ben 0*0 seit da».?? de» % ctze» morW» Nr. 182. Mittwoch, de« 7. August 1889. 6. Jahrg. ifajttt et««* n den Sit. W i"«' V Ärcrfen-, sich bata«t 91 2# 1«31 jie Q�Jchömtesten Tendenzlügen gegen die Sozialdemo- ""d»Hin sagen. Man muß sich auf alles gefaßt machen J'ib,«)«," stch den Hexensavbath vorstellen, der kommen die Dreistigkeit der Kartellblätter und die ir'l'fier i?""fler Philisterkreise kennt. Die Nerven dieser �icr. Angstbürger zu berechnen und wie aus einem . � taÜ denselben zu spielen, kann den Reptilien nicht �?"lt iBpN""*'.. �>>v VU»----------, , l'nnej, �den die Reptilien alle Schreckgespenster, die zu JstletnL" a,. die Wand gemalt haben, so daß ®(fcknl 9�r seufzen wird:„Um Gotteswillen, un- "«ffen«'9 ber werden doch das Sozialistengesetz nicht Sie haben diese Musik ja vor- ßeübt. Bis das Sozialistengesetz zur Berathung —•"" �----— x;» jy Iis ab- an- "ns' k �ber � �"f�bbath beginnt schon. In-' Aevn v-'"an es nicht als einen solchen Kartellblätter täglich die Streiks als einen i sisi. Angriff auf die Gesellschaftsvrd- wie die Offiziösen es ihnen vorgemacht � Feuilleton, i« -krlioim.,- ©ol&mewrÄ»« Roma« vo« Ma«r»» 3�«' % herumschreist." Twnca' 5� dann Frau Sophie die Hand, damit sie % K ,�e. U.U» V.V»----,. >5.!. M ifirp.•""d Athalien aus Dankbarkeit dafür, liop se nickt p; und dann wieder allen beiden, '»nft"%der M»anken. Sie iß ein fo bemü- ' auf»; Frau Sophie aber wartet nur, Tockt-r"k"..Augenblick das Zimmer oerlaßen hat, > so sagen, was ihr auf der Zunge Wir rhre Gäste, Timor und Katschuka, '»le�i'�'chte fe se also schon ganz zur Bettlerin ge- "»chlö?. Student ILf White sein Gernüth so erleichtert, ßt.)- dem man ein Jahr von seiner Studienzeit i-M! W % gl 3 7* nur. sagte Athalie,„daß sie gegen Alles Man mag sie ausschelten oder aus- eckte Timar� tZigenthümlichkeit der griechischen Raffe, Man überschlägt sich förmlich in Ueber treibungen, Aufschneidereien und Lügen. In der„Gegenwart" wird die alte Mär, daß der große Bergarbeiterstreik im Ruhrkohlengebiet von deutschen Sozialdemokraten und belgischen Anarchisten angestiftet worden sei, in allem Ernste wieder vorgebracht. Dazu kommt nun das Geschrei, daß auf dem inter- nationalen Kongreß zu Paris„geheime revolutionäre Ab- machungen" getroffen worden feien und daß man die Arbeiterschutzgesetzgebung nur als eine Maske für diese ge- Heimen Abmachungen gebraucht habe. Dies behaupten nicht nur die Reptilien und die Kartellblätter, sondern auch eine ganze Reihe von„freisinnigen" Organen. Das„Berliner Tageblatt", das den berühmten Erfinder der„Brillanttaube" unter seine Mitarbeiter zählt, weiß natürlich ganz genau, daß solche„geheimen Abmachungen" getroffen worden sind, und es wundert uns nur, daß in diesem sauberen Organ nicht der Text der Verträge steht, welche die Sozial- demokraten der verschiedenen Länder mit einander abge- schloffen haben sollen. Vielleicht findet sich auch ein fchlauer Lockspitzel, der diese Abmachungen im„Original" den Sensationsblättern übermittelt und sich, wie der be- kannte Fälscher der Parnellbriefe von der„Times", von ihnen schwer dafür bezahlen läßt. Wir würden es ihnen gönnen. Wenn wir bei solchem Verleumderthum erwarten könnten, daß es noch fähig wäre, angesichts der Wahrheit, die blank und glänzend vor Jedermanns Augen liegt, sich zu schämen, daß man gelogen, dann würden wir, wie einst Marat, sagen:„Wir rufen Euch zur Scham zurück!"— Aber wir wollen das nicht thun. Wir kennen die eisernen Stirnen der edlen Sippschaft, mit der wir es zu thun haben. Wir werden uns auch nicht darüber aufregen, denn wir sind dergleichen gewohnt und haben auch gar nicht anders erwartet. Man könnte ja einfach sagen:„Laßt die Sozialdemokraten ihre Kongreffe in Deutschland abhalten, dann kann man alles genau überwachen, was sie thun!"— Aber mit der Kartellpresse ist eine vernünftige Diskussion gar nicht möglich. Und so mögen sie denn weiter lügen, verlästern, verläumden, schimpfen und drohen. Wir bleiben kalten Blutes. Das nicht allein. Es erfüllt uns eine Art stolzer Genuqthuung gegenüber den niedrigen Machinationen unserer Feinde. Wie schlecht muß doch deren Sache sein, daß sie zu solchen Mitteln greifen müssen, die jeder ordentliche Mensch verschmäht. In jeder Schule, und sei sie auch noch so armselig, wird gelehrt, daß das Lügen ein Laster sei, und zwar ein sehr großes Laster. Die„Moral" der Kartellpresse ist so verwildert, daß ihr nachgerade das Lügen und Verleumden zur Gewohnheit geworden ist „Warum nicht gar," sagte Athalie verächtlich.„Das ist ein Zeichen von Krankheit. Diesen künstlichen weißen Teint wußte jede Pensionärin im Institut zu produziren, welche Kreide und gebrannte Kaffeebohnen aß." Athalie richtete ihre Worte an Timar, ihre Blicke jedoch auf Herrn Katschuka gerichtet. Herr Katfchuka aber schielte nach ,dent großea Wandspiegel hinüber, in dem man sehen konnte, wenn Timea wieder ins Zimmer kam. Athalie bemerkte es. Auch Timars Aufmerksamkeit entging es nicht. Timea kam wieder herein, sie trug ein großes Brett mit klirrenden Gläsern, und ihre ganze Aufmerksamkeit war darauf gerichtet, daß nicht eines der Gläser herabfalle. Als nun Frau Sophie sie anschrie:„(Sieb Acht, daß Du nichts fallen läßt!" ließ sie richtig das ganze Brett fallen; zum Glück fielen die Gläser auf den weichen Teppich und zer- brachen nicht, sondern rollten nur herum. Frau Sophie wollte sogleich in ein Donnerwetter los- brechen; aber Athalie schloß ihr den Mund mit den Worten: „Jetzt warst Du Schuld daran, Mama; warum hast Du sie so angeschrieen? Bleib hier im Zimmer bei mir, Timea: das Stubenmädchen soll den Kaffee hereinbringen!" Darüber ärgerte sich nun wieder Frau Sophie, ging selbst in die Küche hinaus und brachte Alles herein. In dem Momente aber, wo Timea die Gläser hatte fallen lassen, war Katschuka mit militärischer Gewandtheit aufgesprungen und hatte im Nu die Gläser zusammengelesen und auf das Brett gestellt, welches Timea in ihren zitternden Händen hielt. Das Mädchen warf ihm mit ihren großen dunkeln Augen einen dankbaren Blick zu, der weder von Athalie noch von Timar unbemerkt blieb. „Herr Hauptmann"— flüsterte Athalie ihrem Bräutigam zu— ,, machen Sie doch im Scherz dies kleine Ding ein wenig in Sie vernarrt. Thun Sie so, als machten Sie ihr den Hof. Das wird einen köstlichen Spaß geben.— Timea, Du vesperst heute mit uns. Komm, setz' Dich hierher, neben den Herrn Hauptmann." Dies konnte bitterer Scherz sein; vielleicht war es eine und ihr nur als Geschicklichkeit im Bekämpfen des Gegners erscheint. Uebrigens konnte ja das Bureau des internationalen Kongresses die Probe auf das Exempel machen. Es könnte einen Preis von 10 000 M. in Gold für denjenigen Reporter aussetzen, der die„geheimen revolutionären Ab- machungen" im Original zu produziren im Stande wäre. Gewiß würden verschiedene Reporter den„Origenaltext" ein- reichen und man hätte dann das Vergnügen, zu sehen, wie von diesen edlen Geschäftsmännern einer den anderen im Lügen zu überbieten suchen würde. Im Uebrigen ist dann doch das vernünftige Publikum nicht so thoricht, wie die gewerbsmäßigen Entenzüchter von Fach glauben. Es weiß, daß die Verhandlungen des Kon- grosses öffentlich waren und daß deshalb auch keine„ge- Heimen Abmachungen" stattgefunden haben können. Zu solchen brauchte man keinen Kongreß einzuberufen. Movrespottdcnjen. Hamburg, den 5. August. Durch Jbie Lage Hamburg« am Elb ström und den Kanälen, Fleete genannt, welche die Elbe mit der Alfter verbinden und an denen die Speicher der Großkaufleute liegen, hat sich durch das Bedürfmß, alle diese verschiedenen Wasserfahrstraßen für die Schifffahrt in genügen- der Tiefe zu erhalten, ein eigener Stand von Arbeitern per- ausgebildet. Es ist dieses derjenige der Baggereiarbeiter. Da« Baggern ist„ein schwere« Brot". Immer auf dem Wasser und theilweise im Wasser, bei Sonnenschein, Regen und gar Kälte den schweren Schlamm theil« mit Hand-, theils mit Maschinenbetrieb vom Grunde heraufzuholen und zu tranSpor- tiren, dazu gehört eine genügend schützende Kleidung, eine aus- reichende Ernährung und vor allen Dingen eine eiserne Ge- sundheit. Dennoch verdienen diese Leute nicht annähernd da«, was z. B. die Bauarbeiter gegenwärtig in Hamburg verdienen, obgleich ober vielleicht auch weil sie weitaus zum größten Theil vom Staate beschäftigt werden. Sie sind der„Sektion für Strom- und Hafenbau" unterstellt. Gegenwärtig ist nun zu all' den Arbeitseinstellungen dieses Jahres yier in Hamburg—*"**--•------- hinzu gekommen. wählten sich eine�„v»--..............--------........- Strom- und Hafenbauten die Bitte, ihnen den Inhalt der Schuten(flache Fahrzeuge, in welchen der heraufgebaggerte Sand und Schlamm befördert wird) nach ihrem wahren Inhalte zu bezahlen, außerdem eine kleine Erhöhung der Bezahlung eintreten zu lassen, fo daß jeder Arbeiter durchschnittlich wenigstens 20 M. wöchentlich verdiene. Dann aber sollte hauptsächlich die bisherige Arbeitsvermittlung in Wegfall gerathen. Diese ist nämlich seit Jahren einem ge- wissen Burmester übertragen, der sich für angewiesene Arbeit von jedem Arbeiter 1 M. für jedes Mal zahlen läßt, eine Sine- kure, die diesem ganz unnützen Individuum jährlich an 7000 M. spöttische Neckerei; vielleicht der ironische Ausbruch erwachter Eifersucht, oder war es vielleicht Bosheit?— Wir werden ja sehen, was sich daraus entwickelt. Mit fieberhafter Aufregung und schecht verhehlter Freude setzte sich das Kind an den Tisch, der in ihrer Schönheit siegesgewissen Athalie gegenüber, die, indem sie ihren Bräutigam aufmunterte, Timea ein Kompliment hinzuwerfen, wie eine Königin that, die einem Bettelkinde etn Goldstück hinwirft. Das Kind wird durch das Geschenk für einen Tag glücklich, sie selbst aber fühlt den Verlust nicht. Der Hauptmann reichte Timea die Zuckerdose hin; die silberne Zuckerzange wollte in der Hand Timea's nicht pariren. „Nehmen Sie doch den Zucker mit Ihrem schonen weißen Händchen," sagte er zu Timea, die darüber so in Verwirrung kam, daß sie den Zucker, anstatt in die Kaffee- schale in das Wasserglas warf. Das war ihr noch von Niemandem gesagt worden, daß sie ein schönes, weißes Händchen habe. Und doch hatte der Hauptmann ihr damit vielleicht nicht einmal eine Schmeichelei gesagt, sondern sie nur ermuthigen wollen, sich den Zucker mit den Fingern herauszunehmen, was gewiß nicht gegen den Anstand vor- stoßt, wennn es von einer so reinen kindlichen Hand ge- fchieht. Im Kopfe des Kindes blieben aber diese Worte haften, und Timea blickte häusig verstohlen auf ihre Hände, ob sie denn wirklich so weiß und schön? Athalie konnte ein Lachen kaum unterdrücken. Sie fand einen Genuß darin, die Neckerei mit dem Kinde fortzusetzen. „Timea, warte dem Herrn Hauptmann mit dem Zuckenverk hier auf." DaS Mädchen hob die Krystallschüssel von dem silbernen Aufsatz herab und reichte sie Herrn Katschuka hin. St?iin triÄFtfo fir+mAS 4k** k" „Nun, wähle Etwas für ihn heraus." Timea wählte zufällig irgend eine herzför nicht, daß ........ wählte zufällig irgend eine herzförmige Backeret. Das Kind wußte ohne Zweifel gar nicht, daß dies �mg da ein Herz vorstelle und was es überhaupt mit dem P erzen aus sich hat. einbringt._ Doch damit nicht genug. Wer nicht bei dem Schwiegersöhne, dem Inhaber einer Schnaps- und Bier- fchänke, verkehrte und von da sein Bier bezog, war sicher, sofort entlassen und nicht wieder eingestellt zu werden, so daß nach den Versicherungen der Ar- deitcr ein jeder von ihnen jährlich dem Schwiegersöhne des staatsseitlichen Arbeitsvermittlers noch 150 Mark m seine Kneipe tragen mußte. Die Abstellung dieses schreienden Ausbeutungssystcms, ge- rechtere Regulirung in der Berechnung der gelieferten Arbeit und eine kleine Aufbesserung des Verdienstes— das waren die bescheidenen Forderungen der Baggereiarbeiter. Trotzdem sie nun aber beide letzten Forderungen sogar haben fallen lassen und nur verlangen, daß sie bei Jnarbeiltrcten nicht mehr sol- chen Vampyren überliefert werden, hat es die zunächst zuständige obengenannte Verwaltungsbehörde nicht für nöthig befunden, den gerechten Klagen der Arbeiter Gehör zu schenken; für die Hafen- und Strombaulckiion cxistirt eine Kommission der Baggereiarbeiter gar nicht, sie hat nur mit diesem in ihren Augen wahrscheinlich„sehr ehrenwerthcn" Herrn Bur- mester zu thun. Man muß nun nicht etwa glauben, daß dieser skandalöse Zustand erst seit kurzem eingerissen ist. Die Klagen darüber wurden schon vor Jahren laut, und schon vor fünf Jahren er- klärte der Senat auf einen diesbezüglichen Antrag der Bürger- fchaft(und wenn die sich schon zu einem solchen Antrage auf- rafft, so will das gewiß etwas besagen!), daß die Sektion für Strom- und Hafenbau angewiesen sei, die be- treffende Arbeitsvermittelung keiner Person mehr zu übertragen, welche selber Schankwirth oder an einem Wirthschaitsbctriebe betheiligt sei. Trotzdem aber müssen sich die Arbeiter nach wie vor in der bezeichneten Mirthschaft melden und der Arbeitsanweiser B. erhält die Liste der Zu- berücksichtigenden aus den Händen des Wirths, seines Schwieger- fohnes. Herrschte nicbt überall Interessen- und Kliquenwirth- schaft, so hätten solche Zustände unmöglich sich so lange erhalten können! Aber auch jetzt sagt die betreffende Behörde zu den Vertrauensmännern der Arbeiter: Wir kennen Euch nicht. Wir haben unfern braven, guten Burmester, der steht uns näher, der genießt unser Vertrauen, und damit Basta! Die Baggereiarbeiter haben jetzt eine Petition an den Senat gerichtet, betreffs Abstellung dieser sie ausbeutenden Arbeitsvermittelung. Mit welchem Erfolge, mag dahin gestellt bleiben. Jetzt hat die Regierung ihre Ferien. Bis dann die Maschineric wieder in Gang kommt, ist es bald Herbst, und bis die Petition der Baggerer zur Erledigung gelangt, Winter. Dann stockt die Arbeit in der Regel bis zum F'ühjahr, und im Frühjahr, wenn Alles wieder grünt, wächst über die Burmester'sche ArbeitsvermittelungSmethode frisches Gras, und er hat immer seine 7000 M. Rebensporteln in der Tasche, nicht gerechnet den Verdienst an Scbnavs und Bier vom Arbeits- nachwessungsbureau in der Schänke seines Schwiegersohnes! DieBaudeputation steht denMaurern und Zimmerern ia ebenso ablehnend gegenüber bezüglich der Zahlung des ortsüblichen Lohnes von 60 Pf. pro Stunde. Die Zimmerer haben auch an den Senat bei Beginn des jetzigen Baujahres petilionirt. Der Stempel dafür kostet 4 Mark, aber Antwort ist ihnen noch keine zu Theil geworden! Der Streik der Kupferschmiede hiesigen Ortes steht noch so ziemlich auf demselben Standpunkt. Die Mehrzahl der Meister liegt in den Banden der Großeiseuindustriellen und erkennt mit diesen im Bunde die Forderungen der„Kupfer- knaben", so nennen die Gesellen sich mit Vorliebe, nicht an. Bisher handelte es sich nur um einen partiellen Streik, doch sollte mit dem heutigen Tage, wenn kein Uebereinkommen mit der Meisterschaft und den Fabrikanten erzielt würde, der Generalstreik proklamirt werden. Darüber mit Nächstem das Nähere. VolittfiHe Meberstchk. Dir Crrtrnstschr Frage, welche plötzlich aufgetaucht ist, gehört zu den altbekannten Inventar stücken, die sich in ihrer Gesammiheit, die orientalische Frage nennen. Seit es den russischen Reptilien gelungen ist, den Bierbankpolitikern Europas die sentimentalistische Anschauung beizubringen, die Christen und insbesondere die Griechen würden von den Türken auf's grausamste und barbarischste unterdrückt und gemißhandelt, wird periodisch in der europäischen Presse irgend ein„Türkengräuel" („Bulgarische Gräuel-Niedermetzelung von Griechen",„Cretenfi- sche Grauet" u. s. w.) produzirt und vermittelst haarsträubender Geschichten(die seit 60 bis 70 Jahren allerdings immer die gleichen geblieben sind) eine Kreuzzugs stimmung auf den Bier- bänken Europas erzeugt. Jetzt ist Creta an der Reihe. Die Cretenser sind zum Theil Griechen— sie haben es weit besser als die Griechen im Königreich Griechenland— sie haben das ausgedehnteste Selfgoverncment der Ge- weinde und in kirchlichen Dingen, sie haben unbe- „O, das ist zu viel für mich!" scherzte der Hauptmann, ,,ich nehme es nur, wenn das schöne Fräulein Timea bereit ist,I sich darin mit mir zu teilen." Und damit brach er das Zuckerherz in der Mitte entzwei und reichte Timea die eine Hälfte davon. Das Kind ließ sie auf dem Teller liegen? nicht um die Welt hätte es davon gegessen Das Stück Backwerk eifersüchtig mit den Augen hütend, wartete Timea nicht, bis Frau Sophie oder das Stubenmädchen die Teller wechseln werde, sondern beeilte sich, die Konfektteller selber abzuräumen und damit aus dem Zimmer zu verschwinden. Gewiß hebt sie dies halbe Herz sich auf und man wird es bei ihr finden. Das wird dann ein Gelächter geben! Ist doch nichts leichter, als einem fünfzehnjährigen Mädchen den Kopf zu verdrehen, das noch Alles für baare Münze nimmt und dem ersten besten Manne glaubt, der ihm sagt, es habe schone weiße Hände. Und Herr Katschuka war gerade der Mann, der eS sich nicht verzeihen würde, einem schönen Mädchen sich zu nähern, ohne ihm etwas Schmeichelhaftes zu sagen. Selbst älteren Frauen psiegte er den Hof zu machen. Nun, das mag er getrost thun. Aber selbst wenn die Kammerzofe ihm zur Treppe hinableuchtet, kann er nicht umhin, einige verbindliche Redens- arten an sie zu richten. Er setzte eine Ambition darin, daß jedes Mädchenherz beim Anblick seiner blauen Uniform höher schlägt. Athalre kann trotzdem gewiß sein, daß sie der regierende Planet. Aber auch mit Timea sich zu beschäfsigen, hält er für keine verlorene Mühe. Zwar ist sie noch ein Kind, aber es ist vorauszusehen, daß aus ihr einmal eine Schönbeit wird. Dann ist sie auch eine Waise, dazu ein Türkenmädchen, das noch gar nicht getauft ist und überdies im Kopf nicht ganz richtig, alles Gründe, um ohne Gewissensbisse ihr Schmerche- lcien zu sagen. Herr Katschuka ließ sich keine Gelegenheit dazu entgehen und bereitete damit seiner Braut großes Ver- gnügen. Einmal sagte Athalie zu Timea, als diese sich schlafen legen wollte:„Du, Timea, der Hauptmann hat um Dich angehalten. Nimmst Du ihn?" Das Kind blickte erschrocken Athalie an und lief dann schränkte Preßfreiheit und alle sonstigen Freiheiten, die wir— nicht haben, und zahlen obendrein nur ein Drittel so viel Steuern, wie die Griechen des Königreichs. Sie befinden sich also ganz wohl und denken an keine Rebellion. Aber— und darin besteht die Cretensische Frage— die Russische Diplomatie braucht trübe Wasser, in denen sie fischen kann, und da die„bulgarischen Greuel" aus naheliegenden Gründen jetzt nicht zu verwerthen sind, so muß Creta herhalten. Die Cretensische Frage bedeutet hiernach nicht, daß auf Creta irgend Mißstände und Gefahren eines revolutionären Ausbruchs bestehen, sondern blas, daß die Russen im Trüben zu fischen beabsichtigen. Und das ist die Bedeutung der Cretensischcn Frage.— Die Deutrnlstiitte, welche von dem internationalen Ar- beiter- Kongreß beschlossen worden ist, hat der Reptilvresse An- laß zu wohlfeilen Witzen gegeben. AehnlicheS sei schon vor Jahrzehnten auf internationalen Kongressen beschlossen worden und nie zur Ausführung gelangt. Auch jetzt werde der Be- schluß ein todter Buchstabe bleiben. Dann irren nun aber die Herren Reptilien. Wohl sind ähnliche Beschlüsse schön früher gefaßt worden und unausgeführt geblieben, allein der diesjähride internationale Kongreß war durchweg praktisch und er hat auch diesen Beschluß nicht gefaßt, ohne die Mittel der Ausführung erwogen zu haben. Die betreffende Zentralstätte, oder Zentralstelle(internationales AuskunftSbureau u. s. w.) wird in der Schweiz ins Leben treten— wahrscheinlich anfangs in bescheidenem Umfang, aber unter Bedingungen, die das Wachsthum und den Erfolg sichern. Die Schweiz wurde gewählt, weil dort das Unternehmen in den besten Händen ist. Aus dem Repkilieufonds. Seit längerer Zeit erscheint hier ein Blatt unter dem Titel„Staaten-Korrespondenz". Die „Volks-Zeitung" veröffentlicht nun einen sehr interessanten Brief, welchen der Redakteur der„Staaten-Korrespondenz", Dr. Schunck, am 16. Juni 1888 nach London gerichtet hat, um einen Mitarbeiter zu werben. Trotz des Doktortitels des Herrn ist dieser ganze Brief in einem höchst mangelhafterr Deutsch abgefaßt und giebt eigenthümliche Instruktionen, nach welcherr Grundsätzen die dem Blatte einzusendenden Korrespondenzen abgefaßt werden sollen. Das wäre an sich nichts, wovon ein besonderes Aufseben zu machen wäre. Wohl aber ist die That- fache von Interesse, daß der Adressat dieses Briefes die Auf- forderung zur Mitarbeit an diesem osfiziösen Unternehmen mit der Erklärung zurückwies, daß er„revolutionärer Sozialist" sei. Trotz dieser Sympathie, welche der Redakteur mit dem So- zialiSmuS hat, hat er es doch nicht unterlassen können, in de- nunziatorischer Weise die Forderung aufzustellen, daß die Polizei Herrn Mehring auf Grund deS Sozialistengesetzes aus Berlin ausweise. Die I-llschrrereir« a« der deutsch- schweizerischen Grenze dauern, wie ein Sommersiischler dem Stuttgarter „Beobachter" Anfang August aus Friedrichshafen schreibt, noch immer fort. Es ist wahr, so heißt es in der Zuschrift, daß von Berlin die Ordre kam, bei der Revision des Reisegepäcks strenger zu sein und Alles genau und eingehend zu inspiziren und zu revrdiren. So verfällt jeder Reisende mit den geheim- sten Falten seines Koffers dem spähenderr Auge des Zollbeamten. Und verschont wird Niemarrd von Allen, die da den freien Boden der„wilden Schweiz� verlassen und in das Land der Gottesfurcht und frommen Sitte eingehen. Der Humor der Sache liegt in einem Vorkommen, das dem H er z o g von Koburg passirte, dem in Konstanz 22 Koffer, sage mit Worten zweiundzwanzig Koffer, mit aller der Gründlichkeit untersucht wurden, deren ern gehorsames Zöllner gewissen sähig ist. In seinem Zorne wandte sich der edle Herzog an den Reichskanzler selbst, um Abhilfe zu verlangen. Allein nichts ist bekannt geworden, daß die von den Zeitungen gerühmte Milde wirklich gehandhabt wurde— bis hrute ist der die Revision verschärfende Erlaß in keiner Weise zurückgenommen. Neue kolouiirlpoUtijche Fordevunaeu für die Wiß- manniruppe, welche bereits dem nächsten Reichstage vorgelegt werden sollen, werden schon jetzt in der„Kreuzzeitung" anae- kündigt. In der Uebersicht über die Ergebnisse des Reichs- haushalteelats für 1888/89 wird mitgetheitt, das von den Mehr« ausgaben des auswänigen Amts 800 000 M. mehr auf bie Kosten für die Wißmannexpedition kommen. Damrt wird also amtlich bestätigt, daß die Kosten schon bei Abgang der Wiß- mannexpedition die bewilligte Summe weit überschritten. Die „Kreuzztg." meint nun, daß gegenwärtig schon mehr als das Doppelte der elatsmäßig verfügbaren Summe ausge- geben ist. Die Wißmanntruppe werde ober ihre Thäligkeit in Zukunft noch weiter erhöhen müssen. Die Nothwendigkeit, den Kampf nach dem Innern zu verlegen, wo die Marine nicht mehr unterstützend eingreifen kann, mache neue Forderungen nothwendig, wobei man zugleich eine Reorganisation und erne Verstärkung der Wißmann'schen Truppen im Auge haben müßte. Künfrig müßten die Ausgaben in anderer Weise be- rechnet werden. Wrßmann habe geglaubt, mit zmer Millionen Mark allen Bedürfnissen reichlich Rechnung tragen zu können. Die gemiethetcn und angekauften Dampfer hätten aber allein mehrere Hunderttausend Mark beansprucht.— Wir unsererseits zu ihrem Lager und zog sich die Bettdecke über den Kopf, um von Niemandem gesehen zu werden. Athalie ergötzt sich dann daran, daß das Kind nicht einschlafen kann, jener Worte wegen; daß es unruhig auf seinem Lager sich umherwirft und.die halbe Nacht schlaflos seufzt. Dieser Mädchenschenz war gelungen. Am andern Tage war Timea ungewöhnlich ernst; sie legte ihre kindischen Manieren ab, gedankenvolle Schwer- muth lag auf ihrem Gesicht, und sie wurde plötzlich einsilbig. Das Arkanum that seine Wirkung. Athalie weihte das ganze Hausvolk in den Spaß ein. Bon jetzt an sollen sie Timea so behandeln, wie eine künftige Braut, wie die Verlobte des Herrn Katschuka. Die Dienstleute, die gnädige Frau selber gingen alle auf die Komödie ein. Sarje Niemand, daß dies ein heidnischer Spaß war. Zm Gegentheil, es war ein christlicher. Athalie sagte Timea: „Da sich, der Hauptmann hat Dir jetzt auch einen Verlobungsring geschickt. Den darfst Du Dir aber so lange nicht auf den Finger stecken, so lange Du noch eine Heidrn bist. Früher mußt Du eine Christin werden. Willst Du Dich taufen lassen?" Timea kreuzte die Arme über die Brust und senkte das Haupt. „Man wird Dich also vorher taufen. Damit dies aber geschehen kann, mußt Du erst die Glaubensartikel auswendig lernen und den Katechismus, auch die biblische Geschichte, die Psalmen und Gebete; Du mußt zum Geistlichen gehen und zum Kantor, der Dich unterrichten wird. Willst Du das?" Timea nickte nur mit dem Kopfe. Und sie ging nun täglich zum Geistlichen und zum Kantor, das Gesang- und das Gebetbuch unter dem Ann wie die kleinen Schulmädchen, und spät Abends, wenn schon alle sich zu Bett gelegt hatten, ging sie hinaus in das leere Vorzimmer und lernte dort die halbe Nacht hindurch die zehn egyptischen Landplagen, die hoch moralischen Geschichten von Simson und Delila, von Joseph und dem Weibe Potifars laut auswendig. Das Lernen kam ihr schwer an, weil sie nicht daran gewöhnt war. haben niemals daran geglaubt, daß die mit Wißmanntruppe in Ostafrika begonnenen militarrich«,. nehmungen mit den bewilligten zwei Millionen Marl durchgeführt werden können, sonoern wir haben fte» daß die Kämpfe in Ostafrika noch weitere Millionen au Tasche der Steuerzahler verschlingen würden._ Der Kolouial Sport ist ein sehr kostspieliges W � Der Kongostaat, der bekanntlich bisher fast auSIcht k aus Privatmitteln des Königs Leopold von Belgren n? wurde, scheint nunmehr am Ende keiner Mittel zu sein. Wie man dem„Hamb. Corr." aus Brüssel JoUV bat der Kongostaat mit fortdauernden Defizits zu, Die Mittel des Königs aber seien erschöpft. Die F�srrlPj des Unternehmens sei nur möglich, wenn vom fclaa, Jahreszuschuß bewilligt wird. Die der Brüsseler Kongau, rung nahestehenden Blätter gestehen heute offen er», t>aB Leopold am Ende seiner Mittel ist. Es handele � JahreSzuschuß von U Millionen Franks, der, da der X. staal erst in frühestens 10 Jahren sich erhalten kann. � Zeit bewilligt werden muß.— Bekanntlich haben dre de g� Parlamerrte erst vor kurzem 10 Millionen Franks aus u-,, mittel» für die Kongoeisenbahn bewilligt. Der Konfl, kann also dem belgischen Volk immerhin noch theuer gru»» stehen kommen.. j, Arnstadt gerettet. Montag, den 5. August, I« � Arnstadt der alle drei Jahre stattfindende Kongreß 09% banbcS der Weißgerber Deutschlands abgehalten nreroev- � letzter Stunde wurde den Delegirten mitgetheilt, 0°. polizeiliche Genehmigung hierzu.nicht rrtheilt oder�zuruog ää Ä« worden ist. Infolge dessen find sämmtliche 9� � Alten bürg eingeladen worden; hoffentlich wird hier#2# um ht»r III Or? � Wege stehen, um die Interessen der Weißgerber zu- O.. t-----*— ifx v-t v...~rrw:---... 00# g, KÄ ÄSTÄÄ Ä sich als Versicherungsgesellschaft betrachten� welche lichem Schutz und Kontrole stehe. Als Vorbild einigungen wurden die Buchdrucker und KupserschwieOc 9 � stellt. Der Berliner Verein hat seine Delegirteir, Ivel«!„ Stimmen auf dem Kongreß repräsentiren. beauftragt, Stellung zu nehmen. Äermuthlich wird sich kern Verein 1%, welcher sich freiwillig wird unter Vormundschall Neber die Fohnverhattniste bei den oberfchl'� Kerglruten hat die Kommission behufs Untersuchung„Jj# tigen Verhältnisse bis jetzt Folgendes festgestellt: 4.'«- « r ju« AM—f* it.—.. cNa— viAMft• coa# n aus Orzesche gaben als ihren Verdienst an: Bei einer j 14stündigen Arbeit beträgt der tägliche Schichtlohn% Häuer 1,60 M., nach dem gemachten Gedinge aber! 3,15 M. verdienen. Die Schlepper und Füller erhall»F 1,30 M.— Auf der„Ca eilten gi übe", welche 400* � nur ifi.—«ui ml„�uuucuy: uue, luciuji. MiWM'As'MO Gruben verdienen die Häuer 2,50 und die Schleppe Es bewegt sich also der Lohn pro Monat bei den zwischen 45 bis 75 M.(in Ausnahmefällen sollen e�hy auch schon bis auf 90 M. gebracht haben), bei den zwi>chen 36—60 M. Wie stellen sich nun zu biesen ßi, Die Ausgaben? Darüber sinb fast übereinstimmend»5? Angaben gemacht worden: ES erfordern: Mrelhe 9*''.«J 15—18 M., Speck, Fett und Butter 9 M., Mehl 15—18 Mk.. Kartoffeln 6 M., Kaffee und Zucker' j if Milch 3 307., Steuern 0,70-2,25 M., Schuhwer' 9 M., Knappschasisbeitrag 3 M., Oel IsiO � � übrige Ausgaben, wie Kleider u. s. w. 10 Mk. lich insgesammt sonach 85,50 bis 97 Mark A kaum sagen können, daß die mitgetheilten AuSgabl hoch gegrrffen seien, insbesondere, wenn man daS«ar«* sein errrer starken Familie mit in Rechnung zieht; da«ia Fr Ü i FNuzarl Ar i K % I W wen. i MS' ii klar ®elfer stot wie man sieht, der niedrige Lohn diese Ausgaben ssW zuläßt, so wird in d er Weife gespart, daß der Betrags � und Zucker ganz in Wegfall kommt, für Kaffee dient ligeS Ersatzmittel oder schlechter Karlosselfusel, dessen oberschlcsischen Großgrundbesitzer und Brenner„den.£ menten in uneigennützigster Weise erleichtern. Ocss'» dresit man die Augen über die Verderbtheit der den Öberschlesier und heimlich lacht man sich inS FauW der Kartoffelanbau so rentabel ist. Der Reichvhaushatt hat mit einem Fr'C'# 7 20 383 738 M. abgeschlossen. Den beträchtlichsten Uu � die Zuckersteuer mit 24 363 000 Mark erbracht, 18 345 000 M. an Verbrauchssteuer. Als der Sta uk des Reichsschatzamts v. Moltzahn am 27. Noodr. l6°?„ y ersten Beralhung des Reichshaushalts für 1889/80.�tt- Mim de« lWmben den Fehlbetrag auf etwa 13» Millionen Mark lss."» ------ ing), den Ausfall an der Za�V 10 M.(um 2 300000 M. zu genNS�ff rend er sich in der d-l Es war eine schreckliche Arbeit für sie, die Satze strakten unverständlichen Katechismus ihrem Gedaly\ P| zupräaen. Was aber hätte sie nicht alles gethan, getauft werden zu können?_% „Da seht,"' sagte Athalie manchmal, wenn au�sf! zugegen war,�„ohne ihr diese Hoffnung tn oen�� i und II c«. ntia■ iuui,„uyut lyi uitjc �nguung m j.„uir'l setzen, wäre sie nie dazu zu bringen gewesen,>'■" und etwas zu lernen, um die Taufe empfangen Z» So aber bemüht sie sich, so schnell wie möglich b« sich anzueignen."„u j, Es war also sogar ein frommes Werk, baß• je Kinde den Kopf damit verdrehte, schon Braut zu r Timar mußte zusehen, welch arges Spiel mit dem�ar� V getrieben wurde, ohne etwas dagegen thun zu hätte er ihr auch sagen sollen? Sie würde,, E kam. trvl Perständniß dafür gehabt haben. Daß er g noch dazu bei, die Sache schlimmer zu.$ llständigte in den Augen Timea's die% Es vervollständigte in den Augen Trmea's vre ßgLsstL Kind hörte von Jedermann, und selbst der ernn. f#j zFf+ Tx AM f.A& M.AmXm»aT aImA-A Herr Äthanas ließ manchmal eine Anspielung dara f hnfc hpr rpirftp.�\prr nrm Qoupitrtpi« S?% daß der reiche Herr von Levetinczy ÄthalsenS � � HauS komme. Sie fand dies auch sehr nakü �\ reiche Mann bewirbt sich um ein reiches M« ,u\{% 7 etwa in "■-' Wer könnte aber bM| armen ungarischen Offizier passen, als beide passen zu einander. 14%.*' lÜÄ» arme Tochter eines türtischen Milttärs?-. ihr natürlicher. Sie lernte also Tag und 9W)■. t'f.- Katechismus, dem Psalter, d er Bibel war sie s») � L nun wurde eine neue Posse für sie ausgedacht. LS � werden. Wegen der vielen Weißwäsche, Klerder, � y die noch zu machen sind, dürfte der �ag kern 5 jp)' Und dann erst das Traukleid, in dem sie Z"■» a"® Das muß die Braut eigenhändig sticken. % AMAM. AM A*M /2k. A m amCLaCO.---- JT- il. /2Ia«V*P. S ��00� kommen ein. Sie versteht prächtig in Seide, Silber zu sticken; Joenn auf den Unterricht da Harem die größte Sorgfalt verwendet. Man gab ihr also Athaliens Brautkleid, "» 4% * larischni ll»�' . Mark wu-w cn llioncn aus°° r.3P elgi« Pfg '„»« A"! nn. ouf g n die% ks aus Et?» )er Heuer gen«!' SS'i , werde�> MLÄg SS»; verlege»,� schn"-� A "'. Irflflt, " ü �ooo�sro" von 6 Millionen eine Mchreinnahme von «mst. so„ � Wäre nun der Gcgenstand�mcht zu , Vereins rdschaft wb i einer D i den en es S i faßte nach der �Germania" folgende Bc- . jedem ��.�nt'ae Delegirlenversammlung beschließt, daß �taAx in �der Zeche ein Delegirter nach dem Tele- «".-AK%%%'' Ä't b?' wenn r.I"thl der Knapvenvereine stimmberechtigt sein Ale vorstek,� m."A! zugleich Delegirte der Zechen sind. ürf, Resolution nicht berücksichtigt werden, dann beim � vertretenen, in der Kontrolliste aufgeführten .schicken' nv" Belegschaften, den Torsi selber Dclegirtentag Wen mZx r? Bochum entworfene Verbandsstatut yoch> dj.s en solle und erklärt, sich nur unter Zugrunde- A spät,...Statuts organisiren zu wollen. Sollte sich das- iA ftfolop» reformbedürftig erweisen, so soll eine Abände >-? kie@0*. Bekanntlich liegt bezüglich der ersten Resolw Ä»um Tn,hc®i fo, daß die Knappenvereine die Ver- «|s&7 W. ÄrÄÄi°£- ÄS im Nnino her /esigesetzte Verbandsstatut des Verbandes zur tm i�Xliot Aeetgmdunilcfjen Interessen von der Behörde nicht ?b r« �dsiV°rdcn sei, weil in dem§ 16 die Bestimmungen . g M, Ä ft2 r""8 der Unterstützung«- u. s. w. Gelder Nicht Itehl u*" f i-Äm. w.,s leicn. Tie Versammlung war aus den Revieren icker H K uliwerk K '# M m Nuin, ßt.lf'An. Tie Versammlung Ae wobl». irchen, Herne u. f. w. gut besucht. Dortmund "AH den Bochumer Beschlüssen unterordnen werde. z? Esse» des dort statisindenden Knappenfestes ganz, eg r.� A» durch eine kleine Anzahl Delegirter erklären, gäust� m i ri? I Fabel-. ZK % L*»p.„. Dänemark. August. Ter große Streik »en Sie n eh l e r hat mit dem Siege der Gesellen ae- St« fntink: en. wie früher mitgetheilt wurde, einen Lohn l« Kronen wöchentlich und 30 Oere pro Wiwl l-ocirAS'', und die Meister hatten diese Forderung mit tzA'ben beantwortet. Alle Meister wollten sich jedoch 5» d, zJA anschließen, und man war daher nicht im ijoon hV»%�k-out durchzuführen. Tie Streikenden wur- ".«ochoeicinen mit ca. 4000 Kronen wöchentlich Schutz."d konnten daher ruhig warten. Es wurde ein dkfXbHn," lg Mitgliedern gebildet und nach weitläufigen dinA gktm?' W über drei Wochen gedauert haben, find die ->n"Jen, die oben erwähnten Forderungen zu be- h,Ati>tlen. �sugen Tagen wird daher die Arbeit in allen » � also aufgenommen werden. Tie Möbeltischler I gw wie früher die Bautischler ihre Forderungen ®?. verdient noch hervorgehoben zu werden, daß «diu» wit der größten Ruhe aufgetreten und daß die "«en m würdiger Weise geführt worden sind. Großbritannien. • Ter Unterstaatssekretär Fergusson erklärte den letzten Berichten aus Brüssel zufolge Ä | ar>n , t>-� iL™« wl prachtvollen Stickereien anbringe, welche sie A eigen � W. Natürlich sagte man ihr, es sei dies Adep Brautkleid. Timea zeichnete auf Schleppe und A fing v«leides die schönsten und reichsten Arabesken Ah sie zu sticken. Ein wahres Meisterwerk ..°rgen i.ler.'hren Fingern: sie arbeitete daran vom frühen ij nicht„ den späten Abend und legte die Arbeit V* Arte r Hand, wenn Gäste kamen, mit denen sie A gut A"v" der Stickerei aufzusehen; und das °«et« JA sie, denn so konnte sie auch nicht sehen, L Jinin, Ar dem Rücken sie auslachte. Z Sau«' Ar dies alles mit ansehen mußte, verließ oft idi, der sicher Bitterkeit im Herzen, daß er, unten dei�„ Kppe angelangt, die beiden Marmorsäulen ej.A<>n k�Aden packte; er hätte am liebsten gethan, wie djj.' et das Haus der Philister über seinem Haupte SenctAA Ach wird er eS stehen lassen? sie�ensob®' dem Timea mit so geheimnißvollem Bangen A Kaisch'.AA in der That der Tag, an welchem AAndern 1 Alte Hochzeit halten sollte, aber nicht mit Sane« A Fräulein Athalie. Nur daß dem Anbruch etwa i» A"thümliche Hindernisse im Wege standen. derAden(k„„ A Sternen, auch nicht in den Herzen der w den mVA find in einander leidlich verliebt), son- Geldverhältnissen des Herrn Brazovics. (Fortsetzung folgt.) �-- d. unv Leven. �erbiunf � armen verhaftet. Am folgenden Tage ro Personen eingebracht; unter ihnen bekönne die Sklavenhandel-Konferenz vor Mitte oder Ende Oktober nicht zusammentreten. Tie Apanagebill wurde nach einstündiger Be rathung mit 136 gegen 41 Stimmen tu dritter Lesung angegenommen. An der Einweihung der neuen Gebäude der Sor- b o n n e nahmen Präsident Carnot, die Minister, mehrere Mit- alieder des diplomatischen KorpS, darunter Lord Lytton, die Mitglieder der Akademie und zahlreiche Deputationen von auswärtigen Hochschulen theil. Carnot wurde durch die Stu- deuten äußerst sympathisch begrüßt. Der Unterrichtsminister Fallieres und der Präsident des Munizipalraths Chautemps hießen die auswärtigen Studenten namens der Regierung, so- wie der Stadt Paris herzlich willkommen. Der S e n a t s- P r ä s i d e n t hat die Ladungen zu der am 8. August stattfindenden ersten Sitzung des obersten Staats- gerichtshofes ergehen lassen. Boulanger hat eine sehr lange Proklamation an das französische Volk erlassen, welches er als seinen einzigen Richter anerkennt. In diesem Manifest bespricht er die Anklagen gegen ihn, welche in den kürzlich publizirten Aktenstücken des obersten Gerichtshofes enthalten sind, und welche er in sehr heftiger Sprache als infame Verleumdungen bezeichnet. Felix P y a t t- Der alte Revolutionär, dessen Tod bereits gemeldet wurde, war am 4. Oktober 1810 in Bierjon(Eher) geboren, als Sohn eines dem royaliftifchen Regime ergebenen Advokaten. Roch nicht 16 Jahre alt, bezog der talentvolle Knabe die Rechtsschule in Paris und schon 1829 machte er sich durch seine Kühnheit bekannt, indem er in einer öffentlichen Versammlung einen Toast auf die National- Konvention aus- brachte und die Büste Karl X. durch diejenige La Fayette's ersetzte. Auf Vorstellung seiner Familie verließ er das Barreau und wurde eifriger Journalist. Er arbeitete bei einer großen Anzahl Blätter, u. A. beim„Figaro",„Charivari",„Revue de Paris", mit, wurde Direktor der„Revue Britannique" und der„Europe Literaire" und Redakteur des Feuilletons vom „Siede". Infolge eines von Janin in dem„Journal des DebatS" veröffentlichten Artikels über Chenier ließ Pnat ein Pamphlet gegen Janin loS und erhielt dafür sechs Monate Gefängniß. Nock vor dem Jahre 1848 wurde er einer der Redakteure der„Reforme". Seinen literarischen Ruf gewann Pyat hauptsächlich auf dem Theater, da jedes seiner Werke darauf hinauslief, einen politischen oder sozialen Gedanken zu popularifiren. Sobald die Republik proklamirt war, gab Pyat die literarische Beschäftigung auf und stürzte sich mit seiner ganzen Leidenschaft in das politische Treiben und zwar als Führer des vorgeschrittensten TheileS der sozialistisch- demokratischen Partei. Im Eher wurde er zum vierten Vertreter dieses De- partementS gewählt, saß einige Zeit im Bureau der Constitu- ante unter den Sekretären und stimmte stets mit der Berg- partei. Durch eine Anzahl leidenschaftlicher Reden, z. B. für die Freiheit der Presse und für das Recht auf Arbeit lenkte er die Aufmerksamkeit weiter Kreise auf sich. Nachdem er 1849 in Eher und in dem Seinedepartement wiedergewählt worden war, unterzeichnete er am 10. Juni Ledru Rollin's Aufruf zu den Waffen und begleitete denselben auch auf dem Zuge nach dem Conservatoire deS ArtS et Melters. Er wurde deshalv angeklagt, doch gelang es ihm, zu entkommen. Pyat flüchtete Anfangs nach der Schweiz, ließ sich dann aber in Belgien nieder. Nach dem Staatsstreich vom 2. Dezember wurde er aus Belgien ausgewiesen und ging dann nach Eng- land. Eine dort herausgegebene Broschüre, welche das Attentat vom 14. Januar 1858 rechtfertigte, erregte in England großen Lärm und wurde sogar vor die Gerichte ae- bracht, jedoch ohne Erfolg. Infolge der allgemeinen Amnestie vom 15. August 1869 kehrte Pyat nach Frankreich zurück, nach- dem er vergeblich versucht hatte, Viktor Hugo zu einem ähn- lichen Schritte zu bewegen. Pyat schrieb dann zunächst für den „Rappel", welche Thätiakeit ihm bald wieder Gefängniß ein- trug. Während der Belagerung von Paris redigirte er den „Combat"(„Kampf"), dann den„Vengeur"(Rächer"). Am 8. Februar wurde Pyat in die Nationalversammlung gewählt, trat aber nicht in dieselbe ein, dagegen übernahm er in der Pariser Kommune eine hervorragende Rolle. Als Mitglied des WohlfahrtS-AuSsckusseS entwickelte er eine außerordentliche Thätigkeit. Als die Versailler Truppen in Paris eindrangen, gelang es ihm zu entkommen. 1873 wurde er In contumaciam zum Tode verurtheilt und 1880 begnadigt. Er kehrte nach Paris zurück und wurde 1888 in Marseille zum Deputirten gewählt. gemacht. Als solcher hat er sich nur noch wenig bemerkbar Dez-jammUmgen. Cime große Schneider« ersamml«»« der Freien fand sich auch ein Knabe, welcher dem der Wunder harrenden Volke die angeblichen Befehle der Mutter Gottes verdolmetscht halte. Es wurden ferner zwei Wagen eingebracht, auf welchen sich das als Opfer dargebrachte Geld und andere Spenden be- fanden. Von der Behörde wird nichts unterlassen, um der Sache auf den Grund zu gelangen; es weilt noch eine Kompagnie Infanterie dort, und es werden im ganzen Dorfe HauSdurch- suchungen vorgenommen. Dieselben sind auch von Erfolg, da man sehr viel Geld, das von den Opfergaben gestohlen worden sein dürfte, in Beschlag nahm. Einige der Verhafteten geben an, auS Angst, Andere wieder, nur durch das Beispiel ange- lockt, bei der Komödie mitgewirkt zu haben. Vor allem war wohl Habsucht der Hauot- und Beweggrund und die Eitel- teil, vor dem Volke mit den Heiligen im Verkehr stehend zu erscheinen. Die Vorbereitungen zu dem Schwindel, der den Zweck hatte, die als Diebsnester in der ganzen Umgebung ver- rufenen Dörfer in Wallfahrtsorte umzuwandeln, nahmen be- reits vor 2 Jahren ihren Anfang. Die Schwindler beabsich- tigten sogar mit bengalischem Feuer und einem Bilde Mutler Gottes zu arbeiten, das zu diesem Zweck in Agram hergestellt worden war. Gin Fall von Scheintod wird dem„Jll. Wiener Extra- blatt" aus Koblin gemeldet. Derselbe ereignete sich in dem etwa drei Stunden von dieser Stadt entfernten Dörfchen Dobisch und hält nicht bloS die dortigen Ortsbewohner, sondern die ganze Umgebung in größter Aufregung. Gegen Anfang voriger Woche starb nämlich in jenem Dorfe eine reiche Gute- besitzerin, Frau Zybollay, und die Leiche sollte in der Gruft beigesetzt werden, welche sich die genannte Familie auf dem dortigen Friedhofe neu errichten ließ. Da die Steinmetzarbeiten an dieser Familiengruft noch nicht beendigt waren, wurde der Sarg einstweilen provisorisch in der Gruft beigesetzt; man stellte den geschlossenen Sarg in eine Mauernische der Gruft. Vier Tage später starb die Enkelin der Frau Zobollay, ein Mädchen von elf Jahren, und da inzwischen sämmtliche Ar- beiten an der Gruft vollendet waren, sollte die Beisetzung der Leichen von Großmutter und Enkelin zu gleicher Zeit erfolgen. Als sich nun die Leute dem Sarge mit den irdischen Ueberresten der alten Frau näherten, bot sich ihnen ein Anblick dar, der rhnen das Blut in den Adern erstarren ließ. Der Deckel des fest geschlossenen Sarges war zur Hälfte aufgesprengt und aus der Fuge ragle ein Theil der Hand der Leiche hervor. Der ZersctzungSprozeß, in welchem sich die Leiche bereits befand, was durch den pene- tränten Leichengeruch konstatirt werden konnte, ließ wohl keinen Schneidergewcrbe und sind dieselben durch einen eventuellen Streik zu bessern? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Frage- kästen. Zum ersten Punkt der Tagesordnung nahm Herr Vor- sitzender Pfeiffer das Wort. Er führte aus, wie im Laufe her letzten Jahrzehnte die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Arbeiterschaft sich ganz wesentlich zu Ungunsten derselben ver- schlechter! haben. Das Unternehmerthum fei üppig empor- geschossen, alle Hebel in Bewegung setzend, den Arbeiter zu unter- drücken und den Mittellosen endlich in die vollkommenste Abhängigkeit zu bringen. Wenn nun schon dies in allen an- deren Gewerben zu konstatiren gewesen, um wie viel mehr doch noch im Schneidergewerbe, in dem noch die Hausarbeit»um Ruin jedes Strebens nach Besserung dominire. Arbeiten doch von den in der Schneiderei beschäftigten nur 5 pCt. überhaupt beim Meister und 95 pCt. in der Hausindustrie. Dazu sei gerade im Schneidergewerbe die Lethargie der Arbeitenden, deren wenig nur den Geist der Zeit begriffen haben, allzu groß. Redner kam sodann des Eingehenderen auf schwach- volle Verhältnisse in mehreren hiesigen Geschäften zu sprechen. Zum Streik aber, dem„Entrüstungsschrei deS Arbeiters", müsse die Masse organisirt fein.— An der regen Diskussion betheiligten sich, wesentlich im Sinne des Redners, die Herren Hauck, Gottschall, Steinborn und T a e t e r a u. Zu einstimmiger Annahme gelangte am Ende folgende Re- solution: „Die heute in Feuerstein's Lokal stattfindende Ver« sammlung der„Freien Bereinigung der Schneider Ber- lins" erklärt, daß, um die im Schneidergewerbe Herr- schenden Uebelstände durch einen Streik mit Erfolg be- kämpfen zu können, vor allen Dingen zielbewußte Orga- nisationen nöthig sind und fordert alle Schneider Berlins aus, sich einer Organisation anzuschließen, damit endlich auch einmal bessere Zustände in unserem Gewerbe ein- treten können." Gin» offenttiche Versammlung der Manrer Berlws und Umgegend war zum 5. d. MlS. nach Heydrich'S großem Saale einberufen worden, um hauptsächlich die Frage zu er- örtern, ob es möglich ist, das durch den Streik Errunoene unter den jetzigen Umständen aufrecht zu erhalten? Die Ber- sammlung, welche infolge der ungünstigen Witterung sehr spärlich besucht war, wählte ins Bureau die Herren Grothmann, Kerstan und Heinze, vertagte indessen den ersten Punkt der Tagesordnung und erörterte nur„VcrsckiedeneS". Zunächst theilte Herr Grothmann mit, daß dieFortsetzung der„schwarzen Liste" erschienen sei und daß 121 Maurer auf derselben ver» zeichnet seien. Herr Grothmann legte es der Gesellenfckast dringend nahe, eine andere Haltung anzunehmen, sonst brächten eS die Arbeitgeber doch noch dahin, daß Familienväter doch noch brotlos gemacht werden. Ein„Eingesandt" der„Bauaew.- Ztg." veranlaßte den Redner zu einer sehr scharfen Kritik. Die Errungenschaften der letzten Woche sind, nach Mit- theilung des Vorsitzenden, trotz der zur Schau getragenen Theilnahmlosigkeit der Kollegen, immerhin noch günstige. Zu den 177 Bauten, welche die Forderungen bewilligt hatten, sind noch 21 Bauten hinzugekcmmen, so daß die Gesammtzahl jetzt 198 beträgt. Allerdings find auch die Akkordbaulen von 37 auf 46 gestiegen. Verschiedene gewerkschaftliche Mittheilungen wurden sodann noch vom Vorsitzenden gemacht und mnabnle er die Gesellenschaft nochmals ernstlich, der drohenden Gefahr gegenüber die bisherige Theilnahmslofigkeit schwinden zu lassen. Bezüglich des„Eingesandt" in der„Baugewerks-Zeitung" be- schloß die Versammlung folgende„Erklärung":„Die heute in der Beuthstraße 20 tagende öffentliche General- Ver sammlung der Maurer Berlins und Umgegend erkört betreffs des Artikels in der Nummer 61 der„Bau- gcwerkS-Zeitung", in welchem gesagt ist, daß die Mit- glreder der freien Hilfskassen nur Sozialdemokraten, Faulenzer und Strerkbrüder sind, daß wir mit dem ersten Aus- drucke wohl zufrieden sind und uns sogar freuen, so betitelt zu werden; die beiden anderen Ausdrücke weisen wir mit aller Entschiedenheit auf den Verfasser des Artikels zurück. Im Weileren erklären sich sämmtliche Maurer Berlins und Um- gegen b zum Eintritt in die freie Hilfskosse in diesem Sommer bereit und verpflichten sich alle Maurer, der freien Vereinigung der Fachgenossen der Maurer Berlins und Umgegend teizu- treten in der Erkenntniß, daß nur durch eine feste Organisation die Interessen der Gesellenschaft gewahrt werden können." Nachdem sodann noch eine größere Anzahl Redner Mrt- theilungen über Vorgänge auf einzelnen Bauten gemacht hatten. gab Herr Kersten bekannt, daß die nächste Versammlung am Freilag Abend im Neuen Klubhause, Kommandantenstr. 42, stattfindet, und zwar mit der gleichen Tagesordnung, zu recht reger Ägilation für dieselbe auffordernd, worauf die Versamm- lung mit einem dreifachen Hockt auf die Einigkeit der Maurer Berlins und Umgegend geiitilossen wurde. Der Verein zur Vlalzrung der Interesse« der Klavierarbetter und verwandter Berufsgenossen hielt am Sonnabend, den 3. August, in Gratweil's Bierhallen eine gut besuchte Mitglieder- Versammlung ab. Ter zweite Vorsitzende, Kollege Nagel, eröffnete dieselbe um 9 Uhr. Auf der TogeS- Ordnung stand: Kassenbericht, Werkstatt- und VcreinSangelegen- Zweifel mehr übrig, daß man den Sarg nunmehr nicht zu öffnen brauche, daß die in demselben Ruhende nun ihatsächlich tobt sei. Ebenso gewiß und zweifellos war aber die Thatfache. daß die Frau in dem Sarge zum Leben erwacht war, wenn auch nur auf kurze Zeit. Eine Gerichtskommission, die sich auf die erstattete Anzeige von dem Vorfall noch am selben Tage aus dem Friedhofe eingefunden hatte und den Sarg öffnen ließ, konstatiite, daß die Frau, welche bei Lebzeiten eine starke, robuste Person war und angeblich einem akuten Herzleiden e-.- legen war, im Sarge zum Leben erwacht war und den Deckel des Sarges mit Aufbietung der letzten Kräfte zur Hälfte auf- gesprengt hatte. Nach ärztlichem Ausspruche dürste die Frau im Sarge bloS einige Minuten gelebt haben. Diese wenigen Minuten dürften aber freilich für die im Sarge Erwachte von schrecklicher Oual gewesen sein. Nach der protokollarischen Aue- sage des betreffenden TodtenbefchauerS waren bereits wenige Stunden nach dem damals anscheinend erfolgten Tode der Frau an dem Körper derselben die charakteristischen„Tobten- flecke" sichtbar. Nichtsdestoweniger war die Frau damals nicht lobt, sondern befand sich in einem todähnlichen Starrkrampf», der sie erst nach drei Tagen im Sarge zum Leben erwachen ließ. Gegen den Todtenbeschauer wurde die gerichtliche Unter- suchung eingeleitet. ..............—............°„i. tu von 300 bczw. 600 Pferdestärken betrieben, von denen letztere nur bei g'vßem Andrang des Publikums tn Thatrgkeit tritt. Es sind zehn Wagen vorhanden, und es erfolgt die Zuleitung des Stromes durch oberirdische Drahte. Schiller'«„Räuber" haben kürzlich bet einer Thealeraufführung in Ftume, abgesehen davon, daß der Name des DtchierS in„Schüller" umgewandelt worden ist, folgende Der- gewalligung in der Szenen ein theilung erfahren: Erster Akt: Ein falscher Brief.— Die Spinne und ihr Netz: zweiler Akt: Die sächsische Schänke.— Große Projekte; dritter Akt: Ei« infames Projekt.— Hyänenherz.— Ein Lügner aus Liebe; vierter Akt: In den böhmischen Wäldern.— Das Brüll, n des Löwen; fünfter Akt: Vaterliebe.— Sohnesherz.— Es« schrecklicher Racheschwur.— Auf das Schloß!; sechster Akt: Die Strafe des Batermörders.— Bollendete Rache.— Di« Gerechtigkeit Gottes.— Gespielt wurden diese Schuller Ichen „Räuber" dem Anschlagzettel entsprechend. heitm. Verschiedenes. Aus dem Kassenbericht ging hervor, daß eine Einnahme von netto 852 Mark vorhanden ist und daß der Verein für Zwecke der Unterstützung von im Streik befind- lichen Arbeitergruppen im letzten Vierteljahr 1325 Mark gezahlt hat, welche Summe wohl ein sehr gutes Licht auf das Soli- daritätSgesühl des Vereins wirft. Bei den Werkstattangelegen- heilen kam wieder die Fabrik von Lescow an die Reihe. Der Fabrikant hat in seiner Fabrik den UkaS aufgestellt, dast sämmtliche dem Verein angehörende Arbeiter zu entlassen seien; es laß ein Fall vor, wo ein Arbeiter, der 18 Jahre zur groben Zufnedenheit des Fabrikanten in der Fabrik gearbeitet hat, nur deshalb entlassen wurde, weil er Mitglied des Vereins fei. Es wurde eine lebhafte Debatte darüber geführt, und aus ihr ging hervor, daß der Fabrikant Lexow, dem keine Kon- kmrenz das Feld streitig macht, die Theilung der Arbeit durch Masckmcntechnik in gröbtem Maße ausnutze, wohl lediglich aus Sport, die Zustände in seiner Fabrik herbeiführe, um von sich sprechen zu machen. Es liege kein anderer Grund vor, da kein Fall zur Sprache kam, wo Vereinsmitglicder irgendwie agitatorisch in der Fabrik aufgetreten seien. Es wurde beschlossen, die Arbeiter der L.'schen Fabrik zur näcksten Versammlung einzuladen. Es wurden ferner 18 neue Mitglieder aufgenommen, sowie bekannt gemacht, daß das dies- zährige Stiftungsfest in der Philharmonie am 7. September statifindet. Nach Bewilligung von verschiedenen Krankenunter- stützungen und der Aufforderung, zahlreich der Beerdigung des Kollegen Blumeier beizuwohnen, theilte der Vorsitzende mit, dab die nächste Vereinsversammlung Sonnabend, den 4. August, bei Deigmüller, Alte Jakobstraße 48-, stattfinde, und fordert zu zahlreicher Betheiligung auf. Dt« Mhlsche Gesellschaft hielt am Sonnabend, den S. August, in Scheffer'S Salon, Jnselstr. 10, ihre vierte ordentliche Generalversammlung ab. Die auf der Tagesordnung stehende Abänderung des zeitigen Statuts der Gesellschaft gab die Veranlassung zu einer äußerst regen Diskussion. Bereits in zwei vorausgegangenen Generalversammlungen war von dem geschäftsführenden Ausschuß der Gesellschaft ein abgeändertes Statut unterbreitet und zur Annahme empfohlen worden, jedoch ohne damit ein durchaus wünschenSwertheS Resultat zu erzielen. Die Ursachen, warum und weshalb dies nicht zu erreichen war, wollen wir nicht weiter erörtern, da dieselben für die Gesellschaft jetzt beseitigt sind. Zur Annahme gelangte in obiger Versamm- lung schließlich das von dem Ausschuß unterbreitete Statut unter gänzlicher Abänderung des§ 1 dieses Statuts und einiger redaktionellen Aenderungen der§§ 3, 7, 8 und 16. DaS abgeänderte Statut bestimmt jetzt über Zweck und Mittel zur Erreichung des Zweckes, das folgende: § 1. Zweck der Ethischen Gesellschaft. Die Förderung einer allgemeinen geistigen Bildung; die Erstrebung des sittlichen und materiellen Wohlbefindens des Einzelnen wie der Gesammtheit.§ 2. Mittel zur Erreichung des Zweckes: 1. Vorträge, Vorlesungen und Besprechungen über zweckentsprechende, zeitgemäße wissenschaftliche For- schungen, deren Erkenntniß und Fragen. 2. Errichtung e»ner Bibliothek. 3. Pflege der Geselligkeit. Einige noch weitere vorliegende Anträge, betreffend die Namensänderung der Ge- sellschast. wurden nach kurzer Diskussion bis zur nächsten ordent- lichen Generalversammlung zurückgestellt,! Tie Veisammlung erledigte hierauf die Ergänzungswahl des Vorstandes durch die Wahl eines ersten Vorsitzenden, des zweiten KassirerS, ferner zweier Beisitzer, sowie die Neuwahl von drei Revisoren. Unter «Verschiedenes" gelangte zur Mit theilung, daß der zu diesem Sonntag, den 4. August, angezeigte Vortrag nicht stattfinden konnte, da er wegen«verspäteter" Anmeldung inhibirt wurde. Eine rege Diskussion veranlaßte im weiteren die Agitation für die Gesellschaft; es wurde zunächst beschlossen zunächst am Sonntag, den 11. August, einen Ausflug zu veran- stalten. Treffpunkt: Mittags 12 Uhr 30 Minuten, Potsdamer Bahnhof. Ziel: Zehlendorf— Schlachtensee. Am Sonntag, den 18. August, findet sodann ein wissen- schaftlicher Vortrag statt, mit sich hieran anschließender geselliger Unterhaltung. Dir srldstständisr« Miitzenmacher kamen am Sonn- abend bei Volke, Linienftraße 19, zusammen, um erstens das Resultat der jüngsten Gesellen- Lohnbewegung zu besprechen, dann aber, um darüber zu berathen, wie sie ihre eigene wirth- schaftliche Lage verbessern können. Wir bringen den Bericht, weil in der Versammlung aus dem Munde von Kleinmeistern konstatirt wurde, wohin Festigkeit und Muth der Arbeiter bei Lohnbewegungen führen kann. Herr Lichtenstein referirte über den ersten Punkt der Tagesordnung und betonte gleich Ein- gangs, daß die Selbstständigen zuerst nicht gewillt gewesen wären, die Forderungen, obgleich sie gerecht waren, da Alles th eurer geworden, zu bewilligen. Obgleich sie durchaus nicht gegen eine Erhöhung der Löhne feien, so wollten sie doch erst ihre Lohnbewegung gegenüber den Fabrikanten zu Ende führen und, falls sie Glück damit gehabt hätten, auch den Gesellen ihren Theil zukommen lassen. Dies fei leider an der Einigkeit der Gesellen gescheitert. Man mußte bewilligen. Wenn die Gesellen auch moralischer(?) gehandelt hätten, nicht mitten in der Saison, in der mit Hochdruck gearbeitet wird, ihnen Forderungen zu stellen, so könne man ihnen von ihrem Stand- punkte aus nicht ganz Unrecht geben.(Sehr richtig!) Von anderen Gesichtspunkten aus aber doch! Die Gesellen wollten den Esel(das Kapital) treffen und haben den Sack(die Selbststän- digen) getroffen. Nun, das sei nicht zu ändern! Die 6000 Gesellen hatten mit Festigkeit gefordert und Alles sei bewilligt worden: ob für die Dauer, glaube er kaum. Die Selbststän- digen seien aber hierdurch in eine äußerst gedrückte Lage ge- rathen. Dem Druck von unten habe man nachgeben müssen, weil er zu stark war, den Druck nach oben habe, man versucht. Die Fabrikanten hätten aber Alles abgelehnt und die Kleinmeister hätten auch hier nachgeben müssen. Dies habe hauptsächlich an der Zerfahrenheit derselben gelegen. Man solle sich hier die Gesellen zum Beispiel nehmen. Die Gesellen wären über alle Vorgänge in den Werkstellen unterrichtet ge- wesen, überall hatten sie Vertrauensleute, die Meister nicht. Die Gesellen seien durch den Sieg muthig geworden und w würden noch mehr fordern. Die Selbstständigen�nu! vorsehen und auch mehr zu verdienen suchen.—.- Grunde wollen sie im nächsten Sommer von Neuci>>, Lohnbewegung eintreten. Vor der Hand wurde eine Km» gewählt, welche einen Tarif ausarbeiten soll. Sollte kant denselben nicht anerkennen, so sollen für ihn gearbeitet werden, so daß seine Reisenden keine Tomw nehmen können. Ein Unterstützungsfonds wird icht M sammelt. Man arbeitet in Eile, da der letzte Tew Stellung der Forderungen und Vorlage des Tarifs 6" � ist. Die Selbstständigen haben Aussicht durchzukownu, — sie einig sind. Doch da ist der Henker, wie bei 1 Lohnbewegungen. — sie einig sind. Doch da ist der Henker, ' ibewegungen.„ m Der Verein der Freie» Vereinigung#"'7, genossen der Maurer Kerlinv hielt am 1- MV: ordcntlilbe Mitgliederversammlung ab in dem bekannte»�. lokale, Sebastianstr. 72. Auf der Tagesordnung stand» � trag über Sozialreform der Arbeiter. 2. Diskuwon.'* schiedenes. Zum ersten Punkt referirte Herr Wen>�, eben so lehrreicher wie zündender Vortrag wurde®'',> Enthusiasmus aufgenommen. Es war nur zu bcdaaw, das Lokal nur mäßig gefüllt war. � Der Fachverein der Holz- und Krcttertra»� die polizeiliche Genehmigung zur Abhaltung einer � lung erhalten, welche am Sonntag Vormittag in•WNL* Naunynstr. 27, stattfinden und in der der Buchdrucker � Werner über«Kapital und Arbeit" referiren sollte. �* jedoch für diese Versammlung durch Verbreitung ein� blatte« Propaganda gemacht worden, wurde der sitzende nach dem Polzeiburcau zitirt, woselbst sanimlungSgenehmigung abgenommen und dage"« J Polizeipräsidium nachträglich erlassene Verbot der eingehändigt wurde. 9 Hr. lg . Seit ÄZ L? die« SÜ ß: tyuav SKrrechfQQl. ®ie SRetiattion stellt Mc Benutzmig des SprcditnalS, soweit ittouw flfbtn ist, dem Pubiikum zur Besprechung vou Augclcgenhrucn Interesses zur Nersügung. ue verwlch"t"nch"abc""giei�eit1g dagtsot Zuhält dessctdcu identisijirt zu werden._ � Auf den Angriff der Fräulein Jagert und FW w) � ich keine Ahnung habe, � D erkläre ich hiermit, daß...... sammlung für den 30. v. M. angemeldet, noch w« W Referentin aufgestellt hat, ohne sich vorher zu crkun g ich von der Reise zurück bin oder ob ich gcwill' sprechen., Diese Erklärung genügt wohl um„mein Verh� zu stellen und halte ich jedes Weitere für iiberfiiiW B.-Gladbach, den 3. August 1889.«k* Eninia k«. & SjV »fc einem Theater. Mittwoch, den 7. August. Uftraten. Alessandro Stradella. Adolph Grnst-Tstrater. Die junge Garde. M»k»«ltia»c»-Uheatrv. Kyritz-Pyritz. Friedrich- W ilhelmstädttsche» Theater. Girofle-Girofla. Uiktoria-Theat-r. Geschlossen. GFead-Thrater. Königin Margot, oder: Die Hugenotten._ M«-"r-— 1 9 M.— 10 A. wTTfy Kaiser-Panorama. In dieser Woche: Ue«! Zweite Wanderung d. Pariser M-ltanoftrllnng. Zum e r st e n Male: Der Einzug König Knmberts in K erli«. Im Ausstellungspark: Erster Cycl.: Pariser WrltansstcUnng. Gute Reise 20 Pft, Kind nur 10 Pf. Abonn. 8 Reisen 1 M. Schwryer-Garlrn. töäüdj: Qtattt- tittb Spcciatitöt.- Vorstellung Auftreten von: Ißortvi-H in seinen sensationell. Schwung- IUI» VstpIllU seil-Produklionen b. Feuerwerk. Mr. mtttz, Miß KllinA. S'KuÄÄ" w" pi jitiiiii«, Geschw. Mohrmann, Grotesque- Duettisten. Geschm. Macon, deutsche Duettistinnen. Gebrüder Kpeci, Tanz- und Excentric-Duo. Ä. Erntefest nach ländlicher Sitte, Umzug rc. Volksbelustigungen. Kall. Satree 30 Pf. Alles Nähere d. Anschlagsäulen. Unserm Genossen und Kollege« Heinrich Stegmaier zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch!_ De ull'n jccken Dütz!_ 993 Große öffentliche Ifepsammlung der freien Vereinigung der i« Vergoldergewerbe defchSftigten Ardeiterinnen Kerlins. Aufruf! vrhafS Ferttgftellmit, der Dtretkabrechnung ersuchen wir alle Kameraden undi�! h�eschenes sämmtliche noch in ihrem Besitz befindlichen Sammelboaen, gleichviel ob beschrieben LJ auf dem schnellsten Wege an Karl Wallenthin, Liebenwalderstr. 51, oder im" f Streikbureau, Restaurant von J. Schmidt, Wallstr. 75. part., abzuliefern.,, I-s-treik-Aomitcc der Btni-Weitcr Verls «onsiim' wu Y'=; ,C""« !•». Mittwoch, den 7. August, Abend« 8( Uhr, im Lokal des Herrn Scheffer, Jnselstr. 10. Tages-Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Wahl des definitiven Vor- standes. 5. Verschiedenes. 989_ Ter Vorstand. Außerordentliche Generalver sammlnug der Produktiv- und Rohstoß- Ctnojseuslhast der Schueider zu Berlin (Eingetr. Genossenschaft) Zimmerstr. 30, am Montag, den 12. August, Abends 8 Uhr, im Lokal Mohrenftr. 40. Tages-Ordnung: Beschlußfassung über Auflösung der Genossen- schaft.„, Der Ausschuß. F. Bült n et, Vorsitzender. Soeben erschien Die Keschichte der Erde iu»er! 1 Von K. Kommeli. HeH 7. ä Heft 20 Pfennige. Zu beziehen durch die Expedition, Z i m m e r st r a ß e 44. Imödel, elgea. Fabrik. SmenBl n. Poisterwaaren Gr. Lager, WU. Preise Emil Heyn Brunnens tr. 28, Hof part, Theilz. nach Uebereinki ireul sei I '» art■ unfi.W Anständ. Schlafstelle zu verm. Andreasstr.74, v. i. r. 992 Heute, Mittwoch i Bon 4 Uor ab: CONCERT. TZZ'" New Welt MT Kmder Erntefest. Ernte-Festzug. Lebend. Ziegenbock nebst Wagen. Komiker- Vormt. Puppentheater. Stangenklettern. Bonbonregen etc. Mrelm(ämmtllttitt Sjieilalltätcn. PI 3tp|ota, Entrte 15 Pf, Kinder 10 Pf,,"'Iß ÄÄaii""% B?Vüa. Kunst- und Massen-Frnerwrrk. Verband deutscher Mechaniker «. verw. Berufsgenoffeu, Zahlstelle Berlin. Versammlung. Mittwoch, den 7. August, Abends 8) Uhr, im Restaurant H ä n s e l, Markgrafenstr. 83. Tagesordnung: 1. Wahl eines Schrift führerers. 2. Diskussion über das Eingesandt in Nr. 15 der«Mechaniker- Zeitung", ev. Aufstellung eines Kandidaten für den Heidelberger Mechanikertag. 3. Wahl eines Bezirks- Vertrauensmannes. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Um regere Be- theiligung der Mitglieder wird ersucht. 991 Der Vorstand. Echte« Uor Liter 80 Pf., im Restaurant von Emil Böhl, Frankfurter Krattzkwderei� J. Meyer, Lanstherplah Guirlanden von 15 Pf. an. Grolls en gros let Ue % Zu beziehen durch die Expedition: Zimmer der zr p. Arbeitsmarkt. Einen jungen tüchtigen Klempnrrgesellen sucht zu sofort Z. Knrmuhl, Maren i. M.-Kchw. Karoqne-Uergotderverl. Ruthenberg, Frieden straße 6. 965 Meimaan's Uolksgarten. I. Eingang: vavstratze ü«. Geaundbrunnen. 2.«tngang: Pankstrahe SS. Mie»«rittcdMstl«Sf«rtttejitg,' Mittwoch:.. Kefteignng des 80 Fuß hohen Thurmfril». Miss Athene(Gr. Luftpotpourri). Entree ÄS Pf., Kinder 10 Pf. GrtraMUltär- Gonrert. Mr. Hajex u. Miss Helene. Gebr. Briano l Bravour- Turner). 1975]_ Max Mfeimann. Das Gesetz, betreffend Sncafidüäts- und Jlftcrsocrficficrung der Aroeiter. Mit Erläuterungen von August Bebel und Paul Singer. Kartonirt Preis 50 Pf. Z« beziehe« durch die Grpedttion, Zimmerstraße 44. Nereini.Kegelnny d. gewerblichen Kerhältnisse d. Töpfer Berlins. Das McitÄlilhiitisbmcliii lN befindet sich Oresdener-Strassc 116, Wendt's Restaurant (Jnh.: W. Gründe!.) Wochentags von 7— 9 Uhr Abends, Sonn- und Feiertage von 11— 12 Uhr Vormittags. Daselbst werden Beitragsgelder und neue Mitglieder jeden Abend von den du jour habenden Kollegen entgegengenommen und eingetragen. Der Vorstand. Der Arbeitsnachweis der Klavierarbeiter befindet sich nach wie vor Waldemarstr. 61 im Restaurant Zilm(vorm. Pfister. Die Adressen- auSgabe findet jeden Abend von 8— 9i Uhr und Sonntags Vormittags von 10— II) Uhr, sowohl an Mitglieder wie an NichtMitglieder unent- geltlich statt. 201 Di« Ardeitsvermtttelungo-Kommifston. Zm Verlage von I.O.M.Dted i» f tp loetm(tf�itna: Der Ktm Wtlt-Kck«� für 1890 Vierzrhnker Iahrga"� Astcakirtnm.- Rbttll«.- «mk Dürfte.— Im»teiltauf des iL® M in R&, ,?nget Nachrtchten.— Hierzu vier Kuvlrt! Zahrelzetten.—«in Wandkalender. Preis 50 Pfennig-' ich 7 Sem Zu beziehen durch � Expedition: chen durcy Zimm-rst� „'st d spitze �°d I Ptäd «erantworili»« Redakteur: K.«ronhei» m Berlin. Druck und»erlag von Mar Kadi«» in Berlin SW.. Beuthstraße 2. Kier,« ien »üH Ncve» ine Äw oltt-d-A in keim? To«?.! 1 1- Atz isäT Beilage zum Berliner Volksblatt. oie bei L Äil kannten ifÄ'ii Werner- de mit , bedauern- crtriiae� einer in idruaer SMntimes m der Körst. «Ä ra d Fr°u n- »e, mer.1 h wer»" u crkuul wrlU , Verhak rflüss'S- !nnna- Eisende 3"* verfolgten die Zuckerpreif« eine stets Witst«Z,- jLVj* mancher Arbeiter- und Kleinbürger- kommen �"1. Stuckchen Zucker weniger in die Tasse Kaffee 11)%# fain, eben weil derfelve so unoerhälinißmäbig - r �r>r. d,e �.�etssteigerung hatte nun seinen Grund nicht darin, Älech,.»«n�produktton im letzten Jahre, etwa infolge einer l�fltttfhm ZuckerpreifeS, die in manchem Hausstände so �"psunden wurde, sie war das Werk von k,unt reiche in Magdeburg ein Zucker-Hausse-Kon- �den riefen und durch kolossale Ankäufe und � Waare die unbillig hohen Preise derselben Zß �ainM. also in Magdeburg mit Zucker denselben ?»rok»»„ en, der vor einiger Zeit in Hamburg mit ** die,(,"i Kaffeeschwanze in Szene gesetzt wurde. Dort |«)%t t»™* dre gebildeten»Rmge� freilich schließlich mit rWirenh. Ä'®?, doch immer erst, nachdem das . 1H' der o �"dlikum viele Monate hindurch zum Vor- * Mfind �itfchx ekulanten, in der unverschämtesten Weise durch "SM«�«ÄSS.TÄÄ'U w. � ÄiX Konsumenten zu scheeren, sie haben schließlich ü? die mit ihnen als Basssespekulanten � da? A ch-ft betheiligt waren, in schamloser Weife dadurch 3Di(i- gehauen, daß sie, die erst, so lange die Preise Ältlich i,.L®"3«botenen Massen Zucker aufzukaufen, und der Wtta, de Preissatz desselben in Folge dessen zu sinken eigentlichen Bankerott des Magdeburger Kon- k'R'uiem k nebenbei bemerkt, aus den aitge>ehensten -%ilnii,x Stadt zusammensetzt und mehrere Millionäre Witt b?t, ist es allerdings nicht gekommen. Die L«d#"). vamltch den Zusammenbruch des„Rings"' C Ront,, sto ihre Verbindung zur AuSräuberung * menten nannten:„Hoch preis-Vereinigung"— kWdme"bindert, daß sie ihre Kontraheulen zur Schaan« � Arrangements zwangen, wonach die ®o(W d- h. Ausbezahlung der fälligen Differenzen, . �rtagt wird. Man hat lich also, wie Ifanhlrr Börsenblatt schreibt, mit einer Verschleierung . Iiatji»,,! Bankerotts aus der Patsche geholfen." dim bÄi.��lcht über diesen„groben Vertrauensbruch, S?..®rbiti. KaufmannSstande nicht zur Ehre gereicht", w tinhJT-"®' und in der„Hamburger Börsenhalle" finden <8ottc� längeren Artikel über diesen Fall folgende bittere b J8ot>i unhaltbarr Zustände. Denn wenn im k-'/'ne Verkehr nicht gleiches Recht für Alle gilt, wenn & tu fortwährend Differenzen zahlen muß, um nicht du 5 bie andere das Geld einstreicht, so lange Orb« hinth,. ist, und sich zahlungsunfähig erk.ärt, sobald sich Sfcn"S nU, Logen sie wendet, so ist eben Willtür und nicht W..�Händen. Man fragt sich, wohin alle diese W W#n, ,?u,en sind, welche die Haussepartei in den letzten L"o b# a hat; soll doch allein das Haus Lebandyin Paris. O'lilrt. x._£n-;rr---- i »A«!.'. �vtan's."""" g«. I |"Urch i,'"9' vorlaufig, daß immer wieder neue Zucker- drl..Haussekonsorlium erfolgt sind, in den letzten '" höchsten Preisen, und daß das Geld nunmehr �rii M.,?ockt. Daß diese, man darf wohl sagen, bei- ?uuge die große Mißstimmung erregen �wiegen, ist sehr begreiflich." erforderlichen Nachschüssen mehrere dg haben zahlen müssen und nun, gedreht hat, sich heraus stellt, daß in 1.3, Tin Wegelagerer. I �cist�a���itSlehren, die einzupauken mein alter l'ch besonders angelegen sein ließ, gehörte auch „[_•.»Nichts ist auf dieser Erde schwerer zu er- O fteii:*'"® Reihe von guten Tagen." Ich hatte den Äf b>e gp'r"uurer im Verdacht, daß er sich damit nur � sioAto® seines eigenen öden Daseins hinweg zu %uopLr"b war für meine Person fest entschloffen, C?Hunn• wit dem Schicksal zu Hadem, falls es eine 0' über m*" Gestalt einer möglichst langen Reihe auter �'«iii"ch verhängen sollte. Leider ist dieser Fall bis UM aliÄ�eten und von den wenigen guten Tagen, *.?■ tui,?■ �vzelnen Lichtpunkten hin und wieder ein- ii�»llen � gestehen, daß dieselben merkwürdig leicht ijTObtitin T"!"- Es ist möglich, daß diese regelwidrige kg guten s?? ihren©rund hat, daß ich schon den Tag � � mr 0�atM, Mere gellebte I# isN» ö.»:- !l n�� w �eobo*!/ dann die Losung und dem aufmerk- ' V* Um-? seh" es ja im Freien nie an dankbarem r» ist,"Haltung. k Gesuch» � Beispiel ein Ameisenhaufen, der seit meinem 'W."'ejs-n Deutend größer geworden ist. Die glück- !! � � CTT) 5TT?tr>f flÄ-; plftK. Reifen c Arvprr gciouiucu iji. x-/»«- K(n?,"9, Cvvl,',® wissen nichts von WohnungSnoth, Mteths- ��chas,�vmssion und wie die schönen menschlichen Er- 1r?c Urck..h�ßen, sondem im Bedarfsfalle wird Arit nn�?""same Arbeit die Wohnstätte entsprechend k"für|& damit ist die Sache erledigt. � d-äh.."°>e Ameise auch nur ein unvemünftiges . tofcp w._ Oer Mensk� nl« Cftpiftprfnnm unstreitia an 'ShiT��renh C wuiy imv tiu w«i vw der � Mensch als Geisterkönig unstreitig an bt, c �°Pfung steht, und es war gewiß weise von «feilte 9r hersagte, in denen der Dichter des Hatte �"sichten über Staat und Gesellschaft dar- ' � doch Lessing erdreistet, durch seine Mittwoch, de« 7. August 1889. Magdeburg Nichts zu haben,„man dort verschlossene Thurm findet." Gewiß ein fataler Ausgang das. Aber der Spieler muß es sich eben gefallm lassen, wenn fein Partner raffinirter war, wie er selber, auf besonderes Bedauem aber kann er keinen Anspruch erheben. Etwas anderes als Spiel, und zwar Hazaidspiel der schlimmsten Sorte, ist es aber nickt, was jetzt in Magdeburg mit dem Zucker getrieben wurde. Würde der Ausgang dieses Hazardspiels nur die direkt bethei- ligtm Kaussrute und Spekulanten berühren, dann brauchte sich die große Masse des Volkes deshalb schließlich gar nicht viel darum kümmern. Für dieses ist es am Ende ja sehr gleich- ailtig, ob die Hamburger Spekulantm die Magdeburger über S Ohr hauen oder umgekehrt. Auch, daß die Magdeburger Kauf- Herren, deren Patriotismus und nationale Gefinnung von ihnen selbst so oft schon zur Schau gestellt worden ist und der ja auch darin sich wieder bekundete, daß man für den Zuckerschwindel, der jetzt ein so abscheuliches Fiasko gemacht, ein eigmes deutsches Wort,„Hochpreisvereiniguna", erfand und das aus Amerika eingeführte Wort Ring verschmähte,— wir sagen auch, daß diese patentirten Reprasmtantm des nationalen GedankmS es nicht verschmähten, mtt Franzosm Geschäfte zu machm und dmselben sogar das hübsche Sümmchen von 25 Millionen ab zunehmen, hat schließlich für die Massm nur eine neben sächliche Bedeutung. Wer weiß, vielleicht klärt uns sogar Kartellblatt nächstmS dahin auf, daß der gan em Magdeburger Zucker-Schwindel überhaupt nur zu dem Zme, entnrt worden ist, um die leichtfertigen Franzosm aus den Leim zu locken und ihnen durch Abnahme diverser Millionen den Kriegskitzel auszulreibm! Der Zuckerschwindel wäre ja nicht der erste Schelmenstreich, der als nationale That von dm Erbpächtem der ReichSlrme und des Patriotismus zn recht fertigen versucht worden ist. Doch das mag jetzt Alles uner- örtcrt bleibm. Was aber mit aller Entschiedenheit hervorge hoben werden und worauf die Aufmerksamkeit der Massen ge lenkt werden muß, das ist die Thatsache, welche bei dem Magdeburger Skandal wieder einmal für alle Augen sichtbar geworden ist, nämlich die, daß bei der heutigen EigmthumS und WirthschaftSordnung es möglich ist, daß ein paar mit Millionen gesegnete Fabrikanten es in der Hand haben, das konsumirende Publikum in der schmähligstm Weise zu brand schätzen und auszubeuten. Die Frage des Hamburger BörsmblatteS: wohin die vielen Millionm gekommen sind, welche die Haussepartei von den Baissespekulanten einkassirt hat? ist gewiß von Interesse für die Spekulantm, aber sehr gleichgiltig sür das große Publikum. Eine andere Frage aber ist— und dieser begegnen wir in dm Heulmeiereien der Börsenblätter über den Zuckerschwindel nirgmdS—: wo sind die Millionen geblieben, welche das konsumirende Publikum infolge des Raubzuges der Madeburger Zuckerspekulantm an höheren Zuckerpreism hat zahlen müssen? Wenn das Pariser Bankhaus und die Hamburger Kaufleute und alle Anderen, welche zur Baisseoartei gehörten, Millionen verloren haben, so haben sie eben gespielt und beim Spiel ver- loren. Die Zuckerkonsumentm aber, welche als Folge der Preis treiberei höhere Preise(10 Pf und mehr) für das Pfund haben zahlm müssen und heute noch zahlen, sie sind an diesem Spiele nicht betheiligt gewesen, wohl aber müssen sie die Kosten desselben zahlen. Und eine WirthschaftSordnung, die es einigen verwegenen Spekulanten möglich macht, solche Raubzüge auf Kosten der Gesammtbevölkerung zu untemehmm, ohne daß die letztere ein Mittel hat, sich gegen diese Brandschatzung zu vertheidigm, die erklärt man für heilig und unantastbar. Welch' ein schlechter Geschmack! Uebe» die Serline»- Mohunngouerhättnisse mögen aus dem Verwallungsbericht des Magistrais über die Jahre 1882—1888 hier einige Zahlen Platz finden. Danach hat die Dichtigkeit des WohnenS in diesem Zeilraum immer mehr zu- amommen. Ende 1875 entfielen(in dem Stadtgebiet des Jahres 1875) noch 62,84 Quadratmeter auf den Einwohner, Ende 1884 54,26 und Ende 1885 nur noch 46/55. Zieht man Exemplifikation auf die Ameisenrepublik, dem hochverrätherischen Gedanken Vorschub zu leisten, daß die Monarchie nicht die höchste und letzte Form der Staatsverwaltung sei.— Aber noch Etwas erregt meine Aufmerksamkeit. Hart an einer der Ameisenstraßen, die von den kleinen Wegcbauern so geschickt angelegt und nach allen Richtungen weiter geführt worden, ist im losen Sande eine kreisrunde, trichterförmige Vertiefung von etwa sechs Zentimeter Durchmesser sichtbar. Während ich noch die regelmäßige Form des Trichters bewundere, ist eine Ameise dem Rande desselben zu nahe gekommen und auf der schiefen Ebene hinabgestürzt. In größter Hast sucht sie wie- der aus der Vertiefung herauszukommen und die Wand des Trichters zu erklimmen. Aber trotz verzweifelter Anstren- aung kommt sie nur wenig vorwärts, weil der lose Sand beständig unter ihren Füßen wegrollt und dadurch die Wan- dung immer steiler wird. Nun regt sich etwas in der Mitte des Trichters und plötzlich wird von dorther die Ameise kräftig mit Sand beworfen. Der Schütze selbst bleibt un- sichtbar, doch trifft er mit seinem Schnellfeuer sicher sein Opfer, bis dasselbe nach kurzer Zeit erschöpft in die Mitte des Trichters zurückfällt. Hier wird die Ameise von dem noch immer unsichtbaren Feinde gepackt und langsam in die Tiefe gezogen. Bald ragen nur noch die Vorderfüße, die sie wie klagend zum Himmel emporstreckt, aus dem Sande em- vor, dann verschwinden auch diese und nichts verräth mehr oas Drama, das sich soeben abgespielt. Der unterirdische Akteur, der einer fleißigen Ameise ein frühes Ende bereitete, ist ein grauer, etwa zwölf Millimeter langer und mit kräftigen Zangen versehener Käfer, der so- genannte Ameisenlöwe, oder richtiger die Larve desselben, denn gegen Ende des Sommers bildet er sich zu einem ge- flügelten Insekt um. Wenn er dann seine Metamorphose vollendet hat und stolz seine Schwingen entfaltend, sich in den oberen Regionen bewegt, dann sieht ihm Keiner an, als welch' gemeiner Wegelagerer er seine Laufbahn be- gönnen, und daß es das Blut der fleißigen Ameise war, daß ihn groß und stark gemacht hat.— Wieder wird es im Trichter lebendig, diesmal steigt der Mordgeselle bis zum halben Leibe aus dem Sande empor; er hat sein Werk voll- 6. Jahrg. die ganze Stadtfläche in Betracht, so beträgt die Größe der auf den Einwohner zu Ende 1885 entfallenden Fläche 49 und Ende 1888 nur noch 44 Quadratmeter. Gegenüber diesem Durchschnitt erscheinen als die am dichtesten bewohnten Stadttheile das Spandauer Viertel mit 18t und die Luisenstadt jenseits des Kanals mit 20% Quadratmeter pro Einwohner, während den weitesten Flächen- räum Moabit mit 126.62 und Wedding mit 126 Quadrat- meiern pro Kopf darbieten. Fast ebenso dicht, wie in der' Luisenstadt jenseits wohnt die Bevölkerung dieses Stadttheils diesseits des Kanals(20h Quadratmeter pr. Einwohner). Die Stadttheile der inneren Stadt, in welchen die Einwohnerzahl zurückgegangen ist, weisen nicht nur eine Abnahme der auf einem bestimmten Flächenraum, sondern auch der auf einem Grundstücke lebenden Einwohnerzahl auf. In letzterer Hinsicht bildet Alt- Kölln— wo allerdings noch eine kleine Vermehrung der Einwohnerzahl stattgefunden hatte, mit 30 Menschen in einem Grundstücke das Minimum. In der„Saugemerks-Ieituug" finden sich folgende Gemeinheiten:„Sorgt für Hilfstruppen!" Unter dieser Spitz- marke fordert die„Baugewerks-Zeitung" die Arbeitgeber im Baugeschäft auf, möglichst viele Lehrlinge anzunehmen und tüchtig auszubilden. Es sei dies das beste Mittel, um den fortwahrenden Streiks erfolgreich zu begegnen, und schon der Umstand, daß die Arbeiterbläiter wnthend über diesen Vorschlag hergefallen seien, beweise, daß wohl etwas Gutes daran sein müsse. Durch reichliche Einstellung von Lehrlingen werde zweierlei erreicht. Zunächst bilden die Lchrlinge mit den Polieren zusammen einen Stamm von Arbeitern(s. Willibald- Alexisstraße!!! Red. d.„Volksbl."), welcher während eines Streiks von außerordentlichem Nutzen ist, indem dann das Geschäft doch wenigstens nicht ganz liegen bleibt, und ferner wird durch die Anlernung von vielen Lehr- lingen die Zahl der ordentlichen Gesellen entsprechend erhöht. Auch den Vätern und Vormündern könne man nur zureden, ihre Schutzbefohlenen dem Baugewerbe einzureihen, denn wo verdiene heute ein junger Geselle von 17—18 Jahren täglich 5—6 M. und hat Aussicht, viel mehr zu verdienen, wenn er Tüchtiges leistet? Des Weiteren wird in dem Artikel empfohlen Gesellen aus anderen Ländern herbei zu ziehen. Oesterreich und Italien seien in dieser Beziehung zu bevor- zuaett. Besonders Italien habe eine große Zahl tüchtiger Maurer, Steinhauer, Gipser und Fußbodenarbeiter und da der Italiener folgsamer, weniger streiklustig und viel mäßiger, als der deutsche Bauarbeiter sei, so werde er seinen deutschen Kameraden bald ersetzen können. Wir werden auf diese Frechheiten zurückkommen. Das ist Unternehmerpraris und Unternehmerpatriotismus. Unter den Einnahmen, welche der Berliner Kämmerei alljährlich zufließen, befinden sich einige Posten, welche schon durch ihre Kleinigkeit auffallen und auch ihrem Ursprünge nach von Interesse sind, nämlich der Grund- und Erb- zinS, der Scharren- und der W a s s e r z i n s. Der Scharrenzins lebt noch, trotzdem die Scharren von den öffentlichen Straßen und Plätzen gänzlich verschwunden sind. Es erklärt sich dies dadurch, daß auf einzelnen Privatgrund- stücken Scharrengerechtigkeiten verliehen würben. Solcher mit der Verpflichtung zur Zahlung eines jährlichen Kanons an die Kämmerei im Grundbuch eingetragenen Scharrenge- rechtigkeiten giebt es zur Zeit noch sechs. Die Em- nahmen daraus betragen jährlich 71 M. Als E rb z i ns fließt der Kämmercikasse ein jährlicher Betrag von 18 M. zu, welcher aus alter Zeit Herrührt. Ein zwischen den Bergen der Alt- und Neustadt Brandenburg a. H. in der Feldmark Glindow bei Werder am Glindower See belegener Erdberg, der Köllnische genannt, befindet sich seit Jahrhunderten im Besitze unserer Stadt. Zu diesem Erdberge gehört von Allers her das Recht, auf den angrenzenden vier Ackerstücken der Oberpfarre zu Werder, bezw. des Krüger'schen Bauerngutes zu Glindow Lehm- erde zu graben. Dieses Recht ist seit dem Jahre 1778 in Erbpacht gegeben und letztere bringt der Kämmereikaffe jährlich 18 M. ein.— Der W a s s e r z i n s erstreckt sich auf die Unter- und die Oberspree. Der erstere wird von sechs zur Fischerei auf der Unterspree berechtigten Schiffern entrichtet und betragt 25,80 M., während die Fischer der Oberspree an ZinS 60,75 Mark zu zahlen haben. Wegen der Berechtigung der Stadt zur Erhebung dieses Zinses haben zahlreiche Streitigkeiten und Prozesse zwischen den Fischern von Kölln mit denen von endet, die Ameise ausgesaugt und schleudert sie nun ver- ächtlich aus dem Kessel hinaus. Wie geschickt er das auS- führt, mit welchem Anstand, fast so graziös wie man einen ausgemergelten Arbeiter verabschiedet. Aber warte Bursche, Du sollst nicht ungestraft den Waldesfrieden mit einer schrillen Dissonanz unterbrechen, ich werde Dir Dein blut- saugerisches Handwerk legen und der ermordeten Ameise eine eklatante Genugthuung verschaffen. Mit einem Griffe habe ich den Trichter sammt Umgebung in Händen und lasse den Sand langsam durch die Finger ablausen. Richtig, da taucht er auf, ich habe ihn mitgefaßt; nun zeigt er auch seinen wahren Charakter: Er ist ein Reaktionär vom reinsten Wasser, denn:„Rückwärts, rückwärts, Don Rodrigo", ist seine Loosung. Doch hier hilft kein Rückwärtskonzentriren, der Sand verrinnt und schließlich habe ich den Wegelagerer in der blanken Hand. Nun auf den Richtplatz mit ihm, mitten auf den Ameisenhaufen. Dort angekommen, ändert er seine Taktik, er liegt unbeweglich wie ein Stück Holz. Und wirklich täuscht er damit auch einige Ameisen, die vorbeikommen, ohne Notiz von ihm zu nehmen. Aber da naht eine Alte, Erfahrene, und kaum hat sie den Fremdling erblickt, so setzt sie sich schleunigst auf die Hinterfüße und gestikulirt mit oem Vordertheil so ausdrucksvoll in der Luft umher, just wie Antonius, wenn er an der Leiche Cäsars die Römer zur Rache anfruft. Von allen Seiten kommen sie jetzt herbei- gestürzt und zehn Ameisen packen zugleich den Mörder, der nun seine Verstellung aufgicbt und sich kräftig zur Wehre setzt. Doch vergeblich, im nächsten Augenblick haben sich schon fünfzig in ihm sestgebissen, und immer neue Schaaren eilen in gewaltiger Aufregung herbei. Doch wollen sie den srechen Missethäter, der unter der Erde sein Wesen treibt, nicht im Lichte des Tages richten, daher setzt sich der ganze Schwärm, den Delinquenten wohl versichert m der Mitte, in Bewegung und verschwindet durch einen der Haupt- eingänge mt Innern des Haufens. Ich aber gehe mit dem tröstlichen Bewußtsein davon, einen Bösewicht seinem ver- dienten Schicksal überliefert, und wieder einmal einen guten Tag erlebt zu haben. A. Gerisch. Spandow, den Fische: 11 von Berlin mit denen von Stralow, den Äialhen der Stadt' und der Fischcnnnung mit dem herrsckiaftlichen Amte Mühtenhof seit dem 14. Jahrhundert gesckiwebt. Der Zins von der Unterspree ist nachweisbar am 13. April 1730 zum ersten Male im Zinsbuche als gezahlt eingetragen und das corpus bonorum von 1753 sagt darüber:„Die Unterspree nach dem Weidcndamm zu haben von jeher sechs Meister aus hiesiger Fsicherzunft befischt und solche Gerechtigkeit erb- und eigen- thümlich exerzirt, wovor sie pro anno canone an die Kämmerei entrichteten 8 Thaler 14 gGr. 3 Pf.— Das RechtSoerhältniß bezüglich des Zinses der Oberspree ist seit dem Jahre 1858 dahin festgestellt, daß das k. Domänen- Rentamt gemeinschaftlich mit dem Magistrat das Recht zum Fischfang an die Fischer- Innung verpachtet und dah die Stadt Berlin von dem Pacht- zinS, welcher gegenwärtig 121,50 M. jährlich beträgt, die Hälfte mit 60,75 M. bezieht. Da« waUrrnbruchähnliche Gewitter am Montag Nachmittag hat in und um Berlin manche Zerstörung ange- richtet. So furchtbare Wassermengen strömten plötzlich her- nieder, daß in verschiedenen Stadtgegenden Ueberschwemmung «intrat; Menschen und Thiere sind vielfach in Lebensgefahr ge- kommen. Bei zwei Photographcn sind die Glasdächer stark beschädigt und durch einströmenden Regen für einige Hundert Mark Materialien und Geräthe vernichtet worden. Am Molkenmai kt, in einer stark besuchten Stehbierhalle, wohin zahlreiche Herren beim Gewitterausbruch Zuflucht ge- nommcn hatten, brach ein Glasdach im hinteren Tleile des Lokales und im Nu stand sämmtlichen Gästen das Regen- wasser bis an die Knöchel und suchte Abflusi nach der Straße und den Kellerräumlichkeiten. Vor dein Einwohner-Meldeamt bis hin zum Molkenmarkt einerseits und zum Mühlenwege andererseits glich die Straße einem See und das Wasser strömte in die Geschäfte ebener Erde, sowie in die Keller. Die Ar- Leiten an den Dammmühlen wurden stark gefährdet. Die Feuerwehr wurde nach sechs Stellen zur Rettung aus Wassers- gekahr gerufen. Klosterstr. 85 gerieth im Keller ein Tischler in Lebensgefahr durch Regenwasser. Hierhin kam Feuerwehr und «in stärkeres Aufgebot von Schutzleuten aus der Reservewache Molkennurkt. Am Schönh. Thor wurde die Ueberschwemmung «benfalls lebensgefährlich. Von einer Anzahl Bauten kommt die Meldung, daß die Baugrube vollständig überschwemmt und das Mauerwerk unterwaschen ist. Der Kanalisation ist viel Schaden zugefügt; auch sind verschiedene Zerstörungen unterirdischer Rohrleitungen anderer Betriebe vorgekommen. Ilm Berlin hauste das Unwetter noch länger als in der Stadt. Zwei- mal zog es mit Donner und Blitz herauf; zuerst von Nordwest nach Südost nachher, etwa eine Stunde später, entgegengesetzt. Telegraphie und Eisenbahn melden eine Unmenge mehr oder minder erheblicher Beschädigungen. Nachdem die Gewitter aus- aeiobt hatten, entstand in den Niederungen ein solcher starker Nebel, daß die Signale auf 500 Meter absolut nicht mehr erkennbar waren und die Züge die Fahrgeschwindigkeit herabsetzen mußten. In Ragow bei Mittenwalde ist Vieh ertrunken und Bauwerk zerstört. In Teltow auf dem Schützenplatz sind Buden theilwcise weggerissen und Maaren in Menge vernichtet. Di« Eisenbahn- Erdarbeiten zwischen Steglitz und Zehlendorf sehen furchtbar mitgenommen aus. In Caputh kam das Regen- wasser durch die Scheunendächer und schädigte dos Getreide. Hinter Lichtenrade erschlug der Blitz zwei Pferde. Von anderer Seit« wird hierzu noch gemeldet: Der am Montag Rachmittag während des Gewitters nieder- gegangene wolkenbruchartige Regen hat in mehreren Stadt- segenden arge Verkehrsstörungen zur Folge gehabt. In einzelnen Straßen war der Verkehr zeitweilig völlig unter- brachen, und das Wasser fluthcte sogar bis auf die Perrons der Pferve- Eisenbahnwagen. An mehreren Punkten der Stadt brach eine förmliche WasserSnoth herein, und die Feuerwehr, die�e alle Zeit bereite Helferin, mußte schleunigst eingreifen. In der Zeit von 5 Minuten, von 5 Uhr 2 Min. bis 5 Uhr 7 Minuten wurde die Feuerwehr dreimal wegen WasserSnoth alarmirt. Rilterstraße 45, GreifSwakderstraße 25 und Klosterstraße 85 war das Wasser fußhoch in die Keller gedrungen und die Leute konnten sich nicht anders retten, als durch den Hilferuf nach der Feuerwehr, welche denn auch sofoi t mit ihren Wasserwagen nach den Unglücksställen abfuhr. Außerdem rückten vier Mann nach dem Hause Mühl- graben Nr. 2 und leisteten dort den bedrängten HauSbewoh- nern Hilfe beim Retten der Gegenstände. Im Restaurant des ?.„- gcrcna,, vr,rnoei, vre geiammten«euerraume derari w"".7 u gefitzt, daß zur Beseitigung der Ueberschwemmung drev'ijvE Feuerwehr ß« Anspruch genommen werden, mußte.- w war auch bald zur Stelle und web- m ganz ngen�. Wassermassen aus dem Keller, nachdem der Zustu» worden war. Es wurde nämlich an den m der Swoe- Hause Nr. 6, befindlichen Hydranten ein Saugrovr. und vermittelst desselben das Ueberschwemmungs-Wail nach der Kanalisationsleitung getrieben, so daß o« dalionsgebiet" nach einiger Zeit wieder fiei ivurde��� Einen S-ldaten Selbstmord meldet der Po! � � mit folgenden Worten: Am 3. d. M. Morgens or»„�dait mvt.-w �" fischen Buscki ew v g* Nähe des FluthgrabcnS am Scblesischen Busch mit einer Schußwunde in der Brust todt aufgefunden. gegen ihn eingeleitete Untersuchung scheint ihn zum ve> � gelrieben zu haben._.■,«j« Mord? Eine männliche Leiche, deren Hände m« � Bindfaden zusammengebunden waren, ist am Sonnlog � Havel im Junfernsee bei Nedlitz, und zwar cur dem sogen � v. Jacobs'schen Weinberg, angeschwemmt. Am Montags mittag begab sich eine Gerichtskommission an Ort uno um festzustellen, ob dem Tode des Mannes, wie«S c*» schein hat, etwa ein Verbrechen zu Grunde liegt. Bezüglich der au» Havelstrande bei Nedlch w � Leiche cmcS Mannes ist die Vermuthung, daß eS j"* wW" Falle um die VerÜbung eines schweren Verbrechens» � dürfte, durch den Leichenbefund in hohem Grade bcm>r � den. Die im Schilf des Ufers aufgefunder e Leiche battejch� ständig blau angelaufenes Gesicht, die Hände waren,# p erwähnt, geknebelt, und über dem Auge und auf der® � wahrte man mehrere Messerstiche. Schuhe und Jackct sl»" in der Nähe auf einem Zaune hängend vor. � Gemäß den Veröffentlichungen de» Gefundheitsamts sind in der Zeit vom 2 1. 27. Juli er. von je 1000 Einwohnenr, auf den JoOflln' schnitt berechnet, als gestorben gemeldet: in Bcrlm Breslau 38,5, in Königsberg 32% in Köln 35,8, w m oconrgsvcrg m«orn au/r,-i,'» furt a. M. 17,7, in Wiesbaden 25,5, in Hannooer», Kassel 20,6, in Magdeburg 42,7, in Stettin 36,1, ch,,» 26% in Straßburg 30,2, in Metz 24,7, in Mllncheß*%» Nürnberg 36,3, in Augsburg 26,3, in Dresden 28-3, 31,5, in Stuttgart 20% in Karlsruhe 17,2, in 37,8, in- 27,2, in Brüssel 17,1, in Paris 22,4, in Basel—, m .____...................... Hamburg 24,8, in Wien 23,9, in. Pest 32,7,»U i> r Trieft 22,7, in Krakau 25,6, in Amsterdam 21: 33,6, in Rom 22,5, in Turin—, in Venedig Alexandria 42,8.— Ferner in der Zeit vom 30. 6. Juli er. in New- Park 31,7, in Philadelphia Baltimore 29,2, in Kalkutta 19,8, in Bombay Madras 45,0. Die Sterblichkeit hat in der Berichtswoche in den Großstädten Europas, namentlich in den deutschen,«ine � Abnahme erfahren, dock überstieg sie noch in vielen»# male. Einer sehr günstigen Sterblichkeit(bis 15,0 p' y u. I.) erfreute sich nur Mühlhausen i. E., günstifl pr. M. u. I.) war die Sterblichkeit in Frankfurt a. M- Karlsruhe, Brüssel, London, Edinburg; mäßig P# � über 20,0 vr. M.) war sie in Berjin, Kaffes, Stuttgart-> stadt. Trieft, Amsterdam, Paris, Glasgow, ChristianiN hohe Stcrbüchkeitsziffern(über 35,0 pr. M.) melden".j: demschen Städten Braunschweig, Düsseldorf, Köln, Nürnberg. Breslau, Stettin, Kiel, Magdeburg, W Zwickau, Chemnitz; bei den 5 letztgenannten stieg jn* lichkeit noch bis etwas über 40,0 pr. M' an.— Auch f Woche übten die zahlreichen Todesfälle an Darmkaton � Brechdurchfällen noch einen großen Einfluß auf die«7 p keit aus und erlagen diesen KrankheitSsormen.„W meisten Großstädten, wie in Berlin, Breslau, München, Dresden, Leipzig. Köln, Königsberg,#9/ Frankfurt a. M., Danzia, Nürnberg, Magdeburg,# Elberfeld, Düsseldorf, Stettin, Braunschweig, WWfie,»J London, Kopenhagen, Pest. Warschau, Petersburg, eine bedeutende Zahl von Kindern. Wenn auch in den derselben die Zahl der Opfer eine kleinere wurde, udei» in München, Straßbura, Stettin und Kopenhagen d» woche etwas.— Der Äniheil des SäuglingSalterS a« K sammtsterblichkeit war ein geringerer als in der Vornu�l� je 10.000 Lebenden starben, aufs Jahr berechnet, rn � y in München 258 Säuglinge.— Akute Entzündungen �< mungsorgane kamen etwas häufiger als in der Vom' � Vorschein und endeten auch häufiger tödtlick.— Von fektionskrankheiten kamen Todessalle an Masern Diphtherie und typhösen Fiebern etwas mehr, an Vorschein und endeten auch häufiger----------- ........'''e an Masern, W fipwiycuc unu lypyuieu(jicutm cnvaS mehr, aN-• gl«'; und Pocken etwas weniger zur Mittheilung.— So wurv«" fälle an Masern aus Köln. Bannen, Elberfeld, Drej"�«� Warschau, Petersburg häufiger, aus Frankfurt a. Nw, ff —'" Erkrankungen low F ', aus Edinburg, alle an Scharlachs# mmen. während o Wien in geringerer Zahl gemeldet. Erkrankungen Berlin. Breslau, Wien in kleinerer, gerter Zahl zur Anzeige.— Sterbesälle... Berlin, Königsberg. London abgenommen, wahrenv Prag, Paris, St. Petersburg etwas mehr zur Benc kamen. Neue Erkrankungen waren in Pest und IÜUICII III v«-!*'-�7� zahlreicher, in Stockholm und St. Petersburg selten -' und Kroup war in Be. � M-ZMSMZM München, Königsberg, London, Pest, Kopenhagen, g* � als in der vorhergegangenen Woche. Neue Ertranrun��« ...................................._....... den in den meisten Orten, aus denen Berichte oorliege0' ,�, aus Nürnberg häufiger gemeldet.— Todesfälle an. typhus gelangten in Pest und Paris etwas wenigem, London, St. Petersburg etwas mehr zur Anzeige- krankungen wurden aus Berlin, Kopenhagen und weniger, aus Hamburg, den Regierungsbezirken Dust Schleswig, aus Pest und St. Petersburg in gröB«�.�»� Anzeige gebracht.— An Flecktyphus kamen aus 2,, aus Warschau 2 Todesfälle, aus St. Petersburg au � Edinburg 5 Erkrankungen zur Mittheilungen, ouS mehr Kinder. Erkrankungen waren in Hamburg Hägen etwas sellener. Aus Berlin wird 1 To Trichinosis, aus London 1 an Tollwuth milgeihc>" einzelte Todesfälle an Pocken kamen aus Lemberg. St. Petersburg, mehrfache aus Brünn, Lyon,+�-„1 Warschau zur Berichterstattung; neue Erkrankung� j St. Petersburg, aus Wien 2. � in'v Die s anitären Verhältnisse in Berlin blieben � Berichlswoche günstige, wenn man von ». i«.'■; -s ia iSf» ;.«& andereli� 4bf**S SÄ- Sk'»Ä i iSb** obr«'s Ä> Polizei� murk« ;be mit«2 W >a!te«" ,uj fct s-md � W •"*«% 4# m### M P tmten Fuß. Der Verledte wurde oerkinL» v �rletzte wurde in dem gedacylen -*iii h! f H.""ach der elterlichen Wohnung m*. c«-3"' brachte sich ein Hansdiener aus HS» i, chen Brau? W % b # die wre5"ÜL (IR IQ cv, iRpthrtMtpn Er wurde noch lebend «Wß B: den/ tlgort, W •S{ # KS »v N i n, 1 1 :% ■v;;'"'- S nli•' ®ct*idlle-3cilrt«ri, Äche(chi,�?"dlnn@ gesen Kaumgartrn«nd Genossen ?�sten k-k�.- das Vergehen der Verbreitung verbotener Mn Betiirfl 1 1 worden ist) scheint insofern einen Schritt i- �Besckt-ik. jeht auch dem ersten Angck agten die ,?'-Ni zugegangen ist. Eine frühere Mitthcilung ist in- r Wchuiiii?. wUgung bedürftig, als seither zwar die anderen Td(n i)ott„ k uicht aber Baumgarten eine Anklageschrift er- 2% titifni �us Anklagemaierial kann kaum in irgend einem ändern Kartet sein als in diesem, und die Betheiligten . bi;»« der über die Verzögerung der Angelegenheit. dutA �.' wohl einzig dastehen, daß beim Vorliegen .i�iekt. assig keil herbeigeführten Körperverletzung der �s°"'cht bekannt, auch nicht zu ermitteln dachst eigenihümliche Umstand stellte sich bei der i'Uii, S., /Uier Anklage gegen den Bonbonfabrikanten �!",ert wegen fahrlässiger Körperver- �..�Übertretung der Gewerbepflicht A.« c! luud gestern vor der 1. Ferienstrafkammer d, undgerichts l. statt. Nach der übereinstimmenden Zti ein z- � Zeugen wurde am Vormittag des S. April ir"« leim* ßflQtlotienitraBe entlang gehender unbekannter °«len. n,,. Jassiren der Jägerstrabe von dem Fuhrwerk des Ange- &, ahne Mäßigung deS Fahrlempos vom Gendarmen- dl,,...(über denKreuzungßpunkt hinwegfuhr, umgerissen, Bin, i das rechte Vorderrad über den linken Arm hin- diu i,; J Neberfahrene erhob sich, stützte den verlctzien davon% schien Und lief dann in größter Geschwindig- ü%i �,s,. uhrend das Fuhrwerk des Angeklagten von den der verfolgt und dessen Firma festgestellt wurde. iJjki'et x„. f"0e der Zeugen hatte der 14 Jahre o( e Urentz Kp_ cv u.uf dein Fuhrwerk befindlichen Angeklagten Ii"�bet die Leine in der Hand. Darin wurde die ö'ftänbiiit bes Letzteren gefunden, der nach seinem eigenen Jdalb ein. �uusig selber seinen GeschästSwagen fährt und rtyl ho, besondere Pflicht seines Gewerbes außer Augen ?s> Älles h.« m diesem Gl UN de bedurfte es eines Straf- % eo i, �Netzten nicht, und wurde der Angeklagte zu f.„.Jet Vt,. Haft verurtheilt. C rbeuie tZegen den Töpfer Warttig, früher in Velten, du! �andn�.üch seinen Abschluß vor der Ferienstrafkammer lischt �"• Bei Warttig wurde im Oktober 1886 ge- A,-Zacket.?.°.b>erbei mehrere Nummern des„Sozialdemokrat", .""ubf„ Flugblättern, sowie Bons beschlagnahmt. Hier- is�SfSan ihn die Anklagen auf Vergehen wider das , ch.ir.�etz erhoben und zwar wegen Verbreitung verbotener de»,. Außerdem soll W. dem Töpferlehrling Lenz, M Ä be?- o�etwas�bl Schwelle seiner Thür gefunden und, lelb�ber kurz darauf nach Berlin gefahren sei, habe er das �che ,�ÜIe et Hause� genommen. Von dem nichts. ........._______________ anderen Der Gerichtshof hat nur über die erste Auf weitere Beweisaufnahme wird ver- WÄN-...................» N** üchl(in it. 5®" noch der Amtsvorstcher Wörmann, der er der Fabrikant Baltzer und der Lehrling �er istN untz. nt�anwalt hält die Schuld des Angeklagten für �»t. ll>eidj..°�ngt gegen denselben 6 Wochen Getängniß. A»r bei? �"9"' in seinem Plaidoyer, daß das Äbonnc- ?Nt>,iv Aorbe�?°ilaldemokrat" an sich nicht verboten sei. r>e.l,.'"ng werde bestraft. Daß Warttig aber die . �tiliiV�lelben � babe, sei durch nichts erwieien. Man »ot bie Freifttv x nllen Punkten glauben. Er beantrage Nach.�chuiig. Der Gerichtshof verurtheilte den An- nrzer Berathung zu 14 Tagen Gcsängmß. Aach mehr al« fänfsäheigem Aufrntkalt in Plötzenste ist am Freitag einer der Helden aus der Erpresser- Kompagnie des„Unaahängigen", Herr G r ü n w a l d, wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Dieser ehemalige Her- ausgeber des Revolverblattes ging schon als kranker Mann ins Gefängniß und Niemand hätte wohl geglaubt, daß er die lange Haft überdauern wird. Grünwald's körperlicher Zu- stand, in welchem er das Gefängniß verlassen hat, ist aller- dingS ein sehr kläglicher. Der Mann kann sich jetzt nur noch mit Hilfe zweier Stöcke fortbewegen.— Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, daß die Untersuchung gegen den Herausgeber des Revolverblattes„Neu- Berlin", welches neuerdings hier einige Zeit sein Unwesen trieb, einen bedeutenden Umfang nimmt. Der Biedermann hat, wie aus den Erzäh- lungen einzelner Gempften hervorgeht, sein Handwerk mit einer Schamlosigkeit betrieben, daß beinahe selbst die Helden des „Unabhängigen" dadurch in den Schatten gestellt werden. Es findet jetzt die Vernehmung zahlreicher hiesiger Restaurateure, Besitzer von Vergnügungslokalen, Theaterdirektoren»c. statt, denen theils in„Neu-Berlin" nicht sehr schmeichelhafte Monu- mente gesetzt worden find, oder aber durch Drohungen und unvcrhüllte Andeutungen über den Schaden, welchen abfällige Kritiken anrichten können, der Zwang auferlegt wurde, nicht nur auf das Blatt zu abonniren, sondern namentlich Annonzen aufzugeben. Der in Aussicht stehende Strafprozeß dürfte wiederum Wunderdinge auf diesem Gebiete enthüllen. DeuJammUmgett. Eine öffentliche Generalversammlung der Maurer von Rirdorf und Umgegend tagte am Freitag, den 2. August, unter dem Vorsitz der Herren Rölke, Böttcher und Roll im Saale des Herrn Kummer, Berlinerstr. 138. Zum ersten Punkt der Tagesordnung sprach zunächst Kollege Kersten über die Schäden im Baugewerbe und betonte hauptsächlich, daß die Akkordarbeit einer der größten Mißstände wäre; denn dadurch würden so viele Arbeiter brotlos gemacht, daß man sagen kann, alle diejenigen, die im Akkord arbeiten, haben kein kollegialisches Gefühl, bedaueniswerth sei es um so mehr, daß hier gerade in Rirdorf Leute, bie vor kurzer Zeit noch an der Spitze �standen, sich zur Akkordarbeit herbeigelassen haben, und gerade dieses schädige die Arbeiterbewegung. Als weiteren Uebelstand bezeichnete Redner das verwerfliche Marken- System: e§ sei ja schon vom Gesetz verboten, aber der Arbeiter könne sich zu schwer davon trennen und die meisten haben es noch nicht erkannt, daß sie dadurch ausgebeutet werden: denn Vortheil ziehe in jedem einzelnen Fall immer der Polier, möge es geschoben werden, wie cS wolle. Als einen dritten Uebelstand bezeichnete Redner die Demüthigung der Kollegen gegenüber dem Polier und Unternehmer. Gerade dadurch vergiebt sich der Arbeiter sein Recht, das er noch besitzt. Ein weiterer Uebelstand sei die Uneinigkeit der Kollegen auf dem Bau selbst. So einig und taktvoll wie die Maurer in den Versammlungen erscheinen, so uneinig leben sie in vielen Fällen auf den Bauten, und gerade dieses gebe wiederum den Unternehmern Stoff, um immer schroffer gegen den Arbeiter vorzugehen, und wenn die Masse noch länger mit sich so spielen lasse, so würden Zustände eintreten, worüber man sich nicht freuen würde.— Herr Heinze schloß sich den Ans- führungen des Vorredners an, und legte sein Hauptaugenmerk nur auf die Unterwürfigkeit der Kollegen und die Uneinigkeit, wenn dieses erst beseitigt wäre, dann würde alles Andere von selbst schwinden, aber die geistige Gleichgiltigkeit vieler Arbeiter sei noch zu groß. Redner kritisirte noch die Handlungsweise einiger Kollegen und machte den Vorschlag, die Rixdorfer Kollegen mögen eS sich überlegen, ob es nicht besser wäre, für Rixdorf den Generalstreik zu erklären, dann könnten wir die Berliner, die dann in Rixdorf weiter arbeiten, als Streikbrüder behandeln. Im übrigen empfahl er das„Vereinsblatt" und den„Grundstein" zu lesen Herr Gerstenauer und Vogel geben die Schuld an der Akkord- arbeit den Berliner Kollegen, weil die erst dort hingekommen wären, und die Akkordarbeit dort eingeführt hätten. Kerstan verivahrte sich dagegen, daß man die Maurer, die von Berlin nach Rixdorf laufen und den dortigen Familienvätern das Brot rauben und Löhne drücken, nicht mit dem Ausdruck Kol- legen bezeichnen könne.— Es wurde dann eine Resolution ver- lesen, und nachdem einige Redner für dieselbe gesprochen, wurde dieselbe gegen 3 Stimmen angenommen. Die Resolu- lution lautet:„Die heute, am 2. August, in Kummer'S Salon tagende öffentliche Generalversammlung der Maurer von Rix- darf und Umgegend beschließt, dahin zu wirken, auf allen den Bauten, wo die Neunstundenarbeit nebst 60 Pf. Stundenlohn noch nicht bewilligt ist, mit allen Mitteln dafür einzutreten, daß dieFor- derung zur Durchführung gelangt. Alle Kollegen, die noch auf sol- chen Bauten morgen arbeiten, wo unsere Forderungen noch nicht bewilligt ist, verpflichten sich, mit ihren Arbeitgebern in Unter- Handlung zu treten. Wenn dieselben nicht bewilligen, soll am Montag die Arbeit niedergelegt, und nur auf solchen Bauten gearbeitet werden, wo alles bewilligt ist."— Ferner beschließt die Versammlung, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln gegen die Akkordarbeit Front zu machen, weil sie darin den größten Krebsschaden in unserem Gewerbe sieht und welchen auSzu- rotten jedem denkenden Maurer eine Pflicht sein muß. In „Verschiedenes" berichtet H. Kerstan noch über die letzte Jnnungs- Versammlung. Sein Bericht rief allgemeine Entrüstung hervor. Er verlas dann einen Artikel aus der„Baugewerkszta.", welcher von Denunziationen. Verleumdungen und Verrufserklärung förmlich strotzte. Zu diesem Artikel sprach Herr Krüger sich in langer, mit großem Beifall aufgenommener Rede aus, und meinte, daß es traurig sei, daß so etwas unter Aufsicht von so und so vielen Behörden öffentlich in den Zeitungen ausgeschrieben werden dürfe, die 152 und 153 der Gewerbeordnung erlaube dieses nicht. Redner meinte noch, daß am Donnerstag Abend in Berlin eine Versammlung aufgelöst wurde, weil ein Redner nur sagte, wir sind alle nackt geboren— wo bleibt da das Gesetz. Aber an alle diesem sei nur der Unverstand der Massen schuld. Nach einigen Mitlheilungen wurde dann die Versammlung geschlossen. Gin» Uersammlnng de« Fachverein» der Schlosser, welche am Montag, den 29. vor. Alts., im Königstädiitchen Kasino tagte, verfiel der polizeilichen Auflösung, als der Referent Max BaginSky, der über das Thema:„Handwerkerbestrebungen un d Arbeitcrbestrcbungen" sprach, die Worte gebrauchte:„Die Arbeiter hätten von den herrschenden Parteien nichts zu er- warten, sie sind auf sich selbst angewiesen." Netten, 4. August. Verboten wurde die für Sonnabend, den 3. d. M., Withelmstr. 13 anberaumte Versammlung des hiesigen sozialdemokratischen Wahlvereins, in welcher Herr Buch- drucker Werner aus Berlin über:„Die Arbeiter und die Sozial- reform" referircn wollte. Das originelle Verbot hat folgenden Wonlaut:„Velten, den 1. August 1889. Auf Ihr Gesuch vom heutigen Tage, betreffend Abhaltung einer Versammlung des soziatdemokralischen Wahlvereins am Sonnabend, den 3. August d. I., Abends 8 Uhr, gereiche Ihnen hiermit zum Bescheide, daß ich im Interesse der allgemeinen Sicherheit und Ordnung die qu. Versammlung nach der festgesetzten Tages- Ordnung nicht genehmigen kann. Es bleibt Ihnen über- lassen, die Genehmigung beim Landrathsamte einzuholen. Der Amtsvorsteher. Giese.— Zu Händen des Herrn Rudolf Bräuer, Töpfer, Wilhelmstraße. ' gttrtinioung der Schneider Deutschland«.(Mitgttcdschast Berlin.) Am iptMwock. den 7. d iBitd., Abend» 9 Uhr, iiatserstraße 4, Versammlung. Tagesordnung; Neuwahl der OiiSvcrwallung. Di»««» dem Anternehmer Herrn g. Zliihden nachgiwchie»e- nehmig ung zu einer öffentlichen Versammlung sSinmilickicr in der Posainenkir. Branche beschSfiigie» Arbeiler und Arbeiterinnen an> 7 August. Abend» stXUh', Alte Iakobsir. 75. wurde pollieUich vertagt. «r»si» öffentlich» D»rsan>nil«ng de« Derein« der Klenepner Deriin« UN» Zlingegend am Mittwoch, den 7. August. Abend» 8 vhr, in Lehmann S Salon. Schwtdlcrstrahc 23. Tagesordnung: I. Vortrag de» Herrn Dr. Sristellcri Ucber die erste Hille bei Unglülksfölle». 2. Distulston. 3. Einschreibung neuer Mitglieder 4 Verschiedene«. Um zahlreiche» Erscheinen wird Wr»#» öffentlich» Derfammlung der Auchbinder und verwandter BerusSgenoffen am Mittwoch, den 7. August. Abend» 3% Uhr, in Jordan» Salon. Neue Grstnftrahe 28 Tagesordnung: 1. Bericht der Äommilstoil. 2. Die 8 sistndige ArbeliSzeil. 3 Die Organlsaiiondirage. «lroche öffentliche Dersammlung aller in der Hauaindnstri» beschäftigter Arbeiter, al» da sind; Schneider. Schuhmacher, Tapezirer. Sattler. Buchbinder. Polamentirer u. s. w.. am Donnerstag, den 8 August, Abend« 8% Uhr. bei Jordan. Neue Grünlirahe 28. I. Tagesordnung: 1 Ad- rcchnung der Äommisuon von der Sammlungen zur Belli eiluug der Unkosten ihre» Delegirien vom inlernailonalen ffongresi. 2. Berichlerstailung vom inte» nailonalen Aongreh ru Pari«. Referent. Schneider Leonhardt Psclffer. 3. Didtusston und Verschiedene». Um rechi zahlreiche» Ericheinen wird ersucht. -i-j" L.'---- 171"'"in raiurcillieo irrmi einen wiro erlucht Schlaffer«nd Waschinenbanarbeit.r Kerlin». Oeffeniliche Ver- erstag. den 8 5 Ml«., Abend« 8% Uhr, in Scheffer'« Salon. fumniluno qiti®ouncr|iuy, vn.—, vvui,««« m i o rouiun, Inselstr. 10. Tagesordnung. 1. Ist elne neunstündige Arbeitszeit in unserem. Gewerbe durchführbar! 2 wie verhalten wir un« gegenüber auislündtgen Kollegen? 3 Verschiedene». Zahlreiche» Erscheinen dringend nothwendig. Fachverei« der«ischler.(Für den Osten.) Donnerstag, de» 8. August. Abend« 8 Uhr. im Königstadt-Kaffno Holzmarttstr. 73, Versammlung. Tage». Ordnung; 1. Haben wir ein Bcdürsuih UN« zu organlsrren? 2 Diskussion. 3, VerelnSangeiegcnhciten und Verscktedcne» Gaste willkommen Kalialdemobratlscher Wachlaerekn fiir den 4. UerlinerNeich»- tagawirstlkrei». Die nächste Versammlung sinbet Mittwoch den 14 August im Königstadt-Kasrno, Holzmartstr., 72 statt. Ei war in dieser Woche kein Lokal zu erhalten. Dl»»rnnkr«-»nd Desrädnißbnff» de« Derein» sämmtlicher Ker«f»Klass»n Hertin I hält Sonnabend, den 10 d. M. Abend» 8 Uhr. Blrnnenstrasre 78, eine Versammlung ab. Tagesordnung; Kaffcnbericht. Ge- schäslliche». Mitlheilungen. Anfforderuno! Die Kassirer derlenigen Vereine, welche die Verein«. inkerate für da» 2. Ouartal noch nicht beglichen haben, werden freundlichst er. sucht, die» zu thun. oder ihre genaue Adrcffe an die Expedition. Zimmerftr, 44. einsenden zu wolle», «rsang-,«um-«nd oesellia» verein» am Mittwoch; Männer» gesangverein.Zugendlust' Abend« 8% Uhr im Restaurant Passod. Garten- strahc 182.— Männergclangvcrein.Cacilia' Abends 9 Uhr im Restaurant. Kövuickerstrahe 127n.— Gesangverein.Männcrchor Linde' Abend» 8% Uhr im Restaurant Haller. Naungnstrahe 70.— Männcraesangverein.Saugeisreunde' Abend« 9 Uhr im Restaurant Musehold. LandSbergerstraht 31.—.Frepa'. Gesanaverei» der Freireligiösen Gemeinde, Abend» 6% Uhr im Restaurant Benecke, Große Hamburgerstraßc 18.- Huppert' sche Sängcrvcrcinigung sehen Mittwoch nach dem ersten im Monat. Abend« 9 Uhr im Restaurant Heile. Lichtenbergersttaße 21.—.Sceger scher Gesangverein' Abend« 9 Uhr im Restaurant Schulz. Prenzlauerstraße 41.— Gesangverein.Schwungrad' Abend» 8% Übt im Restaurant Sa hm, Aunenslraße 18.— Männergesangverein.Lor- beer kränz' Abend» 9 Uhr im Restaurant Agrsch, Oranieustrabe 190.— Geianr» verein.Nord-Zubal' Abend» 9 Uhr in Vettin's Bierhau», Vctcranenstraße 19— Männergesangvercin.Schneeglöckchen' Abend« 9 Uhr im Restaurant Dober- stein. Mariannenstraße 31-32.— Gesangverein.Tängcrrunde' Abend» 8% Uhr Buckowerstraße 9.— Verein.Sangesireue' im Restaurant Henckel. Brüde.» ftraße 28, I Uebungistunde von 8% bis 11 Uhr Abend«.— Gesangverebr .Bruderbund' Abend« 9 Uhr bei Päßoldt, Reichenoergerstraße 16.- Lübeckstcker Turnverein(1. Lehrlingiabtheilung) Abend« 8 Uhr Elisabethstraßc 57-58.— Turnverein.Wcdding', Pankslraße 9 Männcrabtheilung von 8% hil 108 Uhr Abend»; desgleichen 1. LehrlingSabtheilung von 8—10 Uhr Abend«.—»Mehr Licht'. Verein für Scherz u. Ernst. Abend« bli Uhr im Rest. Heid, Fruchtstr 36».— Schleflschcr Verein.Hostel' Ahcnd« 9 Uhr»im Restaurant Henke. Hollmann- straße 33- BerguügungSverciu.Fröhlichkeit' Abeud« 9 Uhr im Restaurant Säger. Grüner Weg 29.- Wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Steno- graphie. Abend« 8% Uhr im Restaurant Beete. Alte Schönhauserstrahe 44 Unterricht und UehungSstuudc.— Roller scher Slcnogravhcnverein SülnBerllir Abend« 8% Uhr im Restaurant Prinzenstraße 97, Slhung und Ueduiig»- stunde— ArendS'schcr Sienographcn.Verein.Amlcitia' Abend« 8)! Uhr im. Restaurant Behrend«. Schönebergerslraie Nr. 8— Arend« scher Siena- graphenverein.Philia' Abend» 9 Uhr im Kestauranl.Wilbelmigarlen. Kochstraste 7.— Stenographische Gesellschaft Arend« iin Restaurant Bürger- garten. Ltndenstr. 105. Unentgeltlicher Unterricht und Uebung.— Verein ehemaliger Schiller der 22. Gcmejndeschulc Abend« 9 Uhr im Restaurant Leh- mann, Kursürsienstraße 31.— Berliner Rauchklub.Wrangci' Ahend» 9 Uhr im Restaurani Foge, Köpnickerstraße 191.— Rauchklub.Havanna SO" Abend» 8% Uhr im Restaurant Paegoldt. Reichenbergerslraße 18.— Rauchklub.Ge- müthstchkeii' Abends 9 Uhr im Restaurant Achsel. Köpnickerstraße 161— Rauchklub.Columbia' Ahend« 8| Uhr im Restaurant Leger. Prinzenstraße 98. — Rauchklub.Frisch gewagt' Abenh« 8% Uhr im Restaurant Tempel. Bre«- lauerstraße 27.— Rauchkluh.Vulkan' Abend« 9 Uhr im Restaurant Schulz. Gräsestraße 82.— VcrgnügungSverein.Fröhlichkeit', gegründet 1880. Abend» 9 Uhr Grüner Weg 29.-.Pollack-Club EinIracht'. jeden Rtittwoch. Abend« 8% Uhr bei G. Thiel. Wienerstrahe 88.- Gesangverein der Tapezirer Berlm«. jeden Mittwoch Restaurant Segdclstraße 30, von 9—11 Uhr Abend«— .Tambourvercin Gut Heil', 8 Uhr Langeftr. 101, Geschäftliche Sigung. Gälte keinen Zutritt.— UnterbaliungSverein.Harrnonie'. Sitzung Abendtz 9 Uhr DreSdenerstr. 118 bei Benbt Die Redoktlon stellt die Benutzuiig de« Sprechlaol«. soweit Raum dafür abzu- aeben ist. dem Publikum zur Belprechung von Angeiegenheilen aligemeinei» Znicressc» zur Versügung. sie verwahr! sich aber gleichzeitig dagegen, urit dem Inhalt deffclben idenlisizirl zu werden. Auf den Sprechsaal-Ariikel vom 4. August im„Berliner Volksblatt":„AuSnahme»Ge fetze in einer frei- religiösen Gemeinde", der mich direkt provozirt und verschiedentlich anzurempeln versacht, würde ich den Herren Unterzeichnern überhaupt nicht mit einem Worte erwidern, wenn sie nicht zufällig das Glück hätten, eine Zeitschrift von der Br» beutung des„Berliner Volksblait" als eine AblagerungSftatt« ihrer Liebenswürdigkeiten benutzen zu dürfen. Das Schweigen, das ich den Angriffen der kapitalistischen Presse gegenüber in dieser Sache bewahren konnte, muß ich jetzt brechen. Es ist eine ganz alberne Unwahrheit, daß ich mich der Gemeinde zu einem bedeutend billigeren Satz als Lehrer an- geboten hätte, um die Stelle des früheren Lehrers zu erhalten. Die Gemeinde hat mich gewählt, sie hat nach ihrem Ermessen die Stelle dotirt: ein Angebot nach irgend einer Richtung ist von mir nicht ausgegangen, also auch kein Untergebot. Auf ebendemselben Grunde der Wahrhaftigkeit der Herren Unterzeichner steht die Behauptung, ich hätte mich erboten, die Leitung des Gesangvereins der Gemeinde„um 50 M. billiger" zu übernehmen, als dies der bisherigen Leitung möglich ge- wesen sei.— Vielmehr bin ich durch eme Ueberfülle von Arbeit dazu gedrängt, sogar die Direktion eines mir werth gewordenen Arbeiter-MännerchoreS aufzugeben. Da kann es mir natürlich nicht im Traume einfallen, mir eine Arbeit aufzubürden, von der ich soeben beabsichtige, mich zu befreien. Dieses Lügen- gewebe ist um so dreister, als ich es schon als ein schamlose« in einer der letzten Gemeindeversammlungen zu kennzeichnen Veranlassung nahm, ohne daß irgend jemand von den so Ge- kennzeichneten in der Lage gewesen wäre, mir auch nur den Schatten eines Beweises entgegenhalten zu können. Nun zu den Beschuldigungen, die gegen mich erhoben werden, weil ich mich gegen jene„freireligiöse", in ihrer Ohn- macht verschwindende Richtung gewandt habe, die von den Herren Unterzeichnern repräsentirt wird. Ich habe nicht schlechthin gesagt, daß die„Opposition" au« der Gemeinde hinausfliegen würde, sondern daß die Gemeinde die Rechte derer zu beschränken hätte, die grundsätzlich darauf ausgehen, eine Stömng des Friedens innerhalb der Gemeinde zu bewirken. Unter den Störenfrieden verstehe ich nicht dir- jenigen, welche„über den Verbleib der 5000 M. Aufklärung" wünschen, sondern jene Leute, welche diese Aufklärung empfangen haben, aber diesen Punkt immer von Neuem de» nutzen, die Gemeinde nach außen zu diskreditiren und nach innen in Zerwürfnisse� zu verletzen,— trotzdem die überwältigende Majorität der Gemeinde ihren Willen dahin kundgegeben hat— nachdem völlige Klarhe t in der Kassenangelegenheit herbeigeführt worden ist—, über dies« traurige Episode zur Tagesordnung überzugehen. Endlich soll ich„ für Ausnahme- Gesetze schwärmen". Beweis, die Herren Unterzeichner sagen es, und das genüg» fast schon. Hinzufügen will ich aber dennoch, daß jede Gemein- schaft— heiße sie, wie sie wolle—, die sich ihre Gesetze selbst giebt, sich im Interesse ihrer Selbsterhaltung das Recht wahren muß, schädliche Elemente zu exkludiren. Von diesem Rechte haben durch Majoritätsbeschlüsse zu allen Zeiten alle demokralisck>en und sozialdemokratischen Richtungen Gebrauch gemacht. So wurden erst jetzt aus dem Pariser- internationalen Kongreß vollberechtigte Mitglieder, die sich der Tagesordnung nicht fugen ivollten, mit großer Geschwindig» feit körperlich vor die Thür befördert, ein Schicksal, das in der Berliner Freien Gemeinde die Unterzeichner nicht ein- mal moralisch voll ereilt hat. Eine sehr kühne Unterschiebung ist es, wenn die Herren mich anerkennend sagen lassen:„Jeder Staat hat eine Be- stimmung, nach welcher man mißliebige Personen zu entfernen sucht." Das wäre politischer Selbstmord.—— Weder dem Sinn noch der Form nach habe ich etwas auch nur Achnliches gesagt; man hat hier einfach an Stelle des Aus- drucks„politische Parteien" mit verblüffender Dreistigkeit den Begriff„Staat" untergeschoben, ein Begriff, der für mich natur- lich die Herrschaft einer Mrnorität zu unserer Zeit in sich schließt. Schließlich redete ich nicht von„mißliebigen Personen", sondern von denen, die systematisch daran arbeiten, der Gemeinde Verlegenheiten zu bereiten, die so wirken, daß die erbittertsten, heimlichen und offenen Feinde der Gemeinde ihre helle Freude an einer solchen Wirksamkeit haben müßten, daß diesen fleißigen Pionieren selbst von den krassesten Dunkelmännern ein Bravo zugerufen werden würde, wenn nicht eben auch der größte Fanatiker des Unfriedens der Gemeinde sich sagen müßte: „Schade, recht schade, daß diese Leute positiv ohnmächtig sind, sonst ginge vielleicht der ganze ver f f f Bau aus den Fugen." Leider theile ich dieses Bedauern nicht, obschon die Herren Unterzeichner vom 4. August, die das Seume- Zitat voll für sich beanspruchen können, dadurch um eine gediegene Anerken- nung kommen. Fritz Kunert. Vevmisiftkes. Der Stammbaum unterer Hausbatze hat von jeher, namentlich aber seit Darwin, sehr großes Interesse erregt. Das Thier zeigt sehr wenig Neigung zur Variation, und lange Zeit Mumienki hieß cS, die eayptische Mumienkatze sei schon ganz identisch mit unserer Hauskatze, folglich könne Darwin'S Theorie, welcher die Veränderlichkeit der Arten zu Grunde liegt, nicht richtig sein. In ihrer letzten Sitzung hat sich die Berliner anthropologische Gesell- schuft mit der Mumienkatze beschäftigt. Schon in der Maisitzung hatte Virchow eineii Vortrag über den Gegenstand gehalten. Die s. Z. von Navillc an Virchow gesandten Uederreste egyptischer Katzen waren in BubastiS, wo der Tempel der Katzengöttin Baß stand und wohin die alten Egypter Katzen zur Beerdigung zu schickten pflegten, ausgegraben worden. Sie liegen dort in tiefen Gruben, untermengt mit Bronzekatzen. Dieser lrtzteren wegen haben die Araber die Gruben durchwühlt und dadurch die Knochen durch einander gebracht und beschädigt. Der An- ficht Naville's, daß die Katzen vor der Beerdigung ver- brannt wurden, kann sich Virchow nicht anschließen; die lichte Färbung der Knochen sei wohl nur die Folge eines hohen Grades von Bleichung. In dem andern Bestattungsorte der Katzen, Bcni Hassan, sind die Katzen als Mumien beigesetzt worden; Dr. Reiß hat, wie die„Vossische Zeitung" berichtet, eine größere Anzahl solcher Mumien mitge- bracht und dem Museum unserer landwirthschaftlichen Hoch- schule übergeben. Professor Hartmann legte eine Reche Dar- strllungen verschiedener Katzenarten, von ihm selber in Aquarell auSgesührt, vor behufs Erläuterung der oer- schiedenen Annahmen über Abstammung der europäi- scheu Hauskatze. Auf Grund zoologischer Merkmale und geschichtlicher Nachweise hat Professor Krelschmer-Frankfurt a. M. die Behauptung aufgestellt, die europäische Hauskatze stamme der ägyptischen und diese wiederum von der kubischen von Steppenkatze. Dahingegen meint Professor WilkenS-Wien, die Unterschiede zwischen unserer Hauskatze uud der europäischen Wildkatze seien nicht erheblich genug, um die Annahme einer Abstammung ersterer von der letzleren auszuschließen. Die Ansicht Kretschmcr'S werde nun durch die Thatsache gestützt, daß die Hauskatze erst spät nach Europa kam. Aristoteles erwähnt sie zuerst. Das im germanischen und skandinavischen Alterthum als„Katze"(Katzo) bezeichnete Hausthier war ver- muthlich ein gezähmtes Wiesel. Daß sich die Egypter vielfach und mit Erfolg der Zähmung wilder Thier befleißigt haben, beweisen alte Abbildungen. Serval, Sumpfluchs und Gepard, ja sogar der Hyänenhund wurde von ihnen gezähmt. Professor Rehring glaubt, daß die europäische Hauskatze keine einheitliche Abstammung besitzt. Ein Theil unserer Katzen sei asiatischen Ursprungs; außerdem scheine gelegentlich Kreuzung der— bereits in Europa eingeführten— Hauskatze mit unserer Wildkatze vorgekommen zu sein. Es spreche dafür die Mischung von Charakteren in der Behaarung, der Bildung des Darmkanals und des Schädels. Die kleinste der drei in den egyptischen Katzenmumien vertretenen Katzcnarten, die nubische Steppen- katze(größere sind Serval und Sumpfluchs) besitze schon in der Freiheit eine gewisse Fähigkeit zum Variiren. Der Eigen- art der Skelette zufolge scheine ein großer Theil der mumi- sizirten Katzen in der Freiheit bezw. halbwild gelebt zu haben und auch nicht eines natürlichen Todes gestorben zu sein. Doch fehle es nicht an Exemplaren, welche airf Domestikation schließen lassen. Die Möglichkeit der bloßen Zähmung sei nickt einmal bei unserer Wildkatze ausgeschlossen; Vortragender selbst hat bei Professor Altum in Eberswatde einen vollkommen zahmen Wildkater gesehen, der natürlich schon in früher Jugend der Zähmung unterworfen ist. Was aber die dauernde Zähmung, die Ueberführring in den Stand der HauSthiere betrifft, so scheine diese den Egyptern nur bei der nubischen Steppenkatze gelurrgen zrr sein; denn alle unter den untersuchten Mumien- ratzen befindlichen jungen Thiere gehören dieser Katzenart an, ebenso sämnrtliche ganz alte Thiere. Auch weiß man, daß von Egypten über Griechenland nur eine kleine Katzenart nach Europa gelangt ist. Ferner weisen die vermuthlich domestizirten Exemplare gewisse Variationen in der Färbung ihres wohl- erhaltenen Felles, in der Länge der Ohren:c. auf, die bei wilden Thieren nicht angetroffen wird. Habe man also in der nubi- schen Steppenkatze eine der Stammmütter unserer Hauskatze zu erblicken, so die andere in der ostasiatischen Art, die bei den Chinesen schon seit uralter Zeit Hausthier war. Bei den Katzen von Bubestis finden sich viele Ichneumons, in der jüngeren Grabstätte von Beni-Hassau weniger; Redner meint hierzu, es werde wohl ursprünglich mehr das Ichneumon zumMLusevertilger benutzt, dies allmälig aber von der Katze verdrängt worden fem. Eigenthümlicher Weste enthalten die meisten der bei Beni-Hassan gefundenen Katzenmumien nur das Vordertheil desThiereS bis zum 4. oder 5. Brustwirbel. Die Entwickelung der Kadaver geschah mittelst Leinenband und Leinenzwirn, oft sehr sorgfältig und zierlich, oft aber auch schmucklos oder gar nachlässig. Professor Brugsch erzählte, er sei in den fünfziger Jahren Zeuge ge- wesen, wie in einer Höhle der Wüste zehntausende von Katzen- mumien aufgefunden und verbrannt wurden; auch dort war vielfach nur die Hälfte des KatzenkörperS mumifizirt. Ein im Louvre befindlicher demotischer PapyruS liefert Auf- schlüsse über das Einbalsamiren der Katzen; es beschwert sich nämlich in demselben ein Einbalsamirer über Beschimpfungen und über Verweigerung von Salz und Oel. Es ergiebt sich aus diesem Schriftstück, daß die Eindalsamirung infolge von Gelübden vorgenommen wurde; die Ausführung richtete sich nach dem angelegten Preise. Sowie der Hund Wauwau genannt wurde, hieß die Katze schon bei den Egyptern Miau. Als nämlich, so hieß es, das Licht von der Finsterniß(Typhon) verfolgt wurde, rettete es sich durch Ver- Wandlung in Katzengestalt, worauf die andern Götter ausriefen: „Miau ma!"(Nein, was Ihr gethan habt!) Davon hieß dann die Katze„Miau." Einen zweiten Namen hat sie mit dem Ichneumon gemein, gleichwie im Hebräischen dasselbe Wort „Katze",„Ichneumon",„Wiesel" bedeutet. Eine elektrische Volkviälilnngsmaschine hat ein Amerikaner erfunden. In den Vereinigten Staaien findet im folgenden Jahre die regelmäßige. zehnjährige Zensusaufnahme oder Volkszählung statt. Um Arbeit und Zeit bei der Gruppi- rung und Zusammenzählung zu sparen, wird die Elektrizitäl zu Hilfe gezogen. Der Volkszählbeamte spricht in den einzelnen Häusern mrl seinen gedruckten Formularen wie üblich vor und trägt mit der Hand die Angaben in die betreffenden Spalten. Diese Berichte werden dann in das Zensusdistriklbureau gebrocht, wo eine Abart der bekannten amerikanischen Schreib- Maschine gleichfalls mittelst Tastwerk die Angaben auf Karten markirt, mit dem Unterschiede, daß sie nicht wie die Schreibmaschine mittels Tinte druckt, sondern kleine runde Löcher in die Karten schlägt. Die Karten, je eine für eine gezählte Person, find etwa 6) Zoll lang und 3 Zoll breit, und die betreffende Stelle des eingepreßten Loches giebt die Antwort auf die entsprechende Frage des gedruckten Formulars. Bis zu 250 verschiedene Angaben lassen sich auf solcher Karte ausbohren. Doch wird jede Karte ungefähr blas 25 solcher Antworten enthalten, da ein und dieselbe Person natürlich bloS z. B. als entweder weißer oder schwarzer Haut- färbe, Amerikaner oder Eingewanderter, und falls letzterer nur von einer Nationalität, angeführt werden kann. Sobald diese Karten mit den betreffenden Löchern versehen sind, werden sie unter eine Art Presse gelegt. Hand niedergedrückt und eine mit gegen drc Karte geführt. Ein Hebel oid" Hin Htgiu uu-.nunc gciuyri.-ruo Uly findet, raucht die entsprechende Nadel durch dasselbe unter der Karte befindliche kleine Schale OueekP" schließt damit einen elektrischen Strom. Diese L einer für jedes Loch, vertheilen sich über eine, Tische mit Tafeln, auf denen dadurch elektro-autoini»> gleichartigen Angaben ausgezählt werden. Z. B. ob: weißer Hautfarbe registriren sich aus der Tafel rntt der schrift:„Werße männlichen Geschlechts"; alle� Flauen � Hautfarbe auf einer entsprechenden anderen Tafel! schäftSleute oder Gewerbetreibende auf Tafeln für treffende Fach oder Gewerbe. Blfinden sich z. angaben auf einer Karte, so genügt ein Druck mit dcw-. um in einer Sekunde sämmtliche Angaben auf 25 j Tafeln gleichzeitig automatisch einzutragen, wodurch � Arbeit von ungefähr 25 verschiedenen Personen für ftd � im Ganzen aber mehrere hundert Arbeitskräfte m 1°° zelnen Distriktburcau erspart werden. Außerdem wer., flCUlCIl �L'lfllUlVUlCUU ClltzJUll lUClUCH. Karten, sobald sie bei Rückgang des Hebels wieder„ Presse fallen, mittelst eines elektrischen Sorfir-Appar� ordnet und in Gruppen für die verschiedenen Staaten gesondert. 13. Liehvug der 4. Klasse 180. Köuigl. Preutz. Lotterie. Ziehung vom v.«tlgiist 1888, B»rm>»»agS. Riit Mc»ewinue über Xlo l'tarf flu» de» delreilend«» Nummer» in Parcnihelc deigeiügl. tOdiie Äewudr.t 9 84 116 56 76[300] 218 311 43 52 55 401[500] 61 781 971 1011 19 25 46 79 121 524 85»*069 182 234 323 28[1500] 91[.3000] 428 51 57 765 952»00» 13000] 41 219 23 87[5003 356 458 617 714«06 953 94 4134 250 78 355 82 550 87 628 74 775 862 60 72 906 5005 174 29.3 372 692 734 15001 885 963 96«015 178 368 438 67 575 732 892 7040 186 252 79(15001 598 630 86[3000] 778 8004 21 122 209 52 404 532 810 54 993 96»030 64 371 404 21 71 520 715 827 51 79 905 82 *«015 36 133 80 88 238 49 51 89 392 656 801 99 1104.3 368 77 461 510 15 965 80 1*074 98 165 91 265 85 374 84 462 855 931 95 1 3101 62 2.-3 390 643 77[3000] 804 28 937 90 1 4013 206 480 777 856 975 1 5020 27 63 126 49 95 345 73 645(15001 615 755 96[1500] 805 20 90 914 1« 10083 142 59 84 338 452 583 91 646 07 1 7244 67 72 304 92 474 504 826 31 40 836 908 67 76 1 8356 406 681 643 83 731 61 11»167 386 591 611 703 819 941 *«196 215 64 406 546 63 68 673 775 822 35 58 75 79 11500] 954 82*1073 145 292 434 559 601 70 96 720 888[3000] 927**024 39 440 066 ,86 777«08 24 84 964*»00«[1600] 67 291[300] 306 448 510 65 115001 844 953*4124«8 228 31[3000] 58 314 442 56 535 623 721 893 954[506]*5086 129 246 64 467 78 553 803 13*«134 236 94 300 436 541 686 716 41*7307 19 45 794 861[300] 67*8082 97 116[300] 322 412 94 651«51 55 92 969 77 81»»006 97 189 234 88[1500] 389 658 59 754«1 856 977 30194 224 31911500] 466 843 46 65[1500] 962»1001 230 334[300] 60 485 98 522 26 606 74 722 895 968»*080 116 23638 369 439 90 506 641 74 790 973»»086 363 414 633 62 34148 249 320 69 521[500] 46 47 688 95 115001«64 72 96 990[5001»3141 64 85 393[500] 588 616 «14 994[30001 3G046 102 72 451 595 602 39 746 870 93»7060[500] 102 335 46 61 67 631 80 722 892»8070 293 404 79 660 927 66»»045 184«6 89 233 382 505 736[3000] 91 922 13000] 37 4«020 78 142 202 18 21 540 43 51 61 645 55 746 47 899 969 72 41444«62 4*099 198 688 724 867 911 50[3000] 4 8042 43 139 207 752 68 869 82 48499 514 45[500] 89 686 742 834 49020 42 69 236 5«065 91 346 72 83 505 626[1500]«57 90 9: 5 51106 502 731 74 877 97 910 37 40 65 89 5*087 293 386 88 451 549 730 57 5 3020 49 52 98 148 63 212 85 88 370 454 69 75 528 613 58 66 7.-4 844 980 5 4149 130* 01 256 332 35 454 62 513 35 90 633 92 766 875 989 55148«6 222 [1500] 3« 441 586 606[5001 707 22 99 812 29 60 71 5O023 40 170 203 9 49 667«15 1500] 46 905 5 7074 103 46 216 24 309 419 693 656 896 970 73 58112 46 51 IrOÜ] 269 441 592 860 68 909 12 5»080 157[3000] 99 214 39 303 26 620[3UX>] 38 847 900 ««011 26 95 159 251 317 510 28 80 738[15001 833[3001 945 64[300] «1154 57 15001 68 203 81 319 32 52 510 75 626[3001 704 60 872 924 13000] 0*072 117 260[500] 320 24 63 461 560 728 68 856 69 96«3177 267 302 41 44 85 408 84 606 47 90 766 70 815 99 924 04204 41 406 20 43 514 95 750 1500] 808 61 966«5076 117[300] 36 205 615 716 77 800 14 44 97««362 429 707 895«7158 254 80 457 501 600 81[1500t 820 926 70«H0S3 174 286 416 652 744 49 848 922»«127 256 97 616 23 49 707 9 12 808 70 70312 65 74 426 563 678 706 25 833 59 917 71092 497 534[300] 93 620 4 4 68 825 81 994 7*037 315 57 78 97[1500] 428 561 79[3001 716 885 929 7 3226 35[3001 353 620 25 609 7 4009 53 589 694 721 839[500] 933 11500) 36 49 52 7 5226[3000] 395 424[5001 89 543 76, 70007 t 6 274 304 16.14 498 568 772 813 38 54 985 7 7097 106 210 18 354 541 63» 758 74 843 7»071 75 615 98 772 858 63 995 7 9173 427 823 38[5001 926 52 80090 193 2. 2 441«0 554 93 81166 672 705 45 912 8*044 177 315 17 59 66 412 79 507[15001 57 60 671 733 812 600[500] 78[500] 972 83145 13001 54 350 417 91 534 633 86 710 8 4059137 77 224 47 90 389 473 599 613 6» 783 91 815 60 926[3001 94 97 85105 37 68 220 50 51 382[3001 415 508 54 60 817 80152 271 87 411 526 36 625 74 3 61 825 87020 13001 67 93 380 84 418 645 721 856 84 909 8 8012 29 198 217 365 428 92 508 681 777 801 26 38 970[.300] 89003 34 42 94 201 3sl 447 654 746 73 813 53 93 99330 420 667 831»1015 68 142 233 356 60 63 69 74 449[300] 13. Ziehung der 4. Klasse 180. Königl. Preuss. Lotterie. Ziehung»um 6, August 1889,»lastnnl«»,». Rur die Gewinne über*1* Mark stud den belresteude» Nummer» lu Parentheie beigefügt. [Ohne Gewahr.) 292 517 43 600 953 70 73 1018 53 80 82 105 223 323 434 505 Og 93 704 949*147 264 406 92 507 74 612»192 315 53 60 405 61 63� 712 922 68 4057 77 136 57 64 273 449 62 73 602 62 65 1500] 79 84« 57(15001 932 78 5113[3001 19 43 266 71 365 66 613 65 715 80«22» 32 367 461 520 39(5001 703 836 41 7191 93 268 337 505 34 611 7)9 812 93 995 8123 274 388[3001 400 50 83 680[3001 712 36 999 91, 6 221 54 332 414 555 717 815[1500] 978 19040 79 104 36 223 45 339 442 641 629 65 703 72[500] 951 11000 193 434 39 547 751 890 906 56 1*027[1500] 41 64 131 51 210 37 390 647«31 940 70 1SÜ84 177 231 86 323 42[5001 60 115001 95 413 33[lOOOOl 60 517 702 31 902 1 4015 89[300] 219 477 666 684 91 741 86« 960 1 5048 140 585 608 65 76 897 906 70 1*131 266 330[300] 492 613 787 843 17078 271 93 363[3001 76 84 443 662 636[30001 746 827 51 91 115001 18190 351 52 492 556 72 625 31 61 86 819 87 1 9U02 23 33 100 232 592 718 59 979 *«100 67 265 486 567 91 605 758 927[600]*1077 106 37 254 442 48 531 641 726 31 49 87 901**051 119 79 277 381 463 642[500] 752 839 949 58*»138 92 263 506 630 811*4117 382 490 515 65 63 75 83 629 98[15001 711 37 87 877 979*5049 128 234 67 95 499[3001 732 *«064 82[3001 97 189 297 336 62 628 704 20 23 824 70 962*7262 449 90 91 739 807 929 50*85,1[1500] 771 89 826 73 927[500]*9027 283 328[15001 426 628 54 881 901 5 50 »«037 111 61 214 18 19 363 413 621 722 39 882 96t 3 1 009 170 203 83 93 343 404 692 731«5 940 56»*016[500] 132 48 221 64 96 340 77 96 459 76 527 613 777 896»»064[ÖOOI 156 58 207 37 377 60 i 775 810 925[5001*4485 566 723»5024[3000] 23 129 356 490 540 835 »«029 164 230 486 631 933 84 3 7018 69 312[3001 26 453 607 87 96 634 81 700 14*8025 216 99 363 423 643 700 814»»026 142 208 88 372 724 844 907 62 4«141 248 69 73 310 401 514 18 615 818 999 41000 178 296 387 457 845 59 4*137 92 624 673 91 43011 13000] 157 238 78 87 325 404 6 17 45 682 83 794 934 38 73 89 4 4084 90 245 90 382 561 631 42 872 924 85 45018 45 375 455 739 807 27[30001 926 32 33[500] 4«091 153 267 83 327 627 1300] 743«1 887 903 21 73 13001 47158 541 43 130Ü] 87 130001 629 90 828 84 960 52 4(4065 123 247 73 318 96 419 [5000] 82 4»059 374 632 42 15001 610 67 79 837 5«412 604 8 18 44 608 67 783 ,«05 7[60o] 903 4 51006 85 546 636 48 98 719 67 833 130001 919 5*352 74 481 633 93 780[3001 855 945 65 90 5 3065 130 289 364 67 86 406 605 19 39 61 54033 128 7 3 77 78 261 79 87 393 432 13001 88[15001 505 28[30001 45 603[1500] 53[30001 70 78 85 720 37 824 93.' 63 65 5 5102 65 2«6 303 68 75 422 631 804 961 5«020 63 76 103 45 265 78 15001 376 444 84 774 805 24 928 90 [60 001 57069 72 88 115001 272 77 319 69 701 914 62 5*264 452 56 539«31 5»>874 440 64 521 686 836[1500] ««074 141 220 81 357 433 612 83 705 94 819 39 62 64 906 3 1«1142 342 Gl 65 415 812«*087 123 318 99 400 33 580 99[30001 648 943 «3169 256 394 421 671 844 925 32 97«4055 257 30, 24 505 718 939 76«5087 93 94 107[3001 34 68 97 211 21 495 540 608 91 816 7 7 926 «0086 95 241 416 93 96 576 663 703 840 96 908 1500]«7029[1500] 313 85 653 768 69«*068[15, Ol 662 66.1 67 799 928 31 44 53[500J 0»U48 181 96 262 79 375 509[3000] 606 975 70169 260 59 636 1300] 726 829 7 1 004 36 37 112 68 317 96 99 419 86 661[30001 823 32 43 7*257 625 4 4 47 54 750 914 72 73112 229 39 34> 56 63. 52 898 999[1500] 74042 194 220 39[300] 657 817 942 1300) 75[15001 75037 84 102 44 480 84 510 698 760 829 44 76 99 7*037 64 135 37 41 42 247 479 511 36[3001 625 34 754 803 7 7021 121 288 529 88[[500] 703[3001 85 806 7*057 88 249 409 69 516 85 783 815 53 945 60 62 7»067 116 82 225[ISOOOJ 67 94 422 46 48 59 8«030 385 501 21 797 855 72*1127 51 260 342[300] 48 491 714 964**010 153[3001 83 89 286 328 15««OJ 65 76 478 82 914*»025 345[5001 84 457 669 773*4142 45 235[1500] 303 15 87 651 709 850 54»5028 136 92 306 19 469 631 671 744 79 903 37[300] 80*«070 84 286 98 323 60 68 443 544 676[300] 92 816 979*7134 97 220 70 79 348[3001 461 15001 617 50 61 615 50[500] 769 94 883 985**041 142 81 209 408 34«30 772 82130*»057 162 229 463 560 671 730[300] 840 923 51 »«189 98 263 96[3001 313 53 460 623 603 24 940»1017 57 364 58 88 414 616 769»*024 68 190[600] 260 87 347 632 641 806 69 941 »*r05 139*M7�g! 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Druck und Verlag von M«» Fading in Berlin SW., Beuthstraße 2., i-i Uli, ,> ,»ii e, i v ,-,ien II sSl Weit fe .% i en und ?">en. 3iu L Siebt! i m i g'B W