Kr. II. Diruftag, den 14. Ia««ar 1890. y. Jahrg. MmMMkl Krgan für die Interessen der Arbeiter. Lndisclie l�nuinlvolle und europätflkrev Arbeikerlihutz. Die indische Konkurrenz ist das Schreckgespenst, welche? ««« britischen Baumwollenlords nicht ruhig schlafe» läßt. Ostindien war für die englische Baumwollindustrie lange � die unerschöpfliche Vorrathskammer, die John Bull mit ßutem und wohlfeilem Rohstoff versah. , Aber allgemach änderten sich die Verhältnisse, die indt* Kapitalisten fanden eS vortheilhafter, die heimische �»«inwolle selbst zu verarbeiten und mit den in Hindustan «kwebten Stoffen Geschäfte zu machen. Da« war ihr unver- äußerliches Recht. Die von den Vätern des Manchester- PMS fanatisch gepredigte Lehre des Gehen- und Geschehen« uffen», bes freien Spiels der wirthschaftlichen Kräfte drängte u«Urgemäß zu solch emem Vorgehen. Wenn die Frucht M und süß ist und nur des Glücklichen harrt, der sie Uen und genießen soll, so ist es eine heilige Pflicht, zu pflücken und zu genießen. ..Da e« in Britischindien reiche Leute genug giebt, pfiffig- durchtriebene Geldmenschen, sei eS, daß sie auf die ?sden schwören, sei eS, daß sie zum Propheten sich bekennen, n oj' baß sie f chlaue Parsi» sind, die bis an den Hals !? Rupien stecken und auf's Vrofitlilbe iick versieben wie �>sdeuwng selbst in die Hand nahmen. Wozu auch dem «tterland, b. h. seinen Textilbaronen in Manchester, Nottingham, Lancaster die Mehrvertheuerung als fette» -Monopol überlassen, wenn im Lande, wo„still und fromm die Lotusblume steht". Hunderttausende von Arbeitskräften «uf der Straße liegen, für Jeden, der einen lächerlich kleine« �dhn daran wenden kann, sofort zu habe», Männer, Weiber, Kinder? Wozu den Quäkern im nebligen England erlaube«, ?» Gottesfurcht und Schacherlust Geld einzuheimsen, wenn iu Indien billigste„Hände" zu haben sind ohne daß eine v abrik in s pekti o n, ohne daß ei« Arbeiter- �iKgesetz, ein Z ehnst und en tag, eine straffe, *" ,« GewerkschaftSoraanisatron. wie im n,-v-nv GewerkschaftSorganisatron,....... gereinigten Königreich die selbstlose Thätigkeit der PluSmacher Pnwnt und einengt? So entfaltete sich mit treibhausmäßiger Ueppigkeit unter der tropischen Sonne die indische Baumwollen- sabrikation. Ein Betrieb nach dem anderen schoß empor, die Müßigen Schlöte der Fabriken verfinsterten die lichte Atmosphäre und schwärzte die schlanken Schäfte der L ulmen. In den Arbeitssälen keuchten unter unbarmherzigen Aufsehern die geduldigen gelbhäutigen Hörigen der asiatischen �piialisten, die Spinnmaschinen sausten, die Kraftstühle Uir Webereien klapperten, viel Baumwolle, sehr viel Baum- [77 _ FeuMetott. wtbotoij_ C&e vtninol. Sozialer *•!«« autoristrte Uebersetzang»»««rnß Siegle». .. Stephan wie« dankend diese vom Trödler geretteten "iemigkelten zurück: „Nein, da» ist nicht der Mühe«erth; Du kannst �sur die Kinder verwende«; in Paris werde ich schon _ Noch zweimal war der Aufzug eingefahren. Pierro» schloß sich, direkt die Maheude zu ermahnen: Eade'h" wartet auf Euch; hat die Plauderei bald ei« S'e drehte ihm den Rücken. WaS ging.diesem»er, uuften Menschen die Einfahrt an, die nicht semes Amte« mar; unten in der Grube ist er bereits verhaßt bei all bTl rTU;• Sie blieb trotzig stehe», ihre Lampe m dxz äslttert'R �em �U0n'inl>*,et �' uugeachtet ihre»och sie fanden mehr ein Wort; aber mögen. mun fo»oll, sie hätten sich noch allerlei sagen um etwas zu sprechen, begann sie wieder: Wl°'men!'ifl°f°ÄDir noch nicht erzählt Hab': denk Dir. »Wie. fort?" " einem Grubenarbeiter vom PaS-de-Ealai«. Ich wolle, und viel, viel Menfchenfleifch wurde verbraucht in dem rastlosen Getriebe der neuen Industrie. Englands Fabrikanten sahen nicht nur, daß ein be- trächtlicher Theil der indischen Baumwollenzufuhr ausblieb, weil er eben im ProduktionSlande versponnen und verwebt wurde, sie fanden nur zu bald, daß der indische„Markt- magen", um diesen Marxischen Ausdruck zu gebrauchen, für englische Baumwollwaaren nicht mehr so empfänglich war, wie bisher. Die mit wohlfeileren Arbeitskräften, ohne die Transportkosten der Briten an Ort und Stelle wirthschaftende« indischen BaumwollenlordS rissen ein Stück des Absatz nach dem anderen an sich und schritten dazu, den chinesischen Markt mit ihren Erzeugnissen zu versehen. In der Präsidentschaft Bombay, wo die Baumwoll- spinnerei hauptsächlich daheim ist, schreibt ein Fabrikakt vor, daß— Kinder von 7 bi» 12 Jahren nicht länger al»— 9 Stunden beschäftigt werden dürfen; das Gesetz gilt aber nur für Betriebe, die 100 Arbeiter länger als 4 Monate anwenden. Die Fabrikräume starren von Schmutz, in einem Etablissement war das Holzwerk seit 20 Jahren nicht frisch angestrichen, die Hitze steigt in Spinnzimmern bis zu 117 Grad Fahrenheit. In Bombay beträgt der Monatslohn des Mannes 20—40, de» WeibeS 14—18 M.; die kürzeste Arbeitszeit sind 14 Stunden. I« kleineren Fabriken bleiben während der ruhigen Zeit die Maschinen von 4 bi» 5 Uhr Morgens bis 7 bis 9 Uhr Abends ununterbrochen im Gang, in der lebhaften Zeit(etwa 7 Wochen) ar- beiten die Maschinen oft Tag und Nacht mit einerhalben Stunde Ruhe am Abend bis zu acht Tagen mit den- selben Arbeitern, dgnn weitere acht Tage den ganzen Tag oder die ganze Nacht abwechselnd mit einem zweiten Gang von„Händen". In einer Fabrik erhalten Frauen für 18 Stunden Arbeit 30 bis 50 Pf. und zwar wird von Mitte November bis Ende Mai jeden Monat 10 Tage lang jedesmal 13 Stunden gearbeitet. Diese Thatsachen sind dem vorjährigen Bericht de» englischen General- inspettor» der Fabriken und Werkstätten bezw. dem Anhang dazu entnommen, in welchem der im Dienste der Regierung zu Bombay stehende Inspektor Bericht erstattet über die Zustände in den indischen Fabriken von September 1883 bi» Mai 1887. Der indische Beamte erklärt, daß die jämmerlichen Zustände „eine Verkümmerung der Rasse bei Fortdauer der schrankenlosen Exploitation" erzeugen müffen. Die Handelsstatistik belehrt uns darüber, daß im Jahre 1857/58 e» keine indischen Fabriken und keinen Verbrauch in Indien und eine Baumwollenausfuhr von 817 000 Ballen (zu 392 Pfund) gab; 1867.68—1871/72 verbrauchten in- dlsche Fabriken 182 000 Ballen, exportirt wurden 1 660 000 Ballen. Und im Jahre 1888/89 betrug die Ausfuhrziffer: 1 523 000 Balle«, während die heimischen Betriebe 864 000 Ballen verbrauchte». Diese Zahlen sprechen deutlich genug, und man versteht, warum Dr. Joffe im Zentralblatt der dttitsche« Handelskammer« von der durch die indische hatte Bange, daß sie mir die Kinder auf dem HalS lassen werde; aber sie hat sie mitgenommen. Wa« sagst Du dazu: eine Person, die Blut spuckt und so aussieht, al» wenn sie jeden Tag den Geist aufgebe» will!" Sie schwieg einen Augenblick, dann fuhr sie lang- sam fort: „Ueber ua» Beide ist auch genug geredet worden! Du erinnerst Dich, die Pierronne und Andere sagten, ich hielt eS mit Dir... Mein Gott, später, nach dem Tode meine« Manne» hätte das sehr wohl kommen können, wenn ich jünger gewesen wäre; aber heute ist eS mir doch lieb, daß zwischen unS nicht« vorgefallen ist; eS würde un« nach- träglich leid thun." „Ja, e» würde«n» leid thun," antwortete er ernfach. Da» war Alle». Sie sprachen nicht mehr. Die Fahr- kunst wartete.„Ihr werdet Strafe zahlen; macht schnell!" rief man ihr zu. Sie reichte ihm die Hand. Er war sehr bewegt. Er blickte noch einmal die arme, abgearbeitete, bleiche Frau an, mit dem farblosen Haar, da« unter der Haube hervorblickte, mit dem formlos gewordenen müde« Körper. Und in ihrem letzten stummen Händedruck fand er wieder da« Lebewohl der Kameraden, das ihm Rendezvous gab für jenen Tag, wo man wieder anfange« wird. In ihren Augen leuchtete eine feste Zuverficht; er verstand: „Auf baldiges Wiedersehen," sagte der Druck ihrer Hand, „und dann wird'» der letzte entscheidende Streich sein." „Welch eine verwünschte Faullenzerin!" rief Pierron. Sie wurde zur Förderschale gedrängt, stellte sich mit vier Andern in einen Karren; man zog die Signalleine: der Aufzug hakte sich lo», fiel in den Schacht hinab; das Seil glitt ihm nach. Stephan verließ die Grube. Unter'm Sortirschuppen sah er Jemand, die Beine vor sich hingestreckt, in emem Haufen Kohle sitzen. Es war Jeanlin, der dort arbeitete. Er hielt einen Block Kohle zwischen den Knieen und reinigte Gewerbepolitik drohenden„Kulisirung Europa»" spricht. Was die Unternehmerherzen am Tiefste» verletzt der Frevel gegen die Religion de« Mammons, er war geschehen, er geschieht alle Tage in Indien, und die Proteste gegen die bösen Konkurrenten nehmen kein Ende. Mit ehrlicher That- kraft heischen die englischen Fabrikanten die A u« d e h- nung der fabrikgesetzlichenBestimmunge«, wie sie für die englische Industrie bestehe«, auf Indien. Seit dasselbe aufgehört hat, nichts als Hinterland für sie zu fein,— seit e« ein eigene» rasch sich entwickelndes Textilgewerbe besitzt, ist diese Maß- regel»othwendig geworden. E« ist einleuchtead, daß der zügellosen Exploitation ein Ziel gesetzt werden muß zu Nutz und Frommen der fabrikgesetzlich be- schränkten Exploitation. Nun ist es eine in Fachkreise« bekannte Thatsache, daß auch die deutsche Baumwollindustrie, namentlich die süddeutsche, in hohem Grade auf den Bezug der wohlfeilen indischen Rohbaumwolle angewiesm ist. Ei» ausgezeichnete« Unternehmerblatt, Roman'» „Journal für T e x t i l- I n d u st r i e", hat in einer seiner letzten Nummern(Ausgabe A, Nr. 22/23, vom 10. Dezember 1889) trefflich dargethan, wie bedeutungsvoll das Aufblühen der Industrie für die Zufubr«ach Deutsch- land ist. Da» genannte Blatt sagt u. a.:„Die rapide Entwickelung, welche die indische Fabrikation während der etzten Jahre erfahren hat, ist zwar in Bezug auf den A b- atz für unsere deutsche Industrie nicht so bedeutsam wie ür die englische, weil unser Export von Baumwollwaaren nach Indien und China doch nur ein sehr bescheidener gegenüber demjenigen der englischen Werke ist und die Konkurrenz der indischen Fabriken auf jenen Eabriken auf jenen Märkten deshalb für unS weniger fühl« ir ist. Wohl aber ist es selbstverständlich, daß durch dm vergrößerten Verbrauch der indischen Fabriken unserer Fabrikation der Bezug de« dortigen Rohmaterial« vielfach erschwert und v e r- t h e u e r t wird." Hoffen wir, daß diese bedmkliche Erscheinung die deut- schm Unternehmer zu BundeSgenoffm der enalischm Ge- «offen in der Hinsicht macht, daß auch sie für Arbeiter- schutzgesetzgebung eintreten— m Ostindien. Dm« natürlich die deutschm Spinner und Weber in Schlesien und in Aachen, in Chemnitz und in Augsburg, in Hof und in München- Gladbach, in Elberfeld und in Limbach, und in Gera, diese hochbezahltm Leute mit ihrem kurzm Ar- beitstag bedürfe» keine« Normalarbeitstages, bedürfe« keiner Lohnerhöhung, keines staatlichen Eingriffes. Und so werden wir die Millionäre der deutschm Textil» bezirke in munterem Reigm sehm, wie sie unter Führung der Herren von Mittnacht und von Feilitzsch plaidirm werdm für soziale Reformm jmseitS des Meere». Und in Deutschland, Bauer, ist das etwas Anderes! ihn, mit einem Hammer klopfend, von dem anhastmdm Schiefer. Eine Wolke feinen KohlmstaubeS umhüllte ihn; Stephan würde ihn nicht erkannt habe», wenn der Bursche nicht sei« spitzes Gesicht mit dm abstehmdm Ohrm und dm grün schimmerndm Augm zu ihm emporgestreckt hätte. Der Junge lachte, zerbrach mit einem starken Hieb seinm Block und verschwand in dem rußschwarzm Staub. Stephan schritt auf die Straße hinaus; allerhand Ge- dankm bestürmten ihn. Ader die frische Luft, der freie Himmel erfüllten ihn mit wohligem Gefühl und er athmete mit Lust. Die Sonne erschien mit mächtiger Strahlmkrone am Horizont; ein goldiger Strom rollte von Osten nach Westen über die immense Ebme. Ein warmer lebender Hauch zog durch die Luft; die Fluren erwachten mit Vogelsang und Quellmgemurmel. Die alte Welt will noch einm Frühling leben. Stephan ging langsamm Schritte«, die Augm recht« und link« in da« lächelnde Bild der jungen Jahreszeit ver- lorm. Er dachte an sich: er fühlte sich stark, gereift durch Die Frmde, Pluchart zu findm, wie jmer ein Redner zu werden, dem Tausmde lauschen, flößte ihm Redm ein, deren Phrasen er arrangirte. Er dachte daran, sein Programm zu erweitern. Das Studium, welches ihn aus seiner Klaffe ge- hoben hatte, riß ihn zu noch unerbittlicherem Haß gegen da« Bürgerthum hin. Er wird die Arbeiter mit einem Glorienschein umgeben, wird sie als die einzig Großen, als die einzig Reine«, Sündlosen darstellen, als die wirkliche Noblesse, die echte Kraft, in welcher die Menschheit sich läutern muß: Schon sah er sich auf der Tribüne, stieg an der Spitze des Volke« von Triumph zu Triumph. Eine Lerche hoch oben in der Luft ließ ihn die Blicke "1 Mowclpsndcnzcn. Itm- Uorlr, 3. Januar. Vorige Woche fand hier eine Konvennon von jüdischen Arbeiter- Orgamsationen statt. Ver- treten waren 17 solcher von hi-r, sa-vie einzelne aus Earmel N..B., Baltimore, Newark N.-T- Cincinnatr, Denver Eol., Boston, Cl'cago, Philadelphia Die Gesellschaft war eine etwa« �gemischte", was schon aus den Inschriften hervoraing, mit denen der Saal ausgestattet war. Man sah da:»Proletarier aller Länder, vereinigt euch l",„®8 lebe die soziale Revolution!', „Kein Gott und fein Herr!',»Wenn ich sage: allgemeines Stimmrecht, mein« ich: Revolution!' u. f. w. Von den 47 Delegaten, welche 31 Organisationen vertraten, besteht ungefähr die Hälfte aus Anarchisten. Dies findet feine Erklärung darin, daß die Konvention von einer aus solchen bestehenden Organisation hier,»Pioniere der Freiheit', einberufen wurde, so daß die anarchistischen Organisationen fich nach Möglichfeit betheiligten, während die übrigen, besonders auße-halb, fich zum größten Theil fernhielten. Was der Konvention übrigens einen wesentlich andern Chmafler gab, als man ihn auf amerifanifchen Arbeiterfonven- t onen in der Regel findet,— so letzthin auf dem Kongreß der Eöverat.on of Labor— das ist das Fehlen des»fonseroatw-n' lementeS, das noch von dem alten Aberglauben der»Harmonie zwischen Kapital und Arbeit' zehrt. Infolge dessen gab auch kein Rabbiner seinen Segen, und es fanZ feine»An- quasselei' seitens irgend eines Prominenten statt. Der Arbeiter der einlabenden Organisation erklärte den Zweck der Konvention dahin, daß es bei dem rapiden Wachsen der jüdischen Arbeiterbewegung als eine Nothwendigfeit erscheine, ein Preborgan für dieselbe zu schaffen. Ein einseitiger Versuch seiner Organisation,«in solches einzuführen, indem die anarchistiiche»Wahrheit' von derselben herausgegeben wurde, habe fich als Fehlfchlaz erwiesen, und so sei man zu der Ueberteugung gelangt, daß nur ein unparteiisches Arbeiterblatt Ausficht auf Elfolg habe. Die Z'ilungsfrage wurde auf Empfehlung des Delegaten als erster Punkt der Tagesordnung genommen, und zwar in folgender Weise zergliedeit: a. die NothwendigkAt einer Arbeiterzeitung in jüdischer Mundart, b. ihre Richtung, c. Verwaltung und d. die Mittel zur Heraus- gäbe. Der erste Punkt machte keine Schwierigkeiten, sondern wurde einstimmig anerkannt. Was die»jüdische Mundart' betrifft, so bedarf die Sache einiger Aufkiäruna. Es wurde s. Z., als man in New-Pork die erste jüdische Arbeiterzeitung gründete, ebenfalls der jüdisch- deutsche Jargon der rusfisck-deutschen Juden— eine ganz er- schreckache»Sprache'!— für dag Blatt bestimmt, was eine Polemik in der übrigen Arbeiterpresse hervorrief, indem darauf hingewiesen wurde, daß es von unserem Standpunkte aus richtiger fei, die betreffenden Leser zu gewöhnen, eine»ordent- liche' Sprache zu lesen. Es wurde dem gegenüber aber geltend gemacht, daß die große Masse der russisch- deutsch- jüdischen Arbeiter nur jenen Jargon, und zwar in hebräischen Letter», zu lesen vermöge, da sie in der alten Heimath kein« andere Lektüre haften. Um also denen, welche noch nicht der englischen Sprache mächtig find, sowie dem steten Nach- wuchs von drüben Aufklärung zu bieten, bleibe nichts anderes übrig, als ihnen dieselbe in der ihnen einzig verständlichen Weise zu verabfolgen.— Bezüglich des zweiten Punktes, der Richtung des Blattes, ging die Sache weniger glatt ab, oder vielmehr scheiterte fie vollständig. Ein Delegat beantragte, eine freie Plattform an- zunehmen, welche alle revolutwnären Artikel, ganz gleich welcher Tendenz, zuläßt. Die Redaktion soll einem Mitglied« der(anarchistischen)»Pioniere der Freiheit' und einem solchen der jüdischen Sektion der sozial. Arbeiterpartei udergeben werben, da diese anerkannter Weise die fort- geschnttensten Organisationen find. Dagegen wurde geltend gemacht, daß«S ungerecht wäre, da« Recht der Wahl eines RedaklionS- Komitees zwei kleinen Organisationen zu übergeben, während die Pflichten zur Unterstützung der Arbeiter gleich- mäßig unter alle Arbeiter- Organisationen vertheilt werden. Es habe auch keinen Sinn, eine ganz unparteiische Plattform an- zunehmen; die näherrück nde Achtstunden. Bewegung fordere durchaus eine bestimmte Stellung, ganz besonders in Anbetracht des niedrigen Entwickelungegrabes der jüdischen Arbeiter, die nicht im Stande find, seibstständige Kritik zu üben, und in deren Köpfen eine Polemik in den Spalten derselben Zeitung eine ungeheure Konfuston hervorrufen würde. Eine Anzahl Delegaten machten geltend, daß es dm Gegnern der Achtstunden-Bewegung nicht verwehrt werden könne, auch während der Bewegung ihre Meinungen in dm Spalten der Zeitung auszusprechen. Wenn Einer die Achtstunden-Bewegung für schädlich hält, sei eine solche Bewegung der geeignetste Mommt, dagegen aufzutreten. Dieselbe Taktik befurwortetm fie auch für etwaige Streifs, Boykoits oder eine politische Kampagne. Andere Delegirten«rkiärtm daaegm,«S sei ein Unding, in den Spalten ein und derselben Zeitung entgegen- gesetzte Ideen zu predigen. Es wäre ein Verbrechen, die erheben. Kleine rosige Wölkchen, die letzten Nebel der Nacht verflüchteten sich in da« durchsichtige Aetherblau. Er dachte an Rasieneur und Souvarine. Gewiß, Alles geht schlecht, wenn Zeder die Herrschaft für sich haben will. So ist diese mächtige Internationale, welche die Welt um- wälzen sollte, elend zu Grunde gegangen; ihre große Armee hat sich im Kampf der Parteien, im eifersüchtige» Rangstreit der Führer zersplittert. Sollte Darwin Recht haben: wird die Welt nie etwas Anderes sein, als eine ewige Wahlstatt, wo der Starke den Schwachen verzehrt zur Veredelung und zum Fortbestand seiner Rasse? Diese Frage beunruhigte ihn; aber sein sich selbst genügendes Wlssen zuckte die Achseln. Ein plötzlicher Gedanke zerstreute seine Zweifel und erfüllte ihn mit großer Freude: Er wird die Theorie Darwin'S zum Gegenstand seiner ersten Rede machm. Wenn eine Klasse von einer andern verzehrt werden muß, liegt eS da nicht auf der Hand, daß das kraftvolle Volk daS durch Wohlleben verweichlichte entnervte Bürger- thum vernichten muß? Neues, frisches Blut wird eine neue Gefellschaft gründen; da» morsche Gebäude wird zusammen- brechen, zertrümmert von der Revolution der Zukunft, der echtm, der Revolution der Arbeiter, deren Brand daS Ende des ZahrhundertS mit blutigem Schein begrüßen wird, sowie die Sonne jetzt über Stephan'» Haupt purpurn den Himmel färbte. Er blickte über die Felder und erkannte die Gegend. Dort bei der Fourche-aux-BoeufS hatte er sich an die Spitze der Menge gestellt,! als sie verheerend von Grube zu Grube gezogm. Heute war die schwere, schlecht bezahlte Arbeit wieder aufgenommen worden. Er glaubte deutlich die regelmäßigen dumpfen Schläge der Hauen, siebmhundert Meter tief durch den Erdboden heraufklopfen zu hören. Die Kameraden sind'S, welche er vorher hatte einfahren sehen. Sie waren besiegt, hatten ihre Habe verloren, hatten Todte betrauert. Aber Paris wird die Flintenschüsse des Voreux nicht vergessen; durch die unheilbare Wunde wird das Blut des Kaiserreichs versiegen. Mag die industrielle Krise beendet werden, mögen die Fabriken eme nach der andern wieder öffne«— der Krieg bleibt erklärt, der Friede ist hinfort unmöglich. Die Kohlenmänner haben sich gezählt, haben ihre Kraft erprobt, haben mit ihrem rächenden Schrei nach Gerechtigkeit die Achtstundm-Beweaung vom 1. Mai, die eine Lebensfrage für alle organifirten Arbeiter Amerikas sein wird, zum Gegenstand »spekulativer Philosophie' zu machen. Ehe die Konvention Nähere« über die Zeitung bestimme, müsse fie selbst zu einem Verständniß kommen, denn nm mit klaren Prinzipien könne man als Lehrer vor die Arbeiter treten. Sie schlugen darum eine gemeinsame Plattform vor, welcher folgende Stelle au« dem»kommunistischen Manifest' zu G-unde liegen sollte: »Die Kommunisten sind kerne besondere Partei gegenüber dm andem Arbeiterparteien. Sie stellm kerne besonderen Prin- zipien auf, wonach fie die proletarische Bewegung modeln wollen, sondern unterstützen alle Kämpfe der Proletarier.'— Der ganze folgende Tag wurde dmch die Debattm über diesm Gegmstand in Anspruch genommen; die Berathungen zogm fich hauptsächlich aus dem Grunde so in die Länge, weil die Mehrzahl der Delegatm keine Ahnung von parlammtarischm Regeln hatte. Anarchisten und Sozialisten geriethen immer heftiger aneinander, die endliche Abstimmung ergab 21 Stimmen für den von Sozialistm gestellten Antrag und 20 dagegm. Da die Führer der ersteren einsahen, daß unter dm obwaltmdm Umständen ein einmüthiges Handeln nicht zu nreichm sei, so schlugm fie vor, die Konvmtion zu verlassm und eine zweite zu eröffnm. Dem wurde aber zunächst keine Folge gegeben, sondern eine aus je drei Mitgliedern der beiden Gruppen bestehende Kommission gewählt, welche den Versuch machm solle, fich über weitere Vorschläge bezüglich des Zeitungs- Unternehmens zu einigen. Diese kam aber ebenso wenig zu einem Resulsat, wie die Konvention selbst, und so brachen die sozialistischm Delegatm auf, um eine separate Konvention ab- «uhaltm. Auf dieser wurde beschlossen, eine sozialistische Zeitung herauszugeben, welche die Bestrebungen aller auf dem Boden des Klassenkampfes Kehendm Arbeiterorganisationen unterstützen solle. Zu diesem Z vecke soll eine Subskription eröffnet werden, und das Blatt erscheinen, sobald 1000 Abonnmim gesichert find.— Außer einer Organisation(in Carmel) waren aus der Sexaralkon- vention nur New P orker Organisationen vertreten, wähcmd die übrigftt auswärtigen Delegaten mit den New- Dörfer anarchisti- schm Kollegen weiter tagten. Erster« vertratm fast ausschließlich ebenfalls anarchistische Organisationm. Es wurde gleichfalls die Herausgabe einer Zeitung beschlossm, welche die Pflicht habe, jede Organisation der Arberter, die sich im Kampfe geaen das Kapital befindet, zu unterstützen. Von einer nationalen Organi- sation wurde Abstand genommm, da eine solche unnöthig ser, da auch bisher durch einsacke Kundgebung zwischen den einzelnen Ocga- nisationen dasselbe Resultat erzielt worden sei. BiSzum Erscheinen de« BlatteS wurde die Lektüre des Londoner»Arbeiterfreund' empfohlen. Daß es von größter Wichtigkeit ist, die jüdischm Arbeiter auS dem Sumpfe ihrer Unwissenheit und Vorurtheile zu ziehen, liegt auf der Hand, wenn man bedmkt, in welchen Massen dieseldm im letzten Jahrzehnt eingewandert sind, um hier bei fast unbegrenzter Arbeitszeit und dm niedrigftm Löhnm ein elendes Dasein zu fristen und damit in ganz empfindlicher Weise auch auf die Verschlechterung der Lebenslage anderer Arbeitergruppen zu wirken. Die große Masse der jüdischm Arbeiter ist noch wenig von dem»Hauch der neuen Zeit' berührt und hängt vollständig am Schnürchen der Rabbiner. Desto erfteulicher ist es, daß immerhin ein bedeutmder Theil voll ständig mit den Ueberlieferungen gebrochen hat und mit rastlosem Eifer an der Ausklärung der Rassen- und Klassmgmossen arbeitet. xiolitiMre ZilebevlrrJ,». Johannes Meddr f. Wie uns telegraphisch gemeldet wird, ist gestern Mittag 12% Uhr der in dm Arbeiterkreisen bekannte und beliebte Schriftsteller Johanne« Wedde in seinem Zufluchtsorte Lübeck im bestm Mannesalter gestorbm.— Diese Trauerbotschaft wird für alle unsere Frmnde ebenso betrübmd und überraschend sein, als fie es un« war.— Wedde wurde auf Gmnd de« Belagerungszustandes aus- gewiesm, nachdem die von ihm herausgegebene„Bürger- Zeitung' auf Gmnd des Sozialistm- Gesetzes verboten wurde.— Er verlegte hierauf fem Domizil nach Lübeck und gab von hier aus da« jetzt in Hamburg erscheinmde»Hamburger Echo' heran«. Die Hamburger Arbeiter haben dm Verstorbmm für dm 3. Hamburger Wahlkreis als Kandidatm aufgestellt. Mit ihm verlierm die Arbeiter einm begabtm, gutherzigm Menschenfreund und Mitkämpfer, dessen Andmkm fie stets in Ehren halten werdm. Die Feftjehtmg der Nenwahle« für de« Reichstag auf Donnerstag, den 20. Februar macht außer anderen Z verfetn auch dem em Ende, ob der jetzige Reichstag ein natürliche« Arbeiter ganz Frankreichs wach gerufm. Ihre Niederlage beruhigt Niemand und täuscht Niemand. Selbst die Bürger von Montsou blicken nach Besiegung des Streiks mit un- behaglichem Angstgefühl hinter sich, als fürchten sie, daß in diesem großm Schweigen, in dieser Ruhe nach dem Kampf doch vielleicht ihr unvermeidliches Ende schlummerte. Sie ahnen, daß es wieder beginnen muß, morgen vielleicht— beginnen mit einem immensen allgemeinen Streik in ein- trächtlichem Zufammmhalten aller Arbeiter, welche, mit Hilfskassen ausgerüstet, monatelang Widerstand leisten, wmn sie von Wasser und Brot lebm. Diesmal war's nur ein Hieb gewesen, dm die Ruine der Gesellschaft empfangen, der den Bodm unter ihrm Füßen erzittern gemacht; aber andere kräftigere Stöße werdm das alte Gebäude zertrümmert und in dm Abgrund reißen, wie dm Voreux. Er bog links auf dm Weg nach Zoifelle. Dort, erinnerte er fich, hatte er das Volk verhindert, nach Gaston- Marie zu ziehen. Zn der Ferne erblickte er im klaren Sonnenschein die Thürme anderer Gruben, Mirou rechts, dann die Mag- dalm und Crevecoeur dicht neben einander. Ueberall wird gearbeitet, überall von einem Ende der Ebme zum andern tönt's dumpf aus dem Bodm herauf. Hier und da und dort klopft's leise; unter dm Feldern, unter dm Wegm, unter dm im Scheine der Sonne lachmdm Dörfern pocht'» in der unterirdischen Galeere, auf der all die Riesenmassm Fels und Stein so schwer lastmd brücken, daß man die ge- quältm SchmerzenSseufzer nur vernimmt, wmn man die Armm dort untm weiß. Er dachte an ihr Zerstörungswerk in dm Minen. Zerschnittene Seile, zerrissme Schimmwege, zerbrochme Lampen— welch ein unnützes Treiben, welch kleine That eines Volkes von Dreitaufmd, das im Revolutionsschritt da« Land durchmißt. Wie ander» furchtbar und gewaltig wird einst der große Racheakt der Gerechtigkeit werden. Stephan war besonnmer geworben und ruhiger; der revolutionäre Ungestüm, der lärmmd wüthet, ohne reifen Plan und ohne Gebanten, schim ihm eine überwundene Kinderkrankheit. Die Maheude mit ihrem gefunden Urtheil hatte Recht, wenn sie gesagt, man solle sich in der Stille zusammmthun, sich kennen lernen, Syndikate bilden, wmn es die Gesetze erlauben, und dann, wmn man ewig und Ende findm werde oder nicht. Wenn die Regierung die keit einer Auflösung wegen de« Sozialistengesetzes wirklich« Auge hätte, so wurde, memt die»Voss. Ztg.', die schon B «folate Anberaumung de« Wahltermin« zu einem nach» der Umstände so unerwartetm Termin wohl kaum erfolgt'«w- E« ist bis jetzt noch nicht abzufehm, wann die entscheide«« Abstimmung über das Sozialistengesetz im Reichstag falle» wird. Wmn die«, wie nicht unmöglich, erst nach Wochen 8* schiebt, so würde die Frist bis zum 20. Februar der Regimsi zur Leitung des Wahlkamvfes unter der Parole des AvSnaM«' gesetzeS viel zu kurz bemessm sein. Sobald der Tag der wahlm einmal öffmtlich bekannt ist, beginnt im ganzen Rnm der Aufmarsch der Parteien, der aber nicht nach Geächz vunktm erfolgm kann, die vorläufig noch keine thatsächl'v Bedeutung habm. Der alte Reiche tag wird also sehr wa?« scheinlich kein vorzeitige« Ende finden, und die Frage«» Sozialistengesetzes wird, selbst wenn fie seinem Nachfolg» zu lösen vorbehaltm bleibt, von der Regierung nicht einzigen Standarte für die ihr folgmden Massm gemaA> werdm. Noch ew anderer Schluß aus dem Dalum de« termins scheint fich mit ziemlicher Gewißheit zu ergeben. nach der Verfassung eine Nöthigung nickt vorlag, die N*' wählen vor dem Herbst stattfinden zu lassen, so bestärkt d« jetzt trotzdem gewählte Februartermin auch die Vermuthu«8 daß die Regierung mit einer FrühjahrSsesfion de« ntf Reichstags rechnet. Bisher sind die ReichStagSwahlm üb« wiegend im Herbst vollzogm wordm, weil diele Zcit der gierung am bequemsten ist. Die Ernte und sonstigen landwirttjj schastlichen Verrichtungen find dann beendet, die Reisezeit vorüber, beides Umstände, burch die Elemente für die 355°', arbeit verfügbar werdm, auf welche die Regierung mehr 2W! zu legm pflegt als die Opposition. Auch der Fall, daß Ablauf einer ReichStagSperiode mehrere Monate lang Reichstag vorhanden wäre, würde kein Novum gewesm% Als Ende 1881 das Mandat de» damaligen Reichstags erlo!« folgten die Neuwahlm erst gegm Ende Oktober, JJ daß vier Monate lang die Berufung eines Rci«« tage« unmöglich war. Nur die Nothwendigkeit, 0» Etat rechtzeitig festzustellm, übt verfassungsmäßig einm Zug auf die Anberaumung der Neuwahlin aus. Was über dien» Zwang hinausgeht, beruht nicht auf staatsrechtlichen, sonden auf politifchm und ZweckmäßigkeitSgrün den. Diese Zwe« mäßigkeitSgründe müssm im vorliegenden Falle besonde» wichtig erfchimm sein; man würde sonst nicht eine Anordne gettoffm haben, durch welche, abgesehen von dem Rest o» ReichSlagSdebattm, auch die Verhandlungen des preußssä Abgeordnetenhauses wohl oder übel in den Dienst der W« ogitation gestellt werdm. Die»schon bis dahm kaum zu� reichende Beschlußfähigkeit de« alten Reichstag« wird durch 0# jetzigen Wahltermin auf eine harte Probe gestellt. Erfahrung' mäßig hält der größere Theil der Abgeordnetm während Wahlbewegung seine Anwesmheit im Wahlkreise für weit nur licher als im Reichstage, und wenn die Bänke des letzterm s«? vor Weihnachten vor Leere gähnten, so wird sich dieser Ueb� stand für dm Rest der Tagung nicht nur steigem, sondern nach Verhältniß der Doppeimandate fich auf da« Abgeordnete»' Haus übertragm., 1 Z« der Ausschreibung der Reichstagswastle«•"! merkt dre»Köln. Ztg.':»Es scheint, daß man zunächst»fj größte Gewicht darauf gelegt hat, die Möglichkeit der jedel. zeitigm Einberufung des Reichstages sicher zu stellen, und d»> man andererseits darauf verzichtet hat, währmd des Reste« � gegenwärtigen Tagung noch da« Sozialistengesetz zu Stand«! bringen. Es wird vielmehr alle Kraft darauf zu verwevd� sein, jetzt dm Etat fertig zu stellm und die Dampfervorl»? durchzuberathm, worauf alsdann wohl die Auflösung Reichstags folgen dürfte.' Da« letztere ist unrichtig; da Mandat des Reichstages am 20. Februar, also am Wählt»?'' abläuft, so ist eine Auflösung durchaus überflüssig, selbe hätte sonst auch der Ausschreibung der Wahlen ntW gehm müssm. Vertreter der berliner Kluuren-«ud Flätt««' Industrie haben an da« prmßische Abgeordnelmhaus«% Pelrt, on gerichtet, betreffend die Aufhebung der Fabrikati»' künstlicher Blumm und Blätter m dm prmßischm Str» anstaltm. In der Petition wird beantragt, daß in den Str» anstalten die bezüglichm Arbeitskräste dem Unternehmer weit mtzogen werden, wie es die gegenwärtigen Verträge(r statten, und daß nach Ablauf derselbm die Fabrikat,»' künstsicher Blumm und Blätter in den Strafanstalten, mit dem Bestehm der Industrie unvereinbar, dauernd auff hoben werde. H»förder««g. Der Staatsanwalt Dr. Schulze-B'llinS' Hausen in Bochum ist zu der Staatsanwaltschaft beim La«; gen cht Frankfurt a. M. versetzt wordm. Herr Schulze hat"' wie kürzlich mitgetheilt wurde, in einem Rundschreiben an Bürgermeister und Amtsanwälte des Bezirke« der Strafkanua« zu Bochum die Lehre aufgestellt, daß dre an eine Grube» Verwaltung unter Androhung eines Ausstände« im Ablehnung» falle gerichtete Aufforderung, die Arbeitersperr ————— stark, wmn eine Million Arbeiter ein paar tause£ Faulenzern gegenüberstehe, dann die Macht ergreif� und die Herren sein! Welch' ein Auferstehung»!», der Wahrheit und Gerechtigkeit! Wie wird der®öir des Kapitals, dieser versteckte Vielfraß, der sich mit M Fleisch der Armen gefüttert, zusammenbrechen in Sta»» und Nichts! Stephan verließ dm Weg von Vandame und bog Jjj die Landstraße ein. Rechts lag Montsou am Abhang Hügels, ihm geamüber die Ruine des Voreux, das verwünsch� Loch, welche» drei Pumpm Tag und Nacht zu erschöpf� versuchen. Am Horizont blicktm die Viktoire, Saint-Thoma»' Fmtru-Cantel; im Nordm ragtm die schlanken Kamme b* Hochöfen; die CoakSbatterien verräucherten qualmend b» Klarheit de« FirmammtS. Wmn er dm Zug nicht versäumen wollte, mußte J" sich beeilen; dmn er hatte noch sechs Kilometer zu n,«� schirm. Und unter seinen Füßm klopftm immer noch unfljj lässig die fleißigen Haum. Alle Kameradm warm bO" begleiteten seine Schritte mit dem grüßend mahnendmT� War da» nicht die Maheude, derm keuchmder Athem b»» unter dem Zuckerrübmfeld mit dem Aechzm de» Vmfilatot' stöhnt? Link», recht», weiter drüben glaubte er andere meraden zu erkennen; unter dem Komfeld, unter den Heck«»' unter dm jungm Bäumm pochte e» tri»., Jetzt leuchtete die Aprilsonne hellglänzend am Himw�' da« Land wärmmd und befruchtend. Lebm entsproß rin? der fruchtbarm Mutter Erde- die jungen BlatiknoSP� brachen in zartgrüne Kelche auf; die Felder erzittertm � dem Dränge der Saat; keimend quoll's, barst den 0 lockerten Boden, durstend nach Licht und nach Wärfltf' flüsternd durchzog's d,e Gefilde, wie ein heimlich zärilnr Kuß.„ Und immer und immer pochtm die Kameradm, b«� licher, näher dem Bodm. Unter dem flammenden Licht b? Sonne quoll es dämmernd empor in diesen jugmdfrisch? Morgm de» Keimmonat«. Männer wuchsen dort unten, � schwarzes Racheheer keimte unter dm Fluren für die(BT de» nächsten Jahrhundert«; bald wird e» aufbrechend b� Bodm sprengen. h t l'»« -n B fflDi» >en V litnÄS nah*» r Rv» Rnch« tm ä»W wahr» je W ilj q rkt d- lchu«» neu» üb«'; Wah� W«» ß 'r'.il SettW. t/ d» s sonde»; 3*'%: fonWj rdnu«t est.?- md Ä am iiuj :bnete' tn � H st-«% land«p a z Z v-rh»' TS drck-M ©traf' tStt«! Tz ten, d1 5 ouf««' vellinx l Mg i an d>> taitttt* Grub»' hnun� per e u f z u h e b e n und die entlassenen Arbeiter wieder anzu- nehmen, den Thatbestand der versuchten Erpressung dar- �eue, und diele Lehre den Polijeiverwallern»ur.Beachtung" «ltgetheilt. In der Versetzung ist eine Beförderung zu er- ducken, denn Herr Schulze kommt in eine größere Stadt, in «nen seiner.Befähigung" angemessenen größeren WirkangS» kreis. Herr Schulze hat sicherlich das Zeug, Karridre zu machen. vielleicht wird er noch einmal Tessendolffs Nachfolger am SielchSjericht. A« dir MahlausjchLsse fämmtlicher Parteien in München dezw. an die Leitungen der oort bestehenden politischen Bereme, ruhtet der WahlauStchuß der Sozialdemokratie nachfolgende Zu- Ichrlft:.Von dem Bestreben geleitet, der beginnenden Wahl- bew-zung, bei aller Schärfe der Parteigegensätze, ein fachliches und würdiges Gepräge zu geben, erlaubt sich der unterzeichnete Wahlausschuß der Sozialdemokratie nachfolgende Vorschläge .ihrer Beschlußfassung zu unterbreiten: 1. Eine Grundbedingung etner wirklich freien Wahl bildet das Wahlgeheimniß. DaS- '?be ist eine gesetzliche Einrichtung, wird aber nicht selten— edsichtlich oder unabsichtlich— dadurch Ibeeintröchtigt, wen» nicht ganz ausgehoben, daß die Verschiedenartig- jeii der von den verschiedenen Parteien gebrauchten vlimmzettel sofort äußerlich erkennen läßt, für weite vort« der Wähler stimmt. Um da« Wahlgeheimniß viesmal wirksam sicherzustellen, sollen sämmtliche hiesigen Par- ">en einen völlig gleichartigen Stimmzettel zurAn- »a« 8 bringen, d. h. derselbe soll von gleichem Papier her- gegellt, gleich groß geschnitten und in der gleichen Weise ge- 'utet werden. 2. Die von einer Partei gewonnenen Stimmen baden nur dann einen wirklichen, über den Tageserfolg hm- üu«gkhenden Werth, wenn die Wähler ihr wichtige» Recht in wirkircher K-nnlniß der Dinge ausüben. Diese Kenntniß roanm die Wähler aler nur dann erlangen, wenn sie m den «land gesetzt werden, die Bestrebungen der verschiedenen Prr- nicht blo« au» einseitigen gegnerischen Berichten, 0*™butd) eigene« Sehen und Hören kennen zu lernen. » sollen selbst jeden der um ihre Stimme werbenden nandrdaten seine Anschauungen entwickeln hören und sodann F.% die Em würfe fetner Mitbewerber vernehmen. DeS- halb soll neben den bisherigen ausschließlichen Partei- Wahlversammlungen eine beschränkte Anzahl von großen All- «'.m-'nen Wählerversammlungen stattfinden, zu Wähler ohne Rücksicht auf ihre sonstige Partei- » oehorrgkeit Zutritt haben und in welchen sämmtlrche Kandi- t-�.auftreten. In die Leitung dieser Versammlungen ent- !«de der selbftständig austretenden Parteien je einen Ver- In»"' die neben diesen Allgemeinen Wählerversamm- stattfindenden Parteioersammlungen betriff«, so ist e« da» unbeschränkte Recht jeder Partei, dieselben ' fit ,,•.tein Belieben bezw. ihren Grundsätzen einzurichten und i«., sanglich zu machen, wem sie will. Die Sozialdemokratie lun» g'ebt im Voraus die Erklärung, daß ihre Veriamm "ui?'°hne jede Ausnahme, jedem Wähler zugänglich und daß in ihnen jedem, Freund und Geg' er, volle t».°?!�iheit gesichert ist; insbesondere find die gegnerischen der n � ein für allemal höflichst eingeladen 3. Angeficht» �iIet München hish r— mrt einer einzigen Ausnahme .�s?steulicher Weise stattgehabten Uebung, vom Wahlkampfe mit& T* Angriffe möglichst fernzuhalten, dürfen wir wohl N.i„'chnheit Ihre Bereitwilligkeit annehmen, gleich uns diese . ung auch für die jetzige Wahlbewegung fortdauern»u lassen. un« w't Ihrer gefälligen Rückäußerung entgegensehen und - �>egen der Einzelheiten der Ausführung der gemachten e zu weiteren Unterhandlungen bereit erklären, zeichnen an»?!'8« sollst Der Wahlausschuß der Sozialdemokratie: Sn°�!b-uer. F. Eisele. I. Ludwig. I. R. Gö'chl. A. Die Kandidaten: Georg Birk. Georg v. Vollmar. Lunchen, den 10. Januar 1890. Oft-rf"! bi»«estattnng de* Kchweine-Einfuhr aus Äletf*• �"»arr. nach Zittau sich zu verwenoen, hatte die '"fNnnung in Zittau bei der dortigen Handelskammer de» belnÄ Nach dem jetzt vorliegenden Sitzungsbericht find e» bo« m ,ä Kartellbrüder gewesen, welche bei der Handelskammer Mr. iT�uch der Fleifcherinnung befürwortet haben. So ver« --.Übte sich insbejondere der kaitcll parteiliche Kommerzienrath �"«»Leutersdorf dafür, daß dem Gesuch der Flesscherinnung Zittau entsprochen werde, weil durch da« Vorgehen der k tauZ Tgreif» ungsf» �»eizer(80), 40 Russen(60)° 39 Franzosen(58), 29J.aliener g A 25 Niederländer(24) 13 Luxemburger<8), 8 Belgier(15), . Oan»*» /r\\. r»;________/ m\ o m'., �__ /o\ o /S loini,; /®!' 4 Zigeuner(4), 3 Engländer(2), 2 Schweden(5) Ech» Spanier(1), Rumäne(1), Australier und Neger. U.sJ�üewiesener war ein Preuße, der mit einer EntlassunrS- «uz."k aus dem SlaatSoerbande ausgewandert war. Der w Reger war zu Banana am Kongo in Westafnka loiiri™: ttnt« den ausgewiesenen Franzosen waren S elsaß- fälsche Optanten. sticht beginnt e« nach einer allerdings KssWBohglen Meldung de«.Kl. Journ." au« Essen von Lahren. Auf der Zeche.Schlägel und Essen" bei teil» yV;4" seien die früher angrkündlgtm Forderungen de- % worden, so namentlich eine Lohnerhöhung um hitt t"chistündige Schicht einschließlich der Ein- und Aus- " Zuziehung von Arbeiter deputir ten bei Lohn- eitü,J"J,Rt,V Für die nächsten Tage wurden Versammlungen � 1», m welchen diese Punkle erörtert werden sollen. �3% ää «eb-bt, Sie schreiben in der letzten tit d- St««' bog aäi S». rine— end d" rußte � zu h unat' n doki. «en%<>*. cm iere Ä" Jst�uieregtetang im Lande und namentlich m den Grenz- Lststklen außerordentlich viel böse« Blut gemacht worden sei. -?stch andere Führer der Kartellparteien au« dem 1. mid 2. L'dstlchen Wahlkreis, wo man dem Ausgange der nächsten ?e'chstagswakl mit besonderer Furcht entgegenzusehen scheint, £?ien für diesen Antrag ein und schließlich wurde nnt großer �»lorilSt beschlossen, nochmal« im Sinne der Zütauer Fleischer« wnung beim Rerchskanzleramte vorstellig zu werden. Nach Knoländer. Nach den im Laufe des toöhl. veiössrntlichten amtlichen Bekanntmachungen sind de««.dieses Z itraume« auf Grund der§§ 39 und 362 %-..w~?'taMss«tzbad)e« msgesammt 583 Ausländer aus d-m tlnd.(R Reich ausgewiesen worden(gegen 636 im Jahre 1888) «Uea-iTri wurde die Ausweisung verfugt aus Gmnd de«§39 43 iiüx*®.ertn Diebstahl«, Beihilfe dazu, Kuppelei ic. gegen «er». stuf Grund de«§ 362 weaen Landstreichen«, Betteln», Ur zuchl k. gegen 535. Während im Jahre 1888 stitapn auch auf Grund de«§ 284 de« Strafgesetzbuch« P�fiewerbsmäßigen G ückspiel» erfolgt waren, brauchte dieser �stgraph im Jahre 1889 nicht zur Anwendung gebracht zu k-i. Bon den Ausgewiesenen wwen cht« Ortsana.hörig _ tlAm• n«»T r\ c«_____«.__/______ oco 1 QQU» k, stach: 347 Defte: reicher(gegen 353 im Jahre 1888), 54 m a«...-..._ rn#-__'__ /*_ r s~ r%\ rv«'... ß rin«' lknoSP� ten«"» de« � BJärnj«; jürtl# Lichts dfnfchZ .end»» WWZM�MZ ix�. Und schlüßijch n.?, stst"8'st Wahl sehr thöricht gewesen ~ Klangen die Herren nach einer katzen- Die Shatjache, daßeinLeipzigerLandgerichtS- direkror vre Reservelieutenant«. mäßige.Schneidizkeit" de- f essen hat, einen Rechtsanwalt, d« ihn auf der Straße nicht grüßte— nein, nicht falutirte— zum Duell zu fordern, hat die öffentliche Bufmerk.amkert wieder auf den Duellunfug ge- le- kt, der in Deutschland mit der zunehmenden Verrohung der Suten. in immer bedenklicherer Weise um sich grelst. V�rschie- dene V«ordnungen au« alter— und in dies« Beziehung allerdings guten Zeit— werden von den Zeitungen au« der getchrchtlichen Rumpelkammer hervorgezogen. Da« wirksamste tz'ilve, fahren gegen diese häßliche Epidemie haben eben seiner- zeit die.verkommenen Franzosen" entdeckt und mit glänzend- stem Eifolg angewandt. E« war nach den Flitterwochen der .großen Revolution", als die Anhänger de« aaclcn regime sich zum Widerstand aufrafften und u. a. die Vertretet de« dritten Stanv>s durch Duelle mit geübten Rau'boldea aus der Welt zu schaffen oder wenigsten« einju'chüchtern suchten. Die Panser sahen dem Treiben einige Zeit lang ruhig zu, bi« si: eine« TogeS die Gernld verloren und da« Edikt«ließen:.Jeder, der einen Patrioten zum Duell herausford«t, wird getauft." Und da« Dekret wurde sofort ausgeführt. Allerding» han- belle e« sich nicht um eine religiöse Taufe— sondern um eine durchaus urchristliche, dafür jedoch desto gründlichere Wass«taufe. Die.schneidigen" Aristokratchen, die eine Her- aueforderung ergehen ließen, wurden einfach am Kragen gepackt und in einen Teich— der in dem historischen Garten de« Palai» Royal war für diese sanitären Zwecke besonder«-a vogue— so lange untergetaucht, bi« sie vernünftig waren. In wenigen Wochen war d« Duellunfug vollständig ab- geschafft, und«st da« Napoleonische Säbelregiment führte ihn wied« ein. Unsere Prügelpädazogen könnten d« Wassertoufe— fall« diese bei un« eingeführt würde,— vielleicht noch ein Halb- dutzend kräftige Mahnzettel auf den hint«en Menschen bei- fügen. F»r den E-iolg garantiren wir. Kltendurger Polizei. Zu der Mittheilung über die Ver- haflu..g und Vermiherlung eine« Genossen in Oberbasel, der weiter nicht« gethan hatte, als ein Hoch auf die Sozialdemo- k>atie auSmb'ingen, wird der.Freis. Ztg." au« juristischen Kreisen geschrieben: Nicht blo« da« Verhalten der Ältenburg« Polizei, sondern auch dasjenige des Amtsgerichts in Kahla steht mit den gesetzlichen Bestimmungen im Widerspruch.§ 113 d« St.-P.>O. destimmt nämlich, daß bei Uebertrewngen die Untersuchungshaft prinzipiell ausgeschlossen sein soll. Da nun im vorliegenden Falle, die thatsächliche Richtigkeit sämmtlich« an- geführten Verhältnisse vorausgesetzt, keine einzige d« Voraus- letzungen vorliegt, unt« welchen ausnahmsweise nach§ 113 die Untersuchungshast bei Uebertrewngen statthaft sein soll, so müßte eine ernste Justiz in Erwägung ziehen, ob hier nicht d« Thaibestand de«§ 336 de« St..G..B. vorhanden ist. Denn dre Thatsache steht doch fest, daß ein Richter einen Staat«. angehörigen vorsätzlich 8 Tage lang in Untersuchungshaft ge- halten hat, obwohl da« Gesetz in solchem Falle die Jnhaftirung verbietet! Mindesten« ab« müßte§ 341 des St.. G.-B. m Betracht kommen. Daran kann, die Richtigkeit all« thassäch- lichen Angaben in der betreffenden Notiz vorausgesetzt, nicht ge- zweiselt werden. Deshalb v«dient ab« die Sache auch noch eine weitere Beleuchtung. Kadisch- Polizei. Das globh«zozliche Bezirksamt m Heidelberg soll oem Vorstand des dortigen Wahlvereins aufgegeben haben, eine Konduitenliste der Mitglieder einzureichen, die nicht nur Vor- und Zunamen derselben, sondern auch Alter, GebuitSort, Konfession, Art der Geburt(ob ehelich od« un- ehelich) und noch v«schiedenes Andere enthalten soll. Fr«»kr-ich. Paris, 10. Januar. Die Blätt« fahren fort, an die Regierung das Ersuchen zu stellen, sich möglichst bald üb« die zu ve, folgende Politik bestimmt auszusprechen. Die boulan- gistischen Blätter, wie die.Presse", glauben, da« Kabinet könne sich nicht über ein Programm einigen und eine Min ist«- krifi« stehe bevor.— L a c r o ix sagt im.Radical":.Swd die Minister unt« einand« einig? Bisher hat man die Frage kaum zu stellen gewagt, aber im gegenwärtigen Augenblick läßt sie sich nicht mehr aufschieben. Die Minister müssen sich jetzt mit Gewiflenhastiakeit über diesen Punkt befragen und ant- warten. Wenn Einigkeit im Kabinet herrscht, so müssen die Minister klar sagen, worüber und bezüglich welcher Lösungen." — Rone im.Matin" meint, dak Mimst, rium habe eine große Aufgabe gelöst, das Land gegen den BoulangiSmuS vntheidigt, der Ausstellung vorgestanden und die Wahlen überwacht. Jetzt sei aber die Zeit bloß« Ver- theidigung vorüb«, da« Kabinet müsse die Leitung d« republikanischen Mehrheit übnnehmen, eS müsse d« allgemeinen und dnWirthschaftSpolitik eine bestimmte Richtung geben. Spräche sich die Regi«ung üb« diese zwei Punkte unumwunden und unzweideutig aus, so w«de die Verständigung mit d« Mehrheit sich von selbst machen. Könnte sich W Kabinet nicht ewigen, so solle e« Aenderungen vornehmen. Eine Umgestalwng ewe« Ministerium« bei Beginn ein« Gesetzgebung» Periode sei kerne eigent- liche Krrsi« und könnte für dre Zukun st vielen Krisen vorbeugen. — D«.Solei!" behauptet, der Premierminister Tirard bringe aus Monte Carlo kern politisches Programm, nicht einmal den Embryo eines solchen mit. Er sei Freihändl«, die Kammer sei schutzzöllnerisch. Im Rothe wollten einige Mimst« die nationale Arbeit bis auf's Aeußnste schützen, andere würden gern alle Zölle abschaffen. tecn« machten verschiedene von Herrn Tirard'S Kollegen «fpiüche auf das Präsidium im Rathe und wollten ihn von fernem Posten veidiängen. Da« Kabrret sei ein Vermächtniß der alten Kammer und ganz zufällig aus den verschiedensten Elementen zusammengesetzt worden, um den Wahlen vorzustehen. Diese Aufgabe sei beendet. Die neue Lage fordere neue Männer.— Die.Cocarde" führt die Uneinigkeit der Minister auf einen Slr-it zwischen Tirard, der das P äsidium behalten wolle, und C o n st a n s, der darnach strebe, zurück. C o n st a n S habe für sich die Minister The venet und B v es G u y o t und rechne auf die republikanische Mehrheit, Tirard habe die übrigen Mmister, die Präfidenten de« Senat« und der Kamm«, sowie Herrn E a r n o t auf seiner Seite. Da man sich üb« die Er- kläiung vor d« Kammer im Ruthe nicht habe einigen können, fo habe man zw« Erklärungen abgefaßt und dem Präsidenten d« Repub.ik vorgelegt. Wenn Herr Carnot He«n Tirard nicht mehr halten könne, werde er Hnrn M 6 l i n e od« de Freycinet mit d« Bildung de« neuen Kabinet« beauftragen. Herr C o n st a n« hoff-, daß der Präsident der Republik von seiner Antipathie gegen ihn zurück- kommen w«de und glaubt, daß nur geeignet sei, die Boulangisten w Schranken zu halten und die Gemeinderathswahlen zu leiten. Die Kammermehrheit mache ihm keine Sorge:.sie sei wie eine He«de Schafe, man müsse sie nur in der Hand halten, zähmen und führen."— D« Mrnisterrath, der heute stattfinden sollte, ist auf morgen anschoben worden. Die.Cocarde" will ab« wissen, heute hielten die meisten Minister eine geheime Sitzung ab.— Die„Gazelle de France" ist der Ansicht, He« Tirard verzichte gern auf feinen Posten, wenn man ihm dafür das SenaiSpräsidium als Ersatz übertrüge. Har C a r n o t würde C o n st a n S nicht gern das Präsidium im Rathe anvertrauen, da« ihm mißtraue, er w«de aber den Ränken de« Minister« de« Innern nicht wid«stehen können. W>e stet« vish«, w«de derselbe auch diesmal fernen Zweck erreichen.—®«.Station ol" sieht als Hauptgrund oes Kon- flikl« im Ministerrathe Meinungsverschiedenheiten üb« die tandelSverträge an. Entgegen den Wünschen d« andel- und Gewelbetreibenden auf Schutz d« nationalen Arbeit seien die He«en Tirard und Rouvier übertrieben freihandlerssch. Gelänge e« den schutzzöllnerischen Ministern im Rathe nicht, die Oberband zu aewmnen, so fei da« Schicksal de« Kadwet« besiegelt. Beim Wiederbeginn d« Kammertagung würden die Minist«, besonder« He« Sp u l l e r, heftigen An- griffen ausgesetzt fem und einige heikle Äuskunstsbegehre« würden die KrisiS herbeiführen. Pari«, 12. Januar. Bei d« heutigen Nachwahl m St. Etienne wurde Neyrand, dessen Wahl vorher ungilttg«- klärt worden war, wied« zum Deputirten gewählt. Paris, 13. Januar. Bei den gestrigen Nachwahlen zur Depurirtenkamm« wurden gewählt: In Poiti« d« Konfer- vative Dupuytrem, in Rochechouart der Republikan« Puyboy«, in Montauban d« Republikaner Cambe, in Beigerac d« Re- publikan« Clament. K-lgi-«. Der Ausstand in Belgien dauert in sein« ganzen Schärfe fort. Zwar haben einzelne Kohlenzechen Lohnerhöhungen und den Vnluch einer verminderten Schichtdauer»ugesagt, aber die 24000 streikenden Bergleute des Beckens Charlnoi halten m>t eisern« Manneszucht fest zusammen und beharren bei dem Ausstande. Die schon im Jahre 1885 enichtete.Union de« MineuiS", welche 1500 Mitglieder zählt und sich.den Rittern der Arbeit" angeschtossen hat, ist die Seele de« Aus- stände« und leit-t ihn mit Festigkeit. Unv«Lnd«t herrscht im ganzen Becken Ordnung und Ruhe, und trotz d« wachsenden E«egung find nur zwei Arbeit«, welche Genossen an der Ar- beit hindern wollten, festgenommen worden. So ist da« Ende des Au'ftandes einstweilen unabsehbar, obwohl selbst die Kauf- leute und Händler de« ganzen Beckens bei den Behörden für die berechtigten Arbeiterforberungen eintreten. Die Kohlen- »echen beharren bei ihrem Wid«stande gegen die Verminderung d« Schichtdauer, und so wird die Lage der belgischen Industrie iwm« gefäbrdet«, denn kern Werk kann, da es nicht weiß, od und zu welchen Preisen es sich Kohlen beschaffen kann, irgend eine Lieferung abschließen. Dazu nimmt im Lüttich« Becken der Ausstand zu; auf sieben Zechen ist ein neu« vollständig« Ausstand zum Ausbruch gekommen, und man erwartet den Ausstand auf allen Zechen des Bezirk« Flömalle. Inzwischen sendet die ganze belgische Arbeiterpartei den Ausständigen Hilfe. Alle Arbeitervereine und Gruppen haben Geld« ve- willigt; die Brüsseler korporative lÄrbeit«genossenschast hat 2000 Brote, die Gent« Sozialistenpartei den Genossen Hardon« mit Geld und Brot nach Charleroi geschickt; der sozialistische .Vooruit" hat 1900 Franks, die Gent« Fabriken haben 335 Franks gesammelt. Der Kampf dau«t somit auf der ganzen Linie fort; kommt es aber zu ernsten Konflikten, so werben die Grubenbesitzer die Verantwortlichkeit und bie Folgen zu tragen haben. Das Eisenbahnministerium entzieht jetzt auch den Kohlenzechen die bisherige Ermäßigung der Exporttarife, welche sich auf 1 Fr. 50 Cts. pro 1000 Kilo beläuft. Spanien. In Spanien ist der Knabe, der die Krone trägt, Patient. Eme Zeit lang sprachen die Zeitungen von d« Möa. lichkeit eme« schlimmen Ausgangs d« Krankheit, gegenwärtig soll sich d« Kranke wied« auf dem Wege d« Besserung de« finden. Dagegen ist die Ministnkrankheit, welche in diesem Staate ausgebrochen, zur Stunde noch nicht üb«wunden. Sagasta« Versuche, ein Kabinet zu bilden, find alle gescheitert, fo daß er da« bezügliche Mandat in die Hand der Königin Mutter zurückgeben mußte. Es heißt daher, vielleicht komme nun ein kons«vativeS Ministerium zu stände. Un« kann das ziemlich gleichgiltig sein. Der spanische Liberalismus unter« scheidet fich nicht sehr vom Konservativismus. Und zudem, wenn die Konservativen gar zu sehr nach recht« kutfchirnr wollten, würden sie alsbald vom Bock geworfen und vielleicht die Monarchie damit, denn auch hier giebt es ewe starke republi« konische Partei, die jeden Augenblick b«eit ist, die Erbschaft des KönigthurnS anzutreten. i>cflnmmUmatn. Dir Kildhauer hielten am Freitag eine öffentliche Versammlung in Mündt'« Salon, Köpnickerstraße, unter Vorfitz de« Herrn Plage ab, um sich über den jetzigen Stand d« Be« wegung berichten zu lassen und das weitere Vorgehen zu de- rathen. Die Versammlung war nicht besond«« stark— etwa von 400 Personen— besucht, wa« auf einen Fehler in der Annonze zurückgeführt wurde. Der Referent de« Abends, He« Dupout, führte au», daß die Meist« ihre Verwunderung darüber geäuß«t haben, als sie hörten, daß jetzt die Bewegung wied« beginnen sollte. Daran sei nicht« wundnbare«. Als vor Weihnachten die Bewegung eingestellt wurde, feien Stimmen au« Deutschland laut geworden, auf jeden Fall auszuhalten und nicht eher nachzulassen, bis Alle« eneicht fei. Einige Kapitalisten und die gesperrten Kleinmeister kannten in ihrer Wuth gegen den Streik kaum Grenzen. Was ab« bedeute ew Streik anderes, als ein Zusammenschließen d« Kollegen, die von dem Geiste der Solidarität, von d« Idee der Gleichheit und Zusammengehörigkeit durchdrungen find, um für die Kollegenschaft bess«e Arbeitsbedingungen zu«zielen. E« sei dasselbe, was die Kapitalisten thun, wenn sie fich in Innungen, in Ringe zusammenthun, um ihre Lage zu v«- bessern. D« Arbeit« könne dieselbe Freiheit beanspruchen, sie sei ihm durch die Gewerbeordnung garantirt. Doch was thue man jetzt. Man legt den§ 110 des Strafgesetzbuches betreffend die Aufreizung zum Wrd«stand gegen bie Anordnun« gen der Obrigkeit in einer Weise au«, die im krassen Gegen- satze zu den Rechtsanschauungen und Ausführungen aner- kanntet Rechtslehr« steht, und eine Streikbewegung fast ganz illusorisch macht. Ein Kontrakt sei ewe rein priv. trechtliche Abmachung, d« Bruch desselben könne nur auf dem Wege d« Zivilklage, nicht durch da« Strafgesetzbuch bestraft werden. Mrthw sei auch ewe Aufforderung zum Einstellen d« Arbeit vor Ablauf der 14tägigen Künoiaungsfrift, ewe Auf- S orderung zum Kontraktbruch nicht strafbar. Doch man solle ich hietdurcd nicht in« Bockshorn jagen lassen. Eine große Bewegung sei durch Polizeimittel nicht aufzuhalten, so wenig wie die Klewmeister ihrem Untergänge entgehen w«den. Scheinbar sind diese ja durch die Bewegung gestärkt, insofern, als große W«kstellen jetzt le« stehen, die d« Klewmeist« ab« gefüllt find. Dies sei nur ew vorübergehen de« Symptom. Die Klewmeist« werden bei dem durch den Streik errun» genen Wochen, und Mwimallohnsystem ew schwere« Durch- kommen haben. Viele w«den zusammenbrechen, wa« ab« die Gehilsen nicht kümmern könne; die andern w«den fich in ew« Organisation zusammen thun. D« weitere Kampf w«de sich zu einer Machifrage zwischen dem V«ein d« Prinzipale und dem d« Gehilfen gestalten. D« stärkere, bis jetzt ist e« d« letztere, wird Sieg« bleiben.— Was nun den Stand d« Be- wegung anlange, so sei dnselbe nur günstig für die Gehilfen. Zwar seien augenblicklich 101 Gehilfen zu unterstützen. Doch die Arbeit habe sich gehäuft, e« werde bess« werden. Da unt« den 101 Gehilfen 34 Streikende sich befinden, so sei schon au« dem Grunde nicht an ein Aufhören der Bewegung zu denken. Es seien noch 40 Werkstellen, die noch nicht be- willigt haben. Auch F«d. Voigt« hat sein Wort zurückaezogeu, worauf die dort arbeitenden Kollegen— 26 an der Zahl— sofort die Arbeit niederlegten. Bei Pfaff arbeiteten jetzt zwölf Kollegen.— Wa« sei nun weiter zu thun? Aus dem Vorhergehenden gehe hervor— und da« Gros d« Gehilfen hat dies auch erkannt— daß nur durch eine starke Organi- f a t i o n etwas zu erreiche,» Ifei; deshalb Anschluß an dieselbe. Doch noch weit«e Forderungen seien zu stellen; so die Abschaffung d« Ueb«stundenarbeit. Diese stehe völlig d« »rreichttn Veikärzung der Arbeitszeit und dem Gedanken de« Minimallohne« entgegen. Für beide sei gekänwft worden, um eine« Theile« den Arbeits!osen Arbeit zu verschaffen, andern Theil« den Schwächeren auch die Garantie eine« auskömmlichen Lohne« zu geben. Durch Ueberstundenarbeit werde erfterer Zweck illusorisch und eine Bevorzugung der besseren Kräfte ge. schaffen, die fast ausschließlich Ueberzeit arbeiten würden. De«- halb sei nicht mit einem Ausschlag für solche Arbeit zu rechnen, sie müsse rollkommen abaeschofft werden. Dann sei ehre Regelung der traurigen Werkstellen« Verhältnisse, sowie dl« Lehrlingswesen», am Platze. Diese Regelung sei nur durch die Gesetzgebung zu erreichen. Von dem jetzigen Reichstage sei nicht« zu erwarten; deshalb sei e« Pflicht der Bild- Hauer, bei den nächsten Wahlen dafür zu sorgen, oab Leute in da« Parlament gewählt werden, welche wissen, wa« dem Arbeiter Roth thut, daß sie durch Sorialdemo- traten ihre Interessen vertreten lassen. Was die Kün- digurgefrist anlange, so erscheine es nach den neuesten Ge- ''------' un gen geboten, während der Bewegung vollständig auf dieselbe zu verzichten, um Differenzen aus dem Wege zu gehen, um stets freie Hand zu haben. Diese Forderungen seien lelcht zu erreichen, fwenn Alle einig find. Deshalb fei jeder auf dem Posten! Wer nicht mit uns geht, so schließt Redner unter dem Beifall der Versammlung, der ist wider uns, und wird bekämpft. In der Diskussion betont Herr König u. A. die Rothwendigkeit, daß fich die Kleinmeister den Ge- Hilfen anschließen, da ihre Interessen die gleichen find. Herr Buda berichtet noch einen Rückblick auf bie Bewegung, welche durch die Einigkeit unter den Gehilfen die thatkräftigste Unter- stützung der deutschen Arbeiter und die wüthende Konkurrenz unter den Arbeitgebern eine fiegreiche für die Gehilfen wurde, über den vor kurzem bei Voigt ausgebrcchenen Streik. Nach. dem der Versuch de« Herrn V., seine Bewilligung zurückzuziehen, gescheitert, wurde ein Kollege gemaßregelt; bis aus einen, legten all« ldie Arbeit nieder. Herr V. wird bald nachgeben müssen. Jetzt versuchten die Prinzipale, den Gehilfen die Waffe de« Arbeitsnachweises aus der Hand zu reißen, indem fie selbst einen solchen eröffneten. Man möge auf alle Kollegen Acht geben und die War.kelmüthigen stärken; verderben tonne keiner. (Beifall.) Nach ausgedehnter Diskulfion wurde beschlossen, von jetzt ab keine Sonntag«« und Uebei stundenarbeit mehr zu machen; sowie während der Dauer der Bewegung von der ufj" Kündigungsfrist auf jeden Fall abzusehen. Legt der Prinzipal keinen Revers vor, so hat der Gehilfe in Gegenwart von Zeugen die Erklärung abzupT obgleic........... macht werde, Kollegen zu maßregeln; in diesem Falle haben l«n die Erklärung abzugeben, daß er auf die 14tägige ligungtftrft verzichtet. Letzterer Beschluß wurde gefaßt, ich man fich sagte, daß«S letzt dem Prinzipal leichter ge. seine Mitarbeiter sofort die Arbeit niederzulegen. Weiter wurde beschlossen, baß alle Kollegen einer Werkstelle die Ar- beit zu verlassen haben, wenn in derselben ein Kollege anfängt zu arbeitm, die Arbeit durch die Stellenvermittelung de« Vereins selbstständiger Bildhauer, oder auf irgend eine andere Art zugewiesen wird. E« ist nur die Stellen ver- Mittelung der Berliner Bildhauer sin An« spruch zu nehmen. Der Kollege, der dies nicht beachtet, verliert auch jeden Anspruch auf Unterstützung. Auch der Stellennachweis des OrtSverein« Brrtmer Bildhauer ist verpönt, da fich derselbe jetzt der Bewegung entgegenstellt. Es wurde hierauf der Kassenbericht von dem Revisor Donath ver- lesen. Eingeoanoen find brS zum 31. Dezember, 8687,40 M., ausgegeben 6382 90 M.,(hierunter figuriren auch 700 M., die an streikende Gewerke gezahlt wurden), so daß noch 2304 56 M. in der Kasse verbleiben. Da noch 9000 M. jeder Zeit zur Verfügung stehen, so wurde ein Antrag, den Beitrag zu den freiwilligen Sammlungen zu erhöhen, ab« gelehnt, dagegen beschlossen, 50 Pf. von jedem Kollegen, auch von den Verheiratheten, zu erheben. Bedauert wurde die flbwache Betheiligung an den Sammlungen, möge. der 7Grund hierzu in Zukunft wegfallen. Werk- stellen, in denen noch keine Liste vorhanden ist, sollen fich an die Streikkommisfion wenden.— An Stelle de« Revisors Donath, der sein Amt niederlegte, wurde Koll'ge Lange ge- wählt. Die in der Versammlung gefaßten Beschlüsse sollm den Arbeitgebern durch Zirkular bekannt gegeben werden. Ein Antrag, den nächsten Wahltag als Feiertag zu erklären, als Demonstration für den Willen der Arbeiter, daß der Wahltag von der Regierung auf einen Sonntag verlegt wird, wurde bis zur nächsten Versammlung zurückgestellt, die hoffenUich besser besucht ist. Darauf schloß die Versammlung. Der Verein ,«r Mahr««« der Interesse» der Kerltner Knopfarbeiter hielt Dienstag, den 7. d. M. seine ordentliche Geperalversammlung mit folgender Tagesordnung ab. 1. Kassenbericht. 2. Bericht über die Thätigkeit de« Vor- stände«. 3. Wahl des Vorstandes und Verschiedenes. Vor Eingang in die Tagesordnung ehrt« die Versammlung da« Andenken de« verstorbenen Kollegen Marschall durch Erheben von den Sitzen. Hierauf verla« der Kasfierer den Vierteljahres- sowie den Jahreskassenbericht, welcher ergab, daß ein Bestand von 334,45 M. bleibt. Dem Kasfierer wurde unbeanstandet Dechaige erlheilt. Sodann gab der Vorfitzende einen voll- ständigen Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes; eben- falls Kollege Jeratsch über die Vereinsbibliothek. Ein Antrag, welcher fich mit der Geschäftsführung de« Gefammtvorstandes voll und ganz einverstanden erklärte, und demselben ein Ver- trauenkvotum ausstellte, gelangte zur einstimmigen Annahme. Bei der Wabl des Vorstandes wurde der erste Vorst Berrh. Wersfluk, der erste Schriftführer Paul Portz und! erste Kasfierer Max Friedemann per Akklamation ewstm» wiedergewählt. Neugewählt wurde al« zweiter VorfitzenW» Gustav Tachner, zweiter Schriflsührer Rich. Scholtka, Kassierer Hamann Hoffmann; zu Beifitzern: Albert Emil Englich und Earl MawrzewSkr; zu Revisoren: V? Trm. Otto Kleinert und Jul. Loschke. Als Bibliothekar««J Wilh. J-ratich per Akklamation einstimmig wiedergewap Unter Verschiedenem verlas der Vorfitzende der kommisfion, Fritz Metz, den neuen Lohntarif. Eine kusston war nicht zuläsfig bis zur nächsten Vnl-� lung. Sin Antrag wurde angenommen, den Mitglieds der Lohnkommisfion für jede Sitzung eine Entschädigung 30 Pf. zu gewähren. Kollege Metz rieth dringend an,. überwiegende Mehrzabl der Kollegen dem Verein Wi sonst wäre die ganze Arbeit illusorisch. Kollege Löslt langte, die Hornknopfarbeit in den Lohntarif mit einzuj Der Vorfitzende bemirkte hierauf, daß die Hornknopfarb selber emen Lohntarif ausarbeiten sollen, und die An beit solle auf die nächste Tagesordnung gefetzt werden. Kleinert forderte auf, an dem Wiener Maskenball der Krwuo geld-Zuschuß- und Begräbnißkasse der Berliner Knopfarb� welcher am 18. Januar im Elyfium, Landsberger Allee, Pf findet, fiib rege zu betheiligen. Die Sammlungen fi»' Wiener Perlmnttarbeiter waren folgende: In der Fabr»? Bebmer 25,80 M.. von Kaste 4,25 M., von Lenschow». MaE 16,75 M.. von C. H. Röhll 36,40 M., von Siegel 3%* von Dmsberg 2,25 M. Das«rgiebt zusammen 88,70 M, JJ von 3870 M. den Berliner Zi-arrenarbeitern überwiesen � den. Em Antrag, welcher belaste, den 1. Mai als Felo? festzusetzen, wurde wieder zurückgenommen, weil der Vorst)'*' bekannt gab, daß am 20. Januar eine öffentliche Versau»«? bei Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9, stati findet, die darüber� schließen solle. Mit dem Hmwnse, in der öffentlichen sammlung am Platze zu sein und möglichst viele Horn»? arbeiter hinzuzuziehen, schloß der Vo»sttzende die gut W* Versammlung.. Nordhanjen, den 10. Januar. Am 8. Januar W. Schützen hause eine von 800 Personen besuchte VolkSvers�? lung statt in welcher Herr Hoffmann au« Halle über die Menden Reichstags wählen referirte. Der Vortrag de« Red? wurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. Zum v? wmde eine Resolution angenommen, in weiter fich die � wesenden verpflichten, nach Kräften für d>e Wahl deS% demokratischen Kandidaten, Herrn Theodor Glocke aus B«' einzutreten. Theater. Dienstag, oen 14 Januar. fffllHN-fltyMtar. Die Ehre. flty««*»». Der Pfarrer von Kirch- Oinrtt»»» Theater. Der Veilchen fresser. trt**«>»tlh�mstiidtische»«»»atze». Eirofle'Girofla. ßUft»»»k-Th»at»». Die arme Löwin. ###»#»-#%»«*»#. Ultimo. DtzKta»tza»G»»at»». Ttamey w Afrika OHUaNia»»»- T»««t»«. Der Fleck auf der Ehr'. Iratzml-TtzMtal. Berolina. S»»K»Ttz«aS»». Flott« Weiber. *#»»*.«»«**#», Der Geisterseher. Ttzaatze». Der jüngste Lieutenant. #*» ifachtW« tfaritti. Spezialitäten» Vorstellung. M»ich«»a»««- Cfemtar. Gr. Spezialitäten- B-rflellung Ka»k«a»»'« Marittt. Gr. Spezialitäten- Vorstellung De« Genosse« halte ich meine Masken-Gardmde de« Bedarf best, empfohlen. GrötzteAnSwahl! vt> Pr vereine« PretSermSstig &.$»%%%% Adalbert flr. 93. KopßaVezüge! Ziest» von 31—5 Meter tpotztdiilia. Emil LwMvp«, Grarrienkr. 158. Alhambra-Theater, Wallnertheaterstraße 15. ZSitiltttröisMg Sonntag, d.U.zaa. «u»enrn Dekorationen«. Kostüme«: Amorina, die Marmorbraut Phantastisch, komische« Zauberschauspiel in 12 Bildem von P. Wirde. Mufik von Theodor Franke. (�trceSomjÄM I. Balkon 50 Pf. II. Balkon 40 Pf. K. 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Aber auch bei den anderen wo wir in der Budgetkommisfion Abstiiche ju er- versuchten, habrn wir m keiner Weise Unterstützung ?m»den und, mu Rücksicht auf vre GeschästStage de» ' nehmen wir davon Abstand, h er im Pienu n diese ZTW zu erneuern und deHalten un« deSsallfige An» Ben für eine ipätere Session vor. Aber bei dem Titel pT Oau de« Minister»" möchte ich von dem alten Rechte de» L4"!«4 Gebrauch machen uiid einige Punkte allgemeinerer l»S,aSv|Wt Sprache bringen. Ich habe nur sehr selten Klagen «oer die Behandlung der gemeine.» Soldaten hier vorge- nidtssen sind mir außerordentlich umfangreich« Ktogen �uerdmg« oekannt geworden Uder die Behandlung, welcher �'kzschulirhrer während der sechswöchigen Uebungen>m �«ptember und Otlvber vorigen Jahres ausgesetzt gewesen chW. d» ich doch nicht glaube zurückhalten zu sollen, lieber» �stimmende Klagen kommen au» 11 Orten: Köni»»berg, Köchinnen, Danztg, Graudenz, Stralsund, Koltbu«, Breslau, ?f>urt, Bamberg, Bcaunlchweig, Celle und Trier. E« handelt dabei wesentlich um Sekonre- und Premierlieutenant», in zweiter Stelle e st um die mit Ausbildung der Soldaten de» ??Uni Untervsfiziere. C« wird K az« geführt ürer die Au». , ucke au» d-m Thierreich», mu denen die Mannschaften de- sind: Ochsen, Schweine, blödsinnige Schafe und der» �>ch«n. Schon wehr au« dem menschlichen Gebiete stammen Z�Antdrücke: Lümmel, Rüpel, großschnäuziger Faulpelz und �gleichen. Weuer« Ausdrucke sind dermaßen unfläthiger Natur, sie an dieser Stelle unmöglich vorgitragen weroen können. Daneben gehen Klagen über Mißhandlungen, selbst durch Ohr« Mo. Em O>fi,ier sagte: Lieber hundert Kameruner, wie einen Schulmeister! und er faßt die Mehrheit der eingezogenen Lehrer Jnchm zusammen: zwei Dutzend wahnsinnige Schulmeister. Ein P"JP«W m Kotibu« gab«inen Lehrer die Siraiarbe t auf, so so oft abzuschreiben: Wir find Alle Ochsen Es scheint, Z4 vd die Unter osfiziere vielfach von ihren Borg setzten dazu Muntert würden, die Lehrer derartig zu behandeln. In P'wfiuib sagte«in Lieulenant zum Unierosfizier: Die Lehrer »«m grvßschnou ige» Chor, r ebmen Sie sie nur ordentlich jfcch. Blut sollen sie schwitzen! Ein Anderer sagt: Plagen Siedle JJlNide big zum Verreckt»! Man hat fast den Eindruck, al» ob Z�iungen Olfiziere, die zum Theil erst eben der Schulbank �uckt sind, allen Aerger, den sie seiner Zeit über irgend . Lehrer empfunden haben, nun an dem ga>>zen tZftb auslassen wollten. Ei» Lieutenant fegte: Die Lthrer y* eine verflucht« Nation, sie find e«, welche revolutionären Gedanken in da» Volk hineintragen. ?? Lehrer hotte ein paar Tage Urlaub stgenommen, "J? Irin zweite« Examen zu machen; zuiuckgekehrt, machte er falsch« Wendung und der Unteroffizier fragt ihn: Wa« Ei«? Aatwrrt: Lehnr! Jawohl, sagt der Unteroffizier Z�narzen Truppe gewendet, seht euch mal va» Schwein an, CZ'ft ein Lebrer, der gestern sein zweite« Exrmen gewacht .aber glaubt nur nicht, daß er kluger ist wie ihr, er ist ?�so dumm und noch dumme: wie ihr. Da» ist doch nicht der drastisch« Kasernenhumor, der seine gewisse«nt- Nhuldigung finden mag. Leider hat die boyer.sche Armee in »r*1 D'nsicht kein Reservatrecht; ganz ähnliche K agen lamm nf* b>e Behandlung von Votksfchutlehrern au« Bamberg. �enu»un auch alle diese«lagen sich gegen Unteio.fizjeu � kann den höherm Osfizieien vo» der Voiwmf l** erspart werden, daß fie die Ausbildung der Eol» 2*"* wcht genügend überwachen, sonst könnte Derartige« »Mb» so oft wiederHolm. Und auch der Gedanke ..?ahe, ob denn die anderen Soldaten besser de» werben, die nicht so leicht im S'ande find dich K agen zu Papier zu bringen? 34 boste, »ben her ein andere« Verhalten generell eingeschalt foUkLm M P4 die Nochwmdixke't«spart werde, auf Falle l UM Sessionen von Neuem verwessen zu müsse«. vu» ��»ster v. Perdq: Meine Herren! Wenn im Tur» !nn««L.rPdchbttng Mißha.ibwngm vorkommm, oder, wie % wg zu..Muß, und ich nehme keinm Augenblick Anstand, K.üL/ daß d«, etwa« höchst Betrübende« ist und daß alle »erben müssen, um derartigen Vorkomm» »«rzubeug«..(Bravo!) Wa« nun da» Borgeb. achte formell durchaus richtig, in Briefe heißt es aber: Die betrifft, so muß ich bemerkm, daß auch un»—, blo» nicht in dieser Fülle, wie wir e» eben gehört haben, aber von drei Seiten ebenfall» derartige Klagen vorgelegen haben. Eine derselbm, ans zwei Offiziere sich deziehmd, ist er« ledigt durch die Bestrafung der Betreffenden. Die Anderen find noch in Iber Untersuchung begriffen. Ich muß aber darauf hinweisen, meine Herren, daß, um einzugreifm, e» ungemein erschwert-"ird, wenn so und so viele Monate nach» her durch die O.ffentlichkeit Dinge zur Sprache kommen, die gerade bei den Elementen, von denen hier die Rede ist, von diesen am allerersten auf dem dimstmäßigm Wege hätten zur Erledigung geführt werden müssen.(Bravo! Sehr richtig!) Denn, meme Herren, gerade vom Lehrer verlange ich, daß auch er die Würde seines Stande» aufrecht erhält und nickt hinter« drein kommt, wmn die Sache vorüber und sich die Mittel und Wege sucht, um sein Recht zu finden. Untere Gefetze geben ihm da» Recht. Er wird e» bei un» finden, er möge nur austreten.(Sehr gut!) Wir habm in ein paar von den Fällen, von dmm ich gesprochenhhabe, Bestrafungen der Olfiziere eintreten lassen. Ein Z-uge ist nicht da, der fie irgendwie beobachtet; e« waren allgememe Redensarten, da» Zeugniß war da» der eigenen Offiziere, wa» fie über sich selbst sagten. Nun, meine Herren, e» ist diese Angelegenheit aber ein zweischneidiges Schwert, ich will die« Ihnen ebenfall» ganz offen eiktären. Wir bekümmern un» ganz ernstlich darum, und wie ich darüber denke und wir Alle, habe ich in der Einleitung meiner Worte gesagt. Aber wenn man die Sache durchstudirt, trifft man doch eigenartige Momente und zwar Momente, die mir wenigsten« sehr viel zu denken und zu erwägen geben. Diese Herren Elementarlebrer haben eine Begünstigung, die unsere allgemeine Wehrpflicht im höchsten Grade durchbricht, wie fast für Remand sonst. Man kann von ihnen am aller» ersten«wa ten, daß fie diese Begünstigung an« kennen durch Strebsamkeit und Efer; da ab«, meine Herren, treten zu Tage so und so viele Fälle von Renitenz, so und so viele Fälle, wo diese gebildeten Klaffen in der Instruktion nicht da» leisten, wa« die Ersatzreservisten au» dem Volte leisten. Diese führen dahin, daß sehr wohl zu über» legen ist, ob man eine derartige Begünstigung in dieser äußerst kurzen Dienstzeit noch weiter wird geben können. (Bravo recht«, hört! hört! link«.) Daß sie militärisch nicht ae» schult find, zeigt schon die Art und Weise der Beschwerde' sührung. Abg. Richter: Da» ist ja einem der an mich gekommenen._ Unteroffiziere riethen mir, von ein« Beschwerde gegen den Offizier abzusehen, obgleich fie da» Unrecht anerkannten, weil e« Ca, in noch schlimmer wurde. Die Beschwerdeführer stehen ja ganz i nl« dem diskretionären Eimessen der Vorgesetzten, und hat ein Vorgesetzter einmal Unrecht bekommen, so kann er sich dasur auf da« schwerste rächen. E« ist eine starke Anfor» deruna an den Much, von einem L,hrer, der sowohl von der Mckitar», al» auch von der Zivilbehörde abbängig ist, zu ver» langen, fich auf den formellen Weg der dienstlichen Beschwerde zu begeben. Die l,tzte Aeußernng de« Kriegsministers ist gnade nicht einladend für die Lehr«, die» zu thun. Wenn ihre Dienstzeit verlängeit würde, so hätten fie au« Anlaß einzelner Beschwerdefälle einen allgemeinen Nach» theil. Die Begünstigung d« Lehrer ist nicht der Lehr« wegen ertheilt, sondern im öffentlichen Interesse, weil die Zahl d« Bewerber zum Schuluntenicht hinter dem Bedürfniß so sehr zurücksieht. Die kurze Dienstzeit von 6 Wochen darf niemals eine Entschuldigung dafür fein, daß die Lehrer auf eine Weise behandelt w«den, die d« ganzen preußischen Armee unwürdig ist. Bayerischer Bevollmächtigt« v. Aylander: Der Herr Abg. Nicht« hat einen Fall d« Mißyandlung d« Lehrer in Bamberg«wähnt. Dieser Fall ist m der bayerischen Kamm« nicht zur Sprache gelangt, wohl ab« ein anderer in Landau vorgekommene. Ich habe nun g«ade mit Rückficht auf da«, wa» der Herr Abgeordnete soeben sagte, einen kurzen Satz aus d« Erwiderung des königlich bayerischen KnegsminifterS in der Sitzung vom IS. Nooember 1889 zu v«l«sen:»Im Uebrigen wurde von Seiten der Lehrer in Landau Be» schwerde geführt und diese Verfehlung hat sowohl im bis» ziplisiaren als im richterlichen Wege zu einer Satisfaktion für dieselben geführt." Es wird hierdurch konstatirt sein, daß die Beschw«d«n, richtig geführt, auch zu nnem entsprechenden Re» sultat geführt haben. Abg.». Glrichs Hansen(Rp): Die Schlagfertigkeit des He«es zu Woff« uno zu Lande muffen wir fördern. Die großen Mehrforderungen des Etais haben jwar auch w Sud« deutschland Aufsehen«regt, ad« die Militariasten find m an» deren Ländern noch*böb«, fie betragen pro Kopf d« Bevö ke- rung in England 16 82 M., Frankreich 10 66 M., Italien 10,13 M., Deutschland 910 M., Rußland 8,44 M. Oesterreich 7,96 M. Deutschland nimmt also erlt die vierte Stelle ein, und dazu kommt die geographische Lage Deutschlands. Ersparnisse können nur eintreten, wo die Armee nicht dadurch geschädigt wird. An den laufenden Mehr- ausgaben von 5 860000 M. durch die Errichtung zwei neu« Armeekorps können keine Abstriche ge» macht w«d«t; ebenso wenig an den großen Mehrforderungen des Extraordinarium«, so weit fie für die Organffaiion und Bewaffnung nothwendia sind. Au» politischen Gründen gehe ich auf Emzelheiten nicht ein, weil urs von der Militärver» waltung in der Kommission sehr eingehende, aber gleichzeitig streng vertrauliche Mitiheilungen gemacht find. Ersparnisse können vielleicht durch Zurücksetzung einig««sten Bauraten gemacht werden, well dadurch die Schlagsertiakeit der Armee nicht beeinträchtigt würde. Daß wir bei d« Marine und dem Heere inkgesammt 20 Millionen Ersparnisse gemacht haben, wird auf Deutschland beruhigend wirken. Wae ab« für die Organisation und Bewaffnung d« A:mee nölhig ist, dürfte wohl mit groß« Mehrheit angenommen werden, und diese patriotische Haltung de« RetchSlage« dürfte einen günstigen Eindruck wachen. �. Abg. Nicht«»: E« war mir nickt bekannt, daß im bayerischen Landtage dariib« verhandelt ist; man hat fich also auch dort veranlaßt gesehen, die Socke auf parlamentarischem Weg« zur Sp'ach« zu bringen. In Bayern wird öffentlich vor dem Militärgtticht verhandelt. In Würzburg ist ein Unt«offijier »u zehn Tagen Mittelarrest verurtheilt worden, weil« in Bezug auf zwei Lehr« gesagt hatte:»Die Beid«, die gebildete Leute sein wollen, find dummer al« die Bauern." Hatten wir hier auch ein öffentliche» Versahren, würden die Leute mehr Zutrauen haben, fich zu btfchw««,. Eine solche öffentliche Verurtheilung wirkt auch weit mehr abschreckend, al» die nur einem kleinen Kreis« b- könnt w«denden Mllltäcstrafen. Ab?. Rtckert: Daß wir hierin Bayern nachkämen, ist auch mnn Wunsch. Nach d« kleinen Mißbilligung d« Miß» Handlungen d« Lehrer feiten» de» Kriegsminist«« wird dieser hoffentlich alle Mittel anwenden, um etwa» au» der Welt zu schaffen, da» ihm ebenso peinlich sein muß wie im». Bei den speziellen Titeln werden wir sehen, ob die gemachten Er- sparnisse un« genügen; Herr v. Ellrichshausen wollte ja selbst im Exlraordmarium noch Abstriche machen. I« Betriebe der Militärfabriken sollen ebenso wie in den W«sten nur Arbell« unter 40 Jahren angenommen werden. Ich bitte den Herrn Kriegsminister, auf die Abstellung dieser Vorschrift, wenn ebe solche besteht, Bedacht zu nehmen. Hier kann da» Wohlwollen für die Arbeiter zum Ausdruck gelangen. Nach dem Brand der Gewehrfabrik m Danzig ist eine große Masse von Arbeitern plötzlich entlassen worden, und e» bestehe die Be« forgniß, daß damit noch fortgefahren werden wird. Die Militär« Verwaltung sollte die Arbeiter vor einer solchen plötzlichen und unverschuldeten ArbeitSlofigkeit schützen. Kriegsminist« von Uerdy du Uennoi«: In B-zug auf den ersten Punkt, die 40 Jahre betreffend, so sage ich mit Vergnügen zu. der Frage näher zu treten. Wa» da» Zweite betrifft, den Punkt der Gewehrfabrik in Danzig, nebenbei ge-- sagt, ein Ereigniß, welche» für un» so gut wie gar keine Stö- rung mit stch führt, so wurde an demselben Tage d« Inspizient, der betreffende General, hingeschickt, um über die Sachen Be» richt zu erstatten und den Fortgang der Arbeiten in die Wege ßu leiten. Er ist am 2. od« 3. Januar zurückgekommen, und ick habe damals die Meldung«halten, daß man eine vorläufige Kündigung von Arbeitern, die man augenblicklich nicht de« schäftigen konnte, angeordnet habe. Ich habe darauf sofort an demselben Tage telegraphisch den Befehl gegeben, daß die Ar- beiter unter allen Umsiänden in Dienst zu bleiben hätten. Ich bin von dem GefichtSpunkte ausgegangen, daß es unserer unwürdig ist, wenn ein Unkall eintritt, d« in verhältnißmäßig kurzer Zeit wieder reparirt sein wird, daß wir da mitten im Winter Arbeiter womöglich in Roth und Elend hinausstoßen und ich habe die volle Ueberjeugung, daß bei der Rechnung«- legung dereinst, wenn hier einmal einige tausend Mark nicht voischriftSmäßig zu verrechnen sind, mir Ihr Beistand nicht fehlen wird, diese Schwierigkeiten zu regeln.(Beifall) Abg. Kulemann: Ich gebe dem Abg. Richter völlig zu, daß der Weg d« direkten Beschwerde, dm der Kriegs minister in dm Vordergrund gestellt hat, seine B-dmken hat. Ich bin weit entfernt, au» diesm thatsächlichm Verhältnissm d« Militärbehörde einen Vorwurf zu machen. E» mag sein, daß mit der strengen militärischen Disziplin ein so weitgehender Rechtsschutz, wie man ihn in bürgerlichen Verhältnissen gewöhnt ist, kaum völlig zu vereinigen ist. Jedenfalls ist das B-dmken de» Abg. Richt« nicht ganz unzutreffend, daß, wmn auch eine derartige Beschwerde im einzelnm Falle Erfolg haben könnte, die Beschwerdeführ« doch Bedmkm tragen, von ihrem Rechte Gebrauch zu wachm, weil fie eine Schädigung ihrer Stellung befürchtm. Ich möchte nun dm Lehrern denselbm Weg empfehlen, dm ihnen das braunschweigische Konsistorium auch empfohlen hat, daß fie sich nämlich nach Absolvirung ihr« Uebunaszeit an diese oder an eine entsprechende andere AuffichtSbehörde wenden, ihr das thalsächliche Material zur Verfügung Vellen, damit diese mit ihr« Autorität ein- greifen könne. Die AuSführangm des KnegSminift«? bezüg- lich des Privilegiums des Lehrnstande« sind doch recht be- denkiich. Wenn die Frage eiört«t werden soll, od das Pri- vilegium der Lehrer eingeschränkt w«dm soll, dann ist es nicht wünschenswnth, sie in Zusammenhang mit den B-schwerdm der Lehr« zu bringm. Man könnte in Lehr«!reism den Em- druck gewinnen, als ob die Erhebung der Beschwerde zu ein« solchen Bedrohung geführt hätte. Die hi« vorgedrachtm Uebelstände find von so allgemeiner Art, daß sie durchaus dazu geeignet sind, im Wege einer besonderm Vnfügung be- handelt zu werben, um dm betreffenden Vorgesetzten eine bessere Behandlung der Lehr« zu empfehlen. Der Lehrerstand hat für die Heranbildung der Jugmd die gleiche Aufgabe, wie da« Militär. ES muß also darauf geachtet werdm, daß er im Einzelnm und im Ganzen nicht in seiner Autorität geschädigt werde.(Beifall.) Kriegsminister v. Uerdy du Uernals: Es ist Jhnm aus früherm Debatten über dieses traurige Thema wohl be« kannt, in welch« Art und Weife Mißhandlungen üb«haupt bei uns geahndet werden, und wie außerhalb de« gerichtlichen Weges noch ein anderer Weg bei uns eingeschlagen ist, in dmm alle Mißhandlungm in gewissen Terminen, in dm Kords gesammelt, zur Kenntniß Sr. Majestät de» Kaiser« kommen und dem KriegSmiuisterium zur Bearbeitung übergeben werden. Wenn hier der Wunsch auSgesprochm ist, der Sache einm nmm Druck zu geben, so glaube ich, sagm zu dürfen, daß von allerhöchster Hand d«eitS Derartiges im Wege ist. (Beifall.) ... Tbg. v-» Uuruhe- S-mst- Die meisten Klagen über schlechte Behandlung der Lehr« datirtm aus der Zeit, als die Lehr« während ihr« Sommerferim zu sechs« wöchmtlichm Hebung eingezagm wurden. Der Umstand, daß die Osfiji«e und Unt«osfiü«e nur mit einer Klaffe der Be- völkeruna zu thun hatten, hat vielfach zu einer üblm Behand- lung geführt. Nach der neu«m Gesetzgebung müssen ab« die Lehr« mit dm Ersatzrefervistm zusammm ausgebildet werden, fie werdm also im«stm Jahre zu einer 10 wöchmtlichm, im zweiten zu einer 6 wöchentlichen und im dritten zu einer 4 wöchmtlichm Hebung eingezogen. Dadurch fällt sckon ein Grund weg zu ein« ganz besonderm Behandlung der Lehr«. Ich bin fest übnzcugt, daß, wmn diese neue Einrichtung sich erst eingebürgert haben wird, daß dann auch die Klagen fort- fallen w«dm. Ich kann versichern, daß in ähnlichen Fällm, wo die Beschwerden sich als berechtigt erwiesm hatten, dm Gekranktm volle Satisfaktion zu Theil geworden ist.(Beifall rechts.) Abg. Richte»: Ich kann nicht anerkennen, daß in dem Zusamwe»ubm d« Lehrer mit dm Ersatzres«viften ein «leichtande« Moment liegt. Wenn Ausdrücke wie:.Ihr seid noch viel dümmer, al« der dümmste Bauembengel!" in Gegen- wart d« übrigen Reservisten fallen, so müssen sie von den Lehrem viel schwer« empfunden werden, al» wenn sie in engeren Kreisen gemacht werden. Die Ausgaben be» Kriegamiuistenum» werden bewilligt. Ohne Debatte bewilligt das Hau« die Kapitel: Militär- kassmwesen, Militörintendanturm, Militärgeistlichkeit, Militär- mstizoerwaltung, Gouverneure, Kommandanten und Platzmajore, Adjutanturosfiziere und Osfiziere in besonderm Stellungen, Gmnalftab und LandeS-Vermessi-ngSwesm, Ingenieur» und Pionierkorp«, Geldverpfleaung der Truppm, sowie höhere T r u p p'en» Befehlshabe r. Im letzteren Kapitel sind mehr verlangt die Stöbe für zwei Generalkommando«, drei Jnfant«ie.Dlvifionm und 13 Brigaden infolge d« im Anfang der Sitzung in zweit« Lesung angmommmm Novelle zum Militärgesetz. Auch diese Mehrsorderung wird ohne Debatte genehmigt. Zum Kapitel»Natüralverpflegung der Truppen" fuhrt d« Berichterstatter Abg. Graf». Kalbern au», infolge b« außergewöhnlich früh erfolgten Aufstellung de» diesjähngen EtatSentwurf» hätten die gewöhnlich dm Etats an!ätz«n zu Grunde gelegten Oktober preise diekmal nicht berücksichtigt wer- den können, dieselden seien vielmehr erst im Laufe der Kam« misfiontberathung bekannt und nachträolich noch in Beiückfich- tigung grzog-n worden. Dadurch echötre sich der Ansah für Naturatv-ipfle�ung der Truppen um 1 361 360 M. Da« ft. p tel wird bewrlligt; ebenso ohne Debatte die Auk- gaben für B kreidung und Ausrüstung der Truppen, für Gar- n soN'Bauwesen, MiiilLr.Medizinalwesen, Verwa'.turg der TrainbepoiS, Verpflegung der Ersetz- und Reservemannschaften, Ankauf von Remontepferden und Verwaltung der Rcmonte- dpott. Zum Kapitel„Reisekostcrr" beantragen die Abgg. Haar- mann u. Gen.: die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Posi ion im nächsten E at angemessen zu erhöhm, um den Mannschattcn deS stehenden HsmS im Fallt der Urlaubserthei« lung alljährlich für eine Rnsr in die Hermath freie Fahrt auf den deulscken Eisenbahnen zu gewähren. Da« Kapitel wird bewilligt. Ohne Debatte werden bewilligt die übrigen Kapitel de« Ordinal iums: Milimr-ErzichungS- und Bildungiwesen, Mili- tärgesängnihwefen, Artillerie- und Waffenwesen, technische Ja- stitute der Artillerie, Bau und Unterhaltung der Festungen, W hnungSgeldiruschüsse, Unters Ätzungen, Zuschuß zur Militär- Wittwenkoffe, Verschiedene Ausgaben. Es solgen die einmaligen Ausgaben des or« dentlich-n Etats. Abg. Richter: Um die Verhandlungen abzukürzen, will ich allgemein erklären, daß wir uns der Bewilligung der For- derungen sür die Verbesserung der Bewaffnung, Munition und Aufrüstung nicht entziehen können, ebenso wenig der Bewilli- gung deijen'gen Neubauten, die in Verbindung mit der DiSlo- kation der Tiuppentheile stehen. Sind diele Ausgaben noth« wendig, so müssen um so mehr die anderen Bauten vermieden werden. Die Abstriche der Kommission grhen uns nicht weit genug, wir find grundsätzlich gegen die Neubauten, die nicht an den Grenzen erforderlich find, rn diesem I ihre und stimmen auch gegen den Bau einer neuen Konserveniabrtk. Wir halten die Bauten im Innern des Landes um fo weniger für drin- gend, ais der Kriegsminister in der Kommission erklärt hat, daß die früher ausgestellten Kaserniruogepmne veraltet seren und sür die nächste Setfion ein neuer ausgestellt werden solle und weil er ferner die Absicht ausgesprochen hat, später die kleineren Orte, denen Garnisonen genommen find, zu entschädigen, soweit eS das militärische Interesse möglich macht. Prinzipiell find wir gegen die weitere Ausdehnung der O>fi,«erkafinos und gegen die setzt beliebte Forderung deS Baues von Garnisonkirchen, weil wir eine solche Trennung von Bürgern und Militär nicht wünschen. Da uns« e Anträgt in der Kommission von anderen Parteien nicht unterstützt find, vernichten wir darauf bei den einzelnen Positionen unsere Ansichten darzulegen und die Avtrvg? zu wiederholen. Gemäß den Kommissionsanträgen werden die Forderungen von 141 800 M. für den Neubau eines Körner- bezw. Mehl« magozu i in Magdeburg, von 14 500 M. als erste Rate zum Neubau von Magazingebäuden in Gleiwitz, von 7300 M. als erste Rate zum Ausbau von Magazingebäuden in Hanau g e- strichen. Bei der Forderung für die Garde du Corps. Kaserne in Potsdam(zweite Rate) spricht Abg. Kaumbach für eine Ab- setzung dieser Posiuon für den Fall, vaß vre Garbe du Corps- Kaserne in der Charlottenstraße in Berlin, wie eS den An- schein habe, nicht für Zwecke des BibliotheköaueS verwendet werden sollte. Kriegsminister u. Uerdy: Die Verhandlung der Kom« Mission bot für uns ins- fern em Novum, als wir ersahen, daß bei Ihnen mit ziemlicher Bestimmiheil in Folge früherer Ver- hanolwgen daraus gerechnet worden ist, daß die Kaserne in der Charlottenstraße für anderweitige Zwlcke verwendet werden würde. Mir und meine» Mitarbeitern war das nicht bekannt. Wir haben deshalb das Gebäude, als wir in Ncthlage kamen, im Interesse der Militärverwaltung weiter verwendet. Ich habe ihnen zugesagt, daß ich dieser Angelegenheit näher treten werde. Es hat sich nun herausgestellt, d ch baS betreffende Grund- stück gar nicht dem Reich- gehört. Der Grund und Boden an und für sich steht im Giundbuch auf demselben Blatt als ein Theil drS sogenannten MarstallgrundstückS und Besitzer desselben ist das königliche Hvimarschallsamt. Die Kaserne selbst est unbestreitbares Eiaenthum des Reiches und kann m jedem Augenblick niedergerissen werden. Ich bin heute in der Lage zu erklären, daß aus dem Umstände, daß augenblicklich die Militärverwaltung diese Garde du Corps- Kalerne für ihre Zweckt noch mit Bischlag belegt bat, in k-rner Weise ein H nderun�Sgrund entsteht, diese Kaserne für andelweitige Zwecke zu verwerthin. Ich habe von dieser Sachlage meinem Herrn Kollegen im Ministerium Kenntniß gegeben, der seit einiger Zr«t großen Aniheil an der Sache genommen hat. (Beifall.) Abg. Richter: Die weitere Verfolgung dieser Ange- legenheil gehört also weniger in den Reichstag ais in das preußische Adgeordne«enhauS; e« muß nur befremden, daß die preußlsüun Herren Minister doch wenig Aufmerksamkeit und Eneigi« dieser Frage bisher gewidmet haben. Im preußischen Abgeordaetenhawe rst wiederholt last in jedem Jahre bei den Berathungen des Kultusminister- ums darauf hingewiesen worden, in welchem Nothstand die königliche Bibliothek, die Akademie und die Unroersität in Bezug auf ihre Erweiterung dadurch gerathen, daß zwischen ihnen die Kaserne liegt und deshalb eine Erweiterung unterbte den mußte. DrS Weiteren werden gestrichen an Forderungen für Kasernenbauten, u A. 41000 M. sür Posen, 110000 M. für Neisse, SO 000 M. sür Oppeln, 35 000 M für O S- nabrück 20 000 M. für Karlsruhe(>ür den Neubau emer Kavallcriekalerne daselbst werden stall 610 900 nur 300 000 M. bew'.lllgt). Für den Neubau einer Kavallenekaserne u. s. w. in D a r m st a v t werden stalt 844 000 nur 344 000 M., für den Erweiterungsbau derArtilleriekaterne edendort statt 485 000 M. 150 000 M. bewilligt. Für den Neubau einer Kaserne u. s. w. sür erne Abtheilung Feldartillerie in Mainz werden 127 400 M. von der Forderung von 477 400 M. abgesetzt. Da« Extra- ordin-rium de« außerordentlich m Etat« wird durchweg nach den Kommi'siorSa- tiägen bewilligt. Schluß 4 Uhr. Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr. (Rest des Mitiläretüt«, bayerische Quote, Verhandlung über die Forldauer des Mandats des Abg. Delbrück, Wahlprüsung Widsky, Petitionen.) Lttkrnles. JIU LokaldommWo« veröffentlicht nachstehend die Llste nthe, die ihre Lokale zu Versammlungen unentgeltlich her. geben und bemerkt hierzu, daß dieselbe wöchentlich emmal m,t «v. Abänderungen abgedruckt wird, ferner, daß Veröffentlichungen in Bezug auf die öokalsrage nur von den Herren Wilhelm Werner, Sebastianstr. 72, August In fing«, RüdeiSdorfer. 45, Otto Seindorf, Langestr. 70, auszugehen haben. Alle eventuellen nregelmäßigteUen find an die genannten Herren zu berichten. Adl«-Brau«ei, Gesundbrunnen. Aktienbrauerei Moabit. Bergschloßbrau««, Rixdorf. Beyer, Neue Grünstr. 14. Bock-Brauerei, Tempelhof« Berg. Böhmisches Brauhaus. Bönhoff, Müllerstr. 142. Bötzow'S Brau««. Bolzmann, Andreasstr. 26. Bobert, Weinstr. 11. Brau«« Tivoli, Kreuzberg. Brau«« Königstadt. Brau«« FriedrichSbam(LipS). Brauerei Friedrichshöhe(Patzenhof«). Brau«« Pfeff«berg. Konzert-Park Osteno, Frankfurt« Allee. Deigmüller'S Salon, Alte Jakobstr. 48*. Deutsches Volkstheater, Schönhauser All«. Eisktll«-Etablissement, Chausseestr. Elysium, Landsberger Aee. Feu«st«n's Salon, Mte Jakobstr. 75. Gratweil's Bicrhallen, Kommandant enstr. 77/79. Gnadt, Brunnen ftr. 38. Gottschalk(früh« Huth), Badstraße, Gesundbrunnen. Gründ«'s Salon, Schwcrinstr. 18. "abel'S Brauerei, Bergmann str. 5— 7. eise, Lichtenbergerstr. 21. eydrich'S Säle, Beuthstr. 18/21. .ritz JlgeS, Wilsnvckerstr. 63. Jnduftrie-Hallen, Mariannenstr. 31/32. Joöl(früher Keller), Andreasstr. 21. Jordan's Salon, Neue Grünstr. 28. Kaufmanns VarietS, Königs-Kolonaden. Kell«, Berg str. 68. KönigShof, Bülowstraße. Königstadt-Kafino, Holzmarktstr. 72. Klein S Festsäle, Oranienstr. 180. Kliem Hasenhaide. KönigSbank, Gr. Frankfurt«»?. 117. Krüger's Salon, Wasserthorstr. 68. Kuhlmey's GefellschastShauS, Köslin«str. 17. Marienbad(Gesundbrunnen), Badstr. 35—36. Metzn«, Landsberger str. 37. Neustädtifch« Volksgarten, ProSkauerstraße. Norddeutsche Brau««, Chausseestr. 58. Orschel, Sebastianstr. 39. Pohl, Müll«str. 7. W. Rrhlitz, Bergstr. 12. Renz' Salon, Raunynstr. 27. Rennefahrt'S Salon, Dennewitzstr. 13. Reo«, Alte Jakobstraße 83. Roll, Adalbertstr. 21. Sachow, Müllerstr. 136. Saeger, Grün« Weg 29. Sahm'S Klubhaus, Annen str. 16. Sanssouci, Kottbuserstr. 4. Schefs«'« Salon, Jnselstr. 10. Schloßbrauerei Schöneberg. Schneider, Belforterstr. 15. Schröd«, Müllerstr. 178(Wed dingpark). Schweizergarten, Am Käniasthor. Silder's Salon, Schwedterstr. 24 Süd-Ost, Waldemarstr. 75. Trillhofe, Rosenthalerstr. 11. Unionebrauerei Hasenhaide. Vereinsbrauerei(Rixdorf). Viktoriabrauerei, Lützowstraße. Viktoria. Salon, P«teb«gerftr. 13. Volksbrauerei(Moabit). Wedding-Kasino, Schutstr. 29. Wnmann's Volksgarten Gesundbrunnen. Mendt, Dresdenerstr. 116. Wollschläger, Blumen str. 78. Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9. Zenit«, Münz str. 11, Die Lokalkommisston von Niedorf macht bekannt, daß fotgenoe Lokale zur Verfügung d« Arbeiter stehen: Barta, Bergstr. 120(Deutsche« WirthshauS). Nif ck, Bergstraße. Würfchmidt Knefebeckstr. 15. Maue, Hermannstr. 18. Neue We4, Hasrnhaide. Vereinsbrauerei, Rixdorf. Wiilwe Müller, Blitz, Chausseestr. 89. Alle Anfragen find zu richtm an F. Li er, Falkstr. 46, 9Vt£00£f- Außer der Influenza haben im letztverflossenen Viertel- lahr vretfach Mal«n, Scharlach und Diphtheritis unter den Kmdern uns«« Nachbarkreise geherrscht. Besonder« stwk find die Masern ,n Weißensee, Friedrichshagen, Lichtenberg, Tegel und E.kn« aufgetreten und haben dort den Tod fo manchen blühenden Kindes zur Folge gehabt. Scharlach war noch häufig« verdrettet, hauptsächlich waren ts die Ol tschaften Pankow, Ka>kb«ge, RüdnSdorf, RummelSburg, Hohen-Schön- Hausen, Neuenhagen, Biesdorf, Wnßens«, Erkner, Ält-Lands- berg, Friedrichshagen, Piötzmsee, Groß- Schönbeck, in denen ';u~' viele Erkrankungen stattfanden. Der Würgemael der Diphtheritis herrschte besonder« stark in Rummetsdurg, Lichtenberg, Fried- richsfelde, Plötzensee, Pankow, Reinickendorf, Oi anienburg, Blankenburg und Bernau. Das Halte« von Marktfuhrmerke« aller Art ist von 10 Uhr VlllMittags d.« 1 Uhr Nachmittags in folgengen Suaßen verboten: m der Panoromastraße, Rochstraße, Gontard- straße, in d« Kaiser Wilhelm st. aße vom Neuen Maikt bis zur Münzstraße, in der Nimn Frledr.chfteabe von der Panorama- bis zur Rochsticß: und in der Straße An der Stadtbahn von der Strebe An der Spandauerbrücke bis zur Königstraße. Ueberlrelungen dies« Vorschrift w«den mit ein« Geldstrafe bi« zu 30 M. oder im Unoerwögensfalle mit v«hä!tntßmäßig« B:fl b:straft. Diele Verordnung tritt am 15. J.-nuar 1890 m rast. M l demielb«. Tage treten die Polizeiverordnungen vom 29. Juli und 25. September 1889 außer Kraft. Im Trrptomrv Park, und zwar so ziemlich in allen Theilen desselben, am siäeksten ab« in dem dicht hinter der Verbindungsbahn nördlich von der Chaussee gelegenen Theile, herrscht gegenwärtig ein belästigender Modergeruch. Derselbe rührt von dem dort während der Sommermonate aufgefahrenen haushohen Kehricht her, d« gegenwärtig wieder abgefahren und dazu verwendet wird, üb« die weiten Rasenflächen de« Parks gestreut zu werden und so den Rasen gegen die Wir- kungen der Kälte zu schützen. Beim Zusammenfabren war dies« Keheichtberg flucht, trocknete leicht an der Oberfläche, behielt aber rm Innern seine Feuchtigkeit und diese strömt jetzt als höchst lästiger Modergeruch in den Park au«. Die Spazi«- gänger sind wenig von diesem Genuß entzückt, von dem man bezweifeln kann, ob er etwa gegen Influenza wirken soll; eh« wäre t« möglich, daß« getundheitsschädlich wirkt. SSmmtliche Arkeiteriuui« de» Feuermerkslabora- torium» In Spandau, welche dn du Zündhütchen, xpiofion im September vorigen Jahre« Verwundungen davongetragen, befinden sich jetzt wieder in ilfl« früheren Beschäftigung aus dem EiSwerder. Auch die beiden Ardeit«innm, welche am schwersten verletzt worden waren, haben kürzlich, dem ,A f. d. H/ zufolae, ihre Arbeit wieder ousaenommen. Zur Anfertigung der Kilduisse für da« Uerdrecher- album find»m neuen Potizergedäude desondere Anstalten ge- troffen worden. Während die photogrophischen Aufnahmen früher in dem Atelier des Photographen vorgenommen wurden, ist für diese Aufl ahmen jetzt eins d« im Erdgeschoß belegenen, zu den Dienfträumen d« Kriminalabtheilung(Abtheilung IV) bestimmtes Zimmer eingerichtet. Die Aufnahmen können dort gt jeder Tageszeit mittelst sogenannter Blitz icht« und zwar fo chnell vorgenommen werden, daß der angeblich zum Verhör in las Zimmer gesührte Verbrecher bereit« photoarcphut ist, ehe « selbst nur eine Ahnung davon hat. D« Verbrecher erhält nach t-m Betreten des Zimmers in einer Entfernung von 2— 2j Metern von dem photographischen Apparat seinen Platz, während rechts und links von ihm im rechten Winkel iu«** Entsur.unz von 1 Meter bez. 1% Meter 2 bez. 1 BlitzW' lampe angebracht find. Durch«neu Diuck auf einen mit du» Apparat einerseitt und den Blitz'ichtlanpen andemieit« Pn<#' malisch in V-rbindung stehenden Gummiball wird mit Aug»' blickeschnelligkeit d« Verbrech« in gewünschter Weise beteuaw. und die F xirung auf die Platte(sogenannte SchleuSner lV P.a.ten) bewirkt. Als Objektiv wird ein Voigtländer'u?� Porträt- Em ySkop mit ein« zweiten Blende benutzt. Die««' w-ckclung der Bild« geschieht mittelst Tikonogen. Zum ll» wechseln der Platte und zum Hervorrufen des Bilde« befind" sich neben dem Zimmer eine vollständig eingerichtete Dunkel- kämm«. Die bisherigen Probeaufnahmen w«den al« äußan gelungen bezeichnet. Unter der Spitzmark«.Notzrtmgsf-rgeii" brachte» wir in unl-rer Donnerstags- Nummer«ne Lokalnotiz,"ü» welcher die Maurnsflau A M. wegen ihrer bedrängten Loge Gift genommen habe. Die Angeleg« heil bedarf d« RichM' ftrllung. ES wird uns nämlich Folgendes b«ichtit: r®*1 Maurer M. ist jung und k, ästig, hat immer Beschäftigung gf' habt, Kind« find nicht vorhanden, dafür hat en die@h««#'■ drei Schlafleute, wovon einer, der Schneid« R.. kürzlich ver« storbcn>st und au« Gram darüb« hat Frau A. M. sich w* drei großen Schachteln Sckwefethölzern den Trank zurecht 6" macht, um auch zu sterbe».� Der rufstfche Hochstapler Saviue, üb« dessen treffen und Beniehmung in Berlin wir berichtet haben, ist o** zwei Kriminalschutzleuten Sonnabend von hier abzedamp!'' gestern Nachmittag in Al-xindrowo eingetroffen und von do> preußischen Beamten an die den Gefangenen erwartrud? russischen SicherheitSoi gane aus gelte feit worden. Urb« du Art und Weise, wie Savine seine Flucht aus dem Eisenbah«' i waggon in Posen bewerkstelliat hat,«tährt man, daß Sioi»« aus die damals geschilderte Art seinen Tiani porteuren wischt ist. Die weitere Flucht Saowe'S gestaltete st?> nun folgendermaßen. Nachdem Saoine ungehindert dff Plattform des kaum aus Posen hinausfahrenden Zages«#*'; hatte, ist er nichi, wie zunft angenommen wurde, von dcv fahrenden Zuge hinabgesprungen, sondern ging auf de» Trutdrett zu einem leeren Kupe« erster Klosse, in welehe» a sich verbarg und so die Fahrt bis kurz vor die nächste Slatis» mitmachte. Erst als der Zug in diese emsuhr, sprang er fl» dem Kupee und eilte davon, ohne daß seine Flucht bemei" wurde. Da« seinen Hut im Zuge zurückgelassen hatte, kcus>f ««nemZBau rnjungen, unterZdem Vorgeben, daß ihm'sein vw beim Hinaussehen aus dem Wogen fortgeflogen sei, eine W»� für M« Mark ab und eilte gleich darauf querfeldein. Rae»' dem er sich noch einen Bauernanzug verschafft, den« üb» seine Kleid« anlegte, konnte«sein weil««« Entkommen in b». dortigen öden Gegend in d« Verkleidung ohne Schwierigk» beweekstelligen. Bald zu Fuß, bald p« Eisenbahn od« ii Wagen gelangte er nach Dresden. Durch V«ka»> sein« werthvollen goldenen Uhr nebst Kette und einigtl anderen P.eliosen, versche.ffte« sich dann in d« sächsisch«» Hauptstadt die Mittel zu sein« weit««, Flucht. Hätte» in Dresden seinem angeborenen Größendünkel und sei»» Abenteuerlust folgend, nicht die Unvorftchtigkeit begangen, f*" bald er sich wieder im Besitz von Geld wußte, seine Hockstapl»' Physiognomie zu zeigen, und sich den Namen Graf Lawbo> derzulegen, wodurch die dortige Polizei auf ihn aufmerkst»» wurde, so wäre e« ihm voraussichtlich geglückt, den Nach' forfchungen der Behörden noch lange zu entgehen. V»» Dresden aus ließ die Polizei Saoine, respektive den Pseud»' Grafen Lambert, nicht mehr au« dem Aug-, bis er endlich* Genf festgenommen wurde. Die früb«e Geliebte Eaowe» Frau Mcye-kort scheint sich üb« den Verlust ihres Seladon, dessen liebes, und abenteuerlustig« Gefühle sich voraussichtlich °uf längere Zeit abkühlen dürften, getröst-t zu haben. Fra» Meyerkort ist wieder noch Berlin»mückgekehrt, woselbst fie Weste» ein el-oante« Q artier bewohnt. Zu dem Naubm-rdverfuch� d«, wie berichtet, gege« Kürasst»' auf eine» gewesene» die Haushälterm de« Bttohauer« BoShardt in der straße 13 ocrübt worden ist. soll sich der V«dacht früher in dem Boshardr'schen Ateli« beschäftigt Zeichnn namenS Dünze gelenkt haben. Kelbstmorduerfuch und Keandstiftung. Straße 21, parlen« nach dem Hof, wohnt die Näherin FiaN' lein P. Dieselbe war vertobt mit dem Weinküs« Otto d« jedoch vor einigen Wochen nach Dollaorf gebracht w«dc» wußte. Gcst«n muß eS ihm gelungen fein, dort zu entwische», denn am Morgen erschien er, noch mit den Anstaltskleidern ern- Stralou» geihan, unerwartet in der Wohnung fein« Braut. Tr legte sich zu Bitt, sprang aber plötzlich auf mit dem Rufe:»Du mußt mch retten!" Die P. beschwichtigte den aufgeregten Man» und ging mit ihm zusammen zu einem befreundeten Schuh" machet, d« die Anstaltskteid« nach Dalldorf zurückbrina«» sollte. Der Schuhmacher wurde indeß nicht angetroffen. Am dem Rückwege fand B. einen Vorwand, seine Braut ein«» Weg zu schicken, sich den S.ubenschlüssel geben zu losfln und sich auein zur Wohnurg nach du Slralauer straße zurückz»' begeben. Kaum hier ang, kommen, schloß er die Thür Hinte» sich, stickte sich die E.'parn'.sse der P. ein, zerriß die Bette», setzte die Stube in Bi and und zerschnitt sich alsdann mit eine»: Rafirmiss« den Hals. H ctauf steckt« er den blutenden Kopl zum F.nstn hinaus, in der Abficht zu verbluten. Jetzt warb« das FtU« bimerkt, die Feuerwehr alarmirt, und nachdem dies» sich gewaltsam E.ngang burch die verschlossene Thür verschaffl, wurde drm Selbstmörder trotz heftig« Gegenwehr zunächst ei» Nothoerban» angelegt und da« Feuer alsbatd gelöscht. Di» bektogenswerthe Braut kam gerade in ihr« Wohnung an, als ihr B-äutigam nach der Ch-ntee gebracht wurde. Gerhard Hauptmann hat ein neue« Stück mit de» Titel„Ehr Friedensflst" geschrieben, welche« er erne.Familien- katastrophe in drei Vorgängen" nennt. Da« Stück spielt i» Erkner bei Berlin und ist zum großen Theil in Berliner Dialekt geschrieben. In Unterschiede von dem Drama»Vor Sonnenausgang", in welchem die Komposition etwa« auS' einanderfließt, zeigt es eine strenge Geschlossenheit der Hand- lung. Vom nächsten Monat ab«scheint unter Redaktion des Herrn Otto Brahm und im Vulage von S. Fisch« ein« neu« Zeitschrift»Freie Buhn-,", in weich« das neue S:Lck Gnhard Hauptmann'« in Bälde ve'öff ntlrcht werden wird. Der Einfluß vo« Kaffee und Ehe« auf da»#« Hirn. Dr. Dehio in Do» pal hat üb« den Einfluß von Kasse» und Thee auf die Dauer von Gehirnvorgäogen Untersuchungen angestellt, welche folgende Resultate«geben haben: Durch Messung d« Reaktionszeiten, d. h. der«au« d« durch di» erwähnten Reizmittel hervorgerufenen Wirkungen, hat Dehio nachgewiesen, m welcher Beziehung die gnftig«regende» Wirkungen des Kaffees und de« Thees sich sowohl unt«- einander, wie von denjenigen de» Alkohol» unterscheiden. All» drei Mutet beschleunigen zunächst die GehirnthLtigkeit; ab«» der Alkohol übt seine anfängliche beschleunigende Wükmig wesentlich aus die Bewegungseffekte, auf die Äus ösung von WillenShandlunzen aus, während« die Wahrnehm ur gi Vorgänge sehr bald verlangsamt. Coff.in, d. h. d« im Kaffee ent- haliene wirksame Stoff, und im Höhnen Grade der Thee bc- wirken da legen eine beschleunigtere und zugleich nach- haltigere Aaffassang äußer« Eindrucke, sowie Verknüpfung d«- selben zu iomplizirien VorstellungSgruppen, ohne g'.nch.cnhg zu Entladungen im Musketsyftem zu treiben. Wenn der Altohol die Himmungen und Sorgen wegräumt, uns muthig und über- müthrg, zu unüb«legten Streichen geneigt, aber»u ernst« G«? dankenarbeit unfähig macht, so erhält uns d« Theeaenuß b» andauernd« geistiger Anstrengung wach und aufm«ksam und erleichtert un« die Auffassung sonst nmüdend« Emzelheite»- Beim chronischen Altohoimißdrauch sehen wir dementsprechend auch eine sortjchleitende Abnahme d« seelischen Hemmmig»»- fühlt d!«" w,d > weil n 6« Eeldstbehenschuvg, einen Zetsall be« Charakters, beS morallschtn Haltes sich herausbildet, währenb bei gewohnheitS- wohtge Theegenuh niemals derartige Störungen, sondern bochslen« Schlaslofigkert und Zustände von Nervenschwäche im Äi folie%ai. Polizeibericht. Am 11. b. M. Mittags wurde aul dem Grundstück Elrsadkihstiahe 65A in einem Aschhaufen die Leiche neugeborenen Kindes, th eilweise vei fohlt, aus refunben. "jichniittags wurde auf dem Kreurungjpunkt der Oberwall- und Jägerstrahe eine Frou� be m U-berschreiten des Fahr- vcmmeS von einer Droschke überfahren und an Brust und Leib derartig verl.tzt, daß sie mittelst Droschke nach der Charitee ge- dwim werden mußte.— Zu brrfeiben Zeit versuchte der aus «er Jrrei anstatt zu Dolldorf entsprungene Geisteskranke Ar- Werter Soften in der Wohnung feiner Geliebten, Stralauer- uraße 21, sich mittelst eines RafirmisserS die VulSadern zu durch« Wneiben und steckte dann die Betten, Möbel und KleidungS- uucke in Brand. Nach Anlegung von Nothoerdänden wurde « durch den Lück'lcherr Krankenwagen nach der Charitee Macht, während das Feuer durch die Feuerwehr ge- 71 4* wurde.— An demselben Tage Abend« wurde «n unbekannter Mann mit einem Messerstich im Hinterkopfe «chnnungSloS aufgefunden und noch Anlegung eines Nothver- oanbej in der Sanitätswache in der Adalbertstraße nach der anÄ" gebracht.— Am 12. d. M. Morgens wurde ein atjaDchen m feiner Wohnung in der'Markusstraße und zu der- Zeit im Friedrichshain ein unbekannter, etwa 45 Jahre juier Mann erhängt vorgefunden.— Nachmittags wurde vor aern Hause Frankfurter Allee 31 ein unbekannter Mann bei PJ* Srügelei mit einem anderen Manne von einem vorüber- Wenden Pferdebahnwagen erfaßt und zu Boden gerissen. y'etbei erlitt er anscheinend schwere innerliche Verletzungen, so -'".p nach dem städtischen Krankenhause am Friedrich) Wn_ ge» vracht werden mußte.— Abends entstand in dem Stallgebäude v il d-m Grundstück Schulstraße 46 Feuer; beim Löjchen °"1«lben erlitt der Arbeiter Gottlob Gunther so schwere B. and« «»«den am ganzen Körp-r daß er nach derCharitee gebrocht werden 19 k m" Fünf im Laufe des 11. und in der Nacht zum gelöscht,"'cht im Konkur», er hatte nur vor etwa 4 Jahren im ieis;. gestanden. Durch jene Behauptung fühlte er sich be- em®t klagte beim Cpandauer Amtsgericht und erzielte «ml., ßDnbe« Erkinntniß, denn der Beklagte wurde zu20M. »i D�lheilt. Umsonst machte der Vertheidiger des Letzteren den g,P?Dad, daß derselbe in Wahrnehmung berechtigter Interessen k k hate. Der Gerichtshof war der Meinung, daß so hö,.. D'r Schutz des§ 193 nicht gehen dürfe. Der Beklagte ein».D?"kundigen müssen, ob die Sache richtig sei, bevor er zw�e Ipche Behauptung ausstellte, die, wenn undegiündet, WeÜ*% beleidigend fei. Die gegen diese Verurtheilung ein« om o Berufung wurde gestern von der ersten Strafkammer G.g Vfndgericht au« den von der Vorinstanz aufgestillten »Pden verworfen. seli.u.'D fast komisch hohe» Grad vo« Uertrauens- Seit.,Ü bat der Nachtwächter August Jentsch, welcher sich fafifi-f-Dw der ersten Strafkammer de« Landgerichts 1 wegen r«?,.. lagen EntweichenlassenS einer Gefangenen zu veronl- bi».batte, an den Tag gelegt. Am 1. Oktober v. I. erhielt ftoa•'bDldißie vom�Amtsvorsteher zu Zehlendorf den Auf- WnJn bort aufgegriffene Dirne nach dem Untersuchunasge- k!u Moabit zu tran Sportiren. Am Potsdamer Thor Äiit» Transporteur eine B-dürfniß an zu bissen Befriedi- Dtefc l» die doit bifindliche öffentliche Anstalt trat. Er Wied», Gefangene draußen auf ihn zu warten. Als er da« mr? t b" Straße trat,'war er auf's höchste erstaunt, daß eins�adchen seinem Befehle nicht Folge geleistet, sondern sich wird?"»'Wut hatte. Sie ist Übrigens am folgenden Tage Hätte Jl�Vmorden. Der Angeklagte meinteiltreuherzig, er D»s ig» unmöglich denken können, daß feine Gefangene nicht Ä SWflf'.°urde, da er es ihr doch fo entschieden emge. Die Firma Baumbach u. Co. hat nun ver'uchf, ihre Ar- besten in anbei en Leipziger Buchbindereien fertig stellen zu lassen, wa« jedoch an der Einmüthigkeit der Leipziger Kollegen s�itflell'egen, Kolleginnen! Nachdem die Herren ihre Arbeit in Leipj'g nicht haben gefertigt bekommen, werden sie sich nach anderen Städten wenden. Laßt e« unsere erste Pflicht fem, die Leipziger Kollegen zu unterstützen; aber nicht nur diese« allein genügt, sondern seid auch noch auf der Hut, daß auch nicht ein Stückchen Arbeit für besagte Firma hier angefertigt wird. Sollte dennoch der Versuch gemacht werden, hier Arbeit für dort anzufertigen, so ersueben wir Euch dringend, den unter- zeichneten Vorstand davon in Kenntniß zu setzen, damst derselbe etwa nöthig werdende Schritte unternehmen kann. Zeigt, daß da« SolidaritätSgefühl der Arbeiter auch bei Euch lebendig ist, daß wir nicht gewillt sind, unsere Kollegen, welche sich in den Dienst der Allgemeinheit stellten, den Maß- regelungen der Kapitalisten preiszugeben. Darum auf, Kollegen und Kolleginnen, gedenket der Leipziger Gemaßregelten! Mit kollegialifchem Gruß. Der Vorstand be« Fachoer ein« der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter. lh>evs«itt»nlrittgen. Die Frei« pereinignug der Maurer Kerlin»««> Umgegend hielt am 12. d. M. unter zahlreicher Betheiligung in den Bürgersälen ihre General-Mitglieder- Versammlung ab. Nach Erledigung der geschäftlichen An- gelegenheiten nahm die Versammlung in erster Linie den Rechenschaftsbericht M VeremSkaffirerS, Herrn Schulz, über das letzte Quartal 1889 entgegen. Dieselbe schloß ab mit einem Bestände von 622 M. 15 Pf. Seiten« der Revisoren wurde die völlige Richtigkeit der Abr chnuug konftatirt und wurde dem VereinSkasfirer daraufhin Decharge ertheilt. Hierauf trat die Ve samm'ung in die Neuwahl de« gesammten Vorstande« ein. Eme GeneraldiSkusfion wurde nicht gewünscht, wohl aber eine SpezialdiSknssion. Auch wurde eme Wahl durch Stimmzettel für den ersten Vorsitzenden, Kasfirer und Schrift- führer abgelehnt. Von den für das Amt des ersten Vorsitzenden in Vorschlag gebrachten Herren Wernau, Tasch, Franke, Wrltnitz, Zöllner, Hempel, Karl Schmidt, Hermerschmidt, Nettmann, Lange, Lezork und Willing erkärten sich die Herren Wernau, Tasch, Zöllner und Karl Schmidt zur Annahme de« Amtes dereit. Gewählt wurde Herr Julius Wernau zum ersten Vorsitzenden, ferner zum ersten Kasfirer Herr Wilhelm Schulz(bisheriger Kasfirer), zum ersten Schriftführer Herr Tatch(bisheriger Schrittführer). In Anbetracht der in diesem Jahre zu entfaltenden Agitation beantlagte Herr Kerstan, den bisherigen großen Verwaltung« apparat zu beschränken und den gewählten ersten Vorsitzenden und ersten Kasfirer fest anzu- stellen zur L itung der Agitaiion und Ueberwachung des Bau- gewerbeS. Ueber bieten Antrag entspann sich eine längere Debatte, in welcher die Redner für und gegen den Antrag fpiachen. Nach Schluß der Debatte stellte Herr Kerstan den Geschäft». ordnungsantrag, von einer weiteren Vorstandswahl Abstand zu nehmen, die bisherigen Vorstandsmitglieder, soweit sie nicht neu gewählt worden sind, bis auf Werteres im Amte bestehen zu lassen und in kürzester Zeit eine neue General« Mitglieder-Versammlung einzuberufen, welche über die eventuelle Anstellung de« Vorsitzenden und Kasfirer« dem Antrage Kerstan entsprechend, Beschluß zu fassen habe. Dieser Antrag wurde angenommen und war somit der Antrag Kail Schn idt, den Vorstand in bisheriger Stärke zu wählen, gefallen. Namen« der am 6. Januar l£89 gewählten Agitation«. und Rechtsschutzkommssfion erstattete Herr Krieg Bericht über die Thätegkeit dieser Kommission. Dieselbe hat ein« reiche Wirksamkeit entfaltet aus dem Gebiete de« Rechtsschutzes und macht- Herr Krieg Mittheilung über jeden einzelnen Fall, soweit dieselben bereit« gerichtlich entschieden find, da« Re- snltat bekannt gebend. Er empfahl, von einer Neuwahl der Kommission Abstand zu nehmen, da im Falle ein ständiges bewlbetes Bureau angestellt werden würde, dasselbe auch die Funktionen der Kommiffion mit zu übernehmen hätte. Von dem Referenten sowohl, al« auch von anderen Rednern wurde die Nachlässigkeit verschiedener Mitglieder in Prozeß- fachen gerügt Eine Neuwahl der Rechtsschutz- und Agitation«- kommifsion wurde gleichfalls bis zur nächsten General- Mitgliederve fammlung vertagt. Unter»Verschiedenes" regte Herr H a n r sch eine Statutenänderung an hinsichtlich der Akkord. T'eppendauten und der Putzarbeiten, dem Vorstande anheim- gebend, sich mit dieser Angelegenheit zu befassen. Herr Zöllner wandte sich gegen jede Akkordarbeit und gegen den Vorschlag, Akkordtarife für Treppenbauten einzufühlen. Da- durch nurde die Frage der Akkordarbeit wiederum in Fluß gebracht und fand Hieruber abermals eine längere Debatte statt. Auch die Arbeitsverhältnisse fanden eine eingehende Beleuchtung und wurde lel hafte Besch verde geführt über die Art und Weise, wie heute„gebaut" wird. Zur Abstellung der bestehenden Uebelftände wurde den Maurern Berlin« dringend eine straffe Organisation an« Hera gelegt. Die Versammlung verwarf nach wie vor jegliche Akkordarbeit und hielt da« Statut der Vereinigung hoch.(Der Segen der Akkordarbeit wird von neuem illustrirt durch den Einsturz des AkkorddaueS in Friedenau, wobei 6 Arbeiter verunglückt sind) Wie Herr Kerstan mitthei te, findet am Mittwoch Abend in Sanssouci eine öffentliche Maurerversammlung statt; nach dieser soll ein F ugdlatt erscheinen, welche» eine Gesammt- Organisation der Maurer anbahnen soll und nachdem werden 3 große öffentliche Versammlungen stattfinden, welche über die Organisationsfrage zu beschließen haben werden. Zur Annahme gelangte solgenderZAutrag:„Die hmtigeGeneral-Mitgliederver- sammlung beschließt, da« Lokal„Bürgerfäle", DreSdenerstr. 96, so lange zu meiden, drs dasselbe wieder in ber'Liste der Lokalkommif sion veröffentlicht wird." Die Wahl de« Lokals zur Abhaltung der Verfammlung begründete der Vorfitzende, Herr Wilknitz, mit der Wichtigkeit der Tagesordnung, welche da« Erscheinen möglichst vieler Mitglieder nothwendig machte und ein zahl- reicher Besuch im Friedrichshain nicht zu erwarten stand. Einem UuterstützungSgefuche für einen erkrankten Kollegen wurde durch Bewilligung von 20 M. Rechnung getragen. Ferner beschloß die Versammlung, den 20. Februar d. I.(den Tag der ReichStagSwahlen)»> Aoberstchk. "d», Buchbindereien und»erWemdte« Ke- �nnen. Wie?*�"» Arbeiter und Arbeite- SS? fS auatore« seien, gemaßregelt wurden. .............. als" Feiertag zu erklären und an demselben die Arbeit ruhen zu lassen. Nachdem wurde d,e Versammlung geschlossen.._,_ Der Verein der Filzschuhardeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend hielt am Montag, den 30. Dezember 1889, in GnadtS Lokal eine Versammlung ab mit der Tages- ordnung: 1. Vortrag deS Herrn R. Bagynski über Ver. kürzung der Arbeitszeit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Redner erklärte, daß die Verkürzung der Arbeitszeit für ur.S schon längst eine soziale Nolhwendigkeit ist, denn in England und Amerika wäre man schon über die neunstündige Arbeits- zeit einig, Amerika richtet sich sogar auf die achtstündige Arbeits- dauer ein. Aber wo bleiben wir in Deutschland? Unsere Aibeitszeit hat sich in den verschiedenen Gewerben so auSge- dehnt, daß bis 18 Stunden gearbeitet wird. Da« ist ein Schimpf für die letzten 10 Jahre in« neunzehnte Jahrhundert Wir wollen und müssen eine Verkürzung der Arbeitszeit, und zwar möglichst die gesetzlich bestimmte 9stundige Arbeitszeit an- streben. Im Reichstage ist ja schon der Gesetzentwurf betr. der Arbeitszeit eingebracht worden, aber was hat das genutzt 1 Die Liberalen und Konservativen wollten sie auf 11 Stunden beschranken. Sind wir Arbeiter dadurch gebessert? Rein! Denn wir stehen dann noch immer aus dem alten Standpunkt Bezüglich der Sonntagsruhe Hit Fürst Bismarck gesagt, daß dadurch den Arbeitern V» von ihrem Wochen lohn verlustig gehen würden; da« glaubt aber heutzutage kein Arbeiter mehr. Der Kapitalismus ist in Deutschland viel höher entwickelt al» in anderen Ländern, weil der Arbeiter weit mehr ausgebeutet wird. Gegen diese Ausbeutung müßten die Arbeiter Front machen. Dadurch würde dann der- Kleinbetrieb zuerst gestürzt, aber der Großbetrieb muß dann auch folaei!. Der 1. Mai diese« Jahre« soll un« ein Feiertag sein, um den Achtstundentag in vollstem Maße zu unterstütze«. Alle Räder stehen still, wenn die Arbeiterhände ruhen. In der Diskussion sprachen sich mehrere Kollegen in dem Sinne des Referenten au«, namentlich Kollege Opitz über de« Klassenhaß, der unter den Arbeitern herrscht; dieser muß erst aufhören, dann können wir zum Siege gelangen. Sodann wurde beantragt, der Verein möge gesellige Zusammenkünfte veranstalten, um dadurch die Kollegen, die dem Vereine noch nicht angehören, ein freundliches Entgegenkommen zu bereiten. Der Antrag wurde angenommen und die Kollegen Hazzen, M an n s und Wied esch eck zum Vergnügung«-Komitee gewählt. Em zweiter Antrag betraf die wissenfchaftlichm Vor- träge de« Professors Förster, die jeden Sonntag Vormittag stattfinden. Es wurde beschlossen, den Vorsitzenden zu be» auftragen, Billet« zu beschossen. Zum Schluß wurde eine Re» solution vom Kollegen Pötzsch eingebracht: Die heutige Ver- sammlurrg der Filzschuharbeiter erk.ärt sich mit den Beschlüssen de« Pariser Kongresses einverstanden und verspricht, für Ver- kürzung der Arbeitszeit einzutreten, sowie den 1. Mai al« Feiertag zu betrachten. Diese Resolution wurde einstimmig angenommen. Schluß lltz Uhr. J)«r Fachverein der Kerliner Kaustuckatenre hielt iontag, den 6. Januar, in Zemter's Lokal, Münzstr. 11, feine übliche Versammlung ab. Die Tagesordnung war foi- gende: 1. Vortrag be« Kollegen Marker über die Hungeejahre von 1789-1792. 2. Beantwortung der Fragebogen vom Ge» Werbegericht. 3 Verschiedenes. Der Voifitzende Herr H. Grüneberg eröffnete die V-rsammlung um 9 Uhr und ertheilt»um ersten Punkt der Tagesordnung Herrn Marker das Wort Des Vortragenden etwa einstündiger Vortrag wurde von der Ver- fammlung mit groß m Beifall aufgenommen. In der Diskussion führte Herr H. Grüneberg einige Auslassungen mehrerer vor- nehmer Freigeister des vorigen Jahrhunderts an. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung, betreffend die Beantwortung des Fragebogens, stellte Kollege Braun dm Antrag, dieselben erst im Vorstande vorzuberathen und dieselben aledarn einer anderen Versammlung vorzulezen. Der Antrag wird angenommen. Zum Punkt Verschiedene« wurde die Sache Ulm kontra Siebenbach ang-regt und hierzu vom Kollegen Jänicke der Antrag gestellt, beide Theile vor dm Vorstaub der eomt. Versammlung zu laden. Der Antrag wird ab- gelehnt. Es wurde nun vom Kollegen Montag bedauert, daß da« Vergnügunoskomitee nicht dazu komme, aorechnm%% können, zumal da« Vergnügen schon eine geraume Zeit her fei. Darauf sagte der Kollege Marker(zum Komitee gehörig), daß der Kollege Rößner mit ihm noch nicht abgerechnet habe, weil derselbe Forderungen für Sachen gestellt habe, die überhaupt nicht zur Verwendung gekommen sind. Außerdem hatte sich Rößner dem Kollegen Marker gegenüber gegen der Vorstand Aeußerungen bedient, die er in der Versammlung nicht verant- worten re.p. begründen konnte; so wurde derselbe moralisch ge- zwungm, fein Amt als Schriftführer niederzulegen. AI« Ver- tretung für den Abend wird Herr Jänicke gewählt Es find unterdessen bei dem Voi stände zwei Briefe eingelaufen. Der eine ist von den Wim« Perlmuttarbeitem, d« andere von dm hiesigen Vergoldern und Berufsgenossen. Es äußern sich in der Diskussion hierüber mehrere Kollegen für sofortige Unterstützung dieser beiden Berufe, jedoch wird der vom Kollegen Braum gestellte Antrag, welch« betagt, diese« dem Vorstand zu überlassen, angmommen. Ein Antrag be# Koll. Scherbing, welcher besagt, Abs. 3 de« 8 2 unsere« Verein»» statut« KU streichen, auf die nächste Tagesordnung zu setz«, konnte in dieser Form nicht angenommen werdm, wird ab« umgeändert auf: Statutmänderung. Als Mitolied« hatten sich neu einzeichnen lassen die Kollegen Mar Pohl, Gustav Busse, Karl Lange und Rodert Lehmann.— Ein Antrag vom Kollegen Kruse, welcher dahin geht, doch in d« nächsten Versammlung die Abrechnung statlfinden zu lassen, wird dahin be» richtigt, daß d« Vorstand dies schon ins Auge gefaßt habe. Schluß der Versammlung nach 12 Uhr. Tapeziverversammlung. Am 7. Januar fand die«sie diesjährige Fachvereinsverfammlung d« Tapezirer Berlin« Bei Feun stein. Alte Jakodstr. 75, statt. Auf der Tagesordnung stand: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wille üb« die kommunistrschc Gemeinde Jkaria. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Fragekaften.— Der 1. und 2. Punkt d« Tagesordnung mußte wiederum von der Tagesordnung gestrichm werden, weil der He« R.fermt nicht erschienen war. Zum 3. Punkt „VereinSangelegmheitei." erhielt zuerst d« VereinSkasfirer Kollege Hartig, über das WeihnachtSvngnügm zur Rechnung» legung da« Wort. Die Ausgaben betrugen 109,15 M., die Einnahmen 104,40 M.. e« ist somit ein Defizit von 4,75 M. entstanden. In der Angelegenheit des WeihnachtSoergnugms erhielt zur Kntik desselben zuerst Herr Wagner das Wort. Der Herr äußerte den Wunsch, daß bei derartigen Vergnügungen nicht der politische Charakter so kraß heivortieten möchte, da die politischen Demonstrationen auf die Kmder einm nicht befonderm Eindruck machm. D» Herr Wagner will in der Festrede, welche von Herrn Belsche zur Zufriedenheit der Anwefendm gehalten worden ist, eine poli- tische Demonstration«blickt hoben. D« Herr Wagner wurde selbstverständlich von einigen Rednern, die mehr Vttständniß von der Arbeitersache haben, zur Genüge heimgeleuchtet und wurde ihm klargemachi, daß er sich nicht in den Reihen der JünglingSoereinler befindet, und möge er in Zukunft mit solchen Denunziationen nicht so plump herumwerfen. Kollege Fr.e» wald bedauerte den JndifferentiSmus mancher Menschen, aber unverzagt geht e« weiter, um den Jndssf-rentiSmuS zu be- kämpfen, bis derselbe gänzlich von der Bitdfläche verschwunden ist. Nachdem der Fragekasten erledigt war, wurde noch bekam t gemacht, daß Dienstag, den 14. Januar, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75(oberer Saal), eine öff-ntliche B«sammluug stattfindet, wo es Pflicht eines jeden Kollegen ist, zu«scheinen. K»tiatv»«oI»e»Nsch»r Mal,t>>»r»i» siir d»» 8, Mahtkrei». Versammlung am Dienstag, den 14 0. ißt, itdendU 8 Uhr, In Havel« Braue« i, Bergmamiftr, 6-7. Taaeiordnuiig I 1 Vortrag Uder:„Die bürgerlichen Parteien und die Soziaidemotratie", HM-rent 6 Witdbrrger, 2. DtSdritt-«. 8. Verschiedene« und graoelasten. Um recht pünksttche« Erscheinen wird ersuch-, Gäste willkommen, Mitglieder werden aufgenommen. Die Mitalieder, welch I mit ihren Beitragen Im ist litt staube sind, werden ei sucht ihren Pflichten nach»>r- kommen,«uch machen wir darauf ausmerksam, da« in dieser Persamm'un« Heft 10 der Berliner Arbetler Bibltolhek von M Echippej:„Die So, gilbe na- kralle und der Deutsche Reichst Ig- zur Ausgabe gelangt, weiche» bei letaeu, Wähler fehlen sollte,_ K>>,iatr>,mol,r<,tirch»o vl»hi>>»r»in de» sechste« A»rli«»r zirtcha- tag-io-htkreise». ffl oße Versammlung am Dienstag, den 14. Januar, Abend» 8% Uhr, im Saale de» Herrn Keller, Beigste 88. Tagetordnuna; 1 Vortrag bei Herrn Recht lanwall Arthur Sladthagen über:„Wa» haben die Arbeiter vom neuen bürgerlichen Gest«buche zu erwarten I' 2. Dilwlst»». 8, Verschiedenes und gragetasten. Alle Wähler werden eingeladen, Ausnah>-..c neuer MÜdlieder, Kch»»id»r-N»rka«ml»rng der Freien Vereinigung der Schreibet Berlin» am Dienstag, den 14. Januar, Abend» 8% Uhr, in Jordan» Salon Reue Grünftr, 28, Tage»ordnung-, 1 Vortrag de» Herrn Rod Schmidt üaer: „Rückblick aus die vorsährtgen Sites»,- 2 DUkusston, 8 Verelniangeleie.. heilen, 4. Verschiedene» und Fragekaften, Ausnahme neuer Mitglieder. Bälle sind stell willkommen Alle Äolleiien sind freundlichst eingeladen, «»«»»riiii A»rii«»»«iidhau»».«eneralversammluna am Dler.stac, den 14. Januar, Abend» 8 Übt, bei Feuerst, in. Alte Jakodftc, 75 Taiet. Ordnung i Rechenschasllderschl, Wahl de» Vorstände», etwaige AnNäge und Kit.. schtedene», zgrrtin d,r Kl»«npn,r S»rtin» nnb Umg,g»nt>. Grosse Versammlung am Dienstag, den 14 Januar, Abend» 8 Uhr, im Lokale„Süd Dfl'. »uftTnaTlk. 75. Icgelo brur« 1»ottro« btl fxnn»t. B«llle C5n; „Die Äomnim.lfttrinmli bt Ik-ria"% DttkulNon 8 aufnahmt NNIN Kit- Ullrttt. 4«eildildxnel urb StaBetottm. Di'I-n>»en Mt�tt-ber W-Iche«Iii «vitier noch nicht atge�oU h-den, werten erluchl. lolche» in bei«ellamniiung tu II) m. «Mfrabadi*« Siatuukanr«, Verw-llun- Berlin I bauptverlommlun, beute»Itnftao, ben 14 b M..«btnbl 8% Ubr, int Solaie be« Herrn«IM. Diilbentifti. 10. I Tr. Tagetorbnung: 1. Aoff'Nberichl vom 4 Ou-rl-l 188S. ». Wabl bei Ditlvoiftnnbe»" 8.«erschvbere Koflenangelegenheilen. Michli-bD. buch legilimi t.«hernanner ber�Mtljilt! bei haben Zairitt nnb werben hiermit rtiodabtn, ichewen. Psslchl eines leben MllgÜebes ist es. rn der»eelammwng zu er. «,»tsch»r Kch«»id»rv»r band.«Kl»°le Berlin> Dienstag, ben 14 Januar. sldeno» 8% Uhr, in Babm l«lubhaus»nnenstr. 16, sKilgliebei-Verlommlung. -■- 1----*■—" Wahl eines Zuschneibelehrer» Büste stell wllltommen. Zogeloibnung: 1 P üfunq bei Anproben. 2 8. Abrechnung vom i'slen Ouarlai. 4. Beeschtebenes Um zahlreiche»(bischetnen wl d ersucht. «orkan»»««tfl,»- Z«»chaniK,r unb verw. Beruf Igen essen. Zabs. Sei!« Berlin. Minwoch. ben 15. Januar,«benb» 8X Übt, Annenftrabe 16, uneral-Bersammluno Tages orbnung: 1.«affenbertchl für ba« 4. Ouartal I«b« 8. Bericht bes Vorstandes unb bei«ommissionm 8. Neuwrhl bei Vor ürntK» unb ber«ommilston-n. 4. Beischiebe.ie« unb 8 ageirslen. Ausnahme neuer Mi glleber— Viilgliebsbuch legilimirl. Um zahlreiche Belhelligung unb apünllild) s Erscheinen wirb ersucht._ �. ViffenUtiti* D«rramn>lung der Bababarbsittr n. Arb,it«r innen am Millwoch.ben 15 b. 6)1.. Abends 8% Uhr. im Echweizergarlen<«önlg«lhor>. Tagrsorbnung: 1. Die Beschlüsse ber letzten Delegirlen.Ve.sammlung. 2. Ab- »echnung ber Lohekommlislon 8 Wabl einer Lohnüberwachungsiommisfion. 4. Berschiebenes Um recht zahlriiche« Erscheinen wirb ersucht. fM# Kranken unb Klerdekast» ber Kerliner Kanabiener iE. v t> eü.t ih e bietiührise erste ordentliche Beneralversammtung am Mittwoch ben 15. Jaratat, Abends S Uhr. Nene« üaftr 28 bei Jordan ab. Tages- ab tun* 1 BtUt Heilungen 2 J-Hresbericht 8. Antrag Pickerl, betreffend Bralistiatloa sür den«asflrer 4«nttag b-sVorftanbe» behuss«rbühung der »affenleiftungen. 5 Wahl des Vorstandes laut§ 11 6 Wahl des Ausschusses laut S 17. 7. Verschiedenes Ans rge und Fraoeiasten. Quittungsbuch legilimirl. Um zahlreiche» unb pünitliche» E. scheinen aller grohiühtigen Witgliiber wirb rr sucht. «Oral«, tur vegewng de» gewerblichen NeehSlinisse ber USpfe» Oerie»». Donnerstag, den 16. Jarmar, Abend« 7 Uhr. in Silbeis Salon, Schuir biet ftt. 24 Brahe Mitglieder Versammlung. Taaesorbnur.g Virschitbenc Veretniangeleget.deitrn 2 Vor trog üier die Entstehung der bemschn«ewerlschostsbewegunr.«ieserent Heil Klitz Zubeil Büste haben Zu Irill— 8o> mulare zu Hauthalwngidudget werben auegegeben. Ben Mltsgliebern ber Werwattnng Oer«» I ber«sfenbacher «ranenkass»>«» Oeachtnng. Beitrüge werben von|f|t ab nur entgegen- get ommen bei; ÜB, Papte. Waldemaiftr. 64 Hos t. 2 Tt; E. Brübel.«eich n- beigeistrahe 65, H 1 Tt s««mge.«eue Joiobftr. 28 Quergeb. Soulett; «rau«ür ther. Waffe, tborstr. 49, 8 Tr.; grau 6)1. s-t, Skrlstzerstr.58. Quergeb. 1 lt. Das«ranke, ge b wst d Sonntag» von 9 bis 12 Uhr int«affenlolul, «ounpnstr 88 bei Hans Pohlandt lEinpang vom Flur) ausgezuhll. «ffenbacher FranenKass». Broher Wiener Maslcnball am Sonntag, ben»9 Janua. Ansang Ader b» 7 Uhr, im.«origstadt Äaffno" Holzmarlt- stratze 72, veranstaltet von Mitgliebern ber Z.-nlralktm.ken- unb Beg> übnitzkaff! sstr Frauen und Müdchen Deutschland», E H Nr. 26, wozu alle Freunde und Bü.iNer der«äffe ei, geladen werden. Billet»* 60 Vf. sind bei allen Vorstands- mitgliebern und Zatlstellminbaberinner. zu hoben. W Pank-,» rldemarftr. 64, Hos 2 Tr.; Plob.i,«ochstr. 20; Dolz. Vergstr. 80; Frau Lutz. Patttamerftr.7; Wasewitz. PaNisabenstr. 22 Quergeb. 1 Tr.; 8 ödel, Relchenbergerftr 65, Hos 1 Tr.; Ar»,«aige. Neue Jakobstr 26; F an Günther, Wafferthorstr. 49. Frau Meier, Sialitzerstr 58 und im«aff-moi. I. Naunpnsir. 88. «»sang-, U«r»-»«b gosoUig» Pvrvi»» am Dienstag»esangverein .Butenberg' Abends 8X Uhr NN Restaurant Quandt, Stralauerftrahe 48.— Besangveretn.Alvenglühen' Abends 9 Uhr im Restaurant Hildcbrandt. Prinzen- strahe 97.— Schüser scher.Gesangverein ber Elser' Abends 9 Uhr bei Wols und«rüger, Sialitzerstrahe 126, Besang.— Münnergesangverein.Gartenlaube' Abends 9 Uhr im Restaurant Firl,«ottduserstrabe 22— Gesangverein .Bouvardia' IMünnerchor) Abend« 8% Uhr im Restaurant.Teutonia', Bei- sorterftrahe 15— Münnergesangverein.Steinnelie' Abend« 9 Uhr im Reftau rant Schulz. Stettinerftrahe 56-67.— Gesangverein.Harmonie' Abend« 8 Uhr in Neulam's Bierhau«, Grosse Franlsutterstraße 49.- Münnergesangverein.Echo ll' Abend» 9 Uhr im Restaurant Drillhose, Rolentdalerstraze Nr. 11—12— Gesangverein.Süngerhain' Abend« 9 Uhr im Restaurant «alter Franz Grenadierplatz 7.— Gesangverein.Bruderherz' Uebunasstunde Abend» von%-ll% Uhr. Ausnahme neuer Mitglieder.— Gesangverein.Hoff. nung Moabit' Abend» 82 Uhr Wilsnackerstraffe 88 im Restaurant Jlae«.— Besangverein.Felicitas' Abend« 9 Uhr im Restaurant Rebelin. Langeftrahe 108 — Münnergesangverein.Qlvmpia' Abend« 9 Uhr im Restaurant Gerth, Prinzen- strahe 106,— Besangverein.Lieberlust' Abend« 9 Uhr im Restaurant Leh. mann, Raungnftrahe 44.— Münnergesangverein.Accordia' Abend« 9 Uhr bei Weilt, Ateraiiderstrahe 81.— Gesangverein Ludwig'scher Münnerchor Abend» 9 Uhr Lindenstrahe 108 bei Poppe, Uedungsstunde. Büste stnd willtommem— Ma,.nergeIangve> ein,.Liede»sreihett" Abend« 8% Ubr im Restaurant Henke, Blumen- strahe 88—.Deutsche Lscdertasel' Dirigent Rob Maschintkv Abend« 9 Uhr llebungsstunde im Restaurant Saeger, Giüner Weg 29,— Münnergesang- verein„Alte Linde" Abend« Ä-M llhr im Restaurant John«, Mariannenstr. 19. —Zitherklub.Amphion' Abend« 9 llhr in Tricbel« Restaurattl. Hoher Steinweg 15 — Turnverein.Froh und Frei' iMännerabtheilunas Abends 8% Ubr, Bergstrahe 57.— Berliner Turngenoffenschast(Fünfte Münneradlhetlnng) Abend« 8% Uhr in der stüdtischen Turnhalle, Wafferthorstr. 81— Turnverein.Hasen- Haide'(Münner-Adtheilung) Abends 8 Uhr, Dieffenbachstr. 60-61.— Verein ehemaliger Schüler ber 87. Gemeindeschule Abend« 9 Uhr im Restaurant«inner. ««pnicterstr. 68.— Arends'scher Stenogravhenverein.Apollobund' Abend» 8% llhr Brunnenstrahe 129».— Arendt'Icker Stenogravhenverein Abend» 8X UHr im Restaurant.Zum eisernen«rettz', Lindenstr. 71.— Deutscher Verein Arends- scher Stenographen Abend» 8% Uhr in Randel« Restaurant Brunnenftr. 129». — Verein.Roe Abends 8% Uhr im Restaurant Eltze, Alerandrinenstr. 99- llnterhaltungsvcrein.Harmonie Abend» 8 llhr Eisendahnstr. 86b, im Restaurant von Liebe.— Bergnügungsverein.Mollig' Abend» 9 Uhr im Restaurant Reinicke, .Amphion' Rauchklub, Rauchktub ,.' Rauchklud, 8, leben Dienstag nach dem 1 und 15— Zitherklub idi 9 L�r im.Münchener Hos' SPandauersir. 11—12— stum Wrangel' Abend» 8 Uhr bei Herschieb, Adalbertstr. 4. jortoriko". Abend» 9 Uhr, Rianteuffesstrahe 119 bei Grctvlin». leutsche Flagge' Abend« 8 Uhr im Restaurant Hündler, wrangel strahe 11— Rauchklud.�riedrichshain' Abend» 9 llhr im Restaurant«ippötg Landsdergerstr. 116».— Rauchklub.Lustige Brüder' Abend« 8% Uhr bei Brothe. Fürftendergerstr. 2— Bergnügungsverein.Frdhltchkest', Grüner Weg 29 Grohe Gesellschaftsstunde, verbunden mit Vortrügen. Büste willkommen. Entree frei.— Tambourverein.Sedem' Sitzung AbntM Brüner Weg 9—10.— Tambour verein„Einigkeit macht stark', gegrwrs?� Dirigent zur Zeit H«ümlwg Uebungsstunde Abends 9 llhr " lerstr. Hahn, Elsafferftr. 57. «s* Depesttien. (füolff# 13. Januar. Ja der aeKrigen Beraarbeitek� sammlung in Alleneffen lhetUe Btovam von Gelscvktr««» Beschluß des Vorstandes des Verbandes mit, wonach dtt Wj Vereine zur Wahrung der bergbaulichen Interessen beavuE werden solle, bis Februar achtstündige Schicht und erhözung um 50 pCl. zu bewilligen. Ein bestimmter ÖW® wurde nicht gefaßt. Nach der.Rhein.-Westf.-Zetlung'* die Versammlung von etwa 300 Perionen besucht. Der»sf arbeiter Schröder von Dortmund etllätte, er lege mehr auf die Verkürzung der Arbeitszeit und Einführung d« stündigen Schicht einschließlich Ein« und Ausfahrt, als am* Lohnerhöhung, da diese mit der größeren Stärkung des«ß bände« von felbst eintreten werde._r Aachen, 13. Januar. Von einer in Weißweiler N® etwa 300 Arbeiter des Eschweiler B-rgwelkSoereinS abgeba�� Vcrfammlung wurde eine aus 6 Mitgliedern bestehend« D«? tation gewählt, welche mit der Direktion des Eschweiler Vereins über die Gewäh.ung der vollen Hälft« des Schicht* als Krankengeld, über die bessere R eine Lohnaufbesserung für die E�epper, Tageardeiter alten Häuer, sowie über den Wegfall de« WagcnnullenS rks dethGedinge, >. u" r-> Zuziehung von 2 Bergatbeitern zur Besichtigung bemäag� '' e.n soll. Wagen vnthande.r.___ Kt. Louio, 13. Januar. Durch einen fünf MW, bau rnben verheerenden Cyklon wurde gestern Nachmitiag p' beoeutender Schaden angerichtet. Zahlreiche Geschäftt>°� sowie viele Gebäude und Kirchen fino stark beschädigt t*K*\ Soweit bis jetzt bekannt ist, find 3 Ptrsonen ums Lebe»� kommen u'-d mehrere andere verwundet worden. Auch Mew?? lTmness«) und andere Orte des Westens wurdm durch® Orkan heimgesucht und viele Personen verletzt. Skllßt N«lllSlittsllI«>llI»l> am Mittwoch, den 15 Januar er., Abends 8 � Uhr. im groß n Saale der Bockbier-Brauerei �Tempelhofer Bera). Tagesordnung: 1. Beritt der Lokalkowmisfion. 2. Eisatzwahl der Kommission. 3. Ver- TageSordnung schieden-«.— Um»oblreiche« E scheinen ersucht Oer Einberufer. :«» H. Knack.[7 42 Große General- Versammlung i>. ssMhemkr.WM»tttiils im 4. Lerl. RciWgsWlihlknisc aw Don«e»stass. den 16. d.. Abds. pröz. 8 Uhr. w Joel s Salon(früher Keller), Andleasstratze 21. 739 Tages-Ordnung: L Rechenschaftsbericht über die bisherige Thätigkeit de» Vereins. 2. Abrechnung vom 4. Ouartal vor. J». S. Wahl de» Gefammtvorstande«. 4. Ver in«angetegenh«-ten. 5. Verschiedene« und Fragekasten. NB. Die Mitglieder, welche m'-t ihren Beiträgen noch im Rückstände find, werden ersucht, u« nicht aeftr'chen zu werden,'hr Konto auszugleichen. Insbesondere wird, mit Rücksicht auf die a» 20. Februar er. stattfindende RetchStagSwabl, gebeten, in dieser Versammlung recht »ahlreich zu«ischnnen, ta der Kandidat, Herr P. Singer, anwesend sein wirb, SJet-et tntchen wir auf die 4 b'kanrten ZahisteUen: Im Osten G. Tempel, BreSlauer» strahe 27; O. Heindorf, Langestr. 70; im Südosten Goftfr. Schulz, Aomiratstr. 40a, und C. Sehelz, W anvetstr. 32, autm-rksam. Der Vorstand. Große öffentl. Arbeiter Uerjammlung Berlins und Umgegend a« Mittwoch, de« 15. Aa«.. Abends 8 Uhr. Ist..Kohmische« Krauhause Kaudsberger Allee 11 13. TageS-Ordnung: 1. Die Berliner Arbeiterschaft und das Hut,«werbe. Ref.: Herr virm, vorgmann. 2. DtSku'ston. 3. Verschieden««.„ � ,,, ,[728 Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellusammlung statt.— Es ist Pfl-cht emes ledcn Arbeit«' S, in dieser V"samm>uno«u erscheinen._ Der Einberuser: Fr. Post. Grosse Versammlung von Arbeitern der Kudm. Köwe'schrn Fabrik ms._______ k__ tA cyA%% loon jir« Q Itkr im Wnntprtfinit« Sanssouci.. 2. Wie gedenken wir unsere Organisutum im nächsten Bauiahre zu gestalten( 3. Verschiedene». Um reckt» hl e'ch« Vetbetl gUNg b'sses Der Etnberufer: W. Kerstan. [726 Oeffcntliche wähler Versammlung in Neinickendorf am Mittwoch, den 15. Jan., Abends 8 Uhr. im.Restaurant Seeschlösschen", Markstraße 1—2. ' Taaes» Ordnung: 1. Dortrag de, Sladtv. Herrn R cktsonwalt Arthur«tadthageu au« Berlin über:„Die Bo berettuug zur ReichStagSwahl�. 2 D»fusnou. mn rcoyt«umrr'uign. Freundl. Schläfst, für Herren zum 15. d. M. od. 1-Fedr. bei Lies, BreSlaueistr. 5, H. I. III- Für die herzliche Theilnahme bei der Be- erdtgung meiner lieben Frau, sowie für die zahlreich«» Blumenspenden sage allen Freunden und Verwandten meinen herzlichsten Dank. A# Rauhut nebst Kindern. 740 Gustav Fiedler,, sage ich allen Bekannien und Verwandte», jT Vereinen Südost, Phönix, Germania, dem Jahn'schen Gesangverein Schmor, Kollegen der Pianosortesabrik van Matz»- meilien innigsten Dank. Die tiefbet-übte Witt«« Wilhelmine Fiedler geb. Mülop 7- Ctitwl-KWsell- y. 6tctw Utt Wer IcuWM- (Filiale Kerllu.)# Die Mitglieder des Norden», welche sich � Verlegung der Zahlstelle von Schulz(Eck« Rheintberger- und Swinemünderstraße solch«, welche sich für Beibehalung or"»-. interefsiren, werden zum 15. d. M., A®**. m jwm 15. d. M., 7 Uhr, bei Gnadt, Brunnenftr. 38, dring� eingeladen, um diese Angelegenheit zu erleMI" 734] 5.91.: G-rtttz', jilorzellall-. Glas- 1 ßtElnßctmo# Tisch- und Hängelampen „„.. empfiehlt billigst C. Rahmlos», Lothringer»roh» 6ft m SöffutOölct lijot. verantworUiche»«evaveur:«»»»*§Mk* w»erlw Druck und Verlag von Mo» Fsdtng w Berlin. SW., Beuth straße 2. td