Nr. 13. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1897 unter Dr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ruhland im Jahre 1896. V Sonnabend, den 16. Januar 1897. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. demokratischen Anschauungen bekannten, galt es, den unter Vollmar geißelte diese Praxis in entschiedenster Weise und den russischen Verhältnissen ungemein schwierigen Schritt er verlangte weiter, daß man die Namen der bestraften von der theoretischen Bekennung dieser Anschauungen zur Lebensmittelverfälscher veröffentliche, dies helfe mehr, wie die Die industrielle Ausstellung, die im Sommer des ver- praktischen Berührung mit der Arbeitermasse zu machen. meistens sehr gelinde ausfallenden Strafen. floffenen Jahres in Nischny- Nowgorod stattgefunden, legte Dieser schwierige, aber folgenschwere Schritt ist Ende 1895 Genosse Schulze- Königsberg regte noch an, daß bei außerBeugniß ab davon, wie gewaltig die russische Industrie seit und im Laufe des Jahres 1896 in den meisten der bedeuten gewöhnlicher Hiße von Polizei wegen das Arbeiten in den der Ausstellung des Jahres 1882 gewachsen. Dieser industrielle den Industriezentren Rußlands gethan worden. Während Fabriken 2c. während der Mittagsstunden untersagt werde, Aufschwung hielt auch in der zweiten Hälfte des vorigen noch im Jahre 1895 ein großer Theil unserer Genossen sich wie solches im letzten Sommer im Hafen von Pillau thatJahres an. Die vielen Bestellungen, welche die Regierung darauf beschränkte, in kleinen Arbeiterzirkeln theoretische sächlich geschehen. für Eisenbahnbauten gemacht, sind besonders der russischen Propaganda für für die die sozialdemokratischen Anschauungen Ju Rücksicht auf die vorliegende Novelle zum UnfallEisenindustrie zu gute gekommen. Zahlreiche neue Eisen- zu machen und die meisten der in jenem Jahre ausgebrochenen versicherungsgesetz wurde der Etat des Reichsversicherungsamts fabriken sind entstanden und selbst in das Wolgagebiet Streits( so die großen Streits auf der Jaroslawer der Budgetkommission überwiesen und dann das Patent- und und Sibirien hat die Industrie ihren Einzug ge- Manufaktur, in Teikowo, in Jwanowo- Wosnesensk 2c.) den Kanalamt ohne wesentliche Debatte erledigt. halten. Der in Angriff genommene Bau der Wologde Charakter eines elementaren, ungeregelten Ausbruches der Un- Morgen ist Schwerinstag. Archangelskschen und die Verlängerung der sibirischen Bahn zufriedenheit der Arbeiter zeigten, ist es unseren Genossen im Zum Verfahren gegen Herrn v. Tausch meldet die in werden sämmtlichen Zweigen der russischen Industrie bald neue Jahre 1896 überall, wo sie thätig waren, gelungen, Fühlung polizeilichen Dingen flets hervorragend schnell und meist auch gut innere Absatzgebiete mit einer Bevölkerung zahlreicher Millionen mit der Arbeitermasse zu gewinnen. Der erste Erfolg dieser unterrichtete Staatsbürger- Zeitung": von Menschen erschließen. Auf der anderen Seite stellen die Fühlung ist, daß sämmtliche Streits von Bedeutung, die im ver- Zu einer sehr langwierigen Vernehmung hatte sich gestern großen politischen Erfolge, die Rußland im verflossenen Jahre flossenen Jahre in Rußland stattgefunden, den Charakter eines( Donnerstag) der Polizeipräsident v. Windheim bei dem Unterzu verzeichnen hatte, so namentlich der Vertrag über den Bau planmäßigen zielbewußten Kampfes gegen das Unternehmerthum fuchungsrichter Herr in Moabit eingefunden. Die Bernehmung be der Eisenbahn in der Mandschurei durch eine russische Gesell- hatte. Nachdem es unseren Genossen gelungen ist, in den gann um 10 Uhr vormittags und hatte gegen 3 Uhr nachmittags schaft, der russischen Industrie auch eine gewaltige Erweiterung bisher bedeutendsten Streits die Führung über die Arbeiter- noch nicht ihr Ende erreicht. Der Landrichter Herr führt die Unterihres auswärtigen Absatzgebietes in Aussicht. maffe zu erlangen, stellen sie sich, wie aus ihren letzten Aufsuchung in Sachen Tausch. Die Großindustriellen fühlen sich heute als Herren der rufen an die Arbeiter ersichtlich ist, als nächste Aufgabe, die Murawieff, der neue russische Minister des Auswärtigen, Situation in Rußland. Als der har nach Nischay- Nowgorod Arbeiter durch Gründung von geheimen Vereinen und Rassen nationalen Wesen sehr zugethan sein. Dieses Zeugniß wird von soll tein Deutschenfresser, sondern im Gegentheil dem deutschkam, um die Ausstellung zu besichtigen, wurde er mit einem zur erfolgreichen Durchführung der neuen ihnen bevorstehenden den Hamburger Nachrichten" ausgestellt. Nun, der Hinter Artikel des dort erscheinenden Organes der Wolgaer Dampf- Kämpfe vorzubereiten. Das Eingreifen der Regierung zu mann der Hamburger Nachrichten" hat, so lange er etwas zu schiffsbesitzer begrüßt, in dem es hieß, nicht der verarmte gunsten der Unternehmer, und die zahlreichen aus Anlaß fagen hatte", stets russische Politit getrieben und ließ sie Adel, sondern der immer reicher werdende Handels- und Ge- der Streifs vorgenommenen Verhaftungen lähmten die deutsch- national" nennen." Deutsch- national" im Bismarc. werbestand bildeten gegenwärtig das Hauptbollwerk des russi- Energie unserer Genoffen keineswegs, erleichterten ihnen schen Sinne wird Murawieff schon sein. schen Staates. Und einen anderen Satz desselben Artikels, im Gegentheil die Propaganda, indem sie die Unzufriedenheit Uebrigens ist dieser Murawieff nicht weit vom Stamm gefallen; er der davon sprach, daß die Kaufmannschaft alles könne", be- der Arbeiter, die sich ursprünglich nur gegen die Unternehmer ist ein Entel jenes berüchtigten Murawieff, der 1863 nach Unterdrückung stätigte der Finanzminister Witte, indem er den in richtete, auch gegen die Polizei und die Regierung lenkten. des letzten polnischen Aufstandes Gouverneur von Polen und Nischny Novgorod versammelten Großindustriellen er: Namentlich hat der Finanzminister Witte durch sein aus itthauen wurde, und seinen Posten mit solch blutdürftiger Graufamfeit verwaltete, daß sogar die russische Regierung der Entrüstung flärte, der Wunsch der russischen Landwirthe, daß Aulaß der zahlreichen Streiks der letzten zwei Jahre an die des gebildeten Europa die Genugthuung bereiten mußte, diese Bestie die Zölle auf landwirthschaftliche Maschinen herab- Fabrikinspektoren gerichteten Restripte unseren Genossen Ge- in Menschengestalt", wie er im englischen Parlament genannt ward, gesetzt werde, würde bei der Regierung keine Berücksichtigung legenheit gegeben, zahlreiche Arbeiterschichten über die Arbeiter von seinem Bosten abzuberufen. finden. Bei Interessenkonflikten zwischen dem adeligen Grund- freundlichkeit der Regierung aufzuklären und auf diese Weise besitz und der Großbourgeoisie fügt sich die russische Regierung das Erwachen des politischen Bewußtseins in der Arbeiter dem Willen der letteren. masse zu beschleunigen. Politische Uebersicht. Berlin, 15. Januar 1897. Der russische Gesandte in Washington hat, wie amerikanische Blätter mittheilen, an dem amerikanischen SchiedsgerichtsVertrag mit England ein eigenthümliches( strange) Interesse" Um die Industrie und die Landwirthschaft zu fördern, lud In dem verflossenen Jahre hat die russische Arbeiter genommen. Der Herr Gesandte wollte durchaus wissen, ob in dem die Regierung im verflossenen Jahre wieder viele Vertreter bewegung ein großes Stück Weg nach vorwärts zurück- Bertrag nicht eine geheime Klausel sich befinde, durch welche derselben zur Theilnahme an Kommissionen ein, welche nene gelegt. Im Jnteresse der gesammten Arbeiterschaft Europa's die beiden Staaten sich zur Neutralität oder gar zum Beistand Regierungsmaßregeln ausarbeiten sollten. Auch ermöglichte liegt es, daß den bisher erreichten Erfolgen möglichst bald verpflichteten, falls der eine der beiden Staaten mit einem anderen fie das Zusammentreten zahlreicher Kongresse, die viele neue folgen, denn nur durch diese Erfolge wird die Staat oder mit anderen Staaten in Krieg kommt. Man sucht be= über wirthschaftliche Angelegenheiten Berathung pflogen. Stunde näher gerückt, in welcher der russische Absolutismus, tanntlich niemand hinter dem Ofen, wenn man nicht selber schon Bemerkenswerth ist, daß es auf manchen dieser Kongresse, und der gegenwärtig eine nicht zu unterschäzende Gefahr für die dahinter gesteckt hat. Solche Geheimverträge sind eine Spezialität der russischen Diplomatie. Und Rußland, das sich auf einen in den Versammlungen vieler Semstwo's, die ja auch Interessen- nach Freiheit ringenden europäischen Völker bildet, zerschmettert Krieg mit England vorbereitet, erwartet von den Vereinigten Staaten vertretungen der besitzenden Klassen sind, einigen Volksfreunden am Boden liegt. für diesen Fall aktive Hilfeleistung nicht militärischer gelang, Beschlüsse zu gunsten der allgemeinen Volksbildung Art, aber durch Beugung des Seerechts zu russischen und der Erweiterung der Arbeiterschutzgesetzgebung durchzusehen. Gunsten 2c. Der erste Schritt Englands in einem Kriege mit RußEs ist dies ein Zeichen dafür, daß bei den Vertretern der land würde die Blockirung sämmtlicher russischen russischen besitzenden Klassen die Einsicht aufdämmert, daß ohne Häfen und die Wegnahme sämmtlicher auf See eine Erhöhung der Intelligenz und überhaupt der Lebenslage Aus dem Reichstage. Gleich bei Beginn der Vers Vereinigten Staaten für diesen Fall Rußland den Schuß ihrer befindlicher Schiffe Rußland3 sein. Wenn aber die der Arbeiter bedeutende Fortschritte der russischen Industrie handlungen gab es heute einen recht interessanten Sachsenstreit. Flagge zur Verfügung stellten und erlaubten, daß russische unmöglich sind. Der sächsische Bevollmächtigte zum Bundesrath, Dr. Fischer, a perfchiffe in amerikanischen Häfen ausgerüstet werden, so Die Regierung des Zaren, welche mit recht von hatte sich mittlerweile das Stenogramm der Schoenlant'schen wäre das für Rußland von außerordentlichem Vortheil. Unter der Erhöhung der Volksbildung ihren Untergang befürchtet, Rede angesehen und machte er nun den Versuch, die Pfeile, diesen Umständen begreift sich das eigenthümliche Interesse" des sträubt sich freilich mit aller Gewalt gegen jeden Fortschritt welche gestern unser Genosse abgeschossen hatte, abzustumpfen. russischen Gesandten. in dieser Richtung. Die Zahl der vom Ministerium der Gelungen ist das dem Herrn freilich in keiner Weise. Die " Boltsaufklärung" gegründeten Volksschulen hat im letzten sächsischen Polizeizustände schreien eben zum Himmel, und sie zu Deutsches Reich. Jahre fast garnicht zugenommen, im Gouvernement Archangelsk vertheidigen würden selbst Engelszungen nicht zureichen, und- Die lex Heinze soll wieder auferstehen. Die gesammte find sogar 15 Schulen geschlossen worden, um dem Staate Herr Dr. Fischer ist nichts weniger als ein Engel. Die Be- Zentrumspartei hat einen Initiativantrag eingebracht, der sich im 3000 Rubel zu ersparen. Wie früher so kämpfte die Regierung hauptungen des Herrn finden die Leser im Parlamentsbericht, wesentlichen mit dem reaktionären Gefeßentwurfe der Regierung auch im vorigen Jahre mit allen Kräften gegen die private ebenso aber auch die kräftigen Antworten unserer Genossen deckt, der als Schnellarbeit unserer obersten Justizbehörden durch Initiative auf dem Gebiete der Volksbildung. Und wenn Schoenlant und Stolle. Wir sagen, Behauptungen hat Herr Kommissionsberathung nicht hinaus gediehen war. Aber auch einige den bekannten Prozeß Heinze veranlaßt wurde, aber über die auf demselben- doch einige Fortschritte zu verzeichnen Fischer zum besten gegeben, und so ist es auch, denn neue Gesichtspunkte, und zwar solche, die ernster Erwägung waren, so sind sie nur den Bemühungen der von der Re- nicht eine einzige Thatsache, welche gestern Schoenlank werth find, enthält der Initiativantrag des Zentrums. Sie lauten: gierung gehemmten Semstwo's zu verdanken. vorbrachte, vermochte vermochte der sächsische Bevollmächtigte zu§ 182 a. Arbeitgeber oder Dienstherren und deren Vertreter, welche unter Mißbrauch des Arbeits- oder Dienstverhältnisses, insbesondere durch Androhung oder Verhängung von Arbeitsentlassung, von Lohnverkürzung oder von anderen mit dem Arbeitsverhältniß zusammenhängenden Nachtheilen oder durch Zusage oder Gewährung von Arbeit, von Lohnerhöhung oder von anderen aus dem Arbeitsverhältniß sich ergebenden Vortheilen ihre Arbeiterinnen zur Duldung oder Verübung unzüchtiger Handlungen bestimmen, werden mit Gefängniß bestraft. Die im Mai mit asiatischem Brunke gefeierte Krönung widerlegen. Dagegen brachte er es fertig, zu bestreiten, daß und die darauf folgende Rundreise des Zaren durch Europa die Leipziger Zeitung" das offizielle Drgan der sächsischen gab den Regierungen und der Bourgeoisie des westlichen Regierung sei, obwohl alle Welt weiß, daß der Europa's Gelegenheit, in dem russischen Despotismus das Etat dieses Blattes im sächsischen Staatshaushalt aufHauptbollwerk der europäischen Reaktion zu feiern. Doch geführt wird. indem der Zar um des schnöden Mammons willen von seinen Uebrigens ist es für die Werthschäzung, deren sich das ge= Rathgebern veranlaßt wurde, sich dem Gerbereibesitzer Faure nannte Blatt erfreut, recht charakteristisch, daß es von den in die Arme zu werfen, besiegelte er selbst die Kapitulation Vertretern der Regierung bei jeder Gelegenheit verleugnet des russischen Absolutismus vor der Bourgeoisie. Und je eifriger wird. * § 327a. Wer wissend, daß er an einer ansteckenden Geschlechtsfrankheit leidet, den Beischlaf ausübt, wird mit Gefängniß bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu eintausend Mark bestraft. Ist die Handlung von einem Ehegatten gegen den andern verübt, so tritt die Verfolgung nur auf Antrag ein. der Zarismus, von der Bourgeoisie angetrieben, die Geschäfte Nachdem der Sachsenstreit beendet war von den derselben besorgt, desto mehr begünstigt er auch das Anwachsen bürgerlichen Vertretern aus Sachsen fand keiner den Muth, derjenigen Macht, die dem Barismus und der Bourgeoisie in Herrn Dr. Fischer beizuspringen, wurde die Diskussion bei absehbarer Zeit ein Ende bereiten wird. der Position Reichs- Gesundheitsamt weiter geführt. Der - Zur privaten Jrrenpflege. In diesen Tagen soll Unmittelbar nachdem die Katastrophe auf dem Chodinsky- Abg. Weiß( Fürth) fragte an, wie weit man mit den ver- eine strenge Verfügung vom Minister des Innern ergangen sein, an sämmtliche Privat- Nerven- Heilanstalten und Privat- Irrenhäuser felde in einer schrecklichen Weise gezeigt hat, was die unter den sprochenen Vorsichtsmaßregeln gegen die Verbreitung der wonach Nervenkrante, welche nicht durch sachverständiges Urtheil alten wirthschaftlichen Verhältnissen in tiefstem Unverstand auf- Milzbrand- Vergiftung bei der Binselfabrikation sei, worauf für gemeingefährlich erklärt sind, nicht wider ihren Willen aufgewachsenen Bauernmassen sich von dem Zarismus bieten Genosse Grillenberger in eingehender Weise die Zu- genommen werden dürfen. So ist auch, wie die" Berl. 3tg." mit laffen, lenkte eine jüngere Boltsschicht, die Petersburger stände für die Arbeiter in dieser Industrie dar theilt, in den letzten Tagen ganz unerwartet Familien, welche AnArbeiterschaft, die Aufmerksamkeit der gesammten zivilisirten stellte und Abhilfe verlangte. Der Vertreter des Reichs- gehörige in folchen Privatanstalten untergebracht haben, die AufWelt auf sich durch die zielbewußte Energie und Würde, mit Gesundheitsamtes antwortete erft garnicht auf diese forderung zugegangen, diefelben abzuholen.welcher sie ihren heldenmüthigen Rampf gegen das von der Anfragen und als er dann wiederholt augezapft- Die Berpolizeilichung der Universitäten Regierung geschützte Unternehmerthum führte. Und bald wurde, da kam die bekannte Ausflucht: die Rücksicht auf die fordert wieder einmal die im unverfälschten Stumm'schen Geifte darauf erschienen zum ersten Male auf einem internationalen betheiligte Industrie mache ein rascheres Vorgehen unmöglich. redigirte Deutsche voltswirthschaftliche Korrespondenz" Rongresse Vertreter der organisirten Arbeiterschaft von ver- Natürlich, die Arbeiter find ja im Ueberfluß vorhanden, was schadet warum? Weil Dr. Leo Arons als Privatdozent über Differentialschiedenen Gegenden Rußlands. es also, wenn sie infolge der Berührung mit vergifteten Haaren gleichungen höherer Grade liest, weil irgend ein UniversitätsAls sich die thatkräftigsten der russischen Revolutionäre, oder Borften zu Grunde gehen; diese aber tosten Geld und lehrer einmal gefagt hat, man müsse die sozialistische Literatur tennen, bevor man über den Sozialismus aburtheilt, weil augeregt von der ausländischen literarischen Thätigkeit deren Desinfektion auch, deshalb unterbleibt sie auf Kosten der einige deutsche Universitätsprofessoren christlich beziehungsweise Plechanow's, allmälig in ganz Rußland zu sozial- billig zu beschaffenden Arbeiter. national- sozial sind, weil die Zeitschrift der Sozialistische Und Afademiker" unter den Augen der Universitätsbehörden" erscheint 11. f. 1. 1. f. w. Und aus diesen Anlässen schreibt Stumm's Bewunderer und Nachtreter von Universität Sozialrevolution. Eine Perle aus seinem Artikel soll noch wörtlich zitirt werden: : Wahre Wissenschaft und sozialistische Lehren sind unverträg liche Gegensäge." Hat der Schreiber dieser Worte nie etwas von dem Philosophen Fichte und von seinem Werte Der geschlossene Handelsstaat, von Ferdinand Laffalle und dessen Philosophie Herakleitos des Dunkeln und vonseinem System der erworbenen Rechte, von Friedrich Albert Lange und seiner Geschichte des Materialismus von Marlo, Rod bertus, Mary und Engels gehört? Italien. Reichstag. 153. Sigung vom 15. Januar 1897. 1 Uhr. Rommiffarien. Aun Tische des Bundesraths: v. Bötticher und zahlreiche fortgesezt. Die Berathung des Reich shalts Etats für 1897/98 wird Ministeriums Rudini zu den parlamentarischen Parteien scheint inNour, 12. Januar.( Eig. Ber.) In der Stellung des Strömungen, welche auf eine Auflösung des Parlaments sofern ein Umschwung eingetreten zu sein, als neuerdings diejenigen hindrängten, beim Ministerium die Oberhand erhalten haben. Die Crispi'schen Blätter greifen den vermuthlichen Entschluß des Ministeriums, die Kammer aufzulösen, mit dem Hinweise an, daß Der Präsident v. Buol ertheilt vor der weiteren Berathung des das Ministerium eine so willfährige Kammer wie die jetzige faum Etats zum Staatssekretär- Gehalt das Wort zur Beantwortung der wiederfinden werde; sie unterlassen nur, hinzuzufügen, daß auf diese Angriffe des Abg. Schoenlank dem Willfährigkeit nicht einmal von einem Tage zum anderen gezählt Sächsischen Geheimrath Fischer: Der Abgeordnete Schoenlant Es kann schon sein, daß der großspurige Nichtswisser und sein Kammer uur den Augenblick beginnender Schwierigkeiten, der nicht freiheit der Arbeiter im vollen Unifange aufrechterhalten werde, an werden kann, daß vielmehr die auf Crispi's Namen gewählte hat auf eine Bemerkung des Staatssekretärs, daß die KoalitionsNachbeter in den„ Hamburger Nachrichten" auch von den Leistungen ausbleiben wird, erwartet, um das Ministerium Rubini zu fürzen. einzelnen Beispielen nachzuweisen gesucht, daß dies in Sachsen nicht dieser Männer nichts anderes weiß, als das öde Geschimpfe, daß Wenn Rudini Neuwahlen, ausschreibt, so wird er nicht nur sich, der Fall sei, und daß dort das Vereinsrecht mit doppeltem Maße er über diese Heroen deutscher Wissenschaft, hier und da seinen Ge- sondern auch dem Lande, welches von der Herrschaft der Crispi'schen gemessen werde. Sein Material muß doch sehr gering gewesen sein, finnungsgenossen auftifcht. Camorra befreit werden würde, einen Dienst leisten. Die Kammer- sonst hätte er nicht nach dem alten Ladenhüter auf die Auflösung Der Deutschen Tages 3eitung" ist nunmehr auflösung hätte verständigerweise schon unmittelbar nach dem Sturz des Gesangvereins Frohe Sänger" zurückgegriffen, der entgegen die Anklage wegen öffentlicher Beleidigung durch die Presse zu Crispi's, an dessen Politik die Kammer die Mitschuld trug, seinem ursprünglichen Namen sich mit öffentlichen Angelegenheiten gegangen. Es handelt sich 11111 die Antwort auf einen alfo im März vorigen Jahres vollzogen werden müssen. befaßt hat und mit anderen Vereinen in Verbindung getreten ist. Artikel der Bank- und Handels- Zeitung", die von der Leider hat Rudini sich bereit finden lassen, denen Gehör zu geben, mit der von Herrn Schoenlant angeführten Statistik ist es eine Ursache zit reden wußte, weshalb der Zar nicht Bis. welche die Befürchtung aussprachen, daß etwaige Neuwahlen nur eigene Sache. Was nußt uns die Zahl der verbotenen Versamm marck besuchte. Die Deutsche Tages- Zeitung" meint, fie der sozialistischen Partei nügen würden. Daher sein bisheriges lungen und der Wortentziehungen, wenn wir nicht wissen, wieviel nt, fie werde zwar die Abweisung des Klage beantragen müssen, da die Bögern und daher die Verfolgungen, die er unmittelbar vor der Versammlungen in Sachsen überhaupt stattgefunden haben. Voraussetzungen der Klageschrift unzutreffend seien, halte es aber vermutheten Kammerauflösung über die sozialistischen Verersehen wir daraus nicht, ob diese Verbote gerechtfertigt gewesen trozdem für wünschenswerth, daß vom Gerichte dem Klage- Antrage eine verhängt hat. Der Umstand, daß die sozialistischen Vereine find oder nicht, und nur in dem letteren Falle tann man sich listen zu lassen, den " " " Auch des Ober- Staatsanwalts Drescher zur Verhandlung stattgegeben ihre Parteigenossen bestimmten, sich rechtzeitig zur Schließung Ministerium des Innern feststellen, daß noch in keinem Jahre die werde. Der Mohr hat ausgeflagt. Der Margarine- von sozialistischen Vereinen gegeben zu haben. Zuerst wurde die Genua und dem in Schließung solcher Vereine fabrikant Mohr hat nicht blos fein Landtagsmandat sondern auch an sein Amt als Stadtverordneter von Altona und alle ihm in letzter grenzenden Küstengebiet verfügt; in den letzten Tagen wurden die Beit zu theil gewordenen Ehrenämter niedergelegt. In einem Arbeiterkammer in Rom und alle sozialistischen Vereine in der Zirkular theilt er ferner mit, daß er alle von ihm angestrengten, Stadt und Provinz Rom aufgelöst; in den anderen Provinzen des noch schwebenden Klagen zurückziehe. Es scheint also doch eine Vorwand zu diesen Maßnahmen hat der Gesetzesparagraph, welcher Landes wird die gleiche Maßregel erwartet. Den juristischen öffentliche Meinung zu geben. die Aufreizung zum Klassenhaß verbietet, abgeben müssen. Betroffen -3eugnißzwangs- Verfahren. Der Redakteur Walter sind aber auch Vereinigungen, welche, wie z. B. die Arbeitskammer von der„ Königsberg. Hartung'schen Zeitung" hat die wegen Zeugniß in Rom, gar nicht unter sozialistischer Leitung standen. Das ganze verweigerung gegen ihn verfügte Haft angetreten. Er hat jedoch Be- Vorgehen soll offenbar den Anhängern des Ministeriums auf der schwerde eingelegt. Nach fünfstündiger Dauer ist aber, wie der Rechten die Bürgschaft geben, daß das Ministerium, indem es zu " Freif. 3tg." telegraphisch gemeldet wird, die Zwangshaft aufgehoben der von Giolitti, Zanardelli und der äußersten Linken geworden, nachdem der Gewährsmann, der den Kommandanturbefeht wünschten Kammer- Auflösung schreitet, doch keineswegs gewillt der Zeitung überbrachte, sich selbst freiwillig dem Nichter gestellt sei, den„ radikalen Elementen" weitere Bugeständnisse zu hatte. macheit. Nach den Neuwahlen wird man vielleicht die Auch gegen die Kölnische Zeitung" soll nach dem Rhein. gegen die sozialistischen Vereine verhängten Maßregeln Cour." ein Ermittelungsverfahren auf Veranlassung des Kriegs- wieder zurücknehmen. Aber auch diese Aussicht kann nicht dazu ministeriums schweben, welches möglicherweise zum Zeugnißzwang dienen, das gewaltthätige und unverständige Vorgehen des Minigegen den Redakteur Veranlassung giebt. Es handelt sich um die steriums zu entschuldigen. vorzeitige Veröffentlichung der Kabinets ordre über das Duellwesen und die Ehrengerichte.F " Rom, 14. Januar. Rudini scheint mit der Absicht umzugehen, das Wahlrecht zu verschlechtern. Die„ Opinione" meldet, daß die Regierung eine" Reform" des Wahlrechts plane, und der Popolo Romano" hofft, Rudini werde das Wahlrecht derart gestalten, daß fünftig jede Aktion der Sozialisten in den Städten und der Klerikalen auf dem Lande erfolglos bleiben werde. " Spanien. Ist es möglich? Gegen das Danziger Westpreußische Volksblatt" war wegen einer Notiz Strafantrag gestellt worden. Der Redakteur Meyberg nannte dem Gerichte den Verfaffer. In der Verhandlung erklärte nun der Staatsanwalt Detting: Herr Mayberg hat unschön gehandelt. Die Fälle, in denen das Redaktionsgeheimniß gebrochen worden ist, find Gott sei Dank auf deutschen Redaktionen felten, um so mehr muß ich es Madrid, 14. Januar. Die Zeitungen erklären die Behauptung, tadeln, daß Meyberg sich nicht gescheut hat, den Verfasser des Spanien habe mit den Vereinigten Staaten in Verhandlungen geArtikels zu nennen und dadurch den Bitar Mankowsky auf die Anstanden, für unbegründet. Der Ministerpräsident bestreitet, daß von flagebant zu bringen." In Frankfurt a. M. und in Königs. einer Anordnung von Reformen für Kuba die Rede sei. Genau berg i. Pr. fizen Heute zwei Männer hinter Schloß und Riegel, das, was wir gestern vorausgesagt haben. weil sie sich nicht entschließen konnten, das Redaktionsgeheimniß zu brechen. Stimmt, Recht muß Siecht bleiben. bauen. " Zahl der sozialdemokratischen Beschwerden eine so geringe gewesen ist, wie im letzten Jahre. Das giebt zu denken; die Herren können sich auch nicht hinter den Einwand verstecken, daß sie sich nicht beschiert haben, weil sie beim sächsischen Minifterium teine Hilfe ge funden haben, denn in den letzten Jahren ist diese oder jene Maßfächsische Vereinsgefeß sich nur gegen Sozialdemokraten wendet, ist regel vom Ministerium des Innern reftifizirt worden. Daß das vollständig unrichtig; es wird gegen jeden angewandt, der die Gesetze übertritt.( Buruf bei den Sozialdemokraten: Zweierlei Maß!) Der Abg. Schoenlant hat behauptet, daß der Polizeirath Müller gegen hohes Honorar Berichte über die Arbeiterbewegung der Leipziger Zeitung" und einen gefälschten Bericht über einen Borgang geliefert habe, in dem in unqualifizirbarer Weise Theilnehmer der Bewegung beleidigt wurden. Auf grund eines Berichtes fann ich feststellen, daß ein solcher Bericht von dem Polizeirath nicht ge= liefert worden ist.( Widerspruch des Abg. Schoenlant.) So steht es in Ihrem unforrigirten Stenogramm. Im übrigen hat sich der Borfall in der That so zugetragen, wie es in der„ Leipziger Ztg." dargestellt ist. Wie mir mitgetheilt wird, thut es dem Verichterstatter sehr leid, daß er sich in der ersten Hize über diesen Borfall hat hinreißen lassen, folche Be leidigungen gegen die Theilnehmer auszusprechen. Wozu der Lärm? Der verantwortliche Leiter der Zeitung ist mit einer entsprechenden Geldstrafe den Sozialdemokraten scheint sie allerdings nicht entsprechend belegt worden. Jedenfalls muß ich mich dagegen verwahren, wenn man hier von einer sächsischen Polizei- Mißwirthschaft gesprochen hat. Daß die Sozialdemokraten gegen die Beleidigungen die Hilfe der Gerichte in Anspruch nehmen, verdenke ich ihnen nicht. Sie mögen aber vor ihrer eigenen Thüre tehren. Es ist vorgekommen, daß man den Vorsitzenden des Schöffen gerichts persönlich beleidigt und in den Staub gezogen hat. Man hat ungerechtfertigterweise die Familienverhältnisse des Staats ministers v. Metsch in einer Weise in der sozialdemokratischen Presse - Die Folterung der auf der Festung Monterörtert, die geeignet ist, ihn in der öffentlichen Achtung herabzusetzen, jonn gefangen gehaltenen Anarchisten wird durch ein Versuch, der selbstverständlich ganz erfolglos geblieben ist. weiteres, vom„ Sozialist" beigebrachtes Beweismaterial belegt. Am Herr Schoenland sollte als Journalist wissen, daß die„ Leipziger 24. September vorigen Jahres schreibt ein Gefangenwärter an das Beitung" kein Regierungsorgan und ein Unterschied zwischen einem Blatt" El Pais", in der lezten Nacht seien die Leichen des Ver- offiziellen und einem offiziösen Organ vorhanden ist. Seinem hafteten Baujals und Arriaza ins Meer geworfen worden. Beide Fraktionsgenossen Geyer ist von der sächsischen Regierung klipp und waren während der Martern gestorben. Am 3. Oktober endeten tlar gesagt worden, die Leipziger Zeitung" sei durchaus tein Reneun von den Angeklagten auf die gleiche Weise. Der Franzose Joseph gierungsorgan. Die Regierung enthält sich jeder Beeinflussung Thionlouge, der sich unter den Gefangenen befindet, erzählt in einem dieser Zeitung. Wenn sich ein sächsischer Staatsangehöriger über Briefe, er sei, weil er beim Verhör einen franzöfifchen Dolmetscher ihre Haltung beschwören will, so mag er das allenfalls im verlangt, bis auf die Haut ausgezogen, gebunden und geknebelt und fächsischen Landtage thun; es gehört nicht vor dem Reichstag. mit einer ftarten Karbatsche geschlagen worden, bis er sagte, er Wenn der Abg. Schoenland angeführt hat, daß bei einem Streit verstände spanisch. Der zum Tode verurtheilte Antonio Noguès jemand wegen versuchter Erpressung verurtheilt worden sei, so tann schreibt seinen Kameraden, er sei unmittelbar nach seiner ich ohne Kenntniß der Akten nicht beurtheilen, ob diese Verurtheilung Verhaftung acht Tage hintereinander ohne Speise und Trant gerechtfertigt war oder nicht. Jedenfalls erkläre ich auf das be gelassen worden, man habe ihn mit der Peitsche fortwährend im stimmteste, daß der sächsische Richterstand ebenso intakt und unMarschtempo erhalten, ihn gallopiren lassen und als er vor Er- beeinflußt von oben ist, wie der Nichterstand in jedem anderen mattung und Hunger niederfiel, ihn mit glühenden Eisen gebrannt. deutschen Staate. Die Sozialdemokraten machen es so wie der Ginmal habe man ihn vierundzwanzig Stunden geknebelt gelassen, Kranke mit dem Arzte; ist der Kranke nicht zu gedrückt, und zwei Henkersknechte zugleich hätten ihn ein andermal habe man ihn mit dem Gesicht gegen die Mauer retten, so wird die Schuld auf den Doktor geschoben, wird gesund, so hat der liebe Gott geholfen. peitscht. Ein Brief, den ein Gefangenwärter alt den Wenn der Richter eine Verwaltungsmaßregel als dem Geseze widerPariser Intransigeant" richtete, schließt mit den Worten: sprechend aufhebt, dann spricht man nicht von der Selbständigkeit " Hier sind die Namen der Beamten, welche die Martern unter dem des Gerichts, sondern verhöhnt die Verwaltung, wird aber ein VerJu Lille hat sich ein gewisser Jean Dhennin im Alter von bestimmt, die Mordazas( Mundknebel) und die Instrumente an oben. Nur noch eine furze Erklärung. Wir sächsischen Vertreter im Ju Lille hat sich ein gewisser Jean Dhennin im Alter von Befehl des Lieutenants Narciffo Portas ausführten: José Mayans, waltungsatt bestätigt, so ist es Kabinetsjustiz und Beeinflussung von 77 Jahren erschossen, der, bei einem Attentat gegen Napoleon III. betheiligt, zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt zulegen, die den Kopf zusammenpreffen, die Hoden heraus: Bundesrath werden ich hätte beinahe gesagt, gern- bereit sein, quetschen, das Fleisch an Hals und Schläfen bearbeiten. auf fachliche Beschwerden gegen sächsische Behörden dann zu antund dann begnadigt worden war. Das in Rede stehende Attentat Gr ordnete auch die Peitschenhiebe an, die andere Bärter worten, wenn diese Beschwerden zur Kompetenz des Reichstages wurde im Jahre 1855 in der Nähe von Perenchies bei Lille noch ausführen mußten, uni rechtzeitig vereitelt. Die Attentäter hatten auf die Eisenbahn von Trab zu erhalten, ohne ihnen Schlaf, Effen oder Trinken zu er- verleiden sollen, zu antworten, werde ich von jetzt ab unter meiner Lille nach Calais, die der kaiserliche Zug berührte, eine Bombe lauben; Manuel Carreras, welcher glühende Eisen in das Fleisch Würde halten. gelegt, die von den Bahnwärtern entdeckt wurde. treiben mußte; Jturcio Estorqui, bestimmt, die Geschlechtsorgane Abg. Schoenlauk( Soz.): Jch könnte so viel Material bei Paris, 15. Januar. Das ,, Echo de Paris" bringt die Meldung, mit Schilfitücken und Guitarresaiten zu verstümmeln. Zur Ab- bringen, daß ich stundenlang die Geduld des Hauses in Anspruch daß sämmtliche Oberoffiziere des Marine- Genieforps im Hafen lösung dieser Beiniger dienten: Felig Carran, Rafael Mayans, nehmen müßte. Die angeführte Statistit war eine Stichprobe, Toulon infolge eines Berichtes des Kontre- Admirals Chateau- Cirilo Ruiz, Leon Logez und der Unteroffizier Botas."— vielleicht können wir aber im nächsten Jahre umfangreiches ge minois über die wiederholt mißglückten Versuche mit den im drucktes Material vorlegen. Die Leipziger Beitung" und das Dresdener Journal" find amtliche, auf dem Etat stehende Blätter, Touloner Arsenal gebauten Kriegsschiffen verfest worden seien. und wenn dort solche Preßbanditen ihr Unwesen treiben, so ist die Regierung dafür verantwortlich. Den Polizeirath Müller habe ich nicht als Verfasser bezeichnet; ich fenne den Verfaffer, es ist der Polizei- Assessor Krüger( Widerspruch des sächsischen Bevollmächtigten). aß die Leipziger Zeitung" die von ihr beschimpften Leute um Entschuldigung gebeten hat, ist nur die Folge des richterlichen Urtheils, das in der„ Leipziger Zeitung" publizirt werden sie dafür angefaßt wird, erklärt sie die Beitung als offiziös. Also die mußte; dadurch mußte das Schamgefühl erst aufgeftachelt werden. Die fie dafür angefaßt wird, erklärt sie die Zeitung als offiziös. Also die Gemeinheit ist offiziös. Es ist nicht schön, daß in dem Boykott. prozeß der Waldschlößchen- Brauerei ein Richter mitwirkte, der Aktien der Brauerei besaß. Ich erinnere an den Freiberger Geheimbund prozeß. Die Amtshauptmannschaft in Chemnitz hat einem sozialdemokratischen Redakteur den Aufenthalt in den Vororten von Chemnitz verboten, ihn also in der Stadt internirt. Wenn man uns fragen würde, ob wir Vertrauen zur sächsischen Regierung haben, es niemals haben, denn sie verdient es nicht.( Große Heiterkeit; dann würden wir sagen: Wir haben es niemals gehabt und werden Beifall bei den Sozialdemokraten.) Schreien hilft. Wie das„ Laubaner Tageblatt" mit theilt, ist der Laubaner Flachsbau- Genossenschaft zur Errichtung einer Röstanstalt von den preußischen Ministern für Landwirthschaft und für Handel ein Kapital von 60 000. zugesichert worden. Dadurch wird der größte Theil der Aulagekosten gedeckt. Leider ist der Genossenschaft auch schon mancher Wermuthstropfen in den Becher gefallen. Die kleinen Landwirthe der Gegend ziehen es trot der 60 000 M. vor, statt Lein lieber Kartoffel und Rüben zu Leipzig, 15. Januar. Die Berufung, welche der Redakteur des Antisem. Gen.- Anz." Sedlaget in Berlin gegen das wider ihn wegen Gotteslästerung gefällte Urtheil eingelegt hatte, stand heute zur Verhandlung vor dem zweiten Straffenat des Reichsgerichts. Der Termin wurde vertagt, weil der Angeklagte den Präsidenten des Senats, Dr. Löwenstein, ablehnte, da derselbe Jude sei. Karlsruhe, 15. Januar. entwurf betreffend die Konversion der 4 prozentigen Badischen Die Kammer hat den GesetzStaatsschuld in 3/2 prozentige in der Regierungsfaffung einstimmig Frankreich. " angenommen. England. Rußland. ge= der Kranke " " Der Bar ist reiselustig, er will im Mai dieses Jahres Konstantinopel, Athen, Rom, Paris und London besuchen.Loudon, 12. Januar.( Eig. Ber.) Der Staatssekretär für Petersburg, 15. Januar. Die russisch- chinesische Baut eröffnet Indien hat sich endlich entschlossen, zur Veranstaltung von eine Filiale in Tientsin( China). Sammlungen für die von der Hungersnoth be- Das Finanzministerium hat eine neue Waarenklassifikation für troffenen Indier seine Zustimmung zu geben. Radikale Blätter das zum Export bestimmte Getreide ausgearbeitet.-haben schon seit Wochen dazu aufgefordert, mit Sammlungen vorzu- Petersburg, 15. Januar. gehen, bisher aber war die indische Verwaltung nicht dazu au Kreisen verlautet, gilt die Balutaregulirung als defivitiv gesichert Wie in hiesigen maßgebenden zu Regierung duldet alle Angriffe der Leipziger 3tg." und erst, wenn bewegen gewesen. Ihre Motive sind nicht gerade tadelnswerth. Es und steht die Publikation eines Utas bevor, welcher die sofortige ist an sich schon ein Standal, daß solche Sammlungen nothwendig Prägung neuer Goldmünzen von 15 bezw. 71/2 Rubeln anordnet. sein sollen. Nothstände von riesenhaster Ausdehnung sind in Judien Der Rettor der Warschauer Universität, ein Vorkommniß, auf das man innerhalb gewiffer Perioden fast mit Bestimmtheit rechnen kann, auf das also eine gute Verwaltung Kordowsky, Professor der Psychiatrie, wurde seines Amtes entfest vorbereitet sein muß. Es ist auch Ende der siebziger nach Entdeckung eines Fehlbetrages von 400 000 Rubeln in der Jahre ein staatlicher Rothstandsfonds gegründet worden, Kaffe des Universitätsfonds. für den jährlich anderthalb Millionen Pfund( 30 Millionen Mark) zehn Jahren sind von den so refervirten 15 Millionen Pfund Türkei. aus den Staatseinnahmen zurückgelegt werden. Aber in den letzten Konstantinopel, 15. Januar. Wie verlautet, stehe die Er ( 300 Millionen Mart) beinahe zwei Drittel zu Zwecken verwendet worden, die mit der Bestimmung des Fonds wenig oder gar nichts zu thun haben, darunter mehrere Millionen für die Beamten der angloindischen Verwaltung als Entschädigung für die Gehaltsverluste, die ihnen der Preisfall des Silbers verursacht. Unter solchen Umständen mit dem Klingelbeutel herumzugehen, ist doppelt Ministeriums im Gleichgewicht! beschämend, und so wartete die Verwaltung, bis der Nothstand solchen nennung von vier Muschawers( Rathgeber) und zwar zweier ministerium und die Gendarmerie bevor. Die Pforte unterhandelt Deutschen, eines Schweizers und eines Belgiers für das Finanz mit der Ottomanbant wegen eines Vorschusses von 300 000 ẞfund. ausrufen: Wie denn? Das Budget ist ja nach einer Mittheilung des MindGriechenland. " Umfang angenommen, daß alle verfügbaren Staatsmittel versagen. Athen, 14. Januar. In der Nacht vom 18. auf den 14. Januar Sie entschuldigt ihre Hinhaltungspolitik damit, daß eine verfrühte fand man in griechischer Sprache abgefaßte Aufrufe der Jung- Ich wundere mich, wie jemand nach so vielen Beweisen noch die Stirne Anrufung der öffentlichen Mildthätigkeit ihren Erfolg verfehlt haben türken angeschlagen, in denen die Unterstützung der Griechen anwürde. So wird also jetzt der Klingelbeutel mit Wacht gefchivungen, gerufen wurde. um für gegen zwei Millionen am Berhungern befindlicher Menschen nur so viel aufzutreiben, daß sie bis zum Frühjahr nicht in HundertAfien. tausenden dahinsterben. Schon jetzt beläuft sich die Zahl der Vom Aufstand auf den Philippinen. Nach amtlichen positiv Verhungerten auf Behntausende, ganz abgesehen von den spanischen Depeschen wurden die Insurgenten in der Proving Opfern der in Bombay ausgebrochenen Pest. Troß allen in den letzten Bulatan geschlagen und verloren 107 Mann. Zweitausend haben Jahrzehnten vorgenommenen Reformen, Kanalisations- 2c. Werten sich den Spaniern unterworfen. Der oberste" Insurgentenführer, bleibt Indien der schwarze Fleck im Wappen Englands, der größte Eusebio Roque, wurde gefangen genommen. Schuldposten im Sündenregister des britischen Reiches. des Bevollmächtigten für Sachsen lesen werden, dann werden sie Abg. Stolle( Soz.): Wenn die sächsischen Arbeiter die Rede nicht!" Er hat einen ganzen Tag dazu gebraucht, um widerlegen Guten Morgen, Herr Fischer, aber Ihre Sache stimmt zu können, was meine Parteifreunde Schoenlant und Geyer über die Handhabung der Vereinsgefeße seitens der fächsischen Behörden vorgebracht haben. Er sagt, es gäbe in Sachfen nicht zweierlei Maß. baben kann, das zu lenguen. Dem Herrn Bevollmächtigten wird doch bekannt sein, daß ich gegen den Minister des Innern von Metzsch mehrfach Beschwerde geführt habe, daß man andere Vereine in Ver bindung treten läßt und gegenüber den Sozialdemokraten die ftrengsten Polizeimaßnahmen anvendet. Es ist amtlich konstatirt, daß Vereine in Verbindung getreten find und Versammlungen abgehalten haben, ohne daß sie meines Wissens eine Bestrafung erfahren haben. In Wurzen z. B. waren zur Betreibung der Stadtverordnetenwahl mehrere berartige Vereine aus bürgerlichen Kreisen zusammen getreten, haben Bersammlungen abgehalten und unter einander " = Abg. Jakobskötter( dk.) regt an, ob man nicht die Patentanwälte unter eine öffentliche Kontrolle stellen könne, denn es werde behauptet, daß dieselben unberechtigteriveise viel Geld aus den Taschen der Erfinder ziehen. Ferner bemängelt Redner die Auslegung der Patentgesuche im Patentamte, wodurch der unlautere Wettbewerb gefördert werde. Geheimrath Hauß: Diese Auslegung ist ein wesentliches Element der Vorprüfung; die Behörden und die Interessenten werden auf diese Weise zur Prüfung der Batente herangezogen. Abg. Müller- Sagan( frs. Vp.) hält es für unzweckmäßig, für die Patentanwälte einen Befähigungsnachweis einzuführen. Der Nachweis würde nur eine moralische Bedeutung haben, denn ein Batentanwalt, der nicht auf verschiedenen Gebieten der Technik tüchtig bewandert ist, wird kein Geschäft machen. Höchstens könnte man Ehrengerichte einführen. Geheimrath Hauß: Von einem Befähigungsnachweise für die Patentagenten ist keine Rede. Die Ausgaben für das Patentamt werden genehmigt. Das Kapitel Reichs. Versicherungsamt" wird der Budgetkommission zur Vorberathung überwiesen. forrespondirt. Nachher ist zwar eine Bestrafung eingetreten, aber jordnungen erwarten sollen, da die Beschwerden der Arbeiter schon| Bei den Ausgaben für das Reichs Patentamt fragt erst, nachdem sich die Sozialdemokraten ins Mittelg gelegt hatten. jahrelang zurückliegen. Schon 1894 hat der Nürnberger Magiftrat Abg. Hammacher( natl.), ob eine Aenderung der Ansichten der Der Herr Staatsminister von Mefch fagte es ganz frei und den Desinfektionszwang für Thierhaare angeordnet. Trotzdem ist die verbündeten Regierungen über die Berner Union zum Schuße der offen in der Kammer der Ausspruch ist auch dem Herrn Bevoll- Zahl der Todesfälle nicht zurückgegangen, und erst neuerlich sind wieder Erfindungen eingetreten sei. Es empfehle sich dieser Beitritt, mächtigten vom Bundesrath bekanntes follte ja eigentlich für deren drei vorgekommen durch Roßhaare und durch Schweineborsten. damit die Patentirung deutscher Erfindungen im Auslande leichter jedermann im Staate gleiches Recht gelten, aber wenn die Polizei- Durch die Zögerung der Regierungen und bei ihrer Furcht vor der herbeigeführt werden könne. behörden gegenüber den Sozialdemokraten etwas anders verfahren Schädigung der Unternehmer werden die letzteren zu einem schnelleren Geb. Ober- Regierungsrath Hauß: Eine Aenderung der Meinung als gegen andere Parteien, so liege das in der Jutention der Regierung, Vorgehen wohl nicht veranlaßt werden. Die Unternehmer flagen der verbündeten Regierungen ist nicht eingetreten. Es werden alle daß man den Polizeibehörden in dieser Weise eine gewisse Latitude über die Schädigungen, welche ihnen die Desinfektion durch Dampf Vorkommnisse bezüglich der Union auf das forgfältigste geprüft. zugestehen muß. Kann da noch von einem gleichen Recht die Rede mit sich bringt, während Sachverständige eine solche Schädigung Die Reichsverwaltung ist von jeher bemüht gewesen, alle Kultursein? Die Berichte der zweiten Kammer habe ich hier, es ist also durchaus bestreiten.. und Industriestaaten zusammen zu schließen, um die Verwerthung der Ausspruch des Ministers nicht wegzuleugnen. Es giebt im Auf grund des§ 120a der Gewerbe- Ordnung könnte schon jetzt von Patenten zu fördern. Es sind aber in der Union Bestimmungen ganzen Deutschen Reich kein zweites Land, wo der oberste Beamte des mit Verordnungen vorgegangen werden in bezug auf die Kleidung vorhanden, die mit den besonderen Verhältnissen unserer GesetzStaates offen und frei erklärt, daß es in den Intentionen der Regierung und Reinlichkeit der Arbeiter in den Thierhaarbearbeitungs- gebung sich nur schwer oder nur in der Weise vereinigen lassen, liegt, daß man gegenüber den Sozialdemokraten anders verfährt, Anstalten. Aber es müßte ein 3wang ausgeübt werden, denn die daß der Deutsche in den internationalen Beziehungen ungünstiger als gegen andere Staatsbürger. Der Herr Bevollmächtigte meint, es Arbeiter haben jetzt teine Zeit zu solchen Dingen, weil sie sich behandelt wird als der Ausländer. Aus diesem Grunde haben die sei nur ein Fall vorgekommen, wo man einen Verein aufgelöst hat. zusammennehmen müssen, um einen menschenwürdigen Lohn zu er verbündeten Regierungen Separatverträge mit den Kulturstaaten Ich selbst habe die Beschwerde geführt und die Darstellung des zielen. An Wasch- und Badegelegenheit fehlt es aber in den angebahnt, in denen die verwerthbaren Bestimmungen aus der Geb. Rath Fischer entspricht der Wahrheit nicht. Der Gesang Fabriken. Die Polizeibeamten begnügen sich bei der Kontrolle schon Union übernommen worden sind. Von diesen Verträgen sind 3. verein Frohe Sänger" ist mit anderen politischen Bereinen nicht in damit, daß sie nachsehen, ob die Karbolflasche gefüllt ist; ob sie mit oder 4 fertig und eine große Anzahl anderer in Borbereitung, und Verbindung getreten. Er hatte sich zum voigtländischen Sängerfest Rarbol gefüllt ist, wird nicht einmal untersucht. Die Unter- es ist zu hoffen, daß in nicht allzulanger Zeit dem Reichstage nach angemeldet, einem harmlosen Fest, wie die anderen auch. Darauf nehmer haben von der Polizei sogar verlangt, daß ihnen die dieser Richtung eine Vorlage gemacht wird. recherchirte die Polizei beim Kassirer und fand in seiner Behausung Namen der denunzirenden Arbeiter genannt werden sollten. Als Abg. Hammacher: Die Angehörigen der Union haben das einen Almanach zum Wahren Jakob". Die Polizei hält es für neulich wieder eine Versammlung der Pinselarbeiter stattgefunden Recht, ihre auf grund eines Patents hergestellten Erzeugnisse zwei Staatsgefährlich, wenn ein Gesangverein hier und da so hatte, tam auch ein Vertreter des Reichs- Gesundheitsamts nach Jahre lang ungehindert in Frankreich einzuführen, ein Recht, das einen leinen Almanach im Kasten hat, und man daraus Nürnberg. Aber die Sache war 4 Wochen vorher bekannt geworden Deutschland nicht zur Seite steht. Hat nun ein Deutscher eine Er ersehen kann, daß Lassasie im März geboren ist. Die und es wurde überall gescheuert und gefegt, damit er alles rein fände. findung gemacht und fann er die patentirten Gegenstände in Frant Polizei hält es gar für staatsgefährlich, wenn der Almanach( Hört, hört!) Mit den Arbeitern hat er nicht verhandelt, sondern reich nicht einführen, so befindet er sich in einer viel schwierigeren auch Bauernregeln bringt. Andererseits treten in Sachsen land- nur mit den Unternehmern.( Hört, hört!) Um möglichste Sicherheit zu Lage als der Ausländer, der je nach der Aufnahme, die seine wirthschaftliche Vereine mit einander in Berbindung, treiben Politik schaffen, sollte man das Rohmaterial schon vor dem Transport desinfiziren. Waare in dem betreffenden Lande gefunden hat, eine Fabrik er und machen in den Versammlungen des Bundes der Landwirthe gegen Abg. Nettich( df.) richtet die Aufmerksamkeit des Hauses und richtet oder nicht. Auf den Kongreffen der Jndustriellen, auf denen die Reichsregierung Opposition. Man tann fast annehmen, es beder Regierungen auf eine durchgreifende, allgemein durchgeführte sich auch die gesammten intelligenten technischen Kräfte zusammen Nur die Fleischkontrolle ist in den finden, wurde es deshalb für den deutschen Interessen entsprechend der Regierung sind, gegen die im Reiche, da man den land größeren Städten mit Schlachthöfen durchgeführt, die Trichinenfchau bezeichnet, der internationalen Union beizutreten. wirthschaftlichen Vereinen in Sachsen eine ganz besondere Freiheit sogar zum theil auf dem Lande. Aber eine Kontrolle des Verkehrs läßt. So hat z. B. der Bund der Landwirthe eine Versammlung mit den übrigen Nahrungsmitteln besteht nur in wenigen Staaten. in einem Lokale abgehalten, in dem sich nicht mehrere Ausgänge Ich möchte die Sache auch hier anregen. befinden, während doch sonst, nach dem Baupolizei- Regulativ bei Direktor des Reichs Gesundheitsamtes Köhler: Die verbündeten uns, Versammlungen nur in Lokalen mit mehreren Ausgängen Regierungen theilen den Wunsch des Vorredners, aber ich kann den stattfinden dürfen. Den Arbeitern verwehrt man les, solche Lokale Vorwurf nicht als berechtigt anerkennen, daß bisher sehr wenig zu benutzen, dem Bunde der Landwirthe, der Agitation gegen die geschehen sei auf diesem Gebiete. In Hessen und Baden bestehen Reichsregierung treibt, gestattet man es. Ist das mit gleichem Untersuchungsstellen in größerer Zahl, und auch in andern Maße gemessen? Nun ein anderes Blatt. Der Bundesraths- Staaten geht man immer mehr und mehr damit vor, Bevollmächtigte fragt: Wo ist in Sachen des Roalitionsrechts der folche Kontrollstellen einzurichten. Die Strafen wegen Uebertretung Arbeiter beeinträchtigt worden? Ich weiß nicht, was er darunter des Nahrungsmittel- Gesetzes sind auch schon recht zahlreich. versteht; aber jedenfalls ist die Verbindung mit den zentralen Ge- Abg. Schulte- Königsberg( Soz.) weist darauf hin, daß es wertschaften nicht mehr möglich. Wie werden die Arbeiter behandelt? bezüglich gewisser Uebelstände noch an den nöthigen Verordnungen Aus dem Bericht der Gewerbe Inspektoren für 1895 mag Herr fehlt. In Königsberg seien im vorigen Sommer bei der großen Dr. Fischer einmal den Bericht des Inspektors für Chemnih lesen. Size 37 Arbeiter am Higschlage gestorben. Man hätte bei dieser Hier wird gesagt, die Arbeiterausschüsse hätten nicht viel gestiftet, Siße das Arbeiten auf den Schiffen, Bauten u. s. w. während der fie hätten wohl mal einen Ausflug besprochen. Was sagt der Beit von 11-3 Uhr verbieten sollen. Inspektor weiter? Aus Furcht vor den Arbeitgebern getrauten sie Abg. Nöficke( wild- liberal) empfiehlt ebenfalls eine energifche sich nicht, anderer Sachen sich anzunehmen. Wenn fo seitens der Arbeit- und fyftematische Nahrungsmittel- Rontrolle, aber es muß für die geber auf die Arbeiterausschüsse eingewirkt werden kann, daß sie sich Gewerbetreibenden eine Garantie gegen falsche Handhabung geboten nicht getrauen, den Arbeitern Nützliches zu besprechen, dann ist werden. Was jetzt geschehe, sei durchaus unzureichend und falsch; es gewiß schlimm, dann hat in Sachsen die Macht des namentlich die Prüfung der Milch mit dem sehr rohen Instrument Kapitals einen zu großen Einfluß auf die Arbeiterverhältnisse. des Milchprobers sind sehr primitiv, während gerade die Prüfung Der Jnspektor für den Chemnitzer Bezirt sagt nun freilich, daß in der Milch eine schwere Aufgabe ist, die von der Wiffen diesen Fabriken die Arbeitgeber nur Söhne von Arbeitern gewesen schaft noch nicht gelöft ift. Die gewöhnlichen Polizei feien; er schreibt hier wörtlich:" Ju beiden Fällen waren die beamten sind für solche Zwecke großentheils nicht geeignet. Arbeitgeber Söhne von Arbeitern, die zu Fabritsbefißern empor- Die Polizei warnt das Publikum vor allen möglichen Gebeinmitteln gestiegen sind." Es ist allerdings eine wenig erfreuliche Thatsache, und ähnlichen Handelsartikeln, um das Publikum vor Schädigung daß auch Arbeitgeber dieser Art sehr oft Mangel an Mitgefühl und seiner Gesundheit und vor Ausbeutung zu schützen. Diese Warnungen Entgegenkommen gegenüber ihren Leuten bezeugen, wenn hier follten nur publizirt werden, wenn die Sache largestellt ist durch ein tönigl. sächsischer Beamter seinen Unwillen darüber aussprechen gerichtliches Verfahren oder technische Untersuchung. In zwei muß, und wenn ein Beamter des Ministeriums es offen ausspricht, Fällen hat sich das Polizeipräsidium von Berlin von der Unrichtig so ist dies noch mehr in die Wagschale zu werfen, denn wie würde feit seiner Warnungen überzeugen müssen; in einem Falle hat das sich ein Beamter, der dem Ministerium des Junern unterſtellt ist, Gericht entschieden, in dem anderen hat das Gesundheitsamt die Be fürchten, etwas Unrechtes zu äußern, was er nicht auf den Buch- hauptungen der Polizei als übertrieben bezeichnet. Mindestens sollte staben genau beweisen tönnte. Nun sagt er freilich: Diese Arbeit die Polizei sich an das Gesundheitsamt vorher wenden, ehe sie geber sind nur Emporkömmlinge. Nun, in Sachsen, wo die Industrie solche Warnungen erläßt. thatsächlich hervorragend ist, sind die Parvenus teine feltene Erscheinung. Direktor Köhler: Es giebt kein Gesetz, welches folche War Ich glaube aber, auch in anderen Kreisen wird zu bezeugen fein, nungen verbietet, deshalb muß es dem Polizeipräsidium überlassen daß auch bei Hochadeligen nicht ein richtiges Mitgefühl für den bleiben, nach seinem Ermessen vorzugehen. Die Milchkontrolle ist Arbeiterstand vorhanden ist. Wenn wir einmal ein scharfes Wort schon zum Gegenstand eingehender Erwägungen gemacht worden, Geheimrath von Jonquières: Beschwerden über die Kanalsprechen, so geschieht das nicht pro domo, sondern im Interesse die aber ergeben haben, daß es nicht richtig sei, einheitliche Kontroll. verwaltung sollen beim Kanalamt angebracht werden. Wir werden unferer Mitmenschen; denn wenn wir nicht reden, so müßten, vorschriften zu erlassen, je nach der Besonderheit des Futters und aber die Sache untersuchen, ebenso die Beschwerden über die um ein christliches Wort anzuwenden, die Steine reden. der Raffe ist die Milch verschieden, und die Kontrolle muß von den Sonntagsruhe der Schleppdampfer. Die Tarife tönnen für Es ist eine heilige Pflicht der Voltsvertretung, solche lokalen Behörden festgestellt werden. Schiffe fremder Flagge nicht höher bemessen werden Dinge im Reichstage und auch auch im Landtage vorzubringen, Abg. Langerhaus( frs. Wg.): Wenn ich hierzu das Wort nehme, für deutsche Schiffe. kommen die Deswegen ermäßigten und wenn der Bevollmächtigte im Bundesrath erklärt hat, er werde so fragt man, ob nun obligatorische Leichenschau, oder Leichen Tarife allen kleinen Schiffen zu gute. Da die holländischen in Zukunft nicht mehr darauf antworten, so sage ich: Wenn auch verbrennung, oder das Reichs: Seuchengesetz von mir verlangt wird. Fahrzeuge größer sind als die deutschen, haben wir die Reaktionären in Sachsen es dahin gebracht haben, die sozial Aber ich will davon nicht sprechen. Ich habe davon gesprochen, als die niedrige Grenze von 50 Tonnen gezogen, um die Werdemokratischen Vertreter aus dem Landtag herauszubringen, so werden ich noch dunkleres Haar hatte. Die Haare sind weiß geworden günstigung thatsächlich nur den deutschen Schiffen zuzuwenden. Es Sie derartiges hier noch öfters im Reichstag erleben. Das wird und es ist alles beim alten geblieben. In Preußen besteht eine haben den Kanal paffirt 1503 Schiffe unter 50 und 214 Schiffe der Boden sein, auf dem wir auszukämpfen haben, was dort gegen große Bewegung, die Aerzte aus der Gewerbe- Ordnung heraus über 100 Tonnen, darunter 8 bezw. 16 niederländische. Bezüglich unsere Leute geschieht. Was die Leipziger Zeitung" anlangt, zunehmen und eine besondere Aerzte Ordnung zu schaffen. Ich des Wegerechts zur See hat die deutsche Regierung den Standpunkt Aber wahrgenommen. so ist niemals widersprochen worden, daß sie Regierungsorgan fühle mich als Gewerbetreibender sehr wohl und brauche auch des es handelte sich sei. Der Herr Minister hat ja selbst erklärt, er tönne ohne offizielles teine Ehrengerichte, denn ich fann meine Ehre selbst um die einheitliche Feststellung von Vorschriften für die Es ist uns zugeRegierungsorgan nicht bestehen. Ich bin ganz unparteiisch und wahren, aber es kann ja auch andere Leute geben.( Heiterfeit.) Ich ganze Welt; da muß der Einzelne zurückſtehen. geftebe gerne was von unserer Seite schon mehrfach geschehen. meine nun, die Reichsverwaltung soll wohl aufpassen, wenn der sichert worden, daß sofort nach Abschluß der Verhandlungen eine daß die. 8." in ihrem wissenschaftlichen Theil sehr gut ist. Aber Gedanke der Trennung der Aerzte von der Gewerbe- Ordnung auf- neue Konferenz einberufen werden soll, um diese Frage der Fisch. auf der anderen Seite fönnen wir es nicht hingehen lassen, daß sie genommen wird. Wird der Aerzteftand besonders gestellt, so muß dampfer noch einmal zu untersuchen. eine unrechte Kampfesweise führt, die sich auch einem Regierungs- es doch im Anschluß an die Gewerbe- Ordnung geschehen, denn Abg. Leipziger( ot.): Man sollte sparsam sein bezüglich der organ nicht geziemt. Man fann doch verlangen, daß in einem es liegt ungweifelhaft die Ausübung eines Gewerbes vor. elektrischen Beleuchtung des Kanals und lieber für maschinelle EinRegierungs- Organ auch gegenüber einem Gegner ein anständiger Ton Das Reich darf sich diese Gesetzgebung nicht nehmen lassen. richtungen sorgen, um Störungen in dem Betriebe des Kanals angeschlagen wird. So könnte man, wenn man das Kapitel" Hand- Auch die Nahrungsmittelfontrolle und die Einrichtung von Unter zu verhindern, die jetzt mit Hilfe von Privatgesellschaften beseitigt habung des Vereinsgesetzes im Königreich Sachfen" aufschlägt, tage fuchungsstationen läßt sich viel leichter durchführen, wenn das Reichs- werden mußten. lang sprechen, und das Thema würde nicht erschöpft werden. Ich amt des Junern die Sache in der Hand hat. will jetzt nur anführen, daß seitens des Herrn Ministers Abg. Weiß( frs. Vp): Nahrungsmittel Kontrollstellen habe ich im Königreich Sachsen nicht bestritten wurde, daß man gegen schon bei Berathung des Margarinegeseges angeregt, aber der Staatsdie Sozialdemokratie die Geseze anders handhabt als gegen andere Parteien. Man fagt einfach: Die Sozialdemokraten haben sich gegen unsere Gesellschaftsordnung ertlärt, deshalb haben wir gegen diefe Leute keine Rücksicht zu nehmen. Deshalb wird den Polizei behörden die gewisse Latitüde gestattet, damit sie die Ge feyze anders auslegen können als gegen andere Parteien, wenn auch die Verfassung im Königreich Sachsen gleiches Recht für alle Bürger vorschreibt. Ich wiederhole: Wir in Sachsen haben nicht dasselbe Recht wie andere Bürger. Wir stehen außerhalb des Rechtes in Sachsen, und so suchen wir Schuß beim Reichstag und beim Reich.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Sächsischer Geheimrath Fischer: Ich erkläre es für eine direkte Unwahrheit, daß der sächsische Ministerpräsident erklärt habe, daß die Gesetze der Sozialdemokratie gegenüber anders ausgelegt werden als gegenüber den anderen Parteien. sekretär des Innern hatte Bedenten wegen der Finanzlage im Reiche. Wie lange wird man diesen Zustand noch dulden, daß der preußische Finanzminister jeden Schritt vorwärts hemmt. Redner tritt dann nochmals für den Desinfektionszwang für Thierhaare ein. Bei den Ausgaben für das, Kanalamt" weist Abg. Hahn darauf hin, daß der Wunsch, daß an der Brun bütteler Schleuse ein Dampfer auf der Elbe, einer binnenseits sein. solle, nicht erfüllt werde; die Schiffe müssen sehr lange warten, ehe sie durchgeschleust werden. Auch in Holtenau haben die Schiffe oft.lange liegen müffen, namentlich auch an Sonn- und Feiertagen. Troß aller Fürforge für die Sonntagsrube follte man doch den Verkehr nicht allzu sehr stören. Redner bemängelt ferner, daß der zwischen den Molen der Bruns bütteler Schleuse abgelagerte Schlick nicht richtig verwendet wird zur Nußbarmachung des Bodens zu landwirthschaftlichen Zwecken. Bum Schutz der deutschen Küstenschiffer hat man den Tarif des Kaiser- Wilhelm- Kanals herabgesezt; aber die Grenze von 50 Register tons ist nicht richtig, man muß bis auf 100 Tons hinaufgehen. Das Wegerecht auf See ift geregelt auf der Konferenz zu Washington; danach soll der Dampfer dem Segler ausweichen. Dampfer, die fischen, betrachte man allgemein als Segler. Das wird nicht mehr der Fall sein, wenn die neuen Bestimmungen der Konferenz am 1. Juli in Kraft treten. Die Hochseefischer. wünschen, daß man es bei den bisherigen Bestimmungen belaffen möge. Die als Geheimrath von Jonquières: Die elektrische Beleuchtung würde nicht billiger werden, wenn sie beschränkt und unterbrochen würde, als wenn sie ununterbrochen am ganzen Kanal in Thätigkeit bleibt. Die maschinellen Vorrichtungen für die Hebung eines ge funtenen Schiffes, namentlich bei dem Fall, der besonders empfindlich störte, kann die Kanalverwaltung nicht beschaffen. Abg. Jebsen( natl.): Ich hätte gewünscht, daß die Kanals verwaltung uns eine Denkschrift über die Wirkung der Aenderung des Tarifes vorgelegt bätte. Die Fischdampfer sind außer See nicht als Dampfer zu betrachten, sondern müssen den Seglern gleichgestellt werden. Es ist merkwürdig, daß eine Nation wie England in dieser Beziehung eine Aenderung der bestehenden Uebung herbei. führen konnte. Abg. Grillenberger( Soz.) bedauert, daß für die Arbeiter in den Thierhaar- Verarbeitungsanfalten seitens des Reichs- Gesundheits amts garnichts geschehen sei. Gegen die Unternehmer, die in ihrem Betriebe nicht das nöthige thun zum Schutz von Leben und Gesundheit der Arbeiter, sollte man seitens der Berufsgenossenschaft, aber auch seitens der Staatsanwaltschaft energisch vorgehen. Bezüglich der Nahrungsmittelkontrolle ist die Hauptsache, daß jedes gegen die Abg. Hahn: Die deutschen Fischer haben sich mit ihren BerufsBerfälscher ergehende Urtheil veröffentlicht wird. genoffen in England in Verbindung gefeht, und es wird eine parlaDirektor Köhler: Bezüglich des Schutzes der Arbeiter in den mentarische Aktion eingeleitet werden, um die Bestimmung bezüglich Thierhaar- Verarbeitungsaustalten hat das Reichsgesundheitsamt eifrig der Fischdampfer nicht in traft treten zu lassen. Die Regierung gearbeitet, wenn bisher ohne Ergebniß, so liegt das an der Schwierig sollte mit einer Verordnung warten, bis der Reichstag sich vollAbg. Stolle: Ich erkläre es für eine Unwahrheit, daß Herr feit der Materie. Die Desinfektion mit Dampf beschädigt die ständig informirt hat. von Metzsch in der Kammer nicht erklärt haben soll, daß die Gesetze Schweineborsten nicht, wohl aber die Roßhaare, welche in ganzer Geheimrath von Jonquières: Es ist wünschenswerth, eine der Sozialdemokratie gegenüber anders gehandhabt oder ausgelegt Länge bearbeitet werden sollen. Die beste Methode der Desinfektion Aenderung bezüglich der Fischdampfer zu treffen, aber die kann werden sollen als anderen Parteien gegenüber. mit Dampf ist trot kostspieliger Versuche der Fabrikanten noch nicht so leicht herbeigeführt werden. Die Verhandlungen darüber nicht gefunden worden. Ich würde mich freuen, wenn wir sollen bald geführt werden. mit der Berordnung in drei Monaten kommen können, aber in einem Jahre wird sie spätestens erscheinen. Damit schließt die Diskussion. Beim Reich 3 Versicherungsamt fragt Abg. Weiß( fef. Vp.), wann endlich bezüglich der Roßhaar spinnerei eine Verordnung zum Schuß der Arbeiter erlassen werden soll; in der letzten Zeit sind 29 Erkrankungen an Milzbrand in diesen Betrieben vorgekommen, von denen nicht weniger als 11 tödtlich verlaufen sind. Man sollte einen Desinfektionszwang für Thierhaare einführen. In Nürnberg und in Baden besteht dieser Zwang schon, aber dieser lokale 3wang ist nicht genügend. Direttor des Reichs- Gesundheitsamts Köhler: Die bisher vor geschlagenen Desinfektions- Verfahren sind von den Fabrikanten zum theil als für die Waaren schädlich bezeichnet. Es werden deshalb andere Verfahren geprüft werden. Es besteht die ernste Absicht, die Sache zum Abschluß zu bringen, aber es muß nach einem sicher erreichbaren Ziel gestrebt werden, damit nicht das DesinfektionsVerfahren Härten für die Betriebe mit sich bringt. Abg. v. Bollmar( Soz.): Wenn die Urtheile wegen Nahrungsmittelverfälschung veröffentlicht werden, so fragt es sich nur, ob der Name genannt wird. Denn es muß der Name der Sünder bekannt gemacht werden. In München werden von der Staatsanwalschaft die Namen der Verurtheilten dem Magistrat mitgetheilt und in öffentlicher Sigung verkündet und an der Anzeigetafel angeschlagen. Dieselbe Rolle, die jetzt die Milzbrandvergiftungen spielen, spielten früher die Quecksilbervergiftungen. Darüber war seitens unseres Kollegen Schoenlant ein Buch erschienen, aber das ReichsGesundheitsamt hat damals nicht die Initiative ergriffen, ebenso wenig wie das jetzt der Fall ist. Seglern ausgewichen wird, sei ein gewöhnliches Recht, bessen AbAbg. Hahn bleibt dabei: daß dem Fischdampfer von den schaffung durch die neuen Bestimmungen eine Ungeheuerlichkeit und eine Schädigung der Fischerei darstellen würde. Die Ausgaben für das Kanalamt werden genehmigt. Um 53/4 Uhr wird die weitere Berathung vertagt. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr.( Anträge und Petitionen.) Die Hafenarbeiter- Bewegung. Aus Hamburg wird uns unterm 15. Januar mitgetheilt: Befanntlich war eine an den Senat gerichtete Petition gegen die Direktor Köhler: Damals mußten erft große Versuche in Streitbrecher- Massenquartiere fonfiszirt worden. Gegen diese Maßunferem Laboratorium stattfinden, ehe wir zur Entscheidung der regel wurde Beschwerde eingelegt, und was ist die Antwort? Der Chef der Kriminalpolizei erklärte, die Beschwerde fei der Staatss Damit ist die Debatte erledigt. Die Ausgaben für das Reichsanwaltschaft als Material zur Erhebung einer Antlage wegen Be leidigung überwiesen. Abg. Grillenberger( So.) bedauert, daß man keine voll. Frage kommen konnten. ständigere Antwort geben könne. Bei den zahlreichen Erkrankungen in den Pinselfabriken hätte man schon vor Jahr und Tag An- I gesundheitsamt werden bewilligt. Bei dem Leiter der Seemanns- Bewegung, Stör mer, und an tiger: nicht vertreten ist, beabsichtigten unsere Parteigenossen Sonntag, Herr Fabrikinspektor einmal Veranlaffung, der Sache auf den Grund verschiedenen anderen Stellen, so bei Auer u. Ko., find Haus- den 10. Januar, in Vordamm bei Driesen eine Konferenz abzu- zu gehen. suchungen vorgenommen worden, weil in einem von Störmer ver- halten, um die Wahl eines Kreis- Vertrauensmannes, Aufstellung Bei der Firma 3immermann u. Buchloh, Uferstr. 6a, legten Flugblatt verschiedene Paragraphen des Strafgeseßes über eines Kandidaten für die nächſte Reichstags- Wahl vorane wurde ben Silfarbeitern an teile tee ber nicht einen ambt hätten, im übrigen auch eine gründliche über die Lohnarbeit wogegen Arbeiter eingewandt Verhaftungen und Sistirungen famen gestern und Agitation herbeizuführen. A13 die Genossen aus zirka wenn die ihnen gebotenen Löhne in annäherndem Verhältniß zu den auch heute wieder in großer Zahl vor. 10 Ortschaften mit einem Vertreter der Agitationskommission, bisher verdienten Akkordlöhnen ständen. Bisher wurden verdient An der gestrigen Börse wurde die Resolution der dem Genossen Weiße, zusammengekommen waren, mußten sie bei neunstündiger Arbeitszeit 40, 45, 50 und auch 53 Pf. die Stunde, Streifenden lebhaft besprochen. Ueberall war man der An- hören, daß dem Gastwirth Kohlmann in Vordamm, der sein Lokal zu jetzt sollen die Arbeiter erhalten 30, 33, 35 Pf. Lohn. Eine Ver= sicht, daß der Arbeitgeber- Verband jetzt unter allen Umständen ein- der Konferenz hergeben wollte, vom Amtsvorsteher gedroht worden ständigung war nicht zu erzielen. Als die Firma sah, daß die Arlenken müsse. Man drang energisch in einzelne Mitglieder der ge- sei, daß ihm die Polizeistunde von 12 auf 10 Uhr herabgesetzt werden beiter sich schließlich zufrieden gaben, wurden gleich nach Weihnachten nannten Körperschaft. Auch die meisten hiesigen bürgerlichen würde. Der Gastwirth verweigerte infolge dessen sein Lokal. Unsere den Drehern, Schlossern, Bohrern c., die bisher 45, Zeitungen rathen den Unternehmern, die ihnen jetzt von den Ar- ca. 25 Genossen waren damit obdachlos, denn die anderen Lokale find uns 50, 55, 58, 62 Pf. pro Stunde verdient hatten, Löhne von 30, 35 beitern gebotene Hand unter allen Umständen zu ergreifen. Eine ebenfalls verschlosseu. War durch die Entziehung des Lokals die Konferenz und 40 Pf. pro Stunde zugemuthet. Bemerkt sei noch, daß die Aeußerung eines Rheders, man könne die Unterhandlungen ja noch auch vereitelt, so blieb die Zusammenkunft der Genossen doch nicht Arbeitszeit 9 Stunden ohne jede Pause beträgt. Die Arbeiter acht Tage hinausschieben, wurde an der Börse mit großer Ent- ohne Frucht. Mit Sing und Sang zog man nach dem 5 Kilometer wurden vorstellig, aber kurz abgewiesen. Herr Buch I oh erklärte, rüstung aufgenommen. Man drohte mit gänzlicher Einstellung des entfernten 2 angstherofen, wo die Genossen am Biertisch ihre der Lohu sei hoch genug; Aenderungen würden nich: getroffen. Auf Beitrages für den Arbeitgeber- Verband. Meinungen austauschten, und alle gaben sich das Gelübde, gegen grund dieser Erklärung legten sämmtliche Schlosser, Dreher, über den Mitteln, womit man uns bekämpft, nur um so fester Schmiede, Bohrer zc., insgesammt 73 Mann, die Arbeit nieder. und treuer zur Sozialdemokratie zu halten, die der Menschheit eine Bezeichnend ist, daß, als Herr Buchloh jun. bei Mix u. Geneſt bessere Zukunft bringen wird. beschäftigt war, er sich selber nicht an einen Lohn von 30 und Der Generalrath( Parteivorstand) der sozialdemokratischen 35 Pf. pro Stunde genügen ließ, sondern wenn seine Kollegen 60 Partei Belgiens berust den diesjährigen Kongreß der und 70 Pf. verdienten, dann mußte Herr Buchloh 80 haben. Und Zur Berathung sind n. a. folgende Punkte angesetzt: Entwurf eines gut austommen lasse! belgischen Genossen auf den 18. und 19. April nach. Gent ein. diese Leute sind der Meinung, daß sich mit 2,70 m. pro Tag ganz Statuts für ländliche Organisationen; Streiffonds; Reorganisation Kollegen! Aus alledem könnt Ihr ersehen, daß mehr als der Arbeitervereine( Schaffung von Provinzial- und National- ie jeder feine Pflicht erfüllen muß, wenn die menschverbänden). Der Generalrath hat außerdem beschlossen, eine Be- liche Arbeitskraft nicht noch mehr als es schon der Fall ist, auswegung gegen den Militarismus einzuleiten; er fordert die Partei- gebeutet werden soll Darum sorgt, daß sich jeder Metallarbeiter genoffen des Landes auf, überall Versammlungen zu diesem Zwecke organisire und agitirt und sammelt für Eure Sache, und wir abzuhalten. tommen vorwärts trotz aller Kühnemänner und Heegewaldi's. Der Vorstand Vierzig bei dem Stauer Lambeck beschäftigte importirte Schauerleute stellten gestern Abend die Arbeit ein, weil ihnen eine Lohnaufbesserung von 50 Pf. pro Tag verweigert wurde. Sie betamen bisher 4,50 M. und verlangten 5 M. Der Stauer erwiderte, er lege bei ihrer Arbeit schon jetzt baares Geld zu. nationalen Kongreß der Hafenarbeiter und See Tom Mann hat zum 24. und 25. Februar einen interIeute nach London einberufen. Auf der Tagesordnung stehen die beiden Punkte: Wie verhüten wir Streits? und: Wie organifiren wir uns international? Das Hamburger Echo" schreibt:„ Die Opferfreudigkeit der gesammten Arbeiterschaft und eines großen Theiles der bürgerlichen Kreise hat es den streifenden Hafenarbeitern und Seeleuten ermöglicht, fest und unerschütterlich in ihrem gerechten Kampfe auszuharren. Dank deshalb allen, die durch finanzielle Opfer die Streitenden unterſtüßt oder durch Sammeln von Unterstützungsgeldern für Herbeischaffung der Munition zum Kampfe gesorgt haben! Der Kampf dauert noch fort! Deshalb ist es dringend nothwendig, auch ferner dafür zu sorgen, daß den Kämpfenden die Munition nicht ausgeht. Aus's neue sei des halb an die bewährte Opferwilligkeit aller derjenigen appellirt, welche die Erfüllung der gerechten Forderungen der Streifenden für nothwendig halten im Interesse der allgemeinen Wohlfahrt und der Gerechtigkeit!" Aus der Kanonenstadt Essen wurden bis jetzt 1500 M. an die Hamburger Hafenarbeiter seitens des Gewerkschaftskartells abgesandt. Ju Solingen haben, wie die Bergische Arbeiterstimme" be: richtet, mehrere Vereine den Beschluß einer Bersammlung akzeptirt, pro Mann und Woche 50 Pf. für Hamburg zu steuern; andere Vereine haben namhafte Beträge aus der Kasse bewilligt, so der Verein der Taschen- und Federmesserreider 500 M. Ferner wird auf Listen gesammelt. " für Die Arbeiter Dresdens haben bis jetzt ca. 15 000 m. Hamburg aufgebracht. Ans Chemnitz find bis jetzt insgesammt 3000 m. nach Hamburg abgesandt worden. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Arbeitslosen Unterstützung beträgt pro Tag für männliche Mitglieder 1 M., für weibliche Mitglieder 50 Pf. und darf in dem Zeitraum von 52 hintereinander folgenden Wochen 30 M. für männliche und 20 M. für weibliche Mitglieder nicht übersteigen. Bei Arbeitslosigkeit, die weniger als 7 Lage dauert, wird Unterstützung nicht gezahlt. Zwecks Kontrolle der Arbeitslosen sind dieselben zur täglichen Meldung verpflichtet. = des Verbandes aller in der Metallindudustrie 50 M. Geldstrafe soll Genosse Schöpflin in Frank. furt a. D. zahlen, weil er durch einen Artikel in der„ Märkischen beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Boltsstimme" den Bigarrenfabrikanten Heinsius beleidigt habe. Der Vorstand des deutschen Metallarbeiter Verbandes Am 14. Januar wurde vor der Breslauer Straffammer hat beschlossen, der nächsten Generalversammlung, die in wider den verantwortlichen Redakteur der„ Volkswacht" ver- Braunschweig abgehalten wird, folgenden Antrag zu unterhandelt, dem ein„ Vergehen gegen die Sittlichkeit" zur Last gelegt breiten:" Den wöchentlichen Beitrag für männliche Mitglieder auf war. In einem größeren Feuilleton von Frit Kunert Rück- 25 Pf. und für weibliche Mitglieder auf 10 Pf. zu erhöhen und fehr von Meffa", das in der„ Volkswacht" fürzlich abgedruckt unter Beibehaltung der bisherigen Leistungen des Verbandes für die worden ist, erwähnt der Verfasser bei der Sittenschilderung der ortsansässigen Mitglieder eine Arbeitslosenunterstützung höheren orientalischen Gesellschaftsschichten beiläufig und in einzuführen." streng verurtheilender Weise das im Orient weit verbreitete Die Durchführung des Antrages stellt sich der Vorstand so vor: Laster der Päderastie. Diese zur Beurtheilung der Zustände im Der erhöhte Beitrag wird von allen Mitgliedern vom 1. Juli 1897 orientalischen Leben nothwendige Erwähnung erschien der Anklage- an gezahlt und vom Vorstand von jedem Beitrag 5 Pf. als Reservebehörde hinreichend, um gegen die„ Volkswacht" vorzugehen. Sie fonds für die Arbeitslosenunterstützung zurückgelegt, sodaß, soerblickte in der Veröffentlichung das Vergehen der Verbreitung einer fern im Jahre von jedem Mitgliede 52 Wochen voll bezahlt werden, unzüchtigen Schrift(§ 184 des Strafgesehbuchs). Der Staatsanwalt am 1. Juli 1898, ohne die etwaigen Binsen, bei 40 000 Mitgliedern Dr. Reil beantragte in der Verhandlung zwei Monate Gefängniß, 104 000 m. als Reservefonds vorhanden sind. Am 1. Juli 1898 weil die beanstandete Stelle des Feuilletons angeblich geeignet fein tritt für alle Mitglieder, die an diesem Tage 52 Wochen lang den erhöhten soll, auf das Sittlichkeitsgefühl der Kinder verderblich Beitrag gezahlt haben und dem Verband ununterbrochen 52 Wochen einzuwirken.. Das Gericht erfannte aber nach kurzer Be- lang angehören, die Arbeitslosen- Unterstützung in traft. rathung auf Freisprechung. In der Begründung des Urtheils führte der Vorsitzende aus: Wenn auch in dem Artikel die von der Antlage behaupteten Aeußerungen enthalten seien, so gehe doch aus Der Hirsch- Duncker'sche Gewerkverein der Maschinisten dem weiteren Inhalte flar hervor, daß die erwähnten Handlungen Die Verund Heizer in Bremen, der bei seiner Gründung im Jahre als widerlich mit Abscheu scharf verurtheilt werden. 1890. vom damaligen Vorsitzenden als ein Schutz- und Truz handlung fand natürlich unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. bündniß gegen das Unternehmerthum" bezeichnet wurde, hat in Erwähnenswerth bleibt es schließlich noch, daß Dr. Reil derselbe Der deutsche Holzarbeiter Verband hat durch Urab. feiner Generalversammlung einen Antrag, den streitenden Hafen- Herr ist, welcher auf der Konferenz des Sittlichkeitsvereins zu arbeitern 500 M. Unterstüßung zu bewilligen, abgelehnt. Breslau am Schlusse des vergangenen Jahres der Sozialdemokratie Stimmung beschlossen, vom 1. Januar d. J. ab den WochenOb Herrn Dr. Max Hirsch angesichts solcher Früchte seiner ein wahrhaft glänzendes Zeugniß fittlichen Wohlverhaltens aus beitrag für männliche Mitglieder von 15 Pf. auf 20 Pf. zu Erziehungsmethode nicht doch so etwas wie Scham überkommt? stellte. Auf die volltönende, private Lobeshymne ist nun offiziell der erhöhen. Nach dem vorläufigen Ergebniß haben abgestimmt 22 142 nothwendig gewordene Dämpfer gesetzt worden. Mitglieder. Davon erklärten sich 12 044 für 20 Pf. und 2513 für -Wegen Begünstigung" ist gegen den Verleger der 25 Pf. Gegen die Erhöhung der Beiträge stimmten 8060 Mit Breslauer, Volts wacht" das Untersuchungsverfahren ein glieder. Der Wochenbeitrag für weibliche Mitglieder bleibt der geleitet. Er soll Geldstrafen, die über Redakteure der„ Volkswacht" bisherige, da nur 8497 Mitglieder für eine Erhöhung eintraten. Die Hafen und Werftarbeiter Dresdens, die bisher zum verhängt waren, bezahlt haben. Das Landgericht in Köln hatte den verantwortlichen großen Theil dem Metallarbeiter- Verband angehörten, beschlossen Witte, Königsbergerstr. 8 12,50. 2606, Braueret Baßenhofer 21,76. 2620, Möbel: Redakteur der Rheinischen Zeitung", Genossen Wilhelm dem Deutschen Hafenarbeiter- Verband beizutreten und wählten sich Sie hoffen auf diese Weise ihre fabrit Fruchtstraße v. Barth 18,50. 2629 D. Schulze 10,10. 2649, Tischlerwertstatt Michels, von der Anklage der Beschimpfung der christlichen Kirche einen eigenen Vertrauensmann. 10,05. 2655, Perlmutterarbeiter, Firma Leibholz, Oranienstraße 12,60. Maschinenfabrit v. Große 4,25. Lifte 4243 d. Ewert 8,60. Listen 4258, 54, 55, 56, Revision beim Reichsgericht ein. Dieses hat jetzt das Urtheil auf4232, freigesprochen. Gegen das Urtheil legte die Staatsanwaltschaft Kollegen mehr zur Organisation heranziehen zu können. Das Reichsgericht verwarf die Revision, die der Redakteur Maschinenfabrit v. Krüger, Krautstr. 52 24,15. 4244 8,85. 4541 14,25. 4542 12,75. Möbelfabrik J. Groschtus, Gollnowstraße, Puziger Vogel, Lifte 8859 10,- 4871 gehoben und die Sache dem Landgericht in Düsseldorf zur Ab- der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter 3ei6,10. 4869 6,50. Listen von Klose: 1256, 69, 8057, 3066, 75, 76, 77, 3754, 58, 68, urtheilung überwiesen. Es handelt sich um einen Artikel über die tung", Genosse Hue in Essen, gegen das Erkenntniß des 76, 77, 79 102,95. Bon Kloſe auf Biſte 1217, Solzbearbeitungsfabr. G. Krause 4,65, vor kurzem erfolgte Priesterweihe des Prinzen Max von Sachsen, Bochumer Landgerichts eingelegt hatte, wonach er wegen. Bes 9,90. 3756, Samaritertursus 6. Fr. Gerlach 8,35. 3755, Pianomechanitfabrit v. d. worin das Verhalten der deutschen und insbesondere der sächsischen leidigung des Berginspektors Altrieser zu Strafe verurtheilt ist. Köhler 37,15. 3759, Bautischl. Kussin, Wollinerstr. 27 16, Ltite 4464, Daschütt 10,75. Fürsten vor und nach der lutherischen Reformation kritisirt und über Aus Hamburg. 350 Arbeiter der großen Eiswerke in Schiffbed und Steinbeck haben die Arbeit niedergelegt. den evangelischen Glauben geurtheilt ist. Genosse Hans Blod, Redakteur an der Rheinisch- Westf. Bisher war die Arbeitszeit von morgens 6 bis abends 51/2 Uhr. Gräschte 1021, 1025, 1957, 1958, 3178, 3179, 3180, 3183, 3191, 93, 3205, 7, 20, 44, Arb.- 3tg.", der am 29. Dezember das Gefängniß in in ster i. W. Es wird jetzt gefordert eine Arbeitszeit von morgens 7 bis abends 46, 52( Darunter Fabrit Martinickenfelde 13,15, Porzellan 6,10, Goldleisten- Fabrit Bartels 9,50) 237,80. Deutscher Metallarbeiter- Berband d. 5. Lite 2372 14,15, nach sechsmonatigem Aufenthalte verlassen hat, ist während seiner 5 Uhr. Ferner wird die Erhöhung des Lohnes von 3 M. auf 4923 6,-, 4586 14,25, 3291 14,55. Gefangverein Deutscher Männerfang 2. Rate b. wegen Majestätsbeleidigung über ihn verhängten Strafhaft mit der 3,50 M. per Tag verlangt. Stüße 29,-. Klempner Alte Jakobftr. 40, 3. t. 51,-. Gemüthl. Betsammensein Anfertigung von Filzpantoffeln beschäftigt worden. Sein Antrag, Aus Antwerpen wird uns geschrieben: Am Mittwoch Morgen bet Adolph Pupier, Schöneberg 3,30. Giften 1118, 1149, 2441, 3695, 2438 36,15 für die Buchhandlung des genannten Blattes literarisch arbeiten zu haben die Arbeiter und Arbeiterinnen( zirka 700) der Leipziger ( Darunter Homann Kranich 11,45, J. P. 1,-). Charlottenburger Ost 25,-. Dimar" 4, Lifte 4774 Boeröfect Siemens u. Halste 6,50. Lifle 3888 d. Frig dürfen, wurde rundweg abgelehnt. Das Tragen eigener Kleidung Wolltämmerei im benachbarten Hoboken die Arbeit nieder9,80. Tischlerei Schröpp u. Ritter, Admiralftr. 18, 4. R. 8,30. H. Wundersee 0,20. gestattete man ihm erst nach 9 Wochen. Dagegen mußte er sich gelegt, wegen Verweigerung einer Lohnerhöhung von 10 pCt. Tischlerei Haberland, Krausenstr., 6. R. 7,50. Schlofferet Frante, 2. 9. 15,30. Fräul. Wie gerechtfertigt diese Forderung ist, zeigen die bisherigen E. B., Schiffbauerdamm 1,-. Emiltus 1,20. Schraubenfabrit v. Stärte, unterer Kopf- und Barthaar wie ein gemeiner Verbrecher scheeren lassen. Saal 9,70. Droschten futscher Schöneberg 1, Wöllmer's Schriftgießerei, 5. Rate Man vergleiche damit, wie im Deutschen Reiche die Duellanten Löhne. Für männliche Arbeiter betrugen dieselben bei elfstündiger 82,55. Reimann'sche Schriftgießerei 8,70. Gfatgewinn d. E. 5,50. Grünspahn am ihre Strafen" verbüßen! Arbeitszeit 2,50 bis 2,75 Fr. täglich, für die Arbeiterinnen Biertisch 2,10. Listen durch Jafob 2459, 60, 3340, 2269, 4292, 93, 96, 98 70,25, Die Direktion, ausschließlich aus Deutschen Amerifantsche Auftion v. 10. Januar 1897 bet gubeil 38,37. Buchdruckeret Paß In Dortmund ist auch die Volksversammlung verboten 1,20 bis 1,30 Fr. u. Garleb, außer einem, 4. Nate 12,70. Vergolder Agitationstommission 100,- worden, die, um allem vorzubeugen, von Frl. Ba ader aus Berlin bestehend, an deren Spize ein gewisser Herr Schneider, ist wegen M. G. 2, Wenig aber herzlich F. H. 3,55. Unterſtüßungsfonds der Glas- felber einberufen war. Nützt auch nichts; die Sozialdemokratie bricht ihres Auftretens gegen das Personal höchst unbeliebt. Es ist soweit Etste 3530 Möbelfabrit 6. Müller u. Co., Blücherstr. 35, 7,80. Siste 3578 Glasarbetter tralauze sich im schwarzen Westfalen trotz aller Versammlungsverbote Bahn. gekommen, daß vor einigen Wochen ein schon seit 10 Jahren als WerkPrizlaff u. Bieger( außer dem Kehler) 8,- Liste 5007, Sander, Biseleur, 20,95. Der frühere verantwortliche Redakteur des Volks meister dort beschäftigter Mann ein Revolverattentat auf Herrn Vier Knobelbrüder 2,-. Liste 3428 W. Erdmann, Friedrichsberg, Gürtel blattes für Anhalt", Genosse Miin cho w, wurde wegen Schneider verübte, wobei dieser an der Hand verwundet wurde. In Straße 25, 5,30. Bohemia, 2. Nate 5,-. Schwahn 3,-. Liste 1790, einigen Tagen wird darüber das Gericht verhandeln. Tischler, 13,20. Tellersammlung( Schlosser, 14. Januar 1897, Extra) 12,25. Rapig- Beleidigung eines Mühlenbesizers zu 20 M. Strafe verurtheilt. Depeschen und lehte Machrichten. Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für die streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende Beiträge ein: Bierwagen 6,35. Liften von Thielte: 1431, 1662, 70, 97, 1724, 1729, 33, 2575, 2583, 2594, 2637, 2648, 4224, 4226, 27, 65, 66 111,60. Durch Thielte Liste 1425, Tischlerwerkstatt von Wolter 12,05. 1416 burch Bogel 10,55. 1716, Tischlerwertst. 3097, Fabrit elettr. Apparate, Lothringerstr. 16 12,40. Tifchlerei Stabenom, 1172 Eine Zigarrenspize Rirdorf Nachtrag 1,-. Liste 2385 Pörsch, Sattler 5,-. Liſten 2185, 2186, 2160 Regerau- Rirdorf 9,70. Sozialdemokratischer Verein Nixdorf 50,-. Moabiter Sänger, Bater und 3 Söhne 1,50, G. A. 1,-. Listen von arbeiter Stralau's, 7. Rate 60, u. Neumarkt 4,50. Fraiserei " " Gewerkschaftliches. Achtung, Metallarbeiter! " " = " Breslau, 15. Januar.( W. T. B.) Die Abendblätter melden: Der verheirathete Besitzer der hiesigen chemischen Fabrit Paul Rocksch ist gestern Abend unter dem dringenden Verdachte verhaftetworden, die unverheirathete R., mit welcher er ein Ver hältniß unterhalten hatte, wahrscheinlich durch Brucin, vergiftet zu haben. Der Tod derselben ist trotz der sofort angestellten ärztlichen Widerbelebungsversuche bereits gestern erfolgt. Die Ver haftung erfolgte, als Rocksch die Wohnung der um Hilfe verlassen wollte; in der Tasche des Ver hafteten wurde Gift vorgefunden. Schon vor einigen Jahren war ein Mädchen, welches mit dem Verhafteten verkehrt hatte, plöblich gestorben und es wird jetzt vermuthet, daß auch damals ein Giftmord vorgelegen hat. Buyer Bau Gürtelstraße, 2, Sylvester bet Gründer 6,60. Gesangverein Alpenröslein" 6,65. Sefpital 5- Neibeisen durch Kerber 7,- Personal der Buch- und Kunstdruckeret Schrinner, 14. Rate 9,-. Listen von E. Ernst 4670, 4093, 77, 72, 68, 67, 66, 65, 64, 37, 26, 29, 28, 26, 24, 23, 4008, 4005, 4004, 4001, 8418, 3397, 88, 87, 86, 85, 84, 80, 71, 67, 2775, 58, 33, 37, 212 415,80. Listen von Eugen Ernst 4025 Buchdruckerei Schuhmacher 8,35. 3401 Ruffow 15,25. 3399 Kollegen! Trotzdem sich im verflossenen Jahre ein überaus Hartgummifabrik im Norden 8,10. Liste 4074 24,90. Maschinenfabrit Haffe, Lindowerstraße, Liste 2671 8,85. 1819 Dito 34,90. Liften v. A. G. G. 4017 40,55, 4012 flotter Geschäftsgang in der Metallindustrie bemerkbar machte, der, 10,70. 4009 11,45. 3420 5,45. 3419 38,90. 2790 19,85. 2787 12,60. 2788 24,75. wenn nicht die vorhandenen Anzeichen trügen, auch noch in diesem 2742 7,80. Redaktion„ Die Zeit", 8. Rate 536,50. Glühlichtert" 3,-. Liste 4803 b. Erbe 5,-. Flugtaubenverein Wedding 10,-. 4608 33,70. 1599 20,. G. G. Jahre anhalten wird, ist doch, wie alljährlich im Januar so auch Saal 9, Sylvester bet Pauten- Karl 2,-. Gesangverein Harmonie" Rigdorf 6,- diesmal, eine Stockung eingetreten. Stille Bewunderer d. neuen geeinigten preußisch. Neichsherrlichkeit Breslau- Land Diese Periode wird nun von den Kapitalisten dazu benutzt, ihr Berichtigung: In Nr. 305 muß es heißen: Verloosung d. Gesangvereins Müthchen an den widerspänstigen" Arbeitern zu fühlen. Lohn- rufenden R. Alpenglühen", Weihnachtsfeier 6,70. In Nr. 12 muß es heißen: Mühlhausen i.Th. abzüge und Maßregelungen sind an der Tagesordnung. Während 6. Aeustergerling 6. Rate. In Nr. 11 15. Beile von unten muß es heißen:„ mit jedoch in früheren Jahren irgend welcher Vorwand für diese Großmutter ausgespielt" 1,20. Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau Maßnahmen angegeben wurde, geniren fich unsere sogenannten ( R. Millarg, Berlin S., Annenfir. 16, vorn part.) in der Zeit" Brotherren" jetzt, da sie organisirt sind, garnicht, klar und unzwei deutig zu sagen, aus welchem Grunde sie diesen oder jenen unserer von 9-1 Uhr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegen. Kollegen entlassen. Es war eine wunderbare Illustration zum Fest der Liebe", als in der Unternehmer Versammlung, die vor Weihnachten in City Hotel" abgehalten wurde, einer der Herren, der vor noch nicht zu langer Zeit selbst Arbeiter war, auseinandersetzte, zur Zurückeroberung des zehnstündigen Arbeitstages sei die Zeit nach Weihnachten die geeignetste. Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen. In Göppersdorf in Sachsen, wo die Gemeinderathswahl wiederholt werden mußte, wurden in beiden Klassen je zwei Kandidaten der Arbeiter gewählt. " = Wien, 15. Januar.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Abg. Tausche interpellirte die Regierung wegen der gestern im preußischen Abgeordnetenhause eingebrachten Antrages auf eine vollständige Absperrung der Grenze gegen die Vieheinfuhr. Rom, 15. Januar.( W. T. B.) Wie die Agenzia Stefani" erfährt, hat zwischen den Mächten ein lebhafter Meinungsaustausch über Schuhmaßregeln gegen die drohende Verschleppung der Beulens pest stattgefunden. Kollegen, daß noch nicht alles das, was wir vorausseßten, ein Ueber den Ausfall der Stadtverordnetenwahl in Braun getroffen ist, das ist nicht Schuld jener Herren. Aber bereits sind Ecija( Prov. Sevilla), 15. Januar.( W. Z. B.) In der schweig wird uns noch mitgetheilt: Das Resultat tommt uns in einer ganzen Anzahl von Fabriken unsere Vertrauensleute oder hiesigen Gegend herrscht große Noth. Hungernde Männer und nicht unerwartet, wenn man bedenkt, daß das Wahlrecht für die die, welche sich in der guten Zeit nicht willfährig gezeigt haben, Frauen fallen die Karren, in denen Lebensmittel gefahren werden, größte Maffe der Bevölkerung gerade durch die Vertreter der be- gemaßregelt worden, so bei den Firmen Stahl, Belle- Alliance- an; auch fordern sie von Fußgängern Almosen unter Drohungen. fizenden Klasse in der Weise verschlechtert worden ist, wie es traße 88, Otto Müller, Stalizerstr. 4, Paul Welt Nach fl., Man befürchtet eine Zunahme der Unruhen. in Braunschweig geschehen ist. Man hat in weiser Erwägung den Adalbertstraße, Stelzner( Inhaber Herr Abbé), Melchior- und Amfterdam, 15. Januar.( W. T. B.) Wie aus dem Haag Bürgern mit einem Einkommen von 400-600 M. das Wahlrecht ge- Köpenickerstraße, Baumgardt u. Sohn, Münchebergerstraße, gemeldet wird, gehören die Personen, welche vor dem Hause des nommen, nach oben hin jedoch die 3. Klasse erweitert, indem man eine und anderen. Es wurden in diesen Fabriken fast immer solche spanischen Gesandten Kundgebungen veranstalteten, der sozialistischen ganze Reihe Bürger aus der 2. in die 3. Wählerklasse praktizirt. Man Arbeiter entlassen, die lange Jahre dort beschäftigt waren, und Partei an. Das Haus des Gesandten wird polizeilich überwacht. fegte einfach statt wie bisher 4500 m. 6000 m. als Höchsteinkommen warum? Nun, weil sie nicht wie die Kulis lange Arbeitszeit und der Gesandte setzte den Minister des Auswärtigen von dem Vorder dritten Klaffe feft. Daß dadurch Gegner der Arbeiter in die wenig Verdienst haben wollen. falle in Kenntniß. dritte Klasse versetzt wurden, wußte man, aus diesem Grunde hat Die Arbeiter der Firma Mehlich. Sophienstraße, hielten vor Brak, 15. Januar.( W. T. B.) Der Kapitän Boisragon, der man wohl auch nur die Wahlverschlechterung vorgenommen. Unter Weihnachten eine Versammlung ab, wo u. a. ein Knabe von Kommissar Locke, Mitglieder der nach der Stadt Benin abgegangenen diesen Umständen können wir stolz sein, eine solche starke Minorität 15 Jahren die Ausbeutung der jugendlichen Arbeitskraft schilderle. Expedition find gerettet worden, nachdem sie 6 Tage in den Wäldern auf unsere Randidaten vereinigt zu haben. Die Burschen unter 16 Jahren waren angehalten worden, abends umhergeirrt waren. Beide sind leicht verlegt. Es ist teine Hoffnung Im Wahlkreise Friedeberg- Arnswalde, der bekanntlich bis 8 Uhr, mittags durch und auch Sonntags zu arbeiten. Der vorhanden, daß die übrigen Mitglieder der Expedition ebenfalls durch den theuern Ahlwardt im Reichstage vertreten, oder rich Knabe wurde am nächsten Tage entlassen. Bielleicht nimmt der gerettet sind. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Wax Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Nr. 13. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonnabend, 16. Januar 1897. Parlamentarisches. dem erinnert, = der aus B -= In den Aus: enthalten. Volts: Die infolge einer Theilung eines Bezirks einer Steuer- Annahmestelle erforderliche Steuerkasse wird in dem Rathswaage= Ge bäude am Luisen- Ufer 30 eingerichtet werden. Eisenbahn Kapitalschuld 286 481 749 M., d. h. 47 643 098. pflege auf 135 880 Mark angesetzt sind. mehr als im Vorjahre, und dabei ist die Einnahme gaben sind 38 500 Mart für die königl. Sanitätskommission reinen Verkehrssteigerung nur Unterstügung auf 3 pct. in zur Bundesrath. In der am 15. d3. Mts. abgehaltenen Plenar. Ansatz gebracht, obgleich der privaten Sanitätswachen das das abgeschlossene Jahr 1895/96 Der Spezial Etat für das Fortbildungs- Unter sihung des Bundesraths wurde dem Ausschußautrage, betreffend gegenüber dem Vorjahre bei dem Personenverkehr eine Einnahme- richtswesen ist in Einnahme mit 44 600 M. und in Ausgabe Abänderung des Etats der Zoll- und Salzsteuer- Berwaltungs- vermehrung von 5,93 pCt., bei dem Güterverkehr eine solche von mit 370543 eingestellt, mithin ist ein Zuschuß von 325 943 M. ertosten für Mecklenburg- Schwerin, der Vorlage, betreffend 6,29 pet. ergeben hat, und obgleich die Einnahmesteigerung in den forderlich. Der Spezial- Etat für die die zollfreie Ablassung von Eisbunker Rahmen, Ringen und letzten zehn Jahren durchschnittlich 4,08 pet. jährlich beträgt. Wäre bibliotheken, welcher diesmal aus dem Etat für Fortbildungs-Deckeln bei der Verwendung zum Antrage Preußens wegen Ergänzung des Bundesraths- Beschlusses würde das für die beiden Jahre 1896/97 und 1897/98 allein ein Mehr bildet, ist in Einnahme und Ausgabe mit 41 780 M. eingestellt. In vom 14. Dezember 1876, betreffend die statistische Aufnahme der von 20 Millionen ergeben. Man sieht aus diesem Beispiel, wie vor den Einnahmen sind für 27 Bibliotheken zu je 900 M. 24 300 M. Dampfkessel, die Zustimmung ertheilt. Dem zuständigen Ausschusse wurde überwiesen: der Entwurf eines Gesetzes, betreffend den sichtig die Einnahmen veranschlagt sind; der Ueberschuß ist sicher noch und für die erste und zweite Lesehalle 6080 M. aus GemeindeDer Etat für gewerb größer, als es nach dem Etatsentwurf den Anschein hat, und es mitteln als Zuschuß enthalten. Servistarif und die Klaffeneintheilung der Orte. Eine Nachweisung könnten sehr wohl noch einige Millionen für die Zwecke der all- liches Unterrichtswesen, welcher zusammengesetzt ist der Veränderungen im Bestande des als Eigenthum des gemeinen Landesverwaltung flüssig gemacht werden. Die Zahl aus dem Etat für die Fachschulen, der Berliner Tischlerschule, Reiches feſtgeſtellten Grundbesitzes wurde vorgelegt. Von einer Mit der besoldeten etatsmäßigen Eisenbahnbeamten beträgt 103 123 des Gewebesaales, der städtischen Webeschule, der Handwerkerschule, theilung betreffend Veröffentlichungen der Kommiſſion für Arbeiter gegen 97 483 im Vorjahre, einschließlich der Beamten der der Baugewerbeschulen und des Friedrichs- Gewerbeſtipendium, iſt statistik wurde Kenntniß genommen. Außerdem wurde über die hessischen Bahnen. Die Gesammtzahl der Beamten und Arbeiter mit 8440 M. in Einnahme und mit 336 751 M. in Ausgabe eindem Kaiser zu unterbreitenden Vorschläge wegen Befehung von erhöht sich um 12894, von denen 6110 auf die hessischen gestellt, so daß ein Zuschuß von 328 311 M. erforderlich wird. Stellen bei den Disziplinarkammern sowie über verschiedene EinBahnen und 1178 auf die Eröffnung neuer preußischer Der Etat der Anstalt für Epileptische( Wuhlgarten) mit gaben Beschluß gefaßt. Staatsbahn Linien entfallen. 450 Arbeitskräfte werden neu Einschluß des Etats der daselbst eingerichteten Land- und Viehwirth Einen Theil der Beschlüsse des Bundesrathes haben wir schon eingestellt infolge der weiteren Absperrung der Bahnhöfe. Von schaft ist in Einnahme mit 108 751 M. und in Ausgabe mit 611664 M. in der letzten Nummer unseres Blattes mitgetheilt. den Mehrausgaben kommen 14 566 700. auf die Mehr eingestellt, daher wird ein Zuschuß von 502 913 M. erforderlich. Die Budgetkommission berieth in ihrer gestrigen Sitzung die oder Mindereinstellung von Arbeitskräften, 3 556 700 M. auf Er- Aufnahme sollen dort 820 Personen finden und zwar 720 erwachsene einmaligen Ausgaben des Post- Etats. Referent Abg. Pa asche höhung der Einkommenbezüge des Dienstpersonals infolge Aufsteigens und 100 Kinder. Der Etat der Frren- und Idiotenanstalt zu konstatirte, daß die bisher vom Reich für Postbauten der Beamten in höhere Dienstaltersklassen. Hierbei sind die neuen Dalldorf ist in Einnahme mit 272 137 M. und in Ausgabe mit ausgegebenen Gelder die Summe vo11 rund 146 Millionen Besoldungsverbesserungen von 6 Millionen noch nicht berücksichtigt. 1 466 169 M. eingestellt, es ist mithin ein Zuschuß von 1 194 032 M. Mart erreichten, für Telephonanlagen seien ungefähr 72 Millionen nothwendig. Die Zahl der von der Anstalt zu verpflegenden Perausgegeben worden. Die Forderung für Bromberg Das Ministerium für Handel und Gewerbe hat eine Ein- fonen ist auf 1950 berechnet, davon kommen auf die Hauptanstalt ( 582 000 M. im ganzen, wovon 150 000 m. zunächst gefordert nahme von 2320 459( 2 251 954) M., dauernde Ausgaben im 1200, auf in Privatanstalten Untergebrachte 550 und auf die wurden) rief eine längere zum theil von geringfügigen Gesichts- Betrage von 113 049 962( 109 979 225) M. und einmalige Ausgaben in Familienpflege gegebene 200 Personen. Der Spezialetat punkten ausgehende Debatte hervor. Singer hält für nöthig, indem in Höhe von 7 722 692( 7 219 299) M. Für die Unterhaltung ge- für die Waisenpflege im engeren Sinne, sowie Fürsorge er an die Inspektionsreise der Marine- Etats- Referenten( Lieber werblicher Zeichen, Baugewerk, Webe- und anderer Fachschulen für eingesegnete Waisen ist in Einnahme mit 156 873 M. und in und Dr. Leipziger nach Kiel im letzten Sommer) find 687 000 M. ausgesetzt, von denen 30 489 M. auf die Bau- Ausgabe mit 988 485 M. eingestellt, es ist somit ein Zuschuß von daß die Referenten und die Mitglieder der Budget gewerkschule, 20 000 m. auf die Handwerkerschule in Berlin ent- 881 612 M. erforderlich. Kommiffion Gelegenheit hatten, durch lokale Beaugenscheinigung sich fallen. von der Nothwendigkeit oder Nichtnothwendigkeit der Forderungen zu Magiftrat und städtische Bureau Hilfsarbeiter. Bei der Im Minifterium des Juuern beläuft sich der Einnahme- Etat nach zehnjähriger ununterbrochener Beschäftigung eintretenden überzeugen: dazu sei aber die Giltigkeit der Fahrkarten der Abgeord- auf 12938 288( 13089 699) M., die dauernden Ausgaben auf 57535810 Arbeitsunfähigkeit von Bureau Hilfsarbeitern neten durch das ganze Reich nöthig. Die Kosten würden sich für das( 56 214 649) M., die einmaligen Ausgaben auf 1163 190( 2 370 550) will der Magistrat denselben, soweit nicht eine bereits anderweitig Reich reichlich lohnen.( Alseitige Zustimmung.) Er werde die geforderten Mark. Der Fonds für geheime Ausgaben im erdiente Pension oder ein ähnlicher Umstand das Bedürfniß auss Summen für Postneubauten, falls nicht besondere Gründe dagegen Interesse der Polizei beträgt 200 000 m., zu Beischließt, ein Jahrgeld im Mindestbetrage von 400 M. sprächen, nicht beanstanden. Abg. Lingens befürwortet forgfältige bilfen für unterstüßungsbedürftige ehemalige und mit jedem Jahre der Beschäftigung um 1/60 des Diätensayes Prüfung und mahnt zur Sparsamkeit. Abg. Pa as che schließt sich der Krieger sind 1 153 200( 1 147 560) M. eingestellt, wovon die am bis zum Höchstbetrage von 1400 m. steigend, gewähren. Jedoch unterForderung Singer's bezüglich der Fahrkarten an; er und der Jahresschluß verbleibenden Bestände zur Verwendung in den liegt jede einzelne Bewilligung der Zustimmung der StadtverordnetenKorreferent hatten z. B. die Absicht, sich durch eine Reise nach folgenden Jahren übertragen werden können. Von den einmaligen Bersammlung. Die gemischte Deputation, welche zur Berathung über Frankfurt a. D. zu überzeugen, ob die für einen dortigen Bauplah Ausgaben entfallen 991 100 M. auf die Strafanstalts- Verwaltung verschiedene das städtische Bureaupersonal betreffende Fragen eingesetzt geforderte Summe sich rechtfertige. Staatssekretär Dr. v. Stephan für Neubauten bezw. Umbauten von Strafanstalten. wünscht möglichst viele Lokalbesichtigungen, ist, hat sich eingehend mit der Stellung der Bureau- Hilfsarbeiter er sei überzeugt, die Poftverwaltung fahre dabei nicht schlecht. Die Post erhebe keine Die Einnahme aus den direkten Steuern ist auf 125 Mill. beschäftigt. Die oben mitgetheilten, vom Magistrat vorgesehenen zu großen Ansprüche für Neubauten, was er durch die bezüglichen Mark geschätzt. 1893/94 betrugen die Einnahmen aus der Ein- Säße sind mit Rücksicht darauf in der angegebenen Höhe festgesetzt, bezüglichenkommensteuer Bahlen zu beweisen sucht. Abg. Lieber spricht sich für sorgfältige fommensteuer 121 522 833., 1894/95 120 966 008 m., 1895/96 daß fich der Diätensatz nach zehnjähriger Beschäftigung auf jährlich Prüfung aus ohne Ansehen der Etats, in welchen Forderungen gestellt 122 752 096 M. Der laufende Etat schließt voraussichtlich mit 1620. beläuft, wovon 1/4 rund 400 M. ausmachen und daß der würden. Die Anspielung Singer's auf seine und Herrn v. Leipziger's einer um etwa 2-3 Millionen höheren Einnahme aus der Ein- Höchstbetrag der Diäten zur Zeit jährlich 1920 m. beträgt, wovon 3/4 rund 1400 M. ergeben. Die Stadtverordneten- Bersammlung Reise nach Kiel sei ihm willkommen, man habe wegen jener Reise tommensteuer ab. in der Presse aller Parteien, die feine nicht aus Bei der Zeutralgenossenschaftskaffe ist der Reingewinn auf wird sich demnächst mit dieser Angelegenheit beschäftigen. genommen, gegen sie beide bis an die Grenze der Nieder- 21/2 pet. berechnet, wovon ein Fünftel zum Reservefonds geschlagen Der mit der Verwaltungsstelle zur Zeit betraute Stadtträchtigkeit gehende Angriffe gerichtet; sie seien nicht nach Kiel ge- wird. Die Zinsen aus der 20 Millionen betragenden Einlage des Bau- Inspektor Streichert ist definitiv vom Magistratskollegium gangen, um später Bewilligungen zu empfehlen, sondern um sich zu Staates sind mit 400 000. eingestellt, d. h. die Zentral- Genossen- zum Verwaltungsdirektor der städtischen Gas werke auf 6 Jahre überzeugen, ob die Motivirung gewisser Forderungen mit den schaftskaffe zahlt an den Staat für das von diesem gegen über gewählt worden. thatsächlichen Verhältniffen in Uebereinstimmung stehe. Wie werth- 3 pet. Binfen aufgenommene Rapital nur 2 pet. Zinsen. voll eine solche lokale Besichtigung sei, beweise, daß der Abgeordnete Schädler seinerzeit zufällig in Brandenburg eine eine Raserne Das Poſtaverfum an die Reichspost wegen Beförderung der in Augenschein nehmen konnte, was die Kommission veranlaßte, den Bostsendungen der preußischen Staatsverwaltung soll von 6 auf 71/2 geforderten Kasernenbau abzulehnen, der ohne diese zufällige Be- Millionen erhöht werden. sichtigung durch Schädler sicher bewilligt worden wäre. Im einzelnen ist noch bemerkenswerth die beabsichtigte Heranauch der Meinung, daß die Fahrkarten bewilligt werden sollten, siehung eines Stammes von Beamten in den ehemals polnischen giltig für das ganze Reich und die Diäten ebenfalls. Abg. Gebietstheilen der Provinz Posen, die der polnischen Sprache in Pichler führt an Beispielen aus Bayern aus, welche Vortheile Wort und Schrift mächtig sind. Es ist zu diesem Zwecke bei den es habe, wenn die Abgeordneten durch den Augenschein Behörden jener Landestheile ein Unterrichtskursus in der polnischen fich über die Nothwendigkeit gestellter Forderungen informiren Sprache für Subalternbeamte deutscher Abkunft in Aussicht getönnten. Die bayerischen Abgeordneten genössen Freifahrt durch das ganze Land. v. Kardorff spricht sich in gleichem Sinne Die übrigen Mittheilungen aus dem Etat sind von geringerer aus. Abg. Prinz Arenberg wünscht, daß Borkehrungen getroffen Allgemein bedeutung. würden, die den Mitgliedern der Budgetfommission nothwendige Aus dem Bericht über die Ergebnisse des Betriebes der Inspektionsreisen auch außerhalb der Session ermöglichten. preußischen Staats Eisenbahnen im Jahre 1895/96 ergiebt Aehnlich wie die Borredner äußert sich Abgeordneter Werner. sich, daß von den Gehilfen, Hilfsbediensteten und Arbeitern den Schließlich wird die Forderung für Bromberg einstimmig unter höchsten durchschnittlichen Tagelohn im Betrage von 5,29 M. die großer Heiterkeit bewilligt. Für Köln werden für einen Umbau technischen Bureaugehilfen und Bauauffeher beziehen; dann folgen für Telephonzwecke 135 000 m. als erste Rate verlangt. von die Werkstätten Vorarbeiter mit 4,06 m. und die in Akkord Leipziger beantragt, Aufschub der Bewilligung für nächstes Jahr, arbeitenden Werkstätten- Handarbeiter mit 3,19 M.; die im Tagelohn Müller Fulda wünscht ebenfalls Bertagung; nach Angabe eines beschäftigten Arbeiter derselben Klasse verdienen nur 2,44. feiner Fraktionsgenossen sei die Lage des Gebäudes eine ungünftige. täglich. Den geringsten Verdienst haben die Hilfs Nacht- Parteigenossen des vierten Berliner Reichtags- WahlDie Abgg. Prinz Arenberg und Bebel befürworten unter wächter( 2,09 m.), die Bahnunterhaltungs- und Kiesgewinnungs- freifes, Süd- Osten. Schon wiederholt erging an Euch der Ruf, Hinweis auf die lokalen Verhältnisse in Köln die Bewilligung. Andere Arbeiter( 1,97 N.), die Hilfs Bahnwärter( 1,61 M.) und Eure Organisationen zu stärken. Laßt diesen Ruf nicht unPläge seien kaum zu haben, und bekomme man sie, so seien sie die Hilfsbremser und Hilfswagenwärter( 1,92 Mart). Die Wertstätten- beachtet verhallen. Eine Besserung unserer Lage ist zu erreichen nicht zu bezahlen; werde der Platz von der Postverwaltung Lehrlinge erzielten einen durchschnittlichen Tagelohn von 1,06 m. durch enges Busammenschließen aller Proletarier zu einer festen Masse, für ausreichend erachtet die Lage des Plages sei eine Die Ermittelung der Besoldungs- und Lohnfäße erfolgt in der Weise, die das Gehörte und Gelernte in weitere Kreise tragen und so günstige dann empfehle sich die Bewilligung. Die Forderung daß die an die einzelnen Dienstgruppen im ganzen Jahre überhaupt Schritt für Schritt neues Terrain erobern. Bergeßt nicht, daß wird bewilligt. Die Bewilligung wird ferner ausgesprochen für die gezahlten Lohnbeträge durch die Gesammtzahl der gelieferten Tage- uns noch harte Kämpfe bevorstehen, in denen der einzelne unter Forderung der ersten Raten für Krossen, Geestemünde, Gießen, Ham- werke getheilt wurden. Außer betracht geblieben sind einestheils dem Druck der heutigen Gesellschaftsordnung rettungslos zusammenburg, Hannover Linden. Von einer Seite wurde die letztere die von den Arbeitern in Erkrankungsfällen aus den Krankenkassen bricht. Für uns ist die erste politische Organisation der sozial. Forderung beanstandet. Abg. Meister weist auf grund feiner bezogenen Krankengelder und andererseits die am Arbeitslohn ge- demokratische Wahlverein im 4. Berliner Reichstags= Wahlkreise Kenntniß der lokalen Verhältnisse nach, daß ein Neubau eine ab- fürzten Antheilsbeiträge für die Arbeiterpensionskaffe und zu den( Südosten). Schließt Euch diesem Mann für Mann an. Aufsolute Nothwendigkeit fei. In gleicher Richtung spricht sich neben Krankenkassen. Die etwa geleisteten Ueberstunden sind in Tagewerke nahmen und Beiträge werden jederzeit entgegengenommen in folgendem Staatssekretär Dr. v. Stephan Abg. v. Podbiel3ty umgerechnet. den Zahlstellen: Gottfried Schulz, Bigarrenbandlung, Admiralaus. Auch für Karlsruhe wird eine erste Baurate in Höhe von Mit welchen Gefahren der verhältnißmäßig schlecht bezahlte straße 40 a. Schilling, Pücklerstr. 55. Seidler, Ratibor230 000 m. bewilligt. Darauf vertagt sich die Kommission auf Dienst verknüpft ist, beweist die Thatsache, daß 1895/96 die Baht straße 16. D. Rasche, Reichenbergerstr. 160. Me zner, nächsten Dienstag. der verunglückten Personen, an welche oder an deren Dranienstr. 184. Beyer, Wrangelfir, 136. Brödenfeld, Meyer, LübbenerWeiteres aus dem preußischen Staatshaushalts- Etat. Hinterbliebenen Zahlungen geleistet sind, einschließlich der aus dem Manteuffelstr. 69. Go13, Grünauerstr. 3. Wesenad, Staligerstr. 102. Roll, Waldemars Im Justizministerium betragen die Einnahmen 66 107 200 m. Borjahre übernommenen Fälle fich auf 8707 belief, und zwar straße 30. Erbe, Cuvrystraße 25. Trittelwit, Falcken= wurden 2092 getödtet und 6615 verlegt. Insgesammt straße 61. ( 63 686 700 M.)"), die dauernden Ausgaben 97146000.( 95 652000), wurden für diese Unglücksfälle infolge der Unfallversicherung ein- steinstr. 7. Toltsdorf, Görlitzerstr. 58. Streit, Naunyn die einmaligen Ausgaben 4 947 300.( 7 115 900). Unter den Gin nahmen sind zu erwähnen 57 300 000.( 55 017 000) an Rosten schließlich der Weiterzahlungen für Ansprüche aus den Vorjahren straße 86. Außerdem nimmt die Spedition des Vorwärts" von Thiel, Staligerstr. 35, ebenfalls Aufnahmen und Beiträge entund Geldstrafen sowie 2 030 000 m.( 1 950 000) aus dem Arbeits2 402 687 M. aufgewendet. verdienst der Gefangenen. In dem Ordinarium find an neuen 274 264 Beamten 26 514 bis zu 8 Stunden täglich im Durchschnitt Was die Dauer des Dienste 3 anbelangt, so sind von gegen. Stellen verzeichnet einOber- Landesgerichtsrath inNaumburg a. S., je ein Auf die am Montag, den 18. Januar, stattfindende Staatsanwalt bei dem Kammergericht und dem Ober- Landesgericht in 19 796 12-13 Stunden, 12 244 13-14 Stunden, 4918 14 bis referiren wird, machen wir namentlich die Frauen und beschäftigt, 106 819 arbeiten 8-10 Stunden, 99 166 10-12 Stunden, Voltsversammlung, in der Reichstags- Abgeordneter Pe us Breslan, je ein Landgerichts- Direktor in Hannover und Köln, 15 Stunden und 4807 fogar 15-16 Stunden täglich. Am längsten Mädchen aus dem arbeitenden Volke aufmerksam. Näheres im 11 Landrichter, 32 Amtsrichter, davon 2 in Berlin und 1 in Char beschäftigt ist das Zugbegleitungspersonal und das Lokomotivpersonal, Anzeigentheil der heutigen Nummer. J. A.: Die Vertrauensperson lottenburg, 11 Staatsanwälte, davon 2 in Berlin. Der Fonds die fürzeste Arbeitszeit hat das Bureaupersonal, von dem über der Frauen Berlins. für Hilfsarbeiter und Stellvertreter in allen Dienstzweigen 93 pet. Die mit Ausschluß des Kanzleidienstes ist infolge der vermehrten Getäglich im Dienst sind. schäfte bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften um 200 000.25 086 unter 173 705 Beamten auf 1 Ruhetag im Monat, bei Klaffen wird zuweilen an Erscheinungen sichtbar, bei denen solches planmäßigen Dienstbefreiungen belaufen sich bei Die tiefe Kluft zwischen dem Proletariat und den herrschenden vermehrt. Eine Vermehrung der etatsmäßigen Stellen ist erst dann 18 940 auf 11/2 Ruhetage, bei 47 595 auf 2 und bei 79 435 auf mehr am wenigsten zu vermuthen wäre. Unter Führung der Herren möglich, wenn das für sämmtliche Staatsverwaltungen festgesetzte al3 2 Ruhetage im Monat. 2649 Beamte haben nur 18 Stunden 2. M. Goldberger, F. Happoldt und May Schulz ist bekanntlich ein Verhältniß der etatsmäßigen zu den diätarischen Stellen hergestellt Der Unterstützungsfonds für ausgeschiedene Beamte und zusammenhängende dienstfreie Zeit im Monat. Soweit das Personal Betitionssturm gegen die am 1. November in fraft getretene Relikten von Beamten erfährt eine Erhöhung um 100 000 m. Die auch an den Sonn- und Feiertagen zum Dienst herangezogen werden er from mungs. Verordnung eingeleitet worden, und in einmaligen Ausgaben beziehen sich ausschließlich auf neue aber an jedem dritten Sonntage Gelegenheit zur Theilnahme am aus, in denen zur Unterzeichnung der Petition eingeladen wird. Justizbauten. Den positiven Juhalt der Resolution, auf die diese Eingabe sich stützt, mag man hingehen lassen, wenn man in betracht sieht, daß sie in einer bürgerlichen Bersammlung gefaßt worden ist; und die darin enthaltene Erklärung, daß die polizeiliche Verordnung infolge ihrer Widersprüche zu unverdienten Bestrafungen der Bürger Anlaß giebt, daß sie Heuchelei und Denunziantenthum zur Folge haben wird, entspricht gewiß den Thatsachen. ift. = Im Eisenbahn Etat find die Einnahmen Er sei mit nommen. Gottesdienst. = 8 Stunden = Kommunales. Dem Verein für Feuerbestattung ist nach Beschluß des Magistrats- Kollegiums wiederruflich gestattet worden, die im Treptower Park während der Gewerbe- Ausstellung aufgestellte Kapelle auf längstens zwei Jahre weiter zu benutzen. Eine diesbezügliche Vorlage zur Genehmigung wird der StadtverordnetenVersammlung zugehen. Zum Oberturnwart und Nachfolger des verstorbenen Professor Dr. med, Angerstein ist vom Magistrats- Kollegium der Turnlehrer Luckow in Greifswald gewählt worden. Lokales. Sonntag, den 17. Januar, abends 61/2 Uhr, beim Genossen Zubeil, Achtung, 2. Wahlkreis! In der Versammlung, welche am Lindenstroße 106, stattfindet, wird Genosse E. Rosenstock über: Betheiligung erwünscht. " Sozialismus und Frauenbewegung" referiren. Rege 1 110 210 350 M.( 1 020 592 400), die dauernden Ausgaben mit 634 427 085 M.( 588 917 772), die einmaligen Ausgaben mit 48 108 000 m.( 40 692 000) veranschlagt. Die Betriebslänge der In Fortsetzung feiner Berathungen zur Feststellung des preußischen Eisenbahnen beträgt zu Beginn des Etatsjahres Stadthaushalts- Etats für das Verwaltungsjahr 1897/98 27 691 Kilometer, durch Uebernahme der beffischen Bahnen wächst setzte das Magistratskollegium zunächst den Spezialetat der diefelbe auf 29197 Kilometer an. Der Ueberschuß der Staats- städtischen Heimstätten für Genesende sowie ver Und dennoch bezeugen zahlreiche Zuschriften, die uns aus der Eisenbahnen beträgt nach Abzug der Zinsen der Staats- schiedene Einrichtungen für die öffentliche Gesund Arbeiterklasse sowohl, wie auch aus Kreisen kleinerer Geschäftsleute beitspflege fest. Die Einnahmen und Ausgaben für die Heim- zugehen, daß gegen die Aktion der erwähnten Herren ein tiefes *) Die in Klammern beigefügten Zahlen sind die entsprechenden stätten sind auf 196 430 M., während die Einnahmen und Aus- Mißtrauen besteht. Durchweg giebt sich der Verdacht fund, des Etats für 1896/97. gaben für die Einrichtung für die öffentliche Gesundheits- daß es den Leitern der Bewegung durchaus nicht einzig um Be 9 feitigung der Verfrommungs- Verordnung, sondern nebenher noch| kaum gemachten, meist noch warmen Betten. In dem Schlafraum Zu den Raubmordversuchen gegen den Pfefferluchenhändler um einen Krieg gegen das bischen Sonntagsruhe zu thun sei, für das weibliche Küchenpersonal fielen in einer Nacht Stücke vom Jsidor Brock wird weiter berichtet, daß gestern, Freitag, nach dem das zur Zeit noch zum Aerger vieler Profitwütheriche zu Recht Deckenputz herunter, so daß die Infassin dieses Raumes genöthigt Reste des geraubten Geldes, der noch fehlt, gesucht wurde. Kriminalbesteht. Der Ton macht eben die Musik. Verlautet auch nichts von war, um einem Unglück vorzubeugen, denselben zu verlassen. Außer beamte holten einen der beiden Thäter aus dem Untersuchungseinem derartigen Kampfe in besagtem Aufruf, und ist auch an der Miethe für diese Schlafstelle hat jeder Kellner für den Puzzer gefängniß zu Moabit ab und führten ihn nach dem Friedrichshain, zunehmen, daß es einer Reihe der unterzeichneten Vereine um nichts monatlich 18 M. Gehalt und 3 W. Wohnungsgeld zu entrichten. In wo er angeblich das Geld vergraben hat. Man hat sehr lange anderes zu thun ist, als um Beseitigung der in bürgerlichen wie in den Eisenbahnwagen fehlen Vorrichtungen, wie sie auf Schiffen vergeblich gesucht. Ob die Nachforschungen schließlich Erfolg gehabt proletarischen Streifen gleichermaßen verhaßten Polizeiverordnung, so üblich sind, um das Herabfallen von Gegenständen zu verhindern; haben, ist nicht bekannt geworden. find doch zunächst schon viele der unter dem Aufruf vermerkten daher kommt es nicht selten vor, daß beim Passiren von Weichen Unternehmervereine bei der Arbeiterschaft nur im übelsten Sinne, und Kurven Speisen und Getränke, noch ehe sie der Gast berührt der Rheinisch- Westfälischen Bank in Verbindung stand und dann Ein Edelster und Bester, namens E. v. Kriegsheim, der mit namentlich aus der Bekämpfung des Koalitionsrechtes der Aus- hat, sammt den Gefäßen vom Tische herabgeschleudert werden. Den Direktor der Neuen Berliner Elektrizitätswerke und Affumulatorengebeuteten bekannt. Und dann ist noch ein zweiter Grund zum hierdurch entstandenen Schaden, ebenso wie den Verlust von werke gewesen ist, soll nach hiesigen Blättern ohne Deckung großer Mißtrauen gegeben in dem, was der Aufruf nicht enthält. Denn Servietten, Tischgeräthen, Silbergeschirr und dergleichen müssen die charakteristischerweise ist in ihm der Theil der Verfrommungs- Kellner aus ihren Trinkgelder Einnahmen dem Herrn Klig er Berbindlichkeiten Berlin verlassen haben. Verordnung, der eine Einschränkung des Versammlungsrechtes setzen, was für den einzelnen im Durchschnitt 25 bis 35 Mart Ein Sittenbild. In Untersuchungshaft genommen wurde am bedeutet, und der daher die auf Sonntagsversammlungen monatlich ausmacht. Die Beiträge zur Krankenkasse sowie zur Donnerstag Nachmittag der Gardeküraffier W. von der 4. Eskadron. in beträchtlichem Grade angewiesenen Arbeiterschaft am Alters- und Invalidenversicherung haben die Kellner allein zu zahlen, Die Untersuchung war ganz im Stillen geführt worden, bis W. vorschwersten bedrückt, mit keinem Worte erwähnt. d. h. einschließlich des Antheils, zu dem der Arbeitgeber gefeßlich gestern Nachmittag gegen 5 Uhr vom Reitdienste weg verhaftet und Was ist dem auf Profit bedachten Bürgerthum auch die Wahrung verpflichtet ist. Es wäre wünschenswerth, daß die zuständige Eisen- in das Militär- Arrestgebäude in der Lindenstraße abgeführt wurde. des Versammlungsrechtes? Hekuba! bahnbehörde ihr Augenmerk auf die hier dargelegten Mißstände Es handelt sich um Sittlichkeitsverbrechen nach§ 175 des Straf Dies mögen die Gründe sein, welche das Berliner Proletariat richten und den Restaurateur bei Vergebung der Pacht verpflichten gefeßbuchs. mit Mißtrauen gegen die Petitionsbewegung erfüllen, obgleich es würde, sein Personal für die sehr anstrengende Arbeit entselber von ganzem Herzen die Aufhebung der Verfrommungs- sprechend zu bezahlen. Auf den D- Zügen anderer, für Der Kaufmann Ifidor Brock befindet sich jetzt außer LebensVerordnung wünscht. die Restauration bei weitem nicht so rentablen Linien sollen die gefahr. Troydem kann der Patient, der sich bei voller Besinnung befindet, noch nicht vernommen werden und zwar weil sein geistiger Witterung und Nothstand. Wie sehr die Wirkungen des Kellner, wie wir hören, etwas günstiger gestellt sein. Zustand nicht normal ist. B. beantwortet wohl Fragen, jedoch chronischen Nothstandes, unter dem ein großer Theil der Vom Reichstags- Restaurant. Das„ Berliner Tageblatt" nicht in fachgemäßer Weise und falsch. Es steht jedoch zu hoffen, hauptstädtischen Bevölkerung zu leiden hat, durch den Einfluß der schrieb gestern Abend:" Der Vorstand des Reichstags war heute daß B. seinen vollen Verstand wieder erhalten wird. 28 interfälte noch verstärkt werden, das geht aus folgenden wieder zusammengetreten, um die Restaurations- Berhältnisse des Bahlen hervor, die der neueste Jahrgang des Berliner Statist. Parlaments zu besprechen. Das Gesuch des Restaurateurs Schulze Die leidige Kleptomanie. Bei einem Spigendiebstahl abJahrb." mittheilt. Im Jahre 1894 wurden insgesammt um Gewährung einer Beihilfe von 4000 M. pro Session wurde abgefaßt wurde gestern in einem bekannten Moabiter Waarenhause 38 870 Personen( 21 782 Männer, 16 989 Frauen, 99 Kinder) gelehnt. Dagegen wurde beschlossen, ihm für jeden der zehn Kellner eine feingekleidete Dame, die derartige Diebstähle nicht zum ersten zum Polizeigewahrsam gebracht, 23,65 pro Mille pro Sigungslag je eine Mart aus dem Dispositionsfonds zu be- Berkäuferin verschiedene Spigen vorlegen und suchte darin herum, Die Dame ließ sich von der Male ausgeführt zu haben scheint. der durchschnittlichen Bevölkerung. Die Zahl der Gingelieferten pro willigen." Nach unseren Informationen sind diese Mittheilungen wollte bann jedoch den Laden verlassen, ohne etwas gekauft zu Tag war: im Januar 102,4, Februar 118,1, März 110,6, als unrichtig und verfrüht anzusehen. Der Reichstagsvorstand hat haben. Die Verkäuferin war auf das Fehlen einer sehr werthApril 107,1, Mai 94,7, Juni 103,5, Juli 100,8, August 106,5, Sep feine Berathungen über die Angelegenheit noch nicht zum Abschluß vollen Spize sofort aufmerksam geworden und sagte der Person den haben. Die Verkäuferin war auf das Fehlen einer sehr werthtember 106,7, Oftober 105,4, November 118,5, Dezember 99,8. Das gebracht und er dürfte, wenn er der Sache näher tritt, wohl auf Diebstahl auf den Kopf zu. Natürlich leugnete diese und wies es Auf und Ab dieser Zahlen verläuft genau wie in den Vorjahren. keinen Fall die Kellner mit einer Mark abspeisen wollen. Auch der Rückgang im Dezember eine Folge des Weihnachtsmit großer Entrüstung von sich, drohte auch sogar mit der Polizei. Bigarren auf Eis das ist der neueste Genuß, der für Fein- Aber es half ihr alles nichts, sie wurde nicht fortgelassen und der geschäftes, das noch vielen Arbeitsgelegenheit und Verdienst giebt schmecker erdacht worden ist. Aber was ist es? Eine gute Havana Polizei übergeben. tehrt alle Jahre wieder. Unter den Gründen der EinLieferung war 16120 Wal Uebertretung mit einem guten Annanas- oder Vanaille- Eis, das sind gewiß zwei Das Elend der in Tingeltangeln beschäftigten Mädchen licher Vorschriften, 9455 Wal Betteln, 8469 Mal Obdachlosigkeit sehr angenehme Dinge, die unter Umständen auch trefflich zusammen illustrirt eine Mittheilung, die wir im Berl. Tagebl." finden:„ Gin und so weiter. Wegen Betteln wurden überhaupt 21 678 paffen. Aber Zigarren auf Eis? Nun, auch wir waren nicht Streit der Chansonetten ist in einem hiesigen Spezialitätenlofal Personen( 19 864 Männer, 1101 Frauen, 718 Kinder) aufgegriffen, wenig erstaunt, als wir an der Glasthüre sines fashionablen britten Ranges ausgebrochen. Die Beranlassung zu dieſem für die Bigarrengeschäfts die Worte lasen: Importen auf Eis. wovon jedoch über die Hälfte nach erfolgter Anzeige oder bloßer also Import 3igarren auf Gis. Eine riesenhafte Rifte mit Jüngerinnen der leichtgeschürzten Muse ziemlich ungewöhnlichen Verwarnung wieder entlassen wurden. Die Zahl der aufgegriffenen Borgehen bot eine Verfügung des gleichzeitig das Lokal lewirth. Bettler pro Tag war: im Januar 84,6, Februar 101,3, Wärz 70,8, sehr einladenden Bigarren prangt hinter dem Fenster. Das Räthsel Borgehen bot eine Verfügung des gleichzeitig das Lokal lewirthApril 59,9, Mai 51,7, Juni 47,9, Juli 37,5, August 48,4, September neuerdings auf Eis von Kuba importirt werden, um ein Weinprozente" abschaffte. Da die Sängerinnen bei ihrer recht ge löfte sich dahin, daß die feineren Havana- Tabake und Bigarren schaftenden„ Direktors", der mit dem neuen Jahre die sogenannten 47,7, Oftober 49,8, November 63,8, Dezember 62,5. Hier, wie oben, Gähren des Tabals infolge der Tropenhige und die hierdurch sich eine Zurücknahme der direktorialen Anordnung nicht erwirken ringen Monatsgage auf diese Nebeneinkünfte angewiesen sind, und ist die Bewegung ziemlich parallel dem Steigen und Fallen der Temperatur. Dieselbe Erscheinung läßt sich an der Frequenz des Eis find also ein besonderer Zeckerbissen, der natürlich, gleich anderen ließ, stellten die Damen die„ Arbeit" ein. Ihre allerdings durch bie bedingte Verschlechterung der Qualität zu hindern. Bigarren auf städtischen Obdachs nachweisen. Reform" persönlich nicht betroffenen männlichen Kollegen, Komiker Leckerbissen, nicht mit jedem Portemonnaie sich verträgt. und Kapellmeister, bekundeten einen bedenklichen Mangel an Solidarität, indem sie nicht nur ruhig weiter spielten, sondern sich sogar mit Erfolg um die Anwerbung von Streitbrecherinnen bemühten." " fittenpolizei" g " " Wie gestern bereits gemeldet, wurde morgens die bei dem praktischen Arzt Dr. Wassermann am Kronprinzen- Ufer als Köchin dienende 25jährige Marie Blaha, aus St. Magdalena in Böhmen gebürtig, in ihrem Zimmer durch Leuchtgas vergiftet aufgefunden. Es hat sich herausgestellt, daß ein Selbstmord, wie gestern vermuthet wurde, anscheinend nicht vorliegt. Das Gas ist aus einem Risse an der von der Decke herabhängenden Röhrenleitung ausgeströmt Eheschließungen in Berlin 1896. Im Jahre 1896 wurden in Berlin 18441 Chen geschlossen; in den Vorjahren 1895: 17 288, Vom Verlag des Berliner Lokal Anzeigers" geht uns 1894: 16 820, 1893: 16 955, 1892: 16 999, 1891: 17 649, 1890: folgendes Schreiben zu: 17 810. Die 1895 eingetretene 3 unahme der Eheschließungen Auf grund des§ 11 des Preßgefeßes ersuche ich Sie, Ihre bat also auch 1896 fortgedauert und sogar noch eine beträchtliche diesbezügliche Notiz in der gestrigen Nummer Ihrer Zeitung dahin Steigerung erfahren. Bon 1895 zu 1896 betrug die Zunahme zu berichtigen, daß der„ Verliner Lokal- Anzeiger" durch Beschluß 1208 Ghen, das find 7 pCt., während die durchschnittliche Bevölke- des hiesigen Magistrats vom 9. November 1894, dessen Ausfertigung rungszahl, soviel sich bis jetzt fibersehen läßt, nur um wenig ich besitze. zum amtlichen Publikationsorgan des Magistrats von über 2 pet. zugenommen haben wird. 1895 heiratheten Berlin ernannt worden ist." 20,8 pro Mille der durchschnittlichen Bevölkerung( 1894: 20,4 pro Wir bemerken dem gegenüber, daß amtliches Publikationsorgan Mille), während 1896 die Heirathegiffer bestimmt erheblich fiber des Magistrats allein das hiesige„ Gemeindeblatt" ist. Allerdings hat 21 pro Mille hinausgeht und wahrscheinlich nicht weit hinter 22 pro der Magistrat am 9. November 1894 beschlossen, daß der Theil und hat so den Tod der Köchen Blaha herbeigeführt. Mille zurückbleibt. Die Zunahme dürfte auf das Konto des in- feiner Bekanntmachungen der Berliner Gemeindeverwaltung, welche dustriellen Aufschwunges der letzten beiden Jahre zu 3 ihrer rechtlichen Wirksamkeit der Veröffentlichung in fiel gestern Vormittag der 88 jährige Maurerpolier Max Bogel von Beim Umbau eines Ladens im Hause Unter den Linden 46 setzen fein. Zum theil kommt und das gilt nicht bloß für ein für alle mal bestimmte öffentliche Blätter bedürfen, Berlin dieser Aufschwung allerdings nur als mittelbar wirkende außer im Gemeindeblatt" noch in der„ Vossischen Zeitung". Berlegung im Gesicht zu, daß er nach der Unfallstation II und von einer 8 Meter hohen Rüstung herab und zog sich eine so erhebliche Ursache in betracht, insofern als viele Eheschließungen, die durch die der National Zeitung" und dem Berliner Lokal= Anwirthschaftliche Depression der vorhergehenden Jahre verzögert seiger" veröffentlicht werden solle. Lediglich so weit steht der bort nach Anlegung eines Verbandes nach dem Krankenhause am worden waren, jetzt nachgeholt werden. Für die nächsten Jahre Wagistrat mit diesen Zeitungen in amtlicher Verbindung. Der Urban gebracht werden mußte. darf übrigens aus einem anderen Grunde eine noch stärkere Magistratsvertreter hat seinerzeit in öffentlicher Stadtverordneten- Bürgerliche Blätter Ilagen darüber, daß das Nationaldenkmal Zunahme der Eheschließungen erwartet werden. Die gewaltige Versammlung ausdrücklich erklärt, daß jeder Zeitung, die sich für Wilhelm I. nicht zum 22. März fertig werde. Wie wäre es Geburten- Fluthwelle, die 1872 über Deutschland hereinbrach und bis verpflichtet, die städtischen Bekanntmachungen unentgeltlich auf mit etwas Sonntagsarbeit? 1876 im Steigen blieb, muß da die zwischen 1872-76 Geborenen zunehmen, dieselben zugehen würden. Daß dadurch nicht eine Herr Alfred Dochow sendet uns zu der in unserer Mittwochsjetzt bereits zivischen 20-24 Jahre alt find von nun an die Beitung zu einem oder, wie die Aufschrift auf dem„ L. A." und seine nummer veröffentlichten Notiz Kinderausbeutung Reihen der Heirathekandidaten mehr und mehr verstärken. Nebenbei Berichtigung" andenten zu wollen scheint, zu dem„ amtlichen bemerkt, muß der Umstand, daß der Altersaufbau der Bevölkerung Publikationsorgan des Magistrats" wird, liegt auf der Hand. Der Berichtigung, worin er die von uns geschilderten Praktiken, die in hente infolge jener Geburten- Fluthwelle ein anderer ist, als er zehn Lokal- Anzeiger" scheint eine Berechtigung seiner Behauptung, seinem Geschäft üblich sind, bestätigt. Jahre früher war oder 10 Jahre später sein wird, sich noch in den verschiedensten anderen Hinsichten geltend machen. " " " " eine zu. er fet amtliches Publikations- Organ des Magistrates, daraus Unglücksfälle im Straßenverkehr. Vor dem Hause Madai abzuleiten, daß in dem angeführten Beschluß des Magistrats straße 9 stürzte gestern früh ein ungefähr 30 Jahre alter Mann, der die drei angeführten Blätter in der oben bezeich foeben eine in der Nähe liegende Schankwirthschaft verlassen hatte, Der Segen der Fabrikkantinen, die menschenfreundliche Unterneten Beschränkung als amtliche Publikationsorgane" be- schwer betrunken zu Boden und verletzte sich so schwer am Kopfe, nehmer für ihre Arbeiter einrichten, giebt sich an einem Utas zu erzeichnet sind. Daß der Lokal- Anzeiger" diese bureaukratische, in- daß der Tod sofort eintrat. Die Leiche, bei der feinerlei Ausweis kennen, den der Eisengießereibefizer Karl Flohr in der Chausseestraße haltlich irrige Flostel falsch auffaßt, tönnte ihn schon ein Blick papiere vorgefunden wurden, ist nach dem Schauhause gebracht bezüglich seiner neuen Stantine erlassen hat. Zwei Paragraphen der auf die National Zeitung" und die„ Boffische Zeitung" lehren, worden. Infolge der Glätte fiel gegen Mittag der 16 jährige Kantinenordnung" lauten:§ 7. Nach Eröffnung der Kantine die einen Hinweis, wie„ amtliches Publikationsorgan des Laufbursche Willibald Kringel hin und brach den linken Oberschenkel. ift das Betreten der Fabrikräume durch Angehörige Magistrats" nicht enthalten, wiewohl sie in demselben Er wurde nach dem Krankenhause Moabit gebracht. Nachmeines Personals, welche Mittagessen bringen, nicht mehr a ße wie der Lokal Anzeiger" zur Veröffentlichung mittags stürzte der Gerichtsvollzieher Dito Raasch in der Jerufalemer gestattet; vielmehr foll dafür jetzt ausschließlich einzelner Magistrats- Bekanntmachungen benutzt werden. Die straße beint Abspringen von einem in der Fahrt befindlichen die Kantine dienen.§ 8. Eine Verpflichtung zur Entnahme von Bezeichnung amtliches Publikations Organ des Berliner Pferdebahnwagen der Linie Nollendorfplatz- Alexanderplatz zur Waaren in der Kantine besteht nicht, auch darf niemand zum Magistrats" erweckt den Anschein, als ob der Magistrat Erde und 80g fich eine Verrenkung der Schulter Rauf beeinflußt werden. Dagegen ist es jetzt nicht mehr gestattet, feine fämmtlichen amtlichen Bekanntmachungen im.." ver- Vor dem Hause Köpnickerstr. 21 wurde der vierjährige Sohn des im. daß nach Eßwaaren oder Getränken geschickt wird resp daß öffentliche. Und dieser Schein trügt. Es ist also unsere Werktführers Ece, als er an der Hand des 16jährigen Arbeiters nicht zu meinem Personal gehörige Leute derartiges in geftrige Notiz in vollem Umfang ausrecht zu halten. Bei Ge- Albert Radke er den Damm ging, durch einen mit drei Personen meine Fabrit bringen. Wer Eßwaaren oder Getränke mit legenheit der Etatsberathungen im rothen Hause wird dem besetzten Sportswagen überfahren und am Kopfe und am Knie leicht bringen will, muß dies mit alleiniger Ausnahme des Magistrat Gelegenheit gegeben werden, ob er etwa sich mit der ge- gequetscht, während sein Begleiter unverlegt blieb. Die Schuld an Mittageffens morgens oder nach Tisch selbst thun und darf dieser fennzeichneten, reklamehajten Art der Ausnugung seines anders ge- dem Unfalle foll den unbekannt gebliebenen Führer des Wagens halb auch nicht die Fabrik verlassen. meinten Beschlusses vom 9. November 1894 einverstanden erklärt. treffen, der übermäßig schnell fuhr und die Vorübergehenden nicht angerufen hat. In der Badstraße fiel der 72 Jahre alte Gerber Die Schöneberger Nothbrücke über den Landwehrkanal am Gottlieb Herzger kurz vor einem vorüberfahrenden Pferdebahnwagen Hafenplay ist fertiggestellt. der Linie Kreuzberg- Gesundbrunnen hin, gerieth unter den Wagen, der indessen über ihn hinwegging, ohne ihn im geringsten zu vers letzen. Der alte Mann konnte bald darauf seinen Weg fortsetzen. Wer sich also bislang aus Sparfamkeitsgründen von seiner Frau das Mittagessen in die Fabrik bringen ließ, muß jetzt sein baares Geld in der Kantine ausgeben, und wem die Speisen und Getränke der Kantine nicht gefallen, der muß überhaupt auf das Essen verzichten, wenn er sich nicht morgens in aller Frühe mit dem Nöthigen versorgt. Ein netter Beitrag zur modernen Fabriksklaverei. 11 Ueber die Besuchszeiten des Reichs Postmuseums finden fich in Tageszeitungen, Reise- Handbüchern, Adreßbüchern u. s. w. häufig unzutreffende Angaben. Wie aus der Aufschrift der am Die Kelluer in den D- Zügen Berlin- Köln werden unter Haupteingang zum Zentral- Postgebäude( Leipzigerstr. 15) aufgestellten Bedingungen beschäftigt, die wohl mit zu den verwerflichsten ge Tafel ersichtlich, ist das Postmuseum geöffnet: Sonntags, fowie an Parteigenossen werden auf die am Sonntag Nachmittag 31/2 Uhr Achtung, Marieudorf, Tempelhof, Marienfelde! Die hören, welche den bekanntermaßen mehr als andere Arbeiter aus den zweiten Feiertagen des Oster-, Pfingst und Weihnachtsfestes Parteigenossen werden auf die am Sonntag Nachmittag 31/2 Uhr gebeuteten Gastwirthsgehilfen geboten werden. Das Restaurations. von 12 bis 2 Uhr, an den Wochentagen Montag, Dienstag, Don- in Lokale des Herrn Teutsch bein in Marienfelde stattfindende wesen in den zwischen Berlin und Köln verkehrenden D.3ügen ist nerstag und Freitag von 11 bis 2 Uhr. Geschlossen ist das Museum und Umgegend aufmerksam gemacht, in der Genosse Faber aus Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins für Mariendorf dem Bahnhofswirth Riffelmann in Halle a. S. übertragen, der jeden Mittwoch und Sonnabend, ferner an den ersten Feiertagen Berlin sprechen wird. Allen Parteigenossen erwächst die Pflicht, der einen Herrn Klix als Vertreter und Geschäftsführer ein- des Oster, Pfingst- und Weihnachtsfestes, am Neujahrstage, am politischen Organisation beizutreten, die sich die Verbreitung unserer gefeht hat. Wie verlautet, soll die von dem Unternehmer Charfreitage und am Himmelfahrtstage. Eintrittsgeld wird nicht Ideen zum Ziele gesteckt hat und ihren Angehörigen Belehrung und gezahlte Pacht eine sehr geringe sein, auch seine sonstigen Geschäfts- erhoben, weder an den Sonntagen noch an den Werktagen. untoften find erheblich niedriger, als die eines sonstigen Restaurateurs, Förderung ihrer Interessen bietet! Der Vorstand. da die Ausgaben für Mobiliar bei ihm gänzlich fortfallen. Dagegen rath Schmidt, ist am Donnerstag in Wilmersdorf gestorben. Der Kuratorialsekretär der Berliner Universität, RechnungsJu Weißenfee findet am Sonntag Nachmittag 5 Uhr im Lokal sollen die Einnahmen und dementsprechend der Gewinn des Restaurateurs von Albrecht, Ecfe der Generalitraße, eine Boltz. so glänzende sein, daß ihn mancher Inhaber einer gutgehenden Das Polizeipräsidium hat verfügt, daß in den Betrieben der versammlung statt. Genosse Gerstenberger hält einen Wirthschaft ersten Ranges darum beneiden würde. Man sollte elettrischen Straßenbahnen sämmtliche Waggons auf Vortrag über„ Die Weiber von Weinsberg". Nach dem Vortrage nun meinen, daß auch die Angestellten dieses Herrn einigermaßen der linken Seite geschlossen sein müssen. Sowohl bei den Motors gemüthliches Beisammensein. Namentlich Frauen und Mädchen wer günstig entlohnt würden. Dem ist jedoch nicht so. Nur die in den als auch bei den Anhänge- Wagen müssen die linksseitigen Perrons den eingeladen. Marie Werner. Nachtzügen servirenden Kellner erhalten monatlich 30 M. Gehalt. mit Gitter und bei Inbetriebfetzung von Sommerwagen der linke Dagegen bekommen ihre Kollegen, welche die Reisenden in den Ausstieg in der vollen Wagenlänge gesperrt werden. Diese Befür Reinickendorf und Uingegend werden zum zahlreichen Besuch, Die Mitglieder des Arbeiterbildungsvereins ,, Sukunft" Tageszügen bedienen, nur freie Roft nur freie Kost, sind aber im übrigen stimmung hat auch Giltigkeit für alle noch zu eröffnenden elektrischen der morgen, Sonntag Nachmittag, 3 Uhr bei Hausotter, Amende ausschließlich auf Trinkgelder angewiesen und haben von Betriebe. straße, stattfindenden Generalversammlung eingeladen. Genosse ihren durch die Gnade des Publikums ihnen zufließenden Einnahmen noch erhebliche Abgaben zu entrichten. Der Bauplatz für das erste chemische Institut der Universität, Knauf hält einen Vortrag über die Bewegung der Himmelskörper Da das Personal abwechselnd eine Nacht in Köln, die andere aber das auf dem Gelände des alten Charitee- Friedhofes zwischen der mit bildlichen Darstellungen; auch findet Neuwahl des Vorstandes in Berlin zubringt, muß in dieser Stadt jeder seine Wohnung haben, Invaliden- und der Hannoverschenstraße errichtet werden soll, muß statt. Gäste sind willkommen. während den Kellnern für ihren Aufenthalt in Köln von Herrn nach einer Verfügung des Unterrichtsministers bis zum 1. April d. J. Klig eine Schlafstelle zugewiesen wird, wofür jeder 6 M. monat- freigelegt werden. Der echt preußische Kampf gegen das Vereinswesen, der jetzt in Weißensee vom dortigen Amtsvorsteher ins Werk gesetzt worden lich zu zahlen hat. Dieses Logis läßt aber viel zu wünschen übrig. Ein wenig geschmackvoller Druckfehler ist einem hiesigen ist, hat vorgestern bereits in unserem Blatte eine kurze Würdigung er In einem nicht gerade freundlichen Raume stehen sechs Betten, Blatte am Donnerstag passivt. Ju einer Anzeige feines fahren. Das Schriftstück, welches der Amtsvorsteher am 5. Januar d. J. die von 12 Kellnern benutzt werden. Wenn das Personal Arbeitsmarktes sollte stehen: Tüchtige, selbstständige Arbeiterinnen einer der gemaßregelten Organisationen zugesandt hat, lautet folgender des einen Buges in Köln antommt, haben die Kellner auf Tintenwischer 2c. im Hause per sofort. Aus dem zu maßen: Nach den Ausführungen des kgl. Ober- Verwaltungsgerichts des nunmehr abgehenden Buges eben die Echlafstätten Beginn des gesperrten Wortes hatte der Druckfehlerteufel aber in der Entscheidung vom 4. Januar 1895-I. 12- fann der verlassen, und ihre ankommenden Kollegen legen sich dann in die ein gemacht. Scheußlich! Gesangverein Fidele Geister" geschlossene Gesellschaft" im Sinne # I, Frenz, König- Chausse 41, im sozialdemokratischen Gewas des Gesetzes nicht angesehen werden, da die Drganisation des- Der Vorsitzende ließ ihn sich vorführen und auf den Antrag des jwenn dies nicht öffentlich bekannt wäre, er habe mit dem Groß selben eine so lose ist und der Erwerb und Verlust der Mitglied- Staatsanwalts wurde er zur Verbüßung einer sechsstündigen Haft. herzogl. Bezirksdirektor gesprochen und da sei ihm der Vorschaft an so geringe Voraussetzungen geknüpft sind, daß nicht mehr strafe sofort abgeführt. Hätte eine Verwarnung nicht auch genügt? schlag gemacht, sich mit mir in Verbindung zu sehen, gesagt werden kann, ihre Mitglieder bildeten einen in sich geer hiermit thun wolle. Ich habe ihm daraufhin Seit drei Tagen findet hierselbst in einem kleinen Hinterzimmer und diese diese auch bethätigt, ſchloſſenen, beſtimmt abgegrenzten Kreis von unter sich verbundenen des Kriminalgerichtsgebäudes die Bernehmung zahlreicher Zeugen statt, meine Bereitwilligkeit zugefagt Personen. Der Verein ist offenbar nur zu dem Zwecke gebildet, die in der Klagefache des Hofpredigers a. D. Stöder gegen den umſomehr, da ich sah, daß der Herr Fabrikinspektor sich bemühte, den Frent'schen Eheleuten bei Umgehung der polizeilischen Vorschriften, Redakteur der„ Neuen Saarbrücker Zeitung",& ch w u chow, vor dem dieses Verhältnisses stehe ich fern, ich kann nur annehmen, daß der ehe Der Veröffentlichung vorhandene misstände abftellen, au taffer. insbesondere betreffs Ueberschreitung der Polizeistunde, Borschub zu leisten. Die Versammlungen des Vereins werden daher fortan als ersuchten Richter, Amtsrichter Schreiner, geladen sind. Herr malige Redakteur der Weimarischen„ Neuesten Nachrichten", Herr Gothe, leisten. Die Versammlungen des Vereins werden daher fortan als Schwuchow ist wegen zweier Artikel unter Antlage gestellt worden. Der Berfasser ist, in dem derselbe kurz vor Weihnachten als Gast in meinem öffentliche" betrachtet werden und unterliegen mit Eintritt der für In dem ersten Artikel wurde behauptet, daß Herr Stöcker zu grunde Lokale u. a. mich frug, ob es wahr sei, was man sich in Weimar bas Frenz'sche Lokal festgesetzten Polizeistunde der Auflösung, wenn gegangen fei, weil er den Weg der politischen Besonnenheit, der fie darüber hinaus ausgedehnt werden sollten, gleich viel ob der bürgerlichen Ehrlichkeit und der tirchlichen Lauterkeit verlaffen habe, erzähle, daß das Staatsministerium dem Herrn Fabrikinspektor auf Berein die Räume für seine Vereinszwecke gemiethet hat, oder nicht. in dem zweiten wurde ausgeführt, daß in den Fällen, in dessen Wunsch um Beihilfe in einzelnen Distrikten, mich für Apolda Es braucht wohl kaum gesagt zu werden, daß das Lokal von welchen es ihm möglich gewesen wäre, die abfälligen Urtheile vorgeschlagen habe, jedoch aus gewissen Gründen dies nicht offiziell richtig sei." ruche steht, und daß der Wirth vorher schon durch Herabsetzung seiner Gegner durch das Gericht auf ihre Wahrheit hin prüfen thun tönne. Ich habe darauf dem Herrn G. erklärt, daß dies nicht der Polizeiftunde auf abends 10 Uhr gemaßregelt wurde. Zur Eru lassen, er schließlich es für flüger erachtet habe, den Strafantrag läuterung sei noch bemerkt, daß der Verein" Fidele Geister" mit der zurückzuziehen. Der Angeklagte Schwuchow hatte sich auf eine Reihe Versammlungen. herbeigezogenen Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts nicht funden vermöchten, und es ist beschlossen worden, diese hier in Berlin von Zeugen berufen, die die Wahrheit seiner Behauptungen zu be das geringste zu thun hatte, sondern daß der Amtsvorsteher erst kommissarisch vernehmen zu lassen. Die Vernehmung findet nun vollzog am 12. b. M. die Vorstandswahl. Gewählt wurden Friedrichsberg. Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale VI) jetzt, zwei Jahre nach erfolgter Gerichtsentscheidung, sich plöglich seit drei Tagen statt und zwar in Gegenwart des Rechtsanwalts& chich hold, Brach wiß und Lucht, zu Revisoren Möws darauf besonnen hat, daß sie auf den seit 1893 bestehenden Verein Arnold Goldstein als Vertreter des Angeklagten Schwuchow, fo- und Müller. Die nächste Versammlung findet am 25. Jan. statt. anwendbar ist. Dies genügt wohl zur Kennzeichnung der Zustände, wie des Hofpredigers a. D. Stöder, bem unter denen vor den Thoren Berlins sozialdemokratische Arbeiter zu leiden haben. Es sollen Schritte zur Aufhebung der amt lichen Verfügung unternommen werden; ob dieselben Erfolg haben, läßt sich unter den gegenwärtigen Verhältnissen schwer voraussehen. Vorläufig üben die Arbeiter von Weißenfee eine Ehrenpflicht, wenn sie den bedrängten Wirth nach Kräften unter stüßen. Abermals ist ein Kind das Opfer der unter der göttlichen Weltordnung herrschenden Zustände geworden. Gestern Mittag ist in der Faltstraße 7 das zweijährige Kind des Arbeiters A. Hoppe in Rixdorf erstickt. In Abwesenheit der Eltern( der Vater liegt im Krankenhause und die Mutter ging ihrer Beschäftigung nach) hatten die Kinder mit Streichhölzern gespielt und die Betten angezündet. kam, aufmerksam wurden, verschafften sie sich Eingang in die Wohnung und holten die Kinder heraus. Das jüngste war bereits todt und ein älteres dreijähriges betäubt; dieses hofft man am Leben zu erhalten. " Kunst und Wissenschaft. Im Schauspielhaus, wo man jahraus, jahrein im feichtesten Gewässer plätschert, wagte man sich am Donnerstag an einen feier täglichen literarischen Versuch, an die Aufführung von Hebbel's Genovefa". Gleich nach dem Erstlingswurf feiner Judith" beschäftigte den Dichter bie Idee zu seiner„ Genovefa". Der Drama tifer in Hebbel erkannte, daß aus der naiven Legende, aus dem Volksbuch von der heiligen Genovefa teine Tragödie zu formen sei. es nur Selige und Berdammte giebt, Himmel entſtiegene d entstiegene und Höllengeborene, da ist dem tragischen Dichter feine beste Kraft geraubt: zu offenbaren, wie im Wirrsal der Leidenschaften die ungeheuerlichen Entschlüsse reifen. Das Voltsbuch erzählt schlicht und gläubig: So war's. Der grüblerische Hebbel fragt: Wie tam's? Naturgemäß rückte so der böse Golo in der Legende in den Mittelpunkt der Tragödie. Für diese Gestalt ist die lebhafteste Färbung vorbehalten; was erwachte Leidenschaften an Spitzfindigkeiten erfinnen, um ihr Recht zu begründen, daß ist mit dem scharfen dialektischen Sinn, der schon in Hebbel's Jugendwerken als wesentliches Merkmal sich kundthut, und mit psychologischer Feinheit herausgearbeitet. antisemitische Abgeordnete Rechtsanwalt Dr. Vielhaben- Hamburg zur Seite steht. Die Vernehmungen sind sehr eingehende und dauern täglich mehrere Stunden. Bis jetzt sind vernommen: Redakteur Oberwinder, Prediger Neßler, Prediger Hülle, Prediger Engel, Prediger Witte, Dr. Arthur Levysohn, Prof. Dr. Brecher und Graf von Bernstorff. Demnächst wird die Vernehmung des Obersten v. Krause stattfinden. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Basewalterstr. 3. Alle Wenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 r. Vereinskalender find zu richten an Otto Schul- futbufen am 7 Allgemeine Kranken- und Sterbekalle der Metallarbeiter( E. H. 29.), Ber Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Ale ftraße 107/8. Bufchriften, den Bund betreffend, sind zu richten an P. Gent, S. Dresdener Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. Wenderungen imt Steglik- Friedenau. Die Vereins- Verfammlung fällt am 19. Januar aus. Dagegen findet am Montag, den 18. Januar im Hohenzollern" zu Friedenau eine öffentliche Boltsversammlung statt, in Ein Ortsstatut der Stadt Dirschau regelt die Theilnahme von welcher Reichstags- Abgeordneter A. Bebet refertren wird. Bahlreiche BetheiLehrlingen und jugendlichen Arbeitern am Fortbildungs- Unterricht tigung erwartet ber Einberufer. Siebe auch Inferat. und verpflichtet die Arbeitgeber, die jungen Leute am Schulbesuch Filiale Berlin 1. Heute Abend 8 ubr, Lindenstr. 106 bei Subeil. nicht zu hindern. Wegen Vergehens gegen das Ortsftatut wurde fammlung. Filiale Berlin 4. Seute Abend 8% Uhr: Mitgliederversammlung der Handwerksmeister Nadolski vom Schöffengericht und vom Land- bet Friz Witte, Andreasstr. 26. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Bergericht zu einer Geldstrafe verurtheilt, da er seinen Lehrling vom schiebenes.& titate Berlin 5. Mitgliederversammlung: Seute Abenbre Lothringerstr. 68. 1. Kaffenbericht. 2. Jabres abgehalten hatte. Nadolski legte bericht. tttale Charlottenburg. Mitgliederversammlung: Heute Abend Revision ein und führte zu ihrer Begründung aus, der 8 Uhr im Reſtaurant Leder, Bismarcfit. 74. tttale Rirdorf. MitgliederLeiter der Anstalt habe eine Lehrstunde, die sonst immer Bersammlung: Heute Abend 8 Uhr bei Filice, Kirchhofftr. 41. Donnerstags abgehalten wurde, ausnahmsweise den ife auf Mittwoch verlegt, und an diesem Mittwoch habe er den Lehrling im Geschäft nicht entbehren können. Auch habe er nur die Verpflichtung, den jungen Mann in die regelmäßigen Schulstunden zu schicken, er sei aber nicht verpflichtet gewesen, ihn an der betreffenden, eigenmächtig vom Schulleiter verlegten Stunde theilnehmen zu lassen. Der Straffenat des Kammergerichts wies die Revision mit der Be gründung zurück, daß die Verlegung des Unterrichts zulässig sei und vom Besuch der Lehrstunde nicht entbinde. Ein sauberer Prefpirat. In Düsseldorf wurde der Redakteur Friedrich Baumann gestern von der zweiten Straffammer wegen vollendeter und versuchter Erpressung und Betruges zu neun Monaten Gefängniß verurtheilt und sofort verhaftet. Der Ange tlagte hatte von der Schivester des kürzlich wegen fahrlässiger Töötung, Bestechung und Betruges verurtheilten Dr. Bolbeding unter der Drohung, eine zweite Broschüre über Volbeding heraus zugeben, 8000 m. erhalten und verfucht, noch 1500 m. zu bekommen. Der Staatsanwalt hatte 2 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ghr verlust beantragt. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 17. Januar 1897, vormittags 9 Uhr, pünktlich, Rosenthalerstr. 38: Versammlung. Freireligiöse Vorlesung. um 11 Uhr, vormittags, ebendaselbst: Bortrag des Herrn E. Vogtherr: Das höhere Gesez". Abends 7 ihr in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29. Gesellige Verfammlung: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über: Die Kunst und das Voll". Kranken- Unterstützungs- und Begräbniß- Verein der Schmiede und verwandten Gewerbe Deutschlands. Filiale Berlin 8. Sonntag, den 17. Januar, vormittags 10 tpy: Bersammlung bet potenteichsta Stralsund, Franzburg, Rügen. Sonntag, den 17. Januar, vormittags 10 Uhr bet inte, Judenſtr. 36. Stzung. Gäste willkommen. Sozialdemokratischer Agitationsverein für Reichstagswahlkreis Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Perrückenmacher Berlins und Umgegend. Montag, den 18. Januar, abends 10% Uhr bei Buste, Grenadierftr. 33: General- Versammlung. wäre. = Vermischtes. Die Werthschätzung des Menschenlebens unter der Große Aufregung herrscht unter preußisch deutschen Kultur. den Solinger Arbeitern wegen folgenden Vorfalls. Ein dortiger Messerschleifer Christian Hartmann hatte sich nach seiner Heimath, dem Städtchen Rohden im Walded'schen, begeben. Als er vor einigen Tagen mit mehreren Freunden in einer Privatwohnung Seiner Durchlaucht dem Fürsten Ludwig zu Sayn- Wittgen teipte, wobei es ziemlich geräuschvoll zuging, flopfte es plöglich das Fenster des betreffenden Parterrestein- Hohenstein pafsirte das fleine Malheur, in Konturs zu gerathen. ziemlich stark an Trotzdem betheiligte er sich an der Kreistagswahl im Wahlverband zimmers. H. ging hinaus, um zu sehen, was denn eigentlich los Draußen stand der Ortsgendarm mit zwei Nachtder größeren Grundbesiger des Kreises Wittgenstein, und zwar ließ wächtern. Der Gendarm stellte den Arbeiter wegen feines Verhaltens er sich durch den Forstmeister vertreten. Der Kreistag ers Es tam unter klärte jedoch die Wahl wegen seiner Betheiligung mit der zur Rede, worauf dieser ebenso schroff erwiderte. Begründung für ungiltig, den streitenden Parteien zum Wortwechsel und schließlich zum Handdaß im Konkurs befindliche Leute von der Wahl ausgeschlossen seien. Der Bezirksausschuß hob gemenge. Im Berlauf desselben krachte plötzlich ein Schuß aus dem Revolver des Gendarmen und auf den Tod getroffen. indessen den Beschluß des Kreistages wieder auf. Die Wahl sei Die Beerdigung hat unter außergiltig, denn nach der Kreisordnung habe Fürst Ludwig sein Wahl. ſank Hartmann nieder. recht unter den obwaltenden Umständen zwar nicht persönlich aus. ordentlicher Theilnahme stattgefunden. Auch die beiden Ortsbenen einer üben dürfen, er sei aber doch berechtigt gewesen, damit einen qualis geistlichen, von dem Verstorbenen einen tieffizirten Vertreter zu betrauen. Dieser Entscheidung ist der II. Senat empfundenen Nachruf widmete und ihn ausdrücklich gegen den Vordes Ober- Verwaltungsgerichts beigetreten. Ein mert wurf des Rowdythums in Schuh nahm, betheiligten sich an dem Begräbniß. Auf die behördliche Aufklärung des bedauerlichen Vors falls darf man mit recht gespannt sein. An der Schönheit entzündet sich des Jünglings Sinn. Aus dem Unwissenden, der nichts begehrt, wird ein Liebesdurstiger von flammender Begehrlichkeit. Er fleht um ein himmlisches Zeichen, um sich selbst vor seiner Begehrlichkeit vermessen zu rechtfertigen; und immer weiter reißen ihn die Dämonen in seiner Brust, bis alle Begriffe von gut und böse sich in seinem Hirn verwirren, bis er verwüstet, wonach er so heiß sich sehnt, und zugleich gegen sich selber wüthet. G3 müßte eigentlich von einer Golo-, nicht von einer Genovefakomödie die Rede sein. Und in der That ist das beste, was der Dichter geben fann, zum Schluß des 3.Attes ausgegeben. Hier ist die Tragödie innerlich vollendet. Wie in den beiden Schlußakten und im Nachspiel die würdiges Recht"! Geschicke der keuschen Dulderin Genovefa sich erfüllen, das ist nicht mehr im gleichen Maße Geist vom besonderen Geiste Hebbel's: die Legende wird nicht mehr vermenschlicht und vertieft. Zwischen den beiden Hälften der Tragödie flafft ein künstlerischer Widerspruch. Das wird zum theil mit die Schuld sein, warum Hebbel's Genovefa sich nicht die Bühne eroberte. " Aus München wird uns berichtet, daß das Gesuch um wieder aufnahme des Verfahrens in der Angelegenheit des meldet wird, ein Handwerksbursche von einem Gendarmen, der ihn Auch im Dorfe Nordwalde wurde, wie aus Dsnabrüd gewegen Raubmordes zum Tode verurtheilten Maurers Berchthold beim Betteln betroffen hatte, erschossen, als er flüchtete! abgelehnt worden ist. Der Vertheidiger des Verurtheilten hat Beschiverde beim Ober- Landesgericht eingereicht. Gegen die Schuld Soldat Oskar Grübner von der 12. Kompagnie des hiesigen Ferienkoloniales. Der als Deserteur steckbrieflich verfolgte des auf Judizien hin verurtheilten Mannes bestehen bekanntlich 4. Infanterie- Regiments Nr. 108 wurde jetzt in dem sogenannten schwerwiegende Zweifel. = Soziales. der Königswasser unweit des Dorfes Nadelwitz als Leiche aufgefunden. Seitengewehr und und Müße Lagen am am Ufer des Wassers. Es ist anzunehmen, daß der 21 Jahre alte Grübner, welcher sich am 3. d. M. aus der Kaserne entfernte, vermuthlich aus Furcht vor Strafe den Tod selbst gesucht hat. " unter Der düster durchglühten Golotragödie liegen auch persönliche Beziehungen zu Grunde. Mehrfach ist in der„ Genovefa" von der heiligen Opferbereitschaft des Weibes die Rede. Hebbel hatte sie, als seine Tragödie entstand, beide kennen gelernt, die stürmisch aufwühlende Begehrlichkeit der eigenen Seele und das hingebende Fabrikinspektorat. Die Gewerberäthe Wilhelm Opper. Heldenthum des Weibes, das dem Dichter in der merkwürdigen Ge- mann in Bosen und Max Beckmann in Frankfurt a. D. find ftalt der tapferen Hamburgischen Arbeiterin Elise Lensing begegnete. für diese Regierungsbezirke zu Aufsichtsbeamten im Sinne des§ 139b In Görlitz ist die Modelltischlerei und Schlosserei von Pröliuß Was in einem Weib an Opferbereitschaft stecken kann, an dieser ber Gewerbe Ordnung bestellt und die bisherigen kommissarischen ein Raub der Flammen geworden. schlichten Frau hat Hebbel es erfahren. Gewerbe- Juspektoren Dr. Friedrich Hesemann in Northeim, Ein bemitleidenswerthes Opfer des Militärdienftes ist Sebbel's" Genovefa" ist höchst selten auf die Bühne Eduard Kozer in Wesel und Max Donath in Berlin zu ein Mann geworden, in dem sich menschliches Empfinden gegen gelangt. Bor Jahrzehnten wurde die Dichtung von der scheuß- Gewerbe- Inspektoren ernannt worden. unerträgliche Peinigungen aufgebäumt hatte. Der Frankfurter lichften aller Zensuren, der Wiener Zenfur, zerfetzt und verstümmelt als Magellone" auf dem Burgtheater aufgeführt. Der Bundesrath hat für die statistische Aufnahme der Dampf Beitung" wird über die Angelegenheit aus Würzburg gemeldet: Genovefa ist eine Kirchenheilige und eine Heilige durfte nicht auf fessel und Dampfmaschinen, sowie der Dampskessel- Explosionen Der Gemeine Georg Roth aus Langenthal in Hessen vom achten den Brettern erscheinen. In Berlin ist die Tragödie in der Be- folgende Begriffs bestimmung Dampftesselbayerischen Infanterie- Regiment in Meh hatte dem Unter. arbeitung des Direktors Grube zum ersten Male aufgeführt worden. Explosionen feftgefeßt:„ Eine Dampftessel- Explosion liegt vor, offisier Kürt desselben Regiments, der ihn durch körperDer literarische Versuch wird leider rasch vorüber ziehen. Er fand wenn die Wandung eines Kessels durch den Dampskessel- Betrieb eine liche Mißhandlung aufs äußerste gereizt hatte, Worten: Hund, ich schlage Dich tobt!" nicht die rechte Empfänglichkeit und wohl auch nicht das Verständniß Trennung in solchem Umfange erleidet, daß durch Ausströmen von den des Publikums. Wer sein Publikum mit dem Wiß der Schönthan, Wasser und Dampf ein plöglicher Ausgleich der Spannungen inner einen Schlag mit einem Uebungsgewehr auf den Kopf versetzt, Lubliner und Skowronnet fast ausschließlich päppelt, der soll sich halb und außerhalb des Kessels stattfindet." Der Grund für die weshalb er zu drei Jahren Gefängniß verurtheilt wurde. Der nicht wundern, weil dasselbe Publikum vor einem gedankenschweren Festlegung dieser Definition ist der Umstand, daß vielfach Zweifel Staatsanwalt und Staats- Auditeur Endres hatte acht Jahre Wert stumpf und gloßäugig dafißt. Dazu kommt, daß Matherrschen, welche Beschädigungen von Dampskesseln als durch Gefängniß beantragt. In der Verhandlung wurde festgestellt, daß Unteroffizier Kürt den Angeklagten erst bis zur Erschöpfung towsty, der Hauptdarsteller, nach seiner Lieblingsmanier fich Explosionen veranlaßt zu betrachten sind. gehen ließ und abwechselnd zwischen Säufeln und Donnern hin Die Krenz- Zeitung" tritt für den Erlaß eines besonderen Laufschritt und dann Kniebeuge mit vorgestrecktem Gewehr hatte und herschwankte. So wurden die Absichten des Dichters ver Strafgefeges gegen unfittliche Ausbeutung im machen lassen. Da dem Unteroffizier die Kniebeuge nicht tief gröbert. Es ist schwer, beliebten Schauspielern ungebührliche Arbeitsverhältniß ein. Sie hat dabei insbesondere die genug war, riß er Roth am Säbelgurt tiefer nieder, worauf dieser Das Verhalten Des Unteroffiziers Manieren auszutreiben. Der besseren Einsicht des literarisch ge Handlungsgehilfinnen im Auge, die infolge ihrer meist schlechten Siirt bezeichnete ber als Bertheidiger fungirende PremierKürt bildeten Regisseurs setzt sie ihre Volksthümlichkeit" entgegen, und Bezahlung und wegen der Furcht, sonst arbeitslos zu werden, bem lieutenant, der sich des Angeklagten warm annahm, als ganz am Ende entscheidet der geschäftliche Bortheil. Berauschte der Golo wollüftigen Chef leicht zum Opfer fallen.„ Es handelt sich," fagt " Roth sei törperlich und seelisch Mattowsky's fich in der Kraftphrase, so fühlte das temperamentvolle die Kreuz- Zeitung", bei den unfittlichen Anträgen der Prinzipale porschriftswidrig. Frl. Poppe als Genovefa fich nicht ganz frei, nicht in ihrem an ihr weibliches," äußerst fuapp befoldetes Personal ein gequält worden, daß er in seinem Unter. fach um eine Ausbeutung in einem Sinne, der auf eine auf eine offisier nicht mehr seinen Lehrer, sondern nur Die Neue Freie Voltsbühne bringt morgen, Sonntag, nach. Stufe mit dem Geldwucher zu stellen ist; doch wird bei ber mehr feinen Beiniger babe erbliden müssen." durchaus erforderlichen gefeßlichen Regelung nicht nur das Im Zuchthause zu München erstach ein Sträfling den mittags 22 Uhr, im Zentral Theater May Dreyer's vollendete Bergehen strafbar gemacht werden müssen, sondern in 28 jährigen Gefangenenaufseher Blindl. Der Mörder ist der wegen Winterschlaf" zur Aufführung. Wir haben das Stück vor Jahres- erster Linie auch der unsittliche Antrag als solcher, gegen den Todtschlages, Meuterei 2c. zu insgesammt 14 Jahren Zuchthaus verfrist bei seiner Aufführung im Deutschen Theater eingehend be- heute nur die gewöhnliche Beleidigungsklage zulässig ist; befinden urtheilte Steinträger Stadele, der sich seit 8 Jahren im Zuchthause sprochen. Es ist beachtenswerth wegen seiner interessanten Behand fich die Verkäuferinnen doch in einer durch das färgliche Einkommen befindet. Er stach den Aufseher mit einem Schusterpfriem derart in lung der Frauenfrage. hervorgerufenen Nothlage, deren Ausbeutung allein schon vor den die Brust, daß der Tod fast augenblicklich eintrat. Der Mörder wurde sofort ergriffen und gefeffelt in Einzelhaft gebracht. Eine Direktor Fritsche geht für die Monate April und Mai mit Strafrichter gehört." feinem Operetten- Ensemble nach Amerika. Während dieser Monate Bekanntlich ist es die sozialdemokratische Presse ge- Gerichtstommission begab sich alsbald an Ort und Stelle. In deur ist das Theater Unter den Linden für monatlich 15 000 M. zu verwesen, die zuerst und am eindringlichsten die öffentliche Aufmerk- Raume, in dem die That verübt wurde, befanden sich noch 28 andere pachten. Ob sich leichtfertige Leute finden werden? d famteit auf die Haremswirthschaft eines gewissen Theils des fo- Sträflinge. Element. Woche gegeben. Die wilde Sache" wird im Zentral- Theater noch bis Ende nächster * beater get Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater geht heute ein Hüsung", ein Volksschauspiel in 4 aften mit freier Benutzung der gleich: namigen Dichtung von Fritz Reuter, von Hermann Jahnte und William Schirmer zum ersten Male in Szene. In den Hauptrollen sind beschäftigt: Maria Holgers, Emilie Vogl, Marie Caßmann, Rosy Lanz, Max Samst, May Eißfeld, Karl Thiemann und Robert Hartberg. Gerichts- Beitung. Ein Zuhörer, der sich gestern in der sechsten BerufungsStraftammer des Landgerichts I befand, ließ sich hinreißen, die Ausführungen des Bertheidigers mit einem Bravo!" au belohnen. den genannten„ Arbeitgeberthums" lentte und das Einschreiten der Gesetz Die Pest in Bombay. Der Agent des Reuter'schen Bureaus" gebung sowohl gegen Unternehmer wie auch gegen Vorgesezte in Bombay hat einen eingehenden Bericht über die durch die Best brauchen. Daß dem Schutz eines solchen Gesetzes aber auch die mittelt. Der Handel ist gelähmt. Die Hälfte der Bevölkerung ist verlangte, die das Arbeitsverhältniß zu unfittlichen Zwecken miß- in Bombay verursachten Verheerungen telegraphisch hierher über Dienst boten und die Landarbeiterinnen unterstellt geflohen. Die Gerichte sind geschlossen. Die Einwohner weigern fich, die auf den Straßen liegenden Leichen zu beerdigen. Bis jetzt werden müssen, versteht sich von selbst. Ueber die Gewerbe- Juspektion in Sachsen- Weimar hat die verschont die Best die Europäer und ebenso die im Herzen des Berliner Bolts Beitung" gemeldet, daß Genosse Baudert Hilfs. Gingeborenen- Viertels wohnenden Levantiner, Der amtliche Bericht arbeiter des Fabritinspektors für Sachsen- Weimar fei. Genoffe für gestern meldet 8894 Erkrankungen, 2856 Todesfälle. Die Pest Baudert theilt uns hierüber auf eine anläßlich dieses Artikels tritt nunmehr auch in Poonah auf. von uns an ihn gerichtete Anfrage folgendes mit: " Ende November kam der Fabrifinspektor zu mir und betonte, er sebe ein, daß er einer Beihilfe von jemand, der im Fabrifwesen bewandert sei, haben müsse, und am besten sei es, und am beſten ſei Wetter- Prognose für Sonnabend, 16. Januar 1897. Ruhig, ein wenig tälter, vorherrschend wolkig oder nebelig Berliner Wetterbureau. ohne wesentliche Niederschläge. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags P. P., Bülowstraße. 1. Exemplare nach Wunsch abgesandt. 2. Be wußtes Vereinsblatt übermittelt. 3. Ueber den Ausgang des Flensburger Streits hat der Vorwärts" in seiner Nummer vom 28. Oftober v. J. be: richtet. Einige Vortheile haben die Arbeiter erreicht. Näheres wollen Sie in der angegebenen Nummer nachlesen. Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. . S. Aus finanziellen Gründen. Nein; der Sohn ist zur Unterstüßung seiner Eltern, nicht aber zur Unter: lassen und die dadurch entstandenen Kosten vom Wirth einklagen. stügung seiner Schwiegereltern nach dem Gesetz verpflichtet. E. N., G. 100. Die Sachen der Ehefrau, auch wenn diese außer Güter Gesinde- Ordnung berechtigt, die Weihnachtsgeschenke zurückzufordern be- denn, daß der Ehemann vor Abschluß des Wiethsvertrages seinem NießCharlottenburg. 1. Leider ist die Herrschaft" nach der preußischen gemeinschaft mit ihrem Ehegatten lebt, haften für die Miethe- es sei ziehentlich aufzurechnen, wenn der Dienstbote ohne Schuld der Herrschaft brauch- und Verwaltungsrecht ausdrücklich durch gerichtlichen Vertrag ent: innerhalb eines Jahres den Dienst verläßt. Die Kündigungszeit be: sagt hat. Die Sachen haften indeß nur solange für die Miethe, als sie sich trägt, falls nichts anderes vereinbart ist, nicht 14 Tage, sondern in der Miethswohnung befinden. Werden die der Ehefrau gehörigen 6 Wochen. Kündigen Sie also rechtzeitig. ist der Geburtsschein. Behufs Verheirathung Sachen heimlich oder mittels Rückkompagnie aus der Miethswohnung gefoftet 50 Pf. beim Standesbeamten- erforderlich; schafft, so haften sie auch später für die rückständige Miethsschuld. Für diese der Taufschein fostet 2-4 Mart bei der Kirche ist nicht erforderlich. haften sie insbesondere von dem Augenblick an nicht mehr, wo sie mit H. R., Wedding. Nur, wenn der Vater die Erziehung des unehelichen Genehmigung oder Einwilligung des Vermiethers aus der Wiethswohnung Kliban. Theilen Sie den Vorfall dem Vertrauensmann Ihres Wahl Kindes übernehmen will und die Mutter dies verweigert, wiewohl das entfernt sind. Waldenburg. War Ihr Prozeß in erster Instanz beim freises mit. Amtsgericht trotz Antrages der Mutter nicht beschlossen hat, die Erziehung Amtsgericht anhängig, so ist das landgerichtliche Urtheil das letzte. Sonst 5. S. 10. Sie können auch jetzt noch auf grund des§ 11 des Preßgesetzes der Mutter( wegen Unfähigkeit des Vaters, Krankheit, Schwachheit des ist Berufung an das Ober- Landesgericht zulässig. F. B. 10. eine Berichtigung der Unrichtigkeiten verlangen.- 007. Die Kündigungsfrist| Kindes u. f. w.) auf Kosten des Vaters zu belassen, kann die Weiterzahlung uns unbekannt. 5. E. 17., St. 14., J. B. 200. Ja. der Hypothek wird durch den Tod des Gläubigers nicht geändert.- R. 100, der Alimente abgelehnt werden. M. 1001. Beantragen Sie Arrest. R. 10, A. Stohmann. Ja. 5. 46. 1. und 2. Nein. Weder die einer Ehefrau, die außer Güter12 A. M. Leider ist die gefeßliche Lage Vollstreckbar ist das Gewerbegerichts- Urtheil sofort. 5. U., Kölner. gemeinschaft lebt der Militärinvaliden eine solche, das Ihnen eine Untersuchung durch den 1. Ja. 2. Ihnen steht ein Anspruch auf Entschädigung zu. Eheleute, die in Berlin ihren ersten Wohnsiz nach der E. Sch. 99. Heirath genommen haben, leben außer Gütergemeinschaft gehörigen Kreisphysikus und eine nochmalige Darlegung Ihrer Verhältnisse nichts nüßen Die Eltern sind verpflichtet. Einen Weg zur Abhilfe gegen die Scherereien Sachen noch dritten gehörige auf Kaufleihvertrag entnommene Sachen haften würde. Es läßt sich daher nur rathen, weitere Schritte zu unterlassen. giebt es nicht. Paul. 1. Konzession für Bierausschant würde Ihnen im allgemeinen für die Schulden des Ehemannes. Solche Sachen können C. R. 134. Die Forderung des Schwagers war unbillig, aber nach ertheilt. Ueber die Schnaps- Konzessionsertheilung läßt sich nichts vorher: aber trozdem, da sie sich im Gewahrsam des Ehemannes befinden, gepfändet dem Gesetz berechtigt. Klage wäre also mußlos. R. 1897. T. M. sagen, weil es in der Hand der Behörde liegt, über die Frage des Bedürf: werden. Ist Pfändung erfolgt, so ist es Sache der Ehefrau oder des anderen Die Polizeiverordnung schreibt vor, daß die Firma den vollen Vornamen nisjes zu entscheiden. 2. Einige Monate. A. St. Sie sind für die Käufers, die Interventionsflage zu erheben und mit der Interventionsklage enthalten muß. Bageri Anatomie. Nirgends. F. A. St. a- c: Kosten und für den Inhalt des Vertrages, den Sie keineswegs einen Antrag auf vorläufige Einstellung der Zwangsvollstreckung zu verbinden. Ja. Wir haben wiederholt in neuerer Zeit, z. B. am 24. Dezember 1896 einseitig auflösen dürfen, haftbar. 3. 291, Charlottenburg. Nein. G. 2. Moabit. Nein. A. B. in 6. 1. Nein. 2. Bei der en dieser Stelle und unter sozialer Rechtspflege am 13. Januar 1897 dar F. 52. Ein einmal giltig geschlossener Miethsvertrag kann nicht ohne Polizei. 3. Uns nicht bekannt. Streitende 50. 1. Jn 30 Jahren ver gelegt, welche Aenderung bezüglich der Konzessionspflicht für Vereine vom Uebereinstimmung beider Vertragsschließenden rückgängig gemacht werden. jährt eine ausgeklagte Forderung. 2. Ja. 3. Nein. J. N. 3. Zwecks 1. Januar 1897 ab besteht.- Kornik. Leider nein. O. 5. 777. 1. Sie Die Ansicht, daß man einseitig an einem Vertrage innerhalb 24 Stunden Wiederverheirathung müssen Sie sich zunächst an das Amtsgericht mit dem müßten sich an die Polizeibehörde wenden. 2. Uns unbekannt. Zwei zurücktreten dürfe, ist eine total falsche, die wesentlich auf der Untenntniß Antrag wenden, die Erb- Auseinandersetzung mit Ihren Kindern vorzunehmen Wettende. Der Vater haftet im Gebiete des Landrechts für den Schaden, und Verdummung beruht, wie sie durch Lektüre von Geschäftsblättern und und zu diesem Zwecke einen Theilungspfleger Sie können einen vor: den seine noch nicht 7 Jahre alten Kinder fremden Fensterscheiben zugefügt Inseratenzeitungen des Schlages der General- Anzeiger"," Lokal- Anzeiger" schlagen zu bestellen. A. B. 57. Wenden Sie sich an die Forthaben, nicht aber für den Schaden, den seine über 7 Jahre alten und dergleichen besonders genährt wird. O. 5. 50. Ist im Mieths: bildungsschule. Dahlen. Zur Einlegung des Rekurses ist zu rathen. Kinder angerichtet haben. A. D. 42. 1. Nein. 2. Ja. vertrage nichts anderes vereinbart, so hat der Vermiether die durch Ab- Derselbe wäre allerdings nur dann aussichtsvoll, wenn zu beweisen ist, daß 3. G. 4. B. Die Ansicht, daß man eine Zeit nach Entlassung vom nugung der Rolljalousien Gurte nothwendig gewordenen und ähnliche der Verunglückte der einzige Ernährer der Mutter war. Gottlieb Sch. Militär Steuerfreiheit genieße, ist durchaus irrig. M. R., Plauen. Reparaturen zu tragen. Falls die von dem Miether an den Hauspascha Die Ansicht, daß man einseitig von einem Vertrage innerhalb 24 Stunden Diejenigen Genossen, die durch die beabsichtigte Maßnahme einen Konflift gerichtete Aufforderung dieser Reparaturpflicht nachzukommen, er ohne Zustimmung des anderen Vertragschließenden zurücktreten könne, ist mit dem sächsischen Juwel befürchten, haben leider recht. A. F., Cöpn. I folglos bleibt, kann der Miether die Reparaturen selbst besorgen irrig. Der Vertrag ist giltig. W. Sch. 1000. Zum 1. Oftober d. J. Parteigenossinnen u. Genossen! Montag, den 18. Januar, abends 8 Uhr. im Lokale des Herrn Keller, Koppenstr. 29: Große Bolts- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Peus über: Der demoralisirende Gegensatz zwischen reich und arm. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch, besonders der Frauen, ersucht Die Vertrauensperson der Frauen Berlins. Buchbinder! 215/9 Montag, den 18. Januar, abends 8 Uhr, im großen Saale der Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Groß- Lichterfelde. Sonntag, den 17. Január, nachmittags 1 uhr, im Lokale Große öffentliche Versammlung der selbständigen selbständigen Mützenmacher und deren Frauen Gr. öffentl. Gewerkschafts- Versammlung.onnabend, den 16. Januar, Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Gründung eines Gewerkschaftskartells für Lichter: felde. Referent: H. Faber. 2. Diskussion. Alle Arbeiter von Groß Lichterfelde Lankwiz werden dringend auf gefordert, in dieser Versammlung zu erscheinen. Entree 10 Pf. Der Einberufer. Achtung! Rixdorf! Deutscher Holzarbeiter- Verband. General- Versammlung am Dienstag, den 19. Januar, abends 8 Uhr, abends 8 Uhr, im Saale der Brauerei Bötzow, Prenzlauer Allee. Tagesordnung: 1. Die Bestrebungen des Verbandes der Berliner Müßenfabrikanten und unsere Stellung zu denselben. 2. Soll der Boykott über die Firma Müller u. Hermann fortbestehen? 3. Wahl eines Delegirten zur Berliner Gewerkschaftskommission. 95/3 Der Einberufer. Joh. Zins, Brenzlauer Allee 21. Verband der Möbelpolirer! Nächsten Montag, abends 8 Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29 ( oberer Saal): General- Versammlung. Tages Ordnung: Große öffentliche Versammlung sämmtlicher der in Buchbindereien, Album-, Karton-, in den Viktoria- Sälen, Hermannſtr. 48-50. bes Raffiers u. 1. w. 3. Anträge, Kontobuch, Leder- u. Luruspapier- Fabriken beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Bericht des Delegirten von der Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl. 2. Bericht der Lohnkommission und Wahl von Revisoren." 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 24/15 Der Einberufer. Karton- Branche! Sonntag, den 17. Januar, nachmittags 5½ Uhr, im Englischen Garten, Alexanderftr. 27e: 24/16 Große Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Pharisäer einst und jetzt. Nach dem Vortrag: Geselliges Beisammensein verbunden mit Tanz. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen und Kolleginnen wird erwartet. Metallarbeiter! Sonntag, den 17. Januar, mittags 12 Uhr, bei B. Raabe, Kolbergerstraße 23: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Die gegenwärtige Lage in der Metallindustrie und der Streit bei der Firma Zimmermann& Buchloh. 118/5 Zahlreiches Erscheinen ist nothwendig. Sämmtliche noch ausstehende Listen vom Streit der Klempner, für die Mai- Ausgesperrten, der Schlosser, sowie vom Streit bei der Firma Hartung sind spätestens bis 30. Januar 1897 abzuliefern. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anklamerstr. 44. Bekanntmachung der Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker. betreffend die Delegirten- Wahl. Nachdem die Wahl der Kaffenmitglieder vom 9. Dezember vorigen Jahres für ungiltig erklärt worden ist, hat eine Neuwahl sämmtlicher Bertreter der Kaffenmitglieder für die nächste dreijährige Wahlperiode vom 1./1. 97 bis 31./12. 99 auf grund der§§ 49 u. ff. des Statuts stattzufinden. Die Wahl findet am Montag, den 25. Januar 1897, abends 8 Uhr, statt. 90/7 Gewählt wird in zwei Abtheilungen. Abtheilung I umfaßt alle Kassenmitglieder, die in Betrieben beschäftigt sind, welche rechts der Spree liegen, sowie alle freiwilligen Mitglieder, die rechts der Spree wohnen( also die Postbezirke O, NO, N, sowie ein Theil von C und NW). 3u wählen sind in dieser Abtheilung 420 Delegirte. Das Wahl: lokal befindet sich im Berliner Handwerker- Verein( großer Saal), Sophienstr. 15. Tages Ordnung: 132/17 146/3 1. Ausgabe der gedruckten Jahresberichte. 2. Bericht des Vorstandes, Die Mitgliedsbücher oder Karten sind an der Kontrolle vorzuDer Maskenball findet am 23. Januar bei Henke, Naunyntraße 27, statt. Einlaßkarten à 50 Pf. sind bei den bekannten Kollegen zu haben. zeigen. 80/4 Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. 1. Bericht des Vorstandes sowie Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission und des Arbeitsnachweises. 2. Abrechnung vom 4. Quartal 1896. 3. Neu: wahl des Vorstandes und der Werkstatt- Kontrollkommission. 4. Verbands angelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Versammlung wird punkt 8 Uhr eröffnet. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Gleichzeitig machen wir die Kollegen auf den heute in den Vittoriasälen stattfindenden Maskenball aufmerksam und ersuchen um rege Betheiligung. Das Komitee. Wir empfehlen unseren Zefern die neue Wochenschrift In Freien Stunden. Romane u. Erzählungen für das arbeitende Volk. Soeben erschien Heft 3. Preis pro Heft nur 10 Pfg. Zur Bett erscheint der hunstvoll und reich illustrirte Roman 1793 von Victor Hugo voll packenderSchilderungen aus der großen französischen Revolution. Man abonnirt bei der Expedition dieses Blattes oder bei der Post( Postzeitungs fatalog für 1897 Nachtrag I, 3537 a.) Arbeiter- BildungsSchule. Sonntag, den 17. d. Mts., vormittags 102 Uhr: ( FortschrittsKursus) Rede- Uebung im Lokale der Nordschule, Brunnenstrasse 25. Montag, 18. Januar, abends 82 Uhr, im Lokal des Hrn. Henke, Naunynstraße 27: Werkstatt- Delegirten- Versammlung. Tages Ordnung: 141/14 Besprechung unserer Werkstatt- Angelegenheiten und Bericht der AgitationsKommiffion. Die Kollegen werden ersucht, zu dieser Versammlung aus jeder Werkstatt einen Vertreter zu entsenden. Der Vorstand. Ausgabe der Billets zu dem am 27. Februar cr. stattfindenden Maskenball. Orts- Krankenkasse der Steindrucker und Lithographen zu Berlin. Am Sonntag, den 24. Januar cr., vorm. 11 Uhr, findet im Feenpalast, Burgstr. 22, eine Wahl- Versammlung sämmtlicher wahlberechtigten(§ 49 Abs. 3 des Statuts) Kaffenmitglieder statt. Tagesordnung: Wahl von 384 Vertretern für die Wahlperiode 1897 bis 1899." Der Wahlakt beginnt präzise 11 Uhr und wird um 1 Uhr mittags geschlossen. Das Quittungsbuch legitimirt. Am Donnerstag, 28. Januar, abends 8 Uhr, findet im kleinen Saale des Bereinshauses Sophienstr. 15 die Wahl- Versammlung der Arbeitgeber statt. Tagesordnung: für die Wahlperiode 1897 bis 1899." Berlin, den 16. Januar 1897. 38556 " Wahl von 181 Vertretern Der Vorstand. Mar Stuhlmann, Vorsigender. Achtung! Mechaniker. Achtung! Hierdurch fordere ich alle diejenigen Kollegen auf, die Marken à 10 und à 50 Pf. in den Monaten März, April, Juni von mir oder dem Kollegen M. Schönemann entnommen haben, dieselben heute, Sonnabend, den 16. Januar, abends 8 Uhr, im Restaurant Staligerstr. 7 abzurechnen, andernfalls deren Namen in der nächsten öffentlichen Mechaniker- Versammlung bekannt gemacht werden. 118/3 Der Inhaber der Liste Nr. 32 vom Streit der Mechaniker 1896 wird aufgefordert, dieselbe heute Abend an mich abzuliefern. Der Vertrauensmann der Mechaniker Berlins und Umgegend. Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. General- Versammlung 138/7 Mittwoch Abend von der Weidend. Brücke bis Invalidenstr. Frühstücks: am Sonntag, 17. Januar, nachmittags 5 Uhr, in der Oranienstr. 51. Tasche mit Korrektur- Abzügen verl., Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht. abzug. Schulstr. 63 b. Bartel.( 3868b 3. Anträge. Der Vorstand. Filiale Berlin). Erste Berliner Normalkneipe. Achtung! Vergolder. Selin Verkehr reelle Waare. Rudolph Krüger, 1. Vortrag des Fräulein Adler Blan- Ufer la, a. d. Waterloo- Brücke. Wichtig für Marktfahrer! über: Nutzen der Gewerkschaft". 2. Diskussion. 5/4 Eine Partie Reisemuster hat Zur Theilnahme am Unterricht billig abzugeben E. Loewicke, „ Redesind alle früheren Theilnehmer Alte Jakobstr. 18/19. Unterrichts- Fach am Uebung berechtigt, als" Gäste Abtheilung II umfaßt alle Kaffenmitglieder, die in Betrieben beschäftigt sind, welche links der Spree liegen, sowie alle freiwilligen Mitglieder, die links der Spree wohnen( also die Postbezirke SO, S, SW, W, fowie ein Theil von C und NW). But wählen sind in dieser Abtheilung 502 Delegirte. Das Wahllokal befindet sich in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Wahlberechtigt sind alle großjährigen Kassenmitglieder, welche im Besit der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Um 9 Uhr beginnt der Wahlakt und werden dann gemäß§ 38 kommen. Abs. 4 des Statuts die Thüren geschlossen. sind ausserdem die übrigen Mitglieder der Schule sehr will38466 Künstliche Zähne. im General- Versammlung am Montag, 18. Januar, pünktlich abends 8% Uhr, Lokal des Herrn Grok, Annenstraße 16. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Kaffenbericht vom 4. Quartal. 3. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. 225/9 Der Vorstand. Achtung! Achtung! 4. Wahlkreis( Often). Zur Legitimation ist das Quittungsbuch mitzubringen, welches Reinhold Streitfächlich f. Vereine 10% billiger. Am Sonnabend, den 16. Januar 1896, in Joël's Salon, vom Arbeitgeber mit der Bescheinigung versehen sein muk: In: haber ist zur Zeit noch bei mir in Beschäftigung."( Unterschrift, Adresse, Datum.) Freiwillige Mitglieder haben sich über ihren Wohnsiz auszuweisen. Ferner werden auf Wunsch Wahllegitimations- Bescheinigungen vom Bureau der Kasse ausgefertigt. Berlin, den 14. Januar 1897. Der Vorstand. Carl Barnewitz, Vorsitzender, Carl Papte, Schriftführer, Adalbertstr. 59. Holzmarktstr. 38. Naunyn- Strasse 86 . Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. Theilzahlung pr. Woche 1 M. rasken- Garderobe empf. Genossen u. Genossinnen, haupt Frau Mochert, Stettinerstr. 2 pt. Lokal. Vereinszimmer bis Betten, Anzüge, Sosen, Regulat., Rem. 50 Personen fassend, noch mehrere Uhren, Wäsche, Goldw., Granatschmuck Tage frei. spottb. Pfandleihe Neanderstr. 6. empfiehlt Freunden u. Bekannten sein Weiss- u. BairischbierButter bedeutend billiger! Roth-, Zwiebel- u. Mettwurst, 5 Pra. gemischt à Pfd. 45 Pf. von heute ffeine Tafelbutter à Pfd. 1,00 M. Für Wiederverkäufer. Andreasstrasse No. 21: Gr. Wiener Masken- Ball, arrangirt vom Sozialdem. Agitationsklub für den Osten Berlins. Anfang 8% Uhr. 9172* 100/4 Alfred Grünenthal, f. Leber-, Schlackwurst u. Salami, 5 Pfd. à Pfd. 75 Pf. 1. Geschäft: Nene Roßstraße 1, 2. Geschäft: Köpnickerstraße 3, Ede Neue Jakobstraße. Rohschneideschinken, à 8-15 Pfd. à Pfd. 80 Pf. gemischt Schinken in Brodteig gebacken, à Pfd. 65 Pf. Achtung! schwer. am Schlesischen Thor. Demastirung 12 Uhr. Kaffeepause 1 Uhr. Billets à 50 Pf. find in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Das Comitee. werden an: Achtung! Kein Laden. gewebt, von Nur eigene Fabrikation, 25 Cigarren feinsten bis 1 Mart. Garantie rein amerikanische zum stärksten, in Seide, Wolle, Flor Tabate. Rippentabak 2 Pfd. 60 Pf. ( Fieldg) und Baumwolle. H. F. Dinslage, Heinrich Rank, Schleiz( Reuß). I Kottbuserstraße 4, Hof parterre. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Strümpfe 0. J. Engelke, Neue Jakobstraße 26, " 1 " 1 " " echten alten Nordhäuser Liter Mt. 1,-, L. Mt. 0,50. extra alte Waare 1,40, 0,7,0 J. A. Partenheimer, Berlin C., Kaiser Wilhelmstr. 19a. Kleinverkauf von 10 Pfg. an. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Nr. 13. 14. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 16. Januar 1897. " " " % Literarische Rundschau. " " " " -4 Rudolf Stammler:" Birthschaft und Recht nach der sammenhang mit den anderen Sphären des Gesellschaftslebens zu reichung eines gewissen Erfolges jeweils einzugreifen haben". Beide materialistischen Geschichts Auffassung; Aber wa? eine begreifen, abstrahirt, und rein an dem abstrakten Gedanken der Ein- Momente zu unterscheiden, ist sicherlich von Interesse. fozialphilosophische Untersuchung". Leipzig 1896; 668 Seiten. heit und Wechselwirkung, dem allgemeinen Rahmen des gesellschaft- leistet der Stammler'sche Rechtsbegriff für diese UnterDies Buch, deffen Verfasser Professor der Rechte in Halle ist, lichen Geschehens, festhält, in feiner Weise eine Ueberwindung scheidung? Er ist so weit gespannt, daß auch die Regeln techbringt nicht, wie man nach dem Titel vielleicht muthmaßen könnte, der materialistischen Geschichtsauffassung darstellen. nischen Zusammenwirkens, die gerade aus aller sosial- rechtlichen historische Erörterungen, bie den Zusammenhang von Recht und Was für die hier erwähnte monistische Formulirung, gilt Betrachtung nach Stammler's Ansicht ausgeschieden werden sollen, Wirthschaft im Sinne der materialistischen Geschichtsauffassung be- auch für die mon i stische Formulirung Staminler's, bie, unter diesen Rechtsbegriff, d. h. ins Gebiet der„ Sozialwissenschaft", leuchten sollen. Es hat einen philosophischen, auf die Untersuchung wie mir scheint, sich als noch bedeutend unfruchtbarer erweist. Stammler fallen. Denn wenn das Recht nichts anderes als die äußere, durch der Grundbegriffe gerichteten Charakter und will auf diesem nimmt zum Ausgangspunkt seiner Deduktionen nicht den Gegensatz Menschen gesetzte Regelung des sozialen Zusammenwirkens ist, so Wege die materialistische Geschichtsauffassung, die nicht fertig" und zwischen Verhältnissen, die durch gesellschaftliches Bufammenwirken find ich weiß nicht, wie man dieser Folgerung ausweichen will? nicht ausgedacht" sei, über sich selbst hinausführen. erzeugt find, und dem hierdurch bestimmten, zugleich über diese Ver- doch die Vorschriften des technischen Zusammenwirkens Rechts. Daß die materialistische Geschichts Auffassung hältnisse hinausgehenden Wollen der Gesellschaftsglieder, sondern regeln von tonventionalem Charakter. Selbst hier scheint nicht etwas in fich fest abgeschlossenes und fertiges sei, den inneren Unterschied von sozialer Materie" und uns das logische Begriffsungethüm, der alle konkrete Unterschiede wird man gerne zugeben. Ganz abgesehen davon, daß sozialer Form". Als soziale Materie gilt ihm das reale auslöschende Rechtsbegriff Stammler's, jeden Dienst zu versagen. das unermeßliche Gebiet der Geschichte von diesem neuen gesellschaftliche Zusammenwirten, als soziale Form Wenn wir uns auch des mangelnden Raumes wegen mit dieser Standpunkte aus ja nur zum allergeringsten Theile durch die äußere, durch Menschen gesezte Regelung dieses Enappen, gegen Stammler's Grundbegriffe gerichteten Polemik forscht worden ist, bietet die von Mary gelieferte prinzipielle Busammenwirtens. Nun ist es freilich selbstverständlich, daß jedes begnügen müssen und auf den an jene Begriffentwickelung sich anFormulirung, wie sie in der Einleitung zur Kritik der politischen Zusammenwirken der Menschen zugleich ein irgendwie geregeltes fchließenden vielfach verzweigten, oft sehr interessanten GedankenDefonomie" vom Jahre 1859 vorliegt, mannigfache Schwierigkeiten; sein muß, schon darum, weil alles zusammenwirken auf die gang seines eigenartigen Buches nicht näher eingehen können, fei fo ist z. B. der Begriff der Produktionsverhältnisse der„ ötonomi Realifirung von Zwecken geht, alfo im Zweck ein regelndes Prinzip hier zum Schluffe wenigftens noch mit einigen Worten auf die schen Struktur" und der Wechselbeziehung von Produktivkräften" sich gegenüber hat. Aber je nach der Art des Zusammenwirkens, Ausführungen über soziale Teleologie( den Zweck im Gesellschaftsund Produktionsform" noch nicht erschöpfend largelegt. Vor allem je nach den besonderen Zielen, denen dasselbe in Dekonomie, Staat leben) hingewiesen. aber und das ist der Punkt, wo vorwiegend die Polemik ein- und Familie dient, wird auch die Art und das Wesen Da die Menschen auch nach materialistischer Auffassung ihre gelebt hat- wird das Verhältniß der Dekonomie zu den übrigen der Regeln ein durchaus innerlich sein. Geschichte selbst machen, so ist von vornherein so viel klar, daß die unterschiedenes Seiten des gesellschaftlichen Lebens mit schärferer Begriffsbestimmung Es bleibt ganz unerfindlich, wozu in aller in der historischen Entwickelung herrschende Kaufalität sich nur ver erfaßt werden müssen. Das Bild von der Dekonomie als Welt es dienen soll, daß Stammler unter Abstraktion mittelst der zwecksezenden Aktion der Menschen vollzieht. Der Grundlage" und den übrigen Lebensformen als„ Ueberbau" von den verschiedenen Arten des gesellschaftlichen Busammen- Klassenkampf, dieser Hebel der ökonomisch- politischen Bewegang, ist binft in gewissem Sinne, wie alle Gleichnisse. Die wirkens ihren gemeinsamen formalen Charakter, das äußere ja selbst nur ein Kampf um Zwecke, die ihrerseits wiederunt durch Defonomie bestimmt nicht nur( durch Vermittelung der Geregeltſein" alles Zusammenwirkens, hervorkehrt, dies, Geregelt: die gegebene gesellschaftliche Konstellation den verschiedenen Gruppen ökonomisch interesfirten und bedingten Menschen) die anderen fein" dann als tech t" dem sozialen Zusammenwirken als der Gesellschaftsglieder ermöglicht oder direkt aufgedrungen werden. Lebensformen( Familie, Staat, geistiges Leben), sondern sie erleidet von Sozialer Wirthschaft" entgegenstellt, und diesen Unter- Es befremdet, daß Stammler auf die Klarlegung dieses den Verdiesen, denen zweifellos auch eine gewisse eigene, auf ökonomische schied als Schlüffel jeder einheitlichen Gesellschafts- und Geschichts- tretern des historischen Materialismus doch selbstverständlichen GeAntriebe nicht reduzirbare Bewegung zukommt, sehr bedeutende und auffassung proflamirt? Eine monistische Auffassungs- dantens so große Mühe verwendet. Immerhin räumt er wenigstens folgenschwere Einwirkung. Engels selbst hat das ausdrücklich an- weise ist, wie ich zu zeigen suchte, ganz unabhängig von ein, daß diese Auffassung, die man in gewissem Sinne auch eine erkannt in einem Briefe, den der Sozialistische Akademiker" feiner dieser seltsamen Gegenüberstellung möglich, welche die sachlich inter- teleologische nennen tann, mit dem Wesen der fausalzeit publizirte, sowie in einem Schreiben, das in der„ Leipziger effirenden Artunterschiede des gesellschaftlichen Zusammenwirken erklärenden Marxistischen Geschichtsauffassung nicht im Widerspruch Volkszeitung" veröffentlicht wurde. Der wirkliche Prozeß der Ge- durch eine formalistische Unterscheidung geradezu vergewaltigt. ſtehe. Aber, fährt er fort, die von den verschiedenen schichte ist der der Wechselwirkung, was in dem Gleichniß von Die Begriffe von Recht" und" Wirthschaft", welche Stammler Klassen verfolgten Zwecke können und müssen nicht allein vom StandGrundlage und Ueberbau nicht zum Ausdruck gelangt. So erwächst auf diesem Wege fonstruirt, sind derartig weit und schemenhaft, daß punkt der verschiedenen einander widerstreitenden partikularen Klaffender materialistischen Geschichtsauffaffung vor allem die Aufgabe, sich mit ihnen nicht das geringste anfangen läßt. Wenn Wirth interessen, sondern von einer höheren Warte aus beurtheilt die spezifische Rolle, welche die Defonomie im Rahmen fchaft" alles wirkliche Zusammenwirten zu irgend welcher Be- werden. Ueber dem Klasseninteresse steht das allgemeine Menschheitsder allgemeinen Wechselwirkung spielt, begrifflich scharf dürfnißbefriedigung bedeutet, so entfällt eben der ganze gesellschaft interesse, dem als Ideal ein sozialer Zustand vorschwebt, dessen zu formuliren. liche Lebensprozeß, nicht nur die Dekonomie, unter diesen Begriff. Regelung im Sinne einer allgemein giltigen Berücksichtigung jedes Das ist der flar vorgeschriebene Weg, um diese Geschichts- Warum man diesen realen Lebensprozeß dann„ Wirthschaft" nennen Rechtsunterworfenen geschieht, so daß ein jeglicher so behandelt und auffaffung, die doch zugleich eine Theorie der ökonomischen Ent- soll, ist unklar. Und ebenso verflüchtigt sich hier der Be- bestimmt wird, wie er, als frei gedacht, wollen muß." Es wäre wickelung und eine Theorie des Zusammenhanges des ökonomischen griff des Rechtes", da er nicht die von der Staatsgewalt formu- dies offenbar die Verwirklichung einer Gesellschaftsordnung, die der und des sonstigen gesellschaftlichen Lebens fein will, fruchtbar zu er- lirten und durch Zwangsmitteln garantirten Satzungen, sondern Idee eines vernünftigen, von allen Gesellschaftsgliedern gebilligten gänzen und zu verbessern. nach Stammler schlechthin alle äußere Regelung des Zusammen- contrat social entspräche. Die Sozialisten haben wahrlich keinen Leider hat der Scharfsinn des Hallensischen Rechtsprofessors U m- wirkens umfaßt. Erklärt er doch z. B. ganz ausdrücklich, daß auch Grund, eine solche Art der Betrachtung prinzipiell abzuweisen. wege eingeschlagen, die, soweit ich sehe, bei aller Konzentration die sog. Konventionalregeln, z. B. zu grüßen, da sonst kein Gegen Ihnen gilt ja die Emanzipation der Arbeiterklasse zugleich als die und Energie des Denkens schließlich ins Leere verlaufen. gruß erfolgt, unter jenen allgemeinen Rechtsbegriff fallen. Emanzipation der Menschheit, als ihre Befreiung von jeder Art der Was er an der materialistischen Geschichtsauffassung rühmend Auf grund des Stammler'schen Rechtsbegriffes kann man dann auch Ausbeutung und Knechtschaft, als die Verwirklichung allgemeiner hervorhebt, das ist ihr Bestreben, Einheit in die Auffassung des deduziren, daß die Regel der Arbeitstheilung in einer natural vernünftiger Interessenharmonie. geschichtlichen Lebens zu bringen, ihr monistischer" Grundzug. wirthschaftenden Bauernfamilie, daß die Regel, nach der das Ein- Indessen seltsam ist es, daß Stammler nun vom Sozialismus Jenes Streben nach Einheit und Gesetzmäßigkeit der Geschichts- fommen einer auf Gelderwerb bafirenden Familie zur Bedürfniß- als höchste Aufgabe den wissenschaftlichen Nachweis vererfenntniß erreicht aber nach der Meinung Stammler's im historischen befriedigung der Familienglieder verwandt wird, daß die Regel der langt, daß seine Ziele diesem allgemeinen Menschheitsideal entMaterialismus sein Ziel vor allem darum nicht, weil Mary den Preisbildung, die Regel, nach der die Nachfrage dem Angebot sich sprechen. Ebenso wenig wie der Kant'sche kategorische Imperativ Grundbegriff des sozialen Lebens", der in jeder Be- anpaßt u. f. 1. u. f. w., Rechtsregeln sind. aus dem Wesen der menschlischen Vernunft in wirklich wissenschafttrachtung besonderer fozialer Lebensprozesse( also auch der Dekonomie) Welcher Sinn tommt einer solchen Terminologie dann licher Weise abgeleitet werden fanu, ebenso wenig auch dieses bereits vorausgesetzt wird, nicht flar herausgearbeitet habe. Dies noch zu? Die Identität, die hier hervorgekehrt wird, ist allgemeine Menschheitsideal. Aber angenommen fogar, das sei Problem zu lösen und so den allgemeinen Gegenstand aller Sozial- eine ganz unfruchtbare, denn wenn ich unter Recht alle möglich, wie soll dann ein zwingender wissenschaftlicher Beweis wissenschaft flar zu fixiren, das sei die oberste erkenntnißtheoretische äußere Regelung und jedes soziale Zusammenwirken ist dafür erbracht werden, daß eine sozialistische Organisation von Aufgabe, aus deren Lösung fich erst die von Marg verfehlte richtige äußerlich geregelt- zufammenfasse, so kann ich eben von jedermann als Konsequenz des Jdeals angestrebt werden Erfassung des im sozialen Leben waltenden Monismus ergebe. dem Recht nichts weiter aussagen, was für die sozialwissenschaft- müsse? Immer ist für den, welcher aus irgend welchen Ich kann nicht finden, daß die Fragestellung glücklich ist. liche Erkenntniß von Bedeutung wäre. In dieser Dunkelheit verund gesellschaftlichen Gründen dem sozia Stammler hat unzweifelhaft darin recht, daß der Begriff der Geschwinden alle Bestimmtheiten. listischen Gedanken widerstrebt, dann noch der Einwand möglich, sellschaft und des sozialen Lebens über das blos räumliche Vielleicht verweist man, um den Einwand der Unfrucht die Realisirung einer solchen Organisation sei aus den und den Zusammensein der Menschen hinaus ein geregeltes barkeit zu entkräften, auf das Resultat der Stammler'schen Unter: Ursachen praktisch unmöglich, oder der andere Einwand, daß Zusammenwirken derselben einschließt. Aber was folgt fuchung, daß alle national- ökonomischen Sätze, die man aufstellt, stets nach Herstellung derselben ein allgemeines Philisterium, das dem aus diesem allgemeinen Begriffe für bie Auffassungs nur unter der Bedingung einer bestimmten äußeren Regelung Ideal menschlichen Fortschrittes direkt widerspräche, einreißen werde, weise der geschichtlichen Entwickelung? Doch nur dieses, menschlichen Zusammenlebens" gelten. Aber bedurfte es zu dieser Ein- Wie will man solchen aus subjektivem Widerstreben hervorgehenden daß die vergesellschafteten Menschen in den verschiedenen wechsel- ficht desStammler'schen alle Unterschiede auslöschenden Rechtsbegriffes? Einwänden wissenschaftlich zu Leibe gehen. Wer nicht schon feitig einander bedingenden Sphären ihres Zusammenwirtens Die bestimmte äußere Regelung menschlichen Zusammenlebens, von ohnehin im Sozialismus sein Klassen und sein Menschheitsideal ( Defonomie, Familie, Staat; ideelles Leben) die ihnen durch Natur der Stammler hier spricht, ist eben das, was Mary die Pro erblickt, wird durch logisch- moralistische Beweisführung wahrlich nicht anlage und konkrete Gesellschaftsordnung vorgeschriebenen oder er- duktionsordnung oder Produktionsform nennt. Daß dazu zu bringen fein. Sehr treffend ist, was Engels in dieser Bemöglichten Zwecke verfolgen und solchermaßen, zu immer neuen aber eine Produktionsform eine äußere Regelung des gesellschaft ziehung über sein Jugendwerk„ Die Lage der arbeitenden Klassen in Zwecken angetrieben, die Art und Weise des gesellschaftlichen lichen Füreinanderarbeitens einschließt, ist selbstverständlich und England" sagt: Dasselbe verrathe überall die Spuren der AbZusammenwirkens stetig umgestalten. Jede Gesellschaftsordnung, fonnte auch von Mary unmöglich übersehen werden. Warum meint stammung des modernen Sozialismus von einem seiner Vorals ein Produkt der Menschen, erzeugt neue über das Gegebene Stammler also über Mary hinausgegangen zu sein, wenn er das äußere fahren der deutschen klassischen Philosophie. hinausgehende Zwecke und trägt so den Keim ihrer eigenen Um Geregeltfein, daß doch im Begriffe jeder Produktionsordnung liegt, mit großes Gewicht gelegt gelegt auf die Behauptung, daß der wälzung in fich. Das ist, kann man sagen, der allgemeine Ryth- besonderer Betonung hervorhebt? Er fügt so dem Begriff der Pro- Kommunismus nicht eine bloße Parteidoktrin der Arbeitermus der geschichtlichen Bewegung. Was Stammler als Grundlage duktionsordnung seinem allgemeinen Schema ein, aber diese Gin- tlaffe ist, sondern eine Theorie, deren Endziel ist die ealler Sozialwissenschaft fordert, daß in dem Wechsel des sozialen Lebens fügung ist doch keine neue sozialwissenschaftlich fruchtbare Erkennt- freiung der gesammten Gesellschaft, mit Einschluß Einheit hergestellt werde", ist durch jene durchgängige Wechsel- niß. Die Relativität der ökonomischen Kategorien war mit dem der Kapitalisten, aus den gegenwärtigen einbeziehung von Gesellschaftsordnung und menschlicher Natur, als Er- Mary'schen Begriff der wechselnden Produktionsformen gegeben, er engenden Verhältnissen. Dies ist im abftratten zeugerin und Fortbildnerin der Gesellschaftsordnung, bereits hält aber durch die Einfügung dieses Begriffes in das Stammler'sche Sinne richtig, aber in der Praxis meist schlimmer gewährleistet. Der Hinweis auf die Wechselwirkung aller sozialen Schema teine weitere Vertiefung. Prozesse schließt den Hinweis auf die zwecksetzende menschliche Natur, Ein anderer Punkt, auf dem man sich gegen den Einwand der Wie die Stammler'sche Unterscheidung von von Recht" und als die in dieser Wechselwirkung agirende Einheit, untrennbar in Unrechtbarkeit vielleicht berufen wird, ist die prinzipielle Scheidung, die Wirtschaft", so erscheint uns auch seine Einführung des„ unsich. Aber eben weil diese monistische Auffassungsweise in dem Be- Stammler auf Grundlage seiner Begriffsbestimmung zwischen tech- bedingten" Rechtsideals für die Methode sozialwissen= griff sozialer Wechselwirkung bereits enthalten und info- nischer und sozialwissenschaftlicher Untersuchung meint vor- fchaftlicher Untersuchung und eine solche Methode will fern selbstverständlich ist, wird man sich eine neuen nehmen zu können, eine Scheidung, der er großes Gewicht beimißt. eben das Werk entwerfen unfruchtbar. Die belebende An= großen Aufschlüsse von ihr versprechen dürfen. Vom sozialen Standpunkt aus, erklärt Stammler, interessirt uns regung, die es jedem ernsthaften sozialgerichteten Nachdenken Vor allem fann diese Auffassung, da ste gerade von die Art des Zusammenwirtens, sofern sie unter äußeren bietet, wird man darum aber in feiner Weise unterschätzen dürfen. der spezifischen durch Mary gesetzten Aufgabe, Mary gesetzten Aufgabe, den Regeln steht: also nicht die Frage nach der Technik des Sie rechtfertigt zur Genüge das Aufsehen, welches dieser eigenartige inneren Entwickelungsgang der Dekonomie und ihren Zu- Zusammenwirkens und die Feststellung, wie die einzelnen zur Er- Verfuch allenthalben gemacht hat. C. S. " " Soziale Rechtspflege. " psychologischen als nulo 3." Gerichts- Beitung. So wird ftreit unbetheiligten Rolonnenführers, daß der Beklagte geäußert habe: Wenn von den fraglichen Leuten welche auf dem Bau zurückGegen die Lohnentschädigungsklagen von neun Puzern blieben, würde er jede Kleinigkeit herausfuchen; auch könnte er so Vereindgesetzliches. Der deutsche Holzarbeiterverband hielt und zwei Arbeitern, die vor der Kammer III des Gewerbe- grob werden, daß er mit der Peitsche dreinschlage. am 27. Juni 1896 im Lokale des Gastwirths Morih in LandsNatürlich wollte Gutsche legteres nicht wahr haben. gerichts verhandelt wurden, erhob der beklagte Maurermeister Der berg a. W. eine Versammlung ab. Die Polizeibehörde legte Herrn Gerichtshof verurtheilte den Gutsche mehrere Einwände. Er gab zunächst an, die Kläger hätten Klage Autrage, jedem Kläger dem Beklagten gemäß Moritz, als den Mann, der seine Räume für die Versammlung hereine vierzehntägige Lohn= die Arbeit selber niedergelegt. Ferner will er für den Fall, daß sie entschädigung zu zahlen. Zur Begründung führte der Vorsitzende Haft auf, weil die Versammlung nicht polizeilich angemeldet worden gegeben hatte, deshalb ein Strafmandat von 15 M. ev. drei Tagen es nicht gethan hätten, zu ihrer Entlassung wegen grober Be aus: Aus dem Ergebnis der Beweisaufnahme sei zu entnehmen war. leidigung berechtigt gewesen sein. Und zu guterlegt machte er noch gewesen, daß die Kläger entlassen worden seien. Nach dieser Fest- und Demnächst erkannte das Schöffengericht im selben Sinne die den schüchternen Versuch, jede Verantwortung dem Kolonnenführer Berufung hiergegen verwarf das Landgericht. nahmen an baß in Der Ver aufzubürden, indem er betonte, daß er betreffs der Ausführung der stellung sei das Gericht der Frage näher getreten, ob etwa ein Sämmtliche Instanzen Arbeit ja nur mit diesem verhandelt habe. Der Vorsigende Lohmeyer werden müssen, wenn auch die Kläger vor dem Komtoir, während werden sollen und daß ihre Anmeldung nicht hätte unterbleiben Entlassungsgrund vorgelegen habe. Die Frage habe verneint fammlung hätten öffentliche Angelegenheiten erörtert oder berathen ftellte jedoch fofort fest, daß für den Kolonnenführer wie für jeden dort die fehlerhafte Abrechnung richtig gestellt wurde, anderen feiner Mitarbeiter vom Beklagten die Krankenkassen- und lärmend darüber aufgehalten hatten, daß sie der Meister seinen Saal zur bhaltung einer nicht angemeldeten Versammlung, fich dürfen. Nach§ 12 des Vereinsgefeyes sei auch der strafbar, der Invaliditätsversicherungs- Beiträge geleistet wurden. Gutsche fügte auf Geld warten lasse und daß er einen schönen" Buchhalter habe, die der Anmeldepflicht unterliege, hergebe. Moritz legte Revifton sich denn auch in die Rolle des Arbeitgebers. Der Gerichtshof nahm eine eingehende Beweiserhebung vor. Diese ergab, daß es am der nicht mal rechnen könne. Erstlich sei es richtig, daß sie auf ein und machte geltend, daß ihm der Vorstand versichert habe, es Sonnabend vor Weihnachten wegen einer falschen Berechnung der die Begleichung einer Forderung hätten warten müssen und dann sei alles in Ordnung, und er sich darauf verlassen hätte. Im fertigen Arbeiten, an der ein Buchhalter des Beklagten die Schuld weiter richtig wäre, daß einer dem ans Fenster getretenen Beklagten fügung gestellt. Unter diesen Umständen könnte er doch nicht haftbar sei die Rechnung des Buchhalters thatsächlich falsch gewesen. Wenn anderen Falle hätte er sein Lokal den Einberufern nicht zur Vertrug, zu einem kleinen Krach gekommen war. Der Beklagte hatte mit Rücksicht auf das Verhalten der Leute dann am 21. Dezember zugerufen habe:„ Ja, ja, wir sind noch hier, und wenn's noch lange gemacht werden. Seine Revision wurde indessen vom Straffenat zu dem Kolonnenführer 3. gesagt, er möchte von dessen Mit- dauert, kommen wir zu Ihnen," dann würde das immer nur für des Kammergerichts am 14. Januar abgewiesen. Die§§ 1 und 12 Beklagter fei des Vereinsgesetzes seien ohne Rechtsirrthum angewandt worden. arbeitern, einen ausgenommen, feinen mehr auf dem Bau die Entlaffung des einen Unbekannten sprechen. haben. Es sind ihnen denn schließlich auch auf Veranlassung des auch haftbar, wenn bei der Entlassung sein Bevollmächtigter nicht Ein moderner Staatsanwalt. Der Arbeiter Rollert war im Poliers die Bücher und Karten ausgehändigt worden, allerdings in seinem Sinne handelte, sondern die Vollmacht überschritt; vorigen Jahre zu Blankenburg auf einem Neubau thätig gewesen mit der Maßgabe, daß die Papiere zurückgeben könne, wer weiter höchstens tönne er an dem Bevollmächtigten Regreß nehmen. arbeiten wolle. Interessant ist aus der Aussage des beim Rechtsund hatte von dem Bauherrn Rudorf den rückständigen Lohn nicht erhalten. In der Erregung über diese Handlung schlug Rollert dem % Bauherrn mit einem Stock über den Kopf. Natürlich wurde An- 1 aufgenommen. Bon den in der Versammlung zahlreich anwesenden| Resultat ergab: Roch erfter, Brühl zweiter Borsigender; Mayen tlage wegen Nöthigung un Körperverlegung erhoben und Rollert Lehrern meldete sich feiner zum Wort. Dagegen verlangte Herr Raffirer; Bigusch, Schriftführer; Weißenftein und Fuchs, hatte sich gestern vor der Straftammer am Landgericht II au ver- Schriftsteller Rochendorfer einheitliche und unentgeltlich zu Revisoren; Koch, Stellenvermittler; Haase, Bibliothekar; antworten. Der Staatsanwalt hielt mit Rücksicht darauf, daß liefernde Lehrbücher. Frau Wengels, Frau Luhmann, Rabitsch, Zeitungsspediteur. Den Hamburger Hafenarbeitern bes Arbeitnehmer, wenn sie ihren Lohn nicht erhielten, nur zu sehr Barthels, Wehrle und Wagner verlangten ebenfalls, daß willigte die Versammlung 10 M. und wurde beschlossen, pro Mits geneigt feien, mit Gewaltthätigkeiten gegen die Arbeitgeber die Lehrmittel einheitlich und unentgeltlich geliefert und der Unter- glied 25 Pfg. bis zur Beendigung des Streits beizusteuern. Das vorzugehen, eine empfindliche Strafe am Blaze und bean- richt mehr auf die im praktischen Leben erforderlichen Dinge aus Stiftungsfest des Vereins findet am 6. Februar im Lokal von tragte vier Wochen Gefängniß. Der Gerichtshof beurtheilte gedehnt werde. Eine Resolution, welche die Zustimmung Gründel statt. den Fall milder und erkannte auf 20 M. Geldstrafe. der Versammlung zu den Ausführungen des Referenten Die hiesige Mitgliedschaft des Zentralvereins der BureauVon der Rigdorfer Gendarmerie. Wegen Widerstandes ausspricht und eine freiheitliche Erziehung unserer Jugend zu Angestellten hielt am 7. d. M. ihre regelmäßige Mitglieder gegen die Staatsgewalt hatte sich dieser Tage der Schloffer denkenden Menschen verlangt, sowie der Antrag Kochendorfer, versammlung ab, um in derselben den Jahresbericht seitens des Rettner in Rigdorf vor dem dortigen Schöffengericht zu ver- wurden von der Versammlung angenommen. Frau Mesch richtete Vorsitzenden und des Kassirers entgegenzunehmen. Wie der Vorantworten. In der Nacht vom 27. zum 28. August v. J. kam der zum Schluß einen lebhaften Appell an die Frauen, mehr als sitzende bekannt gab, waren zu Anfang des Jahres 1896 als fefter Angeklagte über die Thielenbrücke nach Riydorf und wurde von fünf bisher die sozialdemokratischen Zeitungen und Schriften zu lesen Stamm nur ca. 60 Personen. Die agitatorische Wirkung, resultirend oder sechs Strolchen belästigt. Von denselben verfolgt, flüchtete er und für deren Verbreitung Sorge zu tragen. Am Montag findet aus der Ueberreichung des Regulativs an den Anwaltsverein, brachte nach dem Amtshause, um dort Schuß zu suchen. Als ihm auf abermals eine von den Frauen einberufene Volksversammlung in ein bedeutungsvolles Auwachsen der hiesigen Mitgliedschaft zu wiederholtes Klopfen an der Thüre nicht geöffnet wurde, stieß Reller's Festsälen statt, in der Reichstags Abgeordneter Peus wege. So sind in der Versammlung 92 Mitglieder aufgenommen. er mit seinem Schirm ans Fenster. Darauf erschien Gendarm referiren wird. Zu erwähnen sei noch die Bewegung der Adressenschreiber im Schneider und fragte nach seinem Begehr. Ueber die Ueber Volksernährung und Volkseinkommen sprach am Frühjahr, die natürlich, wie vorauszusehen war, im Sande vers Sache aufgeklärt, forderte nunmehr Schneider den Kettner auf, Donnerstag Reichstags: Abgeordneter Wurm in einer in den laufen ist. Bezüglich der Agitation im Reiche sei zu bemerken, daß nach Hause zu geben. Als Kettuer sich weigerte, zu gehen, weil auf Arminhallen abgehaltenen nur mäßig besuchten Volksversammlung. auch hier das Regulativ seine Wirkung nicht verfehlt habe. Es der gegenüberliegenden Straßenseite die Strolche auf ihn warteten, In gemeinverständlicher, lehrreicher Weise erörterte der Redner die haben sich verschiedene Mitgliedschaften gebildet. In Königsberg in wurde er von Schneider verhaftet. Der Angeklagte will alsdann durch wissenschaftliche Forschung festgestellten Grundbedingungen Preußen mit ca. 55 Mitgliedern, weiter folgten Hamburg und Thorn. beim Eintreten in den Flur sofort vom Gendarm Bornemann, einer ausreichenden Ernährung und legte dann ausführlich dar, daß Wenn wir aber neue Mitgliedschaften ins Leben rufen wollen, so der hinter der Thür gestanden habe, Säbel biebe über den Kopf mehr als Dreiviertel der Bevölkerung nicht ein so hohes Einkommen brauchen wir Geld und nochmals Geld. Hierauf unterbreitete erhalten haben, daß er auf die Treppenstufen stürzte und dann beim haben, um sich diejenigen Nahrungsmittel zu beschaffen, welche erforderlich Brillke den Kassenbericht vom 1. April bis 31. Des Umdrehen noch durch zahlreiche Säbelhiebe über Kopf find, um den Menschen auf die Dauer förperlich und geistig gesund und zember 1896. Es wurden für die Lokalkasse in dieser Zeit und Arme verlegt worden sein. Der erst dann hinzu- leistungsfähig zu erhalten, um so weniger, als die Schußzollpolitik vereinnahmt 199,24 M., verausgabt 52,71 M., so daß der Uebergekommene Gendarm Demuth fei dem Bornemann mit den Worten: Aber lieber Kollege Bornemann, was machen Sie bloß", in den Arm gefallen und habe ihn am Weiterschlagen verhindert. Kettner will dann mehrere Male ohnmächtig geworden sein. " gerade die wichtigsten Nahrungs- und Genußmittel der breiten Boltsmaffen ungebührlich vertheuere. Ein schlecht genährtes Bolt aber müsse nothwendig törperlich und geistig erschlaffen, ja i Stumpffinn verfallen, um dann ein in jeder Hinsicht williges Aus. beutungsobjekt für den Kapitalismus abzugeben. Die Sorge für die Möglichkeit einer allseitig guten Ernährung trage demnach in hohem Grade dazu bei, die Bevölkerung nicht nur förperlich, sondern auch geistig zu träftigen und mache sie dadurch fähiger zu dem Befreiungskampf der Arbeiterklasse. demokratie trennte man sich. schuß von 146,53 m. der Zentraltasse überwiesen werden konnte. Die Einnahmen der Zentraltasse von Berlin aus betrugen zirfa 406,82 m., die entsprechenden Ausgaben der Zentralfaffe für Berlin 187,02 m. Nachdem hierauf die Abhaltung eines Stiftungsfestes beschlossen worden war, wurden Danziger, Wasser, Frommold, Schleuder und Gude zu Arrangeuren desselben gewählt und die gut besuchte Versammlung geschloffen. Der Zeuge Gendarm Demuth bekundet, er sei mit Borne mann augleich dem Schneider zu Hilfe gekommen, weil der Angeklagte sich weigerte, ins Wachtlokal zu gehen, und dem In der Versammlung der Freien Vereinigung der Baunun Gewalt anwendenden Gendarm fich widersett Arbeiter hielt am 10. Januar Friz Erfurth einen Vortrag habe. Demuth habe den Kettner von der Treppe hochheben. wollen, was ihm aber nicht gelungen sei, weil R. sich am trauensmann für den II. Berliner Reichstags= Wahlkreis zum rechnung vom vierten Quartal 1896 ergab einen Bestand von In der gutbesuchten Volksversammlung, die von dem Ver- über die Bedeutung der Organisation. Die hierauf verlesene AbTreppengeländer festgehalten habe. Hierbei habe er, Demuth, fich 14. Januar nach der Bockbrauerei einberufen war, sprach Reichs- 67,01 M. Bei der Ersaywahl wurde Paul Friederich zum ganz mit Blut besudelt. Dann erst, als die Bemühungen tags- Abgeordneter Arthur Stadthagen in einem sehr inter- zweiten Kassirer und Barthel zum Revisor gewählt. vergeblich waren, habe Gendarm Bornemann mit den Worten: effanten Vortrag über: Polizei und Presse." Seine treffenden Aus- Der Verband deutscher Zimmerleute hielt am 10. Januar " Jetzt werde ich Euch zeigen, wie man solchen Widerstand bricht," führungen und die ihm" eigene satirische Kritit fanden in der Ver- seine Generalversammlung ab, in der die Abrechnung vom letzten mit der Waffe derart auf Kettner eingeschlagen, daß ihm von Eine Frage des Genossen Ewald Quartal gegeben wurde. Die Gesammt- Einnahme und Ausgabe Demuth die Waffe abgerungen und der Mißhandelte in das beantwortete der Referent dahin, daß die neue Ober- Präsidial- betrug 2680,24 M. Die Einnahme der Lokalkaffe 1678,46 M. Die fammlung lebhaften Beifall. Wachtlokal getragen worden sei. Der auf Anordnung des Amtsvorstehers sofort herbeigerufene Arzt, Herr Dr. Nagel, fand den Berordnung, welche die öffentlichen Versammlungen an Sonntagen 2c. Ausgabe 837,07 m., somit verbleibt ein Bestand von 841,46 M. betrifft, zweifellos ungefeßlich sei, der sie gegen die Artikel 29 Alsdann verwies der Vorsitzende auf den im Vorwärts" stehenden Angeklagten blutüberströmt vor und mußte die Wunden, eine von und 30 der preußischen Verfassung verstoße. Wäre ihre Anfechtung Beschluß des Bundes der Maurer- und Zimmermeister. Er ermahnte 7 Zentimeter Länge, zunäben, worauf Kettner in seine Wohnung auch durchaus nothwendig, so glaube er, Redner, bei der heutigen die Mitglieder, sich durch solche Beschlüsse nicht irre führen zu getragen wurde. Nebenbei sei noch bemerkt, daß der Gendarm Bornemana am nächsten Tage vorläufig vom Dienste dispensirt und Zusammenfegung des Kammergerichts nicht an einen Erfolg, und lassen, denn die Herren, welche die Beschlüsse gefaßt haben, kommen dies umsoweniger, als die Polizei heute a II e beherrsche. Eine bei einer Lohnbewegung wenig in betracht. In der hierauf folgenden einer Nerven- Heilanstalt zur Beobachtung seines Geisteszustandes weitere Distusfion wurde nicht beliebt- Stadthagen hatte etwa Diskussion über Anträge zur Halberstädter Generalversammlung überwiesen wurde. Troy alledem kamen die Richter des Schöffengerichts Rigdorf 21/2 Stunden gesprochen. Mit einem begeisternden Hoch auf die Sozial- wurden sämmtliche eingegangenen Anträge bis zur nächsten Ber sammlung zurückgestellt. Am 24. Januar, nachmittags 5 Uhr, findet zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte Kettner des Widerstandes für schuldig zu eruchten sei und verurtheilten ihn unter Bu Der sozialdemokratische Verein für den 5. Berliner in der Stromftr. 28 bei Schmidtte eine Bezirksversammlung mit Frauen statt. billigung mildernder Umstände zu 3 M. Geldstrafe event. 1 Zag Reichstags- Wahlkreis hielt am Donnerstag bei Buske, GrenadierGefängniß. straße, eine Generalversammlung ab, in der Stadtverordneter Ge- Im Holzarbeiter Verband( Bezirk Moabit) referirte am Ein agrarisches Kulturbild. Das Landgericht Stargard noffe Dupont über:" Vorgänge im Rothen Hause" referirte. Der 11. Januar das Mitglied Fröhlich über die Rechte und Pflichten ( Bommern) hat am 30. Juni v. J. den Rittergutsbesizer Kurt Redner, der die Vorkommniffe im Stadtverordneten Kollegium ein- der Verbandsmitglieder. Redner legte in eingehender Weise dar, Lebrecht von Kliging au Marien wegen Körperverlegung zu einer gehend beleuchtete, wies unter anderen auf das Verhalten der welche Unterstügung der Verband bei Streits, Maßregelungen, in bei dem Streit der Gasarbeiter, sowie bei den Rechtsstreitigkeiten und Nothfällen gewährt und forderte am Schluß Gefängnißstrafe verurtheilt, ferner den Arbeiter Friedrich Wilhelm Gegner Großen Berliner Pferdebahn- Ge- die Mitglieder auf, die Bestrebungen der Organisation zu unters 3inte wegen Hausfriedensbruches in zwei Fällen ebenfalls zu einer Verhandlungen mit der die ftützen. Beim Punkte Verbandsangelegenheiten entspann sich eine Gefängnißstrafe. 3. stand bei v. R. in Arbeit und wollte die Stellung sellschaft hin und erinnerte an den jüngsten Beschluß, im Januar v. J. aufgeben. Hierbei stieß er jedoch auf Widerstand Gemeindefchüler in ihrer Gesammtheit zu der bevorstehenden längere Debatte über die Werkstatt von Tiemich, in der noch immer des Herrn v. K., welcher behauptete, 3. habe sich noch auf ein Jahr patriotischen Feierlichkeit heranzuziehen. Redner bedauerte, daß die zehn Stunden gearbeitet wird. Nach Erledigung einiger interner verpflichtet. 3. legte aber dennoch die Arbeit nieder und fam eines Arbeiter, im Gegensatz zu der bürgerlichen Klaffe, den kommunalen Angelegenheiten erfolgte der Schluß der Versammlung. Mittags auf den Gutshof, um sich seinen Entlassungsschein zu holen. Einrichtungen allzuwenig Bedeutung beilegen und ersucht die VerHerr und Arbeiter tamen bei dieser Gelegenheit in Streit. Der sammlung, neben den großen politischen Fragen auch diejenigen mehrmaligen Aufforderung, den Hof zu verlasseu, tam 3. nicht gelegentlich zu erörtern, die auf kommunalen Gebiet liegen, um auf nach. Der von K. aber schlug den Arbeiter mit einem Stocke diese Weise das Interesse unter den Genossen auch für die städtische anden Kopf. Gegen das Urtheil hatte nur v. R. Revision Verwaltung, wo noch vieles geschaffen werden kann, wach zu In der Diskussion befürwortet ein Redner Das Reichsgericht erachtete dieselbe für begründet, halten. eingelegt. den hob in der vorgestrigen Sigung das Urtheil auf und ver- Austritt aus der Landeskirche, um zu zeigen, daß die Arbeiter nicht wies die Sache an das Landgericht zurück. In den Entscheidungs- gewillt sind, ihre Kinder an derartigen Veranstaltungen theilnehmen gründen hieß es: Es scheine, daß das Landgericht einen rechts zu lassen. Der Referent wies darauf hin, daß die Eltern feines widrigen Angriff nur dann für gegeben erachtet, wenn jemand mit wegs gefeßlich verpflichtet werden können, ihre Kinder an der geplanten Schätlichkeiten bedroht wird. Aber auch ein Angriff auf Kirchenfeierlichkeit als Staffage benutzen zu laffen. Nach dem hierauf das Hausrecht berechtigt zur Nothwehr, und das folgenden Kaffenbericht, betrugen die Einnahmen im 4. Quartal 1896: In einer öffentlichen Metallarbeiter- Versammlung, die am Landgericht hätte prüfen müssen, ob die Handlung des Angeklagten 188,15 M., die Ausgaben 72,50 M., bleibt mithin ein Bestand von Montag im Keller'schen Saal tagte, referirte Nät her über die v. R. in der Nothwehr begangen war. 115,65 M. Auf Antrag der Revisoren wurde dem Kassirer Decharge Organisation der Metallindustriellen und besprach die Umstände, Was der Portepee- Fähnrich mit dem Säbel anfing. Aus ertheilt. Wie der Vorsitzende berichten konnte, hat der Berein unter denen der fürzlich gegründete Verband der Klempner, München wird berichtet: Wegen des durch unvorsichtige Behand. wieder eine Stärke erlangt, die der des aufgelösten Vereins gleich Kupferschmiedemeister 2c. zu ftande gekommen ist. Hierbei habe wollten Vorspiegelung, die Metallarbeiter kommt, sodaß auch für den 5. Kreis der Schlag parirt ist, den man die nächsten Lung einer Waffe verursachten Todes eines Kameraden stand heute mit dem Köllerkoup der Partei- Organisation versehen wollte. Frühjahr einen großen Streit ins Wert seßen, eine wesent der Portepee- Fähnrich des 1. Ulanen- Regiments Karl Graf von Der Zusammenschluß der Unternehmer Hornstein vor dem Militärbezirksgericht. Graf von Solustein ist Gleichzeitig forderte der Redner die Genossen zur regeren Betheili- liche Rolle gespielt. ein Sohn des vor vier Jahren in den Ruhestand getretenen und vor gung an den Arbeiten auf, damit der Verein seinen Aufgaben ge- habe vornehmlich den Zweck, Errungenschaften, welche die Arbeiter wachsen ist. in letzter Zeit durchgefeht haben, wieber rüdgängig zu machen, übers zwei Jahren verstorbenen Obersthofftallmeisters Grafen Holnstein, ber unter König Ludwig II., namentlich 1870/71 und in den folgen Der Verein der Plätterinnen nahm in seiner Sigung vom haupt deren Lage nach Möglichkeit zu drücken. Schon die verder allgemeinen günftigen den Jahren eine bedeutende politische Rolle gespielt und großen 5. Januar den Kaffenbericht vom letzten Bierteljahr entgegen. Die hältnißmäßige Flaue, welche tro manchen Branchen herrsche, Einfluß auf den König ausgeübt hat. Die Affäre des jungen Einnahmen betrugen 322,74 M., die Ausgaben 79,44 M. Die Ein- Geschäftslage gegenwärtig in Holnstein spielte sich zur Zeit der vorjährigen Manöver in Ingol nahmen des Unterstützungsfonds beliefen sich auf 293,15 M., die werde, wie verschiedene Beispiele zeigen, in der angeführten Sollten diesen kleinen Plänfeleien stadt ab, wohin die Kriegsschüler auf einer Uebungsreife tomman- Ausgaben auf 130 M. Die Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes Weise auszunuzen gesucht. dirt waren. Im August 1896 tamen abends gegen 10 Uhr vier Resultat: Möhring erster Vorsitzender; Frau Knorr zweite größere Rämpfe folgen, so müßten die Arbeiter für solche Fälle ge Bortepeefähnriche in ihr Quartier im Exerziersaale, wo Portepee- Borsitzende; Frau Schulz erfte, Frl. E a ft ner zweite Raffirerin; rüftet dastehen. Es sei daher die nächftliegende Pflicht jedes Kollegen, fähnrich Graf v. Holnftein bereits seit einiger Zeit zu Bette lag. Fräulein Kühl erfte, Frau Müller zweite Schriftführerin; Frau zum allgemeinen Fonds beizusteuern und in ihren Kreifen für die Unter Scherzen und Lachen wollten fie einen der Ihrigen fangen, Benz und Fräulein Waldt Revisorinnen. Für die Hamburger Sammlungen zu wirken. Hierauf gab Müller eine Darstellung um sich mit ihm zu balgen. Der verfolgte Weidelin retirirte Hafenarbeiter bewilligte die Versammlung 50 M. Zum Schluß über den Streit bei der Firma Zimmermann u. Buchlo, Bett Holnstein's und hielt den abgeschnallten wurde auf den Maskenball aufmerksam gemacht, der am 30. Januar der wegen theilweise sehr erheblicher Lohnreduktion ausgebrochen ift, und hauptsächlich die Schlosser, Dreher und Bohrer Säbel wagerecht gegen den Andrängenden. Holnstein verbat stattfindet. sich Den Lärm, sprang aus dem Bette, packte den Säbel Der Arbeitervertreter Verein hielt am 5. d. Mts. eine betrifft. Nunmehr bestätigte die Bersammlung die Kollegen Näther Weide lin's am Korbe, riß ihn mit den Worten: Wart, ich Vereinsversammlung ab. Dähne verlas aus dem Bericht der und Jänisch als Mitglieder für die neugebildete Elferkommission will Euch helfen!" aus der Scheide, hieb in Fechterstellung mit dem amtlichen Nachrichten mehrere Retursentscheidungen, die von der Metallarbeiter, bewilligte den streifenden Lübecker Arbeitern von Säbel in den Knäuel der dicht beiſammen stehenden, ihn aber nicht prinzipieller Bedeutung sind. Das Referat gab zu einer recht inter- Thiel u. Söhne 500 M. und erklärte, den Streit bei Zimmermann sonderlich beachtenden Portepee Fähnriche hinein und stieß dann essanten Debatte Anlaß, an der sich Gutheit, Buchholz, u. Buchlo in jeder Hinsicht zu unterstützen. Als Vertrauensmann für den Westen wurde Kreuz gewählt und Mude, Hennig vorwärts. Der scharfgeschliffene Säbel traf den Portepee Fähnrich Schallhoff und Stuhlmann betheiligten. hinter das Versammlungen. " Der Redner behandelte Davou 43, Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale I) hatte am 11. d. M. eine Versammlung anberaumt. Zur Erledigung stand zunächst die Abrechnung vom letzten Quartal, die in Einnahme mit 961,20 M. und in Ausgabe mit 802,75 M. abschließt. Die Zahl der Mitglieder beträgt 850. Bei der hierauf vollzogenen Wahl des Vorstandes wurden gewählt: Niederauer zum ersten, Rott zum zweiten, Ramm zum dritten Bevollmächtigten; Ulbrich und Adler zu Revisoren. Unter Berschiedenes forderte Wenzel zur eifrigen Unterstüßung der streifenden Schuhmacher in Ottensen auf und wurde sodann bekannt gegeben, daß am 24. Januar ein Besuch der Urania stattfindet. im ein Steigele, Sohn eines Gerichtsraths, zwischen der siebenten und Die Filiale des Allgemeinen Tapezirer- Vereins hielt am und hate zu Revisoren für den öffentlichen Fonds ernannt. Die Stuckateure nahmen in einer öffentlichen Versammlung, achten Rippe derart, daß der Verlegte am 28. November starb. 6. Januar ihre Mitgliederversammlung ab. Einleitend ermahnte Holnstein sprach in der Verhandlung die Bermuthung aus, Steigele Friedmeyer die Anwesenden, in diesem Jahre mehr als im die am Montag im Neuen Klubhaus, Kommandantenstraße, tagte, fei felber infolge einer plöglichen Wendung in den Säbel gerannt voraufgegangenen für die Organisation zu wirken. Die übrigen den Bericht von der Magdeburger Konferenz entgegen. Nach den oder sei von dritter Seite in ihn gedrängt worden. Das Urtheil Gegenstände der Verhandlung betrafen Vereinsangelegenheiten und Ausführungen der beiden Delegirten W. Schulz und Marka hat lautete auf 10 Monate Festung. wurde am Schluß bekannt gegeben, daß am 3. April das Stiftungs- die Konferenz, auf der die Städte Berlin, Leipzig, Hannover, Halle, Chemnik, Magdeburg, Altenburg und Gera vertreten waren, Fest stattfindet. erfreuliches Resultat gezeitigt. Im Verein der Töpfer sprach am 6. d. M. Dr. Friedberg als auch die gefaßten Beschlüsse waren dazu angethan, die GegenDie fachliche Diskussion sowohl in einem interessanten Vortrag über den Körperbau des Menschen. Ueber den Hamburger Hafenarbeiterstreit und feine Sierauf unterbreitete Bölker den Mitgliedern die Abrechnung vom fäße, die zwischen der zentralen und der lokalen Richtung obwalteten, Lehren hielt am Donnerstag Abend im Saale des Prälaten" der legten Quartal. Danach betrug die Einnahme 385,60 m. und einigermaßen auszugleichen und ein Nebeneinanderarbeiten zu er möglichen, so daß durch die Aussprache auf der Konferenz ein Redakteur Weinhausen von der Zeit" einen öffentlichen Vor- die Ausgabe 207,41 M. Die Mitgliederzahl ist auf 423 gestiegen. weiterer Fortschritt in der Bewegung zu erwarten ist. Nach den entfallen auf Berlin 270, Charlottenburg trag, der nur recht schwach besucht war. Sodann gelangte gefaßten Beschlüssen soll die Gründung von Filialen neben einer sehr eingehend den Verlauf des Streits und nahm eine den Streifen- Rigdorf 33, Pankow 22 und Schöneberg 16. den sympathische Stellung ein. In der sich anschließenden Dis. ein Antrag Thieme, den Vorstand mit der Ausarbeitung eines lokalen Organisation oder umgekehrt in derselben Stadt unterbleiben. tuffion meint ein früherer christlich- sozialer Dr. Jordan, daß Flugblattes zu beauftragen, zur Annahme. Nach der Wahl des Von der Errichtung eines gemeinsamen 3entral- Arbeitsnachweises Streits nur Augenblidserfolge erreichen tönnen, es müsse eine soziale zweiten Vorsitzenden, mit welchem Amt Heinrich Wolf betraut nahmen die Delegirten Abstand; um aber einen Ausgleich der event. überschüssigen oder mangelnden Arbeitskräfte zu ermöglichen, sollen Gesellschaftsordnung gefchaffen werden, die alle wirthschaftlichen wurde, gab der Vorsitzende die Versammlungen im Monat Januar die Vertrauensmänner verpflichtet werden, an die Zentralstelle, als Kämpfe unmöglich mache. Der Sekretär des Ostdeutschen Jünglings bekannt. Am 14. werden in Stegliz, am 20. in Berlin und am solche wurde Magdeburg bestimmt, jeweilig Situationsberichte bundes, Lithograph Tischendörfer, erwiderte, daß man der 21. in Charlottenburg Versammlungen einberufen. einzusenden, von 100 aus dann bie weiteren Maße artiges fünftigen Jahrhunderten überlassen, gegenwärtig aber die Im Verein der Barbiere, Friseure und Perrückenmacher nahmen getroffen werden. Die Gründung eines Streit. und praktische Arbeiterbewegung fördern müffe. Am Schluß der Ber- referirte am 7. d. M. Starosson in einem beifällig auf- Agitationsfonds für Nord- und Mitteldeutschland wurde dahin. fammlung wurde zu gunsten der Streifenden eine Sammlung genommenen Vortrag über das Thema:" Was erwarten wir von gehend geregelt, daß jede Stadt für sich einen ders veranstaltet. der Gesetzgebung? Nach einer kurzen Diskussion wurde unter Ver- artigen Fonds anfammelt, um gelegentlich die gegenseitige Lohnbewegungen zu ermöglichen. Nach „ Die Sozialdemocratie in der Volksschule" lautete das eingangelegenheiten mitgetheilt, daß die nächste Versammlung am Unterstützung bei einer furzen Disfussion, in der die Befriedigung über den Vers Thema, über welches Genosse Wagner am Mittwoch Abend in 21. Januar stattfindet. Der Zentralverband der Konditoren unterbreitete seinen lauf der Konferenz zum Ausdruck kam, erklärte sich die Versammlung einer gut besuchten Voltsversammlung im„ Berliner Prater" sprach. Die Kritit, die Redner insbesondere an dem Ministerial- Erlaß vom Mitgliedern in der Sigung vom 7. d. Mts. die Abrechnung vom einstimmig mit den gefaßten Beschlüssen und dem Verhalten ihrer 18. Oftober 1890 uno der vom Stadtfchulrath Schul beliebten letzten Quartal, die einen Kassenbestand von 61,76 M. aufwies. Delegirten einverstanden. Zu der von der Konferenz beschloffenen Auslegung übte, wurden von der Versammlung mit lebhaftem Beifall Hierauf erfolgte die Wahl des Gesammtvorstandes, die folgendes Aufnahme einer Statistik für das Jahr 1896 über die Länge der verbreitet und bereits am " " Auch Arbeitszeit, Arbeitslosigkeit, Ueberstunden, Jahresverdienft u. s. 1.1- seit Jahren der Organisation ferngeftanden und ist erst vor vier w. Die Klempner hielten am Donnerstag eine start besuchte Ber.. wurde dem Vertrauensmann anheim gegeben, die nothwendigen Wochen derselben wieder beigetreten. Nur auf das Drängen von sammlung ab, in der Nät her über die neue Organisation der Maßnahmen zu treffen. Die Fragebogen sollen umgehend Kollegen habe er sich bereit gefunden, hier zu reden. Der Redner Klempnermeister referirte. Wie bereits bekannt, haben im Anschluß 30. Januar ausgefüllt wieder ist der Meinung, daß die Personen, welche den Streit geleitet an die bereits bestehenden beiden Verbände der Metallindustriellen, abgeliefert werden. Unter Gewerkschaftlichem wurde das Ver- haben, dieser Aufgabe nicht gewachsen waren. Sie hätten aus Anlaß der vorjährigen Lohnbewegung auch die Klempnermeister halten einiger Kollegen bemängelt, die eine Art Zwischenmeister- System in Anwendung bringen und in unsolidarischer auf dem Weltmarkt, nicht genügend gekannt. Nicht der Herbst, gegründet. von die Situation, namentlich nach der Seite des Abfazgebietes einen Verband zum Schutz gegen die Uebergriffe der Arbeiter" Weise verfahren. Eine demnächst stattfindende Bersammlung wird sich sondern das Frühjahr sei die geeignete Beit zu einer Lohnbewegung wird In einem zu diesem Zweck verbreiteten Zirkular weitere Steigerung der Forderungen der nach einer vorausgegangenen Sigung, wozu die Betheiligten im Berufe der Lithographen. Die Bewegung, aufangs als Arbeiter" hingewiesen, die man entschieden zurückweisen eingeladen werden, eingehend mit diesen Fragen beschäftigen. partieller Streif geplant, sei den Führern über den Kopf und die früheren Verhältnisse wieder herstellen müsse. Zum Schluß erläuterte Töpfer Thieme in längeren Aus- gewachsen und mancher derfelben habe infolge dessen auch werde man bei etwaigen Arbeitseinstellungen nicht mehr mit einer führungen den Plan der lokalorganisirten Gewerkschaften, im wohl den Kopf verloren. Als die Unternehmer sich vereinigten, aus Agitatoren zusammengesetzten Lohnkommission, sondern nur mit Mai dieses Jahres einen Gewerkschaftstongreß abzuhalten, wozu um für die vom Streit betroffenen Geschäfte die Arbeiten in wirklichen Arbeitnehmern" verhandeln. Die Statuten dieses Verbereits von der beauftragten Rommission die Vorarbeiten im Gange den nicht streifenden Fabriken fertigzustellen, hätte die Kommission, bandes enthalten strenge Bestimmungen gegen die Beschäftigung von find, und empfiehlt die Betheiligung der Stuckateure an dem Kongreß in der Erkenntniß, daß man dem foalirten Unternehmerthum nicht Ausgesperrten, für jeden Arbeiter sind 50 M. Konventionalstrafe felbft, sowie die Theilnahme an den Konferenzen, in welchen die gewachsen sei, zum Aufgeben des Streiks rathen sollen. Nicht die vorgesehen; dagegen werden Arbeiter für Unternehmer, nothwendigen Vorarbeiten ausgeführt werden. Ein entsprechender in Versammlungen angefachte Begeisterung, sondern nur eine gut beren Arbeiter Streifen, mit 25 pCt. Zuschlag von den Antrag wurde von der Versammlung einstimmig angenommen und ausgebaute Organisation fönne Erfolg versprechen. Rathsam sei übrigen angefertigt u. f. w. Die beste Antwort darauf die beiden Vertrauensmänner zu den Sizungen belegirt. es auch, den Streit nur als Schreckmittel zu benutzen, um fei nur einmüthiges Zusammenhalten aller betheiligten Die lokalorgauifirten Tapezirer hielten am Montag eine die Unternehmer zu Verhandlungen geneigt zu machen. Verhandlungen geneigt zu machen. Als Arbeiter in einer festen Organisation. Denn schon dadurch, daß nur mäßig besuchte Versammlung ab, in der die Delegirten Hartig eine Anzahl von Kollegen ohne Kündigung ihre Arbeitsstellen ver- gegen die Drohung aller Metallindustriellen, vom 1. Januar d. J. Ind Markiehl über die in Erfurt abgehaltene Konferenz der ließen, hätte die Kommission davon abrathen sollen, denn diese eine allgemeine Aussperrung herbeizuführen, sich die Arbeiter rechtokalorganisirten Zapezirer Bericht erstatteten. angegeben Sandlungsweise war gefeßlich unzulässig. Redner will nicht gegen zeitig mit den Gegenmaßregeln beschäftigten, seien die Herren mit wurde, soll die Mitgliederzahl der lofalorganisirten Tapezirer Personen Vorwürfe erheben, sondern durch seine Betrachtungen der all' ihren Drohungen etwas bescheidener geworden. Es muß desin Deutschland um 500 zugenommen haben. Die Meinungs- Organisation nügen. Die Lohnbewegungen würden zu sehr halb das Vertrauensmänner- System besser als bisher durchgeführt verschiedenheiten über die fernere Agitation und die künftige Form schablonifirt und nicht den speziellen Verhältnissen des betreffenden und die Sammlung für den Streitfonds, rege fortgesetzt werden. Zu der Organisation führten zu dem Entschluß, daß eine gewiffe Bentrali- Berufe angepaßt. Von den beiden durch die Organisation angestellten diesem Zweck wird am 8. Februar eine große allgemeine Metallfation nothwendig fei, um eine einheitliche Bewegung zu schaffen und Kollegen Schöpte und Sillier fönne man verlangen, daß sie arbeiterversammlung in der Brauerei Friedrichshain stattfinden, gegen das Unternehmerthum erfolgreich vorgehen zu können. Als fich über alle einschlägigen Verhältnisse unterrichten, da fich die in welcher das Sammelwesen geändert und einheitlich geregelt Organ bleibt das in Leipzig erscheinende korrespondenzblatt" in übrigen Kollegen auf diese verlassen müßten. Die Leitung des werden soll. Möge jeder seine Schuldigkeit thun, dann werden alle feiner bisherigen Weise bestehen, während die Preßtommiffion Streits durch die Kommission sei feine planmäßige gewesen, schon Drohungen der Unternehmer elend zu schanden werden.( Lebhafter zugleich als Zentralleitung neben dem Zentralvertrauensmann nach zwei Wochen war sozusagen jeder auf sich selbst angewiesen Beifall.) Klempnermeister Schmidt schildert hierauf den Verlauf fungirt, um Einzelmitglieder aufnehmen zu können. Es entspann und von einem der Führer sei die Barole ausgegeben worden: Rette der Versammlung, in welcher auf Veranlaffung des Direktors sich nun über die einzelnen Punkte eine längere und lebhafte fich wer kann! Es sei auch eine in Arbeiterkreisen verbreitete, Högewald diese Vereinigung der Unternehmer gegründet wurde. Er Auseinandersetzung, an der sich abwechselnd Kielmeyer, jedoch irrige Auffassung, daß die Arbeiter in ihren Lohn selbst sei als„ Frecher von Vorwärts"" bezeichnet und erst niedergeschrien, Biester, Holzeimer, Frante und andere betheiligten, fämpfen keine Unterstüßung in bürgerlichen Kreisen fänden. Wohl später aber doch angehört worden. Redner ersucht unter lebhaftem die zum größten Theil die Beschlüsse der Konferenz billigten. gäbe es eine kleine Gruppe in denselben, welche die Bewegung der Beifall der Versammlung treu zusammen zu halten, um mit der Als Vertrauensmann wurde hierauf Franzte gewählt. Den Lithographen zu unterstüßen willens war; die in dieser Hinsi cht Zeit den Unternehmerverband zu sprengen, denn in Wirklichkeit sei ftreifenden Hafenarbeitern wurden 50 M. bewilligt, wobei aber von Frau Gnaud- Kühne gemachten Versuche seien aber zurück- es nur darauf abgesehen, die Kleinmeister zu ruiniren. Beder, Hartig den Wunsch äußerte, daß von den Marten zum Streit gewiesen worden. Auch die Zeit" habe zu dem Streit eine so Schröder und Mäther tadelten hierauf, daß leider ein Theil fonds mehr als bisher entnommen und in Umlauf gesetzt werden. wohlwollende Stellung eingenommen, wie es der Vorwärts" nicht der Arbeiter sich von selbst angeboten habe, wieder 10 Stunden zu Die Dekateure hielten am 11. Januar bei Buske in der besser gethan hätte. Redner hält einen von Sillier veranlaßten Artikel aabeiten, selbst wo der Neunstundentag eingeführt war. Nach VerGrenadierstraße eine nur mäßig besuchte Versammlung ab, in der der„ Leipz. Volts- 3tg.", der sich mit dem Streit befaßt, für unpassend und lauf einer längeren persönlichen Auseinandersetzung, macht Näther über die Stellung der Gewerkschaft während der bevorstehenden forderte zum Schluß auf, sich nicht durch den Mißerfolg des Streits zum Schluß auf Anregung des Vertrauensmanns 3immermann Saison berathen werden sollte. Von mehreren Rednern wurden die abschrecken zu laffen und etwa der Organisation den Rücken zu die Mittheilung, daß alle diejenigen, welche bis zum 31. Januar schlechten sanitären Verhältnisse im Gewerbe kritisirt und über die kehren. Nachdem zwei Redner in ähnlichem Sinne gesprochen, zwei d. J. die noch ausstehenden Listen mit den Beträgen nicht abgeliefert schlechte Behandlung Klage geführt. Ferner wurde auf die be- andere aber die Streifleitung in Schuß genommen und es miß- haben, bekannt gemacht werden. sonders große Arbeitslosigkeit in gegenwärtiger Zeit hingewiesen und billigt hatten, daß man dieselbe jetzt nach dem verlorenen Kampfe das Wort, um bemängelt, daß von den eigenen Kollegen vielfach der Arbeitsnach- so scharf kritisire, nahm Gillier fich und die Streitleitung gegenüber der weis umgangen werde, obgleich derselbe von den Firmeninhabern Kritit des Re: anerkannt worden sei. Arbeiten an Sonntagen und Nichtbeachten ferenten zu rechtfertigen. Nicht die Arbeiter hätten den der verhängten Sperren feitens einiger namhaft gemachter Berufs- Generalstreit gewollt, die Fabrikanten hätten ihn follegen riefen mitunter recht schroffe persönliche Auseinander- in der stattgehabten Ausdehnung herbeigeführt. Die ge: fegungen hervor. Zu einer Beschlußfassung über die eigentliche schäftliche Konjunktur sei zur Zeit des Streits, nach sorgfältigen Tagesordnung fam es nicht. Den Verhandlungen voran ging ein Informationen der Kommission, eine günstige gewesen und stehe mit lebhaftem Beifall aufgenommener Vortrag des Herrn Heinwort:" Rette fich wer tann", sei in harmlosem Sinne gebraucht überhaupt im Herbst besser als im Frühjahr. Das ihm nachgesagte dorf über Berufskrankheiten. worden. Jur Verein deutscher Schuhmacher( Filiale III) berichtete abgegangenen Kollegen Eine Feigheit wäre es gewesen, den ohne Kündigung zur Wiederaufnahme der Arbeit in der Mitgliederversammlung am 11. Januar der Kassirer über die rathen, denn der Ausgang des Rechtsstreites sei in diesem Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader, Abrechnung vom letzten Quartal. Danach betrug die Einnahme Falle durchaus nicht vorauszusehen gewesen. Wenn Tischendörfer 323,70 M., davon find 262,92 M. an die Hauptkasse abgesandt. Die sagte, er habe schon nach einigen Tagen gesehen, daß die Bewegung Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Lokaltasse wies eine Einnahme von 130,16 M. und eine Ausgabe mißlingen müsse, so wäre es doch seine Pflicht gewesen, diese Anvon 88,60 M. auf; bleibt ein Bestand von 41,56 M. Der Kassirer sicht auch in den von ihn besuchten Versammlungen auszusprechen. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügelmaier, Grimmstraße 39.-Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: gab den säumigen Mitgliedern bekannt, daß sie binnen 14 Tagen Die von Tischendörfer erwähnten Zeitungsartikel, die dieser ausgeschlossen werden, wenn sie ihren Verpflichtungen nicht nachIm Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänel, Solmsstr. 44. für andere Zwecke Zwecke ausschlachten wolle, feien nicht von Im Nord- Weften: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnackerkommen. In den Vorstand wurden gewählt: Hoffmann, erster ihm( Gillier) veranlaßt und hätten der Bewegung nicht geschabet. ftraße 19. R. Stephan, Seſsingſtr. 34. Vorsitzender; Scholz, Kassirer; Schulz, Schriftführer; Dübelt unterzog die Streilleitung einer abfälligen Kritik und rügte Springer und Wilh. Schulz Revisoren. Mit der Verunter anderem, daß das Fachorgan, die„ Graphische Presse", ihre breitung der Flugblätter wurden Barz und Neumann betraut. Am 24. Januar findet in der Urania eine Vorstellung für die Mit- Leser bis jetzt noch nicht über den Ausgang des Streits und die gegenwärtige Situation in Berlin unterrichtet habe. Schöpfe will die Fehler, die ihm zugeschrieben werden, nicht beschönigen und Der Deutsche Holzarbeiter Verband( Bahlstelle Süd Of) erkennt an, daß Tischendorfer in sachlicher Weise seine Aufgabe schrieben: Um die ganze Waschlappigteit des heutigen Bürgerthums, Ueber die Kölner Brüsewitz- Affäre wird uns von dort gebeschäftigte sich in der Versammlung ant 11. Januar mit den Ver- erledigt habe. Die Streitleitung habe die Frau Gnauct- Kühne nicht schrieben: Um die ganze Waschlappigkeit des heutigen Bürgerthums, hältnissen in der Werkstatt von Schoob u. Franz, Feilnerstraße. zurückgewiesen, aber die Verhandlungen mit den Fabrikanten wären wie sie sich in dem Verhalten der Präsidenten der hiesigen Karnevals. wie sie sich in dem Berhalten der Präsidenten der hiesigen Karnevals. Den dort beschäftigten Arbeitern, die schon wiederholt eingeladen aussichtslos gewesen. Die Artikel der Leipz. Bolts- 3tg." müſſe Gine jede der zu haltenden Reden wird einer Zenfur unterworfen, gesellschaften kundgab, zu verstehen, muß man folgendes wissen: waren, aber sonderbarerweise den Brief nie erhielten, wurde zum Redner gleichfalls tadeln. Wenn man eine Aenderung der leitenden die in den großen Gesellschaften von einem sogenannten literariVorwurf gemacht, daß sie über die Gebühr die Arbeitszeit aus Perfonen in der Organisation wünsche, habe er nichts dagegen, schen Ausschuß geübt wird. Die Rede, die die Anspielung auf den dehnen. Nicht selten werde sogar bis 9 Uhr abends gearbeitet. Da unter allen Umständen solle man aber der Organisation tren bleiben schen Ausschuß geübt wird. Die Rede, die die Anspielung auf den es sich hier um eine Werkstatt handelt, in der 22 Mann be- und die Lehren, die dieser Streif gebracht habe, beherzigen. Verschiedene Brüsewiz enthielt, war unbeanstandet paffirt und die Stelle schäftigt find, so ist erklärlich, daß solche schlechten Beispiele andere Redner sprachen theils in günstigem, größtentheils aber in war auch so harmlos, daß fie in der Sitzung weder fehr leicht Nachahmung finden können, weshalb den aus der Wert abfälligem Sinne über die Streitbewegung und deren Leitung. Leitung noch einem der tausend Zuhörer aufgefallen ist. Nur dieser statt anwesenden Arbeitern das verderbliche ihres Verhaltens dar- Zu dieser Versammlung war Herr v. Egidy und der Fabrikant eine Fall in dieser einen Gesellschaft ist vorgekommen, und für die gelegt wurde. In der Entgegnung bemerkte ein Redner, daß er der Dr. Gerschel eingeladen. Beide blieben aus, lekterer unter der Be- militärische Feinfühligkeit ist er derart verlegend, daß der Gouverneur Organisation nicht angehöre, weil er nur für sich zu kämpfen habe, sein gründung, daß die Kommission der Fabrikanten nicht mehr bestehe gleich beide großen Gesellschaften in den Bann gethan hat. Das eigenes Ich sei ihm in allen Dingen das Nächfliegende. Ein anderer und er also fein Mandat in der Versammlung zu vertreten habe. großartigste ist aber jedenfalls, daß die Herren Präsidenten sich Redner entschuldigte sein Verhalten unter Hinweis auf den starken Wie ein Redner meinte, habe er sich wohl nur den Erörterungen Geschäftsgang. Nach einer sehr regen Debatte, in welcher der Stand über stattgehabte Maßregelungen entziehen wollen. punkt beider Redner eine herbe Kritik erfuhr, wurde beschlossen, glieder des Vereins statt. H = sondern Berliner Arbeitervertreter Verein tagt jeden Dienstag nach dem ersten im Monat bet Buste, Grenadierfir. 33, abends 8% Uhr. unentgeltlicher Nath wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters- Berficherung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Suffitenstraße 36, v. 3 Tr. A. Daehne, Demminerstr. 66, v. 3 Tr. R. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. G. Simanowsti, Gartenfir. 78, Portal 2, 2 Tr. W. Stuhlmann, Oberbergerfir. 37, 4 Sr., Don 6-9 Uhr abends. R. Tamm, Hussitenstraße 6, von 8-9 Uhr abends. . Boigt, 2ẞiesenstraße 41-42. E. Warnst, Kolbergerstraße 7, von 6-7 Uhr Strelißerftr. 58. P. Reimann, Bellermannftr. 83. F. Trapp. Schulfr. 56, abends. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, von 7-8 hr abends. Im Nord- Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: zu W. Mohs, Schönhauser Allee 62. Gr. Frankfurterfina Schalthoff, Michaeltirchfir. 18. B. seller, Camphaufenstr. 5. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: E. 2öffler, Klofierfir. 91. Bet sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit angegeben, ift diefelbe Wochentags von 7-9 Uhr. Vermischkes. der selbst nur ihre literarische Zensurbehörde desavouiren und winselnd zu Kreuze triechen. Freilich fällt hier auch ein materielles Intereffe ins Gewicht. Das Militär stellt zu den Festen und Sizungen der die Arbeiter dieser Firma nochmals einzuladen. Es folgte hierauf Für die Marmor: und Granitarbeiter war seitens der zahlreichen Gesellschaften die Musik und für den Rosenmontagszug die ein recht interessanter Bortrag von Dr. Joel über die Eroberung Agitationstommission der Steinarbeiter am 14. Januar eine öffent- Bespannung. Für Köln bildet der Karneval eine gute Einnahmedes Nordpols, worauf der Schluß der Versammlung eintrat. liche Bersammlung nach dem„ Englischen Garten" in der Alexander quelle und namentlich der große Feftzug lockt eine Menge Fremde. Eine öffentliche Versammlung der Graveure und Biseleure daß die Löhne in diesem Beruf seit drei Jahren herabgesunken find. unternehmen, an dem die Kaufleute, Wirthe und Dirnen partizipiren. straße einberufen. Aus den gepflogenen Verhandlungen ging hervor, mit vollen Taschen hierher. Der Karneval ist ein großes Geschäftstagte am 18. Januar bei Feuerstein in der alten Jakobstraße. Auf Eine Erscheinung, die vielfach infolge der Lauheit der betreffenden Sie alle halten in diesen Monaten, der Rummel beginnt schon vor der Tagesordnung ftand die Berichterstattung über den 2. Kongreß Berufsangehörigen gegenüber der Organisation diesen selbst zur Last Neujahr, reiche Ernte und während der drei eigentlichen Fastnachtsder Graveure und Ziseleure Deutschlands, welcher am 26. und gelegt wurde. Während früher 2/3 dieser Arbeiter organisirt waren, ge- tage kommt das heilige Köln aus dem Rausch nicht heraus. Eine 27. Dezember 1896 in Berlin stattfand. Brückner beschränkte sich hören gegenwärtig nur sehr wenige dem Verbande der Steinarbeiter an. solche Gelegenheit, Geld zu machen, läßt man nicht gern fahren und im wesentlichen darauf den Bersammelten die von dem Kongres Empfohlen wurde den Granit- und Marmorarbeitern, sich als eigene so buckelt der„ freie Rheinländer" schon mal vor dem bunten Rock. festgesetzten Statuten für einen mit dem 1. Februar in traft zu Berufsgruppe dem Zentralverbande der Steinarbeiter anzuschließen. In der nächsten Narrensizung preift er dann um so lauter die FreiZentralverband der Graveure, Bifeleure und ver: Definitive Beschlüsse wurden noch nicht gefaßt; man setzte vielmehr heit des Karnvals" und den herrlichen rheinischen Humor, der selbst wandter Berufsgenossen Deutschlands, zu unterbreiten. Der Redner schloß mit einem lebhaften Appell an alle bestehenden Bildung einer Gruppenorganisation innerhalb des Zentralverbandes von wegen dem Geschäft.eine 3 gliedrige Rommission ein, die die nöthigen Vorarbeiten zur vor der Brüsewigerei winfelt wie ein geprügelter Hund. Alles lofalen Berufsorganisationen, sich in Masse dem Zentralverbande der Steinarbeiter vorzunehmen hat. Mit geeigneten Vorschlägen Die Todesstrafe durch Ersticken soll in Pennsylvanien einauzuschließen. Die Einleitung und die nöthigen Vorarbeiten zu dem hat diese Kommission dann nach Beendigung des Steinarbeiter- geführt werden. Eine Gesetzesvorlage befürwortet, daß Todesstraßen Zentralverband übertrug die Versammlung Brückner und Grill, Rongresses( am 24. bis 27. Januar) wiederum vor eine öffentliche in Zukunft nicht mehr auf elektrischem Wege oder durch den Strick, Das Raffenwesen Siebert und Sander, die schriftlichen Ar Bersammlung zu treten, welche über die weiteren Maßnahmen zu sollen. Ein aus zahlreichen Aerzten und anderen einflußreichen sondern durch Ersticken mittels gewisser Gafe vollzogen werden beiten Gutschmidt. Der ersten Filialversammlung bleibt es befinden haben wird. überlassen, die genannten Personen als Zentralvorstand zu wählen. Personen des Staates gebildeter Ausschuß hat sich seit längerer Zeit Gleichfalls foll es jener Versammlung anheimgestellt werden, In einer sehr gut besuchten öffentlichen Schlofferverfamm- mit dieser Frage beschäftigt und ist zu dem Ergebniß gefommen, Grosse, Durow und Schaal als Kontrollkommission zu be lung, die am Donnerstag im„ Englischen Garten" tagte, referirte daß die von ihm befürwortete Hinrichtungsart allen anderen vorstätigen, deren provisorische Ernennung laut Rongreßbeschluß Genosse Reßler über über Kapital und Arbeit." Der zuziehen sei. Würde die Vorlage angenommen, so würden fortan ebenfalls erfolgte. Hiernach gab der Vertrauensmann Selten Vortrag, über den eine Diskussion nicht beliebt wurde, fand die zum Tode verurtheilten Verbrecher in besonderen Zellen unterhorn seinen spezialisirten Kassenbericht vom Jahre 1896. allseitigen Beifall. Unter Berschiedenes" ließ der Vertrauens- gebracht, die durch eine geräuschlos sich senkende Decke luftdicht geDie Einnahmen nebst 10,93 M. Bestand vom Vorjahre betrugen mann Quast verschiedene Betriebe Revue passiren, in macht werden können. Dies geschieht, während der Verbrecher insgesammt 246,40 M. Diefer Summe gegenüber standen 237,86 denen die angestellten Schloffer berechtigte Ursache zu schläft. Zugleich entströmt einer in der Zelle mündenden Röhren Ausgaben, so daß 8,54 M. als Bestand verblieben. Die Klagen haben. So schwankte bei der Firma Förster u. Runge, das tödtliche Gas, unter deffen Einwirkung der Hinzurichtende in Bons Abrechnung ergab einen Baarbestand von 229,68 M. Nach Stallschreiberstraße, der Wochenlohn zwischen 12-14 M. und in wenigen Minuten in die Ewigkeit hinüberschlummert. Der an der dem Seltenhorn eine Wiederwahl abgelehnt, wurde Buch bola für fanitärer als auch hygienischer Beziehung sei vieles verbesserungs- Spiße des Ausschusses stehende Gerichtsarzt giebt an, daß der Ausdiesen Poften ernannt. Als Revisoren wurden Petersen, bedürftig. Bei der Firma Schulz, Hafenhaide, sei es das schuß 15 völlig geruchlose Gase kenne, die zu diesem Zwecke ver Geltenhorn und Thiele eingesetzt. Recht ausgedehnt wurde Kolonnensystem, welches zu fortgesetzten Klagen Anlaß giebt; hier wendet werden könnten. Da sage noch einer, daß es keine Humanität die Diskussion bei dem Punkte Verschiedenes, da sich dort erst die sind es hauptsächlich die jungen Schloffer, welche von den in der besten der Welten gebe. eigentliche Debatte über den Kongreß entspann. Siebert erscheinen die Kolonnenführern ausgebeutet und git hohen Strafgeldern Rongresberichte im Vorwärts" zu furs. Im allgemeinen sei er mit herangezogen werden. Scharf fritisirte Redner das System dem Ergebniß und den Verhandlungen auf dem Kongreß zufrieden. Der Lehrlingsausbeutung. Des weiteren tadelte er das späte Erscheinen und die redaktionelle Schönhauser Allee, neben 3 Gesellen 16 Lehrlinge und die Firma So beschäftige die Firma Schulz, Gestaltung der ersten Nummer des 5. Jahrgangs der Fachzeitung Fabian, Badstraße, bei 108 Gefellen 49 Lehrlinge. Nachdem unter der neuen Redaktion, von welcher zum mindesten nichts auch dem Submissionswesen mit seinem schädlichen Einfluß für die schlechteres erwartet wurde, als die vorangegangene geboten hatte. Arbeiter Beachtung geschenkt, die rein chriftliche That der Firma Zum Schluß wurde denn auch eine, diese Nummer der Fachzeitung Stahl u. Sohn, die am Weihnachtsabend zwei Arbeiter tadelnde Resolution angenommen, nachdem den Ausführungen entließ, ins richtige Licht gerückt, führte Reduer noch eine Siebert's eine recht rege Debatte gefolgt war. In einer anderen Reihe Betriebe auf, in denen der errungene Neunstundentag Resolution drückte die Berjammlung ihre vollkommene Befriedigung Längst vergessen sei. Man beabsichtigt, in Bälde zu gunsten des über Verhandlungen und Resultat des Kongresses sowie über die Neunstundentages eine lebhafte Agitation zu entfalten und ersucht Haltung der Berliner Delegirten aus. der Vertrauensmann, ihn hierbei thatkräftig zu unterstützen. Nach- armer: Detaileeisen und Haußrhandel nach der Gewerbe- OrdnungsNovelle. Preis 75 Pf. Verlag v. Wilhelm Köbner( Inhaber: W. u H. Marcus) in Breslau. " " Eingelaufene Druckschriften. Soziale Praxis Sentralblatt für Sozialpolitit".( Berlin, Carl Heymann's Berlag) enthält in threr neuesten Nr. 15 folgenden leitenden Aufsas: Die geheimen Konbuitenlisten. Von Privatdozent Dr. J. Jastrow. Aus dem Notizen theil heben wir hervor: Die Entwürfe einer Städte- Ordnung und einer Landgemeinde- Ordnung für Hessen- Nassau. Von Stadtrath Dr. K. Flesch. Petition heffen nassauischer Gastwirthe gegen den Ausschluß vom Bürgermeister- Amt in den Gemeindeordnungs- Entwürfen. Voltsbaufmäßige Ausgestaltung der Sprottauer Kreis- Sparkasse. Städtische Arbeitsnachweise.. Schwizarbeit in der Wiener Schuhindustrie. Frauenbewegung in England. Gemeinde pflegerin in Posen. Gewerkschaftliche Arbeitslosen- Unterstügung in Frant reich. Neunstundentag im österreichischen Buchdruckgewerbe. Arbeiterschus bet Staatsarbeiten in Basel. Berufsgenossenschaftliche Unfallverhütung in Braunschweig. Die neuen Bauordnungs- Grundsäge im Königreich Sachsen. Von Dr. jur. R. v. Mangoldt. In einer Versammlung der Lithographen, die am Mittwoch dem auf den Unterstüßungsfonds der Schloffer hingewiesen, bein den Arminhallen tagte, referirte Tischendörfer über den schließt man, zu gunsten der Hamburger Hafenarbeiter die Teller: Was nun? Ein Beitrag zur Duellfrage von Bruno Meyer. Berlin. Verlag Streit und seine Lehren. Redner hat wie er eingangs bemerkt fammlung fortzusehen, worauf die Versammlung geschlossen wird. Heltos.( 60 Pf.) Für den Inhalt der Injerate Urania, Tauben Stras übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 16. Januar. Opernhaus. Das Heimchen am Heerd. Schauspielhaus. Genoveva. Deutsches. Morituri. Berliner. Renaissance. Nachmittags: Aschenbrödel. Leffing. Die Wiederkehr. Hierauf: Niobe. Westen. Der Dornenweg. Neues. Marcelle. Residenz. Die Frauenjäger. Thalia. Frau Lieutenant. Zentral. Eine wilde Sache. Schiller. Der Schierling. Die Komödie der Frrungen. Oftend. Schwerenöther. Belle: Alliance. Adam und Eva. Bolts. Robert und Bertram. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Kein Hüfung. Nachmittags: Die Puppenfee. Alexanderplatz. Sein Verhältniß. Unter den Linden. Narbonne. Gillette von Passage- Pauoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten. Parodie. Der Berggeift. Belle- Alliance- Theater Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 17. Januar: 1. Gastspiel von Jenny Marba ( Theater der Modernen). Zum 1. Male:" Gläubiger." Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Sternwarte Invalidenftr. 57/62 ehrter Stadtbahnhof. Täglich von 72 Uhr abends ab 50 Pf. Im Theater: Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Erperimenten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. PassagePanopticum. Letzte Woche: Traum= bilder. Feerie in 13 Bildern mit Musik und Gesang. Castan's Panopticum. Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Pygmäen. Neu! Neu! Ur- Australier ( Kannibalen). Parodie- Theater Oranienftr. 52. Tragikomödie in 1 Att von Strindberg. Gastspiel der Gesellschaft Lumpe. Thefla: Jenny Marba; Alfred: Rich. Jürgas; Gustav: R. Jaffé. Dann: Die Unehrlichen." Schauspiel in 3 Aften von Rovetta. Karl Moretti: Julius Türt; Elise: Jenny Marba; Orlandi: Hans Manussi; Sismondi: Wilh. Ruff. Eintrittskarten à 60 Pf. find in ben bekannten Zahlstellen zu haben. Sonnabend: Zum 1. Male: Novität! Der Berggeist Novität! oder: Das graue Kreuz im Teufelsthal und: Die Jungfrau vom Riesengebirge. Romant. Ritterschauspiel von Fischer. Anfang 8 Uhr. Entree 75 Bf. bis 3 M. Oftend- Theater. Schiller- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weik. ( Wallner- Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Schierling. Die Komödie der Frrungen. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell Abends 8 Uhr: Ein Ehrenwort. " Heute und folgende Tage: Gastspiel von Josephine Dora vom Adolph Ernst- Theater. Schwerenöther." Posse mit Gesang in 4 Aften von Oskar Klein. Musit von G. Steffens. 8 Berliner Possen- Theater Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direktion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Heute: Benefiz für Herrn S. Meißner. Heinrich Heine. Lebensbild in 3 Atten. Harry: Herr Viktor Barnowsky bom Theater des Westens a. G. Anfang der Vorst. 8 Uhr. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Entree 30 Pf. Alcazar Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage) Annenstr. 42/43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. Neu! Neu! Der Ehrenpokal oder: Die Deputation. Poffe in 1 Aft von H. Kläger. Herm. Wehling, Tanzfomiter. Lotte Sieger. Bravour- Altistin mit 50 dress. Ratten. May Alfredo Reg, Salon: Humorist. Eugen Roft, unübertreffl. Charakter Darsteller u. a. m. des Wieder Auftreten beliebten Charakter- Komifers Ernst Kühne. Dienstag, 19. Januar: Benefiz des Herrn Wehling. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Schippanowsky's Chinesische Nachtigallen, Zobes.Anzeige. Allen Kollegen, Freunden und Bes fannten die traurige Nachricht, das mein lieber guter Mann, der Tischler Wilhelm Wender prachtvolle, abgehörte gute Schläger Stüd 5 M. Doppelschläger Stüd 6 M. Buchtpaar 6 M. 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Boltsschauspiel in 4 Aften nach der gleichnamigen Dichtung von Friz Reuter, von Hermann Jahnke und William Schirmer, mit vorhergehendem Prolog von Albert Schwarz, gesprochen von Maria Holgers. Heute, nachm. 4 Uhr: Zum ersten Dtale zu fleinen Breiſen:" Die Buppenfee." Saubermärchen mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von Georg Zimmermann. Sonntag, nachm. 4 Uhr:„ Der Veilchenfreffer." Luftspiel in 4 Aften von G. von Moser.- Abends 8 Uhr: " Der Glöckner von Notre- Dame." Schauspiel in 6 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Montag: Kein Hüfung." Dienstag: Der Glöckner von Notre Dame." " Billets ohne Vorbestellgebühr an der Theaterkasse, außerdem im Invaliden: dant, Unter den Linden 24, bei Paul Romeid, Leipzigerstraße 6, und Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Alexanderplay- Theater. Heute: Zum vorlegten Male: Bitante Novität! Sein Verhältnik. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Atten von Karl Pohle. Anfang 8 Uhr.( Bons, auch die zu anderen Stüden ausgegebenen, behalten ihre Giltigkeit.) Neue Einlage. Leuchtende Karrikaturen. Außerdem: 6 trakehner Rapphengste, vorgeführt von Herrn Robert Renz. Grande Quadrille de la haute Equitation, ger. von 6 Damen und 6 Herren in Fantasie Softtimen. Ferner: Das phän. humor. Rechengenie Mr. Inaudi als Gast. Auftreten der neu engagirten Kunstkräfte allerersten Ranges. Die vorzüglichsten Clowns. Sonntag, den 17. Januar 1897: 2 Borstellungen. Nachm. 4 Uhr: ( Ermäßigte Preise und 1 Kind unter 10 Jahren frei.) Aufführung des großen militärischen Ausstattungsftüdes 1870/71. Abends 72 Uhr Lustige Blätter. Franz Renz, Kgl. Kommissionsrath und Direttor. Circus Busch. Bahnhof Börse. Sonnabend, den 16. Januar cr., abends 7 Uhr: Große Parade- Gala- Vorstellung. Nach Sibirien. Dies grandiose geniale Schauftück des Circus Busch bildet jetzt das Tagesgespräch von Berlin. 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Jeden Sonntag: 8920* = Großer Ball.= Vereinszimmer. Saal für Versamm lungen, frei. Ed. Schulz, Gastwirth. Januar- Programm Koloffaler Erfolg. Cirkus Sarrasani. Neue Spezialitäten. Entree 30 f. Refervirt 50 Pf. Apollo- Theater. Anfang 7/2 Uhr, Sonntags 6 1hr. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Miss Emeline Ethardo. The Kellinos. Das Sensationsbild: Endlich allein! La belle Devernois ferner 30 Künstler 1. Ranges. Kaffenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Welt- Restaurant Variété- und SpezialitätenTheater. Dresdenerstraße 97. Im vorderen Saal täglich bei freiem Entree: Grosses Künstler- Konzert Jut großen Theatersaal: Berliner Sportmädels. Ansstattungs Burleske mit Gesang Anfang: Entree: い Wochent. 7 Uhr. Wochentags 20 f Sonntags Uhr. Sonntags 30 Pf Gr.Vogel- Ausstellung des Berliner Kanarienzüchter- Vereins vom 14. bis 19. Januar cr. Alexander- Strasse No. 37, Ecke Kaiserstrasse. Geöffnet von 9 bis 8 Uhr. Eintritt 50 Pf. Kinder 25 Pf. Jeder 50. Besucher erhält 1 Kanarienhahn gratis. 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