 969 2 2011 241 44 398 467 511 687 723 976 81 85[15Ü01 23"60 62 86 176 206[3000] 60 434 91 600 18 52 746 868 912 95 24066 141 400 655 725 810 31 38 64[300] 25024 93[500] 135 63[30"] 83 219[1500] 37 351 411 688 [300] 720 877««004 266 87 372[500] 526 53 62 611 19 39 725 850 69 918 2 7005 90 97 109[300] 35 265[1500] 69 79 389 407[15001 89 500 7 13 66 89 768 905[100] 28:142[5000] 415 533 41 765 88 837 77 936 «»076 82 162 260 323 53 485[5001 643 743 814[15001 970 »«009 83 145 56 85 338 92 98 408 25 532[300] 36 607 765 802 11 15 60 948 3 1 209 309 96[3000] 513 014 94 737 87 866 907 77 3 2085 100 227 81 391 505 852 910 3 3083 532 91 664 707 53 82 830 85 900 34036[300] 96 212 44 62 70 343 429 603 17(3001 38 832 35062 130 38 240 310 12 633 772 844 973 3«064 1.86 337 54 66 71 97 426 68 535 66 618 739 74»7052 208 42 65 67 78 309 16 482 557 99 646 720 63 974 38015 372[300] 439 597 853 919 62 3»055 449 586 703 40039 353 55 421[3000] 524 33 50 641[500] 60 786 4 1 031 149 342 531 95 626 820[500] 42139 96 295 97 115001 624 747 966 98 43201 61 91 354 631 44015 67 261[3000] 431 527[500] 81 630 53 866 45305 59 425 511 22 62 620 95 765 886 936 4«082 214 43 405 31 72 [3000] 85 5:2 84 617 30 715 47199 360 425 693 764 69[3000] 99 48041 448[1500] 97[3000] 767 823 944 48209 329 93 670[3000] 616 40 94 783 842 75 5«296 357 603 85 90 734 57 82 876 956 51181[3000] 230 488 90 548 90 5 2049 176 266 68 701 11 54 65 994 5 310s 284 758 77 872 932 5 4017 24 199 205 35 357[1500] 473 632 790 55002 41 68 97 312 65 442 54 703 61 832 946 74 5«024 55 135 313 477 623 31[300] 49 759 82 851 6 7032 164 1300] 2.-7 405 502[1500] 87 706 76 823 943 58127 37 48 325 52 419 65 560 769 70 847 962 5 8049 185 254 346 75 607 45 605 766 861 63 90 966[3000] 84 ««358 94 620 822[500] 49 979«1137 62 320 61 420 4 6 506 49 601 13 14 23 28 768 920[5001 62062 155 330 67 529 45[1500] 700 890 900 10 18«3030 44 49 80 125 364[3000] 571 642 75 717 805 27 916 «4147 95 225 26 59 312 32 441 62 529 61 682 715 29 822 77«5124 65 286 466 79 631 68 769 86 860 83[300] 06356 80 95 485 528 858 76«7067 235 64 307 87 490 538 617 18«8005 26 40 72 532 601 988 [300]«»019 106 243 382 501 613 141 88 7«060 84 III 44[300] 73 297 417 604 75[300] 87 765 71108 218 316 567 667 789 7 2013 122 96 212 303 426 661 734 7 3019 196 221 339[500] 428 61 631 96 703[300] 846 74084 268 90 434 636 54 66 711 800 921 75152 259[3000] 403 596 631 44 62 917 76057 63 195 331 591 614 94 705 82 87 910 7 7027 151 423 858 7 8001 20 147 321 87 490 557 69[500] 930 7»131 67 69 86 244 89 312 99 470 711 809 965 92 8«021 102 29 64 423 29 535 58[300] 83 791 873 906 54 57 8 1038 102 90 214 45 367 72 492 635 37 908 37 59 8 2011 115 57 78 93 203 51 57 335 6 0 4 4 5 69 670 77 6 7 8 8:48[300] 62 8 3054 60 146 308 40 412 94 609 700 818 45 84003 175 411 790 8 5003 66[500] 157 71 309 40 45 54 84 569 718 840 8«130 240 97 383 419 630 35 774 8 7333 45 541 49 630 923 8 8024 498 524 32 67 95 749 818 955 8019Ü 230 376 401 547(5001 811 31[5001 75 911 26 »«209[3000] 13 327 77 501 68 632 703 31[1500] 865 80 981»1040 208 357 442 70[!««««] 92 98 512[500] 56 609 730[500] 801 77 944 »2096 144 47 266 364 413 92 873 93 961»3033 112 85 94[1500] 232 6, Liehuiig der 4. Klaffe 180. Königl. Preuff. Lotterie. Ziehung vom»!). Juli 1889, Nachmittags. JRur die Gewinne über ÄIO Mark sind den betrenenve» Nummern itt Parenkliese beigefügt. lOhne Gewahr.) 330 79 529[300] 683 791 852 75 97 901 1153 72 277 350 93 427 KW Ä% gb ���311543 I«073 11.3 62 72 78 260 382 750 87 861 942 11013 03 120 21 202 87 37 86 11500] 302 432 710 59 872[3000] 937 1 8420 37 60[500] 584 759 8:0 1»040 346[3000] 460 75 584 665 799 803 907 49 54 ««087 94 566 71 694 774 809 99 937«1000 91 109 13 61 87 93 375 15""] 77 11500] 697 615 57 702 24 825 49[5001 902[500] 22022 150 203 54 521 36 69 619 828 81[3001 998 23199 310 609 24 25 86 97 603[500] 718 91 827 60 920 61 94 2 4079 341 408 24 650 2 5160 235 92 427 70 521 67 725 955 2 0226 88 419 525 47[1500] 667 905«7044 46 202 318 924 45 64 23155 59 294 376 437 42 46 81 527 65 86 649 93 731 820 32 69«»024 122 247 427 88 677 796 956 91 8«031 67 89 110 33 282[300] 343 692 701 40 823 74[1500] 95 3 1070 160 3 0 427 4 5 553 67 70 80 734 873 925 32146 50[15001 85 292 300 9 23 511 39 45 74 870 988.90 8 8019 120 91 365 99 459 615 717 849 910 55 84149 84 335 86 493 526 69 72 694[300] 712 53[1500] 840 45 89 909 3 5025 1300] 68 180 96[3000] 303 665 81 91 730 939 98»«162 210 18 69 340 424 52 617 28 3 7259 498[1500] 566 85 749 81[3000] 941 38010 35 141 389 734 101 960 89[1500]»»137 399 447 59 99 544 611 755 66 75 4«07 4 148 261 363 418 563[300] 625 61 705 76 838 995 4 1031 48 152 220 38 50 373 528 60 766 99 4 2012 157 590 655 745 48 835 930 13000) 43232 604 57 60 44185 93 231 379 89 438 621 23[3000] 725 912 26 4 5203 401 72 82 636 71 969 4O140 59 92 201 62 437 44 539 65 636 47085 262 316 21 91 421 65 681 728 850 54 90/ 62 66 41108 33 38 73 213 32 46 615 17 717 899 930 48 4»108 51 300 611 61 627 874 97 942 72 5«063 201 336 40 584 638 858 84 5 1 070 434 506 81 717 58 68 863 73 954 95 52105 8 75 222 39 97 408 596 62 92 706 920 5 3050 159 78 417 71[3000] 612 5 4460 518 601[300] 50 710 818 21 53035 127[15001 378 95 460 601 27 99 720 828 82 994 5«843 57024 113 97 231 300 83 528 895 51110 15 45 84 330 44 815 947 59 5»021 114 90 267[300] 352 536 619 717 31 69 ««051[500] 225 446 526 6u9 737 39 844 51 937 89«1060 191 214 66 416 515 61:, 91 824 51 917 64[»«««] 82«2063 489 51 93 606 763 «3014 191 221 761«4087[500] 207 43 62 94 483(3000) 716 843 63 967 89«5040 138 269 330 432 36 673 745 78 83[5001 842 85 984 89 ««046 103 15 226 89 345 483 690 754 61 90 931«7260 313 23 455 662 90 915«10)3 161[500] 290 300[300] 93[3000] 414 571 651[500] 728 808«»258 417 7 8 973 70238 334 69 406 10 55 733 891 92 913 51 71505[300] 45[300] 90 691 [1500].40 820 69 9:7 72221 63 309[300] 469 649 757 834 49 62 66 977 73043 72 100 18 269 324 46 69 560 80 606 39 7 4072 127 267 91 580 628 65 857 956 7 5008 56 98 182 216 74 360 498 606 29 67 8*8 920 23 44 65 76155[3000] 216 83 393 437 608 95 814 944 7 7093 192 217 75 96 318 4:6 645 74 844 984 71027 209 371 478 560 77 712 36 818 91 912 81 7»004 265 320 66 639 41 68 77[300] 773 843 78 961[,300] 89 97 16035 294 799 812 88 932 80 11197 243 61 82 354 417 22 711 915 58 12180 271 96 308 68 519 38 63 70 674 769 849 91 922 29 13076 54 429 538 68 667 63 600 981»3039 48 160 221 320 400 4 67 75 760 thekars und 4. Vereinsangelegenheiten.— Der Vorsitzende Herr Kreuschner eröffnete die Versammlung Stz Uhr, ließ doS Protokoll, der letzten Vereinsversammkung verlesen und cheilt der Versammlung das Ableben unseres Kollegen Albrecki, Gitschinerstr. 66 mit. Die Versammlung ehrt sein Andenken durch Aufstehen von den Sitzen. Zum ersten Punke der Tages- ordnung erstattet Herr Kassircr Winter Bericht über den Stand unserer Vereinskasse. Danach beträgt die Einnahme 225,73 M., die Ausgabe 418,82 M. Bestand am 1. April waren 845,21 M. Bestand am 1. Juli 1889— 652,22 M. Die Revisoren haben diese Abschlüsse und die Kasse geprüft und für richtig befunden und beantragen durch Herrn Hoff- mann Decharge für den Kassirer und den gesammten Vorstand, welche von der Versammlung ertheilt wird. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung verliest Herr Hörnick den Bericht über unsere Bibliothek, welcher ohne Debatte entgegen genom- men wird, worauf auch den Bibliothekaren Decharge ertheilt wird.— Zum 3. Punkt der Tagesordnung wird Herr Hörnick per Akklamation als Bibliotbekar wiedergewählt.— Zum 4. Punkt der Tagesordnung; Vereinsangelegenheiten, stellt Kollege König den Antrag, für Herrn Albrecht, welcher verunglückt und bereits begraben ist, nachträglich eine Todes» anzeige in unsre Zeitungen einzurücken. Der Antrag wird jedoch nach kurzer Debatte abgelehnt. Im Weiteren macht der Vor- TNMWNKB MWMWVZ „O-■" 61123 39 201 32 312 415 81 634 68 794 915 1419314« 32, 39[300] 91 478 539 932 65 1 42060 226 69 327 417 51 76 637 831 37 143105[300] 25 234 302 11 47 454 90 7:8 86 803[1500] 86 902 y0p]19»l SO 144113 37 57 87 216 491 650 850 145003 137 2:14 74 300 2 451 o47 84 96 97 617 97 716 23 871 916 1 4«025 418 537 55 634 36 52 827 904 1 47068 122 48 367 78 405 66 529 91 685 953[30.11 141078 98 184 368 79 505 11500) 6:18 753 1 4»266 589 707 876 9"8 130199 23 1 655 724 84 944[1« OOO] 77 I 51003 114 20 256 32» 502 20 54 SO 635 36 748 60 71 876 9)5 152123 36 236 8) 447 86 53« 46 64 628 45 875 79 915 43 93[500] 15 3079 87 90 123 290 341 63 443 48[500] 63 86 87 97 567 622 88 721 SO) 30 925 1 54065 13.8 211 400 578 606 59 765 97 107158 286 4.18 554 60 620 733 39 801 35 941 ,«1049 85 183 222 368 410 568 767 7 5 93 1 00184 91 303 40 e 74 1-08 � 170037 220 23 374 99 417 97 545 602 37 42 939 44 1 7 1014 7(1 92 107 413 517 677 747 76 864 74[1/001 172016 102 292 318 454 80 726 879.85 91 910 88 1 7 3024 95 177 275 83 394 513 15 82 SO 98 b« 970 1 74185 205 374 514 79 645- 9 832 1 75073 1:9 39 41 211 17 35 331 427 69[1500] 521 54 605 755 95:[500] 70 72 1 70235 45 94 329 413 74 505 646 97 805 44 51 11200- 21 136 224 42 485 569 601 30 752 113043 ,89 100 92 241 377 515 53 7 4 613 29 76 8s 95 756 98 952 114178 369 76 483 671 768 89 810.89 992 11301s 41 212[30001 307 [500] 81 542 644 824 110012 32 72 116 7 9 86 287 317 30 560 740 61 68 958 117030 33 143 74 27s 479 530 36 660 760 853 60 71 96« 111077 212[300] 60 412 545 628 96 840 11»06l 126 76 80 215 13001 547 79 606 17 741 826 907»4037 90 124 239 325 575 610[300] 29 820 24 70 079 18 21 99 364 6 1 525 86 612 32 52 54 814 71 94 987 IOSOod UO 2il 312 43 464 533 625 53 74s 85 1OÄU40 306 57 61 91 410 41 599 604 26 (3001 45 828 901 3 I«7226 339 478 562 609 756 1O1108 77(30001 203 364 78(30001 499 646 732 78 932 10»037 98 187 441 99 584 61b [5001 833 975:6 1 1«003 124 222 87 315 65 69 412 28 94 518 94 655 768 114104 22« 455 85 522 620 828 961 1 12054 149[1500] 68 76 88 265 76 478 509 76 646 49 96 729 63 73 85 822 31 972 85 113021 262 352 60 539 115001 699[3000] 711 908 114020 163[3000] 271 324 52 487 531 626 115032 142 205 32 352 452[300] 510 87 620 915 40 11«195 238 302 4 55 57 402 40 652 74 712 88 837 1 17066 83 167 252[300] 308[500] 27 477 [15001 735 824 1500] 1 1 1426 534 47 95 6-15[300] 716 77 811 89 11*026 121 44 26 S 311 539 615 733 74 824 29 973 86 120137 80 201 474 511 83 698 753 823 74 9g0 37 44 12 1067 81 127 213[3001 32 434 509 28 732 72 804 1 22116 36 59 286 93 13000] 453 78 665 900 91 123031 73 153 250 468 507 736 47 833[3000] 55 63 69 928 1 24024 68 329 443 682 808 23 85 86 1 25045 63 175 8ü 247 323 52 57 498 605 622 712 815 949 99 1 2618s 514 69 818[3001 20 96 1 27590 602 927 65 1 21034[300] 73 169 419 45 514 82 720 7« 809 912 26 45 120034 48 64 158 200 93[500] 354 444 593 672 75 921 180008 17 69 219 84 365 77 503 42 638 709 81 13 1039 168 280 95 339 97 440 508 52 6)1 93 794 1 32113 45 65[500] 80 240 59 478 [1500] 133172(3001 362 677 814 85 940[300] 134154 236 49 ÜO 339 427 70 87 562 704 851[300] 902 36 1 35050 51 252 446. 03 13 30 6s[1500] 905 96 1 3«o67 176 353 453 544[15001 53 69 83 702 24 962 137124 98 115001 421 55 502 35[30001 832 995 1 31080 101 24 38 9« 220:ö 63 352 642[1600] 68 776 91 855 1 3»Ü99 183 214 322 5324 860 935 14O072 143 53[3000] 223 323 434 37 75 674[15001 99 696 731 [1500] 863 902 7 45 82 1 4 1 075 342 458 657 66 616[300] 757«29 971 142040 150 64 290[300] 470 543 632 33 898 1 43091 208 84 389 44ä WZWßMSMW 900 33 72 10033 84 911 Ttymbe aufmerksam auf den Verkauf der BillctS zur Ausstellung für Unfallverhütung. Dieselben sind zu 50 Pf. das Stück von Herrn Kassierer Winter, Elisabethufer 55, Hof 3 Dr., zu bezichen.— Herr Hörnick regt die Abhaltung eines Sommerfestes m unserem VcreinSlokal Sanssouci an und beantragt schließlich ein solches. Der Vorsitzende, Hdrr Kreuschner, stellt diesen An- trag zur Diskussion mit dem Bemerken, daß uns das Lokal an einem Sonntag(den 8. September) gern zur Verfügung steht. Das Lokal ist renovirt und bittet der Vorsitzende um regen Besuch des Festes, da ein etwaiger Ueberschuß mildthätiaen Zwecken zu Gute kommt. Es sprechen mehrere Kollegen für, einige gegen diesen Antrag. Bei der Abstimmung wird der- selbe jedoch mit großer Majorität angenommen. Das Arange- ment wird dem Vorstand überlassen. Schluß der Versammlung 10% Uhr. Der Allgemeine MetaUarbetter-Uerein Berlins nnd Umgegend hielt am Donnerstag, den 25. Juli, im Königstadt- Kasino, Holzmarktstraße 72, eine außerordentliche Generalver- sammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Anträge Fahrenwald, Statutenänderung. 2. Erganzunaswahl der Kom- Missionen. 3. Angelegenheit Selchow. 4. Verschiedenes.— Fahrenwald begründet seinen Antrag auf Einrichtung eines ständigen Arbeitsnachweises mit dem Hinweis darauf, daß bei der jetzigen Handhabung des Nachweises es öfter vorkommt, daß eine Karte, die des Morgens auf dem Nachweis ankommt, erst des Abends ihre Erledigung finden könne, und auch dann nicht immer, da entweder die Kräfte zum Besetzen der Stelle augenblicklich nicht vorhanden oder das Kommisfionsmitglied verhindert sei, zu erscheinen. Diese Nachtheile würden bei Errichtung eines ständigen Arbeitsnach- weise- Bureaus in Fortfall kommen und sei der Verein mit über 2200 Mitgliedern wohl im Stande, eine derartige In- stitution in'S Leben zu rufen. Von allen Rednern, die zu diesem Antrage sprachen, wurde der Gedanke eines ständigen Bureaus als gut und erstrebenSwerth, aber für jetzt als ver- früht bezeichnet. Der Antrag wurde durch folgende Reso- lution Nikolaus abgelehnt:„Die heutige Generalversammlung nimmt Kenntniß von dem Antrage Fahrenwald, betr. Arbeits- Nachweis und beschließt, da die Organisation der Metallarbeiter erst im Entstehen begriffen ist und die Reformirung des Nach- weises deshalb als verfrüht zu betrachten sei, zur Tagesordnung überzugehen."— Ein weiterer Antrag Fahrenwald, den Vor- stand durch vier HilfSkassirer zu verstärken, wurde durch An- nähme folgenden Antrages Nikolaus erledigt:„Die heutige Versammlung beschliebt, da das Kassirerwesen einer Ergänzung bedarf, so wird der Vorstand beauftragt, eine Vor- läge auszuarbeiten, welche die Angelegenheit regelt."— Bei der Ergänzungswahl zur Fachkommission wurden nun die ausgeloosten Mitglieder bis auf drei wieder gewählt. An deren Stelle traten die Kollegen Ackermann, Rollack und Luokfid.— In die Arbeitsnachweiskommission wurden folgende Kollpen neu resp. wiedergewählt. Fischer, Kley, Wenzel, Worm, Braßler, Sarkander, Arnold, Wengeler, Swabedal und Ragatt. Desgleichen in die Bibliothekskom- Mission die Kollegen Bauer und Beuter; ebenso in die Recht- schutzkommission der Kollege Schulz. Nachdem noch der Fall Selchow seine volle Erledigung gefunden und Kollege Klein in einem warmen Appell an die Mitglieder dieselben aufgefordert, stets des Spruches eiugedenk zu sein:„Einigkeit macht stark", wurde die Versammlung geschlossen. Im Fachverein der Korbmacher Berlins und der Umgegend, welcher am 21. d. M. eine Sitzung in Roll's Salon, Adalbertstraße 21, abhielt, sollte eine sehr wichtige Angelegen- heit� erledigt werden. Auf der Tagesordnung war dieselbe an- gekündigt unter dem Thema: Sind die selbstständigen Korb- macher berechtigt, dem Fochverein anzugehören? Es handelte sich dabei um Erörterungen über das Verhalten eines„Meisters", der es ausgezeichnet verstand, jüngere Mitglieder des Vereins auf einzelne in dem Verein thätiae Personen zu Hetzen. Es gehörte nun seitens des betreffenden„Meisters" nicht viel Scharfsinn dazu, um zu bemerken, daß sich die Erörterungen über den erwähnten Punkt der Tagesordnung hauptsächlich gegen ihn richten würden und so zog er eS vor, lieber aus der Versammlung fortzubleiben. EZ war dies jedenfalls das Beste, was er von seinem Standpunkt aus thun konnte, denn alle Redner des Abends waren darin einig, daß das Ver- halten des betreffenden„Meisters" ganz entschieden zu verurtheilen sei, der ebenso, wie zeder andere Arbeit uehmer, unter den heutigen wirthschaftlichen Verhältnissen und namentlich unter dem Druck des Großkapitals zu leiden habe. Es wurde den leitenden Personen des Vereins einmüthig der Dank für ihr opfermüthiges Auftreten und Ausharren im Dienst der guten Sache ausgesprochen. Jedem, dem ernstlich daran liegt, die Lage der Arbeiter zu verbessern, kann dies nur durch entschlossenes Anknüpfen gegen den Druck des Groß- kapitals, das durch ein einheitliches Zusammengehen aller Ar- briter am erfolgreichsten geführt wird. Auf diesem Wege ist auch allem das Handwerk in die Höhe zu bringen. In diesem Sinne wurde der Antrag gestellt: eine öffentliche Versammlung der Luxus- und Gestell-Arbeiter zu berufen und hierzu ein Komitee von drei Mitgliedern(Fischer, Eggers und K ö h r i n g) niedergesetzt, um die vorbereitenden Schritte hierzu zu thun. Weiter wurde beschlossen, am 4. August eine Herren- partie noch dem Grunewald zu veranstalten; Näheres wird noch bekannt gemacht. Große öffentliche Nerlammtung der Kupferschmiede Berlins und Umgegend am Sonnabend, 27. Juli, in Scheffer'S Salon, Jnselstraße. Nachdem einstimmig der Streikkassen- Kommission Dccharge ertheilt worden, nimmt zur„Bericht- erstattung über die ehielten Resultate aus unserer Streikbe- wegung" das Wort Herr S e i f f e r t. Er führte aus, daß, obgleich im Wesentlichen das Erstrebte auch erreicht worden, es dennoch in einzelnen Werkstätten noch gar trübe ausschaue, am trübsten sicher in der Werkstätle der Weltfirma Hechmann. Dieselbe weigere sich noch immer beharrlich, die begehrte Entschädigung für Ueberftunden zu zahlen. Man müsse indessen fest und mit Zähigkeit gerade auf dieser Forderung bestehen bleiben, denn der Hauptzweck der diesmaligen Arbeiter- bewegung inSgesammt sei eben nichts anderes als die völlige Beseitigung der Ueberarbeit. Referent kam dann des Näheren auf den Hamburger Ausstand zusprechen. Man habe in Berlin die unabweiSliche kollegialische Pflicht, die Hamburger zu unter- stützen. Denn unterliege Hamburg, sei auch auf lange Zeit hinaus die Bewegung der Kupferschmiede inSgesammt gelähmt. Man solle sich ferner durch die„schwarze Liste" nicht gruseln machen lassen.— Ueber die brennende Frage der Hechmann- schen Werkstatt entspann sich eine erregte, animjrte Diskussion. Es ward am Ende den daselbst Arbeitenden aufgegeben, um Er- ringung der Forderungen noch einmal zu kämpfen und sich auch in dem neuen Strauße der Unterstützung der gefammten Kollenschaft versichert zu halten. Nachdem noch angenommen worden, von jedem Kollegen pro Woche 75 Pf., von denen 50 Pf. für den Hamburger, 25 Pf. für den Berliner Streik- fonds bestimmt sind, zu erheben, waren die Gegenstände der Tagesordnung erledigt. Polizeilich verboten wurden in letzter Zeit wieder sämmtliche öffentliche Frauenversammlungen. So wurde eine Versammlung von Arbeiterinnen, die am Freitag vor acht Tagen, eine solche von Mäntelnäherinnen, die am vorigen Mittwoch stattfinden sollte, nicht genehmigt. In beiden Ver- sammlungen sollten gewerkschaftliche Fragen diskutirt werden. Eine dritte Arbeiterinnenversammlung, die für den 30. d. M. bei Renz, Naunynstraße, geplant war, um von Frau Ihrer aus Velten einen Bericht über die Verhandlungen und den Verlauf des Pariser Kongresses zu hören, wurde gleichfalls verboten. Dies ist um so auffälliger, als gestern die Former, die Tischler, die Maurer sich zu gleichem Zwecke versammeln durften. A« die Metallarbeiter Deutschlands. Kollegen! Wie Ihr wißt, hatten wir Berliner Metallarbeiter einen Delegirten für den Pariser internationalen Arbeiter- Kongreß ge- wählt. Derselbe wurde,> als er von Paris zurück- gekehrt, von der Firma Hasse und Comp., bei der er seit G Jahren thätiggewesen, entlassen. Wir, die Unter- zeichneten verlangten, daß diese Entlassung rückgängig gemacht werde; es wurde uns dies aber rundweg von Seiten des Herrn Haße abgeschlagen. Wir sahen uns deshalb ge- nöthigt, da wir ja mit zu der Wahl unseres Kollegen beige- tragen hatten, die Arbeit am Sonnabend, den 27. o., nieder- zulegen. Es wird diesem Schritt um so mehr Bedeutung von Eurer Seite, Kollegen, beigelegt werden müssen, wenn Ihr er- fahrt, daß unter Denen, welche die Arbeit niedergelegt haben, Kollegen sich befinde», welche 5, 6, 8, 10 und noch mehr Jahre in der genannten Fabrik zur Zufriedenheit ihrer Vorgesetzten thätig waren. Kollegen, wir glauben, daß es vorläufig nur dieses kurzen Hinweises bedarf, um Euch an Eure Solidarität und Eure Pflicht zu erinnern. In dieser Angelegenheit findet Dienstag, den 30. Juli, eine Versammlung im Weddingpark, Müller- straße 179, statt. Mit Gruß: Tie gemaßregelten Arbeiter der Hasse'schen Mafchinensabrik. reichung der Stawten. 4 Wabl einer Nrbe>t4nachiveiskonnnils>oir> denci� Sainmtliche Kollegen hoben die Pflicht, ju er scheinen Der 3- A'•®. Schutz «»„»»rein K»rlin«r Kiltchan»?.«nncnstraßc 18. Heuie Borlesung. � Achtung! Hauarbetter gtrtln* und limgcgtnb!»w WJ den 30, d. M, Abend» 8 Uhr. in©ditfftt'» Salon, Znfetfttaic 10, 2% Große öffentliche Lerfaiinnlmig. Kameraden! Euer Erscheinen ,0 duw- sammlung ist unbedingt erforderlich und ladet hierzu ein Wilhelm «roy» öffentliche Nersammlung sammtlicher ftrlin* und Umgegend am Mittwoch, den 81. Juli. Abend»* Schefscr 8 Lokal, Zuselstrahe 10, 2 Treppen Tagesordnung■. 1. stch die Stuckateurc Berlins zu der Tagesordnung, welche auf dem nl.-. schen Stuckateurkongreß in Halle verhandelt werden soll. 2. Di»kuf»o»JL schiedene».— Da« Erscheinen sämmtllcher Kollegen ist dringend noldi«"� NB.: Die Sammellisten sind in dieser Versammlung beim Vertrauen»»»' zugeben. sSichc Anschlagsäulen.!_ Allgemeiner Metallaebeiter-Uereiu Herlin««ud Große Versammlung am Donnerllag, den 1. August, Abends 8 lldr, ralss Restaurant. Bcrlinerstr 89 sCharlottcnburg). Tagesordnung; I .Der Drang nach Selbstständigkeit". Referent: Herr Bogtheir» J über; kusslon. 8. Gewerkschaftliche». 4. Ausnahme neuer Mitglieder. und Fragekasten. Um recht zahlreichen Besuch, hauptsächlich der Me aller Branchen Charlotteuburg», Moabit und Tegels, bittet der-, Rcinhold Ungar, Keslclslr. 20. Der unentgeltliche ArdeitSvachwci» im Süden t Rcanderstr. 5(Destillalion zum Helm! t im Norden: Bruniu»:. bei Echaner, und ist täglich Abends von bis 10 Uhr. Sonntag»»"LJ 11% Uhr geöffnet. Die Bibliothek befindet sich Rcanderstr. 5 sDestiW�ß Helm! und werden daselbst Montags und Donnerstags, Abends von 3r° Bücher ausgegeben. ycr ausgegeven. ve/nng-,»urn-«nd gesellige Vereine am Dienstag:®'Jf, j .Gutenbcrg Abends 8% Uhr im Restaurant Ouandt, Etralauerstrol'u Gesangverein.Alpenglühen' Abends 9 Uhr im Restaurant Hiidebraiidl. PI straße 97.— Schäfer scher.Gesangverein der Elser' Abends 9 lldr»fij und Krüger, Skalißerftraßc 128, Gesang.— Männcrgesangvercin Abends 9 Uhr im Restaurant Firk, Kotlbuscrslraßc 22.- I .Bouvardia'(Männerchor! Abends 8% Uhr im Restaurant.TcutoMjz »: L,.»uiuu» Oft Ulli Uli 3UIIUUC0I11 gl» sorterstraße 15.- Mannergesangverein.Steinnclke' AbeudS 9 Ubr)?,� rant Schulz. Stettincrstraßc 58-87.- Gesangverein.Harmonie•£, 8 Udr in NeukansS Bierbaus. Grobe«ronkiurtessteose ea- Männe® Soziaidemokentischer Mahiverein für den«>. Keriiner Reichstag« Wahlkreise». Die zum Dienstag, den 30. Juli, einberufene Versammlung findet nicht statt, da die Genehmigung hierzu versagt worden ist. Herr Türk sollte über das bekannte Thema:„Die moderne Poesie und die Ar- beitcr" reseriren. Beschwerde ist eingereicht. Autmnche* und flutnrbeitee Keelin» I Der überaus rege Besuch der öffentlichen Hutmacher-Versammlung, die am 16 d. M im Königstadtkasino ftatlgesnnden, hat bewiesen, daß Ihr Männer seid die mit Ernst und Eiser an da« Werk einer Verbesserung Eurer traurigen Lage herantreten. Wir sind ge- wiß. daß Eure Begristcrung nicht blos ein rasch ausfiackernde» und schnell verlöschende« Strohfeuer ist. sondern daß Ihr auch weiter stets aus dein Posten sein werdet. Erscheint deshalb Alle in der Großen Versammlung am Dienstag, den 80. Juli, Abends 8 Uhr, im Königstadt-Kafino, Holzmarkstraße 72. Tage«. ordnung: l. Bericht der am 16. Juli gewählten Kommission über die Vcrbmid- lungen mit dem Vorstände de» UnterstüßtMgSoereinS deutscher Hutmacher(Filiale Berlin). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bei der überaus wichtigen Tages- ordnung erwarten wir daS Erscheinen Aller. Die Kommisston. Jlereln der Klempner Herlin» nnd Umgegend. Dienstag, den SO. Juli, Abend» 8 Uhr. in Feuerstein s Talon, Alte Jakobstraße 75, Große Versanrmlung. Tagesordnung: 1 Vortrag: Marimal. Arbeitstag.(Referent SB. Werner.) 2. DiSkujsion. 3. Ausnahme neuer Mitglieder, sowie Verab- Kaiser Franz Grenabicrplaß 7.- Gesangverein.Bruderher,' Ucbo>'fje AbendS von 9%— 11% Uhr. Ausnahme neuer Mitglieder.— Gesangvetb nung Moabit' Abend« 8% Uhr Wilsnackerstraße 63 im Restaurant Gesangverein.Felicitas' Abends 9 Uhr im Restaurant Nebelin, Langl — Mäimergesangverciit.Olmnpia' Abends 9 Uhr im Restaurant Gsrlh-S straße 106.— Gesangverein.Siederlust' AbeudS 9 Uhr im Rellauj" mann, Nauuoufi aße 44.- Mannergesangverein.Accordia' Abend» S Weich, Aleranderstraße 81.- Gesangverciu Ludwiglcher Mäuneild«�., 9 Uhr Lindenstraße 108 bei Poppe, UebungSslunde. Gäste find willlör .Deutsche Liedertafel' Abend« 9 Uhr Orauienstraße 190.- Zitherklub Äch abenbS 9 Uhr tll Tutehet 6 Steftnurnnf Anhpr ßZpinrnpn IS—*�51 übends 9 Uhr in Teichels Restaurant, Hoher Steinweg 15.— fu: jFrpf) und Frei'(Männcrabtheilung) Abends 8% Uhr. Berg straße Fi Berliner Turngenossenschast sKins'tc" MmVnerab)?eilung>"Äbend» � in der �städtischen Turnhalle, Wasserthorstr. 31.— Turnverein-jj Haide'(Mäuner-Abtheilung) Abend« 8 Udr. Dicffcnbachstr. 60-81. eJ)emnI]g« Schülft der 37. Gemcindeschule Abends 9 Uhr im Restauraw� �.ömfichentr. 68.— Ärendsstcher Stcnographenvcrein.Äpollobund Ä 8% llhr Brunnenstraßc 129».— Arcndtstcher Stenographenvercin im Restaurant.Zum eisernen Kreuz' in,refii»2 -------............., Linden(�.71— Deuts chö scher Stenographen Abend« 8% Uhr in Randeis Restaurant Brunne#, — Verein.Rot" Abends 8% Uhr im Restaurant Eltze, AleratidrinenstegS UnterhaltuugSverein �----->.>.>>. Im U rant von Liebe.— S Reinicke. Gipiftraße 3, seden Dienstag nach dem 1. und 15--W .SliniiMon AbendS 9 Uhr im.Münchencr Hof Epandauerstr. Ii z Rauchklub.Zun, Wrangef AbendS 8 Uhr bei Herschleb, Adalber'� Rauchklub.Deutsche Flagge' AbeudS 8 Uhr im Restaurant Händler.«A straße 11.- Rauchklub.FriedrichShain' AbeudS 9 Uhr im RestaurawS Landsbcrgerstr. 118*- Rauchklub.Lustige Brüder" AbendS.Ki>A Grothe, Sürstenbergerftr. 2- VergnügungSverein.Fröhlichkeit. Weg 29. Große GesellschastSstunde, verbunden mit. Vorträgen. kommen Entree frei.- Tambourverein.Sedan' Sitzung Abend»» Grüner Weg 9-10. (Molffs Telegraphen-Kureau.) y Dortmund. Montag, 29. Juli. Laut MittheilZ> „Rheinisch-Westfälischen Zeitung" wurde die gestrige lung sämmtlicher Delegirten der Bergleute des OberbnS x bezirks Dortmund in Gelsenkirchen polizeilich aufgelöst- Bergmann Dieckmann, welcher dem Pariser Sozialistenkonifi.Z Delegirter beiwohnte, ift bei der Rückkehr von Paris worden, in seiner Wohnung wurden sozialdemokratische 0% beschlagnahmt. Der zweite Delegirte zum Pariser®oi' fongrci der Berginvalide Eckhardt, hat in der gestrigen« grrten-Versammlung des Essener Reviers sein Amt oW fitzender niedergelegt._�| Paris, 29. Juli. Es sind nunmehr gegen 1200 0 g Bei Anfragen bitten wir die AbonnementS-Ouittung beizufügen. Antwort wird nicht ertheilt. F. Sp., Potsdam. Spielwarengeschäft in der i straße neben der Kaserne -vir. rathswahlen bekannt, die Konservativen haben etwa gewonnen. Boulanger ist in 12 Kantonen gewählt- und Leherisse sind bei der Wahl unterlegen. de, Sozialdemokratischer Wahlverein für den S. Kerliner Reichstags-Wahlkreis. Mittwoch, den 31. Juli, Abends 8 Uhr, im Victoria-Restaurant, Münzstrasse Ii(unterer Saal) i gür Versammlung. MW Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Julius Türk über: Die wirthschaftlichen Umwälzungen der fran- zöfischeu Revolution. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Kragekasten. 876 Um zahlreichen Besuch bittet Der N»rst«md. Große Arlreiter-Uersamuklung an» Mittwoch, den 31. Juli, Abends 8� llhr, in der Tonhalle, Friedrichstr. 112. TageS-Ordnung: Wie verhalten sich die Arbeiter und Gewerke Berlins zu den neuesten Maßnahmen des Vorstandes der hiesigen Bäcker-Jnnung infolge des resultatlosen Bäckerstreiks? Um zahlreiches Erscheinen bittet 875 Der Einberufer: I. Schlüter, Höchstestr. 19. Große öffentliche Versammlung: Zimnlklilt#di# llilil ilipd 874 «n Steifai, ü« 3«. Juli, Wz, z'I-W, WedriGr, � Tages-Ordnung. Die Lage unserer Streikbewegung und weilere Beschlußfassung- 4 _ Der Einberuser: H, Jäckel, BlumenstHX Grosse Versammlung der Hutmacher und Hutarbeiter KerUns am Dienstag, den 80. Juli, Abends 8 Uhr, im Königstadt-Kasino, Holzmarkt-Strasse Nr. 72. Taaes-Ordnung: 1. Bericht der am 16. Juli gewählte Kommission über die Verhandlungen mit dem Vorstande des UnterstlltzungS- Vereins deutscher Hutmacher. Filiale Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Bei der überaus wichtigen TageS-Ordnung erwarten wir das Erscheinen Aller. 868__ Die Kommission. Große öffeutl. Tischler-Versammlung am Mittwoch, den 31. Juli, Abends Uhr, in Huth's Salon(jetzt Gottschalk), Badstrasse 22. Tages-Ordnung: 882 1. Wodurch sind wir im Stande, die Mißstände, welche immer mehr im Tsschlergewerbe eintreten, zu beseitigen? Referent Otto Thierbach. 2. Diskussion. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt.— Die Kollegen sämmtlicher Branchen sind hierzu eingeladen_ Der Große öffentliche Mckllirdeiter- Dienstag, den 30. Juli, Abends 8 Uhr, im Wedding-Park, Müllerstr. 178 Tages-Ordnung: 1. Die Arbeitseinstellung der Kollegen der Hasse'schen Maschinenfabrik und der Grund derselben. 2. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet 880 Der Eiaberufer. Emil Bolthe, Lübbenerstr. 28. Geffentliche Kautischler- Kersammlunq Mittwoch, den 31. Juli, Abends 8 Uhr, im Köutgftadt-Safino, Holzmarktstr. 72. Tagesordnung: 1. Der neugegründete Bautischlerverein. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. Referent: W. S ch m i tz. Nur BantWerslild hierzu eiugeladen. 878]]Die Siebener-Kommission. Der llueutgeltliche Arbeitsnulhnieis des„Allg. Metallarbeiter-Vereins" befindet sich im Süden Reandcrstr. 5; Norden Brunnen- straße 40, Destillation, Abends 8J— 10 Uhr, Sonntags Vorm. 9j— 12 Uhr. Warnung., Ä Ich warne Jeden, meinem Stiesso?-�»' Tieseler etwas zu borgen, da ich für% lj> komme. Franz Gerla», Bergmanust� Schlafstelle für 1 oder 2 Herren*, Schönhauser-Allee 4, H. pt. b. DämniZ�j� Anst. Schläfst, z. verm. AndreaSstr�jt-� 2 869 Wn' W die Dem tapferen, brauchbaren Rixdorfer.fi Pinal-Rath pp., Herrn Emil K.---/Aif. seinem heutigen Geburtstage ein" p donnerndes Hoch. _ Seine Kollegen und Achtung!/ Die Drücker der Metall-DrU� � Fabrik von Arlt& Fricke habest r ävhnrcduzirung die Arbeit niederlegt- Es wird gebeten, den Du�oS euhalten.___ Arlieitsmarst� Gesellen auf Mahagoni-Kastenarbeii 5, Den st, OramenV/.�' Bügler auf Faxonsachen verlangt Stallschreiberstr. 1/2. Gürtler sucht GaSkronenfabrik Sebastianftr. 17. Verantwortlicher Redakteur: K. Croohei« in Berlin. Druck und Verlag von Mo» Padiug m Berlin 8W., Beuthttraß« 2 L