e llnljrfW ■ AvSsuhnW ühlte, m» w Fa«.V* Ze'tM 5 lt TOP# fes lesen i)«' iseinvon t in ihrn iopfeA wM ' te< in«"' nif'" 5tae II/0? lr.204. Sonntag» den 1. September 1889. v. Jahrg. SerlimVlilkslillilt. Brgan für die Interessen der Arbeiter. «U. Das„Berliner Boltsblatt".. � täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementsprc� für Berlm ftn U°us vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mavk, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer Sonntags-Nummer mit dem„Sonntags-Blatt" 10 Pf. Bei Abholung aus unser« �«wn Zimmerstraße 44 1 Mark pro Monat. Postabonnemeni 4 Mark pro Quartal. ß* v(Eingetragen in der PostzeittmgSvreisliste für 1889 unter Nr. 866.) s�eeJLuclanb: Täglich unter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. Jnsertionsgebühr beträgt für die 4gesvaltene Petitwnle oder deren Raunr 40 Pf., für Vereins- und VerfammlungS. Anzeigen 20 Pf. 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Ät!»» Treiben der Militärvereine ist bereits in mehreren tobCfo* �68 ca"Jt"x—* m---- eS Gegenstand lebhafter Erörterungen Keiner der Vertheidiger der Militärvereine hat zu gewagt, daß es Aufgabe derselben sei, Polttik zu ' wan hat sie nur dagegen in Schutz zu nehmen ver- ' die notorische Betheiligung zahlreicher Militär- j*' an den Septennatswahlcn im Februar 1887 zu Gun- Kartellparteien Politik sei. �>1 diesen Standpunkt stellten sich auch die sächsischen �»��bevollmächtigten in der Sitzung vom 11. Jan. itg-Jahres, in welcher die Frage anläßlich der Wahl- im 13. sächsischen Wahlkreis(Leipzig-Land) erörtert damals äußerte der sächsische Bundesrathsbevoll- �9'e, Dr. Graf von Hohenthal: Ich gebe Ihnen aller- tl.»- M V.E... oo-c;------ daß koket K ie ff rf ich f aus j,« kram � -lleicht«j erw-h-U. choss-n!ri' das/K- wird.jjd klicheS/s„'d rdlcut- ichf ?Sx iÄ!'-' iJjü, daß die Statuten die Bestimmung enthalten� ."itär)-Vereine sich nicht um Politik b e k ü m- sollen. Aber die Betheiligung ver Militärvereine s54 � Feuilletoii. «nboltnj_ �tn GolvtnsnPrH. .5, Roma« vo« M a« r u« J 6 k a i. ter Nachmittagsstunde machte er sich in einem S rvten Bauernwagen auf den Weg. Er wollte, daß Spur verliere, und fuhr daher nicht mit eigenen W"' Vor ein paar Tagen war er noch abergläubisch SttJ n hatte vom Himmel, von den Elementen Zeichen "• die ibm den Wea»eiaen sollten. Jetzt achtete er offen, foji,. )tDCXi& npf ten. Jjr IrathS' � ihn zurückzuhalten. Gegen Abend, als schon am die langgestreckten Pappelhaine in Sicht, kamen, sScl? am Himmel ein röthlich erdbrauer Wolkenstreif, der zu- �"d, rasch herangezogen kam. Der kutschirende C1 WCse ffng zuerst zu beten und zu seufzen an; so wie Nw«, rauchwolkenähnliche Phänomen sich näherte, ver- sich sein Gebet in Flüche.„Die Galamboczer . tz» o'nmen! � sind dies Geschöpfe des Teufels, deren Zahl Trillion Sb» ln be» Galomboczer Felsenlöchern Hausen; plötzlich � die � sie aus, eine ganze Wolke bildend, und wenn sie sie•"�»e sich herniederlassen, wehe dann dem Vreh, i Sj�sLreien treffen. � ,, uN ,,.�llüchenschwarm bedeckte die Ebene, durch welche fahren hatte; die kleinen stachelbewehrten Ungethüme ■JV» die Leiber der beiden Rosse, hineinschlttpfend in ihre h>'«ij?rcn und Nüstern. Die scheu gewordenen Thiers CAi mehr zu zügeln; sie machten, rasend. Kehrtum" � Wagen und jagten unaufhaltsam davon in an den Wahlen von 1887 ist keine politische ge- wesen. Für diese naive Behauptung erntete der Herr Graf damals ein sehr lebhaftes Gelächter der großen Mehrheit des Hauses, dem diese Behauptung, wie man zu sagen pflegt, über die Hutschnur ging. Ist die Aufforderung zur Agitation und geschlossener Äbstimmung der Mitglieder der Militär- vereine für bestimmte Kandidaten, die, wenn gewählt, im Reichstag nichts als Politik zu treiben haben, keine Politik, dann gicbt es überhaupt keine. Mittlerweile ist auch der Herr Graf durch den König von Sachsen in Person sicher eines besseren belehrt worden. Nach der neulichcn Rede, die der König auf der General- Versammlung de? Militärvereine hielt, kann es gar keinem Zweifel mehr unterliegen, daß dieser die Thätigkcit der Militärvereine bei den Wahlen nicht nur als eine politische Thätigkeit auffaßt, sondern diese auch— allerdings im Widerspruch mit den Statuten dieser Vereine— wünscht. Einstweilen aber besteht die Bestimmung in den Sta- tuten der Militärvereine, daß sie sich nicht mit Politik be- fassen sollen, noch fort, und so wird man sich es auch aller- höchsten Orts gefallen lassen müssen, daß, so lange die politische Thätigkcit dieser Vereine, als ungesetzlich, weil mit dem behördlich genehmigten Statut im Wider- spruch stehend, angesehen und bezeichnet wird, bis die Statuten entsprechende Aenderung gefunden haben. Bis zum gegenwärtigen Augenblick haben tausende von politisch Andersdenkenden, als der König von Sachsen und die Mehrheit der Mitglieder der Kriegervereine, im Ver- trauen auf die klaren Bestimmungen der Statuten sich diesen Vereinen angeschlossen, was sie sicher nicht gethan, hätten diese sich als politische Vereine von bestimmter Rich- tung deklarirt. So lange aber diese Vereine durch ihre Statuten sich selbst als Vereine erklären, die sich mit Politik nicht zu beschäftigen haben, so lange darf auch kein Mit- glied wegen seiner politischen Thätigkeit oder Gesinnung, die es außerhalb dieser Vereine als Staatsbürger darthut, gemaßregelt und ausgeschlossen werden. Man sollte vteincn, das sei für ehrliche und logisch denkende Leute so klar, daß ein Zweifel darüber nicht be- stehen könnte. Eine ganze Anzahl dieser Vereine handelt aber km gröbsten Widerspruch mit ihren Statuten gegen- theilig. Sie schließen Jeden aus, von dem sie erfahren, daß er eine andere Gesinnung hat, als die Regierung wünscht. Ein solcher Fall, und er ist typisch für zahl- reiche ähnliche Fälle, liegt uns aus der Umgegend von Dresden vor. In dem Statut dieses Militärvereins beginnt der§ 1 mit dem Satz t „D e r Verein ist frei von aller poli- tischen Tenden z." nordwestlicher Richtung, Timar riskirte einen Sprung aus den, Wagen; er sprang geschickt und glücklich, ohne Hand oder Fuß zu brechen; die Rosse �rannten auf und davon. Hätte er noch etwas auf Vorbedeutungen gegeben, so hätte ihm das genügender Grund sein können, auch selber umzukehren. Jetzt aber war er schon eigensinnig. Wandelte er doch auf einem Wege, auf dem der Mensch nicht mehr Gottes Beistand anruft. Jetzt wollte er gehen, wohin Noemi ihn zog und Timea ihn stieß. Nord- und Südpol, Neigung und der eigene Wille trieben ihn vorwärts. Sowie Timar vom Wagen herabgesprungen war, setzte er zu Fuß seinen Weg fort, gegen das bewaldete Donau- ufer sich haltend. Auch sein Gewehr war auf dem Wagen zurückgeblieben; er war mit leeren Händen entkommen. Im Gehölz schnitt er sich einen Weidenstock ab, das war seine einzige Waffe. Mit dieser versehen, suchte er sich einen Weg durchs Gestrüpp. Dort verirrte er sich; die Nacht überraschte ihn, und je mehr er herumstreifte, um so weniger fand er sich aus dem Dickicht. Endlich stieß er auf eine Hütte aus geflochtenen Reisern und entschloß sich, hier zu übernachten. Er niachte sich ein Feuer an aus den herumliegenden Reisbündeln; zum Glück hatte er die Jagdtasche umgehabt, als er zum Wagen heraussprang, darin war Brot und Speck; er briet den Speck über dem Feuer und träufelte ihn aufs Brot. Auch noch etwas anderes fand er in seiner Jagdtasche, jene Doppelpistole, mit der Theodor aus der Hütte auf ihn geschossen hatte. Vielleicht aus dieser Hütte hier? Sehr möglich, daß es dieselbe war. Von der Pistole konnte er keinen Gebrauch machen, denn er hatte auch sein Pulverhorn im Wagen gelassen. Einen Dienst aber leistete ihm die Pistole dennoch; sie bestärkte ihn in seinem Fanatismus. Ein Mann, auf den vergeblich so viele Schüsse abgefeuert worden, muß noch Etwas in der Welt zu thun haben. Und im ganzen übrigen Statut ist nicht eine Stelle vorhanden, wodurch dieser Grundsatz aufgehoben wird. Der Satz besagt also klar und deutlich, der Verein ist kein politischer, folglich wird auch nicht nach der politischen An- sicht derjenigen gefragt, die im Verein Mitglieder sind. In der Praxis stellt sich die Sache aber ganz entgegen- gesetzt. Ein Mitglied, das seit dem fast zehnjährigen Be- stehen des Vereins demselben angehörte und regelmäßig seine Steuern bezahlte, erhielt plötzlich einen Ukas des Vereins- Vorstandes, indem ihm sein Ausschluß aus dem Verein in folgender Weise mitgetheilt wird: Nach dem Gesammtvorstand auf Wahrheit verbürgten Mittheilungcn haben Sie sich gelegentlich bei Abhaltung der Ortsseierlichkeiten in... zu Ehren des 800jährigen Jubi- läums des Königshauses Wittin sozialdemokratischer Aetißerungen schuldig gemacht und sich als Anhänger der Sozialdemokratie gekennzeichnet. Der Gesammtvorstand, welcher unter den Mitgliedern nie derartige Ele in ente dulden kann und wird, hat durch geheime Sitzung und Abstimmung: Sie als nicht würdig als Militärver- e i n s in i t g l i e d aus dem Verein g e st o ß e n und aus seinen Listen gestrichen, und gehen sie aller Rechte und Vergünstigungen an die Unterstützungs- und Begräbnißkassen in demselben verlustig!" Im weiteren wird dem Ausgestoßenen mitgetheilt, daß wenn er gegen den Beschluß Beschwerde erheben wolle, er sich an eine Mitteladresse in Dresden zuwenden habe, welche die Beschwerde an das Direktorium von Sachsens Militär- vereinsbund als oberster Vereinsinstanz abgeben werde. Zum Schlüsse aber heißt es: Abschrift hiervon(von diesem Schreiben des VereinSvor- standeS an den Ausgestoßenen) erhält gleichfalls Herr Ge- meindevorstand... in... zur eventuellen Bekanntgabe an die königliche Amtshauptmannschaft und an den Ge- meinderath zu.... Der Militär-Vereins-Vorstand schließt also ein Mitglied aus, über das ihm mißfällige Aeußerungen überbracht wurden, ohne daß er es fürAnstandspflicht hält, den Denunzirten zu Worte kommen zu lassen, um sich vertheidigen zu können. Das ist an sich schon ein Despotismus, den sich Männer von Ehre und Charakter nicht dürften gefallen lassen. Ist ein solches Vorgehen in einem Militärverein Rechtens, dann bedauern wir die Mitglieder um ihren Mangel an Atanneswürde. So lassen sich nicht Männer sondern Sklaven behandeln. Weiter steht dieser Beschluß im Widerspruch mit dem Statut, das kein Wort auch in dem Paragraphen, der von den AusschließungSgründen handelt, enthält, wonach ein Mitglied wegen seiner politischen Gesinnung aus dem Verein ausgeschlossen werden darf. Der Vorstand ließ sich Und dieser Ermuthigung bedurfte er in der That, denn seitdem die Nacht niedergesunken war, fing es an, in dieser Wildnis; nicht mehr geheuer zu sein. Nicht weit davon heulten Wölfe und Timar sah durch das dichte Gebüsch das Leuchten ihrer grünen Augen. Ein und der andere alte Isegrim kam sogar bis zur Rückwand herangeschlichen und vollführte dort ein schreckliches Geheul. Timar durfte die ganze Nacht hindurch das Feuer nicht aus- gehen lassen� das allein das Raubthier abhielt. Ging er in die Hütte hinein, so schlug dort jenes unheimliche Gezische an sein Ohr, mit welchem die Schlangen den Menschen empfangen und unter seinem Fuß bewegten sich träge Massen; vielleicht war er auf eine Schildkröte getreten. Timar unterhielt die ganze Nacht hindurch das Feuer und zeichnete mit dem brennenden Ende des langen Schürpfahles phantastische Figuren in die Luft; vielleicht waren es die feurigen Hieroglyphen seiner eigenen Gedanken. Welche trübselige Nacht! Er, der daheim Wohnungen hat, mit allem Komfort ausgestattet und ein bequemes Nacht- lager; in dessen Hause eine junge schöne Frau waltet, die er sein nennt, bringt jetzt die Nacht einsam iu einer dumpfigen, mit Pilzen bewachsenen Hütte zu die Wölfe umheulen ihn und über seinem Haupte schleicht träge die Wasserschlange durch das Reisergesiecht. Und heute ist sein Geburtstag. Ein gemüthliches Familienfest das— in solcher Umgebung. Ihm aber ist das eben recht. Jetzt will er es nicht anders. Michael hat ein frommes Gemüth. Von Kindheit' an war er gewohnt, an jedem Morgen, an jedem Abend ein stilles Gebet zu verrichten. Dieser Gewohnheit war er nie ungetreu geworden, und in jeder Gefahr, in jeder Trübsal, an denen sein. bewegtes Leben so reich ge- wesen, hatte er seine Zuflucht zum Gebet genommen. Er glaubte an Gott und Gott ward sein Retter und uas- er unternahm, das gelang. Und in dieser grausige» Nacht- IW also einen Willkürakt zu schulden kommen, gegen den die Mitglieder des Vereins ohne Rücksicht auf ihre politische Gesinnung einstimmig protestiren müßten, wollen sie Männer sein. Eine Abscheulichkeit sonder Gleichen aber ist es, daß der Vereinsvorstand sich auch noch zur Denunziation her- giebt, indem er dem Gemeindevorstand mit der Vollmacht, die Ämtshauptmannschaft und den Gemeinderath davon zu unterrichten, die Gründe des Ausschlusses mittheilt. Für ein solches Verfahren giebt es nur eine Bezeich- nung: Es ist schamlos, und wer solche Dinge in Ordnung findet, verdient Mitglied eines solchen Vereins zu sein. Der Geschädigte soll beabsichtigen, die Sache zur richter- lichen Entscheidung zu bringen, weil er keine Neigung hat, einem willkürlichen Machtspruch des Vereinsvorstandes zu Liebe auf die Rückgabe seiner seit vielen Jahren eingezahlten Gelder zu verzichten. Auf die Ehre, weiter Mitglied eines solchen Vereins zu sein, verzichtet er aber mit Vergnügen. Zelltjea der Zeit. Unter diesem Titel geht der„Frk. Ta." folgende inter- essante Korrespondenz aus London, 26. August, zu: „Wenn man einen Blick wirft auf die gegenwärtig in der ganzen kavitalistischen Welt wie eine Fluthwelle sich fortwälzende Streikbewegung, so drängt sich nothwendig die Frage auf: Ist diese Erscheinung begründet nur in der gegenwärtigen Konstellation des Arbeitsmarktes, oder ist sie nur die Frucht der„Aufhetzung", der„Verführung", der„Bethörung" der Arbeitermassen? Kurzsichtige Schwarzseher und engherzige Kapitalistenseelen werden zweifellos kurzerhand erklären, daß diese ganze groß- artige, über alle Industrieländer sich erstreckende Bewegung nur das Werk einer Handvoll Hetzprediger sei, und daß das „ganze Streikfieber" schnell kurirt sein würde, wenn nur die Staatsgewalt dem energischen Willen der bedrängten Unter- nehmer ebenso energische Unterstützung zukommen ließe. Zu was ist denn schließlich die kostspielige Polizeimacht da, wenn sie den gutgesinnten und wohlsituirten Bürger nicht schützen will in seinen alten und wohlerworbenen Rechten, so lange arbeiten zu lassen, als er will, und seine Leute so gut oder so schlecht zu bezahlen, als ihm beliebt! Und fast scheint eS, als ob diese gefährlich rückständige Anschauung in Deutschland maßgebend würde, denn in der ganzen bürgerlichen Presse, hier schamlos, da verschämt, begegnet man Vorschlägen, wie man die Streiks mittelst äußerlicher Gewalt— natürlich auf gesetzlichem Wege, dafür hat man ja die Klinke der Gesetzgebung in der Hand— unterdrücken, unmöglich machen könne. Einsichtigere und vorurtheilslosere Köpfe, für die der Polizei- kullppel kein UeberzeugungSargument ist, und die ihm namentlich für soziale Krankheiten jede Heilkraft absprechen, werden freilich ihre Untersuchung mehr nach der Seite hin anstellen, aus welchen Ursachen diese neuerdings mit geradezu etemen- tarer Heftigkeit auftretenden Arbeitseinstellungen sich erklären lassen, und wie man diesen, unsere ganze soziale Maschinerie erschütternden Erscheinungen vorbeugen könne. Leider sind diese ernsten und vorurtheilslosen Sozialpolitiker noch dünn aesäet— das Interesse macht blind, und es bedarf greller Schlaglichter, um aus dem dunklen Wirrniß der hergebrachten Vorurtheile herauszufinden. Ein solch grelles Schlaglicht wirft gegenwärtig ein RiesenstreikinLondon,der nach den verschiedensten Seiten hin die höchste Beachtung verdient: der Streik der Schiffsdock- und Hasenarbeiter. Ursprünglich stellten nur die Hilfsarbeiter die Arbeit ein. Ihr Lohn betrug bisher 40 Pf. pro Stunde; jetzt verlangen sie 48 bei Tag und 64 für Ueber- stunden. Nun sind aber diese„JobhandS", weil sie immer überzählig am Markte liegen, durchschnittlich nur 3—4 Stunden im Tage beschäftigt, müssen aber gleichwohl den ganzen Tag vor den Docks herumlungern, um, wenn man sie auf zwei oder drei Stunden zur Arbeit— Job— benöthiat, gleich zur Stelle zu sein. Daher verlangten sie auch eine Regelung des bis- herigen Engagementsverhältnisses, bei dem sie räuberischen Zwischen-Unteruehmern— den sogenannten Kontraktoren— wehrlos preisgegeben sind. Natürlich lehnten die Millionäre der Docks-Compagnie beide Forderungen ab; es lagen ja täg- lich Tausende von„Händen" arbeitsuchend vor den Docks, die sich um die paar Stunden Arbeit förmlich rauften. Diese Dockarbeiter, von denen keine mechanische Vor- kenntniß, sondern nur Muskelkraft verlangt wird, waren bisher niemals zu irgend einer Organisation zu bringen. Aufgewachsen als Parias, als die Aermsten unter den Armen, behandelt wie die Hunde, verachtet und ohne Selbstgefühl, hatten sie nie Vcrständniß für Klasseninteresse und Solidarität. Ewig den rohesten Kampf ums Dasein kämpfend, waren sie vermochte er nicht zu beten; er wollte mit Gott nicht sprechen. „Siehe nicht hin, wo ich wandle." Von diesem Ge- burtstag an verlernte er zu beten. Er trotzte mit dem Schicksal. Als der Tag zu grauen begann, zogen die nächtlichen Raubthiere sich in ihre Schlupfwinkel zurück; Timar verließ seine unwirthliche Nachtherberge und fand nun bald den Pfad, der direkt ans Donauufer hinausführte. Hier erwartete ihn ein neues Schreckdild. Die Donau war ungeheuer ange- schwollen und aus ihren Ufern getreten. Es war die Zeit der Frühlingshochwässer nach der Schneeschmelze; die gelben schlammigen Fluthen des Stromes waren angefüllt mit ent- wurzeltem Schilf und fortgerissenen Weidenstämmen; die Fischerhütte, welche Timar suchte und die auf der Spitze eines hohen Hügels lag, stand jetzt bis an die Schwelle unter Wasser und der Kahn, den er dort zurückgelassen hatte, war au einen alten Weidenbaum neben der Hütte festgebunden. In der Hütte fand er keine Seele. Bei solcher Hoch- fluth läßt sich nicht fischen. Auch ihre Fischergeräthe hatten die Fischer mitgenommen. Wenn er ein Zeichen vom Himmel, einen Fingerzeig Gottes verlangte, so hatte er sie nun. Der angeschwollene Strom versperrte ihm mit semer ganzen majestätischen Gewalt den Weg. Zu solcher Zeit wagte sich Niemand auf den Strom. Die Warnung vom Himmel war da— die Elemente geboten ihm die Umkehr. „Zu spät," sagte Timar.„Ich kann nicht mehr zurück, ich muß vorwärts." Die Thür der Fischerhütte war zuge- sperrt; Timar erbrach sie, um zu seinen Rudern zu gelangen. Durch eine Spalte sah er, daß sie dort aufbewahrt waren. Dann setzte er sich m den Kahn; er band sich mit seinen Taschentüchern die Beine an der Ruderbani fest, löste den Kahn los und schob ihn mit einem Stoß in'S Wasser. Hier erfaßte ihn sogleich die Strömung uno trieb ihn mit sich fort. Die Donau war damals ein gewaltiger Herr, der in seinem Zorn Wälder entwurzelte; jeder auf ihren Rücken sich wagende Sterbliche ist nur ein Wurm, der auf einem Strohhalm schwimmt. Aber dieser Wurm forderte sie zum Kampf heraus. Er allein handhabte die beiden Ruder, selbst verblendet und verroht, und nie aus den Gassen und Spelunken ihrer gesellschaftlichen Hölle herausgekommen, sah jeder in dem andern den Dieb seines Verdienstes, den mit einem Faustschlaa oder Rippenstoß zur Seite zu bringen ihm sein knurrender Mägen gebot. Und wie plötzlich war in diesen Taufenden von arbeitenden Bettlern der Gedanke der Solidarität, der Funken des Klassen- bewußtseins haften geblieben. Wie ein Mann legten sie die Arbeit nieder und auswärts angeworbene Ersatzleute folgten ihrem Beispiele. Und diese Tausende von„gesinnungslosen Lumpenproletariern" lauschten begierig den Reden der Londoner Sozialisten BurnS und T o m M a n und folgten ihren Rath- schlagen ohneWiderrede. Sie hatten begriffen, daß Ausschreitungen und tumultuarische Exzesse, wie sie fmher bei ihnen unvermeidlich gewesen wären, ,hrcm berechtigten Verlangen nur schaden könnten, und so hielten sie geradezu musterhafte Mannes- zucht. Nach wenigen Tagen legte eine der verschiedenen bei diesen Schiffsladungen und-Löschungen benöthigten Spezies von Arbeitern nach der andern die Arbeit nieder, nicht, weil sie eben- falls bessere Bedingungen oder höhere Löhne forderten, son- dem aus bloßem Solidaritätsgesühl, um ihren Brüdern zum Sieg zu verhelfen. Heute, nach Verlauf von zehn Tagen, stehen thatsächlich die Docks leer, achtzig- bis neunzigtausend Manu sieben im Streik, unterstützt von der Sympathie von fast ganz London. In Zügen von 30— 6()<)(X1 sind die Streiker in den letzten Tagen unter Führung von BurnS und Tom Man in die City vor die Börse gezogen, um den Rhedern ihre in ihrer Einigkeit liegende Macht zu zeigen, und auf dem stundenlangen Wege vom Ostende her und zurück ist auch nicht eine„Ausschreitung" vorgekommen— hiesige radikale Blätter erklaren dies malitöS daher, weil die City-Polizei auf BurnS Verlangen zugestanden habe, daß die Streiker allein für Ordnung sorgen, mithin die Polizei durch Abwesenheit glänzte, oder höflichst selbst mit Ordnung hielt. Man denke. Tausende von Streikern, nach kontinentalen Begriffen in Lumpen gekleidet, ziehen stundenlang mit Musik und Fahnen durch die reichsten Quartiere, durch die lebhaftesten Geschäftsstraßen und halten ohne und gegen die Polizei musterhafte Ordnung! In Deutschland glaubte man bei solchen Anlässen, ohne die Polizei würde die Welt auf den Kopf gestellt! Und dieser Riesenstreik ist organisiit und ge- leitet von zwei S o z i a l i st e n, aber keinem Blatt, keinem Menschen, nicht einmal der Polizei fällt es ein, ihnen ein Hinderniß in den Weg zu legen, ihnen— mit Ausnahme der Kompaguie-Millionäre— daraus einen Vorwurf zu machen, und sogar diesen fällt es nicht ein, ihre Verfolgung, ihre Verhaftung zu Verlangen! Sie begnügen sich da- mit, ihr„Eigenthum", die Docks, polizeilich beschützen zu lassen, und statt der Arbeiter sieht ma» dort seit vor- gestern ein paar hundert Polizisten mit Trinken und Spielen die Zeit todtschlageu. Am Sonntag Nachmittag fand im Hydepark ein groß- artiges demonstratives Meeting(Volksversammlung) statt. Von halb 1 Uhr bis halb 2 Uhr zogen die Tausende— eine Armee von Geusen(Bettlern)— von den Docks nach dem Hydepark und alle Londoner Zeitungen erklären, es sei die größte Ver- sammlung gewesen, die jemals dort stattgefunden hat. Eine Schätzung nach Zahlen ist rein unmöglich— es war ein wo- gendes Meer von Menschen— die Angaben schwanken von 100000 biS 200000. Wenn man diese Massen verwahrloster, verlumpter Arbeiter wohlgeordnet, von einem Gedanken beherrscht und erhoben, so an sich vorüberziehen sah, so überfielen Einen ganz sonderbare Gedanken. Wir selbst, die wir die Elite des Arbeiterstandes bilden, sind in den Augen dieser Armen reiche und beneidenswerthe Leute und umgekehrt sind viele unter uns noch so in den gesellschaftlichen Vorurtheilen befangen, daß es Selbstüberwindung kostet, in diesen verlumpten Gestalten etwas Besseres zu sehen als„Gesindel". Und wenn etwas geeignet ist, das blöde Reoolutionsgeschrei der Anarchisten als Narethei und Selbstbetrug erscheinen zu lassen, so dieser Streik mit seinen Tausenden von Unzufrie- denen, die bis jetzt nicht wußten, was sie wollten und könnten. Eine kleine Episode ist hier sehr lehrreich. In einer Ver- sammlung letzten Mittwoch trat gegen BurnS ein Anarchist auf und donnerte wider die„Zwecklosigkeit" des Streiks. Da er- hob sich ein schlichter Dockarbeiter und rief dem Anarchisten zu: „Ihr Anarchisten habt leicht Eure„drei Hochs auf die soziale Revolution"(die regelmäßige Schlußphrase der Anarchisten bei den hiesigen Meetings) auszubringen; aber Keiner von Euch ist zu uns gekommen und hat uns gelehrt, wie wir aus unserer elenden Lage herauskommen, wie wir einander helfen, ver- trauen müssen, wie wir uns organisireu und politische Macht erringen müssen, um unsere Lage zu bessern. Die Sozial- demokraten aber sind zu uns gekommen und haben uns auf- geklärt und vereinigt, und da« ist für uns mehr werth als Eure „drei Hochs für die soziale Revolution!" Nicht aber in der Zahl der Streikenden, nicht in der Sympathie der Bevölkerung liegt hier die Bedeutung, sondern die ihm zugleich als Steuer dienen mußten. Auf den rasch dahinströmenden Wogen tanzte sein Nachen wie eine Nuß- schale, der konträre Wind aber wollte ihn zurückweisen auf das Ufer, von dem er abgestoßen war. Doch Timar wich weder dem Wind, noch den Wogen. Er hatte seinen Hut auf den Boden des Kahnes ge- worfen; sein von Schweiß durchnäßtes Haar flatterte im Winde und die über die Kahnspitze schlagenden Wellen sprühten ihm ihren kalten Gischt ins Gesicht• jedoch sie kühlten es nicht ab. Ihm war heiß von dem Gedanken, Noemi könnte auf der Insel in Gefahr schweben. Dieser Gedanke ließ seine Arme nicht erlahmen. Die Donau, der Wind sind zwei gewaltige Mächte; aber stärker noch ist die Leidenschaft und der Wille des Menschen. Das erfuhr Timar an sich selbst. Welche Thatkraft in seiner Brust, welche Zähigkeit in seinetn Arm! Es war ein übermenschliche Werk, das er vollbrachte: sich durch die Strömung auf die Spitze der Oßtrovainsel hindurchzuarbeiten. Hier ruhte er aus. Die Oßtrovainsel war ganz überschwemmt; das Wasser floß zwischen den Bäumen. Hier war eS schon leichter, den Kahn mit den an die Bäume gestemmten Ruderstangen weiter zu schieben. Er mußte über den Rücken der Insel hinweg-, um von dort, auf den Stromspiegel sich herab- lassend,' zur„herrenlosen Insel" zu gelangen. Als er den Kahn zur gehörigen Höhe hinaufgestoßen hatte und dann aus dem Gehölz der Insel herauskam, stand ein neues überraschendes Schauspiel. Die herrenlose Insel lag sonst versteckt hinter einem breiten Röhricht, aus dem nur die Wipfel der Bäume emporragten; jetzt war vom Schilf nichts'zu sehen und die Insel lag frei mitten im Donau- arm. Die Hochwasser gingen über das Schilf hinweg, die Jnselbäume standen im Wasser und nur an Einem Fleck erhob sich der verirrte Fels mit seiner nächsten Umgebung über die Wasserfläche. Mit fieberhafter Ungeduld ließ er den Kahn hinab in die Fluth. Jeder Ruderschlag brachte ihn dem eratischen Block näher, dessen Krone himmelblau war, von den blühen- den Lavendelbüschen, während die Seitenwände goldig er- glänzten von den Gewinden der Kapuzinerkresse, die sich in der bei diesem Streck zum ersten Male zu Tage geirR» Solidarität und in dem Erwachen des Klassen bewuM dieser politisch und sozial geradezu verwahrloftm Pwaw- Wie eine furchtbare Anklage gegen unsere Zivlllsatua zaM diese Tausende von Arbeitern, von denen kaum Hunderte als in Lumpen gekleidet, durch das reiche London, uns Dcckskompagnie macht einen jährlichen Ueberschuß von 430 Pfund Sterling--- neun Millionen Mark! � m Taufende von anderen Arbeitern legen sich die Noib, Entbehrung eines Streiks auf, nicht um für sich höhere rw zu erringen, sondern nur um den ärmsten unter Brüdern zu besseren Arbeitsbedingungen zu flu IHlftTCU �tÖClIÖÖtülUUUnWtH n** um sie aus dem Schmutze und der Ehrlosigkeit der bisheng Armuih heraufzuziehen, diese ArbeitSthiere zu Menlchen. i. Mitbürgern zu machen; und so groß ist der Enthusiasmus, die 25 000 organisilten Gasarbeiter im Hydepark durch »vi am v» K*j» sirJEr-Pstmy-i/inntP tllult. Redner erklären ließen, wenn die Dockskompagnie nicht onw.� wenigen Tagen die bescheidenen Forderungen bennmg».� ■gu|'■- MÜt |___________, IM— schon zum Nachgeben veranlassen! Und ähnliche Borsch ___ �_________, werden auch sie die Arbeit niederlegen, und London obueN in Dunkelheit und Nnsichcrheit, werde dann hie paar Mmw machten auch die Matrosen für ganz England!»„hwut Angesichts solcher Riesenerscheinungen wird die auf die Eingangs gestellte Frage keine schwere sein Wahnsinn, solche Elementarausbrüche als den hetzerischen Redensarten hinzustellen; aber die bloße gu«!« Marktkonjunktur reicht zur Erklärung auch nicht au§. � Es geht ein neuer Geisteshauch durch die Welt Gewitterleuchten zuckt es in den niederen und>>>< gehaltenen Volksschichten auf— das Verlangen politischer Gleichstellung einerseits und nach Ausgleichung andererseits ringt in diesen von allen IN und Genüssen unserer Kulturentwicklung auSgeschlosscmn � nach äußerer Gestaltung; dagegen die �Augen verschtuön wollen, hieße an der Zukunft sundigen.„ ,„,5?- Wie für Deutschland der Ausstand der von aller 1. � demokratischen Agitation ferngehaltenen Bergarbeiter für weite Kreise den Schleier von den klaffenden Klaiievs sätzen hob, aus denen die Sozialdemokratie entstand un � auszufüllen sie fordert, so zeigt jetzt der DockarbeuMN eines poUfijifre Uebevstlsil; Die Kalonialmenschen sind doch recht streitlustige� � und das lateinische Sprichwort: homo homini lup°s Mensch ist gegen den anderen ein Wolf— s�nt tm die"U�gn.- sonderS von den„Kolonialmenschen" zu gelten, Tagen einander grimmig wie von der Hund Wölfe zerfleischen. Man könnte ordentlich Bngst., wenn die Thatsache, daß kein Anderer, als der Re« D selbst jetzt von den„hitzigsten Kolonialmenschen r- „Reichsfeinde" verwiesen ist, uns zu„stürmischer z. zwänge...«„glfl"' WaS nun das groteske Verlangen betnstt, w r � wegen der afrikanischen Sumpf- und Sandwüsten � � fangen, so sollten die kriegslustigen Radaumacher N® Anises' mal an den Eindruck erinnern, den bei der neuliche»„ jf.it reise nach England ein Vergleich der englischen KriegSN � ja der deutsckien aus alle.�ulckiauer aemaibt. Der stäfle®1 der deutschen auf alle Zuschauer gemacht. Der eine sehr schöne Sache, allein wer bloS um seine keit" zu zeigen, mit einem überwältigend Gegner anbindet, und sich eine unvermeidliche ________________ läge oder„Abfuhr" holt, wie das heutzutage burschikos�„gi! � v ist nicht muthig, sondern verrückt. Was w®!' � wird, der 111 nicyi muiyig, 1 onoern verruar.-usas von einem Krieg mit den Vereinigten Staaten um ders<#1 Inseln willen gesagt, das gilt auch von einein«■> jjt England um der afrikanischen Fieberkolonien willen- unmöglich.,. fifff' Die„Norddeutsche", die heute in dieser BeziehunS jii- Meinung mit uns ist, möchten wir aber einmal b>in Hetz- und Schimpf. Artikel zu lesen, die sie selbst vor halb Jahren etwa und auch schon früher gegen Englano(j weise geschüttet hat, und sich dann die Frage vorzuleg�», diejenigen, welche ihre damaligen Artikel für Ernst 6, a i" logischer Weise nicht genau auf den Standpum der Kolonialpolitik gelangen mußten, den\ie daran hinauftankten. Und je näher er dem Felsig p um so mehr wuchs seine Ungeduld. Schon konnte Tofikm Spffan fttä tn Stp Wtffp bßÖ Obstgarten sehen, dessen Bäume bis in die Mitte des L?* � im Wasser standen; der Rosengarten aber war tro» � � . k ....... V-U wB flüchtet. sZetzt schlug Almira's freudiges Gebell �.j,p Ohr. Das schwarze Thier kommt bis aus Ufer 9 ...._ 6if blieben; dorthin hatten die Lämmer und Ziegen � � gelausen, stürzt wieder zurück, kommt aufs Neue z® pib schein, springt ins Wasser, schwimmt dem Ankömmlw» gegen und dann wieder zurück. 9$ Ob wohl Michael jene rosige Gestalt sieht dort o» eines blühenden Jasminstrauches, die bis hart au den des zu ihren Füßen rauschenden Wassers ihm entgeg'sißt kommt? Noch ein Ruderschlag und der Kahn hat erreicht. Michael springt heraus und die Wogen den Kahn; er bedarf seiner nicht mehr, und Nieman$ daran, ihn ans Ufer hinaufzuziehen. Die Beiden fl® � Eins das Andere. Rings um sie das Paradies de ui Menschen! Fruchtbeladene Bäume, blühende Flürens � Thiere, umschlossen von einem Wogenring, und v Adam und Eva., Ä»' Die Jungfrau steht blaß und bebend vor d,�(flf kömmling und als er ihr entgegengestürzt, als'gp; sick siebt, wirkt sie sick mit hervorbrechender Lein der Selbstvergessen� sich sieht, wirft sie sich mit hervorbrechender an seine Brust und ruft in der Selbstverge Entzückens;„Du bist wiedergekommen? Du, D», � f Und auch, als ihre Lippen schon verstummt sind, 1 n noch nnmer:„Du, Du� Du!"�_.„ � lÄ Rings um sie ist Eden. Der Jasminstrauch dss silberne Älüthenkrone auf sie herab und der Nachtigallen und Goldamseln singt das„Sospoäi, P0 (Fortsetzung folgt.) Aus Nuukk und Höher wie der Giffelthurm. Dieser Paris die Nachricht werbreitet, es habe sich eine engl».-*• schaft gebildet zu dem Zwecke, in London einen f™i«t Jlt(Uivtlly|U jCDl UCl*C/WU.V*sw e ytl» London plötzlich die gährende Unzufriedenheit einer eveni � „.n-----;..... Ot"-«-- Riefen, der aus w"» aessenen wie verachteten Masse Betäubung erwacht. Man sollte meinen, für Jeden, der Augen sur. sellschaftlichen Mißstände hat, läge es auf der Hun,..... politische Mundtodtmachung und soziale KanmiUNTO.� nicht zur Heilung, sondern zu Ausbrüchen der Verz« führen muß! e � Ob man das in den ausschlaggebenden Kleiic» herziat? Der Tanz auf dem Vulkan ist doch em sicher Tanz! Si I H V Jl 's VVj!?.Schweiße ihres Anaeßchtes bekämpft.— VÄ und ihre Leute müssen sich jetzt gegen die li d??£ een' deren Samen sie selber ausgestreut— und das Ä0r der Geschichte. S Iii. fu?'?, Haben die kapitolinischen Gänse, wir wollten S, h«, ��brüderlichen Angstmeier durch ihr Gegacker !üj, S/aat gerettet. Der ReichStagSabgeordnete Lieb- ! te emen Vortroa über den Vanser Kongreß halten� Meisters Mühle auch erklärt, daß er nun— da die Herrn Thiele angemeldet sei— keinen Grund �be. Allein die kartellbrüderlichen Kapitals- l'zijw�'ethcn in Aufregung und Einer der patriotischen -Sfori«?? �.»"ckerte im ordnungSbreilichen Lokalblatt, dem tf,:' er Tageblatt und Anzeiger" vom 30. August d. I. m.(Eingesandt.) �iini??? rn den letzten Monaten verschiedene Versamm- ? ,er�n sozialistische Redner aufzutreten gedachten, auf "üiei»... Sozialistengesetzes die polizeiliche Genehmigung �'rde v worden ist, wird von der hiesigen Polizei- � Erlaubiüß zu einer Versammlung gegeben, in W«. fzn. Sozialistenführer Herr Liebknecht über den % Ä�ssstenkongreß sprechen wird. Einberufer ist Herr u-~"/ Recht wird ein großer Theil der Bürgerschaft den ? ij-ber die Inkonsequenz, deren sich die Polizei» Ükt«Jssch©rtheilung der Erlaubniß schuldig macht. Ver- 'Sern barmlose Versammlungen, in denen über Unfall- Hl u. deral. gesprochen werden sollte, werden verboten, Sstot»"tUunung, in welcher ein Hauptführer der Sozial- Siiirra UjC oinen Kongreß zu sprechen gedenkt, dessen revo- ii,}) �roetfe klar am Tage liegen, wirb gestattet, während i item, Labten alle derartigen Versammlungen keine Ge- Il�ki in � n. Durch solche Inkonsequenz muß das Ver- � a,n,iXe storechte Hau dhabung der gegen die Sozialdemo- f|e�iet1cn Verordnungen und Bestimmungen erschüttert Mit«»...? �wsender erlaubt sich die Anfrage, nach welchen 'S m' k ,,on ber hiesigen Polizeibehörde eigentlich ver- tr'x v�on bem jetzigen inkonsequenten Verfahren ÄtrhnU i b'e hiesigen Sozialisten, noch die Anhänger der pouik � Parteien sehr erbaut und befriedigt sein.— «ch. dieser Gelegenheit festgestellt werden, daß der St y r>or Wurzener Zeitung" ganz unverfroren die Ge- �Nlst Sozialdemokraten besorgt und Versammlungen welche nur sozialdemokratischen Zwecken dienen ö»! Hu! it,�es- Do ? 8�? �ar> Angst» und Heulmeierei war zu stark für ''S i x Bürgermeister— der Schreck fuhr ihm in die � Tel» i■ 96 wurde die Versammlung verboten, und so S» die unzähligen Lügen, die über den inter- Sl sx, on8re6 geflissentlich verbreitet worden sind, mit Steh»9r, in wirksamster Weise zu widerlegen, glücklich !»» Li.'i.», �"rigens wird der Zweck nicht erreicht werden, in- 0.°wecht nun die Absicht hat, eine kleine Broschüre über �"»reß zu veröffentlichen. Man schreibt uns:.....---„................... � � gegen das Vereins- und Koalitionsrecht der Arbeiter. So wurde am flu; vuivt; vmi vHiv»4 e5 aber auch Abwechslung..._______ Jjjitj.lä» eine Versammlung der Maurer mit der TageSord- Sj�rathung, wie eine neue Organisation schaffen? unter der � ti». L verboten, daß die geplante Reuorganisation offenbar „. Kein Tag ohne eine Polizei Siilt»,!9� baS Vereins- und Koalitionsrecht der Arbeiter. Set x fc,'"9' ber Tag mehrere solcher Maßregeln, und V Wahlen heranrücken, desto lustiger wird es her- £ Ifiw"" die einzelnen Vorkommnisse detaillirt zu berichten, »Sinn, da die Polizei nach der Schablone arbeitet, •iS Handlungen sich durch�Eintönigkeit auszeichnen. Mit unhla�aic Fortsetzung der alten aufgelösten sein . Q eine solche Versammlung ungesetzlich sei, so müsse gtti,?»folgen. Die Leipziger Polizei legt sich also die ffaf/ die Zukunft vorauszusehen und voraus zu wissen. Sser ihrer wunderbaren Eigenschaft spricht sie den S'»»e?«J-jpzigS auf ewige Zeiten(das Wort„ewig" im I Perträge genommen) das Recht ab, irgend welche .S iu n. zu schaffen. Jede von ihnen geplante Organi- S m kine strafbare Fortsetzung— die Leipziger Polizei Voraus. ?tttf0 auf Troppman«, der in der Schweiz wieder i�.�kenthümlichen Umständen aufgetaucht ist, wird uns v.u. daß dieser von Anfang an sehr verdächtige Kunde �?nii,, st von seinen früheren„anarchistischen" Freunden . d-'fl, betrachtet wird. 'le 5/'Uufjästrige Wahlperiode und die Vermehrung 5-�' Tie„Nalionalliberale Korrespondenz" gesteht S x ein, daß das Zustandebringen von neuen Steuer- 2iWi durchschlagendsten Grund für die Verlängerung S--lalurperiode gegeben habe.„Denn zu welcher Zeit '�.(„preußische Landtag im Stande sein, eine solche Frage 's zu nehmen, sofern nach wie vor beide Parlamente, Si D|w. 600 m Höhe, also doppelt so hoch wie der Eissel- iVxt Pariser Blatt, die„Estafette", hat sich hierauf an den Schwiegersohn Eissels(letzterer befindet sich \.Puch auf einer Erholungsreise in der Schweiz) mit der wendet, ob die Ausführung eines solchen Projekts Atr Die Antwort lautet:„Man kann ohne Zweifel ö llnx � m gehen. Aber damit thut man einen Schritt S»., kannte. Der hauptsächlichste Faktor dieses Un- M».,., lst der Widerstand des Wmdes. Die me- iSt- T Töissenfchaft lehrt uns, daß die Kraft des x'erlsi�unimmt mit der Höhe, aber man kennt noch nichts " o Ire über die Verhältnisse dieser Zunahme. Um S ,■ Eventualitäten geschützt zu sein, haben wir für unfern I,„rr'Ueu Druck von 400 Kilo per Quadratmeter vorgesehen, Sku xlnen®'nb von etwas mehr als 100 m Schnelligkeit Sn• Wenn man darüber hinausgeht, so verliert man rchz»'US Unbekannte. Ein zweiter Uebelstand ist, daß der ?>» � L des Materials fast unmöglich wird. Es fragt sich !'!- lö,.�' vb die Engländer unser System annehmen werden. !>{�n es wohl, denn wir haben kein Patent; für solche iihw"* man überhaupt kein Patent nehmen. Oder werden TOh.„ Thurm bauen mit Strebepfeilern und Rüstseilen? erfinden? Wenn Plagiateure, die _.... sie aber einen brjL""*1 bauen, so«st Dellen wissenschaftlicher Werth gegen« vSeiit r'9en strich Rull, denn es wäre kein homogenes ° R.x uvd von irgend einer Schönheit der Arbeit könnte . fein„ M ct(„?er« hat sich am vergangenen Sonntag ein Spaß- Pfley.übt, die ganze Stadt und die Dörfer auf mehrere j»»iL®, Umkreise sehr zur Unzeit in den April zu schicken. vN x'�ver Blättern war für diesen Tag eine Vor- (v,.?'6 berühmten Luftschiffers Lamoureur angekündigt, i'r Sfrn tft Festwiese, der sogen. Weymatte, vor sich gehen sollte. CS Sx106 Menge Menschen fand sich zusammen, um dem V der n stiele zuzusehen.': namentlich auch die Bauern d, gegend kamen in Schaaren. Auf zwei Uhr war ..angesagt:., es'......""" V?»('.' angeiagt: es wurde drei Uhr und" kein Ballon " S vier Uhr endlich stieg ein solcher, aber es war '- S�'ner, runder Kinderballon. Da begann es gräßlich bch den Häuptern� der murrenden Schaulustigen. 1"uf?Png das Gerücht, Deermann, der Besitzer einer zur Sa der Weymatte aufgestellten Reptilienbude, habe sich 10' v.•„____ rjL'if__ Sv— Scherz erlaubt: es wurde immer schwüler in der Reichstag und Landtag, nach dreijähriger Wahlfrist erneuert werden müßten? Zwei von den drei Jahren waren bisher regelmäßig von dem Wahllärm in Anspruch genommen. DaS dritte, wahlfreie Jahr aber stand immer schon unter dem Ein- druck der Vorbereitungen des gesammten Parteiwesens auf die wieder folgenden zwei Jahre des Wählens."— Wenn aber nunmehr nach vollzogenen Wahlen die Abgeordneten für lange Zeit nicht mehr vor den Wählern zu erscheinen brauchten so würde die Volksvertretung„Sammlung und Unbefangen- heit genug finden", um ein Steuerwerk in einerlei Geist zu vollenden. Der Ktrafantraßl de« Graf«« Malderft« wegen eines Artikels über die militärischen Nebenströmungen richtet sich der „Rh.-Westf. Z." zufolge gegen die inzwischen verbotene„Wests. Arbeiterztg." in Dortmund. Mit den Vorbereitungen«r einem vollständig neuen Mehrgesetze ist nach dem„Berl. Tgbl." gegenwärtig das Kriegsministerium beschäftigt. Es solle sich dabei nicht nur um einzelne Veränderungen und Verstärkungen, sondern um eine gründliche und einheitliche Reorganisation unseres Armee- wesenS handeln. Eine Bestätigung dieser Mittheilung bleibt abzuwarten, wahrscheinlich aber klingt sie immerhin. Die so- genannte Reorganisation des Armeewesens würde Milliarden verschlingen. Stettin, 27. August. Der Dampfer„Magdeburg", der gestern Mittag von Stockholm hier eintraf, wurde sogleich nach seiner Ankunft durch Kriminalbeamte nach sozialdemokratischen Schriften durchsucht, es wurde jedoch der„N. St. Ztg." zufolge nichts derartiges vorgefunden. Solingen, 20. August. Auch von hier aus wurden die streikenden Bergleute im Rhein- und Ruhrgebiete kräftig unter- stützt. Infolge dessen ist eS zu polizeilichen Untersuchungen und Anklagen gekommen, die theilweise heute Morgen vor dem hiesigen Schöffengericht ihren Abschluß fanden. Vor den Schranken standen der Stadtverordnete Moll von Höhschcid, sowie zwei Schleifer aus Mescheid(Umgegend von Solingen). Die drei Angeklagten gaben zu, für die streikenden Bergleute Gelder zur Weiterbeförderung an das Streikkomitee angenommen, aber keine Kollekte veranstaltet zu haben, worauf Frei- sprechung erfolgte. Herr Moll hob zu seiner und zur Verthei- digung seiner Mitangeklagten hervor, daß er die Annahme von Gelbem zur Weiterbeförderung an das Streikkomitee für er- laubt gehalten habe, da bei ahnlichen Angelegenheiten, z. B. bei der Wassersnoth im unteren Theile des Kreises Solingen und im ganzen Rheingebiete, in sämmtlichen Schleifereien Bei- träge für die in Roth und Elend gerat Heven Mitbürger ge- sammelt worden seien, ohne daß eine polizeiliche Einmischung stattgefunden habe. In dm Spenden für die Bergleute habe er ebenfalls nichts Strafbares erblicken können, weil ja hier ebmso wie bei den Ucberschwemmungen das Mitgefühl mit dm Nothleidenden die Beweggründe zum sieiwilligen Steuem abgegeben habe. Hier wie dort sei der Appell an das Mitge- fühl durch die öffmtlichen Zeitungen ergangen, ohne daß eme Bestrafung dieser Zeitungen erfolgt wäre. Ein vierter Ange- klagter, Herr Freund von Widdert, bestritt nicht, daß er förm- lich kollektirt hätte, worauf derselbe zu 15 M. evmt. zu 5 Tage Gefängniß vcrurtheilt wurde. Marburg, 26. August. Der hiesige sozialdemokratische „Verein für volksthümliche Wahlen" verbreitete gestem sein erstes Wahlflugblatt. In demselben wird Herr Gutsbesitzer Lauer zu Riederwalgern als sozialdemokratischer Kandidat für die nächstm Reichstagswahlen aufgestellt. Au« Samoa wird der„Frkf. Ztg." über London ge- meldet, daß der frühere„König Malietoa sich weigere, König zu sein: Mataafa regiere weiter. Gestern meldete ein offiziöses Wolff'schcS Telegramm aus Apia. daß Malietoa sich erholt habe und„regierungsfähig" fei. Malietoa ist bekanntlich eigens zu dem Zwecke seiner Wiedereinsetzung als„König" von den Marschallinseln, wo er von Deutschland gefangen aehaltm wurde, nach Samoa zurückgebracht worden. Die verschiedenen einander widersprechenden Rachrichten über Malietoa beweisen jedenfalls, daß in Apia irgend etwas nicht in Orb- nung ist. Dänemark. Kopenhagen� 25. Aug. Hier beschäftigt man sich leb- Haft mit der Frage, wann die neuen Wahlen zum F 0 l k e t h i n g abgehalten werden sollen. Während nun die Einen versichern, daß die Wahlen schon im nächstm Monate stattfinden werden, behaupten die Ändem, sie würdm erst im November vorgenommm werden. In gut unterrichteten Kreisen ist man jedoch der Ansicht, daß die Regierung diese Frage überhaupt noch nicht entschiedm habe. Jedenfalls stehm sich die Parteien schon vollständig gerüstet gegenüber und alle Vorbereitungen sind getroffen. Daß die Wahlkampagne mit roßer Heftigkeit geführt werdm wird, ist unzweifelhaft. Die fiihrer der Opposition wollen so viel als möglich beim An- griffe gegen die Regierung zusammenhalten, und insbesondere Dürften Die schärfsten Angriffe gegen den Kriegeminister Bahn- son gerichtet werden. Die Rechte hat Kandidaten in allen Wahlkreisen des Landes aufgestellt, und die Linke ist ebenfalls bemüht, Kandidatm zu finden. Sie hält Versammlungen, Menge, und schließlich brach der Sturm los gegm die Bude. Die Masse drohte, dm Holzbau zu zerstören und dm Besitzer seinen eigenm Schlangen vorzuwerfen; seinm Betheuerungm, daß er vollkommen unschuldig sei, drangen nicht durch, und es bedurfte eines gewaltigen Aufgebots von Polizei, um ihn und fein Eiaenthum zu schützen und die Ruhe wieder herzustellen. Eine Ameisen-Emigration wurde, nach dem„Kiewl- janin", in diesem Sommer im Gouvernement Cherson be- obachtet. Es war ein riesiges Ameisenheer, das über dm Pembajewski-Wald von Süden nach Norden zog; die Insekten hieltm eine erstaunliche Ordnung im Zuge ein und bewegten sich als ein Band von einem Fuß Breite und mehr als 100 Fuß Länge, was zirka 600000 Insekten ausmachen dürfte. Diese Armee bewegte sich in gleichmäßigem, un- unterbrochmem Tempo fort, etwa 11 Fuß in der Minute machend und hielt sehr genau die Richtung nach Norden ein. Die vorderen Reihen der Annee gingen frei, so zu sagen ohne Gepäck, die Hinteren trugen Ämeism- eier. Kömer, Fichtennadeln, Grashalme u. f. w. Als man nach dem Durchzug dieser Armee die Ameisenhaufen des Waldes untersuchte, erwiesm sich sämmtliche als leer. Interessant ist es, daß ähnliche Heerzllge in allen benachbarten Wäldem fast um dieselbe Zeit und in derselben Richtung von Südm nach Norden stattgefundm haben. Wohin die Ameisen auswan- dertm und wo sie sich wieder niederließen, ist unbekannt ae- blieben, und aus leicht begreiflichen Gründm habm sich die Emigranten über die Ursachen, welche sie aus ihrm bisheri- gm Wohnsitzen verdrängten, auf ihrer Reife nie ausgesprochen. Die grüßte Leben« verstcherungssumme, die je in dm Vereinigten Staaten und wohl auch überhaupt in Folge des Todes eines einzigen Versicherten zur Auszahlung gelangte, ist wohl die, welche vor kurzem an die Erben des im 65. Lebens- jähre verstorbenen Mr. Edward P. Allis, Besitzer des Eisen- werkeS in Milwaukee, ausbezahlt wurde. Herr AlliS war bei zehn Gesellschaften mit inSgesammt 1962803 Doll. versichert, welche Setzt seinen Eebm zu Gute kommen und diese in den Stand etzen, das Geschäft ohne fremde Hilfe fortzusetzen. Der Gewinn, >m die Lebensversicherung abgeworfen hat, ist ein ganz de- deutender, da die eingezahlten Prämien bei weitem nicht die Höhe der Versichemngssumme erreichen. Der Vater des Herm AlliS starb im SS. Lebensjahre, seine Mutter zu 84 Jahren. Seine Großeltern erreichten alle ein hohes Alter; einer von ihnm wurde sogar beinahe SO Jahrealt. Sowohl infolge seiner Familien- geschichte als auch wegen seiner persönlich kräftigen Konstitution erwartete man, daß Herr AlliS sehr alt werdm würde. Er sammelt ihre Leute und sucht sich in jedem Kreise um einen Kandidaten zu einigen. Mehrere Linkmblätter empfehlen auch die Einberufung einer Delegirtmversammlung, wie man sie kurz vor dem Zusammentritt des letztm Reichstags hielt, um feste Entscheidungen zu treffeu und ein bestimmtes Programm aufzustellm. Dieser Plan scheint jedoch auf so große Schwierigkeitm zu stoßen, daß er kaum ausgeführt werden wird. Die Sozialdemokratie entwickelt ebenfalls eine lebhafte agitatorische Thätigkeit. Sie bat ihre Kandidaten noch nicht aufgestellt, verschiedene Zeichm beuten indeß darauf hin, daß dieses Mal eine größere Anzahl sozialistischer Kandidaten ausgestellt werden wird, als in früheren Wahlperiodm. Hier in der Hauvtstadt hat die Sozialdemokratie bei den letzten Wahlen im Jahre 1887 einen Wahlkreis an die Regierung«- Partei verlorm und sie vertritt jetzt nur einen Kreis. Sie wird selbstverständlich Alles aufbietm, um dm verlorenen Wahlkreis zurück zu erobern und den altm zu behaupten. Früher ging sie hier bei den Wahlen Hand in Hand mit der Linken; ob dies auch dieses Mal geschehen wird, ist sehr zweifelhaft wegen de» Streites zwischen dem radikalm und dem gemäßigten Flügel der Arbeiterpartei. Diese Frage wird übrigens in den nächsten Tagm entschiedm werdm. Großbrttftttnke«. London, 31. August. In einer gestern stattgehabten Konferenz von Werftenbesitzern, Schisssrhedern und Kaufleuten, der auch Vertreter der streikenden Dockarbeiter beiwohnten, wurde ein Abkommen für die Wiederaufnahme der Arbeit ent- wols�n. Dasselbe gesteht die Forderungen der Arbeiter im Wesentlichen zu. Das Abkommm wurde gestem Abend dmr Ausschuß der Streik«� x-v unterbr-ffet und von demlelbnr erörtert. Der Ausschuß wird yeule seine E.u?ch-!X„nn bekannt geben. Im Falle der Annahme des Abkommms �iird« der Streik insofern beendet sein, als die Arbeit nicht in dm sondern in dm Werften wieder aufgenommen wird. Den Drc-» gesellschaften wird eS freigestellt werdm, sich an dem Ad- kommm zu betheiligm.— Die Dockgesellschaften sind demnach von dm Schisssrhedern selber kalt gestellt wordm. DaS wird sie wohl sehr rasch zur Besinnung bringm. Nicht auf London allein bleibt die Lohnbewegung beschränkt. So meldet ein Telegramm, daß gegm 1500 Mühlm- arbeiter in Deptsord die Arbeit am Freitag niedergelegt haben. — Wie aus Keighley in Borkshire gemeldet wird, habm gecm 3000 Arbeiter der dortigm Eismhütten die Arbeit medcr» gelegt. Die Streikmden verlangen eine lOprozmtige Lohn- erhöhung. Frankreich. Ein stark bombastisches Manifest hat der Graf von Paris an seine Getreuen im Lande erlassm. Es beißt in ihm:„Es gelte, einer Partei der Unterdrückung die öffmt- liche Gewalt zu entreißen, die Konservativm und nammtlich die Anhänger der Monarchie müßten deshalb fest zulamwm- stehen. Man solle diejenigen, welche die Regierung bekämpstm, nicht wie Feinde behandeln. Die Republikaner warm bestrebt, Frankreich in die Republik einzukerkern. Die Revision der Verfassung werde diese Knechtschaft beseitigen und den reli- giösen Friedm wiederherstellen. DaS Manifest wendet sich insbesondere an die Katholckm und Christen, welchen die Monarchie die Erziehung der Kinder und die Respekiimng ihres Gewissens sichern werde. Die Imperialisten würdm einer starken Monarchie und der Zustimmung der Nation, auf welcher alles Heil beruhe, ihre Unterstützung nicht ver- sagen." Eine höchst sonderbare, aber keineswegs beglaubigte Ge- schichte über Äoulanger'S Geldquellen bringt „L'Expreß- Finance": Baron Hirsch soll durch Vermitt- lung des Herm de Beauvoir mit Zustimmung des Grafen von ParlS die Fonds des boulangistischcn WahlfeldzuaeS geliefert haben, welche Kosten er auf 30 Millionen veranschlagt. Der Graf von Paris erblickt in General Boulanger den Mann, der ihn nach Frankreich zurückbringen wird. genöthigt, Anfragen über das eine das Vriefksftett. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements-Ouittung beliuftiaen. ffirlefUfie Antwort wird nicht erlheilt. C, 1VV. Ein Fürstenthum Lübeck hat es seit 1803 gegeben, daS dem Großherzogthum Oldmburg 1823 einverleibt worden ist. Tst. Cramer in Klankenefe. 1) Der Schall pflanzt sich in der Luft mit einer Geschwindigkeit von 333-n in der Sekunde fort. 2) Das Buch ist nicht verbotm. 51 p. A. Herr Karl Steinmetz wohnt in Bankers, L. I.. Rew-Bork, Amerika. H. G. Aerzte empfehlen ivir nicht. t. f. 18. Wir können Ihnen keine Auskunft geben. . V- 0. Mitarbeiter in dem Sinne, daß er Beiträge liefert, ist der genannte Herr nicht. W—>B wurde von allen Aerztcn, die ihn für die Lebensversicherung untersuchten, als ei» außergewöhnlich gutes Risiko bezeichnet, und trotzdem befiel ihn ein unerwartetes und tödtliches Leiden, das seiner Thätigkeit plötzlich ein Ziel setzte. Ueber die Selbstverstiimmelnng einer jCörni« im zoologischm Garten zu Dublin berichtet der irländische Arzt Abraham verschiedenen medizinischen Zeitschriften. Die Löwin war seit fünf Jahren dort, stets gesund, hatte drei Mal ge- worfm, aber die Jungen an Schwäche und Rachitis verlorm.. Vor einem Jahre begann sie, ihren Schwanz zu benagen, und nachdem sie so viel davon verzehrt hatte, als sie mit dm Zähnen erreichen konnte, griff sie der Hintertatzen an. Man sah sich Thier zu erschießen. Daraufhin hat Dr. A..„_______ Vorkommen ähnlicher Fälle an die Direktorm lebmder Thier» sammlungen in England, Deutschland, Holland rc., gerichtet und festgestellt, daß AehnlicheS zuweilen bei Füchsen, Ratten, Hyänm, Tigem, Jaguars u. s. w., beobachtet wordm ist, und »war besonders im Anschluß an Verletzungen und Hautkrank- heiten der betreffenden Stelle. Fiir dm vorliegenden Fall trifft das nicht»u, da die Haut ganz gesund und unverletzt war: Dr. A. nimmt deshalb einen„wahnhaftm Trieb auf nervöser Grundlage" an. Im diesmalige« feuchte« Sommer hat man häufiger, als sonst in unseren Landen, von Unglücksfällen gehört, die durch den Biß giftiger Schlangen verursacht worden find. Ein neues Mittel gegen das Schlangmgift ist daher gewiß von weitgehendem Interesse und einer sorgfältigen Prüfung wohl werth. Wie das Organ des kroatischen Aerztevereins meldet, bat der Prezider Photograph Karl Zagar dem Sekretär der südslavischm Akademie, Dr. Sulek, eine Pflanze zugesendet, derm Heilkraft � gegen Schlangengift sich wiederholt bewährt haben soll. Die Pflanze, um die. es sich hier handelt, ist die.Agrlmonia EupatoHa. in Jftrien„Kacji octrov"(Schlangengift) genannt. Die Anwen» dnna derselben ist die denkbar einfachste. Der von einer Schlange Gebissme nimmt einige Blätter der Pflanze ein; die Blätter derselben werdm an der Gluth abgebrüht und damit der vom Schlangmbiß angeschwollene Theil des Körper« mehr- mal» eingerieben, die Blätter auf die Geschwulst gelegt und lose verbundm. Nach 1 bis 2 Stundm verschwindet, wie behauptet wird, die Geschwulff, der Gebissene absorbirt einm grünm Schaum durch den Mund und ist in 43 Stundm vollkommen geheilt. Medizinische Sachverständige find müeiner genauen Untersuchung der Pflanze und ihrer Wirkungm beschäftigt.• GhesLsN. Sonntag, den l. September. Vprrnha««. Die Zauberflöte. Morgen: Flick und Flock. HÄ,auspielhau». Die Quitzow's. Morgen: Hans Lange. Zetftnt-Theater. Der Fall Clemenceau. Montag: Nora. Oet»z»-!ch- With-lmstSdtlsch«» Fledermaus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Waiwer-Theater. Fifi. Montag: Der dritte Kopf. Hietsftn-UtXÄtes. Stanley in Afrika. Montag: Dieselbe Vorstellung. Deutsche» Theater. Faust. Montag: Geschlossen. Neftdenz-Theater. Fernande. Montag: Dieselbe Vorstell Ostend- Theater. Der Säkkingen. Montag: Dieselbe Vorstellung. K»AsidUasic»- Theater. Professor Klint (Svärfar). Montag: Dieselbe Vorstellung. Königstädtische» Theatee. Die Kunstreiter. Montag: Dieselbe Vorstellung. MsaM'» Theater. Ein Maskenball. Montag: Dieselbe Vorstellung. Jeaftrat-Theater. Leichtes Blut. Morgen: Dieselbe Vo-st-lluna. jxhaiDh««—««geater. Flotte Weiber. Morg»»- Dieselbe Vorstellung. dieselbe Vorstellung. Tompeter von Kerliner Theater. Sonntag, 1. September: Cortolanus. Montag, 2. September: Der Schwabenstreich. Dienstag, 3. September: CoriolanuS. �htastag» 1 Tr. s M.— 1 Kaiscr-Panopame. 10 A. In dieser Woche: «eu I xu. Cycl.: Pariser Welt- Ausstellung. Interessante Erinnerungen aus dem Feldzug 1870/71. Im AusstellungSpark: 2. Cycl.: Pariser WettanofteUung. Eine Reise 20 Ps., Kind nur 10 Pf. Abonn. S Reisen 1 M. Unserem Freunde und Genossen Emil Vöhl zu der am Montag, den 2. September, statt- findenden Hochzeits- und Geburtstagsfeier ein dreimal donnerndes Hoch, dah man vor Grüne- berger und Champagner-Weißen nich aus die Ojen kieken kann. 1298 Du bist kein Freund von Hund und Katze, Und selbst auf Damen hat Dein Aug' sich nicht gelenkt, Bis endlich auch nach jahrelangem Grienen Das Schicksal Dir ein holdes Weib geschenkt. Wierschte denn nu noch weiter grienen und pum pum pum pum pum pum pum pumpen" Empfehle mein Lokal zum Arbeitsnachmei» u. f. Zahlstelle«. Zimmer mit Piano für Vereine. 1267 Arthur Ziemer, Cuvrystr. 16. Großer kröftiger MiWW ä 40 Pfg.,«beuttisch ft 30 Pfg. lr H. 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September 1889: Kroßes Sommernachts- Aji veranstaltet von der Freien Vereinigung der Maurer Berlik Am Sönigsthor. «m Friedrichs im SctivueiBer-Ciarten Haltestelle der Pferdebahn. tsrolles Konzert unv Theatcr-Vorstellung. Auftreten verschiedener Speztaula-r». Volksbelustigungen aller Art.— Im neuerbauten Saale; Ball bei verstärktem � Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 3 Uhr ab geöffnet.,, W Anfang 5 Uhr. Entree inkl. Tanz 50 Pf. Um recht zahlreichen Besuch �. Uns Goniito.... Nur Mitglieder, sowie Gäste(nicht Maurer), welche eingeführt werden, haben o111- jjj: BilletS sind bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern sowie bei folgenden Herren}» v G an s ch ow, Schönhauser Allee 158c, 3Tr.; Däumichen, Schönhauser Allee 4, Nuchniwitz, Weinstr. 31, Seitenflügel 4 Tr.; Tasch, Große Frankfurterstr. Wagner, Rrtterstr. 122, v. 5 Tr.; Legeler, Kreuzbcrgstr. 77, H. i. Keller! Arndtstr. 19, 2 Tr.; Kurz, Kulmstr. 25, 1 Tr..: Lehmann, Gormannstr. 5, v. 2 Tr. b. � Programms beim Eintritt gratis. 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Der Du die Wissenschaft Gepaart mit Arbeitskraft, Vereint zum starken Bund. Heil Dir, Lassalle! Ob auch der Feind gedräut, Hast sie wie Spreu zerstreut Mit Flammenwort: Vor Deines Geistes Schwert Machten sie Alle„Kehrt", Fortschritt und Reaktion. Heil Dir, Lassalle.' Ob auch das falsche Blei Riß Dir das Herz entwei, Durchbohrt' die Brust, Dein Geist stirbt in uns nicht, Dein Geist, des Wissens Licht, Lebt ewig fort in uns, Heil Dir, Lassalle! So lang' ein Mann noch lebt, Der einst die Hand erhebt Zu Ronsdorf's Schwur, So lang' ein Herz noch schlägt, So lang' ein Arm sich regt, Folgen wir Deinem Wort! Heil Dir, Lassalle! Heil Deiner Wissenschaft! Heil Deiner Wahrheit Kraft! Heil Deinem Wort! Wir woll'n in Deinem Bund Kämpfen, bis einst die Stund' Der Welterlösung naht! Heil Dir, Lassalle! Max Zachau. «teift Ufe»» im„Reichsanz-is-r"- Um den betheiligien d'e Möglichkeit zu geben, m Gefahren aller Art schnelle hat das Reichspostamt dre.Emnchtuna von �Meldestelle,, bei den Reichspostanstaltcn für zulässig erklärt. '»Ds�nfallmeldestellen können nicht nur bei Brandausbrüchen, k 5?°uch in Krankheitsfällen, bei nächtlichen Dlebstahlen, �Mnsgefabr und son stiaen Unfällen m Wirksamkeit treten; i>, f'°f d'e Telcaraphenanstalten beziehungsweise HilfS- -il�ssr b.« die betreffenden Dienststellen nicht bereits im rt! cerfi'"stllichen Telegraphenbetriebes mit Weckoonich- ffnd oder noch versehen, eine solche unier Um- �»nnkngsplnuderet. fMchöa• Altweibersommer— wären die Jungen häufig Löchte»' �.eä die Alten sein können, es stände nicht S nv**.die Welt. Nun ranken sich die meisten Fäden Lj.pü'e/ und Morgens liegt der feine, herbstliche u 35jQj 3 über dem Grase. q>> Zufall, war es Bestiinmung oder war es das Stöitfen' rae�e� uns merkwürdiger Weise noch eininal ü8' wa«'c �aüen scheint, oder was mag es sonst gewesen Neri- s"' Liebermann von Sonnenberg wieder einmal -"n lockte-- wir wissen es nicht, und wir freuen toeU* nur''on®erufä wegen verpflichtet waren, die � er gegen die Reichsbank nnd sonstige Juden !"$ Herr Liebermann von Sonnenbcrg, der 7»> »est t�s», /Ks IWW w v_-,_____ � )en g,"U>echselreiche" Vergangenheit sich immerhin" einen .. uf als Finanzmann erivorben hat, will, daß Siestf als Finanzmann erworben hat, verstaatlicht wird und daß in Zukunft nur o»'" krw» � Mann von sechszehn Ahnen etwas ge- sivh ri �nfere persönliche Beziehungen zur Reichs- � wenig intensiv, daß wie es vorziehen, 6w A*®ann �eber mit unserem Urtheil zurückzu- rei„ Liebermann von Sonnenberg und die an- {.q?* Antisemiten mehr Licht in diese dunkle Sache vh r..�n- Es erscheint uns aber imtnerhin Zweifel- v unser urgermanischer Staat, auch wenn er � Reichsbank in die Hände eines wattirten iäu die«r n3 legte, gerade den Antisemiten hilfreicher *5«».r""® greifen würde, als er es bei ihren Tod- leren Mitbürgern aus Palästina, thut. Un- tlÜ�en m ,5 �gl die Agitation gegen die Reichsbank die « rnjtnMi"'f6'n der heftigsten Weise auf, und U,.«boi-i� den betheiligten Kreisen davon, �»en 3 Berlin immer noch nicht die eineinhalb "Uexz Anwohner vollzählig hat, Herr Liebermann von S doch siebzehn Zuhörer gefunden hat. Es ist Sonntag, de« 1. September 1889, 6. Jahrg. Adressaten; zur selbstständigen Abfassung und Absenkung von Unfallmeldungen find die Telegraphenbeamten ebenso wenig in der Lage wie zu einer weiteren Verbreitung derselben. In diesen Beziehungen hat vielmehr der Hilfesuchende oder dessen Beauftragter, eventuell unter Benutzung des Telegraphen gegen Zahlung der tarifmäßigen Gebühr, die geeigneten Aufträge zu Iheilen. � Der hohe Werth der getroffenen Einrichtung be- sonders für entlegenere gewerbliche Anlagen leuchtet ohne Weiteres ein, da durch dieselbe oft genug eine rasche Herbei- ziehung von Hilfe bei Unfällen verschredcner Art möglich sein wird. Im Hinblick hierauf erscheint es für die Berufsgenossen- schasten rathsam, ihre Mitglieder auf die Eimichtung der Un- fallmcldestellen aufmerksam zu machen und in geeigneten Fällen zur Benutzung derselben anzuregen. Wir erhalten von der KoKaUtommlsston folgende« Schreiben: Herr MöwcS, Fichtestraße 29, hat sein Wort ge- brachen, indem er sich geweigert hat, dem sozialdenrokratischen Wahlverein des zweiten Wahlkreises seinen Saal zu Versamm- lungen zu geben. Er giebt an, daß die Polizei ihn veranlaßt habe, den Wahlverein in seinem Lokal nicht mehr zu dulden. Wenn Herr Möwes es gut befindet, sich durch die Polizei beeinflussen zu lassen, dann wird er auch zufrieden sein müssen, wenn alle Arbeiter sein Lokal meiden und von sämmtlichen Vergnügungen bei ihm Abstand nehmen. Vielleicht setzt ihm dann die Polizei seinen Saal voll. Deziiglich der Staatsangehörigkeit Victor Schwein- bnrg's werden wir, so schreibt die„VolkS-Ztg", noch darauf aufmerksam gemacht, daß dieser wohlunterrichtete gute Freund des Ministers von Scholz sich unlängst selber als Oesterreicher Seberdet hat. Das geschah bei der Anwesenheit des Kaisers ranz Josef in Berlin. Die Blätter berichteten damals über eine Audienz, welche der österreichische Kaiser einer Anzahl von Vertretern der hiesigen österreichischen Kolonie gewährte. Victor Schweinburg wurde damals ausdrücklich als Mitglied der vom Kaiser empfangenen Deputation seiner hiesigen Landsleute ge- nannt. Es scheint danach kein Zweifel mehr daran obwalten zu können, daß dieser mährische Generalpächtcr deutschnationaler Gesinnung noch im Besitze der österreichischen Staatsangehörig- keit ist. Daß es sich damit nicht verträgt, auch zugleich im Besitze der deutschen Reichsangehörigkeit zu sein, wurde schon hervorgehoben. Herr Victor Schweinburg bekommt freilich manches fertig, woran andere scheitern. Nachdem man bei Victor Schweinburg die überraschende Erfahrung hat machen müssen, daß er noch jetzt österreichischer„Untcrthan", liegt übrigens die Frage nahe, wie es in dieser Hinsicht mit einer Anzahl weiterer eingefleischter„deutschnationalcr" Herren steht, die genau so wie Schwcinburg es sich feit Jahren zur Ausgabe gemacht haben, die nationale Gesinnung echter, wenngleich allerdings entschieden liberaler Deutschen zu bekritteln. Ist am Ende gar auch Herr Pindter noch österreichischer Staatsangehöriger? Oder vielleicht die Perle der Journalistik, das G. in einem hiesigen Börsen- blatte? Oder der auf die„nationalen" wirthschaftlichen Interessen Deutschlands so ganz besonders geaichte Verfasser der „Deutschen volksw. Korr."? Alle die Genannten sind geborene Oesterreicher, was sie freilich nicht hindert, über die deutsch- nationalen Interessen mitzureden, als hätten sie die Liebe zum deutschen Vaterlande mit der Muttermilch eingesogen. Da« Uerwaltungsjahr 1888 89 war für die Straftenreinigung der Stadt Kcrli» ziemlich theucr, t Heuer hauptsächlich durch strengen, schueercichen Winter, welcher, bei 1895 445 Mark Gesammtkosten, für die Schneeabsuhr allein 379 869 Mark, für die Hilfsarbeiter aber 106 223 Mark erforderte. Die gesammte zu reinigende Straßenfläche betrug am Schlüsse des angegeben Jahres, also Ende März dieses Jahres 7 744 693 Quadratmeter, davon entfallen auf die Fahrdämme 4 615 047 Om., auf Bürgersteige 3 129 646 Om.; es hat eine Vermehrung dieser Slraßenfläche gegen das Vorjahr um 143 330 Om. stattgefunden. Die Straßenfläche, welche mit Asphaltpflaster belegt ist, beträgt 567 965 Om., das Holzpflaster nimmt einen Flächenraum von 73 648 Om. ein, und die Fläche, welche mit bestem Granit- Pflaster gepflastert ist, beträgt 1500 000 Om. Das Personal, welches die Straßenreinigung zu bewirken hat, zählt 675 ständige Arbeiter, worunter 65 Asphaltburschen und 22 Chausseearbeiter sich befinden. An Straßenkehricht find 97 969 Fuhren zusammengebracht worden, die Schneefuhren betrugen an Zahl 164 945. Die Besprengung der Straßen erforderte einen Kostenaufwand von 220 206 M., es ist an Wasser hierzu verbraucht worden 719 494 Kubikmeter. Die Pserdeöahn- gesellschaften zahlten zu den Reinigungskosten einen Betrag von 101410 M. ganz klar, daß ein so durchschlagender Erfolg auch einem kühleren Manne den Kopf warm machen kann. Wenn sich die Achtung gebietende Zahl der reinen Antisemiten immer noch in gewissen Schranken hält, so liegt das einmal an ihrer geradezu unbegreiflichen Bescheidenheit, und andererseits daran, weil sie den richtigen Augenblick noch nicht für ge- kommen halten. Denn die alten Hosenhändler von dem bald verflossenen Mühlendamme befinden sich immer noch auf der Wanderschaft, sie sind leider noch nicht wieder zu einem festen Heim gelangt, da man ihnen auch das Terrain in der Rosenstraße infolge Abbruchs der Häuser in der ge- hässigsten Weise streitig macht. Erst müssen die alten Hosen- Händler wieder seßhafte Leute geworden sein, dann wird die Schaar der Antisemiten ihr Müthchen an demselben kühlen. Und so schwirren denn die weißen Fäden des Alt- weibersommers immer noch lustig durch die Lüfte, sie scheuen nicht einmal vor der funkelnden Nase eines Kommerzien- rathes zurück, und verrathen durch dieses verbrecherische Be- nehmen entschieden demokratische Tendenzen. Da inzwischen jedoch selbst'der Stuhl des Finanz- Ministers bedenklich ins Wackeln gerathen ist, so hat die antisemitische Finanzpolitik augenblicklich etwas bessere Aus- ficht auf Erfolg. Bisher verstand-es die Heldengestalt Viktor Schweinburg'S, der Mann mit der eisernen Krone, germa- nische Gelüste von unseren Staatskassen fern zu halten. Hatte sich doch kürzlich sogar in den Zeitungen ein Streit erhoben, ob Herr Schwcinburg Galizier oder Mähre von Geburt war: über seine religiösen Anschauungen war man trotz einer nach christlichem Ritus vorge- nommenen Taufe dagegen niemals ,m Zweifel. In- dessen der Orden der eisernen Krone von Oesterreich hat die Schäden liebreich verdeckt, und unter dem schwarz- gelben Bano schlägt nunmehr ein edles Herz in demselben Pulsschlag, wie es bei einem„Edelsten" der Nation auch nicht anders sein kann. Dem Verdienste seine Krone— und wenn eS eine eiserne ist; ganz unbelohnt darf keine Gittr umfangreiche Hausjuchung fand Sonnabend, den August, bei dem Schlosser Gustav Klümer, Blücherstr. 3 statt. Die Maßnahme scheint auf wissentlicher falscher Denunziation zu beruhen, da die Beamten hauptsächlich auf große Posten verbotener Schriften gefahndet haben. Trotzdem haben dieselben sieben Flugblätter der Lokalkommission liegen gelassen. Sonst wurde nichts gefunden. Kcltfam gelinde. Es war zur Zeit, als der Kammer- gerichtSrath E. T. A. Hoffmann feine berühmten Novellen schrieb und am Fenster seiner Wohnung in der Taubenstraße seine berühmten Gesichter schnitt. Einer seiner Bekannten war Professor Dietmar, der damals in der Mauerstraße wohnte. Dietmar'S Fach war, wie das„Deutsche Tgbl." erzählt, die Witterungskunde; er wurde allgemein der Wetterprophet ge- nannt und war überzeugt, daß er Zukünftiges in diesem Be- reiche fest voraussagen könnte. Zuweilen, wenn eS sich um den Wetterbericht für die nächste Woche handelte, traf seine Pro« phezeiung auch ein; aber im Jahre 1820, als er die Temperatur für den ganzen Winter bestimmte, wurde er durch das Gegen- theil seiner Behauptung eines Anderen belehrt. Schon im September ließ er Zettel vertheilen, auf denen zu lesen war, daß der nächste Winter seltsam gelinde sein würde. Mündlich fügte er hinzu, er wüßte es aus„zwanzig Gründen" und er« klärte noch ganz entschieden, daß die Leute ihr Geld für Holz diesmal sparen könnten. Die Holz- und Torfhändler erschraken und manche zweifelten, doch den meisten klang diese Prophezeihung viel zu angenehm, um nicht gern daran zu glauben. Was aber geschah! Schon im Oktober wurde es ungewöhnlich kalt; im November thautc man die „Pumven" in den Straßen mit glühenden Kohlen auf, und kurz vor Weihnachten hingen die Eiszapfen„sechs Zoll lang" an den Dächern.— Der arme Professor ließ sich nicht mehr blicken, denn das Lachen und Necken begann.„Seltsam ge- linde", riefen die Eckensteher und Schusterjungen zu den Fenstern seiner Wohnung herauf. In der ganzen Stadt wurde er ausgelacht und in einem Briefe gebeten, sich das Bild an einem Schaufenster Unter den Linden anzusehen. Da war er nämlich, von Schneebergen umgeben, im Sommerröck- chen dargestellt, daS Antlitz von der Kälte geröthet und Eis- zapfen an Ohren und Nase. Natürlich brachte ihn dieses Bild trotz der Kälte in die begreiflichste Hitze, die aber einen wahren Siedegrad erreichte, als er folgenden Reim erhielt:„Die Kälte stieg auf zwanzig Grad, Dein Wissen fiel auf Null. Nun schaffe selbst sich Schutz und Rath Dein grundgelehrter Schrull." — Diese verunglückte Wetterprovhczeiung blieb seine letzte, und noch lange wurde er mit dem Rufe„seltsam gelinde" begrüßt. Hoffmann, den man urit Unrecht für den Zeichner des Bildes hielt, suchte ihn zu trösten und zu zerstreuen, indern er ihn in Lutter's Weinstube oder in ein Weinhaus am Alexanderplatz führte. Später, auf Veranlassung seiner Freunde zum Zensor ernannt, wirkte er als solcher noch längere Jahre. Nach Hoff- mann'S Tode, der schon 1822 erfolgte, gehörte er dem Kreise Hitzig. Fauquö, Chamisso und Contessa an und soll auf einem Küchhose vor dem Halle'schen Thore bestattet sein. Fund fachen. Schirme, Stöcke und dergleichen scheinen für viele Leute nur auf der Welt zu sei«, um dieselben irgendwo stehen zu lassen. Die in Gasthöfen, Wirthschaften:c. stehengebliebenen Stöcke, Schirme zc. werden vielfach von dm Inhabern der Lokale nach einiger Zeit bei Seite gestellt und behalten, werden auch wohl, wenn ihre Eigcnthümer sich nicht melden, gelegentlich anderweitig verwendet. In stark besuchten Lokalen haben die Wirthe mitunter eine ganze Sammlung solcher vergessener Gegenstände. Viele von ihnen ahnen nicht, daß sie sich der Fundunterschlagung schuldig machen, wenn sie es unterlassen, die in ihren Wirthschaften zurückgelassenen Gegenstände bei der Polizei als gefunden anzumelden. Die Ansicht der Wirthe, daß sie die Fundsachen behalten müssen, weil sie von den Verlierern zurückverlangt werden könnten, ist eine irrige. Erstens kann dies(das Zurückverlangen) ebenso gut auf dem Polizeibureau geschehe«, zweitens aber bleibt es dem Finder unbenommen, den Fundgegenstand in seiner Ver- wahrung zu behalten, nur muß die Anmeldung des Fundes bei der Polizeibehörde erfolgen. Kosten entstehen hieraus dem Finder nicht. Mit welcher Kefchickllchkeit Uerdrecher au«, de« Gefängnissen zu entkommen suche«, dafür cheilt eine Zu- schrift an die„Tgl. Rdsch." folgendes Beispiel mit: Vor einiger Zeit war in das hiesige Untersuckungs-Gesängniß von auswärts ein sehr gemeingefährlicher Verbrecher eingeliefert worden. Man verdoppelte die ohnehin umfassenden VorsichtS- maßregeln, fesselte den Mann und glaubte, da auch in der „Zelle für gefährliche Verbrecher" kein dem Gefangenm als Anstrengung bleiben, die man im Dimste eines hohen Finanzministeriums thut, und hat man sich erst zum offi- ziösen Journalisten aufgeschwungen, so muß man schon dulden, daß an seinem Rocke Auszeichnungen vorgenommen werden, die lebenslänglich haften und nur sehr schwer zu entfernen sind. Ob eS nicht unter den österreichischen Ordensauszeichnungen auch eine goldene Krone giebt? Wir wissen eS nicht, aber würde dieses nothwendige Requisit einer Geheimraths- Toilette bestehen, so hätte sich in der That kaum eine würdigere Brust gefunden, als die„der rechten Hand" des Finanzministers, die aus den unscheinbarsten Nachrichten pureS, rotheS Gold zu machen verstand. Es wäre im Interesse der öffentlichen Sittlichkeit sehr zu bedauern, wenn sich Herr Schweinburg mit seiner eiser- nen Krone in den Ruhestand zurückziehen würde oder müßte. Eine großartig entwickelte Branche unserer Handelspolitik würde unterbunden werden, und der anmuthige Schacher mit wichtigen Gesctzesvorlagen würde zum Bedauern jedes an- ständig fühlenden Menschen aus dem politischen Leben ver- schwinden. Die Regierungsorgane und die anderweitig aus dem großen Trog mitspeisenden Journale würden dann kaum besser informirt sein wie die reichsfeindliche Presse, der man von Rechtswegen überhaupt jede Mittheilung versagen müßte. Die Regierungsfreundlichkeit würde sich dann kaum lohnen, und es wäre ohne die segensreiche Thätigkeit, die Herr Schweinburg— oder hört er sich lieber„Ritter von Schweinburg" nennen— bisher ausgeübt hat, leicht mög- lich, daß die Haltung der gutgesinnten Presse weniger lakaienhaft würde, und dann würde das Deutsche Reich in seinen Fugen erbeben. Darum erheben wir unsere Hände und flehen wir Herrn Schweinburg an, daß er— möge der Finanzminister stehen oder purzeln— unentwegt auf seinem Posten bleibt. zum Heile und Segen des Ganzen.—-- L ■FH Fluchtwerkzeug dienender Gegenstand vorhanden schien, den Eingelieferten sicher zu haben. Aber am anderen Morgen bot sich dem revidirenden Oberbcamten ein eigenartiger Anblick. Seelenvcrgniigt sah der Verbrecher auf der Lagerstatt und spielte mit seinen Ketten— Fangball. Wie sich der Gefesselte von seinen Handschellen befreien konnte, wurde dem Be- amten bald klar. Mit scharfem Auge fhatte der Ver- brecher das mit Draht überzogene Luftloch der Zelle gesehen und sofort einen Plan zur Flucht gesaht. Er reckte sich in die Höhe und bearbeitete mit starkem Gebiß das Drahtgeflecht so lange, bis ein Stück im Munde verblieb. Mit dieser Errungen- schaft, die er fest zwischen den Zähnen hielt, löste er nach harter Arbeit den Verschluß der Handschellen. Aber aus dem Unter- fuchungSgefängniß entkam er trotzdem nickit. Es dürfte hierbei interessiren, wie in einer amtlichen, vom Ober- Inspektor Matz verfaßten Schrift die-Kammer für ZwangSgeräthe geschildert wird.„Die ZwangSgeräthe bestehen in Handketten, Handeisen, Fußketten, Zwangsjacken, und werden nicht als Strafmittek, sondern nur zur Bändigung bei thätlicher Widersetzlichkeit, bei übermäßigem Toben, bei gewaltthätiger Zerstörung von Uten- filien und bei dringendem Verdacht resp. bei Beabsichtigung von Selbstmord, auf kürzere oder längere Zeit angelegt. Von diesen Zwanasgerähen kommen nur die 1 Kilogramm schweren Handeisen, seltener die Hand- und Fußfesseln von 3 Kilogr. Gewicht und nur in äußerst seltenen Fällen die Zwangsjacken zur Verwendung, weil erstere sich gemeinhin als ausreichend erweisen, leicht anzulegen und auch weniger gesundheitSnach- theilig sind, wie die aus starkem Leder und Eisen ge- fertigten Zwangsjacken von 6 Kilogramm Gewicht, in welche der Gefangene immer nur auf kurze Feit festgeschnallt werden darf. Außer diesen schweren ZwangSiacken bestehen hier zwar noch leichte dergleichen Jacken aus Zwillich, mit langen, um den Leib festzubindenden Aermeln, jedoch erweisen sich diese nur für weibliche Gefangene als ausreichend. Die leichten Handketten dienen vorzugsweise zur Fesselung derjenigen schweren Verbrecher, welche nach ihrer Verurtheilung in die Zuchthäuser überführt werden." Ueber die„Zellen für gefähr- liche Verbrecher" lesen wir:„Dieselben unterscheiden sich von den gewöhnlichen Zellen dadurch, daß die Fußböden nicht aus Holz gedielt, sondern größerer Festigkeit wegen mit Zement ge- pflastert sind, daß die Bettstellen nicht aus Eisen, sondern aus massivem Holz bestehen und nicht an der Wand hochgeklappt werden können, daß ferner in jeder Zelle an einer Längswand IS Zentimeter vom Fußboden entfernt ein Ring zum An- schließen der Gefangenen eingemauert ist, daß die Thür außer mit dem gewöhnlichen Zellenschloß noch mit zwei starten eiser- nen Riegeln verschlossen, und daß das Fenster nur vom Stationsaufseher mittels einer besonderen Elsenstange geöffnet werden kann." Ein alter Ganner sucht in folgender Weise das Pu- blikum zu brandschatzen. Er läßt sich melden, und in das Zimmer tritt ein alter, gebrechlicher Herr in zwar verschlissenem Anzüge, aber feierlicher weißer Binde. Er stellt sich als ein Herr v. Zastrow aus Züllichau, anderswo vielleicht unter an- derem Namen, vor. Er hat sich vorher über die beruflichen Verhältnisse und auch wohl über diese oder jene persönlichen Beziehungen des zu Brandschatzenden erkundigt, und in jovialer Plauderei, die dem alten Knaben gar nicht übel ansteht, weiß er.von irgend welchen geschäftlichen Beziehungen zu erzählen, die sich in seinem Kreise anknüpfen ließen oder ange- knüpft werden sollen. Er erzählte weiter, daß er 75 Jahre alt sei, seines Beinleidens wegen aus irgend einem Bade komme und auf der Durchreise nach Zullichau sei. Nun kommt der entscheidende Punkt. Er hat sich unterwegs ausgegeben und will schnell nach Hause; nur wenige Mark, eine Kleinigkeit von 5 bis 10 M. fehlen ihm, die auf Ehrenwort in drei, spätestens vier Tagen wieder zurück- geschickt sein werden. Es steigt zwar in dem Angesprochenen Argwohn auf, aber der alte Herr sieht ja so vertrauenerweckend aus, und schließlich: man hat zwar schon manche schlechte Er- fahrung gemacht, aber man versucht'S noch einmal. Herr von Zastrow erhält seine 5 M. und verschwindet auf Nimmerwieder- sehen. Der gutmüthige Geber tröstet sich damit, wieder um eine Erfahrung, und wahrscheinlich auch nicht der letzten, reicher zu sein, aber gut ist eS doch zur Warnung für Andere, wenn wir Kenntniß davon geben. Dem altm Burschen wird das das Handwerk dadurch vielleicht gelegt. Kenntlich genug wird er nach vorstehendem sein. Gin«« recht traurige« Abschluß fand eine Landpartie, welche eine größere Gesellschaft nach dem Grunewald unter- nommen hatte. Als die Ausflügler gegen jS Uhr die Rückfahrt von Schildhorn antraten und sich zwischen PichelSwerder und Westend befanden, wurde noch einmal Halt gemacht. An den arrangirten Spielen nahm auch die 18jährige Tochter eines in der Elsasserstraße wohnenden Fabrikanten mit ihrem Bräutigam, einem Buchhalter in dem Geschäfte ihres Vaters, Theil.— Plötzlich wurde das Mädchen leichenblaß, schwankte einen Augenblick hin und her und brach dann plötzlich mit lauten Aufschrei zusammen.— Entsetzt eilte man der lautlos Da- liegenden zu Hilfe, aber alle Mühe war vergebens, das Mädchen war plötzlich am Herzschlag verschieden, wie ein in Charlottenburg hinzugerufener Arzt konstatirte. Hiustchtlich des Ginbruch« im Ausschußjimmer der Universität war gegen den can-l. pbil. F. eine Untersuchung eingeleitet worden. Dieselbe ist jedoch, wie wir erfahren, nun- mehr endgiltig eingestellt, und Herr F. hat in diesem Sinne bereits von der Staatsanwaltschaft Bescheid erhalten. Es hat sich herausgestellt, daß für diese„Spur", welche die Kriminal- polizei entdeckt zu haben glaubte, keinerlei thatsächliche Anhalts» punkte vorliegen. Der Betroffene, Herr cavö. phil. F., welcher Monate lang unter jenem unbegründeten Verdacht zu leiden hatte, ist damit vollständig rehabllitirt. Mehrfache Fälle von Selbstentjiiudungen selbst Kleinerer Kaufen Preßkohle», welche in letzter Zeit vorge- kommen sind, lassen es dringend geboten erscheinen, daß die Preßkohlenstapel auf je zwei Meter Länge Ventilationskanäle ihrer ganzen Tiefe und Höhe erhalten. Diese Kanäle lassen sich leicht dadurch herstellen, daß zwei Preßkohlen mit sechs Zentimeter Zwischenraum als Läufer und über dieselben gleich- falls zwei Preßkohlen mit demselben Zwischenraum als Binder und in der gleichen Weise durch den ganzen Stapel flach hin- fjelegt werden, und zwar dergestalt, daß dadurch nicht nur ein enkrechtcr Luftkanal, sondern auch zwei sich kreuzende hori» zontale Kanäle gebildet werden. Die durch letztere stattfindende Luftströmung erscheint geeignet, Selbstentzündungen der Preß- kohlen zu verhindem...... Durch die grobe Fahrlasstgkett emes alteren Herrn welcher am Donnerstag Abend in der neunten Stunde mit einem brennenden Zigarrenstummel im Jnnem des Pferdebahn- wagens Nr. 737 der Linie Gesundbrunnen- Kreuzberg Platz genommen hatte, ist eine Dame in große Gefahr gerathen. Der Betreffende, der bis zum Kreuzberg fahren wollte, hatte es sich in einer Ecke bequem gemacht und war bald emge- schlummert. Der noch glimmende Zigarrenrest entfiel dabei seiner Hand und blieb neben ihm ans dem Sitzplatze liegen, den eine inzwischen eingestiegene Dame einnahm, ohne die igarre zu bemerken. Nach einiger Zeit verbreitete sich im Pagen ein brandiger Geruch, ohne daß man dessen Ursache ermitteln konnte. Dieselbe wurde vielmehr erst entdeckt, als jene Dame an der Haltestelle an der Spandauerbrücke den Wagen verlassen wollte. Ihr leichtes Kleid war in Brand ge- ralhen, und als sie auf den Perron hinaustrat, züngelte auch bereits die helle Flamme empor. Dem raschen Eingreifen eines Herrn, der dabei Brandwunden an den Händen erlitt, gelang es das Feuer zu ersticken, so daß die Dame mit der Äeschä- digung ihrer Garderobe davon kam. Der„Brandstifter" hatte inzwischen die herrschende Aufregung benutzt, um sich still aus aus dem Staube zu machen. Am Sonntag fand das preisstiege« der Flugtauben des Vereins der Taubenfreunde„Süd-Ost" statt und wurde zunächst, wie erwähnt, die Auslosung des OrteS zum Auffliegen der Tauben vorgenommen. Fredersdorf, ungefähr 25 Kilometer von Berlin war der Ort. Die an dem Wettfliegen betheiligten Tauben wurden nun dorthin tranSportirt und um 7i Uhr Morgens aus ihren Käfigen befieit, um sich ihren heimath'ichen Schlag aufzusuchen. Den 1. Preis, bestehend in prachtvollem Armband nebst Bronze-Ständer erhielt Herr Munzel, Reichen- bergerstraße 131, dessen Taube um Q'f Uhr als erste anlangte. Dieselbe Taube hatte vor 2 Jahren ebenfalls den 1. Preis er- rungen; dann folgten in Zwischenräumen von je 6 Minuten die Tauben des Herrn Kopisch, Mariannenstraße 22, 2. Preis eine Weckuhr mit antik geschnitztem Schweizerhäuschen; die des Herrn Kieselbach und Darsow, Skalitzerstraße 102, den 3. Preis ein Zigarrenspind mit Reliefbild; den 4. Preis, bestehend in einem Schaukelstuhl, gewann die Taube des Herrn Kurzke, Reichenberaerstraße 120. Ans Moißenf« wird zu der Meldung einer Lokalkor- respondenz mitgetheilt, daß zwar ein jugendliches Liebespaar seit dem letzten Sonntag vermißt wird, auch der Verdacht des Selbstmord vorliegt, daß aber bis gestern früh die Leichen der Verschwundenen noch nicht gefunden sind. Im Kaufe Mehnrrstraße 4 gcrieth vorgestern in einem Lumpenkeller ein ehemaliger Schlächtergeselle mit einer Frau M., zu der er nähere Beziehungen hatte, in Streit, wobei er die Frau mit einem Messer angriff und ihr eine Wunde in der Brust beibrachte. Der Thäter ist verhaftet, die Frau fand Auf- nähme im Krankenhaus Friedrichshain. Die Tödtnng des verfallenden Elefanten„Rostom" im Zoologischen Garten ist vorläufig bis zum Oktober verschoden worden. Man will das Thier dann nicht erwürgen, sondern regelrecht zu hängen suchen. Zu diesem Behuf muß ein be- sonderes Gerüst aufgebaut werden, da die Decke des Elephanten- Hauses nicht die erforderliche Festigkeit besitzt.„Rostom" ist derselbe Elephant, der vor Jahren einem Wärter einige Rippen eingedrückt hat. Die Sache des vor einiger Zelt ans pari» ver- fchmundenen„KanKdireKtors" Loewy ist, wie verlautet, noch immer nicht geregelt. Jene 50 000 Mark, welche die Ber- liner Polizei vor Jahresfrist bei dem flüchtig Gewordenen hier in Beschlag nahm, stehen noch immer zur Verfügung des Aus- wärtigen Amtes, welches bis heute den�RückforderungSgesuchen der Pariser Behörden nicht stattgegeben haben soll. Loewy selbst ist und bleibt spurlos verschwunden; es scheint, daß es ihm gelungen ist, nach Amerika zu entkommen. Nachdem im Zoologischen Garte« die Neuordnung des großen Vogelhauses durchgeführt worden, kommen jetzt auch in dem linken Flügel des Gebäudes die vielen im Verlauf des Sommers neu erworbenen Vögel zur vollen Geltung. Hervor- ragend sehenSwerth ist die schon unter BodinuS besonders ge- pflegte und jetzt unter Dr. HechS Leitung zu großer Vollstän- digkeit gediehene Sammlung der Rabenvögel. Nicht minder zahlreich und für den Liebhaber besonders anziehend ist die Kollektion der Drosseln, in der wir eine große Zahl von Arten vertreten sehen, von unseren einheimischen Arten, sowie den südeuropäischen Stein- und Blaudrosseln bis zu der amerikani- schen Wanderdrossel und der Falklandsdrossel. In gesättigtem Blutroth prangende Tangaren, laut und melodisch rufende, krähenaroße Flötcnvögel schließen sich an, während die Mitte des Raumes in von Pflanzen umgebenen GlaSkäfigen die zartesten aller Papageien, die LoriS, in mehreren farbenprächtigen Arten enthält. In den großen Eckkäfigen endlich überrascht den Beschauer daS bunte Gewimmel der vielfarbigen kleinen Eroten, unter ihnen jetzt in besonders prächtigem Kleide zahl- reiche Weber. projrktirtes Rrpertvirr der königlichen Schnn- fpieie vom 1. bis 9. September 1889. I m Opernhause. Sonntag, den 1.: Die Zauberflöte; Montag, den 2.: Flick und Flock; Dienstag, den 3.: Die Entführung au« dem Serail; Mittwoch, den 4.: Karmen; Donnerstag, den 5.: Don Juan; Freitag, den 6.: Geschlossen; Sonnabend, den 7.: Mignon; Sonnlag, den 8.: Der fliegende Holländer. Im Schau- s p i e l h a u se. Sonntag, den 1.; Die Quitzow's; Montag, den 2.: HanS Lange; Dienstag, den 3.: Das Stiftungsfest; Mittwoch, den 4.: Arabella Stuart; Donnerstag, den 5.: Die Journalisten: Freitag, den 6.: Othello; Sonnabend den 7.: Die Quitzow's; Sonntag, den 8.: Maria Stuart; Montag, den 9.: Die Frau vom Meere. polizeikrrichi. Am 30. d. M. Vormittag« siel gegen- über dem Grundstück Halle'sches Ufer 6, ein siebenjähriger Knabe beim Verfolgen eines Schmetterlings in den Landwehr- Kanal, wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden genommen zu haben, wieder aus dem Wasser gezogen und nach der Woh- nung seiner Mutter gebracht.— Nachmittags fiel auf dem Neubau an der unbenannte Straße 203 Parzelle 5 ein Stein- träger infolge eines Fehltritts von einem schräg angelegten Brettgange und erlitt dabei einen Bruch des rechten Unter- schenkels, so daß er nach dem Elisabeth-Krankenhause gebracht werden mußte.— Zu derselben Zeit wurde eine 32 Jahre alte Frau in ihrer Wohnung in der Swinemünderstraße erhängt vorgefunden. Die Leiche wurde nach dem Schauhause ge- schafft. Der Selbstmord scheint in einem Anfalle von Geistes- störung begangen worden zu sein.— Als der Weinhändler Kintz zu derselben Zeit in der Küche seines Restaurants, Friedrichsstraße 56, in Brand geratheneS Fett durch Aufgießen von Wasser zu löschen versuchte, spritzte das Fett auseinander, so daß Kintz bedeutende Brandwunden am ganzen Körper er- litt, während mehrere andere in der Küche befindliche Per- fönen leichtere Verletzungen davontrugen.— Abends gerieth der obdachlose Handelsmann Wilhelm Goethel in einem Pro- duktengeschäft Mehnerstr. 4 mit seiner Frau in Streit und brachle derselben dabei einen Messerstich in die rechte Bmst bei, so daß sie nach dem städtischen Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Goethel wurde verhaftet. Gevilftts-ZleiUmg. Leipzig, 30. August. Heute gelangte vor dem Reichs- gericht die Revision der Staatsanwaltschaft gegen das acn den Schuhmacher Fischer zu Berlin am 15. Juni er- ene Urtheil des Landgerichts I zur Verhandlung. Fischer war wegen Vergehens gegen das Sozialistengesetz und als Mitglied einer, geheimen Verbindung zu 6 Monaten Ge- fängniß verurtheilt, von denen einer al« durch die Unterfuchungs- Haft verbüßt zu erachten. Das Urtheil stellte fest, Fischer sei „Hauptmann" im sechsten Wahlkreise für eine geheime Verbin- dung der Sozialdemokratie gewesen. Die Staatsanwaltschaft rügte, daß Fischer nur als Mitglied und nicht als Vor- st e h e r bestraft ist, weil ein Hauptmann wie im Militäroerbande als Vorsteher der Komgagnie hier als V o r st e h e r eines Trupps zu erachten sei. Der Angeklagte hatte seinerseits auf Revision verzichtet, damit ihm vom 15. Juni ab die Slrafverbüßung gerechnet werde. Der Vertreter der Oberreichsanwaltschaft, Reichsanwalt Dr. Lippmann, beantragte, der Revision der Staateanwaltschaft aus den oben angeführten Gründen statt- zugeben. Als Vertheidiger des Angeklagten beantragte Rechts- anmalt Arthur Stadthagen Verwerfung der von der Staats- anwaltschaft einaelegtcn Revision, weil in dem Urtheil thatsäch- lich wiederholt fistgestellt sei, daß der„Hauptmann" der ver- meintlichen Geheimorganisation keine selbständige leitende Stellung einnehme. Im übrigen bat er trotz des Verzichtes des Angeklagten auf Einlegung der Revision zu erwägen, ob die§§ 343, 392 Str.-Pr.-O. nicht dennoch eine Acnderung des Urtheils zu Gunsten des Angeklagten zulasse. Das m'.1�1 5 Gericht verwarf in Ueberein Kimmung mit di� Ausfuhrungen dre Revision der StaatSanw-lt' L ir, tr°(hte'e fich jedoch mangels eines duhi«»� Hellten An träges der Staatsanwaltschaft� wegen des Verzichtes des Angeklagten auf Einlegung der Ro mfion durch �392 Str.-Pr.-O. gehindert, dem weiter' Antrage des Vertheidiaers zu entsprechen. � Roch._ Gericht erwirkten Beschluß zählt übrigens dre Haft a � Haft trotz der Revision der Staatsanwaltschaft l 15. Juni 1889, so daß Fischer am 15. Noocmber Strafe verbüßt haben und an demselben �age werden wird. enllw11 gegangene Arbeitskraft Arbeitsmarkt mit seinem le- Nerfmmulungpn. Ein« öffentliche perfammlung der Waler i* streiche» tagte am 28. August in Mundt'S Salon, Kop» � straße 100, unter Vorsitz des Herrn Hohlwegler. A»! Tagesordnung stand: 1. Vortrag. 2. Geweikschaß™. 3. Verschiedenes. An Stelle des vorgesehenen Referenten V Werner, welcher abgehalten war, erschien Herr Krüger, in seinem dreioierielstündigen Vortrag über„So&ialm' ausführte, daß der Arbeiter bei der heutigen kopltalistN�. Produktionsweise weit schlechter in vielen Verhältnißen stände, wie der fiühere Sklave. Der Sklavenhalter Jnter.sse daran gehabt, seine Sklaven auskömmlich zu und nicht überanzustrengen, indem er sich sonst die«i wieder erkaufen mußte..Der llff' seinem modernen Lohnsystem sei an«» stellt. Der Kapitalist brauche keine Rückstcht auf die w heit und Kräftigung seiner Lohnsklavcn zu nehmen, f, jfai beitskraft wird bis zum äußersten ausgenützt und bnn? � der Arbeiter, nachdem derselbe seine besten LebenSnap .?>i!nai>rläknen für das Kapital dahingeopfert, nicht mehr S .~-■--p-■•' on!>n: ctn, fo wird derselbe einfach fortgeschickt und durch fitzt. Da nun bei der heutigen maschinellen, kapitaM�. Massenproduktion Arbeitskräfte genug überflüssig gemacht wie in erster Linie bei den Webern zu sehen ist, so werdeinf Lohne auf ein nicht zum Nöthigsten genügendes Minimum gedrückt und dadurch Roth und Elend in die Massen getr«� Weib und Kind werde mit übermäßiger Arbeit belastet.' mache die Gefängnißarbeit den Arbeitern eine nicht gerM Konkurrenz. Der Mensch bleibe infolge dieser wähnst� Ausbeutung seiner Kräfte in der körperlichen Eolitna�, immer mehr zurück. DaS beweise schon der zwe gang im Milrtärmaß. Es werde auch von den Sozralreformern erkannt, daß etwas geschehen müsse;""T'# auch schon Reformen geschaffen. Aber was für welche erste Reform fei das Krankenkassengesetz gewesen, f das nicht ist, was es sein sollte. Es sei I» kein Geschenk, was Referent an der Hand wre Statistik treffend nachwies. Was noch als Geschenk I � sehen werde, müsse der Arbeiter ja doch erwerben, Unfallversicherung lasse viel zu wünschen übrig, um at» lime WohlfahrtSeinrichtung betrachtet werden zu lönneu- Altersversorgung, welche dem sozialen Gebäude die Kro«. � setzen soll, sei im Grunde weiter nichts, als eine Arme>V�, welche der Arbeiter bezahlen müsse. Was nützen sorgungen, wenn in staatlichen Instituten daS Alter � Aufnahme findet. Die staatlichen Bahnen und staatlichen Anstalten stellten Arbeiter über �" Zü nicht ein, theilweise sogar nicht über 30 Juhs- jj sei eS den Privatunternehmern schließlich garMOL. übel zu nehmen, wenn sie den ihnen vom welcher doch Arbeiterschutz gewähren sollte, gegebenen-l folgen. Darum sei es nothwendia, daß die Arbeiter organisiren, sich bilden, um politisch reif zu werden un � eigene Lage begreifen, um dem Elend, welches sich imm�r � verbreitet, entgegen zu arbeiten. Denn nur fest gesch>°a®1( etwas zu erreichen, nur organisirte Massen können grotze verfolgen. Einigkeit macht stark, damit schloß Referent i Vortrag' unter lebhaftem Beifall der Versammlung, �jil der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Hw""-stund Retzerau. Hohlwegler unterzieht das Vorgehen df nungen sowie der Behörden einer venrichtenden Kritik, de» J des BerhaltenS gegenüber den freien HilfSkaffen. � stl richtet derselbe noch sein Augenmerk auf den RendaNtJ" � Ortskrankenkasse der Maler betreffend das Ausgebe» � Adressen während des Streiks. Die Altersversicherung � Redner für die Maler einfach lächerlich, indem wohl ka�il Malergehilfe das Alter von 70 Jahren erreiche. .... habe einen solchen noch nicht kennen gelernt. Die StatÄ.� ~""■ hlC A., 4i weise, daß Maler nur 38 bis 39 Jahre alt werden, die mit eingerechnet, nicht über 50 Jahre. Das was bei der Ältersoersicheruna der Arbeiter heraus wären nur einige fette Posten für gewiss* Im übrigen schloß Redner sich den Ausführungen deS jrf rcnten an. Retzerau hält von der ganzen AitcrSverI° U, nichts. Wenn für den Arbeiter etwas geschaffen werden solle der Staat ein Arbeiterschutzgesetz mit einem achtstffi«lt Arbeitstag schaffen, das würde dem Arbeiter mehr nutz*' wie alles bisher Geschaffene, welches sich hinterher ungenügend erwiesen. Im Schlußwort ermahnt Referent zurOrganisation und führt aus: Ein Arbeiterfchutzgcsetz sel b* M vollkommen, wenn dasselbe international sei. Auch kenne internationale Einrichtungen; das beweise diC-�f Fahne und das rothe Kreuz, dessen Träger beim größten u und Brennen unverletzlich feien, überall refpektirt werden»' it) und den Schutz der Staaten genießen. Warum sollte» Je nicht unter dem Schutze der Staaten ein international��« bciterschutzgesetz geschaffen werden können? An den Afi M lege es jetzt, ihren Willen zu bekunden.(Lebhafter" P Darauf wurde folgende Resolution angenommen l � heute in Mundt's Salon tagende öffentliche Versal»"� der Maler und Anstreicher Berlins erklärt sich mit den jjj führungen des Referenten einverstanden und beschlud I � fest der Vereinigung anzuschließen, um sich ein besseres-m n, verschaffen zu können. Zum 2. Punkt ersucht Kollege' die Kollegen, welche noch im Besitz von Sammellisten� dieselben umgehend abliefern zu wollen, ob etwas gezeichnet sei oder nicht, um abrechnen ZU. damit Verdächtigungen vorzubeugen und schon bei m zu widerlegen. Hohlwegler bemerkt dazu, daß Kollegen--�iir nicht umgehend abrechnen, in der nächsten lung unnachsichtlich bekannt gemacht werden- „Verschiedenes" verthcidigt und rechtfertigt sich Kolleg«(#' gegen die Anklage, daß er während des Streiks gearben„jf Derselbe weist gewissermaßen ein Alibi jedes Streiklag$ Darauf wurde ein Antrag, den Vertrauensmänner � Mark pro Woche als Zehrkosten zu gewähren, ana«�ß Heidemann ermahnt alle Anwesenden, da sie der 9le> zugestimmt, sich nun auch der Vereinigung anzuschl'e»,� P recht fleißig Arbeiterocrsammlungen zu besuchen, wei� wJ Bildungsstätten der Arbeiter seien, fleißig für die Arve jp zu agitiren) Arbeiterblätter zu lesen, um zu polmlff��in Männern zu werden, und auch bei den bevorstehenden � f zu wissen, wo man hingehöre. Wentker crmahnt regelmäßigen Zahlen zum Unterstützungsfonds. Hierani Schluß der Versammlung um 11 f Uhr. aj Eine Uersammlung der Kerliner.1 r. Schreibwaarenhiindler, welche vornehmlich schulpflichtigen Jugend angewiesen sind, fand am Abend im Feuerstein'fchen Restaurant, Alte Jaw».-,� i statt, um zu dem Handel der Schullehrer Mit � 1 resp. der Begünstigung einzelner Händler durch diel« 1 V« i. mit .NW-"' >hing-' hast«» m der R«- cgehaiöw lirem wf zStr-t' eit d« 1889(ow ctttM"1 L. .««»p- « KK er, '»Ä u crn�? ne-oI Tie?' brwÄ.'t«. rsk-it n-hrS'?. anM ilil der Zugaben an Schulkinder Stellung zu Mw- Die Einberufung dieser Versammlung ist von dem der Berliner Papier- und Schreibwaarcnbändler aus- Wgen, der bis jetzt 55 Mitglieder zählt. Die Versammlung dagegen über 100 Theilnchmer und wie die erregte, sast E. 8e Debatte ergab, war die Versammlung so JI7IU1 B)Othp?t ♦ v» Sor "■«'»vwnv VI � UV/ IVUl V rv(V worbcrr, weil die Händler in der Abschaffung oder dem ,«ober beregten Uebclstände ihre Existenzfrage er- - Wie vom Vorsitzenden des Vereins und ver- werdcn. :ÄS ;StJ* nswi-kK ilige � s- --! M n, n°l--K nneo- � Kron<� rmaM > Al'-Ä tJ* i t - 2j�nen Vorstandsmitgliedern deffelben ausgeführt wurde, mjmc Unwesen„handelnder Lehrer" und der oft recht Mtlhzften, manchmal sogar demoralisirend auf. die Krnder �Menden Zugaben den Verein schon lange beschäftigt, lerder » w'ta. Erst eine Audienz, welche die VorstandSmitglreder setzten Frühjahr beim Kultusminister von Goßler hatten, eme Aenderung hervorgebracht zu haben, denn bald 1(am 24. Mai) ging der städtischen Schuldeputation von .,«.N'Sl. Steuerdirektion ein Schreiben zu, wonn letztere »1 ex daß über den nicht besteuerten Handel hiesiger Lehrer s. k.chuldiener mit Schulbüchern Besckiwerde geführt werde fttugl. Steuerdirektion ein Schreiben zu, worin letztere besteuerten Hl Ä>7.7/","�"" MII Vcyuioüchern Besckiweroc gr,uv»» ii-ck.n. ooch für dieses Jahr nähere Ermittelungen darüber .MieiU werden sollen, ob qu. Gewerbebetriebe vorschriftS- angemeldet worden sind. Die Direktion werde nur !il w" der Einleitung eines Strafverfahrens absehen, wenn ),,, 5a"mte Anmeldung zur Besteuerung freiwillig nachge- >. wird. Infolge dieses Schreibens hat nunmehr die ren?�ÄdkMtation unter Ilittheilung desselben an die rn Slt Äskfügung in Erinnerung gebracht, wonach den Ii«»!«.? Vorlauf von Schreibmaterialien, Büchern und i -l K-> r Gs d-' Ätz -raus p -iffe Sjr so'H erden � chtstun�l- nützen-(IJ imnC,!! intnanLV h d-r die iten" -rdeM Ute d- zr- nÄÄ l-rÄ>4 e?saMnA lt bi*y :ge llist-n f--Ä l»-k klag-?> Schuldeputation, einer Kommission ,................ v..—.., r das Verlangen Hiinn--alterihümlich" finde. Der Verein hat die Ver- �mtln ssndtischen Schuldeputation nunmehr in 25 000 lLiirJn drucken lassen, um derselben durch Einlage in die WtB �die weiteste Verbreitung zu geben. In der ,%»' c'c zunächst über die Abschaffung der Zugabe f'zg wurde, machte der Referent, Herr Fiel, den Vor- tortan unter Fortfall der Zugabe für 10 Pf. ein rjj t.Jest von 5 Bogen gutem 12pfündigem Papier zu geben. Infi'.das Aeuherste, wobei Ninnand mehr an eine Zugabe A>t m 1ne' ferner müßte eine einheitliche Liniatur ange- � Srff iu"' Besprechung über den Handel der Lebrer cyMuchern resp. die Begünstigung einzelner Händler 'iitjfn die lebhaftesten Klagen zu Tage. Nach den Behaup- �verschiedener Redner soll dieses Unwesen trotz der er- > Z> �Nägungen noch fortbestehen: allerdings jetzt unter �adresse. Hier wird der Name eines Bruders vorge- tytn' dort der Schuldicner oder gar das„Dienstmädchen". ? hat eine Kommission niedergesetzt, an welche alle ' wit Beweisen versehen, schriftlich zu richten sind. Es >1� zum Schluß folgende Resolutionen angenommen: Hz° Versammlung begrüßt den Erlaß der städtischen Schul- I«II�"vn mit Freuden, verpflichtet sich, die Zugabe sofort %eiÜU �ssen und dem Verein der Berliner Papier- und iit i.aiaarcnhändler beizutreten, da nur dieser im Stande ist, �.f�ten Schäden aus der Welt zu fchassen. 2) Die Ver- All erklärt: Der Handel der Lehrer und die Begünsti- �.» mter Geschäfte und Waaren ist in jeder Gestalt 'der jw�en, als unberechtigt und nur geeignet, der Gemeinde Oilziel� Staate ihre durch Honorar verdungenen Lehrkräfte zu �.h�Malilverei« Mr den 5. Berliner Nelchstags- - Rreio hielt am Dienstag, den 27. v. M., in Bobert'S �önliakserMMilsHerkaufsliallea. �»ir_ v. fi v'> r. p... rvr... � � � � Salon, Weinstr. 11, in welcher Herr Th. Glocke einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die„Gewinnbetheiligung der Arbeiter" hielt. Er wies nach, daß die„Betheiligung am Gewinn" weit entfernt davon, die soziale Frage zu lösen, den Arbeiter nur immer fester an die Privatkapitalisten schmiede und ihn immer abhängiger von denselben mache.— An der Diskussion betheiligten sich die Herren R. BaginSki und C. Baake.— Unter„Verschiedenem" wurde folgende von Herrn W. Kutzbach gestellte Resolution einstimmig angenommen: „In Erwägung, daß die Direktion der Bergschloßbrauerei ihre Lokalitäten den Arbeitern zu politischen Versammlungen nicht hergiebt, beschließt die heutige Versammlung des Wahlvereins des 5. Berliner Reichstagswahlkreises, bei den Restaurateuren, wo Arbeiter verkehren, dahin zu wirken, daß dieselben aus dieser Brauerei kein Bier beziehen."(Der hier angeregte Boykott hat inzwischen bereits gewirkt. Die Bergschloßbrauerei hat bekanntlich schleunigst nachgegeben und erkannt, daß sie nur dann Aussicht hat, Bier an Arbeiter los zu werden, wenn sie sich zur strengsten Unparteilichkeit in Sachen der Lokalfrage entschließt. Red.) In dem Bericht de» Fachvereins der Taprnrrr soll es heißen:„Es wurden einige Schundmeister bekannt ge- macht, welche Tapezirerarbeiten pro Stück oder Rolle zu 25 Pf. annehmen, den Gehilfen gegenüber sich nicht geniren, ihm 16 Pf. pro Rolle anzubieten. Da der Gehilfenlohn laut Tarif 25 Pf. beträgt, sei ein derartiges Anerbieten unterm Hund. Es fei daher sehr erwünscht, daß endlich auch die Kleber er- wachen und sich mehr der Organisation resp. dem Fachverein anschließen." * Zentral-Kranken- und Kterbekass« der«ischler u. s. m.(Derl. liche Vcrwaltunqstelle Verlin a.) Montag, den 2. September. Abend? 8X Udr, bei Keller, Koppenstraße ZS- Mitgliederversammlung. Zagedordnung- I.Abrechnung vom 2. Quartal IS8g. 2. Medizinischer Vortrag des Herrn Dr. Eugen »tebfisch über- Krast und Stoff im menschlichen Organismus. Bericht de? Deleglrten. Lach Herein der«ischler Montag, den 2. September. Abend? 8Zl Uhr. in den Büigerstllen, DreSdencrstr. 98: Außerordentliche Versammlung. Tagesordnung■ 1. Die Stellung des FachvcreinS zu einem eventuell ausbrechenden Tischlerstreik in Berlin. Rescrent• Herr E. Medemann. 2. DsSkulllon. 3. Ver- ctnSangclcgendeiten. 4. Verschiedenes und Aragekallen. Neue Mitglieder werden in der Versammlung ausgenommen. Um zahlreiches Erscheinen wird hös- liehst ersucht. N»rrin d»r Parquettbodenleger Krrlins und Umgegend. Montag. den 2. September, Abends 8 Uhr, bei Jordan. Neue Grünftr. 28. Generalver- sammlung. Tagesordnung: 1. Jahresabrechnung. 2. Statutenänderung. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreiche Betheiligung wird ersucht. Lach Alte Jakobstr. 43» bei Detgmüller. 2> AndreaSstr. 2S bei Bolzmann. Tagesordnung beider Versammlungen! Wodurch ist eine Lohnerhöhung zu erreichen? Alle Schneider müssen erscheinen Der Einberuser-. Stclnmar, Rirdors, Bergstr. 3. dleffeutUch« Kch»l>mach«ro»rsammlung am Montag, 2. September. Abends 8� Uhr, in Schcffer's Salon, Jnselstr. 10. Tagesordnung: Antrag über Handwerker- und Arbeiterbestrebungen. Diskusston und Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht der Einberuser. � VtvUt Kerliner- Portier» und Krrufogenossen. Montag, den 2. Septemher, Abends 3 Uhr, Mauerstr 86, Versammlung. Ausnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Der Verein feiert sein dieSiährigeS StistungS- fest am 21 September in den Kestsälen deS„Vereins junger Kausleute", Bcuth- straffe 20. BilletS sind zu haben in der Versammlung und bei den Vereins- Mitgliedern Germer, Beuthftr. 8! Becker, Leipzigerstr. 87! Liebe, Wilhelmstr. 143-. Puffger, Stegliberstr. 65; Tauselt, Alerandrinenstr. 109. MitglicderbillctS nur bei den Herren Pubger und Liebe. «irotz» öffentlich» Nerfiammlung sämmtlicher in der Holzbranche be- schästigten Arbeiter am Montag, 2. September, AdendS 8ti Uhr, in KeuersteistS Talon, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: Sind unsere Forderungen gerechte und wie sind dieselben Hurchzusühren? SoiialdemoKratilch»» z,s»kiub ,,K»sftng". Jeden Montag, Abend» g Uhr, Wallstraffe 20 Mestaurant Leonhardtl. Vorlesung und Diskussion. Gäste durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt.— Heute, Sonntag, 7 Uhr früh, Landpartie, Treffpunkt! Schlestscher Bahnhos. H»» Nlitgti»d»rn d,« N«r«in» lur Mastrung dir Interessen der Klavierarbeiter und verwandter BerusSgenoffcn zur Nuchricht, daff die Bibliothek des Vereins am Montag, den 2. Ceffteinber, wieder geöffnet ist, und zwar jeden Montag Abend von 7-3 Uhr, und jeden Donnerstag Abend von 8—10 Uhr. ES wird ersucht, die Bibliothek fieiffig zu benuden, da wieder bedeutende Werke angeschafft sind. Auch ivird darum gebeten, die auffen- stehenden Bücher baloigst abzuliefern. Die Bibliothek befindet sich Naunpn- straffe 78 bei Winzer. «Siv» gros)» öffentlich» Urrsammlung der Kchtosser«nd Uta- schinendaurr findet am Dienstag, den 3. September, Abend« 8X Udr, U llebei S Salon. Naununstr. 27, statt. Tagesordnung! 1. Wie stellen sich die Schloffer und Maschinenbauer zur 3slündigen Arbettizeit. Ref. Herr Zubeil. 2. Diskussion. 3 Wie stellen sich die Schloffer und Maschinenbauer zu de« im Mai gewählten Unterstübungiverein der Metallarbeiter. 4 Verschiedene«. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist eS Pfiicht cincS jeden Kollegen pünktlich zu erscheinen. Unt«rfti>i>uns»bund der Hau»di»n»r Keelin», auffervrdentliche Generalversammlung am Dienstag, den 3. Sept. er, bei Feuerstein. Alte Fakod straffe 75 I, Abend 3 Udr. Tagesordnung! I. Mitihetlungcn. 2. Verschiedene« und Ausnahme neuer Mitglieder. 3. Bericht der Statuten-BerathungSkom» miifion. 4. Fragekastm. Ausgegeben werden ferner die GratiSbillet« zum EtistungSsest. föroß« Kchnridrrversammtnng der Freien N»r»inignn« d»r Kchn»id»r Hrrltn» am Dienstag, den 3. September, Abends W Uhr. irr Jordans Salon, Neue Grünstraffe. 28. Tagesordnung-. 1. Vortrag. tTheu-a und Referent stehe Inserat am Dt-nstagl. 2. Diskussion. 3. VcreinSangelegen- heiten. 4. Verschiedenes und gragckaften. Neue Mitglieder werden ausgenommen. Göffc haben Zutritt. Alle Schneider sind eingeladen. «roß» öff«ntlich» Nerxammlnng d«r Mal»r, A»kr»ich«r an» v»r>vandt»r Krr»f»g«noss»n Kirdorf» und Umgegend am Dienst., r. den 3 September, Abends 8X Ubr in Kummer« Salon, Berlinerftr. 136". Tagesordnung! 1. Weiche Vorthcile haben wir in der diesjährigen Lohnbewegung errungen? 2. Verschiedenes. Ko,iald»mokratifch»r UIaI>l»»r»i» de» S. lffvahikrei». Mittwoch. den 4. September, Abends 8� Uhr, lm grossen Saale de«„KönigShos", Büloi:» straffe 37. Versammlung. Tagesordnung! l. Vortrag des Herrn W.Werner 2, Diskussion 3. Berichterstattung über die VicrleljahrSabrechvung der KaistreiU 4. Verschiedenes und Fragenkaste». Gäste willkommen. Mitglieder werden aufgenommen auch werden die Beiträge dort erhoben. Nähere« an Säulen. «Sefang-, Turn-«nd vrf,Uig» per«!»»»tr. am Montag! Gesanc«. verein..Unverzagt" AbcndS 8� Uhr im Restaurant Gocring, Köpnickerltraßr Nr. 127».— Gesangverein„Sängerlust" Abends 3 Uhr im Restaurant. Land«» bcraerstraffe 80.— Mäimcrgesangverein„Weiffc Rose" Abend» 8 Uhr im Restaurant Klctne. GerichtSslraffc 10.— Männergclangverein.Eintracht I" AbcndS 9 Uhr Köpnickcrstraffe 68, im Restaurant.— Ptänncrgesangverein„Albe Linde" AbcndS von 8 biö 10 Uhr Marianncnstraffe 31-32.— Gesangverein „Echo 1872" AbcndS 3 Uhr Oranienstraffe 130.—„Deutsche Lscdcrtasel" Abend« 3 Uhr, Oranienstraffe 190.— Gesangverein„Mvrthenblätter" UebungSftundr Alte Schönhauscrstraffe 42 bei Malzahn.- Turnverein„Hasenhaide"(Lehr» lingSabtheilung) Abend! 8 Uhr Diessenbachstraffe 60—61.—„Berliner Turn» genoffenschast<7. LchrlingSabtheilungj AbcndS 8 Ubr in der städiilchcn Turn- Halle. Brifferstr. 17-18!— deSql. 6. Mäimerablbeilung Abend» 8 Ubr in der städtischen Turnhalle. Gubencrstraffc 51.— Lübeckschcr Turnverein(Mäniwr- ahtheilungs AhendS 8 Uhr Eiisahcthstraffe 57- 58.— Verein ehemaliger Schüler der VII. Gcnieindeschnle AdendS 3 Uhr im Restaurant Poppe. Lindenitraffe IIB. —„FriedrichS-Bercin" ledemoliae Zöglinge de« groffen FricdrtchS-Waiicnhaute« der Stadt Berlinj AdendS 8X Uhr bei Bormann. Ohmgaisc 2.— Unterhaltung». Hub Schiller Abend« 8 Uhr im Restaurant Giesel, Triststraffe 41.— Verein Berliner Zheatersreunde AbcndS 8� Uhr bei Lütow, Admiralftraffe 3».— VergnügungSvcrcin„Zick-Zack" Abends 9 Uhr in Möwe'« GesellschastShau». Ftchlestraffe 29.— Verein„Lustig" AbcndS 3 Uhr bei Thamm. Schönhauirr. Allee 28.— Verein„Ratibor" Abends 8X Uhr im Königitadt-Kaftno, Hoü- marktstraffc 72.— Arcnds'schcr Slenographenvercin„Apollobund" Abc,,'« llh Uhr Tdurm straffe 31«Moabtt j.— Wisscnschaitticher Verein für Roller'sche Stenographie AbendS 8X Uhr im Münchcner Brönhau«, Neue FriedrichSltrvbr Nr. 1, Unterrichts- und UehungSstunde.— Ranchklub„Nordstern" in Sulctt» Lokal Franksurter Allee 174, Frtedrichsberg.— Rauchklub„Hellblau" Abc»-« W Uhr Skalifferstraffe 143.— Perein ehemaliger Schüler der 42, Gemeinde» schule Abend« 9 Uhr bei Kloth, DreSdenerstraffe 10. Detseflkre»«. (Wolff's Telegrapften-Kurea«.) Kern. 31. August. Der Graveur Albert Nicolet in Chain- de Fonds, welcher sich als Verfasser des Manifestes d.r schweizer Anarchisten bekannt hat, ist verhaftet worden. Bei Anfragen bitten wir die Aboiincmcnts-Ouittiing beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erlheitt. Klandi«» SO.— 220. P. Fragen Sie in unserer Expedition, Zimmcrstr. 44, an. zl. K. 8Ä. Ihre Anftage ist zu komplizirt, um an dieser Stelle beantwortet zu werden. Zur mündlichen Auskunst find wir bereit. Der heutigen Nummer ließt ein Prospekt der Verlags- Handlung I. H. W. Dietz in Stuttgart betr. W. Liebknechi's Volks-Fremdwörterbnch bei, worauf wir hiermit noch besonder« aufmerksam machen. .>82. KPlihlliistr Alice lW. billige EintaufSguelle für Hause der elegante Herren- und .2«««»>-«.***■*.«yMS Äää aarnröcke, Joppen,«aisermantel, eleg. Wlnteritossv'... a-tten, Hüte. Sammtl. Garderoben Damen-vekleidong. stattet. Fahrgeldwird�ergi�____ Mühle Möckgesetzter �eppiche- {>> leite« billig! Double- ���Krüssel-Teppiche, 2 Meter groß, Stück 6 M. Herrliche �-Teppiche Stück 12, 15, 20 bis M. Vollständig fehlerfreie Teppiche w bis 150 M. Mollatlas-Ktepp- beckrn imit., v. 7jj bis 13 M. Kettfedern u. Daunen rein und staubfrei in jeder Preishöhe. Große Auswahl fertiger Betten bis zu den besten Sorten. Perßige Betten und Bezüge hei Julius Hopp, 1. Geschäft: Krunnenllraße 133, 2. 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Ran» RoIanrH, NlttlWstrO 83, empfiehlt seine Restauration und Destillation allen Freunden und Bekannten als gemüthlichen Aufenthalt. Empfehle gleichzeitig mein Lokal zur Zahlstelle und zum Arbeitsnachweis. Usus l?0lau-«i'M� W-rnst rarstSr, O., Rosenthaler■ Strasse 16117. 1115 Roh-Tabake! ,«röSle Auswahl, billigste Preise, von Sumatra-Stuck- und Vollblatt, V Domingo, Carmen, Elfasser-Rebut, Pfälzer, Ukermärker zc.:c. Krastl von pk»« Nelnr. k'ranek, BrauuenAr. 14! �14� Aoh-Haöak. in jeder Preislage van 115—550 Pf., Javstj Carmen� Domingoy Seedleafy -a Pfälzer, Eisasser Rabut. Tnikeilc gtriDtk lürfct Eillligc. |. Herholz. Kertt» N«| Krunnenstr. 14� BttliilnKrliM-«.Velirl>k!8- ftjft für Amcil it. Mitchell (E. H. Nr. 97). General- Versammlung am Montag, d. 9. Septbr. d. I., Abend 8V Uhr, in Kruerftkin» Salon, Alte Jakobstr. 75. Tagesor dnung: 1. Vorlegung de« genehm igten Statuts. An die Genossen lies L. Wahlkreises. Am 30. August verstarb nach langem, schwerem Leiden unser Freund und Ge- nosse, der Former 1314 llvrinauu lMIm8ky. Die Beerdigung findet am 2. September, Nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause, Dieffenbachstr. 33, aus nach dem Thomas- Kirchhofe, Britzer Chaussee, statt. Wir bitten um recht rege Betheiligung. Seine Mitarbeiten. 2. Wahl" des gcsammten Vorstandes. 3. Berathung der Geschäftsordnung. gros Arnnzbinderei en detau J. Meyer, Lausttzrrplatz 16.[1307 Atlasschleifen mit Malerei von i M. an. Guirlanden von 15 Pf. an. Große Auswahl Kränze. 4. Kassenanqelegenheiten. 1521 Erscheinen sämmtlicher Mitglieder Ehrensache. Verein d. Klempner Kerlius««d Umgegend. Große Uersammlttug am Mittwoch, den 4. September, Abends 3 Uhr, in„Knd»Gft", Watdemarstraße 75. Tages ordnung: 1. Wie verhalten sich die Klempner betreffs der Lohnbewegungen. Referent: G. S ch u I z. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Statuten. 4. Verschiedenes. Sämmtliche Kollegen werden hiermit eingeladen. 1320 Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten zur ge fälligen Kentnißnahme, daß ich, nachdem sich die Genossenschaft der Schneider aufgelöst, Sonntag, den 1. September, Klüchrrstr. Ä6, 1 Tv., ein Herren-Garderobm- Geschäft eröffne, und bitte, mich bei etwaigem Bedarf gütigst berücksichtigen zu wollen. Für guten Schnitt und saubere Ausführung wird gesorgt. A. ßortay 1271 M Mi Zimerleite (Lokalvcrband Berlin Nord u. llmg). em Montag, den 2. September, Abends 8* Uhr, in Kröger s Kalo», Hochstraße 32». Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Vogtherr. 2. Ver- schieden es. 3. Fragekaften. 1311 Gäste willkommen.— Um zahlreiches Er- fchtiutn ersucht � m r,. Der V o r st a n d. m Allgemeiner denk scher Kattler-U erein �Ortsverwaltung Berlin). Mmstog. den 3. September, Abends 8i Uhr, T?tg«Ü>lnf'S Saal, Alte Jakobftraße 48a, Versammlung. TageS-Ordnung: 1. Vortrag des Soll. Mauerer:.Die Dampf- kraft im Dienste der Menschheit*. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste find willkommen.' [1322 Zuschneider der ehemaligen Genossenschaft. Wer [1191 billig und gut seinen Bedarf an Garderofie« decken will, der gehe nur nach Mariannen» atrasse 30, Laden; daselbst erhält man aus Restern gearbeitete ssochelegante Winter- paletots, feinstes Lamafutter zu 12, 14, 16, 18—30 M.(Werth das Doppelte). Gediegene Herren- Anzöge, eleganter Sitz, von 15 M. an; feinste Kammgarne, zu halben Preisen. Stofftzosen, eleganter Schnitt, von M. 3,50 an, jtnaben-Anzöge, elegante Faqon, 4 M. Irbeito-Kosen, sehr dauerhaft, 2 M. erpaletots, Einsegnung»- Anzöge, einzelne Iaqnrt», seidene Weste«, Ante, erstaunlich billig. Ketten Aufgabe halber für jeden Preis! Ein Jeder uberzeuge sich! Fahrgeld w. vergütet. Hiermit nehme ich die schwere Beleidigung, die ich gegen die Frau Kraft, Skalitzerstr. 57, am 22. August d. I. ausgesprochen habe, zurück und erkläre dieselbe für eine ehrliche Frau. 1313 Frau Jansen» Skalitzerstr. 57. Berlin S. Berlin S> A. Schulz,_ Rr m. 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