Nr. 5. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Kämpfe der deutschen Gewerkschaffen im verflossenen Jahre. ( Schluß.) Donnerstag, den 7. Januar 1897. es Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Große Summen haben die Kämpfe verschlungen und Zuzugs sehr. Aber die organisirten Arbeiter der einzelnen Ort fann auch nicht annähernd die Höhe der Beträge werden durch systematische Kontrolle der Herbergen festgestellt werden; wir begnügen uns damit, ur einige empor. Der Bund der Maurer und Zimmermeister will in diesem Frühjahr Auch das neue Jahr droht an der Schwelle mit neuen Kämpfen. wieder die zehnstündige Arbeitszeit einführen, desgleichen beabsichtigt der Verband der Berliner Metallindustriellen gegen die von den Arbeitern errungene neunstündige Arbeitszeit zu Felde zu ziehen. Eine deutliche Mahnung für die Arbeiter, treu und fest zu ihren Organifationen zu halten. Arbeiter Deutschlands und des Auslandes! als mit Politische Uebersicht. U Zahlen zu nennen. Durch die Hände des Berliner Gewerkschafts- und sonstigen Lokale, wo Arbeitslose verkehren, wenigstens das fartells sind im Jahre 1896 in runder Summe 386 000 m. gegangen, erreichen, daß kein irgend erheblicher Zuzug nach Hamburg kommt. davon ca. 80 000 m. für den Hamburger Streit. Der Kottbuser Wenn die Arbeiterschaft in dieser Weise die Hamburger materiell Streit fostete 113 263 M., der Konfektionsarbeiter- Streit in Berlin und moralisch fortgesetzt unterstützt, kann der Kampf nicht anders Am 15. April trat der Tarifausschuß der Buchdrucker in Leipzig 67 889 m., der Lauterberger Ausstand ca. 85 000 m. und die einem Erfolg der Arbeiter enden. Das kräftige zusammen, der durch die Zustimmung zur Tarifgemeinschaft in der Roften des Hamburger Ausstandes dürften die Summe von Eintreten der Arbeitermassen für die Streifenden ist Organisation einen heftigen Streit entfachte. Selbst die General- 500 000 m. längst überschritten haben. versammlung, die das Abkommen guthieß, vermochte die Wogen der Das alte Jahr hat unter dem Zeichen der gewerkschaftlichen außerdem das beste Mittel, um die Rheder und Stauer Aufregung nicht ganz zu glätten. Der Streit führte zur Gründung Kämpfe gestanden und kein Zweifel, jede Besserung der Lage des But der Erkenntniß zu bringen, daß ihr Kampf gegen eines besonderen Organs der Opposition, und nur innerhalb einer Arbeiterstandes trägt auch der politischen Bartei die Früchte ein. so starken und festgegliederten Organisation war es möglich, den Eine beffere materielle Stellung macht den Arbeiter auch für seine die vertragsmäßige Beilegung der Differenzen eine hoffnungslose Kampf in dieser Schärfe auszufechten, ohne daß die Organisation politischen Ideale empfänglicher, reißt ihn aus dem dumpfen Donquixoterie ist. dauernden Schaden erlitt. In den Geschäften, die sich der Tarif- theilnahmslosen Hinbrüten zum hoffnungsfreudigen Mitarbeiter Halten die Arbeiter treu zusammen, so giebt es teine gemeinschaft anschlossen, wurde eine Verkürzung der Arbeitszeit um Macht, die auf die Dauer widerstehen kann! 1/2 Stunde und die Erhöhung der Grundposition pro 1000 gefekte BuchArbeiter! Denkt an Hamburg! Dentt an Eure staben um 2 Pf. erreicht. Die Buchdruckerei- Hilfsarbeiter verlangten hierauf in bezug auf die Arbeitszeit eine Gleichstellung mit den SchriftPflicht! fetzern, die ihnen auch in mehreren Geschäften gewährt wurde. In der Metallindustrie tam es trotz der überaus günstigen Lage dieses Industriezweiges zu feinen allgemeinen größeren Ausständen. Der Streit bei der Fahrradfabrik Dürrkopp u. Comp. in Bielefeld, der Berlin, 6. Januar 1897. 2500 Arbeiter in Mitleidenschaft zog, verlief erfolglos. In Berlin Klassenkampf! Der fünftige Historiker unserer Tage fetten die Schnitt- und Stanzenbauer, die Klempner, die Schraubenwird in den Mittelpunkt seiner Darstellung die Klassendreher, die Mechaniker, die Drücker und Gürtler, die Schlosser gegensätze und den Klassenkampf stellen müssen. Wenn er den neunstündigen Arbeitstag und erhöhten Stundenlohn abzuwägen haben wird, ob seitens des Proletariates durch. Im überaus hartnäckigen Kampfe standen die am 1. Mai Der Streit der Hamburger Hafenarbeiter dauert oder seitens der Bourgeoisie der Klassenkampf energischer ausgesperrten 300 Former ein halbes Jahr lang im Ausstande. Die unverändert fort. Mit exemplarischer Treue stehen die Streifenden und konsequenter geführt worden ist, dann wird er für Drobung der Metallindustriellen hatte sie pon der Maifeier nicht zurückgehalten, konnte sie aber auch nach so langer Entbehrung nicht zu einander; ob alt oder jung, jeder hält aus, damit die gemein- das Zeitalter Bismard Stumm unbedingt der Bourgeoisie, ihren Organen und ihrer Presse den Preis zuerkennen zum Nachgeben zwingen. Nachdem die Mehrzahl der Ausständigen same Sache siege. anderweitig in Arbeit getreten war, verlief die Ausschließung Aber auch die Unternehmer halten fest zusammen. Für sie müssen, daß sie unbeirrt um alle kleinen, in ihren eigenen langfam im Sande. Der rege Geschäftsgang in der Textil handelt es sich darum, den Arbeitern die Macht des Kapitals zu rücksichtslos gegen alle im Interesse des Proletariats verReihen entstehenden, mehr oder minder ernsten Strömungen industrie ließ auch unter den Arbeitern dieses Berufs das Verlangen nach einer Befferung ihrer Lage hervortreten. zeigen, und ihnen beizubringen, daß sie kein Recht haben, auf suchten Maßnahmen aufgetreten sind, auch dann, wenn diese Der Widerstand der Kapitalisten war ein äußerst zäher und es be- gleichem Füße mit den Kapitalisten, den Herren, über die ihnen selbst völlig ungefährlich waren, daß sie jeden ftätigt sich nur, je schlechter die Löhne in einem Beruf, je tapital- Arbeitsbedingungen zu bestimmen. zit zerschmettern bemüht waren, der in ihren eigenen fräftiger bie Unternehmer, je rücksichtsloser und proßiger die Be Die Hafenarbeiter beanspruchen einen vertragsmäßigen Frieden in Reihen auch nur den leisesten Versuch machte, etwas zur Anhandlung der Arbeiter. Die Ausstände in Mülhausen i. E., der 500 Weber in Langenbielau und der 5000 Arbeiter in Rottbus, Gestalt allgemein für ihren Beruf giltiger bestimmter Abmachungen über bahnung des sozialen Friedens zu thun. Dies sieht man auch die troß aller Drangfalirungen 9 Wochen im heldenmüthigen Lohn und Arbeitszeit. Die Unternehmer wollen das nicht bewilligen, weil in diesen Tagen, wo einige Berliner Universitätslehrer den Rampfe aushielten, konnten die Unternehmer zu einigen Zugeständnissen, sie dadurch die Organisation der Arbeiter anerkennen müßten; sie Versuch machten, nach dem Vorbild ihrer amerikanischen, eng nicht aber zur vollständigen Bewilligung der sehr bescheidenen wollen ihre alte despotische Herrenstellung aufrecht erhalten, wonach lischen, schweizerischen, österreichischen, russischen, Münchener und Forderungen zwingen. Die Unternehmer hatten eine kräftige Stüße das Arbeitsverhältniß kein Vertrags-, sondern ein Verhältniß ist, Leipziger Kollegen, in Berlin volksthümliche Hochschulkurse eins in den Polizeibehörden. In ganz Schlesien wurden Sammlungen für die Streifenden aufs eifrigste verfolgt und jede Aufforderung zur das der Unternehmer diktirt. Es ist ihrerseits ein Streit um die zurichten. Ueberall hat man dieses Vorgehen nach jeder Richtung gefördert. Die österreichische Regierung hat seit Unterstzung bestraft. Das gleiche geschah in Rottbus. Auch das geringste Macht, wie sie selbst gesagt haben. Vergehen der Arbeiter wurde mit unerhört hohen Strafen belegt, Jahren diese Unterrichtskurse, an denen vornehmlich Arbeiter so daß nach einer jüngst veröffentlichten Zusammenstellung im Lobnstreit, wobei Sonach ist der Kampf der Hamburger kein gewöhnlicher theilnehmen subventionirt, der österreichische Unterrichtsminister ganzen auf 10 Jahre Gefängniß von der Kottbuser Gerichten weniger des Lohnes und der Arbeitszeit feilscht, sondern er ist dieser Einrichtung ein. In Odessa selbst legte die Regierung wenig mehr oder trat erst vorgestern in wärmster Weise für die Ausdehnung aus Aulaß des Weberstreikes erkannt wurde. Die darmerie wurde verstärkt, die Mitglieder des Streit eine Bewegung von prinzipieller Bedeutung und notabene die russische den gleichen Bestrebungen der fomitees verhaftet, Haussuchungen und Beschlagnahmen von daher eine Angelegenheit, die in Wahrheit jeden Arbeiter dortigen Universitätsprofessoren kein Hinderniß in den Weg Sammellisten nahmen kein Ende. Schließlich griff man zur Ausweifung der Ausländer und wendete diese Maßregel auch gegen betrifft. Siegt in Hamburg das alte Herrenrecht über die Be- bei uns aber in der Hauptstadt des Landes, dessen Bourgeoisie Leute an, die jahrelang am Drt anfäffig waren; den Streifern strebungen der Arbeiterschaft, so wird die Arbeiterbewegung bide thut, erhebt sich ein Sturm der Entrüstung über das stets mit dem Stande der heimischen Bildung und Wissenschaft wurde verwehrt, ihren hinausgestoßenen Brüdern das Abschieds- zwar nicht zum Stillstand gebracht, aber ihr doch gewaltiger Unterfangen einiger Universitätslehrer, die Ergebnisse der wissengeleit zu geben, während die Unternehmer auf dem Perron des Schaden insofern bereitet, als jener Theil des Unternehmerthums, schaftlichen Forschung nicht blos einigen Dugend Studenten, Bahnhofes standen, um sich an dem Anblick ihrer Opfer zu weiden. bem der Arbeiter lediglich eine Maschine ist, die ihm Gold zu münzen sondern auch der breiten Masse des Boltes zugänglich zu machen. So wie hier die Arbeiter von der mächtigen Unternehmerkoalition gehegt, gepeinigt und brangsalirt wurden, übertrifft bei weitem hat, eine Niederlage der Hamburger Arbeiter ausnuten würde, um Die„ Kreuz- Zeitung" denunzirt sofort und sie versteht den alles, was bisher als erreichbar galt. Aber der erwartete Erfolg die ohnehin meist höchst unbefriedigenden Existenzbedingungen der Ton, der oben verstanden wird, wohl zu treffen das Vordieser endlosen Verfolgungen blieb aus. Die Begeisterung der Arbeiter durch Herabsetzung des Lohnes, Verlängerung der Arbeitszeit, gehen der paar Universitäts- Professoren als unbewußte HilfsStreikenden wurde aufs höchste angeftachelt und stählte die Energie. Berbot der Zugehörigkeit zur Gewerkschaft 2c. noch zu verschlechtern. Dauernd wird dieser Kampf in den Herzen der Arbeiter den Stachel hinterlassen, daß ihnen bitteres Unrecht geschah und sie anreizen, dem Daß die Befürchtung nicht übertrieben ist, wird jeder erfahrene ArKampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung ihre Kräfte zu widmen. beiter sich selbst sagen. Drei große Berliner Ausstände sind für die betheiligten Arbeiter worin man nur um ein der arbeit" für die Sozialdemokratie. Noch erfahrener im Denun ziren sprechen Bismarc's Hamburger Nachrichten" aus diesem Anlaß von Professorensozialismus. Ebenso entschieden wenden gänzlich erfolglos verlaufen. Es sind dies die Ausstände der Hutmacher, daß die zunächst betheiligte Arbeiterschaft, die deutsche, die Beitung" und der orthodoxe„ Reichsbote". Demzufolge gebietet es die Pflicht der Selbst erhaltung, sich gegen das geplante Unternehmen die„ liberale"„ Kölnische orthodoxe ,, Reichsbote". der Lithographen und der Musikinstrumenten- Arbeiter. Selbst die Weit mehr als der Plan gefällt uns wir sagen es guten Organisationen dieser Berufe konnten den verhängnißvollen Hamburger Klaffengenoffen fortgesetzt und genügend unter- offen seine Bekämpfung. Wenn die Sozialistentödter Abschluß nicht aufhalten. Wir gehen wohl nicht fehl, wenn wir stüßt, damit die Streifenden nicht wegen Mangels an Existenzmitteln sie alle haben sich darin bewährt- Mommsen, Adolf Wagner, behaupten, daß allen drei Ausständen der Fehler gemeinsam ist, daß den Kampf aufgeben müssen. Biel ist schon gethan, aber mehr ist noch G. Schmoller, Sering- wagen, ihr Wissen auch Arbeitern zu sie am Ende der Saison oder gar in der gänzlich stillen Geschäftszeit zu thun. Deshalb Arbeiter aller deutschen Gaue, leifte gänglich zu machen, erhebt sich ein Sturm der Entrüstung; entstanden. Die Unternehmer hatten zum theil selbst das Signal ein jeder a II wöchentlich einen bestimmten Beitrag, gegeben und glaubten sie sich nicht getäuscht all wenn vierzehnstündige Maximalarbeitstag für die Sturm der haben die Widerstandsfähigkeit der Arbeiter für einige Beit zu und sei er noch so klein; regelmäßig gezahlt, bildet das eine Summe, ausgemergelten Bäcker eingeführt wird schwächen. Der Ausstand der Gasanstalts- Arbeiter warf auf die welche die Hamburger Hafenarbeiter in den Stand setzt, auszuEntrüftung; wenn als Maximalarbeitszeit für die sozialpolitische Einsicht unseres Magistrats recht interessante Schlag halten, bis die Unternehmer zur Einsichtkommen. Handelsangestellten die Zeit von 5 Uhr Uhr morgens lichter, weil sich die Arbeiter gegen eine 18stündige Sonntagsarbeit bis 8 Uhr abends gefordert wird Sturm der wenden mußten, die beim Schichtwechsel wieder eingeführt werden Es ist aber auch Pflicht der Arbeiter des Auslandes, den Entrüstung; wenn die Hafenarbeiter ein kleines Bruch sollte. Das Einigungsamt des Gewerbegerichts erlangte das Bus Hamburgern, deren Streit seiner Natur nach einen inter- stückchen von dem reichen Segen des wirthschaftlichen Aufgeständniß, daß später die 15stündige Schicht festgelegt werden sollte, nationalen Charakter trägt, mit materieller Hilfe beizu schwunges begehren Sturm der Entrüstung u. s. w. u. f. w. jedoch scheiterte die Durchführung dieses Beschlusses an dem Indifferentismus der Arbeiter. Von den Angestellten der beiden Berliner springen. Die deutschen Arbeiter dürfen sich hierbei darauf berufen, daß sie Das Ergebniß dieser systematischen Thätigkeit ist die AufVerkehrsanstalten gingen die von der Privatpost leer aus, während die stets zur Stelle sind, wenn ausländische Arbeiter materielle Hilfe hetzung der Bourgeoisie zu Haß und Verachtung gegen das Backelfahrt- Gesellschaft einen Theil der vor dem Ginigungsamt gemachten heifchen. Wir bitten die Arbeiterorganisationen aller Proletariat. Je energischer, je tonsequenter unsere Gegner Bugeständnisse später zurückzog. Die Buchbinder haben in Leipzig, Länder, sich die regelmäßige Sammlung von Beiträgen für die Sam Stuttgart und Berlin fast durchgängig Erfolge zu verzeichnen. burger aufs ernstlichste angelegen sein zu lassen. Und die im Au 3Allerdings tritt gegenwärtig das Bestreben auf, den Stundenlohn wieder herabzusehen. In fortwährendem Geplänkel standen die lande lebenden deutschen Arbeiter ersuchen wir, nach Schuhmacher, die schließlich auch für die Branche der Schooßarbeiter dieser Richtung hin auf die Arbeiter der Nation, unter der sie leben, in Berlin eine durchgreifende Befferung errangen. Die übrigen aufs nachdrücklichste einzuwirken. iter der Station, Streits vertheilen sich auf kleine Berufe und einzelne Werkstätten, in daß fie einzeln aufzuführen würde zu weit führen. Es bleibt uns nur noch der Ausstand der Hamburger Hafenarbeiter übrig, den wir fortgesett alles mögliche gethan wird, um fördern könnte. in das neue Jahr mit herüber genommen haben. Daß die Rheder den Zuzug von Hamburg fernzuhalten. Die Uns kann es recht sein: je augenfälliger die Scheidung der die Forderungen der Arbeiter nicht bewilligen können, glaubt nie- Agenten der Hamburger Unternehmer arbeiten mit allen erdenklichen Klassen wird, je mehr jeder Klassengenosse zu seiner Klaſſe mand. Sie zahlen heute schon den Streifbrechern höhere Söhne, als die geforderten und gewähren diesen Vergünstigungen, die von den Kniffen. Beispielsweise ziehen sie Arbeiter nach Berlin heran; und zu den Vertretern der Intereffen derselben getrieben wird, Ausständigen nicht verlangt werden. Nur Dünkel und Hochmuth erst wenn der unter unbestimmten Angaben Angeworbene hier an- desto eher kommen die natürlichen Machtverhältnisse zum Auss veranlaßt diese fo gelobten Vertreter des Kapitals fchroff jede Ver- kommt und durch die erhaltenen Vorschüsse bei dem Agenten bruck, desto früher ist der Sieg für uns entschieden. ständigung mit den Arbeitern abzulehnen, ihnen erscheinen die verschuldet ist, erfährt. er, daß es sich unt Ha m Arbeiter als Menschen untergeordneter Klasse, die zu bitten, zu gehorchen haben, aber nie fordern dürfen. burg handelt. Warten wir, ob nicht dennoch die viel geschmähte, aber gute und gerechte Sache Mangel an der Arbeiter den Sieg davon trägt! Weiter ist nöthig, den einzelnen vorgehen, desto besser für uns, desto klarer wird dem letzten Proletarier im verborgensten Winkel des Vaterlandes, daß nur im Anschluß an die organisirte Arbeiterklasse sein Heil machtlose Ideologen eintreten, daß aber die Bourgeoisie liegen kann, daß für den sozialen Frieden" nur einige geschlossen und unter allen Umständen dem Proletariat alles Drten versagen will, was seine geistige und materielle Hebung Herr Stenograph Roller sendet uns zu unserem Feuilleton: Zur Streitbrecherei ist dann, bei Polizeireminiszenzen eine lange Berichtigung, die feine Bur Streitbrecherei ist dann, bei Berichtigung ist. Roller bestreitet nicht, daß der Untersuchungs Subsistenzmitteln, kein weiter Schritt. Diese richter nach Angabe des Angeklagten Waterstraat ihn( Roller) als niedrigen Kniffe der Agenten erschweren die Fernhaltung des Agent der politischen Polizei" bezeichnet habe, der von Mitte Juni von alledem spricht Herr vom Londoner Kongreß her bekannt, hat schließlich| aus Nord- und Westafrika herbeigezogene, wie die Rabylen oder zugeben müssen, daß die 4 Radaumacher von Rechtswegen ausgeschlossen Senegalesen, sind start mitgenommen worden. worden sind, nachdem er in einer vorherigen Konferenz für dieselben Todesfälle auf 8000 Mann auf. Partei ergriffen hatte. " Rußland. Türkei. bts Ende November der Polizei Mittheilungen machte"; Roller be-| Halbanarchist streitet nicht, daß das Polizeipräsidium zu den Akten erklärt hat, daß Roller allerdings Mittheilungen gemacht habe"; Roller be streitet nicht, daß Polizeirath Krüger unter seinem Eide erklärte, er vertebre mit Roller; Roller bestreitet endlich nicht, daß Für die gemaßregelten Märtyrer" braucht niemand Mitleid er, Roller, selber unter seinem Eide vor Gericht zugegeben zu haben. Herr Refféguier wird sie gut entschädigen. Und sollte Die Polizei gegen die Universitäten. Polnische habe, daß er der Polizei schriftlich Mittheilung gemacht habe, als er sich weigern, so würden sie ihn, als Auftraggeber, gerichtlich be- Blätter melden aus Kiew, daß der General Nowicki mit Gendarmen Waterstraat einmal davon schwadronirte, es wäre wünschens- langen können. in den Hörsaal der dortigen Universität eindrang und trotz des werth, oder ein lustiger Streich, das Polizeipräsidium in Protestes des gerade Vorlesung haltenden Universitäts- Professors die Luft zu sprengen. Nein Ein erfreuliches Bild inmitten der kriegstollen Barbarei eine Haussuchung vornahm, bei welcher das Manifest der Moskauer Roller in seiner Berichtigung nicht, sondern er erklärt des europäischen Festlandes gewähren die Verhandlungen, welche Studenten, Proklamationen und sozialistische Broschüren gefunden nur alle diese ihm heute vielleicht nicht sehr angenehmen Thatsachen zwischen England und den Vereinigten Staaten wurden. Eine Anzahl Studenten wurde später verhaftet. des langen und breiten damit, erstens, daß jene Prozeßverhand- behufs Einführung eines für beide Staaten giltigen interIungen von einem ihm feindlich gesinnten gabelsberger'schen Steno- nationalen Schiedsgerichts geführt worden sind. graphen aufgenommen seien, zweitens, daß die sozialdemokratische Denn die Verhandlungen find thatsächlich schon zum Abschluß der Militärfommission wurden gestern Nachmittag auf der Galata Konstantinopel, 4. Januar.( Daily News.) Drei Offiziere Partei keinen Anlaß habe, ihm aus seiner Mittheilung an die Polizei gelangt und der Vertrag sollte schon am 1. Januar unter Brücke unter großer Erregung der Bevölkerung verhaftet; biseinen Vorwurf zu machen. Er habe tros mehrmaliger zeichnet werden als Neujahrsgeschenk für alle Freunde des her wurden derartige Verhaftungen stets in der Nacht vorpolizeilicherhaussuchungen in Waterstraat's Reisekorb noch Dynamit gefunden ergo wäre das Sozialistengesetz noch verschärft Friedens und Fortschrittsaber hintennach stellte sich heraus, genommen. Nach über Philippopel hierher gelangten Melworden, Preßfreiheit, Vereinsrecht zc. wären sogar gänzlich genommen daß noch eine Formalität zu erfüllen war, an die man nicht bungen aus Konstantinopel, wurden in den letzten Tagen auch sonst worden, wenn Waterstraat's Pläne zur Ausführung gelangt wären. gedacht hatte. noch zahlreiche Verhaftungen von Zürken daselbst vorgenommen. Außerdem zwinge§ 139 jeden zur Anzeige, der von einem be- Man wird sich erinnern, daß England bereits vor Kretenfifches. Von verschiedenen Seiten wird, wie aus Athen absichtigen Hochverrath oder gemeingefährlichen Verbrechen Kenntniß 30 Jahren nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, während gemeldet wird, bestätigt, daß die Unruhen in Kanea und Umgebung erhalte! dessen die englische Regierung der amerikanischen gegenüber einen bedrohlichen Charakter annehmen. In der Nähe von Ranea Wir müssen es Herrn Roller überlassen. Gläubige für seine nicht loyal gehandelt, und namentlich zur Ausrüstung von wurden dieser Tage christliche Landleute von Türken überfallen, faulen Ausreden anderswo als unter den Lefern des Vorwärts" Kaperschiffen der Sonderbündler ein Auge zugedrückt hatte einer von ihnen getödtet und ein zweiter schwer verwundet. Unter zu suchen. Auch seine Sorge um Preßireiheit und Vereinsrecht wird bei den Arbeitern, die sich der Beiten des Berliner Kleinen mit den Vereinigten Staaten übereingekommen war, den der Bevölkerung Kanea's herrscht andauernd große Erregung. Wie die„ Daily News" aus Athen von gestern melden, feuerten Belagerungszustandes erinnern, nur Hohn und Spott erregen! Und Alabamastreit( Schadenersatz von Verwüstungen durch ein im Hinterhalt liegende Muselmannen am Sonnabend außerhalb Kanea's das fürchterliche Dynamit, das Herr Roller trotz und nach mehr- solches Raperschiff) schiedsrichterlich beizulegen. Die Beilegung auf einen Trupp Christen; bei dem hierauf folgenden Kampfe wurden maligen polizeilichen Haussuchungen gefunden haben will, erregt ist auch erfolgt, und zwar hatte die Schweiz das Schieds- ein Christ und zwei Türken verwundet. Aehnliche Zwischenfälle erst recht unseren Zweifel. Wer schon zur Polizei läuft, um seinen richteramt. In England und den Vereinigten Staaten wurde tamen gleichzeitig an anderen Punkten der Umgegend vor, wobei Freund zu denunziren, wenn dieser dumm daherschwäßt, der soll nach diesem günstigen Resultat der Wunsch laut, ein per zwei Christen getödtet wurden; es herrscht in Kanea große Er. gar Dynamit verstecken, das er unter so verdächtigen Umständen manentes Schiedsgericht für beide Staaten herzu- regung. Eine beträchtliche Anzahl bewaffneter Christen versammelte gefunden hat? Nein- Herr Roller hat niemals zu den naiven Leuten stellen. Und merkwürdig: Die liberale englische Re- sich in Perivolia und weigerte sich, auf Aufforderung des Generalgehört! Und der beste Beweis, daß diese Dynamitgeschichte ein Phantasiestück ist, liegt darin, daß Herr Roller auch in Leipzig unter seinem gierung that in der Sache nichts oder wenig, und den Ron gouverneurs auseinanderzugehen. - Wie Midhat Pascha endete. Der jüngsten Nummer Eide, nichts zu verschweigen und nichts hinzuzufeßen, vonservativen war es vorbehalten, den Gedanken ausdiefem Dynamit nichts gefagt hat, sondern sich heute rühmt, er zuführen. Das ist jetzt geschehen; und nachdem die beiden der in Paris erscheinenden jungtürkischen Zeitung Surriet" entfreigesprochen werden konnte". Und Herr Roller will gewiß nicht Militärstaaten zusammengenommen, für sich ein Schiedsgericht behauptet, diese Erzählung von einem Infanterie Hauptmann erhabe das meiſte, wenn nicht alles dazu beigetragen, daß Waterfraat Staaten, welche zusammen mehr Macht darstellen, als alle nimmt der Bester Lloyd" einen Artikel, der das Ende des Reformators Midhat Pascha( 8. Mai 1884) behandelt. Die Zeitung behaupten, er habe einen Meineid geschworen, um den von ihm eingesetzt haben, das jeden etwa auftauchenden Konflikt zu halten zu haben, dessen Rechtschaffenheit und Wahrheitsliebe zuerst wegen einer bloßen Renommiſterei denunzirten Waterstraat schlichten hat, und das jede kriegerische Verwickelung einfach notorisch seien, und der nur über Selbsterlebtes berichtet. Seine freizubringen! unmöglich macht, dürfen wir uns der Hoffnung hingeben, daß Erzählung lautet: Unser Bataillon war gerade vom Kriege Zur Affäre Tausch liegen wieder eine Reihe Meldungen vor: auch die Militärsta aten eines schönen Tags zur Ver- nach Taif zurückgekehrt. Allgemein war das Gerücht vers In einer früheren Wohnung des Herrn von Lühow soll neuerdings nunft tommen oder gebracht werden. breitet, daß hierher Bascha's ins Eril kommen würden, wieder eine Haussuchung stattgefunden haben, bei welcher eine Riste mit Stripturen und Büchern aufgefunden wurde. Unter den Schrift. Elberfelder Straffammer wurde der Messerreider Buhelm Lippe Tages saben wir sie auf Kameelen reitend, von Bewaffneten umChronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Von der denen man die Schuld an dem Verlaufe des Krieges beimesse. Eines stücken befanden sich, wie verlautet, auch Briefe des Herrn v Tausch wegen Majestätsbeleidigung zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. inget, en enti einziehen. An der Spize ritt ein weißbärtiger Mann, an feinen Agenten von Lützow, aus welchen zur Evidenz hervor- Er soll den Kaiser beleidigt haben, indem er dessen Büfte in einem mager, von kränklicher, schwacher Konstitution, etwas bucklig. Das gehen soll, daß der letztere von Herrn von Tausch auch zur öffentlichen Lokale zu Höhscheid im März vom Postamente herab- war Midhat Pascha. Er grüßte die Truppen, die ringsum Inspiration politischer Artikel" gebraucht worden ist. Wie erinnerlich gestoßen und dabei eine respektwidrige Neußerung gethan haben soll. lagerten. Zwei andere Pafchas folgten ihm, einer, ein sehr sein dürfte, hat von Tausch die Frage des Gerichtspräsidenten, Der Lippe war von seinem Feinde Löhr denunzirt worden. Die schöner Mann, war Mahmud Djal- Eddin Bascha, der andere, wie ob er jemals politische Artikel inspirirt habe, eidlich man aus dem besonders fostbaren Zurban erkannte, ber geleugnet und auch später trotz der dringlichen Borlange Beweisaufnahme drehte sich um die Frage, ob der Löhr glaub- Scheif- ul- Islam. Hinter ihnen ritten noch Offiziere, zwei haltung des Oberstaatsanwalts Drescher unter ausdrücklichem würdig sei oder nicht. waren an den Füßen an ihre Thiere gebunden. Die Pascha's und Hinweis auf den geleisteten Zeugeneid betheuert, daß er, nie= die übrigen Verbannten wurden getrennt installirt. Ich hatte jeder, mals" politische Artikel irgend welcher Art zeit im Gefängniß der Pascha's Zutritt. Einige Monate waren verinspirirt habe. Diese Auslaffung sowohl, wie die Aeußerung, Dem Bundesrathe soll die Konversionsvorlage in den gangen, als plöglich ein Offizier aus Konstantinopel antam, er daß er Leckert's angeblichen Verkehr im Auswärtigen Amte nie- nächsten Tagen zugehen, dagegen ist die Vorlage über die Militär- nannte sich Tscherkesse Suleiman Bey. Ich fab ihn mit unserem mand gegenüber als Thatsache hingestellt habe, sollen die Strafprozeß- Ordnung wieder vertagt worden. Hauptmann in das Amtslokal des Mutessarif unter lebhaftem beiden Hauptpunkte im Meineidsverfahren gegen Tausch Gespräche gehen. Die folgende Nacht mußten alle Sergeanten Darstellen. Auch im übrigen wird das Geständniß, welches- Das Schicksal des Lehrerbesoldung 3- Ge unseres Bataillons, ich unter ihnen, auf den Befehl Herr v. Lützow im Prozeß Leckert Leckert abgelegt, durch zahl- fetes hängt auch diesmal von der Haltung des bildungs- unseres ersten Sergeanten ausmarschiren, gefolgt von diesem reiche bei jener Haussuchung gefundene Aufzeichnungen feindlichen, großagrarischen Herrenhauses ab. Die fonser Ankömmling aus Konstantinopel. Auf dem Wege läßt man uns unterstützt. Was den Verdacht der Majestätsbeleidigung vative Presse bereitet schon darauf vor, daß das Herren- plöglich halten und Suleiman Bey hält eine Ansprache, von der anbetrifft, so haben die bisherigen Ermittelungen, wenn auch eine haus auch der neuen Vorlage des Herrn Bosse Bosse das ich nichts weiter verstanden habe, als daß uns der Padischah Voruntersuchung dieserhalb noch nicht eröffnet worden und einer der Schicksal ihrer Vorgängerin bereiten fann. Im Interesse der Begrüßen lasse. Meine Kameraden sagten: Jetzt werden wir die Hauptzeugen, nämlich der vielgenannte" Normann- Schumann, ohne freiung der Ostelbier vom Banne des Konservativismus tann diese Pascha's erwürgen müssen." Wie ich das hörte, fing ich am ganzen Hinterlassung seiner Adresse abgereift ist, doch so startes Belastungs- Tattit nur begrüßt werden. Zuerst stoßen die Junker die Pastoren Leibe zu zittern an. Unsere Offiziere wählten fünf der allermaterial ergeben, daß die Anklage auch wegen dieser Strafthat er vor den Kopf und nun die Lehrer. Wer wird künftig für sie stärksten Leute aus, unter ihnen war auch ich und ein Riesenhoben werden dürfte. Inzwischen nehmen die Zeugen- Bernehmungen agitiren? Landrath und Gendarm bleiben nur noch übrig. Uns ferl Namens Haidar Tschaouch, aus dem Sudan. Auf ihren Fortgang, zumal fich unter den bei Tausch vorgefundenen fann's recht sein. Befehl des Lieutenants traten wir Fünf in die Belle des Schriftstücken Briefe von Persönlichkeiten befinden, von denen man- Der christlich- soziale Paftor Schall in Bahrdorf Midhat Pascha ein, wir blieben einige Augenblicke stehen. Ich annehmen darf, daß sie über den vielseitigen Kriminal- Kommissar ist, wie der Beit" entgegen anderen Meldungen geschrieben wird, zitterte vor dem, was kommen sollte. Wie uns der Pascha sah, irgend etwas wissen. feines Amtes noch nicht entsetzt, vielmehr ist nur das Disziplinar- erbleichte er und begann sich unruhig auf seinem Lager umherzuNicht unerwähnt soll dabei die Thatsache sein, daß zugleich verfahren auf Amtsentsegung gegen ihn eingeleitet. Die Sache wälzen. Ich war hinter den anderen, so hörte ich nicht genau, auch im Ministerium des Innern Ermittelungen schwebt seit fast 2 Jahren vor der Disziplinarkammer für Kirchen- was er fagte, nur das:" Kinder, was wollt Ihr?" Er versuchte, im Gange sind, welche indirekt mit dem Prozesse Tausch in Ber- diener"; sollte diefelbe einen verurtheilenden Spruch fällen, so steht sich von seinem Lager zu erheben, aber in demselben Augenbindung gebracht werden. Man erzählt sich darüber, daß vor dem Angeklagten noch die Appellation an den Disziplinarhof" frei. blicke stürzte auf Befehl des Lieutenants dieser Haidar mehreren Jahren im genannten Minifterium anonyme Briefe ein- Darnach kann sich die Sache noch lange hinziehen. Tschaouch über ihn mit seiner ganzen Wucht. Die übrigen gelaufen sind, welchen man damals kein besonderes Gewicht beilegte, hielten ihn an Armen und Beinen, bis man ihm endlich die Die aber jetzt, im Lichte der Affäre Tausch betrachtet, eine ganz wirthe" redet in ihrer letzten Nummer von der bekannten Börsen- seiner Füße ergriffen. Ich spürte nur einen Rippenstoß, den ich Die Korrespondenz des Bundes der LandSchnur um den Hals gezogen hatte. Ich hatte besinnungslos einen andere Bedeutung gewonnen haben, da man nunmehr die Spur freundlichkeit" des Vorwärts". Die Grundweisheit der Bündler wegen meiner Unthätigkeit bekam, sonst war ich ganz besinnungslos. des Urhebers gefunden zu haben glaube. Unentwegt steht außer Herrn Harden nur noch die„ Deutsche scheint ein dickes Trommelfell zu haben und nicht lesen zu können Wie lange die ganze Erkution dauerte, kann ich deshalb nicht anTages- Zeitung" zu Herrn v. Tausch. Sie lieft aus dem gegen den Nun, vielleicht versteht sie das folgende: Der Vorwärts" bringt geben; nachher lief ich geradewegs in die Kaserne und mußte gleich einen Funken Sympathie entgegen. Er von Kriminalkommiffar vorliegenden Material nichts diesen Belastendes der Börse nicht da ins Spital transportirt werden, wo ich genau drei heraus, sie hat nur ein Interesse daran, zu erfahren, wie die Presse hält es für findstöpfig, nach dem Mantel zu zielen und nur nach Monate frant lag. Wie ich später erfuhr, machten dieser Haidar zur Kenntniß dieser Mittheilungen gekommen ist, was doch bei der dem Mantel, den Herzog" aber in Ruhe zu lassen; die heutige Tschaouch und der erste Sergeant auch den übrigen Berbannten den Wichtigkeit des Falles v. Zausch nur von ganz nebensächlicher Be- Wirthschaftsordnung mit allen Mitteln aufrecht erhalten wollen und Garaus." deutung sein kann. eine nothwendige Begleiterscheinung dieser Ordnung" in Grund und Boden zu verdammen. Eine solche Dummheit macht der VorDie Schuld für die Nichtabschaffung der Zucker- wärts" nicht mit, er heißt ja nicht Rorrespondenz des Bundes der prämien sucht ein Staat auf den anderen zu schieben. Jetzt Landwirthe". müssen die ungarischen Offiziösen Frankreich die Schuld zu- Beschlagnahmt wurde von der Polizei in Leipzig die schieben, daß eine dahingehende internationale Vereinbarung legte Nummer des illustrirten Münchener Wigblattes Simpliziffimus" nicht zu stande kommt. Bor gar nicht langer Zeit soll Defter wegen eines Artikels, in dem eine Gotteslästerung erblickt wird. einer Revolution. Die Truppen sind konfignirt. Defter- wegen reich die Schuld an dem Fortbestehen der Prämien getragen haben. " * Deutsches Reich. " Ungarn. " " Afrika. Ju Durban( Natal) find zwei englische Schiffe mit indischen Auswanderern angekommen. Es herrscht infolge dessen unter den Eingeborenen große Erregung, da sie fürchten, daß die Angekommenen ihnen die Arbeit wegnehmen werden. Man befürchtet den Ausbruch Amerika. Washington, 6. Januar. Der Senat hat den Beschluß Wir glauben, daß sich immer ein Sündenbock finden wird,- Die Forderung der österreichischen Regie- gefaßt, sodaß zur Freude des internationalen Agrariervolles die Prämienung, den exkommunizirten Bauernagitator P.Stojalowsti ihr gefaßt, die Todesstrafe in 55 von den im Strafgesetzbuche vorauszuliefern, bat in Ungarn große Erregung hervorgerufen. Der gefehenen 60 Fällen abzuschaffen. wirthschaft bestehen bleiben wird. " Frtf. 3tg." wird aus Budapest telegraphirt: In der Angelegenheit- Eine erfolgreiche Flibustier Expedition Das Zustandekommen der von ungarischer Seite empfohlenen der Wahrung des ungarischen Asylrechtes gegenüber dem verhafteten brachte tausend Maufergewehre, eine Ranone und 400 000 Patronen österreichisch ungarisch deutschen Konvention liegt noch im Bater Stojalowsti ist für Sonntag eine große Boltsversammlung nach Ruba. weiten Felde. einberufen. 1246 Frankreich. = ,, Der Despotismus der Sozialisten" ist in Frankreich Die franzöfifchen Senatswahlen. wie in Deutschland ein beliebtes Thema tapitalistischer Skribenten, Paris, 6. Januar. Pétite Republique" richtet infolge ver Paris, 4. Januar 1897. die fich einbilden, mit seichten Wißen die Arbeiterbewegung tödten traulicher Mittheilungen aus dem Kriegsministerium an die Regie- Seit den ersten Drittels- Erneuerungswahlen von 1879, die den oder doch in Berruf bringen zu können. Jetzt sputen in der rung die Frage, ob die Befürchtungen, daß der europäische Friede Republikanern die Mehrheit im Senat verschafften, haben feine französischen Ordnungspresse die„ vier gemaßregelten Ar- nicht mehr von langer Dauer sein werde, begründet seien. Der Senatswahlen die Gemüther so heftig erregt, wie die diesjährigen. beiter von Albi". Unser Pariser Korrespondent hat in Kriegsminifter habe nämlich allen Offizieren an der Grenze Frage Die Wahlkampagne stand im Beichen des Frühjahrs- Konflikts Der Nummer vom 3. dieses Monats bereits die Sache bogen zugehen laffen, in denen die Namen, der Familienstand, die zwischen der ordnungsparteilichen Mehrheit des Senats und erwähnt. Jetzt liegt das gesammte Material uns; Kinderzahl, das Bermögen und außerdem etwaige Personen in der dem radikalen Ministerium Der Bourgeois. privilegirte und wir können hiernach unser Urtheil nun dahin abgeben, daß die Familie angegeben werden sollen, die sich im Falle einer Mobil- senatorische Wahlförper batte fich zu entscheiden nicht Genossen in Albi durchaus forrett verfahren machung mit der Pflege der Kinder befassen können. mehr für diese oder jene politisch farblose Persönlichkeit, sondern für find. Die vier Arbeiter, welche ausgeschlossen wurden, find zweifellos Agenten des Herrn Rességuier, die um ihr unsauberes Geschäft, Paris, 6. Januar. Dem„ Evenement" zufolge bot die pro- oder gegen prinzipielle Programmforderungen, welche für die nächste aus Schamgefühl oder aus irgend einem anderen Motiv, den Mantel gressivistische Gruppe in Bordeaux den nach dem Tode des bisherigen Bukunft der Republik bestimmend find: für oder gegen die Ber. fassungs Revision zwecks Beschränkung der Senatsbefug Vertreters erledigten Deputirtensiz Constans an. des Anarchismus gehängt haben. Es sind würdige Genossen der niffe, für oder gegen die progressive Gintommensteuer. ,, Anarchisten" des ,, Booruit", die diesen im Dienste der Kapitalisten Wie viel Blutopfer ein Kolonialkrieg fordert Und das Resultat? Es hat sich gezeigt, daß der Wahlmodus vor # Der Staatsanwaltschaft, denunzirt haben. Einer solchen Un- zeigt die amtliche Nachweisung über den Madagastar- Feldzug. Die des Senats, ausgebeckt von den Monarchisten der Versailler annehmlichkeit wollte die Genossenschaft der Glasmacher von Archive der Médecine navale haben nunmehr endgiltig die Berlust Nationalversammlung, um ihnen eine Mehrheit im Senat zu Albi sich nicht aussehen; und da die betreffenden Söldlinge ziffern des Madagaskar- Feldzuges festgestellt. Diese Zahlen sind sichern, sich viel rascher in ein fapitalistisch republikanisches des Herrn Rességuier ihre Absicht, das Unternehmen zu schädigen, von einer traurigen Beredtfamfeit: von den insgesammt 22,850 zur Werkzeug umwandeln läßt als in ein demokratisches. Die auch gar zu plump offenbarten, und im Namen der Freiheit und Büchtigung der Howas auf die große afrikanische Insel entfendeten Kennzeichen des reaktionären Wahlmodus sind: indirekte Wahlen Demokratie" gegen jede geschäftliche Ordnung sich auflehnten, so Soldaten find 7498 geftorben, also ein volles Drittel. Am zweiten Grades für einen kleinen Theil des nach einzelnen wurden sie aus aus einer Genossenschaft entfernt, in in die sie meisten gelitten hat das Genie- Sapeurkorps, deffen Mann- Departementen gegliederten Wahlkörpers, indirekte Wahlen dritten nicht hineingehörten, und in die sie fich als Feinde schaften an der Herstellung des Weges und der Brücken Grades für den ausschlaggebenden Theil des Wahlkörpers, in eingeschlichen hatten. Daß in jedem Geschäft, in jedem arbeiten mußten. 3wei Drittel derselben haben ihren dem die Abgeordneten, die General und Kreisräthe unmittelbar als Betrieb, wo eine Anzahl von Menschen zu einem gemeinsamen Tod in dem Fieberklima gefunden. Nach ihnen hat das Wahlmänner fungiren, während die Gemeinderäthe erst Wahlmänner Zweck zufammen zu arbeiten haben, Drdnung und Disziplin herrschen Jägerbataillon die größte Berlustgiffer( 68,2 pt.) aufzuweisen, zu wählen haben; sodann die Erdrückung der städtischen Wahlmüssen, das brauchen die Herren Bourgeois uns nicht zu sagen. Es hauptsächlich infolge des Marsches auf Tsarafotra. Die ein männer durch die ländlichen, der Vertreter volfreicher und vor giebt feinen vernünftigen Arbeiter, und besonders keinen sozialistischen, geborenen Truppen, die in die europäischen Radres eingereiht geschrittener Gemeinden durch die Vertreter volfarmer und rüc der das nicht weiß. Und Leute, die dies nicht einsehen, verdienen waren, zeigten sich viel widerstandsträftiger, aber die ständiger Gemeinden. Kurz, der senatorische Wahlmodus ist ein den Namen Arbeiter nicht. Sogar Herr Belloutter, der Hilfstruppen, gleichviel ob Eingeborene, wie die Sakalawen, oder Hohlspiegel, der den Volkswillen in um so verzerrterer Gestalt waren. " " " " " " " Buchdruckerei Krebs 12,80. -70. Amerikanische Auftion bet Richter, Martannensir., 2,05. Bei der volts= wiederspiegelt, als der Regierungsdruck bei der geringen Fall sein, so müssen uns unsere Gegner gewappnet finden. Benutzen Veröffentlichungen hervorgeht, haben die Einsendungen von Wahlmännerzahl doppelt wirksam ist. wir also die Zeit zu lebhafter Agitation. Nicht nur prinzipiell, auch Unterstützungsgeldern aus dem Auslande fast gänzlich aufgehört. Das muß man im Auge behalten, wenn man die Ergebnisse in der Taktik müssen wir geschlossen vorgehen.( Lebhaftes Bravo! Nur aus Luxemburg ist der Eingang von 400 m. verzeichnet." der gestrigen Wahlen richtig beurtheilen will. Und noch eins. Die( Ueber die weiteren Verhandlungen werden wir morgen berichten.) Wir nehmen an, daß die Tante Voß zu Weihnachten und zu Serie der 29 Departemente, auf die sich die Drittels- ErneuerungsNeujahr auch allen ihren finanziellen Ver= wahlen erstreckten, umfaßt mit wenigen Ausnahmen die reaktionärsten Polizeiliches, Gerichtliches ze. pflichtungen nachgefommen ist. Folglich wird ihre Gegenden Frankreichs. Von den 92 zu erneuernden Mandaten ge--Wegen Veröffentlichungen über die Arbeiterverhältnisse im Kasse während der Feiertage und noch mehr nach diesen" auch hörten 61 den mehr oder minder reaktionären Bourgeois- Dresdener Arsenal ist gegen die Sächsische Arbeiter etwas weniger gefüllt sein als vorher. Bei den republikanern, 20 den Monarchisten und blos 11 den Radikalen. Beitung" vom Kriegsminister Strafantrag gestellt. Genosse Arbeitern ist nach den Feiertagen schon deshalb Geldmangel, weil Dazu tamen fünf opportunistische Mandate in weiteren fünfteichardt, der in Versammlungen über diese Verhältnisse ge- die Unternehmerklasse, für deren Vertheidigung die Tante Boß sich Departements, die durch den Tod der Inhaber erledigt worden sprochen hatte und dessen Verhaftung mit dieser Angelegenheit in mit größerem Eifer als Geschick ins Zeug legt, die Arbeiter meist Verbindung gebracht wird, soll gegen Hinterlegung von 10 000 m. so Nach dem gestrigen Wahltag vertheilen sich nun die 97 Mandate auf freien Fuß gesetzt werden. Die Kaution ist am Dienstag ein- o erbärmlich bezahlt, daß sie kaum die Miethe erschwingen können. wie folgt: 64 Opportunisten( Bourgeoisrepublikaner), 12 Mon- gezahlt worden. Ju München beschloß eine stark besuchte Versammlungnach einem Vortrage archisten und 21 Radikale, darunter einige sozialistische Radikale. Das Hamburger Echo" schreibt: Vor kurzem wurde unter der Parteigenossen des ReichstagsDie Radikalen haben aber 10 Sitze gewonnen, darunter 2 auf den Arbeitern Deutschlands ein Flugblatt verbreitet, das die Abgeordneten v. Vollmar, während der Dauer des Hamburger Kosten der Monarchisten und 8 auf Kosten der Opportunisten. Die Arbeitsgenossen ersucht, nicht nach Hamburg zu kommen. Unfer in Streits 50 Pf. pro Mann und Woche zur Unterstützung der Verluste der letzteren wurden bis auf 2 ausgeglichen durch den Breslau erscheinendes Organ Bolts wacht" hatte einzelne fämpfenden Hafenarbeiter zu zahlen. Gewinn eines radikalen und 6 monarchister Mandate. Der 3 ug Säße des Flugblattes veröffentlicht. Die Breslauer Staatsanwalt- Ein Hamburger Agent versuchte in Antwerpen Streitnach links ist also immerhin auch unter dem reaktionären Wahlschaft, die in puncto Findigkeit allen anderen voraus zu sein scheint, brecher anzuwverben, hatte aber kein Glück. Die Antwerpener gaben modus und im rückständigsten Theil Frankreichs zum Ausdruck ge- hat gegen den Redakteur der Volkswacht", Genoffen 3ahn, und ihm den Laufpaß. Die Kölnische Zeitung" theilt nun als Grund kommen. Das ist bei objektiver Betrachtung der einzige Schluß, der gegen den Verleger des Flugblattes, Genoffen Schippmann in mit, daß die Leute sich vor den Drohungen" der Vertreter der sich aus den gestrigen Wahlen ziehen läßt. Bedeutsam ist etwa Hamburg, das Untersuchungsverfahren eingeleitet, da in den in internationalen Dockervereinigung gefürchtet" hätten. Diese Angabe noch der Umstand, daß die Bourgeoisrepublikaner den Radikalen friminirten Säßen unterschiedliche Strafthaten enthalten sein sollen. des Kölnischen Blattes bezweckt natürlich nur, die Vereinigungsnur einen einzigen Sitz im fèredepartement( mit 690 gegen 543 Genosse Schippmann wurde bereits polizeilich verhört. bestrebungen der Arbeiter nach oben hin noch mehr zu verdächtigen, Stimmen) abgenommen, während sie an die Radikalen 9 Size ver Ein neuer Prozeß wegen groben Unfugs" ist gegen das als das schon geschehen ist. loren haben, darunter gerade sämmtliche fünf außerhalb der Boltsblatt für alle" anhängig; diesmal handelt es sich reaktionären Departementen- Serie liegenden Size. Hervorzuheben um eine Notiz, die den in der Krebs'schen Maschinenfabrik ausist dabei, daß zwei der letzteren Size den verstorbenen opportunistischen gebrochenen Streik betrifft. Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für die Leuchten Challemel- Lacour und Spuller gehörten. In einer Versammlung in Breslau hatte Genosse streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende Die schmerzlichste Niederlage haben die Bourgeoisrepublikaner Sch e b 3 die Stellung der Görlizer Staatsanwaltschaft zum Beiträge ein: und das Kabinet Meline in der Person Constans' und Hébrard's dortigen Töpferstreit beziehentlich zum Verbande der Töpfermeister 3wet aus Rirborf 1,50. Deutscher Kortarbeiterverband, Bahlstelle Berlin, erlitten. Allgemeine 5. Rate, 5,60. Geburtstagsfeier bet Gaule d. Eisenhauer 2,50. Der Schlächter der kritisirt. Vor dem Breslauer Landgericht mußte er sich deshalb wegen Sammlung Burgsdorferstraße bei König 1,50. von Fourmies und Gestörte Neujahrsfeier bei panamistische Direktor des führenden und vornehmsten" Regierungs- Beleidigung der Görlitzer und auch der Breslauer Staatsanwalt- m. Dolgta mit J. Jacob 2,- Personal der Buchdruckerei und Buchbinderei blattes Temp3" wurden in Toulouse( Haute- Garonne) von den schaft verantworten, von der er angeblich die Meinung hat erwecken von R. Mosse, 4. Rate, 63,- Wallmann's Druckerei Lichterfelde 4,45. Siſte 1350 vereinigten Radikalen und Sozialisten geschlagen, trotzdem wollen, daß sie ebenso handeln würde wie die Görliger. Das Ge- und 116, Frete Vereinigung der Kaufleute 13,65. Buchdruckeret Pionier" 11,20. K. Hartmann und D. Bauer 1,50. Liste 3103, Herr Barthou Himmel und Hölle aufgeboten hatte, um seinen richt erkannte auf 50 M. Geld- oder eventuell 12 Tage Gefängniß: G. Götte, Brandenburgstr. 18, 20,95. Ein reich gewordener Mechaniker d. Otto ehemaligen Gönner, Constans, und den Direktor seines Leibblattes, strafe. Bei der Begründung des Urtheils wurde ausgeführt: Auf Kreinecker 10,-. Eine Genoffin 8,-. Gesammelt bet Zippel, Rathenowerstr. 75, Hébrard, vor dem politischen Tode zu retten. Das Wahlergebnis Gefängnißstrafe wäre trotz des Vorwurfs der Parteilichkeit nicht zu thümlichen Soiree in Keller's Festfalen( 6 Mitglieder vom Gesangverein„ Korn wurde in Toulouse mit dem rächenden Rufe: Nieder mit erfennen gewesen, da das Vorhaben der Unternehmer in Görlitz und blume" und Keller ertra 3,-) 7, Bon Mitgliedern der freien Kranken- und dem Schlächter von Fourmies!" aufgenommen. der abschlägige Bescheid der Staatsanwaltschaft daselbst dem An- Begräbnißtaffe der Schuhmacher Berlins 6,- Liste 3454, Roswig, Bildhauer Auf der anderen Seite ist eine fühlbare persönliche Schlappe geklagten als Entschuldigung für seine Aeußerung anzurechnen sei. 3,20. 16 Arbeiter bei Siemens u. Halste, Charlottenburg, 4. Rate, 9,50. Stockfabrik von Gembeckt, 3. Rate, 10,-. Mitglieder des deutschen Buchdrucker für Léon Bourgeois zu verzeichnen. In seinem eigenen MarneDie Mülhauser Nachtwächter Affäre in verbandes im„ Borwärts", 6. Rate, 25,-. Bufriedene Pflanzer auf Bauer's Ruh. Departement hat er durch seine persönliche Wahlagitation die zwei letzter Instanz. Das Reichsgericht hat die Revision des Süd- Ost, 3,50. Buchdrucker Stralauerstr. 56, 4. Rate, 2,10. M. S. 1,-. J. B. 1, W. B. 1,-. Lifte 3829, A. E. G. 15,35. Listen d. Brintmann 8801, 3809, 1764, bisherigen ministeriellen Senatoren nicht zu verdrängen vermocht, Genossen Reßler gegen das drakonische Urtheil der Mülhauser 1752, 8811, 1771, 914, 8815, 8814, 913, 1760, 1770, 1772, 912, 1779, 1788, 928, 1776, wenn auch ihre Stimmenzahl um 115 bez. 138 zurückgegangen ist. Straftammer, das wegen Nachtwächter- Beleidigung Genoffen Martin 3845, 1756( darunter Pintbant im Nordring 6,25) 153,45. Verein Ferner wurden die Anführer des Senats im Kampfe gegen das zu einem Jahr, Genossen Keßler zu sechs Monaten Gefängniß der Bilderrahmenmacher, 2. Rate, 15,-. Liste 3692, Schäfer( darunter Kabinet Bourgeois, Franc- Chauveau, Mouis, Trarieur, wieder verknurrte, aufgehoben und zur nochmaligen Verhandlung an bet. 13,10. Lifte 2425, Woldt, Buchhändler, 22,85. Ueberschuß vom Vortrag für Neujahrsspigen 2,25) 10,05. Amerikanische Auktion eines Weihnachtsbaumes gewählt. die Vorinstanz zurückverwiesen. Genosse Martin, der schon seit dem Röntgenfirablen" am 3. Feiertag im Kolberger Salon, 1. Rate( Deutscher Unsere Genossen von der sozialdemokratischen Ar. 23. April seine Strafe abbüßte, weil er auch nicht gegen Raution Metallarbeiter- Verband) 60,- Lifte 2878, Hoffmann 11, Lese- und Distuttr beiterpartei haben im ganzen 14 Kandidaten in 4 Departementen auf freiem Fuße belassen wurde, hat vor etwa vier Wochen wegen Drantenstr. 22, 3. Rate 14,05. R. P. M., Charlottenburg, Bismarckstraße, flub Nordkante 5,92. Sylvesterfeier bei Ewald 7,20. Möbelfabrit C. Pohl, ( Bouches- du- Rhône, Nord, Herault und Gironde) aufgestellt. Auf einen Krankheit einen vorläufigen Urlaub aus dem Gefängniß bis zur Bersonal der Buchdruckerei W. Greve, 4. Rate 6,70. Buchbruckerei Baß u. Garieb, Erfolg fonnten sie von vornherein nur etwa in Bouches- du- Rhône( Mar- Erledigung der Revision Reßler's erhalten, die sich natürlich auch außer einem, 3. Rate 11,50. Amerikanische Auttion, Weihnachtsfest der Klaviers feille) rechnen, wo Dr. Flaissières, der sozialistische Bürgermeister über Martin's Urtheil erstreckt. Er hat von seinem Jahr bereits arbeiter 14, Biften der Klavierarbeiter 642( Mittag 17,05), 646( Stößel 5,90), 649( Neufeld 6,30), 652( Heindorf 8,80), 657( Neugebauer 11,70), 598( Wiesner 7,25), von Marseille, für den Sitz Challemel- Lacour's fandidirte. Er er acht Monate abgesessen, wahrscheinlich viel mehr als er bei der 622( Scholz 3,7E), 631( Sante 8,80), 640( Jaschinsky 10,40), 648( 20th 6,85), 658( Roch hielt aber nur 90 Stimmen. Gewählt wurde im 2. Wahlgang mit neuerlichen Verhandlung überhaupt bekommen wird. Die Staats- u. No. 8,-), 661( Heindorf 9,05), 647( Strauſe, untere Werkstatt 2,50), 105,85 durch Hilfe der sozialdemokratischen Stimmen, auf grund des ab- anwaltschaft hatte bekanntlich gegen Martin nur zwei Monate Ge- Wustrow. Buyer, Bau Taubenstr. 46, 5,50. Lifte 8820, Steinbildhauer, Kaiser Wilhelm- Dentmal 13,60. Listen der Steinindustrie- Arbeiter 8327 und 8326 23,35. geschlossenen Wahlbündnisses, der sozialistisch- radikale Abgeordnete fängniß und gegen Reßler 300 M. Geldstrafe beantragt. Schwahn 3,-. Schriftgießeret Theinhardt, 4. Rate 11,20. Buger W. Ehrenberg, Leydet. Im Norddepartement, der sozialdemokratischen HochIn dem Beleidigungsprozeß des ehemaligen Polizeihaupt- Gothenstr. 43, 2, A. Schulz, Schöneberg, 1,50. Funzele bei Otto-, 80. burg, fielen auf unsere fünf Kandidaten 217-117 Stimmen. Die manns Palmberger gegen den Redakteur der Fränt. Instrumententräger Berlins und Umgegend, 2. Rate 21,50. Die vier Schafstöppe am 2. Januar 2,50. Sylvesterfeter in der Rostockerstraße 1,-. Metalldreher von meisten Stimmen erhielt Alfred Giard, der hervorragende ages post", Genossen Gärtner, lautete das am Dienstag naruhn u. Petích 1,50. Sylvefterfeter und ameritanische Auktion bei G., Professor der Zoologie an der Pariser Sorbonne, der die verkündete Urtheil des Landgerichts: Das freisprechende Urtheil Soldinerstraße, 4,90. Siste 2255, Bolzmann 8,35. Schriftgießerei Reimann 4,20. Schriftgießerei und Meffinglinien Fabrit fozialdemokratische Kandidatur trot der Denunziation der des Schöffengerichts wird aufgehoben und Gärtner zu 150 M. Schriftgießerei Bürenstein 6, von Wöllmer. 74,-. Lifte 4310, Siemens u. Halste, Berlin 18,70. Gürtlerei Ordnungspresse angenommen hatte. Die verhältnißmäßig ge- Geldstrafe event. zu 15 Tagen Gefängniß und zur Tragung der Spinn u. Sohn, Schiffbauerdamm( mit Ausnahme des Schloffers) 3. Rate 9, ringe sozialdemokratische Stimmenzahl im Norddepartement, Kosten beider Instanzen verurtheilt. In den Gründen heißt es: Buchdruckeret Otto von Holten, 5. Rate 21, Bierprozente Otto von Holten 10,-. Lifte 3738, Bechert, Tischler 6,75. Ueberschuß vom Vergnügen im Elysium am die ministeriellen 1400 Bellagter habe den Beweis, daß Kläger absichtlich zu wenig 3. Weihnachtsfeiertag der Gesangvereine: Rothe Nelte 2, Orantenburger Borstadt, Kandidaten zum theil über Stimmen erhielten, zeigt am deutlichsten, wie sehr der senatorische Bier bezahlt habe, nicht erbracht. Bei der großen Quantität des Treu und Einigkeit Rigdorf und Weiße Rose 2 Weißenfee 40,-. Ein Budifer, Wahlmodus den Volkswillen fälscht. von Palmberger konsumirten Bieres habe dieser in den Irrthum Brandenburgstraße 49, 2, Christel's Geburtstag 6,-. Staatssekretär 2,80. Verband der Maler, verfallen können, daß er weniger als in Wirklichkeit der Fallotterieverein Fortuna( darunter Bergnügen 8,95) 12, 6, 10,-. Lotal Großmann, Roßstraße, 3,85. Liste 4166, Pianowar, zu bezahlen hatte. fabrit von Schiller 14, ifte 4321, Tischleret von Ball durch den Bildhauervolontär Meyer 4,75. Gine Rotte aus der Oranienstraße, 5. Rate 3,25. Von den Holy'schen Schnittarbeiterinnen 3,05. 8we czechische Genoffen-, 20. Gesammelt am Sylvester vom Glühlichter't"( an Strippentanzbändern 1,80, Falschem Singen -, 80, amerit. Auttion von 2 Paar Knobländer 7,50) 10,10. Tischleret von Noact Dornröschen 3,35. Amerikanische Auftion bet Serbner 1,70. Rauchklub Katro, durch Arlt 6,-. Pals, Kutscher, Marstr. 16, 8,-. E. H. N. 1,50. Rauchklub 2. Rate 6,25. Amerikanische Auttion bei Schröder, Wiesenstr. 39, 7,10. Sylvefterfeter bet Richter 6,50. Gemüthlicher Statteller, Rosmarinstraße, 2,-. Buchbruceret 2735, 2779, 2768, 2786, 813, 2774( barunt. S. u. 6. Abth. 24, 36,45 u. Hartgummi F. N. uustein 4. und 5. Rate 27,50. Liften durch E. Ernst, 1848, 2740, 2741, 2723, 2732, 12,40) 110,80. Ameritanische Auttion von B. V. Alpenglühen 1892 3,75. ArbeiterBitherverein Einigkeit, 3. Rate 15,-. Liſten durch Bogel, Buyer, 3856, 4370, 3861, 3857, 3862, 8858 52,05. Bentralverein der Bildhauer Deutschlands, Berwaltungsstelle Berlin, durch R., 3. State 200,-. Bet H. durch. 1,10. Schmierfinten von Pintsch, Andreasftr. 72-73, 7,- Bentral Verbandsbureau Zentralverein der Former, Bahlstelle Berlin," 8922, 8930, 3925, 3923, 3926, burch der deutschen Buchbrucker 12,-. Redaktion„ Die Zeit", 7. Rate 500,-. Listen Hg. 43,50. Juliusfeli Strafgeld 2,-. Bon Droschtentutschern bei Eufol 3, Neun Botenfrauen in Charlottenburg des d. P. Sp. von der Sylvesterfeter 9, Schillerstr. 75, 2,-. Charlottenburg, aus der Musterwerkstatt,-, 75. E. B., eine Frau aus dem Wolfe, 10,-. A. Lieb, Invalidenstraße, Bigarrenfabrit, 5. Rate 2,50. D. G., Berlin SW., 2. Rate 20,-. Gefangverein Schildhorn, Sylvesterfeter bet Diböter 11,-. Achim bet Bremen durch Brennecke 50,- Kreuzberg, Borne in Förderstedt 6,- Textilarbeiter- Verband 50,- Saberlandt 1,-. Abtheilung der War Bading'schen Buchdruckeret, 5. Rate 9,- Mühlhausen in Thüringen von den Genossen, durch Aengst 10,-. Gewerkschaftstartell Fürth d. 8. 100,-. Verband der deutschen Buchdrucker( Bezirksverein Marburg) 60, Hüttensteinnach ,, Allerlei Proletarier" 2, 100 Wollte man mit Léon Bourgeois den Sieg der Verfassungsrevision von der fortschreitenden Demokratisirung des Senats durch die alle drei Jahre stattfindenden Drittels- Erneuerungswahlen erwarten, dann hätte man länger zu warten als bis zum vorausfichtlichen Sturz der ganzen fapitalistischen Wirthschaft. Von den gewählten 21 Radikalen haben sich blos 16 rückhaltslos für die Berfaffungsrevision ausgesprochen. Der erneuerte Senat weist, abgesehen von 3 noch nicht besetzten Mandaten, folgende Parteizusammenfeßung auf: 222 mehr oder minder waschechte Bourgeoisrepublikaner, 45 Radikale und sozialistische Radikale, 30 Monarchisten. Es giebt aber nach wie vor eine kompatte senatorische Drdnungsmehrheit, die kommenden Falles sich um fo fräftiger gegen eine demokratische Reformpolitik stemmen würde, als die letzten Wahlen, trotz der theilweisen Erfolge der Demokratie, den Senat wieder einmal als die Hochburg der Großbourgeoisie erwiesen haben. Eine gründliche Wandlung ist erst von den allgemeinen Rammerwahlen des Frühjahrs 1898 zu erwarten, von der souveränen Stimme des immer ungeduldiger werdenden all: gemeinen Wahlrechts. Parlamentarisches. Auf der Tagesordnung der ersten Reichstagsfikung nach den Ferien am 12. d. M. steht die zweite Lesung des Etats des Jnnern. Dem Vernehmen nach werden bei dieser Gelegenheit verschiedene landwirthschaftliche Fragen zur Sprache fommen. Wahr scheinlich wird die Petition des Bundes der Landwirthe wegen Ab. Sperrung der Grenzen gegen Einschleppung von Viehseuchen die Veranlaffung zu einer größeren Debatte über die Lage der Landwirth. schaft bieten. Vielleicht wird auch eine Börsendebatte aus Anlaß des Streits der Börseaner entstehen. Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen. In dem holsteinischen Dorfe Sande wurde der von den Arbeitern aufgestellte Kandidat Wöhlte mit 64 Stimmen zum Schulvorsteher gewählt; der Gegner erhielt In Stubhaus im Herzogthum Gotha wurden 2 Kandidaten der Arbeiter in den Gemeinde- Ausschuß gewählt. 51 Stimmen. M " Die Hafenarbeiter- Bewegung. Eine Anzahl Arbeiter, die aus dem Hannoverschen durch Werbeagenten gestern nach hier transportirt waren, sind sofort wieder abgereift, als ihnen hier von den Streifenden Borstellungen gemacht wurden. Die englischen Schiffe haben jezt alle doppelte Besatzung, die Schauermannsarbeit mitverrichten muß. Einige Chinadampfer dirigiren ihre gesammte Besatzung jetzt stets nach einem Schiffe und lassen so ihre Schiffe nach einander löschen. Natürlich dauert das wochenlang, während früher die Schiffe in wenigen Tagen gelöscht waren. Es lagen gestern Abend in Hamburg und den angrenzenden Häfen 330 Seefahrzeuge. Das Hamburger Echo" stellt heute folgende Anfragen an die General- Zolldirektion: 1. Wird für die der Hamburg- Amerika- Linie ganz oder theilweise zur Benutzung überlassenen Schuppen, die dem Hamburger Staate gehören, Miethe bezahlt? Wie viel und wie wird sie für die nicht getrennten Räume, die von der Zollabfertigung und der Hamburg- Amerika- Linie zusammen benutzt werden, berechnet? 2. Welche Unterlage hat die Zollverwaltung für die Berechnung der Krahngebühren, die für die Benuzung der Krähne zu entrichten find? bindung von der Pflicht, die Waaren, welche die Zollgrenze 3. Auf grund welcher gefeßlichen Bestimmung ist die Entpaffiren, anzumelden, erfolgt? 11 Drei WertAtheistischen Gesellschaft Charlottenburg 11,50. 2. Es muß heißen: Beberarbetter Berlins, 3. Rate durch W. Arndt. 3. Es soll heißen: 2288 10,95. Berichtigung. 1. Jn Nr. 2 des Vorwärts" muß es heißen: Von der = ( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16, vorn part.) in der Beit Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau Es ist nämlich der Hamburg- Amerika- Linie ein am Zollfanal von 9-1 Uhr vormittags und von 6-8 Uhr abends entgegen. belegener Staatsschuppen ganz und einer theilweise zur Lagerung Die Zentral Streiffommiffion der Hafenarbeiter Ham-, von Waaren überlassen worden. Um diese Schuppen zu erreichen, burgs quittiet hierdurch darüber, daß fie von den Gewerks muß man die Zollinie passiren und hier die Waaren deklariren. fchaften Jenas als 7. Rate 100 m. erhalten hat. Von dieser Verpflichtung ist die Amerika- Linie entbunden worden. Auf die Beantwortung der drei Fragen seitens der General- Zolldirektion darf man gespannt sein. Die Bewohner der Straßen Am Holländischen Brook, Am Brookthor- Quat und Bei der Poggenmühle haben heute eine Betition an den Senat vorbereitet, in der ersucht wird, die auf diesen Straßen eingerichteten Maffenquartiere für Streifbrecher einer genauen Kontrolle durch die Gesundheitskommission zu unterziehen. Gewerkschaftliches. Zuzug von Arbeitern nach Hamburg ist während der Dauer der dortigen Lohnbewegung aufs strengste fernzuhalten! Gelder sind zu senden an das Berliner Gewerkschaftsbureau( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16.) Heute Morgen haben verschiedene Stauer an ihre alten Arbeiter Einladungen geschickt und sie gebeten, sofort die Arbeit Achtung, Schuhmacher! Als wir im vorigen Jahre in Berlin Der sozialdemokratische Parteitag der Provinz Hannover gegen höhere Löhne wieder aufzunehmen. Ein unsere Lohnkämpfe siegreich zu Ende geführt hatten, sprachen die begann am 3. Januar in Hildesheim seine Verhandlungen. Nach Stauer bot seinen alten Arbeitern 8 M. pro Tag, weil er mit Herren Fabrikanten die Drohung aus: Wir werden mit Euch Erledigung der üblichen Formalitäten berichtete Genosse Meister über Agitation und Presse. Wir entnehmen seinem ausführlichen den Streitbrechern nichts mehr beginnen könne. Es arbeiten im abrechnen! Es bildete sich ein Kartell nach dem Muster der KühneReferat, daß unser Parteiblatt in Hannover in der günstigen Lage Hafen als Schauerleute, Quaiarbeiter, Krahnführer, Ewerführer, männer und am 1. Januar errichteten die Fabrikanten einen Arbeitsa sich befindet vom 1. Januar ab das Abonnementsgeld erheblich herabzu- Donkyleute und Speicherarbeiter nach der von zwei Kollegen und nachweis, der mit schwarzen Listen operirt. Dieser Arbeitsnachweis mir am Montag aufgenommenen Statistit etwa 5000 Mann, die ist laut Beschluß der öffentlichen Schuhmacher Versammlung vom setzen. Redner bedauert sodann die Gründung des Parteiblattes nach günstigster Schäßung die Arbeit von etwa 2000 Hamburger 5. Januar so lange zu meiden, bis ein entgegengesetzter Beschluß in Göttingen, die mit den Beschlüssen der Gesammtheit Arbeitern verrichten. Bei regelmäßigem Geschäftsgange arbeiten gefaßt ist. Wir ersuchen nunmehr alle der Schuhindustrie an= in der Provinz Hannover nicht zu vereinbaren ist. Jedenfalls wäre im Hafen täglich etwa 10 000 Hamburger. Danach kann gehörigen Arbeitslosen, sich Schilling str. 24 bei Willner zu melden. es nicht nur besser, sondern unbedingte Verpflichtung der Göttinger man ermeffen ermessen, wie es mit der Arbeit im Hafen aus- Gleichzeitig machen wir auf die zu Montag einberufene Ver= gewesen, sich, bevor sie derartige Experimente machten, mit dem fiebt sieht und wie sebulichst die Unternehmer die Beendigung sammlung aufmerksam, wo weitere Beschlüsse gefaßt werden Provinzial Agitationstomitee in Verbindung zu setzen. Da die des Ausstandes des Ausstandes herbeiwünschen. Ich habe neulich schon sollen. Die Kollegen in Deutschland ersuchen wir( da es Göttinger Genossen jedoch ihren Fehler eingesehen und in letter Anlaß genommen, zu schreiben, daß eine amtliche Statistit voraussichtlich zu einem großen Rampfe tommen wird), so lange Zeit sich dementsprechend verhalten haben, so wird unsererseits über die im Hafen beschäftigten Arbeiter weder früher aufgenommen Berlin zu meiden, bis diese Angelegenheit ges, der Zwischenfall als erledigt betrachtet wir werden ift, noch jetzt aufgenommen wird. Trogdem telegraphiren das regelt ist. Wir sind nicht gewillt, unter dem System der hoffentlich in Zukunft wieder Hand in Hand arbeiten. Berbreitet sind im Jahre 1895 im ganzen 210 500 Exemplare und Bolff'sche und das Reuter'ſche Bureau täglich in die Welt hinaus: fchwarzen Liste zu arbeiten und werden, wenn es sein muß. 1896 zusammen 337 600 Exemplare.( Ruf: Noch lange nicht genug!) laut amtlicher Geſtſtellung arbeiteten heute im Hafen u. s. w." Die alle uns zur Verfügung stehenden Mittel aufwenden, um die gea Wenn nun bezüglich der Referenten zu Versammlungen gleich- Bahlen der verschiedenen Bureaus sind erlogen, was man schon plante Einrichtung des Berliner Fabrikantenvereins illusorisch zu machen. Für die Agitationskommission: C. Willner, Schillings falls nicht alle Wünsche haben befriedigt werden können, so daran sieht, daß sie unter einander sehr wenig übereinstimmen. Die Streitunterstüßung wurde gestern in gewohnter Weise ausstraße 24. liegt dies vielfach daran, daß man an den verschiedensten Orten gezahlt. Es blieb eine größere Summe in der Streitkaffe für die Die Delegirtenwahlen der Drts Krantentaffe für Gewicht darauf legte, bestimmte Personen zu bestimmten den Gewerbebetrieb der Kaufleute, HandelsTagen zu haben. Das läßt sich einfach nicht immer machen. nächste Woche zurück. Die ,, Voffische Zeitung" sagt über die Quittungen, die die leute und Apotheker find vom Berliner Magistrat für unZum Schluß bemerkt Redner: Wir gehen jegt wieder kritischen Beiten entgegen und möglich ist es, daß der Reichstag feines natür Berliner Gewerkschaftskommission über die Gelder giltig erklärt. Bekanntlich fiegte mit geringer Mehrheit die Lifte lichen Todes stirbt. Es wird dies davon abhängen, ob der Reichs. für die Hamburger veröffentlicht:" Der Ertrag der Sammlungen der organisirten Arbeiter. Es bedarf also nochmals der Antag Rückgrat genug besigen wird, größere Anforderungen, die dem für die Hafenarbeiter iſt während der Feiertage und noch spannung aller Kräfte, um des errungenen Bortheils nicht wieder Wie aus den verlustig zu gehen. nächst wieder an ihn gestellt werden, abzulehnen. Sollte dies der mehr nach diesen merklich zurückgegangen. und nur wurde. Gerichts- Beitung. Versammlungen. An die Arbeiter Deutschlands! Der Streit auf dem Rorrespondent", wird vermuthlich die Forderung sein, daß niemand stände Zeugniß ablegten, die ihr Amt unmittelbar betrafen, Emaillirwert von Thiel u. Söhne in Lübeck, der nun ins Land gelassen werden soll, der nicht englisch lesen und schreiben die Richtigkeit ihrer Aussage auf den Diensteid versicherten; daraus schon 12 Wochen dauert, ist noch nicht beendet. Es steht aber zu fann. folge, daß derartige Aussagen als zur amtlichen Thätigkeit erwarten, daß die Entscheidung bald fällt; deshalb ist es jest doppelt Man mag die Maßregel betrachten, von welchem Standpunkt derselben gehörig erachtet wurden. Der Vertheidiger, Rechtsnothwendig, das der Zuzug streng fern gehalten wird. Vor allen aus man will, jedenfalls ist sie nicht nothwendig. Abgesehen davon, anwalt Freudenthal, machte dagegen dagegen geltend geltend, daß Dingen dürfen Metallarbeiter aller Branchen sich nicht verlocken daß unter den eigentlichen Amerikanern unzählige ebenfalls nicht die von der Staatsanwaltschaft gezogene Schlußfolgerung lassen, bei Thiel u. Söhne sowie bei dem Schlossermeister Jenß lesen und schreiben können, weil in vielen Einzelstaaten der Union aus der Stellung des Beamten zum Eide nach dem früheren ( dessen Schloffer ebenfalls die Arbeit niederlegten, weil fein Schulzwang besteht, bietet die im Verhältniß zu ihrer Größe Verfahren irrig sei, die Berufung auf den Diensteid nach dem sie Arbeit für Thiel u. Söhne machen sollten) in Arbeit zu treten, noch sehr dünn bevölkerte Union noch so vielen Menschen Raum, frühern Recht sei aus prozeßpolitischen Gründen eingeführt und habe denn gerade der Mangel an gelernten Arbeitern macht den Herren daß im Gegentheil die Einwanderung eher zu begünstigen als zu er- nichts mit der Frage zu thun, ob ein Beamter als Zeuge eine am meisten Herzbeklemmungen. Das richtigste ist, wenn die An: schweren ist. Berufspflicht erfülle. Das angegriffene Urtheil habe diese Frage mit gehörigen dieses Berufes Lübeck überhaupt meiden. Aber auch petuniäre Unterstützung ist dringend erforderlich, denn es Das Elend auf Sizilien. Eine schwere Sorge lastet auf den Recht verneint. Das Reichsgericht verwarf auch die Revision der find noch 311 Streifende zu unterſtüßen, darunter 80 Frauen Behörden der von der Natur so verschwenderisch ausgestatteten Insel Staatsanwaltschaft und bestätigte das erste Urtheil. Sizilien: die Zahl der beschäftigungslosen Arbeiter jeder Art ist und Mädchen. Verheirathet sind 196, welche 363 Kinder zu er nähren haben. Arbeiter, Genossen! Es handelt sich hier um Sein ungeheuer. Fast fortwährend finden sich ganze Züge von Arbeitern oder Nichtsein blühender und leistungsfähiger Organisationen. Unser den Zeitungs- Redaktionen ein und verlangen Brot und Arbeit. In bei dem königlichen Kommissar, dem Minister Codronchi, und bei Die Schuhmacher beschäftigten sich in einer gut besuchten Sieg ist Eurer Sieg. Deshalb beweist auch uns jetzt gegenüber Balermo allein giebt es nicht weniger als 10 000 Arbeiter, die Versammlung, die am Dienstag im Englischen Garten tagte, mit Eure stets bewährte Solidarität! Das Streiffomitee. J. A.: Heinr. seit vielen Monaten auch nicht die geringste Arbeit haben; dem vom Verein der Schuh- und Schäftefabrikanten gegründeten Schweizer in Lübeck, Lederstr. 3. Alle Anfragen und Geldsendungen find zu richten an Ernst Gruppe von 50 000 brotlosen Personen. Das ist eine furchtbare Gründung des Fabrikanten- Kartells den Arbeitern gemachten Ver10 000 beschäftigungslose Arbeiter repräsentiren wenigstens eine Arbeitsnachweis. Einleitend verwies Willner auf die bei der Bendfeldt in Lübeck, Lederstr. 3. Alle Parteiblätter werden um Biffer in einer Stadt von 250 000 Einwohnern! Dazu kommen fprechungen, nach welchen die Lohn- und Arbeitsverhältniffe Abdruck gebeten. noch die Arbeiter, deren Löhne herabgesetzt worden sind und die so gemeinsam geregelt werden follen und ein friedliches In Aachen sind die Arbeitsverhältnisse in der Textil.wenig Arbeit haben, daß sie nicht mehr genug verdienen, um sich Busammenarbeiten in Aussicht gestellt wurde. Ständen auch industrie so erbärmlich, daß den auswärtigen Textilarbeitern und ihre Familien anständig zu ernähren. Es giebt in Palermo die Mehrzahl der Arbeiter diesen angeblichen Bestrebungen sehr gerathen werden kann, diesen Ort zu meiden. Wie Fabriten, die einige hundert Arbeiter beschäftigten und die nun, steptisch gegenüber, schon deshalb, weil die Sprecher der Fabrikantenschon mitgetheilt wurde, ist in der Weberei von Grünberg u. Ko. wegen der Lohnreduktion, einen sogenannten„ Arbeitswechsel" ein- Bereinigung eifrigst bemüht waren, die Sagungen des Kartells geein Streit ausgebrochen; sämmtliche Weber, 50 an der Bahl, legten richten mußten, so daß jeder Arbeiter nur zwei bis drei heim zu halten, so hat es sich aber doch nach der erst kurzen Thätigdie Arbeit wegen Lohnabzuges nieder. Diesem Streit ist ein zweiter Tage in der Woche beschäftigt ist. Die Erregung in feit herausgestellt, welche Absichten die Unternehmer zu dieser gefolgt, und zwar in der Rosenberg'schen Fabrik, wo den der Klasse der Nothleidenden wächst in bedrohlicher Verbindung veranlaßten. Schon die Thatsache, daß die Mitglieder Webern eine 20prozentige Lohnreduktion zugemuthet wurde. Die Weise. Wie unsere Leser schon aus aus der letzten Nummer durch hohe Konventionalstrafen von 3000 bis 9000 m., je nach der Bezahlung der Aacheuer Textilarbeiter ist, wie man uns schreibt, so unseres Blattes wissen, fam es wieder zu Unruhen Größe des Betriebes, zur Innehaltung des Statuts verpflichtet wurden, miserabel, daß in einer der letzten Stadtverordneten- Sitzungen die auf der Insel. Eine amtliche Depesche sucht die Vorfälle läßt darauf schließen, daß die Vereinigung anderen Zwecken dient. Schuld an dem Hochschnellen des Armenbudgets freilich als bedeutungslose lokale Ausschreitungen darzu- Das Statut der Schuh- und Schäftefabrikanten weist, soweit es bis direkt den Textilfabrikanten zur Last gelegt stellen. Die Bauern haben nach dieser amtlichen Darlegung jetzt bekannt ist, eine täuschende Aehnlichkeit mit dem der Metallwegen mißverständlicher Auslegung administrativer Anord- industriellen auf und enthält unter anderem auch die Bestimmungen, Aus Weißenfels berichtet das Boltsblatt für Halle" über nungen in der Gemeinde San Giuseppe Jato das dortige daß unberechtigte Forderungen der Arbeiter von der Vereinigung den dort ansgebrochenen Schuhmacherstreit: In der Schuh- Steuerhäuschen in Brand gesetzt. Die Ruhe wurde alsbald wieder- solidarisch bekämpft werden. Die Arbeiten der vom Streit betroffenen fabrit von Emil Blasig, der größten Fabrit am Orte, legten hergestellt. Die Vorfälle haben keine weiter reichende Bedeutung. Fabriken sollen in anderen angefertigt oder von diesen die am Montag sämmtliche 3 wider, 49 Mann, die Arbeit Genau so schlossen die Depeschen, welche zur Zeit des großen Auf- nothwendigen Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt werden. nieder. In den folgenden Tagen werden auch die Maschinen- und standes auf Sizilien von Herrn Crispi in die Welt hinaus gesandt Diejenigen Arbeiter, welche sich weigern, ihren Kollegen in den Rücken zu fallen, werden den Statuten des Fabrikanten- Kartells sonstigen Arbeiter gezwungen sein aufzuhören, da absolut keine wurden. Arbeit vorräthig ist. In der Fabrit werden ca. 170 Arbeiter be= entsprechend als Streifende betrachtet und behandelt. Ebenso wie schäftigt. Die Zwicker ftellten folgende Forderungen: Abschaffung das Statut ist der neu eingerichtete Arbeitsnachweis dem der Kühneder Strafen; 10 Minuten vor Beginn der Arbeit die Fabrik zu männer in der Gartenstraße vollständig, auch die schwarzen Listen öffnen und bis 5 Minuten nach Beginn offen zu laffen; unentgeltEin interessanter Preßprozeß beschäftigte den Straffenat des fehlen nicht, angepaßt. Genau nach demselben Muster soll, wie be liche Lieferung der Lohnbücher und Zwicknummer resp. Rückzahlung Kammergerichts in seiner letzten Sizung. Der Redakteur Fuchs, der hauptet wurde, die Arbeitsvermittelung gehandhabt werden, mißliebige Arbeiter von den der bis jetzt bezahlt genommenen; Aufbesserung der Löhne um 2 bis ein Provinzblatt als Verantwortlicher gezeichnet hatte, war vom um Fabriken fernzuhalten. 6 Pf. pro Paar. zuständigen Schöffengericht zu einer Geldstrafe verurtheilt worden; Wie von mehreren Rednern behauptet wurde, werden die Arbeiter, Das Leipziger Gewerkschaftskartell hat in seiner Ber- er follte gegen eine Verordnung verstoßen haben, die sich mit der die sich weigern, diese Arbeit anzunehmen, vom Arbeitsnachweis Anpreisung von Geheimmitteln befaßt. Der Zeitung hatte boykottirt und auch mindestens 4 Wochen von demselben ausfammlung am Montag den Beschluß gefaßt, die Gründung nämlich eines Tages eine Broschüre beigelegen, die An- geschlossen. Verschiedene Fälle über unwürdige Behandlung der Juftituts fallen zu lassen. Man ist hierbei von dem Grund: leitungen zur Erhaltung der Gesundheit und zur Heilung Arbeitsuchenden, welche seit dem kurzen Bestehen zutage getreten von Krankheiten" enthielt. Darin wurde u. a. ein bestimmtes sind, wurden eingehend besprochen. Der Leiter dieses famosen. fake ausgegangen, daß durch Schaffung von Zentralstellen für die Mittel empfohlen, dessen Zusammensetzung übrigens angegeben war. Arbeitsnachweises ist ein Herr Spiewkowski, Ehrenmitglied des Gesammtheit der am Playze dominirenden Gerwertschaften den einzelnen Branchen die freie Entfaltung ihrer Agitations- und Diesen Umstand berücksichtigte die Strafkammer, bei der Fuchs Be- Hirsch Dunckerschen Gewerkvereins und Vertrauensmann der rufung einlegte, insofern, als sie ihn von der Antlage freisprach, Fabrikanten. Dieser Herr, der wiederholt in den früheren Organisationsthätigkeit genommen sei. Die Gründung derartiger gegen die Geheimmittel- Verordnung sich vergangen zu haben. In Versammlungen versucht hatte, den Arbeitern klar zu machen, daß Institute sei nach Ansicht mehrerer Versammlungsredner verfrüht. deffen erachtete auch das Berufungsgericht ihn für strafbar, indem das Fabrikantenkartell viele Vortheile für sie biete, war trotz der schrifts Das internationale Buchdruckersekretariat in Bern hat für es sich auf eine andere Verordnung berief, wonach Heilmittel, die lichen Einladung nicht erschienen. Im Laufe der weiteren Diskussion die Unterstüßung der in einem Lohukampfe stehenden italienischen nicht überall hergestellt werden dürfen, nicht öffentlich angepriesen wurde die elende Lage, in der sich die Arbeiter der Schuhindustrie Buchdrucker eine Extrasteuer von 10 Gts. pro Woche be- werden sollen. Fuchs legte nunmehr Revision ein. Er betonte, daß befinden geschildert und auf die massenhaften Entlassungen hin schlossen. er wohl für die fragliche Beitungsnummer verantwortlich sei, aber gewiesen, die zu den Weihnachtsfeiertagen stattfanden. Bei den Die Frage, noch Arbeitenden ist der Verdienst ein so geringer, er beträgt, wie ange Die Streifs in Frankreich 1895. Der Statistit des Office doch nicht für die Broschüre, die darin gelegen habe. du Travail" zufolge hat die Streitbewegung in Frankreich im Jahre ob er gewußt habe, daß die Schrift der Zeitung beigelegt werden geben wurde, in den meisten Fällen 8, 10 und 12 M. In den ver 1895 eine Steigerung erfahren, die jedoch blos die Zahl der Arbeits- follte, bejahte der Revisionskläger; er hob aber hervor, ihren Inhalt schiedensten Fabriken wurden bedeutende Abzüge konstatirt. In anbe einstellungen betrifft, während die Zahl der Streifenden, sowie der nicht gefannt zu haben. Das Rammergericht hob die Entscheidung tracht diefer Lage empfahlen einige Redner, jezt keinen allgemeinen Ausverlorenen Arbeitstage gegenüber 1894 fant. Die Statistit ver- des Landgerichts auf und wies die Sache zu anderweiter Beurtheilung stand zu inszeniren, da man den Unternehmern damit nur einen Gefallen zeichnet für 1895 405 Streits gegen 391 im Jahre 1894; die Zahl in die Vorinstanz zurück. Zur Begründung bemerkte der Vorsigende, erweise. Von anderer Seite wurde darauf hingewiesen, daß die Arbeiter der Betheiligten betrug 45 801( 1894 54 576), die der verlorenen die fragliche Verordnung sei rechtsgiltig, jedoch sei die subjettive so wie so nichts zu verlieren haben und unter allen Umständen hungern Arbeitstage 617 469( 1894 1 062 280). Am stärksten betheiligt war Haftbarkeit des Angeklagten noch nicht genügend dargethan. Als verant müssen, so daß der Generalstreit das richtige Mittel sei, um den Fabridie Textilindustrie mit 141 Streits und 14 641 betheiligten Ar- wortlicher Redakteur könne er nur bestraft werden, wenn fanten gegenüber zu treten und bessere Arbeitsverhältnisse zu schaffen. beitern; vollen Erfolg hatten von diesen blos 32 Arbeitseinstellungen die Broschüre ein integrirender Bestandtheil der Beitung gewesen Nach einer mehrstündigen Debatte wurde schließlich beschlossen, die und 3000 Arbeiter. sei, z. B. wenn die Zeitung einen Hinweis auf sie enthalten hätte. für die Arbeiter entwürdigenden Bestimmungen des Fabrikanten. In Marseille haben sämmtliche Fischer die Arbeit Bielleicht sei er aber auch strafbar auf grund des Preßgefeßes, weil Arbeitsnachweises nicht anzuerkennen, und die eingestellt, weil sie die Stadt zu zwingen versuchte, ihre Fische er davon, daß die Broschüre der Zeitung beigelegt werden sollte, Agitationstommiffion beauftragt, am Montag eine große öffentliche mit Zellerwaagen anstatt wie bisher mit sog. englischen Zifferblatt vorher Kenntniß gehabt habe und der Beilegung hätte vorbeugen Versammlung einzuberufen, die endgiltig Stellung nehmen soll. Des weiteren wurde der Kommission anheimgegeben, dafür zu waagen zu wiegen. In der großen Fischhalle von Marseille Halle des Vivaux, wo die Fischer täglich ihre Produkte ver Der Schankwirth Meyer aus der Reinickendorferstr. 57 b sorgen, daß die Schuhmacher in der Provinz von den hiesigen taufen, tam es gestern den ganzen Tag über zu stürmischen Auf- batte sich dieser Tage abermals wegen Uebertretung der Ber- Verhältnissen unterrichtet werden. Eine ganze Reihe von Anträgen tritten zwischen ihnen und der Polizei. Eine Deputation der frommungsverordnung vor dem Schöffengericht zu verantworten. und Resolutionen, die auf den Arbeitsnachweis bezug haben, wurden Fischerfrauen begab sich ins Hôtel de Ville, um den Bürgermeister Meyer sollte sein Lokal am Sonntag, den 15. November, in den zurückgestellt. Ebenso ein Antrag, bei sämmtlichen Ring- Fabrikanten zur Zurücknahme seiner Verordnung zu veranlassen. Von dem Stunden von 10-12 Uhr nicht geschlossen gehalten haben. Auch in die Arbeit niederzulegen. Gleichfalls wurden die Anträge, welche eine Abgabe vom Arbeitsverdienst von 10 und 20 pCt. zu gunsten Resultat dieses Schrittes wird es abhängen, ob der Ausstand auf diesem Falle erfolgte Freisprechung. der Arbeitslosen und Gemaßregelten forderten, damit der Arbeitshört oder allgemein wird. Die Schwester des verstorbenen Rentiers Blad, eine ver nachweis streng gemieden wird, vertagt. Den Anwesenden wurde ehelichte Frau Haubighofer, hat von der durch den Rechtsanwalt aufgegeben, in Fabrits- Konferenzen die gegenwärtigen Verhältnisse Dagobert Hamburger verwalteten Nachlaßmasse die Zahlung von zu berathen, um geeignete Maßregeln treffen zu können. Zum Schluß etwa 90 000 M. beansprucht, indem sie behauptet, daß ihr Bruder nahm die Versammlung die Situationsberichte aus den Fabriken sie vor 30 Jahren von Hannover nach Berlin habe kommen lassen. von Merkel, Kallmann, Glaßer und Unger entgegen. damit sie ihm bei der Wirthschaftsführung und der Verwaltung seines Vermögens und seiner Häuser helfe. Dies habe sie auch 291/2 Jahre lang getreulich gethan. Ihr Bruder habe ihr Depeschen und lehte Nachrichten. eines Arbeiter Setretariates oder eines ähnlichen Aus Melbourne in Australien wird telegraphirt, daß am Dienstag der Ausstand der Maschinist en infolge gegenseitiger Zugeständnisse dieser und der Schiffseigenthümer beigelegt worden ist. Die Maschinisten nehmen die Arbeit sogleich wieder auf. In einer nachfolgenden Unterhandlung sollen die endgiltigen Bedingungen festgesetzt werden. Soziales. tönnen. " dafür eine jährliche Rompetenz von 3000 Mart zuge= sichert, ihr diesen Betrag aber nie gezahlt, sondern sie vielmehr mit der Versicherung hingehalten, daß er ihr diese Gelder aufspare und Die Sozial Korrespondenz" kann demnächst auf ein diefelben auch in sicheren Papieren angelegt habe. Bei seinem Tode zwanzigjähriges Bestehen zurückblicken. Der Zentralverein für das habe sich aber ergeben, daß dies nicht geschehen war, und daß er Wohl der arbeitenden Klassen zu Berlin gründete sie im Frühjahr unter Umgebung der gefeßlichen Erben die Städte Berlin- diese 1877, um durch fie die Erkenntniß der sozialen Dinge und zur Hälfte mit der Bedingung, daß ihm hier ein Denkmal gesetzt die praktischen Hilfsmittel gur Förderung des Arbeiter werde- Bingen und Mainz, lettere zur anderen Hälfte, als Erben wohles" verbreiten. zu Es handelte sich natürlich um eingesetzt hatte. erkannte Das Landgericht I die soziale Erkenntniß", die den herrschenden Klassen Klage- Antrage. In In der Berufungsinstanz hat die Kreise nicht ernstlich störte und der Sozialdemokratie das Wasser Kammergericht vorgestern dahin erkannt, daß ber Nach abgraben sollte. So lange die" Sozial. Korrespondenz" auf unsere laßpfleger fofort 79 316 nebst Zinsen an Klägerin Bestrebungen schimpfte, war sie dem Journalistenthum der bürger zahlen solle. Bezüglich des letzten Theils der Klagesumme von über lichen Presse eine beliebte Quelle. Als das aufhörte, tam sie aus 10 000 m. wurde auf einen Eid für die Klägerin erkannt, dahin der Mode. Geschadet hat die Polemit der Soz- Korr." der Sozial- gehend, daß ihr Bruder ihr vor Verkauf seines letzten Hauses erdemokratie nicht, wie die fortgesetzte Vermehrung unserer Anhänger flärt habe, fie folle die 3000 m. jährlich auch dann von ihm bebeweist. Dagegen hat uns das Blatt in den letzten Jahren durch manchen tommen, wenn er kein Haus mehr habe. guten Artikel über irgend eine Erscheinung des sozialen Lebens oft " " M. Hamburg, 6. Janvar.( W. T. B.) Heute Vormittag fanden 19 Apellversammlungen statt. In einer derselben forderte der Reichstags- Abgeordnete v. Elm die Ausständigen auf, sich nicht auf einzelne Verhandlungen mit den Arbeitgebern einzulassen. Nur die einheitliche Erledigung der Forderungen sämmtlicher Kategorien der Hafenarbeiter sei statthaft. das nut An der Beerdigung eines verstorbenen Ausständigen betheiligten sich 3000 Personen. Die Kuudgebung verlief in größter Ordnung. nach dem Frankfurt a. M., 6. Jan.( B. H.) Die„ Frankf. 3tg." meldet aus St. Johann: Der Saartanal ist zugefroren, die Schifffahrt vollständig eingestellt. Paris, 6. Januar.( B. H.) Tausend Personen nahmen an dem Protestmeeting, welches das Anarchistenblatt„ Libertaire" gestern Abend in der Tonhalle anläßlich der Vorgänge auf Kuba und des Urtheils im Anarchistenprozeß in Barcelona veranstaltete, theil. Ein Theil der Protestler zogen zur spanischen Botschaft, um dort stürmisch zu demonstriren. Während die Theilnehmer an diesem Zuge Der Schöneprozeß vor dem Reichsgericht. In der Nr. 116 über die Boulevards zogen, riefen fie:„ Es lebe die Anarchie! genug Waffen geliefert zur Bekämpfung derselben bürgerlichen Welt, des Vorwärts" vom 20. Mai 1896 erschien ein Leitartikel unter Nieder mit der Armee!" Mehrere vorüberkommende Dffiziere beren ökonomische und politische Konstruktion zu erhalten ihr Zweck der Spigmarke„ Zum Kampf gegen die sozialdemokratischen Orga- wurden von ihnen aufs gröblichste insultirt. Am Opernplatz ist. Dr. Bittor Böhmert in Dresden, der jetzt die Korre- nisationen". In diesem war der Polizeikommiffar Schöne, der in sprengte die Polizei den Bug und verhaftete fünf Rädelsführer. Zum spondenz wieder redigirt, war auch ihr erster Leiter. dem bekannten Prozesse als Zeuge hervorragend thätig gewesen, Schuße der spanischen Botschaft wurde ein besonderer Polizeidienst Die Beschränkung der Einwanderung in die Ver- wegen seiner Zeugenaussage angegriffen worden. Gegen den ver- vor derselben eingerichtet. London, 6. Januar.( B. S.) Ain Montag Abend gegen einigten Staaten von Amerika macht weitere Fortschritte. Das antwortlichen Redakteur Jacobey stellte der Polizeipräsident StrafAbgeordnetenhaus der Union hatte im Mai vorigen Jahres eine antrag. Das Gericht stellte jedoch durch Urtheil vom 16. Sep 11 Uhr fand ein Postbeamter in einem Briefkasten zwei SprengGesetzesvorlage angenommen, wonach alle männlichen Personen im tember 1896 das Verfahren ein, da es mit dem Bertheidiger förper. Alter von über 16 Jahren, die nicht in ihrer Muttersprache Rechtsanwalt Freudenthal den Strafantrag des Polizei- Petersburg, 6. Januar.( W. Z. B.) Die Getreidefendungen schreiben und lesen können, von der Einwanderung zurückgewiefen präsidenten nicht für zulässig erachtete. Der Polizeipräsident habe für die Nothleidenden in Indien beginnen seit dem 80. Dezember in werden sollen. Der Senat will nun dieses Gesetz noch verschärfen, nur das Recht, so wurde ausgeführt, den Strafantrag zu stellen, großen Partien in Ddeffa einzutreffen. indem auch auch das weibliche Geschlecht derselben Bestimmung wenn ein Beamter während der Ausübung seines Berufs oder in Bombay, 6. Januar.( Meldung des Reuter'schen Bureaus".) unterworfen werden foll. Die Anforderungen, die in Be Beziehung auf seinen Beruf beleidigt wird. Die erste Alternative Die Flucht der eingeborenen Bevölkerung, einschließlich der Arbeiter ziehung auf Lesen und Schreiben an die Einwanderer gestellt komme nicht in Frage, die zweite sei nicht gegeben, denn die Be- und deren Familien, dauert fort. Die Flüchtlinge begeben sich auf werden sollen, find zwar sehr gering bemessen; die Ankömm leidigung richte sich gegen die Beugenaussagen des Kommissars, das Land, wo bereits großer Mangel an Lebensmitteln herrscht. linge dürfen selbst die Sprache wählen, in der sie geprüft sein als Zeuge übe derfelbe jedoch nicht besondere Berufspflichten Bis jetzt haben etwa 325 000 Einwohner die Stadt verlassen. wollen, und dann sollen sie nur fünf gedruckte Zeilen in dieser aus, sondern erfülle eine Pflicht, die jedem Staatsbürger obliege. Bombey, 6. Januar.( W. Z. B.). Nach dem amtlichen AusSprache zu lesen und abzuschreiben haben, und damit ihnen nicht Gegen das Urtheil legte die Staatsanwaltschaft Revision ein und weise sind am Montag 91 Erkrankungen an der Peft und 54 Todes= allzu schwierige Worte aufgegeben werden können, sollen die auf begründete sie damit, Schöne habe in dem Prozeß gegen die sozialfälle vorgekommen. Der Leiter des Jamsetjee- Hospitals, Oberarzt Rarten gedruckten Schriftproben aus Abschnitten der Verfassung demokratischen Organisationen polizeiliche Ermittelungen gehabt, er Manfer, welcher sich mit der Untersuchung der Ursache der Post bestehen und nach Art der Lotterie- Nummern gezogen werden. Aber habe seine Aussagen als Beamter über Gegenstände, welche sein beschäftigte, ist heute an der Best gestorben. Montreal, 6. Januar.( Meldung des Reuter'schen Bureaus.) troß dieser geringen Anforderungen an die Bildung werden unzählige Amt betrafen und welche amtlich zu seiner Kenntniß gekommen er habe sich demnach in Ausübung In dem Ursulinerinnenklofter bei Roberval am St. Johns- See Einwanderungsluftige in den amerikanischen Häfen zurückgewiesen waren, abgegeben, befunden als er Beugniß vor Gericht( Provinz Quebec) brach heute infolge einer Lampenexplosion Feuer werden, namentlich Italiener, russische Polen, Galizier, Südflaven, ferner seines Berufes Des weiteren führte die Staatsanwaltschaft aus, aus, bei welchem sieben Ursulinerinnen verbrannten. Das Kloster Griechen und Syrer, auf welche Völkerschaften die Maßregel ablegte. namentlich gemünzt ist. Das nächste, meint der Hamburgische daß nach früheren Strafverfahren Beamte, früheren Strafverfahren Beamte, die über Gegen- und das Schulgebäude wurden gänzlich zerstört. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. a " Nr. 5. 14. Jahrgang. " Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 7. Januar 1897. Die Berliner Kirchenbauerei V vor Gericht. " V " " Wenn ein hieraus ein Vorwurf gemacht werden? Der Lokalverein, dem der ziehungen zu jüdischen Damen betrifft, so möchte ich nur Bantpräsident v. Dechend vorstand, hatte nur die Aufgabe, im Interesse sagen, daß ich kaum eine Jüdin fenne, da sich meine der Armen- und Krankenpflege zu wirken, mit dem Kirchenbau hatte Thätigkeit, außer meinem Dienst bei Hofe, fast Die Judengeld- Sammler für die Berliner Kirchenbauten", er nichts zu thun. Bei der Gründung dieses Vereins seien fast ausschließlich auf kirchliche Vereine erstreckt. so betitelte sich ein Artikel in Nr. 42 des antisemitischen„ General- uur christliche Bankhäuser herangezogen worden. Die genannten Aber ich weiß von vielen humanitären Vereinen, wo sich jüdische anzeigers", deffen Inhalt dem Schriftsteller Ludwig Schwenn jüdischen Damen ständen ebenfalls in gar feiner Beziehung zum Damen große Verdienste und Anerkennung erwarben und ich hagen und dem Redakteur Karl Sedlaget eine Anklage wegen Kirchenbau, sie verfolgten ebenfalls nur den Zweck, Werke der spreche es hier aus, daß ich dieses gebäffige, prinzipielle VerBeleidigung des Oberhofmeisters der Kaiserin Freiherrn v. Mir Menschenliebe zu thun und Armen und Kranken ohne Unterschied dächtigen und Beschimpfen ohne Unterschied von alle dem, was von bach zugezogen hat. Die Anklage wurde gestern vor der 8. Straf der Konfession gutes zu erweisen. Zum Schlusse betont der Ober- jüdischer Seite kommt, weit von mir zurückweise und für unchristlich kammer des hiesigen Landgerichts I unter Vorsiz des Land- staatsanwalt, daß er es dennoch vorziehen würde, einigen Anträgen erkläre. Wenn die Juden früher nichts gaben, wurden sie vergerichtsdirektors Weimann verhandelt. Die Anklage ver des Angeklagten Schwennhagen stattzugeben, denn, um sich prosaisch dächtigt, jetzt werden fie verdächtigt, wenn sie geben. trat Oberstaatsanwalt Drescher, die Vertheidigung führte auszudrücken, auf den Leim, einen Theil der Anklage fallen zu er behauptet, daß sich meine Standesgenoffen von mir zurückRechtsanwalt Ulrich. Der Artikel des„ Generalanzeigers" lassen, gehe er nicht. zögen, womit er abermals eine Verdächtigung und Beleidigung beginnt wie folgt: ,, Die Nemesis ereilt sie Alle!" Wir Als Zeuge aufgerufen, erklärt Freiherr v. Mirbach folgendes: bezweckt, so ist auch hiervon das gerade Gegentheil wahr. haben so oft erzählt von den Machenschaften der weiblichen Mit Wir haben es hier mit einem Zeitungsartikel zu thun, welcher zu Er schließt sein Pamphlet mit fetter Schrift und flagt, daß den glieder der jüdischen Hofpartei. Aber stets schüttelt man denjenigen Schmähungen gehört, deren sich ein Theil der sogenannten Konservativen die Einsicht zu spät täme und sie sich schon vor fünf ungläubig den Kopf und meint, so weit sei es denn doch nicht, daß christlich sozialen und antisemitischen Blätter seit Jahren von allem jüdischen Kirchenbauschwindel voll Verachtung die Frauen einiger Geldjuden, die gelegentlich bei Hofe erscheinen einer Reihe von Jahren gegen Thron, Regierung, hätten zurückziehen müssen. Trotz der ausführlichen, in den meisten dürfen, einen Einfluß auf unsere Politit auszuüben vermögen. Ge- Kirchenbehörden und hochstehende Beamte schuldig macht. Blättern bekannt gegebenen Jahresberichte über Kirchenbauten, aus wiß erscheint dieſe Thatsache unglaublich, aber sie ist doch wahr 2c. 2c. Die Quelle, aus welcher hier geschöpft ist, ist unwahrheit und Heß- denen erhellt, daß die vielen Millionen für einige 30 Kirchen nur von Es wird dann erzählt, daß Stöcker sich vergeblich bemüht habe, das sucht. Sie rechnen darauf, daß gegen sie nicht eingeschritten wird, Evangelischen herrühren und daß nur bei der Kaiser Wilhelm- Gedächtniß Geld für die von ihm als nothwendig erachteten 50 Kirchen zusammen weil sich naturgemäß jeder anständige Mensch, namentlich wenn er firche, wie es immer bei einem solchen National- Denkmal zu bekommen und daß dann die Juden gekommen feien in einer höheren Stellung ist, vor öffentlichen Prozessen scheut. geschieht, sich einige patriotische Israeliten mit insgesammt und gefagt haben: Den Mann machen wir dadurch am leichtesten Auch ich würde meinetwegen allein eine Klage nicht angeftrengt minimalen Beiträgen betheiligt haben, trotzdem bleibt der Bericht unschädlich, daß wir das Geld geben, mit dem endlich ein Paar haben. Aber das Maß der Dreiftigkeit, mit welcher man jetzt sogar erstatter dabei, daß die ihm verhaßten Geldjuden die Rirchen gebaut werden können. So sei dann als Gegenstück zu der schon ihre Majestät die Kaiserin, die Hofdamen, den Kirche erbaut haben. Дав bei den in den letzten sechs früheren Walderfee- Versammlung im Reichsbankgebäude unter dem ganzen Hof zu verdächtigen und mit welcher man das hehre Jahren für Kirchenbauten in und 11111 Berlin ver= Vorsize Dechends eine Bleichröder Versammlung ab- Kirchbauwerk, welches durch den Schutz des Kaisers und der wendeten 22 Millionen Mark das Königshaus gehalten, in welcher der Geldgrundstock für die Kirchenbauten von Kaiserin und durch die Mitarbeit tausender von treuen Evange mit weit über vier Millionen, die reicheren evangelischen den Bankjuden gezeichnet worden sei. Der Kaiserin habe man lischen so großes geleistet hat, in den Staub zu ziehen sucht, ist Gemeinden mit fast 5 Millionen, der Magistrat von Berlin diesen Opfermuth der Börsen- Millionäre so rührend geschildert, daß zu groß, als daß man nicht einmal das Schweigen brechen und der mit über drei Millionen, die Stadtfynode, Oberkirchenrath und sie ihren Oberhofmeister, den Fehrn. v. Mirbach beauf Frivolität öffentlich die Maske vom Gesicht reißen müßte, zumal Konsistorium mit über zwei Millionen, andere Gemeinden mit über tragt habe, in ihrem Namen das Wert des Kirchenbauens nun noch immer viele anständige Leute sich durch solche Zeitungsberichte eine Million und evangelische Bürger mit über sieben Millionen beendlich in die Hand zu nehmen. Seit dieser Zeit solle Freiherr irre machen lassen. Jeder einzelne Satz des Artikels des General- theiligt sind und daß durch das trene Zusammenwirken des Königsv. Mirbach der Vermittler zwischen der Berliner Börse und dem Anzeigers" enthält eine unwahrheit oder eine boshafte Entstellung. hauses, der kirchlichen Behörden, der städtischen und kirchlichen Körperkaiserlichen Hofe sein. Die Gattinnen der Geldjuden hätten unter Schon die gegen mich gerichtete Ueberschrift Der Judengeld schaften und tausenden Evangelischen aus allen Ständen, Kreisen und der Oberleitung des Herrn Oberhofmeisters ein sogenanntes fammler für die Berliner Kirchenbauten" ist gewählt, um mich Parteien, die Reichshauptstadt aus ihrer erschreckenden KirchenMissionstränzchen gebildet, Frhr. v. Mirbach sei bemüht herabzusetzen und zu verdächtigen und um Judenheze zu treiben. noth gerettet worden ist und daß dies in Berlin allein gewesen, für dieses die Kaiserin persönlich heranzuziehen. Mehrere Noch verwerflicher ist die Erfindung, daß die Juden seinerzeit einen durch die Versöhnlichkeit und das gegenseitige herzliche Vertrauen Hofdamen seien dem Kränzchen beigetreten, einige Minifterfrauen Ausschuß eingesetzt hätten, um Geld für Kirchenbauten zu geben, erreicht worden ist, womit die sich jahrelang in firchlichen und und die Gattin des jüdischen Chefs der Kolonialabtheilung" sich damit bei den Majestäten beliebt zu machen und dadurch die politischen Kämpfen getrennten Evangelischen freudig zu gemeins seien dem Kränzchen beigetreten, und so sei binnen kurzem Entfernung Stöckers zu erreichen. As plumpster Vorwand für diese famer Arbeit die Hand reichten, das alles nennt der Berichterstatter eine Art weiblicher Nebenregierung entstanden, Erfindung wird eine Versammlung bei dem verstorbenen Präsidenten jüdischen Kirchenbauschwindel. Der General- Anzeiger" trägt für welche das Stichwort in den Bankpalästen der Behren der Reichsbank v. Dechend im Oktober 1888 genommen, in welcher, als Aushängeschild die Burg Hohenzollern, darunter steht als straße ausgegeben worden sei. sei. In diesem Kränzchen wisse wie der Artikelschreiber weiter erfindet, der Geldgrundstock für die Motto: Vaterland, Monarchie, Christenthum. Sein Vater man ganz genau, wie der Fall Kohe mit seinen namenlosen Kirchenbauten von den Bankjuden gezeichnet worden sei. Mit der land ist wüste Demagogie, Monarchie, Thron und HerrscherBerleumdungsbriefen entstanden sei. In diesen Kreisen seien viel- Versammlung verhielt es sich so: Herr v. Dechend war Schatzmeister haus bewirft er mit Roth, fein Christenthum ist leicht auch die 200 000 M. gesammelt worden, mit denen man dem des Berliner Lokalvereins, eines Zweigvereins des Evangelisch- Deckmantel, hinter dem sich die schändlichste VerleumdungsDr. Friedmann die Handschrift der Erpresserschrift ,, Die Revolution Kirchlichen Hilfsvereins". Der Berliner Lokalverein hat mit Kirchen- sucht und fanatische Hehsucht gegen Mitmenschen birgt. von Oben" abgekauft haben solle. Der Artikel schließt mit einem bauten nicht das geringste zu thun. Seine Hauptarbeit, deren segens- Der Zeuge wird über die einzelnen Beweisanträge befragt. Was fulminanten Angriff gegen Frhrn. v. Mirbach. Zu den Personalien reiches Wirken dem hochverdienten treuen Manne, dem Herrn von den Stadtverordneten Borgmann betrifft, so erklärt Zeuge, daß stellt der Borsitzende fest, daß Schwennhagen außer wegen Beleidigung Dechend in erster Linie zu verdanken ist, besteht in der Gründung dies alte Sachen seien, die schon wiederholt zur Sprache gekommen. mit 1 Jahr Gefängniß auch wegen Betruges mit einer Geldstrafe und und Erhaltung von jetzt 15 Diakonissen Stationen, welche Der Kirchenbau- Verein hatte ein Komitee, das sich speziell mit der wegen Diebstahls mit 1 Zage Gefängniß vorbestraft worden ist. Er mit fast 100 Schwestern in Berlin und feinen Vor- Einrichtung der Kaiser Wilhelm Gedächtnißkirche beschäftigte, bes betont, daß die Betrugsstrafe in seiner Abwesenheit erfolgt sei und orten unentgeltliche Armen Krankenpflege treiben und treiben und 3ivar auftragt, Mittel zu sammeln. Das Komitee beschloß, sich an den politischen Hintergrund habe und daß es sich bei dem angeblichen an allen Armen und Verlassenen ohne Unterschied der Kon- Magistrat und die Stadtverordneten- Bersammlung zu wenden; der Diebstahl um eine Verstümmelung des Börsen- Couriers handelte. fession. Die Erhaltung dieser Stationen erfordert jährlich Magistrat habe eine freundliche Zusage gegeben gehabt und es Der Staatsanwalt behauptet, daß der Angeklagte Schweinhagen" 100 000 M. Für dieses herrliche Werk und ähnliche Arbeiten rein blieb nur noch übrig, die Stadtverordneten- Versammlung für die Sache heiße, dieser erwidert jedoch, daß schon sein Vater sich während humanitärer Art interessirte Herr v. Dechend die Chefs der großen zu interessiren. Er( 3euge) sei beauftragt worden, mit der Stadtder Zeit seines Lebens Schivennhagen" genannt habe. Sedlaget Berliner Bankhäuser und lud dieselben zu einer Besprechung am verordneten- Versammlung zu verhandeln. Es fam zur Sprache, wie ift mehifach wegen Beleidigung vorbestraft. Er behauptet, daß 3. Oftober 1888 zu sich. Unter den Eingeladenen befand sich ein man sich der sozialdemokratischen Fraktion gegenüber der von Schwennhagen verfaßte Artikel seiner Zeitung zu zu verhalten habe, und es wurde gesagt, so peinlich ein Ver gegangen fei, als er fich rüstete, eine dreimonatige handeln mit dieser Fraktion sein würde, so sei es doch die Pflicht Festungshaft in Weichselmünde anzutreten und deshalb schon einen der Wahrheit und des Rechts, daß, wenn man mit allen Fraktionen besonderen verantwortlichen Redakteur bestellt hatte. Er fönne sich verhandelte, man auch mit der sozialdemokratischen nicht mehr erinnern, ob er den Artikel vor seinem Erscheinen durch Fraktion verhandeln müsse. So habe er denn mit den Fraktionen und gelefen habe. Angeklagter Sch wennhagen erklärt, daß, da auch mit der sozialdemokratischen unterhandelt. Man habe ihm von bie Anklage auf grund des§ 186 erhoben fei, er aber geglaubt befreundeter Seite ein Verzeichniß von Stadtverordneten gegeben, habe, daß es sich nur um eine Wortbeleidigung handelte und da welche hierbei vorwiegend in Frage kommen könnten. Es sei sehr eine Voluntersuchung ihm abgelehnt worden sei, er Beweis möglich, daß er den Stadtv. Borgmann telephonisch aufanträge stellen müsse. Nach seiner Ansicht enthalte der gefordert habe, mit ihm zusammen zu kommen und daß Artikel feine Beleidigungen gegen den Freiherrn von MirBorgmann dies abgelehnt habe. Angell. Schwennhagen bach. Eventuell beantrage er folgende Personen als Zeugen zu Meine Sammlungen für Kirchenbauten begannen erst im verzichtet hiernach auf die Ladung des Stadtverordneten Borgmann. vernehmen: 1. den Stadtverordneten Borgmann, der bekunden Jahre 1889. Wenn der Berichterstatter sagt, daß die Geldjuden das Der Angell. Sedlahek verwahrt sich gegen die be= werde, daß er vom Freiherrn v. Mirbach durchs Telephon auf- Geld hergegeben hätten, so ist es wichtig, hier die Wahrheit zu schimpfenden Ausdrücke, die der Zeuge gegen ihn und gefordert worden sei, zu ihm zu kommen, um über die Unterstützung fonstatiren. Ich sammelte damals in einigen Monaten über 11, Mill. feine Zeitung benutzt habe und bittet, ihn dagegen zu schüßen. der Kirchenbaupläne mit ihm Rücksprache zu nehmen; 2. den Stadt- Mark. An diesen Gaben waren betheiligt: das Königshaus mit Der Vorsitzende meint, daß es ein alter Satz sei: wie man verordneten Singer, der, obwohl er Jude, auch zur Unterstüßung über 900 000, wohlhabende evangelische Kirchengemeinden Berlins in den Wald schreit, so schalle es wieder heraus. Der Angeklagte der Kirchenbau- Angelegenheiten ersucht worden sei; 3. den Stadt- mit über 300 000, einige 30 mir befreundete Edelleute mit 120 000 erwidert, daß in dem Artikel doch Ausdrücke wie„ Frechheit" und verordneten Vogtherr, der befunden werde, daß die Beugenaussagen und einige 40 mir befreundete bürgerliche Evangelische, meist Berliner, dergleichen nicht vorkommen. Zu den übrigen Beweisanträgen des Frhrn. v. Mirbach in dem Borwärts": Prozesse mit 200 000 M. Diese sämmtlichen 70 Geber find fämmtlich evang. und erklärt Freiherr v. Mirbach: Was seine Begegnung mit Herrn unrichtige gewesen seien; 4. den Rechtsanwalt Gaffel, der, obgleich gehörten zum größten Theile dem ev.- tirchl. Hilfsverein an. Seiner Frech- Singer betrifft, so sei er natürlich nicht so naiv gewesen zu er Jude, auch in Kirchenbau- Angelegenheiten um seine Unterstützung beit aber seht der Berichterstatter die Krone auf durch die Behauptung, glauben, daß Herr Singer Kirchenbauten seinerseits unterangegangen sei; 5. den Geheimen Rommerzienrath Goldberger, daß in jüdischen Missionstränzchen die Entstehung der berüchtigten it i ten würde. Es sei nur seine Aufgabe gewesen, ihn zu bitten, der, obgleich er Jude, die fehlenden Mittel zur Vollendung der anonymen Verleumdungsbriefe zu suchen sei, ja, er wagt es auszu seinen Einfluß dahin geltend zu machen, daß, wenn die Sache in Kaiser Wilhelm Gedächtnißtirche aus eigenen Mitteln vorgestreckt sprechen, daß dort auch wohl Gelder zur Unterdrückung der Schriften der Versammlung zur Sprache gebracht werden sollte, das An= habe; 6. den Bankpräsidenten a. D. v. Dechend, der bekunden des Rechtsanwalts Friedmann gesammelt worden seien. Mit denten des alten Saisers nicht angetastet, sondern die werde, daß er den Auftrag zur Einberufung der Reichsbank- Ver- größerer Frivolität gehen selbst die bösartigsten Ant Sache en bloc erledigt werden möge. Er habe mit Herrn Singer in diesem sammlung aus dem Oberhofmeister- Amt der Kaiferin erhalten archistenblätter nicht vor und dies kennzeichnet zur ge- Sinne gesprochen, bei dem Gespräch auch Arbeiterverhältnisse habe; 7. die Redakteure Dr. Dertel und Oberwinder, nüge den Berichterstatter und seine Presse. Nirgends mehr als bei in Berlin berührt. Der Angeklagte Schwennhagen behauptet, welche bezeugen sollen, daß in tonservativen Kreisen große der Fabel von dem jüdischen Missionskränzchen tritt seine Heßsucht daß der Zeuge nicht bestreiten könne, daß sein Verhandeln mit Entrüstung über Herrn v. Mirbach's Unterstüßungsgesuche so deutlich hervor, wenn man mit seinen Erzählungen die Wahr- Singer und sein Gespräch mit diesem über Arbeiterverhältnisse dahin bei Juden herrsche; 7. Frau v. Roczielsta geb. Bloch, und Frau beit vergleicht. Zur Erhaltung der Diakonissen- Stationen zur unent- habe führen müssen, daß sich über ihn abfällige Ansichten v. Mendelssohn geb. Warschauer, welche bezeugen sollen, daß geltlichen Armenpflege hatte fich nämlich unter dem in der Deffentlichkeit festgesetzt haben. Zeuge Frhr. v. Mirbach: sie an Besprechungen eines Damenkränzchens über die Forderung Protektorate Ihrer Majestät der Kaiserin die Berliner Der Fall Singer habe mit diesem Artikel überhaupt gar von Kirchenbauten theilgenommen haben, an welchen auch Freiherr Frauen Hilfe" gebildet, aus evangelischen Frauen und Jung- nichts zu thun, er werde aber von einer gewissen Presse immer v. Mirbach sich betheiligt habe. Angeklagter Schwennhagen frauen aller Kreise und Stände. Der Berichterstatter wieder dazu benutzt, um andere dreiste Angriffe gegen ihn zu erklärt, daß er auf alle diese Anträge verzichten würde, wenn die stellt mich als die Seele des von ihm geschilderten Treibens hin. Er schleudern. Ihm sei es zunächst nicht im Traum Anklage auf§ 185 beschränkt werden würde. Oberstaatsanwalt greift auf die kläglichen Verleumdungen bei den Geldsammlungen eingefallen, Herrn Singer etwa fein eigenes Drescher beantragt in längerer Ausführung die Ablehnung der für die Kaiser Wilhelm- Gedächtnißkirche zurück. Die Grundlosigkeit oder Arbeiter Programm zu entwickeln. politisches Als Herr Singer sämmtlichen Beweisanträge. dieser Verleumdungen sind längst festgestellt worden, aber es wurde zu mir sagte, daß seine Partei naturgemäß solche Dinge, Oberstaatsanwalt Drescher: Das Verfahren des Angeklagten auch noch das Bubenstück ersonnen, mich eines fahrlässigen wie Kirchenbauten, nicht unterstüßen könne, habe Schwennhagen zeige, was sich ein Gerichtshof alles bieten lassen Meineides zu bezichtigen.*) Was meine ausgedehnten Be- er ihm seiner Erinnerung nach gesagt: er möge nicht vergessen, daß müsse von einem Angeklagten, dem es offenbar nur darauf ankomme, in einer Zeit, in welcher die Bauthätigkeit brach liegt, die die Sache zu verschleppen. Die Anklage sei dem Angeklagten schon*) Die Entrüstung des Freiherrn v. Mirbach über die an- Kirchenbauten doch vielen Bauarbeitern Arbeit geben vor Wochen und Monaten zugestellt worden; bis zu dieser Minute gebliche Berdächtigung wegen fahrlässigen Meineides, sowie die Er- würde. Angeft. Schwennhagen verzichtet auf die habe er geschwiegen und komme nun plötzlich mit diesen Anträgen, klärung des Herrn Staatsanwalts Drescher, daß der Vorwärts" Ladung des Herrn Singer. Was das angerufene welche ihm vielleicht nicht alle würden abgeschnitten werden können. nur wegen der geschickten Fassung des Frage ge- Beugniß des Stadtverordneten Vogtherr betrifft, so ver Aber voraussichtlich dürfte der größte Theil der Beweisanträge sich brachten Artikels einer Auflage entgangen fei, lassen den Berichtet der Angeklagte auch auf diesen Zeugen. Ober durch die Vernehmung des Freiherrn v. Mirbach erledigen dacht aufkommen, daß unser Blatt sich hier ein Meisterstück staatsanwalt Drescher bemerkt hierzu: Der Zeuge habe, lassen. In betreff der Thatsache, für deren Wahrheit der der Bosheit geleistet habe, das mit der geraden und offenen Stadtverordnete Borgmann vernomment werden folle, Kampfesweise, die Herr Drescher uns Sozialdemokraten später in baltung wurde in der Nummer 21 unferes Blattes vom fei es ja bekannt daß derselbe es abgelehnt habe, seiner Anklagerede nachrühmt, in befremdlichem Kontrast stebe. 26. Januar 1894 in der ersten Beilage auf der dritten die Stadtverordneten Versammlung für einen Zuschuß zum Um zu zeigen, daß die Herren v. Mirbach und Drescher Seite zweite Spalte veröffentlicht. Wir ziehen aus diesem Vorgang Bau der Kaiser Wilhelm- Gedächtnißkirche zu erwärmen. Daß der im Eifer des Gefechtes dieser Beziehung nichts die Lehre, daß jedem Menschen Ungenauigkeiten bei eidlichen Auss Stadtverordnete Singer in gleicher Weise vom Freiherrn als Lusthiebe ausgetheilt haben, drucken wir die angezogene fagen unterlaufen können. Für die zur Rechtsprechung berufenen v. Mirbach angegangen sei, sei einfach unwahr. Herr Singer sei Notiz, die sich in Nr. 255 des Vorwärts" vom 31. Oktober 1895 Richter ergiebt sich auch aus diesem Falle die Mahnung, vorsichtig nur gebeten worden, bei der Debatte in der Stadtverordneten befindet, hier nochmals ab. zu prüfen, ehe sie schwere Strafen wegen thatsächlich falscher AusVersammlung das Andenken an den Kaiser Wilhelm 1. zu schonen, Nachdem wir in dieser Nummer dargelegt hatten, daß Freiherr fagen verhängen. Unsere Parteigenossen müssen vielfachwir er. und dies sei auch geschehen. Ob auch der Stadtverordnete Cassel v. Mirbach sich in der am Tage vorher im Kameel- Inschrifts- innern nur an den Fall Schröder und Genossen von Herrn v. Mirbach angegangen worden sei, würde sich durch die Prozeß abgegebenen Aussage der mit Singer über die Kirchen- fagen mit Zuchthaus büßen." irrthümliche Auss Vernehmung des Herrn v. Mirbach erledigen lassen. Wenn die angelegenheit gepflogenen Unterredung nur ungenau zu erinnern ver Jedermann, der lesen und denken kann, wird aus dieser Klar fozialistische Presse dem Umstande, daß Frei- vermocht hatte, und nachdem wir ferner darauf hingewiesen hatten, daß stellung entnehmen, daß die Geschicklichkeit, mit der die hier ab. v. Mirbach in dem früheren Prozesse sich in wesentliche Theile diefer Unterredung dem Gedächtniß des Freiherrn gedruckten Zeilen geschrieben waren, eine sehr nebensächliche Rolle betreff eines Zeitpunktes im Zweifel befand, gegen den entschwunden waren, famen wir auf den Fall, der in dem hier in spielte, sondern daß vielmehr dem Artikel einfach nicht beizukommen selben den Vorwurf des fahrlässigen Meineides gemacht betracht kommenden Theil der gestrigen Gerichtsverhandlung den war, weil er die Wahrheit enthielt, und zwar die Wahrheit in hätte und der Angeklagte sich hierüber auf das Zeugniß des Stadi- Kernpunkt bildet, und schrieben wörtlich: fachlichster Form ausgedrückt, aus der selbst die findigste Inter verordneten Bogtherr berufe, so sei dies gegenstandslos. Aber auch über die Zeit der Unterredung mit Singer be- pretationskunft nichts von einer Verdächtigung des fahrlässigen Meineids Rommerzienrath Goldberger brauche ebenfalls nicht vernommen findet sich Herr von Mirbach in einem starken Frrthum. Nicht wird herauslesen können. Wie immer, so tämpften wir auch hier mit zu werden, denn es tönne zugegeben werden, daß derselbe aus Ende 1892 oder Anfang 1898, wie Herr von Mirbach beschworen ehrlichen Waffen, und die Thatlosigkeit des Staatsanwalts bewies, feinem Bantinftitut eine gewiffe Summe zum Bau der Kaiser- hat, fand die Unterredung statt, sondern im letzten Drittel daß gegen diese selbst das deutsche Strafgeseß nicht aufkommen Wilhelin- Gedächtnißkirche vorgeftredt babe. Aber wem tönne des Monats Jannar 1894. Der Bericht über die Unter- I tonnte. herr % " einziger jüdischer Chef eines Bankhauses, der Herr v. Bleichröder, der aber am Erscheinen verhindert war, die Erschienenen waren sämmtlich Christen. Es wurden gegen 200 000 M. gezeichnet, von denen 100 000 M. zur Armentrantenpflege für alle Konsessionen, ca. 30 000 M. für die Magdalenensache, ca. 30 000. für unentgeltliche Krankenpflege in den Gemeinden, ca. 20 000 M. für entlassene Strafgefangene und ca. 10 000 m. für Erziehung armer Kinder im Johannis- Stift verwendet wurden. Also Geld von Chriften, gezeichnet für humanitäre Zwecke und nicht zu Kirchenbauten! Ich selbst hatte von jener Versammlung nicht einmal etwas gewußt und befand mich gerade auf einer Dienstreise. = in = = als der„ versteckte" Vorwurf des fahrlässigen Meineides erhoben wurde, mit ihm dienstlich Rücksprache berichten im stande war. 4 Kommunales. = 3 a) zur weisung von Büchern, die wir gern aus der Wohnung abs holen lassen, oder von Geld mitteln in unserem gemeinnügigen " Nette Rieger, Bach Bustände! 1/2, 7. Kolonialwaaren- Händler Karl Dittmann, Der verstorbene Professor Dubois- Reymond, dessen wissen. darüber genommen, ob er gegen den ,, Vorwärts" Nach der Geschäftsübersicht der Stadtverordneten- Ver- Bestreben unterstützen zu wollen. Der Vorstand der Arbeiterwegen dieses Vorwurfes vorgehen könne. Er fammlung für das Jahr 1896 hat sich folgendes ergeben: I. Ple- Bildungsschule. J. A.: Heinrich Schulz, SO., Kaisers habe davon abgerathen, weil der Vorwurf in narsizungen der Versammlung haben stattgefunden: a) öffent: Franz- Grenadierplatz 7. so geschickter Form gemacht worden sei, daß sich liche 35, b) nicht öffentliche 29; II. Ausschußsigungen fanden der Berfasser den bequemen Rückzug offen ließ.) Bezüglich des 148 statt. Außer den Ausschüffen ad hoc find 4 gemischte Depu allen Zeiten in Blüthe gestanden. Man weiß eigentlich nicht, Das Spielthum hat im gesegneten Rechtsstaat Preußen zu Stadtverordneten Gassel giebt Zeuge v. Mirbach zu, daß er tationen eingesetzt worden. III. Die Abtheilungen traten zu wann es am üppigsten entwickelt war, einen seiner Höhepunkte mit diesem ebenso wie mit anderen Stadtverordneten- darunter auch sammen, und zwar: Die I., III., IV. und V. Abtheilung 27mal, die erreichte es jedenfalls unter Friedrich Wilhelm I., dem be- rühmten jüdischen Rücksprache genommen habe. Rechtsanwalt Cassel sei ihm II. Abtheilung 28 mal. IV. Es sind eingegangen: von dritter Seite als ein treuer, einsichtiger, braver Mann geschildert A) Vorlagen des Magistrats und zwar: Soldatenkönig, welcher bekanntlich das Durchprügeln seiner lieben worden und er habe es für durchaus zweckmäßig gehalten, mit einem solchen Beschlußfassung 333, b) zur Kenntnißnahme 82, c) Rechnungs- Berliner immer höchst eigenhändig besorgte. Der immer strafluſtige Rücksprache zu nehmen, noch bevor sich die Versammlung felbft mit fachen( inkl. 81 Notenbeantwortungen) 239, d) Wahlsachen 3257 König hatte eine eigene Behörde eingesetzt, um Verbrechen aufder Angelegenheit beschäftigte. Auf die Vorladung des Rechts-( gegen 3184 im Vorjahre und 3203 im Jahre 1894), e) Anstellungs- uspüren und zur Anzeige zu bringen, das Fiskalat. Die Fistale anwalts Caffel wird hiernach auch verzichtet. Bezüglich des fachen betreffend: verschiedene Gemeindebeamte 135, Lehrer 120, sollten ursprünglich nur die Steuerbeamten und Domänenverwalter Beh. Kommerzienraths Goldberger und den diesen betreffenden Lehrerinnen 77, zusammen 332 Anstellungsfachen, f) Pensionirungs: beaufsichtigen, bildeten sich aber bald zu richtigen Lockſpiteln aus, keiner Beweisantrag bemerkt Frhr. v. Wir bach: Irgend ein infamer fachen 93, g) Unterstützungssachen 99, h) Proteste gegen die Giltig- war vor ihnen sicher. Sie denunzirten, wo es irgend anging, und Artikel hatte behauptet, Herr Goldberger, den man im Volksmunde feit von Stadtverordneten- Wählerlisten teine, i) Naturalisations- selbst wenn nichts zu denunziren war. Nur wer brav zahlte, war Geldborger nenne, wie jener Artikel hinzufügte, habe das Grund- gesuche 65. B) Selbständige Anträge von Mitgliedern der vor ihren Angebereien sicher. Natürlich gab sich, gerade wie heut kapital zum Bau der Kaiser Wilhelm- Gedächtnißkirche hergegeben. Darauf Versammlung 22. C) Anfragen von Mitgliedern der Ver- noch, nur das verkommenste Gesindel zu dem„ Ehrenposten" des habe ihm Herr Goldberger einen Brief geschrieben und darin gefagt, sammlung 3. D) Petitionen 163. Berathungsgegen Polizeispions her. Der ehrliche Geheime Rath Dühram, welcher daß er empört sei, zu lesen, wie in Berlin gelogen werden könne. st än de im ganzen 4688. Außerdem: Eingaben, welche durch Aus- das Spigelthum noch in einigermaßen anständigen Bahnen halten Um dieser seiner Empörung Ausdruck zu geben, legung erledigt find 90. wollte, mußte seinen Posten wegen Unfähigkeit und Unhabe er einen Betrag von 1000 m. an den Baufonds ein Lump thätigkeit" niederlegen, sein Nachfolger wurde Im Laufe des Jahres 1896 sind bei den städtischen Be- erster ein Klasse, der Kaiser Wilhelm Gedächtnißkirche gesandt. Reiter gemeiner vom Papstein'schen hörden folgende Herr Goldberger habe zu keiner Zeit Mittel für die Kirche Personalveränderungen vorgekommen: Ein Dragoner- Regiment namens Wagner. Ursprünglich Schulrettor vorgestreckt. Angell. Sch wennhagen betont hierbei, daß der 1. Stadtrath Kaempf und 2. Stadtrath Wagner eingeführt am verlassen müssen und war des Landes verwiesen. In Petersburg getreten sind: A) Bei dem Magistratskollegium: im Braunschweigischen, hatte er sein Amt schlechter Streiche halber Artikel, den der Zeuge infam" genannt, im Berliner Börsen 9. Januar, 3. Stadibaurath Hoffmann, eingeführt am 1. Oftober, wußte er sich beim Fürsten Menzikoff einzufchmeicheln, mußte nach Courier" gestanden habe und vom Zeugen nicht berichtigt 4. Stadtrath Selberg, eingeführt am 17. Dezember; ausgeschieden deffen Sturz aber auch seines lüderlichen Lebens halber flüchten und worden sei.**) Der Zeuge erwidert, daß er sich auf Berichtigungen find: 1. Stadtrath de Neve am 21. März( gestorben), 2. Stadtbaurath ließ sich nun von preußischen Werbern anwerben. Seine gemeine gewöhnlich nicht einlaffe. Auch auf die Vernehmung des Herrn v. Dechend verzichtet der Angeklagte, nachdem Herr v. Mirbach die Blankenstein am 6. Juni( Ablauf der Wahlperiode). Ein Kriechernatur gewann ihm die Gunst Friedrich Wilhelm's und er behaupteten Thatsachen als durchaus falsch und unzutreffend hin- fammlung: 1. Dupont, 2. Eisolt, 3. Friedlaender, 4. Emil Gehricke II, fluchten seinen Namen mehr als einmal. Es war damals gerade getreten sind: B) Bei der Stadtverordneten Verwurde General- Fistal, zu deutsch: Ober- Spigel. Die Berliner vergestellt hatte. Schwennhagen: Auffallend sei doch, 5. Dr. Ginsberg, 6. Goldschmidt, 7. Jacobey, 8. Munckel, 9. Perls, die Einführung fremden Kattuus verboten worden. Wagner's daß der Zeuge von ihm so fernstehenden Blättern wie dem 10. Dr. Stryck, 11. Tichy, 12. Bylicz am 2. Januar, 13. Gd am Kreaturen schlichen sich in die Häuser und schnüffelten selbst das Kleinen Journal" und der„ Volts- Beitung" ver: 12. März, 14. Schoepfe am 21. mai, 15. Dr. Gerstenberg am verborgenste Stückchen des gefährlichen Zeuges heraus. Wehe dem theidigt worden sei und daß das„ Kleine Journal" aus 4. Juni, 16. Lemp am 3. September, 17. Quednom am 3. Sep- Unglücklichen, bei dem es sich fand. Mitunter freilich fiel der eheführlich über einen vom Zeugen in Potsdam gehaltenen Vortrag zu tember, 18. Dr. Paul am 5. November, 19. Ulrich am 5. November; malige Dragoner auch herein und mußte selber einige Tage in Frhr. v. Mir bach: Die Einwände Als sein Tod die des Angeklagten beweisen nur wieder, in welcher Weise gegen ihn, ausgeschieden sind: 1. Wagner am 9. Januar( Eintritt in Arrest. Sein Amt behielt er aber trotzdem. den Hof und alle Werke der Kaiferin verfahren werde. Das Gegen am 27. März( Todt), 4. Baute am 1. Mai( Amtsniederlegung), heime das Magistrats- Kollegium), 2. Hütt am 14. März( gestorben), 3. Zichy Menschheit von seinen Bosheiten erlöfte, erhielt der Ges theil von der Behauptung, daß nur linksstehende Blätter ihm 5. Dr. Gerstenberg am 21. Mai( Amtsniederlegung), 6. Loewel am Bosten. Justiz und Kammergerichtsrath Gerbett seinen beigesprungen, sei wahr. Er übertraf noch Hunderte Die Kreuz- Zeitung", der Reichsseinen Vorgänger. bote" haben wiederholt auf das unpassende Vorgehen der 28. Juni( gestorben), 7. Heilborn am 27. Auguſt( Amtsniederlegung). wurden von Gerbett um Vermögen und Freiheit gebracht. christlich- sozialen Blätter aufmerksam gemacht. Die KreuzAuf Vorschlag des Kuratoriums der städtischen Sparkasse sind Schließlich ereilte auch diesen Halunken das Schicksal. Man ent Beitung" hatte dies in letzter Zeit nicht mehr gethan, durch die Gemeindebehörden zur Verwaltung von städti- deckte eine ganze Reihe von Betrügereien, die er verübt hatte, und weil er aus vielen guten Gründen Herrn schen Spartassen- Annahmestellen gewählt: 1. Kolonial- er endete im Zuchthause. Der Geheime Justizrath Uhde, welcher v. Hammerstein habe entgegentreten müssen. Das waaren- Händler Linkwiß, Linkstr. 36, 2. Apotheker Oskar Heitberg, im folgte, zog wieder etwas anständigere Saiten auf und schränkte den Potsdamer Vortrag betreffe, so habe er dort über Gemeinde Karlstr. 17, 3. Kaufmann Richard Labowski, Corneliusstr. 1, das Denunziantenthum soviel wie möglich ein. Ganz abzuschaffen häuser gesprochen, nicht aber, wie fälschlich behauptet worden, gegen 4. Kolonialwaaren- Händler Gustav Dräger, Charlottenstr. 71, vermochte er es nicht, da der König aus den Bestechungsgeldern Rekrutenkasse 30g. die chriftlich- soziale Partei. Wenn freisinnige oder jüdische Blätter 5. Rolonialwaaren Händler Franz eine schöne Einnahme für seine Schulz, Landsberger ihm gegenüber mehr auf Anstand, Recht und Wahrheit gegeben straße 38, 6. Kolonialwaaren Händler J. haben, als jene Bresse, so tönne ihm doch daraus tein Vorwurf ge- straße macht werden. Viele chriftliche Blätter haben die gegen ihn ge- Frankfurter Allee 108, 8. Rolonialwaaren Händler G. A. schaftliche Bedeutung wir Sozialdemokraten wahrlich am wenigsten schleuderten Verdächtigungen auch mit Abscheu zurückgewiesen. Hof- Hirte, Luisenstr. 50, 9. Kolonialwaarenhändler M. Berlin unterschätzen, wird in allerhand Anekdoten, die liberale Blätter ihren prediger Stöcker habe ihm wiederholt erklärt, daß er den und E. Kettner, Landsberger Allee 39, 10. Droguenhändler Lefern auftischen, als eine Art Ausbund von Freimüthigkeit und fchamlosen Angriffen völlig fern stehe und sie sehr M. Deffauer, Keithstr. 17, 11. Droguenhändler A. Hönisch, Bülow- Mannhaftigkeit hingestellt. Wie es in Wahrheit mit seiner Selbstbedauere, diefelbe Haltung haben ihm sämmtliche Kirchlichen Würden- traße 80, 12. Kaufmann Alexander 3 ander, Große Frankfurter ständigkeit stand, lehrt die bekannte Entschuldigung wegen seines träger bewahrt. Rechtsanwalt Ulrich besteht auf der Ver- straße 102, 13. Bigarrenfabrikant Paul Peschlow, Große Frank- französischen Namens, die er 1870 bei seinen Hörern anbrachte. Eine nehmung der Redakteure Dertel Dertel u. Oberwinder darüber, furterstr. 74, 14. Rolonialwaaren- Händler Carl Werner, Ritterstr. 78, noch schärfere Charakteristik seines Afterpatriotismus liefert ein Fall, daß sich viele adlige Stammesgenossen von dem Zeugen 15. Bigarrenhändler Carl Krebs, Oranienstr. 159, 16. Kolonial- über den die vortreffliche Denkschrift ,, Nachzehn Jahren" berichtet, die 1889 zurückgezogen haben. Der Oberstaatsanwalt beantragt, diesen waaren- Händler Wilhelm Hinkel, Schönleinstr. 13. namentlich nach erfolgtem Verbot durch das Sozialistengeseh Antrag als unerheblich abzulehnen.- Was schließlich die in vielen tausenden von Exemplaren durch ganz Deutschland verDer wegen Umgestaltung des städtischen Terrains am breitet wurde. Es wird in dem bekannten Büchlein unter dem Frau v. Koczielska und Frau v. Mendelssohn betrifft, so erklärt Herr v. Mirbach, daß er Frau v. Koczielska kaum kenne, daß Spittelmarkt von der Stadtverordneten- Versammlung niedergesetzte Kapitel„ Die Universitäten und die Sozialdemokratie" auf Seite 141 der Gatte der Frau v. Mendelssohn eines der treuesten Mit Ausschuß hat beschlossen, der Versammlung zu empfehlen, 1. den berichtet? glieder des Vorstandes des Kirchenbauvereins und daß alles unwahr Antrag des Magistrats, betreffend den Austausch von Genosse J. Grungig, Sohn eines angesehenen Berliner Kaufdes Flächen fei, was über deren Thätigkeit gesagt sei. Der Angeklagte richtet städtischen Grundstüds am Spittelmartt 7 nach Zeitschriften zu dreimonatiger Gefängnißhaft verurtheilt worden. Des Spreeschleusen Ranals und manus, war am 9. Februar 1880 wegen Verbreitung verbotener noch eine ganze Reihe von Fragen an den Zeugen, wie: ob nicht des Maßgabe Frau v. Koczielska in dem Verein Mildwida" mitwirke und ob Fiskus geschlossenen Vertrages Nach Verbüßung derselben ging Grunzig, der das Gymnasium mit nicht zu dem Vorstand des Vereins" Frauenhilfe" Damen gehören, u genehmigen und sich mit der Feststellung von Flucht dem Zeugniß der Reife absolvirt hatte, nach Paris, um sich. dort linien für einen Fußgänger Weg von 5,75 Meter weiter auszubilden und sich alsdann eine Existenz zu schaffen. Da Gatten der haute finance angehören. Freiherr Breite längs des des Schleusen- Kanals von der v. Mirbach erwidert: Er wisse nicht, was dem Angeklagten bis Wallstraße ihm das letztere nicht gelang, fehrte er im Herbst 1882 nach Berlin Gertraudten Brücke einverstanden zur das Recht gebe, ihn gewissermaßen in Verhör zu nehmen Zu erklären; zurück, um an der Berliner Universität Nationalökonomie und und von ihm ein Nationale über alle möglichen 2. den Magistrat zu ermächtigen, die auf dem vorgelegtem Lageplane Staatswissenschaft" zu studiren. Hören wir ihn selbst berichten, wie von ihm ein Nationale über alle möglichen bezeichneten Grundstücke bezw. Grundstückstheile Spittelmarkt 4, 5, feine Absicht vereitelt wurde: Bantiers und Gattinnen derselben zu ver= 6 und 7, von etwa 1893 Quadratmeter Größe, unter der BeIangen. Nach kurzer Berathung lehnt der Gerichtshof den Da ich", schreibt der nun in Amerika lebende Genosse, Antrag auf Bernehmung der Herren Dertel und Oberwinder ab, dingung, daß die Fluchtlinie der Userstraße, so wie von den Ge- mehrjähriges Privatleben hinter mir hatte, so bedurfte ich eines meindebehörden beschlossen, zur Feststellung gelangt und der Feststellung gelangt und der polizeilichen Führungsattestes, auf dem natürlich meine Verurtheilung Flächenaustausch mit dem Fiskus in den höheren Instanzen auf grund des Sozialistengefeges vermerkt stand. Nach Schluß der Beweisaufnahme ergreift Oberstaatsanwalt genehmigt wird, zum Mindestpreise von 960 Mark für den Auf diese Verurtheilung hin wies mich die ImmatrikulationsDrescher das Wort zu längeren Ausführungen, an deren Schlusse Quadratmeter unter den in der Magistratsvorlage vom tommission ab. er meint: Wenn ein Mann, der die besten Kräfte seines Lebens ein- 30. November 1896 aufgeführten Bedingungen freihändig zu ver- Ich wendete mich fruchtlos an alle Beschwerde- Instanzen gefeht habe für einen hohen und erhabenen Zweck, solche verleumderischen faufen. Ferner empfiehlt der Ausschuß ebenfalls einstimmig den( Rektor, Senat, Minister). Angriffe erfahren muß, so lasse sich faum etwas Schwereres denfen. Magistratsantrag, das Ravené'sche Grundstück, Wall: Reymond, sagte mir rund heraus: Derartige Elemente Der derzeitige Reftor, Dubois. Erschwerend sei die Hineinziehung der allerhöchsten Person, welche straße 98, für welches die Summe von 2 100 000 M. gefordert wollen wir hier nicht." mit den schönen Worten, Vaterland, Religion, Monarchie", die an wird, im Wege der Enteignung zu erwerben. Sodann empfiehlt der Jch: Aber ein politisches Bergehen ist jedoch kein ehrendem Kopfe der Zeitung prangen, in grellstem Widerspruche stehe. Ausschuß der Versammlung folgenden Antrag zur Annahme: Die rühriges?"" Da seien denn doch offene und freie Angriffe eines Sozialdemokraten Versammlung ersucht den Magiftrat um eine Borlage, durch welche Er: Das müssen Sie uns überlassen. Wir sind solchen versteckten, wühlerischen Angriffen vorzuziehen. Wer anderen die Wallstraße vom Spittelmarkt bis zur Neuen autonom."" die Ehre zu stehlen suche, sei noch schlimmer, als wer Geld und Gut Grünstraße nach Maßgabe der festgesezten Flucht- Jch: Das wäre doch gerade ein Grund mehr, auch autonom stiehlt. Er beantrage: Gegen Schwennhagen 1 Jahr Gelinie durchgeführt wird. zu handeln?" fängniß und auf alle Fälle seine sofortige Verhaftung, da er Von dem Verzeichniß der städtischen Lesehalle, Mohrens Er: Wie gesagt, Herr, das müssen Sie uns überlassen." nach seiner legten Berurtheilung erst nach vieler Mühe unter fremdem ftraße 41, hat die Verwaltung foeben eine zweite erweiterte Auflage Aus den Zeitungen erfah ich, daß am felben Abend der Herr Namen in Wien verhaftet werden konnte. Gegen Sedlaget be- erscheinen lassen, nachdem die erste starte Auflage vergriffen war. Rektor bei„ Sr. Majestät zu Tafel befohlen" war". antrage er 4 Monate Gefängniß. Nach Maßgabe der verfügbaren Mittel sind fast in jeder Abtheilung Herr Dubois- Reymond, der sich auf seinen Freisinn in kirchDer Angetl. Schwennhagen verwahrt sich in einer der Bibliothek von Nachschlagewerfen einige neue Werte angeschafft lichen Dingen viel zu gute thut, hat sich, wie die meisten Professoren Längeren Vertheidigungsrede gegen die Vorwürfe des Staats- worden unter Berücksichtigung der Wünsche des Publikums. Auch seiner Richtung, von einer politischen Intolerang erwiesen, anwalts, namentlich gegen den Vorwurf, daß er gegen die aller- sieben neue Zeitschriften liegen aus. die der der orthodoxesten Pfaffen in Nichts nachgiebt. Freilich, dahöchste Person und gegen die Monarchie gewirkt haben könne. Wohnungsstatistik. Auf Antrag des Vorsitzenden des Haus- mals schwärmte der Herr für die Leibgarde der Hohenzollern". Da der Angeklagte zur Illustration seiner Königstreue auch darauf befizervereins„ Süden", Hermann Schulz, hatte der Bund der Ber- Seitdem hat sich das, wie man hört, sehr gelegt, die Leibgarde hat hinweist, daß er Jahre lang Mitarbeiter bei der Kreuz- 3tg." liner Grundbefizervereine am 2. November v. J. eine Petition an nämlich Fleisch und Blut angenommen und ist so geworden, wie sie gewesen, erinnert der Oberstaatsanwalt daran, daß der An- den hiesigen Magistrat und an das Statistische Amt der Stadt nothwendigerweise werden mußte." getlagte vorher Sozialdemokrat gewesen. Der Angeklagte Berlin gerichtet, alljährlich die Zahl und den Miethswerth der leerbehauptet dagegen, daß er nie im Dienste der sozial- stehenden Wohnungen in Berlin zu veröffentlichen. Diesem Gesuche demokratischen Partei gestanden habe, sondern früher nur wird, wie die„ Voff. 8tg." vernimmt, von dem städtischen statistischen einige Beit lang freireligiöser Wanderprediger gewesen sei. Amte in Verbindung mit der betreffenden städtischen Steuerabtheilung Rechtsanwalt Ulrich plädirt aus rechtlichen und thatfächlichen fortan Folge gegeben werden. Im Jahre 1896 hat sich troß größerer Gründen für die Freisprechung des Angeklagten Sedlaget. Der Bauthätigkeit sie betrug im Berliner Weichbilde 842 gegen 267 Angeklagte Sedla Bet schließt sich den Ausführungen seines Ver- im Jahre 1895- die Zahl der leerstehenden Wohnungen um zirka theidigers an. 7000 vermindert. deren weil er das in ihr Zeugniß Gestellte als wahr unterstellt. " " mit Dem = Lokales. " " ein Vou deutschen Nationalfesten wird gegenwärtig in patriotischen Blättern allerhand gefaselt. Nachdem die Turn- und Schützenfeste wohlgesiunter Art so in Verruf gerathen sind, daß ernsthafte Männer sie überhaupt nicht mehr besuchen, will man von Zeit zu Beit, zunächst aber im Jahre 1900 entweder in Berlin oder in Leipzig ein Nationalfest abhalten, bei der nur die persönliche Züchtigkeit( im Biertrinfen?) entscheiden soll, gleichgiltig ob sie umbüllt ist von dem Kittel des Arbeiters oder von dem goldgestickten Frack des Würdenträgers." Der Gerichtshof berieth nur kurze Zeit. Bei der Veröffent lichung des Urtheils hob der Vorsitzende folgendes hervor: Es sei Die Propagandisten dieses verschwommenen Planes, unter denen angenommen worden, daß der Angeklagte Sedlaget den vom Mitsich auch der preußische Landtags- Abgeordnete v. Schenckendorff beangeklagten Schwennhagen ihm zugesandten Artikel unter Zur Beachtung! Die Vorstände derjenigen geselligen Vereine, findet, scheinen garnicht zu wissen, daß von einer deutschen Nation" Kenntniß und Billigung des Inhaltes in den General: welche im Vereinskalender unseres Blattes unter der Rubrik: als Voltseinheit unter der Herrschaft des Kapitalismus überhaupt Anzeiger" aufgenommen habe. Der Artikel, welcher als teine Rede mehr sein kann. Ist es den wunderlichen Patrioten eine einheitliche Handlung anzusehen sei, enthalte fei, enthalte fowohl" Gesang, Turn- und gesellige Vereine" ständige Aufnahme gefunden wirklich denkbar, daß ein Kühnemann oder ein Hamburger Rheder, Beleidigungen im Sinne des§ 185 wie§ 186. Bei der haben, werden hiermit ersucht, den Tag sowie das Lokal ihrer regel- der die selbständig denkenden Arbeiter feiner eigenen Nation" Strafabmessung fönne demzufolge nur der schwerere Para- mäßigen Sigungen umgehend bei uns zu erneuern. Hiervon werden grimmiger haßt und verfolgt als je ein bornirter Pariser Chauvinist die graph in betracht kommen. Aus den vom Oberstaatsanwalt nicht betroffen die Leses und Diskutirklubs, sowie die Vereine, welche Feste ergött? Wie so manche schönen Dinge, wird man auch die Deutschen gehaßt bat, sich gemeinsam mit diesen Arbeitern auf einem angeführten Gründen und bei dem Hohn und der Herausforderung unter Arbeiter- Sängerbund, Bund der geselligen Arbeitervereine, Nationalfeste", wenn sie mehr bedeuten sollen als ein Schützendes Gerichts auf Erkennung eines höheren Strafmaßes sei der Angeflagte Schwennhagen zu einem Jahre, der Angeklagte Arbeiter- Raucherbund und Arbeiter- Turnerbund aufgeführt sind. Tamtam, wohl dem vermaledeiten Zukunftsstaate überlassen müssen. Seblazek zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins! Die Arbeiter- Bildungs- Der historische Wandkalender, der alljährlich dem Vorworden. Dem Beleidigten, Herrn v. Mirbach, sei die Publikations- schule eröffnet zum 15. Januar in ihrem in der Brunnenstr. 25 ge- wärts" beigegeben ist, erregt, wie in früheren Jahren, so auch jezt befugniß im Staats- Anzeiger" und im„ General- Anzeiger" zu legenen Schullofal eine öffentliche, unentgeltlich zu be- wieder den Zorn der Arbeiterfeinde. Zur Beluftigung unserer Leser gesprochen worden. Bei dem früheren Verhalten des Angeklagten nubende Lefeballe. Sämmtliche proletarische Tages- wollen wir diesmal von dem Wuthausbruch des hiesigen Bismarc Schwennhagen sei derselbe sofort in Haft zu nehmen. Der letztere und Gewerkschaftsblätter, sowie die wichtigsten bürgerlichen Blattes, der Berliner Neuesten Nachrichten", Notiz nehmen. Sie erklärte, die Strafe sofort antreten zu wollen. Tageszeitungen, Fachzeitschriften und Revuen, insgesammt bis jammern: Wie in den früheren Jahren, so hat auch diesmal das jetzt zirka 220 Beitungen, werden in der Lesehalle aus- fozialdemokratische Hauptorgan einen Historischen Kalender" bei. liegen. Leider genügt aber die jezige Bibliothet der gelegt, der die in der letzten Zeit mit Sorgfalt verfchleierten(!) revo. Schule den neuen Ansprüchen einer Lesehalle noch nicht lutionären Tendenzen der Partei deutlicher hervorschimmern läßt. Wir wenden uns daher an diejenigen unter unseren Freunden, die Alle blutigen Gewaltthaten, denen die Hüter der öffentlichen den hohen Werth einer troh hoher Einrichtungs- und Ver- Ordnung, die Monarchen und Träger der staatlichen Autorität waltungskosten- unentgeltlichen Arbeiter Lesehalle anerkennen, mit zum Opfer gefallen find, alle Aufruhrversuche und der ebenso freundlichen wie bringenden Bitte, uns durch 8u- 1& mpörungen gegen Staat und Gesellschaft, alle Bes " Siehe die Note auf der vorigen Seite. **) In einer Zuschrift der Redaktion des Börsen- Courier" bestreitet diese die Angabe des Schweinhagen. Ein Artikel dieser Art sei im B. B.-E." niemals erschienen. Red. d.„ Vorwärts". vermieden wurde. Die unentgeltlichen Kurse in der Gesetzeskunde in der städtischen Fortbildungsschule Fruchtstr. 38 finden vom 6. d. M. an wieder Mittwochs abends von 7-9 Uhr statt. Es werden namentlich auch die Rechtsverhältnisse der gewerblichen Arbeiter unter Hinweis auf das neue Bürgerliche Gesetzbuch sowie die Arbeiterversicherungs- Geseze besprochen werden. In unserer gestrigen Notiz über den Fall Tausch wurde Herr Dr. Sandstein irrthümlich als Redaktionssekretär anstatt als Syndikus des Lokal- Anzeigers" bezeichnet. Aus den Nachbarorten. Düjon rafungen ihrer Urheber werden mit peinlicher Genauigkeit stark verweste Leiche eines Mannes angeschwemmt und nach dem wird eine reichliche sein. Der Zentralvorstand des Deutschen Buchdahin registrirt, und selbst bis in die Geschichte des 16. Jahr Schauhause gebracht. In einem Hause an Alexander- Ufer wurde drucker- Berbandes hat 2000 M. zu den Kosten des Kongreffes beigetragen. hunderts ist zurückgegriffen worden, um die betreffenden Ereignisse abends auf der Bodentreppe die in demselben Hause wohnende zu Vorsitzenden wurden Berkhahn- Berlin und in der erstrebten Fülle und Mannigfaltigkeit zu bieten. Jeder Lehrerin Luise D. erhängt vorgefunden. Unzweifelhaft liegt Selbst- Hamburg und 5 Schriftführer, die einander ablösen, gewählt. obsture Agitator, der im Dienste der Partei sich bemerkbar mord vor. Gestern Nacht versuchte die 18 jährige Vittoria Sp. Nachdem die Wahl einer Geschäftsordnungs- und Mandats gemacht, findet feinen Platz in diesem Pantheon der Sozialdemo- in der Wohnung ihrer Dienstherrschaft in der Königgrägerstraße, Prüfungskommission vollzogen, wurde folgende Sympathie- Adresse kratie, dagegen ist den Gedenktagen, an denen die pietätvollen anscheinend aus„ Liebesgram", sich mit Lysol zu vergiften und wurde an die streitenden italienischen Kollegen erlassen: Die auf dem Empfindungen der Nation hängen, faum Raum gegönnt worden, wie in das Krankenhaus am Urban gebracht. Gestern früh sprang zweiten Kongreß der Schriftgießer Deutschlands anwesenden Ver denn überhaupt jede Notiz monarchischen Inhalts sorgfältig der 25 jährige Milly St., in der Absicht, sich zu ertränken, an der treter sprechen ihren italienischen Berufsgenossen für ihr einmüthiges Um so sorgfältiger ist jeder Verbrecher Herkules- Brücke in den Landwehr- Kanal, wurde jedoch von zwei Eintreten zur Erringung befferer Arbeitsbedingungen ihre vollſte regiſtrirt worden, der auf einen Fürſten einen Mordanschlag unter Schußmännern aus dem Wasser gezogen und nach der Wohnung Sympathie aus und übersenden als Zeichen der Solidarität 100 M. nommen hat. Die Tage der Hinrichtung Caserio's und Hödel's, der seiner Braut gebracht. mit dem Wunsche auf einen baldigen Sieg. Wegen des am Abend Todestag des Kommunegenerals Endes, der Aufstand Masaniello's Durch eine verhängnißvolle Verwechselung von Selters- stattfindenden Kommerses zu Ehren der Delegirten, von den Offenund die Köpfung von Thomas Morus, die Erschießung der Streifenden flafchen ist die Restaurateurfrau R.( Biesenthalerstraße) dem Tode bacher Schriftgießern veranstaltet, wird die erste Sigung geschlossen. in Aubin alles dieses ist mit raffinirter Sorgfalt verzeichnet nahe gebracht worden. Frau R. hatte am Abend etwas Selters Am Montag, den 4. Januar, wurden die Verhandlungen fortworden, wohingegen man die Daten unserer Ruhmestage aus dem getrunken und stellte die angebrochene Flasche auf einen Schrank in gesetzt. Nach dem Bericht der Kommission, die beauftragt war, über Jahre 1870/71 vergeblich fuchen wird." Die Arbeiterfeinde mögen ihrer Wohnung, auf welchem sich auch eine Salmiatgeist enthaltende die Arbeitszeit und die Innehaltung des Tarifs Erhebungen zu verschimpfen, so viel sie wollen; die Zeiten, in denen deutsche Pro- Seltersflasche befand. Vor dem Schlafengehen wollte die Frau anstalten, folgten die Situationsberichte aus den einzelnen Städten. letarier im Schlepptau der ordnungsstüßenden Prozentpatrioten nochmals von dem Selters trinken, erfaßte jedoch die Salmiakflasche, Den Anfang machte Berlin. Aus diesem Bericht ging her= gingen, find, dant dem segensreichen Wirken der Sozialdemokratie, von deren Inhalt sie, schlaftrunken, mehrere Schluck zu sich nahm. vor, daß die Verhältnisse im großen und ganzen für immer vorüber. Frau R. erfrankte so schwer, daß der Magen ausgepumpt werden als befriedigend anzusehen seien. Die Schriftgießereimußte; sie befindet sich jetzt außer Lebensgefahr. Arbeiter und Arbeiterinnen, sowie die Messinglinien- Arbeiter gehören einer Organisation an, deren rege Vereinsthätigfeit dazu geführt hat, daß die verschiedenen Lohnkämpfe, die feit 1890 stattgefunden, siegreich durchgeführt wurden. Die Berliner Gießer gehören fast ausnahmslos dem Verbande der deutschen Buchdrucker an. Die Berichte aus Danzig und Hannover betreffen nur Während bisher in den Gemeindeschulen alle zwei Stunden An die Frauen und Mädchen Charlottenburgs! Heute, blieben sind. In Dresden herrscht, wie in den meisten Gießereien fleine Gießereien, in denen die Verhältnisse ziemlich unverändert geeine Pause von 15 Minuten eingelegt war, zwischen den anderen Donnerstag, den 7. Januar, findet im Lokale Bismardshöhe eine Deutschlands, die neunstündige Arbeitszeit. Dasselbe ist in MagdeStunden dagegen nur eine solche von 5 Minuten lag, ist diese jetzt öffentliche Volksversammlung ftatt, in welcher Genosse Liebknecht burg der Fall. In Frankfurt hat sich erst in den letzten Wochen nach einer Verfügung der städtischen Schuldeputation auf 10 Minuten referiren wird. Wir fordern Euch der wichtigen Tagesordnung ein Verein der Schriftgießer verlängert worden. Ebenso beginnt der Unterricht am Morgen erst halber auf, recht zahlreich zu erscheinen, da auch gleichzeitig die Der Vertreter von Hamburg ist in der günstigen Lage zu berichten, und Hilfsarbeiter gebildet. 10 Minuten nach 8 oder 7 Uhr. Während der Pause von Wahl einer weiblichen Vertrauensperson vorgenommen werden soll. daß Hamburg wie von jeher den besten Tarif besitzt, wogegen die 15 Minuten sollen die Kinder bei günstigem Wetter auf dem Hofe umhergehen; in den Zehnminutenpausen bleiben sie in ihren Klaffen- Dienstag Nachmittag 1 Uhr 28 Minuten in Spandau eintraf. bedarf, um die Leipziger Schriftgießer wieder auf die Höhe zu Ein crufter Unfall ist dem Vorortszug zugestoßen, der am Leipziger Delegirten gestehen müssen, daß es großer Anstrengung zimmern. Der Anz. f. d. H." berichtet: Die Lokomotive fuhr auf dem Vor- bringen, die sie früher einmal eingenommen haben. Der Delegirte Als ein Uebelstand wird namentlich im Winter von manchen ortsbahnsteig über das Ziel hinaus auf die Drehscheibe bis zum von München stellt die Verhältnisse dort als nicht ungünstig dar, Arbeitern, die auf die Benugung von Wochenfahrkarten der Stadt. Prellbock, der umgebrochen wurde, ihre Buffer wurden verbogen und doch ist bei der kleinen Kollegenzahl das Vereinsleben nicht recht und Ringbahn angewiesen sind, die Bestimmung empfunden, daß die infolge des Anpralls stießen sämmtliche Wagen hart aneinander, lebendig gewesen. Es soll aber jetzt von neuem in Fluß gebracht Fahrt um 8 Uhr früh beendigt sein muß. Vielfach beschweren sich wobei die Fensterscheiben klirrten und einige zersprungen sind. Als werden. In Offenbach werden die Verhältnisse von dem Delegirten als die Fahrgäste in dem Falle, daß von ihnen nach 8 Uhr eine Nach der Zug hielt und die Passagiere ihre Pläge verließen, zeigte es äußerst trübe geschildert. Die Arbeitszeit ist eine willkürliche und zahlung verlangt wird, beim Stationsvorsteher, doch kann dieser sich, daß fast keiner ohne Schaden davon gekommen ist. Jeder hat der Tarif niedriger wie in anderen Städten, so daß die Offenbacher selbstverständlich gegen die gedruckten Bestimmungen nicht das ge- entweder Kontusionen erlitten oder Schrammen davongetragen. Geschäfte als die gefährlichsten Konkurrenten im Gewerbe bea ringste thun. Würde der preußische Staat bankrott gehen, wenn Viele find gegen die Wagenwände geschleudert geschleudert worden; zeichnet werden dürfen. Es folgt der Bericht von Stuttgart, man die Giltigkeitsdauer der Arbeiterwochenkarten um eine Stunde eine Anzahl ist infolge der Erschütterung innerlich ver- 100 sämmtliche Kollegen im Verbande organisirt find, verlängerte? lezzt; zu diesen gehört Ingenieur Böhle, der sich, unterstüßt ihre regelmäßigen Versammlungen Versammlungen abhalten und infolge Die Lotterie- Praktiken der Berliner Gewerbe- Ausstellung von einem anderen Herrn, nur mit Mühe zur Droschke be- deffen mancherlei Versuche, die Tarifpofitionen herabzusetzen, werden von der Ausstellungs- Zeitung" wie folgt geschildert: 3u geben fonnte, um nach Hause zu fahren. Dem Maschinenführer zurückgewiefen haben. Bulegt giebt der Delegirte aus einem Ausstellungs-, Panamino" dürfte sich, wie wir erfahren, nach ist das Nasenbein gebrochen. Ein Passagier fiel bei dem Wagen Wien einen ausführlichen Bericht über die Zustände, die sich im Lage der Dinge, der Rechenschaftsbericht mit der Schlußabrechnung anprall mit dem Gesicht auf die Krücke seines Schirmes, den er Laufe der legten Jahre herausgebildet. Nach den Niederlagen gestalten und zwar erscheint ein nicht geringer Theil gerade derjenigen vor sich in den Händen hielt, und verletzte sich ein Auge. Andere von 1891 haben sich die dortigen Kollegen erst nach und nach erholt kompromittirt, die am wenigsten geneigt sind, ihren Garantiefonds- Ber- Beschädigungen der verschiedensten Art sind vorgekommen; schwerer und endlich im vorigen Jahre mit den Prinzipalen einen Tarif pflichtungen nachzukommen. Wir haben in unserer Nummer vom Natur ist aber, soweit im Augenblick festgestellt werden konnte, wohl festgelegt, der auf 4 Jahre gilt. Damit waren die Berichte be19. v. M. schon mitgetheilt, daß uns von den verschiedensten Seiten feine Verletzung. Der Materialschaden ist unbedeutend. endet und die Sigung auf morgen vertagt. über Minderwerthigkeit der Lotteriegewinne geflagt und die augen Zu unserer Notiz Das gestörte Eisbeinessen" in der Nr. 234 scheinliche Uebervortheilung des Publikums seitens vieler Lieferanten vom 6. Oftober 1896 erhalten wir unter Hinweis auf§ 11 des dargelegt wird. Jetzt wird uns gemeldet, daß von verschiedenen Preßgesetzes vom Amtsvorsteher Zimmermann in Steglitz folgende Gewinnern ein strafrechtliches Vorgehen beabsichtigt wird. Wir Berichtigung: selbst können natürlich nicht beurtheilen, ob und in wieweit das In Nr. 234 pro 1896 des Vorwärts" ist seitens der Redaktion vorliegende Material zu einem strafrechtlichen Einschreiten aus ein Artikel inhaltlich dahin veröffentlicht, daß am 3. Oktober v. I. reichend erscheint; aber soviel steht schon jetzt fest, daß von einzelnen durch hiesige Gendarmen und Amtsdiener im Tiefe'schen sogenannten Lotterie- Kommissaren", die für die verschiedenen Lokale hierselbst ein Eisbeineffen polizeilich aufgelöst worden Gruppen zum Ankauf der für die Ausstellungslotterie bestimmten sei. Ich erkläre hiermit diese Angabe als unwahr. Am genannten Gegenstände gewählt waren, in der gelinde gesagt unver Abend tagte in dem Lokale ein hiesiger unter das Vereinsgesetz fallender Verein, welchem die Abhaltung der Versammlung versagt worden war, weil an derfelben die Theilnahme von Frauen beabsichtigt war. Die Beamten waren von mir angewiesen, die Versammlung, falls dieselbe dennoch in der geplanten Weise stattfinden sollte, aufzulösen. Diesem Auftrage gemäß haben die Beamten an jenem Abend verfahren. Daß der qu. Verein ein Eisbeinesfen hat abhalten wollen, ist von seiten des Vorstandes desselben hier nicht gemeldet gewesen und im übrigen auch dem Sinne des Wortes nach nicht abgehalten worden, vielmehr handelte es sich lediglich um eine, dem Gesetz vom 11. März 1850 zuwiderlaufende Vereinsversammlung. Soweit die Berichtigung. Wie aus unserer Notiz seinerzeit hervorging, handelte es sich hierbei um ca. 50 Damen und Herren, welche im gedachten Lokale zusammengekommen waren, um sich an einem Eisbein- Essen gütlich zu thun. Aus dem Schmaus wurde indessen nichts, weil die Stegliger Beamten in der Zusammenfunft eine Versammlung von Mitgliedern des Arbeiter Sängerbundes von Steglitz erblicken. Die letztere Vereinigung soll aber nach der behördlichen Ansicht ein politischer Verein sein, an dem Frauen nicht theilnehmen dürfen; auch sei die Versammlung nicht angemeldet gewesen. Aus vorliegenden Gründen löste der anwesende Gendarm die vermeintliche Versammlung auf. " antwortlichsten Weise verfahren wurde. So wird uns zum Beispiel versichert, daß in einer einzigen Gruppe die vier zum Ankauf gewählten Lotterie- Kommissare bei sich selbst Einkäufe im Betrage von 20 000 M. gemacht haben sollen und daß der nominelle Werth vieler diefer eingekauften Gegenstände sich sehr weit von dem faktischen entfernen soll. Es wäre im höchsten Grade wünschenswerth, daß der Vorsitzende der Lotterie- Kommission, der doch für alles, was unter seiner Kontrolle geschah, verantwortlich ist, sich bei Zeiten dazu bequemte, Aufschluß zu geben über diese Dinge. Wegen der Unterschlagungen in der Kirchenkaffe der St. Georgen- Gemeinde, über welche seit ungefähr zwei Jahren Erhebungen im Gange sind, ist, wie berichtet wird, nunmehr doch gegen die früheren Angestellten der Kirchengemeinde, den Kassirer Heinze und den Buchhalter Lattey, Anklage erhoben worden, Den eigenthümlichen Unternehmerprofit, den die Georgenkirche auf ihren drei Begräbnißplätzen erzielt, haben wir bereits am 8. August v. J. beleuchtet. Wir wiffen nicht, ob die Unterschlagungsfälle mit diefen Dingen im Zusammenhang stehen. " Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Südost= schule, Waldemarstr. 14: Rede- lebung( Die wichtigsten technischen Grundsäße für die kunft des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Bortrages). Herr Heinrich Schulz. Nordschule, Brunnenstr. 25: Geschichte( Alte Geschichte. Urzeit. Entstehung der Religionen. Orientalische Bolter. Griechen und Römer). Serr Dr. G. Pinn. Die Schulräume sind zur Benutzung der Bibliothek und des reichen Zeit: Am 15. Januar wird voraussichtlich die geplante öffentliche Lefeballe, die mit Beitungen, Zeitschriften und Büchern reich ausgestattet ist, für die allgemeine unentgeltlte efchriftenntaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. nugung eröffnet. Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Pafewalterfir. 8. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an P. Gent, S. Dresdenera Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle ftraße 107/8. Arbeiter- Rancherbund Berlins und Umgegend. Wenderungen int über: Ertältungstrantheiten. Berengarender find zu richten an Otto Schulz, Kottbuser Damm 72. Berliner Naturheilverein 2. Heute, abends 8% Uhr, im Saale des Bereins junger Kaufleute, Beuthstr. 20; Vortrag des Herrn Dr. med. Böhm Arbeiter- Radfahrerverein, Berlin. Heute Abend 9 Uhr: General= Bers fammlung im Lotale von Wilte, Andreasstr. 26. Wichtige Statutenänderungen. Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins und Das Erscheinen umgegend. Freitag, abends 8 Uhr: General- Versammlung. sämmtlicher Mitglieder ist dringend nothwendig. Verein der Konditoren. Heute, abends 8% Uhr, bet Babiel, RosenthalerDie Mitglieder- Bersammlungen finden von firaße 57: Generalversammlung. ießt ab jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. im Monat ebendaselbst statt. Babiel, Rosenthalerstr. 67: Bersammlung. Kollege Staroffon spricht über: was verlangen wir von der Gefeßgebung. 8% uhr, bei Babiel, Rosenthalerstr. 67: Bortrag. Gäste wiltommen. Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. Heute, abends 10% Uhr, bei Bentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands. Heute, abends Vermischtes. Bekanntlich sollten die Baulichkeiten der Berliner Gewerbe Ausstellung bis zum 1. Januar 1897 abgetragen sein, jedoch sind dieser Vorschrift bis jetzt nur sehr wenige nachgekommen. Der Amts. Wie aus der Berichtigung hervorgeht, haben die Beamten daUeber eine polizeilich unterbrochene Zirkusvorstellung vorsteher Hoffmann hat nunmehr den sämmtlichen Pächtern eine mals im Auftrage des Herrn Amtsvorstehers gehandelt. Das ändert meldet die Oberschlesische Grenzzeitung" aus Beuthen: Am Verfügung zugestellt, in welcher sie ersucht werden, den Abriß aber nichts an der Thatsache, daß die Möglichkeit vorlag, die Gesell- weiten Weihnachtsfeiertag war der Zirkus derart stark besucht, daß ihrer Gebäude innerhalb drei Wochen vorzunehmen. In schaft sei nur zu einem Abendtisch zusammen gekommen. Wenn viele Besucher ihren Platz in den Nothausgängen nehmen dessen ist das Terrain des Vergnügungspartes vom Berliner es weiter in der Berichtigung heißt, der Verein habe nicht mußten. Nun ist aber sowohl das Stehen, als das Sigen Magiftrat als Kartoffelland verpachtet worden und die neuen gemeldet, daß er ein Eisbein- Effen abhalten wolle, so ist hierzu in den Nothausgängen polizeilich verboten. Aus diesent Pächter haben das Terrain am gestrigen Tage in Besitz Grunde bemerken, daß dieses auch zu auch nicht nöthig forderte der diensthabende Polizeibeamte Hannebom ist, selbst genommen. Ein Theil dieser Kartoffellandpächter hat nunmehr das dann nicht, wenn an einer geselligen Zusammenkunft Personen theildie in den Nothausgängen fizenden Besucher auf, ben Betreten der betreffenden Terrains zum Zwecke des Abrisses der nehmen, die sammt und sonders einem ausgesprochen politischen Platz zu räumen. Als dies nichts fruchtete, ging der Beamte auf denselben stehenden Gebäude verboten. Der Zaun, welcher den Verein angehören, was in diesem Falle doch recht fragwürdig er Vergnügungspart umspannt, ist vom Arbeitsausschuß an einen scheint. Welche Auffassung der Herr Amtsvorsteher über politische Unternehmer verkauft worden und letzterer hat ihn bereits wieder Vereine hat und ob die in der Berichtigung ausgesprochene Ververäußert. Seine Absicht, den Zaun abzureißen, ist jedoch durch entsprechendes Verbot des Amtsvorstehers verhindert worden, weil die muthung, es habe sich thatsächlich in diesem Falle um eine Versprechendes Verbot des Amtsvorstehers verhindert worden, weil die sammlung gehandelt, zutreffend ist, entzieht sich immer noch unserer Umzäunung zur Vermeidung größerer Diebstähle noch nothwendig ist. Der Käufer ist infolge dessen gezwungen, sich mit dem Arbeitsausschuß Beurtheilung; durch die Berichtigung selbst sind wir keineswegs voll tommen klar geworden. zu einigen. Kunst und Wissenschaft. in die Manege, zog seine Trillerpfeife und forderte von hier aus das Publikum auf, den Platz zu räumen. Durch diese Aufforderung entstand ein großer Tumult, welcher sich noch erhöhte, als mehrere Pierde in die Manege hereinstürmten und ein Künstler dem Beamten die Reitpeitsche mit der Aufforderung übergab, die Pferde doch vors zuführen. Seitens der Direktion wurden die Nothausgänge nunmehr geräumt, worauf die Vorstellung ihrer Fortgang nehmen konnte.. Fromme Freiheitsberaubung? Aus Preßburg wird berichtet: Rowdies. Am Dienstag gegen Abend verursachten in der Die im hiesigen Internat des Notredame- Klosters befindliche siebzehnLinden Gallerie drei junge Leute dadurch einen großen Aufjährige Baronesse Lanniet versuchte aus dem Kloster: zu entfliehen, lauf, daß sie das dort verkehrende Publikum durch gegenseitiges In der morgen im Schiller- Theater stattfindenden ersten indem sie aus einem Fenster des zweiten Stockes auf die Straße Stoßen muthwillig belästigten und, nachdem sie von dem Portier Aufführung von Emile Augier's Lustspiel Der Schierling" fprang. Baffanten fingen das junge Mädchen auf, so daß es keinen hinausgebracht worden waren, den Ausgang nach der Straße Unter find die Hauptrollen mit Fräulein Pauly" und den Herren Bach, Schaden erlitt. Die behördliche Untersuchung wurde eingeleitet. den Linden versperrten und das Publikum mit ihren Messern be- Eyben und Laurence besetzt. In Shakespeares Die Komödie drohten, bis sie durch die Polizei festgenommen wurden. der Irrungen" sind die Damen Pauly, Meyer, Wilfe und die ausgebrochen, durch welches die Kirche und die benachbarte ArtillerieAuf infame Weise ist der 71jährige Schneider W. in der Herren Bach, Froböse, Schmasow und Eyben beschäftigt. Kreger's Kaserne vollständig eingeäschert wurden. Der an der Kirche verPrinzenstraße 38 von dem Gürtler Fischer betrogen worden, der mit Volksstück„ Der Millionenbauer" wird heute noch einmal wiederholt. ursachte Schaden wird auf 100 000 Gulden geschäßt. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. dem alten Herrn zusammen bei einer Wirthin wohnte. Der Gürtler Vorträge über moderne Kunft. Wir erhalten folgende Suwußte dem Schneider einen Anzug abzuschwindeln, zu dessen Anschrift: Dr. Köppen und Dr. Stoedtner wollen in Berlin zum richtet: In Karachi nimmt die Best einen äußerst heftigen Charakter Ueber das Vorschreiten der Pest wird aus Bombay be.. fertigung diefer sich zum theil das Geld von seiner Wirthin borgen ersten Male den Versuch machen, das große Publikum in populären an. Die Panit in Bombay wächst. Die Mühlen werden wegen mußte. Als der Anzug anprobirt war, ging der Gürtler auf sein Vorstellungen in das Leben und die Werke unserer zeit- mangels an Arbeit geschlossen. Der Generalarzt Cleghorn in Bimmer, angeblich um Geld zu holen. Ueber das Geldholen verging genössischen Künstler, wie Arnold Böcklin, Klinger, uhde 2c. Kalkutta hat sich im Auftrage der indischen Regierung nach jedoch eine geraume Zeit. Als der Schneider und die Wirthin einzuführen. werden Sämmtliche Vorträge mit Hilfe des endlich des Wartens überdrüssig waren und das Zimmer betraten, Stioptitons durch zahlreiche, fünstlerisch ausgeführte Broombay begeben, um über die Ausdehnung der Pest Bericht zu Pro- erstatten. war der Betrüger mit seinen sämmtlichen Sachen ausgerückt. jektionsbilder erläutert, um so ein möglichst anschauliches Die Verhaftung des Kesselschmiedes Wilhelm Grunow, Bild von dem Schaffen unserer ersten Meister und den künstlerischen Die Verhaftung des Kesselschmiedes Wilhelm Grunow, Bestrebungen unserer Zeit zu geben. Die Vorstellungen finden vom der die Ehefrau des Restaurateurs und Hauseigenthümers Dierig, 10. Januar ab jeden Sonntag um 5 Uhr nachmittags statt. Als Adolfstraße 3, am 4. d. M. abends durch einen Messerstich schwer Vortragsraum wird der Theatersaal der alten Urania( Invalidenverletzt hat, ist gestern Vormittag erfolgt. Grunow, der der Staatsstraße) benutzt. Dr. Köppen wird am 10. Januar in dem ersten anwaltschaft beim königl. Landgericht I vorgeführt wurde, hat schon einmal an Delirium tremens gelitten; er will die That in einem populären Vortrag Arnold Böcklin's Meisterwerke behandeln. durch Trunkenheit und Erregung hervorgerufenen geistesabwesenden Zustande verübt haben. Versammlungen. Ein Unfall ereignete sich Dienstag Abend in Raufmann's Der zweite Delegirtentag der Schriftgießer Deutschlands Variétè Theater. Beim Aufspannen des Sicherheitsnezes löste sich ein an der Gallerie angebrachtes Brett, an dem ein Haken wurde am 3. Januar in Offenbach eröffnet. Bertreten find die Städte: für das Netz befestigt war, und traf den unter den Zuschauern Berlin, Leipzig, Frankfurt, Offenbach, Hamburg, Dresden, München, fizenden Bahnarbeiter Dito R. am Kopfe. Er tam mit einer Magdeburg; auch die österreichischen Schriftgießer waren durch den Obmann der Wiener Tariffommission vertreten. Die Delegirten Quetschung davon und wurde von dem Theaterarzte verbunden. wurden durch Berkhahn Berlin begrüßt und den Offenbacher Kollegen für den Empfang und die Vorbereitungen der Dank der Delegirten ausgesprochen. Die vorliegende Arbeit des Kongresses Selbstmorde und Selbstmordversuche. Am Dienstag Nach. mittag wurde im Landwehrkanal am Thiergarten- Ufer bie bereits Wetter- Prognofe für Donnerstag, 7. Januar 1897. Tage gelinder Frost bei ziemlich frischen südöstlichen Winden. Trocken und vorwiegend heiter, nachts etwas strengerer, am Berliner Wetterbureau, Briefkasten der Redaktion. W. 3. in B. Da läßt sich nicht viel machen, ist doch thatsächlich ein bedauerlicher Irrthum begangen worden. W. W., Oppelnerstraße. Besten Dank für Ihre Anregung, die Sie am betreffenden Tage berücksichtigt finden werden. 5. K. 200. Versuchen Sie es mit einem Gesuche bei der KurhausDirektion, dem sie ein Bedürftigkeitsattest und ein ärztliches Zeugniß beiTegen müssen. Für die hiesigen Leser liegt der heutigen Nummer unseres Blattes, die Gewinnlifte der preußischen Lotterie vom gestrigen age bei. Für den Inhalt der Jujerate Parodie- Theater übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 7. Januar. Opernhaus. Symphonie. Schauspielhaus. Der lange Preuße. Deutsches. Die Wildente. Berliner. Kaiser Heinrich. Leffing. Die goldene Eva. Westen. Die wilde Jagd. Neues. Marcelle. Residenz. Der Frauenjäger. Unter den Linden. Der Schmetter ling. Oranienstr. 52. Gastspiel der reisenden Schau spielergesellschaft des Direktors Joh. Lumpe aus Dobern bei Bensen in Böhmen: Die Kreuzfahrer oder Emma von Falkenstein. Großes romantisches Sittenschauspiel. Anfang Woche 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Entree 75 Pf. bis 3 M. NB. er sich überall des besten Beifalls er ehrungswürdige: Da dieses Stück freute, so glaube ich in der Wahl des selben auch hier keinen Fehlgriff ge: than zu haben. Einem zahlreichen Besuche entgegensehend. Hochachtungsvoll Johann Lumpe, Direktor. Thalia. Goldene Herzen. Hierauf: Volks- Theater Das Wetterhäuschen. Zentral. Eine wilde Sache. Schiller. Der Millionenbauer. Oftend. Schwerenöther. Belle- Alliance. Adam und Eva. Volks. Robert und Bertram. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Meineidbauer. Alexanderplat. Sein Verhältniß. Passage- Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Dir. Rich. Schulz. Donnerstag, den 7. Januar 1897: Emil Thomas a. G. Bum 108. Male: 34 Reichenbergerstr. 34 nahe dem Kottbuser Thor. Weihnachtsfeft= Dekoration sämmtlicher Säle. Robert und Bertram Große Gesangsposse in 4 Atten Circus Renz Karlstrasse. Verband deutscher Zimmerleute| Deutscher Solzarbeiterverband Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 10. Januar, vormittags 102 Uhr, ( Jubiläums: Saison 1896/97.) in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Donnerstag, den 7. Januar 1897, abends 72 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung. Kolossaler Erfolg. Lustige Blätter! Freitag, 8. Januar: Lustige Blätter. Sonntag, den 10. Januar 1897: 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr: Auf vielseitiges Verlangen: Auf führung des großen militärischen Ausstattungsstückes 1870/71. Abends 7 Uhr: Kolossaler Erfolg! Lustige Blätter! Preise der Plätze zur Nachmittags: vorstellung: Logensiz 3 M., ParquetI. General- Versammlung. Tages Ordnung: ( Zahlstelle Berlin). Den Mitgliedern hiermit zur Nachs richt, daß unser Verbandskollege Carl Geschwind am 4. Januar gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donners. tag den 7. Januar, nachmitt. 212 Uhr, Reinickendorfer: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1896. 2. Die bevorstehende General vom Trauerhause, Versammlung Anträge zu derselben. Aung in Halberstadt. 3. Stellungnahme und Diskussion eventueller traße 65, aus nach dem DankestirchKameraden, erscheint vollzählig, denn die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert es. Der Vorstand. hof, Müllerstraße, statt. Um rege Betheiligung bittet 80/7 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Ferner werden die Mitglieder darauf aufmerksam gemacht, daß am 17. Januar, nachut. 42 Uhr, die Bezirksversammlung für den Westen, Kreuzbergstr. 48 bei Goßmann, stattfindet, und am 24. Januar für ben Zentralverband der Maurer. Norden, Kolbergerstr. 23. In beiden Versammlungen findet nach dem Vor: trag geselliges Beisammensein statt. 254/6 Filiale Berlin II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Sonntag, den 3. Januar, unser Achtung! Charlottenburg! Achtung! itglied, der Maurer Donnerstag, den 7. Januar, abends 8 Uhr, u. Tribünensiz 2 M., Balton 1.50 Bf. im Lokale Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: II. Platz 1 M., Gallerie( Stehpl.) 50 Pf. Außerdem hat jeder Besucher das Recht, auf das von ihm gelöste Billet 1 Kind unter 10 Jahren einzuführen. Jedes weitere Kind zahlt auf Balkon, II. und von G. Näder. III. Platz die Hälfte. Abends gewöhn liche Preise. Sonntags 7 Uhr. Franz Renz, Kgl. Kommissionsrath und Direktor. Burg Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. bis 4 M. Apollo- Theater. Feen- Palast, rase 22. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Direktion Winkler& Fröbel. Eine wilde Sache. Vorführung des Sensationsbildes Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern bon W. Mannstädt und J. Freund. Musik von J. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Eine wilde Sache. Endlich allein! Auftreten der schönen Creolin Carlotta Kara der vorzüglichen Akrobaten The Kellinos Das durchweg neue urkomische KarnevalsRiesen Programm. Noch nie dagewesen Sensations- 25 Nummern. Nur noch furze Zeit: Die drei Wunder Friedrich Wilhelmst. Theater. Robert Steidl, Mr. Ganivet Lilly, Elſa u. Frieda Donnerstag: Der Meineidbauer. Voltsstück in 3 Aften von Ludwig Anzengruber. Freitag: Die Waise von Lowood. Schauspiel in 3 Atten von Charlotte Birch- Pfeiffer. Jane Eyre: Marg. Beltz als Gast. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Mayund Morik. Eine lustige Bubengeschichte in 5 tollen Streichen mit Gesang von Friz Schäfer. Abends 8 Uhr: Vor Sonnenaufgang. Soziales Drama in 5 Atten von Gerhart Hauptmann. Sonntag, nachmittags 4 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Bolksstück in 4 Aften von 2. Anzengruber. Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Lustspiel in 4 Aften von G. v. Moser. Billets ohne Vorbestellgebühr an der Theaterkaffe, außerdem im Invalidendant, Unter den Linden 24, bei Paul Romeid, Leipzigerstraße 6, und Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Alexanderplatz- Theater. Heute und die folgenden Tage: Bitante Novität! Sein Verhältniß. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Atten von Karl Pohle. Anfang 8 Uhr. Bons, auch die zu anderen Vorstellungen ausgegebenen, behalten ihre Giltigkeit. Sonntag, nachm. 4 Uhr, zum letzten Male: Mar u. Morit. Eine lustige Bubengeschichte in 5 tollen Streichen mit Tanz und Gesang von Friz Schäfer. it. f. 1. 11. f. iv. Kassenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Berliner Possen- Theater Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direktion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Sein Portrait. Schwank von 2. Haskel. Des Löwen Erwachen. Operette von Brandt. Der Lumpen ball. Burleste von M. Dann u. L. Hastel Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Schippanowsky's Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3. Neu! Neu! Neu! !! Im Frühlingsglanz!! Populäre Konzerte: Im Fliederhain, In der Nosenlaube, Jm Obstgarten, In der Hopfenlaube, Im Weinberge. Entrée frei! Entrée frei! Theater- Abtheilung: Auftreten von Humoristen, Komifern 2c. Schiller- Theater Hauswirths Töchterlein. ( Wallner- Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Der Millionenbauer. Freitag, abends 8 Uhr: Zum 1. Male: Der Schierling. Die Komödie der Irrungen. Belle- Alliance- Theater Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, 10. Jan., nachm. 3 Uhr: Bum lezten Male: Don Carlos. Tragödie von Friedrich Schiller. Philipp: Wilhelm Ruff; Elisabeth: Therese Freyburg a. Gaft; Don Carlos: Richard Jurgas; Marquis Bosa: Jul. Türt. Eintrittstarten à 60 Pf. sind in den bekannten Zahlstellen zu haben. Die Billets werden verlooft. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst Theater). Goldene Herzen. Schwank in 4 Aften von C. Karlweis. Hierauf: Das Wetterhäuschen. Musikal. Genresild von Adrian Roß. Deutsch vom Hermann Hirschel. Musik von Selby. Morgen und folgende Tage: Die felbe Vorstellung. In Vorbereitung: Frau Lieute nant. Vaudeville- Operette in 3 Aften von G. Serpette und V. Roger. Ostend- Theater. Poffe. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Heute sowie von nun an wieder jeden Donnerstag und Sonntag: Stettiner Sänger ( Meyjel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nöhl und Schrader). Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf 40 Pf.( siehe Platate). ,, Emma, mein Mause: schwänzchen! Neueste Burleste. Freitag, 8. Januar: Vittoria Braueret. Sonnabend, 7. Januar: Spandau. ,, Rother Adler". Circus Busch. Bahnhof Börse. Donnerstag, den 7. Jannar 1897, abends 72 Uhr: Grande Soirée equestre. Sensationeller Erfolg. Br. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. Täglich: Schwerenöther. Poffe mit Gefang von Ost. Klein. Mustt von G. Steffens. Anfang 8 Uhr. Sonntag, 10. Januar, nachm. 3 Uhr: Auf allgemeinen Wunsch bei ermäß. Preisen: Der deutsche Michel. Alcazar Nach Sibirien. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Besonders hervorzuheben: Die Fahrt Dresdenerstr. 52/53( City- Paffage) mit der Troita einen 30 Fuß hohen Annenstr. 42/43. Berg hinauf. I Noch in keinem Vornehmster Familien- Aufenthalt. Circus gezeigt. Original Idee Riesen Januar- Programm! des Dir. Busch. Außerdem: 4 arab. Neu! Papa's Zahnschmerzen. Neu! Schimmelhengste als Schaukelpferde, Bosse mit Gesang in 1 Att. dressirt u. vorgeführt vom Dir. Busch. Leonhard und Falconi, Oper: und Auftr. der Schulreiter Herren Sala Operetten- Duettisten ohne Konkurrenz. monski und Foottit Burghardt. Brothers Riston, Luftturner. Lotte Greatest equestrian Act of the Sieger, preisgekrönte Kontra- Altistin. present time, ausgeführt von Miß Der urtomische Wehling. Die be- Louise und Mr. Robert Cottrell. rühmte Barrison. Geschw. Deife, unvergleichliche Draht: In Vorbereitung: Der Ehrenpokal. seilfünstlerinnen. Pierrots Abenteuer, Freikarten haben Giltigkeit. auf dem Doppeldrahtseil. Anfang 72 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Urania, Tauben- Strasse No. 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62 Sternwarte erter Stadtbahnhof. Täglich von 71/2 Uhr abends ab 50 Pf. Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experi menten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Grosse öffentl. Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Der Hamburger Hafenarbeiter- Streit. Referent: Reichstags: Abgeordneter Wilhelm Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Ein jeder Arbeiter muß in dieser Versammlung erscheinen. Der Vertrauensmann. 202/20 Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, den 9. Januar, abends 8 Uhr, im , Englischen Garten", Alexanderstrasse No. 27 c ( unterer Saal): VI. Stiftungsfest, bestehend in Prolog, Festrede, Vokal- und Instrumental- Musik, Deklamationen ernsten und heiteren Charakters, TANZ. o Eintritt 25 Pf. Tanzgeld für Herren 30 Pf. Da uns leider kein grösserer Saal zur Verfügung stand, werden Einlasskarten nur an Mitglieder und deren Angehörige in den Schullokalen und in den Zahlstellen ausgegeben. Der Vorstand. Sonnabend, den 9. Januar 1897 Gr. Wiener Masken- Ball in Marten's Salon, Friedrichstrasse 236, arrangirt vom Passage- Zentralverband der Maurer Deutschlands, Filiale Berlin II. Panopticum. Nur noch kurze Zeit! Traumbilder. Weihnachtsfeerie m. Musik u. Gesang. Ohne Extra- Entree. Castan's Panopticum. Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Pygmäen. Neu! Neu! MI Ur- Australier ( Kannibalen). Die Musit wird von der Fr. Vereinig. der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Anfang 82 Uhr. 12 Uhr Demastirung. 1 Uhr Kaffeepause. Billets à 50 Pf. sind bei folgenden Komiteemitgliedern und in den mit Plakat belegten Lokalen zu haben: N. Fröhlich( Moabit), Siemensstr. 5, Quergeb. part. W. Böhm( Norden), Borsigstr. 16, Hof 2 Tr. O. Hanke ( Norden), Rammlerstr. 5 bei Wolter im Laden. J. Koschel( Osten), Friedrichsfelderstr. 9, 1 Tr. W. Donat( Süd- Osten), Cuvrystr. 28, 4 Tr. A. Torn( Westen), Kirchbachstr. 18, Hof Hochpart. L. Lambrecht( Süd: Westen), Kreuzbergstr. 8, Hof 1 Tr. 136/8 Hierzu ladet freundlichst ein Das Komitee. Chemigraphen. Emil Lehmann an der Lungenschwindsucht nach kurzen, schweren Ringen verstarb. Die Be erdigung findet heute, Donnerstag, nachm. 4 Uhr, auf dem Schöneberger Kirchhof( Marstraße) statt. Um rege Betheiligung ersucht Die Lokalverwaltung. 136/9 Todes: Anzeige. Be Allen Freunden und fannten zur Nachricht, daß der Tod meinen Vater von seinen Leiden befreit hat. 31496 Beerdigung Donnerstag, den 7. Jan., nachm. 312 Uhr, vom Sterbehause. Um Betheiligung bittet Emil Schmidt, Tresckowstraße Nr. 24. Zentralfasse der Tabatarbeiter Den Mitgliedern der Krankenkasse hiermit zur gefl. Nachricht, daß am 5. d. M., abends 8 Uhr, unser Mitglied Adolf Mirass nach kurzer Krankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. b. M., nachm 3 Uhr, von der Halle des Zions Kirchhofes, Gustav Adolfstraße( Weißensee) aus statt. 189/2 Die Ortsverwaltung. Kranten- Unterstützungsverein der Tabakarbeiter. Am 5. d. M., abends 8 Uhr, verstarb unser langjähriger Kassirer, unser Kollege Adolf Mirass. Wir verlieren in ihm einen pflichttrenen Beamten und biederen Kollegen. Möge ihm die Erde leicht sein. Der Vorstand. 189/1 Carl Butry. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß der Tod den Buzzer Franz Müncheberg von seinen Leiden erlöst hat. Beerdigung Freitag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Buttbuser straße 48. 31586 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die zahlreiche Betheiligung bei dem Begräbniß meines lieben Mannes, unferes guten Vaters, des Schleifers Reinhold Brömme sagen wir hier: Donnerstag, den 6. d. M., im Lokal des Herrn Zubeil, Lindenstr. 106: durch Allen unsern besten Dant.[ 3155b 96/20 Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch bittet Die Verwaltung. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten für zahlreiche Theilnahme und reiche Spenden bet der Beerdigung meines Beerdigungs- Verein Berliner Zimmerleute. niggeliebten Mannes, insbesondere Sonnabend, den 16. Januar, in Louis Keller's Festsälen, Koppenstraße Nr. 29: Großer Wiener Maskenball. Die Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins werden freundlichst eingeladen, recht zahlreich zu erscheinen. askengarderobe Um 12 Uhr: Demastirung, nach derselben große Kaffeepause. Billets à 50 Pf. sind vorher bei den unterzeichneten Komiteemitgliedern von Otto Runge, zu haben: Klebb, Mariendorferstr. 2, Stfl. 4 Tr. L.; Menzel, Frankfurter Gr. Frankfurterstrasse 75, fee 147; Schultz, Schönhauser Allee 151, Querg. 4 Tr. r.; Kraft, Graun empfiehlt den Vereinen seine große Straße 12, r. Aufg. 3 Tr.; Schwanz, Wrießenerstr. 24, v. 3 Tr.; Brunzel, Auswahl in Kostümen in jeder Preis: Wilsnackerstr. 61, Stfl. 3 Tr.; Post, Schwedterstr. 22, Querg. 3 Tr.; lage. Gr. Lager von Karneval- Aufzügen. Schneider, Plan- Ufer 31, Hof 2 Tr.; Petermann, Reinickendorferstr. 65, Empfehle allen Freunden u. Bekannten v. 4 Tr.; außerdem bei Herrn Bandelow, Langestr. 13 im Restaurant, und mein Weiss-, Bairischbier- Herrn Schmidt, Münchebergerstr. 28 im Restaurant. und gr. Speisegeschäft. Neich- Anfang 8 Uhr. Ende?? haltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag 259/7 mit Bier 50 Pf. sowie Abendtisch à la carte von 30 Bf. an. 2 Vereinszimmer mit Klavier für 20-50 Personen. * H. Stramm, Rest., Ritterstr. 123. Deutsch. Porter Das Comité. J. A.: August Klebb, Mariendorferstr. 2. Gr. Wiener Masken- Ball am Sonnabend, den 9. Januar, in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29, arrangirt vom dem Gesangverein Kreuzberger Har monie" für seine Opferwilligfeit sagt 31566 herzlichsten Dank die in Trauer hinterbliebene Ww. Therese Märtschies, geb. Stier. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme und für die Kranzspenden bei der Be: erdigung unseres lieben Mannes und Vaters sagen allen Freunden und Bekannten, sowie dem Verband der Buchbinder 2c., insbesondere den Kollegen und Kolleginnen der Ed. Jacobsohn'schen Fabrik unseren herzlichsten Dank. 31836 Wie. Minna Grothe und Tochter. Tabaksstengel nimmt Rohtabakhandlung für 12 M. in Zahlung bei sehr billigen Preisen. Schönholzerstr. 7, Laden links. 8802 Für 12 Mark Stoff zu einem Herren. Anzug. Für 15 M. ff. KammDeffert, u. Walzkraftbier 1. 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