Nr. 11. Abonnements- Bedingungen: : Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post BettungsPreisliste für 1897 unter Dr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Jnsertions- Gebühe beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt 1, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Schweiz im Jahre 1896. Zürich, Anfang Januar. Donnerstag, den 14. Jaunar 1897. demokratie wie für die gegenwärtige Ueberwindung der in den letzten Jahren übermächtig gewordenen Reaktion. In ihrem Hauptlager in Genf ist sie durch die völlige Niederlage der großkapitalistischen Konservativen derart auf das Haupt geschlagen, daß sie sich davon nicht so schnell wieder erheben wird. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Politische Uebersicht. Aus den Auslassungen der Redner der übrigen Parteien ergiebt sich, daß zwar vielfach die Neigung aber nirgends der Muth vorhanden ist, dem Geschrei der Bäckermeister nachzugeben. häusern zc. allmälige Fortschritte. Die Stadt Zürich hat für 1 Million Franks Baupläge zur Erstellung von Wohnhäusern für die städtischen Beamten und Arbeiter angekauft; der Große Rath des Kantons Baselstadt Berlin, 18. Januar 1897. Für die eidgenössische Politit war das abgelaufene hat ein förmliches Programm für Wohnungsreform aufgestellt; Jahr etwas fruchtbarer als sein Vorgänger. Im Jahre 1895 ge- in der Stadt Genf soll an stelle eines alten Quartiers ein neuer Stadttheil Aus dem Reichstage. Die Verhandlungen des heutigen langten am 3. Februar das Gesandtschaftsgefeß, am 29. September seitens der städtischen Verwaltung erbaut werden; in Zürich, Tages boten in einzelnen Partien sehr interessante Momente. das Zündhölzchenmonopol und am 3. November die Militärvorlage Winterthur, Bern, Narau und, irren wir nicht, auch in Luzern Hierher rechnen wir allerdings die Auseinandersetzungen zur Abstimmung und Verwerfung. Im abgelaufenen Jahre fand haben Wohnungsenqueten stattgefunden, deren Resultate indeß noch zwischen den christlich- sozialen Bertreter für Raffel, Professor nur eine eidgenössische Volksabstimmung statt, diejenige am 4. Dt nicht vorliegen. Ferner ist in der Stadt Genf vor einigen Monaten Hüpeden, und den Industrie- Feudalen von Stumm tober über das Eisenbahnrechnungsgeseß, das die Disziplinarſtrafordnung; letztere zwei Gesetze wurden verworfen, Mitteln und mit regelmäßigen Jahresfubventionen errichtet worden. gewaltigen eine ganze Anzahl gepfefferter Grobheiten, so bebei Bege handelsgesetz und die erſte ſchweizerische Arbeitsbörse aus öffentlichen nicht. Herr Hüpeden sagte zwar dem Neunkirchener Alldas erste angenommen. Obwohl das Eisenbahnrechnungsgeset Die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel sowie der Beerdigung ist in zeichnete er Stumm's Liebe zu den Arbeitern als die Liebe des nicht von unmittelbar praktischem Interesse für das Volkswohl, so mehreren Gemeinden neu eingeführt oder auf das Jahr 1897 hin Habichts zu den Tauben. traten doch alle Freunde des Fortschritts für seine Annahme ein beschlossen worden. und herrschte, als diese erfolgte, in den weitesten Voltskreisen die Herr von Stumm brachte nur seine alten Verdächtigungen Wahlen gab es im verflossenen Jahre so viele, daß man von größte Freude. Der unheimliche Dämon der Negation, der bundes: einem richtigen Wahljahr reden kann. In mehreren Kantonen gegen Pastor Naumann und dessen Freunde vor, ohne irgend feindlichen Obstruktion, welcher in Genf und Lausanne seinen Siß, wurden die kantonalen wie kommunalen Behörden neugewählt, etwas Beachtenswerthes vorzubringen. in den großkapitalistischen Kreisen des ganzen Landes aber seine ferner Ende Oktober auch der Nationalrath und ein Theil des Eine sehr interessante Abwechselung brachte die Rede des zahlreichen Anhänger hat, war durch die Annahme des Rechnungs- Bundesrathes. Alle diese Wahlen haben ein Fortschreiten der Großindustriellen v. Heyl. Dieser Herr las den Berliner gefeßes überwältigt, dadurch aber gleichzeitig auch der Wille des sozialdemokratischen Partei gegenüber früheren Wahlen Konfektionären und deren Wortbruch den Arbeitern gegenüber Wolfes für die Eisenbahnverstaatlichung ausgedrückt worden. Zu gezeigt und zwar sowohl bezüglich der erhaltenen Stimmen wie in einer Weise die Leviten, wie viel härter die betrogenen den Gründen, mit denen die Aktionäre und Bankiers gegen das Vertreterzahlen. Nur in der Stadt Zürich hat unsere Partei bei den Arbeiter auch nicht urtheilen konnten. Es wird den Organen Rechnungsgesetz agitirten, gehörten auch das Simplonbahn- Projekt Neuwahlen des Kantonsraths mehrere Size eingebüßt, und zwar der Konfektionäre schwer werden, diese Angriffe unter das und die Nebenbahnen". Werde das Rechnungsgesetz angenommen, infolge der zum erstenmal angewandten neuen reaktionären dem die Verstaatlichungsvorlage folgen werde, so würde der Simplon- Verfassungsbestimmung, daß bei Berechnung der Vertreterzahl nur Rubrum: sozialdemokratische Verleumdungen zu bringen. durchftich nie mehr ausgeführt werden, ebensowenig die Neben- die schweizerischen und nicht auch die ausländischen Einwohner Selbst Minister von Bötticher, der viel gewandte Bertreter der bahnen, auf die zahlreiche Gegenden schon jahrzehntelang warten, zählen. Derselbe Züricher Kantonsrath, der vor einigen Jahren Unternehmer- Jutereffen, fand kein Wort für die Konfektionäre, von den Privatbahngesellschaften aber immer wieder hingehalten der betreffenden, geradezu im Gegensatz zur gesunden Vernunft im Gegentheil, er mußte die Vorwürfe des Herrn von Heyl wurden und werden. Nun hat die Bundesversammlung den schweizerisch- stehenden Initiative zustimmte, hat vor einigen Wochen die noth sogar als zutreffend zugeben. Von Jnteresse aus den italienischen Staatsvertrag, betreffend den Simplondurchstich genehmigt, wendige Korrektur derselben in Gestalt der Proportional ministeriellen Ausführungen ist die Zusage, daß die Regierung desgleichen mehr als ein Dußend Eisenbahn- Konzessionen ertheilt wahl abgelehnt. Auch in der Stadt Solothurn wurden sich mit dem Gedanken trägt, die Vorschläge der Kommission und damit alle jene Gründe als Schwindel erwiesen. Wie viele einige Size Size für den den Kantonsrath verloren, dagegen in Zehntausende, namentlich in der französischen Schweiz, haben sich Grenchen für Arbeiterstatistik in Bezug auf die Ueberwachung der Hausals der ersten schweizerischen Gemeinde die aber durch jenen Schwindel dazu verleiten laffen, ein Nein gegen Gemeindeverwaltung in ihrer Mehrheit aus Sozialdemokraten industrie im Konfektionsgewerbe, zur Ausführung zu bringen. das Rechnungsgesetz in die Urne zu legen? bestellt. Bei den Nationalrathswahlen, welche auch den Lesern des Recht zahm, und sehr im umgekehrten Verhältniß zu dem Die Verwerfung der Disziplinar- Strafordnung hat das Bolts- Vorwärts" in frischer Erinnerung sind, hat die sozialdemokratische Geschrei in der Presse und in den Versammlungen, war der votum vom 3. November 1895 noch vervollständigt, man darf an- Partei ihre Stimmenzahl von 30 000 auf 40 000 in 14 von 52 Wahl. Vorstoß des Antisemiten Vielhaben gegen die Bäckereinehmen, daß in der nächsten Zukunft keine Militärvorlage mehr vor freisen vermehrt und in Genoffe Wullschleger den ersten tüchtigen verordnung. Von unserem Genossen Bebel wurde dieser das Volk zum Entscheide gelangt. Vertreter erhalten. Der bei der Wahl zu tage getretene Zug nach Vorstoß in glänzender Weise abgewiesen und verlangt, daß Wie das Rechnungsgesetz in die Sozialpolitit gehört, fo links in ein ebenso günstiges Anzeichen für die Zukunft der Sozial- nicht nur die Verordnung aufrecht erhalten und auch energisch auch die Bunde3bant, für deren Errichtung im Juni durchgeführt, sondern daß für das Bäckergewerbe angesichts der die Bundesversammlung das betreffende Gesetz fertig ftellte. Wie erinnerlich, haben auch dagegen die Bantiers in Genf, Lausanne, dort theilweise vorherrschenden Mißstände besondere Juspektoren Zürich zc. das Referendumsbegehren gestellt und hierfür mehr als eingesetzt werden. 70 000 Unterschriften aufgebracht. Am 29. Februar d. J. hat das Bolt über das Bundesbankgesetz abzustimmen und wird die bezüg Weniger zahlreich als z. B. in Deutschland waren im verflossenen liche Agitationskampagne in den nächsten Wochen in lebhaftester Jahre die sozialen Kämpfe in der Schweiz, trotzdem auch hier Art beginnen. Die Annahme des Gesetzes würde eine erfreuliche der wirthschaftliche Aufschwung ähnlich wie in Deutschland ein Inauguration des neuen Jahres sein. getreten ist. Dagegen waren die Rämpfe der Eisenbahner, Erinnern wir noch an das Kreisschreiben der Ober- Post welche aus dem Jahre 1895 mit herübergenommen worden waren, Dr. Lütgenau, Geyer und Beus noch in dieselbe ein, wobei Im weiteren Verlauf der Debatten griffen unsere Genossen direktion in Bern an sämmtliche Bostämter zur strikten Durch und die im Brauer gewerbe ebenso umfangreich wie lebhaft. Geyer den sächsischen Bundestagsbevollmächtigten Dr. Fischer führung der gesetzlichen Bestimmungen zum Schuße der Post- An der über das ganze Land ausgedehnten Eisenbahner: angestellten, speziell des Behnstundentages, und an die nicht Bewegung waren zirka 20 000 Angestellte und Arbeiter be- in föstlichster Weise und unter allgemeiner Heiterkeit abführte, unbedeutende Erhöhung der Gehälter mehrerer Kategorien von theiligt. Ende März, nachdem auf den 1. April der General- während Lütgenau die Verhältnisse der Berg- und Peus die Bostangestellten auf das Jahr 1897, zu welchen beiden streit angedroht war, tam in Bern unter dem Vorsitz von Bundes- der Ziegeleien eingehend erörterten. Attionen die organisirten Angestellten den Anstoß gegeben haben, rath Zempe, dem Chef des Eisenbahn- Departements, zwischen den Morgen 1 Uhr Fortsetzung. und endlich an den von der Bundesversammlung bewilligten Kredit Vertretern der Eisenbahner und der Bahngesellschaften eine Verzur Aufstellung einer obn statistit der Eisenbahner, einbarung zu stande, der sich in letzter Stunde auch die Nordostbahn Das preußische Abgeordnetenhaus trat heute in die zweite so dürften die wichtigsten Borgänge in der eidgenössischen Politit in Zürich anschloß und wodurch die Bewegung in der Hauptfache Berathung des Gefeßentwurfs betreffend Tilgung von Staats. beendet wurde. Die Vereinbarung brachte den Eisenbahnern nicht schulden und Bildung eines Ausgleichsfonds. Nach Für die Fortführung und den Ausbau der Arbeiterschuß die volle Erfüllung aller Forderungen, aber doch wichtige Zu- diesem sogenannten Miquel'schen Automatengesetz sollte vom EtatsGesetzgebung ist leider nichts geschehen. Die Resultate der geständnisse und Verbesserungen, die mit Ausnahme der Nordoftbahn jahr 1897/98 ab eine Tilgung von Staatsschulden in Höhe von von den Fabrikinspektoren Ende 1895 gemachten Erhebungen über bei den übrigen Bahnen im großen und ganzen auch richtig in der jährlich mindestens einem halben Prozent der jeweiligen Kapital. die Möglichkeit der Freigabe des Sonnabend- Nachmittags für die Praxis durchgeführt wurden. schuld vorgenommen und ein etwaiger Ueberschuß zunächst zur Bildung, Fabritarbeiterinnen liegen noch nicht vor. Und auch die Kranten. Konnte man bei den Eisenbahnern von einem schönen Siege und Erhaltung eines Ausgleichsfonds in Höhe von 80000000 m. verwendet und Unfallversicherung, das alte Schmerzenskind der Eid- reden, so kann dagegen bezüglich der Kämpfe in der Brau- Industrie werden. Der darüber hinausgehende Betrag des Ueberschusses sollte zu genossenschaft, ist noch immer nicht erledigt und daher wieder mit nur von einer Niederlage der Arbeiter gesprochen werden. Das heißt, einer weiteren Tilgung von Staatsschulden dienen. Die Kommission in das neue Jahr hinübergenommen, vielleicht wird sie aber im März hatte erst die Bewegung mit Errungenschaften für die hat den zu tilgenden Antheil der Staatsschuld erhöht, indem sie endlich parlamentarisch erledigt werden. Brauerei Arbeiter geendet, aber der im Sommer von den proßigen bestimmte, daß für das Jahr 1897/98 mindestens ein halbes Prozent Auf dem Gebiete der kantonalen Politit stehen im Bierbaronen provozirte zweite Kampf, der seitens der Arbeiterschaft und vom Jahre 1898/99 ab mindestens drei Fünftel Prozent der Vordergrunde des Interesses die Verfassungsrevisionen in mehreren mit dem Bierboykott fast in der ganzen Schweiz, seitens der Brauerei felben getilgt werden. Dagegen hat die Kommission den Ausgleichs Kantonen, so in Schaffhausen, Schwyz, Nidwalden und Basel- benzer mit Entlaffung von 200 organisirten Brauern und der Ver- fonds beseitigt und statt deffen vorgeschlagen, daß ein etwaiger land. Die Verfassungsvorlage im ersten Ranton ist bekanntlich in nichtung ihrer Fachvereine geführt wurde, endete zu ungunsten der Ueberschuß in voller Höhe zur weiteren Schuldentilgung zu ver der Volksabstimmung verworfen, aber später beschlossen worden, die Arbeiter. Der Mangel an Organisation, Disziplin und Solidarität wenden ist. Berfassungsrevision fortzuführen. In Schwyz und Nidwalden sind selbst des großen Theiles der organisirten Arbeiterschaft verschuldeten Eine scharfe Krilik an der Vorlage übte der Abg. Richter, die Verfassungsräthe noch mit der Berathung der neuen Verfassung die Erfolglosigkeit des Boykotts, andererseits halfen wie immer der auf die Verminderung des parlamentarischen Einflusses bei der beschäftigt, während im Kanton Baselland die vom Bauern und die braven Streifbrecher". welche aus Deutschland importirt Feststellung des Etats hinwies. Schon jetzt habe das Abgeordnetens Arbeiterbund verlangte Verfassungsrevision in der Volksabstimmung wurden, zum Siege der Herren. So lange die Arbeiterbewegung haus nur ein Ausgabe Bewilligungsrecht, aber fein Ginnahme- Be vom 13. Dezember mit 4000 gegen 2000 Stimmen verworfen wurde. nicht höher steht, ist jedenfalls der Bierboykott als Kampfesmittel willigungsrecht, und dieses Recht solle noch weiter beschränkt werden. Handelte es sich hier um einen ernsten Versuch zur Sozial- und gegen die Brauereibesiger eine stumpfe Waffe, die nur die Arbeiter Richter wies auch auf die weiteren Gefahren hin, die aus diesem Agrarreform, so soll in den anderen drei Kantonen der soziale und selbst schwer schädigt. Gesetze erwachsen würden; der Staat müßte auch in schlechten demokratische Gedanke weitergeführt und praktisch ausgestaltet werden. In der Tabakindustrie hat aber der Boykott gewirkt und Jahren Schulden tilgen und hätte dann entweder nicht genug Mittel Die kantonale Arbeiterschutz- Gefeßgebung hat ohne große Mühe den Arbeitern die Lohnerhöhung gebracht, für die für nothwendige Kulturaufgaben, oder aber er müßte zu einer Erhöhung feinen positiven Fortschritt erfahren. Im Kanton Solothurn ist das sie jahrelang erfolglos gekämpft hatten. der Einkommensteuer- Buschläge schreiten. Namens des Zentrums bes Arbeiterinnenschuß- Gesetz vor einigen Monaten in Kraft getreten und Eine Reihe kleiner Streits und Lohnbewegungen verliefen für dauerte Abg. Ba ch e m das Scheitern des Ausgleichsfonds und erklärte bereits wird in der Arbeiterpresse über dessen Mißachtung seitens die Arbeiter günstig, mehrere derselben, so der Maler in Genf vor das Gesetz in der vorliegenden Gestalt für so unvollkommen, daß seine Partei der Unternehmer geklagt und ein tantonaler Fabrikinspektor ge- Eröffnung der Landesausstellung, der Arbeiter und Arbeiterinnen der nicht dafür stimmen könne. Der Finanzminister Miquel wandte fordert. Im Kanton Genf haben die sozialdemokratischen Vertreter Seidenfabrik von Henneberg in Zürich, und andere hingegen un- sich in seiner Erwiderung gegen die Abgg. Richter und Bachem im Großen Rath( Landtag) den Entwurf zu einem Arbeiterinnen- günstig. Eine umfassende Darstellung der 1896 er 2Lohn- und Streit und erörterte wiederum eingehend das ihm vorschwebende Jdeal schutz- Gesetz vorgelegt, der im Schooße einer Kommission ruht; und bewegungen in der Schweiz wird voraussichtlich wieder das einer Reichs Finanzreform, da das System der Matrikular in den Kantonen Neuenburg, Bern und Aargau sind schon Schweizerische Arbeitersekretariat in seinem Jahresberichte geben. umlagen nur ein Nothbehelf sei. Den Ausgleichsfonds hofft Herr längst Motionen zum Erlaß von Arbeiterinnenschutz- Gefeßen Die günstige Geschäftslage des verflossenen Jahres hätte von Miquel noch unter Dach und Fach zu bekommen. Für die Vorlage von den Großen Räthen erheblich erklärt, feitens der den Arbeitern beffer ausgenutzt werden sollen, als es geschehen ist. traten die beiden konservativen Parteien und die National Rantonsregierungen aber nicht ausgeführt worden. Die Die Ursache davon liegt zum theil in dem Bierboykott, der bebetreffenden Herren scheinen mehr großkapitalistisch- manchesterlichen deutende finanzielle Mittel, aber auch sonst alle Kräfte in Anspruch Nebenher lief noch ein interessanter Streit zwischen den Herren Anschauungen zu huldigen, nebenbei allerdings in tapitalistischer und nahm und sodann in der Rückständigkeit unserer gewerkschaftlichen Dr. Ba chem und Dr. Sattler über die Frage, ob das Zentrum bäuerlicher Sozialpolitik zu machen, aber mehr oder weniger tiefe Bewegung, die nicht blos meist aus fleinen und schwachen Organi- oder die Kartellparteien die Volkslasten durch Bewilligung neuer Abneigung gegen eine arbeiterfreundliche Sozialpolitit zu befationen besteht, sondern auch darunter leidet, daß lettere jede lebhaftere indirekter Steuern im Reichstage vermehrt hätten. Uns dünkt es, fizzen. Eine starke Vertretung der sozialdemokratischen Partei und zweckmäßigeThätigkeit vielfach vermissen lassen, so daß sie nur Formen daß beide Parteien ihr möglichstes gethan haben und daß keine der in den tantonalen Parlamenten, sowie eine weit ver ohne Inhalt find. Bezüglich der politischen Bewegung ist es vielfach anderen etwas vorzuwerfen braucht. breitete und gut redigirte Arbeiterpreffe tönnten da manche nicht beffer. Es ist daher zu begrüßen, daß mit Beginn des neuen Morgen wird die Berathung fortgesetzt. Wandlung zum Besseren bewirken. Im Kanton Zürich ist Jahres die ständigen Sekretäre des Gewertschaftsbundes und des Die gerichtlichen Bestrafungen von Sozialdemokraten mit dem neuen Wirthschaftsgesetz ein etwas besserer Schuß Grütlivereins, Calame und Wullschleger, ihre neuen Aemter an in Deutschland scheinen fort und fort drakonischer auszus für das Wirthschaftspersonal geschaffen worden und im Kanton St. treten. Bon ihrer Thätigkeit darf man eine träftige Förderung der fallen und sich ins ungemessene steigern zu wollen. Gestern Gallen nahm der Große Rath ein Gesetz zur Schaffung gewerblicher Arbeiterbewegung erwarten. Die Verhältnisse und die Menschen Schiedsgerichte an. find hierfür vorhanden, es gilt also nur, sie auszunußen und für ist die Liste" Unterm neuesten Kurs" erschienen, die noch für In der kommunalen Politit machen die Bestrebungen unsere Sache zu gewinnen. Daß dies im neuen Jahre in aus den letzten Weihnachtsmonat 11 Jahre 4 Wochen Ge. auf Kommunalisirung öffentlicher Einrichtungen, wie Straßenbahnen, gedehnterer und erfolgreicherer Weise geschehen werde, mit dieser fängniß aufweist! Wir haben uns die Mühe genommen, Beleuchtungsanstalten, Arbeitsvermittelung, Erstellung von Wohn- Hoffnung darf man in das Jahr 1897 eintreten. einmal zusammenzuzählen, was in den letzten Jahren in dieser verzeichnet fein. liberalen ein. Beziehung geleistet worden ist. Das Resultat ist für die letzten drei Jahre folgendes. Es wurden von deutschen Gerichten über Sozialdemokraten verhängt: 1894: 63 Jahr, 10 Mon. Gef.; 46 863 M. Geldstrafe. 1895: 79 1896: 83 " 9 3 # " 33 160 32 889 " " Gerücht, daß die Veränderungen im preußischen Handelsministerium Genf, 11. Januar.( Eig. Ber.) Die hiesige politische mit dem Rücktritt des Freiherrn v. Berlepsch nicht abgeschlossen Polizei hat sich im Laufe der letzten Jahre durch manche un find. Sollte dieses Gerücht einen ernsthaften Hintergrund haben, schöne Handlung es sei nur an die seinerzeitige Ausweisung des dann möchte es sich auf den Unterstaatssekretär Lohmann beziehen. Genossen Plechanow erinnert einen nicht beneidenswerthen Ruhm erBielleicht wählt man dann einen älteren, mit den Intentionen worben. Zum Schluffe des alten Jahres hat sie noch ihr Müthchen feines hohen Chefs wohl vertrauten Direktor der freiherrlich gefühlt an einem deutschen Genossen, deffen Schriften voll v. Stumm'schen Werke zum Leiter der königlich preußischen Sozialständig in Ordnung waren. Er war eines Tages vor den Polizeichef zitirt worden, der mit ihm ohne Angabe des Grundes ein Verhör Und das alles ohne Sozialistengesez und gegen Sie An- politit. gehörigen der stärksten Partei Deutschlands! Im Laufe von Die Militär- Strafprozeß Ordnung scheint vornahm. Der so Behandelte machte davon dem Genossen Sigg drei Jahren über 110 000 Mart Geldstrafe und 227 noch eine Reihe von Leidensstationen durchmachen zu müssen, bevor Mittheilung, welcher die Angelegenheit im„ Peuple" besprach und sie an den Reichstag gelangt. Vou verschiedenen Bundesstaaten scharf kritisirte. Darauf abermalige Vorladung unseres Genossen Jahr Gefängnißt! Recht interessant ist auch die Thatsache, sollen Abänderungsanträge vorliegen, Bayern soll sich über seine und nun als Rache für die Veröffentlichung feine Ausweisung. daß die Geldstrafen eine Kleinigkeit zurückgegangen, die Ge- Abänderungsanträge noch nicht einmal schlüssig geworden sein. Dhne Rücksichtnahme auf sein eigenes Geschäft und seine Familie fängnißstrafen dagegen fortgesett gestiegen sind. Die mußte er fort von Genf, und die politische Polizei ist um ein deutsche Kultur macht Fortschritte. trauriges Ruhmesblatt reicher. Dem Abgeordneten Freiherrn v. Stumm nud Konsorten ins Stammbuch. Ueber die Art, die Religion zum Beckmantel politischer Bestrebungen zu machen, äußerte sich jemand wie folgt: Alle Henchelei, Scheinheiligkeit, furzum alles Kirchenwesen als Mittel zu egoistischen Zwecken ist zu entlarven, wo es nur möglich ist. Die wahre Religiosität zeigt sich im gangen Berhalten des Menschen" 3. B. in der Bekämpfung und Unterdrückung von politischer Uns abhängigkeit und von Arbeitervereinigungen durch Maßregelungen, Heirathsverbote, Berbot bestimmter Beitungslektüre, Aneignung der von anderen Händen geschaffenen Werthe und dies ist immer ins Auge zu faffen und von äußerem Gebahren und Schaustellungen zu unterscheiden". " = Frankreich. - Ein neues großes Mittel" wird in einem Ein gefandt der Kreuz- Zeitung" vorgeschlagen. Danach soll der Zoll für das aus dem Auslande eingeführte Getreide und für Mehl für eine Menge von 75 pCt. des Durchschnitts der thatsächlichen Ein- Paris, 11. Januar.( Eig. Ber.) Die Regierungspresse renom. fuhr in den Jahren 1. Januar 1894 bis 1. Januar 1897 auf 50 pSt. mirt gern mit Meline's persönlicher Mafellosigkeit einer der bisherigen Höhe herabgesetzt werden. Die zukünftig diesen Eigenschaft, mit welcher der opportunistische Klüngel bekanntlich Durchschnitt übersteigende Einfuhr wird mit einem Zoll nicht verschwenderisch bedacht ist. Nun wird aber auch diese negazuschlag zu den gegenwärtigen Böllen von 100 pet. belegt. tive Meline'sche Tugend ernstlich in Frage gestellt. Seit drei Tagen Die Berechtigung zum Import des mit niedrigem Boll be- geht durch die raditale Presse eine Enthüllung des Inhalts, daß legten Getreides ut. f. w. wird, als übertragbares Recht, auf die im der erprobte 2c. Republikaner" seine abonnentenlose Zeitung„ Répu Inlande Getreide produzirenden Reichsangehörigen vertheilt. blique Française" von monarchistisch- tleritalen Rapitalisten über ( Kontingentirt.) Die Vertheilung erfolgt derart, daß durch Reichs Wasser halten lasse, daß er vor dem Eintritt ins Ministerium als gesetz für die einzelnen Bundesstaaten die Kontingente nach ihrem Chefredakteur der schutzöllnerischen Zeitung direkt ein fettes in Gesammtgeldwerth vertheilt werden nach Maßgabe der statistisch zu Gehalt von denselben Kapitalisten bezogen und daß er schließlich Diefer jemand war der spätere Raiser Wilhelm I. ermittelnden Getreideproduktion in den Jahren 1. Januar 1894 bis die guten klerikal- monarchistischen Dienste als Ministerpräsident In dem Verfahren gegen v. Tausch hat der„ Post" zufolge 1. Januar 1897 ebenfalls nach ihrem Geld( Markt) mit Ordensbändern der Ehrenlegion belohnt habe. Dabei ist zu Rechtsanwalt Dr. Sello an seinen Mandatar ein längeres Schreiben Werthe. Den Bundesstaaten bleibt es überlassen, die Unter- bemerken, daß die betreffenden Kapitalisten wegen ihrer bekannten gerichtet, worin er mittheilt, daß er aus gewissen Gründen sein vertheilung durch Landesgesetz zu regeln, doch ist bei dieser antirepublikanischen Gesinnung bisher von keinem Ministerium in Mandat als Vertheidiger v. Tausch's niederlege. Untervertheilung der Geldwerth immer als Maßstab zu benußen. die Ehrenlegion aufgenommen wurden. Also ein regelrechter, wenn Ueber Normann- Schumann- Mundt theilt die Weser- 3tg." Legitimirt zur Empfangnahme der Einfuhr- Berechtigungsscheine ist auch indiretter Ordensschacher à la Wilson, der Grévy den aus der Nummer vom 5. Oktober des Aachener„ Echo der Gegen- derjenige, auf dessen Kosten im einzelnen Falle der Körnerbau be- Präsidentenstuhl gekostet hat. Meline hüllt sich in vornehmes" wart" folgende Stelle mit: trieben wird.( Also event. Pächter, Garantie- Verwalter.) Die Schweigen die Sache wird also stimmen. Sein Kollege Barthou Am 27. September wurde in Rom Ernst Wilhelm Schumann, Empfänger der Einfuhr- Berechtigungsscheine sind verpflichtet, hatte vor einigen Monaten gegen eine ähnliche Anschuldigung ein ein geborener Norddeutscher, beschuldigt der Fälschung eines binnen sechs Monaten nach Empfang der Scheine: a) entweder Ehrengericht angerufen. Warum folgt Meline nicht diesem Beiöffentlichen Dokuments, in in einem Hause der Montecatini- selbst, oder durch die Vermittelung von Genossenschaften u. f. w. Gespiel? Diesmal tritt eben die Enthüllung mit beweiskräftigen AuStraße aufgespürt und verhaftet. Die liberale"" Gazetta d'Italia" treide bezw. Mehl in solcher Menge aus dem Auslande einzuführen, gaben auf. berichtet darüber also:„ Man verhaftete den Korrespondenten der daß die ihnen überwiesenen Summen der Zollersparniß von 50 pct. Paris, 12. Januar.( Eig. Bericht.) Anstatt eines Dementis hat Berliner Kreuz- Beitung", des" Hamburger Korrespondenten", der entsprechen, oder b) ihre Scheine zu verkaufen, oder c) sie zum die" République Française" endlich eine Bestätigung der Schles. 3tg.", der„ Augsburger Postztg." und anderer deutscher halben Nennwerthe( 25 pCt. des bisherigen Bolles) der nächsten radikalen Enthüllung bringen müssen. Das Organ des Journale unter der Beschuldigung, die Geburt eines seiner Kinder Produktenbörse zur Verfügung zu stellen. Der Antrag Kanik lief Herrn Meline sucht aber den skandalösen Ordensschacher, sowie unter falschem Namen auf dem Kapitol( Bürgermeisteramte) an- auf eine Verstaatlichung des Getreide- Imports hinaus. Der oben die Besoldung des früheren Chefredakteurs durch die klerikal gegeben zu haben. Er lebte 1876/77 in Italien, war mit abgedruckte Borschlag geht noch viel weiter. Er setzt an ſtelle des monarchistischen Aktionäre geradezu zu verherrlichen. Meline, heißt arbeiter von italienischen und deutschen Journalen und nannte Staates die Getreideproduzenten, soll heißen, die Großgrundbefizer es, habe sich von jeher für die Dekorirung hervorragender Industrieller sich damals Ernst Wilhelm Schumann. Eine böse Geschichte, die und will ihnen noch eine Zollermäßigung von 50 pet. zuschieben. verwendet, welche alles für das Gedeihen des Landes und den ihm in Neapel paffirte, veranlaßte sein Verschwinden aus Italien. Dadurch wäre natürlich der selbständige Handel vollständig lahm- Wohlstand der Arbeiter thun".. Daß die Jndustriellen bebändert Im Jahre 1882 fehrte er hierher zurück, aber unter anderem Namen, gelegt und die Ditelbier könnten die Preise diktiren, die sie wurden, nachdem erst sie das Gedeihen des verkrachten schußzölineund war dann der Reihe nach in fast sämmtlichen Journalen als wünschen. Der Vorschlag hat noch weniger Aussicht als der Raniz- rischen Blattes und den Wohlstand Meline's gesichert hatten, ift Redakteur thätig.... Eine strenge Haussuchung fand bei ihm statt. Antrag. natürlich ein reiner Zufall. Die zynischen Auslaffungen des Mehrere Journalisten wurden vorgeladen, um seine Identität zu Die Nationalliberale Correspondenz" Meline'schen Leiblattes zeigen wieder einmal die ganze moralische bestätigen. Schumann leuguete anfangs die Führung eines falschen schreibt, daß die Miliz- Notiz, gegen die wir in einer der letzten Fäulniß des herrschenden Klüngels auf. Der Standal wird wohl Namens und erklärte, nicht Ernst Wilhelm Schumann zu heißen. Nummern polemisirten, nicht aus der Nationalliberalen Corresp." schwerlich ohne baldigen Widerhall in der heute wieder eröffneten Kann er den Beweis nicht erbringen, daß er Valgreen- Berau, wie sei, wie wir annahmen. Wir berichtigen unseren Irrthum, zu dem Session bleiben. er behauptet, sei, dann trifft ihn nach italienischem Gefeß Einsperrung, wir dadurch verleitet wurden, daß die Notiz fich gleichzeitig weil er unter diefem Namen eine ihm geborene Tochter in die und gleichlautend in verschiedenen nationalliberalen Blättern be Zivilstandsregister eintragen ließ." An anderer Stelle desselben funden hat. Blattes heißt es: In Neapel holte er sich dann seine sechs Jahre Gefängniß wegen jenes angegebenen, höchft infamen Verbrechens ( Berführung einer Minderjährigen), voriges Jahr trieb er sich in Athen herum, hatte dort einen standalösen Liebesroman" und bestahl zugleich die Staatsbibliothek um werthvolle Werke." Das früher so berichtigungsfreudige Berliner Polizeipräsidium thäte gut, die Presse zu informiren: 1. ob diese Angaben richtig sind; 2. seit wann ihr dieselben bekannt sind, wenn sie mit den Thatsachen im wesentlichen übereinstimmen; Deutsches Reich. Erledigter Reichstagssig. Durch den Tod seines bisherigen Abgeordneten, des freikonservativen Rittergutsbesitzers Ernst Stephann, ist der Wahlkreis Liebenwerda Torgau( Merseburg 1) erledigt. Bei den Wahlen vom 15. Juni 1893 wurden in dem felben 8229 freikonservative Stimmen, 5212 für die freisinnige Boltspartei und 2242 sozialdemokratische abgegeben. " Düsseldorf, 11. Januar. In der letzten Sigung der Stadt verordneten wurde beschlossen, zur Deckung der unverhältnißmäßig hohen Kommunalbedürfnisse die Biersteuer in Höhe einer Abgabe von 65 Pf. pro Hektoliter einzuführen. Ferner wurde die Einführung der Grundstücks- Umsatzsteuer mit einem Prozent der Werthfumme vom 1. April d. J. ab beschlossen. Die stets wachsenden Armenausgaben, die für das nächste Etatsjahr wiederum 200 pet. dieser Steuern nothwendig. Buschlag zu der Einkommensteuer bedingen, machten die Einführung % trotz der Agitation einiger Opportunisten, wohl mit Rücksicht auf Paris, 12. Januar. Die Kammer wählte den Radikalen Brisson feine Barenbegeisterung und seine Willfährigkeit gegen Meline, mit 295 von 347 Stimmen zum Präsidenten und Sarrien, Poincaré, Deschanel und Jsambert zu Vizepräsidenten wieder. Paris, 13. Januar. Während die gemäßigten republikanischen Blätter die geftrige Rede des Senatspräsidenten Wallon, betreffend die Gleichberechtigung des Senats und der Kammer, völlig billigen, erklären die radikalen Blätter sowie die sozialistischen, diese Rede sei der letzte Akt der Energie gewesen, zu welcher die aus törperlich und geistig hinfälligen Männern zusammengesetzte Bersammlung noch fähig war. D Die Aufgabe, die hier der privaten Wohlthätigkeit gestellt wird, tann von dieser nicht gelöst werden, es handelt sich hier um eine nur durch die Macht und Geldmittel des Staates zu lösende Aufgabe. தி Italien.voljno Rom, 18. Januar. Der Präsident der Rammer, Billa, wurde von Rudini von der bevorstehenden Auflösung der Rammer ver ständigt. Rußland. 3. ob in diesem Falle nur ausnahmsweise das Vorleben des verordneten verweigerten dem demokratischen Verein die städtische Düsseldorf, 12. Januar.( Frankfurter Zeitung.") Die StadtParis, 13. Januar. Der Gaulois" meldet, der Präfident ber Polizeiagenten auf seine Anstellung ohne Einfluß war. Tonhalle für eine öffentliche Versammlung, und zwar wegen des Vor- Republik habe im Hinblick auf die Unzulänglichkeit der nationalen Die Internationalsten aller Internationalen sind die tragsthemas:„ Der Fall Brüsewiß, Bismard's Ent. Bensionskasse beschlossen, die Initiative zu einem Appell an die Bimetallisten alias Silbermänner. Sie haben jetzt wieder einen hüllungen und der Fall Lausch"( Referent Redakteur Privatwohlthätigkeit zu ergreifen bebufs Gründung einer großen Weltkongreß" in London. Nach Paris sind sie nicht wieber ge- Franz Schreiber aus Frankfurt a. M.). Die Ablehnung wird mo- Versorgungstaffe für bedürftige Greise. Präsident Faure beabsichtige gangen, freilich nicht deshalb, weil das Gefeß gegen die Inter- tivirt mit der Störung der guten Beziehungen der Stadt zu den persönlich 100 000 Fr. zu zeichnen; die hervorragendften Kredit. nationale in Frankreich noch nicht abgeschafft ist. Wenn in Frank- Offizieren und mit der befürchteten Kränkung des Ehrenbürgers institute hätten ihre Mithilfe versprochen. reich der Spruch gelten würde, wenn zwei das gleiche thun, ist es das Bismarck. Die Zentrums- Stadtverordneten stimmten gegen die Vergleiche und so Herr von Kardorff nebst Konsorten wegen inter- weigerung durch die Majorität der Mittelparteien. nationaler Umfturzbestrebungen eingefocht würde, das wäre doch zu spaßhaft. Zur Sprachenfrage. Die Berl. Korr." schreibt: Ich schwör's ab"- dieser klassische Ausspruch des MeineidsIn der Presse ist in letzter Zeit mehrfach die Nachricht verbauern der Fliegenden Blätter" bildet die Taktik der russischen breitet worden, daß im Bezirke der östlichen Eisenbahndirektionen Regierung, wenn sie bei irgend einer ihrer lichtschenen Thaten er- zahlreiche Hilfsbedienstete polnischer Nationalität wegen mangel. tappt ist. Jetzt schwört sie den chinesischen Eisenbahn- Bertrag ab. bafter Kenntniß des Deutschen entlassen und dadurch viele hunderte Dieser Vertragso erklärt die russische Regierung unverfroren armer polnischer Familienväter brotlos geworden seien. durch ihre Preffe Diese Nachricht entbehrt nach dem Ergebniß amtlicher Ermitte dieser Vertrag ist der Privatvertrag einer russischen Privat- Eisenbahn- Gesellschaft; und lungen jeglicher Begründung. Das Thatsächliche beschränkt sich- Eine internationale Gesellschaft für den er geht die russische Regierung garnichts an. Natürlich läßt man darauf, daß die königliche Eisenbahndirektion zu Kattowitz durch Exporthandel soll in Rußland begründet werden. Die Gesell sich in England durch die Lüge nicht täuschen und beschleunigt eine in ihrem Amtsblatt veröffentlichte Verfügung ihrem Personal schaft will sich ausschließlich den Export russischer Industrie- Artikel die Nüftungen in allen Häfen und Arsenalen, in Erinnerung gebracht hat, daß die Amtssprache im Dienstbereiche und die Regulirung des Getreide- Exportes zur Aufgabe sezen. Das der preußischen Staatseisenbahn Verwaltung den vom Bundesrath Grundfapital ist auf etwa 2 460 000 Rubel festgesetzt und soll in erlaffenen Vorschriften gemäß ausschließlich die deutsche sei, daß alle 2460 Attien getheilt werden. Nach Bestätigung des Statuts durch Beamten und Hilfsbediensteten im dienstlichen Verkehr sich stets den Finanzminister sollen sofort Agenturen in Japan, China, Frankdieser Sprache zu bedienen hätten und deren Kenntniß eine un- reich, Deutschland, Bulgarien und der Türkei errichtet werden. erläßliche Voraussetzung für die Uebertragung amtlicher Ver- Ueber ein anderes neues Unternehmen berichtet der„ Kijewljaziz": richtungen sei, ein Grundfah, welcher von jeher im preußischen Es sollen demnächst die Vertreter einer Gesellschaft franzöfifcher Rapitalisten, welche sich mit Export russischen Rindfleisches nach Staatsdienst maßgebend gewesen ist. Frankreich zu befassen gedenkt, in Kiem eintreffen. Das Kapital der Gesellschaft soll 7 Millionen Frants betragen. Die Gesellschaft ge denkt das Vieh lebend bis zur Grenze zu transportiren, dort zu schlachten und das Fleisch insbesonders dazu hergerichteten Waggons nach Frankreich einzuführen. Serbien.troj, alliance der Friedrichsruher Boltsfeinde bekannt zu machen. Das Ham- Konsumvereine wird der" Frankfurter Zeitung" geschrieben: burger Blatt schließt seinen letzten Artikel folgendermaßen: " Die Widersacher der Konsumvereine scheinen durch den Kampf Belgrad, 18. Januar. Der König gewährte allen wegen Breß. Nach unserer Meinung hätte die Regierung vom Reichstage gegen diefe in Sachsen nur zu einer weiteren Verbreitung dieser vergehen Verurtheilten Amnestie. Baschitsch ist zum Bürgermeister längst ein neues Sozialistengeset fordern und aus Vereine beizutragen. So hat die angedrohte Bestrafung des Ver- von Belgrad ernannt worden. einem etwaigen hartnäckigen Widerspruche der Mehrheit des Reiche. faufs an Nichtmitglieder zur Folge gehabt, daß allein im Monat tages die entsprechenden Konsequenzen ziehen sollen. Dezember dem in Dresden bestehenden Konsumverein„ Vorwärts" Will man aber, um das unleugbare Bedürfniß wirksamer Abwehr- 703 neue Mitglieder beitraten. Auch in anderen sächsischen Orten mittel zu befriedigen, lieber den Weg der Landesgesetzgebung be- bat sich in letzter Zeit die Zahl der Mitglieder der Konfumvereine schreiten, so mag man dafür Gründe anführen können, die sich gesteigert. Sehr viele Mitglieder sächsischer Militärvereine haben immerhin hören lassen. Nur wird man sich darüber nicht täuschen bekanntlich lieber ihre Zugehörigkeit zu diesen, als zu den Konsumdürfen, daß ohne ein absolut flares Farbebekennen schlechterdings vereinen aufgegeben, wo der Austritt aus den letteren von ihnen nichts zu erreichen ist. Bor Gesetzesvorschlägen, die, wie die verlangt wurde." Umsturzvorlage traurigen Andenkens, dasjenige, was sie treffen Der Landtag von Sachsen- Weimar ist auf den wollen, bei Namen zu nennen ängstlich vermeiden, sollte man nach 1. Februar einberufen. den damals gemachten Erfahrungen ein für allemal bewahrt bleiben. Keine einzige Partei wird auch Lust haben, um ganz bestimmter bei einer Uebung der Luftschiffer- Abtheilung der Schriftfeßer König meldet. Die Nachrichten lauten: - Grober Unfug. In Würzburg rief anfangs Dezember - Marottanische Zwischenfälle werden wieder ges staatsgefährlicher Bestrebungen willen die allgemeinen staatsbürgerlichen Rechte einer Einschränkung zu unterziehen, die ihr selbst dem als Kommandeur von Fuchsmühl bekannten Lieutenant Mayer Am Donnerstag Abend feuerte ein Haufe Mauren auf Soldaten nachtheilig werden könnte. Es fragt sich also, ob man in die mehrmals Fuchsmühl" zu, wobei er von einer Schaar Kinder der Garnison Melilla und floh alsdann. Dieser Vorfall hat wenig Novelle zum preußischen Vereinsgesetz ganz speziell und ausschließ- unterstützt wurde. König begab sich bald danach auf die Wander- Bedeutung, ist aber bezeichnend für den Geist, der unter den Kabilen lich gegen die sozialrevolutionäre Agitation gerichtete Bestimmungen schaft. Als er vor einigen Lagen zurückkehrte, wurde er sofort vor in der Nachbarschaft von Melilla herrscht. einzufügen und den Vorwurf der„ Ausnahmegesetzgebung" getrost das Schöffengericht geladen. Das Urtheil lautete auf drei Wochen auf sich zu nehmen entschloffen ist. Darüber find wir heute noch Daft wegen groben Unfugs. Lieutenant Mayer hatte teine Bewelcher auf einer Reife ins Innere begriffen war, ermordet. Der leidigungsklage gestellt. Aus diesem Anlaß sind bisher zwei im Bezirke der genannten Eisenbahndirektion im Schrankendienst beschäftigte, des Deutschen Nichts gelernt, nichts vergessen, dies paßte als nicht mächtige Bahnwärterfrauen aus dieser Beschäftigung zurück Wahrspruch für die Bismarcker und ihre Hamburger Nachrichten". Wieder fordern sie ein Ausnahmegesetz gegen die Sozialdemokratie. gezogen und durch ihre deutsch redenden Töchter erseyt." Es ist gut von Zeit zu Zeit die Arbeiter mit den guten Absichten 3um töniglich sächsischen Kampf gegen die immer im Unflaren." Schweiz. Wir haben zu Herrn Recke von der Horst das volle Zutrauen,- Der Brüse wig ist seit einigen Tagen wieder im KarlsDemokraten den Beifall' der„ Hamburger Nachrichten" zu erwerben. Schluß ziehen darf, daß nächstens bie neuerliche militärgerichtliche daß er alles thun wird, um sich in der Bekämpfung der Sozial- ruher Militär Arresthause untergebracht, woraus man wohl den Wenn unser Minister des Innern sich ins Privatleben zurückgezogen Prozedur gegen ihn vorgenommen wird. haben wird, wird ihm wie den Eulenburgs, Bismarck, Putttamer und Köller klar geworden sein, daß die Sozialdemokratie alle ihr in Bern, 18. Januar. Die hiesige Regierung hat dem Großen den Weg gelegten polizeilichen Fangfeile in ihrem raschen Vormarsche Rathe zur Beschlußfaffung einen Entwurf unterbreitet betreffend die finanzielle Betheiligung des Staates Bern an 17 neuen Bahnlinien. zu ihrem Ziele spielend zerreißt.Weitere Verstummelung des preußischen Unter letzteren befinden sich die Linien: Bern- Neuenburg, Bern Handelsministeriums. Im Anschluß an die Berathungen Guerbenthal- Thun, Thun- Simmenthal- Bevey, Frutigen- Brieg der Rommission für Arbeiterstatistit ging gestern im Reichstag das( Loetschbergdurchstisch), der Juradurchstich bei Solothurn u. a. Afien. Japan sucht seine Konkurrenzfähigkeit gegen Europa und die Einer Meldung der Bereinigten Staaten immer mehr zu steigern. Daily News" zufolge wird sich die von der japanischen Regierung zum Studium metallurgischer Werke nach Europa entsandte Kommission in diesen Tagen nach dem Kontinent begeben. Die Kommission soll nach ihren sorgfältigen Beobachtungen in den Fabriken Englands, Belgiens, Deutschlands und Frankreichs ähnliche Einrichtungen in Japan treffen. Afrika. In Ain Dalia(?), drei Stunden von Tanger, wurde ein Spanier, Beweggrund zur That war Beraubung.Amerika. gerichts- Bertrag mit England dürfte im Senate wegen der persön Washington, 12. Januar.( Daily Chronicle.") Der Schiedss lichen Gesinnungen einiger Senatoren gegen Präsident Cleveland und Staatssekretär Olney auf Widerstand stoßen; die Ratifitation des Bertrages könnte hierdurch gefährdet werden. liegende Gedanke ist so populär, daß eine Ablehnung das Renommee Wir befürchten dies nicht, denn der dem Bertrage zu grunde der Gegner allzu sehr gefährden würde. der Gegner allzu sehr gefährden würde. 1 Reichstag. 4 von Herrn v. Hüpeden nicht. Der letztere hat mich aufgefordert, I währen als ihren Arbeitern. Im ersten Jahre follen die Lehrlinge herauszurücken mit dem, was ich unter Arbeiterorganisation ver- zwei Stunden weniger beschäftigt werden als die Gesellen, und im 151. Sigung vom 13. Januar 1897. 1 Uhr. stebe. Ich habe das so oft ausgeführt, daß ich mich scheue, es zu zweiten und dritten Jahre eine Stunde weniger. Thatsächlich Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher und zahlreiche wiederholen; 1869, 1878 habe ich die Arbeiterorganisation verlangt arbeiten aber die Lehrlinge durchschnittlich weit länger als die Rommissarien. auf grund der Knappschaftstassen, ein Busammengehen der Gesellen. Man hat sie ausgebeutet und im hohen Grade ihr junges Die zweite Berathung des Reichshaushalts Etats für 1897/98 Arbeiter und Arbeitgeber. Ich habe ausdrücklich darauf Leben zu grunde gerichtet. Gerade in Berlin haben wir den wird fortgefeßt beim Gehalt des Staatssekretärs des Reichsamts hingewiesen, daß ich heute noch auf diesem Boden stehe. alten Zustand vor der Verordnung, daß nämlich die Lehrlinge des Innern. Die dickleibige Broschüre der Geistlichen des Saarreviers( Buruf des längere Arbeitszeit haben als die Gesellen. In fünf Betrieben Abg. Hüpeden( chriftl. soz.): Eine Wahrheit hört nicht auf, Abg. Süpeden: dickleibig?) kann ich nicht im einzelnen hier er mußten sie sogar täglich 17 bis 18 Stunden arbeiten( hört, hört!), beherzigenswerth zu sein, wenn sie von sozialdemokratischem Munde läutern; das würde der Präsident nicht gestatten. Ich habe auch in zehn Betrieben von 2 Uhr nachts bis 7 Uhr abends, ohne jede ausgesprochen wird. Ich kann also manches von dem unterschreiben, nicht die Absicht, die Antwort des Konsistoriums vorzulesen. Aber Ruhepause.( Hört, hört!) Hieraus ersehen Sie, daß diese ganze was die sozialdemokratischen Redner über die Fabrikinspektoren das muß ich fonstatiren, daß es unwahr ist, daß das Konsistorium Kontrolle für die Staße ist, also eigentlich gar keine Kontrolle. Darum gesagt haben. Ich schließe mich namentlich der Forderung der Ein- in allen Punkten die Wahrheit der Broschüre anerkannt hat. G3 fordere ich heute wieder, daß man für die Bäckerei spezielle führung weiblicher Inspektoren an. Auch der Arbeitsnachweis spielt hat nur festgestellt, daß ein Theil der Behauptungen sich seiner Gewerbe- Juspektoren ernennt, vielleicht mit Hilfe intelligenter, tüchtiger eine große Rolle, so in Hamburg auch, wo der Heuerbaas und Renntnißnahme entziehe, ein zweiter Theil sei unwahr und ein Arbeiter. Ja, wenn das Interesse, der Profit in Frage kommt, dann ist der Schlafbaas großen Anlaß zur Unfriedenheit gegeben haben. Theil entbehre nicht ganz der Begründung. Ich möchte mit alle Religion, alles Christenthum, allerPatriotismus beim Teufel, dann Bei der Seemannsordnung sollte man darin eine Aenderung treffen den Worten schließen: ich möchte in meinem Leben teinen gefähr- giebt es nur ein Interesse, daß des heiligen unantastbaren Geldfaces. und überhaupt an die Verstaatlichung des Arbeitsnachweises denken. licheren Feind haben als Herrn Hüpeden. Die Statistik ergiebt auch die Nothwendigkeit einer ordentlichen Der Kasseler Beamte hat eine Sprechstunde eingeführt, aber im Abg. Vielhaben( Reformp) verlangt die Aufhebung der Sanitären Kontrolle der Bäckereiwerkstätten. Nach der Statistit des dortigen Evangelischen Arbeiterverein kannte kein Mensch den Auf- Bäckereiverordnung, welche die kleinen Bäckereien schädigt. Die Er- Verbandes der Bäckerei- Arbeiter sind 853 Erkrankungen in einem fichtsbeamten und feine Sprechstunde. Die Arbeiter fürchten, wenn hebungen haben ergeben, daß bereits mehrfach größere Bäckereien Jahre vorgekommen darunter 182 Gewerbe Entzündungen sie zu den Beamten in Beziehungen treten, entlassen zu eingerichtet sind, und wenn das nicht in größerem Maße geschehen ist, an den Gliedern, die zur Arbeit gebraucht werden, an werden. Wer die Sozialdemokratie als eine Ausgeburt der Hölle so liegt das daran, daß die Kapitalisten mit der Aufhebung der den Fingern und Armen. Sie fönnen fich denken, betrachtet, der sollte gerade eine Organisirung der Gewerkschaften Verordnung rechnen. Redner fragt die Regierung nach dem Schicksal was für Wirkung das auf die Teigbereitung hat. Hundert fördern, über deren guten Einfluß vielfach berichtet wird. Die Ab- derselben. Lungenleidende find vorgekommen, 56 Geschwürleidende neigung der Arbeitgeber gegen die Arbeitervereine ist höchst be- Staatssekretär v. Bötticher: Als Klagen über die Wirkungen und eine Anzaht von Geschlechtskranken. G3 herrschen hier dauerlich. der Verordnung laut wurden, habe ich ein Rundschreiben geradezu grauenhafte Zustände. Ich hoffe, daß die Re Herr v. Stumm hat es mir neulich übel genommen, daß ich seine an die Regierungen erlassen, daß über die Klagen der gierung nicht nur nicht ihre Verordnung abschwächen, Abwesenheit benutzt hatte, um ihn anzugreifen. Herr v. Stumm war Betheiligten Erhebungen angestellt werden sollen lediglich zur Jn sondern noch erweitern wird.( Buruf des Staatssekretärs garnicht abwesend; sein Geist wenigstens sputte im Hause.( Heiterkeit.) formation. Die Antworten sind noch nicht alle eingegangen. Die v. Bötticher.) Sie sind im Leben nie Arbeiter gewesen, Herr Als ich von Berufsvereinen sprach, ergriff sofort Herr v. Kardorff Auskünfte der einzelnen Regierungen lauten sehr verschieden. Theil. v. Bötticher, sonst würden Sie wissen, daß unter 100 Arbeitern das Wort, um seinen Freund v. Stumm zu vertheidigen. Die Unterweise wird behauptet, daß die Bäckermeister Klage führen; aber 99 nicht wagen, dem Meister eine unangenehme Antwort zit drückung der Arbeiter führt zur Bevormundung und Gewaltsamkeit. diese Wahrnehmung ist nicht überall gemacht worden, und darin geben.( Widerspruch rechts; Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) ( Sehr wahr! im Zentrum und links.) Das ist Herru v. Stumm be- ftimmen die Regierungen alle überein, daß es in diesem Augenblick Die Regierung sollte durch sachverständige Leute, Aerzte 2c. Die zeugt worden von den Geistlichen des Saarreviers, die sein System noch nicht an der Zeit ist, ein definitives Urtheil zu fällen und jetzt Arbeitsstätten und Schlafstätten in den Bäckereien untersuchen lassen, kennen und auch dessen gute Seiten anerkennen. Sie erkennen aber schon mit Abänderungsvorschlägen hervorzutreten. sie wurde dann ein Bild bekommen, daß Ihnen thatsächlich die auch seine Schattenfeiten.( Präsident v. Buol bittet den Redner, Abg. Bebel( Soz.): Wir erwarteten, daß es heute zu einer Saare zu Berge stehen. In den neu errichteten Bäckereien hat man von der Rede des Herrn v. Stumm zu dem Gehalt des Art von Sturmlauf gegen die Bäckerei- Verordnung käme und Anträge allerdings von vornherein auch bessere Einrichtungen gesehen. Im Staatssekretärs zurückzukommen. Zwischenruf des Staats: tommen würden, die darauf ausgehen, die Bäckerei- Berordnung außer Interesse der Arbeiter nicht nur sondern auch des gesammten sekretärs v. Bötticher: Ich bin für die Reden des Herrn kraft zu sehen, falls die Regierung nicht eine entsprechende Grklärung Bublikums muß gründlich Wandel geschaffen werden.( Beifall bei v. Stumm nicht verantwortlich. Heiterfeit.) G3 ist ganz gut, daß abgäbe. Nachdem, was v. Bölticher gesagt, steht die Sache noch in den Sozialdemokraten.) von den Autoritäten der Regierung festgestellt wird, daß sie mit der Schwebe. Ob etwas geschehen wird, kann noch niemand Staatssekretär v. Bötticher: Gine nochmalige Enquete möchte Herrn v. Stumm nicht übereinstimmen.( Buftimmung links.) Die sagen. Es ist schon aus den früheren Verhandlungen hervorgegangen, ich doch nicht anrathen. Die Rundfrage bei den Regierurgen hat faiserlichen Erlasse sind noch nicht ausgeführt, auch wenn Herr daß sich die große Mehrzahl der Parteien gegen die Verordnung nicht einen parteiischen Zweck. Es soll nicht blos eine Jutereffentenv. Stumm dies behauptet. Er hat zwar seinen Befähigungsnachweis erklärte. Man that, als sei ein Schritt seitens der Regierung in gruppe zum Worte fommen, sondern es sollen Auskünfte von beiden erbracht als Ueberbringer kaiserlicher Telegramme, aber nicht in sozial: Szene gesetzt worden, der das ganze Bäckerei- Gewerbe ruinire, der Theilen eingezogen werden. Welche Schlußforderungen daraus ge= politischer Beziehung. Herr v. Stumm hat geistesverwirrend gewirkt eine Art sozialer Revolution in unserem Wirthschaftsleben herbeiführe. zogen werden, weiß ich noch nicht. Aber durch die lauten Klagen dadurch, daß er jeden, der nicht ihm folgen wollte, als Sozial- Diese Auffassung ist noch wesentlich verstärkt worden durch die Art, von rechts und links werden wir uns nicht beeinflussen lassen. demokraten bezeichnete. Für die Arbeiter muß eine Justang ge- wie die Bäckermeister zu dieser Frage Stellung genommen haben. Abg. v. Kardorff( Rp.): Ich will nur wünschen, daß sich die schaffen werden, wo sie ungestraft ihre Wünsche fundgeben können. Anläßlich dieser Verordnung des Bundesrathes haben die betreffen Untersuchungen nicht so lange hinziehen, daß darüber die fleinen Solange Herr v. Stumm dafür nicht sorgt, ist seiner Behauptung, den Verbände der Meister im vorigen Jahre in Breslau einen all Bäckermeister zu grunde gehen. Herr Bebel hat übertrieben, denn daß er kein Feind der Arbeiterorganisationen fei, fein Glauben bei gemeinen Bäckertag abgehalten, auf dem diese Verordnung haupt es ist festgestellt, daß das Bäckergewerbe zu einem der gesündesten zumeffen. Seine Liebe für die Arbeitervereine hat eine verzweifelte fächlich Gegenstand der Verhandlung war. Hört man diese Herren, gehört.( Lebhaftester Widerspruch der Sozialdemokraten.) Mich Aehnlichkeit mit der Liebe des Habichts zur Taube.( Heiterkeit, Bei- die ja Bünftler par excellence phne Ausnahme sind, sonst reden, interessirt nicht der wirthschaftliche Gesichtspunkt. Ich bin immer fall links.) dann sind sie die besten, frömmsten Vertreter des Christen ein Gegner der Bevormundung volljähriger Arbeiter gewesen. Abg. von Heyl( natl.): Was das Verhältniß des Herrn thums, fonservative Leute, Verherrlicher des heutigen Staats und Abg. Graf Stolberg( f.): Der Standpunkt meiner Parteivon Stumm zu seinen Arbeitern betrifft, so tennzeichnet sich der Gesellschaftsordnung, turz von einer solchen Festigkeit und freunde ist aus den früheren Verhandlungen bekannt. Ich hoffe daffelbe als geradezu vorbildlich.( Gelächter.) Die Er Dauerhaftigkeit, wie sie sich die Regierung nicht besser wünschen deshalb, daß die verbündeten Regierungen die Berordnung recht mittelungen über die Lage der Arbeiter in der Kleider- und Wäsche- tann. Hier aber, wo ihr persönliches Intereffe in Frage gestellt bald modifizieren. fonfektion liegen jetzt vor und sie zeigen die Leiden der Arbeiterinnen wurde, schlugen die Herren einen Ton an, wie er in den Ver in dieser Branche. Ich möchte an den Herrn Staatssekretär die fammlungen der Agrarier nicht wüster erklingen tönnte. Frage richten, welche Maßregeln die verbündeten Regierungen zu Nach der uns vorliegenden Statistit ist die Sonntagsarbeit meist ergreifen gedenken. Die Arbeitgeber haben sich später an die Berein von ungewöhnlich großer Dauer. Unter den damals zur Verhand barungen nicht gehalten, weil sie meinten, dieselben feien getroffen, lung stehenden Betrieben, etwas über 4000, gab es nicht weniger um den Ausstand zu beseitigen. Die Ermittelungen des Gewerbe- als 2941, in denen die Sonntagsarbeit bis zu 12 Stunden dauerte, gerichts haben ergeben, daß die Löhne menschennnwürdig niedrig sind, aber 566 Betriebe, in denen sie 12-14, 221 Betriebe, in denen nicht wegen der niedrigen Preise, welche die Konsumenten zahlen, sondern sie 14-16, 61 Betriebe, in denen fie 16-18 und 8 Betriebe, in infolge der Schundkonkurrenz der Konfektionäre untereinander. Zu den denen sie 18 Stunden dauerte. Dazu ist der Bäckerei- Arbeiter der schlechten Löhnen kommt die schlechte Ernährung und die schlechten Wob- geplagtefte Mensch unter allen, denn er hat nicht 300, sondern 365, nungen. Sogar die Buthaten müssen die Arbeiterinnen von ihrem targen und wenn es ein Schaltjahr ist, 366 Arbeitstage. Die Herren Aerzte Lohn noch bezahlen. Die Zwischenmeister stehen nicht im Dienst, aus der nationalliberalen Partei sollen sagen, was sie als Aerzte sondern nur in einem Werkvertrage zu den Konfektionären, die davon halten, wenn Leute gezwungen werden, Jahr für Jahr, Tag letteren haben also nicht die Versicherungspflicht für die Arbeiter. für Tag ihre Arbeit während der Nacht zu verrichten, unter Jetzt sind die Zwischenmeister teine Sachverständigen mehr, sondern Bedingungen zu arbeiten, die viel schlimmer find, als die nur noch Arbeitsvertheiler, die 40 pCt. der Löhne in ihre eigene der meisten Arbeiter, und in Lokalen, die luft= und Tasche stecken. Die Heimarbeiterinnen stehen sich nur halb so gut lichtlos, überhigt und von Staub erfüllt sind, kurz unter im Lohn wie wie die Fabritarbeiterinnen, aber sie genießen den denkbar ungünstigsten, in sanitärer Beziehung geradezu schreienden nicht die Vortheile der Arbeiterversicherung. Wir hatten Zuständen. Wenn die so ausgebeutete und maltraitirte Arbeiterschaft Abg. Size( 3.): Die Feststellung der Maximalarbeitswoche war beantragt, die Fabrikaufsicht auf die Heimarbeit in der eine Herabsetzung der Arbeitszeit auf ein menschenwürdiges Maß der erste Beschluß der Kommission für Arbeiterstatistik. Die Bäcker Konfektion auszudehnen. Wir halten diese Anträge auch verlangt, sollten alle, besonders aber die, die sich hier als Ver- sollten sich darüber klar werden, daß von einer einfachen Aufheute noch aufrecht. Es sollte der Arbeitsvertrag zwischen Ron- treter des Christenthums aufspielen, das mit größter Freude begrüßen hebung niemals die Rede sein kann.( 3uftimmung im Zentrum.) fektionär und Zwischenmeister in eine bestimmte Form gebracht und alles aufbieten, daß die Regierung zu deren Schuh etwas thut. Statt Obstruktionspolitik zu treiben, sollten die Bäcker praktische werden, wodurch die Zwischenmeister zur Einrichtung von Wert Statt deffen macht man von allen Seiten Oppofition dagegen. Man Gegenvorschläge machen. Reduer dankt dem Staatssekretär von ftätten gezwungen würden, sobald nur ein einziger nicht zur Familie erklärt, das Vorgehen der Regierung fei nicht im Einklang mit dem Bötticher für die Erfüllung der Wünsche, die er gestern vorgetragen. gehöriger Arbeiter beschäftigt wird; es müßte aber auch die Arbeits- Gesetz. Die Bäckermeister machten sich natürlich diesen Vorwand zu Staatssekretär v. Bötticher: Ich wollte mich aus Sparsam zeit geregelt, Lohnbücher eingeführt werden u. f. w. Es sollte dem nuße und ließen es in Berlin, Hamburg 2c. darauf ankommen, wie die feitsgründen mit der Inhaltsangabe begnügen. Denn man muß Titel VII der Gewerbe- Ordnung ein neuer Titel über die Heim- Behörde entscheide, falls sie die Verordnung übertreten. Einzelne Vertreter doch fragen, ob das öffentliche Interesse auch wirklich an dem arbeiter eingefügt werden, damit den Arbeitgebern auch die Ver- erklärten direkt: Wir übertreten diese Verordnung absichtlich; wir wollen Wortlaut der oft gleichlautenden Verordnungen ein hinreichend antwortlichkeit für die Lage ihrer Arbeiter auferlegt wird. geklagt sein, damit die Gerichte entscheiden. Diese entschieden in großes ist. Für die Gewerbe- Aufsichtsbeamten und die Interessenten Staatssekretär von Bötticher: Daß die Reichsverwaltung volle allen Fällen, die Verordnung set rechtmäßig. Kann, wenn das ist aber die Sache doch bedeutungsvoll, und ich werde erwägen, ob Sympathie für die Lage der Konfektionsarbeiter hegt, haben Sie bischen Sozialreform in Deutschland nicht die reinste Phrase sein nicht ein Abdruck der Verordnungen, soweit nicht völlige Identität aus meiner vorjährigen Rede vernommen. Der Versuch, den das soll, der Reichstag und Regierung den Wünschen der Bäckermeister vorliegt, herbeizuführen ist. hiefige Einigungsamt gemacht hat, um rücksichtlich der Löhne ein entgegen fommen? Die Herren erklären, fie gingen bei Abg. Fischbeck( frs. Vg.): Bei den früheren Verhandlungen befriedigendes Verhältniß zu schaffen, hat einen Erfolg nicht gehabt. Aufrechthaltung der Verordnung zu grunde. Wenn nun ein Gewerbe hat mein Fraktionsgenosse Nichter darauf hingewiesen, daß wir nicht Man hatte sich vorläufig über einen Tarif geeinigt, aber er ist nachher nur aufrecht erhalten werden kann, wenn die Arbeiter unter den gegen jede Schutzmaßregel sind, aber wir erkennen von den Arbeitgebern wieder aufgegeben worden; ich unterschreibe menschenunwürdigsten Bedingungen Nacht für Nacht arbeiten, dann Schwierigkeit der Durchführung der Bäckerei- Verordnung an und alles, was der Vorredner darüber gesagt hat. Ich beklage es auf mag es zu grunde gehen. Es geht aber nicht zu grunde, das ist auch nicht halten die Einführung einer Maximal- Arbeitszeit wohl für zweckdas äußerste, daß man sich entschloffen hat, einseitig von nöthig. Denn viele Meister kommen mit der Verordnung aus. mäßiger. Das Detailreisen ist verboten außer bei Kaufleuten und diesem Zarif abzugehen. Es ist ein Jahr vergangen und es liegen Man muß fragen: Kann eine solche Verordnung eine sozialpolitische Personen, welche die Waaren in ihrem Geschäftsbetriebe gebrauchen. och keine Vorschläge zur Befferung der Verhältnisse der Haus Reform genannt werden? Wie traurig müssen die Arbeits- Jit die Landwirthschaft nun in diesem Sinne als ein Geschäftsinstrie vor. Wir haben Vorschläge ausgearbeitet, haben aber die bedingungen dieser Arbeiterklasse sein, für die eine solche Verbetrieb anzusehen? Aus den Kreisen der landwirthschaftlichen felbe noch nicht vorgelegt, weil wir erst den Abschluß der Er- ordnung als Fortschritt angefehen wird? Die Bäcker fehen sie aber Maschinenindustrie sind verschiedentlich Klagen über die Unklarheit mittelungen abwarten wollten. Dieser Abschluß ist vor kurzem als eine Reformmaßregel an. Herr v. Berlepsch führt aus: Die gekommen. erfolgt. Der Borrebner ist der Zukunft etwas verausgeeilt, wenn Beute könnten außerhalb der 13/2 Stunden noch allerlei Neben- Staatssekretär v. Bötticher: Ich halte die Frage nicht für er glaubt, diese Ermittelungen sich schon zu Vorschlägen verarbeiten machen. Was für Nebenarbeiten? Siesigen Bäcker zweifelhaft. Landwirthschaftliche Maschinen tönnen unbedenklich im dichtet hätte. Die Berathungen sind abgeschlossen, aber der Reichs- meistern hat der Handelsminifter auf ihre Erfundigung Wege des Detailreifens in landwirthschaftlichen Betrieben anfangler ist nicht im Besitze des Berichts der Kommiffion. geantwortet: Unter solche Nebenarbeiten gehöre das Mehlabtragen, geboten und verkauft werden. Wie der Richter urtheilen wird, Ich will dealb nicht tiefer in die Materie eintreten, Kohlen- und Holzeintragen, Holzhacken und dergleichen. Nachdem weiß ich nicht. sondern beschränerich darauf, zu erklären, daß die Vorschläge, also die Leute in den ungesundeſten Räumen die Nacht gearbeitet Abg. v. Stumm( Rp.): Das preußische Abgeordnetenhaus welche Herr v. Her die preußische Regierung aufgefordert, die Bäckereis Dazu ist es vollständig berechtigt. Abg. Hüpeden( christlich- sozial): Die Thätigkeit des Herrn v. Stumm habe ich nicht im allgemeinen als gemeingefährlich be zeichnet; eine solche unsinnige Behauptung würde mir niemals einfallen. Ich habe dabei nur seine Abneigung gegen die Arbeitervereine im Auge gehabt. Die Erfurter Werhandlungen gehören nicht hierher. Ich komme zur Bäckerei- Verordnung. Heute kann man über ihre Wirksamkeit noch nicht urtheilen, denn nach meiner Erfahrung kann ich nur feststellen, daß die Verordnung fast noch garnicht durchgeführt ist, sondern lediglich auf dem Papier steht. Abg. Pachnicke( frs. Wg.): Wir mißbilligen nicht die Tendenz des Schutzes der Bäckerei- Arbeiter an sich, sondern nur das Maaß desselben, durch welches die Bewegungsfreiheit unerträglich gehemmt wird zum Schaden der kleinen, zum Nußen der großen Betriebe. Besser als der Maximalarbeitstag wäre die Maximalarbeitswoche, bei welcher die Betriebsführung nicht eingeengt wird. Abg. Vielhaben: Ich wollte durch meine Anfrage nur nachweisen, daß für die Konservativen kein Aulaß vorlag, ihren Antrag über diese Frage zurückzustellen. die gehen werden; ise hpfohlen hat, von uns an den Bundesrath und ermüdet sind, können sie noch täglich 2 Stunden mit solchen hat on werbe- Jufpett en hin auf Ausdehnung der Ge unangenehmen und schweren Arbeiten beschäftigt werden! Nach Berordnung abzuändern. nuund der sonstigen Vorschriften dem diefe 16 stündige Arbeitszeit innegehalten, soll der Die Ausführungen des Herrn Hüpeden machen wohl eine Antwort der Gewerbe- Di der Arbeitsvert 9 ng auf die Heimarbeiter. Auch Meister die übrigen 8 Stunden seinen Mitmenschen als Ruhe hier im Hause nicht nöthig; aber sie kommen ins Land hinaus und hruvird anderweitig geregelt gönnen. Seine Pferde, Ochsen oder Esel würde er nicht tragen dort zur Legendenbildung bei. Ich habe nicht davon ge werden durch Gin- bie ng eines Lohubuches, welchess 16 Stunden anspannen, die würde er ruiniren, die kosten sein Geld, sprochen, daß das Christenthum abgeschafft werden soll, sondern die Bestimmungen uthbe- Aufsicht werden alle in gefunds auf der Straße. Das ist die Erklärung für diese ganz eigenthüm Christlich sind nicht alle, es sind manche Herren hier im Hause, die Arbeitsbedingungen enthält der Geselle nicht. Ist dieser unbrauchbar geworden, warten drei nur davon, ob es aus dem Programm weggelaffen werden soll. Durch die der heitlicher Beziehung beklagenser, en Uebelstände beseitigt werden. liche humane Auffaffung jener Herren. offen sich als unchristlich bezeichnen. Wenn ich gesagt habe, Ich bitte die Herren also fuby, ich furze Zeit zu gedulden. Die Berliner Polizei übt ja in gewiffem Sinne eine muster die Sozialdemokratie sei aus der Hölle entsproffen, so hat sich Während der Rede des Herrn veiches" peden ist ein Wort dem giltige Kontrolle, es ist aber auch vorgekommen, daß die dagegen niemand gewehrt. Wenn Herr Hüpeden die Arbeiter Baune meiner Zähne entschlüpft, wortli der Redner nicht richtig vorgeschriebene Durchlochung der Tafel von dem Meister erziehen will, dann muß er erst an seiner eigenen Erziehung aus ausgelegt hat. Ich habe die Berame habteit für die Rede des unterlassen wurde. Nach der Vorschrift soll sie in der Werkstatt fangen und sich sozialpolitisch besser ausbilden. Herrn v. Stumm abgelehnt. Der Reer daraus den Schluß hängen. Die Wahrscheinlichkeit, daß das Lochen sehr oft übersehen Abg. v. Dziembowski( Pole) bedauert, daß im Wahlkreise gezogen, daß nunmehr ein anden die' ind bezüglich der wird, ist nach der Statiftit, die ich gestern von hiesigen Schweh, dessen Wahl schon zweimal für ungiltig erklärt sei, nicht Gewerbepolitit weht. Ich habe nur Eta formelle Stellung Bäckerei Arbeitern bekommen habe, sehr stark vorhanden.( Bu entsprechend den Vorschriften die Neuwahl sofort anberanmt der Rede des Herrn v. Stumm Bügt des Reichs. ftimmung.) Bielfach haben die Arbeiter den Unternehmer worden ist. amts des Innern gedacht.( Heiterkeit.) erurich der Frage denunzirt, aber in allen solchen Fällen sind die Bestrafungen ganz Staatssekretär v. Bötticher: Sofort nachdem die Reichsder kaiserlichen Erlaffe nimmt die Reichsit ng nicht eine außerordentlich milde ausgefallen, und darin finden zunächst die regierung Kenntniß von der Erledigung des Mandates erhalten akademische Stellung ein, sie wartet ab, ob von fees Präsidiums Berliner Bäckermeister eine Art Ermuthigung. Nach der Berliner hatte, ist am 21. Dezember v. J. die Requisition an die preußische oder von anderen Bundesstaaten Anträge geftelit oerden; dann Statistit giebt es 365 Bäckereibetriebe, darunter 191, in denen der Regierung ergangen, die Neuwahl zu veranlassen. prüft fie, ob sie mit den Grundsäßen der taiserlichen Erlaffe über- Maximalarbeitstag bezw. die Verordnung streng befolgt wird. Abg. Lütgenau( Soz.): Das Resultat der Debatte ist das, daß In 184 Betrieben wird die Verordnung nicht durchgeführt. Davon man sich fast allgemein mit der Tendenz der Bäckerei- Verordnung ers Abg. v. Stumm( Rp.): Die Rede des Abg. Süpeden erinnert dauert in 7 Betrieben die tägliche Arbeit 18-20 Stunden( Hört, tlärt hat im Gegensatz zu Herrn v. Stumm. Herr Hiße ist aller an den Erfurter Kongreß, wo so viele Meinungen als Personen hört!), in 34 Betrieben 16-17 Stunden, in 45 Betrieben 15-16, dings diesen Vorschlägen auf Modifikation bedenklich weit entgegen= vorhanden waren und niemand mit seinem Nachbarn überein in 70 Betrieben 14-15 Stunden, in 28 Betrieben 13-14 Stunden. gekommen. Wie weit die Bugeständnisse in dieser Beziehung gehen ftimmte. Ich nehme Herrn Hüpeden feine Rede nicht bel. Es wird also. 18-20 Stunden pro Tag gearbeitet, aber davon können, haben wir erst fürzlich an einem anderen Beispiele Der Vorwurf der mangelhaften Wahrheitsliebe, den mir Herr merkt die Polizei nichts. Durch die Berordnung sind die Bäder- gesehen. Als es sich um das Berbot des in Verbindungtretens der Bebel gemacht hat, ist von keiner Seite aufgenommen worden, eh meister verpflichtet, ihren Lehrlingen ein größeres Maß von Ruhe zu ge- Bereine handelte, war die Mehrheit des Reichstages bereit, sich da einstimmen. werden kann. Die Friedensliebe der " mit zufrieden zu geben, daß die Einzelregierungen das Berbot auf- 1hältnisse doch dorthin kommen, um sich da glücklicher zu fühlen. Man schreibt uns ferner aus Weißenfels: Abgesehen Doben. Die Regierungen wollen die von uns ver In den Berichten wird allgemein geklagt, die Arbeiter fänden noch von zwei bis drei unbedeutenden Fabriken ist sämmt tangte Zulassung des Inverbindungtretens anerkennen, aber die fein rechtes Verhältniß zu den Gewerbe- Inspektoren. Uns wundert lichen Arbeitern am vorigen Montag gekündigt worden. Bereinsfreiheit einschränken. Das gefällt Herrn v. Stumm, und das nicht. Die Gewerbe- Inspektoren leiden, obwohl sie eine andere Am Montag fanden zwei Bersammlungen statt, die stärker er freut sich auf den Erfolg, den er ein zweites Mal auf demselben Position haben als die Polizei, doch an der Gehässigkeit, mit welcher einmal besucht waren, als dies selbst bei Wahlzeiten hier üblich ist. Das Gebiete erhofft. Die Normalarbeitswoche kommt mir vor wie eine die Polizei in unserem Lande behaftet ist. Wir haben bei der größte Lokal der Stadt, welches einige 1000 Personen faßt, wie theoretische Werbeugung vor der Sozialpolitik. Die Bäckerei ganzen Bevölkerung nicht eine besondere Freundlichkeit der Polizei das Arbeiterlokal, mußten lange vor Beginn der Versammlungen Verordnung ist nicht eine Bevormundung des erwachsenen Arbeiters, gegenüber zu konstatiren. Etwas Aehnliches hindert es auch, daß abgesperrt werden. Die Arbeiter hatten in den zwei Versondern ein Schutz der persönlichen Freiheit, und die Arbeiter die Arbeiter in dem amtlich angestellten Gewerbe- Inspektor Vertrauen sammlungen den Beschluß gefaßt, Dienstag früh bei den werden auf die Argumente des Abg. Kardorff nicht hereinfallen. haben und dazu kommt, daß selbstverständlich es dem Arbeiter ge- Fabrikanten nochmals anzufragen, ob sie die Kündigung zurückDer Abg. v. Stumm hat uns mit den Christlich Sozialen und den fährlich werden kann, wenn er sich beim Gewerbe- Inspektor meldet. nehmen und Frieden schließen wollten. National- Sozialen zusammengestellt. Er that auch sehr freundlich Ganz anders wäre es, wenn die Arbeiter selbst die Gewerbe- Arbeiter fand tein Entgegenkommen bei den Unternehmern. zu Herrn Hüpeden und schließlich auch zu uns, indem er zugab, er Inspektoren wählten. Man brauchte sich nicht darum zu kümmern, Dienstag, fanden wieder drei stark besuchte Versammlungen statt habe manchmal mit großem Erfolge und Vortheil mit der sozialdemo- daß auch die tüchtigsten Männer gewählt würden; die würden die wovon eine von den Gewerfvereintern einberufen war. In allen drei fratischen Partei kooperirt. Er hat der national- sozialen Richtung Arbeiter schon heraussuchen. Daneben müßte ein Ehrenamt Versammlungen wurde beschlossen, nochmals die Fabrikanten zu fragen. das Christenthum abgesprochen. Steht denn formell das Christen- in dieser Beziehung eingeführt werden. Die Vertreter des ob sie die Kündigung rückgängig machen wollen, es sollen dann( bis thum auf dem Programm der Reichspartei?! Stumm's Christen- Volts, Stadtverordnete, Landtags- und Reichstags- Abgeordnete zum Oktober) feine höheren Forderungen gestellt werden. thum will die selbständige Organisation der Arbeiter nicht und will müßten das Recht haben, zu untersuchen, ob auch die Geseze, Fabrikanten lehnten jedoch einen friedlichen Vergleich wiederum ab die Sonntagsruhe nicht. Wenn er uns als unchriftlich hinstellt, so die sie machen, und die Polizeiverordnungen befolgt werden. Wir und wollten die absolute Niederwerfung ihrer Arbeiter. Iese er unser Programm. Wir behandeln die Religion als könnten durch unser Mandat viel lernen, wenn wir im Deutschen In Kottbus sind bei einzelnen Mitgliedern der Streik. Innerlichkeit der Individualität. Es ist unwahr, daß wir die Reiche das Recht hätten, in die Betriebe hineinzuschauen. Religion bekämpfen. Wir protestiren nur gegen den Mißbrauch der Das jetzige System führt jedenfalls nicht zum Ziel. Beim Lesen tommission der Textilarbeiter Haussuchungen nach den Religion zum Zwecke der Unterdrückung und Ausbeutung. Der Berichte hat man immer das Gefühl, auf diesem Wege geht es von dem großen Streit herrührenden Schriftstücken, Liſten 2c. vorUnd wenn Herr v. Stumm unser Schweigen zu seinem Sage:„ Die nicht. Vor allem müssen die Arbeiter sich organisiren. Alle jene genommen worden. Einiges ist beschlagnahmt worden. Wie das Sozialdemokratie ist aus der Hölle hervorgegangen", als Buftimmung kleine Reförmchen und kleine Verbesserungen, die sich nur auf" Niederlaufiger Volksblatt" erfährt, liegen dieser von der Staatserklärt, so ist das etwas, worauf eine Antwort füglich nicht verlangt einzelne Dinge erstrecken, helfen nicht vorwärts, so lange nicht eine anwaltschaft veranlaßten Aktion mehrere kleinere Unregelmäßigkeiten Mein Fraktionsgenosse Möller hat gestern ein ganz ungeheures wir heute die Frauen aus der Arbeit nehmen und im übrigen nicht merkt weiter:„ Troydem diese Unregelmäßigkeiten bei der Ungeübtgründliche Reform an Haupt und Gliedern vorgenommen wird. Wenn zu grunde, die einzelnen Mitgliedern der Streitkommission bei der Eintragung der Eingänge unterlaufen sind. Das Volksblatt" be. Material vorgeführt über die Lage der Bergarbeiter und über die der Familie, die noch von der Arbeit der Frau lebt, eine Existenz heit der Arbeiter mit derlei Arbeit und der durch die plößliche Mangelhaftigkeit der Berginspektoren- Berichte. Das Haus hat wohl geben, dann wird es nicht möglich sein, die Frauenarbeit in den den größten Theil dieses Materials nicht gehört. Diese Berichte Betrieben abzuschaffen, wo sie an und für sich nicht berechtigt ist. gewaltige Ausdehnung des Streits in Rottbus den einzelnen Streif sind durchweg vom Standpunkte des bloßen Technikers und nicht Deshalb muß die Sozialreform, durch die man angeblich den Ar- Romiteemitgliedern aufgebürdeten Arbeit leicht erklärlich sind, wurden des Sozialpolitikers verfaßt. Die enormen Ziffern über die beitern helfen will, so gründlich sein, wie wir Sozialdemokraten es sie doch von anarchistischer Seite an die große Glocke gehängt, i daß es nicht ausgeschlossen ist, daß den betreffenden Komite Sterblichkeit und die Krankheitshäufigkeit in den Berg fordern. Regierung und Reichstag müssen es sich zur Pflicht machen, daß es nicht ausgeschlossen ist, daß den betreffenden Komitewerken sind ohne jede Begründung gegeben. In dem für die Ziegelei Arbeiter besser als bisher zu sorgen.( Beifall bei mitgliedern noch, statt Dank zu ernten, Unannehmlichkeiten erwachsen." Wurmrevier sind 1895 voll 7574 Mitgliedern der Wurm- den Sozialdemokraten.) tnappschaft volle 92,9 pet. ärztlich behandelt worden, das ist Darauf wird um 51/2 Uhr ein Vertagungsantrag angenommen. eine horrende Thatsache. In meinem Wahlkreise ist man über diese Präsident v. Buol macht dem Hause die schmerzliche Mit mangelhafte Berichterstattung so unangenehm berührt, daß dies theilung, daß der Abg. Stephann- Torgau( Rp.) verstorben ist; das den allgemeinen Frieden unmöglich fördern kann. Man hat den Haus ehrt sein Andenken in der üblichen Weise. Bergarbeitern nicht einmal diejenigen Freiheiten gegeben, die Schluß 52 Uhr. Nächste Sigung: Donnerstag 1 Uhr.( Fort die übrigen Arbeiter durch das Bürgerliche Gesetzbuch erhalten haben. fegung der zweiten Berathung des Etats des Reichsamts des Innern). Die Beschwerden Möller's hat der Regierungstisch absolut unbeantwortet gelassen.( 3uruf.) Der Staatssekretär ist allerdings tein Bergmann, das entschuldigt ihn, aber nicht, daß überhaupt feine Antwort vom Regierungstisch erfolgt ist. Als es sich Gemeindewahlen. Infolge des ungünstigen Ausfalls der Bum Streit in der Tied'schen Schuhfabrik in Ottensen die Eintretung der wurden Wahl am Dienstag haben wir in Braunschweig nur noch einen Sozialpolitik handelte, in dem Erlaß vor den Wahlen von 1890, wenige Vertreter im Stadtverordneten- Kollegium, nämlich den Genossen wird im„ Hamburger Echo" erklärt, die von der Firma Tieck den Monate nach dem Empfange der sogenannten Kaiser- Deputirten, Rieke, dessen Amtsperiode noch nicht abgelaufen ist. Das spezielle Kunden gemachte Mittheilung, 60 ihrer alten Arbeiter hätten die die Bergleute miterwähnt; die Staatswerkstätten sollten Muster Resultat der Wahl ist folgendes: Jn 1. Bezirk erhielt Genoffe Arbeit wieder aufgenommen, sei unwahr. Keiner der Streifenden sei anstalten werden. Jetzt ist eine rückläufige Bewegung ein Pepleis 528 Stimmen, der Mischkandidat 772 St., letzterer ist bis jetzt dort wieder in Arbeit getreten. getreten. Die Löhne, auch in den Staatswerkstätten gehen gewählt. Im 2. Bezirk erhielt Genoffe Günther 842 Stimmen, Aus Wien. Der Verwaltungsrath der Wiener Tramways zurück, die Vertretung der Bergarbeiterinteressen wird nicht der Mischkandidat 1012 St., lekterer gewählt. Im 3. Bezirk erhielt Gesellschaft hat den Wertstätten Arbeitern in mehr verfolgt, die Sozialreform ist sistirt, Herr von Genosse Aß mann 653 Stimmen, der Mischkandidat 706 Stimmen, Rudolfsheim den Neunstundentag vom 1. Januar ab unter Berlepsch ist gegangen, Herr von Bötticher erklärt sich letzterer gewählt. Im 4. Bezirk erhielt Genosse A 3 mu3 675 St. folgenden Bedingungen bewilligt: im Hamburger Streit mit den Arbeitgebern einverstanden, und man der Nationalliberale 620 Stimmen, der Welfe 184 Stimmen, hier ist ist zur Freude des Abg. Kardorff zu den Grundsätzen Bismarc's Stichwahl erforderlich. zurückgegangen. Die Bergarbeiter dürfen also von der Regierung, den Mehrheitsparteien feine Hilfe erwarten. Sie haben gelernt, und das, was sie gelernt haben, werden sie an einem Zeitpunkt zu verwenden wissen, der ihnen als geeignet erscheint.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) um Abg. Höffel( Rp.) fragt, was aus dem Gefeßentwurf, betreffend die Betämpfung der Trunksucht, geworden sei; besonders wichtig sei die Entmündigung der Trunksüchtigen. Staatssekretär v. Bötticher: Wir mußten die Vorlage zurücklegen gegenüber den dringenden anderweiten Gesetzgebungsmaterien, und haben dies umsomehr thun können, weil durch die Aenderung der Gewerbeordnung bezüglich der Schankstätten und durch das geschaffen ist. Diese Session ist ohnehin so belastet, daß die Vorlage Bürgerliche Gesetzbuch bezüglich der Entmündigung eine Wandlung feine Aussicht auf Zustandekommen hätte." Abg. Size( 3.): Das Zentrum hält an der Bäckerei- Verordnung an fich feft und giebt allenfalls eine Modifikation bezüglich der Maximalarbeitswoche anheim. Die Verhältnisse der Bergarbeiter gehören nicht zur Reichskompetenz. Partei- Nachrichten. Die Mandate für den 2. und 3. Bezirk waren bisher sozialdemokratisch vertreten. Wir haben also zwei Mandate eingebüßt. Die Zahl unserer Stimmen ist indessen gewachsen. In Aachen ist der Streit der Tertilarbeiter der Firma Grinberg u. Ko., der wegen einer Lohnreduktion ausbrach, zu gunsten der Arbeiter beendet. Die bisherigen Lohnfäße bleiben aufrecht erhalten und die Streifbrecher werden entlassen. Das alte Personal hat am Montag die Arbeit wieder aufgenommen. Dagegen dauert der aus gleicher Ursache entstandene Streit der Textilarbeiter der Rosenberg'schen Fabrit unverändert fort; trotz der größten Mühe ist es der Firma nicht gelungen, Ersatz für die Ausständigen zu schaffen. = Die Arbeitszeit beginnt um 1/28 Uhr früh und dauert bis 12 Uhr mittags; sie beginnt wieder um 22 Uhr nachmittags und endet um 6 Uhr abends. Während dieser Arbeitszeit fallen Frühstücksund Jausen( Vesper) pause weg; es darf sich während derselben niemand um oder ankleiden. Wer sich den Bestimmungen nicht fügt, tann sofort entlassen werden. Unserm Genossen v. Vollmar machte in der letzten Zeit sein altes Leiden viel zu schaffen, indem die Wunden, die er im deutschfranzösischen Kriege erlitten hat, wieder einmal aufbrachen. Er hat gestellten, die vor etwa Jahresfrist ihren Anfang nahm und nach Die Lohnbewegung der schweizerischen Eisenbahn- Ansich nun den Fuß mittels eines Röntgen'schen Apparats und nach auf alle größeren Bahnen sich erstreckte, hat erst jetzt ihren gestellten, die vor etwa Jahresfrist ihren Anfang nahm und nach burchleuchten lassen, wobei sich ergab, daß in dem Unterschenkel Vollmar's noch vier Fremdkörper sich befinden, darunter nächst der definitiven Abschluß gefunden. Am Abend des 5. Januar referirte aufgebrochenen Wunde eine platt gedrückte Kugel. Vollmar will Nationalrath Dr. Sourbed, ber Sekretär des Verbandes der sich dieses Projektil demnächst aus dem Bein entfernen lassen. Die schweizerischen Eisenbahn- Angestellten in St. Gallen über den Operation ist, wie die Münchener Post" mittheilt, sehr einfach und ganzen Verlauf der Bewegung, nachdem er noch am selben Tage mit führen. Auch die übrige Kur Bollmar's macht die allererfreulichsten schweizer Bahnen im Jahre 1896 infolge der gemachten Bugeständnisse wird zweifellos die vollständige Heilung der alten Wunden herbei- dem Betriebsdirektor der Vereinigten Schweizerbahnen die letzten Forallein 3 Millionen Franken an Löhnen mehr auszuzahlen gehabt. Die italienische Arbeiterpartei hat dieser Tage in Mai- Alle Wünsche der Arbeiter seien noch nicht erfüllt, aber doch schon land einen Provinzialfongreß für die Lombardei abgehalten. vieles erreicht. So solle das Rangir- und Bremsepersonal fest an Die Verhandlungen drehten sich hauptsächlich um die Landarbeiter gestellt werden, das Bug- und Maschinenpersonal erhalte jetzt einen beziehentlich die Agrarfrage. Es wurde beschlossen, Erhebungen an 25 pet. höheren Betrag an Entschädigung für das Uebernachten. zustellen über die Lage der Landwirthschaft, über die Erfolge der Die Freizügigkeit der Bensionstassen und die Revision des eidsozialistischen Propaganda und über den Stand der Organisation. genössischen Ruhetags- Gesetzes im Sinne der Einführung des Zebu Die Resultate der Erhebungen dürften zu interessanten Debatten stundentages für den Bahnbetrieb bezeichnete Herr Sourbeck als die auch auf dem allgemeinen Parteitag der italienischen Genoffen beiden nächsten Ziele des Eisenbahner- Verbandes. Anlaß geben. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Fortschritte. " Abg. Geyer( Soz.) kommt auf die Aeußerung des sächsischen Ministers v. Meßsch bezüglich des Vereinsrechts zurück und stellt fest, daß dessen Aeußerung von seinem Fraktionsgenossen richtig wieder gegeben sei, daß das Vereinsgesetz gegen die Sozialdemokraten anders angewendet wird, als gegen die anderen Parteien. Wenn so wenig Respekt vor dem Gesetze in Regierungsfreisen vorhanden ist, was Aus England berichtet die„ Kölnische Boltszeitung": Bor haben dann die Gefeße überhaupt noch für einen Zweck? Man Wegen Beleidigung eines Schuhmanns wurde in Stettin wenigen Tagen schien es, als ob die Schiffswerften im Nordverfahre in Sachsen, als ob das Sozialistengesetz noch besteht, und der verantwortliche Redakteur des Boltsboten", Genosse osten Englands stillgelegt werden würden. Ein Streit über die meffe mit zweierlei Maß, namentlich bezüglich des Vereinswesens. Henning, zu 3 Wochen Gefängniß verurtheilt. Vertheilung der Arbeit zwischen einzelnen Arbeiterklassen hatte Abg. Pens( Soz) bespricht die Verhältnisse der Ziegelei Was heutzutage alles verboten wird, das über- dazu geführt, daß eine derfelben auf dem Walker'schen Schiffsbauhof arbeiter, die dringend einer Regelung der Arbeitszeit bedürfen, steigt alle Grenzen. In Magdeburg wollte der Vertrauensmann der Firma Armstrong die Arbeit niederlegte. Daraufhin erließen namentlich seitdem die Arbeitszeit für die jugendlichen und unserer Partei Versammlungs- Plakate anschlagen lassen. Der die vereinigten Werften am Tyne, Tees, Wear und den Hartlepools weiblichen Arbeiter für die Ziegelei verlängert worden sei. Bekanntgabe der Versammlungen waren folgende Zeilen beigefügt eine Erklärung, worin sie sämmtlichen Mitgliedern des Kessel. Daß in den Ziegeleien der Handbetrieb durch den Maschinenbetrieb Frauen, Arbeiter, Bürger! Erscheint pünktlich und zahlreichbauer- Verbandes die achttägige Kündigung zustellten und zurückgedrängt würde, wäre zur Verhinderung der Ausuüßung älgitirt überall für den Besuch dieser Versammlungen. Wir wollen auch ihren übrigen Arbeitern dementsprechend verringerte Thätigkeit der Arbeiter wünschenswerth. Wie schlecht die Verhältnisse der aus dem Munde eines Hamburger Redners hören, wie es unseren fundgaben, falls die Arbeiter des genannten Schiffsbauhofs die Arbeiter in den Ziegeleien sind, zeigen die Berichte der Fabrik- fämpfenden Brüdern und Schwestern ergeht, damit wir mit neuer Arbeit nicht wieder aufnehmen würden. Der Verband der Kteffel. inspektoren, namentlich im Regierungsbezirk Potsdam. Danach Kraft für dieselben wirken können. Ganz besonders werden die bauer unterbreitete seinen Mitgliedern die Frage, und diese haben erhalten die Arbeiter Hungerlöhne und sind noch dazu gezwungen, Arbeitslosen ersucht, diese Versammlungen zu besuchen." durch Stimmzettel mit 6297 gegen 935 sich dahin entschieden, daß die ihre Nahrungsmittel an beſtimmten theueren Verkaufsstellen Diese Säße sind, wie die" Volksstimme" mittheilt, von dem Polizei- ausständig en Arbeiter den Betrieb wieder aufnehmen sollen. Ineinzukaufen. Durch die Zwischenmeister, die am Schnaps Inspektor Schmidt beanstandet worden, und es mußten infolgedessen folge dessen kain angenommen werden, daß die letzteren nachgeben verkauf verdienen, wird die Trunksucht gefördert. Die neue Platate angefertigt werden. und die Ankündigungen der Arbeitgeber zurückgezogen werden. Ziegelei- Arbeiter müffen organisirt werden. Wenn das auch bei denen auf dem Lande schwer ist, so giebt es doch auch Ziegeleien in der Nähe einiger kleinerer Städte, wo die größte Zahl der Ar" Gewerkschaftliches. warte zu errichten. Ein Mailänder beiter sich organisiren und dann auch für ihre anderen Aus Weißenfels wird uns über die Differenzen in den Depeschen und lehte Nachrichten. Kollegen günstig einwirken fönnte, um bessere Verhält- Schuhfabriken geschrieben: Durch das brüste Vorgehen der nisse herbeizuführen. Die Regierung muß sich überlegen, Fabrikanten ist es leider zum Ausstand von zirka 3000 Arbeitern Frankfurt a. M., 13. Januar.( B. H.) Die„ Frsiti. 31g." wie sie die schreienden Mißstände in der Ziegelfabrikation ab- und Arbeiterinnen gekommen. In zwei großen Versammlungen der erfährt aus Budapest: In hiesigen Parlaments- und Gel ortenkreisen helfen kann. Auch der Reichstag wird, nachdem er vielleicht nicht Arbeiter der Schuhindustrie wurde einstimmig folgende Resolution wurde beschlossen, nach dem Muster der Berlin Urania am gar zu lange Zeit hat verstreichen lassen, es als seine Pflicht angefaßt Die Arbeiter und Arbeiterinnen erklären hiermit, für die hiesigen Plage ein wissenschaftliches Theater verby en mit Sternsehen, für diese Arbeiterkategorien auf dem Lande, die erste Woche des Ausstandes auf die Unterstügung zu verFrankfurt a. M., 13. Januar. ein elendes Leben führen müſſen, beſſere Verhältniffe herbei zichten, um den Herren Fabrikanten zu zeigen, daß die Arbeiter Telegramm der„ Franks. 3tg." bringt die tachricht, daß der zuführen. Daß die Besitzer dieser Ziegeleien ihre Pflicht ganz gewillt sind, der erfolgten Herausforderung mit aller Energie ent- Cavaliere Bossi, Kassirer der Volksbank iacenza, flüchtig ge= und gar nicht erfüllen, dafür ist der beste Beweis die miserable gegenzutreten und auf die Dauer des Streiks sich einmal noch worden ist unter Mitnahme von 160 000 Dasselbe Institut Lage der Arbeiter. Wie traurig die Lage diefer Arbeiter ist, das größere Entbehrung aufzuerlegen, wie sie im wurde bereits im November in gleicher eten se betroffen, indem der braucht man nicht in der sozialdemokratischen Presse zu lesen; Arbeitsverhältnisse von jeher gewöhnt sind." man liest es ja in den amtlichen Berichten der Fabrikinspektoren, Weiter wurde in geheimer Abstimmung per Stimm Rassirer und der Buchhalter flücht welche diese Lage als menschenunwürdig bezeichnen. Die schmutzigen zettel folgender Beschluß gefaßt: Es soa in jeder jeder nahmen, " ( B. und 270 000 Lire mit Soluchowsky machte in anEinschleppung der Pest den eftge auf die asiatische Cholera auf hten Prinzipien auch auf die Best Wien, 13. Januar.( B. H.) betracht der drohenden Gefahr Mächten den Vorschlag, die in der Dresdener Konvention f auszudehnen. bez Stroh- Lagerstätten der Arbeiter widersprechen allen Ansprüchen der Fabrit eine Kommission den Unternehmer fragen, ob er die Menschlichkeit; die Besitzer sind konservative und liberale Leute, die Kündigung zurücknehmen will. Geschieht das, so ist die die Sozialdemokraten wer weiß wie schlecht machen, wenn man Arbeit unter den alten Bedingungen wieder auf in ihre Nähe fommt. Der Fabrikinspektor des Regierungsbezirks a unehmen. Geschieht das nicht, so sollen die neuen Forderungen Potsdam sagt:„ Die Klagen über Krankheiten und schlechte gestellt werden." Für diesen Beschluß wurden 1044, da gegen Wohnungen sind fast im ganzen Bezirk gleichlautend. Die 69 Stimmen abgegeben. Wohnungen sind vom durchriefelnden Regen feucht, das Bett- Wie ein schon gestern mitgetheiltes Wolff'sches Telegramm Antwerpen, 13.( W. T. B.) In der Zweignieder stroh feucht und voller Ungeziefer." Ein 18jähriger zurück- meldete, beharren jedoch die Fabrikanten darauf, daß die streitenden laffung der Leipziger großemmerei in Hoboken bei Antwerpen ist gebliebener Junge hatte ein färmliches gemeinsames Lager, Arbeiter des Fabrikanten la sig die Arbeit wieder aufnehmen, zu gestern Abend eine, die Anzahl von Arbeitern in den Ausstand von Schmut starrte, mit seiner Schwester zusammen. welchem Zwecke die Fabrikanten die Kündigung aller ihrer Ar getreten. Nachdem mehr w.hl der Ausständigen heute noch zugenommen In einem anderen Fall wird berichtet, daß bei der Besichtigung beiter ja bekanntlich vorgenommen haben. Ein Herold hat, feiern nunzungor als 1000 Arbeiter. Dieselben verlangen das der Schlafstellen sich herausstellte, daß ein 15jähriges Mädchen mit Telegramm vom Mittwoch berichtet: In der Dienstags- Versammlung eine Lohnerhöt 3. say zwei erwachsenen Burschen ein gemeinschaftliches Lager hatte. der Gewertvereinler, welcher auch die Fabrikanten beiJanuar Paris, meetuar.( B. H.) Gestern Abend fand das dritte Die Unternehmer müßten, ehe fie Arbeiter bereinholen dürften, den wohnten, wurde ein Ausgleichsvorschlag der Zentral- anarchistische ing statt. Die anarchistischen Redner ergingen sich Beweis führen, daß die Arbeiter eine menschenwürdige Unterkunft leitung auf Einsegung einer gemischten Kommission a bin heftigen Auslassungen gegen die Spanier und vertheidigten haben, und wenn sie keine Wohnungen finden könnten, follten gelehnt. Die übrigen organisirten Arbeiter lehnten einen ähn- die Sache der Lubanischen Insurgenten. Die Ordnung wurde nicht fich die Kapitalisten daran machen, entsprechende Wohnungen zu lichen Vorschlag der Fabrikanten ebenfalls ab, weil sie teine gestört. bauen, oder die Ausbeutung der Arbeiter unterlassen. Mit diesen Gemeinschaft mit den Gewerkvereinlern und den Nichtorganisirten Paris, 18. Januar.( B.$.) Das Zivilgericht des Seine miserablen Wohnungsverhältnissen hängt das traurige Syftem der haben wollten. In 19 größeren Fabriken herrscht völlige Arbeits- Departements fällte heute das Urtheil, wonach Baihaut, Blondin Wanderarbeiter zusammen. Die aus fremden Gegenden zugewanderten ruhe, während in 8 Fabriken theilweise gearbeitet wird. Die übrigen und Charles Lesseps für 801 000 Frants solidarisch verantwortlich zu Arbeiter werden zu Lohndrfickern und das System der Wanderarbeit Fabriken arbeiten dagegen vollständig. machen sind. Die Verhaftung Barhauts wurde für gesetzlich erklärt. beweist auch, wie traurig es im Osten stehen muß, wenn Wander- Zuzug von Schuhmachern nach Weißenfels ist Blondin und Lesseps sollen ebenfalls verhaftet werden, falls sie den arbeiter trotz solcher miserablen Wohnungs- und Lohn Ver- aufs strengste fernzuhalten. 23oden Frankreichs betreten. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. 1 Nr. 11. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 14. Januar 1897. Abgeordnetenhaus. 17. Sigung vom 18. Januar 1897. 11 Uhr. Am Ministertische Miquel und Kommiffar Geh. Finanzrath Lehmann. Zweite Berathung des Schuldentilgungs- Gesezes. Die Kommission hat die Schuldentilgung in obligatorischer Form festgestellt, dagegen die Bildung eines sogenannten Aus. gleichsfonds( von 80 Millionen) abgelehnt. % vertreten fein werde. aber vor " 3 die Die Befürchtungen des Prinzen der Arbeitgeber, an solcher Untersuchung ehrlich mitzuwirken, beArenberg theile er nicht. E3 bestehe die Absicht, nommen zu sein. für die 18 Gruppen, die auf der Ausstellung arrangirt werden Die Arbeitgeber fönnen vor beendigtem Ausstande den erhobenen follten, Kommissionen von Sachverständigen zu bilden, die über die Forderungen nichts nachgeben, ohne sich fortgefeßten unerträglichen Zulassung der Gegenstände zur Ausstellung mit zu entscheiden hätten. Beunruhigungen in ihrem Erwerbsleben auszusetzen, am wenigsten Bebel äußert seine Genugthuung, daß man die unglückselige, jetzt, wo sie nicht mehr zu besorgen haben, zum Nachgeben ge Der Arbeitgeber Verband ist jedoch von für Deutschland höchst nachtheilige Zurückhaltung aufgegeben habe, zwungen zu werden. bie man der Pariser Ausstellung 1889 gegenüber bethätigte. Er würde dem Wunsche beseelt, den Beweis zu liefern, daß er es mit der lieber zehn Millionen für eine internationale Ausstellung Abstellung etwa vorhandener Mißstände ehrlich meint und den als 100 Millionen für neue Geschüße bewilligen. In dem fried- Ausständigen den Schritt zu erleichtern, zu der Arbeit zurückAbg. Richter( fr. Vp.): Die obligatorische Schuldentilgung lichen Wettkampf der Weltausstellungen, fördere man die Kultur- zukehren, welche ihnen um so mehr verschlossen sein wird, je länger erscheint nach der Kommissionsberathung womöglich noch weniger interessen der Menschheit, was man von dem Wetteifer und den sie die Rückkehr hinausschieben. Dem Verbande sind zwar ers begründet als vorher. Unsere Staatsschulden sind hauptsächlich durch Eisenbahn Verstaatlichungen entstanden. Auch der militärischen Rüstungen nicht sagen könne. Auch er theile nicht hebliche Mißstände, soweit solche nicht in der allgemeinen Mangelron der Kommission beschlossene Prozentsatz von 3/5 ist ganz will die Befürchtungen des Prinzen Arenberg, Deutschland fönne haftigkeit menschlicher Einrichtungen liegen, nicht bekannt. Er Er warne wird sich jedoch gern darauf aufmerksam machen lassen, und rlich. Eine Sicherung, daß das Staatsvermögen durch die guten Muths in jeden Konkurrenzkampf eintreten. den Sachverständigen Kommissionen, die leicht Ur gestattet sich deshalb, bei hohem Senate zu beantragen, unabhängig Schuldentilgung sich erhöht, ist nicht gegeben. Verfolgt ein späterer Minister eine entgegengesetzte Politit, so ist er nicht gehindert An- fache zu großen Klagen geben könnten; man solle durch die von der geplanten Untersuchung einen Safeninspettoran. Presse auf günstige Ausstellungsresultate hinzuwirken suchen. zustellen, dessen Aufgabe es sein wird, nach Art der FabrikIcihen neu aufzunehmen. Die Finanzlage wird durch die obligatorische Bundeskommissar Dr. Richter: Man werde alle Vorsicht walten inspektoren die Arbeitsverhältnisse auf allen Gebieten des Hafen. Schuldentilgung verschleiert und das vielbesprochene psychologische lassen, es müsse aber darauf gesehen werden, daß nur das Vorzüg- verkehrs zu überwachen und Besserungen herbeizuführen, wo solche Moment, daß nämlich die Schuldentilgung zur Sparsamkeit antreibe, lichste ausgestellt werde. Auch die Propaganda durch die Presse angebracht sind. Es steht zu hoffen, daß damit eine den Arbeitern scheint nicht überall zuzutreffen; denn in anderen Staaten mit werde ins Auge gefaßt, das sei schon bisher geschehen. Singer er erwünschte und dem sozialen Frieden nützliche dauernde Institution obligatorischer Schuldentilgung ist die Neigung zur Aufnahme lärt ebenfalls seine Sympathie für das Unternehmen, er warnt aber, geschaffen werden wird." neuer Schulden ziemlich allgemein. Präsentirt sich nun einmal unser daß man dahin komme, eine Ausstellung zu schaffen, bei der die gute Das Schreiben, das von dem Stauer Hermann Blohm Etat mit einem Defizit, was soll dann geschehen? Sollen dann zwecks marktfähige Waare, auf deren Absak es ankomme, nicht vertreten sei. als Vorsitzendem des aus Unternehmervereinigungen aller möglichen Schuldentilgung Zuschläge zur Einkommens- und Vermögenssteuer er: hoben werden? Der Finanzminister scheint verhindern zu wollen, daß das Arenberg hervorgehobenen Gebieten sehr wohl konkurrenzfähig fei, gegenüber der bisherigen Haltung des Unternehmerthums eine hoben werden? Der Finanzminister scheint verhindern zu wollen, daß das Auch er habe die Ansicht, daß Deutschland auf den vom Prinzen Gewerbe bestehenden Arbeitgeber- Berbandes unterzeichnet ist, bedeutet Abgeordnetenhaus zwar keine Steuervorschläge machen kann, wohl das beweise Berlin, und die Erfahrungen, welche die Berliner Stadt bemerkenswerthe Wendung zum bessern. Indem die Unternehmer ſelbſt aber Steuererhöhungen zu bewilligen genöthigt werden kann; es verwaltung mit der Schaffung von Kunstwerken aus Gemeindemitteln sagen, daß bei der Wiederaufnahme der Arbeit, will die Quotisirung der Steuern unmöglich machen. der vom Senat in seinem Vergleichsvorschlag versprochenen Abg. Fihr. v. Zedlik( frk.): Die Schuldentilgung erhöht in gemacht habe. Eine längere Debatte entspinnt sich über die Maßregeln, die Untersuchung der Arbeitsverhältnisse vorhergehen würde, von keiner Weise die Laſten des Staates. Der Gedanke, in Jahren mit bezüglich der Ausbreitung der Maul- und Klauensen che einer Demüthigung der Arbeiter nicht die Rede sein kann, geben reichen Betriebsüberschüssen die Schuldentilgung von der Hand 3 getroffen werden. Es betheiligen sich daran die Abgg. Müller sie zu, daß die Arbeiter keine Niederlage er leiden, wenn weifen, grenzt geradezu an Unsolidität.( Beifall.) Der Gedanke( Fulda), Lieber, v. Kardorff, Dr. Lingens und versie darauf eingehen. Dadurch gestehen die Unternehmer ein, der Quotisirung der Vermögens- und Einkommensteuer ist auch prat schiedene Regierungskommissare. Abg. ingens fragt an, ob daß sie darauf verzichten, die Arbeiter zu Paaren treiben zu können. tisch bedenklich. Sezen wir nun Ermäßigungen dieser Steuern fest, und welche Maßregeln gegen die mögliche Gefahr der Best Was aber das Ersuchen betrifft, der Senat solle ein Hafen. so kommt das den Wohlhabenden hervorragend zu Gute; das würde einschleppung aus Indien getroffen worden seien. Der Inspektorat schaffen, so ist damit einem alten, schon seit aber selbst der Abg. Richter nicht wünschen. Rulturzwecke sollen Leiter des Reichs- Gesundheitsamts giebt beruhigende Erklärungen ab. Fahren geäußerten Wunsche der Arbeiterschaft direkt Rechnung nicht leiden, aber bemühen müssen wir uns, diese Zwecke auf Eine weitere Debatte erhob sich bei den Forderungen für die getragen. Jedenfalls wäre eine solche Juftitution für die den billigsten Wege zu erreichen. Für das Extraordinarium Reichsdruckerei. Abg. Hasse beschwert sich, daß die Reichs- Hafenarbeiter von demselben sozialpolitischen Werthe, wie das und deſſen reichere Ausstattung wird gerade durch eine obligatorische Druckerei der Privatindustrie Konkurrenz mache und letzterer die Fabrikinspektorat für die Industrie- Arbeiter. Schuldentilgung erft die nöthige Bewegungsfreiheit geschaffen. Auch besten Aebeitskräfte abspenstig zu machen fuche. Von seiten der Der Kern des Schreibens des Arbeitgeber- Verbandes ist kurz Die Finanzgebahrung im Reichstage bedingt, daß wir hier sparsam Bertreter der Regierungen wird dieses bestritten. Bebel fordert, gesagt der: Die Rheder und Stauer wünschen, daß ihnen die Hafen sind und auf Schuldentilgung ernstlich bedacht nehmen, wodurch daß die Reichsdruckerei das drucke, was das Reich brauche, z. B. arbeiter eine goldene Brücke bauen, indem sie die Arbeit unser gesammtes Finanzwesen zugleich eine festere Gestaltung erlangen wird. Redner empfiehlt dann noch die von der Kommission auch die Reichstags- Drucksachen, die jetzt die Druckerei der Nord- aufnehmen, bevor über die Lohnforderungen endgiltiges festgesetzt wird. deutschen Allgemeinen Zeitung" herstelle. Den Privatgeschäften Um diese goldene Brücke doch noch gebaut zu bekommen, nachdem vorgeschlagene Resolution, die von der Regierung die Vorlage eines Konkurrenz machen dürfe die Reichsdruckerei nicht. die Arbeiter den dahin zielenden Senatsvorschlag abgelehnt haben, Gesetzes verlangt, wodurch die Verwendung der EisenbahnBei der Berathung des Post etats entsteht zunächst eine gestehen sie jetzt die Nützlichkeit eines Hafeninspektorats zu und ver überschüsse für die allgemeinen Staatsbedürfnisse im Sinne früherer Debatte über die Höhe der angesetzten Einnahmen. Die Abgg. Weiß meiden es in dem Schreiben, die Arbeiter durch eine Kritik des Beschlüsse des Abgeordnetenhauses geregelt werden soll. Abg. Bachem( 3.): Alle scheinen damit einverstanden, daß die beziehungsw. 1/2 Millionen Mark, die Abg. Paasche, Müller- Fulda, und Bebel befürworten Erhöhung des Einnahme- Ansatzes um 3 Streits aufs neue zu reizen. Es muß der Einsicht und der taktischen Geschicklichkeit der Eisenbahnüberschüsse für allgemeine Staatszwecke bis zu einem Lieber und von Leipziger bekämpfen aber mit den Regierungs- Arbeiterschaft Hamburgs überlassen bleiben, aus dem Schreiben des gewissen Umfange verwendbar gemacht werden; aber genauere Vor: Bertretern dieses Verlangen. Die bezüglichen Anträge werden ab- Arbeitgeber- Werbandes die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Daß die schläge fehlen. Die Vorwürfe gegen die Reichs- Finanzwirthschaft gelehnt. Eine weitere Erörterung rufen Petitionen hervor, die sich Möglichkeit beiderseitiger Verhandlungen jetzt näher gerückt iſt, find nicht gerechtfertigt. Der Kartell- Reichstag hat eine Milliarde mit der Erhöhung des Gewichts für einfache Briefe von 15 auf darauf laffen Ton und Inhalt des Schreibens wohl mit ziemlicher Schulden aufgenommen und 486 Millionen an die Einzelstaaten 20 Gramm, für Ermäßigung der Telephongebühren beschäftigen. Sicherheit schließen. gezahlt.( Buruf: Jeder Mann und jeden Groschen!) Was aus dem Abg. Paasche als Referent spricht sich in der Hauptsache für die Sabe folgt, haben auch wir bewilligt, aber wir haben die unsolide Finanz- Betenten aus, Staatssekretär Stephan dagegen und zwar aus wird, haben gestern 13 Versammlungen der streifenden HafenWie uns kurz vor Schluß des Blattes aus Hamburg mitgetheilt politit des Kartell- Reichstages nicht mitgemacht. Die Resolution der finanziellen Gründen. Der Staatssekretär wiederholt hierbei alle arbeiter zu dem an den Senat gerichteten Schreiben des Arbeitgeber. Rommission, worin ungefäumt eine anderweite Regelung der die schon bei früheren Gelegenheiten erwähnten Gründe. Berwendung von Eisenbahn Ueberschüssen zu allgemeinen Staats- Singer tabelt die Beurtheilung dieser Forderungen aus dem Gründe. Verbandes folgenden Beschluß einstimmig gefaßt: zwecken durch Gefeß gefordert wird, ist unklar und nichtssagend und fistalischen Gesichtspunkt, das Verkehrsintereffe, die allgemeinen hat weder für uns noch für die Regierung Werth. Wolkswünsche seien maßgebend. Er fordert demgemäß die Erhöhung Abg. Dr. Sattler( natl.): Für das Auspowern der Einzel: des Gewichts für einfache Briefe von 15 auf 20 Gramm, die Herab ftaaten ist das Zentrum hauptsächlich verantwortlich, denn die seßung des lokalen Briefportos Eine bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit ist und bleibt wobei er auf das Beispiel von für uns eine Demüthigung, es ist unserer Ehre zuwider, in eine Bahlungen erfolgten auf grund der Klausel Franckenstein. Wir fehung des lokalen Briefportos Württemberg und Bayern hinweiſt und die Herabsetzung der wollen ernste Maßnahmen treffen gegenüber den Finanzgefahren, Telephongebühren. Diese Reformen würden den Verkehr wesentlich Worschlag trotz der Empfehlung der Annahme desselben durch das folche zu willigen. Die große Mehrheit der Streitenden hat den Minister Miquel: Ich hätte gewünscht, daß die Frage der Reichs- heben und die Einnahmen sich erhöhen. Streit- Komitee abgelehnt, weil in demselben keine Garantien ge= Die Debatte wurde abgebrochen und die Sigung auf Donnerstag boten waren, daß unsern berechtigten Beschwerden Rechnung ge Finanzpolitit nicht so in den Vordergrund gedrängt würde. Herr vertagt. Bachem ist noch jung und scheint nicht zu wissen, daß sich beim Zentrum tragen, die Entscheidung über Differenzpunkte durch ein unparteiisches ein gewaltiger Umschwung in der Finanzpolitik vollzogen hat. Früher Aus der vergleichenden Uebersicht der Ergebnisse der Schiedsgericht ihre Erledigung finden würden, daß vor allem fürchtete das Zentrum, die Einzelstaaten tönnten vom Reiche auf Einkommensteuer- und Ergänzungssteuer- Veranlagung für aber die alten Arbeiter eingestellt und keine Maßregelungen gesogen werden; daher die Klausel Frandenstein. Heute behauptet 1895/96 und 1896/97, die soeben dem Abgeordnetenhause zu der während des Streits in Vertretung unserer Interessen hervor Bachem Auspowerung des Reiches durch die Einzelstaaten; das er gegangen ist, ergiebt sich, daß an Einkommensteuer in getretenen Personen vorgenommen würden. innert doch an den Sat: Die Powertät fommt von der Armuth Preußen 1896/97 bei 2 654 444 Benfiten 127 080 740 m. veranlagt Auch in der vom Arbeitgeber Verband vorgeschlagenen An( Heiterkeit.) Die Nothwendigkeit des Ausgleichsfonds wird man je find; gegen das Jahr 1895/96 bedeutet das ein Mehr an Senfiten ftellung eines Hafeninspektors, um welche wir seit Jahren vergebens länger je mehr einsehen. Redner empfiehlt ausführlich den Ausgleichs- und die nicht physischen Bersonen( Aktiengesellschaften und gewiesen haben, können wir eine Erledigung der momentan von 261, an Steuern 3 647 274 M. An diesem Mehr petitionirt und deren Nothwendigkeit wir wiederholt nachfonds, der allein Gewähr dafür schaffe, daß das find allDie Untersuchungen gesammelte Gelb nicht zu ungeeigneten Zwecken verwendet wird. bergleichen) nicht betheiligt. Diese haben im Gegentheil 142 420 W. obwaltenden Differenzen nicht erblicken. Mir wäre es lieber, wenn man den Prozentsatz der Schuldentilgung weniger an Steuern ausgebracht. Die Beranlagung der physischen eines Hafeninspektors müssen sich nach unserem Dafürhalten außer auf die an uns seit Jahren öffentlich auf 1/2 pt. beließe( die Kommission hat 5,8 pet. beschlossen) und Personen übertrifft bei 2 652 515 Benfiten mit 120 305 978 M. allerdings das Vorjahr um 3 789 694 M. Bei der zum Zwecke der Veranlagung gerügten Mißstände Lohnden Ausgleichsfonds nicht ganz ablehnte. auch auf die und Arbeitsvorgenommenen Personenstands- Aufnahme betrug die Zahl der Bebedingungen erstrecken. Eine Abstellung der Mißstände, eine Aende völkerung 31 349 283, von denen 8303 als Exterritorale und rung der Lohn- und Arbeitsbedingungen liegt aber nicht in der solche einkommensteuerfrei blieben, deren Machtbefugniß eines Hafeninspektors, dazu ist und bleibt die EinEinkommen 900 Mart nicht überstieg. Die Zahl der letzteren willigung der Arbeitgeber als solche erforderlich. Es liegt uns fern, betrug in den Städten 7462 675, auf dem Lande 13 603 778. unfere Arbeitgeber durch die Forderung einer bedingungslosen UnterMit einem Einkommen von mehr als 3000 m. sind veranlagt in werfung ihrerseits demüthigen zu wollen. den Städten 251 958, auf dem Lande 79 133 Personen. In Veranlassung der Aeußerung des Arbeitgeberverbandes und gesammte veranlagte Einkommen der Zenfiten beträgt 6 086 052 635 zur Herbeiführung eines wirklichen und andauernden Friedens Mark, wovon auf die Städte 4 183 279 309, auf das Land richten wir deshalb das Ersuchen an den Arbeitgeberverband, nuns 1902 773 326 M. entfallen. Das Durchschnittseinkommen stellt sich mehr durch eine aus seiner Mitte gewählte Kommission direkt interin den Städten auf 2660, auf dem Lande auf 1762, überhaupt auf effirter Arbeitgeber mit einer von uns gewählten Kommission 2295. über die Friedensbedingungen in Berathung treten zu wollen. Gegenseitiges Vertrauen fann nur aufgebaut werden auf gegen feitiger Achtung, ein andauernder Friede kann nur herbeigeführt werden, wenn dieser die Interessen unserer Waterstädt schwer schädigende Streit einen versöhnenden, keinen der streifenden Parteien verlegenden Abschluß findet. Hierzu bieten wir unsere Hand, niemals aber zu einer uns beschämenden, unser innerstes Empfinden verlegenden bedingslosen Unterwerfung. die uns vom Reiche drohen. = Abg. Brömel( frf. Bg.): Wir halten fest an der vollen Frei heit der Entschließung über die Einnahmen und Ausgaben und verwerfen deshalb die Vorlage und die Resolution. Abg. v. Arnim( t.): Den Ausgleichsfonds haben wir zwar oerworfen, aber wir bestreiten nicht die Zweckmäßigkeit eines Eisenbahn Reservefonds. In diesem Sinne werden wir für die Kommissionsbeschlüsse stimmen. 21 058 150, als Das Abg. Schmieding( natl.) bekämpft die Erhöhung der Amortifation von 1/2 auf 5/8 pt. Abg. v. Tiedemann- Bomst( frk.) empfiehlt die Beschlüsse der Kommission. Abg. Bueck( natl.) tritt ebenfalls für die Kommiffionsbeschlüsse ein. Bezüglich der Tariffragen müsse er für das Haus das Recht Die Ergänzungssteuer hat im Vergleich zum Jahre in spruch nehmen, in wichtigen Fragen mitzusprechen. Man scheine 1895/96 mit Beibehaltung der erhöhten Steuersätze bei einem Mehr jeßt der Landes- Eisenbahnrath falsch zu beurtheilen; er habe nur von 14 413 Zenfiten an Steuer ein Mehr von 18 765 M. gebracht. bie Bedetung eines Beirathes, nicht die einer selbständigen Be- Beranlagt zur Ergänzungssteuer find 3,72 pet. der Gesammt hörde. beoölkerung, und zwar in den Städten 528 305, auf dem Lande Abg. Drmer(.) tritt ebenfalls für die Kommissionsvor: 638 440 Perfonen. Auf einen Zensiten in den Städten fommen 3,26, fchläge ein. auf dem Lande 4,17 Köpfe. Wit einem Einkommen von nicht mehr Minister quel bemerkt, daß er von der Vorlage als seinem als 3000. find 892 641, mit einem Einkommen von mehr als politischen Testant in dem Sinne gesprochen habe, wie man das 3000 M. 274 104 Benfiten zur Ergänzungssteuer veranlagt. von einem angebenen 70er annehmen könne, der den Wunsch habe, Die geftrige Reichstagsrede des Genossen Möller ist zu das Finanzschiff des Staates in einen sicheren Hafen zu bringen. unserem Bedauern, aber ohne unser Verschulden, im Parlaments Wenn er so lange leb könnte, als ihn die Angriffe fortschrittlicher bericht sehr schlecht weggekommen. Der Grund liegt in dem DoppelBlätter verfolgen, so werde er sicher altersschwach werden. umstand, daß die Rede zu sehr später Stunde gehalten wurde, und daß der Redner, der ein sehr schwaches Organ hat, auf der Tribüne Morgen 11 Uhr: Forehung der Berathung und leinere ber Berichterstatter unverständlich war. Da die Rede sehr werthvolles Material namentlich für die Agitation unter den Bergleuten enthält, so wird der Vorwärts" noch einen gedrängten Auszug bringen, sobald der stenographische Bericht vorliegt. Außerdem ist der Abdruck des stenographischen Berichts zur Bertheilung in den Bergarbeiter- Distritten in Aussicht genommen. ( Heiterkeit.) Vorlagen. Schluß 4 Uhr. Parlamentarisches. " " " einen hohen Senat am 12. Januar d. J. gerichtete Schreiben erBezugnehmend auf das seitens des Arbeitgeber- Verbandes an Klärten die streikenden Seeleute und Hafenarbeiter: Nachdem alle bisherigen Vermittelungsversuche durch nicht direkt betheiligte Personen und Körperschaften vergeblich gewesen und obgleich die Aeußerung des Arbeitgeber- Verbandes nicht ausdrücklich an unsere Adresse gerichtet ist, beantragen wir, um im Interesse der Algemeinheit jede Zeitverschwendung zu vermeiden, unsere Kollegen: Döring, Schauermann; Rehl, Ewerführer; Landrihl, Staatsquaiarbeiter; Leidel, Speicherarbeiter; Herrich, Seemann; Krägenau, Donkymann, Schmaljohann, Kesselreiniger, sich nunmehr mit dem Arbeitgeber- Verband in Verbindung zu setzen und sind überzeugt, daß bei gleichem Entgegenkommen unferer Arbeitgeber es unschwer gelingen wird, einen beide Theile befriedigenden Modus zur Beendigung des Streits zu finden." Seitens der von den Streifenden mit deren Vertretung bes auftragten sieben Personen wurde die Resolution dann sofort mit einem Begleitschreiben, indem die Arbeitgeber ersucht werden, sofort eine gemeinschaftliche Sigung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeber. Kommission anzuberaumen, an den Arbeitgeber- Verband zu Händen des Vorsitzenden desselben, des Fabrikanten Blohm, abgesandt. Als die Kunde von dem Vorgehen der Arbeiter sich in' der Stadt verbreitete, athmete man allerorts erleichtert auf, denn man hofft allgemein, daß nun eine gütliche Beilegung des Streits in den nächsten Tagen zu erwarten ist. In der gestrigen Situng der 2, der ersten Forderung( 50 000 m.)& etkommission fragte bei die nächste Pariser Weltausstellung Singer an, hoch sich wohl die Ge- Die Hafenarbeiter- Bewegung. fammtkosten belaufen würden. Herr v. tticher antwortete, daß Desterreich für diesen Zweck ca. 14 Milio. Gulden in Aussicht Der Hamburger Arbeitgeber- Verband hat, auf Antrag genommen habe, Ungarn kaum weniger in luch nehmen werde, des Vereins Hamburger Rheder, unterm 12. Januar an so daß Deutschland, das alles daran sehen mül vertreten zu sein, wohl faum unter 5 Millionen würdig in Paris den Senat ein Schreiben folgenden Inhalts gerichtet: Der wohlmeinende Rathschlag, welchen der hohe Senat den o. Arenberg fragt an, ob für ein gemeinsames Arianfordert. Brinz ausständigen Hafenarbeitern in Erwiderung auf ihr Gesuch ertheilt werde. Die Chicagoer Ausstellung habe ca. 3 600 000 m. davon kommen Aus Kiel sind bis jetzt 6300 M. Unterstützungsgelder nach getragen sei und wünscht Vorsorge getroffen zu sehen, nent Gorge hat, ist von diesen nicht befolgt worden, weil ihnen eingeredet wird, nur das daß sie in der bedingungslosen Wiederaufnahme der Arbeit eine Beste ausgestellt werde. Man müsse Schundwaare ferha Aus Nürnberg Rommissar Deutschlands für die Pariser Weltausst. Der Demüthigung zu erblicken haben. In Wirklichkeit enthält das Ver- Hamburg abgesandt. In Magdeburg find bis jetzt ca. 11000, Richter, theilt mit, welche Abmachungen bis jetzt mit.de. Dr. sprechen des Senats, eine die Abstellung von etwaigen Mißständen in Leipzig 30 000 m. gesammelt worden. fran- bezweckende Untersuchung der Arbeitsverhältnisse einzuleiten, en ein Entgegenkommen, öfifchen Regierung in bezug auf die Ausstellung getroffen we von demgegenüber einer Die Breslauer ,, Volkswacht" schreibt, daß die Breslauer Man habe das größte Entgegenkommen gefun Anderer Arbeiter noch nie einen solchen Opfermuth an ben Tag gelegt haben, daß Deutschland wärdemüthigung nicht die Rede sein kann. habe daß die Hoffnung, er seits scheint den Arbeitern noch das Vertrauen in den guten Willen wie beim Hamburger Streit. jeten. und 4400 M. Ju Aachen brachte ein zu gunsten der Hamburger veranstaltetes| Entkräftung der Beschwerde fährt Herr Dr. Bödiker weiter Arbeiterfest einen Ueberschuß von 110 M. ein. Eine für und Sozialdemokraten immerhin beachtenswerthe wörtlich fort: Die Handschuhmacher Stuttgarts steuern wöchentlich 25 Pf. Beguadigung wird jezt bekannt. Wegen Widerstandes gegen die Nur vier von den mit dritter Form beköstigten Unter- Staatsgewalt und Beamtenbeleidigung für Hamburg. war der Gerichts: zeichnern, die damaligen Patienten W., P., H. und N.*) wollen nach assessor Max Pigulla vor einiger Zeit zu einer GefängnißAn die Mitglieder der schweizerischen Gesellschaft für bem Ergebnis der Untersuchung in ihrer Fleischportion, W. auch in strafe von vier Monaten und drei Wochen verurtheilt worden. Es ethische Kultur erließ deren Vorstand, dessen Vorsitzender der der Fleischbrühe, thatsächlich Maden gefunden haben. Es erregte in der unabhängigen Presse berechtigtes Aufsehen, daß der farrer Pflüger ist, einen Aufruf zur Sammlung für sind auch einzelnen Mitpatienten der Genannten nach deren Aus Staatsanwalt Dr. Kleine in der damaligen Verhandlung nur die Hamburger Hafenarbeiter. Es heißt in dem Aufruf: fagen made nähnliche Gebilde auf den Tellern der Geldstrafe von 300 M. von Die Bedeutung des Hamburger Kampfes geht über den Tag und den letzteren gezeigt worden. Ebenso sind die Aerzte der Heil- des Gerichtsassessors beantragt hatte, trotzdem das Vergehen " Der Scharfmacher" Herr v. Stumm ist, wie jetzt als feststehend angenommen werden kann, in Hamburg gewesen, um sich mit den Führern des Arbeitgeber- erbandes in Berbind ung zu sehen. Drt weit hinaus; wer die Wiederholung solcher Schädigungen ver- anstalt, Dr. Sauder und Dr. Rammrath, auf den Teller des Der Staatsanwalt begründete die milde Strafe nämlich damit, daß meiden, wer die friedliche Lösung der sozialen Frage fördern will, N. aufmerksam gemacht worden, auf dem Dr. Sander einige der Ausgang der Verhandlung für den Angeklagten von außerder muß unseres Grachtens zu den Hamburger Arbeitern weißliche Körper wahrnahm, die er für Pilzfasern(!) ansah, ordentlicher Tragweite fei; als ob dies Moment nicht bei vielen stehen." während Dr. Rammrath, dem sie als Maden gezeigt wurden, sie minder gebildeten Personen zutreffe, die aus weit entschuldbareren . in der Fleischbrühe gefunden haben wollte, war, wie sofort von thuung, die, wenn wir nicht irren, auch in einem Leitartikel der auch für Maden gehalten hat. Die angebliche Made, die Gründen mit der Polizei in Konflikt gerathen. Allgemeine Genug dem Direktor der Heilanstalt in Gegenwart des Wärters, der Wirth- Boff. 3tg." Ausdruck fand, gab sich zu erkennen, als bekannt wurde, schafterin und der Köchin festgestellt wurde, ein Stück weißlichen daß Landgerichts- Direttor Dr. Röseler die Freiheitsstrafe damit beKnochenmarts, das vermuthlich aus dem Rückgratknochen des Rippe- gründete, daß man in einem ähnlichen Falle auch einen Mann aus speers stammte." dent unteren Stande, der sich grobe Ausschreitungen gegen Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für die Der unbefangene Leser wird fragen, wozu denn diese ver Polizeibeamte zu schulden tommen ließe, ins Gefängniß stecke. streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende flausulirte Form in der Beantwortung der Beschwerde gewählt Diefem Gerichtsassessor Pigulla nun ist die GefängnißBeiträge ein: wurde, wo doch die Thatsache, daß in der den kranken strafe im Gnadenwege in zwei Monat FestungsBuchdruckerei G. Bernstein 9,50. Hülsenbet u. troll, 4. Rate 14,05. Babte 3,- oder übel zugegeben und so denn auch die Beschwerde als bedes Berichterstatters, daß dem gewissenhaften() und äußerst beArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, 2. Rate 500,-. Perfonal der Arbeitern vorgefeßten Speise ekelhafte Maden gefunden sind, wohl haft umgewandelt worden. Reizend ist die Bemerkung 2. Gleinert 40,96( Darunter Geburtstagsfeier bet Strauſe 8, Tischlerei noll rechtigt angesehen werden mußte. Ja, wenn wir erst soweit gabten Beamten", der lange Zeit Vorsitzender einer u. Bittner 2,-, Lügomstr. 4,50, Lustige Brüder Triftstr. 7,85, Fabrit Tobler mitt Bubifer, außer Einige 15,60, Eine Bigarrenipige Rirdorf, Ringbahnstr. 8,01.) wären! Wohl wurden Maden gefunden, wohl mußte selbst ein Schöffenabtheilung war, nunmehr die wohlverdiente Köpnicerftr. 11, Giſten D. Gleinert 1817, 2717, 274, geplanten Herrenpartie Anstaltsarzt diese Thatsache zugeben, aber was beweist das Anerkennung durch Umwandlung der entehrenden Gefängniß2720, 56, 853, 769, 4069, 76, 1822, 4061, 63, 75, 2764( darunter Neue Berliner Bau alles, wo sozialdemokratische Verhebung und prole- strafe in die custodia honesta zu theil geworden ist. tischlerei 14,40, Sartgummi 9,30, Tischlerei Rahn, Brunnenstr. 196 17,60, Brod: tarische Tücke vorhanden ist? Wie, wo denn? niz u. Seydel 9,70, Maschinenfabrit Biegler 22,90, Treibriemen fabrit Tegel Der Leser muß sich ein wenig in Geduld fassen und Herrn tritt des Frühjahrs in Angriff genommen werden. Wie wir er Der Neubau der Potsdamer und Viktoria- Brücke soll mit Ein8,80, Maschinenfabrik Mr. Haffe u. Ko. 26,20, S. S., Abtheilung 24, darunter 2, Dr. Böditer weiter hören. Der Präsident des Reichs- Versicherungs- fahren, geht es diesmal ohne die Errichtung einer besonderen Noth. Geburtstag Klara Menzel 27,67, Gebr. Simon u. Komp., Former Salzufer 2 11,-) 228,12. Lifte 4831, Bildhauer Völlmer 13,30. Auf ifte 4909, A.& G. amts antwortet den beschwerdeführenden Arbeitern nach Konstatirung brücke. Zunächst wird die Vittoria- Brücke erbaut werden, welche Blumenstr. 7,30. Morgenfprache Lactirer 2, Steinbildbauer vom Dombau auf der Thatsache, daß man Maden gefunden hat: Lifte 4897 7,80. 3 Silberarbeiter 1,50. Tischlerei Pahle, Koppenstr. 9 5,40. Lifte 4893, Roswig, Bildhauer 4,15. Vortrag auf Mundharmonita und Schnellmaler genau im Zuge der Viktoriastraße zu liegen tommt. Nach ihrer Felty bet Stramm 4,50. Liite 3824, Steinindustrie- Arbeiter 23,50. Siste 3319, Fertigstellung wird der gesammte Verkehr über die Viktoria Brücke Steinbildhauer vom Kaiser Wilhelm- Denkmal 16,30. Tippo Tipp, 2. Rate 17,60. geleitet, die Potsdamer Brücke abgerissen und ihr Neubau in Angriff Listen vom Töpfer Schmidt 779 u. 771 7,25. Verein der Trepgauer 3,15. Lampen genommen werden. Sie wird genau, vom Potsdamer Platz aus, eine Verlängerung der Potsdamerstraße bilden. Lifte 1302, Personal Deutsche Warte" 14,20. " M richten", er hätte seiner Familie in Berlin im Monat Dezember zwei Ueber Ahlwardt berichteten die Leipziger Neuesten Nach Checks in Höhe von 430 m. geschickt. Das trifft nicht zu; Ahlwardt's in Berlin lebende Familie ist bereits längere Zeit ohne Nachricht und ohne Unterstüßung geblieben. Es beweist nun der Umstand, daß auf den Tellern der vier genannten Patienten madenähnliche Gebilde gesehen worden sind, nichts fabrit D. Schw. u. Gr., 4. Rate 6,10. Siste 3940, Langner 3,65. Lifte 3988, Arbeiter für die Berechtigung der erhobenen Beschwerde. Denn es ist von Gossen, Schönhauser Allee 9,20. Rifle 4490, Pianofabrit C. Bechstein, Reichen in keiner Weise dargethan, daß diese Gebilde auch wirklich in bergerstraße, 3. Rate 32,55. Lifte 4491, Korbmacher Boigt 5,50. Geldschrank dem Rippespeer der dritten Form enthalten gewesen, und daß fabrit S. D. 4,40. Weltz, Werner u. Ko., Stockjabrit 4,20. Handtuchfrihen Neue Ueber mangelhafte Verkehrsverhältnisse auf der NordKönigstr., 3. Rate 10,- M. S., 4. Rate, Z. W. J. 2,30. Bilderrahmenfabrit sie nicht vielmehr auf andere Weise in den Teller gerathen sind. bahn wird in einer an uns gerichteten Zuschrift Klage geführt. Bickendrath d. Weber, 3. Nate 10,65. Tischleret Gerds, Charlottenir. 18, 4. Rate Ist es in dieser Beziehung schon auffallend, daß von den Kost- Der Zug, der morgens 6 Uhr 20 Minuten von Oranienburg tommt, 7,20. Genoffen v. Alt- Glinice, 2. Nate 15,-. Berliner Velvetfabrit, 3. Rate gängern der dritten Form alle übrigen 8,15. Buchdruder Stralauerftr., 5. Rate 2,05. Täschner Loth u. Weinland 6,85 jenen vier Patienten nichts von Maden an dem ihnen verabreichten ein. Das ist für die vielen Arbeiter, die unter der herrlichen Ord15 Personen außer traf hier mehrere Tage hintereinander mit 20 Minuten Verspätung Schneiderwerkstatt Simon Gräß 3,-. Musikverein Firmitas" 10,- Tapezirer d. Dittmar'schen Möbelfabrit, 4. Rate 14,35. Vergolder v. Mitsch, 4. Rate 7, Rippespeer bemerkt haben, so folgt die Beweislosigkeit der nung der Dinge von heute unweigerlich Strafe zahlen müſſen, Schafstöpfe Pinte, Kremmenerstr. 1,-. Gürtler bet Mofert, 5. Rate 3,70. Tisch Beschwerde behauptung namentlich daraus, daß die vier Empfänger wenn sie zu spät in die Fabrik kommen, eine äußerst unangenehme fabrit Richter, Blumenstr. 30, 3. Rate 13,55. Rofferwerkstatt Müller, Adalbert Straße 52 2,30. Fabrit Schröder 5,15. Amerikanische Auttion 7. Stiftungsfest madigen Fleisches nicht unmittelbar nach dem Empfange darüber Sache. Rauchklub San Remo" 9,60. Former und Gießerei- Arbeiter von Buzte Beschwerde erhoben, auch dem ihnen vor dem Speisesaal begegnenden u. o., 2. Rate 17,50. Pianofabrit von Hirschfeld, Eisenbahnstraße 9,90. Direktor der Heilanstalt keine Anzeige davon gemacht haben, vielTischlerei v. Görlich, Krautstr. 9,15. Gesellen der Fabrit für Treppenbau v. A. Hundt 3. Rate 7, Gebr. t. u. Geschwister. 4, Tischlerei Dbarius, mehr mit dem empfangenen Fleische in den Schlafraum gegangen Louisen Ufer 2. Rate 1,50. Auf Listen 883, 1928, E3, 64, 66, 67, 3185, 3197, 99, find und erst hier nach einer Weile die angeblich mit dem 3200, 1, 2, 3, 14( darunter Buchdruckeret Hempel u. No. 38,40 u. Bautischlerei Fleische empfangenen Maden gezeigt, haben. Hiernach ist es leider Martens, Thurmfir. 18,50) 113,35. Müßenfabrit Sebastianstr. 14, 8. Rate 24,25. Bildhauer Professor Jebsen 1,-. Hydro Sandstein Werte Stralau 6,80. Liste nicht ausgeschlossen, daß die vorgezeigten Maden oder madenähnlichen 1439 Bimmerleute Bau Großbeerenstr. 10,60. Lifte 4559 Trempenau 6, 4562 Gebilde erst nachträglich auf die Teller gekommen sind. Bei Die Nachtomnibuslinie Bülowstraße- Alexanderplatz läßt von Bachmann 6,95; 3972 Heinrich 8,75. Life 4560 Bau Krausenftr. Fechner 11,80. Dem wiederholt Bär'sche Werkstatt Grenadierstr. 2,20. Norddeutsche Buchdruckerei Saal 3 u. 4 beobachteten gefliffentlichen Bestreben irre- der Bülowstraße von 11 Uhr 10 Min. bis 5 Uhr 25 Min., vom 19,-. Möbelfabrik v. Bieger, 2. Rate 8,60. Piano- Wertstatt Krause d. Irrgang geleiteter Persönlichkeiten, die Heilanstalt der Arbeiter in Neu- Alexanderplatz von 11 Uhr 55 Min. bis 6 Uhr 10 Min. ihre Wagen d. Firma Schletcher, Seefrabben im Aquarium, Tischleret Dieße, Königsbergerstr. machten höchst unerfreulichen Erfahrungen liegt dies nicht ganz Theilstrecken 20 und 10 Pf. Tischlerei Lübke, Fruchtstr. 8,25. M. G. S. 4. Rate 4,80. Steinbildhauer Rahnsdorf herabzusehen, und nach dem in dieser Hinsicht ge- verkehren. Der Fahrpreis für die ganze Strecke beträgt 30 P., für 2. Rate 6,-. Liste 4564 Bronce- Waarenfabrit v. Markus mit Ausnahme einiger Stumpfsinnigen 22,95. Lifte 494 Espig, Brizerstr. 8 15,65. Tauben- Verein Stern, außerhalb des Bereiches der Möglichkeit." So Herr Dr. Bödiker. Im Treptower Park soll die Sanitätswache schon Ende Amerit. Auktion Erbsensact 10,40. Gummischlauch 2,- Tischleret A. Fülle, Wenn ein Edelster und Bester auf eine Beschwerde eine derart Januar aufgehoben werden, da die Ausstellungsleitung annimmt, Fruchtstr. 3. Rate 5, Neun Mann, bei denen es gut geklappt hat, aus Rirdorf verdächtigende Antwort erhalten hätte, so hätte befagter Edelster und daß nach Beendigung der schwierigeren Abbruchsarbeiten Unglücks 8,50. Tischlerei v. Segelmann, Hasenhaide 4. 9. 8,55. Liste 4455 15,25. 4454 19,40. Gasmesser- Fabrit der Engi. Basanstalt 34,65. Beerdigung des Kollegen Bester bei der unter seines Gleichen üblichen Robheit den Gegner fälle kaum mehr vorkommen. Ob diese Annahme zutrifft, mag dahinStanowsky 7,30. Tischler v. Prächtel, Seraufenfir. 4. R. 12. Bölling u. Hirsch, vermuthlich zu brüsewigen gesucht. Die armen Arbeiter Arbeiter, gefiellt bleiben. Zur Zeit find noch gut 200 Arbeiter auf dem AusFrankfurterstr. 4. Rate 5,-. Möbeltischleret Bach und Copig, Oberste Wertstatt die ihrem ganzen Auftreten nach von der Sozialdemokratie taum stellungsgelände beschäftigt; anfangs Februar sollen erhebliche Ent. 5. Rate 7,85. Budel- Sammlung im Georgenfeller 3,65. Rothe Geburtstagsfeier Stralsunderstr. 5,-. Tischlerei von Olm 3. Rate 14,40. Tischlerei v. Kranert, mehr als den Namen und deren Bereitwilligkeit, ihnen beizustehen, laffungen erfolgen. Andreasstr. 8,15. Personal Kerstes'sche Buchdruckerei 8. Rate 8,85. Spar- Agnes fennen mochten die Arbeiter haben einfach mit dem Kopf A. K. 2. Rate 3, Noeßler 1,50. Tischleret Süß, Pallifadenftr. 5. State 6,75. geschüttelt, als sie uns die Antwort des Herrn Bödiker überEinjährig freiwillige Schwindeleien. Die Entlarvung des Buchdruckerei Boll 13,05. Tischlerei Noat, Ritterstr. 2. Rate 4,-. Rother Geburtstag, Tegelerstr. 3.-. Klaviatur- Fabrit v. Schwohls u. No. 3. Rate 15,50. reichten, in der dem doch wahrlich kinderleicht erklärlichen Umstande, falschen Einjährigen" Friz Köhler hat noch weitere Untersuchungen Tischlerei Junoleit u. Pfaff mit Ausnahme des Altgefellen und einiger Gleich daß sie sich nicht gleich auf den Instanzenweg besannen, sondern nach derselben Richtung zur Folge gehabt. Bei den Ermittelungen gefinnten 4. State 8,40. 8 Stat- Brüder Usemann 4,50. Tapezirer Hermann Gerson 2. Rate 19,- Neumann 2,30. Personal d. Blechemballagefabrit Gebr. zuerst einander gemeinschaftlich ihren Ekel geklagt hatten, eine derart gegen den jungen Köhler ist bekannt geworden, daß noch andere Koppe 2. Nate 8,60. Gebr. Radeytt 5,15. Lifte 4898 Mechanische Werkstatt Heinrich verblüffende Deutung gegeben war. Einjährige auf grund falscher Zeugnisse ihrer Militärpflicht genügt Thiele, Prinzenstr.86 23,40. Tischt. Rocky, Köpnickerstr. 4,20. Schneidemühle G. Krohne Es wird den auf diese Weise abgefertigten Arbeitern auch der hiervon Kenntnis hat, ist nun über diese Angelegenheit verhaben, und zwar sämmtlich bei Provinzial- Regimentern. Köhler, 2. Rate durch die Fraiser Bernauerstr. 10,30. Sylvesterfeier bet Lehmann, Bertaum nauerstr. D. Pohl 1,31. Tischleret selber u. Blaten( einige Ausnahmen ase; das Geficht in möglichst heitere Falten zu legen, nachdem Herr die Namen der jungen Leute anzugeben, und hat der Kriminalpolizei etwas anderes übrig geblieben sein, als refignirt Tischleret Steffert 4,20. nommen worden. Er weigert sich jedoch entschieden und beharrlich. Holzbearbeitungs Fabrit E. Mühmel, Köpnickerstraße, 3. Rate( mit einigen Ausnahmen) 8,30. Tischlerei v. Schmidt, Langestraße, 5,- Dr. Bödiker ihnen weiter versichert hatte, daß sowohl bei einer am Tischlerei Boller, 4. Rate 3,-. Bildhauer von Dinse 2,70. d. Nbg. 1, Bet proletarier 16./17. November von Kreisphyfikus Dr. Philipp abgehaltenen erklärt, daß er sie niemals nennen werde. Der einjährige Dienst ( ausgenommen der: beri Bandwurm Sch,), 3. Rate 6,50. Die rothen Buchbinder aus Revision, als auch bei der Revision des Reichs- Versicherungsamtes ihres Sohnes hat der Familie des Gastwirths Köhler infolge der Schöneberg 5,-. Tischlerei D. Bolter, Sageisbergerstraße, 3. Date 5,80. Personal vom 16. April v. J. in Neu- Rahusdorf alles in schönster Ordnung zahlreichen Expreſſungen, über die wir ausführlich berichtet haben, Buchdruckerei Röse u. Comp., Chauffeestraße, 7,60. Tischlerei von Brieger nebst befunden worden sei. Der heitere Eindruck mag sich zu besonderer rund 15 000 m. gekostet. Bubiter, Bülowstraße, 5. Rate 10,50. Tischlerei von Wolff, Reichenbergerstraße, 8,20. Neue Konigstraße 3,-. Sattelmacher, Leipzigerstraße, 5,-. Die Steller Freude gesteigert haben nach den Schlußworten des Direktors vom Die Mitglieder der hiesigen dem Verbande deutscher Brief. würmer v. C. Holy, Dranieustraße, 2. Rate 7,05. Luruspapier Fabrit, Lands Reichs- Versicherungsamt, in denen er der Erwartung Ausdruck giebt, tauben Liebhaber angehörigen Vereine: Berolina, Phönig bergerstraße, 1,50, Bildhauer- Atelier Gieseke 10,25. Geschwister Talte 3,- Bild„ daß die der Heilanstalt überwiesenen Arbeiter, in der Ueber- und Komet haben ihre Brieftauben der Militärverwaltung zur Ver 4,-. Liebigstraße 4, Tischleret Sawatti, Bellealliancestraße, 5. State 8- zeugung, dort gut aufgehoben zu sein, fortan die Kraft finden fügung gestellt. Das Polizeipräsidium macht bekannt, daß die den Zischlerei v. Fisc, Fruchtstr. 64, 2. Rate 4,60. Versammlung der Kohlenarbeiter mögen, etwaigen Aufbeßungsversuchen entschiedenen und Vereinsmitgliedern gehörigen Tauben den Schuß des Gesetzes vom d. Bentsch 5,20. Baudrechslerei von Marzahn, Bergmannstraße, 6,30. Möbel- nachhaltigen Widerstand entgegen zu setzen, wie sie 28. Mai 1894( Reitsgefeyblatt Seite 463 ff.) genießen. Behufs ihrer tischleret v. Faldick, Bergmannstraße, 3,35. Posamentiere, Stralauerstraße, 2,50. Tischlerei Botel, Mustauerstraße, 4,46. Tischlerei Breste, Fürbringerſtraße, 4,50. andererseits sicher sein dürfen, daß wirklich(!) begründete Be- Erkennung sind diese Tauben mit einem auf der Innenseite beider Bautischleret Grün u. Hartwig, Fürbringerstraße, 12,50. Pianofabrit v. Fürsten schwerden jederzeit gebührende Beachtung finden und nöthigenfalls Flügel aufgedrückten Stempel bezeichnet, welcher das kaiserliche berg, Schönlein str. 15, 5,35. Personal der Berliner Zeitung" 15,50. Wertstatt Wappen zeigt. v. Stteht, Charlottenburg 5,50. ifte 102 4,50. Liste 1849 8,80. Freie Bereinigung zur Abhilfe führen werden". der Kaufleute, auf Listen d. Reul 392, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 400, 401, 2, 3, 4, 6, 7, 8, Nachdem die im Dienste des Kapitalismus zu Krüppeln gewor= 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 934, 5, 6, 7, 8, 9, 940, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, denen Arbeiter mitsammt den Maden oder madenähnlichen Gebilden 9, 950, 1, 2, 5, 6, 7, 8, 960, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 970, 1, 2, 3, 4, 6, 7, 982, 3, derart breit geschlagen sind, werden sie nach unserem Dafürhalten 2002, 3, 4, 5, 7, 8, 2011, 12, 14, 15, 18, 19, 20, 22, 23, 24, 26, 27, 29, 31, 32, 34, faum noch länger im Zweifel darüber sein, daß ihr entschiedener 4169, 62, 63, 64, 65, 72, 84, 4205, 4207 224,45. Gesammelt im Lotal Friedrichsberg, und nachhaltiger Widerstand sich zunächst mit aller Energie gegen Blumenthalftr. 30, 4,25. R. St., Beughofftraße, 5. Rate 16,50. Stammgäste von die zeitgemäßen Erscheinungen der eingefrorenen Sozialreform zu Breul b. G. M. 3,60. Lifte 3939, Rölle 10,80. Gürtler bet Th. Schmidt, 3. Rate richten hat, die man jawohl staatliche Arbeiterfürsorge oder für3,2tfte 4288, Klempner, Friedenstraße, 5. Rate 10,55. Lifte 4865, darunter Zapezirer u. Beizer der Möbelfabrit J. E. Pfaff 20,50. Johannes G., 5. Rate forgähnliche Gebilde" nennt. 40,35. M. 3., Buchdr., 2. Rate 17.85. Fachverein der Mosaitfliesenleger, 2. Rate 14,50. Arbeiter von Schuster u. Bär 4. Rate 25,- Liste 3460 durch Bildhauer Professor Kühling 6,60. Rauchklub Gemüthliche Rauchwolte, Moabit( darunter Neujahrsnacht bet Däfe) 6,60. Sylvesterfeier Silber arbeiter Heckel 1,50. Rauchtlub Guter Bug, Kränzchen 10,50. Friedenau mit Großinutter ausgespielt Buchdrucker Don H. F. u. Komp. 2,40. Gaal 12 und 20, 3. State 6,35. Bolts Zeitung", 3. Rate 29,65. Bildhauer und Tischler von Krause, Mariannenstraße 6,75. Buchdruckeret Rosenbaum u. Hard 5. State 9,10. Familie Seiler, Siegnigerstr. 11 1,-. Jahr 1897 3,-. Bet Michaelis, Ritternraße 3,50. In Rirdorf, Schönweiderfraße 1,10. Ragmaret het Ostertag ut. Preßler 3,10. Naunynftr. 28 5,40. Riedel, Charlottenburg 0,50. Steindrucker Potsdamerstraße 4,50. Teppichfabrit Bachamin u. Komp. 9,85. Tischlerei&. Köhler, Langefir. 32 2,55. Lifte 4805 d. Sering 10,50. Tischlerei von Wöhler, 2 Rate 7,75. Schriftgießerei Theinhardt, 5. Rate 11,45. Bom luftigen Budiker Ackerstraße 2,50. Buchdruderei Gebr. Riesau 4,05. Lustige Brüder Die Lesehalle der Arbeiter- Bildungsschule wird am Freitag, bei Waßmann 2,-. Tischleret Schulz, Fruchtstraße 12,05. Strandbarsch S. H., den 15. Januar, also morgen, eröffnet werden. Außer dem sehr reichMartgrafenstraße, 5. Rate 42,50. Anilin Fabrit Treptow, 4. Rate 19, neus haltigen Zeitungs- und Zeitschriftenmaterial wird den Besuchern auch Fabrit von Heine, Weißenfee, 3. Rate 8,-. Beerdigung Weißensee Dichelt 4, Buchbinderei Lüderiz u. Bauer 18,-. Arbeiter- Bildungsverein Johannisthat, die Benutzung der Schulbibliothet, sowie der allerdings bis jetzt nur in geringer Zahl eingelaufenen geschenkten Bücher freistehen. Die Besuchszeit ist vorläufig auf die Zeit von 5 bis 8 Uhr abends festgefeßt. Der Besuch ist für jedermann unentgeltlich. Wir empfehlen diese durchaus zeitgemäße und nüßliche Institution der eifrigen Benugung seitens der Berliner Arbeiterschaft, um so mehr, als fast die gesammte sozialdemokratische Presse wie Literatur vorDer Vorstand. hauer v. Stebert u. Aschenbach 2,50. Maschinenfabrit Maurer u. Comp., 4. Rate 36, 37, 38, 39, 40, 41, 45, 49, 52, 53, 54, 55, 56, 60, 62, 63, 64, 66, 68, 69, 70, T 3. Nate 10,-. Notte aus der Oranienstraße, 6. Rate 5,50. Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau ( N. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16, vorn part.) in der Beit von 9-1 Uhr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegen. Lokales. Eine Methyl- Alkoholgas- Explosion fand gestern Nachmittag gegen 1 Uhr in der Fennstr. 11/12 auf dem Grundstück der Chemischen Fabrit( vormals E. Schering) statt. Wie verlautet, ift niemand schwer verletzt, dagegen ist der Materialschaden bedeutend. des Gastwirths Eiermann, des Inhabers des Bolts- Kaffeehauses in Vermikt wird seit Sonnabend die 27 Jahre alte Frau Anna der Rosenthalerstraße Nr. 60. Der Handlungsgehilfe Suller war von Breslau aus wegen Unterschlagung von 700 m. verfolgt worden und kam nach Berlin, wo er den Rest des entwendeten Geldes verjubelte. Gestern legte er sich in der Nähe von Treptow derartig auf die Eisenbahnschienen, Arminhallen, Kommandantenfix. 20, stattfindet, machen wir hiermit in Rummelsburg überführt. daß ein heranrollender Südringzug ihm buchstäblich den Kopf von Auf die Volksversammlung, welche heute Abend in den Rumpje trennte. Die Leiche des Unglücklichen wurde nach der Falle unsere Parteigenossen ganz besonders aufmerksam. DeichstagsAbgeordneter Wurm wird über Voltsernährung und Bolts- gart schwer und sie mußte, da ihr Zustand sich immer mehr vers Im Polizeigewahrsam erkrankte die 84jährige Eme. Baum. einkommen sprechen. schlechterte, am anderen Morgen in einem Krantenwan nach der Charitee gebracht werden, wo sie bald darauf starb. In der Heilanstalt Neu- Rahnsdorf handen ist. iff alles in beffer Ordnung! Die Petition gegen die Polizei- Verordnung über die Wir nahmen im Oktober vorigen Jahres von einer Beschwerde- äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage ist gestern den schrift Notiz, die unfallverlegte Arbeiter, welche in der bekannten hiesigen Gastwirthen und sonstigen Geschäftsinhabern zur Sammlung Heilanstalt zu Neu- Rahnsdorf untergebracht waren an von Unterschriften zugegangen. das Reichs- Versicherungsamt gerichtet hatten. Es handelte sich, wie noch erinnerlich sein wird, um Verabreichung ungenießbaren ( madigen) Fleisches an die Patienten. F ist jetzt festgestellt. einem Obsttahu an der Schloßbrücke aufgefundenen Mannes Berthold Bätgen. der vierjährige Sohn des in der Exerzierstraße wonenden Arbeiters Unfälle im Straßenverkehr. Am Montag Vrmittag gerieth Hermann Lieschke unter die Räder eines in do Grundstück Uferftraße 10 einbiegenden Schneeabfuhr- Wagens ad erlitt erhebliche Er wure nach dem Kaiser erlegungen am rechten Beine. und Die Persönlichkeit des, Kaiserin Friedrich Kinder Kranke gause gebracht. wie gestern gemeldet, todt auf Es ist der 65 Jahre alte Schiffer Gestern der Mittagsstunde lief der 13jährige Sohn des Bantdir.tors Hecht vor dem Hause Dresdnerstraße 90 gegen einen orüberkommenden Omnibus der Linie Rixdorf- Rosenthaler Tho und wurde, ehe der Kutscher den Wagen anhalten konnte, überften und innerlich so schwer verletzt, daß er bald darauf im Krenhause Bethanien den Geist aufgab. Den Petitionsbogen ist ein die Unterschrift derselben An der Ecke der An der Ecke der Inden- und Chauffeestraße wurde nach empfehlender Aufruf beigegeben, der außer von einer großen mittags der 72 Jahre al Maurer Gottfried Schmidt beim Neber. Anzahl Unternehmer Organisationen auch vom Verein schreiten des Fahrdams durch einen Bierwagen umgestoßen Diese Beschwerde ist unter dem 29. Dezember vor. Jahres vom Berliner Gastwirths Gebilfen" unterzeichnet ist. und innerlich verlegt. Er wurde durch einen Schuhmann nach Präsidenten des Reichs- Versicherungsamts, Herrn Dr. Böditer, Der letztere sendet uns folgende Erklärung zu: Der Verein der Unfallstation IX dem St. Hedwigs- Krankenhause gebracht.verlead, nachdem der Arzt bort einen Rippenbruch beantwortet worden. Die Antwort an die Beschwerdeführer ist in Berliner Gastwirths Gehilfen hat weder durch seinen festgestellt hatte, u mehrfacher Beziehung interessant und giebt vor allem ein Bild von Vorstand, noch sonstwie, dem leitenden Komitee gestattet, den Namen Bor dem Hause chwedterstr. 228 ftel abends der 37 Jahre alte den Liebenswürdigkeiten, die man unter dem neuesten Kurse von des Vereins in irgend einer Weise zur Agitation gegen die be- Maurer Amand Domagalle infolge der Glätte auf dem nicht ge oben herab deutschen Arbeitern bieten zu dürfen glaubt. treffende Polizeiverordnung zu benutzen. Die Organisation protestivt nügend bestre Bürgersteige hin und vermochte sich nicht weiter Zunächst wird in der Antwort des Herrn Dr. Bödiker kon entschieden gegen den Mißbrauch ihres Namens, sie weist es ent- zu bewegen daß er in einer Droschke nach feiner Wohnung gestatirt, daß nur der kleinere Theil der 49 Unterschriebenen am schieden zurück, als Aushängeschild zu dienen für die Intereffen des bracht wer mußte, Heute Nacht stürzte der auf einem Zwei19. Oftober 1896 die hier in betracht kommende sogenannte„ dritte Unternehmerthums. Im Namen und im Auftrage des Vereins rade i Glätte vor dem Hause Krautsstraße la zu Boden und Versicherungsbeamte Eduard Schrader aus Schöneberg Form" erhalten habe, und von diesen habe die überwiegende Mehrzahl Berliner Gastwirths- Gehilfen" Der Vorstand. Kalbe. infolge einen Bruch des linken Unterschenkels zu. Er erhielt auf ,, neuerdings" erklärt, daß in dem an dem genannten Tage ihnen verabreichten Raffeler Rippespeer sich feine Maden befunden hätten, und daß das Fleisch auch sonst genießbar sei. Nach dieser erften " M zog *) Um die Arbeiter vor etwaigen Unannehmlichkeiten und Maß- berfallstation VIII einen Verband und wurde dann auf seinen regelungen zu behüten, nennen wir ihre Namen nicht. fch nach feiner Wohnung gebracht. Aus den Nachbarorten. fprechung, weil er die Wahrnehmungen des Schuhmanns bei dessen Der Zentralverein der Gärtner hielt am 6. d. M. eine Achtung, Charlottenburg! Die Mitglieder des Wahlvereins großer Erregung während des Vorfalls nicht für sicher hielt und Versammlung ab. Fuchs berichtete eingehend über die Entwicklung werden hierdurch auf die am heutigen Tage stattfindende Ver. ihm der Vorfall unaufgeklärt erschien. des Vereins, die im letzten Jahre einen guten Erfolg zeigt. fammlung ganz besonders aufmerksam gemacht. Der Vorstand. Basel, 12. Januar. Bu einer furchtbaren Anflage gegen die Auch in anderen Städten hat der Verein erfolgreiche FortGroßfener in Spandau. In der letzten Nacht brannte das dem hiesigen Appellationsgericht. Angeklagt war ein schon lange Das bisher alle 4 Wochen erscheinende, 4 Seiten starke„ Korrespondenz Groffener in Spandau. In der letzten Nacht brannte das bürgerliche Gesellschaft gestaltete sich gestern eine Verhandlung vor Schritte gemacht. Eine Anzahl neuer Bahlstellen sind gegründet. Konzerthaus von Lenz in der Klosterstraße, ein besuchtes Balllokal, arbeitsloser Tagelöhner wegen Brandstiftung. Befragt, warum er blatt" ist in die alle 14 Tage erscheinende 10 Seiten starke„ Gärtnernieder. Das Feuer griff in dem nicht massiven Gebäude mit das Verbrechen begangen, antwortete derselbe mit ruhiger, fefter 3eitung" umgewandelt und wird so voraussichtlich ein tüchtiges solcher Gewalt um sich, daß die Feuerwehr lediglich auf Stimme: den Schutz der Nachbargebäude bedacht sein konnte. Der Brand " Ich habe die Scheune angezündet, um Agitationsmittel werden. entstand während der Abwesenheit des Besizers, die Ursache ist wieder ins Zuchthaus zu kommen, weil ich bei ergiebt eine Einnahme von 2209,56 M. und eine Ausgabe von noch nicht klargestellt. Die Haustapelle hielt gerade eine Uebung also bleibt dem Arbeiter, wenn er alt und gebrechlich ist, nichts Redner Ohm, Ney und Abromeit äußerten sich sehr bemeinem hohen Alter keine Arbeit mehr bekomme." 2082,08 m., darunter 859,83 M. für Agitation. Die folgenden ab; fie rettete mit knapper Noth ihre Instrumente. Der Schaden wird als sehr erheblich bezeichnet und soll nur zum kleinen Theil hat dem Wunsche des durch die schlechten Verhältnisse zum Brand- Borstandswahl wurde Fuch 3- Rixdorf zum ersten, We st che n= wird als sehr erheblich bezeichnet und soll nur zum kleinen Theil anders mehr übrig, als Unterschlupf im Zuchthaus. Der Gerichtshof friedigend über die bisherigen Erfolge. Bei der darauf stattfindenden durch Versicherung gedeckt sein. Die elektrische Bahn mußte ihren Mest Betrieb einstweilen einstellen, da die Drähte unmittelbar an der stifter gewordenen Arbeiters in vollem Maße entsprochen, indem er Britz zum zweiten Vorsitzenden; Gitner- Friedrichshagen Brandstelle vorüberführen. Das Konzerthaus konnte deshalb nicht auf das höchst zulässige Strafmaß von 15 Jahren Zuchthaus er- zum Kassirer; Habnet Berlin zum Schriftführer und Neymassiv aufgeführt werden, weil die Bauerlaubniß für die im ersten fannte. Arbeitslosigkeit und Elend sind eine der Hauptursachen der Berlin zum Hilfskaffirer gewählt. Die regelmäßigen MitgliederFestungsrayon belegenen Grundstücke nur für nicht massive Häuser Verbrechen in unserer heutigen bürgerlichen Gesellschaft ganz egal, versammlungen finden am Mittwoch nach dem 1. und 15. jeden Monats statt, und zwar erstere bei Siegemund, Alexanderstr. 11, ob dieselben republikanisch oder monarchisch regirt werden. ertheilt wird. letztere bei Faller, Pallasstr. 16. Alle Anfragen sind zu richten an 1912131 K. Fuch 3 Riydorf, Hermannstr. 62. fleine Kinder. Kunst und Wissenschaft. Das Schiller- Theater bleibt, dem Berliner Tageblatt" zufolge, im Wallner- Theater. Soeben ist, wie das Blatt hört, der Kontrakt mit Herrn Rahn, dem Pächter des Hauses, zu ſtande gekommen, der die Schillerbühne auf fünf Jahre in ihrem bisherigen Heim beläßt. ter Regie von Als nächste Serie der Volksvorstellungen unter Regie von Julius Türk im Belle- Alleance Theater werden zwei moderne Dramen aufgeführt: Strindberg's Tragikomödie„ Die Gläubiger" und das preisgekrönte Schau spiel des italienischen Veristen Rovetta:" Die Unehrlichen. Die Gläubiger" werden seinerzeit mit nachhaltigem Erfolge im Residenz Theater aufgeführt, die Unehrlichen gelegentlich des Mitterwurzer'schen Gastspiels im Neuen Theater. In beiden Stücken wird Frl. Jenny Marber vom Theater der Modernen gastiren. ***** Unternehmer- Verbände. A = Achtung! Kaufleute, Handlungsgehilfen, Handlungsgehilfinnen! Am Dienstag, den 19. Januar, findet eine große öffentliche Versammlung im großen Festsaale von Cohn, Beuthstr. 20-21( Industriegebäude) statt. TagesSozialdemokratie. Referent: Reichstags- Abgeordneter Wilhelm stebrnedit: ordnung: Die wirthschaftliche Entwickelung, die handelsangestellten und die Die Bersammlung beginnt prästfe 9 Uhr. Kollegen und Kolleginnen! attit Handlungsgehilfen Berlins: Hermann Leffer. zahlreichsten Besuch zu dieser Der Vertrauensmann der Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Südost schute, Waldemarstr. 14: Rede- lebung( Die wichtigsten technischen Grundsäge für die Kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Vortrages). Herr Heinrich Schulz. Nordschule, Brunnenfir. 25: Geschichte( Alte Geschichte. ürzeit. Entstehung der Religionen. Orientalische Wölter. Griechen und Römer). Serr Dr. E. Pinn. Die Schulräume sind zur Benukung der Bibliothek und des reichen ZeitAmt 15. Januar wird voraussichtlich bie geplante öffentreich ausgestattet ist, für die allgemeine unentgeltliche Be Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. tiche defeballe, die mit Seitungen, Beitforiften und Büchern nugung eröffnet, Bafewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Friedrich Bufchriften, den Bund betreffend, sind zu richten an P. Gent, S. Dresdenerstraße 107/8. Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen int Vereinstalender find zu richten an Otto Schulz, kottbuser Damm 72. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Arbeiterrifiko. . Gestern, als der Maurer Karl Zabel gerade Feierabend machen wollte, stürzte er infolge eines Fehltritts von dem in der zweiten Etage befindlichen Gerüst eines Neubaues am Heinersdorfer Wege in Weißensee, wo er seit einiger Zeit arbeitete. Er fiel mit dem Kopf unglücklicherweise auf einen unten liegenden mittheilt, am 16. Januar eine abermalige Erhöhung der Eine Anzahl Rhedereien beabsichtigt, wie das Hamb. Echo" cifernen Träger, zerschlug, ſich den Schädel und wurde nach dem Frach i fäße und hat hiervon schon eine Reihe Firmen vertrauKrankenhause Friedrichshain geschafft, wo er nach kurzer Zeit ver starb. Babel hinterläßt in Weißensee, Nölkestr. 126, Frau und dreilich in Kenntniß gesetzt. Damit wird eine von langer Hand vorbereitete geheime Abmachung weiter perfekt. Bereits im September 1895 Fartellirten fich sämmtliche La Plata- Linien, nämlich die Hamburg Südamerikanische Linie, die„ Hansa" und der " Lloyd" in Bremen, Houlder, Lampert und Holt in Antwerpen, international, und beschlossen in einer 3 Antwerpen abgehaltenen geheimen Sitzung eine allmälig Als dann mit Beginn des Jahres 1896 der wirthschaftliche Ausschwung eine große Bunahme der Ausfuhr zur Folge hatte und der Güterandrang so start wurde, daß die Rhedereien Extradampfer einstellen mußten, wurden die Frachsäge mehr und mehr erhöht und im Oktober vorigen Jahres von sämmtlichen zum internationalen Kartell gehörigen Rhedereien wieder Erhöhungen festgesetzt von 2,50 M. für alle Artikel, die im Tarif unter 20 M. pro 1000 Kilogramm beziehentlich pro Kubikmeter standen, und 5 M. für solche Waaren, deren Säße 20 m. und mehr pro 1000 Kilogramm beziehentlich Kubikmeter betrugen. Im November vorigen Jahres, noch vor Ausbruch des Streiks, wurden dann weitere Erhöhungen durchgeführt, die nunmehr in der zweiten Hälfte dieses Monats abermals einen Aufschlag erfahren sollen. Für einige Artikel, z. B. Eisendraht und Waschblau, müssen schon seit Anfang Dezember vorigen Jahres höhere Säße gezahlt werden. Auf diese Weise beabsichtigen die Rheder für den durch den Streit erlittenen Verlust Maßregeln gegen die Pest. Die Wiener Zeitung" vera sich zu entschädigen. In welchem Grade sich die Kaufmannschaft in öffentlicht den Bericht über die letzte Sigung des Obersten Sanitätsden Händen der Rheder befindet, erhellt am besten aus der Thatsache, rathes, in welcher der Referent Kusy mittheilte, daß die Epidemien daß ein Kaufmann, der einmal mit einem sogenannten wilden Dampfer, in Pola und Luffin Piccolo stetig abnehmen. Der Sanitätsrath d. h. einem solchen, der keiner der regelmäßig fahrenden Linien ge- stimmte den Anträgen Rusy's zu, anläßlich der indischen Best ein hört, Güter exportirt, von den fartellirten Rhedereien, die dies Einfuhrverbot für benutzte Kleider, Wäsche, Hadern und Abfälle auszuspioniren suchen und sich hiervon geheime Mittheilungen aus ganz Afien, ausgenommen dem astatischen Rußland, zu erlaffen, machen, fofort boykottirt wird, d. h. die Rhedereien ver- und die Fahrten nach Mekka aus den okkupirten Provinzen thunlichst weigern die fernere Annahme seiner Waaren. Mit diesem Vorgehen hintanzuhalten bezw. durch einen von der Regierung bestellten Arzt verdrängen sie die wilden" Dampfer aus den Häfen Deutschlands, zu überwachen. Englands und Belgiens, monopolifiren den Frachtverkehr nach Südamerika und haben die Kaufmannschaft ganz in ihrer Gewalt. Nun wird es auch begreislich, warum die Kaufmannschaft gegen die Rheder nicht energisch aufzutreten und keine Slagen wegen der massenhaften Beschädigungen und der verspäteten Lieferungen von Waaren anzustrengen wagt. Wer gegen das Rheder: Stationen. tartell auftritt, ist boy tottirt und damit bankrott. Im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater wird morgen zum ersten Male, ein Hüsung", ein Voltsschauspiel in 4 Aften, nach der gleichnamigen Dichtung Friz Reuter's von Hermann Jahnte und Wilhem Schirmer aufgeführt. Das Nordsee- Museum. Bekanntlich hat der verstorbene Professor Dr. Bringsheim für die Errichtung eines Nordsee- Museums, das auf der Jufel Helgoland neben dem biologischen Institut seinen Platz finden soll, in seinem Testament die Summe von 25 000 M. ausgesetzt. Die Gemeinde Helgoland glaubt nun, daß dieses Museum ein großer Anziehungspunkt für die Insel werden wird, und hat daher jetzt befchloffen, das alte Konversationshaus zur Unterbringung des Museums fostenlos zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich nunmehr nur noch um die Beschaffung der inneren Einrichtung, wozu einige Tausend Mark nöthig sind. Voraussichtlich wird dieser Betrag auf die Staatskaffe übernommen. Gerichts- Beifung. Versammlungen. Vermischtes. Im Bergwerk Hausham ist, wie aus München gemeldet wird, ein Theil der Grundstrecke eingestürzt. Niemand ist verunglückt. Umlaufende gegentheilige Gerüchte sind unbegründet. " Witterungsübersicht vom 13. Januar 1897. Barometeritand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. 0800 Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) 757 GD 757 M 756 Still Wiesbaden 754 NO München 755 Wien. 757 SD Haparanda. 762 SW Petersburg 769 GD 762 N 763 754 NW NNO Die Verfrommungs- Verordnung vor Gericht. Der Gast wirth Otto Schulze war denunzirt, weil er angeblich in seinem Lotal vorwiegend Schnaps verkauft und trotzdem die zu seinem Lokal von der Straße führende Thür während der Hauptgottesdienst stunden nicht geschlossen hatte. Auf das gegen ihn erlassene Straf mandat in Höhe von 2 M. beantragte Sch. richterliche Entscheidung. in Hamburg gebildet, welchem alle einschlägigen Firmen bei Swinemünde Ein Verein der Schiffsmakler und Schiffsagenten hat sich In dem am Montag, den 11. d. Mts. angeftandenen Termin fungirten 8 Schuyleute und der Hausdiener des Gastwirths als getreten sind. Es hat sich eine feste Organisation auch dieser Ge- Hamburg Zeugen. Die Frage des Vorsitzenden an den Angeklagten, ob er schäftsbranchen als nothwendig herausgestellt. Eine nähere Be Berlin vorwiegend Branntwein verschänke, wurde von demselben verneint, siehung zum Arbeitgeber- Werbande sei vorbehalten. wofür er bereit war, den Beweis der Wahrheit anzutreten, da er die Geschäftsbücher mit zur Stelle hatte. Auf die Frage des Vorfizenden an die Beamten, ob sie wissen, daß der Angeklagte vor wiegend Branntwein verschänke, konnten sie, wie die Deutsche In einer Volksversammlung, die am Dienstag in Zimmer- Cort eine bejahende Antwort nicht mann's Saal in der Badstraße abgehalten wurde und sehr gut Aberdeen. Gastwirths Zeitung" meldet, geben. Der eine Beuge glaubte, er fei deshalb zur besucht war, sprach Reichstags- Abgeordneter Stadthagen über Paris. Denunziation berechtigt gewesen, weil der Angeklagte fein bas Thema: Etwas von der Polizei und der Preffe." Erinnernd Geschäft mit Deftillation" bezeichnet hat. Der Vorsitzende belehrte an das im Prozeß Leckert- Lühow zu lage getretene Treiben der die Zeugen jedoch dahin, daß sie bei ihrer Denunziation leichtfertig polizeilichen Vertrauensmänner und deren Verbindung mit dem zu Werke gegangen seien, denn sie hätten dem Gerichtshof Zeit und jenigen Theil der Presse, der nicht bestimmten Gesinnungen dient, Mühe sparen können. Wenn sie nicht Beamte, sondern Privat- sondern nur ein Geldinteresse im Auge hat, zeigte der Redner an personen wären, dann würde gegen sie eine Anklage wegen wissent der Hand historischer Begebenheiten, daß ein verwerfliches Spigellich falscher Denunziation erhoben werden können. Der Staats- thum sich zu allen Zeiten breit gemacht habe, wenn es galt, freiheit anivalt beantragte selbst die Freisprechung, während die Kosten der liche Regungen im Volfe, die den jeweiligen Wachthabern und Staatstaffe auferlegt wurden. deren Werkzeugen unbequem waren, zu unterdrücken, und daß Der Redakteur des Verliner Lokal- Anzeiger", Eugen bei solchem Werk die ehrlosesten und verwerflichnen Mittel B " 11/11220432 Wetter Temperatur ( 50.40R.) Dunst bedeckt Nebel -3 bedeckt Regen Nebel bedeckt 200080: wolkenlos halb bedeckt wolkig -22 6 1 Regen 5 Wetter- Prognose für Donnerstag, 14. Januar 1897. Ruhig, vorwiegend trübe und nebelig mit geringen Niederschlägen und wenig veränderter Temperatur. Berliner Wetterbureau. Genoffinnen! Achtung! Genoffen! des Neißer, war am 15. Oktober v. J. zu eineur Monat Gefängniß angewandt wurden, um Leute, denen sonst nicht beizutommen II. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Donnerstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr, lete Große öffentl. Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Arthur Stadthagen über: Die Polizei und die Presse. 2. Distuffion. 1m zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Vertrauensperson. 210/16 Beerdigungs- Verein Berliner Bimmerleute. Sonnabend, den 16. Januar, in Louis Keller's Festfälen, Koppenstraße Nr. 29: Großer Wiener Maskenball. verurtheilt worden, weil er in der Mittheilung einer nebensächlichen war, durch ein Nez von Fälschung, Lüge und Meineid ins GesängKlatschgeschichte die Tochter eines Landgerichts- Direttors in Breslau niß und Zuchthaus zu bringen. Der Redner bezog sich in dieser in der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg: mit der gleichnamigen Tochter des Direktors einer dortigen Aktien- Hinsicht auf die Verfolgung der Burschenschaften in den dreißiger gesellschaft verwechselt hatte, die kurz vorher von der Anklage wegen Jahren, den Kölner Kommunistenprozeß von 1852 und schilderte Kindesmordes freigesprochen worden war. Der Lokal- Anzeiger" ausführlich das im Prozeß Waldeck und der damaligen Reaktionszeit hatte unter Hinweis auf den Anklagefall von der Verlobung der zu tage getretene Treiben der Hinkelden, Stieber, Ohm, Götsche, Piersing Tochter des Landgerichts- Direktors berichtet. Die Revision, welche und Konsorten. Dem mit der Geheimpolizei nothwendigerweise ver Neißer gegen das Urtheil einlegte, ist am 12. Januar vom Reichs- bundenen Spitzelwesen habe die Bourgeoisie insofern Vorschub gericht verworfen worden. geleistet, als deren Vertreter in den Parlamenten bereitwillig die Der Redakteur der Staatsbürger Zeitung", Georg Gelder für geheime Fonds gewährten, in der Hoffnung, durch die Berger, wurde kürzlich von der zweiten Strajkammer des Land- Polizei vor den Bestrebungen des Proletariats geschüßt zit werden. gerichts I zu einer Geldstrafe von 30 m. verurtheilt, weil er den Die Polizei hätte allerdings niemals die Macht, welche sie besitzt, Beschluß der Straflammer, wonach die Beschlagnahme derjenigen erlangen tönnen, wenn ihr die Presse entschieden entgegengetreten Nummer der Staatsbürger Zeitung" verfügt war, in der die Er- wäre. Das könne man natürlich nur von einer unabhängigen, Gehebung der Anklage gegen Leckert- v. Lüßow mitgetheilt worden sinnungen vertretenden Presse erwarten, die aber seit dem Emporiuchern war, vorzeitig veröffentlicht hatte. Diesen Artikel hatte das Berl. des Inseratemwvefens felten geworden sei. Da der größte Theil der Die Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins werden freundlichst Tageblatt" nachgedruckt, worauf dessen verantwortlicher Redakteur Beitungsunternehmungen nur auf den geschäftlichen Gewinn bedacht eingeladen, recht zahlreich zu erscheinen. Um 12 Uhr: Demastirung, nach derselben große Kaffeepause. Dr. Grüttefin eine gleiche Anklage wie Redakteur Berger er fei, so bemühten sich derartige Preßorgane, nirgends anzustoßen, Billets 50 Pf. sind vorher bei den unterzeichneten Komiteemitgliedern hielt. Derselbe wurde gestern von der ersten Strafkammer des Land- und ihre Haltung so einzurichten, daß ihnen ein großer Abonnenten gerichts I zu einer Geldstrafe von 20 m. verurtheilt. und Inserentenkreis sicher sei. Die aus solchem Bestreben entstandene zu haben: Klebb, Mariendorferstr. 2, Stft. 4 Tr. L.; Menzel, Frankfurter Allee 147; Schultz, Schönhauser Allee 151, Querg. 4 Tr. r.; Kraft, GraunEin Berliner Schuhmann. Ein heftiger Zusammenstoß mit sogenannte parteiloſe Presse vom Schlage des„ Lokal- Anzeiger" diene straße 12, r. Aufg. 3 Tr.; Schwanz, Wrießenerstr. 24, v. 3 Tr.; Brunzel, einem Schuhmann, der der übergroßen Nervosität des letzteren zum der Reaktion in höherem Grade, als irgend welche anderen Preßorgane. So Wilsnackerstr. 61, Stfl. 3 Tr.; Post, Schwedterstr. 22, Querg. 3 Kr.; theil zuzuschreiben ist, lag einer Anklage wegen Widerstandes und sei es gekommen, daß heute fast nur allein die sozialdemokratische Presse Schneider, Plan- Ufer 31, Hof 2 Tr.; Petermann, Reinickendorferstr. 65, Beleidigung zu grunde, welche gestern vor dem hiesigen Schöffen- sich nicht von Geschäftsinteressen leiten lasse, sondern Prinzipien vers v. 4 Tr.; außerdem bei Herrn Bandelow, Langestr. 13 im Restaurant, und gericht gegen den Hausdiener Stepputat und den Arbeiter trete und diese im Kampfe mit den Gegnern unter allen Um Herrn Schmidt, Münchebergerstr. 28 im Restaurant. Daß unsere Presse von diesem Wege nicht Anfang 8 Uhr. Ende?? Pelzerow verhandelt wurde. Beide begegneten eines Abends ständen hochhalte. in der Gertraudtenstraße dem auf einem Patrouillengange abweiche, auf einem Patrouillengange abweiche, dafür bürge der Umstand, daß Charakterfeftigkeit 259/7 von und Gesinnungstüchtigkeit jedem ihrer Mitarbeiter in Nixdorf! Schußmanne Nennfal und Vorbeigehen Der fast zweistündige, mit großem Be- erster Linie verlangt werde. stieß Stepputat unversehens gegen den Fuß des amten, was er mit den schönen Worten" Oh, hopsa!" Beifall aufgenommene Vortrag endete mit einem Appell an die Verzu entschuldigen suchte. Die beiden Angeklagten gingen ruhig sammelten, die sozialdemokratische Presse nicht nur als Leser und weiter, der Schuhmann aber, der da glaubte, daß es sich um eine Abonnenten zu unterstüßen, sondern auch für immer weitere Verabsichtliche Beleidigung handelte, lief ihnen nach, stellte sie und verbreitung derselben zu sorgen, um dadurch zur möglichst schnellen langte Auskunft über ihre Persönlichkeiten. Es tam darüber zu Berwirklichung der sozialdemokratischen Bestrebungen beizutragen. einem lebhaften Auftritt, bei welchem dem Schuhmann der Helm vom Ropfe fiel; er verlangte, daß einer der Angeklagten den Helm vom Boden auflangen sollte und als dies verweigert wurde, geriethen bie Parteien noch heftiger zusammen, der Schußmann zog sogar seinen Die Kollegen mit ihren Familien werden hiermit höflichst eingeladen. Der Wahlverein des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises Säbel und fuchtelte damit bedenklich in der Luft umber. Aus diesem Vor Die Musil wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Das Comité. gange ist die Anklage entstanden. Die den Angeklagten recht un-( Often) hielt am Dienstag bei Keller, Koppenstraße, eine Versammlung ausgeführt. günstigen Aussagen des Schußmanns wurden von den Angeklagten ab, in der Genosse A. Hoffmann über:" Glaube und Vernunft" Dienstag, den 19. Januar, abends 8 Uhr, findet in.demselben Bokale die Uhr, finde felbst und einigen Augenzeugen als unzutreffend bezeichnet. Der sprach. Eine Diskussion über den mit lautem Beifall aufgenommenen Staatsanwalt beantragte selbst die Freisprechung der Angeklagten, Vortrag wurde nicht beliebt. Einige an den Referenten gestellte General- Versammlung statt. Tages- Ordnung: 1. Bericht des da er die Ueberzeugung gewonnen hatte, daß der Schuhmann gar Fragen beantwortete derselbe in ausführlicher Weise. Nachdem der Vorstandes, sowie Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission und des Arbeitsnicht beleidigt worden war und sich beshalb auch nicht in der recht- Vorsigende die Anwesenden zu zahlreichen Besuch der Dichten Nachweiſes. 2. Murechnung vom 4. Duartal 1896. und bes standes, sowie der Werkstatt- Kontrollkommission. 4. Verbandsangelegenheiten mäßigen Ausübung seines Amtes befand. Rechtsanwalt Moses Bersammlung und zur regen Agitation aufgefordert hatte, erfolgte und Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. trat biefer Auslaffung bei. Der Gerichtshof erkannte auf Frei- der Schluß der gut besuchten Versammlung. Die Ortsverwaltung. befindlichen beim Das Comité. J. A.: August Klebb, Mariendorferstr. 2. Achtung! Rigdorf! Deutscher Holzarbeiter- Verband Sonnabend, den 16. Januar 1897, Verwirklichung der sozialdemokratischen Bestrebungen beizutragen. in den Viktoria- Sälen, Rixdorf, Hermannstr. 48-50: Eine Diskussion folgte dem Vortrage nicht. Der Borsigende Brinkmann appellirte in gleichem Sinne, wie der Referent, an die Anwesenden und schloß die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. Gr. Wiener Maskenball. 80/13 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Schiller- Theater Urania, Tauben Strasse | ( Wallner- Theater). No. 48-49. Naturkundliche Ausstellung Publikum gegenüber keinerlei Donnerstag, abends 8 Uhr: Der täglich geöffnet von 10 Uhr Couns. Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 14. Januar. Opernhaus. Margarethe. Schauspielhaus. Genoveva. Deutsches. Wildente. Berliner. Renaissance. Leffing. Madame Sans- Gêne. Westen. Der Militärstaat. Neues. Marcelle. Residenz. Die Frauenjäger. Thalia. Frau Lieutenant. Zentral. Eine wilde Sache. Ko Schierling. Die Komödie der Irrungen. Freitag, abds. 8 Uhr: Der Millionen: bauer. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst: Theater). Baudeville in drei Atten von Baul Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Apollo- Theater. Bekanntmachung General- Versammlung der Orts- Krankenkasse der Bild: der Mitglieder der Sterbekasse ehem. Gewerbe betr. die Delegirten- Wahl. Am 31. Dezember 1896 sind die Mandate sämmtlicher Vertreter der am Sonntag, den 24. Januar 1897, vormittags 10 Uhr, Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. hauer, Stuckateure u. verwandter Pflug ſcher Arbeiter( Hegel'sche Kaffe) Miss Emeline Ethardo. The Kellinos. Sternwartet. 67/62 Das Sensationsbild: Endlich allein! hof. Täglich von 72 Uhr abends ab 50 Pf. Theater Saale täglich La belle Devernois menten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. ferner 30 Künstler 1. Ranges. " Frau Lieutenant." 8 Uhr abends Vorträge, mit ErperiNäheres die Tagesanschläge. Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Hermann Hirschel. Musit von G. Serpette und V. Roger. Morgen und folgende Tage:„ Frau Lieutenant." Schiller. Der Schierling. Die Ro Volks- Theater mödie der Frrungen. Ostend. Schwerenöther. Belle- Alliance. Adam und Eva. Volks. Robert und Bertram. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Vor Sonnenaufgang. Alexanderplatz. Sein Verhältniß. Unter den Linden. maus. Die Fleder: 34 Reichenbergerstr. 34 nahe dem Kottbuser Thor. Weihnachtsfeft= Dekoration sämmtlicher Säle. Paſſage Panoptikum. Traumbilder. Robert und Bertram Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten. Parodie. Die Kreuzfahrer oder Emma von Falkenstein. Belle- Alliance- Theater Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 17. Januar: 1. Gastspiel von Jenny Marba ( Theater der Modernen). Buut 1. Male: Gläubiger." Tragikomödie in 1 Att von Strindberg. Thekla: Jenny Marba; Alfred: Rich. Jürgas; Gustav: R. Jaffé. Dann: Die nehrlichen." Schauspiel in 3 Atten von Rovetta. Karl Moretti: Julius Türk; Elise: Jenny Marba; Orlandi: Hans Manussi; Sismondi: Wilh. Ruff. Eintrittskarten à 60 Pf. find in den bekannten Zahlstellen zu haben. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Dir. Rich. Schulz. Donnerstag, den 14. Januar 1897: Emil Thomas a. G. Benefiz für Alma Seemann. Vorlegte Aufführung Zum 115. Male: Eine wilde Sache. Anfang 28 Uhr. Freitag, den 15. Januar 1897: Beste Aufführung von Eine wilde Sache. Sonnabend, Sonntag und die fol: genden Tage:„ Eine tolle Nacht." Friedrich Wilhelmst. Theater. " Vor Sonnenaufgang.". Soziales Drama in fünf Aften von Gerhart Hauptmann. Anfang 8 Uhr. Freitag und Sonnabend:„ Kein Hüsung." Volksschauspiel in 4 Aften nach der gleichnamigen Dichtung von Friz Reuter von Hermann Jahnke und William Schirmer. Sonnabend, nachm. Uhr:" Die Puppenfee." Zaubermärchen mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Georg Zimmermann. Sonntag, nach. 3 Uhr: KlassikerVorstellung:„ Kabale und Liebe." Trauerspiel in 5 Aften von Schiller. Billets ohne Vorbestellgebühr an der Theaterkaffe, außerdem im Invalidendank, Unter den Linden 24, bei Baul Romeid, Leipzigerstraße 6, und Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Alexanderplatz- Theater. Heute und die folgenden Tage: Bifante Novität! Sein Verhältnik. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Atten von Karl Pohle. Anfang 8 Uhr.( Bons, auch die zu anderen Stücken ausgegebenen, behalten ihre Giltigkeit.) Große Gesangsposse in 4 Aften von G. Näder. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. bis 4 M. Parodie- Theater Oranienstr. 52. Gastspiel der reisenden Schau: spielergesellschaft des Direktors Joh. Lumpe aus Dobern bei Bensen in Böhmen: Die Kreuzfahrer oder Emma von Falkenstein. Großes romantisches Sittenschauspiel. Anfang Woche 8 Uhr, Sonntags 7½½ Uhr. Entree 75 Pf. bis 3 M. NB. Ver: ehrungswürdige: Da dieses Stück sich überall des besten Beifalls er freute, so glaube ich in der Wahl des selben auch hier keinen Fehlgriff ge than zu haben. Einem zahlreichen Besuche entgegensehend Hochachtungs: voll Johann Lumpe, Direktor. Circus Renz Karlstrasse. ( Jubiläums Saison 1896/97.) Donnerstag, den 14. Januar 1897, abends 7/2 Uhr: Gala- Vorstellung. Kolossaler Erfolg. PassagePanopticum. Letzte Woche: Kaffenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuser Strasse 4a. Heute, sowie jeden Donnerstag und Sonntag: Raffenmitglieder und der Arbeitgeber in Gründel's Saal, Brunnenstr. 188. Tagesordnung: 1. Protokoll Vorlesung der letzten für die Generalversammlung erloschen. Generalversammlung. 2. Kaffenbericht Auf grund des§ 48 des Statuts des Rendanten und der Revisoren. haben demgemäß die Neuwahlen der 3. Berſchiedene Kaſſenangelegenheiter 115 joie 61 Arbeitgeber lub 5. Neuwahl von drei Reviſoren. 2832b selben stattzufinden; zu wählen sind 4. Neuwahl des 1. Vorsitzenden, des Arbeitnehmer und 11 Ersatz- 2. Schriftführers und des Rendanten. Der Vorstand. 6 Ersaßmänner. Die Wahlen der Arbeitnehmer J. A.: Otto Winkler, Vorsitzender. finden am Donnerstag, den 21. Januar, Die Beerdigung meines Bruders im Lokal Annenstr. 16 abends 9 Uhr Rudolf Borchert findet heute nicht ſtatt; die der Arbeitgeber am statt. Den Tag der Beerdigung 2835b 26. Januar abends 9 Uhr im Lokal zeige ich noch an. Aug. Borchert, Maschinist. Kommandantenſtr. 50. Wahlberechtigt find alle großjährigen Traum: Stettiner Sänger Staffenmitglieder; das Quittungsbud Brockhaus', Meyer's bilder. Feerie in 13 Bildern mit Musik und Gejang. Castan's Panopticum. Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Pygmäen. New! Neu! Ur- Australier ( Kannibalen). Alcazar Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage) Annenstr. 42/43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. Neu! Der Ehrenpokal ( Menjel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Blafate). ,, Emma, mein Mause: schwänzchen! Neueste Burleske. Freitag: Vittoria Brauerei. = Sonnabend: Potsdam, Konzerthaus. Burg Reu! Feen- Palast, straße 22. oder: Die Deputation. Posse in 1 ft von H. Kläger. Brothers Niston, großartiges LuftPotpourri. Herm. Wehling, TanzKomiter. Lotte Sieger, Bravour Altiftin mit 50 dreffirten Rattent. War Alfredo Rey, Salon- Humorist. Eugen Rosi, unübertreffl. CharakterDarsteller u. a. m. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Schippanowsky's Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3. Neu! Tuftige Blätter! Im Frühlingsglans!! Neue Einlage. Leuchtende Karrikaturen. Außerdem: Donner u. Darius, Rapphengste, vorgeführt von Herrn Rob. Renz. 6 ostpr. Fuchshengste, vorgeführt v. Herrn Hugo Herzog. Auftreten der beliebten Schulreiterin Frau Robert Renz, sowie des berühmten Schulreiters Mr. Gaberel. Ferner das phänom. Rechengenie Mr. Inaudi als Gast. Auftreten ersten Ranges. der neu engagirten Kunstkräfte aller: Die vorzüglichsten Clowns. Morgen: Lustige Blätter. Circus Busch. Bahnhof Börse. Donnerstag, den 14. Januar 1897, abends 72 Uhr: Grosse Extra- Vorstellung Nach Sibirien. Dies grandiose geniale Schauſtück des Circus Busch bildet jetzt das Tagesgespräch von Berlin. Bracht, phänomenale equestrische Leistungen; meisterhafte Inszenirung. Nächsten Sonntag, nachm. 4 Uhr: Unerreicht. Jeder Beschreibung Zum ersten Male: Die Puppenfee. Zaubermärchen mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Georg Zimmermann. In Vorbereitung: Der indische Cactus. Schwant in 4 Aften von A. v. Gordon. Billets sind schon 3 Tage vorher ohne Vorbestellgebühr an der Theaterkasse zu haben. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weik Gastspiel von Josephine Dora von Adolph Ernst- Theater. Die russische Ofter: pottend. messe in Moskau. Gr. ruff. OriginalSänger- Korps. Der grandiose weiße Aft auf der Newa. Die unheimliche Verfolgung durch Wölfe. Die Todes: fahrt mit dem ruff. Dreigespann zur hohen Bühne hinauf; eine noch nie gewagte Leistung. Außerdem: Die vorzüglichsten Freiheitsdreffuren des Dir. Busch. Zanzibar, russischer Hengst, ger. von Herrn Salamonski. 100 Clowns, männl. u. weibliche; Springpotpourri von 20 der besten Parterre- Springer. Geschw. Deike, unübertreffl. Draht: Zum 19. Male: Schwerenöther." seilfünstlerinnen. Pierrot's AbenPoffe mit Gesang in 4 Aften von Ostar Klein. Mufit von G. Steffens. Anfang 8 Uhr. Sonntag, nachnt. 3 Uhr, zu halben Preisen:" Der deutsche Michel." Abends 72 Uhr: Gastspiel von Josephine Dora. Zum 1. Male:„ Der Walzerkönig." Gesangsposse in vier Aften v. Mannstädt. Musit v. Steffens. Istraße. teuer, komische Szene der PierraTroupe. Auftr. der neu engagirten Kunstfräfte I. Ranges. Vorzügliche Clowns. Morgen: Nach Sibirien. Unbem. Kindern Musikunterricht. Konservatorium" Postamt Dresdener: Populäre Konzerte: Jm Fliederhain, In der Nosenlaube, Im Obstgarten, In der Hopfenlaube, Entrée frei! Entrée frei! Im Weinberge. Theater- Abtheilung: Auftreten von Humoristen, Komifern 2c. Hauswirths Töchterlein. Posse. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Direktion Winkler& Fröbel. Das durchweg neue ist als Legitimation erforderlich. Berlin, den 13. Januar 1897. Der Vorstand. J. A.: J. Söfner, Vorsitzender. Lexikon, Brehm's Thierleben, ganze Bibliotheken, Klassiker beleiht und kauft Antiquariat Rosenthalerstraßr 11/12. Fernsprecher. Männer- Vortrag! * Heute, Donnerstag, 8% Uhr, Admiralstr. 18 c: Praktischer Naturheilk. Grundmann über: Männliche und weibliche Geschlechtskrankheiten mit Vorführung von zahlreichen Präparaten, selbige zeigen zugleich: Das menschliche Leben vor der Geburt. Eintritt 10 Pf. Grundmann's Vorträge für Vereine empf. Verein für Körper- und Naturheilkunde Charlottenburg, Berlinerstr. 40. Künstl. Zähne 2 M. Schmerzlos. Zahnziehen 1 M. Plomb. 1,50 M. Soeben erschien: Theilz. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 9-6. 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