Nt„ die«» n®««" sordnu» -n hat»° ler erbt»!'««' Tkgel- 269. Sonnabend» de« k6.|tmietndert88S. 6. Zavrg. den, )on it Rr.� sorbniwl' ieichsl»� VolV««' r«rf4W» :..ÄZ nnlunl Ki jitdn W S.'x r•* w�S n®ä�,M l;ttKi � niund ÖerlinerHolWlfltl Drgsn für die Merrffrn der Arbeiter. »iltnn,.ü s �..Berliner Volksblatt" »sj ba,,- � j�PJ�5°ußer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei ®onn7nn«aw 4 Mark monatlich IA5 Mark, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer �diiirm � s Nummer Mit dem.Sonntags- Blatt" lv Pf. Bei Abholung aus unserer n Z mmerstrahe 44 1 Mark pro Monat. Postabonnemen. 4 Mark pro Ouarlal. K» da."getragen in der PostzeitungSvreiSliste für 1889 unter Nr. 8«6.) �»«tand: Taglich uuter Kreuzband durch unsere Erpedition 3 Mark pro Monat. Jasertioasgebühr. beträgt für die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Verein«- und Versammlung«- Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstrahe 44, sowie von allen Annoncen-Bureairr, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, ou Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -» Fernsprecher: Amt vi. Nr. 4106.*-■*- Vrdaktion: NeukhstvaHe S.— Expeditton: Iiinmerptrotze 44. Vhiltyev tn Mtikhen. deutsche Spießbürgerthum kommt aus den Auf- gar nicht mehr heraus. Weiett 0ftiä'öfe Presse heute die Russen al« Erbfreunde ° TO' so denunzirt sie morgen Jne kulturfeindlichen Bar- Sa °5Z 'eft- esch"� ®eldi att.�er Newa, und der Revolutionär CriSpi, vor iß �"�die ostelbifchen Zunker sich gestern noch bekreuzten, R> � verwöhnte Schooßkind konservativer Politiker. .«ieim der loyale Biedermeier eben sein Hurrah für die ''Una der Bennigsen und Rauchhaupt in die reichs- VW geschmettert, muß er sich plötzlich dazu be- dir mit eiskaltem Hohn und tiefer sittlicher Entrüstung 8enoffen von sich zu stoßen und das Kartell in Und a � Boden hinein zu verwünschen. Und hat er treu �ffenhast seine Pflicht erfüllt, so feiern die feind- .«rüder ein Versöhnungsfest,„National-Zeitung" und Note" blasen in ein Horn, und Rührung im Blick kfn'nJ'$*1 der Pfahlbürger da, so erstaunt er auch ist, bereit, auch den neuesten Meinungswechsel mitzu- »«ta�kr christlich-germanische Philister hat nur die Meinung fej/l Leute, d. h. der Anderen, welche die Drähte der ijf lachen Puppenkomödie in der Hand halten, er macht � Miitveranderungen mit, welche die Höchstkommandiren- i Bourgeoisie anzuordnen belieben, und seine Seele die Knechtschaft dressirt, wie der Pudel auf die Be über den Stock. W.• ktaudst einen Entrüstungssturm zu Gunsten <04 ne,nw Autorität, flugs treten die Statisten an, welche Werft �n ber politischen Bühnentechnik den schönsten '»hr v � in Szene setzen. Das Vaterland ist in Ge- Melinitbomben sind schon bereit, der wälsche � �.�stot sich, dem deutschen Bauern die letzte Kuh, Wb,■ der deutsche Gerichtsvollzieher gelassen hat, un- entführen. Nun ist das Alles zwar ein keckes täbwm Neptilien, aber Bruder Spießbürger et- Notita!" Zonaler Begeisterung und wählt die Hurrah- ÄI) >flej,te er. jedes Ding hat, wie jener Student zu sagen Ntttb,-, zweiundzwanzig Seiten. Der beschränkte !W � enverstand fängt an zu grübeln und zu tifteln, N vow Geldbeutel in Frage kommt. Nun ist frei- <Ä» � Spintisiren bis zum Begreifen noch ein weiter bi helle Licht der Erkenntniß wird sobald noch .stier t Dämmerung verscheuchen, in welcher die Klein- Sie» �getiren. Thut nichts! Die ökonomischen Wir- Sen er jetzigen Politik und der jetzigen Wirthschaftsweise ''cht tjjl'h nach und nach bemerklich, und wenn die Ruthen � � hat unser modernes Regime Skorpionen S«e(?■ r' welche auch dickfelligen Naturen die " Wn'n den Lauf der Welt mit Gründlichkeit beeboim j Aeuillekon. 130 G be»« (Beemi««!. ei «yi tiinen ssv& Mal»erobern* und fleißig weiter»gehißt*, massakrirt und verbrannt werden kann, was alle« unter � bekannte»göttliche Mission* gehört. Diese weiteren sollen»im Wege der Erhöhung der Malrikulmbeiträge finden.* Es ist doch was Schönes um da« Institut der toi kularbeiträge, wozu wir Heuer 37 Millionen beisteuern n>»� einige Millionen mehr als der gekämmte Malzausschlag so daß wir bei jeder Maß an Matrikularbeiträge, Reichshauptmann und Buschiri denken müssen! Lodl � »Patrioten*, die uns unter der glorreichen Führung Jörg» und 71 dazu mit verholfen haben! j Di« Münchener Post*, die bisher im Verlage jj unter der Redaktion von Louis Viereck erschien, ist nu«� in den Verlag des Herrn M. Ernst in München überWA und wird von den Herren G. von Vollmar und G- � herausgegeben. Am Glberfelder Kozialistenprozesse, dessen Ve»� lung am nächstm Montag ihren Anfang nimmt, betrog' 7 Zahl der Belastungszmgm fast fünfhundert. Es kann aW und gern ein Vierteljahr dauern, bis dieser Riesenpldi» Ende geführt ist., a I« Maim wurde bekanntlich vergangme Verein zur Erzielung v o l ks th ümli ch erW"� aufgelöst. Nachträglich wurden bei dem Vorsitzende»,/� Schriftführer und dem Kasfirer de« verbotenen Verein« suchungen vorgenommen und bei dem letzterm die dem VereinSvermögen mit Beschlag belegt. G( gesuchte blaue Blume der Romantiker ist. Indem» M czechische Fmdal-Hochadel ausdrücklich auf dm Boden, ,.£5 fassuna stellte, nähert er sich dem deutschen Großgrund» jF eine Vereinigung oder wenigsten« Verständigung mit ÄV>4 eine ist nicht mehr so räthlicher»Klub absolut unmöglich wie des Großgrundbesitzes* seine Impulse von der Krone au« empfinge, wäre Taaffe'S, und da« zu erreichen, ist eigmtiich die Hau» ,ß- des neuen Statthalters von Böhmen. Wie es sch�ßllt" demselben auch gelungen, auf dieser Bahn einen kleine zu erringen. Schitxiz. hii Zürich, 13. November. Das Defizit des B» bu d g eis beträgt nicht, wie kürzlich gemeldet wurvs'. � sondern 13 Millionen Franken. Verursacht ist dasse>5* die Militärausgaben; dieselben betragen im Budgeu —7� eine gewisse Furcht, welche sich durch unfreiwillig�.� ck Straße geworfene Seitenblicke verrieth, als wenn» � dem Fenster eine Schaar Hungerleider den reich Tisch umlauere.'«„t# Es gad Rührei mit Trüffeln; dann kamen ü Die Unterhaltung war auf die seit achtzehn Monat» ernster werdmde industrielle Krise gerathen..-ye»�"ü „DaS konnte nicht anders kommen," erklärte 4-. �/ „das zu große Wohlergehen der letztm Jahre m dahin führen.... Denken Sie doch an die' immobilisirtm Kapitalien, an die Eisenbahnen, an all das in die tollsten Spekulationen gesteckte �.» uns allein hat man so viel Zuckerraffinerien jssss.■ wenn die Rübenfelder jährlich drei Ernten ga� Natürlich fehlt heute das Geld an allen Ecken ünq0lK man muß warten, bis die Zinsm der vergeudeten r wieder eingebracht sind. Alles lebt in einer Bedsii. f Beklemmung, aus der sich der vollständige Stwl, Geschäfte entwickelt." h z», Hennebeau bekämpfte diese Theorie, aber er g die fettm Jahre den Arbeiter verwöhnt hätten.'S „Wenn ich bedenke," rief er,„daß die Leu lich bis sechs Franks machtm, das Doppelte von sie heute verdienen! Natürlich lebten sie 0uWss kostspielige Liebhaberei, und jetzt kommt e« zu ihrer früheren einfachm Lebensweise zurückzut v Seine Frau unterbrach ihn:,. Mi* „Herr Gregoire! Bitte nehmen Sie nocy diesen Forellen; nicht wahr, sie sind delikat?. j Der Direktor fuhr fort: IS iftf/V „Aber ich frage Sie, ob das unsere Schul»«-W wir leiden in ganz grausamer Weise... Seit» � eine nach der anderen sperren, haben wir die Mühe, unfern Vorrath abzusetzen, und jetzt, m» �8� immer mehr zusammenschmilzt, sind wir ! gezwungen, unfern HerstellungSpre'S �/ Das ist eS, was die Arbeiter nicht verstehen � � ES entstand eine Pause. Der Diener Rebhühner, während die Kammerfrau den's einschänkte. igten n-uMoS« Woiend« "{>11 schreittg rtftCUI 2� mm u, die 5 kmähla� te.«»iw blossen. 2 »-»» � sfl!ts ttZ :be, ne der Militäraufwand nicht viel mehr als ein Drittel Emnwe, nunmehr ist er durch die Befestigung des Gott« �?er bevorstehenden Einführung eines neuen Gewehres «di Neuanschaffung von Geschützen zc. bis zu dieser ldrw.! 5 Schweiz sehr bedeutenden Höhe gestiegen. Die »iflung der Bundeöschuld erfordert jetzt ca. lle Millionen Kr 15(0 Jalir, bis 1892 wird sich oiese Zinsenlast ver- S®. Während so die Bedürfnisse des Staates beständig kZ«..««lassen die»besten Patrioten� ihr Vaterland, weil .1-0 1 e l Steuer zahlen müssen. So hat jetzt der Sohn «»iJt.aths Welli, ein vielfacher Millionär, unsere Stadt und andere haben das gleiche gethan. So soll sich das jJ�apitoI um 10000 000 Fr. vermindert haben. Da find die «id ii? rdmzs bessere Menschen, sie bleiben im Vaterlande >-» ,utit ihm ihre paar Pfennige, die ihnen die Herren ?v!£!st 0's Lohn zu geben geruhen. ib. Bundesversammlung tritt am 25. d. M. zu »to«rdnitlichen Wintecsession*u Bern zusammen. Am Sonntag findet die Abstimmung über das >« t r i e b« und Konkursgesetz statt. In Bafel «»"it zugleich die Wahl eines Nationalrathes Der von der Arbeiterpartei aufgestellte toii«. �rdakteur Wullfch leger, hat zwar keine Aussicht, j???>u werden, aber es ist ein bedeutsamer Fortschritt '«> v dortigen Arbeiter von der Nachtrabrolle emanzipirt � und nun selbstständig austretm. Die bisher in kegrerende»ireifinnige� Partei wird durch den Abfall der w arotze Roth gerathen; jedenfalls dürfte ihre Glanz« P? der Vergangenheit angehören. h w'Uk vollständige Niederlage haben verflossenen Sonntag �«K t"(,i out� die dortigen Freisinnig en erfahren. Das b in k- �a,t der bisherigen Freisinnigen lauter Konserva« «at., m, Regierung, so daß auch hier der Liberalismus in Bedrängniß steht. Ob er wohl noch zu retten ist? ad@- tu b-tr-zl' ann ol'j, senproM' W-4-' rW°� .10 n"1« nrttf rH >enn m ",•1 ruf f23 Dit'Jv em den ds. gnltd'i it def-rz, e# � ET wr».,---■)*.,mwv>. v.v..«,."> Äderte Lohnerhöhung von �rten find sie noch in Unte m das Jj d B»«� .de, KA iss-ld-? K H i- JfS j) Hoiss, en ckunS 15 pCt. durchgesetzt; tn Unterhandlung, da die Fabri- tz,fl"»ur eine kleinere Erböhuag des Lohnes zugestehen � In GrangeS streiken 107 Arbeiter. • im den Streik der Zigarrenmacher im Kanton '»«li b' der verflossenen Sommer durchgeführt wurde, find wJ'»'«st veröffentlichter Abrechnung an Unterstützungs- tltin 368?r. eingegangen.— Im Berner Arbei- SjL£' n st r e i k wird von einem Konkurrenten der frag» ssuma in der Presse folgende Erklärung veröffentlicht: >ik;/?er Reise aus London zurückgekehrt, stoben wir nach« »i,� nr der Presse auf die Streikaffäre der Stickerei W i b- i™*bWk R y f f in Bern. Obfchon wir absolut grundsätzlich °4i>»�»dor so beliebt gewordenen»Streiks", so können wir täglich nn vorliegenden Falle den Arbeiterinnen unfern j« �"suihrem Vorgehen nicht versagen. Seit obengenannte Firma �ssiill•"ckereidranche arbeitet, ging sie vom Prinzip aus, dhj. England, Belgien und Frankreich, die sonst schon Konkurrenz arg geregelten Preise immer noch «ii� derab zuschinden, so daß an ein Benefiz nicht denken ist. Trotz steigenden Preisen in Ehappe, i»l>r„ wird noch heute dasselbe Prinzip verfolgt, und Ji4|,(m dem sich auf Null reduzirten Benefiz noteas volens "»cht zu rütteln ist, so bleibt nichts anderes übrig, als lärmen Arbeiterinnen unter frommen Ver- �i>.,"gen ihren so wie so schon magern Ar« His,,'vhn noch mehr zudrücken, um ja unter WÄche(Schleuderpreise zu kommen. Wir find an Hand von Bewerfen hier zu schreiben, denn die »tza, hegenden Preise, zu denen die Frrma W. u. R. ihre fir». ,�ppe und Coappe mit Baumwolle mixed Westen in » den» find derart, daß, obschon seit Jahren Fachmann ««1�, wlrickerei-Artckeln, unelbei�diesen Limiten das geringste >üi> d,.i"?°ersländnlß abgeht. Sollten die Herrn in Bern ««s M Zeilen nicht befriedigt lein, so find wir gerne bereit, "»d js»ügem Wege ihre Verkaufspreise zu publiziren zum ewigen Gedächtnis ein RechnungS- Iiag,�,.du statuiren, wie in Zofingen, Aarburg und i, bii°dne Täuschung und richtig kalkulirt wird. ssisiiH. Aufklärung derjenigen Blätter, welche glauben, die v>,s,,.°tS Streiks liege auf Seite der Arbeiterinnen.— Der toi dj» bemerkt, 1200 Franks unsererseits gekostet ichiis, �flarnsation der weiblichen und männlichen Arbeiter» . ld.. gefördert." topfen schweizerische Grütliverein hat in der ' �ne Urabstimmung über die Einrichtung einer fliit,* Druckerei. Es soll der Ankauf einer Druckerei in toi? L'plant sein, welche 30 000 Franks im Ankauf kostete weitere AaSoabe für Beschaffung von neuem Schriften- �cheim K' 00n 14 000 Franks verursachte. Der»Grütlianer" �gmwäitrg m einer Austage von 23 200 Exemplaren. w»Schweiz. Sozialdemokrat" entnehmen wir folgende 'ck-n Bunoesrathehause sollen sich die Naturali- �toeu!� Indien ist eine Hungersnoth ausgebrochen," sagte � Ictfs» aTä ov tinr witl(tA rp�P ö leise, al« wenn er nur mit sich selbst rede. «liii�? � durch daS Einstellen seiner Kaufe von Guß- tzj.unseren Hochöfen einen furchtbaren Schlag versetzt. °lI°S zusammen; ein Stoß in wertester Ferne ge- «ch'"w die ganze Welt zu erschüttern.... Und unser l�eich war so stolz auf daS Znstustriefieber." surj. � Zerschnitt einen Rebhuhnflügel, dann fuhr er lauter SSÄ(S�n,ieri9e'st, daS, Äiten K man logischerweise b z", ssf dei", um den Herstellungspreis �Z"en, w'— ,k genöthigt ist, mehr zu pro- r" andernfalls müßte die Differenz bei den werden, und der Arbeiter hätte in wenn er behauptet, daß er das Bad aus- iUen ijutn sttoZ�R-cht" DiSü6" fol welches ihm fein Freimuth entrissen, tödlich ua/usst°n hewor, bei der die Damen sich nicht CN.ch Ä�elten. Jeder fing übrigens bald an, fich den frifiem£,n �ller zu beschäftigen, in dem Be- kt,?». frisch geregten Appetit zu füllen. Als der te»- tu"1'' 'A ■"> n'ö8mTeber �"irat, schien er etwas sagen zu wollen, aber SsS' st-rch�in .g'ebt'S?" fragte der sind, gehen Sie nur Hausherr.„Wenn es her, ich erwartete Ant- in" ie� tss Herr Direktor, Herr� Dansaert rst«. aber e ungelegen zu kommen..- insfien und ließ den Z�u-beau entschuldigte st» bei set«e» st Mann, � vberausseher eintreten. Der beleibte, g st � über- brs. au�er Alhem und voll der Rachnä? � von dem Wte; er blieb schnaufend ermge Sch um i�entftrni stehen, während Alle sich»mn-eno aber Arbeiterkolonien blieben ruhig, meldete � � unb wT* ich-ine gewiß, eine Deputation wer«« vielleicht schon m ein paar Augenblicken da i n-ill Äs.'.Sehr wohl." antwortete Herr Hennebeau, tzenz und Abends einen Rapport. (Fortsetzung folgt.) sationsbegehren Deutscher in nie dagewesenem Maße häufen." Da hierbei wohl meist GeschäftSrückfichten zu Grunde liegen und monarchische Gesinnung heute bei uns zu besserer Empfeh- lung gereicht, als das Gegentheil, so werden wir wohl da eine große Menge neuer schätzbarer Mitbürger erhalten, die niemals ein revolutionäres Referendumsbegehren unterzeichnen werden. Lieb' Vaterland, magst ruhig sein t du bekommst nur loy ileS neues Blut eingespritzt. Dafür sorgen die heimathlrchen Leu- mundszeugmsse(dre wohl für die Einbürgerung ebenso gut wie für die Niederlassung heute verlangt werden) und die Register unseren politischen Polizei in bester Weise." Frankreich. Die neue französische Kammer, welche am 12. d. zu ihrer ersten Session zusammentrat, wurde von dem»ältesten" oder doch für ältest geltenden Mitglied Herrn Eharle« Blanc mit einer kleinen Ansprache, wie das Sitte ist. eröffnet. Herr Charles Blarc ist kein hervorragender Politiker— er gehört, wie die meisten Leute, zu den sogenannten Durchschnitts« m e n s ch e n. Und wenn dieser Umstand auch der geistigen Bedeutung seiner Rede vielleicht Abbruch thut, so erhöht er dafür ihre politische Bedeutung insofern, al« die Rede einen Schluß auf das Fühlea und Denken der Durchschnitts- menschen unter den republikanischen Abgeordneten, das heißt der Kammermehrheit, ermöglicht. Herr Charles Blanc mahnte zur Eintracht der Republikaner den gemeinsamen Feinden gegenüber, und betonte die Nothwendigkeit einer stätigen und tüchtigen, den Interessen des Landes entsprechen« den Gesetzgebung. »Es gilt Frankreich glücklich zu machen durch Ruhe, Arbeit, Sparsamkeit und soziale Gerechtig» keit?" in diesen Worten gipfelte der Inhalt der Rede. Läßt fich auch auf Worte, namentlich bei politischen Reden, erfahrungsgemäß kern großer Werth legen, und kann e« uns daher auch nicht in den Sinn kommen, in den vor- stehenden Worten des Herrn Charles Blanc ein festes Pro« gramm zu erblicken, so müssen wrr uns auf der anderen Seite doch sagen, daß sie uns ein annähernd richtiges Bild der in der französischen Kammermehrheit herrschenden Stimmung geben. Und von diesem Gesichtspunkte au« betrachtet erscheinen sie allerdings als ein erfteuliche« Zeichen fortschreitender Erkenntniß. Ganz besonders erfreulich ist, daß neben der»Ruhe" und»Arbeit" die»soziale Gerech- t i g k e i t" nicht fehlt, deren Werth durch die philisterhaste »Sparsamkeit" nicht aufgehoben wird. Mag die»soziale Ge- rechiigkeil" auch nur ein Schlagwort sein— aber zwischen Schlagwort und Schlagwort ist immerhin ein Unterschied, und wenn die Forderung der»sozialen Gecechtigkeu" zum Schlagwort geworden ist, so kann uns da« nur lieb sein. Dnrlcr»nenkarisÄies. Irr de? zweiten Sitzung der Kommission de» Keichotag« zur Vorberathung des Soziall st enaefetzes wurde zunächst beschlossen, das bestehende Gesetz der Berathung zu Grunde zu legen. Die KZ 2 bis 8 wurden fast ohne De« batte angenommen, und zwar mit 10 gegen 11 Stimmen in der von der Regierung vorgeschlagenen Fassung. Eine kurze Erörterung knüpfte fich dagegen an Z 9, in welchem Abg. Fritzen(Zentrum) den zweiten, von dem Verbote von Ver« sammlungen handelnden Absatz, zu streichen beantragt hatte. Abg. Träger(dfreis.) hatte für den Fall der Beibehaltung des Z 9 die Einschaltung vorgeschlagen:»Auf Versammlungen zum Betriebe der den Reichstag sowie eine Landet- und Ge« meindevertretung betreffenden Wahlangelegenheiten nach aus« geschriebener Wahl finden die bisherigen Reichs« und lande«- gesetzlichen Bestimmungen unveränderte Anwendung." Die An- träge Fritzen und Träger wurden gegen 9 Stimmen abgelehnt, nachdem Minister Herrfurth erklärt hatte, daß der betreffende Absatz de« Z 9 zu den schneidigsten und nolhwendigsten Waffen de« ganzen Gesetze« gehöre. Ewe Anfrage de« Abg. Win dt- Horst, ob zu dem Begriff„Umsturz" die Anwendung von Gewalt al« unentbehrliches Kriterium gehöre, wurde vom Minister Herrfurth dahin beantwortet, daß mit dem Wort „Umsturz" etwas bezeichnet werde, was in Ermangelung anderer Mittel eine gewaltsame Beseitigung des Bestehenden bezwecke. Abg. Hahn(kons.) bezeichnete Z 9 insofern als eine Wohlthat für die Sozialdemokraien selbst, als er die Sozialdemokraten zur Mäßigung anhalte. Z 9 wurde schließlich mit 10 gegen 10 Stimmen in der bisherigen Fassung angenommen. Weiter wurde die Berathung nicht fortgesetzt. Zum Sch uß ersuchte Abg. Bebel um Auskunft darüber, wie viele Perlonen im Laufe der letzten zwei Jahre auf Grund des Sozialistengesetze« aus denjenigen Gebieten ausgewiesen worden, in denen der »kleine BelaZerungSzustand" herrsche. Ja der nächsten Sitzung soll die gewünschte Auskunst gegebm werde. Spzisle Itclrcvlirfil. Der diesjährige Maurerkonsreh i« Hall« a. K., auf welch. m durch 105 Detegrrte 100 Orte mu insgesammt 73 805 Maurern vertreten waren, halte der in Hamburg domi« »ilirenden Geschäftsleitung die Aufgabe übertragen, alle für die gewerkschaftliche Bewegung der Maurer DeatschlandS, so insbesondere für die Lohn- und Streikbewegung, die Organisation und Agitation in Betracht kom- wenden Geschäfte zu leiten, bezw. die mit der gewerkichaftlichen Bewegung verknupsten Interessen der Berufsgenossen nach Möglichkeit zu wahren und zu fördern. Die Grschäfsleitung in Hamburg hat nunmehr em offene« Sendlch reiben an die Maurer Deutschlands erlassen, welches einem Rechenschaft«« berichte über ihre Thätigkeit für die Zeit vom 1. April bis 1. Oktober dieses Jahres gleichzuachten ist. Dieses Sendschreiben enthält manches Bemerkenswerthe und ist insofern von befände- rem Interesse, al« es eine spezialisirte Uebersicht über die diesjährige Streikbewegung der Maurer Deutschland« enthält. Das Rundschreiben sagt uMer Andern:»... Vor einem Jahre konnte die damalige Ägitationskommission der Maurer Deutsch. landS in ihrem Rundschreiben an die BerufSamossen, gestützt auf zuverlässige Informationen, mittheilen: daß die Jnnungs- meister der Baugewerke geheime Abmachungen getroffen hätten, eine regelrechte Verschwörung eingegangen seien zu dem Zwecke, im Krühjahr d. I. beim Wiederbeginn der Bausaison einen Hanptschlag gegen die Ge« s e l l e n s ch a f t auszuführen, die gewerkschaftliche Organisation derselben zu sprengen durch Massenmaßregelung und Massen- hast« Anwerbung indifferenter ausländischer Ardeiter. Dank der rechtzeitigen Mittheilung diese« Planes waren die Kollegen— besonders diejenigen in den großen Städten, auf welche e« in erster Linie abgesehen war— im Stande, fich zu einem außerordentlichen Kampfe, zu entschiedener Abwehr und zu wohlerwogener k-äs« tiger Initiative vorzubereiten. Die Gegner sahen ihren Plan erkannt und durchkreuzt, noch ehe sie den Anfang mit seiner Ausführung machen konnten. Wenn die Lohn- und Aus« standsbewegung der Maurer während der abgelaufenen Bau- farfon trotzdem zu einer sehr bedeutenden sich gestaltete, so ist als bauptsächlichste Uisache dafür anzuführen: die mehr und mehr unter den Berufsgenossen fich geltend machende Er- kenntniß. daß die Erringung besserer Lohn- und Arbeit«- Bedingungen eine unabweisbare Nothwendigkeit ist. Speziell für die Frage der Lohnhöhe war besonders das rapide Steigen der Lebensmittelpreise maßgebend. Ausschließlich um Lohnerhöhung und Arbeitszeitverkürzung bezw. Regelung der Arbeitszeit(abgesehen von einem Falle, betreffend die Verhinderung der Äeschäst-gung Strafgefangener) handelte�es fich bei allen diesjähiigen Maurerstreiks. Es wurden deren 25 bei der Geschäftsleitung angemeldet. Davon führten 13 zum völligen Siege der Gesellen(Itzehoe, Halle a. S., Lauenburg a. E., Hannover, Laage, Parchim, Ottensen, Bleckede, Schleswig, Veroen, Lüneburg. Braunschweig und Hadersleben); bei fünf hatten die Gesellen einen t h e i l« weisen, mehr oder weniger bedeutenden Erfolg(Malchin, Peine, Berlin, Stadthagen, Naumburg a. S.); fünf verliefen r e s u l t a t lo S bezw. zu Ungunsten der Gesellen(Geeste- münde, Malchow, Bielefeld, Zwickau, Würzen); zwei(Nürnberg und Bremen) sind noch nicht beendigt. In 13 Städten wurde der Streik dadurch vermieden, daß die Meister bezw. Unternehmer die Forderungen der Gesellen von vornherein ent« weder voll(was meistens der Fall war) oder th eilweise bewilligten. Diese Städte find: Holzminden, Schönebeck, Gnoien, Kassel. Flensburg, Bergedoif, Buxtehude, Lübeck, Ludwigslust, Uelzeti, Greifswald, Luckenwalde und Celle. Außerdem waren dre Kollegen in 78 Orlen mit durchweg sehr bescheidenen Forderungen an die Meister bezw. Unternehmer herangetreten. Neigung, die Bewilligung der Forderungen durch einen Ausstand zu erreichen, war fast uberall in diesen Orten vorhanden, doch gelang es den Voi st'llungen der Geschäftsleitung, diese Ausstände zu verhindern. DieTheilnahme an der Bewegung, soweit dieselbe mit der Thätiok-it der Geschäftsleitung zu- fammenhängt, erstickt« sich aui 175 Orte, welche insgesammt (schätzungsweise) 100 OOO Maurer umfassen dürften, von denen allerdings kaum ein Drittel regelrecht und fest organifirt find. Mindestens 18 000 der Organisation durch- aus zugethane(und auch bereits organifirt gewesene) Kollegen find bezw. werden durch polizeiliche Maßregeln daran verhindert. Für L e i p z i o und Umgegend allein beträgt die Zahl derselben etwa 7000. Daß trotzdem die Leipziger Kollegen besonder« nach wie vor ihre Pflicht gegenüber der Bewegung erfüllen, so hauptsächlich durch reiche freiwillige Beiträge zum Generalfonds(über 11000 Mark in der Zeit vom 1. April bis 1. Oktober) giebt ihnen vor der ganzen Maurerschafl Deutschlands ein hoch ehrendes Zeugniß!"— In den sechs Monaten(l. April bi« 1. Oktober) gingen aus 110 Orten(vier mehr als auf dem diesjährigen Kongreß vertreten waren) an freiwilligen Beiträgen zum Generalfonds 04 009 M. 25 Pf. ein, außerdem 2483 M. 45 Pf., direkt zur Agitation bestimmt. Im übrigen wird von der Geschäftsleitung konstatirt, daß die gewerkschaft- liche Bewegung seit dem Kongresse nennenSwerthe Fortschritte in verschiedener Hinsicht gemacht hat und daß ihre Erfolge verhältmßmäßig recht zufrieden- stellende find. Die Bewegung selbst sei nicht nur gewachsen, sie habe auch an innerer Kraft zugenommen. Die unausgesetzte Agitation im Bunde mit der Macht der wirthschaftlich-sozialen Thatsachen trage ihre guten Früchte. Des Weiteren wird zur unausgesetzten Agitation aufgefordert. „Rüsten fich doch die Unternehmer eifriger, wie je zuvor zu neuem Kampf für das kommende Frühjahr! Sie haben ihre auf die Zerstörung oder Lahmlegung unserer gewerkschaftlichen Organisation gerichtete Thätigkeit, welche sie m diesem Jahre nicht durchführen konnten, nicht aufgegeben. Hoffend, daß ihnen eine gesetzliche Erschwerung des Koalitionsrechts der Arbeiter zu Hilfe kommen werde, organifiren sie sich— besonder« in den Innungen— zu einem entscheidenden Angriff auf die Koalition der Gesellen. Diese muß sich also darauf einrichtm, daß sie dem Angriff unter allen Umständen gewachsen ist" und wird demzufolge zu reichlichen Sammlungen zum Äeneralfond« aufgefordert.„Angriff und Verlheidigung werden uns gleicher- maßen in Anspruch nehmen; es wird gelten. Errungenes zu behaupten und neue Errungenschaften zu machen, letztere« ganz besonders für eine größere Zahl kleinerer Städte, wo die Lohn- und Arbeitsbedingungen noch so überaus traurige find." Da« Sendschreiben schließt:»„Vo rw ätS" fei die Parole auf der ganzen Linie, allüberall in deutschen Landen und immerdar! Vorwärts für die Arbeit und ihre heiligen Rechte! Vorwärt« in Ewigkeit und Kraft durch Geisteskampf zum Sieg!" VevlammUmz'zcn. Die Bereinigung der Drechsler Deutschland«, OrtSaerwaliung Berlin I, hielt am Sonntag, den 10. Novemher, ihre Mitgliederversammlung Annenstr. 10. in Sahm's Klubhaus ab. Die Tagesoronung lautete: 1. Geschäftliche«. 2. Sozialreform und Arbeiterschutzgesetz. 3. Diskussion. 4. Fort- setzung der Werkftattstatistik. 5. Wahl eines Beisitzers. 0. Ver- schr-denes und Fragekasten. Nachdem der erste Punkt»Ge- schäfttiche«" erledigt, sprach Kollege Pindrix unter lebhaftem Verfall über Sozialreform und Arbeiterschutzgesetz. Unter Ver- schiedenem wurde ein Antrag gestellt und angenommen, die Ort«verwaltungen zu veranlassen, bei den Wirthen, wo die Zahl- stellen der Streikkassrrer fich befinden, dahin zu wirken, daß dieselben die Arbeiterpresse durch Auslegung des„Berliner Volksdlatt" und der»Berliner Volkstribüne" unterstützen und für den Fall, daß sich dieselben weigern sollten, sofort die Zahlstellen zu verlegen. Dann wurde auf da« Vergnügen auf- merksam gemacht, welches am Sonnabend, den 10. November, Annenstr. 10 bei Sabm stattfindet. Der Kerliner Mirkergesellen-Nerband hielt am Mon« tag, den 11. d. M., m Femot's Salon, Weinstr. 11, eine Ver« lammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Vortrag de« Herrn Franz Berndt über:„Die Ursache der Arbeiterbewegung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Referent löste seine Auf- gäbe zur Zufriedenheit der Versammlung. Die hierauf folgende Diskussion bewegte fich im Sinne de« Referenten: e« wurde allgemein anerkannt, daß nur durch eine gute Organisation etwas erzielt werden kann. Ferner wurde darauf hingewiesen, daß die Frau als Konkurrentin de« Mannes in der Industrie gleichfalls aufzuklären und der Grundsatz aufzustellen ist: „Gleicher Lohn für gleiche Leistung". Im Verschiedenen wurde der Kassenbericht verlesen; eS ergab sich ein Bestand von 384 M. 18Pf.; ferner wurden zwei Anträge, zwei abreisenden Kollegen je 10 M. Reiseunterstützung zu gewähren, einstimmig ange- nommen. Die nächste Versammlung findet am Dienstag, dm 20. d. M., in demselben Lokale statt. * KUg»m»in»»rank»*-«»« Ktirkikats, d»r MitaUarditt»» (» H 2». Hamburg!, glllalt B-rUr VI aKttflllfbetunfammlung am Sonntag. den 17 November. Bormlttag» IOX Ulm bei«rüger.«arienftr. 12». S»r N»r»in h,t«ilirmukotb.itre unk»,rut«g,notr,» hm am Monlaa den IS Noaemder,«dendS S Uhr bei Zcmier, Münzflr ll eine Mit. gti-d-r-Bertammlung ab. Tagesordnung I«ortrag de» Herrn»lbiri Echul, über «eriheuerura der Ledensmwet und Cidupöllc 2. Distutfiou. s. Baschiidene» 4 giituobe der Ktotuten-Bücher Neue Mitglieder werden ausgenommen Di» P«r»wiaung»«r?r>ch»i,r Deuitchinnd» iBerlin 4> HM am Mo. lag. den I« November«de ndd dX Uhr im Lokale de« Herrn Gnadt. B.ur nmftrahc»S. eine Versammlung ob. Tagesordnung 1«eildastltibe». 2 Zanun» und GesellenauSIchuh. Reserent Herr illauienderg. 3. Diskussion. 4 Ve.Iibiedene» und Fiaaekaften. -.«t>>rdn»->ch»r. Die GeneradVersammlun» findet am Montag den 18. d«.. Abend« 8 Uhr.«dalbeitftr. 21. statt. T-ie». 1 Wahl sür auischeidende Miiglieder. 2. Wahl der PrülungSkom- ÜÄ"' badung der»eitillge lS 28>. 4. Erhöhung de, Si-rdeg-Ide, (8 19). 5 Vertchi'dene». Vterinlgung d»r$ am,nmänt»Isch«,,id»r und der Arbeite. rinnen der Beiletdungtlnduftrie. Giohe Veisammlung am Dienstag, den 19 November Abend« 8X Uhr, in Lordan« Ea°n. Neue«rünstr. 28. Tage». ordnung: Die B-dcuiung de» Etr eik« und Elellungnadme der Ardeilerorgani- saltonen»u demselben. Reserent Th. Glocke. 2. Dittulston. 3. Wahl der«e- visoren. 4. BereinSangelcgenhciten und gragekaften. Gaste willkommen. Theater. Sonnabend, den 16. November. Gporntziur». Der Rinfl des Nibelungen. Kcha»>pi«tha»«. Die Ouitzow's. Heulschev Theater. Der Sehn der Wildniß j«M>»g-Ul»eater. Der Zaungast. Kerliner Theater. König Lear. "SUHetmstädtische» Theater. »ras. Friedrirh Der Polengras �stdea,- Theater. Schwiegermama. »allner-Theater. Verfolgt! Vorher: Der Herr von Lohengrin. Pitrtoria- Theater. Stanlev in Afrika. vftend-Theater. Jenny Waldmann. Kelleallianre- Theater. Der Zauderlekr> in«. MSnigSädttsche» Theater. Der Glöckner von Notre-Dame. Zentrat-Theater. Leute von heute. Idalph Grnst-Theater. Flotte Werbet. Gell». Kichter's ParicktS. Spezialitäten» Vorstellung.» Meichvhalleu» Theater. Gr. Spezialitäten» Vorstellung. Thalia-Theater. IS. Mallnertheaterstraße IS. 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Um stille« Beilerd bitten Die Hinterbliebenen. Don|:n C«ttn-pairas». gaben 14, »eriin SV», z>r»»».n-rli». SU/SU «iffnet« ich evi« Mhtiiiiilmlg für Arbeiter. Zch führ» besonders: 1. Sämmtliche Werke au» de« Verlage»on Z. H. v. Dietz in Stuttgart. ». Berliner Arbeiterbidliothek. i. Alle für den Arbeiter»tchtige» Gesetze in den zweckmäßigsten Ausgaben. 4. Weltgeschichten A. Billig« und gute Tonversattons-iexika und Fremd- »Arterbücher. 4. Populäre naturwissenschaftliche Werke. 7. Moderne realistische Romane und Dramen»on: Zola, Bandet, Goncourt. Maupassant, Ibsen, Bsbrnson, üiellaud, Strindberg, Ürogh, Garborg, vOstosewski, lolftoi, Turgeniest, G. Hauptmann, M Kautskp u. a.«. «. et« jua(fu«i. Theihahlnug gestattet. Jeden Buch nicb auf Wunsch schnell besorgt«in« richtun,|«II|«« Bifciiotljeim für Aachnerein«. versandt nach auJwSrt« fran««.«oltiertaaran hohar Mab alt. R. Baglnskl, teppdeeken- Fabrik, Granienstr. 158, 1357] Emil Lef««re. 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Stimmbegabte Herren. weiche gewillt sind, einem seit 10 Jahren im Verantwortlicher Redakteur: i«.m l\j �soqrcti tut Westen bestehen den Männergesangveretn beizu» trete«, können sich jeden Sonnabend von 9 bis 11 Uhr Abends im Restaurant Lehmann, Kurfürsten straße 31, melden.',0° Die billigste«, ilzhüte erhält man 1', » 4 ,'iC, Herrenfi KnabenfilzhOte � CylinderhQte„laade"* im Fabrikkomtoir:—" W«"fJ Bei Lu ck e, Reanderstr- � "ZW fallen en hocheleganten neuen lragenen Herren» u. Damen- 20 � Knaben» und Mädchenpaletol,, V � «"»eine Jaquet-, Hasen, Wettcn,«�,�. und Kmderkleider. Uhren, Ketten, verkaufe ich,»m bi-» räumen, zu erstaunlich billigen 1 j. Lücke, ,ZÄH dummer Bitte genau »u achten. auf HauSM —-«est-�fe Kelterhaodlllvg. WloKt-K T°ill?n, auf Wunsch 662 EarIe.Lausitzer Pla»N��>e Beuthstraße 2. ».«rontzein» in Berlin. Druck und«erlog von Mn» Piding' 783 m Berlin SV. k Beilage zum Berliner Bolksblatt. sss. Konnabeud. de« 1«� No«»«,l»er 188S. S. Jahrg. �cirlnttieirtk'lleriltlte. le-Si *'%?• **»n. Aevtscher Keich»tag. f 4 u ng vom 15. November, Ij Uhr. Ich« de« Bundesraths: von Boetticher, .ohn-Gülh,von Hohe�nthal. aung der Sitzung find etwa dreißig(!) Abgeordnete " �krathung über den Etat des Reichs am t es des speziell die gestern abgebrochene Verhandlung über � �?umbauch und Stumm zur Frage der Frauen- U>»r.----«.»v....... 0~- C»•~D- ?)tft» SonntagSarbnt wird fortgesetzt. >° Resolution ging dahin, die verbündeten Re grerungen JV *\ Hut h« �'?�rrn o. Stumm •tb.:t*uM0rbmma auch c Sk» Elberfeld zu eingebrachtes Amendement »tl, ��"ffocbmmg auch auf die Frage der Sonntags- memer Freude « h.->» nttncr-jottlMtur. fTragnoi i« ts nem�, �»i�°�a W, Alfistenten anzustellen oder ob es mcht Nitt'i. 8 JnspellionSbezirke zu verkleinern. Der Verkehr Inspektoren und den Arbeitern wurde alsdann Hi-ß lnn. Zu empfehlen wäre ledenfalls, die Herren nicht vom grünen Tische herzunehmen, sondern aus Hu.r*TO Thätigkeit heraus. Geschähe dies, so wurde eS vorkommen, daß ein Jnlpektor, wie der zu Hamburg, �-»ermeintlicke� Beschwerden der Arbeiter spricht. Gerung der Bezirke ist gewiß roth'g, wenn man �>Ni Vorjahre im Durchschnitt nur 7 pCt. oller ge» �« �. �'iebe revidirt worden find. Auch d>e Art der 'st im Allgemeinen mangelhaft. ES scheint, daß � w, 1nen von den Herren nur bewirkt werden nach Art fc Muichm. Die formal« Seite Kitt bei den R-vifionen �rr» nr den Vordergrund, statt daß die Rcvl- i'W' was in Bezug auf die Gesawmthcrt der M-«lwi.iu beobachten ist, genau konkoliren. Sehr f" Iw. tS' daß neben den Jabrik.Jnspckloren roch �enossinschaften revidiren. DaS flort die Em» N't'5 dkn Anordnungen. Man sagte qestern, die Ar» �, fich noch zu werna an den Fabrik- Inspektor. HnX*.sollen es denn die Arbeiter machen ,n erncm so wie dem Düsseldorser. wenn der Inspektor an anderen Orte wohnt. Mindestens wüßten für Ii den N«ßQ°Sw. Sprech-Etunden angisetzt werden wo die Ar» ?» ll?d, den Inspektor anjutrefftn. Be, der Gelegen» »fcW? k den Herrn Staatssekretär fraacn, welche« die Pik«!>.' der UntersuchungS-Kommisfion über den Bergarbeiter« N? lLuiuf.) Ja, der Herr Staatssekretär sagt, das Sif*; Sache und keine Rcichsloche. Ja wohl, eine fr. wir?°Ke, aber eine Sache, die da» Reich nahe angeht. �lbti,!!?den ja noch Gelegenheit haben, uns wer über den »u unterhalten. Gestern sagte der Herr Staats» ti......... jt der Lohnsrage zu thun, Frag« der Fiauen- med *)°« ist doch nicht richtig. Wenn wir uns hier s�. den Birgarbeiterstreik eingehend unterhalten werden, >. tt�ellcn. daß nicht nur oder in erster Lm« die Lohn» «�.»'elmekr die Behandlung der Arbeiter und die b?k. dverhältnisst find, we'che den Streik hervor» �rr Ankog Baumbach ist das Mindeste, was L? fwier 3? ihun Hot, um den BundcSrath endlich emma a�i'lr.ik �U°n hin fichtlich der Frauen- und«mderarbek % twur"• Wie schl mm lauten nicht namentlich d,e Be» Fabrikinspekto'.en über die Rachtarbkit der 5.b.. der Zunahme der«inderarbnt ,n Sachsen, v. Frege aestern, dieselbe laufe nur parallel -) Awe der Bevölkerung überhaupt. Das ist nicht * l8*.if04fen bot vielmehr die Kinderarbeit von lWS tz« die»wei Jahren, um ebenso v'el zugenommen, z>dia�kerung Sachsens in 1875-85, Äso in w Jahren. �«gr �.Sachsen ein sehr industrielle« Land. Aber Herr TT �»ugebea, daß die Rhkinprovmz Nicht we» h»"■ ift- Und in der ganzen Rheinproomz rrmmt hr t«®a(Hffti Afoontj, dauernd ab. während diese meim? bel.ägt und im Wachsen bleibt. A ot, k ochsen Anwachsen der Sozialdemo» �?s�N Tr.AK durch Zuzug. Aber tha.sächlich befinden «bse gWi k»* Sachsens nur wenig Sozialdemokraten. -achsrn» nur wenig Sozialdemokraten /?>>! sew' hauptsächlich die inneren Verhält» �'ll>>ki? ss vers»..�8 das Anwachsen der Sozialdemo- £ �otirl8 fo weit®,r"l?IIen der Arbeiterschutz» ? tst7/'°i!Sruh..M'n- w.« nur irgend möglich. Die Frage �. St* iÄ.Utrdlngs kann als zweifelhast erscheinen. , unseren Antrag anzunehmen, denn .. uä>> ir gr»ngt, daß er ein Her, >-diH'�e Hilf/'hre Leihen. Bring« der BundeSrath z? lktzw� wenigft bn« er unsere Beschlüsse wiederum ab, "««? Zttftänb. n�l. J! Verantwortung für die Fortdauer Und ollei� Verantwortung falle �nor&.owf den Bundesrath! Graf Hohenttzal sucht die Vor» die Zustände w Sachsen hin» Wenn letztere in «?-»«-«m«. iiK'MÄ Jlret MV Arbeiter können zu den Fabrik« fr»b. �dkj,�?'>thtii� � haben, wenn fie Gefahr laufen, D»? � benunivT 8 Fabrikrnspektoren von diesen ?'sch5�kre,Sr°k'lle Fälle �"?d um ihr Brot gebracht zu fr, V».hat auf mr"b wrr zu Ohren gekommen. Der frtz�der Mkn«n??»8 wo dmn die Grenz. V,{"Wigen"ffoabtmi �8" Bestrebungen auf dem Ge- sick� fiaden s«? unzuläsfigen, uwstürzlenschen -. i«, mrt donkensmertber Ossrnhert�er» b!?8" e! 8" Portio« ßi �"kensweriyer.. ,st dew arnNe nicht bestimmen lasse. Mit Ü�kÄpden Ausl,�,?!88 keine Sicherheit gegeben a'ni(U6t'n zpfr kenne Suf6 Koalitionsfreiheit seitens fci 8 vi�8« ve?8�obuna,n �st�/vkschaftltchem Gebiete keine lieb.»'8 aus Grund des Sozia» N»,''8'önftrH �kchi ft» Wer dem llnternehmerthum � tilfi in die ß�8�' durch Kartelle und Rmge C8®»?O0'iutfJ8B- füfih.Hlu«reiben und damit die Kon» iSI>& Z'ituna- Ji*. doch kürzlich die.Nord» >. �«i»,»�e emzalea»»' � kür die Unternehmer» i.'r,k�de�c�°uf sollte fich hüte», die Bestre» 8 z«.h>stur,g h�srhohung und Arbeittoerkürzung, "''»Sem'�saldemokratischen Bestrebungen dürfen es mk al« altem P.ak»' fiker glauben; die Sozialdemokratie, als politische Partei, hat nicht das geringste Interesse an dem Ausbruch von Streiks. Gerade die soviel verschrieenen Führer der Sozialdemokratie, auch ich, haben schon manchen drohenden großen Skeik durch ihr Einschreiten verhindert. Wollte die Sozialdemokratie wirk» lich auf Unzufriedenheit spekuliren, so hätte sie nicht nölhig, unter Aufwand von viel Mühe, Zeit und Kosten Streiks zu inlzeniren. Wir hätten auch wahrlich nicht die Schaffung von Schiedsgerichten und Emigungsämtern zur friedlichen Bei» legung von Differenzen zwischen Arbeitem und Arbeitgebern vorgeschlagen, wenn wir Unzufriedenheit untir den Arbeitern erregen wollten. Auch die Ärbeiterpreffe hat den Arbeitern zu Gemüihc geführt, daß sie das größte Interesse daran haben, Streiks möglichst zu vermeiden. Dutzende von Proto- kollen von Aibetlerkongrissen würde dasselbe erhärten. Im besten Falle erhält ja der Arbeiter beim Streik nur eine Geld» Unterstützung, die ihn eben vor dem Hungertode schützt. Und wie behandelt man die Skeikenden? In Zwickau hat der Bürgermeister streikende Arbeiter auf der Straße aufgreifen, sich vorführen lassen und ihnen gesagt, er würde fie als Vaaa- banden bestrafen, wenn fie binnen 24 Stunden keine B-schäfti» gung nachwiesen. Der Herr Staatssekretär hat uns den be» reits feit längerer Zeit erwarteten Gesetzentwurf über die obligatorischen gewerblichen Schiedsgerichte in Ausficht gestellt. Die Regierung kommt damit einem dringenden Wunsch der Arbeiter entgegen. Wollte aber die Regiccuna daran die Hoffnung knüpfen, nun im Stande zu sein, die Arbeiter» koalitionen zu beschränken, so würde fie auf einen entschiede» nen Widerspruch Derer stoßen, die es mit den Arbeiterintcressen aufrichtig und ehrlich meinen. In der offiziösen Presse liest man ja schon von einschränkenden Bestimmungen der Koalitionsfreiheit. Der Rcgierungsratb Ulrich geht sogar so weit, zu erklären, daß, wenn das Einigangsamt gesprochen habe und die Arbeiter wollten fich dann nicht fügen, dann müßte in die betreffenden Kreise Militär gelcgt. die Polizei verstärkt und dcn Streikenden die Kosten dafür auferlegt wer- dm. DaS mag in Rußland und in der Türkei erhört sein, aber schwerlich m Deutschland, welche« man als einm Rechts- staat dezeichnet. Herr v. Böltiter hat fich über die Abweisung des für Berlin pivjektirten Schiedsgericht« nicht so ausge» sprochen, wie eS wünscher swerih wäre. Wie stellt fich denn nun die Regierung zu der Entscheidung deS Herrn Oderpröfi- denien von B anvmbura, wonach das gewerbliche Schieds- geiicht deshalb.' abgewiesen worden ist, weil den Fraum das Wahlrecht eingeräumt werdm sollte? Bekanntlich hat man in anderen Städten daran keinen Anstoß genommen. Der Anficht des Abg. von Stumm, daß die Zu- rahme der jugendlichm Arbeiter eine erfreuliche Thai- fache sei, kann ich mich nicht so ohne Weiteres an- schließen. Mit Recht hat der Vertreter für Sachsen davon gesprochen, daß in Bezug auf die Kinderarbeit der Ausbeutung Thür und Thor geöffnet ist. Der Fabrikant will den jugend» lichen Arbeitern doch nicht eine Wohlthat erweise», sondern für sich einen Vortheil durch einm billigen Ersatz dcr Männerarbeit ziehen. Der Abg. Frege beschuldigte die Arbeiter der zuneb- mmdm Genußsucht und des steigenden Luxus. Mögm doch die H-rren gefälligst vor der eigmm Thür erst kehrm! Die heirschenden Klassm gehm dm Arbeitern in Bezug auf finn losen LvxuS und unverantwortlicher Verschwendungssucht mit ihrem Beispiel voran. Für den Ankag Baumbach werdm wir stimmm, wmn wir uns auch nach dm Erklärungm der Re- gierungSvertreter nicht der Hoffnung hingeben, daß er von Nutzen fein wird. Für die Sozialdemokraten ist diese Stellungnahme selbstverständlich: als auf der rech im Seit« noch Niemand ernstlich an die Arbeitrrschutzgesctz» gebung dachte, habm die Arbeiter die Initiative dazu erpriffm. Die Arbeiter habm keinen Grund, die Albeiterschutzzesetzgebung zu fürchten, und die Sortaldemokraten noch viel wmiger. Die Sozialdemokraten müffm dieselbe vielmehr wünschen, dmn fie find Lberzmgt: je besser es den Arbeitem geht, und le mehr Muße diese haben, ihre Lage zu überlegen, um so vorthellhafter wird dies für die Sozialdemo- kratm fein. Staatssekretär». Aiitttcher: In Bezug auf das Be» strebm, die Lage der mbeitmdm Klassen zu verbessern, können sich die verbündetm Regicrungm dreist an die Seite der Sozialdemokratie stellm und dürfm nicht fürckitm, daß ihre Erfolge hinter dmm der sozialdemokratischen Partei zurückge- bliebm find. Mit der Entscheidung des Obemräfidmtm von Brandenburg betr.ff« des Statuts für die Errichtung eines Schiedsgerickis in Berlin bat fich die Staatsregiemng überhaupt ja nicht zu befassm gehabt. Eine Beschwerde an die für Preußen geordneten Instanzen ist, soweit mir bekannt, bisher auch nicht eingereicht, so daß allo die Re, gierung weder in Prmßen, noch im Reich Veranlassung gehrbt hat, zu der Entscheidung deS Oberpräfidmtm Stellung zu nehmen. Im Uebrigm ist ein Gesetzentwurf über diese Materie in nicht zu ferner Zeit zu erwarten, und wenn das Gesetz zur Verabschiedung kommt, werden ja wahrscheinlich die gewe-b- lichm Schiedsgericht« obligatorisch werdm und solche Diffe- renzen, wie die in Berlin, nicht wehr vorkonmmen. Die un- erwünscht große Zahl von in der Fabrikindustrie beschäftigten Kinder resultirt wesmtlich auch daraus, daß die Eltern solcher Kinder, mtgegen dm eigmm Wünschen der Unternehmer, auf da« Wärmste um die Beschäftigung derfelbm bitten, um dem dlingmdften Notbbestande in der Familie begegnen zu könnm. Die Saide hat also neben der ethsschm auch eine wirthschaft« �' WaS die Nützlichkeit der Streiks anlangt, so ist mir seit aettern erne rnrereuui»!� uo fäm ArbtiterseketärS, de« höchstm B.amten der Vereinigten Staatm, der fich m,t der Acbetterfrage zu beschäfitaen gegangen. Da« Urtheil dieses Manne« lautet bei aam anders, als ime», das uns Herr Frohme von einem amerifnni scheu Fabrikauffichtsbeamten mitgetheilt hat. In seinem Ru» über die Vergleichs- und Einigungsämter theilt dm ArN fekretär mit, daß 1881—188« im Ganzen an Streiks 1 SÄ ÄÄS feÄtJS? ySÄiÄ f."5? ä m&Acp größte Zahl der streikenden Arbeiter hat also ibr Streck nicht erreicht. Die Verluste, welche dm St �.".? � der angegebenen Weise erwachsm find be,iff,en r Millionm Dollars oder über 200 Million«, M«? ar A� t Urtheil von sachverständiger Seite ziehe ich ben m� J'i'l? daß man dm Arbeitem nur rathm kann streik? nur da, wo es vernünftig ist, und nicht wo En»-»» n � unberechtigt find und Ihr nichts weiter zu erwarten Rachtbeile und Zerrüttung Eurer w'rtbf»��»ab als Dm Abg. Schmidt erwidere ich daß mZeU"n.���- dahin ging, daß die Skeikbewepung am Nied»?drtn Westfalen sich nicht allein um die Äne,?ond�?ück ün. � Arbeitszeit gedreht ha«: daß dabei auch die Bebandlun? h.» Arbcitrr durch d.« Arbeitgeber eine R.lle nicht beftreitm. Das aber bestreite ich, daß die Frage der Fraum-, Kinder» und Sonntagsarbeit irgend eine Rolle ge- spielt hat, und diese Fragen find es allein gewesen, die den Reichstag auf dem Gebiete der Arbeiterschutzgesetzgebung zu Bsschlüssm geführt haben, zu dmm auch der BundeSrath Stellung genommen hat. Die erneuten Beschlüsse des Reichs- tages im vorigm Jahre find übrigens in der Kommission stecken gebliebm und der Bundesrath hatte also keine Veran» lassung, von Neuem fich mit dm Dingen zu beschäfttgen. Abg. Kropatscheck(dkons.): Die uns vom Herr Staats- sekietär soedm mligitheilten Zahlen zeigen aufs deutlichste, ein wie gewagtes Spiel die St-erks find. Dem Zuruf des Herm v. Boelttcher an die Arbeiter:„Streikt, wo eine Veranlassung dazu vorliegt, streikt nicht ohne Veranlassung und nicht, wmn kein Vortheil»u erzielen ist", möchte ich noch die Einschränkung, die der H-rr Staatssekretär wohl auch macht, aber als selbst- verständlich nicht ausgesprochen hat, hinzufügen: Unterlaßt jeden Aontra'lbruch: Herr Frohme hat im Namen der Sozial» demokratie die Streiks verworfen. Leider glaube ich, diese Ab« sage ist mehr theoretisch als praktisch, dmn die Sozialdemokratie bat bikher aus allen Streiks Nutzen gezogen. In einem Punkte stimme ich heute mit Herm Frohme überein, mit seiner Auf- forderung an die besser Situirten, zuerst der Genußsucht zu entsaam. Was uns an der Sozialdemokratie widerwärtig ist, ihr Atheismus, ihre Umsturzbeftrebungm u. s. w. find von oben nach unten in die Arbeitskreise gedrungm, fangen wir deshalb auch bei der Einschränkung des Luxu« und der Genußsucht von obenan.(Bravo! rechts.) Was nun das Recht der Arbeiter auf freie Koalition anbetrifft, so habe ich nicht gehört, daß dasselbe irzmdwie angetastet werdm soll, nur die Ausschreitungen, die in der Anwendung des Koalitionsrechts vorkommen, wurden, und m't Reckt, g, tadelt. Was aber die jetzt vorliegenden An- trä:« anbek'fft, so hat Herr Frohme Unrecht, wmn er meint, die Arbeiterschußgesetzgebnnq sei erst durch die Sozialdemokraten angeregt wordm; schon 1869 habm die Konservativen im Verein mit dem Zentrum auf« eifrigste hier in diesem Sinne gearbeitet. Im Ganzen erkläre ich mich mit den Ausführungen des Herrn Abgeordneten Schmidt- Elberfeld einverstanden, was seinen Wunsch nach Vermehrung der Fabriklnspektoren und seine Ansicht in Bezug auf die Frauen, und Kinderarbeit betrifft. Wer die Reden de« Herrn Abg. Brumbach vor 5 Jahrm über diese Sache gehört hat und damit seinm jetzigen Standpunkt vergleicht, der wird eine große Veränderung aewadr. Die Herrm da drüben keim jetzt für da« ein, wa» fie k-üher be- kämpft hab.n und wie Neophytm stets das Bedürfniß haben, recht energisch aufzutreten, um Jedem zu beweism, daß fie wirklich bekehrt find, so auch in diesem Falle. Die formulirten Anträge des Zentrums wünschte ich vor dem Schicksal bewahrt zu sehen, in einer Kommission liegen zu bleibe». WaS die Kinderarbeit anbetrifft, so müssen wir dieser Frage unsere ernsteste Aufmerksamkeit zuwenden und einen ge- wissen Theil der Eltern in Hinficht ihrer Selbstsucht ein- schränken auch geam idren Willm. Wir klagen schon über Ueberbürdung unserer Kinder in der Schule, wie schlimm ist es, besonders in hygienischer Beziehung um die Kinder bestellt, die vielleicht 5-6 Stunden in Fabriken arbeitm und nebenbei noch 3 Stunden die Schule besuchen müssen! Ich halte eine Einschränkung der Kinderarbeit für nothwendig. Bei der Be- sckränkung der Frauenarbeit bandelt es fich wesentlich um die Nachtarbeit. Die Sozialdemokraten find keineswegs alle kür diese Einschränkung, sondern wollen zum großen Theil die Frau in der Erwerbsthätigkeit dem Manne gleichstellen. ES liegt ja im Interesse der revolutionären Partei, das fittliche Element der Familie zu entfernen und in die Fabriken ein neues, gefährliches Element für aeheime Agitation einzuführen. Man sucht, die Kirche zu schmälern, die Schule zu einer geistigen AbrichtungSanstalt zu machen und die Familie zu zerstören, alte Grundlagen zu erschüttern, die ge« meinsam bestimmt find, den fittlich-religiösen Charakter de« Staate« zu erhalten. Ich bedauere, daß die verbündeten Re- aierungen fich auch jetzt noch kühl der Frag« des Arbeiter- schutzes gegenüber verhalten. Wenn da« mit Rücksicht auf die Großindustrie geschieht, so steht doch auch fest, daß eine große Zahl christlicher großer Arbeitgeber auf unserem Standpunkte steht, und wenn auch von Ardeitern eine weitere Einschränkung nicht gewünscht wird, so muß man deren Selbstsucht entgegen- treten. Aber die Mehrzahl der Arbeiter, soweit fie nicht Sozialdemokraten find, theilt doch unsere Meinung, und rch glaube wohl, wenn Herr v. Bö'tticher eine Arbeiterversammluna zur Entscheidung beriefe, so würde fich die Mehrzahl mit uns gemeinsam auf den Boden des erweiterten Arbeiter- schutzes stellen. Abg. Mindthovst(Zentrum): Wenn von der Regierung da« Koalitionirecht angetastet wurde, so könnte da« zu Um« wälzungen führen, deren Folgen wir noch gar nicht taxiren können, aber eS darf freilich von diesem Rechte nur in den äußersten Fällen Gebrauch gemacht werden. Ich bedauere, daß die Arbeitgeber vielfach so unverständig waren, berechtigte For- derungen der Arbeiter nicht zu erfüllen, und es dadurch zu Koalitionen haben kommen lassen. Ganz besonders richte auch ich die Forderung an die Regierung, daß das Resultat der Enquete im Ruhrgebiet möglichst bald publizirt und zur öffent- lichen DiSkutfion gestellt werde. Es ist Gefahr im Verzuae.' Nicht nur stehen neue Unruhen in Ausficht, sondern Se. Majestät der Kaiser hat den Arbeitern sein Wort gegeben, und diese haben fich darauf verlassen. Jetzt ist es an der Regierung, Kieses Wort energisch einzulösen, sonst könnt« dar- unter die Autorität der Fürstlichen Macht leiden. Die Re- gierung kann keine andere Stellung zum Ardeiterlchutz nehmen, als die in unseren Anträgen eingenommene. Nicht alle Arbeit- geder widerstreben demselben, aber diejenigen, die e« tbun, scheinen einen maßgebenden Einfluß aus die Regierung zu üben, und da« kommt daher, daß die Arbeiter nicht genügend zum Worte gekommen find. Wir sollten gerade jetzt bei der Reform des Sozialistengesetzes auch auf den Arbeilerschutz Be- dacht nehmen. Warum man aber jetzt mit solcher Eile von frersinniger Seite vorgeht, kann ich nicht einsehen, warte man doch ad, bis unsere formulirten Aniräqe zur Berathung kommen.(Ruf lrnks: Kommen ja nicht mehr zur Be» ralhung!) Ich lege keinen W-rth auf die Priorität, aber ich bin der Anficht, daß unsere Antrage Lieder-Hitze präziser find. Wozu also die Redensarten der Resolution? Stellen Sie dieselbe zurück bis zum nächsten Mittwoch, dann wird fich Gelegenheit finden, den Gegenstand mit unseren An- kaaen zugleich zu behandeln. Dann lassen fich vielleicht auch Differenzen ausgleichen, die vorhanden find, wie die Rede de« Herrn von Stumm gezeigt hat, denn wenn es auch kaum einen wohlwollenderen Ärdertgeber al« ihn giebt, so kann er doch nrcht aus semer Haut heraus. Wir halten einen Gesetz» entwurf über den Ardeiterschutz für äußerst nölhig, wir wollen "pch 1" d)8!» Session etwas fertig bringen, das ist wichtige-, als alle Schiffsbauten(Heiterkeit). Es ist Gefahr im Verzu re, und wenn die Behörden der Regierung ander« berichten, s» find fie blrnd. Abg. Kchmidt-Elbeifeld: Wenn tS den Herren von der Rechten so ernst ist mit dem Arbciterschntz, wie Herr Kropat» jcheck sogt, so erklären Sie doch: Wir bewilligen das Sozia» Ilstenoesetz doch nicht eber, a!s bis ein Arbeiterschutzaesetz zu Stande gekommen ist. Die Annahme der Resolution Ichließt ja die Anträpe Hitze-Lieber nicht aus. Allerdings ist sie wichtiger, als Schiffebauien, aber wenn Sie diese erst bewilligt haben, dann macht der Bundesrath die Klappe zu. Wenn he'vorge- hoben wird, daß der Wegfall der Kinderarbeit einen Aiisfoll an den Einnahmen der Eltern bedeutet, so beweist mir das nur, daß die erwachsenen Arbeiter zu schlecht bezahlt find, einen Grund, die Kinderarbeit auftecht zu erhalten, kann ich darin nicht finden. Das Thema der vorgeschlagenen Resolution wird nunmehr verlassen. Die Abstimmung darüber wird im Einver- standnisi der Antragsteller mit Rücksicht auf Wünsche, die den letzteren aus dem Hause ausgedrückt worden find, bis zur dritten Berathung des Etats verschoben. Die Diskussion wendet sich nunmehr anderen Fragen zu. Abg. Skrnckman«(natl.) fragt an, ob eine Novelle zur Gewerbeordnung zu erwarten sei, welche die durch ein Versehen ausgefallene Bestimmung einfüae, daß auch für K a u f m a n n S« l e h r l i n g e ein Zwang zum Besuche der FortdildungS- schulen bestehe. Ferner wünscht der Redner noch Aufschluß darüber, wie weit die Arbeiten behufs Vorlegung eines Gesetzes wider die Trunksucht gediehen seien. Endlich regt er an, eine Lücke im§ 360 Nr.S des Str.-G. B. auszufüllen, da hierdurch sich wohl strafbar macht, wer infolge von Spiel, Trunk oder Müßiggang für sich oder feine Familie der Armenlast anHeim- fällt, nicht aber, wer. ohne in eines jener Laster zu verfallen, seine Famisie in h:!flss«n Zustande verläßt. SlaaiSsckretär v. Koetticher: Was die Frage des Herrn Vorredners nach dem Entwurf eines Gesetzes anbetrifft, wie dem Mißbrauch der geistigen Getiänke und deren schädlichen Folgen entgegenzutreten sei, so sagte ich in meiner letzten Er- klärung, daß über diese Angelegenheit kommissarische Be- rathungen eingeleitet worden seien. Diese Berathungen nun haben stattgefunden, der Bericht der Kommissare liegt vor, und es wird nun Sache der Rcichsverwaltung sein, nach welcher Richiung und rn welcher Form ein derartiger Gesetzentwurf zu formuliren sein wird. Einfach und leicht ist die Sacke nicht, weil sich für den Weg zum Ziel eine ganze Reihe von Möglichkeiten bieten. Die Sache steht jetzt so, daß ich glaube, einen baldigen Abschluß unserer Erwägungen in Aus- ficht nehmen zu können. WrS nun die Frage anbetrifft, ob eine Novelle zur Gewerbeordnung zu erwarten sei, nach welcher zum Besuch von FortbildungSschulm auch KausmannZlehrlinge angehalten werdrn sollen, so bin ich für meine Person in dieser f rage mit den Ansichten des Herrn Vorredners einverstanden, aß ein solcher Zwang wohl durchführbar ist. Wenn bisher hierüber noch kerne besondere Vorlage gemacht ist, so liegt dies daran, daß wir geglaubt haben, diesen immerhin doch unter- geordneten Gegenstand in Verbindung mit anderen etwa nöthigen Aenderungen. der Gewerbeordnung verhandeln zu Sollen. In nicht zu ferner Zeit wird wohl auch diesem Wunsche res Herrn Vorredners Rechnung getragen werden können. Abg. Hegel(dkons.) spricht dem Staatssekretär seinen Dank für die Äustührunzen betreffs Vorlegung des Gesetzes wider die Trunksucht aus und hofft, daß bei dieser Ge- lrgenheit auch die Frage der Konzession zum Vertrieb geistiger Getränke anders geregelt werden wird, besonders da unter den jetzigen Umständen die Konzession durch Gründung von Konsum- verein rn leickt zu umgehen ist. Abg. Kulemaun(natlib.): Herr Frohme hat darin Recht, daß zu einer friev tchen Emigung und zu einer den Jnter- essen der Bevölkerung am meisten entsprechenden Entwickelung des Verhältnisses zwischen Arbeiter und Arbeitgeber der Staat am meisten beitragen könne, auch darin hat er Recht, daß die Bestrebungen der Sozialdernokratie, eine Eini- gung zu fördern vielfach verkannt werden. Möge man die berechtigten Bestrebungen der Sozialdemokratie unterstützen, dann wird man die unberechtigten am eifolzreichstm de- kämpfen können. Was man für die Arbeiter thun will, muß man durch sie thun. Die Befriedigung des KoalitionS- bedürfnisses ist in gewissem Sinne die Voraussetzung für die beabsichtigten gesetzgeberiichen Schritte. Arbeitsämter, Schieds- ge-ichte und Elnigunasämtcr sind Organisationen, die ohne größere Arbeiterveibände, die sich ihcer Emscheidung unterwerfen und ihre Sprüche allein wirksam machen, nicht bestehen können. Abg. Meyer- Halle(dcutschfreis.) spricht sich ebenfalls für Einigung: ämlcr aus, für die permanente Schiedsgerichte die Grundlage bilden müßten. Um so bedauerlicher fei eS, daß daL Ortsftaiut für ein gewerbliches Schiedsgericht, welches von der Berliner Stadtverwaltung der oberen Regierungsbehörde eingereicht sei. immer noch keine Bestätigung gefunden habe. Staatssekretär». Koetticher wiederbolt. daß die Ange- legmheit eine speffcll P-eußtschc und eine Beschwerde der Stadt Berlin his jetzt nicht eingegangen sei. Abg. Kinger(Soz.) bewirkt, die Sache sei dem Minister des Innern unv des Handels nicht fremd, da der Bescheid des Oberpräsidenten sich auf die Zustimmung derselben berufe. (Hört! links.) Der Gesetzentwurf über dre GewerbeschiedS- genchle, der mit Freuden zu begrüßen sei, werde hoffentlich einen liberaleren Geist, als die Verfügung des Oberpräsidenten, zeigen. Abg. Kalle(natl.): Ich möchte bei dieser Gelegenheit die Wohnungsfrage und WohnungSnolh der arbeitenden Klassen zur Sprache bringen. Man kann mit gesetzlichen Maßnahmen und mit privater Thätigkeit an dieser Stelle eingreifen, namentlich indem man das Angebot kleiner Wohnungen zu erhöhen sucht. In Deutschland haben sich der Verein für öffentliche Gesundbeitkpflege und ahnliche Vereine dieser Aukgabe unterzogen. Doch sind diese Bemühungen, weil man über der Humanitären die finanzielle Seite der Sache vernachlässigt bat, von geringem Erfolge be- gleitet gewesen. Di« gestrige Bemerkung des Herrn Frohme, der Arbeiter gerathe durch ein solches Wohnen in ern Ab- hängigkeitSoerhältmß zu einem bestimmten Arbeitgeber, ist wohl nur dann richtig, wenn der Arbeiter Besitzer des Hauses wird, waü selten der Fall, und namentlich in den größeren Städten nicht möglich sein wird. Abg. Schräder(deutschf.) spricht den Wunsch aus, die Arbeiter möchten sich selber mehr an dergleichen Bestrebungen betheiligen, es sehle ihnen oft nicht an Kapital und viele seien im Stande, durch Abzahlungen aus ihrem Verdimst Eigen- thümer von Häusern zu werden. Daraus wnd die Vertagung beschlossen. Der prästdent schlägt vor, die nächste Sitzung erst Montag abzuhauen und auf die Tagesordnung d,e Fortsetzung der Etatsbeberathang zu setzen._, t Abg. Windthorft beantragt, die Sitzung am Sonnabend nicht ausfallen zu lassen, sondern an diesem Tage über die Arbeiterschutzantiage, deren Wichtigkeit von allen Seiten des Haukes während der Berathung anerkannt worden sei, zu verhandeln. Der Reichstag müsse diesen Gegenstand in der gegenwärtigen Eelfion mit vollem Ernst betreiben, damit er nicht auseinandergehe, nachdem er blos Geld be- willigt, sondern auch Maßregeln, die für den Schutz der Ar- heiter nothwendig seien, beschlossen habe. Abg.». Hennigse« ist von der Wichtigkeit dieser An« träge ebenfalls überzeugt, glaubt aber, daß es möglich sein wird, diesecken an einem Tage der nächsten Woche zu berathen. Abg. Mtndthorft zieht seinen Antrag zurück, nachdem Abg.». S-nntgje« zugesagt, den Abg. Wmdtharst darin zu unterstützen, daß der Arbeiterschutzantrag in der kommenden Woche verhanvelt werde. Schluß 4H Uhr. Nächste Sitzung: M o n t a g 1 Uhr.(Etat.) Zll dtll Ktadttemduetell-Mahlen. Die Stadtoerordneten-Wahlen finden am Dienstag, den 19. November c»., ohne Unterbrechung von Vor- mittags 9 Uhr bis Nachmiitog« 6 Uhr auch während der M-ttagSzeit statt. Diejenigen Wähler, welche am 1. Juli ihr« Wohnung nach einem anderen Bezirk verlegt haben, müssen in ihrem alten Bezirk zur Wahl gehen und sich ihre Wahl- karten, welche bei Verzogenen nicht zugebracht werden, am Sonnabend oder Montag aus dem Wahlbureau, Königstr. 7, Hof links, 1. Eingang, 3 Treppen, abholen, oder aber am Tage der Wahl sich mit sicheren LegitimationSpapiecen versehen. Die Wählerlisten liegen bis einschließlich Sonntag Abend zur Einsicht aus für den 1l. Bezirk im Restaurant Lehmann, Ecke Nostiz- und Mariendorferftraße, für den 13. Bezirk bei Gott- fried Schulz, Koltbuser Platz 40-, Zigarrenpeschäft; für den 14. Bezirk im Restaurant Pfister. Ersenbahnstr. 35; für den 15. Bezirk im Restaurant Werschke, Adalbertstr. 16; für den 17. Bezirk bei Otto Kräcker, Zigarrengeschäft, Wasserlhorstr. 20; für den 24. Bezirk im Restaurant Krause, Küstriner Platz 10; für den 27. Bezirk im Restaurant Jul. Henke, Blumenftr. 38; für den 33. Bezirk im Restaurant Schayer, Acker- und In- validenstr.-Ecke; sür den 35. Bezirk bei Gnadt, Schankwirtb, Brunnenstr. 38; für den 41. Bezirk im Restaurant Wolf, Gerichtsstr. 44; für den 42..Bezirk im Restaurant Wrlke, Hochstr. 32. Die Wahllokale der einzelnen Bezirke, w welchen sozial- demokratische Kandidaten aufgestellt, find folgende: 11. Kommunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 63—67 und 74—78, in der 133./149. Gemeindeschule, Bergmann- straße 28,29. Kandidat: Fritz ZabeU» Tischler, Waldemarstr. 73. 13. Kommunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 88 bis 94, theilweise 37, in der 50 /63. Gemeindeschule Reichen- bergerstraße 44 45. Kandidat: Gtto Klei», Zigarrenhändler, Ritterstr. 15. 14. Kommunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 95—103, theilweise 94, in der 80. Gemeindeschule, Wrangel- straße 133. Kandidat: Arthur Stadthngen, Rechtsanwalt, Lands- bergerstraße 62. 15. Kommunal-Wahlbezirk. umfassend die Stadtbezirke 82—85, tbeilweise 81, 86. 95 und 97, in der 42. Gemeindeschule, Naunynstraße 63. Kandidat: Frauz Tntzauer, Stadtverordneter, Möbel- Händler, Köpcmckcrstr. 24. 17. Kommunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadlbezirke 114—117- theilweise 123 und 124 in der 57./72. Gemeindeschule- Brun denburo straße 78,79. Kandidat: Wilhelm Koerser» Zigarrenfabrikant, Ritter- straße 108. 24. Kommunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 163 bis 173, in der 30. Gemeindeschule RüderSdorferstraße 4/5. Kandidat: Gustav Tempel, Gastwirth, Breslauerstr. 27. 27. Kommunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 152 bi» 156, 159, theilweise 146, 151, 162, in der 27. Gemeinde- schule, S'raußberaerstraße 9. Kandidat: Gtto geindorf, Gastwirth, Langestraße 70. 33. Kommunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadtb-zirk- 226, 227, 255, 256, 268. 269, theilweise 221, 225, 257, 267, rn der 1., 120. uno 124. Gemerndeschule Garteniiraße 169/170. K an d i d at: Emil Köhl, Gastwirth, Frankfurter Allee 74. 35. Kommunal. Wahlbezirk, umfassend die Stadtbeziike 229 bis 236, in der 25/103 Gem-indcschule Ruppinerstr. 53 54. Kandidat: Ködert Kerzfeldt, Expedient, Fücbringer- straße 17. 41. Kommunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 305 bis 318, theilweise 319, in der 118. Gemeindeschule, Pank- straße 8. Kandidat: G. Voglherr, Kaufmann,Landsberger straße 64. 42. Kommunal Wablbezirk, umfassend die Stadtbezirke 276 bis 278, 319— 326, theilweise 313, in der 32. Gemeinde» schule, Panknraße 26. � Kandidat: Emll Gründet, Gastwirth, Dresdener- straße 116. Für diejenigen Bezirke, wo Wahl statlfindet, jedoch von uns keine Kandidaten aufgestellt find, wird Wahlent- Haltung anempfohlen. Diejenigen Gerossen, welche am Dienstsg. den 19. No- vember, bei den Stadtverordneten- Wahlen behilflich sein wollen, können sich an diesem Tage von Morgens Uhr in nach. stehenden Lokalen bei den Bezirksfüdrern melden, wo auch am Tage der Wahl die Wählerlisten auSliegen: Für den 11. Bezirk bei Ammer, Destillation, Heim- und Bergmann ftraßen- Ecke. Für den 13. Bezirk bei M o h a u p t. Destillation, Manteuffel- straße 53, Ecke Reichcnbergerstroße. Für dm 14. Bezirk bei Händler, Restauration, Wrangel- straße 11. Für den 15. Bezirk bei Werschke, Restauration, Adalbert- straße 16. Für dm 17. Bezirk bei Lindemann, Restauration, Moritz- straße 9. Für dm 24. Bezirk bei Böhl, Restauration, RüdrrSdotfer- straße 8. Für dm 27. Bezirk bei B e h l e n d o r f, Restauration, Strauß- bergerstraße 36. Für dm 33. Bezirk in der Restauralion, Keller, Gartm- straße 171. Für dm 35. Bezirk bei(frühe,) P ö tz o l d, Restauration, Keller, Granseerstraße 1. Für dm 41. Bezirk bei D i e tz, Restauration, Weddingstraße 3. Für dm 42. Bezirk bei Herzog, Restauration, Pank- straße 23. Außerdem beim Zentral Wahlkomitee, welches seinen Sitz am Tage der Wahl von Morgens 7t Uhr an bei Julius Henke, Restauration, Blumenstraße 38, hat. Die Bekanntmachung der Gesammt-Resultate findet am Dimstag Abend 8) Uhr statt, und zwar: Für dm Norden in Gottschalk'S Salon, Gesund- brunnen, Badstr. 22. Für dm Süden, Südosten und Südwesten in der Unions-Brauerei, Ha>e>'baide3— 5. Für dm Osten im Elysium, LandSberger-Allee 39— 41. Da« Zentral-Wahlkomitee. Loftsles. &b die Schalterbeamte« der Post verpflichtet sind, Postsendungen zu wreren und mit Brietmarken zu bekleben, darüber hat sich die� Oderpostdirektion in Potsdam im be- jahmdm Sinne geäußert, indem sie entschied,„daß Postanweisungen zwar srankirt eingelrefert werden müssen, die Ab- smder indeß nrcht aehaltm find, die Anwersung mil Freimarkm zu bekiebm/' und die Obeipostdirektton hat festgestellt,„daß die Schalterbeamtm innerhalb der Schalterdienstftundm ver- pflichtet sind, auf bezügliches Ersuchen des Publikam! t Gewicht folcker Briesser dangm festzustellen, welche die I>u• einheitlickm Portosatz zulässige Gewichtsgrenze annahrr" reichen, beziedungs weise übersteigen."„ An der Waise»brücke werden jetzt m der Spi«»• fangrerche Baggerungkarbnlen vorgenommen. Für die ip8- boote, welche infolge der Umwandlung des Müylendamm� einer Schleuse ihren Platz an der Fiicherbrücke haben müssen, wird hier ein vollständiger keiner Hafm gcsch-W.*•' 50 Boote liegen bereits hier. Der Humboldtliain ist nunmehr 20 Jahre all 0* Andenken an dm hundertjährigen Geburtstag A�.° v. Humboldt im Jahre 1869 wurde derselbe eröffnet.° selben Jahre wurde unler großer Betbeiligung der � zu einem Denkmal dieses berühmten Gelehrten gelegt, das■ erst vor kurzer Zelt vor der Universität aufgestellt wurde." Vorgänge bei der Legung des G undsteinS erregten namentlich durch dm Umstand Aufiehen, daß hier zum Mal die Sozialdemokratie in geschlossenen Rechen, Tausend Mann stark, sämmtlich mil rothin Abzeichen öffentlich in Berlin austrat. Der Hain hat sich währens 20 Jahre zu einem der schönsten Berlins entwickelt und o � im Sommer zu einem Erhol JngSplatz für dm Norden Ben� Di« Assliefernug Döring'« kann nach einer an Berliner Polizeipräfisium von dem Bezirksgericht zugegaWP Mittheilung nicht erfolgen, ehe eine Antwort auf dm«n ersolgt ist, welchen die österreichischen Behördm in derch"*, njuiyi ist, uitiujuii uit uutiiuiiuiajcii-ocwutucii iu v» � legmheit dem Justizminisier eingereicht haben. Auch die 1 Dönnz abgenommenen Gelder und Werthpiwiere werde». vor die Sacke in Oesterreich nicht erledigt ist, nicht«n� geschädigte Bankhaus aus gebändigt werden. Der heiklen gäbe, die von der Firma A. Sckappach& Ko. auf d>e greifu-ig Döring's ausgesetzte Belohnung von 3000 M. j? theilm, wird sich wohl oder übel das kql. Poineipwi'- unterziehen müssm. Die Firma hat dm Wunsch ausgesp� daß der Kriminal komm. ssariuö Schulz bei der Bnlheii»»»- Belohnung bedacht wrrde, außerdem werdm zunääst d»;. spräche der östeireichischm Finaruwächier, welche den xänger ergriff. n haben und des Wirlis der BradlerbaudtN rücksichtigung finden. Auch andere Leute haben sich �■ meldet, die gleichfalls erwarten, daß ihnen etwas vo« 3000 M.»ufalle. Sin Gpf«r b«s ärztUche» Kernfes ist der gestern w mittag zu«Orabe getragene Unterarzt Dr. Eugen Gwi worden. Derselbe hatte als Swdirmder des medrV chirurgischen Friedrich-WilhelmS-JnstilulS in diesem das ärztliche Staat-examen absoloirt und wurde am l'�A als Unterarzt zur Czaritee kommandirt, wo er der ersten zinischen Klinik des Professor« L.ydm zugetheilt wurde. � kam er in Ausübung feine« Berufes mit einem an Drp leidenden Patimt-n in Berührung, wurde von demselben � zirt und erlag trotz sorgfältiaster Ä. Handlung am Mon>»� tückischen Krankheit. Der Verstorbene, welcher erst von 23 Jahrm erreicht hatte, wurde von seinen ViWsv als ein hochbegabter und pflichttreuer junger Arzt gl Auch ein Student der Med-zin soll sich, wie die„Rai- hört, dieser Tage bei der Behandlung eine« Diphth n�$ drese Krankheit zugezogen haben, befindet nch aber Deuten - von i ackiow s g[S$ O&g �«NHnch- wtzlnj;« Nagxc fc® noliyif nakssachun J'btn Haber «Mrlettenfc ilairaf ein. «ine« Kren "uldig gcr «wem 5 iNnmal in Int einiger Der\ lnr gesterr Srnbau. 2 waien vor ««Stein h «»d den U w bei «»«n, m- TOtt, wilc «ÖTlifc«1? «wi qu -n ersten' M'nnog 'i'- Untoeri Selbst fltni �.wälsjö üsnden fi.'i ZU» Eia N-enden fc Ii! uiili ji: u.' i y.n M.j. iL;;uucii, vi|iLiuct uro UL-'CL der Gcmsung.— Die Erkrankungen an Diphiherie der jetzigen Jahreszeit im Allgemeinen nicht häufiger, 7�, früheren I hcen, dagegen herrscht gegenwärtig em« stjLig Sckarlach- Ep dcmie in der Stadt, welche bereis zahlreichst gefordert hat. � Gin Giubrnch ist am Dienstag Abmd in der burgerstraße 30 in der Wohnung der Wlttwe B. verübt f den. Diese Wohnung hat bis vor Kurzem ein Havpl»�?�p F. inne gehabt. Als Frau B. oorg. stern aegm 7 Uhr nach Haufe kam, fand fie die Thür ihrer Wohnung ord»®� mäßig verschlossen, sie öffnete arglos die Thüre, aber ka�r« st- in das Vorzimmer getreten, als fie sich einem i�ii Manne gegenübersah, der fie mit dm Worten anredete: C. Herr Hauptmann kommt gleich zurück. Er ist nur gangen, um einen Brief abzuschicken." Frau B. war od � unerwarteten Begegnung keines Wortes mächtig, und zh sich gesammelt halte, verletzte ihr der Mann einm Stich™ Brust und enlfloh. Es stellte sich heraus, daß er sich Küche ein H. ckenussec geholt hatte und von Frau B. w pi Auger blick- gestört morden war, wo er im Begriff sthTOj(« Platte eines im Wohnzimmer bifindlichen Schreibt!!««' xz sprengen. Der Mann, der ungefähr zwei Stunden vor»«« ernem Dienstmädchen auf dem Flur de« Hauffs geteh��jt den ist, steht im Alter von unzefähr 40 Iah cn, ist stark gebaut, fällt durch gelbe Gesichtsfarbe auf und h»' dunklen Schnurrbart. � Gin jätzer Tod hat im Laufe des M ltwoch nicht we. izcr als vier Peisonen dahingerafft. Am pasfirte der Vergoldcr Schmidt, Linienftroßc 54 wohnb»lz� Grmadi'lstraße eiligen Schritte«, um eine Belorgung 1»! ßi» Kunden zu machen, als er plötzlich lautlos zufammmbra«-� H rzlchlag hatte, wie ein sofort herbeigerufmer Arzt ko>m, dem Ledm ve« Sch. ein Ende gematt.— Mittags 12 Uh-' stürzte in der Königflraße in der Nähe der ein hübsches, elegant gekleidetes Mädchm vor den i,;.' Hunderter Pcssantm tobt zu Boden. Sofort himMP�Jj�ii: A bettcr schafft, n die L-lche in das nächste Hau«, spät««„atl fie nach der Morgue gebracht. Die Persönlichk-it konnte i u festgestellt werdm.— Der dritte Fall ist geradezu daß �.is» nennen; die aus Eltern und drei Kindern bestehende»�1 des Kaufmanns Rahl, Alte Schönhauserstraße. saß""d 1»' woch Abend gemeinsam am Doch, und der älteste Kna auf V-rlangm der Mutter aus einem Roman vor, als Frau Rahl einen Schrei ausstieß und tobt zusamm«sffj. auch ihr.m Lebm datte ein Herzichlog ein Ende«""r. pliis Der vikrie Fall beirifft das am Mittwoch Abend erfolg liche Hinsa«dm d-s Polireiwacktmersters Bender. Ginrn Klick hinter die Konlikfen des Kolp" Koman» gestattct der nachfolgmde Südnelennck, äF' kurzlich vor arm Schiedsmann im Bezirk 186 in fand. Ale K Lgerm eischi-n die Frau de« früheren nchter« Julius Kraute, welche bekanntlich schon I. bl».! von ihrem Manne getrmnt lebt. Dieielbe wird in-iae�, cii lriesmeen Ko psitagelvman„Der Scholfrichter von do die Geliebte emes gew.ssen Reinhard bezeichnet, welchew � fit. Eizählung eine Heldenrolle b-igemtss-n ist. Darin, ci»«? alL ver�eiratkett. in snlcki tmeiiclktasieS N.rdältulp S »r vi v vei tvi+v v i f 1 1. n in»*(■ jit al« verhmalhete Frau, in solch zweifelhaftes Virhältniv z Freunde brockte, eibl-ckie sie eme Beleidigung und gegen den Verleger eine Kl jedoch ein Sühneie'M'n statt Klage aniustrmgen. statt. Der Verkloate erklärt-,, i st' Der Verklagte er, sondern der V-rfosser de« Roman« veravtwm ttlick «q» 0»« »Iii!, ka»'«s Letzterer war aleichfall« im Teim n anwesend. nach einigen Unterhandlungm ein Vergleich unter-hu», Bedingungen zu Stande: Der besagte Sck:>ststi�"'s-l,,c Heft 17 oder 18 des Romans die gekiänkte � dm geschädigten Ruf der Klägerin dadurch-wieder hr�Kt den Heloen Reinhard sterbmd unter heiligem Elve ficheiung abgeben läßt: Zwischen mir und der Fra tft nichts gclchihm, was vor Gott und den Maket auf ihre Ehre w-ifen könnte". Löst der ßr V-rsp ecken nicht ein, so zahlt er der K äzerin eine e 500 Mark; sofort erstattete er der Frau Kraut»° wachsmen Auslagen im Betrage von 30 Maik\,t Kosten für den Recktsanwalt und dm Sühne e«»' �s o Klägerin ging auf diese Vorschläge ein und verzichl«" Klage. � Soff Dnrch dt- Detovati-n eines Schusses wurdcn woch Atmö gegen 11 Uhr die Passagiere eines»0«�' fahrenden Siaotbahnzuaes auf der Strecke Zoolog»"' Charloltcnburger Bahnhof, erschreckt. Bei einer am z«»x an&Sf baät dt. 2!" _" ittn Bahnhof? vo:g«nommenen Revision des KoupeeS - van in emem solchen dritter Klasse einen j an gen, elegant " Mann vor, welcher, in eine Ecke gekauert, den Schaß nfJ_•> abgegeben halte. Derselbe, der nur noch geringe nitztichen von sich gab, hielt die Waffe kramp�baft m der Z!e?«!' �ne Stirnwunde sickerten wenige Blutstropfen. 5? Waggon wurde sofort auSaefctzt. abgeschloffen und nach nahegelegenen Schuppen überführt. Eine später angestellte ivsachnng der Kleidungsstücke d?s SeldstmöiderS soll er- � m haben, daß derselbe ein in der Englischen Straße in &»ouf kur® wohnender S. F. sei. Der Tod trat bald «in �J!eB abscheuliche« Nerbrechru» hat sich ein an u'iJ:«�ankendaus cngist. llter Arzt vor etwa vier Wochen Mltng gemacht. Derselbe hat sich, wie die„Post" miltheilt, ,�/wtM Knaben, welcher sich in seiner Behandlung befand, Mmol in empörender Weise vergangen. Der Verhastete wird iw nniger Ze t ärzllich brobachtet, da er geistesgestört sein soll. Ser Kchauplatz eines schreckliche« Unglücksfalles gestern Nachmiitag ein in der Wranaelstraße belegener u&au. Auf demselben war der Arbeiter Albert K. mit dem eflisV- 0011 beschäftigt, als in den betreffenden Behälter ii'A i.t,n binein flog, infolge dessen die Muffe hoch emporspritzte den K. so unglücklich in daS Gesicht traf, daß der Kalk K„ ,n e'b£ Augen drang. Der Schmer�ensschrei:»Meine r.??, meine Augen!" rief die Genoffen des Unglücklichen °N, welcher völlig hilflos geworden war und hinweggeführt liiü r? Man brachte K. nach der Sanitätswache am z �'�r Bahnhof, woselbst der Arzt feststellte, daß das rechte «IS!1?anzlich ausgebrannt� und daher völlig verloren war, für das ändere Auge noch nicht jede Hoffnung auf d»« ausgeschlossen erschien. Nachdem auf der Wache für -rsten Moment Alles geschehen war, N.srmöglichen konnte, � Unwersität geschafft. ward K. nach was diese Erhaltung der Augenklinik der ta»ine« zwölfjährigen Knabe«. Ein bei Wnil e fallen stark enlwickettcS Ehrgefühl war die Ver- der � bem Selbstmorde, wclcken om Mittwoch Abend !�.�°lfiahrige Sohn der in der Reinickendolferstraße woh- F. ichen Eheleute durch Sturz aus dem Fenster der iiildfH ßle ausführte. Das als artig und wohlerzogen ge- »ob»?.? Kind war am Nachmittag bei einem im Nebenhause „.wenhen Schulkameraden zu Besuch gewesen. Nachdem der Kwe«»kgen Abend verabschiedet, bemerkten die Eltern daß aus einer Kommode, in welcher Geld Thaler fehle. In dem Glauben, daß der kleine y. FCyic. vcm sa/iuuum, vurt wcv lilt-m> �lcr gistohlen, begaben sich die Geschädigten zu den ÜC etS H- und diese fragten nun ihr Kind auf das Angelegent- � Der Kleine leugnete aber aufs Entschiedenste, erklärte nicht genommen zu haben, so daß die Bestohlenen kc ihr weiteres Forschen aufgeben und die Wohnung Hwi�lchen Eheleute verlassen mußten, allerdings mit der $;ts"8, daß sie die Sache der Polizei anzeigen würden. den t 2jährigen Knaben außerordentlich in Schrecken i>ü, haben, und die Furcht, der Bchörde vorgeführt«u wer- ihn zum Selbstmord. Der Kleine schwang sich bald Hin! ,In Nebenzimmer auf das Fensteibrett und stürzte sich entsetzlichen Höhe, dem vierten Stockwerk, hinab. B?» " des HaulrS, welche zufällig auf dem Hofe waren, hoben wkenden Körper des gräßlich vrrstümmctlen Knaben auf, nach wenigen Minuten bereits verschied. Die Leiche M den armen Eltern, die keine Ahnung von dem unseligen «�Aaen ihres KmdeS hatten, zurückgebracht und später nach ,arau« überführt. ij.,,»rrichtig„„g. Von dem Restaurateur Herrn Zeede, ü unowstraße 28, erhallen wir folgende Berichtigung:»In g-. Walen Therl Jhier geschätzten Zeitung vom 14. d. bringen ssnter der Spitzmacke:»Verhaftung" eine Mittheilung, Z-garren°rbeiter Koschlns'y, als er in meinem Lokäl 2? auf nne Sammelliste für die strerken- �lass,... wrdnter eine Klemigkett zu zeichnen, auf meine Ver- nj den Gästen gegenüber im trunkenen Zustande J�ebührli-h-s Betragen lästig machte." s�g?B"sai.Kericht. Am 13. d. M. Vormittags wurde eine ,! �au in ihrer Wohnung in der Zimmerstraße im k nd bewußtlos aufgefunden. Anscheinend liegt Ver- tyrrd,0 durch Einathmen von Leuchtgas vor.— Nachmittags «»i, fünfjähriger Knabe vor dem Hause Waldemarstr. 21 �Nirf, x1 A beitswagen überfahren und erlitt einen doppelten »es Oberschenkels. Thenker. Theater. Das Zeitalter der Verschwörungen >!>es�,,' uns, die ww heutzutage die Geschichte denn doch »ch. W) anders auffassen, als es unsere naiven Vorfahren '�olonux1 Kultus der Persönlichkeit sowie in ihrer ganzen «der o»i 5 GeisteSrichiung zu thun pflegten, � nicht zeitlich, "n? �ukl'.ch— so weit hinter uns liegend, daß ein Drama, «in(j ernsthaft« Verkihwörung zu Grunde liegt, uns kaum Interesse einflößen kann— es sei denn, daß eine «Nie°h"uche dichterische Kraft einem so verbrauchten Motive «t«ig,,?5'VNklle Seiten abgewänne. Das ist aber in Stoditzer's »d»r Schauspiel:»Tbyra" nicht der Fall, obschon Sto- augenblicklichen Mode folgend, den Schauplatz seiner 'Mtni ,9 uach Rußland und in die unmittelbare Gegenwart �sterrff m guten Glauben, durch das lokale Kolorit das Zsz 5-? UN den Vorgängen auf der Bühne zu erhöhen. Aber '«iüh" an lokalem Kolorit dem Publikum bietet die an lokalem Kolorit dem Publikum bietet— die g"uiger russischer Uniformen, einen Samowar und Maup Wutlki- ist das Verdienst der Regie, wenn es o�Wend„, l Berdienst ist. Sonst find nur die Namen der � 3�p?o�,.,�uen russisch— und wie wurden dieselben WCinTfJ D'e Personen selbst sind durch und durch >».�h ab.i.s a und im Bösen, und es ist absolut kein 'Uin�'vjun- warum der Dichter uns das Gegentheil «n Oberst.®8 glaubt ihm doch Keiner! Itoi'® Fnfitr» nn Pole, der in dem Aufstande ei.�ete unx"l�J'PefochlenJbattf, gefangen genommen m von «„■""t uni.-----—"»«•ivufini«ui..,»............ wurde, 9'sade in der Stunde in das von den Russen b, eina�ü. �«oga kam, wo sein Weib in den Flammen "« �nem —. viago ram, wo lc> währi«k> hs«,!"Ugeäsckerlen Hauses umkam, w � Monate alte Ä"ugen russischen Ossi»'« joch fl�fl' einen Gedanken C?,b«8 Obersten zu retten, hat �."«it seinem»ertreten«« ierstörtes LebenSgluck zugla'�, ,ey den Ruffenkreuu, «nBv v 4 an Rußland zu rächen. Er lp �ge Dokumen. ?Zr«id er heimlich konspirirt, bringen sucht-« Aaß,.? möglichen Ministenen an''� �n 1» verwickeln. �ud in Konflikte mit. anderen Slaa � � y den Hesi.Tochter Thyra weiß nichts von a � weiß nicht V-ter» gegen Rußland � sich°leJ-'ud da er auch ihr gegen ribernrew phne e| tu � erkennen gegeben. Nun soll. � verlobt sich im den Plänen ihres Vater« diene. ��mwerherrn li t�erstandniß mit ihrem Vater mrt vem h � sie zwar nicht liebt, der»r ad« d« �L�en ewflößt. was bei ihrer s°nstrg-n Umg-vu � s.hr Äto�Ktwinoff ist russischer Beamter und rm-v.- fyn S Dokumente, die der Oberst aiiez �taturlich ist er auck der Orsiner um jeden Preis haben aus den�Fl ammen gerettet hat. Und während Thy.a in einer Stunde des Alleinseins mit ihrcm Bräutigam einen Blick in fein Herz thut, der ihn ihr in einem ganz an» deren Lichte zeigt, als sie ibn bisher gesehen, und die Liebenden eine Stunde des reinsten Glücks genießen, kopirt der Oberst im Nebenzimmer die Dokumente, die er dem Kammerherrn ge- stöhlen hat und die er dann ruhig, als wäre nichts geschahen, an ihrea Platz i m Schreibtische des Nichtsahnenden zurück- befördert. Nun, da er erreicht hat, was er wollte, will er, daß feine Tochter das Berlöbniß auflöse. Da sie sich ent- schieden weigert, sich seinem Willen zu fügen, enthüllt er ihr Alles, nachoem sie ihm geschworen. Niemandem ein Wort von dem zu sagen, was er ihr anvertrauen würde. Sie ist vernichtet. Ihr erster Impuls ist, hinzueilen zu dem Geliebten, ihm Alles zu sagen. Aber damit würde sie ihren Vater zu Grunde richten, den sie zmtlich liebt. Nach einer sehr erregten Szene zwischen Vater und Tochter entschneßt sie sich zu schweigen. Aber sie verläßt das Haus ihres Vaters, dessen Mitschuldige sie lein würde, wenn sie nun, da sie um AÜeS weiß, bei ihm bliebe. Litwinoff, dem sie in dürren Worten brieflich mittheilt, daß sie niemals fein Weib werden könne, weiß sich ihr Verschwinden, ihre vlötzliche Absage nicht zu erklären. Die kopirten Dokumente, die der Oberst nach dem AuS- lande geschickt hat, werden an der Grenze aufgefangen. Lit- winoff ist kompromittirt. Natürlich richtet sich der Verdacht des VerrathS gegen ihn. Aber noch ehe ihm dies klar geworden, erscheint Thyra bei ihm. Sie hat erfahren, daß man ihn ver- dächtigt; er ist verloren, wenn sie ihm nicht die Wahrheit sagt. Sie sagt ihm Alles, nur mit einer Einschränkung— sie entlastet ihren Vater und nimmt alle Schuld auf sich. Der Vater ericheint rechtzeitig, um sie Lüge» zu strafen. Er versucht ihr Geständniß als Fiebergeschwätz einer oerliebten Thärin hinzu- stellen, der die Angst um das Schicksal de» Geliebten den Verstand raubt. Da ihm dies nicht gelingt, gesteht er sein Verschulden ein. Nach vielem Hin- und Herreden, nachdem Litwinoff verhaftet worden, Thyra zusammenbricht, all seine Fluchtpläne scheitern, entschließt sich der Oberst das zu thun, was ihm nach Lage der Drnge allein übrig bleibt— sich zu tödten, nachdem er sich als den Schuldigen bekannt hat. Lit« winoff ist gerettet und er und Thyra können einander ange- hören. Frl. Nuscha Butze spielte die Titelrolle mit Wärme und Leidenschaft. Nach der großen Szene des zweiten Akis— dem erregten Zwiegespräch zwischen Vater und Tochter— wurde sie im Verein mit Herrn Kraußneck, Oberst SiemmSki, nicht weniger als fünf Mal hervorgerufen. Herr Kraußneck gab den un- glücklichen Verschwörer in schöner MaSke und würdiger Hol- tung. Daß die Rolle monoton ist und wenig Interesse ein- flößt, liegt nicht an dem Darsteller. Es ist nun einmal Herrn Kraußneck'S Schicksal, unglückliche Dulder, verkannte Größen, edle Märtyrer darzustellen. Und da die Herren Autoren sich in der Zeichnung dieser Charaktere einer rührenden Einförmig- keit befleißigen, so ist es auch dem Schauspieler herzlich schwer, diese unbestimmt und verschwommen gehaltenen Gestalten schärfer zu charakterisiren. Herr Drach war ein sehr ernsthafter, steifer, etwas lang- weiligec Kammerherr, ganz nach dem Herzen des Dichters. In all' den Fiauren des Stückes steckt kein Funken Originalität und es fällt daher schwer, sich für sie zu erwärmen. Im Ganzen war die Darstellung nicht aus der Höhe früherer Leistungen des Berliner Theaters. Frareois Coppoe'S»Wanderer", der kleine Einakter, wel- wer den Abend eröffnete, ist ein unbedeutendes kleines Ding, ein romantisches, sentimentales Stimmungsbild, da» uns trotz poetischen Rahmens, in welches die Regie dasselbe gefaßt hatte, nicht warm werden ließ. Eine mittelalterliche Hetäre, die uns in wohlklingenden Versen klagt, daß sie inmitten des Glanzes, der sie umgiebt, inmitten der Huldigunzen, die ihr dargebracht werden, nach Liebe schmachtet, will uns nüchternen Modernen nicht rechi glaubhaft erscheinen. Glaubhafter vielleicht, jedenfalls aber bei weitem liebenswürdiger ist die Gestalt des kleinen fahrenden Sängers, der nur von der Laune herumgetrieben, keck und frei wie der Vogel in den Lüften sein fröhliches Lied- chen schmettert und dann von bannen zieht— wohin wer kann e» wissen? Daß der liebenswürdige kleine Zigeuner sich so schnell einfangen läßt und seine fröhliche Laune in weiner- liche Sentimentalität umschlägt, nachdem er der schönen Silvia zu tief in die Augen gesehen, entspricht zwar der he»kömmlichen dichterischen Fiktion, ist darum aber weder wahr noch schön. Ebenso wenig wie die großmülhige Anwandlung Silvia'«, die den kleinen Kerl in antiker Selbstverleuznnng von sich weist und ihn fortschickt, trotzdem sie in ihm das im Traume geschaute Ideal erkannt hat. Frl. Tondeur gab die Silvia in bübscher Erscheinung, aber so weinerlich und süßlich, daß man den Zauber kaum begriff, den diese Hetäre— wenn man dem Dichter glauben darf— auf alle Welt ausübt. Prächtig sab Frl. Odilon auS in der kleidsamen, malerischen Knabentracht. Und der frische, kecke Ton, mit welchem sie sich einführte, stand ihr allerliebst. Weniger die farblose Sentimen- talität de» Abgangs. J. z. Ztterlnttnnluttgcn. Der loriatdemotrrutilcke Wahlverein für de» 6. Ker- iinerReichatagswahikreis hielt am Montag, den ll.O'wber, in Hmh's Salon, Gesundbrunnen, Badstraße, leine ordentliche Generalversammlung ab. Die Tagesordnuna lautet«: I.Rechen- schaftSbericht vom letzten Vierteljahr. 2. Wahl des gesammten Vorstandes. 3. Vortrag über»Der Kampf um'S Dasein in der VolkSwirthschaft". 4. Diskussion. 5. Verschiedenes und Frage- kästen. � Da mangels genügender Bekanntmachung die Ver- ammlung schwach besucht mar, macht Herr Martens den Vor- chlag, die ersten beiden Punkte von der Tagesordnung abzu- jetzen. Das wurde auch beschlossen. Zu Punkt 3 erhielt Herr Bruno Wille da» Wort. Redner gestaltete seinen Vortrag zu einem interreffanten und lehrreichen und besprach zunächst die Darwinsche Theorie, wonach alle Lebewesen in der Natur einen Kampf um s Dasein führen. Derselbe finde sich vor in der Pflanzen- und in der Thierwelt. Da nun nach Darwin die Menschen eine veredelte Fortsetzung der Thierwelt wären, so ftude sich selbstverständlich der Kampf umS Dasein auch bei den Menschen vor,». B. bei der Bekämpfung der Kapitalisten durch die Arbeiter, wo derselbe durch Streik« zum Ausdruck gelange. Aber auch innerhalb des Proletariats fei der Kampf ums Dasein zu beobachten, und zwar komme es öfter vor. daß der Arbeiter durch die Roth gezwungen sei, seinen Mitarbeiter zu unterbieten. So traurig die Thalsache auch sei, die Ursache liege einzig und allein in der heutigen privatwirthschastlichen Produktion. Die Einwürfe unserer Gegner, daß der Kampf ums Dasein auf Naturgesetzen beruhe und folglicherweise auch nicht au« der Welt zu schassen wäre, widerlegt Redner dmch den Hinweis, daß der Kampf ums Dasein in früheren Zeiten viele blutige Opfer forderte, hingegen jetzt eine mildere Form angenom- wen, also eine wesentliche Veränderung erfahren habe. Namentlich in der VolkSwirthschaft wäre es leicht möglich, den Kampf ums Dasein aus der Welt zu schaffen, und zwar durch Einführung einer anderen Produktionsweise, nämlich der gesellschaftlicken, der sozialistischen Produktionsweise. Aber auch unter den Ka- vitallsten zeige sich der Kampf umS Dasein; steiS würden die Großproduzenten Sieger bleiben. Sobald aber der Gipfel der Großprodukiion erreicht sei, wäre auch der Uebergang in die gesellschaftliche Produklion nicht mehr fern und da» Proletariat als kec stärkere Theil oermöge seiner 95 pCt. werde in diesem Kampfe Sieger bleiben. Redner schließt mit einem warmen Appell an die Versammelten, in diesem Sinne zu agitiren und zn wirken, dann würden auch die ZukunktSträume eines Fourier, eines Bellamy baldigst zur Wirklichkeit werden. Unter Vrr- schiedenem wurde eine Resolutron eingebracht, welche besagte, nur in Lokalen zu verkehren, wo die Ärbeiterblätter autliegen. Eme weitere, welche den 1. Mai 1890 als A-beiterfeiertag er- klärt haben wollte, wurde dahin berichtigt, daß dieselbe in voriger Versammlung �schon erledigt ist. Außerdem beschwert« sich Herr Brinkmann über den mangelhaften Bericht der letzten Versammlung, in welchem nicht einmal, abgesehen von dem Vortrog, die Boykottirung der Lokale, Schirm'S Salon, Marien» bad, berde Gesundbrunnen, Badstraße, sowie Schulz' Salon, Stettinerstraße, angeführt sei. In einer Komm«»aiwähleeversammlu«g für den 27. Bezirk, welche von der antisemitischen Buraerpartei auf vorigen Donnerstag nach dem Niefl'schen Saale(Weberstr. 17) einberufen war, trat die Heuchelei dieser Partei neben ibrer Angst vor der Kritik wieder einmal recht sichtbar hervor. Der Kandidat der Bürgerpartei, Herr Hildebrandt, ist der Eigen- thümer des genannten Lokals und machte, obwohl er den Saal an einen Andern verpachtet hat, von seinem Eigenthumsrechte dahin Gebrauch, daß er anders gesinnte Wähler aus der als einer öffentlichen angekündigten Versammlung ausschloß und auch unseren Berichterstatter den Eintritt nur unter der Be- dingung gestattete, daß derselbe verspräche,»'cht da» Wort zu nehmen. Der Berichterstatter erwiederte: Wozu dicscS Vv- sprechen nütze,: solle? Da man ihm daS Wort nichi g-ben wolle, könne er hier nicht reden, er werde aber noch andere Gelegenheit zur Rede finden. Der Referent, Dr. E o e r S, hotte nun, nachdem dem Gegner der Mund geschloffen war, noch die Naioetät, unserem Berichterstatter zu erklären:»Meine Rede dürfen Sie Ebringen: ich sähe es sogar gern, wenn S« sie stenographirten." Dazu liegt freilich um so weniger Grund vor, als Herr Ewers nur Dinge vorbrachte, welche in Arbeiterversammlungen und in unserem Blatte oft gesagt und daher unseren Lesern bekannt find. Abschaffung der Miethsstener und Nebernahme der Pferdebahnen und elektri- scheu Werke aus die Stadt— das war alles; etwas Po'em.k gegen den Freisinn konnte den Kohl nicht fett machen. Nach dem Referenten trat der Kandidat der Bürgerpartei, Herr Hildebrandt, vor, und hielt feine Kandidatenrede, welche wir wegen ihres denkwürdigen Inhalts möglichst vollständig bringen. Der Kandidat sagte:»Ich war bis 187S Dachdtcker» meister. Dann wurde ich Wirth in diesem Lakale. Da Sie bri mir verkehrt haben, so kennen Sie mich. Seit einigen Jahren habe ich mich vom Geschäft»»rückgezogen. Wie ich denke. daS hat Ihnen Herr Evers bereits kehr schön gesagt. Ich pfl chte im Großen und Ganzen der Büegerpartci bei und würde�mich sehr fleuen, wenn ich zum Stadtverordneten gewählt mm de." Wieder trat dann Herr EverS vor und nk.ärte:»Wie von jeher, lassen wir Konservative jeden Gegner aus dem Bernk gern zum Wort und es ist uns angenehm, wenn Gegner sich melden." So rief Herr EoerS mit stolzem Pathos, und de! ei hatte man von vornherein durch Einladungskarte, welche per» sönlich nur Konservativen zugegangen waren, die Gearnr ausgeschlossen! Trotzdem war ein Freisinniger in die Versammlung hineinperathen, und— große Verwunde! ung, als dieser oeaen den Referenten eine alle- dingS unerhebliche Polemik führte. Schließlich sprach dann Herr Hild-brandt die ganz ernsthafte Hoffnung auf seinen Sieg aus. Damit ist eS zwar nichts, aber tüchtiges Arbcitrn ist gleichwohl röihig, dann wird der Kandidat der Ardciterpaltei, Herr Otto Heindorf, ge- wählt werden. Der Uerei» zur Mahruug der materieUeu I»!er- essen der Kteiutriiger und verwandten Berufs� genossen Berlins hielt am Sonntag in Scheffrr's Salon, Jnselstr. 10, feine Mitgl'ederv> rfommlunq ab. Tie Tagesordnung war folgende: 1 Vortrog über Gesundheit!- pflege. Referent: Dr. Strauß. 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Verschiedenes und Fcagekasten. Der Vor- tragende schildert im erste» Theile seines Vortrags in ein- gehender Weise die verschiedenartigen Schädigung«« und Ge« fahren denen die einzelnen BerufZklassen bei ihrer Arbeit aus- gesetzt seien. Im Anschluße daran bespricht der Vortragende die Mittel und Wege, welche geeignet seien, diesen Gefahre, zu begegnen, indem er sich einerseits wendet gegen Frauen- und Kinderarbeit, für Verhesserung der Wohnungs- und Er- nähiungsverhältniffe sich erklärt, andererseits auf die Schutz- maßregeln gegen die direkten Gefahren der Arbeit eingeht, von denen er im Hinweise auf die jüngst stattgehabte Ausstellung fär Unfallverhütung der Hoffnung Ausdruck gicb', daß sie möglichst ollgemein in die Industrie eingeführt werden und dort ihre segensreichen Wirkungen ausüben möchten! Zur Diskussion sprachen die Herren Rennthaler und Wernau. Die Abrechnung vom Stiftungsfest eroab eine Einnahme von 234,70 M., eine Ausgabe von 303,15 M., mit- hin ein Defizit von 18,05 M. Diese Abrechnung wuide von der Versammlung für richtig erkannt. Kollegen Weulh wurden 10 M. bewilligt. Herr Braunsberg wurde als Zahlsteller- Inhaber für Herrn Noack gewählt(Südost). Von Herrn Wallenthin wurde angeregt, dieser Tage eine Vnsammlung hehuss Sir-ikabrechnung ftattfi'den zu lasten. Die Volameutterer«ud Derufsaeuossen tagten am Montag, den 11. d. M., bei Fmeritem, Alte Jakobstr. 75, mit folgender Tagesordnung: 1. Laoe der Arbeiter in der Militär- effektenbranche. 2. Antrag, betreffs Zentralisation mit den II in Deutschland bestehenden Fachoereinen. 3. Wahl eines Vk>- gnügungskomitees. VerschieveneS und Fragekasten. Herr Stranewitz hielt einen karzm Vortrag über die i-tzige Lage der Goldarbeiter, die zu dieser Versammlung briefl ch eingeladen waren. Er fordert dieselben zum Schluß auf, sich dem Verein anzuschließen und für denselben zu agitiren, damit sie, wen» sie in den Lohnkampf eintreten, einen festen Halt an ihm be- fitzen. Grade die Lage der Goldarbeiter sei eine jammervolle zu nennen und nur durch die Jsolirung derselben sei es de» verschiedenen Arbeitgebern möglich, für ein und dieselbe Arbeit verschiedenartigen Lohn zu zahlen. Dieselben Zustände seien auch in der Ordensbandsabrikation vorhanden. Folgende hierzu eingelaufene Resolution:»Die anwesenden Kollegen der Posamentierer-Goldarbeiterbranche erklären sich mit den Ausführungen de« Redners einverstanden und verpflichte« sich Alle, dem Fachverein beizutreten," wurde einstim- mig angenommen. Der 2. Punki der Tagesordnung wurde mit dem Hinweis auf die jetzige Handhabung der Koalition«- freiheit der Arbeiter abgelehnt. Herr Alfchner st llt sodann dcn Antrag, der Arbeitsnachweiskommission 10 M. zur Unter- stützung zugereister Kollegen»u bewilligen. Dieser Antrag wurde angenommen. Es wurden nun die Herren Wäger- knecht, Trinkauf, Herbst, Wicke und E. Sckmidt in das Per- gnügungskomitee gewählt. Nachdem noch folgende Resolution: »Die Versammlung wolle beschließen, da» Bier der B:auercr Patzenhofer nicht mehr zu trinken, und zwar so lange nicht, bis dieselbe ihre Säle zu Versammlungen hergiebt", angenom- men worden, schließt der Vorsitzende die Versammlung. Spremberg. Sonntag, den 10. d. Mts., fand hier im Kirchhoff'ichen Saale eine Versammlung für Frauen und Mäochen au« der Textilbranche statt. Dieselbe mar von e wa 300 Frauen und Mädchen besucht und, da auch Männer, welche sich für diesen Vortrag interejfirten, eingeladen waren, war d,r ziemlich geraumige Saal bis auf den letzten Plötz besetzt. Tie Tagesordnung lautete: Stellung der Frau in der Industrie. Referentin Frau Jhrer-Velten. Die Rednerin protestnie gegnr em Verbot der Frauenarbeit und erntete reichen Beifall. Ja der Diskussion sprachen Herr Buder und wiederholt noch die Referentin. Beide forderten die Arbeiterinnen, welche in der Textilindustrie in so großer Zahl vertreten find, auf, sich zu organisiren. Eine Resolution, die sich mit den Ausführungen der Referentin eir verstanden erklärte, wnrde mit Majorität angenommen und das Bureau beauftragt in nächster Zeit wieder «ine V.rfammlung einzuberufen. *• atttmuiiM Kranken- und Ktrrdrkass» d»r M»tallard»tr»r. <» i>. 29, Hambu'i> glllale ifflllglltCettietfammlunu am Eoinadend, ben KL November, s Kendl S\ Uhr, in Kummerl Salon Berltnerftr 138. ««rrttr�aft für P»rbr»ttnnz«an Palkakitbnng. Im Sonn. obend. den 18 November, Ibcndo s Uhr, Sevcrnl.Bersommwno ImReftauront zeiibre. viumenftiate zg. Der Bo'trag om Sonntan, den 17. November, muh cwlfadcn, da e» dem Vorstände nicht gelungen ist, ein geeignete» Lokal zu de- kommen Mscht»r-V»r»ln. Koltbulcrstr. 4», Ibmd»»Uhr.«ersammlung. Tage»- Ordnung: 1. Dortrog dci Herrn Z Frankel, 2. Bericht vom Stiftunglseft. 8 Vereinlangelegenheiten. KHaamaina« deutscher Kattlerveretn. lMitgliedichokt verlin». Berlommlung Sonnabend, den 16 d. M., Abend««Zt Uhr. im Nestourani del H.nn Rever. Alte Zakobstr.«3. Tacelordnung: 1. Vortrag d,s Herrn Böllche »d t:„Die Zukanit der Erde nach den Forschungen der Astronomie". 2 Dil- futflon S Verschiedenes Um zahireichen Besuch wird ersucht. Der Arbeit». nachwetl befindet fich Krausenftr. II Wochentag» St Kendl 8— S Uhr, auher Evnuabeud». Sonntoo» Mittag« 12— I Uhr. V'rein ,nr Zpahrnng de» Interessen der«tschler und Gerns»- venassen. Auherordeniliche Genrralversammlung. Am Sonnabend, den 18, November, Abendi 8X Uhr, im Lokale de« Herrn Kioth, Dreidcnerftr, 10 Tacelordnung: Innere V-r,wtanr.elegcnhtiten und V-rhai:dlung wichtiger Antraue, verschiedene«. Pflicht eine» jeden Mitgliedel ist e» zu erscheinen V«tH* der Einsetzer slischleri. Gencralversammlurrg, Sonntag, b-n 17. d, 9», Vormittag» K-X Uhr Neue Friedrichftr 44 Tagesordnung- I, veschlufisassuna betreff« der Fragebogen. 2 verschiedene ver-inlangelegm betten, I Fragekaslen. Mitoiicdlduch iegitimirt. Die Mitglieder werden auf 5»«Ks, I sowie aus den«eneralversammlunglbeschluz vom 22. September aufmerksam gemachst «fret» Prrrinigung dir Zimmer»» Kertina und Umgegend «roge öffentliche Versammlung am Sonntag, den 17 d M, Vo'mittag« Ivllhr. in Orschei'g Salon. Sebaslianstr. 39. Tagelordnuna: I Lortrah de« Herrn Wildem Wer, er über:„Die Frauensrage". 2 Dilkasfion» verschiedene» und Fragekaften. Jedermann hat ZuKitt. Um zahlreiche» Erscheinen wird er such«. Krelrettgiäs««»meind». Rosentdalerstr. 88 Sonntag, den 17 No- » mber. vormittag» lv Uhr,«o: trag de« Kandidaten Herrn»alter Uder■ „Wellt Ion und Moral"«aste find sehr willkommen, Montag Abend 8 Uhr, ..Beschliehende Gemeindroersammiung" .««r UltUmeredars und Umgegend,«rohe öffentliche«o'ktver- den 17, November, vormittag« 10* llhr, im Btkroiia. Warten, Wsthelmiau 85 in Wilmertdors, Taaelordnung Die Sebentmittel. »ttwenerung und die Schuhzblle, Reserent vilhclm Werner. Diskussion und Aer tchiedeue». Verein Oertlner Uagelschmied». Sonntag, den 17. November, vor mittag» 10 llhr, Lichtendergerstr. 21. bei Heise. Bersammlnna. Tagelordnung: I. Unsere Lohnverdtsttniffe, Dilkulfion, 2 Zufriedene Aibeiter. vorgelesen vom Kollegen«erstenberger 8, verschiedene»,«äste find willkommen. feunnerein sSmmtltcher an Katibearbeitungamaschtnen beschäftigter Arbeiter. Montag, den 18. November. Abend« b* Uhr, in Söger'» g.kai, Grüner Weg 2V Versammlung Tagesordnung 1 voikag de» Herrn Alain Geiisch üder Soldatenbandel im Mittelalter. 2 Berfchieoene» und Fragekasten.. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden ausgenommen, Um reckt zadlieiche» und vllnkilichc» Erscheinen wird ersucht. AUgemein»«nchbrnäi*»- Versammlung am Montag, den 18, No. vemder. Abend» 9 Uhr im Konzerlhaute Santsvuci, Koltduserftr. 4» Tage». Ordnung: 1, Die Bei kü jung der Arbeitizeit und ihre Bedeutung sllr die Arbeiter. 2. Die Schmulkonkarrenz in unserem Bewerbe und wa« ist dagegen zu thun 7 8. verschiedene» Um recht zablreickeu Besuch wird gebeten. Peretnianng der Urecheter Lentschtand» Ortdoerwaltung N iStock- blanche» Mitgiicderverlammlung am Dienstag den Ig November, Abend» 8 llhr in Scheffel» Salon. Inselftr, 10. Tagesordnung: I Geschäftliches 2. Vortrag de» Herrn Dr. Bruno Wille über.„Kamps um» Dasein in der volkswiitb schalt'. 8 Der Verlauf der«rdeitteinftellung in der Eekartbors'schen Fabrik, 4, verschiedene» und Fragekaften. Ausnahme neuer Mitglieder, Gäste haben Zutritt Allgemein» Aranken- und»terbekass» der Metallarbeiter (8 H 29 Hamburg» Filiale«erlin 7. Den Mitgiiedern zur Nachricht, dah die 2, Zahlstelle nach der Reiniekendoiserftr, 54 bei Dillen berg veilegt ist. Die- jeni.en Mitglieder, welche ser.seit» der Wiesenstrahe wohnen, werden gebeten, die Beiträge dort zu entrichten. Die Zahlstelle ist an jedem Soimabend Abend von 8 di» 10 Udr geöffnet, «»sang-,«nrn- und gesellig» pereine am Sonnabend: Gesangverein.Harm onia' Abend» 8 llhr wi Restaurant, Alk Zakodstr. 88— Märmergelarrg verein.Treue' Abendi 9 Udr im Restaurant Sndreaistrahe 9,— Mannergesangverein„Erato" Abend» 9* Uhr bei Schläwicke, Kleine Kursk I Männergesangverein„Seneselder", Brohe Hamburgerstrahe 4, um 9 Uhr Uebung»slunde, Ausnahme neuer Mitglieder. Lübeckscher Turnverein (1, Lchiling«. Abtheiiung». Abend» 8 Uhr Elisadethstrahe 57-58— Turnverein„Wedding". Pankstr. 9. Männer- Abtheiiung von 8* di» 10* Uhr Abend»; deigl. 1. LchrlingSabtheilung von 8 di» 10 Uhr Abend» — Arendt'sche Stenographen klaffe de»„Berliner Handwerkervereini" Abend» 8* llhr Sophienftr. 15.— Theater, und Vergnügungsverein„Earitai" Abend» 8 Uhr im Louisenftädtischen«ierhause. Admiratstr. 88.— Theater, und Ver- gnügunglaesellschast.Treue" Abend» 8* Uhr in Boberst» Balllalon. Wcinftr. 11 — Bergnügungiverein„Schneegtöckchm", Abend« 9 llhr in vetlint Bierhau» veleranenstr. 19— Geielligkeitiklub„Lustig" Abend» 9* Uhr im Restaurant Weicheit, Taubcnstr. 45.— verein der Taubensreunde Abend« 8* Uhr im Restaurant Hillmann. Mantcuffelskahe 88.— Dänischer verein„Frega" Ldmd» 9 Uhr im Restaurant Popp«, Sindenfk. 108.— Verein der Württembergcr Abendi 8* Uhr bei vaihiriaer. Dorotdeenstr, 84.— verein ehem. Schüler der 84. Benrerndeschuie Abendi 9 Uhr im Restaurant, Koppcnsk, 58.— verein ehem. M 8 Luther'scher Schüler Abend« 9* Uhr im Restaurant Bormann Ohmgaffe 2.— Rauchtlub„Porloriro" Abend» 9 llhr bis 11 Uhr«äpnicker- firahe 157 bei Schul,.- Nauchklub Tüualm"»kbend» 8 Uhr im Tamm, Schönhauser Allee 28.— Vergnügung»verein duftige 18" Aderrtl» W! Kr Restaurant Aldrecht. Annenstr. 9.- Tambour»«! ek„Sedrm" Situn«»� 9 Uhr, Grüner Weg 9-10, Aufnahme neuer Mitglieder— TamU»»', .Herz Innig", Abend» 8 Uhr, Sigung im Restaurant Strahburgntttl- Dirigent und Borfihender Fri» Saukant— Tambourveretn„Einiakiit«w stark", gegründet 1888, ftellvertrelender Dirigent E, Billhardt, Ausrras „zTw i Seelen Abend» 9 Uhr im Restaurant Schuster, Oiarrtenftr, 8,— verein Hoipicia Kleine Luguftftrahe 14 Abend« 9 Ubr, Lteueste MQzhrizhten. Zwei Verbote auf Gruud de» Kosialisteuge!�� meldet der gestrige»Reichsanzeiger". Da» eine geht von iß» Polizeipräsidenten von Berlin aus und betnffl die nich�? ditche Druckschrift:»Sozialdemokratische Bidlrothek XX' »Die wahre Gestalt des Chriftemhums.(Krück-.-ur les � trloes sociales cku christianisme.)'* oon DoeS Gltpo' ß" Sigismond Lacroir, übersetz! von einem dcuischen Sozialistßß Zweite Auslage. London. Lermau Cooperative Printing>7 Publishing Co. 1889*.— Das andere erlabt das oldenburgfiln Ministerium des Innern gegen die im Berlage von R. Siw in Bant erschienene Druckschrift mit dem Titel:„Merk-Bü«1� für die deutschen Reichstagswähler auf das Jahr 1890", D--» von F. Kühn in Bant. DriefkAflen. Lei Anfragm bitten wir die Abonnementß-Quittung beizufügen. Vrieffläk Antwort wird nicht ertheilt. G. Kchtt.... r. Wir wissen nicht, welches Sie meine■? M. M Das Adreßbuch wird Ihnen Auskunft gebe» Crche öfntliik Alliniiiilillilivchltt-Kcchmlmlg Montag, de« 18. November, Abevds 8 Uhr, w d.Central-FeMle», Orauieustrotze 18U, sör hell II, 14., 15.«. 17. Tage«. Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Ref.: Franz Tutzauer und ArthurStadthagen. 2. DiSkusfion und Verschiedenes. 817_ Da» Centrnl-Mahlbomitre. Oeffentliche General- Verfammluug .-.mow-Ulltzer�,..? a« Montag, d. 18. November, Abends 6 Uhr. in den Bürgersalev, Dresdeuerstratze Nr. 96. Tagek-Ordnung: 1. Die Noihw endig teil der Verkürzung der Arbeitszeit. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Verschiedene«. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der kint> erufer. LA H. Neumann, Aloenslebenstr. La. MM" Versammlung des Fachvereius der Former n. verm. Hrrnfsgen. »it, Sonntag, den 17. Novembep, Vormittags 10! Uhr, in Sternecker's BUrgersäle, Dresdenerstr. 96. TageS- Ordnung: 1. Benchieistatlung übet die Bordanviung der Kommission des Fach- verein« der Former und des Eisengießerei, und Maschinen-Fabrikanten-VereinS. 2. Bericht über di« Dessauer Angelegenheit. 3. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Eischeinen bittet Der Vorstand. MV Am 27. Dezember h. I.. Abends 6 llhr(3. Weihnacht«. Feiertag) fiattet unser 4. Stiftungsfest in Heydrtch'ö Feftsäle, Beuthstrahe 20—22, statt. Hierzu ladet ein 843 DasIVergnügungo-Komttee. »illets find zu haben bei den Herren: Paul vehrendr. Pankitr. Sld; Richard vrend l. Bernauerstr. 108; August Vlath, Wollmerstr. 71; Otto Setchrrt. Gerichtsstr. 8l; vuge« Tchuaegetidorf, Barvrmstr. 3; Frttz Gurlun, Bernauerstr. 36; Ludwig Stopsack. Wränget- ftrofie 132; Alwin störften Skal�tzerttr. 63/64._ Grosse Versammlung der Freien Uereinigung der Damenmnvtel-Schneider und der Ardeiterinne« in der Sedleidungs-AvdnSrie am Dirnstag, den 19. Oktober, Abends 8j Ubr. in Jordan'« Salon, Neue Grünstr, T a j 28. 833 les.Ordnun 1. Die Bedeutung de« Streiks und Stellungnahme der Arbeiterorganisationen zu demselben. Referent Th. Glocke. 2. Diskussion. 3 Wabl der Revisoren. 4. VereinSangelegenheilen und K'agekasten. Gäste willkommen! _______ Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß das 843 3, Stiftungsfest Vourliftlul»(tulin- hrste, Komtadend, den IS. d. M.,>m Vtustädter Votksgarten, P.oSkaueritraße, stattfindet. Billei« find noch zu baden bei Spiek.rmann, Markusstr. v; bei Vogel. Kovpenstr. 75 im C�oorrin- Geschäft und bei Werschke, Adaib-ristr. 16._ Der Norftaad. vom FMVerein der Tischler. den 18. November, Abends 8H Uhr, ia �ordan's Salon, Neue Grünstc. 28: Versammlung. Tagesordnung: ll. Die Beschlüsse de« Tischler- JnnungStage» in Hamburg. Ref.: Th. Glocke. 2. Diskussion._ S. Verein«- und Werkstatt-Angelegenhetteu. Re.«�Mrtgfi?d'tr werdm in der Versammlung evsaenommen. Heute, Sounabend. den 16. Nov., Abend« 8 Uhr, in Jordan» Salou: Tanzkranzcheu. VWetd sind bei folgenden Herren zu haben: Witte, Invaliden itr. 21; vktSarg. Lehrterftr. 22, 2 Dr.;«U»k«ami, Barnimftr.4S,4Tr.: Hcmp. B illtfadenstr. 63, 4 Tr.; Hoher. Grüner Weg 70; Wwter. Manteuffelstr, 6, 3 Tr.; Glocke, Lau- fitzertlr. 52, 3 Tr.; Wtkd-maun Wensenstr. 2, 4 Tr.; Haberlaud, Reichen dergerstr. 161. 3 Tr.; Schu't Bntzerttr. 42, 4 Tr.;«onten, Keeuz« derastraße 9. Qurrgeb. 4 Tr.; Wltte, Möckern- straß« 95, Z Tr.;«lfaffer, Noswstr.40:«p.lt, Etdastianfir. 27/W(Mäbelhandl.); H. Schmidt, S lfadlthufer 20, H. 2 Tr.. b. Orlowsk,; Aerd. «-eck-. Adalbertstr. 9, 4 Tr. vor Voi-stand. Bttliitt TuW-Btttii fit Arbeiter briilerlei EeschtelhtS <«. H. 8S.) Am Montag, b. 25. November, Abend« Uhr, in Grakweit'« Bierhallen, Kommandantenstraße Nr. 77-79: Antzerorventliche General Versammlung. Tagesordnung: 1. Reorganisation der Vertrauensmänner. 2. Verschiedene K issen-Angelegenheiten. Mitgliedsbuch Iegitimirt. Ter vorstand. 829 I. A.: P. Hundt. Unterstütz ungs- Verein der k'eilenlRauer Am Konntag, den 17. d. M.. Vorm. 11 Uhr, Gartenstroße 162: Mtglieder- Versammlung. 832 Ner Vorstand» «i« A immer für Verein« ist noch einig« Tage m oer Woche zu veraeben bei 825 Heinrich. Lübeckerstr. 32. volksblatt u Volks Tribüne liegen aus. Nerein zur Wahrnug der Interessen d. Klanier- Ardeiter uild oerw. ßerufsgev. Am Montag, den 18. November, Ad'nos 8� Uhr, in Deigmüll.r's Salon, Alle Jakobstr. 48a: Versammlung. Punkt 1: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille. „ 2: Vereins» Angelegenheiten und Vrr» schredenes. 850 Der Borstand. Gmeral-Versammlung der Lktskmltllkllsfc d. Mbdcholittr am Montag, den 25. Nov-mber 1889, Abends 8 Uhr, im Restaurant„Dur Aornhlumo", Andreas stc 3. Tagesordnung: 1. Bericht des Rendanten. 2. Eraänzungswahl des Vorstandes und zwar 4 Arbeitnebmer und 2 Arbeiigcber. 3. Wahl des RechnungSauSschusseS. 4. Verschiedene Kaffenangelegenheilcn. Die Herren Delrwrten wwden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand: Gustao Reuter, Vorsitzender, F-ieoenstraße 52. Freie Rereinig. der Kergold� »nd Fach genossen. Montag, den 18 November, Abend« 8t � m Scheffer's Salon, Jnselstr. 10: Mitglieder Nersamminng. Tagesordnung: 1. Vortrag über:.Die Darwrn'sche Ttch. und die Entstehung des Menschen�. W" Schilsistkller B ö l s ch e. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreiches Eriche!«'' bittet Ter vorstw» Der Uorstand der Arbeiter«.»erw. vrrufsgen. zu Berit» ma»i hierdurch dekonnt, da» am Montag./,? 25. November c,'.. Abends 8 Ubr, die Wahl Trlegirte« stallfindet und zwar: � 1. für die Fabriken, welche über 75 Man» w schäfligen, in der Fabrik des Arbeitgeber« 1 2. in Fabriken, welche weuiger als 75 ManN� schäfligen, Münzftr. II, H. r. 1 Tr.: 3. mr dre fteiwilligen Mitglieder lDio«� ".—|jn,� Brunnen str. Scy'S«esegschnstStzau................ Das OuUtungsbuch der Krankenkasse legiti» 8371 Der Vorstand. Verein m Wahrnng der Meressen der Verllner Knopfarbetter. Am Konntag, den 17. November, Vormittags 10$ Uhr, im Restaurant Gnadt, Bcunnenstr. 38: Mitgl.-Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag de« Herrn Dr. Strauß über all- gemeine Albeiterhyziene. 2. Gewtrkschaftliches. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Gäste stets willkommen. 835 Der Vorstand. Fachverein der Tischler (für den Osten). Lfossv Versammlung am Sonntag, den 17. Noo. cr., Voim. 10 Uhr, im Proskaucr Garten, Pros kauerst raße. Ecke der Ftankiurter Allee. TageS-Ordnung: 1. Die Mißstände in der Näh- und Schreib- tisch-Bianche und wie ist hier Abhilfe zu schaffen? Reserent: Fr. O e l z e. 2. DiSkusfion. 3. Werk- statt-, VeremSangelegenheiten und Verschiedene«. Reue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Die Kollcgen der Näh- und Schreidtlsch-Branche sind zu dieser Versammlung ganz besonders eingeladen. 819) Ter Brvollmächtigtr. Große Versammlana des WvtreiiisilttZislhIclBttliiis (Rordbrztrk) am Sonntag den 17. Novbr., Vorm. 10t Uhr, im Moabite» Kastno, Wilsnackerstr. 63. Tagesordnung: 1.»Die Tischlerbewegung in Deuischland und die O ganisation der Tischler Berlin«.� Referent: Herr Millarg. 2. Diskulfion. 3. Verschiedenes. Alle Kollegen find hierzu einaeladen 8301 Der vcvostwSchttgte. Rchiimiit K. Stramm. 123 Ritterstrasse 123, verbunden mit Fremden logiS. Emvfehle meinen allbekannten vorzüglichen FrLhstü«», Mittag- und Abendtisch. Sonstige Speisen und Ge- tränke m bekannter Güte. Zwei Zimmer, passend zu Zahlstelleu und Arbeitsnachweis, stehen zur Verfügung.-(1440 Aae««ünner» ber Arbeit. emvteble mein«eiss- u. Bairischb*'' Lokal, sowie den alten{»»jähr. Nordha«"' 826i W Haugk» Meinft. 2� Allen Freunden und Gönnern empfehle � Weiß- vsd LunMin-Ml. Großes und kleine« VereinSzimmer zu vcrg?'?' � Mol* Flick, N«r 1 Mark kostet jede llhr zu reinigen uw? Garantie. Bei allen Reparatur wird der Preis bortzer gesagt. - LISNer, Uhrmacher(Fachwo�� Raunhustrast« 15. Ecke Marianne«� Ich nehme die Beleidigung gegen H�- zurück.(8431 F 3tr<«s Frdl. Schläfst, bei Rogge, Jnvalidenstr. Arbettsmardt. 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