a 021 el it It Ur. 8. Abonnements- Bedingungen: = bonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1897 unter Dr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Ein Gedenktag der Berliner Sozialdemokratie. Sonntag, den 10. Januar 1897. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. der letzten Reichstagswahl fanden sich in den Wahlurnen in den Provinzen Westpreußen und Posen, eine Berlins 151 122 rothe" Stimmzettel. Welch eine Unsumme längere Debatte anschloß. agitatorischer Arbeit, opferfähiger Propaganda, und nimmer Am Montag beginnt die zweite Berathung bes Heut find zwanzig Jahre verflossen, daß Berlin das erste beider Ziffern aus? Zwanzig Jahre sind dahingezogen seit erlahmender Kampfesfreudigkeit drücken sich in dem Vergleich Lehrerbesoldungs- Gesezes. Mal Sozialdemokraten in den Reichstag geschickt hat. Am dem Tage, an dem Frißsche und Hasenclever als die ersten heiten noch nicht bekannt sind, von der es aber feststeht, daß Die neue Artillerievorlage, über die nähere Einzel 10. Januar 1877 wurden Friedr. Wilh. Fritsche im vierten sozialdemokratischen Abgeordneten in Berlin Wahlkreis mit 10 769 Stimmen und Wilhelm Hasenclever im wurden. gewählt es sich bei ihr um eher mehr als weniger denn eine ViertelViele, viele trene Mitkämpfer aus jener Zeit Milliarde handelt, hat eine Reihe Parteien schon zur Stellung sechsten Wahlkreis mit 9569 Stimmen zu Abgeordneten gedeckt der grüne Rasen wählt. Die Freude über den im Jahre 1877 errungenen gefeß haben die Verlustliste der Berliner Sozialdemokratie tiven Fraktionen und der Nationalliberalen zweifelt niemand zwölf Jahre Sozialisten- nahme veranlaßt. An der Zustimmung der beiden konservas Wahlfieg war mit Recht in Berlin unter den Parteigenoffen rühmlichst verstärkt zu der Jugendfrische jener Zeit hat sich ernsthaft. Die freisinnige und süddeutsche Volkspartei haben sich eine um so größere, als es durch denselben gelang, Bresche in die Mannesstärke gesellt. Fest und unerschütterlich steht die in ihren maßgebenden Organenzur Annahme der Vorlage schon die bisher als uneinnehmbar geltende Fortschrittsburg zu Sozialdemokratie Berlins, Schulter an Schulter mit den Ge- bereit erklärt. Einen gleichen Standpunkt nimmt die Korrespondenz schießen, und an Stelle liberaler Bourgeois, Vertreter des nossen im Reiche, im Kampfe für die Befreiung des Proletariats, für die Zentrumspresse ein, gegen die sich freilich die tlassenbewußten Proletariats in das Parlament zu senden. und feiert den heutigen Gedenktag mit dem Rufe: , Germania" wendet. Die älteren unserer Genossen werden sich der Aber auch die Germania" erklärt eifrigen raftlosen Agitation erinnern, die in sich unter der Voraussetzung einer entsprechenden Bedem damaligen Wahlkampfe in Berlin entfaltet wurde. Allen voran gründung der Artillerievorlage, die sie freilich für wenig gab unser verstorbener August Heinsch ein Beiwahrscheinlich hält, für die Annahme derselben. Somit scheint spiel unermüdlicher Thätigkeit. Tag und Nacht die Regierung eines leichten Sieges sicher zu sein, da alle den Beinen, überall kontrollirend, etwaige Lücken in der Dr bürgerlichen Parteien der Vorlage ihre Zustimmung geben Das preußische Abgeordnetenhaus setzte heute die Bedürften. Denn daß das Zentrum sich in Militärfrömmigkeit ganisation ergänzend, die Klassengenossen aufmunterud und sprechung der Juterpellation des Zentrums bevon Eugen Richter schlagen lassen wird, dürfte kaum anzus fortreißend, so steht sein Bild vor unseren Augen, und der treffend die Auflösung von Versammlungen nehmen sein. Siegestag des Jahres 1877 ist in hohem Grade seiner fleißigen in Oberschlesien fort. Im Sinne der Interpellanten geschickten Arbeit zu danken. Und neben ihm all die Hunderte äußerte sich zunächst Abg. Munckel( frs. Vp.), der in gekommen; der Aufstand der leichtgläubigen Opfer Rußlands ist Die armenischen Wirren sind für den Augenblick zu Ende von Agitatoren, die das Wort der Aufklärung und sarkastischer Weise darauf hinwies, daß man nach der in von den Türken so gründlich niedergeworfen worden, daß er ohne Belehrung von Werkstatt zu Werkstatt trugen, die Schlesien geübten, vom Minister gebilligten Praxis, schließlich direkte militärische Unterstügung, für die noch feine Zeit, nicht ers neuen dahin kommen würde, Bersammlungen aufzulösen, nur weil neut werden kann. Da es nun aber im Interesse Rußlands liegt, in den Versammlungen die Wahrheit der auf Vorwärts! Hoch die Sozialdemokratie! Politische Uebersicht. Berlin, 9. Januar 1897. " " Lehre predigten, die in allen Häusern als Apostel der Sozial- das darin Gesagte über den Horizont des überwachenden die Türkei nicht zur Ruhe tommen zu lassen, so. wird demokratie neue Jünger warben.- Es war ein frohes, Beamten hinausgehe. In scharfen Worten traten die Abgg. jetzt der„ Aufstand" Doll Kreta wieder aufgenommen. frisches Kämpfen damals in Berlin, und mancher Graubart, v. Seyde brand( f.) und Frhr. v. 3edlit( ft.) der Seit vierzehn Tagen tommen Nachrichten von Schlägereien der seit jener Zeit treu und unentwegt zur rothen Fahne großpolnischen Agitation entgegen und forderten die Regie- um die Mache all' dieser Nachrichten zu erkennen, hat man fich zwischen Christen und Muhamedanern und von„ Christenmetzeleien". schwört, wird heute der alten Kampfgenossen gedenken, sich rung auf, falls die bestehenden Gesetze dagegen nicht aus blos die Thatsache vor Augen zu führen, daß dieses Kreta, jenes Tages erinnern und mit stolzer Freude dem jungen reichten, eine Verschärfung des Vereinsgefeßes auf welchem seit Jahren Nachwuchs sagen: Am 10. Januar 1877 da bin ich mit eintreten zu lassen. Herr v. Zedlig suchte bei dieser Ge- stattfinden, Aufstände" gegen die Türkent weniger als 300 000 Einwohner hat, dabei gewesen." legenheit die Regierung scharf zu machen nicht nur gegen die also ungefähr halb so viel wie der VI. Berliner Wahlkreis. Aber nicht nur in den Berliner Sieges- Wahlkreisen hatte Agitation, die auf eine Abbröckelung von Gebietstheilen an Davon sind etwa zwei Trittel Griechen, ein Drittel Türken; und die Sozialdemokratie im Jahre 1877 Erfolge erzielt. Im der Grenze hinzielt, sondern auch gegen diejenigen, die die diese wie jene betreiben fast ausschließlich Ackerbau. An Streit hat dritten Wahlkreis tamen wir in die Stichwahl und in den Grundlagen der Staatsordnung es zwischen Türfen und Christen allerdings nie gefehlt; aber zu 3 น er= übrigen Kreisen brachten wir es zu stattlichen Minoritäten. schüttern versuchten. Sehr streng gingen die ernstlichen Konflikten ist es erst gekommen, seit von Griechenland Im ersten Wahlkreis erhielt Joh. Most 1173 Stimmen, im Bentrumsredner Kirsch und Dr. Stephan mit den und Rußland planmäßig Aufstände" organifirt wurden. Dabei zweiten Kreis August Baumann 3960 Stinimen, im dritten Beamten ins Gericht; ersterer bezeichnete die von den Beamten Sommer nur um sehr unbedeutende militärische Aktionen, es sich jedoch stets und auch im legten Kreis Radom 3991 Stimmen und im fünften Kreis August an ihre vorgesetzte Behörde erstatteten Berichte als un- die allerdings von der griechisch russischen Presse ins Kapell 2032 Stimmen. Im ganzen wurden bei der zuverlässig, was den Minister des Innern veranlaßte, in seiner ungeheuerliche aufgebauscht wurden. Jüngst schien der Friede Hauptwahl im Jahre 1877 31 494 fozialdemokratische späteren Erwiderungsrede die preußischen Beamten in den hergestellt, da die Türkei den Christen vollkommene Gleichs Stimmen abgegeben. Dieser Erfolg fuhr den Gegnern Himmel zu heben; die ganze Welt schaue auf diese Beamten und berechtigung und eine parlamentarische Vertretung gewährt hatte. gleich einem panischen Schrecken in die Glieder. beneide den Staat um sie. Leider nahm niemand aus dein Hause der Regierung, die mit einem Bataillon Soldaten spielend jeden Allein, wie gesagt, jest geht der Krakebl wieder los, und statt Das liberale Philisterium sah sich verdugt um, wir aber ver- die Gelegenheit wahr, dem Minister die Herren v. Carnap, Aufstandsversuch auf der ganzen Insel unterdrücken tönnte, die nöthigen zeichneten jubelnd die Thatsache, daß der junge Riese, das v. Tausch und ähnliche in legter Beit vielgenannte ominöfe polizeilichen Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung" su Proletariat, die Glieder reckend, sich anschickte, Berlin zu Namen zuzurufen, die den Beweis liefern, daß das Ausland, gestatten, verlangen die fremden Mächte, daß die Türken in ihre erobern. Unser Parteiorgan, die Berliner Freie Presse", wenn es uns wirklich einmal um unsere Beamten beneidet Bolizei christliche Ausländer nehmen sollen, das heißt schrieb am 12. Januar 1877: hat, jetzt durchaus keinen Grund mehr dazu hat. Griechen, die den Aufstand" sofort wieder organisiren würden. So schaffen die europäischen Mächte in der Türkei„ geordnete Bustände". Der Sieg ist unser! Wir fagen es mit Stolz, aber nicht mit dem prahlerischen Stolze, welcher sich freut, da gefiegt au haben, wo er unterliegen fonnte, sondern mit dem Selbstbewußtsein, den Sieg keinem Zufall, sondern einer guten Sache verdankt zu haben. Wir wußten, daß wir bei der Wahl fiegen würden; wir mußten siegen. Für eine energische Bekämpfung der polnischen Agitation, allerdings auf dem Boden des bestehenden Gesetzes, trat auch Abg. Krause( natl.) ein, der jedoch nur für seine Person sprach. Wie die Nationalliberalen sich zu einer reaktionären Aenderung des Vereinsgesetzes stellen, ist nicht ersichtlich, da sonst keiner von ihnen das Wort ergriff. handelte fammen. Mehrheit " Deutsches Reich. Die Kommission für Arbeiterstatistit trat heute unter dem Vorsitz des Direktors im Reichsamt des Junern Die Berliner Bürgerschaft- so angetraukt ihre politisch- Der Minister des Innern hüllte sich zunächst in Dr. v. Wödtke, welcher an stelle des dienstlich behinderten Unter sozialen Anschauungen in manchen Kreisen sind sie konnte in Schweigen, er griff erst in die Debatte ein, als Abgeordneter Staatssekretärs Lohmann die Leitung der Verhandlungen übers ihrer denkenden Majorität bei der Wahlurne fein anderes Votum Rickert( frs. Vg.) ihn fragte, wie es mit der nommen hatte, zu Berathungen über die Ergebnisse der Erhebungen abgeben, als sie es gethan hat, nämlich für unsere, für die vom Reichskanzler versprochenen Aufhebung des betreffend die Verhältnisse in der Kleider- und Wäschekonfektion zu sozialistischen Kandidaten, und damit für den Sozialismus selbst. Verbotes der Verbindung politischer Vereine Freilich! Wenn man die furchtbare Korruption bes Als Kommissare des Reichskanzlers wohnten der Geheime ſtehe. Die denkt, welche eine servile und intereffirte Presse im Berliner Antwort des Freiherrn v. d. Rede Ober- Regierungsrath Dr. Wilhelmi und die Regierungsräthe Koch Volke seit Jahren nährt, so konnte unser Sieg überraschen; aber ist geradezu klassisch, zugleich aber auch typisch für die jetzige und Dr. Wuzdorff, als Kommissare des tgl. preußischen Ministers wir haben trotzdem nie den Glauben an den gesunden Kern Zusammensetzung des Hauses, dem ein Minister derartiges zu für Handel und Gewerbe der Regierungs- und Gewerberath Berlins aufgegeben und, wie die Wahlen in eklatanter Weise bieten wagen darf. Er erklärte einfach, e 3 könne selbst Dr. Sprenger, der Regierungsaffessor von Meyeren und der Vors dargethan haben, wir haben uns nicht getäuscht. der Beredsamkeit des Abg. Ridert nicht gefigende des hiesigen Gewerbegerichts, Magistrats Assessor von Dank dem Berliner Volte! Es hat unser Wort, es wäre lingen, ihn aus der ihm gebotenen Reserve Schulz, und als Kommissar des Senats der freien und Hansestadt eine Schande, wenn Berlin mit der bisher in der Politit herauszubringen; er stelle ihm anheim, die Hamburg der Fabrikinspektor Giesecke den Verhandlungen bei. herrschenden Richtung nicht bräche" wahr gemacht; wir sind mit Entwickelung der Dinge abzuwarten; das schwere Mißstände in der Konfektionsbranche vorhanden sind. Die vorgenommenen Erhebungen haben ergeben, daß mancherlei dieser Genugthuung zufrieden. Unser Sieg ermuntert zur ferneren Thätigkeit. Unser aus werde ja noch lange zusammenbleiben, Die ber Kommission ist der Ansicht, daß Prinzip hat in Berlin einen Sieg errungen, von welchem und es würde sich dann schon herausstellen, die schlimmsten Mißstände, welche in dem oft unzureichendie ganze Welt Notiz nehmen wird. Der Sieg des Sozialismus mit welchen Absichten sich die Regierung in den Lohn und den Schwankungen des Saifongewerbes in der Hauptstadt des Deutschen Reichs, in der Metropole eines bezug auf die Regelung des Vereinsgeseges bestehen, nicht durch die Gesetzgebung beseitigt werden können. Wohl militaristischen Staates ist eine so bedeutsame Thatsache, daß fich trägt. tönnen durch die Gefeßgebung andere im Konfektionsgewerbe bea ihre Folgen für den Augenblick gar nicht absehen lassen. In jedem Falle aber sind sie ein Triumph unserer Sache. Mit unserem Parteien schwiegen, und niemand machte auch nur den Ver- Gefahren für die Gesundheit der Arbeiter und des Publikums be Die Rechte jubelte diesen Worten Beifall, die übrigen stehende Mißstände beseitigt resp. gemildert werden. Als solche wurden die lange Arbeitszeit, die Unsicherheit in den Arbeitsbedingungen, die Gegner abzurechnen, ist hier nicht der Ort; wir wollen nur noch such, im Anschluß an diese Worte energisch die endliche Er zeichnet. mals dem Berliner Bolte unseren Dank dafür aussprechen, daß füllung des dem Reichstage gegebenen Versprechens zu verlangen. es durch seine Abstimmung vom 10. Januar unseren Bestrebungen Gelten hat sich eine Boltsvertretung so mit Mißstände dadurch beseitigt werden kann, wenn die Bestimmungen Die Mehrheit der Kommission ist der Auficht, daß ein Theil der die Weihe gegeben hat. In diesem Sinne werden wir auch ferner für dasselbe und Redensarten abspeisen lassen, wie heute der§§ 135 bis 139b der Gewerbe- Ordnung, mit einigen Abände mit demselben arbeiten. das Abgeordnetenhaus. Jedenfalls geht aus der rungen, auf die Konfektionsindustrie ausgedehnt werden und ferner Und für die Sozialdemokratie ist seitdem in Berlin weiter Erwiderung des Ministers hervor, daß die Regierung darauf hingearbeitet wird, die Heimarbeit neben der Werkstätten. gearbeitet worden. Die Berliner Freie Presse" freilich ist als Ersaz für die Aufhebung des Verbots arbeit möglichst einzuschränken. durch das Sozialistengeset, schändlichen Andenkens, erdroffelt der Verbindung politischer Vereine Zum Schuße der Bauhandwerker hat der Justize worden. Aber die Ernte ist gereift; das Samenkorn, welches andere reaktionäre Maßregeln sinnt. Welcher minister Schönstedt, wie die„ Neuesten Nachrichten" mittheilen, an die die Berliner Freie Presse" in den Boden gepflanzt, hat herr- Art dieselben sind, wird die Zukunft lehren. Amtsgerichte eine Verfügung erlaffen, worin er empfiehlt, den Baus liche Früchte getragen, und heute schickt Berlin nicht mehr ein Die weitere Debatte ist nicht bemerkenswerth. Die Be- bandwerkern Einsicht in die Grundbücher derjenigen Grundstücke zu paar Arbeiterbataillone, sondern eine Arbeiterarmee in die Wahl- sprechung hat von neuem den Beweis geliefert, daß Preußen gestatten, zu denen sie Arbeit und Material geliefert haben, ohne schlacht. Das Volk von Berlin hat mit der bürgerlich- kapitalistischen in erster Linie Polizei sta a t ist, der seinen Einwohnern um Einsicht in die Grundbücher zu erlangen, ist es demzufolge in daß sie die Erlaubniß der Bauunternehmer nachzuweisen brauchen. Politik endgiltig gebrochen. Das 3wing- Uri liberaler Rückgrat- nöthigenfalls mit polizeilicher Hilfe die Vaterlandsliebe ein- Zukunft nur noch erforderlich, daß die Bauhandwerker dem Grundbuchlosigkeit, politischer Heuchelei, wirthschaftlicher Ausbeutung und trichtern will. richter gegenüber den Nachweis führen, zu dem Bau Arbeit oder arbeiterfeindlicher Klassenherrschaft ist niedergelegt, auf seinen Zum Schluß erledigte das Haus noch mehrere fleinere Material geliefert zu haben oder vertragsmäßig liefern zu sollen. Trümmern weht das Banner der menschheitsbefreienden Sozial- Vorlagen, von denen sich nur an den Entwurf, betreffend AbAmtliche Erhebungen über die Getreide demokratie. Im Jahre 1877 wurden am 10. Januar 31 494 sozial- änderung des Gesezes über die Errichtung preife. Von 51 deutschen Plätzen sammelt vom 1. Januar an demokratische Stimmen gezählt, und am 15. Juni 1893- am Tage und unterhaltung von Fortbildungsschulen bas Statistische Amt in Berlin, wie der„ Frankfurter Zeitung" aus auf winchen gemeldet wird, die telegraphischen Berichte über die Getreibepreise. In Bayern find München, Landshut, Straubing, Von der„ wilden Börse". Die Deutsche Warte" schreibt: Die Umfäße in der Winkelbörse waren heute wieder recht belangreich, die Tendenz fest. Man hat es sich dort ordentlich bequem gemacht, und die Nebenbörse unterscheidet sich nun nur noch in ganz unwesentlichen Punkten von einer wirklichen Börse. Wie wir hören, tagen soeben die Landwirthschaftskammern in Berlin, im darüber zu beschließen, ob sie auf die Regierung einwirken wollen, daß sie die Winkelbörse schließe." Auch wir sind begierig, was die Regierung thun wird. Jedenfalls warnen wir die Arbeiter, dem Beispiele der wild gewordenen Börfianer zu folgen; ihnen fönnte eine gleiche Tattit recht theuer zu stehen kommen. Das Büchten von Millionären. Der Westf. Anzeiger", amtliches Kreisblatt für den Kreis Hamm, schreibt: Einige hundert Millionäre mehr, ausgestattet mit dem rechten Unternehmungsgeift, 1. gen dem Vaterlande besser, als alle Menschen beglückungsversuche unfruchtbarer Parlaments- und Parteistreber zusammengenommen." Die Deutsche Tageszeitung" bemerkt dazu: Giebt es denn wirklich im Deutschen Reiche noch einen denkenden Menschen, der die Züchtung von Millionären für einen Segen hält? Wir müssen gestehen, daß wir faum jemals eine thörichtere Anschauung gelesen haben als diejenige, welche das genannte Kreisblatt seinen Lesern zu bieten wagt." Rom. Crispi. " England. Italien. " 111 rechtlichen als von politischen Gründen aus. Speyer, Regensburg, Nürnberg, Schweinfurt und Lindau als solche größere Truppentransporte nach Alexandrien im Zentrum.). London, 9. Januar. Daily Chronicle" meldet, daß wiederum zugeben. Dagegen müssen wir Verwahrung einlegen.( Beifall Pläge beſtimmt. Die bayerische Regierung hat nun die Magistrate abgehen werden, um die nach Khartum bestimmten Truppen zu ver Abg. Freiherr v. Beblis( frk.): Für meine Freunde gilt ein diefer Städte angewiesen, Sorge zu tragen, daß unmittelbar nach stärken. 3weifel an der Gewissenhaftigteit unserer Beden jeweiligen Märkten die einschlägigen Notizen an das statistische Amt in Berlin abgehen. Einer Meldung des Daily Telegrape" zufolge haben sich in dem amten als ausgeschlossen.( Beifall rechts.) In jedenr Gebiete zwifchen Rhartum und der Westküste Afrika's drei Stämme Falle muß das Ueberwachungsrecht genügend gewahrt werden. erhoben und die Offensive ergriffen, weshalb die britische Regierung Sollte das bestehende Recht dazu nicht ausreichen, so halten auch Beschluß faßte, eine neue Expedition gegen diefelben auszurüsten. wir es für eine Pflicht der Staatsregierung, eine Ergänzung des felben zu beantragen, damit jeder Untergrabung unseres Staats- und Rechtswesens wirksam vorgebeugt werden könne. Schreitet im die Regierung StaatsAm 9. Januar sind alle sozialistischen Klubs und Beifall rechts.) Arbeitskammern in der Hauptstadt und in den Provinzen aufgelöst interesse zur Auflösung von Versammlungen und worden. Damit ist Rubini vollständig in die Fußstapfen seines Vor- zur Schließung von Vereinen, so trifft die gängers getreten. Er wird so wenig erreichen wie der Bluthund Schuld die Agitatoren, nicht aber die Regierung. In einer durchaus deutschen Stadt liegt kein Bedürfniß vor für die Spanien. Aufführung eines deutschen Stückes in polnischer Sprache.( Sehr - Unter dem Titel Die Inquisition in richtig! rechts.) Darin äußert sich ein Mangel an Patriotismus, Spanien" veröffentlicht der Sozialist" haarsträubende Dinge über den auch Abg. Dr. Stephan entrüftet hätte sein müssen.( Lebhafte über die von uns schon mehrfach erwähnten, an den verhafteten Zustimmung rechte.) Meine Freunde werden jedenfalls bei ähn Anarchisten vorgenommenen Torturen. Man riß den Gelichem weiteren energischen Vorgehen gegen die großpolnische fangenen die Fingernägel aus, brannte ihre Hüften, zwang Agitation der Regierung den Rücken deden.( Lebhafter Beifall rechts. Bischen im Zentrum und bei den Polen.) ihre Köpfe in Helme, durch die man einen elektrischen Abg. Dr. Stephan Beuthen( 8.): Wir sind jederzeit für den Strom leitete. Einzelne sollen in unnennbarer Weise verstümmelt worden sein. Von anderen Mitteln der Tortur kamen zur An- Schutz der Muttersprache eingetreten. Hier stehen wir vor polizeiwendung: Auspeitschung, Schlafentziehung, Tag und Nacht un- lichen Maßnahmen gegen den Gebrauch der Muttersprache. Daraus unterbrochene Marsch bewegung, ausschließliche Ernährung durch erklärt sich unser Vorgehen zur Genüge. Wenn ein Beamter das start gefalzene Fischeier, verbunden mit vollständiger Ent- Hochpolnische nicht verstand, so berechtigt das noch nicht zur siehung von Getränt, so daß die Gemarterten Toll: Ronstruirung eines so scharfen Unterschiedes zwischen Hochpolnisch heit endlich nach Urin griffen. Einer der also Gefolterten, und Wafferpolnisch. Der Unterschied zwischen beiden ist nicht ein gewiffer Mas Mas, ist bei der Anwendung des elet: größer als etwa zwischen Berliner Deutsch und gutem Deutsch. Weiß denn das bismarckfromme Blatt nichts von dem Aus- trischen Helmes irrfinnig geworden. Viele machten, um sich zeit-( Große Heiterkeit.) Vor den ganzen Maßnahmen, die der Minister spruche des ersten Reichskanzlers über das Büchten von Millionären? weilig der Dual zu entziehen, Geständnisse", die sie später beim Vereinsrecht in Aussicht stellte, fürchten wir uns nicht. Das Die Hamburger Nachrichten" werden wohl gnädiglich mit ihrem widerriefen. Haus wird sicher nicht die Hand dazu bieten, dem Volte das Schwefterorgane verfahren. Vereinsrecht zu verkümmern. Es ist ein verfassungsmäßiges Grundrecht jedes Preußen, wie das Ober Verwaltungsgericht ausdrücklich anerkannt hat. Deshalb ist es auch nicht richtig, daß das Serbien. Ueberwachungsrecht unter allen Umständen den Belgrad, 8. Januar. Milan ist wieder einmal in Serbien. Vorrang haben müßte. Die Polizei muß sich nach dem Wie viel Millionen wird es Land und Bolt fosten, daß der Lump Publikum, nicht aber letzteres nach der Polizei richten.( Sehr nur wieder geht? richtig! im Zentrum und links.) Die Möglichfeit Türkei. Auflösung aus dem Grunde, weil der überwachende Beamte Der Artikel der Wirthschaftspolitischen Blätter" leiftet nicht Ronftantinopel, 9. Januar.( Wiener Telegr.- Korr.- Bur.) Es das Vorgetragene nicht versteht, würde zu den allerbedentnur Ungewöhnliches in der Unkenntniß von Thatsachen und verlautet, der russische Botschafter hätte im Yildiz- Riost gegen die lichsten Folgen führen. Die Bevölkerung Oberschlesiens ist keineswegs gefehlichen Vorschriften, sondern er legt auch ein bebauerliches fortdauernden Verhaftungen von Türfen unter Hinweis auf die Ge in dem Maße des Deutschen mächtig, wie es dargestellt wurde, desIn der Zeugniß dafür ab, welche Informationen den landwirthschaftlichen fahr der hierdurch in der Bevölkerung hervorgerufenen Miß- halb ist der Gebrauch des Polnischen unentbehrlich. Kreifen über die Wirksamkeit der Reichs- und Staatsbehörden ftimmung freundliche Vorstellungen erhoben. Der feit 20 Jahren Agitation mag manches vorgekommen sein, was lieber ungeschehen Aber Anlaß dazu hat fast immer geboten werden." als Militärarst in türkischen Diensten stehende italienische Staats: bliebe.( Sehr richtig! rechts.) Herr Manteuffel hat eben jetzt Oberwaffer in der Konservativen angehörige Marams wurde auf grund einer Verurtheilung wegen die Regierung gegeben durch falsche Maßnahmen. Eine solche ist Partei und die Plöße sind schon unter dem Schlitten. Aber auch angeblicher Majestätsbeleidigung nach Trapezunt versetzt, um von die Unterdrückung der Muttersprache für die Polen. die Manteuffel werden, wie die„ Kons. Korr." richtig ahnt, bald dort exilirt zu werden. Der italienische Stationär Archimedes" großpolnischen Agitation im Sinne der Loslösung der polnischen bevölkerten Landestheile giebt es übrigens garnicht. Die Agitation, folgen.wird bereitgestellt, um gleichfalls nach Trapezunt abzugehen. 3um 3eugnißzwangs- Verfahren gegen bie Konftantinopel, 9. Januar. Die Großmächte wurden seitens der die besteht, bezweckt lediglich die Erhaltung der polnischen Sprache " Frankfurter Beitung" berichtet dieses Blatt:" Gleich am ersten Pforte erfucht, die Balkanfstaaten anzuhalten, ihre rückständigen, im und polnischen Sitten. Eine solche Agitation gefährdet doch den Staat nicht. Tage des Antritts seiner Zwangshaft wurde" Redakteur Giesen Berliner Vertrage festgefeßten Beiträge zur Berzinsung der türkischen aus dem Gerichtsgefängniß vor das Amtsgericht zitirt und be: Staatsschuld zu entrichten. Auch der Tribut Bulgariens set ebenfalls fragt, ob er bei seiner Zeugnißverweigerung beharre. Wie sich das feit langer Zeit fällig. für jeden ehrenhaften Journalisten von selbst versteht, bejahte Herr- Die Lage auf Kreta. Die Ermordung zweier Christen Giesen die Frage und verwahrte fich entschieden gegen die Zu- und zweier Mohamedaner hat die wechselseitige Blocirung christlicher muthung, das Redaktionsgeheimmiß preiszugeben. Er werde das und mohamedanischer Dörfer nach sich gezogen. In Kanea herrschte Beugnißzwangs Verfahren unter Negirung feiner Gesetzmäßigkeit am 5. b. M. Panit. ruhig über sich ergehen laffen, in dem sicheren Bewußtsein, daß das gute Gewiffen auf seiner Seite sei. Nach dieser Ertlärung wurde vom Richter die Fortsetzung der Zwangshaft verfügt." -Ahlwardt foll fich, wie in antisemitischen Kreifen verlautet, in New- York nach Deutschland eingeschifft haben. Gegen den Bund der Landwirthe wagt die Regierung wieder einen energischeren Ton. Gestern polemisirte die Berl. Korr." gegen das amtliche Organ des Bundes der Landwirthe, die Wirthschaftspolitischen Blätter", und warf ihnen dirette Fälschungen in ihren Meldungen über die Handwerker Vorlage und das Börsengesetz vor. Der halbamtliche Artikel schließt folgendermaßen: " " " Ronfistationspragis in Sachsen. Die Nr. 41 bes Simplicissimus" wurde noch während des Druckes von der Staatsanwaltschaft Leipzig fonfiszirt und in der Druckerei selbst von der Preffe weg beschlagnahmt. In einem Artikel soll eine Gotteslästerung enthalten sein. Wo war da der Lützow"? In der Redaktion zu München oder in der Druckerei zu Leipzig? Mohr und fein Ende. In der Klagefache Mohr tontra Fräntischen Kurier" in Nürnberg fam ein außergericht: licher Bergleich zu stande. Der Fränt. Kur." übernimmt die bisher entstandenen Kosten, zahlt 20. für irgend einen wohlthätigen Zweck und nimmt die aus dem Wormfer Polizeibericht entnommenen Behauptungen als unrichtig zurück. Der„ Fränt. Kur." ist frei finnig, aber, wie es scheint, auch gutmüthig." Drei Mart hätten es wahrscheinlich auch gethan. In dem Beleidigungsprozeffe des Margarinefabrikanten Mohr gegen den verantwortlichen Redakteur der Bergedorfer Zeitung" wurde lekterer freigesprochen. # Defterreich. Wenn nur ein Theil von dem wahr ist, scheint sich Spanien aus der Reihe der Kulturstaaten selbst ausscheiden zu wollen. Amerika. Abgeordnetenhaus. Die 45 Kilo 14. Sigung vom 9. Januar 1897. 11 Uhr. Am Ministertische: Frhr. v. d. Recke. F D ter Gine Abg. Rickert( freis. Bereinig.) will die Frage nur vom Standpunkt des Rechtes beurtheilen. Oberschleften fei ein preußischer Landestheil, und die Polen dort hätten es wiederholt zum Ausdruck gebracht, sie wollten Preußen bleiben. Ein Zweifel baran sei unAbg. Dr. Krause( natl.): Angesichts der für die Interpellation angeführten Gründe fällt einem unwiüfürlich das Shakespeare'sche Wort ein: Gründe sind wohlfeil wie Brombeeren. Im allgemeinen, so haben wir gehört, ist die Anwendung einer fremden Sprache fein Auflösungsgrund. Damit kann man sich begnügen. Der groß polnischen Agitation muß die Regierung entgegentreten. Die bestehenden Gefeße sind nach meiner Meinung vollkommen ausreichend für die Neberwachung von Versammlungen. Sie müssen aber mit New- York, 9. Januar. Die Zeitung„ World" bestätigt, daß die aller Energie angewendet werden, um der großpolnischen Agitation tubanischen Insurgenten mit Spanien in Friedens möglichst schnell ein Ende zu machen.( Beifall rechts und bei den unterhandlungen treten wollen. Der Insurgentenführer Nationalliberalen.) Gomez habe sich bereit erklärt, unter gewissen Bedingungen Frieden Abg. Motty( Pole, auf der Tribüne schwer verständlich) bezu schließen. Die Hauptforderungen seien: Abberufung des General streitet das Vorhandensein einer großpolnischen Agitation. Mit viel Weyler, Einschränkung der Machtvollkommenheiten des Militär- mehr Recht, als von einer solchen, tönne man von einer antigouverneurs, Herabfeßung der Zolltarife und der Steuern. Die polnischen Agitation sprechen. Daß sich die Polen fiber diese ve World" ist ein Sensationsblatt, ihren Meldungen ist nicht immer zu schwerten, sei aber ihr gutes Recht. In einer Zeit, in der fast trauen. Beruht die vorstehende Nachricht auf Wahrheit, dann jedes polnische Wort verdeutscht werde, habe man kein Recht, von schlagen die Aufständischen das vergossene Blut ihrer Brüder sehr einer großpolnischen Agitation au sprechen. Wenn man einen gering an. Vielleicht sind diese Hauptforderungen" aber nur die Oberschlefier frage, was polnische Agitation sei, so werde er antworten: Polnisches Recht. Eine andere Agitation, als die auf Bugefiändnisse, die Spanien machen will. Kubanisches. Weyler hat sich nach der Provinz Havana Erhaltung der polnischen Sitten und vor allem der Muttersprache gewandt, um bier die entscheidenden Bewegungen gegen die gebe es nicht. Dagegen hätten die Polen start zu leiden unter der Infurgenten persönlich zu leiten. Er will die Aufständischen aus Bolenhetze.( Beifall im Bentrum und bei den Polen.) Abg. Wolczyk( 3.) erklärt es für vollkommen falsch und irr hungern. Ift Havana bezwungen, dann sollen die Provinzen thümlich, daß der oberschlesische Dialekt, den man als wafferMalangra und Santa Clara an die Reihe kommen. meter von Havana( Stadt) liegende Stadt Bainoc wurde von polnisch bezeichne, den Hochpolen unverständlich sei, oder umden Insurgenten vollständig zerstört. Nach einer Times". gefehrt. Der Unterschied zwischen beiden fei nur unwesentlich. Meldung gewinnt in Havana das Gerücht Boden, Maceo fei Indem die Geistlichen die Bestrebungen der Polen auf Erhaltung ihrer Muttersprache unterstützten, handelten sie nicht gegen das nicht toot, sondern nur schwer verwundet und gehe der Genesung Interesse des Staates, sondern gerade in deffen Interesse, denn sie entgegen. Der Hauptgrund dieser hartnäckig wiederkehrenden Angabe ist die Thatsache, daß trotz des hohen Preises auf Maceo's bewahrten dadurch das Volk vor den Umsturz bestrebungen. ( Sehr richtig! im Zentrum). Wer aber den Polen die Muttersprache Wien, 8. Januar. Der Presse Ausschuß des Abgeord- Kopf die Leiche nicht herbeizuschaffen war. rauben wolle, der mache sie mißtrauisch und unzufrieden, der bahne netenhauses hat heute die vom Berichterstatter Rutowski vorgelegte ben Umsturzparteien den Weg. Gefeßnovelle über Rolportage angenommen, nach welcher das öffentliche Feilbieten periodischer Druckschriften nach Anzeige bei der Orts Sicherheitsbehörde jedermann gestattet ist. Ebenso können danach Wahlzettel und Wählerlisten ungehindert vertheilt werden. Desgleichen wurde ein Zusazantrag Bacat angenommen, demzufolge Auf der Tagesordnung steht zunächst die Besprechung der gerechtfertigt. Er wünsche, daß jeder Pole deutsch lerne, er benach Ausschreibungen von Wahlen auch die Vertheilung von gestern begründeten und beantworteten Interpellation bauere die Engherzigkeit, die das vielfach verhindere, aber Kandidatenliften gestattet werden foll. Der Regierungsvertreter hat Stephan Beuthen u. Gen.( 3.), betreffend die Auflösung jeder Zwang würde hier vom Uebel fein. Die ganze Polenzu dem Entwurf eine bestimmte Erklärung nicht abgegeben.- von Versammlungen in Oberschlesien( Beneschau- gefeßgebung habe nichts Gutes gebracht. Der Minister hat die Wien, 9. Januar. In der heutigen Sitzung des Abgeordneten- Beuthen- Wieschowa) beim Auftreten polnisch sprechender Redner. Möglichkeit einer Gefezesänderung in Aussicht gestellt. Er hoffe hauses tam wiederum die Frage der die Frage der Aufhebung des Abg. Munckel( frs. Wp.): Mir scheint es ein ganz natür vielleicht hier eine Mehrheit für reaktionäre Maßregeln zu finden. 3eitungsstempels zur Verhandlung. Der Finanzminifter liches Recht zu sein, daß eine Versammlung sich in der Der Reichstag aber werde darauf dringen, daß sein Beschluß auf v. Bilinski erklärte, die Regierung bekämpfe die Aufhebung nicht Sprache unterhält, bie ihr geläufig ist. Das hat auch Außerkraftfeßung des Verbots des Inverbindungtretens für politische grundsäßlich, sondern nur aus finanziellen Gründen; es das Ober- Verwaltungsgericht anerkannt. Die Polizei hat sich Vereine zu reaktionären Schritten nicht benutzt werden darf. Im handele sich um die Deckung des dadurch entstehenden Ausfalles. mit ihrem Personal nach dem Sprachbedürfniß zu richten. Der Reichstage werde man darauf bringen, daß die Zusage des ReichsDie Regierung werde dem Hause entsprechende Vorschläge machen. Minifter hat gestern gesagt, das Hochpolnische sei in jener Gegend fanzlers von der preußischen Regierung einfach erfüllt werde, oder Schweiz. garnicht verbreitet. Es genügt aber doch, daß eine Anzahl von man werde nicht nachlassen, auf Erlaß eines einheitlichen deutschen, Männern in der Versammlung waren, die desselben mächtig waren. Vereinsgesetzes zu bringen. Bern, 7. Januar.( Eigener Bericht.) Der neue Bundes Wozu soll es denn führen, wenn jede Versammlung deshalb aufgelöst Minister v. b. Necke: Ich habe keinen Anlaß, meinen gestrigen präsident Deuch er hat bei seinem Abschied aus dem Industrie- werden könnte, weil der überwachende Schuhmann die Sprache des Ausführungen zur Sache noch etwas hinzuzufügen. Ich kann auch bepartement dem Nachfolger Lachenal ein recht hübsches Grbe Redners nicht versteht? Dieser tönnte ja dann auch auflösen, wenn bezüglich des Vereinsgesetzes dem Vorredner nur rathen, in Geduld hinterlassen, nämlich zwei fertiggestellte fozialpolitische er irgend ein Fremdwort nicht versteht.( Heiterkeit, Widerspruch). den Lauf der Dinge abzuwarten. Die Herren werden ja noch lange Gefeßentwürfe. Der eine davon betrifft das Verbot der Jedenfalls ist es allgemeines Menschenrecht, daß eine Versammlung sich hier sein und das Resultat der Erwägungen zu sehen bekommen, Berwendung des gelben Phosphors zur Zündhölzchen- Fabrikation, der ihr geläufigen Sprache bebient. Man würde sicher empört die bei der Staatsregierung über die Gestaltung unseres Vereinsder andere die Lohnzahlung und Arbeitsruhe an Sonntagen der sein, wenn in Desterreich den Deutschen der Gebrauch des wesens schweben. Ich möchte aber noch einmal die Beamten nicht unter dem Fabrik-, wohl aber unter dem Haftpflichtgefeß Deutschen untersagt würde.( Beifall links und im Zentrum. Wider- gegen die Vorwürfe in Schutz nehmen, die ihnen gemacht ftehenden Arbeiter, und endlich hinterließ Herr Deucher einen fertigen fpruch rechts.) worden sind. Sollte die Agitation weitere Fortschritte machen, so ist Bericht, betreffend den internationalen Arbeiterschuh. Abg. Dr. v. Heydebrand( f.): Ich stimme dem Minifter darin die Regierung entschloffen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln Veröffentlicht ist davon jedoch noch nichts. bei, daß das Ueberwachungsrecht des Staates in teinem Falle durch dagegen einzuschreiten.( Beifall rechts.) den Gebrauch einer fremden Sprache beeinträchtigt werden darf. Abg. Dasbach( 8) bedauert, daß der Minister, sich nur auf Paris, 9. Januar. Die drei gemäßigten Gruppen des Senate Gs muß geprüft werden, ob die bestehende Gefeß die einseitigen Berichte der Beamten stützend, die Interpellation wollen sich unter dem Namen„ Regierungs- Republikaner" vereinigen, gebung zur Wahrung dieses Rechtes ausreichend nicht mit dem Wohlwollen beurtheilt habe, das er gewünscht hätte. um den vereinigten Radikalen und Sozialisten einen energischeren ft. Die Regierung muß ihre Rechte gegen die polnische Agitation Er erinnere an die Liberalität, mit der Frankreich früher energisch wahren. Sollten die bestehenden Gesetze dazu nicht aus die deutschredenden Lothringer behandelt habe. Dieser sei es vorWiderstand leisten zu können". reichen, so müffen sie geändert werden.( Sehr richtig! rechts.) Jeden- nehmlich zu danken, daß die Lothringer noch heute, nachdem sie Paris, 9. Januar. Aus Madagaskar wird gemeldet, daß falls erwarten wir von der Staatsregierung, daß sie sich unter feinen 26 Jahre wieder mit Deutschland vereinigt seien, mehr Sympathien die Königin Ranavalo auf Anordnung des Generals Galliani nur Umständen. irgend eines ihrer Rechte schmälern läßt.( Lebhafte Bu- für Frankreich, als für Deutschland haben. folche Besuche empfangen darf, die zwei Tage vorher bei der fran- ftimmung rechts.) Abg. Stanke( 8.) theilt mit, daß er in der einen aufgelösten zöfifchen Behörde angemeldet find, damit lettere genaue Rontrolle Abg. Kirsch( 3.): Der Minister fonstruirte einen Unterschied Versammlung anwesend gewesen sei, und daß dort nicht ein Genüben fann und ihr unangenehme Besuche zu verhindern in der zwischen Hochpolnisch und Wasserpolnisch. Danach würde aber jede darm, sondern drei aur Stelle gewefen feien. Der Bericht, Lage ift.Versammlung aufgelöst werden dürfen, in der dem über- auf den der Minister sich füße, fei also falsch. Belgien. wachenden Beamten irgend ein Wort unverständlich bleibt. Haben Er behaupte aber auch fälschlich, daß Abg. Frank in derselben Brüffel, 9. Januar. Der„ Soir" fonftatirt, daß die Präventiv wir doch schon die Auflösung einer Versammlung erlebt, als ein Bersammlung polnisch gesprochen habe. Derselbe beherrsche Maßregeln gegen die deutschen und belgischen Produkte den belgischen Redner äußerte, er komme nun auf das Thema zu sprechen, indem das Hochpolnische gar nicht, wie ihm oft zum Vorwurf gemacht Export nach England total vernichten oder bedeutend herabdrücken der Gendarm erklärte, über Thema" dürfe nicht gesprochen werden. worden sei, sondern spreche mährisch. Der mährische Dialekt sei würden. Im Jahre 1860 belief sich dieser Export Belgiens auf( Heiterkeit.) Auf die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts aber den meisten Polizeibeamten genügend bekannt, um eine Ver 60 und im Jahre 1895 auf 350 Millionen Mart. Die Maßregeln schien der Minister wenig Werth zu legen. Mir wäre ja auch ein sammlung überwachen zu können. der englischen Regierung, welche direkt gegen die deutschen Produkte kammer- oder ein reichsgerichtliches Erkenntniß lieber gewesen, aber gerichtet sind, schädigten mithin die Einnahmen des belgischen jenes Urtheil besteht doch nun einmal. Im allgemeinen schien der Schatzes in bedentender Weise. Minister bei der Beantwortung der Interpellation wenig von Frankreich. Minister Frhr. v. d. Recke konstatirt, daß der ihm verliegende Bericht den Anführungen des Vorredners in beiden Punkten direkt widerspreche. Es stehe also Aussage gegen Aussage. Es liege ihm fern, die Glaubwürdigkeit des Vorrebners irgendwie in Zweifel 1 Arbeiter durch die Kornfirmen verstimmt sein. Der Unternehmerver- wegen der Einführung des Magimal- Arbeitstages, und noch zu ziehen, er werde sich aber bemühen, die Sache aufzuklären. nicht band hatte eine Einladung an den Arbeiterverband geschickt und immer können die erregten Gemüther diefer Herren Darauf wird die Besprechung geschlossen. Die einen Ausschuß Die einen Ausschuß zur Verhandlung eingeladen. zur Verhandlung eingeladen. Die Arbeiter zur Ruhe kommen. Kollegen! Betrachten wir uns den MarimalInterpellation ist damit erledigt. verlangten, daß die Unternehmer Arbeiter nicht mehr verabschieden Arbeitstag in Beziehung auf seine Innehaltung, so sehen wir, Es folgt die erste Berathung des Gesetzentwurfes betreffend die dürften, die die Löschung von Hamburger Schiffen verweigerten. daß nicht einmal das wenige in Punkto Arbeiterschutz. Abänderung des Gefeßes über die Errichtung und Unter- G3 hatte anfangs den Anschein, als wenn die Unternehmer auf was man von Gesezes wegen uns gab, respektirt wird. Ueberhaltung von Fortbildungsschulen in Westpreußen diese Bedingung eingehen wollten. Blößlich wurde aber vom Unter- tretungen fommen eine über die andere vor und die Herren und Posen. nehmerverband ein entgegengesetter Beschluß gefaßt und gleichzeitig Bunftmeister haben es mit ihrem Geschrei schon soweit gebracht, der Tarif, zu dem bisher gearbeitet worden war, gekündigt. Die daß sich die Bundesregierungen schon wieder mit Erhebungen über Unternehmer suchen überall Arbeiter, zum theil unter glänzenden die Wirkungen des Maximal- Arbeitstages beschäftigen. Es ist zwar Versprechungen. Es ist also um so dringender nöthig, den Zuzug nicht recht wahrscheinlich, daß die Regierungen die Hand bieten auch von Aarhus fernzuhalten. werden zur gänzlichen Beseitigung des Maximal- Arbeitstages, aber einverstanden. Tom Mann soll, wie ein Herold'sches Telegramm meldet, am es ist möglich, daß sie sich aus Rücksicht auf die Gunst der Hand8. Januar sein Amt als Sekretär der englischen Docker- Gewerkschaft werksmeister zu einer Verstümmelung bes Maximal, Arbeitstages niedergelegt haben. In einem Schreiben erklärt er, daß feineswegs berbeilaffen. Mit einem Wort, Kollegen: Der MaximalMeinungsverschiedenheiten mit seinen Kollegen ihn zu diesem Schritte Arbeitstag ist in Gefahr! veranlaßten, sondern nur der Entschluß, fortan seine ganze Thätig- Erwächst uns hieraus die Pflicht, alles zu thun, um dieses feit der Agitation in den englischen Häfen zu widmen. Er werde wenige des uns gefeßlich gewährten Arbeiterschutzes zu vertheidigen, in London ein eigenes Zentralbureau der Dockarbeiter ins Leben so stehen uns auch in anderer Beziehung Aufgaben bevor. In einzelnen Städten, wie Hamburg, Altona, Leipzig, Dresden, Frantrufen. Abg. v. Schenckendorff( natt.) erklärt sich mit der Vorlage Abg. Dr. v. Jazdzewski( Pole) verlangt, daß in den Lehrplan Der Schulen der Religionsunterricht aufgenommen und daß er in der Muttersprache ertheilt werde. Handelsminister Brefeld: Dem Desiderium gegenüber, daß auf den Schulen auch in polnischer Sprache unterrichtet werde, müsse er fich ablehnend verhalten, denn es sei ein Unding, daß auf einer deutschen Schule in einer anderen Sprache unterrichtet werde. Abg. Dr. Bachem( 3.) bedauert, daß der Entwurf eine Be stimmung enthalte, durch die der Sonntagsunterricht an den Sonntagen, mit alleinigem Ausschluß der Stunden des Haupt Gottesdienstes, zugelassen werde. Diese Bestimmung müsse ausgemerzt Unter diesem Zentralbureau ist wohl eines der internationalen furt a. M., rüsten sich die Bäckergehilfen, um die Abschaffung werden, denn der Staat habe kein Recht, Lehrer und Schüler zur Sekretariate zu verstehen, deren Errichtung vom internationalen von Koft und Logis beim Meister zu erreichen. Angesichts der Sonntagsarbeit zu zwingen. Er beantrage daher die Verweisung Arbeiterkongreß zu London beschlossen worden ist. bekannten traurigen Verhältnisse kann es teinem Zweifel unterliegen, der Vorlage an die Unterrichtskommiffion. daß diese Forderung durchaus gerechtfertigt ift. Natürlich werden Abg. Dr. Sattler( natl.) bestreitet, daß den Lehrern gegenüber der Hamburger einen packend geschriebenen Aufruf, worin es heißt: die Bäckermeister sich gegen diese Forderung ebenfalls aufs äußerste 3wang geübt werde. wehren. Ernste Rämpfe ftehen also in Aussicht. DesAbg. Szreder( Pole) erwidert, ein Interesse an einer Sache Die in Hamburg streikenden Dockarbeiter haben einen Hilferuf über halb, Kollegen, ift es nothwendig, über gemeinfain könne doch nur der haben, der sie für nüßlich erachte. Der Unter- den Ozean erschallen lassen und derselbe soll nicht ungehört ver- die Schritte zu berathen, die zu thun sind, um unseren richt in deutscher Sprache könne aber für die polnische Jugend keinen Klingen. Laßt uns diesen Ruf erwidern und zwar von einer Interessen in der zweckmäßigsten Weise Geltung zu Vortheil bringen. tüchtigen Handvoll guten, amerikanischen Geldes begleitet, gesammelt Abg. Graf Limburg- Stirum( f.) sieht in der Forderung von Männern, die fräftig eingreifen, wenn es sich um die Unter- schaffen. Aus diesem Grunde sieht sich die unterzeichnete Kommission veranlaßt, die Bäckerei Arbeiter Deutschlands auf der Polen nur eine Folge des Entgegenkommens, das man ihnen stüßung kämpfender Genossen handelt. den 22. und 23. April dieses Jahres zu einem vor einigen Jahren auf dem Gebiete der Volksschule gezeigt habe. Kongreß einzuberufen, der in Gera( Reuß i. 2.) im GastMan dürfe hier nicht denselben Fehler begehen. Der Sonntagshaus zum Martinsgrund abgehalten wird. Kollegen, forgt für unterricht Laffe sich bei einer Fortbildungsschule nicht vermeiden, so zahlreiche Betheiligung an diesem Kongreß, beruft in allen Städten gern ihn seine Freunde auch vermieden sehen möchten. Er empfehle öffentliche Bäcker- Versammlungen ein und erörtert dort die aber möglichste Einschränkung des Sonntagsunterrichtes. hochwichtigen Fragen, die uns bewegen, wählt überall Gure DeleMinister Brefeld bemerkt, die der Gewerbe- Ordnung entgirten und thut alles, was erforderlich ist, um den Kongreß zu einer sprechende Bestimmung über den Sonntagsunterricht werde kaum imposanten Vertretung Eurer Jutereffen zu gestalten, damit er ein das religiöse Gewiffen beeinträchtigen können, wenn die Zeit des neuer Merkstein der deutschen Bäckerbewegung werde. Hauptgottesdienstes freigelassen werde. Daß der Unterricht an Sonntagen auf das nothwendigste beschränkt werde, sei ganz selbstverständlich. = Abg. Dr. Bachem bestreitet, daß der Sonntagsunterricht noth wendig sei. Abg. v. Tzichoppe( ft.) fann eine Störung der würdigen Sonntagsfeier in dem Sonntagsunterricht nicht erblicken. Abg. Frhr. v. Heeremann( 3.) erklärt sich gegen den 3wang zum Besuch der Fortbildungsschulen. Damit schließt die Diskussion. Der Antrag auf weisung der Vorlage an die Unterrichtskommission wird abgelehnt. Die zweite Lesung wird somit im Plenum statt finden. Das Gesetz betr. die Heranziehung von Fabriken zu Wegebauleistungen in Pommern, die Kirchengemeinde- Ordnung für die evangelischen Gemeinden in Hohenzollern und der Staatsvertrag mit Oldenburg betr. den Bau der Bahnlinie Löhne- Hesepe werden debattelos in erster und zweiter Lesung angenommen. Nächste Sigung: Montag 11 Uhr.( Lehrerbefoldungsgesetz.) Schluß 4 Uhr. Parlamentarisches. 0 Die bei der Expedition des ,, Hamburger Echo" für die Hafenarbeiter eingegangenen Unterstützungsgelder haben jetzt die underttausend überschritten. Nach dem letzten Ausweis betrug die Gesammtsumme 100 234,80 M. Bon Amerika's Arbeitern waren als zweite Rate, fibermittelt durch die„ New- Yorker Volkszeitung", 1000 m. verzeichnet. Der Münchener Gewerkschaftsverein hat bis jetzt ca. 5000 M. nach Hamburg abgesandt. 1939 Mieleboct 4,15. 381 Normalzeit Stadtbahn 46( mit verschiedenen Ausnahmen) 2. Rate 6,-. Lifte 4216 ver= Alles Nähere wird durch die Ende Januar zum Versand geBei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für die langenden Flugblätter bekannt gegeben. An die gesammte Arbeiterschaft sowie an die örtlichen Gestreitenden Hamburger afenarbeiter folgende werkschaftskartelle richtet die Unterzeichnete die Bitte, in den Orten, Beiträge ein: secht 10, Rechtsanwalt Froth. 20,- Frau F. 3,-. A. Bech 3, Schwimmtlub wo wir noch keine Verbindung haben, die Bäcker aufzurütteln und Franz Jugel aus Negschtau 10, Richard Wehner, Galzungen fie für die erwähnten Fragen zu intereffiren. 19,48 Mittweida von Schuhmacher 1,92. Mittwelda, dret Parteigenoffen Alle den Kongreß betreffenden Anfragen sind zu richten an Mittweida, ungenannt 3,--. Mittweida von Partetgenossen 8,08. Bon ben Wilh. Kahl in Gera- Leumnis, Altenburgerstr. 6. Grimmitschau in Sachsen durch A. G. 800,-. Fürstenwalder Genoffen 80, 2. Rate, Crimmitschau durch Sch. 25,-. Crimmitschau. durch M. 3,-. Freund's Mit kollegialem Gruß Ver- Gießerei, Nachtrag 6,85. Swet Rothe von Hauschild, Giralau 2.- Buzer vom Die Kommission. Bau Berg- u. Bandjernstraßen- Ecke 8,- Liften durch Gräschte: 8189 Sahn 5,45. J. A.: Wilhelm Kahl. 3174 Steburg 10,70. 8190 Breitenbach 8,90. Müller 18,80. 3176 Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ersucht 11,10. 3181 7,70. 3182 4,25. 1941 Hertlog 5,65. 1024 Schneler 9,65. 1980 durch B. G. K. Genußwurzelklub, WilsnackerAn die Schuhmacher Deutschlands ergeht die dringende ftraße, 3,50. Bederwaarenfabrik von Runge, Friedrichstraße 88, 2. Rate 7 Mahnung, den Zuzug von Ottensen, wo der Streit in der Unbekannt" 12,-. Lifte 8784 7,45 durch Eisenblätter. Biften 4461, 4463, 4460, 4458, Echraubenfabrit von 2. u. V. 41,20.„ Andreas B." 60,-. J. S., Adalbert: Tief' schen Fabrit noch immer fortdauert, fernzuhalten. Die vielen ftraße 22, 5,-. Panter, Maffeur, Sirtenstraße, 10,-. Gin Laubenbefizer in Mißstände, welche in dieser Fabrik herrschten, namentlich auch die Rigdorf 3,-. Gtattlub 50" 10, Gesammelt nach der Hochzeit bei Tropisch unpassende Behandlung, die sich die Arbeiter feitens des jungen 2,-. Lefe und Diskutirklub Süd- Oft, 2. Rate 20,- Siste 4356, Brückner, Metallarbeiter 5,85. 6. Rothkopf, 2,- Lese- und Distutir Herrn Tiet gefallen lassen mußten, hatten schon längst Unzufriedentiub Friedrich Engels If, 2. Rate 15 Gewerkschafts- Kommiffton beit erregt. Als am Weihnachts- Seiligabend fünf Zwickern, angeb Charlottenburg, 5. Rate 110,-( barunter Arbeiter der Farben- und Back- lich wegen Mangels an Arbeit, in Wirklichkeit, fabrit Müller u. Mann d. 6. 3,25, Schufterwette Goethenraße d. M. 1,40 weil sie Zellerfammlung der öffentlichen Boltsversammlung vom 26. Dezbr. 1896 7,50, die Mißstände gerügt hatten, gekündigt wurde, legten auch Tellerfammlung der öffentlichen Boltsversammlung vom 7. Januar 1997 52,15). Die übrigen Zwicker die Arbeit nieder. In rascher Reihenfolge ( außer einem frommen Winder) 11,95. Theaterverein„ Broletariat", 3. Rate 7,55. richter, sowie ein Theil der Zuschneider den Zwickern an. Die Droschtenkutscher des Fuhrherrn Milbrodt, Ackerstraße mit Restaurateur Rühte fchloffen sich die Maschinenarbeiter, Stanzer, Stepper und VorRifle 3907, Tischleret Becker, Drantenfiraße, mit Ausnahme von 5( Darunter Arbeiter fordern: Wiedereinstellung der Entlassenen, eine Lohn4 Sirsch Duncker'sche) 5. Zahlung 15,10. Nähmaschinenfabrik Geb. Nothmann, Abtheilung I, Bierprozente 30,-. Keramit, Charlottenburg( kies), 2. Rate 15,- Bielbewußte, Cafe Gumpert 8,80. Lohnerhöhung für Wochenlöhner und Zwicker und endlich die Frei Siste 199 d. Seymann 14, Gefangverein erhöhung für Stepper und Vorrichter von 20-30 pet., ferner eine 6. Mengel, 1,-. Liften D. G. Grift 4016, 4007, 4003, 3376, 2780, 2773, 2772, 2771, gabe des 1. Mai. Mit der Bewilligung der geforderten Löhne 2770, 2752, 2751, 2002, 2891, 28683, 2682, 2072, 1824, 1920, 297, 227 getuie würden diese immer noch kaum die in anderen Fabriken gezahlten 246 217,35( Darunter aus der Seestraße 660, Stolzenburg, der Zeitungéfrigé 6,35, Kltetmann 3,10). A. C." 2, ifte 354 d. Hoffmann, wetall erreichen. Die Firma hat aber sämmtliche Forderungen abgelehnt. arbetter 8,50. Rauchtlub" Eldorado" 4,50. Müllerstraße 10-11 5,27. Amerikanische Auktion bet sterber's Geburtstag Gastwirth Koch, Gr. Rainstr. 21, Ottensen Altona. Sylvesterfeter bei Bergmann, Briefe und Sendungen sind zu richten an H. Stoltenberg bei Artern in Thüringen, gemütht. Beisammensein, d. Karl Gebhardt, Maurer, 9.50. 4788 burch Bell, Möbelpoltrer, 10, merit. Auttion bet Bubeil, Lindenir. 106, 10,91. Cifte 4453 burch Becker, Rohr: Emaillirwert von Karl Thiel u. Söhne in Lübeck dauert An die Arbeiter Deutschlands! Der Streit auf dem leger, 5,95. Mubeltlub" 3,25. Gesangverein Eintracht in Grünau burch D. 10,-. Buchdruckerel Hilfsarbeiter der Buchbruckeret War Babing, Abtheil. Borwärts" fort. Das Unternehmerthum hat beschlossen, keinen der Ausständigen 2. Rate b. F. 10,-. Seuer'sche Stockfabrik d. die schleftiche eäuterbere 4. Rate fowie jeden, der sich weigert, Streitbrecherarbeit zu verrichten, wieber 10.-. Bon den Berliner Zimmerern d. Fischer 500,-. J. Mitebant, 23.... straße, 1, D.. 14., 2. Rate 8,50. Anton II." 6. State 5,-. R Th., Holz in Arbeit zu nehmen. Aus hungern also will man die fämpfenArbeiter Deutschlands! Haltet den marttitraße, 5.-. 2. G. 2. 11,-. Gin rother Reichspostbeamter, jedenfaus nicht den Arbeiter! der einzige, 5,-. Berichtigung. Es muß heißen: 1. Sifte 3008 der Brauer, Atttenbrauerei zug nach Lübeck streng fern! Unterstüßt uns; belft Guren fämpfenden Arbeitsbrüdern in Sohenschönhausen 26,10. 2. Landpartie von Schlich d. 39,30. Weitere Sendungen nimmt das verliner Gewerkschaftsbureau übed! Das Streifkomitee. J. A.: H. Schweizer. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. von 9-1 Uhr vormittags und von 6-8 Uhr abends entgegen. Achtung, Handlungsgehilfen, Handlungsgehilfinnen, fowie Die Zentral- Streiffommiffion der Hafenarbeiter Sam- alle kaufmännischen Angestellten Berline! Dienstag, den burgs quittirt hierdurch über den Empfang von 6 M., die ihr unter 19. Januar, spricht in einer öffentlichen Versammlung im großen Feifaale von Cohn, Beuthstraße 20/21( Industriegebäude) ReichstagsAbgeordneter Wilhelm Liebknecht über das aktuelle Thema: " Die wirthschaftliche Entwickelung, die Handels. angestellten und die Sozialdemotratie." Rollegen, Kolleginnen!!! Agitirt schon jetzt in Eueren Kreisen mit allem Eifer für zahlreichsten Besuch dieser Bersammlung. Der Vertrauensmann der Handlungsgehilfen Berlins. Hermann Lesser. 8,60. ( ein Sechfertäse) Lifte Im Handelsminifterium sollen nach dem neuen Etat die Gewerbe Aufsichtsbeamten entbunden werden von der Kesselprüfung der in landwirthschaftlichen Betrieben benußten Dampfteffel und der Schiffs- Dampsteffel. Diese Prüfung wird übernommen von den Ingenieuren des Verbandes der preußischen Dampf teffel- Ueberwachungsvereine im ftaatlichen Auftrag; dieselben beziehen dafür die sonst an die Staatstaffe zu entrichtenden Gebühren. Die Besoldung der Mitglieder der technischen Deputation für Gewerbe wird von 900 m. auf 1500 M. erhöht. Von den im Organisations. plan vorgesehenen 100 Gewerbe Inspektoren sind bis jetzt erst 82 etatsmäßig; von den auftragsweise verwalteten Stellen sollen 6 in etatsmäßige umgewandelt werden; ferner werden 3 neue Affiftentenstellen etatsmäßig. In der Provinz Hannover soll Wanderunterricht den Handwebern ertheilt werden nach dem Muster Schlesiens. In der Provinz find noch 65 399 Sandstühle im Betriebe, auf denen jährlich Gewebe im Werthe von 4 Millionen Mart hergestellt werden. Es wird daher beabsichtigt, eine größere Zahl von Lehrbezirken zu bilden und in ihnen nach Bedarf Wanderlehrer und Wanderlehrerinnen leztere namentlich zur Unter:(. Millarg, Berlin S., Annenftr. 16, vorn part.) in der Zeit weifung der weiblichen Bevölkerung anzunehmen.. Die Hafenarbeiter- Bewegung. Aus Hamburg wird uns unterm 9. Januar gefchrieben: Im der Bezeichnung X. und Y. Hameln zugegangen find. Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ausstand der Hafenarbeiter ist eine wesentliche Aenderung feit Wochen nicht eingetreten. Zu Anfang dieser Woche waren fünf Koblenarbeiter abtrünnig geworden, vier davon haben die Arbeit jedoch wieder niedergelegt, und mit ihnen die Arbeiter in einem Jm Dorfe Dölzschen bei Dresden eranderen Kohlengeschäft. Auch einige Ewerführer waren den hielt in der Klasse der Unansässigen der Kandidat der Gegner eine Lockungen der Unternehmer gefolgt. A13 man von ihnen Stimme, der Kandidat unserer Partei 86. aber verlangte, fie sollten andere Arbeiter Der Bund der Bau, Maurer- und Zimmermeister Berlins aut Giver Schweizerische Parteipreffe. In der Schweiz erscheinen führerdiensten anlernen, schlug ihnen das Gewissen Gewiffen und 11 politische Parteiblätter, 8 Gewerkschaftsblätter und 1 Wigblatt hat, wie berichtet wird, einstimmig beschlossen, den Beginn der Arbeitszeit in Rücksicht auf die vielfach sehr weiten Wege anf gestern legte ber Lette von ihnen die Arbeit wieder( Neuer Postillon".) Drei politische Blätter erscheinen in der welschenuhr festzusetzen, die Dauer der Arbeitszeit aber, sowie auch die nieder. Jm Ewerführerdienste sind gelernte Arbeiter deshalb Schweiz: in Genf, Laufanne und Chauxdefonds. Höhe des Lohnes der freien Vereinbarung zwischen, Arbeitgeber und mit verschwindenden Ausnahmen nicht beschäftigt. Die Folge davon Arbeitnehmer zu überlassen. ist, daß zahllose Schuten, die mit Waaren voll bepackt sind, sich-Wegen angeblich öffentlicher Verbreitung des vorjährigen Nach dem Wortlaut dieser Notis tönnte man fast annehmen, führerlos im Hafen umbertreiben. Man sieht, wie es jetzt mit der Märkischen Volkskalenders in Kirchhain in der Provinz Branden- daß der Bund im Gegensatz zu seiner früheren Haltung den von Gestern sind 11 große Dampfer angekommen, jedoch liegen diefelben burg hatten die Barteigenossen w ich a el und Diete Straimandate den Maurern und Zimmerern errungenen Neunstundentag und den noch nicht alle im Hafen. Es weht nämlich seit einigen Tagen bei empfangen, die für jeben auf 14 Tage haft lauteten. Das Schöffen. Minimalſtundenlohn von 55 Pf. nicht mehr bekämpfen will. startem Frost ein heftiger Ostwind, der die Fluten mit Gewalt aus ba feiner der geladenen sechs Zeugen etwas von der angeblich schlusses des gericht in Kirchhain, das sie anriefen, erkannte auf Freisprechung, Ans Weißenfels. Der Wortlaut des gestern erwähnten Beder Elbe hinaustreibt. Die Folge ist, daß im Hamburger Hafen ein fo öffentlichen Verbreitung befunden konnte. Vereins Weißenfelser Schuh niedriger Wasserstand ist, wie seit Jahren nicht. Die Schiffe haben Schäftefabritanten ist folgender: Da die Fabrikanten zu -In Halle a. S. wurde Genoffe Groß polizeilich darüber der Einsicht gefontmen sind, daß der in der G. Blasig'schen bis sechs Fuß geboit, das heißt, die Schiffe würden sechs Fuß tiefer vernommenen, wieviel Exemplare der Heiligen Behme" die dortige Sauhfabrit ausgebrochene Streit nicht als partieller beabsichtigt, im Wasser liegen, wenn mehr Wasser da wäre. Bei der riesigen Volksbuchhandlung zur Zeit der Reichstagswahl verkauft hat. Die sondern für alle hiesigen Schuhfabriken in Aussicht genommen ist, Ueberfüllung des Hafens, es liegen an mehreren Quais die Schiffe Mißbegierde der Polizei blieb natürlich unbefriedigt. Gegen das baß ferner die von Herren Blasig gezahlten Söhne den von den in doppelten und dreifachen Reihen, liegt die Gefahr nahe, daß Boltsblatt für Salle" ist wegen einer Notis über die hallischen übrigen Fabrikanten gezahlten nicht nachstehen Schiffe mit großer Badung fentern und die Ladung vernichtet wird. Bontotts ein neuer grober Unfugs- Prozeß im Gange. und feiner Zu dem starken Ostwind, der sich allmälig zu einem Sturm auszu derselben in der Lage ist, der Lage ist, bei der bei der jegigen Geschäftslag wachsen droht, ist heute ein so beftiges Schneetreiben gekommen, daß Redakteur der Königsberger Boltstribüne", wegen Beleidigung des gegangenen Leuten In Königsberg i. Pr. wurde Genosse Erdmann, die geforderten Löhne zu zahlen, wird den in den Streit aufgegeben, der gesammte Straßenbahn- Berkehr in Hamburg bis zu dieser Kuratoriums der Raftenburger Joiotenanstalt vom Landgericht zu zwischen direkt gemachten Bedingungen und Zugeſtändnissen m.fer ben denselben in. Stunde 12 Uhr mittags vollständig ruhen muß. 100 M. Geldstrafe oder 10 Tagen Gefängniß verurtheilt. Der Staats- bie Arbeit innerhalb 3 Tagen wieder aufzunehmen, widrigenfalls anwalt hatte ein Monat Gefängniß beantragt. die unterzeichneten Fabrikanten ihren sämmtlichen Angestellten am anwalt hatte ein Monat Gefängniß beantragt. Montag den 11. d. M. fündigen werden." " An der gestrigen Mittagsbörse wurde für ben Arbeitgeber" Berband gesammelt. Gine fehr große Anzahl Kaufleute verweigerte jegliche Gabe, andere gaben aber mit schwerem Herzen, denn man ist in Raufmannsfreisen wüthend auf die Rheder. Gewerkschaftliches. 3nzug von Arbeitern nach Hamburg ist während der Dauer der dortigen Lohnbewegung aufs strengste fernzuhalten! Gelder sind zu senden an das Berliner Gewerkschafts: bureau( N. Willarg, Berlin S., Aunenstr. 16.) it n d Unterzeichnet ist der Beschluß von folgenden Firmen: H. Holze. A. Arsand. F. Wi. Bach. M. Seiler Söhne. Seiler u. Seiler. M. Bachmann. Aug. Barnuß. Emil Blasig. Rud. Dieck. Fr. Hanel. Arno Landmann. Karl Jahr. Karl Kühn. Reinh. Landmann. Gebr. Schied. F. 2. Schiedt. Seinrich Schlegel. Fr. Seyfert jun. A. Lauh. R. Langrock. Wilh. Mög. Louis Schmidt. E. Pretzsch. E. Schieck. Wilh. Albrecht. Wilh. Higschte jun. C. H. Hoffmann. Fr. Kannewurf jun. Otto Dostlebe. Rob. Schüße. Die Bewohner der Straßen, wo sich die Massenquartiere für Streifbrecher befinden, wollten eine Betition an den Senat richten, worm gebeten werden sollte, die Massenquartiere einer genauen Kontrolle zu unterziehen, weil fowohl in fanitärer wie in fittlicher Hinsicht große Gefahren von denselben für die Gegend zu befürchten wären. Gestern wurde die Petition in Umlauf gefeßt. Raum waren jedoch An die Bäckerei- Arbeiter Deutschlands! 40 Namen unterzeichnet, da kam die Polizei herbei, brachte den Kollegen! Im Februar dieses Jahres find zwei Jahre verflossen, Mann, der die Petition umbertrug, aur Wache, stellte dort seine feitdem die Bertreter der Bäckerei- Arbeiter in Berlin versammelt Personalien fest und tonfiszirte die Petition. Es ist also in der waren, um über das Wohl und Wehe der Berufsgenossen zu berathen. " Republik" Hamburg nicht möglich, an Einen hohen Senat" zu Diese Zusammenkunft ging damals unter den Kämpfen um die Er petitioniren. Wie das noch werden soll, das mag König ringung des 12 stündigen Maximal- Arbeitstages vor sich. Ueber ein Jahr Stumm wissen, dessen Geist jetzt in Hamburg das Szepter führt. war darüber noch vergangen, bis man uns endlich, am 1. Juli 1896, den Ueber den Hafenarbeiterstreit in Aarhus in Dänemark wird Magimal- Arbeitstag befcheerte. Ein wahrer Entrüstungssturm erhob uns berichtet: Der Ausstand umfaßt aur Zeit 500 Mann. Die Fuhr- sich nun von seiten der Innungen. Das ganze Bäckerhandwert Teute und Schiffer haben sich mit den Streifenden solidarisch erklärt. sollte in Gefahr und dem Ruin nahe sein. Auf ihrem Verbands- Am Streit der Diamantarbeiter in Hanan, der unverändert Unter den Unternehmern soll große Uneinigkeit herrschen, namentlich tage in Breslau, der von zwei Regierungsvertretern befucht war, fortdauert, sind 109 verheirathete und 67 ledige Arbeiter betheiligt. sollen die Kohlenfirmen über die Ablehnung der Forderungen der machten die Junungsvertreter der Regierung die heftigste Opposition Die Streifenden erhalten 6-8 M. wöchentliche Unterstügung. 2.e Ju Zittau ftreifen die Tischler und Maler der Holzrouleaux und Jalousie Fabrit von May Betterlein wegen Aufoktroyirung neuer Arbeitsbestimmungen. Die Streifenden, worunter sich auch die Werkmeister beider Branchen befinden, ver langen Zurücknahme der neuen Bestimmungen und Entlassung des jezigen Buchhalters, der dieselben veranlaßt habe und auch sonst den Arbeitern feindlich entgegenträte. An dem Ausstand find 17 Pers fonen betheiligt, darunter 11 Verheirathete. " Die Pferdebahnkutscher in Göteborg in Schweden haben einen Streit siegreich durchgeführt. Die Hauptforderungen waren 10-11 Stunden Arbeitszeit, 2-4 freie Tage beziehentlich freie Nächte im Monat, 60-70 und 75 Kronen Lohn monatlich, zahlbar in 14 tägigen Raten, freie ärztliche Behandlung und Medizin, voller Lohn bei Einstellung des Betriebes infolge von Naturhindernissen, Garantie gegen ungerechtfertigte Verabschiedung. Boziales. nach P hatte. Der Gerichtshof erklärte deshalb die Beklagte für nicht haftbar. Das Reichs Versicherungsamt hat indessen jest die Baugewerts Berufsgenossenschaft wieder verurtheilt Die Wiederaufnahme des Verfahrens sei unzulässig gewesen, da die beiden Urkunden erst nach dem ersten Urtheil des Schiedsgerichts entstanden seien. " Gerichts- Beitung. bereits von berichtet, ist der Ausstand zur Abwehr einer Lohnreduktion| Das wirkliche Einkommen sei hier gleichgiltig und die rechtskräftig hatte, gerichtlich bestätigt. Jm September vr. 33. balgte unternommen, deren Höhe von den Fabrikanten mit 10 pCt., von gewordene Einschätzung zur Steuer allein maßgebend. Danach sich der Hund der Angeklagten mit einem anderen auf der Straße den Arbeitern mit 35-40 pet. angegeben wird. Der Durchschnitte wäre aber der Kläger persönlich für das Steuerjahr, in dem umber. Als die Nerrlich eben im Begriffe war, ihren Hund in fami lohu der Arbeiter betrug schon bisher nur ca. 20 M. der Unfall passirte, nicht gegen Unfälle versichert gewesen. den Keller zu bringen sie hatte dort einen Gemüsekeller Die Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter= Zeitung" der Schuhmann Baumann hinzu und herrschte sie barsch mit den Von dem Mittel der Wiederaufnahme des Verfahrens Worten an: schreibt: Am 3. Januar waren vier Jahre verflossen, seitdem machte die Magdeburgische Baugewerks- Berufsgenossenschaft in Bringen Sie' mal die Hundetöle der Straße!" Erschrocken über unsere Kameraden im Saarrevier ihren unglückseligen Streit Sachen des unfallverlegten Maurers Wiedenbeck Gebrauch, nachdem diese Aufforderung, die sie antwortete auszuführen begonnen hatte, begannen. Wie er geendet hat, ist noch bekannt. Tausende von sie für W. bereits infolge ihrer Verurtheilung durch das Schieds. geklagte in etwas lautem Tone: die An Bergleuten wurden durch die fiskalische Verwaltung gemaßregelt und gericht eine Unfallrente festgesetzt hatte. Zur Begründung ihrer Sie sehen ja, daß ich eben noch heute laufen eine Menge Saar- Bergleute ohne Arbeit, ver- Beigerung, die selbst festgesetzte Rente zu zahlen, machte sie geltend, Lärmen und forderte die Frau auf, sofort mit zur Wache zu kommen. dabei bin!" Hierin erblickte der Beamte ein ungebührlich lautes elendet und verarmt umher. Man meldet seitens der bürger- daß sie nach dem ihr ungünstigen Urtheil des Schiedsgerichts und Die Nerrlich machte den Beamten darauf aufmerksam, daß sie hier lichen Blätter aus dem Saargebiet, es sei dort die alte der Rentenfestseßung in den Besitz von Schrift Harmonie" wieder eingekehrt zwischen Unternehmer und Ar- stücken gelangt sei, die sie nicht verpflichtet erscheinen und außerdem stände ja auch ihr Name am Hause. Ohne weiteres faßte ein Geschäft habe, welches sie doch nicht ohne Aufsicht lassen könne, beiter. Wer dies glaubt, der muß dem deutschen Bergmann ließen. Das Schiedsgericht, das Wiedenbeck nunmehr ein schlechtes Gedächtniß zuschreiben. So wenig wie die Kameraden zweiten Male anrief, gab denn auch der Berufsgenossenschaft entrüftet über das ungerechtfertigte Benehmen, los. Der Beamte zu der Schuhmann nach der Blouse der Angeklagten, doch riß sich letztere, an der Ruhr die Jahre 1889-93, mit all ihrer Enttäuschung und recht und sprach sie von der Verpflichtung frei. Aus den betreffenwenig vergißt man in den Gruben an der Saar, wie das Kapital gericht, daß 25. nicht als Arbeiter eines Maurermeisters, sondern daß diese vor Schmerz laut aufschrie und noch ihrem Jammer für viele unserer Kameraden vergessen, gerade so den Schriftstücken, einem Briefe und einer Karte erfah das Schieds- griff nun die Angeklagte derartig an den Arm, 1893 die berechtigten Forderungen der Arbeiter zurückwvies. deutsche Bergmann hat gelernt aus der Vergangenheit und wird Brennerei- Berufsgenossenschaft versicherten Betriebe gearbeitet Der als selbständiger Maurer eine Art Scharwerker in einem, bei der am anderen Tage grüne und Flecken sich zeigten. Infolge dieses Geschreies sammelten sich mehrere die feine erworbenen Kenntnisse zur geeigneten Zeit verwerthen. den Schuhmann darauf aufmerksam machten, daß sie im stande feien, die Frau Nerrlich Zu re= fognosziren. Dennoch mußte die Angeklagte zur Wache folgen. Auf Grund der Aussage des Schußmannes verurtheilte sie das Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 10 Mark. In der Berufungsinstanz wurde nun festgestellt, daß sich der Schuhmann nicht in der rechtmäßigen Ausübung seines Amtes befand. Jedes laute Sprechen sei noch lange fein ruhestörender Lärm. Rechtsanwalt Dr. Bieber wies auch nach, daß der Schuhmann gar fein Recht hatte, die Nerrlich zur Wache zu bringen, da Personen Beleidigungsprozeß Dr. Lange wider Dr. Carl Peters. genügend vorhanden waren, welche die Identität der Angeklagten Der Gerichtshof nahm zwar nicht an, Die Beleidigungsklage des Dr. Friedrich Lange gegen den ehemaligen nachweisen fonnten. Eine Kommiffion der Knappschafts- Berufsgenossenschaft Reichskommissar Dr. Carl Peters fam gestern vor der einen Ab- daß die Aussage des Schußmannes eine unglaubwürdige sei, sondern für das Deutsche Reich, welcher die Vorsitzenden aller Sektionen theilung des hiesigen Schöffengerichts zur Verhandlung. Den Vorsitz war der Ansicht, daß der Beamte den Vorgang anders aufgefaßt beiwohnten, berieth am 5. Januar in Leipzig unter Vorsitz von führte Amtsgerichtsrath v. Krosigk; sowohl Dr. Friedrich hatte. Nach dem Antrage des Vertheidigers plädirte auch der Bergrath Krabler- Alteneffen in einer sechsstündigen Konferenz über Lange unter Beistand des Rechtsanwalts Lattermann, als Staatsanwalt für Freisprechung, weil die Sistirung die Novelle zum Unfallversicherungs- Gesek. Im auch Dr. Carl Peters unter Beistand des Rechtsanwalts eine ganz unberechtigte war. Der Gerichtshof hob das Prinzip erklärte man sich gegen jede Mehrbelastung der Koffta find persönlich anwesend. Es handelt sich, wie hier noch Urtheil erster Justanz auf und erkannte wegen Widerstandes gegen Industrie, die durch mehrfache Neuerungen des Gesetz mals furz hervorgehoben werden mag, um einen unter dem Titel die Staatsgewalt und des ruheftörenden Lärmens auf kosten. entwurfs hervorgerufen wird. Die Bestimmungen, daß das Reichs- Reisläufer" in der der Deutschen Zeitung" des Dr. Friedrich lose Freisprechung. Versicherungsamt als entscheidende Instanz durch die Landes- Lauge erschienenen Artikel, der zu der Zeit erschien, als Eine eigenartige Anklage wegen Hausfriedensbruchs gelangte Zentralbehörden ersetzt werden und daß gegen die Mehrzahl der die Debatten im Reichstage über Dr. Peters und die Vor- gestern vor der neunten Straffammer des Landgerichts I in der Schiedsgerichtsurtheile ein Rekurs an das Reichs- Versicherungsamt gänge am Kilimandscharo geführt wurden. Der Artikel be- Berufungsinstanz zur Verhandlung. Der Handelsmann Hermann nicht mehr zulässig sein soll, wurden als un annehmbar erklärt. handelte das damals aufgetauchte Gerücht, daß Dr. Peters Nagel, der ein Lokal gegenüber der 3entral- Martthalle Der Gefeßentwurf und seine Fassung gaben weiter zu vielfachen in englische Dienste übergetreten sei. Er wird wegen dieser besißt, pflegte auf Bestellung einiger Standinhaber denselben Kaffee Ausstellungen Veranlassung. Es soll eine Denkschrift ausgearbeitet Absicht heftig angegriffen und folgendes ausgeführt:„ Herr und Frühstück in die Halle zu bringen. Der Markthallen- Verwaltung und den maßgebenden Stellen übermittelt werden. Peters tam im Jahre 1884 von London nach Deutschland mit dem war dies nicht genehm, da hierdurch dem Restaurations Die Errichtung eines Gewerbegerichts ist, wie das festen Vorsaß, auf irgend eine Weise mit seiner Thatkraft Stellung Pächter Abbruch geschah. Es wurde deshalb dem Nagel untersagt, „ Sächsische Voltsblatt" mittheilt, in 3 wida u definitiv beschlossen. und Ansehen zu gewinnen. Und folgende drei Möglichkeiten hatte die Halle zu betreten. Als dieser das Verbot nicht berücksichtigte, gegen Anzeige wegen Hausfriedensbruchs ihn erUeber die Nothwendigkeit weiblicher Fabrikinspektoren er friedlich neben einander auf sein Programm gefeßt: entweder wurde Das Schöffengericht sprach den Angeklagten frei, sprach in Nürnberg in einer vom Verein Frauenwohl" die damals feimende Kolonialbewegung als Sprungbrett zu bestattet. arrangirten öffentlichen Versammlung Frau Sanitätsrath Schwerin nutzen, oder die deutsche Bevölkerung in den Vereinigten Staaten indem es der Ansicht war, daß der Markthallen Verwaltung nicht das Recht zustehe, dem Angellagten den Zu aus Berlin. Der Versuch, die dortigen bürgerlichen Kreise für die gegen das englische Element mobil zu machen, oder endlich Die Staatsanwaltschaft legte Frage der weiblichen Fabrikinspektoren zu intereffiren, ist, wie man sich an die Spige der deutschen Sozialdemokratie tritt zur Halle zu untersagen. uns schreibt, gescheitert. Das Nürnberger Bürgerthum fei dentfaul, zu sehen. Diese Vielseitigkeit des politischen Gewissens des Berufung ein und deren Vertreter beantragte in der zweiten Instanz uns damals den ersten tiefen Blick erften tiefen Blick in die Verurtheilung des Angeklagten zu 10 Mark Geldstrafe, weil welchen Eindruck auch die Rednerin durch den kläglichen Ver. Dr. Peters ließ sammlungsbefuch erhalten haben werde. Interessant sei das Ver- feine Seele thun, aber wir hofften, daß, nachdem erst ein derselbe gegen§ 12 der Markthallen- Verordnung, wonach den halten der Behörden gewesen. Sobald Arbeiter eine Versammlung auch mal die Würfel der Entscheidung für Der Gerichtshof die Würfel der Entscheidung für die nicht sozial- Aufsehern Folge zu leisten ist, verstoßen habe. die tam wieder zu Die Markt: feines Programms gefallen waren, einem freisprechenden Urtheil. für Arbeiterinnen einberufen, erscheine die Behörde auf dem Plan und demokratische Seite erkläre: Frauen haben feinen Zutritt. Wiederholt wurden in Ver- Folgerungen eines glücklichen Anfanges ihn vor Rückfällen be- hallen feien, als Ersatz für die früher zum Handel benutzten Marktfammlungen rein gewerkschaftlicher Natur die Frauen ausgewiesen. wahren würden. Die Natur war aber auch in diesem Falle stärker, pläge, öffentliche Orte, zu denen jedermann Zutritt habe. Die Der hier in Rede stehenden Versammlung habe zwar ein Polizei- als die Berechnung; die unbeilvollen Triebe seiner Natur haben ihn Standpächter ftänden zum Verpächter, dem Magiftrat, in demselben Aftuar in Uniform beigewohnt, derfelbe habe aber erklärt, feinen dazu gebracht, daß er in verbältnißmäßig kurzer Zeit einen überaus Verhältniß wie ein Wohnungsmiether zum Hauswirth. Den Stands amtlichen Auftrag zur Ueberwachung der Versammlung zu haben. großen und von ihm durch künstliche Reklame noch vermehrten Vor- pächtern könne das Recht nicht genommen werden, an ihren Ständen Die Rednerin sprach über die englische und deutsche Arbeiter rath von öffentlicher Anerkennung nicht nur völlig aufgebraucht, zu empfangen, wen sie wollen und sich Nahrung oder sonst schutz Gesetzgebung, über die liberale und fonservative Partei, also sondern sogar in das Gegentheil verkehrt hat, sodaß er nun that- etwas hineinbringen zu lassen. Auch dem§ 12 der Markthallen gewiß politische Angelegenheiten, ohne daß die Polizei darin etwas fächlich in der deutschen Kolonialpolitit fertig" war. Er mag nun Verordnung fönne eine rechtliche Wirkung nicht beigelegt werden, Auffälliges fand. Wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe. Undank nennen, was bei ihm mehr als bei irgend einem anderen denn die vom Magiftrat angestellten Aufseher seien nicht den In der ,, Wiener klinischen Rundschau" veröffentlichte der verdiente Strafe ist. Selbst das Mitleid hat er sich verscherzt durch Polizei- Exekutivbeamten gleichzustellen, denen man unbedingt Folge in Hubertusburg bei Leipzig angestellte Oberarzt Dr. P. Näcke einen diese feine Reisläuferei. Von dem dritten, dem sozialdemokratischen zu leisten habe. Aus diesen Gründen sei der Angeklagte kostenlos Theile feines Programms hat er nun doch noch die Vaterlandslosig freizusprechen. Artikel über Kriminalpsychologie, worin es nach Angabe feit wahr gemacht, und damit ist er wirklich fertig, endgiltig Wegen versuchter Gefangenenbefreiung und Widerstands unferes Chemnißer Bruderorgans heißt:„ Leider lassen fich " Leider laffen fich fertig." Dr. Peters erwiderte hierauf im„ Deutschen Wochenblatt" gegen die Staatsgewalt hatte sich am Freitag der Tischler Rudolf die niederen Schichten" nicht schärfer abgrenzen. Selbst des Dr. Arendt, daß die Lange'schen Angaben„ erlogen" feien; er Ernst Schönfisch aus Rixdorf vor dem dortigen Schöffen= venu man den Besuch der untersten Volksschule dafür auf- behauptete weiter, daß Dr. Lauge s. 3. aus der deutsch oftafrika- gericht zu verantworten. Durch die Beweisaufnahme wurde stellen wollte, würde nicht alles erschöpft sein, da viele Handwerker, kleine Kaufleute u. f. w. eben diese besuchten, anderer- nischen Gesellschaft hinausbugfixt worden sei und man ihm für seine folgender Thatbestand festgestellt: In der Nacht zum 6. Sepbis dahin geleisteten Dienste eine Summe von 10 000 m. gezahlt tember v. J. traf der Nachtwächter Lutter auf seits in den großen Städten, wie mir dies z. B. von geschäßter habe, schließlich auch, daß er( Dr. Peters) den Dr. Lange schon dem Richardplat den obdachlosen Registrator Stenzel auf Seite aus Chemnitz berichtet wurde, eine Gattung der Arbeiter jetzt einmal auf Pistolen gefordert habe, Dr. Lange aber der Forderung einer Bant sigend. Als Stenzel auf Befragen erklärte, daß er kein derartig vor sich geht, daß diefelben solid, tüchtig sind, vor nicht entsprochen habe.- Dr. Peters strengte ursprünglich gegen Obdach habe, forderte der Wächter ihn auf, ait zur Polizei zu wärtsstreben in Chemnitz sonderbarerweise gerade nicht entsprochen habe. Dr. Lange die Widerklage an, sein Rechtsbeistand zog dieſe kommen, wo es etwas geben" werde. Der in der Nähe stehende die eigentlichen und überzeugten Träger der aber aus formalen Gründen wieder zurück. Sowohl Dr. Tischler Schönfisch machte zu dieser Aeußerung eine Bemerkung, Sozialdemokratie die anderen unterhalb bleiben und den Lange als auch Dr. Peters bekennen sich zur Verfasserschaft der worauf Lutter auch ihn festnahm. Schönfisch machte eigentlichen„ Mob" darstellen, die sozialdemokratischen Radaubrüder, betr. Artikel und übernehmen deren Verantwortung. Die Beweis- den Wächter darauf aufmerksam, daß er ihn ja genau fenne die nichts zu verlieren und alles zu gewinnen haben." wollte sich auch durch seinen Militärpaß legitimiren, Herr Näcke hat wohl seines Amtes wegen nicht Zeit, sich über aufnahme beginnt mit der Verlesung der kommissarischen Ver- und den Einfluß der Sozialdemokratie auf die Massen genau zu Bundes der Landwirthe Adolf von Pehold Königsberg. Schönfisch ihm folgen solle. Hierzu hatte letzterer aber keine Lust den Einfluß der Sozialdemokratie auf die Massen genau zu nehmungen des Grafen Joachim Pfeil und des Delegirten des doch ließ Lutter sich auf nichts ein, sondern bestand darauf, daß orientiren, sonst würde er es für selbstverständlich halten, daß überzeugte Sozialdemokraten solide und tüchtige Leute sind, und daß der Graf Joachim Pfeil hat ausgesagt: Er sei im Jahre 1884 und so tam es zwischen beiden Männern zu einem Handgemenge, bei sogenannte„ Mob" zu dem alle Klassen der Bevölkerung ihr öfter mit Dr. Peters zusammen gewesen und da habe Dr. Peters welchem dem Wächter die Uniform zerriffen wurde, während Schönfisch Rontingent ftellen, am meisten aber die bürgerlichen mit der verschiedene Pläne entwickelt, die ihm Gelegenheit geben sollten, aber verschiedene Berlegungen davontrug. Schließlich kam ein WiesenDie Bewaffnung der wächter dazu, mit dessen Hilfe Schönfisch nach dem Amtshause Sozialdemokratie gar nichts zu thun hat, sondern seinen Radau deutschen Sozialdemokratie fei eines feiner Projekte ge- transportirt werde. Dort sowohl, wie unterwegs will gelüften, insbesondere bei patriotischen" Veranstaltungen, als wesen, er habe angedeutet, daß er sich eventuell an die Spiße Schönfisch noch mißhandelt worden sein, doch er= " Hurrah- Kanaille" fröhnt. der Sozialdemokratie stellen und sie auch bewaffnen lärte Lutter, hiervon sei ihm nichts bewußt. In der HauptDas amtliche Resultat der letzten Volkszählung in Frank wolle.- Beuge von Pezold hat ausgefagt: Jim Frühjahr oder verhandlung mußte Lufter selbst zugeben, daß Schönfisch reich, die am 29. März 1896 vorgenommen wurde, ftellt eine Be- Sommer 1896 feien Freunde des Er. Peters mit diesem im Monopol- feinerlei thätlichen Versuch gemacht hat, den Stenzel zu be völterungszahl von 38 517 975 feft. Einbegriffen ist Korsika, nicht Hotel zusammen gewesen. Es feien 5-6 Personen zugegen gewesen, freien, doch habe er dies befürchtet. aber Algier und die sonstigen Kolonien. In Algier betrug die darunter Premierlieutenant v. Tiedemann, Landtags- Abgeordn. anwalt Gonrad war daher der Ansicht, daß weder versuchte Bevölkerung am 1. Januar 1896: 5 429 424. Der Zuwachs der Dr. Arendt, Kapitänlieutenant a. D. Rust. Ein Herr aus Gefangenenbefreiung, noch Widerstand vorliege, denn als Lutter den Bevölkerung Frankreichs seit der letzten Volkszählung im Jahre 1891 England habe davon gesprochen, daß in nächster Zeit in London ihm genau bekannten Angeklagten ohne weiteres verhaftete, habe er ist äußerst gering, er beträgt nur 175 027 Personen. Der amtliche eine Versammlung stattfinden solle, in welcher über das Engagement nicht in der rechtmäßigen Ausübung seines Amtes gehandelt. Er Bericht sucht den Eindruck dieser fatalen Thatsache nach Möglichkeit des Dr. Peters Beschluß gefaßt werden sollte. Der Herr habe den beantrage somit die Freisprechung des Angeklagten. Der Gezu verwischen, indem er darauf hinweist, daß in Algier eine große Dr. Peters zu bestimmen gesucht, schon am nächsten Tage mit nach richtshof schloß sich diesen Ausführungen an und erkannte dem AnAnzahl Franzosen als Berwaltungsbeamte und Militärs verwendet England zu fahren. Dr. Peters habe die Absicht durchblicken trage gemäß. werden. Auch seien in den sonstigen Besitzungen größere Truppen- laffen, dieser Aufforderung Folge leiften zu wollen. Beuge theile stationirt, als dies im Jahre 1891 der Fall war. Dr. Ulrich Jahn ist dieser Herr aus England. Er bekundet, daß Die Zunahme entfällt auf die Induſtriedistrikte des Nordens von einem Engagement des Dr. Peters teine Rede sei. Man' habe Depelthen und lehte Nachrichten. ( Maas- und Moseldistrikt), des Nordwestens( Pas de Calais), ihn lediglich zu intereffiren gesucht für verschiedene faufmännisch- Hamburg, 9. Januar.( Privattelegramm des„ Vorwärts".) den 2yoner Kreis( Bouche du Rhone) und Paris. In den industrielle Unternehmungen; um eine solche habe es sich auch bei Bei den heutigen Unwetter ruhte die Hafenarbeit vollständig. letzten 5 Jahren nahm Baris um 88 000, in den letzten 15 Jahren jener Konferenz gehandelt, von welcher bei jener Gelegenheit ge 250 Fremde legten die Arbeit nieder und find abgereift. Ein großer um 548 000 Personen zu. sprochen wurde. Daffelbe sei tein politisches, sondern ein interDie Ausländer, die in Frankreich ständigen Aufenthalt ge- national- faufmännisches Unternehmen, bei welchem englisches Speicher in der Nähe des Hafens brennt seit 6 Uhr. Der Brand nommen haben, gehen an Zahl zurück. Im Jahre 1891 zählte man Rapital gar nicht in Frage komme. Zu irgend welchen verursacht großen Schaden. deren noch 1 101 798, bei der legten Zählung nur noch 1027 491. bindenden Abmachungen sei es aber nicht gekommen. Thorn, 9. Januar.( W. Z. B.) In Seyde bei Leibitsch stürzte Die Ursache dieses Rückgangs dürfte wohl zum großen Theil in Die übrigen weitläufigen Zeugenaussagen bieten wenig von Intereffe; eine Riesgrube ein. Drei Arbeiter wurden getödtet, einer erlitt dem Umstande zu suchen sein, daß durch das„ Gesez zum Schuße erwähnt sei nur noch die Versicherung des Privatklägers Dr. Lange, einen Beinbruch. der nationalen Arbeit" vom August 1893 der Niederlassung aus daß er tein grundsäglicher Gegner des Duells sei, und die Meinung Monte Carlo, 9. Jan.( B.$.) Der deutsche Handelsreisende ländischer Arbeiter nicht unwesentliche Schwierigkeiten bereitet sind. des vorfihenden Richters, daß die Geschichte von der Bewaffnung Ramaß beging infolge starten Spielverluftes einen Selbstmordversuch der deutschen Sozialdemokratie wohl ein Ulf des Dr. Peters gewesen, durch Vergiften; er fonnte jedoch gerettet werden. wenn sie auch, wie Zeugen bestätigen, gefallen sei. Petersburg, 9. Januar.( B. H.) Die Regierung hat den Soziale Rechtspflege.. Nach kurzer Berathung erkennt der Gerichtshof: Dr. Peters Beschluß gefaßt, behufs Verhütung der Einschleppung der Beulenpest Die posensche landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft sei der Beleidigung zwar schuldig, bleibe aber straflos, da aus Indien nach Rußland eine Kommission einzusetzen, die unter enthält in ihrem Statut die Bestimmung, daß Mitglieder, deren sich um sofortige Erwiderung einer Beleidigung bandele. der Leitung des Chefs des Sanitätsdepartements, Dr. Rogozin, bie Jahresverdienst aus der Landwirthschaft 2000 m. nicht übersteigt, Der Ausbruck" erlogen" sei beleidigend; die Beweisaufnahme habe der Versicherung unterlägen, und daß die Heranziehung zur Staats- ergeben, daß in der That die Behauptungen, die in dem Artikel des nöthigen Schuß- und Präventivmaßregeln feststellen, sowie die rasche Einkommensteuer maßgebend sei. Unter Berufung hierauf wies die Privatklägers niedergelegt find, nicht der objektiven Wahrheit ent- Durchführung derselben überwachen soll. Berufsgenossenschaft den Landwirth Roy, der am 6. April 1895 sprechen, sie sind aber nicht als bewußte unwahrheit erkannt einen Unfall erlitten hatte, mit seinem Anspruche auf eine Rente worden. Bezüglich der Behauptung des Dr. Peters über die VerNachdem der Verletzte vergeblich Berufung eingelegt hatte, weigerung des Duells fehle es an einem Dolus, da kommerzienrath ergriff er das Rechtsmittel des Rekurses an das Reichs- Versicherungs- utas dem Angeklagten felbft mitgetheilt habe, daß das Duell Melbourne, 8. Januar.( W. T. B.) Die Schiffsmaschinisfen amt. Er führte aus, er sei allerdings für das Steuerjahr 1895/96 definitiv abgelehnt sei. Ein Beweis, daß Dr. Peters von einer engnehmen morgen die Arbeit wieder auf. Die den Gewerkvereinen mit einem Einkommen von 2236 M. zur Staats- Einkommensteuer lischen Gesellschaft angeworben sei, sei nicht erwiesen. Welche Unkenntniß unter den Schuhleuten darüber nicht Angehörenden werden in Arbeit behalten, bis die Frage in veranlagt worden, in Wirklichkeit wäre sein Einkommen aber viel geringer. Ein Rechtsmittel gegen die unrichtige Veranlagung ein- herrscht, in welchen Fällen fie eine Siftirung vorzunehmen einer am Dienstag in Sydney stattfindenden Konferenz geregelt ist. Die Verbindung mit Port Darivin ist wieder hergestellt. Der zulegen, habe er nur versäumt, weil ihn daran eine Krankheit ge haben, wurde gestern vor der 9. Strafkammer in der Strafsache hindert hätte. Das Retursgericht maß diesen Behauptungen jedoch gegen die Frau Fernande Nerrlich, die sich wegen Widerstandes durch den Ortan dort angerichtete Schaden wird auf 100 000 Pfund feinen ausschlaggebenden Werth bei und wies Ron ebenfalls ab. gegen die Staatsgewalt und rubeftörenden Lärms zu verantworten Sterling geschätzt. Verantwortlicher Redakteur: Auanit Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlao von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltu ab. " M . Amits: Kanca, 9. Januar.( B. H.) Bewaffnete christliche Banden, schaften an. Jufolgedessen sandte der Gouverneur ein starkes die am Südufer der Sudabai auftauchten, griffen die türkischen Ort: sind keine weiteren Ruhestörungen vorgekommen. Gendarmeriekorps dorthin ab. Auf den übrigen Theilen der Jusel " Nr. 8. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 10. Januar 1897. Kommunales. Die Stadtverordneten Kyllmann und Genossen haben folgen. den Antrag in der Stadtverordneten- Versammlung eingebracht: Die Stadtverordneten- Versammlung wolle beschließen, den Magistrat um Auskunft zu ersuchen, wie weit die Reform des Müllabfuhrwesens gediehen ist." Auf dem städtischen Schlachthofe find im Monat Dezember 1896 59 807 Schweine gegen 55 146 im Dezember 1895- auf Trichinen untersucht worden. Davon sind 22 Stück wegen Trichinen und 60 Stück wegen Finnen als zur menschlichen Nahrung ungeeignet zurückgewiesen worden. Das Polizei- Präfidium hat nunmehr die Genehmigung zur Erbauung der Potsdamer- und der Viktoria- Brücke, sowie zum Abbruch der alten Brücke ertheilt. Behufs Anschlusses der außerhalb des Berliner Weichbildes belegenen militärfistalischen Gebäude und Kirchen in der Hafenhaide geht den Stadtverordneten eine Vorlage zu. " " ein in der Arena seltener Gaft, der berühmte Rechnenkünstler Im Zirkus Renz wird sich in der heutigen Abendvorstellung Jaques Inaudi produziren. " politischer Beziehung so unschuldsvollen„ Vossischen Zeitung" war auch durch Thüren und Wände vernehmbar waren und die Nach Freitag von der politischen Polizei die Unannehmlichkeit einer Haus- barn veranlaßten, sich Ruhe auszubitten. Als Lydia Sch. aut fuchung bereitet worden. Das liberale Blatt meldet darüber vom Weihnachtsheiligabend wieder arg mißhandelt worden war und bel Bei der Invaliditäts- und Altersversicherung Berlin find Sonnabend Morgen: Hausbewohnern Zuflucht suchte, gingen diese mit dem bedauerns. im Laufe des Vierteljahres Oktober- Dezember 1896 91 Anträge Gestern Abend gegen 6 Uhr beehrte uns der Kriminal- Kom-| werthen Mädchen zur Charlottenburger Polizeiwache in der auf Gewährung von Altersrente eingegangen; aus der missar der politischen Polizei Herr von Raumer, in Begleitung Bayreutherstraße, um Schuß für die Aermste zu erlangen. Der Zeit vor dem 1. Oktober 1896 lagen noch 18 Anträge vor, hin- noch eines anderen Kriminalkommissarius, mit seinem Besuche Herr Pastor kam aber hinzu und sprach zu dem Mädchen in sanftem sichtlich deren die Entscheidung noch ausstand. Von diesen und theilte uns mit, daß der Herr Justizminister den dringenden Ton: Mein Kind, Du wirst doch Deinen Prediger nicht antlagen! 109 Anträgen sind bewilligt 66, abgelehnt 23, anderweit Wunsch habe, den Verfasser des zweiten Leitartikels unserer Die arme Lydia, ein frommes Glied der besagten Gemeinde, ließ sich erledigt 2 und unerledigt das folgende Vierteljahr gestrigen Morgen- Nummer Verwaltungs- Bureaukratie und Richter auch bereden und folgte ihrem Herrn wieder in deffen Wohnung. Aber übernommen 18. Bis zum 31. Dezember 1896 waren stand" zu erfahren. Als wir bedauerten, daß wir es uns versagen bald begannen die Mißhandlungen aufs neue. Am Sonntag, dell insgesammt bewilligt an Altersrenten 3350. Von diesen sind aus- müßten, die Bekanntschaft des Herrn Justizministers mit dem Ver- 27. Dezember stürzte das bedauernswerthe Mädchen mit geschwollenent geschieden durch Tod 755, aus anderen Gründen 66, zusammen 821, faffer zu vermitteln, erklärte uns Herr v. Raumer, dann Haus- und blutendem Gesicht auf die Straße und rief: Sie schlägt mich fodaß am 1. Januar 1897 2529 Altersrenten- Empfänger vorhanden fuchung nach dem Manuskript des Verfassers vornehmen zu müssen, todt, Sie schlägt mich todt!" Den herbeieilenden Leuten erzählte waren. Innerhalb des gleichen Vierteljahres sind 423 Anträge auf und wir können der Pflichttreue der Herren( ein ganzer Stab von das Mädchen, die Frau Pastorin sei mit einem Hackmesser auf Gewährung von Invalidenrente eingegangen und 132 unerledigt Kriminalschußleuten hatte nur des Wintes gewartet) das Zeugniß fie losgegangen und habe gedroht, ihr den Kopf zu spalten. Wieder aus dem Vorvierteljahre übernommen. Von diesen 555 In ausstellen, daß dies in den gesammten Räumen der Redaktion und nahmen sich Hausbewohner des Mädchens an und brachten sie zit validenrenten Anträgen find 231 bewilligt, 137 der Seßerei mit gewissenhaftester Gründlichkeit geschehen ist; freilich dem Arzt Dr. Joseph in der Kleiststraße, welcher ihr in einem Attest abgelehnt, 25 anderweit erledigt, 162 unerledigt auf das folgende erfolglos. bescheinigte, daß sie Anschwellungen und blaue Flecke im Gesicht Quartal übernommen worden. An Invalidenrenten sind bis zum Zur Erläuterung sei bemerkt, daß Herr v. Raumer, der bisher und auf dem Körper habe, und ihr Zustand ein derartiger 31. Dezember 1896 überhaupt 3423 bewilligt worden. Ausgeschieden das Gewerkschaftswesen zu„ beaufsichtigen" hatte, neuerdings auch sei, daß ihre Gesundheit möglichenfalls dauernd geschädigt sind inzwischen durch Tod 946, aus anderen Gründen 83, zufammen gemeinschaftlich mit einem Kollegen das frühere Ressort des wegen werde. Gleichzeitig schrieb der Arzt an die Polizei 1029; mithin war am 1. Januar 1897 ein Bestand von 2394 In Meineids verhafteten v. Tausch zugewiesen erhalten hat. Doch um behörde, fie möge doch dafür sorgen, daß Lydia Sch. validenrenten- Empfängern aufzuweisen. auf den springenden Punkt zurückzukommen. Außer der Boss. 3tg." von ihrer Dienstherrschaft entfernt werde, da sie bei einer tonnte noch ein Blatt gleich am nächsten Morgen detaillirt über die Fortsetzung der Mißhandlungen ihres Lebens nicht sicher sei. Mit Haussuchung berichten. Dies Blatt war die Staatsbürger- Zeitung". diesem Attest ging das Mädchen wieder zur Polizeiwache, wo mail Woher hatte das Blatt die Neuigkeit? Von der Bossischen Zeitung" ihr aber erflärte, nicht einschreiten zu können, da kein Strafantrag gewiß nicht. geftellt sei. Der Lydia Sch. blieb nun nichts anderes übrig, als Ausgeschloffen aus dem Verein der Pianoforte- Fabri- wieder zu ihrer Dienstherrschaft zurückzukehren, bis sich endlich in fanten wurde die Firma Schüße u. Freund, weil sie zwei beim Berlin lebende Verwandte des Mädchens ins Mittel legten und sie legten Streit hervorragend agitatorisch thätig gewefene Arbeiter ihrer Herrschaft am 2. Januar entzogen. Nach Angabe einer beschäftigt. Wie bürgerliche Blätter berichten, verfolgt der Verein Angehörigen, bei der sich Lydia Sch. aufhielt, soll dieselbe noch jezt Arbeitnehmern die Streitführer vorläufig(?) nicht in Arbeit zu und den Eindruck machen, als ob ihre Geisteskräfte gestört wären. die Aufgabe, im Interesse des Friedens zwischen Arbeitgebern und eine beständige Furcht und ein scheues Wesen zur Schau tragen nehmen. Die Firma Schüße u. Freund motivirte ihr Verhalten Der Prediger war früher Dragoner Lieutenant. Nicht glaubs damit, daß andere Mitglieder des Bereins gleichfalls Streitbetheiligte würdig erscheint uns, daß das von dem Mädchen der Polizet beschäftigen, die in der Agitatorenlifte mit drei überreichte ärztliche Attest von letzterer dem Pastor überfandt sein soll. Kreuzen verzeichnet ständen! Es seien die Fabrikanten zu der Einstellung dieser Arbeiter genöthigt gewesen, da man in der Hochsaison vor Weihnachten keine anderen Arbeiter habe erlangen fönnen, Bei der Abstimmung wurde der Ausschluß der Firma aus Fabrikantenverbande einstimmig Die Die Große Berliner Pferde Eisenbahngesellschaft sowie dem Zirkus Busch. Am heutigen Sonntag wird wiederum angenommen. die Neue Pferde- Eisenbahngesellschaft haben die für das 2. Halbjahr Agitatorenliste soll weiter fortgeführt und streng darauf geachtet in der Nachmittags- Vorstellung die Pantomime 3scheus, das Wald: 1896 fälligen Pflasterrenten im Betrage von rund 118 571. bezw. werden, daß kein Streifleiter in Arbeit genommen wird. Es handelt mädchen", abends das Manege- Schaustück„ Nach Sibirien" unverkürzt 23 225 M. am 2. b. M. an die Stadt- Hauptkaffe abgeführt. sich hier wiederum um eine Maßnahme, die von der Firma vorgeführt werden. Die Wagen der Omnibuslinie Potsdamer Bahnhof- Sörliger Für die Umwandlung der Linie Kreuzberg- Demminerstraße anger u. Ro. ausgeht. Die beiden Arbeiter sind bei dieser in elektrischen Betrieb ist die Bergrößerung der Kurven- Radien an Firma vor dem Streif der eine 7, der andere 8 Jahre beschäftigt Bahnhof fahren vom Oranienplay, statt durch die Dravien- und gewesen und ihre ganze agitatorische Thätigkeit bestand darin, daß Wienerstraße von nun an durch die Dresdenerstraße, über den der Kreuzung der Belle- Alliance, Gneisenau- und Yorkstraße, sowie sie sich den Streifenden angeschlossen haben. Dagegen find die be- Kottbufer Platz, durch die Reichenberger- und Grünauerstraße nach an der Ecke Gneisenau- Bärwaldstraße und all der Kreuzung Gneisenau- Boffenerstraße erforderlich. Zur Ausführung der erfordertreffenden weder als Redner in Versammlungen aufgetreten, noch dem Görlizer Bahnhof lichen Arbeiten hat die Große Berliner Pferde Eisenbahngesellschaft niedere Motive sind die Triebfedern einer Verfolgungssucht, die Leipzigerstr. 4 abgebrochen werden. haben sie in der Gewerkschaft eine Stellung eingenommen. Lediglich Ende dieses Jahres soll das alte Reichstags- Gebäude in der die Genehmigung des Magistrats und des königl. Polizeipräsidiums darauf hinausläuft, ehrliche Arbeiter aus Brot und nachgefucht. Stellung zu bringen. Die Herren sorgen am besten dafür, den Koupees befindliche Frauen durch Redensarten belästigen, wurde Einer jener rüden Patrone, welche auf der Stadtbahn in daß sich die Arbeiter dieses Berufes wieder fest zusammenschließen, gestern in Charlottenburg festgenommen. Der Bursche gehörte dies um diesem unerhörten Druck begegnen zu können. Der Firma mal nicht zu den gebildeten Rowdies, sondern war ein 22jähriger Schüße u. Freund aber gereicht es zur Ehre, daß sie die an fie ge- Bergolder; derselbe hatte ohne Rücksicht darauf, daß sich in dem richtete Zumuthung zurückwies. betreffenden Wagenabtheil noch zwei Frauen befanden, ungehörige Publikum und der Charitee aus Irrthümern, die über die Aus dies untersagte, ausfallend und gemein. Unnüße Weiterungen erwachsen fortgesetzt dem betheiligten Redensarten geführt und wurde, als ein mitfahrender Herr ihm Auf der Station Char bildung der Hebammen verbreitet sind. Es ist namentlich lottenburg wollte der Vergolder aussteigen, um dann schleunigst zu unrichtig, was man faft allgemein annimmt, daß die betreffenden verschwinden, wurde jedoch hieran von den Mitpaffagieren ges Frauen sich in der Charitee zu melden hätten. Eine Aus- hindert, die den Burschen festhielten und einem Schuhmann übers bildung findet allerdings in der Charitee statt, aber gaben. nur für Frauen aus Berlin und dem Regierungsbezirke Potsdam, und die erste Meldung hat auch nicht in dieser Anstalt, sondern für die Berliner Frauen beim Bezirks. physikus Schulz am Tempelhofer Ufer Nr. 29 und für die Frauen aus dem Regierungsbezirk Potsdam bei ihrem Kreisphynkus zu er folgen. Diese erste Meldung geschieht zum Zwecke einer Borprüfung und Untersuchung. Hiernach haben die Berliner Frauen beim Das Loos eines alten Arbeiters. Weil er seinen Anaus dem Regierungsbezirk Potsdam beim Regierungspräsidenten ein Gesuch um Zulaffung gebörigen nicht zur Last sein wollte, hat sich der einundfünfzigzur Ausbildung einzureichen. Hierauf erhalten sie Bescheid, jährige Arbeiter Knuth, Weißenfee, Geblerstraße 8, wohnbaft, das ob sie angenommen sind oder nicht, und ersteren Leben genommen. R. ist schon seit langer Zeit leidend und fonnte Falle werden sie dann zu dem Kursus einberufen, der jedes feiner Arbeit nicht mehr nachgehen. Die Aussichten auf Genefung mal in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. März in der Charitee waren sehr ungünstig, vielmehr stand zu erwarten, daß der Arbeiter unter der Leitung von Geheimrath Gufferow und Professor Nagel überhaupt nicht mehr hergestellt und er feinen Angehörigen ständig abgehalten wird. Die Frauen müssen während der Beit ihrer Aus zur Last liegen würde. Diesen Umstand nahm sich K. derartig zi Die Kosten betragen für jede Herzen, daß er sich vorgestern Nachmittag, als er sich furze Zeit allein bildung in der Charitee wohnen. Person nahezu 300 M. für Wohnung, Verpflegung, Juftrumente befand, in seiner Wohnung erhängte. Zwei große Brände brachen in der Nacht zum Sonnabend und Ausbildung. Die strenge Kälte der letzten Tage bat zur Folge gehabt, in der Mittenwalderstr. 14 und Manteuffelstr. 13 aus. Um 1 Uhr daß unsere sämmtlichen Asyle allabendlich überfüllt find. Leider stand der Dachstuhl des Hauses Mittenwalderstr. 14 in Flammen tann nur ein nicht zu großer Theil der Obdachlosen aufgenommen und wurde troß des Einschreitens der Feuerwehr eingeäschert. Käum werden. Stunden vor der Deffuung dieser warmen Hallen stehen war dieses Fener gelöscht, als um 51/4 Uhr die Feuerwehr nach der Dort brannte das Quergebäude lange Reihen dieser Opfer der göttlichen Weltordnung" und Manteuffelstr. 13 gerufen wurde. warten, bis sich ihnen die gaftlichen Pforten öffnen. Die grimme vom zweiten Stock bis zum Dach. Das Feuer war in einer Tischlerei Kälte beeinflußt auch den Verkehr auf der Stadtbahn. Die Züge im dritten Stock durch einen Trockenofen entstanden. Bis um 8 Uhr trafen heute mehrfach mit viertelstündiger Verspätung ein. Da die wurde unausgesetzt Wasser gegeben, erst dann konnte die Gefahr für Fensterscheiben gefroren find, werden die Namen der Stationen von die benachbarten Gebäude als beseitigt gelten. Um 211 Uhr rückte die Feuerwehr nach fünfftündiger Thätigkeit wieder ab. den Beamten laut ausgerufen. Lokales. M Eine Volksversammlung, zu der namentlich Frauen ein geladen werden, findet am Mittwoch, den 13. Januar, abends 81/2 Uhr, im Prater", Raftanien- Allee, statt. Näheres wird am Dienstag durch Inferat bekannt gegeben. " Die Parteigenoffen und Genoffinnen im dritten Reichstagswahlkreis werden hierdurch auf die heute Abend 6 Uhr im großen Saal der, Arminhallen", Kommandantenftr. 20 statt findende öffentliche Versammlung hingewiesen. Dr. Weŋi wird über die Verkürzung der Arbeitsseit" referiren. An den Vortrag schließt sich geselliges Beisammensein. Der Vertrauensmann. Aeffchens Rache. Der Kladderadatsch" läßt heute Liebknecht an einer Flugmaschine arbeiten, die ihn auf sicheren Boden bringt, wenn er aus der sozialdemokratischen Partei hinausfliegt. Beim Polizeipräsidenten und Chef" ist die Hirnlähmung schon weit gediehen; und wie der Herr fo der Knecht". Aleffchen hätte vor 7 Jahren an die Flug maschine denten sollen, dann wäre sein" Hintermann", als er aus dem Reichs- Dachsbau hinausflog, etwas anständiger gelandet", und nicht unter den gemeinen Verbrechern. streuen. die im Arbeiterrifiko im Bahnbetriebe. Am Donnerstag Vors mittag wurde auf dem Bahnhofe Gesundbrunnen der 24 jährige Buge abgestoßenen Wagen überfahren und an der Schulter und am Hilfs bremser Franz Backerhof durch einen von einem Eisenbahn beram so schwer verletzt, daß seine Ueberführung in das Lazarus Krankenhaus erforderlich wurde. Glatteis in Berlin. Der geftrige Schneefall brachte uns Glatteis, und so schlimmes, wie wir es feit langem nicht gehabt. E giebt zweierlei Glatteis das bei eintretendem Zhauwetter infolge von Regen, der auf die noch ertältete Erde fällt und auf der felben gefriert. Dieses Glatteis ist sehr unangenehm, aber man sieht es und geht vorsichtig und es dauert auch nicht lange. Weit schlimmer ist das Glatteis, das bei Kälte durch Schnee auf dem Granittrottoir entsteht. Der Granit wird glatt wie die glatteste Eisfläche und man sieht tein Gis. Das vermehrt die Gefahr. Und da wo das Trottoir schräg ist, wie leider in vielen Straßen Berlins, muß man ein wahrer Seiltänzer sein, um nicht zu Falle zu kommen. Eine Abhilfe gäbe es allerdings: Sand oder Asche In Dresden, Leipzig, London, Paris und anderen Städten thut man das auch, in Berlin aber kommt das Streuen nur als AusEine Feststellung über den Stadtbahn- Verkehr zu ver Neuerdings wird wieder darüber geklagt, daß die Friedrich nahme vor. Auf ein Haus, vor dem gestreut ist, haben wir schiedenen Tageszeiten hat folgendes ergeben: Morgens von 5 bis straße von Unholden unsicher gemacht wird, die Mäntel und Kleider zehn, vor denen nicht gestreut ist. Gins ist freilich 7 Uhr werden die Wagenabtheile bei beiden Ringen und im Stadt von Damen durch Begießen mit äßenden Stoffen unbrauchbar obligatorisch: Der Schnee muß rasch entfernt werden. betrieb voll ausgefüllt. In der Zeit von 7 bis 8 Uhr findet machen. Vorgestern Nachmittag, so berichtet das„ Kl. Journ.", wurdell Das geschieht auch; allein dadurch wird das Uebel nur im Ringverkehr eine 3/4 Ausnußung statt. Im Stadtverkehr zwischen Französische und Jägerstraße nicht weniger als drei Damen vermehrt. Denn während sich auf dem Schnee sicher gehen ist eine Ueberfüllung der Wagen das Koupee zu fast zu gleicher Zeit die Kleider auf solche Weise zerstört. läßt, wird das polizeilich gereinigte Granitpflaster mit den bei zwölf Personen gerechnet- auf der Strecke und in Fahrtrichtung Nohheit. Vorgestern Vormittag gegen 11/2 Uhr wurde im Flur Glatteis wahrhaft lebensgefährlichen Eisenplatten der Kanalisation Boologischer Garten- Alexanderplatz zu verzeichnen. Von 81/2 bis eines Hauses in der Friedrichstraße der auf der Durchreise sich hier ut. f. w. fo glatt gemacht, daß es ein Kunststück ist, den Körper im 9 Uhr ist die Ausnugung auf der Stadt- und Ringbahn eine gleich aufhaltende Schornsteinfeger Johann Muciol aus Przygodzic in hilfs Gleichgewicht zu halten, und das Fallen zu vermeiden. Es sind mäßige und beträgt etwa 3/4; von 9 bis 11 Uhr wird der Verkehr losem Zustande aufgefunden und nach der Charitee geschafft. Muciol denn auch heute sehr viele Personen zu schaden gekommen. schwächer, um von dieser Zeit auf der Stadtbahn eine Steigerung gab an, von dem Schankwirth F. in dessen Lokal in der FriedrichStreitbrecher für Hamburg wirbt der Gastwirth Roder zu erfahren. Von 12 bis 8 Uhr beträgt die Ausnutzung der Wagen- straße vom Stuhl gestoßen zu sein und dadurch eine Verrenkung des in der Beuffelstraße 45 an. Am Freitag soll er den Hamburger abtheile der Stadtbahn etwa 4/5; von 3 bis 4 Uhr 3/4 Rückgrates davongetragen zu haben. Der Schankwirth gab wiederum Arbeiterfeinden etwa fünfzig Personen zugeführt haben. ift wieder von diesem Zeitpunkt ab eine bedeutende an, den Muciol mehrfach erfolglos zum Verlassen seines Lokals aufs des Berkehrs zu Von fonstatiren. 5 Arbeiter werden gewarnt, sich für diese Art Streitbrecherei gebrauchen Steigerung Uhr gefordert zu haben. Er will auch den Stuhl des Muciol erfaßt ab werden die Südring- Züge auf den Strecken zwischen haben, so daß Muciol zur Erde fiel, behauptet aber, daß dieser nue zu lassen. Die Bauchentscherei vor der Polizei, durch welche die radau- Schöneberg- Tempelhof- Stralau- Rummelsburg, Schöneberg- Wilmers- fimulire, da er, ohne zu klagen, aufgestanden und davongegangen sei. 61/2 Uhr antisemitische Staatsbürger- Beitung" sich auszuzeichnen dorf- Charlottenburg ständig überfüllt; bis gegen Durch einen Pistolenschuß hat sich der frühere Kassenbote sucht, führt dies ziemlich einzig dastehende Blatt zu den wunder- werden in den Wagenabtheilen fämmtlicher Züge 15 bis 16 Personen lichsten Sprüngen. Gestern brachte es einen Leitartikel über die befördert. Zu derselben Zeit beträgt im Stadtbahn Betriebe die August Schmidt aus der Marchstr. 22 zu Charlottenburg int Zensurstücke, die von den Anschlagfäulen- Bächtern Naud und Ausnutzung der Wagen 5/6 des Raumes. Von 7 Uhr ab wird der Thiergarten getödtet. Seine Leiche ist gestern aufgefunden worden. Hartmann ausgeübt werden. Den Antisemiten Verkehr wieder ein normaler, um alsdann ständig zu finken. Um Schmidt war trunksüchtig. war auf Thierquälerei. Allgemeinen Unwillen erregte vorgestern Nach einem Plakat thörichlerweise das Wort National- soziale Juden" 10 Uhr beträgt die Ausnutzung der Koupees beim Nord- und Südmittag eine Radfahrerin, welche in schnellstem Tempo die Taueniens gestrichen worden. Nun weiß jedermann, daß in gar vielen ähn- ring etwa 1/3, im Stadtbahn- Betriebe 1/2. lichen Fällen die Anschlagfäulen- Pächter sich darauf berufen haben, Dienstboten Mikhandlung im Hause eines Predigers. Straße entlang fuhr. An ihrem Fahrrad hatte sie die Leine ihres daß der Polizei die beanstandeten Säße nicht genehm feien. Was Matthäus Baltelina, Prediger der hiesigen altlutherischen Hundes, einer großen Dogge, befestigt und zwang so das Thier, in dem rasenden Tempo mitzulaufen. Das Thier war bereits thut aber die polizeifromme Staatsbürger- Beitung"? Sie stellt Emanuel- Gemeinde, ist bei seinen Gläubigen dadurch beliebt, daß er ermattet und wurde an der Leine halb und halb mita wie man sagt die Sache hin, als ob der Plakatzenfor nichts anderes kanu, als zum es versteht, in ganz besonders erbaulicher War es denn nicht möglich, die rohe Person dingfest zu Wohlgefallen des Magistrats zu arbeiten. Man mag dem Magiftrat Weise von der Kanzel zu reden. Wie dieser Prediger aber gezerrt. alles mögliche nachsagen, aber eines steht doch, wie aus vielen Er daheim die von seiner Religion geforderte Milde und Sanftmuth be- machen? Es wird doch so oft von Kutschern berichtet, die bestraft örterungen in der Stadtverordneten Versammlung hervorgegangen thätigt, davon wiffen feine Nachbarn im Hause Augsburgerftr. 75/76 worden feien, weil sie in immerhin erklärlichem Unmuth ihre Pferde ist, positiv fest, nämlich, daß ihm auch nicht die geringste Einwirkung Geschichten zu erzählen, die nicht sehr erbaulich flingen. Die gequält hätten. Selbstmord eines Greifes. Gestern Vormittag wurde der auf die Zenfurarbeit der Anschlagfäulen- Bächter zusteht. Aber die Behandlung, welche der Paftor im Berein mit seiner Ehefrau dem „ Staatsbürger- Zeitung" sigt nun einmal zwischen zwei Feuern, fie 17 jährigen Dienstmädchen Lydia Schaarschtritt aus Thüringen 76 Jahre alte nervenkranke Handelsmann Leib R. in seiner Wohnung Nach in der Dragonerstraße erhängt vorgefunden. will in dem figlichen Falle den Parteigenossen zu Gefallen leben, zu theil werden ließ, war durchaus nicht die beste. Unfälle im Straßenverkehr. Vor dem Hause Brunnenstr. 1 aber auch ihrem Jool nicht wehe thun, und so muß denn der Angabe des Mädchens wurde sie bei jeder Gelegenheit von Magistrat als Prügelfnabe herhalten. der Pastorsfrau, einer geborenen Gräfin, mit Schlägen traktirt. lief Vormittags die 12jährige Tochter des Kaufmanns Cronbein Ein anderer Fall lehrt, daß die Zugendhaftigkeit der Staats- Der Herr Pastor unterstützte in der Regel seine Ehehälfte. Diese gegen einen vorüberkommenden Milchwagen, gerieth unter die Räder bürger- Zeitung" auch deren Geistesgaben stärkt. Der braven und in Prügelszenen waren meist von Lärm und Schimpfworten begleitet, die und erlitt außer einer leichteren Verlegung am Stopfe eine erhebliche Alle und A gebracht. Vermischtes. Ein netter Geschworener ist der Landwirth Brüning aus = " Quetschung des rechten Oberschenkels.- Mittags wurde, wie be- I wendig gewesen ist, um rückständige Verpflichtungen vereinbarungs- Restaurant G. Breiß, Brunnenstr. 155, Gigung. Nachher Fidelitas. Theater- und Vergnügungsverein Troilus. Heute nachm. 4 Uhr im seits furz gemeldet, vor dem Hause Hamburgerstr. 12 die 67 Jahre gemäß zu erfüllen. Die Zahlung ist unterdessen erfolgt. Die Restaurant G. Preiß, Brunnenstr. 155, Sigung. Nachher Fidelitas. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 11. b. Mts., Rahlstelle 1 alte Wittwe Bertha Wolfsohn geb. Badt durch den Kutscher Hermann Orchester- Mitglieder und das technische Personal haben dem ihnen bei Feindt, Weinstr. 11; Bahlstelle 2 bei Lange, Dragonerfir. 15; Bahlstelle s Greßling überfahren und starb bereits während der lleberführung empfohlenen Anwalt das Mandat entzogen. Der Konkursantrag ist bei Cohn, Beuthstr. 20-22; Bahlstelle 4 bet Rautenberg, Drantenstraße iso. nach dem Hedwigs- Krankenhause. Nach Aussagen der Zeugen wollte heute nur aufrecht erhalten von einer Frau Falde und dem ent fich die alte Frau auf den Anruf des Kutschers auf den Bürgersteig laffenen Hausinspektor Zöller. Es ist zu hoffen, daß derselbe zurückzurückbegeben. Sie trat jedoch fehl und kam dabei so unglücklich zu gewiesen wird. Falle, daß sie unter die Räder des Wagens gerieth. Dem Kutscher Verein Berliner Künstler. In der am 5. d. M. stattgehabten war es unmöglich, den Wagen zum Stehen zu bringen. Letzte Nacht ordentlichen Hauptversammlung des Vereins Berliner Künstler wurde Badersleben, Kreis Halberstadt, welcher über den Roclumer Raubfiel der 46jährige zapezirer Reinhard Schmah vor dem Hause der bisherige Vorstand insgesammt wiedergewählt. Der Vorstand mörder Müller, der im November v. J. hingerichtet wurde, mit Dresdenerstr. 68 infolge die Glätte hin und brach den rechten Fuß. besteht aus den folgenden Mitgliedern: Profeffor Ernst Körner, su Bericht faß. Der p. Brüning ist jetzt wegen Ermordung des Er wurde auf seinen Wunsch nach dem St. Hedwigs- Krankenhause 1. Vorsitzender; Architekt Karl Hoffacker, 2. Vorsitzender; Maler Landwirths Bothe aus Badersleben verhaftet. Die Halberstädter Erstickt. Auf Veranlassung des Eigenthümers des Hauses 2. Schriftführer; Professor F. Schwente, 1. Gäcfelmeister; Bild- theilungen Ernst Hausmann, 1. Schriftführer; Maler Dr. Herm. Seeger, Bürger Beitung" schreibt zu dem Fall: Den bisherigen Mitüber die Ermordung des Landwirths Bothe Biesenthalerstr. 14 wurde vorgestern Nachmittag die im 4. Stock be- hauer R. Rusche, 2. Sädelmeister; Maler Hans Dahl, Archivar. durch den Landwirth Brüning fügen wir noch hinzu, findliche Wohnung der 62 Jahre alten früheren Lehrerin Marie Die bisherigen neun Vertrauensmänner wurden ebenfalls einstimmig daß Brüning das teulenartig geformte eiserne Mordinstrument, Giffard geöffnet, weil die Juhaberin seit dem 4. d. M. nicht mehr wiedergewählt bis auf den Maler Scherenberg, welcher wegen das auf dem Acker dicht an der Mordſtelle gefunden wurde, schon Hierbei wurde die G. in ihrer mit Qualm schwerer Erkrankung erklären ließ, sein Amt niederlegen zu müssen. am 8. Juni bei einem hiesigen Schmiedemeister bestellt hat; er muß angefüllten Wohnstube nur nothdürftig bekleidet auf den Dielen zu- An feiner Stelle wurde mit überwiegender Stimmenmehrheit Pro- sich also damals schon mit Mordgedanken getragen haben, hat aber trogdem als Geschworener über den Roclumer Raubmord mit zu Gericht gesessen. Die Beweggründe, die den Brüning veranlaßt Heinchen am Herd". Montag, 11.: Die Meistersinger von Nürnberg." Anfang haben, feinen besten, ihm völlig vertrauenden Freund heimtückisch 6 Uhr. Dienstag, 12. Fra Diavolo". Slavische Brautwerbung". Mittwoch, zu erschlagen, sollen nach der oben angeführten Zeitung äußerst 13. Benvenuto Cellini." Donnerstag, 14.: Margarethe." Faust: Herr Emil Göze als Gast. Freitag, 15. Bajazi". Phantasien im Bremer Rathsteller", schmutziger Art sein. Sonnabend, 16.: Das Heimchen am Herd". Sonntag, 17.: Rienzi". Anfang 7 Uhr. Montag, 18.: Don Juan". Schauspielhaus. Sonntag, 10.: fammengefauert, entfeelt aufgefunden. Der Tod mußte bereits vor längerer Zeit eingetreten sein, da die Leiche bereits völlig erstarrt war. Vermuthlich ist die G., deren Kleidungsstücke zum theil verbrannt waren, erstickt. Aus den Nachbarorten. Zu Versammlungen sind zu haben die Lokale von Obst, Grunewaldstr. 110; Schloßbrauerei Schöneberg, Hauptstraße. Als gesperrt zu betrachten sind folgende Lokale: Möhring, Sponholzstraße am Wannseebahnhof; Imm, Schwarzer Adler, Hauptstraße; Weidt, Hauptstraße 16; Cornelsen, Colonnenstraße; Stein's Klubbans, Hauptstraße 5 u. 6; Neumann, Golzftr. 9/10. Alle Anfragen in Lotalangelegenheiten sind zu richten an Heinrich Seißt, Berlin W., Würzburgerfir. 20. Die Lotalfommission1. fessor Gustav Eilers gewählt. Theater- Wochenchronik. Opernhaus. Sonntag, den 10.:„ Das " " " 1 Ju München ist der Hofkapellmeister und Professor an der Akademie der Tonkunft Otto Hieber gestorben. Aus Chur in der Schweiz wird von gestern gemeldet: Bei starkem Föhn brennt seit Mittag das Dorf 3izers; bis 1 Uhr sind 16 Häufer und Ställe niedergebrannt. Im königlichen Theater zu Liverpool brach am Sonnabend früh Feuer aus, welches bedeutenden Schaden anrichtete. 200 Per fonen find brotlos geworden. " Die Arbeiterschaft von Schöneberg wird darauf aufmerksam Der Verschwender". Montag, 11.: Die Karolinger". Dienstag, 12.: Wie die gemacht, daß in diesem Vorort zur Zeit kein größerer Saal zuten fungen". Mittwoch, 13.:„ Die Journalisten". Donnerstag, 14.: Zum ersten Versammlungen zu haben ist. Herr Neumann, Golzstr. 9/10, hat Genoveva". Male:" Genoveva". Freitag, 15. Der Verschwender". Sonnabend, 16. Sonntag, 17.: Die Hermannsschlacht. Montag, 18.: 1812. in letzter Stunde sein Ehrenwort zurückgezogen und der neue Besitzer neues tonigl. Opern- heater( kroll). Sonntag, 10.:" Graf Gffer". des Schöneberger Klubhauses, der früher die Germaniasäle in der Königin: Fri. Anna Haverland als Gaſt. Sonntag, 17." Doftor Klaus". Aus Bergen( Belgien) wird berichtet: Gestern wurde einem Der Spielplan des Deutschen Theaters bringt für diese Woche, Sonn Chauffeestraße in Berlin gepachtet hatte, verweigert ebenfalls feine tag, abends,„ Die versunkene Glocke", nachmittags„ Samlet"; Montag die erste Lokomotivführer des Expreßzuges Paris- Brüssel in der Nähe der Räumlichkeiten. Strenge Beobachtung der Lokalliste sei jedes Partei- wiederholung von Jbsens Schauspiel Die Wildente"; Dienstag und Mittwoch Station Hal, beim Hinaussehen aus dem Fenster von einem in entgenossen Pflicht. Die versunkene Glacke": Donnerstag Die Wildente"; Freitag Die verfuntene gegengefeßter Richtung kommenden Expreßzuge der Kopf vom Rumpfe Glocke"; Sonnabend Morituri"; nächsten Sonntag Abend Die verfuntene Glode", nachmittags" Die Weber"; Montag, 18. Januar, Julius Cäsar" mit vollständig abgerissen. Serrn Rainz als Mare Anton. Nach dem Wochenspielplan bes LessingErdbeben in Schweden. In Christianstadt wurden Sonnheaters wird Felir Philippis neues Schauspiel Wer war's 2" Gabend früh 3 Uhr zwei von heftigem Getöse begleitete Erdstöße verDienstag, Mittwoch, Donnerstag, Sonnabend und nächsten Sonntag gegeben. Montag wird„ Madame Sans- Gene" und am Freitag„ Die goldene Eva" wieder spürt, welche Thüren und Fenster erzittern machten. bolt. Als Nachmittagsvorstellung zu voltsthümlichen Preisen gelangt heute Sonntag„ Die Gyre" mit Herrn Löwenfeld als Gast, nächsten Sonntag Woche angefeßt: Die goldene Eva" zur Aufführung. Das Berliner Theater hat für diese Kaiser Heinrich" Montag, Donnerstag und nächsten Sonntag Abend; Senaiffance" morgen Sonntag und Dienstag. Der Schuß" wird Mittwoch und Sonnabend wiederholt. Freitag geht als 18. Abonnements Die Cholera im Hafen von Plymouth! Eine Aufschen vorstellung Die Jungfrau von Orleans" mit Frau Geßner in der Titelrolle neu erregende Nachricht bringt Wolff's Telegraphen- Bureau" aus Aus Rigdorf. Zum Kapitel der Majestätsbelei einftudirt in Szene. Nachmittagsvorstellungen find morgen, Sonntag, Nachdigungen liefert der nachstehende Fall ein lehrreiches Beispiel. Die offizielle Frau". mittag: König Heinrich", Gonnabend:" Aschenbrödel", nächsten Sonntag: Plymouth: An Bord des heute hier aus Raltutta eingetroffenen Das Neue Theater bringt auch in dieser Woche Dampfers Nubia" sind auf der Ueberfahrt drei englische Vor einigen Tagen erschien der obdachlose Arbeiter Sentpiel aus ausschließlich Sardou's Komödie Marcelle". Als Nachmittagsvorstellung geht Soldaten und zwei indische Matrosen an der Berlin auf dem hiesigen Polizeibureau und verlangte energisch, matinee Paul 2. Kirstein's neues Wert Gunge Ghe" zum ersten Male zur Auf: Cholera verstorben. Es sind noch einige Kranke an heute, Sonntag, Bock spiünge" in Szene, während am 17. Jaunar in einer eingesperrt zu werden, da er fein Unterkommen habe. Als man führung gelangt. Jm Schiller heater tommt heute, Sonntag, nach Bord; jeglicher Verkehr des Schiffes mit dem Lande ist verboten ihm die Thüre zeigte, machte S. großen Spektakel, aber auch das mittags" Der Pfarrer von Kirchfeld" zur Aufführung, abends wird das worden. Hoffentlich gelingt es, der Verbreitung der furchtbaren verhalf ihm nicht zu dem ersehnten" Freiquartier". Nun Shakespeare'sche Luftspiel Was ihr wollt" gegeben. Wiederholungen des Augter'schen Luitspiels Der Schierling" und von Shakespeare's Die Krankheit zu wehren. mehr trat er au mehreren Gendarmen hin und ließ Komödie der Frrungen"" finden Montag, Donnerstag und Sonnabend ftatt. Der Guadalquivir ist aus den Ufern getreten; mehrere Häuser fich gzöbliche Majestätsbeleidigungen Zu schulden kommen, Dienstag geht Der Pfarrer von Kirchfeld", Mittwoch und Freitag Der Millionen in Sevilla sind unter Wasser gesetzt. womit Der Fluß Henares ist gleicher endlich seinen Zweck erreichte. Er bauer" in Szene. Jm Bürgerfaale des Rathhauses wird Sonntag der Karl Loewe- Abend" wiederholt. haftet und in das Amtsgerichtsgefängniß eingeliefert. Auf gleiche schließlich noch Aufführungen von Wetterhäuschen“ und„ Goldene Herzen" statt. Im Thalia- Theater finden bis Montag ein- falls aus den Ufern getreten. Weise verschaffte sich S. vor einigen Jahren auf längere Zeit Unter- Bür Dienstag ist die erste Aufführung des Baudevilles" Frau Lieutenant" an tommen binter schwedischen Gardinen. Auch ein Zeitbild! Die gefeßt. Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater geht Montag auf einem Grundstück in der Bergstraße aufgefundenen Skeletttheile ale in Szene. Das Editt des Kaisers", Drama in 5 Atten von Heinrich Driesmans, zum ersten Im Alexanderplay theater wird der Schwant in haben nach dem Ergebniß der amtlichen Untersuchung anatomischen 4 Atten von A. v. Gordon:" Der indische Cactus" vorbereitet. Das Sittenbilo Zwecken gebient und sind von ihrem Besiger jedenfalls aus Bequem- aus dem Berliner Leben in 4 Atten von Karl Pohle: Sein Berhältniß" bleibt auch in der kommenden Woche noch auf dem Spielplan. Heute tommt als Nachlichkeit am Fundort vergraben worden. Damit ist das Näthsel des mittags- Borstellung„ May und Moris", ein luftiges Bubenstück, zur Aufführung unheimlichen Fundes gelöst. Im Theater des Westens wird heute Stachmittag Ludwig Fulda's Luft Am Abend, sowie am Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag fpiel Die wilbe Jagd" mit Nufcha Buze in der weiblichen Hauptrolle gegeben. finden Wiederholungen von Moser's Schwant„ Der Militärftaat" statt. Sonnabend, den 16. b. M., geht Nestroy's" Talisman" zum ersten Mal in Szene. 1 wurde ver" Versammlungen. Am Lohudräckereien bildeten die Ursache der Ruhestörungen", die einer neulich von uns erwähnten Meldung zufolge unter den Holzfällern des Döberiger Uebungsplaßes ausgebrochen find. Aus Spandau wird vom geftrigen Tage über die traurigen Zustände berichtet: Unter den Holzfällern auf dem Döberizer Uebungsplatz ist es in dieser Woche wieder zu ernsten Ruheftörungen gekommen. Durch Zeitungsanzeigen hatte der Unter- Der Verband der in Holzbearbeitungs Fabriken und nehmer Herr G. A. Muth Berlin Arbeiter gesucht, und es waren auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter( Filiale I) ungefähr 600 Mann aus fast allen Gauen Deutschlands diskutirte am 4. Januar über den Anschluß an den Holzarbeiter erschienen, darunter auch viele Polen. Nur 200 Mann Verband. Nach einem Bericht über die Verhandlungen mit dem aber konnten eingestellt werden, weil die Baracken für eine Holzarbeiter- Verband empfablen Pantow und Sauerzapf. größere Anzahl nicht Wohngelegenheiten bieten; 500 bis 600 vorläufig den Anschluß an diese Organisation abzulehnen. Dem Mann sind schon seit Wochen dort beschäftigt. Bei so starkem schlossen sich die nachfolgenden Redner an, dagegen wurde von einer Arbeiterangebot fette der Unternehmer den 2,30 M. definitiven Beschlußfassung Abstand genommen. Hierauf wurde die bis 2,50 N. betragenden Lohn herunter; es sollen die Abrechnung vom vierten Quartal 1896 verlesen, die mit einem Kaffen Polen gewesen sein, die ihre Arbeitskraft billiger anboten. bestand von 251,10 m. eine Einnahme von 505,10 m. aufwvies und Zwischen Deutschen und Polen entstanden darüber schwere Zu eine Ausgabe von 449,35 M. ergab. Der Maskenball des Vereins sammenstöße; mehrere Personen wurden durch Aexte findet am 30. d. M. bei Nieft statt. und Spaten schwer verwundet. Die Polen zogen schließlich den fürzeren; Gendarmerie trennte die kämpfenden Parteien." In der Kultur zurückgebliebene Arbeiter greifen unter den vorliegenden Zuständen zu Art und Spaten, vorgeschrittene Arbeiter bieten dem fulturfeindlichen Streben des Unternehmerthums durch Organisation troß. Es wird Sache sozialdemokratischer Arbeiter sein, unter den Holzfällern das Licht sozialer Erkenntniß zu verbreiten. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, vormittags von 10%-12 Uhr ab= wechselnd Fortschrittsturfus in Nationalofonomie und Redeübung im Botalder Nordschule, Brunnenſtr. 25. Montag Abend fein Unterricht. Ueber ein Eisenbahnunglück wird aus Bombay gemeldet. Infolge des Zusammenstoßes zwischen einem Post- und einem Baffagierzuge auf der Baroda- Eisenbahnlinie sind 5 Personen getödtet und 24 schwer verlegt worden. Die Pest in Indien. Der„ Agence Havas" wird aus Kairo vom 8. d. M. gemeldet, die Epidemie in Indien beschäftige die dortigen Kreise lebhaft. Man befürchte, daß die englischen Interdie Anstrengungen des egyptischen Gesundheitsraths zu nichte machen effen, mit denen durchgreifende Maßregeln nicht vereinbar scheinen, tönnten. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. R. S. 17. Haben Sie Sachen Ihres Miethers oder Schlafburschen in Pfand behalten, so müssen Sie dieselben ohne Zeitbeschränkung aufbewahren. Sie können lediglich Ihre Forderung einflagen und dann die zurückbehaltenen Sachen durch den Gerichtsvollzieher verkaufen lassen. Gigenber öffentlichen Bustbarkeit gehört im preußischen Staat polizeiliche Ge= mächtiger Verkauf wird als Unterschlagung aufgefaßt. Einigkeit. Zu nehmigung; so weit, daß man in Preußen ohne polizeiliche Genehmigung öffentlich luftig sein darf, sind wir noch nicht. Das wäre ja auch schrecklich. Ihre Absicht verstößt überdies gegen mehrere Paragraphen des preußischen Vereinsgesetzes. Witterungsübersicht vom 9. Januar 1897. Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichen Betts Stationen. fchriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Am 15. Januar wird voraussichtlich bie geplante öffentretch ausgestattet ist, für die allgemeine unentgeltliche Be liche Besehalle, die mit Beitungen, Beitschriften und Büchern nugung eröffnet. Der Vorstand. Berlin Wiesbaden. München Wien. Barometer ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung DSD Swinemünde Hamburg 769 • 768 766 758 760 NO బి 766 Haparanda 776 SSM 782 DND 752 DED 766 O 754 Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zurichten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an P. Gent, S. Dresdener. straße 107/8. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Wenderungen im Bereinstatender find zu richten an Otto Schulz, kottbuser Damm 72. Rosmos. Verein für volksthümliche Wissenschaft. Dienstag, den 12. Januar, abends 8% Uhr, bet Sensel, Brunnenstraße 173, General- Ber- Betersburg fammlung. Cort Bildungsverein Mehr Licht". Seute Sonntag, mittags 12 Uhr, Befuch Aberdeen. des Museums für Bölterkunde unter Führung des Herrn Dr. Joel. Treffpunkt vor dem Museum, Königgräger- und Prinz Albrechtstraße. Abends 7 Uhr, Baris. alteranderstraße 27 c: Bortrag:" Die Stellung des Menschen im Thierreich." Referent: Herr Dr. Joel. Gäste willfommen. Kunft und Willenschaft. Theater des Weftens. Auf eine von dem Schauspieler Herrn Bonn verschiedenen Blättern zugesandte Darstellung über die Zustände in diesem Theater antworten die Herren Witte- Wild, Halm, Haßkerl und Borwert mit einer längeren Erklärung, der wir folgendes entnehmen:„ Es ist unwahr, daß eines der Mitglieder auch nur auf den geringsten Theil der Gage verzichtet hat. Es ist unwahr, daß beschlossen worden ist, auf Theilung zu spielen. Die Gesellschaft hatte beschlossen, weitere 100 000 m. Stapital einzuzahlen, falls, ebenso wie die Mitglieder, auch die Autoren gewiffe Rücksichten nehmen wollten und bie Verhältnisse des Hauseigenthümers fich flarer gestalten. Da hierzu Moabiter Naturheilverein. Heute abends 6 Uhr, Sigung im Restaurant jedoch Zeit erforderlich ist, so haben die Mitglieder des Aufsichts- tamtraße montag, ben 11. Januar, abends 8% Uhr in Ahrens Braueret, Thurmstraße, öffentlicher Bortrag des Herrn Dr. med. Hirschfeld über: raths unterdessen das Kapital zur Verfügung gestellt, welches noth- Influenza. Achtung! Achtung! Bau- Anschläger Unserm Restaurateur und Stat: bruber Ph. Bauer, EisenbahnStraße, zu seinem heutigen Geburts: tage ein breimal donnerndes Hoch! Skatklub ,, Unter uns". Sozialdem. Wahlverein für den der Kollege 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis Am Morgen des 7. d. Mts. verschied im städt. Krankenhause am Friedrichs: Hain unser Mitglied Bartel Strang. Allen Kollegen zur Nachricht, daß [ 31196 Max Huth am 7. b. M. plöglich am Herzschlag verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 10. d. M., Halle der Santt Markus- Gemeinde, Wilhelmsberg, statt. Achtung! Putzer. Windstärke (-) 66425321462 Wetter Temperatur ( 50. 4° R.) nach Celsius wolkig bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt Schnee bedeckt Nebel -20 bedeckt 7 bedeckt 2 wolkenlos 5 Wetter- Prognose für Sonntag, 10. Januar 1897. Zeitweise aufklarendes, vorwiegend trübes Frostwetter mit leichten Schneefällen und frischen östlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Künstliche Zähne von 3 Mr. Theilzahlung. Monatlich 1 Achtung!| Achtung! Achtung! Theilz. wöchentl. Í M., wird abgeholt. Die Differenz auf dem Bau Post- 3ahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten strasse 8 bei Lachmann u. bei Bestellung umsonst. Laufigerplatz 2, Elsasser: 3 auber ist noch nicht beigelegt. Gr Guckel, ft. 12, Stegligerfir. 71 I. suche die Kollegen, den Bau bis auf weiteres zu meiden. 132/16 Der Vertrauensmann. 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Mts., nachm. 212 Uhr, vom Städtischen Krankenhause nach dem Friedhofe in Wilhelmsberg statt. Um rege Betheiligung ersucht 242/9 Der Vorstand. Treffpunkt nachm. 2 Uhr bei Franke, Friedrichsbergerstr. 11. Hierdurch allen Freunden und Be Um rege Betheiligung bitten Mehrere Kollegen J. A.: Paul Glaue. staat"," Butumft"," Reue Zeit" u. a. aufnahme Sonntags. tompl. u. einz. Für vollst. Exemplare zahlen wir beste Preise. S. Calvary u. Co., Berlin NW., Luisenstr. 31. Allen Freunden und Bekannten, den Bettfedern- Spezialgeschäft Kollegen vom Bau Straßburg, dem Rauchklub Phönir", dem GesangC. M. Schmidt, berein" Rothe Nelle", dem Zentralverband der Maurer, Filiale Schöne Berlin, Andreasstr. 59, vorn 1 Tr. berg, dem Arbeiter- Raucherbund, sagen Größte Auswahl geriffener Gänsekannten die traurige Nachricht, daß wir für die Kranzspenden und rege federn und Dannen Pfd. 1, 2 bis am Sonnabend, morgens 6 Uhr, Theilnahme bei der Beerdigung 6 M. 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Naturkundliche Ausstellung Publikum gegenüber keinerlei täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Verantwortung. Theater. Sonntag, den 10. Januar. Opernhaus. Das Heimchen am Heerd. Morgen: Die Meistersinger. Schauspielhaus. Der Verschwender. Morgen: Die Karolinger. Nenes Opern( Stroll). Graf Effer. Deutsches. Die versunkene Glecke. Nachm. 2 Uhr: Hamlet. Morgen: Die Wildente. Berliner. Renaissance. Nachm. 2 Uhr: König Heinrich. Morgen: Kaiser Heinrich. Lessing. Wer war's? Nachm. 3 Uhr: Die Ehre. Morgen: Madame Sans- Gêne. Westen. Der Militärstaat. Nachm. 3 Uhr: Die wilde Jagd. Morgen: Der Militärstaat. Neues. Marcelle. Nachm. 3 Uhr: Bocksprünge. Morgen: Marcelle. Residenz. Der Frauenjäger. Nachm. 3 Uhr: Der Stellvertreter. Morgen: Der Frauenjäger. Thalia. Goldene Herzen. Hierauf: Das Wetterhäuschen. Morgen: Keine Vorstellung. Zentral. Eine wilde Sache. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62 Alexanderplatz- Theater. Nachm. 4 Uhr: Zum letzten Male: May u. 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Nachmittags 4 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Morgen: Das Edikt des Kaisers. Alexanderplatz. Sein Verhältniß. Nachm. 4 Uhr: Mar und Moriz. Morgen: Sein Verhältniß. Unter den Linden. Der Schmetter ling. Nachm. 4 Uhr: Die Fledermaus. Morgen: Der Schmetterling. Passage- Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten. Belle- Alliance- Theater Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Heute, Sonntag, 10. Januar, nachm. 3 Uhr: Zum letzten Male: Don Carlos. Tragödie von Friedrich Schiller. Philipp: Wilhelm Ruff; Elisabeth: Therese Freyburg a. Gast; Don Carlos: Richard Jurgas; Marquis Posa: Jul. Türk.- Eintrittskarten à 60 Pf. sind in den bekannten Zahlstellen zu haben. Die Billets werden verlooft. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Sonntag, nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Abends 8 Uhr: Was ihr wollt. Montag, abends 8 Uhr: Der Schier: ling. Die Komödie der Jrr: ungen. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst: Theater). Goldene Herzen. Schwank in 4 Aften von C. Karlweis. Hierauf: Das Wetterhäuschen. Musikal. Genrebild von Adrian Roß. Deutsch von Hermann Hirschel. Musil von Selby. Morgen: Goldene Herzen. Dienstag, zum ersten Male: Frau Lieutenant. Baudeville in 3 Aften. Musik von Gastone Serpette und Victor Roger. indischen Pygmäen. Neu! Ur- Australier ( Kannibalen). Berliner Aquarium Unter den Linden 68a ( Eingang Schadowstr. 14.) Heute Sonntag Eintrittspreis 50 Pfg. Reichhaltigste Sammlung der Welt an lebenden Seethieren, Reptilien etc. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34 nahe dem Kottbuser Thor. Weihnachtsfeft= Dekoration sämmtlicher Säle. Robert und Bertram Große Gesangsposse in 4 Aften von G. Näder. Sonntags 7 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Bf. bis 4 M. Parodie- Theater Oranienstr. 52. Gastspiel der reisenden Schauspielergesellschaft des Direktors Joh. Lumpe aus Dobern bei Bensen in Böhnten: Die Kreuzfahrer oder Emma von Falkenstein. Großes romantisches Sittenschauspiel. Anfang Woche 8 Uhr, Sonntags 7% Uhr. Entree 75 Pf. bis 3 m. NB. Ber: ehrungswürdige: Da dieses Stück sich überall des besten Beifalls erfreute, so glaube ich in der Wahl des selben auch hier keinen Fehlgriff ge= than zu haben. Einem zahlreichen Besuche entgegensehend. Hochachtungsvoll Johann Lumpe, Direktor. Circus Renz Karlstrasse. ( Jubiläums Saison 1896/97.) Sonntag, den 10. Januar 1897: 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr: Auf vielseitiges Verlangen: Aufführung des großen militärischen Ausstattungsstückes 1870/71. Abends 7/2 Uhr: Kolossaler Erfolg. Central- Theater. Lustige Blätter! Alte Jakobftr. 30. Dir. Rich. Schulz. Sonntag, den 10. Januar 1897: Emil Thomas a. G. Lezte Sonntags- Aufführung von Eine wilde Sache. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Musik von J. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. In Vorbereitung, neu einstudirt: Eine tolle Nacht. Oftend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. 1. Gastspiel der Josephine Dora vom Adolph Ernst- Theater. Schwerenöther. Poffe mit Gefang von Ost. Klein. Musik von G. Steffens. Anfang 72 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Der deutsche Michel. Ermäßigte Preise. Friedrich Wilhelmst. Theater. Heute Sonntag, nachm. 4 Uhr: Der Preise der Plätze zur Nachmittags: borstellung: Logenfiz 3 M., Barquetu. Tribünensitz 2 M., Balfon 1 M. 50 Pf., II. Blaz 1 M., Gallerie( Stehpl.) 50 f. Außerdem hat jeder Besucher das Recht, auf das von ihm gelöste Billet 1 Kind unter 10 Jahren einzuführen. Jedes weitere Kind zahlt auf Balkon, II. und III. Plaz die Hälfte. Abends gewöhnliche Preise. Montag, den 11. Januar, abends 72 Uhr: Ertra- Vorstellung. Lustige Blätter! Franz Renz, Kgl. Kommissionsrath und Direktor. Circus Busch. Bahnhof Börse. Sonntag, den 10. Januar 1897: 2 große Vorstellungen Nachmittags 4 Uhr: ( 1 Rind unter 10 Jahren frei) Billets sind schon 3 Tage vorher ohne Vorbestellgebühr an der Theaterkaffe zu haben. In Vorbereitung: Der indische Kaktus. 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A.-S.-B.) und des berühmten Berliner Ulk- Trios. gehalten Festrede, Reichstags- Abgeordneten A. Bebel. vont Prolog, gefprochen vom Genoffen Albert Massini. Von 4 Uhr ab im kleinen Saale: TANZ. Anfang 4 Uhr. Billets sind bei den bekannten Genossen des 4. Wahlkreises 65/16 zu haben. Sonntag, den 24. Januar 1897: Stiftungs- Fest des Verbandes der Vergolder und Berufsgen. in Joel's Festfälen, Andreasstraße. Auftreten des Mundharmonika- Vereins Immer Froh". Billets à 30 Bf. find zu haben bei Ewald, Schönleinstr. 6; Krüger, Auguststr. 38, Hof 3 Tr. bei Hildebrand; M aynussen, Stalizerstr. 54, 225/8 Aufgang C. 3 Tr. Künstl. Zähne 2 M. Schmerzlos. Zahnziehen 1 M. Plomb. 1,50 M. BettenFabrik Theilz. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 9-6. Theilzahlung gestattet! Fabrik fertiger Betten, Stand von 12-60 M. Engl. Bettstellen für Große und Kinder, Feldbettstellen, Kinderwagen, hochmoderne von 16 Wt. an, Rinderstühle, Kinderpulte. 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Grösse. Jeden Sonntag: Schwimmende Elefanten, schwimmende Pferde mit Reitern. Außerdem höchſt reichhaltiges Programm. Auftreten der neuengagirten Sunstkräfte 1. Ranges. Abends 72 Uhr: Nach Sibirien. Ferner: 4 Fuchshengste als Thurm springer und 4 arab. Schimmelhengste als Schaukelpferde, brefsirt und vorgeführt vom Dir. Busch. Geschwister Deife, phänomenale DrahtseiltünftWellington, russ. Hengst, geritten von Herrn Salamonsti. ferinnen. Pierrots Abenteuer. Morgen: Nach Sibirien. ( nfallsachen, Klagen, Eingaben. der Residenz. Jeden Sonntag: 8679 Norddeutsche Sänger P. Biegler, W. Wolff, W. Bischoff, H. Rudolphy, A. Hohenberg und P. Wagener, sowie Grosses Konzert: Dirigent: R. Tiez. d. Neuen Berl.Konzert- Orchesters No. 7. Molkenmarkt No. 7. Empf. mein Vereinszimmer m. Biano. 14, und 12, E. Westen. Weisse Westen Piano von 2,50 Mark an. Seidene Westen in allen Qualitäten. von 2,50-12,- Mark. 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" Buchbrucker- Wacht" und" Vorwärts" liegen aus Grosses Tanzkränzchen. 12 Putzger, Stegliterftr. 65. bei C. Rietschel Köpnickerstrasse 154a, nahe der Brücke. Die festen Preise sind an jedem Gegenstand deutlich Weinverkauf in Gläsern und Flaschen. angegeben. Handel ausgeschlossen. 2. Wahlkreis. Sonntag, den 10. Januar 1897, abends 6½ Uhr, bei Zubeil, Linden- Straße 106: Achtung! Männer und Frauen! Dienstag, den 12. Januar, abends 82 Uhr, Bekanntmachung. Es ist zu unserer Kenntniß gelangt, daß Arbeitgeber aus Quittungs: farten losgelöste Beitragsmarken ankaufen und diese bereits einmal Oeffentl. Versammlung. im Zimmermann'schen Lokale, Badstraße Nr. 58: verwendet gewefenen Marten in Erfüllung ihrer geſehlichen VerTages Ordnung: 210/15 Vortrag des Genoffen Dr. B. Borchardt über:„ Unsere Kenntniß von der Sonne." Nachdem: Geselliges Beisammensein. Eintritt 10 Pf. Die Vertrauensperson. Um regen Besuch ersucht III. Wahlkreis. Gr. Volks- Versammlung. Tages Ordnung: Etwas von der Polizei und der Presse. Dis verweisen, wonach mit Gefängniß nicht unter drei Monaten, neben fuffion. Referent: Reichstags- Abgeordneter A. Stadthagen. 219/7 Der Vertrauensmann. Tapezirer! Hente, Sonntag, den 10. Jannar, abends 6 Uhr, im großen Saal Montag, den 11. Januar, abends 8% Uhr, in den Arminhallen, der ,, Armin- Hallen", Kommandantenstrasse 20: Oeffentliche Versammlung der Parteigenossen u.: Genossinnen des 3. Reichstags: Wahlkreises. Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. H. Weyl über: 213/3 ,, Die Verkürzung der Arbeitszeit." Eachdem: Geselliges Beisammensein. Entree pro Perf. 10 Pf. Reges u. pünktliches Erscheinen erwartet Die Vertrauensperson. Wahlverein des 4. Berliner ReichstagsWahlkreises( Osten]. Dienstag, den 12. Januar, abends 8 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstrasse No. 29: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Hoffmann über:" Glaube und Vernunft". 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. 242/10 Der Vorstand. Kommandantenstr. 20: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Berichterstattung der Delegirten von der Konferenz 2. Diskussion. der lokalorganisirten Tapezirer Deutschlands zu Erfurt. 3. Neuwahl des Vertrauensmannes. 180/2 Th. Markiel, Vertrauensmann der lokalorganisirten Tapezirer. Alle Kollegen werden ersucht, der Wichtigkeit der Tagesordnung halber in der Versammlung zu erscheinen. Arbeiter- Stenographen- Verein ,, Stolze". Anmeldungen zu dem am Freitag, den 15. Januar beginnenden Unterrichtskursus in Neu- Stolze'scher Stenographie( pro Abend 30 Pf.) nimmt entgegen Gastwirth Fritz Zubeil, Lindenstr. 106, und Hubert Kreuer, Melchiorstr. 1, III. Neue Mitglieder stets willkommen. 37816 Achtung! Stuckateure. pflichtung zur Beitragsleistung in die Quittungskarten ihres Per: sonals einkleben. Indem wir auf§ 154 des Invaliditäts: und Alters- Versicherungsgesetzes welchem auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden kann, derjenige bestraft wird, welcher wissentlich schon einmal ver: wendete Marken in Quittungskarten abermals verwendet, warnen wir die Arbeitgeber vor Zuwiderhandlungen, deren strafrechtliche Verfolgung wir veranlassen werden. Berlin, den 2. Januar 1897. Invaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalt Berlin. Dr. Freund. Der Vorstand. Dr. Sträter. Metallarbeiter! Montag, den 11. Januar 1896, abends& Uhr: Oeffentliche Versammlung in 2. Kelle r's Festsälen, Koppenstraße 49. Tages Ordnung: Stellungnahme zu den neuesten Maßnahmen der Metallindustriellen.- Der Streif bei der Firma Montag, den 11. Januar, abends 7 Uhr, bei Herrn Ebert, 3immermann u. Buchloh. Kommandantenstr. 72: Große öffentliche Versammlung Sozialdemokratischer Verein für den 5. Berliner der Stuckateure Berlins und Umgegend. Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 14. Januar, abends 8% Uhr: Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der Delegirten der Magdeburger Konferenz. 2. Dis fussion. 3. Gewerkschaftliches. 173/ r Die Wichtigkeit der Tagesordnung bedingt ein zahlreiches Erscheinen de2 Der Vertrauensmann. im Lokal des Herrn Buske, Grenadierstraße 33: Kollegent. General- Versammlung. Tages Ordnung: 245/4 Achtung! Lokalorganisirte Gewerkschaften Berlins! 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Dupont über„ Vorgänge Freitag, den 15. Januar, abends 8 Uhr, in Wilke's Salon, im Rothen Hause". 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes und Kassirers über das 4. Quartal 1896. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). Am Montag, den 11. Januar, abends 8 Uhr: Bezirks- Versammlungen: Moabit: Stromstrasse 28. Vortrag. Diskussion. Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen von Thiemich, Herregesell, Otto& Slotawa, Herzer, Voigt und Faulmann, sowie die Drechsler von Lassen werden ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Andreasstr. 26: Versammlung von Vertretern lokalorganisirter Gewerkschaften. 262/10 Wahl von Revisoren und eines Vertrauensmannes für den Westen. Zahlreiches Erscheinen ist erforderlich. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. 117/20 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Ortsverwaltung Berlin. Am Dienstag, den 12. Januar 1897, abends 8% Uhr, im " Kolberger Salon", Kolbergerstr. 23: Bezirks- Dersammlung für Wedding und Oranienburger Vorstadt. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Gutheit über:" Das Unfallversicherungs: zirksleitung). Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. Gefen". 2. Distuffion. 3. Verbandsangelegenheiten( Neuwahl der Be Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission über ihre bisherige Thätigkeit. 2. Stellungnahme zum Kongreß. Alle lokalorganisirten Gewerkschaften Berlins werden gebeten, mit Legi: Am Sonntag, den 17. Januar 1897, vormittags 10 Uhr, im großen timation versehene Vertreter zu dieser Versammlung zu entsenden. Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Die Kommission. J. A.: C. Blaurock, Gipsstr. 16. Bildungsverein ,, Mehr Licht" Sonntag, den 10. Januar, mittags 12 Uhr: General- Versammlung. 4. Verschiedenes. Besuch des Museums für Völkerkunde ( Königgräker- und Albrechtstraßen- Ecke) Abends 7 Uhr, Alexanderstrasse 27e: Wedding und Gesundbrunnen Rabe's Salon, unter Führung des Herrn Dr. Joël.- Treffpunkt vor dem Muſeum. Kolbergerstr. 23. Versammlung. Vortrag des Genossen Dr. A. Bernstein über: Geschlechtskrant: heiten". Diskussion. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. bet Mörschel, Vortrag: Die Stellung des Menschen im Thierreich. Referent Herr Schönhauser- u. Rosenthaler Vorstadt el Dr. Joël. Disfuffion. Darauf: Geselliges Beisammensein und Tanz. willkommen. Schönh. Allee 28. Vortrag des Genoffen Fritz Hansen. Diskussion. Verschiedenes. heiten. Werkstattangelegenheiten. Osten bei Thiel, Fruchtstraße 34a. Vortrag. Verbandsangelegen: Friedrichsberg im Lokal des Herrn Heinicke, Friedrich- KarlStraße 11. Vortrag des Kollegen Kunze über: Wie können wir unsere Positionen den Arbeitgebern gegenüber befestigen? Diskussion. Wahl von WerkstattKontrolleuren. Verbandsangelegenheiten. Süd- Osten total des Herrn Rautenberg, Oranienftr. 180. Vortrag des Herrn Dr. Joël über:„ Die Eroberung des Nordpols". Diskussion. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen von Schob& Franz, Beiinerstraße 2a eingeladen. Die briefliche Einladung ist bereis zweimal vor dritter Seite zurückgehalten. Gäste stets Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 55/18 Montag, den 11. Januar, abends präzise 8 1hr, im Saale der Brauerei Friedrichshain: Uebungsstunde. Im Nebensaale: Ausschuss- Sitzung. Westen und Süd- Westen am Mittwoch, 13. Januar, Angaben siehe„ Borwärts" Dienstag, den 5. Dezember. bei Fr. Zubeil, Lindenstr. 106. Voring. Diskussion und Werkstattangelegenheiten. 16/10 Nähere Der Vorstand. Defateure! Zu allen diesen Versammlungen haben Nichtmitglieder Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahreiches Erscheinen ersuchen Die Ortsverwaltungen. 80/10 Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen am Montag, den 11. d. Mts., abends 82 Uhr. Zahlstelle I bei Feind, Weinstr. 11. Bahlstelle bei Lange, Dragonerstr. 15. Bahlstelle III bei Cohn, Beuthstr. 20-22. Bahlstelle IV bei Rautenberg, Oranienstr. 180. Tages Ordnung: 1. Abrechnung. 2. Vorstandswahl. 3. Beschluß über den Vertrieb der Fachblätter. Verschiedenes. Um zahlreiche Betheiligung bitten Märkischer Hof, Die Bevollmächtigten. 185/1 Achtung! Achtung! Montag, den 11. Januar 1897, abends 8 Uhr: Grosse öffentliche Versammlung im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstr. 33. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herru Aug. Heindorf, Vertreter der Natur- Heilkunde, über Berufskrankheiten. 2. Diskussion. 3. Die bevorstehende „ Saison" und wie stellen wir uns dazu? 4. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. A. Tilgener, Höchst eleg. Kostüme. Maskengarderobe Prinzessinnenstr. 15. Vereinen Preisermässig. Tages Ordnung: 1. Bericht der Ortsverwaltung und Kassenbericht. 2. Neuwahl der Oris: verwaltung. 3. Stellungnahme zur Generalversammlung des Verbandes. 114/10 Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwünscht. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. US Charlottenburg. Deutscher Holzarbeiter- Verband. General- Versammlung am Montag, den 11. d. Mts., abends 8 Uhr, im Lokal Leder, Bismarckstraße 74. Tagesordnung: Regelung des Versammlungswesens und Neuwahl des gesammten Vorstandes.- Verschiedenes. Der Vorstand. Um 80/11 Cognac Orts- Krankenkasse der selber zu machen, Dr. Bellinghoff& Coquaceffenz Uhrmacher, Die vierte Abänderung des Statuts, betr. die§§ 14, 23, 25, 26, wo statt faufe man für 75 Pf. 1 Flasche Kaffenarzt"" Vereinsarzt" gesegt wird, ist seitens der Aufsichtsbehörden ge nehmigt. Der Vorstand: 3795b G. Lätsch, Vorsitzender. Es ist die beste bisher eristirende Cognaceffenz und erzielt man damit durch Zusatz von seinem Weingeist u Moabit. Naturheilverein. Baffer einen wohlbekömmlichen ſchmad u. haften Cognac, dessen Güte am besten durch den stetig zunehmenden Konsum der Essenz bewiesen wird. Da Nachahmungen eristiren, welche die Cognaceffenz nur in Mißtredit bringen, so faufe man nur Dr. Mellinghoffs Cognacessenz. Verkauf in den bekannten En gros: Droguengeschäften. Apotheke Zum weißen Schwan C. Spandauerstr. 77. Charlottenburg. Montag, den 11. Januar, abends 81/2 Uhr, in Ahrens' Brauerei", Thurmistraße, Ecke Stromstraße: Vortrag Influenza, des Hrn. Dr. med. Hirschfeld über: deren Entstehung, Verhütung u.Heilung. Eintritt für Gäste 10 Pf. 37926 Der F Täglich: K Warmes rühstück Zum Besten der Hamburger Hafenarbeiter. Auswahl Sonntag, den 17. Januar cr., im Lokal" Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39: Admiralstr. 18c. Jeben Sonntag in Konzert, Theater u. Gesangsvorträge. prachtvollen Spiegelsaal: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Gr. Orchestermusik. Die beiden Säle sind Sonnabends u. Sonntags an Vereine zu Bällen, Hochzeiten u. Versammlungen zu vergeben. Gr. Vereinszimmer. Die Restaurationsräume stehen den geehrten Familien Sonntags zur Verfügung.[ 37946 Anfang 4 Uhr, der Theatervorstellung 5 Uhr. Entree 30 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfennige nach. Billets sind in allen Zahlstellen des Wahlvereins, sowie an der Kasse zu haben. Das Komitee. Vorstand. Zur alten Linde Admiralstr. 40a am Platz Echt Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell- u. dunkl. Lagerbier Weissbier. 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Politit von Berlepsch, ist gegangen, Herr von Bötticher, der den Beschäftigt waren Arbeiter in preußischen Staatsbergwerken ins Hamburger Streit für eine Frivolität erflärt, iſt geblieben! so hatte es 1890 in den faiserlichen Erlassen geheißen: Was die Verhältnisse der Bergarbeiter im speziellen betrifft, " gesammt 58 942, davon in Steinkohlenbergwerken 46 996, von diesen in den Saarbrücker Gruben 31 815. Der Kiskalische Bergbau und die eingefrorene Sozialpolitik. Im Frühling dieses Jahres werden es acht Jahre her sein, daß im rheinisch- westfälischen Kohlengebiet ein Streit ausbrach, wie Der Lohn dieser 31 815 Steinkohlenbergwerks- Arbeiter im Saar ihn Deutschland bis dahin nicht gesehen hatte. Gegen 90 000 BergDie staatlichen Bergwerke wünsche ich be- brücker Bezirk ist jetzt niedriger, als im Streifjahr 1889/90! Gr arbeiter standen im Mai des Jahres 1889 im Ausstande. Ihre züglich der Fürsorge für die Arbeiter zu Muster- betrug damals für den Durchschnitt sämmtlicher Arbeiter pro Tag anstalten entwickelt zu sehent. 3,64 art, im Jahr 1895/96 nur 3,58 Mark! Forderungen waren ungewöhnlich bescheiden; im wesentlichen ver-| Hiervon sind langten sie achtstündige Arbeitsschicht inkl. Ein- und Ausfahrt, Mitgliedern des Abgeordnetenhauses zugehenden Bericht über die schaftsbeiträge pro Tag! Neben dieser Erniedrigung des Lohnes Wir müssen aber gestehen, daß wir in einem soeben den abzuziehen pro Tag 6 Pf. für Del und Gezähe, 25 Pf. Knapp Lohnerhöhung von 15 pCt., geaichte Wagen mit richtiger Maß- Verwaltung der preußischen Staatsbergwerke nichts gefunden haben, steht eine Erhöhung der Arbeitsleistung. 1889/90 war die Durch angabe, gesunde Wetterführung. Und in einer am 15. Mai 1889 nach der berühmten Audienz beim Kaiser in Berlin abgehaltenen was darauf hindeutete, daß dieser Wunsch des Kaisers sich erfüllt schnittsleistung eines Arbeiters 228 Tonnen im Jahr, 1895/96 Konferenz gingen die Arbeiter in ihren Forderurgen noch so weit hat. In einem Buch von 56 Seiten Großquart werden der speziellen 238 Tonnen. Weniger Geld, mehr Arbeit und Kleinkinderbewahrzurück, daß die Ein und Ausfahrt nicht mit in Behandlung der Arbeiterverhältnisse ganze 83 Zeilen gewidmet! Institute. Es lebe die Sozialpolitik und die Musterdie achtstündige Schicht unter Tage eingerechnet werden. Und was ist es, was in diesen 83 Beilen über die Sozialpolitik auf anstalten! Auf die Löhne in Schlesien, im Harz gehen wir erst gar nicht näher ein. den staatlichen Bergwerken gemeldet wird? Man höre. sollte, und daß sie nur noch baten, die Löhne der BergIm Ober- Bergamtsbezirk Clausthal betrug leute möchten unter Berücksichtigung der stattgehabten Steigerung 1. Es sind vom 1. April 1895 bis zum 1. April 1896 nur der durchschnittliche Jahresarbeitsverdienst 779., gegen 797 W. im Vorjahr. Also ebenfalls Rückgang, trotzdem die Staatsder Kohlenpreise in angemessener Weise erhöht werden". Freilich 99 Arbeiter tödtlich verunglückt, gegen 111 im Jahre zuvor. sind ihnen auch diese bescheidenen Wünsche nachher nicht erfüllt 2. Die Staatsbergwerke haben in demselben Jahr auf Bergwerksbetriebe einen Ueberschuß von 1912 Millionen Mark era worden. grund des Unfall Versicherungsgesetzes 1 251 786 Mt. aufzubringen gaben, beinahe 7 Millionen mehr als im vorigen Jahr und troß dem in der Einleitung des Berichts an das Abgeordnetenhaus gehabt. 3. An die Arbeiter des Oberharzer Blei- und Silberbergwerks- folgendes konstatirt ist: haushalts sind 2 228 Tonnen Brotkorn zu ermäßigten Preisen abgegeben worden. = 4. Zur Beförderung der Arbeiter ansiedelung in der Nähe der staatlichen Werke erhielten 77 Arbeiter Bauprämien in Höhe von ca. 900 M. und unverzinsliche, in 10 Jahren rückzahlbare Darlehen von je 1500 bis 2000 m. " Die Nachfrage auf dem Bergwerks Pro duktenmarkte war lebhaft, die Preise zogen an Demgemäß gestaltete sich das wirthschaftliche Gesammtergebniß des staatlichen Bergwerks, Hütten- und Salinenbetriebes recht be friedigend." Dieser Kohlenbergarbeiter Streit ist namentlich deshalb besonders interessant, weil er die Ursache für den Vorstoß der deutschen sozialpolitischen Gesetzgebung war, der vor sieben Jahren durch persönliches Eingreifen des Kaifers eingeleitet wurde. Am 14. Mai war die schon erwähnte Kaiserdeputation in Audienz empfangen worden; es folgte die Anordnung einer Untersuchung der Arbeiter und Betriebsverhältnisse in den Steinkohlen Bezirken, die im Laufe des Jahres 1889 in sehr bureaukratischer Weise vor genommen wurde, dennoch aber haarsträubende Dinge zu tage 5. Es wurden mehrere Fortbildungsschulen für junge Bergleute i Nun, wenn es sich nur recht befriedigend" gestaltet hat. Für förderte. Der 4. Februar 1890 brachte die„ kaiserlichen Erlasse", bald gegründet, die für den Besuch der Bergschulen vorbereiten. die betheiligten Arbeiter ist es nur insofern recht befriedigend gedarauf wurde der Staatsrath zur Prüfung der Arbeiterfrage zu- 6. Zur Anleitung der Bergmannstöchter im Anfertigen von wesen, als es ihnen zur Klarheit darüber verholfen hat, daß es in sammenberufen und noch im selben Frühling tagte in Berlin die Kleidern 2c. wurden im Saarbezirk 11 Industrieschulen unterhalten. der kapitalistischen Gesellschaft keine Musteranstalten für die vom deutschen Kaiser einberufene internationale Arbeiterschuh- In demselben Bezirk bestehen auch 18 Kleinkinderbewahr Anstalten. Arbeiter giebt, auch feine staatlichen. Staatsbetriebe und Privat Konferenz. Unterm 6. Mai 1890 fam der Arbeiterschutz Gesetz- Das ist alles, was über die Sozialpolitik in den„ Musteranstalten" betriebe sind g'eicher Weise darauf zugeschnitten, hohe Ueberschüsse entwurf der Regierung an den Reichstag. Man sieht, alles gemeldet wird. Jedes Wort der Kritik würde die Wirkung dieser zu produziren und dies durch Ausbeutung der Arbeiter zu erreichen Schlag auf Schlag. Seitdem ist es sehr viel ruhiger geworden. Zusammenstellung abschwächen. Stein Wort über die wirklich grund- Die Frühlingsstürme der Arbeiterfreundlichkeit haben sich längst ge. Die jetzigen fozialpolitischen Anschauungen des Kaisers hatte man legenden Lebensbedingungen der Arbeiter. Arbeitszeit, Schichtdauer 2c. legt und die Sozialpolitik ist eingefroren. Das Szepter führt der ja vor einigen Tagen Gelegenheit, kennen zu lernen, als er auf mit keinem Wort erwähnt. Ueber die Löhne sind lückenhafte An- Ischarfmachende König Stum m SOOLKLEIE, SCHWEFEL, BÄDER. A Gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. 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