I ,®ii Jd" einpft die.' ö# ftfj' ?| EiPoft 5? K) aße l52'!l i Mk- � S. -'b ''ks -' KZ 250�� Wk. a" Ks " 4' ' ,t» i1* � cn Ms-zS pwv .-a-z. xZ'S- r.|r . J? dtt» fe. 198. Honntag. dr« 25. AuguK 1K89. 6. Jalirg. HerliuerDolteblflll ßtrn für die Interesse« der Arbeiter. «f-hein, t仫» m> Das..B e r l i n e r V o l ks b l a t t" °".Hous fiKMMs außer nach S°nn- und Festtagen Abonnementspreis für Berlin frei k �»-erieiiahrllch 4 Mark, monatlich 1A5 Mark, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer � � c cn,i Ä..» ' 3'lul".......... �...... Edition 3immer�XCL,nt/ ��onntags- Blatts 10 Pf. Bei Abkiolung aus unserer «-} 351arrF pro Monat. Postabonnemem 4 Mark pro Quartal dag der Postzeitungsoreisliste für 1889 unter Nr. 866.) Täglich uuter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. Jnsertionsgebühr beträgt für die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Rmnn 40 Pf., für Vereins- und VersammlungS. Anzeigen 20 Pf. 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Bundesraths zuweilen konimen, wohl entnehmen, �.�phoilung, daß der Reichskanzler die Angelegenheit des � mongesetzeS ganz dem Bundesrathe überlassen habe, Ht n fiau� hin, daß daß man auch in jener Körperschaft U.«fchiedener Anschauung siber die so schwierig zu be- �'nde Materie ist. Jndesien scheint man sich der Ueber- Hl,"S zuzuneigen, daß das„S y st e m P u t t k a m e r" houptsächlicheS Resultat denn doch nur die künstlicher oder„natürlicher" An- � uen aufzuweisen hat, so daß wohl kaum mehr Lust hat, diese Bahnen weiter zu beschreiten. bjj>c,19 ist aber für alle die verschiedenen Staatsmänner � WaS nun? Die nationalliberalen Kautschuk- Äihu wollen die große Aufgabe lösen, einen goldenen sipden, der zugleich alle Anforderungen be- .p"d gegen alle Einwände unzugänglich ist. Ob's fingen wird? H% v�end die Staatsmänner über ihren„Ideen" brüten, % Q. Offiziösen an die Arbeit, um die erforder- �„�"�iimmung' für das Sozial, stengesetz resp. dessen Fort- »it[(cJu Machen, Man weiß recht wohl, daß ein großer, ijh der größte Theil des deutschen Volkes der Meinung si»� aä Sozialistengesetz habe nach zehnjährigem Be- i« j- oun zur Genüge gezeigt, daß Ausnahmegesetze »oll e.ni Verhältniß zum Staatsganzen nur Unheil- Uns w'rken können. Das ist in der That so, denn Sw e Anhänger des Sozialistengesetzes von ihrem -�puukt nur als„Er folge" des Gesetzes bezeichnen illuß, v' sst verschwindend klein gegenüber zu den f«z w s kür sie sehr unliebsamen Umständen, zu denen »erf0i e'efc geführt hat. Vor allen Dingen hat es für die �kiln � Sozialisten in der großen Blasse des Volkes eine pme und eine Sympathie erweckt, die man früher S j�nte. eine Wirkung, wie sie bei solchen Gesetzen nicht "Wich ist. Tie Blasse hält, soweit sie selbstständig � Verlängerung des Gesetzes überhaupt nicht für und man kann ihr nicht mehr mit den alten � wen Argumentationen kommen. Früher hieß es ein- Feuilleton. «»rdolm.I f48 �in Gold-ttrenfiV. Roma« voa Maurus ZSkai. bstell, wurde, wie er verlangt hatte, zur Rosenstampfe j»«t t? Ao«mi zupfte die Rosenblätter ab und Frau Therese Ans Kessel beschäftigt. Timar erzählte Noemi von �stir Nicht etwa, wie sehr sie ihren Wangen gleichen, �ii>e j 0lmi ihn gewiß nur ausgelacht hätte, sondern er gern,-,.wit, was er auf seinen Reisen über die Rosen >hr' Dinge, die Noemi andächtig anhörte und �ei: Uor Timar einen noch größeren Respekt einflößten. ��.gen unschuldigen Mädchen hat der gelehrte, der . Mann noch einen großen Vorzug. ?>. �.er Türkei benützt man das Rosenwasser zugleich ?nken und Speisen. Auch dort pflanzt man ganze Dort werden nicht minder Skapuliere aus flu« i-r'crliöi/ indcn, man die zerstampften Rosenblätter seiht. preßt, und die Kügelchen an Schnüre auf- Dri nennt man die Skapuliere auch Rosenkränze. Lecher üicbt es aber eine sehr schöne Rosenart, auS Ntofe. r-�pstwöl gewonnen wird. Es ist dies die Bal- lästern wächst auf Bäumen, die eine Höhe von zwei deichen und deren Zweige unter der Last der tz. Blüthen sich zur Erde beugen. Zhr Duft über- t �ser i,? er andern Rosen: wirft man die Blätter inS sv* bie est stbt sie der Sonne aus, so wird binnen kurzer iÜ?' boÄ V. etPöche des Wassers regenbogenfarbig von dem ,'Nt0..®,e Blätter ausschwitzen. Dasselbe gilt von der Ellert Rose, die auch ,m Winter ihre Blätter nicht bl° Ceylon-Rose, die de Rio-Rose färbt Haar und "d, und zwar so dauernd, daß diese Jahre lang fach: Entweder ist die Sozialdemokratie gewachsen und dann müssen wir das Gesetz zu ihrer weiteren Bekämpfung bei behalten— oder sie ist nicht gewachsen; dann hat das Gesetz so vortrefflich gewirkt, daß wir es auch wieder beibe- halten müssen. Aber diese herrliche Alternative wird heute von Niemand mehr ernst genommen. Es fehlt überhaupt auf jener Seite an plausibeln Gründen für eine Fortdauer des Gesetzes und so sind denn die Offiziösen, Herrn Kommissionsrath Pindter an der Spitze, auf die Suche gegangen. Sie haben bis jetzt nicht viel finden können; was sie aber gefunden haben oder gefunden haben wollen, kennzeichnet die offiziöse Machen- schaft in ihrer ganzen Kläglichkeit. Zunächst will der Herr Kommissionsrath aus den öffentlichen Berichten, die einige Kongreßmitglieder gegeben haben, die Schlußfolgerung ziehen, daß doch„geheime Abmachungen" auf dem Kongresse getroffen worden seien, für welche man die Ar- beiterschutzgesetzgebung nur als Deckung benutzt habe. Wir sind an solche Geistreichigkeit unserer Offiziösen längst gewohnt und wenn man derartige Leistungen sieht, begreift man auch, weshalb die Offiziösen von den Staatsmännern, deren Politik sie zu dienen verpflichtet find, so oft mit so wenig schmeichelhaften Beinamen beehrt werden. In der That, dem Publikum zumuthen, zu glauben, die Sozia- listen hätten zu Paris gefährliche„geheime Abmachungen" getroffen, um sie bei ihrer Rückkehr in öffentlichen Berichten kundzugeben— das setzt bei dm Erfindern dieser schönen Mär einen Grad von— Weisheit voraus, zu dem wir allen Leuten gratuliren, die auf den Dienst dieser Offiziösen angewiesen, find. Daß man aber immer wieder auf die an- geblichen, dem fruchtbaren Gehirn eines Reporters des „Berliner Tageblatt" entsprossenen„geheimen Abmachungen" zurückkommt,.mag als T-eweis dienen, wie sehr- die Armuth an Gründen auf jener Seite zugenommen hat. Ohnedies hat noch kein Sozialistenkongreß so sehr die Nothwendig- keit einer organisirten Entwickelung unserer wirthschaft- lichen Zustände betont, wie gerade der Pariser Kongreß, und seine Hauptforderung gegenüber den augenblicklichen Zuständen, der Normalarbeitstag, beweist, daß eS eben ein Kongreß für Arbeiterschutzgesetzgebung war, wie er es auch hat sein wollen und sein sollen. Außer den so frech erfundenen„geheimen Abmachungen" stehen den Stimmungsmachern nur noch die Streiks zur Verfügung. Um so hungriger stürzen sie sich darauf und die„Norddeutsche Allgemeine" deutet an, daß das Sozialisten- gesetz insofern zu verbessern oder zu ersetzen sei, als man auch gegen die Streiks ein Mittel der Abwehr finden müsse. Bekanntlich hat dies Blatt die Generalstreiks als„einen sozialdemokratischen Angriff auf die moderne Gesellschaftsorganisation" be- zeichnet, welches Krokodilsei wohl durch die sommerliche Hitze ausgebrütet worden ist. Außer dem ganz bornirten Philisterthum wird dies wohl Niemand ihre Farbe nicht verlieren; man treibt daher auch mit ihren Blättern im Orient einen förmlichen Handel. Die Blätter Moggor-Rose betäuben; man wird von ihrem Duft berauscht, als hätte man Bier getrunken. Die Vilmorin-Rose hat die Eigenschaft, daß, wenn sie von einem gewissen Insekt, das auf ihr einheimisch ist, gestochen wird, sie statt Blüthen faustgroße Knollen treibt, von denen man behauptet, daß sie, unter den Kopf eines weinenden Kindes gelegt, dieses sanft einschläfern.", „Sind Sie überall dort gewesen, wo diese Rosen zu Hause sind?" fragte No�ini. „Nun, ich bin ziemlich weit in der Welt herumgekommen. Ich war in Wien, Paris, Konstantinopel." „Ist das weit von hier?" „Wenn Jemand die Reise zu Fuß macht, könnte er in dreißig Tagen von hier nach Wien und in vierzig Tagen nach Konstantinopel gelangen." „Sie aber sind zu Schiff gefahren?" „Da dauert die Reise noch länger; denn unterwegs mußte ich Waaren einladen." „Für wen?" „Für den Prinzipal, für den ich reiste." „Ist Herr BrazovicS auch jetzt noch Ihr Prinzipal?" „Wer sagte Ihnen davon?" „Der Steuermann, der mit Ihnen war." „Jetzt nicht mehr, Herr Brazovics ist gestorben." „Gestorben! Also ist er todt? Und seine Frau und seine Tochter?" rief jetzt Therese lebhaft dazwischen. „Die haben durch seinen Tod ihr ganzes Vermögen verloren." »Ach, gerechter Gott: So hat Deine rächende Hand sie ereilt." „Mutter, gute Mutter!" rief Noemi sanft flehend. „Mein Herr, zu dem, was Sie schon wissen, erfahren sie noch das Eine. Als jener Schla uns getroffen hatte, als ich BrazovicS vergebli ernsthaft auffassen können. Die großen Bourgeois find zwar gern bereit, mit Bestrafung des Kontrakt- b r u ch e s und anderen Mittelchen vorzugehen; sie werden gerne den Streik als Verschwörung behandeln lassen. Allein das durch die liberale Gewerbeordnung sanktionirte Recht des Streiks hat mit Sozialismus und Sozial- demokratie gar nichts zu schaffen. Streiks erscheinen in den Epochen der wirthschaftlichen Prosperität und Kalamität und sind in ihren Wirkungen nur Ausläufer der„freien Konkurrenz". So sehen wir die Stimmungsmacher an der Arbeit und ihr Treiben beweist uns, wie sie sich der Unzulänglichkeit dessen bewußt sind, was sie vertreten. Sie fühlen wohl, wie sich die öffentliche Meinung gegen das Sozialistengesetz zu wenden beginnt. Sie werden auch diese Wendung nicht aufhalten. Die Nichtigkeit ihrer Gründe und die Hohlheit ihrer Erfindungen wird nur die Gegner des Sozialisten- gesetzes verstärken. Mcoercfpundenzim. Zürich, 21. August. Die von allen Journalisten so sehr gefürchtete Sauregurkenzeit, die stoffleere Zeit, kennt dieses Jahr das Zeitungsschreiberthum in der Schweiz nicht und diese seltene Wohlthat ist allein dem Mühlhausener Polizei-Jnspektor Wohlgemuth zu danken. Hätte er sich nicht in Rheinfelden er- wischen lassen, wäre auch Heuer die normale Journalistenkrisis unfehlbar eingetreten: daß sie ausgeblieben und der Stoff in Hülle und Fülle vorhanden, ist das große und unbestreitbare Verdienst des Herrn Wohlgemuth und aus der Erkenntlichkeit und Dankbarkeit sollte ihn der schweizerische Journalistcnverband »u seinem Ehrenmitgliede ernennen. Wie viel Stoff bot doch der deutsch-schweizerifche Konflikt der gesammten europäischen Presse. Asylrecht, Neutralität, Ausweisungen, politische Polizei, ÄundeSanwalt u. s. w. bilden nur die großen Kapitel in dieser crgebnißreichen Kampagne. Und jetzt haben wir das Referen- dum gegen den Generalanwalt und als Novum eine anarchistische Kundgebung. Am Sonntag Vormittag wurden in Bern und Basel von jungen Leuten in alle Häuser anarchistische Flugblätter getragen und vertheilt. Der „Bund" spricht noch von einigen heimgesuchten Orten, doch wissen die beireffenden Lokalblätter nichts davon zu melden, so daß wohl in der Berner Redaktionsstube die Phantasie etwas zu lebhaft war. Das Flugblatt war auf beiden Seiten bedruckt, auf der einen war der Text in französischer, auf der anderen in deutscher Sprache, unten war ein Ausschnitt, anscheinend war die Druckcrfirma ausgeschnitten worden. Da das Blatt an alle Redaktionen der politischen Blätter gesandt worden, fand es rasch journalistische Bearbeitung. Obwohl es weniger blutrünstig als frühere derartige Kundgebungen gehalten, fanden doch die demokratischen Blätter daß es ein Polizeimachwerk sei und als solches taxirt werden müsse. Der„Grütlianer" bemerkt dazu:„Dieses Manifest ist entweder das Produkt eines überreifen Thoren oder dann, was auf meinen Knien angefleht hatte, uns nicht ganz zu Bettlern zu machen, fiel mir ein, daß dieser Mann Weib und Kind hat; ich beschloß seine Frau aufzusuchen, ihr mein Leid zu klagen; sie wird mich verstehen und Mitleid mit uns fühlen. Ich nahm mein Kind auf den Arm und reiste in der größten Sommerhitze nach Komorn. Ich suchte sie in ihrem schönen, stockhohen Hause auf. Ich wartete draußen auf dem Flur, denn man ließ mich nicht herein. Endlich kam Frau Brazovics heraus mit ihrem fünfjährigen Töchter- chen. Ich sank vor ihr auf die Kniee und flehte sie bei Gott an, sich unserer zu erbarmen und unsere Fürsprecherin bei ihrem Gatten zu sein. Da faßte mich die Frau am Arm und stieß mich die Treppe hinab. Ich suchte im Fallen mit beiden Händen mein Kind zu schützen, damit ihm nichts geschehe, und schlug mir dabei den Kopf an eine der beiden Säulen, welche das Treppenhaus halten. Noch jetzt ist hier die Narbe auf meiner Stirne zu sehen. Das fünfjährige Kind aber lachte helllaut, als es mich davonhinken sah und mein Kind weinen hörte. Darum rufe ich jetzt Hosianna! und gesegnet sei die Hand, welche sie jene Treppe hinabstieß, über die sie uns hinabgeworfen." „O, Mutter, sprich nicht so!" „So sind sie oe»n ins Elend geratben? Sind sie selber jetzt zu Bettlern geworden? Das hofsärtige übermüthige Volk! Gehen sie jetzt in Lumpen einher und betteln vergeb- lich an der Schwelle ihrer früheren Bekannten?" „Nein, liebe Frau," sagte Michael,„es hat sich Jemand gefunden, der für sie sorgt." „Der Wahnsinnige!" rief Therese in leidenschaftlichem Affekt,„warum will er dem Verhängmß in die Speichen greifen? Wi» kann er eS wagen, den Fluch aufzunehmen in fein Haus, der auch ihn verderben wird?" No-mi lief zu ihrer Mutter hin und hielt ihr den Mund mit beiden Händen zu; dann fiel sie ihr um den Hals und versiegelte ihr die Lippen mit ihren Küssen.„Mutter, theure Mutter, sprich nicht so. Stoße keine Verwünschungen aus wir für wahrscheinlicher halten, das Werk eines Provo- kationsagenten, der für die politische Polizei Stimmung machen will. Jedenfalls könnte der Reaktion pcgenwärtig nichts willkommener sein, als dieses ver« rückte Geschreibsel, das sich den Anschein giebt, als hätte die Anarchie und die auf gewaltsamen Umsturz abzielende Sozial- revolution in unserem Ärbeiterstande wirklichen und verbreiteten Anhang. Jedermann weiß, daß dies nicht wahr ist, und to der That wird man an den bezeichneten Orten(das Flug- blatt ist unterschrieben:»Die schweizerischen Anarchisten von Basel, Fribourg. Aarau, Locle, Rorschach, Neuenburg, St. Gallen. Bern, Cheaur de Fonds, Zürick, Lausanne, St. Immer- thal, Genf, Lugano, Wmterthur, Biel, GlaruS und Luzern/') trotz eifrigen Suche- S keine Anarchisten finden; was kann also die gegenthcilige Darstellung anderes bezwecken, als das ohnehin ängstliche Bürgerthum, auf das die Proklamation so schimpft, glauben zu machen, die politische Polizei und der Generalanwalt seien eben doch nothwen big? Wir pro- testiren lebhaft gegen einen solchen Mißbrauch der Arbeiter- fache und empfehlen, das„Manifest" kurzer Hand auf die Seite zu werfen." Der„St. Galler Stadtanzerger" hält den Verfasser für„einen ziemlich harmlosen Phralenmacher, dem das Hängen und Köpfen nicht einmal auf dem Papier geläufig ist". Wie der„Grüllianer", so verurtheist auch der„Stadt- anzeiger" ganz entschieden die Ausnutzung dieses Manifestes durch die Reaktionäre gegen die Sozialisten und namentlich gegen die von letzteren eingeleitete Referendum-Bewegung. Einige Wahrscheinlichkeit scheint uns die Version für stch zu haben, die das Flugblatt als das Erzcuaniß der kürzlich aus Genf ausgewiesenen sranzöfischen Anaichisten betrachtet. Die bereits vom Bundesrath veranlaßte Untersuchung wird vielleicht einiges Lickt in diese Angelegenheit bringen. Dadurch ist die politische Polizei neuerdings beschäftigt, aber sie würde auch ohne dieses minderwerthige Flugblatt ihre staatsretieriscke Thätigkeit kaum ausgesetzt haben. Meldet doch Jieute der„Grüllianer" in seiner„Polizci"-Rublik, daß in den etzten Tagen in Genf abermals Ausweisungen statt- gefunden haben. Es wurden 15 Russen, theilS Studenten, theils Schriftsteller, darunter der Redakteur der ge- mäßigt liberalen russischen Zeitschrist„Le R u s s i e l i b r e", sowie der rühmlichst bekannte Gelehrte P l c n a n o f f ausgewiesen. Als AuSweisungsgrund wird anarchistische Gesinnung der Gemaßregelten ange- geben! Kürzlich machte eine Notiz die Runde durch die schweize- rische und von hier übergehend in die deutsche Presse, daß die sozialistischen Studenten Zürichs amTodestagcLasfalleS auf sein Grab in Genf einen Denkstein setzen werden. Der Unünn fand unkontrolirl in die meisten Zeitungen Ein- gang. Nun erfahren wir, daß der Urheber dieses blöden Zeuges ein siuktiosus pdilosopdlze Namens Ka t t er t i l d t ist, der früher Korrektor bei der„Frkf. Ztg." und nun Mit- arbeitcr der bekannten„Limmat" und ähnlicher Blätter in der Schweiz ist. So viel uns mitgetheilt wird, besteht die Absicht, an dem Orte, wo Lassalle mit dem Rackowitza das Duell aus- focht, einen Denkstein zu errichten; ob dies aber noch in diesem Jahre geschehen wird, ist fraglich. Hier fand kürzlich eine Konferenz von Vertrauensmännern statt wegen Durchführung des Beschlusses des internationalen Arbeiterkongresses m Paris, die Herausgabe eines Blattes zur Förderung der Achtstundenbewegung betreffend. Ueber diese Konferenz schreibt der„Basler Arbeiterfreund": „Der internationale sozialistische Arbeiterkongrcß zu Paris hat, wie bekannt, die Herausgabe eines KorretpondenzblatteS beschiossen, das, den Titel„Achtstündiger Arbeitstag" führend, der Propaganda für den 8stündigen Arbeitstag und die inter- nationale Aibeilerschutzgesetzgebung überhaupt dienen soll. Mit der Ausführung des Beschlusses wurde der Kongreßvorstand beaustragi. Dieser seinerseits betraute die schweizerischen Ar- berlerorganisalionen mit der Herausgabe dieses Blattes, welches in drei Hauplsprachen(deutsch, franzöfisch und englisch) er- scheinen soll. Eine Versammlung der schweizer Delegirten vom Pariser Kongreß, sowie mehrerer anderer Vertrauensmänner schweizer Arbeiterorganisationen, welche unlängst stattfand, hatte die Aus- führung des erhaltenen Auftrages zu berathen. Das vorläufige Ergebniß der Verhandlungen bestand im w.sentlichen darin, daß ein Komite in Zürich niedergesetzt wurde, welches die Herausgabe des erwähnten Blattes in du Hand zu nehmen und die Thäligken der Redaktion dessechcn zu überwachen hat. Ueber die Herausgabe selbst, mit der allerdings— so war die Meinung auf dem Pariser Kongreß— sobald als möglich, «veniuell schon im künftigen Oktober, begonnen werden sollie, '-----. v.* fi•, om./ ei___ f!.*•.• v wurde das Nähere noch nicht bestimmt. Wahrscheinlich wird man das Blatt anfänglich wenigstens nicht wöchentlich, sondern alle 14 Tage, vielleicht auch in längeren und unregelmäßigen Zwischenräumen erscheinen lassen. Da die Angelegenheit, wie hieraus ersichtlich, mehr oder minder immer noch im Stadium der Vorberathung lag, so war die Publikation des Sachverhalts einstweilen nicht am Platze, zum Mmdesten nicht nolhwendig. Der liebereifer(diese ich kann sie von Dir nicht anhören. Nimm sie zurück. O, last' mich die bösen Worte hinwegküssen von Deinen Lippen!" Therese kam von den Küssen ihrer Tochter wieder zu sich.„Fürchte Dich nicht. Du Närrchen!" sagte sie köpf- schüttelnd.„Flüche sind in die Luft gesprochene eitle Worte. DaS Perfluchen ist bei uns alten Weibern nur eine alte, abergläubige Gewohnheit. Mein Fluch erfüllt sich an Nie- wanden." An mir hat er sich schon erfüllt, dachte Timar; bin doch ich der Wahnsinnige, der sie aufgenommen in sein HauS. No�mi suchte das Gespräch auf die Rosen zurückzu- bringen.„Sagen Sie mir, Herr Timar, wie könnte man eine solche Moggor-Rose bekommen, deren Duft be- rauscht?" „Wenn Sie wünschen, bringe ich Ihnen eine." „Wo wächst sie denn?" „In Brasilien." „Ist das weit?" „Am entgegengesetzten Ende der Welt." „Muß man zur See dorthin reisen?" „Zwei Monate lang beständig auf dem Meere." „Und warum müssen Sie dorthin reisen?" „Geschäfte halber und— um Ihnen eine Moggor- Rose zu bringen." „Dann bringen Sie mir lieber keine." Noemie verließ die Küche und Michael bemerkte, daß ihr Thränen in den Augen standen. Sie kam erst wieder zurück in die Destillirküche, äl« sie ihren Korb voll mit Rosen ge- pflückt hatte; sie schüttete sie auf die Binsenmatte aus, wo sie einen ganzen Hügel bildeten. Bis gegen Mittag war der gestern gegohrene Rosenbrei ausgekocht, und nach Tisch sagte Frau Therese zu ihrem Gaste, heute sei nicht mehr viel zu thun, sie hätten Zeit, auf der Insel einen Spaziergang zu machen. Ein so weit her- umgekommener Reisender werde vielleicht auch den Jnselbe- wohnern gute Rathschläge enheilen' können, welche Gewächse sich in ihrem kleinen Eden mit Erfolg und Nutzen einbürgern ließen. Dem Hunde befahl Frau Therese:„Du Hzupt„tuaend" des modernen Journalilten) eines zürcherischen Zeitungskorrespondenten, welcher von den stattgefundenen Ver- Handlungen Kenntniß(wenn auch nickt genaue) zufällig scheint erhalten zu haben, bewirkte aber, daß dieser Tage eine Notiz durch die schweizerische Presse die Runde machte des Inhalts, das genannte internationale Korrcspondenzblatt werde schon im nächsten Oktober in Zürich erichetnen und Wullschleger vom „Arbeiterfreund" in Baiel sei für dasselbe als Redakteur in Aus- ficht genommen. Infolge dieses UmstandeS glaubten wir, zumal der Schreider dieser Zeilen persönlich genannt wurde, auf die Angelegenheit etwa« ausführlicher sprechen zu kommen. Was die Redaktion des neuen Blattes anbetrifft, so ist dieselbe unseres Wissens noch nicht bestellt. Richtig ist aller- dingS, daß neben andern Namen auch derjenige Wullschleger'S in der Versammlung der Delegirten und sonstiger Vertrauens- männer, der auch Schreiber dieser Zeilen beiwohnte, genannt worden ist, dieser selbst aber sofort eine Reihe von Bedenken gegen diesen Vorschlag erhoben hat. Das können wir unlern Lesern hier miltheilen, daß Wullschleger durchaus keine Lust hat, die Redaktion des„Arbeiter freund" aufzugeben, noch viel weniger von Basel wegzuziehen. Auf die schnöden Auslassungen gewisser Preßorgane, welche zu Gunsten der ausländtschen wie der einheimischen Reaktion freiwillig Spitzeldunste zu verrichten pflegen und deshalb auch diesen Anlaß freudig benützten, um durch Vormalen der„staatS- gefährlichen" Tendenzen des neuen Blattes dem hafenberzigen Philister Angst einzujagen und den Herausgebern des BlatieS die politische Polizei ans den Hals zu schicken, zu Händen aller unbefangenen Leute blo§ die Bemerkung: Das Ackistunden- blatt hat sich unter Ausschluß aller anderweitiger Tendenzen einzig der Förderung der Bestrebungen zu Gunsten der inter- nationalen Arbeilerfchutzgesetzgebung, also einer Sache, welcher selbst der schweizeriiche BundeSralh im Prinzips wenigstens auch zu dienen erklärte, sowie des achtstündigen Arbeitstages zu widmen; es wird kein Massenblatt sein, sondern ein Korrespondenzblott für die Vertrauensmänner der Arbeiter- organisationen in den verschiedenen Ländern, soweit es eben den achtstündigen Arbeitstag und den Arbeitersckutz im Allgemeinen beirifft, und kann allen Denen, die sich näher für diese Frage inieresfiren, als Quelle für ihre Studien dienen. Die politische Polizei, welche man von gewisser Seite so rasch zu Hilfe gerufen hat, würde also, wer auch immer die Redaktion des BiaiteS besorgte, bald zur Einficht gelangen müssen, daß eS da nichts für sie zu fischen giebt." In Winterthur fand am 19. dS. eine stark besuchte Volksversammlung statt, in welcher der Redakteur des „BaSl. Arbfrd.", Herr W u l l s ch le g e r, über das Referen- dum gegen den Bundesanwalt referirte. Mit allen gegen 3 Stimme erklärte sich die Versammlung für Ergreifung des Referendums. In Schaffhausen haben die Schreiner von ihren Meistern eine zehnstündige Arbeitszeit und mini- malen Stundenlohn von 30 CtS. verlangt und ohne Streik bewilligt erhalten. Letzten Sonntag hielt die Z ü r i ch e s ch e Arbeiterschaft die Revolutionsfeier ob, wobei die Festrede der Arbeiter- sekretär Herr Greulich hielt. Am 8. September findet in Bern ein Schneider- kongreß statt. In meiner letzten Korrespondenz ist ein Druckfehler ent- halten. Es soll nicht heißen, daß der Prof. Dr. Susan Born ein„geistreicher Theologe", sondern„Ideologe" ist. Polikiprhe Lteberstrhk. Die Zage in Frankreich ist, im Gegensatz zu den schwarzgesärblen Berichten unserer Reptilien, eine äußerst Sunstrge für die Demokraten und für den Frieden. Daß �riede und Demokratie Hand in Hand gehen, braucht einem vernünftigen Menschen nicht erst nachgewiesen zu werden, und eS stand von vornherein fest, daß die Befestigung des euro- päischen Friedens gleichbedeutend ist mit der Befestigung der Republik in Frankreich. Das mag unseren Reptilien sehr un- angenehm sein, es ist aber die Wahrheit; und alle diejenigen Per- sonen und Zeitungen, welche fortwährend auf die französische Republik losschimpfen und sie verleumden, sind nicht bloS Reaktionäre, sondirn auch Friedensfeinde, und wenn sie hundert Mal von Friedensphrasen triefen. Deshalb war e§ ein solch' freventliches Beginnen, daß die deutsche Äeptilienpresse wie ein Mann mit dem BoulangiSmus gemeinschastliche Sache machte und ihr Möglichstes gethan hat, um die französische Republik in der Meinung des deutschen Volks herabzusetzen. Hätte Boulanger seinen Zweck erreicht, hätten sich also die in tausinden von Zeitungsartikeln ausgedrückten Wünsche unserer „patriotischen" Rcptilpresse erfüllt, so würden wir unzweifelhaft den Krieg mit Frankreich bekommen haben, denn ohne Krieg würde es Boulanger nicht möglich gewesen sein, sich auch nur einen Monat in der Gewalt zu behaupten. bleibst hier und bewachst das HauS! Da leg Dich vor die Veranda und rühr' Dich nicht fort!" Almira verstand den Befehl und that darnach. Michael entfernte sich mit den beiden Begleiterinnen in die Baumpflanzungen der Insel. Kaum waren sie im Gehölz verschwunden, als Almira unruhig die Ohren zu spitzen und zornig zu brummen anfing. Sie witterte etwas. Unwillig schüttelte sie den Kopf, richtete sich von Zeit zu Zeit auf, legte sich aber wieder nieder. Eine Männerstimme wurde vernehmbar, welche ein deutsches Lied sang mit dem Refrain:„Sie trägt, wenn ich nicht irrig bin, ein schwarzes Kamisol." Der vom Ufer Herkommende singt gewiß deshalb, um die Hausbewohner aufmerksam zu machen. Er fürchtet sich vor dem großen Hunde. Dieser aber bellt nicht einmal. Der Ankömmling taucht aus dem Schatten der Rosen- laude hervor. Er ist'S, Theodor Krißtyan. Diesmal ist er als modischer Stutzer gekleidet, in dunkelblauem Frack mit goldenen Knöpfen; den Ueberzieher hat er über dem Arm hänqen. Almira muckst uicht einmal bei seiner Annäherung. Almira ist ein Philosoph. Sie raisonnirt so: Wenn ich diesem Menschen hart zu Leibe gehe, so ist immer das Ende vom Lied, daß man mich an- bindet und nicht ihn. Ich thue daher besser daran, meine Stimmung über ihn für mich zu behalten und in bewaff- neter Neutralität zuzusehen, was er treibt. Theodor näherte sich zutraulich und pfeiknd dem großen schwarzen Feinde. „Servus, Almira. Komm her, Almirchen, Du lubeS Hündchen. Wo sind denn Deine Frauen? Bell' doch ein Bis- chen, mir zu Liebe. Wo ist die liebe Mama Therese?" Almira war zu keiner Antwort zu bewegen.„Schau' her, kleine Almira, was ich Dir mitgebracht habe. Ein Stück Braten. Da, friß. Nun, willst Du nicht? Du glaubst wohl, eS sei vergiftet. Du Narr? So friß doch, schöne Almira." Almira aber roch nicht einmal an dem ihr hin- geworfenen Braten, bis endlich Narzissa(Katzen besitzen bekanntlich keinen so festen Charakter) dazu herangeschlichen kam, worüber dann Almira in Zorn gerieth und ein großes Loch in die Erde zu graben ansing; darin verscharrte sie bat abgewandt. Das franzofis-be B-ll ihn �ir.Ö Lburrf'ftf'aut und es bat ihn gerichtet. Es ~ 8 �-' fälon ehe der Senat sein Unheil gesprochen� T» v*fv vvv WVIIU»»vi.» I.■■.. Generalrathswahlen des voriaen Monats waren oas -* i rvi*„. w*.. u„ CJ» Iii gericht. Bekanntlich hatte„der' brave General" Wahlkreisen ausstellen lassen und ein Plebiszit gefordert �i- Sache ging aber schief. Er wurde nur in wenigen K« petoablf und zwar ausnahmslos in solchen, wo° Repubsikaner ohnehin nicht auf Erfolg rechnen konnten,»l- franzosischen Reaktionsblätter, unterstützt von. der deutt R-vt, presse, gaben sich die erdenklichste Mühe,„die v elenden Abenteurers in einen Sieg umzulügen. llnd die Ziffern zu unerbittlich gegen sie sprachen, da wiird■ neue Luge ausgesprengt, wenn Boulanger auch"ichi direkten S,eg errungen habe, so doch einen indirekten, es den Monarchisten gelungen sei, den Republikanern S" größere Anzahl von Mandaten abzunehmen.....„s Dreie Luge hat. wenigstens in der deutschen Puffe, diS den heutigen Tag Kurs gehabt. Jetzt, da die Resultate der den Generalrathen vorgenommenen Präsidentenwahlen oo«; und über du Zusammensetzung der Generali äthe kein 5®� daß die Republikaner mehr besteht, wissen wir, daß die Repuvtrraner"T pW Generalräthen die Majorität verloren haben, und � Umständen, welche diesen Verlust jeder politischen-Le fSnnhrTf*£ firf» hrtef» i*» hsrn(StetlCrfluß'' � v».. 4,4, V*» 1 4 V*/ VVVtJ 44» �' � VV'' wiegend um lokale Interessen, was den Lokalkondi, �ßi, Rücksicht auf politische Prinzipien, ein großes Gen Im Großen und Ganzen zeigen aber die letzten 1�,, jfjif II. UHU Viv yv 4.-u, _ mag w® wählen, wenn wir sie genau prüfen, und die to mit den früheren vergleichen, eine abs''' nähme, und nicht eine Verminderung Stimmen. Und das war vor dem Prozeß, der dem gefällten Urtheil denken wie man will über Boulanger und seine Sippe gekrackt � saubere Gesellschäst entlarvt hat. Heute ist Boulana achtet. Ja, hätte er die Kourage gehabt, sich dem®„irt stellen— das hätte dem Publikum noch einigermatzen w. z, nrn■ t- r. rt. f r ,. r.r.,' � hell l'".;. B *01»"' und Allein diese Feigheit' hat �dem„tapferen Generckl�den � ß. fang gegeben und zur vollendeten Thalsache gcm|{. Ift Flucht aus Frankreich nur zur Hallte bewirken moralischen Tod des„kommenden Mannes". Unter solchen Verhältnissen geht die Republik m � zjt- Sicherheit den Kammerwahlen entgegen: sie werdni � publik eine imposante Majorität liefern— dafür IP Freilich das Vertrauensvotum des Volkes wird /u. � III rVUUl.? W»»-", Wechsel sei: die Republik muß das Vertrauen auck rechter p# ''"'''« d-i-i-d.«.», das langmüthige Volk endlich r publikaner scheinen dies zu begreifen; an den Arbeiic � aber ist es, die Republik zur Erfüllung ihrer Pf"1* halten."(.„i,>1' Zum Schluß sei eine bemerkenswerthe Rede erw ChautempS, Präsident des Pariser Stadtraths, vor eM'g� p1 an französische und ausländische Arbeiterdelegirte» g�jii stellung hielt. Er sagte da u. A.:„In Mitten �er-T z,- denen die Ausstellung den Anlaß bietet, haben � � beiter, Anrecht aus eine besondere Erwähnung. L>e, Mörsfeld aufgehäuften Wunder find Ihr Werk, Sie ff"" � nannten und ungenannten Helden dieses Triumpsu dustrie, und wir haben geglaubt, daß e« unserem UP � � schen Gemeinwesen zukomme, jedem die Ehre zu gebe», gebührt.",,„uS'¥ Sehr„wild", diese Worte. Möge der Geist, der spricht, die nächsten Wahlen beherrschen! Ag'«' Liberale Konsequenz. Ein Mitarbeiter der blique fransaise" stellt laut die Forderung, die 0°' �!id" Btättern nur angedeutet wird, daß nämlick RocheiPU'.� 0» infolge des über ihn i» contmnacism verhängten.(t«(■' der Ausübung seiner Rechte als Staatsbürger""d L" hindert ist, auch verhindert werbe, von jenseits der �„j) grenze„Schmähartikel" gegen alles Bestehende zu'o" durch den Druck verbreiten zu lassen. Keine andere» W' würde eine solche journalistische Thätigkeit dulden, war die Republik sie über fich ergehen lassen?— So em des Herrn Ferry, vielleicht er selber, auf jeden Fall�lN� � wmss", ein" �gemäßigt vernünftig Liberaler". Welch Gewissen und welch' beschränkten Verstand doch o>e i«», tcn", die„Vernünftigen" haben! Erstens ist es 0 daß„keine andere Regierung" die journalistische Thät's Flüchtlings dulden. Die Herren mögen fich uur � ß" innern, daß sogar die Regierung des letzten hat dulden müssem gleich wie jede andere m waren dieselben Herren resp. ihre Vorgänger esslP Anhänger und Verehrer Rocheforl'S, als derselbe. uno-uereyrer NochetorlS, ats oerie---.Wii>,,i „alles Bestehende" unter der Herrschaft Rai«�»1 chmähte. Drittens wäre es doch für eine m „Lanterne' mit Recht schmähte. i--.�e ein sonderbares„System", nicht zu dulden, was-- � Regierung" dulden würde. Und was fuhrt denn? � Liberalen diese« Systems zu solchen Unqeheuerlichi � � als persönliche Eitelkeit. DaS� wm»,g� Pn�onchen Ferry war der Gegenstand heftiger Angriffe von mel� ss das Stück Fleisch, nach Art umsichtiger Hunde, Tage der Roth sich Vorräthe aufheben. Ei, was das für eine mißtrauische Bestie ist, u Theodor in sich hinein.„Nun, ist's wohl en« Haus hineinzugehen?"..afi«. Das war aber schon nicht erlaubt. Almira das nicht mit Worten zu verstehen, sondern verzog ßf wenig die Schnauze, um Theodor die schönen weip. sehen zu lassen, über welche sie verfügte...a 1% „Ei, Du närrisches Thier, Du willst mich, ,t jn � beißen? Wo steckt denn das Weibervolk? Vielle»? Destillirküche?" Theodor ging hinein und sah sich uMI Niemanden. Er wusch sich Gesicht und Hände iw den Rosenwasser und es bereitete ihm ein beson anügen, zu denken, daß er so das Werk einer ga� samen Tagesarbeit verunreinigt habe. Als er dann aber aus der Destillirküche- ,. wollte, fand er den Ausgang durch den Hund verleg> hatte sich vor der Thürschwelle ausgestreckt und wie �. Zähne.„So, jetzt willst Du mich nicht herausmll ß Grobian! Meinetwegen, ich kann auch hier watu' ,0 Frauen kommen. Ich finde auch hier ein Und damit warf er sich auf den von Ro � z". ei«1? Ausruhen..... aufgeschütteten Rosenblätterhügel.„Ei, da bin �«j-r« guten Lager gekommen! Ein lukullisches Faulbett � Die Frauen kehrten mit Michael von chee jlÄ ins Innere der Insel wieder zurü � �to gang sah mit Befremden, daß Almira nicht vor der ,�1 der Thüre der Destillirküche Wof lag, fonbern oor w* � � 4** v w* � Als Theodor die Stimme Theresens vernäh � er sich einen guten Spaß. Er vergrub sich 3° AhcP w, den Rosenblättern, so daß nichts von ihm pc®»pt als dann No- mi mit den Worten:„Was giebt Almira?" durch die Thür hereinblickte, fuhr,& Kopf empor und grinste ihr entgegen:„Dem liebter Bräutigam ist da, schöne Ro-mi!" Noemi, zurückfahrend, schrie laut auf... „Was hast Du denn?" fragte die Hinzuge ......~■" stammelte "er ni M-nJi "Wimen I t*? B- piletn, Sw Toi St* b «mttlu ff1 P°lit. RJnng i,cr, Ait Effwui Ader S be< »».S Nm "»«iiI •ätb( V h i b i Kl „Dort zwischen den Rosen 'n Prcffe und Versammlungen: die Boulangisten � öi'it am heftigsten gegen die Wahl Ferry's zum i.?. tot gekämpft', ganz speziell war eS seil jeher Rochesort, W w �erJon Ferry's bekämpfte, daher die blinde, tolle Wulb u � l*-"' die sich zum Prinzip versteigt, die Republik und solle die Presse knebeln, weil auch keine andere Re- eine solche journalistische Thätigkeit dulden würde! '»»liberale" Konsequenz!... «,f"suchen de« Sozialistengesetzes theilen die offiziösen SfHii, v �lnchi." mit, dah allerdings die endgiltige Fest- ug der Formulirung des Gesetzentwurfes von der Staats- yVl'ug noch nicht erfolgt sein dürfte, daß aber über den iil« �"Inhalt bereits ein Einverständniß bestehe. Der In- /Beschlüsse entziehe sich der Kenntnib Unbetheiligter. � SSiü'i.?nchricht vermag unsere Vermuthung nicht zu er- EnaJf"' � das Sozialistengesetz, einfach so wie es ist, ver- wi werden wird. Ä w*l», �beit, so sind die folgenden Sätze des sauberen Blattes � 10... rr.. r"»• r c: n___ i. WIa aTv»*a4*«/*o �WnTA(iner"t. lagt nämlich, die„Lente, die als jetzige *ü'ben r?" wehr zu den arbeitenden Bergleuten gehören, noch ein Interesse an der Arbeit haben; desto '®>e ittL ri" Zutrage der Delegirtensteuer von 5 Pf."— sij 05». rn Tm'0let lein? Die„Führer" der Bergleute sind �»elt� �rechungen von den Grubenbesitzern gemäß- s�ben. Sie arbeiten nicht, weil sie nirgends I W, l« r»!."? e n. Und was die 5 Pf. Delegirtensteuer be- tyitol f.> � der Soldschreiber der Kohlenbarone doch l lusen erln" Einkommen und das seiner Auftraggeber mit Kellern vergleichen sollen. �slshnbankfrnge. Wie die„Verl. Pol. Nachr." �Une � arteruvg kommen, ob und wie eine engere rver- � stili»? Reichzkassenverwaltung mit der Reichsbank und Nbbertb.' w empfehle.— Die hohe Finanz uno die Groß- - Aertm""/den bei der Lösung der„Bankfrage" wohl beide amung finden. Lmn*. �eulkchfreistnnigen Pappenheimer scheinen die iWitfi. 5er ifartcllbrüber sehr genau zu kennen. Sie haben �täomn u cv' lür die Reichstagswahlen den dortigen J Hilft»ü Justizrath Enzmann aufzustellen, und haben, wie ?' UL.,?pondenz der„Kölnischen Ztg." zu lesen, dabei di»ign> ssj>? ausgesprochen, daß die Chemnitzer Deutschfrei- ,''>e süt l. Herrn Enzmann ebenso stimmen werden, M«»», c'.du bei seiner Wahl zum Sladtverorönetenvorsteher ? lhl»,.?adeN' Spaßhaft ist es nun, daß die„Freis. Ztg." ? W müi111,01'6 diese Erwartung die reine Naivetät. Dazu �>vak>> �u der deutsch fteisinnigen Wähler bei den 1887er � men doch noch etwas zu frisch! Jil Mj*!0* de» Almosengebens. Landrath Martinius hat des KreiSauslchusseS für den Kreis Schwelm sSsfn erordnung erlassen, wonach das Verabfolgen von N�orik«" Bettler, welche außerhalb der Gemeinde ihres Ki>!„■ ansprechen, verboten ist. Zuwiderhandelnde ver- '!" 0„rne Geldstrafe bis zu 15 M.— Der Herr Landrath i»ichi � ��utlich partikularistisch zu denken und den Bett- w'Wen L�ingsten Vortheil aus dem„geeinten Reiche" fi � z.""un er für sie noch besondere Schranken errichtet. z»j-, er aber in seinem(gesetzlich übrigens unhaltbaren) iiW �gleich auch verboten und mit Strafe bedroht, . Mirgt jemand unterstützungsbedürftig wird? k°?'(t t* Waden lrneifrrtt de« Stöckerblatte«„polk", !t L»rd» fl��rn berichteten, konstaiirt das„Verl. Tgebl.", i?i>d w�?iebery, der nur zwei Jahre älter ist als sein V Es fia.f Herbert Bismarck, erst seit elf Jahren vermählt i'Stt j/?ut uns etwas grausam, ein Höchstens zehn ?'°dfn"'�es Mädchen mit einem viermal so alten Manne Div- wollen.— Also hat das Slöckerblatt wieder einmal �rhei. gesagt. Mlog\ Lübeck, 22. August, wird uns geschrieben: Eine zu KWi» d. M., von dem Former Kuhitza angemeldete Ma �'Li Theodor Schwartz wurde beute von �.�tund des§ S verboten. Lübeck ist gerettet. (ÄDerf S0' bekanntlich das Vergnügen eine„republikanische" itiJ» bte eu9 iu besitzen. Senat und Bürgerschaft theilen W'' bie m!.flQ'äflen)alt. Der Senat wird auf Lebenszeit ge- Bürgerschaft nur auf eine Dauer von sechs Jahren, Sa Eine was ist denn zwischen den Rosen? d. SfeiL eine Spinne..." S'itj n., lJPran9 lachend aus seinem Rosenbett heraus, er' ber seine Lieben mit einem guten Spaß Stoß- 1; über den Jedermann sich krank lachen muß, »7 f1(6 m Gelächter auf Mama Therese zu, umarmte sie, zornigen Blicke, noch um das entsetzte fW h>. zornigen»v»,--- 3( ick re"" ä kümmern, und küßte sie ab.„Hahaha: wHefe U. ch überrascht? Du meine süße, liebe Mama fu �n'e'>:Ue �ich doch; Dein lieber Schwiegersohn ist da; »ee ist xx aufgetaucht aus einem Rosenmeer! r- y.----- rtüer mar 'si er aufgetaucht aus eint-i....., vfe fp'"n wandte er sich gegen Noemi; diese aber war jWot önetn Umarmungen entschlüpft und erst jetzt nahm ! SintQ an rc0r' ein Dritter da war: �"�etfung dämpfte ein wenig seine Lustigkeit, tz, UpoL P* ,nut eine gemachte war; eben deshalb war eS � ig einen Menschen vor sich zu erblicken, an chn so unangenehme Erinnerungen knüpften. (Fortsetzung folgt.) alle zwei Jahre finden immer für je ein Drittel turnusmäßig ausscheidender Bürgerschaftsmitglieder die Ergänzungswahlen statt. Wählbar und Wähler ist jeder im Besitze der Bürger- lichen Ehrenrechte sich befindende aktive Bürger. Die Zahl dieser aktiven Bürger ist nun, ebenso wie in unserer Schwester- republik Hamburg im Aussterben begriffen. Das hat zur Folge, daß nur eine kleine Anzahl Auserwählter noch zum Mitregieren berufen ist. Auf die Frage, warum nicht menr Lübecker sich das Bürgerrecht erwerben, ist zu antworten:„Es kostet Geld!" und zwar wird das Herbeischaffen der nöthiaen Papiere:c. miteingerechnet, der Lurus, ein„aktiver Bürger" zu heißen, sich auf 25— MM. belaufen. Run ist aber nicht zu bestreiten, daß weil nur wenige Bürger vorhanden sind, das Interesse an der Bürgerschaft immer mehr und mehr schwindet und damit die Möglichkeit einer erzreaktionären Bürgerschaft erst recht Vorschub geleistet wird. ES ist nun— und mit Recht— in der Einwohnerschaft vielfach die Ansicht verbreitet, daß, wenn nur die Bürger- schaft etwas mehr die Rechte der lübischen Bürger zu wahren verstehe, überhaupt keine derartige Polizeiwillkür stattfinden könne. In Arbeiterkreisen ist diese Meinung erst recht ver- breitet, und seit einiger Zeit wird eiftig die Frage ventilirt, ob eS nicht zweckmäßig sei, einen Verein zu gründen, dessen Aufgabe es sei, durch Beiträge u. s. w. die Mittel aufzubringen, um von Zeit zu Zeit einer An- zahl seiner Mitglieder zur Erwerbung des aktiven Bürger- rechts zu verhelfen. Unseres Erachtens nach ist die Idee eine gute und verdient in weite Kresse getragen zu werden, denn nur durch das Hineinbringen des ArbeiterelementeS in die Bürgerschaft kann einem weiteren Vordringen dcS reaktionären Elementes Einhalt gethan werden. Da es nun einmal im Wesen der Lübecker Arbeiterschaft liegt, dasjenige, was für gut befunden wird, auch möglichst durchzusetzen, so ist zu hoffen, daß schon in Bälde ein Verein ins Leben tritt und sein vorgestecktes Ziel mit Konsequenz ver- folgen wird, so daß die Arbeiter sich an den im Sommer 1891 stattfindenden Bürgerschaftswahlen mit der altbekannten Energie betheiligen und hoffentlich einige Sitze im ersten Ansturm er- obern werden zum Entsetzen der bisherigen Bürgerschaftsmit- glieder. Dann wird neues Leben in diese Versammlungen kommen, zumal dann auch der neue Sitzungssaal in unserem altehrwürdigen Rathhause— wo so oft die Geschicke der nor- dischen Völker bestimmt wurden— fertiggestellt sein wird. Möge die jetzige Bürgerschaft noch ruhig im Kasino weiter tagen. Darmstadt» 20. August. Der Arbeiterwahlvercin halte auf heute Abend eine allgemeine Versammlung einberufen, in der Landtaasabgeordneter Ullrich über den„Pariser inter- nationalen Arbeiterkongreß", welchem er als Delegirter beige« wohnt hatte, referiren sollte. Die Abhaltung der Versammlung ist heute Vormittag durch die Polizei untersagt worden. Die sazialdemokratische Denkjchritt über das zehn- jährige Bestehen des deutschen Sozialistengesetzes deren Verbot der vorgestrige'„Reichsanzeiger" bereits publizirt hat, ist, wie der„Vossischen Zeitung" aus London gemeldet wird, nunmehr mit dem ersten Band zur Ausgabe gelangt. Derselbe entbält vom sozialdemokratischen Standpunkt aus eine gedrängte Ge- schichte der deutschen Sozialdemokratie seit dem VereinigungS- konareß von 1875, während der zweite Theil, der unter der Rubrik„Städlebilder" die Genossen selber sprechen läßt, eine Geschichte ihrer Kämpfe, Verfolgungen und Opfer, ein Ver- zeichniß der Ausgewiesenen und der nach Amerika Vertriebenen mit kurzen Notizen über die erlittenen polizeilichen Ver- folgungen und Maßregelungen, sowie eine Zusammenstellung der Verbote und eine Uebersicht über die unter dem Sozia- listengesetz erfolgten Verurtheilungen bringen wird. Der erste Theil der Denk>chrift ist zehn Bogen stark und kostet 1 Mark das Stück. Frankreich. Aus Frankreich wird gemeldet, daß die Boulangisten- Partei bereits mit ihrer Kandidatenliste für die nächsten Kam- merwahlen erschienen ist. Darnach sind unter den 500 ver- öffentlichten Namen bloß 22, die man als Republikaner be- zeichnen kann; alle übrigen seien Bonapartisten und Monar- chisten. Nach einer Pariser Meldung der„Post" herrschen unter den Bonapartisten selbst Zwistigkeiten über die Kandi- datenliste. Afrika. Die von französischen Blättern gebrachten Mel- düngen von einem angeblichen Aufstande T i p p o T i p' S und seiner Anhänger gegen den Kongostaat werden seitens der Kongoregierung auf das Bestimmteste als jeder Begründung entbehrend bezeichnet.— Bekanntlich steht es mit dem Kongo- staat, der von verschiedenen Seiten für nichts weiter als ein schwindelhaftes Akiienunternehmen gehalten wird, außerordent- lich faul. Die kleinste aufständislbc Bewegung der Eingeborenen würde diese StaatSgründung auf Aktien, die nicht weit von der Liquidation steht, über den Haufen werfen. eies dsruvEu...____ Universität Tokyo am Ndal-�gistritt �>— 2 Uhr 7 M n. 41 Sek. „�üelbe zeichnete sich durch eine auffallende �ütio« �cillationen aus. Während der Anfang der Nfni"8 olW-r- m gewöhnlichen Charakter war, nahm die sich£ M"' bis sie 17 mmerreichte; aber der Boden deLl'e-ssL". wenig, daß die Hä'' rx--- wegungen von gleichfalls langer Periode statt. Dieser Zu- stand währte 10 Minuten 36 Sekunden. Interessant ist auch die Beobachtung von Professor West. Er beobachtete, wie da« Wasser eines kleinen Teiches von Nord nach Süd oszillirte. In einem Augenblick fiel das Wasser ungefähr zwei Zoll auf der einen Seite des Teiches, während es nach einigen Sekun- den die Ufer nahezu bis zur selben Höhe überspülte und das gegenüberliegende Ufer bloslegte und dieses Wechselspiel währte eine Viertelstunde. Diese langsamen Schwankungen, die man Erdpulsationen genannt hat, treten— wie der Bericht in der „Nature" besagt— gewöhnlich ein, wo ein starkes Erdbeben oder eine unterseeische Störung in großer Entfernung statt- findet. Daher kann man vermuthen, daß ein Land- oder Seebeben von ungewöhnlicher Heftigkeit irgendwo stattgefunden hat, und da auf Briesland— etwa 60 englischen Meilen von der Yokohama- Bai entfernt— bekanntlich ein heftiger vul- konischer Ausbruch stattfand, so steht die oben geschilderte Be- obachtung wahrscheinlich mit dem letzteren in Zusammenhang. Kitte kttnstttrrständige Polizeibehörde. Zur Richterin über die Moral des bekannten Bildes von Charles Sellier: „Leda mit dem Schwan" hat sich, wie der„Franks. Ztg." aus Ltegnitz geschrieben wird, die dortige Polizeibehörde aufge- worfen. Einer, dem's zu Herzen ging, daß die Sittlichkeit der Lieanitzer durch die Ausstellung einer Photographie jenes Ge- mäldeS im Schaufinster der Gradenwitz'fchen Buch- und Kunst- Handlung arg gefährdet werden konnte, beschwerte sich bei der Polizei und diese forderte denn auch amtlich den Aussteller zur Entfernung des Bildchens auf. Herr Gradenwitz hat seine eigenen Kunstansichten und ließ dasselbe stehen. Da kam nun ein PolizeikommissariuS und beschlagnahmte die Photooraphie. Selbstverständlich wird der Kunsthändler eine höhere Instanz darüber befinden lassen, ob das in Rede stehende Bild, dessen Vorwurf Paul Veronese und Michel Angela ebenfalls viel- leicht nur weniger keusch behandelt haben, zu den anstößigen gehört. Ktt Kaggerarbetten, welche seit einiger Zeit an der Einfahrt des Hafen« von Santander vorgenommen wurden, wurden letzthin, in Schlamm und Sand begraben, die noch sehr gut erhaltenen Reste eines Kiiegsschiffes aufgefunden, welches hier vor bunderlen von Jahren im Kampfe mit Menschen oder mit den Elementen gesunken sein muß. Da die Bagger den alten Schiffsrumpf nicht beseitigen konnten, ließ die Regierung durch Taucher zunächst Sprengungen und dann Bergungen vornehmen. Bei dieser Gelegenheit sind so zahlreiche und werthvolle Funde gemacht worden, daß man nunmehr vor- SösZtQle Att die Nergolder, Goldlelftenarbetter und Berufs genossen Deutschland«. Werthe Kollegen! Durch die planlose Produktion, durch die Einführung der Frauenarbeit in den größeren Fabriken sind unsere Löhne so weit gesunken, daß eS unmöglich ist, so weiter zu leben, wir verkommen lang- sam aber sicher. Lasset uns daher diesen ununterbrochenen Lohnreduktionen entgegentreten. Vereinigen wir uns! Sehet Euch um: fast sämmtliche Gewerke haben sich organisirt und stehen im Kamps mit der Kapitalmacht. Es nutzt aber nichts, wenn in einigen Städten eine kleine Lokalorganisation ist und die meisten von uns laufen wie die Schafe ziellos umher. Gründen wir deshalb eine Vereinigung über ganz Deutschland! Wir werden in dieser Vereinigung die Verhältnisse derart regeln können, daß die Fabrikanten von Berlin nicht mehr sagen können:„Seht mal, die Hamburger, Brandenburger, Barmbecker, Ottenser arbeiten so billig, ich kann nicht mehr geben." Und die Unternehmer von Hamburg, Ottensen, Barmbeck, Brandenburg sagen:„Seht mal, wie die Berliner„schleudern", ich kann den Lohn nicht zahlen." Wenn die Kapitalisten nicht im Stande sind, den Preis zu halten, dann wollen wir es versuchen durch die Organisation. Wir schlagen Euch vor am 26. und 27. Dezeniber d. I. einen Konareß der Vergolder, Goldleistenarbeiter und Beruss- genossen abzuhalten und bitten Euch alle, dazu Stellung zu nehmen. Als Tagesordnung empfehlen wir: 1. Gründung eines Verbandes der Vergolder Deutsch- lands. 2. Festsetzung der Arbeitszeit. 3. Einführung eines Arbeitsnachweises. 4. Mittel und Wege dazu. Kollegen in Ost und West, in Süd und Nord, reicht Euch die Hand zum Bunde, zum Bunde zur Beseitigung der uns bedrückenden Mißstände, berathet Euch, ernennt Jemanden, der sich mit uns in Verbindung setzt, daß Eure Wünsche berück- fichtigt werden, arbeitet und agitirt unaufhörlich für unser großes Ziel: die Verbesserung unserer Lage! Mit Gruß und Handschlag Emil Böhl, Berlin O 34. Briefe und Anfragen in Betreff des Kongresses sind an Emil Böhl, Berlin o., Frankfurter Allee 74, zu richten. Alle Arbeiterzeitungen werden um Abdruck gebeten. Att die pofamcntire«ud Kernfsgenossen Kerlius! Kollegen! Wenn wir zurückblicken auf das, was wir bisher er- reicht haben, so müssen wir letder gestchen, daß der zuerst so glänzende Erfolg schon viele Lücken aufzuweisen hat. Diese traurige Thatsache auf Personen zurückzuführen, wäre einseitig gehandelt. In erster Linie sind die heutigen Verhältnisse hier- für ve> antwortlich zu machen, Me manchen, wenn auch mit fchwerem Herzen, zwangen, unter dem Tarif zu arbeiten. Auf der andern Seite trägt auch Schuld daran die Gleichgiltigkeit und Denkfaulheit der Kollegen selbst, die es nicht begreifen können, daß wir:„einzeln nichts, vereint alles", erreichen müssen und die sich aus kleinlichen und persönlichen Gründen von der Gesammlheit zurückziehen, anstatt für die„Sache" zu wirken. Unter heutigen Verhältnissen kann Niemand sagen,„ich brauche die Hilfe der Kollegen nicht", ein Jeder ist verpflichtet, als Mensch für das Wohl seiner Mitmenschen zu wirken. Kollegen! Um nun nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben, um das Errungene zu befestigen, fand im Monat Juni eine öffentliche Versammlung statt, in der eine Resolution ein- stimmig angenommen wurde, die folgende Forderungen ent- hielten. 1. Die Arbeitszeit wird auf neun Stunden täglich fest- 2. Abschaffung der Ueberstunden und Sonntagsarbeit. 3. Ein Stundenlohn von 50 Pf. Zur Vorbereitung für die Durchführung obiger Forde« rungen wurde eine Kommission von 5 Mann gewählt, welche, um für eine etwaige Lohnbewegung gerüstet zu sein, zunächst Sammelkarten drucken ließ. Sie richtet nun hiermit die Auf- forderung an sämmtliche Kollegen Berlins, daß jeder sich mit einer solchen Sammelkarte versehen und den darauf gedruckten Bestimmungen möglichst nachkommen möge; sie erwartet ferner von jedem Einzelnen, für mäachlichste Verbreitung dieses Auf- rufs Sorge zu tragen und ruft Euch nochmals zu: Vereinzelt Nichts, geschlossen Alles! Karten sind zu haben bei den KommissionZmitgliedern und im Arbeitsnachweis, Oberwasserstr. 12. Die Kommission. Die Former Hamburg» stnb ausgesperrt. Die Ar- beit ist an Fabrikant Leopold Ziegler, Reinickendorserstraße, vergeben, und bei Schwartzkopff soll die Arbeit gegossen werden. sichtiger und systematischer bei Hebung der Trümmer zu Werke geht. Das Schlff stammt unzweifelhaft aus den letzten Jahren des 15. oder den des 16. Jahrhunderts und gehört zu den größeren der damaligen Konstruktionen. Kanonen und andere Ausrüstungsgegenstände zeigen vielfach schon die vereinigten Wappen von Kastilien und Aragon oder tragen den RamenSzug Jiabel'S la Catolica, einiger auch das gekrönte F. Ferdinand's des Katholischen. Da unter den sehr zahlreich an Bord vorhanden gewesenen Waffenvor. räthen sich ferner viele Stücke italienischen oder sranzösiicheu Ursprungs befinden, das ganze Schiff überhaupt zur Zeit seines Unterganges als Transportschiff gedient zu haben scheint, wird allgemein angenommen, daß es zu der Exoedition Gonzalo de Cordoba'S gegen Neapel gehört hat und auf der Heimkehr au« Italien mit Trophäen und Beute beladen bei seinem Einlau'en in den Hafen von Santander gescheitert ist. Auf diesen Ur- sprung des Wracks läßt auch der Umstand schließen, daß unter den bisher aufgefundenen Münzen sich neben vielen spanischen aus der Zeit der katholsschen Könige, zahlreiche andere mit dem Bildniß Karls Vlll. von Frankreich und solche verschiedener italienischer Staaten jener Epoche definden. Seit dielen Ent- deckungen werden die Arbeiten an dem Wrack sehr eifrig ge fördert, da man hofft, auf werthvolle Funde aus dem an Beute so reichen Feldzuge zu stoßen. Gbiftttt wurde in. der letzten Sitzung der Akademie der Wissenschaften in Paris von Janssen vorgestellt._ Er ließ der Akademie durch Janssen, da er selber kein Franzonsch versteht, mittheilen, daß er regelmäßig die Berichte der Akademie ver- folge. Beim Anblick der Statue AmpöreS habe er bedauert. ihn nicht mehr reden hören zu können. Er schenke daher der Akademie einen Phonographen, um die Worte eines jeden Mit- gliedeS für die Nachwelt zu firi en, damit deren Nachfolger beim Anblick der Statuen der Akademiker auch den Klang ihrer Stimmen vernehmen könnten.— Das nächste Reiseziel Ediio.is ist Deutschland, und zwar will er zunächst die Knipp'jchen Werke in Essen besuchen. Kitt englischer«iffelthurm. Sir Edward Watkin, einer der englischen„Eisenbahnlönige" und zugleich einer der eifrigsten Förderer de« Kanaltunnelplanes, hat eine Gesellschaft gegründet, die den Namen„Tower-Company"(Thuim-Gesell- schaft) führt. Sir Edward will nämlich nach dem Muster des EiffelthurmcS einen ähnlichen in England bauen, welcher zum Vergnügen und zur Erholung und auch zu wiffenschaftllchcu Zwecken dienen soll. Die Gesellschaft besitzt ein Kapital von. 200 000 Lstrl. Theater. Sonntag, d e n 25. August. MaUner-Tkeater. Fifi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater. Der Postillon von Lon- jumeau. Wt>n»rt«.Gi»eat»r. Stanley in Afrika. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adalph KruK-Ttzeater. Flotte Weiber. Montag: Dieselbe Vorstellung. GeMeatlumre-Theate». Dämon Schwiegermutter. jetttui-Theater. Die Vermählten. Montag: Der Fall Clemenceau. Frt»»eta»- WttthrtmltSdtischr» Theater. Der Mikado. Montag: Dieselbe Vorstellung. Gftmod- Theater. Der Trompeter von Säkkingen. Montag: Dieselbe Borstellung. Aeatral-Theater. Leichtes Blut. Montag: Dieselbe Vorstellung. ��MH�Passag» 1 Tr. v M.— 10 A. V». JLkW Kaiser-Panorama. In dieser Woche: Reu! IB. Cycl.: Pariser Welt- Ausstellung. Erste Reise durch Holland. Im AusstellunaSpark: 2. Eycl.: Pariser Weltausstelluttg. Eine Reise 2V Pf., Kind nur 10 Pf. Abonn. 8 Reisen I M. Tans-Insiitut, i Dresdenerstraße 10. Ein neuer Lehrkursus f. Damen u. Herren be- ginnt Sonntag, d. 1. September, Nachm. 4 Uhr. Meld. Adalbertstrabe 93 und beim Beginn des Unterrickts. Um vollzählige Paare zu haben, können sich 30 Damen aus achtbaren Familien melden, welche Lontre danse und Quadrille a U cour unentgeltlich erlernen wollen. 1228 Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß meine liebe Frau am 22. d. M. von einem strammen ZreihettSkSwPfer glücklich entbun- den ist. 1217 Eugen Meyer, Arbeiter. WAllen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß- vnd ßalrischbler-lokal. Zimmer mit Piano für Vereine und Zahl stellen steht zur Verfügung. llillendei'g, 1010] Reinickendorfer-Straße 54. Empfehle mein Lokal zum Arbritsnachmeiv u. f. Zahlstelle«. Zimmer mit Piano für Vereine. 1267 Arthur Ziemer, Cuvrystr. 16. Mein Mi-- rnili Bairisch-Bier-Lokll! befindet Ft(hiettEiseabahn8tr.85,pt. Carl Wster. 544] Großer kräft. Mittagstisch mit Bier 50 Pf. 12—2 Uhr. C Bölckcr, Äaunynstr. 34 part en geoo en detail Kranzbinderei J. Meyer, Zaustherplach 16.]1307 n mit Malerei von I M. Atlasschieifen....... Guirlanden von 15 Pf. an. Kranze. ... von IM. an. 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Sonntag, de« SS. Angnst 188». «. Sähe«. Lokales. tq$,?,t der sozialdemokratischen Fraktion RnchStageS versendet folgende Abrechnungen: -'ltn hierdurch unseren Parteigenossen mit, daß für tak.*"fc.ungs zwecke vom 1. Apnl bis 30. Juni fol- ' im 9t«Q2e eingegangen find. Aus: Lemgo 70 M., � M.. Berlin Mephisto 9« 25 M., M-ttmann Buckau 100 M., Quedlinburg 21 M., A/S K. Berlin SO M., 10 M., B. B. arant'i ftlllll r auiiowv' v Dut"'� ÄeZu�Ä werde« l «l i-"«Hutourg. jouciau � j�ueon ««euer 779 M., Sennefelder 25 M., »S! R. Ä. Südwest Berlin__—.... 60Q«valdenburger Kreis 60 M.. Zeulenroda 10,80 M., M � 25 M., Buckau 27,50 M.. Erfurt(ohne |ftJR 2J®v Potsdam 18 M., Hof, alte Garde 4 M., junge J5 an M., Lambrecht 3 M., Buckau 27,50 M., Minden 25 Zv' m�eienburg 10 M., Brandenburg 25 M., Potsdam äS-to'b a?1benbut« 30 M., M. E. München 100 M., Buckau Zq 3g' Brandenburg 25 M., Erfurt(Das Banner hoch) vom Januar mit März: Hof 10,10 M., Darm- M., Zeitz 20 M. . Reichstags-Wahlfond: Hannover 400 M., Eiienach 12 M., Weyer bei ßg.»,30 M, B. lustige Schlittenfahrt 8.35 M., Frank- an■ M., Vom Mann im Mond 700 M., B- Berlin tti-ji,'' Lkrr Fischer 200 M., X. H. Z. 150 M, Minimal» ,A�lm 10 M., Sennefelder 25 M., B. B. 50 M., -«Smi?MSphinx 2500 M., Wilhelmshaven 50 M., �ur Unterstützung der Elberfelder An.» �. Angeklagten: i zv H. in L. 21,35 M., Bovenden 10 M., Mettmann �abit,■ Oeslau 5 M., Großenhain 50 M., 19. sächsischer TZ lZwönitz 10 M.) 15 M., Döbeln 20 M., 10. sächs. �lylv» �0 M., DreSden-R. 200 M., Hamburger Freunde str«,.,''. amenz 25 M., Elbingerode 3 M., Knmmilfchau 100 M., »d SO M., Forst i. ß. 200 M., Hötensleben 4 M., Alfeld Seckhennersdorf 18 50 M., Finderlohn K. 3 M., ««rf. l-t- '°pÄi el-g-M me,«' :*/ tH"1 i MtenKi,' I io\j\j«,». v» w»«/ 1 6.»L" � B. 50 M.,(von der eisernen Faust 28 M., �5o,. h�VN 20 M., Nich is chwarzwal d oerein ler 2 M.), K zn"�.Bautzen 30 M., Hohenstein 25 M., Altstadt i. Th. & ol' utyfternmlbe 25 M., Afchersleben 18 M., Sandhof fyniek,, Sommerfeld 3 M., Stadt Sulza 3 M., V? ll/0 M., Oberweimar 11 M., Langensalza �vs.» Teuchern 18 M., Hückeswagen 6 M., �"chrn 50 M., Neustadt in Sachsen 16,50 M., .. �g 100 M., A. München 103 M., Sablon b. Metz iGQ in"' n®- München 46 M., Camburg 4,10 M., Buckau "»iltfci' Bi'ihelmshaven 50 M., Calbe 20 M., R. Ulm 8 M., �,?>tem 18 M., Nißma u. Umg. 15M) M., Rehme 13 M., Ayi 15,70 M., Nienburg 10 M., Leutersdorf und Neu- sS»Idl.**•/ Oderwitz 2 50M, Eibau 2M., Minden 25,25 M., "'au, er 12,70 M., Kassel 100 M. fc®* die Familien uns erer Verstorbenen: llAj Miutragen vom 1. Januar bis 31. März: Oschatz Plauen i. V. 20 M., Freunde vom bunten Thor, »Siirtu0 i�era 40 M., Zeitz 20 M., Kohlhausen 10 M., au 100 M., Großenhain 50 M., Quedlinburg 11 M., fl.Ä'burg 100 M. �ibel. C. Grillenberge r. W.Liebknecht. � H. Meister. P. Singer. Dlnterzeichnet« des von der Lokalkommission ver- l'ti�.v'cklugdlalles, Herr Otto Heindorf, erhielt neben anderen ?�?urdigen Briefen und Zuschriften— natürlich anonym, ' verren zu feig sind, ihre Namen zu nennen— auch ein »-■•—----- oo— 1.1----,______... .r-"' 09eL :ttie .«iC al«1 tefr t-v -uujf»»*„ lv»ö!•••«'/—" o"--------------- J'fri jm11 Kuruck, das mit einer Menge Randbemerkungen ge- ity'S ar- Zur Charakteristik des leider nicht genannten Ur- ' lau! wir den Inhalt der erhebenden Glossen mit. N»i,.n.v:»Solche erbärmliche,' sozialdemokratische Lamen» �»„„langen wirklich an— zu stinken!... Der Brunzlow n�livT iJ- 1) mit jedem Kalb!— Hensel und die Anderen » iia Gelegenheit, um sich beliebt zu machen. Aber l����dreasstroße�st�viede�n�ganze�Tam� �»nnksgstzrlsudorei. �i, ist�' Sobald der Stralauer Fischzug in seine Rechte � m't unserem offiziellen Sommer vorbei: Dem In., � nach soll er allerdings noch einen ganzen Monat herrschen, wir sind jedoch bereits soweit vorge- daß wir weder dem Kalender noch seinen Heiligen ■ Will der Kalender uns etwas weiß machen, so m. q» uvugiltige unanfechtbare Beweise bringen, an denen !°>n�'ch. rütteln kann— ist er hierzu nicht im Stande, �2 er ins alte Eisen, ins Gerumpel— wohin er gehört. °sh°em in letzter Zeit auch auf dem Gebiet der mo- p Rechnung wichtige, tief einschneidende Erfindungen Md, haben wir an kritischen Tagen keinen Mangel kch f.„ CTs Falb, der uns mit diesem Segen beglückte, hat em wesentliches Verdienst um die Menschheit er- "Ze«) hviian wir früher schon keinen Mangel an kritischen "lau r'v�fchroelgen wir jetzt förmlich im Ueberfluß. Erhebt tyht vch des Morgens fnfch und gesund, so kann man doch Üch � Istvn, was Einem im Laufe des TaaeS passirt; läßt *Hl der Morgen gut an, so ist der Abend dafür manch- �lty z>v kritischer. Früher ging die Sache leidlicher ab, ""te r a6 b'e kritischen Momente Monate lang vorher und I �ten? genügend darauf vorbereiten— war es Weih- �de�.°ver der Geburtstag der Braut, an welchem sich der L. Üo*. ftofnnSorä tinftÄrrbifl" 'fe w. Mensch von Alters her besonders„anständig' wuß. Jedenfalls ist die Sache nicht so schlimm ge- ®>te mit dem jetzigen unvermutheten Erdbeben, die dem jetzigen unvermutheten Erdbeben vie ®p°. erfunden hat, mit den unvorhergesehenen Orkanen .'«'tterstürmen. II h vom Stra Zeiten, uiv rn orili Hiti-I. w.s...�.... ',"d b,. Boltsfest gefeiert wurde, als man mit Weib und Ul0t»?ä09, um sich draußen an warmen Würsten und I Würfen ,u laben. I. SJMÄ'---....... f-"1 ßttb v om Stralauer Fischzug wollten wir reden. Wo» v�iiib-s m �iten, als in dem alten Fischerdorf noch ein l nm BoltafcO npffipri wurde als man mit Weib und StTo« 7" au laben- m ml fahren drohte der Stralauer Fischzug einem doch die Zähigkeit scheint man ihn ........ 0~ 7-----,„ er sich vor aller ,ns!? �eri; m �kanze sehen lassen kann. Die Witze des 'n pafsirten fast sämmtlich auf dem Stralauer (fia blühte noch der Altberliner„Schusterjunge" �uensteher Nante. i seit Jahren drohte der Stralauer Fis \ Jjr Ende entgegenzusch kümmern, doch d j �"stli»? hielt an ihm fest, und jetzt schein ?elt? wwder so belebt zu haben, daß er su f_ OlfptM f am f/vCTo** Deutscher, und besitzt Takt!— Bravo, Tonhallen-Wirth! Der Fey ist schon weniger charakterfest und national! Also, Ihr Esel, laßt Euch nicht von ein paar frechen Agitatoren, die Euch ausnutzen, ködern! Haut den Lumpen, wie Singer, Liebknecht und mehr des Gesindels nur jedesmal gehörig die Jacke voll! und kauft vor allem keine Schundschnftcn von dem Schuft Werner.— Das Opus schließt mit der lieblichen Bemerkung: »Frecher Lümmel, noch seinen Namen zu nennen! Warte, die Polizei wird'S Dir schon anstreichen! Spitzbube!" Der so jäh an» dem Leben gerissene, vorige Woche ertrunkene Tischler Erich Schulz wurde Donnerstag Abend 6 Uhr auf dem Zentralfricdhof m Friedrichsfelde zur letzten Ruhe bestattet, nachdem die Eltern die Leiche rekognoszirt halten. Die Betheiligung am Begräbniß war leider eine schwache, eS mochten ungefähr 120 Personen anwesend sein, was wohl daher kommt, daß Arbeiter in der Woche schlecht abkommen können. Dennoch machte es einen imposanten Eindruck, als man die Blumenspenden, welche dem Freunde und Genossen gebracht wurden, betrachtete. Unter Anderen war ein Kranz von der Berliner Sozialdemokratie»Dem Vorkämpfer für Freiheit und Recht" gewidmet. Weiter waren vertreten der Tischler-Fachverein, die Ethische Gesellschaft, der Wahlverein des 4. Beiliner ReichStaaswahlkreiseS»dem Freunde und Mit- glied". Der Verein der Nähmafchinen-Arbeiterinnen»dem un- ermüdlichen Vertreter für Wahrheit und Recht". Ein anderer Kranz trug die Aufschrift:.Dem jugendlichen Kämpfer für Freiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit, dem Mitglied Erich Schulz gewidmet vom Unterhaltungs oerein Harmonie u. s. w." Leider sollte eS nicht so glatt abgehen, wie man sich dachte. Vor der Beerdigung forderte ein auf dem Kirchhofe anwesender Gen- dann die Leidtragenden auf, die Nelken zu entfernen, welche nach seiner Ansicht Abzeichen vorstellen sollten; man lhat dem Herrn den Gefallen und entfernte dieselben. Dadurch war eine Gelegenheit zum Einschreiten genommen und so mußte eine andere Gelegenheit gefunden worden.— Nach der Ein- senkung des Sarges in vie Gruft machte der Todtengräber bekannt, daß Reden nicht gehalten werden dürfen. Hieraus legte der Kranzträger des Fachoereins der Tischler seinen Kranz im Namen des Fachvereins nieder, er wurde aber schon bei den ersten Worten, von dem Gendarm unterbrochen und einem andern Gendarm zur Feststellung seiner Persönlichkeit übergeben. Ebenso erging es allen Uebrigcn, so- aar em Herr, der stillschweigend seinen Kranz niederlegte, wurde sistirt. Auf dem Wege zur Todtengräberwohnung, wohin die Verhafteten gebracht wurden, äußerte Jemand, daß der Staat durch die vier Sistirungen gerettet sei, auch er wurde mitge- nommen. Nachdem Alle entlassen waren, trat man den Heim- weg an, selbstredend mit einem Geleite von 7—8 Mann, die sich schon auf dem Hinwege durch ihr eigenthümliches Gebahrcn auffällig gemacht hatten. Von anderer Seite erhalten wir folgende Schilderung: Am Donnerstag, den 22. August, Nachmittags öS Uhr, waren die Berliner Arbeiter, Mitglieder und Vertreter Berliner Arbeiter- Vereinigungen auf dem Zentral-Friedhof Berlins in Friedrichs- felde versammelt, um dem leider allzufrüh verstorbenen Freunde und Genossen Erich Schulz das letzte Geleit zu geben. In gewohnter Ordnung setzte sich der Trauerzug von der unichein- baren, äußerst primitiv hergerichteten Leichenhalle des Fried- Hofes in Bewegung.—» E r n st e, erhabene Ruh e'. war das Gepräge des Ganzen!" Doch es sollte an- derS komme». Kaum 30 Schritt war der Trauerzug vorgerückt; da:»Ich fordere Sie auf, diese Schleife von dcm Kranz zu enifernen!" tönte die Kommandostimme eines Gendarmen. Nach einigem Parlamentircn wurde die bisher vor jedem Frevler sorgsam verhüllte Schleife, grüßend in der Farbe der rerheit und Menschenliebe, enthüllt und entfernt. Langsam, Harmonie, setzte der Trauerzug sich bis zur in Bewegung. Mit eilfertiger Geschwindig- Trauergefolge war kaum vollzählig am „ langt, wurde die letzte Hülle unseres reundes und Genossen Erich Schulz in das Grab versenkt. in stummer Scheidegrub nur noch und der Trauerakt nahte sich seinem Ende. Doch der feierlichste Moment des Trauer- aktes er wurde gestört durch die Gendarmen: die letzteren Wer kennt die alte Geschichte nicht von den beiden Dienstleuten, die nach Stralau zogen, um ein Faß Kümmel zu verkaufen? Der Eine trug das Faß, der Andere einen Sechser— das gemeinschaftliche Vermögen der unter- nehmungSlustigen Kaufleute. Unterwegs bekommt der Sechserträger Durst, und er bittet seinen Kameraden, ihm für den Sechser einen Kümmel zu verkaufen. Natürlich trug der ein fühlende? Herz im Busen. und willfahrte dem Wunsche. DaS GlaS Kümmel wanderte in die Kehle des Einen, der Sechser in die Tasche des Andern. Nach einigen Minuten wandelt den nunmehrigen Sechserträger ein tnnklustigeS Gefühl an. Auf inständiges Bitten erhält er für seinen Sechser das obligate GlaS Kümmel, und so geht eS mit Grazie weiter. Die beiden müden Wanderer erreichen endlich Stralaus Gefilde, und bevor man sich dem eigentlichen Handel widmet, will man doch sehen, was man„unter sich" für Geschäfte gemacht hat. DaS Faß Kümmel ist allerdings leer, da man aber jedes GlaS mit einem Sechser bezahlt hat, muß man doch ein recht ansehnliches Sümmchen herausgeschlagen haben. Zum größten Erstaunen der beiden Geschäftstheilhaber stellt sich nun heraus, daß sie zwar den Kümmel sich einverleibt haben, daß sie sich jedoch jedes GlaS gegenseitig mit demselben Sechser bezahlt hatten. DaS waren die harmlosen Witze vom alten Straläuer Fischzug. Die Witze, die wir jetzt in Neu-Berlin machen, sind etwas herzhafter, aber lange nicht so schon. Der Heu- tige Kastengeist läßt Volksfeste überhaupt nicht mehr auf- kommen, vor dem blöden Dünkel Desjenigen, der sich einen besseren Rock anzuziehen vennag, zieht sich das eigentliche Volk zurück. Die Zeit ist ernster geworden, die harmlose Fröhlichkeit geht unter in der Roth des Daseins, in dem wilden Kampf um das tägliche Brot. Und dieser Kampf ist dem arbeitenden Volk aufgedrängt, mit Gewalt ist es in seine Nothlage gezwängt, denn in der That ist kein Mangel auf Erden, wir leben in einer Ueberfülle alles dessen, was unser Leben versckönern und angenehmer gestalten kann; nur demjenigen, ver da« erste Anrecht auf alle Schätze der Welt hat, ist der Weg zu diesen Schätzen versperrt: die kleine Minderheit lebt herrlich und in Freuden, sie schwelgt in allen Genüssen— die Mehrheit dagegen— nun, sie weiß am besten, wie eS ihr geht. Inzwischen hat man in aller Stille, trotz des Stra- in gestöiter GrabeSgruft keit, das Grabe an nahmen an der offenen Gruft die Sistimna non vier Theil- nehmern vor. Als die Vertreter der Arbeilcroereinigungen einzeln hervortraten, um im Namen derselben die Kranzspende am Rand des Grabes niederzulegen, dabei die üblichen kurzen Worte sprachen und»drei Hände voll Erde als letzten Scheidegruß hinabwarfen"— da geschah etwas Uner- wartetes. Ein Gendann ergriff jeden Einzelnen am Arm, führte ihn fort von der Gruft mit dem Befehl:»Sie bleiben hier mal stehen!" Der Trauerakt war mit diesem Ein- griff thatsächlich gestört und ohne jede weitere Rücksicht wurden die Sistirtcn letzt nach dem Wohnhause des Inspektors auf dem Friedhofe geführt. Auf dem kurzen Weg wurde dann noch eine fünfte Sistirung vorgenommen. Im Hause angelangt, wurden die Personalien der Sistirten aufgenommen, und die- selben dann wieder sofort entlassen. Daß infolge dieses Ein- greifens die Erregung eine hochgradige war, brauchen wir nicht erst»u konstatiren, nur jener stets sich zeigenden Selbsterziehung der Arbeiter bei solchen Anlässen ist es zu verdanken, daß ein Tumult�vermieden wurde. Jeder weitere Kommentar ist hier überflüssig. Die Namen der Sistirten sind: O. Heindorf (Wahlvertin), Schade(Fachvcrein der Tischler), R. Brand (Genossen Berlins), B. Glaser, R. Sündermann(Ethische Gesellschaft). Kor Kurzem erschien der„Jahresbericht des Uer» eins junger Kaufieute von Kerlin", der im November dieses Jahres sein 50 jähriges Jubiläum feiert. Dieser, von echt deutschsreisinnigem Geiste getragene Verein, der laut Bericht 2509 Mitglieder zählt und an Vermögen 250 000 M. besitzt, blickt mit Stolz und Genugthuung auf seine»segensreiche Wirksamkeit" im vergangenen Jahre. Dieselbe desteht in Wittwcn- und Waisen-Unterstützung von 7461 M. für 36 Wittwen; in Unterstützung der Mitglieder im Betrage von 10 613 M., davon an Krankenunterstützung 8094 M.— Als geistige Nahrung bietet der Verein seinen Mitgliedern eine Bibliothek, die 7300 Bände umfaßt. Ebenso hat er einen Vor- trage, yklus»ingerichtet, in welchem im verflossenen Jabre er. 30 Vorträge gehatten wurden, �wofür an die Herren Vortragenden, mitunter bekannte Namen aus unserer Gelehrtenwelt, an Honorar 2130 Mark gezahlt wurde. Dr. Max Hirsch läßt sich ebenfalls manchmal hören. Auch manche Püffe weiden der Sozialdemokratie hier versetzt, wie z. B. im Februar d. I. vom Herrn StaatSreckitslchrer Prof, Dr. v. Kaufmann in dem Vortrage':»Die Geschichte der soziateu Bewegung", worin er unter Anderem sagte,»daß nicht durch die Sozialdemokratie, sondern trotz der Sozialdemo» kratie ein Fortschritt auf sozialreformatorischem Wege statifand. — Ein wesentlicher Punkt ist die Stellenvermittlung, die der Verein eingerichtet hat. Hier zeigt sich klar, wo die ersten Pflichten des Vereins liegen. 2269 Bewerber waren eingc- tragen und 510 wurden plazirt(darunter 91 Mitglieder), also noch nicht der vierte Theil. Allerdings waren mehr Vakanzen angemeldet(1374), aber die Herren Prinzipale wählen vorsichtg aus, das Angebot ist ja ein enormes, auch von andern Seiten.. Die Thätigkeit des Vereins aber ist da zu Ende, wo sie be» ginnen sollte, ausgenommen den Empfang des Herrn MmistelS von Goßler bei Eröffnung des 2. VortragS-ZykluS, auf welchen Besuch der Vorstand ganz besonders stolz ist. Das große Massenelend unter den Handlungsgehilfen; die grassirende Arbeitslosigkeit: die regelmäßige Sonntagsarbeit;. die unerhört ausgedehnte Arbeitszeit nach Willkür der Herren Chefs und ohne zede Extraentschädigung; der oftmals lächerlich oeringe Monatslohn neben großen Ansprüchen auf ein nobles Aeußeres: die gewissenlose Lehrlingszüchterei— um dies alles fcheert sich dieser aus seine Bedeuiung pochende Verein keinen Pfifferling; nicht einmal der Versuch dazu ist zu verzeichnen. Und wie segensreich wäre hier ein tiefes ernstes Wirken, welcher Schatz von Erkenntniß könnte hier gesammelt werden durch eine Klarstellung aller dieser Verhältnisse in den Kreisen der HandlungS- Gehilfen, denn die klare Erkenntniß ist immer die nothwendige Grundlage einer wirklichen Besse- rung. Wahrlich, man kann dem»Verein junger Kausleute" zu seinem 50 jährigen Jubiläum nichts Besseres wünschen, als— um mit Ibsen zu reden— eine gründliche„AuSlüftung". lauer FischzuaeS einen deutschfreisinnigen Arbeiterverein gegründet. Er war eS, der dem politischen Getriebe bisher gefehlt hat, nnd wir preisen ein gütiges Geschick, daß diesem fühlbaren Mangel nunmehr endgültig abgeholfen ist. Wir glauben, daß in der letzten Zeit, die ja überaus reich gewesen ist an trüben Erfahrungen, kaum em größerer Hohn bewerkstelligt werden konnte. Und wenn uns irgend etwas belustigen könnte, so wäre eS das, wenn wir einmal die wirklich deutschfreisinnigen Arbeiter Berlin« auf einem Haufen sehen könnten. Unabsehbare Schaaren sind es jeden- falls, die sich um das verblaßte Banner Eugen Richter'» schaaren, die manchesterliche Ausbeutungstheorie wird unter den Arbeitern wahrscheinlich einen wahrhaften Zubelsturm hervorrufen, und es ist durch diese heroische That gewiß vor- auszusehen, daß die Tage der Sozialdemokratie gezählt sind. Wie wird den deutschfteifinnigen Unternehmern das Herz im Leibe lachen, wenn sie auf bie anderthalb Dutzend Leute, die sich in so abhängigen Stellungen befinden, daß sie nicht anders können, als dem tyrannischen Machtruf ihrer„Brot- aeber" Folge zu leisten, wenn sie auf diese anderthalb Dutzend Leute herabsehen. Diese werden sich in die Speichen des Weltenrades stürzen müssen, sie sollen den Gang unserer Ent- wicklung aufhalten, sie sollen dafür sorgen, daß die Unternehmer oben stehen und die Arbeiter unten, damit Alles hübsch so bleibt, wie es hisher gewesen ist— zur höheren Ehre de» heiligen Profits. Jawohl, mit Grausen und Schaudern vernahmen wir die schreckliche Kunde, und ebenso wie wir erschüttert waren über das gewaltige Unternehmen, ebenso frenetisch ist der Jubel im dcutschfreisinigen Lager. Es kann keinem Zweifel unterliegen, bei den nächsten Wahlen werden die Fort- schrittler durch ihren deutschfreisinnigen„Arbeiterverein" glänzende Erfolge erringen. Alles, was die mißgünstige Sozialdemokratie ihnen bisher geraubt hat, werden sie wieder erobern,— Berlin, die ehemalige Hochburg des deutschen Freisinn«, wird ihnen wiedergegeben werben, und Eugen Richter und seine Koryphäen werden seit langer Zeit wieder einmal stolz und frei ihre„deutschfteifinnigen" Häupter er- heben können. Ein goldenes Zeitalter wird anbrechen, und da« hat mit„seinem Singen der deutschfteisinnige Arbeiterverein gethan".--- Auf dem Hofe de» Hauptdepot« de» Feuermehr fand vorgestern früd von 7 biS 10 Uhr die praklische Prüfung einer Anzahl der auf der UnfallverhüiungS- Ausstellung befind- liehen kleineren Feuerlöschapparate statt, welche um die vom Verband der deutschen Piioat-FeuerversicherungS-Gesellschaften ausgesetzten Prämien in Gesammthöhe von 10000 M. kon- kurriren. In Vertretung des Verbandes war der Vorsitzende, Generalsekretär Bueck-Düsseldorf, erschienen. Als Preisrichter fungirten Branddirektor Stude-Berlin, Branddirektor Dittmann- Bremen, Branddirektor Reinhardt Berlin und Dr. Schumann von der Aachen- Münchener Feuervcrsicherungs-Gesellschaft. Zum Zweck der Prüfung waren auf dem Exerzierhofe größerere Holzbauten aufgeführt. Einer derselben stellte eine voll- ständig eingerichtete Stube mit Klavier, Sopha und dergleichen vor, ein zweiter Bau zeigte einen Heu- und Gerümpelboden, außerdem gab es offene und geschlossene Hallen, Holzstöbe und dergleichen. Zur Prüfung gestellt wurden Lö'ch- granatcn, Exlinkreure, Handspritzen, Feuerlöschmassen und der- gleichen. Von den Feuerläschgranaten vermochte weder die „Imperialgranate" noch Schöneoerg's„Feuertod� hervorragende Wirkungen zu erzielen. Achtzehn Jmperialgranaten waren nicht im Stande, einen Brand zu bewältigen, der alsdann von der Feuerwehr ohne jede Mühe ausgegossen wurde. Der„Feuer- toö" versagte wiederholt insofern, als die die Feuerlöschmasse umgebende Glashülle beim Werken der Granate nicht zelbrach und die Masse daher nicht zur Wirkung kommen konnte. Von den Exlinkleuren wurde der Löb'sche, der von Bräuer und der von O. Bahr-München eingehend geprüft, sie funktionirten, ohne jedoch Wirkungen zu erzielen, die nicht auch mit reinem Wasser erreicht wurden. Als eine beachlrnswerthere Erfindung ermies sich dagegen der Patent- Hand- Feuerlöscher von Peter Schwaitz in Bocholt. Dcr Appaiat ist einfach, billig, ohne jeden Mechanismus konstruirt und ohne Zusatz von Chemikalien zu gebrauchen. In ein zehn Liter fassendes Gefäß, welches fich nach oben zu zu einem langen, schmalen Schlitz verjüngt, wird einfaches Wasser gefüllt, welches, sobald man den Apparat mit Hilfe zweier Handgriffe in geneigte Lage bringt, einen flachen «in Meter brerten, zehn Meter weilen oder fünf Meter hohen Strahl giebt, der sich bei der Probe recht wirkungsvoll erwies. Gut bewährten sich sodann auch ein- und zweizylinderische Handspritzen von MagiruS-Ulm, der auch eine größere Svritze ausqestelll hat, welche schon gestern geprüft wurde. Die Lösch- masse von G. Müller- Kausbeuren, welche für wasserarme Gegenden bestimmt ist, würde mit den übrigen Apparaten nicht sehr erfolgreich konkurriren. Vorgezeigt wurde serner noch ein mehrfache Verbesserungen zeigendes Hydranten-Modell, welches den desonderen Schlüssel unnöthig macht, sowie ein Windkessel, der jeden gewöhnlichen Brunnen fähig machen soll, als Lösch- brunnen zu dienen. Die dreistündige Probe gewährte zedem Fachmanne hohes Interesse, zeigte im Allgemeinen aber doch, daß oerade im Feuerlöschwesen das Einfachste das Beste ist. Di- Kav-l und Spree ßfordern in Ziedem Jahre zahlreiche Menschenleben zum Opfer. In diesem Sommer find bis jetzt in der Unterhavel bei Schildhorn allein acht Personen er- trunken. Von diesen ist einer beim Baden verunglückt, die übrigen baten beim Bootfahren ihren Tod gefunden. In letzicrem Falle ist die Schuld den Verunalückten stets selbst zu- zuschreiben. Ui bekannt mii der Handhabung der leichten Boote u-d den Eigen thllmlicbkeiten der Havelseen, unternehmen die Ausflügler mit Vorliebe Wasserparnen und treiben dabei all rlni Dummheiicn! eine ungcscknckle Bewegung eines In- fassen oder ein lückischer Windstoß bringt das Fahrzeug zum Kentern. Der letzie lragiscke Vorfall, der welchem ein mnger Ausländer ertrank, wird noch jetzt unter den Bewohnern der am Flusse belegenen Ortschaften lebhaft besprochen. Ueber diesem Fall schwebt nämlich, wie man aus Spandau schreibt, ein gcheimnißvolles Dunkel. Der junge Maun, dessen Mutier fich in der Heilanstalt Schweizerhof bei Berlin befinden loll und dessen Vater zur Zeit des Unglücks im Hotel„Monopol" wobnte, war im Sommer oit nach Schildhorn gekommen und häusig Boot ge- fahren, aber jedesmal in Gemeinschaft mir zwei anderen jungen Leuten, die ihn begleiteten. An jenem verhängnißoollen Tage bestand er jedoch darauf, allein in einem Boot auf den Gatower See hinauszusahren. Die beiden Gefährten nahmen wieder aemeilischaftlrch ein Boot. Als das Fahrzeug des jungen Aus- länders sich etwa auf der Micke des Sees befand, sprang der Insasse, wie rn der Nähe beschäftigte Fischer genau beobachtet haben, plötzlich über Bord und ertrank. Das Boot war aar nicht gekentert. Für die Aufiuchung der Leiche haben die Fischer aus Pichelsdorf und Tiefwcrder von dem Vater des unglücklichen jungen Mannes 140 Mark erhalten.(Diese Dar- stcuung steht im strikten Widerspruch zu dem, was seiner Zeit über jenen„Unglückssoll" bekannt geworden ist.) Die Erfolge Karl Malter» aus Resau scheinen zwei Knechte emes BauerngutSbesitzerS im Dorie Zarnow, Kreis Greissenhagen zur Rachelfeiung angefeuert zu haben, denn eine von denselben erfundene Spukgeschichte hält, wie der „F. O. Z." mitgeiheilt wird, die Bevölkerung daselbst schon seit Wochen in Aufregung. Die beiden Knechte, welche zu- samm-n in einem Stalle des Gehöfts schlafen, behauvten, daß seil einiger Zeit, sobald sie Abends eine Weile im Bett liegen, «in böser Geiit er'cheint, sie jämmerlich durchprügelt, aber sofort wieder verschwindet, sobald auf ihr Geschrei Hilfe herbeikommt. Darüber sind nun die biederen Bauern in heller Ausregung; sie hallen allabendlich vor der spukhaften Stelle Wache� um den abäsen Geist" abzufassen, es gelingt aber nicht, denn die Knechte bekommen ihre Prügel ruhig werier und der„Geist" stellt nur seinen Spuk ein, wenn der Gendarm zur Stelle ist. Im zoologische« Gaelrn wird nicht nur bei den Säuge- lhieren, von denen wir öfter zu berichten Gelegenheit halten, sondern auch bei den Vögeln durch Neuerwerbungen, wissen- schaftliche Anordnung und sorgfältige Elikettirung ein aner- kennungswürdiger Foitschritt bemeikbar, welcher sich unter anderem auch in der jetzt in Angriff genommen und Iheilweise vollerideten Neuordnung des rechten Flügels im großen Vogel- Hause geltend macht, wo durch einen zweiten Glasabschluß jetzt Raum geschaffen worden ist für eine große Reihe seltener Vögel, so daß die ornithologilchen Schätze des Gartens un« gleich besser wie früher bewundert und zum Studium benutzt werden können. Allein von Amazonen- Papageien z. B. sehen wir nicht weniger als 17 verschiedene Arien, darunter die wissenschaftlich noch nicht genau bekannte Zwergamazone und andern Seltenheiten; über den Amazonen stehen 9 Arten der weißen oder rosafarbigen, vei schieden gebaubten Kakadus, sowie eiue Reihe anderer seltener Papageien, wie der schwarz köpfiae Langflügelpapagei und der durch seinen einfach kupserdiaunen Schwanz unterschiedene Trmmeh und andere, an welche sich auf der gegenüberliegenden Seile eine weitere Reühe von Plack- schweif- und Keiltchwarzsittichen, darunier der durch den obno m lang erscheinendem Oberschnabel auffallende Langschnabel- sitiich sowie eine ganze Kollektion der prächtig grün und rolhen Edclpapageien anschließen. Von anderen in dem erwähnten Flügel ausgestellten Vögeln ist besonders wrrlhwoll und interessant ein Exemplar der auf Samoa h i- mischen, jedoch dem Aussterben nahen Zahntaube, welche wir hier als Nachbann eines großen, durch die wundelbare Schnabelbildung ausgezeichneten Nashornvogels erblicken, eineS Famillcngenossen des kleineren im Käfig der groß'chnäbligen TukarS oder Pfefferfresser untergebrachten Elster-NaShornvogelS. Es würde zu weck füyren, noch auf alle die anderen Bewohner des Hauses einzugehen, auf d,e zarten buntgefärdten Exoien, die riesigen Hyazintharos, den winzigen, kaum als Aia zu er- kennenden Zivergaro, die selten schwer in der Gefangenschast zu haltenden Biemnflesser u. s. w., doch wollien wir es nicht versäumen, untere Leser auf diesen hochinieretianten Theil des Gariei e aufmerksam �u machen, welcher wiedeium ein bcredles Zeugniß von der Vielseitigkeit und dem delehrenden Werth dieses unseres mit Recht so volksthümlichen Bildungsinstituts ablegt. Meimauu's N»lb«sarte« ist, wie ein Berichterstatter wissen will, für 800000 M. an ein Konsortium, an dessen Spitze ein gewisser Bankier Fränkel steht, verkauft worden. Es soll sich um eine Grundstücksspekulation in Hinblick auf die Verlegung der Geleise der Settiner Bahn handeln. Polizeibericht. Am 23. d. M. Morgens wurde im Land- wehrkanal, gegenüber dem Grundstück Kottbuser-Ufer Nr. 52, die Leiche einer unbekannten etwa 20 Jahre alten FrauenS- perton aufgefunden und nach dem Schauhause geschafft.— Vor- mittags fiel auf dem Potsdamer Güterbahnhofe der Wagen- putzer Eoers beim Ueberschreiten der Geleise, wurde von einem Rang-rzuge überfuhren und erlitt dadurch anscheinend schwere Verletzungen beider Unterschenkel, so daß er nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht weiden mußte.— Nachmittags fand in den Geschäftsräumen von Heyne, Spandauerstraße 59— 61, eine Gasexplosion statt, wobei die Schlosser Danneberg und Knabe anscheinend schwer verletzt wurden. Beide wurden nach dem St. HedwigS-Krankenhausc gebracht.— Am 23. d. M. Morgens wurde auf dem Geleise der Lehrler Bahn ein junger Mann mit abgetrenniem rechten Bein und Arm, zermalmtem linken Fuß und zerschlagenem Gesicht todt aufgesunden. Derselbe ist vermuthlich in selbstmörderischer Absicht aus dem 1 Uhr Nachts von Spandau hier eingetroffenen Zuge gesprungen und über- fahren worden.— Die Leiche wurde nach dem Schauhause ge- schafft.— Am 23. d. M. Nachmittags brannten in einer Tischlerei in der Wollinerstraße 10 ein Regal und Abends in einer Lackirerwerkftatt Reinickcndorferstr. 28 mehrere Kutschwagen, Norräthe und Einrichtungen. Beide Brände wurden von der Feuerwehr gelöscht. » � Vergnugungs- Chronik. Da» Mallner-Theater beginnt die Saison mit— Re- pertolränderungen! Durch die Erkrankung eines neuengagirten Mitgliedes Fräulein Ulrich ist die für heute angesetzte Äuffüh- rung der Madame Bonivard unmöglich geworden und wird die heute beginnende Saison mit dem lustigen Schwank T i f i eingeleitet, welcher im Monat Mai das Repertoire des Wallner- theaters erfolgreich beherrschte. Jrn„Sreliner Theater" beginnt das neue Spieljahr o n n a b e n d, d e n 31. d. M. mit der ersten Äuffüh. rung von Shakespeares„Eoriolan", das Werk ist seit einer langen Reche von Jahren in Berlin überhaupt nicht gegeben worden. Govtlhts-Ieitung. tnf einer abschusstge« Kahn befindet fich der 17jäh- chreiber Fritz von Pries darf, welcher gestern der vierten Ferienstrafkammer des Landgerichts I vorgeführt wurde. Der junge Mensch ist bereiis wegen LandstreichenS und Beckelns, sowie zweimal wegen DiebttalS vorbest aft worden. Im Juni lag er bei einem armen Maler in Schlafstelle, welcher leine geringen Ersparnisse in Höbe von 19 M. in ein einer Spar- bllchse aufbewahrte, die wiederum in einer verschlossenen Kiste sich befand. Der Angeklagte erbrach die Kiste und eignete sich die Sparbüchse mit Jvhalt an. Vor Gericht erschien derselbe mit einem blauen Band im Knopiloch, auf Befragen des Staatsanwalts e» klärte er, daß es ein Abzeichen sei, welches die Mitglieder eines Mäßigkeitsoereins trügen. Der Gerichtshof belegte ihn wegen des schweren Diebstahls mit einer Ge- fänonißstrafe von sechs Monaten. Ei« ernster Streit mit einem Gerichtsvollzieher hatte dem Ingenieur Albert Kraft eine Anklage wegen Be- amtenbrleidigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt zugezogen und auch infolge dessen seine Verurtheilung zu vier Wochen Gefängniß verursacht. Er legte Berufung ein und schilderte im gestrigen Termine vor der zweiten In- stanz das Verhalten des Gerichtsvollziehers als ein so heraus- forderndes und ungebührliches, daß er fich wohl für berechtigt gehalten habe. Demselben, wie er es aeihan, die Thür zu werfen. Die Beweisaufnahme ergab indessen dasselbe Resultat, wie in der ersten Veihandlung. Darnach hatte der GmchtS- Vollzieher Gomoll am 23. November v. I. bei einem Fräulein Alexander, welches bei dem Anaeklagten wohnte, eine Zwangsvollstreckung vorzunehmen. Bei früheren derartigen Besuchen war der Beamte von dem Angeklagten verhöhnt und chikanirt wo> den und hielt er es daher für gerathen, diesmal den Portier des Haukes als Zeugen mitzunehmen. Nachdem ihnen auf ihr Klingeln geöffnet worden war, begaben sie sich in eine Stube, welche der Beamte für diejenige der Schuldnerin hielt, weil er rn demselben Räume frühere Pfändungen vorge- nommcn hacke. Die Schuldnerin saß mit ihren Wirthsleuten bei Tische. Der Angeklagte sprang beim Hmeinireini der beiden Personen erregt auf, und bevor der Beamte ein Wort zu äußern vermochte, sprang Kraft mit dem Ausrufe:„Raus! Was will der Kerl hier?" auf den Portier zu. Vergebens erklärte der Gerichtsvollzieher, daß sein Begleiier ianter seinem Schatze stände, der Angeklagte warf den Portier ohne Weiteres zur Thür hinaus. Sodann wandle er sich gegen den Gerichtsvouzleber und unter fartwähiendem Schimpfen drängte er ihn zur Thür hinaus. Ein Fußiritt, den der Angeklagte dem Beamten als Abschied zugedacht halte, traf durch eine rasche Wendung des Bedrohten nur die Thür. Der Gerichtsvollzieher erstattete von seiner so vollständig verfehlten Mission und den Nebenumständen Anzeige und dem Ängeklagkteo, welcher wegen ähnlicher Jäh- zorneakte schon Vorstrafen erlitt, wurden mildernde Umstände nicht bewilligt. Auch die zweite Instanz sah sich nicht veranlaßt, an dem ersten Urtheile etwas zu ändern, sondern bestätigte dasselbe. Ei» Kch«»i«dlev, welcher darauf ausging, sich aus der Haut armer Auswanderer Riemen zu schneiden, ist am 7. Mai dieies Jahres auf dem Schlesischen Bahnhofe abgefaßt worden und stand gestein in der Person des Agenten Fianz G a v o r s k i unter der Anklage des Betruges vor dem hiesigen Schöffengericht. An dem gedachten Tage kamen zwei ungarische Auswanderer auf dem Schlesischen Bahnhofe an und wuiden sofort, nachdem sie aus dem Wagen gestiegen waren, von dem Angeklagten abgefaßt und nach ihren Legilimationepavieren befrag». Derselbe erkiärte, daß er Polizei- deawter sei, und da die beiden Ungarn seine Frage etwa« eingelchüchlert bean warteten, bedauerte er, sie zur Wache mitnehmen zu müssen. Die berden, mit Mitteln nur dürftig ausgestalteten Fremdlinge folgten unter Zittern und Zagen und der Eine von ihnen war höchst erfreut, als der angebliche Polizermunn plötzlich stehen blieb und ihnen er- klärte, duß sie ihm eigentlich leid lhäten, und er sie frei lassen wolle, wenn sie ihm je 5 Gulden opfern wollten. Der erne der Auswanderer, welcher noch das meiste Geld halte, gnff auch schleunigst ,n die Talche, rückte die verlangte Summe he>aus und erhielt dafür eine Karte, Fahrt nach Hamburg berechtigen sollte. Welt reifer de schien schon etwas ab. Die angebliche ganz werthloser Wilch, Grund desselben nicht welchem die angeblich zu einer Der zweite ungarische gewitzter und lehnte Eisenbahnkarte erwies und da der Ge- dem Elsenbahn« in den Handel sich als ein prellte auf wagen, in welchem er mit dem Gefühl vollständig- ster Sicherheit Platz genommen batie, nicht belassen werden konnte, so klagte er zwei Polizerbeamten seine Roth und es gelang, den Schwindler festzunehmen und ihin die erschwindelten 5 Gulden noch abzujagen. Mit Rücksicht auf die Gemeingesährlichkeit, welche dann lreat, � z» derer um den letzten Rest ihres kläglichen� Ve 8 bringen, verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagte zu Wochen Gefängniß. VerfÄmmlungen. Do« Herr« Krrnert werden wir um die Aufnahme det Folgenden ersucht: � Der Versammlungsbericht in Nr. 197 des„Verl. Vat bringt mene Rede nicht nur so finnentstellt, als tS eben gänglich schien, er ist durchgängig nicht nur lmdenzioS un � teiisch gehalten, was sogar schon ein vergleichender Blm nr gegnerischen Zeitungen bestätigt, sondern er enthält auch ine auS unrichtige Bemerkung zum Schluß:„Äuirert stößt dni R: vor die Brust." Der Vorgang ist folgender: Als der Schnssst� Baske, in dessen unmittelbarer Nähe ich mich befand, dre in Wendung gebrauchte, er könne mich nicht für einen e?r. Mann halten, rief ich demselben zu:„Nehmen Sie daS� � zurück oder Sie bekunden damit Ihre Unehrenhaftigkcrt. � bei berührte ich in der Erregung leicht mit der»utzew, der Hand seinen Rock in der Brusthöhe. Von emem oder Stoßen meinerseits in diesem oder einem spa«!« � merrt kann gar nicht die Rede sein, wenn man sich sichtlich(zum Zweck der Verhetzung) oder irrthümlich von Thatfächen entfernen will. k Die Redaktion kann demgegenüber nur erklären, ooß,. die Mitglieder der Redaktion in der Versammlung anm. mmvn mih h<>r«rtr h<»r tU OCi'c waren, und der Bericht vor der Veröffentlichung ien» incftitu �cycii|iuuuäiux> iuiu. ocuti/ vtt uit �vwv Kunert angehört hat, wird zugeben müssen, daß kern>am.7 crr»___...______».__ kxhst Uliv v" samsten Weise geprüft wurde, die obigen Ausstellungen v« Referat gegenstandslos sind. Jeder, der die Rede des v,.. Moment seiner Ausführungen" in dem Bericht von dem Berichterstatter nichts entstellt wurde. Was den Stoß anbetrifft, den Herr Kunert gegen Vaake geführt hat, so bleibt letzterer entschieden dabei, das � einer bloßen Berührung keine Rede sein kann.®0II, fifft oben angeführten Worten hat Herr Vaake nichts gehori, Kunert sagte zu ihm:„Mensch, wie soll ich n»P, vertheidigen!"— Bei diesen Worten stieß er zu. � selben Augenblick drängten sich Leute zwischen die Beiden Herr Baak« stieg dann vom Stuhle herab.. jf Die Kistenmacher, die am Montag in den Genera � eingetreten waren, kamen am Freitag bei FeuerstelN, Jakobstraße 75, zusammen, um den Stre.kbericht entgck! � nehmen. Die Versammlung, die Herr Hering leitete, war ""-i jf. vre.....fi j.. a*..».••. i.:______ M-ralMl gut besucht, obgleich keine öffentliche Ankündigung erfofsst.� Herr Tschernig, der den Bericht gab, war in der stluv Lage, ein durchaus günstiges Resultat verkunv, � können, ein Resultat, das nur durch die noch nie dogew � Einigkeit und S ch l a g f e r t i g k e i t der Kis erreicht worden sei. Des Weiteren berichtete Redner mit den Fabrikanten gepflogenen 1 Donnerstag Abend sei die Kommission rn einer ub-L Unterhandlungen- ............ r in einer Fa�M Versammlung gewesen, die nach zum Theil erregten Debatten "• ch ihre Unterschrift dieFordevU, ciaSf endete, daß 38 Fabrikanten durl.. der Arbeiter anerkannten. Allerdings habe man in einigen der Einigung halber nachgeben müssen. So Positionen des Tarifs, die wenig ins Gewicht fallen,„u- worden; dann habe man auch zugeben müssen, daß in d�. � den Fällen während der Hochsaison ausnahmsweise u � stunden gestattet werden. Dagegen sei der Minimal, von 24 M. für Kreissägenschneider, der neunstuv � Arbeitstag, sowie die absolute S o n n t ag» und eine Bezahlung für Abnutzung des Werkzeuges a"« � worden. Da nun dem seiner Zeit gefaßten Beschluß, � Generalstreik aufzuheben, wenn zwei Drittel der Arbe»#�, bewilligt haben. Genüge geschehen, so müsse bei diesen d>e � bei! ausgenommen, desto energischer aber bei Denjenigen'? � gestreikt werden, die noch nicht nachgegeben haben, Sehr richtig!) Dies sei man den Fabrikanten Ebenso möge man auch den Fabrikanten den � � bewilligen, sofort ein Schiedsgericht einzusetzen, � alle Streitigkeiten zu untersuchen hat. Die F1""��- wollen sich den Sprüchen dieses Schiedsgerichtes willig U' fr ordnen und denselben durch eine starke Organisaliori, v z anstreben, Geltung verschaffen. Man könne mit dem Errc � wohl zufrieden sein.(Beifall.) Nachdem die Namen treffenden Fabrikanten verlesen, wurde nach kurzer DmuUzgi hierüber e.nstimmig beschlossen, den Generalstreik oufzu�z und folgende Resolution angenommen:„Die zc. Versamw-� erklärt, daß alle Kollegen, die die Arbeit aufge�ammen v ,h die noch Streikenden materiell so unterstützen, daß becker bei Kuttner gut....„_. die Werkstelle. In einigen andern Werkstellen wollen d>e beuer geaen die Streikbreiber vorgehen. Nachdem"v« . letzte� volles Auskommen haben, ferner dahin'zu wirken, jji, Werkstellen, wo der Tarif noch nicht zur Geltung gcbrv� tll ebenfalls die Forderungen bewilligen, um das gesteckte o g erreichen." Zu diesem Behufe stoßen die Arbeitenden w o M � lich 1 M. zu m Streikfond ab. Die weitere dehnte Diskussion beschäftigte sich mit WerkstellenverhaU" �e So forderte der eine jKreissägenschneider bei Kutm« Lohnerhöhung. Der Prinzipal lehnte dies ab, da er MlirimaUohn zahle— der Arbeiter erhielt 25 M.—,„n- ihm auch nicht mehr verdiene. Die Klstenmacher waren � derer Meinung, behaupteten, daß der Kreissägenschnew�yi tüchtiger Mann sei, der mehr als 25 M. verdiene, eck J, sich solidarisch und wollen nicht eher die Arbeit wiese* � nehmen, biS die Sache geregelt fei. Herr Kuttner w>u �t Sache dem Schiedsgericht unterbreitet wissen, dem er si*' hpi fügen werde- Auch Herr Tschernig ermahnt, hierin nachM xjt und der Kommission die Regelung anheim zu stellen, Versammirmg hieß dagegen einstimmig das Vorgehen iut und verhängte den partiellen Strck keil QCQCU uic wucuuicuici uui�ctjcu«<> ftiill warmen Worten Herr Streubel zur Einigkeit und wiL je* ermahnt halte, wurde die Versammlung gegen 12 U» schlössen.— Nächste Versammlung am Montag. � Der sozialdemokratische Maklverei« des erReii liner Re-chsiagSwahlkieiseS hielt am Mittwoch feine Beck lung bei Jordan, Reue Grünstr. 28, unter dem Vorn? � Herrn Täterow ab. Der Buchdrucker Herr Wilhelm hatte den Vortrag über„Die Sozialreform und die- �.„ge- übernommen. Nach Verlesung des Protokolls, welches � nommen wurde, theilie der Vorsitzende mit, daß«in eingelaufen sei, eine Pause von 15 Minuten eintreten zu da die Tellersammlung von dem überwachenden Pollzck' nant beschlagnahmt worden sei. damit sich Mitglieder der Pause eintragen und ihre Beiträge entrichten kärmem Vertagung auf 15 Minuten wurde angenommen. Nach� hp» eintritt in die Tagesordnung erlheilte der Vorsitzen jje Referenten, Herrn Werner, das Wort. Redner geht<.,,«1 Verhältnisse der Vor- sowie Jetztzeit näher ein und bez � die anderen Parteien, welche sich in Bezug auf die vr �, Regreruug eingebrachte Sozialreform ein guteg Stück e>nv � indem sie glauben, daß das Alters- und JuvalidengeKtz � arbeitenden Bevölkerung zum Vm theil gereichen wnd- meinie aber, auf der anderen Seile Häven die Schutz' alle Lebensmittel immens in die Höhe getrieben. Redn«. � in längeren Ausführungen auf das ganze Verhältniß be � schenden Parteien ein. Als Werner sagt, daß unter b g§< waltenden Verhältnissen das game Fundamem des Reg>*�,iig gdbäudes zusammenstürzen müsse, wenn keine Acn � herbeigeführt würde, löste der überwachende Beamte vre sammlung auf Grund des � 9 des Sozialistengesetzes 0 Ih.« J» öffentliche Verlammlvng der Hauediener am Freilag, den 23. August, Abends 3t Uhr, bei HnAi' m, Grünstraste 28. Die TageSordnuna der reich- «» ��Mammlung lautete: 1.„Ist durch eine Organikation »«cherftelluna unserer Lage zu erzielen?" Referent: Wilh. i«ij} s.1". 2. DiSkutfion. 3. Gründung eines FachblatteS. «»ebenes. Referent Herr Wilhelm Werner löste feine r vollsten Zufriedenheit der Anwesenden. Es ge- �hierauf folgende Resolution zu einstimmiger An- „Die pp. Versammlung erklärt sich mit den AuSfüH- �»gen des Redners in allen Punkten einverstanden. �>e erkennt, daß nur durch eine stramme Organisation eme Besserstellung unserer Lage herbeizuführen ist und jjeNmichld sich, dafür zu sorgen, dab alle Hausdiener ■önlins der„Freien Vereinigung" beitreten., W 77�'lch im Sinne des Referenten sprachen sich in fojgmben auberordentlich animirten Diskussion ütnn! Redner aus. Herr Otto W i e m e r erinnert an d,e Iliili«» �, öer Kinder in Oesterreich. Herr D 0 b a t h a l» c°°inehmlich gegen die SonntagSarbeit. Nock sprachen girren Robert Scharf, Camprecht und Blum er. gjtl.. bitten Punkt der Tagesordnung, Gründung des < U i tefetir' Herr Camprecht. Berlin, führt derselbe N 000 Hausdiener, von denen nicht einmal 135 sich z�arl hatten. Für das Fachblatt sprachen ferner noch die >>».«J�rrs, Wiemer, Meyer, Schröder und {■ l", Referent Werner nimmt darauf das Schlußwort. »! ebenfalls lebhaft für Gründung eines Fachblattes f-S, whrt sodann aus:„Wir sprechen Niemandem em e an' darin zu, daß er sich einen reicheren Vater ausgesucht verlangen Mensch zu sein, um den andern Menschen als % �»übertreten zu können— In die Kommission, welche Vorschlag des Herrn R a u e die Fachblattangelegen- Hand nebmen soll, wurden gewählt die Herren: frz.,'.Graue, Cienzer, Dobatka, Wilhelm "'«o»'" Krüger, Neumann, Lamprecht und ward e i n st i m m i g folgende R e> 0 l u t i 0 n an- >en: heutige öffentliche Hausdiener� Versammlung �„7"-°., da die Direktion der Bergschloßbrauerei ihre >-ate zu Arbeiterversammlungen nicht hergeben will, daß v. r*>. v cn____ rxr.Lt____«1»».� �as V" Rrbeiterversammlungen nicht hergeben will, daß m?�, en des Bieres der Bergschloßbrauerei zu ver- dar isi und empfiehlt, die Wirlhe aller Schankstätten �siekt Aufzuweisen, dieses Bier abzuschaffen, bis die »Met. i>\.Hs V»V|W»vivv � v(J l-' 1"--- ihre Säle zu Arbeiterversammlungen wieder �schloß die Versammlung. � p�bel- Ml"v Versammlung des Veroauv iT«» �--------- w > S: im n, ff® und Umgegend fand am Monti � ber-> dieaSgarten, Andreasstr. 26 statt. Z II n 1 uuß eä 0 f b n»n g verlas der Vorsitzende die Montag Abend Als ersten lMilch''.�ssgesorvnung verlas oer illorutzenoe die bisherige I?iri w,,'!sue, welche von der Versammlung ergänzt resp. ver- �.„.e.— Da in einer Vorstandssitzung ein Mitglied der ,,? stallte, Sammellisten für Streikende, kranke Mit- wurde vom Vorstand m angefragt, ob der wäre solche Listen zu «f- w. einzuführen, so ..�lizeipräsidiur berechtigt wäre solche Litten zu Ko», ff �fe Anfrage wurde dahin beantwortet, daß wenn Mal,»im.„„h hi» If�nb (!1 »j.Vorsitzende bekannt, daß die Kommission zur Be� -"l'iSrmt s denaturirten Spiritus auf ihre Eingabe von � mtm'' fhHenve üciumii, wwd vsv o-» e" Ik'"»iim»." denaturirten Spiritus auf ihre Eingabe vom Arbeit I Cl HlÜ! e'ne ablehnende Antwort erhalten habe. Nun soll die Ihm bsi zff.vn den Reichstag eingereicht werden, und er er- k.:ut 1. n, � fr-ißig für diese Petition zu agi- auch Kollege Reuter, welcher .............. er 300000 Unterschriften an , �Niez abgesandt werden könne.— Zum Punkt Ver- C Nt �e beantragt, eine Hcrrenparlie zu arrangiren «i-ffsi» Freienwalde. Hierzu wurde vom Kollegen Hahl�sienanlrag gestellt zu Gunsten der Familienpartie �"'enih nä des vierten Berliner Reichstagswahlkreises am >,?» auf die Herrenparlie zu verzichten. Der An- wln 3,® wurde nach knrzer Debatte abae- j ffblgj.««i. Nähere über die Herrenparlie soll im„Berliner M oetfA annt gemacht werden. Kollege Gräber berichtete f.« 13 J.yVdencS über den Arbeitgeber Herm Holz, Koppen- «iy, r, dei welchem er vor kurzem gearbeitet habe, was iy ljji bit„ ä nicht vortheilhast klang. Nachdem der Vor- ff etfiinwU aufgenommenen Mitglieder verlesen, ersuchte er bix�ssssll- nur in solchen Lokalen zu verkehren, deren i�ir etf. Jpa'e auch»u volilischen Versammlungen hergeben. vS»Ur k e � die Versammlung, das Brot und die Back- VSiiliBf» den Bäckern zu kaufen, die die Forderung der Ä lli.. fffüllt hätten. Hierauf wurde die Versammlung '�'geschlossen. [3. b.� nstnuer und Feilenfchleifer Kerlin« hielten bei Gottschalk, Bädstr. 22, eine öffentliche Ver- folgender Tagesordnung ab: Bericht der Lohn- A» z"der die Verhandlung der Meister mit derselben. Wfl'fchende die Verhandlung eröffnet hatte, wurde ff � aii tT' daß die Lage unverändert sei, da die Herien l, ff4ikst,!u von ihnen ausgestellten Tarif festhalten und ' ff»tde �"ff Preis der Gelellen nicht bewilligen könnten. im Laufe der Debatte erwähnt, daß einer der ff �X»! nn ,m Jahre 1882 hervorhob, er hätte in einem !' zugesetzt. Trotzdem hat genannter Herr es so ff ff S-rff® er sich jetzt Besitzer einer ansehnlichen Fabrik ffiverb.ss, wurde noch berichtet, die Herren Meister wollten ff"» flQh!!"?0 der Lage aller Feilenhauer herbeiführen: \ INlfttnt»e über diejenigen Schleifereibesitzer eine Kon- St» fesitn 1 00n, 50 M. verhängt, welche die Forderung Ovitien ffewilligen. Es wurde nun folgende Resolution Mg* ff�be in" g'Die heute bei Herrn Gottschalk's, früher Huht'S, lsiess sÜ-i- ff,? sich, wwlung der Feilenhauer und Schleifer Berlins Nerfaw �?'eine weitere Verhandlung mit den Arbeilgebern [ vlbtt l.J0 lange dieselben auf dem der Lohnkommission Tüs Veri�vwwenen Standpukte beharren und verpflichtet ff»da �ww'ung sämmtltcke Forderungen strikte durchzu- . Mit, eselben allerseits als degründet anerkannt worden . er,, x:. cn—-- 1...„ Katteaen. sich Söffsa�uiuijC" UIIU yokn.»--------- SBetih 1 0un0 wieder zurückgezogen ist, die Arbeit siiwul-.. 24- d- M. freiwillig niederzulegen. ffe war!- Kletatlschrauben- und Facandreher s-iz'we den 23. d. M. nach dem Deigmüller'fchen ffli»'°Uit,.''°nMiluna einberufen. Die Tagesordnung für X*? Sa« Kr"Wie stellen sich die Kollegen zu der eigen- 1" J, ng des Vorstandes des Fachvereins betreffs einer Versammlung der Arbeiter in der Fabrik "1""'----- unserer Jnier- war der Fach- �.........., w »,! is,. v>ia k: II» Falle des Staltfindens einer derartigen fr,'" BefnK x euungen dreier Vorstandsmitglieder in eebc Vbet feien. Wie in der Versammlung erklärt lener Fabrik statt 9 Stunden 10 Stunden ge- arbeitet, die zehnte Stunde unentge'tlich, trotzdem dieselbe als Ueberstunde zu betrachten sei. Die Handlungsweise des Vor- standes wurde allgemein abfällig kriitsirt, besondeis aber, daß der Vorstand gegen diese von Herrn Gützow einberufene Ver- Sammlung agitirt habe, was zur Folge hatte, daß die Ver- amwlung sehr schwach besucht war. Dieselbe fand unter Vorsitz ieS Heirn Stabernack statt. Der zweite Vorsitzende d S Vereins, Herr Hirsch, wobnte der Versammlung bei und venbeidigte sich in energischster Weise. Es entspann sich über diese Angelegen- heil eine sehr unerquickliche Debatte. Des schwachen Be- sucheS wegen wurde die Erledigung dieser Angelegenheit bis zur nächsten Generalversammlung, welche heute, Sonntag, statt- findet, vertagt. Dem Uorsttzeude« der Freie« Vereinigung der Hausdiener Kerlin« Herrn Emil Dopaika ist folgendes Schreiben vom Polizeipräsidium zugegangen� Auf die Beschwerde vom 19. d. MtS. über die Auflösung der Vereinsversammlung vom 15. d. M. auf§ 9 des Reiths- gesetzeS vom 21. Oktober 1878 gereicht Ihnen hiermit zum Be- scheioe, daß ich die Auflösung nicht für begründet erachtet und den UeberwachungSbeamten entsprechend rekiifizirt habe. Der Polizei Präsident. I. B.: Friedheim. Feil mie Krombeeren scheinen die Gründe zu sein, mit denen auch ohne Ausnahmegesetze Arbeiter- Versammlungen unmöglich gemacht werden. Wie weit dabei die Beeinflussung der Wirthe geht und von welcher Seite dieselbe geübt wird, kann man allerdings nur ahnen, aber an der Zeit ,st eS doch, diesen Beeinflussungen gegenüber, solchen gefälligen Wirthen bemerklich zu machen, wem sie ihre Existenz denn eigentlich verdanken. Jeder Arbeiter, der das Lokal eines WirtheS be- sucht, welcher dasselbe zur Hergabe für Arbeiter-Versammlungen verweigert, sollte bedenken, daß er damit auf den Ruin seines wirksamsten politischen Rechtes, auf die Vernichtung des Ver- fammlunpSrechteS hinarbeitet. Es wird uns der folgende be- hördliche Bescheid zugesandt: Auf Ihre Anzeige vom 13. d. MtS., die Abthaltung einer Volksversammlung auf Sonntag, den 13. August cr., Nachmittags 3� Uhr, im Habeftreit'fchen Lokale Hierselbst betreffend, wird Ihnen hiermit über die Anmeldung herselben Bescheinigung ertheilt. Zugleich theile ich Ihnen mit, daß nach angestellter Nachfrage bei dem Gastwirth Habestreit derselbe erklärt hat, seinen Saal dazu nicht hergeben zu wollen, wodurch die Bescheini- gung nutzlos wird, da dieselbe sür keinen anderen Ort Giltigkeit hat. Althaldensleben, den 15. August 1889. Der AmtSvorfteher-Stelloertreter. Zabel. An den Fabrikarbeiter Herrn Hennann Schöne, hierselbst. Nr. 675. Die Bemühungen der Behörde, von Herrn Hebestreit eine Aus- kunft zu erhalten, sind ja ganz gewiß sehr fürsorglich. Nur haben sie keine rechte Bedeutung: Was ein Wirih, der fein Lokal versprochen hat, etwa einem unberufenen Frager sür eine Antwort ertheilt, ist ganz gleichgiltig, und wenn die Behörde in diesem Falle der Lokalverweigerung so sicher war, wie dies aus dem Bescheide hervorgeht, so giebt das einigermaßen zu denken.— Richt weniger interessant und für die gegenwärtige Handhabung des Vereins- und Versammlungsrechtes ist der folgende uns zugesendete Bescheid: Magbeburg, den 16. August 1889. Königl. Polizeipräsidium. Journ.-Nr. III. 7165. Auf die Beschwerde vom 14� d. M. über die Auflösung der von Ihnen geleiteten Versammlung im Kolosseum am 13. dS. MlS. durch den mit der Ueberwachung beauftragten Polizeikommissar eröffne ich Ihnen, daß die Auflösung dieser Versammlung auf Gnmd§ 5 Satz 1 der Verordnung über die Verhütung eines die gesetzliche Freiheit und Ordnung ge- fährdenden MißbrauchS des Verfammlungs- und Ver- einigunSrechteS vom 11. März 1850 gerechtfertigt war, denn diese Versammlung stellte sich bei ihrer Eiöffnung that- sächlich als eine allgemeine Bauhandwerker-Versammlung dar, während Ihrerseits der Polizeibehörde nur eine Mitglieder- Versammlung des Vereins der Bauhandwerker angemeldet war. Die von Ihnen eröffnete und sodann dem Gesetz gemäß auf- gelöste Versammlung war daher nicht diejenige, für welche die polizeiliche Bescheinigung der erfolgten Anzeige ertheilt war. Der Polizei-Präsident. (Unterschrift unleserlich.) Wir rathen im letzteren Falle, wie in allen ähnlichen Fällen zur weiteren Beschwerde. Erst vor einigen Tagen ist in der Minifterial-Jnstanz anerkannt worden, daß in jeder Vereins- Versammlung nicht bloS die Einführung von Gästen zulässig ist, sondern dieselben auch das Wort ergreifen dürfen. Der Magdeburger Polizei-Präsident war am 16. August von dieser Entscheidung jedenfalls noch nicht untemchtet. Es wird gut fein, wenn er in feiner eigenen Geschäftspraxis die Auffassung seines obersten Chefs durch Erschöpfung des Jnstanzen-Zuges im vorliegenden Falle kennen lernt. ..«thisch»«-Cllschoft." Den SJHlflllrtem und Freunden zur«ennt- »tzrmdmr da« die SBenamm unq am Sonntag, den 25. iluautt, In Mündt» Salon, Aöpntctertlr. 100, nicht stattfinden kann, da die polizeiliche Gencdmtaung versagt wurde Beschwerde Ist selten» de» Borstande» cinaeretcht- Der Vor- siand ladet dienntt die Mltgttrder und Freund« der Besellschast zu einem Nach- mtttagd-aussiag mit Famittc am beuttgen Sountage nach Treptow ein. Triff- Punkt 1 Nachmittag» 3-4 Uhr in Kiinpel» Nestaurant, am alten»vpatcker Weg unweit der Veibtndunatbadn Familien können Äaffec kochen. Recht zahireiche Betheiliaung am«uöfiuge ist erwünscht. Betichterstattung übet die beschloffene und nicht stanaebabte öffentliche Ber- samintung 2. Si sahwaht de» Borstande«. 8. Verschiedene«. Um zahlreiche» Erscheinen wird ersucht. zsachperetn der«ape, irrer. Versammlung am Montag, den 2«. d. Ml«.,«dend» 8 Uhr in Feuerstein» Salon Alle Jakobsirafie 75. Tage»- Ordnung. 1. Bortrag mit Didkusfion über„Stück- und ZeiUodn." Reserent Herr Wilhelm Werner. 2. Bewerkschastliche» 3. Vereindangeiegenheiten.— Wegen der Wichtigkeit de« Bortrage« ist zadlreichc» Erscheinen erwünscht.— Der«iuSfiug nndet am Sonntag, den 25. August, nach Pichelöwerder statt. Treffpunkt Station Grunewald bi» 2 Uhr, sonst im Refiaurani gegenüder dem Kaiser-Garten. ver«rbeildriachwei» befindet sich Schühensir I8/1S Daselbst wird auch die Fachschule am 8 September eröffnet. Zentrai-Aroni,»»- und Kterdedass« der«tkchler». f. n>. sOert- »che Berwaitungdsielle Benin-3.> MUgiiederpersammlutig am Montag, den 26. August, Abend« 83 Uhr, in Süd Ost. Waidemarstr. 75. Tagedor dnung: I Abgrenzung der B'twaiiung»siellen A und H. 2. Festsetzung der G Küster und Bergütigungen der neu zu wühlenden OrtSdearnien 3 Wahl der Belrrag. sammeistellen. 4 Aerztesraae und verschiedene» Pünktliche» und zahlreiche« Erscheinen notbwcndig. MitgiiedShuch legitimirt. Ausierordenttich««ieneratve, sumniiung der Freie» Yrreini- >»ng der Kartonarbeiter am Montag, den 26 Augurt, Abend« 83 Uhr, bei Süger,(»rönet Weg 29. Tagetoibriung: I Wie udlt sich der Verein zu der«omtnilfiorrSwahi und den Beschlüssen, weiche in der öffmtsichen Buchbinder rt. Bersarnrniuna am 20«uguit bei Sortron'« gesaht find. Reserent r Herr E.-Strire 2. Diskussion. 3. verschiedene». Da« Erscheinen sümmtiicher Mitglieder in dringet d geboten, Ouittung«ouch iegitiniirt pie y-rrontmlune»»»tschrr jimtnerieut» de» gakal»*rban8<* Krrti»(91t und Umgegend findet am Sonntag nicht statt. Fachnrrrin der Frdrrarbeitrr. Montag, den 26. Auguff, Abend» 83 Uhr. Berrinsversamn iung in den Zemrai-Fensülerr, Oeanienfir. 180. Tagesordnung: I. Bericht der Statuterrkomtnilston. 2„lleder die Hausarbeit und ihre Folgen" Referent Herr Werner. 3 Wob! der Rechtilrt-rrtztommiliior.. 4 Ber einSangeiegerr heilen Berschiederre». Fragetasten. Ausnahme neuer Mit- glieder, Gülte haben Zutritt. «N-tkerltirche girlammlunt der yr»ch»irr»nd»erw. Keruf»- ttnoftin Kertin« am Morrtag, den 26. AuguN. Abend« 8 Uhr, in Deig- müüer« Saal, Alte Iakodstr. 48». Tagedordnung r 1. Abrechnung vorn inter- nationalen Kongreß 2. Antrag der ftommilfion, betreffend Verwendung de» Uedersckuffe« und Auslösung der Kommisfion 3. Zweck und Nutzen der Ge- werkschostdorganilation. Reserent. H. Wiedemann. 4. Didkusslon 5. Ver- schiederre». Allg»m»i«» Htuhtarb»it»ru»r»inigu»g. Montag, den 26. d. Mt». Abend» 83 Uhr bei Niest, Wederür. 17 Verlammiung Tagetordnung 1. Die Prozentsrage. 2, Ausnahme neuer Mitglieder. 3 Verschiedene». Lokalsrage» Ausgabe der Bidet»»um Stisrunglseit. K»liald»>n«kr«tischrr Zekektui,„Arssina". Jeden Montag, Abend» 9 Uhr. Wadftraße20(Renaur ant Leondardti. Vorlesung und Didkusflon. Gaste durch Mitglieder eingesührt, haben Zutritt. sperbond deutscher Mechaniker und verwandter Beruftzgenoffen. Zamfirile Berlin. Kollegen, die gewillt sind, fich anr Ouartettgesang zu be- theiiigen, werden ersucht, sich am Montag, Abend« 83 Uhr, in Sahnt'» Klub. bau» Annenstr. 16, einzufinden. Aus zahireichc» Erscheinen rechnet der Vorstand. Perein der Modelltischler. Versammlung, Montag, den 26 d. M., Abend» 83 Uhr,«artenstr. 13 Zagetzordnung: 1. Bericht vom Sommer- vergtrüoen 2 Vereinldngelegenheiien. 3. Fragekasien. «tersammlung de» Fachoerein» siir Schlosser und Betusigenossen. Movtao den 26. August, Abend« 83 Übt, im KönigShos. Büiowstr. 37. Mitgli»d»r»»rsan,n>lnng de» Fachoerrin» der Uapeiirer Beriirr» am Moniaa. den 26. d. M., Abend» 8 Uhr, in Feuerstein'» saion Alte Salobste 75. Tagesordnung. 1 Vortrag mit Diskulfion über Stück- und Zeitiobn. Reserent r Herr Wilhelm Werner. 2. Gewerkrchastliche« 3 Ber ein«. angel-genbeiten Arrfnahme netter Bittgiieder. Güste haben Zutritt. Um recht pünktliche« und zahlreiche« Erscheinen wird ersucht. sperrin zur Wahrung der Antrrrssrn der Schuhmacher und»er- wandter Berusigenoffen Versarnrniung am Montag, den 26. August, Abend» 83 Uhr, in Gratwkil'» Bierhaden.-fiommanbantenstr. 77-79 Tagesordnung 7 1 Vortrag be» Herrn Bölsche über.Darwin» Lehre van der Abstimmung b'S Menschen.' 2. Diikulfion. 3 Verschiedenes. 4. Fragekasien. Gülte will- kornmen. Ausnahme neuer Mitgiieder. Die Mitglieder, weiche noch im Befitze von Bidets find, werden ersucht, abzurechnen. y»r»tn d»r Schrlstgirtzrr Kerlin». Montag, den 26. August, Abend» 83 Uhr, in Sordau'« Restaurant, Neue«rünsir. 28, Versarnrniung. Tage». ordnurrg: 1. Vortrag r Die Nothwendigkeit einer Organisation sür den Ar- beiier. Reserent: Herr R BaginSka: 2 DiSkulfion 3. Die Lohnsrage an der ztomvietmaschine. 4. Wie sieden wir UN« z» einem Delegirtentag. 5. Verein»- miitbeilungen und Fragekasien. Nichtmitglieder haben Zutritt. e>z,n»rat- Versammlung sämmtiicher Mitglieder der Filiale» Verlin«„Verband deutscher Armmerieut»" am Dicnftag. den 27. d. Bit».. Abend» 83 Uhr in Feuerstein S Salon, Alte Sakobiüraße 75. Tage«- Ordnung: 1. Antrag der letzten Generalversammlung, betreff» Verschmelzung sümmtiicher Fiiialerr zu einem Lokal verbände. 2 Verschiedenes.— Auwadme neuer Blitglieder. OuittungSbuch legitirnirt.— Um Mißverständnissen vor zu- bcrrgen, theiien wir sümmtlichen Lame, oben mit. daß zu den srüheren Beitrügen ver 3 Iadr: 1,30 M noch 80 Ps Spcditionskosten hinzukommen, somit in jedem Vierteljahr 2 Monate k 50 Ps, und 1 Monat» 60Pf. zu erheben»oth. wendig würde. Ein« gross» öfisrnttich» Schneider-Versammlung findet am Dienstag, den 27,«ugust.�Abend» 83 Uhr irr Gratweii» Bicrdadm,.itornrnan- bantenstr. 77- 79, statt. Die Taaetzaidnung iautet: 1. Forderung der Berliner Schneider im künstigen Lohnkarnpse unter besonderer Berückslchtigurrg der Hausindustrie. Reserent Kodege August Thüterow 2. Diskussion. 3. Verschiedene». Bei der hochwichtigen Tagesordnung ist eS Pfiicht aüer Kodegen. zu er- scheinen. f er Verein Kerliner Kanodiener hüit anr Dienstag, den 27. d. W, S 9 Udr. Neue Grünstr 28, eine Versarrrmlung mit der TageSordming ab: 1. BereinSmiltdeiiungen. 2. Abrechnung vorn Sornmersest und Ausgabe der Bidet» zum Stiftungsfest. 3. Ausnahme neuer Mitglieder. 4. Vereins- angeiegerrheiten und Fragekasien Versammlung de« Verein« der Vahmaschinrn. und Aand- arbeiterinnen Berlin« und Umgegend am Dienstag, den 27. August, Abend» 83 Uhr, irr Scheffer'S Saion, Juseirtr. 10. Tagksordnunn: 1. Die Verhültniiie der Plüttcrinnen und waS ist nothwendig, um dieselben zu verbessern. Res.- rentsn: Früuiei» Hoffmann. 2. DiSwssson. 3 Ausnahme treuer Mitglieder. 4. Verschiedene». Herren sowie Danren alS Gäste hadert Zutritt, Zur Deckung der Urtkonen findet eine Tedersammiuttg statt. Fachoerein sämmtiicher an Kolsbearbeitungo-Wafchlnen de- schäsligter Arbeiter. Versammlung am Dienstag, nerr 27. August. Abend» 83 Uhr, in Lebmann'« Salon, Schwedierstr. 23 Tagesordnung: 1. Vortrag de« Herrn F Zubeil über die Bortheiie der internationalen Fabrlkgesetzgrbrrrrg. 2. Verschiedenes, 3. Fragekasien. Güste find willkommen. Neue Mitgiieder werden aufgenommen. Um recht zadlreiche« Ercheinen wird ersucht. Sozialdemokratischer Wahioerein im 4. Kerliner Neichola«»- mahlkrei«. Große Versammlung am Mittwoch den 28 August. Alendü präzise 83 Uhr, in Wohshaupt'i Salon, Manteuffelstr. 9. ZogeSordnnng 7 1. Ueber die dcvorfteb.ttden ReichStagewahien. Referent: Herr Buchdrucker Wilhelm Werner. 2 VeteinSat gelegettheiten. 3. Verschiedene» und Ftagekasten. Neue Mitgsieder werden atrsgenornmcrr. Güste widtomnren, r»aastraß». Nur be, Unglücksfällen oder dergleichen ist ein Jeder verpflichtet, der Polizeibehörde Hülfe zu leisten, sofern er dies ohne eigenen Nachtheil thun kann. KerUner Wirkergeselle»l-Verliand. Montag, den 20. August, Abends 8� Uhr, in Bobert's Salon, Weinstr. Iii Versammlung;. 1234 TaaeS-Ordnung: I. Vierteljahresbericht. 2. Geschäftliches. 3. Verschiedenes. Je Zeder Wirker ist freundlichst eingeladen. Den Vorstand. Oefffentl. Vepsammlung oer Drechsler uuh verw. Kerufsgenoften K erlins am Montag, den 26. dS., Abends 8 Uhr, in OeigmQllep's Saal, Alte Jakobstr. 48a. Tages-Ordnuna: 1. Abrechnung vom internationalen Kongreß. 2. Antrag der Kommission, betreffend Verwendung des UeberlchuffeS und Auflösung der Kommission. 3. Zweck und Nutzen der Gewerk- schaftsorgamsalion. Ref.: H. Wiedemann. 4. Diskusston. 5. Verschiedenes. Der Etnberufer. Achtung! Maurer! Alle Diejenigen, welche noch nicht imBesttz einer Streikkarte find, können fich dieselbe bis Sonntag, den SS. August, Mittags 1Ä Uhr. zu jeder Tages. zeit, darauf nur Dienstags und ArettagS Abends bis 1. Srpt» 116 einlösen, von da ab werden keine mehr verabfolgt. lU83 Wilhelm Kerstan. Sonnabend, den 14. September 18�9: Kroßes Sommernachis- Jest veranstaltet von der Freien Vereinigung der Maurer Berlins im Sehweiaer-Garten Am KSniaüthor. Halieftelle der Pferdebahn. Am KrtedrichShain. Großes Konzert und Theater- Vorstellung. Auftreten verschiedener Sveziallläten. Volksbelustigungen aller Art.— Im neuerbauten Saale: B a l l bei verstärktem Orchester. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 3 Uhr ab geöffnet. Anfang 5 Uhr. Entree inkl. Tanz 30 Pf. Um recht zrablreitben Beluch bittet Das Comitä. Billets find bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern sowie bei folgenden Herren zu haben: Ganschow, Schönhauser Allee 158c, 3Tr.; Däumichen, Schönhauser Allee 4, H. pr».; Ruchniwitz. Weinstr. 31, Seitenflügel 4 Tr.; Tasch, Große Franksurterstr. 78—79; Wagner, Ritterstr. 122, v. 5 Tr.; Legeler, Kreuzbergstr. 77, H. i. Keller; Käppel, Arndtstr. 19, 2 Tr.; Kurz, Kulmstr. 25, 1 Tr.; Lehmann, Gormannstr. 5, v. 2 Tr. b. Seidel. Programms beim Eintritt gratis. 1221 Wvkttiil der Witt. (für den Osten.) Versammlung Allgm. Metckrbeittt-Bmiii Berlins und Umgegend. Gr. Versammlung am Dienstag, den 27. August, Abends 8 Uar, j im Restaurant Saeger, Grüner Weg Nr. 29. TageS-Ordnung: I. Vortrag des Herrn J»l. Türk über:„Die Umwälzung der französischen Revolution.� 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 1222 Der Bevollmächtigte. Montag, den 26. August 1889, Abends 8 Uhr, in Schwarzmüller's Salon, Kolbergerstraße 23. Arbeiter- Kild nu gsverein „Kerlin Uord." Hhersammlung am Dienstag, den 27. d. M., Abends 8; Uhr, in Svttfchall'S Satan. Badstraße Nr. 22. TageS-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Metzner über„Ferdinand Lassalle und seine Zeit." 2. Diskussion. 3. All- gemeines. 4. Fragetasten. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 1214s Der Borstand. 1. Vortrag des Hernr Vogtherr. Thema: Giordano Bruno, seine und unsere Zeit. 2. DiS» kussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Ver- schiedeneS, Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Um recht zahlreichen Besuch bittet I226j Der vorstand. Am Sonntag, den 1. September, findet eine Dampferpartie mit Mustb nach Potsdam-Nedlitz statt, wozu Billets für Ei wachsen« ä 1,25 M., Kinder a 25 Pf. in der Versammlung, sowie bei den Kasürern Otto klein, Ritlerstraßs 15 und Karl Lenzner, Reinickendorferstraße 48 und den Vorstandsmitgliedern zu haben find. öffentl. Versammlung (MitL Sackirer Kerllu» nnö Mg. am Vionwg den 26. August, Abends 8 Uhr, in Scheffer'S Salon, Jnselstraße 10. Tagesordnung: l. Wie stellen sich die Lackirer zur Aufbesse- rung ihrer eigenen Lage und welche For- derungen gedenken wir in nächster Zeit zu stellen. 2. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen ist e», zu er- scheinen. De»« Finberufer i 83,95 Mark. 1220 Oskar S ch ü ß l e r. Wimin der Ltilcrarbkitcr. Moitag, den 26. August, Abends 81 Uhr, Nereius-Versammluug in den Tentral-FestsSlen, Oranienstraße 180. TageS-Ordnung: 1. Bericht der Statuten-Komwilfion. 2. Vortrag über:„Die Hausarbeit und ihre Folgen." Referent Herr Werner. 3. Wahl der Rechlslchutzkommission. 4. Vccemsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragekasten., Aufnahme neuer Mitglieder. Gaste haben Zutritt. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 1227s Der vorstand. Achiutig! Pofamentirer«. Kerufsgen. Abrechnung der letzten Lolsnbcwegnng 1881). Sinnahme Bestand der Lohnbewegung der Möbelbranche...... Beitrag v. Fachs, d. Posament. und Berussgen. zu Berlin. Freiwillige Beiträge: Berlin......... Hamburg........ Sieltin......... Magdeburg........ Stuttgart........ Leipzig......... Gö, litz......... Braunschweig....... Kopenhagen....... Karlsruhe........ 140,— 609,70 30,— 20,- 10- 25- 25,- 4— 5- 15 50 950 Einnahme: 977,65 Mark. Ausgabei Oeffentl. Veisammlung der Pofamentirer Montag, den 26. d. M., Abends 8t Ubr, im ' Atte Jakobstraße 75. Streikunterstützungen.... Annonzen und Säulenanschlag. Drucksachen....... Porto......... Diverses....... An die neu erwählte AgitationS- Kommission abgeliesert... Stieikenden PosnmentirerLeipzig RechtSavwaltSkosten..... Streikende Weber Neumünster 636 50 Mark 123-„ 16,—„ 16,50„ 38-„ 60— 30,20 8,55 10- Bestand: 39,90 M. Der Bestand von 38,90 M. ist an die oben- genannte Kommission abgeliefert. Revidirt und tür r«t>tig befunden: Berlin, den 26. Juli 1889. 1225 Die Revitoren: Grundmann. F. Hoffmann. R. Wolter. Restaurant Feuerstein. Tagesordnung: Der Verlauf unserer Lohnbewegungen. Be- rickit der Kommission vom KonfektionS-Streik. Bericht der am l. Juli d. I. gewählten Fünfer- Kommission.„... Sämmtltche Kollegen sind dringend gebeten, »u erscheinen. Der«mberufer. vllfakl-». Lrgv!tvvtlfichtrilvgSbvrellv Lolbrinaerstr. 44, n. a Rosenth. Thor. 1229 Radau, UnsullveisicherungS-Anwalt. I»r. 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