Nr. 12. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- ZeitungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernspredter: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Quittung. Jm Monat Dezember sind bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge eingegangen: ' " $ Für den geschäftsführenden Ausschuß: A. Gerisch. Hamburg- Eimsbüttel, den 7. Januar 1897. Eichenstr. 4, I. Digilanten und Aerzte . des Freitag, den 15. Januar 1897. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Aber auf den Herrn Doktor wirkte die Simulationsbefürchtung beschuldigt, die Berufsgenossenschaft für Feinmechanik zu Berlin dadurch einflußreichen Mitgliedes der Berufsgenossenschaft wohl betrogen zu haben, daß er Vollrente bezog, während er mindestens fuggeſtiv: er schlägt eine Herabsehung der Rente feit Februar 1895 höchstens zu 25 pCt. Rente berechtigt gewesen auf 25 pCt. vor. Die Berufsgenossenschaft folgt schleunigst, sei! Während des Schivebens des Verfahrens wurde der Angeklagte Apolda 6,90. Augsburg, U. 20,-. Berlin, Beiträge der Wahl- am 1. Mai 1894, diesem Vorschlage ihres Vertrauensarztes". Der auf Antrag eines Arztes am 11. März 1896 wiederum ber freise: 1. Kreis 50,-. 2. Kreis 150,-( darunter Sammelgeld Lackirer D. legt gegen diefe Rentenquetscherei Berufung ein. Sein Charitee überwiesen, wo er am 4. Mai 1896 ungeheilt entlassen Jule, Ritterstraße 75,- nicht die d. sch. Jule, Sitterstraße 47,20, Zustand verschlimmert sich. Ein Arzt veranlaßt die Aufnahme des wurde. Das Gericht beschloß im ersten Termin( Juni), den nume S. P. 2,-, Ueberschuß vom Wahren Jakrb" 2,25). 3. Kreis D. in die Charitee. In der Charitee verbleibt D. vom 6. Juni bis mehrigen Angeklagten D. zur Vorbeitung eines Gutachtens 609,( darunter Bierprozente Ritterstr. 47 9,-) 6. Kreis Wedding zum 21. Juli 1894. Die- von der Berufsgenossenschaft unab- über feinen Geisteszustand bis zur Dauer von 6 Wochen der und Oranienburger Vorstadt 250,-. Berlin diverse Beiträge: hängigen- Charitee- Aerzte überzeugen sich schnell davon, daß D. ein Charitee gu überweisen. Er blieb hier vom 16. Juli Sächsischer Genoffe in Moabit Dkt. Dez. 30,-. Dr. 2. A. 20,-. furchtbares Opfer seines Berufs und völlig erwerbsunfähig geworden ist. bis 26. August 1896. Von dort ungeheilt entlassen, stellte 2. 1. H. Br. 5, Rothe Buchbinder, Grünftraße 5,-. Arbeiter Nach seiner Entlassung aus der Charitee wird D. wiederum( am der Angeklagte nunmehr seine traurige Sachlage stollernd und von Schufter u. Bär 12, Guttenberg 118, Rothe Kindtaufe 6. August 1894) von Dr. Hadra untersucht. Nunmehr berichtet selbst schluchzend einem Abgeordneten vor. Dieser prüfte die ihm übera Straßburgerstraße d. W. Sch. 1,-. Pferdebahn- Billet und Streich Dr. Hadra: D. mache den Eindruck eines vollkommen gebrochenen gebenen Akten und ersuchte den Rechtsanwalt Dr. Herzfeld, die Ver holzsch. d. W. Sch. 2,-. C. G. 26 4,-. Arbeiter Radfahrer, fiechen Menschen. Der Blick sei etwas wirr und unftät, die stets theidigung des unglücklichen vermögenslosen Mannes zu übernehmen. Birkenwerder 3,50. Mundharmonika Vorwärts 3,-. G. St. etwas anstoßende Sprache jetzt deutlich stotternd. Auch sei Gedächniß- Dr. Herzfeld entsprach diesem Ersuchen. In dem neuen Termin Schleußig 4,50. Ein von den Kühnemännern Kaltgestellter schwäche, Reizbarkeit, Neigung zu Gewaltthätigkeiten, dann wieder vor der Strafkammer amt 10. Dezember ergab die Beweis: aus Südafrika 20, D. M. 10. Breslau, G. Reinhold, Weinerlichkeit vorhanden. Obgleich keine objektiven Symptome nach aufnahme das eben geschilderte Bild. In der Verhandlung wurde Kl. Groschengasse, 10,-. Barmen, v. Genossen 100,- weisbar feien, unterliege es teinem 3 weifel, daß sich als Sachverständiger der Chefarzt der Nervenstation der Charitee, Bayreuth, v. Genossen 10,-. Bergedorf 100,-. Bochum, von bei D. die schon lange befürchtete traumatische Prof. Dr. Köppen, vernommen. Dieser begutachtete, daß der Angeklagte den Genossen durch den Vertrauensmann 100,-. Coburg 17,- eurose entwickelt babe, und zwar in einer ein schwerkranker Mensch sei, der infolge des erlittenen Unfalls an den Cottbus, S. 10,-. Crefeld 10,-. Eschwege 30,-. Eupen 6,- ziemlich schweren Form, event. entwickele sich mannigfaltigften neurastenischen Beschwerden leide. Sein Zustand sei ein Falkenberg( Oberschl.) 2. Fürth, Familienabend bei 3ick 12,-. eine Geistes störung, jedenfalls müsse die Wente auf solcher, der einer Psychose nahe komme. Mit Bestimmtheit ließe sich Flensburg 30,-. Faltenstein i. V. 10,-. Faltenstein i. V., zum Merger Vollrente erhöht werden. Auf grund dieses Gutachtens wurde die noch nicht sagen, ob der Angeklagte schon seit Dezember 1884, wo der vogtländischen Cloaca maxima in Plauen 10,-. Göttingen 10,-. Rente des D. vom 16. Mai 1894 ab endlich auf Vollrente ihn Dr. Wahrendorff für einen Paralytiker erklärte, thatsächlich Hamburg C. Tm. 20,-. Hannover 1000,-. Hanau Wahltr. 100,-. erhöht. Gin Urtheil des Schiedsgerichts hob ferner die frühere geisteskrant sei, möglich sei dies immerhin. Jedenfalls neigten dergl. Hadersleben, Nachlaß d. aufgelöst. Arb.- Bildungsvereins 10,-. Hartha, Herabfehung der Rente auf 25 pet. auf. Im September 1894 Schwertrante Leute dazu, ihre wirklichen Beschwerden zu übertreiben 10. fächs. Reichstags: Wahltr. 25,-. Hamburg A. 3. 4,-. Ham wurde D. wiederum in die Charitee aufgenommen. Der Oberarzt und es sei leicht möglich, daß der Angeklagte alles das, was burg, H. F. 50,-. Hamburg, H. K. 50,-. Hamburg, N. N. 50,- der Charitee, Dr. Wahrendorff, begutachtete, das D. an er den Aerzten über sein Befinden geklagt hätte, für wahr Luckenwalde, Geburtstag d. Sch. 1,30. Leipzig, Neujahrsgruß v. roth. Dementia paralytica leide und vollständig erwerb3 hielten, selbst wenn es etwa nicht der Wahrheit entspräche. Krante, Holzwurm H. M. 5,-. Limbach i. V., J. S.-70. Leipzig- Plag- unfähig sei. bei denen das Vorhandensein völliger Geistestrant. wig, von Laufigkern 1,10. Luxemburg, 2. 200,-. Langenbielau Gaben sich nun endlich die Berufsgenossenschaft und ihre An- heit noch zweifelhaft fei, tönnten leicht durch v. d. Arbeitern im Eulengebirge 100,-. Langenfalza, lebjer Rest gestellten diesem Opfer seines Berufs und der Mängel des Unfall- Beobachtungen und Verfahren, wie sie dem An v. Th.-G.-V. 10,-. München, Waldläufer 5,- Von Genossen versicherungs- Gesetzes gegenüber zufrieden? getlagten gegenüber angewendet feien, in Geistes= 200,-. Mittweida, d. d. Vertrauensmann 30,-. Mühlheim( Rhein), Onein! Die Berufsgenossenschaft befigt ganz frankheit hineingetrieben werden. Wahlkreis 20,-. Memel, von Genoffen 10,-. Mittweida, rothe wie die Kriminalpolizei find doch in den Augen Nun endlich wurde der Lackirer D. von der Straftammer auf Rindtaufe 2,50. Mittelbach durch P. A. 4,65. Mezschkau, damit mancher Unternehmerschaft Arbeiter, die im Betriebe verunglücken, übereinstimmenden Antrag der Staatsanwaltschaft und der Ver der Glanz nicht wieder verlischt 3,-. Offenburg i. 3. 2,-. die schlimmsten Verbrecher Vigilanten. Das sind Leute, die theidigung kostenlos freigesprochen. Das Gericht die Nachfolgerin Delsnig i. B. v. d. Umstürzlern bei der Stadtverordnetenwahl 30,-. von der Berufsgenossenschaft angestellt und bezahlt sind, um Unfall- der Brausewetterkammer sah aber selbst in diesem Falle fich nicht Benig, aothe Kindtaufe d. R. K. 4, Plauen i. V. 23,50( barunter rentner zu beobachten. Die Feinmechanit Berufsgenossenschaft be- veranlaßt, von Amtswegen diesem Opfer des Unwesens der Institute von organisirten Schlossern für die Aufmerksamkeit d." Bogtl. Anz." auftragte ihren zu Beobachtungen von Unfallrentnern berufsgenossenschaftlicher Vertrauensärzte und Vigilanten sowie 3,50). Pforzheim 12,-. Reichenbach i. Vogtl., alte Garde 50,- von ihr angestellten Herrn Hortschansty: D. zu beobachten einer Auflagemöglichkeit in solchen Fällen die ihm erwachsenen Reichenbach i. Vogtl., Schuhmacher Greiz- Reichenbach 1,70. und über ihn zu berichten. Hortschansky öffnete feine Augen, baaren Auslagen zu ersetzen. Ronsdorf, durch den Vertrauensmann 20,-. Sonneberg spitzte seine Ohren, horchte bei Hausgenoffen des D. herum und Der Fall selbst beweist flarer und eindringlicher wie allerlei 6. M., durch den Vertrauensmann 10,-. Stuttgart, Ulrich 10,- machte sich ganz wie die Garde kriminalistischer und politischer theoretische Betrachtungen die Gemeingefährlichkeit der Folgen der Saxon 3,-. Teltower Wahlkreis 60,-. Teltow, ges. unter den Polizei auch an D. selbst heran. Macht der Berufsgenossenschaften und das Ausnahmerecht, in das Rübenbauern d. K. 10,-. Hier die Ergebnisse feiner Thätigkeit: Hortschansky stellte durch diese Arbeiter gebracht sind. Er wird voraussichtlich einer Bes sich dem D. als Eigenthümer eines Hauses vor und fragte sprechung im Reichstag bei Gelegenheit der Unfallgefeßnovelle unterihn, ob er eine größere Verwalterstelle annehmen könne. zogen werden. In fast klassischer Weise illustrirt er, welch' uns Selbstredend bejahte das D. Dem Hortschansky war diese gebeure Macht das Unternehmerthum durch die Berufsgenossens Bejahung aber höchst verdächtig. Als zweites und letztes schaften erlangt hat: wer vom Vigilanten bis zum geistigen" Moment eigener Wahrnehmung berichtet H. folgendes: Als Arbeiter hinauf ist nicht bezahlter Lohnfklave des Kapitals? er den D. in seiner Wohnung aufsuchte, habe er ihn einmal Nebenbei ist eine Untersuchung eingeleitet, ob die Elektrizitätsauf einem Sofa in einer Decke eingehüllt liegend gefunden. Auch habe gesellschaft den Unfall durch Fahrlässigkeit herbeigeführt hat? Ift eine D. nur einige unartikulirte Laute gesprochen. Seine Frau habe ihm Untersuchung eingeleitet, ob sie und ihre Organe die Geisteskrankheit gesagt, ihr Mann habe eben einen Anfall gehabt. Hortschansky des armen Lackirers D. fahrlässig oder wissentlich dolus evenIm Betriebe der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft verunglückte horchte aber auch die Hausgenossen des D. aus. Da erfuhr er nun tualis genügt ja sonst herbeigeführt haben? Ist eine Uitera am 1. April 1893 der Lackirer D. durch einen fünf Meter folgende Schrecklichkeiten. Eine Nachbarin des D., die sich inzwischen fuchung eingeleitet, ob die falsche Vorspiegelung des berufsgenossentiefen Sturz vom Gerüft. Er trug eine funktionelle Erkrankung mit D.'s Frau verfeindet hat, theilte ihm mit: D. habe schaftlichen Vigilanten als Betrug zu verfolgen ist? des zentralen Nervensystems davon. Der Unglückliche wurde nach ihr im Februar 1895 geholfen, eine elektrische Klingel in U. A. w. g., Herr Justizminister! Ablauf der 13 wöchentlichen Wartezeit auf Antrag des Vertrauens ihrer Wohnung anzulegen und dabei auf einer Stehleiter acht bis arztes der Berufsgenossenschaft der Feinmechanik, Dr. Hadra, am 14 Tage täglich etwa eine halbe Stunde gearbeitet, Die 18. Juli 1893 in die be- tannte Heimstätte für Verlegte Arbeit könne von einem gefunden Sachverständigen allerdings in in Nieder Schönhausen gebracht. Dort verblieb er bis zum ein paar Stunden erledigt werden. D. habe häufig dabei geklagt, 5. September 1893. In der Anstalt wurde er sechsmal er tönne es nicht länger aushalten. Bei einem Besuch, den sie dem von Anfällen hystero epileptischer Art befallen. D. in der Charitee gemacht, habe derselbe beim Herankommen des Diese Anfälle traten infolge der Widerstands Arztes das lebhafte Gespräch plöglich unterbrochen und einen über das Gehalt des Staatssekretärs des Reichsamtes des übungen an den Apparaten ein; vor seiner Auf- franken Ausdruck angenommen. Ein anderer von Hortnahme in diese Heimstätte" hatte er nie an ähnlichen Anfällen schansky Ausgehorchter, mit dem die Frau des D. Innern brachte heute Genosse Reißhaus noch einmal die Lage gelitten. Der Kranke befürchtete, daß die Anstaltsbehandlung seinen einen Beleidigungsprozeß gehabt hat, erzählte dem dienst der Hausindustriellen in dem Thüringer Walde und in der Zustand noch verschlimmern würde. Er erflärte, wiewohl völlig beslissenen Beamten der Berufsgenossenschaft, daß er nie etwas von Konfektionsbranche zur Sprache. Der Redner gab er unfähig zur Arbeit, leichtere Arbeit aufnehmen zu wollen, um die der Krankheit des D. gemerkt habe. Derselbe nehme nur ein frank schreckende Beispiele über die Nothlage dieser ArbeiterHeil" anstalt verfassen zu können. Der Anstaltsarzt schäßte seine haftes Aeußere an und schleiche an seinem Stock dahin, wenn er sich fategorien zum besten und verlangte energisches und möglichst Erwerbsunfähigkeit auf 75 pet. Der Vertrauensarzt der Berufs- beobachtet glaube. rasches Eingreifen der Gesetzgebung. Nach den längeren genossenschaft Dr. Hadra konnte aber bei dem durch den Auch eine dritte Gewährefrau, die ebenfalls, wie sie vor Gericht Ausführungen des Genossen Reißhaus und nachdem Sturz und durch die Behandlung in der Anstalt in der später zugab, mit dem D. in Feindschaft lebt, bestätigte dem der Antisemit Werner heute Zurechnungsfähigkeit und zur Abwechselung einmal in der Nervenftärke naturgemäß Hortschansky, daß sie bei ihren häufigen Besuchen bei D. die arbeiterfreundliche Seite seiner Partei herausgekehrt erheblich beeinträchtigten Mann nur eine Abnahme der Erwerbs nie etwas davon bemerkt habe, baß D. frant fei. fähigkeit um 50 pet. erblicken. Diefen Gutachten schloß sich All dies berichtete Hortschansky pflichtgemäß seiner Auftraggeberin hatte, geißelte Schoenlant die sächsische Polizeipraris den die Berufsgenossenschaft an. Der Berunglückte erhielt nur und zog aus diesen erhorchten und erschauten Dingen den Schluß, Arbeitern und ihren Organisationen gegenüber. Der sächsische 50 pCt., das heißt fünfunddreißig Mart monatlich! daß D. in seiner geistigen und körperlichen Arbeitsfähigkeit, wenn Bundesraths- Bertreter will auf diese Anklagen erst antworten, Seine gegen diesen Bescheid eingelegte Berufung hätte zweifellos überhaupt, so nur in geringem Umfange beschädigt fei. D. benutze wenn ihm das Stenogramm vorliegt, da ihm als echten Erfolg gehabt. Aber zur Zeit besteht ja Offizial einen bei ihm vielleicht schon von langer Zeit her vorhandenen sächsischen Regierungsmann, weder behördliche Uebergriffe bes vertretung der unglücklichen Opfer ihres Berufs. Berufs. Ehe der Nervendefekt geschickt, um, unterstützt durch Komödiantenanlage und treue tannt sind, noch möglich erscheinen. durch körperliche und geistige Qualen gepeinigte Arbeiter sich dar- Rathgeber, einen Zustand vorzutäuschen, der vielleicht zeitweise zu einem Molkenbuhr erörterte hierauf die Verlegungen der Vers über klar wurde, was die Schreiben der Berufsgenossenschaft be- gewiffen Grade bestehen möge, aber nicht durch Krankheit verursacht, deuten, war es mit der Berufungsfrist zu Ende. Die von ihm sondern als das Resultat von Wille und Anlage zu betrachten sei. träge über den Freihafen- Bezirk in Hamburg, welche vom dors eingelegte Berufung mußte als verspätet zurückgewiesen D sei im stande, innerhalb weniger Minuten durch geschickte Ber: tigen Senat zu gunsten der Rheder zugelassen werden. Der werden. Der Lacirer Der Lacirer suchte bei seiner früheren Arbeitstellung mimische Gebärden und gewollte felbst verursachte und ge- Schatzsekretär leugnete natürlich das Vorkommen solcher Vers geberin, der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft, um Arbeit lernte Nervenaufälle den Eindruck eines völlig gebrochenen Menschen legungen, er mußte aber selbst zugeben, daß, wenn die jetzt gewährten nach, fonnte aber infolge seines elenden Zustandes nur ver- hervorzurufen. Vergünstigungen dauernd beansprucht werden sollten, daß danu türzte Tagesschichten arbeiten und auch häufig überhaupt Auf diesen Bericht hin begutachtete Dr. Hadra am 15. Juli eine Aenderung der Verträge eintreten würde. Warum dies zur Arbeit nicht erscheinen. Der Elektrizitäts Gefell 1895, nachdem sich D., dessen Körper schon ein Zittern durchflog, nothwendig sein sollte, wenn keine Vertragsverlegung vorliegt, ich a ft erschien diese natürliche Folge eines in ihrem Betriebe wenn er ein Schreiben von der verehrlichen Berufsgenossenschaft er unterließ der Herr Graf von Posadowsky wohlweislich zu erlittenen Unfalls, der sich bei Borhandensein hinreichender hielt, geweigert hatte bei ihm zu einer nochmaligen Untersuchung Borsichtsmaßregeln übrigens schwerlich hätte ereignen tönnen, un- zu erscheinen, die Beobachtungen des Hortschansty bestätigten feinen fagen. Natürlich bestritt der Herr auch, daß man die Streif geheuerlich. Sie berichtete an die Berufsgenossenschaft, der Arbeiter Bericht vom 26. Ottober 1894, worin er ben D. als an trauma- brecher mit unverzolltem Fleisch gefüttert habe. fimulire; offenbar in der Absicht, seine„ Rente" zu erhalten, arbeite tischer Neurose und Depression leidend bezeichnet. Das Urtheil des Hamburg, wo man die Dinge kennt, wird man diese Versicherung er nur halbe Tage oder fehle auch ganz. Charitee- Oberarztes Dr. Wahrendorff, daß D. an Dementia para- mit Ropfschütteln entgegennehmen. Von nun an beginnt für den Lackirer D. eine Leidensgeschichte, lytica leide, halte er für verfrüht. Klarheit würden nur Herr v. Bötticher will die Diskussion nicht auf das die nicht für glaublich erachtet werden könnte, wenn sie nicht atten- eugeneibliche Aussagen über die Wahrnehmung Streifgebiet führen, um die anscheinend im Anzuge befind= des Hortschansty schaffen. Um solche herbeizulichen Friedenspräliminarien nicht zu stören, doch konnte Am 8. April 1894 wird D. durch den Vertrauensarzt" der führen, schlage er eine Herabseßung der Rente er sich nicht versagen, die von Molkenbuhr nachgewiesene HerabBerufsgenossenschaft Dr. Hadra infolge der Simulationsbefürchtungen vor. Wenn D. dann, mit den Verhältnissen bekannt, nicht klage, sehung der Matrosenheuern mit den geringen Dividenden der Elektrizitäts- Gesellschaft untersucht. Die Folgen des Unfalls sei der Sachverhalt an sich aufgehellt, andernfalls müsse dies durch der Rhedereien zu vertheidigen. Nur 23 Millionen haben sich bei D. verschlimmert: nach seinen unwiderlegten Angaben direkte gerichtliche Schritte geschehen. Die Berufsgenossenschaft stellte darauf am 17. Juni 1895 bei dende haben die ist, wie der Arzt später bezeugte, der Kopfschmerz dauernd, seine armen Rheder in den legten gebu linte Lungenfeite völlig gelähmt, er habe Unlust zum Arbeiten und der Staatsanwaltschaft den Antrag, den D. wegen Betruges Jahren verdient. Eigentlich müßte also wohl eine Subvention Lasse sich erfolglos elektrisiren. zu verfolgen. Es wurde Anklage erhoben und der Angeklagte von Reichswegen für die bedauernswerthen Herren Laisz und als Vertrauenspersonen von Berufsgenossenschaften. = mäßig feststände. = Politische Mebersicht. Berlin, 14. Januar 1897. Aus dem Reichstage. In der Fortsetzung der Debatte Ju Divi = " Ronforten gewährt werden. Von Genossen Brühne wurde! Kiel, 13. Januar.( Eig. Ber.) Der Handelskammerbericht Reisenden aber werden Gehälter gezahlt bis zu 20 000 m., ein die Anfrage gestellt, wie es mit der der schon vor von Flensburg schreibt über den Nordostsee- Kanal: Die Zeichen, daß man hohe Kosten aufwenden kann. In der Wäsche ist es ebenso. In der Umgegend von Frank Jahren in Aussicht gestellten Regelung der Heimaths- neue Tarifordnung hatte auch die Flensburger Rheder veranlaßt, branche ist und Unterstüßungs Wohnsiz Verhältnisse zwischen dem sich dieser Verkehrsstraße wieder mehr zuzuwenden, doch sind selbst furt a. M. werden Konfektionsartikel gefertigt auf dem Lande die gegenwärtigen Kosten noch immer zu hoch, um die im in Nähstuben, wo 20-30 junge Mädchen mit 1,50 Mark WochenReiche und Bayern stehe, worauf die Antwort erfolgte, günstigsten Falle gewonnene Zeit auszugleichen. Wenn man in be- lohn beschäftigt werden. Daß die Arbeiterinnen dabei ſittlich und daß noch alles ani alten Flecken stehe. Grillenberger tracht zieht, daß Dampfer mit Holzladungen zeitweilig nachts nicht förperlich verkommen, ist selbstverständlich. Die Arbeiter der benutzte diese Gelegenheit zu der Erklärung, daß er durch den Kanal gehen dürften und daß Ha varien und andere Konfektion haben auf dem Kongreß in Eisenach die Unter und seine bayerischen Freunde der einfachen Ueber Schwierigteiten während der Durchfahrt nicht zu den Selten stellung der Hausinduftrie unter die Gewerbe- Aufsicht vertragung des Unterstüßungswohnsiz- Gesetzes, die bisherige heiten gehören, so ist es begreiflich, daß beide, Rheder und langt, damit die dringendsten hygienischen Forderungen erfüllt Regelung des Heimathwesens in Bayern vorziehen. Kapitäne, die Route um Stagen herum in den meisten Fällen vor- werden. Man braucht ja nur an die Umstände zu erinnern, unter Damit war die Debatte denen die Hosen des Herzogs von Yort angefertigt wurden. Und über die Position: Gehalt ziehen werden. des Ministers erledigt, wobei wir bemerken, daß auch Der Stettiner Dampfer Libau" ist nach hier eingegangener ich erinnere an die Untersuchungen, welche von Aerzten bezüglich Meldung im Nordostsee- Kanal, im Schiernauer See, zwischen Rends- der Uebertragbarkeit ansteckender Krankheiten angestellt sind. Die heute das Duell Hüpeden- Stumm fortgesetzt wurde, doch ge burg und Kiel, auf Grund gerathen und leck gesprungen. Taucher Einrichtung von Betriebswerkstätten würde das Verschwinden der schah es in einer so wenig interessanten Form, daß find sofort requirirt worden. Bislang fehlen noch nähere Nach Bwischenmeister zur Folge haben. Aber so lange der Staat nicht es sich nicht lohut, davon weiter Notiz zu nehmen. richten. dafür sorgt, daß die Uniformstücke seiner Beamten nicht in der Bei dem Kapitel Untersuchung von Seeunfällen" frug Frankreich. Heimindustrie hergestellt werden, so lange denken die Unternehmer Metzger nach dem Schicksal der Seemannsordnung an, Paris, 14. Januar. Der Matin" erklärt es für unrichtig, nicht daran, ihrerseits mit der Einrichtung der Betriebswerkstätten worauf gesichts der Thatsache, daß diese Vorlage schon seit daß der Präsident Faure betreffs der Gründung einer Altersvorzugehen. Freilich muß dann auch dafür gesorgt werden, daß drei Jahren zugesagt ist, Herr v. Bötticher die doch wohl versorgungstasse die Juitiative ergriffen habe. Der Prä- feine Arbeit mit nach Hause genommen wird; denn es ist voretwas sonderbare Antwort hatte, daß es leichter sei, nach fident der Republit bringe zwar der Frage das größte Intereffe gekommen, daß in Erfurt ein Gummiwaaren- Fabrikant den Arbeitern Gesetzentwürfen zu fragen, als solche auszuarbeiten. Nun, unsere entgegen, doch könne eine derartige Gründung, welche etwa vier am Sonnabend die Nähmaschinen in ihre Wohnung bringen ließ, damit Abgeordneten haben bereits vor Jahren einen fix und fertigen Milliarden beanspruche, nicht aus der Privatinitiative fie am Sonntag arbeiten tönnten; wer nicht gearbeitet hatte, bekam. hervorgehen. am Montag einen Rüffel. Damit waren die Sonntagsruhe- Wor Entwurf vorgelegt. Freilich waren in demselben die Seeleute Diesen Standpunkt haben wir gegenüber der ersten Meldung schriften einfach umgangen. In den ungefunden engen Räumen und ihre Interessen gebührend berücksichtigt, wahrscheinlich des Gaulois" über die beabsichtigte Gründung sofort eingenommen. arbeitet die ganze Familie, auch die Kinder im zartesten ift er auch gerade um deswillen in den Augen des Paris, 14. Januar.( Boff. 3tg.") Der bekannte Artillerie- Alter; die Noth zwingt dazu, um die Einnahme zu verHerrn von Bötticher unbrauchbar, da ja sein berühmtes Wort: oberst Bange erflärte einem Mitarbeiter des Echo de l'Armee" größern, daß der Lebensunterhalt geschafft werden kann. Redner " Wir arbeiten ja nur für Sie, meine Herren!" nicht an Arbeiter über neue Pläne zur Umgestaltung der Feldgeschüße: Das System schildert eingehend die Zustände der Griffelindustrie in Steinach und gerichtet war. Deport taugt nichts; dagegen ist das gegenwärtige Dienstgeschütz Umgegend. Die Beschäftigung der Kinder ist namentlich gesundheitsBeim Kapitel Reichs- Gesundheitsamt wurde die Sigung beffer als das neue Deport'sche; Deutschland sucht Zweifel an der gefährlich in der Spielwaaren Industrie. Die Mädchen, welche bei der Herstellung von Wachsperlen beschäftigt werden, auf morgen, Mittwoch 1 Uhr, vertagt. Tüchtigkeit des französischen Materials zu erwecken, um das Vertrauen des Heeres zu feiner Artillerie zu erschüttern, Frankreich zu verlieren ihre Zähne. Also nicht blos in der Konfektions- sondern Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte heute den Gesetz Neuanschaffungen zu bestimmen, die es während einer mehrjährigen auch in der ganzen Hausindustrie sind die Zustände jämmerlich, fo entwurf betreffend Tilgung von Staatsschulden. und Uebergangszeit nahezu entwaffnen, und ihm eine Auslage von etwa daß die Regierung etwas zur Verbesserung thun muß. Aber die Bildung eines Ausgleichsfonds in zweiter Lesung gemäß den Beschlüssen der Kommiffion. Die Debatte über§ 1( Schulden einer Milliarde aufbürden. Das einzig Vernünftige wäre, beim Arbeiter glauben nicht an den ernsten Willen der Regierung nach den Worten, die man an hoher Stelle in bezug auf den Hamburger tilgung) schweifte weit vom Thema ab und bezog sich fast aus- jezigen Geschütz zu bleiben. Ausstand gesprochen hat. schließlich auf die Nothwendigkeit von Eisenbahnreformen, Paris, 14. Januar. Der Senat wählte den bisherigen Prä die die Regierung bisher unterlaffen hat, da fie fast fidenten Loubet mit 205 Stimmen wieder. die ganzen Ueberschüsse der Eisenbahn Verwaltung für allgemeine Staatszwecke verwendet hat. Im§ 3, wonach ein Ueberschuß im Etat im vollen Betrage zur Schuldentilgung zu verwenden ist, lag ein Antrag 3edlig vor, für die Eisenbahnverwaltung einen Dispositionsfonds im Betrage, von 20 Millionen zu referviren. Minister Dr. Miquel erklärte diesen Antrag für überflüssig, Abg. Richter wies darauf hin, daß hierdurch das Budgetrecht des Parlaments noch mehr eingeschränkt würde. Im übrigen benutte Richter die Gelegenheit, um im Anschluß an den geftrigen Streit zwischen dem Zentrum und den National liberalen die Finanzpolitit des Fürsten Bismarck einer scharfen Kritik zu unterziehen; beide Parteien hätten sich gegenseitig teine Vorwürfe zu machen, da bald die eine, bald die andere dem Fürsten Bismarck die Möglichkeit zu Ausgabesteigerungen und Einführung neuer Steuern In Sardinien scheinen die Räuberbanden, die gegeben hätte. Im Laufe der weiteren Debatte, die nichts wesent- man bereits unterdrückt glaubte, ihre unheilvolle Thätigkeit von liches zu tage förderte, zog Frhr. v. Zedliß seinen Antrag zurück. neuem zu beginnen. Wie aus Sassari gemeldet wird, griff im Die von der Kommission vorgeschlagene Resolution betr. Bezirk Oliena eine von den gefürchteten Banditen Pau und Mulas Aenderung des Eisenbahn- Garantiegeseges wurde geführte starke Räuberbande die Gutsbesiger Ritter Francasco Mulas ebenfalls angenommen und sodann noch einige Rechnungssachen und Salis an und brachte ihnen Lebensgefährliche Wunden bei; dann und in zweiter Lesung der Gesezentwurf betr. obligatorische raubten die Briganten die Heerden des Besizers Salis. Auch em Fortbildungsschulen in Posen und Westpreußen Zeichen der Mißregierung Italiens! erledigt. 0 Am Sonnabend steht die dritte Berathung des Lehrerbesoldungs- Gesezes auf der Tagesordnung. Paris, 14. Januar. Drei spanische Anarchisten, welche fich neulich an der Rundgebung gegen das spanische Botschaftshotel betheiligt haben, sind heute ausgewiesen worden. Paris, 14. Januar. Der Untersuchungsrichter in der Affäre Arton hat heute der Gerichtsbehörde das Ergebnis der Unterfuchung übermittelt. Der neue Panamaprozeß dürfte in der ersten Hälfte des Februar zur Verhandlung kommen. der„ Figaro" auf. Er schreibt, der Zustand der Finanzen verbiete -Gegen die Buderprämien politit tritt nun sogar eine neue Steuerbelastung, welche durch die Annahme des Gesetzes über Zuckerexportprämien nothwendig werden würde. Italien. Spanien. Madrid, 18. Januar. Marquis Cabrinana, der dem Munisipalrathe der Stadt Madrid Mißbräuche vorgeworfen hatte, wurde zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Türkei. Asien. # 1 Abg. Werner( Reform- P.): Von den gestrigen Reden hat mir die des Herrn v. Heyl am besten gefallen. Der Staat als größter Arbeitgeber muß in seinen Betrieben die Arbeiter mit ihrem Loose zufrieden machen. Db der Staat überall dieser Verpflichtung nachtommt, lasse ich dahingestellt. Der Staat müßte einen Mindestlohn feftfeßen und einen Magimalarbeitstag je nach der Art des Betriebes. Insbesondere ist ein Mlayimalarbeitstag für die Bergwerksbetriebe nothwendig. Die Frauen und Kinder sollten von der Arbeit ausgeschlossen werden. Die Sonntagsruhe muß möglichst respektirt soweit durchgeführt, wie es möglich wäre. werden. In der Postverwaltung ist die Sonntagsruhe noch nicht Die Handwerker warten immer noch auf die Erfüllung ihrer Forderungen bezüglich der Organisation und auch bezüglich anderer Fragen. Besonders die Konkurrenz der Zuchthausarbeit mußte beseitigt werden. Haben wir Aussicht, bald ein Reichs- Vereinsgefeß zu bekommen? Nach den Erklärungen des preußischen Ministers v. b. Recke scheint die Sache auf die lange Bant geschoben zu sein. Ich komme nun auf die Börse, welche nach Formen sucht, um die gefeßlichen Bestimmungen zu umgehen. Die Sozialdemokraten reden immer vom Kapitalismus. Aber wenn es sich um die Ein Soll dämmung der Börse handelt, dann sind sie nicht zu haben. das Reich sich den Widerstand der Börse gefallen lassen? Wir wissen, wie die Börsianer sich die Taschen auf Kosten des Volkes gefüllt haben; das Volk ist dankbar dafür, daß die Regierung und der Reichstag endlich dazu gekommen sind, den Terminhandel abzuschaffen. Abg. Schoenlauk( Soz.) weist nach, daß das Koalitionsrecht der Arbeiter in Sachsen vollständig vernichtet sei durch die Maßnahmen der Polizei, die Versammlungen und Vereine von Arbeitern Auf Kreta soll die Ruhe wieder hergestellt sein. Auf wie verbietet und auslöst, so daß die Reichstags- Abgeordneten nicht eins mal über die Thätigkeit des Reichstages berichten tönnen. Redner verweist auf die Verurtheilung der Leipziger Zeitung", des amts lichen Blattes, das nicht blos offiziös ist, wie bie Norddeutsche in Allgemeine Zeitung", amtliche Informationen veröffentlicht; diese Leipziger Beitung" habe der Herr Laufer über den Exzeß" von Schmiedegesellen in beleidigender Weise be richtet, die Arbeiter seien darin Banditen und Strolche genannt; der Redakteur wäre zu 75 m. verurtheilt. Die Mittheilung eines Führers der Buchbinder in Leipzig, daß über eine Werkstätte die Sperre verhängt werden würde, wenn die entlassenen Arbeiter nicht wieder angenommen würden, wurde als versuchte Erpressung bezeichnet und mit Gefängnißdaß das Justizminifterium bei ihm unrichtig erscheinenden Urtheilen strafe belegt. Der sächsische Justizminister Schurig hat es offen zugegeben, außeramtlich vertrauliche Rücksprache mit den Richtern nähme. Wo bleibt da die Unabhängigkeit der Richter? Wird demgegenüber Herr v. Bötticher wirklich jagen: Klassenpolitik und Klaffenjuftiz sind Landessache"? Die Ernennung Murawieff's, der für einen entschiedenen Franzosenfreund und Deutschenhaffer gehalten wird, zum Leiter der auswärtigen Politit Rußlands ist von der österreichischen Presse mit großem Gleichmuthe auf lange? genommen worden. Darob gerathen nun unsere Nationalliberalen in die Wolle der treue Verbündete hätte doch - Die Pest in Indien. Die„ Daily Mail" meldet aus einige Entrüstung äußern sollen, daß der Deutschenfresser Bombay: Profeffor Haffline, welcher sich gegenwärtig hier aufMurawieff an die Spitze der russischen Politik gestellt hält, rieth der Regierung, Bombay burch einen Truppenkordon zu worden ist. isoliren, da sich sonst die Pest über ganz Indien aus Nun, warum soll man in Osterreich sich entrüften? Hat man breiten würde. bort etwa Grund zu besonders feuriger Bundestreue gegenIn China sucht England sich nun festzusetzen, um dem über Deutschland? Die Herren Nationalliberalen scheinen russischen Einfluffe ein Gegengewicht zu schaffen. Aus Hongkong daß ihr Göße Bismarck berichten hierüber die„ Times": Die hiesigen Behörden befürworten ganz vergessen zu haben, weiland den famosen Rückversicherungs- Vertrag 250 000 Bfb. Sterl. belaufen würden. Die Pläne sind bereits in eine Bergrößerung der Schiffswerft, deren Kosten sich etwa auf mit Rußland abgeschlossen hat, und daß dieser Vertrag, London. Man erwartet auch eine Ausdehnung der der Desterreich an Rußland verrieth, von ihnen, den Herren britischen Kolonie auf das Festland hinüber. Nationalliberalen, selbst als ein Meisterstück der Staatskunst gebilligt worden ist. Und der famose asiatische Dreibund Deutschlands mit Rußland und Frankreich ist auch nicht besonders geeignet, die deutsche Bundestreue in ein glänzendes Licht zu stellen, und die österreichische Bundestreue zu befestigen. - Angriff auf Missionen in China. Der Hongfonger Korrespondent der Times" meldet ferner, daß die 50 englische Meilen von Futschau entfernt gelegene amerikanische Missions station angegriffen wurde. Die Beamten vertheidigten die Miffion, so daß kein Schaden entstand. Amerika. " Newyork, 14. Januar. World" veröffentlicht eine Depesche aus Washington, nach welcher ein Einvernehmen zwischen den Bereinigten Staaten von Amerika und Spanien bezüglich der Bedingungen abgeschlossen sei, welche den tubanischen Aufständischen zu bewilligen wären und die, wie hinzugefügt wird, binnen 10 Zagen dem Kongreffe unterbreitet werden würden. werden. Jedenfalls ist die Ernennung Murawieff's ein Beweis dafür, daß bei dem Wettkriechen um die Gunft Rußlands" das Deutsche Reich nicht gewonnen hat. Zum Prozeß Tausch schreibt eine Lokalkorrespondenz, daß der langfame Fortgang der Untersuchung gegen den Kriminalkommissar v. Zausch, der allerdings durch die fortwährend auftauchenden neuen Beweismomente erklärlich erscheint, dem Vernehmen nach an Morgen wird in Madrid diese Meldung wohl abgeleugnet höchfter" Stelle Anlaß gegeben hat, eine möglichste Beschleunigung des Verfahrens anzuregen. Darauf dürfte auch der Besuch zurückzuführen sein, den der Geh. Legationsrath Prinz Alexander v. Hohen New- York, 14. Januar. Tribune" veröffentlicht einen Artikel, lohe vorgestern dem Oberstaatsanwalt Drescher im Moabiter Strimi- in welchem der Plan der Vereinigten Staaten, betreffend die Handels in den nalgericht abstattete. Der Sohn des Reichskanzlers tonferirte etwa Monopolisirung des süd= eine halbe Stunde mit dem Oberstaatsanwalt in deffen Amts- amerikanischen Staaten dargelegt wird. Zu diesem Zweck hat sich ein Verband der Großindustriellen der Vereinigten Staaten zimmer. Eine andere Lokalforrespondenz schreibt: gebildet. Seit der Wahl We Ktuley's ist der Verband, welcher zirka 1000 Mitglieder zählt, äußerst rührig. In Caraccas sollen Waaren depots gegründet werden; ferner sollen in allen größeren Städten Südamerika's sogenannte Komptoirs für amerikanische Produkte er richtet werden, um die europäische Konkurrenz aus dem Felde zu schlagen. Mac Kinley soll der Verwirklichung dieses Planes sehr geneigt sein.Die Nachricht der" Post", daß Rechtsanwalt Dr. Sello in der Straffache gegen den Kriminalkommissar von Tausch die Vertheidigung aus gewissen Gründen niedergelegt habe, ist frei er funden und entbehrt daher jeder Begründung; vielmehr sind die Rechtsanwälte Dr. Sello und Dr. Schwindt nach wie vor die Vertheidiger des in Untersuchungshaft sizenden von Tausch. Da bie Boruntersuchung neuerdings noch ausgedehnt worden ist, läßt sich nach Ansicht der Vertheidiger der Hauptverhandlungstermin noch nicht absehen. Deutsches Reich. 3ur Ronvertirung der preußischen Staats. anleihen erfährt die Norddeutsche Allgemeine Zeitung", daß bis vor einigen Tagen nur etwa 50 000 m. der 4prozentigen Konsols zur Auszahlung angemeldet wurden. Die für diese Anmeldungen feft gefeßte dreiwöchige Frist läuft bekanntlich am 20. d. M. ab. Somit ist erwiesen, daß die Konvertirung vollständig gelungen ist und daß man schon früher den Steuerzahlern die große Ersparniß an Schuldzinfen hätte ermöglichen können. Reichstag. Abg. Graf Stolberg( t.): Die Wohnungsverhältnisse der Arbeiter find mangelhaft. Das liegt an der massenhaften Einwanderung der Arbeiter vom platten Lande in die Städte, wodurch die Wohnungsverhältnisse verschlechtert werden. Die Leute, welche über die mangelnde Arbeit, die schlechte Wohnung u. s. w. flagen, find fast alle aus der kleinen Stadt oder vom Lande in die große Stadt gekommen, weil sie geglaubt hatten, daß es ihnen in der großen Stadt noch besser gehen würde als in der Heimath. Wenn die Sozialdemokraten Einfluß auf die Arbeiter bätten, dann sollten sie den Zuzug zu den großen Städten verhindern, die Leute werden dort, wohin sie gehören, Arbeit finden. Bundesbevollmächtigter Geheimrath Dr. Fischer: Ich bin durch eine eben jetzt stattfindende Bundesrathssizung verhindert gewesen, den Angriffen, die, wie wie mir gesagt wird, Abg. Schoenlant gegen die sächsische Regierung gerichtet hat, entgegenzutreten. Es ist mir auch bis jest nicht gelungen, das Stenogramm seiner Rede zu bekommen; ich hätte sonst nicht Anstand genommen, seine Ausführungen zu widerlegen, obwohl der Abg. Geyer mir gestern die Befäbigung, das Königreich Sachsen zu ver treten, abgesprochen hat. Das war ein persönlicher Angriff, auf den ich nicht gewohnt bin, persönlich zu erwidern. Ich werde morgen auf grund des Stenogramms auf diese Rede zurückkommen. voll der Der Abg. Molkenbuhr( Soz.): Der Staatssekretär v. Bötticher hat erklärt, daß im Hamburger Hafenarbeiter- Streit das Koalitionsrecht nicht angetastet sei. Man hat Arbeiter, die von ihrem Nechte Gebrauch gemacht, verhaftet und in Untersuchungshaft genommen; nachher wurden sie zu einer Geldstrafe verurtheilt. Indirekt aber sind die Unternehmer den Behörden auf Kosten Arbeiter unterstützt worden, so durch Freigabe des Freihafen. 152. Sigung vom 14. Januar 1897. 1 Uhr. gebietes zur Unterbringung der Streifbrecher, trogdem Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Graf Posa im Freihafengebiet niemand wohnen sollte. Die Streitbrecher verzehrien unverzollte Lebensmittel. Ohne diese Unterstüßung hätten Dowsky und zahlreiche Kommissarien. Die Berathung des Etats des Reichsamtes des bie Unternehmer den Vorschlag des Schiedsgerichts nicht zurückweifen Innern und zwar des Gehalts des Staatssekretärs tönnen. Nachdem die Schuppen des Freihafens vollgepfropit waren mit unverzollten Waaren, räumte die Zollbehörde Schuppen im wird fortgesetzt. Abg. Reißhans( Soz.): Das Wohlwollen des Abg. v. Heyl 3ollinlande ein, wo unverzollte Waaren gesetzwidrig ohne gelagert wurden. Aus welchen fennzeichnet sich am besten damit, daß er für Herrn v. Stumm ein Anmeldung zur Verzollung bobes Loblied seiner großen Arbeiterfreundlichkeit anstimmte. Nun, Gründen sind diese gefeß- und vertragswidrigen Dinge geduldet die Arbeiter wissen, was von Stumm'scher Arbeiterfürsorge zu halten worden? Redner führt an, daß die Hener der Vollmatrosen seit - Dernationalliberale Landtag3.Abgeordnete ist. Sonderbar, daß Herr v. Heyl sich nur um die Konfettions 1890 von 59,94. auf 50,47. herabgefeßt wurden. Der„ CoMohr, der burch die von ihm gegen einige hundert deutsche arbeiter fümmert, was gewiß gut gemeint ist. Aber Herr v. Seyl fectionär" schimpfte dagegen, daß in sozialdemokratischen Geschäften Beitungen angeftrengten Beleidigungsprozeffe befannt geworden ist, hatte auch in seiner Branche, der Lederindustrie, Gelegenheit, sich die jungen Mädchen mit 50 M. Monatslohn abgefunden würden, das hat sein Mandat niedergelegt, um seinen Wahlmännern um die Hausindustrie zu kümmern, um zu sehen, daß dort die Zu- sei ein Hungerlohn. Was bedeutet dann ein solcher Lohn für die Familie bie weitere Entschließung anheimstellen zu können." Den Anstoß anstände fast ebenso schlecht sind, wie in der Konfektion. Die um eines Vollmatrosen, der nicht einmal das ganze Jahr hindurch be= diesem Beschluß dürfte das in der Kolmarer Berhandlung bekannt fassenden Erhebungen, welche die Kommission für Arbeiterstatistik fchäftigt ist? Und warum wurde die Heuer herabgefekt? Nicht vorgenommen bat, find anzuerkennen und mit großem Fleiß aus wegen schlechter Geschäftslage, denn die Rhederei- Aktien- Gesellschaft gewordene Strafregister Mohr's gegeben haben. geführt. Das Ergebniß der Erhebung ist derartig, daß es wohl hatte 1895 einen Ueberschuß von 14 Millionen. Auch das Konturrenz Noch Bengnißzwangsverfahren! Der kaum elendere Zustände und traurigere Griftenzbedingungen noch intereffe nöthigte nicht dazu, denn die oldenburgischen und die Chefredakteur der Königsberger Hartungschen Zeitung", Walter, geben kann. Die wirthschaftliche Lage der Konfektionsarbeiter und hannoverschen heder zahlten 60 m Monatslohn. Reichsschaßsekretär Graf Posadowsky: Ich sehe mich ver erhielt hente in Sachen des militärischen Disziplinarverfahrens im Arbeiterinnen ist in allen Bezirken die gleiche. Die Löhne in der die irrigen Angaben des Vorredners richtig Zusammenhang mit der Börsengarten- Angelegenheit einen Haft Damen- und Herrenkonfektion sind sehr niedrig, sie sind zu anlaßt, gering zum Satteffen und zu groß zum Verhungern. An die stellen. Ais der Streit ausgebrochen war, wurde eine befehl wegen Beugnißverweigerung. Bei der Ausgabe zur Unterstützung des deutschen Fischerei vereins mit 50 000 m. fommit Abg. v. Heyl( natl) auf feine vorjährige Anregung wegen Aenderung des Vertrages mit Holland über die Lachsfischerei zurück. Staatssekretär v. Bötticher: Ueber die Vorschläge wegen der Hebung des Salmenfanges wird zunächst mit der preußischen Regierung verhandelt. Demnächst werden wir auch die übrigen Regierungen in Mitleidenschaft ziehen und wir werden dann zur Entschließung dahin kommen, ob der Vertrag mit Holland zu kündigen ist. Der Titel wird bewilligt. der Post, namentlich au Weih nachten, beschäftigungslose Arbeiter an stelle von Soldaten berücksichtigt würden. Unterstaatssekretär Fischer erklärt, daß in der Mehrzahl schon jetzt beschäftigungslose Zivilperfonen für diese Art Aushilfe herangezogen würden, man fönnte aber auf das geschulte und disziplinirte Aufsichtspersonal nicht verzichten. Die Kommission erledigte den Bostetat bis zum Kapitel ber einmaligen Ausgaben und vertagte die Sigung auf Freitag. Partei- Nachrichten. Aus Hannover. Der Sitz des Agitationsfomitee3 für die Provinz Hannover ist auf Beschluß des Hildesheimer Parteitages in Hannover geblieben. Buschriften find an Genoffe H. Meister, Pferdeftr. 9, zu richten. Menge inländischer Arbeiter als Ersatz herangezogen. Für Abg. v. Kardorff( Rp.): Die Konservativen, die Reichspartei| haltssäte für die Unterbeamten auch für den Reichs- Bostetat als maß. diese ließen sich im Zollinlande nicht die geeigneten Massenquartiere und der Bund der Landwirthe habe durchaus tein Interesse an dem gebend erachtet wurden, zur Sprache kommen. beschaffen. Die Rheder wandten sich an den Senat, um im Frei- Unterstützungswohnsiz- Geseh. Im Gegentheil, ich habe mit dem ver- Singer wünscht, daß bei der Heranziehung von An3 hafengebiet Fabrit- und Lagerräume eingeräumt zu erhalten. Der storbenen Freiherrn v. Barnbüler früher oft darüber verhandelt, wie wir hilfskräften bei Senat lehnte dies ab. Es mußten 900-1800 Arbeiter untergebracht unser Unterstützungswohnsiz- Gesez nach dem Muster des bayerischen werden; sie wurden in die Schiffe gebracht, die als Kasernen ein Heimathrechts umgestalten fönnten. Damit schließt die Debatte über gerichtet waren. Ein Einspruch ist dagegen nicht erhoben worden, das Gehalt des Staatssekretärs. weil dafür jede gesegliche Begründung fehlte. Redner verweist auf den Zollvertrag, wonach auf dem nördlichen Elbufer Per sonen überhaupt nicht im Freihafengebiet wohnen dürfen; am südlichen Ufer dürfen sich Personen nur zum Zwecke des Betriebes oder der Aufsicht aufhalten. Daraus kann man nicht schließen, daß fie fich nicht auf dem Wasser aufhalten dürfen. Der Senat hat be. richtet, daß die betr. Arbeiter nur mit verzollten Lebensmitteln versehen werden dürfen. Würden bei einer Wassersnoth oder einer Seuche Obdachlose auf Schiffen im Zollausschluß untergebracht, wer würde daran Anstoß nehmen? Aber freilich die Konkurrenz der Streifbrecher ist den Sozialdemokraten unangenehm. Der Schaden, welchen Hamburg erleidet, muß so weit wie möglich gefragt mildert werden, denn die Schädigung wirkt nicht blos auf Ham burg, sondern wirkt auch auf das Inland zurück. Ich kann deshalb nicht zugeben, daß der Hamburgische Senat etwas den Gesezen und sonstigen Abmachungen Widersprechendes gestattet hätte. Sollten Personen dauernd im Freihafengebiet Wohnung nehmen, so würde eine Aenderung der Abmachungen nothwendig sein. Staatssekretär v. Bötticher: Ich habe nicht die Absicht, über den Hamburger Streit zu sprechen. Es wird besser sein, die Besprechung hinauszuschieben, damit wir die Friedenspräliminarien, die im Zuge zu sein scheinen, nicht stören. Herr Moltenbuhr meint, daß die Rheder sich durch eine Herabsetzung der Heuer einen unberech tigten Vortheil verschafft hätten. Für die Rheder lag eine dringende Ursache vor, die Ausgaben des Betriebes herabzusetzen.( Buruf: Olden burg!) Ich kann mich nurgan die Hamburger Bahlen halten. In den letzten Jahren wurden 28 Millionen Mark Dividende erzielt. Der Unterschied war aber in den einzelnen Jahren sehr erheblich. 1889 und 1890 war ein guter Ertrag vorhanden von 4700 000 und 4 070 000 M.; von da ab beginnt eine Abwärts. bewegung in den 1894 885 000 m. Erst 1895 hat sich ein Aufschwung gezeigt. Erträgen; 1891 2 600 000, 1892 650 000, Wenn diesem Ueberschuß gegenüber gestellt werden die Kapitals- und Betriebsverluste, dann bleiben von den 28 Millionen nur 14 Millionen übrig, bei einem Aktienkapital von 561 Millionen also 2,58 pet. Das ist ein außerordentlich niedriger Betrag. Mit besseren Zeiten werden die Löhne auch wieder steigen, und wenn, wozu ich rathen möchte, eine Verständigung berbeigeführt wird, dann wird eine Blüthe der Rhederei eintreten, die auch höhere Löhne mit sich bringe. Die Seeleute haben sich zuerst von ihren Streitgenossen getrennt.( Wider spruch bei den Sozialdemokraten.) Am 12. Januar find allein 154 Seeleute neu angemustert worden. Bei den Ausgaben für die Invaliditätsversicherung Als Vertrauensmann für den 8. hannöverschen Wahlkreis ist Abg. v. Standy( bk.), ob und wann der Reichstag die Vor- Genosse A. Lohrberg( Goseriebe 9a) wiedergewählt. lage wegen Veränderung der Invaliditätsversicherung erhalten In Würzburg sprach eine stark besuchte Volksversammlung, werde. wo Abgeordneter Grillenberger referirt hatte, den sozialStaatssekretär v. Bötticher: Die Ausschüsse des Bundesraths demokratischen Vertretern ihre Zustimmung zu deren Verhalten im haben sich mit der Vorlage beschäftigt. Dabei sind einige Aende- bayerischen Landtag aus und wünschte, daß dieselben den rungen beschlossen. Ich hoffe aber, daß wir in drei Wochen die Antrag auf Abänderung des Landtagswahlgefeßes immer und Plenarberathungen anberaumen können, und dann wird die Vorlage immer wieder einbringen möchten, bis endlich dieses veraltete Wahlso bald als möglich dem Reichstage vorgelegt werden. gefeß beseitigt wird. Bei den Ausgaben für die Untersuchung von See unfällen erklärt auf eine Anregung des Abg. Metzger( Soz.) der Staatssekretär v. Bötticher, daß Wünsche nach Borlagen leichter ausgesprochen als ausgeführt werden, namentlich wenn die Vorlagen gründlich durchberathen sein sollen. Die neue SeemannsOrdnung ist von der technischen Kommission für Seeschifffahrt durch berathen worden. Wann sie an den Reichstag kommen wird, ist noch nicht abzusehen. Abg. Jebsen( natl.) wünscht eine Aenderung der gesetzlichen Bestimmungen dahin, daß die Entziehung des Patents der Seeleichteren Versehen für eine fürzere oder längere Zeit erfolgen fann. Offisiere, die bei uns nur unbedingt erfolgt, wie in England, bei Bei den Ausgaben für das Statistische Bureau be mängelt Abg. Leuzmann( dfr. Vp.), daß man den SekretariatsAssistenten die diätarische Dienstzeit nicht angerechnet habe, wie es in der Denkschrift in Aussicht gestellt sei. Staatssekretär Graf Bofabowsky: Diese Frage kann in der ganzen Reichsverwaltung nur nach denselben Grundsägen behandelt werden. Nach diesen Grundsätzen wird die Probezeit nicht als Dienstzeit angerechnet. Abg. Werner( Reform- P.) tritt ebenfalls für die SekretariatsAffiftenten ein. Staatssekretär v. Bötticher: Kaum sind andere Beamte in den letzten Jahren so start berücksichtigt worden, wie diese Sekretariats- Assistenten, sowohl bezüglich der Gehaltserhöhung, als in bezug auf die Vermehrung der Zahl der etatsmäßigen Stellen. Abg. Hüpeden( chr.- soz.): Herr v. Stumm hat meine geftrigen Ausführungen als unverständlich bezeichnet. Das mag wohl daran liegen, daß ich gestern genöthigt war, mich einer gewissen Kürze zu befleißigen, weil mich der Präsident wiederholt ermahnt hatte, zur Sache zu kommen. Andererseits hatte vor 4 Jahren Herr v. Bötticher erklärt, bei seinem Gehaltsposten im Stat dürfe man über alles reden.( Heiterkeit; Vizepräsident Schmidt bemerkt dem Redner, daß es sich heute nicht um das handle, was vor vier Jahren gesagt sei, und bittet, dem Präsidenten keinen Borwurf zu machen.) Das hat mir vollständig fern gelegen. Wenn ich sagte, wir wollen alle Christen sein, so ist das cum grano salis zu verstehen.( Große Heiterkeit bei den Sozialdem.) Ich meine es in dem Sinne, wie unser großer Kanzler gesagt hat: Wir Deutsche fürchten Gott! Herr Bütgenau hat uns gestern gesagt, daß die Sozialdemokraten nicht das Chriftenthum und die Religion betämpfen. Ich erinnere ihn dagegen an das, was hier mehrfach der Abgeordnete Liebknecht aus geführt hat.( Bizepräsident Schmidt bittet, nicht weiter ab zufchweifen.) Die Sozialdemokratie hat sich den Weg zum Verständniß der Religion verbaut durch ihre materialistischen die für die Normal- Aichungskommiffion. Theorien. Ihre Praxis steht allerdings dazu in starkem Gegensatz. Bon feiner Partei wird das Christenthum so bei jeder Gelegenheit 1 Uhr vertagt. in die Debatte gezogen, wie von den Sozialdemokraten. Wie oft hat man hier schon gesprochen von dem Korpsgeift der Offiziere, von dem erziehenden Einfluß der Arbeiterorganisationen! Dasselbe Bedürfniß und dasselbe Recht haben die Arbeiter. Abg. Leuzmanu: Daß die Zahl der etatsmäßigen Stellen so vermehrt worden ist, dafür schuldet man keinen besonderen Dant, denn das ist nur die Folge der Erkenntniß, daß man die Statistit nicht mit diätarisch befoldeten Personen machen kann, sondern feftangestellte Beamte dazu braucht. Abg. Werner bedauert, daß die Zeit des Aufrückens verlängert worden sei. Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Anrechnung einer Dienstzeit als Diätar kann nur dann erfolgen, wenn eine diätarische Stelle überhaupt vorhanden ist. Eine schnellere Aufrückungszeit hatten die Diätare früher nicht, denn sie hatten überhaupt keine etatsmäßigen Stellen. Die Ausgaben für das Statistische Amt werden bewilligt, ebenso Um 5/2 Uhr wird die weitere Berathung bis Freitag Parlamentarisches. Sonntags die Packet Polizeiliches, Gerichtliches 2c. vorigen Jahres in Finsterwalde abgehalten wurde, hat Genosse In einer Textilarbeiter- Bersammlung, die am 17. Oktober Jahn aus Berlin ein Hoch auf die internationale Amtsgerichts soll er dafür auf 14 Tage ins Loch. Genosse Jahn hat Arbeiterbewegung ausgebracht. Laut einer Verfügung des gegen das absonderliche Urtheil natürlich gerichtliche Entscheidung beantragt und wird vermuthlich Erfolg haben, denn alles kaun man doch schließlich auch in Finsterwalde nicht unter den Begriff hat und deswegen ebenfalls 14 Tage Haft zudiktirt betam, er des groben Unfugs bringen. Ein anderer Genoffe, der ein Hoch auf die internationale Sozialdemokratie ausgebracht reichte durch seinen Einspruch wenigstens das, daß die Freiheitsstrafe in eine Geldstrafe von 20 M. umgewandelt wurde. -Wegen Beleidigung eines Reservelieutenants wurde Genosse Schmid als verantwortlicher Redakteur der Münchener Post" au 50 M. Strafe verurtheilt. " Gewerkschaftliches. Zuzug von Arbeitern nach Hamburg ist während der Dauer der dortigen Lohnbewegung aufs strengste fernzuhalten! Gelder find zu senden an das Berliner Gewerkschafts: bureau( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16.) Die Das provokatorische Treiben der Kühnemänner, durch Maßregelungen, Lohnreduktionen, Verlängerung der Arbeitszeit 2c. die Berliner Metallarbeiter in einen allgemeinen Ausst and hineing ängen, hat die betheiligten Arbeiterkreise veranlaßt, Maßnahmen zum gegenseitigen Schutz und zur Abwehr aller Bestrebungen zu treffen, die gegen die bisherige Lebenshaltung der Arbeiter gerichtet sind. Zu diesem Zweck foll eine Kommission für die gesammten öffent arbeiter" eingesetzt werden, in welche jede der betheiligten lichen Angelegenheiten der Berliner Metall. Gruppen einen Vertrauensmann nebst Stellvertreter zu senden hat. Bugleich foll unter Leitung dieser Kommission ein gemeinsamer Unterstübungsfonds für sämmtliche ArHöhe des freiwilligen Beitrages hierzu foll bis auf beiter der Metallindustrie geschaffen werden. gemeinsamen Fouds tommen alle Spezialfammlungen der betheiligten weiteres pro Kopf und Woche 25 f. betragen. Durch den einzelnen Organisationen in Wegfall; dagegen werden aus diesem Fonds alle Unkosten der öffentlichen Agitation der Vertrauensleute, die Beiträge für die Gewerkschaftskommission, Gewerbegerichtswahlen, Der Bundesrath hat in feiner heutigen Sitzung den Nachtrags. Maßregelungen, Streits 2c. bestritten. Alle öffentlichen oder Herr v. Stumm steht immer schon gefährliche Dinge da, wo antrag Preußens, betreffend die Ausführung des Börsengesetzes vom som mission unterstellt. Bei partiellen Streits tritt Vereins- Juftitutionen der einzelnen Gruppen sind der feine sind; er erblickt in den evangelischen Arbeitervereinen etwas, 22. Juni 1896 den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Dem Aus- die Unterstützung durch die Kommission nur nach Maßgabe der bewas garnicht darin steckt. Es entspricht der Gerechtigkeit, daß man schußantrage zu dem Entwurfe eines Gesetzes für Elsaß Lothringen, theiligten unorganisirten Arbeiter ein, oder wenn die betheiligten Organis auseinander hält die unpolitischen evangelischen Arbeitervereine, die betreffend das Stempelwesen und die Gebühren in Verwaltungspatriotisch und staatserhaltend sind, und die chriftlich- sozialen und angelegenheiten wurde die Zustimmung ertheilt. Ebenso wurde die fationen ihrer Mithilfe bedürfen. Der Einmischung in innere Angelegen die national- sozialen Parteien. Ich gehöre feiner der beiden Zustimmung ertheilt dem Entwurf eines Gesetzes für Elsaß- Loth heiten der einzelnen Organisationen hat sich die Kommission Barteien gegenwärtig an, ich wahre mir meine Freiheit. Aber ich ringen betreffend die Erhebung von Abgaben behufs Deckung der durchaus zu enthalten. Bis zum 31. Januar haben alle be trete für fie ein, wenn Kritik gegen fie ergeht. Die Arbeiter und die Arbeitgeber haben ge- wegen Feststellung des Landeshaushaltsetats für Elsaß- Lothringen kommen völlig gesichert, so daß sich die Kommission voraussichtlich man sich in einer superlativischen Ausgaben der Handelskammern und dem Entwurf eines Gesetzes heiligten Gruppen zu diesem Vorschlag Stellung zu nehmen und ihre Delegirten zu bestimmen, doch scheint schon jetzt das Zustande wiffe gemeinsame Intereffen, aber die Arbeiter haben auch Interessen, für 1897/98. welche denen der Arbeitgeber widersprechen, und da muß man sie unter Die Budgetkommission sette die am Mittwoch abgebrochene einer zum 8. Februar geplanten allgemeinen Versamm mit Beginn des nächsten Monats tonftituiren und ihre Vorschläge fich laffen. Das aber will Herr v. Stumm nicht, er ver- Debatte über die Petitionen zum Postetat fort. Prinz lung aller Arbeiter der Metallindustrie Berlins wünscht sie zur Hölle( Seiterkeit), er will von ihnen nichts wissen. Arenberg erklärte sich gegen jede Maßregel in der Verkehrs- zur endgiltigen Beschlußfaffung unterbreiten kann. Herr v. Stumm hat mir meinen Plaß angewiefen auf der linken erleichterung, die einen Ausfall der Einnahmen herbeiführe. Staatssekretär Seite, bei den Kindern der Hölle.( Heiterkeit.) Wenn Herr v. Stumm Bosadowsky erklärt, daß die verbündeten Regierungen ebenfalls jede liche Blätter berichten im nächsten Frühjahr eine 2ohnDie Maler, Lackirer, Anstreicher 2c. sollen wie bürgerhochangesehene Männer der Wissenschaft als destruktive Elemente derartige Maßregel ablehnen müßten Singer sprach zu gunsten behandelt, dann kann ich mich über die Behandlung nicht wundern. der Betitionen. Jaz dze w 3ti befürwortet, daß wenigstens für bewegung für die Provinz Brandenburg beabsichtigen. Das ist eben das blinde Drauflosschlagen. Mit einem Hammer kann alle Schriftstücke im amtlichen Verkehr, soweit diese nicht Borto. Diese Nachricht ist unrichtig und auf grund einer im Fachorgan ber ich einen Menschen moralisch vernichten( große Heiterkeit) physisch ver- freiheit genießen, eine Erhöhung der Gewichtsgrenze eintrete, ein maler erlassenen Bekanntmachung kombinirt, die die Tagesordnung nichten, aber nicht widerlegen. Die ganze Sache faßt man ja schon Wunsch, dem sich später auch Abg. Pa asche anschloß. Lingen Provinzialtages des auf den 7. Februar nach Eberswalde einberufenen längst nicht mehr ernsthaft auf.( Sehr richtig! rechts, Heiterfeit.) beantragt, auszusprechen, daß der Maler Brandenburgs enthält, welche Ich meine, es nimmt fein Mensch mehr ernst, daß Professoren und ausgabe, ausgenommen Gilpackete, unterbleibe und bei Telegrammen im Jahre 1897. Es handelt sich aber hierbei nur um die Festunter andern auch den Punft aufweist: Unsere Lohnbewegung Bastoren einfach zu den Sozialdemokraten geworfen werden. Die Gebühren verdoppelt würden. Singer erklärt sich gegen Schließlich empfindet es niemand mehr als einen Vorwurf, von den zweiten Theil des Antrages Lingens. Bach nice spricht ftellung der Forderungen, welche zu stellen, und der Bedingungen, Bach nice spricht die zu erfüllen find, falls vielleicht die Berufskollegen in der einen Herrn v. Stamm als revolutionärer Mann bezeichnet zu werden. sich gegen beide Theile desselben aus. Die große Mehrheit der Herr v. Bötticher hat meine Anfrage wegen der kaiserlichen Erlasse Kommission stimmt dem ersten Theile des Antrages Lingens oder anderen Stadt Brandenburgs in diesem Jahre eine Lohnvon 1890 nicht beantwortet. Aber das war auch eine genügende zu, der zweite Theil wird abgelehnt. Weiter wird beschlossen, die bewegung für zweckmäßig halten sollten. Antwort. Vom Zentrumsredner ist darauf hingewiesen worden, um Ermäßigung Telephongebühren der Der Redakteur des Gastwirthsgehilfen", Regierung als Material zu überweisen, te petitionen, ble eine G Beiste in Berlin, hat sich wegen eines Avitels, der die Arbeitshöhung der Gewichtsgrenze für einfache Briefe von 15 auf verhältnisse der Kellner im Reichstags Restaurant behandelte, 20 Gramm fordern, der Regierung zur Erwägung zu empfehlen. am 19. Januar vor der 9. Straffammer des Landgerichts I zu ver Bei dem Titel 9: Einnahmen aus der Zeitungsbeförderung, antworten. Die Anklage stützt sich auf die§§ 185, 186, 200 und wird konstatirt, daß der neugeplante Zeitungstarif vor Frühjahr 1898 41 des Str.-G.-B. und§ 20 des Breßgefeges. Durch nachträglichen nicht in traft treten könne. Gerichtsbeschluß ist noch der§ 73 des Str.-G.-B. hinzugekommen. Bei dem Titel 1 der Ausgaben, der das Gehalt des§ 185 handelt von einfacher Beleidigung§ 186 von Beleidigung Staatsfetretärs betrifft, stellt der Abg. Lingens eine durch Behauptung nicht erweislich wahrer Thatsachen. Die anderen Abg. Brühne( Soz.) fragt an, ob in Elsaß- Lothringen das Reihe von Fragen bezüglich der Handhabung der Sonntagsruhe im Paragraphen find formaler Natur. Unterstüßungswohnfig- Gesez bald eingeführt werde, und bringt einen Boft- und Telegraphendienst, die durch die Regierungskommissare An den Kartonnagen- Fabrikant Otto Pienke in Berlin, Fall der Ausweisung aus Elsaß- Lothringen zur Sprache. Auch in Bayern beantwortet werden. Luckauerstr. 7, wurden im November v. J. die Forderungen gestellt: wäre die reichsgefeßliche Einführung des Unterstüßungswohnsiz- Gesetzes Ginger bringt einen Fall aus dem Oberpostdirektions- Bezirk Neunstundentag und 10 pCt. Lohnerhöhung, was auch bewilligt zweckmäßig. Metz zur Sprache, wonach es dort mit der Sonntagsruhe der wurde. Eine zu jener Zeit im Vorwärts" erschienene Notiz des Staatssekretär v. Bötticher: Die Verhandlungen find noch Beamten noch schlecht bestellt fei; es wird Remedur in Aussicht Inhalts, daß bei selbiger Firma recht unbefriedigende Zustände nicht abgeschloffen. Die elfäffische Regierung ist aber bemüht, die gestellt, falls die Klagen als berechtigt sich herausstellten. Ferner herrschten, wurde von Herrn Piegle dahin berichtigt, daß seine Mißstände des gegenwärtigen Zustandes zu mildern durch Vertrags- bringt Singer zur Sprache, daß in Frankfurt a. M. schulpflichtige Damen laut Unterschrift jetzt voll und ganz zufrieden geftellt feien. abschlüsse mit Baden und anderen Staaten wegen der Uebernahme Kinder, Söhne der Unterbeamten, mit dem Kleben von Packet Jezt, am 7. Januar, wurden sämmtliche jugendliche Mädchen nach unterstützungsbedürftiger Landesangehöriger. adreffen auf dem Poftamt beschäftigt würden. Unterstaatssekretär dem Komptoir gerufen, wo ihnen nach einer feierlichen Ansprache Bayerischer Ministerialdirektor v. Herrmann: Ohne Bu Fischer erklärt, daß amtlich von diesem Vorgang nichts bekannt fei, feines Geschäftsführers Herr Pieste ertlärte, daß er mit heutigem stimmung Bayerns, durch einen bloßen Aft der Reichsgefeßgebung der Fall solle aber untersucht werden und folle gegebenenfalls Tage die 10 pet. nicht mehr bezahlen könnte, da seine Kunden ihm tann das Unterstützungswohnsiz- Gesetz in Bayern nicht eingeführt Abhilfe geschaffen werden. erklärt hätten, für seine Sachen nicht mehr, sondern im Gegentheil werden. Bei der Alenderung des Heimathsgesetzes, welche fürzlich Bei dem Titel 2andbriefträger fündigt Singer an, daß weniger zahlen zu wollen. In Beziehung auf die 9 stündige Arbeitserfolgt ist, wurde die Einführung des Unterſtüßzungswohnsiz- Gesetzes er im Plenum zur Sprache bringen werde, warum das vom Reichstag zeit erklärte Herr Bießte, seinethalben tönnten sie ja 8 Stunden in Bayern als unthunlich bezeichnet. früher befchloffene Gehaltsminimum nicht in Anfaß gekommen sei. arbeiten, was sich aber daraus erklärt, daß jest weniger zu thun ist. Abg. Höffel( Rp.): In Elsaß- Lothringen hält man allgemein Ueber die Anstellung von Boftfchaffnern, als welche vielfach Die zehnprozentige Lohnreduktion ist jedenfalls das schlechteste die Einführung der staatlichen Armenpflege für unzweckmäßig und Landbriefträger mit einem geringeren Gehalt angestellt werden, Neujahrsgeschenk, das Herr Pießte seinen Arbeiterinnen machen nicht gut für die Armen selbst. Wenn der Kampf zwischen Heimath wie sie als Landbriefträger bezogen hatten, und daß auch eine konnte. Er beruft sich auf die Kunden, die weniger bezahlen wollten. und Unterstützungswohnfiß in Deutschland selbst erst ausgefochten Anrechnung ihrer Dienstzeit als Landbriefträger nicht statt. Legt Herr Piette feinem Berfonal freiwillig zu, wenn er gute Ge. sein wird, dann wird auch Elsaß- Lothringen an die Regelung dieser fände, entspinnt sich eine längere Debatte, an der sich die schäfte macht? Es ist nicht Unternehmerart, so zu thun, und so wird Frage gehen. Abgeordneten Werner, Lieber, Bebel und Müller Fulda, fich wohl auch Herr Pießte schön hüten, aus eigener Initiative Abg. Beckh( fr. Vp.) tritt für die Aufrechterhaltung des bayes von den Regierungsvertretern Graf von Posadowsky und Geb. Ratb fein Personal an seinem Vortheil partisipiren zu lassen, froßdem er rischen Heimathsrechts ein. Neumann betheiligen. Sämmtliche Redner aus der Kommission früher selber Arbeiter gewesen ist. Mögen diejenigen Arbeiterinnen, Abg. Grillenberger( Soz.): Solange das Reich nicht ein sind darin einverstanden, daß sich bierbei, wie vielfach auch bei dem die der Organisation noch nicht angehören, bas eben bei Herrn befferes Unterstügungswohnsiz- Gefeß hat, wollen wir uns in Bayern Dienstaltersstufen- System, Uebelſtände eingeftelt hätten, die beseitigt Biegte vorgekommene unerfreuliche Schauspiel der Lohnschmäterung das Heimathgefeß nicht nehmen laffen. In Bayern haben sich nur werden müßten. Man will die Angelegenheit im Plenum weiter verfolgen sich zur Lehre dienen lassen, indem sie sammt und sonders der die Anhänger des Bundes der Landwirthe für das Unterstützungs- und dürfte bei dieser Gelegenheit auch die Stellungnahme des preußischen Organisation beitreten. Starke Arbeiterorganisationen sind das wohnsiz- Gesez interessirt, Finanzministers gegenüber dem preußischen Eisenbahn- Etat, dessen Ge einzige Mittel, um die Unternehmer daran zu gewöhnen, bessere baß die Rüdfehr der Jeſuiten und die Gewährung von Diäten der langt werde. Dem zweiten Verlangen kann ich mich unter Hinweis auf die schwache Befeßung des Hauses nur anschließen. Abg. v. Stumm( Rp.) verwahrt sich dagegen, daß er etwas, was er nicht wünsche, sogleich verwünsche. Ueber die Arbeiter organisation habe ich häufig genug meinen Standpunkt vertre.en; die Abschaffung der Koalitionsfreiheit, das Verbot der Arbeiter organisation habe ich gar nicht verlangt. " . Arbeitsbedingungen einzuführen und Verpflichtungen, die sie ihrem mit einem Urtheil des I. Senate, das unter dem Vorsitz des Geh. Idem Eingreifen der Kommission der Bauunternehmer den Preis auf Personale gegenüber eingegangen find, treu zu halten. Regierungsraths Dr. Sarrazin in einer ähnlichen Sache gefällt wurde. 20 Pf. Wie bemerkt wurde, fönnen sich die Arbeiter nicht daran Ans Weißenfels wird uns unter'm 14. Januar mitgetheilt: Ein Schiffstapitän hatte einem Matrosen, der in den Raaen hing, gewöhnen, den Preis nur nach dem Zarif zu stellen. Ist die Arbeit Die Arbeit ruht heute in 19 der größten Fabriken vollständig, in den etwas zugerufen und darauf eine unerwünschte Antwort erhalten. zu einem niederen Preis angenommen, dann muß der Vertrauens anderen arbeitet nur ein kleiner Theil Stepperinnen, die gar nicht nachdem der Mann heruntergekommen war, schlug der Vorgesetzte mann kommen und den Preis vereinbaren. Es wäre sehr zu in betracht kommen, weil die Zwicker vollständig feiern. Heute traf mit einem Tauende auf ihn ein. Der Matrose griff indeffen zum wünschen, wenn dies in Zukunft sich ändert und die Puker streng Reichstags Abgeordneter W. Bock ein und nahm an einer Sizung Messer und stach ihm ein Auge aus. Das Reichs- Versicherungsamt den Beschluß beachten. der Fabrikanten und 15 Gewerkvereins- und 15 Fachvereinsvertretern gab damals dem Antrage des Kapitäns statt und sprach ihm die Eine Versammlung der Branerei- Hilf8arbeiter tagte am theil. Am Abend sprach Bock in der Zentralhalle in einer verlangte Rente zu. Sonntag Nachmittag im Englischen Garten und nahm ohne Dis überfüllten Versammlung und berichtete das Ergebniß der Ver- Vom Obermeister der Barbier, Frieseur: und Perrücken- tussion einen Vortrag des Genoffen Pörsch über die wirthschaftlichen handlungen, die bis jetzt zu feinem Ausgleich geführt haben. Die macher- Junung, Herrn Wollschläger wird uns geschrieben: Kämpfe im letzten Jahre entgegen, Darauf verhandelte die VerZahl der jetzt Streifenden wird auf 3000 geschäßt; sie beobachten Unter Bezugnahme auf Ihre Mittheilung„ Ein Jnnungsidyll" sammlung über das Verhalten des Direktors Arendt vom Münchener ene musterhafte Dluhe. Das Verkehrslokal ist von morgens an in Nr. 7 vom 9. d. M. ersuchen wir um Aufnahme nachstehender Brauhaus gegenüber der Ausgleichskommission der Hilfsarbeiter. überfüllt. Alles steht dem Gang des Streits mit Spannung Berichtigung: Es ist richtig, daß der Vater des Lehrlings D. eine Wie Schapach ausführte, hat Direktor Arendt, obgleich er sich verentgegen. Klage auf Aufhebung des Lehrvertrages beim Innungs- Schieds- pflichtet habe, seine Arbeitskräfte dem Arbeitsnachweis der Organisation Eine fpäter eingegangene Depesche des Streitkomitees meldet gericht anhängig gemacht hatte, unrichtig dagegen, daß das Schieds- zu entnehmen, bis jetzt erst zwei Mann durch Vermittelung des Nachuns: Jeder Einigungsversuch mit den Fabrikanten gericht, welches am 7. August 1896 tagte, tonstatirt habe, daß die weises eingestellt. Bon dem gesammten Personal des Münchener gescheitert, Generalstreit ausgebrochen. Frau M. schwindsüchtig sei und daß der Lehrling deren Speisereste habe Brauhauses seien nur vier organisirt. Die Versammlung beschloß, nichts " " Versammlungen. der Gäste nach dem von Ein Verband der Eisenbahner Deutschlands ist am Mitt- effen müssen. Vielmehr wurde durch das fragliche Schiedsgericht durch den vorliegenden Konflikt dem Ausschuß der Gewerkschaftswoch in einer Versammlung von Eisenbahnbediensten Hamburg Vernehmung des Lehrlings genau festgestellt, daß einmal die Frau M. Kommission zur Erledigung zu überweisen. Hierauf entstand eine Altonas gegründet worden. Acht Großstädte haben der Er- dem Lehrling freundschaftlich angeboten habe, von einer Weißen mit- längere Debatte über den Verlauf der Streitigkeiten, die sich im richtung zugestimmt. Die Versammlung nahm die vorgelegten zutrinken, welcher Aufforderung der Lehrling Folge leistete, daß ein vorigen Jahre zwischen den Brauern und dem Direktor Arendt Statuten einstimmig an und wählte dann den Vorstand. Der anderes Mal der Lehrling ein ihm angebotenes Stück Kuchen, von abgespielt haben, sowie über die Folgen, welche für die betheiligten Referent, Rasch aus Lübeck, führte aus: Er habe erfahren, die dem aber, wie ausdrücklich festggestellt wurde, die Meisterin nicht Organisationen daraus entstanden sind. Eisenbahn- Verwaltung nehme gegenüber der Organisation der abgebissen hatte, angenommen. Weiteres über die angebliche BerEisenbahner den Standpunkt ein, daß fie der Bewegung sehrung von Speisereſten" wurde von dem Lehrling garnicht be- Versammlung, die am Mittwoch in der Königsbaut tagte, beEine von ungefähr 1500 Personen besuchte Schuhmacherin den Weg legen wolle, solange diese sich nicht hauptet. Weder war somit das Schiedsgericht in der Lage zu erklären, schäftigte sich abermals mit den von den Fabrikanten eingerichteten mit politischen Angelegenheiten befasse. Man habe nach- daß die Schwindsucht keine ansteckende Krankheit sei, noch daß der Lehrling Arbeitsnachweis. Nach den Ausführungen von Willner ist der stehende Forderungen bei Der Eisenbahn Verwaltung ein- auch nöthig gehabt hätte, die angebissene Stelle des Butterbrotes abzu Beschluß der vorigen Versammlung, den Arbeitsnachweis bis gereicht: 1. Uneingeschränktes Roalitionsrecht, Aufhören jeglicher schneiden. Eben so wenig ist festgestellt worden, daß der Lehrling förperlich auf weiteres zu meiden, nicht ohne Wirkung geblieben. Die Fabrif Bevormundung. 2. Etatsmäßige Anstellung der Arbeiter und Hilfs gezüchtigt sei. Der Jnnungsvorstand löst vielmehr in jedem Falle arbeiter hatten sich fast gänzlich dem Bureau ferngehalten, sodaß sich fräfte lediglich nach der Anciennität. 3. Baldmöglichste Einführung ein Lehrverhältniß auf, wenn eine, das väterliche Büchtigungsrecht die Fabrikanten durch das solidarische Verhalten der Arbeiter veranlaßt der achtstündigen täglichen Arbeitszeit. 4. Einführung einer ge- überschreitende Züchtigung konstatirt wird. Schließlich sei bezüglich sahen, vorläufig wieder einzulenken und auch diejenigen zu regelten Sonntagsrube, wo irgend angängig, für jeden Sonntag. der Vorenthaltung des Diploms festgestellt, daß das dem Lehrling beschäftigen, die man auf längere Zeit aussperren wollte. Allem 5. Gänzliche Abschaffung der Nemunerationen; dafür Aufbesserung verliehene und von uns angefertigte Diplom nur deshalb nicht aussämmtlicher Löhne für Arbeiter und Hilfskräfte, sowie der Gehälter gegeben wurde, weil es bis jetzt trotz Benachrichtigung an den Anschein nach haben nun auch die Unternehmer erkannt, daß es der Unterbeamten in der Weise, daß der niedrigste Lohnfatz für Arbeiter Meister es nicht abgeholt ist. Wir werden in der Sache weitere denn doch verfehlt wäre, auf einen sehr zweifelhaften Sieg hin ohne jedweden Grund eine Gesammtaussperrung der Arbeiter vorzupro Tag 3,60 M., das Minimalgehalt für Unterbeamte 1200 M. pro Jahr Nachforschungen halten. nehmen und sie versuchen deshalb, durch allerlei Chikane der beträgt. 6. u regelmäßigen Zeitabschnitten erfolgende Erhöhung der Arbeiter, den Ausstand Zu provoziren, um dann der Löhne und Gehälter bis zu einem bestimmten Maximum. Diese Deffentlichkeit gegenüber den Streit als frivol von den Erhöhung ist lediglich durch die Dauer der Beschäftigung im LohnNicht ohne betriebe bedingt. Bisher habe man indeß noch keine Antwort er- Herr v. Egidy beabsichtigte Mittwoch Abend im Equitable- Arbeitern heraufbeschworen bezeichnen zu können. halten. Hauptsächlich fordere man Verkürzung der Palast, Leipzigerstraße, vor seinen Anhängern und später noch im Einfluß auf die weiteren Entschließungen des Fabrikantenverbandes Arbeitszeit. Es sei Sache der Parlaments- Abgeordneten, die Berein der Berliner Postassistenten über seine Bestrebungen zu wird der gegenwärtig tobende Kampf in Weißenfels sein, dessen Berlauf man abwarten will, um danach, wie bereits von den verAngelegenheit der Eisenbahner zu vertreten, damit das Publikum sprechen. Die erste Versammlung wurde polizeilich verboten, weil mit Sicherheit die Eisenbahnen benutzen könne. Allerdings würde der neue Saal noch nicht polizeilich abgenommen sei. Dieser Ein- fchiedenen Fabrikanten angedeutet wurde, geeignete Maßnahmen jeder verständige Betheiligte einsehen müssen, daß diese Forderungen spruch kam um so unerwarteter, als der Ginberufer der Ver- zu treffen. Der Redner, der die Versammelten ersuchte, alle Diffenicht sogleich geregelt werden könnten. Wenn daher die Eisenbahn- sammlung die polizeiliche Genehmigung in der Tasche hatte. renzen mit den Unternehmern nach Möglichkeit zu vermeiden, sich aber vorzubereiten, um bei einen eventuell ihnen auf Verwaltung einen Termin, bis zu welchem die Regelung erfolgen Gin großer Theil nun begab sich solle, bestimme, etwa 3-4 Jahre, so würden die Eisenbahner hier- Berliner Handwerkerverein und nöthigte hierdurch die zahl- gezwungenen Kampf gerüstet zu sein, empfiehlt folgende von mit zufrieden sein. Der Agitationskommission ausgearbeitete Resolution zur Annahme: reich erschienenen Postaffiftenten zur Aenderung ihrer Tages. Die Versammlung protestirt energisch gegen die Bestimmungen des Aus Vegesack. Laut Beschluß der Maurer- und Zimmerer- ordnung. Die geplante Diskussion über einen Herrn sogenannten Arbeitsnachweises der Fabrikanten, der nichts weiter Versammlung vom 12. Januar dauert der Streit unverändert von Egidy im selben Verein im Dezember gehaltenen Vortrag wurde vorstellt als ein Bureau, durch welches mißliebige Arbeiter mit Zufort. Es wird deswegen noch dringend gebeten, den Zuzug von mit Rücksicht darauf, daß eine ungenirte Aussprache in dieser ge- hilfenahme der schwarzen Listen aus den Fabriken ferngehalten Maurern und Zimmerern von Burgdamm, Vegesack, mischten Versammlung nicht räthlich sei, unterlassen, an deren Blumenthal und Umgegend strengstens fernzuhalten. Alle Stelle trat ein Vortrag über den Hamburger Streit werden sollen. Die Versammlung verlangt demzufolge und zwar aus reinen Gerechtigkeitsgründen, daß in den Arbeitsnachweis. arbeiterfreundlichen Blätter werden gebeten, davon Notiz zu nehmen. In 2½ stündiger Rede gab der Vortragende im Anschluß an seine Ausschuß ebenso wie auch zur Arbeitsvermittlung Arbeiter hinzugezogen Das Streittomitee. J. A.: E. Schmidt, Zimmerer. türzlich in Hamburg veranstalteten Versammlungen ein Bild von der kürzlich in Hamburg veranstalteten Versammlungen ein Bild von der werden. Die Agitationskommission hat die dazu erforderlichen Schritte In Schwelm in Westfalen streiken die Former der Eisen- Ansicht, als sei dieser Riesenausstand ein Produkt sozialdemokratischen einzuleiten. Sollten die Fabrikanten nicht geneigt sein, den Arbeitern Entstehung. Fortführung und Wirkung des Streits und widerlegte die gießerei und Maschinenfabrik von Robert Behnu. Ko. dieses selbstverständliche Recht einzuräumen, so erblickt die Ber Schürens. Unerträgliche Mißstände, deren Abstellung jahrelang verdie Arbeit niedergelegt, da, wie das Gewerkschaftskartell mittheilt, täme erst in zweiter Reihe. Von den Streitbrechern sei der größte Die Kollegen verpflichten sich, die freiwilligen Beiträge zum Streif In Kölu haben die Töpfer der Firma Gutjahr u. Ko. sprochen wurde, seien die Ursache der Bewegung, die Lohnfrage sammlung darin den Beweis, daß die Fabrikanten den Frieden nicht wollen und damit ihr früher gegebenes Ehrenwort brechen. die Firma sich nicht nur über die Beschwerden der Arbeiter hinweg Theil unter Vorspiegelung falscher Thatsachen nach Hamburg gelockt, fonds so weit wie möglich noch zu erhöhen, nach wie vor treu aur sette, sondern auch einige Arbeiter maßregelte. während der übrige Theil durch die bitterfte Noth an die Arbeit Organisation zu halten, damit, sollten weitere Provokationen folgen, getrieben sei. Ein Ersatz der Ausständigen sei aber auf den Fabrikanten die richtige Antwort gegeben werden kann." diese Weise nicht geschaffen. Der Vortragende geißelte Ju längeren, sehr treffenden Ausführungen schilderte Wenzel besonders die Haltung des Senats und der Hamburger die Ursachen der traurigen Lage der Arbeiter. Troß der großartigen Bürgervertretung, die zu gunsten der Arbeitgeber wirkten. Streitbrecher maschinellen Einrichtungen, wodurch die Schuhmacher immer mehr habe man Die unver gesetzwidrig mit 80IIten Waaren genährt, es feien Unfälle bezahlt, die man in u Saisonarbeitern werden, scheut man sich nicht, um das Arbeitsnormalen Zeiten nicht als erfaßpflichtig anerkannt. Auf bloße Ver- ofenheer noch zu vergrößern und die Löhne zu drücken, die Waaren sprechungen dürften sich die Arbeiter diesmal unter keinen Umständen im Gefängniß herstellen zu lassen und die Frauenarbeit in der ge= Aus Frankreich. In der großen Spinnerei von müsse vielmehr Gewähr geboten werden. einlaffen, für Abstellung der unbestreitbar vorhandenen Mißstände ſundheitsschädlichen Schuhindustrie immer mehr einzuführen. Mit einlassen, für Abstellung der unbestreitbar vorhandenen Mißstände dem Hinweis, daß die Arbeiter eine Befferung ihrer Lage Die wirthschaftlichen Ferrand in Darnetal bei Rouen haben 300 Arbeiter die Folgen des Ausstances ließen sich zur Zeit nicht im entferntesten weder von den Unternehmern, noch unter den gegebenen Arbeit eingestellt. Sie verlangen die Entlassung des übersehen, würden aber einen ganzen Rattenkönig von Prozessen er sondern lediglich auf ihre eigene Kraft angewiesen sind, be Verhältnissen von der Gesetzgebung zu erwarten haben, Direktors Brument. Der Besitzer Ferrand will sich dagegen zengen. Die Ausführungen des Redners ernteten reichen Beifall. von diesem nicht trennen. leuchtete der Redner die Nothwendigkeit und die Bedeutung Der Präfekt des Var Departements hat einen Be- Der Verband der Bauarbeiter hatte am 3. Januar eine der Organisation. Wie der Vorredner, so empfiehlt auch Weber schluß des Gemeinderaths von Toulon annullirt, der den au3- Versammlung auberaumt, in der die Abrechnung vom letzten Quartal die Annahme der Resolution. Hierauf wurde die Resolution einständigen Werftarbeitern von La Seyne 1000 Frants erfolgte. Die Einnahme betrug 182,01 m., die Ausgabe 183,02 m. ftimmig angenommen. Auf eine Anregung Niederauer's aussetzte, dagegen die Bewilligung weiterer 1000 Frks. für die durch Der Verband hielt im verflossenen Jahre 12 Versammlungen und wurde beschlossen, die Sperre über den Arbeitsnachweis bis nach den Ausstand betroffenen Familien gutgeheißen. 11 Borstandssitungen ab. Unterstübungen sind an die wegen des Abschluß der Verhandlungen aufzuheben. Nachdem Willner noch In Magnoncourt bei Vesoul haben 250 Stuhlarbeiter Streits der Maurer in Mitleidenschaft gezogenen Kollegen 114 M. die Vorgänge in Weißenfels beleuchtet und Wenzel auf den der dortigen großen Stuhlfabriken die Arbeit eingestellt, weil die gezahlt. Auf Sammelliften wurden 340,05 m. gezeichnet. Die Kampf der Schuhmacher in Ottensen hingewiefen hatte, fand eine Unternehmer die Wiederaufnahme von fünf entlassenen Arbeitern hierauf vollzogene Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes Re- Resolution Annahme, in welcher den Ausständigen die Unterverweigern. sultat: Baier, erster, Günther, zweiter Bevollmächtigter; stützung zugesichert wird. Mit einem kräftigen Appell an die AnRennthaler, erster, Hoffmann, zweiter Raffirer; Krüger, wesenden, für die gefaßten Beschlüsse energisch einzutreten, erfolgte Schriftführer; 3eitner, Bommert und Kärger, Revisoren. der Schluß der Bersammlung. Die Spedition der Fachzeitung wurde dem Mitgliede Ruvel überDer Ausstand der Arbeiter in der Zuckerfabrik Franken thal in der Rheinpfalz ist, wie die Pfälzische Post" mittheilt, durch anderweitige Unterbringung der Streifenden beendet. In Amsterdam wird am 17. d. M. im Industriepalast eine große vom Bunde der Bäckereigehilfen angeregte Demonstration abgehalten gegen die Nachtarbeit in Bäckereien. Vier Redner, drei Fachgenoffen und ein Arzt, werden eine Resolution begründen, die sich an die Meister und den Gesetzgeber richtet. Soziales. Im Reschke'schen Bergwerk zu tragen. Zum Schluß gelangten einige interne Angelegenheiten zur Risiko der Arbeit. Reppist im Senftenberger Revier wurde der Bergmann Erledigung. Christian Bießig aus Jättendorf verschüttet und getödtet. Die Freie Vereinigung der Kaufleute hielt am 6. Januar Der im Dienste des Unternehmerthums ums Leben gekommene eine ordentliche Mitgliederversammlung ab. Arbeiter hinterläßt Frau und drei kleine Kinder. der Vorstandsmitglieder wurden. Albert Cohn zum 1. Kassirer und Zur Entlaffung der vier Anarchisten aus der Arbeiter Wilhelm Swienty zum 1. Schriftführer gewählt. Als legter Punkt Glashütte von Albi liegt nun eine ausführliche Erklärung des stand die Interpellation Liepmann: Der Handels- Angestellte" Verwaltungsmitglieds Charpentier vor. Es ergiebt sich daraus für jeden Unbefangenen, daß die Entlassung ein Aft der Nothwehr ″ Ausführungen begründete Ziepmann mehrere Slagen gegen die " " 6. Januar Genosse Roster in einem zweistündigen Vortrage über Wilmersdorf. Im hiesigen Arbeiterbildungsverein sprach am Anarchismus und Sozialismus. An der Debatte betheiligten sich einige Anarchisten, die ihre bekannten Konsum- und Produktiv genossenschaften empfahlen. Dem trat Gustav Behrend in eins gehender Weise entgegen, indem er das Widerspruchsvolle und Uns gereimte der ganzen anarchistischen Theorien darlegte. Depeschen und lehte Nachrichten. und seine Redaktionsführung auf der Tagesordnung. In längeren war, hervorgerufen durch monatelange Verleumdungsarbeit der Be Redakteursführung des Handels- Angestellten". Redner wendet sich treffenden und die gröbfte, bis zur Bedrohung mit Thätlich speziell gegen die Angriffe des Handels- Angestellten" gegen den Hamburg, 14. Januar.( W. T. B.) Der Schnelldampfer„ Fürst feiten gehende Mißachtung der Anordnungen der Verwaltung. Vorwärts" und die Preßkommission desselben. Abgesehen Bismard", welcher bei Blankenese mehrere Tage festgesessen, ist in Aber auch dann verfügte zunächst die Verwaltung eine acht- von der vollständigen Ünberechtigung der vollständigen Unberechtigung der Angriffe, spricht letter Nacht, nachdem höherer Wasserstand eingetreten, wieder tägige Arbeitsaussetzung, die in Entlassung umgewandelt wurde, Redner auch dem Handels- Angestellten" als Gewerkschaftsblatt die flott geworden und hat heute Nachmittag auf der Rede von Kuynachdem erst die Kompagnons, ungeachtet der reglementsmäßigen Berechtigung ab, an dem„ Borwärts" Kritit zu üben. Redner weist haven geankert. Disziplinarmaßregel, wieder in den Werkstätten erschienen waren. ferner die Angriffe zurück, die in der letzten Nummer des„ Handels- Der Schnelldampfer„ Normannia", die Elbe heraufkommend, ist Die Bourgeoispresse, die über das Schicksal der vier Verleumder Angestellten" gegen den Vorwärts" bezüglich des Hamburger auch bei Blankenese auf Grund gerathen, fißt aber ganz ungefährlich. Ströme von Krokodilsthränen vergießt, fucht sie als anarchistische Streits gerichtet sind. Maaß erwidert darauf, daß er sich als München, 14. Januar.( B. H.) Im hiesigen Zuchthaus wurde Opfer der kollektivistischen Verwaltung umzulügen. Daß die beider Parteigenoffe das Recht der Kritit dem Zentralorgan gegenüber heute Morgen ein Aufseher, während er in der Schuhmacherwerkstatt seitigen politischen Ueberzeugungen mit der Entlassung nichts zu thun nicht beschneiden lasse, als Gewerkschaftler aber das Recht, ja das Frühstück einnahm, von einem Sträfling durch zahlreiche Stiche haben, geht bis zur Evidenz daraus hervor, daß der Verwaltungs- die Pflicht habe, in Gewerkschaftsfragen, in denen er einer anderen mit einem Schustermesser getödtet. Das Motiv der That ist Rache. rath, wir Charpentier erklärt, auch jetzt noch bereit ist, der Glas- Meinung wie der Vorwärts" sei, gegen diefen zu polemisiren. Aarhund, 14. Januar.( W. T. B.) Nach zwei Versammlungen arbeiter= Bersammlung die Wiederanstellung der Entlassenen vor- Der Ton des Handels. Angestellten" fei seiner Ansicht nach der der ausständigen Schauerleute fanden gestern Abend Straßenzuschlagen, falls diese es verlangen und sich verpflichten: 1. in einzig richtige. In der Diskussion sprachen sich Breslauer, unruhen statt, bei welchen einige Verhaftungen vorgenommen wurden. Zukunft die Autorität des Verwaltungsrathes anzuerkennen, 2. dem Albert Rohn und Swienty im Sinne iepmann's, Der Polizeimeister erließ heute ein Verbot von Straßenansammlungen Reglement sich zu fügen und 3. ihre Pflichten wie alle anderen Siege, Herm. Lesser, Lissauer und Simonsohn da- und forderte die Bürger auf, in ihren Behausungen zu bleiben. Kameraden zu erfüllen." Was bleibt also noch von der kapitalistisch gegen für Ma a ß aus. Hierauf wurde eine von Lesser eingebrachte Zürich, 14. Januar.( W. T. B.) Das Bezirksgericht hat den anarchistischen Verleumdung übrig? Resolution, wonach die Freie Vereinigung der Kaufleute dem Re- früheren Theologen Kandidaten v. Wächter von der Anklage wegen dakteur auch fernerhin ihr volles Bertrauen ausspricht, angenommen. Vergehens gegen die Sittlichkeit freigesprochen. Zum Schlusse machte der Vorsitzende auf die am 19. d. M. stattSoziale Rechtspflege. Amsterdam, 14. Januar.( W. T. B.) Wie aus dem Haag findende Handlungsgehilfen- Versammlung, in der Liebknecht gemeldet wird, haben gestern Abend einige Individuen vor der WohPrügelei und Unfallrente. Ein interessanter Rechtsstreit fprechen wird, aufmerksam und schließt mit einem Hoch auf die Freie nung des spanischen Gesandten die Marseillaise gesungen und Kundbeschäftigte den II. Senat des Reichs- Versicherungsamts. Am Bereinigung. gebungen zu gunsten der spanischen Anarchisten veranstaltet. Die 23. Juli 1895 fuchte der Sohn des Landwirthes Franz den Knecht Eine Versammlung der Baudeputirten der Puter be- Polizei habe die Untersuchung der Angelegenheit, welcher jedoch wenig seines Vaters auf dem Acker auf, um sich vom Fortschreiten der schäftigte sich am 6. Januar mit den Vorgängen auf dem Bau der Bedeutung beigelegt werde, in die Hand genommen. Arbeit zu überzeugen. Er glaubte, dem Knechte über die Güte seiner Firma Lachman u. Zauber in der Poststraße. Die innere Puzarbeit Biala, 14. Januar.( H. B.) Einer der Mörder des Bankier Arbeit Borwürfe inachen zu müssen; dieser trat ihm energisch ent- ist dort unter dem Tarif übernommen worden, so daß schon ein Rohn in Pleß, Jarzyna, hat sich im Gefängniß vergiftet, indem er gegen. Erregt packte Franz nun nach dem Arbeiter, erhielt aber Defizit von 600-700 M. entstanden war. Die Puger traten am Zündholzköpfchen verschluckte. Ein zweiter, Stahc, wurde an das inversehens von ihm einen Schlag mit der Sense, so daß sein eines Montag an die Firma heran und verlangten Sicherstellung der üb- Kreisgericht Wadowice eingeliefert, während der dritte, Wlodarski, Auge verloren ging. Franz erhob dann bei der landwirthschaftlichen lichen Abschlagszahlung von 7 M. pro Tag. Da dies abgelehnt noch flüchtig ist. Berufsgenossenschaft Anspruch auf eine Unfallrente, wurde aber von wurde, legten sämmtliche Innenpußer die Arbeit nieder, auch die Paris, 14. Januar.( H. B.) Der Kassationshof verwarf heute dieser und dann auch vom Schiedsgericht und vom Reichs- Versiche- Fassadenputzer erklärten sich am Dienstag mit den Ausständigen die Revision des wegen Brandstiftung zum Tode verurtheilten Deutschen rungsamt abgewiesen. Das Refursgericht, unter dem Vorsitz des solidarisch stellten bis auf zwei die Arbeit ein. Simon. Direttors Pfarrius, nahm an, der Kläger habe sich dadurch, Augenblicklich stehe die Sache günstig, die Arbeiter hoffen Mons, 14. Januar.( B. H.) Die Direktoren der belgischen daß er den Knecht packte und schüttelte, außerhalb des Betriebes auf einen vollständigen Sieg und erwarten Don den Kohlengruben treten demnächst hier zusammen, um sich über eine gesetzt und der Knecht habe gleichsam in der Nothwehr zugeschlagen. Kollegen, daß der Bau gemieden wird. Auf dem Bau Adolphstraße, progressive Lohnerhöhung für alle Kategorien der Grubenarbeiter Vorstehende Entscheidung befindet sich nicht recht im Einklang wo die Puharbeiten für 19 Pf. angenommen waren, erhöhte nach zu verständigen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Beding in Berlin. und Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 12. 14. Jahrgang. Abgeordnetenhaus. Widerstand leisten. lehnen. = am Freitag, 15. Januar 1897. * für die Neu Eintheilung der Gemeinde Wahlbezirke Bruns und Weihe zu geben, will der Magiftrat an diesem Tage jeder der Borgmann an. höheren städtischen Schulen( auch der Mädchenschulen) eine 18. Sigung vom 14. Januar 1897. 11 Uhr. In betreff der Regulirung der Wallstraße und des uferfeitig Melanchthon- Büste mit Konsole zum Geschenk machen und vor der Am Ministertische Miquel und Geh. Ober- Finanzrath angrenzenden Theils des Spittelmarkts hat der Magistrat Feier in den Aulen aufstellen lassen. Die Kosten sind auf zirka Lehmann. drei Vorlagen gemacht, welche von einem Ausschuß vorberathen 1200 M.( ca. 30 M. für jede der 38 Schulen) veranschlagt. Das Haus seht die zweite Lesung der Staatsschulden- worden sind. Dem Vertrag mit dem Fistus, vonach behufs Ge- Die Vorlage wird angenommen. tilgungs- Vorlage fort. winnung einer neuen Uferlinie des Spreeschleusenkanals zur Anlage Schluß nach 8 Uhr.* Finanzminister Miquel sucht einige ziffernmäßige Angaben, die eines Fußgängerweges von der Wallstraße bis zur Gertraudtender Abg. Brömel gestern über die Steigerung der Verwendungen brücke gewisse Flächen der bezüglichen städtischen Grundstücke Die Kehricht und Schneeabfuhr aus den Straßen Berlins von Eisenbahn- Ueberschüssen zu allgemeinen Staatszwecken gemacht gegen einen Flächestreifen des Kanals ausgetauscht werden sollen, ist für die drei Jahre vom 1. April 1897 bis 31. März 1900 neu hat, zu widerlegen. empfiehlt der Ausschuß zuzustimmen. Die Regulirung der Wallstraße ausgeschrieben worden. Die höchste Forderung aus dieser AusAbg. v. Strombeck( 3.): Bon einem großen finanzpolitischem soll wegen der hohen Forderungen der Grundeigenthümer einstschreibung betrug 660 000 m. für die Rehrichtabfuhr und 2,75 M. Umschwunge beim Zentrum fann man nicht in dem Sinne reden. weilen in suspenso bleiben und nur das Grundstück Nr. 98 im für die Fuhre Schnee, die Mindestforderung dagegen, welche von Redner legt unter lebhafter Unruhe des Hauses die reichsfinanz- Wege der Enteignung erworben werden. Auch hiermit hat der dem bisherigen Unternehmer A. Tabbert abgegeben wurde, 571 200 M. politischen Grundsäße des Zentrums ausführlich dar. Das Zentrum Ausschuß sich einverstanden erklärt, nachdem die Anträge und beziehungsweise 2,50 M. Für die verflossenen drei Jahre wurde werde fünftig wie bisher den Ausgabefteigerungen im Reiche möglichst waren; doch gelangte gleichzeitig im Ausschuß der Antrag Schneefuhre eine Vergütigung von 2,60 gezahlt. Das am 1. April 1896 der auf schleunige Regulirung der ganzen Wallstraße abgelehnt für die Kehrichtabfuhr eine Pauschalsumme von 562 000 M. und für jede Abg. Schmidt- Marburg( 3.) bittet den§ 1 der Vorlage abzu- zur Annahme, den Magistrat um eine Vorlage zu ersuchen, regelmäßigen Reinigung unterworfene Straßengebiet umfaßte nach welcher die Wallstraße vom Spittelmarkt bis zur Neuen Grün- 8 982 561 Quadratmeter, das am 1. April 1893 8 436 599 Quadrat Abg. v. Ehnern( natl.): Für einen Ausgleichsfonds liegt tein straße nach Maßgabe der festgesetzten Fluchtlinie durchgeführt wird. meter, es hat sich also das Straßengebiet in den betreffenden drei rechtes Bedürfniß vor; er würde auch immer nur eine Art Reserve: Auch die nach gesuchte Ermächtigung zur freihändigen Veräußerung Jahren um 545 962 Quadratmeter vergrößert, so daß naturgemäß fonds bilden. Sieht man aber von diesem Fonds ab, dann waltet der Grundstücke Spittelmarkt 4-7 zum Preise von 960 Mark für für die kommenden drei Jahre eine höhere Forderung zu ge tein Bedenken ob, die Schuldentilgungs- Quote von 1/2 auf 5/8 pt. das Quadratmeter foll ertheilt werden. wärtigen war. Da Herr Tabbert der Mindestfordernde geblieben zu erhöhen. Bei den bedeutenden Ueberschüssen der Bahnen sollten Stadtv. Kyllmann hebt als Referent hervor, daß die ist, so soll ihm die Kehricht- und Schnee- Abfuhr wiederum über diese toulanter sein gegenüber Entschädigungsansprüchen und Stadt jetzt Gelegenheit zum Verkauf der Grundstücke tragen werden. namentlich gegenüber berechtigten Anforderungen der Gemeinden. Spittelmarkt 4/7 habe an eine potente Architektenfirma, wenn der Die Firma Ludwig Löwe u. K. beabsichtigt für ihre in Für die Erweiterung der Bahnanlagen, sowie für die Sicherung schon früher projektirte Fußgängerweg längs des Kanals zur Ausdes Betriebes geeignete Einrichtungen zu treffen, würden verhältniß führung gelange, und unter dieser Voraussetzung zum respektablen Martinickenfelde und in Berlin gelegenen Fabrikanlagen eine Vermäßig geringe Summen genügen, Summen, die nur einen be- Preise von 960 Wt. für das Quadratmeter. Der Fußgängerweg bindung mit dem Bahnhofe Beuffelstraße der Ringbahn herzustellen scheidenen Bruchtheil der Ueberschüsse ausmachen. Tarifermäßigungen, fei zwar ohne Arkaden nicht mehr so reizvoll, aber für den und hat hierzu die Genehmigung des Magistrats und des königl. Polizeipräsidiums nachgesucht. die der Minister auf 15 Millionen veranschlagt, sind keineswegs immer Berkehr und für die endliche Regulirung des SpittelEinnahmeverminderungen. So groß, wie der Abg. Frmer schätze ich die markts durchaus nothwendig. Zur Beschleunigung der Regulirung obligatorische Schuldentilgung nicht; aber ich glaube, der Finanzminister der Wallstraße in ihrem ganzen Umfange habe die Mehrheit des Die Hafenarbeiter- Bewegung. fönnte fich ein noch größeres Monument setzen, wenn es ihm ge- Ausschusses sich nicht entschließen können, so dringlich diese seit lingt, die Staatsfinanzen unabhängig zu machen von den Reichs- 30 Jahren angestrebte Regulirung sei. Die drei Vorlagen hätten Während ganz Deutschland das Ende des Hamburger Streifs finanzen.( Bravo!) einstimmige Billigung gefunden, denn es sei die höchste Zeit, dem herbeisehnt, heßen die ,, Hamburger Nachrichten" in der alten Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Seit das Zentrum Majoritäts- unerfreulichen baulichen Zustand an der Gertraudtenbrücke und Weise weiter, um einen Vergleich zwischen den Rhedern, Stauern partei im Reichstag geworden ist, können sich die Herren der Noth- am Spittelmarkt bis zur Wallstraße ein Ende zu machen. und Hafenarbeitern zu vereiteln. Das Organ Bismarck's schreibt: wendigkeit nicht entziehen, zu bewilligen; auch die Marine- Inzwischen hat Herr Ravené die Stadt geschrieben, Wir können den Arbeitgebern nicht rathen, auf die Bedingungen" und fonftigen Forderungen werden Sie in den nother wolle von seiner ursprünglichen von der Versammlung für viel der Streifer einzugehen; sie würden damit auf Seiten der letzteren wendigen Grenzen bewilligen müssen. Um die Reichseinheit zu hoch erachteten Forderung für das bebaute Grundstück Wall: das Bewußtsein eines errungenen Erfolges hervorrufen, das naturnicht zu sehr zu fördern, legen Sie Sie den Steuerdruck auf straße 92/93 erheblich ablassen und die beiden ihm gehörigen Grund- gemäß den Anreizzur Wiederholung des jezigen Streits unter günstigsten die Einzelstaaten( Sehr richtig!) Den Ausgleichsfonds halten wir stücke 97 und 97a von 215 Quadratmetern Fläche der Stadt schenken, Umständen erhöht. Außerdem sollte unserer Ansicht nach im Interfür eine nüßliche Sache und sind bereit an dessen Zustandekommen wenn er sich mit dem Magistrat freihändig einigen könnte. Referent effe der bürgerlichen Gesellschaft nicht auf die Niederlage Verzicht gemitzuarbeiten. Tarifermäßigungen von zufälligen Ueberschüssen ab- sieht hierin einen Anfang zur wirklichen Ausführung der Regulirung leistet werden, welche die Sozialdemokratie erleidet, wenn der bisherige hängig zu machen, halten wir nicht für angezeigt. der Wallstraße und hofft, daß die übrigen Besitzer mit ähnlichen Streit mit bedingungsloser Wiederaufnahme der Arbeit endet. Wir haben diese prinzipielle Seite der Sache oft genug hervorgeboben Nachlaßangeboten nachfolgen werden. Stadtv. Meyer beantragt infolge dieses Angebots, welches die und können uns darauf beschränken, die Erwartung auszusprechen, Sachlage vollständig verschiebe, Zurückverweisung der Vorlagen an daß die Arbeitgeber der Sozialdemokratie nicht in elfter Stunde einen den Ausschuß. Triumph verschaffen und das mit einem prinzipiellen Zugeständniß Stadtrath Boigt: Die neuen Angebote beziehen sich lediglich erkaufen, was sie binnen kurzem ohne dasselbe erreichen können. Es auf die Wallstraße; die drei Vorlagen werden davon gar nicht be- muß hier eine heilsame Lehre auf dem Wege der Abschreckungsrührt. Eine nochmalige Ausschußberathung würde absolut tein theorie ertheilt werden, sonst haben wir über kurz oder lang dieanderes Ergebniß haben. selben Kämpfe wie jetzt noch einmal durchzufechten." Abg. Brömel( frs. Vg.) bedauert, daß die Aufstellung des Eisenbahn- Etats so unübersichtlich ist, daß über die Verwendung der Ueberschüsse nichts daraus zu entnehmen ist. § 2 wird ohne wesentliche Debatte genehmigt. bildet werden soll. § 3 beftimmt, daß ein Etatsüberschuß im vollen Betrage zur Schuldentilgung verwendet werden soll. Hierzu liegt ein Antrag des Abg. Frhrn. v. 3edlis( ft.) vor, wonach zunächst aus den Ueberschüssen ein Dispositionsfonds der Eisenbahn- Berwaltung bis zur Höhe von 20 Millionen Mark geMinifler Miquel erklärt diesen Fonds für entbehrlich und den Antrag für überflüssig. Abg. Richter( fr. Bp.) findet den§ 8 ganz besonders bed enklich, denn dadurch würde jede andere Beschlußfassung über etwaige Uebers schüsse unmöglich. Reoner wendet sich dann nochmals gegen die Vorlage im allgemeinen. an nur " Ans Hamburg wird uns berichtet: Außer mehreren höchst be Minister Miquel erkennt diese Maßregel an und will auf dessen Abstellung Bedacht nehmen. Ich bezweifle, daß eine Herabsehung der Personentarife in diesem Landtage eine Mehrheit finden würde. Abg. Dr. Hammacher( natl.) wendet sich eingehend gegen die Darlegungen des Abg. von Strombeck, dessen Anschauungen über die Eisenbahnverstaatlichung und deffen neue Vorschläge er als un- die Angelegenheit an den Ausschuß zurückzuverweisen sei. Die Ver- spät. Von einer Niederlage der Arbeiter kann nach der Fassung Stadtv. Borgmann: Auch ich bin nicht der Meinung, daß Das Blatt kommt mit seinen Rathschlägen einen Posttag zu Damit schließt die Debatte über§ 1; derfelbe wird nach den breiterung der Wallstraße gehört feineswegs nothwendig mit der und dem Inhalte des Schreibens, das der Arbeitgeberverband an Rommissionsbeschlüffen angenommen, gegen die Stimmen der Frei- Regulirung des Spittelmarktes bis zur Gertraudtenbrücke zu den Senat gerichtet hat, nur noch das Gelichter reden, das sich für finnigen, Polen und des Zentrums. fammen. - Der§ 1 normirt die TilgungsDaß es für die Stadtgemeinde von Vor- den lebenden Todten im Sachsenwalde prostituirte und das bei der theil sein fann, für den quote auf jährlich 3/5 pt. zu genannten Preis ver Durchführung seiner gehässigen Absichten notorisch nicht einmal vor faufen, wird allgemein anerkannt; die Anlegung des Fuß- dem Verbrechen des Landesverraths zurückschreckt. Bezeichnend für gänger- Weges ist ebenfalls als Bedürfniß anerkannt. Die die jetzigen Zustände ist es, daß Leute, die nach§ 92, 1 des Strafder endlichen Verbreiterung Nothwendigkeit der Wallstraße gefehbuchs ins Buchthaus gehören, sich erdreisten, die Abschreckungswird auch von mir durchaus zugegeben; nicht aber, daß theorie gegen die Arbeiter zu predigen. es praktisch wäre, nur den Theil bis zur Neuen Grünstraße zu ein Steigen des Preises der Grundstücke in dem übrigen Theil fremdlichen Gerichtsurtheilen sind gegen streifende Hafenarbeiter bis der Walstraße bewirkt werden und wir würden dort mehr zu be. ieht 141 Strafverfügungen ergangen, vielfach nur deshalb, zahlen haben für den etwaigen Ankauf von Grundstücken, nachdem weil die betreffenden das Freihafengebiet betreten haben. Dieses wir den ersten Theil der Straße mit unsere eigenen städtischen Gelde war schon seit Wochen für Streikende abgesperrt, jedoch waren die regulirt haben. Wir brauchen keine Verbeugung vor den beiden Schuhleute vernünftig genug, die ruhig ihres Weges gehenden Leute großen Grundbesitzern in diesem Theile, deren einer Herr Ravené nicht anzuhalten und auszuweisen. Seit Dienstag dieser Woche wird ift, zu machen. Sehr wohl aber ließe sich ein Ortsstatut schaffen, aber jeder, der zu den Ausständigen gehört oder nach Ansicht der die Anlieger zu den Koften auf grund des Kommunalabgaben- Gesetzes Polizeibeamten zu den Streifenden gehört, zur Hervorrufung welcher beranzuziehen, sobald nachgewiesen ist, daß sie von der Anlage Vor: Ansicht ja vor einigen Tagen schon das Tragen einer blauen theil haben. Wir haben teine Ursache, durch städtische Gelder reiche Hose genügte, angehalten, zur Wache gebracht und hat ein StrafLeute noch reicher zu machen. mandat zu gewärtigen. Am Mittwoch wurden 12 solcher Ver haftungen vorgenommen, obwohl die Leute sämmtlich nichts anderes gethan haben, als daß sie das Freihafengebiet durchquerten, nicht etwa darin standen oder hin und her gingen. Insgesammt waren bis Mittwoch Abend, soweit es zur Kenntniß des Streif. Nachdem Stadtv. Meyer nochmals für Zurückverweisung ge, fomitees gekommen ist, 114 Verhaftungen vorgenommen, ganz sprochen und namentlich geltend gemacht hat, daß nichts zu einem ungerechnet die vielen Sistirungen und die zahllosen Aufnahmen eiligen Abschluß dränge, tritt auch der Oberbürgermeister Belle von Personalien auf offener Straße. Und das alles, obwohl der selbst für die sofortige Annahme der Vorlage ein. Der Käufer Polizeichef Senator Dr. Hachmann der Deputation der Kleinmüsse doch wissen, ob und wie er an der betr. Stelle bauen fönne, gewerbetreibenden gegenüber vor einigen Wochen seine Anerkennung und sei doch nicht dauernd an sein Gebot gebunden. Die Anregung für die musterhafte Haltung der Ausständigen aussprach und die Ausdes Stadtv. Borgmann werde im Magistrat gründlichst erwogen bewahrt haben. Oberstlieutenant a. D. v. Egidy fagte neulich, keine der ftändigen dieses in der That musterhafte Verhalten bis zu dieser Stunde werden.( Beifall.) Schlachten, die er mitgemacht, habe ihm so imponirt, wie der LohnKampf der Hamburger Hafenarbeiter, der wahrhaft ſittliche Grundlagen habe. So denkt jeder vorurtheilslose Mensch, und mehr als einmal habe ich während der Dauer des Streits von Einheimischen und Fremden gehört, daß ihnen bei dem ganzen Ausstande die wahrhaft mustergiltige Haltung der Streifenden am allermeisten imponire. Wie soll man diesen thatsächlichen Verhältnissen die Urtheile gegenüber die Maßnahmen der Behörden und Und nun gar die Ausweisungen der Gerichte verstehen! voll Ausländern, die in Hamburg ausgesprochen wurden. Minister Miquel: Herr Brömel macht mir den Vorwurf, es hätten sich unter meinem Regiment die Ausgaben zu sehr gesteigert; Herr Richter sagt, ich häufe die Gelder an! Wer von den beiden gelehrten Herren hat recht?( Heiterkeit.) Es würde mich auch gar. Gegentheil bewiese. Stadt. v. Kalisch steht theoretisch auf demselben Boden hinnicht wundern, wenn Herr Richter nächstens ebenso geschickt das sich tlich der Forderung der Heranziehung der Adjazenten zu den Abg. Dr. Jrmer( t.): In Uebereinstimmung mit dem Finanz- Kosten der Verbreiterung; es sei aber bereits festgestellt, daß die minister sind wir der Meinung, daß auch nach Ablehnung des An- Stadt ein solches Ortsstatut nicht erlassen tönne. trages Bedlig der Dispositionsfonds von 20 Millionen in den Etat eingestellt werden kann. Abg. Kirsch( 3.) schließt sich der letzteren Erklärung bezüglich des Dispositionsfonds an; ebenso der Abg. Dr. Sattler( natl.) namens seiner politischen Freunde. Abg. Frhr. v. Bedlin( frt.) zieht nach diesen Erklärungen seinen Antrag zurück. Abg. Dr. Friedberg( natl.): Was Herr Miquel von der Die Zurückverweisung wird gegen wenige Stimmen abgelehnt; Dialektik des Abg. Richter behauptete, trifft auf ihn selber auch zu die 3 Borlagen gelangen mit großer Mehrheit zur Unnahme, außer Man wird bei diesen Vorwürfen erinnert an den Ausspruch Friedrich Wilhelm I., der nach Anhörung eines Advokaten fagte: dem wird gegen die Stimmen der sozialdemokratischen Mitglieder Der Kerl hat Recht! und als er den gegnerischen Advokaten gehört die Resolution wegen theilweiser Verbreiterung der Wallstraße hatte: Der Kerl hat auch Recht!( Heiterkeit.) Redner tritt für angenommen. möglichste Wahrung des Butgetrechts der Volksvertretung ein. Das Gehalt des neu zu wählenden Oberinspektors der ZentralDamit schließt die Berathung.§3 der Kommissionsbeschlüsse markthallen soll auf 5000 M. normirt werden. Zu den Kosten der Arbeiten des Ausschusses für die Förderung wird angenommen, ebenso der Rest der Kommissionsvorlage debattes los und auch die von der Kommission vorgeschlagene Resolution, des Rhein- Weser- Elbe- kanals soll noch einmal ein Bei um baldige Borlegung eines Geseßentwurfs, wodurch die Eisen- trag von 500 M. aus dem Dispositionsquantum für unvorher bahu Ueberschüsse au allgemeinen Staatsbedürf gesehene Ausgaben gezahlt werden. nissen anderweit im Sinne früherer Beschlüsse des Beiden Vorlagen ertheilt die Versammlung ihre Zustimmung ohne Debatte. Hauses verwendet werden sollen. Es folgt die zweite Lesung der Vorlage über Errichtung und Unterhaltung von Fortbildungsschulen in Westpreußen und Posen. unterricht an den Sonntagen nicht stattfinden zu lassen. = Abg. Dr. v. Jazdzewski( Pole) beantragt, den FortbildungsAbg. Frhr. v. Heereman( 3.) befürwortet, Abg. v. Tschoppe( t.) und Regierungskommissar Geh. Rath Lüders bekämpfen den Antrag, worauf derselbe abgelehnt wird; ebenso einige weitere Anträge, die eine Herabfeßung der Schulversäumniß- Strafen bezwecken. Die Vorlage wird unverändert angenommen. Einige Rechnungsfachen gehen an die Rechnungskommission. Sonnabend 11 Uhr: Lehrerbesoldungs- Gesetz in 3. Lesung. Schluß 4 Uhr. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Oeffentliche Sigung vom Donnerstag, 14. Januar, nachmittags 5 Uhr. Vor der Situng findet die Konstituirung der Abtheilungen und der ständigen Ausschüsse statt, sowie die Wahl und Konflituirung von fünf neu beschlossenen Ausschüssen. In den Ausschuß für die Bestellung von Pflastersteinen für 1897/98 ift u. a. auch Stadtv. Wernau, in denjenigen für die Vorlage wegen Erhöhung des Schulgeldes für auswärtige Schüler der Realschulen Stadtv. Vogtherr, in denjenigen für die technischen Lehrerinnen Stadtv. Singer gewählt. Dem Ausschuß für die Verbreiterung der Spandauerstraße gehören Vogtherr und Wernau, demjenigen Die Stadtvv. Kyllmann u. Gen. beantragen, die Versammlung wolle beschließen, den Magistrat um Auskunft zu ersuchen, wie weit die Reform des Müllabfuhrwesens gediehen ist. Stadtv. Kyllmann führt aus, daß das Abladen des Mülls wieder eine wilde Sache" geworden sei, da auf den städtischen Abladeplägen der hohen Preise wegen tein Müll mehr abgeladen Stadtrath Mielenz: Die Hausbesitzer mögen sich mit ihren Beschwerden an die Fuhrleute wenden, die so unverschämt an uns herangekommen sind. Stadtv. Gericke: Alles bleibt beim alten, höchstens erfolgt ein Rückschritt. werde. Stadtv. Hermes verweist auf die Abfuhreinrichtungen in Budapest, die er für nachahmenswerth erklärt. Ein Gutsbesitzer übernimmt dort das ganze Müll der Stadt auf sein nahe belegenes Gut; dort wird eine Auslese gehalten, für welche auch ein Schüttelwert thätig ist. Stadisyndikus Meubrink entgegnet, daß die Auslese des rohen Mülls durch Menschenhand hygienisch sehr bedenklich ist. Stadtv. Esmann spricht sich für das Wechselkasten- System aus. Damit schließt die Besprechung. Zum Anschluß der fatholischen Garnisonkirche an der Straße 17 Abth. II des Bebauungsplans und der südlichen Garnison- Arrest: anstalt an der Straße 37 Abth. II des Bebauungsplans an die städtische Gas, Wasser- und Kanalisationsleitung soll die Versammlung ihr grundsägliches Einverständniß aussprechen. Die Versammlung beschließt demgemäß ohne Debatte. Zur Feier des 400jährigen Geburtstages Philipp Melanch thon's wird in den höheren Schulen am 16. Februar d. J. eine besondere Veranstaltung stattfinden. Um der Feier eine besondere ft man doch sogar soweit gegangen, daß man einem Dänen, der sich als Schauermann feit 1889 in Wilhelmsburg und feit etwa vier Monaten in Hamburg aufhält, wahrend der Dauer des Ausstandes allwöchentlich einen Polizeibeamten ins Haus schickte, der ihm bedeutete, wenn er keine Arbeit nachweise, könne ihm der Aufenthalt in Hamburg nicht gestattet werden. Da der Mann auch in der letzten Woche keine Arbeit nachweisen konnte, weil er trotz aller polizeilichen Ermahnungen fest zu den Auss ständigen hält, ist ihm am Mittwoch vom Polizeidirektor von Clausewitz die Ordre zugestellt worden, daß er binnen Das acht Tagen das hamburgische Gebiet zu verlassen habe. ist nun schon die dritte Ausweisung, die mit dem Streit in Verbindung steht. Am Mittwoch kamen wieder vier sehr schwere und eine große Anzahl leichtere Unglüdsfälle vor. Zwei Schwerverletzte wurden nicht, wie sonst, nach dem Krankenhause gebracht, sondern nach dem Hotelschiff Courier", und zwar, wie man allgemein vermuthet, weil in den beiden Hamburger Krankenhäusern fein Platz mehr ist. Im Hafen lagen am Mittwoch Abend 207 Dampfer, große Seeschiffe in den Elbhäfen überhaupt 344, eine ganz ungeheuerliche Zahl. Bei Brunshausen liegen 12 Steamer, davon gehören der Hamburg- Amerika Linie allein 6. Unter diesen befinden sich die beiden Schnelldampfer Normannia" und Fürst Bismarck". Die Mannschaft des ersteren sollte, als sie vor wenigen Tagen aufkam, auf den Fürst Bismarck" übermustern, war aber schon in England von der Situation in Hamburg in Kenntniß gesetzt. " " Die ,, Konservative Korrespondenz" sucht in einer Polemit gegen einen Leitartikel des Vorwärts" die Hamburger Rheder von der Schuld an dem Streit reinzuwaschen und dafür, da irgendwer doch die Schuld tragen muß, diese unserer Partei aufzuhalsen. Un unsererseits alles zu vermeiden, was der Anbahnung des Friedens in Hamburg hinderlich sein könnte, verzichten wir darauf, uns mit der Konservativen Korrespondenz" in eine Polemik einzulassen, wedding und Gesundbrunnen, 7,-. Otte Begor, Sangeftr. 8, 1,50." Sarre", redaktionellen Thätigkeit. Die richtige Antwort kann nur sein: Das die bei der Unbelehrbarkeit des Gegners ohnehin zu nichts führen 3. Rate, 5, Blatt abbestellen. würde. Die ,, Vossische Zeitung", die während des ganzen Hamburger Streits ihr Theil dazu beigetragen hat, um die Unternehmer scharf zu machen, findet in dem Beschluß, den am Mittwoch die Hafens arbeiter auf das an den Senat gerichtete Schreiben des ArbeitgeberVerbandes faßten, eine neue Kriegserklärung an den Arbeitgeber Verband". Der Hinweis auf den Text des Beschlusses, den wir in der Donnerstag Nummer wörtlich veröffentlichten, genügt, um das unsinnige Geträtsch der Tante Voß zu widerlegen. Der Zentralvorstand des Verbandes der deutschen Buchdrucker hat, wie der„ Korrespondent" mittheilt, den Hamburger Hafenarbeitern ein Darlehn von 50 000 m. gewährt. Daß bei den Sammlungen für Hamburg die Buchdrucker auch sonst ihren Mann standen, wissen unsere Leser bereits. Für die ftreifenden Hafenarbeiter wurden von Hannover bis jetzt 12 000 M. nach Hamburg gesandt. Ans New- York wird uns geschrieben: Die Arbeiter auf den Wersten der Bremer und Hamburger Gesellschaften haben sich organisirt, sind aber nicht dem von dem englischen Agenten Mr. Hugh gegründeten Verband beigetreten( von dem man überdies in der lehten Zeit sehr wenig mehr gehört hat), sondern der zur„ Socialist Trade und Labor Alliance" gehörenden Central Labor Federation"( Distrikt Alliance Nr. 1.). * * Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für die treikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende Beiträge ein: Auf Liften von Thielte: 476, 1481, 1651, 1680, 2572, 2614, 2617, 2647, 4239, 4534, 4263, 1483, 1652, 1735, 1731, 2627, 2605, 2666, 2663, 2632, 4247, 4237, 2642, 4249, 4540( Darunter Berlin 3,-, d. Wolf 4,25, Krüger 5,90, Genstow 8,15. Bet Bluhmr gef. Sylvesterabend 11,55. Symanzig, Bandsberger Allee 13,25. Durch Rieger 3.40. Lactirer von J. C. Pfaff 12,15. J. Groschtus, Gollnomstraße, 22,95. J. Groschtus, Gollnowstraße 9,15, Pianofabrit von Wagner, Frankfurter Allee, außer einigen 10,35. Jagemosty u. Komp. 13,55. Tischlerwerkstatt Rohde 5,60. Tischlerwerkstatt Kajte 5,80) 201,87. Schirmfabrit A. Wendt( ohne Ausnahme) 11,25. Marie Reich, Ohmstraße, 4. Bau Fransectistr. 18, G. G. 3,50. Liften 4615 17,60, 4616 8,55 von Götte. Zimmerer von Bischof, Passauerstraße, 2,-. Heizungsfritzen R. D. M., Mödernstraße, 2,20. Komiobuch- Fabrit von Weber, 4. Rate 8,80. Vom Deutschen Metallarbeiter Verband auf Eiften 4574 21,70, 4579 10,80. Liste 4613, Stuckateure vom Landtagsbau 17,75. Charlottenburg, Knobels= dorferstraße, bet einer Hochgest 3,55. Perfonat der Union- Druckeret, 6. Rate 6,85. Berichtigung: In Nr. 10, Beile 26, von oben, muß es anstatt mit Sohn" heißen: mit Buditer und 3 Schloffer". Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau ( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16, vorn part.) in der Zeit von 9-1 Uhr vormittags und 6-8 1hr abends entgegen. Tokales. Zur Lokallifte. Das Lokal, Marienbad", Badstraße 35 ( Gesundbrunnen) steht den Parteigenossen zu Versammlungen zc. zur Verfügung. = Im Jahre 1896 find nach den amtlichen Bekanntmachungen beim hiesigen Rammergericht 10, beim Landgericht I 31 und beim Landgericht II 16 Rechtsanwälte eingetragen, wogegen gelöscht sind beim Kammergericht 4, beim Landgericht I 16 und beim Landgericht II 3 Anwälte. Am Jahresschlusse 1896 waren in Berlin 697 Anwälte vorhanden gegen 663 am Schlusse des Vorjahres, darunter 71 beim Rammergericht, 551 beim Landgericht I und 75 beim Landgericht II. Unter diesen Anwälten sind nur noch 27, die bereits vor der Justizorganisation von 1879 hier als Anwälte eingetragen waren. Die für Berathung einer etwa wünschenswerthen Aenderung in der Organisation der Kriminalpolizei von den Ministern der Justiz und des Innern anberaumte Konferenz soll heute im Dienstgebände des Polizeipräsidiums unter dem Vorsitz des Polizeipräsidenten v. Windheim zusammentreten. Statistisches vom Stadtbahn- und Vorortverkehr. Der Bonentarif im Berliner Vorortverkehr wurde am 1. Oftober mäßigten Tarifs, vom 1. Oktober 1890 bis 30. September 1891, 1891 eingeführt. In dem legten Jahr vor Einführung des erbetrug die Einnahme des Gesammtverkehrs auf allen Strecken des Ein öffentlicher Aufzug, wie er Arbeitern nicht gestattet wird, Berliner Vorortverkehrs 6,46 Millionen Mart bei 23,38 Willionen bewegte sich gestern Mittag durch die Stadt dem Kreuzberge zu. Es zurückgelegten Fahrten, sie ist im vierten Jahr nach Einführung des Wilhelm's I. hundertjährigen Geburtstag fünf Tage lang feiern waren" Chargirte" der studentischen Vereine Berlins, welche Bonentarifs, vom 1. Ottober 1894 bis 30. September 1895 auf faft wollen. Da wird es manchen schweren Rausch setzen. 8%, Mill. Mark( 8 365 692 M.) gestiegen, die Zahl der beförderten Bersonen aber hat sich fast verdoppelt, von 23 Millionen auf 41 Millionen. Eine polnische Tageszeitung soll vom 1. April ab Das Anwachsen des Verkehrs auf der Berliner Stadtbahn in Berlin erscheinen. Das Blatt wird von Mitgliedern der erhellt aus der dem Abgeordnetenhause zugegangenen Denkschrift Polenfraktion des Reichstags begründet und wird von sämmtlichen über die Betriebsergebnisse der preußischen Staatsbahnen. Die Ein- bürgerlichen Polenvereinen Berlins und der Umgebung offiziell einnahmen der Berliner Stadtbahn( Strecke Schlesischer Bahnhof- geführt. Westend, ausschließlich des Vorort- und Fernverkehrs) haben näm Für Augler bringt das Polizeipräsidium in Erinnerung, daß lich betragen im Jahre 1889/90 2,8 Millionen Mark, 1890/91 nach einer zwischen der Regierung zu Potsdam und dem hiesigen 3,2 Millionen, 1891/92 3,55 Millionen, 1892/93 3,85 Millionen, Polizeipräsidium getroffenen Vereinbarung Gesuche um Ertheilung 1893/94 4,13 Millionen, 1894/95 4,51 Millionen und 1895/96 der Erlaubniß zum Angeln während des Sonntags oder während 5 018 281 Mart. der wöchentlichen Schonzeit der Fische, auch soweit es sich um außerBezüglich der Reichstags Bibliothek lesen wir in einem halb der Berliner Weichbildgrenze belegene Gewässer handelt, zuhiesigen Blatte eine Notiz dahin gehend, daß die Benutzung dieser nächst dem Berliner Polizei- Schifffahrtsbureau zur Prüfung vorgelegt Bibliothek neuerdings erschwert worden sei, und daß Abg. Lieber, werden müffen. der Vorsitzende der Bibliothek- Kommission, einen„ Utas" vorbereite, Jm Zirkus Renz wird das neue Ausstattungsstück vorausder die Benutzung der Reichstags- Bibliothek ausschließlich auf Reichs- fichtlich am Sonnabend aufgeführt werden. tage- Mitglieder beschränken solle. Der Schutzverband Berliner Radfahrer theilt uns mit, daß Diese Notis ist vollständig unrichtig. Es handelt sich um eine definitive Bereinigung der Berliner organisirten Radfahrer zu S. D. 1. 8 Tischler von Klingsporn u. Müller in Adlershof 4,- Sylvester feinen„ Utas", überhaupt nicht um neue Bestimmungen. Die gilstande gekommen ist und daß die vereinigten Radfahrer sich an der überschuß, Ausspielen einer imitirten Schlackwurst vom Arbeiter: Turn- Gefang tigen Bestimmungen geher vom Reichstags- Präsidenten aus, Feier des 100jährigen Geburtstages Wilhelm I bethetligen werden. verein Freiheit in Adlershof 50. Auf Listen von Michels- Adlershof 2281, 4151, 56, 57, 4359, 64, 68, 65, 4785, 4159 60,70( Darunter Gebr. Krüger u. Ko., Köpenid, nicht von der Bibliothek- Kommission, und sind seit zwanzig Diese Meldung muß insoweit auf einem Irrthum beruhen, als ganz 27,50, Hähnel 7,05). Liste 393, Lannhardt 4,10. Arbeiterverein Stralau- Rummels: Jahren in traft. Niemandem ist es eingefallen, an gewiß nicht die Arbeiter- Radfahrer sich einer Vereinigung an burg u. u., 2. Rate 50,- Liste 4304, einige Arbeiter der Fabrit Ritterstr. 123 diesen Bestimmungen, die auch unter gewiffen Beschließen werden, die auf derartigen patriotischen Festen zu 4,30. Agitationsfommission Berliner Stockarbeiter 30,- Bubiter- Geburtstags. feter, Waldemarstraße, 4,80. 3. Männer- Abtheilung, 2. Rate 5,40. Gürtleret dingungen und Beobachtung gewisser Formen glänzen sucht. Spinn 11. Sohn, Schiffbauerdamm, mit Ausnahme des Schlossers, 4. Rate 8,40. Nicht mitgliedern des Reichstages oder anderen offiziellen Spiegelrahmen- Fabrit Mester, Manteuffelstraße, 2. Rate 13,75. Bildhauer von Körperschaften die Benutzung der Bibliothek ermöglichen, etwas zu beschäftigt gewesene Verkäuferin Martha Krause ist wegen Ver Die bei dem überfallenen Pfefferkuchenhändler Jsidor Brock Reich u. Chrift 3,20. Lifte 3903, Pobl 5,25. ifte 3895, avaus 8,50. Lifte 4871, ändern. Allerdings hat der Bibliothekar Buchbinderet Probst, Dessauerstr. 6, 14,45. Lifte 4481, Buchbinderel H. S. Her und zwar ohne daß dachts der Anstiftung zu dem bekannten Verbrechen verhaftet mann 8,95. Buchdruckerei Rosenthal u. Ro., 8,75. A. S., Schöneberg 0,75. die Bibliothek- Kommission den Anlaß geboten hätte Drechslerei Brandenburg, Wilhelmstraße, und 3 Schloffer 3,30. Zapezirer Jahreswende es nöthig gefunden, betreffs der Entnahme von dann aber wieder freigelassen worden. Jest sollen die beiden ver worden. Die Verkäuferin war gleich nach der That verhaftet, alsvon Prächtel, 2. Rate 24,-. Liste 993, Tischleret C. Müller, Köpnickerstraße, 11,60. Büchern aus der Bibliothek durch Nichtmitglieder des Reichstags hafteten Thäter das Mädchen denunzirt haben. Neuftlberwaaren- Fabrit von Münchmeyer, Wrangelstraße auf Lifte 3015 9,70. Gotthilf Naute 15,85. Siste 2907 Aschner Rummelsburg 8,-. Musikverein auf die giltigen Bestimmungen hinzuweisen. Soffnung, Benghofstraße 8, Vier Bachuffe, 2. Rate 2,-. Bigarrenarbeiter v. Brausnig u. Meze, Sophienstraße 6,- R. R. Gartenstraße 21 5,-. Drei Stat unter -VO um die unter den Linden, nahe der Friedrichstraße, der 30 jährige Maurer Arbeiterrifiko. Vom Gerüft abgestürzt ist gestern Mittag des Nasenbeins davon. Er trug schwere Kopfverlegungen und einen Bruch in der Unfallstation V zu theil, dann wurde er nach dem KrankenDie erste Hilfe wurde dem Verunglückten hause Am Urban gebracht. Die Personen, welche in der Nacht zum Montag Zeugen des Samburgerstraße verübt wurde, werden gebeten, sich dort beim GastUeberfalles waren, der an der Ecke der Elsasserstraße und Kleinen wirth Wittchon zu melden. Ein Kaufmann Goldschmidt, der vor Jahren nach einem betrügerischen Bankrott von hier entflohen war und darauf im Auslande sein Vermögen verloren hatte, war wieder nach hier gekommen, in der Hoffnung, daß über seinen Bankrott Gras gewachsen sei. Als ein ehemaliger Gläubiger ihn jedoch auf der Straße erkannte, er hängte er sich in seiner Schlafstelle. Der Restaurateur des Reichstages, Herr Schulze, hat sich fpteler P. S. B. 5,-. Elvers Beute u. S. 1,-. Potsdamer Gewerkschaftskartelt mit einer Eingabe an den Vorstand gewandt, worin er mittheilt, Max Vogel. 50,-. Auf Listen 22 10,10, 3162 3,20 von Rautenhaus, Lactirer. Laubenbefizer daß er genöthigt sei, 32 Bedienstete zu halten, und bei dem schwachen Kolonie Sängersruh, Treptow 1.-. Gesammelt Rauchklub Fidelio, Maskenball es feien durchschnittlich am Sigungstage 5,20. Bon einigen Malern d. Mäder 6,-. Buchdruckerei Hausmann, Oranien- Besuch des Parlaments burgerstraße 5,10. Köhler's Gäfte, Admiralstraße 5,-. Stattlub Baffe", 2. Rate höchstens 60 Gäste zu bewirthen habe er in den Monaten No10, Liste 3985 Frau Jänice 7,75. Leberarbeiter W. G. 2,55. Bimmerer von vember und Dezember in dieser Session bereits ca. 2500 Mark zuSobel, Bau Spitelinaitt 13, Gefangverein Gr. S. 15,50. Silberarbeiter gesetzt. Die Einnahmen decken nach den Erfahrungen mehrerer Ritterfir. 73 4,50. Bude W. 1,60. Schufter von Heidenheim, Prinzenstraße 22, 4,-. Buchdruckerei von D. Eisner, 4. Rate 21,40. Tischlerei Jungnickel, Bange Session einen Zuschuß von 4000 Mart. Andernfalls wolle er die Ueberschuß einer Franzfpende 1,25. Dito mit zwei Ausnahmen von Auchtollegen Seffionen nicht die Unkosten. Herr Schulze verlangt daher pro firaße 109 2,06. a Conto Liften Ziegelmann Köpenid: 2226, 42, 41, 40, 39, 38, 37, Defonomie im Reichstage nicht weiter führen, vielmehr am 36, 85, 34, 33, 32, 31, 22, 23, 29, 25, 27( barunter Nalepa's Arbeiter, Ober- Schön= weide 14,5) 65,20. Glater der Firma C. Schneider 2,80 Klempnerwerkstatt von 1. April d. I. einem Nachfolger Platz machen. Wie wir hören, Schön u. Co. 1,90. Lifte 4532 Simon 8,25. Telegraphenbauanstalt Stock u. Co. find Unterhandlungen eingeleitet, die nicht allein die hier mit22,80. Tischleret W. Hartwig, Pallisadenstr. 70, 2. Rate 12,05. Beim Früh schoppen mehrerer Marmorarbeiter 3,90. Gefangverein Kontordia, Mastenbau getheilte Angelegenheit, sondern auch die mehrfach von uns an6,55. Goldleiftenfabrit Alb. Spiesece nebft Restaurateure Trofin u. Görich 8,40. geregte Refinerfrage im Reichstags- Restaurant zu einem Buchdruckerei Pionier, a. Rate 13,80. 2 Stiebel 1,30. Gemüthlichkeit bet Groth, befriedigenden Abschluß bringen sollen. Laufiger Plaz 18 4,20. Ein Student 1, Demminerstraße 5.. 1,60... Sch. b. St. 1,50. Listen d Regerau 2132, 2139, 2196, 2215, 2214 32,25. Bet Vom Ausstellungskatzenjammer. Das Defizit der Berliner Gühtow am Biertisch, 2. Rate durch N. 3,60. Liste 4219 Pianofabrit von Scharf Gewerbe- Ausstellung beträgt nach neuerer Ermittelung der Finanzdurch Sau 12,50. Tapezirerwertstatt Flatom u. Priemer 18,85. Metalldreher von kommission der Berliner Ausstellungs- Zeitung" zufolge zur Stunde Naruhn u. Petsch 1,50. Nr. 2446 Bofret 12,70. Arbetter der Blakburn'schen Fabrit in Nieder- Schönweide 8,-. Siste 2284 7,60, und 2286 2,91. Wäschebranche 45 pCt. des Garantiefonds von 4%, Millionen, alfo 2 025 000 m. D. St. Lifte 4211 Schloffere; Müller, Wallstraße 17 7,05. Siste 8426 Stockfabrit Es bestehe die Hoffnung, daß Anfang April die Schlußabrechnung Girod 7,55. Lifte 4307 10,2.. 4308 4309 4,95. Von der Tischleret.. werde gegeben werden können. Was die Klage der Architekten ber Freue 19,50. Gin Omnibusangestellter 1, Firma Schnelle rothe Goldschmurch Ausstellung um die Restzahlung von 25 000 M. anlangt, so lehnt, 4. Rate 6,-. Lifte 4590 Arbeiter von Siemens u. Halste 22,05. Listen Braun 4775 5,40. Stfte 4776 4,10. Siste 4777 10,20. 4778 10,10. Ueberschuß der Ausstellungs- Zeitung" zufolge, der Arbeitsausschuß deshalb die Kinderbescheerung im Gesangverein Oranienburger Borstadt 2,25. Fraiserei von Radelfahrer 3,60. Listen 8995 7,95. 4215 6, Stelmacher Köhnte. Waschinen- Bahlung derselben ab, um vor Gericht Gelegenheit zu finden, die arbeiter von Kuhnert u. Kühr. außer einem Fraiser u. Schlitzer 12,-. Kartonfabrik v. Schuld der drei Herren an der Ueberschreitung des ursprünglichen Geisler, 4. Rate, außer einem Wuder 7,30. Listen 8741 5,70. 2300 3,40. 3744 Bau- Etats um zwei Millionen zu erweisen. Das Angebot der 5,55. Hollmannstr. 35 4,-. Lifte 3983 Schröter 5,25. Pianofabrit v. Neumeyer, Stadt, gegen eine Abfindung von 200 000 M. den Park felbst Klapprolb, Hoppe, Richter, Admiralstr. 18b, 4. State, 7,70. G. Wiesener, Reichen wieder in den früheren Zustand zu bringen, hat der gefchäfts: bergerstraße, 4. Rate, 9,20. Kupferschmiede, Biseleure, Werkstatt sind, 2. Rate, führende Ausschuß abgelehnt. Ein Unternehmer will die Arbeit 3,-. Lifte 4282 Fabrit für Beleuchtungsgegenstände von Stobwaffer b. Winter billiger machen. Ursprünglich waren bekanntlich 300 000 m. für 23,90. Liste 4293 v. A. Winter 3,-. Schwedische Kolonie 18a, Geburtstagsfeteen die Wiederherstellung des Parts in den Ausstellungs- Etat angestellt. Zotalverein der Zapeztver 50, Die Damenschneider, die teinen Stock mitbringen sollen, 2,50. Tischleret v. Scheffler, Memelerstr. 40, 3 Tr., 3. Rate, 2,30. SilberElsenstraße, mehrere Spizg.anzpolirer, 4. Rate, 13,10. Holzbearbeitungsfabrit 3032 waarenfabrik Meyerheim 6,55. Campenfabrit Chauffeeft, ene 02 Listen 4478 8,85. 4771 5,60 4476 10,80 b. Sehr für Xylographen. Zeberarbetter Materner, Luckauerftr. 11, 5,95. Verband der Buchbinder, Mitglied schaft Berlin, 100,- Lifte 3.59, Bildhauerwerkstatt Engelmann, 10,25. M. Sch., 5. Rate, 2,- Siste 4892, 8tethlow d. Güth, 21,55. Siste 1997 9,70. 2560 320. Schnetder Bander. Militärschneider- Wertstatt Grüber, 4. Rate, 10,-. Verband d. v. Schulz u. Berbau, Bellealliancestraße, 8,65. Buchdruckerei Bloßfeld u. Müller 2494 d. Faller 5,50. 2495 dito 10,10. bruckerei, 6. Rate, 17,50. Auf Listen v. Werner 1088, einzelne Stucateure von Beyer u. Drechsler, 9,25. Rosenthal u. Groß 11,60. 5,85. 1059 b. Sensel 10, 7,50. 4469 D. Henfel 11,50. 4474 Attiengesellschaft für Bauausführungen 17,05. 7,10. 637 Moers 6,80. 688 Buchholz 18,10. Mit einer schweren Wunde am Hinterkopf wurde am Donnerstag Morgen um 6 Uhr ein etwa 30 Jahre alter unbekannter Mann auf dem Bürgersteige vor dem Hause Madaistr. 9 todt aufgefunden. auf ihrer elektrischen Bahn mit unterirdischer Stromzuführung Eine Verkehrsftörung hatte die Große Pferdebahn- Gesellschaft gestern schon wieder zu verzeichnen. Auf der Strecke RitterstraßeDönhoffplatz blieben die Wagen 7 Uhr morgens stehen, um 11 Uhr war der Verkehr noch nicht wieder aufgenommen. straße 25, der vorgestern von einem Omnibus überfahren wurde, ist Der 13jährige Sohn des Kaufmanns Hecht aus der Liebiggestern im Krankenhause Bethanien seinen Verlegungen erlegen. Dem Kutscher trifft feine Schuld an dem Unfall. = Vergiftet hat sich in der vergangenen Nacht die 29 Jahre alte nennt sich der hiesige„ Lokal- Anzeiger". Unseres Wissens hat der Dr. med. 2. am Kronprinzen- Ufer 15 in Stellung war. Liebesgram Amtliches Publikationsorgan für den Magistrat von Berlin Marie B., die seit dem 1. November v. J. als Köchin bei dem soll das Motiv zum Selbstmord gewesen sein. Lokal- Anzeiger" sich diese Bezeichnung souverän aus eigenem Recht zugelegt. Hofft das Blatt damit Gimpel zu fangen? Zu der vorgefter n gebrachten Notiz über einen Unglücksfall auf dem Terrain der Gewerbe- Ausstellung wird vom Kuratorium Zimmerer Deutschlands, Zahlstelle Rigdorf, a. Rate, 20,- Holzbearbeitungabe sich der Pastor Matthäus Valtelina und dessen Frau schuldig von der Ausstellung angerufene Unfallstation III( dirigirender Arzt Die von uns aufgedeckte Dienstbotenmißhandlung, deren der Berliner Unfallstationen folgende Mittheilung gemacht: Die 5,50. Amerikanische Aution beim Millionenbuditer Bepte, Plan- Ufer, 7,20. Silfs gemacht haben, ist nachträglich auch von anderen Blättern besprochen Dr. Frenzel) entfandte sofort den dienstthuenden Assistenzarzt Herrn arbeiter d. Buchdruckerei Mar Bading, 4. Rate, 10,-. D. Bringmann, Pantow, worden. Dabei wurde dem Gerücht Ausdruck gegeben, daß Herr Dr. Schindler zur Unglücksstelle, auf welcher inzwischen auch der Berlinerstr. 44, 1,35. Rothe Kindtaufe G. G. 3,05. Geburtstag bei P. R. 2,20. Liften von Bringmann 4721, 8812, 16, 17, 917, 8820, 1755, 1788, 3835, 1784, 1785, Dr. Joseph, der das Attest für das mißhandelte Dienstmädchen aus- Arzt der Sanitätswache, Herr Dr. Josef, eingetroffen war. Beide Aerzte, 1777 69,10. Steinbildhauer von Wafferblatttartchen, Möckernfraße, 10,65. Perf gestellt hat, auf Seiten des Pastors stände. In einem an die übrigens eine Lebensrettung für aussichtslos hielten, veranlaßten der Buchdruckeret Feister, 5. Rate, 4,40. Personal von Ulftein u. Co., Buch- ein hiesiges Blatt gerichteten Schreiben protestirt Dr. Joseph den sofortigen Transport des Verunglückten durch den inzwischen erklärt, daß er tief empört auch 2491 Schuhfabrit gegen diese Auffassung und eingetroffenen Rünzel'schen Kranten Transportwagen. 2523 8,60. 2525 2,75 burch Faller. 1056 d. Babucke über die Dienstherrschaft war, die nunmehr tiefe Reue empfinde Letterer war von der Unfallstation III requirirt worden, weil das 1120 d. Mittet 5,80. 2486 4,25 d. Singe. 2487 dito und die Mißhandlungen ihm und der Polizei eingestanden Depot des Herrn Rünzel dem Unfallsorte zunächst gelegen ist. Herrn Amerit. Auftion, Geburtstag Kleinert, 1 Bierflasche, 10,10. Line 2546 Tischlerei haben. Herr Dr. Joseph schreibt noch:" Nachdem ich am 27. De Dr. Josef, welcher dem Kutscher die Anweisung gab, den Verletzten Otto Schuster, Michaelsbrücke, 2. Rate, 5,-. Tischlerei Otto Schuster, Michaels: zember die mir vom Polizeirevier I Charlottenburg zugeschickte nach dem Krankenhause Bethanien überzuführen, antwortete der Brücke, 1. Rate, 12,80. Tischleret H. Klär, Prinzenfiraße, 3,50. Stempelfabrit von Lydia untersucht und das bekannte Attest ausgestellt hatte, fagte ich Rutscher, welcher furz vorher einen anderen Patienten nach Coote u. Wetland, Friedrichstr., 2,50. Verband der Gold- u. Silberarbeiter, Zahl stelle Berlin, 8. Rate, 100, Deutscher Kortarbeiterverband. Bahlstelle Berlin, zu ihr:" Ich habe in dem Attest um Schuß für Sie ersucht; ver- Bethanien befördert hatte, daß dieses Krankenhaus besegt sei. Der 6. Rate, 7,20, Metaűschmuckfabrit v. A. Fries, 3. Rate, 4,70. B. u. Bf., Dranten langen Sie durch die Polizei sofortige Entlassung aus dem Dienste darüber auch unsererseits befragte Rutscher vervollständigte diese firaße, 1, Frete Turner Berlins 50,-. Siste 1546 Metallwaarenfabr. v. Elster des Pastors und kommen Sie dann wieder, damit ich für Ihre Auf- Aussage noch dahin, daß ihm die Pförtnerin von Bethanien erklärt 10,90. Seller, Chirurgische Branche, 142,80 auf folgenden Listen 65, 1588, 1649, 64, 65, 67, 69, 70, 71, 72, 3652, 54, 55, 56, 59, 60, 63, 64, 65, 68, 69. Sifte 4466 v. Profnahme in ein Krankenhaus Sorge tragen kann!" Das Mädchen habe, jest fet das letzte Bett besetzt. Infolge dessen wurde der inKrippable, Bildhauer, 3,30. Lifte 4782, Tischlerei. G. Ball durch den Nordpol tam aber nicht, sondern es erschien der Pastor bei mir, der mir mit zwischen verstorbene Patient nach der neben Bethanien gelegenen Meyer 6,10. Lifte 3456 v. Bildhauer Martgraf v. Schnighausen, Atelier von theilte, das von mir ausgestellte Attest befinde sich in seinen Klinit der Unfallstation II befördert. Professor A. B., Alte Jakobftr. 8, 14,25. Taschenfabrik von Demuth 2,50. Auf Listen v. Wustrow, Mufitinstrumenten- Arbeiter, 630 Stevert, 9,-. 634 Grand Händen, und ein ihm nahestehender Arzt in der Königgrägerstraße" 639 Fiedler u. Goldmann 7,10. 648 hätte ein paar blaue Flecke weniger am Körper der Lydia fonstatirt Otto 18,50. 644 Boof 10,75. 650 Abpuzer v. J. 2. D. 7,95. 658 Lange 6,75. als ich!. Ich lehnte jede weitere Auseinandersetzung sowohl 659 Koch u. Go. 7,-. 669 Neugebauer 13,- 651 Harmonie 4,-. 664 Pfaffe 9 ,. 656 Seibel 10,40. 662 Wiesner 8,30. 665 Hansen 11,50. 670 Gienert 18,- mit dem Pastor wie auch mit deffen ebenfalls mich besuchender 5171 Laurinat 19,10. 5176 Schulz 7,60. 5185 Mittag 11,35. 5186 Neufeld 6,40. Dem Berl. Tagebl." ging gestern noch folgende Erklärung des Kettner, Neuenburgerstraße, 3,50. Siste 3889, Schnetbemühle 2. Freitel, Alte Herrn Dr. Joseph zu: Auf das Zeugniß, das Herr Dr. Placzek, Satobftraße, 8,80. Gesammelt d. Kübler, Wilmersdorf, 11,- Stammgaste bei der behandelnde Arzt ber Frau Pastor Baltelina, dem Dienst Richter, Leipzigerstraße, 4. Rate, 4,35. Berein deutscher Arbeiter in Bras mädchen des Pastors ausstellte, erwidere ich, daß ich die volle Eine Gruppe follettivifiifcher Studenten in Paris 16,85. Ein Glüblichter' 15. Richtigkeit meines Atteftes vom 27. Dezember 1896 aufrecht erhalte, Naad und Wolter, Boffenerstraße, 8. Nate, 7, Quandt 1, Möbeltischleret dafür einstehe und mich dabei sowohl auf die Aussage der Friedrich, Fruchtstraße, 4. Rate, 15,35. Bleech, Barutherstr. 15, 6,50. Dittmer Polizeibeamten, deren Hilfe das Mädchen anrief, als auf Dr. P. Chr. 5,-. Abt. 1,50. 3.- 8-, 50. Senobel- Wette" P. 2. 4,-. Ein armer Fuhrmann 2,- Buchdruckerei Meyer u. Eichler 4,-. Buchdruckerei jene von 13 3eugen, deren Namen ich eventuell nenner werde, G. Schade( Otto Franke), 6,-. Bigarrenfabrit A. Tiek, Invalidenstraße, 6. Rate, berufe, welche öfters das Mädchen blutend, mit hoch ange 3,- Personal der National- Beitung, 4. Rate( intl. 6,45 vom Auslernen), 25, schwollenem Gesichte aus der Wohnung ihrer Herrschaft wurde der Führer eines Wagens der Firma F. F. Resach, der Heidingsfeld von den Brauern 9,-. Getdingsfeld von den Genoffen 3,50. Bürzftürzen sahen, Warum bot, wenn keine Mißhandlungen vorstelen, 31 Jahre alte Rutscher Otto Schoenbeck, vor dem Hause Elbingerburg von den Steinhauern 4,45. Würzburg, von den Metallarbeitern 18,40. Würzburg, Protestler gegen behördliche Sandlangerdienste 9 ,. Würzburg, Weit der Pastor dem gerichtlichen Verwalter des Hauses Schweige straße 10, wo er Waaren abgeladen hatte, durch einen Hufschlag Bulgarter, 2. Rate, 4,50. Würzburg, Verband der Maurer, 16,75. Würzburg, b. geld und weshalb bekannte er und feine Gattin bei ihren öfteren des Sattelpferdes am linken Unterschenkel so schwer verletzt, daß Spißig 9,10. Würzburg, Berschiedenes, 11,80. Dr. D. S., Straßburg t. G., Besuchen in meiner Wohnung, daß sie das Mädchen wiederholt feine Ueberführung in die Unfallstation III. erforderlich wurde. 2. State, 12 25. Achim bei Bremen 50,-. Herrenabend des Gefangvereins gefchlagen hätte? Ich überlasse es dem Herrn Dr. Placzek, Mittwoch Abens kam vor dem Hause Potsdamerstr. 23a der Typographia", Straßburg i. E., 20,-. Aschersleben d. G., 4. Rate, Siften 13, deffen Attest ich für unrichtig erkläre, mich wegen diefes Vor- 69 jährige Beitungsträger Hermann Balg beim Verlassen eines 20, 21, 22, 23( Darunter Ortsverein der Buchdrucker 10,-, Fachverein der Bergarbeiter 10,-, Metallarbetterverband 10,-), 60,80. Fahrradfabrik Sturmvogel in murfes gerichtlich zu belangen. Nach diesem ermeffe man die Pferdebahnwagens zu Falle, gerieth dabei unter die Räder einer Halensee 6,-. Spremberg, von den Genossen, 85,- A. Lange, Faltenberg, Gemeinheit der Deutschen Warte", welche gleichfalls in der gestrigen gerade vorüberfahrenden Droschte 2. Klasse und erlitt eine erhebliche Oberschlesien, 6, Gesangverein Immergrün", Zegel, 10,-. Beberarbeiter Abendnummer schrieb:" Die ,, Mißhandlung" eines Dienstmädchens durch Berlegung am Kopfe. Er fand in der Charitee Aufnahme. Beim ( Weißgerber, Lohgerber, Färber und Berufsgenoffen), 4. Rate, 100,-. Freiwaldau einen evangelischen Geistlichen hat lediglich in der Verabreichung Abspringen von dem Vorderraum eines durch die Straußbergerstraße in Schlesien d. F. M. 9,-. Organifirte Buchbrucker Bunzlau's in Schleften 10, Bewertschaftstartell Finsterwalde b. A. S. B., 3. Rate, 65,-. 2. u. W., Kaffel, einiger Ohrfeigen bestanden, weil die Donna fich ausnehmend fahrenden Pferdebahnwagens der Ringbahn fiel heute Nacht der Gewertschaften Spandau's auf Liften( darunter Musterwerffiatt, 2. State, renitent und heimtückisch gezeigt hat." Welch' ein Maß von Feig- 34 jährige Postschaffner August Buchholz infolge Glatteises hin, 15,50), 130, Charlottenburger Bewertschaftskommission, 6. Rate( darunter auf heit und Erbärmlichkeit gehört dazu, ein hilfloses Mädchen derart zu wurde überfahren und am rechten Fuße sehr schwer verletzt. Er Sifter 2, 44, 18, Anhaltische Maschinenfabrit Martinitenfelde 63.85), 100, Zeller jammlung, Bezirksversammlung, Solzarbeiterverband, Bahlstelle Bertin, beschimpfen. Was sagen die Abonnenten dieses Blattes zu dieser wurde nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. 613 Rlingmann 21,50( darunter Baupußer und Buditer, Bau Mustauerfir., 2 ,.) Frau ab." 5218 Rube 6,-. 5219 Seindorf 7,10. 5220 Gottwald 11,60. Lifte 3893, Tischleret ( Böhmen) durch Wahle 2,50. Eine Gruppe russischer Studenten in Paris 40, der Storch nicht tommt, 3,- Würzburg, b. Stühler 8,55. Würzburg, 2 arme 3,-. Durch den Bruch eines Wafferrohrs wurden gestern in der Morgenfrühe die Bewohner des Hauses Klopstockstr. 38 in Aufregung perfetzt. Das Rohr liegt auf dem Boden, wo sich die Waschküche befindet; dort erfolgte der Bruch, und das Wasser ergoß sich alsbald in die unteren drei Etagen. Als die aus dem Schlafe geweckten Bewohner die Feuerwehr alarmirten, stand das Wasser schon mehrere 3o hoch in den Zimmern. Die nothwendigen Abperrungen wurden sofort vorgenommen, so daß die dringendste Gefahr beseitigt war. Der Schaden ist sehr erheblich. Herr Eiermann, Rosenthalerstr. 61, theilt uns mit, daß seine als verschwunden gemeldete Ehefrau ohne sein Wissen zu ihren Eltern gereist war. Dadurch erklärt sich der Fall. Unglücksfäde im Straßenverkehr. Mittwoch Nachmittag = Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. E. K. 65. Ein guter Buchbinder wird die Sache schon machen. Leider Suter 8. Hohenzollern. König. können wir die„ Neue Welt" nicht ungefalzt unseren Lesern liefern. H. E. S. Wie Ihnen bereits mitgetheilt ist, sind die Schriftstücke nicht rechtsgiltig. P. W. 24. Ist Ihnen Reparatur von Küche und korridor versprochen, dies Versprechen aber nicht gehalten, Sie jedoch ein, Druckfehler- Berichtigung. In der Notiz, Behausung 3.1 gericht? I zu verantworten. Der Angeklagte hielt seine eigene giffer Berlins"( in Nr. 10, 1. Beilage) lies auf der 22. Zeile: 51jährige Mutter zu einem unfittlichen Lebenswandel an; folgte ,, 127,2( ftatt: 172,2)." fie nicht, bekam ste furchtbare Schläge, die oft so derb ausfielen, daß sie wiederholt das Krankenhaus auf Aus den Nachbarorten. suchen mußte. Die Mutter brachte schließlich, da sie das Achtung, Charlottenburg! Am Sonntag, den 17. d. Mts., Leben und die Behandlung nicht mehr aushalten fonnte, die Sache nachmittags 4 Uhr, findet in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39, selbst zur Anzeige. Die Verhandlung fand natürlich unter Ausschluß der Beffentlichkeit statt; die öffentliche Publikation ergab den zu gunsten der streifenden Hamburger Hafenarbeiter ein Konzert, obigen Sachverhalt. Der Unmensch wurde zu fünf Jahren verbunden mit Theateraufführung und Gesangsvorträgen statt. gezogen, so fönnen Sie nicht ohne weiteres ausziehen, sondern, falls der ( Siehe Annonce.) Indem wir den guten Zweck desselben besonders Gefängniß sowie den üblichen Nebenstrafen verurtheilt. hervorheben, ersuchen wir alle Parteigenoffen, sowie Freunde und In eine Anklage wegen betrügerischen Bankrotts, die in Wirth trotz Mahnung seiner Verpflichtung nicht nachfonimt, die Reparatur Gönner, diese Veranstaltung, soweit es in ihren Kräften steht, zu diesen Tagen vor dem Schwurgericht gegen Maurermeister Haber- auf seine Kosten herstellen und dann gegen den Wirth die Kosten und etwaigen Schaden( Minderwerth der Wohnung) einklagen. O. 2. Hagen i. W. unterstützen. Der Abend verspricht ein genußreicher zu werden, da stroh und Genossen verhandelt wurde, erkannten die Geschworenen 1. und 2. Nein. 3. Dem Meister. E. M. 1870 Berlin. 1. Nein. das Programm sehr reichhaltig ist. Trage jeder dazu bei, daß der nach dem Antrage des Staatsanwalts auf Freisprechung der An- Die Frau haftet nicht für die Schulden des Mannes. 2. Wenn einmal ein Zweck in vollen Umfange erreicht wird. geflagten, sowie auf Uebernahme sämmtlicher Koften durch die Offenbarungseid geleistet ist, so kann die abermalige Leistung nur begehrt Friedrichshagen. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß die Staatskasse. Es handelte sich um Hypothekeneintragungen auf werden, wenn der Gläubiger glaubhaft macht, daß Schuldner inzwischen in nächste Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins am Schöneberger Neubauten. Haberstroh hat mehrere Monate in bessere Bermögensverhältnisse gerathen ist. 3. Was unpfändbar ist, ist an dieser Stelle wiederholt, gulegt in der Nummer vont 30. De Sonnabend, den 16. Januar, abends 9 Uhr, im Untersuchungshaft gesessen. zember 1896 ausführlich dargelegt. 4. Sie leben außer Gütergemeinschaft. Lokale der Frau Bertha Schulze, Friedrich ft r. 185, statt- Vor der Strafkammer des Landgerichts in Köln follte. Sch. 42. Nein, nur ein Preuße ist in Berlin wahlberechtigt. findet. Es ist dem Vorstande gelungen, den vielfach geäußerten gestern der Prozeß gegen den Chefredakteur der Kölnischen E. M. 38. 1. Jm landrechtlichen Gebiet Preußens können wechselseitige Wünschen der Mitglieder zu entsprechen, und einen Referenten zu Voltszeitung" Dr. Cardauns wegen Beleidigung der Beamten Testamente, in denen beide Theile des Widerrufs ausdrücklich sich begeben finden für einen Vortrag über die seit Monaten im Vordergrunde der töniglichen Staatsanwaltschaft in Berlin und Potsdam zur haben, nicht einseitig widerrufen werden; wohl aber kann von einer Seite des allgemeinen Interesses stehenden Nordpolfahrten" Verhandlung gelangen, von dem man nähere Aufschlüsse über das entgegen dem Testament ein Vermächtniß bis zur Höhe von 20 des Nachunter besonderer Berücksichtigung der letzten Nansen'schen Ent Duell Koße Schrader erwartete. Die„ Köln. Volkszeitung" asses vermacht werden. 2. Sprechen Sie mit Abschrift des Testaments in der juristischen Sprechstunde vor. M. O. 1. Nein. 2. Dieselben ver: deckungen. Herr Schriftsteller Wilhelm Bölfche wird in hatte der Berliner und der Potsdamer Staatsanwaltschaft in bleiben gleichfalls Eigenthum bis zur Abzahlung. 3. Zahlen. G. K.. obiger Versammlung über vorstehendes Thema referiren. Gleich einem Leitartikel den Vorwurf gemacht, daß sie dieses Duell Bertin. 1. und 2. Nein. 150, 2. G. Sie sind im Unrecht. Wieder zeitig werden alle diejenigen Parteigenossen, welche politisch nicht nicht verhindert habe, obschon sie vorher davon Kenntniß bolt ist im Briefkasten und auch im lokalen Theil, z. B. in der Nummer organisirt sind also dem Arbeiter Bildungsverein nicht aus gehabt habe. Die Kölner Staatsanwaltschaft erhob darauf vom 24. Dezember 1896, darauf hingewiesen, daß, wenn eine Kündigungsfrist von gehören- wiederum aufgefordert, diesem Verein beizutreten. Neue die Beleidigungsklage, da die Staatsanwaltschaft in Berlin 3 Monaten und 3 Tagen vereinbart ist, die Kündigung spätestens am Mitglieder werden in jeder Versammlung des Vereins aufgenommen. und Potsdam von dem Duell vorher feine Kenntniß erhalten hatte 28. Dezember in den Händen dessen sein mußte, dem gekündigt wurde. Hätten C.2.25. Der Vorstand des Arbeiter Bildungsvereins und auch nach dem Duell keinen Anlaß zum Einschreiten hatten, da Sie den Vorwärts" gelesen, hätten Sie Schaden sich erspart. Wollen Sie gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vorsprechen. für Friedrichshagen. die beiden Duellanten der Militärgerichtsbarkeit unterstanden. Nun- Wenn möglich, bringen Sie das Krankenkassenbuch Ihres Mannes nebst E. G. Ist möglich. E. 3. Nein. Heute, Freitag, erhalten die Mitglieder des Konsumvereins mehr beantragte der Angeklagte durch seinen Rechtsbeistand, den ben strankenkassen- Statuten mit. Baum, Wiesenstr. 3. Nein, Sie müßten beim Amtsgericht flagen. ber Firma Siemens u. Halske in Charlottenburg die Dividende Abg. Rechtsanwalt Dr. Karl Trimborn- Köln die Vernehmung der Beamten der Berliner und der Potsdamer Staatsanwaltschaft. Bisher Emil Schulze. 1. Ja. 2. Da giebt es feinen Weg. A. 3. 100. der Mitglieder betragen soll. Da am Sonnabend darauf, wie all- und seiner beiden Dezernenten, des Staatsanwalts Kleine und des ausgezahlt, deren Höhe diesmal ca. 20 Wark bei einem großen Theil ist die des Oberstaatsanwalts am Berliner Landgericht I Drescher 1. 2. Nein. B. M. 65. In Ihrer Angelegenheit ist weiter nichts zu machen. jährlich, in der Flora zu Charlottenburg ein Fest abgehalten wird, Staatsanwalts Böttger, erfolgt. Die Vernehmung der Potsdamer theiliges vereinbart war, so steht Ihnen ein Anspruch auf Lohn für die Karl Wegner. Da Sie in Wochenlohn standen und nichts Gegen: an welchem wohl die meisten Mitglieder theilnehmen, so ist es der Beamten, und zwar des Ersten Staatsanwalts Dietfurth und seiner Feiertage zu( Arbeiterrecht S. 94). Klagen Sie denselben beim Gewerbe Wunsch vieler Arbeiter der Firma Siemens u. Halske, daß ihre beiden Dezernenten sollte vor einigen Tagen stattfinden. Im letzten gericht ein. 5. O. 110. Ihre Kündigungsfrist beträgt 2 Wochen. Sie Kollegen an diesem Tage auch ihrer kämpfenden Hamburger Augenblick ist die Vernehmung jedoch aufgehoben worden, sodaß kann an jedem Tage nicht nur am Wochenablauf ausgesprochen Brüder gedenken. Ein Sekondelieutenant des Garde- Fußartillerie- Regiments in der für gestern angesetzte Hauptverhandlungstermin nicht statt- werben. Arbeiterrecht S. 43, 45, 168. Spandau hat sich bei der Handhabung eines Gewehrs in seiner finden konnte. Dem Bernehmen nach haben die Berliner Beamten Ghemann sind Sie berechtigt, in der Hauptverhandlung als Beistand Ihrer Wohnung infolge eines unglücklichen Zufalles am Mittwoch eine nicht bestritten, von dem Duell vorher Kenntniß gehabt zu haben, wegen Beleidigung angeklagten Ehefrau aufzutreten. fönnen Sie nur wegen einer Ihrer Ehefrau zugefügten Beleidigung Schußverlegung an der Schulter beigebracht; die Verwundung ist Jedenfalls hätte die Staatsanwaltschaft feinen Anlaß zum Ein- schriftlich dar, wiederholen Sie ihn in der Hauptverhandlung und beantragen jedoch nur durch die entsprechenden unsicheren Zeitungsmeldungen. erheben. Legen Sie den Sachverhalt bereits vor der Hauptverhandlung feine lebensgefährliche. schreiten gehabt, da beide Herren der Militärgerichtsbarkeit unter Sie Freisprechung Ihrer Ehefrau. Verständige Richter werden voraus: standen. Oberstaatsanwalt Drescher soll noch geltend gemacht sichtlich Ihren Antrag zunt Urtheil erheben. Höchstens würden sie wohl haben, daß das Duell im Grunewald, also im Bezirk des Land- 3-15 Mart aufbrummen. Die Strafhöhe für Beleidigung schwankt zwischen gerichts Potsdam stattfand. Interessant ist aber, daß einer der 3 und 600 Mark und einem Tage und einem Jahre Freiheitsstrafe. Duellanten gar nicht der Militärgerichtsbarkeit unterstand, was bisher nicht bekannt geworden ist und wovon auch die Staatsanwaltschaft bisher gar keine Kenntniß hatte. Der Angeklagte soll noch weitere Zeugenvernehmungen beantragt haben. Ein neuer Termin ist noch nicht anberaumt. Kunst und Wissenschaft. Im Schiller: Theater tommt Sonntag Nachmittag„ Wilhelut Tell" zur Aufführung. In der Sonntag Abend- Vorstellung wird das Schauspiel Ein Ehrenwort" von Otto Erich Hartleben gegeben. Heute geht Kreger's Boltsstück„ Der Millionenbauer" in Szene. Im Bürgersaale des RathHauses findet Sonntag Abend ein„ Gottfried Keller- Abend" statt. In Athen haben die beiden Schwestern Angelika und Alexandra Panagiotatos vor einigen Tagen und es ist das der erste Fall weiblicher Dottorpromotionen in Griechenland ihre medizinischen Examina mit dem Präditat Sehr gut" bestanden und wurden nach einer feierlichen Ansprache des Vorsitzenden der Prüfungskommission zu Doftoren der Medizin promovirt. Die jungen Damen, von denen die ältere soeben 22 Jahre alt geworden ist, haben in Korfu, woher fie stammen, ihre ersten Studien gemacht und diese in der französischen Schule in Athen fortgesetzt. Sie ge denken, nach der„ F. 3.", sich den Frauen und Kinderkrankheiten zu widmen. Gerichts- Beitung. B int und 3. Läßt sich ohne mündliche Auseinandersetzung nicht beantworten. B. Sch., Charlottenburg. Als Eine Widerklage Witterungsübersicht vom 14. Januar 1897. Ju Basel ist der Buchhalter Bäumele, welcher Wechsel im Stationen. Betrage von etwa 30 000 Fr. gefälscht hat, in Tunis verhaftet und hierher gebracht wurde, zu 3 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Dersammlungen. Swinemünde Hamburg Berlin Der Verein der Bananschläger nahm in feiner General Wiesbaden versammlung am 3. Januar den Bericht der Kassenrevisoren ent- München gegen; dem folgte eine Uebersicht über die Thätigkeit des Vereins Wien. im verflossenen Jahre, worauf die Neuwahl des Vorstandes voll Haparanda. zogen wurde. Es wurden gewählt: Schröder zum ersten Vor- Petersburg. fizzenden, Wiegand zum ersten Schriftführer und Jüling zum Cort ersten Kassirer. Den Hamburger Streifenden überwies die Ver- Aberdeen. fammlung 50 M. Paris. Barometers tand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke NNW ( 1-212211A Wetter bedeckt Temperatur ( 50 G. 4° R.) nach Celfius 761 762 Nebel -1 761 NW Schnee 761 NO bedeckt 758 Nebel 759 Still Nebel 763 bedeckt 10 765 1 772 AND 3 770 761 Schnee wolkenlos heiter bedeckt -13 2 1 0 WNW 3 NNO 3 Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Südost= Schule, Waldemarfiraße 14: Natur- Erkenntniß( Antite und moderne Natur- Welter- Prognose für Freitag, 15. Januar 1897. Griechische Weisheit betrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Ein wenig fälter, zeitweise aufklärend, vorwiegend noch trübe und biblische Ueberlieferung. Die Entthronung der Erde aus ihrer bevorzugten bei schwachen nördlichen Winden; feine erheblichen Niederschläge. Stellung int Weltenall. Mechanistische Auffassung und experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze[ Lamart Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Grenzen der Natur- Erkenntniß.) Herr Dr. C. Joël. Nord Schule, Brunnenstr. 25: Diebe- ilebung( Die wichtigsten technischen Grundfäße für die Kunst des öffentlichen Nedens. Lehre vom Aufbau eines Vortrages.) Herr Heinrich Schulz. Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichen Zeitschriftenmaterials, schon von 8 1hr abends an geöffnet. Am 15. Januar wird voraussichtlich die geplante öffent= liche Lefeballe, bie mit geitungen, Beitschriften und Büchern reich ausgestattet ist, für die allgemeine unentgeltliche 23 enugung eröffnet. Der Borstand. Arbeiter- Sängerband Bertins und Umgegend. Borfigender Ad. Neumann, Basewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Friedrich ortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und gegend. Alle Bufchriften, den Bund betreffend, sind zu richten an P. Gent, S. Dresdener. straße 107/8. Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. Renderungen im Bereinstalender find zu richten an Otto Schulz, Kottbufer Damm 72. Allgemeine ranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 29, Samburg), Filiale Berlin 6. Sonnabend, den 16. Januar, abends sy Uhr, Ackerstr. 128 bei Marten, Mitgliederversammlung. Filtale Berlin 9. Sonnabend, 16. Januar, abends 8 Uhr in der Kronenbraueret, Alt- Moabit 47-49, im tleinen Saal, unten. Die Zahlstelle von Bieck befindet sich jetzt Goykowskyftr. 25 det Liebe( Restauration). Vermischtes. 22 Todes- Anzeige. Aut 12. d. M. entschlief nach langem Leiden unser lieber Bruder, der Steinträger Joseph Klopsch, Mariannenstraße 31. Dies zeigt tiefbetrübt an im Namen der Hinterbliebenen Franz Klopsch. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. d. M., nachmittags 22 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses At Urban aus statt. 38376 Die Beerdigung meines Bruders Rudolf Borchert findet hente, Freitag, nachmittags 2 Uhr, auf dem Begräbnißplatz der freireligiösen Ge Aug. Borchert, Maschinist. Danksagung. meinde statt. 38426 Allen Freunden und Kollegen, sowie Die Beleidigungsklage des Genossen Timm gegen den Konfektionär Saalfeld und die Schneider Stullgies und Muscheck, welche fchon am 8. Dezember das Gericht beschäftigte, damals aber wegen Krankheit des Angeklagten Muscheck vertagt wurde, stand am Donnerstag wiederum zur Entscheidung vor dem Schöffengericht. Es handelt sich um die nach dem Konfektionsarbeiter Streit verbreitete Behauptung: Timm fei von den Unternehmern bestochen worden, deren Interesse eine alsbaldige Beendigung des Streits herbei zuführen. Der Angeklagte Saalfeld ist vom Kläger als Urheber des Gerüchts ermittelt worden. Saalfeld hat nämlich, als eine Frau Ranowsti ihm gegenüber ihre Verwunderung über die schnelle Be endigung des Streits aussprach, zu ihr gefagt: Die Schneider find die Dummen, Timm hat sein Geld in der Tasche, denn er hat ja von den Konfektionären 6000. bekommen. Frau Kanowski hat diese Aeußerung zu dem Angeklagten Stulgies erzählt, dieser hat sie wieder dem Angeklagten Muscheck mitgetheilt, welcher dann in einer Schneiderversammlung am 25. August v. Js. auf grund dieser Verdächtigung ben Kläger Zimm als einen Mann bezeichnete, der das Vertrauen seiner Kollegen nicht mehr verdiene; hierüber zur Rede gestellt, wiederholte Muscheck die ihm von Stullgies zugetragene Behauptung und legterer bestätigte dieselbe unter Angabe seiner Quelle in einer anderen Versammlung am 31. Auguft. Vor Gericht gab Saalfeld zu, die fragliche Aeußerung gemacht zu haben, er wollte sich jedoch nur einen Scherz mit der Frau Ranowski erlaubt und die Behauptung feineswegs ernst gemeint haben. Der Gerichtshof hielt alle drei Angeklagten der Beleidigung für schuldig. Wenn man auch annehmen wolle, Saalfeld habe nur einen Noch eine Brüsewikerei. Grobe Ausschreitungen hat sich, uit machen wollen, so gehe es doch zu weit, sich derartige Scherze wie wir in der Zeit" lesen, in Kuxhaven ein Ober- Lazarethgehilfe zu erlauben, durch die jemand bei seinen Kollegen verdächtigt und in von der zweiten Werftoiviston Wilhelmshafen, Beckmann, gegen den Sängern unseren herzlichsten feiner Ehre schwer getränkt werde. Betreffs der der An- einen Gastwirth schuldig gemacht. Der Beckmann erlaubte fich Dank für die rege Theilnahme am geklagten Stulgies und Mufcheck müsse berücksichtigt werden, im Wirthslokal schamlose Beleidigungen gegen die Wirthin und Begräbniß unseres lieben Sohnes, daß diefe als Schneider ein Interesse hatten, die fragliche das Dienstmädchen. Darauf warf ihn der Gastwirth vor die Bruders it. Schwagers Max Huth. Behauptung auf ihre Wahrheit zu prüfen. Sie hätten das aber in Thür, als er das Lokal nicht verlassen wollte. Als dann Die Hinterbliebenen. einer Form gethan, die gleichfalls. beleidigend sei. Gegen Saalfeld der Gastwirth zurückkehren wollte, stürzte Beckmann auf ihn zu wurde eine Strafe von 50 M. oder 10 Tagen, gegen Stullgies und mit dem Rufe:" Ich bin geschlagen, ich bin ein Soldat. Das kann Muscheck eine solche von je 5 M. oder 1 Tag Gefängniß ausge- ich mir nicht gefallen lassen, das leidet meine Ehre sprochen und dem Kläger die Publikationsbefugniß des Urtheils, nicht." Beckmann zog ein Messer und verletzte dem Wirthe bei soweit es die beiben legten Angeklagten betrifft, im Vorwärts" deffen Abwehr die linke Hand durch fünf Schnitte und Stiche, dann Achtung! stieß er dem Wirth das Messer in die linke Brustseite und wandte und im Fachorgan der Schneider zuerkannt. Acht Prozeffe des Reichs Militärfiskus gegen den sich zur Flucht. Berliner Magistrat beschäftigten den II. Senat des Ober- In Bremen sind am Donnerstag die drei mittleren Packhäuser Verwaltungsgerichts in seiner Sigung vom 13. Januar cr. der Firma Meyer u. Strauch in der Hohethorstraße abgebrannt. Es handelte sich um die Freistellung einer ganzen Reihe Militär- Aus Bremen wird uns weiter berichtet: Das Feuer Dienstwohnungen von der Grundsteuer und den obligaten Neben in den Backhäusern der Aktiengesellschaft Bremer Packhäuser" abgaben. Der Bezirksausschuß hatte die Heranziehung zur Steuer an der Hohethorstraße ist durch die angestrengte Thätigkeit der in allen Fällen bestätigt, das Ober- Verwaltungsgericht indeß Feuerwehr auf seinen Heerd beschränkt worden, wüthet aber entschied theils zu gunsten des Fistus, theils hielt es die Vor- im Innern noch fort. Durch dasselbe wurden die drei Entscheidungen aufrecht. Ausdrücklich hob der Präsident Lohaus mittleren Packhäuser bis auf die Umfassungsmauern zerstört, hervor, daß das Revisionsgericht an den fürzlich aufgestellten Grund- während die beiden angrenzenden Häuser zum theil erhalten fägen festhalte, die die Heranziehung der Militär- Dienstwohnungen werden konnten. Das in den von dem Feuer in Mitleidenschaft gezur Grundsteuer betreffen. Diese Grundsäge sind seinerzeit im zogenen fünf Häusern der Gesellschaft befindliche bedeutende Quantum Vorwärts" ausführlich wiedergegeben worden. Nach ihrer An- Tabat, welches dortselbst für Rechnung der Firmen H. F. E. Meyer wendbarkeit wurde jeder einzelne Fall geprüft und demgemäß ge- und Frig Strauch u. Sohn lagerte, ist durch Feuer und Wasser völlig urtheilt. So wurden die Wohnungen der Militär beamten für vernichtet worden. grundsteuerpflichtig erklärt. Die Wohnungen zweier Offiziere im Artilleriedepot, die des Direktors im Arrestlokal und die des Chefarztes im Garnisonlazareth wurden unter anderm von der Steuer freigestellt, weil angenommen wurde, daß die Einräumung derselben für die genannten Personen des attiven Militärdienstes lediglich im Interesse der Verwaltung und der betreffenden Institute erfolgt sei. Ebenso wurden freigestellt alle in Frage gekommenen Dienstwohnungen der Militärs vom Feldwebel abwärts. Bu ihnen rechnete man auch einen Zahlmeisteraspiranten in der Kriegsakademie, während zahlmeister zu den Militär beamten gezählt werden, die nicht • Ju Genf ist in der Nacht zum Donnerstag das fünfstöckige, alleinstehende Requisitenhaus des Stadttheaters mit dem ganzen Inhalt vollständig niedergebrannt. Der Schaden ist nicht unerheblich. Aus Paris wird berichtet: Ein Theil der staatlichen Pulvermühle in Servanlivry ist durch Explosion zerstört. Die Peft. Aus Konstantinopel wird berichtet: Wegen des von türkischer Seite ausgehenden Widerstandes in der Frage der indischen Pilger konnte der Sanitätsrath in seiner gestrigen Sitzung keinen Beschluß fassen. Nur in Basra find Schiffe mit Pesttranten zurückgewiesen worden. Ein englisches Schiff, welches mit 1042 Ein Nachtbild. Wegen schwerer Ruppelei hatte sich gestern indischen Pilgern abgegangen war, von denen unterwegs 2 an der der Arbeiter" Curt Ulrich vor der 9. Straffammer des Land- Best gestorben sind, ist in Kamaran eingetroffen. tommunalsteuerfrei sind. M Allen Freunden u. Bekannten fage ich für die Strangipende und rege Theil nahme bei d. Beerdigung meines lieben Mannes meinen herzlichsten Dank. Hedwig Sandmann, geb. Prengel. Achtung! Künstliche Zähne von 3 M. aut, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahnziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bet Bestellung umsonst. Guckel, in 12, tegligerftr. 71 I. autzerplatz 2, Elfaffer str. Die weltbekannte Bettfedern- Fabrik GuftabLuftig, Berlins., Prinzenftraße 46, versendet gegen Nachnahme garant.neue Bettfebern b. Pfd. 55 Pf., hinesische Halbbaunen b. Bfb. M.1,25, bessere palbdaunen d. Bib. M. 1,75, borzügliche Daunen d. Pfb. M. 2.85. Bon diesen Daunen genügen 3 bis 4 Pfund zum großen Oberbett. Verpackung frei. Breisl. u. Proben gratis. 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Karl Moretti: Julius Türk; Elise: Jenny Marba; Orlandi: Hans Manussi; Sismondi: Wilh. Ruff. Eintrittskarten à 60 Pf. sind in den bekannten Zahlstellen zu haben. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Freitag, abds. 8 Uhr: Der Millionen: bauer. Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Schierling. Die Komödie der Irrungen. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Dir. Rich. Schultz. Freitag, den 15. Januar 1897: Emil Thomas a. G. Letzte Aufführung Zum 116. Male: Eine wilde Sache. Anfang 1/28 Uhr. Sonnabend, Sonntag und die folgenden Tage:„ Eine tolle Nacht." Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst- Theater). " Frau Lieutenant." Vaudeville in drei Aften von Paul Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Hermann Hirschel. Musit von G. Serpette und V. Roger. Morgen und folgende Tage:" Frau Lieutenant." Oftend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. Heute und folgende Tage: Gastspiel von Josephine Dora vom Adolph Ernst- Theater. „ Schwerenöther." Posse mit Gesang in 4 Aften von Ostar Klein. Muſit Anfang 8 Uhr. von G. Steffens. Sonntag, nachm. 3 Uhr, zu halben Breisen:" Der deutsche Michel." Friedrich Wilhelmst. Theater. " Der Veilchenfresser." menten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Passage Apollo- Theater. Unterstütungs- Verein Friedrichstr. 218. Dir. J. Glud. der Kupferschmiede VI. Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt). Sonntag, den 17. Januar, abends 6 Uhr, Miss Emeline Ethardo. Deutschlands. Filiale Berlin. im Lokale von Mörschel, Schönhauser Allee 28: Oeffentliche Versammlung The Kellinos. Sonnabend, den 16. Januar, abends 9 Uhr: Das Sensationsbild: General- Versammlung Endlich allein! bei Herrn Feind, Weinstraße 11. für Frauen und Männer. Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Ad. Hoffmann über Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht La belle Devernois Sraufen- Unterſtügungs- und Glaube und Bernunft". Nachdem: Geselliges Beisammensein. ferner 30 Künstler 1. Ranges. Kaffenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Feen- Palaſt, ſtraße 22. Panopticum. Direttion Winkler& Fröbel. Das durchweg neue urkomische KarnevalsLetzte : Woche: Riefen- Programm. Traumbilder. Feerie in 13 Bildern mit Musik und Gesang. Noch nie dagewesen Sensations- 25 Nummern. Castan's Panopticum. Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Pygmäen. Neu! Neu! Ur- Australier ( Kannibalen). Münz- u. Kaiser Wilhelmstr.- Ecke Winkler's großes Anatomisches Museum Freitag von 2 Uhr ab: Damentag. Entree 50 Pf. 126M Parodie- Theater Oranienstr. 52. Gastspiel der Gesellschaft Lumpe. Sonnabend: Zum 1. Male: Novität! Der Berggeist Novität! oder: Das graue Kreuz im Teufelsthal und: Die Jungfrau vom Riesengebirge. Romant. Ritterschauspiel von Fischer. Anfang 8 Uhr. Entree 75 Pf. bis 3 M. Berliner Possen- Theater Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direktion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Heute und folgende Tage: Heinrich Heine. Lebensbild in 3 Aften von Mels. Anfang der Vorst. 8 Uhr. Kaffen: eröffnung 7 Uhr. Entree 30 Pf. Alcazar Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerftr. 52/53( City- Passage) Annenstr. 42/43. Bornehmster Familien- Aufenthalt. Neu! Der Ehrenpokal Neu! Nur noch kurze Zeit: Die drei Wunder Lilly, Elsa n. Frieda auf deni Doppeldrahtseil. Anfang 7 Uhr, Sonntags 6 uhr. Entree 30 Bf. Viktoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112. Heute sowie jeden Freitag u. Montag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Bf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate). Emma, mein Mauseschwänzchen. Neueste Burleste. Sonntag: Sanssouci. Circus Renz Karlstrasse. ( Jubiläums Saison 1896/97.) Freitag, den 15. Januar 1897, abends 72 Uhr: Große brillante Vorstellung. Kolossaler Erfolg. Lustige Blätter! Neue Einlage. Leuchtende Karrikaturen. Außerdem: Donner und Darius, Rapphengste, vorgeführt von Herrn Rab. Renz. Auftreten der Schul oder: Die Deputation. Boffe in 1 Att von H. Kläger. reiterin Mlle. Wilma mit dem SchulBrothers Riston, großartiges Luft- pferde Pretty Boy. Ferner: Das Potpourri. Herm. Wehling, Tanzphänom. Nechengenie Mr. Inaudi als H Stomiter. Lotte Sieger, Bravour: Gaft. Auftreten der neu engagirten Altiftin mit 50 dreſſirten Katten. War Kunstkräfte allerersten Ranges. Die Alfredo Ner, Salon- Humoriſt. Eugen Rofi, unübertreffl. Charakter: Darsteller u. a. m. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser. Entree 30 Pf. Anfang 8 Uhr. Morgen, zum ersten Male:„ Kein Sijung." Voltsschauspiel in 4 Aften nach der gleichnamigen Dichtung von Fritz Reuter, von Hermann Jahnke und William Schirmer. Sonnabend, nachm. 4 Uhr:" Die Buppenfee." Zaubermärchen mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Georg Zimmermann. Sonntag, nachm. 3 Uhr:„ Der Beilchenfreffer."- Abends 8 Uhr: „ Der Glöckner von Notre- Dame." Romantisches Drama in 6 Tableaux von Charlotte Birch- Pfeiffer. Billets ohne Vorbestellgebühr an der Theaterkaffe, außerdem im Invalidendant, Unter den Linden 24, bei Baul Romeid, Leipzigerstraße 6, und Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Alexanderplay- Theater. Heute und die folgenden Tage: Vifante Novität! Sein Verhältnik. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Aften von Karl Pohle. Anfang 8 Uhr.( Bons, auch die zu anderen Stücken ausgegebenen, behalten ihre Giltigkeit.) Nächsten Sonntag, nachm. 4 Uhr: Zum ersten Male: Die Puppenfee. Baubermärchen mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Georg Zimmermann. In Vorbereitung: Der indische Cactus. Schwant in 4 Aften von A. v. Gordon. Billets sind schon 3 Tage vorher ohne Vorbestellgebühr an der Theaterkaffe zu haben. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34 nahe dem Kottbuser Thor. Weihnachtsfeft= Dekoration sämmtlicher Säle. Robert und Bertram Große Gesangspoffe in 4 Aften von G. Näder. Sonntags 7 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. bis 4 M. Sonntags 6 Uhr. R. Winkler. Circus Busch. Bahnhof Börse. Freitag, den 15. Januar 1897, abends 72 Uhr: Gr. humorist. Vorstellung. Nach Sibirien. Dies grandiose geniale Schauftück des Circus Busch bildet jetzt das Tagesgespräch von Berlin. Bracht, phänomenale equestrische Leistungen; meisterhafte Inszenirung. Unerreicht. Jeder Beschreibung spottend. Die ruffische Ofter messe in Mostau. Gr. russ. OriginalSänger- Korps. Der grandiose weiße Aft auf der Newa. Die unheimliche Verfolgung durch Wölfe. Die Todes: fahrt mit dem ruff. Dreigespann zur hohen Bühne hinauf; eine noch nie gewagte Leistung. Außerdem: 100 Clowns, männl. u. weibliche. Pierrot's Abenteuer, fomische Szene der Pierra- Troupe. Der Gigerl- Clown Mr. Alf. Daniels als Gedankenleser. Auftr. der Clowns Mr. Sidney und Cyrillo. Die vor: züglichsten Freiheitsdreffuren des Dir. Busch. Conversano II., echt Vipizaner Schimmelhengst, dressirt und geritten von Herrn Foottit: Burghardt. Spezialitäten ersten Ranges. Morgen: Nach Sibirien. Sonntag: 2 Borstellungen. Nachm. 4 Uhr: Zscheus. Abends 712 Uhr: Nach Sibirien. Um vielfachen Wünschen entgegenzukommen und auch der Jugend den Anblick der Pantomime Nach Sibirien" zu erleichtern, werden an den Wochentagen für Kinder unter zehn Jahren soweit der Platz es gestattet Billets zu halben Preisen verabfolgt. Begräbniß- Verein Der Vertrauensmann. 219/8 .Bau- n.gewbl.Silfsarbeiter Deutscher Holzarbeiter- Verband Berlins. General- Versammlung Sonntag, 17. Januar, 10%, Uhr vorm., im Vereinslokal, Langestraße 65. Tages Ordnung: 1. Abrechnung v. 4. Quartal 1896. Heute, Freitag, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße Nr. 20-21( unteres Zimmer links): Sigung der Ortsverwaltung. Die Beitragsammler werden ersucht, in dieser Sizung zu er: 2. Vorstandswahl. 3. Vereins- An- scheinen, um die 20- Pfennig- Marken in Empfang zu nehmen. gelegenheiten. 30/5 Jedes Mitglied iſt verpflichtet, zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Schippanowsky's Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3. Neu! Neu! Neu! !! Im Frühlingsglanz!! Populäre Konzerte: Jm Fliederhain, In der Rosenlaube, Im Obstgarten, In der Hopfenlaube, Im Weinberge. Entrée frei! Entrée frei! Theater- Abtheilung: Auftreten von Humoristen, Komitern 2c. Hauswirths Töchterlein. Poffe. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. 80/15 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 17. Januar, vormittags 1,10 Uhr: General- Versammlung im großen Saale der Arminhallen, Rommandantenstr. 20. 114/11 Tages Ordnung: 1. Bericht der Ortsverwaltung und Kassenbericht. 2. Neuwahl der Orts: verwaltung. 3. Stellungnahme zur Generalversamnilung unseres Verbandes. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht aller Weitglieder, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Kistenmacher. Montag, 18. 5. M., abds. 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht über die Thätigkeit des Gewerbegerichts. 2. Vereinsangelegenheit. 3. Verschiedenes. 94/4 Gardinen Achtung! Maurer! Achtung! Rester- Ausverkauf älterer Muster in weiß und crême zu 1-4 Fenstern passend, spottbillig in dem Gardinenfabrik- Lager Berlin O., Grüner Weg Nr. 80 part., Ging. vom Flur( kein Laden). Neuheiten treffen täglich ein. Wohl fühlt sich bei jetziger Witterung, wer[ 8682* Brunnen- Strasse 110 ( neben dem Pferdebahn Depot) bei Jgnatz Sello bezieht anerkannt Sonntag, den 17. d. M., vormittags 10% Uhr, im Lokale„ Königshof", Bülowstraße 37: Mitglieder- Wander- Versammlung der Filiale Berlin II des Zentralverb. deutsch. Maurer. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten C. Frohme über: Streiflehren. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 136/11 NB. Die Kollegen vom Westen, Schöneberg und Süden sind hierzu ganz besonders eingeladen. Auch Gäste habeu Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Lokalverwaltung. guten Rum, ½, Fl. inkl. von 90 Bf. an, Achtung! Achtung: Maurer. vorzügl. Glühwein Extrakt, Fl. inkl. v. 1,10 m. an, Ingwer, Pfeffer: minz: 2c. ff. Liköre( Literfl.) inkl. 1,10 Mr., Utterfi. intl. 55 Bf., Stone dorfer inti. Orig. Fl.( 3/4 Ltr.) à 80 Pf., Halb u. Halb, feinſte Litörmischung, alten Nordhäuser per Liter 50 Pi Der 1/4 Champagner- Flaſche inkl. 90% füßt. Ungarwein, Orig. Fl.( 2 Liter) inkl. von 90 Pf. an, sowie sämmtliche Sorten Weine, Cognacs u. s. w., Spirituosen auch im Einzelverkauf nur zu Engrospreisen. Billigste Bezugs: quelle. Bitte genau auf Nr. 110 Brunnenstraße Nr. 110 zu achten. Pfund des Achtung! Sonntag, den 17. Januar, vormitt. 10 Uhr: Bwei Derlammlungen Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. 1. Im Weddingpark, Müllerstrasse 178. 2. In der Proskauerstrasse, nahe der Frankfurter Allee. Tages- Ordnung in beiden Versammlungen: 1. Der wirthschaftliche und politische Kampf mit besonderer Berücksichtigung der Berliner Lohnbewegung von 1896. 2. Disfuffion. Referenten: Fr. Kater. Carl Blaurock. 3. Gewerkschaftliches. Die Maurer Berlins und Umgegend werden ersucht, in diesen Ver: fammlungen 129/8 Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Borstand. Hirschfleisch 025, 30, sabereich und pünktlich zu erscheinen. 40 Pf. Blatt 50 ẞf. Keule 70 Bf. Wildschwein u. Kaninchen. Oderbruch. Gänse à Bfd. 50 u. 55 Pf. Sajen 3,- W., gelpiat 3.50 W. Wild- und Geflügel: A. Ritschl, Handlung vorzüglichsten Clowns. Morgen: Lustige Blätter. 61 Dresdenerstr. 61 part. Franz Renz, Freundl. möbl. Schlafstelle billig Kgl. Kommissionsrath und Direktor. Oppelnerstr. 19, 4 Tr. I. 38396 Empfehle kräftigen Frühstücks-, Mittags- u. Abendtisch; täglich musikalische Abendunterhaltung. Franz. Billard. " Buchdrucker- Wacht“ und„ Vorwärts" liegen aus bei C. Rietschel, Köpnickerstrasse 154a, nahe der Brüde Weinverkauf in Gläsern und Flaschen. Die Monatsschrift ,, Neuland" ( Berlag von Joh. Sassenbach, Berlin 4) erscheint am 15. eines jeden Monats. 9162b Das soeben erschienene Januarheft hat folgenden Inhalt: Richard Calwer: Streit an der Börse. Fr. von Oppeln: Bronikowski: Tivoli. Wilhelm Schäfer: Richard Dehmel. Clara Müller: Die Frauenbewegung. Paul Kampffmeyer: Laffalle als Sozialpolitiker. Arthur Dir: Formeln. Robert Hasse: Bebel und sein Kritiker. W. Fred: Die Verliebten. Arno Holz: Berlin. Das Ende einer Zeit in Dramen. I. Sozialaristokraten. Komödie in 5 Aften.( Schluß.) Rundschan: Literatur. Sozio: logische Bibliographie. Abonnement vierteljährlich durch Poft oder Buchhandel 1,30 M., bei direkter Zusendung in Berlin 1,40 m., außerhalb 1,60 m. Einzel heft 50 Bf. Amandus Wronkow Oranienstraße 162, zwischen Moris: und Ausverkauf Oranienplak. wegen vollständiger Aufgabe meines Geschäfts. Nur noch kurze Zeit. Heute Bertauf von Handschuhen und Strümpfen zu jedem annehmbaren Preise. Charlottenburg. Achtung, Zimmerer! Verein der Zimmerer Berlins und Umg. Sonntag, den 17. Januar, vormitt. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Beuthstrasse No. 21-22: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1896. 2. Vereinsangelegenheiten und * event. Anträge zum Statut. 3. Vortrag des Genossen Joël über:„ Die 257/5' Entdeckung des Nordpols". Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Bum Besten der Hamburger Hafenarbeiter. Sonntag, den 17. Januar cr., im Lokal„ Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39: Konzert, Theater u. Gesangsvorträge. Fachverein der Stellmacher Berlins und Umgegend. Sonntag, den 17. Januar 1897, vormittags 9% Uhr: General- Versammlung im Lokale des Herrn Babiel, Rosenthalerstraße 57. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1896. 2. Bericht über ArbeitslosenUnterstügung. 3. Verschiedenes. 159/5 Der Vorstand. Anfang 4 Uhr, der Theatervorstellung 5 Uhr. Entree 30 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfennige nach. Billets sind in allen Zahlstellen des Wahlvereins, sowie an der Kaffe zu haben. Das Komitee. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. 3794b Um zahlreiches Erscheinen ersucht Verband der Sattler u. Tapezirer Filiale I( Centrum). Sonnabend, den 16. Januar, abends 8 Uhr, im Lokal von Kintz& Co., Alte Jakobstr. 83: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht und Neuwahl des Vorstandes. 2. Bericht und Neuwahl der Arbeitsvermittlungs- Kommission. 3. Neuwahl des Bibliothekars. 4. Ber 156/11 Um zahlreiches Erscheinen bittet schiedenes. Der Vorstand. Freie Vereinigung der Bau- Anschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 17. d. M., vormittags 12 Uhr, im Lokal des Herrn Buske, Grenadierstr. 33: General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Bericht des Vergnügungskomitees. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Kaffenbericht. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. Rauchklub Zufriedenheit". Mitglied des Arbeiter Raucherbundes. 33/8 3841b Gr. Wiener Masken- Ball. in Wirsing's Lokal, nesebeckstraße 113 in Rigdorf. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, da Zweifel herrschten, daß das Lokal von Wirsing frei ist. Der Vorstand. Pichelswerder. Empfehle den geehrten Herren und Damen meine Winter Lokalitäten, gute Speisen und Getränke stets vorräthig. [* Es ladet ein Der alte Freund. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.