»»£ ithalle. «ettte» ilfisse»" finna (t. ISS. Dienstag, den 27. Angnst 188 S. 6. Jahrg. '>».!!»»- (MituiMsWI. Drga,, für die Interessen der Arbeiter. �.»»___«•____ ftilU �. tlon Zimmerstraße 44 »Sonntags- 1 Mark pro Monat. Postabonnnnenr 4 Mark pro Quartal. f> v.(Eingetragen m der Postzeitnngspreisliste für 1889 unter Nr. 866.) #n Sitteland: Täglich unter Kreuzdano durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. Jnsertionsgebühr beträgt für die 4 gespaltene Petitu-ile oder deren Raum 40 Pf., für Vere.nS- und Versammlung. Amemcn 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen-Burcaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 7 Uhr Nachmittags, an JP' Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr VormittaaS geöffnet. -« Fernsprecher: Amt VI. Nu. 4l0ti.»*~ Vevakkion: VeukMrstze S.— Exprdition: IiINnrerPtvatze 44. �i,r »>>, nM9> nter vy «Sil amen qJ zur«X unt- WS Pvottuuctamcttfo t ju« die*3>lilatiet*ct wan wohl eine Abhandlung nennen, welche dieser F Keller in den Münchener..N. Nachr." erwähnte Auslassung beschäftigt sich mit von uns schon besprochenen Pmn eines Kongresses bz ,,Aer amerikanischer Staaten unter Vorsitz und Leitung «i, �i�vreritanischen Freistaates, und Herr F. Keller glaubt °en Arrangeuren dieses Kongresses mit demselben kü �IDe� dahin präzifiren zu dürfen, daß es sich nur �.handele: ,, durch Vereinbarung hoher Einfuhrzölle den ganten europäischen Zmporthandel in Amerika lahm zu Ii« Keller hält es auch nicht für unmöglich,„daß sich i» swJ, schwachen, hilfebedürftigen, kleinen Republiken � �o� ika und weiter nach Süden freiwillig unter �dschaft der Vereinigten Staaten beuge, dem pro- Zollverein beitrete und seinen Bedarf an Industrie- h z> 5�' besonders an Eisenwaaren und Geweben, fortan tattt» aiü• a decke, statt dieselben wie bisher zu wohl- Preisen aus Europa zu bezichen." bei der„mächtig aufstrebenden" argentinischen * glaubt Herr Keller werde der„eigennützigen Plan k �ikanischen Union um so schlimmere Opposition »°ls die La Platarepublik selbst die Führung in j�nka anstrebe." 1 �£r Keller von den eigentlichen Beweg- blnions-Staatsmänner für ihr Bestreben, einen � sämmtlicher amerikanischer Staaten zu schaffen, � durchaus richtig sein, kann aber hier uncr- „�ben. Recht interessant dagegen sind die Aus- � n,0,n't Keller seine Behauptung, daß Argentinien z�ro-ekt Opposition leisten werde, begründet. t Herrn Keller ist der Streit um die Frage: wer ?%«(,■ die Führung haben soll— Brasilien oder �— schon längst der Dreh- und Angelpunkt "igen Politik, und er glaubt, daß der Zeitpunkt sei, wo die La Platarepublik denselben in '8�" Weise und natürlich zu ihren Gunsten lösen �3*? kann aber nur geschehen, weil der Rivale '-sc» das Kaiserthum Brasilien,„seinem gänz- .. � Zerfalle mit Riesenschritten entgegen geht." �Äi!s unglaubliche Mißwirthschaft, die sich .'mL �en Genie st reich leistete, in dem an l�ÜOo ohnehin schon schwer leidenden Lande �. Negersklaven mit einem Federstriche frei, Vagabunden z u machen, hat es dahin jW& I* alles und jedes Vertrauen geschwunden ist, so 8st sogar zwei Mitglieder der Deputirtenkammer von (49 v. Iseuillekon. "«latotj__ Golvrnsnfrv. Roman von Maurus Zükai. Nervus, mein Herr Schreiber!" begrüßte er Timar. uns hier wieder? Sie haben doch nicht neuer- \ sj.� türkischen Pascha auf Ihrem Schiff? Hehehe? 'Achten Sie nichts, Herr Schreiber." �ckte nur mit den Achseln und schwieg. Dann �j.llch Theodor zu Noemi; er umfing freundlich kosend H ßies Mädchens, das als Erwiderung darauf ihn von � und das Gesicht von ihm abwandte. �us Mädchen in Ruhe!" sagte Therese kurz und Ton.„Was willst Du hier schon wieder?" (7f ick j.1"1' uun, werft mich doch nicht zum Haus hinaus, n$V Ntä to0* brin bin. Es wird mir doch erlaubt sein, mein � Hütchen zu umarmen? Noemi wird doch nicht zer- '»et'ch sie ansehe? Was fürchtet Ihr Euch denn haben alle Ursache dazu," sagte Therese mürrisch. nSw"* boch nicht, Mütterchen. Diesmal bin ich nicht � Etw�. � Euch Etwas zu holen; ich bringe und zwar viel, viel Geld. Hoho! eine Un- i � 7». v-6- So viel, daß Du Dir-damit Dein schönes ,. y � Tu einmal hattest, mitsammt den Feldern und 1 isi letu Ctt Garten auf der Oßtrovainfel, kurz Alles, was �.b/l I-l tt r hast kaufen kannst. Das sollst Du Alles 1!r'8ut' 2ch weiß, daß ich als Sohn die Pflicht Ittl iu machen, was mein armer Vater gegm Dich -r�s\ hjjp � bft|1eni"r Theodor Krißtyan schon sentimental gewor- » r Thräncn vergoß- allein auch das ließ die Au- der Rednertribüne herab erklärten.... daß nur in der Republik allein noch Rettung sei." Herr Keller findet also in der Aufhebung der Neger- sklaverei mit eine der Ursachen des Verfalls des brasiliani- schen Kaiserreichs und zum Beweise dafür giebt er folgende Schilderung der wirthschaftlichen Zustände Brasiliens und der nächsten Folgen der Aufhebung der Sklaverei: „Em Reich von der annähernden Ausdehnung wie ganz Europa, mit einer Bevölkerung von kaum 13 Millionen Menschen, ist im Grunde genommen eine Einöde und Wüste, und mag es im Allgemeinen noch so fruchtbar sein und seine Berge von werthvollen Mineralien strotzen! Um nur ein schlagendes Beispiel anzuführen, so wurden in der Provinz Parana längst schon Lager von Steinsalz nachgewiesen und da auch an den Küsten unter der Ein- Wirkung der Tropensonne, wie dies ja anderwärts gleich- falls geschieht, Seesalz gewonnen werden könnte, so ist wirklich nicht abzusehen, weshalb man fortfährt, das unge- heure Salzquantum, dessen man jährlich benöthmt und wovon ein sehr großer Theil auf die Vieh- z u ch t kommt, immer noch von Europa zu importiren und unter nicht geringen Kosten auf oft nahezu intransi- tablen Wegen durch Saumthiere nach dem Innern zu schleppen, wo es doch, und zwar inmitten ausgedehnter, die Viehzucht betreibender Distrikte, in mächtigen Schichten und unschwer zugänglich im Bode« liegt, so daß dessen Hebung in jeder Hinsicht vom allergrößten Vortheil wäre. Trotz alledem mußten wir aber bis vor Kurzem von gewisser Seite und bei jeder Gelegenheit hören uno lesen, wie dort Alles prosperire und wie nicht einmal die Auf- Hebung d e r Sk l av er ei d er P ro d u kti o n ge- schadet habe, während es jetzt allgemein bekannt wird, daß, wie oics nicht anders zu erwarten war, von den ehemaligen Sklaven nur ein verschwindend kleiner Theil als Tagelöhner bei den früheren Herren ein- trat und weiter arbeitete, während die große Mehrzahl sich nach den Städten zog oder als Landstreicher sich umhertrieb. Aber auch die wenigen, die blieben, machten den früheren Herren durch Ueberariffe und Insolenzen jeder Art, denen dieselben machtlos gegenüberstanden, das Leben so sauer wie möglich, leisteten so viel wie Nichts und verlangten exorbitante Löhne. Vor zwei Jahren, zur Zeit der Emanzipation, bogen sich die Zweige der Kaffeestaude unter der Last der Früchte uud ließen eine Ernte erhoffen, wie sie seit 25 Jahren nicht mehr dagewesen,— aber neun Zehntel davon ging ver- loren und ist in Wind und Wetter unbenützt vertrocknet und verfault, im Werthe von vielen Millionen, weil die sreigewordenen Neger sich weigerten, trotz aller Bitten und Zugeständnisse von Seiten der ver- zweifelnden Pflanzer, Hand anzulegen und andere Arbeits- kräfte zur Zeit eben nicht zu beschaffen waren.— Später- wcsenden kalt; man glaubte seinen Thränen ebenso wenig, wie seinem Lachen. „Gehen wir doch hinein, gehen wir ins Zimmer!" sagte Theodor,„denn was ich Euch mitzutheilen habe, kann ich nicht vor aller Welt sagen." „Sprich nicht so dumnies Zeug," schalt Frau Therese. Was soll das heißen:„vor aller Welt", hier auf dieser ein- samen Insel? Vor Timar aber kannst Du Alles sagen; er ist ein alter guter Bekannter, aber geh in Gottesnamen hinein. Ich weiß, Du bist hungrig, und das ist des Pudels Kern." „Hahaha, Du liebes kluges Mütterchen, wie gut Du die Schwäche Deines Theodorchen kennst, immer einen aus- gezeichneten Appetit zu haben. Und dann weißt Du so gott- volle griechische Kuchen zu backen, bei deren Anblick man wünschen möchte, ganz Magen zu sein. ES giebt keine zweite Hausfrau in der Welt, wie Du eine bist. Ich habe selbst beim türkischen Sultan gespeist, aber eine Köchin, welche sich mit Dir messen könnte, hat er nicht." Frau Therese hatte noch immer die Schwäche, nicht un- empfindlich bleiben zu können, wenn man ihrer Gastfreund- schaft ein Lob sang. Bei keinem Ankömmling kargte sie mit ver Bewirthung und selbst ihren Todtfeind konnte sie nicht hungrig abziehen lassen. Theodor Krißtyan trug einen sogenannttn Figaro-Hut, wie sie damals in der Mode waren, und wußte es so ein- zurichten, daß beim Eintreten in die kleine Hütte der niedere Thürstock ihm den Hut vom Kopf schlug, nur um dann sagen zu können:„Ei, diese verdammten neumodischen Hüte! Aber das kommt daher, wenn man an hohe Thüren gewöhnt ist. In meiner neuen Wohnung find nur Flügelthüren. Und die herrliche Aussicht auf's Meer, die ich in meiner Wohnung habe!" „Hast Du denn wirklich irgendwo eine Wohnung?" siagte Therese, während sie in der kleinen Shtbe den Tisch deckte. hin ließ man Italiener nach vielenTau- senden kommen, für jene überreicheKaffee- Ernte aber war es zu spät! Bei den wenigen Grundeigenthümern, welche noch eine kleine Zahl ihrer ehemaligen Sclaven in Arbeit haben, oder vielmehr hatten, sollen übrigens Szenen vorgekommen sein, welche man noch vor wenig Jahren nicht für möglich gc- halten und über welche mancher der alten„Hazendciros" sich im Grabe umgedreht haben muß: Es war früher Sitte, daß die Sclaven, wenn sie den Herrn zu Gesicht bekamen, nicht nur ehrerbietig den Hut zogen, wenn sie einen hatten, was nicht immer der Fall war, sondern auch die rechte Hand ausstreckten und dabei sprachen:„I-on-. vaäo seja Nosao Senhor Jesu Christo"(Gelobt sei unser Herr Jesus Ehristus), worauf der Herr antwortete:„Uara ssrnxro"(in Ewigkeit). Hefute rührt sich nun weder Hand noch Hut, wenn der Arbeitgeber unter seine Leute tritt, so daß der Eine oder Andere der Ersteren sich schon den S ch e r z erlaubte, die Rollen zu vertauschen und in demüthigster Weise, mit dem Hute in der Hand an seine ehemaligen Sklaven heranzutreten und von seiner Seite den frommen Gruß zu bieten, worauf denn doch ein gewisses beschämtes Hutabziehen der Herren Nigger erfolgt sein soll!— Ich habe gute und verständige Neger kennen gelernt, aber s i e bilden die Ausnahme und eben fo wenig, wie man von einem vierzehnjährigen Rangen verlangen kann, daß er sich benehme wie ein Mann, kann man von einem Schwarzen, und besonders von einem ehemaligen Sklaven erwarten, daß er das richtige Ver st ändniß für Pflicht und Ehre habe, wenn er von einem Tage zum anderen frei wird!" So Herr F. Keller über die Folgen der Aufhebung der Sklaverei in Brasilien! Den Kommentar zu dieser Auslassung werden wir dein- nächst in einem zweiten Artikel liefern. Für heute bitten wir unsere Leser nur dämm, ihr vorläufiges Urtheil über Herrn K. nicht gar zu hart ausfallen zu lassen, denn er hat nichts weiter verbrochen, als daß er— wenn auch unbeab- sichtigt— über eine sehr interessante Seite der kapitalistischen Produktionsweise die volle Wahrheit geschrieben hat. Novrelpr'ndeirjetr. New-Uork, 13. August. Mit der National- Oekonomie der amerikanischen Journalisten ist es im Allgemeinen sehr traurig bestellt, obwohl die Amerikaner ihren Carey haben, der ihnen die Lehren der alten Oekonomen für den nationalen Gebrauch zugerichtet. Sowie sich die Preßkosaken der kapita- listischen Presse auf jenes Terrain begeben, begehen sie sofort „Das will ich meinen! In Trieft, und im schönsten Palast der Stadt! Ich bin Agent des ersten Schiffbauers." „In Trieft?" fiel ihm Timar in die Rede.„Wie heißt er?" „Er baut Seeschiffe," sprach Theodor, Timar einen ver- ächtlichen Blick zuwerfernd...„er ist kein„Schaper", Keiner, der sich mit dem Bau von Burdchellen abgiebt... Uebriaens heiß er Signore Scaramelli." Timar schwieg. Er hielt es nicht für nöthig, zu ver- rathen, daß er selbst gegenwärtig ein Seeschiff bei Signore Scaramelli bauen ließ. „Ja, ich wüWe nur jetzt nur so im Gelde herum!" prahlte Theodor.„Millionen und Millionen gehen durch meine Hände. Wäre ich nicht ein so gewissenhafter Mensch, ich könnte mir Tausende bei Seite schaffen. Ich habe jetzt auch meiner lieben kleinen Noemi etwas mitgebracht, das ich ihr einmal versprochen habe. Nun, was habe ich ihr ver- sprochen? Einen Ring. Was für ein Stein soll darin sein? Ein Rubin? Ein Smaragd? Ein Brillant ist darin, ein vierthalbkarattger Brillant. Das wird der Ver- lobungsring meiner kleinen Noemi sein. Da ist er..." Theodor griff in die Taschen seines PantalonS, stöberte lange darin hemm, schmtt zuletzt ein erschrockenes Gesicht und starrte vor sich hin.„Er ist verloren!" stöhnte er dann plötzlich, die Tasche umkehrend und das perfide Loch sichtbar machend, durch welches der kostbare Verlobungsring mit dem vierthalbkaratigen Diamanten herausgefallen war. Noemi brach nun in ein stallendes Gelächter aus. Sie hatte eine so prächtig klingende Stimme, wenn sie lachte, und man hatte so selten Gelegenheit, ihr Lachen zu hören. „Deshalb ist er aber doch noch nicht verloren! rief Theodor;„sparen Sie Ihr Gelächter, mein schönes Dämchen!" Und er machte sich daran, sich den Stiefel auszuziehen;— in der That fiel aus dem umgestürzten Schafft des Stiefel« der vermißte Nina auf die-Tischplatte.—„Da ist er! Gut Vieh verläuft sich nicht. Der Verlobungsring meiner Noemi weicht nicht von meiner Seite. Sieh- her, Mama 1 eine ergötzliche Eselei. DaS Organ der Nationalisten brachte jüngst einen Arlikcl über doS Konkurrenzsystem, welches eS nothwendig mache, daß ca. 250 000 Agenten in Amerika herum- reisen, welche jähilicb 1000 Millionen Dollars verbrauchen. Dazu bemerkt ein großes kapitalistisches Blatt: „Aber sind die 1000 Mill. Dollars, welche die 250 000 Hand- lungSrcisende jährlich kosten, denn wirklich weggeworfen? An- genommen es wäre wahr, daß sie(die Handlungsreisenden) weder dcmKäufer,noch demVerkäufcr nützen, sondern nur dieVertheuerung der Waaren veranlassen, so darf man doch nicht vergessen, daß aus jenen 1000 Mill. Dollars der Unterhalt dieser 250000 Hand- lungSreisenden und ihrer Familien bestritten wird, daß die Herstellung ihrer Musterkasten u. s. w. vielen Handwerkern und Arbeitern lohnenden Verdienst giebt, daß sie den Eisenbahnen und den Gasthäusern Einnahmen bringen, von denen wieder ein Theil in die Taschen zahlreicher Arbeiter, Aufwärter und Dienstboten fließt. Man braucht sich nur die Handlungs- reisenden wegzudenken, um»u begreifen, wie wenig ihr Vor- handensein als Beisviel zur Erklärung der„Schleuderwirthschaft des Konkurrenz- Systems" verwcrthet werden kann." Natülich beeilte sich die ganze übrige kapitalistische Presse, diese Weisheit abzudrucken: solche gewichtige Argumente gegen den Sozialiemus � als solcher gilt der Nationalismus bei der kvpitalistischen Presse jetzt schon— müssen ja zur weitesten Ver- breitung kommen. Für alle denkenden Leute, die sich mit den ökonomischen Dingen befassen und deren Zahl unzweifelhaft in stetem Zunehmen begriffen ist, liefert die kapitalistische Presse damit aber nur den Beweis ihrer unheilbaren Impotenz auf ökonomischem Gebiet, und das wird bei Weiterentwicklung der Bewegung für die Sache der Aufklärung von großem Vortheil sein.— Die sozialistische Presse nahm den Gegenstand natür- lich sofort auf, da man ja nicht auf die Antwort des„Nationa- list" warten konnte, der nur einmal im Monat erscheint. Die „Nationalökonomie" der kapit.Pressewurde nach allenSciten gründ- lich beleuchtet, und besonders auf die„pyramideleDummheit" hin- gewiesen, welche in dem Satz liegt, daß die Herstellung der Musterkästen u. s. w. wieder Handwerkern und Arbeitern loh- nende Bcschäfligung bietet: demnach sei jeder Krieg, jede FeuelSbrunst,Ueberschwemmung, überhaupt jede nutzlose Vernich- tung von Gegenständen von ökonomischem Vortheil. Es wäre übrigens schade, wenn die kapitalrstilchen Preßkosaken durch die exemplarische Tracht Prügel, die sie gleich beim ersten Debüt aus dem für sie so gefährlichen Terrain erhalten— bisher haben sie sich nie mit ernstlichen Argumenten auf dasselbe ge- wagt— abschrecken ließen, weitere Lanzen auf diesem Boden zu versuchen. Breitet sich die Nationalistenbewegung indessen weiter aus a gewissen Grade und bis zu einem ge- — was bis zu einem„ wissen Zeitpunkt mit Bestimmtheit anzunehmen ist—"so kann die kapitalistische Presse nicht mehr mit Stillschweigen oder leeren Redensarten über die brennenden Fragen hinweggehen, wie sie es der sozialistischen Presse gegenüber bisher gethan. Die Zeit des TodtschweigenS ist dann vorüber. Neugierig braucht man nur zu sein, in welcher Weise der Federkrieg weiter geführt wird: bekanntlich leisten die amerikanischen Jour« nalisten„einiges"! Bellamy, der Verfasser von„ßooking Backward", hielt kürzlich in Massachusetts einen öffentlichen Vortrag, zu dem sich viele„prominente" Bürger, Fabrikanten, Geistliche, UniversitätS- vrofessoren u. s. w. eingefunden hatten. Da aus einem Extrakt desselben die Basis der Nationalisten- Bewegung am besten ge» kennzeichnet werden kann, so halte ich es für angebracht, denselben mitzutheilen. Bellomn sagte:„Die materielle Entwicklung der Kultur- voller zeigt sehr deutlich drei bestimmte Phasen. Zuerst komme die individuelle ProduktionSmethode unter dem Schutze von Zunftschranken, welche die freie Äethäligung der Kräfte, die Zu- e-.-------- e er_____ r jl?_ v______ /t»_______._____ O.Ii________ v sammenfassung verschiedener Gewerbe unter einer Leitung und den Uebergang des Individuums von einer Arbcitsgattung zu einer andern ausschloß. Diese Periode erwies sich"der gesell- schaftlichen Entwicklung der ProduktionSkräfle sehr hinderlich. Sie mußte fallen. An ihre Stelle trat das System der freien Belhätigung, der Wettbewerb der Produktiv- kräfte mit seiner fabelhaften Entwicklung der Technik, der Konzentration der Arbeitsmittel, der Theilung der Arbeit und der Aussaugung des kleinen Besitzes durch das unter diesem System erwachsene Großkapital. Das Konkurrenz- System, zur vollen Blüthe entfaltet, schließt ober, durch das Uebergewicht der Machtmittel der Kapiiatistenklasse, die Kon- kurrenz der Masse aus, diese sinkt zu hoffnungsloser Abhängig- keit— und in fernerem Verlaufe— zum Kulithum hinab. Auf der einen Seite steht das sich immer mehr durch Trusts und Monopolisirung der Arbeitsmittel konzentrirende Groß- kapital, das die Gelehrten in seinen Dienst stellt, sie aber immerhin als eine nur untergeordnete Klasse betrachtet und be- handelt, und auf der andern Seite steht das politisch entrechtete, enterbte, frohnende Volk.— Die Nation geht unter der Herrschaft der Plutokratie zu Grunde. DaS wäre das Resultat deS dauernden Fortbestandes des Kon- kurrenzsystems. Allein wir finden, baß die Trusts- und Monopotbildungen die dritte Phase der materiellen Entwicklung Therese. DaS hat Dein zukünftiger Schwiegersohn seiner Braut mitgebracht. Nun, was sagst Du dazu? Und Sie, Herr Schreiber, wenn Sie sich daraus verstehen, wie hoch schätzen Sie diesen Diamant?" Timar betrachtete sich den Stein und sagte:„Pierre de Straß: unter Brüdern fünf Groschen Werth." „Schweig' Er, Schreiber! Was versteht Er davon. Er versteht sich auf Hafer und Kukuruz, und hat in seinem Leben vielleicht noch keinen Diamanten ge- sehen." Und damit streckte er den so schnöde herabgewürdigten Ring, da Noemi um keinen Preis sich ihn anstecken ließ, auf seinen kleinen Finger und war während der ganzen Mahlzeit beflissen, den Ring an seinem Finger zn pro- duziren. Der junge Herr hatte einen guten Appetit. Wahrend des Essens sprach er ein Langes und Breites dar- über, was für ein riesiges Etablissement diese Schiffswerft sei, wie viele Millionen Kubikfuß Holz sie jährlich verbrauche. Zn der Nähe gebe es schon keine Waldungen mehr, in denen zum Schiffbau geeignetes Holz geschlagen werden kann. Man müsse sich sogar welches aus Amerika bringen lassen. Nur in Slavonien ist noch welches zu haben. Erst, nachdem er sich gütlich gethan, rückte er mit der Hauptsache heraus.„Nun, jetzt meine liebe gute Mama Therese, will ich Dir also sagen, weshalb ich denn eigentlich gekommen bin." Therese sah Theodor mit ängstlichem Mißtrauen an. „Jetzt werde ich mit einem Male Euch alle glücklich machen, Dich sowohl als Noemi und auch mich; überdies setze ich mich bei Signore Scaramelli in Respekt. Paff' einmal auf. Sagt mir eines Tages Herr Scaramelli:„Freund Krißtyan, hören Sie, Sie werden nach Brasilien reisen müssen." „Wärst Du nur� schon hingereist!" seufzte Therese. Theodor verstand diesen Seufzer und lächelte.„Du mußt nämlich wissen, von dort holen wir unS die nöthigen Schiffsbauhölzer; dort wächst der Makaya- und der Mur- muru-Baum, aus dessen Holz der Schiffskiel verfertigt wird; der Poripout- und der Patavonabaum, aus dem man die Seitenplanken verfertigt, der Mangrove-, der Royoc- und der Grasgalbaum, die im Wasser nie verfaulen; der der Produktionskräfte einleiten, sie stellen dar die Zusammen- fassung resp. die Vereinigung der wirtbschaftlichen Kräfte der Nation unter Ausschluß der verderblichen Konkurrenz. Ent- weder also wird die Nation in verhältnißmäßig sehr kurzer Zeit der unbedingten Botmäßigkeit weniger Familien verfallen, oder aher, um diesen Rückfall in die Barbarei zu verhindern, wird die Nation die konzenlrirtm Arbeitsmittel nationalisiren, d. h. selbst übemehmen müssen. Die Vergesellschaftung der Arbeits- mittel, die Uebernahme und Verwaltung derselben durch die Volksgemeinschaft im Interesse der Gesammtheit ist die noth- wendige Konsequenz der eigenartigen Entwickelung, welche wir vor unfern Augen sich gegenwärtig vollziehen sehen. Innerhalb der n ä ch st e n z e h n I a h r e wird die Nation zu Maßregeln in dieser Richtung sich gezwungen sehen, wenn sie sich nicht hoffnungslos der Plutokratie ergeben will." Bellamy denkt also wohl, daß innerhalb zehn Jahren das arbeitende Volk Amerika's von dem alten Dusel der„Harmonie zwischen Kapital und Arbeit" soweit abgekommen sein wird, daß es sich für die neuen Ideen in's Zeug wirft. Das ist indessen ein Punkt, über den man sich vorläufig noch keine Meinung bilden kann, wenn man auch annehmen will, daß unter Umständen in verhältnißmäßig kurzer Zeit ein ge- waltigcr Umschwung in den ganren Anschauungen und Maximen dieses Volkes— resp. dieser Völker— möglich ist. Sollte er aber der Ansicht sein— und darüber ist bisher weder aus seinen Auslassungen nach denen der übrigen Nationalisten, die sich an der öffentlichen Diskussion betheiligt, etwas Bestimmtes zu entnehmen—, daß die gewallige Umwälzung von den„Ge- bildeten" der Nation, ohne die große Masse des Volkes bafür gewonnen zu haben, bewerkstelligt würde, so dürfte er sich auf dem Holzwege brfinden. Und die weitere Entwicklung der Dinge wird ihm dies klar machen, sobald die Nationalisten- bewegung auf einem Punkte angelangt ist, wo sie der Kapita- listenklasse unheimlich zu werden beginnt. Dann wird sich die riesige Macht der Plutokratie, die sie in diesem Lande schon heute hat, in überraschender Weise dokumentiren, noch viel über- laschender, als cS gegenwärtig bei diversen Gelegenheiten der Fall gewesen ist. Dann wird sich den Nationalisten die unabweisliche Er- kenntniß aufdrängen, daß„die Besieiung der Arbeiterklasse das Werk der Arbeiterklasse selbst sein muß". ES ist eins in Betracht zu ziehen, was von den fortge- schrittenen Elementen nicht genügend mit in Berechnung ge- nommen wird. Die herrschende Klasse verfügt nämlich in diesem ungeheuren Lande, das noch Raum für hunderte Millionen hat, unter Umständen über eine Unmasse von Ableitungsmitteln, die sie, wenn ihr das„Wasser am Halse" steht, Voraussicht- licher Weise zur Verwendung bringen wird. Ist eS doch immer Maxime der beiden kapitalistischen Parteien gewesen, dafür zu sorgen, daß stets„etwas zu thun" übrig bleibt, um eventuell die Wähler durch Ausführung desselben von anderen Dingen abzu- lenken und sie wieder an sich fesseln. So ist also auch anzu- nehmen, daß im Nothfalle die großen„Landgrappschcr" ein wenig auf den Damm gesetzt werden— unter anderweiter Entschädigung— um die Ansiedelung zu erleichtern. Auch dürfte man noch manche andere ungewohnte Handlungen be- gehen, um die Herrschaft zu behaupten, von denen man sich heute noch nichts träumen läßt. Daß die Kapitalistenklasse, resp. ihre Vertreter in den Regierungen ic., sich auf die nackte Gewalt stützen, ist nur für so lange anzunehmen, als die„Un- zufriedenheilS-Aeußerungen" des Volkes vereinzelt und schwach auftreten; so lange wird ihre Brutalität freilich zum unge- nirtesten Ausdruck kommen. Wenn aber durch den von Jahr zu Jahr rapider werdenden ökonomischen Rückgang deS ar- deitenden Volkes diese Aeußerungen einen allgemeinen und be- drohlichen Charakter annehmen, wird man die diversen Sicher- heitsventile öffnen. Politische Uoberlichk. Der Wahlvcreiu für Dresden-Altstadt ist der poli- zeilichen Auflösung auf Grund des Sozialistengesetzes verfallen. Zum Beweise, daß die sächsische Polizei sehr höflich ist und— sehr viel Zeit hat, machte man das Verbot nicht blos dem Vor- sitzenden, sondern auch dem Schriftführer und dem Kassirer be- kannt. Im Geschäft, wo der Vorsitzende Weidner Verkäufer ist, wollte man expreß eine Durchsuchung nach den Vereins- akten, resp. dem-Vermögen vornehmen, ließ aber auf Pro- testation davon ab. Beim Kassirer Vogel beschlagnahmte man Kasse und Mitgliedsbuch, Stempel und Mrlgliedskarten; genr genommenes baares Geld fand man nicht vor, wohl aber ein Dcsizit von 37 M. 36 Pf., dessen Deckung durch die Behörde selbstverständlich ist. Ueber die Verbotsgründe wird das „Sächs. Wochenbl.", dem wir diese Notiz entnehmen, demnächst berichten. f tahtfreiheit i« Sachse». Wir tbeilten bereits mit, chippel, der Reichs tagskandidat der Chemnitzer Sozial- demokraten, auf Befehl der Polizeibehörden in seinem Wahl- „mort- anx- rata"- Baum, dessen Geruch die Ratten nicht vertragen können, der Eisenbaum, aus welchem man das Steuerruder verfertigt, und der„sour gumtree", von dein man das Holz zu den Räderschaufeln nimmt- dann noch der Fernambuk-, der Manchinell-, der Teufelskaffee-, der Thcak- unb der Mahagoniebaum, welche das Holz für die feinen Schiffsmöbel liefern, endlich der Kaskarilla-, Taha- maca- und der Voladorbaum, welchen der Borkenkäfer nichts anhat und der Maonbaum, in welchen der teredo navalia sich nicht einbohnrt"' „Ich bitte Dich, höre endlich auf mit Deinen ein- fältiaen indianischen Namen!" unterbrach ihn Therese.„Du glaubst wohl, Du wirst mir den Kopf verwirren, indem Du mir ein qanzeS botanisches Register herunterplapperst, so daß ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe. Sag' mir lieber, wenn so viele unvergleichliche Bäume in Brasilien wachsen, warum Du nicht schon hingereist bist?" „Ja, darin besteht eben mein Kapitaleinfall. Wozu — sagte ich zu Signor Scaramelli— soll ich nach Bra- silien reisen, wenn wir in der Nähe Holz genug haben können, das noch besser, als das brasilianische? Ich kenne eine Insel, mitten in der Donau, welche mit einem Urwald bestanden ist, dort giebt es die allerschönsten Bäume, welche es mit den südamerikanischen aufnehmen können." „Ich dachte mir's," sprach Therese vor sich hin. „Die Pappeln ersetzen vollkommen die Patavonas; die Nußbäume werfen die Mahagonibäume aus dem Sattel. Und die haben wir zu Hunderten auf unserer Insel." „Meine Nußbäume!" „Das Holz des Apfelbaumes ist um vieles besser, als das des KaskarillabaumeS." „So, also auch über meine Apfelbäume hast Du bereits verfügt?" „Die Pflaumenbäume aber haben den Vergleich mit den besten Thcakbäumen nicht zu scheuen." „Auch die wirst Du alle aushauen lassen und Herrn Scaramelli verkaufen?" fragte in ruhigem Tone Frau Therese. „Wir werden eine Unmasse Geld dafür bekommen. Min- kreise am Spr. chen in öffentlicher Versammlung veihmö-ü � __ cr\__ i___ 1�9 B Der Kandidat darf weder einen Vortrag halten, einer Debatte behelligen; und jede Versammlung, me � als Rcfcrenteu abgemeldet wird, verfallt unrettbar 10 � der Anmeldung i-cm polizeilichen Verbot.;P*f�»eediin!>c» die! es Vorgehen natürlich mit gefürchleten Umstu�beN, ,im Sinne des Gesetzes gegen gemeingefährliche Be ,,• m,;.------>>—— f"' •C. ic.; und des Weiteren wird beschönigend angeführt— nicht offiziell— die Reichs tagSwahlen seien ja noch m w«. als« .(elde, und die Sozialdemokraten hätten also roch(P Veranlassung, schon jetzt in der ReichstaaSwahlagiw»�-j, treten. Eine komisch'„gemüth!iche" Auffassung, b" � weiter diSkutiren wollen. Bemerkt sei blas, daß vieler- Grund nicht ernsthaft gemeint sein kann, sintemalen au träge über die Landtagswahlen, welche doch ganz«wo- � stehen, polizeilich verboten werden. ES unter Andern Ende der vorigen Woche, als t'"1..... der für den erledigten Landtagssitz von Chemnitz kmidid in einer Wählcrvcrsammlung über die LandtagSwahlen!?»« sollte. Auch aus anderen Orten Sachsens wird Aehr' Was ist der Zweck solcher Maßregelungen? tragen sie sich mit der Freiheit der Wahl? Die Herren� der Polizei werden es nicht leicht finden, eine Antwon« geben— das heißt, eine solche, welche das Licht der lich keit nicht zu scheuen hat.. Offenbar haben wir es hier nicht mit einem vcrem Vorgehen zu thun. Und ohne die Polizeibehörden diren den kartellbrüderlichen Saalabtreibern in Verbindung zu kann doch gesagt werden, daß dieses Vorgehen der behörden und jenes Vorgehen der Kartelldrüder dw- � Beweggründen entsprungen ist, nämlich dem Wunich- Kartellbrüdern das Monopol der Wahlagitation z«...�11 Wir nehmen von diesen Vorkommnissen und Akt, und wollen denen, die eS interessirt,«• passan � unsere unmaßgebljche Meinung auesprechen, daß der 0 jedenfalls nicht erreicht worden ist. Di« Schraub« oh»« V«b« soll wieder angezogen wer°�' aus dem Verhalten der�Reptilienpresse zu�ich ließen�»- � wie uuo ur tu toctijuuen ver mepiiiienpreiie 91 sich Stimmung für neue Forderungen zu Milttarzwru � machen bemüht. Allen voran ist wieder einmal Ztg.". Sie bespricht in einem Artikel die Bedeutung dcr n� französischen Wehrgesctzgcbung und gelangt zu folgendem � reichen Schlüsse:„Die deutsche Armee beruht auf d-n� Grundlagen der preußischen Wehroerfassung, Vr«', ' 22 it dem anderen ist hinzugekommen, hier ragt ein ~ jjici tum c»« m dort springt die Bauflucht zurück. Wohnlicher ist eS U«�. Anbau mu... 1____________... unserem Hause, aber für den großen Massenbetrieb eines 6"� gebäudeS eignet eS sich weniger. Es scheint die(f, zu untersuchen, ob nicht einzelne Theile umgebaut, enoen wettert und verstärkt werden müssen, vielleicht ein 8 y Stock aufzusetzen i st.— Was heißt das anders, M* neue Belastungen des Volkes in Aussicht stehen!. I» der Marin«brst«ch«»go- Angelegenheit den, sich der„Voss. Ztg." zufolge bereits elf Personen'"%((< suchungshaft und es werden wahrscheinlich noch weiW* Haftungen erfolgen.— Es scheint da eine sehr wt""' Stelle im Beamtenkörper aufgedeckt worden zu sein. Die nationallibrrale Partei hat sich zu den vativen bekehrt,— das ist schlecht und recht der 2*0 Leitartikels, welcher aus dem Prcßbureau des Ministenum. Innern stammt und gegenwärtig durch die von deM � ressortircnden KreiSblätter unter der Ueberschrift: und Liberal" die Runde macht. Anknüpfend an einen äjj nalliberalen Wahlaufruf bei der Stichwahl in Halberftao der Artikel die Nationalliberalen. So heißt demselben: ss„Soweit diese nicht nach links 1�. � können sie allerdings sagen, daß im Großen und ihnen weiter nichts angestrebt werde, als was auch die vativen anstreben." Bei der Stichwahl in Halberstadt � die Nationalliberalen„die konservative Richtung als da��i tolyp bezeichnet, welches auch für die Liberalen gilt-J der Mangel einer direkten Anerkennung würde nicht di« yt r�x____:xr�:�___-___ rrx__ sTJ.-imt"- mK te te hl"'"Mid ßj' Handr pon das? Ö Missio Kaei m A !U«'ch!>che 2» l,"l b- �bestürme ?ltl die de \n Sl Siie* « der L-'�tfprechr SÄ d S, e( ets Mt in de, Seblieber ' W n. da Familie denen ßwi uachl ».Etra Bericht s -Sien„z ,....°°Segen BIS «�.Stfähr! Ä Jim: C? s«n Vt - bezog, beln Diel iy W [«Iis NN C ,. er _ aber di SVA S «Ä -t �ölk Ä foU sw fache verschleiern können, daß die nalionalliberale Parte* konservativen Bestrebungen nicht mehr entgegentritt, n* den großen Fragen der Politik mit diesen nm' r-«.• rr t• r sw„»'- 1. nlt fii) IU w»4)5i-vpv*a Qiutyv«» wv.tzJUlUll Will weiß"— Wir sind in Betreff dieser Anschauung über v tionallideralen mit dem Preßbureau durchaus einig. Ueber die fawlheit der afrikanische« ze unsere kolonialfieundliche Kartellpresse nicht genug richten, als es sich darum handelte, für den 0� der Neger zur Arbeit Stimmung zum mache», welchen einzig und allein die Kultivirung da � � uiciujtu ciugiy«uu uutm Vit tHUiuuiluiu) vv'. ir nifchen Kolonien möglich fein sollte. Den Grund d'«- geblichen„Faulheit" läßt der� bekannte Mifsionar Dr- ��c in einer jetzt veröffentlichten Abhandlung über die Skla»« erkennen, wo er folgende Ausführungen eines Kenne« � afrikanischen Verhällnisse zitirt:„Den fatalen, ober unw � Ruf, daß er nicht arbeite, hat dem Neger die Sklaottss � gebracht. Wenn man an der Goldküste sieht, wie flc-M jit "tuu un viwvtui« r frei gewordenen Sklaven und die kleinen freien Leu»> arbeiten, sobald sie ihres Erwerbes sicher find, so ecken d# Signor ScaraM T � mir 21 116 1951 ' beii ü iiii> c'-b's m HsnfetJ �roß * N»te " Mein! ' Land, �-andi '"N k!?.. :si; �Z] IlT1» Hj,,' wozu \ mt, Du 1 bestens zehn Gulden für jeden Baum.._. mir carte blanche gegeben. Er hat mir freigestellt,„ Kontrakt mit Dir abzuschließen; ich habe ihn schon$ der Tasche, Du brauchst ihn nur zu unterschreiben sind gemachte Leute. Und wenn einmal die vielen liSb r Bäume hier ausgehauen sind, bleiben wir auch nicht.�1 hier, sondern gehen nach Trieft wohnen; die ganZs'� f( An � aber bepflanzen wir mit Prunus Mebaleb; weißt 2-,.� 1�" dies diesem verfertigt man die wohlriechenden türkischen ja%'Du röhre. Dieser Baum bedarf keiner Pflege; wir 0« �(,%,» mit hier nur einen Menschen zu halten, der die jährlich schnittenen Weichselstöcke an die Barnaer Kaufleust,� handelt; so werden wir von jedem Joch fünfhundert*> einnehmen; für zehn Joch fünftausend Dukaten."{ Timar konnte ein Lächeln nicht unterdrücken.&0 Spekulationen waren selbst ihm noch nicht eingefallen; „Nun, was giebt es da zum Lachen?" herrschte Tl Timar an.„Ich verstehe etwas von der Sache.", „Und ich verstehe auch," versetzte Therese, ii.__ irrrx. rx______ rr�: x. r• ; t- JCoein �den iA 1 a, 4.7 «iä ri« da rr....... �_______ r JhU 7* damit willst. So oft mein Unstern� Dich"hierher bri-�W,-gebt scheinst Du wie ein Todtenvogel und ich kann gew-p, j<>&. leete» V\ r» C« A«»» n** M /l«X fl X CYIf W,.(1 K? 1U_ Od Verlar aw** iv»v v»»» XillV IU�*141»»» v• Jj r VS" daß Du irgend einen verderblichen Plan gegen w'V s-ist �-a Schilde führst. Du weist, daß Du kein Geld bei-n>r��--zq �eiye noch je sinoen wirst. Aber Du weist Dir zu helfen. � kamst Du mit einem Boot, schlepptest darauf fort, an Vorräthen für unS Beide aufgespart hatten, und"l � 1 es zu Geld. Jetzt begnügst Du Dich schon nicht-WH dem Obst, das Du ärger zehntest, als ein brandsch' türkischer Pascha mir thun würde; Du willst mir.-- Bäume selbst über den Kopf verkaufen,— sie,"i..< f| linge, meine einzigen Freunde auf dieser Welt, die, JV'i pflanzt und gepflegt, die mich ernähren, unter denen ruhe. Pfui, schäme Dich! Mir solche Märchen daß Du Schätze erhalten würdest für diese Bäun-'�. denen Dein Herr Scaramelli Seeschiffe zimmern w-«---\ sicher. Du würdest sie nur aushauen lassen, um f". t nächsten besten Kalkbrenner um einen Spottpreis; schleudern; das ist Dein pfiffiger Plan. Wen ch- � damit zum Narren halten? Doch mich nicht, die Schliche kenne? Ich sage Dir, laß ab von '"P st$\t � Ar begründet jener Vorwurf in Wahrheit ist. An der Mit kann man für jedes Unternehmen Arberter genug � odgleich Taufende ihrer Bewohner auswärts als Drenfl- ' Handwerker und Plantageuarbeiter defwaflrgt irno. £? Weil dort allgemeine Freiheit herrscht. � Ebenso At Missionar Huppenbauer, da« seit der Aufhebung der ftet m Akem weit mehr Land bebaut wird, die LebenS- fachlicher vorhanden find, und die Lastenträger, dre man laum bekommen konnte, den Weißen„um solchenn»gc?' S Je* �slünnen, der nun eben in die eigene Tasche und nicht die des Sklavenhalters fließt".— In diesem Falle L' der Sklave nicht daran Anstoß, daß er arbeiten muß, d�ran, daß die Frucht der Arbeit andern anfallt. liUuü i1-®- Der gleiche Umstand erzeugt auch bei den weißen '«w die Unlust zur Arbeit. � � lÄ ber moderne» JoKizpflege. Zur. Beleuchtung l�/MJPrechung deutscher Gerichte entnehmen wir der„tzam- ui? Tribüne" folgende beiden Berichte über GenchtSver- die in Altona stattgefunden haben: Der Voll- äJ?eamte August Dempwolf aus Jmmenroda, Fürstenthum .�burg-Rudolstadt, ist angeklagt, durch ca. 200(!) selbst- W«. �r>ndlungen Gelder, welche er in amtlicher Eigenschaft hatte, iu der Höhe von nahezu 3000 Mark zum hiit? der Staatskasse unterschlagen zu haben. Der Ange- Iw»-n der Voruntersuchung die Unterschlagungen ruckhalts- Isji �raumt, während er heute nicht wissen will, wo das hk ablieben. sei! Er giebt zu, nicht in Roth gelebt zu K' cv da er 2200 Mark Dien steinkommen hatte. \ Samilre besteht aus Frau und drei Kindern, tiiH°rntn das jüngste bereits dreizehn Jahre � Dem Angeklagten werden 100 Unterschlagungen mi kJ"'- nachgewiesen.§ 350 des Strafgesetzbuches bedroht !» �trailhaten mit mindestens 3 Monaten Gefangmß. !?,.>, s�chl stndet in der„bisherigen Unbescholtenheit" des „Milderungsgründe"; in dem großen Vertrauens- Wflen,n»-rx----- cm---- 1-— s.—'---**— etwa Der � l,,i.i.�aann tlhr. Wuppermann wird beschuldigt, durch 0»?dige Handlungen Schinken und Speck in Mengen, Ansicht des Gerichts zu groß zum alsbaldigen Ge- � gestohlen zu haben, und zwar in zwei Fallen einer Planke(erschwerender Umstand). Dieser Sl®«wn,„ einer Planke(erschwerender Umstand) iki. hat m der Voruntersuchung ein reumüthigeS Ge H,.r°?0e'egt, bei dem er auch heute bleibt. Der unglücf. Äs„.{?,Mann ist nie bestraft und hat sich bis heute o Er hat aus bitterer Roth gehandelt, da er de s,,«. and seit zwei Jahren eine kranke Frau hat, Ni b, Verdienst, welchen er als Landarbeiter bei einem , in*?®' aur ein richtiger Hungerlohn ist, der eine Mark betrug.§ 243 des R.-Str.-G.-B. bestimmt für Hl«.c Ä�ahl" unter Annahme mildernder Umstände !is Strafminimum von drei Monaten Gefängniß. !% p'«kennt Milderungsgründe als vorhanden an, ver- biesen Angeklagten, der nicht 2200 Mark Dienst- Ätn? b®tte und nicht aus purer Wollust 3000 Mark stahl, 'M Hunger und Roth Kleinigkeiten von Schinken und A SirU r zu-- zwei Jahren Gefängniß!— Durch krrt> L Brüche wird das Volk mehr zum Denken a I Dj? Ändert Wahlflugblätter. v'"��wanderrrng vom Lande in die HiiL* kolossale. Wenn man als Großstädte >>A>m»bOOOOO Einwohnern, als Mittelstädte die von ?°°»2 k Q'ä Kleinstädte die von 5—20000, als Landstädte . als Landorte(Dörfer) endlich die von weniger 11 der m"bohnern bezeichnet, so lebten am 1. Dezmbr. 1885 � �esammtbevölkerrmg des Deutschen Reiches 21 Großstädten 4 446 381 Einwohner ' U« Mittelstädten 4171875 ' ,863 Kleinstädten 6 054 629 " kS5l Landstädten 5 805 893 * 0lh übrigen Landorten 26 376 817 angeregt ladt ist rte von » Zusammen 46 855 594 Einwohner. >'""-eiwV�u auf die Landbevölkerung 56'/, o pCt., auf die SM».--■•■-■.....—■ 43'/, o pCt. der gesammten Einwohnerschaft i.'M"' und zwar auf die Großstädte 9',io, die Mittel» i � � die Kleinstädte 12'/, o und auf Landstädte 12V»>. Mhre 1871 ist der Prozentsatz der städtischen Bevöl- � lifm Inentlic*1 derjenige der größeren Städte ein immer � S°c>n. ES lebten unter 1000 Einwohnem des "amlich � snvOfcftübfcn * �Utelstädten "?keinstädten Landstädten orten 1871 4ß 7,7 11,2 12,4 63,9 1875 6,2 8,2 12 12,6 51 1880 7,2 8,9 12,6 12,7 58,6 1885 9,5 8,9 12,9 12,4 56,3 &" uu"0 ..... � in. 0,1 sonach die Einwohnerschaft der Landgemeinden 'oioJ�zeu Zeiträume von 15 Jahren mehr als 7t pCt. >chz hat, erfuhr die Bevölkerung der Großstädte einen *!tatohn beinahe 100 pCt. Die radikale Veränderung in ��ie�nsxrx�xvölkerun�vir�be�e�VolkSzählung Possen, sonst könntest Du an Dir selbst er- "iu die türkischen Weichselstöcke sonst noch gut S."/.nu, Mama Therese, eS fällt mir nicht ein, zu . Dil kannst Dir wohl denken, daß ich nicht ohne �siit■ gekommen bin. Erinnere Dich doch, was 3. ä[n?? Festtag ist. Ich feiere heute meinen Namens- Si». diesem Tage ist meine kleine liebe Noemi geboren hn«" aveißt, mein armer seliger Vater und der ihrige �»1 � niit einander verlobt, als wir noch kleine Kinoer Wb' J,16 haben unter einander ausgemacht, daß wir, sjt ihr siebzehntes Jahr erreicht hat, ein ( idielt � fdßen.— Ich wäre auch vom äußersten Ende x ich?n diesem Tage hierhergekommen.— Da iXU der ganzen Gluth eines liebenden Herzens. v' ich r0? �er Liebe allein lebt der Mensch nicht. Wohl «berk bei Herrn Scaramelli eine gute Bezahlung; CH azf'r arauf gegangen auf die prächtige Einnchtung V' init fUn3 in Trieft. Etwas mußt Du doch auch V W®fm/ bamit sie ihrem Range gemäß ihren Ein- fc Hejj Welt machen kann. Die Braut kann doch nicht ist z. Händen in das HauS des Bräutigams einziehen. in.'"d einzige Tochter, und sie hat ein Recht, von "langen, daß Du sie anständig ausstattest." (Fortsetzung folgt.) und Leben. .ie ili'S b�ich tri!' Mannigsaltigkeit der Aushängeschilder. Für Zauw'A«Mhjbe�essx.?llen dieselben nicht den Namen des EigenthümerS wirb. �I�en � ni Ladens, sondern hochtrabende Sprüche mo- i sie® /iSi-Auht' 8* Als Grund dafür, daß der Name des Be- äs zs! 0|s(i..fich bniJll'steben wird, führt man an, daß die Eigen- � fu* t,or ber Habsucht der Regierungs-Beamten iU kür' welche gewöhnlich reiche Kaufleute zum � Sli.iri.Erpressungen sich wählen. Einige der nchnficn auf den Schildern sind:„Ewiger .. N" ie ich >on s- von 1890 jedenfalls in noch größerem Umfange als bisher zu Tage treten und dadurch der städtischen und industriellen Bevölkerung in einigen Jahrzehnten das unbestrittene Ueber- gewicht sichern. Di- Hrrr-n Schröder, Kante und Siegel standen am Mittwoch zum ersten Male vor dem Schöffengericht in Dort- mund wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz. Alle drei hatten am 12. Mai in einer in Oespel unter freiem Himmel stattgehabten Versammlung gesvrochen, die polizeilich nicht ge- nehmigt war. Schröder und Siegel wurden, wie die„Frkf. Ztg." meldet, freigesprochen, da ihnen gesagt worden war, die Versammlung sei angemeldet und genehmigt; Bunte wurde zu 30 Mk. Geldstrafe verurtheilt. Der Bergmann Bogeler, der die Versammlung angemeldet und den dreien fälschlich ge- sagt hatte, sie sei gestattet worden, erhielt 10 Tage Gefängniß. Dl- Mnhlb-m-guna iu FranKr-ich wird immer lebendiger. Von den Boulangisten ist wenig zu verspüren, sie halten sich sehr zurück, obgleich sie in ihren französischen und deutschen Zeitungen den Mund noch entsetzlich vollnehmen. Das Geld langt vorläufig noch für die Reklame. Die Ver- leaenheit der Boulangisten bekundet sich am Besten durch die Thatsache, daß sie keine präsentablen Kandidaten mehr finden können; nur notorische Bonapartisten, Royalisten und— ein paar„republikanische" Abenteurer ä la Rochefort. Und auch den boulangistischen Bonapartisten geht es ziemlich schlecht. So wurde z. B. neulich in Auch(Departement des Gers) der be- rüchligte Paul Granier(der sich nach feinem Heimathsdorf von Cassagnac nennt) von dem Anliboulangisten Lissagarey so voll- ständig aus dem Felde geschlagen, daß er ausriß, obgleich er bei der letzten Wahl in Auch die Majorität hatte. Und auch aus anderen Orten laufen gleich günstige Berichte ein. Als Kuriosum sei verzeichnet, daß ein großer Theil der deutschen Blätter, sogar„fortschrittliche" und„demokratische", den französischenRepublikanern ein übles Wahlresultat prophezeien, weil sie— die Republikaner—„uneinig" sind, das heißt, sich nicht zu einem gemeinsamm Parteibrei ä la Deutschland zu- sammenthun wollen. Ein Glück für Frankreich, daß die Parteien noch nicht so tief gesunken sind!— Geheime Münsche. In ihrer„Politischen Wochenüber- ficht" zieht die„Kreuzztg." gegen die Sozialdemokratie folgender- maßen vom Leder:„Offen wird der Dolch gezückt gegen die ganze historisch gewordene Gesellschaftsordnung, gegen Kirche und Christenthum, gegen Thron und Gesetz. Diese Feinde gehen nicht den Weg der ruhigen aufsteigenden Reform, son- dem durch Blut und über Trümmer wollen sie zum Siege schreiten, und mit vandalischer Wuth würden sie alle Denkmäler des Bestehenden und unserer ganzen geschichtlichen Kultur- entwickelung verwüsten. Es kann Einem mitunter wirklich fast der Gedanke kommen, daß diese Gesellschaft schließ- lich doch nur durch die„schießende FlLnte und den hauenden Säbel" in Schach gehalten werden kann. Aber man darf nicht alles durch mechanische Mittel erreichen wollen."— Die„Kreuzztg." gesteht also offen ein, daß ihr ein Aderlaß des Proletariats das beste Mittel gegen die Sozial- demokratie zu sein scheint. Für diese Offenherzigkeit kann man der„Kreuzztg." nur dankbar sein. Asch-rsl-d-n, 25. August. Wie bereits berichtet worden, war eine Versammlung, worin Herr Heine aus Halberstadt einen Vortrag über Pariser Arbeiterkongreß halten wollte, polizeilich verboten. �Ne Beschwerde des Einberufers Zigarren- Händlers Rob. Greiner hier hatte den Erfolg, daß das Verbot seitens der königlichen Regiemng zu Magdeburg als u n b e- gründet ausgehoben wurde. Gestern Abend fand nun die Versammlung unter sehr starker Betheiligung statt. Die Ver- sammlung verlief ungestört und nahm eine Resolution im Sinne des Referenten einstimmig an. MMw-ida. Ein drastisches Beispiel vom Untergang der Handweberei liefert die traurige Thalsache, daß in unserm Ort, wo die Handweberei ebenfalls in rapidem Niedergang begriffen ist, in kürzester Frist drei Familienväter, welche dieser be- dauemSwerthen Klasse angehörten, um ihre Leiden abzukürzen, zum Selbstmord gegriffen haben. Die sonst allgemein geach- teten Männer und ihre hinterlassenen Familien werden— be- dauert; mehr kann man von unserer heutigen Welt natürlich nicht verlangen, denn der Untergang der Hausindustrie ist eine unbarmherzige ökonomische Rothwendigkeit, die sich so oder so erfüllen muß. Wenn der abgcrackerte erschöpfte Körper des HauSweberS langsam dem Grabe entgegensiecht, so empört sich manchmal noch fast am Ende der domenreichen Lausbahn der gefolierte Geist und der Unglückliche bricht gewaltsam die elenden Fesseln, die ihn an ein keineswegs beneidenSwertheS Dasein gekettet; ein Sprung ins Wasser— und er ist frei. Jtvickm«. Bergmann Zimmermann aus Planitz wurde von Bergarbeiteroersammlungen zum Bergarbeitertage nach Dorstfeld entsandt. Er ist dafür am 14. August aus der Ar- beit entlassen worden. Er arbeitete auf Zwickauer Stemkohlenbauverein. Der Direktor Berg, Vorstand der Knappsch.- Berufsgen. Sektion Vit gab an, vom Aussichtsrath zu der Entlassung gedrängt worden zu sein. Run, er ist der erste Gemaßregelte nicht und dürfte kaum der letzte sein, und Quell der Eintracht",„ Aufrichtigkeit und Treue", „Blumenquelle",„Zehntausend Vortheile dem Eintreten- den" k.— Zu den prächtigst dekorirten Häusern gehören die chinesischen Droguen- und Äpothekerläden, die in der Regel mit bizarr geschnitztem und reich vergoldetem Holzwerk sowohl äußerlich wie innerlich ausstasfirt sind. Die mächtigen, schwebenden Schilde dieser Etablissements haben mitunter nach- stehende Aufschriften:„Die große Lebenshalle",„Halle der Zufriedenheit und Aprikosenwaldung",„Halle des doppelten Giplel- Hügels". Die Schilder der kleineren Apotheken, die gewöhnlich von Quacksalbern gehalten werden, haben oftmals recht amüsante Inschriften. Sie konstatiren für gewöhnlich, daß Herr R. R. den Puls fühlt und alle Krankheiten heilt, gebrochene Knochen zurechtsetzt u. s. w. nach dem löblichen Grundsatze:„Keine Heilung, kein Honorar." Ein anderer Medikus annonzirt sich als Spezialist für Frauen- und Kinder- Krankheiten; eine ungeschickte Ab- bildung einer Ente schmückt sein Schild, mit dem Bemerken, daß die werthvollen Enten, welche nur beim Dr. N. N. zu haben sind, von diesem Medikus mit kostbaren Kräutern an- aesüttert worden sind und daß ihr Genuß unbedingt bestimmte Krankheiten heilt. Physignomiker, Sterndeuter und Wahrsager haben aus den Fenstern ihrer Wohnungen Fahnen aushängen, aus denen sie ihre Profession in klassischer Schriftsprache der Welt verkünden. Eine der gewöhnlichsten Aufschriften, die man ungemein häufig auf chinesischen Aushängeschildern antrifft, ist nachstehende:„Reelle Güter, feste Preise; der hilflose Greis und der unerfahrene Knabe werden hier nicht betrogen."— Der Laden eines Schweineschlächters trägt größtentheils die Worte:„Wir erhalten die goldenen Schweine"— d. h.: die imIGanzen gerösteten Schweine, ohne welche keine Festlichkeit, wie z. B. Hochzeiten denkbar sind; das Wort„eots" hat auf die wohlbekannte Farbe, in welcher der Chinese dieses Thier röstet, Bezug. Pfandhäuser kann man an einem Schilde er- kennen, welches dem Treff- Aß im Kartenspiel ähnlich ist; es besteht aus drei Knöpfen, die zusammengefügt sind, allerdings eine entfernte Aehnlichkeit mit den drei Kugeln, die man als Aushängeschild an solchen Etablissements im Westen an- trifft. Dieses Zeichen befindet sich stets unter dem Ramm des Ladens, der sich außerdem noch schwülstiger Bezeichnungen, wie„Gütiger Gewinn" oder„Friedensreicher Zufluß" er- freut. Opiumhäuser geben auf ihren Schildern kund, daß sowohl Patna- wie Malwa-Opmm verkauft wird und zwar in den winzigsten Quantitäten. Haben diese Etablisse- menIS auch einen Rauchsalon, so haben sie die Schriftzeichen er wird ebensowenig verhungern, wie alle vor ihm und nach ihm. Großbritannien. Ueber den Streit der Dockarbeiter gebt der „Franks. Ztg." folgende Darstellung zu:„Seit einigen Tagen ist in den Docks an der Themse ein Streik unter den Trägern ausgebrochen, der bereits gewaltige Dimensionen angenommen hat. Gestern marschirten oje Streiker, etwa 10 000 an Zahl, von den Dockgates nach der City, durch Leadenhall Street, wo die Kontors der großen Dockgesellschaften sind. An ihrer Spitze fuhr in einem kleinen Wägelchen der Sozialist John Barns, der als Vertreter des Bororts Battersea im Londoner Graf- schaftSrathe sitzt; die Prozession erstreckte sich über eine Meile und die Demonstranten trugen Fahnen, Standarten, auf Stangen gepflanzte Brotlaibe und sammelten in Beuteln Gel» ein von den zahlreich anwesenden Zuschauern, welche die Bürgersteige dicht besetzten. Die Demonstration nahm einen ruhigen Verlauf. Die Polizei der City hielt den Weg offen und nirgends wurde die Ruhe gestört. Der Grund der Ar- beitseinstellung ist, wie natürlich, das Verlangen nach mehr Lohn und regelmäßiger Beschäftigung. Die Dockarbeiter, die im Dienste der verschiedenen Gesellschaften stehen, zer- fallen in drei Klassen. Die erste besteht aus den per- manenten Ladern, welche 20 Shill. Wochenlohn beziehen und für Extrazeit 6 Pence erhalten; die zweite aus gelegentlich be- schäftigten Arbeitern, die 5 Pence erhalten, 6 für Extrazcit, und schließlich aus Leuten, die gemiethet werden, wenn die Ankunft mehrerer Schiffe zu gleicher Zeit stattfindet und viele Hände nöthig sind. Die Ausstehenden gehören hauptsächlich den zwei letzten Klassen an. Sie verlangen 6 Pence stündlich und die Garantie regelmäßiger Beschäftigung. Diesen Forderungen gegenüber befinden sich die Dockgescllschaften in einer nicht be- neidenswerlhen Lage. Seit Jahren machten sich zwei dir größten Gesellschaften, die London'und St. Kalharine-Docks, und die oft- und westindischen Docks eine erbitterte Konkurrenz: erbauten jene ein neues kostspieliges Bassin, so folgten diese mit einem noch kostspieligeren Dock nach; jene gaben mehrere Millionen für die Viktoria-Docks aus; diese zahlten für die noch weiter flußab gelegenen Bassins bei Tilbury, die erst kürz- lich vollendet wurden, eine horrende Summe, beide Unter- nehmungen Haben an die 20 Mill. Pfd. Sterl.(400 Millionen Mark) verschlungen, ader die unglücklichen ShareholderS sind dabei um ihre Dividenden gekommen. Seit einigen Monaten haben die beiden genannten Gesellschaften Frieden geschlossen,über- einstimmende Raten eingeführt, die ShareholderS singen an aus- zualhmen— da kommt der Streik, lähmt die Geschäfte, hemmt den Verkehr und verursacht den Direkwren neue Ausgaben. Denn um sich von den Streikem unabhängig zu machen, haben die Direktoren 1000 neue permanente Lader in Dienst nehmen müssen. Allen 10 000(die Zahl ist inzwischen auf 30 000 ge- stiegen. R. d.„B. V.") Dockarbeitern, welche streiken, ble- hende Beschäftigung zu geben, ist mit dem besten Willen nickt möglich(die Streikenden müssen wohl anderer Meinung sein, sonst würden sie die Forderung nicht stellen. R. d.„B. V."), da wegen der unregelmäßigen Ankunft der Schiffe �ein zahl- reicher permanenter Stab nicht gehalten und regelmäßige Be- schäftigung den gelegentlichen Arbeitern nicht zugesichert werden kann. Es ist eine bekannte Erfahrung, daß die Unbeschäftigten aller Arbeitszweige, besonders Gruben- und Bauarbeiter, in den Dockgates Beschäftigung suchen. Das erklärt die große Zahl der Streiker." L o n d o n, 26. August. Gestern Nachmittag fand im Hude, park eine große Versammlung der streikenden Dockarbeiter statt, es waren etwa 80000 Personen anwesend. Verschiedene Redner unterstützten das Verhalten der Streikenden und wurde schließlich beschlossen, an den Forderungen festzuhalten, bis sie bewilligt seien. Die Versammlung verlief ohne jede Ruhe- störung. VorfmnmlamgAm. 5««nsrrem Kericht über die Ka«»die«er»ersi»mur- lung erhalten wir folgende Berichtigung: In Punkt 2„DiS- kussion" muß es heißen: Es sprachen die Herren Oskar W i e m e r, Emil Dopatka, Schah r, Lambrecht, K l ü m e r und Perlemann. Femer für das Fachblatt refenrte Herr O Lambrecht, femer sprachen noch zu diesem Punkt die Herren H. Jahns, Osk. Wiemer, Schröder, Kuhnke und Grauer. In die Kommission wurden auf Vorschlag O. Law» br echt S gewählt für das Fachblatt die Herrm A. Kuhnke, O. Grauer, H. Pinzer, E. Dopatka, Wilh. Kmzer, Osk. Krüger, E. Neumann, O. Lambrecht und Carl Runge. Außerdem wurde in dieser Versammlung beschlossen: 1. Den Ueberschuß der Tellersammlung den im Streik lie- aenden Kistenmachern zu überweisen! 2. Nur bei den Bäckem die Backwaare zu kaufen, welche den Tarif bewilligt haben! 3. Am 1. September eine Herrenpartie zu veranstalten, die noch näher bekannt gemacht wird! für„Die Lampen(nämlich Opiumlampm) sind angezündet" und„Pfeifen und Lampen stets zur Verfügung deu Kanden".- Beim Eintritt in einen chinesischen Laden fallen zimackst zah!- reiche rolhc Papierstreifen in die Augen, die an verschiedmen Stellen im Laden aufgeklebt sind. Die darauf befindliche» Schriftzeichen haben für gewöhnlich folgende Bedeutung: das über der Thür, welcher zur Treppe führt, befestigte Papier be- sagt;„Auf- und niedersteigend, möge dein Gemuth stets heiter sein", nnd das, welches sich über der EingangSthür be- findet,„Friede fei mit dir bei deinem Em- und Aas- gange". Auf dem Geldschranke kann man lesen:„Zehntausend Verdienste bringen Reichthum zusammen," oder auf dem Glas- kästen, in welchem silh die kleine Wagschale befindet:„Wage, sei geschäftig, wiege täglich Waaren, die Tausende von Treis werth sind." Ist es ein Laden, der mit Ausländern Geschäfie macht, so kann man auf einer der Wände desselben lesen: „Chinesen friedlich— Ausländer gute Freunde." Diese kurze Sentenzen werden gewöhnlich auf rothes Papier mittelst Holz- klich-s gedruckt, die jeder Kaufmann als ein Stück Mobiliar betrachtet. In Restaurants findet man mitunter nachstehende Anzeige:„Die geehrten Gäste müssen auf ihre eigene Bagage und Werthsachen Acht geben," eine Erklärung drs WirthS, daß er nicht für den etwaigen Verlust dieser Sache» aufkommt. Mir ma« im Morgenlanbe über di« Stakifkitr denkt. Ein Reisender, der in eine syrische Stadt kam und mit auSgezeichneteniEmpsehlungen versehen, um einige statistische und geschichtliche Mittheilungen ersuchte, erhielt, wie man der „Tägl. Rundsch." schreibt, folgende Antwort:„Mein erhabener Freund, Freude meines Lebens, waS Du von mir wissen willst. ist sowohl schwierig als unnütz. Obwohl ich mein Leben lang an diesem Ort gewohnt, so habe ich doch weder die HZutcc noch die Bewohner gezählt. WaS der Eine auf seine Schulte- n ladet oder der Andere in sein Schiff verpackt, geht mich nitls an. Vor allem aber, was die früheren Verhältnisse dieser Stadt betrifft, so weiß nur der Himmel, wie viel Schmutz u»d Unrath die Ungläubigen gegessen haben mögen, ehe da« Schwert des Islam« kam und die Welt reinigte. Es wäre für uns überflüssig, danach zu fragen. O, mein Herz, o, mein Lamm, forsche nicht nach Dingen, die Dich nichts kümmern. Du kommst zu uns, und wir heißen Dich willkommen. Geh' in Frieden!" Theater. Dienstag, den 27. August. Wavuer-Theatrr. Fift. ».«»» Tyrater. Ein Maskenball. Stanley in Afrika. Adulph Erust-Uheater. Potte Weiber. Dämon Schwieger- matter. Arfftag. Thraker. Unsere Frauen. izurn*. WilbetmSädtisch«» Theater. Girofle-Girofla. - Theater. Der Trompeter von ELkkingen. Aentral-Theater. Leichtes Blut. ___ J*-..«alkaa, 1«r. 9 SD?.- 10 A. �TTTW Kaisar-Paaopama. In dieser Wocke: wma* Reu! III. Cycl.: Pariser Welt- Ausstellung. Erste Reise durch Holland. Im Aussteltungspark: 2. Cycl.; Pariser Mrttansstellung. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Adon«. »«eisen 1 M. °° er°-> Krauzblnderei°° J. Ma/er, Laustherplah 16. l1307 Atlasschleifen mit Malerei von l M. an. Guirlanden von 15 Pf. an. Große Auswahl Kranze. Ti schler-Merkzeuge. beste englische und deutsche, unter Garantie fertige gangbare Hovel it., sS49 E Vogtherr, Berlin C. Zaudsvergerstr. 64(am Alexanderplah) Inilt-f einem Genossen 40 Mark »vlljl gegen Sicherheit. Offerten P. S. Exp. d.„Berl. Volksbl." 1243 Kroßtl kräftiger MittagStisih i 40 Pfg., Abent tisch» 30 Pfg. 1246 ».«oßkmsnn, Kaiserstraße 4. Grober kräft. Mittagstisch mit Bier 50 Pf. 12—2 Uhr.<£. Bölcker, Naunynstr. 34 pari. -ixe». WAttrlU. 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Sozialdemokratischer Wahlverei« Kr de« fiinstr« Kerliner Peichstagswahlkreis. Am Dienstag, den 27. August, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Bober, Weinstr. 11: gßST Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Gewinn beiHeiligung der Arbeiter. Referent: Herr Th. Glocke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreichen Besuch bittet 1257 Der Vorstand. Groß« öfftitt. K' slmma lker' Aersammlang am Dienstag, d. S7. Angust, Abds. 812 Uhr, im Ladale des Herrn Uenz, Uannynstraße Ur. 27. TageS-Ordnung: Bericht über die Lage des Streiks und wie ist das errungene Resultat festzuhalten? Kein Kollege darf in dieser Versammlung fehlen. 1230 Die Kommission. Große öffentliche Versammlung iler Maler, Ansireicher u. Laclcirer am M ttwoch, de« 28.A«g«st, Adends 8� Uhr, im Saale des Herrn Mandl, Köpnickerstraße Ur. 100. Vortrag des Herrn Buchdrucker Werner. 1244 Der Einberufer. I. A.: König. Giolss offentl. Former-Versammlung .dl» Dienstag, den 27. August, Abends 81z Uhr, ia Mrader's Lokal(Medding-Uark), Mallerstraße 178. TageS-Ordnung: 1. Wie stellen sich die Berliner Former�zu der eingeschickten Hamburger Arbeit? "'' ufer 1249 2. Abrechnung über die eingelaufenen Gelder zur Beschickung des Pariser Kongresses. 3. Verschiedenes. Der Ginherufer» Freie Sminiptiü der Mmer BttlioS md UmWeiiit. Donnerstag, d. 28. August, Abends 8 Uhr, he! Drachels, Sehastianstr. 88» Große ordenttiche Mitglieder- Persamminng. TageS-Ordnung: 1. Vortrag über die Arbeiter.Vereinigungen und deren Ziele. Referent: Herr Hanisch. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Reue Mitglieder werden aufgenommen. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht. 1251 Der Vorstand. I. Ä.: Carl Freibank. Große öffeMche TAeiiter-Jersomliiiz Seate, Dienstag, den 27. August, Abends 81z Uhr, in GratmeiV» Kierhallen. Kammandanlenstr. 77—79. TageS-Ordnung: 1. Die Forderung der Berliner Schneider im künftigen Lohn kämpf, unter be- sondrrer Berücksichtigung der Hausindustrie. Referent: Kollege A. Täterow. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. � �„ Bei der hochwichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen, zu erscheinen. 1253 Der«iuberufer. Große öffrnit. Versammlung der Vergolder Serlius am Mittwoch, den 28. d. Mts., Abends 8l Uhr, in Scheffer's Salon, ßal 1258 Inselstrasse Nr. 10 a Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Vergolder Berlins zu dem schon festgestellten der Verftlderer. 2. Verschiedenes. äste willkommen! Der Einberafer. 3)urcfi die Expedition, Simmerftroße zu beziehen: Die Darmin'fche Theorie. Von Dr.«duarv Avelwg. asroWirt M. Geb. M. 2,-. Karl Marr' Oekonomische Kehre«. Gemeinverständlich dargestellt«- erläutert von Karl Kautvky. Brosch. M. 1�0. Geb. M. 2,—. Weltschopfnng und Weltuntergang. Die Entwickelung««n Hl und Erde vom Standpunkt der Naturwissenschaften dargestellt von Oswald Kas Brosch. M. 2,—. Geb. M. 2,50. Die ländliche Arbeiterfrage. Nach dem Russischen des Kadwil-»' Brosch. M. 1,—. Geb. M. 150. Thomas More und feine Utopie. Mit einer historischen-Emleimg von Karl Kantsky. Brosch. M. 2,—. Geb. 250. Tharles Fourier, sein Leben und seine Theorien. Von Kebrl. Brosch. M. 2,—. Geb. M. 250. Das modernes Glend und die moderne Uebernölkervvß' Zur Erkenntniß unserer sozialen Entwicklung. Von Mar Schippel. 23rüi<9- M. 150. Geb. M. 2,-. Berliner Arbeiter-DibliotheK. Von War Schipp-i. Heft 1: Ein sozialistischer Roman. Heft 2: Der Nutzen Erschienen H-sU fozialrstrtcher Roman. Heft 2: Der stützen der Gew�� schaften. Heft 3: Die Arbeiterinnen- und Frauenfrage der Gegenwart. Hen- Der Sozialismus in Frankreich feit der Pariser Kommune. Heft 5: Cyara"� bis 5. •4t/*.». WUölUiUlUlU» Hl OtUUlltlUJ(tu Vtt 47Uil|Ct JVÜUIIUUUC.«VCfl*/•'k Ci köpfe aus der französischen Arbeiterbewegung von Ossip Zetkin-Paris I. vks'rns 15 u. � Va« Die Hausindustrie in Deutschland von Paul Kampffmeyer-Genf.- Hest Die Arbeiterinnen-Kemeguug Kerlins. Von A. Kergrr. - Heft 30 Pf. Ferdinand Laffalle, eine Gedenkschrift zu seinem 25 jährigen Todestag Mar Kegel, a 50 Pf. Arbeiter-Notizkalender pro 1889. Kleine Ausgabe-Exemplar so � Die Klaffengegenfahe von 1789. Von Karl Kanisk?. - Exemplar 50 Pf. Die Sonntags-Arbeit. Von August Sebel. Brosch. M. 1,-. Sybil. Roman von Dlsrarli, übersetzt von Datalle Liebknecht. Die Ritter der Arbeit. Nach dem Amerikanischen des Zor von KlebKuecht. Die franzostfche Revolution. Von Miih.im si-s. Geduude« in prachtband.- Exemplar M. 550. Broschirt in Heften- 20 Pf. f800 Empfehle allen Freunden und Genossen meine CiI«lSeNEi lind r Einrahmung» Bilder-Verkauf von Lassalle und Hajeurleve» als Präsidf«�.! Mg. Deutsch. Arbeiter-VereinS, Kebel, Liedknecht, Laffalle und Mar» in E«,«, K teS u. s. w. Bestellungen nach Auswärts brieflich. Varl Scholar, WraN! NerM dn NilhAaschlnen- u. Hllnd- Arbetterliuien Kerlins n. Wgeg. Dienstag, den 27. August er., Arn den Abends 8f Uhr, in Schetter's Salon, Inselstr. 10 i Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Verhältnisse der Plätterinnen und was ist nothwendig, um dieselben zu verbessern? Referentin: Frl. Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herren sowie Damen als Gäste haben Zutritt. .ur Deckung der Unkosten findet eine Teller ammlung statt. f. Jede IIb«, zu repariren und reinigen mir unter Garantie des iimrr vsnramrc uc» 1 AI Ii. 50 PK. '— Lagera«�- Kleine Reparaturen billiger. Lage» 1. Geschäft: Andreavst»« 2. Geschäft: Chanssveft»' 6«. 78. pVftf Fllihiittei» der AMr. (für den Osten.) Verss-mmlunZ am Dienstag, den 27. August, Abends 3t Uhr, im Restaurant Gaeger� Grüner Weg Nr. 29. Tages-Ordnuna: 1. Vortrag des Herrn Jul. Türk über ...„Die Umwälzung der französischen Revolution." Umwalzi 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 1222 Der Bevollmächtigte. Ardeitsmarkt. G. Stranst. 17a. Massmannstraße 17« empfiehlt sich zur Anfertigung eleg Garderoben. Für guten Sitf«-« Ardett wird garantirt. Kager- schmarkvoller A«s?�" in großer, >K»r, geschmackvoller Aus«'� Koulante Zahlungs-Bedingung� Zu beziehen durch die Erpedition: Zimmerstr. Geprüfter Maschinist sucht Stellung. Adr. K. Martens, Badstr. 15, II. Ges. 1247 Schneider a. U.V. Griebenowstr. 20, v. 1 Tr. I Schuhmacher traße 12. a. Bl. u. Sohlen Rems- 1255 Sin SesangleSrer wird gesucht. Nähere Auskunft ertheilt H. Hoffmann, Kaiserstr. 4. Schloffer. Drechsler und Klempner werden verlangt im Arbeitsnachweis des 18 e tallarbeiter- Vereins Brunnenstr. Ho. 40, H. 1250 Der««entgeltliche Arbeitsnachweis her Klsteumacher befindet sich Marcusstrasse 25 im Lokale Leichnitz. des Herrn 1240 Der Arbeitsnachweis rlanat Topffergesellen nach auswärts. verlangt Ttipfergesellen nach Näheres von 8—9 UhrAbdS. Dresdenerftr. 116. Trr Vorstand de» Vereins zur Regelung de» gewerblichen Verhältnisse der Töpfer. S* Snl»,« Mil,.O.W.9t»h i» I tf fMtn rrftUna: *tr Ntllt Welt-KckM für 1890 »i»r,»hnl»r I-hrs-ns aatattl •ttndtttem.— Rfitfilli- «Bfe Vlirttc.— 3a Cxriiltuf ket --K gntnk Stniamtn.£ Otu»d»N.— Sie S erstell laootelie tj SdmdiN.- ne Snhtfmn JinIMel»» �*5 80» Vnf. vr.«. Sot(I>8ert— SSorje«. Sedich»»,n berm. Lwei. Er�hlim, wii_5;js; fjtit1'' reiben Sank. 'If'i' HSÄ tmtmwm nvuna.»«»-J'*' sdaKKdf —»• aeten«chdiwwel». - 8a» der Samt. 8a» ß»™»», Set �attchlebene" Schaltet tfch>»tb>lch)i�d0 lief. Et,«dlun� tm E. IIa»«et�� tj _______ bei Wassert Erdobersstche. San aapWal Stetten(mit Barttat»).— "•'({Kl - Besai, Mulle! it.- gast. u- Tel-�.i« tiachrtchte».— Hier,» vier>»»>ka». v Zahrtttette».— Ein Wandkalender. z�tdeivu M Ä"». �''»ll" �'hrer -h ij'oJefltr 'M, Kl Wv �«r K m �UNd z «O1* Z %\t»ur uian Sh' uack unf BeraalworMcher Redatlenr: K.€r»***tm m Berlin. Druck und Verlag von M« Kadwg in verlin SV. Bevthstraie?. Zu beziehen durch die Erpedition: Zimmerst� ftinou rt8' tSJMSO- soO y & Beilage zum Berliner Volksblatt. K ISS. KoilitlmreV»»d die KKtlds. �1?, Ausschrift greift das konservative»Berliner M ihre Kartellschwester, die»Nationalzeitung'', an- «.Llberalismus sie hindert, einer»Bestrafun an, � g und einer Be von Lohnguthaben seitens der zuzustimmen. Obgleich wir jede Freund KontraktbrucheS s,r»"»hme �'"«rber_____________ W______■ W 8r ber»Nat.-Zlg." streng ablehnen, so wollen wir uns ■Wk"1!1'0*' den Ausführungen des angreifenden », ��«ottes" entgegenzutreten, weil sie„die Sinnes- ftliik besitzenden und insbesondere der .�'d«ten VolkSkrcise" ins hellste Licht seht. DaS .Achmühl kS, an dieser Stelle der berüchtigten Ar ''teiii.V.0 �wähneu. nach denen nur di den Streik vertreten will, die reinste nein, sie Arbeiter- führt als llt. W»... MIM »dirt �°ral" und die„Rechtssicher heit" W.�,,"urde, wenn unacsühnt Arbeiter einen Vcr- �-» ausüben dürfen. Es ist also mit dürren Worten fcforfftrt, das»B. Fr." möchte die Faust der Gesetzgebung �'llkn, um den Arbeitern das letzte Mittel zu ent' �»'die«aierielle Lage zu verbessern. Hat nun aber das V ttne Ahnung davon, wie oft die Arbeitgeber Kon- � thi-f' �'beiier widerrechtlich entlassen, ohne dasi sich is? �'ervative Zeitung zum Kampfe dagegen erhoben >i iri» sbt dem Biatt die Kennlnitz dieser Vorfälle, �ten»B. Fr." in unliebsamer Menge nennen b°t sie bereits das Gcbahren der rheinisch-weft- �ubengcsellschaften vergessen, das„Nullen der M t.' Ueberschichten", die widerrechtlichen Lohnkürzungen? "tigessen, so wollen wir ihr diese GesctzcSlicbe der �iiiAv!?. die Ohren donnern. Oder will der Verfasser Haren, so besuche er die Kreise der Arbeiter und höre i' h"* Unternehmer über.Verträge" denken. -ch.i? Brust der Arbeiter aber braust rin höheres » daiO�tsein, das ihnen zuruft:»Wir wollen *r JrJ harte Arbeit auch einen angemessenen Lohn haben, � den uns nicht in überntößiger Arbeit aufopfern zu SfTsLu v Ueinen Anzahl von Unternehmern und lieber �teoK darben, als gutwillig das„Recht" der Unternehmer Jte.i*''' derselben Unternehmer, die trotz aller„Nalio- �r �'�terung" ficki nicht entblöden,„ausländische" Ar- verwenden, anstatt den Forderungen ihr Mitbürger Jw""". ifei; Z." mag sich bei dem„Jremdenblatt" für das 'r.�"t blanken,„daß sie nach Beachtung in ' igen Aristokratie und nicht nach dem �a� bes Mob auf den Bierbänken strebt." iii» tft rufen dem„Fremdenblatt" zu:»Wer gehört mehr °ds den Bicrbänken, diejenigen, die ihre geistigen f'ssüft" benutzen, den Interessen der gutzohlenden Unter- h � iu dienen, oder die Führer der Streiks, diejenigen, gl geistigen Kräfte benutzen, um die materielle � �'»rer Kollegen zu bessern? Schande demjenigen, ''�»»n flt- einen solchen Mann, der der gewissen Maß- i»%*�gegcngeht, zu verunglimpfen.",_,. btn» besser aber ist es, wenn derselbe Mitarberter als '�it z?vprn die»Gefahren des KontraltbrucheS" empfiehlt: �if./'ischlagnahme des prinzipiell in ge- 'fc,». �äha einzube haltenden Lohngut- !�et � sowie den obligatorischen Beitritt '«inj, Arbeitgeber zu In nun g S v erb än d en, dir Arbeitgeber gehalten werden, �'"hei t li ch en, sie bindenden Direktiven '"d oi�'beitn ehmern entgegenzutreten"; das ."«te-?.'abgesehen von dcr Fremdwörtermcnge des Sprach- 'les» t eu ts ch en" SchrifrstcllerS) die Arbeitgeber "''kkn�tzlich gezwungen, sich zu vereinigen und leden > ll»t." dvrch eine schwarze Liste wirlhsehasilich zu tödten. �«,,k solcher Mann wagt es, von„Recht" zu sprechen! j„' derselben Höhe seiner»GerechtigkertSliebe" steht auch sch.?5;volitische" Weisheit, denn, um dem Prinzip |, Voosen Gewerbesrerheit entgegenzutreten, empfiehlt i oben genannten JnnungSnerbanden den {xf einer angemessenen Befähigung ''b-.b ständigen Betrieb gewisser Ge- i vorsichtig ausgedrückt.") >?»»hl„der Willkür in d er H a n d h a b u n g h,s/vren Arbeitsvertrages st euer" wollen - doch nicht dadurch, daß wir die alte vermorschte . verboten.) �Jubelfest der Photographie. �Ur Feier ihreS fünfzigjährigen Bestehens. Von Konrad Albert i. sie war Äonat fünfzig Zahre alt. Der 19. August 1839 durtstag. An diesem Tage nämliche verkündete in der Sitzung dcr Pariser Akademie zum ersten 4� . Jv. � Photographie ist eine junge Erfindung } � Mona' ffinf.;« alt Der ,9. Al ... VCI Uli*44UVV»isrv �4*0»» V.j.v.» ii v �kgebniß seiner jahrelangen unablässigen Ar- 7»»"n.b Versuche, die er zuerst mit Niepce gemeinsam, hnp dessen Tode aus eigenem Geist unternommen. M(w waren alle Versuche, mittelst der Sonnenkraft bchg, � ö'öche dauernde Abbilder der Wirklichkeit zu i�lt � Schemen gewesen: jetzt zum ersten Male ?tl ,7«n wirkliche Lichtbilder, erkennbar, klar, dauer- ft!. doch: welch' ein Unterschied zwischen dlesen y»!«' ��ch'gen, grauen, verschwommencnen Platten von frisch Ä einer scharfen, großen, fast, plastisch und » jelb?:, senden Photographie von heut, welche die klcmste / die feinste Linie wiedergiebt und die natürlichen \ a�rch zartesten Abtönungen von schwarz und s?>i Welch ein Weg von damals zu heut! v?t r.p Photographie ist noch eine junge Kunst, unablässig �..darnach, sich zu vervollkommnen, erst die letzten uns wieder Neuerungen gebracht, die ihr ganzes Wie �wälzen zu wollen scheinen: die Momentpholo- 1;%' � Mikrophotographie, die farbenempflndlichen » V- er kann wissen, was das nächste halbe Jahr- l>>iix„s)a.Sen wird? Wer ahnte, welch gewaltiger Faktor l* ÄA'chen Kultur, des geistigen Fortschritt« diese würde, als Dagnerre und seine Zeit den p., Dienstag, den M. Angnst 1889. Ruine der JnnungSorganisation, des Befähigungsnachweises ausgraben, nein dadurch, daß wir durch gesellschaftliche Ein- nchtungen den modernen, genossenschaftlichen Trieben entgegen kommen. Diesen Trieben, denm sich daS glühende Verlangen nach einer echten Gerechtigkeit zugesellt, will die sozialdemo kratische Arbeiterpartei Genüge leisten und das„B. F." irrt sich, wenn es glaubt, daß»sich bereits alle Arbeiter in unseren Händen befinden, die für unS erreichbar sind." Nein, die Million An Hänger, die wir besitzen, ist erst daS fruchtbare Feld, aus dem neue Millionen eniiprießen werden, die unsere Ideen zum Siege führen werden, auch wenn fämmtliche kapitalistische Paiteien für jede einzelne Handlung eines Arbeiters einen Strafgesetzbuchparaphen zurechtstutzen. Ltrirnlos. Ala die dreistesten Krdroher des Koalitiousrechts — selbstverständlich nur für die Arbeiter— erweisen sich immer mehr die Nationalliberalen, die Vertreter des großkapitalisti- schen Untcrnehmerthums, der Bourgeoisie im nichtsnutzigsten Sinne des Wortes. � Das offiziöse Hauptorgan, d,e»Nordd. Allg. Ztg." ist an- scheinend nicht für eine Aenderung des geltenden Rechts; sie glaubt ihren Zweck schon durch eine, allerdings gewaltsame, Auslegung der bestehenden Bestimmungen erreichen zu können. DaS Blatt kommt in einem Leitartikel auf die§§ 152 und 153 der Gewerbeordnung abermals zurück und hält daran fest, daß nnch diesen Paragraphen„Dritte" nicht das Recht hätten, sich in eine Lohnbewegung einzumischen oder Andere zu einer Arbeitseinstellung zu bereden. Als diele„Dritten" bezeichnet die„Norddeutsche"„sozialdemokratische Agitatoren", und ein nationollrberaleS Blatt fetzt dassir die Bezeichnung„professionelle Streiksührer, welche längst aufgehört haben, Arbeitnehmer zu sein, vielmehr ihre Existenz auf das Streikführerthum basircn." Die„Norddeutsche" kommt zu diesem Ergcbmsse durch eine Vernrcngung der beiden 88 152 und 153, von denen ,eder, einzeln betrachtet, die Auffassung des offiziösen Blattes bündig widerlegt. Denn wenn noch§>52 der streik erlaubt ist, so muß nach dem gesunden Menschenverstände auch das lieber- reden zum Streck erlaubt sein, und Gesetzgebung und Recht- sprcchung haben diese Anschauung des gesunden Menschenverstandes bisher gelten lassen; ferner, wenn 8 153 nur die An- wendung körperlichen Zwanges, die VcrrusScrklärung:c. mit Strase bedroht, nicht aber die Ueberredung, so muß letztere eben juristisch al« erlaubt gelten. Wäre die Rcchisdeduklion der»Nordd. Allg. Ztg" richua, so könnten die Arbeiter de- klagcnSwcrlher Weise daran gehindert werden, mit der Leitung des Streiks Personen zu betrauen, welche nicht mehr in einem Arbeitsverhältnisse stehen und daher nicht vom Unternehmer- thum gcmaßregclt werden können. Aber die Deduktion ist un- haltbar. Während die offiziöse„Norddeutsche" sich mit einem unnützen Versuche begnügt, die Lohnbewegungen durch die Auslegung und Anwendung des geltenden Rechts zu hemmen, verlangen die Nationalliberalen hartnäckig eine gesetzliche Einengung des KoolitionSrechteS, welche dasselbe werthlos macht. Ihre O gane sormuliren und begründen diese Forderung je nach der Stärke der von ihnen vertretenen Interessen und je nach ihren Fähig- leiten etwa« verschieden. Die»Rhein.- Westsäl. Zig." vertritt jedes irgend denkbare Mittel, die Arbeiter zu unterdrücken, so plump, daß ihr gegenüber eine logische Kritik überflüssig ist. Der»Hann. Kouner" erwartet von dem Ersätze des Sozia- UstengeKtzes, daß er auch den»Mißbrauch des Koalitionsrechtes" treffe; ob der„Hann. Konr." blas den„Mißbrauch" eine„sozial- demokratischen Agitation" anläßlich einer Lohnbewegung bc- seiligen, oder ob er im Falle eines solchen„Mißbrauchcs" die Lohnbewegung selbst unterdrücken will, darüber äußert er sich einstweilen nicht. Die„Börsen- Ztg." giebt den Leitartikel der „Nordd. Allg. Ztg." unterschreibend wieder— unhöflichere Leute würden es„stehlen" nennen—, appellirt aber, im Widerspruche mit den Ausführungen des Artikels, schließlich an den Gesetz- geber. Eine Ausnahme endlich macht diesmal die„Köln. Ztg.", indem sie ausführt, daß eine Beschränkung der KoalitronS- frecheit lediglich„die Unzufriedenheit und Mißstimmung in den Massen verbreiten" würde; ob sie von der Richtigkeit dieser Ansicht auch daS offiziöse Organ überzeugen, oder ob umgekehrt ihre eigene Ueberzcugung nur bis zur Beilegung des Streites in Sachen Peters vorhalten wird, bleibt abzuwarten. Die Be- drohung der Koalitionsfreiheit erscheint jedenfalls als eine ernstliche. höchsten Gipfel erklommen meinten, da es diesem gelang, lichtempfindliche Jodsilberplatten herzustellen und daS trotz feincS Vorhandenseins unsichtbare Bild durch Ueberleitung von Ouecksilberdämpfen sichtbar zu machen, als es ihm gelang, die Einfallszeit des Lichtes dadurch von den Stunden, die man früher benöthigte, auf Minuten herab- zusetzen und so die Photographie für die reale Verwendung brauchbar, möglich zu machen, das Prinzip in Praxis umzu- setzen? Und doch, wie schwerfällig waren noch diese theuren, dunklen Metallplatten! Wer entsänne sich solcher nicht noch auS seinen Jugendzeiten? Wie ausdruckslos, unbestimmt, charakterlos, matt erschienen selbst die ersten Lichtbilder auf Papier! Heut ist die Photographie eine Macht— eine der größten Mächte im Kulturleben. Eine festliche Ausstellung, aus Anlaß des halbhundertjährigen Bestehens, im Gebäude der Berliner Kriegsakademie, giebt Jedermann Gelegenheit, sich zu unterrichten, welche Fortschritte diese Kunst gemacht, welchen Entwickelungsgang sie zurückgelegt, wie sehr sie für alle Gebiete der menschlichen Kultur unentbehrlich geworden ist. Wer nur glaubt, die Photographie habe keine höheren Zwecke, als die billige Herstellung des eigenen persönlichen Konterfeis, mit dem man bei Familienfesten die lieben Ver- wandten cyi genehm überrascht, der hat freilich von der Be- deutung, vom Wesen dieser Kunst, die so wichtigen Einfluß auf alle Verhältnisse des modernen Lebens übt, nicht die leiseste Vorstellung. ES ist wahr, die Photogravhie über- hebt uns oft der unangenehmen Nothwendigkett, theurc Geschenke zu machen, sie ist ein billiger AuShelf für Alle, welche nicht an übermäßiger Freigebigkeit leiden, und man sagt, daß eine große nordische Herrscherin, die auch eine sehr sorgsame Wirthin ist, von diesem Auswege namentlich auf ihren Reisen einen sehr ausgedehnten Gebrauch mache. Aber die Bilder zu Geburtstagen, für die Familienalbums, für die Bewerbung um Stellen und Posten sind doch nur «. Jahr«. Kokalkommissto« veröffentlicht nachstehend die Liste der Wirthe, die ihre Lokale zu Versammlungen hergeben und bemerkt hierzu, daß dieselbe an jedem Dienstag mit event. Abänderungen abgedruckt wird, ferner, daß Veröffentlichungen in Bezug auf die Lokalfrage nur von den Herren Wilhelm Werner, Sebastianstr. 72, Arno Winter, Kövnickerstr. 26, HanS Baake, Gipsstr. 31, auszugehen haben. Alle eventuellen Un» regelmäßigkeiten sind an die genannten Herren zu berichten. Adler-Brauerei, Gesundbrunnen. Bolzmann, AndreaSstr. 26. Bobert, Weinstr. 11. Böhmisches Brauhaus.(Erst vom 16. September.) „Bürgersäle", Dresdenerstraße. Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48 a. Deutsches Volkstheater, Schönhauser Allee. Elysium, Landsberger-Allee 39/41. Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77 79. Gnadt, Brunneustr. 38. Gottschalk(früher Hut), Badstraße, Gesundbrunnen. Grunder S Salon, Schwerinstr. 13. Heise, Lichtenbergerstr. 21. Heydrich's Säle, Beuthstr. 18/21. Jordan's Salon, Neue Grünstr. 28. Königshöf, Bülowstraße. Klein's Festsäle, Oranienstr. 189. Mundt's Salon, Köpnickerstr. 100(15 M.). Rcyer, Alte Jakobstr. 83. Renz' Salon, Naunynstr. 27. Rennefahrt's Salon, Dennewitzstr. 13. Sanssouci, Kottbuserstr. 4(20 M.). Schneider, Belforterstr. 15. Sahm'S Klubhaus, Annenstr. 16. Silber's Salon, Schwedterstr. 24. Schröder, Müllerstr. 178(Med dingpark). Schweizergarten, Am Königsthor. Süd-Ost, Waldemarstr. 75. Scheffer's Salon, Jnselstr. 10. Neustädtischer Volksgarten, ProSkauerstraße. Wirth, Dresdenerstr. 45. Weimann's Volksaarten, Gesundbrunnen. Wen dt, Dresdenerstr. 116. Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9. Zemter, Münzstr. 11. Man schreibt der„U-ss. Ztg.": Wiederholt sind wir ersucht worden, die Räthsel zu lösen, welche der Tarif dcr Cssenbahnlime Bcrlin-PotSdam anfgiebt. Wir haben uns ver- gebens daran versucht und begnügen unS damit, die Räthsrl hier zum Besten zu geben. Nimmt man z. B. von Berlin nach Potsdam eine Rückfahrtskarte, sagen wir 3. Klasse. Dieselbe kostet 1 Mt. 60 Pf.; bei Benutzung eines Kurierzuges löst der Berliner eine Zuschlagskarte, welche 30 Pf. kostet. Der PotS- damer hat dazu keine Berechtigung, da von Potsdam aus Rückfahrtskarten unter allen Umständen keine Giltigkeit zu Eilzügen haben, trotzdem es im amtlichen„Normal-Personen- geldtarif" ausdrücklich heißt:„Die Rückfahrtkartm gelten für Personen- wie für Schnellzüge"! Wie soll man sich diese Un- gcreimlheit crllären? Ferner: bei gewöhnlichen Zügen kostet es von Potsdam bis zum Potsdamer Bahnhof und bis zur Station Friedrichstraße den gleichen Preis, und man kann die Fahrt beliebig auf der einen oder der anderen Stelle beginnen oder endigen. Will man dagegen von Potsdam den Eilzug bc- nutzen, so kostet das Billct zu diesem Zuge nach dem Potsdamer Bahnhofe mBcrlm einfache Fahrt 1 Mk. 40 Pf., dagegen nach der Fnedrichstraße 1 Mk. 70 Pf. Während der Bernner, der ein Mal den Eilzug benutzen kann, also für 1 Mk. 90 Pf. von dcr Friedrichstraße nach Potsdam hin. und zurückfährt, bezahlt der von Potsdam Reisende hin 1 Mk. 70 Pf., zurück 1 Mk. 10 Pf., mindestens also 2 Mk. 80 Pf., oder 90 Pf. mehr als der Berliner. Selbst wenn der von Potsdam Reisende den Eilzug nur bis Eharlottenburg benutzt, bis wohin es 1 Mk. 10 Pf. kostet, und dann auf der Stadtbahn die Strecke Char- lottenburg-Friedrichstraße für 20 Pf. fährt, würde er immer noch hin und zurück 2 Mk. 40 Pf. zahlen, also auch noch 50 Pfennige mehr, als dcr Berliner. Eine Erklärung für diese Ungleichheit ist schwer zu finden. Als ein Uebelstand wird es auch empfunden, baß die eintägigen Rückfahrlkarten überhaupt keine Gültigkeit zu Eilzügen haben, auch nicht von Berlm aus. Damit sind aber die Sonderlichkciten noch lange nicht erschöpft. Auf dem Potsdamer Bahnhof werden so- genannte„RetourbilletS" ausgegeben, welche für Besucher des Grunewald« bestimmt sind. Diese Fahrkarten berechtigen zur Fahrt bis Halcnsce und Rückfahrt von Wannsce ein sehr beschränkter und nebensächlicher Theil der Anwen- dung der Photographie. Die Wissenschaft photographirt alleS. Mit dem kleinen Holzkasten bewaffnet dringt der Forscher bis in die unzu- gänglichsten Tiefen fremder Erdtheile, die Bewohner, die Orte, die Berge der Gegenden auf seine Trockenplatten ban- nend. Die Wissenschaft ist nicht mehr auf Berichte, auf Erinnerungen und unsichere Meldungen augewie en: sie steht selbst, sie prüft selbst und kommt der Wahrheit immer naher. Der Stern am Himmel ist nicht mehr sicher, mit seinem eigenen Lichte muß er sein eignes Bild und sogar seine eigene Klassenzahl auf die Platte malen, und die Wunder der unendlichen Welt über uns erschließen sich. Die Kenntmß fremder Völker, Orte, Gegenden dringt vls ln die weitesten Entfernungen: das Wissen, der Unternehmungsgeist, das Urtheil, die richtige Anschauung von der Welt, der Geschmack bilden sich: welche Vorlheile auch für das praktische Leben! Wir halten den Verbrecher fest, der unser Eigenthum, unser Leben bedroht— wie sehr er sich auch versteckt, er kann uns nicht entgehen, sobald wir sein Bild besitzen und über die ganze Welt verbreiten können. Die Photographie ist die Rächerin der Schuld, die Be- schützerin der Unschuld. Sie hellt Jrrthümer auf: in einem Roman Dernburg's ist gar erbaulich geschildert, wie die Wendung m einer wichtigen Gerichtsverhandlung herbei- geführt wird- durch eine Momentphotographie, welche die verleumdete Angeklagte deutlich in einer Stillung zeigt, die ihre Unschuld, ihr Angeariffensein, ihre Nothwehr vollständig beweist. Große politische Ereignisse, Feste, Schlachten, Sitzungen werden am Orte des Geschehens aufs Papier ge- worfen; für ewige Zeit steht ihr Bild fest, jede Fälschung, xr6«0® späterer Schönfärber oder Schwärzer ist ausge- schlössen: das Licht lügt nicht; auch hier heißt es,„die Sonne- bringt es an den Tag". Berühmte Werke der Kunst, des Gcwerbfleißes, an weit beziehungsweise Stlachtensee, oder zur Fahrt bi» Schlackitensce, Wanusee bezw. Zchtcndorf und Rückfahrt von Station Grüne- wald. Nun entspricht cL nicht nur den landläufigen Beariffen, sondern auch den Belriebsbestimmungen für die preußischen Bahnen, daß Rücklahr- und Rundreisekarlen stets billiger be- rechnet werden sollten, als die einfachen Fahrkarten für die- selbe Strecke. Die Berlin-PotSdamer Bahr.verwaltung nimmt jedoch von jedem Reisenden, der fich ein solches„Rundtour- lullet� löst. 10 bezw. 20 Pf. mehr, als er beim Lösen von ein- fachen Fahrkarten für die Hin- und Rückfahrt zu bezahlen braucht. Ferner werden für die Rückfahrkarten Berlin— Steglitz oder Zehlendorf, und für die einfachen Fahrkarten Berlin- Potsdam ober Charlottenhof je» Pf. mehr erhoben, als recht ill. Es hat dies darin seinen Grund, daß die Verwaltung den sich nach der Anzahl der Kilomeier ergebenden Fahrpreis auf volle 10 Pf., ,und nicht, wie sie sollte, auf 5 Pf. abrundet. Noch bezeichnender ist die Thatsache, daß für die ein- fachen Jahrkarten Berlin-Neuendorf volle 10 Pf. mehr erhoben werden, als die Direktion nach den für die preußischen Staatsbahnen rechtlich geltenden„Normalpersonen- oeld-Doris" erbeben dürste. Die Eiitsernuno nnm lllntshnmcr oelV-Tarisi' erheben dürste. Die Entfernung vom Potsdamer Bahnhof nach Neuendorf beträgt 24,5 Kilometer, der Fahrpreis wüide also bei der Ausrundung auf volle 10 Pfg. für die I. Kl. 2 M., für die II. Kl. 1,50 M. und für die M. Kl. 1 M. betragen(und dementsprechend werden auch sehr richtig für die Rückfahrkarten 3 M., 2,30 M. und 1,50 M. berechnet), eS kosten aber die Fahrkarten für die einfache Fahrt 2,10 M.. 1,60 M. und 1,10 M., also für jede Karte 10 Pfg. zu viel! Wann wird, so fragen wir werter, auch endlich mit dem alten Herkommen gebrochen, Jwß die billigen, halbtägigen Sonder- RückmHnen, bei deren Benutzung die Hin- und Rückfahrt zum einfachen Fahrt ermöglicht ist, nur an Wochentagen Preise der W„ WWW_______________ ausgegeben werden? Wenn denjenigen Klaffen der Bevölke rung, die an Wochentagen Zeit zu Aueflügen übrig haben, eine Ermäßigung des Fahrpreises bis zu 50 pCt. eingeräumt wird, dann haben auch die Volksschichten, welche Werkel- tags über in ungesunder Werkstattluft schwer arbeiten muffen, und denen nur der Sonntag zur Erholung bleibt, erst recht das Becürfniß, zu einem mindestens ebenso billigen Fahrpreise befördert zu werden, wie cS an Wochentagen geschieht. Das gilt nicht nur für die Potsdamer Bahn, fondein auch für den pesammten Vorortverkehr Berlins. Hier ist doch gewiß ein dankbares Feld zur Bethätigung der so oft verkündeten menschenfreundlichen Bestrebung der Bahnver- waltungen für den Arbeiter und armen Mann. In einzelnen Stücken hat man, und das soll dankend anerkannt werden, den schönen Worten auch die That folgen lassen: Für die Be- förderung der Arbeiter zwischen ihren Wohnsitzen und dem Ar« bcilsorte hat man die billigen Arbeiter- Tages- und Wochen- karten eingeführt und es sind neuerdings, wie der„Aktionär" meldet, die Direktionen angewiesen, dieser für die Wohlfahrt der Arbeiter wichtigen Angelegenheit sortgesetzt ihre volle Auf- merkwmkeit zu schenken und dieselbe thunlichst zu fördern. Eins hebt freilich die Benutzung der Arbeiterkarten zum großen Theil wieder auf; die Bestimmung, daß die Hinfahrt bis 8 Uhr Mor- gens beendet fein muß. Dadurch ist die Benutzung einer großen Anzahl Züge im Vorortverkehr und auch der entsprechenden Ringdahnzüge unmöglich gemacht. Zweckmäßiger wäre eS, wenn die'e B stimmung bah n abgeändert würde, daß die Hinfahrt vor 8 Uhr Morgens angetreten, nicht aber bemdet werden müßte. Die Derquickung Derliner und Charlottenburger Gebiet», wie sie im 18. Stadtbezirk von Charlottenburg sich herausgebildet, hat für die Bewohner desselben eine oft recht unangenehme postalische Eigenart zur Folge gehabt. Die Brief- bestellung in jenem Charlottenburger Bezirk geschieht nämlich nicht vom Postamt in Charlottenburg, sondern vom Postamt 62 Berlin aus. Wenn man nun einen Brief an einen Einwohner dieses Bezirks nach Charlottenburg adressirt, so gelangt derselbe einen Tag späier an seine Abreise, als wenn man denselben nach Berlin adressirt, weil derselbe in ersterem Falle erst nach Charlottenburg geht, dann aber von dort aus erst an das Berliner Postamt 62 expedirt und schließlich von hier aus be- stellt wird. Die„Dost" schreibt:„Hinsichtlich unserer Mittheilungen über den vermeintlichen Titelschwindel sind wir in der ange- nehmen Lage, nach Information von berufener Seite dieselben nunmehr endgiltig dahrn berichligen zu können, daß die An- gelegenheit des vor Kurzem unter dem Verdachte des Betruges verhafteren, auf Anordnung des Staatsanwalts aber sofort wieder freigelassenen LehrerS auch weiterhin für denselben einen durchaus günstigen Verlauf genommen hat, indem die ein- gehende Prüfung des wahren SachveihallS nach keiner Seite hm das Porliegen einer strafbaren Handlung ergab. Da durch die erste Veröffentlichung dieser Angelegenheit eine durchaus ehrenhafte, hochgeachtete Familie und deren ausgebreiteter Be känntenkreis in Aufregung und Betrübniß versetzt worden ist, so bitten wir die Blä ........... lalter, welche seiner Zeit unsere Notizen brawien, der uns zugestellten Benchtigung ebenfalls Raum zu geben." Eine Fernsprechverblnbung zwischen Keeii« und Danzig wiid, wie die„Tanz. Z.g.' meldet, gegenwärtig in Er- wägung gezogen. Die Anfrage einer Danziger Firma an das Gen.ralpostanrt in Berlin, wllche Voidedingungen für die Rc- alisalwn dieses Projektes noihwendlg seien, ist der Obcrvost- direktion zu Tanzig zur Prüfung und weiteren Veranlassung üb rsandl worden. Letztere BeHorde dürfte, wie die„Tanz. Ztg." ei fährt, der Sache ernstlich nahe treten, und es ist zu hoffen daß sich hier ausreichende Beiheiligung ergeben wird, um auch Dan gg zu dieser wichtigen Verbindung mit der Reichs- entlegenen Orten aufgestellt, bisher nur durch theure Nach- bildungen anderen Ländern und Städten in beschränkter Zahl zugänglich, find jetzt durch Lichtbilder, die man von allen Seiten aufnimmt, für Jedermann vorhanden. Welcher Gewinn für den Geschmack, die Bildung, die Gewerbe, die Handwerke! Welch neue Bahnen für Arbeit und Studium! Ja selbst, was daS bloße Auge des Menschen nicht zu sehen vermag, der kleinste BaccilluS, der weiteste Komet, die luft- durchrasende Flintenkugel: dem Auge des todten Apparats entgehen sie nicht, mit dem Mikroskop, dem Fernrohr ver- Kunden, fixirt er, was sich noch so sorgsam verbirgt, noch so schnell verflüchtigt, macht zum Eigenthum der ganzen Welt, waS sonst nur das geheime Wissen Weniger wäre. Sie ermöglicht, indem sie das mikroskopische Bild des inneren Baues von tausend Gegenständen festhält, tausend Dinge zu prüfen, Produkte, Fabrikate, und jede Verfälschung festzustellen und zu unterdrücken. So ist die Photographie eine demokratische Erfindung im edelsten Sinne des Worts, sie ist die Kunst der Aufklärung, der Bildung, der Wahr- heit, des Fortschritts, sie ist der erbittertste Feind der Fäl- schung, der Lüge, der Verdunkelung; das Kind des Lichts, bringt diese Kunst das Licht in die Welt, erhält es, er- leuchtet Winkel, über denen bis dahin düsterste Nacht ge- legen. Die Kunst? Ich spreche immer von einer Kunst! Die Professoren der alten ästhetischen Schule erheben die Hände, um mich zu steinigen! Ich nenne eine rein mechanische Er- findung, eine technische Fertigkeit— eine Kunst! Ich gebe ihr einen Ehrennamen, der nur der himmelstrebenden Tochter der geflügelten Phantasie zukommt, für welche diese ae- meine schaale Wirklichkeit nicht existirt, die sich hoch über ihren Jammer erhebt, über diese Welt der zweifüßigen Hauptstadt, deren sich schon verschiedene andere Großstädte, wie Sieltin, Köln, Breslau u. s. w. erfreuen, zu verhelfen. Die dazu erforderlichen Ermittelungen sollen sofort eingeleitet werden. Urber da» zukünftige Schicksal der Danke herrschen noch vielfach ganz rrrthümlichc Vorstellungen, denen gegenüber darauf hingewiesen werden mag, daß nach den Plänen der städtischen Verwaltung dieser vielgepriesene Wasserlauf in ver- besserter Gestalt auch den künftigen Geschlechtern erhalten wer- den soll. Da die Gewässer der Panke jetzt schon viel reinlicher geworden sind und noch Vollendung der Radialsystenre IX und X ganz klar werden dürsten, soll der Fluß in der Form eines offenen, von reinlichem Waffcr durchströmten RmnsaleS aus sanitären sowohl, als auch ästhetischen Rücksichten erhalten bleiben. Die Panke soll bei der fortschreitenden Be- bauung eine Art Licht- und Luftschacht darstellen. Aus diesem Grunde hat sich nun die städtische Verwaltung auch in Bezug aus den in der Talldorfer Straße abzweigenden, am Schifsbauerdamm in die Spree mündenden südlichen Panke- arm, obwohl derselbe zur Abführung des Hochwassers durchaus nicht nolhwendig ist, nicht dazu entichlreßen können, denselben in gleicher Weise, wie auf dem Grundstück der geoloarschen Landesanstalt geschehen ist, durch einen mittelst Gewölbe ge- schloffenen Kanal zu ersetzen. Das von der Kanalffalions- deputation aufgestellte Projekt zur Neureaulirung dieser sog. Südpanke geht im Gegcntheil davon aus, soweit der Wasserlauf nickt innerhalb öffentlicher Straßen liegt, denselben als offen fließendes Gerinne beirubehalten, jedoch unter Einschränkung des für die abzuführende Waffermenge gegenwärtig allzu reichlich bemessenen Profils. Um das geringe Wasscrquantum möglichst zusammen zu halten, soll die flach geneigte und mit Klinkern abgcpflasterte Sohle des auf 3 m Breite zusammengezogenen Grabens in ihrer Mitte eine eiförmige Vertiefung von 75 cm Höhe erhalten. Dieser Entwurf hat unter dem 17. Dezember 1888 die Zustimmung des Polizeipräsidiums gefunden. Die Länge des so auszubauenden Hankearmes mißt 2750 m und die Arbeit wird der Stadt ganz erhebliche Kosten verursachen. ES wird deshalb beabsichtigt, mit den Anliegern über Bei- tragSlcistungen zu verhandeln, da ihnen die Neuregulirung vor- nehmlich zu Gute kommt und da sie im Vorflulhintcresse zur Reinigung der Panke verpflichtet sind, diese aber nach dem Umbau von der Stadt für alle Zeiten übernommen werden würde. Die Errichtung einer Rathsniaage in der Nähe des Anhalter Bahnhofes wird jetzt in bestimmte Aussicht genom- mcn, nachdem durch die Freilegung und Regulirung der Halleschen Uferstraße die im Wege stehenden Hindernisse bc- seitigt sind. Der Magistrot hat beschlossen, mit der betreffen- den Eisenbahndireklion in Verbindung zu treten wegen miethS- weiser Hergäbe eines Platzes in der Größe von ungefähr 500 Quadratmeter zum Preise von 2 Mark für den Quadratmeter. Die Baukosten sollen bereits im nächstjährigen Etat eingestellt werden. Die Kestker von Sommerlokalen in der Umgegend Berlins haben vielfach von dem Forst-FiSkuS die an ihren Grundstücken unmittelbar angrenzenden Forstflächen gepachtet und zu Vergnügungszwccken für ihre Gäste hergerichtet. Während nun die Forst Verwaltung des Grunewaldes von ihren Pächtern die Einfriedigung der verpachteten Fläche durch einen Zaun zur Bedingung macht, besteht in anderen Gegenden diese Einrichtung nicht, was für das erholungssuchende Publikum zu mancherlei Unzuträglichkeiten führt. Nicht selten gerathen die Berliner Ausflügler, welche sich in der Nähe eines solchen Schanklokals im Walde niedergelassen haben, mit dem Wirthe des Lokals in Konflikt, wenn sie an Speisen und Getränken mehr mitgebracht haben, als jenem lieb ist. Am vergangenen Sonntag brach aus diesem Anlaß ein recht unliebsamer Streit aus zwischen dem Besitzer des MüggelschlößchenS und einer hinter diesem Etablissement gelagerten Gesellschaft, welche ihre mitgebrachten Speisen und Getränke dort verzehrte. Der Wirth verlangte unter Beistand der Gendarmerie die Räumung des Platzes, und da er eine Angabe, bis wohin sein Gebiet sich er- strecke, ablehnte, so blieb der Gesellschaft nichts weiter übrig, als Speisen und Getränke von dem Wirth zu entnehmen, um auf dem Platz geduldet �u werden. Die Forderung, da» Pacht- terrain einzuzäunen, würde solche Vorkommnisse unmöglich machen. Di- U-rmijchung der Chokolade mit M-Hi ist nach dem Nahrungsmitictaesetz nicht zulässig und bald nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes machten sich, nach mancherlei Pro- testen gegen die neue gesetzliche Bestimmung, auf den Papier- düten der Chokoladenhändler die allerdings nur sehr bescheiden gehaltene Ausschrist bcmerklich:„Chokolade mit Mehlzusatz!" Allmälig ist dieser Vermerk von den Tüten der meisten Händler wieder verschwunden; mit einigem Grunde aber darf man bezweifeln, daß der Zusatz von Mehl auch ausgehört habe. That- fache ist, daß sich das bisherige chemische Verfahren zur Er- Mittelung von Mehl in Chokolade, welches in der Anwendung von Baryt bestand, als sehr unzureichend erwies. In letzterer Zeit ist das chemische Verfahren nun allerdings vervollkommnet; zugleich aber hat sich ein viel gefährlicherer Feind der gefälschten Chokolade gefunden, nämlich die Steuerbehörde. Nach den kürzlich gefaßten Beschlüssen des Bundesrathes über die Ver- gütung der Steuer für solchen Zucker, welcher zur Heistellung von Chokoladerwaaren verwendet ist, welche ins Ausland gehen, wird eine sehr genaue Untersuchung solcher Chokoladcnwaaren stattfinden und zwar von Seiten der abfertigenden Steuer- ämtcr, um die Menae des in der Waore enthaltenen Zuckers festzustellen. DaS Verfahren für diese Ermittelung ist sehr genau bis ins Einzelne vorgeschrieben und dürfte auch einen Menschen, der sanft hintrabenden Rosse. Jene eine Kunst, die nichts weiß von Zentauren, Tritonen, Pegasussen und geflügelten Engeln? Hat man es uns nicht hundert Male wideerholt, wie die Photographie, unbeschadet ihrer sonstigen guten Eigenschaften, gerade auf die Kunst verderblich, zer- setzend eingewirkt habe? Sie hat uns die Freude am Segeln durchs Reich der Phantasie geraubt, an den holden Märchen und Träumen, und uns dafür das gen, alte Elend, den gefärbten Schmutz, die platte Alltäglichkeit eines Lieber- mann gegeben. Sie ist die Amme des rohen Naturalismus. Hat nicht Rudolf von Gottschall den modernen Roman in Grund und Boden verdammt, hat er ihn nicht den photo- graphischen Roman genannt, weil er nichts vermag, als die Wiedergabe der nüchternsten Alltäglichkeiten, weil ihm der Schwung fehlt, die Schönheit, die Erhebung über die Wirk- lichkeit, das Ideal?... Gemach! Werft zunächst nicht alle Kräuter in eine Suppe! Photographie ist nicht Photographie. Zwischen den hingesudelten Ferrotypen und Schnellbildern eines fliegenden Photographen auf dem Jahrmarkt, die man gleich fertig mitnehmen kann, und den Meisterstücken eines Scharwächter, Nadar. Anschütz, Brogi, Hanfstängcl ist ein genau so großer Werthunterschied wie zwischen den Pinseleien eines wohl- meinenden DorsmalerS und den Gemälden eines Menzel und Uhde. Ist die Photographie eine Kunst? Ist der Photograph, der auf der Höhe der Technik unserer Zeit steht, ein Künstler? Schüttelt eure Zöpfe und Perrücken, ihr Herren Pe- danten, bekreuzt euch dreimal: ich sage dennoch„Ja!" (Schluß folgt.) Tie slc- Mehlzusatz zur Chokolade leicht erkennen lassen. 7�s> ladensabrikanten selbst werden wohl nicht wünschen, c- � stellungen an dieser Stelle ankommen zu lasse» „Chokolade mit Mehlzusatz" wird in Zukunft auch°ei.(r Handel wohl wieder clwaS deutlicher erkennbar fltwa®' Gurke« bis zu Weihnachten frisch Z« � kanntlich ist in diesem Jahr die Gurfinernte jo reich '~' N, W0.j wird gefallen, daß Landleuie und Gärtner nicht wisse»,®0 � selben lassen sollen. Unter solchen Umständen_.„ leicht Manchem willkommen sein, ein Verfabren kenn ',:: j man diese Früchte>*.»5 nachten frisch erhalten kann. Man sucht hierzu du 0 � lernen, durch dessen Anwendung nachten frisch erhalten kann. Man lucy, yffrzz» �. i|, menstcn Gurken aus, kneift oder schneidet dieselden.. "i' fe daß aber noch ei-i'klcincss' Stiel daran � ntnigt sie dann m\t einer Bürste sorgfältia von Ecti»»' Sil r,e x6/ bestreicht die Oberfläche derselben smssut'g«" Eiweiß und Hanoi sie nun vei mittelst eines Bindsad-�- welcher an den Stielen befestigt wird, in einem SoT; Ä' E'we>ß, welches durch den Ads-Hluß* ' h"m®tbratt* m h j � ��5 Drsiattblung rvtt Fuubstückru und � b?' Seuchen Fl"dern obliegenden Verpflichtungen,' h".e°US"'�n Gerichtsverhandlungen ergiebi, no» wiribe � � Vorstellungen, namentlich können oitU rottche von dem Jrrihvm sich nicht losmachen, daß" nur che von dem Lrrihvm sich>odmachtn. ul« s«" ihnen liegen gebliebenen Gegenstande ohne.licheW* Prise betrachten dürfen. Jeder Finder, der die � fiW zeige des Fundes über drei Tage verzögert.� p lichen Finderlohnes verlustig, und wer gar über vier � wartet, hat die Vcrmuthung des unredlichen Erweroe- � sich und läuft auf alle Fälle Gefahr, wegen Unterschlag_ � geklagt zu werden. Eine solche liegt vor, wenn e»» uvi/ ww-. üb er_t)ie Sache in seinem Interesse und Nutzen oertu?.�p> Urbrr den Srlbstmvrdv-rs«ch-ine» Kinde» erhält die„Berk. Ztg." von folgende kaum alaubliche Minheilung: einem BaMzho»« folgende kaum alaubliche Mitiheilung: Tie erst 0 Rosa Cch-, die Tochter eines in der Oranienstraße w Schneiders, war von ih:cn Eltern gezüchtigt»M � außerdem hatte man ihr gedroht, sie würde nach ,ea rungSanstalt verbracht, weil das Kind in einer Tadel aus der Schule mit nach Hause brachte, C ~™--- fem,"• muß für die Kleine etwas Furchtbares gewesen '.u l beging Freitag Nachmittag, als die Eltern nicht zu Hause CTS.■. r,- V IT t.* mm»__. e_ QU" lftigt war, begmg" es einen Extrakt van o. a de Mutter fand(P. p> Dienstmädchen anderswo beschäftigt einen Selbstmordversuch, indem et papier trank. Die heimkehrende heftigen Schmerzen am Boden liegend vor. Äerzte, es wieder herzustellen. Aus einem, j— Kind an seine Eltern geschrieben und den eS m K» �„iz» tasche verwahrt hatte, geht hervor, daß cS lw0» j.„ � Tagen den Entichluß gefaßt hatte, freiwillig zu ssss- gpiji«� Selbstmord eine»«reife». Der in der Rol-»�� Dock Brief, b?. wohnhaste Kaufmann S. K. wurde gestem seinem Schlafzimmer erhängt vorgesunden. Als in den siebziger Jahren stehenden Galten, wie gew jz» diese Zeit den Morgenkaffee bringen wollte, fanb v des Schlafzimmers verschlossen; da ihr auf wicdeiy v r und Pochen nicht geöffnet wurde, so sprengte die Unheil befürchtend, mit der Kraft der Vcrzwerfl»»S deren weitere Oeffnung trotzdem mit Schwicngkctt � ü die geängstigte Frau nach Ucbcnv'N°� � sich endlich Zugang verschafft hatte-' �» war. Als Hindernisses ihrem Entsetzen ihren greisen .-, u-------- v V** Y ,,»> ftt»' � Thürklinke hängen. Sie durchschniit sofort die Schn»Lz ci»� '""-' 7 und lieb schl-?� '-5 v welcher der Greis sich erhängt hatte, uui,..-o ,.,a Arzi herbeirufen. Die von demselben vorgenowme � S belebungSversuche blieben jedoch ohne Erfolg, W vermochte nur noch den bereits eingetretenen stellen. DaS K.'sche Ehepaar lebte in guten � hältnissen und in einer friedlichen Ehe, so da« dec�z andere Motive nicht erfindlich sind, annehmen habe in einem Anfall von Geistesstörung den unternommen. � z«�. Der Aberglaube hat am vorgestrigen beklagenswerihen Szene Anlaß gegeben,"die Nachivicl vor dcm Straftichter finden dürfte. 2». L-„ der Stromstraße wohnt seit kurzer Zeit der Erdar � seiner Frau und zwei Kmdern, deren jüngstes, ew• � 4 Jahren, der Liebling des ganzen Hauses � seine Jahre wi.küch kluge Kind wurde wohl �Ubi»> hatte zu jpet glücklichen Mutter die rn o d° ¥ r.h,.»iL wohnende Wittwe R. vor einiger Zeit geäußert,- � ou kluges Kind gewöhnlich einen frühzeitigen Too> H. hatte die Unglücksprophetin auf solche Neben» Da erkrankte anfangs voriger Woche der Kleine» und erlag diesem tückischem Lcrden am Don, Schmerz der armen Eltern war grenzenlos und» bewohner bekundeten den Verzweifelten aufttchng � Auch Frau R. hielt es für angebracht, am# O'»»'»• Vl". CO IUI unucuiuan, um ifli." d» tiefgebeugte H. zu besuchen, um ihr Trost»uzusp�,.� IV aber hatte die Wittwe einige theilnahmSvolle~ der», z« armen Mutter gesagt, als diese aufsprang»ssy« beschritt», rufe:„Du hast mir mein Kind Mörderin!" eines Mit MÜHe..............„u.u,«.mm- 0|« yij barn die H. von ihrem Opfer zurückzureißen. Frau � jij durch die Hiebe zwei ktaffende Wunden an der y M- outet) vre Hieve zwei riastende Wunden an ocr„ i™, am Hinterkopf erlitten und die erste Hilfe in um tlUUCU UUU UIC Vulv" Sig Ü gelegenen SenitätSwache gesunden hat, will 0o8en_ j � klagbar werden. Eine brennende Kraut. Ein schwerer U»glÄ� eignete sich vorgestern.Äbend' in"der neunte« Kurfurstenstraße. Die Tochter des daselbst wohnen� H. beging am Sonnabend die Hochzeit mit re?ir* ailCl� veniatormer®- Als am Abend die � xC aefeüfetjQft tn ber Wohnung der Neuvermählten tofe, streb die Zunge Frau mit dem linken Ellbogen stuf, Tisch stehende Petroleumlampe um, deren 0 JP, Flüssigkeit sich auch dem Tafelluche mitthcilte. B" c« SÄ suche, daS Feuer zu löschen, geriethen die Kleid«.,„s, tn Brand und binnen wenigen Sekunden' nfst*.( dufitge weiße Gewand derselben in Flammen, 5 dauernSwerthe warf sich vor Schmerzen laut"ufl'p|('y den Fußboden, und der junge Ehemann versuchte.cS Frau Htlse zu bringen und die in Flammen Geh»Ve, enisetzlichen Lage zu befreien, wobei E. nicht unerhew'® wunden an beiden Händen davontrug. Schließ«ch° � durch Aufwerfen von nassen Decken daS Feuer Z'f doch hatte die Unglückliche so schwere Verletzungen da0. jck daß ein sofort hinzugernfener Arzt die llederfuh � ÜJ. *♦/>/+! i\r*» U___ f._____ S.___ i- Of..-t. � fiT lli c*»1 v nach einem Krankcnhause anordnete. Auch der Esisje» dürste, da beide Hände nicht unerhebliche Brandl weisen, für längere Zeit arbeitsunfähig sein.©r», ffit« loohrtr Unglücksort ist am Sonntag � wesen, denn nicht weniger als drei Personen»ss<>1»�(S'' unter sonderbaren Umständen ihren Tod in den o. Spree gesunden. Zuerst war eS in der Frühe etn dc».� sellschaflshaus daselbst bedien steten Hausdiener, i».ss, ■--■' erlitt. Kr kubr mit mrbreren Collegc'.„ durch Erlrinken erlitt. Er fuhr mit mehreren Kahn zur Badeanstalt. A's sie in Sicht der ..............._ fi|0LCroIiA-DOn M5elr Sitze, um schon immer s iol. i t>£tn' m V konnte er mit dem tlnen �, Z heraus kommen. Er vK R�ck n« i der Aermel nach, ober durch n ü(>rf■•i tm r Hausdiener das Glcichgewichi und �» über ms Wasser. Ter Unglückliche versank in die h mikende St n"'« oi (rtf.wit c ?»»tet in bald d WOf �>v W K?-' i-;«durch ü L.l° baß q,] «r, c » 1 TVi s m ■' ff'nanten k J?. i» dir' G. .ttu Ä\ �«ich s. »e uro Sc- G Ben�' i s-m-r« ■Ät Die»ffV wf« � V ihr K«° w ; s eit fettet >ioseni>Äs in W»A- ftau \*& a» � bl°S 0 W-f S nb(in hl M clnc>»� Ki, !%$ '.� S lang-� cl� -Ä A „nab� S> -« ; ihr � rs/�*j ,tt->>" dr! S»�.s c-n-r�t' die<5 ibcnfV '"b-- K-" « br�-! d-c� sta"? 'D'k 'S r""»f< ,. ns. 0»1; tt«' nbf �5$ ,-b�> lu'�S-' ,1 b�«' r dc"> 'O ?' eme rd ter.be Hand feinet Genossen'bn b-tte« 'ftn können unb tauchte nicht totebet nnpor.~ e msiten Nachforschens ist die Leiche beS Er Plenen bis jetzt noch nicht aufgesnnben woiben. D °dm noch schrecklichere Unglücksfall, welcher gar �Menschenleben zum Opser forderte �emgnete fch flgen 'llhr Abend-. Um diese Zeit war das Hündchen eines �-rem eigenem Fuhrwerk nach �runau gekommen � �rgeaangen. Der Kutscher, welchem plotzlich die ckg- Thierchen ertrinken könnte, eilte ihm m d°S Wass'w nach, �»n's User zurück zu holen. Der Mann kam md�ov ?°hl er nur wenige Schritte hrnerngethan, au eme ml -°erl°r den Boden unter den Fühen und, des Schwimmms 5u?d,g, schUe er um Hilfe. Aus den Hilferuf des Ku Ichers K> Herr herbeigestürzt. Ohne Besinnen sprang er m d� P gelang ihm auch, den Kutscher zu laste, nrlrnde umklammerte so krampfhaft femen che' die Tiefe gezogen wurde und Herr und Kutscher kamen {ff m den Fluthen um. Auch die Leichen dreser Beiden sind W noch uicht aufgefunden worden.. �„».x�ate �oli.eibericht. In der Nacht zum.24. d. M. erhängte flH 9)inn*» r Hiii,;"-mowucien zu sein.— Am 24. o. tue. Morgens fiel auf dem Neubau WöHlertftr. l? infolge eines tti, w, aas dem dritten in den zweiten Stock hinab und Verletzung des Kopfes, sowie eine Verstauchung dir»? Schulter, so daß er nach dem LazaruS-Krankenhause q'*fden mußte.- In der Nacht zum 25. d.M. wurde St lier auf der unteren Treppe des Hanfes Pappel-Allee . mit einer Wunde am Hinterkopfe ausgefunden und < lnner m demselben Hause belegenen Wohnung gebracht, !>! daraus verstarb. Der Mann ist �anscheinend in Ä.,JU"stmhe.t von der Treppe gefallen und hat dabei die Verletzung erlitten.— Am 25. d. M. Nachmittags 'Oeb.«,.. der Thür des Hauses Ackerstraße 29 die Leiche llltf*JsÄ~r*'cr»V•*** V VV(J" ♦/ fc 4----|- u x u r«|i» z. � Bein zwischen die Speichen des Rades unl A �ne nicht unbedeutende Verletzung des Unter- ? dir Ä» T Kurze Zeit darauf wurde im Landwehr-Kanal, >lz,z�llealliancebri"'"—'' �----- Sh Oufaefimho, [Jp. ft"'"""V" fiOvlt vv*u*v*[»v»,»..---------- �..„„s'V�drucke, die Leiche einer Frau mit geöffneten i. r Maurer Wkunden und nach dem Schauhause geschafft.— Ht Nr /�urzte Abends auf dem Flur des Haufes Borffg- ' w Folge sinnloser Trunkenheit nieder und zog ,r"�'blutende Wunde an der rechten Hand «nach Anlegung eines NothverbandeS nach der .{«w lUie o»h,'!i.«'negutig--------------------- «Iis° M werden mußte.— Am 26. d. MlS. Morgens s'0>de b-in, z?"�u Kastanien-Allee Nr. 94 der Zimmergefelle urh� �alkenlegen aus dem zweiten Stock auf den Hof , ,l>en Oberschenkel. Er wurde nach dem L MZSnhaufe gebracht.- "�tb? n.f?i,cn kleinere gelofchi wurden. hnfj'i«Uai?,, �k5B"°lIl»rungdrr Kiadt Kerlin. In der Woche vom �-..""«UN'-»>" neSm-en ia- Äm 24. d. M. fanden an vier Brände statt, welche von der Ä?!3 1889 fanden 201 Ehesailießungcn statt. Lebend geboren ?iT'�ichtn""?zN darunter 81 aubercheltch. iodtgcboren waren 25 mit 7 l»; Scoälf.r, Ledcndgcborcnen sind 29Ä die Zodtgeborene» 0,9 pro S(■v01 Jnhfl.i'9- außerehelich Geborenen sind bei den Lebendgedorenen %«■ die fi* rtnen 28,0 pCt. Die Zahl der gemeldeten Slerdefaste de- ff Mte,"Ust die Wochentage wie folgt verlhcilen: Sonntag 85, il!f! �2' Mittwoch 07, Donnernag 71, Freitag 79, Sonn- Sa lPidhldn-i. Gestorbenen erlagen an Masern 8, Scharlach 8. » Bräune 1, Acuchhusle»«j,Äindbetl- lieber I. ZvphuS 1, �-�tjüni�e 2. Ruhr 2. Suphilid 1.»ltcrsfchwächc 6. Gehirnschlag 17, ffMtüch,,""! 24, Lungenschwindsucht 78, Diarrhoe 57, vrechdurchsall 75, " To?- Durch Vergiftung kamen ,1 Personen um. OineS »°es starben 18 Personen, und zwar durch Vclbrcnnung oder "' Wi»"--- o C„T,„o..« Alnn 1 Erhängen ö. Erst�cken, 8, Uebersahren�, Sturz oder Schlag I, Hlerumer sind 8 Todesfälle'" 7»l j >!i>�le»Äti» und Neu-Kölln 82, Stralaucr Viertel, weltlich illiÄ««Hertel, äftlich(Vllb) 35, Königstadl(VUl.) 44, Spandauer Viertel 'tl,. dl, x'd Haler Vorstadt, südlich(X-.1 40. llloscnthaler Vorstadt nördlich «Asttburger Vorstadll�«edd>„.......... Die Sterdesalle sind 19,9 pro Mille der fort- durch Selbstmord hcrdeigesvhrls Unler 1 Jahr alt 279 l48.g pCt. 5-15 Jahre 18. 15-20 Jahre 7, .---ft-eZV � jurnc io,„-00 Jadre 63, 60-80 Jahre 62, h Personen. In hieligcn.«rantenhäusern starben 114. ein- "■ �>a�?tn�tlige, welche zur Behandlung hierher gebracht waren. )n,.J*Mimtr verthcilen sich die Todesfälle folgendermaßen: Vcrlin- ladt<1.1 15. Friedrichstadl III.) 17, Friedrich, und Schöne. ZU) 20, Friedrich- und Tempeihofer Vorstadt iiv.) 51. Louisen- westlich(?».) 44, Luisenstadt jcnscil, östlicha kw»t/4Aoii S ü, � �...�unkfszahl(14 ?»4tnS',*e" ibeicheS ml tldjiJ'l äj. �2, Altona 20,0, feto-- MÜ» ---_ CfUUC(lliu io.o (1 492 180). Die SterblichkeilSzifscr in folgenden mit mehr alS hunderttausend Einwohnern de- 10, Barmen 18,3, Bremen 10,5, Breslau 29,0, Dresden 28 6, Düsseldorf 23,3, Elberfeld 258, mit Vororten 23,5, Hannover 23,3, Köln 28 5, Leipzig 25,1, Magdeburg 36,7, München 420, '..........—flau ?«p°öl ll».27 L°ndmt"'l0.4. Pari»"22.4. PcttrSburg iV°n->°chc1 IVorwochc, 37 4 Wien(Vorwoche) 19,2 auf Tausend� ES wur. iklllM»,» ,.f._____ i>..» S daß M dir«Ämn9 dtt nachträglich gemeldeten Geborenen und des Zulch age«, iWül«. du Asien ersahrungSmäßig zugerechnet werden muß, um 746 ver .Sn 5"w°hnerZ°hl°be.LNon°ch-m.EchMise � Bericht-woche kt" �'"woysierzahl belrügt sonach am fcchiunc oer der Woche vom 11.«uguit bis 17. August kamen Mew «»- 72»?�tUgssälle an Thphu» 46, Pocken 2. Blasern 12, Scharlach ' �lnddeltsieber 6. 66, kÖcvirfjfs-BciiuUÖ. I�IU» 1�....... Lifd �rs�'kne löjährlge Giftmischeri« würbe gestern �l>.t!A>Ner hi.r �nna Marie Lmfe Stolz der III. Ferien- ii ptthtt. Mgen Landgerichts I aus der Unierfuchnngshaft Txxjj ds blonde, ansehnliche Mädchen sah recht dreist kAhmi�Ken htnein und beantwortete alle an sie gerich- mT'hejs. einer ihrem Aller wenig angemessenen Be- '!>, ihrer e>�.�'id beschuldigt, den Versuch gemacht zu 't'behkrinn?' k>er Frau Buchbinder Molgedei, Gift ?o? hi der ilm sie an ihrer Gesundheit zu beschädigen: fr. thf ei'!"Qitfair if. ihi, daß sie eine gleiche Unihat bei einem Hehler,-----------""h""K-rb-m fallen ,�14.?- S,„i.r?'Ä.kel und Deine Tante haben länr aiso rsu,»» �>en İf! O? em•~ Angekl.: Ja wohl, Herr Vieier l�Vras.: Am 1. Apnl kamst Du zum Fabri- !f°h»i�n sto'mr ii erhieltest dort als Mädchen für Alles einen !'kÜ ist ifijL inid haltest besonders mit den Kindern der »ihtdll�ie Da ist mich febon mal eine sehr verdächiige Da ist auch schon mal eine sehr verdächtige " Herr Gerichtshof, ich Vorn»/'�w l'A wuw fwv» Vi e. d«« Ukommen.— Angekl..-----------_, S, �'len(X xS"~ Präs.: Nun, am 9. April solltest Tu tfsthen""de der Frau Bieler eine Flasche mit Hafer- �ths»'">lick,>. rr., Gintze hatte dann plötzlich einen ganz �Zr?� � Angekl.: Ich habe mit der Flasche «(««na*'.- Präs.: Das.st anch nur zur Illustration �«iiaSräs- a.��kl.: Das muß schon in der Flasche gewesen �stf. olnrO Am 19. April hast Du an Deine Siieslante, !? S,< Ärvu Brief geschrieben, etwa folgenden Inhalts: G-ü � nehmen Sie sich nur mit Ihrem Kwde wieder cm« nach Belhanien gebracht bnlh" dem Kinde nicht eher die Brust, als bis �.Äneu- Eßlöffel der Flüssigkeit eingenommen haben, �»st.stl(_. cv i" einer Kiste zuschicken werde. Frau Münde l." r' belo! Mündel war die Hebeamme, welche die Frau ot.,.ueo,ent hm., o or„.. Dr• c>ft m;h, �ine Tante he, rührte.— (]"| Aa. Präs,: Du hast denn auch wirklich an Deine Tante eine Kiste geschickt, welche zwei Apfelsinen und zwei Fläschchen enthielt.— Angekl.: Jawohl, dos stimmt.— Präs.: Welche Absicht hattest Du dabei?— Angekl.: Ich wollte mich an meinen Stlesonkel rächen, welcher sich an mir ver- gangen hatte.— Präs.: Davon hast Du seiner Zeit aber Niemand etwas gesagt.— Angekl.: Herr Gerichtshof, ich habe mich geschämt.— Präs.: Und heute schämst Du Dich nicht, solche Lügen zu ersinnen? Nach den Akten bist Du eine dreiste Lügnerin.— Angekl.: Ich kann eS Ihnen nicht anders sagen, Herr Gerichtshof.— Präs.: Du hast keinen Streit mit Deinem Onkel und Deiner Tante gehabt, dieselben haben Dich freundlich aufgenommen, bis Du einen Dienst hallest— soll das nun der Lohn für diese Wohlthalen sein? — Angekl.: Ich kann es doch aber nicht anders sagen!— Präs.: Was hat es für einen Sinn, daß Du die Tante für ein angebliches Vergehen des Onkels bestrafen wolltest?— Angekl.: Ich habe geglaubt, die Tante sei Mitwisserin?— Präs.: Mädchen, wie kannst Du so verstockt sein? Sage die Wahrheit, denn Du kannst doch nicht an- nehmen, daß wir Dir solche Ungeheuerlichkeiten glauben?— Angekl.: Und ich muß doch dabei bleiben!—Präs.: Du wußtest doch, daß die Tante Unannehmlichkeiten von der Flüssigkeit Haben würde.— Angekl.: Jo, das stimmt.— Präs.: Sie sollte wohl sterben?— Angekl.: Nein, nein, sie sollte blas krank werden.— Präs.: Wo hast Du«die Flüssigkeit her?— Angekl.: Die habe ich von dem Eimer- jpinde aus der Bielcr'schen Küche genommen.— Präsident: Das ist wieder eine Lüge, denn bei Bieler's aus dem Küchen- spinde stand nur giftfreies Zuckersäure-Surrogat, während die von Ihnen abgefandte Flüssigkeit verdünnte Schwefelsäure war.— Angekl.: Herr Gerichtshof, und wenn Sie Alle was anderes sagen, so bleibe ich doch dabei stehen!— Aus den Vernehmungen der Bielcr'schen und Molgedei'schen Eheleute er- giebl sich, daß die Angeklagte trotz ihres noch so jugendlichen Alters schon ein höchst verworfenes und dreistes Geschöpf ist. Sie wird von Bieler als ein sehr helles und ausgewecktes Mädchen geschildet, bei welcher irgend welche Spuren einer Geistesstörung nicht sichtbar waren. Sie hat sich mit großer Verschlagenheit beim Einkaufe von Eßwaaren ihre„Schmu- grofchen" gemacht und sonst mancherlei Niederträchtigkeiten be- gangen. So trafen bei der Frau Bieler mehrmals des Mitt- wochs hintereinander Karten ein, welche angeblich von der Tante der Angeklagten herrührten, thatsächlich aber von dem Mädchen geschrieben waren. Der Inhalt dieser Karten ging immer dahin, daß doch dem Mädchen ein Urlaub zum Besuch von Verwandten gegeben werden sollte. Als dies ein einziges Mal abgeschlagen worden war, traf wieder eine mit dem Namen der Tante unterzeichnete Karte ein, welche an das Mädchen selbst gerichtet war, aber der Frau Bieler in die Hände fiel. In dieser Karte wurde immer nur von der „Ollen" gesprochen und dem Mädchen angeratben,„der Ollen nichts davon zu erzählen, daß sie am letzten Sonntag bei der Tante Kinder, welche die Blasern hatten, abgewartet habe." Der Inhalt dieser Karte erschien der Frau B. natürlich höchst sonderbar und da noch ein ganz auffälliges Ereigniß hinzutrat, so beschloß sie, einmal mit der Tante des Mädchens persönlich Rücksprache zu nehmen. Eines Tages halle nämlich Frau B. für ihr kleines Kind eine Flasche mit Hafergrützbrühe zurecht gemacht, sich selbst durch Kosten von der Güte derselben überzeugt und die Flasche dann der Angeklagten gegeben, damit sie dieselbe dem Kinde reichen sollte. Schon nach den ersten Schlucken schrie das Kind heftig, verweigerte energisch die weitere Nahrung und als man nun die Hafergrütze kostete, zeigte dieselbe einen scharfen säuerlichen Geschmack. Das Mädchen wurde scharf in's Gebet genommen, da sie aber immer und immer wieder versicherte, das sie mit der Flasche nichts gemacht habe, ließ man schließlich die Sache auf sich beruhen. Ein entsetzlicher Verdacht stieg aber bei Herrn Bieler auf, als er am 13. April den geplanten Gang zu dem Onkel des Mädchens machte, um dort einige Klagen über das letztere anzubringen. Gerade, als er bei Molgedei eintraf, kam dort nämlich auch die oben mitgetheille Karte und das Kistchen mit dem Fläschchen an und da Herr Bieler sofort erkannte, daß das Kistchen aus seinem Haushalt herrührte, so war es bald klargestellt, daß die Sendung nicht von der Hebamme, sondern von der Angeklagten herrührte. Letztere wurde sofort herbeigeholt, und als ihr der Onkel laute Vorwürfe darüber machte, daß sie seine Frau habe vergiften wollen, stürzte sie ihm zu Füßen und bat um Verzeihung. Die verdächtigen Flaschen wurden zugesiegelt und dem Gerichts- chemiker Dr. Bischofs überantwortet, das Mädchen aber in Hast genommen. Die Angeklagte verblieb mit großer Unver« frorenheit bei der von ihr erfundenen Fabel und beschuldigte auch gestern noch ihren Onkel, einen ruhigcn, anständigen Mann, daß er sich unpassend gegen sie benommen habe. Ter Zeuge Molgedei scheint den Verdacht zu haben, daß das Mäd- chen nicht ganz richtig bei Verstand ist, denn er theilte mit, daß dasselbe oftmals unpassende Gassenhauer von„Jack den Aufschlitzer" u. dergl. gesungen, ihn auch mehrmals mit der Behauptung geängstigt habe, daß sie von einem Mann mit einem Messer verfolgt worden sei, oder doß ein Mann unter ihrem Bett liege. Sie sei dann immer sehr ängstlich gewesen und habe sich nur schwer überzeugen lassen, daß sie sich etwas Falsches einbilde Der Sachverständige Gerichtschemiker Dr. Bischof bekundet, daß er in der drtrcfftndcn Flasckie eine Flüsfiftkeit gefunden habe, welche 9,6 Prozent reine Schwefelsäure m Wasser ent- hallen habe, ein Gemisch, welches in den Handlungen als „verdünnte Schwefelsäure" oder„Putzwasser" verabfolgt werde. Ein geringe Quantität Zucker, welche ebenfalls in der Flüssig- keil gefunden wurde, sei daraus zurückzuführen, daß die Flasche Ungarwein enthielt, von dem noch ein kleiner Rest in der Flasche zurückgeblieben sein mochte. Durch dos Gutachten des mcdizinischen Sachverständigen, SanitötSratH Dr. Mittenzweig, erhielt die Verhandlung eine unerwarteie Wendung. Derselbe er- kiartc zunächst, daß Ivprozentige Schwefelsäure unzweifel- hast als Gift anzusehen sei, selbst wcnn die Zeugen Molgedei nur soviel von der Flüssigkeit zu sich genommen hätte, wie ihr vorgeschrieben worden war. Das Gemisch sei immerhin ätzend genug, um im Darm eine Entzündung hervor- zurufen und wenn dies nicht geschähe, könne doch eine Blut- Vergiftung entstehen. Auf die Frage des Vorsitzenden, od der Sachverstandige die Angeklagte für vollständig zurechnungs- fähig hatte, erklärte der Gefragte, daß es für ,yn wichtig fei. darüber Aufschluß zu erhalten, ob in der Familie der Ange- klagten schon Geisteskrankheiten vorgekommen sei. Der Zeuge Molgedei vermochte hierüber Auskunft zu geben.. Er be- kündete, daß zwei Schwestern der Mutter der Angeklagten geisteskrank gewesen seien und auch die Mutter der letzteren habe an hochgradiger Nervosität gelitten. Daraufhin erklärte der Sachverständige, es sei anzunehmen, daß die Angeklagte in einem Zustande lcide, den man in neuerer Zeit als„moralischer In sinn" zu bezeichnen pflege und wenn man hinzurechne, was die Angeklagte über die angeblichen Verfolgungen mitgetheilt habe, deren sie ausgesetzt gewesen, sowie die Geisteskrankheiten in ihrer Familie, so muß er Bedenken tragen, dieselbe als vollkommen zurechnungs sähig zu erklären. Auf Grund dieses Gutachtens beschloß der Gerichtshof, die Verhandlung zu vertagen und die Angeklagte zwecks ein- gehender Beobachtung einer öffentlichen Irrenanstalt zu über- weisen. Gin Heirnthvschwindel, wie er nichtswürdiger selten vorkommen bürste, führte gestern den Schuhmachergesellen Emil Schulz vor die dritte Fertcnstrafkammer des Landgerichts I. Als Belastungszeugin trat ein junges Mädchen gegen ihn auf, welches thränenden Auges ihre Leibensgeschichle preisgab. Sie sei die Tochter armer, aber ehrsamer Bürgersleute aus einer kleinen benachbarten Stadt und seit Jahren in Berlin im Dienst gewesen. Im vorigen Sommer lernte sie den Anbe- klagten kennen, glaubte seinen LiebeSschwllren und verlobie sich mit ihm. Sie besaß ein kleines Heiralhsgul von 1200 Mark, welches aus einer Erbschaft stammte und bei der Spa- lasse ihres Heimathsortes angelegt war. Ihr B äutigam wußte sie zu überreden, das Geld zu kündigen und ihm anzuvertrauen. Ter Hochzeitstag war auf den ersten Oktober festgesetzt und wollte der Angeklagte scbon vorher eine selbststündiae Schuhmacherwerkstatt mit dem Gelbe einrichten. Der erste Oktober kam. der Angeklagte machte aber keine Anstalten, sein Wort einzulösen, er wußte vielmehr dem Drängen seiner Braut und deren Angehörigen allerlei leere Ausflüchte entgegenzusetzen. Do erhielt die Zeugin eines Tages von ihrem Vater eine Nachricht, die sie fast zu Baden schmetterte. Der Angeklagte war längst vcrheirathet, er Hute Frau und Kind. Sie sollte ihn, unter der Androhung, sonst von ihren Eltern verstoßen zu weiden, sofort ver- lassen. Es stcllte sich heraus, daß der Angeklagte die 1200 M. der Zeugin längst verwirthschaftet hatte, eL war nichts mehr zu retten. Die Zeugin machte aber noch andere nicht minder traurige Entdeckungen. In der Küche hatte sie einen ver- schlossenen Koffer aufbewahrt, den sie wie einen besondeien Schatz hütete: er barg Wäsche und Stoffe, deren sie bei der Gründung des Hausstands bedurfte. Sie fand den Koffer leer, der Angeklagte hatte das Schloß eibrochen und den Inhalt verkauft. Selbst den Verlobungsring, den er seiner Braut ge- schenkt— von ihrem Gelbe— hatte er nebst einem anderen ihr gehörigen Ring heimlich an sich genommen und zum Trödler aetragen. Vollständig arm mußte die Unglückliche das B-tter- haus aufsuchen und dabei war das Verhällnib nicht ohne Folgen geblieben. Ihr ganzes Leben war ruinirt. Der Gerichts- Hof war mit dem Staatsanwälte der Ansicht, daß den Ange- klagten, der die allerdings zu große Vertrauensseligkeit der Zeugin in so unverantwortlicher Weise gemißbrauchi, eine schwere Strafe treffen müsse und wurde nach dem Antrage auf ein« Zuchthausstrafe von dreieinhalb Jahren, fünf Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht erkannt. VerlrnnmUmNim. Eine öffentliche Tapeiierer-Verfannnlung tagte em 22. August bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 4Ha mit der Tagrs- ordnung: Bericht der am 4. Juli gewählten Untersuchunge- Kommission über die im Tapezierer-Gewcrk entstandenen Diffe- renzen(Angelegenheit Sander). Kollege Zack erhielt zunächst das Wort als Berichterstatter der Kommission und theilte un- gefähr Folgendes mit. Da die Kommission zu prüfen hatte, wie weit die Behauptungen von Herrn Wildberger in semen-. an die Gehülfenschafi Deutschlands verbreiteten Flugblatt auf Wahrheit beruhen, so hatte die Untersuchung ergeben, daß das Flugblatt nicht allein gegen Sander, sondern namentlich geaen den früherenKasnrer Ncklas,dem in der Lohnkommission von 1855 H6 bei Gelegenheit des Tapeziererstreiks verschiedene Unredlichkeiten nachgewiesen worden sind, hätte gerichtet werden müssen. He r NiklaS hatte sich nicht gescheut, der Gehilfenschaft für Saa'» miethe bei Buggenhagen 20 M. mehr anzurechnen und ein.n Einnahmcbetrag auf 24 Sammellisten von 79,40 M. nicht u buchen, also das Geld für sich zu behalten. Außerdem winde von den ihm üdergebeuen Streikmarken für 256,30 M. nickt vorgefunden. Da noch ein Schlußmanko von 66,75 M. ous den Ein- und Ausgaben festgestellt worden ist, so ist ein G-- sammtdefizit von 442,45 M. zu verzeichnen. Da auch noch verschiedene Lohnkommissions-Mitglieder und Werlstattdelepirteu ihre Abrechnungen nicht belegen konnten(Engel 115 M.). so wäre eine Gesammtschuld von I0l8 M. 25 Pf., cir- schließlich der 300 M. ZeilungSzuschuß, zurück zu erstatten. Die übrigen Beschuldigungen WildbergerS, Sander gegenüber, die ja sehr schwerwiegender Natur sind, wurden durch die Untersuchung als zur Wahrheit bestehend aneikannt und wird hierin noch das Gericht zu entscheiden haben, da Herr Sander die Beleidigungsklage angestrengt hat, da er glaubt, daß ihm das größte Unrecht geschehen ist. Es kamen dann ncch zwei an den Referenten gerichtete Briefe von Herrn Sander zur Verlesung, worin Sanier zugiebt, daß er die ganze Angelegen- heil NiklaS gewußt hätte, denn es stimmten die Abrechnungen von NiklaS vielfach nicht. Da ihm immer Geld fehlte, so mußte er schließlich sein Amt als Rendant der Ortskranken- kaffe abgeben. Auch als Zeitungs- Verleger fehlte ihm immer Geld und mußte er bei einer Abrechnung, wo er glaubte 40 M. zu bekommen, 140 M. zuzahlen. Die Verth«. digung NiklaS' ging nur dahin, daß er nicht wisse, wie es v« gegangen ist, daß ihm das Geld fehlt. Er hätte nichts für feine Person verbraucht und wollten seine in der Versammlung anwesenden Freunde auch durchaus nicht zugeben, daß das. was der Referent vorbrachte, Unterschlagungen sind, wie sie in der Arbeiterbewegung säst einzig dastehen, denn eS ist wohl als das Verweiflichste anzusehen, mit Arbeitergroschen solchen Miß. brauch zu treiben. Nachdem noch von den Kollegen Fr ck, Freiwald, Grösse! und Klotz die ganze Handlungsweise scharf kritisirl worden war, wurde eine Resolution von der Unter- suchungSkommission und mit 53 gegen 25 Stimmen ange. nommcn. Die Resolution lautete: Da das von der Untei- suchungSkonimissiongestellteingehendgeprüfteMaterialergedcnhat, daß die früher hier bestandene Lohnkommission respektive die Gehilfenschast um einen Betrag von 1018,25 M. einschließlich der der Tapezirer-Zeilung geborgten 300 M., welche bis jctzt immer noch nicht zurückgezahlt sind, gekrackt worden, so bcfcklicßk die heute beiDeigmüller tagende öffentliche Tapezircrversammluu•, diesen Betrag einer in nächster Zeil zu wählenden Lobnkoiu. Mission zu schenken. Im NichtbeitreibungSfalle wird daS Rechtt- mittel der Klage angewendet werden, lieber eine Resolution Freiwald, den beiden Herren Sander und NiklaS das Recht abj»- sprechen, ferner ein Amt in der Gehilfenschaft zu bekleiden, da diese Herren das Vertrauen in einer derartig verw« fliehen Art gemißbraucht haben, konnte wegen»u großen Tumults nicht abgestimmt werden und schloß der Vorsitzende die Vnsamm- lung um ll Uhr. D»r Verband deutscher Mechaniker und»er-- wandtrr Urrufsgrnossen. Zahlstelle Berlin, hielt am Mir. woch, den 21. August seine regelmäßige Mitgiiederveisammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Vortrag: Fachzeichno. 2. Wahl eines Revisors. 3. Verschiedenes. Nachdem das Pic- tokoll der vorigen Versammlung verlesen und angenommen war, berichtet der Vorsitzende, daß Punkt 1 der Tagesordnung le d r nicht möglich ist, da der Referent seinen Vortrag wegen urvor- hergesehener Zwischenfälle nicht halten kann. Dem Vorstand war eS auch nicht möglich, in letzter Stunde einen anderen R- ferenten zu beschaffen. Der Vorsitzende bittet diejenigen K!- legen, welche geneigt sind, an einem Zeichnen- Kursus theo zu- nehmen, sich bei ihm melden zu wollen. Zum zweiten Puukr der Tagesordnung berichtete der Vorsitzende, daß, da sich H.ir Restauratenr Hannsel defmiliv gegen öffentliche Ard«! r- Versammlungen erklärt hat und da wir das Solidaritöis- gesühl stets hoch halten wollen und auch weidrn. gezwungen sind, sein Lokal zu verlassen, und unsere näctft: Versammlung bei Sahm, Annenstraße 16, abHallen werben. Der zweite Punkt der Tagesordnung wurde mit der Wahl des Herrn Trittelwitz zum Revisor erledigt. Zu Verschiedenes vor- liest zunächst der Vorsitzende einen Brief der Leipziger Kollegen. worin mitgetheilt wird, daß sich augenblicklich 14 Kollegen im Ausstand befinden. Nach einigen Erörterungen wird ein An- trag, die Leipziger Kollegen mit 50 M. zu unterstützen, ange- nommen. Es folgte nun von verschiedener Seite die Anfiogr warum die letzten Bertckte keine Aufnahme im„Volkslatk" funden hätten. Der Volsitzmde antwortet dahin, daß d. s „Volksblatt" rur Bmckite von solchen Vereinigunaen ausn'mml, weiche in einem Loka'. tagen, deren Wnthe ihre Lokale auch zu politischen Versammlungen der Arbeiter hergeben. So leid dieser Zivischenfall den Mitgliedern auch thut, und so gern wir bereit fiud. die Arbciterinteressen so rasch wie möglich zu vcr- treten, so war es uns in diesen Fall nicht srüher möglich, da beschlossen war, in der letzten Versammlung erst definitiven Bescheid zu erhalten. Kollege Bäker ver- spricht diesen Fall der Redaktion erklären zu wollen und ist der Hoffnung, daß er für die fernere Aufnahme unserer Be- richte ein geneigtes Ohr finden werde.(Selbstverständlich. Red.) Nachdem eine Pause von 10 Minuten verstrichen, bc- richtet der Kassirer, daß er sich gezwungen sah. nicht weniger als 33 Kollegen zu streichen. Derselbe wrrd in seiner Meinung, gegen solche säumige Zahler streng Front zu machen, von ver- schiedenen Seiten auf das Lebhafteste unterstützt. Hierauf be-- richtet der BezirkSveitrauenSmann, daß seinerseits eine Revision der Zahlstelle Stettin stattgefunden, und hofft, daß dieselbe wieder aufleben wird. Derselbe richtet dann noch an die Kollegen sämmtlicher Zahlstellen die Bitte, ihm mit der Zu- sendung von Adressen neu zu errichtender Zahlstellen unter- stützen zu wollen. Es wurde nun die Frage angeregt, wie die Form des zu errichtenden Untcrstützungssonds beschaffen sei. Nach einer längeren, sehr lebhasten Debatte wurde schließlich em Antrag, diesen Punkt auf die nächste Tagesordnung zu setzen, angenommen. Nachdem noch einige Kleinigkeiten er- Icdigt waren, folgt Schluß um Iii Uhr. "* Der Fach verein der Rohrleger hatte sich am Sonntag VormrttagS Ii Uhr bei Feuerst ern. Alte Jakobftraße 75, zahl- reich versammelt. Die Tagesordnung lautete: 1. Vortrag. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes und Frage- kosten. Zu Punkt 1 der Tagesordnung nahm Herr Richard Baginski das Wort, um in einstündigem, feffelnden Vor- trage„Heber volkSwirthschaftliche Entwiche- lun q" zu sprechen. Er gab aus den verschiedensten Epochen der Kulturgeschichte einige Beispiele. So begann er mit einer nngehenden Schilderung der spartanischen Zustände, kam so- dann auf die Feudalherrschaft zu sprechen und auf die in Schottland heute noch anzulreffenden Ueberreste des Feudalis- muS. Die Glocken der sranzöfischen Revolution lämeten den Sieg des Kapitals ein und stürzten den Feudalismus. Dies ganz einschieben halten die deutschen Kapitalisten vtrgeffen, als sie die Betheiligung an der Feier dieser großen Weltumwälzung lnüsk ablehnten. Vergessen hatten ffe, daß die französische Revolution ihre Mutter gewesen. Redner legte darauf die Giünde auseinander, warum die deutschen Arbeiter die sran- zöstsche Revolution feiern. Sie erblicken in dem Prioateigen- ihum die Ursache aller Roth und aller Verbrechen. Vortragen- der berührte des Eingehenden noch das stetige Fortschreiten des Aapitalisnius, die Einführung der Maschine und die Kon- srquenzen dieser Einführung, die indirekte Steuergesetzgebung u. A. m. Er meint, das Kapital grabe sich ganz von selbst das Grab.— Unter„Verschiedenes� wird einem kranken Kollegen die Summe von vorläufig 15 M. bewilligt. Vorsitzen- der Rechner thcilt der Versammlung noch mit, daß er demnächst um seiner im Fachverein der Rohrleger zum Wohle der Kol- legen betriebenen Agitation willen Berlin verlassen müsse. Er mahnt, seinem Nachfolger das gleiche Vertrauen zu schenken, dos allseitig ihm zu Theil geworden und die persönlichen Rci- bereien zu unterlassen. Nach Erlebigung des Fragekastens schloß nach 1 Uhr die animirte Versammlung. Aufgelöste' Verfnmmlun«. Der sozialdemokratische Wahlvercrn für den L. Berliner Wahlkreis hielt am Dienstag, den 20. August, eine Versammlung in Möwe's Salon, Fich lest rvße 29, ad mit der Tagesordnung: Niedergang des Klein- gewerbes. Referent: Th. Glocke. Diskusston. Verschiedenes. Fragekasten. Der Referent schilderte in einstündigem Vortrag, wie durch die verschiedenen En twickelunpSphasen der Produklion das Handwerk nach und nach vvUständia zerrieben wird und ia nicht langer Zeit nur noch in Großbetrieben die Waaren hergestellt werden würden. In derselben Weise gehe auch das Kleinbauernthum der Auflosung entgegen, da in der Landwiith- schast sich derselbe Prozeß vollziehe, wie bei den Kleinhand- werkern. Die Landwirihschaft vereinige sich in immer wenigeren Händen. Die Umwälzung in der Jndustiie und Landwirihschaft bedinge auch ein größeres Zusammenziehen dcS Handele, wofür er die mannigfaltigsten Beispiele anführte. Alle diese Verän- derungen, die sich in unserem heutigen wirihschafilichen Leben abspielten, kämen nur den kapitalbesitzenden Klassen zu Gute, die sich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung bereichern und infolge dessen ern Wohlleben führten, während die Arbeiter in den dürftigsten Verhältnissen lebten. Diese ungerechte Venhei- luug des Arbeitsertrages könne nur dadurch abgeändert werden, indem die Arbeitsmittel und der Grund und Boden verstaat- licht würde.(Beifall.) Nachdem derRe'erent sich gesetzt, löste der Pol,,eilieutenant die Versammlung auf, was allgemeine Heiterkeit erregte. Am Ausgang waren eine Anzahl Schutz- leute postirt. Aer allgemeine Wetatlarbriterverein Kerlina und Zlmgegend tagte Mittwoch, 21. August,»m Lokal„Südost", Waldemarstraße, mit der Tagesordnung: l. Vortrag des Herrn E. Baake über das Thema: Uebervölkerung. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Ve-schiedeneS und Frage- kosten.— Nachdem das Protokoll der letzten Versammlung verlesen und angenommen war, ertheilte der Vorsitzende dem Referenten zu seinem Vortrage das Wort. Zum Schluß fordert Redner die Mitglieder auf, sich nicht bloS einer Organisation anzuschließen, sondern auch selbst zu agrtiren.(Ledhafter Bei- fall.) Zur Diskussion meldete sich Niemand. Zu Verschiedenem fordert der Vorsitzende um rege Betheiligung an der Dampfer- partie am 1. September auf, ferner, daß die Kellegen den Ar- dritenachweis mehr in Anspruch nehmen mögen, da mehr Ar- deiter verlangt werden, als sich meldeten. Nach Erlebigung rtniger Fragen schloß der Vorsitzende die Versammlung. I» dem Kericht i« Ur. 19« unseres Klatte» über den Bericht der Buchbinder, Album«, Leder- und Kartonarbeiter rom 20. d.M. befinden sich einige Fehler. Wir bnnpen infolge dessen noch einmal die Liste der gewählten Mitglieder: Buchbinder: M. Marwitz, F. Felbmann, Schnabel, W. Tilgner, Wilker, A. Schubert. Lederarbeiter! R. Hahn, A. Schultz, R. Wuntcheck. Albumarbeiter: Röhlke, G. Kamann, Vorbirg. Kartonarbeiter: W. Wach, R. Busse, H. Gleifenbera. Die Herren Schnabel und Vorbera werden gebeten, ihre Adresse umgehend an Herrn W. Tilgver, S.v. Solms str. 6, gelangen zu lassen. I« ver Nslstsversammlung am Donnerstag, den 22. war die Behauptung ausgestellt morden, daß der von Frau Patting im„Sprechsaal" unserer Nummer vom 9. d. M. erschienene Artikel emen anderen Verfasser habe. Wie man stch denken konnte und wie uns auch ausdrückuch nntgethem wlro, ist diese Angabe unwahr. De« viele« an uns gerichtete« Anfrage« betreffs Kömgstadt-Kasinv machen wir hiermit bekannt, daß dies Lokal nicht auf die Liste kommen kann, da der Winh erklart hat, fozialdemokratischen Wahlveremen seinen Saal nicht zur Ver- fügung stellen zu können. Kurg. Am Sonnabend, den 24. August, wurde vom Wahtverein zur Erzielung votksthümlicher Wahlen eine Ver- tammlung abgehalten, mit der Tagesordnung: Proktamirung eines Kandidaten der Sozialdemokratie für die nächsten Reichs- tagSwahlcn. Der Vorstand des Vereins balle Herrn Th. Glocke aus Berlin zu der Versammlung eingeladen, um vor der Pro« klamnung einen Vorirog zu halten. Als derselbe seinen Vor- irag beginnen wollte, eihob sieb der Lbeiwachende Beamte und fif.ärle, daß er Heirn Th. Glocke nichl sprechen lasse. Auf Ailtlaz des Herrn Katurbe wurde dann sofort über die Auf- sl.Uang eines Kandidaten abgestimmt und wurde Herr Th. Glocke einstimmig»um Kandidaten der Ardelt. rpanci tur den Kreis Burg- Genthin(Jcrichow I und Ii) zu den nächsten ReichstagSwahlcn proklamirt. Einige Fragen wurden ünS der Mitte der Versammlung an Herrn Glocke gestellt, deren Be- aniwortung aber ebenfalls der überwachende Polizeikommissär nicht zuließ. Vom Vorfitzenden darauf aufmerksam gemacht, daß er kein Recht habe, in die Vn Handlungen einzugreifen, er- hob er sich und erklärte die Versammlung auf Grund des Vereinsgesetzes für geschloffen. Es soll hiergegen Beschwerde eingelegt werden. *** Neriamnilung de» Prrein. d»r NSInvaschi»»«.«nfc Hand- arbrit»rinu«n?!'rliti8 und Ningrgend orn Dimsla«. den 27. Äuguft. Abend» Äi Uh>. in Cchrssci� Salon. Juleiiir 10. TageSodtiunn l I Die VeehiMnilse der Pialterinnen und wa« isl nolbirentig, um dieselben zu rerbessern. Rest. rcnlin. Fräulein Hoffmann. 2. DiSkusffon. 3. Ausnahme neuer Miiglicder. 4. S'erschicdene«. Herren sowie Damen al» Gäste haben Zulrilt. Zur Deckung der Nnkvnm findet eine Tellersammlung statt. Lachvirrin sämmtlicher an N.lsbearbeitung. zUaschinen beschäftigter Arbritrr. Veilammiung am Dienstag, neu 27. August, Abend» Ät Uhr, in Lehmann» Ealvn, Schwedierftr. 23, Taacioidnung, I. Vortrag de» Herrn F Zudeil über die Vvrideile der internationalen Fabrikgesetzgebung, 2, VerlckiiedcneS. 3, Fragekasten, Gäste find willkommen Reue Mliglieder werden ousaenommen. Um recht zodlreiche» Er chetncn wird ersucht, Mereiniguna der Drrch.Ier zirntsminnb», Oriioerwaltuna II, lStockt» anchel, Rlitaliederversammlunq am Dienstag, den 27, Aug., Abend» 3 llbr. dl Deigmiiller'« Saal, Alte Iakobstr. 43». Tageio dnung l. Gelckäst- Ilche». 2. Vortrag dt» Herrn Dr. Suatseld über.«onvenlionelle Liigen der modernen Kulmrnien'chheit. 3. Verschiedemi. Gäste haben ZmrlU. Gauorrein Oertinrr KUdyaurr,»nncnstr. 16. Dienstag Abend» 9 Uhr Bidliolhekoabend. Fachnrrrin drr Tischler live den Osten). Versammlung am Dienftaa, den 27 August, Abend» 3 Uhr, lm Restaurant Saegcr, Grillier Wea Nr, 29. Tage»>Ordnung: I. Vortrag de» Herrn Iul. Türk über:„Die Umwälzung der simuästlcken Revolution" 2. Diskussion. 8. VereinSangelegcnheiien und Ver. schiedene». Arbeiter Bildung«-Mrrrt»„Berlin Uard". Versammlung am Dlenilao, den 27. d M. Abends 8X Uhr. in Gonschairs Salon, Vadstr Nr. 22. Tages Ordnung � l. Vortrag des Herrn Metzner üver.Ferdinand Laffalle und leine Zeit," 2 Diikulsion, 3. Allgemeine«, 4, Fragekafren. Gäste willkommen. Um zablreicheS Erscheinen ersucht der Vorstand. Frei» Nerelnlgnng drr Maurer Berlin« und ilmgegrnd. Grobe Viiraiitder.Vcrsammlung am Dienstag, den 27. August, AdendS 8 Uhr in Renncsahrli Salon. Dcnnewitzstr 13, Taae» Ordnung. I. Zweck der Orga- nisaiion, 2. DlSkulsion, 3. Verschiedene», Mirg lieber werden ausgenommen. Um zadlresche» Ersäieinen ersucht der Vorstand. Sosialdenralrrattschrr Wastluerei« im 4. Berliner Neich»tago- «adldrei». Große Versammlung am Mittwoch den 28. August, Abend» präzile 8>t Uhr. in SBohihaupi» Salon, Manteuffeistr, 9, Tagesordnung r I, Ueber die dkvorfted' nden Rcichötag-wihlen. Referent, Herr Buchdrucker Wilhelm Werner. 2. VereinSar gelegenheiten 3, StrrHedene» und Fragekastcri, Reue iviilglicder werden ausgenommen. Gäste willkommen. Groste össentlich» Moikoversamminng am Donnerstaa. den 29. Angnst. Abend» 8 Uhr mäzise im Eillstum. Landsberger Allee 39.41. Taaekordnuna! I. Ueber da« Wesen und Wirken der loziaidemokralilchenWahl- vereine Reserent r Herr Fr. Zubeil. 2. Verschieden-». AUgrmriner Metall-Arbeiter- Verein Berlin» und zlmgegend. Der uaenlgeltliche ArdeiiSnackwei» b--findet stch im Süden Neander strotze S, Destillation zum Helm, im Norden! Brunnensiratze 40 bei Sckraaer und ist iäa- lich AdendS von 8� dl» 10 Uhr. Sonniaa» von 10 bi» ll!< Uhr gedffnet. Die Bibliolbek befindet sich Ncanderstratze 5. Destillalion zum Helm, und werden daselbst Montag» und Donnerstags, Abendi von 8)i bis 10 Übe, Bllchcr au«- gegeben Diejenigen Mtealieder, welche noch mir älteren veiträaen restiren, werden erlrichl, die elben bei den Zadlslesien abzuliefern. Jede Art B--Ichwerden. sowie vorauösichilichc AibeitSeinilellunaen, Matzregelungen u. s w, sind sosorr beim Vorsitzende» Zosepd Hartmann, Rcichenberger Straße 73, elnmreickcn. Am Sonntag, de» 1. Eepi-mder, findet eine Damvfcrparlhle mit Musik n-ch VoiZ- dam-Nedlitz stolt, wozu BilietS zu 1,25 M für Erwachsene, Kinder 25 Ps, bei den Kas'irer» Oilo Klei», Niitersiratze 15 und Kart Leuzner, Reiuickcndorser Strotze<9 und den Vorstandsmitgliedern zu haben sind, Grfang-, Turn- und gesellig» yrreinr am Dienstag Gesangverein Gurcnberg' Abend» 8X Uhr im Reilarrranl Ouandt, Snalauerstratze 43.— Gesangverein.Aivcnaiühcn' Abend» 9 Uhr im Restaurant Hildcbrandl. Prinzen- stratze 97— Echäserficher.Gesangverein der Elser' Abend» 9 Ubr bei Wolf und Krüger. Skolitzerftratze 126, Gelang,— Mäniicrgesangvcrein.Gartenlaube' Abend» 9 Ubr Im Restaurarrt First Konduierslraße 22.— Gtlangocrein Bouvardia' lMännerchor) Abend« 8� Uhr im Restaurant.Tcutonia', Bei- sorterstratze 15.- Männergclangvcrein.Steinnelke' Abend» 9 Uhr inr Rcstau- rani Sckulz, Etctilnerstratze 56- 67,— Gelanaverein.Harmonie' Abend» 8 Ubr in Neukam» Bierdaus, Grobe Frankturter stratze 49,— Männergesmia- verein.Echo II" Abendi 9 Uhr im Reftauranl Drtllhose, Nolenthalerslratze Nr. 11—12.— Gelongvcrein.Cängcrbain' Abend» 9 Uhr inr Restaurant Kaiser Franz Grenadierviatz 7— Gesangverein.Bruderherz' Uebunaislundc Abend» von 93<— ll)t Ubr Ausnahme neuer Mitglieder.— Gesangverein.Hoffnung Moabit'»dend» 82 Ubr Wilinackerstratzc 63 im Restaurant Alge».— «ciangverein.Fclicila»' Abend» 9 Ubr im Rrftaurant Rcbelin. Sangestraße 108. — Männergeiangverein.Oiumvia' Abend« 9 Ubr im Restaurant Gerih. Prinzen- stratze 106.— Gesangverein.Liederlust' Abend» S Uhr im Reslaurant Leh» mann. Naunvnftratze 44.— Männcrgclangverein.Accordia' Abend» 9 Uhr bei Weick, Aicianderstraße 81,— Gesangverein LudwigZcher Männcrchor Abend» 9 llbr Lindrnslratze 106 bei Poppe, Ucdungistunde. Gäste sind willkommen.— .Deutsche Liederrasel'«dend« 9 Ubr Oranienslratzc 190.- Zilherklud.Amphion' Abend« 9 Uhr in Triebes» Restaurant, Hoher Steinweg 15,— Turnoercin .Froh und Frei' lMänneradldeilung) Abend» 82 Uhr, Bergstraße 57.— Berliner Turngenossenschaft lFllnfte Mannerabiheilring) Abend» 82 Uhr in der städtischen Turnhalle, Wasscrihorstr, 31,— Turnperetn.Hasen- Haide' tMänncr-Abtheilung) Abends 8 Uhr, Dicffcnbachstr. 60-61,— Verein ehemaliger Schüler der 37. Gcmcindeschule Abends 9 Uhr tm Restaurant Kinner, Kdpnickerftr. 68.— ArendSffcher Stcnographcnverei».Apollobund' Abendi 82 Uhr Brunnensiratze 123»,— Arendlffcher Stcnographetivcrei» Abend» 82 llbr tm Restaurant.Zum cilcrnen Kreuz', Liudeuslr, 71,— Deutscher Verein ArmdS- scher Stenographen AdendS 82 Uhr tn Randes» Restaurant vrunnenstr. 129» — Verein.Rae' Abend» 82 Uhr im Ristaurant Eltze, Slcrandrinenfte, 99.— Unier dallungSvereln.Harmonie' Abend« 8 Uhr Eilenbahnstr. 36d, im Nestau- rant oon Liebe.- VergnügungSpercin.Mollig' AbcndS 9 Uhr inr Restaurant Retnlcke. GipSstraße 3, jede» Dienstag»ach dem 1. und 15— Zitderklud .Amphion' Abends 9 Uhr Im.Münchener Hos' Spandanerstr. 11—12.— Rauchklub.Zum Wränget' Abends 8 Uhr bei Herschleb, Adalberlstr. 4.-- Rauchklub.Deutsche Flagge' AdendS 8 Uhr lm Reslauranr Händler. Wrangel- straße II,— Rauchklub.FriedrichSbain' Abend» 9 Uhr im filestaurant Klpping, LandSbergerftr, 116»,— Rauchklub.Suslige Brüder' Abend» 82 Uhr bei Grorhe, Fürsienbergerstr, 2— VergnügungSverein Fröhlichkeit', Grüner Weg 29, Große GelellschastSstundc. ocrbunden mit Vorträgen. Gäste will- kommen. Entree frei.— Tambourvcrein.Seba»' Sitzung Abend» 82 Nbr Grüner Wea 9—10— Tambouroercin„Einigkeit macht stark', gegründet 1886 stellpertretender Dirigent E, Biltdardt, Uebungistunde Abend» 9 Ubr im Ne- ftanranl Habn. El'asserstr. 57, Männergesangperrin..Liedeisreibett' Reslaurant Bolzmann, AndreaSsrr. 26, Dienstag Abend« 9 Uhr, Stimmbegabte Herten werden ausgenommen. Vermiftlhies. Ueber Nergiftvng durch Kaumwolle, dieZmit chrom- saurem Blei pesälpt war, schreibt die„Nalurw. Wochenschr.": In Lyon machte Dr. Carry unlängst die höchst merkwürdige Beobachtung, daß Garnhasplerinnen durch da« Abhaspeln einer Anzahl gelb oder orange gefärbter Garne eigenartige Ver- gifiungserscheinungen beramen: Appetitlosigkeii, häufiges Erbrechen, dauernde Magenschmerzen, hochgradige Schwäche, die manche von ihnen ans Bell fesselle: selbst Koliken. Schmerzen in Siirn und Schläfe und ein auffallender grauer Saum um den Rand des Zahnfleisches. Die Erkrankungen machten durchaus einen schweren Eindruck. Den Räumen, in denen die Arbei- ierinnen beschäftigt wurden, fehlten alle Anforderungen, welche die moderne Hygiene an Arbeitsräume stellt, sie wären eng und schlecht venlilirt, ein gelbflock, ger Ueberzeug bedeckte die Masch, neu und Fußböden. Dr. Th. Weyl(Berlin) ließ sich die qualifizirten Garne aus Lyon schicken und fand, daß sie chrowsaureS Blei enthalten. Dr. Weyl macht infolge dessen in der„Zeilschrtsl für Hygiene" darauf aufmerksam, daß auch in Deutschland die Anwendung de» chromsauren Blei zum Färben von Gespinnstfasern nicht verboten sei. Durch diese Thalsachen angeregt hat er auch den gelben Zwirn untersucht, den die Sattler zum Nähen der Koffer und Wagengeschirre benutzen, und er hat auch in diesem chromsaures Blei nachgewiesen. Wenn auch bi«her Vergiftungen durch diesen Zwirn noch nicht bekannt geworden sind, so ist doch nicht ausgeschlossen, daß bei stetem Gebrauch desselben ein Nachtheil für die Gesundheit ent- stehen kann. GigenthLmliche Norftellungen von europäischen Ver- Hältnissen lchemen>n dem republtlanzschen Nemada zu herrschen, wie folgende Miiiheilung eines dortigen Blattes beweist: „Unser Landsmann Mockay gab kürzlich m Paris einen großen Ball. Er vetpflichiete den König von Schweden als Tänzer und bezahlte ihm 1000 Dollars für die Stunde. Das Gesuch des Prrnzen von Wales um eine Einladung wurde abschlägig bisch'eden. Einige donaparuftische Prinzen, welche durch die Fenster pekletlert waren, wurden von den Dienern wieder hin- ausgebracht." itrnu'tte Vschrichken. KAÄN«85 ÄIäSÄä« rn n. JV.öte Interessen des arpc...",. Voltes, fotote auch das weitere Erscheinen dieser£»> schnft nach L 11 des gedachten Gesetzes durch den UntapV ncten von Landespolizeiwegen verboten worden ist. Arnsberg, den 23. August 1889. Ter RegierungS-Prästdent. W.nzer) ** Die unterzeichnete Königliche Kreishauptmannschast d-» � zu Dresden unter dem Nomen:„ A r b e i t er- vereln zu D r e s d e n- A l t st a d l" bestehenden W«" auf Grund v»n§ 1 Absatz 2 des Reichsgesetzes gegen gemcntfiefahrhcfien Bestrebungen der Sozialdemokratie 21. Oklober 1878 verboten. Dresden, am 19. August 1889. Königlich sächsische Kreishauptmannschast. von Koppenfels. VrtefkÄflen» Lritfllde vcl Anfragen billen wir die AbonneinenlS-OuilNing beizufügen. Antwort wird nicht crlheilt. Kontul. 1� Ihr Beitrag ist mit Dank angen» 2. Die angegebene Aufschrift genügt. to-ck F- Kl. Wir wiederholen Ihnen, waS wir an � Stelle schon öfter gesagt haben: juristische AnftaM mAt sofort beantwortet werden. In dringenden besser, wenn die Ralhsuchenden stch direkt an unseren W?»j«, Bkirath wenden, dessen Namen Ihnen von der Nei»« mitgetheilt wird., V» I Kalte. Ein Recht zur Beschwerde hat Falle nur der Vorsitzende. Die Beschwerde ist an den-�an zu richten. � K> E. Kchnhmacher. Nach den Bestimmung Koniraktcs ist schritttlche Kündigung genügend, eine dem lehinfiiV �.knischelden hier nicht die gesetzlichen- s F. N Erbeben �"irakte enthaltenen Bestimml«�-., Wid� pn,ch f,e ss'Sen den Zahlungsbefehl Wfi 1000 Gipsstraße. Lesen Sie dock öhtkN daß S'e kontrakl. Darm ist zweifellos bestimmt,---- tigung Ihrer Wohnung nach erfolgter Kündigung> d. h. zu jeder nicht gerade unangemessenen Ze« B müssen. m.„tlfii"11 I. G. Unterbredon». Geschenke unter Bra können innerhalb von 6 Monaten seit der Hmgade, eiz# zelnen Geschenkes zurückgefordert werden. Ist L.er° Theil verstorben, so müssen die Erben für die Ruck�� kommen, sofern die betreffenden Sachen zur Zeil forderung noch vorhanden sind. �.»» tf |l. 6. Niidtlrrftr. Es ist dem Prediger nirgei t-.Z boten, nach 4-5 Wochen um Bezahlung für zu mahnen. Ob die beigesetzte Drohung disciplinar M> läßt sich ohne Kennlniß des WorilautcS nicht beuribeue•* ,5 0. R- öS. Wenn Sie außer in'der OrleMe. M anderen Krankenkassen sind, so kann Ihnen im Gan)..�0 nicht Mihc Krankengeld gezahlt werden, als Ihr � beträgt; es wäre sonst eine unzulässige Ueberverircheru»-» �1# U. Sch. 1. Wenn der Lehrherr das ihm f' Zllchligu>'gsrecht dem mit der Ausbildung des Lehn. � so sparen Sie weitere Schritte als aussichtslos., rfic � R- K. Eine Wirthm kann vom Schlafburschen � jhi� Besorgen von Eßwaaren und sonstige Gänge nur d«! Auslagen, nicht aber besondere Vergütung verlangen- weas bezieht sich aber das Zurückbehaltungsrecht der � auf solche ihr etwa versprochene Vergütung. F. F. Alimente verjähren in 4 Jahren, da bereits 16 Jahr alt ist, könnten daher nur noch d>i für die Zeil vom 12. bis 14. Lebensjahre gefordert w p. K. 4:1. Da Sie keine Schankkonzession besitze- Sie es nicht gestatten, daß Ihre Gäste aus d« M Weißbier tnnken, sondern machen sich dadurch 9�. rathen Ihnen, eS nicht mit der Klage ankommen zu M. Schl. Lassa«. Ein ArmuthSatlest können M von derjenigen Gemeinde erhallen, in welcher Sie\\.t jt'" wohnen. Das Attest ist aber für alle deutschen GcNsti gebend. xjsS� 0. H. Wir empfehlen Ihnen die zentralisirte diti« kasse. Näbere Auskunfi erhalten Sie in unserer � (von 1 bis 3 Uhr Nachmittags geschlossen).. Knlmftrasse 100. Hamburg, Bremen, Lubeu- G. T. 100. Der Vorsitzende des Verbandes d' „Freien Hilfskassen" wird ersucht, Herrn Emst Teige, str. 89 IN, seine Adresse umgehend mitzutheilen. �,$5 H. H. Ob die am 5. August mündlich erfolgte �. zum 1. Oktober gilt, hängt davon ab, wieviel Mielye �st lich zahlen und auf wie lange Zeit die Miethe ver � Zu mündlicher Auskunft sind wir bereit. ,,_ gio#' 1. S000. Da Sie nicht angeben, um welchen„ hi« sich handelt, bedauern wir, Ihre Anfrage nicht ste» warten zu können. Die Verordnung über die"•; Jslei� Fleischicbau nicht auf dem Zentralviehhofe geschlachtere � bezieht sich nur auf Berlin. /A-nUm-st K. M. Uetersen. Ilm Gästm Bier zum® Ihrem Lokal verabreichen zu dürfen, müssen Sie � � konzession haben. Ob Ihnen solche gewährt wer.deii � sich ohne Kenntniß der näheren Umstände nicht beur � D. Tischler. Es ist wohl angemessener,.pc.f .__________ Cl CYX..■___ t-........ �JLSe>rrt 11«'. ifi löütji aixgemtifv»«"-'-.««j von dm Vorgängern erst Noliz nehmen, nachdem sie?, 0 Handlung jjor dem Strafrichter gebracht sind.. fj"" flr' ist "'cht der Spieß umgedreht und Ihnen' und uns eine wegen Beleidigung aufgehängt werden. A. K. Laujitzerplatz. Jedes Geschütz Pferdm despannt. F. Kl. Ein dem Sohne gehöriges Spartaiic""- s--. wegen einer Schuld des Vaters nicht gepfändet werden-.� � dings ist, um Weitläusigkeitm zu vermeiven, rathsaw, Buch nicht m dem Gewahrsam deS Vaters bleibt- veranlworUrckitr Revakieur: R. tCraaaetm m fcerltn. Druck und Verla«»an Oadt»« m Berlin SV., Beutbstraße.2