er best«� ÄL und«Z ollerplv all' n7' 208, u**r— lu ni uif' fj rheb« .rl bieg utIS°r!.»5 /geolwfl1® itte, ba� it den f ifl v t -tt fit»s :n habe, � ietti' Freitag, den 6. Keptemver 1889. lud-- ndlit A „st tw dkeit«g •' r»S inrrn bcr 31� nb b:e E °°b-»K das lerlinerWbslilalt ßxmx für die Intereffen der Arbeiter. 4 Das..Berliner Volksblatt" Schein«... r irias„ x» t-- T..... *'» fti ia®"� Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. AbonneincntSpreis für Berlin frei 'ilf(Ss"earteljährlich 4 Mark, rnonatlich 1�5 Mark, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer » Nummer mit dem„Sonntags-Blatt" 10 Pf. Bei Abholung aus unserer w»n Znnmerstrafie 44 1 ÜWar! pro Monat. Postabonnenieni 4 Mark pro Quartal. fi, v(Gillgetragen in der PostzeitungsvreiSliste für 1889 unter Nr. 866.) 08 Täglich unter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. Jasertionsgebühr beträgt für die 4gespaltene Petilmle oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Venammlun�- Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags m der Expedition, Berlin SW., Zimmerstrabe 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3. 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -» Fernsprecher: Amt VI. Hr. 4106,«*- m die aloser nt ihr»�- ic daSA -»uwA den � caft'o'�j rer La»� ach derI mit\ifZ on na« � alten henla� � elle.'»%| ,rt ans� fJM sieh- f p komm- � It er Verna« � „Nda� SF X'k ti Ncda�kto«: Dcukhpraffr 8.— Expedition: 3immc«itcage 44. Dss neu® pulucr. stehen vor einer umfassenden und durchgreifenden tt er u ng der modernen Kriegskunst. � rauch- und knallfreie Pulver wird dieselbe bewirken. Endung wird eine der folgenreichsten in der Kriegs- �stnduna des SchießpulverS schränkte seinerzeit Achtbare Ueverlegenheit des geharnischten Adels ein. liLr�fönfzehnten Jahrhundert bekannt wurde, daß ein k ��'chmied in Nürnberg„Fauströhren" angefertigt hatte, � jeden Harnisch schössen, ging eine gewaltige Auf- l flburch das feudale Europa. Indessen bli-3 die o?- �ch'e Reiterei noch eine'" aber ch wen» .ke" gedacht hat. Bas neue Pulver wirkt nach einer ganz anderen �hjn umgestaltend. Unter den bisherigen mili- igen Ä'-i ken e r n ö'(< it unb j, hen 5Ä .rs rechter haz. ht aus'«� kt aus -ch rgeh-n� cht-<amPf, der dem sicheren Zielen großen Abbruch that. Alles hört nun auf, denn der Infanterist kann kalt- V, ohne die Aufregung, welche derKnall und der Stauch �-Hüffes bisher hervorbrachten, seinen Gegner aufs Korn H ki"®an kann von alten Soldaten oft erzählen hören, lj, q** Pulverdampf und der Lärm der Schlacht bisher >sh.�gung der Kämpfenden auf's Aeußerste zu steigern ktyjn Da» wird nun alles anders; der Schlachtlänn -in i Qfi und aus der Wuth des Kampfes von früher wird i�utlofeä, kaltblütiges, berechnetes Morden werden. Mit "all- und rauchlosen Pulver verschwindet das ganze w in t h u IN der Schlacht, es wird keine Helden JheuMeton. � basi � wurd- ff d/ � ilgeI" S* «AÄ Stä' TM. i, ""Lc« ta..fienhtiten aus, oder was die reichen Bankiers so unter SK. 9 neTmcn pstcgen. vcruixzs��ctinczy begann in seine Lage sich hineinzufinden. � KIT..... V0V... kv.e.v,-- 7,— TTTT- c>,n Hlebt gute Träume. Er fuhr oft nach Wlen und Bou>�/ Ine" Theil an den Vergnügungen der großen Geldleute. ..«ntV I-ssi vlt's� m-r-r. k y. cm__ S" Roma» so» Plaut»« Zükai. Viertes Buch. UomLi. Erstes Kapitel. Ein neuer Gast. /ange Wintersaison füllten wieder die Geschäfts- WW> Er � gute Beispiele vor sich. Wer einmal Herr über "fs?-st, darf sich auch den Luxus gestatten, wenn er dau� if."1 ein."cv'l1'"«O'lc9 au�»o-....., (ji.c Juwelen Handlung hineingeht, um Steujahrsgeschenke er 0�e Einkäufe doppelt zu machen, um gleich zwei i m't ZU erfreuen; mit dem einen Geschenk daS Frau, die zu Haufe sitzt, und die Gäste empfängt, �me Herrschaft Soireen giebt, die übrige Zeit aber stir die Familie obliegt— mit dem zweiten \l 5')er das Herz einer zweiten Dame, welche entweder FI �te« � singt, jedenfalls aber ein elegant einge- jSt r0J Hotel, Schmuck und Spitzen beansprucht. Timar A"iiic dicklich, sowohl jenen Soireen anzuwohnen, welche N G eschäftsfreunde, die Gcldbarone, bei sich zu Hause (I N t,[1n)0 stosetzte Damen den Thee einschänken, und den iss�'l d-e zu Hause gebliebene Familie ausfragen, als Nor«- �'enen Q11derS gestalteten Abendunterhaltungdn, wo eine fienirte Damengesellschaft sich mit besonderer Vorliebe im früheren Sinne mehr geben und der Krieg wird zu einer Art industriellen Unternehmens. Der Feld- Herr, dessen Tapferkeit früher den Mannschaften im Kampfe voranleuchtcte, ist heute nur noch der höchste Verwaltungs- beamte beim Heere, dessen Hauptaufgabe es ist. Mann- schaften, Munition und Proviant rechtzeitig nach den be- stimmten Richtungen zu dirigiren. Das neue Pulver verleiht der Verthei- digung eine furchtbare Ueberlegenheit über den Angriff. Um nun eine Ausgleichung in diesem Verhältniß herbei zu führen, müssen erst neue technische Mittel gefunden werden. Ob man sie finden wird? Die Bedeutung des neuen Pulvers wird rasch wachsen. Man denke sich die übrigen neuen Erfindungen in Ver- bindung mit demselben. Das Prinzip der automatischen Thätigkeit der Feuerwaffen, das neuerdings von einem Amerikaner in Gestalt der sogenannten automatischen Gewehr-Mitrailleusen ausgestaltet worden ist, wird ohne Zweifel weiter verfolgt werden. Wenn man sich eine Stel- lung denkt, die von einer solchen Maschine unter Mitwirkung des neuen Pulvers vertheidigt wird, so erscheint ein Angriff unmöglich, denn ohne Geräusch mäht die Maschine mit ihrem Kugelhagel Alles nieder, was sich im Gebiet ihrer Tragweite sehen laßt, wahrend der Angreifer die größte Mühe haben ivird, nur zu erkennen, wo sein Feind steht. Welch eine trostlose Perspektive für die Zukunft! Die Massenvernichtung wird wiederum mit größerer Schnelligkeit und Sicherheit betrieben werden können. Und dennoch, so absurd es in diesem Augenblick Hingen mag, liegt auch etwas Tröstliches in dem neuen . Fortschritt, den das knall- und rauchfreie Pulver für die moderne Kriegführung darstellt. Ein schweizerischer Oberst sagt in einer Betrachtung über die zu erwartenden Wirkungen des neuen ExplosionSmaterialS, daß es die Ursache sein werde,„daß vielleicht der europäische Friede noch für einige Zeit erhalten bleibt." Das ist sehr wohl denkbar, denn wenn schon bisher die Erwägung der schrecklichen Folgen eines allgemeinen Krieges, bei dem bisherigen Stande der Bewaffnung das gewichtigste Argument für die Hinaus- schiebung des drohenden großen Zusanimenstoßes bilden mochte, so ist dies nach Einführung des neuen Pulvers in noch weit höherem Maße der Fall. Ohnehin däucht uns, es müsse für den Menschen auch eine Grenze geben in Bezug auf die Aufopferungsfähigkeit im Kampfe. Gegenüber den mit mechanischer Sicherheit wirkenden Zerstörungsmitteln nimmt schließlich der menfch- liche Muth ein Ende, ohne daß deshalb auch der geringste Vorwurf zu erheben wäre. Wenn die Angreifer wissen, daß sie beim Angriff mit mechanisch wirkenden Schußwaffen ver- nichtet werden— welchen Werth hat dann noch ein An- griff und für wen soll er noch einen Werth haben. Es bestärkt uns dies in der Ueberzeugung, daß mit der Zeit die technische Vervollkommnung der Waffen und die Erschöpfung der Finanzkräfte zusammenwirkend den blutigen Krieg zur dem Genuß des Champagners hingiebt, und Timar von Jedermann mit der Frage geneckt wird, ob er noch immer keine Bekanntschaft aus dem Opernhause habe. „Das Muster eines treuen Ehegatten!" rühmten ihm seine Verehrer nach.„Ein unausstehlicher Mensch!" hieß es dagegen im Kreise feiner Tadler. Er aber schweigt und denkt an— Noemi. Welche Ewigkeit, sechs Monate lang von ihr getrennt zu sein und täglich an sie denken zu müssen, und von dem, was er denkt, keiner Seele etwas anvertrauen zu dürfen! Oft ertappte er sich darüber, beinahe seine Gedanken verrathen zu haben. Einmal, als er zu Hause bei Tisch saß, wären ihm fast die Worte entschlüpft:„Schau! Gerade solche Aepfel wachsen auf der Insel, wo Noemi wohnt." Wenn Timea's Augen verrathen, daß sie wieder an Kopfschmerzen leidet, ist er ver- sucht, ihr zu sagen:„Sieh', wenn Noemi Kopffchmerzen hatte, vergingen sie ihr, wenn ich ihr meine Hand auf die Stirn legte," und wenn er Timea's Liebling, das weiße Kätzchen, erblickt, schwebt es ihm auf den Lippen, dasselbe mit den Worten anzurufen:„Ei, Narcisia, wo hast Du Deine Herrin gelassen?" Er hatte aber alle Ursache, auf seiner Hut zu sein, denn im Hause war ein Wesen, das mit Argusaugen nicht nur Timea, sondern auch ihn bewachte. Es konnte von Athalie nicht unbemerkt bleiben, daß Timar, seitdem er zurück- gekehrt, nicht mehr so trübsinnig war, wie früher. Jeder- mann siel es auf, wie gut er aussah. Dahinter muß doch ein Geheimniß stecken. Und Athalie konnte nicht ver- tragen, daß Jemand in diesem Hause glücklich sei. Wo hat er sein Glück sich gestohlen? Warum leidet er nicht so, wie sie ihn leiden sehen möchten? Das Geschäft geht sehr gut. Im ersten Monat des neuen Jahres trafen überseeische Nachrichten ein. Die Mehl- sendung ist glücklich angelangt und der Erfolg vollständig. Das ungarische Mehl hat sich in Südamerika ein solches! Unmöglichkeit machen werden. Man wird neue und hu- manere Formen unter den Kulturvölkern finden, um zu rivalisiren. Aber wann? Leider steht zu befürchten, daß die europäische Konstella- tion sich noch einmal so ungünstig gestaltet, daß es zu einem Zusammenstoß kommt, und daß dieser unglückliche Welttheil die Schrecken eines großen Krieges noch einmal durch- kosten muß! Me Mlsinnlgen und die SstztoldmoWle. DaS Organ der Oldenburger Freifinnigen, die„Neue Leitung", brachte in der Sonnabendnummer einen Leitartikel, jedenfalls aus der Feder iraend eines freisinnigen Bank- direktors, welcher sich mit den Sozialdemokraten beschäftigt. Es gehört nun einmal zu den Gepflogenheiten der freisinnigen Be- kämpfer der Sozialdemokratie, alle„vernünftigen" Forderungen der letzteren einfach als uralte deutsch-sieisinniae Forderungen hinzustellen und den verbleibenden Rest dann als„Utopien" zu bezeichnen. Nicht minder leicht macht sich der Artikelschreiber der„Neuen Zeitung" die Sache. Ihm scheint es in die Krone gefahren zu sein, dafi die Sozialdemokratie auch in Oldenburg immer mehr Boden gewinnt und besonders schwer muß ibm die letzte Versammlung behufs Berichterstattung über den Pariser Kongreß im Magen liegen, bei der die übliche Taktik des Saalablreibens ihre Wirkung versagte, deshalb suchte er nun auf den recht objektiven Bericht der„Neuen Zeitung" allerlei unwahre und verdreherische Rekapitulationen zu pfropfen. Hören wir einmal, was nach dem Artikelschreiber die Sozial- demokraten eigentlich wollen:„Was wollen eigentlich die Sozial- bemokraten, fragte mich kürzlich ein Arbeiter, welchem sein Meister vorwarf, daß er Sozialdemokrat sei, weil er im Verein mit anderen Kollegen mehr Lohn forderte, eine Bezeichnung. die manch kopfloser Meister macht, ohne selbst zu wissen, was ein Sozialdemokrat ist und will. Ich antwortete dem Arbeiter:„Die Sozialdemokraten wollen„angeblich" die Verbesserung des Looses der Arbeiter, wie viele andere Parteien, insbesondere die freifinnige Partei, der Unterschied liegt nur darin, daß die anderen Parteien sagen:„Wie?" wahrend die Sozialdemokraten das„Wie" ver- schweigen. Das ist das ganze Geheimniß der heutigen sozialdemokra- tischen Bewegung.— Infolge der Ausnahmegesetze und der Knebelung der sozialdemokratischen Presse haben die Sozial- demokraten es gelernt, au« ihrem Programm ein Mysterium zu machen und auf Grund dieses Mysteriums gewinnen sie ihre Anhänger." So der Artikelschreiber der„Neuen Zeitung". Das ist ja klar und deutlich gesprochen. Aber eines wird uns der Artikelschreiber doch zugeben müssen, daß, wenn er selbst wirklich so unwissend ist, die Forderungen der Sozial- demokratie nicht zu kennen, er doch kein Recht hat, kurzweg auch den Anbängern der Sozialdemokratie diese Kenntniß ab- zusprechen. Wir wollen nicht darüber streiten, ob auch die frei- sinnige Partei das Laos der Arbeiter„angeblich" bessern will, das Eine steht aber fest, daß sie sowohl als die„anderen Renommee erworben, daß man jetzt auch das inländische Mehl als ungarisches verkauft. Der österreichische Konsul in Brasilien beeilte sich, seine Regierung von dieser wich- tigen Errungenschaft in Kenntniß zu setzen, durch welche der Handel ins Ausland mit einem wichtigen Ausfuhrarttkel vermehrt wurde. Die Folge davon war� daß Timar den königlichen Rathstitel und zugleich das Kleinkreuz des St. Stephansvrdens erhielt, als Anerkennung der Dienste, welche er auf dem Felde des Handels und der Volkswirthschaft dem Vaterland geleistet. Wie lachte der spöttische Dämon in seiner Brust, als man ihm den Verdienstorden an die Brust heftete und ihn „Herr Hofrath" titulirte.„Das verdankst Du zwei Frauen: Noemi und Timea." Nun, gleichviel! Auch die Entdeckung des Purpurs rührt ja daher, daß das Hündchen der Schönen eines verliebten Hirten eine Purpurschnecke gefressen und sich davon die Schnauze roth gefärbt hatte; deshalb ist der Purpur dennoch eine weltberühmte Waare geworden. Herr von Levesinczy fing nun erst recht in der Ach- tung der Komorner zu steigen an. Reich zu sein ist noch nicht genug. Wenn aber jemand auch königlicher Rath ist, dann kann man ihm schon den Respekt nicht ver- sagen. Jedermann beeilte sich, ihm zu gratuliren: die Behörden, die Zünfte, der Stadtmagistrat, das Prybyterium und die Geistlichkeit. Er empfig sie alle mit gnädiger Her- ablvssung. Auch unser Herr Johann Fabula kam, ihn zu beglückwünschen als Sprecher der Fischerzunft. Er war in der seinem Rang entsprechenden Gala erschienen. Auf dem kurzen Dolmany von dunkelblauem Seidentuch, den er trug, glänzten drei Reihen muschelfarbiger silberner Knöpfe, fo groß wie Haselnüsse, und von einer Schulter zur andern hing ihm eine handbreite silberne Kette mit einem großen Medaillon als Schloß, auf welches der Komorner Goldschmied den Kopf deS Julius Cäsar geprägt hatte. Auch die übrigen Mitglieder der Deputation waren in gleichem Staat. Da- Vartcien� bisher das.W'e?" fanz und gar schuldig geblieben sind, während gerade die Sozialdemokratie, weil sie das„Wie" mit unzweifelhafter Deutlichkeit angab, mit Hilfe der„angeb- lich" das Loos der Arbeiter bessern wollenden„freisinnigen" Partei durch ein Ausnahmegesetz geknebelt wurde. Und nun kommt dieser„Auch freisinnige" und raisonnirt, daß die Sozial- demokraten das„Wie" vcrichweigcn und infolge der mit freisinniger Hilfe bewerkstelligten— Knebelung der sozialdemokratischen Presse aus ihrem Programm ein Mysterium machen.— Das ist jedenfalls der Gipfel der Unverfrorenheit. Wir glauben, daß selbst innerhalb der durch das Sozialistengesetz gezogenen Grenze die Sozialdemokratie mit unzweifelhafter Klar- heit und Deutlichkeit ihr Programm verficht und nur das mangelhafte Verstöndniß gewisser Kreise ist daran Schuld, wenn diese das nicht begreifen. Die Arbeiter wissen sehr gut, was die Sozialdemokratie will, und wollen die freisinnigen Bankdirektoren oder sonstige Schlauberger cZ auch wissen, so mögen sie sich von den Arbeitern darüber Belehrung holen.— Wenn der Artikelschreiber weiterhin behauptet, daß die freifinnige Partei schon längst Arbciterschutzgesetze auf ihrem Programm habe und diese Forderung gar nicht einmal sozial- demokratischen Ursprungs fei, so wird ihm das erstere kein ver- nünftiger Mensch glauben, und das letztere ist einfach albern, weil es»och Niemanden eingefallen ist, eine solche Behauptung aufzustellen. Der Artikelschreiber möge sich doch einmal an seine Parteigenossen Eugen Richter, Baumbach, Hänel u. s. w. mit der Frage wenden, seit wann„Arbeiterschutzgesctze" auf dem Programm der freisinnigen Partei stehen. Vielleicht würde er aus der Antwort ersehen, daß seine Kenntniß des freisinnigen Programms gerade so viel zu wünschen übrig läßt, wie die des sozialdemokratischen, eS müßte denn sein, baß er bezüglich des ersteren wie des letzteren absichtlich und wissentlich die Unwahr- heit behauptet. Wir haben wenigstens von der Forderung von Arbeiterschutzzefctzen im Programm der deutschfreifinnigen Partei noch keine Spur gefunden und die Herren Richter, Baumbach zc. haben sich nock stets mit aller Entschiedenheit gegen solche Gesetze erklärt. Sie wollen von einer Beschränkung der Arbeitszeit und dergleichen nichts wissen, sondern alles„dem freien Spiel der wrrthschaftlichen Kräfte" überlassen, bei welchem Spiel der Arbeiter regel' mäßig als der wirthschaftlich Schwächere auch den Kürzeren zieht. Das ist die ganze Arbeiterfreundlichkcit der freisinnigen Partei. Wenn der Artikclschreiber behauptet, daß die Frage der übermäßig langen Arbeitszeit in verschiedenen Gewerben und andere ähnliche Mißstände in sozialdemokratischen Versamm- lungen gar nicht berührt, sondem immer nur auf die zu in- fzenirende Probedemonstration betreffs der achtstündigen Ar- beitszeit am 1. Mai hingewiesen wird u. s. w., so nehmen wir ihm das nicht übel, da er infolge der Methode, Arbeitcrver- sammlungen in Oldenburg durch Saalabtreiben unmöglich zu machen, noch keine Gelegenheit gehabt hat, solche Verlamm- lungen zu besuchen und infolge dessen auch nicht im Stande sein kann, über das, was in denselben diskutirt wird, ein Ur- theil zu fällen. Seine ganze Weisheit hat er aus der letzten, durch besondere günstige Umstände trotz der bekannten frei- sinnigen Taktik ermöglichten Versammlung geholt und daß er das so plötzlich im Ueberfluß Genossene nicht gleich ord- nungsmäßig verdauen kann, wird ihm Niemand verübeln. Diesem Umstand rechnen auch wir es zu gute, wenn er schreibt, der„eigentliche Leiter der letzten Versammlung führte den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit in einer bluttriefenden«„bluttriefenden" ist sehr gut:) Rede auS. Die Bourgeoisie, d. b. der selbstständige Gewerbetreibende, ist der wandelnde Geldsack und nur der„Arbeiter mit schwieliger Hand" ist der Repräsentant der Zivilisation— in diesem Falle würden die meisten Arbeiterführer nicht mehr zu den Arbeiter- Repräsentanten gehören, da die wenigsten von ihrer Arbeit Schmielen bekommen-" Nun, der Ariikelschreiber dürfte von seiner Arbeit ebenso- wenig Schwielen bekommen. Er ist aber ganz und gar auf dem Holzwege, wenn er meint, daß die Sozialdemokratie unter dem Begriff„Arbeiter" nur die„Arbeiter mit schwieliger tand" verstehe. Wohl in keinem anderen als im Sinne der ozialdemokratie hat das Wort„Arbeiter" einen so weitgehen- den Begriff, daß darunter Alle, die gesellschaftlich nutzbringend mit Hand oder Kopf thälig sind, eingereiht werden. Gerade die Gegner der Sozialdemokratie sind es, welche dem Worte „Arbeiter" gern jenen abgeschmackten engeren Begriff geben, den sie stets der Sozialdemokratie imputiren. Die Bourgeoisie ist es, welche sich nur zu gern und so schnell als mög- lich der Bezeichnung„Arbeiter" entziehen möchte— vielleicht im Vollgefühl dessen, daß sie zumeist diese Ehrenbezeichnung thatsächlich nicht verdient— und irgend ein klemeS, noch so obskures Titelchen der Bezeichnung Arbeiter oder der- gleichen vorzieht. Für wen anders sind denn die Tausende von zum The>l höchst zweifelhaften Titeln und Würden er- funden, als für die darnach heißhungrige Bourgeoisie, welche sich dann hinterher beklagt, daß man sie nicht als„Arbeiter" anerkennen will. mals gehörten silberne Knöpfe und Ketten noch zur Tracht der Komorner Schiffer. Es war Sitte die Gratulanten bei Tische zu behalten. Auch unserm Herrn Fabula widerfuhr diese Ehre. Herr Fabula war ein sehr aufrichtiger Mann, der frei von der Leber sprach. Als ihm der Wein die Zunge gelöst hatte, konnte er sich nicht enthalten, der gnädigen Frau zusagen, daß er, wie er sie das erste Mal als Fräu- lein gesehen, ninimer geglaubt hätte, sie werde eine wackere Hausfrau abgeben und die Gemahlin des Herrn von Leve- tinczy werden. Ja, er habe sich sogar vor ihr gefürchtet. Und sich, wie wunderbar ist die göttliche Vorsehung und wie kurzsichtig der Verstand des Menschen! Wie hat sich Alles zum Besten gewendet! Welches Glück herrscht in diesem Hause. Möchte nur die himmlische Vorsehung auch noch die Seufzer Derjenigen erhören, welche dem grund- gütigen Herrn von Levtintzy das Glück vom Himmel er- flehen, daß ihm ein neuer Gast herabgesandt werde in der Gestalt eines kleinen Engels. Timar deckte erschrocken sein Glas mit der Hand zu. Wenn dieser Wein alles ausplaudert, was man denkt, dann darf er keinen Tropfen mehr davon trinken. Ein Gedanke zuckte ihm durch die Seele:„Ein solches Gebet könnte auch eine unerwartete Lösung finden." Unser Herr Fabula begnügte sich aber nicht damit, Gutes zu wünschen, er glaubte auch noch einen praktischen Rath hinzufügen zu müssm.„Ja freilrch. der gnädige Herr strapazirt sich zu viel. Das taugt nichts. Der Mensch lebt nur einmal und zu was lebt man denn? Ich, meiner Treue, würde ein so herrliches, schönes Frauchen nicht allein lassen. Aber wer kann dafür, wenn es dem gnädigen Herrn auf den Sohlen brennt. Immer zerbricht er sich den Kopf mit etwas Neuem und überall will er selbst dabei sein. Darum gelingt auch Alles, was er angreift. Wer in der Welt wäre wohl auf den Einfall gekommen, aus Ungarn Mehl nach Brasilien zu schicken? Um die Wahrheit zu gestehen, als ich'S hörte— bitte um Entschuldigung für die Grobheit, aber ich kann'S nicht verschweigen— da dachte ich bei mir selber, unser gnädiger Herr hat wohl den Verstand verloren, daß er Mehl schickt, ans andere Ende der Von pyramidaler Unwissenheit dcS ArtikelkchreiberS zeupt es auch, wenn er der Meinung Ausdruck gicbt, der Sozial- dcmokratie sei es gar nicht um Beseitigung des Einzelelends zu tbun;„sie brauche eine miserg plebs, um den Haß gegen die Ausbeulung des Kapitals(soll wohl heißen„durcki das Kapital") zu schüren." Daß die Beseitigung des Einzelelends unter der kapitalistischen Herrschaft nicht möglich ist, sondern dasselbe nur mit der Beseitigung des Gesammtelcnds ver- schwinden konn,� halten wir für selbstverständlich, nichtsdesto- weniger ist dre Sozialdemokratie bestrebt, auch unter den gegen- wärtlgen Umständen das aus denselben erwachsende Elend zu mildern. Nicht eine wiaera plebs ist die beste Gefolgschaft der Sozialdemokratie, sondern eine selbstbewußte, frische und elastische Arbeitermasse. Der Sozialdemokratie kann nur daran gelegen sein, die Arbeiter unter den herrschenden Verhältnissen in ihrer Lage so viel als mögl'ch zu heben, damit sie wider- standsfäbiger und aktionSfähiger werden. Verelendete Arbeitermassen raffen sich nur selten zu energischem Handeln auf, aber gerade die besser situirten Arbeiter— man betrachte nur Hamburg, Berlin und so weiter— marschiren in den ersten Reihen der sozialdemokratischen Be- wegung. Was wirklich dazu angetban ist, die Lage der Ar- beiier zu bessern, wird daher von der Sozialdemokratie im eigen- sten Interesse freudig begrüßt werden, auch wenn es von geg- neriscder Seite kommt. Der Arnkelschreiber sagt zum Schluß:„Die sozialdemo- kratische Partei ist eine politische Partei wie jede andere, die mit Ausnahmegesetzen und Polizei nicht mundtodt zu mackren ist, deshalb muß man sie als gleichberechtigte Partei ansehen und ihre Ziele offen bekämpfen, dann müssen auch sie offen Farbe bekennen; dann wird es ihnen auch nicht gelingen, unter falscher Flagge Rekruten zu werben. Nicht alle Arbeiter find Sozialdemokraten und die wenigsten sozialdemokratischen Führer find Arbeiter." Das heißt die Heuchelei auf die Spitze treiben. Erst für Ausnahmegesetze ogitiren und dann sich über die Wirkung der- selben beklagen. Das ist allerdings echt„freisinnig" und wir verlieren darüber weiter kein Wort, ebenso wenig wie wir uns über die Arbeiterqualifikation der sozialdemokratischen Führer mit dem Artikelschreiber auseinandersetzen können, da er davon absolut nichts versteht. Jedenfalls hat die freisinnige Partei, die lediglich nur noch auf sozialdemokratischen Krücken ins Par- lament humpelt, am allerwenigsten Berechtigung, sich allzu an- maßend über die Sozialdemokratie zu äußern. („Nordd. Volksbl.") polikisrsze Aebevflchk. R«sst>che Kniffe. Da es mit den„Türkengreueln" in Kreta nicht gehen will, weil diese Insel etwas zu nahe ist und zu leicht überschaut werden kann, so hat man sich nun SukkurS m dem abgelegenen und schwer zugänglichen Armenien ge- sucht. Und um den„armenischen Greueln" Absatz beim Publikum zu verschaffen, hat man die sich eines guten Rufs erfreuende Firma Gladstone und Komp. mit dem Vertrieb des Artikels betraut. Gladstone'S Name soll der verdächtigen Waare ihre Anrüchigkeit nehmen. ES sind auch schon vrele deutsche Zeitungen auf den Schwindel hineingefallen. Zur Ausklärung sei nun Folgendes erwähnt: Trotz seiner eigenthümlichen Wandlungen und vieler sehr fragwürdiger Handlungen, ist Gladstone unstreitig ein höchst eyrenwerther Mann, und auch ein Mann von großem Talent und Scharfsinn. Allein— von Anderen abgesehen— hat er drei Schwächen: l) er ist zu leichtgläubig; 2) er hat eine grimmige Wutb auf die Türken und entsprechende Verehrung für Rußland, dessen heilige Mrsfion es ist„den unhei« ligen Türken" aus Europa und wo möglich aus der ganzen Welt hinauszuwerfen; und 3) haßt er die Toryregieruna mit einem Haß, der ihn blind macht in Bezug auf die Wahl der Mittel zur Beseitigung der Regierung. Die Thatsache, daß die jetzige Toryregierung durch ein Aufrollen der orientalischen Frage in Verlegenheit gesetzt wurde, genügt für Gladstone, die Aufrollung zu versuchen. Sein Haß gegen Lord Salisbury vereinigt sich mit seinem Haß gegen die „unheiligen" Türken, und sintemalen Herr Gladstone alles glaubt, was diesem feinem Doppelhaß Wasser auf die Mühle ist— namentlich wenn es von der einst schöne», jetzt freilich runzlichen Madame Nowikoff, der koketten russischen Regie- rungs-Agentin alias Spionin— erzählt wird, so hat er ohne Bedenken und bona tiäe den Vertrieb der„armenischen Greuel" für russische Rechnung übernommen— mit eben solcher bona fides wie vor 12 Jahren die„bulgari- fcken Greuel", von denen heule Jedermann, mit alleiniger Ausnahme des Herrn Gladstone, auf's Genaueste weiß, daß sie Ins auf die letzte mißhandelte Christin und die letzte aus dem Chnstenstall geholte Kuh erlogen waren, wie die französischen„Bretterbuden" unserer FaschmgSwahl. Und die fürchterlichen Thaten des„Mousa", die uns Gladstone Welt, bis es hinkommt, wird lauter Kleister daraus; dort aber wächst in ganzen Wäldern Brot auf den großen Bäumen und auf den kleinen natürlich Semmel! Und nun sehe einer her, welche Ehre wir uns damit geholt haben. Aber freilich wo der Herr überall selbst nach- sieht...!" Das war nun Michael gegenüber eine unwillkommene Ironie, welche dieser nicht ohne Gegenrede lassen konnte. „Mein lieber Johann, wenn das die Ursache des Gelingens war, dann mußt Du schon Dein ganzes Lob gegen meine Frau richten, denn sie war es, welche überall nachsah." „O gewiß, allen Respeckt vor den Tugenden der gnädigen Frau, sagte Fabula; aber mit Verlaub des gnädigen Herrn, was"ich weiß, das weis ich. Ich weiß recht gut, wo der gnädige Herr den ganzen Sommer über gewesen ist." Michael fühlte, wie die Haare vor Schreck ihm zu Berge standen. Sollte dieser Mensch wissen, wo er ge- wesen? Das wäre schrecklich. Michael blinzelte mit einem Auge über das gehobene Glas zu ihm hinüber. „Nun, soll ich der gnädigen Frau sagen, wo der gnädige Herr den ganzen Sommer über gewesen ist? Soll rch's verrathen?" Timar fühlte sich vor Schreck in allen Gliedern ge- lähmt. Athalie hatte ihre Augen auf sein Gesicht geheftet; er durfte nicht mit einer Miene verrathen, daß ihn die Rede des weinseligen Schwätzers in Verwirrung brachte. „Nun, so sag' es doch, Johann, wo ich gewesen bin?" sprach er mit erzwungener Ruhe. „Gut denn, so will rch's sagen, und Sie verklagen bei der gnädigen Frau!" rief Johann Fabula, sein Glas auf den Tisch stellend.„Der gnädige Herr ist durchgegangen von uns, ohne Jemandem ern Wort zu sagen. Er hat sich ganz im Geheimen au� ein Schiff gesetzt und ist überge- fahren nach Brasilien. Er selber war in Amerika und hat dort Alles in Ordnung gebracht. Und darum sind die Dinge so gut gegangen." Timar sah den beiden Frauen inS Gesicht. Auf Timea's Zügen spiegelte sich banges Staunen ab; Athalie sah ärgerlich aus. Sie selber glaubte ebenso sicher auf die Autorität seiner runzlichen Egcria erzählt bat? fanden sich schon Wort für Wort unter den„Lulgari a Greueln", nur daß„Moufa" und die Ortichaiten. wo er mals den Russen seine papiernen Dienste leistete, etwas a■ Namen hatten. Daß solche Scheusale die Nainen wechicw, ja bekanntlich nichis Seltenes.„ Mit der Dauer de» Ausstande» der Dockarbeiter geräth dre„Nordd. Allg. Zw-" ss1 � Größere Errepung. Daß ausqesprochene Soz'amien Führung der Bewegung in die Hand genommen, laßt'w Herz nrcht zur Ruhe kommen. Ganz unglücklich ra gl darüber, daß die englische Regierung und die Bourgeorn furchtbare Gefahr, die daraus für den Bestand deS engl. Staats und der englischen Gesellschaft entsteht, daß n, an der Spitze großer ArbcilerauSstände stehen, 0� nifl, kennen wollen. Es ist ober auch zu fatal, daß nrchi er" ein kleiner Krawall, nach dem die„Nordd." sich sehrrt wi angeschossener Hirsch nach frischem Wasser, sich einstellen � damit Polizei und Militär zu thun bekommen uno Kassandrarufe der„Nordd." eine Bestätigung sinben. sozialdemokratischen Führer in England verstehen genau lo, wie sine in Drutschland, den Arbeitern klar zu wo« � daß Ausschreitungen ihre Bestrebungen diskrrdrttren- � darum gicht es für die noch Ausnabmegefetze tulwn Scribifoxe der offiziösen Presse so wenig Material für>?» sichten., i,«, „Mir Sachs«« sein helle", sogar hellsichtig oder, sehend. Von dem sonderbaren Vorgehen der Lcrpz'gor p � gegen die Maurer, denen jede Versammlung verboten weil dieselbe„voraussichtlich" zur Gründung eines fl widrigen Vereins benutzt würde, haben wir schon 0€wr V Jetzt ist genau dasselbe den Leipziger Tischlern widertayre. � sich nicht mehr vrrsamme'n dürfen, weil die hellsichtige\ � weiß, daß sie einen unpesetzlrchen Verein gründen wollen- scheint in dieser Hellsichrigkeit also Methode zu sein.— j Cin sehr gelungener Kericht über die am 28.»"»J zu Frankfurt a. M. ftaligefundene Generalversammlung� „Vereins deutscher Eisengießereien" geht der Elberfelder � Presse" von einem gelegentlichen Korrespondenten zu.® trifft zunächst den Bericht des Ausschusses a« � Generalversammlung. DaS Ärbeiterblatt ru aber an, daß ihm auch über die angekündigten„verirau, Berathungen behufs Abwehr un berechtigtcr Ar bcits- Ein stell» weiterer Bericht zugehen werde.— Was den Bericht des' f(( schusseS betrifft, so behandelt er zunächst die„Kli»iUUS � Sozialreform", das Alters- und Jnvatidengesk«, sprecht die„tieseinschneidende Wichtigkeit desselben,� es aber„zwecklos, an den einzelnen Bestimmungen K" � üben." Eine Ahnung dämmert dem Ausschuß ober S er stellt es als zwerfelhast hin, ob das Gesetz im Siav � den„sozialen Frieden in Wahrheit zu bringen", sicher ifirn trotzdem,„daß das Gesetz den Eisenrndustnellen�»� * en der f?1' Obei 2 Herr 3 Eisende. ["i man tornb Opfer auferlegt hübsch sich das anhört „In ausgleichender Gerechtigkeit'.ju, . ort— b offen daher die Eisenindum„ „auf weitgehende Berücksichtigung aut. Gebiete zoll- und b a n d e ls p o' i tisch er Ge g e b u n g." Herßt ein Geschäft; das trockene Brot der A' � Versicherung für die Arbeiter, die dicke Speckseite noch Eingangszölle auf Ersen für die Fabrikanten!„Ein�� �.«-tional s-ch d- nÄ» , dl Ml l' Sit Vertreters ver oen Anträgen auf oen„ er r o e r r er i Betreff der freien Verwendung der Ärbf.� kraft", soweit es über das durch„das öffentliche solut gebotene Maß nicht hinausgeht", nach Gebühr 0�M<>' Daher weg mit den Anträgen in Bezug auf den arbeitstag und auf die„Regelung" der Sonntags. �—-!jt*- s"—- lebe Das paßt uns nicht in den Kram: es iev- � schrankenlose AusbeutungSrccht. Die Emführung g e tt-.., Itchet Schiedsgerichte erscheint dagegen denf�. industriellen einer ernsten Erwägung werth, zumal tocv* � selben die gefllrchteten Streiks beseitigen belfen u«®„ Arbeiter nicht das Uebergewicht bekommen. Es war zusehen, daß die Erweiterung des Eisend«� netzes und die Beschaffung weiterer Eisenbahnwag�, größerer Zahl von den Eisengewaltigen freudig begrüßt«... haben sie doch den größten Vortheil davon. Die Fo�yii st r e i k S in Hamburg, Braunschwcig und Flensburg rjf dem Ausschuß Veranlassung gegeben, wieder einmal y.jf Lied von den Ausschreibungen der durch„sozialdemmw� Agitatoren infizirten Fachvereine" zu reden..Die Senoffen" der deutschen Elsenindustriellen sind durch dw huß über„diese Bewegung auf dem Laufenden crd� worden. Der Ausschuß sah sich veranlaßt,„die Mittel � wehr einzuleiten und nachdrücklich zur Ausführung zrr brin0�> zur Bekämpfung der immer drohender auftretenden Gefahr' halbmüsse auch die„erweiterte Generalversammlung" den erw* � Zweck erreichen,„die Brldung eines umfassenden zur Abwehr unberechtigter ArbeitSernstellungen". Die M' Ii löge wurde als durchaus günstig bezeichnet(glaubens 6 � Die Bemühungen der Vereinsleitung, einen a l l a e m r' S s- an auf<> und die Wahrheit des von Johann Fabula Märchens, wie dieser selbst daran glaubte Kopf dafür zum Pfand gesetzt hätte. Endlich lächelte auch Timar mit geheimnisvoller zu der Geschichte. Nunmehr war er schon Derjenige, log, und nicht Johann Fabula. Der Goldmann lügen, immer lügen. (Fortsetzung folgt.) I'i » in Br H n> unbra! St H-'ber de y» Anz "anlen Ö."»setzt, Si'�inuntat Wunden u W-t. T smi,®Q0«n die '-ffeht. Aus läunfl und Eine Eeploston von Fe« ern» erks Körper» hjjLjl Sonntag in St. Pauli(Hamburg) eine entsetzliche KatoT� herbeigelührt. In der 2. Erichstraße Nr. 23, zweite wohnt der Feuerwerker Joseph Hecht, welcher, nach V einiger Anwohner, Feuerwerkskörper in seiner Wohnung fertigt haben soll. Sonntag Rachmittag erfolgte nt*.«et», furchtbares Gciöfe, von einer Explosion von Feuerwerksio.� uhetc'( herrührend, wodurch Fenster zertrümmert und das 0an«c W e nlernant bis zum Grunde erschüttert wurde. Nachbarn und Be« J k Jrnhrej- des Hauses eilten zu der Unglücksstätte. Dort tag H��e�«»hr verrnurl folge vielfach erlittener Brandwunden verstorben. we« starker halte sich als Folge der Katastrophe noch ein beklag-ns«.� � t.°er Pw Fall ereignet. Das in der dritten Etage über Hecht w»?. L°ie Räum, 28 Jahre alte Mädchen Namens Kheil wurde dur«�«z,, Zschine u Explosion so erschreckt, daß es sich aus dem Fenster Schienen Hofe hinabstürzte. Hier fand man die Unglücklrche' rLaMttnoen WM' N tz Wuch iWlC tote(S Pockes Sn Sin � Natt l'�Qn~a0Cr .jfesif 'A Xt�.Sunbi d K'Z Sf Nnt" Gefährlich verletzt und bewußtlos vor;----------- Besöderung ins Krankenhaus, wohin auch die Ehelen«� geschafft wurden, ist dieselbe dort verstorben. Letzlere by sich in sehr bedenklichen Zustande. Die Feuersgefahr bald beseitigt. Jf Große» Unheil hat«w brennender Waggon auf Bahnhof WcyerSberg bei Solingen ang� � Don traf am 1. d. M. em Waggon mit Petroleum rt� cher unterwegs in Brand gerathen war. Derselbe schleunigst ausrangirt und auf cm vereinzeltes Geleite 0' damit das Feuer sich nicht auch auf die anderen Wage„ dehnte, von denen bereits drei durch die umherschl and ht, le klgoriHa wo er ta- »öS anirt oech/el», iß (ouitnrr in umrer 'liften tut §/ lirtblef ift fit aber ■rgeoifie Mr >' rngliider Somüiet r nicht f» licht nmc'- nt, wie tu fl eilen wS 7 uni /I« aber. Tie n f5 etat Ci II*,u f � l a g herbeizuführen(soll heißen PrciSschlebung i,>., Eisenrinst). halten leider nicht den ßcamnschlMv Er- i,,8'.';) Simelne Gruppen erzielten aber doch l rclp. 2 M. »'M Kilo Preisausschlakt(ivovon den Arbeitern nichts zu Der weitere Bericht der Ausschusses zeigt uns r Mugliederzahl des Vereins von 1l4 Eisengewalngen, und . ,°!m Jahresabschluß ist daS VereinSvermögen auf die ge- 'Me Summe von 289 M. 33 Pf.„gesunken"'. Bezeichnend jefahrlid) erscheint es uns, daß die Mitglieder des Vereins l'et'"i«i«„Genossen" gelten, zumal dies als sozialdemo- chnung dient und von manchem strebsamen LT-�-uvati bereits als Beweis einer„strafbaren Verbindung" '"wmet wurde. Verhöhttung der unbemittelten KinsTe». In zu iti«». ür ihres> 28. imlunji ibaM f>' 8 a J. w|l Ott kunw rertral nstellu»! ÜönMi» � aber A 0tflTiWli »er i.llen SA -hr l°ch T �'"-5 SprUlt�. Reg'� der Bergstraße haben am Sonntag, 1. Septmbr., »»ts tischen und badischen Nationalliberalen, verstärkt durch M°us Frankfurt a. M., eine Heerschau gehalten, bei welcher, /ein Darmstädter nationalliberalcs Blatt sich ausgedruckt hatte, nationale Gedanke zum Durchbruch kommen" sollte. Man »? sich danach auf große Dinge gefaßt machen, aber so nkftiS?' u>ie thatsächlich geleistet worden, hatte doch dre �tte Phantasie des besten KennerS unserer„Mannesseelen U»oraussehen können. Wir meinen nicht, in Bezug auf und Bier und sonstige Annehmlichkeiten, sondern auf die einzelnen Wortführer, vor Allem diejenige des Frank- >(§ Oberbürgermeisters Miquel. Man weiß ia langst, ? Herr Miquel beinahe so viel beweisen kann, wie der AUeS usende, aber jetzt sehr still gewordene Herr v. Gncist, aber , n man seine Auerbacher Rede liest, so muß man sagen, i?.MiqaeI hat sich selbst überlroffen. Rosiago d daS ge- K- � �üd, welches er von den Zuständen im Reich entwirft, ifluids ein kleines schwarzes Fleckchen, wie deren doch einzelne »tragende nationalliberale Organe in der letzten Znt z. B. �unserer Kolonialpolitik gefunden haben.� Nein, durch Herrn .> Brille betrachtet liegt alles in glänzcnd-schöner Rein- .a, nach Außen und nach Innen ist Alles auf das Beste leh-Ü" größere Wonne als je ist es heute,„im Reich Rftp," v.�"d, was das Merkwürdigste, das llnglaub- . n?. Ungeheuerlichste an dieser Leistung Miquel's: h,z ��lte Partie in dem hellen Bilde bildet das hilt. rf"Ullnder begünstigten", das heißt der unbe- Klassen! Sie haben von den Riesen- �Isck? n>'„ aus dem Füllhorn des Reiches sich über das ! Vlsn�« ergossen haben, daS Meiste bekommen, für ihre kiwi i um meisten geschehen! Ihnen, die, wie jüngst %eii q-ifru selbst zugestanden haben, den aller- q l �er Hunderte von Millionen an Zöllen auf noih- �uensmittel aufbringen müssen, welche das Reich uns 'siiick-r' ss>uen, auf die gerade jetzt die Rnlhenstreiche dieser �(„/''llmmgen" in Gestalt kaum erträglicher Steigerung der it ii>OÄ"-,su wuchtig hernieder sausen, ihnen zu sagen, daß q d,. �uhlfahrt am meisten gesorgt worden sei, das ist wahr- sjhx. uknkbar blutigste Hohn, ein arger Uebermuth, der sich 9» n'püter an seinen Urhebern rächen wird. Neben ?l»ick des Herrn Miquel erscheint es, so ungeheuerlich ZV-??, ist, beinahe nebensächlich, wenn er behauptet, � Reich— das Reich der Schutzzölle!— habe dem «öe hLUn° Verkehr nach innen und außen Luft und Freiheit, «afn llkwerblichen Arbeit freie Bahn, gleiche Lebcnsbedin- z.? geschaffen— etwa durch die JnnungSprivilegien ihi*"}e Verkehrs- und Niederlassungsfreiheit eingeführt— m SK ( leb- ae»! K den ,1 wen» � in Uvt war Mwagts lrub-< ForÄ- bürg fjr ml d-s' xmoj'ffi e X ch dcnI n crÄ itt-liÄ lefoh� Jen erstm� n V-rb?«' iie bens 3 ernt. lfm verschwindet, wie gesagt, beinahe vor der �Nn�-�n Protest aller Mühseligen und Beladcnen heraus d Behauptung, daß die Reichspolitik, � die Bahnen wandelt, welche den .ller je Ift*. Aus! Ö'' ti. die nun seit nolhleidenden" Groß- «�""tntzern gefallen, den größten Theil ihrer Fürsorge den ■* bemittelten Klassen zugewendet habe. ter L�lgende Episode, welche von dem Solidaritätsgefühl '�ckNever Arbeiter das beste Zeugniß ablegt, theilt das «st Me Wochenblatt" mit: Die Brauerei Reisewitz, welche, �aal n t Vorfall sich abspielte, den Arbeitern ihren sttitt-«, nicht geöffnet hatte, ließ einige bauliche Repa- bltas. vornehmen. Die hierbei beschäftigten Bauhandwcrker "�nbfi Un zwar das Reisewitzer Bier, soweit es ihnen gratis �fen wurde: sowie sie aber in die Lage kamen, sich Bier �>en iSw müssen, holten sie sich GambrinuSbicr. Dieses Ver- stty ijbjt Arbeiter flößte dem Direktor der Brauerei nicht ge- »Uttnit"g vor den sozialdemokratischen Arbeitern ein, und �. Umstände ist es mit zu danken, daß dieser Saal für die isti»-? w schnell geöffnet wurde. Die Brauerei wird es auch Ana zu bereuen haben. Wiifir nicht das Anstand, sondern die Bevölkerung K e» c bä die Zölle auf noihwendige Lebensmittel zu tragen ftr �vlindet man, wie man der„Frf. Ztg." schreibt, auch an tit, �Uandisch-westsälischen Grenze. Speck kostet in Holland zzs Njbezirk 50 Ps. pro Pfund, dieseits der Grenze 85 bis Holland ist auch beispielsweise gewöhnliches st,(Pumpernickel) 5 Pf. pro Pfund und Weizenbrot stssf�JJ 33 /, pCt. billiger als hier. Daß bei solchen Preis- vzen von der Arbeiterbevölkerung eine wahre Völker- beschädigt worden waren. Von dem brennenden und seinem Inhalt wurde natürlich nichm gerettet � der I einem �nyan rputuc uuiuma; mv4v«»v», w. S* ut sehr groß, da daS dem Wagen entfließende bren Petroleum auch die Bahnschwellen in großem '»W3 m Brand setzte, die Schimen total ausglühte und stt n?-""brauchbar machte. Die Entstehung des Feuers ist , zM aufgeklärt. Jir jf?** dr» EifenbastnunfaU bei Düstrldarf berichtet std LPs- Anz.": Am Sonntag Mitlag wurden die Bewohner Mtn»"anten der Friedrichs straße in eine ungeheuere Auf- versetzt, indem sich dort an derselben Stelle derselbe sttlg�°linunjall wiederholte, welcher im Anfange der 70er Jahre iSot? n und seitdem eine gewisse histonsche Berühmtheit l- Der um 12k Uhr fällige Exoreßzug nach Berlin » hat? voller Kraft durch den Bahnhof, zertrümmerte den ?sti: Vrellbock, durchbrach die Mauer mit Gitter und fuhr �[S ceF die Friedrichstrabe bis auf das Trottoir im Rhemi- SiSi'®,e �lraße war durch die Lokomotive und die >n hinter ihr in ihrer ganzen Breite abgesperrt. odv"�I"U die Frequenz dieser Straße um diese Tageszeit in rtStrj\ ßieht, so ist es fast ein Wunder zu nennen, daß intt �?-"berfahren worden ist. Auch von den Passagieren nteiv�?°!jvs,"?iemand verletzt und vom Zugpersonal nur der Loko- öeä'je � den? Den Schrecken der Zuginsaffen aber kann man war' t tist h' Von einem Mitreisenden wurde uns erzählt, daß berfi�ij 3ua an dem Stationsgebäude hindurchfuhr, eine ? stz-��ulhend, auf die Sitzbank sprang; dann erfolgte M, z Q�et Stoß, als die Maschine die Hindernisse durch- wob"� r1 a3Cn nodm aber keinerlei Schaden. Sosort wur- dur�O I.? 3D)ntiiQumunaSQt bellen in Angriff genommen. Man hob noä j y* tzMue und die Wagen vermittelst Winden emvor und - lrdÄ tpijck,»?'�uen unter, um auf ihnen den Zug in den Bahnhof %~"""- m m*/ c'3'/ bk""er to•-.....—... wieder frei. Ute zHI»,'d � oPucht des Anpralls geben die Trümmer der Mauer brn�I stllb�� wie Glas zersplitterten Eisenstücke des umgerannten jj�mgen. Gegen 7 Uhr war die Straße l�.wiM__| Jfl| "�vckes Zeugniß? Sif.?1 Lattonalmusseum von Kudapek befindet sich seit M/., Jagen ein höchst intereffanter Goldsund, den man in flu. 9»=Kn.2t... w. in h„4(üehiet»ur >t ausgegraben. Er gehört in das Gebiet zur Ä-J- Kunstiechmk der Völkerwanderung und übertristt alle Funde dieser Art in Bakad(Ungarn) und Metrola �«ni�de dieser Art m Bakad(Ungarn) und Petrosa st A sein-»"°ch, mehr als durch feine künstlerische Schönhe-t, dt.?'3»?.!? Reichthum. Das germanische Element, welches sich 9>-r--" wiesen und ermahnt, sich solidarisch zu erklären und Itta». Mann, Schulter an Schulter zu stehen, um ruhig, KP a)i,n klar, geraden Blickes das gesteckte Ziel auch zu erreichen. stehe anders als im Jahre 1882, man stehe in einer erfieulichen, kräftigen Einigkeit da. Man wisse HeuteJ�i damals, welches Ziel man verfolgen wolle: dafür vorg tragen, daß ein menschenwürdiges Dasein auch von dein � Schweiße seines Angesichts Arbeitenden geführt werden i und könne. Gesunde Wohnung, kräftige Kost und gute- tilation müßten unbedingt gefordert werden, wolle nian � vatter Tod aus den Werkstätten der Feilenhauer, in � sich mit Vorliebe bewege, vertreiben. Man dürfe si« von keiner Seite beeinflussen lassen. Die Meister hätten o ficht, einen Ven/m zu gründen, um die Arbeiter zu unt«oi' t Da gelte--:-1- 1----- 0'.....-"" v-"«>*"» und Tod. Krause,*♦.».--•. � gleichem Sinne.— Nachdem noch beschlossen worden, kommenden Freitag, 6. d.M. Nachmittags von 2—4 Uyri Streikende auf dem Bureau bei Jakob, LindowerstravCi r Zweck der Kontrole melden solle, schloß die Versammlung- zehalsigen und übertreibenden Arnret>> .Ztg." und„Verl. Presse". Es ward dem W» igen Ablers mit feurigen Worten daraut 0» � Theater. von Freitag, denk. September. Keine Vorstellung. Schpmkpirlhaus. Olhello, der Mohr Venedig. Zeutsch e« Theater. Dämmerung. Fruhlmg im Winter.(Zuimus Horatius FUccus. Zwei Taube. Fefftug-Theatee. Fcdora. - Hg ilhel«, städtische» Theater. Die Fledermaus. Die blaue Grotte. Vor- Fernande. Stanley in Afrika. Der Trompeter von Professor Klint WaAuer-Theater. her: Endlieb. Kestdeuz-THeater. vstend- Theater. Säkkingen. . Theater. (Svärfar). KSaigstädttsche» Theater. Die Kunstreiter. «*. II«««atcv. Der Waffenschmied. Ieatral-Theater. Leichtes Blut. «Krnk-Theater. Flotte Weiber. Gedr. Richter'» UariötS. Spezialitäten- Vorstellung. Keich»hallen- Theater. Gr. Spezialitäten- Vorstellung._ Kerlmer Theater. Freitag, 6. September: 1. Abonnements-Vorst.: Der Schwabenstreich. Sonnabend, 7. September: CvriolanuS. Sonntag. 8. September: Der Schwabenstretch. Nerei« zur Wahrung der Interesse« der Tischler. Versammlung. am Sonnabeiid. den 7. Septbr., AbdS. 8� Uhr, im Lokale des Herrn»loth, Dresdenerstr. 10. Tages ordnung: 1. Vortrag des Herrn Türk über die Arbeiter- bewegimg und die moderne Poesie. 2. Verschiedenes. 1379 Der Vor st and. zchsmiil her Rohrleger. Sonnlag, den 8. Septbr., Vormittags in Aeuerstetu'S Salon, Alte Jako' Nersammlung. 11 Uhr, raße 75: Tagesordnun.. 1. Vortrag des Herrn C. Pirch über: Jnter- nationale Fabrikgesetzgebung. 2. Wahl eines 1. Vorsitzenden. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Feagekasten. Um zahlreiches Ecjcheinen ersucht 1376 D e r V o r st a n d. Große WkoWomlW keute, Freitag, den 6. September, Abends 8 8�0 im„Elysium", Landsberger Allee 39— 4f« Tages. Ordnung:«„M l. Wie stellen sich die Arbeiter Berlins zu der Redaktion und den Verlag des„»vSS Volks blatt." Referent Herr Otto Heindork. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Arbeiters, vünkllich zu erscheinen. 1384 Der Einberufer: Paul Meyer. Weberstraße 1� 10« G aufzi �■usuchc wir! L-®,ne �•«tielos , D,e st ä'" S 'waortr k.®,e 5 �närblt '««X) M ffiouttfnulflliie in jeder Preislage! Hasencgever' . Geschäft: Chanffeestraße 49/50, 2. Geschäft: Kr««uenflraSe Ecke der Anklamerstraße. Den Parteigenossen bei Bedarf bestens empfohlen! Dami Echlu «S fo > Fachverein der Kernmacher und verwandter Kerufsgen. paflag»� 1 Gr. 9 M.— 10 A. In dieser Woche: Reu! m. Cyel.: Parrser WeU- Ausstellung Interessante Erinnerungen aus dem Fatdzug 1870/71. Im AuSstellungSpark: 2. Eyel.: Pariser Meltau« stellmrg. M««eise 20 Pf.. Kind nur 10 Pf. Adonn. H Othirv I M. Kerlin» und Umgegend. Sonnabend, den 7. September, AbdS. 8i Uhr, im Lokal deS Herrn Sehrt, Prinzenstraße 106, Ko» sammlung. Von der Reise zurückgekehrt 1383 Dr. Arendt, PotSdamerstr. 65. Ich bin von der Reise zurückgekehrt. 1387 Dr. A. Blaschkow. TageS ordnung: 1. Vortrag des Herrn Werner. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekasten. 1378 Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. "Dolks-Iremdwörteröuch von MUhelm Webknecht. Sechste Auflage.— Erscheint in 12 Lieferungen h 20 Pfg. Zu beziehen durch die GrpedMo«, Zimmerstraffe Ur. 44. iSophaöezüge! Neste von 3tz— 5 Meter spottbillig. Emil Lef�vre, Graut enttr. 158. Fachverein der Putzer Berlins. Mitglieder- Persammlaug am Sonnlag, den 8. September, Vormittags 11 Uhr, im Lokal des Herrn Linde, Neue Schönhauferstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Soll der vom vorigen Jahre zurückge- stellte Rechenkursus für Mitglieder im Oktober d. I. beginnen event. Einzeich- nung in die hierzu aufgelegten Listen. 2. Bericht über die Lokaifrage. 3. Vereinsangelegen Herten. Verschiedenes und Fragedeaniwortung. 13371 Der vorstand. Alten echien Nordhäufer, erkl. Fl. M. 0,75 Augd-rtiqueur. hochfein, exkl. Fl..„ 0,90 Tdee-Rum. ganz vorzüglich, exkl. F.„ 2.00 »a«vn-Rum Oiiginalflasche, exkl. Fl.. IM Esitsu Keil, Ssosthi nftr. 12 a. d. Rosenthalerstr. Gefchäfleschluß AbdS.8Uhr, Sonnt. Mittag« lUhr. Vttck her Kiisther Berlitls. (Tischler). Tonntag, den 8. Septbr., Vormitt. 10t Uhr, Reue Friednchstraße 44, Ktltttll-RtrsllMIIllW. \WM, tigea. Fabrik. SDiiiel n. Polstbif aareD 1 Gr, Lager, biil. Preise I Emifi Heyn, Brunnenstr. 28, Hof pari. TheO* nach liebere Tagesordnung: 1. Kollegialität und Pflichten der Mitglieder. 2. VorstandSanträge. 3. Verschiedenes und Fragekastcn. Um regen Besuch bittet 1381 De? Vorstand. Marmorschlctfer verl. Gunther, Skalitzrr- ftraße 9. 1382 Mschler Werkzeuge. beste englische und deutsche, unter Garantie Glasschleifer auf Buchstaben verl. Simon Sk Co., Schwedterstr. 12. 1377 . C.Bruns, Deutsrhev iandtDßt�c- n. Iröeitec-llofijktßaP ptK* 1890 ist soeben erschienen. Derselbe ist diesmal 20 Bogen stark und enthält: Kalrndartum mit Geschichtskalender. Das Wahlgesetz für den Deutschen Reichstag lmit Reglement). Die wtchtinften Bestimmungen ans den in Teutschland geltenden veerinSgesetztO' verze.chnitz der>m Denffchen Reiche umlaufsfähigen Bantnoten. Auster SourS gefetzie Werthzeichen aller Währung, welche noch eingelöst werden- Maust-, Münz-, Gew>ch'S- und diverse Bercchnnngs-Tabcllen. Post- und Telegrapyen-Tarif für Deutschland und das Ausland. Auszug aus dem Deutschen Patent-Gesetz. Du» neue Gesetz, detreffeud die Erwerbs-«nd Mirthsch«?� Ge«ossenschafteii. Gesetz, betreffend die Invalidilats-««d Alters-Versicher«�' Einnahme- und Ausgabe-Tabellen. Schreib-Papter mit Datum für TageS-Notizen. Der Kalender wurde wiederum in zwei Qualitäten hergestellt.. �0/ I. Qualität briestaschrnartig(welche sich besonders steigender Beliebtheit ern�z gebunden, mit Gummiband und mehr Schreibpapier wie Sorte 1'- � gut sehr g.. 75 Pfennig. II. Qualität, einfache Ausgabe, solid ausgestattet, etwas weniger Schrewpapn Sorte l. Preis 50 Pfennig. Wiederverkäufer erhalten lohnendenRabatt. Für pünktliche Baldigen belangreichen Bestellungen sehen entgegen können wir garantiren. Nürnberg. INoHein u. Comp* He be (.'Ä lauft 0 wer i.'" dan bch n �.Ersa! Der iH* Ar «n g (ubri be ÄVefe ?'Nven � Arb 5 fahij d« >d d« �r'e j �t ged st Plüschg., Trüm., Verttkow, Kletdersp., Bcltst.,Büchersp., ch Auszieh:., Divan, Paneels., Büffet, Tevv-che tc. z. schl. Ausverkauf Orantcnburgcrstr 54, pari. �ertizr ige gangbare Hobel K-,[O E fögliUerr, Berlm C. Kunstschlosser auf Gitter und Beleuchtungs 949' gegenstände verl. Britaerstr. 7. 1385 jlj., v/b, u'i«.. Mädchen, geübt im Prägen und Karten-Ein- Faudsbergerstr.«4(am Alexanderplatz) packen werden verlangt Bitterstrssse 4» Haudmerster, Gesellen, Kurschr» können Linienstraße 88, parl., herrschaftliche ge- tragene Hosen für 3—5 M., komvlette Anzüge für 8-19 M., JaquetS, Röcke für 4-7 M. auch billigt Sommerpaletots kaufen. sl207 verantworllich« Redakteur:£.«rouhetm m Berlin Druck und Verlag von W«»sbw» tn Berlin SVf~ Beu'HUrahr?. Rtiilmmt H. Straist'" 122 Ritterstrasse 2*� verbunden mit Fremdenlogis. Emvst't�jstS� allbekannten vorzüglichen Frühstück-»(t* und Abeudtisch. Sonstige Speisen tränke in bekannter Güte. Zwei Zinnner,. � � zu Zahlstelleu und Arbeitsnachweis,(K Verruauna._ Gittv*«tn* � Sn Aoch i, H Et. fr � Mstwc «ayousi , alalpo '»«nt• � dem Ossete gege �Uevti! ®UT 10 � U' � ein Il«ft d. V AI :t eigc ml �'eber Astede u« und den von oernurseu ■n Sorbe» ihrun,« »e Arbeit ZMMlsßOU che einen ach Re«- egen da» der Jirrse schon»en »fort tat linderusen jt werben- Meister» ■1 m der em fleg«- ruf 5Wt' Man»°n fest und Beilage zum Berliner Bolksblatt. str. 208. Freitag, de» 0. September 1889. 6. Hahr«. ITiommunntcsi. Ij Ktadtv rrordneten- Mersam mlun g. �"st vom Donnerstag, den 5. September. �sadtoerordneten. Vorsteher Stadtv. Dr. Stryck "vidung nock 5i Uhr mit einer Reihe qelchäsilicker !lu>Ä�ngtn. Die Abiheitungen haben oie Wahl einiger Ii. l S.* �rlzogea. a» t Ii,,» Erniritt in die Tagesordnung werden einige tlaü Ith« rallia'ronS«@cfucHe geschäftSordnungSmäßig er- - p ja Ühft wist 'ßl*> 9/50. irnt, I�Gine Reihe von Wahlen für Gemeindeämter � zur nächsten Satzung vertagt. vie Vorlage, betreffend die Neuwahl des ersten Stell t. Wtrs ffic die Abgeordneten der Sradt Berlin zum l�vnal Landtage wird dem Ausschuß für die Wahl un .oeier Gemeindebeamten überwiesen. «n csnen Ausschuß verwiesen wird die Vorlage, betreffend It!x,.?us tausch von Terrain zur Straße 76 gegen I fAkn Grundbesitz in der Schulstraße. "M die Garten bau- Ausstellung im Jahre 1860 I�W der Mogistrat eine städtische Beihilfe von 15ie Vorlage, betreffend die Erwerbung der zur ��rregulrrung bezw. Ausiühung des Baustuchlen- für den Mühlendamm nebst Umgegend elforderlichen jrfunvsiuckt wird dem bereits bestehenden Au-lckuß für den der Brücke über die Spree im Zuge des Mühlendamms «orberaihung überwiesen. i«i..■ CC Vorlage, betreffend den Bau einer Pferde« a.v.vlinie durch die Beuffelstraße noch Plötzensee, bcantrrgt »im Vehrte einen Zusatz in ben Vertrag mit der GeseU- auszunehmen, wonach die Konzession von derselben sofort .«Hufiichen und binnen zwei Jahren zu erfüllen ist. Mu diesem '»ß wird der MagistratSanirag angenommen. z.«ine große Reihe unwesemlicher MagistratSanträge wird 'vnelos durch Annahme erledigt. s�«lnigc Rechnungen gehen an den Ausschuß sür RechnungS- �amit ist die Tagesordnung erschöpft. Schluß 6. Uhr. folgt eine nicht öffentliche Sitzung. (0 tP' »#1 �5« Grfer, den Kontraktbruch?« oerfolge«, bringt Reakuonäre nickt nur um ihre Logik, sondern auch um l� Gcmülhsruhe. Konservative bezichtigen ihre national- d�en Kartellbrüder der„Aufstachelung der Arbeiter" und «uiikcrihum nicht der �bürgerlichen Gesellschafl" vor, daß K,'vnt ihrer sogegnannten Prinzivlenir«ue nicht nur vor jeder »"«u, sondern auch vor jedem Mißbrauch jeder F-eiheit die tz"«e beziehe!" Man sieht, Humor bei aller Roth der Zeit. s�sv'rd lehrreich sein, die Haupipunkie der Diskussion, welche ,0 sonderbar abschließt, zu rckapitulircn. Zuerlt sollte der Kontraktbruch kriminell bestraft werden. s�.lann sagten sich die Herren Grundbesitzer, daß sie damit Mi nock nichts gewonnen hätten. Ersatzpflicht des kontraktbrüchigen Arbeiters nützt auch J?'5' denn der Arbeiter hat nichlS. Fangen wir'S J an. w Der kontraktbrüchige Arbeiter soll daS Recht verlieren, ein Im*5 Arbeilsverhältniß in seinem Berufe einzugehen. Eigent- sA genialer Gedankt. Freilich seine folgerichtige Durch- �wg hat man sich wohl nicht klar gemacht. Wenn dieser .«ndiotz nicht bloS in der Landwirlhsckaft, sondern auch in s,. lübngen) Industrie zur Geltung käme, so ständen die Ge« jyvstjder vielleicht eines schönen TageS vor der Thatsache, h?«chaaren von Arbeitern zwar arbeiten— mindestens aber »7**— wollten, jedoch gesetzlich nicht arbeiten dürften; denn fc. Gesetz heißt:»Der kontraktbrüchig gewordene Arbeiter kann z. lkwem Berufe kein Arbeiieverhäliniß mehr eingehen", und � Arbeiter ist diejenigen Berufe, m welchen zu arbeiten � satng»st, bereits durch. Sollte es aber nur den landwiithlchastlichen Arbeitern gelten, so ,d«r kontrakibiüchige landwirthschaftlicke Arbeiter zur In» z,,'Ee übergeben, und damit ist dem Grundbesitzer wieder gedient. Streift reif n im Sü srn der KereiniHten Staaten. �(Schluß.) Trüher hatte New-Orleans auch auf seinen Märkten, .' den Werften und anderen Mittelpunkten des Verkehrs ja*" entschieden internationalen Anstrich; heute ist dies m weit geringerem Rlaße der Fall. Seitdem Handel !»si Umänderung die Wafferstraßen zum großen Theilver- Vor �Q�Cn""d sich auf Bahnlinien von Rew-Dork und -d�ttunore direkt über den Kontinent verbreiten, hat die —•-•,------ f----ch. Guttmann hat sich nun längst in den Ruhestand zurückgezogen und in Berlin wie- der sein Heim aufgeschlagen. Jenes Prozesses gedachte er nur noch höchst selten. DaS Unrecht hatte er längst verschmerzt, als Montag, also nach vollen 28 Jahren, ein amtliches Schreiben an ihn gelangte, worin ihm mitgelheitt wird, daß ein Herr Worberry, der im Jahre 1861 einen falschen Eid ge- leistet habe, auf dem Sterbebette dos bitter bereut habe und testamentarisch dem durch ihn Geschädigten die unrechtmäßig empfangenen 1180 Pfund Sterling, sowie 19 Pfund Sterling Gerichtskosten und außerdem vom Gesammtbetrag von 1199 Pfunb 6 pCt. Zrnseszinsen überwiesen habe. Herr Guttmann gelangte durch die Botschaft in den Besitz von rund 123 800 Mark, wovon er 23 000 Mark an milde Stiftungen übermies. Kon de« Kode« eines Hauses in der Wilhelmstraße sind in den letzten zehn Tagen eine große Anzahl Theaterkostüme und Kleider im Gesammtwerlhe von 10000 Mark entwendet worden, darunter: 1. eine Schlepprobe aus Damast, hellblauer Grund, mit großen silbernen Blumen eingewebt. Garnirt ist das Kleid mit weißer Seide, darüber weißer Tüll n-it Silber- Äehren benäht; diese Garnirung befindet sich am Vorderrock, ebenfalls hat die Schleppe davon einen Einsatz. Die Taille ist rund ausgeschnitten; ein Vogel in stahlblauer Farbe befindet sich auf der Schulter, ferner sind noch zwei kleinere Vögelchen, eine Art Kolibri, am Ausschnitt angebracht. Vorn bat die Taille einen Einsatz aus weißer Seide, der mit dicker Silberschnur kreuz- weise verschnürt ist; unten herum ist die Taille in Zacken ge- halten, die ebenfalls mit dicker Si'berschnur einaefaßt find. Ferner ist das Kleid am Rücken zum Schnüren. Am Taillenbund steht die Firma: Meyer aus Dresderr. 2. Eine meergrüne Balltoilette. Das Kleio besteht aus mattgrünem Tüll, mit Genmenband benäht; die Form des Rockes ist rund, nrcht ge- rafft, dazu ist eine Schärpe von demselben grünen Atlas, die unten etwas ausgezupft ist; sie wird auf die Taille gehakt. Die Taille ist ausgeschnitten und am Ausschnitt mit Tüll und kleinen Bandjchlcisen ganrirt. 3. Ein rosa Moireeklerd mit einem Spitzen-Volant in Creme, welcher gerafft sich mehr am Vorderrock befindet, so daß die Hinterbahn mehr in rvsa Moiree gehalten rst. Die Taille ist am Halse etwas herz- förmig ausgeschnitten, auch ist eine Seite der Taille mit Spitze bezogen. 4. Ein weißes Spitzenkleid, auf weiße Seide gear- beitet. Die Taille ist ebenfalls etwas am Halse offen; unter der weißen Spitze, mit der die Taille bezogen ist, befindet sich vorn, wo sie zugehakt wird, eine drei Finger breite graue Stahl- spitze, ebenso kleinere an den Aermeln. Das Kleid trägt die Firma Heese. 5 u. 6. Zwei Polonaisen, mit meißer Seide gefuttert eine in Fliederfarbe, die andere in schönem Blau; sie haben Beide ganz gleiche Muster, und sind beide Taillen mit gleichfarbigem Band garnirt. 7. Ein weiß- und rosagcstreiftes Damastkleid; in den rosa Streifen befinden sich kleine weiße Blumen. Die Taille hat vorn eine Art Tuch von Cröme-Seide, welche auf der Achsel gezogen ist. 8. Ein Creme- Mantel, mit grünem Band besetzt und wollenen Spitzen. 9. Ein weißes Stickerei- kleid. Der Rock ist rund gearbeitet; die Taille hat einen Matrosenkragen aus Spitzen, und Puffärmel. 10. Ein weißes Waschkleid mit angesetzter Stickerei. Die Ta>Ue hat einen Matrosen kragen, enge Aermel, aus denen ein kleiner Puff her- auskommt(Werth 100 M.). 11. Ein Brokatkostüm, hellblau mit Silber gestickt, garnirt mit weißem Tüll und Silberähren (Werth 1000 M.). 12. Ein graues Tüllkleid, mit Band beietzt (Werth 250 M). 13. Ein heliotrop Seidenkleid mit Weiß (Werth 160 M.). 14. Ein Seidenkleid, hellblau, mit Weiß (Werth 160 M). 15. Eine Polonaise von rother Seide, mit weißen Tupien(Werth 150 M.). 16. Ein gesticktes Kleid (Werth 100 M.). 17. Ein rosa gesticktes Kleid(Werth Ivo M.). Dir Rache der Urrsthmähtr«— so könnte man die kleine Komöüic betiteln. die unter der Nachbarschaft eines Hauses in der Kottbuserstraße viel von sich reden macht. Ge- nannteZ Haus gehört einem bis vor Kurzem unverheirathelen Herrn, der sich von einer Wirtbschafterin sein Hauswesen leiten ließ. Wie das häufig zu geschehen pflegt, lebte auch diese Wirthlchafterin der angenehmen Hoffnung, daß der Hausherr aus Dank für ihre aufopfernde Sorgfalt sie hcirathen werde. Ader auf andere Pfade führte Amor den ledigen Mann, und eines Tages hieß es im ganzen Haufe und bald auch in der Nachbarschaft:„Morgen hat unser HauSwirth Hochzeit". Die enttäuschte Wirlhschafterin sann auf Rache. Während die HauS- bewohner die Thüren mit Kränzen und Gunlanden schmückten, um das junge Paar bei der Rückkehr vom Hochzeitssckmause würdig zu empfangen, schnürte die Wirthschalterm ihr Bündel, um sich von der Stätte ihrer langjährigen Wirksamkeit und getäuschter Liebeshoffnung zu entfernen. Um ein Uhr Morgens kam das ncuvc! mahlte Paar in fröhlichster Laune nach Hause, aber wer beschreibt das beiderseitige Er- staunen, als trotz unaufhörlichen KlingelnS nicht geöffnet wird. Endlich entschließt sich das hochzeitlich geschmückte Paar, über den Hof zu gehen, um durch die Küche den Eingang in die Wohi.ung zu ermöglichen. Und siehe da: die Küchenthür ist nur leicht angelehnt; die junge Frau betritt ihr neues Heim. Kaum hat der Hausherr ein Licht angezündet, als sein Blick auf einen auf dem Tisch liegendeü Zettel fällt. Da stehen die Worte zu lesen:„Sämwtliche Schlüssel find mir in die Senk« grübe gefallen, wo sie noch liegen. Louise." Das letztere Wort gcnügte zur Aufklärung der ganzen Situation. Louise huß die verschmähte Wirlhschafterin, ihre Rache war ihr gelungen. Alle soldung der französischen Fachlehrer besondere Kosten. Das militärrschc Stadtoberhaupt detretirte deshalb kurzweg:„Von heute an wird kein Französisch mehr gelehrt", und damit hatte die Herrlichkeit ein Ende. Auch auf dem Gebiete der Kunst sind in New-Orleans keine sonderlichen Fortschritte zu verzeichnen; zwar erfreut es sich einer stehenden Oper, aber die Aufführungen genügen nur mäßigen Ansprüchen, und was das Repertoire betrifft, so lauschen die Zuhörer voll Andacht denselben Werken, die schon unsere würdigen Eltern und Großeltern ergötzten. Theodor Thomas wagte einmal den Versuch, die Bewohner der guten Stadt mit den Werken der klassischen und mo- dernen Meister in der bekannten musterailtigen Aufführung vertraut zu machen, allein die„Gesellschaft" glänzte in so demonstrativer Weise durch ihre Abwesenheit, daß Herr Th. Thomas seine New-Orleanser Erfahrung nicht gerade zu den Lichtpunkten seiner Dirigentenlaufbahn zählt. Ebenso er- wiesen sich die Bemühungen, einen gemischten Chor zur Pflege der klassischen Musik zu gründen, wenig erfolgreich; wo Terpsichore, und zwar die leichtgeschürzte Priestenn des modernen Ballets, allgebietend herrscht, da rst für die keusche und herbe Schönheit der Muse des Oratoriums nur wenrg Vcrständniß. Nur in einzelnen deutschen Vereinen begegnet man einem ernsten Kunststreben, und auf dem Gebiete des Männergesanges leistet besonders der New-Orleanser Ouartett-Klub unter der Leitung seines begabten Dirigenten I. Hanno Deiler Vorzügliches. Das New-Orlcans von heute scheint in einem Traum befangen zu sein. Erst wenn es die Phrase„dekore the w.r" aus seinem Wörterbuch streicht, wenn eS sich aus seinem Schlummer aufrüttelt, neue Kräfte heranzieht und seine günstigen Gelegenheiten benützt, wird ei seine Rivalinnen einholen und sich zu dem Rang erheben, welcher der Stadt als der Beherrscherin des Golfs von Mexiko und des mäch- tigsten Stromes der Union gebührt. 1« üd- Thüren waren geschlossen, kein Schlosser war müicn in Nacht aufzutreiben, seine Miether in solcher Loge, um siss. dach zu bitten, war dem Hauswirth zu peinlich, such'"i®, er die Schadenfreude der spottlustigen Menschen, denn den�Wirih. und der Frau Wirthin nichts aad�reS�.� als in der Küche ... uu jiuuic zu bleiben und auf zwei im vollen Hochzeitsstoat zu kampiren, bis enolich in der Ileo Morgenstunde ein Schlosserlehrling zur Oeffnung der SUu> thüren schritt. m,*, Eine« Selbstmnrdoerfuch unternahm gestern mittag gegen 5 Uhr in den Anlagen des Stralauer junger, anscheinend dem Handwerkerstande zugehonget an. indem er sich die Pulsadern an der linken Hand dura! Von weiteren lebensgefährlichen Verletzungen wurde er -ovi. lucuncii ccornsgesnyrncyrn-»errevunuen iuu.v. Vorübergehende abgehalten, die auch mittelst Schnup" u. s. w. einen Nolhverband herstellten, um die Verdlntu» � hindern. Ein herbeigerufener Schutzmann führte dann Selbstmordkandidaten, von dem weder Auskunft uv« Person noch über die Motive zu seinem vcrzwciseücn. � schlusse zu erlangen war, behufs Anlegung eines regcu% Verbandes nach der Sanitätswache in der Blumensnav� WS- von dort nach dem Polüeilmreav. Das Opfer unglücklicher Siebe ist ein junges chen, Lydia Böttcher, geworden. Dasselbe hatte vor Abend in ihrer in der Friednchstadt belegenen Wodnuw� folge eines vorhergegangenen Streites mit ihrem lrcutojcn� Haber ein Quantum Karbolsäure getrunken. Durch zweifelte Geschrei, welches ihr die von der Säure de« Schmerzen auspreßten, wurden Nachbarn a»fi«erkiam uro onlaßien, als fie den gesahrdrobenden Zustand der � ihre Uebersührung nach einem Krankenhause. DortittO. � glückliche gestern früh, trotz aller nur denkbaren Gegen» unter den gräßlichsten Qualen verstorben.. Valizriberidrt. Am 4. d.M. Morgens wurde nn garten, zwifchm. der Hofiäger- und Fasanerie Allee, cm/Lll0. mit Schußwunden im Kopfe und Unterleib tobt autgettL� � Kurze Zeit darauf bracttte sich ein Kaufmann in s-lver_ nung in der Potkdamerstroße mittelst eines Revolo«», j, Schuß in die rechte Schläfe bei und verletzte sich da!»» � schwer, daß er ans dem Wege zum Elisabe'h- stran,»4# wohin er gebracht werden sollte, verstarb. Vormittags?. � auf dem Neubau Leipzigcrstr. 117--118 der Maurer K: � folge eines Fehltritts von einem Gerüst, etwa 5i P uMl in den Kellerraum hinab und mit dem Kopf auf etne.' wei Schiene, so daß der Tod sofort eintrat. Die Leichen du Genannten wurden nach dem Schauhause gebracht.—. Hause Bellealliavceplatz 10 wurde Nachmittags ein znieyW' Mädchen von einer Droschke überfahren und erlitt. Bruch des linken Oberschenkels.— Zu derselben Zeit auf dem Slrolauerplatz ein junger Mann sich, angeblich"1 ,5 eines Zerwürfnisses mit feiner Braut, die Pulsadern an zu durchschneiden. Er brachte sich jedoch nur eine wenig Ver etzuna bei.— Zwilchen der Schloß- und Eisernen sprang Nachmittags ein unbekannter, etwa 25 Iah« � Mann in den Spreekanal, wurde jedoch noch lebend aus Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht.—™ Abend vor dem Haufe Wallncriheatei sträße 26—27 der rige Knabe Vietzke mit einem Handwagen vorbeifuhr, von dem Pferde eines dort hallenden GefchäflSwagcns° � das rechte Knie geschlagen und dabei so bedeutend verW' � er nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht w � mußte.— Abends fiel der Arbeitsbursche Planert am Grundstück Veteranen straße 8—9 beim Ueberklettern der � zäunung des Karoussels von demselben herab und brau} rechten Oberschenkel. Er wurde nach der Charitee gcbca®. Zu derselben Zeit machte auf der Wache des 38- Jt*" � reaiers ein unter polizeilicher Kontrole stehendes Mädch®* j,. Versuch, sich mittelst Karbolsäure zu vergiften. ES jil durch anscheinend schwere innerliche Verletzungen und w nach der Charitee gebracht werden. Am 4. d. M--jja mittags fanden Joachim straße 11 und Behrenstraßc 27 u»! der Nacht zum 5. d. M. Mittelstraße 49 kleinere Brände p welche von der Feuerwehr gelöscht wurden. 7»™ unt Uawenen 1 Ia3 und 1 •"int W,de ■trage bei ? einci könne. Kravat sdrerbs- u, -m-rte F. 'Kim an dÄ'nen; 5.WiId l tatiem L Uer vor m ist, f Ut und M zu l Gericliks-Beilrmg. � Zwei eigenthütnliche Fälle von grobem fchäfligterr die 96. Abiheilung des Bertmer Amug«� � Der Former MöbuS kam am Morgen des 31. Mm c- m 5 Uhr dazu, als zwei Nacktwächter einen Mann in einc»�, unsanften Weise nach der Wacke tranSporiirien. Derselbe von einem Ilicderstrauch ein Sträußchen abgepflückt, f � an der Art der Arretirung Anstoß nahm, forderte die auf, den Mann doch etwas mitder zu behandeln, wormu � der eine Nachtwächter aufforderte, zurückzubleiben und W diese Angelegenheit nicht zu bekümmern. M. befolgte de � haltenen Befehl nickt, da er auf der Wache Zeugnis mollte. Infolge dessen wurde auch er arretirt unv nitt � Strafmandat wegen groben UnfuaS, der in der BelaM�s der Bcamten liege, und wegen Rrchtbefolgung des von Njj Exckulivbeamten ertherlten Befehles(K 117 Str.- Po'-' bevacht. Auf den angelegten Widerspruch wurde p» wegen letzterer Uebcrtrctung zu 1 M. verurtheilt, wegen«Ii» Unfugs aber freigesprochen, weil es einem Staatsbürger*- Clicnfcv. M-II-e-» Theatc,. Stau einer germanisnien fischen Posse hatte man sich vorgestern im Wallner-Thcm einer englischen verstiegen. � Man kann nicht sagen, daß der englische Humor od« sich dafür ausgab, besonders zündend auf die deulsckttV,�» Hörer gewirkt hätte— im Gegentheil, von dem dem Theil des Publikums wurde die Posse mtt ziemlichem E>st» autgenommen, wahrend der urtheilslose Theil natürlich lichen Beifallssturm enlfalteten. Die Blödigkeü dcS trug entschieden dazu bei, daß selbst die klownhaften SpoffS* die bei dem Spießbürger nur selten ihre Wirkung verijg� ziemlich ohne Effekt vorübergingen. Das bischen((> welches durch drei Akte gezerrt wurde, ist in drei zählt. Eine ältere Wittwe hat einen älteren Wittwer pi Um sich in den Augen dieses verblühten Lebemannes PlkaN�ß» machen, hat sich die tugendhafte Dame zu dem kleinen � griff verstiegen, ihr wirkliches Alter um 5 Iah« M' zu schrauben. Sie hat einen Sohn, der natürlich diese �1 drehung mitmachen muß, und der im Alter � zwanzig Jahren für einen fünfzehnjährigen Knaben geben wird, und auch in der Toilette eines 1? � erscheint. Dieser„Knabe" ist das Muster eines«ck Bourgeoisbengels. Er nimmt den„Alten" in eine#1 Kneipe mir, wo der Champagner in Strömen flicht, � neben vielen anderen schönen Dingen auch fleißig dem$ „Tempelbau" gefröhnt wird. Hierher verirrt sich auäl x-c Mutter des hoffnungsvollen„Fünfzehnjährigen" Gesellschaft wird von der Polizei arretirt, auf dem T" bureau erfolgt dann die übliche„Klärung der Situation- � Gespielt wurde sehr forsch, und das gute Spiel trug � wesentlich dazu bei, daß das Stück nicht ganz UN durchfiel. Diesem Stücke ging ein unbedeutender kleiner En. � voran, von dem nur zu sagen ist, daß die Idee. Aicl' Reisezeit in jeder bürgertichen Zeitung wenigstens einma taucht.--- ttiltin a h um ein Ob' luch für�eu So blieb iberes ibrig, $olrfübleii der frebenlen ber 6lubai> eflen 3ld< r Wabeieni eigee Main,. bmdiiebeit!. rbe er buii br.uphüdien irMututtg i" e bann Dm über leite ü feilen Sab rrgeleeiitett •nftiabe neb imgef -U~m BobwwiT cuIofcnS"?: Ä brt.l'L. ixe und-- B. I ist d'« 5t ein �5. -uig-fu� seiuerW� .locrS babtuij ronlmb®' ttags � rcr Keil, , m*M eine e'l" K« ds»" -V-r� jweti�v erli-t< eit vnsF bliM in der V � � 6tbt5> wen«n� 3ab«, alt* i�s o" V uchl>s -rt-«� "'■V Iä� v « f> ÄK ■J.fen sein muß, die nach seiner Art ungercchsertiftte Be- eines Arrestanten in angemcssener Form zu ruften. x �?stierunpsbauführer August S. bestieg am 31. Mar Ii,' 5, Kanigstraße einen nach dem Dönhoffsplatz fahrenden �'«»edahnmagen und gerieth. als er auf dem Hinterperron �len Platz an der Rückenlehne einnehmen wollte, mit »,» slolizeilicutenant in Streit, welcher ihm das Dazwischen- ...yi untersagen wollte. In dem lallten Tone des hinzu- xwmenen Fahrgastes fand die Volizcibehörde einen groben A und nahm deshalb S. in Strafe; der durch den emge- ö?"lLtveespruch angerufene Gerichtshof erkannte aber dem li3e.bes Amtsanwalts gemäß auf Freisprechung, ™ fi!nn'ner®'°runS ber öffentlichen Ordnung nicht die Rede �»attenmacher. Eine umfangreiche Anklage wegen . gewohnheitsmäßigen Wuchers sollte gestern s.- werte Ferien straskammer unter Vorsttz des Landgerichtsraths Uniann besckäftigen. Aus der Anklagebank hatten Platz -�»chtnen; Der Bankier R. R a s ck> e l S k y. der Kaufmann fc»i■' � b e n o w, der Kaufmann Moritz Z i e g l e r und ein �leni Lehmann. Der Hauptangeklagte Raschelsky, �rff,ror etwa zwei Jahren aus Breslau nach Berlin über- , üt, scheint namentlich mit Offizieren Geldgeschäfte ge- S«nb sich dabei des zweiten Angeklagten als Vermittlers iX W haben. Unter den zu gestern vorgeladenen Be- und , TtA pm 5tT>nTnr nDtt SctttDCU/ 3), '««n imnßsjerigcn befanden sich cm Major Hauptmann a. D. von Hell Ii . von S a n d e n, Hellfcldt, Major °°n Graberg, Landrath a. D. Miede- Polizeilieutenant a. D. von Schaumburg:c. oie Verlheidiger der Angeklagten, Rechtsanwalt Dr. mm..?, o n n, Dr. Sello und Steinitz hatten zur Ent- WtrL tCrr dienten die Ladung noch mehrerer Militärs in �il h.st�stellt. Die Verhandlung mußte vertagt werden, Witürir* Hauptzeugen fehlten, von denen der eine als lh � Korrespondent des„ReichSanzeigerS" geaenwärtig �lebt �onövern weilt, der andere als Major nach Rathenow l�m. I. beiden Hauptangeklagten sitzen schon über »ja Pe m Untersuchungshaft; ihr Antrag auf Haftentlassung l�boch wegen Fluchtverdachts vom Gerichtshöfe abgelehnt, fertt* r r Angeklagte Raschelsky für seine Person eine SK Don 10000 M. angeboten hatte. ist zu, 0r'" Störung erlitten gestern»nieder einmal h��hnndlungcn einer Schössengerichts-Abtheilung »,? vas unentschuldigte Fortbleiben eines Schöffen, an dessen SZ w ? er unentschuldigte Fortbleiben eines«Schossen, an oeiicn �..5,irst ein Ersatzschösse herbeigeholt werden mußte. Der Schöffe wurde in eine Ordnungsstrafe oonlOOM. üi, ATfen.— In einer anderen Abtbeilung war dieser Tage ��choffe erschienen, welcher, wie sich schon bei der Ver- CiUnfl desselben hcrausstcllie, stocktaub war und den Ver- absolut nicht zu folgen vermochte. Der Vorsitzende Äff /Berwunderung darüber nicht unterdrücken, daß der tzbx..l/in körperliches Gebrechen nicht rechtzeitig angezeigt n �klärte aber, des Glaubens gewesen zu sein, daß ij, F oue Fälle der Vorladung folgen müsse. Auch hier mußte �'otzschöffe herbeigeschafft werden. >.'�oltr a. S. Am Freitag war vor dem hiesigen Schöffen- ;et J* Verhandlung gegen den Vergolder Adolf Hoffmann von »Nberaumt. Es lagen steben Anklagevunkte gegen den- vor, und zwar Versäumniß des Religionsunterrichts (jä? Binder betreffend. Sämmtliche sieben Punkte wurden in ij�Msanlmengefaßt. Die als Zeugen vorgeladenen Lehrer felj•' baß die Kinder des Angeklagten inSgesammt 136 st Donz standen versäumt hatten. Hoffmann führt aus, daß i;,'. a er Dissident und seine Kinder nicht getauft seien, sich in Rechte befände. Derselbe beruft sich auf die diesbezüg- Paragraphen des preußischen LandrechtS und der Verfassung stj,,. auf eine Ministerialverfügung und gicbt u. A. an, daß , stinder den betr. Unterricht noch nie besucht hätten, resp. ün �selben diSpensirt worden wären und der Schulbehsrde nicht zustehe, die betr. Verfügung � ivieder zurück ern**1*/|V w».(«vivw» Itchi i Blenn er, der Angeklagte, auf ungesetzlichem Boden »eh».' sei dies von dem Minister in gleichem Maße anzu- vuuhiT'. Hoffmann geht u. a. auf die Ausführungen des kgl. i�.°�ichtS in einer ähnlichen Sache gegen ihn ein, welche hgtz hie Kinder, weiche höhere Schulen besuchen, den »>zzA.°aSunterlicht entbehren könnten, die Kinder aber der gc- Äer Bolls- und Bürgerschulen desselben bedürften. Nach � �°n klaren Ausführungen beantragt Hoffmann Frcisvrechung. Schöffengericht verurtheilte rbn hingegen zu 68�6 M. «vi-./lde evcnt. 10 Tage Hafi.— In der Begründuilg wird •, daß das Schöffengericht die Auffassung des Mi- ton«, Vicht theile, sondern, da die Kinder einen anderen Reli- tzis�vnterricht nicht besuchen, dieselben zu dem in der Schule �n.s en heranzuziehen seien.— Gegen das Urtheil wird lvng eingelegt. DerlÄnrntlungen. der lst.l�ve gut besuchte öffentliche Versammlung Kerlins wurde am 4. d. M. unter Vorsitz des � Geelhaar im Schcffer'schen S''''""" f.—....... Schcffer'schen Saale abgehalten. Als erster KoT."and auf der Tagesordnung ein Vortrag des Hmn plttif»* erbo« Thema:„Entstehung, Zweck und Nutzen eines . Der Nortraaende hielt es für angemessen, daß sich >dec KZ W Ä kol-h� Sj ■H tolii-" k A ClfA''/*VVVrKi/UO w"-*----- v"------ .v ftr® Der Vortragende hielt es für angemessen, daß sich hierüber aufklären, da heute jede Arbcitkbranche in kommen könne, durch einen Streik die überall so noth- m Besserstellung zu erringen. Redner schilderte zunächst, Streiks keineswegs ein Produkt der Neuzeit seien. vabe es schon im Mittelalter und noch früher gegeben, i«»,.,.auch dieselben zur Zeit der Zunftherrschast und bei der Produktionsweise einen anderen Charakter trügen, »zz? heutigen Streiks bei der durch die Einführung derMafchinen stets fortschreitenden Maschinentechnik herbeigeführten WJmffchen Produktionsweise. Unter dem Drucke der lÄU. erklasse auf die Lohn- und Arbeitsbedingungen der hick? knistanden Arbeiterorganisationen zur Abwehr dieses ihita J* and zur Erringung besserer Lohn- und Arbcitsbedin- [• In längeren AuSlührungen schilderte Redner die durch c Ä aststische Produktionsweise herbeigesührten Verhältnisse Leiter, welche vielfach menschenunwürdig zu nennen seien Ä naturgemäß zu einem Streik drängen und hob beson- 'lalt Bedeutung der gewerkschaftlichen Organisationen zur «ds.ang doz durch einen Streik Errungenen, sowie in Bezug s ikeif«» Schulung der Arbeiter hervor. Der Werth eines 'ki abhängig von dem Verständniß der Masse für den- «vch■.von einer hinter demselben stehenden starken Organisation, durch einen Streik keine dauernde Besserstellung zu "• Dennoch müßten die Arbeiter kampffähig er- n 8 k»'werden, sollen sie nicht ganz versumpfen und Mist..ane nur geschehen durch eine Organisation. Der I'M l'c and lehrreiche Vortrag erzielte den lebhaftesten �«Nte»? Versammlung und sprach der Vorsitzende dem Re- dvn Dank derselben aus. Herr Behne zog die Nutz- V�ti.�ag des Vortrages auf das eigene Gewerk, zum An- � �an die bestehende Organisation dringend ermahnend und z shknden traurigen Verhältnisse der Berliner Stellmacher Äst'«'-achtend. Im gleichen Sinne äußerte sich auch Herr vbenso verschiedene andere Redner, welche die Ge- �issto dkr Vorredner noch weiter ausspannen. Zur Charak- fc�e ver in der Stellmacherei herrschenden Verhältnisse r1 den dertcn Bcschuldigungm reinige", kam nicht zur Abstimmung, j Nachdem noch beschloyen, das vom Streik übrig gebliebene> Geld nach Hamburg an das Agitationskomitee zusenden, schl.ß die Versammlung. Die Freie Vereinigung der Kartonardetter hatte sich am Montag, den 2. d. MtS., bei Säger» Grünerweg 29, veisammel». Die Versammlung endete mit polizeilicher Auk- lösung. Auf der Tagesordnung stand: Punkt I. Gewerblick« Statistik. Referent: Herr Thomm. Punkt 2. Verschiedenes. Punkt 3. Fragekasten. Den Vortrag über aewcrbliche Statistik gab in eingehender Weise Herr Thamm. Wir entnehmen den Mitlheilungen desselben das folgende: Referent schilderte zunäckst wie nothwcndig eS sei, daß jede Vereinigung eine Statistik Hab«, mit wah'hcilS getreuen Angaben der betreffenden Kollegen. Es gäbe Fälle, wo sich die Kollegen der niedrigen Arbeitslöhne wegen scheuen die richtigen Verhältnisse anzugeben. In dieser Beziehung würde der Verein mit Hindernissen zu kämpfen haben, wenn die Angaben in der gewerblichen Statistik nickt mit den richtigen Vethältnissen übereinstimmen. Herr Marrwitz hob hervor, daß eine Statistik der Freien Vereinigung der Kartonarbeiter nicht nothwendig sei, da doch im Herbst die allgemeine Statistik ausaearbeitel würde. Herr Hämmerlein sagte, um Kosten und Mühe zu ersparen, sollte ein Buch, wie seinerzeit im llntnstützungSveuin der Buchbinder 2C. geführt wurde, angelegt werden. Herr Feldwann führte u. Ä. aus, daß es doch nothwendig fei, eine Statrstik auszuarbeiten, um die richtigen Verhältnisse näher kennen zu lernen. Hier unterbrach der überwachende Beamte den Redner mit der Bemerkung, daß es eine Versammlung der Kartonarbeiter wäre und Gäste nicht das Wort erhalten dürften. Der Vorsitzende erklärte, daß nach unserem Statut Gäste stets das Wort erhallen, wenn kein Widerspruch seitens der Mit- glieder erfolgt, und ertheilte hierauf Herrn Feldmann das Wort.— Infolge dessen erklärte der überwachende Beamte auf Grund des 8 5 des VereinSgesctzes die Versammlung für aus- gelöst. Der KerUner DtirkergrscUeu- Verband hielt am Mittwoch eine Versammlung bei Bobert, Weinstraße 11, mit folgender Tagesordnung ab:„Wie stellt sich der Verband dein Verhalten des Herrn Wagner gegenüber?" Herr VengelS, der Vorsitzende, berichtete zunächst über die in dieser Angelegenheit geihancn Schritte. Infolge der in der letzten Versammlung über diese Werlstelle gepflogenen Diskussion sei die betreffende Kommission in THLtigkcit getreten und habe an Herrn Wagner ein höfliches Schreiben gerichtet, in dem ihm Mittheilung vor, den Wünschen und Forderungen seiner Arbeiter(21 Mrnk Minimallohn, 10 stündige Arbeitszeit, Fortfall der Sonntags-, Ueberstunden- und Nachtarbeit) gcmacht und ersucht wurde. mit der Kommission in Verhandlungen zu treten. Herr Wazner habe es nicht für vöthia befunden, sich irgendwie zu äußern, dagegen habe in der Sonntagsnummer der„Vo ks- Zeitung" ein Inserat gestanden, nach welchem Herr Wapner Arbeiter für 20 M. Lohn bei zehnstündiaer Arbeitszeit suckle. Als feine Arbeiter ihn am Montag hierüber zur Rede stell tcr?, fei er grob geworden und habe erklärt, daß er nur nach Leistung bezahle. Darauf hätten die Kollegen die Arbeit niedergelep�. Der Streik wäre jetzt schon entschieden, wenn nicht drei Kollegen sich gefunden hätten, die dort die Arbeitsaufnahmen. Wenn diese jetzt zur Einsicht kämen, so sei noch nichts verloren. Herr W. wisse sich schon nicht mehr anders zu helfen, als daß er nach der Polizei laufe und die Arbeiter unter Bedeckung nack und von der Arbeit bringen lasse. Diese Vorsicht sei oanz unnöthig. Redner sckließt, indem er auf die unmoralische Handlungsweise der Leute hinweist, welche die Arbeit von Familienvätern verrichten, welche trotz drückender Roth die Arbeit niederlegten, um für sich und ihre Nachfolger eine bessere Lebensstellung erringen wollen, weil sie mit dem bisherigen geringen Verdienst nicht auskommen können und ihr Körpcr die übermäßige Arbeitszeit nicht aushalten kann. In der Die- kussion wurden die betreffenden Streikbrecher, von denen der eine arumsozd mx-,«M ThÄ ThA ermahnt, doch zur Einsicht zu kommen, was auch der dem an- wesenden Kollegen Schröder, den nur die Roth gezwungen haben wi? zu arbeiten, Ei folg hatte, denn er erklärte sich schließlich bereit, sofort Berlin zu verlassen. Die Versammlung beschloß ihm Reisegeld bis Stuttgart und einige Zehrpfennige auSzuzah.len. Ein anderer der Streikbrecher soll nach ruhiger Unterredung mit einem Kollegen auch Lehre angenommen haben und will die Arbeit wieder aufgebend Die Kollagen wurden noch ermahnt, ruhig ohne Haß mit den arbeitenden Kollegen zu verhandeln und sich nicht zu Gewaltthätigkeiten hin- reißen zu lassen, trotzdem solle man aber stete auf dem Posten sein. Ein Kollege enählte unter der Heiterkeit ver Versammlung, daß er Herrn Wagner, flankirt von 2 Schutz- leute», in der Markusstraße angetroffen habe. Er habe zuerst gedacht, W. sei arretirt, was ihm ganz unalaublich erschien; W. habe sich aber nur nach seiner Wohnung gcleüe-.i lassen. Schließlich wurde folgende Resolution einstimmig au- genommen: „Die heute in Bobert's Salon tagende Versammlung des„Berliner Wirkergesellen-Verbanbes" erklärt sich mll den Kollegen der Werkstelle des Herrn Waaiuw solidarisch und verpflichtet sich, dieselben in jeder Hm- ficht moralisch und materiell zu unterstützen. Gleichzeitig verpflichten sich die ausgesperrten Kollegen, die Arbm nicht eher wieder aufzunehmen, bis sämmtliche Joide- rungen bewilligt find. In allen Fabriken, wo etwa Wagner'sche Arbeit angefrr- tigt werden soll, wollen die Kollegen gleichfalls die Arbeit niederlegen. Hierzu beleuchtet Herr BengelS das Verhaltender Herren JnnungSmeister. Dieselben suchten sich nur ihre Ge-- schäftskmffe abzulernen. Anstatt mit Forderungen an die Ge- schäste heranzugehen und sich hierzu zu vereinigen, suchten sie nur die Arbeiter zu knechten. Sie wollen nicht erkennen, daß die ökonomische Entwickelung auch ihnen einmal das Lebens- licht als„selbstständige Herren" ausblasen wird. Die A'beir dieser Meister grenze an Raub; sie seien ganz unnölhige Zw- schenpersonen, die das Fett abschöpfen, was von Rechts wegen dem Arbeiter gehört. Die Fabrikanten hierüber einmal aufm- klären, fei sehr am Platze. Sie könnten ohne Meister billiger und besser produziren und trotzdem den Arbeitern einen anständigen Lohn zahlen. Die weitere Dis- kussion wünschte eine umfassende Agitation unter den Rundstuhlarbeitern, die noch sehr zurück sind. Weiter er- klärten die Kollegen von Schulz und Wcgner, daß sie gewillt sind am Sonnabend ebenfalls den Minimallohn von 21 M. zu fordern. Diesem Verlangen wurde stattgegeben und der UntcrsuchungSkommission Auftrag gegeben, ihre Pflicht zu thim. Eine rege Diskussion fand auch noch statt über die Frag« der Frauenarbeit. Sie endete mit der Aufforderung an die Kollegen, ihre Mitarbeiterinnen und Kämpsermnen aufzuklären, damit auch sie die Ursache ihres Elendes erkennen. Es muri« noch mitgetheilt, daß wahrscheinlick das Verbandslokal (Lcuschner) wird gewechselt werden müssen, da die Polizei un- berechtigte Schwierigkeiten mache, ferner, daß in der nächsten Versammlung am 16. September Fritz Zubeil über:„Ist der neunstündige Arbeitstag in unserem Gewerbe durchführbar?" sprecken wird. Hierauf erfolgte Schluß der Versammlung. Der Fachverel«(ammtlicher an Hohbearbett«»«»- «'afchinrn beschäftigte« Arbeiter hielt am Dienstag sin'.« Mitgliederversammlung im Norden der Stadt mit folgeniur Tagesordnung ab: 1. Vortrag des Herrn F. Zubeil über die Vortheile der internationalen Fabrikgesetzgebung. 2. Ncr- schiedenes. 3. Fragekasten. Referent sprach über schemrur- erregende Einzelheiten der Frauen- und Kinderarbeit, wclcke durch unmenschliche Arbeitszeit Tag für Tag und durch Hungei- löhne ausgenutzt werden und ihrem Untergang entgegen sener. Es ist kein Wunder, wenn es so viel brotlose A- bester giebt; die Fabrikanten sagen sich, waS brauch« ich männliche Arbeiter,— Frauen und Kinder leiste« schließlich dcsse'be. Tiefe verbrauchen auch nur halb iooiel al« männliche Albeiter und deshalb arbeiten sie auch für den halben Prei?. Ferner sprach Redner über den acht stündigen Normalarbeitstag, welchen die GasfabrikarbeiterLon donS erzielt haben, und das ziemlich 20(XXI Arbeiter und deren Familien, das heißt mehr als 60000 Personen mit einem Schlage in eine bessere Lebenslage versetzt worden sind, und daß dadurch schon 2000 Albeiter mehr nöthig geworden sind, also ein großer Erfolg durch Einführung der Verkürzung der Arbeitszeit erzielt wurde. Diese Ausführungen des Referenten tvurden von der Versammlung mit großem Dank aufgenommen, worauf eine lebhafte Diskussion stattfand. Zum 2. Punkt wurde ein Antrag gestellt, den streikenden Kistenmachern 30 Mark aus der Kasse zu bewilligen. Der Antrag wurde auch angenommen. Ferner wurde der Antrag gestellt, im Norden der Stadt eine Zahlstelle und ein Arbeitsnachweis- Komitee zu bilden. Nach längerer Debatte wurde das Arbeits- nachweis-Komitee abgelehnt, und hat Kollege Vinte die Zahl- stelle für den Norden angenommen. Hiermit war die Versammlung einverstanden. Zum 3. Punkt wurden die Fragen gestellt:»Wie stellt sich der Verein zu den Beschlüssen des Pariser Kongresses in Bezug auf den I.Mai?— Werden wir dieses Dalum als internationalen Arbeitsfeiertag einführen V Die Frage wurde von Herrn Zubeil nach längerer Rede bejaht. Nachdem die nächste Versammlung, welche am S. dS in Säger'S Lokal stattfindet, bekannt gemacht war, und der Referent sowie der Vorsitzende der Versammlung nochmals ans Herz legten, sich recht fest an unser Organ„Beil. Volksblatt" anzuschließen, wurde die Versammlung z12 Uhr geschlossen.— In der öffentlichen Mitglieder- Versammlung vom Freitag winde beschlossen, weil Herr Kliem in der Hasenhaide sein Lokal nicht zu jeder Versammlung hergebe(was die Lokal- kommission bekannt gemacht halte), unseren SommernachtSball ausfallen zu lassen, überhaupt kein Vergnügen dort mehr ab- zrhalten, wenn Herr Kliem sich nickt zu anderem entschließt. Uersagte Genehmigung. DaS Polizei- Präsidium hat die Gnuhm aung zu einer Volksversammlung, die am 5. Sep- teinber stallfinden sollte und in welcher Wilhelm Werner spiechen sollte, versagt. In der Versammlung sollte über die Gründung einer GenossenschastS-Bäckerei verhandelt werden. ** Kligemeinr Krank»«- und Sirrbrkap'» dir WetaUarbitter (S. fc. 29 pairbiirfl) Serlln I Den Milvliedern zur ÄenntiUtz. daß Sonn- od« 6, de» 7. S' Ptraiber, die Zahlstelle» geMosscn find. Sonnabend, den 14 September, findet slckterfelderttr, 8»ltitallederversammlung statt, TapeS' o dnuna: Die Gefialiuna unserer Äafic vom I, Oktober 1889 und Zuschuhkafie, ikutroii de» Bcoollmäfiniilcn Herrn E, Schwittau, Die Mttalieder weide» er. rnibl. der Reue, unaen wegen, weiche unsere Äassc betrifft, zahlreich zu er cheinen, — Dad von Mitalredern arranaiile Sommersell findet am 7, September, vülow. tlrofcr 37, Etabliffementi„Königthos" statt. Um rege Betheiiigung wird ee> beten, Ans KeschluK d»a lvorftaude» de» Verein« der Klavierarbeiter findet da« SlismnpSsest am Sonnabend, de» 7 September nicht stait, Krank»«- und Kegräbniffkass» de« Verein» kämnttticher Ke- rns»kiaI7»n IVerio.fituaadsl.Ue 31, Mitoliederveriammiun« am Sonnabend, Mn 7. d-Ut„ Abends 8 Uhr. Brunnenstr, 37. Gfifte find willkommen. AUa»»reine Kranken-«»» Kterdrkasse der Metallarbeiter iE. H 29 Hamburg! Filiale Berlin 7. Am Eonnabrnd. den 7, Septembir, Atrenira 82li»r rindet l.jndomersrrasie W bei slarob eine»lliitoliederoersommlrln Abend« 8X Udr, findct Lindowerslrafie 28 hei Jacob eine Milgliedcrpcrsannnlung hart, Taaeioronung. i Äaff»ibcricht pro Juli und August, 2, Bciicht de« Herrn Echlndler über die außer ordenlliwe ibenrralvklsammtung in Allenburg, Ä.«e, schtedene«. Um recht zahlreichen Besuch bittet die Ol teverwaltunq tNroße öffentliche Nersanimlxng der Kupferschvtied» Kerlin'« xarit Dlmgegend am Sonnabend, den 7 d, Mtd, Abend» g Uhr, w Echeffer« Eoion. Znseinr 10, 2 Tr Zagidordliuna: i. Wie hatten wir die Er, nnacn. schanrn der dieSjadrsgen Lohnbemecung fcft? Referent Herr Pierch, Ditkulfion, 2, Stellirnanohme zu den von den Unternehmern pesfihrten schwarzen Litten. 3. Beischiedene«. Der wichtsaen TaaeSordnung halber werden die Kollegen drinaend gebeten, recht zahlreich zu erscheinen, U»rfan>n>l»ng d»r Freien Nrrrtnigung d»r Kolwerdrr«nd F»drr,uricht»r Berlin« am Sonniaa, 8, September, Bot mittag« 10 Uhr. Sciliftc. 11 bei Bobert,!age»ordnung: 1 Vortrag über die wirlhichaslUchen Umwälzungen der sianzSsischen Rrvoiuiion Reserent Herr Z, Türk, 2, Verein«. angeteoendriten. l< iuug«bnch leeitimirt,- Zur ie'oichtlen Beachtung! Da vom I, Oktober d, o., •b dir Beilrüge für alle Mitaliedrr aus 45 Ps pro Woche.rdsht werden, die Mitglieder aber von fiahlung de» erdödlrn B-itrage« befreit we rden können, wenn sie Ihre die«bejüglichc Erklärung vor diesem Termin abgeben, ist-« Pfiiwt ein,« jedeel>Uliegl!ede>. in der Bee sammlung zu enchetnen, A>b»lt»r-Kildun»«-»rr»in„Kerlin Kord". Dirnitag, den 10, Erp. rnnbcr Abend« 8Ü Uhr, i» Silber« Salon. Schiaedleifiraßt 23 B-rlammlui g, Toaetördnue g l 1 Di- Stellung der Sozioldemokralie zur Freit cltgiasen Ge. rneinde. Reserent Hc,r Friß Kunert, 2, Dickusslon, 3, Allgemeine,«, 4, Frage- kirfien Gi-re willkommen, v»r Streik der Keriilirr Kiftrnmachrr dauert fort, Zuzug ist sern z» hallen. Etwaige Centul gen find zu lichlen an H, Friese, rZoiauerstr, 7, Dregdcnciirr II« im Restaurant, Achtung! Töpfer I Wtr geben biermit bekannt, daß dureh den Ober- ruetster der Töpsein nuna. Herrn Grotrhausen ZSpsergisellen nach Hamdeirg vre langt weiten. Die doitlg» Kollegen befinden sich aber im Au«r and. Wir Meinen brthilb, doel btncui eilen. Zu gleicher Zeil we> den die Kollegen er. 'Uckr. den Z jug nach Dresden, Magdeburg, Gera, Cheinni». CSUn b Meißen i.rn zu talitn,_,„„„ «»«rang-, Turn- und g»r»u«g» V»r«inr am Freitag Kaiser Ichei «ttnnergelailgverein Abend« 9 Uhr im Nesiaurani Tomm, Schande-, User Allee 28 -«elangvcrein.Pau'cdcutel' AhendS 8 Uhr im ReslauraM Hrniel,«seian- drinenfir. 15,-.Siedertafel der Maler und veiwandler Bei us«aen°ffen Abend« 9 Uhr im Rcslauran« Kleine. Brandenburgslr, SO,- Buchdiilder Manner. chvr Abend« 8X Uhr Annenstr, 18, Gesangverein Flöicrsfre« Doppel- QuarteU' Abend« 9 Uhr im Restaurani illlulthold, Landdderzlersir 31.— «triangverrin.Forlschri»'«dend» 9 Uhr im Restaurani. Blumen uraßr 4«- Gesangverein.Echo 1872' AdcndS 9 Uhr Waldemarfiraße 12,«er e Bttlglieder werden ariigenommen,— Gesangverein.Osfian' Abend» 9 Uhr Deeidener, firäße 85 bei Guslavu«,- Hupperfschc Tanger-Bereinigung.Harmonie «dend» 9 Uhr bei Ntesl,»eberfir, 17,- Gesangverein.San gerbe.-in' Abend« s Uhr Adaiberislr, 21.- Lieberlafel de« Fachvcrein« der Sterntragcr Berlin«, Abend« 8 Uhr Große Hamburgcrslr, 4 UehungSslunde,- Gesangverein.Ohne- im,«' Abend« 9 Uhr ReslauraM Reiher, Alle Iakobstr,«3,- Gesangverein «iderhall'«dend« 9 Uhr bei Herrn Boge, KSpnickeislr, 191,- Geiangveresn „Lor herrkranz' 8Zi Uhr Reseaurani Weinslr. II,- Berliner Zurngenaffcn- schall iFllnsle Mannerablheilungl Abend« 8Zz Uhr In der städtischen Turnhalle, WvsseNborsliaßt 31,— Turnverein.Hascnhaide" iManncradtbetluieg» Abend« 8 Uhr Dicffcnbachslraße«0-61.— Turnverein„Froh und Frei'(Mannet. obtheitung!«dend««Ü Uhr Bergstraße 57.- Wiffenschaslttcher Verein für «oller sche Stenographie Abend««z Uhr im Restaurant Zirlden. vorotdeen. firrsec 31. Umeritchl und UedungSslunde,—.Allgemeiner Arendt s der Sleno- giaphenoeiein'. Adtheilung„Vorwörld", Abend« 8Ii Uhr im Restaurani»oll, «lentonnenpla« 11,— ArendS'scher Stenagrapdenverein„Apollobund" Abend« « Uhr im Rkslauranl. Ceudelslr, 30,—„Verein ehrmoliger Dr Doeechelin scher Sibüler" Abend« 9 Übt im Restaurant Kreb«. Frtedrtchslraße 298,— Voigt schei Driellantcn.Oichestel verein Abend««H Ubr Uebungtslunde im Resmurant EdUntschcr Garten. Scharrenstlaße 12,— Zttberveret»„Alpenveitchen' Abend» 8* llbr im ReslauraM„Wablslalt". Bellealltanreslraße 89-«auchklub Westend" Abend» 9 Ubr im Hohriizollerngallen. Sleglißerfiraße 27.- Rauch. garten. Slegltdeifiraße tlnb„Weichsetblalt"«benb« 8� Uhr im ReslauraM, Slaltßerfiraße 147»,- Akanchlliib ZLHne Zwang"«benb» t« Uhr im Restaurant« Epaelh,»ein- sllenßr 22. Nermtsthkes. Ewe a« de« Untergang Uompefi» erim.ernde Katastrophe ist am 2. August über dos Dorf Krnitzonk in »ifiizeium hcremgebrockieil und hat die Vcrschüiluna dieses Dorfes fawie das theilweise Veisinken deS unter dem Nawen Ztärot- !a)aphi bekonnten oulkanilchcn Gebirges zur Folge gehabt. 4, er dorihm entsendete Vertreter der„Delte publique" hat darü'er rinen offiziell t« Bericht erstattet, dem wir folgendes eut- äcBdicii i D�s kleine, 215 Einwohner zählende Dorf Kantzorik war im Eaza(Bezirk) von Toriuw, welcher zum Vilajct von Srzeru.n ftehört. gelegen. Das Dörfchen befand sich in kiNkM enge., Dhale. ungefähr 1600 Meier über dem Mceres piegel und war von Erzerum 60, von Nrkhah, dem Sitze des KaimakamS, 10 Kilometer entfernt. Die Bewohner von Kantzorik, welche durch unterirdisches Gelöse erschreckt worden waren und bemerkt hatten, daß die Quellen am Ostausgange ihres ThaleS plötzlich versiegten, machten der Behörde hiervon Miltbkilung, welche die Einwohnerschaft zum Verlassen deS Dorfes aufforderte. Doch ehe noch die Leute Zeit ge» funden hatten, dieser Weisung nachzukommen, wurde am 2. August um die Mlttagsstunde ein schreckliches Getöse gehört, ein Theil deS Gebirges brach in sich selbst zusammen, und das kleine Dorf wurde unter einer riesigen Schlamm Masse de- graben, wobei 136 Menschen den Tod fanden. So viel geht aus den Berichten der Ueberlebenden der entsetzlichen Katastrophe hervor; einzelne versichern, einen rothen Strom gesehen zu haben, was den Schluß zulassen würde, daß der Schlamm, welcher das Dorf begrub, feuerflüffig gewesen sei. Der Generalgouverneur des Vilajets von Erzerum, Samih Pascha, beeilie sich, Hllfsmannskbaft nach Kantzorik zu ent- senden, um weiterem Unheile vorzubeugen. Da auch die anderen Dörfer jener Gegend bedroht erschienen, ließ er dieselben von den Einwohnern räumen und beauftragte mich, an Ort und Stelle die Ursache der Katastrophe aus dem geologischen Ge- sichtSpunkte zu erforschen. Ich begab mich denn am 9. August nach dem Unglücksorte. Das Land von Caza Tortum entstammt der zweiten Erdbildungsperiode und weist jurakalkhalligen TriaS- und Kreideboden auf, der aber infolge einer plutonischen Erdbewegung zerrissen wurde, und heute ragen aus demselben riesige, aber kern bestimmtes System aufweisende Massen Trachyt-, Gianit' und Basalifelsen auf, welche noch zahlreiche Spuren primärer Bildung zeigen. Auf dem Wege von Nikhad nach Kantzorik fiel mir eine große Anzahl von Schlammklümpchen auf, welche mit den Rundkieseln des Hohlweges, der das große Thal von Kantzorik abschließt, vermischt lagen. Diese Klumpen, welche einen Durchmesser von 10 bis 40 Zentimeter haben, be- standen aus Sand und Kalkbruchstücken, welche burch eine aschenartige Masse zusammengehalten wurden, die erst nach der Katastrophe von Kantzorik bemerkt wurden. Nach einem halbstündigen Marsche war ich am westlichen Emgange des Thaies angelangt und konnte mir nun Rechenschaft von der Umwälzung geben, die sich vor acht Tagen ereignet hatte. Von dem Orte, wo ich stand, erstreckte ficki in der Richtung von Ost nach West in einer Länge von 7—8 km und einer Breite zwischen 100— 300 m bis zum Fuße des großen östlichen Gebirges, gleich einem erstarrten Flusse, eine festgewordene Schlammmasse, deren obere Schicht von grau-blauer Färbung war. Diese Masse, welche auf ungefähr 50 Millionen Kubikmeter geschätzt werden kann, bildet eine wellensöimiae Fläche, deren einzelne Ausbauchungen bis zu zebn Meter Höhe aufweisen, was zur Genüge beweist, daß die Masse, welche in flüssigem Zustande aus dem Erdinnern an die Oberfläche geschleudert wordcn, bier durch den Kontakt mit der kalken Luft und das rasche Ver- flüchtigen der mitgeführten Gase erstarrte, wobei dieObeifläche die Spuren der wellenförmigen Bcivegung behielt. Ich durch- schritt nun dag ganze Thal, bis zur Stelle, wo das Dorf Kantzorik gestanden; dieselbe ist durch eine stärkere Erhöhung der Schlammmasse kenntlich, anscheinend in- folge des Widerstandes, auf den sie hier stieß. Bruchstücke von Gebäuden waren von der EruptionSmosse bis an das entgegengesetzte Ende des ThaleS getragen, wo sie noch liegen. Weiter vordringend, gelangte ich an den Fuß des Hügels, am Nordabhanoe des großen Gebirgszuges: daselbst konnte ich infolge der zahlreichen tiefen Emsenkungen, Spaltungen und auch Er- Hebungen des Bodens nur mit großer Schwierigkeit bis zum Gipfel gelangen. Doch wurde ich daselbst für meine Mühe durch den An- blick eines im vollen Zerfalle befindlichen Gebirges entschädigt. DaS große östliche Gebirge war auf allen Seilen gespalten und wies auf mehr als 400 Metern Breite eine riesige Höhlung dar. welche durch das Versinken eines großen TheileS des westlichen Abhanges entstanden war und einen riesigen Ein- schmtt zwisehen diesem Theilc deS'Gebirges unlO seiner Basis darstellte. Diesem Riß durch den Berg, dessen Bodenfläcke dem Auge durch eine Terrainfalte verborgen ist, enlsteömte zweifellos die Schlammmasse, welche, wie erzählt wird, einen penetranten Geruch ausströmend und Tod und Ver- derben verbreitend, das blühende Thal überschwemmt hat. Die flüssige Masse stiömte mit solcher Gewalt aus, daß sie schwere FelSbiöcke iortnß, durch deren Entfernung die oberen Fels- Partien stellenweise den Halt verloren und einbrachen. Ein dumpfes Geräusch, ähnlich dem eines über eine Eisen- brücke rollenden EisenbahnzugeS ist noch immer in kurzen Zwischenräumen vernehmbar und große Abrutkchungen finden von Zeit statt, wobei ein feiner Staub gleich Rauchwolken aussteigt. Es läßt sich nicht unterscheiden, ob dieses Getöse durch den Absturz von weiteren Felspartien verursacht wird oder ob eS sammt diesem daS Resultat einer unterirdischen Arbeit ist. Auch auf den Granrlbergen. an deren Fuß das von Kantzorik 10 Kilometer entfernte Dorf Nik- höh liegt, fand ich Risse und Tcrrainsenkungen, und es wird behauptet, daß ähnliche Sprünge auch an einer 2 bis 3 Kilo- meter entfernten Stelle wahrgenommen wurden. Man hört auch allerwärts vom„unterirdischen Feuer" reden, doch ver« mochte rch nur die hervoi gebrachte Wirkung festzuste llen. Tie Frage ist vorderhond nur, ob oie vulkanische Umwälzung Halt machen wird, wo sie heute angelangt ist, oder ob sie sich fort- setzen wird. Uelrer die Sichtbarkeit de» Erdschatten« ausserhalb des Monde» der der partralen Mondfinsterniß am 12. Juli, auf dessen Beobachtung man durch frühere Wahr- nchirungen von Dr. Klein vorbereitet war, berichtet der Astronom Porro aus Turin in den„Astron. Nachrichten", daß er zum Zweck dieser Beobachtung einen hinreichend über dem Meere erhöhten Ort ausgewählt hatte, um von den Slö- rungen durch die Atmosphäre bei emem so sub- tilen Phänomen möglichst frei zu sein. Er stationirle aus einer Höhe von 2070 Meter in der Nähe des Calle di Sestricres und benutzte ein Dollond'sckes Fernrohr von 10 Zentimeter Oeffnung und 56 sacher Vergrößerung. Mit Leichtigkeit konnte er erkennen, daß wirklich der Himmels- grund innerhalb des Erdschattens schwärzer sei, als außer- bald, was sich bis zu einem beträchtlichen Abstände vom Monde während der Jinsterniß verfolgen ließ und auch von ard-ren unbefangenen Personen, die den_ Zweck zwei der Beobachtung nicht kannten, bestätigt wurde. Mit be- sonderer Aufmerksamkeit ward nach der Erscheinung bei dem Ende der Finstermb ausgesehen, aber als der Erdschatren den Mond noch eben berühren mußte, wie auch später, war keine Spur des Phänomens mehr zu erkennen, so daß eine Erklärung durch etwas Lichireflektirendes in der Umgebung des Mondes doch wieder sehr zweifelhaft gewoiden ist. Von anderen Orten, in Kiel und Prag, wo die Umstände freilich weniger günstig waren, wird berichtet, daß von einem Scharten außer- halb deS Mondes nichts mit Sicherheil zu bemerken war, ob- gleich die volle Aufmerksamkelt darauf gerichtet wurde. Wie Ente« entstehen. Durch die Blätter ging kürzlich eine gruselige Geschichle von einer scheinlodlen Tagelöhnersfrau in Stübendorf, die auf dem Wege zum Kirchhofe im bereits ge, schlossenen Sarge wieder zum L>ben erwachte. Tie„Neisser Zettung" hatte die Sensanonsoeschichte in die Welt gesetzt, und von da aus halte sie ibre Runde durch die gesommie Presse gemocht. Jetzt erzählt nun daS genannte Blatt, wie es zu derfelbcn gekommen ist...Ter Bedienstete eines industriellen Erablrssemrnis in Nersse. ein für den ersten Blick verlrouenerwcckcnder junger Mann von 17 Johrcn, wollte einen Tag„blau" machen und gnff daher in Ermargelung eines stichhaltigen Grundes zu emer außer- gewöhnlich dreisten und vei schwitzten Noihlüge. Er erzählte seinem Dienstherrn, seine Großmutter(Anna Matiner in Stübendorf) sei gestorben und er möchte doch gern zur Beer- und vil diaung fahren. Mit erheuchelter Trauerminre, Thränen in den Augen verschwindet er, nackdem», einen Tag Urlaub erhalten, aus dem Geschäft. Er ww. Gießmonnsdorf gegangen und von da mit seinen OT'rn. Stübendorf gefahren sein. Auf seiner Urlaubsretse er sich nun sehr gut amüsirt und zerstreut hüben, er fiel derart aus seiner traurigen respektive'wuc Rolle, daß er singend und pfcifend am nächsten Tage in die Arbeit zurückkehrte. Dieser schnelle Gemuthsumsch natürlich seinem Dienstherrn nicht; letzterer stellte 1 rnegneg nuturncy seinem �renslyerrn Nllyr; ledere" Famulus darüber zur Rede und erhält von dem sseudesti 5 den Burschen die Antwort,„daß seine Großmutter nun® todt gewesen fei"_rc._ Der Bursche erzählte nun den_ in der in der„Neisser Zeitung" angegebenen Werse. äußerst glaubwürdigen Geschäftsfreunde deS DienstheiTU,.. angesehenen Bürger von Reiff e, wird nun nach kurzer Zen; .interessante Fall" aus d� betreffenden Geschäft mltget�� dieser ein Freund der„Neisser Zeitung" .. MMistnunsoau«� und liebenswürdig, im Vorbeigehen der Redaktion wünoe® von Mittheilung zu machen. Von hier aus wird n» � Bursche zweimal rnS Verhör genommen und eindnngu® � genau befragt, und der freche Burche, der, wie gesagt,. und in seiner ErzählungSweise einen äußerst glaw unv rn seiner �rzaylungsweise einen augerir j« Eindruck machte, schildert den Vorfall noch zweimat ge»„ derselben Weise,„er sei sogar neben dem Sarge Herges und habe alles selbst beobachtet und gesehen." Tic•H"'... wandte sich nun, freilich als die Geschichte schon im standen halte, telegr aphrsch an die Behörde m Stübendo- erhielt die Antwort, daß dort von einer sckeintodten, � löhnersfrau nichts bekannt sei. Jetzt erst gestand w „Gewährsmann" ein, daß er gelogen habe. Die Klage über die Schädiguns, welche die in der Nord- und Ostsee dem Fnchbestande an 7,� vor den Inseln und in den Strommündungen zufügen. � könnt und oft. genug laut geworden; der beste Bewew> Begründung der Beschwerde ist z. B. die beim Aufnenrn � -oegrunoung ver Mscyiveroe rn z.«. vre oeim K, Lachsangeln vor der pommerschen Küste oft bestätigte daß man an den Angeln nur noch die Köpfe der Lachse der Rumvs de« Msrfies iebcecke nhercfreff-n mnr. Voll Jfi"" ,i«( der Rumpf des Fisches jedoch abgefressen war. Von es nun, zu erfahren, daß sich rm Mittellöndrschen � �r ähnliche Klage der Fischer gegen die sogenannten Tumwi � Schwernefische richtet. Vielleicht ist es für unsere � Werth, zu vernehmen, welche Vorschläge zur Ad«"? UebelS der berühmte Ichthyologe Professor Edmond per � einem kürzlich durch das„Journal osffc-el" verössentluW„ achten der Regierung unlerbrerrel: Wenn auch die � der Fischer über die von den Tümmlern unter den Xu? � des Mittelmeeres angenchleten Verheerungen übatrrcber � e/v»„vnntmittvi-rj uriyttiu/icitu-oci«irt l" mögen, so steht doch nach Perricr fest, daß der Schaben � trächllicher ist. Sie zerreißen die Netze. Veigedli®" ,i Auslosung von Prämien. Die Fischer juchten die die u fangen, allein auch das half großen Beutelnetzen zu__________. Tümmler sprangen einfach über den oberen Rand hinweg in d-e freie See. Später erbaten sich und ern'.. Fischer von Cannes, St. Trapez und La Ciatat von der X-». cht Kanonenboot mit Toipedos. In der Tbat � Helfe der letzteren während einer Woche große Sltaae � Tümmlern vernichtet, allein man zerstörte damit iW1. ganze Fischleben in dem betreffenden Bezirk. Einzeln b'if- mit Schießwaffen zu erlegen, erwies sich ebenfalls" Ka lich, denn sie sind zu zahlreich und zu schnell in>t>n wexungen. So empfiehlt denn Perrier als einzig Mittel, daß die F, scher sich zu gemeimchaftlichen T» jagden zusammentbun und eine GegcnseilipkcttSverfi wider die buech Tümmler der Fischerei zugefügten � � bilden. Immerhin könnte die Remerung in den rnertfinolle Vrfee» deercfi finrf h-fAnhent den o h•,»< Dt 5 „ Das' Mtschlan) �Preise �besonder 'ssstchte. Au; «nnffchen "esbukt sic Daß werthvolle Netze durch Tiimmler stark deschädigt, wie bisher Zubußen bewilligen. Seife au» Petroleum. Bisher galt es als et« schafllich feststehender Sag, daß Petrolcum. sowie uve �z ----•— t:tJL..«.». m'" M Eiu»„ alle mmcralischen Oele urverseisbar seien. Nach der Eon einer englischen Dame, Frau Gordon Amming, Satz entsprechend modifizirt werden müssen. Mm �»(lt hatie Wäschetag und beauftragte die Zubereitung eines mit Lauge, als sie zu ihrem Schrecken bemerkte, daß chen anstatt der Soda, Stücken von Kerosin oder o welche ihr Gatte, ein Chemiker, kurz vorher für sein � torium eingekauft hatte, in den Kessel schüttete. � Kerosin aus der kochenden Lauge entfernt werden dasselbe fich bereits� zum großen" Aergerniß der Ladn üV� j v v.( I v* w M«VDV»4 VAVV�WI'llQ C 4. t eV/»»"-'- Trotzdem benutzte sie diese Lauge zum Waschen, undued zeigte sich ein wunderbarer Erfolg. Nicht nur, daß das �' � der Wäsche weit leichter und schneller von Staaten g�n,�' dieselbe zeigte sich in fertigem Zustande weit weniger ang'�F Frau Gordon's Gälte, welcher Kenntniß davon erHieH' die nöihrgen Konsequenzen zu ziehen. Er machte auSS Versuche und es gelang ihm, aus dem durch theilweun, lation des Rohpetroleums gewonnenen schweren mlner Oele Seife herzustellen. Meueste Bek-" Kreishauptmanns�jüi erein für oolk* tri Der„Urichsanzeiger" enthält folgende m a ctr un g: Die unterzeichnete Königliche Landesvoliceibehärde hat den liche Wahlen des 12. und 13. sächsischen tagswahlkreiseS auf Grund Z 1 des Gesetzes gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokra 21. Oktober 1878 verboten. In Gemäßheit von Z 6 deS vorangezogenen Ge>e» solches hiermit bekannt gemacht. Leipzig, am 30. Au ruft 1889. Die Königliche Kreishauptmannschaft. Gumprecht. (Wolff« Trlegvaphen-Knrean.) Christiania, Donnerstag, 5. September. � � zwischen Trouohjem und Namso«, ist eine Flasche Age� undeutlichen Bletstiftnoiiz aufgefunden worden, der S. Mimi von Kiel, Kapi än Böge, am 31. Aug. von' nach Amsterdam gegangen,(Rheoer Heinrich Dreoe Kiel), im nördlichen Eismeer gestrandet ist. n-r zivil London, Donnerstag, 5. S-prember. Infolge o- � r den Besitzern der Tdemse-OuarS und den Etrerr Stande gekommenen Veeembarung haben die Arver � lvianoe gekommenen-veleinoarung yaoen oie an mehreren Ouars die Arbeit wieder aufgenommen, Z>1 � sich auch an der großen„Butlers Werft", won W(X�vige � Thce aufgespeicheit sind. Tie Hoffnung out eine endtgung des allgemeinen Streiks vermehrt sich. London, Donnerstag, 5. September, Abends 3".?-- un». � von den Streikenden heute Nachm ttag abgevallenen e- ze hlrrich besuchten Versammlung wurde von dem-n��s, getheilt, daß der durch die&% gebildete Unte, stützungssono eesteuer aus Austi alien auf' Streikenden, BurnS, miigetheilt, daß der durch die in den letzten 8 Tagen Slretkenden durch die Beisteuer aus Austi alien pestiegen sei. Burns lügte hinzu, sobald die Doage(i dem entbrannieu Kamoje unierlegen seien, wer � p» rn nicht mehr um einen Lohn von 6 Pen», sondern solchen von 7 Pen« per Stunde handeln.____ rriN .•-•»»eil m � der P Men "wi muri J�ährt w �'dounse b Er xAältnißr auf 1 ZMSolk* �ihum 1 to) 5n b' � dem A'Ws- �>>nter 4- Mit! � tU? � den le »-.Wie ht und gestc «»M.. W « «et, rz,n'»ektre -scherte, .'iNtc H 1 Sch Et w Di« zu he solche l I.yt«ti da Dirng �5°ge I K tzn'hr n M K en �svnke �Fra, »Ich! Leronlwortlicher Redakteur: j».«ro�etn» m««Im. Druck und»«log von»ov«»»tn» m Berlin KV.»euthsttofc» 9