Nr. 10. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tst an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt I, nr. 1508. Telégramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das heilige Eigenthum. Das„ Privateigenthum" ist, wie uns seit einem halben Jahrhundert jede Woche tausendmal gesagt wird, die Grundlage der menschlichen Gesellschaft und das Haupt- Bollwerk der Zivilisation, das gegen die Angriffe der bösen Sozialdemokraten vertheidigt werden muß, wenn nicht die Kulturerrungenschaften der vergangenen Jahrtausende zerstört werden sollen. Was dieses heilige" Eigenthum in Wirklichkeit ist wohlgemerkt wir Sozialisten haben es nur mit dem Privateigenthum an Arbeitsmitteln zu thun das zeigt sich jetzt in dem Hamburger Streit. wegen. brauchs. Mittwoch, den 13. Januar 1897. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. seitens der Unternehmer, und speziell der Müllereibesitzer, sozialistischen Studenten von Montpellier, angeefelt von der geißelte Genosse Wurm, wobei er nicht versäumte, auf die Bedientenhaftigkeit unserer Regierung und von theilweise skandalöse Ausbeutung der Mühlburschen einige russischen Kameraden über die Grenze hinaus die Versicherung der der Feigheit einer forrupten Bourgeoisie,- ihren Streiflichter zu werfen. In später Stunde ergriff dann noch unser Genosse Möller ( Waldenburg) das Wort, um in sehr eingehender Weise sich über die Verhältnisse der Bergarbeiter im Anschluß an die Berichte der Berginspektoren auszusprechen. Nach Möller's Rede wurde die Sigung auf morgen Mittag 1 Uhr vertagt. Fortsetzung der heutigen Tagesordnung. vollsten Sympathie und Solidarität. Sie wissen sich eins mit ihnen in dem Kampf gegen den 3 arismus und senden ihnen die besten Wünsche zur baldigen Befreiung des russischen Boltes. Mögen alle diejenigen, die sich in mitten dieser allgemeinen Bersumpfung noch einiges Gefühl für Unabhängigkeit und Gerechtig feit erhalten haben, mit uns protestiren, gegen die brutale Unterdrückung, welche die russischen Gewalthaber sich jeden Tag zu schulden tommen lassen." Hoch das freie Rußland! Das preußische Abgeordnetenhaus beendete heute die zweite Berathung des Lehrerbesoldungs- Gesezes. Von Wichtig Hoch die internationale Sozialdemokratie! feit ist nur die Debatte über den§ 27, der von den Leistungen des Für die Gruppe der sozialistischen Studenten von Mont Staates handelt. Die Kommission hat, der Regierungsvorlage entpellier und im Auftrag: J. R. Phalippou, E. Carratior, sprechend, die Bestimmung getroffen, daß denjenigen Gemeinden, E. Soubeiren, Olivier. denen nach diesem Gesetze geringere Bahlungen aus der Staatskaffe zu leisten sind, als ihnen bisher zustehen, der Ausfall aus der Staatstaffe durch Gewährung eines dauernden Zuschusses insoweit ersetzt werden foll, wie dieser Ausfall den Betrag von " Deutsches Reich. Koalitionsfreiheit der Gewerbe- Ordnung. Diesen Geist athmet auch Dieser Streit hatte bis zum Ende der vorigen Woche, nach einer mäßigen Schäzung, einen direkten Schaden im Betrage von Dutzenden von Millionen Mark angerichtet, und einen indirekten durch Störung der Handels- und Kredit verhältnisse zum mindesten fünffachen Betra g. Und dabei sind die 6 bis 7 Millionen Mark nicht gerechnet, welche - Nationalliberale Unzufriedenheit. Angesichts den Hafenarbeitern an Löhnen verloren gegangen sind. 2 pet. der veranlagten Genreindebesteuerung vom Einkommen überder Inhaftirung des Redakteurs der Franks. 3tg.", Alexander Wer ist für diesen ungeheueren Schaden und für das steigt. Für Berlin würde sich hiernach folgendes Verhältniß eriefen, und der Haussuchung bei der Boff. 3tg." schreibt die ungeheuere Elend dieses Streifes verantwortlich? geben: Das Veranlagungs- Soll der Staatseinkommen- Steuer für Staatsregierung lebhaft zu beklagen. Das Blatt bezweifelt, daß der Köln. 3tg.": Diese Art der Preßverfolgung sei im Interesse der Für sieben Achtel desselben die Hamburger Rheder und 1896/97 betrug 20 469 189 M., der Ausfall durch die Bestimmungen Reichskanzler Fürst Hohenlohe von solchem Vorgehen Kenntniß das heilige" Eigenthum. dieses Gesetzes 904 920 m., also 4,4 pct. der Einkommensteuer. Wir sagen für sieben Achtel, weil der Streit, der jetzt wird der Ausfall auf 2 pet. der Einkommensteuer beschränkt, so babe; denn es sei bekannt, daß gerade Fürst Hohenlohe ein Gegner Wir sagen für sieben Achtel, weil der Streit, der jetzt hat Berlin von dieser Summe noch 409 384 M. zu decken, während über die Einzelheiten dieses Vorgehens sich von den Fachminiftern derartiger Kampfmittel sei. Das Blatt bittet den Reichskanzler, acht Wochen lang dauert, die letzten sieben Wochen lang die übrig bleibenden 495 536 M. aus der Staatskaffe gedeckt Vortrag halten zu lassen, weil gerade solche Fälle im Zusammeneinzig durch die Schuld der Rheder besteht, würden. In ähnlicher Weise würden andere größere Städte benach hang mit polizeilichen Uebergriffen in Sachen der Sonntagsruhe die das von ihren eigenen Klassengenossen angebotene Schieds- theiligt werden, während das platte Land den Vortheil hätte. gericht vor 7 Wochen frivol ablehnten. Üm der Schädigung der großen Städte entgegenzutreten, be: geeignet feien, auf den ganzen politischen Charakter des GesammtKein Zweifel: für allen Schaden, alles Elend, das inner- antragten die Nationalliberalen, den ganzen Ausfall aus der Staatsministeriums ein ungünstiges Licht zu werfen. An den Ernst nationalliberaler Opposition glaubt fein ernsthalb der letzten sieben Wochen aus dem Hamburger Streit fasse zu decken, was dem Staate etwa 1 300 000 M. Mehrkosten ver- hafter Mann. Die Kölnische wird auch zum neuesten Preßkurse erwachsen ist, sind ausschließlich die Hamburger Schiffsrheder ursachen würde. Diesem Antrage widerſeyten sich die Konservativen, zuletzt Ja und Amen sagen. Nationalliberale Mannesseelen waren verantwortlich. Und die Motive ihres Handelns waren und das Zentrum und Finanzminister Miquel. Letterer mußte aller es, die dem Fürsten Bismarck zu Liebe den Beschluß des Reichstags, dings zugestehen, daß finanzielle Bedenken gegen den Antrag betr. Aufhebung des Zeugnißzwanges der Presse aushoben. Viel zu find rein persönlicher Natur- Gewinnsucht nicht vorliegen, und daß nur das Prinzip der ausgleichenden spät kommt die Reue, niemand glaubt an ihren Ernst. und Herrschsucht. Gerechtigkeit die Regierung zu ihrer Stellungnahme veranlasse, da Wenn jemand an der Landstraße einen Baum beschädigt, durch die Steuerreform des Jahres 1888/89 die Städte dem Lande Ueber das Vereinsrecht hielt Profeffor Sohm in so wird er zur Verantwortung gezogen und von Rechts gegenüber begünstigt seien. Man wird nicht sehl gehen in der An- Leipzig einen Vortrag, dessen Ausführungen folgendermaßen schließen: Auch in der Reichsgesetzgebung haben wir allerdings Beiten nahme, daß Herr Miquel nur deshalb gegen den Antrag fprad), Und hier sind ein paar Dutzend Privatindividnen, die um sich die Gunft der Agrarier nicht zu verscherzen, denen diefe des Polizeistaates gehabt: Die Tage des Sozialistengesetzes. ihren Kopf gegen die Gesammtheit setzen, ihre Interessen und Beraubung der großen Städte" helle Freude bereitet. Natürlich Sein Sinn war, alle fozialdemokratischen Vereine zu unter Launen dem öffentlichen Besten überordnen, und Millionenmal wurde der Antrag mit großer Mehrheit abgelehnt, was die drücken. Das war derselbe Fehler, wie man ihn der katholischen größeren Schaden verursachen, als ein Baumfrevler. Sie aber nationalliberalen in gewohnter Wankelmüthigkeit nicht abhielt, Kirche gegenüber machte. Man fab nicht, daß eine mächtige Arbeiter bei der Abstimmung über die Kommissionsfaffung selbst bewegung mit Naturgewalt aufgetreten war, gegenwärtig zwar in gehen frei aus, niemand fällt ihnen in den Arm- und dieser Benachtheiligung der Städte, die sie eben noch aufs heftigste sozialdemokratischer Gestalt; aber das waren ja nur die Kinderdie Staatsmacht, sonst so stramm und so fest, beugt bekämpft hatten, zuzustimmen. schuhe der Arbeiterbewegung. Jeder Angriff, den der Staat an sich vor ihnen. Zum Schluß wurde noch die von der Kommission vorgeschlagene eine geistige Bewegung unternimmt, wird nur im stande sein, die Das haben der Kulturkampf und das Warum? Jene paar Duhend Privatindividuen vertreten Resolution angenommen, durch welche die Regierung ersucht wird, Bewegung zu fräftigen. bas" heilige Eigenthum". Und Eigenthum ist nach der be- dem Landtage baldmöglichst ein allgemeines, auf chriftlicher und Sozialistengesetz gezeigt. rüchtigten, jedoch richtigen lateinischen Formel: jus utendi et tonfessioneller Grundlage beruhendes Volksschulgesetz vorzulegen. wir das Deutsche Reich auf den Wegen des Rechtsstaates einherabutendidas Miß- Morgen das Recht des Gebrauchs und des Miß- Morgen steht die zweite Lesung des Schuldentilgungs- Geſetzes auf gehen: Wahlvereine find den gewöhnlichen Bestimmungen enthoben, Die Hamburger Rheder sind vom Standpunkte des heiligen" Die ,, Edelsten und Besten". Wie das liberale Bürger- der neue Entwurf des Reichstages: er giebt wirkliche Vereins Eigenthums in ihrem Recht; sie machen rechtmäßigen Gebrauch thum sich heute vor Entrüstung aufbäumt, ob der Anmaßungen des freiheit. von ihrem Rechte des Mißbrauchs. Dies ist ein ungefähres Bild der bestehenden Gesetze. Es über Junkerthums, das sich als zur Herrschaft berufen betrachtet, den Staat gleichsam als sein Fideikommiß beansprucht, feine Standes- wiegen bis jetzt die Schattenfeiten. Es kommt aber darauf an, daß Wenn es ihnen gefällt, können sie den Hamburger Handel ehre über die Gebote des Staates, der Moral und Religion hin- die Ideen des Rechtsstaates durch die moderne Gesetzgebung durch vollends vernichten wie jener englische Lord seine Kohlen- stellt und je bankrotter und verlüderlichter es ist, umsomehr ver- geführt werden: wir sehen, daß diese Jdeen jezt im Siege be gruben ersäufte", weil der von seinen" Arbeitern geforderte langt, daß auch die Staatsfinanzen ihm zur Verfügung gestellt griffen find!" Lohn ihm zu hoch erschien. werden, so schwer wird es uns doch, an die Echtheit dieser Ent- Prosessorenoptimismus! Weiß Professor Sohm nicht, daß der So ist das heilige" Eigenthum beschaffen, die Grundlage, rüstung zu glauben, oder auch nur anzunehmen, daß dieselbe andauern Entwurf des Reichstages Entwurf geblieben ist, daß ein durchaus auf der nicht die menschliche, aber die bürgerliche wird, wenn die Regierung sich nicht einschüchtern läßt und dem„ ehr reaktionärer Bundesrath auf absehbare Zeiten Beschlüsse des ReichsGesellschaft beruht; und unter den vielen werthvollen Lehren, ber trogig selbst seine Börse preisgiebt, so lange er ebenso gut machen wird? Und woher nimmt er das Vertrauen zum Reichstage, famen Raufmann" nur seine Fauft zeigt. Derselbe, ehrsame Kaufmann", tages, die auf Herbeiführung der Vereinsfreiheit hinzielen, illusorisch die der Hamburger Streit uns gegeben hat, ist die werthvollste außerhalb derselben seine Geschäfte machen fann, wird schnell zu daß dieser stets zur Vereinsfreiheit stehen wird? Wir stecken im die, daß er jedem Dentfähigen die Gemeinschädlichkeit Kreuze friechen, wenn die Regierung den leiseften Versuch macht, Reiche auch noch stark im Polizeistaate, den Professor Sohm blos des kapitalistischen Privateigenthums ent- ihm das Spiel in feinen freien Vereinigungen“ zu verderben. Wer noch in der Vereinsgesetzgebung der Partitularstaaten als herrschend hüllt. fann es auch den Edelsten und Besten" verargen, wenn sie sich als anerkennt. solche fühlen, hatten doch die besten" Bürger feinen höheren Stolz, Ein Artikel Eduard v. Hartmann's, der an der als wenn ein Adelsdiplom sie auch zu den„ Edelſten und Besten" Sozialdemokratie kein gutes Haar läßt, macht gegenwärtig die Runde Politische Uebersicht. erhob. Zu ihnen gehört nicht blos Herr v. Bleichröder, zu ihnen durch die Blätter, die Bildung und Besitz vertreten. Wenn eine gehört auch Herr v. Helmholt, Herr Werner v. Siemens und viele andere Aus dem Reichstage. Wenn vor den Ferien das Haus unserer jüngsten Barone, die ihren neugebackenen Adel mit demselben fommt gewöhnlich noch ein Philofoph", ein deutscher Philosoph, Sache schon so alt ist, daß sie jedem zum Halfe herauswächst, dann regelmäßig beschlußunfähig war, so war es heute nach den Stolze tragen, wie irgend ein Buttkamer, Hammerstein oder Eulenburg, und taut sie noch einmal durch von A bis 3, aber gründlich. Go obwohl sie des Adels recht gut hätten entbehren können. Ferien, gelinde ausgedrückt, schwach besetzt. Und doch begann hoch auch ihr persönliches Verdienst war und wie hoch auch ihre wird zerfallen, muß zerfallen, schon in nächster Zeit. Bald sind es geht es auch mit der Prophezeihung: die deutsche Sozialdemokratie die Etatsdebatte mit der Position: Gehalt des bürgerlich erworbenen Millionen waren, sie waren nicht befriedigt, ihre bisherigen Anhänger, über die endlich die Enttäuschung und Staatssekretärs des Reichsamts des Junern. Dieser so lange fie nicht auf ihr Berdienst oder ihrem Verdienst ein adeliges Erkenntniß tommt, die ihr den Garaus machen, dann die Etatsposten giebt, wie fein zweiter, den Parteien Wappen setzen konnten. Was Wunder, wenn der geborene Junker Schlechtigkeit und der Egoismus der Führer, zum dritten die Gelegenheit, ihre Beschwerden und Wünsche zur Reichsgesetz- immer mehr zu der Ueberzeugung kam, daß er etwas besseres und Gewerkschaften. Jeder dieser Gründe und Ursachen wurde schon gebung und deren Handhabung vorzubringen, und besonders mehrwerthiges sei, als der angesehenfte und verdienstvollste Mann von Hinz und Kunz angeführt, die Sozialdemokratie besteht noch kann bei dieser Gelegenheit das gesammte Gebiet der Sozial- aus der bürgerlichen Kanaille. Die Berufung der Bourgeoispresse immer. Jest stand die Sache schlimm, es mußte ein Triarier politik aufgerollt werden. Trotz alledem aber hat es kaum ein halbes auf den Bürgerfinn und die Bürgerehre, und gerade wo es ſich uin kommen, und endlich fand sich dieser in Eduard von Hartmann, die Börse handelt, hat einen ebenso verdächtigen Klang, als wenn dem Philosophen. Eigentlich wunderte es uns schon lange, warum hundert Abgeordneter für nothwendig gehalten im Hause zu die Straßendirne sich auf ihre jungfräuliche Ehre beruft. diese Feder, die doch sonst breitspurig sich über alles mögliche ge erscheinen. Von den Anwesenden aber trugen unsere Abgeordneten Frankreich ist doch noch nicht ganz ruffisch geworden. Bersäumte ist jest nachgeholt, in einer Weise nachgeholt, daß sich äußert, noch nicht nach diesem fetten Brocken gepickt. Nun, das hauptsächlich die Kosten der Debatte. Während der Sozial- Unter der studirenden Jugend, die ja leider auch jenseits der schier alle früheren Lästerer verstecken können. Herr Stumm wird politiker des Zentrums, Herr Hize, heute womög- Vogesen vom bürgerlichen Geschäfts- und Bedientengeift an feinen Philosophen loben, damit ist die Sache erledigt. Die Sozial lich noch mehr lila färbte, als man es von diesem gesteckt ist, hat das bestialische Vorgehen der russischen Regie demokratie aber lacht über solche Erbsenwürfe. Sie lebt und wächst Herrn sonst gewöhnt ist, und nachdem für den Freifinn rung gegen die Studenten eine zornige Empörung hervor und wird leben, wenn die Philosophie des Unbewußten schon lange Dr. Schneider eine ganz energische und nichts weniger als gerufen. Die sozialistischen Studenten der Universität Mont- bewußt zu den Todten gelegt worden ist. manchesterliche Rede gehalten hatte, nahm Genosse Fischer das pellier haben gegen die russischen Greuel folgenden Wort, um in einer trefflichen, mit reichem sachlichen Material Proteft gerichtet, den sie zur Veröffentlichung an den Vorunterstützten Rede sich über das Institut der Gewerbe- wärts", gesandt haben: Inspektion zu äußern. Nach einer eingehenden Kritik Protest der französischen sozialistischen aus den Berichten selbst sich ergebenden Studenten von Montpellier. Jufolge der bekannten Vorkommnisse in Rußland an den stände, formulirte der Redner Redner die Forderungen der Bartei in bezug auf die Gewerbe Inspektion wie folgt: Universitäten zu Moskau, Kiew und Charkow sind mehr denn Umwandelung der Gewerbe- Juspektion in Reichssache, Ver- tausend Studenten verhaftet worden. Die größte Mehrzahl ist von der Universität ausgeschlossen, eine Anzahl ist nach Sibirien mehrung der Beamten und Einführung weiblicher verbannt und mehrere sind sogar zum Tode verurtheilt." Inspektoren, Ausdehnung der Ueberwachung auf auf die Angesichts solcher Verbrechen, begangen durch die Regierung Hausindustrie. Die Handhabung der Sonntagsruhe des 3aren gegen die studirende Jugend Rußlands, senden dielund heute ber Berlin, 12. Januar 1897. 0 Uebel" Aber wie " Der Marr Tödter ist nun endlich gefunden. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erklärt in einem ihrer bekannten fonfusen Artikel, der diesmal" Bur Umkehr der Wissenschaft" überschrieben ist: Der Redakteur der Badischen Landpost"( ein sicherer Herr Röder) stellt sich als ein Mann dar, der erkannt hat, daß es sich nicht darum handelt, an dem Mary'schen Mantel herumzuflicken, sondern der ganzen revolutionären Theorie, die in Karl Mary ihren Propheten und streitbaren Vortämpfer gefunden, für immer ein Ende zu machen. Wie tief die Nordd. Allg. 8tg." von der Wissenschaft denkt wie wenig selbst ein Herr Röder auf das Lob der all= Dänemark. die Vermehrung „ Nordd. Allg. Stg." flolz sein kann, geht aus der folgenden Stelle des gleichen Artikels hervor: der Aufsichtsbeamten Tommt es nicht so - 3um, Finanzgefez"( Eta t), das jetzt im dänischen sehr all, wie auf deren Qualifikation. Die Anstellung Wilhelm Roscher hielt der Staatsverwaltung gegenüber auch Folkething berathen wird, hatten Abgeordnete der Sozialdemo- weiblicher Aufsichtspersonen ist im Reichstage mehrfach die gelindeste volkswirthschaftliche Opposition für unangebracht. fratie eine Reihe Aenderungsanträge gestellt. Die darin formulirten geregt worden. In den Berichten der Wenn die königlich sächsische Regierung eine strittige Frage Forderungen laufen auf folgende drei Hauptpunkte hinaus: Fabrifinspektoren der Volkswirthschaftspflege praktisch in anderem Sinne entwird vorgeschlagen, für Betriebe mit weiblichen Arbeitern besondere schied, als Professor Roscher in seinem Lehrbuch 1. Bewilligung eines Minimallohnes von 3 Kronen. Vertrauenspersonen zu bestellen zur Vermittelung des Verkehrs mit 2. Eine Ferienwoche ohne Lohnabzug, beides für die Staats- den Fabrikinspektoren, dann brauche man keine besonderen weibgerathen hatte, so konnte man sicher sein, daß in der arbeiter. lichen Aufsichtsbeamten. Aber solche Bertranenspersonen werden nächsten Ausgabe des Kompendiums die betreffende Stelle im Sinne 3. Eine Unterstützung von mindestens 60 Kronen jährlich für alle leicht entlassen aus den Fabriken, wie denn überhaupt die Arbeiter der Verwaltung abgeändert war. Ferner wird in dem Machwerk von, naturrechtlich- anarchistischen Kinder, deren Versorgung dem Staate obliegt. sich scheuen, dem Fabrikinspektor Mittheilungen zu machen über die Grundlagen der Voltswirthschaftslehre" und zwar dieser Wissen dieser Reformen nothwendig werden und zur Darlegung der ein- land sind weibliche Aufsichtsbeamte mit großem Erfolg angestellt Um Klarheit zu erlangen, welche Summen für die Durchführung Verhältnisse des Betriebes aus Furcht vor Entlassung. In Eng schaft an sich, ganz abgesehen von den vielfachen sich auf's schwerste schlägigen Verhältnisse wurde von den sozialistischen Deputirten die worden. bekämpfenden Richtungen in derselben gesprochen. Veranstaltung einer Enquete über die Lohn- und Arbeitszeit- Ber Staatssekretär v. Bötticher: Der Vorredner flagt, daß die Und Leute, denen jeder Schimmer nationalökonomischen Verhältnisse der Staatsarbeiter verlangt, und der Ministerpräsident hat Einzelberichte der Fabrikinspektoren dem Reichstage nicht in anderer ständnisses abgeht, reden großspurig von dem Ende der Theorie deren Veranstaltung auch zugesagt, aber gleich erklärt, daß sie sich Form zugänglich gemacht werden als durch eine Abschrift. Ich eines Karl Mary. ,, in nächster Zeit" nicht durchführen lasse. habe meine Bereitwilligkeit erklärt, auf eine Publikation sämmtlicher Berichte hinzuwirken. Ich habe den Bundesregierungen den Wunsch übermittelt und habe darauf von den Bundesregierungen, namentlich von den größeren, die Erklärung erhalten, daß die Publikation er folgen solle, soweit es nicht schon jezt der Fall wäre und zwar in extenso. Gleichzeitig ist mir mitgetheilt worden, daß die Berichte im BuchDie dänische Sozialdemokratie giebt sich keinen Hoffnungen hin, handel erscheinen; nur einzelne kleinere Staaten haben sich nicht schon jetzt mit diesen ihren Forderungen durchzudringen. Dieselben entschließen können, die Berichte dem Buchhandel zu übergeben. Wo werden sicher von der Rechten, den Gemäßigten und der Linken diese Berichte dem Buchhandel nicht übergeben werden, werden sie niedergestimmt werden; aber sie wird dann wenigstens erwiesen durch Beilagen zu amtlichen Blättern veröffentlicht. Der Vorr: duer haben, was die Arbeiterfreundlichkeit" der Linken zu bedeuten hat. hat ferner bemängelt, daß zwar die Zahl der Revisionen angegeben Denn daß namentlich die erste Forderung leicht erfüllbar ist, beweist ist, aber nicht die Zahl der revisionspflichtigen Betriebe. Das wäre am besten der Umstand, daß nur überflüssige Wünsche eines hoch- aber nur durch allgemeine Zählungen möglich; was an Zahlen vorgehenden Militarismus nicht erfüllt zu werden brauchen, um die kommt, beruht blos auf einer Schätzung. Aber wir wollen den Mittel dafür verfügbar zu haben. Versuch machen, in fünftigen Berichten eine größere Klarheit zu schaffen, als sie jetzt besteht. Armer Röder! Breslau, 12. Januar. Gine gestern unter dem Vorsitz des Oberpräsidenten Fürsten Hatzfeld stattgehabte Konferenz, an welcher auch mehrere Ministerialkommissare theilnahmen, erörterte die Frage der Kornlagerhäuser für die Provinz Schlesien. Die Stonferenz tam, wie die Schlesische Zeitung" meldet, zu dem Ergebniß, daß ein Versuch mit der Anlegung nicht zu großer Lagerhäuser an geeigneten kleineren Orten der Provinz zu empfehlen set, nicht aber die Anlage großer Lagerhäuser an Zentralpunkten. " Der Sozialdemokratie tommt es in erster Reihe auf die erste Forderung an, zu deren Erfüllung etwa 3 Millionen Kronen pro Jahr erforderlich wären. Um diese im Budget freizumachen, werden daher gleichzeitig eine Reihe Streichungsanträge gestellt, die namentlich die Militärforderungen betreffen. Stadt Randers wurde der Vorstand für die Armenfasse gewählt. Ein sozialdemokratischer Wahlsieg. In der Hierbei siegte die sozialdemokratische Liste mit 541-497 Stimmen gegen die Liste der Rechten mit 357-298 Stimmen. Alle vier Mitglieder wurden also nach der sozialistischen Lifte gewählt. Es ist dies der dritte kommunale Wahlsieg der Partei in der dänischen Provinz, während dieses Jahres. Der erste war in Höge am 5. Januar, der zweite in Stallundborg und der dritte in Rauders. Türkei. - Agrarischer Boykott. Wir haben oft genug betont, daß der Boykott kein spezifisch sozialdemokratisches Kampfmittel ist, daß er ebenso von anderen Parteien, wenn es ihnen eben paßt, angewandt wird. Natürlich wenden ihn nur Parteien an, die im Kampfe stehen und eine Organisation ihrer Parteigänger besigen. Dies gilt in Deutschland freilich blos von einer kleinen Anzahl von Parteien, so außer unserer Partei von den Agrariern. Diese entrüsten sich zwar weidlich über Boykotts der Sozialdemokraten, verschmähen aber die Anwendung dieses Kampfmittels selbst nicht. So hat der landwirthschaftliche Verein zu Bärwalde im Kreise Münsterberg, wie dem Berl. Tageblatt" geschrieben wird, folgenden Aussehen erregenden Beschluß gefaßt: " Da von mehreren Mitgliedern darüber geklagt wird, daß Herr Brauereibesiger Kirchner in Münsterberg gesunde und gut geerntete Gerste von Rustikalbefizern nicht kauft, sondern feinen Binbauf aus dem austande haftigkeit der Gewerbe- Aufsicht und die Nothwendigkeit, den ArbeiterBedarf aus dem Auslande deckt, so erklärt die Versammlung einstimmig, Kirchner- Bier bis auf weiteres nicht zu trinken." ( wie wir schon furz gemeldet hatten, Red.) der Besuch der beiden Kölu, 10. Januar.( Eig. Ber.) Den hiesigen Offizieren ist großen Karnevalsgesellschaften, wo sie häufige und gern gesehene Gäste waren, verboten worden. Und das hat mit seinem Säbel der Brüsewiß gethan! Einige der Reduer hatten der glorreichen That des Helden gedacht und dadurch das bekanntlich sehr empfindliche lagerten einige hundert Albanesen, wie es heißt erregt über Konstantinopel, 12. Januar. In Elbassan( Albanien) beEhrgefühl der Herren Offiziere gekränkt. Indessen haben die Präsidenten der beiden Gesellschaften alles aufgeboten, um die Steueraufschläge, das Amtsgebäude. Die Truppen wurden, angeblich Empfindsamen zu versöhnen; de- und wehmüthig haben sie um um zusammenstöße zu vermeiden, zurückgezogen. Der Zwischenfall Zurücknahme des Verbotes gebeten und für die Zukunft strenge ist friedlich beigelegt. Kontrolle der Karnevalsreden in Aussicht gestellt. Nichts soll mehr vorkommen, was auch nur den Schein erwecken könnte, als ob die Herren zur schnöden Menge derer gehörten, an denen sich der Karnevalswit ergehen darf. Welch' ein Zeichen von Mannesmuth und Bürgersinn! Karlsruhe, 12. Januar. Der badische Landtag ist heute durch den Staatsminister Nock eröffnet worden. Als einzige Vorlage steht die Umwandlung der 4prozentigen Anleihe in eine 32prozentige auf der Tagesordnung. England. Botschafter gemachten Busage wurde der italienische Unterthan Konstantinopel, 11. Januar. Gemäß der dem italienischen Marani auf der Fahrt nach Trapezunt im Hafen von Herakleia ans ordentlichen Gerichtshof gestellt zu werden. Zu der Verhandlung Rand gesetzt. Derselbe wird hierher gebracht werden, um vor den wird der Dragoman der italienischen Botschaft hinzugezogen werden. Afien. Auf den Philippinen siegen die Spanier amtlich" weiter. In einem Kampfe auf Luzon wollen sie 100 Aufständische getödtet ihnen„ 10 Leiter des Aufstandes", unter ihnen Rojas, standrechtlich haben. Und sie füfiliren auch weiter. In Manila wurden von erschoffen.11 Amerika. Reichstag. 150. Sigung vom 12. Januar 1897. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, v. Posa dowsky und zahlreiche Kommissarien. Die Reichsverwaltung fann bezüglich der Einführung der weiblichen Aufsichtsbeamten nichts thun; Landessache. Die Auslaffung der preußischen Regierung ist hier im vorigen Jahre vorgetragen worden: der damalige Handelsminister hat sich positiv gegen die Verwendung weiblicher Kräfte ausgesprochen. Ich habe keinen Anlaß zu der Annahme, daß in dieser Beziehung eine Aenderung eingetreten ist. Ich faun den Herren daher nur anheimstellen, sich an die einzelstaatlichen Instanzen zu wenden. Abg. Fischer( Soz.): Es ist nicht überflüssig, auf den Bericht schutz in viel höherem Maße auszudehnen, als es bis jetzt geschehen der abritinfpettoren einzugehen, das beweist die Mangelschus in viel höherem Maße auszudehnen, als es bis jetzt geschehen Jahr in den Berichten sich dieselben Klagen wieder erheben, so muß ist. Wenn wir diese Sache berühren, so legt man uns immer unter, wir wollten nur die Massen verbeßen. Ich meine, wenn Jahr für doch der Reichstag als Kontrollbehörde auf Mittel finnen, diesen Klagen endlich abzuhelfen. Man klagt über ungeeignete Ueberwachung der Bestellten Aufgaben. Wir hören Jahr für Jahr aus vielen Induſtries triebe, über die Unfähigkeit der Ortsbehörden zur Erfüllung der ihnen gezweigen von einem systematischen Umgehen der Gewerbe- OrdnungsBestimmungen und von einem Einschüchtern der Arbeiter, wenn diese sich an die Fabrikinspektoren wenden. Wir hören aber anderer seits, daß die Arbeiter Organisationen eigentlich die besten Stellen wären, sich an die Inspektoren zu wenden und eine Ueberwachung der zur Abhilfe von Schäden getroffenen Anordnungen herbeiund bei der Regelmäßigkeit der Klagen doch eine Abhilfe im Steiche zuführen. Man müßte bei der Bedeutungslosigkeit der Arbeiterausschüsse mit erwarten können. Der Staatssekretär sagt: Das kann nicht von Reichswegen geordnet werden, das ist Landessache, wendet Euch an New York, 12. Januar. Nach einer Depesche der World" die kompetenten Körperschaften. Ich wende mich aber an das aus Washington verbat sich der spanische Minister des" Aeußern Zentrum, das in bezug auf positive Sozialreformen sein Zusammenbeim Staatssekretär Olney jede Einmischung der Union in den gehen uns betont, betont, daß es daß es dafür mitwirke, daß tubanischen Streit. Spanien müßte alleiniger Richter bleiben über einfach die Gewerbesache zur Reichssache gemacht gemacht wird. Loudon, 12. Januar. Daily Chronicle" veröffentlicht den das, was für seine Kolonien das beste sei. Wenn es der Reichsregierung ernst mit dem Arbeiter: Wortlaut des englisch- amerikanischen Schiedsgerichtsschutz ift, fo muß sie Mittel und Wege finden, daß Vertrages, der am 11. d. M. in Washington unterzeichnet wurde. Die Hauptbestimmungen desselben sind die folgenden: Geldendlich die Gewerbe- Juspektion zur Reichssache gemacht wird, denn die Gewerbe- Ordnung ist auch Reichsgesetz, die Ueberwachung forderungen, soweit sie nicht den Betrag von 100 000 Pfund ist aber den Bundesstaaten überlassen, und deren Zersplitterung Sterling überschreiten, werden je einem von England und Amerika steht im Widerspruch mit dem Geiste der Arbeiterschuy- Gefeßgebung ernannten Juristen sowie einem von diesen beiden Juristen und mit der wirthschaftlichen Entwickelung des Reiches. Wenn es gewählten Schiedsrichter unterbreitet. Höhere Geldforderungen Präsident v. Buol entbietet den Reichstagsmitgliedern seinen sich um die Intereffen der Unternehmergruppen handelt, dann finden werden einem ähnlich zusammengesetzten Gerichtshof gelegt, dessen Entscheidung, wenn sie einstimmig erfolgt ist, 40 Mitgliedern die Sigung. vor: Gruß zum neuen Jahre und eröffnet in Anwesenheit von etwa wir nie, daß man sich auf die einzelstaatliche Souveränität stüßt. Was den Unternehmern billig ist, fönnten auch die Arbeiter verlangen. endgiltig ist; andernfalls kann jede von beiden Parteien an einen Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Abg. Spahn( 8.), Wie soll auch eine wirkliche Durchführung der Arbeiterschutzgefeße neuen Gerichtshof appelliren, der aus je zwei von jedem Lande er daß er einen in der letzten Sigung vor den Ferien gebrauchten Aus- möglich sein, wenn fein einheitlicher Gesichtspunkt dafür gegeben ist. nannten Juristen und einem von den letzteren gewählten Schieds- druck gern zurücknimmt; es habe ihm jede beleidigende Absicht fern- Es ist jetzt feine einheitliche Leitung, feine Fühlung vorhanden. In richter besteht und deren Mehrheitsentscheidung endgiltig sein soll. gelegen. den 20 Jahren, feit wir die Gewerbe- Aufsicht auch in den EinzelJede Streitfrage, die Gebietsansprüche in sich schließt, wird einem Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung des Reich 3 staaten haben, sind die Fabritinspektoren, die Gewerbegerichtsräthe aus je drei amerikanischen und englischen Richtern von höchstem haushalts Gtats, die mit dem Etat des Reichsamts nicht ein einziges Mal zusammengetreten, um eine Zentralftelle zu Rang zusammengesetzten Gerichtshof vorgelegt. Eine Entscheidung des Innern beginnt und zwar beim Gehalt des Staats- schaffen, in welcher die Erfahrungen gesammelt werden könnten. dieses Tribunals, die mit fünf gegen eine Stimme getroffen ist, sekretärs. Und sogar in Preußen während der ganzen Amtsthätigkeit des ver ist eudgiltig; ist die Mehrheit geringer, so kann jede von Abg. Site( 3.) kommt auf die Verhandlungen über die Ar- flossenen Minifters v. Berlepsch, der ja nach dem sozialbeiden Mächten gegen das Erkenntniß Einspruch erheben, eventuell beiterschuß- Gesetzgebung im vorigen Jahre zurück; der Staats- reformerischen Anlauf des Jahres 1890 plöglich berufen wurde, um foll um die Vermittelung einer befreundeten Macht ersucht werden. sekretär v. Bötticher habe damals eine Zusammenstellung der vom sozialreformerische Wunderdinge zu verrichten, ist mir nicht bekannt, Falls die Juristen der beiden erfigenannten Gerichtshöfe sich über Bundesrath sowie von den einzelstaatlichen Regierungen zur Durch daß die Fabrikinspektoren zusammenberufen wären. Von dem neuen einen Schiedsrichter nicht einigen fönnen, soll derselbe von dem führung dieser Gesetzgebung erlaffenen Berordnungen in Aussicht gestellt. Handelsminister, der ja nach dem unschuldigen Herrn v. Berlepsch obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten und einem Gerichts- Besondere Verordnungen sind für einzelne Bezirke erlaffen, aber im ins Amt gerufen wurde zur ausdrücklichen Beruhigung der Großausschuß des Londoner Privy Council( Staatsrath) ernannt werden Intereffe der Industrie ist es besser, um den Wettbewerb nicht zu industriellen und Kleingewerbetreibenden, ist weder etwas Gutes noch und wenn diese beiden nicht zu einer Einigung gelangen, durch den erschweren, solche Verordnungen für möglichst große Bezirke zu er etwas Böses zu erwarten. Die Zusammenstellung der deutschen König von Schweden und Norwegen. Der Schiedsgerichtsvertrag laffen. Damals sei auch eine ganze Reihe weiterer Ausführungs- Gewerbe- Inspektions- Berichte wird alle Jahre ein dickerer Band, bleibt 5 Jahre in kraft; von da ab gilt eine Kündigungsfrist von verordnungen in Aussicht gestellt worden. Es wäre für den aber die schon lange geforderte einheitliche Zusammenstellung ist bis Reichstag von Jutereffe, zu erfahren, ob diese Verordnungen bald jetzt nicht darin gegeben, und auch der heurige Bericht unterläßt Präsident Cleveland hat dem Schriftstück betreffend das Schieds- erscheinen werden. Namentlich eine Verordnung über die Thierhaar- es, ein solches Bild zu geben. Das erste und einfachste, das gericht zwischen England und Amerika gleichzeitig einen Brief an Verarbeitungsanstalten, in welchen mehrfach Arbeiter durch Ansteckung man von einer solchen Zusammenstellung erwarten fann, ist doch, den Senat beigefügt, in welchem er erklärt, die Initiative zu umgekommen sind. Bezüglich der Handwerker Vorlage daß man beim Aufschlagen ein wahrheitsgetreues Urtheil weiteren Schiedsgerichten würden auch andere europäische Staaten stellt Redner einen Initiativantrag feiner Partei in empfangen tann über den Stand der deutschen Gewerbe- Juspektion. ergreifen, womit ein neuer Zug in die zivilisatorischen Bestrebungen Aussicht, wenn nicht balb eine den Wünschen des Hauses ent- Wir finden aber nur eine mosaifartige Aneinanderreihung von der Mächte gebracht würde. sprechende Vorlage erfolgen würde. Stimmungsbilderit, und wenn man diesen nachgeht, so findet man 12 Monaten. Allerdings darf nicht außer Acht bleiben, daß weder England noch die Vereinigten Staaten Militärmächte sind; allein da sie an intensiver Macht den Militärmächten nicht nur gewachsen, sondern positiv überlegen sind, so kann ihr Vorgehen auch auf die Militärmächte nicht ohne Einfluß sein, wenn auch die Wirkungen nicht sofort zu tage treten werden. London, 12. Januar.„ Daily Telegraph" meldet, daß die Transvaal Regierung nur eine Million Pfund für den Einfall Jameson's in Transvaal fordert. " 3 Dieser Vertrag, an dessen 3nstandekommen jetzt nicht mehr zu Staatssekretär v. Bütticher: Die gewünschte Zusammenstellung das Bemühen, die Härten abzutönen, und oft gewinnt man den zweifeln ist, kann von fulturgeschichtlichem Standpunkt als das der Verordnungen und Erlässe ist feit Schluß der vorigen Session Gindruck, als ob das Bild der objektiven Wahrheit dadurch vers wichtigste politische Ereigniß unferer Beit bezeichnet fertig gestellt und liegt druckfertig vor. Bezüglich der Gewerbe- wischt ist. Bei der Kesselrevisions- Berichterstattung wollte der werden. Denn er bildet den ersten thatsächlichen Schritt der Umhygiene ist die Reichsverwaltung auch vorgegangen. Dem Bundes Staatssekretär den Nachweis erbringen, daß von einer subjektiven tehr aus dem jeßigen System der Kriegsvorbereitung zu dem an- rath sind zwei Verordnungen vorgelegt, die eine betreffend den Be Färbung Rede sein könne; er hat die Seite 6 geblichen Zwecke der Kriegsverhütung. trieb und die Einrichtung der Buchdruckereien und Schriftgießereien, und 8 verlesen, aber auf Seite 9 hätte er gefunden, daß die andere betreffend die Anstalten zur Herstellung von Alkali- meine Auffassung da Bestätigung findet. Da ist zu lesen, daß die Chloraten. Beschlüsse sind darüber noch nicht gefaßt worden. Zum Behörden die Gewerbe Inspektoren immer mehr als technischen Schutz der Arbeiter in Akkumulatorenfabriken find ebenfalls Vor- Beirath heranzögen. Auf den nachfolgenden Seiten klagen die fchriften ausgearbeitet, welche dem Reichs- Gesundheitsamt zur Begut- Inspektoren über die Unfähigkeit der Polizei- Organe zur Erfüllung achtung vorgelegt sind. Ferner sind Borschriften über Roßbaar der ihnen gestellten Aufgaben. Der Bericht des Gewerbe Aufsichtsspinnereien ausgearbeitet, die ebenfalls dem Gesundheitsamt unter: beamten in Frankfurt a. D. sagt, nur in den großen Städten habe breitet sind. Auch die schädliche Einwirkung der Thomasschlacken die Kontrolle Erfolg, aber nicht auf dem Lande. Nach demselben auf die Athmungsorgane der Arbeiter in den Thomasschlacken Bericht haben die Landräthe in den Ziegeleien nur 3 ZuwiderMühlen haben den Gegenstand der Untersuchung gebildet, ebenso handlungen gegen die Gewerbe- Ordnung festgestellt, die GewerbeUeber die Hungersnoth in Indien äußert sich die Wirkung der Zinkdämpfe in den Zinkhütten und des Cwefel- Aufsichtsbeamten 258 Buwiderhandlungen feststellen können. Die tohlenstoffes beim Bulkanisiren. die Justice" folgendermaßen: Die Leute sterben buchstäblich Ortspolizeibehörden können ihren sozialen Aufgaben nicht gerecht Die Frage nach dem Stand der Handwerker Vorlage werden. Die Bürgermeister sind selbst Unternehmer, oder die zu Tausenden dahin an Mangel und Krankheit. Aber dieselben habe ich in einer Sigung vor Weihnachten behandelt. Die Sub- Unternehmer haben Einfluß auf die Ortspolizei. Stimmen, die vor einiger Zeit nicht Lärm genug machen konnten fommission des Bundesrathes ist zur Zeit mit ihren Arbeiten noch über die großen Verbrechen", welche die" türkischen Schlächter" an nicht fertig. Die preußische Regierung hat ihren Antrag durchaus Kontrolle müßte Arbeiterkammern übergeben werden. Die Unterchriftlichen Armeniern" begangen, bleiben stumm gegenüber dem nicht zurückgezogen; ich werde mit allen Kräften dafür sorgen, daß nehmer haben Handelskammern und Berufsgenossenschaften, warum chriftlichen Armeniern" begangen, bleiben stumm gegenüber dem Glend, das die englische Ausbeuterklasse und die Mißwirthschaft haben die Arbeiter nicht dasselbe Koalitionsrecht? Ferner britischer Verwaltung über Indien gebracht hat". Der Ent eine Handwerkervorlage an den Reichstag tommt. Die Vermehrung der Fabritinspettoren ist eine Landes- wünschen die Gewerbe- Aufsichtsbeamten selbst mit den Be rüftungsrummel über die armenischen Greuel" foftet eben nichts, sache, die Reichsverwaltung wird sich freuen, wenn eine möglichst amten der Berufsgenossen nähere Beziehungen zu bekommen. gründliche Reformen in Indien würden der Kapitalistenklaffe den große Bahl von Fabrifinspektoren vorhanden ist. Wo sie sie suchten behufs Unfallanzeigen oder Entschädigungspflicht, Profit beschneiden. Abg. Schneider( frf. Bp.): Die Berichte der Fabrikinspektoren wurden sie brüst zurückgewiesen; den badischen Inspektor haben die - Mit einem sehr ernsthaften Kolonialfrieg im sind etwas zu allgemein gehalten, so z. B. bezüglich der Einwirkung Berufsgenossenschaften sogar boykottirt. Die Fabritiuspettoren Hinterlande der afrikanischen Stlaventüfte hat England jetzt zu der Kesselrevision in Preußen auf die Aufsichtsthätigkeit; es heißt nehmen es nämlich mit der Unfallverhütung viel ernster als rechnen. Zur Beruhigung der Stämme im englischen Nigergebiet, darin: sie scheine nicht mehr so hinderlich zu wirken, sie habe sich die Berufsgenossenschaften, die ihre Hauptarbeit fast darin die eine Heeresmacht von 20 000 Mann zu Fuß und 2000 Reitern gemindert u. f. w. Redner bedauert überhaupt, daß die sehen, die Arbeiter um ihre Ansprüche zu bringen. zusammengebracht haben sollen, werden mehrere Expeditionsforps Originalberichte der Fabrikinspektoren nur in einer Abschrift Beziehungen der Gewerbe- Aufsichtsbeamten zu den Arbeitnehmern ausgerüstet. Die Expedition richtet sich gegen die Fullah's, einem den Reichstags Mitgliedern zur Verfügung gestellt feien. leidet durch das gehässige Verhalten der Arbeitgeber. Aus Furcht fremden Volksstamm, der einen großen Theil des Reiches Nupe be- Die Betheiligung der Berufsgenossenschaften an der Beaufsichtigung vor Entlassungen treten die Arbeiter mit den Fabrikinspektoren nicht herrscht und dessen Tyrannei unerträglich geworden ist. Außerdem der Betriebe hat zur Verstärkung der Revisionen nicht beigetragen; in Verbindung. 20 Fabrikinspektoren beklagen fich darüber. Da foll infolge der Niedermeßelung einer englischen Erpedition an der die Beauftragten der Berufsgenossenschaften haben teine erhebliche muß es wunder nehmen, daß die Behörden jahraus jahrein Benintüste, welche in den ersten Tagen dieses Jahres stattfand, sollen Thätigkeit ausgeübt, und auch über die mangelhafte Beaufsichtigung mit den gesetzlichen Bestimmungen in der Weise Schindluder seitens der Orts Polizeibehörden werde Klage geführt. Auf treiben den Arbeitern laffen; fie sollten die englischen Escadre in der Beninbai verstärkt werben. endlich bie 0 Die " . tommen. = und 100 ge= Ausübung ihrer Staatsbürgerlichen Rechte gewährleisten. Durch| 10 Assistenten mehr eingestellt, aber was befagt dies gegen- 1 baß an so hohen Stellen Sonntags gearbeitet wird. Warum soll sie gegen die Arbeitgeber geschütte Vertrauensmänner müssen über den immer steigenden Aufgaben! Gewiß ist die Zahl da nicht auch in einer Fabrik Sonntags arbeiten lassen. Wir verdie Arbeiter ihre Beschwerden bei den Fabrikinspektoren anbringen der Revisionen von 78 auf 86.000 fönnen, sonst müßten die Arbeiter die ganze Gewerbe- Aufsicht als Bahl der revidirten Anlagen gestiegen die langen die Sonntagsruhe nicht vom kirchlichen, sondern vom bloßen Schwindel ansehen. von 64 auf 69 000. Es menschlichen Standpunkte aus. Erst hat man Den vom giebt eine gewiffe Reihe von größeren Betrieben, bei denen eine Winde abhängigen Windmühlen Die Sonntagsarbeit Die Klagen der Fabrikinspektoren über die Bedeutung 3- regelmäßige Revision verhältnißmäßig sehr wenig Arbeit machen stattet, dann, damit fie tonturriren können, den Wafferlosigkeit der Arbeiterausschüsse sind eine nachdrückliche würde, aber die Fabrikinspektoren sind sich darüber einig, daß, je mühlen, die unregelmäßige Wasserkraft haben. Einer großen Aktiens Warnung für die Arbeiter, kaiserlichen Versprechungen, wie den kleiner der Betrieb, desto größer die Zahl der Uebertretungen ist mühle in Halle a. S., die 9 pet. Dividende gegeben hat, die jenigen in den Februarerlassen allzuviel Vertrauen zu schenken, bevor und daß deshalb die Hauptaufgabe ist, die kleinen Betriebe zu in ihrem Berichte fie handgreifliche Bedeutung als rechtsverbindliche Regierungsakte revidiren. Bedenklich ist auch die Verquidung der Dampfbat man die Sonntagsarbeit an sechsundzwanzig Sonntagen über gute Wasserverhältnisse berichtet, erlangt haben.( Sehr gut! links.) Für die Vertretung ihrer Interessen tessel Revisionen mit der Gewerbe Aufsicht. gestattet wegen unregelmäßiger Wasserverhältnisse! Und dabei bleiben den Arbeitern also nur die Fachvereine, die Gewerffchaften, Diefer Mißstand soll sich allerdings etwas gebessert haben; wenig haben die Mühlen 12, 14, 16, 18ftündige Arbeitszeit täg die Arbeiterfekretariate übrig, denn auch die von den Fabrikinspektoren stens flagen die Inspektoren nicht mehr so darüber. eingeführten Sprechstunden für die Arbeiter haben sich nach ihrem lich und zwar nicht blos die von Wind und Wasser abhängigen eigenen Zeugniß nicht bewährt, da auch sie der Unternehmertontrolle die Vermehrung des Fabrit- Aufsichtspersonals um fünf Assistenten aus Die Bayerische Kammer hat auf einen Antrag unserer Fraktion Mühlen, sondern auch die Dampfmühlen. Es giebt Mühlen, denen unterliegen. Die Berichte der süddeutschen Inspektoren und der beschlossen und die Regierung aufgefordert, Personen aus dem Ar- wo die Gesellen wochenlang wochenlang nicht nicht herauskommen, sie ohne Unterbrechung arbeiten Man bemüssen. jenigen von Braunschweig, Hamburg und Lübeck geben dabei offen beiterstande heranzuziehen. Den Beschluß, auch einen weiblichen gründet das mit der Konkurrenz zu, daß derartige Einrichtungen sehr geeignet erschienen seien, die Fabrikinspektor zu ernennen, hat nachher die reaktionäre Reichsraths Diese Konkurrenz geht doch auf dem Weltmarkt. Zwecke der Fabrikaussicht zu fördern, die angebrachten Beschwerden fammer wieder aufgehoben. Hessen wird, wie es scheint, der erste aus, hauptsächlich vont England hätten eine Reihe die Sonntagsarbeit nicht besteht; ebensowenig von Mißständen zutage gefördert, deutsche Bundesstaat sein, der weibliche Fabritinspettoren hat. besteht sie in der Schweiz, wo der 11 stündige Arbeitstag besteht. die bei den Revisionen niemals hätten ermittelt werden können. In Preußen allerdings ist, wie der Staatssekretär gesagt hat, so Die Uebertretungen der gefeßlichen Vorschriften über die Arbeitszeit Dasselbe Lob wird in den Berichten den Arbeitnehmer- Beisigern der etwas vor der Hand nicht zu erwarten, und wir wissen auch die werden von den Gerichten so milde bestraft, daß dadurch geradezu Gewerbegerichte ertheilt und die Herren v. Stumm und v. Kardorff, Gründe dafür. Weibliche Fabritinspettoren follen eine Prämie auf die Uebertretungen gesetzt wird; denn die Strafe die ja mit neuen Kontraktbruch- Paragraphen schwanger gehen sollen, angeblich nicht die technischen Kenntnisse haben, um so den Widerstand der Arbeiter gegen allaugroße Ausräuberei in fönnten Zwiftigkeiten zwischen den Arbeiterinnen und und es steht zu dem durch die Uebertretungen erzielten Reingewinn in keinem der Montan und Eisenindustrie von vornherein zu brechen, Arbeitgebern entstehen. den Verhältniß. werden mit Interesse erfahren, daß das Reichsamt des Innern nehmer dürfen nicht gestört werden, Also die Hauptsache ist, die Unter- Ein Unternehmer, der eine Kreissäge so ungenügend geschützt feine Meinung im Bericht ausdrücklich dahin feststellt, daß Fälle Die Thatsachen sind aber doch stärker als gewisse Regierungen und wurden, wurde zit 30 M. Strafe verurtheilt!( Hört! hört! bei den im Trüben zu fischen. hatte, daß einem Arbeiter zwei Finger der rechten Hand abgeschnitten des Kontraktbruchs in der preußischen Bergverwaltung garnicht oder frommen Wünsche einzelner Personen. Wenn man die Berichte der Sozialdemokraten.) In einem Falle mit tödtlichem Ausgange wurde nur vereinzelt zu Zeiten außergewöhnlicher Thätigkeit beobachtet Gewerbe- Aufsichtsräthe über die Sittlichkeit der Arbeiterinnen lieft, der Fabrikant zu einigen Wochen Gefängniß verurtheilt.( Hört! worden sind.( Hört, hört! lints.), Aber troz der An- dann muß man zu der Ueberzeugung kommen, daß die Anstellung hört!) Und da redet man noch von gleichen Rechten in Deutsch erfennung Diefer erfolgreichen Wirksamkeit der Arbeiter eines weiblichen Vertrauensinspektors nothwendig ist. land! Arbeiter, vertretungen ist merkwürdigerweise in die für ihre Kollegen eintreten und sich allen preußischen Be- Man echauffirt sich über die Unfittlichkeit der Ar einmal schärfer als ausdrücken, es richten nicht eine Silbe von der Thätigkeit derselben zu finden, beiterinnen, wenn aber die Studenten dem Er- Reichskanzler dem dem und Richter für die preußischen Beamten existiren solche Vertretungen der Arbeiter ihre Aufwartung machen und nachher in die Hamburger Bordelle langem Gefängniß büßen, während jene gewissenlosen Ausbeuter Unternehmer gut tlingt, müssen es mit wocheneben nicht. Sollten vielleicht die preußischen Begehen, spricht keiner darüber. Den Arbeiterinnen aber will und Schmuziane nach dem Leben ihrer Mitmenschen trachten hörden die Gewerberäthe dirett angewiesen man den Tanz verbieten, und die Fabrikinspektoren befürchten tönnen, was 30, 50 M. für sie foftet! Die Verwaltungsbehörden haben, über die Beziehungen der Arbeiterbei einer Verkürzung der Arbeitszeit eine Lockerung der kommen den Unternehmern in dem weitesten Umfange entgegen, organisationen zu schweigen? Das zu wissen, wäre Sitten. Wir wissen ja, alle diese Forderungen scheitern während die Arbeiter brutal unterdrückt werden, wenn sie für bessere doppelt interessant, weil im vorjährigen Bericht solche Fälle in den Einzelstaaten schon ant der fonstatirt waren Kurzsichtigkeit und Lohnbedingungen kämpfen. Das erkennen die Berichte der Aufsichtsund Herr v. Stumm und Genossen fiskalischem Knickerstandpunkt der Finanzminister. einen ganz entfeßlichen Lärm über ein derartiges Benehmen werden nur 150 000 m. für die ganze Gewerbe Aufsicht ausgegeben, unbesonnene Aeußerung im Interesse der wirthschaftlichen Lage der In Preußen beamten auch an. Die Strafen, die die Arbeiter für irgendwelche der Fabrikinspektoren erhoben, als diese Fälle vom Abg. Wurm an- weil die Mehrkosten durch die Dampfkesselinspektion wieder heraus- Arbeiter treffen, stehen dazu in einem schneidenden Gegensaz. Es geführt wurden. Ein Theil dieser Beamten hebt auch die gute Haltung der aus scheint, daß die Müller um so nothleidender find, je reicher sie sind; Möge der Reichstag sein Ansehen dafür einsehen, daß die denn je mehr Mühlgänge sie sich anschaffen können, desto mehr ständigen Arbeiter bei Besprechung der Streits hervor und beklagt Gewerbe- Inspektions- Beamten vermehrt, Frauen als Aufsichts- fönnen sie sich darauf berufen, daß sie bei niedrigem Waffer das Fehlen des Einflusses geeigneter Vertrauenspersonen der Arbeiter beamte angestellt werden und die Gewerbe- Juspektion auf die Haus nicht alle gehen lassen können und deshalb der Sonntagsarbeit schaft; es wird auch dabei ausgesprochen, und das dürfte besonders industrie ausgedehnt wird. Geschieht dies nicht, dann muß man an dem bedürfen. Die Regierung sollte endlich den Bitten der Müllerei das Zentrum und die Chriftlich- Sozialen intereffiren, daß die be- Ernst der Sozialreform verzweifeln, dann ist es besser, flipp und arbeiter nachgeben und die Sonntagsruhe, für die sie immer dauerliche Abneigung der Arbeitgeber gegen die Arbeiterorganisationen flar zu erklären: Heute ist Unternehmerinteresse und aus religiöfen Gründen einschritt, endlich durchführen. So sich nicht auf die sozialdemokratischen beschränkt, sondern daß auch Unternehmerschuh Trumpf.( Lebhafter Beifall bei den wie es jetzt geht, verhöhnen Sie, die Sie immer Ihre Frömmigkeit, die frommen, staatserhaltenden, christlichen Arbeitervereine von den Sozialdemokraten.) Fabrikanten mit ganz demfelben Maße gemessen werden. Ihre Kirchlichkeit und Religion im Munde führen, das dritte Der Staatssekretär v. Bötticher: Ob der Reichstag dem Vorredner Gebot, und es ist sonderbar, daß wir Sozialdemokraten, denen Sie badische Fabritiuspektor, der ja in diesen Fragen das unbefangenfte folgen wird, die Fabrikinspektion zur Heichsfache zu machen, muß so viel Böses nachsagen, Sie an die Erfüllung dieses Gebotes und fachkundigste Urtheil hat, sagt ausdrücklich: Der ich abwarten. Unterschied, den die Arbeitgeber noch vor wenigen Jahren wärtigen Gesetzes, welches die Fabrikaufsicht als Landessache Es handelt sich um die Durchführung des gegen- mahnen müssen.( 3ustimmung bei den Sozialdemokraten.) zwischen ben konfessionellen Staatssekretär v. Bötticher: Soweit die Beschwerden des und den sozialdemokratischen behandelt. Ich fann Arbeitern daher die Klage zum theil machten, vermischt sich mehr und mehr... die Landesinstanz verweisen. an Vorredners sich gegen das Reichsamt des Junern richten, sind sie Es hat die der Vereinigung der Arbeiter überhaupt günstige Stellung nicht auf grund Die Reichs Verwaltung fann durchaus unbegründet, denn das Reichsamt des Innern hat die folcher unbegründeten Klagen eingreifen. betreffende Verordnung gar nicht erlaffen. nahine genügt, um in manchen Kreisen der Arbeitgeber den ton- Die Ausführungen des Vorredners waren einseitig, darauf be fessionellen Arbeitervereinen eine gerade so ungünstige rechnet, recht viel Schatten zu werfen auf die Aufsichtsbeamten, die gegen eine von dem Abgeordneten Fischer im Laufe seiner Rede Sächsischer Geheimer Regierungsrath Fischer wendet sich Gefinnung entgegen zu bringen, wie den sozialdemokratischen.... Beauftragten der Berufsgenossenschaften u. s. w. Wenn man die gemachte Bemerkung gegen den sächsischen Minister v. Metsch. daß es vielen Arbeitgebern gar nicht auf bas antommt, Privatäußerungen von Sozialdemokraten aufgreifen wollte, fo Die fritisirte Aeußerung, die der Minister im sächsischen Landtage wodurch die fozialdemokratischen Organisationen sich von erscheinen die Führer der Partei als solche Leute, allen anderen sozialen Reformbestrebungen so scharf unterscheiden, welche ein Fabrikaufsichts Beamter die Agitatoren geschildert habe bei Verhandlung einer Beschwerde über die Handhabung als gemacht habe, sie sei einseitig reproduzirt worden. Der Minister sondern auf den Gebrauch, den die Arbeiter von dem Rechte hat. Diese Schilderungen brauchen die Sozialdemokraten nicht auf des Vereinsgefeßes auseinander gesezt, daß hierbei Berhältnisse machen, sich zur Wahrung ihrer Interessen zu vereinigen." sich zu beziehen; denn sie sind ja jene Agitatoren nicht gewefen. in Frage tamen, welche durch zwingende, streng gesetzliche VorDer Staatssekretär des Reichsamts des Innern gilt allgemein Gingenommen gegen die Arbeiter und gegen die Arbeiterausschüsse schriften bestimmt würden, und außerdem solche Verhältnisse, welche für den Mann, der die Strömungen in den höchsten Regionen immer sind die Beamten nicht; es ist mir keine Regierungsmaßregel bekannt, die Entschließungen der Behörden in ein gewiffes diskretionäres am frühesten vorauserfährt. Zur Zeit der Februar Erlasse war welche das Koalitionsrecht der Arbeiter behindert; es mit vielem Lärm und Pathos als Regierungsaufgabe hin- lich der neueste Ausstand in Hamburg bringt keinen Beweis dafür, und nament Grmeffenstellen, und hier könnte selbstverständlich die Perfon des Zusammensehung gestellt worden, denjenigen Wünschen der Arbeiter entgegenzukommen, daß die Arbeiter behindert und die Unternehmer begünstigt find. betroffenen Vereins Entschließung nicht welche in den Ausständen der letzten Jahre und anderweit zu tage( Widerspruch bei den Sozialdemokraten; Buruf: Freigabe des den Sozialdemokraten.) Das ist ungefähr dasselbe, ohne Einfluß sein.( Buruf bei getreten sind, und heute bettelt man ja förmlich die Unternehmer Zollhafens für die Unternehmer.) Infolge des Konfektionsarbeiter- hier von dem Reichstage seinerzeit grundsätzlich aufgestellt worden um Koalitionen zur Unterdrückung der Arbeiterklasse an( Sehr Ausstandes haben Untersuchungen stattgefunden, die Regierung be- ist: Wenn zwei dasselbe thun, so ist es nicht richtig! bei den Sozialdemokraten), weil man sich der Hoffnung hin- schäftigt sich damit, Maßregeln auf dem Gebiete der Hausindustrie dasselbe!( Lebhafte Zurufe bei den Sozialdemokraten: Sehr giebt, nach der brutalen Ausbeutung der Arbeiter auf voltswirth- zu treffen. Ich nehme für die Regierung in Anspruch, daß sie in richtig!) Ich erlaube mir, ihrem Sehr richtig!" zum troß zu bes schaftlichem Gebiete tönne man auch auf politischem Gebiete einen loyaler Weise den Arbeiterschuß zur Durchführung zu bringen be- haupten, daß gegen diesen Say, richtig verstanden und angewendet, Umschwung herbeiführen, wenn man die Unternehmer mobil müht ist. machte zum Kampf sich grundsäglich nicht das geringste wird einwenden lassen. gegen die Arbeiterklasse. Wir sind Abg. Rösicke( wildliberal) spricht sich dagegen aus, daß die ja schließlich Abg. Möller- Waldenburg( Soz.) bespricht eingehend die Berichte damit zufrieden; denn eindringlicher und Fabrikaufsichtsbeamten zu gleicher Zeit die Kesselrevision vornehmen, der Aufsichtsbeamten über die Verhältnisse der Bergarbeiter und wirksamer tann den Arbeitern die Nothwendigkeit des Klassen die sehr gut von den leberwachungsvereinen ausgeführt werden über die Ausführung des Unfall- und Invaliditätsversicherungsbewußtseins und des Klaffenkampfes gar nicht eingeprägt werden, als fönnten. Die Klage über den mangelhaften Verkehr zwischen den gesetzes für dieselben. Redner machte im Laufe seiner durch folche brutale Stellungnahme zu gunsten der Unternehmer, Beauftragten der Berufsgenossenschaften und den Aufsichtsbeamten Ausführungen der preußischen Bergverwaltung den Vorwurf der wie man fie in der letzten Zeit an maßgebenden Regierungsstellen sind gänzlich unbegründet, weil ein reger Verkehr zwischen diesen Impotenz und der Verlotterung; der Präsident v. Buol bezeichnete zu beobachten Gelegenheit hatte. Daher hat man bei der Zusammen- Personen garnicht nothwendig ist. Eine gemeinsame Revision der Be diese Bemerkung als eine Beleidigung der Behörden und deshalb stellung der Berichte Bedenken getragen, fo offen allen Betriebe würde die Thätigkeit beider Aufsichtsorgane hemmen. Gerade für reichstagswürdig. Die weiteren Ausführungen des Redners ftrebungen der Arbeiterklaffe entgegenzutreten. Das Reichsamt des der Vorwärts" hat sich gegen eine solche gemeinsame Revision aus bleiben bei seiner schwachen Stimme auf der Tribüne unInnern hat auch im diesjährigen Bericht eine diesbezügliche gesprochen, weil zu leicht die Beauftragten die Mitglieder der verständlich. Aeußerung verzeichnet auf S. 490, es feien bei der allgemein Berufsgenossenschaften von den bevorstehenden Revisionen benach günftigen Geschäftslage die Arbeiterausstände häufiger eingetreten als richtigen könnten. Die staatliche Beaufsichtigung zum Zwecke der woch 1 Uhr vertagt. Darauf wird um 61/4 Uhr die weitere Berathung bis Mitt in den Vorjahren, die Wünsche der Arbeiter auf Lohnerhöhung Unfallverhütung ist nothwendig, weil die Arbeiter die Aufsicht und Arbeitsverkürzung seien häufig ohne weiteres bewilligt seitens der Berufsgenossenschaften als nicht maßgebend anerkennen worden. Und wenn man nun nach diefer Einleitung weiter werden. Die Hafenarbeiter- Bewegung. lieft, dann folgt auf einer ganzen Seite nichts als eine Reihe von Abg. Wurm( Soz.): Nach dem Staatssekretär sollen wir die Ausführungen, die den Beweis liefern, daß die Arbeiter jeden, auch Hamburger loben, daß sie während des Streits gefeßlich gewähr. Echo" auf die Gefahr aufmerksam, die bei etwaiger Einschleppung In einem Artikel ,, Der schwarze Tod" macht das Hamb. den geringsten Schritt zur Verbesserung ihrer Lage nur auf dem leistete Bersammlungen nicht aufgelöst haben. Das ist nicht unsere der indischen Beulenpest Hamburg und Deutschland droht. Wege der hartnäckigsten Kämpfe gegen die Unternehmer Sache. Die Fabrikinspektoren haben die Arbeit als Aufwiegler und Man vergegenwärtige fich" sagt unser Bruderorgan den thun können. Die Berichte der Fabrik Inspektoren über Unruhftifter bezeichnet, nicht in Privatunterhaltungen, sondern in gewaltigen Handelsverkehr von Indien nach europäischen Häfen. Arbeitseinstellung sind tendenziös gefärbt. An der Spitze den amtlichen Berichten. Sie wissen, wie das Vereinsgesetz Da ist es durchaus nicht ausgeschloffen, daß die Seuche, aller marschiren selbstverständlich die sächsischen Gewerbe- Inspektoren. in Preußen und in Sachsen gehandhabt wird. Der sächsische Minister Vorsichtsmaßregeln Der Leipziger Inspektor berichtet über 10 Fälle von Arbeits- des Innern hat offen im sächsischen Landtage gesagt, daß die dis- aber erst einmal da, so wird sie zahllose Opfer fordern. Ist sie einstellungen, und er hat offenbar seine ganzen Informationen positiven Bestimmungen des Vereinsgesetzes allerdings gegen die Sozial- Denn die Bedingnisse für ihre Ausbreitung sind in einseitig ohne jede Kontrolle von den Unternehmern empfangen und demokraten schärfer angewendet werden sollen, als gegen andere europäischen Kulturstaaten, insbesondere auch in Deutschland und den fie fofort als vollwichtige Münze wieder in Kurs gefeßt. Daher Parteien. Gegenüber den Gewerkschaften haben wir dies auch schon in hier in Hamburg, vorhanden: die Noth, das Glend, die wimmelt es in seinem Berichte von Ausdrücken wie Unruheftifter, Preußen gespürt. Das Koalitionsrecht der Arbeiter ist schlechte Lebenshaltung der arbeitenden Klasse. Auftifter zur Unzufriedenheit, Widerseglichkeit der Arbeiter, durchaus nicht überall geachtet worden, es sind Versammlungen ver Man rühme nicht hochmüthig die Kulturhöhe" unserer Zeit gegens ungebührliches Benehmen, aufrührerisches Verhalten 2c. Es ist boten und aufgelöst worden, deren Verbot und Auflösung durchaus über der des finsteren" Mittelalters( wo Pestepidemien in Deutsch begreiflich, daß das Reichsamt des Innern solche Stellen unterdrückt hat, ungefeßlich war. Redner wendet sich gegen die Bundesraths- land etwas häufiges waren). Wie wenig die moderne Kultur mit alles schwimmt im Golde, und wenn nun die Arbeiter nach so Verordnung bezüglich der Biegeleien welche mit vielen Jahren der elendesten Lohndrückerei und der übermäßig 1. Januar 1894 in fraft getreten ist, dem ihren Errungenschaften uns zu schützen vermag gegen massendurch welche die mörderische Seuchen, davon haben wir denn doch wohl in der großen Arbeitszeit sich organisiren und von dem Aufschwung des Beschränkung der Arbeitszeit der jugendlichen und Geschäfts einen fleinen Brofit erlangen, dann nehmen die zum Schutz der lichen Arbeiter wieder beseitigt sei, indem die Ausdehnung Beweis von größtem Gewicht. Was nügt aller technische und wissenschaftweib- Hamburger Cholera Epidemie des Jahres 1892 einen Arbeiterinteressen angestellten Beamten für die Unternehmer Partei. der Arbeitszeit für die sogenannten Feldziegeleien, deren Beaufsichti- liche Fortschritt, wenn die Quelle der Seuchen, das Massen= Wenn die Kohlenbarone und Eisenindustriellen zur Ausraubung des gung durch die Ortspolizei eine durchaus unzureichende ift, garnicht elend, nicht überwunden wird?! Indien hat seine Parias, Staates und der Gesellschaft sich zu Kohlen- und Schienenfyndikaten kontrollirt werden kann. Solche Ziegeleien werden überhaupt von unsere Kulturstaaten" haben sie auch in den Millionen der aus vereinigen, dann ist das Wahrung der berechtigten Interessen, den Beamten nur höchst felten fontrollirt. Die Leute, welche die gebeuteten vernachlässigten Proletarier, die das Interesse der Sanirung ungefunder Produktionszweige", und wenn Zuckerkönige Ortspolizei verwalten, sind garnicht im stande, die Gefeße zu ver- Besitzübermacht zu Entbehrungen aller Art verurtheilt. Unter. und Agrarier aus den Taschen der Steuerzahler sich Liebesgaben stehen, von denen ja immer gleich wieder 100 Ausnahmen gemacht diesen hielt 1892 die Cholera- Seuche bekanntlich die reichste bezahlen lassen, dann ist das Schutz der nationalen Arbeit". werden. Der Bundesrath sollte diese Verordnung wieder auf Ernte, während die Reichen und Gutfituirten der vont Für die Offiziere ist Geld da; für die warme Abendkost der Sol: heben und die Ziegeleien den allgemeinen gesetzlichen Be Tod beherrschten Stadt entflohen, es den Behörden, den Aerzten, daten nicht. Den höheren Beamten der Reichsdruckerei sollen die ftimmungen unterwerfen, denn er kann die kleinen Ziege- dem Mittelstand und den Gehälter erhöht werden; die Arbeiter erhalten feinen Pfennig. Ich leien doch nicht dadurch schützen gegen die großen Ringe von lichen Feind zu bekämpfen und zu überwinden. Damals trug die Arbeitern überlassend, den fürchtermöchte hierbei die Frage an die Regierung richten, ob sie nicht end Biegeleien. tapitalistische Interessenwirthschaft einen sehr lich die Ausdehnung der Gewerbeaufsicht auf die Besonders bedenklich ist aber die Beeinträchtigung der Sonn großen, wo nicht den allergrößten Theil der Schuld an der AusHausindustie in Angriff nehmen möchte. tagsruhe in der Mühlenindustrie, sowie bei den Saison- beutung der Seuche. Die Sünden des Kapitalismus Die Gewerbe Inspektøren ohne Ausnahme find darüber betrieben der Nahrungsmittel Industrie; durch die besonderen Be- mußte die arbeitende Bevölkerung furchtbar schwer entgelten. Das einig, daß die Bestimmungen zum Schutz der jugendlichen Stimmungen ist die Sonntagsruhe zum theil vollständig aus der Welt Unternehmerthum hatte, um die für das Recht und die Wohlfahrt Arbeiter und Arbeiterinnen großentheils illusorisch geblieben geschafft durch die zugelassenen Ausnahmen. Daß die unteren Ver- der arbeitenden Klasse eintretenden Arbeiterorganisationen zu vers find, weil die Unternehmer den Arbeitern ganz einfach die waltungsbehörden Sonntagsarbeiten gestatten können, ist eine Vorschrift, nichten, in den Jahren vorher tausende bedürfnißloser, auf niedriger Arbeit mit nach Hause geben und weil die jugendlichen Arbeiter die beseitigt werden muß. Mindestens müssen die unteren Verwaltungs- Kulturstufe stehender Proletarier hierher gezogen, wodurch die immer mehr in der Hausindustrie Verwendung finden. Erstreckt sich behörden darüber die Fabritinspektoren befragen, denn sie sind taum Noth der einheimischen Arbeiterbevölkerung erheblich vermehrt die Gewerbe- Inspektion nicht auch auf die Hausindustrie? dann ist im stande zu beurtheilen, ob die Sonntagsarbeit nothwendig ist. und zugleich der der Teufel blos aus der einen Thür hinausgetrieben und kommit Freilich man hat ja im töniglichen Schlosse und auch im Spielhause leistet wurde, Seuchen Empfänglichkeit Vorschub ge eine Thatsache, die von einem Vertreter in der anderen Thür bei der Hausindustrie wieder herein.( Sehr im Garten des Schlofjes Monbijou Sonntags nachmittags gearbeitet. Der Hamburgischen Regierung tichtig! bei den Sozialdemokraten.) im Reichstage unumwunden ( Hört! hört!) Nach diesem Beispiel haben die Unternehmer zugegeben worden ist. Und heute? Nun, seit Wochen vergeht sich Ebenso nothwendig ist es, endlich die Zahl der Fabrit leichtes Spiel, fie tönnen sich darauf berufen, und eine unter das foalirte Unternehmerthum in derselben Weise gegen das Gemeininspettoren zu vermehren. Preußen hat zwar geordnete Polizeibehörde erftirbt ja in Unterthänigkeit, wenn sie hört, wohl. Es hat sich nicht gebessert, verfährt vielmehr gegenwärtig " V die von einer spottend, eingeschleppt wird. " noch weit rücksichtsloser gegen die ehrliche Arbeit, als je zuvor. Unsere Leser wissen, was wir meinen: den Streit der Hafen arbeiter und Seeleute. Die Halsstarrigkeit der Arbeitsherren zwingt 40 000 Menschen in harter Winterzeit zu außerordentlichen Entbehrungen. Wie, Ihr Herren, wenn er jetzt plöglich käme, verborgen auf einem Eurer Schiffe, unter den Schätzen des Orients, der fürchterliche Dämon, der schwarze Tod", wenn sie hereinbräche, Waldemarstraße, 6,-. 1 die grausige Pest, Euch selbst und die Euren nicht schonend? Schred Tischlerei Ginice, Wienerstr. 44, 2. Rate, 4,05. Lifte 4800( Strauch) 6,95. Bau- ist, kommt das preußische Landrecht überhaupt nur für Lingen, licher Gedanke! Spottet seiner nicht!" von " M 110,32. Binsen vom Sparverein Löwert 3,50. Dom- Modell E, 50. Arbeiter von Entfernung des Redners aus der Versammlung nothwendig F. Schlick, 5. Rate 7,60. Tischlerei von Unger, Königsbergerftr. 7, 5. Rate 6.wurde, und bis dahin mit dem einfacheren Mittel auss Amerit. Auktion bei Kraaz 5,-. Buchdruckerei, 4. Rate 3,05. Tischlerei Günther, Manteuffelstraße, 4,50. aischleret peil, Schöneberg 10,50. Personal Buchdruckerei zukommen versuchen müssen. Das sei dem Beamten eröffnet Julius Gittenfeld( darunter Sylvesterabend d. Buhler 2,50, Weißbier Schulze 0,50), worden. Der Polizeipräsident meint nun, daß„ ausschlaggebend für und Lampenumleger von Bichauer 1,50. 7. Rate 65,25. Alfenidewaaren- Fabrit von Wintelseffer, 3. Rate 7,05. Klempner die Berechtigung dieses Verfahrens insbesondere auch die Vorschriften Tischlerei G. Wentel Nachfolger, Besselstraße, 4. Rate 10, 2. Augusten's Geburtstag 11,50. Schrauben des auch in der Provinz Hannover geltenden§ 10 Theil II Titel 17 fabrit von Stelzner, Melchiorstraße, 3. Rate 11,-. Süd- Ost" Wirth, des preußischen allgemeinen Landrechts" wären. So viel bekannt Zimmerleute mit Budiker, Bau Prenzlauer Allee 4,50. tischlerei Richter u. Base, 3. Nate, 6,-. Wietallarbeiter Breslauerfir. 29, 3. Rate, Ostfriesland und einen Theil des hannöverschen Eichsfeldes, nicht Herr v. Egidy, gewiß nichts weniger als ein Anhänger der Pianofortefabrit von Böver 8,50. Personal der Buch- und Steindruckeret von hat übrigens nur das Heerwesen früherer Jahrhunderte, nicht ( außer 2) 10,05. Lifte 1136 durch Schlichtung 7,05. Liste 2094( Volkmann) 10,20. für die übrigen Theile Hannovers in Betracht. Genosse Rösemeier auf dem Boden des Klassenkampfes stehenden Sozialdemokratie H. S. Hermann, 3. Rate, 72,30. Leiftenfabrik G. Stieghahn, 3. Rate, 10,-. Eine jezige besprochen. er hofft im Gegentheil, daß eine Versöhnung der Klassen möglich B. u. 2., 4. Rate, 6,50. Tischleret Gebr. Geisler, 3. Rate, 10,20. Kornetty 1,50. das erhobene in gleicher Sache wäre sagt in einer Zuschrist an die Volts Zeitung": Buchdruckerei von W. Köhler( außer einigen) 3,40. Tischlerei von Bormann 5,-. Beschwerde des Wahlvereins- Vorsitzenden hat der Polizeipräsident „ Was einem Tischlerei C. Brunzlow, 5. Rate, 12,45. Badewannenfabrit Schtegnitz, 4. Rate, Theil unserer Zeitungen über den der Hafenarbeit zusammengelogen Stand 7,80. Genoffen von Ulrich u. Elsner, 2. Rate, 4,10. W Börner auf zuten: 4275, ebenfalls abgewiesen. Es heißt in der Antwort auf die entsprechenden oder ungeprüft verbreitet 74, 8569, 3567, 12,15. Tischlerei von Fährich, 3. Rate, 5,-. Tischlerei von Sauf, Darlegungen der Beschwerde:" Wenn der Vorsitzende einer öffentwird, das spottet jeder Vermuthung. 3. Rate, 2,-. Modelltischlerei Lucas, 4. Rate, 4,-. Nicht etwa Lifte 4528, Marfiliusfir. 10, lichen Versammlung nicht aus freien Stücken und eigener Kraft dem geborenen Hafenarbeiter, sondern dem Unkundigsten, 2. Rate, 10,75. ( darunter 3,50 Swinemünderſtr. 103) 10,35. Tischleret Krause, Kurfürstenstraße, strafbare Handlungen einzelner Besucher oder gar des Referenten zu Tischlerei A. Krüger, Brizerstraße, 4. Rate, 7,05. Buchdruck. der nur ein einziges Mal mit gesundem Auge hinsieht und der Reinhold Strauß, 5. Rate, 10,-. Textilarbeiter- Berband, Haupttasse, durch Treue, verhindern in der Lage oder willens ist, so ist es Sache des überhellhörig genug ist, um das Vielerlei, was an ihn herantlingt, richtig GSiemens u. Halste, 19,30. Lifte 2879, Bubifer and Gäste Friedrichsberg, Warten500,-. Stellmacherwerkstatt Martens, 2. Rate, 3,- Siste 4819, Schmierfinten wachenden Polizeibeamten, das ohne Rücksicht auf den Vorsitzenden zu erfassen, drängt sich die Ueberzeugung auf: bejammernswerth, burgstraße, 11,60. selbst zu thun." tläglich. Man weiß nicht, wen man mehr bedauern soll: diese tristen Liste 2263( Binte) 6,30. Lifte 4213( Pianofabrit Quandt) 19,05. Gürtler und Wegen des Artikels„ Die Verwilderung der Jugend", worin Gestalten, die vor einer Arbeit stehen, der sie in keiner Weise ge- Dreher von Calm u. Bender 9,85. Listen 3300, 3299( Maschinenfabrik von Kappler) u. a. die Bibel als ungeeignete Lektüre der Jugend kritisirt war, wachsen sind, oder die unglücklichen Aufsichtsbeamten aller Art, die alegeret tallwarenfabrik von Enes, Kreuzbergstraße, 10,30. Personal Schrift: wurde Genosse Jo 03, der Redakteur des„ Volksblatt für Gotha", gegenüber dieser Art von arbeiten eine Höllenpein ausstehen, oder bergerstr. 4, 15,40. Tischlerei F. Otto, Fransectisir. 6, 3. Rate, 9,45. Fräseret vom dortigen Landgericht zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt. Der diese ernsten Männer, die Streifenden, die zusehen müssen, wie das G. Nielsch, Krautstr. 4-5, 7- Buchbinder, Erinnerung an den 19. 10. 1878 Staatsanwalt hatte 6 Monate beantragt. Durch die Kritik soll die viele Geld, der Lebensunterhalt ihrer Familien wenn man alles 3973, 74, 75, 76,( durch John) 34,97. Liste 3921, Ritter von Filiale Fabrit Gljen: Bibel und damit eine Einrichtung der Kirche beschimpft sein. ineinander rechnet, drei, fünf, zehnmal mehr als sie beanspruchten jetzt von trotzigen Macht( Kapital-) habern für werthlose Leistungen vergeudet wird." nur Aus Hamburg berichtet das Wolff'sche Bureau: Am Dienstag früh wurde das Freihafengebiet für die Ausständigen vollständig abgesperrt. Polizeipatrouillen beförderten alle dort angetroffenen Ausständigen über die Grenzen des Freihafengebietes, Polizeiposten besetzten die Zugänge und wiesen alle Personen zurück, welche ihrem Aeußern nach zu den Ausständigen gehörten. Leute, welche sich weigerten, den Anordnungen Folge zu leisten, wurden verhaftet. Ganz Stumm! Das schweizerische Koufulat in Hamburg warnt in der schweizerischen Presse die Arbeiter vor dem Zuzug nach Hamburg, da sie der strengen Arbeit in dem Hafen nur ganz furze Zeit gewachsen seinen. Die Ansicht, daß durch den Streit jeder stellenlose Kaufmann sehr leicht Arbeit erhalte, sei gänzlich unrichtig; es bleibe diesen Leuten bei der Anfunft nur übrig, Arbeit im Hafen zu nehmen oder umzukehren. " " Die Strafe ist nicht ausgeblieben. Die Grenzboten", deren Artikel gegen den Hamburger Hafenarbeiterstreit in der letzten Sonnabend- Nummer des" Borwärts" charakterisirt wurde, müssen sich nun von den Hamburger Nachrichten" folgendes Lob spenden lassen:" Auf die Grenzboten" scheinen unsere wiederholten Kritiken ihrer sozialpolitischen Haltung nicht ohne Eindruck geblieben zu sein, wenigstens veröffentlicht die Zeitschrift in ihrer letzten Nummer einen Artikel über den Hamburger Streit, der unverkennbare Spuren der Umkehr aufweist." " Zahlreiche Kahuladungen mit etiva 200 000 3eutuer Getreide, von Hamburg nach Berlin bestimmt, sind, wie die Brandenb. 3tg." mittheilt, auf der Havel zwischen Brandenburg und Rathenow eingefroren. Damit die Lieferfristen inne gehalten werden können, muß das Getreide mittels Wagen nach den nächsten Eisenbahnstationen geschafft und per Bahn nach Berlin transportirt werden. In Solingen beschloß eine öffentliche Gewerkschaftsversamm Lung, daß zur Unterstützung der Hamburger 50 Pf. pro Mann und Woche gesteuert werden soll. Den gleichen Beschluß faßte das Gewerkschaftskartell von Halle a. G. In Johannesburg in Transvaal beschloß der sozialdemofratische Verein Vorwärts, 200 M. zur Unterstützung der Hamburger Hafenarbeiter abzusenden. Listen 3504, 3520( Griese) 12,50. Liste 499( Bermann) 5,25. gießerei Emil Gursch, 5. Rate, 33,40. Berlmuttarbeiter von Münch, Konigs 3,50. Zwei Schaalbrüder Belle- Alliancestraße gnügen 16,10. Listen Textilarbeiter A. Bebel, Berlin Soziales. Vom Vorstand der Invaliditäts- und Altersversicherungsanstalt Berlin werden die Unternehmer vor dem Ankauf und der Benuhung schon gebrauchter, aus Quittungskarten losgelöster Beitragsmarten gewarnt. Solche Benuzung tann strafrechtlich verfolgt werden. durch P. Schneider, 16,-. Rother Geburtstag Reinickendorferstraße 1,60. straße, 2,90. Liste 4217, Bildhauer- Atelier Dochau, 7,50. Schloffer und Tischler brucker b. Sch. 5,15. Tischleret Groffe u. Streul 3,-. Drechsler v. Steon, 2. R., 2,50. von Stegemann, Morigplag, 7,10. Greisbach auf Liften 3492, 3944 5.40. Einige BuchG. Benrott 2,50. Robinson und Genossen, 3. Rate 8,45. E. M. 3,-. Bitherflub Beburtstagsfeiern in Rigdorf 5,70. Alpengrün" 10,-. Stammtisch. straße, 4. Rate 20,- 3mei gemüthliche Feilenhauer und Schleifer, Feilenfabrit Beresford 5.- Dritter Wahlkreis, Arminballen, amerikanische Auttion 16 55. Tischlerei von Hante und Buditer, Schönhauser Allee 5,40. Fünf rothe Sattler no Arbeiterinnen aus der Mugulirage, 1. Nate 4,75. Handschuhmacher Mauer straße 83, 4. Rate 3,-. Glaceehandschuhmacher Ortsverein Berlin, 3. Rate 30,-. E. 2. uno P. 2., Auglück 4,30. Lindenschneider- Firma, Ueberschuß vom VerGewerkschaftskartell Potsdam 50,-. B. Reck in Weimar 25,-. Wahrhaft ungeheuer und nicht zu ertragen sollen bekanntlich Lederzurichter von Meyer 18,40. Tischlerei Baschin, Weißensee 4,20. Weißenfeer die Kosten sein, die der deutschen Industrie durch die sozialTischlerversammlung 7,25 Filzschuhfabrit Krause, Weinbergsweg, 3. Rate 9,20. politische Gesetzgebung aufgebürdet sind. Nur selten kann Wahlkreis Prenzlau- Angermünde, 2. Rate, D. R. G. 26,90. man derlei Redensarten auf ihren wahren Werth prüfen, weil die 20,- Gesangverein Vereinte Sangesbrüder Moabits" 20,-. Bautert's Lokal d. a. G. 3,85. A. G. G.( T), Brunnenstraße, 5. Rate 23,25. Tischlerei von Unternehmer sich sehr hüten, die Zahlen zu veröffentlichen, aus Bünge u. Friedrichsen, 4. Rate 14,35. Herbergsvater Beck in Wolgast 3,-. Freie denen sich die Berechnung ermöglichen läßt. Eine solche BeBereinigung der Militärmüßenmacher Berlins, 3. Rate 50,-. Schöneberg, 2. Rate 6,-. Deutscher Holzarbeiter- Berband, Bahlstelle Weißensee rechnung ist möglich an der Hand des soeben dem Abgeordneten50,- Gewerkschaftstartell Fürth in Bayern d. 3. 200,-.( Boriges iit am haus vorgelegten Berichts der preußischen Bergwerke. Fu 7. Januar quittirt.) Schney in Bayern, von Genoffen, 2. Rate 15,50. Mühl den fistalischen Saarbrücker Steinkohlen- Berghausen in Thüringen d. H. 64,99.( Darunter organisirte Maurer 13,84, Gaudie im vergangenen verein der. Bildhauer 10,-, von den Metalfarbeitern 8,-, von den Tabatarbeitern werten, Jahre 31 092 10,40, gesammelt d. C. A. 12,75.) Laternenfabrik Adalbertstr. 9 2,20. Pianofabrit beschäftigten, sind für die Knappschafts- Krankenkassen, die Alters- und Amerikanische Auftion bei Scheere, Blumenstraße 16, von Lubig, Fruchtstraße 8,60. Buchdruckerei Bahlte d. P. 2,80. Suter 75. Invaliditätsversicherung und die Unfallversicherung von Unterstatt Braun, Fruchtfir. 59, und F.' Schauffler 2. Zischleret Hausmann, 2. Rate nehmern und Arbeitern zusammen bezahlt worden 5 520 900 m., 4,-. Möbeltischleret Apelt, Reichenbergerstraße, 4. Rate 10,10. das macht pro Arbeiter ca. 177 M. Wohlgemerkt sind hier die BeiWeitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau träge der Arbeiter mit 2 365 304 M. eingerechnet. Die Unternehmer ( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16, vorn part.) in der Zeit für sich allein haben im vergangenen Jahr pro Mann aufgewendet etwas über 101 Mart. Gefördert wurden von 9-1 Uhr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegen. im vergangenen Den Jahre auf Saarbrücker fiskalischen Liste Nr. 3331, ausgestellt von der Berliner Gewerkschafts- Steinkohlengruben 7 129 017 Tonnen, davon wurden selbstverbraucht tommission, ist am Sonntag in Berlin verloren gegangen. Es 607 921 Tonnen, bleibt zum Verkauf 6521 096 Tonnen. Berechnet wird gebeten, dieselbe beim Auftauchen anzuhalten und im man hierauf die vom Unternehmer für die Versicherung der ArRestaurant von Zubeil, Lindenstr. 106, abzugeben. Tischlerei Gerite, Drei Drechsler, WerkPartei- Nachrichten. Bei der Wahl der Arbeiter- Vertreter zur Generalversamm: lung der gemeinsamen Orts Krantentasse in Cannstatt in Württemberg wurden die Kandidaten der vereinigten Gewerk. schaften mit über Zweidrittel- Mehrheit gewählt. Arbeiter beiter aufgewandte Summe von 3 155 596 M., so ergiebt sich, daß pro Tonne Förderung 48 Pfennige, oder pro Zentner 22/5 Pfennige für sozialpolitische Zwecke aufgewendet worden sind. Da die Tonne mit 8,90 m. vertaust worden ist, so dürfte ja der Fiskus und auch die sonstige Industrie unter dieser Belastung nicht zusammenbrechen. Nach einer neuen Dienstboten- Ordnung, die von der Bürgerschaft Hamburgs angenommen ist, aber noch der Bestätigung des Senats bedarf, ist es dem Dienstboten gestattet, den neuen Dienst 24 Stunden später anzutreten, als vereinbart Als Vertrauensmann für Barmen ist Genosse Frit Salzberg wiedergewählt. In Barmen sind im letzten Verwaltungsjahre 5 Partei und 2 Boltsversammlungen abgehalten wurde. worden, ferner wurden mehrere Agitationstouren und Versammlungen In den Arbeitshäusern Bayerns betrug die Zahl der Ge= nach auswärts veranstaltet. Die Zahl der in Barmen vertheilten fangenen im vorigen Jahre 10503; sie war niedriger als in Zum Hafenarbeiterstreik in Aarhus wird uns geschrieben: März- und Mai- Zeitungen betrug 1000 beziehentlich 1200. Die Gin den vorangegangenen Jahren, wo sie 11'261 im Jahre 1895, 12 184 Obwohl der Vorstand des dänischen Arbeitsmänner- Verbandes sich nahme des Vertrauensmannes belief sich auf 1141,30 M., die Aus: im Jahre 1894, 11 572 im Jahre 1893 und 11 482 im Jahre 1892 bereit erklärt hatte, die Frage der Löschung von Hamburger Schiffen gabe auf 1021,21 M., der Kassenbestand beträgt sonach bei seite zu stellen, lehnte der Arbeitgeber- Verband doch die Unter- 120,09 m. An die Parteitasse in Hamburg wurden 300 M., auf die Frequenz der Arbeitshäuser zeigt sich hierin deutlich. Im betrug. Die Einwirkung des guten und schlechten Geschäftsgangs handlung mit den Streitenden ab, da er mit dem Fachverein nicht ans rheinische Agitationskomitee 160 Mart abgesandt. In Jahre 1894, wo die Gefangenenzahl am höchsten war, wurden in verhandeln wolle. Der Kornring scheint also die Bewegung zu einem seinem Jahresberichte Rampf gegen die Arbeiterorganisation erweitern zu wollen. Uebrigens in agitatorischer Beziehung möglichst rege gearbeitet worden, doch vielen Orten des Deutschen Reichs große Arbeitslosen- Versammlungen ift bie Uneinigkeit zwischen den Korn- Firmen und Kohlen- ist die Zahl der thätigen Genossen leider klein. Die Mehrzahl der abgehalten und im Reichstage hatte Herr v. Bötticher seine liebe Firmen im Zunehmen, wie sehr man sich auch Mühe giebt, diefelbe Barmer Arbeiter glaubt schon genug gethan zu haben, wenn sie bei besserte sich der Geschäftsgang und im Jahre 1896 noch mehr; dem Noth, um die Thatsache des großen Nothstandes zu bestreiten. 1895 zu verdecken. Inzwischen ist das von den Arbeitgebern inspirirte der Reichstags- Wahl ihren Stimmzettel für den Arbeiterkandidaten besserte sich der Geschäftsgang und im Jahre 1896 noch mehr; dem entsprechend fant die Ziffer der Gefangenen. offizielle( Rigau-) Telegraphenbureau bemüht, durch völlig sinnlose abgiebt. Telegramme die Sachlage zu verschleiern. So wurde unterm 9. d. M. Wir wollen hoffen, daß dem Groß der Barmer Arbeiterschaft fagt der Vertrauensmann: Es ist überall hin telegraphirt:" Die Kornkompagnie macht heute in den am Schluſse des Jahres 1897 ein besseres Zeugniß ausgeftelt Depeschen und lehte Nachrichten. Blättern bekannt, daß sie nun genug Arbeiter bekommen hat und werden kann. räth den Arbeitern ab, hierher zu reisen, um bei der Kornkompagnie Arbeit zu suchen, die jedoch annimmt, daß sie bald mehr Arbeitsfräfte brauchen wird." den Streit fortzusetzen. * Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für die streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende Beiträge ein: " druck " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. 3 Es Braunschweig, 12. Januar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die Rheinisch Westfälische Arbeiter Zeitung" schreibt: Bei den heutigen Stadtverordnetenwahlen unterlagen unsere Randi Versammlungsverbote en masse. Verboten wurde daten in drei Bezirken, in einem tamen wir in Stichwahl. Weißenfels, 12. Januar.( W. T. B.) Auf grund eines Der wahre Sachverhalt ist der, daß die Streifbrecher sich als in Dortmund die für Sonnabend Abend nach Erter's Saal unbrauchbar erwiesen haben und daß die Kornkompagnie weiter einberufene Voltsversammlung, zu der sich eine enorme Theilnehmer gestern gefaßten Beschlusses erschienen heute in den meisten Fabriken feine hinzugereisten Arbeiter haben will, zugleich aber andeuten zahl eingefunden hatte. Verboten wurden am Sonntag in Marten die Schuhmacher zur Arbeit und verlangten Zurücknahme der möchte, daß sie die alten Arbeiter brauchen kann, wenn sie einzeln vier Versammlungen, darunter eine Frauenversammlung, von Kündigung. Da jedoch der Ausstand in der Blasig'schen Fabrik tommen und nicht in ihrer starken Verbandseinigkeit. In einer von Frau Diekenbrock einberufen. In Hombruch wurde noch fortdauert, verweigerten die Fabriken die Zurücknahme der allen streifenden Arbeitern besuchten Versammlung wurde beschlossen, nach den ersten einleitenden Worten der Referentin die Kündigung, worauf abermals die Arbeit eingestellt wurde. Versammlung aufgelöst. In Hörde darf die Versammlung Bonn, 12. Januar.( B. H.) Die Mißhandlungen, die ein Ar stattfinden, jedoch darf keine Frau sprechen. Es scheinen beitet an seiner alten Mutter verübte, führten den Tod derfelben der Verbote zwölf auf ein Dutzend zu gehen. Helfen wird's am herbei. Der Thäter wurde verhaftet. Ende dennoch nicht. Am Mittwoch wird Frl. Ba a der aus Berlin Saarbrücken, 12. Januar.( W. T. B.) In dem Beleidigungsals eigene Unternehmerin- so lautet der vereinsgesetzliche Aus- prozeß Stöcker wider Schwuchow beantragte Rechtsanwalt Dr. Muth, eine Versammlung in der Burgmunda" zu Dortmund ab- die Bertagung bis zur Entscheidung in der gegen den Freiherrn Gesammelt bei Bowit, Falckensteinstraße, 4,75. Korbmacher, Wilhelmstraße, 5. Rate 6,-. Leere Bigarrenfifte, Mastenball, Bentralverband der laurer bei halten. Da diese doch wohl nicht verboten werden kann, so werden v. Stumm in Neunkirchen schwebenden Beleidigungsklage. diesem Prozesse auch um den Abdruck Martens, 10,90. Tischlerei Hochstein, Admiralstraße, a. N. 19,10. Tischleret am Mittwoch selbst die inzwischen aufmerksam gewordenen Spießer handele sich in Gebr. Schaar, Chauffeestraße, 16,60. Barockvergolder v. A. Weifmeister, Brunnenſtraße, 8,50. Albumfabrit Schowe u. Co. 3,50. Tischlerei v. Lindemann, Reichen noch Gelegenheit haben, die staatsgefährliche Dame tennen zu der Stumm'schen Rede, und über diese könne uur nach Führung Wahrheitsbeweises In allen diesen Versammlungen sollte Frl. Baader des entschieden werden. Der Beklagte bergerstr., 2,60. Liste 4994 8,-. Restirende Billets v. Bergnügen der Vereine Alpen- lernen. es glocke, Deutsche Eiche, Kornblume, Boreley, Borwärts, Friedrichsfelde, Musttverein referiren. widersprach dem Antrage des Klägers, da sich laut Hoffnung Often( darunter P. T. 50 Pf.) 20,20. Stiftungsfeit Stattlub Herzen König bet um die Wegen Beleidigung der Polizeibehörde in Beuthen ist gegen Eröffnungsbeschlusses lediglich von dem Beklagten Wuttle 3,75. Möbelpolirer Belder u. Platen, 5. R. 10,40. Liste 2445, P. Müller 7,90. Tischlerei W. Röntg, Dieffenbachstraße, 4,-. Bon den Schraubendrehern die, Gazeta Robotnicza" in Berlin, dem Organ unferer behauptete Thatsache handele, daß die Stumm'sche Kritik die ausaus der Krautstraße, 2. N. 5,50. Dret Arbeiter Sporn Paul, 2. N. 8,- Brüsewitz polnischen Genossen, ein Prozeß anhängig. Sowohl der Heraus- drücklichste und uneingeschränkteste Billigung des Kaisers gefunden 1,65. Gesammelt bei Lange, Tilsiterstraßen- Ecke 5, Staater vom Augsburger geber, Genosse Morawski, wie der verantwortliche Redakteur, habe. Der Gerichtshof schloß sich dieser Ansicht an und lehnte Faß mit Buditer 6,-. Liste 2276 M. Fahrenwald 12,90. Schleifer und Drücker die Vertagung ab. Rechtsanwalt Dr. Muth zog darauf die Klage bei Spinn u. Sohn 5,90. Dicker Herr. Lifte 2813 9,55. Töpfer, Bau Chriftburger: Genosse Biniszkiewicz, find angeklagt. ftraße, 4,30. Personal Janischewsky u. Quitt, 3. M. 11,-. Laciver J. C. Pfaff zurück. Der Gerichtshof beschloß, dem Kläger sämmtliche Kosten 12,15. 3. Groschtus, Gollnowsiraße, 22,95. des Verfahrens aufzuerlegen. Augsburg, 12. Januar.( W. T. B.) Wie aus Altomünster bei Aichach hierher gemeldet wird, wurde in der gemeindlichen Sparkasse in Altomünster ein Fehlbetrag von 130 000 Mark entdeckt, der bis in das Jahr 1894 zurückreicht. Die Untersuchung ist eins geleitet. 9,15. Jagewsky 3 In Breslau sollten Frau Ida Kayser und die GeJ. Groschkus, Gollnowstraße, noffen Geiser und Kühnel das Vereinsgefet übertreten haben. blos Das Schöffen gericht erfannte auf Freisprechung. Allee, Pianofabrit Frankfurter Wagner, außer einigen 10,35. it. Co. 13,55. Tischlerwerkstatt Rupte 5,80. Wieder 5 Lederarbeiter" 1,- Arbeiter der Werkstatt Drechsler, Wrangelstraße,-Genosse Lepik in Halle a. S. hat ein Flugblatt als . 13,- Liste 37 Merre 4,75. 2881 v. Walther 6,75. Ehrte, Kassirer, 2. R., darunter 2 M. v. Kranz, 22,70. Plesner 1, Siste 2262 d. Reiß 9,40. Durch Verleger gezeichnet, worin auf den Boykott gegen die Böllberger Griebe 1,50. Lese- u. Diskutirklub Nordkante, Wiesenstr. 27, 4. R. 15,-. Rothe Mühle und gegen die Brauereien Freyberg und Bauer aufmerksam Geburtstagfeier Bieß-, 91. Liste 3474, Malchow, 4,65. Amerit. Auftion, Preßtohle gemacht war. Dafür soll er laut Strafmandat 6 Wochen Haft bei Bauer 9,-. Listen 3494 9,80, 3495 5,75. Burggänger 15,55. Maschinenfabrik Bafel, 11. Januar.( W. T. B.) Neuere Meldungen zeigen Sponholz u. Wrede, 4. R. 21,40.. 4921 Jalousiefabrit v. Freese 13,45. Tischler wegen groben Unfugs" absitzen. Unter 6 Wochen thut man's in die Angelegenheit von Rheinfelden in milderem Lichte. Die Gährung Wusterbarth u. Sohn A. J. Str. mit Sohn, 4 R. 10,45. Lifte 3222 Granitwerte Halle nicht mehr. Echleicher( darunter Steinmez Lucca in eigner Person mit im ganzen 0,25 in - In Hannover hatte am 28. November Genoffe Dr. Röse unter den beim Bau des Rheintanals beschäftigten Arbeitern ist auf Baar) 13,80. Steinindustrie- Arbeiter d. Dottor Bläsing auf Liste 1866, 3309, 3307, 3318, 3812 82,35. Rifte 3311 Innenpuzer aus Bau Flöter, Rirdorf, Bergstraße, 4,45. meier in einer Versammlung des Wahlvereins über die Geschichte Heßereien(!) entlaffener Arbeiter zurückzuführen. Die Untersuchung Geburtstagsfeter bet Geppert, Perlebergerstraße, 2,15. Schrauben D. u. 6. 7,68. des preußischen Heeres gesprochen. Als er das Militärwesen unter beim Bezirksamte hat bis jetzt wenig Belastendes ergeben. Gefangv. Sangesecho, gef. n. Schluß der Generalverf. 7,75. Liste 3900 Schölzel 9,60. der Beit Friedrich's II. schilderte, entzog ihm der überwachende Paris, 12. Januar.( B. H.) Brisson wurde heute in der Möbelfabrit Mauf u Buditer, 3. R. 12,30. Buchb. Friedberg u. Seidelmeyer 10,30 Beamte nicht nur das Wort, sondern er wurde von diesem auch Rammer zum Präsidenten gewählt. Große Heiterkeit veranlaßte Berein der Former durch Möwes 50,-. Stockarbeiter, Grünstraße, 5. Rate 4,70. dem Saale gewiesen. Der Polizeipräsident Graf Grenier, der in der Tracht eines Muselmann's erschien, sich am EinWienere 1,05. Metallwaaren- Fabrit, Alte Jatobftr. 91, 3,75. Personal der aus Kronleuchter- Fabrit Wilhelm Friße, Rummelsburg, 3. Rate 6,-. Personal der von Schwerin, an den sich Genosse Röfemeier beschwerdeführend gange des Sigungssaales niederwarf und die Schwelle füßte. Die Buchdruckerei Liebheit u. Thiesen, 5. Rate 8,80. Bon den Mitgliedern des Deutschen wandte, erwiderte, allerdings finde das Verfahren des Beamten im Bureauwahl im Senat wurde auf Donnerstag vertagt. Buchdrucker- Verbandes im Vorwärts", 7. Rate 30,-. Typographia Gesangverein Paris, 12. Januar.( B. H.) Die Ernennung Murawiew's zum Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, 2. Rate 37,15. Lifte 3169 durch Fröhlich, Vereinsgesetz feine Stüße, aber das Versammlungsrecht werde Tischler, 6,55. Tischlerei Thal, Lehrterstr. 47, 3. Rate 6,35. Schrifigießerei in gleicher Weise durch jedes andere einschlägige Gesetz be- russischen Minister des Aeußern wird offiziell aus Petersburg be= Aßmann 3,- Stockfabrit Noad. 4. Rate 10,65. Lifte 4780, Schlofferet Albrecht schränkt, wie die Artikel 29 und 30 der preußischen Verfassung ftätigt. u. Ro. 13,50. Lifte 4807, Holzarbeiter 11,15. Zapezirerwerkstatt Wilhelmstraße Da Buchbinderei ergäben. mun Röfemeier bezweckt habe, die Bu= Paris, 12. Januar.( B. H.) Gestern Abend fand ein neues 2,50. Klaviaturfabrit Bohm u. Ro., außer 4 Kollegen 9,05. W. Möser, Stallschreiberstraße, 3,75. Meffingschuster, Schöneberg( Siegfried) 5,55. hörer, insbesondere insbesondere diejenigen, die der Militärpflicht noch Anarchisten- Meeting statt, welches gegen das Vorgehen der spanischen Tischlerei Grünftr. 19 5,95. Lifte 4612 d. Heintel 9,20. S. 80 3,00. 4 Meuglein, nicht genügten, mit Haß und Abschen gegen den Militärdienst zu Behörden gegen die Anarchisten in Barcelona protestirt. Zwischen2. Rate 5,- Lifte 568 8,60. Versicherungsagentur S. u. S., Charlottenburg, 9,80. Buchdruckeret Krebs 11,-. ifte 4895, Hof- Buchbinderet Collin 8,70. Am erfüllen, so seien seine Aeußerungen strafbare Handlungen, und da fälle waren nicht zu verzeichnen. Zwei spanische Anarchisten wurden Samovar 17,20. Bet unserem alten gemüthl. Auguft, Frankfurter Allee 16, durch dieselben die Ruhe und Ordnung in der Versammlung ge- verhaftet. 3. Rate 6,10. Schneidemühle Antlamerstr. 33 6,40. Borfugti u. Co. 9,00. Amerit. Rom, 12. Januar.( B. H.) Die außerordentlichen militärischen Auftion bei Grosse, Annenstr. 16( Darunter Meyer extra 0,50, für eine Bulle 2,-) fährdet worden wäre und voraussichtlich in steigendem Maße, wenn Liste 1782, R. Weimer 6,15. Tischleret Sommer, Reichenbergeritr. 114, die Fortsetzung der Rede gestattet wurde, so sei es durchaus sach Maßregeln dauern fort. Allem Anscheine nach soll damit die von 2. Rate 6,26. Zifte 2600, Tapeztrergehilfen b. G. Pinow 23,95. Möbelfabrit von entsprechend", daß der Beamte„ mit aller, den unmittelbaren Erfolg verschiedenen Seiten verurtheilte Auflösung der römischen ArbeitsMüller, Maschinenarbeiter und Drechsler, Schönhauser allee, 8,85. et verbürgender Energie" die Fortsetzung der Rede verhindert hat. kammern und Sozialistenvereine seitens der Regierung gerechtfertigt Bingel, Wilhelinstraße, 4. Rate 14,10. Schriftgießerei und Meffinglinien- Fabrit hätte jedoch erst abwarten sollen, ob die werden. ( darunter freim. Bierprozente 8,72), mit Ausnahme der Stempelschneider, 6. Rate Der Beamte Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 10. 14. Jahrgang. angenommen. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 13. Januar 1897. Abgeordnetenhaus. behandelt, wird unverändert angenommen. Lokales. am und wie tönnen die Mits Mart( 3 110 026)*), die dauernden Ausgaben auf 117 537417 Mart( 109 482 907), die einmaligen Ausgaben auf 7 719 606 M. 16. Sigung vom 12. Januar 1897. 11 Uhr. ( 6 254 910). Von größeren einmaligen Ausgaben sind besonders zu Achtung, Genossen des sozialdemokratischen Wahlvereins erwähnen eine Summe von 200 000 m. als erste Rate für den Neubau des für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. In Rücksicht auf Am Ministertische: Bosse, Miquel und Kommissarien. ersten chemischen Instituts an der Universität Berlin, für welches die vom Vertrauensmann einberufene Bolksversammlung Die zweite Lesung über das Lehrer besoldungs- Gesetz als Bauplatz der ehemalige Charitee- Kirchhof in der Hannoverschen Donnerstag, den 14. Januar, findet die nächste Versammlung des wird fortgesetzt. Straße in Aussicht genommen ist. Das jetzige Institutsgrundstück Wahlvereins des 2. Reichstags- Wahlkreises am Dienstag, den Bei§ 18 der Vorlage, welcher die Modalitäten der Be- sowie das der Akademie der Wissenschaften gehörige Grundstück in 19. Januar, abends 8/2 Uhr, in dem Ausschank der Habel'schen rechnung der Dienstzeit festießt, wird nach längerer Debatte der Dorotheenstraße werden für 1400 000 m. verkauft werden. Brauerei, Bergmannstr. 5-7, statt. Es wird dies eine Mit= Ferner ist beabsichtigt eine Erweiterung der Frauenklinik und der glieder Versammlung sein. Die Tagesordnung lautet: § 11, welcher die Anrechnung der Dienstzeit an Privatschulen Universitätsbibliothek in Marburg, des Gymnasiums in Tilfit, glieder eine größere Verbreitung des Vorwärts" erzielen? Neubau des physikalischen Instituts in Kiel, Neubau der 1. Die Bedeutung der Presse Der§ 20 stellt die auf das Grundgehalt zulässigen Anrechnungen des Kaiserin Augusta- Gymnasiums in Charlottenburg. Bur 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über die Verwendung der vorfest. Die Vorlage beſtimmt, daß der Ertrag der Landnußung an- bauten ist 1 Million, zur Förderung der Schülerbibliotheken 30000 M. Agitation für den Besuch dieser wichtigen Versammlung bittet Unterstüßung unvermögender Schulverbände bei Boltsschul handenen Vereinsgelder. Mitgliedsbuch legitimirt. Um rege zurechnen ist. Er wird unverändert angenommen. § 22 behandelt die Umzugskosten bei Versehungen. Die ausgesetzt. Es seien ferner erwähnt eine erste Rate von 14000 M. Der Vorstand. Rommission hat den Abfaz 1 der Regierungs- Vorlage gestrichen, für die magnetische Landesaufnahme des Königreichs Preußen, wie wonach der Verlust der Umzugskosten als Disziplinarmittel an sie in den Nachbarländern bereits erfolgt ist, 50 000 M. zur Förde geordnet werden kann. rung von Untersuchungen mit Röntgen'schen Strahlen, durchschnittlich auf I bewohntes Grundstück fallenden Bewohner Die Behausungsziffer Berlins das ist die Zahl der 171 000. zur baulichen Erweiterung des elektrotechnischen Instituts war bei der Zählung von 1895 etwas niedriger als bei der von an der technischen Hochschule zu Berlin, 64 000 M. zur Herstellung 1890, nachdem sie bis dahin regelmäßig und sehr beträchtlich ges eines großen Hörsaales an demselben Juftitut, 36 000 M. zur Bestiegen war. Am 2. Dezember 1895( bezw. am 1. Dezember 1890) tämpfung der Lepra, insbesondere zur Herstellung und Aus- wurden hier 23 255( 21 614) bewohnte Grundstücke mit 1677 304 rüstung eines Leprakrantenheims im Kreise Memel, 20000 M. zur Unter( 1 578 794) Bewohnern gezählt. Die durchschnittliche Behausungssuchung der Maul- und Klauenſeuche bei dem Institut für Infektions- ziffer stellte sich für das ganze Stadtgebiet auf 71,97( 1890: 72,87, frankheiten zu Berlin, 75000 M. zur Bekämpfung der Granulose, einer aber 1885: 66,9, 1880: 60,6). Sie war in den verschiedenen Stadtnamentlich in den öftlichen Provinzen in neuester Zeit in Erscheinung gegenden natürlich sehr verschieden. Unter den Stadtbezirken hatte getretenen Augenentzündung, die besonders unter der ärmeren Be-( abgesehen von den erst wenig bewohnten, wo der Zufall eine zu große völkerung herrscht. Der Betrag soll verwendet werden zur Belehrung der Rolle spielen kann) der 10. Bezirk( Oberwallstraße und Nachbarschaft) Bevölkerung, Behandlung erkrankter Personen und Gewährung von mit 17,92( 22,1) die niedrigste Behausungsziffer. Die höchste dagegen Verbandszeug und Medikamenten an die Kranken. Für die Er hatte mit 164,49( 163,5) der Bezirf 254c( nördl. Theil der Swinemünders weiterung der Kunstmuseen durch Errichtung von Gestraße, nahe Bahnhof Gesundbrunnen), obwohl hier keine Anstalt bäuden auf der Museumsinsel in Berlin sind als erste Rate liegt. Mit den nächsthöchsten Ziffern( abgesehen von den Bezirken 500 000 M. ausgesetzt. mit großen Anstalten, Kasernen u. f. w.) folgen: mit 145,45( 162,9) Unter den dauernden Ausgaben finden wir 146 813 M., der Bezirk 112b( Forsterstraße, nahe Görlizer Bahnhof), mit 143,02 um welche Summe der für die Landesuniversitäten gewährte Zuschuß( 129,4) der 175. Bezirk( Königsbergerstraße, nahe Ostbahnhof), mit erhöht wird, die Dotation für höhere Lehranstalten wird um 140,02( 149,4) der Bezirk 254a( Rügenerstraße, nahe Humboldthain). 226 587. vermehrt. Für das Elementarunterrichts- Unter den Standesamtsbezirken stand auch diesmal der Bezirk VB wefen find an Mehrbeträgen gegen den dies( östlicher Theil der jenseitigen Louisenstadt) mit 123,31( 1890: 172,2, jährigen Etat ausgefeßt 125 850 W. Dotation der Seminarien, 1885: 110,0, 1880: 94,6) obentan. Hier fällt freilich die Militär10,666 Wt. Dotation der Präparandenanstalten, 20,820 Mt. für Kosten bevölkerung stark ins Gewicht; aber selbst wenn man bei der Be der Schulaufsicht, 850,000 Mt. infolge der Vermehrung der gefeßlich rechnung den gleich zwei Kasernen enthaltenden Stadtbezirk 105 vorgeschriebenen Zuschüsse zu neuen Schulftellen, 400,000 t. für( Söpnicker- und Zeughofstraße) ausschaltet, so erhält man für 1895 Beihilfe an Schulverbände wegen Unvermögens für die laufenden immer noch die Behausungsziffer 120,54. Ausgaben der Schulunterhaltung, 5,312,000 Mt. zur Durchführung des Lehrerdotationsgefeßes, 140,000 Mt. zu Dienstalterszulagen für In der letzten Sitzung des hiesigen Lokalausschusses des Vers Volksschullehrer- und Lehrerinnen, 250,000 mt. an Mehrzuschuß für eins zur Besserung der Strafgefangenen trat ein bislang in den meisten Fällen nur als Produkt sozialdemokratischer Verhehung den gefeßlichen Pensionsfonds. Abg. v. Jagdzewski( Pole) empfiehlt besonders diese Streichung; von diesem Disziplinarmittel würde oft aus politischen Gründen Gebrauch gemacht werden, besonders in Posen. Minister Bosse erklärt, daß der gestrichene Absatz im Interesse der Lehrer vorgeschlagen war; man wollte in gewissen Disziplinarfällen, wo man nicht gern auf Dienstentlaffung erkennt, die Strafver fegung neu einführen. Wünscht das Haus diese Bestimmung nicht, so ist die Regierung bereit, hierauf zu verzichten. Die Abgg. Böttinger( natl.) und Winckler( f.) bekämpfen den gestrichenen Absatz. Abg. Nickert( frf. Vg.) möchte den ganzen Paragraphen fireichen und fragt, was derselbe denn an neuem Recht schaffe. Regierungs- Kommissar Geh. Rath Kügler: Durch eine Streichung würden die Lehrer schwer benachtheiligt; die Vorlage ist für die Lehrer günstiger als die jest giltigen Bestimmungen. Der Paragraph wird unverändert nach den Kommissionsbeschlüssen angenommen. § 27 behandelt die Leistungen des Staates. Abg. Nölle( natl.) befürwortet einen von ihm mitunterzeichneten Antrag Groth( natl.), wonach der staatliche Besoldungsbeitrag für die Lehrerstellen im ganzen Betrage den Schulverbänden erstattet werden soll, während die Kommission nur einen Jahreszuschuß von 337 M. für jede Lehrerstelle und von 184 M. für jede Lehrerinnen stelle vom Staate festgesetzt hat. Abg. v. Heydebrandt( t.) bekämpft diesen Antrag und warnt davor, durch ein derartiges Auftreten das Gesetz nochmals zu gefährden. Abg. Seyffardt( natl.): Das Unrecht, das man den Städten in diefem Paragraph zugefügt, ist frivol; man sollte doch nicht in dieser Weise die Städte einfach majorisiren. Abg. Dr. Porsch( 3.): Nicht aus Abneigung gegen die großen Städte, sondern im Interesse des Zustandekommens der Vorlage stimmen meine Freunde für die Beschlüsse der Kommission. von Im übrigen erwähnen wir noch die Erhöhung des Fonds zu bezeichnetes Stück sozialer Erkenntniß zu tage. Geheimrath Besoldungszuschüssen für Heranziehung und Erhaltung tüchtiger Starte bezeichnete es als ein erfreuliches Zeichen für die Wirk Lehrkräfte für die technischen Hochschulen von 30- auf 50 000 Mt. famkeit des Vereins, daß immer mehr Personen, die nur leichtere und die Aussetzung von 4000 m. zur Pflege der Leibes- Bergehen zu fühnen hatten oder wegen Herumtreibens u. f. w. eins Minister Miquel Von einer ungerechten Behandlung der übungen an den technischen Hochschulen. gesperrt waren, die Hilfe des Vereins in Anspruch nehmen. dies Großstädte kann keine Rede sein. Die früheren staatlichen Zuwen zeuge Der landwirthschaftliche Etat verzeichnet an Einnahmen ernstem Willen, sich vor einem Rück fall zu hüten, und der Verein müsse es als seine dungen waren allgemeine Erleichterungen der Kommunen nach Maß- 85 130 704.( 83 831 654), an einmaligen Ausgaben gabe ihrer Schullasten. Infolge der Kommunalsteuer- Reform sind 6 866 460 M.( 6 346 640), an dauernden Ausgaben vornehmste Pflicht erachten, gerade solchen Personen seine nun aber diese Gemeinden fehr wesentlich erleichtert, das läßt sich 42 109 200 2.( 41 527 770). Von den einmaligen Ausgaben sind Hilfe angedeihen zu lassen, damit sie nicht erft zu Berbrechern werden. Bifferumäßig beweisen. Der Antrag Groth verstößt auch gegen hervorzuheben 100 000 m. als erste Rate zur Förderung der Land- Beh. Justizrath Dr. Wirth, Direktor des Strafgefängnisfes die Verfassungsbestimmung, wonach die Schullast von den Ge- und Forstwirthschaft in den westlichen Provinzen; vorausgesetzt ist Plößensee, trat dieser Ansicht bei und empfahl die Aufmerksamkeit meinden getragen werden foll und Der Staat nur im hierbei, daß die Provinzialverbände weitere Summen flüssig des Vereins gerade auf diejenigen Strafentlassenen zu lenken, die Nothfalle helfend eintreten soll. Man sollte es doch unter machen. Ferner 300 000. zur Gewährung von Darlehen nur wenige Tage Gefängniß gehabt haben und deshalb mit leeren laffen, aus folchen Anlässen den Gegensatz zwischen Stadt und die Förderung der Errichtung von Anstalten und Händen, ohne einen Pfennig Arbeitsverdienst, oft auch in nothLand unnöthig zu erweitern.( Beifall rechts.) Einrichtungen zur Berarbeitung und besseren Verwerthung dürftigster Kleidung das Gefängniß verlassen. Diese Unglücklichen Abg. Reichardt( natl.): Die Kommissionsbeschlüsse sind eine landwirthschaftlicher Produkte und für die Förderung sonstiger ihnen nicht sofort eine hilfreiche Hand naht. Wie mancher Richter feien geradezu auf das Verbrechen angewiesen, wenn Ungerechtigkeit gegen die Städte. Das platte Land ist durch die gemeinsamer Unternehmungen zur Hebung der ihnen nicht sofort eine hilfreiche Hand naht. Wie mancher Richter Steuerreform wahrlich nicht minder entlastet, wie die Städte. landwirthschaftlichen Produktion. Die staatliche hat diesen Einwand, wenn er von einem Angeklagten erhoben wurde, Abg. v. Ehuern( natl.) befürwortet den Antrag Groth. Unterstützung bezweckt, denjenigen Gegenden zu Hilfe zu kommen, wo bislang für hinfällig erklärt und tapfer darauf los verurtheilt, und Minister Miquel: Das Gesetz erscheint der Regierung aller folche Veranstaltungen noch neu und unerprobt sind, wo es also dar- manches ordnungsstüßende Blatt hat von Vergiftung der Volks dings so wichtig, daß sie dasselbe nicht von dem Antrage Groth ab- auf ankommt, das Risiko und die Schwierigkeit der ersten Versuche feele gefafelt, wenn von sozialdemokratischer Seite auf den innigen hängig machen will. Unrichtig aber sei es, den Antrag aus Gründen zu vermindern. Verlangt wird eine Verzinsung und Amortisation der Busammenhang zwischen Elend und Verbrechen hingewiesen wurde! der Gerechtigkeit zu fordern. Beihilfen unter Gewährung von Freijahren in besonders schwierigen 930 jugendliche Strafentlassene), welche im vorigen Jahre die Hilfe Bemerkt sei noch, daß von 4549 Personen( 3619 erwachsene und Abg. Hermes( dir. Bp.) fordert den Antrag Grothe aus Fällen. Gründen der Gerechtigkeit. Man werde es garnicht versuchen, den Im Finanzministerium betrugen die Einnahmen 7533755 des Vereins in Anspruch genommen haben, 8684( 2782 Erwachsene Agrariern in ähnlicher Weise etwas zu nehmen, wie hier den Mark mehr als im laufenden Etat, die dauernden Ausgaben und 852 Jugendliche) durch den Arbeitsnachweis des Vereins in Städten, denn die Agrarier würden schreien. Es sind auch nicht 109 650 m. weniger, die einmaligen Ausgaben 1243 550 M. Arbeit untergebracht werden konnten. Die Armen wurden meistens blos Großstädte, die von dieser Bestimmung der Borlage betroffen mehr. Der Assessoren- Diätenfonds bei den Regierungen einer kürzlich im Verlage der Buchhandlung Vorwärts erschienenen auss Land geschickt; die Leiden eines solchen Kolonisten" sind in wird von 856 800 auf 956 800 M. erhöht. Die Debatte wird geschlossen und der Antrag Groth abdoch geht hiervon noch eine Million zur Bestreitung der Kosten der Die Ersparnisse aus der Konverfion betragen 5 217 813 m., Broschüre anschaulich geschildert worden. Der Rest der Vorlage wird unverändert angenommen und so- Konvertirung ab. dann die Resolution debattirt, welche die Kommission vor- Für Schuldentilgung sind ausgesetzt 33 951 305 M. Die schlägt die Regierung aufzufordern, dem Landtage baldigst ein Kapitalfchuld beträgt am 1. April 6498 Millionen, es werden also allgemeines auf christlicher und konfessioneller nur etwa 1/2 pet. getilgt. Grundlage berubendes Volksschulgesetz vorzulegen. Die Erbschaftssteuer beträgt 8 887 869 M., etwa eine Million Der Abg. Bartels( t.) erklärt furz die Zustimmung seiner Freunde weniger als im Vorjahre; zur Verzinsung der neu aufzunehmenden zur Resolution; mache die Regierung ganze Arbeit, die Beit sei Anleihebeträge sind 100 000 m. ausgeworfen. dazu geeignet. werden, sondern auch kleinere Gemeinden. gelehnt. Der§ 27 bleibt unverändert. Abg. Frhr. v. Beblik( ft.) erklärt, daß seine Freunde zwar auch eine Schule auf christlicher und konfessioneller Grundlage wünschen, aber der Resolution nicht zustimmen, weil diese auf ein Schulgesetz nach dem Muster der 1892er Vorlage des Grafen Zedlig. gerichtet ist. Kommunales. = In seiner gestrigen außerordentlichen Sikung setzte das Die Abgg. Dr. Sattler( natl.), Brömel( frs. Bg.), Kuörcke des Stadthaushalts Etats für das Verwaltungsjahr 1897/98 fort. Magistratskollegium die Berathungen zur Feststellung Anlage. die Berathungen zur Feststellung ( frs. Bp.) erklären sich namens ihrer Fraktionen gegen den Abg. Der Spezial- Etat für die Realschulen( höhere Bürger Frhrn. v. Heereman( 8.) und Dr. v. Jadzewski( Bole) für schulen) iit in Einnahme mit 386 114 und in Ausgabe mit die Resolution, worauf dieselbe gegen die Stimmen der Frei- 1 003 615. festgesetzt, so daß ein Zuschuß von 617 501 M. er fonfervativen, Nationalliberalen und Freifinnigen zur Annahme forderlich wird. Indessen dürfte sich der Einnahmeposten steigern, gelangt. Morgen 11 Uhr: Schuldentilgungs- Gesetz. Schluß 44 Uhr. Parlamentarisches. M B Die Arbeiterfeindlichkeit der Großen Berliner Pferdes bahn Gesellschaft hält der Rücksichtslosigkeit, mit der sie das Publikum behandelt, so ziemlich die Stange. Bu denjenigen Neuerungen und Verbesserungen, die die Große Berliner Pferdebahn Gesellschaft als Gegenleistung für die Verlängerung ihrer Ronzession einzuführen sich bereit erklärt hatte, gehörte auch eine Schußvorrichtung für Kutscher, und zwar sollte diese in einer fleinen, an der Decke des Vorderperrons zu befestigenden Glasscheibe bestehen, hinter welcher der Kutscher, wenn er dauernd gegen den Wind fährt, vor diesem Schuh suchen kann. Man hätte einem bürgerlichen Blatte zufolge erwarten tönnen, daß aus Menschlichkeitsrücksichten mit dieser Einrichtung schon für diesen Winter begonnen worden wäre, denn es handelt sich dabei um eine für die Verkehrssicherheit förderliche und feineswegs allzu fostspielige einem Institut wie die von den Berliner Stadtvätern verhätschelte Anlage. Aber welcher Narr wird Menschlichkeitsrücksichten bei Große Pferdebahn Gesellschaft suchen? Der Aufenthalt in den Wagen der Pferdebahn ist bei der jegigen Kälte geradezu gefund heitsgefährlich. Durch die raffinirte Einrichtung der im Wagen liegenden Filzdecken, welche alles Schmutzwasser in sich aufsaugen, wenn die Stadtverordneten- Versammlung, dem Magistratsbeschlusse ist dafür gesorgt, daß die Füße der Fahrgäste binnen ganz furzer beistimmend, das Schulgeld für auswärtige Schüler vom 1. April cr. Beit eisig erstarren und daß dem Passagier so zu einem Schnupfen, von 80 m. auf jährlich 130 m. erhöht. Diese Mehreinnahme wenn nicht zu einer gefährlicheren Erkältungskrankheit verholfen ist auf 30 000. veranschlagt, so daß die Einnahme an werde. An die Heizung der Wagen, von der im vorigen Winter Schulgeld, welche auf 374 200 M. angesetzt ist, um diese Summe sich vielfach die Rede war, denkt heute kein Mensch mehr, und ebenso vergrößern würde. Die Gehälter, einschließlich der im Laufe des Der preußische Staatshaushalts Etat. Noch mehr als in Jabres fällig werdenden Alterszulagen sind für die 12 Direktoren wenig fällt es der Gesellschaft ein, durch Ausbreitung einer dicken Strohschicht in den Wagen die Passagiere zu schützen. Das könnte früheren Jahren sind in dem Etat für 1897/98 die Einnahmen des mit 78 600 M., für die Oberlehrer und Lehrer mit 603 550 M., für ja, wenn auch noch so geringes Geld fosten, und welche andere AufStaates möglichst niedrig veranschlagt, ein sehr bequemes Mittel, die 24 technischen Lehrer mit 69 900 m. festgesetzt. Der gaben hätte wohl die Große Pferdebahn- Gesellschaft zit erfüllen, um Ueberschüsse zur Schuldentilgung zu erzielen und sich etwaigen Spezialetat für das Friedrich Wilhelms Hospital als ihren Direktoren Tantiemen und ihren Aktionären Dividenden Anstalten ist in Einnahme mit Forderungen zum Zweck der allgemeinen Landesverwaltung zu ent- und die Siechen 60 424 M. zu verschaffen? ziehen. Auf der anderen Seite werden die gesteigerten Einnahmen in Ausgabe mit 547 707. festgestellt, Rache ist füß. Der Inhaber der Regenhardt'schen Buchdruckerei ausgeglichen durch eine Erhöhung des Extra- Ordinariums um ſo daß ein Zuschuß von 487 281 M. nöthig ist. Die Belegungs- in der Kurfürstenstr. 37 hat, wie wir am 25. Dezember meldeten, 10 279 778 Mart und des Ordinariums um 95 094 689 Mark, siffer für die Friedrich- Wilhelms- Anstalt ist auf 750 Personen, die fein ganzes Arbeitspersonal bis auf vier Personen kurz vor dem Summen, tie nicht einen Jahre aus der Siechenanstalten auf 520 Personen in Ansatz gebracht. Für Feste entlassen und so den Lohnbetrag erspart, den er sonst zum entfernt in dem gegeben werden tönnen. Herr Miquel hat ja auch selbst Berpflegung und Bekleidung iſt die Summe von 203 000., theil für die Feiertage zahlen müßte. Aus Aerger darüber, daß diese für Hausbedürfnisse Einleitung feiner That durch uns bekannt geworden ist, will der Prinzipal nunmehr Straßenreinigung und tomme ihm darauf an, den Druck, der auf eine Steigerung der Aus- Der Spezial- Gtat der feine alten Setzer mehr einstellen, es sei denn, die Entlassenen verriethen. gaben in günftigen Jahren erfolgt, zu vermindern; deshalb sei das Besprengung schließt in Einnahme mit 190 263 und in ihm, wer die Angelegenheit dem„ Borwärts" mitgetheilt hat. Das ab, so daß ein Zuschuß von Extra- Ordinarium höher in den ersten Raten bemessen, als in dem Ausgabe mit 2516 603 M. betreffenden Jahre selbst verbraucht würde. Auf diese Weise werden 2326 340 M. nothwendig wird. Die regelmäßigen Abfuhrkosten für ganz falsche Fährte gerathen ist und Lente maßregelt, die absolut m. Malheur will mun, daß der brave Mann im blinden Eifer auf eine Reserven zur Verwendung in folgenden Jahren geschaffen und so Kehricht zc. betragen nach einem abgeschlossenen Vertrage 562 200 m., ganz falsche Fährte gerathen ist und Lente maßregelt, die absolut unschuldig an der erforderlich gewordenen Festnagelung seiner die ungünſtigen Jahre gedeckt, wo in das Extra- Ordinarium nicht so während für außerordentliche Leistungen, o bei starkem Schneefall, Handlungsweise sind. hohe Beträge eingestellt werden können. Mit anderen Worten, der 100 000 M. in den Etat geftellt sind; an Gehältern und Löhnen der Finanzminifter erreicht durch eine derartige Beranschlagung auf Arbeiter iſt die Summe von 1209 196 21. feſtgeſtellt. Die Aus aulassung, warnend auf die gesundheitlichen Gefahren aufmerksam Umwegen dasselbe, was er durch Ausgleichsfonds direkt erreichen gaben für die Straßenbesprengung sind mit 811847 M. ausgeworfen. au machen, die aus der Verwendung brennender Kokskörbe beim Der Stadtrath a. D., früherer Kaufmann Albert Schmidt, Aufthauen eingefrorener Wasserleitungsröhren und Abflußröhren, Ueber den Etat im allgemeinen ist bereits früher( vergl.„ Parla- ist in der Nacht vom Montag zum Dienstag verstorben. Derselbe sowie auch sonst zum Zwecke der rafcheren Austrocknung von Neumentarisches" in Nr. 7 des Vorwärts") das wesentliche berichtet; war vom Jahre 1878 bis Ende 1888 Stadtverordneter und feit bauten entstehen können. Es kann nicht oft genug darauf hina es erübrigt noch, die Etats der einzelnen Verwaltungen, soweit sie 1881 Vorsitzender des Rechnungsausschusses der Stadtverordneten gewiesen werden, daß durch die solchen Kofstörben entströmenden von allgemeinem Interesse sind, furz zu besprechen. Doch Versammlung. giftigen Gafe wiederholt Unglücksfälle, Betäubungen, ja selbst Todes müssen wir uns hierbei aus Raummangel auf die wichtigsten Anfälle verursacht worden sind. in der würde. gaben beschränken. Etatsrede betont, es und = 102 000 M. M *) Die in Klammern beigefügten Zahlen find die entsprechenden Im Kultusetat belaufen sich die Einnahmen auf 3 251882 des Etats für 1896/97. Der eingetretene Frost giebt dem Polizeipräsidium Ver Warum wird nur auf die gesundheitlichen Gefahren hinge= Iwiesen, welche diejenigen Arbeiter bedrohen, die gezwungen sind, " von muthlich ist er von der Schiffstreppe herabgestürzt und hat dabei den Tod gefunden. Nähere Ermittelungen sind im Gange. Soziale Rechtspflege. Kläger war bei Parwigti in Rost und Logis und Gerichts- Beitung. bei brennenden Kotskörben ihre Arbeit zu verrichten? Man greife| Der Amtsvorsteher von Treptow hat die Gendarmerie angewiesen, feitens der Behörde nur etwas dreister zu, die Mißstände im den Abriß der Holz- und Drahtumfriedigung des Ausstellungspartes Baugewerbe überhaupt zu beseitigen. Hierzu ist allerdings unter allen Umständen zu verhindern. diefelbe Energie nothwendig, welche die organisirte Arbeiterschaft Plakate mit der Aufschrift: Kündigung findet nicht seit Jahren auf diesem Gebiete entwickelt hat. Tausende von Mart zwischen 5 und 6 Uhr der 33 Jahre alte Maurer August Fischer einer neuesten Entscheidung der Kammer VI des Gewerbegerichts an Arbeiterrifiko. Zum Krüppel wurde am Montag Nachmittag ftatt", die in nicht fabritsmäßigen Betrieben aushängen, sind nach find von den Bauarbeitern bereits verwendet worden, um die aus der Bahnhofstr. 6 zu Dalldorf. Fischer benutzte die Winterzeit, und für sich noch nicht geeignet, die gesetzliche Kündigungsfrist rechts. skandalöfen Zustände, die auf den Neubauten vorherrschend sind, an die in der seine Berufsarbeit ruht, zu Dienstleistungen bei den Tegeler verbindlich auszuschließen. Dazu bedürfe es, führte der Vorsitzende Deffentlichkeit zu ziehen, und hierbei hat die Kofsforbfrage immer eine Eiswerken, um sich so wenigstens etwas zu verdienen. Gestern aus, auf jeden Fall eines ausdrücklichen Hinweises auf das Plakat, hervorragende Rolle gespielt. Mit bloßen Warnungen wird hier Nachmittag war nichts erreicht, das Unternehmerthum geht in seinem alten Schlen- frahne er damit beschäftigt, mit einem Lauf- felbst dann, wenn der betreffende Arbeiter die Aufschrift bereits Gis aus dem See in Behälter drian au solchen wichtigen Fragen theilnahmslos vorüber, fintemalen Dabei merkte er, daß an einem Kammrad etwas nicht in Ordnung ohnentschädigungsklagen zweier Gehilfen auf ein derartiges Plakat zu befördern. gelesen haben sollte. Der Konditor Meißner, der sich gegenüber den die Bauunternehmer oder Bauleiter die giftigen Gase nicht war. Als er nach dem Schaden sehen wollte, gerieth er mit dem berufen hatte, wurde aus den obigen Erwägungen gemäß dem Klage= einzuschlucken brauchen. Was das Aufthauen von Wasserleitungs- linken Rockärmel in das Getriebe, das dann auch den Arm faßte antrage verurtheilt. röhren und Abflußröhren anbelangt, so giebt es wohl noch andere und vollständig zermalmte. Man brachte den Verunglückten nach ebenso zweckmäßig wirkende Aufthauungsmittel als den brennenden Berlin in ein Krankenhaus, wo ihm der Arm sofort abgenommen Gegen eine Lohnentschädigungsklage des Konditors R., der rechtsAusnutzung der Arbeitskraft im Konditoreigewerbe. Rokstorb, der, falls er in bewohnten Räumen zur Anwendung werden mußte. Fischer stand gerade im Begriff, sich zu verheirathen. widrig entlassen zu sein behauptete, wandte der beklagte Meister tommt, Tage lang den Gestank des Gases hinterläßt. Aber es foll nichts kosten und es geht nichts über eine starke Portion Gleich ist von mehreren Handwerksmeistern gegen den Malermeister und zu arbeiten. Im Laufe der Verhandlung wurde von der zuständigen Unter der Anschuldigung, 38 000 M. unterschlagen zu haben, Permitti ein, R. habe einen ganzen Tag durchgeschlafen, statt giltigkeit. Die letztere macht bekanntlich rundleibig. Bauunternehmer D. Schultz aus der Andreasstr. 75 bei der Staats- Kammer des Gewerbegerichts festgestellt, daß der Kläger vor den Kinderausbeutung. Die Buchhandlung von Alfred Dochow, anwaltschaft Strafanzeige erstattet. Es handelt sich wieder um Weihnachtsfeiertagen ganz unerhört angeftrengt worden war, so Alte Jakobstr. 12, beschäftigt eine Anzahl Schulknaben Wochentags einen jener Berliner Bauten, die nachgerade schon berüchtigt ge- daß seine Schlafsucht am 24. und 25. Dezember sich leicht erklärt. Es und auch Sonntags mit Austragen von Verlagswerken. Für diese worden sind. Die Schwindeleien sind bei den Neubauten auf dem wurden z. B. dem Kläger nach der Arbeit vom 22. zum 23. Dezember feineswegs leichte Arbeit des Hin- und Her, Treppaus und Gelände von Keller's Hofjäger in der Hafenhaide begangen nur 3 bis 4 Stunden Schlaf gegönnt und nach der Arbeit vom 23. Treppabrennens werden Wochenlöhne von 3 und 3,50 M. bezahlt. worden. zum 24. Dezember knappe drei Stunden. Der Vorsigende Assessor Bei dem gefteigerten Geschäftsandrange vor Weihnachten wurden Die aber namentlich stramm mitgenommen; bis Sonntag nach dem Terrain der Gewerbe- Ausstellung der Zimmermann Fettin. folch einer Arbeitsleistung sei doch kein Mensch Tödtlich verunglückt ist gestern, Dienstag, Nachmittag auf cause sprach seine Verwunderung darüber aus und meinte, zu mitags um 4 Uhr mußten die armen Kleinen thätig sein, ohne daß Derselbe war beim Abriß der Zentrale II der elektrischen Stationen verpflichtet und sie sei gar nicht denkbar ohne eine gehörige hot bore Sxtraleistungen ein höherer Lohn bezahlt wurde. Dafür er im Vergnügungspark beschäftigt. Beim Entfernen eines Baltens Ruhe danach. Der Beklagte erwiderte, wenn man gut esse, für die hofften die Kinder aus den Erträgen der üblichen Neujahrs- fiürzte F. mit diesem so unglücklich auf den hartgefrorenen Boden, halte man es aus, und berief sich ferner darauf, daß der andere gratulation eine Extra- Entschädigung ihrer anspannenden Arbeit. Aber daß er einen Schädelbruch erlitt. Die Arbeiter telephonirten sofort Beselle es ausgehalten hätte. Da sich herausstellte, daß mit dem der Arbeitgeber verstand es, die Neujahrseinnahmen der Kinder zu um Hilfe nach der Unfallstation III. türzen. Wie Erst später entfann Kläger eine nur dreitägige Kündigungsfrist vereinbart worden ist, Green Role alljährlich wurde den Kindern auch diesmal das Hundert man sich, daß sich auf dem Ausstellungsgelände noch die rieth der Vorsitzende dringend zu einem Vergleich auf 7,50 M., den wurde ihnen aber zugleich ein Schein zur Unterschrift vorgelegt, verging, ehe Gratulationskarten von der Buchhandlung für 2 M. geliefert. Dann Sanitätswache befinde, und so tam es, daß eine halbe Stunde Entschädigungsbetrag für drei Tage. Schließlich kam der Vergleich wonach sie sich verpflichten sollten, vom 28. Dezember bis zum war. Nachdem Herr Dr. Joseph dem Verunglückten einen Noth. hatte außerdem 6 M. Wochenlohn. der lekteren ärztliche Hilfe zur Stelle auch zu stande. 9. Januar auf jeden Lohn zu verzichten Auf vielfachen Wider: verband angelegt, follte letterer mit dem inzwischen eingetroffenen spruch setzte der humane Arbeitgeber die Frist der Lohnentziehung Wagen der Unfallstation nach Bethanien gebracht werden. Der schließlich bis zum Januar feft. Manche Eltern erfuhren erst später Rutscher lehnte aber die Beförderung ab mit dem Hinweise, daß er durch ihre Kinder von diesem Vorgehen des Herrn Dochow, der sich von Bethanien gekommen und dieses Krankenhaus überfüllt sei, und aber trotz mehrfacher Vorhaltungen der Eltern, ohne ihren Willen brachte ihn deswegen nach der Unfallstation am Mariannen- Ufer.( Lithographen und Steindruckern) gegen Zahlung von Beiträgen Der deutsche Senefelder- Bund gewährt seinen Mitgliedern gehandelt zu haben, nicht bewegen ließ, den Lohn zu zahlen. Eine F. verstarb jedoch auf dem Transport dorthin. Wie eine spätere Unterstüßung in Krankheits- und Sterbefällen. Seinen Sitz hat er in folche Ausnutung armer Kinder, wie es von diesem Arbeitgeber Nachfrage im Krankenhause Bethanien ergab, war die Behauptung Frankfurt a. M. und unter anderen Orten auch in Berlin eine geübt wird, dürfte einzig daftehen. Diese Geschäftspraktiken ver- des Kutschers der Unfallstation, daß in Bethanien alle Betten belegt Mitgliedschaft, welche von den Lithographen Röswig und Grobb dienen es, öffentlich angenagelt zu werden. feien, unrichtig. Der Patient hätte dort sehr wohl noch Aufnahme und dem Steindrucker Schulz geleitet wird. Diese erhalten für ihre Mehr als die Hälfte aller Berliner Aerzte übt Kassen- finden können. prayis aus. Von den 2077 Aeskulapjüngern, welche der ReichsBemühungen bei der Aufnahme von Mitgliedern statutengemäß eine Da Rohe Gesellen. Gestern Nacht entstand vor dem Hause Alte Vergütung. der Bund, welcher medizinal- Kalender für dieses Jahr angiebt, gehören 1166 dem Jakobftr. 83 zwischen den beiden Kellnern Morguer und gesellschaft ist, eine Versicherungsteine Konzession für seinen Betrieb bat, Verein der freigewählten Raffenärzte" an, welchem für das Jahr 1897 bei 23 Berliner und Charlottenburger Orts- und Betriebs- euschner und den drei Schneidern Kummer, Glazel und und sie ebenfalls keine Konzession für sich erlangt haben, Pauli eine Schlägerei, bei der Kummer und Glazel durch Messer- s0 wurden die genannten Leiter vor dem Schöffengericht Krankenkassen die Behandlung der Mitglieder übertragen worden ist. ftiche, und zwar ersterer so erheblich verletzt wurde, daß seine Ueber- burch Urtheil vom 5. September 1896 zu Geldstrafen verurtheilt, Unter diesen 1166 Aerzten befinden sich allein 248 Spezialisten, darunter 21, führung in das Krankenhaus am Urban erforderlich wurde. Die weil sie für nicht fonzeffionirte Unternehmer beziehungsweise ohne welche zugleich Lehrer an der hiesigen Universität sind. Es wird inter- Kellner, von denen Morgner durch einen Stockhieb an der Stirne eigene Rongeffion für Unternehmer einer Versicherungsanstalt selbst effiren zu hören, daß unter der großen Zahl Kaffenpraxis treibender Aerzte leicht verlegt wurde, sollen die Veranlassung zum Streit durch ab- gewerbeweise gegen Bortheile Versicherungsgeschäfte abgeschloffen 2 Geheime Medizinalräthe, 13 Profefforen, 8 Geh. Sanitätsräthe und sichtliches Anstoßen der Gegner gegeben haben. haben. Gegen dieses Urtheil legten sie durch den Rechtsanwalt nicht weniger als 39 Sanitätsräthe gezählt werden. Gegen Ende des Jahres 1894 hatte der Verein der freigewählten Raffenärzte" Gestern Vormittag um 11 Uhr wurde auf einem an der Freudenthal Berufung ein. Derfelbe machte geltend, in erster eine Frequenz von 1100 Mitgliedern. In der jetzigen Frequenz Schloßbrücke liegenden Obstkahn ein dort wohnhafter alter Schiffer Instanz sei übersehen worden, daß die Angeklagten für ihre eigene von 1166 kann die Med. Reform", obwohl in Berlin und den mit einer schweren Verlegung am Kopfe toot aufgefunden. Ver- Person einer Konzession gar nicht bedürfen. Für sie sei diese Vororten, wie in allen Städten, innerhalb der letzten Jahre ein Konzession erforderlich gewesen, aber durch das Gesetz vom 22. Juni 1861 in Wegfall gekommen. Rechtlich sei weiter zu beachten, daß rasches, weit über die Bedürfnisse hinausgehendes Ansteigen der das Gesetz vom 17. Mai 1853, auf grund dessen die Verurtheilung Aerztezahl zu vermerken ist, fein beunruhigendes Zeichen des ärzt- Wegen großer Waareu- Nuterschlagungen sind zwei seit der Angeklagten in erster Justanz erfolgt sei, in Frankfurt a. M., lichen Nothstandes hier und in den Vororten Berlins erblicken. mehreren Jahren bei dem Kurz- und Lederwaarenhändler M. Grün, welches 1866 zu Preußen geschlagen sei, nicht eingeführt ist, daß Möge sie mit diesem Optimismus recht haben. Raiserstraße 30, angestellt gewesene junge Leute, der Handlungs- nach dem in Frankfurt a. M. geltenden Recht Versicherungsgesell Das chemische Justitut der Universität in der Georgen ihren Chef feit etwa einem halben Jahre in sehr erheblicher Weise bedürfen und, da ein gemeinsames Indigenat für die Alt und gehilfe G. und der Hausdiener F., verhaftet worden. Sie haben fchaften nie, wie dieses in Preußen der Fall sei, einer Ronzession straße, das in den 60 er Jahren erbaut ist, entspricht bei weitem dadurch geschädigt, daß G. falsche Ordres überbrachte, F. die Neu- Preußen durch nicht mehr den Anforderungen, die an ein solches gestellt werden waaren nicht an die angegebenen Firmen lieferte, sondern anderweit geschaffen, durch die Annexion von Frankfurt a. M. müssen, und hat infolge des beschränkten Raumes und der veralteten verkaufte, beide theilten dann den Ertrag. das im im letteren Orte geltende Recht zur Einrichtungen seinen Ruf, der früher über die ganze Welt ging, erAnwendung tomme, so daß es einer Ronzession über heblich eingebüßt. Ein Neubau läßt sich daher nicht mehr aufEin Nohrbruch in der städtischen Wasserleitung, der schon haupt nicht bedurfte. Im übrigen habe der Polizeipräsident schieben. Das Kultusministerium hat einem hiesigen Blatte zufolge vor mindestens sechs Monaten stattgefunden haben muß, ist erft von Frankfurt a. M. den Statuten die staatliche Genehmigung ge daher die Pläne für ein neues chemisches Institut ausarbeiten lassen, gestern entdeckt worden, nachdem das Wasser unter der Straßen- geben. Er sei zwar hierzu nicht zuständig, aber wenn eine staatdas 250 Arbeitsplätze für Studirende( statt 70 wie bisher), einen fläche gewaltige Verheerungen angerichtet hatte. Gestern wurde in fiche Genehmigung erforderlich wäre, so hätte diefe der Regierungs Hörsaal für 400 Studirende und außerdem 25 Arbeitspläge für der Unterkellerung des Hauses Greifswalderstr. 25 der Fußboden präsident geben müffen, da die Konzessionsertheilung Sache des selbständige wissenschaftliche Arbeiten( die bisher überhaupt nicht mit einer von Schlammmassen durchsetzten Wasserschicht vorgefunden. Regierungspräsidenten sei; aber dieser Umstand, daß der Polizeivorhanden waren) enthalten wird. Als Bauplatz ist der ehemalige Sofort wurde die städtische Wasserverwaltung hiervon be- präsident die Konzession ertheilt hat, spräche für den guten Glauben Kirchhof der Charitee in der Hannoverschen Straße in Aussicht ge- nachrichtigt, die denn auch feststellte, daß ein Wasserrohr: der Angeklagten. Der Staatsanwalt beantragte Verwerfung der Als man nommen, der fostenlos in den Besitz des Staates übergehen wird. bruch stattgefunden haben mußte. jedoch auf Berufung. Das Gericht nahm mit der Vertheidigung an, daß die Die Baufumme ist auf rund 1 Million Mark veranschlagt, die ineiner Stelle vor dem erwähnten Hause den Bürger- Angeklagten in gutem Glauben gehandelt hätten und sprach dessen durch den Verkauf des alten Instituts in der Georgenstraße steig aufriß, zeigte sich, daß dieser streckenweise nur noch durch eine fie frei. wieder einzubringen sein dürfte. Eroschicht von etwa 50 Zentimetern Stärke gehalten wird. Die Die Fürsorge für die Familie. Wegen Vergehens gegen Im Berliner Aquarium gewahrt der Besucher nicht nur ver- den Erdboden in eine metertiefe Schlammmaffe verwandelt. Eine aus Charlottenburg, der einem Streitbrecher ins Gesicht geschlagen Wassermassen hatten die Straßenfläche buchstäblich unterspült und§ 153 der Gewerbe- Ordnung war der Zimmermann Robert Schüße schiedene auf mehrere Behälter vertheilte neue Gäste aus dem Mittel- derartige Vernichtung kann nur durch monatelange Unterspülung hatte, zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt worden. Seine Berufung meer und der Nordsee, sondern auch bei aufmerksamem Verfolg der hervorgerufen sein. Die Bruchstelle wurde trotz eifrigen Suchens wurde gestern von der III. Straftammer am Landgericht II ver. Entwickelungserscheinungen neue Formen, die im Aquarium mit bis gestern Abend nicht entdeckt. Mit der Entfernung der Schlamm- worfen. Der Gerichtshof war jedoch der Ansicht, daß derartige Aus oder ohne Zuthun von außen her sich erzeugten. Das Ergebniß massen aus dem Erdboden waren fünf Arbeiter gestern den ganzen schreitungen, durch welche Arbeiter, welche in der Fürsorge eines der interessantesten dieser Vorgänge sieht man jetzt im fünften Tag hindurch beschäftigt, ohne jedoch diese Aufgabe bewältigen zu um ihre Familie sich nicht entschließen tönnten, Becken des oberen Grottenganges und in dem gegenüber befindlichen tönnen. Seepferdchen- Bassin. Während an dem Gestein der Seitenwände die Arbeit niederzulegen, terrorifirt würden, eine milde und den eingelassenen Röhren vor kurzer Zeit noch nichts Auf- Unfälle im Straßenverkehr. Vor dem Hause Lothringer Beurtheilung nicht verdienten. Der Fall bezüglich des Rühle habe fälliges zu bemerken war, sind dieselben heute an einigen straße 107 fand Montag Nachmittag ein Zusammenstoß zwischen sich außerdem ereignet, nachdem der Streit bereits beendet war und Stellen mit violetten, bläulichen oder aschfarbigen fruften- einem mit Fässern beladenen Rollwagen und einem Pferdebahnwagen sei daher doppelt strafbar. Der Gerichtshof scheint ganz überartigen Gebilden überzogen. Diese sind jedoch, wie man der Ringbahn statt, wobei der auf dem Vorderraume stehende fehen zu haben, daß es gerade die Fürsorge für die Familie ist, leicht anzunehmen geneigt ist, nicht pflanzlichen, sondern Handelsmann Hermann Brodzina, von der Deichsel getroffen, welche die Arbeiter in den Ausstand treibt. Ein Arbeiter, der sich thierischen Ursprungs, und wir haben in ihnen Kolonien einen Rippenbruch erlitt und der Pferdebahnwagen erheblich be- wenig um seine Familie kümmert, wird selten zum Mittel des von Thieren vor uns, die durch Knospung von einem Einzelwesen schädigt wurde. Als abends der Kutscher Wilhelm Schmidt Streits greifen, wogegen dem Arbeiter, der die Pflicht in sich fühlt, entstanden und nun, durch gemeinschaftliche Mantelhülle verbunden, mit feinem unbeleuchteten feinem unbeleuchteten Arbeitswagen übermäßig schnell seine Familie fatt zu machen, bei den rohen Anschauungen, die zur in stern- und freisförmiger Anordnung zu je 6-20 um gemeinsame am Planufer entlang fuhr und deshalb durch einen dort Beit im Unternehmerthum herrschend sind, leider oft genug fein Kloakenhöhlen sich gruppiren. Dieses Zusammenhanges wegen nennt Dienst thuenden Schußmann zum Halten aufgefordert worden war, anderes Mittel als das des Ausstandes zur Berbesserung seiner man sie im Gegensatz zu den in anderen Behältern untergebrachten leistete er nicht Folge, sondern trieb vielmehr seine Pferde zu noch Lage übrig bleibt. fingers bis handhohen gelben bis braunen einfachen Seescheiden schnellerer Gangart an, so daß es auch zwei weiteren Beamten nicht Das Abladen einer Fuhre Müll auf einem Wege der ( Ascidien),„ Trauben"-Aecidien( Botryllus). Nach längerer oder möglich war, das Fuhrwerk anzuhalten. Die Pferde, über die der Röllnischen Wiesen bei Rigdorf ist dem Arbeiter Otto Buhl. fürzerer Zeit ist von ihnen an den betreffenden Stellen nichts mehr Kutscher nunmehr die Gewalt verloren zu haben schien, stürmten mann aus Berlin theuer zu stehen gekommen. Der Genannte dann mit dem Wagen auf den Bürgersteig und überfuhren an der stand im Dienst eines Rixdorfer Fuhrherrn, welcher Müll abfahren Der Amtsvorsteher von Treptow hat den Vorstand des Admiral- Brücke den 50 Jahre alten Gürtler Ludwig Henning, der läßt. Da die Stutscher Abladegeld nicht erhielten, mußten sie die hiesigen Vereins für Feuerbestattung" Ende voriger Woche auf nach dem Krankenhause am Urban gebracht und der Kutscher 5. März v. J. wurde nun Puhlmann von dem Wege- Aufseher Er wurde Fuhren versetzen", d. h. an verbotenen Stellen abladen. Am gefordert, fein Ausstellungsgebäude im Treptower Part binnen Schimidt verhaftet. Cornelius beim Abladen auf den Köllnischen Wiesen betroffen, zwei Wochen abreißen zu lassen. Der Verein bittet jetzt den MaDruckfehler Berichtigung. giftrat, sich dafür zu interessiren, daß das Gebäude erhalten bleibe. In der Notiz„ Die ortsnotirt und fortgewiesen. Darüber aufgebracht, beschimpfte P. den Weges anwesende Bevölkerung Berlins"( in Nr. 9, Beilage) Aufseher und ging schließlich mit erhobener Schippe auf denselben los, Warnung. Eine Schrift, betitelt: Erzwungene Muße ist auf der 10. Beile zu lesen: 1891-95 im ganzen nur wobei er drohte, den G. todtzuschlagen. Auf erstattete Anzeige hatte sich von Friß Friedmann( Verlag von Cäsar Schmidt in Zürich). 12,12 pro Mille( statt: pet.)". Weiter unten ist zu lesen:" Hierhin Buhlmann am Freitag vor dem Rixdorfer Schöffengericht wegen Preis drei Mart, ist uns zugeschickt worden mit dem Bemerken,( statt: hierin) dürfte.... Zuwanderung( statt: Zuwendung) ab- öffentlicher Beleidigung und Bedrohung mit dem Verbrechen des wenn wir die Schrift nicht binnen 8 Tagen zurücksendeten, würden Todtschlags zu verantworten. Mit Rücksicht auf die zahlreichen von uns die 3 M. durch Post na chnahme erhoben. Das ist die gefloffen sein". Borstrafen des Angeklagten lautete das Urtheil auf sechs reinste Erpressung. Und da, was uns geschehen ist, jedenfalls bei Monate Gefängniß. Da der Angeklagte bei Verkündung vielen anderen versucht wird, so sei hier gesagt, daß ein solches Vorgehen die reinste Beutelschneiderei ist, und daß des Urtheils heftig standalirte, wurde er wegen Ungebühr vor niemand verpflichtet ist, eine auf solche Weife angebotene Maare Gericht zu drei Tagen Haft verurtheilt und zur Verbüßung der zurückzuschicken. Der Eigenthümer oder deffen Agent mag fie selbst felben sofort abgeführt. Vom behördlichen Kampf gegen Arbeitervereine. Der abholen oder abholen lassen. Wir zahlen keinen Pfennig, das sei noch gefagt- die Schrift ist keinen Pfennig Vorsitzende des Arbeiterbundes in Brany, unfer Parteigenoffe Uslar, wurde mit einem Strafmandat von 20 M. bedacht, weil er der Die Geschäftsräume des fönigl. Staatskommissars bei der Vom preußischen Kampf gegen das Vereinswesen. Der Polizei kein Mitgliederverzeichniß eingereicht hatte. Obwohl der Berliner Börse, Ober- Berwaltungsgerichts- Raths a. D. Hempten- Amtsvorsteher zu Weißensee hat eine Verfügung erlassen, welche Arbeiterbund die Pflege der Geselligkeit zu seinem ausgesprochenen Zwecke hat, erklärte ihn die Behörde für macher, befinden sich Burgstr. 21, III. für das Vereinswesen von Bedeutung ist. Er hat den Vorständen der auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken bezwecke und dessen Diejenigen Aerzte, die im vergangenen Jahre Privat der dortigen verschiedenen Billard, Rauch- und Statklubs androhen der auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken bezwecke und dessen impfungen vorgenommen und ihre Impflisten bisher noch nicht ein- laffen, daß er sie in Strafe nehmen müsse, sobald sie in dem von Vorsitzender deshalb das Mitgliederverzeichniß einreichen müsse. Uslar beantragte richterliche Entscheidung, erzielte aber gereicht haben, werden von der töniglichen Sanitätskommission unter ihnen benutzten Lokale die Polizeiſtunde überschritten. Ihre sog.„ Ber beim Schöffengericht und später beim Landgericht nur, daß Hinweis auf§ 8 des Impfgesetzes vom 8. April 1874 aufgefordert, eine" verdienten nämlich diese Bezeichnung nicht, denn jeder könne gegen er zu der genannten Strafe event. 2 Tagen Gefängniß ver. die Listen binnen acht Tagen der Sanitätskommiffion( Bimmer 267 Bahlung eines geringen Eintrittsgeldes Mitglied werden und ebenso urtheilt wurde. Die Straftammer hielt folgende Feststellungen im Gebäude des Polizeipräsidiums) einzureichen, widrigenfalls gegen leicht wieder austreten. Der Amtsvorsteher beruft sich zur Beurtheilt wurde. Die Strafkammer hielt folgende Feststellungen die Säumigen die vorgesehene Geldstrafe von 100 M. zur Fest- gründung seiner Verfügung auf eine frühere Entscheidung des Ober- für ausschlaggebend. Jm Arbeiterbunde, der etwa 100 Mitglieder Verwaltungsgerichts. Die Vorstände der betreffenden Vereine haben zählt, hatte sich aus den Reihen der ftimmfähigen Vereinsangehörigen setzung und Einziehung tommen müßte. eine Gesangsabtheilung gebildet, Sie 18 bis 20 Personen umfaßte. Polizeilich inhibirt wurde gestern Morgen der Abriß der durch den Rechtsanwalt Dr. Schöps gegen die Verfügung bei der Die Leute haben nun Lieder gesungen, die vom Gericht als Lieder sozialdemokratischen Inhalts bezeichnet wurden, und haben Umfriedigung des Ausstellungsgeländes, mit welchem mehrere zuständigen Behörde Einspruch erheben lassen. auch bei der Maifeier 1896 tünstlerisch mitgewirkt. Dadurch ist nach Arbeiter im Auftrage des neuen Eigenthümers beginnen wollten. I zu bemerken. und werth. 4 Aus den Nachbarorten. Mit der Legung des dritten und vierten Geleises auf der Strecke Berlin- Ertner wird noch in diesem Jahre begonnen werden, nachdem eine erste Nate von 500 000 Mt. zum Ankauf noch feblender Ländereien bewilligt worden ist. Der Neubau der Bahn, welcher einen Kostenaufwand von 7 300 000 Mt. verursacht, wird auf der Nordseite der Bahnstrecke ausgeführt. einen Verein, wobei Annahme der Straftammer der ganze Arbeiterbund zu die größte Verbreitung derselben zu sorgen. Die Karten werden einem politischen Verein und somit zu einem solchen Verein täglich in unserem Bureau, Grenadierstr. 33, ausgestellt. Die Lohn- schwedische Arbeiterschaft hatte im vergangenen Jahre schwere SohnSchwedische Arbeiterbewegung im Jahre 1896. geworden, der auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirten tommission. bezweckt". Uslar legte gegen das Urtheil Revision ein und machte tämpfe zu bestehen. Im März tam der große Maler streit zum. geltend, er sei darum schon nicht strafbar, weil der Arbeiterbund be: Gesetz in fraft getreten, das geeignet ist, tausende unserer Berufs- völligen Niederlage der Arbeiter endete. Der Hafenarbeiter. An die Händler und Marktreisende! Am 1. Januar ist ein Ausbruch, der der mangelhaften Organisation wegen mit einer deutend länger bestehe, als wie er dessen Vorsitzender sei. Der Straffenat angehörigen in ihrer Existenz schwer zu bedrohen. Den reaktionären ftreit führte zu einem um so glänzenderen Siege, da hier eine des Kammergerichts wies die Revision am 11. Januar in der Vertretern im Reichstag ist es gelungen, durch die unmotivirtesten mustergiltige Organisation Hauptsache zurück, änderte aber die rechtsirrthümlich erkannte Beschuldigungen gegen unseren Stand die Beschränkungen der Aus- feiertage brachten den vorhanden war. Die Pfingst Eventualstrafe von 2 Tagen Gefängniß in 2 Tage Haft um. Gründe: übung unseres Gewerbebetriebes durchzuführen. Es scheint deshalb Stockholm, Streit der Straßentehrer in Allerdings sei der Arbeiterbund schon vor längerer Zeit gegründet an der Zeit, uns in einer guten Organisation gegen die weiteren erzwungen wurde. Im Juni brach der Rübenarbeiterstreit die verlangte geringe Lohnerhöhung worden und auch früher lediglich ein Vergnügungsverein gewefen. Einschränkungen des Gewerbebetriebs zu wehren. Am Freitag, den aus, Seine Eigenschaft habe sich aber infolge der Betheiligung der Gesangs- 15. Januar, abends 81/2 Uhr, wird im Englischen Garten, Alexander- eine Einigung mit den Unternehmern zu erzielen. Der Lohnkampf drei Vierteljahr lang versucht abtheilung an der Maifeier völlig verändert. Von jenem straße 27c, eine öffentliche Versammlung der Händler, dauerte über 7 Wochen und endigte ebenfalls mit dem Siege Zeitpunkt ab tönnte er nur noch als Verein angesehen werden, der Händlerinnen und Marktreifenden mit folgender Tagesordnung ab der Arbeiter. auf öffentliche Angelegenheiten einwirken wolle. Da nun Uslar gehalten: Was ist gegen die Einschränkung unseres Gewerbes und holmer Arbeiter betrafen, erstreckte sich der große Tabat Während diese Streits hauptsächlich Stock während der Umwandlung des Bundes dessen Vorsitzender gewesen gegen polizeiliche Maßregelung zu thun?" Versäume teiner, diese arbeiterstreit über ganz Schweden. Er begann mit fei, hätte er alsbald das Mitgliederverzeichniß einreichen müssen. Bersammlung zu besuchen. Die Agitationskommission. Für die Unterlassung müsse er demnach haften. erklärt. " Die hatte ,, sowie das Backen Montag früh wird zusammen als ein Arbeitstag von 14 Stunden gerechnet. Am Sonnabend Abend schließt alle liche Arbeiter, mit 30 Dere für Unterarbeiter zu bezahlen. Kost und Arbeit um 12 Uhr. Ueberstunden sind mit 40 Dere für verantwort Logis im Hause des Meisters hört auf; der Lohn wird in baarem Gelde ausgezahlt nach einer Minimalskala, die sich zwischen 26 Kronen für Vorarbeiter und 16 Kronen für Hilfsarbeiter bewegt. Die englischen Eisenbahn- Angestellten haben an sämmtliche Direktionen der Eisenbahnen das Verlangen gestellt, die Arbeitszeit feinerlei Ronzessionen machen, wollen die von dem schweren Dienste zu verkürzen und den Dienst zu erleichtern. Wenn die Direktionen am meisten betroffenen Kategorien die Arbeit einstellen. Bei der es die Unternehmer nicht bis zum äußersten kommen lassen werden. starten Organisation der englischen Eisenbahner ist zu hoffen, daß in seiner letzten Sigung seinen früheren Präsidenten, das BarlamentsDer Kongreß des englischen Kohlengräber- Bundes wählte mitglied Pickard, auch für das nächste Jahr zum BundesPräsidenten und beschloß sowohl den Internationalen als Unternehmer- Verbände. einem fleinen Konflikt in einer Göteborger Fabrik An die Hausdiener, Kutscher, Packer und Möbel: Jm November gelang es der Vermittlung der sozialdemokratischen und entwickelte sich zu einer allgemeinen Arbeiteraussperrung. Der 13jährige Gemeindeschüler Ihlo, der seine Eltern um ihre Ersparnisse im Betrage von 100 m. bestohlen hatte, ist dafür transportarbeiter Deutschlands! Kollegen! Auf unserem außer Parteileitung, ein Rompromiß zu stande zu bringen, das für die gestern von der 4. Straffammer am Landgericht I zu einem ordentlichen Kongreß in Altenburg wurde beschlossen, einen Bentral- Arbeiter im ganzen günstig war, namentlich für die Stockholmer Jahre Gefängniß verurtheilt worden. verband zu gründen. Die als provisorischer Vorstand gewählte und M a I möer Arbeiter. Ob schon einmal ein Fall dagewesen ist, daß ein junger Taugenichts durch eine der in Funktion getreten. Wir ersuchen nunmehr, an allen Orten namentlich darin, daß eine Menge neuer Gewerkschaften entstanden Kommission hat sich nunmehr konstituirt und ist damit der Verband Die Bedeutung des Jahres 1896 für die Arbeiter liegt aber artige Strafe wieder zum ordentlichen Menschen gemacht wurde? Die Milchversorgung Berlins an Sonn- und Festtagen resp. sich diesbezüglich mit dem Unterzeichneten ins Einvernehmen mit anderen Organisationen Fühlung erlangten. Deutschlands, wo dies möglich ist, Verwaltungsstellen zu bilden, und daß diese durch den Anschluß an die sozialdemokratische Partei wurde durch eine Verhandlung berührt, welche gestern vor der 141. Abtheilung des Schöffengerichts stattfand. Der Milchhändler fügung. zu setzen. Material steht auf Verlangen sofort zur VerDöring hatte ein Strafmandat in Höhe von 3 M. erhalten, weil feit Die Berliner Verwaltungsstelle ist bereits in Thätig Tagen in Stockholm eine Versammlung ab, wo u. a. folgende Der schwedische Bäckerei- Arbeiter- Verband hielt in diesen getreten, und befindet sich das Vereinslokal einfter am Bußtage vormittags 11/2 Uhr vor seinem Geschäftsladen weilen bei Glauninger, Alte Jakobstraße 83. Bureaustunden täglich Forderungen aufgestellt wurden: Eine zusammenhängende Arbeitsmehrere Kannen und Fässer mit Milch abgeladen hatte. Der hier- abends von 8-10 Uhr. Während dieser Zeit können sich Mit- zeit von zehn Stunden. Für Rastzeit und Mahlzeiten findet eine gegen eingelegte Antrag auf richterliche Entscheidung hatte zur Folge, glieder aufnehmen lassen und werden Beiträge entgegen genommen. weistündige Arbeitsunterbrechung daß Döring kostenlos freigesprochen wurde. statt. Arbeit beginnt Mitglieder der bestehenden Lokalvereine zahlen teine Einschreibe- an den Montagen fowie an den Tagen nach den Für Gastwirthe ist eine Entscheidung des Ober- Bergebühr und behalten ihre bereits erworbenen Rechte. Näheres in Feiertagen um 4 Uhr, für denjenigen, der den Teig waltungsgericht 3 von Intereffe, die der III. Senat in seiner der am 15. d. M. erscheinenden ersten Nummer des Fachblattes anrichtet, um 2 Uhr. Das Backen am Sonnabend Nachmittag legten Sigung gefällt hat. Sechs Stettiner Gastwirthe wurden im„ Courier". Kollegen! Die Grundlage für eine starte, träftige Dr Oktober 1895 von der Polizeidirektion in Stettin aufgefordert, die ganisation ist geschaffen, Eure Sache wird es nun sein, durch Kosten der polizeilichen Revision ihrer Bierdruck- Apparate, die fleißige Agitation den Verband zu einer gediegenen und leistungsdurch einen Sachverständigen vorgenommen worden war, an die fähigen Organisation zu machen. Der provisorische ZentralPolizei- Verwaltungstaffe abzuführen. Verlangt wurden je 2 M. und vorstand. J. A.: Oswald Schumann, Berlin SO., Adalbertvon einzelnen 3 M. Für den Fall der Weigerung drohte man die straße 47, pt. zwangsweise Beitreibung an. Die bedachten Gastwirthe flagten dann gegen die Polizeidirektion im Verwaltungsstreitverfahren, inJu Stettin und Umgegend sind die Former in Differenzen dem fie die Verpflichtung bestritten, die Gebühren für die Revision gerathen. Sie ersuchen die auswärtigen Kameraden, dies zu beachten. zu tragen. Bezirksausschuß und Ober- Verwaltungsgericht erkannten zu ihren gunften. Der III. Senat des letzteren vertrat licher Beleidigung von bei Thiel u. Söhne arbeitenden BerIn Lübeck wurden drei Arbeiter wegen Bedrohung und thät den Standpunkt, daß sich eine Verpflichtung der Gastwirthe zur fonen zu Strafen von 6, 6 und 18 Monaten verurtheilt. Jun letzteren Zahlung der Revisionsgebühren weder aus dem Gefeß, noch aus Falle handelte es sich um eine Thätlichkeit gegen eine Arbeiterin, allgemeinen Grundsäßen herleiten laffe. Eine Verfügung des die etwa einen Monat danach gestorben ist; es ist jedoch in feiner Regierungs- Präsidenten in Stettin vom 25. Juni 1894 wurde, in- Weise festgestellt, daß der Zob in Zusammenhang mit der Miß soweit sie diese Verpflichtung ausspricht, für rechts unwirksam handlung gestanden hätte. Aus Harburg wird gemeldet: Die Schließung der hiesigen Der prügelnde Nachtwächter und die Regierung in Bromberg. Am 14. Juli 1895 herrschte große Aufregung in der Bahlstelle des Verbandes der Fabrik, and, den Englischen Gewerkschaftskongreß zu beschicken. Streisstadt Nakel; man hielt dort das posensche Provinzial- Sängerie feitens der Polizei im Juli v. J. erfolgte, ist in dem schriftlichen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, fest ab, und da war in dem Städtchen begreiflicherweise der Urtheil des Stader Landgerichts, das sich am 23. Dezember mit der Teufel" los". Abends nach 10 Uhr, zu einer Zeit, wo dort ge Sache beschäftigte, nicht bestätigt, da weder das Vergehen als ein wöhnlich die meisten Leute sich bereits dem Schlummergott anvertraut hatten, waren die Straßen an jenem Tage noch äußerst be- sehr erhebliches anzusehen war, noch erschwerende Umstände vorlebt. Besonders in der Nähe des Rathhauses hielt sich noch viel Bolts lagen. Das Urtheil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da vom Berten müßenfabritanten einen Tarif unterbreitet. Die FabriDie selbständigen Kürschnermeister Berlins hatten auf, um den Zug der Sänger zu erwarten, der bald vom Schüßen- urtheilten Revision angemeldet ist. hause herannahen fanten haben sich nun zu einem Ring zusammengeschloffen und den mußte. Luftige Gesellen vertrieben sich Das Leipziger Gewerkschaftskartell hat in seiner letzten Tarif für diese Saison bewilligt. Jeder Fabrikant verpflichtete fich inzwischen die Zeit mit allerlei Schabernack; so fand ein Kommis Sigung einen Antrag angenommen, der die Gewerkschaften darauf durch unterzeichnung eines auf 3000 M. lautenden Wechsels, den lebhaftes Bergnügen daran, einen betrunkenen Hausdiener wagerecht verweist, daß bei Stellung von Forderungen an die Unternehmer Tarif einzuhalten, und selbst solchen Meistern, die billiger arbeiten mit der Erde in Berührung zu bringen und ihn in Laub einzu- nicht wie bisher nur Prozentzuschläge für Ueberzeit- Arbeit verlangt wollen, teine niedrigeren Preise zu bezahlen, als darin festgesetzt hüllen. Der Schiffsgehilfe Ueberschuß fam dazu, und es dauerte werden sollen, sondern daß man die Vermeidung der sind. Bis auf drei Fabrikanten, die den Tarif aber ebenfalls nicht lange, so hatte er sich mit dem Ultbruder gepackt und wälzte Ueberzeit Arbeit erstreben und wenn irgend angängig, den zahlen, sind alle Fabrikanten der Vereinbarung beigetreten. fich mit ihm auf der Erde herum. Aber jetzt o Graus! nahte fich Punkt: Verweigerung der Ueberzeit- Arbeit, in die Forderungen der Bürger nächtlicher Schußengel, Herr Nadstabulla, der nicht lange einreihen soll. Zweck Ein Streif der Bäckermeister ist in Lodève in Frankreich Zweck dieser Maßregel ist, facelte, soudern bald mit dem Stocke, seiner Nachtwachwürde äußerem losen mehr Arbeitsgelegenheit und den beschäftigten Gehilfen bei gefehte Taxe, wonach das Brod verkauft werden muß. Die Bäckerden Arbeits ausgebrochen. In dieser Stadt besteht eine vom Magistrat festZeichen, dazwischen hieb. Die Staatsanwaltschaft nahm sich des Schiffs- regelmäßiger Arbeitszeit beffere Löhne zu verschaffen. Anlaß zu meister nahmen nun eine Erhöhung der Getreidepreise zum Vorgehilfen, der die Prügel bekommen hatte, insofern an, als sie gegen diesem Antrag gab die allzu ausgedehnte Ueberzeitarbeit in verwand, um die Abschaffung der Tage zu verlangen. Da der Maire Nadstabulla ein Vorverfahren wegen vorfäglicher Körperverletzung, fchiedenen Branchen; selbst im Baufache sind diesen Winter die( Bürgermeister) diesem Berlangen nicht nachtam, beschlossen die begangen bei Ausübung des Dienstes, veranlaßte. Zwei Zeugen er längsten Arbeitszeitenes wird bei elektrischem Licht gearbeitet- Bäcker ihre Läden zuzumachen und nicht mehr zu backen. Einen tlärten, N. habe sofort drauflos geschlagen, zwei andere, er hätte an der Tagesordnung. Ein Antrag, den Verein Gewerkschafts- Abend waren die Einwohner ohne Brod, am nächsten Tage schickte erst vergeblich die Ringenden auseinander zu bringen versucht. Die fartell in eine Gewerkschaftskommissson umzuwandeln, ist von der die Verwaltung der Nachbarstadt Monpellier 2000 Kilogramm Straftammer in Schneidemühl beschloß hierauf die Eröffnung Bersammlung abgelehnt worden. Der Verein bleibt also bestehen, Backwerk. des Hauptverfahrens. Nun traten jedoch die Herren von der wie er ist. Regierung in Bromberg auf den Plan und erhoben zu gunsten des bedrängten Nachtwächters den Konflikt. Der Brave des Leipziger Buchbinderstreits, Buchbinder E. R. H. Kloth, bat Ein Nachspiel zum Leipziger Buchbinderste eik. Die Führer stehe schuldlos da, denn die beiden Kämpen hätten durch ihre in Wahrung der Interessen der Buchbinder dem Unternehmer Halsstarrigkeit ihn gezwungen, zum Stocke zu greifen, und bei der Wilhelm Scheffel am 27. September geschrieben, daß eine Bis zum 1. Januar 1897 waren konzessionspflichtig nur die Gewerbes Haben Konsumvereine und Kasinos Konzessionspflicht? Erfüllung seiner Dienstpflicht, die öffentliche Ruhe und Ordnung zu erhalten, stände ihm sehr wohl das Recht zu Buchbinderversammlung auf solange die Sperre über sein Geschäft treibenden, die Gastwirthschaft, Schankwirthschaft oder Kleinhandel Eretutiomaßnahmen zu. Das verhängen würde, bis er die von ihm ausgesperrten Arbeiter mit Branntwein oder Spiritus betrieben, sowie diejenigen Gewerbes Das Ober Landesverhängen gericht fagte in seinem Gutachten: Sei der Nachtwächter wieder eingestellt habe und die Streitbrecher entlassen seien. treibenden, die Wein, Bier oder andere Getränke als Schnaps auch Polizist, so dürfe er doch nur in den Fällen von der Waffe Das Leipziger Landgericht verurtheilte Kloth hierfür wegen in Ortschaften mit weniger als 15 000 Einwohner oder in Gebrauch machen, für die es die Dienſtinſtruktion für die Gin ähnliches Urtheil ist seinerzeit bekanntlich gegen unseren Ge- nach Ortsstatut festgesetzt ist. Vom 1. Januar 1897 ab ist die versuchter Erpressung zu zehn Tagen Gefängniß. folchen Ortschaften verschänken, für welche die Konzessionspflicht Gendarmerie vom 30. Dezember 1820 gestatte. Ein solcher Fall liege noffen Dertel in Nürnberg gefällt worden, der bei einer Ber- Ronzessionspflicht durch die be- fannte Novelle in demselben Umnicht vor und seine Handlung stelle somit eine bei Ausübung handlung mit dem Fabrikanten Marschütz diesen auf die Folgen fang( also bei Schnaps stets, bei Bier u. f. w. nur in Ortschaften feines Amtes begangene vorfäßliche Körperverlegung dar. Am aufmerksam gemacht hatte, die durch Verweigerung der Arbeiter unter 15 000 oder in ortsstatutarisch bedachten Gemeinden) auf alle 8. Januar beschäftigte sich dann der 1. Senat des Ober- Ver8. Januar beschäftigte sich dann der 1. Senat des Ober- Verforderung für ihn entstehen würden. Es ist anzunehmen, daß die Vereine ausgedehnt, welche den gemeinschaftlichen Einkauf von waltungsgerichts mit dem Konflikt der Bromberger Regie: Gerichte mehr und mehr zu der Praxis übergehen, das Androhen Lebens- und Wirthschaftsbedürfnissen im großen und rung. Wie aus dem Referat hervorging, ist der Ordnungshelb von Nachtheilen für den Fall der Berweigerung von Arbeiter Absatz im Kleinen zum ausschließlichen oder alleinigen Zweck Nadstabulla, Nachtwächter in Nakel, schon vorbestraft mit drei forderungen als„ Erpressung" zu bestrafen; das gescheiteste ist haben, auch auf die bereits bestehenden und auch für best Monaten Gefängniß wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und wegen Beleidigung. Eine hübsche Ironie demnach, bei Verhandlungen mit den Fabrikanten alle dergleichen Fall, daß der Betrieb auch auf den Kreis der Mitglieder des Schicksals! Der Senat unter dem Borsiz des Präsidenten Aeußerungen zu unterlassen, die der deutschen Themis Gelegenheit beschränkt ist. Die Landesregierung kann diese Konzessionspflicht Persius wies den Konflikt der Regierung in Bromberg als zur Aftion bieten können. aber nicht bezüglich des Bierausschanks auch auf andere Vereine unbegründet zurück, so daß das Strafverfahren seinen Fort die Anweisung erlassen, die Militär kafinos als solche Vereine, ausdehnen. In Preußen ist, wie bereits mitgetheilt, vom Minister gang nehmen tann. die den gemeinschaftlichen Einkauf von Lebens- und WirthschaftsDer Beleidigungsprozeß des Hofpredigers a. D. Stöcker gegen den Redakteur des Stumm'schen Blattes, Schwuchow, bedürfnissen im großen und deren Absatz im kleinen zum ausschließa der auf gestern Vormittag anberaumt war, ist auf Nachmittag im Jahre 1896 wird uns geschrieben: Das letzte Jahr begann mit und auch nicht als solche anzusehen, die durch Bestimmung der Ueber die gewerkschaftliche Arbeiterbewegung Dänemarks lichen oder alleinigen 3wed haben, nicht zu erachten, 2 Uhr vertagt worden, da zu der festgesetzten Zeit weder der Privat der Aussperrung von 400 Kopenhagener Schuh Ar- Landesregierung der Konzessionspflicht zu unterwerfen find. Kläger Hofprediger a. D. Stöcker noch sein Anwalt erschienen waren. beitern, da sie sich einer Lohnreduktion nicht fügen wollten. findet also die Konzessionspflicht vom 1. Januar 1897 auf die im Der Angeklagte, Redakteur Schwuchow, und sein Vertheidiger, Nach dreimonatigem Kampfe erlangten die Arbeiter eine Er. Eingang erwähnten Vereine, die den oben gedachten Zweck haben, Justizrath Boltz- Saarbrücken, erklärten, daß sie ein großes Interesse höhung von an der Verhandlung hätten und deshalb mit der Vertagung ein- Ebenso führte 10 pt. gegen die früher gezahlten Löhne. Anwendung. Vom 1. April ab sind ferner alle Vereine, verstanden seien. Freiherr v. Stumm ist kommissarisch vernommen Streit im Fatseer Kaltbruch also zum Beispiel Logengesellschaften, katholische Gesellennach viermonatigem Kampfe worden. Es handelt sich um eine vom König Stumm am 12. April daß den Arbeitern ihr Vereinsrecht erhalten blieb und daß sessionspflicht unterworfen. dem günstigen Resultat, und Gesangvereine, bürgerliche Kasinos u. s. w., der Kons Nur die Militär Kasinos vorigen Jahres gegen die Chriftlich- Sozialen gehaltene Paute, in die sozialdemokratische Bewegung sich seitdem auf Südseeland sollen ohne Konzession effen und der Stumm von Stöcker sagte, daß in allen anständigen Kreisen seine in schnellstem Emporblühen befindet. In Helsingör wurden auf Gründe waren hierfür maßgebend? Slimmt diese Auslegung mit trinken laffen. Welche besten Anhänger ihm den Rücken zuwendeten. Wegen dieser Rede einem Schiffsbauwert 1000 Mann ausgesperrt. hat Stöcker sowohl gegen Stumm als auch gegen den Redakteur Verlauf von 14 Tagen siegten die Arbeiter. Nach dem Gesetz? feines Schleifsteins, der die Rede abdruckte, Privattlage erhoben. handelte es sich bei mehreren Streits der Landarbeiter Ungarn außerordentlich im argen. In Jütland Die Ausführung der Arbeiterschuh- Gesetzgebung liegt in Gegen Stumm tann erst nach Beendigung der Reichstags- Session um Wahrung ihres Organisationsrechtes, was auch Nach dem Bericht des verhandelt werden. allen Fällen erreicht wurde. Die Frauen haben durch gemein- Industriebetrieben, die auch nachts im Gange, die Arbeiter volle in Handelsministeriums, also einer amtlichen Quelle, find in großen Der aufsichtführende erste Sekretär am Amtsgericht I in fames Vorgehen in Odense, Ribe und an anderen Orten 24 Stunden in Arbeit, selbst Kinder werden vielfach zur NachtMoabit, Kanzleirath G. Sparfeld, ist am Sonntag, 68 Jahre Lohnerhöhungen erreicht. Besonders günstige Resultate erzielte der arbeit herangezogen; viele Unternehmer behalten einen Theil des alt, an den Folgen einer Operation verstorben. Der Gerichts Arbeiterinnenverband in Kopenhagen durch gütliche Verhand- Arbeilslohnes zurück und zahlen ihn erst im Winter, um sich für berichterstatter begleitet diese Meldung mit der Bemerkung, daß es lung in der 3ichorienfabrik, während es bei Holmu. Söhne den Sommer, wo die Feldarbeiten günstigere Arbeitsgelegenheit ge Sparfeld gelungen sei, sich zum bestgehaßten Beamten des Moabiter zu einem großen Streik tam, der für 100 Arbeiterinnen mit einer währen, ihre Arbeiter zu niedrigeren Löhnen zu sichern. Häufig machen Kriminalgerichts aufzuschwingen. Lohnerhöhung endigte. Um der Organisation der Arbeiter begegnen zu können, beginnen Lohn für Koft und Getränke. Nach den Berichten der Gewerbeauch die Unternehmer unberechtigter Weise Abzüge von dem Arbeitsdie Unternehmer mehr und mehr Verbände zu bilden, die es auch Inspektoren beschaffen manche Unternehmer die Schuhvorrichtungen in einem Falle( in dem großen Maurer- und Zimmererftreif in Jütan Maschinen nicht selten lediglich deshalb, um sie den Gewerbes land) versucht haben, der Arbeiter- Organisation die Spitze zu bieten, Inspektoren, wenn sie die Fabrik betreten, vorzeigen zu können, Zuzug von Arbeitern nach Hamburg ist während der was aber mit einem kläglichen Fiasto der Unternehmer- Organisation nicht aber um fie regelmäßig anzuwenden; infolge dessen ver Daner der dortigen Lohnbewegung aufs strengste fernzuhalten! endete. Die Arbeitsmännerverbände in Jütland, Fünen, See= schweigen sie auch häufig die wahre Ursache der Unfälle. Gelder sind zu senden an das Berliner Gewerkschafts: land und Kopenhagen zählen 17 000 Mitglieder, der dänische nehmerthum unter einer Decke spielt, ist das klägliche Resultat des Bei der Korruption der ungarischen Polizei, die mit dem Unter bureau( R. Millarg, Berlin S., Anucnftr. 16.) Maschinenarbeiter und Schmiedeverband 4500 Mitglieder. Wie gut gesetzlichen Arbeiterschutzes ganz natürlich. sich die Verbände entwickeln, beweist z. B. der Buchbinderverband, auch das Aufblühen der Arbeiterbewegung, das auch durch die Ebenso natürlich aber der Anfang des Jahres 100 und jetzt 800 Mitglieder zählt. Die brutalsten Maßnahmen der Polizei und der Unternehmer nicht zu Gesammtzahl der Fachvereinsmitglieder Dänemarks beläuft sich auf verhindern ist. etwa 48 000. Gewerkschaftliches. An die Zimmerer Berlins und Umgegend! Gemäß dem Beschluffe der öffentlichen Bersammlung vom 6. d. M. fordern wir unfere Berufsgenoffen hiermit auf, fich so schnell wie möglich in den Besiz der neuen Legitimationstarten au setzen und für Der Porzellanarbeiter Streik in Dallwik in Böhmen ist noch immer nicht zu Ende. Der Streit begann am 15. September vorigen Jahres. der Soziales. % deren den Es Versammlungen. im in denn gabe 4810 M. An die Hauptkasse wurden 3512,65 M. überwiesen.| Crosio ist bei Acqui durch einen Felssturz gehemmt; es hat sich Die Mitgliederzahl belief sich am Schlusse des Jahres auf 1147. daselbst ein großer See gebildet. Der Zentralverband der Maurer( Bahlstelle Berlin 1) hielt Der Vergnügungsfonds wies 76,40 m. auf. Anknüpfend an die Abrech am 3. Januar feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Der nung gab Silberschmidt den Versammelten einen furzen Rückblick englische Post eingetroffen. Ju New- York ist vom 26. Dezember bis zum 2. Januar teine Bevollmächtigte begrüßte die Mitglieder zum neuen Jahre und auf die Lohnbewegung im Jahre 1896. Redner betonte, daß man ganze Woche von aller Postverbindung mit England abgeschnitten. Die Vereinigten Staaten waren eine sprach den Wunsch aus, daß auch in diesem Jahre die Agitation die für den Verband eine recht rege Unterfügung erfahre. Hierauf Kollegen zu verdanken habe, die mit unermüdlichem Fleiß fort- haupten, daß das britische Postamt daran Schuld trage. Es be= Erringung des Neunstundentages nur den organisirten Die New- Yorker Kaufleute, die darüber nicht wenig erbost sind, betrug der Gesangverein Gemüthlichkeit" einige mit Beifall auf- während an die Intereffelosen herangetreten wären, um ihnen die fördere die Post mit langsamen Schiffen, auch wo Schnelldampfer genommene Lieder vor. Das Andenken an das verstorbene Mit- Bedeutung einer Verkürzung der Arbeitszeit darzulegen. In diesem zu haben wären. glied 3ugowski ehrt die Versammlung in der üblichen Weise. Jahre dürfte die Lohnbewegung größere Dimensionen annehmen Laut Bericht des Bevollmächtigten haben im verflossenen Jahre als Die Peft in Jndien. Der Wiener Neuen Freien Presse" git14 Mitgliederversammlungen stattgefunden, darunter 2 außer die vorigen Jahre; alle die großen Bauten, folge hat der oberste Sanitätsrath unter dem Ausdruck der Ueberdiesem Jahre in Angriff ordentliche, in welchen hauptsächlich über die Lohnbewegung ver- werden von fapitalkräftigen Unternehmern ausgeführt. Mögen Auftretens der Pest absolut nicht besteht, beschlossen, dennoch zur Vergenommen würden, zeugung, daß für Oesterreich- Ungarn die Gefahr eines epidemischen handelt wurde. Verwaltungssigungen haben 15 stattgefunden, sich deshalb die Maurer nicht von Utopien in welchen Rechtsschutzgesuche und innere Verbandsangelegenheiten die verschiedene Personen aufstellen, indem sie sagen, sie ge- schlagen, daß die in der Dresdener Konvention festgesetzten Vorsichis leiten laffen, meidung der Einschleppung dem Ministerium des Innern vorzuErledigung fanden. Die Korrespondenz der Zahlstelle hat sich in brauchen keine Organisation, sondern wenn die Zeit zum streifen maßregeln gegen die Einschleppung der Cholera unverzüglich auch folge ter Lohnbewegung von 158 Sendungen im Vorjahr auf 381 gekommen ist, werden Gelder gesammelt und in die Bewegung ein- in betreff der Pest in Wirksamkeit treten. Drei Viertel aller vermehrt. Die Klagesachen, die von der Zahlstelle im Interesse der getreten. Diese Auffassung sei falsch; die Organisation bilde den Kattunfabriken haben infolge der Pest ihren Betrieb eingestellt. Die Mitglieder angestrengt wurden, hatten ein zufriedenstellendes Resultat. Grundpfeiler der Bewegung. Und so rufe er allen Mitgliedern der Panit unter den Indiern ist so groß, daß nichts sie zur Arbeit Mit den Errungenschaften der Lohnbewegung im vergangenen Jahre Bahlstelle II zu, auch im neuen Jahre wieder thatkräftig für den treiben kann. Sie fürchten, sie möchten in die Fabriken eingesteckt können die Mitglieder zufrieden sein, doch werde voraussichtlich in Bentralverband der Maurer Deutschlands zu agitiren. Neicher werden. Sanitäre Maßregeln, Desinfektion u. dergl. machen hier diesem Jahre der Kampf ein hartnäckiger werden, und das Zu Beifall folgte den Ausführungen. fammenhalten sämmtlicher Kollegen erfordern; darum ist es Pflicht auf sie gar keinen Eindruck. eines jeben Mitgliedes, den noch fernstehenden Kollegen an die Organisation heranzuziehen. Die hierauf voll zogene Neuwahl der Verwaltung ergab folgendes Resultat: LehmpfuhI erster, Richter zweiter Bevollmächtigter; Relpin erster, Lehmann zweiter Kassirer; Marker Schriftführer; Kurzmann, Dammschneider und Peckel Büchertontrolleure. Zu Delegirten für den Verbandstag wurden Lehmpfuhl und Kelpin gewählt. Vogel bemängelt, daß verschiedene Mitglieder trotz des entgegenstehenden Beschlusses immer wieder bei sogenannten Putzmeistern Arbeit nehmen. Das Verhalten der betreffenden wurde einer sehr abfälligen Kritik unterzogen und vom Bevollmächtigten gerügt. Der Besuch der„ Urania" ist nicht, wie irrthümlich im letzten Versammlungsbericht angegeben, für den Todten sonntag, sondern zum ersten Osterfeiertag und zum Bußtag gesichert. Der Vorstand. Sprechlaal. Paul Hennig, Zionskirchstr. 24. Verleger des„ Märkischen Landbolen". schule, Waldemarstr. 14: Geschichte( Alte Geschichte. Urzeit. Entstehung der Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Südost Religionen. Orientalische Bölfer. Griechen und Römer). Herr Dr. C. Pimn. Die Redaktion stellt die Benußung des Sprechjaals, soweit der Raum dafür Nordschule, Brunnenstr. 25: Deutsch( Die deutsche Literatur des neunzehnten abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Jahrhunderts. Auffaylehre). Herr Heinrich Schulz. Interesses zur Verfügung: sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dent schriftenmaterials schon von 8 1hr abends an geöffnet. Die Schulräume sind zur Benutzung der Bibliothek und des reichen ZeitInhalt desselben identifizirt zu werden. Am 15. Januar wird voraussichtlich die geplante öffent= Die Angaben über den Superintendenten Hensel in Spandau auf the gefehalle, die mit Beitungen, Beitschriften und Büchern Seite 22 des„ Märkischen Landboten" sind, wie ich mich aus Nr. 246 nugung eröffnet. reich ausgestattet ist, für die allgemeine unentgeltliche Bedes Vorwärts" vom Jahre 1895 überzeugt habe, unrichtig und Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, durch ein bedauerliches Versehen in den Kalender aufgenommen Bafewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich worden. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an P. Gent, S. Dresdenerftraße 107/8. Vereinstalender find zu richten an Otto Schulz, Rottbuser Damm 72. Arbeiter Randherbund Berlins und Umgegend. Nenderungen im Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute Abend 8% Uhr: Generalversammlung im Vereinslokal, Feuerstein's Festfäle, Alte Jakobstr. 75. ftraße 20( Arminhallen): Generalversammlung. Wichtige Tagesordnung, zahl Bildungsverein„ Mehr Licht". Heute Abend 8% Uhr, Kommandantenreiches Erscheinen der Mitglieder ist nothwendig. Wednesday, 9 o'clock at Tettenborns, 91 Wall- Street. Guests are welcome. Longfellow, English Conversational-& Reading- Club. Meeting every Theater- und Vergnügungsverein Helgoland. Sigurg heute Abend 9 Uhr, Ackerstr. 144. Briefkasten der Redaktion. Schriftliche Antwort zu ertheilen lehnen wir auch dann ab, wenn Briefmarken den Anfragen beiliegen. eine geradezu sträfliche Langmuth von Ihnen, daß Sie dem Flegel keine H. Nünga. Verhält sich der Fall so, wie Sie schildern, dann war es empfindliche Leftion gegeben haben. Briefkasten der Expedition. Die Filiale II tagte an demselben Abend bei Cohn, Beuth straße 22. Vor Eintritt in die Tagesordnung erwies die Versamm lung durch Erheben von den Plähen dem verstorbenen Mitgliede August Pase die übliche Ehrenbezeugung. Nach einer fleinen Ansprache des Vorsitzenden trat man in die Verhandlungen über die Aenderungen der Statuten ein. Beschlossen wurde, dem Verbandstag zu empfehlen, bis zu 500 Mitgliedern einen Delegirten zu entsenden und bei fleineren Zahlstellen entsprechende Wahlabtheilungen zu bilden. Zu Delegirten wählte man Silberschmidtund Fritzsche und zum Erfahmann Panzer. Die hierauf verlesene Abrechnung Aus Chur wird berichtet: Nach der vorläufigen Schätzung ergab für das vierte Quartal 1896 intl. eines Bestandes von beträgt der durch das Feuer in dem Dorfe Zizers angerichtete Wetter- Prognose für Mittwoch, 13. Jaunar 1897. 88,92 M. eine Einnahme von 1799,40 m. und inkl. 1300 M., die Schaden 200 000 Fr. Es ist ein Hilfskomitee gebildet worden. an die Hauptkasse gesandt wurden, eine Ausgabe von 1775,63 M. Ein wenig wärmeres, vorwiegend trübe und nebelig mit ge Der Verkehr auf der Eisenbahnlinie Mailand- Ventimiglio ist ringen Niederschlägen und schwachen südöstlichen Winden. Die gesammte Jahreseinnahme betrug 4873,62 M. und die Aus- infolge zahlreicher Erdstürze unterbrochen. Der Lauf des Flusses| Berliner Wetterbureau. Volks- Versammlung Donnerstag, den 14. Januar 1897, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Sommandantenstr. 20: Tages Ordnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wurm über Boltsernährung und Volkseinkommen. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 213/4 Der Vertrauensmann. Achtung! Achtung! 4. Wahlkreis ,, Süd- Ost". Heute, Mittwoch, abends 8½ 1hr: Gr. öffentl. Volks- Versammlung im Lofal Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Tagesordnung: Der Hamburger Streif. Referent Genoffe Dietrich aus Hamburg. Diskussion. Die Vertrauensperson. 215/18 Sozialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr: Vermischtes. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen Ph. F. 999. Gegen Einsendung von 2,20 m. tönnen Sie ein der: artiges Buch von unserer Buchhandlung haben. der Wäsche und Kravatten- Branche. Achtung! Schloffer. Achtung! : Mittwoch, den 13. Januar, abends 82 Uhr, Donnerstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Buske, Grenadierstr. 33: im ,, Englischen Garten", Alexander- Strasse No. 27e: Große öffentliche Versammlung Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borſtanbes und des Bibliothekars. 2. Distuffion der Schlosser, Maschinenbauer und, Berufsgenossen. 3. Wahl des Gesammtvorstandes. 4. Besprechung über die nächste UraniaVorstellung. 5. Verschiedenes. 251/4 Die Zahlstelle für Süd und Süd- Oft des Vereins befindet sich bei Fran v. Hofstetten, Luisen- Ufer 46, part. Daselbst werden auch mit glieder aufgenommen. Ausgabe der Billets zu dem am 6. Februar im Schweizer Garten stattfindenden Maskenball. Der Vorstand. Graveure und Ciseleure. Heute, Mittwoch, den 13. Januar 1897, abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Oeffentliche Versammlung Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der Delegirten vom Kongreß. 2. Wahl des Vertrauensmannes und Neuwahl desselben. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vertrauensmann. Bentralvorstandes. 3. Wahl der Kontrollkommiſſion. 4. Bericht des Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Regierungs- Baumeisters a. D. Herrn Kessler über: Kapital und Arbeit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen, da in dieser Versammlung äußerst wichtige Sachen zur Verhandlung kommen, ist es Pflicht jedes einzelnen zu erscheinen. Außerdem werden diejenigen Kollegen, welche noch Listen vom vorjährigen Schlosser: streit in Händen haben, ersucht, diese unverzüglich abzurechnen. 118/1 Paul Quast, Vertrauensmann der Berliner Schloffer. Allgemeine Familien- Sterbekaffe zu Berlin. Sonnabend, den 23. Januar 1897, abends 82 Uhr: 38205 General- Versammlung im Lokal des Herrn Buske, Grenadierstraße 33: Verband der Fabrik-, Land- Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen General- Versammlung. Tages: Ordnung: 245/4 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Dupont über Vorgänge im Rothen Haufe". 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes und Kassirers über das 4. Quartal 1896. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Achtung! Achtung! Parteigenoffinnen u. Genoffen! Deutschlands( Zahlstelle Berlin). Donnerstag, den 14. Januar, abends 82 Uhr, im Lokal des Herrn Neumann, Pasewalkerstrasse 3: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau M. Rohrlack über:" Die Verwendung der weiblichen Arbeitskraft in der modernen Großindustrie". 2. Diskussion. 3. Kaffenbericht. 4. Verbandsangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. 64/1 Grosse Volksversammlung Marmor- und Granit- Arbeiter. int Mittwoch, den 13. Januar, abends 8 Uhr, Berliner Prater", Kastanien- Allee. Tages Ordnung: = 1. Vortrag des Genossen Georg Wagner über: Die Sozial demokratie in der Volksschule. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, ersucht Die Vertrauensperson der Frauen Berlins. Donnerstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr: Deffentliche Marmor- u. Grauitarbeiter- Versammlung 215/7 172/6 Vorläufige Anzeige: Montag, den 18.: Volksversammlung bei Keller, Stoppenstraße 29. Referent: Reichstags- Abgeordneter Peus über die demoralisirende Wirkung des Gegensatzes von Reich und Arm. im Englischen Garten", Alexanderstraße 27 c. Tagesordnung: 1. Was wollen wir? 2. Diskussion. Im Auftrage mehrerer Marmorarbeiter! Die Agitations- Kommission der Steinarbeiter Berlins. Agtung! Schuhmacher. Atung! Achtung! Adlershof. Achtung! Mittwoch, den 13. Januar, abends 8 1hr, in Königsbank, Grosse öffentliche Große Frankfurterstr. 117: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Der Arbeitsnachweis der Fabrikanten, die schwarzen sozialdem. Partei- Versammlung Listen und Provokation einzelner Fabrikanten und wie stellen wir uns dazu? am Donnerstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Scheer in Köpnick. Tages Ordnung: 2. Verschiedenes. 171/13 Die Agitationskommission. Wahlverein 1. Bericht des Vertrauensmannes und der Revisoren und Wahl der für Teltow- Beeskow- Charlottenburg. felben. 2. Bericht der Parteifpedition und Neuwahl der Kommission. 3. Be richt der Lokalfommission und welche Stellung nehmen wir ein gegenüber dem Verhalten der Saalbefizer von Adlershof. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Lese- und Diskutir- Klub„ Süd- Ost". Sonntag, den 17. Januar 1897: 203/1 IF Versammlung am Donnerstag, 14. Januar, abends 8 Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39 zu Charlottenburg. Tagesordnung: Vortrag des Genoffen Grempe. Diskussion. Abrech: mung vom 4. Quartal. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Klempner! 250/4 V. Stiftungs- Fest Gr. öffentl. Klempner- Versammlung in Joël's Festsälen, Andreasstraße 21, unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Tiederluft( Mitgl. d. A.-S.-B.) und des berühmten Berliner Ulk- Trios. gehalten bom Festrede, geben Reichstags- Abgeordneten A. Bebel. Prolog, gesprochen vom Genoffen Albert Massini. Von 4 Uhr ab im kleinen Saale: TANZ. Anfang 4 Uhr. Donnerstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstraße 21, I. Tages- Ordnung: 1. Die neue Organisation der Berliner Klempnermeister und im Lokale des Herrn Marten, Ackerstr. 123. Tagesordnung: 1. Halbjähr licher Staffenbericht. 2. Antrag Fabian und Genossen. 3. Verschiedenes. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung des Quittungsbuches geſtattet. 3818b Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: Aug. Acke, Vorsitzender, Neue Hochstr. 41, IV. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Mitglied und Gründer des Spar- u. Kredit: vereins„ Eiche" 38136 Hermann Weilandt Töpfer am Sonntag, den 10. d. M., ber storben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, dent 14. d. M., nachu. 3 Uhr, vom Krankenhause Friedrichshain nach dem Zions- Kirchhof in Weißensee statt. Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß der Tod den Eisendreher Albert Richter am Montag den 11. d. M. von seinem langjährigen Leiden erlöst hat. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. d. M. von der Leichenhalle des S. Pauls- Kirchhofes, Seestraße, Nachmittags um 4 Uhr statt. Hiermit die traurige Nachricht, daß mein unvergeßl. Mann, der Maurer Wilh. Teichert aut 11. Januar, mittags 111 Uhr, nach schwer. Leiden verstorben ist. Um stilles Beileid bittet Die trauernde Wwe. Minna Teichert. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. Januar, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Louisen- Kirchhof in Brig statt. 28236 Ganz plößlich verschied heute unser einzig geliebtes Kind 28240 Lenchen. Die tiefbetrübten Eltern Hans Waltinger und Frau. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Neuen St. Michael- Kirchhof, am welche Stellung haben wir hierzu einzunehmen? Referent: Otto Mariendorfer Wege, aus statt. Naether. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es wohl selbstverständlich, baß alle Mann ohne Ausnahme erscheinen. Ehrenerklärung. 28276 Die von mir in Lokal Perschke, Savelbergerstraße Nr. 37, gegen Frau Schreiber Beleidigung Billets. sind bei den bekannten Genoffen des 4. Wahlkreises Künstl. Zähne 2 M. Teilz. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 9-6. für eine Ehrenfrau. Schmerzlos. Zahnziehen 1 M. Plomb. 1,50 M. zu haben. Achtung, Maurer! Den Mitgliedern des Verbandes der Maurer Deutschlands, Filiale Berlin II, zur Nachricht, daß unser altes Verbandsmitglied 136/10 Wilhelm Teichert am 11. d. M., vormittags 112 Uhr, verstorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. d. Mets., nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Louisen- Kirchhofes in Brig, Hermannstraße, aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 10. d. Mis., vormittags 11 Uhr, mein lieber Bruder 28226 Rudolf Borchert nach sechswöchentlichen schweren Leiden an den Folgen eines Unfalls gestorben ist. Auguft Borchert, Maschinist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 14., nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle der Freireligiösen Gemeinde, Pappel: Allee, aus statt. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, besonders dem Rauchklub„ Gemüthlichfeit", Rauchklub Deutsche Flagge" und dem Arbeiter- Raucherbund sagen wir für die Kranzspenden und rege Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters unsern herzlichsten Dank. 28286 Wittwe Schmarsow nebst Kindern. CigarrenSpitzen! Endlich eine Pfeife, welche wirklich nikotin: frei u. durchaus trocken bis zum letzten Tabakrest raucht, dabei gleich von Anbeginn ohne jedes Anrauchen bor: züglich schmeckt. Aerztl. empfohlen. Beschreibungen, Bengnisse u. illustr. Preis: heft umsonst. Probe: Pfeifenkopf mit Klein steubers Patent Asbestfutter und Beschlag oder Cigarrenspitze mit Asbestfutter 70$ fg. postfrei gegen Einsend. von Briefmarken. Fertige Pfeifen in großer Auswahl. Kleinsteubers PfeifenFabrik, Berlin S., Wafferthorstraße 47, 1 Treppe. v. 2 M. ev. Theilz. Frau 2. Brümmer. validenstraße 145. 118/1 Franz Zimmermann, Vertrauensmann, Forsterstr. 3, Stfl. nehme ich zurück und erkläre dieselbe Bühne og 1, 31 Berantwortlicher Redakteur: Ananft Jaeoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlaa von Max Bading in Berlin. 65/16 Nr. 10. 14. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwog, 13. Januar 1897. Sozialistische Preffe Deutschlands. 1. Quartal 1897. Zentral- Organ. ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, Beuthstr. 2. S.W. 19. täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. ,, Die Neue Zeit." Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. " Täglich erscheinende Zeitungen. Bamberg Bamberger Volkszeitung" Fabrifftr. 26. Bant Norddeutsches Voltsblatt" Neue Wilhelmshavenerstr. 38. Bielefeld ,, Volkswacht" Schulstr. 20. Brandenburg Brandenburger Zeitung",„ Märkisches Volksblatt", St. Annenstr. 33. Braunschweig Braunschw. Voltsfreund" Rannengießerstr. 18. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenſtr. 21/22. Breslau„ Volkswacht" Neue Graupenstr. 5/6. Caffel Volksblatt für Hessen" Hohentorstr. 2. " Dortmund Rbeinisch- Westfälische Arbeiter Zeitung" Westen bellweg 120. = Dresden Sächsische Arbeiter Zeitung" Ammonstr. 61. Düffeldorf„ Niederrheinische Volfstribüne" Rarleplatz 3. Elberfeld- Barmen Freie Presse" Kleine Klozbahn 10. Erfurt Thüringer Tribüne" Futterstr. 7 p. Frankfurt a. M. Volksstimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Königstr. 95. Geeftemünde Norddeutsche Volksstimme" Georgstr. 18. Gera Reußische Tribüne" Zschochern 54. Halle a. S.„ Volksblatt für Halle" Geiststr. 21. Hamburg Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. Harburg Volksblatt" Deichstr. 4. " Hannover Volkswille" Burgstr. 9. Hof„ Oberfränkische Volkszeitung" Bismarckstr. 6. Schleswig- Holstein'sche Bolts- Zeitung" Bergstr. 11. Köln Rheinische Zeitung" St. Agatha 3.( Auch erscheint eine Wochen- Ausgabe.) Leipzig Leipziger Volkszeitung" Mittelstr. 6/7. Ludwigshafen Pfälzische Post" Oggersheimerstr. 10. " Lübeck Lübecker Volksbote" Johannisstr. 50. " Lüneburg Lüneburger Volksblatt" Lambertikirche 11. Magdeburg Volksstimme" mit Beilagen:" Der Landbote" und Die Frauenpost", Schmiedehofstr. 5/6. Mainz Mainzer Boltszeitung"( Hessische Volksstimme) Margarethengaffe 18. Mannheim Volksstimme" T. 3, 4. b. München Münchener Post" und" Augsburger Volkszeitung" Senes felderstr. 4, I. " Nordhausen Nordhäuser Volksblatt" Gumpertstr. 3. Nürnberg Fränkische Tagespost" Weizenftr. 12. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25. Saalfelder Boltsblatt" Rosmaringasse 15. Saalfeld Stettin Bolts- Bote" Friedrich Karlstr. 28. " Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. Würzburg Unterfränkische Bolkstribüne" Fabrifstr. 26. " Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Burgftädt Die Volksstimme" Augustusstraße. Chemnit Der Beobachter" Gartenstr. 29. " Crefeld Niederrheinische Voltstribüne" Am Dftwall. Deffan Boltsblatt für Anhalt" Landstr. 38. Gotha„ Gothaisches Volksblatt" Mohrenberg 7. Greiz Reußische Volks- Zeitung" Untere Silberstr. 1. Offenburg i. B.„ Volksfreund" Kesselstraße. Rostock Mecklenburgische Volkszeitung" Hopfenmarkt 19. Solingen Bergische Arbeiterſtimme" Raiserstr. 29. Zwickau i. S." Sächsisches Volksblatt" Richardstr. 15. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Aachen Aachener Volksblatt" Büchel 46. Altenburg Der Wähler" Hillgasse 7. Breslau " " Die Wahrheit" Neue Graupenstr. 5/6. Delmenhorst Delmenhorster Volksblatt" Bahnhofstr. 23. Langenbielan Der Proletarier aus dem Eulengebirge" OberLangenbielau, 2. Bezirk. München- Gladbach Arbeiterstimme" Solingen, Kaiserstr. 29. Saalfeld Thüringer Volksfreund"( Thür. Waldpost) Rosmarin: gaffe 15. ,, Thüringer Volksblatt"( Schwarzburger Volksfreund) Rosmaringaffe 15. Neustädter Volksblatt" Rosmaringaffe 15. и " Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Bant Die Nord- Wacht" Neue Wilhelmshavenerstr. 38. Berlin Gazeta Robotnicza" Andreasstr. 78a. Braunschweig„ Der Landbote" Kannengießerstr. 13. Gießen Mitteldeutsche Sonntags- Zeitung" Wilhelmstr. 1. Halberstadt Sonntags- Zeitung" Bakenstr. 37. Königsberg i. Pr. Volks- Tribüne" Knochenstraße 32 p. Wihblätter( Erscheinen alle 14 Tage.) München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4, Stuttgart Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. " Illustrirtes Unterhaltungsblatt. Hamburg Die Neue Welt" Große Theaterstr. 44. Erscheint wöchentlich einmal. Gewerkschaftspreffe Deutschlands. 1. Quartal 1897. Dreimal wöchentlich erscheinend. " Leipzig- Rendnik Correspondent für Deutschlands Buch. brucker und Schriftgießer", Seeburgstr. 3/5. Wöchentlich erscheinend. Altenburg, Correspondent für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Hut und Filzwaaren Industrie" Wilhelmstr. 2, parterre. " = Berlin Die Ameise", Organ des Porzellanarbeiter= Verbandes, Charlottenburg, Englische Straße 27, II. " Der Bauhandwerker", Berlin SO., Manteuffelstr. 14. " Bildhauer Zeitung", Neanderfir. 3. " Allg. Fahr- Zeitung", Schüßenstr. 58. " Der Gastwirthsgehilfe", Jüdenstr. 36. " Der Töpfer"( Fachblatt für Töpfer und Ziegler), Rosens thalerstraße 57. Bochum Deutsche Berg und Hüttenarbeiter Beitung". Bremen Deutsche Böttcher Zeitung", Langeftr. 100 I. Dortmund Westfälische Boltstribüne" Hagen, Gelbeckerstr. 3. Burgstädt Der Textilarbeiter", Marienstr. 285. Lüdenscheid, Louisenstr. 7. Unna, Klosterwall 18. Dresden„ Der Volksfreund" Gerbergasse 1. Falkenstein„ Vogtländische Volkszeitung", Anzeiger für Stadt und Land. Frankfurt a. D. Märkische Voltsstimme" Tuchmacherstr. 78. Dezember Mnferm neueffen Kurs. 1. Stettin. Genosse Hennig 100 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Rektors. 2. Altona. Der Steinbrügger Harm aus Wandsbeck wegen Bedrohung eines Streifbrechers 1 Monat Gefängniß. " Halle. Wegen Berübung groben Unfugs Genosse Lehmann 6 Wochen Haft. 3. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Ade 3 Monate Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung. 11 " " Halle. Genosse Karl Brandt wegen Verübung groben Unfuge in zwei Fällen 12 Wochen Haft. Breslau. 6 Wochen Gefängniß wegen Beleidigung eines Hauptmannes und 200 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Polizeibeamten Genosse Gerhardt. Kaffel. Wegen Bürgermeisterbeleidigung Genosse Garbe 10 und Genosse Trube 3 M. Geldstrafe. = 4. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Gehre Dessau 2 Wochen Gefängniß wegen Vergehens gegen§ 180 des Str.-G.-B. " " Hamburg. Genosse Stenzel wegen Beamtenbeleidigung 1 Monat Gefängniß. Berlin. In der Berufungsinstanz Genosse Harges= heimer, Friedrichshagen, 4 Wochen Gefängniß wegen Vergebens gegen§ 153 der Gewerbeordnung. 7. Frankfurt a. O. In gleicher Instanz Genoffe Schöpflin wegen Beleidigung eines Schuhmachers 20 Wiart Geldstrafe. 8. Erfurt. 50 M. Geldstrafe Genosse Coors wegen Verübung groben Unfugs. 17 " " 1 " " 11 Magdeburg. Wegen des gleichen Reats Genosse Rothe 20. Geldstrafe. Neun Monate Gefängniß Genosse John wegen Majestätsbeleidigung. Aachen. Genosse Rrewinkel wegen Beleidigung von Polizeibeamten 50 M. Geldstrafe. Erfurt. Ein Monat Gefängniß Genosse Wiertelarz wegen Offiziersbeleidigung. Halle. In der Berufungsinstanz Genosse Mannigel wegen Beleidigung eines Bergraths 6 Wochen Gefängniß. Lübeck. Ein streitender Metallarbeiter 6 Monate Gefängniß wegen Nöthigung. Altona. Wegen des gleichen Vergehens ein Maurer, der in Harkesheide die Arbeit niedergelegt hatte, 1 Jahr Gefängniß. Antrag: 2 Jahre. 11. Wilfter. Sechs Vorstandsmitglieder des Arbeiter- BildungsVereins je 15 M. Geldstrafe wegen Bergehens gegen das Vereinsgesetz. Göttingen. Je 13 M. Geldstrafe die Genossen Beims. " Goslar und Wedemeyer= und Bennsemann. Göttingen wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes. 12. Chemnik. In der Berufungsinstanz Genosse Fröhlich= Burgstädt 3 Monate Gefängniß und 100 M. Geldstrafe wegen Rüfterbeleidigung.- Derselbe vegen Berübung groben Unfugs 50 M. Geldstrafe. " Lüneburg. Genoffe Stenzel- Hamburg wegen Beleidigung des Polizeidirektors 50 M. Geldstrafe. München. Wegen Beleidigung eines Töpfermeisters Genosse " Schmidt 10 Mt. Geldstrafe. " Düffeldorf. 14 Tage Gefängniß Genosse Wessel wegen Verrufserklärung von Streifbrechern. " Gotha„ Schuhmacher Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg Correspondenzblatt der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands", Zollvereins- Niederlage, Wilhelmstr. 8 I. ,, Glück auf!"( für Former) Hamburg- Eileck, Konventstr. 5. 14. Leipzig. Wegen Gotteslästerung Genosse Steiger vier Monate und 2 Wochen und Schriftsteller Salomon vier Monate Gefängniß. " " Erfurt. In der Berufungsinstanz Genosse Coors wegen Verbung groben Unfugs in 2 Fällen 60 bezw. 50 t. Geldstrafe. " Der Grundstein"( für Maurer) St. Georg, Neue Brennerstr. 19 II.! Holzarbeiter Zeitung", Eimsbüttel, Bismarcftr. 10. " Bruder Schmied", Uhlenhorst, Herderstr. 21, H3. 8 II. " Fachzeitung für Schneider", 2. Durchschnitt 10. Der Zimmerer", Barmbeck, Feßlerstr. 28 I. " " Leipzig Der Tabatarbeiter"( f. Cigarrenarbeiter) Mittelstr. 7. Leipzig- Reudnik Buchdrucker Wacht", Oststraße 41. Leipzig- Schkendis„ Graphische Presse", Schfeudig. Linden- Hannover Brauer Zeitung", Faltenstr. 29 II. Löbtau- Dresden Der Fachgenosse"( für Glas, Porzellan- und Thonwaaren- Arbeiter), Reisewigerstr. 34. Nürnberg Deutsche Metal larbeiter- Beitung", Weizenftr. 12. Offenbach a. M. Die Glaser- Zeitung". Stuttgart Buchbinder 3eitung", Heusteigstr. 30. Zwickau Glück auf!"( für Bergarbeiter), Aeußere Schnee. „ Der Handschuhmacher", Böblingerstr. 44. bergerstraße 60. Alle 14 Tage erscheinend. Altenburg Einigkeit", Publikationsorgan für die deutschen Müller und Konditoren, Pfeffer- und Lebküchler- Verbände, Mauergasse 4b. Berlin Barbier und Friseur 3eitung", Prinzen Allee 17. " I Der Handels- Angestellte", N., Schönhauser Allee 151. " Der Handels Hilfsarbeiter", Organ für alle im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands, C., Kommandantenstraße 25 I. " " " , Lederarbeiter Beitung", N., Prinzen Allee 90. = Sattler u. Zapezirer Zeitung", N., Invalidenstr. 145. Alg. Steinfeger Zeitung", NW., Waldenserstr. 18. " Solidarität", Organ aller im graphischen Berufe bes schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, Chauffeeftr. 52. ,, Vereins- Anzeiger für Maler", O., Fruchtstr. 51. Frankfurt a. M. Neue Deutsche Dachdecker Zeitung", Buchgasse 10. " Hamburg„ Der Arbeiter"( für Bau- und Hilfsarbeiter) Gilbeck, Konventstr. 5. " ,, Deutsche Bäcker Zeitung", Organ des Bäckerverbandes, Jdas straße 15/17. , Der Goldarbeiter", Bartelsstr. 96 I. " Der Schiffszimmerer", Gilbeck, Konventstr. 5. " " Korrespondenzblatt" des Zentralvereins der Gärtner, Martt straße 10, H. 1 p. Der Kupferschmied", Gilbeck, Kantstr. 24, III. " Zapezirer Zeitung", Rostockerstr. 1, III. Hannover„ Der Proletarier"( für Fabrik 2c. Arbeiter und Arbeiterinnen) Burgstr. 1. " Leipzig Zeitschrift für Graveure und 3iseleure", Hain ftraße 19, IV. Stuttgart Die Gleichheit". Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen. Furthbachstr. 12. Berlin " " Monatlich einmal erscheinend. い Correspondenz Blatt des Verbandes der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Are beiterinnen Deutschlands", Oppelnerstr. 43, v. IV. = Der Bureau Angestellte", N., Arfonaplah 3, II. Die Gewertschaft", Organ für die Jutereffen der Ar beiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Betrieben. Staligerstraße 141a, IV. * Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn jedes Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreß- oder sonstige Veränderungen bitten wir uns behufs Vormerkung mittheilen zut wollen. Hamburg- Eimsbüttel, Eichenftr. 4. Stuttgart. Genoffe Hildebrandt wegen Beleidigung 4 des Juhabers eines Korrespondenzbureaus 200 M. Geldstrafe. 15. Halle. Acht Sezer der Genossenschaftsdruckerei je 20 m. Geldstrafe wegen Zeugnißverweigerung. " " " " Leipzig. Die Genossen Hertwig und Bahrdt, Pegau, 7 beziv. 5 Tage Haft wegen Tragens republikanischer Abzeichen. Frankfurt a. D. Wegen Beleidigung eines Arztes Genosse Schöpflin 100 M. Geldstrafe. Potsdam. Wegen des gleichen Reats Genosse Huth Brandenburg 8 Tage Gefängniß. München. Sechs Wochen Haft Genoffe Fuchs wegen Verübung groben Unfugs. Antrag: 150 M. Geldstrafe. 16. Berlin. Genosse Röthig wegen Vergebens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung zwei Wochen Gefängniß. Stade. 50 M. Geldstrafe Genoffe Martens- Harburg wegen Vergehens gegen das Vereinsgeseh. " 17. Düffeldorf. Wegen Beleidigung von Polizeibeamten Genosse Weffel 800 M. Geldstrafe. " W 19. Göttingen. Genosse Erfurth, früher in Lauterberg, fünf Wochen Gefängniß wegen Vergehens gegen§ 153 der GewerbeOrdnung. Wegen Richter- und Gendarmenbeleidigung Genoffe Beim 3 Goslar 3 Monate, Genosse Erfurth zwei Monate und Genosse Nietmann Göttingen 50 Mart Geldstrafe. Saalfeld. Wegen Verächtlichmachung von Einrichtungen der chriftlichen Kirche Genosse Türte einen Monat Gefängniß. Erfurt. Die Genossen Erdmann und Gülden zopf je 20 M. Geldstrafe wegen unerlaubten Verbreitens von Flug. 21. Leipzig. 150 M. Geldstrafe Genoffe Südekum wegen Bergehens gegen das Preßgesey. " blättern. 28. Thehoe. Drei Monate Gefängniß Genoffe Roche wegen Majestätsbeleidigung. " " " " Der geschäftsführende Ausschuß. 31. Göttingen. Sechs am Lauterberger Streif betheiligt Gewesene wegen gemeinschaftlicher vorsätzlicher Störperverlegung je sechs Monate und wegen des gleichen Vergehens sechs je drei Monate Gefängniß.-Endlich einer wegen Bedrohung zwei Wochen Gefängniß. Insgesammt wurde erkannt auf 1816 M. Geld- und 11 Jahre Wochen und 2 Tage Gefängnißstrafe. Der geschäftsführende Ausschuß. Hamburg- Eimsbüttel, den 7. Januar 1897. Eichenstr. 4, I. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, Gh. Vis. Eignet sich für unser Blatt nicht. Zürich 19. st uns leider nicht bekannt. Vor Jahren wurde der Stoff in der„ Gartenlaube behandelt. Der Abhandlung waren auch Zeich nungen beigegeben. R. G., B. 3. Ein Testament muß im Gebiete des allgemeinen andrechts unterschrieben und bei Gericht niedergelegt sein, um giltig zu sein. Dasselbe gilt für ein wechselseitiges Testament. Für ein solches ist etwa folgende Form zu empfehlen: uns einander gegenseitig und unsere" Kinder( Namen), sowie diejenigen Wir( Namen der Eheleute) sezen Kinder, die uns etwa noch geboren werden, mit der Maßgabe ein, daß der Ueberlebende von uns die von aller Aufsicht und Rechnungs legung befreite Verwaltung unseres beiderseitigen Vermögens bis zu seinem Tode behält und berechtigt ist, unter Lebenden über die Substanz zu verfügen. Was nach dem Tode des Lehtlebenden übrig bleibt, theilen die anderen Erben nach der gefeßlichen Erbfolge. Fir den Fall einer Wiederverheirathung des Ueberlebenden hat Auseinanders setzung nach der gesetzlichen Erbfolge zu erfolgen." Die Höhe der Kosten richtet sich nach der Höhe des Objetts. Die Kosten für protokol: larische Testaments aufnahmen sind doppelt so hoch wie die für die Annahme eines offen oder versiegelt übergebenen Testaments. Die Kosten für die Annahme von Testamenten betragen: bei einem Objekt von 2-300. 2,40 M., von 300-450: 3,-, von 450-650: 3,60, von 650 bis 900: 4,20, von 900-1200: 5,-, 1200-1600: 6,- 1600-2100: 7,-, 2100 bis 2700: 8,-, 2700-3400: 9,- 3400-4300: 10,- 4300-5400: 11, 5400-6700: 12,-, 6700-8200: 13,-, 8200-10 000: 14,-, 10 000-12 000: 15,-, 12000-14 000: 16,- m. und so steigen bis 30000. bei je 2000 207. mehr Objelt die Kosten um je 1 M., so daß also bei Objekten bon 28-30 000 M. die Kosten 24 M. betragen. Es betragen bei Objekten bon 30-25 000 M. die Kosten 26 M., bei Objekten von 35-40 000 0. 28 M. Von da ab steigt es in der Kostentabelle bet Objekten um je 10 000 Mart, bei den Kosten um je 2 M. daß alfo bei Objekten von 90-100 000 Mart die Ge delt Altona. Der Schloffer Peter wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt 2c. 1 Jahr und 3 Monate Gefängniß. Hamburg. Ein Heizer wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung und§ 240 des Str.-G.-B. 4 Monate Gebühren 40 W. betragen. Von da ab steigen die Werthsklassen um je fängniß. Erfurt. In der Berufungsinstanz Genoffe Fahrtamm wegen Uebertretung der Begräbnißordnung 15 M. Geldstrafe. Dresden. Wegen Tragens republikanischer Abzeichen ein Töpfer 30 M. Geldstrafe. 30. Hamburg. Wegen Beseitigung eines Plakats ein Streifender 20 M. Geldstrafe. Der Verurtheilte hat eine fast fünfwöchentliche Untersuchungshaft erduldet. Harburg. Genoffe Kauffmann wegen Beleidigung eines Polizeibeamten 100 M. Geldstrafe. Stralan. Drei Mark Geldstrafe Genoffe Seit wegen Ueber: tretung einer Verordnung bezüglich der Feier des Todten. Sonntags. " 31. Berlin. Wegen Vergehens gegen§ 153 der GewerbeOrdnung der Maschinenmeister Weber 3 Tage Gefängniß. 10 000 m., die Gebühren um je 1 M., so daß also z. B. die Testaments annahme bei Werthen von 1990 000-2 Minionen Mart 230 M. foftet. Die Kosten sind also wie durchweg in Gerichtssachen bei niederen Objetten pro: zentual außerordentlich viel höher als bei hohen Werthen. Wechselseitige Testamente gelten als zwei Testamente. Der Fiskus erhebt ferner ein Fünftel der angegebenen Säße für die Aufbewahrung der Testamente. viel wie für die Annahme erhoben. Für die Zurücknahme eines Testaments Für die Eröffnung und Ausfertigung einer Testwilligen Verfügung wird so ist, falls wenn zugleich ein anderes Testament überreicht wird, nichts, sonst die Hälfte der oben genannten Gebühren zu zahlen. R. R. 46. Nein. S. P. 11. Januar. K. W. 67. Ist auch dann verboten. Lemme. Lohn- und Abschlagszahlungen an gewerbliche Arbeiter in Kneipen ist nach 115a Gew.- Ordn. unzulässig, falls nicht die Polizeibehörde nur in besonderen Fällen thun darf dies gestattet. Beigen Sie den Be treffenden an, so bekommt er Geldstrafe bis 150 M. oder Haft bis 4 Wochen. John. Beide Sachen verjähren nicht, da sie beide anhängig sind, falls der Richter Schritte gegen den Thäter von 5 au 5 Jahren wiederholt. was sie Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 13. Januar. Opernhaus. Benvenuto Cellini. Schauspielhaus. Die Journalisten. Deutsches. Die versunkene Glocke. Berliner. Kaiser Heinrich. Leffing. Wer war's? Westen. Der Militärstaat. Neues. Marcelle. Residenz. Der Frauenjäger. Thalia. Frau Lieutenant. Zentral. Eine wilde Sache. Schiller. Der Millionenbauer. Oftend. Schwerenöther. Belle- Alliance. Adam und Eva. Volks. Robert und Bertramt. Friedrich Wilhelmstädtisches. Das Edikt des Kaisers. Alexanderplatz. Sein Verhältniß. Unter den Linden. Der Schmetter: ling. Paffage- Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten. Parodie. Thalia- Theater. Urania, Tanben Strasse ( vormals Adolph Ernst: Theater). " Frau Lieutenant." Vaudeville in dret Aften von Paul Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Hermann Hirschel. Muſit von G. Servette und B. Roger Morgen und folgende Tage: Frau Lieutenant." Oftend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weiß. 4. Gastspiel von Josephine Dora vom Adolph Ernst- Theater. Zum 17. Male:" Schwerenöther." Bosse mit Gesang in 4 Aften von Ostar Klein. Musik von G. Steffens. Anfang 8 Uhr. Alexanderplay- Theater. Heute und die folgenden Tage: Sittenbild aus dem Berliner Leben Pifante Novität! Sein Verhältniß. in 4 Aften von Karl Pohle. Anfang 8 Uhr.( Bons, auch die zu anderen Stücken ausgegebenen, behalten ihre Gilligkeit.) Nächsten Sonntag, nachm. 4 Uhr: Zum ersten Male: Die Puppenfee. Zaubermärchen mit Gesang und Tanz Die Kreuzfahrer oder in 6 Bildern von Georg Zimmermann. Emma von Falkenstein. In Vorbereitung: Der indische Cactus. Schwank in 4 Aften von Belle- Alliance- Theater A. v. Gordon. Volks- Vorstellung Billets sind schon 3 Tage vorher ohne zu haben. unter Regie von Julius Türk. Borbestellgebühr an der Theaterkasse Sonntag, den 17. Januar: 1. Gastspiel von Jenny Marba ( Theater der Modernen). Bum 1. Wale:" Gläubiger." Tragikomödie in 1 Att von Strindberg. Thekla: Jenny Marba; Alfred: Rich. Jürgas; Gustav: R. Jaffé. Dann:„ Die unehrlichen." Schauspiel in 3 Atten von Rovetta. Karl Moretti: Julius Türk; Elise: Jenny Marba; Orlandi: Hans Manussi; Sismondi: Wilh. Nuff. Eintrittskarten à 60 Pf. find in ben bekannten Zahlstellen zu haben. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Millionenbauer. Der Donnerstag, abends 8 Uhr: Der Schierling. Die Komödie der Irrungen. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Dir. Rich. Schulz. Mittwoch, den 13. Januar 1897; Emil Thomas a. G. Zum 114. Male: Eine wilde Sache. Anfang 1/28 Uhr. Donnerstag, den 14. Januar 1897: Benefiz für Alma Seemann. Zum 115. Male: Eine wilde Sache. Sonnabend, 16. Januar 1897, zum 303. Male: Neu einstudirt:" Eine tolle Nacht." Friedrich Wilhelmst. Theater. Mittwoch: Zum lesten Male: Das Edikt des Kaisers. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34 nahe dem Kottbuser Thor. Weihnachtsfeft= Dekoration sämmtlicher Säle. No. 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Gintritt 50 f. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62 Circus Renz Berliner Possen- Theater Englischer Garten, aber Karlstrasse. ( Jubiläums: Saison 1896/97.) Sternwarte dehrter Stadtbahn Mittwoch, den 13: Januar 1897, hof. Täglich von 72 Uhr abends ab 50 Pf. Jm Theater: Saale täglich 8 Uhr abends Borträge, mit Expert: menten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. abends 71/2 Uhr: Außerordentl. Vorstellung. Kolossaler Erfolg. Passage- Luftige Blätter! Panopticum. Letzte Neue Einlage. Leuchtende Karrikaturen. Außerdem: Bagdad, arab. Bollblut: Schimmelhengst, 6 Trakehner Napp: Woche: hengste, dressirt und vorgeführt vom Traum= bilder. Feerie in 13 Bildern mit Musik und Gelang. Castan's Panopticum. Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Pygmäen. Neu! New! Ur- Australier ( Kannibalen). Alcazar Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerftr. 52/53( City- Passage) Annenstr. 42/43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. Robert und Bertram en Der Ehrenpokal Neu! Große Gesangsposse in 4 Atten von G. Räder. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. bis 4 Mr. Parodie- Theater Oranienstr. 52. spielergesellschaft des Direktors Joh. Gastspiel der reisenden Schau Lumpe aus Dobern bei Bensen in Böhmen: Die Kreuzfahrer oder Emma von Falkenstein. Großes romantisches Sittenschauspiel. Anfang Woche 8 Uhr, Sonntags 7½ Uhr. Entree 75 B bis 3 M. NB. Ver ehrungswürdige: Da dieses Stitc sich überall des besten Beifalls er: oder: Die Deputation. Posse in 1 Att von H. Kläger. Brothers Rifton, großartiges LuftPotpourri. Herm. Wehling, TanzKomiter. Lotte Sieger, Bravour: Altistin mit 50 dressirten Ratten. Mar Alfredo Reg, Salon- Humorist. Eugen Rofi, unübertreffl. CharakterDarsteller ut. a. m. Wochentags 8 Uhr. Gutree 30 Bf. Anfang: Sonntags 6 Uhr. R. Winkler. Moabiter Stadt- Theater Alt- Moabit 48. Heute sowie jeden Mittwoch: freute, fo glaube ich in der Wahl des Stettiner Sänger selben auch hier keinen Fehlgriff gethan zu haben. Einem zahlreichen Besuche entgegensehend Hochachtungsvoll Johann Lumpe. Direktor. Schippanowsky's Deutsche Konzerthallen Spandaner Brücke 3. Drama in 5 Aften von H. Driesmans. Neu! Anfang 8 Uhr. Donnerstag: Vor Sonnenauf!! Im gang. Soziales Drama in 5 Aften bon Gerhart Hauptmann. Freitag: Kein Hüfung. Boltsfchauspiel in 4 Aften mit freier Be nugung der gleichnamigen Dichtung von Frig Reuter bont Hermann Jahnke und W. Schirmer. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Die Puppenfee. Zaubermärchen mit Ge fang und Tanz in 6 Bildern von Georg Zimmermann. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Klassiker: Borstellung: Kabale und Liebe. Trauerspiel in 5 Aften von Schiller. Billets ohne Vorbestellgebühr an der Theaterkasse, außerdem int Invalidendant, unter den Linden 24, bei Baul Romeick, Leipzigerstraße 6, und Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Neu! Neu! Frühlingsglanz Populäre Konzerte: Jm Fliederhain, In der Rosenlaube, Im Obstgarten, In der Hopfenlaube, Im Weinberge. Entrée frei! Entrée frei! Theater Abtheilung: Auftreten von Humoristen, Komikern 2c. Hauswirths Töchterlein. Boffe. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Texika 130/3 ( Meyjel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 f.( siehe Plakate). ,, Emma, mein Mause: Direttor Fr. Nenz. Die doppelte hohe Schule, ge ritten von Frl. Wally Renz und Frau Robert Renz. Auftreten des Schulreiters Mr. Gaberel mit seinem Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direktion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Sein Portrait. Schwank von 2. Hastet. Des Löwen Erwachen. Operette von Brandt. Der Lumpenball. Achtung! Achtung! Alexander. 27. 21. 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