Nr. 258. Sonntag, den 3. Kovemder t88S. H. Jahrg. SerllnerVlllksbllltt. Brga» skr die Interessen der Ardertcr. he««S»« Pumm-r lieg« für«ufere Abonnenten r; 44 de».Kn»ntag»-Kla,t bei. SchnranengefÄng des Msrlells. y i.'k? �'st eine Freude zu leben", schrieb einst Rom- Hutten, der Stünner und Dränger gegen Bliwn er auf die Bewegung der Geister und die bnlte»? Wisienschaften hinwies. Sein Wort hat sich er- �enn n heute noch auf Beachtung Anspruch machen, frisch aufquellende geistige Leben DentschlandS dn ��""ionSzeit war eine der hoffnungsreichsten Episoden täusks.» Geschichte, wenn auch diese Hoffnungen ge- � forden sind. �wrnt- vierthalbhundert Jahre nach dieser Zeit kein fcj"1„moderner" Staatsmann, freilich kein Hutten, bar» �s'ner und Dränger, sondern ein Mann des Berein- W fm m't der herrschenden Gewalt und ruft gleichfalls in �lt hinein:„Es ist eine Freude zu leben!" Welche Freude dieser Mann wohl gerade jetzt empfinden da man im Begriffe ist, eine große geistige und �nenschaftliche Bewegung von Neuem mit polizeilichen »ßnohmcn zu knebeln, und da man bemüht ist, die Lasten S jern"ehten/ die durch die..AuSgestalwng" des neuen ."ches dem Volke auferlegt werden! In dem Augenblick, uVe Ausgabenlast des Reiches eine Milliarde über- .Muet und die Schulden dieses Reiches sich mit un- heimlicher Geschwindigkeit vermehren; im Augenblick, da ">0n durch die formidablen KriegSrüstunaen genöthigt ist, eine «eue große Anleihe aufzunehmen— daß man gerade in Mem Augenblick ausruft, es sei eine Freude zu leben, daS dat ivenigstenS den Vorzug der Originalität, denn wir 'bnnen uns keines Falles entsinnen, in dem Jemand etwas sehnliches gethan, wie jetzt Herr v. Bennigsen. � Allerdings— eS kann Millionen von Menschen, mühselig und beladen durch's Leben gehen .'"ffen, sehr unbehaglich zu Muthe sein und " preußischer Oberpräsident kann sich dabei ganz �.ehl befinden— er kann sich wirklich freuen. Wir tB"e" unS auch ganz wohl in seinen Gedankengana hinein- "den. Der ehemalige Leiter deS Nationalvereins betrachtet "lS einen der Schöpfer, der deutschen Einheit i er hält daß er ein gut Theil zu diesem Werke beigetragen Mär. Hot. Mag sein; er hat indessen damals nicht genau im seiner Auftraggeber gehandelt; diesen war die innere �M'liche Ausgestaltung des Reiches mindestens eben so mit 8, lD'e die äußere Form der Einheit; für Andere— Zgi. �'""ern an Johann Jacoby— war sie das find."derhaupt. Nachdem die Illusionen verflogen dei h e!8"an Millionen bitter empfunden, daß man � ar Begründung der neuen ReichSverfaffung so wenig .i-'euilletotl. II» G e r m t n et l/ Sozialer Roma««a«'*1 suglet. autorisirte Uebersetzuag von Steine e»A' Ä Ä<>ol,t 1 Zebem noch emS daraus Ä � � y. hat die Idee erfunden,~S*'T- w Nachdem alle Drcr .. Tie Idee hatte Jeanlin tzahm»' gepflückt, mar .."m Kanal eine Stunde lang Lot z � den Berg 'h» emgesaven. daß man unmogl'ch» � er war mvt V0«' den sie gesunden, ausessen s0""6- L«dia an den ." Anderen nach Monis ou Spangen, Verkauf Zu.'«" der Bürger läuten und den S°iai � sie °"hmen mußte. Die Mädchen verlausen Sache s« h�te er gemeint. Und wtrU l Löwenzahn dj-8ut gelungen, daß im Teschaftse'f«° � � Blatt abgesetzt wurde � s�rtrenst zu «Sri delommen und waren rm Bcgrrff, v\ 'Herten... � gleiche �«Da» ist ungerecht," erklärte Bebert, Sous für «etherlt werden Wenn Du sieben � h behaltst, so bleiben Jedem von unS nur zw-- � ungerecht?" schrie Jeanlrn sehr z°™» hft habe ich das Meiste gepflückt!" w.ma seines Kam?? And«« war, in furchtsamer Bewund ft ��ive siewohnt, diesem nachzugeben/ und s. � � "chtglaubrgkeit machte ihn oft zum Opfer des sch'» auf freiheitliche Institutionen bedacht gewesen ist. Alle diese Menschen und Staatsbürger haben keinen Grund, einzustimmen in den Ruf:„Es ist eine Freude zu leben!" Wenn zwei dasselbe sagen, ist es nicht dasselbe— so wenig Hutten und Bennigsen aus demselben Stoffe sind. Herr von Bennigsen schafft sich selbst seine Zufrieden- denheit und sein Vergnügen an unseren Zuständen, in dem er sie durch eine rosafarbene Brille beschaut. Er bringt es leicht fertig, auch einen Hymnus auf die neuesten sozial- politischen Wandlungen anzustimmen. Er ist ja Real- Politiker in jenem bekannten Sinn; er gehört zu den Leuten, die auf die„Ideologen" mit achselzuckendem Bedauern hinabsehen. Was Ideale! Die Hauptsache ist, daß kein Mißklang entstehe in dem Verhältniß zu den Trägern der herrschenden Strömung; das Uebrige findet sich dann von selbst. Wir hören von Herrn von Bennigsen, daß die durch den„Aufschwung" der Nationalliberalen eingeleitete Kartellherrlichkeit eine der glücklichsten Epochen der deutschen Geschichte bedeutet. Sogar die Sorge um das arbeitende Volk und sein Elend hat Herr von Bennigsen den Sozialisten abgenommen; diese, sagt er, jagen hohen Idealen nach und überlassen die praktische Gesetzgebung gegen das Elend der Bourgeoisie und der Re- gierung. Schade, daß sich Herr von Bennigsen hier im Gegen- satz zum Reichskanzler bewegt, der einmal zugestanden hat, daß man die Anregung zu der sozialpolitischen Gesetzgebung den Sozialisten verdanke. Herr von Bennigsen weiß auch ganz wohl, daß die ersten Entwürfe zu einer Arbeiter- schutzgesetzgebuna von den Sozialisten ausgegangen sind. Aber so sehr auch die„staattmännischen" Redewen- düngen des Herrn von Bennigsen von seinen speziellen Ver- ehrern gepriesen werden mögen— er vergißt nur, daß bei der Beurtheilung der sozialpolitischen Gesetzgebung es weniger darauf ankommt, was er und seine Freunde von derselben halten, als darauf, was die Masse unter ihren Wirkungen empfindet. Denn die Gesetze sollen ja geschassen sein, um die Unzufriedenheit, die in den Volksmasien gährt, zu mil- dcrn oder zu beseitigen. Wenn Herr v. Bennigsen zuhören will, so wird er vernehmen, wie das Volk ihm und seinen Genossen die Schuld giebt, daß die„Wohlthaten" der Sozial- gesetzgebung, bei unverhältnißmäßiger Neubelastung, so kärglich ausgefallen sind. Er wird im Volke nicht den Wider- hall seiner eigenen Stimmung finden'und wird nicht rufen hören:„Es ist eine Freude zu leben!" Er bleibt mit diesem Ruf so ziemlich allein; mit Ausnahme seiner eigenen Schild- knappen wird ihn Niemand aufnehmen. Wer unsere Zustände kennt, wird sich durch den rosen- farbenen Lack des Herrn v. Bennigsen, so stark er auch auf- getragen ist, nicht täuschen lassen. Wir bedürfen großer Reformen, wenn wir unserer Bevölkerung ein besseres Da- sein bereiten wollen. Was geschehen ist, kann kaum als ein Ansang betrachtet werden und dazu nicht als ein glück- licher. Jeanlin, von dem er sich sogar schlagen ließ, obwohl er der Aeltere und Stärkere war. Aber der Gedanke an dies viele Geld reizte seinen Widerstand: „Nicht wahr, Lydia, er betrügt uns? Wenn er nicht redlich thcilt, werden wir Alles seiner Mutter erzählen!" Jeanlin hielt ihm drohend die Faust unter's Auge. „Sag' das noch einmal! Wißt Ihr, daß ich zu Euch gehen und erzählen werde, daß Ihr unseren Salat verkauft habt?! Und dann. Du Schafskopf, wie soll ich denn elf Sous in drei Theile theilen? Willst Du mir das einmal vormachen? Hier habt Ihr Jeder Eure zwei SouS, nehmt sie rasch oder ich stecke sie wieder ein!" Bebert war besiegt und nahm die beiden Kupferstücke. Lydia zitterte und sagte nichts, denn sie empfand vor Jeanlin jene mrt Zärtlichkeit gemischte Furcht, mit welcher manche Frau zu ihrem Manne, der sie mißhandelt, aufblickt. Als er ihr die zwei SouS hinreichte, streckte sie lächelnd die Hand danach aus; aber er besann sich: „Was willst Du eigentlich mit all dem Gelde machen? Tie Mutter nimmt Dir'S, weil Du nicht verstehst, eS zu verstecken; eS ist besser, ich verwahre eS Dir, und wenn Du etwas brauchst, kannst Du'S mir sagen." Und die neun SouS verschwanden in seiner Tasche, während er, um ihr den Mund zu schließen, sie ergriff und küßte. Lydia war seine kleine Frau, mit der er im Finstern Papa und Mama spielte, wie sie es nannten, denn die Kinder sahen und hörten so viel von den Großen, daß sie schon in diesem Alter nichts nutz waren. Bebert war eifer- süchtig auf die Freundschaft der Beiden und dachte nur daran, sie zu stören und auseinander zu treiben. „Ein Mann kommt!" rief er. Diesmal log er nicht, eS war Stephan, der seinen Weg fortsetzte. Die Kinder stoben auseinander und liefen davon. Ctcphan ging an dem Kanal entlang. Hundert Schritte weiter begegnete er wieder Liebespaaren. In Rcquillart, Herrn von Bennigsens Rede hatte eine schöne Form; sie war aber der Schwanengesang des Kartells. Man ver- gebe mir den Vergleich mit dem schönen Vogel; eS giebt indessen auch mausegraue Schwäne, die minder schön find. Das Kartell zerschmilzt und ist im Begriff, sich mit seinen eigenen Leistungen em Denkmal zu setzen, das dem Volke zur Warnung vor politischenÜebereilungen vienen wird. Wenn auch der Träger des Kartells noch ruft, daß es eine Freude sei, zu leben, so ist das Kartell doch schon ein stark asthmatisches Geschöpf geworden. Es wird nicht mehr lange funktiomren. VolittMre Mtsberstrhk. In»tn«m Artikel„Air 0}«-lU>-» Nebel«', der sich mit den Jahresberichten der Fabrikmspekloren befaßt, kommt die„Kreuz-Ztg." auf das gänzliche Dahinschwinden eines eigen!- lichen FamiUcnlebenS im Arbeiterstande und fährt dann wärt- lich'fort: „Hierher gehören nicht nur die in dem Jahresbericht ge- rügten Uebelstände, wie das seitenlange Register von Heber- tretungen der Vorschriften betreffs jugendlicher Arbeiter; wie der Aufenthalt von Säuglingen in staubersüllten Fabrikräumen an der Brust der die Maschine bedienenden Mutter; wie die Schändlichkeit, ein Kind die ganze Nacht hindurch an einer Stickerei arbeiten zu lassen. Wir erwähnen daneben den be- merkenSwerthen Umstand, daß in verschiedenen Fabriken, be- sonders der Tabak-, Porzellan- und Metallbranche, die Zahl der weiblichen Arbeiter die der männlichen weit überwiegt, ja die Letzteren oft nur noch als Aufseher oder Packer thätig finb. Aber das Bedenklichste ist für uns der Umstand, daß selbst manch« der autgemeinten Veran- staltungen der Fabrikherren und anderer Wohlhabender geradezu darauf ans find, ohne es zu wollen, den Arbeitern das Familienleben entbehrlich zu machen: den Mann der Roth- wendigkeit zu entheben, zu Hause Mittag zu essen, die Frau von der Fürsorge für die kleineren Kinder zu entbinden, die Kinder dem elterlichen Hause zu entwöhnen. Gerade hierdurch tritt die Abscheulichkeit der fast schrankenlosen Frauen- und Kinderarbeit ins hellste Licht." Wohlan, wenn e« der„Kreuz.Ztg." Ernst ist mit der Be- seitigung der geiügten Uebelstände, so wirke sie in einflußreiche« Kreisen für deren Beseitigung. Die„Kreuz. Ztg." hat doch sehr hochstehende Gönner, denen es ein Leichtes ist, in der bezeich- mten Richtung zu wirken. Der Abgeordnete Kebel wird nach der„W. Z." in nächster Zeit eine Rundreise durch die Provinz Schleswig- Holstein machen, um an verschiedenen Orten Vorträge zu Gunsten der aufgestellten sozialdemokratischen ReichStagSkandi- daten zu halten. Die Mittelpartei«« wolle« i« Kerlin jetzt getrennt von ihren einstigen guten Freunden, den Etöcker'schen und den Antisemiten, vorgehen. Am letzten Montag hielten sie eine Versammlung ab, über welche ihre Blätter als über ein hoch- bedeutsames Ereigniß spaltrnlanä berichteten. In Wirklichkeit find 26 Personen anwesend gewesen. Trotzdem wäre e« bitter- um die verlassene Grube herum, schlichen die Mädchen von tanz Montsou mit ihren Liebhabern. In dem früheren lorhof, der jetzt mit verfallenen Schuppen, mit zerbrochenen Gerüsten, mit ausrangirten Wagen und verwitterten Holz- flößen angefüllt war, wo wildes, dichtes GraS wuchs und schon kurzstämmige Bäume standen, dort war der Liebes- garten, darin alle Grubenarbeiterinnen ihre Unschuld ließen. Jedes Paar hatte hier sein heimliches Plätzchen, jedeS mit sich beschäftigt und sich nicht um die andern kümmernd. Die freie Liebe dieser Jugend, hier neben der ausgestorbenen Grube, neben diesem Schacht, der müde geworden, Kohle auszuwerfen, war wie eine Revanche der Natur, die den unzähmbaren Instinkt eine neue Arbeitcr-Generation schaffen hieß. Dort wohnte als Wächter der alte Mouque, dem die Kompagnie, dicht bei dem zerfallenen Thurms, zwei Zimmer eingeräumt hatte, die das Herabstürzen der letzten Gerüst- balken täglich zu zertrümmern drohte. Er hatte die Decke mit einem Pfosten gestützt und befand sich sehr wohl in dieser baufälligen Behausung, wo er das eine Zimmer mit seinem Sohne Mouquet theilte und das andere der Mouquette überließ. Die Fenster, in denen eS keine einzige Scheibe mehr gab, hatte er mit Brettern vernagelt; man sah nicht, aber eS hielt warm. Zu bewachen war hier eigentlich nicht» ftir den alten Wächter. Er ging ruhig in den Voreux, seine Pferde pflegen; um die Ruine von Requillart aber, die nur noch den anderen Gruben als Luftschacht diente, bekümmerte er sich nie. Und so war der Vater Mouque hier inmitten der Liebeleien ergraut. Selbst seine Tochter, die Mouquette, hatte sich schon frühzeitig mit den jungen Leuten herumgetrieben, und der Vater hatte nichts dazu gesagt, weil sie ihm immer mit Respekt begegnete und niemals einen Liebhaber in» HauS brachte; auch sah er täglich so viel dergleichen, daß er sich nichts mehr dabei dachte. Ob er zum Voreux ging lichei Unrecht, wenn man die Behauptung der Nationallideralen über einen in Berlin genommenen„Aufschwung" a!S salsch und als eine Täuschung der öffentlichen Meinung bezeichnen wollte. Denn in der entscheidenden nationalliberalen Wähler- Versammlung vor den 1887er FaschingSwahlen wcren noch weniger nämlich höcksten« LOPersonen nach der Eiinnerung unseres Benchterslallers anwesend. Als ein noch bedeutenderer stellt sich der Ausickwung heraus, wenn man die anwesenden Bericht- «cstatter abrechnet. Unter den 26 waren nämlich nur 4. unter den 20 dagegen 7 Berichterstatter. Ferner muß zur Würdi- gung der mngctheiiten Z rhlen noch hinzugefügt werden, daß die bedienenden Kellner, deren politische Gesinnung nicht begannt ifl, mitgezählt sind. Unter diesen Umständen werden die Mittelparteien am Ende wohl doch die SelbstständigkeitSge» danken fahren loffen und wiederum mit den Stöcker'schen gehen. Im erstem Falle machen sie sich durch ihre kleine Zahl sicherlich; im zweiten dagegen verlieren sie nur an gutem Namen, also an einem Ding, daran sie ohnehin nicht mehr viel zu verlieren haben, und das ihnen nie viel werth ge- wesen rst. Gi« sterbendes Land. Zur Erklärung der abnehmenden Gebm tS�iffern in Frankreich hat man auf die kolossale Militär last hingewiesen. Jedoch mit Unrecht. Die Militärlast ist allrrdmpe enorm, und die Ausgaben für den Miliia, ismuS find m Frankreich höhere, als m Deutschland, allein infolge des größeren ReichlhumS kann das Volk sie mindestens ebenso gut tragen, als das unfrige,— hat doch Frankreich trotz des riesenhaften Aufwands für militärische Zwecke in den 10 Jahren bis Ende 1387 einhundert- undsechsunddreißig Millionen Franks für die Vervollständigung und Verbesserung seines Kanalsystems ausgegeben und em viermal so hohes Erzich ungsbudget bestritten, als irgend eine der vorhergihenden Regierungen ge- habt hat. Wir haben Achnliches nicht aufzuweisen. Jeden- falls steht das fest: die Franzosen sind finanziell nicht mehr erschöpft als wir, und da bei uns trotzdem die Gebultsz ffsr «ine viel höhere ist, als>n Frankreich, so muß der Grund für die niedere französische Geburisziffer wo anders gesucht werden. Und in unserem Artikel vom Donnerstag ist er auch angedeutet worden. Die Masse der oerheiratheten Franzosen sieht sich außer Stande, einer größeren Kinderzahl eine menschenwürdige Eristenz verschaffen zu können, und mit einer Vorausficht, die von vielen unserer Volkswirthe und Philanthropen als höchste bürgerliche Tugend gepriesen wird, ist sie auf Einschränkung der Kinderzahl bedacht. DaS lasterhaft nennen, geziemt am wenigsten Denen, welche an die Heiligkeit des Privaieigenthums glauben und es für eine ewige Institution hallen. Vom Standpunkt namentlich der S p a r a p o st e l ist das Zweikindersyftem ein Beweis reinster Moral. Das Schlimme ist nur, daß Frankreich durch diese, dem Mistbeet des Privateigenthums entsprungene Moral, welche mit der Natur ein Konflikt ist, zu Grunde gerichtet wird und langsam abstirbt. ES bedarf keiner längeren Auseinandersetzung; daß die Heilung des Uebels nur möglick ist, wenn die Ursachen des Uebels beseitigt, also wirthschaftliche Zustände geschaffen werden, die mit der Natur in Harmoniesind. Eine statistische Tabelle sei dem von uns besprochenen Aufsatz der„Revue Sozialiste" noch entnommen. Sie gruppirt die Familien nach der Zahl der Kinder, beziehentlich der Kinderlosigkeit. Die Tabelle beruht auf den Ergebnissen des Zensus von 1836. In dem genannten Jahr gab es in Frankreich 248 183 Familien mit 7 Kindern S 5 4 3 2 1 0 313400 640 693 936 853 1 512 054 2265 317 2512611 2073 205 Ueber 2 Millionen Familien ohne Kinder, und über 2ß Millionen mit nur einem Kind! Fast die Hälfte— über 4l Millionen!— fämmtlicher Familien entweder kinder- los oder mit nur einem Kind, oas sind allerdings„er» schreckende Zahlen".—, � � Und mit Palliativmitteln wird eine so tiefsitzende, den ganzen gesellschaftlichen Organismus durchfeuchende Krankheit nicht kurirt. Da» bürgerliche Gesetzbuch und der Adel. Im „Deullchen AdelSblatt" wird dem neuen bürgerlichen Gesetz- buch zum Vorwurf gemacht, daß es die sozialen Bedürfnisse der Zeit zu wenig beiücksichtige. Das ist auch unsere Ansicht; aber das„Deutsche AdelSblatt" meint es natürlich ein luSchen anders. Nach seiner Behauptung wird der Adel, also der erste soziale Stand und das führende, treibende Element in der sozialen Reform, von dem Entwürfe dcS bürgerlichen Gesetzbuches zu wenig in seinen Jntenssen geschützt. Daß der Adel das führende Element in der„sozialen Reform" ist, entbehrt oder vom Voreux kam, ob er Holz suchte zum Feuermachen oder bis ans andere Ende des Platzes schritt, um Kraut für seine Kaninchen zu pflücken, wann er auch aus seinem Loch hervor kroch, und nach welcher Seite er sich auch wendete, überall stieß er auf Pärchen, die im hohen Grase versteckt lagen. Alle kannten den alten braven Mann und liefen nicht vor ihm fort; und auch er kannte sie, sowie wir die Elstern kennen, die in unsere Gärten zum Liebes- Stell- dicbein kommen. Aber er thut, als bemerke er nichts, und ließ sie weiter sich herzen und küssen, unbewegt und unbe- weglich vor diesen Dingen der Natur. Zuweilen nur schüttelte er mit neidischem Bedauern seinen grauen Kopf: O, die Jugend! und er kniff die Augen zu und drehte sich abseits. Nur ein Paar ärgerte ihn, weil eS sich immer an der Mauer seiner Wohnung herum drückte; ihm Hütt' es nichts gemacht, aber für die baufällige Wand fürchtete der alte Mann. Jeden Abend besuchte ihn sein Freund, der Vater Bonne- mort, der vor seinem Abendessen regelmäßig hierher spazierte. Die beiden Invaliden redeten, oft während der halben Stunde kaum zehn Worte; aber es freute sie, bei einander zu sein und an längst vergangene Zeiten zu denken, die an ihrem Geiste vorüberzogen, ohne daß sie nöthig hatten, da- von zu sprechen. Sie setzten sich auf einen Balken und versanken Jeder, den Kopf zur Erde geneigt, in Träumereien, während um sie herum die Liebespaare ihr Wesen trieben und die Küsse und das heimliche Geflüster bis an ihr Ohr drangen. Es war dreiundvierzig Jahre her, seit der alte Bonnemort hier mit seiner Frau sein erstes Rendezvous ge- habt! Welch eine lange, lange Zeit! Und die beiden Alten wackelten mit dem Kopfe; danach gingen si? auseinander, oft, ohne selbst„Gute Nacht" zu sagen. Heute, gerade wie Stephan dort vorüberkam, erhob sich Bonnemort, um in das Dorf zurückzukehren: „Auf Wiedersehen, Alter... Sag' mal, hast Du die rothe Lene gekannt?" Mouque dachte einen Augenblick nach, dann machte er mit der Schulter eine Bewegung, welche andeuten sollte, er habe sie sehr wohl gekannt. nicht ganz der Begründung: der Adel hilft diese Reform machen und prcfitirt von ihr. Wie sie das bö'e Lob des „Deutschen Ädelsdlattes" abwehren, mögen die U> Heber der offiziösen„Sozialresorm" sehen. Uns intcreisirt nur, was denn der Adel an dem Gesetze geändert wünscht, um seine Interessen zu schützen. Wir wollen nur zwei Tinge herausziehen. Adelsprädikat, Titel und Wippen gehören nicht dcm Einzelnen, sondern dem Geichlecht. daS Geschlecht muß daher gegen ihre Vererbung auf fremdes und illegit meS Blut geschützt werden. Sodann muß, wer sich fälsch- lich einen adeligen Namen beilegt, nicht nur bestiaft werden, sondern auch ersatzpflichtig demjenigen gegenüber sein, dess.n Namen er sich angemaßt und den er damit an Ehre und Kredit geschädigt hat. Alto Schutz für den adeligen Kredit! Ist die Idee mehr originell oder mehr dreist? DaS„Deutsche Adels« blatt" droht dem Staat oder der Gesellschaft: wenn man seine Forderungen nicht erfülle, würden sie den Machlhabern nach 20 Jahren unangenehm in die Ohren gellen. DaS ist sie, wie sie leibt und lebt, in ihrer maßlosen Beaehrlichkeit, mit Thaten drohend, wenn man ihr nicht willsährt: die revolutionäre Sozial—. Fast hätten wir unbewußt die beliebte Wendung niedergeschrieben:„revolutionäre Sozialdewokiatie." Aber cS ist ja die revolutionäre S o i i a l a r i st o k r a t i e, daS führende Element in der sozialen Reformpolilik. Für sie giebt es natürlich, und zu ihrem Glück, kein Sozialistengesetz. Ueber da« Sals im deutschen Zollgebiet im Etats- jähr 1833,89 enthält das Sepiembeiheit der deutlchen Reichs- statistik eine eingehende Ucbersicht, welche die Produktion und Konsumtion, die Besteuerung und steuerfreie Ablossung von Salz, sowie dessen Ein. und Ausfuhr umfaßte. Es ergiebt sich daraus, daß im Etatsjahr 1. April 1838/89 in den 86 Salz- werken des deutschen Zollgebiets im Ganzen produzirt sind 9 178 974 Doppelzentner Salz darunter u. a. 459 342 Doppel- zentner Kiystallsalz, 3 525 945 Doppelzentner anderes Steinsalz, 5 165 209 Doppelzentner Siedesalz. Von der gesammten Salzprodukiion von 9 173 974 Doppelzentner find in den Ver» kehr abgesetzt worden 9 050 806 Doppelzentner, und zwar ge- langten zur Versteuerung 1999 599, während steuerfrei abge- lassen wurden 1476 117 Doppelzentner denaturirtes und 386 182 Doppelzentner undenaturirteS Salz und außerdem mit Begleitschem zur Versendung kamen nach dcm deutschen Zollaebiet 4 170 775 Doppelzentner, nach dcm ZollauSlande I 018 133 Doppelzentner. Der Steucrbetrag lür das von den Salzwerken in den freien Verkehr abgesetzte Salz bezifferte sich aus 23 995 056 M. Der gesammte Salzverbrauch zu Speise- zwecken im deutschen Zollgebiet betrug 3 718 635 Doppelzentner gegen 3 603 406 Doppelzentner im Vorjoh-, und stieg damit von 7,7 auf 7,8 Kg auf den Kopf der Bevölkerung. Zu andeicn als Speisezwecken wurden im Berichtsjahr 3 908117 Doppel- zentner verbraucht gegen 3 830 847 im Vorjahr oder von etwa 8,2 kx auf den Kopf der Bevölkerung. Eme abgabenfreie Ver» abfolaung von Salz zu gewerblichen und landwrrihschaftlichen Zwecken hat stattgefunden für im Ganzen 3903117 Doppel- zentner Salz, darunter für 2 074 172 Doppelzentner an 52 Soda- und Glaubersalzfabriken, 212 936 Doppelzentner an 163 chemi- fche und Farbesabriken, 96817 Doppelzentner an 1064 Häute» Händler, 104 383 Doppelzentner an 251 Mctallwaarenfabrik.n und Hütten. Außerdem erfolgte zu landwirthschaftiichen Zwecken u. A. eine abgabenfreie Adlassung von Salz für nicht weniger als 1 194 397 Doppelzentner. Viehsalz und zu Bädern für Hei'- zwecke wurden daneben noch abgabenfrei ve.abfolgt 1618 227 Doppelzentner Soole. Selbst die zollfreie Ginfnhr von kleinen Mengen Brot und Mehl bis zu 3 Kilogramm ärgert die schlesischcn Agrarier. Im landwirthschastlichen Kreisverein zu Neustadt-j� seitens der Arbeiterparlei alz Kandidat proklamirt.„.. auf Krien- Ans Sachse«, 30. Oktober, wird der„Franks. Ztflv wurden 9 schrieben: I i Sachen der„nationalen" ForischiitlSpa't> � � j,, der Landtagsabgcordnete Curt Starke kürzlich ein Randschlein- zur Versenduna g b acht. Er ,st dabei an mehreren Fällen> Unbotinäßic die urrichtige Adresse gekommen, ein Umstand, dem wir es«■ 1 danken, das erwähnte Schriftstück veröffentlichen zu Es hat folgenden Wortlaut: M „Geehrter Herr! Aus den Zeitungen werden Sie crjct� haben.. daß diejenigen Mrlglieder der Fortschriitsfcaksion � sächsischen Landtage, welche tercitS aus der deulschireisinW. Partei ausgelrclen sind, beziehentlich dies demnächst sichtigen, die auf nationalem Boden stehenden und W* wirklich liberalen Elemente des Landes zunächst„, Sachsen zu einer in diesem Sinne wirkenden l'k. Organisation zu vereinigen und, wenn dies gelungen, die übrigen deutschen Lande dafür zu gewinnen suchen.■3'". reiche zustimmende Anregungen dafür liegen bereits vor, eine große Zahl üb erz eu c ungs treuer Wähler weiß kauNt � wohin sie sich wenden soll, wenn es gilt, Stellung zu n«*' Ter Liberalismus, wie er sich, je länger je mehr, besN G Zjldolf 93. Diebstähle Md. De «ber d« g 8 bereits 'bellt nio d Nationalliberalen herausbildete. worden und von dem Konservatismus kaum noch zu u�'' scheiden. Der Deutschsreisinn stellt sich immer mehr als»v arbeiter der Sozialdemokratie dar und ist selbst im Parla� zu einer prinzipiell nörgelnden, ewig negiren�en, l-d'glich'V Pa.teifanatiSmuS verfallenen Gruppe herabgesunken, n'cht f. fähig, unbefangen für Kaiser und Reich, König und Vatel>« cinzutnirn und dafür Opfer zu bringen. Die Bildung einer mit ganzem Herzen auf Patriot«», Boden stehenden wahrhaft liberalen Partei, erscheint ein dringendes Bedürfniß, wenn nicht in unabsehbarer Zell v. jmige Theil des Belkes, welcher den extremen Parte««' Zeit widerstrebt, in die Arme derselben gedrängt werden, � was damit gleichbediutend oder fast noch schlimmer ist, Theilrahmlosigkeil an dcm politischen Leben verfallen soll- � Sosort beim Zusammentritt des Landtags werde« � Eingangs Genannten hierüber in Berathung treten. nehme an, daß Sie die angedeuteten Bestrebungen Jtr Angel u Dützen crs 7 Strasn «'«üble da « rl™6" ss-ller hine btm Raun h« drauf lMpven r »'Gerin �klskalö DlebkSmm M 30 50) btt Knabe stützen bereit sein werden �ünd gestatte mrr� deshalb� baldgefl. Miti Heilung darüber zu bitten, od Sie berert-, wü den, an einer Bcspnchung, in welcher es sich beso� auch um die Wahl eines Namens handeln wird, lheilzm»d»5 und sc dann eine für die Oeffentlichkeit bestimmte Anssordt«, an die Gesinnungsgenossen mit zu vollziehen. Wolle«" diese Antrage auch and ren Gleichgesinnten Ihres Beka««' Monwg' diese Antrage auch and ren Gleichgesinnten Ihres Beka««' unter dem kreises vorlegen, fo würde dies der Sache sehr förderlich': hmmlunn In größter Hochachtung Frankenau Mittweida, im Oktober 1889. Curt Starke. Ketzgiett. 4 Brüssel, 1. November. Der Ausstand der Bergleute Borinage greift weiter um sich Ii« Um der Ausbreitung des« � Ahnten, Mlnrisatj «"nJaco S-'ckelur BMnnenk "»'elseiti, entgegen zu arbeiten, hat die Zechenverwaltung von Leo«"� Flenu bei CueSmeS, deren Schächte fich ber CueSmes, Jew«�. .z-Mllnc en und FramcrieS bl finden, überall einen Anschlag verbreite«>-A, Mkniiich der ihre Arbeiter über die„wirkliche Lage" aufklären sost-.,�.Colinen Zechenverwaltung vergleicht die früheren Löhne mit de«/", As{'fniduttt iitih mit iftrp«(Sin nn hm ort ittth cv—» QdihtC. Orr- v.____, und mit ihren Einnahmen und Äusgobrn. bamal in Quabt«1" ■i U.„r. Das bed� eine Steigerung von 28 20 pCt. Dcr Durchschnittsloh« 2, --------"..»# Q OK Cfc-#1«? Bedu betrug der Durchschnittspreis Hauerlohn für den Quadr«� � I 85 Centimes, 1888 93 Centimes, heute 1,09 Fr. DaS xedürfnif ' s,>?roduktio Hauers det ug 1887 3,13 Fr., heute 3.85 Fr., also eine � gerung von 23 pCt. Die Löhne der anderen Bcrgai° � Frauen und Kinder inbegriffen, stiegen von 2,80 Fr. a«J j,/ Franks, also eine Steigerung von 16,40 pCt. Der Vert» preis weist für Ende S'ptcmber dieses Jahres ebenfalls Steiierung von 16 pCt. auf. Die Getelllchaft hat bis 1887 keine Dividende gezahlt, 1888 an Löhnen b<«v vier Millionen verausgabt und an die Aktionäre 203 100 vertheilt. Was es mit Dementis der Pforte auf sich hat, das mon wieder einmal aus folgendem F.lle: Englische j so meldeten vor einiger Zeit, daß vier Bataillone Redifs �«tchine auf Kreta sich geweigert hätten, eine ihnen aufgktr'«ji>..7«nie Straßenarbeit zu verrichten und selbst ihre Offiziere belS hätten. Von Konstaniinopcl aus wurde die ganze MittjKSl frischweg als„Erfindung" bezeichnet. Nun wird dieselbe.. j. von einem sehr lürkenfreundlichen Korrcspondcnten der„33« Äi:"8' «Saaten r J%l>en. !?tcben u: Msin w futbe bi( fl'nT °"°ncn s ?°'bwend l'K so ■jll'Ni vi 8>trde sie nahm es nicht an und gab auch nicht zu, daß, Mouquette das.Geld von einer Freundin entlieh I'S plötzlich war ihr der Gedanke gekommen, daß sie tP wolle und daß das Band ihr gewiß Unglück bringe,& sie es doch heute kaufe. � Sie schritt eilig dem Dorfe wieder zu, als vor(t Cafö Piquette, einem der letzten Häuser von Montso«, Mann sie anrief: „He! Katharina, wohin so schnell?" m Es war der große Chaval. Dies Zusammcnt� ärgerte sie; nicht etwa, daß Chaval ihr mißfiel; ave war überhaupt nicht bei Laune. ,�l „Komm' doch herein, etwas mit mir trinken.-- Süßes, willst Du?"„z» Sie schlug es ihm ab: es sei schon spät und � erwartete sie daheim. Er war näher getreten; sie st"$ mitten auf der Straße und er bat mit leiser Stimme. � hatte schon oft versucht, sie in das Zimmer hinaus � ziehen, welches er im Cafö Piquette im ersten jSto»$ wohnte und darin ein breites, schönes Ehebett grause sie wohl vor ihm, daß sie immer nein antwortete scherzend, später einmal, in einem der Storch keine kleinen Kinder bringt! Und im die M'de e ruften Mten n wct' n�schwa ftS« Ztdere H auf Zollte f W flü � sich stand- sage? & itf G-ssZ Der totortt) tetne uetnen«moer onngr t uno im v''z,}» kam sie, von Einem zum Andern, ohne es zu wissen« wollen, auf daS blaue Band zu reden, welches si«" kaufen wollen. „Aber ich werde Dir eins schenken!" � Sie erröthete, fühlend, daß sie gewiß gut thäte, Präsent auszuschlagen und doch gequält von der Lup�.� Band zu besitzen. Endlich verfiel sie auf einen A« � sie wolle akzeptiren, aber unter der Bedingung, daß wieder zurückerstatte, was er für sie ausgebe. Sie s°gt! «anken Mdaue |f,e z chtcn$ sie 1 iDelfflfv i Dtif z, ouf flrfia in einer Zaschrist aus Äonea vom -« foW i"' voWandia bfftätiflt. Die Soldalen haben saaar in'g Verwundungen beigebracht, daß BQ&rt die Leute � � werden mußte. S�akir Pasch r versuchte lohrerd daß derselbe gelt««- lZges-ri! die vp»«. wcroen muvie. Twanr Pa>wa veriuiv� an de« st'iJ''ruhigen, diese richteten jedoch ein Telegramm «gn"'-; da di- � i!,an. rn't der Bitte, nach Hause entlassen zu werden, lazvos� v„� Derlen ihre Anwesenheit nothwendig machen. all»««».Ä5~Ren die Feinde des Reiches seien sie jedoch vrdn,». bewilligte sofort daß Ansuchen und an. Ai»», 0,»�derung der vier Bataillone nach Smyrna aus»�.�„""der gingen dieselben nach Suda ab, wo sie >vurd»n einbarkirt und nach Klcinasien befördert M».l..�s���allten sie noch die Bitte, ihre Waffen bis fiirAt.t" r m Smyrna behalten zu dürfen. Augenscheinlich fällen«' � � der Entwaffnung die Bestrafung für ehre aste'«' t»Bero >a.t-it°. ifchrcit'' könn�| e ersehe fttan," »ifinniS" .st fc'f; td d«bl chft. 1 /n, � ». 3«� or, um n»' vet"� b« lichcr M tu m"''' als«•': arl«�' zlich 'SJ" "w Stttf )en,! rist-' soll. s*\ »n< 6,fw reit r ieso� oTbV1 illtu f; •tafi lich l«" Gerichks-Ieikung. Iiud�Ä Erdenkliche Neigung legt der 13jährige Schüler �iebs»ü�'? Tag, welcher gestern wegen fünf schwerer fitotds dienen verschiedenen Kaufleuten als Lagerräume. die fchfifc, l#9e bestraft. Versammlungen. Btonw/�üemrine Stnhlarbettervereinigung hielt am Unter d. im Lokale des Herrn Feind, Wemslraße 11, Vorsitz des Herrn Lehmann eine gut besuchte Ver» ess�n»� f?» ub, in welcher Herr R. B a g i n S k i einen inter« welcher Herr N. B a g über„Die Bedeutung der gewerkschaftlichen h�alton- hielt. Redner begann mtt dem Ausspruch Jo> Junten vr> eooi», ?n?°�on�NeI.■ iC0 t''fi'»Der kleinste Arbeiterverein ist für die Kultur- ltemn!. ung der Menschheit von größerer Bedeutung als eine le dtilf1 Schlacht." Diese Behauptung sei um so zutreffender, «tir'Ittl'fltt der Verein seine Thätigkeit gestalte. Nach einigen seinen Betrachtungen über die heutige Stellung des Ar- wenig n' fe? -ll-Ä on 700 �.' s«. ktrrö tk or .u, � .bell" l(f fft ?• A 'fPr, Ik • ir ' � H '< itw .f 'i _, entwickelten Verkehrsverhältnissen entsprach, Mchlel«. Doch w,t der größeren Sicherheit der Landstraßen, «??. ssen VerkehrSivege, wuchs der Verkehr und mit ihm »« Bedurfmß an Maaren. So kam es, daß einzelne Orte ihre Ztdurfnrsse nicht mehr allein befriedigen konnten und auf die ?wduktion anderer Orte mit angewiesen waren. Die jener ssut eigenen Handelsbeschränkungen mußten zum Theil sJten; man sah sich genöthiat, die Ucberführung von .°uken von einem Orte zum anveren gegen einen Zoll frei- Beben. Doch alsbald mußte auch jene Beschränkung beseitigt »>o»f und mit»hr dicjenigen, denen die Produktion unter- �n war. Freizügigkeit und Geweibefreiheit kam. Dadurch im m e Stellung der Arbeiterorganisationen total verändert; ön,. Zusatz zu den alten Zünften, deren Wirkungskreis sz,i"ch beschränkt war, mußien die nunmehrigen Organi- foin" stch als eins betrachten und die Stellung der ge- w m t e n Arbeiterschaft zu wahren suchen. Dies wurde zjz ,1° nothwcndiger, je mehr die Produktion von der beherrscht wurde, eine Herrschaft, die in fortwährender degriffen sei. Wenn bis vor kurzem noch Menschen !«ßtn,? waren, um die Maschine wemgstens in Gang zu ktost''0 wi. auch daraus schon der Mensch von den Natur« tvttzVt«drängt worden. Die Rückstchtklosigkcit des Kapitals ���b�oi�en�r�seinen�ienstei�stehe� �'hr Hochzeitsgeschenk kaufen, bei sich eintreten sah, �bhaf» w kunkelroth und zeigte seine Bänder mit zornig halten ���iewegungen, wie ein Mann, den man zum Besten trat»r Dann, nachdem die Beiden ihren Kauf beendet, versckn,"� � Thür, schaute ihnen nach, wie sie im Dunkel W'�den, und als seine Frau kam und ihn furchtsam sie unw� /ragte, ließ er seinen Unmuth an ihr aus, schalt aus v schrie, man sei ohne Erkenntlichkeit für seine Güte, � r J}?uien sollten sie Alle vor ihm liegen, die sollte ihm dies undankbare Volk küffen! ll>ng neben Katharinen auf der großen Land- Ntit d-n, �„�hrte sie nicht, aber er schob und drängte sie Plvßtj? �uenbogen, ohne drß sie eS recht gewahr wurde. sich gj? Worfle sie, daß sie die Ehauffee verlassen hatten und Wvlltx fiitf schmalen Wege nach Requillard befanden. Sie Und fi«s?s° werden, aber schon hielt er ihre Taille umfangen ihr, firf, 0.'hr zärtliche Worte zu: War es dumm von Schatte M0r'hw ZU fürchten, als wenn er so einem lieben Und sg t*0?* thun könnte, so einem süßen Engel, so weich wie Seide und so zart, daß er sie ganz auf- Wort? ir,$! Und?.... �e geträumt, daß sie nicht mehr nein ge- Hauken- w.» Warum erschreckte sie bei demselben Ge- �dauern? burchzitterte eS sie wie ein schmerzhaftes f0 SatfliA'~ahrcub er ihren Nacken küßte und sein Bart d�" L.der? sie die Augen schloß, strich Hinter sie. am s»i». hatten jenes andern Mannes vorüber, en Älorgen zum ersten Mal gesehen. (Fortsetzung folgt.) okonomen" rückhaltlos zugegeben. Dadurch werde den Ar» beitern die Noihwendigkeit der Organisation immer klarer vor Augen geführt, denn j ne Rückfichlslostgkeit werde auf Kosten der Arbeiter geübt. Es geschehe infolge der Behandlung der menscklichen Arbeitskraft als ein« Waare. Die heutigen Staateck hätten leider noch zu viel„Manchester- tiches" an stch, um dahin gelangen zu können, die menlckliche Arbeitskraft wenigstens zum Theil ihres Charakters als Waare zu entkleiden. Daher müssen die Arbeiter selbst durch ihre Organisationen dies thun. Indem fie solcher Gestalt für höhere Löhne streben, arbeiten ste an der Hebung der gesammten Kultur. Das„eherne Lohngesetz", nach welchem der Arbeiter auf die Dauer weder mehr noch weniger verdienen solle, als er zum Lebensunterhalt nothwendig braucht, sei vom Kapital längst außer Kraft gesetzt, denn sonst könnte der Verdienst nicht, wie es geschehe, so weit herab- gesetzt werden, daß die Gesundheit des Arbeiter« darunter leidet und seine Lebenszeit verkürzt wird. Krankheit und vor- zeitiger Tod könnten doch wahrlich nicht zu den notbwendigsten Lebensbedürfnissen gerechnet werden. Das Kapital habe also seine eigene Lehre über den Haufen geworfen. ES hebe durch seine schrankenlose Willkür den Volkswohlstand auf, eS könne daher für denselben nur nützlich sein, wenn die Arbeiter dem Kapital einen Theil seines Profits entreißen. Zunächst habe die GewerkschaftSorganisation für Aufklärung zu sorgen. Dadurch werde eine Gewerkschaft in einigen Jahren reif genug, um alle in daS Volksleben einschneidenden Vorgänge begreifen und beurtheilen zu können. Und das ist nothwendig, denn die Lösung der so- zialen Frage erfordert Kräfte, die nur gebildet werden können tn der GeiverkschasiSorganisation. Lohnstatistiken stnd nebenher aufzunehmen. Es muß aber auch für Geld gesorgt werden für den Fall, daß cinmal auf dem Gebiete der Lohnbewegung ge- handelt werden soll. An den englischen Gewerkschaften ficht man, daß die Organisationen wohl im Stande sind, den Lohn auf einer gewissen Höhe zu erhalten: man sieht aber auch an ihnen, daß der Einfluß der Gewerkschaften auf dieLohnhöhe immer geringer wird. Daraus.folgt, daß die Arbeiter auch die politische Macht an sich bringen muffen, um ihre K äffe vor dem Untergange zu be- wahren. Wenn man bedenkt, wie die Gegner sich organisiren, um aus ihrer Arbeit möglichst viel Gewinn heraus zu schlagen, muß man nothwendig darauf kommen, daß die Arbeiter in ihiem Jntereffe dasselbe zu thun haben. Dies Letztere ist schon deshalb nothwendig, weil es in den Organisationen den Ar- beitern am leichtesten möglich ist, sich reif zu machen für dm Tag, wo infolge der fortg'setzten Lohnreduktion und der da- mit verbundmen Verminderung des Konsum? das Kapital in sich zusammenbricht. Auch muß bedacht werdm, daß die vielm kleinm Organi« sationen im Geiste eine einzige große bildm und das auch in der Form wärm, wenn man es gestatten würde. Für alle Arbeiter besteht nur ein Feldzugsplan und alle habm danach Ausstellung zu nehmm. Wer fehlt, dessen Platz bleibt leer. Unb weil da« Fehlm auch nur einer kleinen Truppe dem Feinde sehr oft dm Sieg ermöglicht, muß jeder Arbeiter dafür sorgm, daß seine Gewerkschaft im gegebenen Moment vollzählig auf dem Kampfplatze erscheint. Denn: Der Einzelne wird stets erliegen, Im Kampfe fruchtlos untergeh'n, Wir Alle aber müssen stegm, Wenn wir nur fest zulammenstch'n. (Lebhafter Beifall.) An der Diskussion, die äußerst kurz war und sich vollständig im Sinne des Referats bewegte, be- theiliaten sich die Herren Albrecht, Treue, Schuster, Neumann und Lehmann. In Ergärzung dieser Redner bemerkte der Referent in seinem Schlußwort, daß man durch'.u» keinen An- laß habe, sich dem PeifimiSmuS zu ergeben, weil für die Organisation viele Arbeiter noch nicht zu gewinnen sind. Sei auch noch viel zu wünschen übrig, so mache sich der Drang nach Bildung m der Arbeiterklasse doch immer mehr bemerkbar. Dies ser aber auch sehr nothwendig, denn mit der Produktion, nach der Gefangengabe drs Kapitals, übernehme der Arbeiter di« unabweisbare Pflicht zur Weltherrschaft. Der Ueberschuß von der diesjährigen Lohnbewegung beträgt 22 M. 37 Pf. Der Leiter der Bewegung wurde mit 20 M. ent'chädigt. Nach Erledigung einer für das öffentliche Jntensse belanglosen Angelegenheit wurde ein Antrag angenommen, womit sich die Ansammlung verpflichtete, vom„Klmgel-Bolle" und LLier und Wols keine Produkte mehr zu kaufen. Der Allgemeine MetaUarbeiterverri» Kerlins und Umgegend hielt am Donnerstag Abend in der GambrinuS- Brauerei in Charlottenburg eine Versammlung mit folgender Tagesordnung ab: l. Die Berichte der Fabrikinspektoren und der Werth detselben. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Da der Referent, Herr Wilhelm Werner, zum Anfang noch nicht erschienen, so vertagte der Vor- fitzende die Versammlung um 15 Minuten zur Aufnahme neuer Mitglieder. Darauf erhielt Herr Werner, welcher inzwischen erschienen war, das Wort zu seinem Vortrage. Er führte der Versammlung die Mißstände der heutigen Produktionsweise vor Augen, die kolossale Ausbeutung des Arbeiters durch übermäßig lange Arbeitszeit, Sonntage- und Nachtarbeit, und wies an der Hand statistiichen Materials nach, daß in den einzelnen Bezirken der Fabrikinfpektoren, z. B. in Düffel- darf in 70 Beirieden 12—14 Stunden; in Mittelfranken in 57 Betrieben 12 Stunden; in 23 Betrieben 13—14 Stunden; in 13 Betrieben 15 Stunden: in 9 Betrieben IS Stunden gearbeitet wird und nur in 8,3 pCt. Fabriken, man staune, die 10— llstündige Arbritszeit herrscht. Redner wies ferner nach, daß Preußen in 18 Fabrikinspektorate eingetheilt sei und nur 3 für Berlin und Umgegend vorhanden seien, und stellt fest, daß diese wenigen Männer nicht im Stande sind, eine ge- naue Kontrole über sämmiliche Betriebe auszuführen. Der Re- ferent kommt dann noch auf die Frauenarbeit zu sprechen. Mit den Worten, es müssen unbedingt mehr Fabrikinspektoren sein, damit die Zustände, welche in einz-lnen Betrieben herrschen aufgedeckt werden, schloß der Referent seinen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag. Unter Verschiedenem zeigt Kollege Hoppe von der Charlottenburger Lokalkommission an, daß die Spandauer Bergdrauerei, Wodrich und Müller, ihre Säle zu Arbeiteroersammlungen verweigere und bittet die Berliner Kollegen, sie in ihrem Vorgehen gegen diese Lokalbesitzer zu unterstützen. Ein Antrag, die Zahlstelle 25 von Müller, Rosinenstr. 1, nach Spreestr. 3c bei Krause zu verlegen, wird angenommen. Kollege Unger ermahnt zum Beitritt in den Verein, denn nur eine starke Organisation sei im Stande, den Kampf mit dem Kapital aufzunehmen. Eine vom Kollegen Bauer gestellte Resolution, die Versammelten verpflichten sich, dem Verein a'S Mitglieder beizutreten, wurde einstimmig angc- nommen. Ein Antrag, die Produkte von Bolle und Löser und Wolsi nicht zu kaufen, wird gleichfalls angenommen. Der Berliner Mirkergefellen- Uerband hielt am Dienstag in Bobert's Salon, Wernstr. II, eine Versammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Wie stellt sich der Ber- liner Wirkergescllen-Verband gegenüber den Streikenden der Firma Leopold Königsberger? 2. Diskussion. 3. G.schäst- licheS. 4. Verschiedenes. Zum ersten Punkt der Tagesord- nung wurde zunächst auf die gegenwärtige Lage de« Streiks hingewiesen: es wurde festgestellt, daß einige Arbeiterinnen in obiger Fabrik in Arbeit getreten sind und zur Zeit neun Per- fönen dort arbeiten. Trotzdem wurde die Lage des Streiks als eine nicht ungünstige dezeichnet: die Strerkenden wurden ermuthigt, im Kampfe auszuharren, bis ihnen der Sieg ge- lungen. Die Versammlung beschloß, alle Hebel in Be- wegung zu setzen und mit allen gesetzlichen Mitteln zu kämpfen, um die Kollegen zum Siege zu verhelfen, und in genügender Weise für die materielle Unterstützung der- selben zu sorgen. Es wurde bestimmt, mit den Burgstädter Kollegen(Herr Königsberger besitzt in Burgstädt ein« zweite Fabrik) in Verbindung zu treten und dieselben zu ersuchen, si ß solidarisch zu erklären und die Arbeit gle'chfalls niederzulegru. Es wurde noch darauf hingewiesen, daß, da di« Frauen aibert in dieser Branche eine bedeutende Rolle spielt, es die Pflicht eines jeden Einzelnen ist, die Frauen über ihre Lage aufzuklären; ihnen begreiflich zu machen, daß sie die gleichen Bedürfnisse haben, folglich auch die Gleichberechtigung habrn» dieselben Forderungen zu stellen, wie der Mann. Es wurde hier auf die bestehende Frauenorganisation Hingewiese«. Im weiteren Verlauf wurde über den Schlottmann'schen Ctr« k sei, der sich der er Ar- Lage jedoch mochmals debattirt. Herr Schlottmann hatte mit ihm verhandelnden Kommission gesagt, infolge de« Streiks gezwungen gewesen beiten anderweitig zu vergeben, daher nicht in sei, seine Arbeiter sofort wieder einzustellen: hatte auf Ehrenwort verpflichtet, nicht eher fremde Arbeiter einz«. stellen, bis sämmiliche alten Arbeiter w'eder bei ihm beschäftigt sind. Trotz alledem hat die genannte Firma ein paar fremde Arbeiter eingestellt, den hierüber von der Kommission gemachte« Vorstellungen weaen des gegebenen Ehrenworte« begegnete die Firma mit dem Bemerken, baß die neu angenommenen Ar- bester mit der Anferttgung von Musterai beiten betraut wäre«, eine Arbeit, zu welcher die noch im Ausstande befindlichen Ar- beiter nicht fähig wären. Es wurde als erwiesen betrachtet, daß die L-istungSfähigkeit der alten Arbeiter mindestens auf gleiche Höhe mit der der neuen zu stellen ist, und dadurch der Beweis geliefert, wie wenig der Arbeiter mit dem gegebenen Ehrenwort eine« Fabrikanten zu rechnen hat. Im Punkt„Verschiedenes" wurde folgende Resolution einstimmig angenowm-n: Ja Ermä- aung der wiederholter Denunziationen de«„Kl. Journal" de« Arbeitern gegenüber, jetzt wieder, indem genannte« Blatt es groben Unfug nennt, daß die Arbeiter über Äirthe. welch« ihre Säle nicht zu Versammlunaen hergeben, den Boykott verhängt haben, erklärt die heutige Versammlung, das„Kleine Jaurna" nicht zu lesen und bei den Wirthen dahin zu wirken, daß es nicht gehalten wird. Ferner wurde beschlossen, keine Zigarren bei der Firma Loeser u. Wolff, sowie von„Klingel-Bolle" nickt« mehr zu kaufen. Ein Antrag von zwei streikenden Kollegen der Firma Königeberg er, welche sich bereit erklärter, Berlin zu verlassen, fall« lhnen der Verband eine Reifeurterftützung gewährt, wurde einstimmig angenommen. Nachdem bekanrt gemacht war, daß die nächste Versammlung am Montag, ten 11. November, im selben Lokal stattfindet, wurde die Verfamn- lung geschlossm. Der Verein s«r Wahrung der Interessen brr iaäürev hielt am Montag, den 23. Oktober, eine Ä-rlawm- lung ab. Zunächst verlas der Kaisirer, Herr Zernikom. He Vierteljahresabrechnung. Darnach betrug die Einnahme 2? M. 70 Pf., die Ausgabe 13 M. 90 Pf., Bestand vom letzten Quartal 13 M. 30 Pf., bleibt Bestand 22 M. 70 Pf. Nachdem die Revisoren die Richtigkeit bestätigt, wurde dem Kassirer Decharge eitheilt. Alsdann machte der Vorfitzende M-mr.e, daß laut Antrag einer fiüheren Versammlung da« königlr-Ne Polizeipräsidium, Abtheilung für öffentliche« Fubrivefen, erfocht worden ist, die Zeit für da« Stempeln der Droschken, Kremier u. s. w. auszudehnen, um im Gewerk die Saison zu v»riär- gern. Der Termin de« Stempelns der Wagrn war sonst von April bis Juli. Das Antwortschreiben brachte dm Bescheid, daß von nun on die Zeit verlängert und zwar vom 1. Famwr bis zum Juli angesetzt ist. Hierdurch, meinte der Vorsitzende, wäre es vielleicht möglich, etwas Arbeit im Winter zn finden. wenn sich die Fuhrherrn ein wenig danach richtm würden. Roch wurde vom Kollegen Lutz das Verhalten eines Meisters in Jüterbog! betreffs schlechter Kost und LogiS einer scharfm Kr tck unterzogen. Die Sterbekasse der Maschinenba«- Arbetter und verwandten BerufSgenoffm, welche seit 40 Iahten besteht, c-. 12 000 Mitglieder zählt und ein Kapital von 222000 M. aufzuweisen hat. hat ihre Statuten dahin abgeändert, dak neue Mitglieder, Männer sowohl als Fraum und deren Angehö i», welche das 16. Lebensjahr zurückgelegt, da« 45. Lebensjahr ober nicht überschritten habm, ohne ärztliche Untersuchung aofge- nommen werdm könnm. Die Kasse zahlt für einen geringen Beitrag ein Sterbegeld bis 2 Jahre in Höhe von 90 M. »»6„„„„ 120„ und über drefe Zeit hinaus„„ 150„ Die Aufnahme neuer Mitglieder findet täglich in dm Geschäfts stunden Neue Schönhauserstr. 16 im Kassen lokal, low■< jeden Montag und Sonnabend Abend in den Zahlstellm Tück» straße 20 und Ptinzenstr. 106, vart., statt. Dotsdam. Eine von ca. 1000 Personen besuchte Lffent- liche Volksversammlung fand hier am 21. Oktober im Konzerl- Hause unter Leitung des Herrn Stoewesand statt mit der Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt A. Stadt- Hägen über das Thnna:„Ans Vaterland, an« theure, schlief»' Dich an." 2. Diskussion. 3. Das gegenwärtige Äet halten der Deutschfreifinnigen und wie stellen sich die Arbeiter sterzu. 4. Verschiedenes. Nach dem Vortrage entspann sich ein« sedr lebhafte Diskussion. Die anwesenden Freifinnigen, unter Führung des Herrn Dr. Rosenbaum, bemühten sich, die V-r« sammlung auf die Wohllhalm aufmerksam zu machen, welche die Arbeiter der freifinnigen Partei zu danken hätten: Arbeiter- schutzgesetze, KoalitionSsretbeit u. s. w. Herr Stadthagm e-- widerte hierauf, daß die Freisinnigen allerdings d e Sozialdemokraten, welche nickt in der erforderlichen Zahl im Rerchs» tage feien, um selbst Vorlagen einzubringen, au« Parlament« i- scher Höflichkeit unterstützt hätten, aber man dürft nicht ver- aessen, daß gerade die Freisinnigen durch die bekannte Ab- kommandirung eines Theiles der Fraktionsmitglieder bei. d« Verlängerung des Sozialistengesetzes dasselbe durchgebrackt hätten, während, wmn dieselben geschlossen dasegen gestimmt hätten, das Gesetz gefallen wäre. Von Herrn Jhloff und einer Reihe anderer Redner wird das Verhalten der Freisinnige« bei den 1887er Stichwahlen scharf gegeißelt und wiederhast betont, niemals einen freisinnigen Kandidaten zu unterstütz m. Der freisinnige Herr SobbeS findet es bedauerlich, daß die beiden Parteien, die freisinnige und sozialdemokratische, welche doch zum großen Theil gemeinsame Interessen hätten, sich gearn- seitig zerfleischm, anstattj sich zu unterstützen, worauf Herr Jhloff erwidert, dieser Herr müsse wohl ganz unbekannt fem mit den Bestrebungen seiner Partei, sonst könne er nicht 00« gemeinsamen Interessen reden; diese beiden Pmteien paßten zusammen wie Feuer und Wasser. Beim dritten Punkt der Tagesordnung, welcher lediglich eine Fortsetzung der Diskussion mit den Freisinnigen war, wird folgende Reso'ution verlesen und angenommen:„Die heute am 21. Oktober im Konzert. hause tagende öffentliche Volksversammlung erklärt, daß durch daS Verhallen der Gegenparteien, namentlich der Deutschfier» sinnigen, in letzter Zeit die Arbeiter Potsdams eingesehen Hobe«, daß durch Lesen derartiger Zeitungen nur Verdummung irrd verkehrte Ansichten Platz greifen und verpflichtet sich, voa jetzt ab keine hiesige Zeitung mehr in jeder Hinficht durch Abom ir. n sowie Annonzfien zu unterstützen und empfiehlt hierzu die wahren Arbeiterblätter, das„Berliner Volksblatt" und lne „Berliner Volkstribüne". Diese Resolution war infolge d>r derunziatorischen Mittherlungen deS hiesigen Oraans der Frn- sinnigen, der„Potsdamer Nachrichten", in Bezug auf dar Arbetterverein"«mgereicht worden. Die Annohme derfelbr« ver- anlaßte Herrn Dr. Rosenbaum, welcher Leiter diese« Blatte- ist, zu der Aeußerung, die„Potsdamer Nachrichten" würde« auch ohne Unterstützung durch die Sozialdemokratie weiter be- stehen. Theater. Sonntag, den 3. November. Sprenhan«. Giocondo. Montag: Rlenzi, der 8- fett der Tribunen. A»a«s»i»U»a»». Der Name. Mcmiaz: Die Weisheit Salomo's. Kentfche» Theater. Nächstenliebe. Montag: Faust 1. Theil. L-Mng-Theatrr. Der Zaungast. Montag: Da« lefete Wort. F««»»rU,- WUHetmstödttsihe« Theater. Der Polengraf. Montag: Dieselbe Vorstellung. Uek»e«t-Th»ater. Schwiegermama. Montag: Dieselbe Vorstellung. WaSner-Sheater. Der Dompfaff. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ptfetarta-Theater. Stanley m Afrika. Montaa: Dieselbe Vorstellung. Wtaed-Theater. Ein Verurtheilter. Montag: Dieselbe Vorstellung. Keveatlianr»- Theater. Der Zauberlehr- läng. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kr»»'» Theater. Hohenstaufen und Hohen« zollecn. Montag: Dieselbe Vorstellung. KonigttTd tische» Theater. Mikosch. Montag: Dieselbe Vorstellung. Zentral-Theater. Da« lachende Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. A>ot»h«rnst-Theater. Flotte Weiber. Montag: Dieselbe Vorstellung. Grvr.»lichter'« Uaricktt. Spezialitäten- Borstellung. ZUich»h«Aen- Theater. Gr. Spezialitäten- Vorstellung._ Keriwer Theater. Sonntag. 3. November: Demetrius. Montag, den 4. Novbr.:«ontjvye, der Mann von Visen Dienstag, den 5. November:«ontjohe. der «au» von Visen. Circus Renz. Karlstraße. Heute, Tom tag, den 3 November 188S: 2 große Uorjlellllngen. 4 Uhr Nachm.(I Kind frei) mit einem speuell ausgewählten Programm: Leben und Treibe» auf dem Eise. Großes Ausstattungsstück. Abends 7i Uhr: Ertra-UorKeUung. U-vitSt: Im dunklen Grdtheil. (Gmnahme von Kagamoyo.) (Gesetzlich geschützi). Große equestrischeOriginal-Pantomime, arrangirt und in Szene gesetzt vom Direktor E. Renz. In beiden Vorstellungen: Auftreten der vor züglichsten Reitkünstlerinnen, Reitkünstler. Reiten und Vorführen der best dressirten Schul- und Freiheitspferde. Morgen Montag: Im dunklen Erdtheil. __ E. Ren», Direktor. Thalia Theater, 15 Malluerth-aterstraße 15. Täglich■ eater- und KpeziTlitate« Nsrst-ll«ttg. Neu!! Neu!.' Der Trompeter au« SSckingeu. Gr. Erfolg de« Illusionisten S ch e l l i n i, de» Froschmenschen Vincento, de« Volk«- der Lieder- Humoristen W i l h. Fr ö b e l, d sävgerin Fräulein Anna Mola« ic. katrsv Z«?k. SÄ American-Theater* 1965 Dreddeuerst» 55. «Lglich Vorstellung. »affa«, 1«» tt M.- 10* Ka!.«p-P«morana. In dieser Woche: Zum ersten Mal; VI Tors.: Die Pariser»ett->«»st •»«*«teq« 20 Bf., Kind nur 10 Pf.»denn. « dkis«., M Circue Busch* Sriedrtch-«arl-Ufer. Heute, Sonntag, de« S. November 188S, zwei große außerordentliche Voistellungen. In beiden Vorstellungen zum letzten Mal: Kill Trllvlll i« d.nomtgislhen Gebirgen sowie Auftr. der Original-Smahalescn. Außer- dem um 4 Uhr: 12 Hengste. Schulreiterin Frl. GodlewSki, die phänomonale Lustkünstlerin Frl. Amalio, 4fache Fahrschule. Mr. Allen al« Jockey, Sallomortal-Re.ter Mr. Cook. Abends 7il Uhr: 631 Riesen-Saltomortal über drei Elephanten von Mr. Cook, vorher akademische Voltige mit Saltomortal bis zu über tv Pferden. Gladiateur geritten v. Direktor. Doppelte dreifache Spring» tahfrchulen. Prämien-Spiingferd Vo'.ina Mlfe. Maria Dor6. 1. Auftreten der Geschwister Frl. Johnson in ihren wunderbaren Schwimm- und Taucherkünsten. Alles Näbere die Plokite._ H. Präuscher's anatomisches MUSEUM 80, 81 Kommandantenstrasse 80/81. Täglick geöffnet für erwachsene Herren. ■ Dienstag und Freitag Tamemag!■ Entrce 50 Pf. Veremskarten gillig. 53S F. Pietsch, Tan?-Zustitnt, ♦ Dreodeners r. 10. Ein neuer Lehrkursus für Damen und Herren beginnt Sonntag, 3. November, Nackim. 4 Uhr. Meldungen Adalbertstr. S3 und bei Beginn des Unterrichts. 464 Trotz ollede« md olletze« empfehle allen Männern der Arbeit mein Weiß- und Bairisch-Bierlokal. Außerdem ist ein Verein« zimmer mit Pianino auf einige Tage in der Woche zu vergeben. W. HangK, 586 22. Weinstrasse 22. r/ Fabrikpreise, % weil directer Bezug und UoDgehnng des Zwischen!) andels. i JHede• Weabelten für die Herbst- n. 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Druck und Verlag von Mar Kadlng in Berlin LW., Beuthstraß» 2. tampicnle mein Lokal zum Arbeitouach«' �, u. f. Zahlstelle». Zimmer mit Piano für 364] Arthur Kiemer, Cuvrystr. Hierzu»m«! Krita»�'' j mbH* 1. Beilage zum Berliner Volksblatt. '*? Nr. 258. Sonntag» den 3. Uanemver 188S. 6. Jahrg. mör. WWj .P-l i**' Lkr, t«Im atslko«it»e, sowie den Citzuno am desselben zur Nachricht, daß eine kofc« 38 sn� il!0®' n 3* November, bei Hencke, Blumen- Nachmrttae« Präzise 3i Uhr, statlfindet. Loltnles. im Innern der Stadl haben in Trn.x kurzer Zeit einen bedeutenden Umfang erreicht. ??dkn beständig Klagen laut, daß fte nathwendi�en aan,.�»�'Uen nicht entsprechen. Daß diese Klagen nicht »« ü i 9rH"det find, erkennt man leiebt, wenn man beobachtet, m>- HinteNons. hung aller Interessen der Stadtgegenden alle Mr Umgebung des Berliner Gemeindebezirks fast »oA k o'n*'n'tn darauf angelegt sind, die Verbindung b nhim m|pfn'niln der Stadt herzustellen, während die Ver- den».!!?"er entfernteren Stadttheile untereinander oft die die i�r wongelhaftefte ist. Die einzige Pferdebahnlinie, 9,�� a."sterm Verkehr zu bewältigen bestimmt war, die v. ist heule noch die emtiäglichste aller Berliner zz,°drr fest Jahren ist die Berliner Weichbildgrenze soweit bn,.�"� Linie h nauSgerückt, bah fie nach allen Richtungen la-en ü. Jr drobung der Voistädte jede Bedeutung ver- dnbn?» n könnte vielleicht an ein« neue weitere Rmg- Projekt �!°d«r vorläufig würde ein derartige« gröhereS »ufcup werden können, wenn nur eine brssere Aue- der voihandenen Geleise durch Einrichtung von Touren würde, welche die Verbindung der entfernteren wan f�dcn untereinander bezwecken. Statt dessen ficht n n 8'�tst und bei jeder neuen Linie deutlicher �'itr-l. ctt«wdt zu terlen. Am auuallignen ttllt oies > � dei der neuen Linie„Oranienftrafc tBranbenburg- der» Irntralviehhof in die Erscheinung. Die Linie geht von strg«. Udenbucgftrahe durch die Kommandantenstrahe, Beuth- Nach>>. den Spilte'markt und von dort die arohe Tour h�°?dr Osten der Stadt. Man sähet al'o etwa 20 Minuten der S? nieder zurück, ohne vcm AuSgangkpunkt dem Endziele •i-n.?' näher zu kommen und augenscheinlich nur zu dem paifc � den Spittelmarkt. Moikenma. kt, Alexanderp ah zu .?�rn, dabei bedarf der Süden, Süoostrn und Osten drin- » d in seinen änderen Gegenden einer zusammenhängenden �Windung mit dem Schlefischen Bahnhof, die heule noch fehlt. 2®*«ner Erschliehung entfernterer Sladtcheile für eine regere � kann unter diesem ZentralifirungSprinzch der Pferde» �7v«i natürlich kerne Rede sein und doch ist dies der «Senden WohnungSnoth gegenüber heute dringender nöthig " je * Mährrnd die Nhat fache, dah die Natur viele der ge- »fwerien Geirtöpfe wcrmer Zonen mit auffallendrr, verfchwen- Twrscher Farbe, procht ausgestattet ha», allbekannt ist und durch »Ii. k~nJ), urS eingeführten ficmdländifchen Zirrvägel wiis schönste illuftriit wird, wissen nur wenige Natur- KS?,*?*' �.öah auch eine Anzahl der Wasserbewohnrr 'üblicher Stnche in prachtvollem, glänzendem Kleide erscheint. Za dresen zählen die See brassen und Lippfische, und unter 'dren wird,> um nimmt der sogenannte Regenbogenfi ch U"lis vulgari.) des Mittelmeeres wohl die erste Stelle rm. �chon der a'te Naturforscher Gehner sagt von ihm:„Aus jusin Mee, fischen ist dieser der ollerschönfte mit Gestalt und »arben, aus welcher ursach er den Namen biy allen Nationen bekommen Hot. Sein Rucken ist mit moncherlcy Farben ge- «'bre,, dah er sich einem Regenbog n vergleicht»'. Wenn aber w'hrere seiner Brrwandten seit Jahren ständige Gäste de» i,tn Aquariums find, hat er selbst eist jetzt seinen Einzug �bulten und eins der kleinen Becken im öderen Aquarium- gezogen, wo er fick allerdings, wenigstens vorläufig, bur in den Vormittagestunden zeigt, die übrige Tageszeit da- st�en meist zwischen den Felsen im Sande versteckt hält. Dm ?°wm Rege,, bogen fisch führt er mit Recht, da die leuchtmdm �'bm der Oberseite, Grünlichblau, Orange- und Veilchen- «de, Roth, Purpur- und Siibelfarbe, mrinander spielen und bach dem einfallenden Lichte wechseln. S»nnkagsplaudrrei. J*- C. Zn den Reichstagsverhandlungen ist jene Pause ÄmrtA � welche den kommenden Sturm ankündigt. £t> v und Sozialistengesetz liegen ein paar bange libe i' �?un bricht der Orkan loS, und die National- rm/w• �ugen über die vorgehaltenen Regierungsstöcke if- wohldrcssirten Pudel im ZirkuS. kest � �atsberathungm stellten das Eine unzweifelhaft Sta* bjs wir mit Hilfe unseres stets kampsbereiten, herrliche« �«rfc uunmehr bald die erste Milliarde negativer stunde zusammengeläppert hätten. Es ist daS jeden- den man nicht unterschätzen soll, da eS dem ss'uirtm Menschen augenblicklich immerhin ziemlich wl süllt, sich seines Leibes Nothdurft und stiahrung zu- 35fi{tCR.*u pumpen,— wenn es Roth thut. Glücklicher W' ss'kbt eS immer noch eine gute Anzahl wackerer Staats- freue,' sich über die Kreditfähigkeit des Vaterlandes Z.�» und nur der alte Grundsatz, nach welchem "bttm scheint nach dem letzten Auftreten des fein IchsHsekretärS bedenklich ins Wanken gerathen zu devteuiw Fi nicht Jedermanns Sache, fortwährend em be- es un« Material mit sich herumzuttagen. und wenn �«kei«,Jst'°R ln der Schule manchmal bedenkliche Schmie- eivzuv��rsachte, diejenigen Ziffern unserem Gedächtniß schichte w �«klche sogenannte Abschnitte in der Weltge- halt�u.�»'sien, so nimmt die Fähigkeit, Zahlen zu de- Tab« keineswegs zu; dieselbe wird sogar zu einer "u- die 9,�. trugen Menschen verliehen ist, wenn es sich Im„?� ung fremder Geldmittel handelt. b-ideF�j �ngen boten die Anstrengungen, die von den Uuwuthj.9 sfwigstreue» Parteien gemacht wurden, jenes Zuzieht, Schauspiel, welches unter dem Namen s'ch heraus ü-n weiteren Kreisen bekannt ist. ES muß Re um ub die um Hammerstein und Stöcker oder ? b e» versiebt? und Miquel die Stärkeren sind, und ?.�ue hxg. � Anderen mitzuziehen, den wird die �bhondit,�,. I � Theil werden. Aus den bisherigen �heit srkijio, 19 Acichstages ging mit zwingender Ge- � ucch ujchj hrrvor, wer der absolut Erärlcre Der Abbruch de» Muhtenbammr» beschäftigt die Ge» schichtsforscher lebhaft, weit man hofft, daß derselbe die Ant- wort auf eine Frage geben werde, m Bezug auf die man bis jetzt nur auf Vermuthungen anqewiesen ist. Ueberall wo die Sachsen in da« Wendenland über die Flüsse: die Elbe, Plaue, Ruthe. Havel, vorgedrungen sind, leotm fie Befestigungen an. Dag sie. bei Berlin, am heutigen Mühlcndamm, die Spree zu- erst übersschritten, ist zweifellos. KlöZen hält sogar dafür, daß die Wenden den Uebergang bereits befesttgt hatten. Er glaubt an eine vollständige Burg al« Gegenstück zu der bei Köpenick. Darüber ist man einig, daß die Sachsen den Spreeübergang durch eine brückenkopfartige Befestigung schützen mutzten, als sie von Teltow in das Spreethal hinabstiegen. Kölln haben fie zweifellos bereits als wendischen Ort voraefundrn, während Berlin wohl noch kaum bewohnt war. Wenn fich aber hier rechts und links der Spree so rasch zwei deutsche Städte«nt- wickelten, so konnte dies nur unter dem Schutze eines Verthei« digungSwerkeS geschehen. Einen Fingerzeig, wo ihre Stelle zu fachen ist, giebt der Umstand, datz da« Grundstück Molkenmarkt schon in aller Zeit landesherrlicher Besitz war. Gi« Pferbebahnbondukteur. Man schreibt uns: Geehrter Herr Redakteur! Gestatten Sie mir, Ihr Blatt in einer Angelegenheit zu benutzen, die an fich klemlich, für die Berliner Aibeiter aber von Interesse ist. Am Donnerstag Abend bestieg ich mit meinem Fieunde, aus der Versamm'ung des 2. Berlrner Neichstagswahlkceises kommend, einen auf leine feftgesctzle Abfahrtszeit wartenden Pferdebahnwagen(Linie Kreuzberg— Morrtzplatz-c.) Autzer uns beiden war niemand im Wagen; da ptötzUch drängte der Kondukteur den Kutscher zur Adsahrt mit den Worten:„Fahren Sie ab, damit wir die Gesellschaft nicht auf dem Halse kriegen!" Anfang« mutzte ich nicht, was der Kondukteur meente, doch ein Blick nach„Tivoli" hin belehrte mich, datz er die aus der geschlossenen Versammlung kommenden Arbeiter meinte. Ueber seine Aeutzerung von mir zur Rede gestellt, datz doch die Pferdebahnwagen dem öffentlichen Verkehr gewidmet seien und jeder das Recht habe— nach seinem Willen— diese Verkehrseinrichtung zu benutzen, entgegnete der Kondukteur: „Ja, wenn sich die Arbeiter anständig ver- hielten, wäre e« ganz gut; aber meisten« voll- führten sie immer einen Lärm!" Auf meine Er« widerung, datz ich von seinen Worten öffentlichen Gebrauch machen würde, hatte er nur ein Lächeln. Ich bin in meinem Leben oft auf der Pferdebahn gefahren, nie ist mir aber ein unanständiges Betragen feiten« ber Arbeiter aufgefallen; doch das Eine habe ich bemerkt, datz die Arbeiter, wohl wissend, wie anstrengend der Dienst der Pferdebahn- Angestellten ist, eher geneigt find, ein kleines„Trinkgeld" dem Kondukteur zu verabreichen, als dies aus anderen Kreisen der Fall ist. Und die Ardeiter, die da aus jener Versammlung kamen, die da trotz de« TageS Last und Muhen noch ihre freie Zeit ihren Zielen widmeten, die sich da in den Versammlungen und überall, wo sie sich zeigen, menschlich und anständig be- wegen, die sollten doch nrcht von einem ihrer Mitmenschen als „unanständig sich benehmende Gesellschaft" bezeichnet werden. Am allerwenigsten aber von einem ihrer Leidensgefährten, dem es kein Haar besser geht, als dem „Lohnardeiter", von dem Pferdebahn- Kondukteur, der die Nr. 765 trägt. Hochachtend Alb. S. »«»»«Huna der Arbeit» Kräfte. In der Nr. Sil der „Vosfischen Zeitung" lesen wir folgendes Inserat:„Vom ersten Geschäft betreffender Branche werden zwei Lehrdamen, anständiger Herkunft und von freundlichem Aeutzern und nicht über 20 Jahre alt, zum sofortigen Antritt gesucht, L e h rzeit K Monate, dann feste Anstellung garantirt. Wahrend der Lehrzeit nur kleine« Taschengeld ge- währleiftet. Perfön iche Vorstellung am 2./t1. und 3./11. a. c., früh zwischen 9—10 Uhr, bei Raether, griedrichftratze 72."— „Meine Verkäuferinnen stehen fich olle ganz gut, denn jede bat noch einen„Schatz", so äutzerte kürzlich ein Dresdener Fabrikant, von welcher Thatsache wir schon berichlelen, und unwillkürlich fiilen uns bei Lesung obiger Zeilen dieselben Worte ein,— doch wir leben ja in vrr besten der Willen! Die Sttnterci«nd die Prügelstrafe. Zu welchen Verirrungen H�rrn Ferdinand Götz's„Deutsche Turnerzeituna" mitzbraucht wird, zeigt deren Nr. 43 vom 24. Oktober d. I., darin sagt Ferd. Götz, Leipzig. Lindenau(„Dtppchen"-Götz) ist, viel bezeichnender dafür waren die Vorgänge, die sich lange vor Eröffnung des Reichstages in den Spalten des „Reichsanzeiger", der„Norddeutschen" und der„Kreuz- Zeitung" abspielten. Trotzdem man die Herren Stöcker und Hammerstein an die Wand schmettern zu können glaubte, sind diese Herren heute doch schon wieder kartcllfähig ge- worden, und es ist leicht möglich, daß sie schließlich noch den Längeren ziehen. Sehr viel kann das natürlich nicht ausmachen, unter allen Umständen ist eS derselbe Faden, wenn auch nur eine andere Nummer. Bemerkenswerth war eS, daß sich auf den Tribünen de« Reichstages bei den bisherigen Verhandlungen ebenfalls ein Stückchen Zeitgeschichte abspielte. An einem Tage hatte dort oben als passiver Zuschauer Herr von Puttkamer, seligen Angedenkens, Platz genommen, und es mögen eigen- artige Gefühle gewesen sein, die ihn bewegten, als er mit aristokratischer Hand seine eleganten BartkotteletteS strich und die Reden seiner ehemaligen Kollegen anhörte. Er repräsentirte den„vergangenen" Mann, und da auch der Graf von Waldersee im Reichstage gesehen wurde, so fehlte auch der„kommende" Mann nicht. Nur der„gegenwärtige" Mann hat sich noch nicht blicken laffen, er wird sein Er- scheinen für eine spätere, wichtigere Zeit aufgespart haben, er wird erst kommen, wenn das eigentliche Stoßspnngen beginnen muß. Vorläufig scheint es angebracht zu sein, von der Man- datsmüdigkeit, die sich gerade in den Kreisen der Kartellpar- teien in so auffälliger Weise bemerkbar macht, Notiz zu nehmen. Der Herr Oberbürgenneistcr Miquel hat bereits auf zwei Briefe sich dahin geäußert, daß er nicht mehr gesonnen ist, ein Mandat anzunehmen. Da« beweist noch nicht viel— wenn man seiner Sache in diesem Punkte ganz ge- wiß sein will, muß man erst die dritte Lesung abwarten, weil c« bisher wohl kaum vorgekommen ist, daß Herr Miquel in einer Sache bis zu deren endgiltigem AuStrag fortgesetzt einer Meinung gewesen ist. Vielleicht löst irgend cin nattonalliberaler Wahlkreis diesen Zweifel, und schreibt dem nationalllberalen Herrn Oberbürgermeister de« dntten Brief: es ist nur wegen der der dritten Lesung. wörtlich(Seite 1, Spalte 1):„... Aber die Prügelstrafe ist — leider!— unter meinem Zuthun vor 20 Jahren vom Reichstag aboesckafft worden." Sempelhof. Die Arbetter Tempelhofs beabsichtigten, im Lokal des Herrn Tillmann Hierselbst eine Volksversammlung abzuhalten, wofür Tillmann 50 M. zur Verfügung aestelu haben wollte als Kaution für den Fall, daß etwas von seinem Inventar bei der Versammlung ruinirt werde. Als die Arbeiter Herrn Tillmann die 50 M. geoen wollten, erklärte er, er könne seinen Saal nicht hergeben, denn die Polizei würde die Ver- sammlung doch nicht genehmigen. Alle Arbeiter Tempelhof», Berlin« und Umgegend werden wissen, wie fie diese Weigerung zu beantworten haben. Die Arbeiter find gewöhnt, nur dort hin zu gehen, wo dieselben jederzeit gern aesehen sind. «ine für wette Kreise hochwichtige Entscheidung hat die 25. Abtheilung 0es hiesigen Amtsgerichts l in einem Zivilprozesse, welchen ein Fräulein Silbert gegen da« hiesige königliche Polizeipräsidium angestrengt hatte, getroffen. Die Klägerin, welche am 31. März 1887 in einer von ihr engagirten Droschke ein Portemonnaie mit 140 M. Inhalt gefunden, hatte dasselbe dem 38. Polizei-Revier-Bureau zur polizeilichen Verwahrung bezw. zur event. Auslieferung an den Verlierer bezw. Eigenthümer übergeben. Der Fund ist auch vom könig- lichen Polheipräfidium in Nr. 80 de« JntelligenzblatteS vom 5. April 1887 unter den zur polizeilichen Verwahrung einae- lieferten Sachen bekannt gemacht worden. Der Verlierer hat stch aber nicht gemeldet und befindet fich der Fund noch heute in polizeilicher Verwahrung. Die Klägerin hatte schon nach Ablauf von drei Monaten nach Einlieierung des Funde« bei dem beklagten Polizei- Präsidium noch dem Funde gefragt, aber durch Verfügung vom 17. September 1887 den Bescheid erhalten,„daß ihr das qu. Portemonnaie nicht zurückgegeben werden könne, da fie als Fahrgast in einer Droschke nrcht« finden könne und daß sie folglich auch keine Fundrechte geltend machen könne".— Auch auf die fernere Anfrage der Rechtsanwälte Dr. Friedman« und Dr. Wolff, als Sachwalter der Klägerin, theilte da« beklagte Polizei-Prä- fidium diesen Standpunkt und berief fich außerdem noch auf ein Erkenntnitz de« königlichen Landgericht« 1, Zivilkammer 2, vom 8. November 1882. wonach die in Droschken relp. Pferde- bahnwagen zurückgebliebenen Gegenständ« als Fundsachen nicht anzusehen seien. Die Vertreter der Klägerin hielten die An- gaben de« Beklagten, welcher durch Herrn Justizrath Heilborn vertreten wurde, hinsichtlich der Nichtrückliefrrung de« Funde« an die Klägerin für nicht gerechtfertigt und führten u. A. au«: „Die Klägerin war gesetzlich überhaupt nicht verpflichtet, den Fund dem königl. Polizeipräsidium zur Verwahrung zu über- teben, und wenn fie es trotzdem that, so ist fie, nachdem der ierlierer fich nicht gemeldet hat, berechtigt, den ihr zustehenden Fund au« drm Gewahrsam der beklagten Behörde zurückzu- fordern; denn der Z 19 1.9. Allgemeinen Landrechts beschränkt keineswegs den FindungSort dahrn, daß im öffentlichen Fuhr- werk nich:s gefunden werden könne. Jeder, der an einem fremden Orte etwas findet, hat nur die Verpflichtung, den Fund dem Eigenthümer wieder zuzustellen. Die Droschke rst, wie jeder andere Ort, für den Fahrgast ein fremder Ort und eS kann höchstens der Fund verneint werden, wenn die gefun- den« Sache dem Fahrer der Droschke gehört. Das ist vor- liegend nicht der Fall; die von der Klägerin gefundene Sache gehörte einer dritten fremden Person und durch den Fund find lediglich Rechte und Pflichten zwischen der Klägerin und dem Verlierer entstanden. Nachdem letzterer nicht au«. findig zu machen gewesen ist, hat die Klägerin drn Fund durch Ablauf der Verjährungsfrist erworben und die beklagte Behörde ist nicht berechtigt, den ihr nur in Ge- wabrsam gegebenen Fund vorzuenthalten." Der Ve, treter der beklagten Behörde trat diesen Ausführungen unter den Ein- gangs angeführten Gründen entgegen und bemerkte noch autzer- dem, datz die Klägerin sehr wohl wisse, wem daS qu. Porte- monnaie gehöre, da sie selbst zu Protokoll gegeben habe, daß e« ein Herr, mit dem sie in der Droschke aesahren sei, habe liegen lassen. Die Klägerin sei somit zur Klage nicht legitimirt und der Beklagte düife ihr den Fund nicht herausgeben." Die Einwendungen wurden jedoch als stichhaltige nicht angeschen und daS kgl. Polizeipräsidium zur Herausgabe des Fundes unb Tragung der Kosten verurlheilt.— Der„Allg. Fahr-Ztg." zu- folge ist jedoch nicht ausgeschlossen, datz da» kgl. Poltzeiprafi- dium von dem Rechte der Berufung Gebrauch macht. Diese kleinlichen Parteistreitigkeiten haben freilich de» großen Gesichtspunkten der allgemeinen und namentlich der hohen Politik gegenüber nur ein ganz vorübergehende« Interesse, und da namentlich nach den Ausführungen de« neuen Kriegsministers der Friede auf der ganzen Linie ge- sichert ist, darf auch die Landwehr zweiten Aufgebots ruhig schlafen, und wenn die Sparsamkeit zwar nach der Ansicht vieler bürgerlicher Oekonomen ein feines Ding ist, so hat sie in militari- schen Dingendoch keinen Sinn. DieArtillerie muß bespannt sein, obgleich die Pferde unbegreiflicher Weise immer noch keinen Streusand zu sich nehmen wollen, und ohne das klein- kalibrige Gewehr wären wir, nach dem Urtheil aller Ein- sichtigen, längst bei allen Teufeln. Das weiß sogar Herr Eugen Richter, trotzdem aber will er nicht auswandern, er verbleibt vielmehr innerhalb der Landesgrenzen und oppo- nirt redlich. Redlich, nicht etwa röthlich. So nähern wir uns dem Winter. Man merkt eS außer an verschiedenen anderen sicheren Kennzeichen namentlich daran, daß die Theaterdirektoren nach den allbekannten zwei. deutigen französischen Stücken auf der Suche sind. Unsere gute Gesellschaft weiß mit penibler Genauigkeit darüber zu entscheiden, was pikant ist und was diesen Ehrentitel nicht mehr verdient. Ueber eine artige Zote, die mit etwa« viel Lüsternheit verzuckert ist, lächelt man stillbe- friedigt, gleichviel ob man Männlein oder Fräulein oder keins von Beiden ist. Aber wehe Dir, Fremdling, wenn Du es wagst, irgend Etwas zu sagen, was diese Herr- schaften kennzeichnet— Du bist verloren, hier zeitlich und dort ewiglich: ze nachdem. Die Presse fällt über Dich her und zerfleischt Dich förmlich, und Du darfst froh sein, wenn sie Dir nicht nachsagt. Du hättest in einem unbewachten Augenblick nne Brandstiftung oder einen Kindermord oder eine ähnliche Kleinigkeit begangen. Darum soll man niemals über die Stränge schlagen, sondern immer hübsch im Geleise bleiben, dann erntet man Ruhm und Ehre, vielleicht sogar einen Orden. Ach, wenn auch mir die Möglichkeit gegeben wäre, Orden zu verleihen — niemals mehr würde ich mich über Jemand lustig machen: ich würde ihm einfach meinen Hausorden verleihen— da hätten wir Beide Spaß dran.--- Wieder ei« Rrchtsa««»alt verschwunden. Noch bat sich das Aufsehen mcht gelegt, welches m den Kreisen der An»� walte und im Publikum das Verschwinden des Rechtsanwalts Cohn hervorgerufen, und schon wieder haben wir von einem gleichen Falle zu berichten. Es ist der Rechtsanwalt I.*), w lcher mit seiner Frau seit etwa drei Wochen verschwunden ist, ohne dah ihr Aufenthaltsort bis jetzt bekannt geworden. Nicht etwa ehrenrührige Handlungen trieben den Anwalt zur Flucht, sondern rllein Schulden waren eS, welche immer höher und. höher ansä wollen, bis die Katastrophe hereinbrach. Eines Mar- äens erschien der Gerichtsvollzieher in seiner Wohnung mit der Erklärung, daß die Geduld eines seiner Gläubiger nunmehr «schöpft und er beauftragt sei, die schon vor längerer Zeit unter Siegel gelegten Möbel sofort zu pfänden. Während die Exe» kution vollstreckt wurde, entfernte sich der Anwalt mit seiner Frau aus der Wohnung und Beide find seitdem in Berlin nicht mehr gesehen worden. Es wird angenommen, daß das Eh. paar nach Amerika ausgewandert ist. Mit seiner Familie war der Rechtsanwalt verfeindet, da er vom Judenthum zum Christenihum übergetreten war. Das Gericht hat einen Rechts- anwalt zum Vertreter des Verschollenen ernannt, in bissen Bureau übiigenS Alles in bester Ordnung vorgefunden wurde. I. soll Wucherern in die Hände gefallen sein, von denen er sich nicht mehr befreien konnte und die ihm schließlich das LooS bereiteten, welchem die Wenigsten entgehen, die bei solchen Blut» saugern einmal Rettung gesucht haben. Gin flres Dementi. In der Nr. 544 des„Berliner Tageblatt� find zwei Notizen über den neuen Süßstoff „Saccharin" enthalten. Unter Lokalnachnchten wird mitge- theilt, daß dem in letzter Zeit viel besprochenen neuen Süßstoff Saccharin auch auf der Internationalen Ausstellung in Paris 1889 die höchste Auszeichnung,„das große Ehrend, plom" zu- erkannt worden sei und daß man nun auch in Frankreich, wo das Saccharin bisher wegen seines deutschen Ursprungs großen Anfeindungen ausgesetzt war, allgemeiner zu der Ueberzeugung gelangt zu sein scheint, daß das Saccharin eine werthvolle und große Errungenschaft sei.— Uater der Rubrik:„Hygienische Notizen", die sich, wie gesagt, in derselben Nummer des BmlteS befinden, wird aber mit Bezug auf das Saccharin gesagt: „Es ist nicht Alles Zucker, was süß ist, da« haben wir auch an dem AnsangS so hochgepriesenen Saccharin erlahren müssen. Nach den Untersuchungen von Plügge im Chem. Centrolblatt hat sich nämlich ergeben, daß man das Saccharin gar nicht als Nahrungsmittel betrachten kann, da es, ohne verdaut zu werden, vollständig wieder ausgeschieden wird. Aber damit nicht genug. Es ist sogar schädlich, indem es oerdauungsnörend wirkt. Bleiben wir deshalb bei unserem altbewährten Zucker und lassen wir das Saccharin. Damit folgen wir übrigens den Thieren. Es ist beobachtet worden, daß Hunde und Katzen eine unüberwindliche Abneigung gegen das Saccharin haden und damit versetzte Speisen ver- schmähen zc.„ Nach diesen beiden Auslassungen ein und des- selben Blattes wissen nun die Leser des„Berliner Tageblatt" ganz genau, was sie vom„Saccharin" zu halten haben. Hoffentlich wissen es die vereidigten Chemiker des„B. T." auch. BewunvernSwerth ist die Fixigkeit, mit welcher das „B. T." zu demintiren versteht, da es in der Lag« ist, die eine Mlttheilung schon in derselben Nummer durch eine andere zu dementiren. Do« einem Postwagen überfahre« und lebenSgefähr- lich verletzt wurde— dem„Kl. I." zufolge— vorgestern Nach- mittag rn der siebenten Abendstunde ein dem Ärbeiterstande angehörender junger Mann in der Kochstraße nahe der W>l- Helmstraße. Die Räder gingen dem Aermsten über die Brust und den rechten Arm. Em Schutzmann brachte ihn in einer Droschke nach seiner Wohnung in. der Barnimstraße. Gin schwerer Unglücksfall ereignete sich am Donners- tag in der Seettraße bei den Reinigungsarbeiten im städtischen Entwässerurgskanal. Dort waren im Schacht mehrere Arbeiter mit dem Äbneifen der Wände des Schachtes beschäftigt und ein anderer Arbeiter reichte den Untenstehenden die� nöth-gen schweren HöUer. Hierbei entglitt ein Kloben den Händen de« Ardeiters. Das schwere Stück Holz traf den Zimmergesellen Adolf Z. so unglücklich auf den Kopf, daß derselbe zu- fammenbrach und nach dem Äugusta Hospital geschafft werden mußte. Gin dnmmer Inngrnstreich, eine thöricbte Wette hat das Leben eines 24jährgen Mannes aufs Höchste gefährdet. Ja einem Lokale der Ack-rstraße saßen am gestrigen Abend mehrere junge Leute, unter weichen sich auch R. befand, und der letztere, welcher bsreiiS in einer animirten Stimmung war, «k-ärte, Oleum in verdünntem Zustande, wie dasseldeim kleinen Handel vorkommt, trinken zu können. Trotz ArralhenS semer Freunde kam die diesbezügliche Wette zwischen R. und einem der Gäste zu Stande, R. holte sich aus einem benachbarten Laden eme Bmflasche Oleum und ehe Jemand da« wahn- w'tzige Vorhaben des Wallustigen verhindern konnte, schluckte der leichlsmnige Bursche eine ganz gehörige Quantität Oleum herunter, um alsbald unter gräßlichen Schmerzen zur Erde zu sinken. Em sofort herbeigeholter Arzt ordnete Gegenmittel an und ließ den von den gräßlichsten Schmerzen gepermgtm R. nach einem Krankenhause schaffen; sind die durch die beißende Flüssigkeit hervorgerufenen innerlichen Verletzungen auch nicht lebensgetährlrch, so dürfte der ziemlich langwierige Aufenthalt im Krankenhause den Oteumtrinker von seiner sonderbaren Wettlust heilen. Gin Uanbanfall wurde gestern Vormittag auf offener Straße gegen den vierjährigen Sohn des Leichendieners Eoling verübt. Der Knabe spulte mit anderen Kindern auf einem Sandhaufen vor dem Eingange zum Leichenschauhause in der Kommunikation am Neuen Thor. Plötzlich lief er in die elter- liche Wohnung und entnahm dort«rem Portemonnaie, welches Frau Ehling auf einen Tisch geöffnet hingelegt halte, zwei Zwanzigmarkstücke, mit denen er, �dieselben als Spielzeug ansehend, zu seinen Spielgefährten zurückkehrte. Als der Knabe mit den beiden Geldstücken in der offenen Hand auf die Straße trat, wurde er von einem des Weges kommenden Manne rauh angeherrscht,„er solle ihm das Geld geben, er habe es soeben verloren": mrt diesen Worten entriß er dem Kinde die 40 M. und ergnff die Flucht. Größere Kmder, welche Zeugen des Vorganges gewesen, beschreiben den Räuber als einen großen Mann mit dunklem Vollbart, bekleidet mit einem Havelock. Eine große Ueberrafchnng wartete am Morgen des 1. November der bei der alten Omnibus-Gesellschast angestellten Schaffner. In der Nacht vom 31. Okiober zum l. November war nämlich über die Thür eines jeden Omnibus ein Schild angeschlagen worden, auf dem zu lesen stand:„Bitte beim Verlassen des Wagens die Fahrscheine zu vernichten!" Mit noch größerer Verwunderung als die Beamten lieft seitdem daS Publikum jene Verordnung, in weicher ihm Vor>chrifl«i gemacht werden, was es mit den Fahrscheinen machen tolle. Bisher hat Jedermann das wertblos gewordene Stückchen Papier achtlos fortgeworfen, das soll aber jetzt anders werden. Nicht fort- werfen, nein, vernichten sollen wir das. was Schaffner und Kontroleur etwa noch vom Fahlschein übrig gelassen haben. Eine sonderbare Zumutrrnng jedenfalls, daß der Fahrgast sich die Mühe geben soll, den durchsetzten Fetzen noch mehr zu durchsetzen. Das Publikum wird sich hoffentiich wenig an diese neueste Vorschrift kehren. Veranlaßt zu der eigenthümlichen Forderung fühlte sich die Direktion wahrscheinlich dadurch, daß vor einiger Zeit zwei Schaffaer foitgeworfene Billets aufgelesen und an Fahrgäste wieder auSgetheilt hatten. Der Betrug wurde bald entdeckt und die Beamten entlassen. Daß aber für alle Zeitcn derartiges sich nicht wieder ereignen könne, soll daS Publikum der Gesellschaft zu Liebe den Fahrschein nicht etwa mit nach Hause nehmen, noch weniger aber fortwerfen, sondern es soll ihn„vernichten!" KchnfcbrUU« für Arbett-r, welche infolge der Ein- fühmng elektrischer Beleuchtung in den Werkstätten nöthig werden, find nach der von der Verwaltungsbehörde getroffenen Entscheidung nicht von der Krankenkasse, bei welcher die A- beitcr auf Grund der gest tzüchen Krankenversicherung Mitglieder sind, sondern von dem Arbeitgeber auf Grund der Unfalloer- HLtungsvorjchr.ften zu- liefern. Die Krankenkasse ist zu dieser Lieferung nur dann ges tz'ich verpflichtet, wenn der Arzt dem Arbeiter nach einer vorangegangenen Erkrankung desselben und als Heilmitttl infolg: der Krankheit das Tragen der Schutzbrille verordnet. Intevessnnte Funde hat dieser Tage das Museum für Völkerkunde aus unserer nächsten Umgebung erhalten. In FricdrichShagen wurden beim Rajolen eines Gartens wendische Grabstätten aufgedeckt, in welchen sich noch vier ziemlich gut erhaltene Urnen befanden. Der Inhalt derselben bestand aus verschiedenen aus Bronze ausgefuhrtm Schmuckgegenständen und messelähnlichen Instrumenten. Schon m früheren Zeiten wurden daselbst Scherben solcher Urnen gefunden, leider aber wurde ihnen kein weiterer Werth beigelegt. Gin detrügerifcher Kookmaüer" wurde vorgestern auf der Charlottenburger Rennbahn festgenommen. Derselbe, ein in der Möbenstraße wohnender Handschuhmacher, welcher für mehrere Besucher de« Sattelplatzcs Geldbeträge behufs Be- sorgung deS Einsotzes am Totalisator entgegengenommen hatte, versuchte mit dem Geld«, einigen Hundert Mail, zu entwischen. Die Flucht wurde aber von einigen seiner Auftraggeber be- merkt: man verfolgte ihn und veranlaßt« seine Festnahme. Der flüchtige Bankbeamte Döring soll in den letzten Tagen in Schmiedeberg gewesen sew. Demnach scheint Döring sich nach Oesterreich und zwar nach Prag oder Wien begeben zu haben. Gin««bekannter Mann wurde gestern Abend, aus eiyer Kopfwunde heftig blutend und bewußtlos an der Erde liegend, von Polizeibeumten in der Klosterstraße aufgefunden und auf Veranlassung des 27. Polizeireviers mittelst Kranken- wagen« nach der Charit«« gebracht. Der Unbekannte hat das Bewußtsein noch nickt wieder erlangt. Don einem Schlächtermage« überfahren wurde §estern Vormittag in der Großen Frankfurterftraße die in der andwehrst-äße wohnhafte Frau Anna K. Ein Rad ging der rau über den richten Fuß, doch scheint die Versetzung nicht er- eblick gewesen zu sein. Gine schwere Verletzung des linken Auges zog sich vorgestern der in einer Fabrik an einer Lockmaschine beschäftigt tewesene Schlosser Äugest I. aus der Ackerstraße zu. Beim Zücken gerieih der Bedauernkwerche mit dem Auge in eine vorstehende E senspitze. Nicht mehrere falsche Fünfzigmarkscheine, wie gestern gemeldet wurde, find es gewesen, welche bei den hiesigen Bankier« Friedländer und Sommerfeld in Zahlung gegeben wurden, eS war vielmehr nur ein gefälschter Fünfmarkschein, welcher von dem Bankhause angehalten worden ist. Von einer Droschke überfahren wurde gestern Nach- mittag in der Nleoerwallstraße der dort wohnhafte Sattler- lehrling August B., als deiselbe den Fahrdamm überschreiten wollte. Die Räder gingen dem Knaben über den Leib und der anscheinend schwer Verletzte wurde in ein Krankenhaus geschasst. Krrliner Asyl-Uerei« für Obdachlose. Im verflossenen Monat Oktober nach igten im Männer-Asyl 92lS Personen, davon badeten 2236 Personen, im Frauen-Asyl 1598 Personen, davon badeten 130 Personen. Berichtigung. In der gestrigen Liste der Vertrauen«- männer des Zentral-Wahl-Komitecs für die Kommunalwahlen ist ein Fehler vorhanden. Der Vertrauensmann im 41. Bezirk heißt nicht wie angegeben Marken, sondern Mochert: er wohnt Wresenstr. 28. Polizri-Krricht. Am 1. d. M. Morgen« vergiftete sich eine Ärbnterfrau in ihrer Wohnung in der Jahnstraße mittelst Arsenik.— Vormittags erschoß sich ein Kaufmann in seiner Wohnung in der Naunynstraße mittelst eines Revolvers.— Nackmittags brockte sich«n Kaufmann in einer Destillation in der Neuen KLnigstraße aus bisher nicht ermittelter Veranlassung einen Messerstich in die Brust bei und verletzte sich dadurch derartig, daß er nach dem Kcankenhaufe am Friedrickshain ge- bracht werden mußte.— In der Nacht zum 2. d. M. entstand vor dem Haule Große Frankfurtecstr. 103 eine Schläaerei, wobei der Tischler Weiß durch mehrere Messerstiche am Kopfe und Rücken schwer verletzt wurde. *» Projektirtes Repertoire der königlichen Schan- spiele vom 3. bis 11. Novmbr. 1889. Im Opernhause. Sonntag, den 3.: Gicconda; Montag, den 4.: Ricnzi, der letzte der Tribunen; Di«.stag, den 5.: DaS goldene Kreuz. Die Jahreszeiten; Mittwoch, den 6.: Tannhäuser(Frau Moran-Olden als Gast); Donnerstag, den?.: Carmen; Frertag, den 3.: Gioconda; Sonnabend, den 9.: Der Ring der Nibelungen lVorabend): Des Rheingold; Sonntag, den 10.: Gwconda; Montag, den 11.: O pheu« und Eurydrke.— Im Schauspielhause. Sonntag, den 3.: Der Name; Man- tag, den 4.: Die Weisheit Salomo's; Dienstag, den 5.: Der Mann der Freundin, Die Prüfung,?oet fesrnm; Mittwoch, den 6.: Die Quitzow'S; Donnerstag, den 7.: Letzte Liebe; Freitag, den 3.: Prinz Friedrich von Homburg: Sonnabend, den 9.: Wilhelm Tell; Sonntag, den 10.: Wilhelm Tell; Montag, den 11., neu einstudirt: Aschenbrödel. Geriflsks-Äetkung. Ansgewiese« ans dem preußischen Staatsgebiete wurde durch.Verfügung des Regierunaspräsidentin zu Marien- werder vom 13. Oktober 1888 der Wirthschaftsinspektor Bro.ri- kowSki. Mit der dagegen erhobenen Beschwrrde von dem Ober- Präsidenten ber Provinz Westpreußen durch Bescheid zarückge- wiesen, strengte Ä. Klage mit dem Antrage an, den Bescheid aufzuheben und dcn Obcrpräfibenten zu verurtheilen, anzuer- kennen, baß er Angehöriger deS preußischen Staate« sei. Der erste Senat des Oder-Verwaltuniisgerichts wies jedoch, wie die „Post" mittheilt, die Klage zurück und führte begründend aus: Nach den angestellten Eimittelungen ist der Vater des Kläger« 1803 in Gollub als Vreuße geboren. Dieser fiedelte 1830 nach Dobrzyn in Russisch-Polen über, um sich zu verheirath-n. Dortselbst wurde ihm 1832, in welchem Jahre er großjährig wurde, der Klär er geboren, her 1838 behufs seiner Erziehung nach dem Kresse Graudenz kam und seit jener Zeit im diesseitigen Staatsgebiet geblieben ist. Der Vater desselben wohnte dagegen lange Zeit ununter- brachen in Dobrzyn, so daß unter dielen Umbänden ange- nommen werden muß, daß er 1830 dorthin sein Dom-zil ohne die Absicht der Rückkehr nach Gollub verlegt hat. Es fragt sich, ob diese Thalsachen noch den vor dem Gefetz vom 31. Dezember 1842 gellenden Grundsätzen des preußischen Staatsrechts ausreichend waren, um zu bewirken, daß der Vater des Klägers während des Zeitraums von erlangter Großjährigkeit an bis zum Jahre 1838, in welchem der Kläger nach Preußen kam, die Eigenschaft eines Prer ßen verloren hat. Bezüglich des Verlustes dieser Eigen- schafl hat die Verwaltung, wie eine lange und urunterbrochene Folge von Ministerialerlassen ergiebt, stets an dem Grundsatz festgehalten, daß Jeder, der ausgewandert ist, das ist unter gänzlicher Aufhebung seines Domiz ls und mit der erkennbaren Absicht, nicht wieder zurückzukehren, das Land veilassm hat, be- reilS bamit aufgehört hat, pre bischer Unterthan zu sein, und zwar ohne Rücksicht darau», ob er einen AuswanderungSkonsenS erhalten oder nickt, und ob er wegen seines Austritts e«l Strafe oder Kor.siskation erwirkt hat. Heber die Rechtmak'-s keit dieses Grundsatzes haben im Schöße des Staatswsi-. als de selbe mit Prüfung deS Entwurfs zu dem E>14 vom 31. Dezember 1842 betraut wurde, Zweifel nicht gewalkt. Die Klage behauptet jedoch, daß dieser Grunkss dem geschriebenen Recht widerstreitet, indem sie ausfuhrt,!>°> die unerlaubte Auswanderung, weil sie durch Gesetz vo« 15 September 1818 in Verbindung mit 88 139 Ti'. 17"l' 469 Tit. 20 Th. 2 A. L.-R. mit willkürlicher Strafe beu». � den damals militärvflichkg.'n Vater de« Kläger« mit Kosh» kation bedroht sei, für diesen habe weder Rechte erwerben vo» Pflichten beseitigen, daher auch den Untirrhanenve-band Ml habe lösen können. Kläger übersteht dabei aber, daß weder o- Landrecht, noch das Gisetz von 18 18 irgendwie vorschreiben, die unerlaubte Auswanderung der rechtlichen Wukuncen," mit einer erlaubten verknüpft find, entbehren solle. MaNft" einer solchen positiven Vorschrift wird jedoch eine an stj krlau-. Handlung nickt schon dadurch, daß sie unter Umständen, sie zu einer strafbaren machen, vorgenommen wird, nichtigen, rechtlich gänzlich wirkungslosen. Tritt der Gericht� danack auch seinerseits jenem Grundsätze bei, so muß er i dem Ergebniß gelangen, daß der Vater des Klägers>nssx fraglichen Zeit für sich und letzteren die Eigenschaft'M» Preußen verloren hat. Damit ist der Prinzipaieinwand w? Klägers beliitigt, und es muß, da dieser einen späteren&tt,. jener E-genschast und damit auch seiner diesseitigen Stmm' angehörigkeit nicht nachgewiesen hat, die auf Aushebung � Laadesv-rweisung gerichtete Klage zurückgewiesen werden,«?11 dem Umstände eine Bedeutung mcht berzumessen ist, ob Lm in den russischen Unterthanenverband aufgenommen ist nicht. Srrzisls litolicutirfit., Achtung! Tavakarbriter! Da im Lause der nää?� s Wocke die Kollegen in mehreren Fabriken die Arbeit einste�' ersuchen wir die Kollegen der Wickelmacher-, Zigarrenww'' und Sorlircrbranche Zuzug von Berlin fern zu halten. Die Lohnkommissiom, 5l8. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Ab»« obiger Zeilen gebeten. ,1 Die Zuschneider. Uorrichter, Stepper und Str?� k rinne« der Schaftdranche werden ersuchr, den Zuzug Leipzig fernzuhalten Trotz der hohen Lebensmittelpreise sind in der Schaftfabrik von I. C. Burckhardt u. Sohn reduktionen vorgenommen woroen, welche sich die Arbeiter M» gefallen lassen wollen. Vevtmumlrmgen. Ueber eine große KommunalmShier-V-rjamml«� welche am 24. v. MlS. im„Böhmischen Brauhau e" ahgehau. wurde, geht uns nachträglich folgender Bericht zu:-Jj Bureau wurden gewählt: Oito H e i n d o rf, Tisckler B crv und Tapezierer B a a r S. Herr I l a t o w sprach über städt>!" Angelegenheiten. Armenwesen, Steuerverwaltung, SchuleiM�z turgen, sowie über SubmisfionS- und BelevchtungSwestn«st über die Pferdebahnen; er kritifirte das heutige WahWst, und forderte zu reger Betheiligung an dcn Kommunalwa? auf. In der Diskussion sprach H.rr Reuter sein Bebaust- aus, daß bei einer so großen Arbeiterzahl in Beilin nur Jfl Aibeiterkandidaten im Rothen Hause sitzen. Herr kritisirte daS Verhalten einiger Beamten und Stadtoerer�stst, in Bezug auf die Einseitigkeit ihrer politischen Gest«�. Herr Herrmann meint, die Stadtverordnctenwahl F ganz gelegen, um die indifferente Masse zu ermuntern � nächste ReichStagSwahl.— Es wurde ein Bezirkskclnitee gesetzt und zwar wurden in dasselbe gewählt die Herren Tv?,, Franz Bernd, Tapezierer Fritz BaarS, Weber Kur», T schler Emil Herrmann und Tischler B o g a s ch. Ein � polizeilich aufgelöst wurde eine öffentliche Kommn�. wähler-Versammlung für den 13., 14., 15. und 17. Wahlbel welche am Freitaa Abend im Konzerthaus Sanssouci l4», Nach einem beifällig aufgenommenen Vortrag de« H'sV Vogtherr, der seine sozialdemokratischen Parteigenossen 4 fordert, von dem Wahlrecht energisch Gebrauch zu w«*. meldete sich Stadtverordneter Singer zum Kaum hatte derselbe die Worte:„Meine Herren, Sie es begreiflich finden--" gesprochen, als der überwacht-, Beamte die Versammlung auf Grund des bekannten 8 9"L löste. Unter wiederholten Hochrufen auf Singer verlußc"..,- Anwesenden das Lokal. Auf der Straße hatte die große Vorbireitungen getroffen; ein starkes Aufgebot was„ dem Lokal postiri worden und eine große Anzahl Sckutz"� hielt die Straße bi« zum Koltbuser Plötz bes.tzt. E« bo> n jedoch kein Anlaß zum Einschreiten. Die Freie Vereinigung der Kartonarkeiter am Montag in Nebelin's Salon. Herr Freudenreich'p-�i über die Verkürzung der A>beitSzeit. Die zahlreich k.'wp* s Versammlung zoll e dem Vortragenden lebhaften Beifall urHst� schloß durch Annahme einer Resolution„um das Aeberangs, von AibeitSkräften zu vermindern, mit allen Kräften dahw�, streben, eme Verkürzung der Arbeitszeit zu erzielen und � dingt die Arbeitslöhne zu erhöhen." Dann wurden die str!� scheu Fragebogen ausgegeben und nochmals erläutert: Jf' wurde beschlossen von der Firma Löser und Wolff mck� kaufen. •• * ««»»rat-pirsammtuno der yelegirtrn der Grt-Kra»t>»n, � der Waschtnenbau-Ardeiter und nerwandtkn Berufsgcnossen Eonnlan. den 10 Nonember ISßS VormitlnaS 9 Uhr. MIlnzstr. 11, I Tr. TageSoidnuna � 1 Um 8 Uhr: E0ahwadt tür 2 auitckeidende nehmende lB!tg>Itidcr des VorstardeS.- 2. Um I0X Uhr: Kombtntrie Versammlung der arbeitaedenden und aebeitnehmendeu Milatiedcr. Ordnung: Wahl von 3 Reviwicn zur Prüfung der Iobrediedu ring„.ftf: Die Lachoerein« persamu-lunzen der Steinmetzen tfl finden jeden Sonntag nack dem Eitlen in DeigmüllmS Salon,«IteStiW31'' statt; aito r.tltl mehr Eovdienfir. 34.„ t0(l' gaOtvtrtin der Metallardeiter in«aa-, Maller- und armaturen. Sonntag, den 3 November. Bormittrgtt lOJt vdr. I'1'...nt deS Herrn ssemter.-lliinizstratze il: Ntirqliedee.Lersammlung. Tagcioro � 1. Vortrrg oed Herin Gerisch über.Svldotenhandel im Mittetalter/ kujfioa 3 Veischiedened u d iiragikrfien. GSttr willkommen!... •freiretißiös» tSemeind». Sonntag, den 3. November, fitoun�ze ftrabe 3S Vormittags 10 Uhr: Vortrag de» Herrn Dr. Vinkel aus.• bürg über»Darwinismus und Sirtilfiitctt Zentral-Kranken-»nd Hterdekass« der dentrUt«»» Mn«5 mir'V Aeiirk Kerlin 1. Ml!g»rrcr.Verfowm!ung am Sonntag. d!N 3 s,»e ber/VoimittaeS lt Uhi. bei Saeger. Giüner Weg 29. TagiSoidnung. � rechnu.ig 2 VereinSa- g-Icgenbeiten.„.„iilf perein der tfiinsetzer tibischler>. Generalvcrsamml-rng am»«rtt den 9. d. MlS, VmmiUagd Kitz Udr. Neue Fricdriihstr. 44 Tagr«? m 1 Vo tage, bete den A'detttnachweiS. 2 Vc> schiedeneS. 3. Rrogi mli' Mitglieder werde» auf ä 5, Hbf. 1 de» VercinSNatut», lowte»»f{!«>(gtem i vertannnlungi.B'fchluß vorn 8 September, betreffs der ireiwilltge Unteifiüßang b. sonders aasmei kam oemacht. perein zur Wahrung der Zaterelse» der kit-hter"v.*,,>e sst genofTen. Eonniaa den 3 November. Mittog» 12X Uhr, Herrn«totd, Dietdcneiftr 10: Vcrsommlung TaeeSotdnung. i Herrn Zü t über r..Dai W.feu der modernen Poefie." 2. Berltkden• I __ � Ac« *) Diele Angelcgenhnl ist jetzt bekanntlich erledigt. � � beiter vet pflichten sich, rur in solchen Lokalen zu verkeyr � das„Berlmer Volkedlott" und die„Volks- Tribun« liegen. N-lk«v�sammlu»g für RI»»«»/ und V«- R«»?«tÄ Sonnwg. dkn H«owrrbtr, S�mlliags 11 Utir, m Saale der »i2.' �»"'"batbe ängeSotbnur.o; 1. Die diutsldsiei sinnige PaNei und Referent Lf. Werner. 2 Dliiulsmn. Z. Vei ichiedeneS »»» ®"ner. 2. Diikulsisn. Z. VeiichiedmeS «»n.raio.rfaiumiung d»r Ittouerr von Nirdorf Sotaff Ji0*? 1am Sonntag, den 3 November, Lorinitlagi 11 llhr im I Sffo" BetelnSbtauetei. Tageiordnung: 1. Vortrag des Referenten Herrn �idiuliion, 3. VertdiiebfneS. m » n�t irn il(.m0 �'i,*r Sefehlui.„x.sstns Jeden Wonwa Sbend «in/ ��urant Leandardt, Wallstraße Nr, 20, Boriesung und Diikusston. SkS�t. ZM'd-r eingefllbrt. haben Zutritt, �. .��»'Öffentliche vrrsumminng der Steindrucher NN» Litho- am Montag, den 4, Nooemder, Abends 8� llhr. im Lta- Garten' vor dem Äönigstbor, Tagesordnung■ i. Bericht «jr.Commifunn ot.fct- O an�tvl>«<.p Tß�olr�n»um Kon» 'ut JMoljruno der Znierelfen der Schuhmacher. Gene- Montag, den 4, November, Abendd 8 llhr, bei Zemter, Tagesordnung t 1. Bericht bei Vorstandes 2, Vortrag über den Tri«*». dar Schuhmacher, 3 Diskusston, Verschiedene», gtagetaften. wichet aen tl: ��»�eder. Alle Kollegen weiden ersucht, recht zahirrich zu » Ng�?�d'r Ktuchateuruerei«. Montag, den 4 November, Abend» itio>!-, Vn' Mllnzstr n Bereiniverlgmmiurg Tagesordnung r 1 Bor- �ännn-« Grünrnberg tlder Anekdoten aus dem Leben berühmter A.J'Ulere Vereiniargeiegenhetien, 3, Verschirdene», 9ta«5! Lid", Versammlung der Lreien Vereiutgung der Aerttns unh iifttxmamtth AM Montag, den 4. November, gn. Hochllr, 32», Tag'-i Ordnung i 2, Diskussion, 3, Verschiedene», Merlin» und jlmzegend....-------- L CmtrJ?i � 8 Uhr. t» Krüger s Eaion. Hochllr, 32», Tag'iordnung 4 Üb«:„Alle und neue Zeit/'"............. 3-"rma'ln da! Zutritt ®emf "«fifc» Deigt....... �Ulul,,„uc JUIU„K1.■ S«rdertioermitieiuno». Kommi fron, »ie �legenbeiten und Verschiedenes, KV «»!•?& Sjay o Fabriken ron Grand und dr«,�,?»ifeuiliche Perfammtung fämmrr. IN»er Admd?«».»�"��Sten Arbeiterinnen am Montag, I die v?.Ä,Uhr. bei Echeffer. Jnselilr, 10, Tagesordnung i Arhian«»» der Arbeiterinnen, Referentin: Frl, Eeima Chaim, 2. Di»- Inda»» Giündung eines iiachv.-reinS der Polamentier. Arbeiterinnen, 4, Auf- der n, Mitglieder und VerichiedeneS, Gäste willkommen. Zur Deckung s. �.u�rvl.'.vltdditd,. � 2. WerkNattangelegenheilen. Zu dieser Veisammlung sind den 4. November, 1. Vortrag über Selma Chaim. 2. DiS- «W «fe»a». ...vre eine Teller saminiung stall,.. ,, .«« rtt* der berliner Arbeiter lur erfte» Stif» bei»ln- Montag, den 4, Nooemder. Abend» 8 Uhr. bei»eueritein, ISt Vortrag und Uebungisiunde, Ausnahme neuer THeii- Jakodstr, der freie» vereiniguns der«ra»»«r».«ife- Montag, den 4, November, Abend» g Uhr. Dreidenertiraße 45 ioi(i n.,übug Vortrag de» Herrn Mehner über l„Dai Handwerk sonst «e,ie«ereinlgung der Keusient». Generalversammlung am Dien». tag den 5 November cr,«dend»«!j llhr. im Dre«dener Garten, Dreidiner- ftro'fte 45 Tagek Ordnung � 1. Vortrag de» Herrn Dr, Bruno Wille über dai Thema-»Der Kamps um» Dasein in der Voikiwirthschaft". 2 DiSiusston. 3 BeftSiigung de» Vorstände» beim. Neuwahl- eine» ersten Voisigenden, 4 Wahl der Kassenreviloren, 5, Verschiedene». Gifte können eingeführt x»f»- und DIskutir-Klub..Sein," in Rirdoif, Restaurant Benler, Herrmannstr, 84 Jeden Dienstag,»bind» 8 llhr, Gäste willkommen, IS. Kommunal. Wahlberirk. Große Wähler-Versammlung am Mitt- wach d n S November, Abend» 8 llhr, in Ren,' Salon Naungnstraße 27, Tagesordnung-, Berichterstattung de» biiherig-n Vertreter«, Stadtverordneten £ Tu sauer Diskussion, Ausstellung eine» Kandidaten, Verschiedene», Da ei gilt den B'jirk schon im ersten Wablgang ,u behaupten, ist e« Pflicht eine» jeden Wähler», in dieser Versammlung zu erscheinen Arbeitonachn-ei» der Tischler, Der vom Zachoerein der Tischler be- giündete Ardeitinachwei« befindet stch DreSdenerstr, r>6, im Restaurant Gründel "srüber Wendtl, Die ArbeitSvermittelung geschieht für Meister und Gesellen tauch NichtMitglieder de» Verein»! unentgeltlich. Die«dreflenauigabe etsolgi an Wochentagen von 8X-A llhr Abend», Sonntag».von S di» 11 Uhr Vor- """Ägemeiuer Metallarbeiter Verein Kerlin» und Umgegend. Der unentg.itliche Ardeitinachwei» befindet sich im Süden- Riiterstr, 112 bei Schmidt Restaurant, im Norden-, B-unnenstr, 40 bei Schauer Restaurant und ist täglich Abend» von 8X bi» 10 llhr. Sonntag» von 10-11X Uhr geossnet. Die Bibliothek befindet stch im Restauranl Schmidt RItterftr, 112 und werden daselbst Montag» und Donnerstag», Abend» von 8K bii 10 llhr, Bücher au»- L-Hnkommisstou der Kchaftbranch», so vie die öflentliche Ver- sammlung am 2? ,>3, hat beschlossen, zur Ansammlung eine« Fond» Sammel- karten und Marke» auszugeben und werden die Kollegen und Kolleginnen er- Inckt solche bei folgenden KommisllonSmitgliedern zu entnehmen, Hermann nrause All randrinenstr. 116», Stfl. 4 Tc. b, Janker sheSke, Sebarrianstr- stepvner, Prinzenstr, 94 4 Tr; Vonhoff. Höchstestr,2l H 2Tr, l, r khapentier. Kronenstr 68 bi» 69 r Gabriel KotewSkt. Koppenftr, 69, 4 Tr,-, Wütete, Frie- drich»K°er»r. 7. H. 1 Tr, Schlecht, Wallstr, 2 2 Tr- Friedrich Otto«dal- bertstraße 99, 3 Tr, Ferner bei den Damen-, Frl Martw, HagelSderger t-aße, Fr, Otto, Frl, Baader, Hoizmarktstr, 8, Ouergibäude 4 Tr,. Fr, Bose, Ruder«. � Steindrustler und Lithographen. Die Kollegen, welche noch Sammel- listen für die fiiürnberger und Leipziger Kollegen in Händen haben, werden ersucht dieselben gezeichnet oder leer an den Herrn Litdo-rophen Preuß, Kraut»- ftraße 26», abzulicsern oder die« auch in der öffentlichen Versammlung am Montag, den 4 November, zu besorgen,. Aaihoerein der«ischler. Sonnabend, den 16 Novemb-r, Abend» 8 llhr: Tanzkränzchen in Jordan'» Solon, Neue Grünstraße 28, Billet» hierzu find auf allen Zablfiellen. sowie bei folgenden Herren zu haben- Wltte, Jnva- lidenstraße 21- Millarg, Lehrterftraße 22, 2 Tr, � Markmann. Barnimftraße 46, 4 Tr H-mp, Pallisadenstraße 63, 4 Tr, � Hoger, Giüner Weg 70 Winter, Manteuffelftraße 8, 3 Tr,- Glocke. LausiSerstraße 52, 3 Tr, Wiednnann. Wendenstraße 2. 4 Tr,-, Haberland, Reichenbergerftraße 161, 8 Tr; Schulz, B ideistraße 42, 4 Tr.- Monien, Kriuzbergstraße 9, Qaergeb, 4 Tr, � Witte, Möckernstraße 95, 3 Tr,- Etsaffer. Nostizstraße 40-«pelt, Sedaslianftraße 27-28 (Möbeldandlung) � H Schmidt, Elisabethuser 20, Hos 2 Tr, bei OrdowSki. «um- und gesellig» Vereine am Sonntag-, Lübeck'scher Turnverein (2 Lehrtingiabtheilung! Abends 6 Uhr Elisabethstraße 57-58,- Turnverein Wedding"(2. LehrlingSabtheilung! Nachmittag» 4 Uhr Pankstr, 9. Turnverern "Froh und Frei" iLehrlinaSabtheilung! Nachmittag» 4 Uhr Bergst 57.- Ver- gnügungiverein„Fröhlichkeit" tgegr, 1880) Nachmittags 5 Uhr Grüner Weg 2». Versammlung. Depeslkien. sMoiff's Telegraphen-Kur««».) Kern, 2. November. Durch BestHufj der Anklogekammrr des BundeSgecichtS sind wegen anarchistlschtr Vergehen NicoUt als Urheber des Anarchisten-ManifelteS, Darbeley und Hängi als seine Gehilfen vor daS eidgenössische Geschworenengerichl verwiesen. Glasgow, 2. November, früh. Die Teppichfabrik, welcke aestern Abend hier durch den orkanariizen Sturm zum Ein- stürz gebracht wurde, befand sich im Umbau. Ein Theil des Gebäudes wurde neu aufgeführt, in dem altrn Theile wurde das Geschäft fortbctrieben. Der im Bau begriffene neue Theil des Gebäudes brach zusammen und stürzte auf den alten, in welchem gegen 140 Frauen beschäfligt waren. Man schätzt die Fahl der durch den Einsturz des Gebäudes Gclädteten oder Verwundeten auf etwa 50. VrtefkQsten. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements-Quittung beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht ertbeilt. Pereinigung der Drechsler Deulschlaud«, Grtooer» waltung Kerli« I. In der Versammlung, welche von Ihr en am 2. September bei Sahms abgehallen wurde, wurde die Weikstatt der Gebrüder Schüler, Wrangelstr. 60- einer K itrk unterzogen. Diese beiden Herren haben sich durch diese Kri.i! beleidigt gefühlt und gegen den Redakteur unseres BlatttL, obgleich derselbe eine„berichtigende" Erklärung der genam teu Herren aufnahm, die Pcioatklage angestrengt. Wir ersuchen Sie nun höflichst, uns das Material zu-t» stellen, welches den Behauptungen des Redners in der Ver» sammlung zu Grunde lag, damit den beiden„überaus ei t- rüsteten" Herren der Unterschied zwischen ihren und den Löh- e« anderer Unternehmer klar wird. Kilberfchmidt. Annonzen bitten wir immer direkt in unsere Expedition, Zimmecstr. 44, zu adressiren. In allen durch Plakate kenntlichen Handlungen sind Loose ä 1 Mark— elf Loose für 10 Mark— der Grossen Cölner Lotterie Ziehung am 14. November 1889 tu haben. Loose& 1 Mark empfiehlt und versendet [544 Carl Heinlze, Loose Generaldebil, I Berlin W., Unter den Linden 3. Jeder Bestellung sind 20 Pf. für Porto und Gewinnliste beizufflger, Atobel-, Spiegel And PolsterWaaren- Magaztu von «Fidlu8 Apvlt, Sebastianstraße 27—28. Neelle Maare, prompte Kedienung._ [372 Albert Auerbach, Kerlin S., Kottbufer Damm 7(bei der Kottbuser Krücke). W- M Ttiksel-L«sn sir Htm», Tmei mi> Kinder. U15 Reelle Bedienung.— Feste Preise. Roh-Tabake! _. Grüßte A«»wahl, biUigste preise, von Sumatra-Stuck- und Vollblalt, Java, ! �--�mmgo, Carmen, Elsäffer-Rebut, Pfälzer, Ukermärker K.:c. Krastl von 85 Pf. an. jieSwgy Franckg BrAttVenftr. 141 1�2. Herren-Garderobe fertigt«»d liefert 0- Krebs, Weinbergsweg 3. Stoff-Lager. Reparatur-Werkstätte. 252 Billigste Quelle für deutsche u. englische[1637 eiserne Bett stell en! mit ISjfbdr. ■T 6-as- es Köpnilkerstraffe 32, CLs 5a21Ssif Jll.PreiS-Kour. gratis u. franko. von fs.„ Lsnilei'Oben m-A* und Knaben zu halben Preisen. flltt»..»�u/etots für Herren mit bestem Lama« vien, ff' I5/ 18, feinfeine 20—30 M. Kom- �tosniTr��u-Anzüge, gediegene Sachen, 15 M. ÄfSanter mitt, 3�— 12 M., Knaben- seid««/«n JP*-' Ärbeitshosen 2 M., JaquetS, �•Umlich Hüte, 1 Posten Harmonikas er- Betten 246 JlO, �Halber für jeden Preis. —— 1»inen«trasse 30.(Laden.) Tuchgeschäft PkillMpO K, egenüber der Turnhalle: Kerren- und Knaben- Anzüge, Paletot», sowie Damrnstlrider, Wintermäntel n. Auf Wunsch auch Theilzalzlungen- Empfehle mein Weiß- Nil Bliinslß-Bin-Lßklil mit reichhaltigem Mittag»- und Abendtisch. Auch empsiehlt es sich als Zahlstelle für Kranken- lassen w. Ein Klubzimmer ist zu vergeben an bestimmte Abende. 555 Aechlin, Nmlrtlst 11. G. M.WUschke, Imßnstt. 1. Eigarren u. Tabak in vorzüglicher Qualität. Russische und Türkische Eigarretten.[203 Junkerstrahe»Xr. 1. Engl. Tüll-Gardine» per stenster von 2.50 M. an, einzelne Tischtücher per S ück 0,75 M- einzeln« Servietten per i Dtzd. 2 M. einz. lein. Taschent. pr. i Dtzd. 1,25 M. engl. Tüll-Gardinen von 30 Pf. pr. Mir. Damell-Hemllen per i Dutzend 7.50 M. Pachtsacken i. Ptque v. 7.50 M. pr. i Dtzd. mstiäge von außerhalb gegen Nachnahme. v. Uez'vrsou. 7. dha�m I'rav? 8ehummv Verlobte. 641 Unierm Freunde Julius Schneider Wünschen wir zum morgenden Tag Daß er immer lustig weiter[610 Bier vertilgen Helfen mag. Und, das darfst Du nicht vergessen, Skat urd Schafskopf tüchtig dreschen.' Soll die Freundschaft nicht erkalten, Fest und treu zur Fahne halten. Dies wünschen die Fteunde von B. Kn. Da meine Revision vom Reichsgericht ver- warfen ist, muß ich meine dreiwöchentliche Reise am 3. November nach San Rummolmo an- treten. Ich wünsche daher allen Freunden und Genossen ein herzliches Lebewohl! llermsuu Hackbartb. AC. Polvogt, BQIowstr. 18. Eing. Frobenstr dlowstr. 18, Eing. Frobenstraße. 1741 empsiehlt allen Freunden und Genossen alle ' Sorte» Hüte, eigenes Fabrikat, zu niedrigsten Preisen. Reparaturen we den schnell und billig 212_ ausgeführt._ 800 Winterpaletot. Herrenanzüge, Knabenanzü�e, Damenkleider, Kmderkleider, Schuhe und Snefel, verkauft wegen Aufgabe des Ladengeschäfts für jeden Preis die Pfandleihe, IMiuzonstiv 66. Auch Sonntags bis 10 Uhr Abends geöffnet. Lazarus, 29. 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Der Arbeitsnachweis der Klavierarveiter befindet sich N a u n y n st r a ß e Nr. 73 k«i Winzer. Die Adressenausgabe findet jed,-« Abend von 8— Uhr und Sonntags Vor-� mittags von 10— Hj Uhr, sowohl an Mitglieder w'e an Mchtmitglieder unentgeltlich statt. 37 Die Krbeitsoermittelungs-Kommilko«. 617 6. Wahlkreis. Die in Nummer 44 der„B.rlinec Volks-Tnbune"' annonmte V«r>i»mmln«g des SsMtWkriltislhen Wahlvneills sür l>eu K. Berliner Reichttagwahlkreis findet am Dienstag, den S. Uovember statt. 642 Her- Voi-sisnel. SMliitWlk. Wahliemil f. i>. i Kerl. ReichW-Wiihlkrtis. V e r s a m m I _ ammlung__ «un Montag, den 4. bv Abends 8 Uhr. in der Brauerei stöatgstadt, Schönhauser Allee 10/11 Tages-Ordnung: 1. Aufstellung eines Kandidaten für den 5. Berliner Reichstags-Wahlkreis. 2. Die beoorftehenben ReichstagSwohlcn und ihre Bedeutung. Referent: Kurt Vaake. Z. Dis'uffion. 4. Verschiedenes u. Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Tlle Wähler des 5. Wahlkreises sind hierzu eingeladen._[625 Große Wälfler-Uerlammlung des 41. Kommunalwahlbezirks umfassend die Stadtbezirke 303 bis 318 Montag, den 4. November 188S, Abends 8 Uhr, in Pohl« Salon, Müllerstr. 7. Tages-Ordnung: 1. Die bevorstehenden Ktadtuerordneten-Wastlen. Referent: Voigdkann. 2. DiS- kufsion. 3. Aufstellung eines Kandidaten. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet e-ne Tellersammlung statt. DaS Zentral-Wahlkomitee. GiS_ I. A. I. Guadt, Brunnenstr. 38. Große öffentliche Kommmml-Wahler-Verk'ammlttng des 13. Kommunal-Mahlbezirks am M o n t a g, den 4. November, Abends 8 Uhr, Oranienstr. 180, Zentral-Festfäle. Tages-Ordnung: I. Die bevorstehende Kommunalwahl. Referent:(Otto Klein. 2. Aufstellung eines Kandidaten für den 13. Bezirk. 3. Diskaffton und Verschiedenes. 628 Ds» Zentral-Komitee. Uerband deutscher Zimmerleute Montau, Alte Jakobftr. 37: den Lokatuerband Kerlin). 4. Zlovemdcr cc., Abends 3 Uhr, im Louifenstädtifchcn Konzcrthaufe Qensnslysnssmmlung. Tages-Ordnung: 627 1. Abrechnung pro 3. O rartal 1889. 2. Neuwahl de« ersten Vorsitzenden. 3. Verschie- dencS. Um zahlreiche Bcthnllgung und gröhtmöglichste Verbreitung dieses wird ersucht. Der Dorstand. Große öffentliche Formerversammlung am Montag, der 4. November, Abends 8 Uhr, im Lokal ter norddeutschen Brauerei, Chausseestraße 58. TAGES-ORDHUHGi 1. Die Arbeitseinstellung der Schwaitzkopff'schcn Former, eventuell weitere Befchlubfassung über die Wickung der schwarzen L.sten. 2. VerlchiebencS. 644 AUe Former sind verpstichtet»u erscheinen. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung der in Kuchbindereien, Album-, Krder-, Karton- nud Kurus papier-Fabrike« beschäftigten Arbeiter am Montag, den 4. d. M., Abends 8 Uhr, in den Bürgerfälen, Dresdenerstr. 96. Tagesordnung: 613 1. Die herrschende Arbeitslosigkeit und die Vertheuerung der Lebensmittel. Referent: Kollege B. I o st. 2. ErgänzungSwaht der 15er Kommission. 3. BersckiedeneS. Um zahlreiches Älscheinen biltst___ Die Kommissto«. Große Uersammlung der Kildhauer am Montag, den 4. November, Abend» 8 Uhr, im Böhmischen Brauhaus. Tages-Ordnung: I. Melcher Werth liegt in«nserer Lohnbewegung. 2. Diskussion. 3. Werkltättenverhättmsse. 4. Verschiedenes. Zu- Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 647 Iatereffenverein der KiAen- nnd Koffermacher. Konnabend, den 9. November, bei Heydrich, Beutystr. 20, in den VereinSsälen junger Äaufleute: 7. Stiftungsfeste. Entree 30 Pf. Herren, die am Tan, theilnehmen zahlen 50 Pf. extra. Vorher fow'e zur Kauffeepause Konzert und humoristische Vorträge nach Programm- BillelS find zu haben bei folgenden Herren: Tfchernig, Louifen-Ufer 39, Hof 2 Tr.; G. Schlecht, Grüner Weg 88, o. 4. Tr.; E. Göpfert, Neanderftr. 6, Hof 1 Tr.; H. Pagst, Landidergerstr. 36; Fruse, Soraaerftr. 7, v. 4 Tr.: F. Jorfftecher, Kövnickerftr. 174: Restaurant Letchnitz, Markasstr. 25. 548 Der Dorstand. Cölner u. Weimar-Loose älMark. Ziehung 14. November und 14. Dezember er. II Stück für 10 Mark(Porto und Liste 20 Pf.) Rothe Kreuz-Loose ä 3 Mark Ziehung 19 bis 23. November er. tz Antheile Ii; Wik., 11 Stück 17) Mk.(Porto und Liste 30 Pfg.) Sämmtliche anderweit offerlrten Loose sind auch bei mir tu haben. PViL/ Dn'ilioo Bankgeschäft, Berlin 8., 1 lllZt i 1 lllioo, Dresdener-Strasse 82 83, 641 Zum An- und Verkauf von Staat papieren ctc. halte mich bestens empfohlen. Plaiiinos grobe Auswahl aller Holzarten, von den einfachsten bis zu den elegantesten, paffend für jedes Möblement, ter Tonfülle ,fte! sämmtliche PianinoS sind kreuz- und mit ganzen Eisenrahmen und vorzüt... mit patenlirter RepetitionS Mechanik. Vortherlhafteste . Bezugsquelle. 10jährige Garantie liefert die Piano- . forte-Fabrik 1644 Cs(Pohl, Urinzeu Straße 49. Abbildungen und PreiSverzeichn i sf'e gratsi» und franko. GogrOndet 1964. Export. Engros. Detail. Kachverein der Tischler. Ncnd". 3V Dienstaa, den 5. November, Abends 8 Uhr, in Lehmann'» Salon, Schwedter st r. 23: Tagesordnung: Das KoalstionSrecht und feine Bedru'ung für die Lohnlämpfe der Atbeiter. Ref.: Th. Glocke. Diskffsion. Verschiedenes. N.ue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. 618 _ Der Bevollmächtigte. Mvereln der KGoffer uad Kerufsgenosseu. Montag, den 4. November, Abends 8) Uhr, im oberen Saale des Herrn Feuer st ein, Alte Jrkodst-. 75: Alljerordelltl. CeutralvnsWmlNg. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Schweitzer über: „Unsere Ziele in politischer und geweikschaft- schaftlicher Beziehung." Diskussion. 2. Auf- nähme neuer Mitglieder und Entrichtung der Beiträge. 3. Antrag betr. Verstärkung des Vor- ftandes. 4. Bericht des VergnüzungskomiteeS. 5. Verschiedenes und Fragekasten. 620 Der Vorstand. Fachvercin der Tapezierer Berlins uvd Umgegend. Montag, den 4. November, Abends 8 Uh--, bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75 Anüemdeutl. GeveralversWmlNg. TageS ordnun Vortroa des Herrn Albert Schmidt über „Ein Blick in die Vergangenheit." Diskussion. Innere Vereinsangetegenheiten. Fragekasten. OuitiungSbuch l-gitimirt. 573 Zuschriften sind an den Kollegen C. Zache, Skalitzerstr. 69, zu richten. Der Vorstand. Freie Bereiviguug d. Graveure, Ciselenre ic. Montag, den 4. November, Abends 9 Uhr, DteSkenerstraßz Nr. 45: Vcrsammiung. Tagesordnung: 1. GefchäftlichcS. 2. Vortrag des Herrn Mehner über:„Das Handwerk sonst und jetzt." 3. V-rschiedenes. Um r-ge Bitheiligung bittet 640_ Der Vorstand. Große öffenttiche Versammlung der gewerbl. Hilfsarbeiter Btrlins und Umg am Montag, den 4. Nov-mber. Abends 8< Uhr, im Saale des Herrn Bolle(N ustädt. Volks garten") Proskaucrstr. 37-38, Ecke der Frank- furter Allee. Tagesordnung: 1. Vortiag des Herrn Paul Litfin:„Ucber den Nutzen gewerkschaftlicher Organisation." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 604 Alle Arbeiter find zu dieser Versammlung ein- geladen. Der Einberufer. Freie Vereinigung der Maurer KcrUns u. Uma. Sonnabend, den 9. November im groben Saale der Dsrliner Bockbrauerei (Tempelhofer Berg) finSct dos I. Stiftungsfest statt. Großer Ball verbunden mit komischen Voiträgcn. 12 Uhr Kaffeepause und grobe Kindervelustigung. Mitgliedsbuch legitimirt. Ankang 9 Uhr. Entree 29 Pfg. Btllets sind bei folgenden Herren zu Hasen: Für Osten: E. Gröppler, KrautSstr. 43, vom 4 Tr.— F. Hupvk e, G.obe Frank- furterstr. 62, Oaergeb. 2 Tr. Für Süden: G. Rasch ke, Kottbuser- dämm l, 4 Tr.: O. WoSgin, Schönlein- strabe 31. Hof pari. Für Westen: H. Silberschmidt, Slemmetzste. 33. lll, Hof.; W. B aganz. Bülowstr. 51, Hof pari. Für Norden: H. Raschke, Wiesmstr. 8, 3 Tr.; H. Schipolski. Bellforterstraße 3, Seitmfl. 3 Tr. Für Zentrum: W. Schmalowski, �■' hftr. 46a. Fochverew der KuchbiudS und verwandten Ker«fsge?tM Sonnabend, dm 9. November, Abends 9** Elisabethst Allg. Metallarbeiter- Kerein Kerlins«. Klmgegeub. Vrcsas Versammlun am Dienstag, dm 5. November, Abends 8 Uhr, in Benz' Salon, Naunynstrabe Nr. 75. Tages-Ordnung: l. Vortrog des Herrn A. Gerrfch. Thema: „Die Bedeutung des Sinkens derRmte für die Arbeiter". 2. Diskussion. 3 Die Mabregelung de« Kollegm Kiüger in der Fabrik von Ludwig Löwe. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Die Kollegm der Ludwig Löwe'schm Fabrik werdm hierzu besonders eingeladm. Gäste haben Zutritt. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der vorstand. Soziatdemokr-atsrcker' Lrstklub„Kefstng". Jeden Montag, Abend« 9 Uhr, WaUfti. 20. 633(Restaurant Leonhardt.) Vorlesung und Diskussion. Gäste, durch Mitgl. eingeführt, haben Zutritt. 3. Stlftungsfeß IN den Räumm der BQrgersSle, Dresdenerstri bestehend au« ■ Konzert und Kall. S..> BtlletS(Herrm 60 Pf., Damm 40 im Arbeitsnachweis, DrcSdmerftr. 116-, GeschäfiSstundm Mittags 12—1 und 8—9 Uhr zu haben. Gleichzeitig theilm wir mit, daß d« seinm Titel solgmdei maßen geändert „Fachverein der in Buchbinderetm m» wandtm Betrieben beschäftigten Arbeiter.� 630 Der--- Deutscher Kchneiber-Derba� (Filiale Berlin.) � Dienstag, dm 5. November, Abend» 8l_W Kle utn u» viu ucuiutri, in Klein'« Festlälm, Oranimstr. ILA Große Versammlullg. Tagesordnung:. 1. Diskussion über dm in der letzten 6**� Versammlung bei Jordan gehör tm VorkM- 2. Bericht bc AgitationSkommisfion. 3. Verschiedenes.. Gäste haben Zutritt.— Um zahlreichst� scheinen ersucht 633 Die LokalverwaNw�. Bereill der Klempner BerW und Umgegend � Dimstag, den 5. November, AbmdS 8 BP Grosse yersamminsl im Saale de«„Wedding-Pa k", Müllerst." Tagesordnung: 1. Vortrag über:„Die Zukunft der S&jj den Forschungen der Astronomie." Rest»' Herr Böische. 2. Diskussion. a 3. Verschiedenes. � Mitglreder werdm aufgenommen. Gastet«� Zutritt.— Beiträge werden in jeder Zk&Z lung entgegmqmommen. Sämmtliche haben die Pflicht, zu ersch-inm. Der Nachweis befindet sich: Rilterstrabel�' Der V-r-ao» Croße ösfe«tlilht BerftasluS ber Knrften-«. Hittsel«*#' Kerlin» und Umgegenb � am Mittwoch dm 6. November, Admd» 8t»' in Klem« Festsäten, Oranimstr.»60. Tagesordnung: � 1. Zweck und Ziele einer gewerkschast� Organtsation. Referent: Herr Zubetl. 2. Diskussion. � 3. Gtündung eines FachvereinS, Slatutenberaihuna, Wahl eines Vorstandes und Aufnahme neuer Mitgl*»�, Zur Deckuna der Unknltm findet tmt !FachvereinS |.............>......... WÄ lammlun�att. Gäste willkommen, Betheiligung und pünktliches Erfcheineo. 639 Der«inbernfer: F. Kchitttiii dn Wltt. intack, den 4. November, Abends 8* Brji Montack, den 4. November, Abends - d a n's Salon, Neue Grüustrv in J or Austerordentliche General-VersammlM 1. Ersatzwahlen der ArbeitSvermitkl»� und Werkstatlkontrolkommtsfion. Anträge. � Of Werkstattangelegenheitm.(Hterdn sprechung der Hillgmer'schm Kottbuserstr. 4, wozu die Kollese»» I betreffendm Werkstelle hiermit �| laden werden.) A. Verschiedenes und Fragekaste». >tM. JLjt Neue Mitglieder werden"in der Verfoi�� aufgenommen.» Der WWKDhllW Für uns find gesperrt: VijßÜl C Pf äff, Engelufer 1c; w»» Meier, Gollnowstr. 19; Gedr.»5»»»- mann, Königgrätzerstr. 81; G ri Brandmburgstr. 19; G r a u l u. He' Louismufer 46; Rahn, Btunnmstr. l»« Br a n d t, Manteuffelstr. 56; S t ö» e s Blücherstr. 12; Jari u«, Bamicnstr»» ,tl G ö t s ch k e, Alexanderstraße 29; t tz,? ii' Bcandenburgstraße 33; S cb m t ftraße 147;" S ö f n e r, Fürstmstrsbk. jj ~" 124; ö€«»*!> Schwarz, Reichenbergerstr. 124; He»» Mehnerstrabe 3; Kühnel, MarkuSsts?«�»' Franz, Prinzmstr. 20; Jacksch,��z0i ftraße 44; B o n n e I, SlallschrtibershsSyji' Lorgie, Wienerftr. 31; Schöni« S: sadmstraße 14; Fleischer, Loutsmw?» Co n tu rier, Louismufer 17; 4!», Louisenuser 17; Zumpe, Söeberjbf".j, G e r i ck e, Höckstestrabe 32; Stohl���' M Königsbergerstrabe 4; Müller B. jjJr J9u Blücherstr. 35; Philipp. Mantmlstl»�� i-1 W a r g, Skalitzerstr. 10; Weinrich,� strabe 7. Alle Kollegm in dm Werkftältm, w» für die von un« gespertten Werkstöltes! wird(gleichviel ob Lebrltng, Gtd»!t� � Meister), bitten wir, die Arbeit einzushB«» der Kommission An«ige machm. Bewilligt haben:*,«|0 Lieder, Orantenstr. 174; Tor*®»,,# Adalberlstr. 7; W ei b m a n n, Sch�'�iÄ'' Stier, Wimerstr. 43; M erter, strabe 54. Bewilligt haben 134 Werkstätim. � s Die Kommifsto« de» KU»h«m<®'- Iii s Annmstr. 16. Voim. v. 9-12, Nack«. 6 Uhr, Teiephon-Amt 4, 983. Verantwortlicher Rcdakleur: D. Grönheim in Berlin. Druck und Verlag von Ma» Kading in Berlin SV., Bmthstroße 2. iNwr tntfn ;bs»r fest om-)* £** sab rilrr/ laifürf 2. Beilage zum Berliner BolNlatt. Nr. SS8. Sonntag, den 3. Uonemver 1889. 6. Jahrg. Novretirnnvenzen. kann,?! 30. Oktober. Der BoularigiLmus hat be- a«*.! 0ru' politischen Parteigebilde Frankreichs eine un» ��".Zersetzende Aktion ausgeübt, die alten KadreS zerfressen, z.»wwerhaftesten Bundesbrüderschaften zu Wege gebracht. �.�ous resultirende Zustand hatte bei dm Wahlen seinen SW.u■ �reicht. Jetzt, wo die Situation nach Seite des äu grklärt erscheint, machen die Parteim die im l;-llostr engungen, sich wiederzufinden, resp. mit Anpassung Cn„x/ �rue Lage, unter möglichster Berückfichtigung ihres i» gruppiren. Aber die diesbezügliten Be- tre«?» � lassen nur die Zerfahrenheit noch schärfer hervor- beti>.. t'n �et Presse verschiedener Schattirungen gefor- vsin. ev oebattirte„Gruppirung" der neuen Kammermitglieder tecknn�»"lZM"', in parlammtarische Arbeitskommissionen. iik>»,?e Kommissionen und Gruvpm:c., die Rathschläge di-...sZ von jeder Richtung zu befolgmde Taktik beweism gj., �chr deutlich. Der Hauptgrund hiervon ist unseres Er- ralil*' t®.sich alle bürgerlichen Parteien in Frankreich mo- Rator ,?okewir„Mu>arische Eristenzen, ihr Mittelpunkt als ein talentloser, 'ick f luchtiger und feiger Glücksritter mtpuppten, da wendete ivfi-x* öle Gunst der Masse vom Boulangismus ab, auch wjpjA"y vic V2*un sl oet a/uinc wum �uuiuuyiymu» UV, uuui er 'S x t0n öem Mißkredit erreicht. Die Folge dieser Situation form ,' keine der Parteien ihr Programm klar und klipp zu «fox ren uiaat, aus Furcht, dasselbe könnte eine Opposition xjl�een, noch ehe es in der neuen Legislaturperiode zum Leitstern »n, lskuktionSpolitik geworden. Außerdem ist die Mehrzahl der lOfl/x" Abgeordneten mit einem so vagen Programm erwählt sitf-on, daß keine Partei ihrer parlamentarischen Rekonten ganz tor! v®o0Qr die„gemäßigten Regierungsrepublikaner", .«che doch am meisten Nutzen aus der Situation gezogen zj.!?' u r e deshalb auch am anmaßendsten und enlschie- °-nsten austreten, scheuen sich, ihre Theorie des Stillstand«, Sv �riennrung nach Rechts ganz unverblümt anzupreisen. Vre Heißsporne oe« lmken Zentrums, welche a Is Leon San dies mrt offenem Zynismus thun, sind deshalb auch von den Opportunisten nach dem Motto auf die Finger geklopft worden: ?das Thun ist wohl erlaubt, aber nicht das Davonreden." 5>aher die Tendenz, die alten Gruppen und Fraktionen nicht Zleder in der Kammer aufkommen zu lassen, die Phrajm von , �ientration, Erhaltung der Republik, praktischer Politik und "> pneurt Schlagwörtern, welche aktuell Nickis besagen und Suez möglich machen. Gewiß, jede Partei hat ihr ?wgramm oder Progrämmchen i» petto, aber kann man »A chlt demselben hervorwagen, erweist es sich noch als leim- SU? 0~ ,bat is the 0u-btioo. Auf was sollen sich die Herren �.llUamentarier gruppiren? Prinzipien sind als unpraktisch, ... hu wenig oder zu viel sagend verpönt, und die bisherigen �'tischen Macher find mehr oder weniger kompromittirt. �chdrackr verboten.) Mas ist Hypnotismus? °en in kommt zunächst die Erzeugung der- Nv£ra9e- mstiun e Wpnoiisirt man? Erstens durch unmittelbare Eis- 'T|3ett0 0 �on Gegenständen auf die Sinnesorgane. Eine key.? starrt beispielsweise einen Glasknopf oder einen Kor- " sonst etwas fünf bis zehn Minuten an: die Augen zu thränen, schließen sich und können trotz größter Äeisx•Bren9un8 nicht mehr geöffnet werden. In gleicher �steuw v öaS eintönige Ticken einer Uhr; auch leises So i». derselben Hautstelle führt manchmal zum Ziel. "" n nut piwtm."eroissen Rechte behauptet werden, jede ind durch eintönigen Singsang oder °°n eim-*, ßtsein der Versuchsperson auftritt oder ihr �fahren Ederen Menschen eingepflanzt wird. Ein solches 0mersckp!xJ?�ch.net man als Suggestion(Eingebung) und o�ion Zwischen Fremdeingebung(schlechthin Sug- r�'e letzter!"""?? und"Selbsteingebung(Äutosüggestion). ffchen Hnnnni!?- wohl bei den oben geschilderten körper- ,°°nn alle i°'�ungSmethoden das eigentlich Wirkende setn; ktt hjx cv, I® einfachen Reize erwecken ja mit Nothwendig- -"öerz wirtk Schlafes in uns, sie bilden bloS eine be- Äubils-!"? der Suggestion. Will ich jedoch ??ststren, sl?0� körperlicher Einflüsse Jemanden hyp- x!? llusaesn.f��'ch durch meine mit autoritativer Sicher- af'subringed Worte dem Sujet die Ueberzeugung einstellen erwünschte Zustand sich so- lckt-9keits(>esjixr? � oder schon vorhanden sei.„Em llffen, ihte L befallt den ganzen Körper, die Glieder er- s�"en, jetzt x!0�" werden matter und füllen sich mit haltÜ�" �'der sen?!""� sHon zu blinzeln, die blei- � schlafen S'®'c können sie nicht mehr auf- Daher das Schwankende, Zufließende, Unbestimmte der Parteien nach den Wahlen und bei Eröffnung der Legislaturperiode. Charakteristisch ist, daß das Moment, welches die Rolle einer politischen Reagenz gespielt, der Boulangismus, selbst der Zersetzung anheimgefallen ist. Es ist dies nicht überraschend, wenn man an die heterogenen Elemente denkt, aus denen sich die Träger der Bewegung rekrutirten i Rochefort und andere sich als radikale Ultra'« geberdende Politiker Hand in Hand mit Stockkonservativen, welche vom Grafen von Paris oder von Jerome und Viktor geleithammelt wurden. Ein Haufen Abenteurer, aus allen politischen Wind- richtungen zusammen gekommen und dem Scheine nach um ein zweideutiges, kautschukartiges Propramm geschaart, in Wirklichkeit aber nur um die Person eines anderen Abenteurers, nicht durch die innere Einheitlichkeit ihrer Bestrebungen, son. dem nur durch die Ausficht auf Erfolg zusammengehalten, mußten dieselben nach einem entscheidenden Mißerfolg nach allen Richtungen auseinanderlaufen. Dieselben Stimmen der konser- vativcn Welt, welche Boulanger früher als Werkzeug der Vor- sehung priesen, behandeln ihn jetzt verächtlich als Abenteurer, dem es an Genialität der Auffassung und Kühnheit der Eni- schlüsse mangelte. Nachdem Boulanger auf da«.Loa-vir Messieurs" Arthur Meyer's durch eine Depesche geantwortet, in welcher er diesen nicht nur jeder Dummheit, sondern auch jeder Verrätherei für fähig erklärte, verdoppelten sich von konser- vativer Seite her die Vorwürfe, daß die soviel versprechende Bewegung gescheitert, weil der General sich nicht entschließen konnte. Alles auf eine Karte zu setzen und trotz seiner Verur- theilung vor den Wahlen nach Frankreich zurückzukehren. Im„Figaro" erschien ein jedenfalls von Meyer verfaßter Artikel zur„Geschichte des Boulangismus", in dem«s hieß, der Redakteur des„Gaulois", aber auch Raquet, Laguerre, kurz die meisten Mitglieder des Ausschusses der Nationalpartei hätten Boulanger mit Vorstellungen bestürmt, zu landen,„um zwar zuerst nach MayaS, aber von dort nach dem Palais des Präfidenten geführt zu werden". Alles vergeblich, da ihr Held der„Freundin" zu Liebe, welche auch seine Flucht aus Paris veranlaßt, sich nicht zu dem Schritte entschließen konnte. Die Schilderung eines Besuchs von Meyer und Naquet bei dem General ließ dessen politischen Scharsblick und seine Ent- schlossenheit in keinem schmeichelhaften Lichte erscheinen, und Naquet mußte obendrein in der„Presse" zugeben, daß die Er- zählung in den großen Zügen richtig sei. Auch der Boulangismus gab Boulanger den Eselsfußtritt. Der talentvolle Grobian und Erzlump Cassagnac erklärte rund heraus, daß man ihm als Abenteurer und nicht als Staats- mann zugejubelt habe, weil man ihm zu Allem fähig glaubte. Anstatt aber als kühner Abenteurer die Situation auszunützen, habe er durch ängstliche Scheu, aus der Legalität heraus zu treten, da« ganze Spiel verdorben. Er habe nicht verstanden, daß es„kerne Gesetze giebt, welche halten, keine Gesetzlichkeit, überhaupt Nichts, was das Heil des Vaterlandes verhindern oder verzögern darf." Diese Erklämng, welche nicht nur der Ausdruck einer individuellen Werthschätzung ist, son- dern welche in treffendster Weise die Stimmungsnote angiebt, die im gesammten konservativen Lage herrscht, verdient anae- nagelt zu werden. Sie zeigt recht deutlich, daß die Begriffe Recht und Gesetzlichkeit, mit welcher diese Leute fortwährend den Mund voll nehmen, nur tobte Worte sind, sobald es sich um Wahrung ihrer Sonderinteressen handelt. Mit Louis Bonoparte sind sie stets bereit,„aus der Gesetzlichkeit heraus zutreten", das heißt ihr Interesse zu sichern. Mit dem abschwenkenden konservativen Elemente hat sich auch der Graf Dillon von der Bewegung zurückgezogen. Er hat sein Amt als Schatzmeister der„Nationalpartei" niedergelegt, deren Kasse leer ist. Während die ersten Drahtzieher des Boulangismus auseinanderlaufen, versprechen die neu gewählten Deputirten des Generals ebenfalls fahnenflüchtig zu werden. Die meisten von ihnen haben aus eine von Naquet ausgegangene Einladung zu einer vorbereitenden Versammlung gar nicht geantwortet. Wie es heißt, werden die boulangistischen Ab- geordneten keine parlamentarische Gruppe bilden. Im konservativen Lager herrscht die gleiche Zerfahrenheit. Am erfolgreichsten experimentirt man, wenn man die beiden äußerlich von einander verschiedenen Methoden ver- bindet, also zugleich mit der wörtlichen Suggestion einen Gegenstand fixiren läßt u. dgl. m. Jedenfalls, wie man immer verfahre, wird die Hypnose durch die Erweckung ent- sprechender Vorstellungen erzeugt. Dabei sehe ich freilich ab von einigen seltenen bei Hysterischen austretenden Formen und von der Faszination, welche nur mittelbar auf das ge- nannte Prinzip zurückgeführt werden können; indessen ist natürlich in dieser kurzen Skizze keinerlei Vollständigkeit an- gestrebt. Wer ist hypnotisirbar? Jeder geistig gesunde Mensch läßt sich hypnotisiren, da er mehr oder minder suggestibel, d. h. den Suggestionen zugänglich ist. Freilich werden viele das Gegentheil von sich behaupten, indessen beweisen sie dadurch nur Unkenntniß auf dem Gebiete der Psycho- logie. Hundertfältig im Laufe eines Tages erleben wir es, daß wir auf die Autorität eines Anderen hin Dinge glau- ben oder uns selbst einreden, für welche kern Beweis, kein logischer Grund zu erbringen ist. Man mache einmal den Versuch und versichere bei Tisch, die Suppe habe einen un- angenehmen Beigeschmack: sofort werden drei Viertel der Anwesenden denselben gleichfalls zu verspüren erklären. UebrigenS ist diese Wirkung lebhafter Phantasievorstellungen auf den Körper seit Alters her festgestellt und gerade dann am stärksten, wann der Verstand sich dagegen sträubt. Prof. Forel macht mit Recht daraus aufmerksam, daß durch eine Art Kontrastwirkung solche Menschen, welche über den Hyp- notiSmuS spotten und lächeln, welche ostentativ erklären, „sie könne man nicht einschläfern", gerade oft am schnellsten hypnottsirt werden; als ob der dem Hypnotismus hin- geworfene Handschuh ihnen eine ängstliche Gegenvorstellung eigener Unsicherheit einflößt, welche sie um so.sicherer der Suggestion preisgiebt. Umgekehrt bieten die größte Schwierigkeit diejenigen Leute, welche sich recht intensiv nach der Hypnose sehnen, oder die, genau über die Prozeduren unterrichtet, ihre Auf- merksamkeit auf den psychischen Vorgang lenken und somit der Unbefangenheit entbehren. Wer den Schlaf erzwingen will, bleibt schlaflos; wer sich mit Gewalt und Bewußtsein amüsiren will, wird sich nur ärgern. Auch nervöse Per- fönen sind— entgegengesetzt der allgemeinen Annahme— wenig geeignet, da ihnen die Zähigkeit ruhiger Konzentration abzugehen pflegt, von Geisteskranken ganz zu schweigen. Ein Theil der Konservativen will eine dem streng monarchisti- schen Programm entsprechende Taktik befolgen und der Republik gegenüber in systematischer Opposition verharren, ein anderer Theil ist bereit, sich eventuell mit dem rechten Flügel und dem Zentrum der gemäßigten Republikaner zu einer kompakten konservativen Regierungsmajorität zusammenzu- schließen, eine dritte Strömung fordert Konstituirung der kon- servativen Elemente jeder Art zu einer klerikalen Partei, in welcher die dynastischen hinter den kirchlichen Interessen zurück- treten wollen. Die„natürlichen" Leiter dieser Partei wären die Bischöfe, wie Freppel zc.„Die klerikalen Organe „L'UniverS" und„Le Monde" treten" mit großem Eifer für den Plan ein, der jedoch wenig Aussicht auf Erfolg hat. Wie uneinig und unklar man unter den Konservativen über die zu befolgende Taktik ist, bewies auch die Versammlung, welche nominell von den Sekretären der Rechten einberufen ward, da keiner der monarchistischen Führer sich durch einen Mißerfolg blamiren wollte. Von 171 Deputirten waren nur 48 erschienen, und in Anbetracht dieser winzigen Minorität und der verschiedensten Meinungen, welche sich geltend machten, konnte man zu keiner Beschlußfassung gelangen. Der Mißkredit, mit dem die zuletzt befolgte Taktik die bisherigen Führer be- deckt, gelangte in dem Antrag Freppel's zum Ausdruck, keinen Präsidenten für die Dauer der LegiSlatnr» periode zu ernennen, sondern die Präsidentschaft der Fraktion der Reihe nach zu übertragen. Der streitbare Bischof von AngerS forderte auch zur Bildung der klerikalen Partei aus, an deren Zustandekommen er und seinesgleichen das größte Interesse hat. Auch unter den gemäßigten Republikanem treten zwei ver- schiedene Tendenzen zu Tage. Der Conti-- paucbe hat durch semen vornehmsten Vertreter Leon Say erklärt, daß„eine Vereinigung mit Mitgliedern des rechten Zentrums logisch und natürlich", daß dagegen absolut keine Rede von einer Kon- zentration mit den Radikalen sein könne.„Die Opportunisten schwärmen dagegen noch von einer Konzentratron aller republikanischen Elemente auf dem Gebiete der weisen mg*. Verschiedene opportunistische Organe gaben� sogar anläßlich der Saysschen Erkläruna, welche auf Anschluß von Republikanern zu Gunsten von Monarchisten hinauslaufe, eine billige heuchlerische Entrüstung zum Besten. Sogar der„TempS" fühlte sich veranlaßt, dem Projekt des„eminenten Staats- mannes" gewisse Reserven entgegen zu setzen. Dasselbe trage dem Umstände nicht Rechnung, daß die neue Kammer wahr- scheinlich politisch und moralisch nicht von der gleichen Zu- sammensetzung wie ihre Vorgängerin sei. Es sei zwar über jeden Zweifel erhaben, daß man den Radikalen keine Kon- zessionen machen wolle, aber es frage sich noch, ob dieselben nicht eventuell in der neuen Kammer stark genug seien, solche zu verlangen und durchzusetzen. Diese Ausführungen sind charakteristisch, sie zeigen, baß die Meinungsverschiedenheiten der Gemäßigten nicht wesentlicher, sondern nur quantitativer Art find, Spiegelfechtereien darüber, ob man aus opportunen Gründen mit oder ohne Feigenblatt im Sumpfe der Stagnation weiter traben soll. Dem Geschrei der Gemäßigten nach einer Konzentration um eine starke Regierung antwortet der ent- schiedenste Theil der äußersten Linken durch die For- derung einer Gruppirung auf ein pi-oxramm fiskales ökonomischer und sozialer Reformen. Allerdings sind die An- deulungen über die letzteren unbestimmt genug, sie gehen nicht über die Erklärung hinaus, daß man eine Steuerreform und Regelung des Verhältnisses zwischen Arbeiter und Patron ver« lange. Der rechte Flügel der Radikalen ist noch von dem Wahne befangen, daß sie sich auf Grund„praktischer Arbeiten" und einer„Politik der Resultate" mit den Gemäßigten ver- einigen können. Millerand d'Ardne weist mit Recht daraus hin, daß diese Fragen gerade so gut wie rein politische zu Kon- flikten zwischen den beiden Lagern der Republikaner führen müssen. Schon über die Wahl der zunächst liegenden prakti- schen Fragen ist keine Einigung möglich, und über deren even- tuelle Lösung noch weit weniger. Er schlägt deshalb vor, daß sich die Republikaner gleich zu Ansang der Legislaturperiode Daß es schließlich bei gesunden Personen verschiedene Stärkegrade der Empfänglichkeit giebt, daß A. schneller als B. zu hypnotisiren ist, daß Kinder mehr zu Suggestionen neigen als Erwachsene, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Der Geschlechtsunterschied kommt übrigens gar nicht in Betracht. Wer kann hypnotisiren? Darauf antwortet man oft im Publikum: gewisse Menschen wie Hansen und Böllert vermögen wegen einer besonderen, ihnen innewohnenden Kraft andere Menschen in den magnetischen Schlaf zu ver- senken. Wir haben schon gesehen, wie irrig diese Annahme ist. ES handelt sich eben nicht am ein geheimnißvolles Fluidum, sondern um eine geschickte Benutzung der Sugge- stibitität, die Jedermann durch längere Uebung zu erlernen vermag. Freilich wird auch hier die individuelle Veranlagung viel zur Höhe des Erfolges beitragen, weil eben Menschen- kenntniß, unbemerkte Ausnutzung günstiger Umstände, ver- trauenerwcckendeS und zugleich imponirendes Auftreten dazu gehören, die nöthigen Vorstellungen von Müdigkeit, Unbe- weglichkeit der Arme, Unfähigkeit des Sprechens u. s. w. zu erzeugen. ES wage daher nur der theoretisch wie praktisch völlig Durchgebildete einen Versuch; denn welche verhäng- nißvollen Folgen ungeschicktes Experimentiren nach sich ziehen kann, weiß man jetzt zur Genüge. Kein gefährlicheres Sptel- zeug als die Laienhupnose? Was geschieht in der Hypnose? Ich habe der bequem sitzenden Versuchsperson so lange die Erscheinung des Ein- schlafen», sagen wir dureh Fixiren der Augen und durch Worte, suggerirt, bis sie ihre Augen geschloffen und sich mit dem Ausdruck der Mattigkeit in den Stuhl zurückgelehnt hat. Nun versichere ich mit lauter überzeugter Stimme dem Mann, er werde in diesem Zustand bleiben und mir auf alle meine Fragen antworten. Sobald das zugestanden, frage ich ihn etwa, ob er denn nicht bemerke, wie sehwer sein rechter Arm geworden sei, er solle nur einmal probiren, ihn zu heben, er werde schon fühlen, wie langsam er in die Höhe gehe. Obwohl diese Empfindungstäuschung selbst im Wachen sehr leicht zu Stande kommt, wird das Sujet viel- leicht den Arm noch ganz leicht emporschwingen. Man versucht nun zum zweiten, dritten, vierten Mal mit immer dringenderer UeberredungSkunst, bis man schließlich den Arm fest an- drückend, im Tone triumphirender Siegesgewißheit ausruft „Sv, jetzt geht es aber nicht mehr, Ihr rechter Arm ist wie angenagelt, Sie können ihn nicht mehr einen Zoll vom in Reformisten und Konservative scheiden, zwischen denen keine Kompromisse, keine zweideutige Konzentrationen stattfinden. Des- gleichen verwirft er jedes Zwitter- Ministerium. Die Fraktion, welche die Majorität hat, d. h. zunächst die Gemäßigte, stellt das Kabinet und regiert allein, aber ist auch dann vor dem Lande allein verantwortlich. Die Minorität enthält sich der systematischen Obstruktion, rekla- mirt aber die von ihr geforderten Reformen und protestirt ge- legentlich durch Wahlenthaltung zc. DaS Land wird dann am Ende jeder Legislaturperiode klar darüber urtheilen und entscheiden können, ob es eine gemäßigte oder radikale Politik befolgt haben will. Mit anderen Worten, Millerand will das politische Leben Frankreichs nach englischem Muster zwischen Whigs und TorieS hin- und herschaukeln lassen, was jedoch in ersterem Lande bei der großen Zersplitterung der politisch Herrschenden in verschiedene Interessen klaffen und bei der hoch- gradigen Zersetzung, welche der Abwirthschaftung vorausgeht, kaum möglich fein dürste. Jedenfalls wird die Stellung der Aeußersten Linken in der neuen Kammer eine sehr schwierige sein. Die Opporlu- nistm werden die Situation mit der ganzen Schonungslofigkeit von Gemäßigten ausnutzen. Der Wind bläst entschieden aus dem Loch der Reaktion nach Knebelung aller Oppofttion. Alle Gesetzentwürfe, welche bis jetzt im Lager der Opportunisten und des Contre jauche auftauchen, bezwecken eine Befchrän- kung bestehmder Freiheiten. So liegt ein Projekt in der Luft, das Jnterpellationsrecht zu beschränken, ein anderes, die parla- mentarische Initiative zu reduziren, indem das Kabinet die Initiative zu neuen Gesetzen ergreifen soll. Am bezeichnendsten für die Situation ist jedoch der Antrag über Abänderung des Preßgcsetzes, durch den der Opportunist Josephe Reinach in der Kammer debutiren will. Das Projekt ruft Artikel über die Presse in's Leben, welche unter der Restauration abgeschafft werden mußten. Nicht Geschworene, sondern professionelle Richter, die sich jedem gouoernementalen Einfluß fügen müssen, sollen über Preßvergehen durch Verleumdung, Beschimpfung und Verdächtigung zu Gericht sitzen. Was unter den genannten Vergehen zu verstehen ist, wird durch Paragraphen bestimmt, welche sich wie Kautschuck auf alles Mißliebige ausdehnen lassen. Als Verleumdung gilt Alles, was in öffentlichen Orten und Versammlungen, in ge- druckten und nicht gedruckten Schriften, die verkauft, vertheilt oder angeschlagen werden, einem Individuum zur Last gelegt wird, und das, wenn wahr, den Beschuldigten gerichtlichen oder zuchtpolizeilichen Verfolgungen oder auch nur dem Haß und der Verachtung der Mitbürger aussetzen würde, sobald kein legaler Beweis für die Anklage erbracht werden kann. Als legale Beweise sollen nur vorliegende Vcrnrt Heilungen und authentische Dokumente gelten. Das Verlangen auf Erbringung des Gegenbeweises ist ausgeschlossen. Die festgesetzten Strafen lauten 2—5 Jahre Gefängniß und 200— 1000 Fr. Strafgeld, und auf 1—6 Monate Gefäügniß und 50— 2000 Fr. Strafgeld. Als Vorwand für Einbringung des Schandprojekts muß natür- lich herhalten, daß in letzter Zeit von oppositioneller, ganz be- sonders von boulangistifcher Seile die schwersten und beleidi- gendsten Anklagen und Schmähungen gegen die Regicrungsrepu- blikaner geschleudert, daß die Mitglieder des KabinctS und derer Freunde der Bestechlichkeit, Mogeleien, der schmutzigsten Ge- schäftSmacherei geziehen wurden, und daß sich unter den Bc- schuldigungen manche fanden, die nicht thatsächlich bewiesen, manche auch die nicht begründet sein konnten. Die Rouvier, Tgevenet und andere ConstanS wollen in Zukunft ganz un- gestört mogeln können, das ist des Pudels Kern. Die oppor- tunistischen Organe beeilen sich in handgreiflichster Weise zu illustrircn, was man von ihren AnstandSpsalmodeien über Säuberung der Presse von dem rüden Ton, dem Kloakenstil der boulangistischen Journalisten zu denken hat. Die„Estafette", Ferry'S Lerborgan, hat eins der umfangreichsten und gemeinsten Schimpfwörterlexikons für politische Gegner zur Verfügung und schreit in Ausdrücken, die sich ein Pariser Gassenbube zur Ehre anrechnen würde, um Beschränkung der Preßfreiheit. Das Schimpfen und Verleumden soll erlaubt sein, aber nur von der einen Seite her, von der, welche gerade das Heft in den Händen hält. Die radikale Presse erinnert diesem reaktionären Hexensabhath gegenüber mit Recht daran, daß das gewünschte Preßgesetz Zustände schaffen würde, wie sie unter dem Empire exrstirten, daß mit seiner Hilfe jede Kritik der regierenden Fraktion, jede Opposition, jede Aufdeckung schmutziger Affären vereitelt werden könnte. Die Kampagne gegen Wilson z. B. wäre unter einem derartigen Gesetz ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, da hier nur moralische und keine materiellen„legalen" Beweise vorlagen. Es ist ja mehr als zweifelhaft, ob das Projekt Gesetzeskraft erhalten wird, aber schon der Umstand allein, daß sich die Gemäßigten mit der Absicht hervorwagen, Bein entfernen!" In den meisten Fällen tritt die befohlene Bewegungshemmung ein, so sehr sich auch der bewußte Wille des Hypnotisirten dagegen sträuben mag, doch lasse man sich durch ein etwaiges Mißlingen nicht von der Fort- setzung der Versuche abschrecken. Den äußersten Grenzstein dieser Erscheinungsreihe bezeichnet die kataleptische Starre des ganzen Körpers, welche es ermöglicht, das Sujet mit Kopf und Fersen auf zwei Stühle zu legen und den hori- zontal schwebenden Körper stark zu belasten. Auf der Beeinflußbarkeit durch Suggestion beruhen ferner die Veränderungen in der Empfindungssphäre. Ich sage:„Sie fühlen eine starke Hitze an ihrer rechten Seite," und der Hypnotisirte wendet sich mit allen Zeichen des Unbehagens nach links. Die Versicherung eines unan- genehmen Geruches genügt, um alle Erscheinungen des Ekels hervorzurufen, gleichwie im wachen Leben Phantasie- reiche Menschen durch derartige Vorstellungen bestimmt wer- den können. Ebenso kann in klares Wasser jeder nur er- denkliche Geschmack hineinsuggerirt werden, Chinin sich in Champagner, Chokolade sich in Salzwasser verwandeln, und für die Experimente an Gesichts- und Gehörsinn lassen sich die Beispiele ins Unendliche häufen. Praktisch wichtiger ist die künstliche Erzeugung und Vertilgung von Schmerz. Kopfweh kann nicht bloS während des Schlafes und über ihn hinaus durch Eingebung geweckt werden— daran dürfte den Meisten ja nicht besonders gelegen sein—, sondern auch die heftigste Migräne schwindet unter dem Einfluß der Suggestion. Za sogar schwierige chirurgische Operationen sind während des Schlafes vorgenommen worden, ohne daß der Patient den geringsten Schmerz verspürt hätte, so daß für hypnotisch empfängliche Personen die Chloroformnarkose Während manche Menschen, welche von überflüssig wird. dem Gegenstand nichts"verstehen, über solche Thatsachen den Kopf schütteln, haben sich Andere zu einer Ueberschätzung hinreißen lassen und in dem Hypnosismus ein Allheilmittel zu finden gewähnt. Vor beiden Extremen muß sich der objektive Forscher hüten. Nach Allem dem wird es nicht Wunder nehmen, wenn vielfach von einer Wirkung des Hypnotisten auf Gefühle und Stimmungen der Versuchsperson die Rede ist. Schlechte Laune, böse Neigungen, Liebe, Haß, Eifersucht, Zorn, Freude, Trauer, Lachen, Weinen erhalten unter der ge- schickten Hand des Operators die Biegsamkeit des Wachses: deshalb, und mit Hinweis auf die natürliche Suggestibilität der Kinder, ist nicht ohne Berechttgung der Vorschlag ge- der Presse einen derartigen Maulkorb anzulegen, ist ein tref- fendes Kriterium für die Situation. Ob die wenigen sosialistischen Deputirten unter so be- wandten Umständen ihrer Aufgabe gerecht zu werden vermögen, ob sie wenigstens Anstandserfolge erringen werden? Bis jetzt scheint wenigstens die Konssituirung einer rein sozia- listischcn Gruppe in der Kammer gesichert, die nur Abgeordnete umschließen soll, die auf Grund des sozialistischen Programms als Klassenvertreter gewählt worden sind. Wer durch die Thür Ferry in die Kammer eingetreten, ist ebenso gut aus der Gruppe ausgeschlossen wie der, welcher durch die Thür Boulanger in das Palais Bourbon gekommen. Joffrin und Dumay könnten ihr also ebenso wenig angehören, wie Granzer, Roche und Jourde. Die Deputirten, welche bis jetzt dem Plane zustimmten, waren sämmtlich als Delegirte auf dem Pariser internationalen Kongreß der vereinigten Sozialisten anwesend. Dcr ungewöhn- lich schwierigen Situation gegenüber ist es um so lebhafter zu bedauern, daß der sozialistischen Gruppe des Parlaments Kräfte ersten Ranges wie Vaillant und Guesde mangeln. Im Ausland erscheint es vielfach unbegreiflich, daß ein so erprobter und talentvoller Vorkämpfer des Sozialismus wie Guesde im Wahlkampfe unterlegen ist. Wenn man jedoch weiß, in weicher Weise der Wahlkampf gegen ihn geführt wurde, ist man nicht länger über die Niederlage erstaunt. Die bürgerliche Reaktion hatte alle Mittel aufgeboten, um ihn zum Fall zu bringen. Der Präfekt von Marseille hat in einem vertraulichen Ge- spräch erklärt, daß Guede'S Sieg seine eigene Entlassung be- deute, da Constans auf keinen Fall einen so gefährlichen Gegner im Parlament haben wolle. Allerdings scheint sich die ge- sammte Ordnungspresse das Wort gegeben zu haben, nichts über die gegen Guesde verübten Wahlmogeleicn verlauten zu lassen. Und die possibilistischen Organe, anstatt die Schmach aufzudecken, zeihen Guesde noch in verleumderischer Weise des Verraths an seinem Programm. Er sollte nicht nur den Titel als Kandidat der Arbeiterpartei, sondern auch das von den ver- schiedenen sozialistischen Kongressen ausgearbeitete Programm verleugnet haben, behauptete das osfizielle Organ des Possi- bilisrnuS, das„Proletariat". Und dies, während schwarz auf weiß, durch Wahlplakate, Erklärungen, Programme, Artikel des„Sozialiste" von Mar- seille nachgewiesen werden kann, daß Guesde seine Wahlkampagne ausschließlich im Namen der Arbeiter- partei und auf Grund des sozialistischen Programms, auch mit Rechnungtragung der vom letzten inter- nationalen Kongresse aefaßten Beschlüsse führte. Gerade des- wegen ist ja seine Wahlkampagne von so großer propagan- distischer Bedeutung gewesen und hat trotz der Äiederlage der Sache des Sozialismus einen guten Dienst geleistet. Fast wunderbar muß es nur erscheinen, daß der kränkliche Mann die aufreibende Agitation ausgehalten. In der kurzen Epoche der Wahkampagne hat er nicht weniger als 49 Versammlungen abgehalten, in denen er als Hauptredner aufgetreten ist. Die Zahl der Versammlungen, in denen er zur Antwort oder als Korreferent das Wort ein- oder mehrmals ergreifen durfte, nicht kleiner sein. Sein Wirken isi nicht spurlos vorübergegangen, durch die Schicht der professionellen Wahlagenten und Wahlbummler hindurch, die für Geld Jedem feil sind, ist er in innige Berührung mit dem Marseiller Proletariat getreten und hat dem Sozialis- muß neue Truppen geworben. ES ist ihm gelungen, in 16 verschiedene Gruppen tausend steuerzahlende Mitglieder für die Partei zu gewinnen. Gewiß ein schöner Erfolg für die kurze Zeit seines Wirkens in Mar- seille und die vielen Schwierigkeiten lokaler Natur, mit denen er zu kämpfen hatte. Jules GueSde hätte eine leichte Wahlkamvagne haben und in die Kammer gelangen können, hätte er sich nur zu Kon- Zessionen an Boulangiften oder Antiboulangisten bequemen wollen. Schon vor dem ersten Wahlgange bot ihm das anti- boulangistische Komitee ein Kartell an, sobald er ihre Erklärung unterzeichnen wolle. Obgleich ihm für den anderen Fall an- gedroht wurde, daß man seine Kandidatur mit größter Heftig- keit bekämpfen werde, wies doch GueSde das Anerbieten mit der Erklärung zurück,„daß ihm das Manifest nicht anti- boulangistisch genug sei, da eS sich wohl mit der Thatsache des Boulangismus, aber nicht mit seinen Ursachen beschäftige. Er habe nicht den Gang nach der großen Rue Cadet in Paris vermieden, um in die kleine Rue Cadet zu Marseille zu gehen.*)" Zwischen dem ersten und zweiten Wahlgang wurde ihm seitens des boulangistischen Komitee'« *) Anspielung auf die Versammlung, in welcher sich das opportunistifch-radikake-pofsib, listische Kartell konstituirte, und die in der Rue Cadet stattfand. macht worden, die neue Wissenschaft in pädagogischer Rich- tung auszunutzen. Für die Psychologie am werthvollsten erweisen sich unzweifelhaft die suggestiven Veränderungen in der Thätigkeit des Gedächtnisses. Man kann der Versuchsperson Er- innerungslosigkeit eingeben und anderseits etwas als ge- schehen einreden, was niemals passirt ist; ich sage also mit dem entsprechenden Erfolg:„Sie wissen nicht mehr, was Sie heute Mittag gegessen haben," oder ich behaupte so lange, daß es heute Mittag gepökelten Rehbraten mit Schlag- sahne gegeben habe, bis es mir geglaubt wird. Am aller- interessantesten ist schließlich die Thatsache, daß die Suggestionen dieser und der vorher geschilderten Art über die Dauer des Schlafes hinaus wirksam bleiben können. Eine posthypnotische Suggession wäre z. B. die folgende. Ich sage dem Hypnotisirten:„Nach dem Erwachen werden Sie das Wasserglas auf den Ofen stellen und später, beim Abschied, zu mir sagen:„Ich danke Ihnen auch recht sehr, Herr Doktor, daß Sie immer so freundlich mit mir sind." Der Hypno- tische wacht auf, thut.das Befohlene und spricht auch zum Schluß die suggerirten Worte, ohne in der Zwischenzeit im leisesten an den Auftrag zu denken. Dabei können Wochen und�Monate zwischen dem Datum der Ordre und dem Datum der Ausführung liegen, gleichgiltig, ob die nach- wirkende Eingebung sich blos auf eine so einfache Handlung bezog oder eine sehr verwickelte halluzinatorische Täuschung erheischte. Ganz ähnlich tritt die Wachsuggestion auf, welche unabhängig von der Herbeiführung eines Schlafzustandes gelingt und als Selbsteingebung in unzähligen Kleinigkeiten des täglichen Lebens zum Vorschein gelangt. Ist die Hypnose schädlich? Ja und Nein. Sie ist, wie jeder andere Eingriff in das Geistesleben schädlich, so- bald sie plump eingeführt, schlecht geleitet und ungenügend beseitigt wird. Wer nicht zu hypnotrsiren versteht, kann mit seinen fruchtlosen Bemühungen heftige Kopfschmerzen, Ent- zündungen der Bindehaut u. dgl. �hervorrufen; wer wäh- rend des Schlafes nicht Vorsicht walten läßt, riskirt ge- legentlich einen hysterischen Anfall der Versuchsperson; wer vor dem Erwecken nicht gut desuggestionirt, hinterläßt viel- leicht bei dem Sujet nervöse Beschwerden. Es sollte jedes- mal, bevor der Befehl ertönt:„Nun wachen Sie auf!" etwa Folgendes gesagt werden:„Sie werden sich nach dem Schlaf sehr ruhig fühlen, keine Beklemmungen haben, recht munter und vergnügt sein und heute Nacht ganz auSge- zeichnet schlafen." Werden diese und einige andere Vor- das Anerbieten gemacht, die boulanMijche Kandidatur � welche 1100 Stimmen vereint hatte, zurückzuziehrn, wenn GM k-0 mündlich das Versprechen abgeben wolle, m der Kammer. W i Revision des Prozesses Boulanger einzutreten, mit m Guesde S zuun widerte hierauf, daß er als Kandidat einer Partei m' Namen durchaus keine Verpflichtungen aufnehmen WMr � serner, daß er persönlich nicht die Gewohnheit habe, 71 men zu kauien. Der boulangistische Kandidat hat. öffentlicher Versammlung erklärt, das Guesde opentticher Versammlung erklärt, vaS isuesoe Kompromiß abgelehnt hatte. Trotzdem ließ ihm die oppw>i niftische Sippe durch bezahlte Agenten als Boulangiften �» ,.,77 schreien. Mit welchen Mitteln die Ordnungsmänner ilA ig, ��9) Guesde arbeiteten, zeigt jedoch am deutlichsten die Episode villon. Der Präfekt von Marseille ließ nämlich den in � � � ihn auf, daselbst zu kandidircn und versprach, ihn mit ganzen Einfluß zu unterstützen; alles Dies, weil Cheoillon; geborener Marseiller über bedmtende Lokaleinflüsse verfugt �/ ein aefährlicher Gegner gewesen wäre. Trotz des Gesetzes MS, �"J die Viclkandidatur ließ sich Chcvillon überreden, seine;l' rung als Kandidat zu deponiren, jedoch in letzter StMüj � dn sürchtete er, daß die Geschichte schief ablaufen könne, � Ich so bewarb er sich nicht um die Stimmen der Marstw I � ZM Der Piäfekt stellte daraus eine andere boulangiM�s�. ü Kandidatur— Fabre— auf, welche mit'Echten Geloe und dem Einfluß der Reoieruna unterbau l�>.- eu Gelse und dem Emfluß der Regierung umer�» ward. Auf diese Weise erklärt sich die unverständluh$ie m"c, scheinende Thatsache, daß zwei doulangistssche Kandidaten~."My die Stichwahl traten. Der eine war wirklich der Kandidat er boulangistischen Wahikomitee'S, der andeie jedoch der der feklur, d. h. der Regierung Welch schlagenderes könnte man dafür finden, daß die opportunistische Reg>e�dm�7." die boulangistische Gefahr zu einem ungeheuren WaHlsch�1!'' ausgebeutet hat, daß es ihr mit dem Geschrei von der<." publik in Gefahr!" nicht ernst war? Die Rolle, welche'. K „revolutionäre" Kandidat Prolot gespielt hat, macht eS" � ,5 jeden Zweifel erhaben, daß derselbe ein Polizeiagem! si('■ w meinstcr Sorte ist, die Guesde par Ordre de mufti bekavM w-,. Die erbittertste persönliche oder prinz'pielle Gegnerschaft � nicht aus, feine Handlungsweise zu erklären. Au«. wollte Guesde zum Boulangiften stempeln und i? damit, daß dieser seiner Zeit im„Cn du PM) geschrieben, dessen Leiterin Madame Seaerine Ifll in die boulangistische„Cocarde" übergegangen sei. WOtn, in m hatte bekanntlich die Redaktion des„Cri" 18 Monate vor tauchen des Boulangismus verlassen und zwar war der Ä zu seinem Ausscheiden dadurch gegeben worden, daß rr N der sich an Boulanger wegen materieller Unterstützung deutschen Sozialisten im Wahlkampf wenden wollte. Mn, zr� emem AmSschelden dadurch gegeben worden, oas � �eien 5R dem Vorhaben eines Mitarbeiter Labruyäre widersetzt 5�«nd Unra GueSde sollte außerdem der Agent CriSpi'S 1872 Protat an �diesen ausgeliefert haben, If. JWem's & Punki Mil Lö i u 43iOlUl uTl uUdQtllvTcil yUOcTl/ /cimi'JI in r. � � dieser mit fünfzig Metern Ketten beladen durch z-,.Mer ist geführt und ins Gefängniß geworfen ward. jweit c meisten wurden jedoch Guesde's Beziehungen zu den B'' die U schen Sozialisten ausgeschlachtet, um ihn zu einem r"4« gleist BiSmarck'S zu machen, der jährlich 32 003 FrkS. Gehalt bep, fr Frau Protot erzählte u. A., GueSde stehe auch jetzi in Beziehung�.. M deren n Höchberg, welcher noch jetzt deutscher„Oberpolizeiinspektor>e neue ist Berlin" sei, und Guesoe seit dem Erscheinen der„»«0.0 u1 Wir U zu welcher die deutsche Polizei das Geld geliesert, regelw�. gütlicher* Kapital liefere! In einer Versammlung erklärte Protot, G», 1,®■wanne habe Frankreich an 20 aktive und 40 Reserveoffiziere deS � schen HeereS verraihen, welche unter dem Vorwand eines � M§quj nationalen Kongresses im Juli nach Paris gekommen�fiA�.->|lion der die französischen Militärverhältnisse auszusproniren.»«na �»nz Inhalts war auch em Plakat, das Protot in 16 000 Erenip � m alt .....|_______... 1 TeW n jedem einzelnen Wähler ins HauS schicken ließ und daS jaU.� ö „Jules Guesde ist der Kandidat Boulanger's. Er.?11' a u fc-*. Vaterland in den Tagen der Roth und Trauer vedaff'"' ist der bezahlte Agent Deutschlands. Laßt Euch nicht durch das letzte Manöver eine! �, letzten Züsen liegenden Verrälhers beeinflussen. Folg� nicht, er sührt Euch zum Verrath und zur Schmach. seine Fahne und seine Anhänger. Seine Fahne ist der schwarze preußische Adler, weuo 75 Jahren das Herz Frankreichs dreimal zerfleischt hat- � Seine Anhänger sind die Delegirten auf dem'A 1 4 u l u n Marxistischen Kongreß zu Paris; 90 Feinde unseres Ewigkeit Landes, darunter 64 Osfiziere und Unteroffiziere der kay» Wassendst ItH �ache Nslbar zu Msistischei IMndeten �anzipati! Wen— ?«nzelner fe und en P Landwehr. Diese Sozialisten find die Kundschafter der Tripelallianz. Ffiebet ihre Reihen!. Bürger! Im Namen des französischen Vaterlanvc Heer« �«nd am die schristen gewissenhaft befolgt, so ist Hypnose durch einen Fachmann nicht im Geringste»> lich. Die beiden Elemente der Hypnose: Suggestibilita' j Schlaf, ruhen ja in jedem Menschen; es gilt blos, ,1� einen engeren Zusammenhang zu bringen. Und doch � ernstlich vor der unnöthigen Hypnotisirerei gewarnt w« � Und in Die Gefahr, zu dem willenlosen Werkzeug eines fje m r«flchieder .......'""> mit, Ud« ss en. F von C �st«h *unkt der U Hani fe 3- V S» r murd >f, tragt Aooemf ~nb Billel Äeit, ÄNr -ms X«Uk il Menschen herabzusinken, sollte Man hat durch die posthypnotische Suggestion ausführen lassen, die Gesinnungen eines Menschen geändert und sie zu selbstischen Zwecken ausgebeutet möchte also sich zum Spielball anderer Leute erniedw� Nur für die Untersuchungen der Psychologen und V* Jß««t den therapeutischen Maßnahmen bei geistig und körperlich Kr �. worden jst werde das unschätzbare, aber zugleich unberechenbar 6«U r. liche Mittel verwandt. Die heillose Sucht vieler 0' � an sich einmal probiren zu lassen,„ob sie denn nich' � 24, �$ für den Hypnotismus empfänglich wären," kann eben! � der Starrsinn unwissenschaftlicher Männer, welche erst � glauben wollen, wenn es an ihnen selbst gelungen'P' legentlich zu bösen Folgen führen.. M Wie läßt sich der HypnotiSmus erklären? Eine'j mein giltige Erklärung ist für diesen sehr nerwickeltefl � plex psychischer Erscheinungen bisher ebenso wenig pstU" if wie für" so viele andere Vorgänge unseres Seelew. f«,, Wenn Bernheim die Definition giebt: Die Hypnose I J 1 Zustand erhöhter Suggestibilität, so wird damit rich'■ � Medex.. wichtigste Merkmal hervorgehoben, aber nichts gestKU� unsere Einsicht in die Natur der Hypnose vermehren/ Indessen, wer wird etwas von der jungen Wissensch»' langen, was ältere Wissenschaften noch nicht für wet � Elemente geleistet haben? Wer vermag das W«P$ Elektrizität endgilfig zu erklären? Damit soll ssbo«'/ gesagt sein, daß nicht schon zahlreiche Begriffsbestiww � svma ÄU kM Jw'"n •St'- Wörde -vuc] ?-°?«geni HloB.- wotb«,' D darauf? vorlägen; im Gegentheil, die überaus umfangreich«�� Hungen " ersuche auf M � ©tu»' ratur weist die verschiedensten Deutungsversuche logischer, physiologischer und pathologischer auf.— Wer sich näher mit unserem Gegenstand, auf»«/ Charcots Brief und die daran geknüpften Diskusst»» � der die allgemeine Aufmerksamkeit gelenkt haben,» � machen will, sei aus Dr. MollS kürzlich erschiene»«« verwiesen. Preten litf ?0tleqen �IPto mylbtrer batut$f?dgend fand am Dienstag, den 25. Oktober, in i trsten Att.».?dlon, Alte Jakobs straße 75, statt. Ueber den s fein � S'mtitt»»// der Tagesordnung:«Die Frauenftage im All- n so � bot Zenite der Buchdrucker Herr Werner und legte urch(S"1! ,n ihrer kI' Produktionsverhältnisse die Stellung der Frau h V Thatiakei»."amischen Grundlage revvlutionirt haben, ihrer den �'a die m?.�, Haushälterin und Erzieherin die Berechtigung, fynef'f hoben fti~E0f',chfett geraubt. Die Produktionsverhältnisse Hezi� der cf"chzeitiz mit der Zerstörung der alten Thätigkeit enf iu d-»." innerhalb der Familie das Fundament Sie neuer Thätigkeit innerhalb der Gesellschaft gelegt. »an»- keit der Frau bewirkt ihre ökonomische Unabhängig- rÄÄliÄ �anne, versetzt damit besten politischer und gesell- '»oinqp � VotmundschafI über da« Weib den Todesstoß. Die otol, w kalf| sj.-vtanne befreite Frau geräth jedoch in der heutigen Gesell- - 11 m bje Abhängigkeit vom Kapitalisten; sie wird aus Die Frage Iber vollen Eman- u em ehalt iziehungt, tre des � eines ei»,. ore Adyangrgren vo bvt»!«- eine Lohnsklavin. ennr,tu 1# Iktt der Frau erweist sich also in letzter und entscheidender als eine ökonomische Frage, die im innigsten Zusam- mit der Arbeiterfrage überhaupt steht und nur im daSl-ut� Er i»1 nklft*- "fj i| a|V ..... gelöst werden kann. hTwache der Frau und die Sache der Arbeiter gehören un- feiint-r zusammen und finden ihre letzte Lösung nur in einer rMnftrschen, auf Emanzipation der Arbeit vom Kapital »Mrndeten Gesellschaft. Die Frau hat darum für ihre volle '»anzipation nur von der sozialistrschen Partei etwas zu er- wten— die Bewegung der bloßen Frauenrechtlerinnen kann , /■ einzelnen Punkten gewisse Vortheile erzielen, sie kann jedoch r, welche'Uf?. und nimmer die Frauensrage lösen. Aufgabe der sozio- t'hat.. Aschen Partei ist eS, die Lösung der Frauenfrage durch i le!� unisat ivn und durch politisch-ökonomische -r-s Lo� W.�ung derjenigen Frauenschichten anzubahnen, deren ./»aiserliS tobt infolge der neuen Produktionsverhältnisse am die�ndsten und gründlichsten umgestaltet ist: durch lltii. �Mnisation der Industrie-Arbeiterinnen. Organisation Heer-° Schulung der Industrie- Arbeiterinnen find nicht (L.°er wichtigste Schritt, die Lage der Frau zu heben, sie hz, auch ein bedeutender Faktor für den schnelleren und dur* n Fortgang der Arbeiterbewegung überhaupt und da- ru..«a � ber i® ,on größerem Einflüsse auf eine raschere Umgestaltung a.#'»u.j'ft'�enben GesellschaftS- Verhältnisse.— Zum zweiten ii Unh c er Tagesordnung: Diskussion sprachen Kollegen Scheel fie f Sunt �nussch in demselben Sinne wie der Referent. blos, A- Punkt der Tagesordnung,«Anschaffung einer Biblio- tt doch j heops.�nrde ein Antrag angenommen, wonach der Vorstand rnt UnK nagt wird, sich mit Lieferanten in Verbindung zu setzen .eS fre� theli4?.nächster Versammlung Bericht zu erstatten. 4. Punkt -tickschr-?,'ttin fneS. Der Vorsitzende Wilknitz theilte der Versamm- ou« hW m �aß der kranke Kollege Otto 30 M. Unterstützung ' taste/* Darein Skasse erhallen. DieS wurde einstimmig gutge- 9. sn' Ferner, daß dos diesjährige erste Stiftungsfest am Uptz iv�nber im Saale der«Berliner Bockb.aurrei" stattfindet Iat Nt.ats a 25 Pf. beim Vergnügungskomitee zu haben sind. auf k teren gab ein Mitglied bekannt, daß ein VerestzSbuch Uiorb�n Namen Rehder lautend mit Nr. 873 verloren Verl en!a>$ ieutett rniedssß� nd ich 'ar /j fr y nw i ebenst erst zen ist- f stnateu* a«t besuchte außerordentliche Ceueraloer- areh,."Ng hielt der Fachverein der Metallschrauben-, Fapon« 2«. b'�nd Berufsgenossen. Berlins'- Tag .. u, vv"", ��ut»grnotten irtelnitv am Donnerstag, den Tie i-r'1-' m Doberftein's Restaurant, Mariannenstraße, ab. it»io i?a?ardnuna lautete: 1. Die Nachfeierabendarbeit bei der ett rauben u. Buhse. 2. Diskussion. Zum Punkt 1 berichtete Ein« -lten ose s" richtlA «uyie. Jrtttj?'0� folgendes:...... attpf U t. tot angeheftet worden folgenden arbeit, �ht von beute ab bis 8 Uhr. wer arl v\\io__ r q cm__ Am 30. September fei am schwarzen ' en Inhalts:«Der —_____________ arbeiten will, kann •"otben m Wie aber f. Z. der Mmimal-Lohntarif aufgestellt »stich,.. haben sich die Herren Fabrikanten schriftlich ver- Mate/."'Li ohne 50 pCt. Aufschlag Nachfeierabendarbeit vor- �°tt e/t /n zu wollen. Hier hätten also die Fabr, kanten rhr Zabers?'? müssen event. mußten die Kollegen die Arbert folleg�' Lnder haben jedoch am darauffolgenden Montag»wer en fchlog. Kb 12 Hilfsarbeiter weiter gearbeitet ohne leglichen Auf- schaff Warden, jfb?u s'ien jedoch acht Tage lang die 50 pCt. bezahl �jele ana-ra./ latzt fer ab-»».i.b-» ba« vorerwähnte Plakat SBeffl ebofl v'j kU0Ue' auszusprechen, wie man frey nnnuK �aus �n der Drskussion stellt Kollege Gützow .-i�e K, blassen wi/b�'. baß die Kollegen, � welche gea die Versammlung sich hierzu stellen w den Antrag, "■M � �"nassen w«.?«an. daß die Kollegen, welche gearbeitet hätten, k«s� Stangen �den i rm Uebrigen wünscht derselbe, daß die For- a.rt»'5- v'cafles fnrn* u�rt werden. Gegen den ersten Punkt dieses GruN»alerah��achnt sich die Herren Jakobs, Koch, Herzog und Preten wür?.'.� Kbann der JndifferentismuS zu deutlich her- ...K-rfling im Uebrigen stimmten noch die Herren Stabernack, Won»und Werse dem Antrage bei. Im Laufe der D>§- bi.�an Rotbm«/ � ber noch weitgehendere Antrag des z>tanu den An?» Kroßer Maiorität angenommen:«Stelle Sprache.u/?8' morgen ftüh mit den Inhabern der Firma mbn�fenen unh /6"-�5» die Forderung zu stellen, das Plakat taen, widria. r"n�orgen ab die Nachfeierabendarbeit zu »enfalls die Arbeit nicht wieder aufgenommen würde." Alsdann wurden in die Unterhandlungskommiffion die Herren Jakobs, Brödler l und Sehmke gewählt. Alsdann berichtete Herr Stabernack noch, daß bei der Firma Bartels der Kollege Honeck und drei Jangen beschäftigt seien, und daß den- selben Abends der Schutz der Polizei zu Theil würde. Hierauf schloß der Vorfitzende die Versammlung. Fachverein der Kchranben-«nd Fa?o«drester. Eine zahlreich besuchte Versammlung fand am Montag, den 28. Ok- tober, in Doberftein's Restaurant, Mariannenstraße 31/32, statt. Die Tagesordnung lautete: 1. Verlauf des Streiks bei der Firma Lüben u. Buhse. 2. Verschiedenes. Zu Punkt 1 führte Herr Jacobs folgendes an: Nachdem die in der letzten Ver- fammlung gewählte Kommission mit Herrn Lüben am Freitag unterhandeln wollte betreffs Regelung der Nachfeierabendarbeit, erklärte Herr Lüben, sich nicht m Unterhandlungen einzulassen. Hierauf legten sämmtliche Kollegen die Arbeit nieder. Durch das einmüthige Zusammenhalten der Kollegen überrascht, er- klärte sich Herr Lüben durch ein Schriftstück bereit, in Unter- Handlungen mit der Kommission zu treten. Dieselbe endete mit dem vollständigen Sieg der Kollegen. Herr Stabernack ermahnte sämmtliche Kollegen, fest an der Organisation zu halten. Auch hier sei wieder der Beweis erbracht, daß die Arbeiter stets bereit sein müssen, der Gewinnsucht des Kapita- lismus entgegenzutreten. Redner kritisirte noch die Firma Bartels u. Hoffbauer, welche mit jugendlichen Arbeitern ihr Heil zu versuchen scheint, seitdem die alten Kollegen die Arbeit niedergelegt haben. Nachdem die Kollegen Gützow und Roth- wald ermahnten, fest an dem Boykott zu halten, schloß der Vorsitzende mit einem Hoch auf den Fachverein die Ver- samnürmg. iooo Personen besachte öffentliche Kildhanerversammlnng fand am Mittwoch Abend im Schweizergarten statt. Kollege Plage referirte«über den gegen- wältigen Stand unserer Bewegung". Er führte aus, daß die- selbe bis jetzt einen überraschend günstigen Verlauf genommen habe, wie dies selten bei einer Lohnbewegung zu verzeichnen gewesen: die Hauptursache hiervon erblickt er in der macht- vollen Organisation der Kollegen, dem Gauverein Berliner Bildhauer. 132 Werlstätten haben bewilligt, 64 find gesperrt. Redner ermahnte die Kollegen auszuhalten in dem gerechten Kampfe, der Sieg könne nicht ausbleiben. Könnte auch eine gründliche Besserung unserer Lage nur durch die Gesetz- gebung, durch den Staat erreicht werden, so seien doch Forderungen, welche sich auf dem Boden der heutigen Wirth- schaftsordnung durchführen lassen, wie kürzere Arbeitszeit, Beseitigung der Akkordarbeit, höherer Lohn u. s. w. auch von Nutzen. Sie ermöglichen uns eine höhere Lebenshaltung, ver« mittelst welcher wir zum Verständniß der großen zeitbewegen- den Fragen gelangen und uns ein politisches Urtheil bilden können. So aufgefaßt, fei unser Kampf auch kein bloßer beruf- licher Jnteressenkampf mehr, sondern ein Eintreten für die Menschenrechte!(Beifall.) In der Diskussion sprachen in längeren Ausführungen die Kollegen Dupont, Donath und Buda für energische Durchführung des Streiks; bei Stunden« lohn sollten 9, nicht blos 8� Stunden bezahlt werden. Von Interesse waren die Ausführungen des Kollegen Dupont über die stattgefundene Prinzipal- Versammlung, in welcher sich eine schwache Majorität fand, welche einen General- streik provoziren wollte, ihre Unterschrift zu einem Borgehen in dieser Hinsicht jedoch nicht gab, so daß die ganze Versammlung resultatlos verlief. Betreffend die Lohn- und Akkordarbeit erwähnte der Redner, daß durch die allgemeine Einführung des Systems der Lohnarbeit die Produktion und damit auch die Arbeitsverhältnisse in etwas geregelter würden. Ein Antrag, daß arbeitende Kollegen, ledige 2 M., ver- heirath ete 1 M. wöchentlich an die Streikkasse zuzahlen haben, wurde einstimmig angenommen. Nach Besprechung ver- schiedenerWerkstattangeleaenheiten und nachdem 2 Resolutionen, eine, welche besagt, die Produkte des«Klingel- Bolle" und der Firma Loeser und Wolff nicht zu kaufen, die andere, welche das Abonnement des«B e r l i n e r V o l k s b l a t t", der«V o l k s- Tribüne" und„A r b e i t e r b i b li o t h e k" fordert, ein- stimmig angenommen wurden, schloß der Vorsitzende mit einem Appell an die Versammlung, weiter einzutreten für die gestellten Forderungen, die Versammlung. Dt» Uergolder u«l» Fachg»«off»n Kerlin» hielten am 29. Oktober 1889 eine öffentliche Generalversammlung in Scheffer s Salon, Jnselstraße 10, mit folgender Tagesordnung ab: 1. Der Nutzen eines Verbandes der Vergolder über Deutsch- land. Referent: Emil Böhl. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Vorarbeitungskommission zum Kongreß. 4. Verschiedenes. Nach erfolgter Bureauwahl führte Redner in kurzen Worten den Nutzen eines Verbandes vor Augen. Er gab ein Bild, was durch Gründung eines Verbandes zu erreichen ist. Einführung eines Minimallohnes und Maximalarbeitstages, Abschaffung der Sonntagsarbeit und Akkordarbeit. Einführung eines Arbeitsnachweises u. f. w. Um einen Verband ins Leben zu mfen, sei hauptsächlich der Aufruf zur Abhaltung eines Kon- gresses erlassen worden. Redner verlas verschiedene Briefe aus Hamburg, Köln, Brandenburg u. f. w., welche alle mit großer Sympathie sich über den Kongreß äußerten. Redner führte nun noch weiter aus, daß den Kollegen in den kleineren Städten, welche sich keineLokalorganisation gründen können, dadurchGelegenheit ge- boten wird,sich derZentralorganisation anzuschließenundoaßfieda« durch Halt gewinnen, um nicht dem Ausbeutungssystem des Kapitals ganz in die Hände zu fallen. In der Diskussion wurde dem Referenten zugestimmt und die Gründung eines Verbandes für sehr nothwendig gehalten. Es wurde nun zur Wahl der Kommission geschritten und folgende 5 Kollegen ge- wählt: E. Böhl, Ramlow, Wilsky, Gericke und Franz Schu- mann. Es wurden der Kommission sämmtliche Vorarbeiten übertragen. Außerdem wurde bekannt gegeben, daß in Ottensen ein Streik ausgebrochen ist; den Kollegen wurde eine vor- läufige Unterstützung von 100 M. gewährt. Folgende eingegangene Resolution wurde einstimmig angenommen: Die heute am 29. Okiober in Schcffer's Salon tagende öffentliche Versammlung der Vergolder und Fachgenossen Berlin« verspricht die Be- schlüsse des Pariser Kongresses hoch zu halten unb erklärt in der Durchführung des 8 stündigen Arbeitstages einen Theil der sozialen Frage für gelöst und beschließt ferner durch fteiwillige Sammlungen unter den Vergoldern das Exekutivkomitee m Zürich zur Agitation für den«Äckitstundentag" zu unterstützen." Zur Ausgabe von Sammellisten und Empfangnahme der Gelder Zwecks dieser Resolution wurden die Kollegen Leimert, Hesfig und Rößner gewählt. Nachdem noch bekannt gegeben wurde, daß die Sammlungen zum Streik einzustellen feien, schloß der Vorsitzende um 12 Uhr die Versammlung. Eine große öffentliche Schneid»rversammlnng fand am Montag, den 28. Oktober, rm Louisenstädlischen Konzert- haus. Alte Jakobstr. 37, mit folgender Tagesordnung statt: «Sind wir berechtigt resp. verpflichtet, uns zu organisiren? Die bestehenden Organisationen und ihre Aufgabe dem Ar- beiter gegenüber." Das Bureau bildeten die Kollegen Schulz, Böglberger und Huke. Der Referent, Kollege Steinmar, führte aus: Das Recht, uns zu organisiren, aiebt un« der 8 1�2 der Gewerbeordnung. Jedoch wird derselbe durch den 8 153 fast illusorisch gemacht. Daran« entsteht uns die Pflicht, da« Wenige, was uns geboten wird, auszunützen und uns zu or- ganisiren. Durch den Gebrauch der Maschinen in unserem Gewerbe sind eine Unmasse Kollegen arbeitslos, und wie man in anderen Kreisen zu sagen beliebt, Vagabunden geworden. Wenige sind eS nur, welche den Nutzen von der Arbeit ziehen, wohin- gegen auf der anderen Seite Roth und Entbehrung herrscht. Nettere sowie jüngere Kollegen müssen, um die Pflichten gegen sich, ihre Mitmenschen und Kinder zu erfüllen, sich organisiren, dem Kapital einen Damm setzen und bessere Arbeitsbedirgu igen erzielen. Wenn auch nicht mit einem Schlage eine Besserung der Lage der Schneider erzielt wird, so doch nach und nach. Redner kommt darauf zu sprechen, daß der Reichstag für die Arbeiter Gesetze geschaffen hat und betont, wie die freien HilfS- lassen durch das Krankenversicherungsgesetz drangsalirt wer- den. Ferner das UnfallversicherungSgefetz habe für Schneider nur einen geringfügigen und das Alters- und Jnvalidengesetz gar keinenZweck. 70 Jahre wird wohl kein Schneider erreichen bei der heutigen kapitalistischen Produktionsweise. Was soll über- Haupt ein alter Mann mit 33'/, Pf. pro Tag anfangen. Nach- dem Redner einen Ueberblick über die bald ausgestorbene In- nung und die Hirfch-Duncker'tche GewerkvereinSoufelei gethan, wo la dock kein zielbewußter Arbeiter hingeht, erklärt er den 8 3 des Statuts des deutschen ScbneiderverbandeS. Redner fordert die Anwesenden auf, sich der Organisation anzuschließen. Er schließt mit den Worten: Alle Rechte werden wir zu wahren suchen zu unserem Wohle und zu dem unserer Mitmenschen. In einer Pause von zwanzig Minuten ließen sich viele Kollegen aufnehmen. An der Diskussion betheiligten sich mehrere Kollegen, welche alle im Sinne des Referenten sprachen. Unter anderem führte Kollege Karlsen die Ausbeutung der Hausindustrie durch die Arbeitgeber an. Wenn ein Geschäft 200 Meister habe und diese je 10 Gesellen und Mädchen, das macht 2000 Arbeiter. Diese brauchen für Gas und Koks 345 500 M. jährlich. Dieses würde den Kapitalisten direkt ge- schenkt. Nicht das allein, sondern der Staat würde noch um 10 pCt. Steuer betrogen. Hausindustrie in der Konfektion fei Fabrikation und für dieselbe müßten Fabriken eingerichtet wer- den. 75 pCt. der Schneider sterben an der Schwindsucht, welche nicht allein von der Arbeit, sondern von ungesunden Arbeits- räumen entsteht. Betreffs eines Streiks zum Frühjahr wurde hervorgehoben, daß die Berliner Schneider nicht genügend orga- nisirt seien. Zu einem Kampf mit einer lockeren Masse könne kein denkender Mensch seine Hand reichen. In seinem Schlußwort führte der Referent an, daß die Innung in ihrer «Mode" einen Artikel gehabt, in welchem geschrieben wurde, Herr Glocke habe bei den Tischlern gesagt, die Zwischenhändler müßten ausgerottet werden: das fehlte bei den Schneidemge- rade noch. Jawohl wir pflichten Herrn Glocke bei, auch bei uns sollen sie verschwinden. Ferner wurde den Anwesenden noch klar gelegt, die Hau«- arbeiter nicht mehr mit dem läufigen Ausdruck„Fettbock" zu benennen, da diese sich beleidigt fühlen und dann in keine Versammlung kommen. Ueber einen Antrag, keine Versammlung im Louisenstädtischen Konzerlhaus abzuhalten, entspann sich eine Debatte, wo sich dann der Wirth der Versammlung gegen- über aussprach, daß er seinen Saal hergebe; jedoch solchen Personen, die muthwillig ruhige Versammlungen stören und dadurch den Ruf seines Lokales schädigen, seinen Saal nicht giebt. Der Antrag wurde insofern angenommen, den Saal nicht früher zu miethen, bis die Lokalkommisfion, welche davon in Kenntniß gesetzt wird, darüber beschlossen hat. Nachdem der Vorsitzende auf das Stiftungsfest des deutschen Schneider- Verbandes am 10. November, ber Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, aufmerksam gemacht, wurde die Versammlung geschlossen. Alle in Knchbiudereien«nd- verwandten Ketrieben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Kerlin« macht die unterzeichnete Kommission auf die gegenwärtig auf- zunehmende Werkstubenstalistik aufmerksam und knüpft daran die Bitte, daß sich alle ohne Ausnahme in oben benannten Be- trieben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen recht rege an der Statistik betheiligen mögen, auch recht wahrheitsgetreue An- gaben über ihre Werkstubenverhältnisse machen, damit eS der Kommission möglich ist, recht genaue Berichte zu geben, und zugleich für die nächstjährige Gewerkschaftsbewegung maßgebende und nicht zu wiederlegende Zahlen aufbringen zu können, um somit einen Theil zur Begründung unserer Forderungen beizutragen. Besonders fei diese Aufforderung, an die Arbeiter und Arbeiterinnen gerichtet, welche zu solchen Spottlöhnen arbeiten müssen, daß es unmöglich ist, dabei ein menschenwürdiges Dasein zu führen, denn nur durch die Be- theilung Aller ist es möglich, eine maßgebende Statistik zu erzielen. Auch sei darauf hingewiesen, daß Unannehmlichkeiten zufolge der gemachten Angaben nicht entstehen können, da die Werkstuben-Statistiken nicht einzeln, sondern nur im Gesammt- resultat veröffentlicht werden. Fragebogen werden ausgegeben Sonnabend Abends 8 Uhr Stallschreiberstr. 26 bei Berger; Oranienplatz bei Sperling; Friedrichstr. 34 bei Reichert; Rosenthaler- und Weinmeister- straßen-Ecke bei Marzahn; außerdem bei den Herren Woller, Alerandrinenstr. 116, Ouergb. 4 T., P. Schneider, Blumen- straße 29, und in allen Versammlungen oben benannter Be- triebe. I. A.: Die Statistik-Kommission. Der Fachverei« der Marmor-«nd Kranilschleifer hielt am 20. d. M., in Deigmüller'S Lokal, Alte Jakobstr. 48a, seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Auf der TageS- ordnung stand: 1. Vierteljahresbericht. 2. Vereinsangelegen- Hess. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Zum ersten Punkt er- stattete der Kafsirer Herr Sckünen nn den Kassenbericht vom verflossenen Quartal. Die Einnahme betrug 169,95 M.. die Ausgabe 21,65 M., bleibt ein Baarbestand von 148,30 Mark. Diese Abrechnung wurde von den Revisoren für richtig befun- den erklärt und dem Kafsirer einstimmig Decharge ertheilt. Zum zweiten Punkt würbe beschlossen, bem Kafsirer bis zu 400 Mark in seinem Gewahrsam zu überlassen. Hierauf wur- den die Neuzugetretenen sowie die ausgeschiedenen Mit- glieder verlesen und die Kollegen nochmals ganz genau auf die Statuten aufmerksam gemacht, daß wer drei Monate mit seinem Beitrag im Mückstande ist und keine Stundung beantragt, als ausgeschieden betrachtet wird, da durch allzu große Nachsicht die Nachlässigkeit der Mit- glieder gepflegt wird und dadurch dem Verein nur Schaden erwächst. Zum 3. Punkt theilte der Vorsitzende mit, daß ein Hamburger Kollege sich über ein früheres Mitglied unseres Vereins erkundigt hätte, welches seiner Zeit Vereinsgelder unter- schlagen und nach Hamburg gereist sei. Daraufhin wurde be- schlössen und der Schriftführer beauftragt, ohne jede Rückficht dem Hamburger Kollegen den Sachverhalt zu unterbreiten. Im weiteren Verlauf de« Abends wurde die Zuchthausarbeit noch besprochen und in ihren schädlichen Wirkungen von den Kollegen Lannig und Paulikat kritisirt. Zum Schluß forderte Kollege Jentzsch auf, nur da«„Berliner Volksdlatt" und die„Volks- Tribüne" zu halten, statt für ein Wurstblatt auch nur einen Pfennig auszugeben. Die freie Vereinigung der Zuschneider, N-rrich«er «nd Stepper Kerlin« hielt am Sonnabend, den 26. dieses Monats ihre regelmäßige Vereinsversammlung ab. Auf ber Tagesordnung stand: 1. Vortrag über Darwinismus. Ref. Kollege Krause. 2. Diskussion. 3. Verschiedene«. Der Refe- rent erledigte seine Aufgabe zur vollen Zuftiedenheit der An- wesenden. An der Diskussion betheiligten sich einige Kollegen im Sinne de« Referenten. Zu Verschiedenem wurde den Mit- gliedern die Mitiheilung gemacht, daß der Fachunterricht be- gönnen und regelmäßig alle Dienstag im Vereinslokal Alte Jakobstr. 83 bei Reyher in der Zeit von 9—11 Uhr Abend« statt- findet. Außerdem wurde auf das am 16. Nevember d. I. in den Bürgersälen, Dresdenerstr. 96, stattfindende I. Stiftungsfest de« Vereins aufmerksam gemacht, zu welchem die Eintritts- karten bei dem Vorstand sowie bei den Mitgliedern de« Ver- gnügungskomitee'« zu haben sind. Der Fachverei« der Papierarb-ilerinne« und ver- wandtet Berufsgenossinnen hielt am Mittwoch, den 30. Oktober, eine Versammlung ab mit folgender Tagesordnung: 1. Vortrag bts Hernt»mcharb Jost über„Rechtsschutz". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Der Referent sprach so ein- Sehend m semem Vortrag über Rechtsschutz, daß eine Diskussion nicht stattfand. Ferner wurde noch bekannt gemacht, daß von Bolle keine Much, sowie auch keine anderen Maaren gekauft werden sollen. Ebenfalls von der Firma Löser und Wolff sollen auch keine Produkte gekauft werden. Waaren- Haus 88. Margoninpky& Jacoby Gresse Frankffurterstrasse 88. Schwere Woll-Tuche zu Morgenröcke« und Hauskleider« Robe 4. S», 8? Mark. Neueste Kleiderstoffe für die Herbft-Satson in«ur guter Qualität Robe 7, 8,. 10 V, 14 Mark. 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