Nr. 7. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Norwärts Berliner Volksblafft. 14. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zetle ober beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, 23enth- Straße 2. Deutsche Politik im Jahre 1896. II. Sonnabend, den 9. Januar 1897. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Schließlich hat er noch die neue national soziale Zum Schluß trat das Haus noch in die Besprechung der Partei auf die Bühne marschiren lassen, die da Interpellation des Zentrums, betreffend glaubt, mit diesem von der konservativen Partei fortgeschleuderten die Auflösung von Versammlungen in OberFlitterkram sich so glänzend herausstaffiren zu können, daß schlesien, weil in denselben nicht deutsch ge= sie in der Weltverbesserungsrolle für ernst genommen werden sprochen wurde. könnte, ohne zu ahnen, welchen heiteren Eindruck es macht, Abg. Stephan begründete die Interpellation, die wenn man sie selbstzufrieden ihr militärfrommes Lämmer der Minister des Innern in wenig entgegenkommendem schwänzchen wackeln sieht. Sinne beantwortete. Freiherr von der Recke von der Horst Horst nahm selbstredend die Polizei nach jeder Richtung in Schutz und betonte die Nothwendigkeit der Regierung, gerade in der heutigen Zeit ihr Recht mit aller Energie wahrzunehmen. Er ließ keinen Zweifel daran, daß er die polnische Agitation mit allen Mitteln zu bekämpfen und hierzu eventuell eine Aenderung des Vereinsgefeßes im reaktionären Sinne herbeizuführen entschlossen sei.- Die Debatte wird morgen fortgesetzt.Zur Militär- Tollheit. Gegenüber dem Versuch, die in Als Haupterrungenschaft der Gesetzgebung des Deutschen Reiches im Jahre 1896 feiern patriotische Festredner vom Schlage der Enneccerus und Paasch das Bürgerliche Gefeß buch, das mit Beginn des kommenden Jahrhunderts den Reichsbürgern die Rechtseinheit bringen wird im Sinne Der Zersegungsprozeß der bürgerlichen Parteien, der aus und Interesse des Kapitalismus. Jusofern die kapitalistischen dem Schooße der Konservativen heraus nach einander ein Viertel Einrichtungen des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches ver Dugend antisemitischer Fraktionen, dann das Zwillings altete Reste des Feudalismus ersehen, bringt die geschwister der christlich- sozialen und der national- sozialen Partei Neuerung auch der Entwickelung des Sozialismus Vortheile; hat entstehen lassen, macht sich auch bemerkbar in den übrigen unannehmbar wurde das Gesetzbuch für unsere Partei dadurch, Parteien. Die Nationalliberalen konnten den Berfall in eine daß der Reformeifer der offiziellen Juristerei erlahmte, wo agrarische und eine merkantile Gruppe nur durch eines jener be die erstarkenden Lebensbedürfnisse des Proletariats die liebten Kompromißmanöver verhüten, durch welches diese Partei Sprengung zwangsstaatlicher Bevormundungs Einrichtungen des honetten Bürgerthums sich allgemach um alles politische heischten. Geringfügige Verbesserungen abgerechnet, hat das Ansehen gebracht hat. Geschickter hat die Zentrumspartei die bürgerliche man könnte beffer sagen das Bourgeois nämlichen auch in ihren Reihen entwickelten Gegensäge aus Frankreich beschlossene Errichtung von vierten Bataillonen Gesetzbuch nur das überlieferte Recht kodifizirt, das zugleichen verstanden, obgleich auch da auf die Dauer zu einer abermaligen Erhöhung des deutschen Armeebestandes die Frau in die Stellung einer privilegirten Haus- die trennenden wirthschaftlichen Interessen die Oberhand auszunuzen, war in einem Theil der deutschen Presse sehr vers sklavin, den Arbeiter und vor allem das Gesinde in die gewinnen müssen über die verbindenden aber erlahmenden Ein- nünftiger Weise darauf hingewiesen worden, daß Frankreich mit Stellung beargwöhnter und bevormundeter Wirthschaftssklaven flüsse der Kulturkampf- Reminiscenzen. Immerhin hat die feinen 40 Millionen Einwohnern unmöglich ein größeres stehendes zurückweist. Noch nicht einmal das Maß von Vorgeschritten- Zentrumspartei vor der nationalliberalen den einen großen Heer schaffen könne als Deutschland mit seinen 52 Millionen Ein heit, zu dem westliche Kulturvölker sich auf diesen Rechts- Vorzug voraus, daß der Kampf gegen bureaukratische Ueber wohnern. Dieses Argument ist unseren Fachmilitärs, die nie gebieten durchgerungen haben, gewährt das mit Pauken und griffe während der Kulturkampf- Epoche ihr das Rückgrat ge- fie suchen es zu widerlegen. Wie? das zeigt nachstehendes genug Soldaten haben können, natürlich sehr unbequem, und Trompeten verkündete Bürgerliche Gesetzbuch dem deutschen steift hat. Die schlimmsten Borstöße der politischen Reaktion Bolte. Patriotischer Phrasenschwall kann über diese klaffende haben am Bentium bisher noch Widerstand gefunden. Zwar Telegramm: Unzulänglichkeit nicht hinwegtäuschen. Die heutigen Bourgeois hat die Partei sich schon so oft auf Schachergeschäfte eint Juristen haben auch bei diesem Werke das Urtheil Savigny's gelaffen, so daß die Vermuthung nahe liegt, sie werde auch bestätigt: Unsere Zeit hat keinen Beruf zur Gesetzgebung" für die unbedingte Reaktion einmal zu haben sein, wenn für die Zeit der untergehenden Klassenherrschaft nämlich. Erst die heilige Kirche bei dem Geschäft ein ernstlicher Vortheil der Zeit des Sozialismus wird mit der Nothwendigkeit auch zu erzielen ist. die Kraft zu epochemachenden rechtlichen Neuschöpfungen erwachten. Einen wahrhast kläglichen Eindruck hat auch in diesem Jahre wieder die antisemitische Partei gemacht. Noch nicht Gar kläglich hat sich die Unfähigkeit unserer Gesetzgebungs- einmal ihren eigentlichen Zweck, die Wahrung der Interessen maschinerie dann bei der Novelle zur Strafprozeßordnung und des Kleinbürgerthums hat sie wahrzunehmen verstanden. zur Gerichtsverfassung bethätigt. Die Regierung, in der der Ihre gesetzgeberische Impotenz fucht sie dadurch zu verhüllen, Geist des klugen Händlers und Oberfistals Miquel eine daß sie in der patriotischen Phrase noch die Nationalliberalen bestimmende Rolle spielt, wollte- Sparsamkeitsrücksichten zu übertrumpfen strebte, während ihr Hauptführer sich in die spielten dabei auch mit die allgemein für nothwendig ge- würdige Funktion des Parlamentsklowns für die Landjunker haltene Wiedereinführung der Berufung und der Entschädigung hineingetalauert hat.. unschuldig Verurtheilter sich nur gegen eine Verschlechterung der Gerichtsverfassung abhandeln lassen. Das war denn doch selbst diesem Reichstage eine zu starke Zumuthung und so wanderten Regierungs- und Kommissionsentwürfe in den Papierkorb troß des Schmerzgeftöhnes, das der Molluskendemokrat Lenzmann von sich gab. Die Köln. 3tg." wendet sich gegen diejenigen deutschen Blätter, welche die Bedeutung der in Frankreich zu vollziehenden Wiedererrichtung der vierten Bataillone dadurch abzuthun versuchen, daß sie auf die überlegene Bevölkerungsziffer Deutschlands und die Ueberlegenheit der gesammten Streiterzahl hinweisen, welche Ueber Iegenheit indeß nur dann eintrete, wenn man im Kriegsfalle den Landsturm bis zum letzten Mann in erster Linie zum Einsatz bringe. Rechne man aber nur die aktive Armee und die Reserve, so stehen in Frankreich 13 Jahrgänge, in Deutschland 7 zur Verfügung. Jene 13 Jahrgänge seien nicht mehr ausreichend, um die Armee in erster Linie und auch in einem erweiterten Rahmen mit ge schulten Leuten auszustatten. Und darin liege der Schwerpunkt der Frage, weil Deutschland, um Frankreich gleichzukommen, bei einer Mobilmachung 105 Friedensbataillone improvifiren müßte. Erster Einsatz, Friedensvorbereitung desselben und Gesammtwehrkraft seien aber Unterschiede, welche nicht schwer zu erklären feien. Ebenso wenig dürfe die Thatsache übersehen werden, daß die erste Entscheidung auf den Gang des ganzen Feldzuges eine wesentliche Bedeutung gewinne. Günstigere Sterne haben in diesem Jahre den liberalen Fraktionen geleuchtet. Die allgemeine Unzufriedenheit im Volke ist auch dieser in drei Gruppen zersplitterten Partei der milden Opposition zu gute gekommen. Sie hat einige Wahl- wesentlichen Das ist alles Geflunker, und zwar haben wir- im erfolge bei den Nachwahlen davongetragen und spürt schon malen gehört. Die französische Armee ist der deutschen nicht dieselben Redensarten schon tausende von wieder Frühlingsgefühle in ihrem alternden Gebein. Doch überlegen und sie kann, da in der militärischen Qualität Während des ganzen abgelaufenen Jahres hat dann auch daß es nur ein Altweiber- Sommer ist, der sich da bemerkbar fein Unterschied ist, infolge der Juferiorität der Bevölkerungs noch hinter den Kulissen, wie sich das für die ureigensten An- macht, geht klärlich daraus hervor, daß die Herzensergüffe dieser zahl, der deutschen Armee auch in absehbarer Zukunft nicht gelegenheiten des Militarismus ziemt, die Militär- Straf- Mannesseelen in der Hoffnung ausklingen, das Bürgerthum überlegen werden. prozeß- Ordnung sich in Geburtsnöthen gewunden. Sollte sie könne durch oppositionelles Wohlverhalten oder durch ehrerbietige wirklich in diesem Jahre einer ,, Reform" das Leben geben, so Opposition dem Hofe und der Bureaukratie endlich noch einwird der Sprößling der Mutter wie aus dem Gesichte ge- mal feine Regierungsfähigkeit und Regierungswürdigkeit be- werden, beweisen von neuem den absoluten Stillstand der - vom 29. März des vorigen Jahres, die jetzt veröffentlicht schnitten sein. Dafür bürgen alle Erfahrungen. französischen Bevölkerung und sie bilden ein wahres Memento mori! für den französischen Chauvinismus und Militarismus. Sie lehren mit zwingender Ueberzeugungskraft, daß Frankreich auf dem Boden des Systems der stehenden Heere mit Deutschland nicht konkurriren kann, und sie drängen gebieterisch zum Milizsystem, d. h. zur allgemeinen Wehrhaftmachung des Volkes. Man hat ja den schönsten Beweis dafür wieder in der Duellfrage. Mehr konnte doch kaum über die Nothwendigkeit der Abschaffung des Duells geredet und geschrieben werden, als im verflossenen Jahre. Es war genug, um selbst einen Roze zu bekehren. Jetzt haben wir mit Jahresanfang eine Verordnung gelesen, die das Duell als einen unter Umständen durch Standesehre und-Sitte unvermeidlich gemachten Bestandtheil unserer Weltordnung anerkennt. weisen. Damit liefern die Liberalen wie die übrigen bürgerlichen Parteien denn allerdings nur den Beweis, daß sie in letter Linie nur für die Sozialdemokratie arbeiten, ohne es zu wünschen oder zu merken. Und mit dem Schlußergebniß unserer Betrachtung können wir uns zufrieden geben. Politische Uebersicht. Die Ergebnisse des legten französischen Zensus Ein Milizheer aber kann für einen Angriffstrieg nicht benutzt werden. Das ist die Moral der Geschichte" und nicht das Der Militarismus giebt keine seiner Positionen auf und Berlin, 8. Januar 1897. er läßt seiner nicht spotten. Selbst seine Brüsewige weiß er zu Im preußischen Abgeordnetenhanse begründete der entschuldigen. Für das Unbehagen, das sein Treiben dem Finanzminister Dr. Miquel heute in zweistündiger Rede den militaristische Geschwafel der Babylonierin von Köln. Reichsbürger einflößt, hat er nur das eine Mittel, durch neue An-& t at, der sich so günstig wie möglich stellt. Der Ueber- Die Hintermänner" entwickeln jetzt eine fabelhafte forderungen an den Reichsste uersäckel ihn, den Steuerzahler, schuß des vorjährigen Etats beläuft sich auf 60 Millionen Thätigkeit, um auf ihre Werkzeuge alle Schuld der„ Nebenso zu verblüffen, daß er in der Sorge darum, wie das Geld Mark, obgleich Dr. Miquel bei der Einbringung desselben ein regierungen" abzuladen und von sich selber die öffentliche Aufaufgebracht werden soll, selbst die Brüsewißereien und Defizit von 14 Millionen prophezeiet hatte, 14 Millionen prophezeiet hatte, und der merksamkeit abzulenken. Die Tausch und Schumann Kasernenidylle vergißt. laufende Etat schließt voraussichtlich sogar mit einem werden planmäßig und sensationell zu großen Persönlichkeiten Während so auch auf rein politischem Gebiete der Klassens Ueberschuß von 80 Millionen Mart ab. Troß dieser aufgebauscht, und namentlich der letztere zum Held und Mittelstaat es zu feinen ernstlichen Reformen bringt, erzeugt er günftigen Finanzlage warute der Minister vor allzu punkt zahlreicher wahrer und unwahrer Geschichten gemacht, doch fleißig aus sich selbst heraus die Kräfte, die seine Selbst- fühnen Hoffnungen, da die Betriebseinnahmen schwankend so daß er als ein wunderbarer Ueberall und Nirgends vor auflösung beschleunigen. Als eins der geheiligtsten Mittel be- feien und da man damit rechnen müsse, daß das Reich er der Phantasie des Publikums steht. Ein solcher Mordskerl soll trachtet er von je das Vertuschungssystem, das alle seine Krebs- höhte Matrikularumlagen fordert. Wie durch alle Miquel'schen natürlich auch im stande gewesen sein, Minister und sogar Reichs schäden dem profanen Auge der Unterthanenschaft entzieht. Finanzreden, so zog sich auch durch diese das alte Klagelied fanzler zu stürzen. Wozu da nach Hintermännern" suchen? Aber hinter dem staatserhaltenden Schleier treiben auch alle die von den dauernden Ausgaben, denen unsichere schwankende Die gestrigen und heutigen Blätter enthalten folgende Notiz, Hintertreppenpolitiker ihr unsauberes Wesen, die im Interesse Einnahmen gegenüberstehen; man merkte ihm die Trauer in der allerdings nicht Normann- Schumann, sondern Tausch der hungrigen Staatsamtskandidaten den alten Pfründen darüber an, daß die Kommission ihm sein Lieblingsprojekt, die Hauptrolle spielt: inhabern den Garaus zu machen suchen. Und so hat es denn den Ausgleichsfonds, vernichtet hat. Daß sich Miquel über die Fronie der Geschichte gewollt, daß einer der angesehensten die Verschlechterung des finanziellen Verhältnisses Preußens Staatslenker fich in die Deffentlichkeit flüchten mußte vor den zum Reiche beklagte, kann man ihm als Finanzminister nicht Machenschaften eines politifirenden Kriminalkommissars und verargen, wenn es auch bei den großen Ueberschüssen Preußens seiner Hintermänner. Eine so bittere Satire auf das staats- nicht allzu schlimm ist, daß es 2 Millionen Mart mehr an erhaltende Vertuschungssystem konnte nur der Geist der Ge- Matrikularbeiträgen an das Reich zahlt, als es an Ueberschichte in einer seiner ironischen Launen ersinnen. weisungen bekommt. Er hat auch sonst in diesem Jahre mit unverwüstlichem Einen großen Theil seiner Rede widmete er den geplanten Humor gar oft seines Amtes gewaltet. Er bescheerte Besoldungs- Verbesserungen der höheren und uns den Hammerstein- Prozeß mit seinen interessanten Ent- mittleren Beamten. Bei dieser Gelegenheit machte er denjenigen hüllungen darüber, wie die Edelsten der Nation, so an der Beamten, welche sich zur Verbesserung ihrer Lage mit Petitionen Spitze der konservativen Partei marschiren, aus Pistolenangst an das Haus oder mit Zuschriften an die Presse gewandt dem Herrn Baron bis in die Puppen hinein Spielraum zu haben, einige versteckte Vorwürfe, die aber ebenso wenig am seinen Gaunereien gewährten. Er hat zu dem Säuberungs- Plate waren, wie die Vorschriften, die er dem Hause in betreff prozesse der konservativen Partei geführt, in dem hinter dem der Behandlung der Vorlage gab. Ob das Haus die Vorlage diskreditirten theuern Gottesmann auch der ganze Plunder im ganzen oder nach einzelnen Beamtenkategorien berathen des sozialreformerischen Flitterkrams, mit dem sich die will, ist wohl nicht Sache des Ministers, sondern der AbgeordJunker ausstaffirt hatten, zum Fenster hinausflog. neten, die sich ihre Geschäftsordnung selbst geben. B Woher hatte Tausch die ungewöhnlichen Geldmittel gehabt, mit denen er zeitweise arbeitete? Gerade diesem Punkte u. a. dürfte die Untersuchung ihr Hauptaugenmerk zuwenden. Die chronischen Finanzkalamitäten des Herrn v. Tausch sollen zeit weise einem erstaunlichen Ueberfluß an Geld Plaß gemacht haben. Normann Schumann, von allen Mitgliedern dieser Klique zweifellos der gewandteste und flügste, hat sich schließlich ein Vermögen erspart; bei Herrn v. Tausch da. gegen tam das Sprichwort wie gewonnen, so zerronnen" stets zur vollsten Geltung. Zweifellos werden sich die Nachforschungen auch auf den finanziellen Theil der Thätigkeit der Herren v. Tausch und Normann- Schumann zu erstrecken haben. Die Kardinalfrage im Prozeß Tausch wird zu lauten haben: Woher hatte er die Mittel, die ihm und seinen Kreaturen ihre Thätigkeit ermög lichten? Es wäre nicht zu verwundern, wenn über diesen Punkt noch die überraschendsten Entdeckungen gemacht würden, welche den Fall Tausch" aus dem Reiche der hohen Politik einfach in den Pitaval verseken tönnten." " 27 Pitaval" ist der französische Sammler von berühmten Rriminal prozessen. Es liegt also in dieser Notiz das Be ftreben, den Prozeß Tausch von dem politischen auf das weit mehr zu leiben haben, als die großen; und verschiedene follen riminalistische Gebiet zu ziehen. Und wenn wir be- bereits in geschäftliche Verlegenheiten gerathen sein. Thatsache ist, denken, daß das Blatt, welches diese Notiz zuerst brachte, der daß eine Anzahl Kleinerer Rheder auf Beilegung des Streiks drängt, von Bismarck'schen Reptilien bediente Hannoversche aber bis jetzt an dem Widerspruch der großen Rheder gescheitert ist. Courier" des Herrn v. Bennigsen ist, so wird Quelle und Bwed fofort tlar. Jedenfalls führt die Spur zu Hinter männern". Und ebenso führt es zu Sintermännern", wenn die meisten Berichte über Schumann- Norman, so sehr fie sonst von einander abweichen, mit merkwürdiger Uebereinstimmung die Thatsache erwähnen, daß er den Grafen v. Walder see als Hintermann genannt habe. angetreten. Türkei. - Auf Kreta mehren sich wieder die Scharmützel zwischen Türken und Christen. Abwechselnd überfallen die einen die andern, die Stammesgenossen der Getödteten unternehmen dann Rachezüge, und so ist des Gemezels kein Ende. Die türkischen Behörden rühren teinen Finger. Dagegen nehinen sich Deutsches Reich. - aus politischen Gründen Der Staatsfetretär bes Auswärtigen die griechischen Konsuln der Christen eifrig an. Asien. Amtes, Freiherr v. Marschall, hat einen furzen Urlaub - Ueber die Verhältnisse in China sprach sich der Vorläufer eines Ministerwechsels handelt. Es scheint vorerst nicht, daß es sich bei diesem Urlaub um den Ende November abberufene bisherige japanische Gesandte am Hofe zu Peking einem Bekannten gegenüber folgendermaßen Allgemeiner Handwerkertag. Laut Mittheilung aus: Nach dem Kriege mit Japan hat China zwar seine Wir dächten, das wären genügende Anknüpfungspunkte für des Obermeisters Rings aus Köln in einer Handwerkerversammlung Verwaltung etwas verändert, aber durch die Macht der Gewohn findige Staatsanwälte und Untersuchungsrichter fogar für in Bielefeld wird in nächster Zeit ein allgemeiner deutscher Hand- heit ist es, zumal bei dem Umfange dieses Riesenreiches äußerst nicht sindige. werker und Jnnungstag einberufen werden. Sämmtliche Ab- schwierig, Neuerungen wirklich durchzufezen. Zahlreiche Patrioten haben Bücher herausgegeben und über Reformen viel Herr Stenograph Roller sendet uns abermals eine Be- geordnete erhalten hierzu Einladungen. es damit geht in Wirklichkeit - Unter den Schlitten" zu kommen, fürchten, wie in der geschrieben, doch nicht so. richtigung, der wir nachstehend Raum geben, obgleich sie nicht das, was wir behauptet haben, berichtigt, sondern nur die daraus ge- Konserv. Korrefp." zu lesen steht, die Konservativen bei den leicht, auch wenn der Kaiser selbst den Willen hätte, alles zogenen Schlußfolgerungen. Die Thatsachen, worauf es an- nächsten Reichstagswahlen. Wer unter den Schlitten tommt, hat der europäischen Kultur entsprechend zu verändern. Nach meiner tommt, daß der Untersuchungsrichter Hollmann gewöhnlich des Guten etwas zuviel gethan". Es ist anerkennens. Ansicht fann eher im Laufe der Zeiten durch Eisenbahnen, Post, Herrn Roller als" Agent der politischen Polizei" bezeichnet, daß werth, daß die Konservativen endlich einmal die Wahrheit sprechen. Telegraphie und andere Verkehrsmittel der Kultur Eingang verBolizeirath Krüger unter seinem Eide behauptete, er vertebre Wenn sie es während der nächsten Wahlbewegung ebenso halten, schafft werden oder aber schneller durch die besondere Kraft eines großen genialen Helden und Staatsmannes. Was den militärischen mit Roller; daß Roller selber unter seinem Eide zugab, er tönnen sie ihr blaues Wunder erleben. habe der Polizei schriftliche Mittheilungen ge= Bustand anbetrifft, so muß man bedenken, daß China über macht, und daß das Polizeipräsidium den Empfang 400 Millionen Bewohner hat, die im Durchschnitt ein verhältnißfolcher Mittheilungen zu den Aften bestätigt hat, bestreitet Herr Roller mäßig großes Vermögen besitzen. Allein die Verwaltung der Steuereinnahme und Steuerverwendung ist in unbeschreiblich großer Unordnung und deshalb ist es nicht leicht, die großartige ehemalige Nordflotte wieder herzustellen, auch wenn die chinesische Regierung allmälig Material ankaufen läßt. Im großen Volfe herrscht keineswegs eine tiefe Verstimmung wegen des Krieges und deshalb ist es auch im Herzen gegen die Japaner nicht besonders feindlich gesinnt. Was Li- Hung- Chang betreffe, so habe dieser Staatsmann sehr viele Feinde. Es sei ebenso leicht möglich, daß er wieder Vizekönig von Petschili, als daß er verbannt werden oder sein Leben verlieren könne. Afrika. nicht, weil er sie nicht bestreiten kann. " Die Roller'sche Berichtigung", deren Aufnahme er auf grund des§ 11 des Preßgesetzes fordert, lautet: " Roller. Die, Deutsche Tageszeitung" erklärt mit den bei ihr nicht verwunderlichen„ urwüchsigen" Ausdrücken, sie habe niemals zu Herrn v. Tausch geftanden. Es ist gut, daß sie das einmal ausdrücklich erklärt, ließ doch ihre bisherige Haltung das direkte Gegentheil wahrscheinlich erscheinen. " Der König absolut, wenn er unfern Willen thut", dies ist nach wie vor die Parole der Junker. Die" Deutsche Tageszeitung" wendet sich heute mit Entrüftung gegen die links freifinnige Preffe, wie die Königsberger Hartung'sche Beitung", die die Rabinetsordre über die Duelle bemängelte. Das agrarische Blatt schreibt: Ueber solche Dinge au urtheilen, hat die Presse jener Richtung nicht den mindesten Beruf." Grinnern sich die Redakteure der, Deutschen Tageszeitung" nicht einer Reichstagsrede des Abgeordneten Schippel, die aus Organen der Agrarier die schärfsten Kritiken der allerhöchsten Person" sitirte? Kapstadt. Im Betschuanaland ist der Aufstand von neuem ausgebrochen und breitet sich immer mehr aus. Die Eingeborenen plünderten an mehreren Stellen. Die Bewohner der Stadt Kuruman befestigen die Stadt. Die Freiwilligen der ganzen Kapkolonie find aufgefordert worden, sich bereit zu halten. Aus Pretoria wird gemeldet, daß die Verhandlung über die Nachdem der Vorwärts" in einem Polizei Reminiscenzen" überschriebenen Artikel vom 30. Dezember v. J. mich seinen Lesern gegenüber als Agent der politischen Polizei", der sogar mit einem Polizeirath verfehrt" habe, hinzustellen versucht, und meine infolge dessen an seine Redaktion ergangene fachliche Erklärung der diesbezüglichen Verhältnisse in seiner Nummer vom 7. Januar 1897 berartig verarbeitet hat, daß aus derselben der Verbreitung unwahrer Thatsachen in weiteren Kreisen der größte Spielraum gelassen bleibt, so erkläre ich hiermit die von dem Vorwärts" in jenen beiden Artikeln in bezug auf mich vermutheten Thatsachen für un wahr ich war nie Agent der politischen, überhaupt Agent der Polizei und stand nie mit irgend einer polizeilichen Person in einer als Verkehr zu bezeichnenden Beziehung. - Derklagende Mohr hatte eigentlich keine Ursache, den schwer getränkten zu spielen. Dies zeigt der Gang einer Verhandlung, Das Zeugnißzwangs- Verfahren gegen die Frank- die in der bekannten Klagefache des Margarinefabrikanten Mohr am furter Beitung" ist nun bis zur Verhaftung des verantwort. 6. b. M. in Kolmar i. E. gegen die Kolm. 3tg." stattfand. Diefelbe der Transvaal- Regierung zu gewährende Entschädigung dem Ablichen Redakteurs Alexander Giesen gediehen, der das wurde vertagt, da der Verklagte durch weitere Zeugenvernehmungen schluß nabe stehe. Die Entschädigung soll zwei Millionen Pfund breiteren Boltsmassen unverständliche Verbrechen" begangen den Wahrheitsbeweis erbringen wollte. Auf Antrag des Vertheidigers( etwa 40 Millionen Mark) betragen. hat, tein wortbrüchiger Berräther sein zu wollen. Für den Atten verlesen. Daraus ergab sich der Köln. Voltsztg." zufolge, wurden in der Verhandlung die Vorstrafen des Herrn Mohr aus jeben anständigen Menschen ist eine andere Handlungs- daß Herr Mohr zu Anfang der siebziger Jahre in Altona wegen weise als die des in Haft genommenen Redakteurs Giesen Beamtenbeleidigung zu zehn Thalern Strafe verurtheilt worden ist, ausgeschlossen und trotzdem wird er, wie das Gesetz es fordert, wegen Bernichtung einer Urkunde zu fieben Tagen Gefängniß, wegen eingesperrt und kann sechs Monate darüber nachdenken, wie einfachen Bankrotis( 1873) zu drei Tagen Gefängniß, später wegen bedenklich es im Deutschen Reiche werden kann, sich von den Bergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz zu 60 M. Geldstrafe und Geboten der Ehre leiten zu lassen. 1896 wegen öffentlicher Beleidigung zu 30 M., außerdem noch zu einigen vierzig Polizeiftrafen. = Armer Vielhaben! fo Frankreich. Amerika. Beschlußantrag eingebracht, durch welchen die Unabhängigkeit Ruba's Washington, 7. Januar. Jm Senate wurde von Wills ein anerkannt wird und 10 000 Dollars als Gehalt für einen amerikanifchen Gesandten auf Kuba bewilligt werden sollen. In dem Beschlußantrage wird ferner erklärt, daß für die Anerkennung der Rongreß, nicht der Präsident, zuständig sei. Die Berathung hierüber wurde auf Montag vertagt. Abgeordnetenhaus. In ausführlicher Auseinandersetzung legt die Frankfurter Beitung" dar, daß die Anwendung des Zeugnißzwanges formal Hamburg, 7. Januar.( Nat. Btg.") Die Frage der RechtsEine giltigkeit der Verordnung über den Maximalarbeitstag in Bäckereiund rechtlich gegen ihren Redakteur unhaltbar sei. Wiedergabe der meisten Theile dieser interessanten Aus- betrieben stand bei dem Landgericht hier zur Verhandlung. Für den 13. Sigung vom 8. Januar 1897. 1 Uhr. angeklagten Bäckermeister trat der Reichstags- Abgeordnete Bielhaben führungen erübrigt sich für uns, da wir leider ver auf. Gr bestritt die Zuständigkeit des Bundesraths zum Grlaß Er Am Ministertische: Dr. Miquel. geblich bei dem Zeugnißzwangs Berfahren gegen unsere derartiger Berordnungen für das Bäckergewerbe, da§ 120 e Auf der Tagesordnung steht: Entgegennahme von Kollegen Hugo Pößsch und Adolf Braun die gleichen ber Gewerbe Ordnung sich nur auf Fabritbetriebe beziehe. Vorlagen der königlichen Staatsregierung. Argumente wie das Frankfurter Blatt in unseren Eingaben Ferner betonte er, daß die Gerichte auch die Verpflichtung Finanzminister Dr. Miquel: Während in den letzten vier bei Gericht und in der Besprechung des Falles in unserem hätten, zu prüfen, ob die Arbeitszeit im Bäckereibetriebe Jahren der Etat nur mit Hilfe einer Anleihe balancirte, habe ich Blatte hervorgehoben haben. In einem Punkte unterscheidet wirklich eine so lange und gesundheitsgefährliche sei, die Genugthuung, daß diesmal die Einnahmen und Ausgaben Zum ersten Mal schließt auch der Etat mit fich der Fall der Frankfurter Zeitung" von dem unseren, Das Gericht sprach sich dahin aus, daß der Bundesrath mehr als 2 Milliarden ab. daß fie daß fie den Erlaß einer solchen Verordnung rechtfertige. balanciren. Die Einnahmen sind um 119 1/2, und dieser verdient hervorgehoben zu werden. Bes um 105 Millionen gewachsen. Bei den befugt sei, auf grund des§ 120e der Gewerbe- Ordnung auch das die Ausgaben fanntlich liegt dem Verfahren die Beröffentlichung Bäckereigewerbe in den Kreis seiner Berordnungen zu ziehen; weiter Ginnahmen kommen dabei vor allem die höheren Erträge der Beeines Artikels über den noch nicht in der Breffe verneinte es das Bestehen eines richterlichen Prüfungsrechtes hin- triebsverwaltungen und vor allem der Eisenbahnverwaltung in be veröffentlichten Militäretat zu grunde. Der Reichskanzler fichtlich der internen Verhältnisse des Bäckereigewerbes, bie zum tracht. Gerade deshalb aber haben wir allen Anlaß zu großer Voreröffnet ein Disziplinarverfahren gegen Unbekannt. Nun war Erlaß der Verordnung geführt hätten. Daher erklärte das Land- ficht, denn es ift teine Garantie gegeben, daß die Steigerung der Erträge der Betriebsverwaltung andauernd die gleiche bleiben wird, es aber eine ganz willkürliche Annahme, daß, selbst wenn es gericht die Bundesraths- Berordnung für rechtgiltig. während zweifellos die Steigerung der Ausgaben fortdauern sich um die Veröffentlichung einer geheim zu haltenden wird. Wir haben diesmal infolge der Aufbesserung der BeamtenDrucksache handelte, der Autor ein der Disziplinar Rückzug im töniglich fächfifchen Feldzuge gewalt des Reichstanzlers unterstehender Beamter unterstehender Beamter sein gegen die Konfumvereine. Die königliche Kreishauptmann- gehälter und des Lehrerbesoldungs Gesetzes große dauernde müßte; genau eben so gut tönnte sie aus der Um- fchaft in Zwickau hat, wie unser Burgstädter Partei- Organ melbet, Mehrausgaben einstellen müssen, die durch die Erträge der Konvertirung nicht entfernt gedeckt werden können. Auch das mahnt gebung eines dem Reichskanzler koordinirten Bundesraths- auf erfolgte Borstellung von Konsumvereinen ihre allgemeine Un für die Zukunft zur größten Vorsicht. Der Etat 1895/96 hat mit ordnung betrefis der Legitimation von Konsumvereins- Mitglieder bei mitgliedes herrühren, da der Etat zur Zeit der Veröffent: Waarenentnahmen u. s. w. wieder zurückgezogen und sich vorbehalten, einem Defizit von rund 70 Millionen abgeschlossen. Dieses Defizit lichung sich bereits in den Händen der Bundesrathsmitglieder bei Borlegung von Anweisungen(?) der einzelnen Vereine für hat sich indessen durch die Mehrüberweisungen aus dem Reiche auf 20 Millionen reduzirt, und durch erhöhte eigene Betriebseinnahmen befand, und in diesem Falle wäre eine Zuständigkeit des jeden einzelnen Fall Entschließung zu fassen. sind wir zu einem Ueberschuß von annähernd 60 Millionen gelangt. Reichskanzlers ohne weiteres ausgeschlossen. Somit ist eine Man hat an die Thatsache, daß wir mit großen Ueberschüffen Prüfung unterlassen worden, die schon allein zu einer Abrechnen tönnen, nun leider zu große Hoffnungen geknüpft. Wir weisung des Ersuchens wegen zweifelhafter Zuständigkeit hätte haben früher schon öfter große Ueberschüsse gehabt, fogar bis über führen müssen. 100 Millionen, und sind doch wieder in eine Zeit des Defizits geIhre Ausführungen schließt die Frankfurter Beitung" rathen. Es ist vor allem zu bedenten, daß wir auf große, fichere folgendermaßen: Einnahmen verzichtet haben und daher noch mehr als früher Betriebseinnahmen angewiesen find, Aus dieser Argumentation geht hervor, daß mit der AnParis, 8. Januar. Die indirekten Staatseinnahmen im auf die schwankenden wie vor mit der Gefahr rechnen wendung des Zwangs zu eidlicher Zeugnißleistung der Jahre 1896 weisen dem Budget- Voranschlage gegenüber ein Mehr daß wir auch nach Disziplinarbehörde auf dem Umwege des Strafprozesses Befug: von 4/4 Millionen und gegenüber den Einnahmen im Jahre 1895 müssen, daß das Reich erhöhte Matrikularumlagen fordert. Es ist niffe auerkannt werden, die sie nach ihrem Disziplinarrecht ein Mehr von 40%/ Milionen auf. also große Vorsicht geboten. Tritt aber nichts Unvorherzusehendes gar nicht befigt, daß sie mehr Rechte erhält, als sie an fich ein, so fann man annehmen, daß das Ergebniß des abgelaufenen hat. Daß das unzulässig ist, bedarf keiner Frage, und gegen Etatsjahres mindestens ebenso günftig sein wird, wie im ab diese Machterweiterung der Behörden muß um so schärfer London, 8. Januar. Stanley hat eine Statistit veröffentlicht, gelaufenen, denn alle Verwaltungen, mit Ausnahme derjenigen der protestirt werden, als der disziplinare Beugnißwang weit in welcher er die Ueberlegenheit des deutschen Domänen( Bört! rechts) versprechen so wesentliche Mehreinnahmen, über den strafprozessualischen hinausgehen würde: während sonst Handels in den Kolonien dem englischen Handel gegenüber daß wir die Mehr überschüsse auf etwa 80 Millionen alle Breßvergeben, auch die schwersten, in sechs Monaten verjähren, nachweift und den Export Englands als durch Deutschland ge- fchäßen tönnen. In dem neuen Etat fonnten deshalb, abgesehen tönnte, da Disziplinarvergehen nicht der Verjährung unterliegen, fährdet hinstellt. Die Regierung hat sich infolge diefer Agitation bei der Domänenverwaltung, höhere Einnahmen veranschlagt werden. ein disziplinarischer Zeugnißzwanz zu jeder beliebigen Zeit gegen bestimmen lassen, Maßregeln gegen Deutschland und Belgien zu er- Den Ertrag der Ginkommensteuer fönnen wir um 3 Millionen höher Redakteure angewandt werden, auf grund irgend welcher noch so greifen. Zunächst ist ein ministerielles Ruudschreiben an die anfeßen, die Gebühren und die indiretten Steuern verunverfänglicher Artikel, die vor Jahren einmal erschienen sind und Bureauvorsteher sämmtlicher Departements ergangen, fünftig alle sprechen ebenfalls höhere Grträge infolge der Hebung von die Neugierde oder das Mißtrauen einer Behörde erregen. Lieferungen für ihr Ressort nur noch englischen Fabriken zu über- Sandel und Industrie. Die Stempel steuern fonnten wir um Der Zeugnißzwang in Disziplinarfachen öffnet der Verwaltungs- tragen und Zwischenhändler zu vermeiden. In solchen Fällen sollen 82 Millionen höher ansetzen.( Hört! links.) Wenn das hört! nur willkür Thür und Thor, noch dazu wenn sich die Gerichte als die Verträge direkt mit den Fabrikanten geschloffen werden. richtig wäre!( Seiterfeit.) Die Steigerung ist nicht eine Folge des bloßes Ausführungsinstrument der Behörden betrachten. Dieser Belgien verliert durch diese Maßnahme eine jährliche Einnahme in neuen Stempelsteuer- Gesetzes, wie man zu glauben scheint, sondern fie war bereits vorher vorhanden. Die Seehandlung und die Bergwerfe Berzicht auf die Selbständigkeit der Gerichte fällt um so schärfer erheblichem Betrage. ins Auge, wenn man sieht, wie die geschilderte Willkür sich schon versprechen erhebliche Mehreinnahmen, ganz besonders aber die Dänemark. auf die Rechtshandhabung selbst überträgt und die Gleichheit Berfall der Rechten". Gemeindewahl in Eisenbahnen, deren Mehrüberschüsse wir auf etwa 36 Millionen bes Rechts zu einer Bhrase macht: gegen die Frankfurter Zeitung" reberitsberg. Die" Verwirrung unter der in zwei Theile veranschlagen dürfen. Die Ersparniß infolge der Konvertirung wird geht man auf grund gefünftelter Konstruktionen mit dem Mittel auseinandergebrochenen Rechtenpartei wird immer größer. Durch sich in diesem Jahre nur auf etwa 5 Millionen belaufen. An des Zeugnißzwanges vor, obwohl das Gericht selbst das Vor- tectes Auftreten suchen zwar die Führer diese Sachlage noch zu ver- Ueberweisungen erhalten wir aus dem Reiche 11 Millionen mehr, liegen einer ftrafrechtlich zu ahndenden Handlung negirt die schleiern, aber es gelingt ihnen nicht. Eine erbgefeffene Domäne wogegen wir 13 Millionen mehr an Matrikularbeiträgen zu Hamburger Nachrichten", deren Enthüllungen sich nach der Er- nach der anderen wird ihnen entrissen. Frederiksberg, ein Borort zahlen haben werden. Auch diesmal also stehen wir vor einer Berflärung im Reichs- Anzeiger" als Landesverrath charakterisiren, von Kopenhagen, ging der Rechten bei den letzten Wahlen verloren. fchlechterung des finanziellen Verhältnisses zum Reich. Wir stehen find bis heute unbehelligt geblieben. Es ist wirklich schwer, teine Aber in der Gemeindeverwaltung hatte diefe Partei die Majorität. aber ferner vor einer erheblichen Erhöhung der Beträge für Satire auf diese Gleichheit des Rechts" zu schreiben. Bei den am 5. Januar stattgehabten Kommunalwahlen wollte sie Pensionen, Krantentafsengelder u. f. w. Dieselben belaufen sich in Paris, 8. Januar. Von der Libre parole" über die geplante Umänderung der franzöfifchen Artillerie befragt, erklärte ein höherer Offizier, der Oberst Hanobert, die Schnellfeuer Kanonen tönnten in derselben Zeit sechsmal so viel Geschoffe abfeuern, als die gewöhnlichen Kanonen. England. B Eine Streitwirkung. Während aller langdauernden Streits Hand bekommen. Himmel und Hölle setzte sie in Bewegung, aber müssen wir mit großer Vorsicht vorgehen. in England stellte sich nach einiger Zeit heraus, daß die weniger das Resultat war für sie ein recht geringes. Die Linke und die Wittwen- und Waisenpensionen zu erhöhen. Ein bezügliches Gefeß Eine Streitwirkung. Während aller langbauernden Streits die frühere Scharte auswegen und den ganzen Gemeinderath in die diefem Etat bereits auf 78 Millionen, geht die Karre so weiter, fo Nichtsdestoweniger werden wir darauf bedacht sein können, die reichen der Arbeitgeber zum Frieden geneigt waren, die reicheren Sozialdemokratie stellten eine gemeinsame Liste auf, und diese hatte Wittwen- und Waisenpensionen zu erhöhen. Ein bezügliches Gefeb bagegen umso eifriger zur Fortsetzung des Kampfes( Machtstreits") Erfolg. Es wurden gewählt: 8 Sozialdemokraten, 4 Kandidaten wird ihnen bald zugehen.( Beifall.) Wir werden ferner wieder mit brängten. Beim legten großen Kohlenarbeiter Streit trat dies be- der Linken und 8 Mitglieder der Rechten. In Oppositionsfreifen der Errichtung einer Anzahl neuer etatsmäßiger Beamtenstellen vorfonders auffällig zu tage; die fleineren Grubenbefizer warfen betrachtet man den Ausfall dieser Wahl als ein günstiges Bor- geben tönnen. Im Handelsministerium kommen neue Ausgaben vor für schließlich den großen Kollegen vor, sie verlängerten abfichtlich zeichen für die bevorstehenden Kopenhagener Kommunalwahlen.- die neuen Börsenfommissare und zur Förderung des gewerblichen den Streit, um die Kleinen" u grunde zu richten Bulgarien. " und sich Konturrenten vom Halse zu schaffen. Und Fortbildungsschulwesens. Bei der Justizverwaltung fönnen wir bei einer Reihe von Gerichten eine Vermehrung der Stellen eintreten die„ Großen" mußten schließlich auch nachgeben und einen Vergleich Sofia, 8. Januar. Narodni Prava", das Organ Rados- laffen. Man wird das Gebotene wieder für zu gering halten, aber eingehen freilich erft, nachdem ein Theil der kleineren Kollegen fich lawow's, meldet, daß die Glückwunsch- Telegramme des Fürsten und man muß doch berücksichtigen, daß teine andere Berwaltung eine fo zu grunde gerichtet hatte, so daß der Streit für die Großen der Sobranje an den Baren zu seinem Namenstage unbeantwortet starke Bermehrung der Stellen aufzuweisen hat, wie die Justizverwaltung. Im Minifterium des Innern sind die Bezüge für ein gutes Geschäft war. Aehnliche Beobachtungen find in geblieben sind. Welche weitere Demüthigung außer der Amnestie und der Dienstaufwendungen der Landräthe erhöht worden.( Beifall rechts.) Deutschland wiederholt gemacht worden und wer fühlen Auges nicht mehr ausreichend, und im Intereffe der die Dinge betrachtet, findet diese Streitwirkung oder Streitausnugung Pensionirung der in der Schilderhebung gegen Alexander I. bethet. Sie waren der Geschäfte war die Ers ganz natürlich, ja felbstverständlich. Auch in Hamburg stellt sich ligten Offiziere verlangt bas offizielle Rußland von den charakter- ordnungsmäßigen Führung höhung geboten. Im Landwirthschafts Ministeriums find jezt heraus, daß die kleineren Rheder unter dem Hafenarbeiterstreit losen Staatsmännern Bulgariens? Dr. Stephan Beuthen( 3.): G Nächste Sigung: Sonnabend 11 Uhr.( Besprechung der Interpellation Dr. Stephan; fleine Vorlagen.) Schluß 44 Uhr. Parlamentarisches. von Bon den Beamten, deren Gehälter nach Dienstaltersstufen auf fleigen, erfahren eine Aufbesserung die Provinzial Schulräthe, fünf Leiter höherer Lehranstalten in Berlin, verschiedene höhere Justizbeamte, 287 Mitglieder der Gisenbahn- Direktionen, 98 Regierungsund Bauräthe im Ressort der Bauverwaltung, 484 Landräthe, mehrere Lehrer höherer Schulen u. a. m. Partei- Nachrichten. Der Landesvorstand der Sozialdemokratie Badens sagt Mehraufwendungen erforderlich für die Generalfommissionen| regierung ganz besonders. Wird bei solchen Versammlungen angezeigt, Bugleich mit dem Etat ist dem Abgeordnetenhause eine Dentund zur befferen Verwerthung landwirthschaftlicher Produkte. Auch daß polnisch geredet werden soll, so stehen uns Beamte zur Ver- schrift betr. die Fortführung für die Besoldungsaufbefferung die Gestützverwaltung mußte reicher bedacht werden, als bisher, fügung, die des Polnischen mächtig sind. Es darf nur nicht die Regel für die mittleren und höheren Beamten zugegangen, für da fie insbesondere für die Landwirthschaft nicht das leisten konnte, bilden, denn ein zu starkes Personal tönnen wir uns nicht halten, bie im 191 Millionen ganzen ausgefeht find. Der was sie von ihr zu verlangen berechtigt scheint. Im Kultusetat wir müßten denn unsere Polizeibeamten zu Polyglotten gestalten. Plan gebt dem Grundsatze aus, daß ein Be finden Sie eine erste Rate von 500 000 Mark zum Bau von Nun ist das Hochpolnische weber in Beneschau, noch in Beuthen, amter ein Gehalt beziehen soll, welches zum standesmäßigen Museen. Dieser Bau ist schon seit einer langen Reihe von Jahren noch in Wieschowa Voltssprache, sondern zum theil das Wasser- Leben erforderlich ist und eine angemessene Unterhaltung seiner in Aussicht genommen, hat aber bisher leider noch nicht ausgeführt polnische, in Beneschau das Mährische. Das Hochpolnische muß Familie und Ausbildung seiner Kinder gestattet." Jin allgemeinen werden können, sehr zum Schaden der Kunst und der Kunstschäße, nach den mir vorliegenden Berichten aber der wasserpolnischen find alle Beamte von der Besoldungserhöhung ausgeschlossen, um welche uns die ganze Welt beneidet, die aber nur mangelhaft Bevölkerung unverständlich bleiben. Man kann daher der Polizei welche ein Gehalt von 12 000. und darüber beziehen. Ausuntergebracht werden konnten. Es soll ein Museum für christliche behörde keinen Vorwurf daraus machen, daß sie teinen hochpolnisch nahmen sind nur bei einigen höheren Beamtenkategorien geKunst und eins zur Unterbringung der pergamenischen Alterthümer sprechenden Beamten zur Verfügung hatte. Sie hätte also macht, die denselben Beamtenkategorien im Reich gleichgestellt auf der Museumsinsel hierselbst errichtet werden. Die Spize diefer die Versammlungen nicht genügend überwachen können, und wurden, z. B. bei den Unterstaatssekretären. Von einer gleichmäßigen Insel foll refervirt werden für das Denkmal, das der Kaiser dem es lag die Befürchtung vor, daß das Hochpolnische nur prozentualen Erhöhung der Gehaltssäße ist abgesehen, da auf diese. Kaiser Friedrich zu sehen gedenkt. Eine weitere Forderung bezieht zum Zwecke der Agitation verwendet werde. Das allein Weise die jetzt vielfach bestehende, durch nichts begründete Ungleich sich auf den Neubau des hiesigen Pathologischen Instituts. Um den war der Grund der Auflösung, nicht das Polnischsprechen beit in der Besoldung der Beamten von gleicher Vorbildung nicht Neubau der Gharitee und die Verlegung des an sich. Das wird schon dadurch bewiesen, daß zahlreiche Ber- beseitigt worden wäre. Bei den nach Dienstaltersstufen aufBotanischen Gartens au ermöglichen, wird Ihnen eine be- fammlungen in polnischer Sprache in Posen und Westpreußen ab- steigenden Gehältern hat eine Erhöhung des Mindestgehalts sondere Vorlage zugehen. gehalten werden. Vielfach haben sich allerdings polnische Elemente nicht stattgefunden; ebensowenig ist eine Aenderung der Eine ganz besondere Mehraufwendung liegt in den Erhöhungen in Westfalen und dem Rheinland angesiedelt, und dort hat die bisherigen Aufrückungsfristen vorgesehen, und zwar nicht der Beamten besoldungen, die der preußischen Finanz- Polizei auch keine polnisch sprechenden Beamten zur Verfügung; nur aus finanziellen Gründen, weil bei dem System der verwaltung feit langen Jahren am Herzen gelegen hat. Sie war bort müssen wir also ebenso verfahren, wie in den drei ober Dienstaltersstufen die Erhöhung der Mindestgehaltssätze weit geboten, weil sich die Lebenshaltung der ganzen Be schlesischen Versammlungen, wollen wir das Ueberwachungsrecht höhere Ausgaben verursacht, als die Steigerung der Höchstfäße, völkerung fo geändert hat, daß das Einkommen der Beamten wirtsam ausüben. Der Gebrauch der polnischen sondern auch, weil sich das Bedürfniß nach Verbesserung des Dienstihnen ein Schritthalten mit derselben nicht mehr ermöglichte. Sprache an sich ist somit nicht Auflösungsgrund, einkommens vorzugsweise im vorgerückteren Lebensalter geltend Wir schlagen daher die Erhöhung der Gehälter aller mittleren und er fann es aber werden, wenn durch ihn das macht. Die besonderen Bulagen, die einzelne Beamte der höheren Beamten vor. Von legteren allerdings konnten wir ueberwachungsrecht illusorisch gemacht wird. neben ihren Gehältern beziehen, fallen 11112 fort, soweit nicht alle berücksichtigen, sondern mußten eine Grenze ziehen bei den( Sehr richtig! rechts.) Diese Stellung der Staatsregierung kann sie den Charakter von Theuerungszulagen haben, doch sollen Beamten, die mehr als 12 000 Mart Gehalt haben. Wir auch durch das vom Vorredner angeführte Erkenntniß des diejenigen Beamten, die am 1. April dieses Jahres etatsdurften andererseits bei der Erhöhung der Gehälter nicht zu weit Ober- Verwaltungsgerichts nicht erschüttert werden, denn ein polnisch mäßig angestellt sind, sofern sie sich im Bezuge pensionsfähiger gehen. Das Gehalt soll nur so bemessen sein, daß es dem Beamten sprechender Beamter fann doch nur dann mit der Ueberwachung Bulagen befinden oder doch, sofern fie, falls die Zulagen nur einem ein ftandesgemäßes Auskommen ermöglicht. 73 500 Beamte einer Versammlung beauftragt werden, wenn er vorhanden ist. Theil der Beamten aus der betreffenden Kategorie gewährt wurde, werden von der Besoldungserhöhung betroffen. Die Gehälter der Wäre aber ein Widerspruch vorhanden, so zweifle ich nicht die sichere Aussicht auf Erlangung solcher hatten, die ZuUnterbeamten find bekanntlich erst 1890 aufgebessert worden. Darau, daß die Mehrheit des Hauses eine starte Re- lagen während ihrer Amtsdauer behalten, beziehungsweise Ganz gewiß sind damals nicht alle Härten beseitigt worden, aber gierung in ihrem Bestreben unterstüßen wird, fie später erlangen, und außerdem von dem Vortheil der wir können auf die Unterbeamten oder einzelne Kategorien derselben durch Aenderung des Gesezes ganze Arbeit zu Gehaltserhöhung nicht ausgeschlossen werden. erft zurückgreifen, wenn dieses ganze Wert zum Abschluß gebracht ist. machen gegenüber der polnischen Agitation. Wir Jm einzelnen ist hervorzuheben die Erhöhung der Gehälter Hoffentlich folgt das Haus unserem Beispiel, denn das Heraus haben keinen Anlaß, besondere Maßregeln zu treffen, um ähnlichen für die acht Unterstaatssekretäre von 15 000 auf greifen einzelner Beamtenkategorien würde nur Verwirrung Vorkommnissen vorzubeugen. Aber wir werden uns andererseits das 20 000 m., bie der Regierungspräsidenten von in das ganze Syftem bringen. Nicht einseitige Interessen Ueberwachungsrecht nicht verfümmern lassen. Wir werden es gerade 11 400 begiv. 9300 auf 12 000 9. ausschließlich Repräsentationsfollen hier wahrgenommen werden, sondern die Landeswohlfahrt unter in heutiger Zeit für unsere Pflicht halten, unser Recht mit aller fosten von durchschnittlich 2000 Mart. Das Gehalt des Berücksichtigung ber Finanzlage und der ausgleichenden Energie wahrzunehmen.( Lebhafter Beifall rechts Bischen im Polizeipräsidenten von Berlin wird auf 12 000 M. erGerechtigkeit. Die Beamten, die sich mit Forderungen an die Deffent. Bentrum wiederholter lebhafter Beifall rechts und bei den Na- höht, außerdent erhält er 8600 n. Repräsentationstoften. Der lichkeit gewendet haben, sollten mehr auf die Verbesserung sehen, tionalliberalen.) Verwaltungsdirektor der Charitee zu Berlin soll die ihnen selbst zu theil ward, als auf die, welche andere erhalten. Auf Antrag des Abg. Letocha( 3.) beschließt das Haus, in statt 6200 m. 7200 m. beziehen, der Direttor bes Berliner Sie sollten berücksichtigen, daß bei der Bemessung der Verbesserung eine Besprechung der Interpellation einzutreten, ver- Thiergartens statt 3000 m. 3600 Wt. nicht mechanisch vorgegangen werden konnte, daß vielmehr die tagt sich indeß nach diesem Beschluß. Interessen und die Bedeutung jedes einzelnen Amtes Berück fichtigung finden mußte.( Sehr richtig! rechts.) Wir können nicht bloß auf die Gegenwart sehen, wir müssen auch die Zukunft bedenken, und da kann es doch leicht werden, daß die dauernde Belastung des Etats, die wir hier schaffen, schwer ins Gewicht fällt gegenüber einer verschlechterten Bilanz. Man muß ferner an die Rückwirtung des Schrittes auf alle Kommunalbeamten denken, an die vielen Millionen, die die Kommunen Plenarsigung der Vorlage, betreffend die Zulaffung älterer Maaße, Der Bundesrath hat in seiner legten am 7. b. M. abgehaltenen werden ausgeben müssen. Aus der Denkschrift, die Ihnen Meßwerkzeuge und Gewichte zur Wiederholung der Aichung und suget, tönnen Siebie Tragweite der Borlage fehr leicht Stempelung, sowie dem Antrage, betreffend den golfreien Ginlaß der in einem Aufruf an die Parteigenoffen: Wir können mit dem verübersehen. jede Aenderung bei einzelnen Kategorien den gangen gelangenden Güter, Sie werben aber barang entnehmen können, daß von der zentralamerikanischen Ausstellung in Guatemala zurück- floffenen Jahr, mit unseren Erfolgen bei den Gemeinde-, GewerbeUeber ertheilt. Etat der Besoldungserhöhungen die gerichts- und Ortskrankenkassen- Wahlen zufrieden sein. Haben wir erschüttern gelangenden Güter, die Zustimmung würde. Die ganze Borlage mußte somit im ganzen berathen dem Kaiser zu unterbreitenden Vorschläge wegen Besetzung doch nicht nur unseren Besitzstand behauptet, sondern denselben und das Refurs bedeutend erweitert, voran bie Städte Mannheim, Pforz werden, nicht nach einzelnen Kategorien. Der diesjährige Etat veier Rathsstellen beim Reichsgericht wirst nach allen Seiten sehr wichtige Fragen auf.( Beifall.) gefuch eines Beamten gegen feine zwangsweise Versetzung beim, Karlsruhe und so weiter. Wie bei diefen Wahlen, so in den Ruhestand wurde Beschluß gefaßt. Den zuständigen müssen wir auch bei den kommenden Landtags- Wahlen, welche im Es folgt die nachstehende Interpellation des Abgeordneten Ausschüssen wurden außer den gestern erwähnten Vorlagen über- Spätsommer stattfinden, jetzt schon energisch aller Orten in den Die Unterzeichneten richten an die königliche Staatsregierung wiefen: ber Entwurf einer Verordnung über die Tagegelder und Wahlkampf eintreten. Insbesondere müssen diejenigen Genossen, Die Anfrage: Fuhrkosten von Beamten der Verwaltung des Nord- Ostsee- welche das badische Staatsbürgerrecht noch nicht erworben haben, 3ft es ber föniglichen Staatsregierung bekannt, daß in Kanals, der Antrag Babens, betreffend die Kontingentirung folches ungefäumt thun. Nicht hinausschieben, sondern sofort muß Ist der Antrag Hand and Werk gelegt werden, nur dann ist es möglich, einige jüngster Beit politische und andere Werfammlungen in Oberber Buckerfabrik Waghäusel für 1896/97, fchleſten( zu Beneschau Beuthen Wieschowa) aus dem Heffens, betreffend die Errichtung eines zweiten Schiedsgerichts für weitere Orte außer Mannheim und Lörrach zu gewinnen. Zum Jahresbericht des Rheinischen Agitationskomitees Grunde aufgelöst worden sind, weil die Redner in denselben sich den Bezirk der hessischen land- und forstwirthschaftlichen Berufsnicht der deutschen Sprache bedienten?- Beruht diese Auf genossenschaft, sowie mehrere vom Reichstag zu Petitionen und ist nachzutragen, daß die Einnahme im verflossenen Jahre 3888,45 2. Lösung auf einer allgemeinen Anordnung einer Staatsbehörde bei der Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuchs angenommene Re- und die Ausgabe 3567,48 W. betrug. Welche Maßregeln gedenkt die tönigliche Staatsregierung zu folutionen. Außerdem wurden Eingaben behandelt. Ju Apolda wurde bei der Neutonstituirung des Gemeinderaths treffen, um ähnlichen Vorkommnissen vorzubeugen?" Dem prenkischen Landtage ist der Staatshaushalts- Etat beziehentlich bei der Neuwahl der verschiedenen Kommissionen unser Der Minister erklärt sich bereit, die Interpellation sofort zu für 1897/98 zugegangen, der in Ausgabe und Ginnahme mit Genosse Baudert in den Sparkassen- Vorstand gewählt. beantworten, worauf zur Begründung derselben ber Interpellant etwas über zwei Milliarden abschließt, eine Finanzlage, wie wir fie Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Abg. Dr. Stephan- Beuthen( 3.) das Wort nimmt: Der Vor- gleich günstig bisher nicht zu verzeichnen hatten. Die Gin. Das Voltsblatt für Goth a" bat zur Abwehr gegen wurf, das Zentrum beforge mit diefer Interpellation die Geschäfte nahmen übersteigen den laufenden Etat um 119/2 Millionen, die infame Beschuldigung, die Sozialdemokratie trage durch ihre der Polen( Lebh.: Sehr richtig!), treffe nicht zu. Es handele die Ausgaben um 105 Millionen, wovon auf das Ordinarium Lehren und durch deren Ginwirkung auf die Jugend die Schuld an fich um eine Reihe von Vorfällen, die offenbar Verstöße gegen das 95 Millionen, auf das Extra- Ordinarium 10 Millionen entfallen. dem Morde des Justizraths Levy in Berlin, einen Artikel verGefeß enthalten. In der Versammlung, welche in Beneschau ein- Die Einnahmen feßen sich vor allem aus den höheren Gröffentlicht, worin der Nachweis geführt ist, daß einerseits die elende berufen war, sollten außer dem Landtags- und Neichstags- trägen der Betriebsverwaltungen, in erster Linie der Eisenbahn- Lage der arbeitenden Klasse, anderseits die verkehrte Erziehung zur Abgeordneten noch einige katholische Priester sprechen. Von Verwaltung, zusammen. An den 541 Millionen Mehrüberschüssen Verwilderung der Jugend führt. Hierbei war die Bibel als Anfang an war die Versammlung von brei Gendarmen der staatlichen Betriebsverwaltungen, die in das Ordinarium ein ungeeignete Lektüre der Jugend erwähnt. Durch die betreffende überwacht und wurde gleich nach der Eröffnung aufgelöst. geftellt sind, ist allein die Eisenbahn- Verwaltung mit 482 Millionen Stelle soll eine Einrichtung der chriftlichen Religion, nämlich die Die Abgg. hatten noch nicht gesprochen; die Gröffnung war betheiligt. Im übrigen segen sich die Mehrüberschüsse zusammen Bibel, beschimpft sein. Am 5. Januar hatte sich Genosse Joos, mit dem katholischen Gruße erfolgt; es scheint demnach, daß aus 3 Millionen an Stempelsteuern, 1 Million an Vergütung für die der Redakteur des Gothaer Partei- Organs, wegen dieser Sache vor die Geistlichen den Beamten als besonders gefährlich erschienen find. Erhebung der Reichssteuern, 8 Millionen an Einkommensteuern, dem dortigen Landgericht zu verantworten. Der Staatsanwalt beIn der Versammlung des Vereins chriftlicher Arbeiter in Ober- 3 Millionen aus den Staats- Bergwerken. Bei den Dotationen und antragte 6 Monate Gefängniß. Das Urtheil wird nächsten Dienstag Schlesien wurden ebenfalls von den Überwachenden ganz unzulässige der allgemeinen Finanzverwaltung ergiebt sich ein Minderbedarf verkündigt. Anordnungen getroffen und nach kurzer Berhandlung wurde die von 5 Millionen. Die Berzinsung der Staatsschulden ist auf Genosse Arno Reichard in Dresden am Dienstag nach Versammlung für aufgelöst erklärt, obwohl ein Grund hierzu 61/2 Millionen geringer veranschlagt, darunter befindet sich ein Minder- Hinterlegung einer Kaution von 10 000 m. aus der Haft entlassen nicht vorlag; der betreffende Rebner hatte in lediglich re- bedarf von 51/4 Millionen infolge der Umwandlung der 4prozentigen worden. Reichard wurde am 22. Dezember früh verhaftet, nachdem ferirender Weise über den Antrag Ranig gesprochen. Das Konfols in 81/2 prozentige. Die allgemeine Finanzverwaltung er drei Polizeibeamte eine Haussuchung vorgenommen. Beschlagnahmt Vorgehen der Polizeibeamten sei durch das Gefeß nicht gerecht- fordert einen Mehrbedarf von 11/4 Millionen. An Matrifularbeiträgen wurden Fragebogen aus der Neustädter Metallarbeiter- Bewegung, fertigt, zumal in einer Beit, in der man auf die Einlösung des hat Preußen an das Reich im Vergleich zu dem laufenden Etat das Manuskript einiger Vorträge, Kopien, Arbeitsordnungen und Versprechens des Reichskanzlers warte, nach dem das Verbot des 131/3 Mill. mehr zu zahlen, während es vom Reich an Ueberweisungen einige Briefe seiner Braut, in deren Wohnung ebenfalls HausInverbindungtretens für politische Vereine aufgehoben werden soll. aus dem Ertrage der Zölle und der Tabaksfteuer, der Verbrauchs- fuchung gehalten wurde. Reichard wird beschuldigt, zwei Artikel in Nach der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts sei die abgabe für Branntwein und der Reichs- Stempelabgaben insgesammt der Sächs. Arb. 8tg." veröffentlicht zu haben, die Beleidigungen Polizei nicht befugt, eine Versammlung aufzulösen, weil ein 112 Millionen mehr enthält. Das finanzielle Berhält nach§ 187 enthalten sollen. Uns schien es fagt unfer Dresdener polnischer Redner darin auftrete. Die Behörde müffe vielmehr in nis Preußens zum Reiche bat fich also gegen Bruderorgan nicht möglich, daß man ein Vergehen aus ordnungsmäßig angemeldete Versammlungen Beamte entfenden, die das laufende Jahr um etwa 134 Millionen diesem Gesichtspunkte annimmt, und ganz besonders, daß Reichard, der Sprache mächtig feien, in welcher dort verhandelt werden solle.( genau 1848 894 Mart) verschlechtert. Die der früher schont bei großen Prozessen auf freiem Fuß gelassen Eventuell tönnten mehrere Beamte entfendet werden. Die Mehreinnahmen bei der Justizverwaltung an wurde, wegen dieser Sache verhaftet wurde. Gegen Reichard ist Auflösung der drei Versammlungen in Benefchau, Beuthen oft en und Geldstrafen sind auf 24 Millionen allerdings noch ein Verfahren anbängig wegen Beleidigung der und Wieschowa sei ein Eingriff in das verfassungsveranschlagt. Nähmaschinen- Fabrikanten Biefold u. Locke in Meißen, deren fich mäßig garantirte Versammlungsrecht. Eine Vers Die dauernden Ausgaben der eigentlichen die Staatsanwaltschaft im öffentlichen Interesse angenommen. Diese fammlung könne doch nur Zweck haben, wenn das Vorgetragene Staatsverwaltungen betrugen nach dem Etat insgesammt Beleidigung hat aber mit der Verhaftung gar nichts zu thun, die den Zuhörern verständlich sei. Verständlich aber tönne ihnen nur das 381/2 Millionen. Im Etat des Finanzministeriums Verhaftung ist, wie im Haftbefehl des näheren ausgeführt, nur in ihrer Muttersprache Borgetragene werden. Seine Freunde hätten find an Mehrausgaben 251/2 Millionen vorgesehen darunter wegen der Arsenal- Artifel erfolgt. Die Behörde nimmt an, daß eine sich daher zur Einbringung der Interpellation für verpflichtet ge- 191/2 Millionen zur Aufbesserung der Beamten hohe Strafe zu erwarten sei, weshalb auch 10 000 M. Kaution gehalten, zumal das polizeiliche Vorgehen nicht auf polnische Vereine besoldungen. Für das gewerbliche Unterrichtsstellt werden mußten. beschränkt geblieben sei. In Königshütte sei z. B. in der Weihnachtswesen erhöht sich die Mehrausgabe um volle 870 460 9., Genosse Gärtner, Redakteur an der Fränt. Tages. zeit auch gegen den Aloisius- Verein, also einen rein tatholischen doch steht dieser Ausgabe eine Mehreinnahme von 148 773 M. poft" in Nürnberg, hat gegen das Urtheil im Palmbergers Berein eingeschritten worden ein Weihnachtsspiel in gegenüber, so daß für diesen wichtigen Kulturzweig thatsächlich Prozeß Revision angemeldet. polnischer Sprache aufführen wollte. Er erhoffe eine wohlwollende nur 221 687 M. mehr ausgegeben werden sollen, als im VorAntwort. jahre. Der Etat der Justizverwaltung erfordert eine Minister v. d. Recke: Der Borrebner hat sich nicht auf die Erhöhung des Ausgabebedarfs um 1/2 Millionen, der Etat drei in der Interpellation angeführten Fälle beschränkt, er hat einen des Innern eine solche um 1/3 Millionen, wovon Der achte Kongreß der Steinarbeiter Deutschlands wird vierten herangezogen. Ueber diesen bin ich nicht orientirt und fann 360 398 M. auf die Polizeiverwaltung in Berlin am 24. Januar und folgende Tage in of in Bayern mit folgender daher nicht auf ihn eingehen. Ueber die drei anderen haben wir und den Provinzen entfallen. Von einer Erhöhung Tagesordnung abgehalten: 1. Bericht der Geschäftsleitung und Erhebungen angestellt, und diese lassen die Fälle denn doch in der geheimen Fonds, ber Hauptthat des ver- Diskussion, 2. Agitation, 3. Organisation, 4. Streits, 5. Organ wesentlich anderem Lichte erscheinen. Es ist allerdings richtig, floffenen Ministers v. Köller, ist diesmal abgesehen. Für die frage, 6. Statistit, 7. Wahl der Geschäftsleiter und Generaldaß die drei Versammlungen aufgelöst find, auch daß andwirthschaftliche Verwaltung find Mehrausgaben statistiker, 8. Anträge, die durch vorstehende Tagesordnung nicht die Beamten das hochpolnische als Vortrags in Höhe von etwa 4 Millionen vorgefehen. Im Kultus erledigt sind. Zu dieser Tagesordnung sind eine ganze Reihe von sprache nicht zugelassen baben, nicht aber, daß bie etat find 8 Millionen Mart mehr eingestellt, von denen Anträgen gestellt. Die Organisation der Steinarbeiter hat sich in Auflösung aus diesem Grunde eingetreten ist. fich der größte Betrag auf das Elementar Unterrichtswesen den legten Jahren erfreulicherweise ganz erheblich entwickelt. Die Die Auflösung geschah nur auf grund des Ueberwachungs bezieht. Bur Durchführung bes Lehrerbefoldungs Gesetzes Bahl der organisirten Orte hat sich feit zwei Jahren verdoppelt, so rechts. Es handelte sich um drei politische Versammlungen, wo find 518 Millionen vorgesehen, doch kann man heute bereits fagen, daß jegt in 152 Orten Organisationen vorhanden sind, ein wir die Pflicht der Ueberwachung im Interesse des Staatswohls daß diese Summe zu gering ist, da die Aufwendungen nach den Fortschritt, mit dem wir unter den heutigen Verhältnissen sehr zuhaben. In dem einen Falle in Beuthen handelte es sich um eine Beschlüssen der Kommission des Abgeordnetenbauses gegen neun frieden sein können. Hoffentlich wird dieser Kongreß wieder dazu Versammlung polnischer Gewerbetreibender. Es sollte das Ge- Millionen betragen werden. Von den einmaligen und außer beitragen, Mittel und Wege zu finden, um die Organisation noch dächtniß eines polnischen Dichters gefeiert werden. Da der Er ordentlichen Ausgaben entfallen auf die Betriebsverwaltungen mehr zu fördern. Die Parteigenoffen in solchen Orten, wo die innerungstag aber erst in das nächste Jahr fällt, so lag der Gedanke 52 Millionen, darunter 48 Millionen auf die Eisenbahnverwaltung. Steinarbeiter bis jetzt noch nicht organisirt find, fordern wir hiernahe, daß es nur auf Agitation abgesehen war. Es war also eine auf die Dotationen 1 Million und auf die eigentlichen Staats- mit auf, uns bei der Agitation zu unterstützen. Die Agitation ist politische Versammlung ebenso wie in den beiden anderen Fällen. verwaltungen 374 Millionen Mart. Auf die einzelnen Etats kommen bei uns deshalb so schwierig, weil der größte Theil der SteinPolitische Versammlungen in Oberschlesien intereffiren aber die Staats- wir noch besonders zurück. arbeiter in entlegenen Orten in der Nähe von Steinbrüchen wohnt, 0 " Gewerkschaftliches. fichern. = Gerichts- Beitung. wo fie durch die Geistlichkeit der Organisation ferngehalten werden. I gehöriger Mittagspausen. Im Zusammenhang damit fteht die bei p Wir werden uns aber auch dort Eingang zu verschaffen wissen. vielen Arbeiterinnen arg vernachlässigte Ernährung, Die Geschäftsleitung der Steinarbeiter Deutschlands. J. A.: Ph. auch wo die Mittel zu besserer Nahrung(?) vorhanden sind. Die Freiheitsberanbung, Verlegung des Briefgeheimnisses, MißThomas, Rigdorf- Berlin, Bergstr. 162. Wohnverhältniffe( abgefehen von den Arbeitsräumen), handlung und Beleidigung wurde dem praktischen Arzte Dr. Karl Eine Lohubewegung der Seiden- und Mechanik- Hutmacher namentlich die Schlafstellen, leiden in den norddeutschen Großstädten Moriz Meine, der gestern vor der III. Straffammer des Landfoll einer Meldung bürgerlicher Blätter zufolge bevorstehen. durch das Aftermiether- und Schlafgängerwesen, in gerichts I stand, zum Vorwurfe gemacht. Es handelte sich dabei Allerdings ist von Berlin aus eine Anregung an die Hutmacher Süddeutschland läßt die vom Meister gewährte Schlafftelle vielfach um eine Dienstbotengeschichte, die durch den Umstand noch zugespitzter Deutschlands ergangen, sich darüber zu äußern, ob sie gewillt sind, zu wünschen übrig. wurde, daß die ehelichen Verhältnisse des Angeklagten getrübt find für Durchführung der neunstündigen Arbeitszeit, Regelung des In bezug auf die sittlichen Zustände in der Konfektion und das betreffende Dienstmädchen bei Erstattung seiner Strafanzeige Lehrlingswesens und Festsetzung eines Minimal- Lohntarifs für die haben die Erhebungen das Vorhandensein der mehrfach behaupteten einen Rückhalt an den Schwiegereltern des Angeklagten fand. Die Seiden- und Mechanit- Hutbranche einzutreten. Ob es aber zu einer besonderen Mißstände nicht ersichtlich gemacht." Vergehen, die dem lehteren vorgeworfen wurden, sollen dem Aerger Lohnbewegung kommt, läßt sich noch nicht übersehen. Das hängt Die Reichskommission tritt heute( Freitag) zufammen. Mehr über das Verhalten des Mädchens entsprungen sein, so namentvielmehr davon ab, wie sich die in den Fabriken der Provinzial- als die Vorlage des Berichts steht nicht auf der Tagesordnung. lich der Backenstreich, den er ihm eines Tages versezte, städte beschäftigten Arbeiter zu den Vorschlägen der Fünfertommission Vorschläge für eine gefeßliche Regelung der Verhältnisse in der und ein Schlag mit einem Filzpariser gegen den Kopf. ſtellen. Konfektionsindustrie sind nicht gemacht. Man wird sich wohl von Die Freiheitsberaubung wurde darauf zurückgeführt, daß Die vereinigten Schuhfabrikanten in Weißenfels a. S. Regierungs wegen auch redlich bemühen, nichts zu stande kommen der Angeklagte bei der Heimkehr von einem Ausgange beschlossen, Ende dieser Woche allen ihren Arbeitern zu tündigen, zu lassen. Denn heute ist das Marschiren an der Spiße der Sozial- unzweideutige Beweise dafür entdeckte, daß das Mädchen, dem erwenn nicht bis dahin die streikenden Arbeiter der Blasig'schen politik" schon lange nicht mehr Mode. Heute ist König Stumm gangenen Verbot zuwider, während der Abwesenheit der Herrschaft Fabrik die Arbeit aufgenommen haben. Den von den Zwickern vor- Trumpf. Die Koalition der Unternehmer ist heute ein Ziel, aufs männlichen Besuch in der Wohnung gehabt hat. Der Angeklagte gelegten Lohntarif bezeichnen die Fabrikanten als unannehmbar. innigfte zu wünschen-, wo soll da Stimmung und Trieb zu einer hat dann bei einem abermaligen Ausgange die Thüren seiner Wie uns mitgetheilt wird, würden von der Aussperrung gegen energischen Gesetzgebung im Interesse der Konfektionsarbeiter und Wohnung, in welcher das Mädchen zurückblieb, abgeschlossen. Auf 3000 Mann betroffen werden. Näherinnen kommen. grund der Beweisaufnahme beantragte der Staatsanwalt 6 Wochen Wie wir schon berichteten, begann der Streit damit, daß sämmt- Die Vereinigung der Stettiner Konfektionsfirmen fordert Gefängniß. Der Gerichtshof schied aber die Freiheitsberaubung und liche 49 3 wider der Blasig'schen Fabrik die Arbeit niederlegten. im Konfektionär" zum einmüthigen Protest gegen die geplante Aus- Verlegung des Briefgeheimnisses als nicht vorhanden aus und verSie stellten folgende Forderungen: Abschaffung der Strafen; dehnung der Krankenversicherungspflicht auf die Hausindustrie urtheilte den Angeklagten zu 100 M. Geldstrafe. 10 Minuten vor Beginn der Arbeit die Fabrik zu öffnen und auf. Ein Erfolg sei nur zu erwarten, wenn die Berliner Konfektions- Jene räthselhafte Geschichte, welche schon dreimal das Gericht bis 5 Minuten nach Beginn offen zu lassen; unentgelt- firmen schon jetzt Stellung zu dieser Vorlage nehmen und unver- beschäftigt hat, gelangte gestern vor der ersten Straftammer des liche Lieferung der Lohnbücher und Zwicknummer resp. Rück- züglich eine Eingabe an die Stadtverordneten- Versammlung richten Landgerichts I endlich zum Abschluß. Im Herbst v. J. machte der zahlung der bis jetzt bezahlt genommenen; Aufbesserung der Löhne würden. Die Vereinigung befürchtet, daß nach der Annahme des damalige Feldwebel Finkelmeyer vom Eisenbahn- Regiment der um 2 bis 6 Pf. das Paar. Am Mittwoch schlossen sich die Ortsstatuts in Berlin auch Breslau, Erfurt, Frankfurt a. M. u. s. w. Staatsanwaltschaft die Anzeige, daß er das Opfer eines verMaschinenarbeiter dem Streit an. Jm ganzen beschäftigt dasselbe annehmen werden. schmitten Betruges geworden sei, dessen sich die Schaffners- Ehefrau die Blasig'sche Fabrit ca. 170 Arbeiter. In einer Versammlung der Ob eine solche Eingabe bei den Berliner Stadtverordneten Ein- Amanda Haupt unter Beihilfe ihrer Mutter, der Wäscherin Streifenden wurde mitgetheilt, daß Herr Blasig, der die Forde- druck machen wird, ist zu bezweifeln. Die Ausdehnung der Kranken- Pauline Ties, schuldig gemacht habe. Bald darauf wurde gegen rungen nicht bewilligen will, im vorigen Jahre 54 000. er- versicherung auf die Hausindustrie wird schon längst als dringende Finkelmeyer selbst ein Militär- Strafverfahren eröffnet, und er wurde übrigt habe. soziale Verpflichtung empfunden. Angesichts des berüchtigten Be- wegen Unterschlagung zum Nachtheile seiner Kameraden, wegen Man darf wohl annehmen, daß die Organisation der Schuh- strebens der Konfektionäre, sich ihren Arbeitern gegenüber möglichst Anborgens und Verleitung von von Untergebenen zum Lügen macher noch Mittel und Wege finden wird, um die Differenzen zu aller Verpflichtungen zu entledigen, wird kaum eine nennenswerthe gegenüber ihren Vorgesetzten zu sieben Monaten Gefängniß einem gedeihlicheren Austrag zu bringen, als es die für beide Theile Bahl von Personen auf den Protest jener Unternehmer hineinfallen. und Degradirung zum Gemeinen verurtheilt. zu den verhängnißvolle Aussperrung wäre. Die Reichspost läßt in sozialpolitischer Beziehung gewiß sehr früheren Terminen wurde Finkelmeyer als Gefangener unter Ju Geldern haben in der Fabrik von Puller u. Corthum viel zu wünschen übrig, aber daß fie sogar auf die Kinder- Eskorte vorgeführt, zum geftrigen erschien er in bürgerlicher Kleidung, 34 Textilarbeiter gekündigt, weil einige Kameraden, die der kürzlich arbeit nicht Verzicht leiste, erscheint doch unglaublich. Aus da er inzwischen seine Strafe verbüßt hat und aus dem Militärin Geldern gegründeten Zahlstelle des Textilarbeiter- Verbandes bei rantfurt a. M. berichtet jedoch die" Volksstimme": Das stande ausgeschieden ist. In allen Verhandlungen wurde er ciner getreten find, gekündigt worden waren. 20 Weber und 10 Winde- Sparsystem der hiesigen Ober- Postdirektion führt allmälig zu kaum eingehenden Vernehmung unterworfen, wobei er fiets folgende, rinnen arbeiten weiter. Wie berichtet wird, ist bei der genannten glaublichen Auswüchsen. Bei der Packetannahme werden jetzt zum höchst wunderbar klingende Geschichte erzählte: Er habe die Haupt Firma ein Durchschnittslohn von nur 1,30 M. pro Tag gang und Bekleben der Packete eine große Anzahl 13- und 14jähriger, theil im Jahre 1889 fennen gelernt. Sie habe sich als ein Fräulein gäbe. Bei dem kürzlich in Geldern vorgekommenen Zigarrenarbeiter weise noch jüngere, schulpflichtige Knaben, meift Frene Mittelstädt ausgegeben, welches bei ihrem Onkel, einem bestreit waren es auch hauptsächlich die Herren Puller und Corthum, Söhne der Unterbeamten, verwendet. Dieselben werden in den kannten Arzt in der Wilhelmstraße wohne. Sie sei die Tochter die gegen die Arbeiter scharf" machten. Herr v. Stumm wird wohl Abendstunden gegen eine Vergütung von 20 Pf. pro Stunde ihrer eines verstorbenen Rittergutsbesizers und erhalte nach ihrer nicht versäumen, die Herren schleunigst seiner Sympathie zu ver- Fortbildung und förperlichen Entwickelung entzogen, um Beamte zu Großjährigkeit 77000 Mark. Ihr Bruder sei der Reservesparen. lientenant Mittelstädt, welcher bei demselben Regiment stehe Der holländische Buchdrncker- Kongreß in Amsterdam In sämmtlichen Gruben des Wurm Kohlenreviers soll, wie der Zeuge. Finkelmeyer will dies alles geglaubt haben. Es beschloß die Festsetzung des Arbeitstages auf 10 Stunden und die des wie aus Aachen gemeldet wird, am 1. Dezember und am fei zwischen ihnen zu einem Liebesverhältniß gekommen, welches Normallohues auf 10 fl. pro Woche mit 5 bis 25 pCt. Zuschlag für 1. Januar wegen des günstigen Geschäftsganges der Lohn der Berg- aber wegen der vornehmen Verwandtschaft des angeblichen Fräulein größere Städte. leute um 5-10 pCt. erhöht worden sein. Es wäre ja sehr erfreulich, Mittelstädt streng geheim gehalten wurde. Die letztere habe schon Der englische Bergarbeiterkongres in Leicester, über wenn die Grubenverwaltungen des Wurmreviers selber so viel bei der zweiten Zusammenkunft erzählt, daß sie sich mit ihrem den wir nach seiner Beendigung noch zusammenfassend berichten Einsicht befäßen, den Arbeiter von dem guten Geschäftsgang mit Onkel erzürnt und Wohnung bei einer Waschfrau Tietz genommen werden, erklärte sich in seiner vorgestrigen Sitzung für die er profitiren zu lassen, aber da unter den deutschen Zechenverwaltungen habe. Bei der letzteren hätten nun stets die folgenden Zusammenstaatlichung oder Nationalisation, wie man in England bis jetzt weiße Raben noch nicht bekannt geworden sind, so kann fünfte stattgefunden. Die Angeklagte Haupt fei von der Frau Tieh fagt des Grund und Bodens und der Bergwerke. Die Nachricht nur mit Reserve wiedergegeben werden. stets mit Fräulein" und" Sie" angeredet. Auch eine Anzahl Dieser sozialistische Beschluß wird die englische Bourgeoispresse, Kinder, welche sich in der Wohnung der Tiek befanden, hätten welche die Trades- Unions bereits auf der Umkehr in das Nichts die Haupt in gleicher Weise angeredet. Auf Befragen habe die als Gewerkschaften Lager" fah, in arge Verlegenheit bringen. legtere erklärt, daß es die Kinder der Frau Tieb seien. Bald nach Ferner beschloß der Kongreß, den Internationalen GeEin Junungsidyll. Am 17. April 1895 wurde der 14jährige Anknüpfung der Bekanntschaft habe die Haupt angefangen, ihn zu wertschaftskongreß, der für das nächste Jahr( 1898) ein- Karl D. von seinem kränklichen Bater zu dem Barbierherrn M. in schröpfen. Sie führe wegen ihrer Erbschaft einen Prozeß mit ihrem berufen ist, zu beschicken. die Lehre gegeben. Es dauerte nicht lange, so flagte der Junge Onkel und gebrauche Geld zu Vorschüssen u. f. w. Nach und nach seinem Vater mancherlei über ungenügende Beköftigung, häufige habe er ihr gegen 2000 M. geopfert. Das Verhältniß habe über Prügel und sonstige Lehrlingsleiden. Der Vater schenkte anfangs 6 Jahre gedauert und während dieser Beit habe sie zweimal ges Da sei ihm im Herbst vorigen Jahres die Binde von den Die Arbeitsverhältniffe in der Kleider- und Wäsche- diesen Klagen wenig Beachtung und wurde erst aufmert boren. famer, als er erfuhr, Meisterin, daß die Frau konfektion behandelt ein Auszug des Reichs- Anzeigers" aus der die Augen geriffen worden. Man habe ihm mitgetheilt, daß die anals ihrem Manne nervenleidend bezeichnet worden gebliche Irene Mittelstädt die Ehefrau eines geiftestranten Eisenbahn. Buchhandel der Presse durch den noch nicht zugäng aber thatsächlich an hochgradiger war, Schwindsucht litt, fchaffners sei und sechs Kinder habe. Es seien dies die Kinder lichen" Zusammenstellung der Ergebnisse der Ermittelungen fich des Lehrlings oft in der Nacht als Krantenwärter bediente. gewesen, welche als der Frau Tieß, der jetzt 67jährigen Mutter über die Arbeitsverhältnisse in der Kleider- und Wäsche Aber nicht allein, daß der Knabe der Kranken den Rücken einreiben der Haupt, gehörig bezeichnet worden waren. Die Angaben des tonfektion, bearbeitet im Kaiserlichen Statistischen Amte*). Diefelben find nichts anderes als eine Verarbeitung der bekannten mußte, damit ihr das Athmen erleichtert wurde, er wurde zum theil Beugen intelmeyer wurden zunächst von den beiden Angeklagten mit Bernehmungen vor der Reichskommission für Arbeiterstatistit, ferner auch von den Speisereſten genährt, welche die tuberkulose Frau nach dem Ausdrucke des höchsten Erstaunens vernommen. Sie erklärten, der Berichte der zuständigen Behörden über die Berhältnisse gelaffen hatte. Diese Umstände bewogen den Vater, vor dem Innungs- daß die ganze Geschichte von Finkelmeyer erfunden sei. Die Angenamentlich die gefundheitlichen und sittlichen in der Kleider- und Schiedsgericht auf Aufhebung des Lehrkontrakts zu flagen. Die tlagte Haupt behauptete mit aller Entschiedenheit, daß sie den Zeugen Wäschekonfektion der genannten 13 Drte. Dieselben wurden er- Klage wurde abgewiesen. Die Schwindsucht sei, so hieß es Finkelmeyer tennen lernte, als sie in ihrer Eigenschaft als Hausvon seiten des Schiedsgerichts, feine ansteckende Krankheit, reinigerin in der Göbenstraße die Straße fegte. Nicht sie habe den der( wohl meist im April 1896 vor. grund und was die von der Kranken angebissenen Butterbrote Zeugen angeborgt, sondern umgekehrt sei es der Fall gewesen. Alle genommenen) Besichtigung von 800 bis 900 Werkstätten und betreffe, welche der Lehrling habe effen müssen, so hätte dieser ja Briefe, welche Finkelmeyer dem Gerichtshofe als von ihr her4000 Wohnungen( inkl. Arbeitsräumen) Don" Haus. gewerbetreibenden." Endlich wurden benutzt die von dem Berliner nur nöthig gehabt, die angebiffenen Stellen abzuschneiden. Auch rührend unterbreitet habe, seien gefälscht, sie sei faum im stande, Einigungsamt von Ende Februar bis Anfang April und dem der Umstand, daß der Lehrling vom Meister geohrfeigt worden sei, ihren Namen zu schreiben, weil es ihr einerseits an Schulbildung verkrüppelte Hand Stettiner Gewerbegericht vom 4. bis 11. April 1896 erfolgten münd- als dieser von der Beschwerde des Vaters vernommen hatte, sei kein fehle und andererseits weil sie eine etwas lichen Vernehmungen von Auskunftspersonen über die Berhältnisse Grund zur Auflösung des Kontrakts. Der Lehrling verblieb also babe. Der Vorsitzende machte in jedem Termine den Zeugen darauf in der dortigen Herren- und Knabenkonfektion, sowie die Aften des bei seinem Barbierherrn. Vor einiger Zeit ward ihm beim Schauin der Philharmonie ein Diplom zuerkannt. Der Ober- aufmerksam, wie unwahrscheinlich es fei, daß ein erfahrener Mann Berliner Gewerbegerichts, betreffend Cohnstreitigkeiten in der Kon- meister soll jedoch veranlaßt haben, daß dem Lehrling der Klage fich so lange Jahre hindurch und in so plumper Weise sollte haben fektionsbranche, vom 1. Januar bis 1. April 1896. täuschen lassen. Aus dem ganzen Verhalten der beiden Ans In der Arbeit werden behandelt die Arten, örtliche Vertheilung, wegen die Auszeichnung nicht zuerkannt wurde. Betriebsformen der Konfektionsindustrie, Arbeit und Arbeiter, Kon- Der Gipsarbeiter M., ein Italiener, flagte beim Gewerbe- geklagten, aus dem Bildungsgrade der Haupt, an ihren die Spuren fektion in Verbindung mit anderweitiger Beschäftigung, Saison, Arbeits- gericht gegen die Firma Bochumann u. Komp. auf Zahlung einer harter Arbeit tragenden Händen und aus vielen anderen Umständen vertrag und Art der Entlohnung, Arbeitszeit, Arbeitsverdienst, Gesund- Lohnentschädigung; er behauptete, widerrechtlich ohne vorauf hätte er die Ueberzeugung gewinnen müssen, daß die Haupt unmög heitsverhältnisse, schlechte Zustände und die bez. Gesetzgebung im Ausgegangene Kündigung entlassen worden zu sein. Der Betlaate wandte lich die Person fein tönne, für die fie fich ausgegeben lande. Die eingehende Behandlung all' dieser Fragen im Vor- ein, M. hätte sich mit dem Kündigungsausschluß schriftlich ein- haben solle. Finkelmeyer blieb dabei stehen, daß seine Angaben wärts" läßt es nicht nothwendig erscheinen, den Auszug verstanden erklärt, worauf Kläger die Unterschrift auf dem betreffen der Wahrheit entsprächen und nahm dies auf seinen Eid. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Rolfen, hatte wiederum des„ Reichs- Anzeigers" au reproduziren. Im allgemeinen hat man den Schriftstücke als seine eigene anerkannte, sie aber für ungültig einen umfangreichen Entlastungsbeweis angeboten. Der Staats. den Eindruck, daß entsprechend dem sozialpolitischen Kurse erklärte. Er berief sich darauf, daß er deutsches Schreibwert nicht anwalt hatte nicht aus der Beweisaufnahme die Ueberzeugung ge nach rückwärts" der Bericht so optimistisch abgefaßt wurde, als lefen könne. Zugeben mußte er, davon dem Chef nichts gewonnen, daß Finkelmeyer sich die ganzen sechs Jahre hindurch in dies bei Kenntniß der scheußlichen Zustände in der Konfektion irgend- fagt zu haben. Die Kammer VIII unter dem Vorsitz des Aſſeſſors dem Zustande der Täuschung befunden habe. Wenn man nicht anwie möglich war. Bezüglich der Gesundheitsverhältnisse Blankenstein wies die Klage unter folgender Begründung nehmen wolle, daß derselbe einen Meineid geleistet habe, so bleibe nur die mußte doch zugestanden werden:„ Mehrfach ist eine Ueber- ab: Rönne der Kläger wirklich nicht deutsch lesen, dann wäre es Annahme übrig, daß derselbe mit einem pathalogischen Defekt behaftet sei. füllung der Werkstatträume, menigstens für die Saison anzu- ein argliftiges Verhalten, bei Leistung der Unterschrift seinen Er müsse die Freisprechung der Angeklagten beantragen. Der Vertheidiger nehmen. Der Mangel eines einheitlichen Maßstabes für die Be- Partner davon nicht in Kenntniß zu ſehen und sich jetzt auf jene schloß sich diesem Antrage an, stellte aber eventuell noch weitere meffung des erforderlichen Mindeſtluftraumes pro Person wird im Thatsache zu berufen. Bei dem guten Deutsch, das Kläger spreche. Entlastungsanträge. Er wies darauf hin, wie der Zeuge Finkelmeyer Der Zutritt des Tageslichtes, die künstliche Be- hätte der Beklagte so ohne weiteres annehmen müssen, M. fönne auch durch sein Berhalten beim Militär jeden Anspruch auf Glaubleuchtung und die Lüftung haben nur zu einzelnen Bemängelungen Deutsch lesen. Aber nicht nur deshalb sei der Anspruch hinfällig. würdigkeit verscherzt habe. Seine ganze ungeheuerliche Geschichte Veranlassung gegeben. Eine Verwendung der Werkstatträume, nament- sondern auch weil Kläger ohne Anerkennung des unterschriebenen lich in fleinen Betrieben, zu anderen Zwecken( Wohnen, Schlafen, Arbeitsvertrages die Arbeit garnicht bekommen hätte, also burch müsse ein Phantasiegebilde sein und es fei wohl angebracht, ihn Rochen 2c.) findet in weitem Umfange statt, jedoch zumeist, ohne er den Beklagten dann auch nicht in die Möglichkeit, Schaden auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. hebliche Bedenten hervorzurufen. Nicht wesentlich abweichend lauten au leiden, hätte versetzt werden können. stattet auf über Bericht betont. Soziales. " von Soziale Rechtspflege. die Urtheile über die Arbeitsräume der Hausgewerbetreibenden. Eine Wegen Friftverfänmniß wurde der Landwirth Leitgeber mit Ueberfüllung derselben wird nur in Breslau und Bielefeld und nur seinem Anspruch auf eine Unfallrente abgewiesen. Leitgeber legte Hi ber Kleiderkonfektion beklagt. gegen den Bescheid der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft Besonders erwähnt wird in dem Bericht für Berlin die Berufung ein und machte geltend, daß er die gefeßliche zweijährige Gefahr der Berschleppung anstecender Krank- Ausschlußfrist nur deshalb nicht beachtet habe, weil er früher der heiten durch Konfektionsarbeit aus den Heinbetrieben. Meinung gewesen sei, er als selbständiger Landwirth wäre Der Gerichtshof lehnte alle weiteren Anträge des Vertheidigers ab; er war zu einem anderen Ergebniß gekommen, als Staatsanwalt und Bertheidiger. Dem Zeugen Finkelmeyer fei Glauben geschenkt und die Angeklagte Haupt zu vier, die Angeklagte Tieß zu einem Monat Gefängniß verurtheilt worden. Depelchen und lehte Nachrichten. " Neustadt a. d. Haardt, 8. Januar.( W. T. B) Der frühere " " Was die gesundheitliche Einwirkung der Kon- in die Unfallversicherung nicht einbegriffen. Die Beiträge, fettionsarbeit an sich anbelangt, so wird namentlich das an die mit den Steuern zugleich abgehoben würden, habe er Landtags- Abgeordnete für Neustadt( Pfalz), Bürgermeister Müllerhaltende Arbeiten an den Nähmaschinen mit Fußbetrieb immer in dem Glauben bezahlt, sie seien für die Versicherung Haardt, hat sich in Amsterdam( nach anderen Meldungen in Antwerpen) als schädlich für den weiblichen Organismus, zumal den jugendlichen, des landwirthschaftlichen Gesindes bestimmt. Nach Ablauf der Frist erschossen. Als Beweggrund wird der für ihn unglückliche Ausgang bezeichnet. Diesem Uebelstande durch Motorenbetrieb abzuhelfen, habe er nun aber erfahren, daß Landwirthe bis zum Einkommen eines seit mehreren Jahren gegen ihn wegen Ürkundenfälschung ist angeblich wiederholt versucht worden, ohne zu einem günftigen von 2000 M. in die Zwangsversicherung eingeschlossen seien und schwebenden Prozesses angenommen. Ergebniß zu führen, da anderweitige Beschwerden dabei hervor- dann hätte er wegen des vor mehreren Jahren pafsirten Unfalls traten. Möglichst häufige Pausen in der Näharbeit an der sofort die Rente verlangt. Das Schiedsgericht billigte bem Maschine, d. h. Unterbrechungen durch andere Arbeiten, werden läger die Rente zu, indem es seinen Angaben Glauben schenkte empfohlen. In der Wäschefabrikation wird die Verwendung giftiger und annahm, die Verjährung des Anspruches sei nicht von 2. Farben, theilweise auch die hohe Zimmertemperatur beim persönlich verschuldet worden, sondern eingetreten, weil es außerhalb Stempeln" beklagt. Besondere Bemängelungen sind bezüg- feines Willens gelegen habe, dies zu verhüten. Auf den Rekurs lich des Bügelns laut geworden, namentlich wird die der Berufsgenossenschaft hob jedoch das Reichs- Versicherungsamt Verwendung der durch Einschütten von glühenden Kohlen das schiedsgerichtliche Erkenntniß auf und stellte den ablehnen erhigten Bügeleisen wegen der giftigen, dem Bügler direkt den Bescheid der Berufsgenossenschaft wieder her. Die Verjährung in Mund und Nase steigenden Gase als gesundheitswidrig des fraglichen Anspruchs jei rechtsträftig geworden, denn bloße Unbezeichnet. Das Fehlen hinreichender Pausen in den fenntniß der Rechtsverhältnisse entschuldige den Kläger nicht in Werkstätten ist wiederholt getadelt worden, besonders der Mangel dem Maße, wie das Schiedsgericht angenommen habe. Wie wäre es, wenn man den Landwirthen und landwirthschaft*) Drucksache der Kommission für Arbeiterstatistik.( Erhebungen lichen Arbeitern, die notorisch aus untenntniß häufig ihre Rechte verlieren, Rechtsbelehrung ertheilen würde?! Nr. X.) Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck Bremen, 8. Januar.( W. T. B.) Boesmann's telegraphisches Bureau" meldet aus Baltimore: Der amerikanische Schooner Maud Seward" und der deutsche Dampfer Aachen" tamen auf dem Fluffe Patapsco mit einander in Kollision. Der Schooner fant während der Dampfer Aachen" seine Reise nach Bremen uns beschädigt fortsette. St. Gallen, 8. Januar.( W. Z. B.) In der Schlußkonferenz zwischen dem Verbandssekretär Dr. Sourbeck und der Direktion der " Union Suiffe" gewährte lettere ihren Angestellten bedeutende 3 geständnisse sowie 25 pet. Zuschlag auf die Uebernachtsgelder des Fahr- und Zugpersonals. London, 8. Januar.( W. T. B.) In dem Prozeß gegen Lady Scott und Genossen wegen Verläumdung des Earl Russel wurden heute sämmtliche Angeschuldigten zu je 8 Monaten Gefängniß verurtheilt. und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Nr. 7. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 9. Januar 1897. Die Hafenarbeiter- Bewegung. Herr von Egidy sprach gestern Abend in einer von 4000 Per: fonen besuchten Bersammlung( gegen 30 Pf. Entree). Seine Ausführungen ließen den Streifenden in jeder Beziehung Gerechtigkeit widerfabren. Nach ihm sprachen die Abgeordneten Frohme und von Elm. " " 9 $ Den konservativen ,, Grenzboten" wurde kürzlich von einem verlegt. In der Nordschule wird Sonntag Vormittag der FortBerliner Bismarckblatt der malitiöse Rath ertheilt, sich anstatt ihres schrittskursus in Nationalötonomie abgehalten. Aus Hamburg wird uns unterm 8. Januar geschrieben: Der grünen Einbands einen rothen zuzulegen. Das scheint den Verleger Der Vorstand. Hafen wird immer voller von Schiffen und Waaren. Es liegen der Grenzboten" in Angst gebracht zu haben. In der Neujahrsjekt 320 große Seefahrzeuge in den Elbhäfen. Auf| nummer seiner Zeitschrift ist ein Artikel über den Hamburger HafenZur Beachtung! Die Vorstände derjenigen geselligen Vereine, über 250 Schiffen wird theilweise gearbeitet", die übrigen ruhen. Aber arbeiter- Streit enthalten, der an übelwvollender Besprechung dieses fie ruhen nicht, weil keine Leute da sind, sondern weil die Leute, die man aus Ausstands und unserer Partei selbst den Vergleich mit der Ham- welche im Vereinskalender unferes Blattes unter der Rubrik: allen Landen bergelockt hat, nicht gebrauchen kann. Krüppel und Kranten burger Rhederpresse nicht zu scheuen braucht. Ein Beispiel dafür. Gesang, Turn- und gesellige Vereine" ständige Aufnahme gefunden haben die gewiffenlosen Agenten nach hier geschafft. Mit Zusammenraffen Die Grenzboten" sagen: Die sozialdemokratischen Parteiführer haben haben, werden hiermit ersucht, den Tag sowie das Lokal ihrer der letzten Pfennige für die Reise sind unzählige nach hier ge- wiederholt öffentlich kundgegeben, daß sie von dem Ausstand regelmäßigen Sigungen umgehend bei uns zu erneuern. Hiervon fommen, und wenn sie hier sind, werden sie als unbrauchbar nicht abgerathen und nach seinem Ausbruch zur Annahme des bekannten werden nicht betroffen die Lese- und Diskutirklubs, sowie die mehr eingestellt. Es ist betrübend, wie viele diefer traurigen Ge- Senatsvorschlages, d. h. zur Wiederaufnahme der Arbeit unter den stalten jezt in den Straßen Hamburgs umherlaufen. Während des alten Bedingungen, also zur Unterwerfung ermahnt hätten. Kann Vereine, welche unter Arbeiter- Sängerbund, Bund der geselligen ganzen Tages ftellen sich ganze Trupps von ihnen dem Streiffomitee man das glauben? Soll man auch das für Lug und Trug halten? Arbeitervereine, Arbeiter Raucherbund und Arbeiter Turnerbund vor und bitten um Hilfe, aber dieses kann ihnen nicht helfen. Und Der Beweis dafür, daß sie die Wahrheit sagen, ist nirgends aufgeführt sind. so find sie denn dem Hunger und der furchtbaren Kälte, die gebracht." Daß die sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten momentan herrscht, schutzlos preisgegeben. Frohme, Molkenbuhr, v. Elm den Hafenarbeitern die Annahme des In Berlin wohnen nach der letzten Perfonenftands- Aufnahme Die Werbe- Agenten treiben jetzt hauptsächlich ihr Un- Senatsvorschlags empfohlen haben, weiß sonst alle Welt, die 27 903 Ausländer, d. h. Leute, die nicht etwa in Sachsen, wesen in den Hafenstädten. Gestern waren 15 Kieler Hafen- Grenzboten" thun, als wenn sie nichts davon wüßten. Aber Hamburg oder Braunschweig oder in anderen Staaten mit aus arbeiter hier, denen man seitens der Agenten vorgespiegelt hatte, der natürlich wissen sie es, denn jede Zeitung hat die Nachricht gebracht. ländischen", im Hauptstaat des herrlich geeinten deutschen Reiches Streit sei zu Ende. Als sie die Wahrheit erfuhren, überwiesen sie verbotenen Lotterien geboren sind, sondern wirkliche Nicht- Deutsche. ihre Baarmittel dem Streitfonds und fuhren wieder ab. Vom Streit die Nachtheile, die dem Handel und der Industrie des Binnenlandes stellt Die ,, Magdeburgische Zeitung" macht unter Berufung auf Das größte Kontingent zu der Zahl der Ausländer in Berlin fomitee find Vorkehrungen getroffen, daß man in den Hafenftädten aus dem Hamburger Streit erwachsen, Propaganda für den Rhein Kopfzahl von 13 365 fait die Hälfte aller hier wohnenden Ause die österreichisch ungarische Monarchie mit einet stets von der Lage des Streits unterrichtet ist. Auch in die französische Hafengegend sind diefer Tage viele Tausende von Westdeutschland, soweit er jetzt auf den Seeweg angewiesen ist, von ziemlich weitem Abstande 1720 Bürger der Vereinigten Staaten Elbe- Kanal, durch dessen Bau der Verkehr zwischen Ost- und länder. Ihnen schließen sich 4338 Russen an, denen dann in Flugblättern abgegangen. Die Rheder haben gestern an die Polizeibehörde das Verlangen Haben wir die große west- östliche Wasserstraße, so ist eine Unter Weniger als 1000 Stöpfe beträgt die dänische Kolonie, nämlich 944. den Seestädten unabhängig werden würde. Weiter meint das Blatt: von Nordamerika folgen, 1387 Engländer und 1054 Schweizer. gestellt, den Berichterstattern der hiesigen und auswärtigen Zeitungen brechung unseres Verkehrs mit dem Weltmarkte viel unwahrschein- Die Italiener werden durch 928 ihrer Staatsangehörigen repräsentirt, feine Renntniß von den im Hafen vorgekommenen Unglüdsfällen mehr zu geben. Man darf gespannt darauflicher geworden". Schweden durch 820, Frankreich durch 516, während die NiederDaß der Rhein- Elbe- Kanal für Handel und Industrie des lande 472, Rumänien 386 und Norwegen 287 ihrer Bürger und fein, wie sich die Polizei dazu stellen wird. Die Hamburger Stauer und Rheder tönnen aber aus der Agitation verhältnißmäßig recht fleinen Zahlen, nämlich zwischen 100 und 200, Binnenlandes von großem Vortheil wäre, ist wohl selbstverständlich. Bürgerinnen nach der deutschen Reichshauptstadt entsandt haben. Mit des magdeburgischen Blattes entnehmen, wie thöricht sie handeln, figuriren die Türkei( 198), Belgien( 169) sowie Brasilien, Chile daß sie sich mit den Hafenarbeitern nicht einigten. Spanien( 58), Serbien( 36), Luxemburg( 26), während Bul Das Gewerkschaftskartell in Bremen faßte einstimmig eine garien, Griechenland und Portugal faum je 20 ihrer Resolution zu gunsten der Hamburger, worin der Erwartung Aus- Angehörigen hier haben. Der von gewerkschaftlicher Seite neulich erlaffene Aufruf brud gegeben wird, daß kein organisirter Arbeiter Bremens fich der Chinesen, Japaner, die Dem gegenüber sind Argentinier, in zu gunsten der Hamburger Hafenarbeiter ist von nachfolgend Leistung eines wöchentlichen Beitrags von mindestens 50 Pf. ent- zeichnen. Von den übrigen Staaten der Erde leben nur vereinzelte der Zahl von je annähernd 50 angegeben find, als recht zahlreich vertreten zu bes genannten Personen untezeichnet: B. Lieschke, Hamburg, Bäcker. F. Krens, Hamburg, Bauarbeiter. Herm. Solm, Hamburg, Repräsentanten in der Reichshauptstadt. Ueber allen diesen Leuten Gärtner. A. Gebel, Bergedorf b. Hamburg, Glasarbeiter. And Nürnberg wird uns geschrieben: Wegen Aufforderung schwebt im gaftlichen Berlin das Damoklesschwert der Ausweisung, W. Bält, Hamburg, Gold- und Silberarbeiter. G. Reller zu unerlaubten Sammlungen erhielten unsere Genossen Redakteur das herniederfaust, sobald sie sich als Landstreicher" oder politisch mann, Hamburg, Hafenarbeiter. G. Herrlich, Altona Gartner von der Fürther Bürgerzeitung" und Magistratsrath oder auch aus sonstigen, nur der Polizei bekannten Gründen läftig Ottensen, Konditoren. Hermann Rober, Hamburg, Maurer. Fr. 3ick in Fürth Strafmandate über 10 und 20 M. 3ick hatte machen". Freilich bleibt diesen Ausländern der magere Trost, daß W Müller, Hamburg, Schiffszimmerer. F. ange, Hamburg, in der Fürther Bürgerzeitung" aufgefordert, in Freundeskreisen es unter dem Sozialistengefeß zahlreichen Deutschen um nichts beffer Schmiede. G. Schaad, Hamburg, Seiler. G. Häberle, Ham- für die Hamburger Streifenden zu sammeln. gegangen ist, und daß der Staat heute noch, wie der Fall unferes burg, Tapezirer. C. Arnhold, Hamburg, Bigarrenfortirer. Chemnizer Parteigenossen Rosenow lehrt, Inländern, die ihm F. Schrader, Hamburg, Zimmerer. F. Bischoff, Hamburg, Rupferschmiede. Otto Sillier, Berlin, Graphische streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende bestimmung einfach den Aufenthalt an bestimmten Orten untersagt! Bei der Berliner Gewerkschaftskommisfion gingen für die politisch unbequem find, vermittelst einer ungeheuerlichen Gesetzes. Arbeiter. G. Nicolai, Berlin, Maler, Lackirer und Anstreicher. Gustav Bauer, Berlin, Bureau- Angestellte. C. Hübsch, Berlin, Beiträge ein: Ueber eine angebliche Ausschreitung streikender Arbeiter M. G., Rosenstraße, 2,-. Oskar G. 3,-. Textilarbeiter. E. Döblin, Berlin, Buchdrucker. Fr. Nary, vefterfeier, Charlottenburg, Göthefir. 33, d. Kraft 4,-. Bier Hamburger 10,-. Syl wird amtlich folgendes berichtet: Am Donnerstag früh gegen Züricher Typographia" Berlin, Vergolder. A. Knoll, Berlin, Steinseher. A. Brey. Stralau's, 6. Rate, 50,-. E. G. Wallnertheaterstraße, 3. Rate 3,-. 2. u. 5. B., Neubau Poststr. 8 betreten wollte, um seine Arbeit zu beginnen, d. Br. 40, Café Gumpert d. H. Bl. 3,- Unterfügungsfonds der Glasarbeiter 7 Uhr wurde der Maurer Gustav Haase aus Bernau, als er den Hannover, Fabrik und gewerbliche Hilfsarbeiter. Dupont, Berlin, 10. Rate, 10, Bildhauer. Ehlers, Trebitsch, Flößer. Käppler, Altenburg, Solidarität, aus Staßfurt, 3. Rate, 30,- Ausharren" v. Peniger Arbeitern 25,-. Koalition der drei Könige Karlsruhe" 20,-. Hoch die von dem ausständigen Maurer Nicolaus Strocka, Birkenstr. 22, auf Müller. Saffenbach, Berlin, Sattler und Tapezirer. Mehrere Arb. v. Euba d. Ahnert 8,- Grp. b Solinger Freie Pr.", 2. Rate, 30, gefordert, dort nicht zu arbeiten. Haase ließ diese Aufforderung Wiehle, Hannover, Brauer. Fuecert, Nürnberg, Schuh- feier bet Kirchner, Grünauerfir. 34, 3,65. Amerikanische Auktion bei einer Doppel- verließ, Kaffeeflatsch b. Rond. Koch 3,-. Ges. d. Frau Wendt 3,70. M. M. 1, Geburtstags- unbeachtet. Als er nachmittags gegen 5 Uhr die Arbeitsstelle macher. Karl Kloß, Holzarbeiter, Stuttgart. D. Waßner, Berlobung bei Friedrich, Breslauerstraße, 2, wurde er in der Heiligengeiststraße in der Nähe Brüderlichkeit" 15,-. PflanzerHandschuhmacher, Stuttgart. 21. Dietrich, Buchbinder, verein" Süd- Ost", 3. Rate 10,-. Ueberschuß einer Sylvestertneiperet 4,-. Gefang der Königstraße von sechs ausständigen Arbeitern, unter Stuttgart. verein Berche" 10.-. Heizer A. Haafe 3,- Verein der Berliner Droschten- denen sich auch Strocka befand, umringt, beschimpft, niedergeworfen tutscher. 1. Rate 25,- Listen der Droschkentutscher: Mr. 3880, 152, 156, 1642, Möge der Appell an die Solidarität bei feinem einzigen Arbeiter 2537, 1644, 149, 2538, 3881 burd) chulz 48,10. Liste Nr. 1895 Jubre, Solzarbeiter, und geschlagen. Die Thäter sind noch nicht alle ermittelt worden. ungehört verhallen! 2,50. Listen Nr. 1261 und 1265 Kupferschmiede Berlins 11,60. Amerikanische Strocka und der Maurer Karl Humburg sind verhaftet und bezeichnen Auttion, Sylvesterfeler, Gefangverein der Kupferschmiede 7,-. Siften d. H. Werner den Maurer Michaelis als Thäter. Dessen Wohnung ist noch Die Hamburger Polizei hat dem Direktor der dortigen 1066, Krößner 2,-. 1122, Willnig, 6,40. 2482 Runde 7,85. 2510, Qeber 4,75. unbekannt." In wie weit die Angaben des Maurers Gustav Haase Zentral- Halle die geplante Aufführung des Schauspiels Streit" 2516 Rindermann 2,55. 2528 Söhn 7,15. C. Canton 5, ugartige. ftimmen, entzieht sich unserer Beurtheilung. Aber wie die Sache auch untersagt. Der Verfasser des bereits vor fünf Jahren in München zwei ungenannte vom Hausvotgtetplay 2,- Liste 8453 Koswig, Bildhauer 3,50. liegen mag, so halten wir doch die Mahnung an die ehrenhaften werkstatt, 3. Rate 11,-. Bifte 3690 Fuhrmann 3,05. Lifte 3686 15,56. und hier aufgeführten Stückes, Herr Karl Böttcher in Südende: Sylvefterfeier bet Ster 6, Gesangverein Berliner Kürschner 10,-. Lisien d. lose Arbeiter für angebracht, sich in Lohnkämpfen nach Möglichkeit von Berlin, erhielt auf seine Beschwerde folgende Antwort: Auf das 1203, 28, 30, 42, 43, 45, 48, 57, 58, 3058, 60, 62, 65, 67, 73, 74, 98, 3751, 60, 63, 69, Schreiben vom 4. d. M. wird Ihnen ergebenst erwidert, 173, 1177, 3081( Darunter F. B. 21,60) 147,75. Listen d. Schonheim 2449 u. 2450 allen Maßnahmen fern zu halten, die als eine Belästigung von ( Babel) 9,25. Liften durch Schonheim 2465, 3521 und 1135 16,20. Ein Jünger Streitbrechern ausgelegt werden könnten. Die nur zu erklärliche daß die Aufführung des Stückes Streit" in der hiesigen Stephan's aus der Bazenhofer Tonne, Reichenbergerstraße 1,50. Lifte 4354 durch Bentral- Halle nicht wegen des Inhaltes, sondern wegen der 3. 3. 2. Friedländer( darunter H. 23. aus Dresden 10,-) 16,- Listen burch Thielte Aufregung, die sich der ausständigen Arbeiter zuweilen in Konflikten in Folge des Streits der Hafenarbeiter hier herrschenden besonderen 1494, 1722, 28, 40, 2580, 2610, 11, 24, 35, 36, 39, 69, 70 104,70. Rifte 1745 Modell: bemächtigt, wird von den aus Angehörigen der bürgerlichen Klasse tifchler bei H. F. Edert 7,70. Lifte 1739 Bau Martusstraße durch O. Gohlte 7,20. gebildeten Gerichten nie als Strafmilderungsgrund betrachtet, und Verhältnisse vorläufig beanstandet worden ist. Der Titel, sowie Liste 2578 aus dem Reiche des Herrn Thielen 20,80. Vereinigung der Maler, einige Szenen und Aeußerungen sind 3. 3. geeignet, bei den voraus- Filiale Rirdorf, 2. Rate 20,- ifte 4449 Danziger, Bureaubeamter( darunter erdrückend hart sind die von deutschen Richtern in Streifprozessen sichtlich größtentheils den Kreisen der Streitenden angehörigen giften 3436, 35, 34, 32, 31, 1865, 64, 63, 62, 61, 60, 59, 58, 56, 55, 54, 53, 52, 51 amerikan. Auktion des Zentralvereins der Burean- Angestellten Berlins 4,25) 12,65. gefällten Urtheile. Theaterbesuchern aufreizend zu wirken und dadurch die öffentliche der Riftenmacher durch Tschernig 8,16( 129,50). Ruhe und Ordnung zu gefährden. Die Polizeibehörde.( ges.) v. Saufewig." " " In einem an die Preffe versandten Birkular erhebt Herr Böttcher gegen das Verbot Protest und bemerkt dabei, daß sein Stück auf dem Standpunkt der t'aiserl, Februar- Erlasse stehe. Landsleuten ihren ziehen werde. * Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau ( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16, vorn part.) in der Zeit von 9-1 hr vormittags und von 6-8 Uhr abends entgegen. Kommunales. Ein ftreifender Hamburger Schauermann schreibt uns: Hier laufen täglich hunderte von Streifbrechern davon, weil sie die Die von der städtischen Baudeputation für das RechnungsArbeit nicht verrichten können und wegen der schlechten Behandlung. jahr 1897/98 in Vorschlag gebrachten Neu und Um20 Mann aus dem Holsteinischen, die ich dieser Tage nach der pflasterungen von Straßen, welche zu einem Kostenaufwande Bahn brachte, versicherten, daß sie nicht wieder nach Ham von 2929 000 m. veranschlagt sind, hat das Magistratskollegium burg fämen und wenn noch zehn Streits ausbrächen. Auch genehmigt. würden fie 811 Hause davon ab- Die Errichtung der neu beschloffenen Armenämter wird rathen; auf diese Weise werden die zurückreisenden am 1. April d. J. vor sich gehen. Es werden an diefem Tage zuStreifbrecher zu unseren besten Agitatoren. Diese Leute nächst zwei Aemter, und zwar auf dem Gesundbrunnen und in hatten nur 6 Tage auf dem Dampfer gearbeitet und hatten Moabit eröffnet werden. Die Zuziehung von Frauen wird gemäß fich während dieser Beit gar nicht waschen können. In warmer den Beschlüssen der städtischen Behörden von den beiden Aemtern Jahreszeit wären unter den obwaltenden Umständen wahrscheinlich sofort in die Wege geleitet werden. schon allerhand Krankheiten zum Ausbruch gekommen." Der Schaner mann bekundet dann noch sein Mitleid mit den Kaufleuten, denen die Waaren massenhaft verderben oder ruinirt werden. So haben die mit der Arbeit unvertrauten Arbeiter den einen Kaufmann vor kurzem beim Löschen 15 Faß Palmenöl, einem anderen 21 Riften Rosinen in Grund( ins Wasser) fallen lassen. In Frankfurt a. M. berichteten diefer Tage die Herren Dr. Boigt und Dr. Stein in einer Sigung der volkswirthschaftlichen Abtheilung des Freien deutschen Hoch stifts über das Resultat der Untersuchung, die beide im Auftrag einer Frankfurter Gesellschaft über die Hamburger Hafenarbeiter- Verhältnisse in Hamburg selbst angestellt haben. Was sie berichteten, war im wesentlichen eine Bestätigung dessen, was die Arbeiter: presse über die Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter mit getheilt hat. leitern angeschafft werden, welche die Summe von 18 000. erFür unsere Feuerwehr sollen drei mechanische Feuer fordern. " Das Geräusch, welches das Qualmen sowie das Pfeifen der Lokomotiven verursacht, ist für die Anwohner der Stadtbahn gerade keine Annehmlichkeit und giebt zu mancherlei Unzuträglich keiten und Beschwerden Anlaß. Wir erinnern an den bisher vergeblich laut gewordenen Wunsch der Direktion des Lessing. Theaters, daß die hart an dem Kunsttempel vorbeifahrenden Lokomotivführer wenigstens das peinliche Pfeifen einstellen möchten. diesen Beschwerden in Kenntniß gefeßt und um Mäßigung ersucht. Nunmehr hat die Eisenbahndirektion das Lokomotivpersonal von Ferner haben mehrfach Entschädigungen von der Verwaltung gezahlt durch zu starkes Auswerfen werden müssen, weil die Kleidungsstücke von Fahrgästen Ruß und Schmutzmaffe aus den Lokomotiven beschädigt wurden. Diese Vorkommniffe find meist auf eine nicht sachgemäße Handlungsweise des Lokomotiv. Personals zurückzuführen. Zum Schluß verweist die Direktion auf die Dienstanweisung für Lokomotiven- Führer und-Heizer und macht diesen die sachgemäße Behandlung der Lokomotiven mit dem Bemerken zur Pflicht, daß fünftig bei ähnlichen Anlässen eine Untersuchung eingeleitet und der Schuldige zur Bestrafung gebracht bezw. zur Tragung der Kosten herangezogen werden wird. von A18 eine Geschmacklosigkeit muß es bezeichnet werden, wenn Geschäftsleute ihre Reklamezettel in verschloffenen Kouverts mit fammlung, auf Reisestipendien für naturwissenschaftliche Lehrer der in deffen Verwandtschaft feit ca. 11/2 Jahren 7 Todesfälle vor Auch den wiederholten Antrag der Stadtverordneten- Werran errand verschicken. So bekam dieser Tage ein Hatmacher, höheren städtischen Lehranstalten, damit sie die Einrichtungen der gekommen sind und zwar der letzte erst am verflossenen Weihnachtss Bergwerte, Eisenhütten, Hochöfenbetriebe durch eigene Anschauung feit, einen solchen Brief; selbstverständlich geriethen sämmtliche tennen lernen und die gemachten Erfahrungen bei ihrem natur Familienmitglieder in große Aufregung, da sie annehmen konntent, wissenschaftlichen Unterricht benutzen, hat das Magistrats- Kollegium daß schon wieder ein trauriger Fall eingetreten fei. In fieberhafter abgelehnt. Gile wurde das Rouvert aufgemacht und demselben entfielen zwei städtischen Frrenanstalt zu Herzberge, Diesner, hat das pflegen. Natürlich war man über eine derartige Reflame entrilitet. Au ftelle des ausgeschiedenen Oekonomie- Inspektors der Retlame- Papierdüten, wie sie Kravattengeschäfte 2c. zu verwenden.. Magistrats- Kollegium den Magistrais Sekretär Engel zum Dekonomie- Man muß den Herren C. in der Grünstraße, von denen dieser Inspektor an dieser Anstalt gewählt. Scherz ausgeführt ist, nur rathen, in Zukunft ihre Reklamen minder Die Berliner Volks Zeitung" hat gegen die von der Melanchton's am 16. Februar cr. soll in jeder der bestehenden Aus Beranlaffung der 400jährigen Geburtstags Feier schreckhaft zu gestalten. Die Unzuträglichkeiten an den Zirkuskaffen find den Be gramms eines ihrer Berichterstatter Beschwerde erhoben. Weiter ädtischen höheren Schulen mit Ginschluß der sechs Mädchenschulen schwerden zufolge, die uns aus dem Publikum zugehen, am Zirkus theilt das Blatt mit, daß einer seiner Berichterstatter von der Ham- eine Büfte Melanchton's aufgestellt werden. Das Magistrats- Busch ebenso schlimm, wie am Zirkus Renz. Gin Leser schreibt uns: burger Polizei die Weifung erhalten hat, den Hafen zu journalisti follegium hat daher beschlossen, bei der Stadtverordneten- Verfamm- Am Sonnabend, den 2. Januar, ging ich 10 Minuten nach Erschen Zwecken nicht wieder zu befahren. Die Bolts Zeitung" ist lung die Genehmigung der hierdurch entstehenden Kosten in Höhe öffnung der Vormittagstaffe an den Kassirer heran, um ein Billet ein bürgerliches Blatt, und was ihr passirte, kann jeder anderen Schulen wird der Magistrat die Büfte des guten Melanchton wohl beiden theuersten, waren aber nach Mittheilung des Herrn an der In den niederen" städtischen zum Sonntag Abend zu erstehen. Sämmtliche Sigplätze, bis auf die bürgerlichen Zeitung zustoßen. Die Behandlung, die ihrem Bericht nicht aufstellen wollen, weil er weiß, daß die Kinder proletarischer Raffe vergriffen und als ich ein Billet für die Nachmittagsvorstellung erstatter widerfuhr, müßte also von der bürgerlichen Preffe in deren Eltern fich im allgemeinen doch nicht viel aus der lutherischen erstehen wolte, erhielt ich die ebenfalls recht unbefriedigende Ant eigenem Intereffe auf das schärfste gerügt werden. Die bürgerliche Religion machen. Preffe ist aber an Fußtritte so gewöhnt, daß sie die der Volts: Religion machen. Zeitung" widerfahrene Unbill als etwas ganz Selbstverständliches hinnehmen wird. = " = " von 1200 M. zu beantragen. Lokales. Achtung, zweiter Wahlkreis. In der Versammlung, welche am Sonntag Abend 61/2 Uhr beim Genoffen 3ubeil, Linden straße 106, stattfindet, wird Genosse Dr. B. Borchert über: Unsere Renntniß von der Sonne" referiren. Rege Betheiligung erwünscht. wort, daß keine da seien. Einige der vielen Leidensgefährten, ble sich gleichfalls vergeblich bemüht hatten, wollten die Antwort er halten haben, daß die Eintrittskarten noch nicht von der Druckerei gekommen feien. Im nahen Umkreise des Zirkus wurden die Katten zu den beiden erwähnten Vorstellungen aber mit 50 bis 75 pet. Aufschlag verkauft. " anhaltenden Erfolg ihres ersten Ausstattungsvortrages Durch den Die neue Urania in der Taubenstraße kann auf einen langs Gotthard" zurückblicken, der am heutigen Tage seine 200. Aufs führung erlebt und immer noch das Entzücken des vollbefestenr Während die Hamburger Telegraphenbehörde einerseits Telegramme ohne einleuchtenden Grund beanstandet, gelangen anderer feits auf telegraphischem Wege Nachrichten in die Welt hinaus, die offenbar erlogen sind. Go theilt das Hamburger Echo" mit, daß wie es erst jetzt erfuhr die tonservative Elbinger Zeitung" folgenden Eigenen Drahtbericht" brachte: Hamburg, 10. Dezember. Ein zur Aufnahme von Ersay. Arbeiter Bildungsschule. Wegen des am heutigen Abend arbeitern bestimmter Dampfer wurde in die stattfindenden Stiftungsfestes, zu dem Eintrittskarten für Hauses durch seine naturwahren Szenerien und die Luft gesprengt. Man vermuthet ein Verbrechen. Die Unter- Mitglieder und Freunde noch in den Zahlstellen zu haben sind, wird geradezu dramatisch wirkenden lebenden Bilder, welche bie uchung ist eingeleitet." der heute fällige Unterricht in beiden Schulen auf Montag Abend Arbeiten im heißen Innern des Tunnels darstellen, erweckt. Sehr " = zufammengestellt. " nur ein = bald wird dieser Vortrag übrigens den feit Monaten in Borjes die reiffte und jedenfalls an humor reichste Frucht aus Jbsen's geklagten schuldig des versuchten Zobtschlages und versagten ihm bereitung befindlichen Darstellungen des„ Kampfes um den sozialkritischer Periode ist, hat es feinerzeit im Residenz- Theater doch mildernde Umstände. Der Staatsanwalt beantragte drei Jahre Nordpol" weichen müssen, für welche die rührige Direktion nicht den Widerball gefunden, den es verdiente. Nicht Lindau, nicht 3uchthaus, das Urtheil lautete auf awei Jahre sechs ganz ungewöhnliche Dinge plant. Die reichhaltigen Ausstellungssäle Blumenthal, nicht Frenzel, der Senior deutscher Kritik, wußten Monate Zuchthaus. des neuen Haufes haben feit ihrem Bestehen inzwischen manche Er damals etwas Rechtes aus dem Schauspiel zu machen; und weiterungen und Verschönerungen erfahren, worüber nächstens im selbst das empfand man nicht flar, daß Die Penfionirung der Offiziere vor Gericht. Aus Dort. besonderen berichtet werden soll. Eine schier unerschöpfliche Fülle Menschenbeobachter von ganz besonders eindringlicher Kraft mund wird uns vom geftrigen Tage berichtet: Ein Prozeß von hez Belehrenden ist hier in anmuthiger Weise zu einem kleinen eine so humordurchleuchtete Gestalt, wie der Photograph Hjalmar weitgehendem Interesse gelangt heute( Freitag) vor der Strafkammer Abbilde der gesammten Schöpfung gewissermaßen in Stichproben Gfbal ist, schaffen konnte. Die besondere Erscheinung dieses Hjalmar, des hiesigen königlichen Landgerichts zur Verhandlung. In Nr. 233 eines Mannes, der sich an schönen Worten und Phantaften berauscht der hierselbst erscheinenden sozialdemokratischen Rheinisch, Zum Kampf der Aerzte unter Führung des Professors von und dennoch behaglich mit der Gemeinheit schwimmt, der stets ver- Westfälischen Arbeiter Beitung" vom 5. Ottober 1896 Bergmann gegen die Besteuerung der Privatkliniken schreibt ipricht und niemals hält, wächst zu allgemeiner Bedeutung empor. war ein Leitartikel mit der Ueberschrift: 3u den Offizierspenf.o. die amtliche Berliner Korrespondenz": Nach Zeitungsberichten Sie ist ein Sinnbild für eine ganze Klaffe, ein Stück Naturgeschichte nirungen" enthalten. In diesem werden die vielen Offizierspenfioist über die Frage, ob Privatkliniken der Aerzte der Gewerbe- des Menschenthums. nirungen getadelt ,,, da dadurch die Steuerzahler immer wieder aufs neue in ftener unterliegen, in den betheiligten Kreisen mehrfach verhandelt Heute wird der reaktionärste Beurtheiler nicht mehr mit ein Anspruch genommen werden." und beschlossen worden, die Entscheidung des Oberverwaltungs- paar Phrasen, die sich über den unbequemen schrullenhaften Jbsen In diesem Artikel erblickte der preußische Kriegsminifter, gerichts herbeizuführen. Das Oberverwaltungsgericht hat sich bereits luftig machen, über ein Drama wie die Wildente" auskommen. Er Generallieutenant v. Goßler, eine Beleidigung derjenigen militä in einem im dritten Bande der Entscheidungen in Staatssteuer- verfiele damit selbst dem Fluch der Lächerlichkeit. Im Deutschen rischen Vorgesetzten und Militärärzte, auf grund deren pflichtfachen" S. 250 ff. abgedruckten Erkenntniß ausführlich ausgesprochen, Theater wird das Drama nun auch einen gedeihlicheren Boden gemäßer Erflärung der Nachweis als erbracht angefehen wird, und zwar für die Steuerpflicht als Regel vorbehaltlich besonders zu finden. Man hat dort den Text des Schauspiels sorgsamer be- Daß der die Pensionirung Nachsuchende zur Forifetzung des attiven begründender Ausnahmen. Anscheinend sind gerade durch die dort handelt, wiewohl im einzelnen die Aufführung des Residenz Theaters Militärdienstes unfähig ist, und ferner eine Beleidigung gegen das entwickelten Grundfäße die Maßnahmen der lokalen Behörden ver- ihre ganz eigenthümlichen Vorzüge hatte. Künstlerisch standen gesammte deutsche bezw. preußische Offizierkorps. Der Kriegsanlaßt, durch welche die Interessenten sich beschwert fühlen. Ein die Schauspieler norddeutschen Gepräges im Deutschen Theater minister stellte deshalb gegen den verantwortlichen Redakteur der fistalisches Interesse tommt hierbei nicht in Frage, da bekanntlich im Vordertreffen: die Herren Nissen, Sauer und Frl. genannten Zeitung, unfern Parteigenoffen Friedrich Theiß, den die Gewerbesteuer nur noch für die Kommunalbesteuerung veranlagt Beziehungen reichen und energischen Dialog Ibsen's beffer, als es Kriegsminister geh folge ehmann. Ihre Weise beherrscht den wortfargen, Strafantrag. Es ist dies der erste Strafantrag, den der neue die lebhaftere füddeutsche Art vermag. Zumal Herr Sauer als Theiß hat sich infolge deffen heute auf grund der§§ 185 und Der Besuch in der Wärmehalle am Alexanderplatz ist infolge bes eingetretenen Frostes außerordentlich gestiegen. Als gestern die regers Werle wußte Töne bitterer Empfindung anzuschlagen von 186 des Straf Gesetzbuches vor eingangs bezeichnetem Gerichtshofe Halle geöffnet wurde, stürmten sofort eine große Menge Besucher solcher Kraft und Wehmuth, daß man manchmal in dem Wahrheits- zu verantworten. Theiß ist am 15. November 1847 zu Hamburg geboren, Dissident und dreimal mit geringen Geldstrafen wegen Be hinein. Eine halbe Stunde nach der Eröffnung waren die Räume eiferer Gregers einen jener von 1200 Personen besucht, die in ihrer dumpfen Ruhe ein Bild er hören glaubte, die mit Trauer im Herzen ihre herben Wahr leidigung, ferner wegen Uebertretung des Preßgefeßes und wegen barmungswürdigen Glends boten. heiten offenbaren. Den rauhen Vater des Gregers, den Mann, Nichtanmeldung einer von ihm einberufenen Versammlung vorder erbarmungslos über Leichen hinwegschreitet, gab Herr Niffen in bestraft. Der Angeklagte, der von dem Rechtsanwalt Bohnert awingender Energie. Frl. Lehmann spielte die fleinbürgerliche( Dortmund) vertheidigt wird, beabsichtigt den Beweis der Wahrheit Frau des Photographen, die beschränkte, aber in der Beschränktheit für die in dem inkriminirten Artikel enthaltenen Behauptungen zu durchaus praktische Gina, auf der die Sorge für Mann und Haus- führen. Zu diesem Behufe ift u. a. der Chef des Militärkabinets, halt und eine bösartige Vergangenheit lastet. Ein wenig enttäuscht wurde General der Infanterie, Generaladjutant v. Hahnke( Berlin) als man durch Herrn Reicher. Ihm war die Rolle des Hjalmar, Benge geladen. des Menschen, der durch's Leben tändelt, innerlich verlogen, ohne Das Urtheil gegen Genoffe heiß lautete auf 50 M. GeldErnst, ohne Salt, übertragen und in seiner Darstellungsweise trat ftrafe wegen Beleidigung des Offizierstorps. Von der Antlage die Neigung hervor, den Komödianten Hjalmar noch komödiantischer wegen Beleidigung derjenigen militärischen Vorgesetzten und zu fassen, als er ist, so bekam die Gestalt, wo sie naiven Humor Militärärzte, welche über die Penfionirung der Offiziere zu entathmen sollte, einen Stich in die komische Karikatur. Aehnlich er- scheiden haben, erfolgte Freisprechung. Der Staatsanwalt hatte ging es Herrn Fischer mit dem alten Efdal. In der Tragikomödie wegen beider Beleidigungen eine Gefängnißstraße von einem Monat dieses Mannes kam die eigenthümliche Tragik zu kurz. beantragt. wird. Elendsstatistik. Im Monat Dezember 1896 nächtigten im Männerasyl des Usylvereins für Obdachlose 16 025 Personen, im Frauenasyl 1168 Personen. Arbeitsnach weis erbittet der Verein für Männer Wiesenftr. 55-59, für Frauen Füsilierstr. 5. Bei dem geftrigen ersten strengen Frosttag in diesem Winter die Quecksilberfäule zeigte gegen 7 Uhr morgens-12 Grad Réaumur war die Spree fast in ihrem ganzen Lauf durch Berlin mit einer Gisdecke überzogen. Die Bauarbeiter mußten, ebenfalls. zum ersten Male in diesem Winter, des Frostes wegen ihre Thätig keit einstellen und die mit entsprechenden Vorrichtungen versehenen Wagen der Großen Berliner Pferde Eisenbahn- Gesellschaft zeigten fich endlich einmal den Fahrgästen in geheiztem Zustande. Auf dem Spandauer Schifffahrts- Kanal, dessen Eisfläche schon seit einiger Beit auf vier bis fünf Boll gediehen war, dürfte, wenn die Kälte nur zwei Tage anhält, bereits am Sonntag die beliebte Gisbahn von Berlin nach Saatwinkel freigegeben werden. = Shakespeare'schen Narren an zu dieser gestellt hat. Der Gastwirth Haffner zu Frankfurt a. M. hatte einer Zu den Zuständen im Theater des Westens wird uns geschrieben:" Im" Theater des Westens" ist gestern die rückständige Anzahl Sozialdemokraten eines Tages seinen Saal zur Verfügung an stelle eines verbotenen Parteifestes Gage vereinbarungsgemäß bezahlt worden, wie wir gegenüber gestellt, damit sie dort ein gemüthliches Beifammensein begehen konnten. Man unterhielt Auf seinem Wagen erftarrt aufgefunden wurde gestern anderen Mittheilungen authentisch zu erklären in der Lage sind. Richtig ist, daß ein Anwalt, dem übrigens die anderen bisher fich, so gut es ging, unter anderem erfreuten sich die Anwesenden Morgen gegen 6 Uhr auf der Chaussee Französisch Buchholz- Berlin von ihm vertretenen Mitglieder das Mandat entzogen haben, für auch an Gesangs- und deklamatorischen Vorträgen. Der Reichstagsder Milchhändler Behmeyer aus Carow. B., der in der Nacht nach den entlaffenen Hausinspektor Zoller und eine entlassene Schauspielerin Abgeordnete Schmidt betheiligte sich ebenfalls an dem harmlosen Berlin gefahren war, war jedenfalls auf seinem Wagen eingeschlafen Frau Falke den Konkurs angemeldet hat. Das Gericht hat sich aber Vergnügen. Für Haffner hatte daffelbe jedoch ein Nachspiel. Die und konnte infolgedeffen dem Frost nicht Widerstand leisten. So über diesen Antrag noch nicht schlüssig gemacht, sondern die Erklärungen Polizei bedachte ihn mit einem Strafmandat von 15 M. und das wurde er gegen 6 Uhr von Bauern aus Blankenburg aufgefunden, des Direktors auf diesen Antrag dem Antragsteller zur Gegen- Schöffengericht hielt die Strafe aufrecht. Es wurde Haffner als die den Miilchhändler nach Pankow brachten. Unter ärztlicher Hilfe erklärung übersandt. Im übrigen wird Werth darauf gelegt zu strafbar angerechnet, daß er in seinem Lokal Gesangs und gelang es, den Erstarrten wieder ins Leben zurückzubringen; der konstatiren, daß sich die früheren Mitglieder Bonn und Said feines deflamatorische Vorträge geduldet hatte, und zwar sollte er sich da felbe mußte jedoch einem Krankenhause zugeführt werden. wegs dem Konkursantrage angeschloffen haben. Die genannten mit gegen eine Polizeiverordnung vergangen haben, nach der GaftEiner Verwechselung hatte es am Donnerstag Abend ein Mitglieder stehen zu der Gesellschaft in gar keinem direkten Verwirthe 2c. zur öffentlichen Veranstaltung solcher Vorträge und zur Straßenhändler zu verdanten, daß er den Händen der Polizei ent- tragsverhältniß. Jedenfalls ist ist mit den neu aufgebrachten Duldung ihrer öffentlichen Veranstaltung in ihren Räumen einer ging. An der Ecke der Friedrich- und Krausenstraße hatte ein Mitteln und dem relativ sehr guten Geschäftsgange die Erlaubniß bedürfen. Er legte Berufung ein und betonte, daß ja älterer Mann einem jungen Händler etwas abgekauft und gerieth Gefahr eines Zusammenbruchs des Theaters in die Vorträge von den Gästen ausgegangen feien und daß er die mit ihm in Streit, weil der Händler ihm zu wenig auf ein größeres Saison beseitigt wenn es nicht eben der Böswillig Feierlichkeit der letzteren nicht gewerbsmäßig veranstaltet habe. Auch Gelbstück herausgab. Es entstand ein Auflauf und bald tam der feit einzelner Mißvergnügter gelingt, der Gesellschaft weitere beftritt er die Giltigkeit der fraglichen Verordnung vom 1. Auguft In der Schuhmann. Dieser hielt den Käufer für den Verkäufer und Schwierigkeiten zu machen. Es wäre dies im Interesse der zahl. 1891. Die Straftammer wies aber die Berufung zurück. schickte sich an, ihn auf die Revierwache zu bringen. Der Mann reichen Mitglieder und im Interesse des Publikums des Westens, Begründung seiner Revision machte der Angeklagte dann geltend, ging ruhig mit. Das Publikum wunderte sich zwar über das, was welches sich gewöhnt hat, dieses sein heimathliches Theater zu be- die angezogene Verordnung widerspreche den§§ 1 und 33a der es fah, fagte aber anfangs nichts. Später jedoch machte man den fuchen, sicher zu bedauern." Soweit die Zuschrift, für deren Gewerbe- Ordnung, dem Artikel 27 der Verfassungsurkunde und auch Beamten darauf aufmerksam, daß er den Verkehrten habe, und als Inhalt wir keinerlei Gewähr übernehmen. Wir halten uns nach dem Versammlungsrecht. Der Vorderrichter habe ferner den Begriff man ihm das auf seine Fragen allgemein bestätigte, ließ er seinen den verschiedenen Mittheilungen, die wir über die Lage des Kunst der Deffentlichkeit verkannt, denn an dem gemüthlichen BeiHäftling ruhig des Weges gehen und wollte nun den wirklichen instituts brachten, aber verpflichtet, auch von vorstehender Meldung fammensein, das in feinem hinteren Saale stattgefunden habe, Üebelthäter mitnehmen. Der hatte sich jedoch vorsichtshalber bei unseren Lesern Kenntniß zu geben. hätten nur Sozialdemokraten theilgenommen, also ein in fich Zeiten gedrückt. Als der Schuhmann die Friedrichstraße nach ihm abgegrenzter, beschränkter Personenkreis. Der Straffenat des absuchte, war er aus der gefährlichen Gegend längst verschwunden. im Durchschnitt jährlich den großen Berliner Theatern eingereicht. ungunst en Haffner's, indem er die Rechtsgiltigkeit der Ber Auch ein Stück Ueberproduktion. Etwa 2000 Stücke werden Kammergerichts erkannte indeffen am 7. Januar auch zu Eine der Jugend äußerst angenehme Verkehrsstörung Selbstverständlich ist es den Direktionen auch nicht entfernt möglich, ordnung aussprach und annahm, das Landgericht habe den Begriff entstand vorgestern Vormittag in der Prenzlauerstraße. Von dem Ge- diese Stücke alle zu prüfen, und so kann es denn vorkommen, daß der Deffentlichkeit richtig gewürdigt. Der betreffende Einwand in schäftswagen einer Konfitürenhandlung war die Hinterachse gebrochen unter dem zahlreichen Material, um deren Untergang es nicht der Revisionsbegründung sei nicht stichhaltig. Eine Gesellschaft wäre und eine größere Anzahl auf dem Deck des Wagens stehender Gläser schade ist, auch einmal ein werthvolles Werk su grunde geht. Dieser noch keine geschlossene um deswillen, weil sie durch das Band gleicher mit Bonbons und ähnlichen Leckereien auf den Straßendamm ge- Kalamitat will ein hter gegründetes" Dramatisches Juftitut" ab- Gesinnung zusammengehalten werde. fallen und zertrümmert. Da sich dieser Unfall kurz nach Schluß helfen. Der Begründer des Instituts, Otto Plöcker- Eckardt, beder Schulen ereignete, so hatte sich in wenigen Minuten eine nach absichtigt hierzu mehrere Leftoren- Kollegien zusammenzusetzen, für hunderten zählende Kinderschaar eingefunden, die, unterstützt von die er einen Kreis erprobter Kräfte zu gewinnen hofft- Kritiker, erwachsenen Personen, die Süßigkeiten fammelte. Bis das Ver- Dramaturgen und sonstige Bühnenfachleute. Auch eine Vertriebstehrshindernis beseitigt war, hatte sich eine förmliche Wagenburg und Geschäftsstelle( Firma Eduard Bloch) ist bereits geschaffen. angesammelt. Beneidenswerth ist die Arbeit der Leftoren wohl gerade nicht. Das Ermittelungsverfahren gegen den Raffendiener Rorn von der General- Militärtaffe wegen Verdachts des Diebstahls eines Beutels mit 10 000 m. in Gold hat dem Vernehmen nach feine Anhaltspunkte für die Schuld des Korn ergeben. Man hat keinerlei Spur von dem Verbleib des Geldes entdecken können. Schwer verunglückt ist gestern der Schankwirth Rob. Hänicke, Möckernstr. 98, als er in dem unter dem Schanklokal belegenen Reller feine Bierdruckvorrichtung mit frischer Rohlensäure füllen wollte. Infolge von Ueberdruck plagte der Kessel und Hänicke trug schwere Verlegungen am Kopfe davon. Er wurde in einem Krankenwagen in das Krankenhaus am Urban gebracht. " Versammlungen. Der Schriftgicker- Kongres in Offenbach verhandelte am 6. Januar über die Regelung der Tariffrage. Der Referent den 10. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, geht im Belle Alliance Theater zum Gießereien eingelaufenen Tarife so außerordentlich mannigfaltig Berliner Volksbühnen- Ensemble( Beitung: Julius Türt). Sonntag, Niemeyer Berlin bemerkte, daß die aus allen Städten und legten Male„ Don Carlos" als Boltsvorstellung unter Regie von Julius seien, daß es ein vergebliches Bemühen wäre, hieraus etwas EinTürt in Szene. Den Philipp spielt With. Ruff, Carlos: Rich. Jürgas, heitliches zu schaffen. Der im Jahre 1890 aufgestellte Normaltarif Elisabeth: Therese Freyburg( Wien), Marquis Bosa: Julius Türk. Am Sonntag, den 17. b. Wits., geht zum ersten Mal in Szene: Gläubiger" fei, wie sich nachträglich jeder überzeugt habe, ein verfehltes Beginnen gewesen und müsse diesmal jeder Stadt überlassen werden, für sich von Strindberg und„ Die unehrit chen" von Rovetta." Im Oftend Theater gastirt am Sonntag Abend in der Boffe arbeiten und zur Einführung zu bringen. Die Entstehung so vieler einen einheitlichen Tarif mit den nöthigen Verbesserungen auszubem Publikum vom Adolph Ernst- Theater her noch bekannt sein. Schwerenöther" Josefine Dora als Agnes Berger. Die Künstlerin dürfte Tarife ist darauf zurückzuführen, daß das Schriftgießerei- Gewerbe in letzten Jahrzehnt eine ganz gewaltige UmDie Technik bat ungeahnte Veränderungen, wie fie taum ein zweites Bewälzung in der Produktionsweise erfahren hat. werbe erfahren, hervorgerufen. Wenn auch anerkannt werden muß, daß die Schriftgießer an vielen Orten auf dem Posten waren, die Vortheile, die bei Einführung neuer Maschinen in Aussicht standen, Die Vielseitigkeit des Friedrich Wilhelmstädtischen Theaters. Eine Wendung zum besseren ist in dem Befinden des 21 Jahre heute im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater in Szene. Heute Nachmittag Gerhart Hauptmann's soziales Drama Bor Sonnenaufgang" geht alten Kaufmanns Wilhelm Milich aus der Fennftr. 40 eingetreten, wird zum ersten Male, Max und Moris" eine luftige Bubengeschichte ber sich am Sylvestertage in selbstmörderischer Absicht die Kehle in 5 tollen Streichen, von Fritz Schäfer, aufgeführt. durchschnitt und an beiden Händen die Pulsadern öffnete. Es ist Im Schiller Theater wird heute das Lustspiel„ Der Schierling" von jetzt Aussicht vorhanden, den jungen Mann, der in hoffnungslosem Augier und Shakespeare's„ Die Komödie der Frrungen" zum ersten Male auch für sich auszunuzen, so ist doch andererseits zu konstatiren, daß Buftande in ein Krankenhaus gebracht worden war, am Leben zu wieberholt. erhalten. Gerichts- Beifung. in vielen Fällen die Lage der Schriftgießerei- Arbeiter sich erheblich verschlechtert hat. Von Berlin berichten die Delegirten, daß seit Wegen verschiedener Diebstähle, die sie in der Möbelfabrik 1890 mehrfache Streits stattfanden, die den Gehilfen die Bewilligung von Julius Morgenstern am Planufer 92 verübt haben, ist gegen ihrer Forderungen gebracht haben, was nicht ausschließt, daß der die Arbeiter Sch. und H. zu Rigdorf, welche in der Fabrik arbeiteten, Eine Liebesgeschichte nach gewöhnlichem Muster lag der An- jegt giltige Tarif verbesserungsbedürftig ist. Der Dresdener Dele eine Untersuchung eingeleitet worden. flage wegen versuchten Mordes zu Grunde, welche gestern girte erklärte, daß sich die dortigen Kollegen in Tariffachen den man gleichfalls Selbstmorde und Unglücksfälle. Am Donnerstag früh wurde vor dem Schwurgericht des Landgerichts I gegen den Zöpfer Berlinern anschließen. In Frankfurt will einen einheitlichen Tarif einzuführen. Wie mit der 53 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Sch. in seiner Wohnung in Berhardt Fröhlich verhandelt wurde. Der erft 22jährige versuchen, der Strausbergerstraße und abends der 67 jährige Asphaltfabrikant angeklagte, der den Eindruck eines halberwachsenen Burschen macht, getheilt wurde, zahlt die Gießerei von Genzsch ut. Heise in Karl St. in seiner Wohnung in der Landsbergerstraße erhängt auf Klemm, die bei einem Kaufmann in der Brunnenstraße diente, Gießereien für gewiffes Geld eine Arbeit geleistet, die in Berechnung Karl St. in seiner Wohnung in der Landsbergerstraße erhängt auf- hatte im Frühjahr vorigen Jahres mit der gleichaltrigen Minna Samburg einen höheren Tarif, dagegen wird in den beiden anderen gefunden. Morgens vergiftete sich der 17 jährige Arbeiter ein Verhältniß angeknüpft. Die jungen Leute hatten vor den Arbeitern mehr einbringen würde. Die Leipziger Delegirten, Gustav 2. in seiner Wohnung in der Brizerstraße mit Phosphor genommen, sich am 10. diefes Monats, dem Geburtstage der Bertreter einer Stadt, in der die Schriftgießerei sehr stark betrieben und mußte in das Krankenhaus am Urban gebracht werden. Im Klemm, zu verloben. Im November v. J. tam es zwischen wird, berichten, daß dort in vielen Betrieben noch die alte ArbeitsThiergarten, in der Nähe der Hofjäger Allee, wurde vormittags ein etwa 60 Jahre alter Mann todt aufgefunden und dem Paar zu einer Spannung, weil der Angeklagte Grund zur methode herrscht. Leider haben die Arbeiter einen verunglückten Eifersucht zu haben glaubte. Am Sonntag, den 15. November Streit hinter fich, jedoch haben die angebahnten Tarif nach dem Schauhaufe gebracht. Unzweifelhaft liegt Selbstmord hatte die Klemm nicht gewartet, bis der Angeklagte sie abgeholt, verhandlungen im vergangenen Jahre dazu geführt, daß den vor. Auf dem Flur des von ihm bewohnten Hauses Bofenerstr. 8 sondern war mit einer Freundin ausgegangen. Der Angeklagte Arbeitern vom 1. Januar 1897 ab eine fünfprozentige erfrankte vormittags der 37jährige Steindrucker Mar Suth und nahm irrthümlich an, daß sie zu Tanz gegangen sei und gerieth in Lohnerhöhung zugesichert wurde. In München wird nach den starb bald darauf infolge eines Herzschlages. Ebenfalls vom Herz- hochgradige Erregung. Am Montag faufte er sich einen Revolver Angaben des Delegirten meist in Lohn gearbeitet, theilweise fchlage getroffen fiel abends ein etwa 55 Jahre alter Mann vor nebst Patronen. Mit geladener Waffe begab er sich dann am auch unter dem Minimum. Augsburg hat den niedrigsten Tarif; Auf der Eisbahn bem Hause Gitschinerstraße 112 todt zu Boden. Dienstag Abend nach dem Hause, welchem die Klemm ebenso wurde über die Verhältnisse in Offenbach ein äußerst trübes Schönhauser- Allee 125/26 stürzte abends der 19jährige Barbier Nach Bild entworfen. Der auf dem Papier stehende Tarif nimmt sich Albert Christ beim Schlittschuhlaufen hin und brach den rechten diente, ließ sie hinausrufen und stellte sie zur Rede. Unterschenkel. Letzte Nacht fiel am Gantianplage der 84 Jahre furzem Wortwechsel zog er den Revolver hervor und feuerte garnicht so übel aus, aber die Preise werden durch eine raffinirte zwei Schüsse gegen ihre Bruft ab. Die Getroffene hatte Busammenstellung von allerlei Abzügen fo verkleinert, daß es unalte Lehrer Robert G. in die Spree, wurde indessen noch lebend aus Kraft, in die Wohnung zu eilen, dann fant begreiflich erscheint, daß es immer noch Leute giebt, die sich auf so dem Wasser gezogen und nach dem Mehlhause gebracht, wo es noch die gelang, den faft Erftarrten wieder ins Leben zurückzurufen. Gre zusammen. Fröhlich hatte inzwischen einen dritten Schuß gegen brutale Weise ausbeuten laffen. So erklärt es sich auch, warum die feine eigene Bruft abgefeuert, sich aber nicht verlegt, da die Kugel hiesigen Gießereien ihre Produkte 30-40 pt. billiger anbieten, wurde später nach der Charitee gebracht. durch seinen dicken Ueberrock in ihrer Kraft gehemmt war. Bevor als das von auderer Seite möglich ist. Alles auf Kosten der Arer einen weiteren Schuß gegen sich abgeben fonnte, wurde er von beiter, die auf eine so niedrige Lohnstufe herabgedrückt worden sind, herbeigeeilten Hausbewohnern daran verhindert. Die Klemm daß fie sich nicht mehr helfen können. Da muß Wandel geschaffen ist ebenfalls ohne dauernde Nachtheile davongekommen, werden. Die gesammten Gießer werden den Offenbacher Kollegen Im deutschen Theater wurde am Donnerstag bien's sie hat drei Wochen im Krankenhause müssen, beistehen und wenn nicht Anstalten getroffen werden, daß sich die fich noch in ihrem Körper, ohne ihr Berhältniffe beffern, so werden diefe elenden Zustände unausgesezt Wildente" zum ersten Male aufgeführt. Dies Drama ist vor eine Rugel befindet Jahren im Residenz- Theater für Berlin bekannt geworden. Wiewohl Beschwerden zu verursachen. Die Geschworenen sprachen den An- lan die Deffentlichkeit gebracht werden. Kunst und Wissenschaft. verweilen durch den nur ein aut der Nordschule, Brunnenstr. 25. Montag Abend fein Unterricht. Die Schulräume sind zur Benutzung der Bibliothet und des reichen BeitVermischtes. Der Vorstand. = Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( gwet Buchstaben oder eine 8ahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstag, Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. Sieber. Ihre Mahnung ist sehr gut gemeint, aber fie fehrt im Vorwärts" so oft wieder, daß wir es ablehnen müssen, ihr Eingesandt ab: zudrucken. einer laffen sei. etwa A. Z., Nixdorf. Nein. leber den Hamburger Safenarbeiter- Streit fprach Genoffe 1 Arbetter- Bildungsschule. Conntag, vormittags von 10-12 1thy ab: Liebknecht am Donnerstag in einer sehr start besuchten Volks- wechselnd Fortschrittsturfus in Nationalötonomie und Redeübung im Lokalversammlung in Charlottenburg. Der Hamburger Streit- so be gann der Redner sei der bedeutendste Massenkampf, der sich bisher in Deutschland abgespielt habe. Zwar hätten früher schon schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Am 15. Januar wird voraussichtlich die geplante öffent Arbeiterausstände stattgefunden, an denen größere Massen Itche gefeballe, die mit Beitungen, Beitschriften und Buchern betheiligt waren, wie der große westfälische Bergarbeiter- Streit, die- rei ausgestattet ist, für die allgemeine unentgeltliche Befelben wären aber alle in viel fürzerer Zeit zu Ende geführt worden. nugung eröffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfigender Ad. Neumann, Redner geht auf die Entstehung des Streits und die Forde Basewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich rungen der Streifenden ein, wobei er ausführt, daß letztere Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 r. Schumann 23. Wegen des Protokolls Postkarte nach der Wildenow: nichts weiter wollten, als ihren in den letzten Jahren be- Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an B. Gent, S. DresdenerBund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle straße geschickt. Welt. Im Harze fliegen nur diejenigen Kanarienvögel frei herum, ständig zurückgegangenen Lohn jetzt, wo infolge des geschäftlichen straße 107/8. denen es geglückt ist, aus dem Bauer der Züchter zu entwischen. Und dieser Aufschwunges der Gewinn der Rheder bedeutend gewachsen sei, Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Fall tritt wohl nicht häufiger als in Berlin ein. wieder auf die frühere Höhe bringen. Von der deutschen Regierung Bereinskalender find zu richten an Otto Schulz, Kottbuser Damm 72. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 10. Januar 1897, vormittags Kunstgewerbe. Die Vereinigung ist uns unbekannt und ihr Zirkular hätte man erwarten sollen, daß fie etwas zur Beilegung des Streits Uhr, pünktlich, Rofenthalerstr. 88: Versammlung. Freireligiöse Borlefung. Um ziemlich unbedeutend. Im übrigen besten Dank. gethan hätte, da doch die Interessen der deutschen Bevölkerung 11 Uhr vorm. ebendaselbst Vortrag des Herrn Walded- Manaffe: Kulturgeschicht- H. P. 107. Der Ehefrau gegenüber, nicht aber dritten, ist der EheMontag, den 11. Januar, abends 84 Uhr pünft mann zur Zahlung der Prozeßlosten verpflichtet. hierbei in Frage kamen. Aber es geschah nichts derartiges. Jmliches aus den Kreuzzügen". J. P. 100. Ja. Alexanderstr. 27c, Englischer Garten: Beschließende Versammlung. Gegentheil, der Minister von Bötticher billigte im Reichstage H. M. 25. Nein; Sie thun aber besser, dies vorher dem Wirth mitzu: Tischler- Verein. Heute Abend s uhr, Melchiorstr. 15: General Bertheilen und eventuelt ihn auf Einwilligung in Aufhebung des Vertrags zu die schroffe Haltung der Hamburger Rheder. Das geschehe in fammlung. Mitgliedsbuch legitimirt. Deutschland, dem Staate der Sozialreform, wo angeblich für die Privat- Theatergesellschaft Immer Enftig". E. D. Ihr Anwalt hat recht: Sie müßten die Erben Heute Abend 10 Uhr bei verklagen. Andree, Chorinerit. 63: Sigung. Ausgabe der Mastenballfarten. durch Anfrage bei Gericht ausfindig machen und dann verklagen. Arbeiter in so hohem Grade durch die sogen. Sozial- Gefeßgebung Blub Tannhäuser. Sonntag, den 10. Januar, abends 6 Uhr, großer Ge- 2. M. 9. Nach§ 100e der Gewerbe- Ordnung( in der Fassung der Novelle gesorgt ist, wie in keinem Lande der Welt. Redner verweist dem- fellschaftsabend( Tanz, Borträge 2c.) in Louts Keller's Festfälen, Stoppenstr. 29.- vom 6. 7. 87) fann für den Bezirk einer Innung, deren Thätigkeit sich nach gegenüber auf England, wo nicht nur die Gleichberechtigung Gäste willkommen. Ansicht der Verwaltungsbehörde auf dem Gebiete des Lehrlingswesens be zwischen Arbeiter und Unternehmer als etwas Selbstverständliches währt hat, bestimmt werden, daß Nicht Innungsmeister von einem begelte, sondern auch das auch das weitgehendste Roalitionsrecht den stimmten Zeitpunkt an Lehrlinge nicht mehr annehmen dürfen. Ohne Furcht. Nein. Arbeitern garantirt sei, über dessen Aufrechterhaltung durch J. B. 110. Der Vater hat die Verwaltung; die Unternehmer sogar die konservative englische Regierung Mäzete erregt in Saint Louis im nordamerikanischen Staat Misiouri braucht der Bater allerdings, wenn die Mutter nach vollendetem 4. Lebens Der Selbstmord eines Berliner Erfinders namens Albert zur Einsetzung einer Bflegschaft müssen besondere Gründe vorliegen. C. Sch. 24. Die Geseze sind an beiden Orten dieselben. Danach wache. So sei, um erst kürzlich ein drohender Streit der Eisenbahnangestellten großes Aufsehen, M., der aus hiesiger Familie stammt und Difizier jahr sich weigert, das Kind herauszugeben, Alimente nicht mehr zu zahlen, durch Vermittelung des englischen Handelsministers beigelegt war, hatte in Amerika, wo er ſeit etwa zwölf Jahren weilte, es sei denn, daß das Vormundschaftsgericht( wegen Schwächlichkeit des worden. Es sei behauptet worden, die Sozialdemokratie habe wechfelvolle Schicksale durchzumachen. Er beschäftigte sich viel mit Kindes oder Unfähigkeit des Vaters das Kind zu erziehen) auf Anrufen ber diesen Streit in Szene gesezt. Das sei eine Lüge. Die technischen Arbeiten, bis ihm eine Reihe im Eisenbahndienst Mutter beschließt, daß das Kind auch fernerhin in mütterlicher Pflege zu be Sozialdemokratie brauche teine Streifs hervorzurufen. darunter die verwendbarer, werthvoller Erfindungen, Diese Bettelfleber. Wegen der Sonntagsruhe der Betteltleber seien vielmehr eine nothwendige Folge des Klassenkampfes, felbstthätigen elektrischen Gepäckkontrollwaage gelang. Seine Lage m. Gishorn. Sie werden um Abholung des in der juristischen Sprechwollen Sie gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vorsprechen. wäre nunmehr gesichert gewesen, wenn ihm nicht sein Rompagnon, stunde zurückgelassenen Testamentes ersucht. die auch Sozialdemokratie entstanden sei. Die Kapitalisten halten als Klaffe zusammen; sie haben ausnahms: ein schlauer Yankee, das Batent abgefchwindelt und ihn fo um.K. 100. In dem ersten Termin vor dem Gewerbegericht kann nach los Klaffenbewußtsein, während den Arbeitern leider noch oft das die Früchte jabrelangen Fleißes betrogen hätte. Dies fowie feine den meisten Statuten leider der Vorsitzende allein ohne Zuziehung der BeiKlassenbewußtsein feble. Eine werthvolle Errungenschaft des Streits andauernd ungünstigen finanziellen Verhältnisse trübten seinen Geift. fizer verhandeln. Er macht dann einen sogenannten Sühneversuch". sei die, daß die Auffassung, als hätten die Arbeiter etwas von der Vor ungefähr Jahresfrist versuchte er in einem Tobsuchtsanfall Frau Kommt jedoch ein Vergleich nicht zu stande, so fann der Vorsitzende ohne Bourgeoisie oder der Regierung zu hoffen, gründlich zerstört worden und Kinder unzubringen. Man brachte ihn damals nach der Buziehung der Beisiger nur dann entscheiden, wenn der Klage Anspruch fei. Die Hamburger Hafenarbeiter, die bisher schlecht organisirt städtischen Frrenanstalt, wo sich sein Zustand rasch besserte, so daß anerkannt oder wenn auf denselben verzichtet wird, oder wenn beide Parteien es beantragen. Im Arbeiterrecht( S. 209/210) wird eingehend waren, hätten durch diesen Streit den Werth der Organisation tennen er nach wenigen Wochen als geheilt entlaffen werden konnte. Er bargelegt, weshalb ben Arbeitem abzurathen ist, einen Antrag auf gelernt. Ferner habe sich bei dieser Gelegenheit wieder einmal die machte neuerdings Anstrengungen auf dem Prozeßwege zu seinem fofortiges Urtheil zu stellen. Nachdem dort die Arbeiter den Antrag leider Gemeinschädlichkeit des Privateigenthums erwiesen. Rechte zu gelangen, jedoch vergeblich. In seiner Verzweiflung griff doch gestellt haben, ist, wenn das Streitobjeft unter 100 M. beträgt, ein Der Streit habe dem deutschen Handel bis jetzt einen Schaden der unglückliche Erfinder zum Revolver und schoß sich eine Kugel Rechtsmittel nicht mehr zulässig. Beträgt das Objeft über 100 Mt., so ist nur von vielen Millionen zugefügt, ohne die Verluste, welche da in die Schläfe. Der Selbstmörder, der erst 44 Jahre alt war, hinter- Berufung beim Landgericht zulässig. Dieselbe ist durch einen Anwalt durch entstanden sind innerhalb eines Monats von der Verfündung des Urtheils ab einzulegen.( S. 216 daß anstatt des Hamburger andere läßt eine zahlreiche, unversorgte Familie. Häfen von den Schiffen angelaufen wurden. des Arbeiterrechts). In Ihrem Fall ist aber zur Berufung nur dann zu rathen, Der Prokurist der Bayerischen Vereinsbank zu München wenn Sie zutrauen zu den dortigen gelehrten Richtern in höherem Maße habe eine winzige Anzahl von Unternehmern verursacht und Mitterwalner, versuchte vorgestern Selbstmord durch einen haben, daß fie die Arbeitsverhältnisse fennen. Dann, aber nur dann, ist es dadurch die Intereffen der Allgemeinheit geschädigt, während Revolverschuß in die Schläfe und verlegte sich schwer. Wie die selbstverständlich, daß das Urtheil, welches die Maurer abweist, weil sie auf die Arbeiter ihren Gemeinsinn bekunden, indem fie fich dem Vereinsbank mittheilt, sind geschäftliche Unregelmäßigkeiten voll. dem Bau geraucht haben, aufgehoben wird. Das Rauchen auf Bauten ist Schiedsgericht zu stellen beschloffen. Hier zeigte sich also, daß das ständig ausgeschlossen. eine althergebrachte Sitte. Es zeugt von totaler Unkenntniß der einfachsten Privateigenthum an den Arbeitsmitteln geradezu ein Verbrechen an Arbeitsverträge, wenn der Gewerbegerichts- Vorsitzende angenommen hat, ein In Pilsen brach Donnerstag Abend 8 Uhr in den Mon- vom Maurermeister oder Bauherrn während( nicht vor) dem Arbeits der Kultur sei, und daß es durch den Sozialismus im Interesse tirungsräumen der Werkstatt der ehemaligen Böhmischen Westbahn vertrag ausgesprochenes Rauchverbot sei zu befolgen, seine Befolgung sei der Gesammtheit beseitigt werden müsse. Redner schloß mit einem ein großer Brand aus, welcher rasch um sich griff und die eine dem Arbeiter obliegende Verpflichtung, die beharrliche Berweigerung, warmen Appell an die Versammelten, den Hamburger Arbeitern Magazine der Staatsbahnen bedrohte. Nach 11/2 Stunden war das dem Rauchverbot sich zu fügen, sei ein Entlassungsgrund. Den Inhalt durch Unterstützung des Streits zum Siege zu verhelfen. Feuer gelöscht. Der Bahnverkehr ist nicht gestört. Die Ursache des des Arbeitsvertrages darf der Unternehmer so wenig wie der ArIn demselben Sinne bewegte sich die Diskussion, fowie Brandes ist unbekannt. beiter einseitig nach Abschluß des Vertrages ändern. O. Nein. eine Resolution, die einstimmige Annahme fand. Die TellerW. Hoege. Melden Sie an. M. 100. Der Erfolg der Klage ist ein sehr zweifelhafter. Der Klage muß ein Sühneverjuch bei dem Amtsgericht, sammlung wurde den Streikenden überwiesen und ferner be tannt gegeben, daß Sammelliften, von der Charlottenburger in dessen Bezirk der Ehemann wohnt, vorangehen. Auch wäre es zwedGewerkschaftskommission ausgegeben, bei Flemming, Schlüter des Vereins Deutscher Eisenbahn Verwaltungen" wie folgt aus: zu machen. Ueber die Zukunft des Weltverkehrs läßt sich das Organ dienlich, bei demselben Amtsgericht einen Befferungsbefehl gegen den Ghemann zu erwirken und erst dann die zur Ehescheidung erforderlichen Schritte ftraße 71 IV., zu haben sind. Zum Schluß fand, nachdem LiebW. Hentschel. In Erbschaftssachen thun Sie besser, in der knecht den dahin zielenden Antrag begründet hatte, die Wahl einer Durch die fibirische Bahn werden Verschiebungen im Weltverkehr juristischen Sprechstunde vorzusprechen: ohne genauere Angaben sind Ihre weiblichen Vertrauensperson für Charlottenburg statt; die Wahl erwartet, wie sie früber nur die Fahrten großer Entdecker, die in Anfragen nicht zu beantworten. Für die verschiedenen Theile Breußens fiel auf Frau Schröter. der Weltgeschichte epochemachende Abschnitte einleiten, im Gefolge gelten sehr verschiedene Grögesetze. W. Gegenheimer. Mit beiden hatten. Wenn am 1. Juli 1901 das Dampfroß von Calais Ansprüchen würden Sie abgewiesen werden. Friedrichsfelde. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hielt am burch ganz Europa und Asien bis nach Wladiwostok dahin3. Januar feine regelmäßige Versammlung ab. Auf der Tages- brausen wird, rechnet man, daß dann im Anschluß an den ordnung ftand als erster Punkt eine Vorlesung der Broschüre: von London kommenden Verkehr der Eilzug die Strecke von Oftende Die moderne Weltanschauung und die Volksschule von Hermann bis Warschau( 1562 Kilometer) bei 80 Kilometer Fahrgeschwindigkeit Wolf. An der darauffolgenden Diskussion betheiligten fich Schulz, in 19 Stunden zurücklegen wird; von Warschau bis Batraki Sad und Braun, die durch einige Beispiele bewiesen, wie( 2219 Kilometer) gelange man bei 64 Kilometer Geschwindigkeit reformbedürftig unsere Voltsschule ist. Unter Verschiedenem gab( die russischen Bahnzüge fahren der Bibliothekar bekannt, daß er regelmäßig am Donnerstag von 341/2 Stunden, von da nach Ticheljabinsk( 1127 m.) bei 53,3 Km. bekanntlich langsamer) in Stationen. 8-9 Uhr abends zur Ausgabe und Entgegennahme von Büchern im Geschwindigkeit in wenig über 21 Stunden und schließlich Bereinslokal anwesend sein würde. brauche man von Tscheljabinst bis Wladiwostot( 9283 m.) Schöneberg. Der Arbeiter- Bildungsverein hielt am 4. Januar bei 42 Kilometer Fahrgeschwindigkeit 221 Stunden. Die ganze Swinemünde eine Versammlung ab. Nach Entgegennahme des Kaffenberichtes Strecke von 14 191 Kilometern nehme also 296,2 Stunden oder Hamburg referirte Genosse kleinert über die Praxis der Gewerbegerichte, 111/3 Tage in Anspruch. Man könne also in 14 Tagen in China Berlin worauf nach Erledigung einiger interner Vereinsangelegenheiten der oder Japan fein gegen 38 Tage auf dem Wege durch den Suez- Wiesbaden Schluß der Versammlung erfolgte. Die nächste Versammlung findet fanal und 28 Tage über die Kanadische Ueberland- Bahn! Man München am 18. Januar statt. vergleiche mit diesen Fortschritten die Furcht unserer maßgebenden Wien Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: Südost- Kreise, daß ihnen und ihren Interessen ein Schaden geschehen könne, Haparanda. fchule, Waldemarfir. 14: Nation alotonomie( Algemeine Uebersicht der ver- wenn sie der großen Masse der Bevölkerung das Reisen auf der Betersburg schiedenen Wirthschaftsstufen. Entwickelung der bürgerlichen theoretischen Eisenbahn wesentlich erleichterten! Die Marr'fche Werth- und Mehrwerth- Lehre). Herr Dr. Nationalökonomie. Conrad Schmidt. Diesen Schaden Die Dampfschiffs- Verbindung zwischen Soyerschleuse und Sylt ist wegen Eises bis auf weiteres eingestellt. Witterungsübersicht vom 8. Januar 1897. reduzirt auf Barometer itand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) 776 550 772 DSD 774 764 NND 765 a 771 ND 780 G 780 Still 752 768 754 DSD 3841622575 Wetter Temperatur nach Celfus ( 50.4° R.) -8 woltig bedeckt 7 heiter bedeckt -16 0 bedeckt Nebel wolkenlos -5 3 10 20 7 3 7 halb bedeckt Regen bedeckt Regen Cort Nordschule, Brunnenstraße 25: Natur- Erkenntniß. Die Pest in Bombay. Nach der Times of India" hat sich Aberdeen. Antike und moderne Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. seit dem Ausbruch der Pest und der dadurch hervorgerufenen Aus Paris. Griechische Weisheit und biblische Ueberlieferung. Die Entthronung der Erde aus ihrer bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffaffung und wanderung der Bewohner die Bevölkerung Bombay's um die Hälfte experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturgange vermindert. Die Sterblichkeit beträgt nach demfelben Blatte 200 pro Wetter- Prognose für Sonnabend, 9. Jannar 1897. [ Lamart Darwin], Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Tausend und Woche; in dem Eingeborenen Viertel steht das Geschäft Zeitweife heiter, vielfach wolfig, zunächst strenger, nachher etwas Grenzen der Natur. Erkenntniß). Herr Dr. G. Joël. Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliother und des retchen Sett- zum großen Theil still, und die Anzahl der geschloffenen Läden über- gelinderer Frost mit scharfen östlichen Winden; keine erheblichen fchriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. steigt die der offenen. Niederschläge. Verband aller im Handels- u. Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. Sonntag, den 10. Januar 1897, abends 5 Uhr: Ordentl. General- Versammlung im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27c. Tages Ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Anträge: a) Antrag offmann: Im Namen der Delegirten des außerordentlichen Kongresses zu Altenburg und in Ver folg der Beschlüffe desselben beantrage ich, auf die Tages- Ordnung der ordentlichen General- Versammlung zu sehen:" Der Verband beschließt, sich dem auf dem Kongreß gegründeten Zentral- Verband für Deutschland anzu fchließen." b) Antrag& a ßler, Schumann, Hoffmann: Der Verband verzichtet mit dem heutigen Tage auf sein Eigenthumsrecht am " Handels- Hilfsarbeiter" und tritt denselben an die Kollegen Deutschlands ab." 3. Kaffen- und Rechenschafts: Bericht. 4. Wahl des Vorstandes. 5. Verbands- Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. 85/3 NB. Die eventuelle Fortsetzung dieser Versammlung findet Sonntag, den 17. Januar, statt. Verband der Möbelpolirer. Nächsten Montag Abend 82 Uhr bei Hübner, Swinemünderstr. 35: Derlammlung. Tages- Ordnung: 1. Kulturbringende Europäer in Afrika." Referent: Genoffe Grem pe. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Am 18. Januar bei Keller, Stoppenstraße 29( oberer Saal): General- Versammlung. 146/2 Der Maskenball findet am 23. Januar bei Henke, Naunyn straße 27, statt. Einlasskarten à 50 Pf. find bei den bekannten Kollegen zu haben. Die Mitglieder werden erfucht, ihre Kontrollkarten auszufüllen und heute Abend in den Zahlstellen abzugeben. Achtung! Der Vorstand. Achtung! Vereine, die auf fozialistischem Standpunkt stehen und gefonnen sind, sich am 30. Januar 1897 an in einem der Wir empfehlen unferen Befern bte neue Wochenschrift In Freien Stunden. Romane u. Erzählungen für das arbeitende Volt. Soeben erschien Heft 2. Breis pro Seft nur 10 Pfg. Bur Beit erscheint der kunstvoll und reich illustrirte Roman 1793 von Victor Hugo voll packenderSchilderungen aus der großen franzöfifchen Revolution. Man abonnirt bei der Expedition dieses Blattes ober bet der Post( Postzeitungs tatalog für 1897 Machtrag I, 3587 a.) Belle- Alliance- Theater. giö ten Lotale Berlins stattfindenden Wiener Masken- Ball werden von nun an täglich unter Theater" annoncirt. unt günstigen Bedingungen betheiligen wollen, werden gebeten, sich unter E. 1. in der Expedition des„ Borwärts" zu melden 251/3 Berliner Wetterbureau. Fachv. der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 11. Januar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Henke, Naunynstraße 27: General- Versammlung. Tages Ordnung: Der Vorstand. 1. Bericht des Borstandes und der Kommissionen. 2. Abrechnung vom Weihnachtsvergnügen. 3. Vereinsangelegenheiten. 141/13 Mitgliedsbuch legitimirt. Die Kollegen werden ersucht, mit den Billets vom Weihnachtsvergnügen heute Abend 8% Uhr im Vereinslokal, Naunynftr. 78, abzurechnen. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 11. Januar, abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstrake 75: Mitgliedschafts- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Rezitation moderner Dichtungen mit Einleitung vom Kollegen Theobald Völcker. 2. Mitgliedschafts- Angelegenheiten. Rege Theilnahme an der Versammlung erwartet Rixdorf. Der Vorstand.. 24/4 Sozialdemokratischer Verein„ Vorwärts". Dienstag, den 12. Januar 1897, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstraße 55: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. 4. Vereins Angelegenheiten und 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. Die Volksvorstellungen, unter Regie von Julius Türk, Berschiedenes. 229/15 Morgen, 232/7 Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. sum letzten Wale: Don Carlos. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 9. Januar. Opernhaus. Robert der Teufel. Schauspielhaus. 1812. Deutsches. Morituri. I. Teja. II. Fritchen. III. Das Ewigmännliche. Berliner. Kaiser Heinrich. Lessing. Wer war's? Westen. Der Militärstaat. Neues. Marcelle. Residenz. Der Frauenjäger. Thalia. Goldene Herzen. Hierauf: Das Wetterhäuschen. Die Zentral. Eine wilde Sache. Schiller. Der Schierling. Komödie der Frrungen. Oftend. Der deutsche Michel. Belle- Alliance. Adam und Eva. Volks. Robert und Bertram. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Vor Sonnenaufgang. Nachmittags 4 Uhr: Mar und Moritz. Alexanderplat. Sein Verhältniß. Paffage- Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten. Urania, Tauben Strasse No. 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. 57/62 Alcazar Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage) Annenstr. 42/43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. Riesen- Januar- Programm! Sternwarte adibahn Neu! Papa's Zahnschmerzen. Neu! hof. Täglich von 72 Uhr abends ab 50 Pf. Im Theater: Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experi menten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. PassagePanopticum. Nur noch kurze Zeit! Traumbilder. Weihnachtsfeerie m. Musik u. Gesang. Ohne Extra- Entree. Castan's Panopticum. Neu! Die wunderbaren indischen Belle- Alliance- Theater Neu! Pygmäen. Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Morgen, Sonntag, 10. Jan., nachm. 3 Uhr: Zum letzten Male: Don Carlos. Tragödie von Friedrich Schiller. Philipp: Wilhelm Ruff; Elisabeth: Therese Freyburg a. Gaft; Don Carlos: Richard Jurgas; Marquis Posa: Jul. Türk. Eintrittskarten à 60 Pf. find in den bekannten Zahlstellen zu haben. Die Billets werdeit. verlooft Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Schierling. Die Komödie der Irrungen. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld.- Abends 8 Uhr: Was ihr wollt. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst Theater). Herzen. Schwant in 4 giften er Sariwels. von C. Hierauf: Das Wetterhäuschen. Muſital. Genrebild von Adrian Roß. Deutsch von Hermann Hirschel. Musik von Selby. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Frau Dienstag, sum erſten tale: an Musik von Gastone Serpette und Victor Roger. Oftend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. Der deutsche Michel. Anfang 8 Uhr. Sonntag, 10. Januar, nachm. 3 Uhr: Der deutsche Michel. Ermäßigte Breife. Abends 7/2 Uhr: Schwere: nöther. Friedrich Wilhelmst. Theater. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Marund Morių. Eine lustige Bubengeschichte in 5 toйen Streichen mit Gefang von Friz Schäfer.- Abends 8 Uhr: Bor Sonnenaufgang. Soziales Drama in 5 Aften von Gerhart Hauptmann. Sonntag, nachmittags 4 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Volksstück in 4 Aften von 2. Anzengruber. Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Bustspiel in 4 Aften von G. v. Moser. Montag, zum 1. Male: Das Edikt des Kaisers. Drama in 5 Aften von Heinrich Driesmans. Billets ohne Vorbestellgebühr an der Theaterkaffe, außerdem im Invalidendank, Unter den Linden 24, bei Paul Romeid, Leipzigerstraße 6, und Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Alexanderplay- Theater. Heute zum 50. Male: Bitante Novität! Sein Verhältniß. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Atten von Karl Bohle. Anfang 8 Uhr. Morgen, Sonntag, nachm. 4 Uhr: May u. Moritz. Eine lustige Buben: geschichte in 5 tollen Streichen von Friz Schäfer.- Morgen Abend und die folgenden Tage: Sein Verhältnik. Billets sind schon 3 Tage vorher ohne Vorbestellgebühr an der Theaterkaffe zu haben. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34 nahe dem Kottbuser Thor. Weihnachtsfeft= Dekoration sämmtlicher Säle.' Robert und Bertram Große Gesangspoffe in 4 Aften von G. Räder. Sonntags 7 Uhr. Anfang: ochentags 8 Uhr. Entree 50 Bf. bis 4 M. Parodie- Theater Oranienstr. 52. Gastspiel der reisenden Schauspielergesellschaft des Direktors Joh. Lumpe aus Dobern bei Bensen in Böhmen: Die Kreuzfahrer oder Emma von Falkenstein. Großes romantisches Sittenschauspiel. Anfang Woche 8 Uhr, Sonntags 72 Uhr. Entree 75 Pf. bis 3 m. NB. Ver: ehrungswürdige: Da dieses Stück sich überall des besten Beifalls er freute, so glaube ich in der Wahl des felben auch hier keinen Fehlgriff ge= than zu haben. Einem zahlreichen Besuche entgegensehend. Hochachtungsvoll Johann Lumpe, Direktor. Neu! Neu! Ur- Australier ( Kannibalen). Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Dir. Rich. Schulz. Sonnabend, den 9. Januar 1897: Emil Thomas a. G. Zum 110. Male: Eine wilde Sache. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Musik von J. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Eine wilde Sache. Burg Feen- Palast, straße 22. Direktion Winkler& Fröbel. Das durchweg neue urkomische KarnevalsRiesen- Programm. Noch nie dagewesen Sensations- 25 Nummern. Nur noch kurze Zeit: Die drei Wunder Lilly, Elsa u. Frieda auf dem Doppeldrahtseil. Anfang 7 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Circus Renz Karlstrasse. ( Jubiläums Saison 1896/97.) Sonnabend, den 9. Januar 1897, abends 71 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung. Kolossaler Erfolg. Lustige Blätter! 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr: Sonntag, den 10. Januar 1897: Auf vielseitiges Verlangen: Aufführung des großen militärischen Ausstattungsstückes 1870/71. Abends 7 Uhr: Kolossaler Erfolg! Lustige Blätter! Preise der Pläge zur Nachmittagsvorstellung: Logenfis 3 M., Parquetu. Tribünensiz 2 M., Balton 1 M. 50 Pf., II. Platz 1 M., Gallerie( Stehpl.) 50 31. Außerdem hat jeder Besucher das Recht, auf das von ihm gelöste Billet 1 Kind unter 10 Jahren einzuführen. Jedes weitere Kind zahlt auf Balton, II. und III. Platz die Hälfte. Abends gewöhn liche Preise. Franz Renz, Kgl. Kommissionsrath und Direttor. Circus Busch. Bahnhof Börse. Sonnabend, den 9. Januar 1897, abends 71/2 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung. Sensationeller Erfolg. Nach Sibirien. Besonders hervorzuheben: Die Fahrt mit der Troita einen 30 Fuß hohen Berg hinauf. Original Jdee des Dir. Busch. Ferner: Ein Potpourri von 14 Fuchshengsten, dressirt u. vorgeführt vom Dir. Busch. Wellington, ruff. Hengst, geritten v. Hrn. Salamonski. Posse mit Gesang in 1 Aft. Leonhard und Falconi, Oper- und Operetten- Duettisten ohne Konkurrenz. Brothers Niston, Luftturner. Lotte Sieger, preisgekrönte Kontra- Altifting rühmte Barrison. Freikarten haben Giltigkeit. Grosse Berliner SchneiderAkademie. System Kuhn, früh. Rothes Schloss, jetzt Berlin W., Leipzigerstr. 117/118, Hohenzollernhaus. Comfortabelste Einrichtung. Gründlichste Ausbildung in der Herren-, Damen- und WäscheSchneiderei. Mässige Honorare. Neue Kurse am 1. u. 15. jeden Monats. Lehrbücher zum Selbstunterricht. Schnittmuster. Stellennachweis. Prospekte gratis. Für Wiederverkäufer. Der urfomische Wehling. Die be Roth-, Zwiebel- u. Mettwurst, 5 Pfd. gemischt à Pfd. 45 Pf. gemischt In Borbereitung: Der Ehrenpotar. f. Leber-, Schlackwurst u. Salami, 5 Pfd. à Pfd. 75 Pf. Wochentags 8 Uhr. Rohschneideschinken, à 8-15 Pfd. à Pfd. 80 Pf. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Schinken in Brodteig gebacken, 5-6 Pfd. à Pfd. 65 Pf. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Tägliche Vorführung des Sensationsbildes Endlich allein! Auftreten der schönen Creolin Carlotta Kara der vorzüglichen Akrobaten The Kellinos Robert Steidl, Mr. Ganivet u. f. w. u. s. w. Kaffenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Schippanowsky's Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3. Neu! Neu! Neu! Im Frühlingsglanz!! Populäre Konzerte: Jm Fliederhain, In der Rosenlaube, Jm Obstgarten, In der Hopfenlaube, Entrée frei! Entrée frei! Im Weinberge. Theater- Abtheilung: Auftreten von Humoristen, Komikern 2c. Hauswirths Töchterlein. Poffe. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Reinhold Streit Naunyn- Strasse 86 in Weiss- u. Bairischblersein Lokal. Vereinszimmer bis 50 Personen fassend, noch mehrere Tage frei. Schulz' Festsäle, vorm. Paster Nene König- Strasse 3 Jeden Donnerstag: 8922 Damen Kränzchen. Jeden Sonntag: Großer Ball. Vereinszimmer. Saal für Versamm: lungen frei. Ed. Schulz, Gastwirth. Achtung! Heute Sonnabend von früh an Frische Blut- und Leberwurst beil 31736 Bolze, Landsbergerstr. 41. Vereinszimmer einige Tage in der Woche zu vergeben. mit voll. Konz. iſt 31716 Sander,& öpniderſtr. 158. Restauration frantheitshalber z. verlaufen. Näh. Mariannenſir. 8 im Bigarren- Geschäft. 3168b Herren- Hüte 65 Pf. Bessere Hüte, enorm billig, verkauft aus der Fabrik im Komptoir * Barnim- Straße 4/5, Kaftanien- Allee 101. Bitte genau auf Nr. 35 zu achten. Sonntags geöffnet. Jede Uhr repariren und reinigen fostet bei mir unter Garantie d. Gutgehens nur 1 Mark 50 Pf. außer Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Taschenuhren, Regulatoren und Wecker, alle Arten Ketten, sowie Brillen u. Pincenez. Carl Lux, Uhrmacher, 35 Chauffee- Straße 35. Lanolinseife! macht die Haut zart u. geschmeidig. 1 Stück Lanolinseife und ein reines Handtuch liefere ich f. 10ẞf. p. Woche. Handtuch- Verleih- Inst. L. 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M., nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle des Zions- Kirchhoses. Gustav- Adolfstr.( Neu- Weißensee) statt, Die Genossen des 5. Kreises, die sich an der Beerdigung betheiligen wollen, mögen sich um 122 Uhr bei Der Vorstand. Sinetic, Sirtenſtr. 10, zusammenfinden. Deutscher Holzarbeiter Verband. = Den Mitgliedern hiermit zur NachJ. A. Partenheimer, Berlin C., Kaiser Wilhelmstr. 19a. richt, daß unser Verbandskollege H Pelzwaaren von den feinsten bis zu den billigsten. nur mit * üte Kontrollmarke Schirme, Stöcke, Kravatten Dresdenerstr. 9 Otto Gerholdt, detalizerſtraße. Deutsche Schuh- Fabrik Erfurt Tiefert * Schuhwaaren en gros& en detail in eleganter und solider Ausführung. MACHT EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE 9 HT STARK GESCH ERFURT SCHUHFABRIKER Arbeiter Berlins! 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Die Beerdigung findet am Sonntag, den 10. d. M., nachu. 2½ Uhr, vom städtischen Krankenhause nach dem Friedhofe in Wilhelmsberg statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann des 4. Reichstags- Wahlkreises( Osten). Beerdigungsverein Berliner Zimmerlente. Am 6. Januar verstarb nach kurzem der aber schwerem Krankenlager Zimmerer 31726 Hermann Linke. Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. Januar, nachm. 312 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Brizz statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten, ins besondere den Kollegen der Bechstein: schen Pianofabrik, des HolzarbeiterVerbandes, dem Vorstand der Ham: burger Tischler- Kasse, dem Kanarienzüchter- Verein, sage ich für die Kranz spenden und rege Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, meinen herzlichen Dank. 31706 Minna Geschwind nebst Stind. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren Reelle Franz Tutzauer Tischlermeister, Blücherstr. 14. 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Der Vorstand des Verbandes aller in der Metall: Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins. 111/13 Jungen Leuten, welche sich mit einem Kapital bis 10000 m. eine sichere Gristenz gründen wollen, wird eine gutgehende Buchdruckerei, verbunden mit Papier- Großhandlung in Berlin, welche zum größten Theil mit Behörden arbeitet und feste Kundschaft hat, von sofort zum Kauf angeboten. Fachkenntnisse nicht erforderlich. Offerten unter H. L. 29, Berlin Postams า น Verantwortlicher Redakteur: August Jacobeh in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.