I». MO. Sonntag, den IV. November 1�8�. 6. Jabrg. SellimrVMlill. Krgan für die Interessen der Arbeiter. . � Das„Berliner Volksblatt" scheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei " 1.vttus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1�5 Mark, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer Pf. Sonntags-Nummer mit dem„Sonntags-Blatt" 10 Pf. Bei Abholung aus unserer Spedition Zimmerstraße 44 l Mark pro Monat. Postabonnemenr 4 Mark pro Quartal. gf,(Eingetragen in der PostzertungSpreiSliste für 188S unter Nr. 8SS.) s«' das Ausland: Täglich uuter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. Jasertiousgebühr beträgt für die 4 gespaltene Petrtxeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und VerfammlungS« Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -» Fernsprecher: Amt VI. Mr. 4106.»- ♦- Vedecktion: Veulhstvtttze— Expeditinn: Iimmeeptentze 44. ®1uf zur JifaÖl- »eroctutcf en- LVuhlt f Am nächsten Dienstag sind die Arbeiter Berlins be- in elf Bezirken zur Stadtverordneten-Versammlung � wählen und dafür zu sorgen, daß der manchesterliche von welchem die städtische Verwalwna beherrscht � gesunden wirthschaftlichen Anschauungen Platz macht. � Unsere Ansicht über die Aufgaben der kommunalen Thätig- r haben wir schon oft an dieser Stelle ausgesprochen, wir Jüchen daher heut nur noch einmal darauf hinzuweisen, J tnit der Praxis, die Straßen und Plätze der Stadt Aen Aktiengesellschaften zur Ausbeutung zu übergeben, .Tuchen werden muß, daß die Jnteresien der Gesammtheit rWjsch verlangen, den Nützen, der aus solchen Anlagen JJ'/ zur Entlastung der steuerzahlenden Bürgerschaft zu �»den. � Auf den Gebieten des Schulwesens, der Armenpflege, ? Submissionen müssen wirklich freiheitliche Grundsätze geführt werden; die Löhne der städtischen Arbeiter müssen �aufgebessert werden, daß dieselben eine auskömmliche Ae«z gewähren; kurz die gesammte städtische Verwaltung B volksthümlich gestaltet werden. ta. Die drückendste und ungerechteste aller Steuern, die Mhzsteuer ist, zu beseitigen �Ausgaben, welche Zwecken, ? außerhalb der kommunalen Verwaltung liegen und nur Interessen der herrschenden Klassen dienen, sind zu ver- ?M>en, dafür müssen jedoch die Bedürfnisse und Forderungen F arbeitenden Bevölkerung in viel höherem Maße als vis- " friedigt werden. iiirf. ben bürgerlichen Parteien ist in dieser Beziehung zu erwarten, deshalb müssen, wenn es auf dem Ge- u..«er Stadtverwaltung besser werden soll, die Arbeiter «7 deren politische Vertretung, die Sozialdemokratie, kräftig >£?. anlegen und durch die Wahl von energischen, zielbe- (jjBkn Männern der Stadtverordnetenversammlung diejenigen zffnte zuzuführen, welche geeignet und bereit sind die btoiT schwer belasteten Arbeiter, kleingewerbetreibenden, awerker nachdrücklich zu vertreten. � Solche Männer sind in den aufgestellten Kandidaten , �azialdemokratischen Partei gefunden und es liegt nur Genossen und den Arbeitern denselben am Dienstag lästige Agitation und zahlreiche Stimmabgabe zum zu verhelfen. � Vorwärts also; die wenigen Tage bis zur Wahl ((3* Jeder noch dazu, die Freunde und Genossen anzu- damit ein glänzender Sieg errungen wird und da- bei den Kommunalwahlen gezeigt wird, daß die � wer Berlins ihre Stimmen einzig und allein für die h«« �abgeben, welche sich den Kampf für Recht und Frei- �ckt n wirih schaftliche Besserung zur Lebensaufgabe ge- hat— für die Sozialdemokratie. Feuilleton. »nbolenZ !31 Germtnsl. sozialer Roma«»o« Emil« Zola. autorifirte Ueberfetzung vo» Trust Ziegl«r. hatte sich Danfaert entfernt, so begann von lchs bas Lachen und Alle stürzten stch mit komischer Hast russische« Salat, erklärend, man müsse sich beeilen, Vfl?an chn noch festen wolle. Ab;? die H?it�it ,a»nt. ze��renzen, als Herr Negrel die Kammerfrau um Brot diese ihm mit einem leisen und so schreck- w>tft.�."?0' wein Herr!" geantwortet hatte, als wenn �ne ganze Bande zur Plünderung und Raub be- Uebelthäter gestanden. '.A.* r e können schon noch reden!" sagte Herr Hennebeau. IWd sie nicht dal" Wr* wurde ihm ein Packet Briefe und Depeschen ge- �errn« rr las einen der Briefe laut vor. Er war von der in respektvollen Ausdrücken erklärte, daß er sich siiw U,.fthe, mit den Kameraden zu streiken, um Nch BjU vÄ�bandlungen auszusetzen. Er habe sich sogar müssen, Mitglied der Deputation zu werden, . diese Maßregel durchaus mißbillige. �t'vr"�uen sie die Freiheit der Arveit!" rief der S«Sfc!£?®efptöch kam wieder auf den Streik, und der 'ben �urde gebeten, zu sagen, wie er sich den Verlauf T)ul widerte er,„wir haben das Alles schon erlebt: �hsten« i'ud Faulheit eine Woche lang, zwei Wochen - wie das letzte Mal; sie belagern alle Schänken, z>olitiMie iUebevI'lrllt. In einem Artikel über„Die Ausweisungen«»> da« Sosialistengrsrtz" bemerkt die„Maadeb. Ztg.", daß nach Artikel 68 der Reichsverfassung der Kaiser über Theile des Bundesgebietes den Kriegszustand verhängen kann, wenn die öffentliche Sicherheit bedroht ist. Darauf führt das Blatt aus: „Schon der einfache Wortlaut der gesetzlichen Bestimmung zeigt, daß die für Verhängung desBelagerungszustandes doch ganz andere Verhältnisse bestehen müssen, als für die Anordnungen auf Grund de«§ 28 des Sozialistengesetzes, und wir vermögen dieferhalb der Anstcht des Ministers des Innern nicht beizu- treten, daß der Fortfall des§ 28 bezw. der AuSweifungsbe- fugniß die Eventualität der Verhängung des Kriegszustandes mit sich bringen würde. Man darf billigerweise fragen, in welchem Theile des Deutschen Reiches hat die sozialdemokratische Bewegung einen aufrührerischen Charakter angenommen, der mit dringender Gefahr für die öffentliche Sicherheit verbunden ge- wesen wäre, oder! in welchem hätte fie einen solchen angenommen, wenn man nicht aufGrund des§28 bieFührerundAgitatoren ausgewiesen hätte? Wir glauben, in keinem, nicht einmal in Berlm, wo doch die Bewegung zweifellos: den radikalen Charakter am meisten angenommen hat, wäre von einer Unterlassung der Ausweisung der Ausbruch einer aufrührerischen Bewegung zu besürchten gewesen. Die zahlreichen Lohnkämpfe, welche seit einem Jahrzehnt im Deutschen Reiche und namentlich in Berlin zum Ausbruch gelangten, haben verhältnißmäßig einen ruhigen Verlauf genommen, auch der Ausstand der Kohlen- arbeiter m Rheinland und Westfalen hat sich, von vereinzelten bedauernSwerthen Ausschreitungen abgesehen, im Ganzen in einen ruhigen, gesetzlichen Gang bewegt und die StaatSregie- rung hat ia selbst anerkannt, daß derselbe keinen auftührerischen Charakter besaß, da sie im andern Falle� wie ihr ja von mancher Seite nahe gelegt wurde, den Kriegszustand über die betreffenden GebietStheile verhängt hätte. Es ist andererseits auch nicht abzusehen, wieso die Ausweisung von einem Dutzend oder zwei Dutzend Sozialdemokraten den Ausbruch einer auf- rllhrerischen Bewegung verhindern sollte. Wir haben den Muth, diese Konsequenz der Beseitigung der AuSweisunam, wenn sie wirklich eintreten sollte, auch zu tragen. Läßt sich in irgend einem Theile des Reiches die Sozial- demokratie insolge der Milderungen des Sozialistengesetzes dazu hinreißen, eine Bewegung mit aufrührerischer Tendenz hervor- zurufen, so werden wir die Verhängung des BelagerungS- zustandeS durchaus billigen, dieselbe enstpncht dann dem geltenden Rech'e, dem geltenden gemeinen R.chte, und die Urheber einer solchen Bewegung würden die furchtbaren Wirkungen am eigenen Lerbe kennen lernen, welche die Anordnung einer solchen außerordentlichen Maßregel hat. Bis jetzt find aber keinerlei Thatsachen vorgebracht worden, welche die Annahme einer solchen Eventualität rechtfertigten und wir stehen daher jeder hierauf bezüglichen Behauptung skeptisch gegenüber. Es ist schon öfter betont worden, gegen Putsche und revolutionäre Unternehmungen der Sozialdemokratie würden die Ausweisungen kein ausreichende« Sicherungsmittel darbieten; hierzu bedurfte es der Waffen, welche die Verkündigung des Kriegszustandes der Staatsgewalt verleiht. Wenn nun aber diese in den weitesten Schichten der Arbeitermassen unendlichen Haß und maßlose Verbitterung und wenn sie zu viel Hunger haben, kehren sie in die Grube zurück. Deneulin schüttelte den Kopf: „Zch bin nicht so sorglos... Diesmal scheinen sie besser organisirt: sie haben sogar eine Hilfskasse." „Kaum dreitausend Franks! Was werden die Leute damit anfangen können?" entgegnete Hennebeau.„Ich glaube, daß ei« gewisier Stephan ihr Chef ist. Ein guter Arbeiter, es würde mir leid thun, ihm seinen Abschied geben zu müssen, wie seinerzeit dem Rasseneur, der noch heute den Voreux mit seinen Ideen und seinem Biere vergiftet... Macht nichts, in acht Tagen wird die Hälfte der Leute lüÄek?'psakren und in zwei Wochen sind alle Zehntausend wieder an ihren Posten.. � WaS er sprach, war seifte Ueberzeugung. Aber ihn quälte die Sorge, daß er bei der Regie, bei welcher er seit einiger Zeit weniger beliebt war, vollends in Ungnade fallen könnte, wenn man etwa ihm die Verantwortlichkeit für den Ausbruch der Arbeitseinstellung zuschöbe. Er ließ die Gabel mit russischem Salat, die er schon zum Munde geführt, wieder auf seinen Teller sinken und las noch einmal die Depeschen, welche er aus Paris erhalten hatte, jedes Wort aufmerksam studirend, als wollte er dessen geheimsten Sinn ergründen. Seine Gäste entschuldigten ihn; das Mahl machte den Eindruck, als werde eS auf einem Schlachtfelde unmittelbar vor dem ersten Feuer einge- nommen. Jetzt mischten sich auch die Damen wieder in die Unter- Haltung. Frau Gregoire drückte ihr Mitleid mit den armen Leuten aus, die vielleicht Hunger leiden würden, und Cäcilie meinte, daß man Brot- und Fleifch-BonS unter sie vertheilen könne. Aber Frau Hennebeau war ganz erstaunt, alS fie von der Roth der Arbeiter von Montfou reden hörte. Waren sie nicht im Gegentheil febr glücklich, hatten sie nicht Woh- nung und Heizung von der Kompagnie und wurden auf erzeugende Maßregel für die gewöhnlichen Verhältnisse nicht erforderlich, nicht nur nicht nützlich, sondern sogar schädlich ist, wenn sie aber für außergewöhn- tiche Zustände nicht ausreicht, so kann doch die hieraus zu ziehende Folgerung nur die sein, daß mit dieser Maß- nähme überhaupt aufzuräumen ist, und zwar je eher je lieber." Im Ferneren ist da« Blatt der nicht unbegründeten Meinung, die Ausweisungen �hätten dazu beigetragen, den Lehren des Anarchismus auf deutschem Boden Eingang zu verschaffen. Dieselben hätten bis jetzt zwar nur in ganz be- schränktem Maße Eingang gefunden, es ist dem Blatt aber zweifelhaft, ob dies auch dann der Fall sein werde, wenn die administrativen Ausweisungen zu einer dauernden Maßregel werden sollten. Die„M. Ztg." kommt daher zu dem Schluß, daß die Ausweisungen in das neue Gesetz nicht mehr aufzu- nehmen find.„Die Beseitigung der Ausweisungen ist und bleibt der Eckstein des ganzen Gesetzes." Die„M. Ztg." hat- sich noch einiges Rechsgefühl bewahrt, allein fie steht innerhalb der nationalliberalen �.Partei als eine Ruine da, die von vergangener Pracht zeugt; sie wird von anderen Blättern diebr Partei, welche sich des Luxus' der eigenen Meinung längst begeben haben und nur das aufnehmen, was ihnen offiziös zugeht, einfach überschrieen. Darum wird ihre warnende Stimme da, wo sie wirken soll, kaum gehört werden. I« Kezng auf die Reichstagsdebatte über eiue Reform der deutsche» Fabriklufpektto« schreibt die„Frkf. Ztg." u. A.:„Wenn sich auch leider nur zwei Redner der Opposition, das Zentrumsmitglied LingenS und der sozial- demokratische Abg. Frohme an der Verhandlung betheiligten und die Herren von Links und Rechts, die sonst bei wichtigen, sozialpolitischen Dingen in der ersten Reihe der Redner stehen, theilnahmloS blieben, was wieder ein Beitrag zum Kapitel der Müdigkeit dieses Reichstages ist, so fielen doch noch scharfe Worte genug über die Frage, ein Beweis, daß sie eine der wichtigsten der positiven Sozialreform ist.„Schablonenhaft abgefaßte" Berichte,„unrichtige Angaben" über industrielle Ver- hältnisse, Mangel eines„unparteiischen UrtheilS", geringe Eig- nung zur Beilegung sozialer Differenzen, da« ist so eine kleine Sammlung der Aussetzungen, welche von den beiden Sprechern der Opposition an den deutschen Fabrikinspektoren gemacht wurden. Wer die Verhältnisse kennt, weiß, daß jene Liste kritischer Beiträge noch sehr unvollständig ist. Er weiß, daß die Statistiken der gewerblichen Aufsichtsbeamten sehr viel zu wünschen übrig lassen, daß ihre JnspektionSthätigkeit theilwerse viel zu gering ist, und daß manche von ihnen über Dinge von Hörensagen reden, von deren Dasein und Ausdehnung sie sich durch einen kleinen Gang selbst überzeugen könnten. Er weiß endlich, daß der letzte Grund aller dieser Mißstände an sehr hoher Stelle liegt, welche das Institut der Fabrikinspektion ge- flissentlich verkümmern und die Beamten sich in Bezirken abarbeiten läßt, die gar nicht von einem Einzelnen beherrscht werden können. Kern Wunder, daß dann der Fabrikinspektor, der ohne jegliche Förderung von oben bleibt, mißmuthig wird und die Dinge gehen läßt, wie fie eben gehen. Die vom Abg. LingenS mitgetheilte Aeußerung des Aachener Beamten, er hüte sich, zuviel in seinen Bericht hmeinzuschreiben, damit er nicht im Reichstage zum Gegenstande der Besprechung gemacht werde, ist für die Gedrücktheit der Inspektoren typisch. Es sollte deren Kosten kurirt, wenn sie erkrankten? In ihrer Gleich- giltigkeit dieser Heerde gegenüber, wußte sie von derselben nichts als die auswendig gelernten Redensarten, welche sie ihren Pariser Besuchen vortrug und denen sie infolge des langen Gebrauches schließlich Glauben schenkte. Daß diese» Voll, welches es so gut habe, undankbar genug war, sich zu empören, fand sie entsetzlich. Während die Damen untereinander sprachen, fuhr Nögrel fort, Gregoire zu ängstigen. Cäcilie mißfiel ihm nicht, und er war gerne bereit, sie zu heirathen, um seiner Tante einen Gefallen zu erweisen; aber er betrieb die Sache ohne jeden verliebten Eifer, und blieb dabei ruhig, wie ein „Mann von Erfahrung, der sich nicht hinreißen läßt"... Er nannte sich Republikaner, doch das verhinderte ihn nicht, die Arbeiter mit eiserner Härte zu behandeln und sie in Damengesellschast geistreich zu bespötteln. „Ich habe nicht den Optimismus meines Onkels," sagte er,„ich fürchte große Unruhen und ich rathe Ihnen, Herr Gregoire, Fenster und Thüren der Piolaine sorg- fältig zu verriegeln, denn sonst könnten Sie ausgeplündert werden." Gregoire, der eben mit dem milden Lächeln, welches fein gutmttthiges Gesicht stets umspielte, von der Güte seiner Frau den Minenarbeitern gegenüber gesprochen, suhr auf: „Sie glauben? Ja, aber warum mich plündern?" „Unbedingt! Sind Sie nicht einer der Aktionäre von Montfou? Sie thun nichts, Sie leben von der Arbeit der Anderen— mit einem Wort, Sie repräfentiren das Kapital, das genügt vollkommen. Seien Sie überzeugt, wenn eine soziale Revolution ausbräche, würde dieselbe Sie zwingen, Ihr Vermögen zurückzugeben, wie gestohlenes Geld!" Mit einem Schlage(hatte der alte Herr die kindliche doch umgekehrt der größte Stolz jedes Beamten sein, der Volksvertretung so viel Stoff wie nur irgend möglich zur Er- kenntniß unserer sozialen Zustände zu liefern. Die Vertheidi- gung des Jnspektorats durch StaatSminister von Boetticher war einerseits so matt und ungenügend, daß der Herr Staatssekretär ihre sachliche Jnhaltlostgkeit durch Ausfälle auf die„Lügen- Zeitungen" verdecken zu müssen glaubte. Er brachte damit einen unsachlichen Ton in die Debatte, in der es sich im Wesentlichen gar nicht um Zeitungsberichte, sondern um die Thatsache handelte, daß die neueste amtliche Justizstatistik für das Jahr 1888 rund 150 Fälle strafbaren Truckunfugs nach- weist, während der Generalbericht über die deutsche Fabrik- inspektion für dasselbe Jahr nur von„vereinzelten Fällen" spricht. Bezeichnend war auch, daß Herr von Boetticher bei der rühmenden Erwähnung der vor kurzem plötzlich beliebten Originalveröffentlichung der preußischen Gewerberathsberichte wohlweislich verschwieg daß er im Februar 1888, als die Frage zum letzten Male im preußischen Abgeordnetenhause zur DiS- kussion stand, mit außerordentlicher Entrüstung gegen jene Originalveröffentlichung protestirte, die er gestern als eine That der Regierung hinstellte. Andererseits genügt das Zugeständ- niß, welches er den Rednem der Opposition schließlich doch machen mußte, vollständig zur Kennzeichnung der Sachlage. Herr v. Boetticher kündigte an, man werde„vielleicht noch dazu übergeben, auch von den Fabrikinspektoren den Nachweis einer Qualifikation zu fordern". Damit ist, man mag diesen Satz mit noch so viel gegentheiligen Versicherungen umkleiden und verbrämen, indirekt zugegeben, daß die gegenwärttge Qualifika- tion vieler Beamten absolut nicht befriedigen kann, sonst dächte man an einer Stelle, die wahrlich keine Eile mit der Reform des Fabrikinfpektorates hat, nicht doch schließlich an die Ein- führung eines OualifikationSausweiseS. Also etwas weniger Pathos und etwas mehr sachliches Eingehen auf die Mängel der Institution könnte regierungsseitig garnicht schaden. Dann würde auch die Behauptung weggeblieben sein, daß in dem neuen Generalberichte„Nichts Erhebliches fehle" aus den Einzel- referaten. Wenn demnächst wiederum das Gegentheil nachge- wiesen" würde, käme Herr v. Boetticher in die Lage, auch diese eine Aeußerung wieder rektifiziren zu müssen." Da« Zentrum und da» So?ialistengesetz. Gegenüber den in der Kartellpresse vielfach geäußerten Zweifeln über die Festigkeit des Zentrums in der Frage der Verweigerung des Sozialistengesetzes sieht sich die„Köln. VolkSztg." veranlaßt, nochmals mit aller Entschiedenheit zu versichern, daß kein Mit- alied des Zentrums für die Vorlage stimmen könne. Zur Er- Närung des Standpunktes derjenigen Zentrumsabgeordneten, welche bisher für die Verlängerung des Gesetzes eingetreten waren, bemerkt das Zentrumsorgan:„Man kann einmal ge- glaubt haben, die Aufhebung des Gesetzes sei bedeuklich und inzwischen au« der Thatsache seiner Ohnmacht oder Schädlich- keit die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die Aufhebung doch das Beste und Klügste sei. Zunächst aber lautet die Frage gar nicht, ob Aufhebung oder Verlängerung, sondern eS handelt sich um die Verewigung; und da versteht man denn kaum, wie irgend Jemand nach den früheren Erklärungen beider Richtungen im Centrum zu dem Glauben hat kommen können, e« werde dieser Frage gegenüber auch nur einen Augenblick schwanken. Die für die Verlängerung stimmenden Mitglieder haben stets erkärt, sie seien grundsätzlich gegen da« Gesetz, willigten aber au« Opportunitätsgrunden in die Verlängerung, weil sie gegen die plötzliche Aufhebung des nun einmal ohne ihr Zuthun bestehenden und so scharf eingreifenden Gesetzes Bedenken hatten. Als der Abg. Windthorst Vorschläge ein- brachte, welche auf eine Ucberführung der brauchbaren Gedanken de« Gesetzes in das gememe Reckt abzielten, ist die gesammte Partei dafür eingetreten, und Niemanden ist es eingefallen, sich al« grundsätzlichen Anhänger des Ausnahmegesetzes zu be- kennen." Na» na! I« dem freistunigeu Antrag auf Keseitigung de« «dtisatortschen Arbeitsbuches der Bergleute hatte sich die „Natwnal-Zeitung" am ersten Tage zustimmend verhalten. Seht kehrt sie aus der Presse der Zechenbesitzer alle möglichen runde zusammen, welche sich gegen den Antrag anführen lassen. Sie meint, es handele sich bei diesem Arbeitsbuch nur um einen harmlosen Abkehrschein. Während des diesjährigen Streiks hatten die Arbeiter keinerlei auf Abschaffung oder Ab- änderung des Abkehrscheins gerichtete Wünsche laut werden lassen.— Bekanntlich ist die amtliche Enquete ausdrücklich ausgedehnt worden auf die Mißstände, welche sich beim Abkehr- schein ergeben haben sollen. Zum Glb»»f«lder Kozialistenprozess schreibt die„Elberf Freie Pr." unter dem 15. d. M.: In Sachen de« Sozialisten- Prozesses haben die Angeklagten heute Morgen von staatsan- walsschaftlicher Seite die Mittheilung erhalten, daß �dieselben die Ladung zum Termin als Legitimation mit zur Stelle zu bringen haben. Sodann sind im„Täglichen Anzeiger" von heute mehrere Steckbriefe veröffentlicht: 1. gegen den Rechtsanwalt Belle«; 2. den Weber W. Schifner und 3. den Tischler E. Barchel, welche alle als Angeklagte verzeichnet find. Bekanntlich ist Belle« nach der Schweiz und Schifner nach Amerika ausge- wandert. Was den Tischler Emil Barthel anlangt, io ist der- Ruhe und unbekümmerte Sorglosigkeit, in der er lebte, ver- loren; er stotterte i „Mein Vermögen gestohlenes Geld? Hat mein Urgroßvater nicht, was er in die Mine gesteckt, ver- dient und sauer verdient? Haben wir nicht alle Gefahren, da» ganze Risiko des Unternehmens mitgetheilt? Und mache ich denn heute einen strafbaren Gebrauch von meinen Rente«?" Frau Hennebeau, die sah, wie sich die Bestürzung Gregoire'S auch seiner Frau und Tochter mittheilte, kam ihnen zu Hilfe: „Aber, liebster Herr, Paul scherzt!" Doch Grcgoire war außer sich, und als der Diener eine Schüssel Krebse herumreichte, na�m er, ohne zu wissen, waS er that, drei davon und zerbiß die Scheeren mit oen Zähnen. „3>ch gebe zu, es giebt Aktionäre, welche Mißbrauch twibem So z. B. weiß ich, daß Minister für der Kom- pagnie geleistete Dienste Geschenke angenommen haben. Dann jener große Herr, ich will ihn nicht nennen, ein Herzog, einer unserer stärksten Aktionäre, dessen Leben ein Skandal ist und der Millionen für Frauen, für Wohl- leben und einen unnöthigen LuxuS verschwendet.... Aber wir! Aber wir, die wir still für unS leben wie brave Leute, die wir sind; die nie spekuliren: sondern unS begnügen, bescheiden und vernünftig mit dem hmiS- zuhalten, waS wir besitzen und auch den Armen ihr Therl lassen!... Ah, da müßten unsere Arbeiter ja Spitzbuben sein, wenn sie uns nur eine einzige Stecknadel nehmen woltten!" Negrel, den die Aufregung des Alten sehr unterhielt, mußte ihn wieder einigermaßen beruhigen. Inzwischen wurden die Krebse noch einmal herumgereicht, und man hörte das Brechen der Schalen, während das Gespräch jetzt auf Politik überging. Gregoire, der noch immer nervös zitterte, erklärte sich für liberal und bedauerte die Abdankung Louis Philippe S. Deneulin war für ein starkes Regime und er- klärte, der Kaiser verliere sich auf der gefährlichen Bahn be- dauerlicher Konzessionen. Erinnern Sie sich an Neunundachtzig! Die Noblesse selbe hier wohnhaft gewesen, jedoch vor ca. 3 Monaten nach Remscheid übergesiedelt. Derselbe hat, wie uns sehr genau be« kannt ist, alle polizeilichen Formalitäten der Ab- und Wieder- anmeldung besorgt, außerdem ber seinen früheren Wirthsleuten seinen neuen Wohnungsaufenthalt hinterlassen, um etwaige Postsendungen ihm nachsenden zu können. Daß die sonst so findige Polizei eine politisch so bekannte Person nicht ausfindig hat machen können, ist doch wahrlich merkwürdig und läßt allerdings verschiedene Deutung zu. Nun hat aber Herr Barthel sich gestern um die Terminzusteüung persönlich bemüht und ist hei der Staatsanwaltschaft Hierselbst persönlich erschienen, und ist dieselbe ihm auch ausgehändigt worden. Und trotzdem heute der Steckbrief. Ein solches Verfahren giebt allerdings verschie- denen Bedenken Raum. Neu« Monate Gefängniß wurden' dem Redakteur der verbotenen„Westfälischen Arbeiterzeitung", August Böiger in Dortmund von der dortigen Strafkammer zudiktirt, weil er in 10 Fällen der Beleidigung und Uebertretung des PreßgesetzeS für schuldig befunden wurde. Die Anklage erstreckt sich auf 1« Fälle, darunter mehrere wegen groben Unfugs. Halle, 13. November. Von einer sonderbaren Manipula- tion, billige Arbeitskräfte nach den rheinisch-westfälifchen Berg- werkSbezirken zu ziehen, wird der„Saale-Ztg." au« den be- nachbarten Braunkohlenorten berichtet. Dort, in den Dörfern Teutschenthal, Zscherben, Riestedt, Bennstedt, erschien kürzlich ein Bergmann Zahn aus einem Steinkohlenwerke an der bel- gischen Grenze, und forderte in BergmannSversammlungen die Leute aus, nach dort zu kommen, zeigte auch eine Vollmacht vor, daß er berechtigt sei, Bergleute zu dingm, und versprach einen Tageslohn von 3,50 M, bei Akkordarbeit sogar 5—6 M. Trotz verschiedener Mahnungen zur Vorficht find daraufhin fast 100 Bergleute dem Mann nach dem Westen gefolgt, ohne sich zu vergewissern, ob Zahn auch von seiner Direktion ermächtigt fei, solche Lohnsätze zu versprechen. Ein Schichtmeister Hoff- mann zahlte Fahrt und Verpflegungskosten für die Leute, be- stätigte auch die Richtigkeit der Versprechungen Zahn'S. Die Genossin an der neuen Aibeitsstelle klärten die Leute indeß bald auf, daß sie die versprochenen höheren Lohnsätze vielleicht einen Monat, aber nicht auf die Dauer erhalten würden, da der Verdienst dort nur 2,25—2,50 M. täglich betrage. Der Obersteiger wollte von den Versprechungen des Zahn und Hoff- mann nichts wissen und nur zahlen,„was sie verdienten". Den Zahn bekamen die Leute überhaupt nicht wieder zu sehen. Sie haben die neue Arbeitsstätte wieder verlassen und sind in die Heimath zurückgekehrt. Anfänalich verweigerte man ihnen die versprochene Gewährung der Rückreisekosten, und erst auf Be- schwerde durch eine Deputation in Aachen wurde ihnen da« Reisegeld bewilligt. Die Leute find schlimm daran, da inzwi- schen ihre hiesigen Arbeitsstellen anderweit besetzt sind, sie bei der Abreise auch ihre Habseligkeiten und Vorräthe zumeist veräußert haben. Mehrere der Arbeiter, die ihre Familien mitgenommen hatten, befinden sich in be- sonder« trauriger Lage: sie irren noch dort umher, da die VergwerkS-Verwaltung sich weigert, die Transportkosten für die Familien zu vergüten. In einer Versammlung haben die Zurückgekehrtendarüber beratheu, ob sie gegen die betreffende Verwaltung Klage anstellen wollen. Nach Aussage der rheini- schen Bergleute hatte die Verwaltung vorher schon einen gleichen Versuch mit belgischen Bergleuten gemacht, die aber ebenfalls alsbald zurückkehrten. Man glaubt, daß es darauf angelegt wird, auf jene Art Arbeitskräfte nach dort zu ziehen, die dann in der Roth um billiges Geld Dienste thun würden. Die Sammlungen bei de« Hontralversammlunge« für das Kyffhäuser-Denkmal werden jetzt auch aus Süddeutsch- land ausgedehnt. So theilte nach der„Heilbr. Ztg." bei emer Kontrolversammlung in Kupferzell der beaufsichtigende Major mit, daß die Soldaten und Unteroffiziere NordbeusschlandS 300 000 M. zusammengebracht hätten. Da jedoch diese Summe nicht hinreichend sei, habe da« Präsidium de« württembergischen Kriegerbundes die Erlaubniß gegeben, auch in Württemberg sammeln zu dürfen. Dieser Aufforderung scheint jedoch die Kompagnie sehr wenig nachgekommen zu sein. Denn auf da« Kommando„weggetreten" verließ die gesammte Mannschaft den Platz. Hchw-d-««»d Uorwege«. Christiania, 12. November. Der Streik der Streichholz- packerinnen nimmt da« äffen tlich e Jnteress e fortgesetzt in hohemMaße in Anspruch. Und mit Recht; denn die Zustände in den Fa- brisen find unmenschlicher Art. Die Arbeitszeit währt von Morgens 6 bis Abends Uhr, und der Verdienst ist ein miserabler, die meisten Mädchen verdienen von 2— 5,25 M. pro Woche. Früher erhielten die Packerinnen 7 Pf. für ein Groß Schachteln, jetzt nur noch 5 s Pf. Kommen die armen Ge- schöpfe des Morgens nur eine Minute zu spät in die Fabrik, so erhalten sie die ganze Woche hindurch pro Groß noch tz Pf. weniger. Unter diesen Umstanden empörte sich die menschliche Natur, und der Streik brach mit elementarer Gewalt aus. „Keiner wußte, wer ihn angefangen hatte," schreibt man dem „S. W".„Von Organisation keme Spur, keine Leitung." Die Ausständigen erhalten reichliche Geldspenden seitens des Publi- hat die Revolufion möglich gemacht durch ihren Geschmack für die neue philosophische Richtung... Run wohl, der Bürgerstand spielt heute dasselbe thörichte Spiel mit seiner liberalen Begeisterung, seinem Wunsche, da« Bestehende um- zustürzen, und seinen Liebäugeleien mit dem Volke... Jawohl, sie wetzen dem Ungeheuer die Zähne, mit welchen es uns zermalmen wird! Und es wird uns zermalmen, ver- lassen Sie sich darauf!" Um die Unterhaltung zu wechseln,'baten die Damen, Deneulin um Nachricht von seinen Töchtern, und er erzählte, Lucie sei in MarchiSnnes, wo sie mit einer Freundin Ge- sangöstudien mache, und Johanna habe den Kopf eine« alten Bettlers zu malen angefangen. Aher er brachte diese Dinge mit zerstreuter Miene vor und hörte nicht auf, den Direk- tor zu fixiren, der, seine Gäste vergessend, sich wieder in daS Lesen der Depeschen vertieft hatte. Hinter diesen dünnen Papieren fühlte er Pari« und die Regie, deren Befehle daS Schicksal des Streiks entscheiden werden; er konnte sich nicht helfen, er mußte wieder auf den ihn so nah berührenden Gegenstand zurückkommen und fragte plötzlich: „Also, waS werden Sie beginnen?" Herr Hennebeau erwachte mit einem zitternden Schauer aus seinen Träumereien: „Wir werden sehen!" „Allerdings, Sie find stark und können warten" begann Deneulin jetzt laut zu denkem„Aber ich! Ich bin rrnnirt, wenn der Streck sich auf Vendame ausdehnt! Was biltt mir'S, daß ich Jean-Bart neu installirt habe: ich kann mit dieser einzigen Grube nur bestehen, wenn ich unauSaesetit produzire.... O, ich versichere Sie, mir ist nicht wobl zu Muthe bei dieser Sache!"' l- nuy, wohl Dieses unfreiwilliae Bekenntniß zu denken und ein Plan keimte i. 0 v �,-«„T--TT« 77"«wuvuiii muu, wenn der Streck größere Dimensionen annimmt, ihn de- nützen den Nachbar sich ruiniren lassen und ihm dann seine Konzession zu einem niederen Preise abkaufen? Welch ein ausgezeichnetes Mittel, sich bei der Regie, die seit so langen Jahren den Besitz von Vendame ersehnt, wieder beliebt zu machen! gab Herrn Hennebeau in ihm- Warum nicht, kumS, was zu der Hoffnung berechtigt, daß die Aerwßen de Armen siegreich aus ihrem Streite hervorgehen. Großbritannien. Rechter H'and, linker Hand— Allet»� tauscht. Der englische Finanzminister H i ckS- Beat, � Tory, hielt dieser Tage in Bristol eine Rede, in welch» erklärte, daß seine— die Tory- oder kons ervative" Partei zu einer Verschmelzung mit den l i b« r« sog. Unionisten, d. h. den Liberalen, welche der FuyrM Gladstone's nicht folgen, bereit seien, und im Falle � Einigung auch gern ihren altenParteinamenople� wollten. w Einige Blätter erblicken hierin einen„großen SiejJ"" liberalen Gedanken«." Der„liberale Gedanke", fall«». solches Ding überhaupt noch giebt, hat mit der. Herrn HickS-Beach gerade so viel zu thun, wie der Mond mit der Verlängerung des Sozialistengesetzes.®at|.( englischen Konservativen mit den englischen L i b er«i durch kein Prinzip mehr getrennt sind, ist eine die schon vor Jahrzehnten erkannt und ausgesprochen w»/ Und die Thatsache, daß in dem jetzigen Tory-Ministernim°� Whigs— neben den Konservativen auch Liberale— weist am besten, wie vollständig die Gegensätze|»Wj Liberal und Konservativ in England v e r» � find. Was Miquel von den deutschen Verhältnissen sagte: Daß die alten Schablonen V, Benennungen für die neue Zeit nichts mehr taugen, M'. England in noch weit höherem Maße als für Demlid� Verknöcherte Parteibildungen, wie die deutschen Konserr»�, — vorsündfluthliche Politiker, wie unsere JnnungSzöpfe sj- es in England nicht: die Konservativen find dort weit lioe» als unsere Liberalen, und d i e Liberalen, welche noch 1,1* � dem gleichen Strang mit ihnen ziehen, halten sich persönlichen Gründen oder aus Tradition a?I � Dieser en;"" welcher nicht legentlich ganz mit ihm.... sahrg, den Geist der Zeit zu verstehen, wie der d e« J � Liberalismus. Der Führer, Herr Gladstone, der j# wsn(große alte Mann), steckt noch bi« über die Manchesterthum, er hat keine Ahnung von dem Klassen und sein höchstes Ideal von Sozialreform ist die?ch2U eines Parzellenbauernthums in Irland-. � Liberalismus hat natürlich so wenig eine Zukunft nn � deutsche. Und wenn die englischen ToryS nicht« haben, sich in Zukunft„Liberale" zu nennen, dann Sieg des liberalen Gedankens, sondern das vernichte Armuthszeugniß, welches ihm auSgest werden kann. Je weiter der Prozeß Pourbaix vorschreitet, um ft � wird der Sumpf, in welchem man watet. Immer e« zu Tage, wie planmäßig die belgischen Arbeit««ssV worden find, wobei wed« Dynamit, SchnapS und tvi Rede und Schrift auf Staatskosten gespart wurden.»ü spitze! Pourbaix ist nur das Werkzeug dies« Wirthsch�'�t Hauptschuldigen find die Minister. Diese fühlen daß ihnen schwere Kämpfe bevorstehen, da die Linke ist, die Enthüllungen diese« Prozesses gegen die twt � auszunutzen. Schon hat der Justizmmister den siaatsanwalt aus Möns zu sich berufen: auch der-3« � des Pombair war nach Brüssel beschieden.. � fterielle„Brüssel« Journal" greift den Advokaten jf welcher die Thaten der Minister zu Tage förd«t, VßM und ermahnt die Kammermehrheit, unpassende M nicht zu dulden, aber alles das kann da« V«bang»°�,� mehr hemmen. Von den zu Tage getretenen V' nur ein Beispiel, welches die Moral d« obersten 10°, leuchtet. Der Spitzel Pourbaix hatte bereits 1200 Ff. Staatskasse erhalten und ford«te noch 800 Fr. � rf* minister wollte ihm aus Anerkennung sein«-ed j w 500 Fr. bewilligen. Diese 800 Fr. schuldete der SP)» rf« Senator Herrn Cornet, welch« ihn den Ministern m hatte und nunmehr aus Staatsmitteln befriedigt w« Und dabei hatte d« Senator Cornet die Dreimfli, vor Gericht zu«klären, Pourbaix schulde ihm nicht«' rrqen Gründen od« au« �rad rtron englische Liberalismus— das hnßt der �u>. ri«r licht schon mit den Tory« v«bündet tst un.$ " verschmelzen wird-'st Pürlmnenknuirlfti�' |H» ReichstagskommWon für da« trat gestern Abend in die Berathung des 8 k0 em, d« vorgelegten Novelle lautet:„Zuständig für und. die Auflösung(»c. einer Versammlung) beHorde."(3n_ dem Gesetze von 1878 ist noch hinzugefugt:„Die Beschwnde findet nur sichtsbehorden statt").§ 10 wurde in d« neuen$ Novelle angenommen.§ 11 lautet im ersten " s«f „Wenn Ihnen Jean-Bart so unbequem w„ � lachend,„warum verkaufen Sie eS unS.»'cht• � un» Aber Deneulin bedauerte schon seme K lebhaft:, � „Nie und nimmermehr!". gkulffL««1 Man lachte üb« seinen leidenschaftlich 6 vergaß für einen Augenblick de« Streik, way, � fand, � erschien; ein Apfelcreme, der allgemeinen � �' emei». � die Ananas«klärten die Damen für»»cae schmeckend und«gingen sich in eine wei». � A üb« eine Ananasspeise. D« Käse, die o �une jp trauben und Birnen stellten vollends die g»"SW her; das behagliche Sichgehenlassen am En � Mahles theilte sich d« Gesellschaft mit,»«o �e'" lebhaft durcheinander, während d« Diener. � � goß, den« Champagner war als ordinär"f�jjchen Die Heirathsaffäre machte in dies«/ pathie des' Hennebeau, warfen, daß----„ weisen und den durch die PlünderungSge�-�.� Grcgoire mit sein« schmeichlerischen Rede Kli', Einen Augenblick hatte d« Direktor, dem Fr» f und daS stumme Tichverstehen zwischen-pn Paul auffiel, seinen ftüh«en V«dacht w>e � vt« fühlt: ab« von neuem beruhigte ihn da« von beiden Seiten betriebene Heirathsproi. hereinS Hivvolvt Katte pfo« Winviricti jWTI. vvw�h weiten oeineoene Hippolyt hatte eben den schwarzen in» als die Kamm«frau mit angstv«storter stürzte: „Hnr Direktor, sie find da!!' tfy Thür?-> &« war die Deputation.'Äan hör" � sie �gehen und aus den Nebenräumen zitterte bekannt« Schreck herüber. � „Führen Sie die Leute in den � Hennebeau. ...Aller Augen überflog ein Schatten von.- � ■ blickten einander an und schwiegen. Aber I unbehaglichen Eindruck« Herr werde» und I zu scherze«, thaten al» wenn sie den Zuck" i. tnttSot � Ul°-l itai'1"' ati»e deral" 'S! l opser« l Sieg � lls ti KrwU W Winm? , D-i.d« der alt« �oi fit»/* P<' « a»! ls- wie< D-r� Haft'> > ifcA tm ursprünglichen Gesetz und in der Novelle:„Druck- w», in welchen sozialdemokratische, sozialistische oder «Wwimsche, auf den Umsturz der bestehmden Staats- oder �«Wastsordnung gerichtete Bestrebungen in einer den Lffent- »�lten. insbesondere die Eintracht der BeoölkerungS- aesährdenden Weise zu Tage treten, find zu verbieten." ,. ubjatz wurde debattelos angenommen. Der zweite Absatz :/!!' NN' ursprünglichen Gesetz:„Bei periodischen Druck- Men kapp das Verbot sich auch auf das fernere Er- »,1 m trfi"ck«u. sobald auf Grund dieses Gesetzes einer einzelnen Nummer erfolgt." In der Mite dagegen heifit es:„Bei periodischen Druckschriften in nuch das fernere Erscheinen verboten werden, so- L,?ach Erlaß des Verbots einer einzelnen Nummer das Ver- u""«1 weiteren Nummer erfolgt." Der Absatz 2 wurde in ™ von der Regierung vorgeschlagenen Fatsung genehmigt, gelangte dabei ein Amendement Kulemann mit 15 Siim- wr Annahme, wonach das Verbot des ferneren Er- »ffnw« erfolgen mufi, sobald innerhalb eines Jahres das nner zweiten Nummer erfolgt ist. Z 12 bestimmt, wer 'g ist für das Verbot von Druckschriften. Hier die Regierungsvorlage keine Aenderung vor: der wurde angenommen.§ 13 lautet im Haupt- und unverändert m der Novelle:„Das von der . ibehärde erlassene Verbot einer Druckschrift ist dem w»der dem Herausgeber, das Verbot einer nicht erscheinenden Druckschrift auch dem auf derselben be- foi(Li �»fasstr. sofern diese Personen im Jnlande vorhan- schriftliche, mit Gründen versehene Verfügung -d»! iu machen. Gegen die Verfügung steht dem Verleger i«.»�"�««ausgeber, sowie dem Verfasser die Beschwerde »�'«Beschwerde ist innerhalb einer Woche nach der Zu- d J n Verfügung bei der Behörde anzubringen, welche 'iitUx Ä�kn hat. Die Beschwerde hat keine auf- Wirkung. Abg. Kulemann schlägt dagegen folgende g vor:„Das von der Landespolizeibehörde erlassene hl Druckschrift ist dem Verleger oder Herausgeber, kiner nicht periodischen Druckschrift auch dem aus '•«bt ii"kannten Verfasser, sofern dies« Personen im In- m*'"«J Wohnfitz haben, durch schriftliche, mit Gründen i»d �.Verfügung bekannt zu machen. In der Verfügung iiitn»,.».Verbot veranlassenden Stellen der Schrift zu be- foiirno. Trimborn:„Theile der Druckschrift(Beilagm einer ivitv,!�'�' welche den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht Ith fien. find von dem Verbote auszuschliefien." Eine inhalt- � sonnest nur wenig von dem Kulemann'schen » � ff»« abweichende Fassung wird für Z 13 vom Abg. ffnltagt. Minister Herrfurth erklärt sich gegen beide ngSanträge. worauf Abg. Fritzen fein Amendement «««r hi" Abgg. v. Marquardsen und Fieser, sowie • 1 �'.Ucrootten den Antrag Kulemann. worauf derselbe in * iJ Stimmen angenommen wird. Abs. 2 und 3 , der Regierungsvorlage. Abs. 4 beantragen Abgg. bot,"ulemann folgendermaßen zu fassen:„DieÄeschwerde je" ,«J sich um das Verbot des ferneren Erscheinens milvi �?ulchrift handelt, aufschiebende, in allen anderen Mp r* uusschiebende Wirkung." Für dieses Amendement Mz q'* außer den Abgg. Träger und Singer auch Abg. 8f iz Jss'Joif). Der Antrag wird darauf angenommen. Die «ie bleiben nach der Regierungsvorlage unverändert % tn,, 5]etz von 1878; diese Paragraphen pasfiren debatte- *Pvtt?j5§ 22 big 25 einschließlich, welche Aufenthalts- und Kiz �Beschränkungen gegen Personen, welche gewerbs- un„ androhen, werden nach dem Vorschlage der , 9 gestrichen. Dagegen erklärte fich nur Abg. v. Kleist- �torfi< weitere Berathung wurde darauf vertagt.— �errfurth überreichte am Schluß der Sitzung noch die ivtrs„ zugesagte Äste der seit zwei Jahren stattgehabten Ter*' �«bche gedruckt und vertheilt werden soll. baj x�sl Rintele«(Zentrum) hat in der Kommisfion � �oilalistengesetz Anträge eingebracht, welche dahin Wurf oes Sozialistengesetze« abzulehnen und das ber..?9S-�und VereinSrecht allgemein und ohne jede tvl'W•o®"" vor- o.t �baung gtfcch� Verhütun�eine� die gesetzliche Freiheit und des VersammlungS- und Gevichks-Seitung-� »>n ein�v?erichtsdirektorS Dobert. �5 �. Freie Bühne ���wiespalt des Vorstandes deS�Verem�,����� Eicken wollten und riethen, die ���nd �daS �bergen. Doch der Direktor blreb ernst, �ch i» � wieder und dre Stimmen � �iegenden CS.Wernden Ton herab wahrend«st. u°ven� �weren Schuhe der Deput.rten über den �UH-nnebeau sagte halblaut zu "3« hoffe. Sie"rn»— "�ch bnK. rZr lu0le guiviam zu Iprem vyui«» "3iötüriFi'// werden erst Ihren Kaffee trinken ii* rvftv<'' Antwortete er,„sie mögen warten." jAstN er fn i?6!5 und horchte auf das Geräusch im" 15 Mchafii f c a'8 wenn er einzig und allein mit Salon, seiner WS? das«■;: 6aillte hatten sich erhoben. Der Ingenieur Ä8 Schlg?5°„ �dchen zur Salontbür und ließ sie %n st� ch schauen, dabei kicherten beide und H?.?- he'hen" e'nen Dicken und zwei Kleine, die da- S.>?ich°fin>.?�°ben entsetzliche Gesichter?" er �.�tzlick i. ganz nett." »erifSchk ih? stch Hennebeau; der Kaffee sei zu heiß, Ä l-gte l trinken; und während er das Zmnner tonn �d. fi„ rmen Finger auf den Mund, feinen Gasten KC? �te �°chten sich ruhig verhalten. D.e bnden die n und u-c" sich wieder gesetzt, und alle büeben "tch dw �beweglich, den groben Stimmen lauschend, "Ur zu ihnen herüberdrangen. in ej�W Vora5«.i7 weitesKapitel. tgtigder bei»T?* hatte Stephan mit anderen Kameraden die»nSewählt gehaltenen Versammlung dieD�u- ivqr pUhiud� e�lch° stch zum Direktor begeben sollte. Als ?Uf d! �ußer g�ren daß auch ihr Mann darunter sei, �«ben traßx s�,uud rief, ob er wolle, daß man ste Alle >»,»'. Mche» felSj) Salle«ich«-h»< S>ch( w,r ihm höchst M»».«-« N�Äfig�!!.ihm Sck»-�!» �acye war Ipm yvwst ihre« Ä* und Furcht ein. Trotz der Un- �ativ» o. wo-a 5�1 beschicke« verfielen doch Beide, t'ud-vae» � handeln, in die altgewohnte -"gen da« gegenwärtige Elend noch erner mit dem Schriftsteller Dr. Kastan, der für die Bildung, den Anstand und die Bescheidenheit des Dr. Kastan sehr bezeich- nend ist. Als Beisitzer fungirten Landgerichtsrath Biscboff, der Syndikus der Berliner Hostheater und Landgerichtsrath Weitzen- müller. Die Streitsache, welche„Brahm und Genossen wider Kastan" heißt, hatte ein zahlreiches, aus Richtern, RechtSan- wälten, Schauspielern und Journalisten bestehendes Publikum in den kleinen Saal gelockt. Der Vorstand der„Freien Bühne" war durch Rechtsanwalt Jonas, der Beklagte durch Rechtsanwalt Dr. Rich. Wolff vertreten. Die Klage des Vor- standes geht dahin, anzuerkennen, daß die Ausschließung de« Dr. Kastan au« dem Verein zu Recht geschehen ist und dafi er gehalten sei, die Mitgliedskarte gegen Rückgabe des Betrages von 30 Mark dem Verein zurückzustellen. R.-A. Dr. Jonas führte Folgendes aus: Am 5. April habe sich ein Ver- ein„Frere Bühne" gebildet, welcher aus ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern bestehe und nach seinen Satzungen die Aufführungen dramatischer Werke für seine Mitglieder bezwecke. Die aufierordentlichen Mitglieder haben eine rein passive Stellung, sie haben einen fixirten jährlichen Beitrag zu zahlen und dagegen da« Recht, den theatralischen Aufführungen de« Verein« beizuwohnen. Die drei klagenden Vorstandsmitglieder(Dr. Brahm, Rechts- anmalt Jonas und VerlagSbuchhandler Fischer) klagen nicht nur au« eigenem Rechte, sondern auch in Ermächtigung der übrigen sieben ordentlichen Mitglieder. Anlaß zur Klage haben die Vorgänge bei der Aufführung de« Hauptmann'schen Stücke« „Vor Sonnenaufgang" im Lesfing-Theater gegeben. Am Schlüsse de« zweiten Aktes habe Dr. Kastan plötzlich laut au«- gerufen:„Smd wir hier in einem Bordell?" Jeder Zweifel daran, daß es die Abficht des Beklagten gewesen, die Vor- stellung zu stören, müsse damit schwinden, daß der Beklagte im fünften Akt plötzlich eine geburtshilfliche Zange hochgehoben und auch an Stellen, die gar keinen Anlaß boten, durch Lachm und unartikulirte Töne seinen Unwillen in einer seine Nachbarschaft störenden Weise kundgegeben habe. Wer überhaupt und selbst als Arzt mit einer geburtshilflichen Zange ins Theater geht, habe den Verdacht einer bölen Ab- ficht gegen sich. Er habe fich damit gegen die Pflichten eines Vereinsmitgliedes vergangen: denn er hatte sein Be- nehmen so einzurichten, wie e« den Zwecken des Verein« ent« sprach. Auf den Inhalt de« Stückes, von welchem übrigens das Kollegium vollständig Kenntniß genommen hat, komme es gar nicht an. Auch die größten Exzesse, welche auf der Bühne etwa vor sich gegangen wären, hätten den Beklagten nicht berechtiat, seinerseits Exzesse zu verüben, namentlich war er nicht berechtigt, in Gegenwart von Frauen und Mädchen dos Instrument hervorzuholen. Hier fei auch nicht über den ästhetischen Werth eine« dramatischen Werke« zu entscheiden, sondern über die Pflichten eine« Vereinsmitgliedes, welches nicht in augenblicklicher Aufwallung, sondern planmäßig und mit Vorbedacht gehandelt habe. Die Kläger beantragen daher, auch event. den Erlaß einer vorläufigen Verfügung, wonach dem Dr. Kastan der weitere Zutritt zu den Vorstellungen der „Freien Bühne" verboten werde.— Rechtsanwalt Dr. Wolff »klärt, daß er nicht gesonnen fei, eine Unzuständigkeit de« Gerichts od» den Umstand zu rügen, daß der erste Kläg» als solcher unt» seinem vom 6- xu-rr-„Dr. Brahm" auftritt. Die Kläger seien, wie der Vertret» des Verklagten in längeren, an den Wortlaut der Statuten geknüpften Ausführungen nach- zuweisen suchte, weder als Einzelne, noch als Vorstand zur Klage befugt. Er fei deshalb nicht prozeßbevollmächtigt und d» Beschluß, durch welchen der Verklagten au« dem V»ein ausgestoßen worden, sei nichtig.— Rechtsanwalt Jona« widersprach diesen formalen Bemäntelungen und if tonte, daß jener Beschluß von den zehn ordent- lichen Mitgliedern einstimmig gefaßt wordm sei.— In ab«- malig» Replik bekämpfte Rechtsanwalt Dr. Wolff diese Be- hauptung als irrig und behauptete, daß d» Vorstand statuten- widrig vorgegangen sei. Er bestritt, daß d» Beklagte irgend- wie den Zwecken de« V»eins zuwid» gehandelt habe und behauptete, daß da« Verhalten de« Dr. Kastan durch dasjenige, was auf d» Bühne geboten worden, geradezu provozirt worden Iei. Die angeblichen Zwecke de« Verein«, welche hochtönend >ahin angegeben wurden, eine neue Kunst zu schaffen, welche frei und groß und lebendig ist, habe der Vorstand mit d» Aufführung des Hauptmann'schen Drama'« nicht»füllt und wenn d« Vorstand selbst gegen diese Zwecke handele, so müsse es dem Angeklagten gestattet fein, wiederum gegen diese Zu- widerHandlung avizutreten. Er könne über 100 Mitglieder an- führen, welche an dem Auftreten des Dr. Kastan viel wenig« Anstoß genommen haben, al« an d» Vorführung auf der Bühne. Die Aufführung tei ber Tummelplatz der unzüchtigsten Gedanken und Leidenschaften gewesen un«' die Arage de« Be- klagten:„Sind wir hier in einem Bordeu?" fiel schon in die Zeit, wo die Diskussion de« Publikum« im Theat» begonnen hatte. Gegen die dargereichten Zoten habe jede« Vereinsmitglied das Recht gehabt, an Ort und Stelle zu protestiren. Er habe die« in einer natura- listischen Form gethan, welche doch nur ganz im Sinne und Tone G»hard Hauptmann'« gelegen habe.— Rechtsanwalt Ungewissen Zukunft vor. Gewöhnlich hatte Maheu sich in allen ernsten Lcben«fragen dem Urtheile fein« Frau unt«- geordnet, deren praktischer Sinn sich so oft bewährt: diesmal aber wurde et umsomehr böse, als er heimlich ihre Besorg- m,ie ,�aß�mich zufrieden," rief er, sich zu Bette legend und ihr den Rücken kehrend,„da» wäre schön, wenn ich die Kameraden im Stiche ließe! Zch thue meine Pflicht." Auch sie begab sich zur Ruhe. Weder das Eine noch das Andere sprach. Endlich, nach einem langen Stillschweigen, antwortete die Frau: „Du hast Recht, geh hin! Aber, mein armer Alt», wir sind v»loren!" Um ein Uhr sollten sich die Erwählten bei Rasseneur zusammenfinden, um von dort zu Hennebeau zu gehen; die Familie frühstückte also um die Mittagsstunde. Sie aßen Kartoffeln. Da nur ein kleines Stück Butt» im Haufe war, wollte Niemand daran rühren: man könne es Abends auf Brot streichen. � �-s � � Weißt Du, wir rechnen darauf, daß Du sprechen wirst," saate plötzlich Stephan zu Maheu. D» Ang»edete blieb starr vor Schreck und vermochte kein Wort hervorzubringen � r „Nein, das ist zu viel!"»es ferne Frau.„Ich gebe nach und lasse ihn hingehen, aber ich v»biete ihm, daß» den Anführer spielt.... Ich möchte wissen, warum g»ade Er und nicht ein and»»?" Ab» Stephan, mit seiner hinreißenden B»edsamkeit, »klärte: Maheu sei d» beste Arbeit» d» Grube, d» am meisten beliebte und geachtete, d» wegen sein» gesunden Ansichten und sein» ausgezeichneten Aufführung den An- d»en al« Must» genannt w»de. Zn seinem Munde wür- den die Reklamationen ein entscheidendes Gewicht haben. Zu»st hätte zwar», Stephan, sprechen sollen, ab»» war in Montsou erst seit kurzer Zeit; man würde den Alten mehr hören. Mit einem Worte, die Kam»aden vertrauten ihre Sache dem Würdigsten au« ihr» Mitte an. Maheu dürfe nicht Rem sagen, das wäre eine Feigheit. (Fortsetzung folgt.) Jona«: Solche Reflexe dn Vorgänge, die fich auf der Bühne absvielen, im Zuschaunraum seien nicht gestattet, denn sonst müßte auch m dem Augenblick, wo sich ein Liebhab» auf der Bühne eine Zigarre ansteckt, jedem Zuschauer gestattet sein, das- selbe zu tbun. Vergehe man sich auf der Bühne unsittlich, so habe das Publikum gewiß noch nickt da« Recht, fich unsittlich zu vergehen.— Rechtsanwalt Dr. Wolff beantragte seinerseits auch eine vorläufige gerichtliche Verfügung dahin, daß dem Dr. Kastan d» fern»? Zutritt zu den Vorstellungen der „Freien Bübne" zu gestatten sei. Solche Verfügung sei nöthig, da zu befürchten sei, daß trotz eines etwaigen Richterspruche« der Zuttitt weiter v»weigert w»den würde.— Rechtsanwalt Jona« wie« diese Unterstellung zurück, da der Vorstand der „Freien Bühne" den Richterspruch sicher respektiren w»de. Im Uebrigen bemerkte er noch, daß der Name de« Dr. Brahm kein „aom de guerre", sondern eine behördlicherseits genehmigte Ab- änderung eines Familiennamens sei.— Da« Erkenntniß d« Kammer ging dahin, daß die Kläger mit ihrer Klage abzu- weisen seien und die von beiden Setten beantragte einstweilige Verfügung abzulehnen sei. D» Gerichtshof hat sämmt- liche formelle Einwände des Beklagten v»worfen und die materielle Begründung geprüft. Er nimmt an, daß wenn die Aufführung genau nach dem Texlbuch stattgefunden hätte, das Anfahren des Beklagten berechtigt und den Um- ständen gemäß gewesen wäre.(Sonderbare Aefthetik! Red.) D» Wortlaut habe nun allerding« manche Abänderungen». fahren, indessen hatte der Beklagte doch vorher den ursprüng- lichen Text gelesen und so mögen denn bei seinem leicht»reg- baren Charakter Aeußerungen, die einem Unkundigen nicht sehr ausfielen, bei ihm einen größnen Anstoß«regt haben. Die zweite Handlung de« Beklagten sei nach Anficht des Gericht« unpassend und zu mißbilligen; denn es konnte nicht seine Sache sein, etwaige Anstößigkeiten noch durch eine größ«e An- stößigkeit zu üb»bieten. Dies Vorgehen handelte all»dings den Zwecken de« Vereins zuwid», denn, wenn fich solche Dinge in allen Vorstellungen wiederholen sollten, würde eine Aus- führung bald unmöglich sein. D» Gerichtshof sei ab» nicht d» Anficht, daß d» Wortlaut des§ 340„vorsätzlich Zuwid«- bandeln" aus diesen Fall passe. Der Beklagte habe entschiedene Opposition gegen das Stück gemacht, aber es liege nichts da- für vor, daß der Angeklagte beabsichtige, übnhaupt die Auf- führung von Stücken in dem V»ein unmöglich zu machen. Trotz der Annahme, daß objekiv eme Verletzung der Zwecke des V»einS vorliegt, habe der Gerichtshof den Vorstand doch nicht für berechtigt erachtet, den Beklagten auszuschließen, da nicht erwiesen sei, daß derselbe beharrlich dm Zwecken des V»- ein« zuwiderhandeln wolle. Sa! die Heirathsschwittdler trotz aller Warnungm und strengen Bestrafungen imm» wieder neue Opf« findm, bewies eine Verhandlung, welche gestern vor der 91. Ab- theilung de« Schöffengericht« stattfand. Auf der Anklagbank befand fich der 47jährige Kelln» Max Braun, welcher de« Be« trüge« beschu'digt war. Trotzdem» Frack und vi« Kinder hat, knüpfte er mit einer NLtherin ein LiebeSoerhältniß an und vnfprach ihr die Ehe. Er behauptete ihr gegmüb», daß« eine einttägliche Stellung als Büffett» erhaltm könne, wmn er im Stande fei, eine Kaution von 120 M. zu hintnlegen. Die arme Nätherin, welche fich am Ziele ihrer Wünsche sah, opf»te nicht nur gern ihre gesammten Ersparnisse, sondern lieh sich von ihrer Wirthin noch 10 M. dazu, um dem Ängeklaatm die Summe aushändigen zu könnm. Er nahm sie und kam nicht wiedn. Im Verhandlungstermine wies d» Angeklagte nach, daß» dm Schadm nachträglich ersetzt habe und dreS allein rettete ihn vor einer läng«en Freiheitsstrafe. Währmd der Staatsanwalt mit Rückficht auf die Gemeingefährlich- keit der Heirathsschwindl» eine dreimonatige Gefängniß- strafe beantragt hatte, erkannte d» Gerichtshof auf einm Monat. DerlammUmgen. «ine große Sommunalwästler-Nersammlung für die Wahlbezirke 41-42 fand am Dimstag, den 13. d. M., im Restaurant Weddingvark, statt. Auf d» Tagesordnung stand; Die bmorstehmdm Kommunalwablm. Refermtm warm die Herrm Kaufmann Vogtherr und Gastwirth Gründe!. D» erste Refnent, He» Vogthe», legte klar, daß die Arbeiterschaft verpflichtet ist, mit eigenm Kandidatm in dm Kommunalwahl- kämpf einzutretm, weil die Bestimmungm und Gesetze nur zum Wohl de« sogmannten BürgerilandeS im rothm Haufe gemacht w»dm. D» zweite Ref»mt, H»r Gründe!, hielt b« Versammlung einige Sündm d« Stadtoät» vor, kam dann gm da« Armm-, Sanität«- und Submission swefm zu sprechm, vci glich Paris mit Berlin(in Paris haben die städtischen Arbeit"»»stSN Marimalarbeitstag und einm Mini- mallohn), und zum Schluß �.'.lichtete der Redn» die Arbei- terfrmndlichkeit de« Fadrikantm Hell?? Diese, Kandidat der Mifchmasch-Partei. In d» Diskussion sprach«! die Herren Weise und Tutzaun im Sinne d» Refnmten. Letzt«» führt» der Versammlung die Zahlm d« Wahlbnechtiatm der drei Klassen vor Augm: 1. Klasse 350 Personm, 2. Klasse 17 338 Personm, 3. Klasse 203119 Personm, und sagte zum Schluß, es wäre nothwendig, daß im rothm Hause fünf Ar- beitnverttetet« fich befändm, damit dieselbm selbstftändige An- ttäge stellen könntm. Im Schlußwort gabm die beiden Refe- rentm die Vnsicherung, daß sie jederzeit berett sein würdm, die Prinzipim der Sozialdemokratie zu vnfechtm. Im„Vn- schiedmen" wurden noch einmal die Vntraumslmte bekannt gegebm. Für dm 41. Bezirk: Marker, Wiesenstr. 28, Weise, Tegelnstt. 27, Kno», Kö'Slinerstr. 11, Rüt», Reinickendorf»- straße 52; für dm 42. Bezirk: Jakob», Hochstr. 33b, Martm, Liesmftt. 4, Raschle, Wiesenstr. 8, Ganschow, Wiesmstr. 8, Elzholz, Badstr. 14. Die Freie Dereiutguug aller i« der chirurgische« Krauche beschäftigte« K-rufsgeuossen hielt am Drmstag, den 12. Novemb«, in Zemter'S Lokal ihre Mitgliederversamm- lung ab. Auf d» Tagesordnung stand: 1. Gewnkschastliche«; 2. VerschiedmeS. Zum 1. Punkt vnla« Kollege Schuster einm Brief au« Halle, worin angefragt wird, ob dre dortigen Kollegm uns»em Verein beitretm könnm. Die Kollegm Schuster und Schmädike sprechen sich dahin au«, daß die« nicht ginge, da wir keine Zmtralisation habm. E« wurde beschlossen, dm Kollegm in Halle mitzutheilm, fich selbst einm Fachverein zu gründen. Femer wurde von einigm Kollegm mitgelheilt, daß in einigm Wakstellm die sanitarm Verhältnisse so schlecht find, daß fortwährmd Kollegm an der Schwindsucht dahin- g»afft w»dm. Die Kollegm möchten damach hinstrebm, daß die gistigm Stoffe in einem verschlossenm Raum verfertigt werdm. Zum 2. Punkt theilte Kollege Schmädike mit, daß da» Stiftungsfest am 15. März k. I. in Deigmüll»'s Salon stattfindet. Das V»gnugungS-Komitee wurde noch um zwei Kollegm vnmehrt: gewählt wurdm die Kollegm Hobusch und Vieweg. Außerdem wurde befchlossm, die Gm»al.D»samm- lungm nicht blos im„B»lin« Volksblatt", sondem auch in der„B»lin« Volkstribüne" inferirm zu lassm. Zum Schluß theilte Kollege Schuft» mit, daß am Sonntag, dm 1. Dezbr., eine offmtuche Versammlung sämmtlich» chirurgisch» In» strummtenmach» in Zemter'S Lokal stattfindet. Da« Nähme wird im„Berlin« Volksblatt" bekannt gemacht w«den. Der heutig»« Nummer liegt für unser» Zib-uueuteu Mr. 4« be»„Kountuga-Klatt" bei. Theater. Rienzi, der Letzie der Tribunen. Aschenbrödel. Sonntag, den 17. November. Girinmtzml». Der Trompeter von Säkkingen. Montag: Rienz Acha«>pteli,ans Montag: Wilhelm Ted Dnrtrdf» Theater. Der Sohn der Wildniß. Montag: Nächstenliebe. t»Mng-Theater. Der Zaungast. Montag: Das letzte Wort. Kerlitter Theater. Die wilde Jagd. Montag: Monijoye, der Mann von Eden. Friedrich- MitdetmftSdtische» Theater Der Polengrat. Montag: Dieselbe Vorstellung. Zieftdeiq-Theater. Schwiegermama. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Verfolgt! Vorher: Der Herr von Lohengrin. Montag: Dieselbe Vorstellung. UtKtoria-Theater. Stanley m Afrika. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend-Theater. Der Trompeter von Säk- kingen. Montag: Jenny Waldmann. Oelleallsane«» Theater. Der Zaubtrlehil 'Mg. Montag: Diesetbe Aorstettung. Köutgstadtische» Theater. Der Glöckner von Notre-Dame. Montag: Dieselbe Vorstellung. Zentrat-Theater. Leute von heute. Montag: Dieselbe Vorstellung. Zldalph Srnst-Theater. Flotte Weiber. Montag: Dieselbe Vorstellung. Gedr. Dichter'» Maricktst. Epetialitäten Vorstellung. tieich»hall»n- Theater. Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Thalia-Theater, IS. MallnertheaterSraße IS. -rsoiiv»,, eater- und SpeziaUtiiien-NorKellung. Erstes Auftr. des Jnstrumental-Humoristen und Komikers Ssneii» Zun. Gr. Erfolg d. Liedersängerin Frl. kondela, der Duettisten Tau& Ggk, des Volkshumoristen W i l h. F r ö b e l, des Frosch- menschen Vincento u. des Zauberkünstl. u. Jongleurs Herrn S ch e I hi n i. EntrSe 30 Pf. ISJÄ. American-Theater. 18« 5 DrrSten erste 55. Täglich Vorstellung. Cipcus Renz. Karlstrahe. chatte, Sonntag, den 17. Nodentter 1889, 2 große Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr(1 Kind frei). Lro»»» Extra-Varstellung mit ewem eigens dazu arrangirten Proaramm. I.vden»arl 1>«id»n auf dem Eise. Grobes Ausstattungsstück. Abend» 7t Nhr: I« dunkle« Erdtheil. (Einnahme von Kagamoyo.) Große equeftrische Original-Pantomime, arrangirt und in Szene gesetzt vom Direktor E. Renz. In beiden Vorstellungen Auftreten der »orzügl. Rettküustlerinnen und Reittünftler. Netren und vorsübren der best, dreff. TchÄ- und FrecheitSpferde. Komische JniermezzoS »on den SV ErowaS. �" Morgen, MoM?�,: Im dnnkle« GrdtheU i. Äuflreten der renommtrten Gym- naftiter Gebr. Fernande,. E. Tsau, Direktor. Allen Freunden und Bekannten hier- durch die traurige Mittheilung, daß mein lieber Mann, der Zimmermann A. Mixstadt nach schwerem Leiden am 9. d. MtS. verstorben ist. Die Beerdigung findet am 17. d. M., Mittags 1 Uhr, von der Morgue aus statt. 853 Frau«irlladt. Circus Busch« Sriedrich-Karl-Nfer. chatte, Sonntag, den 17. November 1889: ...---- 4 Uhr 1 Kind frei. Auf Verlangen: Gin Tran« in de« norwegischen Gebirge«. Gr. Original- AuSstattungs-Pantomime in 2 Akten. 8 rusfische Rapphengste. 3 KlownS Gebr. Florida. Mr. Allen al« Jockey. Parforcereiterin Frl. Jansen, zc. Abend» 7t Uhr: 877 Fstme» dl- Kose von TrlpoU, Volina, Prämien-Springpferd. Trampolin- vorgef. von Fr------------------- Ml. Stelling. Quadrille noblesse, gentten von 8 Damen und 8 Herren. Klown Michael mit seinem Wunder-Ponny„Punschchen Pasta, e 1 Tr. 9 M.-10 Uhr A. Kaisep-Panopama. Palästina» denkwürdige Stätten. III. CycluS. Reise Athen— To« stantinopel. VI. Abtheilung: Pariser MeltanssteUung. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonn. 8 Reisen 1 M. H. Ppfiusehep's anatomisches UVSEVU SO/81 Kommandantenstpasse 80/81. Täglich geöffnet für erwachsene cherre«. ■ Dienstag und Freitag Damentag l W Entree 50 Pf. Vereinskarten giltig. 589 Am 9. o. M. verlchred nach längerem Krankenlager infolge der bei Ausübung seines Berufs ertiltenen Verletzungen unser Vereinsmitglied Herr August Mixstadt im Alter von 47 Jahren. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. d. M., Nachmittags 1 Uhr, von dem Leichenschauhause aus nach dem EmmauS- Kirchhofe stalt. I8S! Um rege Betheiligung bittet DerBorMd d. KeeMgullgsvtrms Berlmer Zimmerer. _ Plöh, Vorsitzender._ Allen Stnämteure» zur Nachricht, daß unser Kollege Reinhoid Möbius am 14. d. MtS. verschieden ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17., Nachmittags 2 Uhr, von der Wohnung Weißenburgerstr. 9 aus statt. Um zahlreiche Betbeiligung bittet 861 Per vorstand. Neu eröffnet!!! 450 2. Geschäft Gimechch 159 (vls-5-vis der Luckauerstraße).* W Clgarren- nnü Kotterle-Geslhöft" Herren-Garderobe nach Maass in jeder Ausführung. Reellste Bezugsquelle. Erste Prodnkiiv-Genostensch. Kerl,«er Schueiker(E. G) Nommandanten»Stp. Li.>882 s. A. Bittner, Lager v. Nähmaschinen sstmmti. Systeme. s827 Hauptgeschäft: Alemderslr. 85. Filialen: AndreaSstrahe 77 b. 21. Franks- Str. 23 24. Sins:er-P«tf nt- Untversal-Rähmaschin m. d. neuesten Patenten. 'Weblor-rVilaon zur Wäschefabrikation. RiNDschtsf-Rähmaschin. für Trikotage. PunschertraKte! Punschextrakt ä Originalst, exkl. IL! m ♦ ♦ ♦ WW 1,25 M. Schlummerpunsch do. 1,50„ Glühwetnextrakt do. 1,25„ do.>a. do. 1,50„ Thec-Rum, hochfein, a Liter exkl. 2,00„ Fa?o»-Rum, a Originalst. 1,00„ Alter echter Rordh., a Ltr. exkl. 0,75„ Verl. Getretdekümmel do. 0,90„ Ingberliqueur(Spezial.!) do. 0,90„ empfiehlt die Groh-Desttllation von bettau Sooden erschien in 2. Auflage: Kurzer Leitfaden zur schnellen Erlernung: mir and mich, Sie Ihnen nchtig anzuwenden. Von Franz Holder-Egger. Preli 1 Mark. IrlBdrich Slahn, Berlin sw 48. KohtavaK\ am hiesigen Platze bekar Goldsohmidt, Spandanerbr.«. .... 3— bekanntlich[1853 Gpösste Auswahl. Garantirt sicher brennende Tabak». Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindlichen Roh. '-~■ Lag«. Tabake sind am Lager. A. Goldschmidt, SbandeutrbrScke 6 am Hackeschen Markt. Kothe Kreuz-Loose ä 3 Mk."j«f 156 zup Ziehung am 19. Hovembep cp. i Ant. 1\ Mk., 11 Stck. 17t Mk-(Porto und Liste 30 Pf.) Weimar-Loose ä 1 Mk. 11 Stck. 10 Mark.(Porto und Liste 29 Pf.). Ziehung 14.— 17./12. er. empfehlen und versenden Oscar Bräuer& Co., Ä Sö 1 Kr. IMJfiS?! � J und Nußbaum:»« und Polster Maar 2441 . rolide« Preisen." Ganze Ausstattungen in und N»ßda«m 5 Kuchenmöbrt in großer Auswahl empfiehlt S.O., Köpnickerftraße PJ* nahe der Köpnicker Brücke. k'i'snz-__ Billigste Quelle für deutsche u. englische � eiserne Bettsteven! m.. D°«p Köpnickerftraße n SS»», Jll. PreiS-Kour. grattS tpste von i\ "Streng feste Preise! I HERREN-GARDEROBE i | Adler& Baruch, ; Elegante Winterpaletots i» BSier AwvH? von 29 Mark an. Reuheite« in Stoffe« zur Anfertigung nach Maast stet» dorräthig. Streng feste Preise! 241-I Piaiiinos. große Auswahl aller Holzarten, von den wjZfi' bis zu den elegantesten, passend für jedes Mod�z und doppelkrav� o. sämmtliche PianinoS find kreuz> mit ganzen Eisenrahmen und—-t mit patentirter RepetilionS Mechanik. Vorth» Bezugsquelle. 10jährige Garantie liefert die forte-Fabrik y Abbild Pohl, Prinzen-Ktraße 49. ungen und Preisverzeichnisse grahis und fr GegpUodet 1894. Export, Engpos. Detail. a n ko. Kein Laden. Co Pftlclitenhöfer Juwelier und Goldarbeiter Berlin 0., Andreas-Str. 61, Eingang im Flur parterre linkß vta-S,Tis Kellar'a O e■• 1 1• e hal t■• S HI«. Empfehle mein reichhaltiges Lager in Gold-, Silber-, Corallen, Granat- und Gold- Double-Waaren bei streng reeller Bedienung zu den billigsten Preisen. Grösstes Lager in Alfinld'' Hoohzelts- und Rathen-Geschenken zu den billigsten Preisen. Grosse Auswahl in I4karst. goldenen Herren- und Damen-Uhrketten nach Gewicht- und Faqon- Berechnung. Dukaten- goldene Verlobungs-Ringe von 11,50 bis 22,00 Mk. stets am Lager. Eigene Werkst«*1 für Neu-Arbeiten und Reparaturen in sauberer, schnellster und billigster Ausführuoe- Galvanische Vergoldung und Versilberung in dauerhallen Auslührung. Altes Gold vo Silber nehme in Zahlung. Bitte seiiA» auf meine Finne: C. Pflletitenh�f«r, Andreas- AtraM« 61, in echten. i Die seit 1877 bestehende, weitbekannte Uhrenfabpik von Max Bu*** 157 Invalidenstrasse 157,°-d«> der Marktba'�#, verkauft jetzt sämmtliche Uhpen tu bedeutend hepabgesef1� Ppeisen. flli Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet Grosse Abschl»� jjt Pforiheimer und Hanauer Fabrikanten ermöglichen derselben Verkauf von Gold-, Silbep-, Gpanaten- und Kopallenwaapen � su labelhaft billigen Preisen. SpecialitSt i Ringe. Repapatupen an Uhpen und Goldsachen werden aul das Ge h älteste ausgeführt. Im Tuchgeschäft[637 $lil](nttl)|( ZZ, \ Im \$ni % Gegenüber der Turnhalle: % Herren-«nb Knabe«- % Anzüge. Paletoto, A sowie Dame» bleib er, % Wintermäntel it. Ans Wunsch auch heiliahlnnge«. Werhoiidl«-!,. Moraenkleidern, Regen- und Winter-Mänteln, Plüsch, Krimmer, Pelz, Sammet, Trikot zu Taillen, auf Wunsch gleich zugeschnitten. 682 Aaple.Lausttzer Platz 17 Ecke Waldemarstr.) SB R. Kohlhardt •mWJVmWAWJWJ Bnchhandlnng und Bncbbinde: ei Mariannenatr. 34 patUwi. Zu Wrihnacht»«»rch»nkrn passend empsehle I Ich mein Läget von Zilgesdschristell u. Bilderbilchm sowie Spiel» u. Lchpeibwaapen. Sicfetuno Mmmlllditr wissenschastiichet Werke und Zeitlckrlslen. SJWJ'.'SSm'SJ'.VJm'StW tMinter- 8M7Ich bitte Sie � ohne vorher die riefigen Winter-� beim Kleider- Pascha in der Rosenthalerstr. 32 besichtigt zu die Preise find durchweg die billiger'M> wie bei der Konkurr"!.'�. DM- 20 000 elegante Paletot», neuester Mode, in gr. w* � Ausverkauf«sonst 40 M.) jeht 15. 18, 19 M. Prima J0f~ utik Winter-Paletot», die denkbar beste jft elegantesten(sonst 75 M.) setzt 21, 24, 25, 27, 30, 33, 35 M- J ögf, Jockel« und Rock-Anzüge, Brairt'A Hosen und Westen, 8000 Schlafrock-, halb umsonst. mW 8000»«aben-«inte--Pal''.d> 6000 Knaben-Anzüge für jedes A« im Ausverkauf noch viel billiger w>. Sonntag» auch Abend» � Rosenthalerstr.� " fÄ'ÄrtsSSi!! Ecke Man ackte Eckladen. l! ll lli Verantwortlich« Redakteur: P.«ronheim in Balm. Druck und Verlag von Ma» Kabtng in Berlin LW.. BeuthstroßT� Allen Männern»er empfehle mein Weioa- u.«•' p—. Lokal, sowie den alten Svjahr- �0 ÄI.«auak, mmk.. Hi�m.et*** i S? ll äi ll S5 « il t Mk. 1. Beilage zum Berlmer Bolksblatt. ilr. S? 0 Sonntag de« 17. November 1889. 6. Jahrg. Zll den MWerordneleu-Wahlen. tojr t Säl. ttsu-fr®�, 241' de" . Die Stadtverordneten-Wahlen firden am Dienstag, � IL. November er., ohne Unterbrechung von Vor- LUa»S 9 Uhr bis Nachmittags S Uhr auch während der Magzzeit statt. Diejenigen Wähler, welche am 1. Juli ihre Ahnung nach einem an Seren Bezirk verlegt haben, müssen i« wttrn alten Bezirk zur Wahl gehen und sich ihre Wahl- wten, welche bei Verzogenen nicht zugebracht werben, am «»«nabend oder Montag aus dem Wahlbureau, Königstr. 7, u tm 3'!• Eingang, 3 Treppen, abholen, oder aber am Tage °tr ffinhi stch mit sicheren Legitimationspapieren versehen. �d Schulz, Kottbuser Platz 40s, Zlgarrenaescbäft; für den Ir im Restaurant Pfister. Elsenbahnftr. 35; sür den i? ��irk im Restaurant Werschke, Adaldertftr. 16; für den J- Bezirk bei Otto Kräcker, Zrgarrengeschäft, Wasserlhorftr. 20; p den 24. Bezirk im Restaurant Krause, Küstriner Platz 10; ? den 27. Bezirk im Restaurant Jul. Henke, Blumenftr. 38; � den 33. Bezirk im Restaurant Schayer, Acker- und In- Jrwvstr.-Ecke. �jc �0, 35. Bezirk de, Gnadt, Schankwirth, �nnenstr. 38; für den 41. Bezirk im Restaurant Wolf, ??chttstr. 44; für den 42. Bezirk im Restaurant Wilke, vchstr. 32. .Die Wahllokale der einzelnen Bezirke, in welchen sozial- �dokratlsche Kandidaten auigeslellt, find folgende: � Kvnnnun al-Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 63—67 und 74—78, in der 133./14S. Gemeindeschule, Bergmann- ..strahe 28/2S. �, �«did at: Fritz Aubeil, Tischler, Waldemarstr. 73. � Kvmmunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 88 bis 94, theitweiie 87, in der 50 /68. G-meindeschu'e Reichen- g dergerstrasie 44 45. '» dj d a t: Gtto Klein, Zigarrenhändler, Ritterstr. 15. � tzaunnunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadlbezirke 95— 103, lheilwetse 94, m der 80. Gemeindeschute, Wränget- ». strahe 133. '»did at: Arttzur Ktadttzage», Rechtsanwalt, Lands- bergerftratze 62. � Kommunal-Wahtbezirk, umfassend die Stadtbezirke 82—85, theltweise 81, 86, 95 und 97, in der 42. Gemeindeschule, a Sautipnftcöfec 63.. �udidat: Fra«? Tnhaner, Stadtverordneter, Möbel- Händler, Köpenickerftr. 24., � kommunal- Wahldezirk, umfassend die Stadtbezirke 114-117 theilweise 123 und 124 in der 57./72. Gemeindeschule . Brardenburgstrobe 78/79. "ndtdat: Wichel« Koernrr, Zlgarrenfabnkant, Rstter« strahe 108. � �oimnunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 168 bis » 173, in der 30. Gemeindelchale RüderSdorferftrabe 4/5. ""drdat: Gustav Tempel, Gastwuth, Brestauerstr. 27. Kommunal-Wahldezirk, umfassend die Stadtbezirke 152 bis 156, 159, therlwnie 146, 151, 162, rn der 27. Gemeinde- » schule, Siraubbergerstratze 9. a r ""didar: Ott» Keindorf» Gastwrrth, Langcstraße 70. Komm-rnal-Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 226, 227, 255, 256, 268, 269, theilweise 221, 225, 257, 267, in der » 1., 120. unv 124. Gemeindeschule Garten flrahe 169/170. �didal: Vmil Köhl, Gastwrrth, Frankfurter Allee 74. � Kvmmur al. Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 229 bis j» 236 in der 25 /103. Gemerndeschule Rupprnerftr. 53,54. #«didat: Ködert Kerzfeldt, Expedient, Fürbringer- straße 17. Kommunal-Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 305 bis 318, theilweise 319, in der 118. Gemeindeschule, Pank- '"«kl'd a'tf Nogcherr, Kaufmann, Landsberger straße 64. � Kommunal- Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 276 bis 278, 319-326, Ibeilwerse 313, in der 32. Gemeinde. b£ 9» Gastwirth, Dresden er- stroh: 116. tz.. Tür diejeniaen Bezirke, wo Wahl stattfindet, jedoch von h,. kein« Kandidaten aufgestellt find, wird Wahlent- �u n g anempfohlen. o�.-v'ejenigen Genossen, welche am Dienstag, den 19. No- '«n*' den Stadtverordneten-Wahlen behilflich fein wollen, fich an diesem Tage von Morgens 7« Uhr in nach. Kr'Otn Lokalen bei den Bezirksführern melden, wo auch am jv..8* der Wahl die Wählerlisten ausliegen: 11. Bezirk bei Ammer, Destillation, Heim- und $8. K Bergmannftrahen-Ecke. � 13. Bezirk bei Mohaupt, Destillation, Manteuffel- (Iii,. straße 53, Ecke Reichenbergerstroße. 0('> 14. Bezirk bei Händler, Restauration, Wrangel- v fttöfic 11« 'tn 15. Beznk bei Werschke, Restauration, Adalbert- v strafe 16. 0t* 17. Bezirk bei L i n d e m a n n, Restauration, Moritz- � � 24. Bezirk bei�B�ö h l, Restauration, RüderSdorfer- � den 27. Bezirk bei'B e�h l e n d o r f, Restauration, Strauß- Keller, Gmten- v sidul-, Pankltraße 26. 8» d i d a t:«mil GrSudel, � dt« 33 ��«r�Restauraiion, 35. Bezirk bettfiüher) PStzold. Ristaura tum, Keller, Tür d». � Granfeerstraße 1. . � �1- Bezirk bei Dietz, Restauratron, � d�, � straße 3. �.■ Bezirk bei Herzog Weddmg- Restauration, Pank- �'dem beim ZenttabWahlkomitee, welche- seinen Sitz am Tage der Wahl von Morgens 7 j Uhr an bei Julius Henke, Restauration, Bi» rn. Blumenftr aße 38, hat. liä�staa m!'0m,tmachung der Gesommt-Refultate findet am de» N» � Uhr statt, und zwar:,. � worden in Gottschalk's Salon, Gesund- de» s>. brunnen, Badstr. 22... j, � den, Südosten und S ü d w e st e n u, d« de» r>->. Unions-Brauerei, Halenhaide3— 5. "en i« E i y s i u m, Landsberger-Allee 39 41. Lottslss. •— vi i y f i u m, Zentral- Wahlkomite Kl« Ausweist,»« de» Buchbinders Z-ftptz Iani». ,ew»kq, des Reichstaoskandidaten für den zweiien Berliner ReichStagSwahlkreiS, blebt nach dem Bescheide des Ober- Präsidenten Dr. v. Achenbach vom 1. d. M. m Kraft. Der an den Mandatar des I., Rechtsanwalt Dr. F l a t a u. adge- gebene Bescheid lautet:»Die Vorstellung vom 11. v. M., in welcher Sie darüber Beschwerde führen, daß Ihnen durch landekpolizeiliche Verfügung de« Herrn Polizei- Präsidenten von Berlin vom 11. v. M. der Aufenthalt in Berlin und Charlottenburg untersagt worden, ist mir zur zuständigen Ver- sügung zugegangen. Demzufolge erwidere ich Ihnen nach Prüfung der Sache, daß es bei der angefochtenen polizeilichen Verfügung bewenden bleiben muß, da Sie im Hivblick auf die gegen Sie ergangenen strafgerichtlichen Verurthei- lungen al» eint für die öffentliche Sicherheit gefährlich« Persövilchbeit anzusehen find, und es nach dem Sprachgebrauch de« Gesetzes vom 31. De- zember 1842 unerheblich ist, ob die Ihnen zur Last fallenden strafbaren Handlungen im Sinne der heutigen Straf- gefetzgebung als Verbrechen oder als Vergehen aufzufassen sind. Der Oberpräfident Staatsminister gez. Dr. Achenbach. An den jc."— Da« angezogen« Gcs-tz, das namhafte Rechts- lehrer als durch die bezuglichen Reichsgesetze aufgehoben be- zeichnen, lautet:.8 1- Keinem selbstständigen vreußischen Unter- tban darf an dem O,te, wo er eine eigene Wohnung oder ein Unterkommen fich selbst zu beschaffen im Stande ist, der Aufent- halt verweigert oder durch lästige Bedingungen erschwert wer- den.—§ 2. Ausnahmen hiervon finden statt: 1) wenn Jemand durch ein Stra furtheil in der freien Wahl feines Aufentbalis beschränkt ist; 2) wenn die LandeSpolizeibehörde nöthig findet, einen entlassenen S t r ä f l i n g von dem Aufent- balle an gewissen Orten auszuschließen. Hierzu ist die Behörde jedoch nur in Ansehung solcher Sträflinge befugt, welche zu Zuchthaus oder wegen eines Verbrechens, wodurch der Thäter sich einen für die öffentliche Sicherheit oder Mora« lität gefährlichen Menschen darstellt, zu irgend einer andern Strafe vcrurtheilt worden oder in einer KorrektionSanstalt ein- gesperrt gewesen sind.— G« wird Klag« beim Ob««»««- waltvngsgericht«ingeiegi werben. K-be« di« Zunahme de» Kpiel» und Trunk» i« de« Arbetterklaff« dringt die.Kreuz- Zeitung" nach dem „Eoang. Kirchl. Anzeiger" einen Artikel, welcher zwar kein Begreifen der Arbeiterverhältmsse, dafür aber ein um so ab- sprechenderes Urtheil zeigt und natürlich den Refiain hat: Die Arbeiter müssen wieder in die Kirche; die Kirche wird den Arbeitern helfen. Der Verfasser beruft fich für die behauptete U.bcrha»dnahme der Spiel- und Trunksucht nicht etwa auf die KriminalitätSstatistik oder auf andere allgemein wahrnehmbare und kontrolirbare Erscheinungen; Theologen und sonstige Kirchenfieunde machen sich da« Beweisen meist leichter. Der Verfasser behauptet einfach, daß er die Zunahme de« Lasters in der Arbeiterbcvöikeruna persönlich wahrnahm. Er fahre nämlich oft mit der Stadlbahn zwischen Westend und Börse, und höre da von den mitfahrenden Arbeitein z. B., daß der Eine an einem Abend für zwei oder drei Mark getrunken, der Andere an einem Abend 25 M. im Kartenspiel verloren habe; und e« feien die» nicht vereinzelte Fälle, sondern:.es waren mehrere, die redeten, und e« war immer vom Spielen die Rede". Wir wollm einmal annehmen, daß der Wille des Verfassers, wahr zu sein, ebenso groß sei, al« sein Vermögen, klar zu sein, gering ist; eine ollgemein giltige Thatsache ist aus solchen ver- einzelten persönlichen Wahrnehmungen trotzdem nicht abzuleiten. Allein wir sehen auch davon einmal ab; wir lossrn die Zunahme der Spiel- und Trunkmcht in der arbeitenden Klasse dahingestellt und geben dem V«rfasser zu: Jawohl, der Trink- und Spiel- Sucht stöhnen in der That noch zu viele Arbeiter. Denn ihr röhnen zu viel Arbeiter, so lange ihr überhaupt noch Arbeiter stöhnen. Wir haben übrigen» selbstverständlich nur den un- mäßigen und nicht durch soziale Ursachen, welche stärker als die individuelle Willenskraft sind, entschuldigten Genuß im Auge. Ist e« die Kirche, welche diesem Uebel steuert? Sie kann es nicht und hat auch längst da« Vertrauen in der öffentlichen Meinung eingebüßt, daß sie es ohne selbstsüchtigen Nebenzweck, oder auch Hauptzweck, wolle. Und selbst wenn die Stadt- Mission und der christliche Verein junger Männer dem»Wirth«- hausleben" und ber.materiellen Zeitrichtung" Einen abjagt, den machen sie nicht zum steien und geistig mündigen Mann, den lehren sie nicht, Pflichterfüllung und LebenSansp uch in den rechten Einklang zu setzen. Schreiber diese» siebt Arbeiter nicht nur gelegentlich in der Stadtbahn zwischen Börse und West- end, sondern verkehrt täglich m den Kreisen der Arbeiter. In den Arbeiterlokalen sieht man oft Spieler und Trunkene; aber von denjenigen Arbeitern, welche geistigen Antheil an der modernen Arbeiterbewegung nehmen, ist nicht ein Einziger ein Spieler oder Trinker, wenngleich ihre, die sozialistische Lebens- anschauung dem heiteren Genüsse keineswegs abgeneigt ist. Hier, nicht im Kirchenthum, liegt die Kraft zur Ueberwindung de« Trunk- und Spielteufels. Soweit die Ärbeiterbeaung die Aufgabe haben kann, neben der Vorbereitung besserer Zustände auch die gegenwärtigen Menschen besser zu machen, würde sie in der geschilderten Beziehung die Arbeiter durch Vereinigung er- ziehen müssen, wenn sie nicht durch Gesetze daran gehindert würde. Daß die Kreuzzeitunasmänner sie daran hindern, wie sie selbst von einer unergennützigen Behandlung der Arbeiter- frage weit entfernt sind, rst fierlich nur konsequent, aber darum auch am besten geeignet, den Ardeitern, auch den noch unauf- geklärten und indifferenten, die Augen zu öffnen. Dt« Fr-tstuuig««»«ige« w ihre« Kommunal- wähl«»- U«»sa«ml«»g«« vielfach, daß sie auf dem reaktionärsten Standpunkt stehen. So vertheidigt Professor Virchow die Haltung der Stadtoerordnelm- Versammlung der Freireligiösen Gemeinde gegenüber, er meinte, die frei- religiösen Heißsporne hätten sich wegen ihres allzutz straffen An- ziehens de« BogenS den Ausgang selbst zuzuschreiben. Im übrigen sei er selbst gegen die Begünstigung eines kirchlichen Standpunkts und für die Entfernung des Religionsunterrichts aus der Schule; ein bloßer Sittenunterricht reiche aus. Herr Virchow gebt also, wa« man von jeher wußte, mit seinen Wünschen über da« Gesetz hinaus; aber er theilt in der An- gelegcnheit der Freireligiösen Gemeinde die Haltung der Kirch- uchen, obwohl noch niemand behauptet hat, daß auch nur das bestehende Gesetz diese Haltung nothwendig bedinge. Dieser Standpunkt Virchow'« ist schlechthin unverständlich. Den E orderungen der Arbeiterpartei auf kommunalem Gebiete steht irchow so ziemlich in allen Stücken ablehnend gegenüber. Da» Originellst« im Oi»marckmuse«m, da« vor- läufig, leider(!) nur in bescheidener Art, im Märkischen Pro- vinzialmuseum verwirklicht worden ist, ist da«— blaue Hau«- nummerschild mit der Zahl 76 vom Hause de« Kanzler« in der Wilhelmstraße. Wie muß da da« weniger Originelle be- schaffen und wa« für Köpfe müssen e« sein, die nicht allein dre gloriose Idee de» Museum« gehabt, sondern ihr diese originelle Ausführung gesichert, fragt mit Recht die.Berliner Presse." Hoffentlich fängt das Volk der Denker einen Pilgerzug ins Märkische Proomzialmuseum an, um die Zahl 76 kennen zu lernen. 9ie.wild« Jagd". Ein Freund des.B. T." au« Potsdam theilt demselben folgende merkwürdige Geschichte— unter Uebernahme der vollen Verantwortung— mit: .Ich fuhr am Montag, den 11. d. MtS., Mittags 1 Uhr 20 Minuten von Potsdam fort, um zu bestimmter Stunde nach Station Grunewald zu gelangen, woselbst ich etwa 150 Mann beschäftigte, welche baselbst die Aushebungen der Fenn« auf dem Terrain der Kursürstendamm-Geselllchaft bewirken. Ich hatte meine Beamten, die daselbst die Aufsicht führen, zur festgesetzten Stunde, 2 Uhr Mittags, dorthin bestellt. Der Zug war pünktlich von Wannsee fortgefahren und hielt plötzlich auf freier Strecke ohne sichtbare Veranlassung in der Nähe de« Forsthauses. Ich sah zum Fenster hinaus und bemerkte an dem dortigen Wegeübcrgange den Bahnwärter das Haltesignal mit der rothen Fahne geben. Begierig, zu erfahren, wa« denn für ein Hinderniß vor- liege, sah ich nach etwa 2 Minuten einen Reiter im rothen Rock über die Bahn jagen, ihm folgten bald mehrere, zuerst einzeln, dann in Trupps, Herren und Damen; dann folgte die Meute, wenigstens mehrere Hunde derselben, sich unter un- serem Zuge durchquälend. Der Vorgang war erklärt: es war die wilde Jagd nach dem verloren gegangenen Jagdschwein, welches natürlich in erster Reihe ausgesucht werden mußte, während wir dafür unsere Zeit opfern mußten. Wir haben volle 20 Minuten an der Stelle halten müssen und hatten nur den schwachen Trost, daß wir es nicht allein waren, denn auf dem andern Geleite hielt ebenso lange ein Eisenbahnzug, welcher gleichzeitig mit uns auf der anderen Seite des Wege- Überganges zum Halten gezwungen wurde. Als ich auf der Station Grunewald ankam, habe ich den Vorfall durch den Stations-Vorsteher daselbst, sowie durch den Zugführer und den Schaffner konstatiren lassen. Ich kann auch sonst noch andere Personen als Zeugen namhaft machen." Eine« Kommentars bedarf diese merkwürdige Historie nicht. 9ie.Stralan«« Spitz«", bekanntlich Eigenthum der Stadt Bertin, welche bisher als Wiese verpachtet worden, ist jetzt durch Anschüttung wesentlich erhöht worden und soll al« Baustelle für ein Garten.Restaurant in Aussicht genommen sein; mit einer diesem Zweck entsprechenden Park-Anlage ist auch bereit« begonnen worden. Da aber der von der offent- lichen Dorfstraße ab nach dem obigen MagistratSgrundstück führende Weg nur ein privater ist, der von den betreffenden Adjazenten jederzeit gesperrt werden kann, so hat der Magistrat von Berlin bei den betheiligten Behörden den Antrag gestellt, den nach der.Stralauer Spitze" führenden Weg als einen öffentlichen anzuerkennen.' FL« de« Ka««in«» M«it«« Geleises auf de« Nordkatz» wird eifrig agitirt. An den Eiienbahnmirnster von Maybach ist neuerdings ein mit etwa 800 Unterschriften versehenes Bittgesuch genchtet worden,.den Ucbelständen, welche die Erwerbs- und Lebensverhältnisse der an dem Verkehr auf der Nordbahn betheiligten Bürger sehr gefährden, durch An- ordnung sofortiger Herstellung des zweiten Geleise« von Berlin bis Oranienburg abhelfen zu wollen." Uever einen Akt de««»heften Vaudalismu« geht der.Voss. Ztg." folgende Mittheilunq zu: Vor ungefähr 14 Togen entdeckte ein junger Kunstakademiker, daß das schöne Reliefbild an der Rück eite des Denkmals Wilhelm'« v. Hum« ho'.dt in ruchloser Weise beschädigt sei. Die fitzende weidliche Figur war mit Koth besudelt, ihr rechter, frei heraustretender Arm mit dem Schwert lag abgebrochen auf dem Sockel de» Denkmals, auf dem sich außerdem eine Menge Mosaikoflaster« steine befanden, die offenbar, wie Spuren an dem Marmor beweisen, mit Gewalt gegen das Denkmal geschleudert worden find. Auch an dem Standbilde Alexander'» v. Humboldt lagen eine Anzahl solcher Steine. Die Sache wurde der Polizei ge- meldet und die abgeschlagene« Marmorstücke abgeliefert. Gin« Mormonen- Tauf«, die letzte in diesem Jahre, fand am verflossenen Mittwoch Abend, trotz der recht empfind- lichen Temperatur, in der Spree bei Stralau, an einer abgelegenen Wiese statt. Die Mormonen halten, nach dem Vor- bilde Johannes des Täufers, an der Taufe unter freiem Himmel fest, während die hiesigen Baptisten, welche Ursprung- lich auch im Freien tauften, diese Handlung jetzt alle vier Wochen in ihren beiden Kapellen in eigens dazu gebauten Bassin« vornehmen. Gin« in Verwesung übergegangene weibliche Zrich« wurde am Mittwoch Nachmittag« im Spandauer Schiffahrt«- kanal, in der Nähe der Fenn brücke, von Fischern aufgefikch t. Dieselbe wurde nach dem Obduktionshause geschafft. Die di» zur Unkenntlichkeit entstellte Todte dürfte 25—30 Jahre alt sein; bekleidet war dieselbe mit schwarzem Kleide, schwarzem Umschlagetuch, schwarzen Strümpfen: die Unterwäsche war nicht gezeichnet, so daß Anhaltspunkte über die Persönlichkeit der Tobten nicht gefunden werden konnten. 9a«?u früh« Kchlietze» b«r Ofen klapp« hat schon wieder ein Opfer gefordert. In der Zimmerstraße 48, 2 Tr» wohnt eine Frau Dr. Kähne. Da die Dame am Mittwoch früh fich nicht blicken ließ, so sah man nach und fand sie de- wußtlos, durch Kohlendunst fast erstickt vor. Ol wohl gleich Hilfe herbeigeschafft wurde, so gelang es doch nicht, die Kranke so weit herzustellen, daß die Ueberführung nach der Charitce bewerkstelligt werden konnte. 9«» rathselhast« Verschwinde« de» portter» der Tattersal-Akliengesellschaft in der Georgenstraße verursacht in der dortigen Gegend allgemeines Aufsehen. Der etwa 46järige Mann, Namens Stephan, allen Besuchern des obengenannten Reitinstitutes wohl bekannt, cmvfing von der Direktion am Dienstag Vormittag eine Anzahl Rechnungen zum Einkajfiren, entfernte fich bald darauf mit den Quittungen und kehrte nicht wieder seitdem weder nach seiner Wohnung, noch nach dem Tattersal zurück. Da der Verdacht dadurch rege wurde, daß St. die Beträge der Rechnungen eingezogen und dann flüchtig geworden, wurden sofortige Recherchen angestellt, die jedoch ergaben, daß St. die Rechnungen überhaupt nicht einkassut. Es bleibt demnach nur noch die Vermuthung, daß dem recht rüstigen Manne bald nach seiner Entfernung au« dem Tattersal ein Unglück zugestoßen ist, oder daß derselbe freiwillig Hand an sich gelegt hat, wozu allerdings der Umstand berechtigt, daß dre Frau des Verschwundenen vor einigen Monaten gc- starben und Stephan sich über den Verlust derselben außer- ordentlich gegrämt hat. Bis jetzt ist es der sofort benachrich- ttgten Polrzer nrcht gelungen, eine Spur des Verschwundenen zu entdecken. Gl« Z«>ammenstotz außergewöhnlicher Art» der wunderbarer Weise ohne ernstliche Verletzungen vorüberging, fand am Freitag Mittag an der Ecke der Tauben- und F-ie- drichstraße statt. Der Planwagen eine« auswärtigen Bäckw» kam, da das Pferd scheu geworden, von der Leipziger straße her die Fciedrtchstrabe entlang gerast. An der Eck« der Tauben- st raste bohrte sich der Wagen m eine besetzte Droschke zweiter K asse, die Deichselstange und die Glasscheiben derselben zer- tnimmernd. In demselben Augenblick ereignete sich folgendes: Der Bäcker und seine neben ihm sitzende Frau flogen über das Pferd ihres Wagens vom Bock, der Droschkenkutscher stürzte aus die Erde, auf dem ASpha't aber lagen nicht nur die zwei Pferde des BäckerwagenS u- d der Droschke, sondern auch die beiden Pferde einer herannahenden Equipage, die der Führer mit einem Rucke zurückzuhalten versuchte, als er den Zusammen- stost sah. Trotz dieses komplizirten Unglücksfalles ist weder Mensch noch Thier nennenSwerth beschädigt worden. Die beiden anwesenden Schutzleute verstanden es, die beschädigten Wagen schnellstens in Nebenstraßen zu dirigiren und damit dem Auflauf ein Ende zu machen, der an dieser verkehrS- reichen Stelle schnell einen gewaltigen Umfang angenommen hatte. I« eine» furchtbaren Gefahr befanden sich gestern die Passagiere des Orientzuges, welcher um 3 Uhr den Bahn- Hof Friedlichstraße verlassen hatte. Als derselbe in seiner vollen Fahrgeschwindigkeit gegen 3 Uhr 30 Minuten die Station Fürstenderg(bei Frankfurt a. O.) passirte, gewahrte der Maschmensührer auf dem Geleise einen mit zwei Pferden de- spannten schwer beladenen Kohlenwagen; sofort gab der Beamte das Nothfignal und Kontredampf; trotzdem gelang es ihm nicht, den Zug zum Stehen zu bringen, und im nächsten Augenblicke bereits erfaßte die Maschine den Wagen, von welchem sich der Kutscher nur durch einen kühnen Sprung gerettet, und zertrümmerte diesen vollständig, so daß die Splitter auf 20 Schritt im Umkreise umher geschleudert wurden. Durch den gewaltigen Luftdruck, den der dohinsausende Blitzzug verursachte, wurde eines der beiden Pferde, welche schon das Geleise passirt hatten, zurückgcrissen und durch die Räber der Lokomotive zermalmt. Auch letztere war bei dem Zusammen- stoße so sckwer besckädigt worden, daß sie sofort außer Betrieb fesetzt werden mußte und eine Rangirmaschine dem gut be- etz en Zuge vorgelegt werden mußte. Bon der Gewalt des Anpralls kann man sich wohl einen Begriff machen, wenn man bedenkt, dost die Ax n sowie ein Theil des Kasten des zersplitterten Kohlenwagens über die Maschine hinweg ge« schleudert wurden, und es ist als ein Wunder zu bettachten, hast nicht eine Entgleisung des Zuges, welche von unberechen- baren Folgen gewesen wäre, statraefunden hat. Fünf deutsche Tascheudiebe wurden am Schlusttage der Pariser Weltausstellung von der französischen Polizei verhaftet. Drei davon sind aus Berlin. Prosektirte« Repertoire der königliche« Schauspiele vom 17. bis 25. November 1889. JmOvernhause. Sonntag den 17., Mittags 12 Uhr: Matinee des engagirten Kö'nigl. Opern, Chor- Personals: Abends: Der Trompeter von Säkkengen; Montag, den 18.: Rienzi, der letzte derTiibunen; Dienstag, den 19.: Martha; Mittwoch, den 20.: Der Ring des Nibelungen, 3. Abend: Götterdämmerung(Frau Moran Olden als Gast); Donnerstag, den 21.: Gioconva; Freitag, den 22: Die Zauberflöte(Hr. Robtc-k als Gast); Sonnabend, den 23: Lohengrm; Sonntag, den 24: Der Prophet(Frau Moran- Olden als Gast); Montag, den 25.: unbestimmt.— Im Schauspielhaufe. Sonntag, den 17.: Aschenbrödel; Montaa. den 18.: Wilhelm Till; Dienstag, den 19.: Wi helm Tell; Mittwoch, den 20.: Aschenbrödel; Donnerstag, den 21.: Ihr Taufschein, Der Mann der Freundin,?osr festum; Freitag den 22.: Die Quitzow'S; Sonnabend, den 23.: neu ein- studirt: Die Räuber; Sonntag, den 24.: Die Räuber; Mon« tag, den 25.: Auf der Brautfahrt. -polizei-Kericht. Am 14. d. M. Morgens wurde ein Kaufmann in seiner Wohnung in Alt-Moabit erhängt vorge- funden.— Am 15. d. M. Vormittags wurde eine Frau vor dem Haufe Küstrinerplatz Nr. 9 von einem Schlächterfuhrwerk überfahren und durch einen Huftritt am Oberarm schwer ver- letzt.— Nachmittags fand auf dem Spreekanal an der Ger- traudtenbrücke ein Zusammenstoß zwischen zwei Dampfern statt. Hierbei versuchte der auf einem desselben befindliche Bootsmann Äunke mit dem Fuß die Schiffe auseinander zu halten, gerieth jedocb zwischen dieselben und erlitt eine bedeutende Verletzung des Schienbeins, so daß er nach der Charitee gebracht werden mustle.— Abends wurde ein Dienstmann mit einer tiefen Kopfwunde nach der Sanitätswache in der Adalbertstraste ge- bracht und nach Anlegung eines Verbandes nach dem Kranken- Hause Bethanien überfühit.— Im Laufe des Tages fanderi an drei verschiedenen Orten kleinere Brände statt, welche von der Feuerwehr gelöscht wurden. Sozrnlc llelrevsrrsrt. Achtung! Schranken- unk Faconkreher. Die Kollegen bei der Fmna NeuhauS u. Co. m Luckenwalde haben abermals die Arbeit sämmUick niedergelegt, und zwar wegen Maßregelung eines Kollegen. Der Meister, Herr Kirschke, drohte den Kollegen, am Montag schon Schraubendreher aus Berlin zu holen, jedoch werden die Berliner Kollegen aus alt be- währtem Solidaritätsgefühl den Zuzug nach Luckenwalde fern halten. VerfÄmmlungen. Auch in» 3. Krrliner Reichvtagswahlkreise gehen die Genossen jetzt mit der Agitairon für die kommenden Reichs- tagSwahlen vor. Ein« Versammlung, die am Freitag Abend in den Räumen des Konzerthauses„Sanssouci" in der flott- buserstraste stattfand, um als 2. Punkt der Tagesordnung die Aufstellung eines Kandidaten zu erledigen, war glänzend besucht In den Gängen zwischen den Tischen drängte sich die Masse der Anwesenden; die Tribünen, sowie die nach unten führenden Treppenwaren dichtIbesetzt.Esmögen über2000Personen gewesen fem, die unter Leitung der Herren A st m a n n, Kräcker und Julius Meyer den Ausführungen desGe- nassen Wildberger gespannt folgten, der über„Die politische Lage in Deutschland und ihre Bedeutung für die kommenden ReichStagSwahlen" sprach. Redner betonte Em- gangS, daß es hoch an der Zeit fei, daß sich auch die Wähler des dritten Wahlkreises zu dem kommenden Kampfe rüsten, wozu diesmal ganz besondere Ursache fei. E« sei jetzt ganz be- sonders nöthig. daß unsere Ideen in die Massen gettagen wer- den, daß die Wähler deS 3. Wahlkreises diesmal einen Vertreter in den Reichsiag senden, der für Gesetze eintritt, die das Wohl der arbeitenden Klassen fördere. Redner wendet sich hierauf zur Geschichte des gleichen, geheimen und direkten Wahlrechtes, und widerlegt zunächst die Behauptung, daß dieses Wahlrecht ein Gesibenk des Reichskanzlers sei. Im Gegentheil sei dasselbe nur die Folge der regen Agitation, die durch Lossalle eingeleitet wurde, es sei also nur die Folge deS Druckes der Verhältnisse gewesen. Die Waffe, die damit dem deutschen Arbeiter m die Hand gedrückt wurde, wäre im Stande gewesen, die heutige Sozralzesetzgebung ganz anders zu gestalten. Doch was nütze das Gesetz, wenn alle anderen Freiheiten, die Versammlungs-. Preß- und Redefreiheit de- schnitten werden. Redner geht nun zur eingehenden Beleuchtung der Thaten deS KartellreichstageS über. Die Wahlen von 1887 hätten nur unter der Parole ftattge- hobt:„Für oder gegen da« Sfptennat". Mit der Bewilligung desselben war im Grunde genommen die Arbeit des jetzigen Reiche tags erledigt. Für andere Fragen habe derselbe kein Interesse. Die Wahlen von 1887, der Wahlrummel, da« Au«. streuen von Unwahrheiten: wie der Krieg stehe vor der Thür, müsse als grober Unfug, ja als ein Verbrechen bezeichnet worden. (Bravo. Sehr richtig.) Doch noch andere Thaten habe der jetzige Reichstag zu Stande gebracht. Das System der induekten Steuern sei unter der Herrschaft des jetzigen Reichstages zu einer Ausbreitung gelangt, wie sich die Agrarier vor zehn Jahren nie und nimmer träumen ließen. iDer Roggenzoll, der 1879 mit 1 Mark erhoben wurde, sei nach der Steigerung im Jahre 1885 aus 3 M, jetzt auf 5 M. per Doppelzentner erhöht worden. Der Mehlzoll sei von 3 M. auf 10,50 erhöht worden, so daß dieser Zoll die Hälfte des WertheS des Produktes ausmacht. Die Getreide- zölle, die im Jahre 1879 14 Millionen Mark einbrachten, tragen jetzt 57 Millionen auf.(Rufe: Hört, höct.) Auch der Zucker ist jetzt besteuert. Während früher nur die Zuckerrübensteuer erHoden wurde, sei jetzt noch eine Fabriksteuer mit 12 M. pro Doppelzentner geschaffen worden, so daß jetzt der Doppelzentner Zucker 18,40 M. daS Pfund 9f Pf. an Steuern bringe. Diese« Geld zahle jeder Konsument stillschweigend.(Unruhe.) Die Zuckersteuer habe im letzten Jahre 51 Millionen Ertrag abgeworfen, nun zahle das Reich auch noch 44 Millionen M. an die Fabrikanten, so daß das Volk 99 Millionen M. an Zuck» rsteuer aufbringen müsse.(Rufe: Hört, hört! Unruhe.) Hier unterstütze der Staat dre Reichsten der Reichm, sollte er aber einmal 10 Mill. M. hergeben, um dem Arbeiter»u helfen, dann gehe der Staat zu Grunde.(Sehr richtig.) Wenn nun schon bei der Zuckersteuer gesagt werde, die Reichen müßten auch ihren Theil an der Steuer ttagen, so sei die« völlig un- möglich zu behaupten bei der Branntweinsteuer. Diese habe dem Staatssäckel im Jahrgang 1889/90 135 Millionen Mark eingebracht. Hiovon erhalten die Brennereibesitzer ein Geschenk von 41 Millionen. Nicht ein Pfennig hiervon komme den Arbeitern zu Gute. Die höchste Leistung des Kartellreichs- tages sei jedoch die Verlängerung der Legislaturperioden ge- wesen. Bei den Wahlen von 1887 sei nicht mit einem Worte hiervon gesprochen worden. Das Volk habe somit die Ver- treter im Reichstage nicht hierzu autorifirt. Aus den ersten Blick erscheine die Maßregel so unbedeutend, wie sie bei genauerem Zusehen schwerwiegend sei. Zehr tausende von Bürgern, die schon seit 10 Jahren an der Gütererzeugung Theil nehmen, die schon vor 20 Jahren für tauglich zum Heeresdienst befunden wurden, dürfen jetzt erst mit 30 Jahren ihr erste« und heiligstes Bürgerrecht ausüben. Leute, die schon mit 21 Jahren für alle ihre Handlungen verantwortlich gemacht werden, sollten nicht den Verstand haben, denjenigen zu er- kennen, der ihre Interessen vertritt?(Bravo.) Redner bespricht hierauf die Aufwendungen, die für das Heer und die Marine gemacht werden. Die Summe, die dieses„Spielzeug" seit 1872 bis sitzt verschlungen hat, beläuft sich auf 9476 Millionen Mark.(Hört, hört!), das heißt, auf das Doppelte der Kriegsentschädigung, die Frankreich an Deutschland zahlte und von der man glaubte, daß das Geld nie werde auszege- ben werden können.(Unruhe.) Es trifft jetzt in Betreff von Kriegen nicht mehr der Spruch von früher zu:„Der Adel giebt das Gut, das Volk das Blut, die Kirche das Gebet." Die Kirche hat früher und jetzt nichts gegeben, da« Volk bezahlt heut alles!(Lebhafter Beifall.) Denn dieses Geld, daß das Heer koste, wird doch nur durch die indirekten Steuern aufgebracht, diese Steuern, die auf den Kopf der Bevölkerung 12 Mark bettagen, tteffen nur die Arbeiter, da gerade die Lebensmittel besteuert find, die der Arbeiter zu seinem Unterhalt gebrauche. Auf dem Pfund Salz liegen 6 Pf., auf dem Kaffee, ganz gleich, ob derselbe 50 Pf. oder 2 M. koste, 20 Pf., auf dem Pfund Zucker 9'/iv Ps. Steuern. Diese Steuer sei deshalb so ungerecht, weil nicht danach gefragt werde, ob der Steuerzahler 500 oder 1500 M. Jahreseinkommen hat. Die einzige Partei, die dieses ungerechte Steuersystem be- seitigen wolle, sei die sozialdemokratische. Der Freisinn sei nur deshalb gegen neue Steuern, weil er glaube, daß die vorhandenen ausreichen, die Ausgaben des Reiches zu decken. Deshalb kann man nur sozialdemokiatifch wählen, wenn man wolle, daß diese Ungerechtigkeit beseitigt wird. Nun werde unserer Partei vorgeworfen, sie wolle die Familie beseitigen, welche die Grundlage de« Staates sei. Sei da« letztere der Eeill, dann stehe e« schlecht um den Staat, denn ein Familien- ben sei nicht denkbar, wenn Mann und Frau und Kinder bis spät Abends in den Fabriken beschäftiat find.(Bravo) Wen solle nun der Arbeiter im dritten Wahlkreise wählen- Einen Deutschfteisinnigen? Die freisinnige Partei sei eme Partei von Bourgeois, die nur von der Arbeitskraft anderer leben. Sie könne deshalb dem Arbeiter nur Kleinigkeiten, ein Alter«- und Jnvalidengesetz, nie mehr bieten, als wie in ihrem Interesse, im Interesse der Kapitalisten, liegt. Wollte sie auch dem Arbeiter helfen, sie kann es nicht, da sie sich selbst schädigen würde. Keine andere Partei könne dies, wie die sozialdemo- kratische. Wenn Sie, m. H., so schloß Redner unter stürmi- sckem Beifall, alle ihre Pflicht thun, dann wird sich auch der Sieg an unsere Fahne heften; bei den Thaten der anderen Parteien kann es nicht anders sein!— Es wurde hierauf beschlossen, zunächst die Kandidatensraae zu regeln,„da es draußen zu kalt sei." Genosse Otto Kräcker schlägt hierauf als geeignetsten Kandidaten unter dem Bravo der Versammlung Genossen Wrldberger vor. Da andere Vorschläge nicht aemacdt werden, kommt der Vorschlag zur Abstimmung. Geaen 1 Summe wird der Antrag angenommen, und Herr Wildberger al» Kandidat d er sozialdemokratischen Parrei für den 3. Ueichstagswahlkreis proklamirt. Nachdem sich der Beifallssturm etwa« gelegt hatte, dm kt Genosse Wildberger für da« Vertrauen und verspricht, so viel in seinen Kräften steht, seine Schuldigkeit zu thun. Er werde jeder Zeit zur Kritik stehen und sich den Beschlüssen einer Volksversammlung unterwerfen.(Bravo.) Hierauf wurde die Diskussion eröffnet. Als erster Redner sprach Herr Gottfried Schulz, um in seinen Ausführungen das Sozialistengesetz zu streifen. Dasselbe sei nicht gegen revolutionäre Bestrebungen, sondern gegen die Aibeiterdestiebungen überhaupt gerichie'. Doch mögen die Schläge auch noch so dicht auf un« fallen/ so werden wir doch, wenn wir nur einig und fest zu- sammenstehen, Sieger bleiben.(Bravo.) Herr Fritz Krüger berichtet über eine ReichSIagSoerhandlung, in der die KoalitionS- fteiheit zur Diskussion stand, in der aber fast nur über den„Mistbrauch" derselben gesprochen wurde. Man suche dieselbe zu b- schränken, obgleich dies doch die einzige Waffe für den Arbeiter sei, sich gegen daS heutige anarchistische System zu wehren. Der Reichstag von heute, der Rückschritt und Versumpfung bedeute, dürfe nicht mehr zusammenkommen. Redner schildert die Deutschfteisinnigen als eine Partei, die die Freiheit, den Proletarier haßt, die nicht wisse, wo drm Ar- heiter der Schuh drückt.— Beweis: die Altersversicherung. Redner verwahrt die Sozialdemokratie dagegen, daß sie Hetze. Thue sie es aber, so sei sie doch nicht die Urheberin de» Heu- tigen Systems.(Lebhaftes Bcavo.) Die übrigen Redner, die Herren Schmidt, Plenzig und Glocke, beleuchten eingehend die gegenwärtige Lage und fordern zum mannhasten Eintreten am Tage der Wahl für den aufgestellten Kandidaten auf. Unter„Verschiedenes" wird beschlossen, ein Wadlkomitee zu wählen und die Genossen Gotzkowski, Müller, Dümmeck, Fehlhann, Astmann, Jul. Meyer und Haberland gewählt. Nachdem noch beschlossen, das Bier der Borussia- und der Patzenhofer Brauerei nicht mehr zu trinken, auch nur in Lokalen zu verkehren, wo daS„Berliner Volksblatt" und die„Berliner VoikS-Tribüne" ausliegen, schließt die imposante Versammlung mit einem stürmischen Hoch auf die internationale Sozial- dcmokratie. Die öflkentliche Dersammlung der Schlosser«nd Maschinenbanarbeiter K-rlin», die am 12. d. M. in Gottschalt'S Salon tagte, deschäfngte sich mit der Frag« des Achtstundenarbeitstages und seine Bedeutung für den Arbeiter. Nach einem eingehenden, beifällig aufgenommenen Referate des Herrn Bachdrucker L. Schmidt«asm die Versarnmftma en- stimmig folgende Resolution an: Die heute in Sottschall Salon tagende öffentliche Versammlung der Schlosser»n> Mastinenbauarbeiter Berlin« er klä.t sich mit den AuSsührMj!«' de< Referenten voll und ganz einverstanden und erwartet, dal die Regierung sich an dem von"der Schweiz einzuderufw-� _____ rr„. � rc- c.vc........>.. cvr-L�tot-tminr tiontverhältniffen, die eine allgemeine" Roth im beiterftande herbeiführen, keinen anderen Ausweg Ferner verpflichten sich die anwesenden Kolleaen, bestehenden Fachoerein der Schlosser und Berufsgenossen beza- treten, da nur durch eine stramme Organisation elwrS Eripn!>- liches zu erzielen ist. Weiter beschließt die heulige V-rsama' lung, den 1. Mai 1890 als Arbeileifeiertag einzusetzen i"! Agitation für den Achtstundenarbeitstaz. In der Diskassioa sprachen sich lämmtliche Redner mit Ausnahme eine« eimige" für den Achtstundenarbeitstag aus. Unter„Verschiedenes" ein Redner der Auffassung, wie sie von einzelnen Reichstag«- abgeordneten im Reichstage zum Besten gegeben, als ob»,t in der besten aller Welten leibten und mit den bestehenden�«- ständen vollständig zuftieden feien, scharf entgegen, u"� der arbeitenden Bevölkerung fei bei den hohen Leber«- mittelpreisen und den fortwährenden Lohareduknoii««' sowie bei der immer mehr um sich greifenden Arbei«- lofigkeit von Zufriedenheit keine Rede. Ferner wurden einem Redner die Zustände in der Fabrik von Hein, Lebnw«� u. Ko. scharf beleuchtet. Es herrsche dort vielfach 15 stünde Arbeitszeit; außerdem seien die Kloseteinrichlungen in ein««' geradezu gesundheitsgefährlichen Zustande. Ein Antrag, Agitation« kommission provisorisch zu ergänzen, wurde einftnw«'- angenommen und die Kollegen Sisele und Megow gea* Ferner wurde ein Antrag angenommen, in allernächster 5f eine öffentliche Versammlung einzub.-rufen mit der Tagest nung: Stellungnahme zu unserer kommenden LohnbeweM' Mit einem Hoch auf die Einigkeit und das Gedeihen u»!� Bewegung schloß der Vorsitzende, Kollege Puch, die vom bfl� Geiste beseelte Versammlung. »» * Frei» b*r Ulkmrtr$**!{»* und Ordentliche Mitglieder«tsammluna am Sonntag, den 17 Nove'mber. W"'* 10tz ni)r. tm kleinen Eaat der Bockbraueret injedordrunq X. BeilchterfM ,, der R-viloren. 2. Die Laqe Im»auqeweibe. S DUkusfitm 4. vom«etgnügtn tm Echwetterganen 6. BecichlerstaUung betr. BidM-- 6. Bei schieden e» Um»adtteichci Erlch.inen wird«ebelen. 2. Ditkusston. 8. Verichlebei ee Zur Deckung ber Unkosten ftnbei eine (ammlunq statt. Um jabtretchei Erscheinen wirb ersucht. � Crotz» Ssf««kitch» Uommwnol-itlntilccunrrrtramluna am ben l». Slovember. Abend« S Uhr, in den Z-ntralF-n'aleri Ocanienstt-£ für den 13, 14, IS. u. 17. Nummunat wabtbeztrk Tageiordnung l bcvorstebenden Etabiverordneien Wahlen. Rs reuten: gratu Zu Hilter" Arthur Eiadihagen. 2. Diskalsion und«erschiedeneg tz»chv,r»tn der«tschier. Montag, den IS November, Abend« In Jordan g Eaton. Neue« u.rstr. 28,»afammlang. iaqelottmuna: Li,, BeschMne de» Ttschter-Imtunqttaqe« tn Hamburg Neserent; Zh 2 Dtdimston. 3. Verein«. UN» Werkstatl-Angetegenhitlen. 4. gtafW Neue Mtlqlteber werben in ber Versammlung ausgenommen,, Kerttner �aiiitäUunHn fär tzUbriter beiderlei (E. fc. 85). Am Montag den 25, November. Abend« 8tz Uhr. tu Grot� Bterhallen. Kommandantenstr, 77/79: Sähet ordentliche tSenciatvetlant Taoe«ordnunq: 1, Reorgnntsation der Vertrauensmänner, 2, Vcrst «kassenanaeteg-nhetien. Mitqltedlduch tegtttmt-t,„ Frei» Vereinigung»er ziergoider und Fachgrnolse». � dm 18 Novemder,«dcndi A Uhr, in Echeffer« Salon, Iuletstr. 10. atiederversammlunq, Tage«oidnuna t 1, Vortraa flotc..Die varZs?,., Zheorie und die Entstehung ded Menschm". Neserent Echriststeller /, 2 Diikulsion, 8, Ausnahme neuer MUgtteder. 4 Becschtedenc«. Gaste kommen, Der Morftand der«rto-Vrankenkass, der Wascht»»'''',, Zirdeiter und verwandter B-ius«grnoIsen zu«etlln macht bterdmch dah am Montag, den 25 Novemder, Abend« 8 Uhr, die Wrhl der V ftaltftndet und zwar: 1, sllr die gaditken. welche über 75 Mann belchitsnz?> bei gabiik de« Arbettgeber«, 2 in gobriken, welche weniger a>» 75 tchdstlg-n, Münzstr, 11, H, r, I Tr, 3, für dt- ttetwilltoen Mitqlteder 1, Etatuimvettl berung 2. Btrsegung be««rbetldnachw-sse« 3 Kaa,o»rrtn»er 1» Vuistvtndrrel»» und vrrwandt«» 6»-' S-n deschaftigtrn Zirdeiter. Montag, ben 18 Nooember,«b-nbi S o;£i'' lainmwna, Anneuftr, 16. Zagerordnung: VeretnSangelceenheiien und v kästen. Aus, ahme neuer MltgUeder, stst- ftachoeret«»rr Krd»» a ebrttrr«. s. n>,, Montag, Sd-rdZ f Oranienltr, 180, Ve, sammtung Tagesordnung,„Die Arbeit', Jahn, Ueber VeiNauenImOm.etwahlen, Verelnlangetegenhetten,»"'„nf» unj gragekasten, Dte Etatutcnbüchcr kdnnen in Empfang genommen �„st Die Mstgtieber werben ersucht, bte Wahl der vertruumSmanner>n W-rkstuben vorzunehmen und dem Vorstand die Adressen de, selben Ausnabme neuer Msiglieber Gäste willkommen Da« Tanzkränzchen � am 25 November»denb« 8 Uhr statt. Lille, S, Herren 40 Vi, Damen., w ber Vcriammtung, bei ben VorstanbsmUgttcbern unb im SrbcU'n- zu haben,, Verein ,»r Wabrun, d»r Zntrrrft»« drr tzitavierard»'",' stl), verwa, bter v-rutsgenofien. Am Montag, den 18 Nooember Abe, d»?s�go in Drtgn, üller'« Eaton, Alte Iakobftrahe 48», Verlammlu, g./.rlev"1 Punkt 1; Vortrag br« Herrn Dr.«runo Wille, Punkl 2 Vei-i»«�». heilen unb V-iIchtedeneg. «rftrutUch,«»»»ral tztzrrsauuulu«, siimmtttcher pnh»�«an"s. unb Umgegend am Montag, ben 18. November,»be b« S llbr''L f. ktf � jäten. Drelbeneist ahc ÜS. TagcSorbnung, l. Dte No t htv!N bigkeit- �rri kürzu g ber ArbritSzeit Rescrent wirb in der Vrisammluiig bekannt 2. Verschtebene« Zur Deckui g ber Unkosten siedet eine Tellersammlun» Kortaldrueobrattsrhrr K.f.btnb..z.fst», Jeden S Uhr im Restaurant Leondardl, Wallstrahe Nr. SU Vorlesung und Di»o' Durchretsend- Genoffen, welche ftch al« solche legits, viren finden«UN ßstt nähme, Achtung! Da« LergnügungSkomitee sllr da« ada-tm, 7 a'i wngSsest vom L-Iektub„Slsitng" erlucht di« Montag Abend dte vtu rechnen, widrigensallg Anrechnung ersolgen muh Vrrrlu drr tu drr K<........... rinnen. Versammlung am Jakodftiahe 83, Abend« S Uhr, Taae«o-d->ung, 1 WeShald Ist sation der Arbetterini.cn notdwendlg? Referentin Frl. Baader, 2 �,5,0-0� 3. Etatutenberarhung 4 Wahl de« destnitioen Vorftandr«. 5, Männer daben Zutritt, Tellersammtuug ».hrbursu» der VerUn-r»rb.ttrr i»r»rftr» gtürbrfitUe». Montag, den 18. November Sdind« 8tz Uhr, Alle 3 Neba>>(), Tir. 75, tm Tunnel, 1 Vornag dt« prakl Arzte» Dr. vcrnftein, 2 stunde, 8, Veretniangelegenhelten, giagrkasten, The» nehmer tt11. nommen,„ jliol,,»' verband br» tzlarioUanrualrr und BerufSgenoffen Berlin- den 18 8! cv. ander, Adind» Uhr, Alte Jakodstrahe 75 ,�,0« ft Prrrtntgung»,» Vr»ch«I»r Ventschland», Drtsver (Etockdranche), Mtigtieder-Berlammtung am Dienstag, den IS Ech-stcr« Eulon, Inselftrahe 10 Abends 3 llbr, Tagesordnung,. Dastst�«. tiche« 2 Vo lrau b-s Herrn D:, Bruno Wille über Aomps uni giL,. ber VotkSwt-tblchasl'. 3. Der Verlaus ber SrbettSclnstelluna>" �r" borf'schen gabrlt. 4. Verschtebene« unb gragekasten, Ausnahme gtteber Gäste dab-n Zul itl. jaii' v»r»i» ,»r Wadruu, drr Zatrressen brtr ben MLik sammtung am Steunog. den IL NovauNer, Sd-nd« 8 Uhr, tn � j Feftsälen, Oranienftrahe 180 recht« im Tunnel To.rdo d�ung Ichast und die A'beiler Referem, Rtck, BuglnSkh, Dirk ssto"«f gragekasten. Gäste willkommen Aufnahme neuer Mstglteder,» d-' V txiU p-rrtntgnn» der VaaernneSntrt-Kchnrtdrr« drttrrlnn»« In drr Oebtetdnng» Induftrl». GroSl*„ gieU' ,tif' Dienslao, den 19. Novemder, Abend« 8tz Uhr, in Jordan« �"�st-lltMLiioN strahe 28 Tagclordi ung, 1 Die Bebeuuinti de« Etreiks u�d® Dt'v' i,' der Arditteroraantlattonen zu demselben. Referent Th. Glocke � Kä!'' 3 Wahl der Reossoren. 4. Vereintangetegenbelten unb Frag-kaslen ,p. willkommen. � � «ratz» V»rsam«>n»» drr Nihmaschl»»»-«"�..�.Varftr ss.g«' rtnnra am Dtensta,. ben 19. November, im Südosten, W sid-a. Tagesordnung, 1 Vortrag de« Hrr-n Hitdedrandl üoer da««»''' Mfissttpt, die Arbeite, inner. dewegung 2. Diskussion. 3 Aufnahme neu gjiii 4. Ueber dte Lodnadzüo- in der gadrik für stunft ftickerei von gli-d-rstr, 4, rrip, da»«erhalten der»rbeiter den Atdeiterinnen f 5. Verschiedene« Herren und Damen al« Gäste haben Zutrirr.-J ber vnkostrn Tellettammluna,....__ atf«* rift1: Vir yrrsnmininng dr» Vrrtintgun« der d-«.K' findet am Mrt woch ben 20, b, M. Abends H% Uhr, w Sa°n eetff r Echeffer, Jnselftr 10, statt Tagesordnung l W cht sine«. isi.le)' tigien 2 Etellungnahme zu einrm drutschen Et-llmachevorong���ge st« schluhfaffung 3 G.'werkschaslltcheß und Verschirdene«. Helten und gragekasten, ' b V-r-t *» H. A-' ,5' ________..._______________ «■ Kaomibtr, Ibenbl 8 Übt, Im Saale •JJWrbmmj 1 WeKtui.letftübung S m 8. SB' Stneraluitfammluna bei Filiale V(Slorb) am©onnnBao, ben �ernt©aabt, Brunnenitraße 88. ________________.._____ 2. Statutenbeiaiijuno, b. Deiegirten- itiebene« ,*»r»o«»b d»>»«sch,r Ztmmrrlrnt», Sofalnerbanb Beilin. Veeiamm- JFJ Jim Sonneiftaa, ben 21 November er, Skenbi 8 Uhr, in ber Aktien- Btoabit EN omftiaie IS. Taaeiorbnun» i Boitrag unb Berschtedenei. -»»I'eilber Besuch be« lvannenben VorttageS wegm lebr erwünscht. » Brt»kranli»aka))'» dar Wöb,lpstir»r. Seneral- Bersamrnluna am den 25. November 188» Lbei bi 8 Ubr. im Restauraal„Zur Korn- «ame'. Snbreatftraie 8. Tag-koibnung! 1. Bei ich t de« Renbarten. 2 Er- > Nbiwabl bei Boiftanbei unb zwar 4 Libeltnehmer unb 2 Libeitxeber. !,«ahl bei Rechnungiauiichusse». 4. Berschieber.e Kafferangelegenbeiten. ��verren Delegiiten werben ersucht, recht zahlreich unb pünktlich zu �..�»brlt»»,ach»„l« fit» Glschlar. Der vom Fachverein ber Tischler JPUnbete Srbetisnachwei« beftnbrl sich Drekben er strotze IIS, im Reftaurant Mliobel isiüber WenbO. Die ilidrilivermitteluna eeschi-bt sür Miister unb „iI-. iauch Nichtmitgli'ber beb Beretnt! unentgeltlich. Die Sbieffenauiaabe JQnat on Wochentagen vo» Sil— As Ubr Abenbi, Sonntag» von»-II Ubr HeMejle Mschvichke«. Die R»ich»tag«kommisstott für das KoztaUste«- »''»H»ai gtsttrn in die Beraldung diö 8 26 der Vorlage welcher in dem Gesetze von 1378 folgendermaßen lautet: »3« Entscheidung der in den Fällen der 8 und 13 er» l'WMn Beschwerden wird eine Kommission gebildet. Der �»»deSratb wählt vier Mitglieder aus seiner M tte und fünf r" den Mitgliedern dir Höchsten Gerichte deS Reiches oder »bL.einzelnen Bundesstaaten. Tie Wahl dieser sünf �nzliedrr erfol.t sür die Zeit der Tamr dieses «Uetzes und für die Teuer ihres Verbleibens im nchterlichsn Amte."' Die Reoieiung schlägt dafür folgenden Anh Ausfall der früheren ZK 22—25 als 22 nummerirten) �toitlaut vor:„Zu« Entscheidung der in den Fällen der ZK 8 j?® 13 erhobenen Beschweide wiid eine Kommission mit dem J�tze in Berlin gebildet. Dieselbe besteht aus einem Voisitzm» und elf Mitgliedern. Ter Kaiser ernennt den Voifitzenden rj® aus der Zahl der Mitglieder der Kommission «ror Stcllvertreier. Die Mitglieder der Kommission ?rd«n von dem Bundesrath au« den Mitgliedern 2C höchsten Gerichte und VerwaltungSgcrichle des oder der einzelnen Bundesstaaten gewählt. Die Ml der Mitglieder erfolgt für die Dauer ihres Ver- Meng im richterlichen beziehungsweise verwallunps gerichtlichen Me." Abg. Kulemann beantragt folgende Fassung:„Die �sscheiduna über die eihobenen Beschwerden erfolgt in den *u der§§ 8 und 13 durch ein Reichs- VewaltungSgericht." Kulemann führt aus, daß für das Reich eine einheitliche �rlprechung erzielt werden müsse durch eine Reichsbehörde, die für andere auf dem Gebiete des Reichs verwallungs- liegende Fragen bestimmt werden könnte. Hierzu sei dos Jtylgericht als reine Justizbehörde nicht geeignet, es müsse 5? höchstes VeiwaltungSgericht hierzu eingelctzt werden. Abg. ?h«u(Zentrum) spricht sich gegen den Antrag aus, weil ein �»er VerwaltungSgecicht-hof nicht so beiläufig geschaffen �den könne. Minister Herrfurth erklärt den Gedanken der Einführung einer höchsten ReichSvcrwaltungSinstan» für durchaus sympathisch: auch im BundeSrath habe man die Schaffung einer solchen in Ausficht genommen, die Vorschläge der Vorlage ent- sprächen auch in Bezug auf die Bildung der Beschwerdekommisfion und das Verfahren diesem Gedanken. Abg. Rintelen(Zentr.) ist gegen den Antrag Kulemann, weil die Einführung eine« Reichs- Verwaltungsgerichtshofes eine Verfassungsänderung be- dingen würde. Abg. Robbe(Reichspartei) ist gegen den Ver- waltungSgerichtShof; wenn er auch keine Verfassungsänderung involvire, so sei es doch bedenklich, jetzt gelegentlich eine neue Institution von weittragender Bedeutung zu schaffen. Der Regierungsentwurf enthalte sehr wesentliche RechtSgarantien und genüge vollständig dem Bedürfniß der vorliegenden Frage. Abg. Dr.v.Marquardsen(nlib.) erklärt die Einführung eines ReichSver- waltungSgerichtShofeS für sehr zweckmäßig, während Abg. Windthorst den Kulemann'schen Vorschlag bekämpft, da er immer mehr zum Einheitsstaat führen würde. Die Abgeordneten Dr. Boettcher(natlib.) und von Cuny(natlib.) legen Verwah» rung dagegen«in, daß sie durch Befürwortung des Antrage« Kulemann unitarische Tendenzen verfolgen. Prinz Carolath (Reickspartei) erklärt sich gegen den Antrag Kulemann und für die Regierungsvorlage. Bei der Abstimmung wurde der An- trag Kulemann mit 16 gegen 9 Stimmen abgelehnt und der erste Satz der Regierungsvorlage mit 21 Stimmen ange» nommen. Rrvolutio» in Krastlien. Ein Ereigniß, das sich seit geraumer Zeit in Braiilren angekündigt hatte, ist eingetreten. Die„Voss. Ztg." erhält folgende Meldungen da-über; London, 16. November, Nachts. Aue Rio de Janeiro wird über New-Bork durch den Draht gemeldet, daß daselbst eine Revolution ausgebrochen ist, welche den Sturz der kaiserlichen Regierung und die Herstellung der Republik in Brasilien bezweckt." London, 16. November, Vormittags. Unmittelbar aus Rio de Janeiro hier eingegangenen Drahlmeldungen bestätigen den Ausbruch der Revolution. Die Armee unterstützt die Bewegung. Das Ministerium trat zurück. Es wurde eine provisorische Regierung gebildet, welcher da Fonseca und Ben- jamin Constant angehören. Weitere Einzelheiten liegen noch nicht vor."— Das„W. T. B." meldet: Rio de Janeiro, 16. November. Der bisherige Marineminister LadariS ist von Soldaten, die an der Empörung theilnahmen schwer verwundet worden." London, 16. November. Meldung der„Western- und Bra- filian Telegraph- Kompany" ouS Rio de Janeiro vom 15. No- vcmber. Der Ausstand des Militär« ist ein fihr bedeutender. Der Marineminister liegt schwer verwundet darnieder. Die Verkaussläden der Stadt sind geschlossen und alle Geschäfte ruhen; die Minister sind gefangen gesetzt. Es verlautet, die Republik sei proklamirt und Theodora Jcn�eca zum Präsidenten ernannt. Die neue provisorische Regierung übernahm die Garantie für die Sicherheit der kaiserlichen Familie. DerKai- ser befindet sich in Petropoli«. Die öffentliche Sicherheit ist nicht bedroht. Die republikanische Bewegung in Brasilien war seit Jahren im Steigen begriffen. Als am I. Juni d. I. das konservative Ministerium seinen Rücktritt nehmen mußt« und durch ein Ministerium der Liberalen ersetzt wurde, da hielt sich diese« Ministerium für vechflichtet und berufen, die republikanische Bewegung mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln zu bekämoien und sich dem Kaiser gegenüber als„R tt.r der Monarchie" hinzustellen. Es war in Wahrheit ein Ministerium des Kampfe«, und e« ist vor keinen Mitteln zurückgeschreckt, um den republikanischen Gedanken zu be- wältigen. Allein was es erreicht hat, ist da«'Gegentheil. Welchen Erfolg die ausgebrochene Bewegung haben, ob sie zur dauernden Begründung der Republik führen wird, da« bleibt abzuwarten. Nur das kann man in Anbetracht der Gesammtlage als sehr wahrscheinlich bezeichnen, daß sich die Bewegung mit Raschheit und Leichiigkeit über das Land»er- breiten kann und daß der Zeitvunkt nicht mehr fern ist, wo die letzte Monarchie auf amerikanischem Boden verschwunden ist. DepeMrerr. (Molff'» Telegraphen-Knrean.) Haag, 16. November. Gestern ist hier ein Abkommen mit Deutschland zum Schutze junger Mädchen gegen Verkuppelung unterzeichnet worden. jissabo», Freitag 15.November. Das Journal„Eommerc'o" veröffentlicht eine von gestern 4 Uhr 50 Min. datirte Depesche aus Rio de Janeiro, in welcher bestätigt wird, daß die Gar- nison dieser Stadt in Aufruhr gegen die Regierung b es risse ir sei. Die Bevölkerung habe an der Bewegung keinen Ant'ieil aenommen, die Gelchäftslokale und Banken feien geschlossen. Man glaube, die Regierung werde im Stande sein, die auf- ständige Bewegung zu unterdrücken. Klo de Janeiro, 16. November. Da« gesammte Ministerium hat demissionirt. Der bisherige Marin-minister Ladaris ist von Soldaten, die an der Empörung ih eilnahmen, schwer verwundet worden. Uta de Janeiro, Sonnabend, 16. November. Das pro» visorilche Mmisterium soll folgende Zusammensetzung haben: Theodor Fonseca, Ministerpräsident und Minister ohne Poit-- feuille; Aristide Loko, Innere«; der Journalist Quinlin Bacayura, Aeußeres; der Deputirte Dr. Brrboia, Finanzen; Campo« Salle«, Justiz; Benjamin Eonstant. Krieg; Kiutee- admiral van der Holz, Marine; Demetrio Ribelro, Ackerbau. Die Kammer ist aufgelöst, der StaatSrath abgeschafft. In der Stadt herrscht Ruhe. Nrteflt«lken. Bei Anfragen bitten wir bie Sbonnemenli-Outllung beizufügen. Brieflich« Antwort wirb nicht erlheilt. In nächster Nummer. 00. K. Ist un« bis jetzt noch nicht bekannt. Bitten um Ihren Besuch. ?6l wünschen wir Dir recht viel Glück. a?.Kegeldrüderschaar, sie meinenS treu u. wahr. rt«b« hoch!— Das Echo schallt zurück: Hm»» soll leben hoch, und ferne Olle ooch! iwA, j, q, E, K. R. P« R« R» Ak» G> Jüi K. H. A. W._ »Unserem Freunde und Genossen August ?*>tr*o«» zu seinem morgenden Wiegenfeste �dreimal donnerndes Hoch. z. pst. R. F. Ü.M. F. M '•"l-, «!.®. [873 *ttb �achverei« der Tapeziererg » Herlms und Umgegend. »Vag, den 18. November, Abends 8 Uhr, bei Feuersteins, Alte Jakobstr. 75. , Tagesordnung: �.'..'vortrag des Herrn Fritz Krüger über: Die �."irzung oer Arbeitszeit und deren Wirkung i in». Arbeiter. 5 Diskussion.[880 »Verschiedene« und Fragekaften. lJ* zahlreickee und pünktliches Erscheinen ersucht. Gäste willkommen. __ Der Vorstand. Vereinigung d. Graveure, Ziseleure ete. Versammlung " 0« t q a, den 18. Nov., Abends S Uhr, z- � Dresdenerstraße 45. lferrÜ m. 1- Geschäftliches. 2. Vortrag des 3.�® Ktftor Paulick über„Fachbildung". Nchiedenes.[876 llw.ffachwei«: Müller, Grimmstr. 37. Zahlreiches Erscheinen ersucht D e r V o r st a n d. �erei« zur Wahrang der �eressen der Kordmacher „HerUns und Umgegend. sute, Kottttka� den 17. November Ss?�°U's Lokal,' Ädäibertsträßz 21. Versammlung Genossen *Hh. Per fferftu»». empfehle bei darf mein Be- Glifadetbkirchstrasse 8 am Pappelptatz. --- w Soh-Haöake! Üttswaljl, billigste preise von im Handel befindlichen Tabaken. N- Franki ?Uch mlchreib.rstraß�26" Ol« ä A.c'"UBe zo»r ein �LMtelle, zu vergeben ein VereinSzunmei 875 TotzeS-Anzetge. Allen Kollegen, Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß der Schneider Jskod Hartfuss am 14. d. Mts. verstorben ist.[883 Die Beerdigung findet am Montag, den 18. d. Mi«., vom Augusta- Hospital aus nach dem Sebastian-Kuchhofe, Dalldorfer- Chaussee, statt. Die Kollegen»erLetmannffchenWerkftatt. Berlin SSOtq-Vanteg«,<»»»» 14, ■f z>r««d»n»rftr. Bit/58 eröffnet« ich eine Biichhuilliiliß str Arbeiter. Zch fübre besonder«!_ " Sömmtliche«Berte au« de» Berlage» Ken lerem dieser Zeitung B 5 pCt. Rabatt. A Mt eleg. Winter-Paletots «cy M. mit Wollfutter. elegante Herren- Jaquet-AnzQge. gediegene Winter» Stoffhosen. Knaben- Stoff- AnzOge. Knaben- Winter- Paletots. elegante Kammgarn- AnzQge. elegante Joppen. Umtausch gestattet. Mach außerhalb 546[ gegr» Nachnahme. Gebe. Neufta�ttz JemsuieNerlirnge 41 Achtung Putzer! Die besten und billigsten Aeihep- Lampen!! Den besten Gasiither! A Pfd. 25 Pf., A Liter 85 Pf. bekommt man bei Domcke, Kruuuenflrnße 134. z vischen Jnvalidenstraße und Rosenthaler Thor. _ Geöffnet von 8 bi« 8 Uhr._ Walsen-Ausvertlaus� zw halben Preisen st. 4 Alte Schönhauserstrasse(im Laden). 10 Ovo eleg. Winter» Paletots, Minter-Auzüge u. Knabeu-Kachen v. 10, 12, 15—36 M. Sonst da« Doppelte. 0000 Dameu-Miuter-Mäntel und Iaquets in Eskimo, Doubl«, Woll- u. Eetden-Plüsch bi« zu den hochelegant. Sachen, die sonst 100 M. kosten, für 38 bis 45 M. Damen-Mantel schon von 10 M. an. H Baby- und Mädchen-Mäntel mm von 4 Mark an Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß- mi> BckW-Bier-LM, auch ist ein VerelnSzimmer zu vergeben. ttana Polandt, 39]__ Naunynstraße 83.__ RRuaikwerke das Muftkinstru- 626 verleiht zn Festlichkeiten mentengeschäst von August Kessler, 51. Lausitzerftraße(am Platz) Lausitzerstraße Sl �-oße Musikwerke nir Vereine. 800 Minterpaletot. Herrenanzüge, Knabenanzüge, Damenkleider, Kmderk'eidcr, Schuhe und Stiefel, verkauft wegen Aufgab �eS Ladengeschäft« für jeden Preis sie Pfitnfcuiife, Prinzenstr. 66. Auch Sonntags bis lu aayr Ävend« geöffnet. Mo kauft mau killig? Bei Lücke, Neanderstr. 9, die im Versatz ver- fallenen hocheleganten neuen und wenig getragenen Herren- u. Damen- Winterpaletot», Knaben- und MädchenpaletotS, Herrenanzüge. einzelne JaquetS, Hosen, Westen, Stiefel, Damen- � und Kinderkleider, Uhren, Ketten, Ringe u. s. w. . verkaufe ich, um bis Weihnachten damit zu räumm, zu erstaunlich billigen Preisen.[831 Nelluderßrgje g, Elke Schmdt-Strabe. Bitte genau auf Hausnummer und Namen zu achten.• aumen, zu ersiaunn Lucke, Empfehle mein 689 Weiß- und Bairisch-Bierlokal mit reichhaltigem Mittag-««d Abendtisch. Gleichzeitig empfehle ich meine Verein«- oder Klubzimmer. Um freundlichen Zuspruch bittend zeichnet ergebenst 0. Preuss, 66. Grilnthalerstrasse 66. löbel, eigen, Fabrik. B. PoittonaareiJ Gr. Lager, blü. Prekt I Emal Heyn, Brunnenetr, 33, Hot part. Thells. Bach Uab Kückenspmd zu verk. Grüner Weg 88 lV. r. 2— Herren suchen em Z.mmer l./l2.89. Prei» » 9 M. Nähe Adalbertstr. Adr. 8. K. Ero..d. B'. Möbl. Schlafstellen mit separat. Eingang tür 2 Herren Admirolstr. 12 bei Noack._[870 Freundl. Schlafstelle Brandenburgstr.?, Hrf Quergeb. 1 Tr. bei L i e r f e.[860 MSilliailser Keililiaus Aeckallfsliallm. te fidliinliniirpr HWtt s Omnibus-Haltestelle Schönhauser Thor. X ICO •vorm NhUUsci,(ÄUrC(Im Hause der Badeanstalt, Hochparterre.) elegante Herren- und Knaben- Bekleidung. iStn'ausSquelle für ISN«« Elegante Wintrr-Paietois(neu u. wenig getrag.) v. 1«, IS, 15, 20-35 M. Prima! 14«« prachtv. Rock- u. Jaquet-Aniüge(auch Kammgarn-Salon-Anzüae) v. 12, 15, 20-36 M. hochf. 1«00« Knaben- u-Sünglingsanzüge, sowie Paletots v. 4, 5,«. 10-20«., Schlafröcke,«««««leg. Tamen-Winter-Mäntet, modern u. spottbillig, Joppen,»aisermäntel, eleg. Winterftoffhose» 6 M., schwarze Buxkin- u. Kammgarnhosen, gold. u. filb. Herren- u. Damenuhre«, Regulatenre. Ringe, Kette«. Sämmtl. Garderoben find auch für korpul. Pers. passend. Bestellungen nach Maaß. .......~" m'[1301s"" Thetlzohlungen gestattet. Fahrgeld wird vergütet. Die Verwaltung. Klöße öMtliche SsmnMöjler-Bersimliiill Motttag, de« 18. November, Abeods 8 Uhr, w Habel's Brauerei, Bergmavttstratze 5 bis 7. Taget-Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten« Wahlen. Referent: Fritz Zubeil. 2. Diskussion und Verschiedenes. �. rv. r, Die Kandidaten der Freisinnigen und der Burgerpartn find bneflich nngeiaden. Da««»»trat-Mahlkomttee. Große öffentl. Kommunalwiihler-Nersammlnng rtes 4L Kommunal-Wahlbezirks m Movtllg, Den 18. Mbr., AbevdS 81- Uhr. is d. Rorddevtslhe« Brauerei, vk»»»»««»-»'»»»« SS. TageS-Ocdnung: Die beoorstehenven Sladtverordneten-Wahlen. Ref.: Herr V o g t h e r r. 2. Disku'ston. 3. Verschiedenes. Aller Wähler werden zu dieser Versammlung eingeladen. findet eine Tellersammlung statt. I3S3s Zur Deckung der Unkosten Der Kinbernfer. Große öffentl. Kommnnalwahler- Versammlung dea 24. u. 27. Bezirks am Montag, d. 18. Howbr., Abends 8 Uhr, im BShmischen Brauhause, Landsberger Allee II— IS,(Hinterer Saal). Tage«. Ordnung: I. Welcken Nutzen haben die Arbeiter von emer selbftständigen Vertretung in der Stadt- Verwaltung? Referenten: Herr O. Heindorf und Gustav Tempel. 2. Diskusfion. 3. Verschiedenes. 864 Sämmiliche Wähler ladet freundlichst ein. Da««entral-Mahlk-mitee. Zmet große Kommunalwahler-Versammlnnge«. Die erste für Heu 42. Kmumal-Bahlbezirk am Montag, den i8. November, Abend» 8 Mhr» in Nntb's Salon(Gottschalk), Badstr. 22. TageS-Ordnung: 1. Stellungnahme zur Kommunalwahl. Referent Herr Gründe!. 2. Diskussion. - � 4 e c u e� Die zweite fit deu 41. und 42. Kmmual-Wahlbezirk am Dienstag, den 19. Revember. Abends 8'l2 Uhr, ebendaselbst. Taget-Ordnung: DerkLndung de« Mahlresnltat«. Der Einberufer: A. Raschle. Weesenstr. 8. Drei große öffentliche Kommunal- Waßler-Uersammlnnge» am Uienstag, den IS. November a. o», Abends 8 Uhn Für den Norden: in Gottschall'S Salv«, Gesundbrunnen, Badstr. 22; für den Süden u. Süd» westen: in der NntoMbrauerei, Hasen Haide 3— Sh d. Osten: im Elysiu«, Landsberger Allee 39/41. T.-0. 1. Veckündung des WahlrefultatS der am Tage staitgefundenen Stadtverordneten- wählen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1883s las Cenlral-Wahlkomitee. Große öffentliche Uersammlung des stzialdtwokrlltische« Wahlunnus s. d. l. Bnl. Reilhstuss-Wllhlkreis «UN Miliwoch, den 20. November, Abends 8 Uhr in Jordan'» Salon, Neue Grünftr. 28. In derselben findet die Aufstellung«ine» Kandidaten zu den ReichitagSwahIen statt. wird Herr Gottfried Schulz�über die verschiedenen Parteien im Reichstag A'edann__________. lefniren. In Ar.bctiacht der Wichtigkeit der Tagesordnung wird vom Vorstand ein»ahlreiches E scheinen eiwartet. Jedermann hat Zutritt. 857 Der Dorstand. Usoetfammliing in„TemMof" RRontag, den 18. Novbr., im Nieck'schen Saal, Berliner Strasse 9. TageS-Ordnung: 1. Vartraz über»die Reichstagswahten und die Sozialdemokratie". Referent: W>lb< ierner. 2. Diskusfion. 3. Verschiedene«.[887 iur Dlckung der Unkosten findet eine Tellersannnlung statt. im zahl eiche« Eischemen ersucht Ber Einberufer. Montag, den 18. November, Abends 9 Uhr: Aiigemeine Auchdrucker-Arsammlung im Coucerlhaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Tages Ordnuna: 1. Dt- Nerkörzong der Ard-itsz-tt«nd ihr- Kedentnug für die Arbeiter. 2. Die Schmutzkonburrenz in unserem«Yewerbe«nd was iß dagegen ,« thnn? 3 Veischr-deneS.— Die Referenten werden in der Vermmmlung bekannt gemacht. Um recht zahlreichm Besuch bittet Bie Tarif-Kommission. 858 Uüterstichungs- Verein der Berliner Maurer. MltgUeder-Nersammlnng am Mittwoch, den 20. November, Abends 8tz Uhr, in Scheffer's Salon, Jnselstr. 10. TageS-Ordnung: 1. Abrechnung vom letzten Quartal. 2. Vorstandswahl. 3. Vor- trag über:»Hygiene der ansteckenden Krankheiten." Riferent Dr. Th. Sommerfeld. 4. Di«- kuffion. 5. ÜnterstützungS- und Vereinsangelegenheiten. 1824 Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch der Mitglieder, sowie Gäste, durch Mitglieder eingeführt, ersucht dringend__________ Der Dorstand. Fachvcrein für Schloffer und Berufsgenoffe«. ÜlT' Versammlung"WD am Montag, de« 18. Novembe�Abend«�«» �pstr� im joknU de» Herr« Feuerstein, TageS-Ordnung: 1. Die wirthschafilichen Umwälzungen der fianzöfischen Revolution. R fereni: Hkrr Türk. Diskussion. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Entrichtung der Bei- träge. 3. Abrechnung vom letzten Vergnügen. 4. Verschiedenes und Fragekasten. 854__ Der Dorstand. Kchimii her Bttliiier Baustuckateure. Versammlung Montag, den 18. Novbr. 1889, Abend« 8 Ahr, bei Zemter, Mänzstr. 11. Tagesordnung: 1. Vortrag über:»Der Öamletzug in der Menschheil" von R. Schmiedel. ■> Gewerkschaftliches. 3. Veischtedene«.— Um zahlnicheS Erscheinen wird gebeten. Neue Mit- alieder werden ausgenommen. tj-.l Der vorstand. I. A.: Grünender g. Kachv. sämmtl. a» Holzbearbeiwugs- Maschine« beschaft. Arbeiter. Verj'ammlvng Montag, den 18. November, Abends 8; Uhr, rn äger S Lokal, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Alwin Görisch über:»Soldatenhandel im Mittelalter". 2. Ver- schiedenes. 3. Fragekasten. Gäste willkommen. Reu« Mitglieder werden aufgenommen. Um recht zahlreiche» und pünktliche» Er- schönen ersucht 867 Der Dorstand. Mus Mm! Gesperrt: I. C. Pfalf, Engel-Ufer 1c; G ro sch kus, Gollnowstr. 19; Müller ch Co., Blücherftr. 35; Gebr. Weinmann, König- arätzerstrab« 81; G ö t s ch k e, Alexanderstr. 29; Franke. Brandenburgstr. 33; Bonnell, Stallschreiberstr. 30; Schwarz, Reichenberger- strahe 124; T h i e l e, Barnimstr. 32; I a r i u S, Barnimstr. 41; G o S d a, Weinstr. 30; I a n k e, Reichenbergerstr. 63: Ulrich, Reichenberger- ftrahe 63; I a k f ch, Naunmistr. 44; M o h n k e, Admiralftr. 20; O ch S, Reichenbergerstr. 170; Schöning, Palllsadenstr. 14; Stahlheuer, KönigSbergerstr. 4: S a n t o w S k y, Waldemar- ftraße 58; Kursig, Brandenburgstrahe 55; Griwahn, Brandenburgstrabe 19; Rahn, Brunnenstr. 154/155; W e lk is ch.Skalitzerstr. 11; Hebe, Schmidstr. 32; M e s ch e t, Manteuffel- strabe 57; Vater, Wasserthorstc. 35; Söfn er, Fürstenstr. 16; Philipp, Manteuffelstr. 113; Schmitz, Oranienftrabe 147; Heinrichs, Mehnerstr. 3; B r u h n, Langeflr. 6; Lutze, Reichenbergerstr. 57; Krause, Landsberger- st, abe 13; Kürschner, Ädalbertstrabe 42; Schimmelpfennig, AndreaSstcaße 39.— Für I. C. Pf a ff arbeiten und find gesperrt: Müller, Manteuffelstr. 15; PaliS, Käp- nickerstrabe 11 l; Vogel, Köpnickerstrabe 173; Franz. Prinzen str. 20; Gericke, Höchste- stroße 32.— Deckadresse» find folgende: Adalbert st rabe 38, pari. l.(Martini); Pücklerstr. 6«Bocke); K ö p n i ck e r st r. 115, Hof Querq.(Gosselmann); Köpnicker- strabe 26a IV(Hansen); Köpnicker st r. 190, v. l.(W�cnicke).— Die Kperre ist aufgehoben: Alex. Stoevesandt, Blücher- strabe 13; Meyer, Gollnowstr. 19; Milde, Voststr. 8; Burckardt, Anklamer strabe 33; R e i m a n n, Vücklcrstrabe 14; W u n s ck e l, Rstterstrabe 10/11; Graul& Heinicke, Louilen-Ufer 46. K-willigt habe« 160 Werkstätten. Arbeitslose Kollegen haben sich nur an die Stellenvermittlung der B-.ldhauer Berlins zu wenden, Wochentags: Abend« 8—9 Uhr; Sonn- tag«: Vormittags 10—11 Uhr, Annenstr. 16. Werkstattlisten find von der Kommission zu erhalten. Unregelmäbigkeiten in den Werkstätten find un» sofort zu meinen. Die Kommission. Annen strahe 16. 890 Fernsprech-Anschlub Amt IV Nr. 983. Glluverelv pctlincr MWver. Dienstag, den 19. November, Abends 8i Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75; SSBT Versammlung."MG Tagesordnung: Angelegenheit der Merk- ftätte«. Fchinti« t. LiOgrisihichck- schleifn«. Btrilftzessjse». Versammlung am Dienstag, den 19. d. Mts., Abmds 9 Uhr, bei Zemter, Münzstrabe 11. � Tagesordnung: 1. Vortrag de« Herrn Bötsche über:»Klanken- und Unfallversicherung der Ar- beiter". 2. Innere VereinSangtlegenheit. 3. Ver- schiedenes.— Gäste haben Zutritt. 856 Der Vorstand. MerMmtMiit för irbMose Posliiiiestim. General Versammlung Montag, den 18. November, Abends 8j Uhr, im Lokale Fischerftraße 25. Tagesordnung: I. Kassenbericht. 2. Fort- rth�r bestehen oder Auflökung der Kasse.— Es ist Psticht eines jeden Mitgliedes, pünktlich zu er- scheinen. 846 De» vorstand. Berliner Meitn-MWMniii. «roste öffentliche Versammlung am Dienstag, den 19. November, Abends 8 Uhr, in der Brauerei FnedrichShatn am Königsthor. Tagesordnung: 1.»Die Belastung der Arbeiter durck die in- direkten Steuern und deren Abhiife." Referent: Reicks tagsabgeordneter Kühn. 2. Diskusfion. 3. Allgemeines und Fragekasten. Jedermann hat Zutritt. Um zahlreiches Er- scheinen ersucht 1859 Der Vorstand. Nll. Die Versammlung ist genehmigt. ontag, den 18. November, Abends 8j Uhr, Oranienftrabe 180. Versammlung. Tagesordnung: »Die Arbeit", Referent: P. Jahn. Ueber Ver- trauensmännerwahlen. Vereins angele: enheiten. Verschiedenes und Fragekasten.— Die Statuten- bücher können in Empfang genommen werden. Die Mitglieder werden ersucht, die Wahl der Vertrauensmänner in den refp. Werkftuben vor- zunehmen und dem Vorstand die Adressen der- selben mitzutheilen. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen.— 148. Das Tanzkranzchen findet am 25. Rov'mber. Abends 8 Uhr, statt. Billels, Herren 40 Pf., Damen 20 Pf., find in der Versammlung sowie im Arbeitsnachweis und bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. 871 Der vorstand «firnrntliober Sorten. Gröbte Auswahl, billigste Preise bei «. Eibhuysen, Mönfstraße 10» E.Schlafst. ms Einfl. f.lHrn.Louisenufer8.v.4Tr.l. Amerikanische Verkaufs- Hallen ZMimer Brßike l». Eingang parterre.! � Killigste Kezugoquelle für gute und elegante Herren-Garderobe u. Damen-Mäntel. Es erhält als«ratiS-Zugabe: Jeder Käufer eines Gegenstandes bis i» 20 Mark i eleg. Kleiderbürste Jeder Käufer eines Gegenstandes über >ege 20 Mark 1«leg. Hut. Jeder Käufer eines Damen-Mantel» 1 elegante Muffe. Sämmiliche Preise streng fest und ohne Unterschied. Folgende Gegenstände heben wir ganz besonders hervor: Herren- Wtnterpaletots f nst 20 Mark, für 12,50 M. Herren-Winterpaletots sonst 40 Mark, für 20.00 M Herren- Winterpalctots sonst 60 Mark, für 33 Herreu-Winterpaletots sonst 75 Mark, süc 42 M- Herren- Winter- AnM sonst 24 Mark, für 12.50 Herren-Winter-AnM sonst 45 Mark, für 26,50 W PrimaKammgarnanzüge sonst 66 Mark, für 40 DN- Knaben- Kaiser- Mäntel für kleinere Knaben 5 M- Gröbere Nummern je 50 Pfg. mtffr LinzetneKerrenhosen das Stück 5.25 M. LinzetneKerrenhose» vorzügliche Qualität 8.50 Damen-Winter-Mäntel ebenfalls sehr billig. IDatnnng! Me Amerlk. Mkavss AlM befinden fich«Nr Spandauer Brücke und beruhen alle ähnlich künbigungen auf Täuschung des Publ NmMamsike Nmkakfs-Kallklt Spttttba»er Krücke Eingang parterre. Täglich, auch eonntags bi»» llr Abend» geöffnet. Verantwortlich« Redakteur: K. Grönheim in B«lin. Druck und Verlag von ZllarFading in Berlin LV., Beuihstrabe 2. Kr. 370. Sonntag, den 17. Kooember 1889. «. Jahrg. Geviihks-BciUmg. . Degen öffentlicher Keamten-Keleidignng halte sich �.Handelsmann Siegmunö Dicknann aus Berlin am Mitt- � vor der zweiten Siraskammer am Landgericht II. zu ver- »�rten. Das Schöffengericht am Amtsgericht II. hatte den 'W tagten wegen dieser Strafihat m 14 Tagen Gefängnih indem es folgenden Thatbestand für erwiesen hielt: «fol Pfingstfeiertage d. J§. fand sich eine große Gesellschaft �Berliner Aibeiiern mit ihren Frauen und Kindern in «Mmannslust bei Hermsdorf a. d. Nordb. ein, in denen die »gebotene Gendarmerie! Sozialdemokraten witterte. Da die h?»»unanständige Lieder"(Sehr gut! Red.) gesungen �°en sollen, so heißt es im Urtbeil, verboten die Herren iMW�n dies, worauf die Gesellschaft nach Hermsdorf m �olff'sche Lokal zog. Als die G-ndarmen dorthin nachfolgten, hrm ße' geschoben. Der Angeklagte soll berm Näherkommen Gendarmen aus der Kegelbahn herausgetreten, den Be- höhnisch sein Gesäß, aus welchem die Beinkleider geplatzt gewiesen und gerufen haben:„Aujuft, komm her. Du mitschieben!" Diese Feststellung, welche auf Grund der toW 6 �eä Gendarmerie-OberwachtmeisterS Stellmacher und Icck» �eidißten Gendarmen Eulenbu-g getroffen worden war, der Veiurtheilte in der Berufungsinstanz energisch an. � behauptete— und bot Beweis dafür an— daß seine erste �gnung mit dem Gendarmen Eulenburg erfolgt sei, als " des Kegelschiebens der Gendarm kam, seinen Hauftrer K«a(»» rtl Xy 1 VV*a(«*>A«*i �Q(|t 8 und sich bei dies r Gelegenheit mehrere Brachen:c. mit der Aufschrift:»Durch ium Licht!" widerrechtlich aneignete. Wegen dieser An- g habe er einen Zivilprozeß gegen die Gendarmen an- Itij W und in diesem hätte der Oberwachtmeister Stellmacher C-oygmft unter dem Gesichtspunkte verweigert, baß er sich Istun Aussage möglicherweise einer strafrechtlichen Ver- aussetzen könne. Die Gendarmen seien daher l,™1 völlig glaubwürdig, deshalb beantrage er Vor- (Jn9 der von ihm vorgeschlagenen Zeugen, welche be- tu/11 sollten, daß, während der Gendarm seinen M**«vidirte, die Beleidigung nicht gefallen sei. Der Ge- erkannte auf Verwerfung der Berufung. Der ange- "ewei« sei unerheblich, da eS sich hier augenschein- >„ � zwei verschiedene Szenen handele. Die Beleidigung V.?, als der Gendarm angeritten kam. Der Ange- ÜtiL �u�vi aus der Kegelbahn herausgetreten. Was die dir S Sekunden sollten, beziehe sich aus den späteren Verlauf �-vision des Kastens, könne daher nicht ins Gewicht Da das Strafmaß durchaus angemessen sei(!), so , buch daran nichts geändert werden. sefährliche Gastrolle« auf dem Gebiete des ie», Habels hat der Schauspieler Guilleaume Laquiante !5iu*n- Er stand gestern wegen wiederholter Urkunden- Wr>? ber ersten Strafkammer des Landgerichts I. Der �Na■ Angeklagten hat bei einem Eiqenthümer eine Woh- jiyJ!'bve, welcher in einer anderen Stadtgegend noch ein rtnen Jv � besitzt. Eines Tage« erhielt der Miether durch ein Schreiben, welches die Handschrift des �er zeigte und auch dessen Unterschrift trug. bat den ihm bekannten Miether um "i(,°e Zusendung r von 64 Mark!, er befände sich '""Uttel Zeiten Hause und hier fei ihm un- �ne Gerichiskoften- Rechnung zur Zahlung �l. tnl». worden. Der Adressat schöpfte keinen Ver- k"' in KDem J.Qnbte seinem HauSwrrth das Geld. Es man- Ut vande seines V-tters, des Angeklagten, welcher ci oefnliAi halt,. Als der Miether bei der nächsten E't der Ä?. geliehenen Betrag in Abzug bringen wollte, e Etrai,�""tdeckt. Nicht minder rasfinirt war die di.r' trug ,i°°Z®geführt. Der Angeklagte, der sich mit dem t�.? Beb',,!. Stehbierhalle zu übernehmen, hatte sich zu dem Vertreter der Nationalbrauerei ein »?"Pel geben lassen, welches mit dem ------ versehen war. Er radiSte die wenigen der Brauerei____ I tiffeli QU8 und fügte einen anderen Inhalt ein, wonach der tiiltn», tiner hiesigen Brauerei ersucht wurde, den Unter- Nsie fchtkunigst sieben Mark zu schicken. Der Büffetier �sief..??"ben, daß der Brauereivertreter der Absender des �er n-tttund nahm keinen Anstand den Wunsch zu erfüllen. �tr-i,.. rtchtshos belegte den Angeklagten wegen dieser beiden »t nnt sechs Monaten Gefängniß. l«teu. d«o Reichsgericht«.(Nachdruck ver- tssitnie NU s.wz>g.(Vom Züchtigungsrechte der Lehrer.) Jnter- de«»>.�vfichtspunkie bot eine kürzlich vor dem 2. Strafienate �iÜ»r.geriditS stattgehabte Verhandlung gegen den Lehrer ""»n nV" Rummelsburg, früher in Belgard.~ »«>.. �ndgrrichte -S??» �«b Derselbe war in Kösftn wegen Körperverletzung im Amte worden, weil er einen Knaben wegen einer Unart, n aus einer anderen Klasse, welches einen Knaben Menen Klasse verletzt hatte, und einen Knaben "lasse, der ihm unwahre Angaben über den '"vei r®0". Revolver- Munition gemacht, gezüchtigt und Ätte ,'�irlich verletzt hatte. Die Revision des Angeklagten i5"liikl». widrige Annahme eines straftbaren Dolus, da der Atchle h"U" die Absicht hatte von dem ihm zustehenden «uft>.s,,." Züchtigung Gebrauch zu machen, und beantragte visi f0i 8"es Urth-rls.— Der ReichSanwalt trat der Revision "»vi>.Landen Ausführungen gegenüber: Die KabinetSordre , das'o-i 1825 scheint mir noch in Kraft zu sein, insofern �"wtigungSrecht begrenzt, aufgehoben zu fein aber, "Ur x;"'. einen Unterschied macht zwischen krimineller und Bestrafung einer Ueberschreilung des !'"versi»?ö8"tchles. Darin bin ich mit der Verhcidigung iUnasow; xn' daß daS Urtheil in seinen Entschei- "St:!"" en mangelhaft und unklar ist. Das Urtheil !siNer(.r®"er gezüchtigten Kinder hat Schaden an Zt�er sz.jl!"."rr gezueynglen«inver yai«uiuvr,.»» . Siklaa,,"eil davongetragen, aber dies entschuldigt den ??tgei|t w Ulcht, weil aus seiner ganzen Handlungsweise her- £ im' ß?". er hat mißhandeln wollen. Ob die Züchtigung x l"er q?�rltidheitsschädlgung ausgedehnt war, diese Frage SS Kälteter.....•■='-"• m IS(U""' entschieden, weil er die subjektive Seite ür»,,» Anwendung des 8 240(Körperverletzung im L!"?»t»na �seichend erachtet. Zur Begründung dieser letzteren e»"et Ann.«! ,m Erkenntniß weiter ausgeführt: Als Lehrer er«!'"" aber n®« Entwickelung seiner Schüler zu fördern, �!.et ist.."rafbar, wenn er absichtlich, wie hier für erwiesen itvx. ltNiß e,.?" 5"t dem Verschulden des Kindes in keinem ein-. Sttafe verfügt, wenn es ihm überhaupt "g>u ,?"ßemessene Bestrafung, sondern um eine Miß- �'•wg f.;'."">.ft!, außerdem war er sich de» Ueber- e».ft ZuchligungSrechle« wohl bewußt. Diese chaii�deit bnfc"?"S," gewinnt auch dadurch nicht W ichen" Neigung der Strafkammer, in ihren I»o,( l"«Noen-?�ssßen Wendungen aus Reichsgerichts- daß x!- ��'tu'ren zu Tage tritt. Soll damit ae- ZuchligungSrecht nur der Vorwandkgewefen ist, dessen sich dir Angeklagte bedient hat, um die Strafen, die irnerlich m't dem Züchtigungsrichte nicht in Verbindung standen, zu verhängen, so würde die Situation die sein, daß eine Ausübung des Zücht'gungsrechteS überhaupt nicht statt- gesunden hat, weil das l.tzlcce nur der Vorwand gewesen ist, und es würde dann eine Ueberschreilung des Züchtigungsrechtes und eine Anwendung des 8 340 überhaupt gar nicht in Frage kommen. Hat aber die Strafkammer sagen wollen: der Angeklagte hat das Züchtigungsrecht ausgeübt, er ist aber in der Art und Schwere der Züchtigung zu weit gegangen, dann würde die Feststillung, daß er sich der Ueberschreilung wohl bewußt gewesen sei, für sich allein nicht genügen, weil die sub- jeklive Seite der Ueberschreilung vorher eine Feststellung da- hin erheischt, daß obj.küv aus den Grenzm des Züchtigungs- rechtes hinausgegangen sei. Weil eine derartige Feststellung in den Gründen des Erkenntnisses nicht gegeben ist, so wird die ganze Frage also auf die Auslegung des Urtheils hinauslaufen, nämlich auf die Frage, ob nach den Feststellungen der Vor- instanz eine Uebertreibung des Züchtigungsrechtes, oder über- Haupt gar keine Ausübung des ZüchtigungSrcchteS stattgefunden hat. Sollte aus Anlaß dieser Frage die Aufhebung des Ur- theils erfolgen, so würde es bann angezeigt sein, zugleich einem Bedenken näher zu treten, zu welchem der Fall des gezüchtigten Mädchens Bertha N. Veranlassung bietet. Dieses Mädchen hatte sich mit einem Schüler des Angeklagten geprügelt und hatte auf Geheiß ihres eigenen Lehrers sich zur Bestrafung beim Angeklagten gemeldet, worauf dieser sie dann gezüchtigt hat. Das Landgericht hat angenommen, daß der Angeklagte hier in Ausübung feines Amtes gehandelt hat. In Bezug auf dieses Mädchen konnte aber dem Angeklagten ein Züchtigungs- rccht nur zugestanden werden unter der Voraussetzung, daß Knaben und Mädchen dieselbe Schule besuchen, was man aber bei einer Stadt wie Belaard nicht ohne Weiteres annehmen kann.— Das Urtheil des Reichsgerichts lautete auf Auf- Hebung des landgerichtlichen Erkenntnisses. Die Strafkammer hat, so hieß eS in den Gründen, den Einwand des Angeklagten, daß er nur das berechtigte Züchtigungsrecht ausgeübt habe, aus unberechtigten Gründen verworfen. Das Landgericht scheint auf der einen Seile angenommen zu haben, daß der Angeklagte überhaupt nicht das Züchtigungsrecht ausüben, sondern nur mißhandeln wollen, redet aber andererseits im Widerspruche hiermitloon einer Ueberschreitung des Züchtigungs- rechtes und dem Bewußtsein von der Ueberschreilung. Eine Darlegung aber, inwiefern die Grenzen des Züchtigungs- rechtes überschrittten seien, findet sich gar nicht im Urtheil. Wegen dieser Mängel und auch wegen der vom ReichSan- walte angeregten Gedankens erfolgte die Aushebung. Verfstttinlungen. Eine öffentliche Generalversammlung der Maurer Berlins und Umgegend fand am 13. d. M. unter Vorsitz der Herren K e r st a n und W e r n a u im großen Saale der Ber- lmer Bockbraueiei statt. Der Besuch ver Versammlung ließ wiederum sehr viel zu wünschen übrig. Trotzdem gelangte der schon einmal vertagte erste Punkt der Tagesordnung: »Organisation und Agitation", zur Verhandlung und referule über denselben Herr Fiedler. Die Nothwcn- digkeit und die Vortheile einer Organisation in trefflichster Weise klarlegend, führte Redner lebhafte Klage darüber, daß die Organisation der Berliner Maurer leider nicht so dastehe, wie sie sein sollte. Die Gründe hierfür lägen eben in den heutigen Verhältnissen, welche es zum großen Theile nicht nur den Maurern, sondern den Arbeitern im Allgemeinen auch unmöglich machen oder unmöglich erscheinen lassm, einer Organisation sich anzuschließen. Redner erinnerte an die Leidenszeit dir Maurer, als ihnen ihre Organisation genommen worden war und ihnen keine Versammlungen ge« nehmigt wurden und wies auf die Errungenschaften hin, welche durch vas Zusammenhalten der Maurer erzielt worden seien als einen Beweis dafür, daß auf Grund einer starken Organi- sation viel zu erreichen sei. Der Drang nach Organisation habe heute nothwendigerweise die ganze ArbeiierwAl ergriffen und wer so lange geschlummert habe, der erwache jetzt zum Lichte der Erkennlniß. Diese Erkenntniß müsse hinausgetragen werden in alle Welt und Jeder sei verpflichtet, sein Möglichstes dazu beizutragen. Hierzu gehöre aber vor Allem Geld und wiederum Geld und sei demzufolge den freiwilligen Sammlungen daß größte Entgegenkommen zu bewerfen. Redner hielt eine rege und energische Agitation für durchaus nothwendig und zwar für weitere Kreise, in den Provinzen, aus denen der größte Zuzug stattfindet. Referent hielt es nicht für ausreichend, daß allein von Hamburg aus eine, wenn auch, wie er anerkannte, noch so energische Agitation entfallet werde, war vielmehr der Meinung, daß Berlm hierin nicht zurückstehen dürfe und daß in der Agitation nie genug geleistet werden könne. Die Ber- liner Maurer hätten zur Genüge bewiesen, wozu sie fähig seien und was sie vollbringen könnten, so daß sie auch die Agitation selbstständig in die Hand nehmen könnten und erfolgreich zu betreiben im Stande seien und hierzu nicht erst der Erlaubniß von Hamburg aus bedürften.(Verfall.) In der folgenden Diskussion wurde von verschiedenen Rednern ausgeführt, daß die Mißerfolge bezüglich der Organisation nicht der Saumselig- keit in Bezug auf Agitation feitcns der aufgeklärten Maurer zurückzusühren seren, hieran sei vielmehr der JndrsserentrSmuS schuld, der die große Masse leider noch in hohem Maße beseele. Dessen ungeachtet würde allen aufgeklärten Maurern dringend ans Herz gelegt, in der Agitation nicht zu erlahmen und mit Aus- dauer und nach besten Kräften zum allgemeinen Wohle weiter zu arbeiten. Auch Herr Wernau stimmte der Anficht zu, daß die mißlichen Verhältnisse bezüglich der Berliner Maureroraani- sation sowie im allgemeinen dadurch herbeigeführt worden seien, daß die Maurer Berlin« sich da« Heft aus den Händen winden und sich vollständig dem Hamburger System hätten unter- ordnen lassen. Die Kongreßbeschlüsse hätten für den Redner, nach seiner Erklärung, an Werth verloren. Die gefaßten Beschlüsse hätten dem Kongresse alle gedruckt vorgelegen, wären in Hamburg vorher ausgearbeitet und vom Kongreß einfach be- siegelt worden. Auf die Berliner Verhältnisse werde in Ham- hurg kerne Rückficht genommen. Die hiesige Organisation stehe nicht lediglich auf dem Boden des 8 152 der Gewerbeordnung, habe vielmehr auch die Sozialpolitik rn ihr Programm aufge- nommen. Wenn daher nur nach dem Hamburger Schema ge- arbeitet werde, so müsse nothgedrungen die Berliner Organisation darunter leiden. Redner hielt entschieden dafür, daß Berlin sich gegen die systematische Hamburg! r Diktatur energisch zu wenden habe. Wenn Berlin die Agitation beschnitten, ja unmöglich gemacht werde, so müsse nothgedrungen die Berliner Organi- sation geschwächt werden. Er empfahl eine Emanzipation von dem Hamburger Drucke, wenn nicht eher, so auf dem nächsten Kongresse. Die einzige Stelle, von welcher in Berlin Agitation ausgehen könne, sei die Freie Vereinigung, zu deren Beitritt er aufforderte. Am 25. November d. I. soll eine Konferenz in Rostock zwischen den Vertrauensleuten Deutschlands und der Geschäftsleitung in Hamburg stattfinden und befürwortete Redner, dem VertrauenSmanne, Herrn Fiedler, die nothwen- dige Direktive auf den Weg zu geben, darauf verweisend, daß die gewerkschaftliche und politische Bewegung nicht von ein- ander zu trennen seien, ohne die ganze Beweguna zu ver- wässern und der gewerkschaftlichen Bewegung die Würze zu nehmen. Entschieden warnte Redner vor der von Hamburg geplanten Zentralisation. Herr Hempel war seinerseits der Ansicht, daß die gewerkschaftliche Bewegung die Vorkämpftrin der politischen Bewegung sei, daß dieser Vorkampf nothwendig sei und daß jeder überzeugte Sozialdemokrat die gewerkschaftliche wie d,e politische Bewegung unterstützen müsse. Eine Zentralisation hielt Redner allerdings auch nur bei voller oder doch größerer Koalitionsfreiheit, als sie heute den Arbeitern gewährt werde, für zweckmäßig. Auch Herr Kliemann sprach seine Unzuftiedenheit mit der Hamburger Geschäftsleitung aus. Die Versammlung beschloß, daß in der nächsten Woche(wahrscheinlich im„Deutschen VolkS-Theater", Schönhauser Allee) in den ersten Tagen noch eine öffentliche Generalversammlung stattzufinden habe, um dem Vertrauens- manne, Herrn Fiedler, die Wünsche der Berliner Maurerschaft für die am 25. November in Rostock stattzufindende Konferenz zu unterbreiten.. Zur Vertheilung gelangte in der Versamm- lung ein Flugblatt(Offenes Sendschreiben an die Maurer Deutschlands), in welchem u. A. gesagt wird, daß zur Unterstützung des diesjährigen Maurerstreiks 17 204 Mark 10 Pf. aufgewendet worden seien, während die Abrechnung der Streikkommission nur 17 000 Mark aufweist. Herr Kerstan forderte die Versammlung auf, gegen die angegebene Summe im Sendschreiben energisch Protest zu erheben. Die Versammlung beauftragte das Bureau der Versammlung, von der Geschäftsleitung in Hamburg eine öffentliche Er- klärung im„Grundstein" zu veranlassen über den Verbleib der 204,10 M., welche die Geschäftsleitung mehr als Unterstützung für den diesjährigen Maurer streik gezahlt angegeben hat, als die Berliner Maurer thatsächlich erhalten haben.— Zum Schlüsse folgten allgemeine Mittheilungen. Ein Unterstützung«- gesuch wurde den Vertrauensmännern zur weiteren Veran- lassung überwiesen. Die freie Uereinignng der im Uergoldergemerde deich äftigten Ardeiterinne« hielt am 11. d. M. eine gut besuchte Versammlung ab; in welcher Fräulein Selma Chaym über das Thema: Die Industrie und ihre Opfer referirte. Referentin führte die gesundheitsschädlichen Gewerbe und deren Berufskrankheiten den Versammelten vor Augen und wies darauf hin, daß auch das Vergoldergewerbe ungesund sei. Die meisten Arbeiter und Arbeiterinnen werden von der Schwind- sucht und Bleivergiftung heimgesucht. Reserentin führte an, daß diese Arbeiter resp. Arbeiterinnen zuerst ein Arbeiterschutzgesetz- gebung ins Auge fassen müssen. JnZder Diskussion sprachen sämmtliche Redner sich im Sinne der Reserentin aus. Hierauf trat eine Pause zur Aufnahme neuer Mitglieder ein, in welcher sich mehrere Kolleginnen dem Verein anschlössen. Unter Verschiedenem wurde die Werkstatt von Schmidt und Hoffmann einer starken Kritik unterzogen. Es werden in nächster Zeit Maßregeln getroffen werden, daß auch in dieser Werkstatt;eine Umgestaltung herbeigeführt werde. Auch die Arbeiter von Jvers und Sohn wurden, weil sie sich der Orga- n, sation fern halten, stark gerügt. Eine Resolution, in welcher beschlossen wurde, daß die Arbeiter und Arbeiterinnen nur in Lokalen verkehren, wo das„Berliner Volksblatt" und die „Volkstribüne" ausliegen, wurde einstimmig angenommen. Nachdem noch bekannt gemacht, daß die nächste Versammlung am 9. Dezember statlsindet, schloß die Vorfitzende die Ver- sammlung. Der Fachverein der Gas-, Masser-, Heimngsrohr- leger und Berufsaenossen Berlins hielt am Sonntag, den 10. November feine halbjährige Generalversammlung in Feuer. stein'S Salon, Alte Jakobstr. 75, mit folgender Tagesordnung ab. l. Viertel- und Jahresbericht des Kasfirers. 2. Ersatzwahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragekaften. Die Ein- nähme betrug inkl. Bestand vom 2. Quartal 198 50 M., die Ausgabe 130,10 M., bleibt ein Bestand 68,40 M. Die JahreS- einnähme betrug inkl. vorjährigem Bestände 447,80 M., die Ausgabe 379,40 M., mithin bleibt ein Bestand von 63,40 M. Nachdem der Revisor, Kollege Breitholz erklärt, die Kasse für richtig befunden zu haben, wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Punkt 2. Ersatzwahl der ausscheidenden VorstandS-Mitglieder. Gewählt wurden die Kollegen Mierdel zum 2. Vorsitzenden, SkalSkn zum 1. Schriflsührer, Krebs zum 1. Kassirer, Krohne zum 2. Kassirer. Zu KommisfionSmitgliedern wurden die Kollegen Käding, Kut- scheca, PuinSky und Habicht und zu Revisoren die Kollegen Becker, Breiiholz und Hübner gewählt. Zu dem am 30. No- vember in Orscheids Salon stattfindenden Winterveranügen des Fachverein« wurden Billets ausgegeben und der Besuch des- selben angelegentlichst empfohlen. Ferner wurde nochmals auf die am 25. November statifindende öffentliche Rohrlegerver- sammlung aufmerksam gemacht und um rege, eifrige Agitation für dieselbe ersucht. Nach Erledigung verschiedener innerer An- gelegenheiten schloß der Vorfitzende, auf die am 24. November stattfindende Fachvereinsversammlung aufmerksam machend, die Versammlung um i2 Uhr. « Cum- und gri»liig» U«r«in» am Sonntag: Sübkck schir Turnverein (2, LehrlingSabthcttung) AbendS S Uhr Elilabrlhstraic 57- S8.— Turnverein „Wcdding"(2. LehrlingSablheilungl Naiinmttaaö 4 Uhr Panlstr. 0. Turnverein „Froh und Frei" NachnüttaaS 4 Uhr Berast. 57.— tver- gnügungSverein„Fröhlichkeit" tgegr. 1880) Nachmittags 5 Uhr Grüner Weg 20 Beriammlung. «»sang-, Turn- und g,s»Uig» N»r»tu»»t». am Montag i Gesang. verein„Siingerlust" AbendS 0 Uhr im tttcslaurant, Sandibergcrftraße 80,— Mannergesangverein„Weihe Rote" AbendS 0 Uhr im Restaurant Kleine GerichtSstraße 10,— MSnncrgesangverein.Eintracht I' Abend«-0 Uhr Köp. nickerslrahe«8, im Restaurant,- Gesangverein„64)0 1872" Abend» 0 Uhr Oranienstrahe 100.-„Deutsche Lt-dertafel„Abend, 0 Uhr. Oraniensttahe 100,- Gesangverein„Mvrthenbiailcr UebungSstunde Alte Schönhauserstrahe 42 bei Malzahn,- Turnverein„hasenhatde" lLchr. UngSabthcUung) Abends 8 Uhr Dleffenbachsiraht 80-61.—„Berliner Turn- genoffmschast<7. LehrltngSabtheilung) AbendS 8 Uhr in der stadtischen Turn- Halle, Briierstr. 17-18;- deSgl.«, Mannerabthetlung AbendS 8 Uhr in der Berliner Thealcrsrcundt Abend« 8* Uhr bei Litlow, Admiralstrahe 88.- VcrgnllgungSvcrein„Zick-Zack AbendS 9 Uhr in Möwe'« GcsellschastShaui, Fichtestraßc 2ü- Verein„Su tig" AbendS 0 Uhr bei Thomm. Schönhauser Allee 28.- Verein„Ratibor" Abend« 8* Uhr im Königsiadt-Kasino. Holz. marktstrahe 72— ArendS scher Stenogravbenverein„Apollobund" Abend« 8» Uhr Thurmsbrahe 81 lMoabit.).- Msienschastlicher Berein fllr Roller sch«. Stenographie Abends 8li Uhr im Mllnchener Brauhaus, Reue Friedrichsstrasc Nr. 1, Untcritchlö- und UebungSstunde,- Rauchklub„Nordstern" in Susalt» Lokai Franksurter Allee 174, FrtedrichSberg.- Rauchklub„Hellblau" Abend» Ausnahme neuer Mitglieder. Gäste ivillkommen Waaren- Haus �WWMM Marsoniniiky& Jacoby 88. Grosse Frsnkfurterstrasse 88. Schwere Woll-Tuche zu Morgenröcken und HauSNeider« Robe 4. 5V, 8; Mark. Neuekte Kleider ftoffe für die Hrrbft-Saison tu»ur guter Qualität Robe 1, 8. 10 v, 14 Mark. Zur Ball-Saison empfehlen wir die neueften Stoffe und die dazu gehörigen vesatzstoffe. «rohes Lager fertiger Wäiae, Bettfed rn.«atrahen, �kU FUI»" flltlTllUIdG�dT Bettstellen, Leinen- und Baumwollwanren te.»c. Der gute Ruf unseres seit 16 Aahren bestehenden«»-ichäftS bürgt für str-ngfte Reevttät 407 SisgF�is« I.sMsi»us, 23. orsnien-Strssse 23, Selee Adalbert-Stpasse. Aamen- und Mädchen-Mäntel- Fabrist. Regen- Paletot», Dolman«, Kandagen. Umhänge in Molle»nd Seide, in größter Anomahl, z« Merbllligsten preise«. Mollen Sie bei Ihren Ginbänfe« streng reell bedient sei», dann bemühen Sie sich zu I. Baer, berlin n. Gesundbrunnen, Badstr. Haltestelle der Pferdebahn. (Fahrgeld wird nergntet!) Sie finden daselbst in jAUerbilligste überrasche 7> der Auswahl TB 18 Reelle Kediennng preise Norsugt»«qei � L. Arbeit. Wintep-Uefaerzieher M. 20, 24, 27, 30, 36, 40. INodepne JaquetanzUge M. 18. 21 24. 27,30, 33. Kammgapn-RockanzUge M. 27, 30 33, 36, 39. Stoff hosen in Wolle M. 5.50, 6, 7, 8, 9, 10, 11. Schlafröcke, recht mollig, M. 10, 12, 15, 18, 21, 24 27. Kaisepmäntel, Joppen, seidene und meiße Welten, äußerst billig. Reizende Paletots u. Anzüge für Knaben jede« Alters. äußerst dauerhaft genäht, spottbillig. mits ütBffiajft"jsr'ssnr' Eigene Werkstatt im Hause. Bitte fcenAU anf Firma n. Hauannmmer«n achten. Arbeits fache« Emil Franke ifähmaschinen sämmtlicher Systeme, Wasch-«nd W'inl) Maschinen bester Sorte.(Theilzahtnvg. Neparaturwerkstiiltt Hm*, Saar brücker Strasse 6, neben Brauerei. MSbet-, Kptegel-«nd Kolsterwaare«° Magast» von Apelt. Sebastiaustraße 27- Keelle Maare. Prompte Bedienung. 28. I Elve PMHle MckgeWer i �eppicke 1211 Eleganter Slst. Hrenenyarn ist da» beste ULHgar« firr Aa«»- und Maschinen-Uaherei. hat in allen Nummern garantirt volle» Maaß, ist hallbarer als jedes andere Garn, nähl infolge seiner Geschmeidigkeit auf jedem Maschinen- system gleich gut. Schwarzes Kroueugarn. verändert seine Farbe nie. Weiße» Kronengar«'» »M- Man achte auf die nebenstehende Schnhmarste.-MW In alle« soliden Geschäften der Branche käuflich. Schugmarke. mit ge- ringen Webe- v_ fehlem J selten billig! Double» Krnsfel-Keppiche, 2 Meter groß, Stück 6 M. Herrliche Salon-Tepvlch», Stück 12, 15, 20 bis 100 M. Vollständig fehlerfreie Teppiche von 10—150 M. MoUatla»-Stepp. decke» imit., von 7j— 13 M. Herren Garderobe fertigt und liefert Os Krebs, Weinbergsweg 3. Stoff-Lager. Reparatur-Werkstätte. 252 ititt Teppiche, Möbelstoffe, Gardinen, _ Kanfer und Linoleum. � UM" Verkauf zu Fabrikpreisen, Grcaaea Lss-t von Portiiren, Reise- nnd Ti.chdecken. Sioehr K Behr« z r. Ehußetskäße l F. zu Fabrikpreisen auch an Pri» vate, jedoch nur in Stucken »ou 22 Metern in engl. Tüll, per Stück von 10—30 Mark, m Damastzwirn per Stück von 9—13 M., sowie in abgepaßtenFenstern und Stores, SOO Muster stet» vorräthig: Z Wer« Waagen-Katalog 120 Seite« stark franko. 583 Mitten- ttnd Teppich- Wrik « Emil EeGevre, li?"' Oranienstraße 138, I zwischen Moritzplatz und Oranienbrücke. persandt unter Nachnahm». �ni -lbedst fh __ S Allen Freunden und Bekannten, sowie � geehrten Nachbarschaft zur gest. Kennlniß- ich mein f, Restaurations-GeM von der Reuen Höchste. nach der Dalldoeferstraße 2 � verlegt habe. Es soll auch hier mein eifrigstes Be�!, sein, durch gute Speisen und Getränke«w.- I geschätzten Gästen in jeder Weise gere« werden. Hochachtungsvoll Heinrich Jrrgl»� Restaurateur. � -------"ftW Allen Freunden und Bekannten empfehlt Weiß- M Halrisly-Wer-M G. 1. PetersoM 118] Beteranenftratze 34� % ■ A. Borta, Schneidermei� I vliicherstrasze 20, 1 Treppe, empfiehlt fich zur Anfertigung eleganter Herren-GarderM" zu soliden Preisen. ,* jjt Gestützt auf Erfahrung und Fachkennlw"' ich in der Lage, ein eleg. Kleidungsstück zu Lager in- und ausländischer Zuschneider der ehemaligen Genossen!�- IKarnung. Allerlei billige Sachen verlangen zu seh'n heut' die KäufeR Eieber Gediegenes wähle!— es bleibt ja von höhcrem WerthE, Rillige Sachen sind Schund, ob in Gold oder Silber und MessinN, Immer ist Schwindel bei TalloiS, Talmi, Nickel und BlechE.— Heu erscheint es Dir fein,— nimmst Du es aber genaU,— Glaube mir, schließlich besiehst Du Dir dennoch den Schaden, mein LiebeR. Reparaturen verlangt's, Kosten und Aerger genuG; Und Du solltest daher stets Dich erst z w e i m a l besinneH, Ehe Du Billiges kaufst! Nutzen ist niemals dabei.— Giebst Du dagegen Dein Geld für das Gediegene aR, Ei, so erwirkt Dir die Waare den Ruf als Gegner des Schwindel», Ruhig, solid und reell, stehst Du im Leben dann d«. Uhrmacher, Oraviienstrasse I. Ans:, jüchuixe, Juwelier und Goldarbeit er. 1 Treppe 88. Kommandantenkr.ZS, 1 Treppe. Lager masfiv goldener King« eigener Fabrik, sowie Kette«, Armbänder, Kröche», I 1 Ghrringe, Medaillon», gold. Kamenuhre«:c. Bestellungen jeder Art werden auf das Geschmackvollste ausgeführt in kürzester Zeil. Reparaturen ebenfalls sauber».billig. GfNttfttt. Trauringe, 1 Dukaten 11 M., 2 Dukaten 21. M. COlttllCtl. Bitte genau auf Firma und Hausnummer zu achten.-■» Kitte lese« Sie! Im Versal, verfallene Winter-F aletoiB, sowie Anzöge, einzelne Jaguet», Hose«, Damen-Mäntel und-Kleider, Hüte, Gttefel, Wäsche, Uhren, Bette», Reise- «. Holzkoffer ,e. Alle« in all und neu sehr billig zu oerkaufen bei j1745 A. Wergiea, MIherst. 127. Kitt« recht genau auf Namen«nd Nummer z« achten. Für reelle Bevtenuna bürgt mein seit 18 Jahren bestehende« Geschäslsrenomme. Jede Hl** zu repariren und reinigen mir unter Garantie des Gutgeh� 1 Mb. SO m,. Kleine Reparaturen billiger. Lage? aller � neuer Uhren, verkauf zn Fal rtktirrn 9511 c. Rofnerf, Uhnna" 1. Geschäft: Andrra»str. 2. Geschäft: Thansseeflr. ßcsiirdt viril sir 2 Wt 509 H. Richter» Opftfet, Berlin C., Wallst?. 97 am Spittelmarkt. Alnmingold Rrillen u. Pince-nez, garantirt nie schwarz � werdend Hickelbrillen u. Pince-nez. do. allerseinfte Qualität Rathenower Rrillen.... «•o- allerseinfte Qualität rein achromatisch mit Etuis, M. 2,50 M. 1,50 M. 2,- M. 1- M. 2,— M. 7- N«w.' Oper«-«.«eiseglas.«xcelstor, das Beste auf d. Markte, mit Etuis u. Riemen M. 12,— Lejte unH billigste Bezugsquelle aller optischen Artikel, genaueste Fachkenntniß. eigene Werkstatt, prompt. Versandt nach außerhalb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. 2» Kranzliinderei 39 j. böitz. «WWW Jtuci n\ 2 Mk., weiße Waffel-Bettdecken, a Paar- Herren-Anzüge gereinigt und gebügelt- 50 Pf., weiße baumwollene Strümps/ J* 25 Pf. Auf Wunsch werden die Sachra holt und zugestellt, kostenfrei. A. Pergande, Färbenn-'ll� Maldeuiarst». 50. part.™"■**" l !t Ül [# G. Strauß, KlhueiderBl" 17a. Maßmannstraß- 17a. empfiehlt fich zur Anfertigung eleg. Gardepoben. iteb qi '. S»st Für gute« Sitz u.\* Arbett wird garantirt. Kager von ihtttüikvolitv oulante �ahlungS-Bedingungen� tn großer Eisenwaaren, WetfzeM' iäau»- u. Aüc�evgeräu� £ Vogtherr« Landsberger straße 64(am Alexanv�� Linienftr. 88. part, find herrschaftl � tragene Wiuter-Paletot» für 8— 19 P haltene Hofen für 3— 5M., auch 3aq" Wli verfallenen Sachen werden aber nur 50 leulen verkauft. Uillilnwiiiitiibilzar Jerusalem erstr. Nr. 56, Hof part. Reich« Auswahl in jeder Art, billigst, auch Theilzahlung. 754 OfAsrren und Tabake en gros eigener Fabrik en detail empfiehlt in größter Auswahl 452 G. Bosenberg,»« sriede»«? s«. Kammet-Reste zu Kinderkleidern, Knabenanzügen, auch pfund- i weife, Plüschreste, Krimmer, Kleiderstoffreste,! Hauskleiderstoffreste, Satinreste, Ptqueparchend nach Gewicht, Katiunreste, letztere Pfund 1 Mark, Stoffreste zu Anzüaen. Kloch, Nene K-ulgstraß« 62, 1 E?. Kunst-«nd Kandelsgärtner. r Skalitzepstrasse 33.•% Zweite» Geschäft Markthalle 7 TreSdenerftraste 233. 752 28 Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß- Nil Kairlschiiler-xlikal. G. Dillenberg, 125] Reinickendorfer-Straße 9h. 54. 16, En gros. Kranzbinderei En detail. S» Meyer, Kaustberpla/Nr. vom 1. Oktober: Hauptgeschäft: Kkalitzerstraß« S8. Guirlanden Meter von 15 Pf. an. Do bugltge Lorbeerkränze von 60 Pf. an. Große Auswahl an Kränzen und Bouquets te.(1706> Winzer. Empfehle allen Freunden und Bekannten MerSffllttes GasthallS., Speisen und Getränke verabre> allbekannter Güte. Varl Pfistc� __ Mfenbahnstr. 35, prt-__— � Der Arbettsnachwe� der Klavierarbeiter 70 y befindet sich Naunyn straße Nr- Die AdreffenauSgabe sta Abend von 8— 9t Uhr und SonnM�je� 17 fl«.' Empfehle mein Lokal zum Arbettsnachmel»' mittags von 10— 11t Uhr. sowohl an u s ZatzlsteUen. Zimmer mit Piano sür Vernne. wie an Nicktmitglieder unentgeltltch � 3641 Arthur Ziemer, Cuvrystr. 16.> Ate Ard-ttsv-rmtttelnogs-S" ts �il % fii Verantwortlicher Redakteur: K.«rontzetm in Berlin. Druck und Verlag von Mar Kading in Berlin SW., Bertthstraße 2.