wird j. tÄ S!w' mit d-r# M mit dew'w 25 vcrsch'?'? :# icm weid"' wieder ifl 10M B M S 1 II I | St 183. Donnerstag, den 8. August 1889. 6. Aastrg. lerlinerHolblilfllt. Krgan für die Interessen der Ardeiter. t-, � Das..Berl»«er Bolksblatt". tti'ä Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonneinentspreis für Berlin fre, 5«Bf e"'erteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer Nummer mit dem„Sonntags-Blatt" 10 Pf. Bei Abholung aus unserer Ammerstraße 44 1 Mark pro Monat. Postabonncmenr 4 Mark pro Quartal. ...----. Rfifi.l pro Monat. v>;mmerirrQBe 44 1 iDiatr pro Monat. Poiravonnemeni» rvrarr; Kr ba»-» �mgetragen in der PostzeitungSpreisliste für 1889 unter Nr. 866.) Täglich unter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark Jnsertionsgebühr beträgt für die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Rauin 40 Pf., für Vereins- und VerfammlungS. Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zlinmerstraße 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -« Fernsprecher: Amt VI.|lr. 4106.»--*- Vedctktion: VeukhfirMe S.— Expedition: JimmerPtentze 44. vnurlilc-se puluef. �ber'! bereits berichtet, daß das neue rauchlose �"e Umänderung der artilleristischen Ausrüstung «tiii.�acht, indem die Grißstahlrohre sich für das j» der N �"'cht eignen und infolge dessen wieder zu "0"� zurückgekehrt werden muß. Daß diese diijw«""8 der Geschütze den deutschen Steuerzahlern iobei ist �erte von Millionen kostet, ist selbstverständlich. «..fff aber auch nicht ausgeschlossen, daß sich mit der krn, Bewaffnung, also mit den neuen Kanonen, Mkü,(Ii"? jetzt in Angriff genommen werden muß, �rM.Tsch�jpiel wiederholt, das wir bei den Schiffen der � schon seit Jahren beobachten können, nämlich .��ouonen, wenn die Armee schließlich damit wird, durch neue und noch„wirksamere" Wl g..�uge dieser Art überholt sein werden. Natürlich klonen. wieder neue Millionen für die„neuesten" r onen Ä" ju bewilligen, und da es ja für die höchste �.Tugend gilt, jeder Neuforderung des Militarismns ohne Augenzwmkern zuzustimmen, wohl auch die später zu opfernden Millionen mit %rt � Schnelligkeit auf dem Altare des Vaterlandes ge- '�iaen mv'.wie die bisher für den gleichen Zweck noth- Nstr'"lliarden beschafft wurden. Wie lapge das so sji�. und die Völker im Stande sein werden, die die Unterhaltung des„bewaffneten Friedens" auf- Hey.' das ist freilich eine andere Frage, mit der wir "'cht weiter befassen wollen. da« � auf das Thema voni neuen Pulver und der � iß-'Jwe bedingten Rückkehr zum Bronzegeschütz brachte, » durch die Blätter gehende Notiz, wonach die sc. �tiM neuen Treibmittels und die dadurch bedingte Kliffe«,"8 in der artilleristischen Bewaffnung für das F" fei» ,5� Krupp in Essen von den weittragendsten Fol- r Tlißst indem durch das neue Pulver die Herrschaft ochea f'. auf dem Gebiete der Kanonenfabrikation ge- " Die w# I M »! O » J 716 46� U g .. /enet N��stahtkanone war es bekanntlich, welche dem Nie seinen Weltruf einbrachte und seine riefen- Snung bewirkte. Tritt an die Stelle der Mdßt. �ußstahlkanone nun wirklich das Bronze- Uey, s'- oann wird damit natürlich auch die Frage zu er- Hgl.chk."'Wo wird dasselbe hergestellt werden? Die . besestl.'"aß das Kanonenmonopol, das Herr Krupp bis- her in die Brüche geht, steht also für denselben ! K Stande der Dinge scheint es nicht überflüssig yeil jy.oran zu erinnern, wie das Krupp'sche Werk seiner I, Monopol der Herstellung der Gußstahlkanonen « �o>nv„ dürfte dies um so angebrachter sein, als äfften q T in den letzten Jahren und besonders auch der _ oit beweisen, daß es wirklich nichts schaden kann, �FeuUlew«. Roma» von Maurus Jükai. [33 [■'"et» �/rr Katschuka bei Herrn Brazovics um die Hand Mgkejt i""hielt, hatte er diesen: mit großer Auf- enthüllt. Er hat kein Vermögen, und eben nur hin, um als lediger Mann seinem ,? eing Range gemäß auftreten zu können, nicht aber, KoJr/" zu erhalten, vollends eine solche, welche an � Und e an Luxus gewöhnt ist. Er sagte es daher �"Nen heraus, nur in dem Falle sich verehelichen Hoog.'.wenn das, was die Frau mitbekommt, die Kosten %in t bede. „ bt. a."Segen hatte Herr Brazovics nichts einzuwenden . Siebt �'"er solchen Gelegenheit ist er nicht knauserig. ti, Wb(o.™et Tochter an ihrem Hochzeitstage hundert- in Jüchen baar als Morgengabe, und damit könnm r f'e wollen. Zur Zeit, als Herr Brazovics [ Sab, war er auch in der Lage gewesen, %;sse„g, zu können. Seitdem aber ist ihm Timar in die %Utet in j�wen. Dieser brachte durchs allerlei unerhörte Wh**Uiift° Spekulationen des Herrn Brazovics eine solche (|2 Havs.' warf die sichersten Vorausberechnungen so über isj ihn r"'. drückte ihn so auf dem Getreideplatz, ff?. Iv bg' de: den Mitbewerbungen aus und verrammte tezSee viel S in die einflußreichen Kreise, in denen er C; S hatte, daß Herr Brazovics es gegen- Z:. ey. z» Such fand, die hunderttauseno Gulden aufzu- es Jh b"mit hatte es seine Richtigkeit, daß Herr nicht., wie Katuschka damals Timar gesagt hatte— wußte, wie sein Geschäft steht, ob es über oder wenn die öffentliche Aufmerksamkeit sich auch den Vorgängen bei den Militärlieferungen etwas mehr zuwendet, als es bisher zu geschehen pflegte. Also, wie kam Krupp zum Kanonenmonopol? Wir lassen zur Beantwortung dieser Frage eine Stelle aus einer Rede folgen, welche der früher fortschrittliche und jetzt kartellbrüderliche Abgeordnete für Dortmund, Louis Berget, früher selbst Gußstahlfabrikant in Witten, am 15. Dezember 1874 im Reichstage hielt. Irren wir nicht, so stand ein Titel des Militäretats, der mit der Artillerie zusammenhing, zur Debatte, und Herr Berger benützte diese Gelegenheit zu folgenden Aus- führungen: „Nach meinem Dafürhalten hätte die preußische Re- gierung wohlgethan, wenn sie selbst eine Gußstahlfabrik etablirt hätte, da sie dazu die vortrefflichste und billigste Ge- legenheit auf dem eben erwähnten königlichen Hüttenwerke zu Sayn besaß. Wollte sie dazu aber nicht übergehen, so war dann das Naheliegendste, eine Gußstahlfabrik mit der großen Geschütz- gießerei zu Spandau zu verbinden. Damals hätte eine Anlagesumme von einer halben bis höchstens einer Million vollkommen ausgereicht, um den Anforderungen der Artillerie- Verwaltung zu genügen, und diese Summe, das kann ich als Sachverständiger versichern, würde im Laufe der seitdem verflossenen Jahre mindestens zehnmal verdient worden sein. Die Regierung ging indessen nicht zu dem System der Selbstfabrikation über, sie glaubte, ihre Unabhängigkeit auch wahren zu können, wenn sie den Gußstahl von Privat- fabrikanten bezog. M. H., wenn sie aber das thut, dann mußte doch die Regierung felbstverständlicher Weise alle Privatfabriken, die damals im Lande existirten und hinsichtlich der Qualität ihres Materials genügende Garantie boten, zu diesen Liefe- rungen heranziehen. Anfänglich that sie das auch. Es existirten zu jener Zeit— Ende der fünfziger und Anfang der sechziger Jahre— in Preußen vier derartige leistungs- fähige Etablissements, zwei größere und zwei kleinere, an deren Spitze Herr Krupp stand. Es wurden Versuche mit Kanonen aus allen vier Werken gemacht und diese Versuche ergaben, daß das Material s ä mm t l i ch e r Fabriken den gestellten Anforderungen vollkommen entsprach. Es wurden auf Grund dieses Resultates auch die beiden kleineren Werke neben dem größeren Etablissement des Herrn Krupp mit Lieferungen betraut, indessen hatte das bald ein Ende, da die eine der beiden kleinen Fabriken aus finanziellen Gründen nicht mehr leistungsfähig blieb und die andere ausgeschlossen wurde, weil einer der Betheiligten politisch mit der früheren Verwaltung des Kriegs-Ministerium nicht mehr harmonirte. Ich lasse aber diesen Gegenstand als nicht hierher ge- hörig bei Seite. unter dem Wasser schwimmt. Es sind darin alte mit neuen, profitable mit Schaden bringenden Unternehmungen so verquickt, neben imaginären Gewinnsten und uneinbring- baren Forderungen wimmelt es von maskirten Schuldposten, nicht abzuschüttelnden Vertragsverpflichtungen, zweifel- haften Prozeßangehegenheiten, daß man nie wissen kann, ob Herr Brazovics in diesem Augenblicke ein Krösus oder ein Jrus sei, und er selber weiß es am wenigsten. Wer daher hunderttausend Gulden bei ihm stehen hat, auf die er Anspruch erheben kann, wird klug daran thun, wenn er sie lieber heute als morgen zu Gesicht bekommen will. Und Herr Katschuka war ein kluger Mann. Herr Athanas nahm ihn ein paarmal vor und machte einen Versuch, sich den Schanzen des Kriegs-Jngenieurs zu nähern. Er machte ihm günstige Anerbietungen. Warum will er die hunderttausend Gulden in die Hand haben? Seine Frau wird sie ihm verschwenden. Die Interessen da- von betragen nur sechstausend Gulden. Wäre es nicht besser, das Kapital bei Herrn Athanas stehen zu lassen, der ihnen dafür eine jährliche Summe von achttausend Gulden aus- werfen würde? Oder wenn Herr Athanas dem jungen Ehe- paare eine von seinen Realitäten übergäbe, d:e eine jähr- liche Rente von siebentausend Gulden abwirft? Allein der Kriegs-Jngenieur ließ seine letzte Redoute nicht einnehmen. Er verstopfte die Laufgräben und drohte die ganze Heirats- Zitadelle in die Luft zu sprengen, wenn ihm nicht vor dem Hochzeitstage die hunderttausend Gulden ausgezahlt würden. Herr Brazovics war daher in einer großen Patsche, und wenn Jemand mit noch größerer Erbitterung als Timar auf das unter den Fingern Timea's seiner Vollendung immer näher rückende Brautkleid sah, so war es sicherlich Herr Brazovics. Ad vocem Timar tauchte ein rettender Gedanke im Schädel des Herrn Brazovics auf. Er haßt zwar diesen Es blieben nunmehr die beiden großen Werke allein übrig. Nämlich jenes des Herrn Krupp und die fast ebenso große Gußstahlfabrik zu Bochum. Die letztere war v o l l st ä n d i g leistungsfähig; sie ist die erste gewesen, welche überhaupt Gußstahl zu Geschützen verwendet hat, eine Thatsache, welche ich in der Lage bin zu beweisen, und dieses Etablissement wurde, trotz seiner Leistungsfähig- keit und trotzdem es wiederholt sich zu Lieferungen(und zwar zu billigen Preisen) erbot, nicht zur Konkur- renz heran gezogen. Herr Krupp in Essen erlangte dadurch ein faktisches Monopol, welches um so stärker wurde, als der Fiskus im Jahre 1865 ihm die für die Artillerie so wichtige Hütte zu Sayn um billiges Geld und unter AusschlußandererReflektanten verkauft hat.— Und was war nun die Folge dieses so ganz und gar falschen und verkehrten Systems? Die unvermeidliche Folge war, daß jetzt die Artillerieverwaltuug dem Inhaber des Monopols Preise zahlen mußte, welche alles früher Dagewesene übertrafen! Ich behaupte und würde, wenn die Regierung mir das betr. Äktenmaterial zur Verfügung stellen wollte, im Stande sein, zu beweisen, daß durch dieses monopolistische, ganz und gar verkehrte System die Finanzen des preußischen Staates und später des Deutschen Reiches nicht um Hunderttausende, nein, u m Millionen von Thalern geschädigt wor- den sind. M. H., wenn es sich hier um das Retablissement, resp. um die Neubeschaffung von 2000 großen und kleinen Guß- stahlgeschützen mit dazu gehörigen Lafetten handelt, so schließt das einen Ausgabevetrag von vielen Millionen in sich. Ich behaupte ferner, daß, wenn die Regierung ein anderes System befolgt hätte, wenn sie die übrigen leistungs- fähigen Fabrikanten zu einer sachgemäßen Konkurrenz heran gezogen hätte, so würden an diesen vielen Millionen, welche man für dieses wichtigste Artilleriematerial ausgegeben hat und noch ausgeben muß, mindestens einige Millionen er- spart worden sein!" So Herr Louis Berger! Seine Angaben sind weder regierungsseitig, noch auch von Herrn Krupp jemals wider- legt worden; sie werden wohl nicht zu widerlegen ge- wesen sein. Dieses Monopol des Krupp'schen Etablissements, dessen Entstehung und Folgen Herr Berger so drastisch schilderte, soll nun heute bedroht sein, nachdem es den preußisch-deut- schen Steuerzahlern Millionen gekostet, Herrn Krupp aber zum„höchstbesteuerten" Bürger der preußischen Monarchie gemacht hat. Wenn nur das Bronzegeschütz nicht auf dem Wege desselben„falschen und durchaus verkehrten Systems" hergestellt wird. Timar gründlich und möchte ihn am liebsten mit einem Löffel Suppe vergiften. Wie aber, wenn er ihm seine Tochter zur Frau gäbe? Er ist ja mit Herrn Katschuka nicht zusammen- geschmiedet. Wenn der Herr Geniehauptmann nicht hei- rathen will, nun, so gehe er Schanzen graben; hier handelt es sich blos darum, daß Athalie unter die Haube kommt. Der Tausch wäre nicht so übel. Dieser Timar ist zwar ein nichtswürdiger Taugenichts, der den Galgen verdiente; wenn er aber Athalie zur Frau bekommt, so wird sich das im Handumdrehen ändern. Mit einem Schlag würde ein anständiger Mensch aus ihm. Die Feindseligkeiten und Rivalitäten würden aufhören: er träte als Kompagnon ins Geschäft, und Alles käme wieder ins rechte Geleise. Und ist denn die Sache so unwahrscheinlich? Timar kommt fleißig ins Haus. Den Kammerzofen können doch seine Besuche nicht gelten.— Wenn er nur nicht den Fehler hätte, so schüchtern zu sein. Er hat nicht den Muth, mit der Erklärung heraus zu rücken, daß er es gewagt, seine Augen zur Fräulein Tochter seines ehemaligen Prinzipals zu erheben. Dann fürchtet er auch, Skandal mit dem Hauptmann zu bekommen, der ein Raufbold ist.— Nun, diesem schüchternen Atenschen muß man zu Hilfe kommen. An einem Nachmittage hatte Herr Athanas eine doppelte Portion Anisliqueur in den Schwarzen geschüttet(ein pro- bates Mittel, im: sich Kourage zu machen) und ließ den Kaffee dann in sein Zimmer tragen, den Befehl zurücklassend, wenn Timar käme, möchten die Frauen ihn auf ein Wort zu Herrn Athanas ins Zimmer schicken. Dort zündete er sich seinen Tschibuk an und umgab sich mit einer solchen Rauchatmosphäre als fünftem Element, daß er darin auf- und abwandelnd bald verschwand, bald wieder emporleuchtete mit seinen hervorstehenden, rothunter- laufenen Glotzaugen, gleich einem riesigen Tintenfisch, der auf seine Beute lauert, um ihr das Blut auszusaugen. Das Opfer ließ nicht lange auf sich warten. Movrefpondonzen. Uew-Nork, 26. Juli. Ein Beschluß des Pariser Kongresses, daß am 1. Mai 1890 in allen Ländern Demonstrationen für einen achtstündigen Normalarbeitstag stattfinden sollen, ist durch das Kabel ohne nähere Angaben an die hiesige kapitalistische Presse gemeldet worden. Bei der bekannten Art und Weise, wie in oieser Presse über Arbeiterangelegenheiten berichtet wird, kann man daraufhin natürlich nicht einmal Vermulhungen anstellen, welcher Art diese Demonstrationen sein sollen. Es ist indessen, nach Lage der Sache in den Ländern, welche auf dem Kongreß hauptsächlich vertreten waren— die des Kontinents— anzunehmen, daß es sich um eine Demonstration für die Einführung des achtstündigen Arbeitstages durch die Gesetzgebungen handelt, während hier gegenwärtig die Bewegung darauf ge- richtet ist, denselben durch die Macht der gewerkschaftlichen Or- ganisationen den Unternehmern abzuringen. Ich habe schon wiederholt darauf hingewiesen, daß diese Bewegung— im günstigen Falle— nur für gewisse Gewerksgruppen einen direkten Erfolg habet! kann, wahrend für die große Masse, besonders der Fabrikarbeiter, der Erfolg nur ein indirekter sein könnte, indem für diese dann eher die Möglichkeit vorliegt, von ihren 11, 12 oder gar mehr Stunden Arbeitszeit etwas herunter zu bekommen. Eine allgemeine Bewegung in Europa für die gesetzliche Ein- stl führung des Achtstundentages würde, besonders wenn sich auch England daran betheiligt, selbstverständlich auch ihre Wirkung auf die Vereinigten Staaten äußern, und wir würden damit zugleich aus einem unangenehmen Dilemma kommen. Es bestehen nämlich schon seit Beginn der neuen Acht- stunden-Bewegung Differenzen zwisckien Mitgliedern der sozia- listischen Arbeiterpartei rcsp. deren Organ und der lokalen so- zialistischen Presse, welche darauf basiren, daß letztere die Be- wegung angeblich bedingungslos unterstütze, und an die Errin- gung des achtstündigen Arbeitstages Resultate knüpft, welche nach den Feststellungen der Sozialökonomie nicht eintreten können. — Es ist nun zwar Thatsache, daß im redaktionellen Theil der betr. Walter die Frage stets streng vom sozialistischen Standpunkt behandelt wird; dagegen werden, wie das nicht anders in täglichen Arbeiterblättern sein kann, die dem Fort- schritt der Arbeiterbewegung im Allgemeinen dienen, im nicht- redaktionellen Theil die verschiedenen Ansichten kundgegeben, und es kann nicht Aufgabe der Redaktionen sein, derartige Kundgebungen, wenn sie nicht direkt gegen das Interesse der Arbeiterklasse verstoßen, stets mit Randglossen zu versehen. ES kommen da noch verschiedene andere Dmge hinzu, welche, zu- sammen mit Obigem, speziell zwischen dem„Sozialist" und der New-Norker„Volkszeitung" zu einem höchst unangenehmen Verhättniß geführt haben. Die Geschichte ist gegenwärtig schon „nicht wehr schön", und der fortschrittlichen Arbeiterbewegung im höchsten Grade schädlich. Es werden nun zwar Voraussicht- lich binnen kurzem innerhalb der Partei selbst Schrittegeschehen, um dem ein Ende zu machen: aber, wie gesagt, eine Schwenkung der Achtstunden-Bewcgung nach angeführter Richtung würde dem ganzen Zwiespalt den Boden entziehen, und das wäre das Beste.— Wie im vorigen Berichte erwähnt, hat Powderly, obwohl er sich im November v. I. von der General-Assembly in Jndianavotis zum Vertreter der KnightS of Labor aus der Pariser Ausstellung wählen ließ, es vorgezogen, hier zu bleiben. Ueber die Gründe herrschen verschiedene Meinungen. Nach der einen Version will er dem Orden die Kosten nicht aufbürden, da eS mit der Kasse gegenwärtig schlecht bestellt ist: nach der andern soll seine Gesundheit durch die anstrengende Mäßig- keit, deren er sich befleißigt, derart angegriffen sein, daß fern Arzt ihm abgerathen hat, eine Seereise zu unternehmen — die andere Aerzte ihren Patienten in gleichen Fällen empfehlen. Schließlich soll Powderly fürchten, daß er wäh- rend seiner Abwesenheit von diversen guten Freunden„kalt gestellt" werden möchte— und das wird wohl die richtige Lesart sein.— In einer Versammlung der KnightS in Chikago, in welcher eine ganze Reihe Fragen an P. über die angebliche Korruption in der Erekutive, Veischleuderung der Gelder u. s. w. gerichtet wurden, soll es sehr erregt zugegangen sein. „Progressive Reform Party of the United States of Amerika" ist der Titel einer eben erstandenen neuen„Partei", deren Zweck ist, die sozialen, literarischen und freundschaftlichen Beziehungen unter den Mitgliedern zu befördern unb zum Studium der sozialpolitischen Wissenschaft anzuregen. Fünf Personen, von oenenen ein paar in der hiesigen gewerkschaftlichen Bewegung dem Namen nach bekannt sind, haben sich als„In- korporatoren" einzeichnen lassen. Ob die„Partei" außer- dem schon Mitglieder hat, ist nicht bekannt; ebenso wenig, waö in Wirklichkeit dahinter steckt. B>Sher hatte jeder Amerikaner— so weit er nicht Sozialist geworden—, der sich überhaupt mit sozialen Problemen befaßte, seine besondere Patentmedizin zur He lung besonderer oder allgemeiner Uebel. Sie scheinen sich jetzt in Gruppni zusammen zu finden. Indessen, dies soll sich nicht auf den Nationalisirungsklub Sowie Titnar von Frau Sophie erfuhr, Athanas wünsche ihn zu sprechen, eilte er zu ihm. Der große Tinten- fisch schwamm durch das Rauchzimmer ihm entgegen, seine schrecklichen zwei Polypenaugen auf ihn geheftet und stürzte sich nach Art dieser Seeungeheuer geradezu auf seine Beute, indem er Timar die Worte entgegenschrie:„Hören Sie, mein Herr, was bedeuten Ihre Besuche in diesem Hause? Was für Absichten haben Sie mit meiner Tochter?" Das ist die beste Art, einen solchen Hasenfuß zu einer Erklärung zu bringen. Er wird verblüfft, der Kopf schwindelt ihm, und eh' er sich's versieht, fällt er ins Netz der heiligen Ehe. Es ist kein Spaß, auf eine solche Frage zu antworten. Das Erste, was Timar aus den Worten des Herrn Athanas ersah, war, daß er wieder zuviel Anisette getrunken. Daher diese Kourage. „Mein Herr," versetzte er in ruhigem Tone,„ich habe keine Absichten mit Ihrem Fräulein Tochter. Ich konnte sie um so weniger haben, da Ihr Fräulein Tochter schon Braut und ihr Bräutigam mein alter auter Freund ist. Warum ich in Ihr Haus komme, will ich Ihnen sagen. Hätten Sie mich nicht gefragt, so würde ich noch länger ge- schwiegen haben, da Sie mich aber darum fragen, nun, so mögen Sie es erfahren. Ich besuche deshalb Ihr Haus, weil ich Ihrem verstorbenen Freunde und Verwandten, der ein so schreckliches Ende genommen hat, gelobt habe, auf sein verwaistes Kind Acht zu geben. Deshalb kam ich her, um zu sehen, wie die Ihren Händen anvertraute Waise hier behandelt wird. Schändlich geht man mit ihr um, Herr Brazovics, niederträchlig! Ich sage Ihnen das ins Gesicht, in Ihrem eigenen Hause. Sie haben das ganze Vennögen des Mädchens unterschlagen; ja, unterschlagen, das ist das richtige Wort. Und Ihre ganze Familie treibt ein schänd- liches Spiel mit dem armen Kinde. Man vergiftet ihm die Seele für's ganze Leben. Und jetzt, Herr Brazovics, sind wir Zwei das letzte Mal hier zusammen gewesen in Ihrem Hause, und wünschen Sie nicht den Tag zu erleben, an dem ich noch einmal hierher komme." Timar drehte sich auf dem Absatz seines Stiefels um und schlug die Thür hinter sich zu. Der Tintenfisch aber beziehen, dem ja eine ganze Reihe bekannter amerikanischer Sozialisten angehören. In Boston fand am Montag eine Arbeiterdemonstration statt, welche die bedeutendste jemals dort stattgefundene ge- ivesen sein soll. Es handelte sich um einen Protest gegen das Verbot der Abhaltung von Versammlungen in Franklin-Park, welcher bisher diesem Zwecke gedient hat. EZ wurden nach energischen Reden Resolutionen angenommen, welche die Re- signation der betreffenden Park Verwaltung fordern und er- klären, daß alle gesetzlichen Mittel angewendet werden sollen, um den Park als öffentlichen Versammlunasplatz zu erhalten. — Das ist einmal wieder ein etwas erfrischender Hauch, be- sonders, da es bisher in Boston in der Regel sehr still und öde war, und unsere Ideen in den amerikanischen Kreisen keinen Eingang gefunden. Es hängt das hier stets eng zu- sammen. Wo sich ein freier Geist unter den Arbeitern kund- giebt, da ist auch darauf zu rechnen, Elemente zu finden, welche diSponirt sind, von der alten Tretmühle Abschied zu nehmen und neue Ideen in sich aufzunehmen. In dem Kohlendistrikt von Illinois, speziell in Vraidwood, herrschen noch immer Zustände, welche an diejenigen in den schlesischen Webcrdörfern 1847 erinnern. Das Kongreßmitglied Bowler, welcher zur Un tersuchung dorthin geschickt war, berichtet, daß die Zustände geradezu entsetzlich seien.„So wurde z. B.", erzählt er,„als ein Pferd in der Ortschaft auf der Straße ver- endete, in wenigen Minuten von den verhungernden Menschen das Fleisch des Kadavers von den Knochen gerissen und ver- schlungen. Die Milch in der Brust ihre Kinder nährender Mütter ist thatsächlich infolge des Hungers versiecht, und man kann Kinder sehen, auf deren Gesichtern die Haut liegt, wie eine dünne, trockene Hülle über einem Todtcnkopf." Wenn man Berichte über Hungersnöthe in China liest, so erscheinen einem dieselben Angesichts der mangelhaften Ver- kehrsmittel dort erklärlich, aber solche Berichte aus einem Theile der reichen, mit allen Hilfsmitteln der„Kultur und Zivilisa- tion" versehenen Vereinigten Staaten von Nord-Amerika zu hören, das muß Jemanden, der keinen tieferen Einblick in den Stand der Dinge ha-, kaum glaublich erscheinen!— UebrigenS ist die Bevölkerung sämmtlicher Kohlendistrikte im Lande, infolge der wahnsinnigen Konkurrenz der verschiedenen Gesellschaften untereinander auf ein Niveau der Lebenshaltung herabgedrückt, daß man bei ihr von einem allgemeinen lang- samen Verhungern reden kann! Nolttisthe Mebsrstchk. Der Humor der„Norddeutschen" in Sachen der Schweiz hat, so schreibt die„Franks. Ztg.", einen verrätherischen Beigeschmack. Wenn das Blatt die ganze Angelegenheit jetzt von dieser Seite auffaßt, so ist das ja insofern mit Genug- thuung zu begrüßen, als es beweist, oder doch wahrscheinlich macht, daß die„Aktionen" gegen die Schweiz abgeschlossen sind. Aber man fragt sich mit Recht: wozu all der Lärm, wenn ein solcher Abschluß folgen sollte? Der Appell an die Kanonen, zu dem sich die„Kreuz-Zeitung" veranlaßt sah, die Drohung mit der Theilung der Schweiz, welche die „Hamburger Nachrichten" aussprachen und die Anzweiflung der Neutralität durch die„Norddeutsche" was hatte das alles für einen Zweck? Man hat das gröbste Geschütz gegen die Eidgenossenschaft aufgefahren und schließlich erklärt man, daß man alles von dem guten Willen der Schweizer erwarte. Diesen guten Willen hat man, wie das konservative Blatt richtig hervorhebt, doch wahrhaflig auf solche Art nicht stärken können. Wir glauben indeß, die„Norddeutsche" irrt, wenn sie meint, die schweizer Behörden würden nun einfach die Nieder- lassungsftage von dem Gesichtspunkte aus betrachten und be- handeln, den man ihnen von Berlin anempfiehlt. Ob ein An- siebter Sozialdemokrat ist oder nicht, danach wird man in der Schweiz nach wie vor nicht flogen; vielmehr wird entscheidend sein, ob der Betreffende etwa dem Lande zur Last fallen könnte. Denjenigen Deutschen, die Jahre lang auf eidgenössischem Boden ihr saures Brot erwarben, die aus irgend welchen Gründen die vorgeschriebenen Ausweispapiere nicht beibringen können, wird— ob Sozialdcmoflaten oder nicht— mit einem Ruck der Boden unter den Füßen weggezogen. Sie sind fort- an auf die Gnade der Kantons- und Lokalbehörden ange- wiesen. Wenn dieser Thatbestand die„Nordd. Allg.�Zt�." so humoristisch stimmt, so ist das einigermaßen befremdlich Stimmung der Dcuischen in der Schweiz ist weit weniger rosensarbig. Di» sächsischen Nationalliberalen haben ein Wahl- flugblatt erlassen, welches, gleich dem im vorigen Winter ver- öffentlichten Schri-tstück, sich durch Kühnheit in Umdrehung und Verdrehung der Thatsachen auszeichnet, und— da wir hieran zum Ueberoruß gewöhnt sind— nur deshalb Beachtung ver- dient, weil es die tragikomische Angst verräth, mit welcher die sächsischen Nationalliberalen der bevorstehenden ReichStagSwahl entgegensehen. Die Herren Nationalliberalen haben eine doppelte zog sich zurück in die dunkle Tiefe seines Tabakrauch- schlammes, stürzte noch ein Glas Anisette herunter und über- legte sich's, daß er hierauf doch etwas hätte antworten sollen. Was aber? Ich selbst wüßte in der That nicht, was er darauf hätte antworten können. Timar ging ins Besuchzimmer zurück, nicht nur, um den Hut zu holen, den er dort gelassen hatte, sondern auch noch wegen etwas Anderem. Im Salon was Niemand als Timea. Athalie und der Bräutigam waren im Nebenzimmer. An dem zorngerötheten Antlitz TimarS nahm Timea eine große Veränderung war. Sein stets sanftes, be- scheidenes Gesicht sah stolz aus und von Affekt durch- geistiat, wodurch er mit einem Male schön wurde. Viele Gesichter verschönern sich, wenn Leidenschaft in ihnen auf- flammt. Er ging schnurstracks auf Timea zu, welche goldene Rosen mit silbernen Blättern auf das Brautkleid stickte. „Fräulein Timea," sagte er zu ihr in tiefem, leidenschaft- lich bewegtem Ton,„ich nehme jetzt Abschied von Ihnen. Seien Sie glücklich;— bleiben Sie noch lange ein Kind. Wenn aber einmal eine Stunde kommen sollte, in der Sie sich unglücklich fühlen, so vergessen Sie nicht, daß es Jemand giebt, der für Sie..." Er vermochte nicht weiter zu sprechen. Die Stimme versagte ihm, sein Herz schnürte sich zusammen. Timea ergänzte die abgebrochene Rede.„Dreimal..." Timar drückte Timea die Hand und stammelte bebend: „Ewig." Damit verneigte er sich und ging, ohne denen im Neben- zimmer beschwerlich zu fallen. Timea ließ die Stickerei aus der Hand fallen und starrte vor sich hin, noch einmal seufzend:„Dreimal!" Der Goldfaden fädelte sich aus dem Nadelöhr aus. Als Timar die Stiege hinabging, kam er wieder an jenen zwei Marmorsäulen vorüber, welche das Stieaenhaus stützten. Mit welcher Wuth schlug er auf eine der Säulen. Ob wohl die oben den Schlag empfunden? Sagten ihnen nicht die erbebenden Wände, sie möchten sich beeilen, zu Angst: erstens fürchten sie von den konservativen Bundesbrüdern über den Löffel barbirt zu werde«" Halberstadt—, und zweitens wissen sie, daß die Wähler im ganzen Lande für die Kartellfippe seh� �8®� ist, und daß es eines Wunders bedarf, soll liche" Einhaltung des Kartells vorausgesetzt ______ �_____________ � ehie schmetternde Niederlage der Ördnungsparteien vethiitcl Jj* Die Veröffentlichung des Schriftstücks im jctzizcn ß hielten die ersten Berichte über die Teakholzsache w treibungen; Differenzen bezüglich der Quantitäten dc- � land gekauften Holzes seien allerdings nachgewiesen � dem Verschwinden einer ganzen Schiffsladung Rede sein. röiti"' Höherer Klödsin». In einem Artikel des A Wochenbl.",„Der Offizier und das dynastische schrieben, dessen Inhalt ebenso kläglich wie sein lesen wir:„Das OfsizierkorpS, uvd damit die Artfcc, � y Fels im tosenden Meer der tief aufgeregten Leidensch?> � i« der rocher de bronce, an welchem, vereint mit der Anarchie, will's Gott, zerschellen wird.— Wenn � Unsinn wäre, so müßte es für gottlos gehalten werb- hier prophczeiht der anonyme Verfasser nichts Gering daß die Anarchie vereint mit der Kirche an dein o. -----'"~ Gemeint hat er oll«� |ISl Anzuziehen, 'L°Sw°.r Zeit 5* vielen IZ KS Urgenomme, fesrf -n. kvr den -»ät ö T W0 JT Komitee*1 B s» Antra von! Sil W dam WZ % Rßü. «nnt egrrtl W Ii OfsizierkorpS zerschellen werde._________,_____ muthtich etwas anderes..# Ein demokratisch organistrt»» Hüttenruer«:, � diesem Titel brachte eine demokratische Zeitung kW M Mite binfluss Leitartikel, der ohne Kommentar auch in sozialfftr�fl, be ■ i. wgM%ie«- „ in,'*- teil II übergegangen ist, was zu bedauern, da die ganze nur Humbug ist und ja auch der duktion nach nur sein kann. Die Hüttenwerke besteht aus einem =352« Sw die Arbeiter ausübenden Aeltcstenkollegium, welches TW 5"9ch6Ve rekiorium gehört wird. Natürlich kann die Sache Wlsm #2888 bestehen, als es der Aktiengesellschaft paßt und nützt sie ihre Gnadenbezeugung, denn eine solche ist eS«T Der Nützlichkcitsstandpunkt geht am besten auS L Sätzen hervor:„Fragen wir, welche Erfolge das J kollegium in so bewegten, aährenden Zeiten, ti' westfälischen Kohlenbezirke sie jetzt durchmachen halte, so antwortet darauf die Verwaltung der„jr Maßvolle Haltung der Arbeiter, verständige AnsprW dingungslose Achtung vor den bestehenden Verb'' führten stets leicht und glatt zu einer Verständigung, bar eine Verschiedenartigkcit der Interessen obwalte». ja, da liegt's. Für den i«|«e fremder Arbeiter noch der« � westfälischen Kohlenbezirk macht ein osssziöseS Wolff � gramm aus Graz Stimmung, indem es meldet, 0» beten, denn über ihrem Haupte Sie aber lachten über das gefoppte Kind, seinem Brautkleide stickte. flürje das Dach � das so Sechstes Kapitel. Auch ein Scherz.. � Der neugeadelte Herr von Levetinczy war nur in Ungarn, sondern auch in Wien eine vis Persönlichkeit. Es hieß von ihm, er sei ein„ Nlles, wonach er feine Hand ausstreckt, wird J Alles, was er unternimmt, zu einer Goldgrube. die wahre Goldgrube, nicht in Csetatye Mera, fbfssgif nitz, oder Vöröspatak, Ungarns und SieW Schachten. fti Die Hauptkunst des Goldgräbers besteht darin, � seine Genossen in Erfahruna zu brinaen. Wff. � Ii es S Siat f "4% 5n als seine Genossen in Erfahrung zu bringen,"""swt, Unternehmung von der hohen Regierung vordere � und in dieser Kunst war Timar Meister. Wenn jeine Spekulation unternahm, warf sich ein ganzer. von Spekulanten darauf, denn sie wußten, gl Geld zu holen war, man brauchte es nur von de aufzuheben...„t?' Aber nicht blos deshalb nannte man Timar mann, sondern auch Er betrog nie,--------......—,, ~"Ü....." ehr wrnn h noch aus einem andern Grun■ Sv , erlaubte sich keine Deftaudaüo � k � Bei großen Unternehmungen ist auch ein#. f � groß genug; wer ihn noch dadurch vergrsss�/ � Nla,, daß er stiehlt und betrügt, der verfährt sich dural So*»(Horton ftrf» oittom ORrrtfAem«rtttl � � den Segen. Wer sich mit einem Groschen vorn Profit begnügt Groschen macht.____,__________________... noch die letzte kleine Umhüllung vom Leibe reiht sonst nimmt sie's übel. Und hierin besaß Timar richtigen Takt. Er gewann große Summen, den« nahm großartige Spekulasionen, nie aber lieh'' � kommen, zu stehlen, zu betrügen, denn er riskrn Von seinem Gewinn ließ er Denjenigen reichlich) M 'Ott« erre % diit welä aer, föä«, ZW daß rvalwm werde«' e Elim«# # W flammend" RH ganda" er?. W werden s eot«KwAjg W trrt- .ftüt«"' enheit M >och, 4.» i fÄf* HR am «VQTioeißs und �Sewervekammern uuier uun Mammissaren. daß die Wahl der Abgeordneten zedoch nur iifffiu� ern und durch Arbeiter geschehen darf; b) daß all- Mch unaufgesordert in einem bestimmten Zeitraum Lohn- «nTttfr'" �«hfen find, welche den Lohn den Produktions- �>kdsa!�°"�?7bälw,ssen entsprechen� feststellen�; c) daß gebildet werden, welche bei Ausbruch von foläetii?. m".. du vermitteln haben.— Von Sachsen sind . HniOg 5Iritrnrtp naftafli• 1 Änträae gestellt worden: 1. Einen deutschen Dele- zu berufen für das Jahr 1890; 2®nbe h t" ��urbeitern„». �citini � Jahres eine Vorberathung von Deputrrten aus lullen, Rheinland. S»'"'' GTT&iWaUMk Schkfien u. Ät ...................... w. abzuhalten, damit und Programm zum deutschen Delegirtenta� fest- ._..... kann; 3. der Delegirtentag für Deutschland »t.l�'Ndestens fünf Monate vorher öffentlich ausgeschrreben k � es sind statistische Fragebogen bald rn Zirkulatron m.J-n, damit schon die Vorberathung der Delegrrten eme (rw. L"halte; 5. es ist dahin zu wirken, daß vorlauftg »tlz.. �e Vereinigungen unter Bergarbeitern stattstnden, Öochöse« u, f. ro., in. dem aufgefordert nnrd, die S........ ri««, m Dortmunder Zentralkomitee in nähere..... s-ld�, In diesem Aufrufe sind die Beschluffe des Dar st •vtUlM.. m v"u)U|tu u.(. ro.,>n uem------, ich JP! Vergarbeiterzeilung" zu lesen und zu verbreiten und !.. dem Dortmilndei- �-niralknnritee in nähere Verbindung A : allcrd' n# s K T%8 treten' �ch*irre« aus dem Herzogthum Braunschweig wurde t'uouft?U8ung der Braunschweiger Polizeidirektion vom t? tl>laend.�� tZezirer Wilhelm Frisch. Die Verfügung ktr>" charakleristi'chen Wortlaut:„Der ungarische Staats- Hilt Wilhelm Frisch aus Budapest, zur Zeit hier- ,.4 e»»d"lam, wird, da er hier durch seine politi- N Traunl� bereien zur La st fällt des hiesigen Herzog- Än b-i m"8ffche» Landes verwiesen und hat binnen drei Xa*. S�PafrfiafflinCt biß .... Vermeidung der zwangsweisen war- L��Atbum zu verlassen." Wegschaffung die Am Freitag Vor- a'!'"!} T"° vazuHiyum zu«...„-----„---- / M arl... Geschäft des Hoflapezirers Marx, bei welchem ICK h."e, der Polizeifcrgeant Buffenius erschienen und ''f»Mutun« Zunächst nahm er in der Frisch'schen Wohnung Ctchitit,® vor, bei welcher er außer einigen unverbotenen iwei Einzelnummern des„Sozialdemokrat" vor- J Öfteren wurden später dem Frisch zurückgegeben.) Frisch nach der Polizei geführt und dort vom jj'fichore. Men Bussenius gefragt, ob er einer„Verbindung" «i?>>n ä./ ls Frisch dies verneinte, ließ ihn Bussenius in iibpfr" befindliche Gewahrsam bringen, damit er es sich L, 4atl k®?' er Auskunft geben könne.' Nach Zstündigem via'vas n„ wurde F. wieder heraufgeholt und da man K pfftn, � ihm gewünscht wurde, nicht herausbringen konnte, »i�krhah»nsch ist 32 Jahre alt und, wie das„Braunschw. zj," ben gi?�r. miltheilt, seit 18 Jahren dort in Arbeit. �" 3eiwrr'"", bei denen er in Arbeit stand, hat er die ««llse. Bei seinen Kollegen, sowohl den älteren wie " �:---- V-- '£"1 »Aitm ird zu -iebe« oari« RZ k. l>e.t gewähren. Nachdem F. aber— er ist AuS- m Braunschweig bei v.... gewisse Garantie der aus dem Herzogthum aus- �nnann errathen, welch' Weingärten, in I n vei r cin-"� rustd�. IfJÜ?_ Weingärten, in denen nur ordinärer i. Reiten■ aber für solche, die sie nicht selbst uv doM fressendes Kapital. Trotzdem aber kaufte (.. Djxz Legen zehn Morgen Weingartengründe an. "? Aufsehen in der Geschäftswelt. Was will muß dort irgend eine Goldgrube sein. (Fortsetzung folgt.) gewiesen, läuft er überall dieselbe Gefahr/ und so vennehrt er die Zahl derjenigen, welche grade durch ihre Ausweisungen erst zur leidenschaftlichen Agitation getrieben werden. Dresden, 6. d. Mis. Das„Sachs. Wchbl." schreibt: „Das Neustädter Flugblatt soll anscheinend Gelegenheit geben, einen Monstreprozeß in Szene zu setzen. Außer unserm Herrn Teistler, der absolut mit der Sache nichts weiter zu thun hat, als den Druckauftrag entgegengenommen zu haben, sich aber trotzdem immer noch in Haft befindet, hat man natürlich auch den Verleger der Druckschrift Heimann Levy in Hast genommen. Nicht genug damit, sollen auch vier oder noch mehr Personen, welche am Sonntag beim Austragen des Flugblattes ange- halten worden sind, inhaflirt worden fein. Genau fest steht dies beim Zigarrenarbeiter Löwinsohn, der am Sonnabend von seiner Arbeitsstelle weg verhaftet worden ist. Nachmittags fand dann noch eine Durchsuchung seiner Wohnung statt, die jedoch nichts zu Tage förderte. Königsberg i. pr. Zur Berichterstattung über den internationalen Arbeiter- Kongreß waren bierselbst zum 31. Juli und 5. August im Kneizhöfschen Gemeinde-Garten für je eine Hälfte der Stadt Versammlungen einberufen, da die größten Säle zur Sommerszeit nicht zu haben waren. Die erste Ver- sammlung war von ca. 1000 Personen besucht, der Saal über- füllt. Sie wurde jedoch nach% stündlicher Dauer aufgelöst. Zu der am Montag, den 5. August, Abends 8 Uhr, stattfindenden Versammlung waren(die erste Versammlung war in musterhafter Ordnung verlaufen) von Seiten der Polizei die größten Vorbereitungen getroffen; es waren mehrere Polizei- räthe, Polizeisekretäre, fast sämmtliche Polizeikommissare, von denen zwei die Versammlung übenvachten, und ca. 50 Schutzleute in Uniform erschienen, welche die Saaleingänge, Treppen- aufgänge. Nebenzimmer und angrenzende Straßen besetzt hielten. Gegen 8tz Uhr wurde die Versammlung eröffnet. Weck über 1000 Personen standen Kopf an Kopf in dem Saal, während ebenso viel umkehren mußten, die keinen Platz finden konnten. Der Referent, Zigarrenhändler Schultz?, ermahnte zunächst die Menge zu ruhigem Auseinandergehen, falls die Versammlung wieder aufgelöst werden sollte, da jede Ruhestörung nur den Gegnern nützen würde, und ging dann auf die Kongreß- beschlüsse ein, die einzelnen Punkte und ihren Werth für die Arbeiterbewegung, sowie für die gesellschaftliche Umgestaltung hervorhebend. Bei dem Passus:„Die stehenden Heere u. s. w. sind durch Volksbewaffnung zu ersetzen"— erhob sich der eine überwachende Polizeikommissar in der Absicht, die Versammlung auszulösen, was er jedoch nicht zur Ausführung bringen konnte, da der Vorsitzende die Versammlung schloß. Unter Hochrufen und dem Gesang der Marseillaise verließen die Anwesenden in der größten Ordnung und Ruhe den Saal, was selbst von der gegnerischen Presse anerkannt wird. München, 7. August. Die hiesige Zahlstelle des deutschen Tischlerverbandes ist polizeilich aufgelöst worden, weil sie als ein selbstständiger politischer Verein anzusehen sei. Großbritannie«. Unterhaus. Der erste Lord des Schatzes, Smith, erklärte, die Regierung sei nicht geneigt, der egyptischen Regie- nxng, die Wiederbesetzung von Dongola und Berber zu empfehlen. Die Politik Englands sei jetzt genau dieselbe, die sie früher gewesen sei; dieselbe bestehe rn der Aufrechterhaltung der Verpflichtungen, welche England für die Vertheidigung der Grenze Egyptens eingegangen sei. Das Oberhaus nahm die zweite Lesung der Apanagen- Hill an. Die englischen Blätter sprechen sich natürlich sehr be- friedigt über den Sieg der englisch- egyptischen Truppen in Ober-Egypten aus und es fehlt auch schon nicht an Stimmen, welche eine gründliche Ausnutzung des Sieges durch einen Vormarsch nach Süden verlangen. Aus den von den Londoner Blättern mit- gelheilten Einzelheiten über den Kampf bei Toski geht hervor, daß General Grenfell mit seiner englischen und egyptischen Reiterei bei einer RekognoSzirung auf den äußersten linken Aügel des Lagers der Derwische stieß, welcher sich in voller Verwirrung besand, da sie sich zum Abmarsch rüsteten. Kaum war die Annäherung der vereinigten britischen und egyptischen Truppen vom Feinde bemerkt worden, als die Schützen der Derwische ein Schnellfeuer eröffneten, vor dem General Gren- fell einstweilen weichen mußte. Der General schwenkte des- halb nach Nord- Osten ab und zog da allmälig die gesammte Streitmacht der Derwische hinter sich her. Auf diese Weise zogen sich die Berittenen etwa 4 engl. Meilen vor Toski zurück. Dann besetzte die Infanterie eine Stellung auf dem Hügelrücken. Der Zweck dieser Operationen war, den Der- wischen jeden weiteren Vormarsch nach Norden unmöglich zu machen. Hierauf begann das eigentliche Treffen. Oberst Kirchener übernahm den Befehl über die berittenen Trupven und durch- brach! mit mehreren glänzenden Angriffen die feindlichen Reihen. Den Hauptantheil an dem Siege des TageS hatten aber die von dem Obersten Wodehouse befehligten zwei Jnfanterie-Bri- gaben und die egyptische Artillerie unter Major Rundle. Diese Truppen rückten mit der größten Stetigkeit vor, nahmen eine % Wji es abhing, ob er ein Unternehmen erhielt und � sich. Zu billigen Bedingungen erhielt, und dadurch hielt Ä'd-m S....-.-„ich-. hq denn auch dem Staate zu gute. Diese frel- „.'en ihn nicht einen Goldmann; in den Regierungs- �»eii B" diesen Namen und bei dem armen ge- si� er' an"auf dem Monostor, dem Kloster- > WÄ"«. Weingärten anzukaufen. Der Monostor ist fe>„khÜ9el oberhalb Ui-Szöny. Schon daraus Stellung nach der andern und trieben den Feind vor sich her. Auf jedem Punkte stießen sie auf mannhaften Widerstand. Die Derwische entwickelten die höchste Entschlossenheit und wichen erst dann, als ihre Reihen durch Verluste allzustark gc- lichtet waren. Als General Grenfell den entscheidenden Augen- blick gekommen sah, ertheilte er den Befehl zum allgemeinen Vorrücken. Die Reiterei befand sich auf dem rechten und die Infanterie auf dem linken Flügel. Von der Zeit an war der Ausgang des Kampfes nicht einen Augenblick zweifelhaft. Mit niemals wankender Festigkeit vorrückend, warf die Infanterie den Feind von Punkt zu Punkt, von Hügel zu Hügel zurück. Aber nicht zufrieden mit ihrem hartnäckigen Widerstand, machten die Derwische von ihren Stellungen aus einen Vorstoß nach dem andern auf die vorrückenden Kolonnen. Ihre verzweifelten Angriffe vermochten aber nichts gegen die Standhaftigkeit der Infanterie- Brigaden auszurichten. Auf dem egyptischen äußersten rechten Flügel kam es zu Einzelscharmützeln, indem die Derwische versuchten, diesen zu umgehen. Hier leistete die Reiterei vortreffliche Dienste. Bei diesen Angriffen fielen Njumie und seine Emire. Nach siebenstündigem Kampfe war der Sieg General Grenfell's vollkommen. Das Heer der Der- wische war vernichtet, die Führer waren getödtet. 1500 feindliche Kämpfer bedeckten das Schlachtfeld, während die zer- streuten Reste der Streitmacht Njumi's im vollen Rückzug be- griffen waren.— So lautet die englische Darstellung des Kampfes, allein die französischen Blätter sprechen die Vermu- thung aus, daß es sich weniger um einen Kampf als um ei» Gemetzel handele. Frankreich. Wie das Journal„Parti national" meldet, ist der Hauptmann Bujac, welcher zu dem Generalstabe Bou- langer's gehörte und später dem Ministerium des Auswärtigen attachirt war, unter der Beschuldigung, um Geld Spionendienste geleistet zu haben, verhaftet worden. Das Schwurgericht verurtheilte Boningre, welcher angeklagt war, dem dänischen Botschaftsrathe sHanferr diplomatische Aktenstücke entwendet und letztere an Deutschland verkauft zu haben, zu 12 Jahren Zwangsarbeit, ferner wurde demselben der Aufenhalt in Frankreich für 10 Jahre untersagt. Italien. Nach einer Meldung der„Agenzia Stefani" aus Konstan- tinopel hat die Pforte dem italienischen Bot- chafter die Veisicherung gegeben, daß das gerichtliche Ver- ahren behufs Bestrafung des Mörders des bei Canea er- choffenen italienischen Matrosen ein schnelles und exemplarisches ein werde. Amerika. Rio de Janeiro, 20. Juli. Der Polizeipräfekt hat einen Befehl erlassen, in welchem unter Androhung schwerer Strafen die Rufe:„Es lebe die Republik! Nieder mit der Monarchie!" verboten und öffentliche Versammlungen zu poli- tischen Zwecken untersagt werden. köstlicher Wein dort denen nur ordinärer Soziale Mebevlichk. Znr Arbeiterbewegnng in Mecklenburg. Auch hier in Mecklenburg regt sich der Geist unter den Arbeitern immer mehr und mehr. Die letzten Reichstagswahlen lieferten er- staunliches Material, dort, wo Niemand, am allerwenigsten unsere deutschen Kartellbrüder eine Regung unter den Arbeitern vermutheten, traten jetzt Erscheinungen zu Tage, welche unser» nordischen Junkern das Herz erbeben ließen. Wohl viele der Herren mochten wohlgefällig zu den Worten des Mühlhausener Großindustriellen Herrn Jean Dollfuß, welcher 1878 im Deutschen Reichstage gelegentlich der Berathung des Sozialisten- gesetzes äußerte:„Bei uns giebt es keine Sozialdemokraten", gemeint haben, auch wir können ruhigen Herzens dasselbe äußern, und nun— diese entsetzlichen Wahrnehmungen des Jahres 1887, ja man kann es den Herren Junten» und den mecklenburgischen JnnungSbrüdern nicht verdenken, wenn sie mit Grauen der Zukunft gedachten, mit ollen Mitteln diesem allgewaltigen Eindringen des erwachenden Geistes Einhalt zu gebieten suchen. Ja, es wär auch schrecklich, wenn selbst die Junker auf ihren Gütern zu der Ueberzeuaung gelangten, daß auch in Mecklenburg diese Pest—„Ausklärung" genannt— Eingang gefunden. So unter andern. Ein kleines Beispiel mag die Sache erläutern. Bei der letzten Nachwahl im zweiten mecklenburgischen ReichstagSwghlkreise ließ der gestrenge Herr Gebieter am Tage der Wahl sämmtliche Wahlberechtigte seines Bezirks zusammen- treten. Nach einer zündenden Ansprache an dieselben, in welcher die bekannte Parole ausgegeben wurde, und nachdem auch nicht vergessen war, den Bösewichtern von Sozialdemo- kraten eins tüchtig auszuwischen, wurde denn jedem einzelnen der Stimmzettel, lautend auf den Kandidaten der Kartell- brüder, in die Hand gegeben. V ko«"" rn che« :- Ä und£cl«cn. &'8" Zeit i über welche wir unseren Lesern ktts heifcT n Habel/ soll Klarheit über das Plankton »!■* an«' welche u>as sich darin befindet, geben. Die. J"' Ey�.«ewaltiae IL" �er Expedition gestellt hat, ist rwirni, w solchen ben Gedanken, den er auch aussprach, bleihL �? und an solchen Orten, wo die Eier L; j' ein RülLr �ch quantitative Durchschnittsbestimmung be», Lf i' rl u> grober Annäherung auf die Menge "e a bald ,«■ würde machen lassen." Dieser Plan �fen Umfang, und von 1882 an lchaftigt, nicht blas die schwimmenden Fischeier, sondern sämmtliche Bestandtheile des Planktons statistisch zu untersuchen, also alle die Millionen Fischeier, Krcbschen, Quallen und Larven der verschiedensten Art, die Milliarden mikroskopischer Pflänzchen unter der Ober- fläche. Natürlich kann man dabei nicht jeden Theil des Meeres untersuchen, sondern muß sich mit DurchschnittSbcrechnunaen begnügen, die sich auf Probeuntersuchungen verschiedener Ptellen stützen. ES handelt sich daher zunächst danim, zu bestimmen, wieviel Thierchen und Pflänzchen unter einzelnen bestimmten Stellen der Seefläche vorhanden sind. Dazu sind Netze kon- struirt aus einem Stoff, der gerade so dicht ist, daß er die ge- wünschten kleinen Wesen noch vollständig festhält. Ein solches Netz wird hinabgelassen und, mit der Mündung nach oben ge- kehrt, durch eine gemessene Höhe senkrecht aufwärts gezogen. Zieht man das Netz etwa vier Meter in die Höhe, so gehen nicht vier Meter Wasser durch, sondern weniger, weil die Netz- boden dem Wasser Widerstand leistet; dieses Minderniß wird durch Rechnung und Versuch festgestellt; man weiß dann, wenn der Zug geglückt ist, wie viel Wasser durch das Netz hindurchgegangen ist. Die Organismen, welche in diesem Wasser waren, finden sich an der Netzwand als schleimiger Ansatz vor, und ihre Menge muß nun bestimmt werden. Zu dem Zweck spült man das Seewasser von ihnen ab und über- gießt sie mit einer konseroirenden Flüssigkeit, Pikrinschwefel- saurelösung. Dann ans Land gebracht, wird der Fang in eine gröbere Menge von süßem Wasser gethan, durch Umschütteln in ihr gleichmäßig vertheilt und hierauf entnimmt man der Masse einige Kubikzentimeter. Diese werden unter ein Mikroskov oder, wenn sie groß sind, auf eine Glasplatte gebracht, und die einzelne» Formen, welche man da sieht, werden thatfächlich gezählt. Hieraus wird dann die Gefammtmeiige der Formen in einem größeren Wasserumfang gewöhnlich einen Kubik- meter, berechnet. Man hat durch die bisher von Hensen schon angestcllieir Untersuchungen namentlich über das Ostsee- plankton eine Menge verwerthbaren Materials erhalten. Besonders ist es auch gelungen, einige Aufklärung darüber zu erhalten, wieviel Prozent der vorhandenen Fische jährlich weggefangen werden. Es wurde genau das Eckernförder See- oberflächengebiet, eine befischte Fläche von 16 Ouadratmeilen untersucht, und hier ergab sich, daß auf den Quadratmeter ungefähr 273 Eier von Dorschen und Plattfischen kommen, daß dagegen lahrlich so viel ausgewachsene Dorsche und Platt. .fische gefangen werden, daß ihre Eierzahl sich auf rund 97 Millionen belaufen würde; von den letzteren würden also auf den Ouadratmeter 110 t Eier kommen, v. h. die gefangenen Fische würden rund'/» ...... der Eier gelegt haben, welche von den in Freiheit gebliebenen Fischen wirklich gelegt sind. In ähn- sicher Weise, wie hier auf einem beschränkten Bezirke über ein beschränktes Gebiet, hofft man Genaueres über den gesammten Meeresinhalt zu erfahren und das Gesammtleben des Ozeans festzustellen. Die Kraft der Kahne». Der Naturforscher Grehant hat die Explosionskraft der Bohne genau festgestellt. Be- kanntlich bedienen sich die Anatomen seit langer Zeit, um die Knochen des Schädels zu trennen(ohne sie zu zerbrechen), einer eigenthümlichen Methode; sie füllen die knöcherne Gehirnschachtel mit trockenen Bohnen oder Erbsen und tauchen dann den Schädel in ein Gesäß mit Wasser. Nach einiger Zeit saugen die Bohnen das Wasser ein und quellen auf. Der von ihnen geübte Druck ist ein so starker, daß die Schädelknochen sich trennen, und sogar eine Anzahl der fest zusammenhängenden Zähnchen abgebrochen werden. Nun hat H. Gr-hant den durch die Bohnen erzeugten Druck gemessen. Er nahm eine jener eisernen Flaschen, in denen man das Quecksilber aufbe- wahrt. Diese Flasche enthielt 3 Liter. Erfüllte nun ein gute« Liter Bohnen hinein und brachte sodann inmitten derselben ein mit Wasser gefülltes, an eine starke Kupferröhre befestigtes und mit Manometer verbundenes Fläschchen aus Kautschuk an. Nun füllte er die Flasche mit Wasser und wartete, bi« die Bohnen angefeuchtet waren. Der somit auf das Kautschuk- fläschchen ausgeüvte Druck pflanzte sich auf den Manometer fort, der fünf Atmosphären anzeigte, der mittlere Druck eincS Dampfkessels. Das ist die Kraft der Bohnen. Der Gipfel der Schamhafligdeit. AuS Madrid wird gcfchrreben: El coimo dei pudor, fo nennen hiesige Blätter einen Vorgang, der ihnen aus den Baskischcn Provinzen ge- meldet wird. Mehrere junae Madchen emeS kleinen Ortes in der Nähe Bilbaos überraschten einen Trupp Soldaten beim Baden in dem Flusse Nervion, an einer Stelle, die allerding« der Landstraße etwas nahe lag. Entrüstet über diesen Mangel an Schicklich keitSaefühl seitens der Jünger des MarS, warfen die Dorfschönen sich zu Priesterinnen der keuschen Diana auf, bemächtigtni sich eines Haufens Chausseesteine und richtete,» mit diesen Geschossen die badenden Soldaten derart zu, daß zwei derselben schwer verletzt nur mit Roth und Mühe von ihren, meist gleichfalls verwundeten Kameraden in die Büsche der gegenüberliegenden Ufer gerettet werden konnten. Jetzt haben die Baskischen Schönen sich vor dem Strafrichter wegen ihrer allzu reizbaren Schamhaftigkeit zu verantworten. Damit tiun obcr die Sozialdkmokraten eme Stimme de- kcmmcn, meinte» unmehr unser grobmülhiper Kroulbaron, so werde er einen sozioUstischen Zettel in die Wahlurne werfen. Jetzt ging eS unter Vorantritt eines MufikchorS erst zur Schände und von dort aus zum Wahlbureau, wo der strenge Herr bereits stand, um den Zettel eines Jeden in die Wahl- urne jii werfen. Mit freudestrahlendem Gesicht schritt man denn auch nach Schluß der Wahl zur Leerung der Wahlurne. Wie konnte es denn anders fein, als daß Alle im Sinne des Herrn Junkers gestimmt hatten. Und doch schien dem Wahlvorsteher beim Oeffnen und Verlesen der abgegebenen Stimmen ein Grausen zu über- kommen. Mit einem unheilverkündenden Blick auf seine ihn um- gebenden Untergebenen theilte er das Wahlresultat mit und— ein donnerndes Hurroh der anwesenden Gutsarbeiter antwortete ihm. Es lauteten nämlich sämmtliche Stimmen auf den sozial- demokratischen Kandidaten Schwartz. Diese und ähnliche Fälle lassen sich dutzendweise ausführen: kein Wunder, daß nun die gefammte Staatsmaschine in Bewegung gesetzt wird, um diesem Unwesen Einhalt zu gebieten. Mit Argusaugen werden alle Bewegungen der Arbeiter bewacht, alles, was den Schein eines politischen Charakters in fich tragen könnte, wird unterdrückt, und wo die Behörden nicht scharf genug eingreifen, da tritt die Reptilienpresse in mahnender Weise an die Behörden heran, daran erinnernd, daß alle Bestrebimgen der nichts besitzenden Klassen nur sozio- listische Agitationen sein können. Viele Leser werden fich noch der Äersammlungsverbote und Auflösungen erinnern, mit wel- chen der aus Hamburg ausgewiesene Tischler Slomke verfolgt wurde und doch wollte Slomke nur rein gewerkschaftliche Vor- tröge halten. Auch jetzt haben wir wieder eine Anzahl Ver- sammlungSauflösungen und Verbote zu verzeichnen.— Niemand wird doch ein Thema:„Heber die Schädlichkeit des denaturirtm Spiritus zu gewerblichen Zwecken, und wie ist hier Abhilfe zu schaffen", für ein sozialdemokratisches halten wollen. Anders dies bei den mecklenburgischen Behörden. Ucber obengenanntes Thema sollte kürzlich in einer Reihe von Städten der Tischler Schade aus Berlin einen Vortrag halten. Schon daß derselbe aus Berlin sei, schien den Behörden nicht recht geheuer zu sein, nun erst wie derselbe von einer Pe- tition an den deutschen Reichstag sprach und Zweifel fallen ließ, ob der jetzige Reichstag auch die Wünsche der Arbeiter be- rücksichtigen würde, ja, als er sogar weiterging und— wenn's auch nur Wunsch war— meinte, der künftige Reichstag dürfte vielleicht, infolge seiner neueren Zusammensetzung, den Wün- schen der Arbeiter und mithin auch der an den Reichstag gc- richteten Petition mehr Wohlwollen entgegenbringen, da war'S erwiesen, daß man nur eine politische Agitation bezwecke. Der- artige Versammlungen müssen aufgelöst und verboten werden, meinte jedenfalls der Herr Stadtwochtmeister von Schwerin, und siehe da, es geschah also: Mit den pathetischen Worten: „Halt! Sie!— Sie sind nicht bei der Stange geblieben, die Versammlung ist aufgelöst" wurde der Staat gerettet.— Ueber eine andere Versammlung, welche einen Tag später in Wismar mit derselben Tagesordnung stattfand und welche nicht auf- gelöst wurde, schreibt der„Rostocker Anzeiger" in einer dem Blatte eigenen denunziatorischcn Art:„Wie diesozia- listische Partei bereits für die künftigen Reichstagswahlen agitirt, daß beweist einmal wieder Folgendes: Zum Montag, den 22. Juli war nach Stadt „Altona" eine öffentliche Versammlung einberufen mit der un- scheinbaren Tagesordnung: Die Schädlichkeit des rc. Bei der Wahl des Lokales mußte es stutzig mackcn, wie man beim Betreten des Saales nur Arbeiter und Gesellen vorfand, nur hier und da war ein besser Situirter zu finden. In einem fließenden Vortrage legte der Referent des Tages die verschiedenen DenaturirungSverfahren dar, welche er zum größten Theil mehr oder weniger für schädlich fand. Zum Schluß meinte Redner, die zu diesem Zwecke aus- gearbeitete Petition solle erst dem künstigen Reichstage zuge- sandt werden, da vielleicht die Arbeiter von diesem mehr zu erwarten hätten.—„Obwohl," heißt cS dann weiter,„der Redner mit keinem Worte der Sozialdemokratie erwähnte, sondern nur von einer Petition an den Reichstag und Ar- beitervertretern sprach, so war doch selbst den Fernstehendsten klar, daß die ftattgefundene Versammlung nur zum Zwecke der sozialistischen Agitation stattgefunden, wenn man noch obendrein bedenkt, wie gerade die sozialistischen Stimmen im 2. Mccklen- burgischen Wahlkreise in letzter Zeit gewachsen." So der un- gefähre Inhalt genannten Blattes. Die Rostocker Behörde hatte denn auch nichts Eiligeres zu thun, als auf Grund dieser und noch verschiedener anderer Denun- ziationen der Kartellprcsse die dort angemeldete Versammlung mit derselben Tagesordnung und demselben Referenten im letzten Augenblicke, wenige Stunden vor Beginn der Vcrsamm- lung zu verbieten. Dem Wirth des Versammlungslokales wurde unter Strafandrohung verboten, sein Lokal zu der VersaM� herzugeben und der Einberuser der Versammlung langes Verbot der Versammlung, worin cS unter an denn � „Da anzunehmen sei, daß auch die hiesige Versammlu�ö i,., der in Schwerin und Wismar politische Tendenzen»m � und da zu derartigen Versammlungen die Genchm'guai � Ministeriums des Innern erforderliw sei, so wird die?: Versammlung hiermit verboten."— Da die Versammlung: öffentlichen Anschlag bekannt gemacht war, so strömten vi. bester hinaus nach dem einzigen noch dem Arbeiter gc- Versammlungslokal der„Friedrichshalle". Wohl hat m j sucht, durch Militärverbote und andere Maßregelunge dieses Lokal den Arbeitern zu entziehen, aber der ä»"' sich durch nichts beirren lassen. Zu wünschen wäre nu- er auch später sein Lokal den Arbeitern stets zur fügung stellt. In Güstrow sprach am Freitag, den 26. Juli, Herr � über dasselbe Thema. Als derselbe am Schlüsse leme � träges meinte:„Run besteht unsere Aufgabe nicht dan»/� wir die Versammlungen besuchen, uns durch Brao okla n« dem Redner einverstanden erklären, sondern unsere Hauptaufgabe muß nun sorgen, daß die versandte Petition mit taufenden taufenden von Unterschriften bedeckt dem Reichstage' unterbrach die mit der Ueberwachung betraute? der Polizei- Protokollist Koehn(kein Veamt«) Redner:„Da der Redner soeben das palitiw biet betreten, erkläre ich die Versammlung fiir„ W Auf die Frage:„ob Herr Köhn wisse, was Politik sei' � der Herr, Redner habe soeben vom Reichstage gesprcw' jj wäre Politik, nun hätte er aber auch noch sagen ton Arbeiter sollen Arbcitervertreter in den Reichstag wähl hätte er bann machen sollen?— Schallendes Hunlu � und Bravorufen der Versammelten war denn auch du � auf diese Worte.— Wahrlich, die mecklenburgischen � stehen denjenigen in anderen Ländern in nichts nach Nun, hoffentlich werden sich die mecklenburgischen durch diese und ähnliche kleine Spielereien nicht("Tß* lassen, sondern unbeirrt ihren Weg wcilcrgehn. Arbeiter Mecklenburgs wird bald ein besserer Morgen o", ,, Auch sie werden schließlich einsehen, daß sie nur N*ii � den, wenn sie sich den Reihen des kämpfenden Proletar» schließen. Theater. Donner st ag, den 8. August. Theater. Die lustigen Weiber von Windsor. Adalph Grnst-Theater. Die junge Garde. �««eatltaare-Theater. Unser Gast. Frtedrtch- WilhetmftSdtischeo Theater. Girofle-Girofla. UUrtorta Theater. Geschlossen. »»««».Theater. Wild-Afrika. ■ iBti. 1 9 M.- 10 A. 3jr Kaisep-Panopama. HF In dieser Woche: Ue« I Zweite Wanderung d. Pariser Meltaaastellaaa. Zum ersten Male: Der Einzug König Knmberta in Kerli«. Im AuSstellungSpark: Erster Cycl.: Pariser Uteltauvstellnng. «rn« Reffe 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonn. 8 Reffen 1 M. »ur Alle« Freunden und Kekannten Nachricht, daß ich Bergstraße 60 das Weiß- unl) Mensch Bier-Lokal des Herrn H ö f i g käuflich übernommen habe, und bitte um gmeigten Zuspruch. Chr. Hilgenfeld, 996 Bergftr. 60. teppdeeken- Fabrik, Granienftr. 168, Emil Lefdwpe. 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(Für den Osten) Donnerstag, den 8. August, Abends 8 Uhr, im Königstadt-Kasino, Holzmarktstr. 73, Versammlung 997 Tagesordnung: 1. Haben wir ein Bedürfniß, uns zu organi- siren? 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste willkommen. Der Bevollmächtigte. Mtungl und Anstreicher nicht, sobald _________...._______............ ig 10—12 Uhr und Montag Abends von 8— 10 Uhr, DreSdenerstr. 116, einzuliefern. Sie Mltkmmsjm iltt Itlet mit Allstreilher Berlin. Im Auftrage: H. Wentker.__ AllW. letotofieitet herein Berlins und Umgegend. Große Nersammlung nnerstag. den 8. August, Abends 8 Uhr, Donnerstag Königshof, Blllowstr. 37. Tages-Ordnung: in 1. Vortrag. 2. Diskussion. Ä-"»» s—o. Anipiat Herold,» � x «_- 11 1* K Kr. 5. Reich enbergrrstratze Kr. 5, zwischen Kottbuser Thor und R i t t e r st r a ß e. ä Möbel- und ftostterramirm FMK. ji; C] Gediegen- Arbeit. Zeitgemäße Preise,«onlante Aahtungsdedwgnngen.... 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Um recbt zahlreichen Besuch bittet Der Uorstand. ArdritsmarKt. Ein Gemaßregelter(verheirathet, 31 Jahre), bittet Gesinnungsgenossen, die im Stande sind, ihm eine Stelle als Hausdiener, Bote oder dergl. nachzuweisen, um diese Gefälligkeit per Adresse H. B ä n s ch, Trift str. 43. 994 Etuisarbeiter und Buchbinder dauernd gesucht Rixdorf, Zielhenstr. 76. E. Lackirer a. Gehänge vcrl. Wienerstr. 36-. »«»tti.«.°°-,.,.V».»i�i°»t«ti« ist Inten erlittenen: »er Neue Uelt-KckM für 1890 Vierzehnter Iahrganö Mit).- Mädchen tu« dem Bolle(3�, ftunbart—»ieBerbreltunaintttlelfc« Bon«toi. Dr.». Dodel-Port.- Kor«»«. Gedicht ton Heim. Sinag-"«,»11"'' rotten Bon»,«rzihlung ton 3.®;«jBeW- — i.»eien echdtwweln. Bächstsch- � — 8m»er Sonne. Bon Clltt» jwV Der.teffchiedene» Schulte» 6chwäbi!ch>.�»0 Erdoberfläche. Bon R. BommeiL—' Dietzgen(mtt PortrnU).— Portrait).— Osterglocken. Gel»«.,„w„ -*lRebu»�"»�(eI We�dßl Nachrichten.— Hierzu vier stupfer. � zahre»teiten.— Ein wandlalender. ■>»S Preis 50 Pfennig. $ Kt rjW'onsrech sinj gegen i [cd Zu beziehen durch die Erpedition: Zimmerst� Verantwortlich« Redakteur: K.«rBndena in Berlin. Druck und Vertag von»w» K-ding in Berlm SW.. Beuthstraße 2»U«|S«i" ftnnj, k An SttfMiwW anÄl� 7«» üö nik mmlunfl'» mtenf'; er geblic«? hat im» � !»! nur, z« let iöre etS 5Ä -H stage- � •auic t y icantw .olitische % ur lk feij � KS' » di° chen- nach- Beilage zum Berliner VolMlatt. #r. 188. Do«nrrstagl. den 8. Angnst 1889. 6. Jahrg. �WMUm jejtn(htilituiit MM. Se Snnüthlichen" Sachsen und zwar aus Zwickau, Itir fm, I�urer und Zimmerer streiken, theilt der�Grund« Eingriffe in das Streik- und %5rwh7 k �r Arbeiter mit, die ganz unerhört, ja geradezu Ä? Md und die einen Beweis dafür liefern, daß,' *it fAnn al""'iü"le einen Beweis oa?ur uesern, oag, wie den i n.« v Heinde jenes Rechtes durchaus keine Ursache Wen den angeblichen«Mißbrauch", der damit getrieben Strafgesetzen zu schreien, daß vielmehr die Behörden NT M» WWWW �tchuik?!?.� kie Behörden vollkommen ausreichen, den Ii Streiks in gewünschter Weise beeinflussen ''die tm solches Vorgehen einer Polizeibehörde, wie Ifoft hVTcn den nachstehenden durch Namensunter- dtlikb, bnt �°�uen als vollkommen wahr verbürgten Fällen bii. fr'' gfiehlt' troletanl » ?»!«' Ä ng i ES» (««V y?-!' A gesetzlich zulässig, dann sage man, ob eS nicht wir behaupten, das ganze Koalitionsrecht ist un höre nur: 8%% 28. Mai d. I. wurde der Zimmerergeselle iPmkkJl"% auf der Bahnhofsiraße befand, durch Jdutzmann siftirt und nach der Polizeiwache gebracht. schwör wan ihm«das Geld" ab und der Polizei- «der feAc S'dm: bei Vermeidung von 30 Mark Geldstrafe WßroG r��en Haft solle er sich nicht mehr auf der Bahn- Aina,,. �ssen!!! Man wollte Locher auf diese Weise iLL' Zutts gesetzliches Recht, in genannter Straße auf ' warten, um sie zu bewegen, sich den , Am?. Zuschließen, aufzugeben., Wtcint.ir z,, �Drohung ist um so unqualifizirbarer, als bis dahin ,, Z. jw�enbe« sich in Haft befand. �°urer Cluke löste einem Kollegen eine Eisen- ?°ch Olmütz. Darauf wurde er von einem er die Bahnhofswache gebracht und ihm gesagt: ""sperrt sich auf dem Bahnhofe sehen lasse, werde er T��'ch erging es dem Stuckateur Berger, welchen ulcken auf dem Bahnhofe in Verdacht hatte, » ö. A?eern Fahrkarten geben zu wollen. Ätofccfc- Löschner wurde auf dem Bauplatze des %(, Wut und zum Polizeisekrctär gebracht. Der er- 5», urfe kein Reisegeld und keine Unterstützung an ,4 bltriiz�aurer gezahlt werden. Das Publikum chatte l bt» Jf�j. der AmtShauptmannschast beschwert und diese «SW, xvuzei angewiesen, einzuschreiten. Auch dem Lösch- fiT' Ho*.e Drohung, wenn er nicht binnen 48 Stunden Wukt� � habe er 30 M-LGeldstrafe oder sechs Tage �ch(r, Ey. gleiche Drohung widerfuhr dem Zimmermann l? 1" der Babnbosstrabe polizeilich sistirt wurde unter Bahnhosftraße polizeilich sistirt VersammlungS-Einladungen ausgetragen zu 5� Maurer König wurde am Nachmittag des Axhe«�.?af der Bahnhofstraße sistirt und nach der Haupt- kWhnh. Dort nahm man ihm seine 26,30 M. betragende rW«Ii?• Der Polizeisekretär ließ ihn zum Staatsanwalt tt 1??°. dieser mackte seinem Herzen dadurch Luft, "Uite ßx«reikenden Maurer„Faullenzer" nannte. Dann 1 8. unter Zurücklassung seiner Baarschaft gehen. � F,, Maurer Wildenhain sprach am 17. Juni in W N�dofstraße mit einem Kollegen wegen Einrichtung W; IjFduung. Tag Auge der Polizei erspähte ihn, er Me»� und mit der Drohung, drei Tage Haft zu er- -nchiitt." kr sich noch einmal„arbeitslos" sehen lasse, weg- & Won genannte Maurer Löschner wurde am "�»��bermals sistirt. Da verfügte der Polizeisekretär, .P* schon . �.„4 Wermals.......—... W------.■ 1 1, Schutzleuten sei zu befehlen, Löschner, wenn er auf ��asten anhalte", welche �kommen und arbeiten wollen, ISt" 2.7 kbenfalls streikende Maurer Löhring wurde aus ser j", und zum Bürgermeister gebracht; der erklarte fcS?u>u> sich»arbeitslos umhertreibe" und bei Ver- habe� ��si'ofung binnen 48 Stunden Arbeit nachzu- kst Maurer Müller und Grünewald wurden am CP»„ einem Gendarmen aus dem Wartesaal des Bahn- �«erwÄ'Fkn und, als sie den Perron beiraten, verhaftet. S? Urban eröffnete ihnen, wenn sie nochmals auf W k. ychk oder auf der Straße behufs Agitation sich sehen di �en �"lten sie 5 Tage Haft. � iW.S� ,�kn Zunft- und Jnnungsbrüdern und noch fon- w �'n von Thron und Altar" muß das Herz im Leibe von diesen„schneidigen" Maßnahmen gegen U> und„Hetzer" hören, und es soll uns durchaus wenn der Zwickauer Polizeisekretär und der d�'krnnei!!� Urban von irgend einer Innung demnächst zu Ä??kr- nx.Fl ernannt werden und vom nächsten„Hand- .ry" ernannt werden uno vom nacynen„vuuv- z-? FeL,«F Muungstag" eine Zustimmungsadresse erhalten. W. Schaan nt"gegen werden auS diesen Polizeipraktiken außer M in%% vermerkten auch noch die Schlußfolgerung ziehen, ln�sier b,? a? lhatsächlich nw Iii, Knute nocki fehlt, um die iu Krinas? gegenüber "Ngeu. nur die Knute noch fehlt, um in dieselbe Lage wie in Ruß- rolicrlcs. »ng der Kemei«de-Mät l-Zlg.": Nach Z 7 der Si sWÄSWW % die jich' oerloten, wenn der bisher Berechtigte seit einem lrv �"wendun��F'� Gemeindeabgaben�uicht�gezA� hat. 0% Mittheilung der Steuerdeputation die Gemeindeabgaben für das 2. Quartal 1888 nicht gezahlt, die Exekution ist fruchtlos aus- gefallen. Er war pro 1888/89 zur 10. Klassensteuerstufe veranlagt und ist auf Reklamation von der Zahlung ganz befteit worden; für 1889/90 ist er zur 4. Klassensteuerstufe veranlagt, wogegen er nicht reklamirt hat. Der Ausschuß geht von der Ansicht aus, daß K. zwar im 2. Quartal v. I. seine Abgaben nicht bezahlt, wohl aber die späteren Zahlungen geleistet habe, während er thatsächlich von der Zahlung befreit worden ist, also nichts be- zahlt hat. Daß der Ausschuß zum Entschluß gekommen ist, die Belassung des K. in der Wählerliste zu beantragen, ist nach den von ihm selbst vorgetragenen Thatlachen und ange- sichtS der Bestimmung, daß K. seit einem Jahre an Klassen- steuer einen Jahresbetrag von mindestens 6 M. gezahlt haben müßte, wenn er sein Burgerrecht sich hätte erhalten wollen, unverständlich. Wenn der Bericht des Ausschusses den Sach- verhalt richtig darstellt, hat K. unseres Erachtens sein Bürger- recht eingebüßt und kann er nicht in der Liste verbleiben. In einem andern Falle hat der Reklamant im 2. Quartal 1888 nach Mittheilung des Magistrats, bezw. der Steuer- Deputation seine Abgaben nicht gezahlt, er selbst behauptet das Gegentheil und legt die Quittung für April-Juni d. I. vor. Der Ausschuß ist mit Recht der Meinung, daß die Nichtzahlung der Steuern den Verlust des Wahlrechts nur dann zur Folge hat, wenn die Nichtzahlung im Laufe des letzten Jahres nach- gewiesen wird, dem Reklamanten gegenüber dies aber nicht nach- gewiesen ist, und empfiehlt deshalb die Aufnahme desselben m die Wählerliste. Wir stimmen dem Ausschüsse bei, müssen aber doch fragen, weshalb er hier den Nachweis dem Magistrate aufeilegt, während er in dem im ersten Artikel erörterten Falle den Nachweis der Erfüllung seiner Pflichten von dem Reklamanten verlangt.— Im dritten Falle soll der Magistrat erst genaue Auskunft über die von ihm behauptete Nicht- zahlung von Steuern seitens der Reklamanten aeben. Es würde unseres Erachtens sich sehr empfehlen, daß die Stadt- verordneten-Versammlung sich vom Magistrat auch einmal Aus- kunft darüber geben ließe, wer ihm eigentlich für die Fort- fühiung der Wählerliste verantwortlich ist, bezw. welcher Art die Thätigkeit des Wahlbureaus hierbei ist, wer die Mit- theilungen beispielsweise der Steuerdeputation auf ihre Richtig- keit prüft und wer in zweifelhaften Fällen darüber, ob Jemand in die Liste der Wähler aufgenommen, bezw. darin gestrichen werden soll, die Entscheidung trifft. Wir sind überzeugt, daß hier durchaus nicht Alles ist, wie es sein sollte, und daß die Entscheidung über Aufnahme in die Wählerlisten und Streichung in denselben häufig bei Personen liegt, welche dieser Aufgabe nicht voll gewachsen find, so tüchtige Beamte sie auch sonst sein mögen. Ein Schlosser, welcher zur dritten Steuerstnfe veranlagt war, ist von Zahlung der Steuer befreit worden, wie es scheint, weil er Inhaber des eisernen Kreuzes ist und sein Einkommen nur dem der zweiten Steuerstuse entspricht. In dem Re- klamationsbescheide ist offenbar der Sachverhalt nicht genügend klargestellt worden, so daß der Beschluß des Magistrats, den Schlosser in der Wählerliste zu streichen, gerechtfertigt erschien; erst nachträglich ist die Sache aufgeklärt worden, und der Aus- schuß hält dafür, daß dem Reklamanten das Wahlrecht belassen werden müsse. Mehrere andere Personen sind auf Reklamation von der Steuerzahlung ganz befreit oder in die erste Stufe herabgesetzt worden. Ihre Reklamationen mußten erfolglos bleiben, weil nur die zur zweiten K assensteuerstufe Veranlagten das Wahlrecht ausüben können. Diese dritte Klasse von Rekla- mationen gegen die Richtigkeit der Wählerliste hat also zur Erörterung wichtiger Grundsätze keinen Anlaß geboten. Eine auffallende Erscheinung aber ist es, daß noch immer, 33 Jahre nach Erlaß der Slädteordnung, die Behörden— es sind nicht allein die städtischen Behörden Berlins, welche von einander abweichende Ansichten hegen— noch immer nicht zu einer leid- lich üoereinstimmenden Auslegung der Bestimmungen dieses Gesetzes gelangt sind, und daß sich, je länger es in Kraft ist, desto mehr Streitpunkte finden. Eine große Reihe solcher hat bereits die Verwaltungsgerichte beschäftigt, und noch immer tauchen neue auf. Uo« dem Umfange der der städtischen Verwaltung zu- gefallenen Aufgabe, die Straßenzüge Berlins»» bessern, erhalt man erst bei der Lektüre des Berichts über die Gemeindeverwaltung 1882/1888 ein einigermaßen anschauliches Bild und man lernt es begreifen, daß selbst Einheimische sich in den neu erstandenen Slraßenzügen, nicht mehr zurecht- finden. Innerhalb der letzten 7 Jahre wurde der St r a ß e n- bau in Berlin so emsig betrieben, daß man fast an die weiland Haukmann'sche Periode in Paris erinnert wird. Vor allen Dingen fällt in diese 7 Verwaltungsjahre die Anlage der Kaiser Wilhelm st raße und die Verbreiterung der Neuen Friedrichstraße zwischen Kloster- und Köniastraße welche Unternehmungen am 1, Oktober 1887 im Wesentlichen als beendet angesehen werden konnten. Die der Stadt daraus erwachsenen Kosten beziffern sich auf ca. 10 796 000 M.— Abgesehen von dieser wichtigen Verbesserung Alt- Berlins ist be- kanntlich auch die Rochstraße eine öffentliche Straße geworden, der Königsgraben zugeschüttet und mit der Anlage der groben Parallelstraße zur Stadtbahn ein kräftiger Anfang gemacht worden. Dazu kommt innerhalb der Berichtsjahre das große Unternehmen der Niederlegung des M ü!h l e n d a m m e s mit dem...... en_ gestältung für--------.,„„ es nur noch der Allerhöchsten Genehmigung, welcher in nächster Zeit entgegen gesehen wird.— Abgesehen von dieser Fürsorge fallen in die Berichtsjahre noch zahlreiche wichtige Straßenanlagen. Da ist zunächst die Durchlegung der Charlotten st raße von der Dorotheenstraße bis zum Weidendamm, für welche die Ankäufe der erforder- lichen Flächen erfolgt find. In Bezug auf die vom Staate und dem Hofmarschallamt abzutretende Straßenfläche sind die Verhandlungen nock, nicht geschlossen; es wird ihre Beendigung jedoch in kürzester Frist erwartet, so daß mit der Ausführung der Straßenanlage innerhalb des Etatsjahres vorgegangen werden dürfte.— Ebenfalls in die Zeit der letzten sieben Jahre fällt die Anlegung des ReichstagS-UferS, die Verbreiterung der Georgen st raße und die Durchlegung der Neustadtischen Kirch st raße. Für die Anlage dcS ReichStagS-UferS von der Kronprinzenbrücke bis zur Ein- mündung der Schlachtgasse ist der Stadt allein ein Kosten- aufwand von 395 740 M. entstanden, abgesehen von dem für das Spreeterrain zu zahlenden Betrage und der im Wege des Pro- zesses noch festzustellenden Entschädigung für das Hoff'sche Grundstück.— Von ungeheurer Wichtigkeit für die gesammte Friedrich-, Tempelhofer und Schönederger Vorstadt mit ihren zirka 206 000 Seelen war die seit Anfang 1887 glücklich bewerkstelligte Verbindung der B ü l 0 w st r a ß e mit Oer jenseits der Eisenbahnen liegenden Park st raße. Die nach langem Ringen endlich durchgeführte Straßenanlaae hat der Stadt große, in ihrem vollen Umfange noch nicht zu übersehende Opfer auferlegt.— Was die Durchlegung der Zimmer stoße betrifft, so hat der Kaiser eine Genehmigung der Durchlegung durch den Garten des Kriegsministeriums in Aussicht gestellt, und es schweben noch die Verhandlungen dar« über, in welcher Weise die der Militärverwaltung durch die Ausführung des Planes entstehenden Nachtheile auszugleichen seien, und in denselben Zeitraum fällt sodann die Umgestaltung der Tauben st raße und des Hausvoigt ei platzeS unter Beseitigung des B u l l e n w i n k e l s. Die Durchlegung der Taubenstraße, über deren ästhetische Wirkung die Gelehrten durchaus nicht einig sind, kostete der Stadt allein die Summe von 1 309 000 Mark.— Neben diesen großen Anlagen neuer durchgebender VerkehrSzüge läuft eine Anzahl von Anlagen zur Vervollkommnung des Verkehrs einher. Da ist zunächst die Durchlegung der Lietzmannstraße, von der Landwehr- nach der Landsbergerstraße, zu erwähnen, sowie die Eröffnung eines neuen Weges nach dem Friedrichshain durch Durch- brechung der Georgenkirch st raße: dann die beinahe vollendete Durchlegung der verlängerten Andreas- straße, welche mit der Friednchsbergerstraße das Schluß stück einer fast geradlinigen Verbindung vom Urban her bis zum Landsbergerthor bildet. Wichtig für den Norden war die Anlegung der Oderbergerstratze, für den Süden dagegen die Durchlegung der Gräfestraße, die Weiterführung der Zossenerstraße bis zur Blücherstraße. Moabit ist mit ver- schiedenen gröberen Straßenverbesserungen bedacht worden.— Außerdem haben zahlreiche Landerwerbungen zu Straßen- Verbesserungen bei Gelegenheit von Neubauten stattgefunden; so namentlich für die Alexanderstraße, Artillerie-, Brücken-, Blumen-, Gollnow-, Garten-, Gorrmann-, Hirten-, Insel-, Kraut-, Kürassier-, Lange-, Magazin-, Markus-, Parochial-, Sebastian-, Wall- und Wiesenstrabe. Die Ausgaben für das zur Verbesserung dieser Straßen erworbenen Terrain betrug in den 7 Jahren 1882—88 ca. 787 000 M., d. h. ungefähr den zwölften Theil derjenigen Summe, welche die Stadlkasse für Straßenlanderwerbungen(abgesehen von der Kaiser Wilhelm- straße) in einem gleichen Zeiträume verwendet hat. Diese Ausgaben belrefen sich nämlich brutto auf 10 965 560 M. und nach Abzug des aus dem Wiederverkauf der nicht zu Straßen» land erforderlichen Restflächen ic. gewonnenen Erlöses von 1230 391 M. auf netto 9 735 169 M. Zwischen der Unfallverhiitungs-Ausstellnng und der Gesellschaft Urania herrscht ein eigenlhümliches Verhättniß be- züglich der Kontrole der Besucher und dies führt täglich zu empfindlichen Belästigungen des Publikums. Infolge der mehrfach darüber erhobene» Beschwerden wurde vor längerer Zeit schon in Aussicht gestellt, daß eine baldige und befriedigende Lösung dieses Konfliktes erfolgen werde. Dies ist aber bis jetzt, wo der Sommer und damit die Dauer der Unfalloer- Hütungs-Ausstellung ihrem Ende entgegengeht, noch nicht ge- schehen. Die Belästigungen des Publikums dauern fort, wie aus folgender Zuschrift hervorgeht, die ein auswärtiger, hier zum Besuche weilender Herr der„Rat. Ztg." zuschickt: «Ich besuchte heute Nachmittag(4. August) die Ausstellung für Unfallverhütung und behielt das gelöste Billet, der Vor- schrift gemäß, bei mir. Gegen Abend ging ich zu dem um 7% Uhr stattfindenden Vortrage in die„Urania", nachdem ich auch hierfür die entsprechende Eintrittskarte für meine Frau und mich gelöst hatte. Nach Schluß der Vorstellung verließen wir die„Urania", um wieder den Ausitellunaspark zu benutzen und sollten, beim Ausgange des Gebäudes, die früher gelösten, bereits einmal— beim Eingange— vorgezeigten und in üblicher Weise— durch Abreißen der Hälfte— für neuen Gebrauch ungiltig gemachten Billete abgeben. Nun hatte ich bei Schluß der Vorstellung dieselben, da ich sie für werthlos hielt, zer- rissen, erfuhr nun aber zu meinem Erstaunen, daß ohne vor- herige Abgabe der Eintrittskarten— die ja nur für die«Urania" gelten— ein Wiedereintritt in die Ausstellung verboten sei, ich vielmehr direkt, durch den anderen Ausgang, die Straße gewinnen müßte. Selbst der Hinweis auf die in meiner Hand befindliche Ausstellungskarte genügte dem Beamten nicht. Ebenso wie uns erging eS mehreren anderen Herren, denen Allen der Beamte erklärte: ,,eS stände ja auf dem Billete, daß man es aufbewahren müßte." Nun frage ich, mit welchem Rechte kann mir ein Dritter ein wohlerworbenes Recht bestreiten wollen? wie es hier ja unzweifelhaft geschieht. Da ich den, gewiß interessanten, Inhalt des— nebenbei bemerkt, recht klein gedruckten— Billets nicht gelesen habe, vermag ich nicht zu beurtheilen, wie weit der Beamte im Recht war. Gewiß aber ist er es gewesen und der Fehler lag bei mir und bei den Anderen, denen es genau so erging, weil es ganz ungebräuchlich ist, nach Schluß einer Vorstellung dem austretenden Publikum die Eintrittskarten abzufordern. Muß, wie es ja sein mag, die Ausstellung gegen unberufene Besucher geschützt werden, nun gut, so gebe man anders gefärbte oder geformte Billets aus, belästige aber nicht die Zuhörer durch eine überflüssige Kontrolmaßregel." Ginbestaltuug von Arbeitslohn als Kantion wird, im Gegensatze zu dem kürzlich mitgetheilten Urtheile, vom Kasseler Amtsgericht und in der Berufungsinstanz auch vom Landgericht als zulässig bezeichnet. DaS amtsgerichtliche Urtheil sagt:„Solche Bestimmungen sind notorisch allgemein in größeren Fabriken üblich; sie sind nothwendig, weil der dem Ar« beitgeber im Falle des Kontraktbruches zu- stehende Entschädigungsanspruch, obwohl regel- maßig für den Arbeitgeber Schaden entsteht, doch schwierig thatsächlich zu begründen i st, und selbst, wenn dies gelingen sollte, die regelmäßige Unpfändbarkeit des Arbeiters den erstntteten Ersatzanspruch illusorisch macht." Dieser Satz fordert zwei Bemerkungen heraus. Erstens versucht er überhaupt nicht die Rechtszulässigkeit, sondern die Zweckmäßigkeit der Einbehaltung(vom Standpunkte des Arbeit- «ebers) darzuthun, welche mit der Rechtszulässigkeit gar nicht« zu schaffen hat. Zweitens scheint uns der durch den Druck hervorgehobene Satztheil zu besagen, die Einbehaltung solle auch für den Fall stattfinden, wo es dem Arbeitgeber nicht ge- lingt, einen Ersatzanspruch zu begründen. Soll denn der Ar« beitgebeber in diesem Falle gleichwohl die Kaution behalten, bis der arme Arbeiter auf Herausgabe der Kaution klagt? Wir vermögen zwar nicht anzunehmen, daß ein Gericht das empfehle, aber einen anderen Sinn können wir in den Worten nicht finden. $1» Stadtbahn hat bereits einen großen Theil der Bogen auf denen sie ruht, in den Dienst von Handel und Gewerbe gestellt. In diesen Bogen finden wir Stallungen und Wagen- schuppen, Markthallen und Wuthschaften, KomtoirS und Ma« gazine, KunstleratelrerS und Sanitätswachen, und der Bahnver- waltung erwachsen aus der Vermiethung dieser Räume, in denen man kaum das Rollen der darüber in ununterbrochener Folge rollenden Zuge Hort, reiche Einnahmen. Neuerdings hat sie sich entschlossen, auch das Geländer des Stadtbahn-Viadukts nutzbar zu machen. Sie hat einem Unternehmer die Erlaubnib ertheilt, an der Innenseite des zu beiden Seiten des Bahnkörpers ent- lang laufenden Geländers Schilder aus Zink und Eisenblech. aufzuhängen, etwa 2 Meter lang und 1,10 Meter hoch, auf denen der Geschäftswelt Gelegenheit geboten wird, durch dauernde Anbringung von Firmenschildern und Geschäfts» empfehlungen sich der Bevölkerung fortwährend in Erinnerung zu bringen. Der Preis für die Anbringung eines solchen Schildes ist, der„Köln. Ztg." zufolge, vom Unternehmer auf 60— 100 Mark nach der Wahl der Aushängestellen, festgesetzt. Eine zweckmässige Uorstchtsmaßregel hat ein in der Reichenbcrgerstraße wohnender Magistralsbcamter bei seinem dreijährigen Sohne getroffen, der, wie viele seines Alters, die Gewohnheit hat, sich unbemerkt der Aufficht seiner Eltern zu entziehen und in den größeren Sommerlokalcn fast regelmäßig dem Schicksal verfällt, in der bekannten Art„austrompetet" zu werden. Der Vater hat nun seine vollständige Adresse in das Innere der Mütze des Knaben, in die Innenseite des kleinen Lederschurzes und sonst noch verschiedentlich in der Garderobe angebracht. Daß diese Einrichtung zweckmäßig ist, hat sich am letzten Sonntag herausgestellt. Die Familie war in Johannis- thal und trotz aller Beobachtung, die dem Kleinen zu Theil wurde, verschwand derselbe wiederum, indem er fremden Kindern nachlief. Alle Nachfragen blieben erfolglos und nachdem die Eltern an verschiedenen Stellen die Bitte hinterlassen hatten, nach dem Kleinen gelegentlich Erkundigungen einzuziehen, fuhren sie mit der Eisenbahn nach Hause. Hier fanden sie den drei- jährigen Willy bei Nachbarslcuten schlafend, wo er bereits vor einigen Stunden von Leuten abgegeben war, die von Johannis- thal gekommen waren; als diese den aufsichtslosen Kleinen be- fragten, hatte er nur geantwortet:„Papa hat es aufgeschrieben!" worauf dann durch eine nähere Untersuchung die Adresse er- mittelt wurde. Don kundiger Kette wird der„Voff. Ztg." geschrieben: Alljährlich treten in der Presse in der zweiten Hälfte des Som- mers mehr oder minder lange Notizen auf, welche von Ver- giftungssällen, hervorgerufen durch den Genuß, von Pilzen, berichten. Diese Notizen häufen sich gegen den Herbst, um dann mit dem Eintritt des Frostes zu verschwinden. Auch in diesem Jahre sind bereits mehrere derartige Fälle in die Oeffentlichkeit gedrungen, und es mögen deshalb die folgenden Zeilen dazu dienen, weiteren Unglücksfällen nach Kräften vorzubeugen. Man war früher der Ansicht, daß die Pilze infolge ihres hohen Slick- stoffgehalteS ein sehr kostbares und billiges Nahrungsmittel seien. Man pries sie als das„Fleisch der Armen". Neuere Forschung hat aber ergeben, daß der in den Pilzen enthaltene Stickstoff in äußerst schwer verdaulichen Verbindungen enthalten ist. Aus diesem Grunde sollte man allerseits vor dem Genüsse der Pilze warnen, umsomehr, als die Gefahr, einen giftigen Pilz zu verspeisen, für denjenigen, welcher die Pilze nicht sehr genau kennt, außerordentlich nahe liegt. In erster Linie sollten die Dorfschullehrer die geringe Mühe nicht scheuen, sich eine Kennt- niß der wirklich unschädlichen Pilze anzueignen und dafür Sorge tragen, daß die Schulkinder diese wenigen Pflanzen sicher kennen lernen. Nur eine genaue Kenntniß der wirklich unschäd- lichcn Pilze schützt vor der Gefahr. Die allgemein verbreitete Ansicht, daß nur diejenigen Pilze, welche auf der Schnittfläche schwarz werden, sowie die milchführenden giftig seien, ist keines- weas stichhaltig. Es giebt unter den giftigen eine ganze An- zahl, welche nicht schwarz werden, andererseits sind unter den wilchführenden ganz unschädliche. Ein einigermaßen sicheres Schutzmittel hat man darin, daß man nur die ganz jungen, noch nicht vollständig entwickelten Pilze sammelt. Denn wie es scheint, bildei sich das Gift erst in den letzten En twickelungs- stadien dieser Pflanzen. Man nehme also nie alte, womöglich schon angefressene oder von Fliegenmaden bewohnte Exemplare, sondern wähle immer ganz junge Pilze, deren Hut noch nicht vollständig entwickelt ist. Das beste Schutzmittel bleibt aber, wie gesagt, die genaue Kenntniß der Pilze. Um sich dieselbe zu erwerben, möchten wir jedem empfehlen, sich eine kleine Broschüre(Der kleine Pilzsammler von A. Praktikus. Würz- bürg. Stuber 1888) anzuschaffen, in welcher 26 unschädliche Pilze beschrieben und abgebildet sind. Das Werkchen kostet nur 80 Pfennig, macht sich also reichlich bezahlt. Die»irlfachen durch Kentern(Umschlagen) der sogenannten Mirthsböte lierdeigrfnstrte« Unfälle und Unglücksfälle auf der Lberspree und den Havelseen, welche ,n erschreckender Weise in der Zunahme begriffen sind, haben nicht verfehlt, insonderheit in Fachkreisen, der Ruderer, Scgeler u. s. w., die größte Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und Meinungsäußerungen zu veranlassen. Verfolgt man diese allgemein interessanten Auslassungen der Waffersportsmen jc., so findet man sofort heraus, daß dieselben ungemein viel Ge- meinsckaftlicheS haben, oder, um etwas fachmännisch zu reden, auf dasselbe Ziel lossteuern, woraus sich wiederum mit einiger Sicherheit der Schluß ziehen läßt, daß das Richtige erkannt worden ist. Zunächst ist hervorzuheben, daß allseitig als Grundursache der Bootsunfälle, durch Kentern herbeigeführt, die Bauart der Miethsboote bezeichnet und eine Aenderung der- selben verlangt wird. Die jetzige Bootskonstruktion der„Nuß- schalen",„schwimmenden Särge",„Seelenverkäufer" w., wie die heutigen Miethsboote bezeichnender Weise genannt werden, rund ohne tiefgehenden Kiel, begünstige ungemein das Umkippen derselben und wird an Stelle deren durch Polizeiverordnung bedingte Einführung von Ruderbooten mit flachem, nicht rundem Boden bei entsprechender Breite verlangt. Ruderjollen, wie sie vorZetwa 10 Jahren gebaut wurden und noch theilweise im Gebrauch sind, z. B. auf dem Bodensee zu Tausenden, wo sie sich selbst bei hohem Wellengange ganz vorzüglich bewähren, auch in der Nähe Berlins, auf dem Buckowsee noch anzutreffen sind. Wenn diese Ruderjollen auch etwas mehr Aufmerksamkeit bezüglich der Steuerung erfordern, so sollen dieselben doch in anderer Hinsicht fast absolute Sicherheit bieten, indem sie selbst dann nicht zum Umkippen gebracht werden können, wenn ein erwachsener Mensch sich auf den äußersten BootSrand stellt und das Umwerfen durch Schaukeln zu bewerkstelligen sucht. Und dies ist ja gerade der wunde Punkt; hiermit wäre vieles, wenn nicht alles erreicht. Daß dieselben, langsamer fahren, wie anerkannt wird, kann absolut nicht in Betracht kommen. Auch die Riemensiage wird von den Fach- männern nicht unberührt gelassen und erwähnt, daß es auf Gewässern mit nicht sehr hohem Wellenschlag viel praktischer ist, als der lose in einer Gabel liegenden, meist zum Einzel- gebrauch eingerichteten und deshalb ungeschickt langen Riemen solche zu benutzen, die nicht übereinander gehen, resp. deren Handgriffenden bei wagerechter Lage beider eingehängter Riemen mindestens 2 Zoll von einander entfernt sind. Selbst- redend müssen die Riemen dann auch in emen Bolzen ringe- hängt werden, der nur das Vor- nnd Rückwärtsbewegen, sowie das Hochheben und Senken desselben gestattet, das Gleiten nach innen oder außen aber vollständig verhindert. Es sind dies alles höchst praktische Vorschlage, welche wohl werth find, in Erwägung gezogen zu werden, und wäre zu wünschen, daß die sich daraus ergebende Nutzanwendung sich bald bethatrgen möge. Die zunehmende Dahl der Pferde in Kerll« giebt auch einen kleinen Anhalt zur Bcurtheilung des riefigen Ver- kehrs, wie er sich auf den Straßen oft in nervenerschutternder Weise entwickelt. Die Zahl der steuerpflichtigen Pferde(also abgesehen von den dem Staate gehörigen), welche im Jahre 1888 auf den Berliner Straßen verkehrten betrug 88 681 Stück, von denen 51,7 Prozent zur Beförderung von Last- und Ge- schäftsfuhrwcrken jeglicher Art verwendet wurden. Während die Zahl der Pferde in den Jahren 1876—1881 sich nur um 390 Stück oder 1,37 pCt. vergrößert hat, hat sie sich in den folgenden sechs Jahren um 8938 Stück oder nahezu um ein Drittel vermehrt. Mehr als 90 pCt. aller Pferde werden zur Bewegung von Fuhrwerken benutzt, in ähnlichem Verhältnisse muß alw eine Steigerung de§ WagenverkehrS in den Straßen von Berlin eingclrcten sein. Dabei hat die Zahl der im Dienst der Last- und Waarenbeförderung verwendeten Pferde in er- heblicherem Grade(um 34,6 pCt.) als die des öffentlichen Fuhrwerks(um 25,9 pCt.) zugenommen, woraus sich eine ge- wisse Ueberlastung der öffentlichen Verkehrswege mit Last- und Arbeitsfuhrwerk ergiebt. Es tritt noch der Umstand hinzu, daß neben den nach Berlin gehörigen Lastfuhrwerken eine große Zahl solcher aus den Vororten Charlottenburg, Rixdorf zc. auf den hiesigen Straßen verkehrt, deren Pferde in der obigen Zah noch nicht enthalten sind. Die„Enthüllung de» Spukes von Resau", jene kuriose Broschüre des fr jur. et phii. Egbert Müller, hat nun bereits die vierte Auflage erlebt! Dieselbe ist durch eine„Nach- schrift" vermehrt, worin sich Dr. Müller vornehmlich gegen die in den Zeitungen abgedruckte Erklä-ung wendet bezüglich seiner Legitimation, sich„wissenschaftlicher Hilfsarbeiter des großen Generalstabes" zu nennen. Dr. Müller meint, der Unter- zeichner jener Erklärung im Namen des Generalstabes, Oberst- lieutenant von Goßler, sei ihm so unbekannt, wie er selbst diesem, und scheine gar nicht zu wissen, womit er im großen General- stab betraut gewesen, da er ihn zum weiland„Bureau-HilfS- arbeitei" abstempele. Durch elueu Spielkameraden angeschosse«. Am Montag Nachmittag, so meldet der Polizeibericht, schoß ein 15jähriger Knabe in der Hasenhaide hinter dem Elisabeth-Kinder- Hospital den 13 Jahre alten Knaben Hans Wulffert mittelst eines kleinen Terzerols in den linken Fuß. Der Verletzte wurde in dem gedachten Hospital verbunden und darauf nach der elterlichen Wohnung gebracht.— Ein hiesiger Berichterstatter vermag zu diesem seltsamen Vorfall die folgenden Einzelheitm zu geben; Die drei Söhne des in der Halleschen Straße 1 wohnenden Kaufmanns Wulffert befanden sich Montag Nachmittag in der vierten Stunde auf der Straße, wo sie sich mit Spielen be- lustigten, als sie plötzlich den 14jLhrigen Sohn der in derselben Straße Nr. 22 wohnenden Wittwe Schwan, Wilhelm, gewahrten, welcher mit einem Terzerol spielte. Neugierig traten die Knaben näher, um sich die Waffe zu betrachten. Um seine Kunstfertigkeit im Schießen zeige,, zu können, forderte der Sch. die Gebrüder W. auf, ihn zu begleiten, und die vier Knaben begaben sich daraus nach dem Militär-Schießplatz in der Hasenhaide. Hier angelangt, lud der Junge das Terzeiol und richtete eS mit den Worien:„Nun werde ich Dich mal treffen!" auf den ältesten 13 jährigen HanS W., um im nächsten Moment bereits die Waffe abzudrücken. Mit einem lauten Aufschrei brach der Knabe zusammen, während sich ein dichter Blutstrom aus seinem rechten Fuße ergoß. Der jugendliche Revolverheld, der nunmehr die Flucht zu ergreifen suchte, wurde von Auaenzeugen dieser Szene festgehalten und einem Schutz- mann übergeben, während der verwundete Knabe nach dem Elisabeth-Kinderhospital gebracht wurde, woselbst der Arzt kon- statirte, daß die Kugel an der Wurzel des Mittel- und rechten Nebenzchen, diese Gliedmaßen verletzend, hineingegangen, den Fuß durchschlagen hatte und zur Sohle desselben wieder heraus- gekommen war. Nachdem dem Verletzten ein Verband ange- legt worden, wurde er mittelst Droschke nach der elterlichen Wohnung gebracht. Der verhaftete Wilhelm W., der, wie sich bei einer vorgenommenen Visitation herausstellte, noch sünfzig Patronen bei sich hatte, verweigerte über die Herkunft der Waffe jede Auskunft; derselbe ist früher schon in einer Zwangs- erziehungs-Anstalt gewesen. Die Mutter, welche sich des Rufes einer sehr fleißigen und anständigen Frau erfreut, besitzt über den wilden Knaben um so weniger Macht, als sie, auf Erwerb angewiesen, den ganzen Tag außer dem Hause— in der Reichsdruckerei— beschäftigt ist. Auf der Unlerhauel,«wwel* de» Magner'fcheu Kohlenplatze», ereignete sich vorgestern Nachmittag um 4j Uhr ein Zusammenstoß zwischen einem der königlichen Wasserbau- Verwaltung gehörigen kleinen Dampfboot und einem Schlepp- dampfer aus Brandenburg a. H. Letzterer hatte, wie der„Ä. f. d. H." berichtet, am User vor Anker gelegen und stieß dann, sich nach rückwärts wendend, ab, um da« freie Fahrwasser zu gewinnen. In demselben Augenblicke fuhr der RegierungS- dampfer, in welchem sich zwei Stromanfsichtsbeamte und der Maschinist befanden, stromabwärts.� DaS kleine Fahrzeug ver- suchte, als auf demselben die Annäherung des Schleppschiffes bemerkt wurde, noch am Bug vorüber zu kommen. Es war aber nicht mehr möglich. Ehe es verhütet werden konnte, rann- ten die Dampfer zusammen. Die Insassen des kleinen mochten fürchten, daß sie überfahren würden, und zwei von ihnen schwangen sich sofort an Bord des großen Schiffes. Der Zu- sammenstoß halte aber anscheinend wesentlichen Schaden nicht angerichtet, da der Schleppdampfer nicht mit voller Dampskraft gefahren war. Beide Schiffe konnten bald darauf ihre Fahrt fortsetzen. El« heftiger Zusammen Itost zwischen einem Pferde- bohnwagen der Linie Schlesisches Thor— Bülowftraße und einem Arbeitssuhrwerk ist infolge der brutalen Rücksichtslosigkeit des Führers des letzteren in der Seydelstraße herbeigeführt worden. Während der Pferdebahnwagen aus derSeydelstraße zurLeip- zigerstraße einbiegt, sucht von dorther in scharfem Trabe ein Arbeitsfuhrwerk in die Seydelstraße einzulenken, wobei das mit zwei Pferden bespannte Fuhrwerk mit solcher Gewalt dem dicht- besetzten Waggon in die Flanke fährt, daß sämmtliche Fenster- scheiden desselben klirrend zerbrachen und die Paffagiere, von ihren Sitzen geschleudert, sich in einem Knäuel auf dem Boden des Wagens wälzten. Eine unbeschreibliche Verwinung herrschte in demselben, da fast Jeder irgend eine Verletzung spürte, sei es, daß ihn die Splitter der zertrümmerten Scheiben verletzt, sei es, daß er beim Hinadfliegen von der Bank an den Schirmen und Stöcken sich geschrammt halte. Inzwischen hatte der Anstifter des Unfalls mit einem Ruck die tief in die Blechwand des Waggons eingedrungene Deichselstange wieder herauSgeiissen und jagte nun, mit der Peitsche durch die herbeigeströmte Masse sich Bahn schaffend, in rasendem Galopp über den Spittelmarkt, quer hinweg über die Gertraudlenbrücke, hinein in die Friedrichs- gracht. Die Verfolger waren dicht hinler ihm her, aber der Mensch hieb so rücksichtslos auf die Leute ein, daß Viele, mit blutigen Striemen im Gesicht, laut klagend von der weiteren Verfolgung abließen. Natürlich erbitterte das die Menge noch mehr, und als es endlich zwei Schutzleuten kurz vor der Jungfernbrücke gelang, das Fuhrwerk zum Stehen zu bringen und den Mann vom Wagen zu holen, bedurfte es der ganzen Umsicht und Energie der beiden Beamten, daß der Mensch mit heilen Gliedern die am Spittelmarkt belegene Wache erreichte. Als ein Wunder muß es bezeichnet werden, daß der wie toll davonjagende Kutscher bei dem in dem Engpaß der Gertraud- tenstraße und auf der Brücke herrschenden Wagengewühl in der Dunkelheit nicht noch größeres Unheil angerichtet hat. Ururste» vom Phonographen.„In allerneuester Zeit hat der Phonograph eine weitere Anwendung gefunden, welche sich mit reißender Schnelligkeit ausbreitet und jenseits des großen Wassers schon eine umfangreiche Industrie ins Leben gerufen hat. In der That ist diese neue Verwendung auch dazu angcthan, das Interesse der weitesten Kreise zu erregen, denn sie bedeutet geradezu das Erblühen eines neuen Kunst- zweigeS, nämlich die Uebertragung der Schöpfungen unserer Dichter und Schriftsteller im lebenden Wort. Die neuen Er- scheinungen der Literatur und die klassischen Werke der größten Dichter werden von gewandten Vorlesern laut vorgetragen und der Phonograph fixirt diese Laute. Die entstanderren Phono- gramme werden durch ein galvanoplastrsches Versahren, erfunden von Mr. Geo. Crinx, vervielfältigt und in den Handel gebracht. Man kann nun durch Einsetzen eines solchen PhonogrammeS in den eigenen Phono- graphen den Vortrag des Vorlesers beliebig oft wieder ge- nießen und offenbar bedeutet diese Art der Aufnahme eines Dichtcrwerkes etwas ganz Anderes als die gewohnte, bei welcher das Auge über die Druckzeichen des Papiers hinfliegt, und daS Gemüth naturgemäß nur einen viel matteren Eindruck> empfängt, als ihn das lebendig�Wort heiworzubring�� ' M In Zukunft ist der Geist der'MühV überhoben über di-� hinzukriechen. Gemächlich in den Lehnstuhl gelehnt,» dämpstem Licht am Kamin sitzend und dm Rauch ber o� m Stimme ergreifmdm Schi W____ W.M Alfred und Elte uno oiev*"0 leiten des schwarzen Hugo vorführt. Unsere Damen, � nicht eher einschlasm können, als bis sie einige ftz in sich aufgenomen haben, brauchm ihre Augen nicht we» � Lesen während des Liegens zu verderben, sondern ba Köpfchen sanft in das Kissen gedrückt, fluthen ihnen die Worte des phonographisirim Vorlesers ohne Zuihw zu. Diese„HundstagSblüthe", welche die Fabeln bezu Phonographen witzig verspottet, bringt der„Berlmer o * Da» Affenhaus im Aquarium ist jetzt bestand� IV ist jetzt lachenden Zuschauem umlagert, welche sich an; Spielen der fünf menschenähnlichen Affen ergötzen-* Bmschen sind in bester Verfassung und in Varialionen Kapriolm unerschöpstlich. Die"beidm neuen eotb� OrangS, von Natur träger� als Jsse Chimpansen, sind i, 'Ii iräFi dlefftl NM W ## IS % Lebhaftigkeit angesteckt. Die Burschen balgm Haare fiiegm. Mit dem kleinstm der drei CI dem sie ihren Glaspalast theilen, vertragen sie, und auch der große schwarze Chimpanse[«'�>1 richtig nach dem lustigen Getriebe im Rachbarkasig � als ob er gem dabei fein möchte. Der Kongo-' hat aber so gewaltige Kräfte und ist dabei so p daß man befürchten muß, er könnte die Sache i» treiben. Denn selbst die drei jüngerm Affen zuweilm ihr kräftiges Gebiß. Giebt es da» schrei, dann stimmt ihr Gefährte, ein kleiner Schn#"?*# Affe, aus voller Kehle mit ein. Die Gymnastik diel»., hönder ist über alles Lob erhaben; im Klettern, a« sind sie ui.deftritten Meister. Als Klown funairt d« � Chimpanse. Ein kleiner Wagen dient ihm als seinen Kunststückm. Bald hängt er am Trapez und i flp Wagm zu sich hinauf, um ihn donnemd in die Ecke M M dem. Bald sitzt er auf demselben und rollt vergnügt ma Ebene seines Käfigs hinab. Bald tumt er— auf dem als Equilibrist— in den waghalsigsten Stellungen kippt die Maschine, dann flüchtet er sich mit einem. Spmng. Für dasLachm des Publikums scheint cr®"� zu haben, denn er amüsirt dasselbe beständig mit und Gliederverren kungcn. Wohl selten wird man einer so urwüchsige Frische gefangener, höher organisw» haben, wie im Berliner Aquarium.,. Gin erschütternder Unglücksfall hat sich Mittag gegen; 1 Uhr in der Lichterselderstraße 0� Um die angegebene Zeit stürzte die zwei:>ahre am Jj, des daselbst nn Hause Nr 5 wohnhaften Kaufmanns®"T)( von dem in der zweitm Etage des OnergebäudeS n � kleicn Parkstraße zu belegenen Balkon der elterlichen-s-}; Ge Non de utivu-sjuiMii-up*. gu vvivHtucu-oiuiim uei r auf das Steinpflaster hinab und verstarb auf der StM�i Kind hatte beim Spielen auf dem Balkon in einem»nm.« Augenblick einen kleinm Kinderstuhl bestiegen, war»"i; Lehne desselben geklettert und hatte beim Auflehnen � eiserne Balkonbrüstung das Gleichgewicht verloren-« � im Fallm auf das mit Blech bekleidete GcsimS 0» Etage, erlitt hierbei zwei klaffende Wunden an der fiel dann von hier aus auf das Straßenpflaster. Gin Feichenflrdderer schlimmster Körle letzten Mittwoch durch die Entschlossenheit eines Kaust'� der Hasenhaide dingfest gemacht. Dem Kaufmann nTö<»r nn h#»m nfnnnnlpn �nn«» hio QITTp# � fe'°m 12. Äi: &T an I Harr, S�etlrtun ßch ereig „'SL'" lar, § �esfnun te, U eiäonf Sütev"' jnbe 1 ISÖ�Smon II tSW'fi? Sst Vi BLM als er an dem genannlm Tage die Allee bei Keller s � passiite, mehrere Kinder entgegen. Sie deuteten auf/ ,3e q, anständig gekleideten Mann und riefen:„Der Mann M 1�1.gliche m schlafenden Bahnwärter die Uhr gestohlm." K.»"iL f stacht. aus den Fledderer zu und forderte ihn zur Rückgabe? � stohlenen Gutes auf. Dieser bestritt dm Besitz der Ufritfi bedrohte K. damit. Zum-.% ein zweiter Herr des » seinem Vorhaben m sofort das Messer und in diesem Augenblick der Dieb wurde dadurch Als gleich darauf noch mehrere Passanten hinzukamen, Räuber zu dem schlafenden Arbeiter zurück, weckte ihn",(1 ihm die Uhr mit dem Bemerken zurück, er habe sie•' ck aufhebm wollen. Empört über diese Dreistigkeit, nahw die Herrm den Dieb fest, und versuchten oen sich" Sträubenden nach der nächsten Polizeiwache z« bringen-� Arbeit wurde ihnm aber von einer Militärpatrouille aw e men, welche dm sonderbarm Mmschmfimnd, no*%/ eine Soldat sein Gewehr geladm, nach der M'''M tranSportirten. Von da wurde er nach ver nächsten V wache überführt und hier stellte es sich heraus, daß Ts mit einem ganz abgefeimlm, der Polizei wohl bekonn».� brecher zu thun hatte, der schon oft wegen Ra», das letzte Mal mit zwei Jahren Zuchthaus, vorbestral>' Die neuen Fordernngen der Kückergesm�ji von der Kommission der Bäckergesellm aufgestellten neusi,? derungen lauten folgendermaßen: 1) Die Arbeitszeit»'W Uhr AdendS und dauert bis 10 Uhr Vormittags, besj» tags endet dieselbe 6 Uhr Morgens. Regelmäßige 1"# den werden nicht gemacht. In Wcrkstellen, wo d>« � durch vermehrtes Personal nicht in der festgesetzten tss.., gestellt werden kann, wird nur 11 Stunden gearbe> haben dann die nöthigm Mannschastm als Avlösu"S.,. treten. 2) Für kleinere Werkstellm wird ein Minbcst'"'/ 9 M. für die jüngsten Gesellen, 12 M. für den Knetts« Mark für den Werkmeister pro Woche festgesetzt. Df ist Sonntags Vormittags in der Backstube auSzuzah�w und Wohnung bleibt beim Meister. Gesellen iragM � Waare aus. Die Sprechboten werben von der Gesiu gewählt. Weihnachten, Ostem und Pfingstm ist vow° zum dritten Feiertag freie Nacht._ f i SW polizeiberichl. Als am 6. d. M. Morgens oW Steinplatz Schamhorststr. 22 der Arbeiter Thielemann 0 t P Foribeweaen eines Sandfleinblocks beickäfriat war,?>..p Foribewegen eines SandsteinblockS dabei benutzte Krahn zusammen. Ein Holzsplitter beiler am Fuße, so daß er mim Knöchelbruch erlitt. letzte wurde nach dem Auausta-Hospital gebracht. geiiethm auf dem Hofe des Grundstücks Langes»- Knaben beim Spielen in Streit. Hierbei warf der j einem Glasscherben nach dem andern und traf ihn so- lich in das rechte Auge, daß dre Sehkraft desselben.>rotz � niger ärztlicher Hilfe wahrscheinlich� völlig verloren>st�� mittags stürzte ein zweijähriges Äädchm von dem zweiten Stock eines"Hauses in der Lichterselderstraße"J y mq sp-»» .....' verstarb auf der Stelle. vier verschiedenen Orlen kleinere Feuenvehr gelöscht wurden. Kewegung drr K»völl!»r«ng d»r Stadt Kerlin. 14 Juli bis 20. Juli 1889 fanbrn 227 Edeschllrbmigen statt. wurdr» 867 Kinder, darunter 80 ai'.......' auWW#_Me 8,�,baren�±%4, T'ISebg� i su ein Kte., .5? Ate Z'.W! is»Sa RSIlr, ,?€ Mille der Bevölkerung, die auberedelich Geborenen stnd bei den isibf" 9,2, bei den Zodlgeborenen 8,8 Ml. Die Zadl der gemeldeten trua 740. die sich auf die Worbenlaae wie ialal nn! heilen i trug 740, die sich aus die Wochenlage wie sotgl verldeilcu Montag 104, Dienstag 1(0. Mittwoch 94, Donnerstag 120, F abend 113. Bon den Gestorbenen erlagen an Maiern 2, Pocken 0, Noie 0, Diphtherie 18, Bröune 1,«ciidibuflW »ÄS'ii"■'Ü'* x. �iciuiud' sind 6 Todesfülle dur � i. »eigeführt Dem Wter nach sind dle Gestorbenen Unter 1 Jahr aU Heber 1, Tnphu« 3, Ruhr 3, Cophili» 0, Älterischivöchc 9-"jg, .....::........................ 10 Personen, und jlvar durch Ertrinken 3, Erhängen 1, Äur» fgrl'% N es Schuhwunde, 2� Opetallonj� Hiermiter stnd 6 Iodetsölle zgS�A � ein 19, Lungenenljstndung 31, Lnngcnichwindiuchl 87, Diarrhoe durchsall 172. Magendarmkatarrh 37. Durck, SSerntfhma kam (1 durch Alkoholvergistung Doliriam tremenn) herdcigesührt. der 20- iiber 80 Jahre 7 Personen. schliebtich 18 ÄuSwöriige, In hiesigen»rankcnhäuseiß llarbe»� welche zur Behandlung hierher ge° W der % "S" % i#,; 'eit I W >ie Sch<"� tapild wj id,t#2 zag SZ Imo bestii»>W m den Tgoten- "42' # rfäfia«25 ache � n# rA-z , OW�S und J"?tk Ecke««% nügl uf W Ol NW«?! eine® er%P3tl >> sich«' «•I mnä»Z» rH r 61*3 -r"?; der Z rt» Äau' INN bÄt-n Ä �?.°,�ung«zahl(1489200). Die Sttrblirtiteilöjiner in folflenbtn d- in«aÄ�LÄ�'«H�nberttauimb Einwohnern be- wn ä%#gä-säm ronhm„8t«sr°�' 21J)iS 27 Juli kamen zur Melbung In ....... />.m.t--- on CAnrlnA« Bevichts-ZZeikung. 1»% am Gtagr bis In den Keller hinab Windau i« �vlember v. I. der Arbeiter Roherz auf einem km q,l Liefenftrabe. Er kam merkwürdigerweise mit �toiun�L r"' �!tt aber so schwere äußere und innere T �»asi er noch heute nicht arbeitsfähig ist «« x.-r„».. v. omi____ .""v er noaj yeuie nia;i uiucu�v4»»*• Jntötiifi ft„„ Unglücksfall wurde dem Maurerpolier �rpkwerl.?.? beigemessen, welcher gestern wegen fahrlässiger , r, vor der ersten Ferien strafkammer des Land- SÄ?- der bi- �ugeklaLte hatte den oorgenann.e� Bau innr�cl W W leiten Cr"i".-angrlilluir yuiir ocu uui«<..iu..i..v.. Sliii j.i' bis zur vierten Etage gediehen war, als das Un- ?»ot fAmlf®"«®* Roherz wurde von ihm hinaufgeschickt, um I'�en niif e" �rgenstand herunter zu holen; im Begriff, den- W!>en'�'ve Schulter zu heben, rutschte er aus, schlug %&[.,"•.und siel gerade durch die Oeffnung eines m.i ber zur Aufnahme des Klosets bestimmt Wze p.?.«-?t der Bau- Polizei- Ordnung sollen der- 'der mit einer Schutzvorrichtung versehen sein, Nil;)i,,„. gehalten werden, im vorliegenden Falle war H bnfc'®� geschehe». Der Angeklagte entschuldigte sich 'Zirdn,!.? un icnem Tage gerade Arbeiten vorgenommen P'Witn k' welche es zur Bedingung machten, die obere i* 3W,J t""b offen zu halten und wenn dies auch durch p hme bestätigt wurde, so hielt der Gerichtshof *!!( bcm.°®'r' badurch nicht für entlostet, sondern derselbe �glück-s�undere Vorsichtsmaßregeln treffen müssen, um einem r»«« q„I> vorzubeugen. Es wurden aber mildernde Um- % genommen und daher nur auf eine Geldstrafe von » Sew�n� Gefängniß erkannt. rM ein,, �»»»werthe Gründe hat das Reichsvcrsicherungs- nNen.,,'."lscheidung beigegeben, die zu Gunsten der Hinter- fobCo'"« Verunglückten gefällt wurde. Einem Flößer Ödster �Machen eines Floßes die Mütze ins Wasser, ein poiiee' rij' denifelben Floß beschäftigter Flößer sprang in« ,?°nl der Mütze nach um sie heibeizuschaffcn ' vtDPf n?�p at*. x«,,,»» k»a rtf\ Tiipr piii inS 9:77".""" ver-vcuye nacy um»c ytiuuju �uii... und i'�Sunfntt". entstand nun die Frage, ob hier ein Be , na! # i z.""MnsnN 7"(m»uuu iiuii u.i. oiubv,...... ,»bet«?�'ege, der die Entschädigung der Hinterbliebenen fNibitm" ijyOS Reichsvefficherungsamt, au welches die Ent- bfi„M nrage in der Rekurs-Jnstanz gelangte, hat die �?((ne ftrli und zwar mit folgender Moiivirung: Der er- (3e 1» ist einer Gefahr erlegen, die ihn auf dem ..Nstch, fu'S.ftleidiec Weise umgab und die gerade die eigen- w-ü�chl. �brlichkeit des Flößerei- und SchifffohrtSbetriebeS selb:."'!i»ini, diese Gefahr zu seinem Schaden wirksam iNnV�io blSJ"' Vr freilich, indem er ins Wasser sprang, n.,, b(n&; aber was ihn dazu trieb, die der Sorge e», iW£ gleichzuachtende kameradschaftliche Gesinnung, tu, � dem Beiriebe eigcnthümliche, langwährende, L. �nb, leben herbeigeführt sein mochte, fußt wiederum ...Wter«.'?.dem Betriebe. Letzterer erscheint mithin in die bekl�dung für den Unfall ursächlich und eS hat des- wn biefi"®,',' BinnenschifffahrtS-Berufsgenossenschaft für die Unfalles einzutreten. �ojirrle Ueberstchk. W U i ovs. n -S e oP i 't, August.(Warnung für Schnitt 5�erl ��overgolder und Passepartout- ision. N'ffolfle einer weiteren 20— üvprozentigen Lohn- b-SiißÄ��? heute sämmtliche Arbeiter(11 an der Zahl) * Und ff 1 �uruSpapierfabrik. Der Fach oerein der Buch- : Iiis rtonnagearbeiter zu Dresden warnt jeden Ar- der Herren Süß die Arbeit aufzunehmen, d Eeminu»weite Reduktion seit dreiviertel Jahren ist. »och neuer Arbeitskräfte dürfte Herr Süß jeden- hr Appetit nach Lohnreduktionen oerspüren. �»nü��Uche Versammlung der Nrechsler und 2% Gericht und Abrechnung der Kommission" nahm N dessen� Rautenberg. Der Kassenbestand ergab W«WRM �-'ke �.wurden darauf gewählt die Herren P l a n itz, .�«ia� und Kaspar Zachow. Zum zweiten Punkt der «Bericht über den internatio- ÄiSnbs'' o da-* War?''Ar* Del�irtV � bet"" Drechsler V Ibfehp» gepflogen werden würden, habe sich, wie % Z Äeti-.. Beziehung naturgemäß mit ganz hervorragenden .KU kämpfen gehaßt. Da fei der Sprachen- " lie zu bedenken gewesen. Indessen, um habe es sich hier auch absolut nicht n weit höherem Maße um Klar- vn» tK'voimiffe in den ,in»elnen Staaten. Man fm v""''" yuoe CS »--- gerreues �jiio oavon hiuiuiv»/•v»v � »f Bleiben B den einzelnen Ländern stehe. Im Allge- »."Hen i i, mi, vderungen der Arbeiter in allen Staaten der guj, �dies, übereinstimmend damit, auch mieden der f £Ä'' ?? nss»"«»«» " Wtfi x �ssender einen klaren und sachgemäßen die Tage des Kongresses.— Unzählige Massen von Telegrammen aus aller Herren Länder feien dem Kongreß zugesandt worden. Zum Schluß hob Redner noch rühmend hervor den herzlichen Verkehr der Delegirten unter einander und die großartige Höflichkeit der Franzosen, an- scheinend gerade den Deutschen gegenüber. Man müsse gerade demgegenüber einen Ekel vor den chauvinistischen Verhetzungen bekommen. Donnernder Beifall folgte dem Vortrage.— Folgende Resolution ward darauf e i n st i m m i g ange- nommen: Die Versammlung erklärt sich mit dem durch den Referenten vorgeführten, vom Kongreß angenommenen Pro- gramm, betreffend die Einführung gesetzlich geregelter Arbeitsverhältnisse einverstanden und verpflichtet sich mit allen ge- setzlich den Arbeitern gewährleisteten Mitteln an der Verwirk- lichung dieses Programms mitzuwirken."— Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten und der vorgerückten Zeit wegen nach Absetzung des dritten und viertenPunkteS der Tages- ordnung schloß diese imposante Versammlung mit einem be- geistert erschallenden dreifachen Hoch auf die Arbeiterbewegung. Eine gut besuchte Hlanarbeiter-Nersammlung tagte am Dienstag unter dem Vorsitz des Herrn Noack in Scheffer'S Salon, Jnselftr. 10. Es sollte über die in der Lohnbewegung gestellten Forderungen endgiltig Beschluß gefaßt werden. Kollege Kühne theilte mit, daß 2500 M. meistentheils von auswärtigen Kameraden eingelaufen sind. An Streikende sind 1500 M. verausgabt, noch in voriger Woche find 10 Kollegen mit zusammen 130 M. unterstützt worden.— Kollege Wallen- t h i n theilte mit, daß nach den angestellten Ermittelungen auf 430 Bauten 2480 Akkordarbeiter und gegen 3000 Lohnarbeiter beschäftigt find. Die Akkordarbeiter haben den Tarif von 1886 nur auf wenigen Stellen durchführen können. Auch die gegen Tagelohn Beschäftigten haben nicht viel erzielt. Soweit oie Kornmission feststellen konnte, wird nur auf 42 Bauten der Lohn von 45 Pf. pro Stunde gezahlt, auf 52 Bauten werden sogar nur 25 und 27 t Pf. gezahlt, die übrigen zahlen 32: bjs 35 Pf. pro Stunde. Es fei nölhig, ernstlich an die Durchführung einer neunstündigen Arbeitszeit zu denken. Die Kommission fei darin einig, daß ein Generalstreik nicht angezeigt erscheine, weil hierzu die Bauarbeiter noch nicht genügend organifirt sind. Wo aber der 1886« Tarif nicht bewilligt werde, empfehle sich der partielle Streik umsomehr, als noch etwa 1600 M. zu Unterstützungen vorhanden feien und die auswärtigen Kollegen in solchem Falle hinter uns stehen.— Es wurde nach längerer Debatte eine Resolution angenommen, inhalts deren der partielle Streik beendet erklärt wird mit der Maßgabe, daß l. jeder Akkordarbeiter die Arbeit aufnehmen kann mit der Verpflichtung, den 1886er Tarif zur Durchführung zu dringen, 21 jeder Lohnarbeiter die Arbeit ebenfalls ausnehmen kann mit der Verpflich- tung, auf einen Stundenlohn von 40 Pfg hinzustreden. Wer durch die Geltendmachung dieser Forderungen arbeitslos wird, erhält entsprechende Unterstützung und hat sich an den Ver- trauenSmann seines Bezirks zu wenden.— In der Diskussion sprach Herr K n a a k die Hoffnung aus, daß nach dem, was die Maurer und Zimmerer erreicht haben, zu hoffen sei, daß die Sstündige Arbeitszeil bald auf der ganzen Lime durchgeführt werden würde. Für die Beschäftigung der Steinträger sei diese Verkürzung der Arbeitszeit dringend nöihig. Herr Rennthaler fordert zu einer besseren Organisation auf, da heute die Arbeitgeber den Arbeitern in der Organisation überlegen seien und sich den Arbeitern gegenüber einfach auf den Standpunkt stellen: Wollt Ihr etwas haben, so erkämpft e« Euch!— In gleichem Sinne sprachen noch mehrere Redner. Der Lolralverband deutscher Jimmerleut« Kerlin |lord und Umgegend hielt am Montag eine außerordent- siehe Versammlung ab, welche sich mit inneren Vereinsangelegen- heilen beschäftigte. Es wurde von dem Vorsitzenden das Schreiben des Hauptvorstandes zur Erörterung gebracht, welches den Ausschluß des Mitgliedes Lehmann verlangt. Herr Leh- mann richtete hierauf an den Vorsitzenden die Frage, ob er Kenntniß von dem seinen(des Lehmann) Ausschluß betreffenden Flugblatt hat, welches unter den Unterschriften auch den Namen des Vorsitzenden trägt. Der Vorsitzende erwidert, daß ihm von diesem Flugblatt nichts bekannt geworden fei, namentlich habe er seine Unterschrift dazu nicht gegeben. Hierauf wurde das Vorgehen des Hauptvorstandes von dem Kollegen Weinert einer sehr scharfen Kritik unterzogen. Kollege S t ö h r meint zwar, daß nach den gegen Lehmann erhobenen An- schuldigungen dessen Ausschluß erfolgen müsse, ihm wurde indeß von Weinert und Studier energisch widersprochen.— Es gelangte sodann folgende vom Kollegen Ewald Petkimann eingebrachte Resolution«stimmig zur Annahme: Die heute tagende außerordentliche Versammlung des Verbandes deutscher Zimmerleute, Filiale Berlin Norden und Umgegend, hält den Ausschluß des Kollegen Lehmann für ganz ungerechtfertigt und tadelt das Vorgehen des Ausschusses auf das Entschiedenste. Die Versammlung erklärt die angegebenen Gründe des Ausschusses und des Haupt- Vorstandes nicht entfernt für ausreichend, um den Ausschluß des Kollegen Lehmann zu rechlserliaen. Wohl aber find Lchmann's Verdienste um den Verein bekannt. Lehmann hat für den Verband gewirkt und ihm manches Mitglied zugeführt. Der Ausschluß Lehmann'S ist danach ungerechtfertigt.— Ein weiterer Antrag von Otto Palow, welcher die Auflösung des Verbandes beantragte, wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt. Nachdem dies geschehen, erklärten viele ältere Kollegen ihren Austritt aus dem Verband, weil sie unter der Leitung des am 28. Juli gewählten Vorstandes nicht mehr Mitglieder bleiben können. Es soll demnächst eine weitere Versammlung abge- halten werden. Der Fachvrreln der Tischler hielt am Sonnabend, den 3. August bei Jordan's, Neue Grünstr. 28, eine sehr gut be- suchte Mitgliederversammlung mit folgender Tagesordnung ab: I. Vortrag des Herrn Dr. Zadeck über:»Bakterien und Bakterienkrankheiten". 2. Vereinsangclcgenheiten und Ver- schiedenes.— Der Vortrag wurde mit Beifall, und wie eine Reihe einlaufender Fragen bewies, auch mit Verständniß Seitens der Mitglieder aufgenommen.— Zum 2. Punkt gab der Vorsitzende bekannt, daß die für heute in Aussicht gcnom- mene Vorlegung des statistischen Resultats, betreffen!» die Zu- stände im Tischlergewerbe, nicht erfolgen könne, da nach Be- schluß des Vorstandes eine nochmalige Durchsicht des ge- wonnenen Materials, behufs Feststellung eines genauen Ver- haltnisses zwischen Groß- und Kleinbetrieb vorgenommen wer- den soll.— Im Weiteren weist ein Kollege auf die zahlreichen Branchenvereinigungen in unserem Fach hin und wünscht, daß dieser Frage von Seiten des Vereins näher getreten werde. Demgegenüber erwidert ein anderer Redner, daß dies wohl Sache öffentlicher Versammlungen sei, wünscht aber, daß der Fachverein in nächster Zeit, vielleicht in größerer Versammlung, wo auch NichtMitglieder Zutritt haben, seine Stellung präzisire, welche er gegenüber einer ausbrechenden Lohnbewegung einzunehmen gedenkt. Redner ist der Meinung, daß, so lange die große Masse der Berliner Tischler außerhalb jeder Bereinigung steht, ein Streik der Tischler von Seiten des Vereins keine Billigung erfahren könne, da zur erfolgreichen Durchführung einer Lohnbewegung eine umfassende straffe Organisation unbe- digt nöthig sei. Hieran knüpft sich eine längere Diskussion, in welcher ein Kollege noch bemerkt, daß eine Stimmung für den Streik selbst bis in die Reihen der Kleinmeister vorhanden sei, und tabelt die Dezentralisation in Branchen, die eine un- gleich größere Summe an Verwaltungskostcn verschlinge, als eine große Organisation. Im selben Sinne äußern sich sämmt- liche Redner. Nachdem noch Herr Wittmann als Beitrag- Sammler|für die achte Zahlstelle(Norden) gewählt geworden, wurde die Versammlung vom Vorsitzenden geschlossen. Verboten wurde die von Fr. M. Böse zum Freitag, den g. August, in Renz' Salon, Naunynstraße, einberufene Frauen- Versammlung mit der Tagesordnung: Das Arbeiterschutzgesetz und die Arbeiterinnen. Referentin Fr. Helene Baake. VolizrUich verboten wurde eine zum Freitag bei Renz, Naunynstraße, geplante öffentliche Arbeiterinnenversammlung, in der Frau Helene Baake über das Thema:»Die Arbeiter- fchutzgesetzgebung und die Arbeiterinnen" referiren sollte.— Dasselbe Schicksal hatte eine Vereinsversammlung der»Freicn Vereinigung der Damenmäntelschneider"', zu der die Arbeite- rinnen der Bekleidungsindustrie Zutritt haben sollten. Die Tagesordnung lautete:»Die Organisation der Damenmäntel- schneider und der Arbeiterinnen der Bekleidungsindustrie." Das Verbot ist um so auffälliger, als das Polizeipräsidium seiner Zeit eine Abänderung des Statuts der»Freien Vereinigung" genehmigt hatte« nach welcher auch die Arbeiterinnen dem Verein beitreten können. Die Vereinigung der Drrcholer Deuischlanb«(Ver- waltungSstelle Berlin III) hielt am 5. August in Bolzmann'S Salon, Andreasstr. 26, eine Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Bericht und Neuwahl des Bevoll» mächtigten. 2. Der Verbau dstaa deutscher Drechsler-Jnnunge« in Hamburg vom 24. bis 26. August. 3. Verschiedenes. Zu Punkt 1. theilt der Bevollmächtigte mit, daß er wegen Krank- heit fein Amt niederlegen muß. Er erstattete Bericht über feine Thätigkeit im letzten Ouartal. Demnach sind abgehalten 8 Vor- standSsttzungen und 3 kombinirte Vorstandssitzungen. Ferner erledigte derselbe 95 Briefsendungen, welche eine PortoauSloge von 6,77 M. erforderte. Zum provisorischen Bevollmächtigten wurde Kollege Rich. Tabert gewählt. Zum 2. Punkt erhielt Kollege Hildebrandt das Wort unb beleuchtete in seinem Vor- trag den VerbandStag der deutschen Drechsler-Jnnungen zu Hamburg. Zum 3. Punkt theilt Kollege Leigarth mit, daß der Bevollmächtigte G. Hacke der Verwaltungsstelle Harburg nach Veruntreuung von Vereinsgeldern verschwunden ist und bittet bei etwaiger Kenntniß seines Aufenthaltsorts dem Zentralvor- stand davon Mittheilung zu machen. Gin» öffentliche Versammlung der Käckermeister hatte der Obermeister der Innung Herr Gemeinhardl, auf gestern Nachmittag 3 Uhr nach dem großen Saale des Hand- werkervereinS in der Sophien straße einberufen. In der Ver- fammlung waren etwa 600 Personen anwesend. Eine Bureauwahl erklärte Herr M a n n g o l d für»statutenwidrig vom Standpunkte beider Innungen": Herr Gemeinhardt behielt also den Vorsitz und stellte die Vorschtäge der Kommission beider Innungen, betr. das Rabattunwescn, zur Diskussion. Hr. Mann- gold gab zu, daß die Beseitigung dieses Unwesens, wenn sie gelinge, indirekt eine Frucht des Streiks sei. Der folgende Redner, Herr Papst, wurde durch eine derartige Unruhe unterbrochen, daß er mit den Worten:„Meine Lunge ist nur für mich", abtrat. Mehrere andere Redner mußten ebenfalls abtreten; dieselben entfernten sich allerdings mehrfach weit von der Sache. Unter anderem gelangte ein Sprechsaal. Artikel aus dem»Beel. Volksbl.", unterzeichnet von Heitmann, Brunnen- straße, zur Verlesung; die erwartete Kiitik deS Artikels blieb jedoch gänzlich aus. Die Vorschläge der Kommission fanden schließlich Annahme. Dieselben lauten: 1.§ 1. Die Endesunterschriebenen verpflichten sich vom ... ab: 11 von frischgebackenen Brödchen nicht mehr als 4 für 10 Pf. den Käufern zu liefern; 2) denjenigen Personen, welche nicht zum Wiederverkauf Brot und andercBackwaaren von ihnen entnehmen, einschließlich der sogen. Beutelkunden, weder Rabatt noch Zugabe zu gewähren;� 3) den Konsum- und anderen Vereinen, welche Backwaaren für ihre Mitglieder erwerben, einen Rabatt von höchstens 5 pCt., den sonstigen Wiederkäufern und Jnbabern von Pensionaten bei Entnahme von Backwaare einen Rabatt von höchstens 10 pCt. zu gewähren. § 2. Es ist gestattet, Inhabern von Settern und Restaurants, Restaurationen und Gastwirthschaflen, welche Backwaaren an das Publikum nicht verkaufen, fonocrn dieselben lediglich im Gewerbebetriebe an dasselbe verabfolgen, bei Entnahme von Backwaaren Rabatt in beliebiger Höhe zu gewähren.— Zum Schlüsse mahnte Herr Obermeister Gemeinhardl die Merstcr noch, auf der Hut sein, da sie in den nächsten Wochen eine Ueberraschung durch d i e G e se l l e n z u g e- wärtigen hätten. Die von den Arbeitern seiner Zeit gewählt» Kommisston zur Beseitrgung des denaturirten Spiritus hat nunmehr eine Petition an den Reichstag ausgearbeitet und drucken lassen, die sie jetzt in ganz Deutschland behufs Samm- lung von Unterschriften versendet. Zur Unterzeichnung sind auch Hausfrauen aufgefordert, die den schädlichen denaturirten BrcnnspirituS im Haushalt verbrauchen. Ende dieses Jahre« wird wahrscheinlich die Petition an ihre Adresse abgehen. Di» Zlationale Krankenkasse der deutschen«old- und Kilberarbriter(E. H.), Mitgliedschaft Berlin, veröffent- licht ihren Geschäftsbericht für die Zeit vom 1. Januar 1889 bis 30. Juni 1889. Demselben entnehmen wir, daß für dieses i Jahr die Einnahmen 8706,88 M. und die Ausgaben 8500,88 Mark betragen. * ZrUg»m«>n»r MetnU Arbeiter- V»r»>» Keriin» unb ZlmgeOeub. Große Versammlung am Donnerslag, ben 8 August 1889, BbeubS 8 lldr. Im „flönlgebof", BMowstr, 87 Zageiorbnung; 1 Borirag, 2. 8 Auf- nabme»euer aKUglleber. 4 ÖerlAiebene*, Fragetaften Gaste daben Zulirir Um reibt jablrelchen Bestich bittet ber ber Vo staub Der unemgeitttche Arbeit«- nachwei« nefliibet sich im Silben; SIeanberstr 5, Destillation zum Heim. im Norbe», Brunnenstr 40 bei Schauer unb ist täglich Slbenbtt von 8% bi« lODbr. Sonntag« von 10 bi« 11% Übt gebffntt. Die Bibtiotbek bestnbtl»ch Reanbei- straße 5. Destillation zum Heim unb werben baielbst Montag« unb Donnernag«. AbenbS von 8% bis 10 llbr, Bücher ausgegeben Luit, verein der»ischter.(gür ben Osten) Donnerstag ben 8.»Uguft. Abenb« 8 Ubr, im«dnigstabt-ztastno Hoizmarktftr, 78.»erwmmiung. Taue«. orbnung I 1. Haben mir ein Cebürfniß UN» zu organistren 7 2. Dilkusston. 8 BerelnSaugelegenbeiten unb Berfdilebene«. Gaste willkommen «rob» üffenttiche Per sammtiing aller 1» der Aauaindnftri» beschästigter Arbeiter, all bafmb; Sdjtuiber, Echubmacher, Zapezirer. Sattlet, Buchbin ber. Warnen lirer u. I, tu., am Donnerstag, ben&«uguft. «benb» 8% Übt, bei Zorbau, Neue Grünstraße 28, I, TageSorbnung: I.«b. rechnung ber«ommillton von ber Sammlungen zur Bestreitung ber Unkosten tbrel Delegirten vom iirlernntlonnlen Kongreß 2. Berichterstattung vom ii ier. nationalen Kongreß zu Pari», Weferent Sdrnciber Seonbarbt Pfeitfrr, 8. Ditkuiston unb Berschiebene», Um recht wbireiche« Ericheinen wirb er sucht, PU Kranken»in» KegräbnlSkass» de» Perrln» rSmnrtltdirr Ber»is»ktal7»n Perlin I bö" Sounabenb, ben 10. b. M„«benb« 8 Ubr. Biumenstraße 78, eine Bersammiung ab, Zageiorbnung: Kassenbericht, Ge- schaslliche«, Mittbellungerr, Antzerarbentttch»«teneral P»rsa«Mlnng ber Prvbnktto- nn» Pobtlvkf-rlZenollrnsistaft ber Schneider|w Prriin tCingetr Genossen schas» jimriterliraße 30, am Montag, den 12 August,»benb« 8 Ubr, im Lokal Mobrenstraße 40. TageSorbnung. Beschiußsassung Über«llftölung 6er Genossenlchast, Aufkorbernngt Die Kalstrer berientaen Bereine, weiche ble Berrin«- Inserate für ba» 2 Duartol noch nicht beglichen baben, werben sreunbltchft er sucht, biel zu thun. ober ihre genaue Abreise an ble Erpebitlon, Limmer str, 44. elnfenbeti zu wollen,.. SSesang-, Unrn- nn» gesellige Perein» am Donnerstag: Mannet. geiangverein.Satitia' Abenb« 9 Ubr in Bettin s Nestaurant, Beteranenftr, 19 - Gesangverein.Bretzelschluß-«benb« 8% Ubr im Restaurant Schumann. «Ilc Zakobirraße 88.- Maunergeiangverein.Norbstern«benb» 9 llbr Im Restaurant Pohl, Mülleritraße 7,- Schaler icher Gesangverein.ber Eiser' «benb« 9 llbr bei»als»,. Stüter. � SfoTi�rftraßt besang,- Gesan«. verein.»lütbenknmz*«bettb« 9 1 W»............ H.....-. R) Im Rejtaurttnt Srniibenburdslraße 60.- Münnergeiangverein.Alernnber"«bettb« 9 Ubr im Restaurant Rose. Strauß. bergerstraße 8,- Mannergesangverein.girmita« bei«inner, KSnnilkerftraße Nr,«8,- Gesangverein Mannerchor St, Urban«bettb« 9 Uhr«nnni- ftraße 9- Mannergesangverein.LiebeSfrerbctt«bettb« 9 Ubr im Reftauntui Miegei, Stralaueritraße 57.- Ge angvere»„Deutsche Lieber laset"«benb« 9 Ubr aapt, Icker, traße 100- Gesangverein„Norbbeutsche Schieise"«benb« von 9—11 Ubr Mrchaelkrrchstraße 89.—„Brunonia" Abenb« 9 Ubr Uebung». unbe bei Lebmann, aieranbtmenltrabe 32.- Turnverein„Halen baibe"(Lebrl, btheilungl«benb«« ubr Diesse�bachjtraße W-Sl,-„Berliner Zurngen-ffen- ,%si"(7:°i.,br,ina,.«brbeilnn«)«benb« 8 Ußr in bei stä» Tu« «rißerstraße 17-18:— deSgi, s, Manner-Ablbeilung«bettb« 8 Ußr in ber siabllschen Turttballe. Gubetrer straße 51- Lübecfscher Turnverein(Mannet. «btbeilimgi«benb» 8 Ubr Elisabetbstraße 57-58.-«llgemeineer«renb» scher Stenograpbenverein,«btbeilung„Louisenstabt".«bettb« 8% Ubr im Restaurant Preuß, Oranienstr, 51,-«rertbCsdier Slttiogrnpbennetein Pbaianr«benb« 8% Ubr im Restaurant.Zum vuckower Garten'. Buckvwet- straße 9.- Deutscher Verein Arenb« scher Stenograpben«benb« 9 llbr in Heibt« Restaurant, Koppenstr, 75, Unterricht unb Hebung.- Berliner Steno- grapben-Verein(Softem«renb«)«bettb« 9 Uhr Int Restaurant griebcldiftr. 208 — Etoize'scher Stenograpbenverein.Norb-Berlin'»bettb« 9 Ubr. Schlegel. straße 44— Berein ber.Natur sreunbe' Abenb« 9 Ubr im Restaurant Wiener- straße 35.— Verein ber Unrubstäbter Abenb« 8X Ubr im.,ssbnigstabr.,ttasrn»', Holzmarktstraße 72.— Verein ehemaliger R.®. Rettschlagstcher Schiller am 1. unb 8. Donnerstag leben Monat« im Cas« Schüler, Lanbibergersiraße 73 «bfitM 8 Uhr.— Rouchklub„Ätrnfpiff" ilbmdS 8% Ubr Im Restauront Holz- maiftfttaüt 44.— Rauchklub.Hrcoiia" Abends 9 Uhr bei Pasche. Reichenbergrr- ftrxhe 118- Rauchklub..Dczbnalwaage" Abends 9 Uhr im Restaurant Lock, KraulSftrahe 48.— Rauchkiub.MorwartS" Abends& Uhr bei Herrn Teinpei, Restaurant„Zum SmboS", BreSlauerstrahc 27.—„Oricnlaiischcr Raüchklub" Abend« S Uhr im Restaurant Wiechert, Oranicnstrahe 8.— Rauchklub.Frumme Piene" Abend« 9 Uhr RvdcrSdorserstrabe 67 bei Wunderlich— Rauchklub „Kostegia" Abendi 9 Uhr bei Thiemcrmann, Skalixcrstrahe 65,— Privat» Sheateraesellschaft„Adlerlchivinge" Sitzung 9% Uhr Gartenstrabe 14 bei Träger. — Musikverein„BorwtirtS" Uchung Abends von 9-11 Uhr Fischerstratze 41. Reue Mitglieder erwünscht.— VergnügungSverein..Farinellg" Abend« S Uhr Znvalidenstratze 139. Kiste willkommen. Ausnahme neuer Mitglieder. VormipHkes« Ueber die G«t0 der Alpen schreibt der Privat- dozent Dr. Fleck in Nieinann und Möller's„Naturwissenschaft- licher Wochenschrift": Bekanntlich sind die höchsten Gebirge ,,...... oirge der Erde die Alpen, der Himalaya, die Anden, vor einer— geologisch gesprochen— kurzen Zeit entstanden(Mitte der Tertiarperiode). Auch Apenninen und Pyrenäen sind nur um ein weniges älter. Es wäre jedoch unrichtig, hieraus den Schluh zu ziehen, daß in den früheren Abschnitten der Erdgeschichte derartige hohe Gebirge gefehlt hätten. Man muß vielmehr annehmen, daß zum Theil durch Verwitterung und fließendes Wasser, zum Theil durch die BrandungSquclle des vordringenden MeereS die älteren GebirgSerhebungen wieder eingeebnet worden sind. Der Geologe vermag nun aus dem Gesiige derSchichten, aus derArchitektur der Erdrinde zu erkennen, wo früher Gebirge gestanden haben. Gebirge bilden sich ent- weder durch Runzelung der Erdrinde, durch Faltung und Aufwöl- bung der Schichten, oder durch Bruch und Absenkung ausgedehnter Schollen in die Tiefe; die zwischen den Bruchfeldern stehen bleibenden Stücke werden als Gebirge bezeichnet. Wo nun die Schichten stark gefaltet sind, die Oberfläche des Landes aber eben ist,— wie zum Beispiel im südlichen Rußland— oder wo gewaltige Brüche durch Höhenunterschiede sich an der Oberfläche nicht mehr bemerkbar machen, pflegt der Geologe das Vorhandensein eines„erloschenen" Gebirges anzunehmen. Zum Verspiel deuten die Faltungserscheinungen, die man im Schiefergebirge nnd den angrenzenden belgischen rheinischen,.„„„ Kohlenrevieren beobachtet, auf das Vorhandensein einer uralten Gebirgskette, die wahrscheinlich die Alpen an Höhe übertroffen hat. Die Einebnung ist hier durch das Vordringen des Meeres erfolgt und die beutige Oberflächengestaltuna durch die Erosion des fließenden Wassers geschaffen. Von Wichtigkeit sind nun die von mir gemachten Beobachtungen, welche darauf hinweisen, daß schon am Ende der paläozoischen Aera ein später ein- geebnetes Gebirge an der Stelle der heutigen Alpen gestanden hat. Der südliche Theil der heutigen Ostalpen trägt das Gepräge eines Schollen- oder Bnrchgebirges; nun fand sich, daß die paläo- zvifchen Schichten der Karnischen Alpen innerhalb der von Brüchen begrenzten Schollen in der mannigfachsten Weise ge- faltet und verschoben waren. Es ist der Natur der Sache nach undenkbar, daß diese Falten gleichzeitig mit den Brüchen ent- standen sind, denn bei der Faltung verhält sich die Erdrinde gleÄhsam elastisch, bei der Entstehung von Bruchgebirgen hin- gegen als starre Masse; bei der Faltung findet eine Kam- vresfion und Raumverminderung, bei Brüchen und Absen- kungen hingegen eine Zerrung und Raumerweiterung statt. Da nun heute vie Brüche das formgebende Element des Gebirgs- baues sind, muß die Faltung in früherer Zeit erfolgt sein. Die Altersbestimmung der Faltunas- Periode ergab sich ans der Beobachtung, daß die jüngsten paläozoischen Schichten (Perm) auf den Schiefern der Steinkohlen- Periode ungleichförmig(mit abweichenden Neigungswinkel) auf- gelagert sind. Die Faltung und Aufrichtung des alten Gebirges, das den heutigen Alpen an Höhe wahr- scheinlich gleichkam, hat also in der Zwischenzeit, im Beginn der jüngsten paläozoischen, der Permperiode, statsaefunden. Aehnliche Beobachtungen über ungleichförmige Auflagerung waren schon früher in den Westalpen(Dauphine) gemacht; es ist also im höchsten Grade wahrscheinlich, daß die LängSer- streckung der„paläozoischen Alpen" mit der deS heutigen Ge- biraes ubereinstimmte. Jedoch ist der Umstand von Bedeutung, daß die Zentralkette des alpinen UrgebirgeS südlicher(in der Zone der heutigen Südalpen lag; aus den heutigen Nordalpen sind keine Anzeichen älterer Faltung bekannt. Die Beobachtung, daß die gebirgsbildende Kraft an bestimmte Regionen der Erde auf unendlich lange Zeiten hin gewissermaßen gebunden ist, wurde schon in früherer Zeit gemacht; wichtig, aber leicht er- klärlich, ist der Umstand, daß innerhalb dieser Regionen die Zone der stärksten Faltung nicht beständig bleibt. Denn der Theil der Erdrinde, welcher einmal durch heftigen Seiten- druck verfestigt und gewissermaßen komprimirt ist, wird sich gegenüber späteren Acußerungen der gebirgsbildenden Kraft passiv verhalten. Möglicherweise liegt in diesem letzteren Um- stand die Erklärung für den abweichenden Bau der Südalpen. Die heutigen Nord- und Zentralalpen bilden den Typus von Faltengebirgen, die Südalpen find ein Schollengebirge, so weit sie noch sichtbar geblieben und so weit sie nicht an einem kolossalen Bruch am Rande der Lombardei abgesunken find. Hier stoßen nämlich die Zentralalpen(Monte Rosagruppe) un- vermittelt an die Ebene. Erwägt man nun, daß das Vor- handensein eines alten gefalteten Gebirges in die Tiefe(unter den mesozoischen Schichten) den abweichenden Bau der Süd- zone bedingt hat. Endlose Kähnen für Großstädte sind neuerdings in Vo:schlag gebrach: worden. Die Bahn besteht in einer end- losen, auf Rädern ruhenden Plattform, welche sich beständig, also ohne je anzuhalten, im Kreise bewegt, und zwar mit einer Geschwindigkeit von 4,50 M. in der Sekunde. Daneben laufen zwei gleiche Plattformen, die aber nicht mit Sitzen versehen sind, und sich mit einer Geschwindigkeit von 3 bezw. 1,50 M. in der Sekunde bewegen, und schließlich eine stillstehende Platt- form. Wer die Bahn benutzen will, springt von letzterer, durch Handhaben unterstützt, auf die erste bewegliche Plattform, von dieser auf die zweite und schließlich auf die dritte. Beim Verlassen der Bahn wiederholt sich der Vorgang in um- gekehrter Reihenfolge. So verlockend der Gedanke an eine Bahn ohne Aufenthalt, ohne Fahrplan und mit großer Leistungsfähigkeit erscheinen mag, so ist zu bezweifeln, daß die turnerischen Kunststücke zum Besteigen und Verlassen der Bahn nach dem Geschmack der Damen und älteren Herren wären. Auch dürfte der Betrieb einer solchen unter- irdischen aber auf Pfosten ruhenden Bahn, wegen der Fort- tewegung der drei Plattformen und der Reibung der un- »ähligen Räder ungemein kostspielig sein. Eine solche elektrisch betriebene Bahn hatte Henard zur Erleichterung der Besichti- gung der Pariser Ausstellung in Aussicht genommen; doch kam dieselbe nicht zu Stande. *t* Komet, der erst kürzlich in Geneya(Vereinigte Staaten) entdeckt wurde, hat sich, wie der„Urania" Sonntag Nacht durch ein Kabeltelegramm gemeldet wurde, plötzlich in drei Theile gespalten. prden Ist. AitrrrffrS jih Vrrsügung. iiprxdilanl. ig de» Eprkchlaal«. soweit Raum oaiut uu,u' Besprechung von Änaeleaenheiten allgemeinen rwahrt sich aber gieichiting dagegen, mit dem Dir Rrdovion stellt die Benutzung de» Eprechsaal«. soweit Raum dajüt adzu. spreck ,_.________ adrt... Znhalt desseiben identifizirt zu werden. zur sie verwad dieses Auf die Erklärung des Herrn Kunert in Nr. 132 Blattes fühle ich mich veranlaßt, folgendes zu erwidern: Es ist thatsächlich von Seiten des Herrn Kunert ein dreistes Unternehmen, die Welt mit der Behauptung zu beglücken, daß er in der Freireligiösen Gemeinde nicht als Lohndrücker auf- getreten wäre. Als der frühere Lehrer der Gemeinde enllaff.u wurde, wurde in der betreffenden Versammlung vom Vorstaudslisch aus erklart, daß Herr Kunert sich bereit gefunden habe, die bisher mit 75 M. bezahlte Stelle für 50 M. monatlich übernehmen zu wollen. Ob man ein solches Beginnen als„Unter- bieten" oder als„Lohndriickerei" bezeichnen will, kann dem Geschmack des Einzelnen überlassen bleiben. Jedenfalls steht fest, daß Herr Kunert die Gelegenheit benutzte, sich durch ein in Arbciterkreisen längst verurtheilteS Vorgehen einen materiellen Votheil zu verschaffen. Ich bin bei der ganzen Sache unbetheiligt und gehe nur von dem Bestreben aus, der Wahrheit die Ehre zu geben. Wilhelm Rüffer, Schuhmacher, Seydelstraße 13. itcucRc Itarfmdilcu. Der„Neich«a«teiger" enthält folgende Bekannt- machung: Auf Grund der§§ 11 und 12 des Reichsaesetzes vom 21. Oktober 1878, betreffend die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie, und des§ 1 der i» herzoglichen Ministeriums des Innern vom 23. wird die Nr. SO des im Verlag von Adolf Geck w Dn„ erscheinenden Südwestdeutschen Volksblattes„Offen» Nachrichten", vom 4. August 1889, verboten. Freiburg, den 4. August 1889. Der Großherzogliche Landeskommissar für die Kreise Lörrach und Offenbach. Siegel. Vrieflr«lkeir. Briiff* Bei Ansragm bitten wir dir AbonnrmrntS>Ouitwng brizusllgrn. Antwort wird nicht rrtdrilt., ,,<• H. T. Krunnenchraße. Ihr Bericht mußte em � ständigen Umarbeitung unierzogen werden. Heule w denselben. C. K. 2,80 M. Maler. Vereinigung Filiale II und IV, 0 Ojp Filiale l und IV werden ersucht, die Adressen ihrer einzusenden. 14. Ziehtutg der 4. Ulgsse 180. Komgl. Prelch. Lotterie. Zirdiiilfl vom 7. August 1889,'Kormittngs. Rur dir Srwinnr über ÄIO Mark ftud den vrrrrilrudr» Numm-r» tu Porruidrir drigriiigr. (Obne Arm-ihr.) 96 107 89 210 77 818 410 13 91 531 609 737 868 73 916 1 241 309 410 38 628 852 77 2173 446 9k 515 781 849 971 3075 130 203 24 ÖOK 672 93 8-6 901 50 4027 39 69 216 29 42 370 477 534 69 84 740 82 41 5010 185[3000] 210 423 573 765 79[1500] 927 73 98 6113 81 203 350 91 411 548 95 649 835 907 7138 97 351 408 613 882[300] 83 8197 254 73[30 0] 435 48 97 641 732 76 845 929 48»162 95 541[300] 624 711 75 87[500, 831[3000] 921 63 90 98[500] 1 Ol 17 2.i4 58 309 607 82 701 921 11025 109 19 309[300] 34 51 96 542 1*022[500] 61 108 25 69 266 483 538 702 53 854 927 13134 249[5001 432 529 67 835 908 64 1 4059 150 88 389 631 78 890 1 5068 132 201 21 31 38 341 449 66 85 96 97 513 4 t 663 853 963 1 6018 103 200 337 447 69 549[3000] 649 707 1500] 817 78 1 7040[30] 193 310 404 60 75 567 691 18158 608 714 25 46 916 1W067 108 49 99 298 731 90 96 150"] 8,3 931 48 68 85 *«346[500] 85 463 74 581 606 51[500] 738 983[5001 88 99*1017 82 189 238 498 500 8 13 88 613 32 59 71 98 764 884**060 64 175 292 438 1500] 86 579 690 739 94 812 38 52 95 901 40*3202 9 75 403 6.38 93 826 71 82 966[lOOOO] 74 88*4001[50O] 25 150 273 81 346 406 45 82 528 688 868 900* 5002 22 139 88 317[lOVOO] 63 81 547 724 69 834 908*«015 152[3000] 227[1500] 465 73 534 658 975*7024 82 198 283 400 515 640[3001 943*8352 47 6 518 698 710&2[300] 67 *»159 232 308 437 38 73 524 34 627 836 46 30115 227 330 409 504 10 710 25 922[3000] 74«1005 74 141 208 17 96 619 90 762 3*044 69 155 475 510 860 993 33021 75 107 260 74 322 67 420(5001 667 90 848 92 34146 85 263 310[3000] 60 604 79 713 814 35 7 4 922 76 86 3 5273 84 547 52 608 34 13000] 750 97[500] 867 924 36106 31 214 45 455 94 573[3000] 90[1500] 6-0[500] 74 790 972 37165[500] 272 311 48 517 742 879 38:01 326 449 567 92 681 924 45 13000] 39022 108 274 341 478 655 871 40021 2 252 321 73 559 632 709 17 812 55 974 41023 32 46 328 417 589 648 748 837 41 84 963 4*081 97 148 55 244 85 312 7 2 78 470 510[300] 664 934- 6 4 3209 329 478 571 91 440,1 87 205 66 320[3001 77 411 565 603 858 929 45124 84 88 314[3000] 51 417 643 54 852[1500] 54 4 6000 148 298 410 42 695 726(3001 39 60 804 956 57 4 7035 114 409 600 9 4-, 62 757 845 48090 291 323 15001 48 718 849 967 4U0l9 163[15001 207 336 66 448 514[300] 97 909 86 5«007 78 1>7 456 66 82 572 687 878 9l3 51443 623 56 73 740 812 37 964 5*012 18 165 259 341 573 613 973 58137 241 64 91 403 6,-6 976 5 4027 162 204 17 tO 452 635 805 97 942 5 5091 230 57 95 346 409 49 63 71 5,9 68 783 95 902 5 6 99 212 36 404 11 13000] 52 76 591 722 32 878 937 11500) 41 53 79 5 7021 47 101 19 330 68 413 62 602 778[300] 818[30,] 58018 131 2>,3 95 418 97 692 712 45 63 282 361 4 ,1 604 703 21 844 905[30001 ««033(30001 61 168 388 549 641 74 799 800 91 967 75[500] 334 510 86 775 838 81 945«*003[1500] 100 96 243 467 862 181 368 447 708 856 57 913«4148 273 313 1300] 413 734 41 72 79 810 87 943«5246 99 344 86 11500)(,46 704 81«6023 150 433 603 76 770 864«7043 44 115001 118 229 309 79 642 704 8 9 884 922«8003 113 81 240 46 392 407 519 30 7 2 664 90 734 91 96 829«»012 347 83 544 676 887 7«243[1500] 92 323 33 422 36 620[3000] 55 881 963 83 71156 [300] 64 82[300] 251 58 78 339 74[3000] 525 704 75 800 75 915 7*014 15 9 6 170 249 317[30001 59 95 451 79 646 708 27 37 82 935[1500] 60 73164 7 2 287 414 7 05 71 816 55 93 930 44 48 74026 187 93 365[1500] 495 516[3001 6:6 56 701[500] 73 7 8277 306 432 552 609 763 7 0329 98 704 71 925 77031 116 63[300] 90 294 358 67[1500] 87 433 68 547 82 625 711 884 78151 80 87 342 84[500] 632 899 7»U4[1500] 98 [300] 247[500] 516 603 763 75 896 8«083 227 301 8 511 708 34 94 911 42 8 1067 III 39 296 371 432 726 851 90 911 31 94 8*002(15001 384 98 401 86 503 645 729[3000] 50 68 855 92 919 81 83070 151 305 431 90 589 729 879 8 4010 53 110 77 313 462 696 711 801 13 17 59 945 70 8 5307[3000] 572 75 621 844 55 57 72 926 8«214 312 433 54 87186 249 96 497 857 88019[500] 109 210 631 960 88 8»092 174(15001 434 52 548 609 63 806 32 98 »«145 3-1 416 99 553 87 799 800 14»1032 46 393 456 580 634 859 950 73»*086 572 96 611 79 763 848»3029 91 227 393 494 506 53 6:5 47 61 67 928 62[5001»4068 100 40 310 86[3000] 6:10 56 614 97 700 933 34 0 3028 31 41 392 494 850 909 33 98»«479 657 85 663 89052 «1046 «3015 14. Aiehlttig der 4. jNllsse 180. Köiiigl. Prenß. Lotterie giehun« vom 7. August 1W9, JHut die üiewinue über ÄIO Mark nnd den betreifeiiben Nummer« in Parenthese beigekiigt. 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Cronstei« w Berlin. Druck und Verlag von in Berlin SW., Beuthnrage 2.| Ktz Herr Br I 1