# nl Snnpit.v, «"g Mittwoch.� Nr. 177. Donnerstag, de« l. Angnst 1889. « Jahrg. ► lgen. erirf» j ntt« Z Iftlnicrflolbtilnll. Brgan für die Interessen der Arbeiter. Rf&in, r, Das„Berliner Volks blatt" in'sftü. Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnemcntspreis für Bcrlm frei 5 Sr s"erteljährlich 4 Mark, monatlich 1�5 Mark, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer - Rummer mit dem �Sonntags-Blatt" 10 Pf. Bei Abholung aus unserer u,on Zimincrstraße 44 1 Mark pro Monat. Postabonnemcm 4 Mark pro Quartal. Kr x..(Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1889 unter Nr. 866.) -* Analanh« Täglich unter Krcuzbano durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. Jnsertionsgebühr beträgt für die 4gesxallene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlung. Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags ,n der Expedition, Berlin SW., stinimerstraße 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vonmttaas geöffnet. -, Fernsprecher: Amt VI.|lr. 4106.•-*- Vevsktion: DeukhPtraUe S.— Exprdttion: Simmerptratze 44. aA g» Abonnements- Einladung. vif �3' Monat August eröffnen wir ein neues Abonnement ''Kertwer Uolksvlatt" � wöchentlich erscheinenden „Sonntagsblatt�. � Born. beträgt frei in« Hans für �'eliahr 4»lark. monatlich 1 Mark 35 pf. 41 Selbstabholung aus der Expedition, **�1 Mark pro Monat. %li böckr�����tende Abonnenten erhalten den interessanten spannenden Roman Der Goldlmensth Nis„„v. von Maurus Jokai «ur h nachgeliefert. Nichnei». sn®»Sonntaasblatt" haben wir eine Reihe ausge An russischer Realisten erworben und beginnen nntag mit einer Skizze des berühmten Schriftstellers Leo Tolstoi »Hrr Feiwrnmn drorrr'*"-" »nt werden von sämmtlichen ZeitungSspeditcuren, "»Bkgtnn,»" Expedition unseres Blattes, Zimmerstraße 44, .»cnommcn. �st'nrvL'�fHalb nehmen sä m m t l i ch e Postanstalten Be- " � zv nw die Monate August und September zum Preise V, Pk- entgegen. Redaktion und Erpeditio» des »»Serlmer Nvlksblatt". Die glücklichen Ättrevilrnnev. Stüf?,, b das alte Europa in Waffen starrt, während ""b C,%en der einzelnen Staaten mit jedem Jahr steigen Mistend v.-�ern immer drückendere Lasten auferlegen; ('»b.�.'e Donnerwolken eines großen. Alles verheerenden "Heu. �?be» Krieges unausgesetzt bald näher, bald ferner Aschen v.?�rend die nicht unbegründete Furcht vor kriege- »,?(Eophen wie ein Alp auf Geschäften und Ge- r �— zur selben Zeit gehen die Amerikaner an's .. r.!? �4 gegen die blutige Geißel des Krieges auf k*h.«oAkr-u stellen. Wir haben gewiß mehr Gelehrte v"* Professoren als die Amerikaner; wir haben i" limlf?"äahl von Leuten, die so weise sind, daß sie Mc,, aller Dinge gefunden haben wollen, und wir �r Philosophen, als wir eigentlich vertragen können. � man mit diesen Leuten von der B e s e i t i- M »rff �.�Feuillewn. dt [27 n Gold»nenf0». Roma» von Maurus Zükai. �GMMZW '( tan«.®'® Glimmer eingesprengt. Oft muß man lis,'�ltine q,? auben Gestein wühlen, bis man auf eine $5"b ohne und auch diese bricht manchmal plötz- begi,,,. Fortsetzung, und man muß die Arbeit auf's - u. Das Gold spielt Verstecken, und der Sucher ''......... Das fcS?* wQn'v,'�'" unrd dann gesondert und llassisizin; das «tMiSSMMÄS W A M» �oldmt>k>l—"—--- P»L.Wst" Quecksilber in hirschledeime Säckchen " beg o! das Quecksilber dringt durch die �r8. das Gold bleibt drinnen auf dem Boden ju" mit Quecksilber so lange unterrührt wird, «tzle Goldstäubchen in sich aufgesogen hat. gung der Kriegsgefahr spricht, so müssen sie achselzuckend zugestehen, daß in dieser Sache ihre Weisheit zu Ende, daß ihnen die Welt hier mit Brettern vernagelt ist. Ja, wenn man viel fragt, so kann man von solch' einem närrischen Professor, der vor lauter Weisheit und Gelehrsamkeit die Straßen seiner Vaterstadt nicht kennt, noch hören, daß ein Krieg ab und zu gar keine so üble Sache sei, denn er bewahre die Völker davor, in Schlaffheit zu versinken, und reinige die Welt vom„s k r o- phulösen Gesinde l". Ja, diese Frage ist im lieben Europa, der Heimstätte aller Kultur, schier undiskutirbar geworden, seitdem sich die Staaten stets bis an die Zähne bewaffnet gegenüberstehen und nur die Furcht vor den ungewissen Resultaten eines großen Kampfes die ungeduldigen Chauvinisten allerorten noch einigermaßen im Zaume hält. Während wir rathlos vor dieser ungeheuren und ins Unabsehbare wachsenden.Kalamität stehen, beweisen die Amerikaner, daß man auch ohne Krieg nicht in Schlaffheit zu versinken braucht, und daß der nüchterne und gesunde Men- schenverstand tausendmal besser und leistungsfähiger ist als die armselige Weisheit dünkelvoller Professoren. Ganz in der Stille haben sämmtliche amerikanischen Regierungen einen großen Kongreß vorbereitet, der am 14. Oktober dieses Jahres im Washington zusammen- treten soll. Dieser 14. Oktober— für Deutschland ein historischer Unalückstag, weil der Tag der Schlacht von Jena — wird dem frisch aufstrebenden Amerika eine Periode der inneren Kräftigung und Blüthe eröffnen. Wir verkennen nicht die Schäden, die sich namentlich im wirthschaftlichen Leben Amerikas kundthun. Aber für den Europäer geradezu imposant ist die E i u m ü t h i g k e i t, mit der sämmtliche amerikanischen Regierungen zu- sammenstehen, um sich zu verbinden und so eine Macht zu bilden, welche Niemand in der Welt wird anzugreifen wagen, weil sie zu gewaltig ist und ihre Einflüsse zu weit- reichend sind, um sie zu besiegen. In Europa kann nicht einmal die Berner Konferenz zusammengebracht werden, die sich nur mit einigen Punkten der internationalen Fabrik- gesetzgebung beschäftigen soll; in Amerika lassen sich freudig alle Staaten auf dem Kongresse vertreten, der sich mit den wirthschaftlichen Interessen aller Länder Amerika's in um- fassender Weise beschäftigen und ein großes Bündniß zu Stande bringen soll. Wir zweifeln auch gar nicht daran, daß dieses Bündniß zu Stande kommt. Man will eine ge- meinsame Münze und gemeinsame Zollvorschriften für ganz Amerika schaffen. Die sogenannte Monroe-Doktrin wird in den Beschlüssen dieses Kongresses eine große Rolle spielen, nämlich der Grunvsatz, daß curo-. päische Mächte sich aller Einmischung in innere An- aelegenheiten Amerika's zu enthalten haben. Wir halten diesen Grundsatz, so lange er nicht in allzu beschränkter Weise angewendet wird, für durchaus richtig, denn in Europa duldet auch, und sunt vollem Recht, Niemand eine Ein- Mischung der Amerikaner. Die Amerikaner sichern damit ihre Unabhängigkeit. des Sackes als glanzloser gelber Staub. Diesen tragen die Gold grabenoen Arbeiter aus der Umgebung des „Csetatye Mare" jeden Sonnabend zur Einlösung nach Karlsburg. Das also nennt man eine Goldgrube. Aber glaubt dem Wort nicht! Das ist keine Goldgrube, sondern ein Hungerthurm. Die hier nach Gold schürfen und graben, gehen in Lumpen einher, essen Mais- Brod, wohnen in Holzhütten und erreichen nur ein kurzes Alter; sie sind die ärmsten Leute auf Gottes Erdboden. Die Goldgrube ist ganz wo anders! Nach der Komorner Truppenkonzentrirung war Timar ch ein wohlhabender Mann geworden; er hatte sich auch ein Haus gekauft in der Serbengasse, der City oer Komorner Kaufleute. Niemand fand dies auffallend. Den Ausspruch, den unser seliger Kaiser Franz I. einmal zu einem arm gebliebenen Verpflegungskommissär gesagt;„Der Ochs stand an der Krippe, warum hat er nicht gefressen?" — diese goldenen Worte glaube ich, hat jeder Lieferant in sein Gedenkbuch eingetragen. Wie viel Timar bei der Brodlieferung gewonnen, kann man nicht wissen; daß er aber plötzlich ein großer Herr ge- worden, sieht man ihm an. Er ist überall dabei, wo eS etwas zu unternehmen giebt, und hat Geld in Fülle. Bei Kaufleuien, Spekulanten fällt dies nicht auf. Nur den ersten Grund zu legen hält schwer. Sind einmal die ersten hunderttausend Gulden erworben, dann kommt das Uebrige von selbst nach. Er hat Kredit. In einem Punkte hatte aber Herr Brazovics dennoch seine Zweifel. Er vermuthete ganz richtig, daß Timar den Betreffenden einen größeren Gewinnstantheil hatte zukommen lassen, als er selbst zu thun gewohnt war, und daß er des- halb das fette Brotlieferungsgeschäft erhielt, an dem sonst Zugleich aber setzen sie auch ein Bundes-Schieds- g e r i ch t ein, welches alle inneren Streitigkeiten zwischen den einzelnen Staaten zu erledigen hat. So ist dem Falle vorgebeugt, daß der Macht des ganzen Staatenbundes durch innere Zerwürfnisse Abbruch gethan werden könnte. So leicht ist es, sich den Frieden zu sichern, wenn man ihn nur aufrichtig will. In Amerika braucht man nur einen einfachen Vertrag. Zwar haben in Nordamerika noch in nerierer Zeit viele Kämpfe stattgefunden; wir erinnern an den Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko wegen Texas und an den großen Sonderbunds- krieg der sechsziger Jahre. Aber die Amerikaner sind eben zu vernünftig, um historischer Gegensätze willen sich in chauvinistische Erregung hinein zu steigern; wir sind über- zeugt, daß die ehemaligen Sklavenbarone des Südens dem großen Bunde eben so begeistert zustimmen werden, wie die Sieger im großen Bürgerkrieg, die Republikaner des Nordens.. Man kann fragen, warum bei uns in Europa s o etwas nicht möglich ist. Die Antwort ist sehr einfach. Wenn die Amerikaner so bewaffnet wären, wie Europa, so würde das Friedens- bündniß wohl auch unmöglich sein. Damit ist Alles gesagt. Unser„bewaffneter Friede" bringt eben noch mehr Unheil mit sich, als nur die dauernde Kriegsgefahr. Wie glücklich wären wir, wenn sich bei uns solch ein Bund bilden könnte, aus allen europäischen Staaten be- stehend, der unter sich ein Schiedsgericht einsetzen würde zur Erledigung der Streitigkeiten, während die ganze Macht des Bundes ein Gegengewicht bilden würde gegen den asiatischen Despotismus in Rußland, welcher der wirkliche Störenfried in Europa ist. Wie würden die Völker aufathmen und aufjubeln, wenn der fürchterliche Druck des „bewaffneten Friedens" von ihnen genommen würde! Aber wir wollen davon nicht weiter träumen. Während das alte Europa siech und krank seine Waffen- rüstung trägt, schwingt sich Amerika leicht und frei zu neuer Blüthe empor, um seine noch verborgenen Schätze zu heben und seine Macht zu vermehren. Dieses Land wird noch einmal seine Vorrathskammern für Europa öffnen müssen, wenn das letztere im Kriegselend zu Grunde zu gehen droht. Daraus erqiebt sich aber auch die Gestaltung der Zukunft, d i e Weltherrschaft Amerikas, erreicht nicht auf den blutigen Pfaden des Krieges, sondern im friedlichen Wetteifer der Arbeit und der Zivilisation. Morvespondcnzetl. Kamburg, den 26. Juli. Inländer, welche nach Ham- bürg kommen und früher keine Gelegenheit hatten, andere große Seehäfen zu besuchen, sind oft ganz geblendet und erstaunt über unsere neuen Hafenanlagen und oer großen Zahl von Seeschiffen, welche dort verankert sind. Besonders bilden die Brazovics sich zu bereichern pflegte. Daß er aber so viel habe dabei profitiren können, dazu schüttelte er trotzdem un- gläubig den Kopf. Seitdem Timar sich aufgeschwungen und (ein eigener Herr geworden, suchte Brazovics die Freund- chaft seines einstmaligen Schiffsschreibers und lud ihn zu dinen Abendgesellschaften ein, in welchen Timar sich nicht ungern einfand. Er bekam dort auch manchmal Timea zu sehen, die schon ein wenig von der ungarischen Konversations- spräche erlernt hatte. Jetzt war Timar auch bei Sophie schon gern gesehen, die einmal sogar halb flüsternd, halb kreischend zu Athalien sagte, es würde nichts schaden, wenn sie Timar ein freund- licheres Gesicht zeigte; denn er sei jetzt ein reicher Herr, eine nicht zu verachtende Partie, mehr werth, als drei Offiziere zusammengenommen, die nichts anderes haben, als ihre schmucke Uniform und Schulden dazu; worauf dann Fräulein Athalie erwiderte:„Daraus folgt noch nicht, daß ich mir den Diener meines Vaters zutn Mann nehme." Frau Sophie konnte sich diese Antwort dahin ergänzen:„daraus, daß der Papa seine Magd geheirathet hat," worin ein ver- dienter Vorwurf für Frau Sophie lag, wie sie es habe wagen können, sich einem so vornehmen Fräulein als Mama aufzudrängen. Gegen das Ende des Soupers, wo Beide allein am Tische sitzen blieben, fing Herr Brazovics an mit Timar zu" zechen. Brazovics war Virtuose in dieser Kunst, der arme Teufel aber hatte nie viel Wein zu kosten bekommen. Als sie so recht im Zuge waren, brachte er den Gegenstand in launiger Weise zur Sprache:„Du, Michel, rück' jetzt ein- mal mit der Wahrheit heraus, wie Du es angestellt hast, um bei der Proviantlieferung so viel zu profitiren? Ich Hab' die Sache auch probirt und weiß, was sich dabei heraus- schlagen läßt. Auch ich habe Fekdspath, Kleie und Mehl- großen Ozeandampfer einen Anziehungspunkt für Fremde. Mau bewundert die elegante Einrichtung der Kajüten, die Kabinen, die Salons, die blitzenden Maschinen und die musterhafte Sauberkeit, welche überall herrscht. Es ist selbstverständ- lieh, daß jedes Schiff nach überstandener Reise einer gründlichen Reinigung unterworfen wird. Bevor diese nicht vollzogen, wird fremder Besuch überhaupt gar nicht an Deck gelassen. Auch die großen Segelschiffe, jetzt freilich von Besuchern ziemlich vernachlässigt, sehen stattlich und sauber aus, auch haftet an denselben, obgleich mehr und mehr in Eiscnkonstruktion ausgeführt, noch mehr ein Stück Romantik, besonders für den, der vielleicht in der Jugend Marveats Seeromane oder Cooks Entdeckungsreisen gelesen hat. zu deren Zeiten man die Be- Nutzung der Dampfkraft zur Bewegung der Schiffe noch nicht kannte. Wird doch ein echter Seemann seine Grundausbildung immer auch jetzt noch auf einem Segelschiffe suchen müssen, wenngleich die Zahl derselben immer mehr zurückgeht, wie aus folgender Aufstellung hervorgeht: Am 1. Januar 1875 bestand die hamburgische Flotte aus 431 Schiffen mit 210 583 Register-Tons Inhalt, darunter 329 Segelschiffe mit 122 396 R.-T. und 102 Dampfer mit 88 187 T.-T. Inhalt. Am Anfange dieses Jahres, also nach Verlauf von nur 14 Jahren, betrug jedoch die Zahl der Schiffe 507 mit 392 100 R.- T. Inhalt, darunter 276 Segelschiffe mit 148 637 R.-T. und 231 Dampfschiffe mit 242 463 Register» Tons Inhalt. Also der Rcgister-TonS-Jnhalt der Dampfschiffe hat sich innerhalb 14 Jahren fast verdreifacht, während die Zahl der Dampfschiffe sich mehr als verdoppelt hat. Dagegen hat sich die Zahl der Segelschiffe um 53 vermindert, während der R.-T.-Jnhall stich auch noch um 26 241 vermehrt hat, woraus nach genauer Prüfung hervorgeht, daß die Zahl der hölzernen Segelschiffe von Jahr zu Jahr von der Bildfläche verschrvindet und an deren Stelle große eiserne Segel- schiffe treten. Im G uzen hat sich die Stärke der Hamburgischen Kauf- fahrteiflotte innerhalb 14 Jahren um 76 Schiffe mit 181 517 TonS Inhalt vermehrt. Welch' gewaltiger Fortschritt aber ist auch in der Technik zu verzeichnen! Ein braves Segelschiff machte, wenn es in früherer Zeit Auswanderer nach Neiv-Pork beförderte, bei günstigem Wetter seine Reise in 36 Tagen. Die beiden neuesten Doppel- schraubend am pfer der; Hamburger Packetfahrt-Akliengesellschafl machen dieselbe Ozeansahrt in— 7 Tagen. Aber auch aus diesen Wundern der modernen Schiffsbau- kunst ist es für die Arbeiter, speziell Heizer und Kohlenbringer srri-rmer) fast noch schlechter, als auf den früheren Dampfern. Während die Kajüten oben an Deck in höchster Eleganz strahlen, müssen die eben erwähnten Schiffsleute, zu 80 Mann, in einem niederen Raum hausen, der so tief am Wasserspiegel liegt, daß während der Fahrt selbst bei ruhigem Wetter die sogenannten Bullenaugerr(runde Oeffnung mit dickem Glase) nicht geöffnet werden können. Man kann sich denken, welche Luft in solchem Gelasse vorherrschend ist und welche Erholung für die Leute eS ist, wenn sie nach fast übennenschlich schwerer Arbeit hier ausruhen sollen.- Dazu sind die Schichten um zwei Stunden für Jeden länger, als auf den andern Dampfschiffen. Ja. die Romantik geht arg irr die Brüche, sobald man sich das Leben zur See, sei es als Matrose oder Heizer, überhaupt in einer untergeordneten Stellung, näher ansieht. Ein alter Seemann entwirft von dem Leben der Matrosen, speziell auf Segelschiffen, im„Werftarbeiter� folgendes drastisches Bild: „Es ist selten, daß ein Seenrann. der auf Schlafstelle liegt, eher ein Schiff bekommt, als bis sein Geld alle ist. Er kommt an Bord größtentheilS mit dem, was er auf dem Leibe hat. Run denke man sich die Reisen auf den Segelschiffen, mo das Kap Horn oder Kap der guten Hoffnung umsegelt werden soll, also Reisen von 3, 4 bis 5 Monaten, bevor das Ziel erreicht ist. Der Kapitän kennt schon seine Leute, er kauft daher Hemden, Hosen, Strümpfe, kurzum Alles, was der Seemann an Zeug nothwerrdig gebrauchen muß, in genügenden Quantitäten ein: er weiß, er wird das Alles auf See wieder los und macht ein glänzen- des Geschäft dabei, denn für ein Hemd, wofür er vielleicht einen Thaler gegeben hat, nimmt er, je nachdem wie so ein Kapitän(dessen Bildungsgrad im Durchschnitt weit unter dem der aufgeweckten Landarbeiter sieht) es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, 3 big 5 Thaler wieder. Analog geht es mit dem für den Seemann unentbehrlichen Tabak. So lange es irgend geht, hilft der Seemann sich; so lange wie er sich unter mäßiger und ivarmer Zone befindet, geht er halb nackt und setzt Flicken auf Flicken, nur um nicht« vom Kapitän kaufen zu müssen, denn aus Erfahrung weiß er, daß «r icdes Hemd, ledeö Stück drei-, vier-, wenn nrcht fünffach be- zahlen muß. Allmälig zwingt ihn aber die Roth, es ist starke Brise, die Kälte nimmt von Tag u» Tag zu, das Schiff nähert sich der kalten Zone von Tag zu Tag, von Tag»u Tag wird «s daher kälter, es ist nicht mehr zum Aushalten, das Wenigste ist ein neues Hemd, was Jan haben muß. Das Hemd Charles' ist noch ziemlich, aber die Hof« ist zu luftig, eine wollene Hose muß er haben. Bei der Freimache Abends, von 7 bis 8 Uhr, staub unter daS Brodmehl gemengt- auch ich verstehe mich darauf, wie man Afterkorn statt Weizen vermählen läßt und kenne den Unterschied zwischen Roggen- und Weizenmehl- aber einen solchen Schnitt zu machen, wie Du, ist mir noch nie gelungen. Testehe! Welche Teufelei hast Du in An- wendung gebracht? Du hast's ja schon im Trockenen." Timar schaute tief drein, wie ein Betrunkener, der schon sechs Pferdekrast braucht, um die Augenlieder in die Höhe zu ziehen, und fing an, in weinseligem Uebermuth und mit stotternder Zunge zu antworten.„Also wissen Sie, Herr..." „Dutze mich doch! Wie oft soll ich Dir's sagen. Nenn' mich beim Vornamen." „Also, weißt Du, Nazi, das war keine Teufelei. Du wirst Dich ja noch erinnern, daß ich die ersäufte Getreide- ladung der„heiligen Barbara" um einen Spottpreis erstanden habe, den Metze» um einen Gulden. Das habe ich nicht, wie die Welt glaubte, mit einem Gewinn von ein paar Groschen, an Müller, Viehmäster, Landleute ver- handelt, sondern ich ließ e# auf der Stelle zu Brot ver- backen, das mir so nicht halb so theuer zu stehen kam, als wenn ich das ordinärste Mehl dazu ge- nommen hätte." „Ei, Du Blitzjunge� bei dem ich � in meinen alten Tagen noch in!>ie"Schule gehen kann. Du Erz- schelm! Ist dann aber das Kommißbrot sehr schlecht ge- wesen?" Michael lachte so, daß ihm beinahe der Wein zum Munde herausgesprudelt wäre.„Nun, fteilich, ob es schlecht war; über alle Begriffe schlecht." „Und wurden denn bei der Verpflegungskommission keine Klagen darüber geführt?" „WaS hätte das genützt, da ich doch die ganze Ver- pflegunaSkommifsion in der Tasche hatte!" „Aber beim Festungskommandanten, beim Feldzeug- meister?" „Auch die hatt' ich im Sack," rief Michael aus, stolz auf seine Taschen schlagend, in welchen so viele große Herren Platz fanden. Die Augen des Herren Brazovics leuchteten in unheimlicher Weise, als wären sie jetzt wagt eS Jan zuerst, er geht nach hinten to the old man(zum „Alten", dem Kavilän) und kauft sich ein Hemd, kommt fluchend zurück, denn 5 Thaler muß er dafür zahlen. Jetzt schwört ein Jeder, lieber frieren zu wollen, als dem Kapitän etwas abzu- kaufen. Die Kälte wird aber von Tag zu Tag stärker, das Schiff nähert sich allmälig Kap Horn, die Kälte, der fürchterliche Sturm dazu, sind jetzt nicht mehr ohne ordentliche Bekleidung auszu- halten, ein Jeder kauft daher schon um jeden Preis, was er haben muß: Hemd, Hose, Strümpfe, Oelzeug, alles was da ist, nur Seestiefel fehlen, da muß der Zimmermann und Segel- macher aushelfen und aus Holz und Segeltuch, das geschmiert und tüchtig getheert wird, Stiefel anfertigen. So tmrd die Reise allmälig beendet, die Abrechnung der Leute erfolgt, und siehe da, nur wenige Thaler sittd nachgeblieben, den ganzen übrigen Bei dienst behält der Kapitän für verkauftes Zeug. Die Landhaien oder Malrosenhyänen, wo die Leute am Lande logiren, nehmen sie wieder in Empfang, lassen diese tticht eher- aus den Klanen, als bis die wenigen Thaler in ihrer Schenke versoffen worden sind. Ist das Geld alle, dann ist Jan Maat der geschorene Mensch, cr muß sich ja freuen, daß sein Schlaf- baas ihn nur behält, ihm Essen und Trinken giebt, ja, er muß ihm dankbar sein und hat kein Recht zu mucksen." Solche Schilderungen sind wohl werth, auch weiteren Kreisen bekannt zu werden, zumal sie frei von Uebertreibung sind, da der ehrliche und zuverlässige Charakter des Verfassers dafür bürgt. Möchten sie mit dazu beitragen, manchen jungen Menschen von seiner Seeromantik zu heilen; möchten sie aber auch die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf das LooS des armen Seemannes lenken. Poliftpfte Aobovstihk. Ganz verrückt geworden ist Milstelm Marr, der in seiner Jugend— vor 1848— ein recht gutes und noch heute lesenswertheS Buch über daS„Jung-Deutschland in der Schweiz" schrieb—, in seiner Entwicklung aber bald stehen blieb und hierauf, erst langsam und dann schneller und immer schneller zurückging, bis er zum gewöhnlichen Handwerksliteraten herab- sank und schließlich zu der Endstation der moralischen und intellektuellen Verkommenheit: zum Antisemitismus gelangte. Dieser Marr schreibt in der Nr. 51 des Judenhetzblatts„West- phälische Reform" folgenden Blödsinn, überschrieben„Deutsche und französische Sozialdemokraten": „Daß die deutschen Sozialdemokraten längst schon nichts weiter sind als die Satelliten des Judenthums, ist eine Jeder- mann bekannte Thatsache. Wie die römischen Imperatoren ihre Leibgarden aus fremden Barbaren bildeten, so gehört schon eine große Dosis von Dummheit und Gedankenlosigkeit dazu, wenn die deutschen Sozialdemokraten nicht einsehen, daß sie von semitischen Geldimperatoren, Singer, Sabor ic., die sich als Sozialisten ausspielen, nur dressirl werden, um im Falle einer Revolution dem Bürger Sem und namentlich dem semitischen Millionen- und ÄilliardentHume als Schutzwache zu dienen und als Söldner aufgehetzt zu werden gegen die Throne, den Adel und die Geistlichkeit, sowie gegen das christ- liche und königstreue Kleinbürgerthum. Sozialdemokrat und Judenknecht ist man in Deutschland längst gewohnt als identisch zu betrachten. Im schroffen Gegensatze hierzu steht die französische Sozialdemokratie. welche durchwegs antisemitisch ist. Wir wollen durchaus die gallische Heißblütigkeit und deren Fanatismus nicht in Schntz nehmen, aber immerhin ist der schroffe Gegen- satz der französischen zur deutschen Sozialdemokratie eine hoch- und höchst wichtige Kulturerscheinung! Und von diesem Gesichtspunkt aus bitte ich, die nachfolgenden Zeilen aufzu- fassen. Vor mehreren Monaten fand in Paris eine große Ver- fammlung— von der Judenpresse natürlich todtgcfchwiegen! — statt, welche in ihrer großen Mehrzahl von„ouvriers irnel- ligents"(intelligenten Arbeitern) besucht man Auf Antrag des„Cttoyen" Chirac erklärte man als Ein- leitung zuerst, daß Frankreich im Falle eines Krieges verloren sei, sl on la sse eohapper Mrs. Müliards(wenn man die Mil- liardenbcsitzer entwischen ließe). Die sozialdemokratische Monstre-Versammlung faßte hierauf folgende Resolution: „In Erwägung, daß eS historisch feststeht, daß alle Kriege dieses Jahrhunderts das vorbedachte Werk der goldenen Jnter» nationale sind, welche durch periodische Menschenhekatomben die Theorie des MalthuS üben; in Erwägung, daß die Allmacht der goldenen Jnter- nationale nicht müde wird, die Rationen gegen einander zu verhetzen zum Nutzen der Börsenspekulatton, der Haute finance; in Erwägung, daß die goldene Internationale zu ihrem speziellen Vortheile alle Kriegsanleihen negociirt und da- durch Völker und Souveräne zu Grunde richtet: in Erwägung, daß ihr der diesem Werke die Tele- noch röther als sonst.„Und hast Du das aus dem nassen Weizen gebackene Brot den Soldaten zu essen ge- geben?" „Warum nicht? Das verschluckte Brot kann nicht sprechen/ „Ganz recht, Michel, ganz recht, nur hüte Dich, selber davon zu reden. Mir kannst Du's schon sagen, ich bin Dein auter Freund; aber wenn einer Deiner Feinde Wind davon bekäme, könnte Dir'S übel ergehen. Auch Dein HauS in der Serbenaasse könnte drauf gehen. Hüte also Deine Zunge vor den Leuten." Auf das hin fing Timar wie Einer, der plötzlich im Rausche zur Besinnung kommt, Herrn Brazovics flehentlich zu bitten an, er möchte ja sein Geheimniß nicht verrathen und ihn nicht unglücklich machen. Er küßte ihm sogar die Hände. Brazovics beruhigte ihn, seinetwegen könne er un- besorgt sein, nur möge er selber sein Gebeimniß Nieman- dem ausplaudern. Dann rief er den Bedienten und trug ihm auf, Herrn Timar mit der Laterne nach Hause zu bringen, er möge ja gut auf ihn Acht geben, damit ihm unterwegs kein Unfall zustoße' und wenn er taumeln sollte, ihm den Arm reichen. Als der Diener zurückkam, berichtete er, welche Mühe es ihm gekostet habe, Timar nach Hause zu bringen; er habe das Thor seines eigenen Hauses nicht erkannt' und auch auf der Gasse zu singen angefangen. In seiner Wohnung habe man ihn zu Bett gebracht, und da sei der gute Herr auf der Stelle eingeschlafen. Als aber der Diener des Brazovics ihn verlassen hatte, verließ Timar sein Bett und schrieb Briefe bis zum Morgen. Er war keineswegs betrunken gewesen. Timar wußte so gewiß wie daß aus Sonntag Montag folgt, daß Brazo- vics auf der Stelle die ganze Geschichte hinterbringen werde, und er wußte auch, wem. Zu jener Zeit— jetzt vielleicht schon nicht mehr— aalt als staatswirthschaftliche Haupt- maxime:„stehlen und stehlen lassen." Ein bequemer und liebenswürdiger Grundsatz. Nur einen Gegner hatte dies treflliche System, und zwar an einer französischen Maxime. Es ist nun einmal so, das Französische ist überall ein Feind des Deutschen. Diese Maxime lautet aber:„ßtm-toi, qne je m'y mette!" daß heißt, frei übersetzt:„Mach' mir araphie und alle Erfindungen der Neuzeit zu stehen;, in Erwägung, daß alle Völker Europas em gcv sames Interesse am Flieden haben, der ihnen ei« liche Arbeit sichert,— �«w beschließt die Versammlung, sei es auf der Petitionen oder, wenn diese nichts fiuchuj anderem Wege dahin zu wirken, daß folgende sätze ins Leben treten: 1. Die Rothschild, Erlanger. Hirsch, Ephrusst, Camondo, Stern, Cohen, o'AnvcrS, Leboudst, eou?!!,, Oppenheim, Günzburg, als Mitglieder der goldenen 1 Internationale sind von heute an unter Aufsicht der zu stellen;. � 2. Bei der ersten Kriegserklärung bemächtigt man M Personen;■-„. j 3. Beim ersten Kanonenschuß werden ihre Paläste— und ihr Vermögen unter Sequester gestellt! 4. Unmittelbar danach wird ein Tribunal sie richte» strenge strafende Gerechtigkeit gegen sie ausüben; 5. Die Familienväter aller Länder, die Sozialisten. Staaten sind eingeladen, ähnliche Bestimmungen zu irpe" j, ebenfalls die Mitglieder der goldenen Jnternaüonale i zeichnen, welche eine gleiche Behandlung verdienen." � b-m Wart ffiSi d» schönst Tie französischen Sozialdemokraten, so scheint eS-% aus der Geschichte der Kommune 1871, wo sie sich als Leibgarde der Juden gebrauchen ließen, wie es die Sozialdemokraten heute thun, etwas gelernt.. �« Und eine weitere kulturelle Erscheinung ist der französischen Armee— namentlich unter den jüngere» � zieren— eine bittere, vornehm ablehnende Haltung fle(P Judcnthum platzgreift. � („Nous u'avotis plus d'envle de massaertt, nous faire massacr» r pour ragiotag'.") (Wir haben weder die Lust zu massakriren, noch die Agiotage massakriren zu lassen.) % zu i »»•liberale 'tilgen n gesunden. Jatmtlidj sseis) aus des Herrn »mannten M ohne! .�-Schill '»mervativ 'S-s •;& «beraten% tieinianret kSS 24* b» gs XäSTS'm s V Die Armeen des ersten Napoleon haben m 4 � p und Oesterreich zwar rascher, aber nicht schlimmer geh» jüdische Schädlinge hausen, und Konfessionshaß bctee'ß j, Deutsche nicht, als wir die ftanzösifchen Peiniger zum" � hinauswarfen. Es war der Zorn gegen die JnwLiat —'*-" Invasion jüdischer#gß gallischen Fremdvolkes. Die aber hat heule von allen Staaten Besitz genommen die Judenfiage zu einer internationalen die Völker und Konfessionen sich vielleicht reichen werden."— So weit Herr Wichelm Marr. gß SS, Mi Ä ##### ziehen will, daß die ftanzösifchen Sozialisten zum �3«%# ubergegangen sind-, oder den anderen, daß die Settel %r. Sozialisten sich zum ftanzösifchen Antisemitismus bekehr!� — das überlassen wir der freien Wahl � Wilhelm Marr. Derselbe hat übrigens ein neues- der Feder, betitelt:(Der geschundene Sozialdemokr»' die„Führer" der Sozialdemokraten oder die rothen volksaussaugenden internationalen Judensippschait. Ein ü stück des jüdischen Mammon." Wenn der Inhalt»w* wird wie der Titel, kann das Büchelchen uns eine � Viertelstunde bereiten. � g* Di» neu» International». Die„Nordd. K Arb 'SR 5$. 5»« Sft des iS ä* chaUss�incneuc/Jn t crua t iou ale" entdeckt, die heimlich t bjt«%« während, des. Kongresses gestiftet worden ist. W cu r in Paris allerbin Ob auf diesen wo....______ worden ist? Hoffentlich bleibt Pindter-Oberwinder Antwort nicht schuldig. Doch Scherz bei Seite. Durch den auf Antra in der vorbereitenden Versammlung� des Kongreß-AU� p — am 11. Juli— einstimmig gefaßten Bö loupreuv ucs arongrepes tzeuriier nivrven>11. �«u-, seinen Mußestunden wohl Oberwinder? Hr. Oberivinb»si« nilerhing« ein paar„geheime Zusammen �*on Hl die„neue Internationale" iss-L 1' fein,„r,% -->>. ft..... ui" tip„.»«ein _______ � Kongreß nur öffentliche Sitzungen abhalten solle, zu denen a mann der Zutritt frei, und daß von sogenannten„verirn ViW,'»o „privaten" Sitzungen, wie sie in Frankreich gebrauch Abstand genommen werden müsse, rst den aK?'elcr» u™—..."---- e----- 1 fn oOÜrJ Ttafl% fei oder ganz-------------------- Gentleman und Nicht- Gentleman das Konzept so verdorben worden, daß sie bis heute die Fassung n»® wredergefunden haben. Andernfalls würde Pindter-Ü nicht auf die sinnreiche Idee verfallen sein, die deutscheu■«, M glauben zu machen, daß die Sozialdemokraten läguRg� in die Nacht hinein 10, 12, ja 14 Stunden lang Ii«fe Verhandlungen der aufregendsten und an strengen on/ führten— Mos um Pindter-Oberwinder ein% für o» zumache» und nach diesen öffentlichen Sitzungen rVt irgend einem verborgenen Winkel die„neue Jnternati" Zf gründen. Selbst für die„Nordd. Allg. Ztg." ist bo*. jii Leistung. Sie hat aber für uns das Erfreuliche,»»%# den glänzenden Erfolg des Kongresses konstatirl. ssente et 9 dN Platz, damit ich stehlen kann." Die einzelnen k. jC rungs- Hofstellen rivalisirten mit einander, und f» oder die andere dieser Stellen zu einer Mellkuh b � SLSMa war. . r/'" g« w..«......... MtzMU nach der Hofkriegsrath, die Zensur- und Polizei--� die geheime HauS-, �of- und Staatskanzlei; und das General-Rechnungs-Direktorium.„ Der Stein der Weisen besteht nur darin,: bringen, welches Rad dieser komplizirten Maschine w/ Bewegung setzen müsse, damit jenes Fach sich öffne, ches dem rechtschaffenen Staatsbürger hineinzugreifen e). � 5%; ches dem rechtschaffenen Staatsbürger hmemzugreisen e' �»etn 7" Was zu haben ist, und wo und bei wem? und mit well(»»ttoZM und aus welchem Motiv und auf welche Weise un» jf �«uf»h Dann wer ein Feind oder Freund des Anderen»n � f � lj, Passionen er hat? und wer derjenige ist, bei dew/ � et einen oder anderen Angelegenheit alle Fäden?«• laufen. Das ist die Hauptwissenschast. (Fortsetzung folgt.) iÄ ÜM* Uuntf uni» i ftttf ...... CWL, h« dung des Dekorationsmalers Däguerre, Lichtbilder m« l>�«ach In» Svjiihrig»» F»i»r der Erfindung grnphi» bringt die in Röthen erscheinende„Chewiker��jl. aus der Feder des Dr. I. Schnaub einen Aufsatz, dem', auch für""'" �' nehmen nnauB einen Auiia?, z«\ weitere Kreise von Interesse das Nackstcb..Mai y,./» Am 19. August dieses Jahres�sind 50�3 � SS' dem Tage, an welchem in der Sitzung fotti /" er Wissenschaften in Paris durch den berühmten Argo» �>.»,'etze, ianamalM-g Tlnntiarrr Lidilhilher in bv glq„na Ol obscara auf Silberplatten zu erzeugen, veröffentli�' Die ganze photographische Welt rüstet sich, diesen To» zu begehen, besonders durch zahlreiche Ausstellung� öraphrscher Erzeugnisse, wobei auf die Entwickelung»" dieser zu hoher � öten q: nvvvv»---------.'Chi..«Oothr llständia der Veraessenbeit anhetmaefalleu genommen wird.%)te ursprünglichen �aguerr|i sind fast vollständig der Vergessenheit anheimgefa! A»«Gd» aS ri« ihjltn cm« » out vi,, französische« Königs ein todter Feind ilmner ('o.fi'niicti wir mit gleichem Recht sagen, daß das die toTfi 51}'r Feindes immer schöner klingt, wie S- * I denen iui stchl der! t man sichid-j re Häuser ifSw' söiioii('»5 treffe" � aiionalc p WW den nn«, eu."■ de-™ Landtage womöglich mit einem Angehörigen in VoMn-' � � besetzen, Herr Hofbuchbinder G. Friische bberalen'm� Rebrachl worden, und der Vorstand deS national� Whiese. Mlaa 00 aen. hewt e slch es die % � 2%,. ist die, llutig geße" et � ,taf rtr,! noch ÄÖV wff beie%, iger zum W LSf B »s ein« � fcb. % inint" nunmehr, daß man den Konservativen und �chrt ise."ff nicht das Ihun läßt, was den Arbeitern ver- die beitw m n>sr envarten, daß die Polizeibehörde zu Leipzig Weites, J1 V creme auslöst, und daß die Staatsanwaltschaft b," Vorstände der Vereine in Strafe nimmt. Die katten««t Behörden müssen dies thun, wenn sie das Ver- "och%,r_'"'ne objektive und unpartensche Rechtspflege nicht te erjchuttcm wollen. �briterwahltiornitee in gnlbrrstndt hat in �i'chen Stichwahl Den Beschluß gefaßt, den soziali- o�nhlern" zu enthalten oder *eik vÄ�lern zu rathen, sich der Wahl. "(In bes �dugeben. Motive:„Weil Herr John als Ver- " em.�unkerthums und Großgrundbesitzes und Herr «iibliri Weber als Vertreter des Großkapitals dem Arbeiter Z».�LN"ber stehen." Marinebrstechungsangetegrnheit glaubt die Wen-%"och einige authentische Mittheilungen mgchen zu trt Xe»*" />♦*»« g> i""'eiern c> �urde in der Marinekommission&K Reichstags ?'"cht-».!?"nhiahr eine Teakholzangclcgenheit zur Sprache ge- n l au-n�� balle man den Ankauf einer Ladung Teak- �1) in sÄn�weise freihändig vergeben, während man früher Mi« un, nb'Nlsston gab. Dabei war aber auffällig, daß der w Hltwi.» �rcre hunderttausend Mark theurer war, als wozu " nro-r hjx Lieferungen gehabt hatte, würde. Dieses Mal war die eimlich% MWDWWWM 'einet Yu�'nem Londoner Hause, vertreten durch einen i•[nn, allei,,�>nlen, geliefert. Die Waare soll zwar gut gewesen Hl ktsfiPri, kolossale freihändig bezahlte Preis veranlaßte A i Min... Lieferanten auf der Werft selbst zu den lautesten "lein' Gieferäntm mff'd« �rfTfelbff zirben'Wie�n 9i?M" nur mit Mühe gestillt wurden. Als die Unter- 5t tHU®ä"'el war, wurden die Bücher des Bremer 7W ääs: " t'suAlÄS toi 1'", Ntü �elchcrn die Marine viel Proviant zu beziehen fW ÄMte»Sf ty tnÄA Ä jifimft noch? 3 lekanTn''"�" erwähnten Verschwinden einer Ladung � 5tt,"urerwittwe und zehrerwittw-. Der Fall, daß lang igen «3 DDZ-'MMWMs.!?«s 1,"!'"erffl-f'nes in Steglitz infolge Herabstürze« von e th,i'"lfentf»"""Maurers für sich und ihre beiden Kinder . cmes einem eine ..... lirt. »i dcutlchsrelfinniger Farbe nehmen davon Notiz. ?>?.. Rente ist in den einzelnen Posten, wahr- der von den nachdrucken- vvmiiM wuiut, falsch angegeben: es heißt ,,, ttwe erhalte 652,40 M. und jedes der beiden zum vollendeten 15. Lebensjahre 89,60 M.; in »h. vi'M iiuiuc in in uci : � bedeutend größerer Tragweite für die waren" f r K il. �"UUNf» Ort vv övuiuiljf»«'«millllC.< Photographien Ivette'««ua, in meiern Prozey i|i, wie in dem % Jodsilber die eigentliche lichtempfindende Schicht. ÄK 2� , Schicht und die en wurde Eiweiß Entwickler. Räch Talbot's auf GlaS als Bildträger im den W"" hauplete, bis es in der Neu. wen, überall durch das vor- nie Gelatineverfahren aus rdränat wurde. Anstatt des i Glases als Unterlage der vielfach anderes Material, besonders bei deM/ lch�Phom� � lange Jahre"mit außerordentlichem lkrfolg Stiizb?« he?K? Vraxis behauptete, bis es in der Neu- o w%% Ktmn r----- bekannte Gelatineverfahren auf wurde. Anstatt des I wird'' ü-'unes als Unterlage der iI°°'""schickt ZT verwendeten Glaset Celluloid(Carbut) mit Vortheil benutzt. man die äußerste Emfind- chemischer Beziehung ist eS aJSsM luiente iauo zu Überblicken, wie folgt: an!!, ps.bumin und Papier), Eisenvitriol(auf Kollo« hybri� re(auf Kollodium und Gelatine), Eisen- Uu "ochinon(auf Gelatine). Die Reihe.dieser redu WKMWUWW SÄKWKWSMS Vulkans bei der Gegenden zukommt. darüber Guppy, welcher i Wirklichkeit erhält die Wittwe 252,60 M. und jedes der bei- den Kinder 189,60 M., was der oben genannten Summe gleich kommt. Wir haben seiner Zeit von diesem Fall, der so unge- Heuer aufgebauscht wird, Notiz genommen, und auf das hinge- wiesen, was verschwiegen wird, nämlich, daß, um eine solche Rente zu erlangen, es nothwendig war, daß der Verunglückte einen Jahresoerdienst von 1390 M.(der Verdienst über 1200 Mark wird nur zum Drittel bei der Unfallsrente in Rechnung gestellt) hatte. Die„Preußische Lchrerzeitung" bemerkt nun zu diesem Fall:„Und eine königlich preußische Lehrer- wittwe bekommt, und wenn sie ein Dutzend Kinder hat, ein Almosen von jährlich 250 M., d. h. lange noch nicht die Hälfte der Pension einer Maurerwittwe. Sollte da nicht manchen Persönlichkeiten in dem Lande der Intelligenz die Schamröthe ins Gesicht steigen?" Wir haben schon oben bemerkt, daß es sich hier nur um den auSnahrnSweisen Fall handelt, wo der Verunglückte einen nachweisbaren Jahresoerdienst von 1390 Mark hatte. In den Gegenden, aus welchen die wohlberech- (igten Klagen der preußischen Lehrer kommen, dürfte aber der JahreSveroienst der Maurer schwerlich auf über 500 M. steigen, die Wittwenrente also nur 100 M., die des Kindes 75 M. be- tragen; wenn aber auch die Maurerwittwe ein Dutzend Kinder hat, so kann die Rente für sie und die Km der zusammen auch nicht über 300 M. steigen. Die„Lehrerzeitung" aber vergißt in ihrem Vergleich eins: die Maurerwittwe erhält die Rente nur, wenn ihr Mann beim Bau das Genick bricht oder durch einen sonstigen Unfall das Leben einbüßt; holt er sich aber vielleicht bei der Arbeit in Sturm und Wetter die Schwindsucht oder eine Lungenentzündung oder einen Gelenkrheumatismus, und stirbt daran oder an irgend einer sonstigen Krankheit, dann hat die Paumwittwe nicht einen Pfennig Pension. Der Vergleich zwischen der Lehrerwittwe und der Maurerwittwe ist also sehr unglücklich gewählt. Aus den Zeilen der„Lehrerzeitung" blickt eine Ge- sinnuna hindurch, die zum Theil schuld ist an der schlimmen Lage der Lehrer. Bei Lehrern und unteren Beamten kann man sehr oft beobachten, daß sie in Anbetracht ihrer eigenen schlechten Lage vielfach Stellung gegen die Arbeiter nehmen, und die Meinung vertreten, da sie nur so und so viel Gehalt beziehen, müßten die Arbeiter doch noch viel weniger erhalten. Das ist die beste Art, das Lehrerelend in den preußischen Ost- Provinzen zumal zu verewigen. Der Herr Gutsbesitzer zieht auch Vergleiche. Er sagt so: Da müssen meine Leute um 4 Uhr Morgens, wenn der Herr Lehrer noch schläft, schon auf dem Felde sein, müssen sich unermüdlich bis spät Abends abrackern, Frauen und Kinder müssen scharwerken, und wenn man alles und alles zusammenrechnet, dann haben sie ein JahreLein- kommen von kaum 400 M. Der Herr Lehrer hat seine 600 Mark, und im vorigen Jahr hat er sogar noch 100 M. Zulage bekommen, er hat seine schöne Wohnung, ein Paar Groschen verdient er sich vielleicht noch mit Gemeinde- und anderen Schreibereien, seine Frau und seine Fräulein Töchter brauchen nicht die vornehmen Damen zu spielen und können mit verdienen, für ihn ist gesorgt, so lange er lebt! stirbt er, so erhält seine Wittwe Pension, kurz der Lehrer führt nach Ansicht der Herren Junker& la Graf Pfeil ein wahres Herrenleben, und es ist eine reine Unverschämtheit und Frechheit von dem Kerl, wenn er noch höhere Ansprüche erhebt. Nach der Lage der Arbeiter, der materiellen wie der sozialen, richtet sich die der Lehrer, sie sollten daher nichts weniger a'S mißgünstig auf die Lage der Arbeiter hinschielen. WaS die Arbeiter für Verbesserung ihrer eigenen Lage thun, das kommt den Lehrern vollauf zu statten. Der Gutsherr, der in dem Arbeiter eine Art Sklaven erblickt, wird den Schul- meister der Arbeiterkinder für nicht viel besseres ansehen, und der städtische Philister, der sich Tag aus Tag ein über die „hohen" Löhne grämt, die der Geselle verlangt, wird sich gewiß auch nicht zu der Liberalität aufschwingen, die dem Lehrer die eines Volkserziehers würdige Stellung verleiht. Wenn nun gar die Lehrer selbst diese ihre Aufgabe immer mehr veraessen und sich in eingebildetem Dünkel über das arbeitende Volk er- haben wähnen, dann mögen sie in diesem Dünkel ihren Lohn finden. Wenn die„Leyreizeitung" Vergleiche ziehen will, welche die„Schamröthe ins Gesicht steigen lassen", so soll sie dazu nicht die Rente einer armen MaurerSwittwe, deren Mann beim Bau das Genick brach, wählen, sondern sie möge etwas mehr nach oben blicken und sie findet dort Anlaß, genauere Vergleiche zwischen sehr hohen Pensionen von Oifizieren im kräftigsten ManneSalter und Lehrerpensionen zu ziehen. Sie möge die Kosten des Militarismus mit denen der Volkscr- ziehung vergleichen; dazu haben die Lehrer freilich zu wenig Zeil, thun sie selbst doch noch ein Uebriges, um den Geist des Militarismus in der ihnen anvertrauten Jugend zu züchten. Ungeheure Uvrräthe von Ktrinkohle« sieht man jetzt aus allen Bahnhöfen Deutschlands lagern. Es muß ein zwingender Grund sein, warum den schwarzen Diamanten in so kolossalen Mengen aufgestapelt hat und Den Umbilden der Witterung aussetzt, denn bekanntlich gewinnt die Kohle durch Lagern im Freien durchaus nicht. Man dürfte nicht fehl gehen, wenn man die Ansammlung so großer Borräthe auf die Streikbewegung der Bergleute zurückführt und man, da dem das bis jetzt beste Werk über die Salomo- Inseln, welche zum größten Theil bekanntlich deutsch sind, ge- schrieben, in dem„Scottish Geographica! Magazine" ver- össentlicht. Wir lassen den seit dem Auftauchen von Darwin'« Theorie über die Entstehung von Koralleninseln entstandeuen Streit bei Seite, da er in diesem Zusammenhange nicht besprochen zu werden braucht, sondern(heilen nur nach der„Post" die Beobachtungen des Forschers über den Antheil mit, welchen der aus dem Krakatoaausbruch herrührende Bimsstein an der Bil- dung der Koralleninseln zu nehmen berufen zu sein scheint. Guppy hatte seine Beobachtungen besonders an den Kokos-Keelinginseln gemacht, zwei kleineren Lagunengruppen im Indischen Ozean, 480 km südwestlich von der Sundastraße unter 12 Gr. südlicher Breite und 96 Gr. 50' östlicher Länge von Greenwich gelegen. Der Krakatoabims stein, welcher leicht an seiner weißen Farbe erkannt werden kann, befand sich im Jahre 1888 in großer Menge aus dem Strande, und in noch größerer auf offener See durch die Winde hin und her getrieben, bis er schließlich an die Küsten geschleudert wurde, wo er liegen blieb. Ein Korallen- atoll besteht bekanntlich au« einem mehr oder minder schmalen kreisförmigen Streifen Landes, welcher eine Lagune einschließt, in die durch Oeffnunaen des Riffs häufig ein Zugang ge- schaffen ist. Der Bimsstein ist in solchen Massen angeschwemmt, daß er die Lagunen von einigen Inseln theiliveise aufgefüllt hat und dazu beitragen wird, die Bewohnbarkeit der kleineren Inselgruppen zu erhöhen. Denn wenn der Bimsstein vcr- wittert, schafft er einen geeigneten Boden für Pflanzen, welche auf dem sterilen Korallenboden sonst nicht fortkommen würden, wie Guppy überzeugend auf Grund der Erforschungen älterer Bnntsteinablaaerungen nachweift. Die Thätigkeit deS Krakatoa und anderer Vulkane an der Sundastraße, welche auf der einen Seite so viel Unheil anrichtet und zerstörend auftritt, wirkt andererseits also auch neubildend und günstig. Prof. Adolf Gngteo, der als Ordinarius der systemati- schen Botanik von Breslau nach Berlin übersiedelt, um hier Wilhelm Eichler zu ersetzen, begründete, wie die„Voss. Ztg." schreibt, seinen Ruf als Botaniker durch das genaue Studium einer und der nämlichen Pflanzengattung, der Steinbrech- gewächse. Die erste Nachricht über seine Studien in dieser Richtung gab Engler 1866 in seiner Doktorschrist, 1869 trug er ein ausführliches kritisches Verzeichniß aller Arten von Stein- brcchgewächsen zusammen; 1872 fügte er die Ergebnisse seiner Forschung zu einer Einzelschrift zusammen. Aus der eingehenden Beschäftigung mit den Steinbrechgewächsen gewann Engler die Anregung, von den systematischen Sonderstudien zu einer bota- jetzt bestehenden faulen Frieden durchaus nicht zu trauen ist, sich hierdurch bei etwaigem Wiederausbruch des Streiks vor Verlegenheiten bewahren will. Kergman» Schröder ist nach der„Rheinisch-Westfälisck>en Zeitung" als zweiter Redakteur für das„Rheinisch-Westfähsche Tageblatt" angestellt worden. Wir geben die Nachricht unter allem Vorbehalt. Gelfenkirchen, 29. Juli. Der Ausstand auf Zeche Dahl- busch muß als beendet betrachtet werden. Fast sämmtliche Bergleute sind wieder angefahren. Auf die einmüthige Soli- daritälserllärung der Bergleute mit ihrem Kameraden Kampmann mußte natürlich der belgischen Aktiengesellschaft eine Ge- nugthuung verschafft werden, die denn auch darin bestand, daß von Seiten der Zechendirektion 43 deutsche Bergleute nicht wieder auf der Zeche eingestellt worden lind. Auf diese Mit- jhcilung hin sollen sich die belgischen Aktieninhaber beruhigt haben. Aber ein Umstand muß bei diesem Vorkommniß noch in Betracht gezogen werden. Die belgische Aktiengesellschaft „Zeche Dahlbulch" hat im Ganzen 4 Schächte, die hinter Rott- Hausen bei Gelsenkirchen anfangend sich bis gegen Kray hin erstrecken. Dazwischen liegen die Kolonien, ÄrbeiterhäuSchen und Gärtchcn der Bergarbeiter, die aber Eigenthum der Zechenverwaltung sind. Wohlan, die Zechenveiwal- tung zögerte nicht, eine ganze Anzahl von Bergarbeitern die Wohnung zu kündigen, was den Schluß zuläßt, daß noch eine Anzahl Bergarbeiter entlassen werden soll. Der Mieths- zinS wird nämlich von Seiten der Zechenverwaltungen von dem Lohn einbehalten, und wenn die Bergarbeiter von der Zeche entlassen sind, besitzen letztere kein so bequemes Mittel, die WoHnungSmieiHe einzubehalten. Während des Ausstandes haben die Behörden ihr Möglichstes gethan, um den Berg- arbeilern ihr staatsbürgerlich gewährleistetes Recht zu ver- kümmern. So wurde wiederholt her Versuch gemacht, eine Versammlung der Belegschaft Dahlbusch zu Stande zu bringen, um sich über die Situation besprechen zu können. Der Herr Bürgermeister„genehmigte" keine Versammlung mit dem Hin- weis, daß der Direktor Schulte-Btiesen am 19. d. Mts. die ganze Belegschaft entlassen hätte.(Nach dem zu Recht be- stehenden Vereins- Versammlungsgesetz vom 11. März 1850 § 1 hat die Behörde über die erfolgte Anmeldung einer Versamm- lung die Bescheinung zu ertheilen, von einer„ G e n e h m i- g u n g" steht im Gesetz kein Wort; nur muß die Anmeldung Ausstande der Bergarbeiter auf Zeche Dahlbusch zu konstatirnr war; vornehmlich that sich nach dieser Richtung die„Rh.- Wests. Zig." hervor. Ob dies vielleicht darin seinen Gnnid hatte, daß der so aufopferungsfähige und thätige Direktor Schulte-Briesen im Stadtrath seinen Sitz hat? Die gemäß- regelten Bergarbeiter finden im ganzen Kohlenrevier keine Arbeit. Für Unter st ützung der Familien muß gesorgt werden, was für den Augenblick ungemein schwer hält. Gin Keifpiel für de««nverhältniß, näßigen Aufwand in der Geschäftssührung mancher Berufsgenossen- s ch a s t e n liefert die schlesische landwirthschaftliche Beruft- genossenschaft. Bei derselben betrugen die vom 1. April 1888 bis zum 31. Dezbr. gezahlten Unfallentschädigungen zusammen 4376,39 M. Die SektionSvorständc haben 14 759,32 M., der Genossenschafts- Vorstand 16 022,13 M., die Schiedsgerichts- Vorsitzenden endlich 735,16 M. liquidirt, so daß im Ganzen 35 893,20 M. umzulegen sind. Dazu treten noch die Hebe- gebühren und die Kosten der portofreien Einsendung an die Üandeshauptkasse von Schlesien. Aber auch ohne die letzteren kommen auf jede Mark ausgezahlter Unfallcntschädigung über 8 M. Verwaltungskosten! Eine Schadenersatz klage hat der Bergmann Brinck- mann, Delegirter der Zeche„Westsatia", angesttengt, weil er ohne Kündigung von der Zeche entlassen worden war. Bcinck- mann klagte auf Auszahlung des Lohnes für die nicht einae- haltene Kündigungsfrist. Das Amtsgericht in Dortmund hat beschlossen, behufs Ladung eines Gutachters und des Steno- graphen Herrn Wilh. Dickmann, die Anberaumung eines neuen Termins, um ersteren darüber zu vernehmen, ob nach dem Streik auf Zeche„Westfalia" eine Erhöhung der Gedinge statt- gefunden, letzteren darüber, ob Brinckmann in der Delegirten- Versammlung am 30. Juni die für die Entlassung Brinckmann'S geltend gemachten Aeußerungen gethan hat. Hage«, 28. Juli. Im Laufe der letzten Woche fanden hier wiederholt Hausdurchsuchungen statt bei Mitgliedern von Schneider- und Schuhmachcr-Organisationen. Angeblich sollte nach Material gesucht werden, daß der Schneider- resp. Schuhmacher-Vcrband als solcher sich bei der Wahl zum Dele- girten des Pariser internationalen Arbeiter-KongresseS betheiligt hätten. Da zu dieser Annahme keinerlei Anhaltspunkte ge- funden wurden, kann man diese Staatsaktion als ergebnißlos bezeichnen. Schweidnitz, 28. Juli. Bei der Schwurgerichtsverhand- lung gegen die dritte, 45 Angeklagte umfassende Gruppe Was- denburger Bergleute führte eine ganze Anzahl von ihnen alz nischen Disziplin von allgemeiner Bedeutung, zurEnwickelungs- geschichte der Pflanzenwelt überzugehen. Die Pflanzen- geographie, an welche die EntwickelungSgeschichte sich an leb m, hatte seit Darwin eine besondere Bedeutung gewonnen. Vor Darwin pflegten sie wohl einzelne Forscher: voll geschätzt aber wurde sie erst, als Darwin zeigte, welche Schlüsse biologischen Inhaltes sich aus der getreuen Beobachtung der VcrbreiluugS- weise der Pflanzen ziehen lassen. Engler setzte in seinem „Versuche einer EntwickelungSgeschichte der Pflanzenwelt", der 1879 bis 1882 erschien, da ein, wo Darwin stehen geblieben. war. Das Buch fand in den Fachkreisen ungewöhnliche Beachtung. Von Engler'S übrigen wissenschaftlichen Schriften sind noch zwei besonders zu nennen, die in Sammelwerken abgedruckt sind, seine Beiträge zur Flora Brasiliensis, die große Zusammenstellung der brasilianischen Pflanzenwelt, welche Martins' begann, die dann Eichler erblich überkam, und welche jetzt Prof. Urban fortführt, und seine Nachrichten über die Flora der Nordsee, welche Engler für die wissenschaftliche Kommission zur Er- forschung der deutschen Meere zusammentrug. Als UnioersitätS- tehrer wirkte Engler bisher in München, Kiel und Breslau. In München war er zugleich Kustos des botanischen Garten»; nach Kiel kam er 1878 als Ordinarius. In Breslau lehrte er erst seit 1884. Der Berliner Lehrstuhl der systematischen Bo- tanik, auf den Engler jetzt einrückt, wird seit der Gründung der Universität jetzt zum fünften Male besetzt. Erster Orbi- nariuS der Botanik in Berlin war Wildenow, der 1810 be- rufen wurde, aber schon 1812 starb. Zu seinem Nachfolger wurde erst 1815 Link bestellt, der wie ,etzt Engler, von Breslau nach Berlin kam. Nach Link'S Tode erhielt 1851 Alerander Braun den Lehrstuhl, Braun schließlich wurde durch Eichler ersetzt.._ �. Schätze auf dem Meeresgrund. Ende Jum wurde der Kolossaldampser„Anadyr" der MeasaceHmi miritimeü vom Dampfer„Orus" derselhem Gesellschaft bei Alexandrien angefahren und sank unter. Der Dampfer„Anadyr" hatte eure kostbare, für Ostindien bestimmte Ladung an Bord und es ruhen nun folgende Kostbarkeiten am Meeresgrunde: 174 Kisten mit Silberbarren im Werthe von 650 000 Frks., welche an die Jndo-chinesifche Bank dirigirt waren; 134 für Madras bestimmte Kisten mit Goldfäden, 113 Kisten mit je 100 Uhren, 166 Kisten mit verschiedenen Schmuckgegenständen für Sarge»'. vier kostbare Bilder für den Vizekönig von Indien, 600 Stück Seiden- und Atlasstoffe für China, 800 Faß Bordeauxwein und 100 Champagnerkisten. Auch die gesammte Post mit 866 Briefen und Werthsendungen ist zu Grunde gegangen. EntschuIdigungSgrun d für die gegen die Beamten begangenen Aueschreitungen an, es wäre von einzelnen der letzteren, so von den«(bekanntlich nachher arg mitzhandelten) Bcrgverwalter bischer auf den Hinweis der Bergleute, daß der Lohn zum Ilni erhalt der Familie nicht hinreiche, die Antwort gegeben worden:»Hängt Eure Kinder an die Zäune oder in den Rauch oder eßt Kieselsteine und Lette- nndeln!* ilebtr de« Sklavenhandel in britischen, deutschen und französischen Besitzungen an der Gold- und Sklavenküste in Westafrika führt der Afrikareisende Gottlob Adolf Krause in der»Kreuzzcitung" Klage. Im deutschen Togogebiet an der Sklavenküste sei der Sklavenhandel völlig frei, von den Be- Hörden unbehindert. Herr Krause giebt alsdann eine ausführ- kichere Darstellung über die Herkunft der Sklaven, welche in die Küstengegenden von Oberguinea gebracht werden.— Wir haben schon wiederholt auf den auffallenden Widerspruch hinge- wiesen, welcher darin liegt, daß im Reichstage 2 Millionen „zur Bekämpfung des Sklavenhandels in Ostasrito" bewilligt worden find, während im Togogebiet in Westafrika der Sklaven- Handel unter den Augen deutscher Behörden ungehindert be- trieben werden kann. Oesterreich- Ungar«. Wien, 27. Juli. Die Stalthalterei bestätigte die polizeiliche Verfügung, durch welche daS weitere Erscheinen der sozialistischen Wochenschrift„Gleichheit" verboten und der sozialdemokratische Arbeiterverein„Wahrheit" aufgelöst wurde. In der Waffenfabrik Letten bei Steyer erfolgten neuestenS zahlreiche Arbeiterentlassungen, weil ein neuer Streik geplant war. Ein Telegramm meldet:„Von den in Trifail strei- kendcn Kohle narbeitern wurden der jüngsten Tumulte wegen und weil die Stürmnng der Gendarmeriekaserne ge- plant(?) wurde, sechsundsiebzig verhaftet; weitere Verhaftungen find bevorstehend, das Militär ist in Bereitschaft." Möglich, daß diese Angaben der überhitzten Phantasie eines Fabrikanten entsprungen sind. In Hrastnigg wurden die Wirthe aufgefordert, den Arbeitern nichts zu borgen. Von wem, wird nicht mitgetheilt. Kchwei?. Bern, 27. Juli. Das Polizeidepartement hat drei französische Anarchisten und ein ehemaliges Mitglied der Kommune wegen ihrer Theilnahme an einer Versammlung französischer Deserteure ausgewiesen. Auch gegen die russischen Flüchtlinge wird in Genf auf's Strengste vorgegangen; mehrere sind freiwillig abgereist. Itali««. Die Freisprechung von 18 Angeklagten wegen anti- dynastischer, irredenlistischer Kundgebung am Jahrestage der Schlacht von Dijon(27. Januar) erregt Aussehen. Die Jury bestand aus lauter monarchisch gesinnten Elementen, darunter acht Staatsbeamten; der Umstand, daß SicherheitSlcute die Angeklagten mißhandelten und ihre Aussagen falsch und wider- sprechend waren, hat viel zur Freisprechung beigetragen. Oroßbritannie«. Bei einem in Birmingham stattgehabten k o n s e r- vativen Meeting erörterte Lord Randolph Churchill die Eventualität eines etwa �zwischen Rußland und Oesterreich ent- stehenden Krieges und äußerte dabei, England müsse im Hin- blick auf die Möglichkeit eines sich daraus entwickelnden allge- meinen Krieges alle Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten, soweit sie für die Interessen Engtands nicht durchaus wesent- lich seien, auf das möglichst geringste Maß einschränken. Egypten habe England die Freundschaft Frankreichs und der Türkei gekostet, beide Mächte würden wichtige Konzessionen machen, sobald sie die Wahrscheinlichkeit sahen, daß England in einem angeinessenen Zeiträume Egypten räume. Bleibe aber England in Egypten, so werde es im Falle eines europäischen Krieges seine Okkupationsarmee und die Mittelmeerflotte ver- vierfachen müssen. Lord Churchill sprach sich ferner gegen die Einkerkerung der irischen Deputirten und für eine Politik der Versöhnung aus, besonders in der Richtung, daß eine De- zentralisirung und die Herstellung einer lokalen Selbstverwaltung eintrete. Vevlammlimgen Der Fachverei« der Rohrleger hielt am SonntO, 28. d. M.. die regelmäßige Versammlung bei Feuerft"| Nach Eröffnung derselben gedachte der stellvertretmde. sitzende des Ablebens des treuen, unvergeßlichen Kampscrs' Arbeiterintcrcssen Wilhelm Hasen clever. Die Versaw« d ehrte das Andenken durch Erheben von den Plätzen. 3?J ersten Punkt der Tagesordnung: Antrag des Kollegen' „die Beiträge der Mitglieder von 10 aus 15 Pf. nzochentl� erhöhen und dafür als Fachorgan die Metallarbeiter-.#.� obligatorisch einzuführen", wurde von demselben m Weise befürwortet, da es durchaus nöthig wäre, � ij, gliedern etwas lehrreiches zu bieten und daher 1(0# i verpflichtet sei, diese Zeitung zu lesen, um sämmtliche Ar Verhältnisse kennen zu lernen. Hierüber entspann sich em '"~"'--'*■ sich sämmtlrcht-U konnte»» hafte Debatte. Im Prinzip erklärten sich sä für den Antrag, jedoch betreffs der Bestelluung w, Klarheit gesunden werden. Es bedauerten jedoch alle � jV daß diese Zeitung nicht schon längst eingekührt wäre. S« lich gelangt ein Antrag von einem Kollegen zur Ann°« diesen Punkt in der nächsten Versammlung zu erledigen, o m....»,. cm.t,- Kommissionsmiiglieder, wurden. ■ 9k„ ....... M 2. Punkt; Wahl zweier Kommissionsmiiglieder, würgen> � Kollegen Karpenkiel und Hanke gewählt. Unter„Vmchse".-� � Landweb wurde das Verhalten des 1. Vorsitzenden sowie der SchnU_%i. kritisirt, weil dieselben die Interessen des Vereins NW,°!>ll�n. nügend wahren, indem dieselben von Vorstandssitzungen>. lory Versammlungen oft fern bleiben, und gelangte ein Antr°». Annahme, die Betreffenden brieflich an ihre Pflicht zu � � eventuell eine Neuwahl vorzunehmen. Hierauf brafl'u � Kollege eine Annonze für außerhalb in Erwägung,°�tlbe zu Unternehmer in Halle a. d. S. fleißige, tüchtige und �%%, well Rohrleger pro Stunde 35 Pf. verlangt und nach stchf®„ri die sicher guter Führung das Reisegeld zurückerstattet. Dresel � Skdinil, z, die gebührende Würdigung. Nachdem noch verschiedenes a, Wh h�be erledigt und der Vorsitzende die nächste Versammlung- � tzjx am 11. August statisindet, bekannt gemacht, sowie die A �Mcden� der neu beigetretenen Mitglieder verlesen waren, schwö, zur, die Versammlung um Ij Uhr. Theater. Donnerstag, den 1. August. Ar«U'» Ußemtev. Si vana. Ztzdohetz Ernst-Theater. D e junge Garde. Bs 30 Mark. Einzelne schädigte Kteppdeche«�� ist I»ebe»«rschinm: Vre Neue Melt-Kale«i>el . für 1890 Virrlrhnkrr IahrgaNll «alndarfam,— Rückilick.(«"f aak Vttrlte.— I«*tci»louf de« Aa' Bild).— Midchen au« dem«oll- iJllu — Bictergtborra. Erjihlung confff.®®" jüc —«wtl Gedicht mit Jllustroiion. Areind«et|amm._ Humore«ke in feunbart— Die«trttrt ntnaeatittel berVIT'«« «on B»»f. vr.». Dodel-Port,-»C Wotfea. Gedicht»on Herrn. 2lng«. rotden«an». Erzählung von I.» Tg,«« — De neien Schdiwweln. Sächsisch- � —«an der Sonne,«on Oswald Der.verichledene' Schul»-» schwäbisch). �«i» g'.ieh. Erzählung oon E. Sauger.— � Einfluß de» Wafler, auf die«eft-l»?' Erdoberfläche. Von R.«ommett.-T.x Dießgen(mit Portrait).— guliu» Eria- � K Porlrait).— Oftergloiten.»edichi. i" SKWtä fÄK Nachrichten.— Hierzu vier Eudser: Jahretzetten.— Ein Waudlaleuder. Berantworffich« Redakteur: N- Grönheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Fading in Berlin 8W_ Beuthstraße 2. e 5 SÄ s« "in �soche V an s «."C«» Wt'cVfr' Zu beziehen�durch die Expedifion, 3� Ktertu eine «Nil 1 ftt. Sonnll»� SSV Kämpfers SerfantwM ätzen. Ä'S beiter-Z-'tÄ i 'l>>digen- � routbw»■ Beilage zum Berliner Volksblatt. ?!ot1u rohalc?.. Ztg." bringt folgende Reminiseen;: nd es 40 Jahre her, daß der Referendar Max rourhp r- m �imdrechllich� in Freibura in Baden er. schlag• Vater war in Potsdam Justizkommissarius. Aeiligte fick fist 2ahre 1848 der Bewegung an und be- llffftonbe Til l Struve und Herker an dem badischen Hönde der ���""POulatton von Rastatt lieferte ihn in die 3% lit?K«.'? .'ins NW?! Morgens 4 Uhr, wurde das Urtheil fitzungen 1 uuge �. ue Vrertelftunde vor seinem Tode beendete der in ÄnWfljJ Sende g,.n Vnef an seine Eltern, aus dem wir sol- � Erheben:„Ich bin auf 5'«$ »WZ 5S> aus das dem wir sab TodeSurtheil eM'ff »ist-. hren. '"och nicht die landesherrliche Genehmigung. WKW ° k i,, i,», der Gewerbeordnung bezeichnet, oder Drucklchnfle», 5®ot feim'' oder retlg ro> er Bezrcyung Aergernig �. diesen, ß, t> daß gegen mich das Strafverfahren eingeleitet &?' u>n di�„?IP"fiHtfn sehe ich mit Ruhe entgegen, habe aber M�men t�'gknthum endlich zurück zu erhalten, gegen den z. �-Ulenburg auf Herausgabe �—* - r Termin ist endlich dg nicht Ii anberaumt. Inzwischen soll »�naM« Beleidigung des Herrn Gendarm meines Eigenihums zum 24. Oktober ich mich nQp»;j, wv«vvw v..�. v.»... vor dem rlS�' öey f-7� verantworten— nun„Exil und Kerker nützen ?%n�'®eift zu_ hemmen." Zu ermahnen wäre s-S: .'4 die Staatsanwaltschaft gebeten hatte, i»"ch der Amtsgewalt die Bestrafung i�lfonK./�en und des Zivilbeamtcn, welcher den Gendarmen K, �'«enk oeranlaßl hatte, einzuteilen. Hierauf erhielt >3!."Wo Bescheid: Das Verfahren des Gendarmen , stolgnnn ��ieht sich meiner Prüfung bezw. strafrechtlichen P!'«nt da derselbe der M i l, t ä r g eri ch ts b ar- � a e h t.„Daß andere Personen den Gnidarmen "ach..?" dorn Einschreiten gegen Sie veranlaßt haben, ist "üchl u»®o>fett. Ter erste Staatsanwalt beim Kgl. Land- �bch« A auf die Mohunngslage hat das sta- zv Slcrbpf;-ii S'adl Berlin eine interessante Uebersicht über 3 Wfrie-» t Berlin zusammengestellt. Hiernach waren i�'ack t'Ädesfälle im Keller und Erdgeschoß, sowie im war k» � als im 1., 2. und 4. Stock. Lungenschwind- olg t— G? 1., 2. und 3. Stock eine häufigere Todes ,�keti. 1..'m Keller, Erdgeschoß nnd in dm höheren Stock Stnrf �.Kindersterblichkeit war hauptsächlich im Keller und hoher, als in dm übrigen Wohngelassen, auch sti# sST W nM**' .W »er. *** verboten.) Di- Uhr. Humoreske von Bruno Köhler. .(Schluß.) »9.!"a nicht mehr Registrator. Ich habe mich pensio- lsen. Meine- Frau wünschte es. Sre war ge- Lunkt zwölf Uhr zu Mittag zu essen, und litt dann «ig— des Magms, wenn sie bis ein halb wich warten sollte. Merkwürdig, ich glaubte, onderS kleinen Organismen verursacht sind. polizeiberichl. Am 29. d. M. Abends wurde ein drei- abscheulichen Dinger entzwei sind, wird mein Mann sich nie wieder unterfangen, dem plebejischen Gelüst des Rauchens zu fröhnen." Ich schwur Rache! Rache, bittere Rache! Die Gelegenheit dazu bot sich sogleich. Meine Frau geleitete die drei Genossinnen hinunter zur Hausthür. Bis sie sich von ihnen verabschiedet, der Mops noch frische Luft geschöpft hatte, gewann ich vollauf Zeit für mein teuflisches Vorhaben. Mit einer Laubsäge bewaffnet eile ich in's Zimmer, stürze auf die verhaßte, boshafte Uhr. Mit dem Ausruf „Dir will ich das Spotten vertreiben!" beuge ich mich zu den runden, zierlichen Füßen hinab. Hurtig, wie ein ausge- l rnter Dieb, dringt meine Säge in die schön geschnitzten Ornamente. Die Ständer sind zerschnitten; behutsam stelle ich sie wieder zusammen, so daß sie bei der geringsten Be- rührung nachgeben müssen. Dann eile ich in die Kammer. Hinter die Thür gelehnt, warte ich— mir wie ein Schelm in's Fäustchen lachend— auf den Ausgang meines Buben- streiches. Obwohl ich von meiner Abscheulichkeit vollkommen durchdrungen bin, find« ich doch, daß ich nur Recht thue, nur Wiedervergeltung übe.. �_ Meine Frau kommt zurück. Nachdem sie den MopS wieder weich gebettet, die Spuren der Kaffee-Schwelgerei entfernt, das letzte übrig gebliebene Stückchen Kuchen sorgsam weggeschossen hat, nimmt sie einen Stuhl zur Hand— den vom Fenster mit dem Holzsitz— meinen Hausherrnthron. Sie benutzt ihn, um zur Uhr Hinaufzugelangen, diese aufzuziehen. Der Athem stockt mir. Mit weit geöffneten Augen stehe ich da, das Ohr fest an die Thürspalte gedrückt. Dorothea steigt auf den Stuhl— öffnet das Glasfenster vor dem Zifferblatt, setzt den Schlüssel ein und zieht die Uhr auf. Zwölf Mal rechts herum, mit lautem Zählen. Jetzt will sie den Schlüssel zurückziehen— er giebt nicht gleich nach— sie packt ihn fester— da, ein gellender Schrei — ein Krachen, ein Aechzen— ein lang gezogener Ton der Glocke! Ein Fall, Geklirr, Gepolter! In tausend Scherben zersplittert liegt die herrliche Uhr am Boden!— Ah— das that wohl!—— Die Katastrophe zog große Ereignisse nach sich. Mit der Uhr ging auch unsere Ehe vollständig in Trümmer. jähriges Mädchen vor dem Hause Pallisadenstraße Nr. 10 von einem Postwogen überfahren und an beiden Beinen verletzt. Am 31. v. M. Morgens fiel der Maurer Gurkasch auf dem Neubau Neue Königstraße Nr. 74 von einem etwa% Meter hohen Steinabsatz herab und erlitt einen Bruch des. linken Oberschenkels, so daß er nach dem Krankenhause am Friedrichs- Hain gebracht werden mußte. Am 30. v. M. fanden an drei verschiedenen Orten kleinere Brände statt, welche von der Feuer» wehr gelöscht wurden. GeviAfrts-Beikzmg. Außerordentliche Schwierigkeiten machte die Ueber- führung eines Angeklagten in einer Verhandlung, welche gestern die dritte Ferienstrafkammer des Landgerichts l beschäftigte. Der Sckriftgießer Wilhelm Hermann Schmidt war einer äußerst folgenschweren That beschuldigt. Am Abende des 8. März ds. Js. hatte der Angeklagte in Gemeinschaft zweier Kollegen den Bock ans dem Temvelhofer Berg besucht. In angeheiterter Stimmung verließen sie das Lokal und bestiegen eine an der Ecke der Bcrgmannstraße haltende Droschke, deren Kutscher erst aus einem benachbarten Schankkeller geholt wer- den mußte. Während dies geschah, näherten sich drei andere Bockgäste der Droschke und öffneten die Thür, um sie zu be- steigen, da sie dieselbe nicht für besetzt hielten. Die Parteien geriethen nun miteinander in einen Wortwechsel und die in der Droschke Sitzenden stiegen wieder aus. Auf dem Trottoir wurde dann der Streit fortgesetzt und hier soll der Angeklagte zuerst zu Thätlichkciten übergegan- gen sein, indem er cineni der Gegner, dem Kürschner Heidrich, einen wuchtigen Fausthieb ins Gesicht versetzte. Der Schlag traf das rechte Auge, aus dem sofort ein Blulstrom hervor- quoll. Zu weiteren Thätlichkeiten kam es nicht, wenigstens nicht zwischen den Parteien, denn die Begleiter des Schwerverletzten hatten genug mil diesem zu thun. Derselbe wurde zunächst nach der SanitätSwache und von da nach der Augenklinik ge- bracht. Das Auge war ausgelaufen und mußte vollends her- ausgenommen werden, um die Sehkraft des linken Auges zu bewahren. Der Angeklagte, der von den empörten Zuschauern beinahe gelyncht worden märe, hat sich sowohl auf der Poli- zeiwache, wie vor dem Untersuchungsrichter als Thäter bekannt. Im Vcrhandlungstcnnin widerrief er aber sein Geständniß, welches er nur aus Angst abgelegt haben wollte unb behauptete, daß einer seiner Begleiter, der Schriftgießer Loth, den Schlag geführt habe. Da Lolh inzwi- scheu an der Schwindsucht verstorben, so lag die Annahme nahe, daß diesem die Thälerschaft nun in die Schuhe geschoben werden sollte. Weder der Verletzte selbst noch einer der Zeugen konnten mit Bestimmtheit behaupten, baß der Angeklagte der Schläger gewesen. Dagegen wurde festgestellt, daß seine rechte Hand an den Knöcheln blutig gewesen, als er zur Wache ge- fuhrt wurde. Entlastend für den Angeklagten waren dagegen die Aussagen zweier anderer Zeugen. Sie bekundeten, daß der verstorbene Loth noch nach dem Voi falle jenes Abends mit ihnen in einer Restauration gelvrochen. Er fei angetrunken gewesen, habe einen Hausschlüssel hervorgeholt und in prahlerisch cm Tone geäußert, daß er eZ hier mit einem Gaste aus dem Bock besorgt habe. Der Staatsanwalt nahm an, daß der verstorbene Lolh, der infolge seiner Krankheit damals schon mit einem Fuß im Grabe stand, in seinem berauschten Zu- stände nur habe renommiren wollen, er hielt den Ange- klagten trotz seines Lcngnens für den Tbäler und beantragte gegen denselben ein Jahr Gefängniß. Auch der Gerichtshof gewann die Ueberzeugung von der Schuld des Angeklagten, setzte die Strafe aber auf sechs Monate Gefängniß herab. Wegen fahrläfstgen Entweichenlaffena eines Ge- fangenen stand gestern der Gefangenen-Äusseher Friedrich Wilhelm W i t t st o ck vor der dritten Ferienstrafkammcr des Landgerichts l. Am 8. Februar er. sollte ein Gefangener aus Plötzensee, der Kaufmann Felix Baumann nach der Jüdenstraße traneportirt werden, da in einem Zivilprozesse seine Verneh- mung zu erfolgen halte. Da gerade kein Transporteur zur Stelle war, erhielt der Angeklagte den Auftrag, den Gefan- genen zu begleiten, wobei ihm noch besondere Vorsicht an- einpfohlen wurde, da Baumann fluchtvcrdächtig erscheine. Nach Beendigung des TermineS richtete Baumann an seinen Transporteur die Bitte, er möge ihm doch erlauben, seine schwerkranke Mutter auf wenige Minuten zu besuchen, und als der Angeklagte sich weigerte, wußte Baumann in so rührender Weise an das Herz seines Aufsehers zu appelliren und darauf hinzuweisen, daß er ja selbst neun Kinder habe, daß der Angeklagte sich erweichen ließ, von seiner Dienstvorschrift abwich und den Besuch gestattete. Natürlich ließ er seinen Gefangenen nicht aus den Äugen, als er sich aber überzeugt hatte, daß die Mutter desselben thalsächlich krank im Bett lag, verblieb er während kurzer Zeit im Nebenzimmer, hinter der angelehnten ZThür stehen bleibend. Wahrscheinlich Am nächsten Morgen zog ich aus. Eine sehr bewegte Szene war dieser Trennung vorauf gegangen. Aber Dorothea und ich waren zum ersten Male in unserer jungen Ehe einig gewesen. Wir hatten uns einstimmig für eine Trennung ausgesprochen. Als ich, die Filzschuhe unterm Arm, die unversehrt ge- bliebenen Pfeifen-Rohre in der Hand, zum letzten Male die Thür meiner Gattin hinter mir schloß, traf ich einen Dienst- mann auf dem Korridor, der damit beschäftigt war,. die Scherben der Uhr, die an all' dem Unheil, das mir in diesem Hause widerfuhr, Schuld gehabt, in die Rumpelkammer zu schleppen. Mit häßlichem Geplärr fiel dabei ein Gegenstand zu meinen Füßen. Es war die zersprungene Glocke. Ich habe sie mitgenommen.--— Ich sitze nun wieder in meinem früheren Zimmer. Der separirte Ehemann vertreibt sich die Zeit damit, Brief- marken zu sammeln. Ich rauche wieder! Koche mir auch wieder guten, starken Kaffee. Und wenn ich auch kein Leder-Sopha mein eigen nenne, so bin ich doch guter Dinge, daß es so ist— wie es jetzt ist. Freilich, die ursprüngliche Harmlosigkeit meines Gemüthes ist mir etwas abhanden ge- kommen. Ich kann keinen Mop» mehr sehen und gehe älteren Damen in weitem Bogen aus dem Wege. Eine Uhr habe ich mir aber doch gekauft. Sie schlägt jedoch nicht. Es ist besser so! Die Uhr schlägt ja keinem Glücklichen! Ich nehme das wörtlich. Wenn mich nun so mitunter der Gedanke beschleicht, daß mein Dasein doch ein recht vereinsamtes ist— hole ich mir schnell die zersprungene Glocke hervor. Ihr kräch- zendes, unheimliches: Bamm, bamm!" hat wieder etwas Beruhigendes für mich gewonnen. Es stimmt mich auch versöhnlicher gegen mein Vis-A-vi?. Ich grolle dann meiner ehemaligen Gattin nicht mehr, ja, ich gewinne es sogar über mich, ihr zu ihrem Geburtstage einen Blumenstock und eine höfliche Grawlation zu übersenden. Sie hat sich bald darauf in derselben Weise revanchirt. Und so kommen wir jetzt sehr gut miteinander aus.— Sie war vielleicht im Grunde des Herzens aar nicht böse— es war ihr nur zu ungewohnt, einen Mann zu haben, wie mir— eine Frau! hat zwischen Mutter und Sohn ein abgekartetes Tpicl � gefunden, denn kaum befanden sie sich allein, so# Baumann ihrem Sohne Kleider und Geld und � entfernte sich durch einen zweiten Ausgang, der Transporteur bei der oberflächlichen Besicktigunll Stube entgangen war. Die Flucht des Gesansni« gegluckt. Der Angeklagte wies unter Tbränen darauf schwer er und seine zahlreiche Familie für dies eine«ni™ büßen müsse, er berief sich auf seine vieljährize Dien bis dahin tadelloses Verhalten und bat, ihm sein-._ nicht so schwer anrechnen zu wollen. Der Staatsanwau kannte nicht die vielen vorliegenden Milderungeorunve,, dererfeits solle ein Beamter aber nicht dem Mitleid � anderen Gefühlsregungen folgen und nur Pflicht thun. Er halte aber eine Geldstrafe von Ü* Bs für eine ausreichende Sühne. Der Gerichtshof erhob_ Antrag zum Erkenntnisse und sprach der Vorsitzende die t nung aus, daß der Verurtheilte im Amte belassen werde. � Die Uoruntersuchnng gegen den ehemaligen njw Kornet Savine ist jetzt geschlossen und gegen denselben»n wegen wiederholten Betruges erhoben worden. Die 3»?., d'-i? lung wirh voromssichtlich noch im'Lau'fe der Gerichtsferi�� finden. Die Vertheidigung anwaltS Dr. Friedmann. liegt in den Händen des Setzterle Ueverfichk. In der Nerlammlung der Krannschmeiger f JjJjJJ Innung bildete der dortige Tischlerstreik den Hauptgegl der Verhandlung, über den dein„Braunfckweigcr 11" tungSbl." von JnnungSmeistern, die der Versammlung � wohnten, berichtet wurde. Zunächst wurde geklaat uo« Verhalten der Polizei, daß sie nicht gegen die greife. Ter Obermeister Osterloh bemerkte hierzu, 00» wy nicht, wenn die Gesellen keinen Anlaß dazu geben. Auor sie den Bahnhof und die Thore bewachen, könne mo» hindern, so lange sie sich ordenllich benähmen. Mvi die Meister dasselbe thun, dann könnte es leicht zu und Streitigkeiten mit den Gesellen kommen, und o. hätte die Polizei Anlaß zum Eins. bedauerlicherweise' � (Nun, die Polizei weiß jetzt, wenn es zu lärmenden Auftritten käme, wie und von wem Szene gesetzt werden.) Es wurden ferner geführt, daß Brauereien und Brennereien den jW" k enden Tischlern Unterstützungen gewährten. Die lungen für die Streikenden seien verboten, Sozialdemokraten in einer allgemeinen Verb für die Streikenden sich aufgeworfen hätten, es würde trotzdem gesammelt. Man möge nur zu ermitteln welche Leute sammeln und sie zur Anzeige bringen, cS � Strafe bis zu 500 M. darauf.(Die Herren Jnnnng»»�, scheinen nicht zu wissen, daß das Sammeln für die Streif an und für sich nicht verboten ist, sondern nur das@0% ..„x x..-.*.!ir..K„x____.XttettW'T Mgen Lest '»näckster. "W Täg« Sfe Söß Ur kemeswl T längeren j&a »ÄZ p »5« SÜÄ j&il 1 s soji tn den Häusern und durch Aufforderung in nfseri� Blättern). Große und sehr erregte Debatte erregte die wie man sich zum Streik weiter verhalten solle. Man � konstatiren, daß die Meister selbst in größter Verlegenhe>l unter sich vollständig uneinig sind. Nur der Zwang Konventionalstrafe ist noch das Bindemittel. GLj« brauchen die Meister sich nickt schrecken zu laffen; diese, ist nicht klagbar und gegen sonstige Drohungen, Ehrverletz« jj mögen sie nur den ij 153 der Gewerbeordnung anruM' kam eine gedruckte Liste der Streikenden zur Verl heil«' �°g-en «dn mcht?* >be. M wurde beschlossen— dock soll dieser Beschluß vorläufig. gehalten werden(selbst die Kellner wurden deshalb geschickt), daß, entgegen dem früher gefaßten BeW" den Meistern gestattet sein solle, die alten Gehilfen,"y wieder kommen, in Arbeit zu nehmen. Auf die EinsprrwO). Jnnungsmr istern aus der Umgegend, daß sie dann n".Ly theil ständen, wurde diesen gestattet, auch andere Gehilfen in Arbeit zu nehmen. Diese Beschlüsse fanden � fachen Widerspruch. jSin Meister sagte, seine früheres � Is und> geSor ' M ItÄ.«u; sellen seien nun aus Braunschweig fortgegangen, waS* Jp K nur auä gebunden; Herr Osterloh könne sich darauf verlassen wenn er morgen in seine Werkstclle komme, er«L w Gesellen finde. Darauf wurde ihm die pl mit der Konventional- Strafe wie eine Pistolr � die Brust gesetzt.— Aus den gemachten Mitiheilungrn.� wr, daß die JnnungSmeister auch das„B. 11/ noch hervor, Annonzen in auswärtigen Blättern Tischler gesucht höltoNy Tin Hör» ftrfi<*( X« ♦ O(*** X•* jj( hätten sich gemeldet und 2 sind gekommen. wurde beschlossen, weiter abzuwarten. Es wurde Hoffnung auf eine Zersplitterung der S> � kenden ausgesprochen. Zugleick wurde die ausgesprochen, daß viele fortgezogene Gesellen hieihc) kämen, weil sie eS auswärts schlechter fänden.(Dwstt 7� muß leider den Meistern genommen werden. Alle Nachs fit sowie die persönlichen Mittheilungen von Tischlern, Oj Jf Sonntags ihre in Braunschweig noch zurückgelassene», � besuchen, gehen dahin, daß sie mit der Aenderung volta Ä ftieden sind.)— Von der Tischlcrinnuna ist ein ftsd jii Verzeichniß von 260 hier streikenden Tischlern versandt- � schwarze Lisbe scheint� nur tvenig Erfolg zu haben, K Biertel der Gesellen haben ja doch Arbeit erhalten, Braunschwciger Meistern, welche die Forderungen der(3 Uli bewilligten, sei eS auswärts. In dem Verzeichniß 6% V cn--- � r-..—»''»* Nliv" 6% Namen durch fetten Druck, II durch fetten Druck Strich darunter besonders ausgezeichnet. gezcichneteu Tischlern fallen allein 9 auf Bartels u. Ko., was doch geeignet ist, auf dieselbe ein Licht zuwerfen. Unter � diskutiri; besonders über beklagen sich Viele, indem n«.. den Strich, so doch wenigstens den Fettdruck verdient./. 0 der schwarzen Liste Ausgezeichneten tragen hingegen 10» y Kopf noch einmal so hoch, als ob sie sagen wollten: ScvU�t wir für Kerle sind, ihr seid gegen uns nur ganz tftooo�« Tischlergesellen. Sie thun gerade so, als hätten sie einen erhalten. ä! Meh, S.S5 1 . dl «r des Jßttci W Devin nrntl un gctt Gi«e öffentliche Zimmeeerveefammluna tail�F 30. v. M. unter Leitung veS Herrn Jäckel in der To im Eröiterung von Streikangelegenheiten und weiterer»(Upif- fassung. Der Besuch der Versammlung war ein niangc' A Der Referent, Herr Stehr, bedauerte dies um so wie er meinte, die Zimmergesellen noch nie so günstig« Ulf in einer Lohnbewegung gehabt hätten, als gerade«n ,f/ Jahre. Nachdem zwei Drittel der Ardeitgeber dtt j,? stündige ArbeitSzeil und 60 Pfennige Stundenlohne willigt hatten und von den Gesellen diese gungen auch innegehalten wurden, haben sich dt«# raden doch bethören lassen und arbeiten wieder 10 des Mchrverdienftes wegen. Alles wäre leicht zu/ Die Hauptfrage se, dir, ob die Bewegung f�es�f emzustellen ser oder aber der Kampf welter g�t'V Me- Diese Frage wurde von Herrn Jäckel näher/ Derselbe hielt die Versammlung nicht für kompetent, c« -U lder B Ä" A i?M, i SS W :c5 SpÄ � n, so g-b g sicbtigung; Gefangenen� Dien �Mitleid � tzende die � lett werde. ichk. iger 3#% ?auptpegen!?? ngcr Ü"'' MS: %% si °n wem � erncr. w � � w fassen, sondern hielt vielmehr dafür, daß Zeil eine Gcneralversommlunft mit einer dreSbezug ��Tageeordnuna� ei»,>,k.�,k-n w � l-a«,<>■ KM-SSZ?MW d?;b'eser Streiterei nichts wissen. Die, Kommission sei sick o N �im� gerootben, die Streikunterstützung pro �.ag a T Herr"Hinze hielt den augenblicklichen Stand der Bewe- " cht fü'' %, aernonnme sm..r.....' asww "«aft ngc»,«fijiii RA rö% % rlegenhe»« ,53% rverletzun� anrufen)- ß ■ fernen—-- 'Ülitb nn X■— uvvi.x.i iuciiciuc|ui;ii lucium"> !">Ben. 3�* i Kameraden, einen vollständigen Sieg zu er- %krl, bnrff Kapitel der„schwarzen Listen" wurde auch er- diese keinerlei Furcht einzuflößen. Die (lltp fb_ � � UJUrh�n ä»»«»*»»*• />»«♦*«v» 9ßt* Ä™, ium Aeußersten bis>f.ll s5. J"ch,' fertig werden könne. Der Kampf weitergeführt werden und liege es UAMLW»«.»» dkc Tagesordnung: """ nicht?™ «der angewiesen, in kürzester Zeit w diesem Jahre für beendet erklärt werden i*?s. emer unreellen Ausbeutung der Streikkasse w°-x�?wkis>> � bie Versammlung:„Von heute ab soll die qt°l sß«0""0f" werden, doch haben die Kameraden, K.?d« M Ä ""'Noch i,v,en«ammlungen wurde dringend ermahnt, um L_««♦ gewähren zu können. «nr TO*, besucht öffentliche Hchnriderversammlung Äi„;f Und, geleitet, von den Kollegen Jeschonnck, leb. n?»Us'■.Referent, Kollege Stcinmar führte in kurzen »or im Zeitalter der Streiks leben. Eine fchivach"� 3a%r!"ur von der Organisation� abhängig. Noch säH ejüfcn,� Z ßg ; fände» 1 frühere» � i, was" � Ä P.stol-� Heilung-''� M ZW lern, WJji -lÄ ;f&¥ [k'äp. ZW IW -I «ow Leitete(iSh 2m Verhältniß zu sniher werden jetzt UN «Ufu- fteben �."e gezahlt. Daß die Unternehmer dennoä >»!, Murn'cÜ.em Beweis für die Rechtmäßigkeit der Lohn ein , Liste W m 10 tu waren die Hamburger Schneider ziemlich i, erst i taufenden von Mitgliedern zugenommen 'acschäften wurden Forderungen auch ,in der Konfeklions-Brauche. die Einigkeit, das feste Zusammen- Streik siegreich zu Ende Wi 7">n waren die Hamburger(schneioer ziemlich Sfctj.r Organisation vertreten, erst im Laufe des Streiks o-i.» Nur- taufenden von Mitaliedern zugenommen. daß durch Sr der Redner hält dafür, daß wir uns"nunmehr auch r �°>-n'vn tisss,, L-.der Arbeiterinnen- Organisation beschäftigen; uns Hand in Hand gehen, da nur so eine Mv C ge feeer, wirthschasilichen Lage zu erreichen d'e n,. soederli'N. der Vorstand des Verbandes das %u!M«»bcn veranlassen hat. Nachdem Redner noch lAut® aufgefordert hatte, sich der Oraanisation !■> Zueilen' er seinen interessanten und beifällig ans- 'iiKh.v"«. bfli x-',®e0nw der Zentral- Organisation, aber der d'r bestrk-n en vereine in Ruhe und Frieden neben- Nbi%4 die(Sa«- je Rothwendigkcit tritt an uns heran, Wr einireifn"e.'ber Berlins in eine Lohnbewegung im .."»0«..e> an- dann DiTiL��'R oder Verhcirathet einer Organisation Kolt-�? �eute müssen herangebildet werden und l— Hovk stellte darauf den Antrag, e.neKommrssion d�en e�,� untersucht, von welcher Seite die personlichen iL' �erftih, J" Ünb und immer wieder aufgetischt wer- RemnM, angenommen und in dieselbe folgende neun und M: 1) 2lu--- der freien Vereinigung: Deichsel, dem Verband: Will, Poche und , welche noch und Albrecht. WWMM »to». Elsten»,»�adt� Kasino", Holzmarktstr. 72 statt. ##ßm# Aber b?.�age ,n diesem Zweige des Erwerbes ###= "d, hat sich die Lage der Arbeiter seit Mitte der siebziger Jahre beständig verschlechtert. Mit den indirekten Steuern hat man die nothwendigsten Lebensmittel allmälig vertheuert, das weiß jetzt jeder Familienvater und es wird ihm jedesmal wiedergesagt, wenn er der Frau Wirth schaftSgeld giebt. Dadurch wird die Lebenshaltung des Arbeiters immer schlechter und muß nothwendig an eine Grenze ankommen, wo das zum Leben Nothwendige nicht mehr gegeben wird. Dieser Zustand, so traurig er auch ist, hat aber daS Gute, daß er den Arbeiter denken lehrt. Zahlreiche Elemente, die heute noch der Organisation gleichgilug gegenüberstehen, kommen zum Bewußtsein von der Trostlosigkeit ihrer- Lage und schließen sich den bestehenden Organisationen an, die allein befähigt find, dem aussaugenden Unternehmerthum entgegenzutreten. Diese moderne Kapital- wirthschaft hat schon manchen der Arbeiter-Organisation zuge- trieben, wenn er begriffen hatte, daß sein Kapital seine zehn Finger und seine körperliche Gesundheit sind, die er sorgfältig in Acht nehmen muß, wenn er nicht vorzeitig alt und schwach werden will. Vorbedingung für jede Organisation ist freilich, daß dem Arbeiter die Koalitionsfreiheit erhalten bleibt und nicht durch einige schlau zurechtgelegte Paragraphen illusorisch gemacht wird.— Redner kam bann auf das sogenannte Va- gabondenlhum zu sprechen, das sich infolge der Roth der Zeit aus den früheren„wandernden Handwerksgesellen" entwickelt habe. An die Stelle der früher den Handwerksgesellen gespen beten Unterstützung baue man jetzt ArbeitS-Kolonien. Trotzdem gelinge es nicht, das Vagabondenthum ganz zu beseitigen. Un- glaublich seien die Zahlen derjenigen, die in diesen Kolonien allein Aufnahme fanden, obwohl feststeht, daß dies noch lange nicht alle sind, die sich aus der Landstraße arbeitS- und obdachlos be- finden. Man fördere mit besonderem Fleiße kirchliche und reit giöse Einrichtungen, aber es bete sich schlecht mit einem hun- gernden Magen. Eh ist eines jeden Arbeiters Pflicht, an dem großen Werke der Sozialreform mitzubauen; denn ohne angestrengten Fleiß fallen auch auf diesem Gebiete dem Arbeiter die goldenen Früchte nicht in den Schooß. Hilft auch die Agitation nicht sofort, so ist doch das Bewußtsein schon tröstend, daß dasjenige, was wir erstrebt, unseren Kindern und Kindes lindern zu Gute kommt. Redner entwickelte dann das Pro- gramm der Fachvereine, die er als die beste Organisation zur Erreichung von Vortheilen für die Arbeiter empfahl.— Nachdem noch Kollege Tschern ig sich zustimmend zu dem Vor- trage geäußert, wurde eine Resolution im Sinne der beiden Redner angenommen.— lieber die Tariffraae konnte noch nicht verhandelt werden, da der Tarif zur Beseitigung einiger Fehler nochmals an die Tarifkommission verwiesen wurde. Dir Ienkral-Krankenkaffe der Maurer etc.„Grund stein zur Einigkeit" iVerwaltung Berlin II, Stuckateure) hielt am Sonntag, den 28. Juli, in Röllig's Lokal, Neue Friedrich- straße 44, eine Versammlang mit folgender Tagesordnung ab: 1. Abrechnung des II. Quartals. 2. Neuwahl der örtlichen Verwaltung. 3. Verschiedenes.— Nach Verlesung des letzten Protokolls, welches angenommen wurde, verlas der Revisor Herr A. Jänicke die Abrechnung des II. Quartals 1889, die folgendes Ergebniß hatte: Einnahme pro II. Quartal.... 380,45 M. Bestand vom I. Quartal.... 286,41„ Summa 666,86 M. Ausgabe: Für Krankengeld, Arzt, Medizin Zc.. 129,05 M. An die Hauptkasse eingesandt... 200,00„ Bestand.......... 337,81„ Summa 666,86 M. Da gegen die Abrechnung Einwendungen nicht gemacht werden, wird dem Kassirer Herrn Ulm Decharge ertheilt. Bei Punkt 2 der Tagesordnung, Wahl der örtlichen Verwaltung, werden fol- gende Mitglieder gewählt: Zum Bevollmächtigten Herr Georg Braun, Slraußbergerstraße 15; zu dessen Stellvertreter Herr Schmiedel; zum Kassirer Herr Scherbing; Stellvertreter Herr Steinberg; zum Schriftführer Herr Jänicke, Stellvertreter Herr W.Schulz: zu Revisoren die Herren Werder, Cotwitzky und Marker; ferner wird als Bevollmächtigter laut Unfallgefetz Herr Grünenberg und zu dessen Stellvertreter die Herren W. Schulz und E. Schmiedel gewählt. Alsdann beschloß die Versammlung, den ahlstellen-Jnhaber für den Westen, Herrn H. Otto, seines mtes zu entheben und an dessen Stelle Herrn Carl Hoffinann, Bahnstraße 15(Schöneberg), einzusetzen. Ferner befinden sich Zahlstellen im S. bei R. Walz, Dieffenbachstraße 32, im O. bei l. Braum, Slraußbergerstraße 15(vom 1 Oktober Moabit, Straße V Nr. 53), bei Herrn Ulm, Belforlerstraße 22, und bei Herrn W. Leue, Granseerstraße 4(Arkonaplatz). Der Derci«?«r Wahrung der materiellen Inter- effe« der Kteinträger und verwandten Berufögenossen Berlins hielt am Sonntag, den 28. Juli, eine Generalversamm- lung in Scheffer'S Salon, Jnselstr. 10, ab. Die Tagesordnung war folgende: 1. Wahl eines zweiten Schriftführers. 2. Beschlußfassung über die Notiz betr. das Protokoll im Briefkasten des„Volksbl." vom 14. Juli. 3. Statutenänderung. 4. Die Aenderung der Plakate, die in verschiedenen Lokalen aus- ehängt sind. Es wurde dann auch zugleich die Wahl eines ersten Vorsitzenden vorgenommen, der abdankte. Zu Vereins- angelegenheiien und Verschiedenes sprach sich Herr Rennthaler darüber aus, daß es von der Redaktion des„VolkSblatt" nicht richtig gewesen wäre, daß sie ihn in der Oeffentlichkeit blamirt hätte, es wäre gut gewesen, wenn die Redaktion sich vorher erkun- digt hätte. Es könnte ja auch ein Schreibfehler vom Schristführer sein. Herr Rennthaler fühlte sich so beleidigt, daß er zu glei- cher Zeit abdankte.(Herr R. hätte seinen Fehler wohl auch in anderer Weise gutmachen können. Red.) Dann wurde zur Wahl eines ersten Vorsitzenden geschritten. Es wurde Herr Ernst Jutsch als 1. Vorsitzender gewählt. Als 2. Schriftführer wurde Herr Hein gewählt. Zu Statutenänderung sprach sich Herr Kühn darüber aus, daß wir � die 40 Pf. Beitrag beibehalten wollen, die bis jetzt gezahlt worden sind, höchsten« könn- ten wir dem Verein einen anderen Namen beizulegen. Noak stellte den Antrag, den Verein„Verein der Bau- arbeitsleute Berlins und Umgegend" zu nennen. Zu diesem Antrag sprach Herr F. Schröder. Es wäre nicht richtig, daß wir dem Verein schon wieder einen anderen Namen beilegen, dadurch gewinnen wir doch nicht mehr Mitglieder. Die Versammlung stimmte ihm bei und stellte den Antrag, wieder alles beim Alten zu lassen. Zur Stellung zu unserem jetzigen Fachprgan führte Herr Kühne an, daß laut Beschluß des Kongresses, jeder Bauarbeiter verpflichtet ist, dieses Organ anzuerkennen. Herr Unterlauf sagte, jedes Mit- glied ist verpflichtet, das Organ zu halten. W a l l e n t h i n führte aus, daß wir dieses Blatt nicht obligatorisch einführen können, denn wir sind erst 253 Abonnenten. Wir müssen erst besser organifirt sein. Rennthaler stellte den Antrag, der „Bauarbeiter" ist unser Fachorgan und jedes Vereinsmitglied ist verpflichtet, Abonnent zu fein und für die weiteste Ver- brcitung desselben Sorge zu ttagen. Gin« gut besucht« öffentliche Versammlung der Sattler und Feruss genoffen Berlins und Umgegend tagte am Sonnabend, den 27. Jul», in Jordan's Salon, Neue Grünstraße 28. Auf der Tagesordnung stand: 1. Der Nutzen der Gewerkschaft«- Organisationen mit besonderer Beleuchtung der Zentralisation. Referent: Herr F. Zubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedene«. Der Einberuser, Kollege Mauerer, eröffnete die Versammlung um 9 Uhr 15 Minuten und bedauerte, daß es dem Referenten noch in letzter Stunde unmöglich wurde, zu erscheinen.. Hierauf wurde das Bureau gewählt, welches aus den Kollegen Olpe als ersten Vorsitzenden, Wiese als. zweiten Vorsitzenden und Pongratz als Schristführer bestand. Zunächst ergriff Kollege Mauerer das Wort und schilderte die traurigen Verhältnisse im allgemeinen und beleuchtete dann noch im Be- sonderen die schlechten Erwerbsverhältnisse in unserem Gewerk. Abzuhelfen ist diesen Uebelständen nur durch eine gute Organisation, welche im Stande ist, die materielle sowie auch geistige Lage der Arbeiter zu heben. Er erkannte die Zentralisation für das beste, da eS nur druck diese möglich ist, die Kollegen in kleinen Städten und Ort- schaften, welche ja die größte Mehrzahl der Arbeiter ausmachen. heranziehen, zu orgamsirm. So lange die große Masse nickt vereinigt ist, wird es nie gelingen, Erfolge zu erringen. Er legte allen Anwesenden an's Herz, sich dem allgemeinen deutschen Sattlerverein anzuschließen, welcher bestrebt sein wird, den Mit- gliedern das zu bieten, was man von jeder Organisation er- wartet: materielle Besserstellung, geistige Aufklärung.— Kollege Bombin suchte den Vorredner betreffs der Organisationsfrage zu widerlegen, indem er für Lokalorganisation eintrat und be- tonte, daß die Zentralisation nicht genügend für die geistige Aufklärung ihrer Mitglieder sorgen könnte.— Kollege Kabel erklärte auch die Zentralisation für die beste Organisation, in- dem er darauf hinwies, daß nur durch diese Organisation die Massen, resvektive die Kollegen, welchen es unmöglich ist, sich in kleinen Städten zu organisiren, herangezogen werden können. Ferner betonte er, daß es die Hauptsache ist erst eine organi- sirte Arbeiterschaft zu schaffen und dann erst ist es möglich, etwas Ersprießliches ins Leben zu rufen. Ebenfalls für die Zentralisation sprachen sich in längeren Ausführungen die Kollegen Barth und Lies aus. Es kam folgende Resolution zur Abstimmung:„Die heute;, den 27. Juli, in Jordan's Salon tagende öffentliche Saltlerversammlung Berlins und Umgegend erklärt sich mit den Ausführungen des Kollegen Mauerer voll und ganz einverstanden, indem sie für das Sattlergewert die Zentralorganisation für die beste hält und verpflichtet sich mit aller Kralt dafür einzutreten". Die Resoln- tion wurde mit großer Majorität angenommen. Kollege Schreiber ermahnte zum Schluß die Kollegen zur Einigkeit und wünschte, daß die Zentralorganisation gut gedeihe. Der Vor» sitzende schloß die Versammlung um 1 Ubr. Die Hutinatster hatten sich am Dienstag Abend im „Königstadt-Kasino" überaus zahlreich zusammengefunden, die auch unter ihnen in Fluß kommende Organisationsfrage zu be- svrechen und wurde nach einem Referat einstimmig folgende Resolution angenommen:„Die Versammlnng erklärt sich mit dem Beschluß der am 16. d. M. gewählten Kommission betreffs Beitritt zu dem Unterstützungsverein der deutschen Hutmacker einverstanden und verpflichten sich sämmtliche noch nicht dem Unterstützungsverein angehörigen Kollegen, im Sinne der Koar- Mission zu handeln, da es nicht für Arbeiter einer Branche von Vortheil ist, zu einem schon bestehenden, gleiche Ziele und Zweck« verfolgenden Verein nochZ einen zweiten ins Leben zu rufen, wa§ nur die Zersplitterung der Kräfte zur Folge haben würd-. Grund dessen beschließen die heute Versammelten, zur Einigung und zur Verbrüderung der beiden bisher getrennten Arbeiter- schaften, sich vollständig zu einigen und selbige« dadurch zu bezeugen, daß sie sich insgesammt dem„UnterstützungS-Verein deutscher Hutmacher" anschließen." Metallarbeiterversammlnng. Die am 30. d. I. im Weddingparkl stattgehabte öffentliche Metallarbeiterversamm- lung, welche einberufen war, um die Tagesordnung:„Die Arbeitsniederlegung der Kollegen der Hass'jchen Maschinen- fabrik und der Grund derselben" zu erledigen, war von mindestens 1300 Berliner Metallarbeitern! besucht, von denen leider nur die Hälfte Platz finden konnte, trotzdem daß Tir'cke und Stühle aus dem Saal entfernt waren. Nach der Wahl des Bureaus, welches aus solchen Kollegen gewählt wurde, die in der Fabrik gearbeitet und die Arbeit niedergelegt haben, er» läuterte Kollege Beckerzunächst den Zweck der Einberufung der Ver- sammlung. Er führte ungefähr folgendes aus: Er sei vonden Ber- liner Metallarbeitern seinerzeit als Delegirter derselben zum interr- nationalen Pariser Arbeiterkongreß gewählt worden. Vielleicht 14 Tage vor dem Stattfinden des Kongresses wurde er von Seiten seines Werkjührers gefragt, ob es denn wahr sei. daß er nach Paris reife. Als diese Frage von Seiten des Kollegen Becker bejaht wurde, erklärte der Werkführer, daß er bier- gegen nichts einzuwenden habe, brachte ihm vielmehr feine Glückwünsche dar und sagte ferner, daß, wenn Becker zurück- gekehrt sei, er sofort in seine alte Stelle, welche er seit 6 Jahren zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten innegehabt, wieder einrücken könne. Jedoch am Tage vor der Abreise nach Paris halte sich die Situation schon wesentlich verändert, indem der Werk- führer, als Becker ihn sagte, daß er nach vielleicht 14 Tagen die Arbeit wieder aufnehmen wolle, ausweichende Antworten gab. Als nun nach seiner Rückkehr Becker wieder in die Fabrik kam und sich zur Wiederaufnahme der Arbeit meldete. wurde ihm erklärt, daß er nicht wieder anfangen könne. Das war am Freitag, den 26. Juli. Am Sonnabend, den 27. Juli, erklärten zirka 30 Kollegen sich mrt Becker solidarisch und legten, nachdem eine Rücksprache des Kollegen Wendler mit Herrn Hasse stattgefunden hatte, in welcher Herr Hasse erklärte, daß, wenn di« Kollegen sich auf dem Standvunkt Beckers stellen, er sie ent- lassen müsse, am genannten Tage die Arbeit nieder. Zu de- merken ist noch, daß Herr Hasse dem Kollegen Wendeler erklärt hatte, er solle am Montag behufs weiterer Rücksprache noch- malS zu ihm kommen. Als Wendeler in Gemeinschaft mit. dem Kollegen KurgaS diesem Wunsch am Montag Folge leisten wollte, wurden sie einfach nicht vorgelassen. Der Referent schloß mit einem Aufruf an die Versammelten, durch die Diskussion zu Tage treten zu lassen, daß sie mit dem Vorgehen der Kollegen einverstanden und anerkennen mögen, daß die Kollegen in der Hassc'schen Fabrik nicht ander« handeln konnten. In der hierauf stattfindenden, sehr lebhasten Die- kussion bestätigte zunächst Kollege W e n d e l e r die von Becker gemachten Ausführungen. Kollege Weckerley erschien im Austrage des Herrn Hasse und erklärte,„daß Herr Haffe, welcher von Seiten der die Arbeit niedergelegt habenden Kollegen zu dieser Versammlung eingeladen war, auch erschienen wäre, wenn die Versammlung nur au« seinen Arbeitern bestände." Daß diese Einwendung nur leere Ausrede war, wird sofort einlerrchren. wenn man sich erinnert, daß die Kollegen Wendeler und Kurgas in kurzer Weise von Herrn Hasse abgewiesen worden waren. Die Kollegen Pflug, Jüngling und S a s s e n r o t ent» schuldigten das Verhalten der noch arbeitenden Kollegen, in« dem sie vorgaben, von der geplanten Arbeitsniederlegung nichts gewußt zu haben und von ihr überrascht worden zu siin. Sie meinten, daß, wenn diese Sache gehörig vorbereitet ge- wesen, sie sich unbedingt angeschlossen hätten. Wenn man be- denkt, daß das Aushören von zirka 30 Kollagen in einer Maschinenfabrik durch des Abgeben des Werkzeug« ir. mehrere Stunden beansprucht, so wird man die Höht» heit dieser Ausreden erkennen können.— Kollege Gm» heit kritisirte das Verhalten der noch arbeitenden Kol- legen in absprechender Weise unter großem Beifall der Versammlung. Die Kollegen Nikolaus, Lidfin und Klein schloffen sich den Ausführungen Gutheit's an. Hierauf gelangte folgende Resolution, vorn Kollegen Meermann gestellt, gegen 5 Stirrrrrren zur Annahme:„Die heute am Dienstag, den 30. Juli 1889, im Lokale Weddingpark, Müllcn-. straße 178, tagende öffentliche Metallarbeiter-Versammlung erklärt sich, nach Anhörung der Gründe der ArbeitSniederligrrg der Arbeiter der Hasse'jchen Maschinenfabrik mit derrseldeu solidarisch und verspricht, dort nicht Arbeit nehmen*# wollen, bis diese Angelegenheit endgiltig geregelt tr. Weiter verspricht die heutige Versammlung für Diejrnigci„ welche dre Arbeit in der genannten Fabrik niedergelegt habcr, moralisch sowohl als materiell noch besten Kräften einrutre cn. Unter„Verschiedenes" führte zunächst Kollege W a r n e ck e am-. daß die Ausreden der noch weiter Arbeitenden in Bezug ruf ihre Haltung durchaus verurtheilenSwerth seien. Zum Scktrifc erläuterte Kollege Pirch dann noch die Ausbeutung der Ar- beits traft durch das Kapital und wies darauf hin, daß, raemu ein Fabrikant keine Sozuldeinokraten mehr beschäftigen wolle teS bezog sich diese Ausführung nämlich aus eine Aeusierung des Herrn Hasse, der Wendeler gegenüber erklärt hatte, daß er doch bei sich nicht die Sozialdemokratie gross ziehen könne) er überhaupt keine Arbcitskräflc mehr erhalten würde. Hierauf erklärte der Polizeibeamte die Versammlung für aufgelöst. Unter lebhaftem Hochrufen auf die acsammte Metallarbeiterbewegung verlieb die imposante Versammlung langsam den Saal; Zentral- Kranke«-««d Sterbekasse für Fra«e« *«> Mädchen Deutschlands(E. H. 26), Offenbach a. M., Verwaltungsstelle Berlin IV. Am Mittwoch, den 25. v. Mts., fand eine Versammlung der Mitglieder oben genannter Kasse in der AndreaSstrabe 26 statt. Auf der Tagesordnung stand: I. Abrechnung: 2. Vorstandswahl; 3. Verschiedenes. Trotzdem fämmtliche Mitglieder per Karte eingeladen waren, war der Besuch doch nur ein schwacher. Nachdem der erste Punkt er- ledigt war, schritt man zur Wnhl des Vorstandes; derselbe ist nun aus folgenden Personen zusammengesetzt: Albert Wassewitz, Fruchtstrabe 35, Hof, Keller, Vorsitzender; Frau Ida Peukert, tÄrüner Weg 110, vorn IV Treppen, Kassirerin, Herr Heinrich, Madaistrabe 9, Hof l. Hl Tr., Kontroleur, Frl. Sabine Schnei- der, Barnimstrabe 15, I. Hof, Seitenflügel Ii Tr., Frau Anna Rochkopf, Kl. Markusstraße 9, pari., Frl. Martha Wilke, Gr. Frankfurterstrabe 63, v. III Tr. r., Frl. Amalie Broms, Weber- slrabe 47, Hof pari., Beisitzerinnen. Zu Punkt III wurde noch von mehreren Mitgliedern darauf aufmerksam gemacht, daß die Mitglieder, welche sich bis jetzt noch nicht in der neuen Ver- wallungsstelle angemeldet haben, es so bald als möglich thnn möchten, da sie sonst ihr Mitgliedsrecht verlieren. Luckeuwulde, 30. Juli. Montag, den 29. d. M., fand hier eine Hutarbeiterversammlung statt. Nach einem sehr bei- fällig aufgenommenen Referat des Herrn Richard BaginSki er- folgte die Gründung eines Jachvcreins der Hutarbeiter von Luckenwalde. In die ausgelegten Listen ließen sich von un- aefähr 300 Anwesenden 196 Mitglieder eintragen.— Zum Vorsitzenden wurde Herr Fritz Helsinger, PotSdamerstraße, ge wählt. Alle Zuschriften sind an denselben zu richten. SSroK» ölfentlich» Versammlung sümmtltlber Hilsinrbcttkr Berlins ind llm«e°e»d am Darnirrslalr den 1. August, Abends 8% Udr, im Königstadd und_ laiino. Hosimm klstraße 72. Tagesordnung. 1. Vortrag des Herrn Frig Zubeil iibrr:.Welche Porlheile biete! eine Organisation den Fabiil- und Handarbti. lern?" 2. Diskussion. S. Verschiedenes.— Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung stall. Pfiicht eineS jede» Arbeiters ist c«, in dieser Ver sammlung zu erscheinen. Der Einberuier. AUgemrtuer ZAetaltarbeiter-Nerein Kerlin« und Zlmgegend. Donnerstag, den l. August,«bendS 8 Uhr, in AonrafiS VeNaurant, Bertiner iirafie 89 tCharlotlenburg»: Grobe Versammlung. Tagesordnung: I. Vortrag Uder:„Der Drang nach EclbststSndigkeit". Reserent� Herr Vogthcrr. 2. Dt«. kussivn. S. GeweikichastlicheS. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verschiedenes und Fragekasten. Um recht zahlreichen Besuch, houvtsächtich der Metallarbeiter bihariotteubura«. Moabit und Tegel«, bittet der Vorstand. jprrri« der Nähmaschinen- und chandarbeiterlnnen Kertin» und M«>»ge»»dl. Donnerstag, den I. August. Abend« 8X Uhr, in Sckefier s Salon. Insel str. w: Vecsannnlung. Tagesordnung: I. Medizinischer«ortrag deö Herrn Dr. Zadel. 2. Ausnahme neuer Mitglieder. 3.»ragcbeantwortung. 4 Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersanunlung statt. Herren alS Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Grlnkrnnkrnkass» für da« Etoldschmi»d»-N»n>»rd». Am Eonn. abend, den 10. August, Abend« 9 Uhr, findet eine auheroidenllichc Generaloer. sammlung der Delegaten in Engels Restaurant.»Kölnischer Garten", Scharrl!. slrabe 12, vorn pari, statt. Tagesordnung-. 1 Vorlage des Beschlusses des Be. ziiksaus chuffe« über die Stalulenänderung vom 26. Mai 1889. 2. Statulen. Änderung 5 28 und§ 61, 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch wird ge. bereu. I. A.: Ad. Behrcnd, Vors. Ftvi» Nerrinigung der Zuschneider. Klepper und Porrichter Sonnabend, den 3. Augur 1889, Abends 8% Uhr. Alte Zakobstrabc Rr. 83• Vortrag de« Herrn M. BaginSkg über Handwerker- und Arbciterbestre. bringen. Abrechnung der Dampserbillets zutsemein»»ranke.,- und 0t.rb.kass» der WetaUardetter einignng berZuichneider, Vorrichter und TtepperBerlin«. iildsahrt von der EchillingSbrücke Morgens 7 Uhr präzise. Gäste willkommen. BilletS» 1,25 M. find zu haben bei den Herren: H. Wuttkc, Friedrichsberger. itrafie 7. Hos 1 Tr.; F. Horlcmann. DreSdenerstr. 118. v. 4 Tr. 1. F. Gabriel, nronenstr. 88/69: b Krause. Alcrandrinenstr. 116», Teitenfi. 4 Tr., sowie am Tonnabend Abend im Lokale drS Herrn Renher, Alle Iakobslr. 83. Lachurrei« der Duher. DaS 8. SlistungSsest deS Vereins findet am 3. August Im Schweizer. Garten statt und ist der Eintritt für die Mitglieder irrt. Gäste, dmch Mitglieder eingefahrt, zahlen 50 Ps. Entree. Jedoch wird der Billetverkaus für Gäste am 30. Juli aeichioffen. BilletS find bei solgenden Herren zu haben: Daehne. Sckwtdtcrstr.229: Petrick, Lllbbenei str 7: H. Gräschke. Fehibellinerslr. 31: F. Gräichke. Görllfierstr. 70: Mols, Borsigsir. 13: Schmidt. «üaenerstr. 36, Ulrich. TreSkowstr.41: Buchholz, Ackcrstr. 57: Kelpin, Rupptner- nrafir 8: Rolle. Raunanstr. 87; Neumann, AloenSIebenstr 8»; Klopich. Man- t ufselstr.«4: Klüger. Eophienslr. 8: Lempuhl, Swineinnnderstr. 16: Bethge Fürstcnbergerftr. 11;«oiemanowSka, Ackerstr. 73 Gesang> Turn- und gesrilig» N«r«i»e am Donnerstag: Männer. gesangverein.SStitia' Abend« 9 Uhr in Bettinas Restaurant, Vcteranenstr. 19. — Gesangverein.Brctzeischluß' Abend« 8X Ubr im Restaurant Schumann, Alte Jakobstrahe 38.- Männergeiangverein.Nordstern' AbendS 9 Uhr Im Rntaimmt Pohl. Müllcrftrafic 7.— Schäscrstcher Gesangverein.der Elser' AbendS 9 Uhr bei Sllolf u. Krüger, Slalisitiftrafie 126, Gesang.— Gesang. verein.Blülhenkranz' Abend« 9 Ubr im Rcstauranl Brandenburgstrafie 60— Männci gesangverein.Äerander' Abends 9 Uhr im Restaurant Rose, Strauß. dergerstraßt 3- Mäunergesangvercin.FinnitaS' bei Kilmer, KSvnickerstraße Nr. 83— Gesangverein Männerchor.Et. Urban' Abends 9 Uhr Annen. toiht 9.— Männergesangverein.LicdeSsreiheit" Abend« 9 Uhr im Restaurant MiegU. Etialauerilraße 57.— Gcsangverci»„Deutsche Liedertasci" AbendS 8 Uhr Köpnickerstrafie 100.— Gesangverein„Norddeutsche Schleife" Abend« von 9—11 Udr Michticlkirchstratc 39.—„Brunonia" Abend« v Uhr UebungS. stunde bei Lehmann. AIrrandrincnstrahe 32.- Turnverein„Haienhaide" tLebrl.. Abchcilung) Abend« 8 Uhr Dtcfienbachstrahe 60-61.-„Berliner Turngenofien- t.iiait"<7. LehrtingS-Abtheilungs AbcndS 8 Uhr in der städltsche» Turnhalle, «.igerstrahe 17-18;— deSgi 8 Männer-Abtheiiung Abend« 8 Uhr in der siäduichen Turnhalle, Gubenerstrabe 51,- Lübeckscher Turnverein lMSnner. «drheilung) Abend« 8 Uhr Eiisabethstrafie 57- 58.- Allgemeineer ArendSstcher Stenographenvcrcin,«hlbeiiting„Louisenstadt", Abends 8% Uhr im kstesillurant Preub. Oranienslr. 51.— ArendSstcher Stenogravbenverein .Phalanx' Abend« 8% Uhr im Restaurant.Zum Buckowcr Garten', Buckowcr- nraße 9.— Deutscher Verein Arendb scher Stenographen Abend« 9 Ubr in Heids« Restaurant. Koppensir. 75, Unterricht und iledung.— Berliner Steno- Prfiphm�Iereiii sSvftein Arendss Abend« 9 Uhr im Restaurant Friedrichstr. 208 — Slolzsscher Sienographenverein.Nord-Berlin' Abends 9 Uhr, Schlegel- steafie 44,— Verein der.Natursrcunde' Abend« 9 Uhr im Restaurant Wiener. slrabe 35— Verein der llnruhstädter Abends 8X Uhr im.Königstadt-Kasino', HNzmarktstrabe 72.— Verein ehemaliger F. W. Rettschlagstcher Schüler am 1 und 8. Dvnnerftaa seden Monat« im Cas« Schüler. LandSbergerftrabe 73, MbniM 8 Udr.— Rauchklub.Kernspitze' AbendS 8% Uhr im Restaurant Holz. m-arktstrabe 44.— Rauchilub.Areona' Abend« 9 Uhr bei Pasche, Rctchenberger. snobe 118.— Rauchklub„Dezimalwaage" Abend« 9 Uhr im Restaurant Lock, «lautSstrafie 48.— Rauchklub„Vorwärts" AbendS 9 Uhr bei Herrn Tempel, Reitaurant„Zum AmboS", BreSlauerstrafie 27.—„Oricntaltsthcr Rauchklub" Abend« 9 Uhr im Rtstautänl Wlechert, Orauiciistrabe 8.— Rauchkwb„Krumme Piepe" Abend« 9 Uhr RüderSdorserftrabc 67 bei Wunderlich.— Rauch klub Eollegia" Abend« 9 Uhr bei Thiemerinann. Skaiificrstrabe 85— Privat- ZhciNrrHesellichost„Adlerschwingc" Sifiung 9% Uhr Garlenslrabe 14 bei Träger. - MuNkverein„Vorwärts" Uebung Abends von 9-11 Uhr Fiicherstrabe 41. Neue.Mitglieder erwünscht.— Vcrgnügungsverein„Farinellv" AbendS 9 Uhr Znvalidenstrafie 139.«äste willkomnicn. Ausnahme neuer Mitglieder, i. bwi Depcsikien. (Molss'» Telrgraphen-Fnrea«.) Kern» 31. Juli. Gestern wurde hier eine dmtlche Rote übergeben, welche die Antwort auf die jüngst veröffentlichte Rote des schweizerischen Bundesraths enthält. 31. Juli. Laut Meldung der„Agenzia Stefani" aus Coni hätten die Justizbehörden die Freilassung des fran- höfischen Oifiziers de Granbmaison angeordnet; derselbe würde über die Grenze gebracht werden. Fmk««» Mittwoch, 31. Juli. Nach einer Meldung des .Reuter'schen Buremi's" aus Sansibar ist die Straße von der tküste nach Mwapwa von den Insurgenten blokirt. Kond»«, Mittwoch, 31. Juli. Das Unterhaus hat die Apanagenbill, deren Ablehnung der Deputirte Wallace be- antragt hatte, in zweiter Lesung ohne besondere Abstimmung genehmigt. 31. Juli. Unterhaus. Nach Annahme der schottischen Unioeifitätsbill in dritter Lesung wurde die Bill be- treffend die Zurückziehung leichter Goldstücke ans dem Verkehr in zweiter Lesung genehmigt. Im Verlaufe der Berathung erkärte der Kanzler der Schatzkammer Goschen, es handle sich dabei um die Zurückziehung von 4 295 000 ganzen SovereignS und 157 000 halben SovereignS aus der Regierungszeit früherer Herrscher. Gleichzeitig sprach er die Hoffnung aus, dem Haute im nächsten Jahre eine größere, die gesammte Frage der Goldmünzen behandelnde Vorlage einbringen zu können. VriefK nsten. Bei Ansragen Hilten wir die Abonncinents-Ouitinng beizusügcn. Brieslite Antwort wird nicht ertheilt. A. K. Schankwirtff. Die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Dienst erlangt man entweder durch einjährigen erfolgreichen Besuch der Untersekunda eines Gymnasiums oder Realgymnasiums oder durch Ablegung der Abgangsprüfung bei bestimmten anderen Schulen, weichen ein derartiges Recht verliehen worden ist, oder durch Ablegung eines besonderen Examens vor der Prüfungskommission für Einjährig-Freiwillige. — Um bei einem Regiment als Avantageur(Ofsiziers-Afpirant) eintreten zu können, mub man entweder das Abiturienten- Examen bei einem Gymnasium oder Realgymnasium oder das FähnrichS-Examen gemacht haben. Zu dem letztgenannten Examen wird man zugelassen, wenn man das Reiß für die Prima eines Gymnasiums oder Realgyw besitzt. i. G. p., SKaliherstraß». Der Wirth braucht ein artiges Zusammenleben nicht zu dulden..„, � A.. Lactitia 1000. Wenn Jemand den ErloS Verkauf von Konzertbillets an Denjenigen, der ihn mt Verkauf betraut hat, nicht herauSgiebt, macht er sich der Unterschlagung schuldig. Doch kommen Sie dur? Strafanzeige nrcht zu Ihrem Gelde. Praktischer ist eS," �rvilvrozev anzuireuen.,,.. jta Abonnent 100. EinMiethSkontrakt muß bei ledcr. längerung der ursprünglichen Kontrakts dauer neu ©. F. Es genügt, daß nur Einer die Erlaubnis? Veranstaltung eines SommernachlsballcS bei der PoM Zwei Streitende. Stirbt ein Miether währ� kontraktmäßigen Zeil, so sind dessen Erben nur noch em» Jahr lang, von dem Ablaufe desjenigen Quartals, w» der Tod erfolgt ist, an den Vertrag gebunden. 8. Ziehnug der 4. Klaffe 180. Königl. Preuß. Lotterie. LIebnvg vom 31. Juli 1889, Vormittag». Hut die fflfwinne übet 210 Mark find den dettefienden Kummets tu Patentheie beigefügt. (Ohne Gewüht.) 25[500] 54 70 378 467 555[30001 86 684 723 824 1352 431 36 790 826[15001 46«264 88 308 39 488 519 45 772 804 8024 148 457 546 618 723 809 25 4150 214 324 69 425[500] 80 81 541 63 707 42 46 937 5025 99 142 79 262 411 22 46 591 659 827 54 6079 82 356[600] 61 62 659 99 847 7295 300 476 637 639 705 984 8142 65 874 0177 352 89 407 583 84 612 53 62 824 39[300] 907 96 10044 72 127 236 377 429 694 778 857 67 944 11057 93 102 320 46 95 575 739 81[500] 842 986 1«423 69 96 97 528 45 66 727 76 873 968 1 8016 107 42 488 639 696 737 44 72 1 4005 8 220 42 397 441 66 68 697 791 833[300] 15271 82 389 408[1500] 83 513 30 625 40 852 959 16130 62 244 400 541 614 929 83[16001 17133 92 281[3000] 373 402[300] 516 74 642 46 722 832 53 65 966 1 8011 169[1600] 273 93 366 88 514 79 641 54 91 97 780 986 89 19016 49 124 50 379 442 65 68 989 «O084 291 361 697 711 870«1070 210 612 33 81 631 758 60 897 939 52««069 165 245 676 848 911«8025 III 39 323 473 616 620 62[300] 720 86 910«4326[3000] 40 664 668 89 93 875 76 934 76 «5044 185 92 261 77 446 60 80[500] 618 764 866«0054 144 208 320 684 620 888(3001 90«7004 70 328 58 537 678 822 994«8061 162 357 402 62 90 99 680 728«9026 269 451 515[3000] 948 86 89005 68 129 216 51 657 612 3 1034 84 150 243[3000] 361 471 505 81 786 95 805 8«157 335 617[1500] 59 728(600] 60878 33007 79 185 96 410 647 85 757 938 66 90 3 4048[1500] 84 112 93 214 490 640 806 906 42 (3000) 61 71 85143 806 62[300] 915 39065 142 351 433 615 672 92 [300] 767 3 7041[3000] 87 90 148 332 84[1500] 435 68 578 702 39 841 8 8026[300] 146 262 339 417 48 54[500] 609 603 759 83»39019 109 289[1500] 410 20 547 803 975 87 49225 346 74 400 788 805 940 4 1011 37 318 538 75 85 674 91 786 92 849 986 99 4«083[3001 131[3000] 49 214 363 601 737 83[500] 92 811 59 903 4 8079 92 119 22 300 46 429 530 94 843 962 44107 67 211 77 461 757 800 83 909 43 83 4 5052 212 412 591[3001 664 838 4 9023 150 342 435 38[500] 47 68 521 70 757 79 863 47013 45 66 182 371 547 607 84 733[500] 95 851 92 913 49 65 4 8006 75 271 96 305 40 577 99 689 737 819 29 69[500] 61 49033 356 85 456 86 539 826 47 966 71 59031 107 30[300] 38 474 653 700 808 44 59 87[1500] 5X118 26 38 348 424 30 91 727 32 883 920 29 5S021[3000] 33 61 107 9[500] 409 73 517 732 96 818[300] 72 997 53001 56 204 29 407 39 86 509 19 34 87 694 762 889 967[3000] 54051 115 79 314 531 630 61 712 48 914.37 5 5012 104[300] 30 300[300] 54 700 810 59118 475[500] 510 93 645 97 816 99 57139 66 332[300] 52 814 28 70 903 7 8 67 58092 167[500] 217 93 347 631 806 46 81 90[1500] 59011[500] 19 20 732 [3001 802 7 8 961 99031 52 261 70 99 322 67 468 74 84 530 684 88 98 710 87 918 33 91107 9 14 21 44 219 36 354 85[300] 514 608 37 55 710 825[300] 903 9«069 78 249[1500] 405 37[300] 60 76[1500] 655 98 720 9 3068 86 154 235[500] 309 34 470 652 83 9 4035 54 62 86 107 96[500] 371[500] 668[3000] ,'55 932 95625 63 732 838 980 99417 99 574 82 730 801 9 10 20 97033 121 91 213 19 22 68 411 70 534 962«8007 12 31 139 40 202 384 438 613 86 608[500] 45 773 904[500] 40«»060 124[300] 67 333 420 23 81 543[3001 602 713 90 920 70033 133 278 330 463 75 569 7 1055 13000] 228 309 37 67 510 39 654 780 898 920 92 7«003 69 61 135 223 72 433 74 511 55 640 69 703 856 61 79089 122 63 86 233 316 407 60 65 503 43 54 622 55 752 130001 912 7 4080 292 13001 311 15 438 1300] 537 61 765 862 957 75131 229 38 61 594 632 779.'49 79104 219 326 447 63 86 500 25 75 642 90 iP*16 952 7 7020 43 56 513 22 665 76 707 18 22 55 842 49 954 76 720 95*671 993 1600] 604 94 843 77 7»Ü28 35 301 511[500] 8O0U 167 200 70 82 416 94[1500] 552 652 72 868 959 8X099 110 41 233 62 99 534 43 69 602 79 813 8« 127 272 390 465 741 72 881 84 901 96 83103 12 74 86.386 411 29 58 709[300] 83 883 975[1500] 84082(XOO OOO] 150 208 420 92 591 617 883 87 85107 77 227 314 79 410 509 51 601 715 43 801 60 77 9X6 89149 72[3000] 76 200 436 621 65 739 81 89 806 906 42[500] 87170 77 201 62 324 67 86 88 488 590 676 714 852 912 88040 52 118[300] 80 226 86 482 605 720 52 841 998 89033 11500] 351 53 425 693 630 46 55 68 »0027 184 206 38 346 430 710 48 68 822 73»1239 66 400 614 674 722[1500] 812 68 912»«004 61 185 524 665 853 923•?}«]«« 308[300] 79 96 410 62 555 729 96 819 80 86 999»4096 1'-, [3000] 686 707 963 89»5008 93 109 i"----- »9276 86 95 466 87[3001 573 681 899 �„„ 42 63[300] 73 701 32 847 919»8017 91 264 380 82 614 7* % Äsf. 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