iu boren eschlagen» SebhasteS Bic� Antrag, zirk aufzuftck» »lach Erlel ne längere gten. Mit die Sozial den, Herrn >te am So c„Neuen Wahl der ins Burea», ner, dos tei und die er Diskussion ger. Unter e einstimmig Anwesenden. Rixdorf,� eil dort die z der betre� egen hat. ; 1890 als ationale floni r Gunsten, hat. Mit schloß die »m««alwiio MtS., im LH rit Beifall f.— achdem dieser" den dieSjal kommt fall Dstend", N ' ba btk,< n gegenudn t Versann i kein Bin lbe, er mmoj drehen, ul r Vers« e seinen � rß wir gerao daß es um Sonnabend, de« S. November 1889. «. Jahrg. erlimVljlKbdllitt. Krgan für die Interessen der Arbeiter. Z>a« Nolksdlatt - eicummer mrt oem„Sonntags-Blatt" 10 Ps. Ber Abholung "°n �jrmmerstraße 44 1 Mark pro Monat. Postabonnemem 4 Mark\ x.,~(Eingetragen in der Postzenungspreisliste für 1889 unter Nr. 8SS.) Ausland: St"''....--....-■ pro Quartal. Löglich unter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. I ns er t i o n S g e b ü h r beträgt für die»gespaltene Petitxeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und VerfammlungS- Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin Sw., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3— 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und.xesttagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -» Fernsprecher: Amt VI. Ur. 4106.,- ♦- föctmltiion: VeukhMrstze 2.— Expedition: ZNmmerflrotze 44. SArrverjerisiUlc �«eikev- und Muus� nnlkungsbudgeks. »e/?�Uischen Kampfe um ihre materielle Besserstellung Rheidt überall die Erfahrung gemacht, daß zur iiRenwi ihrer aus dem lebendigen Bedürfniß ent- tfii ii*x Forderungen zuverlässige statistische Angaben die ouch �'�samsten Waffen sind. Dieser Erkenntniß hat sozialistische Presse bemächtigt und wir finden ... /inzig» MM� olos in der deutschen, sondern auch in der aus- -in stimmig Arbeii�i, Arbeiterpresse von Zeit zu Zeit Aufrufe an die �eden�Aag� dense,�- HauShaltungSbücher anzulegen und Auszüge jjz ra gelegentlich zu veröffentlichen. In schlagender -U. trtrrtr»i+ Sov SKlpr+fi Si>r Oft*« ich agitatoris�iterh�L Sender Weise kommt der hohe Werth der Ar- die Arbeitstier te.«"gsbudgetS in der Lohnbewegung zur Geltung. Worte an�fr Änpj(nrf �en oft raffinirt kombinirten Zahlengruppen dneten fkio�br Zlrbr� ölte mit den einfachen und wahren Zahlen eder vor» Wj v'" entgegenzutreten und das jesuitische Lügen- als du energischer Hand zu zerreißen. aus- i fc, deutschen Arbeiterblätter öfters in der Lage .«M�sswige Arbeiterbudgets zu publiziren, so auch die llchen. So fanden wir in jüngster Zeit zwei solche .'>(uuvw»»v»v nv JlM*tOlvvv 0,v v igte sich ins o«, v Arbeiterfreund", denen zur event. Vergleichung straße 28, Ä �9 che ArbeiterbudgetS aegenttberaestellt waren. DaS gesetzeS . Gustav te sich in i iKraße 28,., mg haup»� ten. D,e S u einzus ind durch der eing«� hatten, ichert, bes-U c sich sorK mehmen' 22 unbn�j gearbeiiv i «'banden� c vier Kfj ng und e« rnützung L 130 150 60 g' folgender- Fr. ftti ä? Arveltervuogeis gegenuvergessellt waren, ivas «//�Uungsbudget stammt auS dem Zahre 1885 und j., otnem in einer innerschweizerischen Holzstofffabrik Sm? Arbeiter her. Seinen Jahresverdienst giebt er »- on. Die Ausgaben stellen sich föZJi Zd? Z.«.) alten.«Ä H, Und Schuhwerk Oel fö-r 60 Aiilitärdi!' AUndhölzchen, Schuhschmiere 26 Unterer! � Steuern K. 10 ifoSri» �d Ersatz von Hausrath 24 Alb«« n�o, Unfallversicherung 17 �de,teruntechützungs- und Grütliverein 20 Der B.. Summa 437 kstalt" Kol« die Ava! bemerkt dazu, daß er hier nicht gerechnet w hin sännlj �«oben für Tabak, Wohnungsveränderung, Schul- Werkstelle �5inan°k o, Abonnement von Zeitschriften u. f. w., ß der stb' betechn„t. �?uf 38 Fr. pro Jahr— gewiß nicht hoch vird daraO, �lej�> mit jenen 437 Fr. macht das 475 Fr. Es iegenständ vemnach vom Lohneinkommen für Lebensmittel fuhren, oder für den Tag 1 Fr., ein Betrag, der Im» unfti �schaffe�' �o�e und Kartoffeln in genügender Menge mdbeit d- � h?t Denn der Arbeiter, der diese Äiittheilungen eit der� di��.�ejgrcm und zwei Kinder zu ernähren, also Fr- für VerM Ein'�llge Familie. m Gewerksa, Oep�. eueres Haushaltungsbudget stammt von zu wirkes����ser bis in die letzte Zeit eine etwas en wecde.��v WA��Feuillekon. einem besser !24 wenn er iy eßlich wird- >en Kollegs h der He»yi irt, daß" , liebe ihren AN| Einem. na bew'll-a Ca--. en 3.No< Zokale des» ordnung* mdel im "K'S. larbeiteN' >rden'sr Germin«!. �l'aler Roma« vo« Emile Zola. 'Ultorifirte Uebersetzung vo» Ernst Ziegler. 'er r'esi�� redet der Mensch viel," antwortete die .. �daa a� das Piston eine Polka und während von , eine �I/�röhl der Paare begann, theilte Maheu seiner � Pensin!" ttUt' die ihm gekommen war. Wie, wenn sie den«g�r�ahmen, Stephan zum Beispiel, der schon i- reu?»."ich geäußert, sich in einer Familie einzu- tek' Und Ü"'(irden sie haben, weil Zacharias sie U den l,e auf der einen Seite verlören, gewönnen ' ohn. Das Gesicht der Frau klärte sich auf. t"\ die dieser Gedanke sehr gut- man� müßte ' Weiß � Vi ihrer 5?� � arrangiren. Und die frohe AuS- bekannt so gute?„0rsen enthoben zu werden, versetzte sie öerrn'-�aune, daß neue Schoppen bestellt werden Stephan, Pierron für sei seine Ber- ...... �.3............ des Hilfs- «t, Schon war Pierron der Sache ganz ..ephan die Unvorsichtigkeit beging, seinen Herrn � C' ung d», le deS. f nicht-- u, uhinzugr� r)-> auf�und M'U dnthüllen, indem er die Worte ent- die nächll�'n ,"�nd demselb� � nz wir einmal streiken, siehst Du, da brauchen ser v�Vagnie Url�ien und können getrosten MutheS t �rste'4.;t? bieten, denn unsere Kasse hilft unS hinweg. Was sagst Du, ist daS nicht ! bezahlte Stelle in einer ostschweizerischen Maschinenfabrik bekleidete. Er erzielte einen JahreSverdienst von zirka 1600 Fr.— Im ersten Halbjahr 1889 verdiente er 830,39 Fr. Er hat eine Frau und ein Kind, also eine dreiköpfige Familie zu ernähren. Seine Ausgaben spezifirt er wie folgt(für das Halbjahr): Wirthschaft(Lebensmittel, Heizung, Beleuchtung, Wäsche tc.) Wohnung Rasiren und Haarschneiden Steuern Kinderwagen Für SonntagSauSflüge, Ausgang Wein Bier Abonnement von Zeitungen Literatur Krankenkassen Vereine Krankheit Kleider und Schuhe Korrespondenz Unterstützungen für Streikende, Gemaßregelte Diverses Saldo_ Summa 830,39 Fr. Dazu wird bemerkt: Derarsige Verdienste erzielen nur die wenigen„Aristokraten" unter den Arbeitern. Aber sind sie denn gar so glänzend? Wir können allerdings ver- muthen, daß mit den 359,20 Fr. für WirthschaftSzwecke zum Theil schon etwas anderes als bloß Kaffee und Erdäpfel auf den Tisch gebracht werden konnte, aber„Verschwendung" dürfte dabei doch auch nicht gewaltet haben. Verschwenderisch oder„üppig" erscheinen unS auch alle übrigen Ausgabeposten nicht. Hingegen fällt der Unterschied sofort auf, der zwischen den Wohnungs preisen der Jnnerschweiz und denen der Ostschweiz besteht. Dort für das ganze Jahr 130 Fr. und hier für daS halbe Jahr 145 Fr. Mieth Die große Differenz der beiden vorstehenden Lohnein kommen dürfte bei dem innerschweizerischen Arbeiter seinen Ausgleich auf Kosten der Lebenspreise finden. Die beiden zur Vergleichung herangezogenen HauS- haltungSbudgetS deutscher Arbeiter rühren von einem Maler und einem Schuhmacher her. Das erste wurde 1884 vom Organ der deutschen Maler, der„Mappe" ver- öffentlicht von einem in Dresden beschäftigten Maler- gehilfen. Derselbe macht über sein Lohneinkommen für einige Jahre Mittheilung. Er verdiente pro Jahr: 1878... 1075,— Fr. 1879... 1000,—„ 1880... 1120,—„ 1881... 1131,—„ 1882... 1122,50„ gut erdacht? Also, nicht wahr, Du bist Einer von den Unseren?" Pierron schlug verlegen die Augen nieder und stotterte: „Ich werd's überlegen.... Sich gut aufführen, ist übrigens der beste Hilfsfonds." In diesem Augenblicke wendete sich Maheu zu Stephan und bot ihm gerade heraus und ohne Umfchweif an, ihn in Pension zu nehmen. Und der junge Mann sagte eben so einfach zu, glücklich im Dorfe wohnen und mehr und mehr mit den Kameraden verkehren zu rönnen. Alles wurde so- gleich verabredet, nur müsse man natürlich die Hochzeit ab- warten, erklärte die Maheude. Jetzt erschienen auch Zacharias, Mouquet und Levaque. Man merkte, woher sie kamen; sie rochen nach Wachholder- schnaps und Moschus, wie die Mädchen im„Vulkan"; waren sehr angeheitert, lachten und pufften sich selbstvergnügt in die Seiten. Als man ZachanaS mittheilte, daß er sich ver- Heirathen solle, brach er in ein schallendes Gelächter auS, während Philomene ruhig sagte, es sei besser, er lache, als wenn er weine. Da kein Stuhl mehr frei war, räumte Bouteloup die Hälfte von seinem Sitze Levaque ein, und dieser, plötzlich gerührt, daß sich Alle so gemüthlich zusammen befanden, ließ noch einmal für die ganze Gesellschaft Bier kommen. „Teufel, man ist nicht alle Tage so lustig!" rief er laut. Man blieb bis zehn Uhr. Noch immer kamen Frauen, setzten sich zu ihren Männern oder führten dieselben nach Hause; andere öffneten das Mieder und legten ihren Säug- ling an die Brust, während die größeren Kinder auf allen Vieren unter den Tischen herumkrochen und spielten. Leere Fässer wurden in den Hof gerollt; die Männer, Frauen und Kinder, Alles trank und füllte sich und schwoll zu- sehends. Die Männer lockerten ihre Hosenriemen, die Frauen Der durchschnittliche Jahreslohn betrug für den Dres- dener Maler in der fraglichen Zeit 1090 Fr. Seine Aus- gaben vertheilen sich wie folgt: Wirthschaft(Brot, Fleisch, Kar- toffeln, Milch zc.) 638,13 Fr. Wohnung 187,50„ Holz 62,50„ Licht und Seife 27,50„ Steuern 18,75„ Kleider, Wäsche, Schuhe, Arbeits- zeug(Pinsel)-c. 325,—„ Lektüre 17,50„ Summa 1276,88 Fr. Die Bilanz ergiebt hier ein D e f i z i t; wir ersehen aus den betreffenden Mittheilungen nicht, wie dasselbe Deckung findet. Beigefügt sei noch, daß unser Maler Frau und zwei Kinder hat. DaS Haushaltungsbudget des Schuhmachers ist dem in Gotha erscheinenden„Schuhmacher-Fachblatt" entnommen; dasselbe stammt von einem unverheiratheten, in Magdeburg arbeitenden Schuhmachergesellen her. Sein Einkommen pro 1888 gibt er auf 670 Fr. an. Seine Ausgaben spezifirt erpro Woche in folgender Weise: Mittagessen 2,62 Fr. Kaffee-,94„ Brot—,94„ Butter—,81„ Frühstück k 19 Cts. 1,33„ Abendbrot ä 25 Cts. 1,75„ Krankenkasse—,44„ Verein— ,12„ Steuern—,06„ Wäsche-.63„ Gesellige Ausgaben—,31„ Lektüre—,44„ Kleidung 1,87„ Vereinsversammlung—,44„ Sonstige Ausgaben 1,50„ Summa 14,20 Fr. Nach dieser Wochenausgabe würden sich die JahreSauS- gaben auf 738,40 Fr. belaufen, wobei sich gegenüber dem Lohneinkommen ein Defizit ergiebt, das der Abeiter Zweifel- loS durch weitere Einschränkung seiner Bedürfnisse zu decken resp. zu vermeiden suchen wird. So viel geht aus diesen Haushaltungsbudgets zur über- zeugenden Evidenz hervor, daß die Behauptung der Sozial- demokraten, die Arbeiter haben mit Noch und Entbehrung zu kämpfen, weil ihr dürftiges Lohneinkommen nirgends ausreiche, unwiderlegbare Thatfache, feststehende Wahrheit ist. Und die Arbeiter haben keine acht- oder gar sechsstündige Arbeitszeit, sondern eine elf- bis dreizehnstündige Arbeitszeit. Sie muß doch sehr unproduktiv sein, die Arbeit der Armen— sicher ist sie für sie nicht segensreich; den Segen der Arbeit genießen die, die nicht arbeiten. knöpften ihre Taillen auf, und Eins war so eng ans Andere gequetscht, daß sie die Ellenbogen und die Kniee einander in den Leib preßten. Aber Alle waren froh, so zusammen- gepfercht zu sein, wie eine einzige große Familie, die sich einmal was Gutes vergönnt, und ein behaglich breites Lächeln öffnete ihnen den Mund fast bis zu den Ohren. Es wurde heiß wie in einem Backofen; sie lehnten sich bequem zurück in ihren Stühlen, den Bauch vorgestreckt, das Gesicht in Rauchwolken gehüllt; sie waren unendlich ftoh allesammt, und nur Eines störte ihr Vergnügen: wenn sich alle Augenblicke Jemand aus dem Gedränge herauswinden wollte, um sich im Hofe„die Beine auszutreten". Nebenan im Tanzsaale sahen sich die Tänzer nicht mehr untereinander, so dicht rann der Schweiß von ihren Stirnen; die jungen Burschen trieben allerhand Dummheiten, indem sie ihren Tänzerinnen absichtlich zu Fall brachten und sich über sie wälzten; das Piston überkreischte diesen Lärm und die tanzen- den Paare stolperten über die Spaßmacher. Jemand hinterbrachte Pierron, daß seine Tochter Lydia vor der Hausthür auf dem Trottoir liege und schlafe. Er ging hinaus. Das Mädchen hatte sich mit dem gestohlenen Wachholderschnaps vollständig betrunken; der Vater war ge- nöthigt, sie zu tragen, während Jeanlin und B-ibert, höchlichst amüsirt von dem Abenteuer, hinterher trollten. Dies gab das Signal zum Aufbruch. Die Maheus und LevaqueS ver- ließen zusammen den„lustigen Bruder". Auf der Straße trafen sie mit Bonnemort und Mouquet zusammen, die, schweigend ihre Erinnerungen aus früheren Bergmannssesten verar- beitend, mit ihnen heimkehrten. Alle schritten gemeinschaftlich zwischen den Wirthshäusern hindurch, aus denen die letzte» Schoppen Bier schon bis auf die Straße flössen, und an den Kartoffelöfen vorüber, in welchen das Fett anfing zu gerinnen. Noch immer drohte das Gewitter. Aus den dunklen Feldern zu beiden Seiten der Chaussee schallte Vorvofpondenzen. N«w-Uork, 25. Oktober. Ein günstiger Bericht über den Lauf der Dinge innerhalb der sozialistischen Ardeiter- Partei ist vorläufig noch nicht zu erstatten, und eS scheint auch nicht, daß ich einen solchen so bald zu liefern haben werde. Es be- stehen gegenwärtig faktisch zwei sozialistische Arbeiter-Parteien, die eine mit dem Sitz in Chicago(auf dem Kongreß vom 28. September gewählt) und die andere mit dem Sitz in Brookyn. Die Stellungnahme der Sektionen ist eine getheilte; an beiden Kongressen hat fich zusammen etwa die Hälfte betheiligt, und »war am ersten 17 Sektionen durch ebenso viele Delegaten (von denen aber vier nur die ersten Tage tbeiinahmen), am anderen 21 Sektionen durch 22 Delegaten. Beide Kongresse fiatten eine große Anzahl sogenannter Prosy-Delegaten, o. h. olche, welche am Ort des Kongresses wohnen und denen das Mandat von auswärtigen Sektionen, resp. in deren Auftrag von den direktm Delegaten übertragen wurde. Letzteres war besonders auf dem zweiten Kongreß der Fall, indem 8 von auswärtigen Sektionen eingegangene Mandate an ebenso viele Mitglieder der einige Tage vorher gebildeten neuen Chikagoer Sektion übertragen wurden. Gerade letzterer Umstand, und daß zwei weitere Delegirten von den in Chicago neugegründeten(deutschen und amerik.) Sektionen gewählt wurden, dürfte veranlassen, daß diejenigen Sektionen, welche sich vorläufig zurückgehalten, die Beschlüsse des zweiten Kongresses nicht anerkennen werden. Die Partei- Konstitution schreibt nämlich vor, daß eine Sektion drei Monate bestanden haben und ihren Verpflichtungen nachgekommen sein müsse, bevor fie sich auf dem Parteikongreß vertreten lassen dürfe. Auch ein weiterer Umstand dürfte hierbei in Betracht kommen; es wurde nämlich auf dem zweiten Kongreß bei Verhandlung der New-Borker Angelegenheiten die Oeffentlichkeit auSgeschlc ossen und auch diejenigen Parteimitglieder aus dem Lokal gewiesen, deren Mitgliedskarte zwar in Ordnung war, welche aber den Kongreß nicht von vornherein als loyal anerkennen wollten. Es wird also, obwohl, wie schon früher betont, im Grunde keine prinzipiellen Meinungsverschiedenheiten vorliegen, eine Weile dauern, bis„Gras über die Geschichte gewachsen" ist— welche Pflanze hier übrigens sehr gut gedeiht und die Gemüther sich beruhigt haben.— Die Personen, welche das Vorgehen der N. P. Sektion veranlaßt, kommen nun nicht mehr in Betracht, und dieselben hätten, wie schon früher erläu- tert, überhaupt nicht die Veranlassung zu dem Wirrwar geben können, wenn die Sache von vornherein anders angefaßt worden wäre. So, wie fich die Geschichte abspielt, hat man den Ein- druck, als ob man mittelst einer Dynamitpatrone Rattenjagd getrieben und dabei das ganze Haus demolirt habe. In demjenigen Theile der sozialistischen Arbeiter Presse,welche das Vorgehcn der New- Porker indossirt, wurde hauptsächlich darauf hingewiesen, daß die Betreffenden und ihr„Anhang" fich in Gegensatz zur Gewerkschaftsbewegung gesetzt und eine ablehnende Haltung der Achtstundenfrage gegenüber einge- nommen hätten. Daraufhin hat auch der Londoner„Sozial- demokrat" Stellung genommen, indessen mit dem einschränken- den Schlußsatz, daß die Weitherzigkeit— gegenüber den übrigen Fraktionen in der Arbeiterbewegung— natür- lich nicht übertrieben werden dürfe; eS sei nöthig und auch möglich, eine Grenze zu ziehen, inner- halb deren der Propaganda Ellenbogenraum gegeben ist, über die hinaus aber zu gehen jedem Sozialisten die Selbst- achtung verbieten müsse. Daß es nun eine unrichtige Auffassung ist, anzunehmen, daß die 28. Seplember-Kongreßler sich auf jenem Boden be- fänden, geht aus dem betr. Beschlüsse derselben hervor. Der- selbe lautet: „In Ewägung, daß die Prinzipien des Sozialismus alle Bestrebungen zur Erzielung besserer Existenz« bedingungen der Arbeiterklasse umfassen und die fozia- listische Arbeiterpartei vollständig auf dem Boden dieser Aus- sassuna steht: „In Erwägung, daß die Gewerkschaften durch Entstellung unseres Programms zu dem Glauben verleitet worden sind, daß die Sozialisten ihren Organisationen feindlich gegenüber stehen und ihren Bemühungen, einen verkürzten Arbeitstag von 8 Stunden zu erringen, widerstreben, sei es beschlossen, daß wir in der Gewerkschaftsbewegung ein natürliches und noth- wendiges Bemühen der Arbeiter ersehen und erkennen, die auf eine beständige Herabdrückung ihrer Existenz- Bedingungen(Lebenshaltung) gerichteten Angriffe der kapita- listischen Klasse zurückzuweisen. Und obgleich wir als Sozia- listen nicht alle Methoden der Trade« UnionS zur Erreichung ihrer Ziele als zweckmäßig anerkennen, so sympathisiren wir doch mit ihren Bemühungen und gewähren ihnen gern unseren Beistand, soweit sich das mit unserer Ueberzeugung vereinbaren läßt. Wir glauben, daß es vortheilhaft für alle Lohnarbeiter ist, Mitglieder von Gewerkschaften oder Arbeitervereinen zu sein, um erstens: sich die möglichst höchsten Löhne unter den gegenwärtigen Umständen zu sichern; zweitens: bei der Lachen und Geschwätz zu ihnen herüber, und ein Geruch von Menschen durchathmete die Schwüle der Nacht. Nach und nach löste die Gesellschaft sich auf; paarweise und einzeln kamen sie im Dorfe an. Die Pierronne war noch nicht heimgekehrt. Weder die LevaqueS noch die MaheuS aßen mit Appetit; sie nickten schon bei Tische ein und legten sich rasch schlafen. Stephan aber beredete Chaval, mit ihm bei Rasseneur noch ein GlaS zu trinken; als er ihm dort seine Pläne mitgetheilt hatte, rief Chaval: „Ich bin dabei! Schlag ein, Bruder, Du bist ein braver Kerl!" Stephan's Augen leuchteten, von beginnendem Rausche entzündet. „Za, halten wir zusammen! Siehst Dn, ich... für die gerechte Sache geb' ich Alles, das Trinken, die Mädchen, Alles! Nur Eines auf der Welt kann mich wirklich warm machen, die Zdee nämlich, daß wir die Bürger zu Paaren treiben." Drittes Kap it e. l. Gegen Mitte August installirte Stephan sich bei MaheuS, nachdem Zacharias sich verheirathet und von der Kompagnie ei« HauS erhalten hatte. Im Anfange fühlte sich der junge Mann Käthen gegen- über in der unaufhörlichen Intimität ihres Zusammenwohnen» sehr genirt. Er nahm überall die Stelle des Bruders ein; er schlief mit Jeanlin in demselben Bett, gegenüber dem Bette der Schwester. Sie, ohne ihn anzusehen, beeilte sich mit dem Entkleiden, wenn sie schlafen ging, und war in ein paar Sekunden damit fertig; geschmeidig wie eine Eidechse bettete sie sich neben Alziren und wandte sich um, so daß nur ihr starker Haarzopf sichtbar blieb. Aber sie hatte nie Ursache, sich über ihn zu beklagen; er vermied selbst jeden zwei- deutigen Scherz; denn erstens waren die Eltern im Neben- zimmer, und dann empfand er überhaupt für sie ein eigenes Gefühl, aus Freundschaft gemischt und nachgetragenem Groll, welches sie ihm nicht begehrenswerth erscheinen ließ. Und s» wurde ihr Zusammenleben nach und nach ungezwungener; eS war, als wenn Stephan zur Familie gehörte, und die einzige Konzession, die man dem Fremden machte, war, Formulirung der bestmöglichsten Pläne für die Verminderung der Arbeitszeit und für andere nothwendige Reformen zur Besserung der Lage der Arbeiter wirken und eintreten zu können; drittens: Aniheil zu nehmen an dem erzieherischen Werke, welches die Hauptaufgabe der Gewerkschaftsbewegung bildet und die genaue Kenntniß der volkswirthschaftlicken Ge- setze behufs erfolgreicher Aktion zum Zweck haben sollte. Dagegen ballen wir es für Pflicht aller Gewerkschaften, wenn fie ihr Ziel: die Emanzipation der Arbeit von den Fesseln des PrioatkapitaliSmuS wirklich erreichen wollen, der sozialistischen Partei in ihrer politischen Aktton nach Kräften zu folgen, da die Befreiung der Arbeit nicht einseitig ökonomisch, sondern nur allein durch die Verbindung der politischen Aktion mit der ökonomischen (gewerkschaftlichen) erzielt werden kann." Ich habe diese Resolution vollständig wiedergegeben, um keinen Zweifel darüber zu lassen, daß eine prinzipielle MeinungS- Verschiedenheit nicht vorliegt, und daß die ver« einzetten Auslassungen in den Parteiorganen, welche eine abweichende Anficht der Schreiber dokumentiren durchaus keinen Einfluß auf die Parteimitglieder im Allgemeinen ausgeübt haben. Ebenso verhält es sich mit der Achtstundenftage. Es ist genugsam erwiesene Thatsache, daß die Mitglieder der Partei allerorts sich alle Mühe gegeben haben, die Bewegung in Fluß zu bringen, um nur wieder— wenn sie auch an einen Erfolg bezüglich Erringung der achtstündigen Arbeitszeit im nächsten Jahre nicht glauben— überhaupt Leben unter den Arbeitern zu erwecken. Daß Einzelne sich nicht be- theiligten, weil sie bei der Bewegung von 1886 als Dank für ihre Thätigkeit von den egoistischen Kollegen noch verspottet und aus ihren Arbeitsplätzen verdrängt wurden, ändert daran nichts, daß die Parteiorgane fast lediglich un- günstige Berichte enthielten, und der ganze Ton der Blätter in Bezug auf jene Frage ein pessimistischer wmde, war eine natür- liche Folge des Umstandes, daß trotz aller Bemühungen nicht einmal die organifirten Arbeiter, viel weniger die „Massen" zu begeistern oder auch nur heranzuziehen waren. Hat doch noch vor ganz kurzer Zeit— wie ich schon in einem früheren Berichte mitgetheilt— selbst die hiesige„Volkszeitung"— welche im Uebrigen unbedingt für die gegenwärtige Achtstundenbewegung eintritt— einen ausführ. lichen Bericht aus Chicago gebracht, in welchem ausgeführt war, daß diese Bewegung dort vorläufig todt sei. Wenn diejenigen Parteigenossen allerorts, welche sich schon seit Jahren von der Partei— als aktive Mitglieder— ferngehalten, jetzt wieder in deren Reihen treten, um neuerdings ihre ganze Thätigkeit derselben zu widmen, so wäre dies sehr erfreulich, und eS wäre dann auch der entstandene Riß bald wieder verkleistert. Ich fürchte aber, daß dieS gegenwärtig noch nicht eintreten wird, oder nur an einigen Orten, speziell in New-Pork(und Umgegend) und Chicago. ES hätte übrigens weder an den beiden Orten noch sonstwo je ein Hinderniß bestanden, wenn die mit der Partei« leitung und Parteientwlckelung nicht zufriedenen Elemente ein- greifen wollten; fie bilden wohl so ziemlich überall die bedeu- tende Majorität, und brauchten fie nur die förmlich zur Manie gewordene Antipathie gegen die„rothe Karte" an den Nagel zu hängen, um die Dinge nach ihrem Wunsche zu gestalten. j>oliti1'rlie Meberstchk. In der Ueichstagsststung vom vorigen Montage hat der preußische Minister des Innern bekanntlich den Jhring- Mahlow-Prozeß in die Erörterung gezogen und zwar, wie er erklärte, in der Absicht, diese Sache, die wirklich wohl allmälig anfängt, das Haus etwas zu ermüden, auf einmal zu Ende zu bringen." Das Urtheil des Ministers in dieser Sache ging kürz dahin, daß die Zeugen im Jhring-Mahlow-Prozesse seien, während dem Beamten Jhnng geglaubt unglaubwürdig W werden müsse,„der in langjähriger treuer Pflichterfüllung fich als ein besonders zuverlässiger und wahrheitsliebender Beamter erwiesen hat." Im wesentlichen dasselbe Urtheil hat bekannt- lich Herr v. Puttkamer zu wiederholten Malen abgegeben. Im Unterschiede von Hrrrn v. Puttkamer aber, der immer nur un- bestimmt von„unglaubwürdigen" und einmal im preußischen Landtage von„meineidigen Zeugen" sprach, ohne zu sagen, daß er sämmtliche Entlastungszeugen oder bestimmt bezeichnet unter ihnen meine, nennt Herr Herrfurth jetzt diese Zeugen in Bausch und Bogen„unglaubwürdig." Während daher der Versuch, Herrn v. Puttkamer wegen Beleidigung der Zeugen zu belangen, scheitern mußte, scheint die Erhebung des Straf- antrages gegen den Minister Herrfurth nunmehr möglich. Es wird uns mitgetheilt, daß diese Abficht denn auch besteht und die einleitenden Schritte bereits geschehen find. Da wäre also der dritte Mahlow-Jhring-Prozeß. Zur Beurtheilurg der Sachlage ist es nöthig, neben den Aeußerungen des Ministers in der Reichstagssitzung vom 4. dieses Monat« kurz die Thatsachen zu stellen. Herr Herrfurth erklärte:„Ich habe die Akten dieses Falles sehr genau studirt, und es hat daß Katharina sich jetzt allein oben im Schlafzimmer badete, während die Männer fich einer nach dem andern unten im Speisesaale wuschen. Schon nach einem Mo- nate gaben Stephan und Käthe nicht mehr auf einander Acht, wenn sie Abends, ehe das Licht ausgelöscht wurde, unbekleidet durch das Zimmer gingen, und Käthchen hatte aufgehört, sich bei ihrer Toilette zu überhasten. Die Gewohnheit verwischte zwischen ihnen das Gefühl der Scham, und da sie nichts Böses thaten und die Nothwen- digkeit sie zwang, in demselben Zimmer zu schlafen, erschien ihnen dies schließlich selbstverständlich und natürlich. Nur zuweilen kamen den jungen Leuten, ohne daß sie es gewollt oder gesucht, andere Gedanken. Nachdem Stephan oft wochenlang keinen Blick auf Käthe geworfen, erschien diese ihm plötzlich wieder in ihrer milchfarbenen Reme- dann packte ihn ein mächtiges Verlangen, und er mußte sich gewaltsam halten, um das Mädchen nicht in seine Arme zu schließen. Sie aber hatte zeitweise ein plötzliches Wieder- erwachen des längst entschlummerten Schamgefühls und schlüpfte hastiger und ängstlicher in ihr Bett, als fürchte sie sich. Wenn dann aber das Licht ausgelöscht war, fühlten sie wohl Beide, daß Keines von ihnen schlief und ZedeS an das Andere dachte. Und am nächsten Tage war eS wie ein Schmollen zwischen ihnen, wie eine Verlegenheit und ein Mitsichselbstunzufriedensein, das fie bei weitem jene Tage vorziehen ließ, wo sie unbefangen gewesen wie Kameraden oder Geschwister. Stephan beklagte sich nur über Jeanlin, der krumm und zusammengezogen wie ein Flintenschloß lag. Alzire schlief mit leichtem, kaum hörbarem Athem; Leonore und Heinrich erwachten Morgens, wie man fie Abends niederge- legt: Eins im Arm des Andern. Aber Maheu und die Maheude erfüllten die Nacht mit ihrem lauten, regelmäßigen Schnarchen wie zwei Schmiedeblasbälge. Im Ganzen war der junge Mann glücklicher wie'bei Rasseneur; das Bett war nicht schlecht, und man wechselte alle vierzehn Tage die Leintücher; auch die Suppe war besser und nur Eine» hatte er auszusetzen: es gab zu selten Fleisch. Aber allerding« konnte er für seine fünfundvierzig Franks Pension keinen Kaninchenbraten vtrlangen, da» wußte er sehr wohl. Diese« mir vielleicht ein viel größere« Material noch vorgeleg«jj meisten Herren, vie über diesen Fall überhaupt P haben." Darauf äußerte der Minister sein oben wiedcrp Urtheil über die sozialdemokiatischen Zeugen eincr!>v Schutzmann Jhring andererseits, und sagte zur w» dieses llrtheils Folgendes:„Sie glauben mit dem Gen?' Instanz den Belastungszeugen, deren Glaubwürdig schon im Hinblick auf die Theorie von der VerdienM' Zeugenaussagen, die für Parteigenossen günstig W, bei den Sozialdemokraten), nicht zwerfelloS erschpl, sächlich aber deshalb halte ich diese Zeugen für � würdig, weil gegen dieselben straftechtlich vorgegangen ist, und fie mcht auf Grund des Sozialistengesetzes, j auf Grund des gemeinen Rechts schwere Strafen erlitt� der Eine weil er fich der Verleitung von Personen zum Treubruch schuldig gemacht, und der Andere wissentlich einen Meine, d geleistet hat.(Hört, Hort s Soweit der Mmifter. Derselbe hat sich in allen. richteten Thatlachen geirrt. Die Theorie der Berdi«� aber auch nur Erlaubtheit des Meineides ist von den So« kraten niemals aufgestellt worden. Der Minister ¥'. Argument auch selbst nicht viel Bedeutung beigeme ist sodann falsch, daß zwei der Zeugen wegen K Vergehen bestraft worden seien. Was der Minister. Beu'theilung eines Zeugen wegen Verleitung von Treubruch sagt, kann nur auf Christensen abzielen. � ist aber nur wegen Verbreitung verbotener SM? Soldaten der Armee auf Grund de« Sozialistengeßf, auf Grund des gemeinen Reckits, verurlheilt wort zweite Verurtheilung, über welche der Minister ben� bezieht sich auf den Fall des wegen fahrlässigen urtheilten WittkowSky; von den Zeugen im Mahl»� Prozeß ist Niemand wegen wissentlichen Meineid« Chnstensen ist übrigens im Mahlow-Jhnng-Prol«� lich nicht Zeuge, sondern Angeklagter gewesen; d» irrt also auch, wenn er Christensen für einen Zeugen die sozialdemokratischen Zeugen als B-lastungSzeug�, Die Ausführungen de« Ministers lesen sich, als od■ Jhring der Anpeklagte gcwelen fei. In dem©W'j; Prozeß Stöcker-Bäckw vom Gerichtsvorsitzenden als lung wider Stöcker" bezeichnet wurde, mag dies zutrÄ ist es aber ein Jrrthum, und dieser Jrrthum zeigt neben � Jrrthümern, daß das Urtheil des Ministers über diew digkeit der Zeugen gab, auf thatsächlich unrichtiger beruht. Dies fällt freilich um so mehr auf, als ja die Akten sehr genau zu kennen erklärte. Minister Herrfurth hat, wie eS auf die Reichs�» '"' die Sache nicht so M neten den Eindruck machte, gemeint. Das Lockspitzelsystem und in Konsequenz dessew� dächtrgung einwandsfrcier, unbescholtener soziald� Zeugen als unglaubwürdig und meineidig gehörte r Puttkamer; Herr Herrfurth erklärt, in diesem Po» Erbschaft verzichten zu wollen. Der Minister würdi- er fich von der Jrrthümlichkeit seiner Angaben daS Urtheil über die Zeugen zurücknehmen könn«o dadurch an Achtung etwas zu vergeben. DaS kop Erachten« für die Zeugen ausreichen und der drit'l Jhring-Prozeß könnte, unter dieser Bedingung, da L — der zweite(sogenannte neue) Mahlow-Jhrinlp blieben ist. Der in de« letzte« Tage« im Reichst"� örterte Drozetz über das bunte Taschentuch, rothe Fahne darstellen soll, ist Gegenstand ein welche unter dem Titel„Zur politischen Farl Schauspiel in drei Akten, bei Karl Pinkau in schienen ist. Die Broschüre enthält lediglich die drei Instanzen, ein kurze« Vorwort und eine nataC, bildung des Tuches. Hauptangeklagter ist ein Sperling, der bei einem meist durch Wald führen�, gange in Gemeinschaft mit einigen anderen Perso»� an einen im Walde geschnittenen Kiefernast vorantrug. Die Behauptung Sperling's, das Bedeutung der rothen Farbe unbekannt}*' das Landgericht Leipzig als„handgreiflianuj heit"! Daß vor der Ankunft am W" y wieder eingesteckt wurde, ist nach dem bar" nur deshalb geschehen, weil die Angeklagten a»'; Wege daS Einschreiten der Polizeiorgane fürchtete»-/ einer der Angeklagten mit einem weißen Tuche i? weiße Fahne hergestellt und im Zuge getragen ho� zu Gunsten der Angeklagten zu verwerthen, da jj früher als die rothe emzogen,„jedenfalls weil ihre � Farbe den Absichten der Angeklagten nicht entlC� Wörtlich heißt es dann zu diesem Urtheil: „Zu Bedenken Anlaß konnte die Frage geklagte Sperling, der die rothe Fahne allein vorangetragen hat. auch allem auf Grund der Verordnung zu bestrafen sei. Allein, da die sei es nach ausdrücklicher Verabredung oder z» schweigenden Einverständnisses— einen 8»0t bedeutende Hilfe im Darum Geld war der Familie eine einige kleine Schulden, die immer im mua,»--, kam die Maheude ziemlich gut aus. Darum ap, ihrem Miether erkenntlich; seine Wäsche wurde» bessert und gewaschen, die abgerissenen Knöpfe»»,< seine Sachen in Ordnung gehalten. Mit eineio empfand Vre freundliche Fürsorge einer Frau»i» Um diese Zeit begann Stephan, die konfus? j seinem Kopfe zu klären Bisher war es wetz lehnen des Instinkts gewesen, daS ihn in der ga'f Zufriedenheit der Kameraden mit fortgerissen h»?? unbeantwortete Fragen hatten sein Hirn bestür�j das Elend der Einen? Warum der Reichthum Warum Diese unter der Abhängigkeit Jener, M' auch einmal die Mächtigeren zu werden? damit an, seine Unwissenheit zu verstehen; ihrer, und ein geheimer Kummer quälte ihn, dtz � nicht, über die Dinge zu reden, die ihn so'rtzd bewegten, über die Gleichheit aller Menschen und � keit, welche verlange, daß Geld und Gut gleich v � Er fing an, mit Heißhunger zu studiren, und r I Mangel an Methode Derer, die nichts wisss�> eine ununterbrochene Korrespondenz mit gelernt hatte wie er und in der sozialistisch�, ff sehr unterrichtet war. Gr ließ sich Bücher s�?fti' verstandene Lektüre ihn exaltirte. So"" medizinisches Werk:„Gesundheitslehre für de» worin ein belgischer Arzt die KrankheitSerschtz� Todesursachen in den Minen erörterte; deren über Nationalökonomie, die in ihrer technisch� auS unverständlich für ihn blieben und Brochüren, welche allerhand verworrene A» seiner Phantasie wachriefen. ES las alte Zew und hielt die darin gefundenen Aussprüche P q# bare Argumente, deren er sich bei vorkommend� � bedienen könne. Auch von Souvarine entliP,� darunter ein Werk über die„Soeiötes COOPtzr.el� che« ihn Monate lang von einem großen aUS� bände träumen ließ, von der Abschaffung' de» ff Austausch der ArbeitSpropukte und dem Basti M-tigt,! ömzen an fi«, daß nicht i »nwendeb färbt dm wchtt, bl ?koschüre «n Tasch Ulpziger W. Sjjch n wann üute q & des SBelt denn L o»i( c K'°ch.°. ander. -Nsselbr dieses" der könntT Der; A A 4 er d< d � w 'Si "U »et», � « '"(ten, somit obtr bit von Sptrling diesem Zuge voran» O rothe Fahne als vom Ganzen getragen anzusehen n/ntr hernach sämmtliche Angeklagte in bewußtem und Kn>.1 Zusammenwllken für die Ausführung der strafbaren vanvlung thätig gewesen sind, so mußten auch sämmtliche An- Se'lagle als Mitthäter im Sinne von§ 47 des R.-Str.-G.-B. °nsesehen und bestraft werden. »az Schöffengericht hatte auf Geldstrafen erkannt, die �»ratkammer verurtheilte Sperling und Genossen mit Rücksicht kü. t bewiesene„Frechheit" zu drei bis sieben Tagen Ge- Urr»' Oberlandesgericht Dresden hat dieses Urtheil epatigt, da die Absicht, republikanische Gesinnungen und Ten« an den Tag zu legen,„unzweifelhaft" sei, der Umstand °er, baß das Tuch nur von vorwiegend rother Farbe gewesen '7 tt,cht m Betracht komme, da„der zur Herstellung der Fahne « Stoff so viel Roth enthalten habe, daß diese Grund- *}. den Eindruck, welchen die Fahnenflagge auf das Auge machte,� bestimmte und beherrschte." In dem Vorwort der beißt es;„Die Sitte, bei Ges-llschaftS-Spanergängen n Taschentuch an emem Stock voranzutragen, ist in der ■ Rer legend ganz allgemein und war es schon, ehe es v°italdemokraten gegeben bat." Net Werter dem Ktöcker'schen Klatt„Das Volk" di,i». iich aus einer Rotiz desselben über einen zu Ehren n°ck � cker'schen Gründung stattgehabten Kommers. Dar- zp? nach demselben nacheinander das Wort Herr ZrJ'l1 Vluntt, Herr Buchdruckereibesitzer Knickmeier, Herr Kauf- le«vo!n?�e, Herr Baumeister Knaufs, die Herren Chefredok- Engel und Freiherr v. Hammerstein, Herr Geh. Nnh Professor Wagner, Herr Referendar v. Gerlach, 2. o Roedenbeck(Klein-Glienicke) und Redakteur Leuß, um ontung„Das Volk", die Berliner Bewegung und ihre » i' e beiden Chefredakteure der„Kreuz-Zeitung" und Reichsboten", den Hofprediger Stöcker, den Geh. Reg.- Wagner, den Major Blume zu feiem. SiU«� if* e'tte drollige Zeit i« der mir lebe«. Alle denn Sozialismus. Die Regierung, das Königthum, loUnl Regierungsfreundlichen Blätter reden tagtäglich vom floniglhum. Die Parteien nennen sich soziale, da giebt 'oiiol �sllich.soziale, die antisemitisch-soziale, die konservativ- o»i?i' r kartell-nationalliberale-soziale, die ultramontan» wgar bei der freiseinnig-fortschrittlichen oder fortschritt« aewlx."�en hat sich eine„soziale Absonderung" geltend kein» p � Kurz alle Welt„macht" in Sozialismus. Kein Blatt, hob Ortung kann ohne„Sozialismus" fertig werden. Da Körn» ix�°uch noch die mächtigste deutsche parlamentarische den Reichstag, und was man bis jetzt von dem- �«»ioi rt hat, ist weiter nichts als— die Frage über den Das wird wohl so fortgehen, bis das Haus ge- «in ,,R unb die Reichsboten fortgegangen sind. Jede Sitzung ist belfelb� Triumph für.» den Sozialismus und die Träger Jed,t diejenigen, die Schuld daran find, daß überall und unter. 0m Sozialismus spricht, die schmachten seit 11 Jahren sind„ nein Ausnahmegesetz, hunderte und abermals hunderte dtirni s Haus und Hof vertrieben worden, das heilige Palla- ez.jö« heutigen Staates, Eigenthum— Famllie, man hat von? �spektirt, man hat den Valer von den Kindern, den Mann der ST Ieau, den Sohn von den Eltern, den Bräutigam von Äkt», den Freund vom Freunde oetrennt und in alle zn- gehen heißen. In alle Staaten Europas, ja in alle ttafc» e stod sie zerstreut, die man auf Grund des Aus« Ihu Zesetzes die Heimath, die Familie— zerstört hat— von dJ�hmegesetzwegen. Viele von ihnen sind gestorben, ver- L hen im fremden Land; Anderen macht man Prozesse, »nd ��eise, man sperrt sie zuvor in die Gefängnisse, pkazirt man sie auf die Anklagebank und schickt sie «ick k v die Gefängnisse, selten daß das Gericht ausspricht ltwkl» am-�ine Schuld an ihnen". Die Polizei giebt sich die Sorin,;."H*, nachzusehen, wie die wirklichen Vertreter des um vi»n?x5 housen, deshalb haussucht sie so oft bei ihnen, Leuten Eingeben und festzustellen, wie es bei solchen eirnutti*. deht, um eoent. die kommende Generation danach Stuten, v �llle solche Aufmerksamkeiten widmet man diesen ®«ter[onK"'•J'h' streiten sich die größten Geister unseres Xierlien t«'"t Reichstage herum, ob dieser Zustand verewigt >>!. soll.— Ist das nicht drollig? Und zugleich führen die~r Ist das nicht drollig? Und„, liest nur Sozialismus im Reichstag das große Wort, dtolliaer? Reichstagsoerhandlungen. Ist das nicht noch *•~ Ja, ja, wir leben in einer drolligen Welt. tei in Nersammlung der«ationalliberale» Par- Peter« � fünfter hielt der Vorsitzende derselben, Rechtsanwalt �lgend» m Ä' eine Rede, in welcher nach den„Jtzehoer Nachr." � Passus vorkommt: Otter n„ttsge doch ja nicht annehmen, daß die Bewegung �gitatn»" Arbeitern nur in die Kreise derselben von einigen ivotb�.bineingf tragen sei. Die Arbeiter find mündig ge« >Naleri»n'x Selbstbewußtsein ist gestärkt, sie suchen ihre �...... ue Lage zu verbessern und wollen mitarbeiten an der Gesetzgebung. Gegen diese Bestrebungen j ttl«u richtet der Gesetzgebung. Gegen diese 5t ncd das Sozialistengesetz nicht, es richtet sich nur gegen auf einem einzigen Faktor: der Arbeits Allmälig daß er anfange zu denken, und der Stolz darüber "drängte die Scham über fein früheres Nichtwissen. towt n mit dem schwärmerischen Entzücken Neubekehrter hJ'Mtch sein überschwellendes Herz der Hoffnung des bat- -«eu Sieges der Bedrückten in die Arme. Noch hatte er aus seinen verschiedenen Lektüren kein System aufge- fstn! � praktischen Forderungen Rasseneur'S und die dsilckc losen Zerstörungs-Zdeen Souvarine'S mengten und * IQJtßr» f* Jr."_ n~-------—~...— ö--------- %" Uch m fetncrn Hirn, und wenn er aus der Schänke sprach x zusammen diskutirt und über die Kompagnie ditivn 1? hatten, träumte er von einer radikalen Regene- ohyx v Kölker, ohne daß es einen Blutstropfen kosten, die ajKf. remc Fensterscheibe zerschlagen würde. DaS Wie, dtuii-i e*c Zu diesem Endresultat zu gelangen, blieben ihm tverhx>, x ssch ein, daß Alles sehr schön gehen ZU Vera maT n unfähig, sich die Entwickelung der Dinge Weiser ar�tpärtigen. 3n seinen Reden war er oft von pflegt- Mäßigung, oft von bedauerlicher Inkonsequenz; er die s�gern zu wiederholen, man solle die Politik nicht in lesen un� mischen, eine Phrase, die er irgendwo ge- Aänner siir das Ohr der phlegmatischen Kohlen- � �»�"�esonders geeignet schien, et Schlad, �bend blieb man jetzt bei Maheu vor dem ssuder ,?e5ett noch eine halbe Stunde plaudernd bei � ullh r■ nr.....n... A ... und regelmäßig pfle'gie Stephan � Natur�durch da»� Zu dringen. Seit sich � ��an�sie 2 Sesen verseinert hatte, verletzte Y daß nran 1 Wehnen im Arbeiterdorf. Waren sie � konnte, ohne �serchte, s« daß Niemand ein Hemd W roie schädlich fe Andern seine Nacktheit zu zeigen? Un Sittlichkeit Li. �-n für die Gesundheit ist und sur � Knaben und Mädchen � mehr Geld hc kcmm'" antwortete Maheu,„wenn sst eS ni Zte man sich'« bequemer machen! Natun.q wenn Alle so aus einem Hausen siegen. auf einem Haufen liegen! (Fortsetzung folgt.) hätte, nichts die Methode, welche die Arbeiterpartei anwendet, ihr Ziel zu erreichen." Wenn Herr PeterS gesagt hätte, gegen diese Bestrebungen der sozialdemokratischen Partei soll sich das Gesetz nicht richten, so hätten seine Ausführungen Sinn. Thatsächlich aber richtet sich da« Gesetz gegm diese Bestrebungen, oder, genauer gesagt, die Behörden wenden das Gesetz in diesem Sinne an. Herr Peters ist Reichstagsabgeordneter und müßte das wissen. Daß er das nicht weiß, ist um so verwunderlicher, als Herr PeterS mit anerkennenSwerther Offenheit den Inhalt der Arbeiterbe- weaung ziemlich korrekt darlegt, also zeigt, daß er den Kern der Bestrebungen der Arbeiter erfaßt und begriffen hat. Der ganze Jammer des RationalliberalismuS erfaßt Einen, wenn man eine Schilderung der nationalliberalen „Magdeb. Ztg." liest über die in den Reihen der National- liberalen herrschende Parlamentsmüdigkeit. Zahlreiche Abge- ordnete seien schon jetzt entschlossen, ein Mandat nicht wieder übernehmen zu wollen. Der Aufenthalt im Sitzungssaal sei der Gesundheit nicht zuträglich. Nervenschwache Personen leiden auch entsetzlich unter den stundenlangen Reden gewisser sprechlustiger Parlamentarier, welche die Mehrzahl von den wenigen anwesenden Mitgliedern in die Foyers und die Nestau- rationen vertreiben. Etwas mehr Interesse würde an den Ver- Handlungen genommen werden, wenn der Fürst Bismarck hier anwesend wäre und zuweilen in den Sitzungen erschiene, aber er bleibt konsequent fern und giebt dadurch viel Veranlassung zu unliebsamen Bemerkungen. Unter diesen Umständen beruft sich mancher parlamentsmüde Abgeordnete auf das Beispiel des leitenden Staatsmannes, dessen dauemde Abwesenheit durch das Dasein des Ministers v. Bötticher nicht ersetzt wird. GW Prozeß ans Anlaß de» Kergardetteransstandes wurde am Mittwoch vor der Strafkammer in Bochum gegen den verantwortlichen Redakteur der„Westfälischen Volksztg.", Schriftsetzer Schwarze, verhandelt. Der Landrath Dr. Neuhaus und Bergassessor Haas waren seiner Zeit vom Ministerium beauftragt worden, über den Bergarbeiterausstand auf Zeche „Friedlicher Nachbar" eine Untersuchung anzustellen. Die „Wests. Volksztg." hat in einem Artikel behauptet, daß es bei den Unterfuchungen recht gemüthlich zugehe, und die Kommission der Parteilichkeit beschuldigt. Der Angeklagte wurde zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. Möge« grobe« Unfugs ist am Dienstag der verant- wortliche Redakteur der„Gelsenk. Ztg." vor dem dortigen Schöffengericht zu 6V M. Geldbuße verurtheilt worden. Die zu Grunde liegende Thatsache war folgende: Bergmann Siegel hatte in der„Tremonia" eine Erklärung veröffentlicht, er fei seitens der Zeche„Zollern" ohne fein Verschulden ent- lassen worden. Die„Gelsenk. Ztg." druckte diese Erklärung ab und knüpfte daran die Bemerkung, auch im Gelsenkirchener Reviere hätten sich mehrere Zechenverwaltungen ein ähnliches Vorgehen gegen d,e Bergleute und besonders gegen die Depu- tirten erlaubt. Daraufhin war seitens der Ämtsanwaltschaft Strafantrag gestellt worden. Kelgie«. Zum Verständniß des in Möns beginnenden Prozesses gegen den Lockspitzel Pourbaix ist noch in Erinnerung zu brin- gen, daß Pourbmx von dem Minister Devolder zur lieber- wachung der Soziatistenführer in den Staatsdienst übernommen und wegen seiner angeblich treffenden Berichte als Spezialist bezahlt worden war: selbst mit dem Ministerpräsidenten Beernaert stand Pourbaix in Verbindung und war der Haupt- agent der öffentlichen Sicherheitsbehörde. Zur Krönung seiner Thätigkeit erfand er das große Sozialistevkomplott. Obwohl die Verwaltung der öffentlichen Sicherheit der Regierung davon abrieth, dieses gar nicht vorhandene Komplott zu verfolgen, ergriff das Ministerium bereitwillig die gute Gelegenheit, um einen Hauptschlag gegen die sozialistisch-republikanische Arbeiter- partei auszuführen. Die 23 Sozialistenführer wurden verhaftet und angeklagt, aber das Schwurgericht sprach sie sämmtlich frei. Die Regierung ging mit Unehre bedeckt aus dem Pro- »esse hervor und erlitt nicht nur in der öffentlichen Meinung, sondern auch in den Kammern die schwerste moralische Nieder- läge. Der Leiter der öffentlichen Sicherheit, Herr Gauthier de Rasse, ein bewährter Beamter, gab sich zum Aerger der Regie- rung, der katholischen Partei und Presse nicht dazu her, die Sachlage zu verdunkeln, sondern enthüllte vor dem Schwur- gericht die ganze amtliche Spitzelwirthschaft. Ein Schrei der Entrüstung ging durch das Land und die Freisprechung der Sozialisten fand allseitige Beistimmung. Bei dem Beginne des neuen Prozesses bietet die klerikale Presse wieder ein fonderbores Bild. Sie tritt nicht nur mehr oder minder für den biederen Pourbaix ein und verkündet, noch ehe der Prozeß begonnen, daß das Ministerium mit Glanz aus demselben hervorgehen werde, sondern sie fällt mit einer wahren Berserkerwuth über Herrn Gauthier de Rasse, den An- stifter allen Unheils, her und weiß im Voraus, daß Pourbaix über diesen Beamten und seine Verwaltung„ver- nichtende Enthüllungen" zum Besten geben wird. In der That hat Pourbaix während der Voruntersuchung sich seine Erklärungen für die schwurgerichtlichen Verhandlungen vorbe- halten und mit TheaterkoupS gedroht. Der Generalstaat«- anwalt Janssen vertritt die Anklage; Pourbaix hat den tüch- tigen, streng klerikalen Advokaten Herrn Englebienne als Vertheidiger. Ihm steht der Advokat Paul Janson, der Brüsseler Deputirte, als Vertreter der Zivilpartei, um von Pourbaix Schadenersatz für den Sozialistenführer Defuisseaux zu fordern, gegenüber. Man sieht daher mit berechtigter Spannung diesen Verhandlungen, die an Enthüllungen reich sein werden, entgegen. Hoffentlich bezeichnet dieser Prozeß das Ende des belgischen Spitzelthums. In anderen Ländern, wo eine bureaukratifche, durch Parlamentswahlen nicht zu beseitigende Verwaltung regiert, wäre ein solcher Erfolg zwar nicht zu erwarten. Da wird trotz aller Enthüllungen über da« scheußliche Treiben der Lockspitzel immer munter weiter- AmrrUia. Ueber eine schwere wirthschaftliche Krisis in Argentinien wird der„Köln. Volksztg." aus BuenoS-Aire» geschrieben: Die argentinische Republik macht eine schwere finanzielle KrisiS durch, da das vom Staate garantirte Papiergeld um mehr als die Hälfte entwerthet ist. Wie im Jahre 1875 ein Krach aus« brach, unter dem alle Staatsangehörigen schwer zu leiden hatten, so macht sich auch hmte schon die Krisis besonders unter der arbeitenden Klasse bedenklich fühlbar: denn Maurer, Tischler und selbst die Eisenbahnbeamten fangen an, zu streiken und verlangen eine Lohnaufbesserung von 40—50 pCt. Im Jahre 1875 wurden die politischen Verhältnisse, welche der Unglück- lichen Mitre-Revolution folgten, als die Hauptursache der Krifi« angesehen: auch warf der europäische Börsenkrach seine Schatten nach den La-Plata-Staaten. Heute fehlen derartige äußere Ur- fachen, und trotzdem ist die finanzielle Lage des Staate« eine viel schlimmere. Da« Mißverhältniß zwischen Einsuhr und Ausfuhr ist die Grundveranlassung der Krisis, welche über den Gelb- markt gekommen ist, obwohl die Produktion in den letzten zehn Jahren um da« Dreifache sich gesteigert hat. Dazu kommt der übergroße Luxus, welcher mit dem wirthschaftlieben Stande de« Landes in keinem Verhältnisse steht, und die Leichtigkeit, Geld und Kredit für alle Spekulationen zu erhalten. Der Landschwindel, da« Hinauftreiben der Grund- und Boden- preise, welchem die Hypothekenbanken mit ihren EedulaS großen Vorschub leisteten, ist ein weiterer Grund der trüben Lage. Die Banken, die vor einem Jahre auf Grund de« Freibanken- Gesetze« Millionen von Peso« in gut gepräpter Münze leih- weise au« Europa bezogen, stehen heute vor leeren Kassen: sie haben mehr Geld ausgeliehen, als da« realisirbare, disponible Kapital des Lande« zuließ. Die ganze Finanzwirthschaft der letzten Jahre war ein Raub an der arbeitenden Klasse des Landes: sie führte zu einem fast vernichtenden Anziehen der Steuer« schraube. Der gerühmte„nationale Segen und Wohlstand" Argentiniens zeigt sich am besten an der Entwerthung des von der Regierung garantirten Papiergelde«, der Goldkurs schnellte von 100 bis auf 246 herauf, so daß das argentinische Papier- geld nicht einmal die Hälfte des garantirten Werthes befitzt. Um den hohen GoldkourS herunterzudrücken und Geld flüssig zu macben, befaßte die argentinische Regierung sich in den letzten Tagen mit dem Plan, 24 000 Ouadratmeilen Staats- ländereien und die am Maderohafen in Buenos AyreS gewonnenen werthvollen Grundstücke an den Meistbietenden zu verkaufen. Wenn man geglaubt hatte, daß die betreffende Be- kanntmachung der Regierungsbeschlüsse eine große Wirkung an der Börse hervorrufen werde, so ist diese Hoffnung vollständig zu Schanden geworden. Da es jetzt gar kemen Maßstab für den Werth des argentinischen Geldes giebt, so fangen sogar große Häuser an, ihre Zahlungen einzustellen. Lokslos. Qltbtv dl- Irrfahrt-« des jetzt verhafteten D e f r a u- danten Döring bringen Hirschberger Blätter folgende interessante Einzelheiten: Döring ist Sonnabend, den 26. Okt., Abends 11 Uhr, nachdem er die Defraudation begangen hatte. mit dem Nachtzug von Berlin nach Hirschberg gefahren, wo er Sonntag früh ankam. Er hat sich dann nach Hermsdorf U.A. und Petersdorf begeben, wo er unter seinem wirklichen Namen auftrat. Am Sonntag, den 27. Oktober, Nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr, besuchte den Gasthofbesitzer Greulich in PeterS- dorf sein früherer Kollege, Jäger Klamt aus Rabishau mit einem unbekannten Herrn. Klamt stellte denselben al» einen Herrn Döring vor, wußte ihm jedoch, über den- selben befragt, nur anzugeben, daß sich Döring in Warmbrunn zu ihm gesellt habe und mit ihm nach Hermsdorf gegangen sei; seinem Wesen und Erzählungen nach müßte er ein Studirender der Theologie sein. Döring war bei Greulich anfana« sehr still, zog Erkundigungen ein, wie man am besten nach Spindelmühl in Böhmen kommen könne, wo er einen Freund besuchen wolle, und ob es von da weit nach Hohen- elbe wäre. Nachdem die Drei zusammen 2 Flaschen Rothwem auf dem Billard ausgespielt hatten, wurde Döring heiterer und erkundigte sich nach etwaigen Vergnügungen im Orte, die er auch besuchte. In Blasia's Gasthof, wo Kirmeß war, trat er sehr splendide auf und hat sich von den ihn begleitenden Herren mehreren anderen als Regimentskollegen vorstellen lassen. schließlich hat er auch bei Blasig der vorgerückten Tageszeit halber übernachtet. Montag früh holte sich Döring seine bei Greulich zurückgelassene Tasche, bezahlte seine Zeche aus einem mit Goldstücken gefüllten Portemonnaie und ließ sich hierauf durch Greulich's Haushälter auf den nächsten Weg durch den sogenannten Quirl nach Abgnetendorf bringen. Von Agnetendorf hat sich Döring am Gebirge vorbei nach Schmiedeberg begeben, wo er Mon- tag und Dienstag verweilte, alte Bekannte au« der Zeit seine« Aufenthaltes in der Schmiedeberger Präparanden-Änstalt besuchte und keineswegs den Eindruck eines steckbrieflich Verfolg- ten machte. Als ihm aber in Folge einer Depesche aus Berlm der Boden zu heiß wurde, ging er Mittwoch nach Hirschbera, wo er auch noch Donnerstag verweilte. Als am Freitag die amtliche Bekanntmachung erschien, welche sein Signalement ent- hielt, verduftete er ins Gebirge, in welchem er sich meist auf der österreichischen Seite umhertrieb, doch wagte er au« Furcht vor Verhaftung nicht, in die'größeren Orte oder an die Eisen- babn-Stationen zu gehen. Am letzten Sonntag traf ein Kom- missar der Berliner Geheimpolizei, lPolizei-Lieutenant Schulz, mit einem Buchhalter der geschädigten Firma in Hirschberg ein, der den Döring persönlich kannte, um den Verbrecher zu ver- folgen. Herr Schulz fand mehrfachtzdie Spuren de« Verfolgten, verlor sie aber wieder aus den Augen, bis es ihm endlich am Mittwoch um 11 Uhr gelang, ihn auf der Strecke über die PeterSbaude zwischen Spindelmühl und Hohenelbe m Böhmen zu verhaften. Der Flüchtling hatte die Verfolgung durch einen vollständigen Wechsel serner Garderobe zu er- schweren und sich durch Anlegung einer Brille unkenntlicher zu machen versucht. Wenn es ihm auch gelungen war, fem AeußereS einer Veränderung zu unterziehen, seine charak- teristifchen Eigenheiten hatte er nicht von sich zu schütteln ver- mocht, und die sind zum Theil mit seine Verräther geworden. Zu diesen Eigenheiten gehörte namentlich die Sucht zu glänzen. Wohin er den flüchtigen Fuß setzte, ließ er das gestohlene Gold förmlich regnen, unb seine Bei folger brauchten, nachdem der Gastwirth Greulich die richtige Fährte angegeben, nur der von Döring hinterlassen en„Goldspur" zu folgen. Döring sah nicht die Gefahr, die ihm aus der auffallenden Vergeudung de« Be« sitzes erwuchs. Er lebte herrlich und in Freuden von dem Raube und ließ es sich da behaglich sein, wo e» ihm gut gefiel, ohne daran zu denken, daß für ihn, den Verfolgten, mehr al« für jeden Anderen, Zeit Geld war. Er machte sich feine Flucht in förmlich ver- blüffender Weise bequem. Er irrte nicht angsterfüllt auf versteckten Wegen burch Wald und Schlucht, sondern zog wie der erste beste Vergnügungsreisende, den nicht« weiter be- drückt, als die Last seines Goldes, auf der offenen Heerstraße einher, und wo ein Wirthshaus ihm das verlockende Schild entgegenstreckte, da folgte er ohne Besinnen der Einladung, that sich gütlich und klirrte mit den gestohlenen Goldstücken. Nicht« hatte er an sich von der Vorsicht der Spitzbuben: die einzige Vorsicht, welche er an den Tag segte, bestand darin, daß er in den Wirthschaften, in denen er Nachtquartier nahm, die den erbeuteten Reichthum bergende Ledertasche vor dem Schlafengehen dem Wirth in Verwahrung gab. Im übrigen schlenderte der Mann mit dem schwerbeladenen Ge- wissen so leicht und sorglos dahin, als wäre das Riesengebirae ein Eldorado der Sicherheit für Spitzbuben, in welchem Steck« briefe und Polizisten zu den unbekannten Größen gehören. Selbst seinen richtigen Namen gab er überall an und besuchte sogar Bekannte au« früherer Zeit. So war denn seine Er« greifung unschwer zu bewerkstelligen. Soziale Ueveelrrlik. Ml---halt-« f»lge«d- Z«f«hrlst: Auf die Er- klärung de« Vorsitzenden des Vereins der Eisengießereien und Maschinen sab r i k e n, Herrn Kühnemann, bin ich verpflichtet, alle« wahrheitsgetreu hier noch einmal zu veröffentlichen, um als Vorfitzender der öffentlichen Former-Verfammlung vom 4. November nicht in den Verdacht zu kommen, die Unwahrheit gesagt zu haben. Der Fabrikantenverein hat Rundschreiben erlassen am 16. und 19. Oktober mit der Unterschrift Fritz Kühnemann resp. Rient Bialon, welche ich selbst gesehm habe. In diesen Schreiben waren die Namen derjenigen Former enthalten, welche bei Schwartzkopff die Arbeit niedergelegt haben, mit ber Ver- warnung, dieselben nicht zu beschäftigen. Selbst an Nichtmit« gliedern sind derartige Zirkulare gesandt worden. Und Mit- g lieber de« Fabnkantenverein« haben streikenden Formern gegenüber erklart, daß es sie 1000 Mark kosten würde, wenn sie gegen die Beschlüsse de« Verein« handeln würden, und zwar bis 1. Juni laut Unterschrift. Wa« ist nun Unwahrheit an dem Bericht des„Berl. Volksblatts?" Nichts! Nur Wortver- dreherei! Selbstverständlich in den Rundschreiben stand nichts von 1000 Mark Konventionalstrafe, das war schon vorher schriftlich abgemacht. Für die Wahrheit dieses Berichtes ein- stehend zeichnet achtungsvoll Alwin Körsten, Vertrauensmann der Berliner Former. Theater. Sonnabend, den 9. November. Gperahau«. Der Ring des Nibelungen Kcha«jpieU»a«s. Wilhelm Ted. Z> rutsche» Theater. Faust'S Tod. Zelstng-Theater. Der Zaungast. Friedrich. MUHelmstädtische» Theater. Der Polengraf. Sstdeas-Theater. Schwiegermama. aUuer-Theater. Verfolgt! Vorher: Der Herr von Lohengrin. Viktoria- Theater. Stanley in Afrika. Gstend-Theater. Ein Verurtheilter. KeUeaUiance- Theater. Der Zauberlehrling. KoaigSädtische» Theater. Appelmann's Verlobung. Zentrat-Theater. Das lachende Berlin. Adolph Grnst-Theater. Flotte Weider. Gedr. Richter'» Marittck. Spezialitäten» Vorstellung. R«ich»halle«- Theater. Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Berliae? Theater. Sonnabend, den 9. November: Zum 50. Male: Demetrius. Sonntag, den 10. November: Moutjohe, der Mann»ou Eisen Montag, den 11. November: Die wilde Jagd. Cipcus Renz. Thalia Theater, 15 Walluertheat-rstrOß- 15. Täglich i Theater- und Kxezialttate»-Wrstell«ng. Reu!! Neu!! Der Trompeter an» Säckinge«. Gr. Erfolg des Jllufiomsten Sckellini, des Froschmenschen Vincento, des Volks Humoristen W i l h. F r ö b e l, der Lieder- fängerin Fräulein Anna Z _____„............... MolaS jc. Entrfe 30"f. läJSÄ. Karlstrahe. Heute, Sonnabend, de« 9. November 1889, «bends 7 Uhr: Gala-Norstellttng. Zum 1. Male: Eine großartige Kon- Knrrenl-Norstellnng, besteheno aus den vor- züglichsten Reitkünstlerinnen und Reitkünstlern, sämmtliche Reitpiecen werden doppelt ausgeführt. Die doppell hohe Schule, geritten von den Ge- schwistern Helga und Clotilde Hager. Ein Kon- karrenz-Reüen zwischen den beiden Jockey-Reite- rinnen. Zwei Parforce-Reiterinnen. Zwei Volti- peurs. Zwei Jockey- Reiter. Zwei Drahtseil- künstlerinnen. Zwei großartige Springpferde, Seritten von Frl. Oceana Renz und Fr. A. Kemp !wei Gastronompferde Emir und Bim Bafchi, arab. Schimmelhengste von Herm Franz Renz. Familie Briatore. 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Dalldorfec Chaussee) aus'" h1' U daß a® T odesanzeige. Hiermit zur besonderen Anzeige. 7. November, unsere Tochter. Clara Hidile, in ihrem 19. Lebensjahre gestorben ist. den Die Beerdigung findet am S o n n t a g' nichts n 10. d. M., Vormittag« 9 Übt, ausi i c« iw. v. uji.,« Trauerhause Bürger ftr. 26(Reimckendow aus statt. Um rege Beibeilizung � Genossen bittet die Fam lie Hidde. Theodor Hidd«. Maitz a �.Zur erster >«»� «Wung sei des R, m ein cy_i Die schönsten �Kinder-Kleider und-Manier rmr Mädchen Jeden Alterfl.| Morgenröcke, Unterröcke und Tricottaillen auch Im EinielTerkaaf sehr billig! Jnstil Äh „si.!»em kl l'ä!en'onne' NA der M'n fei ,,�c komm rag man »fZc ?ungen über »>te, Kitte lesen Kie! Im Versatz verfallene sowie Anzüge, einzelne Jaquet», Da«en-»äntel und-Kleide», vl Sttefel, Wäsche, Uhren, Bette«, «. Holzkoffer ,c. Alle« m alt und n-f sehr billig zu verkaufen bei ÜL�Vsrziöa, Kdallterp. 1� Kitte recht genau auf Uame« Dummer?u achte«. 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Druck und Verla» von Mar Kading in Berlm SW.f Beuthstraße 2, Hierzu eine 'Krankni' iHtgt/ d» 713 n Wl nZreun.l bw rü*' j nntujl ■ Leicht' s (Oi. Beilage zum Berliner Bolksblatt. �63 �«littmcnfr.licfirfjic. So«nabr«d. de« 9. Uovember 1889. 6. Jahrg. 11. Zi itzui> ische t-i Deutscher Reichstag. vom 8. November, von Bundesraths: v o o?" � ön, v o n D e ch e n d u. A. 1'/« Uhr. oettlch er, daß l» m ist- nniaS Ihr. ckcnvow zid»«. WfJbUt bfe�'Ä'�8 S?rJ 1875� etun9 ®cof jn Stolberg(bfonf.) erklärt im Namen der steht der Gesetzentwurf, des BankgefetzeS be. vom «P�sK« �polnischen Freunde zu sprühen. Nach ihrer .° die Zeit gekommen, die Neichtbank in den � Meiches überzuführen. Sie verlangten damit denn diese Frage sei bereits ■PPPHBHBH Sa«» rf.nif ä neue«, denn diese Frage sei bereits im alten •iini jt vorgesehen. Die Mehrheit seiner Freunde to!tenii.4ttlin, Verstaatlichung der Reichs dank Artz,»,,? L??Nlichen und einem finanziellen ridi stellen- bewährt, ei» n,'., aus einem Grunde. Daß da« „rr. y-. rnT wolle er zwar nicht in Ab- »• 3nftit7,?\.. habe sich mehr und wehr NZ'chn. Wen»„ Plt großen Handels« und Finanzkräfte A jedem Neln�»°ne> kenne, daß em so große» Jnstiwt 1$* Ce f'T runb Landwirth Kredit ge. !l"rnn«' oL";.0�„andererseiw eme größere Jndividua. Men der sei Kreditgewährung dringend dies mcht der Hauptgrund femer wünschen. Bedenken, V\,K Hn'|V»».Vfc r�, vv B �er finanzielle G-üchlSpunkt in Betracht. Die d«h-r s»i st« seien für das Reich außerordentlich gering, "'-Pst�� der wachsenden Budget» um so mehr du SBwft größere Erträge zu erzielen, waS am besten durch tzl»«, ,°"'chung zu erreichen fei. Zu diesem Zweck« seien H»'»«enderungen in der Organisation wie der Bestim deM»» w die Gewinnantheile tioihwendig. Die übriger «in.«ndanken, die sich historisch entwickelt haben unl �stehen-iv««worden find, müßten so, wie bisher, weite, dt« wo» cr Redner widerlegt demnächst en-z-ln« Einwürfe MM,., d den VrrstaatiichungSgedonken erhoben, und be. »Mi 2z 2»!ln die Verweisung der Vorlage an eine Kommüfion Mmm,-�igliederu zur Vorberathung. In d«r Kommisfion «.Freuckde den Antrag einbringen: die Vorlage ab« «•f'lnth», den Herrn Reichskanzler um Vorlage eine» scheine k» ersuchen, des Inhalts: die Antheil- und st.?, kündigen, die Notenbanken aufrecht zu erhalten »dz z> fi des jetzigen Z'ntral.AuSschusse« einen Beiralh wmhr�«tcrn der Industrie, des Handel« und der Land 5-wnde" . einzurichten. Allerdings gäben feine politischen .» stch nicht der Täuschung hin, daß ihr Antrag An. ".'HN i? n werde. Sie hätten es aber für ihre Pflicht ge. iO-a., w«sen Antrag zu stellen, damit man ihnen nicht nach kUl.Rtytyll L••?Pr»rz«rrrtn hr Jk � dei einer�Revifion den Vorwurf machen könne, fie stv» v' v*.i cuitC iHcmnw»« vvtv•vuvtvw«.! tv»««««/ If.lnlt'i«chts j Vorschlag auf Verstaatlichung verabsäumt.(Bravo bmz.�st' OLstng(natl.) erklärt, daß seine Partei der Vorlage WjjL* Zustimme. Seine Freunde sei-n der Anficht, daß die ?.Organisation der Reichsbank sich ganz vorzüglich be- ob«. Tie Reichsbank habe ihre Aufgabe, den Geld- f««kämmten R-iche zu rege!«, bestens gelöst und den die» tfstu nach allen Richtungen entsprochen. Zugleich «Mi«».» pt>i'iik c« verstanden, das Land vor schweren Er- Dirrft», ts® Bankwesen zu verschonen. Hierfür sage er schieden oe»?»• öffentlichen Dank. Redner erklärt sich ent- Mitui � Verftcallcchung; nur Rußland habe em solche« �chr"nnz v« schwerer Krisen, namentlich in K.iegrn, liege die ichme. t/' der Staat die Vorräche für sich in Anspruch iv ch« a�'L_!®« würde sein, daß der Schaden vom ganzen ?e Kil '»»et.">ummen ernverilaroen; pe in am »«virstzks, �««chtigten Ansprüchen entgegenzutreten. lad beftr.;./»°S'arischen� Ansprüche an die Reit»____________ ch*kflrf me Bevorzugung de« mobilen Kopital« durch die »cht Bon agranstcr Seite wnde immer da« Haupt« m-lkr 9,»!..« Kreditgewährung gelegt, während diese erst in -«"k f,,,l komme. Denn die beide» ersten Aufgaben der **; den Geldumlauf im Reich zu reg« {.'"ffiMmng zu erleichtern. Im Interesse tetbu s,i tg dringend zu wünschen, Mi ein und die I�Mdakt i 8« cmiuuciu. o"» �.....*.11» der Land« Jm.ffr.k,,'«'dft sei e« dringend zu wünschen, daß ihr der »''chtba»!'"-�'chi»u großem Umfange bewilligt werde. Die �«bio.'i» k« ihrer Autgabe nicht entsprechen, wenn fie die ImtsV9 Privatkredit« in erster Linie anstrebte.(Bei- l Reichsp.) betont, daß die Reichsbank sich im /�»k®nm c?uJ denselben Prinzipien ausbaue, wie die Preußrsche �d He>». �°s>re 1846; sie sollte analog dazu dienen. Handel .■ B:nfnli su stutzen. Der anderen Ausgäbe, der Regelung 'I 5? lj���tsuumlauss, habe fie entsprochen. Dagegen sei e« 7 N»d»,ir«i>» recht, gegenüber anderen ErwerbSgruppen jedem No» k«'»'« Beschaffung de« Betriebskapital« zu versagen. ? stdit k Abg. LaSker habe seiner Zeit anerkannt, daß der . ßtl t!- Tie w"�dwirlhschaft in einem gewissen Grade gedrückt� �e»»„k"Hdank mache schon heute Unterschiede»wischen �8er" a weniger sicheren Wechseln, indem fie jene sur einen ?5> die Prv�n atz dlSkontire, als letztere. Weshalb wolle " tü« Oha weniger sicheren Wecksel der Landwüthschaft w oegen entsprechende E> höhung de« Prozentsatzes S stallt fsl y 3" dem neuen Waarengefetz liege eine eminente »Hand�.. k �audwirthschaft. Redner wünscht, daß auch für jus ? dt« »rech. « �ileich.® der Bankkredit mehr, als bisher, erschlossen werde; rStt 3)iJ?« der ReichSbankpräfident seinem Wohlwollen in A»», jSJwJfl durch eine Verfügung Ausdruck. Die Auf- Vorredner« von den Hauptpflichten der Reichsbank ?!Ai>« sUk der historischen Entwicklung, denn die Frage � Irin», d« Ulcht minder hoch, und eine Erweiterung desse anzustreben. �'------------- Au»» � � vn.fen sein, »'wog,/ Wenn fie da« werfte in Preu de« •r—..—-—-_ elben In der Kommission werde die Frage ob die RcichSbank noch ein Kredit- . Kreditdedürfniß nicht zu befriedigen im.-....... Preußen eine Erweiterung der Zwecke der beaal.«Zw°gen sein. Im Gegensatze zu der An. t würde ur gesähr 4 Millionen in Folge der V«staatlichung ersparen. Nach uns«« Auffassung ist dies unrichtig, wir hohen die Summe auf 2t Millionen b«echnet, d« früh«ere Abgeordnete Sonncmann rechnet sogar nur U Millionen heraus. Es ist nun die Frage, in welchem Verhältniß diese Ersparr.iß wohl zu dem Risiko steht, welches bei einer Verstaatlichung das Reich übernehmen würde. Und diese« Risiko kann ein sehr große« sein, nicht nur in Kriegszeiten, sondern auch im Frieden bei Eintritt von Krisen, während welch« e« sich um den Verlust von Millionen handeln kann. Eine solche Krise kann leicht wieder eintreten und die entstehenden V«Iuste können sehr btdeuler.de werden. Nachdem ich nun, wie ich hoffe, H«ru Gamp abgefertigt habe (Heiterkeit), wende ich mich noch zu Hnrn Büfina. Ich danke ihm, wie auch den anderen Herren, für die Anerkennung, welche fie d« Leitung d« Reichsbank gezollt haben, möchte ihn aber darauf aufnrnilain machen, daß von der Möglichkeit emes Zusammenbruch« d« Preußischen Bank im Jahre 1866 nicht gesprochen wnden kann. Damit glaube ich, schließen zu können. Nähere« d« KommisfionS-Beralhung voreehaltend. (Beifall.) Abg. K««iiberae»,(dfr): He« Gamp hat uns mit seiner Rede«ne große Enttäuschung bereitet, denn, wenn« un« gleich gesagt hätte, daß« nur eine Berlängnung de« Privilegs um 5 Jahre wünscht, so halte man sich das Nachdenken über seine sonstigen Argumente sparen können. Seine gesammten Ausführungen erscheinen mir darnach als LuruS und sein Ver- fahren erinnert an den Mann, der an seinen Gastfreund in einem langen Briefe um eine vergessene Dose bittet und dann m einem kleinen Postskrivtum zufügt, die Dose habe sich soeben gefunden, man solle sich keine Mühe mit dem Suchen geben. Herr Gamp bat sich üb« die Kreditverhältnisse d«Landwirthe und kleinen Handwerker bei d« Reichsbank beschwert, ober im Statut der Reichsbank steht nicht davon, und wenn H«r Gamp einnseiis so entzückt ist von der Leitung �derselben, so kann doch seine Rede nur so v«standen werden, daß die Prinzipien, auf denen die Bank beruht, falsch angewendet wnden. E« scheint mir aber an d« Zeit, daß ein Ende gemacht werde mit den Flüchen gegen die Bank, die als ein landmörderisches Institut verschrien wird. Dem- gegenüber will ich betonen, daß die Reichsbank hervorge- gangen ist au« den Erfahrungen emes Menschenalter«: Aeußerungen von Vereinen und Svezialrsten, von Schriften und Korporationen, und eingehende Vc> Handlungen haben md« lich dahrn geführt, daß wir als Niederschlag aller dieser Unter- suchungen unser Bankgesetz besitzen. Hat man denn greifbare Fälle nachgewiesen, wo sich die Organisation der Reichsbank fehlerhaft«wiesen hat? Ich habe nicht« davon vernommen. Wo ist denn ein Grund, jetzt ein neue« Experiment vorzuneh- men? Wmn Herr Gamp gewissermaßen einen Gegensatz zwischen der alten Preußischen und der Reichsbank konstruiren will, so widerspricht die« den Thatsachen, und d« Herr Reicks- bankpräfident wird mir bezeugen, daß vielmehr zwischen beiden Banken in jeder Beziehung volle Kontinuität besteht. Wa« den Profit von 3ji Millionen lährlich betrifft, so läßt stch darüber reden, ob man ihn nicht dem Reiche zuwenden soll. Ebenso scheint mir die Herabsetzung de« Antheil« von 8 auf 6 pCt. in der Lage de« Geldmärkte« begründet. Die Aufrecht« «Haltung d« Privatnotenbanken wäre im Falle der Verstaat- lichung der Bank ein Widnspruch, denn wenn der Vortheil der Reichsbank dem Reiche zufällt, so steht man nickt ein, warum nicht der Vortheil aus der bayerischen und sächfi'chen Notenbank nicht auch dem Reiche zufallen soll. An der Kon- tingentirung möchte ich, obschon ich kein fanatischer Anhäng« derselben bin, nichts geändert wissen, denn mit ihr müssen wir auch die jetzige Einrichtung der Notenbank aufHeden. Auch hinsichtlich der Gelahr im Falle eine« Krieges kann ich die Änstcht de« Herrn Vorredn«« nicht thcilen, denn ich weiß, daß eine franzöfifche Privatbank im Kriege von unseren Truppen als solche geschont wurde, und ebenso hat die Paris« Kommune, die doch ganz ander« als unser He« in Pari« ge- haust hat, die Bank von Frankreich als Privateigenthum ge« schont. So ganz chimärisch stnd also die Einwendungen in dieser Beziehung nicht. Wenn stch viele Ausländ« mit Kapital betheiligen, so können wir da« ruhig mit ansehen, weil sie mehr als wir für Artheilscheine zahlen müssen. Ich glaube nicht, daß Grund vorliegt, eine Kommisfion einzusetzen, weil es sich um eine Prinzipienfrage, und nicht um Detai!« handelt. � Abg. Frhr. v. Franckenstein(Centr.) beantragt die Ver« Weisung der Vorlage an eine Kommission von 14 Mit- �'�Aba. Graf;n Ktolberg-Wernigerode zieht zu Gunsten diese« Antrages den seinigen, d« auf ewe Kommisfion von 28 Mitgliedern zielte, zurück. Abg. Kinger(Soz.-Dem.) erklärt stch Namen« seiner Partei gegen die Vorlage und wünscht die Uebernahme d« Reichsbank auf das Reich. Ein Institut, welches vom Reiche geleitet werde, dürfe feinen Nutzen nicht an Private abgeben, sond«n müsse die Dividende für nolhwendige Zwecke de« Reiches und im allgemeinen Interesse verwenden. Abg. HnUtzjch(dkons.): Es gereicht mir zur aufrichtigen Befriedigung, aussprechen zu können, daß ich mit dem Adqe- ordneten Bomberger in der Hauptsache übereinstimme. Von einer Minderheit meiner politischen Freunde bin ich ermächtigt, zu erklären, daß wir in dieser Frage voll und ganz auf dem Boden der Vorlage der verbündeten Regierungen stehen. Wenn erklärt w«den darf, daß unter der Herrschaft de« bisherigen Gesetzes die Entwicklung des NotenwcstnS eine durchaus erfreuliche war, und wenn von unser« Seite zuge- standen werden muß, daß die Reicksbank den ihr durch§ 12 auf«legten V«pflichtungen, den Geldumlauf im Reiche zu regeln und für die Nutzbarmachung der umlaufenden Kapitalien »u sorgen, durchaus nackgekommen ist, so liegt, nach uns«« Meinung, keine Veranlassung vor, zu einer Umänderung d« gesetzlichen Bestimmurgen zu schreiten. Ich hoffe, daß die RcichSbank die finanziellen Interessen de« Reiche« auch weiter« hin in gleich« Weise wahrnehmen wird. Verstaatlichen wir die Bank, so übernehmen wir da« Rifiko, welche« jetzt die Staaten trogen, auf das Reich. Zudem sehe ich in d« Bei- behaltung der bisherigen Organisation eine größere Garantie kür die Erhaltung der Privatbanken. Die letzteren haben, wie die Berichte der Handelskammern beweisen, sehr segensreich gewirkt, ihre Konkurrenz gegenüber der Reichsbank rst ganz unwesentlich, sie haben vor Allem die Bestimmung, die Lücken, welche auSjufullen dir größ«en Reichsbank unmöglich ist, zu berücksichtigen. Möge das Institut weiter wirken zum Segen des Vaterlandes und sein« Woblfahrt.(Beifall.) Abg. Käckel(Antisemit): Trotzdem wir glücklicher Weise seit Anfang dieses Jahrzehnt« andere Bahnen als die des Manchesterliberalismus verfolgen, wird un« eine derartige Vorlage gemacht, über deren Einbringung ich mich wundere und gegen welche sich jetzt schon Stimmen au« dem Volke vernehmen lassen, so daß die Annahme der Vor- läge auf den Ausfall d« demnächstigen Wahlen starken Einfluß ausüben würde. Wir befinden uns wied« einmal in ein« Periode des Gründerschwindels, sollen wir da die Reichsbank der Börse überliefern? Das freie Benehmen der Börsenpresse zeigt, welchen Einfluß die Börse ausübt. Wir find nur noch Sklaven der Koure finance. Muß unter solchen Umständen nicht die Sozialdewo- kratie sich ausbreiten? Da« Bankkapital ist international, auch Anlheilsfcheine der Reichsbank befinden sich in den Händen von Ausländern, und das«kläre ich für einen Schlag in da« Geficht der Nation. Den Geldumlauf soll die Reichsbank regeln, in Wahrheit regelt ihn die Börse. Wie kommt f«n« die Reicksbank als Aklien-Gesellsckast zur Steuerfreiheit, zum Banknoten- Privilegium? Auf jeden Fall muß die RcichSbank verstaatlicht werden, und zwar in der Weise, daß breitere Schichten der Bevölkerung, nament- lich die Landwüthschaft, von ihr Vortheil haben. Auch muß statt der Banknoten Reichspapingeld ausgegeben werden. Ich glaube nicht, daß diese Ideen werden dmckfleführt werden (Zustimmung), die Annahme der Vorlage wird ihren Eindruck auf die nächsten Wahlen nicht verfehlen, die Börse ist der schlimmste Feind der Sozialreform, und ihr dürfen wir un« nicht ausliefern. Die Dislusfion wird geschlossen. Nach einigen persönltcken Bemerkungen der Abgeordneten amp und Meyer(Halle) wird die Vorlage an.eine Kommission von 14 Mitgliedern überwiesen. Nächst« Sitzung: Montag 1 Uhr.(Initiativanträge, betr. den Mrlr ta rstrafprozeß und den Be- fahrgungsnachweis.) Schluß 4� Uhr. LoÄAlss. Di»«lelrtriittät hat bereits eine Fülle neu« und schöner Beleuchtungekörper geschaffen. Ein vollstardigneue-or mentales P-inzip ist zur Anwendung gekommen.-�-r r» schmcidigc Leitungsdraht läßt sich drehen und winden nach allen Richtungen hin, so daß die phantastischsten Bildungen möglich find. So treten denn schon in den Ecken und an den Spiegeln der Decken die Kränze und vollen Blumenarrange« mentS in farbiger Bronze oder in vergoldetem und bemaltem Stucco auf, deren geöffneten Blüthen das elektrische Licht ent- stiahlt. Ooer es sind solchen Kränzen bunte Glasblasen mit Licdt eingefügt, so daß der Eindruck farbiger Edelsteine hervor- gemfen wird. In glühenden Trauben hängt da« Licht her« unter, in Blumenfestons schlingt es sich an dm Wändm, in den Händen anmuthiger Bronzeknaben funkelt«s, wie ein Reif von Sternen schwebt es über jener herrlichen leberrs- großen Frauengestalt, welche nach Eberlein'S Modell in Bronze gegoffen ist. Frei und ungehindert kann man mit dem Licht schaltm und waltm. Was Wunder, daß die nawralistrschm Bildungm bevorzugt werdm. Was in solchm Beleuchtungskörpern zur Zeit geschaffen wird, ist ge« radezu großartig. Hier ein Nrmleuchter, gestattet in Form einer AnanaS, welcher oben an der Krone die Lichtdlasen wie Staub« gefäß« mit funkelndm Knoten entsteigen. Dort eine Ampel von bunter Majolika, in welcker zwffchen farbigen Metall« btättern und Schlingpflanzen märchenhaft sebön die Lichtdlüthen schimmern. Unzählige Verschiedenheiten kommen vor, eine schöner wie die andere. Jedes größere Geschäft in Belmch- tunasgegmständen hält solche reizvolle Arbeiten auf Lager. In zahlreichm öffentlichen Lokalen der Stadt sind viele bereits zur Verwendung gekommm. Der Eindruck ist so bezaubernd, daß sich mit Recht davon redm läßt, daß die Wunderpracht, welche die Märchen von„Tausend und Eine Nacht" schildern, wieder erstanden ist. In diesm prächtigen Arbeiten liegt auch ein Fingerzeig für das Kunstgewerbe: neue omamentale Gebilde werden nicht geboren durch das ewige Nachbetm der ornamen« talen Formen hinter uns liegender Stilperiodm, sondern durch neue Techniken und neue Bedürfnisse. Di- in« z-b-n gerufen- Ktraßenpost soll nach der halbamtlichm, auch von uns gebrachten Mrltheilung darüber, Beschlmnigungen im städtischen Briefverkehr bis zu einer Stunde ermöglichm. Wenn das auch richtig sein mag, so wird doch der Werth der neuen Einrichtung erheblich geschmälert, wmn ihre Wirkungen nur im Allg'meinm und nicht für dm einzelnen Fall bekannt find. VergebmS sucht man, schreibt die „Voss. Ztg.", auf dem bei jedem Postamt ausgehängten„Post. bericht" die Abgangs« und Schlußzeiten der neuen Post. Schon früher war es z. B. äußerst schwierig, ja unmöglich, festzustellen, ob ein in den Abendstunden, etwa 5—6 Uhr, aufgegebener Brief noch an demselbm Abend bestellt würde oder nicht. Selbst die Schalterbeamten wußlm darüber keine oder nur unsichere Aus- kunft zu geben. Und doch ist es in einzelnm Fällm äußerst wichtig, zu wiffm, ob eine Mittheilung an demselben Abend noch b-stellt wird oder nicht. Unter de« viele« unterirdischen Anlage» in dm Straßen der Siadt unterscheidm sich die neum elektrischen Leitungen für Stromübertragung dadurch von früheren An« lagen, daß sie unterhalb der Bürgerfteigs niedergelegt werdm dürfen was man bei den Hauptleitungen der Gas- und Wafferanlagen nicht gestattet hat. Für den Verkehr ist diese Neuerung sehr bedeutungsvoll, wie man dies gegen« wärtig in der Wilhclmttraße beobachten kann, wo die elektrische Leitung geleqt wird. Hier ist an manchm Stellm, lo nament« lich vor demGrundstück Nr. 72 derBürpersteig vor der dort defind« lichen Rampe so schmal, daß er nur einer Person Raum gewährt und der Untergrund dieses fchmalm Raumes ist nun schon seit mehreren Tagm aufgerissen, wodurch der Verkehr sehr empfindlich ge« stört wird. Die Sache wird aber dadurch besonders bedmklich, daß diese Siömngm für später bei dm ganz unvermeidlichen Revisionen der Leitung an dieser Stelle noch recht oft w Aas» ficht stehen. Auch zwischm der Leipziger- und Zimmerstraße, wo das Trottoir recht schmal ist, hat man die Leitung unter demselben angebracht. Erfrmlich find die AuSsichtm, welche di-se Anlagen dort erwecken, für die Bewohner der Gegend nicht. Ueberhaupt wird sckon jetzt daS häufige Aulreißm des Pflasters wegm der nölhigm Revisionen an den damnler liegmdm Rohr- leitungen zu einer Kalamilät für den Verkehr und in den Kreism der Architekten wird bereits die Frage in Erwägung gezogen, ob sich nrcht wenigstens für die Hauptverkehrsstraßen die Unter- bringung aller dieser Leitungen in einem besonderen Kanäle empfehlen möchte. ES würde auf diese Weile die Anbringung beliebig zahlreicher Leitunam und deren Revision zu zeder Zeit möglich sein, ohne daß der Verkehr dadurch beeinträchtigt wird. U-ber die erste deutsche, l« wöchentlich«« Fristen erscheinend« Zeitung drinai das„Postarch." einige interessante Maiherlungeit. Bis vor nicht langer Zeit galt auf Grund der archivalffchen Forschungen daS vom Buchdmcker Emmel im Jahre 1615 begründete„Frankfurter Journal" als die erste deutsche, m wöchmtlichen Fristen erscheinende Zeitung. In der Universitätsbibliothek zu Heidelberg befindet sich oder ein fast vollständig erbaltener Jahrgang einer gedmcktm Zeitung aus dem Jabre 1609. Der Titel derselben tautet wörtlich: „Relation Aller Farnemmen vnd gedmkwürdigm Histo- rren, so sich hin vnnd wider in hock vnd Nieder Tmtsch- land, auch in Frankreich, Jtalim, Schottland und Engel« land, Hisspanim, Hungern, Polen, Siebmbürgen, Wallachiy. Moldaw, Türckcy jc. Inn diesem 1609 Jahre verlauffm und zutragen möchtm. Alles auf das trewlichft wieich solche bekommen vnd zu wegm bringen mag, in Truck verfertigen will." Ein Dmckort ist nicht angegeben. Der in Schweinsleder gebundene Jahrgang enthält 52 Wocken-Nummem und 115 Oua'tblälter, jene Nummer durckscknitilich zwei Blätter. Der„Kpuk- Knabe" Karl Wolter hat die ihm für den„Resauer Spuk' zudiktirte Strafe verbüßt und bleibt— �Zauberkünstler". Die Spiritisten könnm sich indeß noch immer nicht bemhigen und in d,m jüngsten Heft der„Psychi- scheu Studien" spricht ein Herr Goos über„diabolische Zutälle", welche das unerklärliche Herumfliegm von Gegenständm(Brat- pfannen?) ve-anlassen. U-b-r dt« al» Dopprlselbstmord oder Mord geschilderte Tragödie in der Wulgasterftraße erfahrm w,r folgmde Nachrichtm, die dm Sachverhalt allem Anschein als eine unab- sichtliche Kohlm-Oxydgas-Vergiftung darstellen. Der Sachverhalt ist folgender: In dem Hause Wolgasterstr. 10 hatten die Schlosser Hartmann'schen Eheleute in der 2. Etage eine Wohnung mnt, welche aus Stube, Kammer und einer kleinen Küche besteht. Das eine Zimmer wird von einem Schlaf- burschm bewohnt, währmd die H.'fchm Eheleute in der Küche fchliefm. Mittwoch früh gegm*6 Uhr erwachte der sonst von Herrn H-rtmann geweckte Schlafbursche und rn der Annahme, daß H. die Zeit verschlafen, rief er dresem durch die Thür zu, daß es schon spät wäre, und sich ankletdend, mlfernte sich bald darauf der Mitbewohner. Frau H., welche feit mehreren Jahrm leidend ist, wird in ihrer Wuthsckaft durch die in demselbm Hause wohnende Frau Rohike unter« stützt, und ist Frau R. ,m Befitze eines Stubmschlussel« zu der H.'Ichen Wohnung.— Um'/«� Uhr öffnete Frau R. dieselbe, um dre Zimmer zu reinigen. Beim Betretm der Küche ledoch bot sich rhr ern grauenhafter Anblick dar. Vor dem Bette kniete Frau S. mit dem Kopfe auf die Bettkante gestützt, leise stöhnmd und anscheinend bewußtlos, während der Mann regungslos im Bette lag. Sofort eilte dre Aufwärterin zu ewer Nachbann, FrautzBauer. um durch dieselbe ärztliche Hilfe herbei holen zu lassen� xDer sofort erschimme Arzt, Herr Dr. Worms, konnte bei dem Manne keine Hilfe mehr bringen, da H. bereits seit einigen Stundm todt war, doch konnte der Arzt auch kerne Todesursache feststellen. Frau H., welche bald wieder in» Leben zurückgebracht wurde, erzählte, daß, nachdem sie der Schlafbursche gerufen, sie aufgewacht sei und ihren 64 jährigen Mann wecken wollte. Am Bette sei sie aber, von Unwohlsein erfaßt, zusammengesunken und habe je« doch bis jetzt bald schlafend, bald rufend in dieser Stellung zugebracht.— Da im Ofen, bei welchem die Klappm ge- schlossm, am Abend vorher Feuer gewesen ist, so ist die An- nähme, daß hier KohlenoxydgaSvergiftung vorliegt, zumlich gerechtfertigt, um so mehr, als ein in der Küche im Bauer befindlicher Kanarienvogel gleichfalls todt aufgefunden wurde. Von dm Nachbaren werden die H. als anständige Leute ge- ' einander lebten. Die Leiche des schildert, die ganz leidlich mit H. befindet sich�noch in der Wohnung.� Frau H. ist von der �-llt. muthmaßlichen Vergiftung wieder hergestel Gin netter Kr« der. Vor einiger Zeit meldete sich bei dem B.'schen Ehepaar ern Mann, der sich als Bruder der Frau B. zu erkmnm gab. Siebm Jahre hatte die Schwester nichts von ihm gehört, sitzt tauchte der längst verschollm Geglaubte wieder auf und die Freude hierüber sowie die bedrängte Lage des Mannes veranlaßtm Schwester und Schwager in wärmster Weise sich seiner anzunehmm. Monate hindurch wohnte er bei ihnen ohne jegliche Entschädigung und in der That gelanges ihm mit Hilfe seiner Angehörigen wieder festen Bodm zu gewinnen, so daß er daran dmkm konnte, sich zu verhefiathm und selbst ein Heim zu gründen. Am Sonnabend war er von der Schwester fort und in die eigene Wohnung gezogen. Die Schlüsse', welche er zur B.'ichm Behausung bei sich führte, hatte er noch nicht abgegebm unter dem Vorgeben, daß er noch einige Kleinigkeiten dort habe. Wer beschreibt nun aber die Bestürzung der B.'schen Eheleute, als sie am Montag ftüh die Entdeckung machten, daß ein ver- horgenes Fach, in welche sie ihr Geld aufbewahrt, erbrochen und ihre aanzm, sauer erworbenm Ersparnisse daraus entwendet worden waren. Der Verdacht lenkte sich sogleich auf den Bruder, welchem es bekannt war, daß B.'S am Sonntag auszugehen und die Wohnung allein zu lassen pflegtm. Sie erstattetm der Kriminalpolizei Anzeige und diese überrasche am vorgestrigen Tage dm Mann in der Wohnung seiner Braut. Auch diese ward als Hehlerin festgenommm, da er aussagte, seine Braut habe mit dem Geld für ihre nme Wirthschast mehrere Anschaffungm gemacht. Unter diesm Umftändm fand sich denn auch von dem geraubten Geld so gut wie nichts mehr vor und B.'S sind um einigt hundert Mark ärmer, aber um eine Erfahrung reicher. Kelbstmordneesnch km Arbettshaufe. Gestern Vor« mittag gegen 8 Uhr stünte sich, der„Berl. Pr." zufolge, aus dem zweitm Slock des Weiberflügels eineKorrigmdin auf dm Hof hinab und zog sich derartige innere Verletzungen zu, daß sie sofort nach dmr Lazareth geschafft werden mußte. Der so« fort hinzugerufene Aristaltsant konstalirte eine sckwere Er- sckllttening des Rückgrates. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Als Motw zu dieser unseligen That gab das Mädchen Furcht vor Arreststrafe an, die rhr wegm eines mit anderen Dimen auf dem Scklofsaal begangmen grobm Unfugs zudiktirt war. Ine M-tterlage wird der„Voss. Ztg." aus Karlsruhe, 6. Nvvemter, geichr ebm: Nachdem das Barometer in den letztm Wockm häufig unter dm mittlerm Stand gesunken war, hat seit Montag eine stelige Zunahme des Luftdrucks staltge- fundm; zumal heute, Mittwoch, am 6., stieg das Barometer bei leichtem, aber anhaltendem Regn, erheblich. Es ist schon der Stand von 10-nm über normal erreicht, wie ein solcher seit Monaten nicht statthatte. Nach Auebildung hohen Luft- druckt pflegt die Bewölkung abzunehmen und im Sommer heiteres, ganz trockenes, im Herbst theils nebliges, meist trockenes Wetter während mehrerer Tage zu folgen. Da als« dann die wärmmden Westwinde verschwinden und zugleick bei leichter oder fehlmder Wolkendecke dre Auestrahlung zu wirkm beginnt» steht Wä'.meoerlust und eine Reihe kälterer Tage, wahrscheinlich Frostwetter bevor. Eine interessante Jagd nach einem Kanarienvogel wurde am Donnerstag Millag in der DreS Senerstraße abgehalten. Aus einem Fenster war das Thier herausgeflogen und hatte sich auf ein Gesims de« Hauses niedergesetzt. Es währte nicht lange, so sammeltm sich m seiner Nähe eine ganze Schaar von Spatzen, die mit lautem Geschrei immer näher anden Kanarien- voael heranrückten und schließlich mit ihrm Schnäbeln so heftig auf dm gelbgefiederten Eindnngling einHieben, daß dieser ängst« lich auf- und davonflatterte, aber auf das Pflaster kraftlos her« niedersank, wo er von dem herbeigeeilten Eigmthümer in Empfang gmommm wurde. DaS Thier war aber von dm Spatzen so arg zerzaust, daß es zweifelhaft schien, ob er mit dem Lebm davon kommen wird; die geldm Federn flogm nur so unter dm Schnäbeln der wüthenden Spatzm. Die Kaiserbrauerri Charlotten bürg ersucht uns um Aufnahme des Folgenden: Wir erklärm uns hiermit bereit, der in unserem Hause in Charlottenburg, Sophie Charlottenstraße 94, befindlichen klemm Saal zu Äersammlungm jeder Art herzugebm. Kaiserbrauerei Charlottenburg. Dolizei-Kericht. Am 7. d. M. MorgmS wurde ein Droschtmtutscher auf dem Grundstück Pappel-Allee 29 am Thllrpfostm eines WagmschuppenS und Nachmittag ein HauS« dimer im Keller eines Hause« m der Linienstraße erhängt vor« gefunden.— Gegen Abend sprang ein Mädchen bei der Rousseau. Insel ins W sser wurde jedoch noch lebend heraus« gezogm und nach der Charitee gebracht. A»w»a»ng dir Keriilkrrung d»r Ktadt K»rlt». In der Woche vom 13 Otlobci bis 19. Okloder 1888 landen 659 Eheichliezunoen statt. Lebendge- boren wurden 801 Kinder, darunter 74 außerehelich, todtgeoorcn waren 29 mit 9 außerehelichen. Die Lebendgeborenen sind 27,7, die Todtgeborencn l.l> vro Mille der Beoöiterung, die außerehelich Geborenen stnd bei den Lcdendgeborcnen 9.2, bei den Todtgeborenen St.»»St. Die Zahl der gcnreldctcn Sterbsallc betrug 555. die sich aus die Wochentage wlc folgt vertheilen: Sonntag 67, Montag 78. Dienstag 78, Mittwoch 85, Donnerstag 78. ßieitag 95, Sonnabend 90. Von den Gestorbenen erlagen an Masern I. Scharlach 6, Stose 0, Diphtherie 28, Brllune 2, Keuchhusten 6, Kinddelllieber 8, Zoohui 2, cptdem. Genickstarre 0, Ruhr 0, Sophilti 2,«lterSschwilche 17, Gehirnschlag 18, Lungenentzündung 31. Lungenschwindsucht 77, Diarrhoe 17, Brechdurchsall 12, Magendarmiatarrh 9. Durch Vergiftung kam 1 Person um und zwar durch Eeldstmord. GineS gewaltsamen Tode» starben 16 Personen, und zwar durch Verbrennung und Verbrühung 2, Ertrinken 4 Erhangen 8,«rfticken 1. Uebei fahren 8. Sturz oder Schlag 8. Hierunter ftnd 6 Todedfalle durch Selbstmord hrrbeigesührt Demkliter nach find dteGestorbenen unter 1—«Jahre all 165(29,8p6t. der Gesammtfterblichkeit). 1-5 Jahre 75. 5-15 Jahre 24, 15-20 Jahre 18. 20-80 Jahre 80. 80-40 Jahre 58. 40- 60 Jahre 85. 60-80 Jahre 84, über 80 Jahre 16 Personen. In hiesigen Krankenhitulern starben 182. ein- schließlich 10 Auswärtige, welche zur Behandlung hierher gebracht waren. Aus die Standegämler vertheilen sich die Todesstille soigendermaßm: verlin- Kölln- Doroiheenstadl<1.) 10, Kriedrichstadt(II.) 18, Friedrich, und Schöne- beiger Vorstadt 41, Stralaucr viertel, westlich 82, Etralauer Viertel, östlich(Tlld) 41, Königstadl{Tin.) 84 Spandauer viertel (IX) 29, iliosenthaler Vorstadt, südlich(!».) 4«. isiosenlbaler Vorstadt, nördlich (Xb.) 89, Oranienburger Vorstadl(XI.) 60, Friedrich-Wllheimstadt und Moabit (XIU.) 87. Die Eterbesölle stnd 19.2 pro Mille der sort- (XU.) 88. Sedding iefchrtebenen Vevölierungizahl<1 507 659). Die SterdlichkeilSzisser in solgmden Städten des Deutschen Reiches mit mehr als hunderttausend Einwohnern be- trug in Sachen 22.2. Altona 14,2, Barmen 10,6. Bremen 14,8, Breslau 20,9, Ehemnig 28,8, Dan, ig 24,0, Dresden 20,7, Düsseldorf 19,8, Elberfeld 184, Franksurt a. 4)1. 15,2. Hamburg mit Vororten 21,9. Hannover 18,5, Köln 19,8, Königsberg 24,9, Krefeld 18,4, Leipzig 18,4, Magdeburg 18,7, München 24,1, Nürnberg 22,8, Eteirtn 28,2. Straßburg i. T. 14.2, Stuttgart 16,6, auf Tausend In anderen Großsiödten Europa» mit mehr al« dreihunderttausend Einwohnern betrug die EterbtichkeitSzisier in Amsterdam 20.4. Budapest(Vorwoche) 22,7, Dublin 265, Liverpool 21,5, London 16,9, Pari» 19,9, Petersburg(Vorwoche) 18,2, Warschau(Vorwoche) 87,2, Wien(Vorwoche) 19,2 aus Tausend. Ei wur- den 8115 Zugezogene, 8820 Weggezogene gemeldet, so daß sich die Bevölkerung mit Etnrechnung der nachttägltch gemeldeten Geborenen und de» Zuschlage». der den Weggezogenen ersahrungSurößig zugerechnet werden muß. um 4797 ver- mehrt hat. die Einivohncrzahl betrögt sonach am Schlüsse der BertchlSwoche 1512456. In der Woche vom 20. Oktober MS 26. Oktober kamen zur Meldung Jnsektioni-EikrankungSfölle an Tvphu» 16. Pocken 0, Masern 20, Scharlach 87. Diphtherie III. Kinddettfteber 2 Gsriihks-jlKttwrK ?«r Warnung für Urkvak-D-tektiv-Insttt� denn Angestellte möge eine Verhandlung dlenen, welche? vor der ersten Strafkammer des Landgerichts I stattfand. der Anklagebank befand sich der Agent 8"�� Laschinsky, welcher seit etwa Jahresfrist in denk N de« ehemaligen Kriminalkommissars Weien als Pnoald' angestellt ist. Er war beschuldigt, sich in dieser mehreren Fällen als Kriminalbeamter aufgespielt nno U durch eines Vergehen« gegen die öffentliche Ordnung id gemacht zu haben. Im Mai d. I. brannte der bei einem 5" HlmdlungShaufe angestellle KommiS Max Schreck m>I' tumme von über 2000 M. durch. Der Geschädigte ward« ncrfs nn hrtd llllv® zwecks Eimiltelung de« S. an das Weien'sche Bureau und Vorsteher beauftragte den Angeklagten mit den Recherche dem Flüchtigen. Laschinsky erfuhr, daß Schreck nack d« untreuung in einer in der S'ydelstraße beiegenen Rem»l'° mit Damenbedienung und außerdem mit einer in deräP' straße wohnenden Schauspielerin verkehrt hatte. Er be(»« zunächst nach dem erwähnten Lokal, wo er 1™. Kellnerin gegenüber als Kriminal- Beamter � mit großer Schärfe auftrat und sich nach de« bleib de« Schreck erkundigte. Die Kellnerin von dem Gesuchten Geschenke erhalten zu haben,> ober von dessen Verbleib nicht« wissen»- Laschintky n"' alle möglichen Mittel, um etwas von dev Kellnerin bekommen, er drohte und wurde liebenswürdig, ja," b sogar so weit, plötzliche Liebe zu heucheln und ihr einen anttag zu machen. Auf die Aufforderung der KelliU� möge sich doch als Kiiminalbeamter legitimiren. Laschinsky, das dürfe er nicht thun, wenn er seine Med«% rigl hätte, so wäre er auch genöthigt, sie sofort zu wich den Tag über nicht aus dem Lokal und bepln� will. Di M muß tott h-, Beamten Gen n<»t und Gtsängn, « Selä �■trotte ?>r-ngste me auf e> , � g-r 'UgS zu S nach ihrer Kellnerin mit unsittlich� selbe noch Schluß des Geschäft« Unterwegs belästigte er die trägen, wobei er wiederholt versicherte, daß cS« j Hand liege, sie wegen Hehlerei zu verhaften oder nW* K llnerin wies ihn indessen energisch zurück. Am civuiiciiu wie» iyu cuciyuu) fliuua. 31 m Tage stellte Laschmsky sich in ihrer Wohnung ein, ließ von Schreck gemachten Geschenke vorlegen, gab sich«»'■„ für einen Kriminalbeamten aus und"wiederholte seify VISIVS» UV.»»•IMSUlVVUUSSVSI UUU UllV svivuc.tijuuv I l| sauberen Zumuthungen unter der Androhung, daß er strt, Kontrole veranlasse« v �ohnai'jd Hen, de «rbeit ri .., Nie «»imtftt umdheitz, bwiht. d. den in d> »"ter, �ch'ung � Im 1880-; 18j i 3 auch nur entfernt die zerstötende Kraft derselben zu ahiff.'ql Kiste einfach in eine Ecke seiner B Häufung gestellt. La' war darüber vergangen, als der Lehrer des Orte« be� daß die Schulkinder mit Vorliebe mit einigen blanke«'s spielten, welche die Form von Nadelbüchsen hatten und näher zusoh, bemerkte er mit Entsetzen, daß nach der schrist auf diesen Hülsen zweifellos Dynamit- Patronen Hände der Kinder gelangt waren. Die Kunde davon bald den ganzen Ort in Aufregung und diese sich noch bedeutend, als bekannt wurde, daß ej seltsame Spielzeug au« einer ganzen Kiste, die in dem ry de« Angeklagten sich befand, stammte. Welches Unheil � ongerichtet werden konnte, das war der Gegenstand Unterhaltung im Dorfkruge, wie auch in den N-Ä !? und( L.wi>ßer fteitec I wcmjci ui»» ujcwiifttjcu vjjLpmniuueu im«ccw*. w fchäfligt hat. mit der Untersuchung der blanken dieser gab sein Gutachten dahin ab, daß e« sich«m � ur baumwolle handle. Die OrtSobrigkeit onntc sich von der s y lichen Kiste nur durch denBeschluß befreien, dielelbe zum 11"".� in den Wellen zu verui thetten, und in der Thal wurde d» Kiste auch feierlich in die Fluthen versenkt. Damit""s1„!» dem gegen den Angeklagten eingeleiteten Strasoerfah'�/ Hauptbeweismittel von der Tagesordnung vertchwunbr� i» die Anktagebehörde mußte, um die erste Grundlage' f Anklage zu gewinnen, von dem Gerickischei«"' B isch o ff in Berlin ein sachverständiges Gulachirn holen. Der Sachverständige gab nun auf Grund u) Studium« der Akten am Donnerstag in Gubens» Gutachten dahin ab, daß es sich nicht um baumwolle, sondern thatsäcklich um Dynamit 0" st? habe, doch hatte Herr Dr. B i f ch o s f einen stand entdeckt, welcher schließlich den Angeklagt zZ Gefängniß bewahrte. Es ist nämlich festgestellt die Kiste an ihrem AusbewahrungSone in der Sche«« � y der Einwirkung de« Hochwasser« wiederholt längere g ""»V< fcsi""0 2ttt von «rund p »it am\ »erden. � gen l S1 Nomi ?ab°ko,i mt feir ??nz-nb Arbe ml? dt, «'cht lan N'd nie ?">voru� >den. .ffn-erfta, !>? �'e! |jÄ IF) 'ffngei L-« N'ch, � Ter Ii 11». gen lo z? E- «ttwa i »n lin, i. Wasser gestanden hatte. Daraufhin konnte Dr. B>sck>on achten, daß schon zu der Zeit, als der Angeklagte die gefunden, die Dynamitpatronen ihre Explosivkraft bne f soren hatten. Daraufhin erfolgte die Freisprechung� Angeklagten. Wie die mysteriöse Kiste übrigen« in die gekommen, darüber fehlt jeder sichere Anhalt. Ktne äußerst harmlose A-ußeruug sübrte�den�. � Z. Blaser wegen Beamienbeleidigung vor die 2. Am 22. August fand auf dem.o$4 de« Landgericht« II. wuyuu lanu u»,»-— n w. friedhof in FnedrichSfelde die Beerdigung des Genost �«« Schulz ftotl._ Bei dieser Gelegenheit wurden 3 giNv c L" Zer . jßa 53� «hieft \ G S? K fcchuij statt. Bei dieser iselegenheit wurden o P"''' AM-. Filsch, hastet, weil sie Kränze niedergelegt hatten, und nach 0'" Jett? 5mtoc hosSbureau behuf« Feststellung ihrer Perfonalien von oe g«achv. A«* K M AM SDäMM»«-««mK CÄ«f X-.1a X» /xitztifM-« fSlt-rOn.«4' lf fi» Gendarmen Renner und Hildebrandt geführt. Hierbei Angeschuldigte gelacht und den Bevmien die Wocte ja der Staat wieder emmal gerettet!" höhnisch haben. So behaupteten wenigsten« die Zeugen Re« 5 Hildebrandt, während der Angeklagte dies destnli Aeußerung, in �er er überhaupt krine Beleidigunk hpr könne, nur zu Bekannten, die ,hn umstanden, �np, ff»?? ("bva m"°g 1»'' ng nMt«tt welches tal!fand> knednt h denkDr Pnvaid-I ElgeM« nnd ,imz W* einem?" ; et Mit< te waiiP IU unö•' 'echeilb� und) P«1 ReS«»� bei»"",1 Er H«1 er P®. ter a« dem � n glit aben,]• iff9»"? in M ja-«j nen Kellner?/, n ttW Meda--j zu M'rl «Sx ittlKpe», 5 in I r ittif betr. Redewendung stehe oft in den Zniungen, dem- '""»'en stch schon vjele Polizei- und RegierungS-Präst- ' S/SNl die die Aeuherung gerichtet worden, beleidigt ae- m.' baben. Der Staatsanwalt hielt eine Verhöhnung der �eamten. �sur vorliegend und beantragte 30 M. Geldstrafe. rJ. Gerichtshof kam nach kurzer Begattung zu derselben An- nmnnd veruriheil-e Blas-r zu 10 M. Geldstrafe event. 1 Tag '»eiangnch. Reoinon wird eingelegt werden. m t selastigungen von Frauen seitens übermüthiger junger Kt- ti jertens der Schöffenabtherlungen auf das di.- begegnet. So wurde em gewisser K a y s e r, der !e i i ch ni«-«: -«f er Wj, lHp\ «% k'M a Soziale Melrevfirsrk. Tabakarbeiter« zur Nachricht, daß über die i„/?°t iche Zigarrcnfabrik die Sperre verhängt ist. Wir er- »!??.' ben Zu.ug fern zu halten. Alle Arbeiter haben die �."�dergelegt. Die Lohnkommisfion. Zri.!� Sterblich Kett der arbeitenden Klasse ist größer, als sj™«- der Besitzenden. So meldete der kürzlich vom Ge- z�.�usrathe des b r e m i s ch e n Staats herausgegebene Jahres- W; i0® bie»SterblichkeitSziffer am höchsten war unter a m den Vororten der Hauptstadt lebenden zahlreichen Ar- �H ung""st �e soziale Lage macht sich auch nach dieser 1!��?-. �rgierungsdezirli Kassel starben im Zeitraum ,�1885 von 1000 ehelichen Kmdern im Alter bis zu Siooe k 164'5' dagen von 1000 unehelichen 256. Das in, a». Bastarde ist ein betrübendes, sie sind von Anfang an * P°r>as der Gesellschaft. _____„_______. er der geeignetste bj�"° die m iste Aussicht auf Erlangung der Forderungen ' Gerade j-tzt vor Weihnachten werde viel Waare ver- Redner belichtet darauf über die Ergebnisse der TjjgS Nerlc»»n»nlu»rgen. hZb»,?���bakarbetterbrWegung in Kerlin schlägt immer Nr»«. oV�en. Während in der letzten Vrrsammlvng, die den siillt-n dntarif guthieß, kaum 1000 Personen anwesend waren, Dienstag weit über 2000 den geräumigen Saal des i�gariers. Ziemlich stark waren auch die Arbeiterinnen die w.?'-. Tagesordnung war allerdings eine derartige, zu(�""ften Kreike unter den Arbeitern in der Tabakbranche "I«! den fc?01; Zunächst halte die Lohnkommission Bericht über ''rt Nisse i!9? der Bewegung zu geben, dann sollten die Verhält- koinmen Loeser u. Wolff'schen Fabrik in Elbing zur Sprache Ntiim i �acb Wahl der Herren Gumpel, Drescher und Herr- �unk, Bureau referrrte zunächst Letzterer über den ersten Nrisssn,, Tagesordnung, indem er betonte, daß dieLohnkom- fttßtj"on ihrem ursp ünglichen Plane, erst im kommenden We?.'n eme Bewegung einzutreten, abgekommen sei. Man sei iiJk. jetzigen Zeitpunkt gewählt, weil biete ra"".....' . st--" gehabten Delegirtenkonferenz, indem er diejenigen Ge- iheil« ekannt giebt, von denen bis jetzt theils eine ablehnende, 'P Ndustimmende Antwort bei der LohnkoMmrssion eingelaufen br..r�dner'pnckt des weiteren fein Bedauern aus, daß sich �chei? e" Geschäften, wie Marlunzen, Pohnert u. s. w., die öessn» �dst noch nicht einig wären; doch hege er(Redner) die �eft nach der heutigm imposanten Versammlung derletzte �nind �"«stlichkcit weichen werde, zu der durchaus kein mit nm"il- wäre, da die deutschen Arbeiter wohl ihre werden Ä��sten gestellten Brüder nicht im Stiche lassen kura,„'r. �.Hostnung. die der Referent in seinen Aussüh- n» Na». � Eiligkeit aussprach, betrog sich nicht; denn Sabakmi!V'cet Kollegen erklärten einige Redner, daß die bg m-Tt"et. und Arbeiterinnen sowohl bei Martienzen, als sfabi C�Jrtzt ein Herz und eine Seele wären. Herr Mothes (l<»u Lk Meinung dahin Worte, daß der jetzige Streik ein die Bild gebe als der von 1878; heut seien es auch Seaev �"'"unen, die mitkämpfen. Zunächst müsse man sich nich, in« Fabriken wenden. Seien diese besiegt was Waes>. �"auern könne, dann werde man gegen die kleinen rmz �"'..(Lebhafter Beikall) Nach längerer Debatte, wäh- ®roDor r''uzelne Briefe von Fabrikanten theils unter tvUrd-n/ sh'i>S unter sarkastischen Bemerkungen, verlesen ein«.!?' �klärte sich die Versammlung mit der Lohnkommilsion liit di. �? und verpflichtete sich, mit allen gesetzlichen Mitteln die vW i» �gen laut Lohntarif einzutreten. Diejenigen, schich v; Kampf eine Besserung erlangen, wollen den Ueber- ßfllen n Streikkasse-uflußen lassen. Hierauf kam der Boykott »er Wolfs zur Verhandlung. Letzteren suchte an ttditf- on umfasser dem Material der Zigarrenarbeiter Otto de«* mit Rücksichtnahme auf die von Herrn Loeser diesem Behuf ver- Arbeiter erlassene Mit großem Gelächter wurden Anordnungen welche zum Beispiel das Essen von Obst, . t»? u' s* w- den Fabrikräumen untersagen, welche die tdstß- �"uen anhalten, während der Arbeit kurze Röcke und »e Hauben zu liaaen. welche die Benutzung des Abortes n und Tanz- , eni >esp«� (n& ttmi, itaatt®? an°� of e-S ende,< erklind� te ni®.si tllle d< zeben, i ob d» de d- onm e nm: aß sew SÄ > f 1( Ol i V-,«i den v" Uiit Rücksichtnahme auf die vo �»it! Üsst..Ölungen erlassene Erklärung. Zu die mibrikr»». uon Loeser u. Wolff für ihre Ai n u', K r"'V Wj in »erS'Ä llni-Ä e d" 5 or o'y .h'-nA ick« Ä rd lbH n v zik" � ISÄS» T- »hiie �ubcn zu liagen, welche die Benutzung».v JXiMjx, zuoewiesene Marke verbieten, welche männlichen Weil„ Arbeitern unter 16 Jahren dos Betreten von T ,. -in und die älteren Arbeiter verpflichtet, sobald sie r�iflen i!11- bemerken, dies anzuzeigen. Dies, sowie Bestim- liib,' mer zu spät kommt, wer Tabak auf der Erde sdnil� männliche Angehörige vor der Fabrik auf sich a?®lari t r b-r Strafe verfallt, daß diese Strafen bis zu "i-üsli.n"ftgesitzt werden können, rief eine unbeschreibliche W" 3 h'roor, ebenso wie die Mittheilung, daß„Ripperin- rt- ein-�i»? M. Wochenlohn erhalten. Demgegenüber sielen * 3•»ut8Ätfn Wohlfahrtseinrichtungen nickt ins Gewicht. Uten ,,.b-lchlossen, den Boykott gegen die Firma auftechtzu- mrma ,.."b auch die Händler und Restaurateure gegen die �.beeinflussen. Mon. drucker«nd Lithographen Kerlin« dielten »>>r drucker nnd l.st-< .ei� fil UNS, .*4 Z-Ä s<" V Ä' $4 ,"fi in, Sx 4. November, eme große oneniuiye-ver,amm- B«r,x�ch«eizer-Garten mit folgender Tagesordnung ab: } stSab! xbet Lohnkommission. Referent Kollege Liebig. m�er>ck. Delcgirten zum Kongreß. 3. D'atenfrage. ?-rlavL,«ub« d,e am 22. Oktober er. stattgehabte öffentliche «" Dtffuir" 8 der Lithographen. Referent Kollege Schädlich. � den und Velsch?edenes.-Nach Wahl eines Bureaus, Dansch, Sienier und Simonsohn bestehend, zur n> v.i-rr on t... a..x.___. ttnihne-rrmfi. UN d .N � Saurig, Mitglied des Lithographen- Fachoereins, -«Mkl l�rdnung dos Wort. Derselbe stellte den Antrag: die lbi.b" Tagesordnung vor Punkt 1 zu setzen, 5°phen-.�-'-nden Mitglieder des.Fachvereins der Litho- bevo?-b«r Stellung zu Punkt 1, 2 und 3 sie de« Punkt 4 und 5 erledigt wäre,.widrigen- Ä�schner und"erlassen würden." Nachdem die Kollegen fiefotnrf� Schulz unter großem Beifall gegen den ttg�°-reinz de� n.�ud Herr Tischendölffer, Vorfitzender des ubn�?s-"ftte An» straphen, noch einmal für denselben em- bnt uvd r'ssuiung über den Antrag; derselbe wurde anoennü!'1 dm Beibehaltung der festgesetzten TageS- Liii.» �schendö,n?U'-v- In diesem Augenblick erhoben sich Äi».. �'.MenSn,«. I• oiefem urugenolicr eryoorn ,>», �.J- Ö'QpHen»n»'x � Antragsteller und ca. 30 sie umgebende �Minluna..u-b--u Plätzen und verließen den Saal. Die °> nun in Punkt 1 der Tagesordnung: Bericht der Lohnkommisfion. Ref. Kollege Liebia/ein. Derselbe fühlte an, daß der gesäumte Kassenbestand 4585 03 M. beträgt; davon find in Werlhpapieren angelegt 2774.55 M, und in baarem Gelbe vorhanden 1810,53 M. Die Durchschnittseinnahme pro ZahlungStag bis Anfang September betrug 376 M. und von September bis jetzt 335 M. Nachdem Kollege Gent dem Re- ferale noch einige Worte hinzugefügt, trat man in Punkt 2 der Tagesordnung ein; Wahl der Delegirten zum Kongreß. Kollige Alb. Schulz führte mit erläuternden Zusätzen die Tagesordnung für den Kongreß wie folgt an: 1. Situalionsbericht. 2. Or- ganisation und Fachorgan. 3. Agitation. 4. Statistik. 5. Unter- stützungSwesen. 6. Wesen und Werth des Streiks. 7. Er- strebung eines Maximal-Arbeitstages. 8. Erstrebung eines Minimallohnes. Nach verschiedenen Vorschlägen und Ausführungen mehrerer Kollegen wurde der Antrag Friedewald:„2 Litho- grapben und 2 Drucker als Delegirte zu wählen", angenommen. Gewählt wurden die Kollegen Preuß, Simonsohn, Sillier und Alb. Schulz. Zu Punkt 3, Diätenftage, wurde beschlossen, die nöthigen Diäten für die Delegirten durch freiwillige Samm- lungen aufzubringen. Eine Kommisfion, bestehend aus den Kollegen Leuschner, Friedewald und Ewig wurden für die Sammlung der Diätengelder gewählt. Hieran schloß fich der Bericht über die am 22. Oktober cr. stattgehabte Ver- sammlung der Lilhographen. Referent Kollege Schädlich kommt zu folgendem Resum«:«Der�Reserent jener Versamm- lung, Herr Tischendörffer, erkennt an, daß die Lage der Litho- graphen eine sehr bedrückte sei, erklärt aber: 1. daß fie aus anderem Holz seien, als die Steindrucker, 2. daß sie sich jeder Politik fern halten, mäßig aber energisch fordern sollten und 3. daß ihr ganzes Streben nobel sein müsse. Kollege Schädlich äußerte sich unter Beifall noch des Weiteren über den Verlaus der betreffenden Versammlung, worauf Punkt 5 der Tage«. ordnung erledigt wird. In lebhafter Diskussion, an welcher sich viele Kollegen betheiligten, wirb das Vorgehen, die Maß- nahmen und das Verhalten des neugegründcten«.Fachvereins der Lithographen" gegenüber dem«.Fachverein der Steindruck« und Lithographen" resp. dessen Mitgliedern, ein« scharfen, ab- fälligen Kritik unterzogen. Zur Verlesung und Annahme ge- langte folgende Resolution:«.Die heutige im«.Schweizergarten" tagende öffentliche Versammlung der Steindrucker und Litho- graphen ist nach den gehörten Berichten über die am 22. Oktober stattgefundene öffentliche Lithographenversammluna zu der Ueberzeugung gekommen, daß der im»Berliner Volksblatt" gebrachte Bericht über dieselbe, von einigen Druck« fehlern abgesehen, vollständig auf Wahrheit beruht, und bewundert die vom Vorstand des Lithographen-V-reinS gebrachte Berichtigung auf Grund des PreßgesetzeS, wodurch sich die betreffenden Personen noch mebr kompromittiren. Die Versammlung beschzießt, mehr denn bisher dem Fachverein der Steindrucker und Lilhographen fich anzuschließen und die Be- schlüsse vom 15. April und 10. September d. I. hochzuhalten." Unt.r„Verschiedenes" theilt Kollege Schädlich mit, baß« fich aus Gesundheitsrücksichten veranlaßt sieht, von der Lohnkom- Mission zurückzutreten; an seine Stelle wird Herr Dörnbrandt gewählt. Nachdem noch ein Antrag:„Bezahlung der Feier« tage", zur Annahme gelangte und das Abonnement d«„Gra- phifchen Presse" allen Kollegen warm empfohlen wurde, gelangte die Versammlung zu ihrem Schluß. Gine öffentliche Nersammlnng der Drechsler, Stock- arbeit« und Berufsgenoffen fand am Dienstag, den 5. d. M., bei Gratweil statt mit der Tagesordnung: 1. Die Maßregelung der Kollegen in der Eckaridorf'schen Fabrik. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zunächst erhielt Herr Thürling das Wort und begründete die Arbeitsniederlegung in der Fabrik. Der Streitvunkt bestand hauptsächlich in Lohndiffrenzen. In der Diskussion hierüber sprachen sich fast sämmtliche Redn« für die Streikenden aus, und es wurde noch darauf hingewiesen, daß Herr EckarS darf ein sonderbares Spiel mit seinen Arbeitem treibe, da es schon das dritte Mal sei in zwei Jahren, daß der Siabrikant feine Arbeit« indirekt brotlos mache. Fern« wurde etont, daß e« dieses Mal Herrn Eckarsdorf etwas tbeucr ge- macht werden müsse, damit fich Herr Eckarsdorf nicht wieder zu ähnlichem Thun verleiten läßt. Unwillen riefen die Auslagen eines Herrn Sänger h«vor, welcher für Herrn Eckars- darf eine Lanze brach und am Schluß seiner Aus- sührungen meinte:«Wenn ich nur habe, meine Kollegen gehen mich nichts an!" Herr Eckarsdorf, welcher speziell einge- laden war, war nicht zugegen. Herr Strohmeier gab bekannt, daß eine Einigung des H«rn Eckarsdorf mit seinen Arbeitern auf gütlichem Wege nicht zu erzielen war, und schlägt sodann vor, eine Frist zu bestimmen, in welcher He« Eckarsdorf sich endgiltig zu entschließen hat. Herr Kühne macht noch im Namen der Streikenden bekannt, daß dieselben gesonnen find, nicht eh« die Arbeit wied« aufzunehmen, bis sämmtliche Kollegen eingestellt worden. Im Laufe der sehr lebhaften Diskussion, welche fich scharf gegen H«rn Eckarsdorf und feine Handlungsweise richtet, lief folgende Resolution ein:„Die heulige öffentliche Versammlung der Drechsler und Berufs- genossen erklärt dos Vorgehen der EckarSdorj'schen Kollegen für ko«ekt und verpflichtet sich, dieselben bis zu ihrem endgiltigen Siege zu unterstützm und von der Fabrik bis zur Beilegung der Streitfrage alle Arbeitskräfte fern zu halten." Diese Re- solution wurde einstimnig angenommen. Fern« wurde folgend« Beschluß gefaßt:„Die Versammlung erklärt, daß Herr Eckarsdorf aufgefordnt wird, binnen drer Tagen eine Regelung der Streitsache herbeizuführen, und zwar unter folgen- den Bedingungen: 1. H«r Eckarsdorf verpflichtet sich, in den nächsten S Monaten keme Lohnreduktion vorzunehmen. 2. Gegenüber den ausständigen Arbeitern keine Maßregelung in irgend welcher Form vorzunehmen. 3. Neue Preise nur mit ihm selbst von einer dazu«nannten Gesellmkommisfion festzu- stellen. Die Versammlung erklärt sich jedoch bei weiteren Forderungen an diese Beschlüsse nicht gebunden. Nach- dem Herr Kühne den Vorstand der Ortsverwaltung II seinen Dank für die gute Leitung dies« Angelegenheit ausgesprochen, verlas der Vorfitzend« einen Brief von der Zentral-Lohnkom- Mission aus Hamburg, welche das Vorgehen der Eckarsdorf'schm Kollegen ebenfalls für korrekt hält. Ein zweiter ähnlich« Fall wurde vom Vorfitzenden noch aus der Fabrik von Meier u. Co., tehrbellinerstraße, gemeldet, woselbst dre Arbeiter ebenfall« die rbeit niederlegten. Herr Mei« hatte sich verpflichtet, seinen Werkführ« zu entlassen. Dies« Vnpflichtung ist Herr Mei« nicht nachgekommen und so wurde die Arbeit niedngelegt. Die Arbeitseinstellung zerschlug fich aber, so daß nur mer Kollegen Stand hielten. Folgende Resolutron wurde ein- stimmig angenommen:„Die heutige Ansammlung beschließt, die 4 Kollegen,. die in der Mei«'schen Fabrik nicht wieder ange- fangen haben, so lange zu unt«stützen, bis dieselben and«. weilig beschäfligt sind; außndem verpflichtet sich die Ver- sammlung, so lange die Streitfrage in der Fabrik schwebt, da- für Sorge zu tragen, daß d« Zuzug nach der betreffenden Fa- brik ferngehalten wird." Unter VnschredeneS wurde mitgetheilt, daß am 12. d. M. eine öffentliche Drechslnversammlung, am 1V. d. M. eine Mitgliednvnsammlung der Stockarbeit«, in welch« neue Mitglieder aufgenommen werden, und am- 26. d. M. eine öffentliche Stockarbeiter. Versammlung, in wel. ch« die Lohnfrage den Hauptgegenstand bilden soll, stattfindet. Mit einem Hoch auf den Vorstand der Ortsverwaltung n. schloß die zahlreich besuchte V«sammlung. Nachtrag: Die Arbeitseinstellung in der Eckarsdorf' schen Werkstatt i st beendet, sämmt» liche Forderungen sind bewilligt. Bravo! Der Unterstühunsobnnd der Kansdiener Kerlin» Bult am Dienstag, den 5. Novemb«, eine außerordentliche Ge- neralversammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, ab. D« Vorfitzende, Kollege Grauer, theilte mit, daß der Bund bebau«. licker Weise 4 kranke Kollegen zu verzeichnen hat, fern«, daß die neuen Statutenbücher, sowie Kalender, so wert dieselben nicht in der Veisammlung abgehoben find, im Bureau, Krauser- straße 13, abgeholt wnden können und daß der nächste gesellige Abend am 19. Novemb« bei Feuerstein stattfindet. Nachdem noch 2Uvterstützungsgesuche erledigt waren, wurden die Namen von 65 im Bunde neu aufgenommenen Kollegen verlesen. Tic- seiben wurden vom Vorfitzenden begrüßt und mit einer Ansprache, welche dieselben zu weit«« reger Agitation für den Bund an- spornte, in denselben eingeführt. Es wurde jetzt zu Punkt 2 Der Tagesordnung, Bericht der Vereinigungskommiffion üb«- geganaen und zunächst ein Brief, welchen die Kommission an den Vorstand gerichtet hatte, verlesen, in welchem dieselbe mit- theilt, daß die Kommisfion schon 2 Versammlungen, eine beim Verein Berliner Hausdiener, die and«e beim llnterstützungs« bund der Hausdiener in der Lid«branche beigewohnt hat, um zu erfahren, wie die Mitglied«'sich zu einer Verschmelzung sämmtlicher Vereine zu einem Verbände stellen. Kollege Wiemer, Mitglied der Kommission, theilt mit, in welcher un- fieundlichen Weise die Kommission in der Versammlung de« Vereins Berlin« HauSdien« empfangen worden ist, und wie dieselbe ohne Resultat die Versammlung verlassen mußte. Es sprachen jetzt noch mehrere Kollegen, alle für Verschmelzung der Vereinigungen und wurde dann der Antrag, der Unterstützungsbund wolle beschließen, sich d« Vereinigung aller bestehenden Vereine anzuschließen, mit groß« Begeisterung einstimmig angenommen. Es wurde jetzt in Punkt 3, Wahl d« Revisoren und der Kommissionen, einge- treten. Gewählt wurden die Kollegen Keßl«, Rodde und Wiemer als Revisoren, ferner fünf Kollegen für das 9?«« gnügungskomitee und neun Kollegen in die RechtSschutzkom- Mission. Unter Verschiedenem wurden die Namen derjenigen Kollegen aukgerufen, welche die BilletS von den beiden Comm«- festen am 23. Juni und 4. August noch nicht bezahlt haben und wurden dieselben aufgefordert, die noch ausstehenden innerhalb acht Tage abzurechnen. Nachdem noch die im Frage- kästen befindlichen Fragen erledigt waren, wurde die Ver- sammlung mit einem dreifachen Hoch auf da« fernere Blühen und Gedeihen des Bundes geschlossen. Eine Resolution, nur in Schankstättm zu verkehren, wo„Volksblatt" und„Volks- Tribüne" gehalten werden, war vorh« noch emstimmig ange» nommen worden. Gitt« austerordentliche Versammlung de» Tapezirer- Fachvereitt» fand am 4. Roormber in Feuerstnns Saal, Alte Jakobstr. 75 statt. Herr Schmidt hielt emen int«essanten, beifällig aufgenommenen Vortrag über: Ein Bl'ck in die V.-r- gangenheit. An der Diskussion betheiligte sich He« Freiwald. Unter den inneren VereinSangelegenheiten war zunächst ein Antrag des Herrn Grätzel zu erledigen, wonach nur Fachverein;- Mitglieder unentgeltlich Arbeit nachgewiesen werden sollte. Der Antrag wurde abgelehnt, dagegen ein Antrag Wildberg« an- genommen, wonach einem jeden, der einer Gewerkschafts-Or- ganisation angehört, unentgeldlich Arbeit nachgewiesen werden soll. Dieser Antrag wurde mit 54 Stimmen angenommen. Es wurden als Bureauhalter für den Arbeitsnachweis foloende He«en gewählt: Thoß, Hagemann. Richter, Daßler. Uff. 4- mann, Wagner, Meßmer, Klatt, Mälzheim, Weiswange, Hrgen- schneid«, Linstädt und Hollert. B« der EcgänzungSwahl d« Werkftätten-Kontroll kommisfion wurde Kollege Loböfn« gewählt. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Die Versammlung des Fachvereins der Tapezier« beschließt: in keinem Lokale zu verkehren, wo nicht da«„Berlin« Volksblatr" und die„Volkstribüne" ausliegen. Eine öffentlich« Nersammlnng der Modelltischler Herlin» tagte am 4. November im Weddinq-Park, Müll«» straße 178, unter Vorsitz des He«n Pitsch. Die Tagesordnung lautete: 1. Vortrag über Gründung von Lokal Organisationen und deren Nutzen. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Vertrauens» Kommiision. Da der Vortragende nicht erschienen war, wurde zu Punkt 2 übergegangen. Zunächst nahm Herr Pietsch dos Wort. Er führte aus, daß die Berliner Modelltischler dafür sorgen müßten, daß in allen Städten Deutschlands, wo Modell- tischler find, Vereine gegründet werden, da es Städte gebe, wo 100 bis 150 Modelltischler arbeiten und keiner Vneinigung angehörten. Herr Gleinert erwiderte hierauf, daß die Berliner Modelltischler selbst noch nicht genug oraanisirt sind, um sich um and«e Städte zu kümmern. Es wurde hierauf der zweite Punkt verlaffen. Zu Punkt 3 sprach Herr P stich seine Ansicht dahin aus, daß die provisorische Vertrauen«- Kommission nickt läng« bestehen dürfe und eine ordentliche gewählt werdcu müsse. Herr Kleina» gab in feinen Ausführungen der V«- sammlung zu bedenken, daß die Kommission der Maßregelung seitens der Fabrikanten und Meister ausgesetzt ist. Es wurde hierauf ein Antrag angenommen, keine Kommisfion zu wählen und vorkommende Unregelmäßigkeiten durch den Verein regeln zu lassen. Herr Pitsch forderte hierauf d i e Kollegen auf, sich zum Wort zu melden, welche gegen seine Person etwas vorcu- bringen hätten. He« H-mpel führte an, daß von einem Kollegen Slreikqelder an Herrn Pitsch gezahlt wären, ohne daß derselbe eine Quittung erhalten hätte. iDiese Beschuldigung wurde jedoch von vier Kollegen widerlegt. He« Hempel erklärt sich zufrieden gestellt. Die Versammlung sprach der Kommisston ihren Dank aus. Herr Gleinert fordert noch die Kollegen auf, fich dem V«tin der Modelltischler anzuschließen; dann schloß die Ver- sammlung. Gwe Dachdeeireruerjammlnng der V rbanbsfiliale Berlin Ost wurde am 4. d. M. im Lokale Grün« Weg 29 unter Vorsitz de« Herrn Mehrlein abgehalten. Die Tag«- ordnung lautete: 1. VerbandSangelegenbeiten. 2. Verschiedene«. 3. Aufnahme neuer Mitglied«. Herr Mehrlein sprach zur Organisation« frage und empfahl den Beitritt zum Verband. He« Rackwitz vertrat dieselben Anschauungen und«mahnte zur Einigkeit. Im gleichen Sinne sprachen die Kollegen Mendt, Jahrend und Thiele.— Hierauf stellte Kollege Rackwitz den Antrag, zwei Delegirte für den Osten Berlins zur bevorstehen- den Generalversammluna zu wählen. Gewählt wurden Mehrlei, r und Wendt. In der Pause traten sehr viele Kollegen dem Verband« bei. Nachdem wurde der Beschluß gefaßt, am 19. d. M. noch eine Versammlung im Lokale Grüner Weg 29 abzuhalten. Hierauf wurde die Versammlung mit einem drei. fachen Hoch auf den V«band der Dachdecker Deutschlands ge- schlössen. Die freie Verewigung der Lohgerber«ud Leder- »urichter hielt am Sonntag, den 3. November eine gut desuchte Versammlung ab. Die Abrechnung vom Stiftungsfest inr Schweizergarten ergab einen Ueberschuß von 59 M, welcher dem Extrafond« überwiesen wurde. Der Vorsitzende machte be- kannt, daß die Kollegen Roch, Kuschewitz und Brübner, die seiner Zeit nach St. Jngb«t auf Verschreibung hing««# waren, mit dem Werksührer Namens Pankow, einem frühneu Berlin« Kollegen, und z. Z. Kassierer der Vereinigung, sowie mit dem Fabrikanten in Differenzen gerathen sind, Rechteschutz beanspruchen. Nach sehr lebhafter Diskussion wurde dieser An- trag mit 44 gegen 34 Stimmen abgelehnt. Der Grund d« Ablehnung war wohl die Aussichtslosigkeit des Prozesses. Di« Arbeitslosenunterstützung wurde dahin abgeändert, daß die Kollegen, die 6 Monate dem Verein angehören, nach vierzehn- tagiger Aibertslosigkeit auf 6 hintereinander folgenden Wochen eine Unterstutzung von S M. pro Woche«hal'en. Außerdem kann em Mitglied dann wieder Anspruch auf Untnstützung «heben, wenn e« em Jahr lang wieder seinen Beitiag geleist.t hat. Ein Antrag, den V«sammlungStaa auf den Zahltag zu verlegen, fand einstimmige Annahme. Außerdem wmde ein« Resolution angenommen, von„Klingel-Bolle" und Loes« und Wolff keine Produkt« zu kaufen. Möbrlpolirer! Acht«««! Morgen, Sonntag, den 10. d.. Vormittags Ivz Uhr, findet in silber'« Salon, Schwedtnstr. 23. eine außerordentliche Versammlung de«„B«ban- de« deutsch« Möbelpolirer Berlins und Umgegend" statt. Tagesordnung: 1. Die Arbeitsverhältnisse in d« Harmonika- freie Referent wirb Diskussion. Alle Möbelpolirer sind hierdurch ewgetaLen, Die Kollrocn und Polirnmeister sowie fabrik von Pietschmann(jetzt Aktiengesellschaft). in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Fi S. Verschiedenes. Alle Möbelpolirer sind hierd pünktlich>u erscheinen. der Herr Arbeitabnebmer obiger Fabrik haben speiirlle Einladungen zu dieser Versammlung erhalten. Bei der Wichtigkeit obiger Tagesordnung sollie kein Berufsgenosse fehlen und für die weiteste Bekanntmachung dieser Versammlung Sorge tragen. Zu einer öffentliche« Putzern ersnmmlmtg, welche am Montag, den 11. d.M., Abends 6 Uhr, im Louisenstädtischcn Lonzerthaus stattfinden und in welcher der ReichttagSabge- ordnete Frohme über die Rothwendigkeit der Verkürzung der -de die polizeiliche Genehmigung Arbeitszeit sprechen sollte, wur nicht erthcilt. A»t»r»lt'««»»r»in d»r Kia»n- und Stoffe, ....---------x jj, _...,_____»ach»». Sonnabend. bm ö Novernber, bei He» deich, Beuthste� 20, in den BeerfnlfäUn lung-r ztcufltr.te; 7. Stiftanglftfl. ftntife 80 Ps Heerm, die aen Tanz theUnedmen. «ahten 50 Pf erlra. Borher, iowie zur Acffeepause Konzert und buworistische BorNSae nach Proaramm, Billeii sind zu baden bei folgenden Herren, Ticke, rig, Louisen-User b». Hof 2 Tr, C, Schlecht, Grüner Weg 88, o. 4 Tr,; E Göpsert. Äeanderftr, 6, Hos 1 Tr,; H, Pagft, Landidergerflr. ZL, F-iese, Sorauertlc, 7. v, 4 Tr, F, Foifstecher, KSpnickerftr 174, SIeftaurant Lelchnitz, Markutstr. 25, Hugo Kunert, Höchlteftr, 4z, Ouergeblludc, grtit Peeetntgung der Zinunrrer Oerttn» und Umgegend. Eonmag, den 10, Nooemdcr, Vo-.winagd I0X Ubr. im Saale der»ioiddeullchm Brauer«, Khaulseeftr, 58: Grobe öffentliche Versammlung, Tageiordnuna, 1. Ist tl möglich, unter den heutigen Produtliongverbtiltnisfen die glsebiiche achlründige«rdeilözeit einzusübren? Referent Iultu» Wernau, 2 Dt»- tuifion 8 Verlchiedmeö und Fragekasten,«usnahme neuer Mitglieder. Jeder. mann bat Zutritt. Der wichtigen Tagesordnung halber ist e» Pflicht«ine» jeden Zimmerer«, in dieser Versammlung zu erscheinen, Prrrtntgung d»r Z>r»ch«t»r Noutfchland», Oillverwaltung verlin I, Versommiurg am Eoui lag, den 10- Rooembcr, Bo, mittag« IGj llhr, sn Sadm« ttludhau«,«nnenstr lg, Tagesordnung, I, Geschäft, iche« 2. Vortrag de« Kollegen Pin d r i I über Sozialreformen und Ardeiterschubgesege, Ditiusflon, 8 Fortsetzung d« Werkstellenswliftik, 4, Wahl eine« Beifl«enden 5 Berschledene« und Fragriasten Zabireiche« Grschetnen erwünscht, Gäste haben Zutritt, Reue Mitglieder werden ausgenommen Kattler. Die geplante öffentliche Versammlung zum Sonntag erhielt nicht die polizeiliche Genehmigung. Zeutrat-tztranl,»». und Kterbedass» der«ifchl»» und anderer ac- weltlichen Arbeiter lhertti«, 2, Diltulston, 8, Berschievene« Da Vortragender, Herr Theod, Herb, den Beweis liesern will, daß ans die leschlesie und billigste Weise die Diph. tdeilti« mit Eisolg zu de kämpfen ist. so weiden sSnimtliche Milg lieber«sucht, init Ihren Frauen in der Beiiammiuno zu erscheinen. KosialdemaKratiseK»» Wahlviriln fiir d»u S. WahlKrri». «eneialoerliunmlring am Montag, den II November, Abend« Sil Uhr in Huth-S Ealon. Gesundbrunnen, Badstrabe, Tagesordnung, l. Rechenschaftsbericht vom letzlen Vicrteljabr, 2 Wabl de« gefammten Vorstandes, 8, Vortrag von Herrn Dr Bruno Wille üb«„.Kamps um« Dasein in der BolkSwirthlchasr, 4 DiS- kusston, 5. VeischiedeneS und Fiagekasten, Mitgliedskarte legilimtrt Mitglied« werden aiifgenouunen, Zadlretchei Erscheinen ist Pfl-chl, «»rfammlung d»» grtitn«»»»Inlgnnp d»u K->»tonnrb»it»» am Mar tag, den II, Nooemb«, Abend« 8Zi Udr, im Restaurant Bolzmaan, »ndreaisrr, 2S, Tagesordnung, I, Vortrag de« He.rn Buchdrucker Werner, 2, Diskussion, 3, Verschiedene» und Fragrtastcn, N»»»i» d»» NlodoUttscht»» ftvlino und U«g,g»ud. Monlaa, den II Rooemb«, Abend« 8Zj Uhr, in Schröder« Reftauranl Müllerftr, 178. sind« ein Damen-Abend ftalt. Tagctordnun,, Vottra» de» Herrn Bäuche üb«, Die Zukunft der Erde nach den neuesten Forschungen d« Aslronomic Gäste willkommen, 15. Komuruua!- WahldifirK. Alle Di'jenigen, welche sich an der »giiaiian im 15 Baklbeztik betdeiltgrn wollen, werden ersuch- am Sanntag, den 10, November, Morgen» 8 Uhr, bei Werschke,«dalberlftraie 16. zu erscheinen, SaAutxtin l>»» Tischt»». Sonnabend, den lS, November, Abend» 8 Uhr: Tanzkiänzchen in Jordan« Solou, Neue Grünftrabe 28. Billet« di-rzu find aus allen Zahlslellen, sowie bei folgenden Herren zu haben, Witte, Znva- Ude nftrate 21, Mlllarg, Lehrterstrabe 22, 2 Tr, Markmann. Barnimstrabe 46, 4 Tr, H-mp. Palltsadenstrote«3, 4 Tr,, Hoyel, Grüner Weg 70, Wtnt«, Manleuffelslrab- 6. 3 Tr,, Glocke, Lausitzerftr-be 52, 8 Tr,, Wiedcmann, Wendenstrabe 2, 4 Tr,, Had«land. Reichenbironstrabe Igt, Z Tr, Schulz. Blitzerftrabe 42, 4 Tr,, Mouten, Kriuzdergstrabe 9, Que'geb,'4 Tr,, Witte, Möck«nstrabe 95, 8 Tr,, Elsasier. Nostizftrabe 40, Apeli. Sevastlanitrabe 27 W iMöbelhandlung), H. Schmidt, Eltsabethufer 20, Hos 2 Tr, bei Orlowski, Fnd, Miecke. Adalbert«-, 9. lv «t» Ulltgl1,d»r M»rf»u,mluug>»» AUg»ui»i»»u Krank»«- unk Kt»rk»kass»»»» M»1aU»rk»11»» iE, H 29) Filiale Riidors stndet Sonnabend den lg, November, eist statt Allgem»!,,» Krank»»- und Kt»»k«kafs» d»r Metallarbeit,» iE, H, 29 Hamburg) Filiale Berlin 7, Den Mitgliedern zur Nachricht, dab die zweite Zahlstelle von der Ehauffeeftrabr nach der Rcinickendorscrftrabe 54 bei Dillendera oerlegt ist. Die in der doriigen Gegend wodnhasten MitgUt. der werder gebeten, die Beiträge dort zu entrichten. Die Zahlstelle ist jeden Eonnabend Abend» von 8—10 Uhr geöffnet und werden Ausnahmen, sowie Beiträge dort entgegen genommen, aubeidem auch in d« 1. Zahlstelle Lin. dowerftr, 23 bei Schumacher Dr» Krd»it»nach«r1» b»r Albmnarbrit»» besindel sich Adalbert. »rate 4 bei Herschieb, Abend« 8 dl« 9 und Sonntag« 10 dl« 11 Uhr, V»sans-,«turn- und grselllg« Derein« am Sonnabend, Gesang. verein.Harmonia' Abend» 8 Uhr im Restaurant, Alle Jakobftr, 88,— Männergesangverein.Treue- Abend« 9 Uhr im Restaurant AndreaSsiraie 9.— siliännergcsangverein„Srato" Abend« Wj Uhr bei Echiäwicke, Kleine Kurstr 1 S1!änn«gesllngvcretn„Etneselder', Grobe Hamburgerstrabe 4. um v Uhr UebungSstunde, Ausnahme neu« Mitglieder, Lübeck- scher Turnverein ll, Lehrling«■ Adtheilung), Abend« 8 Uhr Eltsadelhstrabc 57-58— Turnverein„Wedding", Pankstr, 9, Männ«. Adtheilung von 8% bi» lOJi Uhr Abend»; deSgl, 1. Lcdrliiig«adtheilung von 8 bi« 10 Uhr Abend« — Srendi sche Etenographenklaffe de«„B«lln« Handwerk«vcretn«" Abend« 8Zi Uhr Sophienstr, 15,— Zdcal«. und BergnügungSvercin„Earita«" Abend« 8 Uhr im Louilenftädllschen Blerhaule, Ldmtralsrr, 88,— Theater- und Ver- gnügungiaesellschast„Treue" Abend» LZj Udr in Bobert-« Basiialon, Wetnftr, II — Vergnügungioerein„Schneeglöckchen", Abend« 9 Uhr in Bettln« Bierhau». Veteraneustr. 19.— Geselligkeitsklub„Luftig" Abend«»Zj Udr im Rcftaura»- W eichelt, Taubenstr, 45.— Verein der Toudensreunde Abend« 8), Uhr lm Restaurant Hlllmann, Manteuffelstrobe S8.— Dänischer Verein„Frega" Abend« 9 Uhr im Restaurant Poppe. Lindenstr, I0S,— Verein der Würlteinberg« Abend« 8X Uhr bei Vaihtngcr, Dorotheenstr.»4.— Verein ehem. Schüler der 84. Gmiemdeschule Abend« 9 Uhr im Restaurant. Koppenstr. 58.— Verein ehem. öi. S. S»lh«-scher Schül« Abend«»% Uhr im Restauranl Barmann. Odmgaffc 2.— Rauchklub„Poriorico" Abend« 9 Uhr bi« It Uhr Köpnicker- strabe 157 bei Schulz.— Rauchllub„Qualm" Abends 8 Uhr im Restauranl Tamm, Schönhauser Allee 28,— Vcrgnvgung«virew„Lustige 18" Abend« 9 Uhr im Restaurant Albrecht, Annenstr, 9,— Tamdourverein„Sedan" Sitzung Sdendi 9 Uhr, Grüner Weg 9-10, Ausnahme neuer Mttglsed«- Tamdourverein .Herz Innig", Abend« 8 Uhr, Sitzung im Resiauraut Strabburgerstrabe 5 Dirigent und Vorsitzender Fritz Laukant, Tainbourveretn„Eint stark", gegründet 1886, Mitglied« Abend« 9 Uhr im Restaurant Hahn, Sisafferstraie 57,—! Verein„Felsenfest", Sttzung 8X Uhr. Wcibrnburgerftrobe 54. Dirigent« sitzender: A. Friese, Lufnadme neuer Mitalied«,— Vergnügungioerel». Seelen" Abend« 9 Uhr im Reflaurant Schuft«, Oranicnftr, 8,— P-"*1 verein Hoipicia Kleine Suzusiftratze 14 Abend« 9 Ubr, Meuefle .... enthalt folgende Bekannt«, Auf Grund Per ZZ 1 und 6 des Reichsgesetzes gel ringefährltlten Bestrebungen der Soz-aldemokralit � Oktober 1878 wird hierdurch zur öffentlichen»efl>r gemeingkfährltlben 21. Oktober 1878 wnw ziicivuzu) gu« uiitniiiuz«» a"« gebracht, daß der in Mainz gegründete Verein„zur ü*' derun g des VolkSwoh l« und volkS thü»ll� Wahlen� nebst seinen Verzweigungen von Lan wegen verboten wvtben ist. Mainz, den 5. Nooember 183S. Grobherzogliches Kreisamt Mainz. K ü ch l c r. der Fritz Lautanl— Tainbourveretn„Einigkeit macht stellvcrtrctender Dirigent E, Billhardt, Ausnahme neuer Depesrticn. (Molff'« Telegraptzen-Knrsim.). Karlgruhe, 8. November. Der badische Landtag li?" den 21. Nao-mber einberufen. � Rom, 8. November. In Giardini auf Sizilien lwA in einer Ausdehnung von Tausend Meter Länge die durch einen Zyklon zerstört. Em Verlust von Mensch«"� ist nicht zu beklagen. Drteflrnflen. Bei Anfrage» bitten wir die Abonnementg-QuitNing beizufügen, Brie!« Antwort wird nicht«lheiit, Kergstr. 70. Wenden Sie sich um nähere AuSk«$ eine Bawhandlung. � ®. R Kchriftgletzer. Sie wohnen im zweiten kreise. Weuoen S.e siq an Herrn Wtischke, Junkerstok Zigarrenoe�chäst. A. M, 104. N ttürlich wiegt er entsprechend schwer� Munter 10. 1. Wenn Ihr Vater bei Ihrer deutscher Unkerthan war, so sind Sie eS auch, obgleich Auslände geboren sind. Sie können daher nicht als" ausgewiesen werden. 2. Zum 2. Wahlkreise, I. Sie dürfen B'.er und Schnaps ohne Konzesfio» liefern, ohne sich strafbar zu machen. Ks LttkiiS M zikgklmig der gewerbl. Derhältiiliie d. Tösifer am Sonntag, den 17. November, Vormittags präzise lo'j Uhr, in Jordan's Salon, Neue Grünstr. 28. Tages-Ordnung: 1. Vortrag über Geiverbe-Schiedsgerickte. Referent: Herr Fritz Zubeit. 2. Ab- rechnung vom Stiftungsfest. 3. Vorlage laut Antrag Greier. 4. Verschiedeue VeceinSange- MM's Carallen. C. ¥. ä. Granaten«| lezenheiten. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder bittet K94 uiuZ Kiikerarsaren-pakrBkgiesvliatt, 1 SrsPpe SS, Grssievstraße KL, 1 Treppe, wischen Kommandanten strabe und Moritzplar. ' Bilitger«sie in jeden* Laden, na—" von M. 3,— an 1 Echte Corallenbrosche« Der Vorstand. Große öffentliche Nolksverfammlnng Mr Schönrberg«nd Dlmgegend am Montag, den 11. November, Abends 8 Uhr, m der Schlcß-Brauerei zu S chöneberg. Dages-Ordnung: 1. Die Arbeit früher und jetzt. Referent: W. Schweitzer. 2. Diskulsion. 3. Verschiedenes. 728 Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Reinickendorf* 2 große öffentl. Nolksverjammlungen. Die erste Versammlung findet am Sonntag, dcn 10. November, Mittags 13 Utzr» im Restaurant(Waldschlößchen) Eichborn-Straße, an der Tegeler Chaussee, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag über:„An's Vaterland, an's lheure, schließ Dich an." Ref.: Herr RechtSarwalt Arthur Stadthaaen aus Berlin. 2. Diskaision. Die zweite Versammlung findet am Sonntag, den 10. November, Nachmittag« Hl Zltzp, im Restaurant Seeschlößchen, Markstr. 2—3 statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Rechtsanwalt Herrn Arthur Stadthagen über: »Zur Gewerbeordnung." nach Belieben. Mark von"m. 3,— an| Echte Corallenbroschen. von M. l£0 s"! 11,—„ Corallenarmbänder,, 2,40 /| 21,— Goldduble« Armbänder 6,— an auf Silber....,, 4,50 /| Golddoubledroschen auf 6�0. Silber...... 2,—» Damen- und Herren- Medaillons lGold« 3,—„ double auf Silber),, m 4�0»i 2�0. Telephon e356/IX. Ferner größte Auswahl goldrner Keeeen»«. Damenkette«, AembäuS�'! Atzlipanadetn, Gennat- und Kttkerfache» jede« ivenre». Fagee in Alf0«id�! ft�fcsaidle» Reparatupiorerkststte. UllfC'! Massiv goldene Ringe. Trauringe(1 Dukaten). »(2 Dukaten). Goldene Broschen.. Golddouble» Ketten auf Silber...... Goldene Ohrringe.. Simili-Ohrringe i. Gold gefaßt...... chtc Corallmketten.. Q®! 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Eutree Der Einberufer A. Thal, Provinzstr. 107. 726 Fachverein der Tischler. OFU«» den Osten.) Sonntag, den 10. November, Vorm. 10 Uhr, in Lokale des Herrn S a e g e r, Grüner Weg 29: Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn B ö l s ch e über:»Die Zukunft der Erde nach den Forschungen der Astronomie. 2. Diskussion. 3. Werkstatt- und Vereins an gelegen heilen. 4. Verschiedenes. Reue Mitglieder werden in der Versammlung emsgenommen. Kollegen als Gäste willkommen. 719 Der Bevollmächtigte. Vioje öMIIlhe Versmiulmg liratL Wittt KerM« m Ums. Sonnabend, den 9. November, Abends 8 Uhr, Münz st r. II, in Zemter's Salon. Tagesordnung: I. Vortrag über Verkürzung der Arbntszert und leren W rkung auf die Arbeiter. Referent: Herr Fritz Krüger. 2. Diskussion. 3. Wie stellen snh die Blechlackirer zur Gründung eines Fach- Vereins. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen dringend nothwendig. Schub ler, Lackner, Frieden str. 77' KninIiMt Ctisieisidk. Sonntag, den 10. November, Vormittags 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Di« freireligiöse Jugenderziehung. Gäste baden Zutritt. 705 Eentral-Kranlien-«nd Sterbe- Kasse der Tischler nnd anderer gewerblicher Arbeiter (E. H. Nr. 3, Hamburg.) (Gertliche Uerwattungostelle Kerlin S.) Montag, den 1l. November 1839, bei Kloih, Dresdenerstr. 10, 1 Treppe: 716 Mitglieder-Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Wahl eines Revisors. 3. Verschiedene Kassenan« gelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen er- sucht Die OrtSverwaltung. Lereia zur Wahruilg Der inuttcitlleii Zsitkrejsell l Stmtröger u. neraanDteii Sonntag, den 10. Naovr., Vormittags 11 Uhr, in Schrffer's Salon, Jnselstraße 10, Mitglieder- Versammlung. Gtsiliigverem her Tasjezirer Brfj Heute, Sonnabend, den 9. No»�! AbenüS 8 Uhr: 2. Stiftungsfest 1. Vortrag des Herrn Dr. Strauß über: Arbeiter-Hyziene. 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Bericht der Fachkommrissv!?. 4. Verschiedenes und Fragekaften. 1717 Um zahlrerches und pünkrlrches Erscheinen er. sucht Der Uorstand. Zentral-Kranken- nnd Sterbe Kasse der Tischler»nd anderer gewerdlicher Arbeiter (Hamburg.) Gertliche UerWaltungs stelle Kertt« A, Montag, bea 11. November. Abend« 8j Uhr, in»Süd-Ost�, Waldemarstr. 75: Mitglieder-Vers ammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1389. 2. Verschiedene Kassenangelegenheiien. Mitgliedsbuch legitimirt. 723 Jedes Mitglied ist verpflichtet, in dieser Ver- sammiung za«scheinen. Die Ortsvenvaltung. Berewignug der Drechsler Teutschlands. Grtooerwaltung Herli« I. Sonntag, den 10. Novbr., Vormittags 10) Uhr, in Sahm's Klubhaus, Annenstr. 16: Vonssminlung. Siehe redaknonellrn Theil. 725 Große V-rsiMmlung der Freien Vereisiftnng der im Lergolder-Gcwerbe beschäftigte» Arbeiterinnen am Montag, 11. November, Abends 8� Uhr, in Schrffer's Sulon, Jnselstraße 10 1. Tagesordnung: 1. Vorlraa des Fräulein Selma Chaym. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Um recht rege Betheiligung aller Kollegen und Kolleginnen wird gebeten. Gäste(Damen und Herren) haben Zutritt. 718 Tee Vorstand. Empfehle mein 689 Weiß- und Bainfch-BikrlMl mit reichhaltigem Mittag-«nd Abendttsth. Gleichzeitig empfehle ich meine Vereins- oder Kiubzimmer. Um freundlichen Zuspruch bittend zeichnet ergebenst 0. Preuss, 66. GrUnthalerstrasse 66. in DeigmLUer's Kala«. Alte Jakobstk- m ersucht Ooi» Von Um zahlreiches E.ichemen ersucht »»»•ff/ Den Vorstaff Dm Gmossm Hmty-g.ltigbti-Sliidtndtl-ftlM ffilh. Pahr, G.M.WIfchkr. UnbetlBj Cigarren u Tabak t« vorzüglicher Russische»nd Türkische Ergurretiea. Junkeistratze siir. l� Nur 1 Mark kostet jede Uhr zu reinige» Garantie. Bei allen Repaff� wird der Preis vorher gesag'-, Uhrmacher(F-uh� Raunhnstratze IS, Ecke Manana*� Allen Freunden und Gönnern ewpflb� Welß- und Bamslh-Bier-L-k� Großes und kleines Ver-inStz'mmer zu." 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