lr. Freitag, den 17. Jimxar 1890. V�Iahrg. StrlimVMKl!. Drgan für die Interessen der Arbeiter. Bulmifevnlteamien. », J�ie Wjnte Resolution, zu welcher sich die Budget- tUf,_m lssi o n des Reichstages in Sachen der Gehalts- ,�Z5su»g der Subalternbeamtea aufgeschwungen hat, wird «flfl bleiben und die Subalternbeamten werden sehen wie sie mit ihre« mehr als knappen Einkommen sich »Mer behelfen können. u»>> man gesagt hat, die Gymnasiallehrer trtM. Offiziere hätten am meisten eine GehaltS- % r t so bestreiten wir daS auf das Entschiedenste. "'cht so kleinlich, irgend einem Beamte» eine uJ* qe Bezahlung zu mißgönnen, allein wen« eS sich «nb� �erung der Gehälter handelt, so muß sicherlich teiw""gefangen werden, als beim Gymnasiallehrer und W, meutenant. Für eine allgemeine GehaltSauf- dflL"0 ber Beamten sind wir unter gar keinen Umständen, Aick � 9'ebt Beamte in Hülle und Fülle, die sehr gut, und bie nach unserer Meinung zu hoch bezahlt sind. JW hm ist xz gewöhnlich so, daß bei der Skala, die man K,*1"6 allgemeine Gehaltsaufbesserung ansieht, die hohen WmZ"' bie schon gut bezahlt sind, weit Keffer weg- plant � bie Subalternbeamten, die von der Roth ge- g werden. JMe Subalternbeamten haben die anstrengendsten und "----""rf-."cm.. �® T T � � 2U3XC genug i|4 vit v.*., v Rott"? und wie elend müssen sie sich mit de« Lebens flWf. �umschlagen, wenn sie das Unglück haben, eine lasse»??t"ilie ernähren zu müssen! Die Briefträger ver- »ab ch auf die Trinkgelder um Weihnachten und Neujahr ez möchte ihnen diesen Zuschuß vergönnen? Allein BemJ. bem Staate weit besser anstehe«, wenn er seine bebütfi hellen würde, daß sie solcher Trinkgelder nicht ei«. unteren Eisenbahnbeamten wird in ihrem Amt schwerere Verantwortlichkeit aufgebürdet, al» den tubiixn}-en- 3" der Hand eines armen Weichenstellers dock c i � das Geschick von Tausenden von Menschen, und stch»i». biese Leute so mit Arbeit überbürdet, daß man Matt-!. Wundern darf, wenn sie einmal einen Fehler Reitt?'r? Bezahlung ist durchaus unzureichend. Bei den *5"�" in Elsaß-Lothringen giebt e«„Hilft- �'nnen- mit unseres Wissens 40 bis 50 Pfennig ki,»�??"siallehrer und Lieutenant haben Ferien oder alt--«? l'ch Urlaub nehmen, um sich zu erholen. Den Sub- Und?."mten ist die ErholungSzeü sehr kärglich bemessen DeKSO ä trifft sie um so schwerer, als sie bei den«iediiae« iW„»esn ssch eine Lebensweise angewöhnen müssen, welche �temeswegS zuträglich ist. �ochtriut Fettilleto»:. 13 wttolm.] Der UVtnkersvenv. Novelle von Elise Orzeschko. "iorisirte llebersetzung auS dem Polnischen von C. Kaneman». �überwand indeß seinen Aerger und, sich zur Ruhe erst-«" gleichgiltigen ToneS fort:„Als ich zum da n.rr. i h'er durchreiste, baute man den neuen Hof und ?"lf ich afz Arberter." r>Sf"�ite Zeiten! Es möge» wohl so an die zwanzig nn.Zither verstrichen sein," bemerkte Mikula. "«? v"lS zwanzig, verbesserte der Gast. bind« eist damals viele Fremde her," warf der Faß- »3", sehr viele, ich entsinne mich wohl!" Der Alte schaute den Gast abermals aufmerksam an. glaub- sJ�bt mir ein Schleier vor den Augen, bald tauschen«.'u'e",ien' bald wieder glaube ich, mich zu mich rief die alte Nastula,„der Schlag soll beim �"-S mir nicht auch so geht. Wenn Ihr samme» gesp��uen H°feS mithälfet, haben wir auch zu- zehnmal einmal babt"-»»"� gepiauvert", erwiverre er.„Nicht nur Horrig aebrnAi 1.w"r diesen Händen Butterbrot und peisekamm� �ernaust" Cimlich auS der herrschaftlichen Die LebenSmittelvertheuerung trifft selbstverständlich diese Beamte« mit verdoppelter Schwere. Zn der Budget- kommission wurde behauptet, die Lebensmittel seien nicht vertheuert, sonder» e« habe sich nur dje Lebens- Haltung aller Klassen gesteigert. Da« nationalökonomische Genie, da« diese Behauptung aufstellte — eS war Herr Delbrück— hätte sich vorher bei der Hausfrau des ersten besten EisenbahnschaffnerS oder Brief- träger« darüber informiren können, ob die Lebensmittel theurer geworden sind oder nicht. ES wäre überhaupt an der Zeit, daß die Hausfrauen aus dem Volke einmal in den „Gang der Geschichte" eingreifen und konstatiren würden, wie sie die Brot- und Flerschvertheuerung verspüren, denn eS giebt so viel gelehrte Herren, die so viel tiefstnnige Unter- suchungen anstellen, daß sie immer daS Verkehrte dabei her- ausbringen. Wir wären froh, wenn die Lebenshaltung aller Klassen in aufsteigender Bewegung sich befände, denn daS wäre ein gutes Zeichen für Alle. Oder soll nach den Begriffen Hochwohlweiser Herren die Lebenshaltung des Volkes überhaupt nicht steigen? Sollen wir uns zu den Botokuden und Hottentotte» zurück entwickeln? ES ist aber nicht die Lebenshaltung aller Klassen ge- stiegen. Die der„obere« Zehntausend" wohl. Aber der Subalternbeamte muß sich doch wohl nach seiner Decke strecke«, in der Epoche der steigenden Lebensmittel- preise um so mehr, während in den weitesten Kreisen der arbeitenden Klassen sich eine Abnahme der Konsum- t i o n S k r a f t bemerkbar gemacht hat, eine Thatsache, die bei sehr vielen Geschäften auf daS Schmerzlichste fühlbar geworden ist. Das kommt von den sinkenden Löhnen der Arbeiter, von der durch die Konkurrenz bewirkten Vernngerung der Produktionskosten und von den vielen„überschüssigen" Arbeitskräften, die zu jedem Preise zu haben sind. Man wird aber, auch wenn man ein Kartellbruder ist, nicht be- Haupte« könne», daß sich die Lebe«shalwng steigert meinem Augenblick, da die Einkommen niedriger und die Preise der Lebensmittel höher werden. Bei dieser Gelegenheit kann eS wieder klar gemacht wer- de», daß ein StaatSmonopol noch kein Sozialismus ist, wie so viele Leute glauben. Ein sozialistischer Betrieb würde mit seinem Zwecke, der Gesellschaft nützlich zu sein, den an- deren nicht weniger wichtigen Zweck verbinden, den bei ihm beschäftigten Aroeitern eine angepehme, ausreichende und sichere Existenz zu gewähren. Der moderne Staat aber hat als Hauptweck im Auge, aus den Staatsbetrieben möglichst viel für feine Hauptkasse herauszuschlagen, und die Leiter dieser Betriebe kennen keinen größeren Stolz, als mit recht hohen Erträgnissen ihrer Betriebsanstalten im Etat prangen zu können. Sie machen damit manchen Leuten eine Freude. Aber tausendmal mehr Leute» würden sie eine Freude machen, wenn sie sich entschließen könnten, für eine Ausbesserung der Subalternbeamten einzutreten. Diese Haltung stimmt nicht überein mit den Grund- sätzen, welche die leitenden Staatsmänner so oft proklamirt Er kicherte muthwillig und seine Augen brannten wie glühende Kohlen. „Die Pest soll mich auf der Stelle erwürgen, wen« ich mich dessen noch entsinne! Ob ich mit Euch geredet oder nicht. Euch gefüttert oder nicht, dessen entsinne ich mich nicht mehr! Aber gesehen müssen wir uns haben, wenn die Hölle mich nicht trügt. Ihr seid'S! Nein, nein, doch nicht ... Zum Teufel, da ist Hexerei im Spiel!" Zwei Paar Augen: das eine scharf sich einbohrend, unter grauen, herabfallenden Brauen, das zweite stumpf und blöde, aber von Neugierde erhellt und lebhaft unter den ge- rötheten Lider« umherirrend, starrten den Fremden an, der jetzt sichtlich in Unruhe geneth, von seinem Stuhl sich er- hob und in großen Schritten unter sinnlosem, tollem Lachen an die Herdstätte trat. Dort richtete er sich in seiner ganzen Höhe empor, kreuzte die Arme auf dem Rücken und be- trachtete das Mädchen, das bei seinem Nahen zu spinnen aufhörte und au« Furcht die Hände auf die Knie fallen ließ. „Du bist des WirtheS Tochter?" Tief erröthend zupfte sie am Kleide. „Za wohl, die Tochter," flüsterte sie schüchtern. „Die jüngste wahrscheinlich?... Bist«och keine zwanzig Jahre alt?" »Noch nicht." „Und Marie, die ältere Schwester, lebt sie noch, oder ist sie auch schon gestorben?" „Sie ist noch am Leben." „Hat sie sich verheirathet?" „2a." „Wo wohnt sie? In diesem Dorfe?" „In DubrowSlany, in der Hütte ihre« ManncS." „Ach, ihr Mann hat eine eigene Hütte, auch gut den«, so so!" haben. Wenn Herr von Bötticher da« rührende Wort: „Liebet die Brüder!" sprechen konnte, so mag man dasselbe auch auf die Subalternbeamte« anwenden und in Gestalt einer Aufbesserung werden sie e« am Besten ver- stehen. Leider scheint man keine Lust zu einer Aufbesserung zu haben und es werden höher stehende„Brüder", vielleicht der Gymnasiallehrer und der Lieutenant, wohl eher dran kommen! Korrespondenzen. Zürich, 13. Januar.„Auch du Brutus?' kann man ausrufen angesichts des Vorgehen« der bernischen Be- Hörden gegen die dortigen ausgesperrten Buchdrucker; well einige der von den Prinzipalen au« Deutschland importirten Kuli« von den Arbeitslosen nicht auf den Händen getragen wurden, ziehen sie die mächtige Intervention der deutschen Gesandtschast an, die dann richtig den BundeSrach„stupste". Dieser seinerseits empfahl die Angelegenheit der Regierung de« Kantons Bern, die nun eine große Gefahr entdeckte und über die Bundesstadt den kleinen Belagerungszustand verhängte. Freilich gebraucht man in der Demokratie die keineswegs sympathisch und schön klingende Bezeichnung nicht, man redet mos von Verstärkung der Polizei, Mllitäraufgebot, mahnt die Bürger an ihre auch in der Republik al« erste geltende Pflicht der Ruhe und verfährt im übrigen, wie man auch in der Monarchie unter der Herrschaft de« kleinen Be- lagerunaSzustande« verfährt. Durch diese« schneidige Vorgehen zeigen die schweizerischen Staatsmänner, daß sie auf der Höhe der Zell stehen. Sie haben die Konflikte mit dem Auslande nicht umsonst erlebt— sie haben wa» gelernt und ihre Kollegen in Deutschland, Oesterreich, Rußland ic. können mit ihnen zufrieden fein. Auch die Thätigkeit unter dem System de»„Kleinen" macht ihnen alle Ehre. Hören wir nur, wie die in der höchsten Wuto der Staatsrettung arbeitende Polizei mll dem Bürger der Republik verfährt. So schreibt ein Sattler dem „Schweizerischen Sozialdemokrat":„Ich kam aus meinem Logis über den Kornhausplatz und durch da« Statthalter- gätchen, da sah ich ewige Polizisten in schnellstem Laufe gegen den Gasthof zum Schlüssel zusteuern. Ich näherte mich einige Schritte, um zu vernehmen, wa« sich da begeben habe. Viel konnte ich aber nicht vernehmen, ich hörte nur, daß der Polizei- korvoral ewige junge Burschen, die dort mit einander schwatzten, aufforderte, den Platz zu verlassen, ansonst sie arretllt würden. Darauf erwiderten diese, ste hätten das Recht, so lange hierzu stehen, als ihnen beliebe, sie zahlen die Steuern so gut und so ehrlich wie die Polizisten. Auf einmal heißt ei:„Sämmtliche Anwesende sind aufge- fordert, auf da« Wachtlokal zu kommen, um die Namen an- zugeben" und sofort wurden ewige gepackt und vorwärt« gestoßen. Ich selbst wollte meinen Weg fortsetzen zu einem Rendez- vouS an der Gerechtigkeitsgasse, oft ich am Rock ergriffen und ebenfall« aufgefordert wurde, auf die Wache zu kommen: ich gehöre auch zur Bande. Er kenne mich wohl, ich sei Ein tiefer, kurzer Seufzer, einem Luftzug ähnlich, hob seine Brust. Er stockte. Am langen Tisch erhob sich ein Gespräch. Der fünf- zehnjährige Hans neckte Nastula, weil sie heimlich ein zweites Gläschen Branntwein getrunken. Dai Mütterchen, dadurch heftig erbost, schlug sich mit der Faust an die Brust und schrie: „Unverschämtes Lumpenmaul, Du! Mein selige« Ende will ich nicht erleben, wenn eS wahr ist, daß ich ge- trunken!" Der Faßbinder brummte etwa« seiner Frau zu, die sich bei einem Spinnrad an der Wand zu fchaffen machte. Helene lachte laut auf über den Zank der Alten mit dem Knaben. Nur ein einziger Mund, der dichten Rauch aus der kurze» Pfeife paffte, blieb stumm. Mikula verschwand zeitweise in dem Qualm, aber seinen Gast ließ er gleichwohl nicht au« den Augen. Jetzt rief auf einmal Alexis mit seiner hellen, frische« Stimme: „Und von Bonk habt Ihr nichts gehört, als Ihr in der Welt herumstreiftet, he?" Eine tiefe, unheimliche Stille senkte sich plötzlich über die menschenerfüllte Stube. Jeder harrte neugierig der Antwort. Der Gast blieb dieselbe eine Weile schuldig, ver- setzte dann aber gelassen: „Warum sollt' ich nichts von ihm vernommen haben? Alle Welt spricht ja jetzt nur noch von ihm." „Ja, nur zu viel. Behüte Gott Jedermann vor solcher Nachrede!" rief der junge Bauer.„Was meint Ihr: wird man ihn wohl erwischen?" „Wer das wüßte! Möglich, daß man ihn findet", ent- gegnete der Gast phlegmatisch. „Ein Glück wäre es immerhin. Der Schreiber be- hauptete, daß, falls er, wovor uns Gott behüte, hier durch» pasfiren sollte, ein grausames Unheil entstünde. Es wird p Echristsctzer. Ohne ein Wort von mir anzuhören, wurde ich von der Polizei auf da« Wachtlokal begleitet wie ein gemeiner Dieb. Im Wachtlokal angelangt, mit dem Hut« in der Hmd, blieb ich stehen, bi« die Reihe an mich kam. Al« die« geichah, wollte ich mit wenigen Worten erfahren, um wa« e« eigentlich sich handle und erklarte, ich fei ja kein Schriftseher und habe überhaupt nicht gefehlt. Auf diese« hin schreit mir einer der Polizisten zu, ich soll« d' Schnorre halten, hier werde nicht reklamirt. Auf diese Art und Weise wird man heutzutage von der Polizei behandelt. Wie weit soll da« nochlkommen." Mit ähnlichen Klagen wenden sich weitere vier Bürger an die Redaktion de« genannten Blatte«. Ein Schreiner erzählt, daß er mit Schlägen und Stößen zur Polizei tron«portirt wurde, ohne daß er im Mindesten gefehlt hätte. Außerdem wurde er unterwegs wie auch im Wachtlokal von den Polizisten in gemeinster Weife beschimpft.— E« ist weit gekommen w der freien Schweiz. Und dieselben Herren, die jetzt derartig da« arbeitende Volk hetzen lassen, werden in einixen Monaten, wenn e« sich um die Wahlen handelt, die Arbeiter mit den süßesten Worten umschmeicheln und ihnen die weitestgehendm Versprechungen machen. Und die Arbeiter- schast wird der Tradition!gemäß, alle ihr zugefügte Unbill vergessend, wieder da« liebe Stimmvieh machen. E« sollte un« freuen, wenn e« ander« käme. Der.Schweiz. Sozialdemokrat" mahnt die Bernischen Arbeiter angeficht« de« provozirenden Auftreten« der Polizei zur Ruhe..Sie können bei einem Krawall nicht« gewinnen. Darum Ruhe und gesetzliche politische Arbeit! Diese allein kann zur Macht sühren in Staat und Gemeinde." Aehnlich äußern sich alle unsere Blätter über die Berner Polizeiherrschast. Treffend sagt Eonzett in der.Arbeiterstimmt": .Auch die bürgerliche Republik ist trotz aller Gleichheitsphrasen ein K l a s s e n st a a t, der in allererster Linie die Interessen der Besitzenden gegen die Besitzlosen vertritt, in den Klassen- kämpfen zwischen den beiden stet« seine Macht in den Dienst der kapitalistischen Klasse gegen die arbeitende Klasse stellt. Darum muß die Losung der gesammtm Masse der au«- gedeuteten Klasse zu Stadt und Land sein ........_____. Hinweg mit dem Klassen st aat, dem Polizeistaat; auch jur Erringung der sozialdemokratischen Gememsame, die keme Klassen, keine Herren und keme Knechte kennt." Nicht blo« der kleine Belagerungszustand wird nachgeahmt, sondern auch da«.Kartell" der deusschen.Ordnung«. Parteien" soll in der Schweiz importirt werden. Die Liberalen und Konservativen, die Ultramontanen und die reformirten Mucker und noch einige weitere Stützen der Ordnung sollen den geheimen Plan hegen, ein politische« Kartell abzuschließen, um bei den im Herbste stailsindenden Nationalrath«- wählen da« von den Sozialisten und Demokraten bedrohte Vaterland zu retten. Politische Grundsatz- und Charakterlosig- keil ist beiden Ordnungsparteien ja von jeher Prinzip und deshalb steht dem Kartell auch kein moralische« Bedenken im Wege— die Schwindelpolitik kann dann unter gemeinsamer Firma be- trieben werden. Die Arbeiter haben davon weder Nutzen noch Schaden zu erwarten; ob in der Bunde«- Versammlung in Bern da« Kartell oder wie jetzt die Demokraten und die.Radikale" sich nennenoen Liberalen au« dem Kanton Bern:c. die Mehrheit haben, ist für die Entwickelung der Sozialreform ziemlich gleichgiltig. Da« hat sich sehr deutlich in der letzten Session gezeigt. Zur Berathung und Beschlußfassung über die Erweiterung der Volksrechte, die Ausdehnung de« Jabrikgesetze«, die Einführung der Unfall« und Kcankenverficherung zc. mangelte die Zeit, dagegen wurde Tage lang darüber debattirt, ob der Balken de« eidgenössischen Kreuze« etwa« länger oder kürzer sein soll! Und doch konstatirt fast zu gleicher Zeit ein Mitglied dieser Versammlung, Nationalrath Forrer, daß eine ernste und ehrliche Sozialreform immer dringender sei. In semem Guiachten über die Einführuug der Unfallversicherung äußert er sich folgender- maßen: „Unser Proletariat wächst in erschreckendem Maße. Da« Kapital sammelt sich zu unerhörten Summen. E« befitzt die natürliche Tendenz, sich immer mehr Kräfte, die menschliche Arbeit, ja den Staat selbst dienstbar zu machen. E« verfolgt diese Tendenz mit grauenhaftem Erfolg. Dieser Erfolg ist § leichbedeutend mit dem Elend der Massen. Sache de« Staate« und seiner Einrichtungen ist e«, dem Kapital diesen Erfolg streitig zu machen und dessen Einfluß auf da« gebüh- rende Mab zurückzuführen. Niemand al« der Staat befitzt hier die nöthige Macht. Welche« ist jene« gebührende Maß? Wo liegt die Mrtte? Kein Mensch soll hungern, keiner der nöthigen Kleidung entbehren, keiner einer anständigenWohnung entrathen müssen. Da« ist der Inbegriff de« Nothbe darf«. Der Noihbeharf soll jedem Menschen garantirt sein. Vor diesem Nothbedarf muß da« Kapital Halt machen. Da e« nicht will, so wird e« dazu gezwungen. Und diesen Zwang auszuüben, dazu ist der Staat da." gemordet werden, sagte er, und geplündert, man muß sich auf'« Schrecklichste gefaßt machen. Kein Wunder! Wird denn so ein imfamer Schurke, fall« er in Freiheit bleibt, die Menschen schonen?" „Eher wird er dem Teufel zwischen die Finger ge- rathen, al« daß die Menschen seiner habhaft werden!" rief der Faßbinder, dessen Grimm bei dem zweiten Gläschen Branntwein ei« wenig verrauchte.„Zweimal Hai er Fersengeld gegeben, er wird ihnen auch diesmal entrinnen/' „Am meisten wundert�mich, wie er dazumal, vor zehn Jahren, aus dem Gefängmß entspringen konnte. Ich bin oft in der Stadt gewesen und habe das Gebäude gesehen. Die Mauern rage«— Herr du meine Güte!— ganz unfaßbar hoch empor, und überall stehen Soldaten mit aufgepflanzten Bajonetten... Ein Vogel muß man sein, um dort zu entkommen. Er entfloh aber doch... Zum Henker auch, ist das ein pfiffiger Kerl! Durch die Wand hat er sich durchgebissen— wie?" „Keine Spur davon!" erwiderte der Gast kurz. „Wie anders sonst! Würde er das eiserne Fenstergitter durchfeilt haben, so konnte er doch nicht vom hochgelegenen Fenster herunterspringen... rein unmöglich!... vom dritten Stock?... Hals und Beine würde er sich auf dem Steinpflaster zehnmal gebrochen haben..." Der Mann am Herd begann, die Hände auf dem Rücken gekreuzt, abwechselnd bald mit dem linken, bald mit dem rechten Fuß sachte auftretend, den Körper langsam hin und her zu wiegen und zu schaukeln. ES war etwas in dieser Haltung, was an den städtische« Gauner erinnerte. „Der ist nicht aus dem Fenster gesprungen, sondern geflogen," erklärte er dem jungen Bauer spöttisch. „Auf Schwingen, die ihm der Satan angeheftet hat," entgegnete der Faßbinder verletzt. „Er hatte durchaus keine Flügel." „Vielleicht fuhr er auf einem Hexenbesen davon," scherzte Alexi. Die Frauen und der kleine HanS brachen in ein helles Gelächter aus. „Auf einem Schirm," sprach der Gast. Alle verstummten. Er setzte das Schaukeln fort und Dzrtttiphe Itclicf Jirfjt. Di» Krfchlnssnnfahiakett*«• N»ich«ta<« hat sich in der ersten Hälfte dieser Session al««in« sehr gute Waffe in den Händen der Opposition erwiesen. Sie ließe sich vielleicht in der zweiten Hälfte der Session zu einer noch wirksameren Waffe gestalten. Ob der unerwartet ftühe Termin der nächsten Reichstagswahlen zu dem Zweck anberaumt worden ist, die 'Oi Abgeordneten der Opposition in die Lage zu bringen, daß sie, wenn sie ihre parlamevtarischen Pflichten nicht vernachlässigen wollen, die Wahlagitation vernachlässigen müssen— für die Regierung« kandidaten arbeitet der bekannte(natürlich privat) Beamtenapparat— die Wirkung ist'« aber, ebenfalls. Und da drängt sich denn die Frage auf, ob die Abgeordneten der Opposition nicht wohl thäten„Wurst wider Wurst"»u bieten und die ganze parlamentarische Thätigkeit an den Nagel zu hängen, so daß sie mit all ihrer Kraft sich auf die Wahlagitation werfen können. Die Folge emer solchen Taktik würde sein, daß die Regie- rung den Reich«hau»halt-Elat mit diesem Reich«tag nicht zu Stande brächte, und genö'higt wäre, den neuen Reichstag sofort nach der Wahl einzuberufen. Und dafür, daß der neu« Reichstag gut ausfalle, kann die Opposition dann con arnore sorgen. Der Spieß wäre auf diese Weise ganz prächtig um- 8«dreht und die Kartellbrüder wären die Geprellten unv Ge- hlagenen. De» Neichasianzle», so nahm man am Mittwoch fast allgemein im Reiche tag an, wird alsbald nach Berlin zmück- kehren und sich von Montag an an der zweiten Berathung des Sozialistengesetze« betheiligen. Da der Reichskanzler nach allem, wa« man hört, sich einer guten Gesundheit erfreut, so dürften, meint die„Freis. Ztg.", die Verhandlungen de« Sozialistengesetzes Veranlassung zu einer gegenseitigen General- abrechnung de« Kanzler« und der Parteien in mehrtägigen Ver- Handlungen geben. Damit würde der Reichstag, welcher sich wieder im Zustand chronischer Beschlußunfähigkeit befindet, am Ende seiner Laufbahn wenigsten« noch einen guten Mgang finden. Die Kartellparteien hoffen, daß der Luftzug einer solchen Debatte ihnen für die Wahlbewegung die Segel schwellen machen würde, die jetzt nur allzu schlaff herabhängen. Kei velegenhrtt»er«ntlichrn V-rbereitnnge« pxv Auofuhrnng de» Iuvatiditüt«- Kerstcherungvgesetze» wird jetzt m den Emzelstaaten, wie osfiziö» geschrieben wird, ermittelt, ob e« möglich sei, von der Vollmacht de« Gesetze« Gebrauch zu machen, mit der Einziehung der Beiträge sür die Versicherung, der Ausstellung und dem Umtausch der Quittung«- karten die anerkannten Krankenkassen bezw. die Gemeinde- behörden zu beauftragen. Im Gesetze befindet sich bekanntlich eine Bestimmung, welch« auch diesen Weg offen läßt. Mohlgetnutst penstonirt. Au« Mülhausen im Elsaß wird der„Franks. Zig." unterm 14. d. Mt«. gemeldet: Polizei- inspektor Wohlgemuth wird vom 1. Juli d. I. ab penfionirt werten. E« war ihm die Wahl gestellt worden, sich nach Metz versetzen zu lassen, m welchem Falle er dem dortigen Polizei- inspektor untergeordnet gewesen wäre, oder sich mit 8150 M. Pension und einer in Aussicht gestellten jährlichen Unterstützung von 500 M. penfioniren zu lassen, welch letztere« Herr Wohl- aemuth vorzog, und so wird er vom 1. Juli ab in den„ver- dienten" Ruhestand treten. „Zur A««ftm»>«g«fah»" in Gderschleste« führt die „Köln. Ztg." einen alten erfahrenen Bergmann rn's Feld, der in biedermeierschem Tone seinen Kollegen seine„durch nahezu 40 Jahre gemachten Erfahrungen" zum Besten giebt. Er warnt seine Kollegen, da« Maß der BilligkeitSriicksichten nicht zu über- schreiten. Er wirft die Frage auf:„Wa« bringt der Sommer?" um sie gleich darauf also zu beantworten:„Für den Werkbefitzer in erster Linr« Preisrückgang, Produklion»- einfchränkung und geringeren Verdienst, und für die Arbeiter: Entlassungen, Einschränkung der Förderungen auf 5 4, ja 3 Schichten die Woche. Wer kommt nun wohl zunächst auf die Entlassungsliste? Die fleißigen, besonnenen und bescheide. nen Ardeiter zedenfalls nicht. Bisher haben e« die Werkbefitzer an Opferwillegkeit nicht fehlen lassen, auch während der Sommer- monate für möglichst starken Absatz— wenn auch mit erheb- lichen Preisermäßigungen— Sorge zu tragen. Wird da« aber nach den wiederhotten Lohnaufbesserungen und angesichts der vor Ausbruch der Au«stand«bewegung eingegangenen Lieferung«. abschlüsse auch in diesem Sommer möglich fem? Nein! E« wird, wenn zur Abwehr der drohenden Äothlage geeignete Schritte nicht gethan werden, ein neuer Kampf beginnen, dem dann wohl manche Grube zum Opfer fallen dürfte."— Dieser Mann ist ein Arbeiter nach dem Herzen der„Köln. Ztg." Be- sonder« da«„bescheiden" gefällt ihr. Der Arbeiter soll de- und wehmüthig bitten, wo er zu fordern hat, bescheiden mit der Miene»ine« Supplikanten vor der Thüre stehen und warten, bi« man ihm etwa» gewährt. Daß er ein gleichberechtigter Faktor im wirthlchaftlichen Prozeß ist, fällt der„K. Ztg." nicht «in, wie sie sich hütet, die« anzuerkennen. sah die Anwesenden der Reihe nach an in der Art eines Gauklers, der sich vor dem Straßenpublikum produzirt. „Eine Kleinigkeit!" fuhr er fort.„Dem Unwissenden scheint es ein Wunder, dem Kundige« eine Kleinigkeit. Da schaut mal her, wie er e« ankehrte, dieser Bank, als er durchbrannte." Er ergriff seinen Knüppel, ließ ihn durch die Lust kreisen und erzählte dann, heftig gestikulirend: „Bonk nahm eine» Schirm, einen großen Schirm, spannte ihn aus, kehrte den Griff um, und mir nichts dir nichts, schwupp, mit dem Schirm zum Fenster hinaus... Ohne den Schirm würde er kopfüber zur Erde gestürzt sein und daS Genick gebrochen haben. So aber sank der Schirm langsam, langsam hinab, weil die Luft sein schnelles Falle« hinderte, bis er endlich den Boden erreichte. Bonk fiel der Länge nach auf das Pflaster und stieß mit der Nase gegen einen Stein. Er spürte, wie ihm das warme Blut über das Gesicht rieselte und empfand in den Knochen einen furchtbaren Schmerz; doch was lag daran? Im Nu stand er auf den Füßen und fort ging'S in die jweite Welt hinaus. Den Schirm haben sie bei der Gefängnißmauer gefunden, nach ihm aber fahndete man erfolglos drei Jabre..." Bei dieser Schilderung flog eine fast kindische Heiterkeit über sein lange«, graues Gesicht. Die Anwesenden lauschten weit geöffneten MundeS seiner frivolen Darstellung, bis das allgemeine Schweigen von einer tiefen und strengen Stimme, die aus dem Rauch heraus schallte, unterbrochen wurde: „Und woher wißt Ihr, wie daS zugegangen?" „Ja, das möchten wir auch wessen," riefen mehrere Stimmen zugleich. Als hätte er aus dem heftigen Ansturm dieser Fragen eine feindliche Herausforderung herausgehört, warf er de« Kopf keck empor und seine flammenden Augen schienen Blitze auf die Neugierigen versenden zu wollen. der „Ich weiß eS, und das genügt. AergertS Euch? Was Gescheidte vorbringt, ist für Narren ein Wunder!... Oho, oho, da glotzen sich mit weit aufgesperrten Mäulern mich an... Woher ich eS habe? Können denn die Leute __ in«heennitz. welche«#«!* Kartellp-esie qeoankenlo« al« ein Sieg der OednungsP«� über die Sozialdemokratie bezeichnet wird, war, wie wir MffO v V**» ev i/tivisszeivi WUV/ Wut-/»v»v•»' ig hervorgehoben haben, in Wirklichkeit ein großer Erfolg 0* Sozialdemokraten. Um die« zu begreifen man blo« die Ziffern au« def vorletzten Wahl* pflegen, ward bau Komitee i «eljenk bekannte Anti vidatur P opg u< _ zahlreich befu und der Kartellbrud« Clauß S655«tt«mem'Diesmal b-n> der Sozialdemokrat Zeißig 3174, und der Kartellbruder 37V7 Stimmen. Die Stimmen der Sozialdemokraten sich also seit 1885 verdoppelt, während die Ordnung part/ien e« trotz unerhörter Anstrengungen und eifn?" �Schlepperei" nur auf eme� Kr glichen" ZuwackS von K- ,_________,__________ � JUJUWÖ UV«''w i Stimmen bringen konnten. Also bei ihnen ihatsächlich stand, bei den Sozialdemokraten rapider Fortschi® Und wohlqemerkt, bei einer Zensuswahl. Da der J' treffende Wahlkreis den Theil der Stadt Chemnitz entM in welchem die Bourgeoisie am stärksten vertreten ist, und w dir übrigen Landtagswahlkreise von Chemnitz>rnp°l� Majoritäten für die Sozialdemokratie ergeoen haben, so die Wahl de« 14. Januar da« Schicksal der Kartellpaiütn für dir Re,ch«tag«wahl entschieden. Cdemnitz unrd J' 20. Februar an die Sozialdemokratie zurückfallen— da« Mw" jetzt auch die optimistischsten Kartellbrüder. Ka»l«»«h». Wir geben hier den Wortlaut der«om fugung de« Grafel). Landeskommissär« betreffend die Bcsch»� krieg, wegen einer Versammlung«auflösung. „Großh. Bezirkeamte Karlsruhe wird auf seinen Wim vom 31. v. M. Nr. 122 790(pr. 3. d. M.) zur weiteren Öffnung zu erkennen gegeben: da« Wort zr «mwi«, er r »Wa« kann i luhrie dann c a zirka 1 St Merksam gemi worauf Leh n, swch Aatisemi mutem Beifa! «utisemiten h Gnaden auf wann, aus eü flpp'tit, so bi '°mef. und i austlmmtm u jjanl't mußte ntl<«? h-.ermu beton Versammlung de« Vereine« für volktihümlrche Wahlen de-« leben, Pronir tragt war, hat diese Versammlung auf Grund de«§'*1—~ Gesetze« vom 21. Okiober 1878 gegen die geweingesät»', ich? Bestrebungen der Sozialdemok atie aufgelöst, nachdem Rech?! anwalt Guttenstem erklärt hatte, er bekenne sich öffenlna � Anhänger der sozialdemokratischen Partei und wem in«0° bald statlfindenden öffentlichen Volk» Versammlung da« so>® demokratische Programm Punkt für Punkt erörtern und wim" schaftlich begründen. Die Ankündigung erfolgte allerding« m einem% welcher erwarten ließ, daß sich Redner nicht mit einer ft* lichen Darlegung seiner Anschauungen- über die W*!! Hungen der soz-oldemokratischen Parrei begnügen, viel«'» in aufreizender Weise darüber sprechen werde, denn er tadN' Dorsts Demokratie sii •ibetiet au« atbeüerbiäit, xublagitatio Üfi seinen Vorredner Auster au« Stuttgart, weil dieser sich zu di» blum� ausgedruckt habe, wa« in einer öffentlichen sozialde«» Mal» kratischen Versammlung nicht nothwendig sei. Thatsächlrch wurde jedoch die Erörterung jener Be«? düngen durch die Intervention de« Polizeibeamten abpesch™': und insbesondere Katen dieselben nicht in einer Weise zu Tjf welche aus den Umsturz der bestehenden Staat«, und Gest»' Tano, A» schastsordnung gerichtet war.. E« fehlte somit an den Voraussetzungen de«§ 9 AW; de« Sozialistengesetze« und wird darum auf die rechtzeitig gekommene Beschwerde de« Einbemfer« und Vorfitzea»? Schreiner B. Jena autgesprochen, daß zur Auflösung% Volksoersammlung vom 21. v. M. kein hinreichender Gru»' vorhanden war. Die dortigm Akten folgen im Anschlüsse zurück. gez. H e b t i n g. An» dem Kaarrenie», 13. Januar. Wie sehr die DJ. ganisakon der fiskalischen Bergleute erstarkt ist, läßt sich bem Verlauf einer VerttauenSmänner-Versammlung de«% mämschen ReLt«schutzverein« ersehen, die gestern m B>" as-i 'S.'" U1 er Um di -Q"...... die Wahl dreier besoldeter Beamter zur Bewältigung der standSgeschäfte stattfinden mußte. Da« letzte Jahr ergab tr»' großer Ausgiben ernen Kassenüberschuß von 3000 M. Sodo� wurde di« Gründung einer besonderen Unterstützungskasse P" aemaßregelte Bergleute beschlossen, da« Erscheinen ei"? Broschüre in Ausficht gestellt und da« Engagement ewj' auswärtigen Rechisanwalt« für Verbandszwecke in««up—- gefaßt. Am bezeichnendsten waren di« Mitiheilungen über daz Bau eines eigenen Versammluna» gar„i*, W geplanten Hause«. Diese« Projekt ist"bekanntlich durch die omimjst»; Saalverweigerungen gezeitigt worden. Bahn gelegen sein. In Elversberg wurde dem Verein«!» Grundstück unentgeltlich offenrt. Ferner hat sich die Main»" Akkenbrauerei erboten, fall« dieselbe aus 10 Jahre die Ä»'? zesfion zum Ausschank ihre« Biere« erhält, 30000 M. i»? Bau zuzuschießen; eine Gesellschaft in St. Johann«jj 14 000 M. zum Saalbau geben. Um weitere Berathung»» über Art und Weise der Erbauung sowie die Platzsrage i' erkioff, i nicht reden? Sie haben Zungen und ich— ich ha�! Ohren..." Er spuckte heftig aus, warf neuerdings einen düsttfj 1 Blick umher, betrachtete seinen Knüppel und rieb M, die Hände.... Alexy schaute ihm herausfordernd Gesicht. „Herr," begann er,„Ihr scheint mit BonkS GeschO verkaut zu fein. Habt Ihr ihn vielleicht auch irgendwo Qp sehen?" Der Fremde zuckte die Achseln., „Wo sollte da« geschehen sein? Ich komme eben H auS Preußen und habe diese Gegenden mehr denn zwanW; Jahre nicht betreten." ,1 „Schade, sonst hättet Ihr uns gesagt, wie der Ker> aussieht. Man würde ihm dann um so leichter fangen.�{ Hui! wenn ich dem begegnete!..... Wahrlich, ich hauj Lust dazu und möchte ihm beileibe nicht rathen, in meijjJ Hände zu fallen... Bevor noch die Polizei käme, würbj ich ihm selbst ein Stück Haut aus dem Rücken reiße«..- „Na, na, so jung und mochtet schon den Leute« d«� Fell vom Rücke« reiße«!" sprach der Fremde höhnisch. I „Ein Räuber ist er!" brauste der junge Bauer auf, indem er wüthend von der Bank aufsprang.„Der Schreibt selbst Hat'S heute gesagt: Waarenläde« hat er auSgeplÜUf dert, Münze gefälscht und daS Aergste sei, d mpol-w' Ipaiteitt Tü" csch««� ettn t" m I tM i toM : rät * T una" psl«g«n, wurde schließlich ein au« 13 Mann bestehendes Saal- bau Lamite« gewählt. Velsenkirche«, 15. Januar. Am Freitag Abend war der bekannte Antisemit König aus Witten hier, um für seine«an- bidatur P opaganda»u machen. Die Versammlung war äußerst phlreich besucht, und für die Unverfrorenheit König», der den Vorsitz in der Versammlung führt», legt der Umstand Ziugniß ab, daß, als der Kandidat der Arbeiterpartei, Lebmann bat Wort zur GeschäftSvidnung verlangte und seinen Ramen irannt«,« von König mit den Worten angefahren wurde: gWas kann ich ba'üt, daß Sie Lehmann heißen.� Lehmann suhrle dann gründlich den Antisemiten heim und wurde, al» * zirka 1 Stunde gesprochen hatte, von lALnig darauf aus- wnksam gemacht, daß auch noch Antisemiten svrtchen wollten, worauf Lih nann erwiderte:.WrS kann ich dafür, daß auch noch Antisemiten sprechen wollen." Er führte seine Rede unter wutnn Beifall der Versammlung zu Ende. Al» der König der Antisemiten hierauf da« Wort ergreifen und seine gewohnten Gnaden auf die Juden loslassen wollte, da rief ihm ein Berg- wann, auf einen anwesenden Juden weifend, zu:.Heft Du "ppilit, so biet emm den Kopp af!' waZ lauteS Halloh her« '°mef, und worauf dann die Versammelten Arbeiter-Lieder tastimmten und Hoch« auf die Sozialdemokratie ausbrachen. xamt mußte denn die Versammlung geschlossen werden. Du Warte, womit Herr Lehmann sein« Ausführungen schloß, das Jonthch.die Antisemiten viel Stimmen im Bochumer Krerse bdechaapt nicht zu gewärtigen hätten, sie sollten aber gar kerne SwflBf, können hier leicht zur Wahrheit werden. Enu solch« Vegnsterung für die sozial, st, sche Sache wie gegenwärtig_ W hier noch nie geherrscht, und der bevorstehende Wahlkampf kann «»- w» mm Iii'"« ,J'J' **brit»tbew,egtt«g in Kchwrde«, welche noch vor Veden«�,"t ihren Ansängen war und mit der albernen .?al4 sttim oe, getragen, weicye es IN wem eye. über du Sozialdemokratie förmlich herab ?-'b», SZ?• ,e!rei btt om weiften gehetzten ihrer Mit- .*L nun schon fast 18 Monate im Ge- Knen.�bruar wird er dasselbe verlassen und soll ��ceunden mit einer großartigen Kundgebung em» Gleichzeitig werden e,fnze Vorbereitungen Ä&T" Sroil,"' um den«Sozialdemokraten", da» von Hjalmar Inssen"�geleitete Stockholmer Parteiblatt, täglich erscheinen zu a,, u*----— x- c*\». Ai r— ijl i ex ix» unjwtj -------- I UL U IC �. Tage» al» Arbeiter� genannte Blatt spricht sich in seiner letzten f und" f""''d" Vchtstundenkundgebung vom >. für die Ack. Erklärung diese« S-lgie«. die O-' KZ jfJS ;*js tl enlt« i 9� rber u n%*' ti Sau st» > an rein Maini� >ie K-l! M.»»- an lthung� t trage' Vet�.h" Satzungen" für" den neuen belgischen sonder, z orterbund und die Arbeiterforderungen, in«be- haben der Generalrath der belgischen Arbeiter lecglmt. raS Komitee des nationalen Bund»« der belgischen In bemi�lntn Aufruf qi die Bergarbeiter Belgien« erlassen. wird ausgeführt, daß die Kohlenzechen ungeheure hoimten' sich nach Hunderten von Millionen bezisfern, ein i,"/ tTim x w*. cn ex. C..1 ft.. r. v t---- CiX 1»«* �lchrMr-nd die Bergleute bei__________________ »„rffBt sich abquälen müssen. Alle zur Besserung ihrer .Hr�Ammmen Ausstände HS>'' hätten bisher wenig gefmchtet. M— i- �7 v V.—».....—->r II----' fahrend die Bergleute bei sehr niedrigen Löhnen und ——-- ung ihrer gefruchtet. '®Mdi'W»nt*I aber, wenn Ihr wollt, bessere Löhne erhalten, daz all�Ü?�«r arbeiten, unter gerechteren Gesetzen leben und Kar njx.alnne Sttmmrecht, ohne welche« Ihr zu den Burgern »ißrt»«..»ahlt, erobern; e« genügt hierzu, daß Ihr Euch orga-- gelho» ,b verständigt, wie es die Geldmanner der Gctellschaftm W« öi.»"7' die Euch ausbeuten und das Publikum täuschen, ■Rkbxj,. ,, Mrenden, welche Euch unterdrücken und die ganze x»sasse Belgien» knechten. Ihr müßt Euch organifiren. n», jb.U auf der Assoziation; ohne sie ist Nicht« möglich, *1% h.% erreichbar. Ohne Organisation kein Einverstandniß iösliA on Bergleuten Belgiens, keine Einigung mit den fron- kun-, ig' englisch«« und deutschen Bergleuten, deren Mltwir. %«[ 91,,, Euch unentbehrlich ist, wie auch sie Eurer bedürfen. ardtj, a�uf fordert die Bergleute auf,«in Massen den Berg- Gesellschaften beizutreten und sich der Arbeiterpartei ch düstÄ SÖ dwo 0P den W zwani'» »er Ti igte doo Alt-''�m Ende ist er damit gewiß noch nicht," wandte die »Wenn die Bestie einmal Blut geleckt hat..." ttihren fall ihn verschlingen, der Schlag ihn Bretel*!�? sich nun ruhig verhält oder nicht," meinte der schaa« �„gefahndet muß auf ihn werden, sonst �ferdediedst �, e*ne �ande um sich und macht sich an den Mao, wird er nicht kommen," rief Alexy,„Pferde seine stöhlen, wenn ihm der Scharfrichter erst einmal läßt zweihundert Knutenstreiche auf den Rücken zahlen "m! o!" wimmerte Hanulka. #n fehlt Dir denn schon wieder?" herrschte sie Alexy Korp� wandte sich dann zu seiner Frau, die, den schlanke» D:T"|tihor gebeugt, gleichfalls jammerte. Handfläch �a'*u*a sttthte die eingesunkene Wange auf Ktt im Himmel! Barmherziger Gott!" winselte sie. >veit a„k fünfzehnjährige HanS stand wie versteinert mit heulte'gerissenen Augen da, verhielt sich den Mund und %!{ fremde hatte nicht mehr seine stolze Halwng. schult»«» der Knute sprach, sah man, wie seine zu beb� r. er dem feinen Tuch de« aufgerissenen Rocke« Plötz ick*Aa?nen, während der Nacken wie unter einem »"hen H.ebe zusammenzuckte. Ehalten neugierig, ob der gottvergessene Lump eS -„Warum< brummte der Faßbinder. Nack" K-m ia bereit« daran gewöhnt mentte �tten. Lm�Stbmen wird er später zu Fuß gehen, m wlvrgen bis? �rte seiner Bestimmung vom frühen ■ 10 Itt nto 5t>Axx y'.!___ i—*--- x.. ■ diesor in vor" �rust drückend anzuschließen, welche Große« für die Zukunft und da« Wohl der belgsschen Arbeiter v-rwtrklichen muß." Jnzwischm wird die Lage im Becken Eharleroi immer gespannter; der bald vier Wochen dauernde Ausstand und der Kohlenmangel ziehen immer weitere Kreise in Mitleidenschaft. Die Gährung wird täglich allgemeiner, zumal sich auch die Glasarbeiter bedenklich rühren. Dazu nimmt die Erbitterung der streikenden Berg» leute zu. Die öffentliche Meinung, welche mit Recht den Zechen die Schuld aufbürdet, bleibt den Ausständigen günstig, und so flößen ihnen von allen Seiten Gelder zu; der Depu- tirte Janson hat sich an die Spitze der Sammlungen für die Ausständigen gestellt; Professoren und Studenten der Brüsseler Universität haben Gelder nach Eharleroi gesendet. Noch immer wächst die Zahl der Ausständigen; sie erreicht über 25 000. Die Kohlenzechen wollen jetzt auf 4 Wochen versuchsweise die Schichtzett um eine Stunde vermindern: die Arbeiter wollen nur dann diese« Zuzeständniß annehmen, wenn keine einzige Zeche sich ausschließt. P-rtitgal. Da« portugiesische Ministerium hat seine Nach- giebigkeit gegen England mit dem Leben bezahlt. Da« neue Mmisterium wird von Serpa Pimente! gebildet, einem konfer- vativen Staatsmann«, der kühn genug ist, die Verantwortlich- kett in einem so kritischen Augenblicke zu übernehmen. Viel- leicht wird ihm seine Aufgabe dadurch erleichtert, daß er für «inen Parteigänger Englands gilt, so daß man meinen könnte, er würv« von Lord Salisbmy besser behandelt werden. Mög- licherweise macht da» aber die Portugiesen nur mißtrauisch, während Lord Salisbury auf den Schein, den ihm das verflossene Ministerium unterzeichnete, bestehen wird. Für Portugal ist die Freundschaft mit England zer- rissen.«Die traditionelle Allianz mit England," schreibt da« angesehene«Diarlo populär",«wird nicht mehr erneuert werden, so lang« sich Portugal de« 11. Januar 1890 erinnert. Diesen Tag wird die gegenwärtige Generation nicht vergessen, und sie wird an ihn ihre Kinder erinnern. Da« Benehmen England« vereinigt Alle«: zuerst Mangel an Loyalität, dann Gewaltthätigkeit und endlich Gier und Egoismus." Die eng- lisch« Presse fühlt wohl, daß England da wieder einmal nicht die schönste Rolle gespiell hat, aber die Genugthuung darüber, daß jetzt wieder sauf ein große« Ländergebiet die Hand gelegt werden kann, trägt den Sieg davon, und in die Freude darüber mischen nur wenige Blatter da« Bedauern, daß Eng- land einem alten Freunoe und Alliirten habe wehe thun müssen. Selbst die Gladstone'fche«Daily NewS" siadet, daß Lord Salisbury nicht ander« bandeln konnte, als er gehandelt habe. Nur an der angewendeten Methode hat da« leitende liberale Blatt etwa« auszusetzen, und dann verlangt es «praktische Vorschläge zu emer neuen Gebietsabsteckung". Natür- lich, wenn der Löwe getheilt hat, muß es bei der Feststellung der Emzelnheiten ja recht korrekt hergehm. Amerika. Ueber die neue brasilianische Republik werden fortgesetzt die widersprechendsten Nachrichten verbreitet. Während die Regierung nach den Einen ein wahres Musterbild von Humanität und Weisheit sein soll, bezeichnen sie Andere — insbesondere die Londoner«Times"— al« eine Bande blutdürstiger Ungeheuer, welche das im Grunde königstreue Volk in eine schreckliche Anarchie stürzen. E« wird wohl noch einige Zeit dauern, ehe man in dieser Beziehung wird klar sehm können. Daß sie mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, da« beweisen nachträgliche Meldungen über den Auf- stand in Rio de Janeiro am 18. Dezember v. I., die jetzt über New-Bork hierher gelangen. Darnach find am Vormittag de« 18. Dezember eine Anzahl Royalisten, unterstützt von dem zweiten Arlillerieregiment, vor da« Palm« gezogen, nahmen die republikanische Fahne, die auf demselben wehte, herab und zogen die kaiserliche auf. Bald darauf marschirten Soldaten der provisorischm Regierung nach dem Schauplatz und da« Gemetzel begann. Die Ausständischen wurden rasch besiegt, die Anführer de« Aufruhr« verhaftet und die rebell wenden Sol- baten in die Kaserne«ingesperrt. Unter Beifallskundgebungen der Republikaner wurde die Fahne der Republik wieder auf- gezogen. Gegen hundert Kaiserlich« kamen dabei um oder wurden verwundet, 21 Anführer wurden auf Befehl der Re- gierung erschossen. Der Auftuhr entstand durch Unzufriedenheit der Soldaten mit ihrem Solde. Afrika. Ueber den Unfall Emin Pascha'«, dessen Zustand augenblicklich sehr bedenklich sein soll, geht der«Köln. VolkSztg." aus Sansibar eine Mitlh eilung zu, welche frühere Ver- muthungen durchaus bestätigt. Bei dem Festmahle in Baga« moyo brachten e« alle die Trinksprüche mit sich, daß häufiger getrunken werden mußte; nach Aufhebung der Tafel sagte nun Emin Pascha zu P. Girault: Man hat mich heute Abmd ganz au« meiner Gewohnheit gebracht; seit fünfzehn Jahren habe ich keinen Wein mehr getrunken, ich bin gar nicht mehr an diese« Gettänk gewöhnt und fühle mich darum jetzt gar nicht behaglich." Hierauf empfahl er sich, nicht ohne dem P. „3ch hielte eS nicht au« und würde mich eher er- tränken"; sagte Hanulka. Christine, die in einem Waschfaß daS Geschirr spülte, drehte sich plötzlich der Herdstätte zu, richtete sich kerzengrade auf, kreuzte die Arme über der Brust und starrte in'S Feuer. Um ihren schönen Mund zuckte e« krampfhaft auf und die dunklen Augenbrauen zogen sich finster zusanimen. Als Alle verstummten, sprach sie mit tiefer, schwerer Stimme: „Und dock hat auch diesen Menschen eine Mutter mit Schmerzen geboren, auf den Händen getragen und ge- wiegt..." Der Gast blickte auf, und sie scharf in'S Auge fassend, beugte er sich zu ihr nieder, so nahe, daß er beinahe ihr Antlitz berührt hätte. Sein Athem war kurz und pfeifend und leise flüsterte er ihr zu; „Paßt gut auf Euren Sohn, Euren HanS, mag er nie im Leben so unglücklich werden..." Die Frau schaute ängstlich und verwundert aus, doch begegnete ihr Blick dem seinigen nicht mehr, da der Mann sich schon gegen die Wand hin kehrte, an welcher hinter dem Tisch der alte Mikula saß. Dieser hatte bisher geschwiegen. Er schob seine Pfeife von einem Mundwinkel in den andern und nahm das Wort: „Gerecht! Auch Gott will nicht, daß wir für solche Menschen Mitleid hegen.... Gerecht! Pferdediebe, Plünderer, Fälscher und ähnliche Strolche haben uns schon zu viel Ungemach angethan! Plagen sich etwa die Un- schuldigen, damit diese Leute sich an ihrem Gute und gar an ihrem Blute weiden?.... Die Unschuldigen sollen vor Unbill Schutz und Sicherheit finden, und wenn es für schwere Sünden keine Strafe, Vergeltung gäbe,... nein, eS kann nicht, es kann nicht so sein!.... Gerecht! voll- kommen gerecht!" Der Fremde lauschte diesen Worten mit gespannter Aufmerksamkeit, ja seine Lippen sperrten sich unwillkürlich auf, seine Gesichtszüge schienen zu erstarren und nur die Lider zwinkerten leise über den matten, scheinbar er« loschenen Augen. Er lauschte, als der Alte längst zu rede« aufgehört, als erwarte er noch die letzten Worte. (Fortsetzung folgt.» mmm# Soztsle Ueberstlhk. A« die Metallarbeiter. Berufsaenossen! Die allge- meine Kranken, und Stei belasse der Metallarbeiter(Einge- schriebene Hilfskasse Nr. 29, Hamburg) ist wohl Euch Allen bekannt. Sie»xistirt bereits seit dem 1. November 1880 und hat zur Zeit 35 000 Mitglieder in 440 Verwaltungsstellen bei einem Vermögen von ca. 550 000 M. Wenn man die Wider- wärtigkeitm bedenft, welche gerade die Metallarbeiter sowohl in gewerkschaftlicher Beziehung als auch auf dem Gebiete der Krankenversicherung auszustehen und zu überwinden hatten, so ist dieser Erfolg immerhin zufriedenstellend. Er darf uns aber nicht genügen, denn die Zahl der Metallarbeiter unsere« Vater- lande«, welche un« noch fern steht, ist viel größer. So mancher Arbeiter mag e« namentlich in der jüngsten Zeit, wo eine Epidemie alle Theile unsere« Lande« durchzogen hat, empfunden haben, daß er nicht genügend gegen Krankheit versichert ist, um semer fomilie während seiner Erwerbsunfähigkeit den nothdürftigsten ebensunterhalt zu gewähren. Es ergeht deshalb an sämmt- liche in der Metallindustrie beschäftigte Arbeiter die dringende Mahnung, sofern dieselben da» 40. LebenSjabr noch nicht über« schritten haben, sich dieser gut fundirten Kasse anzuschließen. DaS BeitrittSgeld beträgt 1,50 M. Die Beiträge betragen m der I. Klasse 45 Pf., II. Klasse(jugendliche Arbeiter und Lehr- linge) 20 Pf. An Unterstützung wird gewährt in der I. Kl. 14,10 M. in der II. Klasse 6,30 M. pro Woche. An Be- erdigungsgeld wird Wählt in der L Kl. 60, 75 und 100 M., in der II. Klasse 48 M. Um nun allen Berufsgenossen Ge- legenheit zu geben, sich ihren Verhältnissen gemäß gegen Krank. hett versichern zu können, ist für diejenigen Metallarbeiter, welche noch anderweitig gesetzmäßig versichert find, eine sogenannte Zuschußkasse errichtet. Die Kasse führt den Namen«Vulkan, Zentralkranken- und Sterbekasse der Metall- arbeiter(E. H. 89, Hamburg)." Mitglied kann jeder in der Metallindustrie beschäftigte Ar- beiter werden, welcher nicht älter als 40 Jahre ist. Das BeitrittSgeld beträgt 130 M. Die Beiträge betragen in der 1. Klasse 35 Pf. pro Woche 2.« 30««« 3. 20 Die Unterstützung beträgt:" 1. Klasse 1,85 M. pro Wochentag, 11,10 M. pro Woche 2.« 1,60« ,,« 9,60« ,,« 3.» 1,05««« 6,30««« Die Unterstützung wird für die Dauer eines Jahres ge- währt und zwar 26 Wochen mit dem vollen und 26 Wochen mit dem halben Betrage. Jede« Mitglied, welche« sein BeitrittSgeld und mmdesten« 6 Woch-n lang nach seinem Beitritt Beiträge entrichtet hat, hat Anspruch auf Unterstützung und zwar für die Dauer von 13 Wochen. Jede« Mitglied hat nach 26 wöchentlicher Mitgliedschaft Anspruch auf die volle Unterstützung. An Beerdigungsgeld gewährt die Kasse: 1. Klasse 2. Klasse 3. Klasse nach 1 jähriger Mitgliedschaft M. 60 40 30 ,, 2««„ 75 60 40 « 5««« 100 90 60 Berufsaenossen! Durch beide Kassen ist Euren Bedürf« nissen hinsichtlich der Krankenverfichernna möglichst Rechnung getragen. Ihr könnt Euch w der einen Kasse, welche dem§ 75 de« KrankenversicherungSgesetzes entspricht, versichern und habt nicht nöthig einer ZwangSkasse anzugehören; seid Ihr aber durch daS Ärb-itSverhälwiß gezwungen, einer ZwangSkasse an- gehören zu müssen, und ist Euch die Versichetung in dieser zu wenig, so könnt Ihr in die andere Kasse und in die Klasse ein« treten, welche Euren Verhältnissen entspricht. Durch die Frei- zügigkeit, welche zwischen beiden Kassen eingeführt werden soll, wird ein weiterer Vortheil geschaffen. An Euch lieot e« nun, durch massenhaften Beitritt zu be- weisen, daß die Metallarbeiter den Werth der freien Zentral- lassen zu schätzen wissen, daß sie unter allen Umständen einer solchen angehören wollen. Manchem wird wohl auch durch andere Kassen Gelegenheit zur Krankenversicherung geboten. Wenn wir Euch aber.nun auffordern, den Zentralkassen der Metallarbeiter beizutreten, so geschieht das gewiß nicht au« zünftlerischer Engherzigkeit, oder weil wir dem Kastengeiste huldigen, sondern weil wir von der Ueberzeugung durchdrungen find, daß auch auf dem Gebiete der Krankenversicherung oie berufsgenossenschaftliche Organisation am zweckmäßigsten ist. vevscrttttttlungen. In Ni»dorf tagte am Dienstag, den 14. d. M, im Lokale des Herrn Barth» die erste Wählerversammlung. Dieselbe war so stark besucht(über 1000 Personen), daß lange vor Beginn die Tische entfernt werden mußten. Der Kandidat de« Kreise«, Herr W. Werner, zeigt« in einstündiger, oft von Beifall unter« brochenen Red« die Rathlosigkeit der gegnerischen Parteien, geißelte da« Verhalten der freisinnigen Partei in verdienter Weise und stellt« die konservative Partei, welche au« Agrariern, Zünstlern und Antisemiten bestehe, in daS rechte Licht; ferner schilderte Redner da« Verhalten der Kartellparteien während der letzten drei Jahre; die unerschwinglichen Laste», weiche sie dem Volk« aufgebürdet haben, die Verlängeruna der Legislaturperiode, und schloß mit dem Hinweise, die Wähler möchten dafür Sorge tragen, daß in Zukunft eine wahre Volksvertretung in den Reichstag gewählt würde.— Trotz mehrmaliger Aufforderung meldeten sich Gegner nicht zum Wort und wurde in den»weiten Punkt der Tagesordnung, Wahl eine« Zentral- wahlkomitee« von sieben Mitgliedern, eingetreten. E« wurden gewählt: Für Charlottenburg: H. Wernicke, Wilmersdorferstr. 42. « Wilmersdorf: W. Donner, Brandenburgstr. 14. « Schöneberg: G. Däumig, Hauptstr. 106. . w-i:| g « Johannisthal: F. Mielentz. « Köpenick: F. Ungering, Giünauerftr. 4. Hieraus wurde für Rixdorf ein au« 5 Herren bestehende« Lokalwahlkomitee gewählt: 1. Au,ust Schulz, Steinmetzstraße. 2. Fritz Zier, Faikstr. 46. 3. Kail Duldig, Prinz Handjerystraße. 4. Alex Senkbtel, Henmannstr. 90. 5 Albert Wurb«, Kopsstr. 52. Alle Genossen, welche gewillt find, bei den Vorbereitungen zur Wahl zu helfen, mögen sich an einen der Herren wenden. Nach Erlegigung der Wahlen wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozial demokralie geschlossen. Theater. Freitag, den 17. Januar. «pernhau». Dt« Luaenotten. Kchanspielhau». Erich Brahe. zeFing-TH-at«». Der Zaungast. Neutsch«« Theater. Arie« im Frieden. KerUtter Theater. Der Vnlchenftcfser. Friedrich- Withetmstädtische« Theater� Der anne Jonathan. Wallner-Theate». Ultimo. Nestdent-Theater. Die arme Löwin. Uictoria-Theater. Stanley in Afrika. Kroll'» Theater. Der Königsgardist. Kellealllance- Theater. Der Fleck auf der Ehr'. Ojtend-Theate». Maria Stuart. Königstiidtijche« Theater. Der jüngste Lieutenant. Gentrat-Theater. Berolina. Adolph Gruft-Theater. Flotte Weiber. Reich» hallen- Theater. Gr. Spezialitäten� Vorstellung. Kanfma«»'» Kartete. Gr. Spezialitäten Vorstellung. Gedr. Nichte»'« Kartete. Spezialitäten- Vorstellung. Alhambra-Theater, Wallnertheaterstraße 15. Mit neuen«oftüneen u Dekoratteueu: Amorina, die Marmorbraut es Zauberschauspiel in e. Muftk von Ui�Bildern von% Wiede. Theodor Franke. Eutree 30 Pf. SÄ."ZI I. Balkon 5« Pf. II. Batten 40 Ps. ,e. Anfang Wochentags Uhr. Sonntags Anfang des Concerts 6 Uhr, der Vorstellung Uhr. Montag, den 20. Jan., neu einstudirt: Die Waise aus Lowood. American-Theater. Dresden erftraße 55. Täglich Vorstellung.[1365 Renz« Karlstrabe. Heute, Freitag, den 17.Jan., Abends 7t Uhr: Auf vielfelttges Verlangen: Die lustigen Heidelberger, oder: GW Ktudeutenausftng mit Aindernisse«. Grobe Origrnal-Pantomrme. Agat, arab. Vollblut, drrfs. u. vorgef. v. Herrn tranz Renz. Auftreten der Schulreiteiin Frl. ephora. Königs qua drille, geritten v. 8 Damm, 8 Herren. Auftreten der vormgl. Reitkünftle- rinnen und R* IX*. S M.- 10 Uhr A Kaiser-Panorsm«. '%riby «HSv Zum ersten Male: — nimiA— Eine Wanderung auf der Insel «üae«. Zweiter Eyclu«: Pariser«ellauSftelunz. Reis« Cr. Maj.««ist Hertha. Eine Reise 20 Pf., Kind nur t0 Pf. Abonv De« Genosse« halte ich meine WMell-Garderobe bei Bedarf best, empfohlen. «röstte«u»wahllvtl. Pr. vereinen PretSermähtg Adalbert ftr. 93. Steppdecken- 0/ föÖrif Emil Lefövre, 615 Berlin, Vrauieustraste 158. Gröbte Auswahl! W»ll-Atia«-Kt«pp- decke« imit. Handarbeit! 2 Mir. lang, blau, grün, bordeaux 7,50 Mk. Einzelne schadhafte Decken 3 und 4 Mk. Ilwstrirte Kreislist« gr.«. fr. Unser« Freunde und Genosse« Wilhelm BSumler zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal don- nernde« Hoch, dab die ganze Ziethenftrab« wackelt. Ob der Blaue wird Traute habe»? 788] Dt» Genosse«»»» Kchöneder«. Hoqtüan-, Glas-v-KlelvaMaam. Tisch- und Hängelampen empfiehlt billigst C. Rahmlow. Lothringer»ratze 53, «» Aiseltheltt S)«t. Kohtalml» am hiesigen Platze bekanntlich[1653 Brässte Auswahl. »«amtirt ftche» dreme««»« Und all«. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sammtlich« im Handel befindlichen Roh« Tabake find am Lager. A. Boldsohmidtt, GdandanerdrKck» 0 am Hackeschen Markt. Allen Freunden und Bekannten die trau- rige Nachricht, dab am 14. d. MtS. unser treuer Genosse Leuls Hesse an der Proletarierkrankheit veistorben ist. Wir verlieren in ihm einen treuen Kämpfer für unsere gerechte Sache. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19., fiüh um 9 Uhr, vom Trauerhause KaulSdorfer Weg Nr. 2 aus statt.[793 Die Köpenick«» Genosse». Restauration mit Garten und 2 Kegel- bahnen z. v. bei Förste», V. d. Sualauer Thor 18. Altge«. MriftMer-UersMAlW am Freitag, den 17. Januar, Abend« 8 Uhr, in Jordan s Salon, Neue Grünstr. 28. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten. 2. Diskussion. 3. Verschiedene«.[785 Die Kommission. I. A.: 6, Reinoke. Fachverein der Kernmacher ««d verwandter Kernfogen. Kerlin»«nd Umgegend. General-Versammlung am Gonnabeud, den 18. d«.. Abend« 3H Uhr, im Lokale de« Herrn Gnadt, Brunnen ftr. 38. Tagesordnung: 1. Jahresabrechnung. 2. Kassen- und Revisionsbericht. 3. Neuwahl de« gefammten Vorstandes. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordrung halber werden die Mitglieder ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. 783] De» U-»stand. Die««»gäbe der vivliothekSbücher findet in der Versammlung statt und wird darüber weiterer Besch lub gefabt werden. Kaattats-Uerei« f. Ardeiter deidertei Geschlechts(e. H. 85). Sonntag, den 26. Januar, Nachm. 2 Uhr, in Feuerstein s Restaur., Alte Jakob str. 75, General-Versammlung. Tagesordnung: I. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Kafsirer« pro 1889. 3. Bericht de« Ausschusses. 4. Wahl des gesammten Vorstandes und de« Ausschusses. 5. Verschiedene Kassenangelegenheiten.— Mitgliedsbuch legitimirt. Sämmtliche männliche und weibliche Mitglieder rnd hiermit eingeladen.[789 De» vorstand I. A.: P. Hundt. Wmck her Mer Berliv. Souutass, de« 19. Januar, Vormittag« H Uhr, Dresdeuerftratze 96: Mitgl.-Versammlung. Tagesordnung: Bericht über die Vorlag« der Kommission in der Rüstungsfrage: Bericht über die Vorlage der Lohn- und Arbeitsstatistik: Vereinsangelegen- bellen; Verschiedenes und Fragebeantwortung. Ausgabe der Billets zum Maskenball wie zum Besuch der Urania. Der K-rstand.[780 Für die Winz! ietiMntkt! [782 Kmken- null SterbeW der Metallarbeiter(s.H. 2», Hamburg) und Tnlkan, Ceatral-Kraukev-v. Sterbe- Kaffe der Metallarbeiter (E. H. 89, Hamburg), befinden sich für verli» und UmgegenS folgende Zahlstellen: Solms- u. Barutherftr.-Ecke Restaur. Fantfeit. Teltower- u. Lankwitzftc.-Ecke„ Richte». Flottwell- u. Steglitzerstr.-Ecke„ Sande». Adalbertstrab' 4, Herschleb. Prinzen- u. Gitschinerstr.-Ecke« Henkel. Mariannenstrabe 46, Ltewal». Eisenbahnstiabe 7# Lehmann. Fruchtftrabe 53 Restaur. Zimmerling. Kleine Markusstrab« 10, Schlüte». Weinmesst erstrab« 6. Klitzke. Bergstrab« 36» Solle. Brunnenftrabe 118. Schulst. Lmdowerstrabe 23„ Schumacher. Reinickendoiferstrabe 54. Dill-r berg. Pankstr-b- 17 ,, Werne». Grüntbalerstrabe 6. Schm dt B rkenstrabe 24. vteck. Charlottenbmg, Spandauerstrabe 8 bei SchMt. Tewpelhos, Berlinerstrabe 79 bei Seefeld. Tegel, Schönebergerstrab« 1 bei Heinrich. Reinickendorf, Scharnweberstr. 116 der Herkt. Rixdorf, Bertinerkrabe 49 bei Hillert. Beitrittserklärungen und Beiträge werden da- selbst jeden Sonnabend Abend von 8— 10 Uhr entgeaengenommen. Die Vereinigte« Grt-o-rmaltnnge«. Alhtmg, Wkimthtt! z-nntag, den 19. d. M., Vormittags von 3 bis 10 Uhr, findet der gOftPAß für uns in der(Moabit) statt. Im Besitze de« Kasftrers E. G ö p f e r t, Neanderftrabe 6, Hof I, befinden sich noch 90 Billets a 20 Ps. Wir bitten die Kollegen, sich zu bemühen, die Billets zu verkaufen, da die nicht verkauften Billets der Vereinskasse zum Verlust fallen. Auch Damen können theilnehmen. 791] De» vorstand. I Große allgemeine Wähler-Wersammlunj am Freitag, den 17. Jan., Abends 8 Uhr, im Kölsmifche» Krauhanse, Landsberger All« Ä Tages-Ordnung: i. Wahl ewes Zevtral- Wahlkomitee's. 2. Die bevorsteheade« Reichstags-Wahle». Referent: Arth«» Stadttzage«. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. E« ist Pflicht eine« jeden Wählers, zu erscheinen. _ Der Einberufw** Große öfentMe Detfammltuig der Ludwig Löwe'schen Arbeite am Freitag, den 17. d. M., Abends 8 Uhr, in der Uniousbraurvei, Hasenhaide 22—31. Tages-Ordnung: i. Berichterstattung der Iwolfer-Kommissto«. 2. Diskussion. 3. Verschiedeues. «• ist Pflicht eine» jeden Kol, gen. pünktlich t« erscheinen. Die Zwölfer-Kommissioii' Außerordentl. Ällitglieder- Versammlung des Wiereiis der Airmr- mi> AmWeiftt W am K»««tag, den 19. d., Vorm. 10h Uhr, in OelgmOller's Salon, Alle Jakostr. Tage«- O r o n u n g: 1. Besprechung übe» m>se»e materielle Lage. 2. Verfchiidene« und Fragekasten.— Jeder Kollege hat Zutritt. Um recht zahlreiche« Eisscheinen bittet % Unterzeichneter Vorstand bringt hiermit zur gefl. Kenntmb, dab der WtT Rerei« gewerblicher Hilfsarbeiter am 16 Januar d. I. einen A r 1» e i t s« a ch W r i s Skatttzerstr. 18 bei N:me#sohek eröffnet. Gute und passende Äröft« werden stets zur Verfügung stehen, da der Arbeit«� unentgeltlich für Mitglieder, und NichtMitglieder nur eine Einschreibegebühr von 1° zu zahlen haben. Um recht rege Benutzung desselben wird gebeten. Der N»rsta«d de» Vereins gewerbl. Hilfsarbeit»' _ Berlins und Umgegend. Soeben erschien: Die Keschichte der Erde. Von K. Kowweli. Heft 17. ch Hestt 80 Pfennige. Zu beziehen durch die Expedition, Zimmerstrab« 44. Soeben erschien: Heft 1-4: Wobert Alum «nd seint Zeit. Do« Wilhelm Liebknecht. 8. Auflage. Preis pro cheft 85 Pf. Wiederverkäuier erhalten Rabatt. Zu beziehen durch die Expedition, Zimmerstraese 4 Soeben erschien: Der wahre Zacob Hr. 91. Zu beziehen durch die Expedition, Zimmer. strahe 44. eämmtlloher Sorten. Größte Auswahl, billigste Preise. 1727 S. Elkhuyeen, Münzstratze 10. Empfehle mein Bierlokal sowie Arbeiter. Lesezimmer; sämmtliche Gewerkschaft«. Organe liegen au«. Emil Bähl, 548] Frankfurter Allee 74. m&nsM In keinem Haushalt sollte fehlen eiill Drima Mringma�� welche der beste WSscheschone» ist. Sophabezüge! Nest» von 3tz— 5 Meter lpottdillig. Emil Lottere, Granrentt». 158. Möbel, eigener Fabrik. Spmbi&. Polslerwaiirüü. Cr. Lager, bUL Preise, Emil Heyn, Brunoeuatr. 28, Hof pari. TheWs. nach Ueberelnkunft Ich gewähre wöchentliche oder wo*. 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O-v wegen Er- GeHalter für die Unierbeamten eingebracht und mn*" r 11,1'',tin betriffenden Titel an die Budgetkommisfion vchwalj»urvckgewiesm worden. Abg. Kinsrn« beantragt namm« der die Position �Booldungm der Post-Unter- »>li?'""P*»Wohnunglgeldzuschusi� unverändert zu de ,.suigm, und ferner die Anträge Richter und Ertger abzu Ow anzunehmen:»Dm Herrn Erwägung»u nehmen, ob nicht seamten eine Erhöhung zu unter. I.CL"' uno jemer vi ®™in und dm Antrag v. Uw an KjTa'anzlet zu ersuchen, in Srwögv 4»p« für die unteren Beamten r Aräsidmt v. zrvrtzom verliist einen vom Abg. Kalle nngebrachim Ar.irag, der die Regietung zur Em- ??«ung eine« RachtragSetoi« bis zur dritten EtatSderothung Pv�on � Zweck« der Eihohung« der �betreffenden Etat«- bi.i Abg. Dr. Kaumbach-Berlin(deutsch-seisinnig)?'ist durch Antrag angenrhn überrascht und wird demselben zu- W>mev, da e« darauf ankomme, möglichst rasch Abhilfe zu 1*� t" Zn dieser Beziehung oerdiene der Antrag Kalle ent- Zt.'tn Vorzug vor dem Kvmmiuß. Leider 1 der Kommissiontberathung der Vertreter de« Reich« V.lu � sich aus einen formell ablehnenden Standpunkt ge lür" Reichstag möge nicht auseinander gehen, ohne daß unteren und mittleren B-amten etwa« geschehe, derm j Äünftrge Lage notorisch sei. Eine Wiederholung feine« SeW®1* Quf einmalige Zuschüsse behält et sich zur dritten ""jS vor. a�.�'nalSfefretör de« Innern Dr. v. KoMchrr will im als Zweifel darüber lassen, daß die R-rchSregierung nach wie vor an der Arfcharu ig festhält: daß die e�t�?. Verhältnisse im Reichsbier ste, soweit sie al« unzuträglich er»-!?? und, demnächst nach Maßgabe der vorhandenm Mittel wüs. �'rden mühten. D"f' Erhöhung der Gebälter im Reiche ä", indeffm gleichen Schritt haltm mit der Regelung dieser ?,�sn Preußen, wie sie die gestrig' Thronrede in Aus siebt gestellt toinL t1"' dort eine angemeflene Aufb.sserung der Gehälter der die und llnterbeamim glückt ck»u Standr komme, wobei ertstPVning an dem Prirn'p festhält, daß alle Gehälter zu fei i.>«ien, für derm Erhöhung ein Bedürsniß vorhandm rrbö? auch da« Reich im Anschluß hieran mit Gehalt«- Wfc._ 8«n vorgehen. Die verbündet- n Regierungen habm bi« Hellt � A d'ium Beschluß darüber gefaßt, da zunächst festge- k" müsse, in welchem Maße die dou-rndm Deckung»« be.n„, d°sür vorhandm sind. Daß der Reichstag heute einm K'4«n formellm Beschluß sass.', sei an sich über wolle man e« jedoch ihun, so erblicke dre Reich«. K hitiung � ,jn(m folgen Beschluß lediglich die Bereitschaft �Reichstage«, ihr auf diesem Wege zu folgen. Ein- Zuschüsse, wie sie der Abgeordnete Dr. Baumbach dei! »ach ,5? Hobe, feien bedenklich. Eine richtige Politik müsse, a°»ii! m a'�?!?eszeugung, dahin gehm, daß nicht mit ein- Äeh.i,,.�o>chussen gewirthschaftet, sondern mit dauernden baß hi.« �dungm oorgega�gm werbe. Sc hoffe zuversichtlich, Haft»)Ur uächste EtatSjahr möglich sei. Leb die Sfbl' iS""«(oatl.) bittet um Annahme seine« Antrag«, da r»khw!®�?uug wohl in der Lage sei, bi» zur dritten StatSbe- forderlichen Rachtragtetat aufzustellen. daß i*" Ringer: Ohne Uebe hchung kann ich e« wohl sagen, •Bg»nMii,no""'u« pcl tischen Freunde efl find, weiche die jetzt iUirkt hJ! uuv kannte Nolhwendigkeit der GehallSaufbisserung »hq» habm. Der Re-chSkanzler hat einmal gesagt, daß '" ilm'L®0i'c!betrofraten die Sozialresorm nicht zu Stande mm wäre: dasselbe könnte man auch von der bevor- rh�'"'»*«: dasselbe könnte man 0tt Ann �»t«aufbesserung sagen. Ja der Erwartung, daß ii'bm«alle, dem wir auch zustiunnm, angenommen wird, daß h;,?11 unseren Antrag zurück. BeachtmSwerlh ist aber, die S>'■et Antrag erst in dem Moment gestellt ist, wo auch ihr bisherige« Schweigen gebrochen hat. Die -tp eVL"l'n"«benfin, von denen der Herr Staatsfekretarr ge- Positiv, dat. find im Reiche nicht vorhandm. Wenn man die »itsit, cn.fü« die Getreidezölle und die Posteinnahmen richtig $flr:,ri„. W0'* die Mittel vorhanden. Wenn auch die - darieien mit einer gutm Parole über die ausgewirkt« .(3.nt) ist mit b-m Kg## j'tzt für Aufbesserung der Unterbeamtm Sorge getragm werde könne. Die Debatte wird geschlossen. Zur Geschäftsordnung bittet Abg. Dr. Kuntnliach(bfreif.), daß auch der Antrag Richter an die Kommission zmückoerwiesm werde.— Da« Heu« beschließt, daß die Anträge v. Ow, Richter und Kalle zur nochmaligen Berichterstattung an die Budget. Kam Mission verwiesm und genehmigt die betreffmden Positionen. Unter den einmaligen Ausgaben de« ordentlichen Etat« werben zur Vergrößerung de« Postgrundttücks und zur Her. stellung eines nme« Dimstgebäude« in Frankfurt a. M. al« dritte Rate(erste Baurate) 535 COO M. gefordert. In dem neuen Postgebäude sollen auch sie erforderlichen Räume für ein Absteigequartier für dm Kaiser hergerichtet werden. Dieser Titel war an die Kommission zmückoerwiesm wordm. Die Kommission beantragt nunmehr, statt der geforderten Summe nur 235 500 M. zu bewilligen, die Bewilligung der ersten Baurate ad« bi« zum nächsten Jahre zu vecschubm. Staatssekretär». Ktepstau: Drei Gründe wurden in d« Kommission gegen die Forderung vorgebracht. Einem Theil erschien der Bau überhaupt zu groß angelegt und zu kostspielig, Andere hielten dm Bau nicht für so dringlich, und wieder Andere glaubten, daß mit 200 000 M. für einen Neubau doch nicht viel au«zurichtm sei. Was den letzteren Punkt betrifft, so habe ich ollm Anlaß anzunehmen, daß mit einer Summe von 200000 M. dm dringendsten Uebelständen abgeholfen werden kann. Es können dafür Hinteraebaude errichtet werdm al« Erlotz für die jetzt bedrohtesten Räume de« Telegraphen- und Packrtwesen«. Nach dm Eingaben de« F ankfurt« Magistrat« und der Handeltkamm« können wir unmöglich bi« zum nächsten Mint« in dm bisheriam Räumen bleiben. Wo« die Bedenken gegen die Vorlage de« Baue« betrifft, so haben Se. Majestät Allerhöchstihre Entschließung dahin gefaßt, auf die H'rstellung eines kaiserlichen Absteigequartier« ia dem neuen Reichspostgcbäude in Frankfurt üb«daupt verzichtm zu wollen. Dadurch wird ja die ganze Sachlage außerordentlich vereinfacht. S« muß ein ander« und selbstverständlich verein- facht«, wenig« kostspielig« Plan aufgestellt w«dm. Daß da« bi» zur dritten Seiung nicht mehr möglich sein wird, liegt auf d« Hand. Wohl aber kann der Bauplan zum nächsten Reichstage fertig gemacht und derselbe zur Genehmigung unterbreitet werden. Da« verhindert aber nicht, daß dies« Reichstag 150 bi« 200 000 Mark zur Erbauung von Hintergebäuden bewilligt, die Nothwendrg. keit diese« Neubaues geht au« den erwähnten Eingaben klar hervor. Da« jetzige Postgebäude ist 163 t erbaut, wieberholt umgebaut wordm und im hohm Grade baufällig. E« befinden sich unter dm Dimstiäumen Abtritte, Kanäle und Senkgruben, die Trrppm find eng und von Holz und fmergefährlich, die Diensträume �u mg und ungesund. Die Temperatur ist so ungleich, daß m ewigen Zimmern am Fuße 8 Grad, am Kopfe 18 Grad R. vorhandm sind. In dm mgen Abfertigung« räumen muß da« Publikum außergewöhnlich lange warten, so daß die Hausknechte sich daran gewöhnt haben, daselbst ihr Frühstück zu verzehren. Kurz, die jetzigm Zustände find äußerst gefahrdrohend und nicht läng« zu ertragen. Ich kann Sie also nur bittm, die Summe von 150 bi« 200000 Mark vorb-baltlich der Genehmigung d« vollständigm Bausumme zu bewilligm. Abg. Nichte»: Nachdem durch dm Verzicht auf da« Absteigequartier de« Kaiser« w dem Postgebäude der Haupt. arund, weshalb wir diese Position beanstandet habm, in Weg. fall gekommen ist, find wir gern bereit, d« Poftverwaltung m Bc�ug auf die beschleunigte Herstellung ewe« neuen Post- gebäude« entgegenzukommen. Wmn e« auch bei d« zweitm Lesung schwer möglich ist, alsbald eine Formulirurg zu finden, um neben tem Erwerb de« Grundstücke« auch schon eine be- stimmte Baulumme zu norn rren, so wird sich doch vielleicht bi« zur dritten Becothung eine Form ulimng finden lassen, daß wir schon in diesem Jahre eine Summe flüssig machen zur Einheaunz de« Bauplatze« und zur Herstellung der Hint«. gebäude, vorbebastliib der lpüterm Genehmigung der Pläne. Abg.». Mrdetl-Malqow: Meine Freunde waren der Meinung und sind e« noch, daß d« jetzige Etat bereit« mit starken Äntorderungen an die Steuerzahler belastet ist, und daß e« sich empfiehlt, wo e« irgend möglich ist, die AuSgabcn herabzu- sitzen und mlndestm« aus bessere Zeiten zu verschieden. Wären die Uebelstände in Frankfurt wirklich so schlimm, dann hätte die Reicht-Post Verwaltung schon vor lang« Zeit mit Forde rungm zm Besserung solch« Verhältnisse b«vortretm müssen. (Sehr mah! recht«) Da« Hotel de Rulsie wird zum 1. April vollständig frei, und in diesem großm Gebäude konntm vir- jenigm Einrichtungen getroffm w«dm, welche auf ein Jahr d« dringenden Roth abhalfen. Für meine Freunde war d« von Herrn Rubi« in den Vord«grund gestellte Gr>md nicht maßgebmd m d« Kommiision. Wir warm im Gegmlheil vollständig bereit, Sem« Majestät dem Kais« auch rn dem neuen Postgebäude ein Absteigequartier zu gewährm. Ich kann Sie nur bittm, e« bei dem Vorschlag d« Kommission bewenden zu lassen.(Beifall reckt«) Direktor im Reichspostamt Fische»: Uebelstände bei dem Postgebäude in Frankfurt bestehm aderdings schon seit länger« Zeit, ab« die ReichSpostonwaltung hat nicht auch nur einm Tag veriäumt, um die«forderlichm Schritte zur Abhilfe zu thun. S« bedmste langwierig« Berhandlungm, ehe e« gelang, dm Besitz« de« Nachbarhauses»um Verkauf seine« Hause« zu bewegen. Nachdem diese« geschehen, hat die Verwaltung nicht gezögert, die«ford«lichm Mittel vom Reichstag nachzusuchen. Wir babm nicht«»«säumt, um die schwierige Aufstellung d« Baupläne möglichst zu beschlmnigm. Der Vorwurf de« Vor- redner«, baß die Vnwalwng nicht schon früh« mit ihren For- dnungm hervorgetreten ist, trifft also nicht zu. Die«ste Baurate wird nach dem Antrage der Kommission gestrickm. Beim Etat de« ReichS-Jnvaliden-Fond« bemerkt�(nl.): Wie bei dm Pmsionen für die Oifijiere und Militärärzte hat sich auch beidmhi«m Frage kommenden Pensionen ewe nme gesetzliche Grundlage al« wünschenS- wertb heiausgestellt. Die Mutheiluna de» KnegSmwister« in d« Budgetkommisfion, daß eine betreffende Novelle in Borde- reitung sei, habe ich deshalb mit Freudm begrüßt. Vielleicht lassen sich in derselben auch gleich die Urebmheitm beseitigm, die bezüglich de« zugefichertm Mwwialewkommen« für Militär- Personen, die in eine Zivildienstftellung übergehen, noch immer bestehen. Denjenigen, welche den Kneg von 1870/71 mitgemacht habm, ,st ein Mmwialeinkommm von 1200 M. zuge« sichert, während die Anderen mit 750 M. aufkommen können sollen. Je mehr die Unfalloersicherung fortschreitet, je Hess« so die Invaliden d« Arbeit gestellt werdm, desto mehr ist e« Pflicht auch für Diejmiom, die für da« Vataland ihr Lebm eingesetzt habm, angemessen zu soram. Gmeralmajor». Kpitz: Die Militärverwaltun, kann dem Vorredner für seine Anregung nur dankbar fein. Die ansang« seltsam«scheinende Thatsache, daß die Jnvalidm, welche dm Krieg von 1870/71 mitgemacht habm, durch ewe Novelle von 1874 bess« gestellt finv, al« die spät« invalide gewordmm Militärvnsonm, findet ihre Erklärung in dem Umstände, daß in d« rogmannten Gründerzeit die Personen, au« denen sich uns« Untero�fijinkorp« rckrutirt, anderswo lohnendere Befchäf« ligung fanden, als wenn sie ihre Zeit ausdimtm, um die Be- rechtigung de» ZivrlversorgungSschelne« zu«langen. Um dem Mangel an Unterosfirrerm vorzubeugm, der durch dm zahl- reichen Abgang der Leute entstand, wurden damals aus Reichs- Mitteln die erhöhtm Pensionen bewilligt. Es war da« mm nur ein rem praktische« Mittel, um einem Nothstande abzuhelfen. Jude« hat mit dem Vorredner heute auch die Militär« Verwaltung die Ansicht, daß die anderen Sätze den heutige» V«hältnissm nicht mehr mtsprechm. Soveit e« in ö« Macht d« Militärverwaltung liegt, ist in einem w Ausarbeitung begriffenen Entwurf auch bereit« eine Abhilfe in« Auge gefaßt, wdem die Mwimalsätze höher gerückt werdm. E« fragt sich ab« noch, welche Stellung die Reichkfilianzv«waltung und die anderen betheiligten Be- Hörden zu der Sache rinnehmm werdm. D« Etat wird bewilligt. Zu dem Etat de« Reichsschatzamts liegt ein An- trag Broemel und Genossen vor, die verbündetm Regierungen zu erfuchm, in Zukunft alle Abänderungen de« amtlichen Waarenverzeichniffe« zum Zolltarif mindesten« vi« Wochen vor J-.krafttreim derselben vollständig im»Zentralblatt für da« Demfche Reich*»u neröffmttichm. Abg. Krömel(dsreis.): Gegen da« amtliche Waarmv«- zrichviß, und betonder« da« neueste, sind eine große Anzahl von B sch werden gelührt worden, und da« Hau« bat in der vorige» Session dieselben auch anerkannt und dm verbündetm Regierungen zur Erwägung üb«wiesm. Eine Entscheidung ist aber noch nicht erfolgt. D« He« Schatzsekretär hat sich früher daraus berufen, daß zu seinem Bedauern die Fertigstellung de« Verzeichnisse« vor anderthalb Jahren sich»«zögert Hobe, ich muß aber doch hervorheben, daß in diriem Falle seitens de« BundeSrathe« keineswegs mit der Rücksicht ver- fahren wordm ist, auf welche die Gewerbetreibenden Anspruch haben. Mehr al« zwei Monate find nach der Beschlußfassung im Jahre 1888 v« flössen, ohne daß der Bundesrath die Bor- öffmllichung de« amtlichen Waarenverzeichnisses vornahm. Alle Parteien warm einig, daß ein dringende« Bedürsniß d« Abhilfe vorliege, und ich bitte, meinen Antrag möglichst einstimmig anzunehmen. Staatssekretär vo« Maltzah»: G miß ist e« wünschm«- w«th, Abänderungen de« amtlichen Waarenverzeichnisses so früh wie irgend möglich zur Kmntmß der Betheiligten zu bringen. Deshalb ist auch 1888 die Publikation de« amt- lichm Waarenve- zeichnisse« schon am 1. Juni erfolgt, während e««st am 1. Juli w Kraft trat. Der Zeitraum zwischm d« Publikation und dem Jnkrafttretm war also groß genug. Die Verzögerung der Publikation de« im März gefaßten Be« schlusse« de« Bundesraths bis zum l. Juni lag an d« Schmie- keit dn Dincklegung, da bei v« Bedeutung de» Werke« die „,------- M � v* größte Sorgfalt'unL' mehrfache Revision nöthig wm. Bez der Abänderungen de« amtlichm Waarenverzeichmsse« da« bi»h«ige««fahren d« Bekanntmachung derselben Bezüglich . sses wird .,....... Bekanntmachung derselben auch in Zukunft beibehaltm werben. Sollte eine vollständig nme Herausgabe de« amtlichm Waarenverzeichniffe«, wie vor zwei Jahren, wieder nöthiq sein, so hat man bisher dm W-q gewählt, diese« ganze Buch nicht w extenso dem unhandlichen »Zmtralblatt für da« Deutsche Reich* brizufügm, und diese« Verfahren empfiehlt sich auch au« Zw-ckinäßigkeitS�ründm. Allerdings wurde eine Anlage de« Zentralblatte«»n dies« Stärke dem Publikum m-hr auffallen, al« eine Notiz, daß da« Buch«schienen und wo t« zu haben ist, aber für praktische Zwicke reicht da« letzt«« in der Thal au«. Gegm die Fest- setzung ein« bestimmten Frist von vier Wochen habe ich gewisse Bedmkm, e« kann irgend eine Abänderung»et amtlichm Waarmverzeichnisse« nöthig wndm, derm Jnkrafttretm schneller «folgen muß. Deshalb ist e« wünschenSwerth. daß d« Reich«- tag dm Antrag ablehnt und sich damit begnügt, daß mir in Zukunft wie blSh« bestrebt sein w«den, so früh wie möglich die Abänderungen zur Kennwiß d« Betheiligtm zu bringen. Will der ReichStaz ab« die Resolution annehmen, so habe ich natürlich nicht dieseldm erheblichm Bedmkm dagegen wie gegen den früheren Gesetzmtwurf. Abg. Kultzjch(dk.): In d« jetzigm Form haltm wir dm Antrag für empf.hlenSwertb, weil« geeignet ist, Zweifel und Mißstande zu beseitigen. Obwohl Zollerhöhungen eigentlich nur durch Gesetz eintreten könnm, find solche doch lediglich du�ch V- ränderung de« amtlichen Waarenverzeichmsse« möglich. So find die KokoSmaitenfabrikantm dadurch benachihe-ligt, daß die bisher zollfrrim KokoSgarne auf Antrag d« vereinicitm Seilerinnungm in.eine and«e Position gesetzt und mit Zoll belegt wurden. Die Fabrikanten«hielten davon erst Kenntniß, al« sie dm Zoll bezahlen mußten, konnten sich also vorh« nicht durch Einrichtung ihr« Preise schadlos halten. Davor kann die Handeltreibenden der Antrag Broemel bewahren. Wir stimmen also dafür und hoffen, daß auch die Regierung demselben ml- gegmkormnen wird.(Betfall rechts.) Abg. Mitte(dfr.): Die Annahme de« Antrage« und ein Entgegenkommen der Regierung wäre wirklich wüaschen«w«th. E« wird ganz ungerechtf«tiat« Meile et« ünterfAi-h»mif*»« ganz ungerechtfertigt« Weise ein Unterschied zwischm gebrgenm und gewundenm Reifenstäbiu, zwischen Fußboden- iheiieu und solchen, die den Faßbauch bilden, gemacht, und da« früher zollfreie Fuselöl soll mit einmal al« Branntwein einm Zoll von 20 M. bezahlen, obwohl e« nur der Rückstand au« der Branntwemfabrikation ist. Petitionm von Fabrikant«! dies« Sachen find in der vorigen Session d« Reo-erung üb«wiesen worden, welche aber nach dm un« am 22. Oktober v. I. mit- gethriltm Entschließungm de« Bundetraih« auf Beschlüsse de« Reichstage« sich damit noch nicht befaßt hat. Ich frag« dm Herrn Schatzsekretär, ob seit dem 22. Oktober über diese Petitionen eine Entschriduna aetroffm ist und in welchem Sinne. Staatssekretär». Maltzastn: Die verbündeten Regie« rungen habm nicht die Sache er-isach liegen lassen, sondern im Gegerithril sehr eingehend darüber hin und h« verhandelt. Die Verhandlung n sind aber bi« beute nicht zum Abschluß gekommen. Speziell in Bezug auf Fuselöl decken sich die au« dm Kreisen der Interessenten un« zuzegangmm Ausführungen keineswegs mit denen de« Vorredner«. Beschwerden können nach Lage dn Gesetzgebung sich nicht gegm falsche Anwmdung de« Waarmverzeichnisse«, sondern nur gegen eine solche de« gesitzltch festgessellten Tarife» wenden. Neb« die Subsumirung einer ganzen Re-H« von Artikeln kann man nm unbestreitbar verschieder.« Ansicht sein.(Sehr richtig! rechtZ) Eine offen t« liehe Kritik der Verfügungen de« Burfdesraih« pflegt aber nur dann einzutretm, wenn«ne Hinaussctzmu eine« Attikel« stattgesunden, niemal« ab«, wmn durch fische Klassifikation ein Gegenstand zollfrei gelassen ist. Die Behauptung de« Vor- tkdr««, laß eine Reihe von Entscheidungen mit dem ktarea Inhalt des(BcfefecS n'Ät im E n'lang stehen, muh ich ent- schieden zunickweistN. Die Jntnessenten hatten zum Studium dcr letzten Aenderunz-n des Waarenverzeichniss-S volle vier Woch'N Ze t. Abg. Ktruckma«« bittet um Annahme der Resolution Brömel; es Hab« große Nachtheile für die Interessenten, wmn fte potzlich vor einem veränderten Waaienvcizeichniß ständen. Wün'cdenSwerth wäre ferner zu erfahren, ob über den Antrag deS ReichSta es aus der vorigen Seffton auf Schassunq eine« RcichstacifamteS seitens de» BundcSrathS schon ein Beschluß �Abg. Goldjchmidt(bfr): Die plötzliche Einführung oder Erhöhung von Zöllen ist für einzelne Jndustrnn von den schwer- wiegendsten Folgen. Faßbodenlheile wurden bis 1. Juli 1888 mit 20 Pf., von da ab plötzlich mit einer Mark Zoll belegt. Die Folge davon ist ein starker Rückgang der Böltcherindustrie. Die Ausfuhr ist bedeutend zurückgegangen. Ich möchte die hohen verbündeten Regierungen bitten, du Eroberungen über diese Zollsätze zu beschleunigen. Eine Entscheidung darüber könnte doch nicht schwer sein, eS handelt sich nur darum, od diese Faßbodentheile mit der Säge oder der Axt herpestellt find. Ist elfteres nicht der Fall, so glaube ich, die Erhöhung de» Zollsatzes lag nicht im sinne der Gesetzgebung. Auch in Betriff de» Senfsamens, welcher plötzlich mit einem Zoll von zwei Mark belegt worden ist, bitte i* die hohen verbündeten Regierungen Rnnedur eintreten zu lassen. Staatssekretär t». Maltzah«: Alle angeregten Fragen find thatsächlich noch nicht zu einer solchen Klarheit gediehen, baß wir bereits mit einer Aenderung des anrtlichen Waare» Verzeichnisses haben an die Oeffentlichkeit treten oder definitiv davon Abstand nehmen können. Die Dinge liegen mcht so einfach, wie die Herren sich �vorstellen. In Bezug auf die Faßbodentheile z. B. kommen Fälle vor, wo die Bretter nach einer gewissen Vorbereiiuna des Holzes in der Längsrichtung gespalten oder geschnitten sind. Gehören solche Bretter in die Kategorie der mit der Säge oder der mit der Axt behandelten Hölzer? In solchen Fällen ist auch nicht der Reichskanzler oder sein Ver- treter, der Schatzsekretär, im Stande, ohne Weiteres zu ent- scheiden, sondern muß! sich erst ins Benehmen setzen mit den Zollverwaltungen Pieuß ns u. s. w. In Bezug auf das Reichstarifamt hat der Bundesrath Ende November v. I. be- schlössen, auch der letzten Resolution des Reichstages in lieber- einstimmung mit seiner früheren Stellung eine Folge nicht zu geben. Der Antrag Brömel wird hierauf fast einstimmig ange« nommen. Bei dem Kapitel �Dispositionsfonds des Kaisers" zu Gnad nbewilligungen aller Art 3 Millionen Mark weist Abg. Kühl auf einige Fälle hm, in denen bedürftigen In- validen, die freilich einen Rechtsanspruch nicht hätten, eine Gnadenunterstützung aus diesem Fonds nicht zu Dheil gewor- den, und bittet um möglichst entgegenkommende Behandlung derartiger Invaliden; auch Kinder von verstorbenen Militär- Pensionären sollten aus diesem Fonds unterstützt werden. Da» Kopilel und der Rest des Etats des Reichs- Schatz« amts werden bewilligt. Der Etat der Reichsschuld wird ohne Debatte ge« nehmiat. Bei dem Etat der Allgemeinen PensionS« fonds weist Abg. Atruckmau« auf die Nothwendigkeit einer Ambe- rung d»S PenfionSgejetzrS für die Offiziere und Unteroffiziere hin. Zur Zeit wird denselben, wenn fie in ein Zivilbeamten- verbälimß treten und wenn ihr Gehalt mit der Pension ihre früheren Bezüge als Militär» überschreitet, ein Abzug von der Mititärpenfion gemacht. Darin liegt eine Härte sür die Offi« zier« und zahlreiche Untrrosfizure. Der StaatSsekreiär von Bötticher hat diese» auch impllcite anerkannt, indem er neulich auf die Anfrage des Abgeordneten Baumbach, betreffend die definitive Anstellung der Hilf»- ardeiter beim statistischen Amt darauf hinwies, daß man von dieser Anstellung nur deshalb seltener Gebrauch mache, um die dort zahlreich angestellten Offiziere nicht in ihrem Ein« kommen zu kurzen. Im KiiegSministerium fei eine entsprechende Vorlage ausgearbeitet worden. Hoffentlich werde dem nächsten Reichslage diese Vorlaar zugehen. Staatssekretär v. Maltzahu:'Ich möchte auch die Kehr- seile des Gegenstandes hervorheben. Es handelt sich hier um Summen, die sehr hoch in die Millwnen hineingehen. Sie ?aben hmte noch die Erhöhung der Beamtengehäster warm be- ürwortet. Welchem würden Sie den Vorzug geben? Der Erhöhung der Gehälter der noch in Dienst befindlichen oder der verabschiedeten?_ Kriegjmimster». Uerdy du Neruois: Wir werden mrt Freuden den Tag begrüßen, wo die Finanzlage des Reiche» es gestatten wird, die ausgearbeitete Vorlage vor dem Hause zu vertreten. Es handelt sich hier aber um eine Erhöhung des MrlrtäretatS um nahezu 10 Millionen Mark, wovon der größere Therl auf die Untero fizrere und Mannschaften entfallen würde. Wrr werden stets drssen eingedenk sein, daß wir die Pflicht {laben, sür die au» unserer Mitte scheidenden Kameraden zu orgen und Ungerechtigkeiten zu beseitigen.(Beifall rechts.) ' Der Etat wird bewilligt. Die Erledigung der Emnahmekepitel: Matrikularbeitrage und Anleihe, sowie die zweit« Berathung deS Etats- und An- ltihegesetz'S werden von der Tagetar bnung abgesetzt. Schluß 5 Uhr. Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr (Dampfervorlage.) At-geordneteichau». 2. Sitzung vom IS. Januar 12 Uhr. Tm Mmistertisch«: Herrfurth, von Scholz, von G o ß l e r. P äfident v. gtSUtv giebt dem Hause Kevntniß von den seit der vorigen Seifion des Landtage« verstorbenen Mit« S liebe n des Hauses. Da« Haus ehrt deren Andenken durch i: heben von den Sitzen. Der erste Gegenstand der Tagesordnung ist die Wahl der Präsidenten und Schriftführer. Abg. Kteug»!(sreik.) beanttagt, da« Präfidium der ver- gangenen Session dmch Zuruf wiederzuwählen. Da« Lau» ist damit einverstanden und wählt zunächst den Abg. v. Köller zum ersten Präfideriten de« Hauses wieder. Derselbe nimmt die Wahl dankend an. Wiedergewählt werden ferner der Abg. v. Heeremann zum ersten, Abg. von Benda zum zveiten Vizepräfidenten; ebenso die Schriftführer, womit da« Haus konftnuirt ist. Jinanzmmister v. Kch-l,: Durch Allerhöchsten Erlaß ist mir der Auftrag geworben, dem Hause den StartShauS- haltS-Etat für das Jahr 1890/91 zur Beschlußfassung vrrzu- legen. Ich erlaubt nur, diese Vorlage mit einigen erläutern- den Bemerkungen zu begle-tm, um derselben eine unbefangene und wohlwollende BnirihellMg vorzubereiten. Nach den bis- her gen achten Abschlüss n ist Die Reai.rung zu ver Hebenru- oung gekommen, daß die Finanzlage de« Staate» eme gunstige Ft. Dieselbe stellt fich auch für da« laufende Jahr°I« eme günstige dar, mahnt aber dennoch für du Zäunst zur Vorsicht. Erstatten Sie, daß ich da» näher darlege. Da« Jahr 1886/87 hat einen Ueberschuß von 4 Millionen, da» Jahr vorher da« Segen hat einen solchen von 96 Millionen ergeben. Darnach mute em erheblicher Rückgang angenommen werden. Dem ist aber nicht so. Der Uederschuß de« Jahre« 1888/89 würde sich auf ca. 70 Millionen belaufen, wenn nicht m diesem Jahre die Emzahwng beim HmterlegunosfondS du Auszahlung um über zwei Millionen Mark über» schrillen hätte und dadurch die EtootSschuld um so ,ul erhöht worden wäre. Da« J-hr.1887/88 hatte«wen Uebeischuß von 50 Millionen ergeben. Für das laufende Jahr werden emen Mehrüberschuß über den Voranschlag ergiben: die Jorstverwaltung von etwa 6 Millionen, die Bergwerks- Verwaltung 2 Millionen, die Eisenbahn- Verwaltung mit 37 Millionen. Die Ueberweisungen au« dem Reiche werden e'ma 27 Millionen betragen, die direkten Steuern 3 800 000 Mark, die indirekten Stkuern 9 180 000 M., die Stempelsteuer 8 400 000 M. Im Ganzen wurOe fich der Uederschuß des lausenden Jahres auf ca. 80 M llioaen stellen, wenn nicht diese Summe auf Grund des Eisenbahngarantiegefitze» zur Tilgung der Eisenbahnschuld zu verwenden wäre. Aver die 80 Millionen bildeten doch nur einen geringen Bivchtheil von dcr Gesommtsummr unseres Budgets und deshalb ist Vorficht immerhin geboten, denn wir dürfen nicht nur mit Befriedigung auf die Vergangenheit blicken, sondern wir müssen auch bezüglich der Zukunft Re- serve üben. Man braucht deshalb nicht zur Schwarzseherei neigen, aber man darf auch nicht mit Sicherheit darauf rechnen, daß die Uebnschusse in der gegenwärtigen Weise steigen wer- den. Der Etat für das Jahr 1890/91 schließt ab mit einer Einnahme von 1586 Millmnen, gegen da« laufende Jahr mehr 108 Millionen. Die Erhöhungen der Einkommensteuer lassen einen günstigen Schluß auf die eingetretene Stärkung der ver- sönlichen Sleuerkraft zu(Na! na!) und wir dürfen hassen, daß auch das platte Land bei dieser Stärkung der Ste�erkcaft betheiligt ist, d. h. im Allgemeinen, denn im Osten der Miwar- chi« ist infolge der schlechten Ernten ein sehr erheblrcher Rück- gana eingetreten. Sorgen wir also dafür, daß nicht etwa durch RückwärtSrevidirung unserer heilsamen Zollges-tzzebung die Land- wirthschaft wieder geschädigt werde.(Unruhe link«.) Was die Staatsschuld anbelangt, so ist die Konservirung derselben ohne Schädigung der Finanzen, ohne den Geldmarkt zu sehr zu drücken und ohne daß irgend einem Vermittler die Hand ge- drückt zu werden brauchte, erfolgt. Dem Verträum, mit wel- chem der Landtag diese Angelegenheit in die Hand de» Fiaanz- minister« aelegt hat, glaube ich entspcochm zu haben.(Beifall rechts) Wollte ich hiermit meine Auslassungen schließen, so würde ich einen Auslassuvgffehler begehen. Es ist im Etat nur die Aufbesserung der aUernoth«endigsten Beamten- Kate- gorien vorgesehen, nicht aber eine allgemeine. Daß die Regie- rung ihr Augenmerk aber auch auf eine solche Maßregel gerichtet hat, hat Ihnen die Thronrede angekündigt. Die Re- grerung hat fich entschlossm, zu diesem Zweck au? dm Reserve- fand» zur Schuldentilgung zurückzugreifen, vorausgesetzt, daß sie die Zustimmung des Landtages dazu erhält. Die Regie- rung hat fich vorbehalten, die erforderlichm Anordnungm durch einen Nachtrag«- Etat zu treffen, nachdem über die Voraus- setzungen eine Einigung herbeigeführt ist. Ich bitte Sie, den vorliegenden Etat nicht als einen unvollstänoigen zu betrachtm und ihn mit Wohlwollen zu behandeln.(Birfall rechts.) Nächste Sitzung: Dienstag, 11 Uhr.(Erste Berathung des Etats.) Ncmnrmncrles. Ktadtverordnrtrn-Nrrlammtung. Sitzung vom Donner st ag, den 16. Januar. Der Stadtoerordnetm- Vorsteher, Stadtv. Dr. Stryck. eröffnet die Sitzung nach 5% Uhr. Ein Ausschuß ist von den Adtheilungen gewählt worden. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die Vorlage des Magistrat«, berreffend die Aufhebung des bisherigen Aszensionsmodus(BesörderungSweise) der Oäerlehrer und Lehrer an höherm Schulm und Ersatz desselben durch einm neuen AszenfionSmoduS. Zu dm vom Magistiat hierzu vorgeschlagmen Grundsätzen liegt eine Reihe AbänderungS- anträge vor. Stadio. Singer und Genossen beantragm, dm sechsten Grundsatz des Magistratsantrages zu streichen. Derselbe lautet: Aus der unter 4 aufgestellten Regel(§ 4 lautet:»Wird eine Stelle in einer Gehaltsstufe fr«, so rücki der älteste Lehrer der nächstfolamdm Stuf« in diese höhere Gehaltsstufe ein und wird in derselben nach seinem Dunstalter eingeordnet.") er« wächst dem einzelnen Lehrer kein Recht auf Aszmfion. Der Magistrat behält sich vielmehr vor, in jedem einzelnen Falle zu entscheiden, ob die Gehalte zutage gewährt, oder ob dieselbe einem Hintermanne zufallen soll. Ebenso ist der Magistrat berechtigt, ausnahmsweise besonder« tüchtige Lehrer auch außer« halb der AnziennetätSreihe in höhere Gehaltsstufen aufrücken zu lassen, oder solche von anderen Anstalten in höhere Gehalts- stufen zu berufm. Außerdem liegt ein Antrag vor, die Angelegenheit einem Ausschuß zur Vorberalhung zu überweisen. Sin zweiter An- trag wünscht die Stellung eine« Refermtm über die Vorlage. Stadtv. Schwalbe bringt den neuen Aszensionsmodus mannigfache Bedenkm entgegen und empffi hlt Ausschuß- berathung. Der alte Modus bedinge Ungerechtigkeiten; der nme ober nock> schlimmere. Stadv. Spinola hält die einfache Annahme der Ma« gistratsanttäge für den besten Weg, mit dem auch die große Majorität der Lehrer einverstanden sei. Der Antrag Singer sei nicht annehmbar, weil man dem Lehrer kein klagbares Recht auf höheren Gehalt geben dürfe. Sonst könnt« ein Lehrer, der ein schwere« Disziplinarvergehen begangen hätte, dennoch Anspruch auf höherm Gehalt haben. Bisher habe fich auch noch kein Lehrer beschwert, obwohl die Erhöhung im Gehalt im Belieben deS Magistrat« gelegen habe. Schulrath Fürstenau brlämpft die AuSsührungm de» Stadtv. Schwalbe. Stadt. Meyer I hält weder dm Antrag aus Aus'chuß- schußberrthung noch dm auf unveränderte Annahme de« Magistratsantrag! S für»weckmäßig. Schon im Inten sst der neu eingelretmen Mitglieder sei die Beftkllung eine« Re ferenten über die schwierige Materie angebracht. Em Schlußanirag wird angenommen. Zum Wort ge meldet find die Stadtv. Singer und Schwalbe. Der Antrag auf Bestellung eines Refermtm wird mit kieiner, der Antrag auf Einsetzung eine« Ausschusses mit großer Majorität abgelehnt. Infolge drssen wird in die zweite Berathung emgetrcten. Stadv. Singer hebt hervor, daß er es nur dem Zufall und nicht dem Entgegenkommm der Majorität verdar ke, wmn er als Antragsteller hier noch da« Wort«holte. Die Sache selber sei spruchreif. Obwohl die Rückficht de« Sladtverordnetm Meyn aus die neu ringe tretenm Mitglieder Dank verdient, so könne«(Redner) doch versichern, daß der ihm nahestehend« Theil der neu eingetretenen Mitglieder bereits jetzt wohl informirt sei. Der Antrag Schwalbe sei nach den Aueführunam des Siadtfchulraths nicht zu hatten. Dagegen sei in d« MagistrotSvorlage, gegen welch« weiter keine Be. denken vorlägen, der Grundsatz 6 durchaus zu streichen. Ge. rade dieser Grundsatz sei außerordentlich bedenklich. Die Lehrer. kollegien dürsten nicht zum Streberthum groß gezogen, noch dürfe eine Art Protektionssystem gezüchtet werden. Die Sckul- deputation habe zweimal den«rfolgrcichm Versuch gemacht, Ge- meivdeschullehr« trotz ihrer Anzimvetät nicht m die höhere Ge- haltsftufe gelangen zu lassen- Die Fachkreise scim, wie aus einem Artikel der»Pädag.Ztg." hervorgehe, gleichfalls von der Schädlich- keit de« Grunbsotzes 6 überzeugt. Dem MagistratSkollegi' m, da« in seinen Beschlüssm doch auch von Stimmungen und Majori- täten abhängig sei, dürfe nicht da« Recht erhalten, über die berechtigten Ansprüche d« Lehrer nach Gutdünken zu be« schfießm. Da« drohend« Gespmst einer solchen Btstimmnng müsse lähmend auf die Freudigkeit der Lehr« wir km, und den Schadm hätte schli.ßlich die Schule. D« Absatz 6# deSho'd geitnchen werde«._ Siadtschulrath Fürstenau bemerkt, daß die Aunw- bihö-de Bedenkm tragen dürfte, die Bestimmungm chnt w Grundsatz 6 anzunehmen. Stadtv. Schwalbe zieht seinen Antrag zurück. Die Magistratsvorlage wird in allen Punkten('"j Grundsatz 6) angenommen. jJ .Um 6H Uhr wird die Sitzung vertagt und in eine ge®®* schastiiche Sitzung mit dem Magistrat unter Vorfitz b«»% bürgermeisters eingetreten. Es handelt fich um gerneinschasv» vorzunehmende Neuwahlen für de» Bezirk«««' ? ch»ß. Stadtv. Stadthagen und Gmrssm schlagen an va» des von der gewischten Deputation zum zweiten Stclloati« in Vorscklag gebrachten Bankier« Simon Lippmann,!® vuitm Stellvertreter für die Zeit vom 1. Apr l 1890® 1. April 1896 dm Bürger.Dlputwten und Restaurateur v® JulwS Hencke, Blumenstr. 38, vor. J Die von der gemischtm Deputation vorgeschlaaenm werden, mit Ausnahme des Herrn Lippmann, durch Akkla«««® gewählt.- Die Wahl des 4. Stellvertreters«folgt durch Ziiteu. Es erhalten: Lippmann 102, Hencke 13, Winkl er 2«* Stadv. Gnadt 1 Stimme, erst«« ist gewählt. Die Sitzung der Veisammlung wird wird««öff«t. Der Ankauf des Jordan'schen Grundstu ck s der Oberspree zur Vngrößeruna des dortigen städtischen depo'vlatzes wird auf den Antrag des Ausschusses# schlossm.|. SS folgt die Bnicht«stattung de« Ausschusses, dkl. Vorlage, detriffend die Errichtung und den B e t r 0 öffentlicher Bedürfnißan st alten zu prüfen P* Der Ausschuß beantragt, folgen dm Beschluß zu fassen: mir die Kons. kanntm Prinz sie gemein», Gemein Hfiterkeil b *«»«9* nicht l MrNi&MN#! der B- wn den e« fid «cmm und b« Laxe, «Wien und Einrichtur % daß wm "olkeiung etw . B« d«! «5nl und die Die übrtj n Sitzmu Schluß 8 Damit iß z*uö|a;uti vcuuuuyi/ sw-yc«' uew JüqajlUH ju»llssr». y Du Versammlung lehnt den Antrag des Magistrat«, 5 treffend den Abiedluß eine« Vertrages üb« die Errichtung«? mm T/N»"» i dm Betrieb von Bcdürfnißanstalten für männliche und f" liche Personen, ab und beschließt dagegen, wie folgt: «peuvneu, uv uiiv vtsusucöi vuweytn, rou:(vliji' � � 1. der Magistrat wird ermächtigt, dm bestehmden Mr«J mit dem Unternehmer Protz üb« die Errichtung � den Betrieb von Bedürfnißanstalien di« zum l. W W? st. fefe «u-st-nt, Depots der 1891 unter folgenden Maßgaben zu verlängern J a) in den bestehenden Anstalten find zwei Ze�-, unentgeltlicher Bmutzung für Personm weitn� Geschlechts einzurichten und zu unterhalten, J b) der Unternkhm« hat die Kostm für Gas» na Wasserverbrauch, sowie eine jrom Magistrat... zusetzende Abgabe von der Brutto- Einnahm� zahle»,„., c) das dem Unternehmer Protz zufolge Beschlüsse« Versammlung vom 19. Juni 1879— Piot. SSNj Äusbüi wegen f:8«ni Sffi fei? — vorbehalten« Vorrecht zur Errichtung von dürfnißanstaltm auf öffmtltchm Straßm und fällt fort.. 2. D« Mogistrat wird ersucht, dem Kaufmann Hirschberg und etwaigen and«en Bewerbern die stellung von je 2 Bedürfnißan Kalten aus dm vom � gistrat zu bcstimmmden Plätzen und nach den JJ demselben zu gemhmtgmdm Zeichnungen gegen � festzusetzende Abgabe für die Zeit bi« zum l. Aprn 1 zu gestalten. 3. Die Versammlung gewärtigt bi« zum 1. Dezember% «..ta.» Kif k__....____.,.i.r..+,it" Bericht über die bezüglich der zur unmtgelilüden. Nutzung eingerichteten Zellen gesammeltm EffahrN«JJ und eine Vorlage, betreffend dm Abschluß eine««L Vertrage« über die Errichtung und den Betrieb vo« v dürfnißanstaltm. Zugleich wird dem Mazistrot empfohlen, m städmZJ Grundstücken Bedürfnißanstaltm für graum zur Lffenl»� unmtqelilichm Benutzung einzurichtm. v Die zur Sache eingeganamm Petitionen de» Äa«ff02 Hirschberg und diS Unternehmn« Protz find durch diese v schlußfassung als erledigt anzusehen..[ Stadtv. Tutzauer und Genossen beantragm bier&'.j A. 3).« Versammlung wolle, untn Ablehnung de«™ ftratsoniroges beschließen:«w 1. D»l Magistrat wird ermächtiat, dm beftihmd'N� trag mit dem Unternehmer Protz über die ß'flj tung und dm Betrieb loon Bedürfnißanstalien männliche und wäbliche Pnsonm bis zum 1. W 1891 zu verlängern; j, 2. de.r Magistiat zu etfudbot, mit der®,abluer?u nißanstaUm für männliche und weibliche Pnsont» berathm. j B. Im Falle der Mlehnung vorstehmden Antrage« � du Versammlung beschliißen:.u 1. den Abs. 1, Pos. a de« Autschußantrages, wie n zu fassen: a) In dm best.hmden Anstalten sind 2 Wi (je eine für männliche und weibliche PerfoneM, unmtgeltlicher Benutzung einzurichtm un°, unteihallm. 2. in Pos. d, shiater dem Worte»Magistrat" schalten:. „mit Zustimmung der Stadtvero» neten-Verfammlung",.,0 3. in Absatz 2, Zeile 3 de« AaSschußantrage« stau Worte»vom Magistrat" zu fitzen: »von den städtischen Behörden",. j 4. in Absatz 3 de« Ausschußantrages die Zeil«' 5 und 6 zu streichen..g Stadtv. Meyer I, der B«icht«statter de« AuSsaM empfiehlt die Anträge disselbm. In allererster Reihe r. «ntfirnrnhio. buSt für 5trrt"«n»m«t S-It-ii in i-h-r An ttv".! P �_»u Unzutraglichkeitm werde. Mißlinoe der Versuch, so könne er wieder aufgW"« werden. Die Anträge Tutzau« bittet Redn« abzulehnen- J Einsetzung einer gemischten Deputatwn empfehle sich nicht, 2, derarlige Deputationen zu langsam arbeiteten. Der müsse ab« sofort abgeschlossm wndm. Was den Goen>2 antrag anbetreffe, so sei dagegm geltend zu machen,� zw« Grattszellen für die� Frauen� kaum ausr®� werden geflhweige dmn eine. Für die Männer fei gennü gesorot. u Stadtv. Tutzauer: Schon früh« sei von ihm(R� darauf hingewiesen worden, daß die Stadt die ErrichlunSsj BedLisnißanftaltm selber in die Hand nehmm müsse. P:' müsse man dagegm sein, daß ein Unternehmer fich g Kosten der Stadt bereichere. Die Gcsahrungm gesammelt, und die gemischte Deputaiion, Liren'u .habe... i'feL.»u...btt'H setzung Redner wünscht,„— 0» ob nicht die Errichtung städtischer Bedürfnißan� angebracht sei. Selbst wenn"" nicht dazu verstehen sollte, die städtischer Bedürsnißanstaltm zuzugebm, Ca*«* � »enn die Veriemmlung>»! unmtgel-liche Benutzung . zuzugebm, so könne man% «»verstanden s«n, daß ein! genngeS Entgelt genommm®/ D« Unternehmer Protz habe die kolossale EmnaHiN«'a M. jährlich gehabt. Sollte d« Antrag auf Ein!''>1 131,177 werben dm Frauen macht werden. Jüuf allm� Bahnhösm stehe üver.V ' 1« reii'.v Eingang zu dm Retiradm: Nur zur Bmutzung de« Publikums. Die Streichung des letzten Absatzes fei mmmmmmamm 6 m# luM hni W n(»t # weil du Magistrat loffenllii im Dez-mbn nicht dm Entwmf eineg Vertrages mit einem Privatmann vorlegm, sonvcm vie E Dichtung eigenu Anvaltm vorschlagen««de. Stadtv. Stadthagen: Die Antrage Tutzauer zreyen ht»—----*■- itti mSB loadB ur HaB O 0 i: w rat«, K turB j, nd i Bk TV >a»- j trat F ahiNk' ,3 Ä vow � den 3 ndtfÜ r»e«? fahrig ,e- i oo» � 0 der Gemeinde� getragen werben.(Heiterkeit). Ihre vntwfeit deweist nur, daß Sie unter»gemein- Tjüdig* nicht dasselbe verstehen, wie wir. Wi' iverstehen darunter oyjmixejt �innchtungm, die fite die Bedürfnisse de« größten t�eiW der Bevölkerung, der ärmeren sorgen. In dem Falle, um den e« sich heut« handelt, find ja nun die Bedü snisse von Aimm und Reichm glerch. Der Arme ist aber nicht "* der Lage, erst m die Restauration»u gehen, dort B>er»u trinken und sich damit da« Recht der Benutzung der Einrichtungm zu erkaufen. Die Frage liegt so: Wünjchen "Sfe, daß wenigsten« auf diesem Gebret für die arbeitende Be- nolkeiurg etwa« geschieht, oder nicht. Bei du Abstimmung werden die Anträge Tutzauer abge« lehnt und die Anträge oe« AuSschu'i'S angenommen. Die übrigen Gegenstände der Tagesordnung der offent« l'�tn Sitzung wer dm vertagt. Schluß 8* Uhr. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. E« folgt eine nicht öffmtliche Sitzung. LcrttQles. . I** Kchnlba« i» der«röf-strasse. der im Rahbau �."vllenoung entgegengeht, erweckt bei den B«�wohnern der M?. Stadtgegend thnls Befürchiungm, Keil« Hoffnungm, ��"rchtungen bei dmjmigm Eltem, welche die Aussicht haben, «na°r m jmes Schulgebäude zum Mrterncht schicken zu Hoffnungm aber bei den Hausbesitzern der Nachbar« U. de« neuen Schulgebäude«. Dasselbe grenzt mrt ferner ,'n®e®0bnetn jme« Staduhnls wegen der sehr belästigenden 5"°unstungen nammttich während der Eon.mermonate und dadurch bedingten Mückenplage wohl bekannt. �»enuber dem neuen Schulgebäude aber liegt dre chemische «WC die mit>hrm Dürften oft genua dm gamm Sud- wenn bD:i,a,»lS dieser Fabrik find, lehrt eine Beobachtung, d Stil btii* mehrfach gemacht ist und von Acrztm, die »abrlTNkrhattmssm in jmer Gegend bekannt find, als höchst fi�I zugegtben wird. Wer nämlich mit frisch rasirtemGe» A'pfinz.? K* Gräfeft-aße und an jmer Fabrik vorübergeht, Hachen.plötzlich auf den rafirtm GesichtSlheiien ein scharfe« �"Rrem'et"«[onbetS an den Stellen schmerzhaft ist, wo beim Folgt t,,�ne Schrunden entstanden sind. E« ist die« die '�l>rik x.. o herschtagen« giftiger Dämpfe, welche au« der vr.d y*«uft mitgetherlt werden. Zwischen dieser Fabrik �au>...°°�wäbnlen Pferdeställen liegt das neue Schul. Oorausd«.! die Hauswirihe mögen wohl nicht unzutreffend batet ift 7-nen, daß dieser Zustand auf die Dauer ein unHalt» «bemif*,->v.?'ce nicht« anderes übrig bleiben, als daß die "'«en in jmer Gegend beseitigt wird, sobald in dem theist„..Bnihaufe der Unterricht beginnt, denn daß dieser er- ft bet uu9 kann, wenn die Fabrik sich in Thätigkeit be» der nran auf die Dauer einfach für unmöglich. Wie die P..°.ln?t sich dann gegenüber dm Belästigungm durch � OmmbuSgesellschaft schützen wird, bleib! '0®t( CiiZl ,?n>nrerhin wäre et für die Jnteressmtm, Lehrer, wenn i,j�?.lchtUpflichtiger Kinder jener Stadtgegend, erwünscht, Beben der stadtischen Verwaltung recht bald bekannt ge» 5'henkt Jy' i««elcher Weise sie in dieser Sache vorzugehen leisen wn ob fie e« zunächst auf einen Versuch ankomme ;tv aMue�. nsont»' ge«** wie UN«' Ol' ei»i • C '"••WL 5,"sl i si Bben. j. fl'opparot yegm Schwerhörigkeit berechtigtes Auf» ' Meit ,«.g�oßm Vorzüge, welche dieser Apparat bietet, be» sicher anm�Ä. h?nn. daß jeder Leidende denselbm leicht und h(« Gtbör« ikann. Bei dm mannigfachen Erkrankungm Äutem res« i? statistisch nachgewiesm, daß ca. 60 pCt. an ?cofeflor«»,?one Ebenso ermöglicht dieser Apparat durch �"Biebift,.!—• nern desselben angebrachte Vorrichtung, folrf,. flanjet ober flüssiger Form aufzunehmm lu nrist.«, der erwärmten und komprimirtm Luft komprimirtm ,_________ die erwärmte mit In- zur Infektion dm Vorzug vor 'eil«»' [as\m ih- ,,,! lrttallj m iufgeb»« hnen-. Svenl� chen, jU au-Ä gen»« der fofi�J'j�n'öngertc Luft zur Infektion dm Vorzug vor bessi-i ßnst, indem serwärmle Lust schon die Eigenschaft Lochen �rmgeräusche und Obrmlckmerzen erträglicher zu Ptoioi'»«n selbst akute innere Ohrenentzündungen diese Lust em WbatigeS, beruhigende« Mittel bei allen durch . Jltofii Gongen verursachten Ohre�leivm. bof dim bekannte« Katastrophe aaf de« Faha- �'chenn-? f® nn Jahre 1883 hatte der Ersenbab<.fl«ku» zur w 0«« Personmverkehr« u. a. auch die Unterführung Broßtr q?%yObe unter dm Bahndamm angeordnet. Em M, wobjfH°i«ser Straße mußte deshalb tiefer gelegt wer- 1Q& tbi. fl die Adjazentm unter der Behauptung, *" t Grundstücke diese Niveouneranderuna der durch diese Nioeauveränderung der an Werth verlieren, zur Erhebung von _____.»..chen oer anlaßt sahen. Der Eisen» «uf'S"'*„lehnte dieselbm indeß mit dem Hinweise ow»alle, wenn die Anlage von Grundstücken Äer Z.»st mit oder.dmch. dm Anbau an Wds'« ß* j gen l) ißanß� 'S$ Ä 'iVO-l'if Ä ßWMLMW jf�effe fetten« L0«�-»"t DOn 6'3 wurden nun»ahlreiSe sö-'Svr b�4 vor bem o®" 4 bildet, Dienstag in der BerufunzS-Jn. AMGW also? roße s.j, �.�lktev W Lanbrathsamt« Teltow, daß die ohnter Hohe für»erpflichtet, wobei die Frage, an wem gezahlt werden soll, wegen der in Betracht kommenden Hvvo'bekenoerhälwisse vorlä fig noch offm bleibt. Die Dtrektio» de« Zoologische» Garten» ersucht UN» um Aufnahme der nachstchmdm Erklärung:«.Bei Echil» derung der neulich eu SchöffengerichtSverhan dlunz gegen Herrn Dr. Hünnrmeyer wegm im Zoologrschm Garten verübten Un- fug« war in dm Zeitungen b,e Behauptung de« Angeklagtm wiedergegeben, daß der mißhandelte Pariaufseher Steinberg eist durch ein Trinkgeld von 50 Pf. von ihm sich habe be- schmichtigm lassen und dann ibm grob mtgegmgetreten sei. Diese Uvterstellung, welche die Ehre des pflichttreuen Mannes auf da« Empfindlichste berührt, beruht auf einem Jrrthum, indem der Angeklagte in seinem Rausche dm Parkaufseher mit einem Wärter verwechselt hat, welchem er dafür 50 Pf. gab, daß er-hm seinen bei den verschiedenen Voltigirkünstm verlorenen Hut nachtrug. Steinberz war indeß nicht in der Lage, sich gegen die ehrenrührige Behauptung de« Angeklagten zu vertheidigen, da er selbst sowohl, wie die übrigen Haupt» belattungszmgm und ein HilfSirärter des G rrtm«, in der Ver- Handlung gar nickt zur Vemehmung kämm. Wir glauben daher auf gütige Erfüllung unserer ergebenen Bitte rechnen zu dürfm, welche wir hierdurch dahin auSzusprechm un« erlauben, dem in seiner Ehre offenbar durch obengenannte Behauptung de« Angeklagtm schwer geschädigten Parkauffeher durch Auf- nähme dieser Berichtigung die Möglichkett einer Rehabiiitirung in den Augen des Publikum« zu gewährm.' Durch diese Er» kläruag erhält der Bericht über die Gerichtsverhandlung eine inhressante Ergänzung. Zu de««rnrn Krstimmuage», welche für die Ab» dcckerer in der Müllerftraße getroffen worden find, so wird unS von geschätzter Seite geschrieben, wäre e« wünschenswerth und nolhwmdig, daß man endlich auch dem Abfuhrwefen nach den Abdeckereien etwa» mehr Beachtung schmkte. Wer früh Morgens die Müllerftraße und Tegeler Chaussee bis nach Heiligensee palsirm muß und dabei einigen der nur leicht mit Planen b-dick.en Abfuhrwagm begegnet, der wird stundenlang das Gesüht de« Ekels Nicht los; besonders im Sommer, wenn kein Luftzug reinigend weht, da ist man ge» zwungen, lange Strecken dm pcr.etrantm Geruch einzuathmen. Sollten denn für solche Trankporte nicht auch hermetisch oer- schlossene Wagen dringend nolhwendig sein? Vielleicht beda.f es auch hier nur des Anstoßes derer, die von diesem Uedel- stand am meisten zu leiden haben; jener, welche an diesen Straßm wohnm und derer, die gezwungm find, die Straße Morgen» zu passtrm, um auch hier die recht dringend nöthige Abhilfe zu schaff n. I« der Artillerirwerkstatt i« Kpaada« ist am Dienstag Morgen ein Sireik ausgebrochen. Die Sattler haben wegen zu geringen Verdimstes die Arbeit niedergelegt. Seit einiger Zeit schon herrschte unter denselben Unzufriedmheit. Wahr- scheinlich um die erforderlichen Arbeitskräfte zur Massenanfelti» gung der neuen Pationenlaschm bereit zu haben, wurden viele neue Gesellen eingestellt. Für die Leute war aber eine ausreichende Beschäftigung nicht vorhanden, und da fie sämmtlich Akkord arbeiten, so verdienten sie nur sehr wenig. Bei der letzten Zahlung erhielten viele für vierzehntägige A-beit kaum dreißig Mark. Als ihnen nun am Dienstag wieder Arbeit ge- geben wurde, welche wmig lohnmd erschien, erktärtm fie, unter diesen Umständen nicht mehr weiter arbeiten zu können, und verließen die Fabrik. Die meisten Sattler der Artillerieiverk- statt, im ganzm etwa dreihundert find Berliner, welckie mittelst ArbeiterwochenbilletS täglich nach Spandau und zurück- fahren. Megr« Kaudendiebstahls find vorgestem drei bisher ganz unbescholtene Kauflmte ve.hrslet worden, von denen zwei sich noch in geachteter, auskömmlich dotirter Stellung befanden. Die Verhafteten haben fich eingestandenermaßen zu dem Zwecke zusammengeth rn, um in dm größeren und frequmtrrteren Lokalen de« Zmiium« der Stadt, Cafe« sowie Restaurants, Ueberzieher, Hüte, Stöcke, Schirme%. zu stehlen. Die« geschah in der bekannten Weise, daß die drei„fremden Gäste' an besetzten T-schm Platz nehmen, ihre ausgesucht schäbigen Garde- rovestücke„an den Nagel hingen' und mit denen anderer Gäste da» Weite zu gewinnen suchten. In zahlreichen Fällen ist ihnm die« gelungen, und so fand man denn bei ihnen eine ansehnliche Sammlung von Ueberziehern, Hüten, Schirmen tc. vor. Der eine der Gauner hat allein achtzehn Diebstahlsfälle eingeräumt. Die Hehler, welche den Dieben da« gestohlene Gut abzunehmen pflegten, find noch nicht ermittelt worden; ebenso sind die Eigenthümer dreier Paletots, welche man der einem der D-ebe vorfand, noch nickt bekannt, wiewohl Anzeigen derart Bestohlener bei der Kriminalpolizei zahlreich eingegangen find. Angestchts de» großen„Umsatzes', den diese Industrie- rilter erzielt haben, ist es geradezu erstaunlich, woher fie immer die alten Ueberzieher, Hüte 2c. hernahmen, welche sie zu ihrem „GescbästSbetrieb' gebrauchten. Di» Spiritiste« können sich noch immer nicht beruhigen und dreiben dad-i, daß in Resau übernatürliche K-äfte ihaiig waren. So schreibt das Januarheft der„Sphynr" anläßlich einer Mttheiluna über die Uederweisung zweier Gegenstände, die in dem Spuk von Resau durch dre Stube aeflogen kamen, an da» Märkische Museum.„Diese ganze Abiheilung des Märkischen Museum« wird dereinst em traurige« Denkmal sein, da« fich die geistige BI ndheit unserer materialistischen Zeit heute setzt. Mit ganz demselben Kopsschütteln, wie wir jetzt jene grauenhaften Berichte der Hexen- und Ketzerverfolguvgen früherer Jahrhunderte vernehmen, ebenso werden gereistere Jahrhunderte da« stumpfsinnige Kindheitstreiben unserer heutigen rationalistischen Ueberkluaheit ansehen.' Im Uebrigen besteht diese Nblheitung des Märkischen Museum« nur in der Phan- toste de« Spiritisten, wenn e« auch nicht» schaden würde, wenn da« Blechmaß, welche« nach den m der Gnichttverhandlung gemachten Aussagen, frei in der Luft neben dem Büdner Böttter schwebte, in eimm Raritätenkabinet verewigt würde. polirribericht. Am 15. d. Ml«. Vormittag« sprang am Kohlen- Ufer, nah« der Fußgängerbrücke, ein obdachloser Aibeiter in den Louisenstädtischen Kanal, wurde jedoch noch lebend au« dem Wasser gezogen und nach der Eharitee gebracht.— Nach- mitlag« wurde im Thiergaiten, in der Nähe der Schleuse, die Leiche eine« neugeborenen Kinde« aufgefunden und nach dem Schauhause geschafft.— Gegen Abend wurde in der Seestraße, unweit der Müllerftraße, ein Mann mit zwei Schußwunden im Kopf«, welche er sich anscheinend mittelst Revolver« beigebracht hatte, aufgefunden und noch lebend nach der Charitee gebracht. — Am 15. d. Ml«, fanden an zwei und in der Nacht zum 16. d. MiS. an drei verschiedenen Stellen kleinere Brände statt. Mepirsitr—ZZoitung. Der bisherig» Schatzmaa» Georg Friedrich Wilhelm Benshausen stand gestern wegen Vergehen« im Amte und Urkundenfälschung vor der »weiten Siraskammer hiesigen Landgericht« l. Ein Kaufmann Cramer, weiter als«in mit Zuchthaus bestrafte« Subjekt und Rowdy der Polizei längst bekannt ist und auf Anordnung de« Chefs oer Kriminalpolizei, Graf Pückler verhaftet werden follle, wurde in der Nach, zum 24. Dezember 1883 durch den Kriminal- schutzmann Vogel aufgegriffen und nach dem Polizeibureau in der Kronenstraße gebracht. Dort wurde von Vogel die Ein- liefetungsanzeige geschrieben und da« dem Arrestanten abge« nommene Geld mit einer Summe von 158 M. aufgeführt. Vom Krimmalkommissariat war der Befehl gegeben worden, den Arrestanten in dem„grünen Wagen' na« dem Molkenmarkt überzuführen, derAngektagte, welcher in qu. Nacht als Telegraphist die Direktioe auf der Wache hatte, kam diesem Befehle aber nicht nach, sondern ließ den Cramer aus sein wiederholte« Bitte» per Droschke befördern. K imina.komnnssariu» Wolff ersah diesen Thatbestand daran«, daß von der dem Arrestate« ab- genommenen Summe eine Mark„für Droschke' m Abzug ge- bratt war, er kellte aber auch gleichzeitig fest, daß m der Einlieferung«- Anzeige die dort ausgeführte Summ« von 158 Mark m 138 M. abgeändert worden war, mithin 20 M. fehlten. Diese Abänderung hat der Angeklagte eigenmächtig vorgenommen. Er erklärte, daß er auf die Bitten de« in- »wischen unauffindbar gewordenen Cramer fich zu einer Be» sorderung mrltetst einer Droschke verstanden habe; zur Bezah- lung der l.tzteren habe er von dem inAsservation genommenen Geld« da« Fahrgeld entnehmen wollen, aber nur Goldstücke vorgefunden und demgemäß ein Zwanzigmarkstück genommen, wobei er dem Cramer getagt, daß er ihn den überschießende« Rest verwahren würde. Cramer habe zwar entgegnet, daß er da« Geld nur für fich behalten solle, er sei jedoch darauf nicht eingegangen. Nun hat aber der Angeklagte von der angeb- lichen Aufbewahrung de« Gelbe« dienstlich Niemand Kenntniß gegeben und so kam dann der Gerichtshof zu der Ueberzeu- gung. daß die 20 M. als Trinkgeld für die Vergünstigung der Uebersührung mittelst Droschke gezahlt worden find. Der i e f ä n g n i ß»er« Angeklagte wurde zu drei Monaten urtheilt. Grobe Uebergriffe bei Ausübung seine« Amte« wurden dem städtischen Nachtwächter Ludwig Krüger zur Last gelegt, w«Icker gestern w gen Beleidigung vor der 90. Abtheilung de« Schöffengericht« jstand. Di« Be» weiSaufnahme ergab folgenden Sachverhalt: In der Nacht zum 21. September v. I., gegen 2 Uhr, ging der Gericht«- assessor Schulze durch die Spandauerstraße. Er wurde Zeuge, wie ein Nachtwächter einen Fliehenden verfolgte und hielt«« für leine Pflicht, dem Beamten fich anzuschließen. Nachdem die Ergreifung de« Verfolgten geglückt war, ließ der Wächter fich ohne irgend eine Veranlassung zu groben Mißhandlungen hinreißen, er hieb dm Arrestanten viele Male mit der Faust in« Geficht, ohne von der Aufforderung de» Assessor». mit dem Schlagen inne zu halten, Notiz zu nehmen. Aus« höchste empört, erklärt« der Assessor, daß er den Wächter mit seinem Arrestanten nach dem Kriminal- Kommissariat begleiten würde, um da« Verhalten de« elfteren zur Anzeige zu bringen. Man begab fich gemeinschaftlich nach dem Molkenmarkte, wo zunächst der Arrestant in einem besonderen Zimmer vemommtn wurde, während der Assessor Schulze so lange in dem Vorder» räum weilte, der dm Schutzleuten zum Aufenthalt dien:«. Plötzlich kam der Wächter, der bei der Vernehmung de« Sistirtm zugegen gewesen war, ou« dem erstm Zmmer gestürzt, stellte sich vor dm Gerichtsassessor hin und sagte:«Sie wollen ein Gerich!«« Assessor fem? Enr Lump sind Sie?' Diese Aeußerung loa der Anklage wegen Beleidigung zu Grunde; ob gegm den Wächter Krüger auß-r- dem Anklage wegen Mißhandlung im Amt« erhoben worden ist, oder noch erfolgm wird, kam in der Verhandlung nicht zur Sprache. Assessor Schulze meinte im Termine, da« Gebühren de« Angeklagten habe auf ihn den Eindruck gemacht, als fei derselbe angetrunken gewesen, worauf der Angeklagte in unqe» zogmem Tone eine Antwort gab, welche ihm die Androhung mit einer Ordnungsstrafe eintrug. Der Mann, der von dem Angeklagtm verfolgt und dann verhaftet wurde, war der Ar» heiter Spade, der sich bitter über die Behandlung beklagte, die ihm seitens de« Wächters zu Theil aeworden. Sem Frmnd, der ihn begleitet, habe sich auf der Straße eme Ueber- ttetung zu Schulden kommen lassen, wobei derselbe vom Wächter ertappt wurde. Der Letztere habe feinen Freund, trotzdem derselbe versichert habe, er würde gutwillig mitgehen, in höchst grober Weise vor sich hergestoßen und nun habe er, derZeuze, dem Beamten gesagt, daß derselbe kein Recht habe, einen Arrestanten zu mißhandeln. Der Wächter habe nun auch ihn für verhastet erklärt und Miene gemacht, ihn zu sistiren; au» Furcht ebenfalls mißhandelt zu weiden, Hab« eres vorgezogen, die Flucht zu ergreifen. Staatsanwalt Fceihnr v. der R e ck e beantragte, den Angeklagten wegen der Beleidigung mit einer Gefängnißstrafe von 14 Tagen zu belegen. Der Vorfitzmde, Assessor Men de, be eichnete da« Verhallen de» Angeklagtm al» ein im hohm Grade rohe« und unwürdiges: derselbe habe da» Vertrauen, welche« seine Behörde m seine Besonnenheit al« Beamter gesetzt habe, auf da« Gröbste ge- täuscht und scheine von der Anficht befangm zu sein, daß da« Publikum den Exekutivbeamten auf Gnade und Ungnade ergeben sei. Diesem Glauben müsse auf da« Entschiedensie entgegengetreten werben, und mit Rücksicht auf die begleitenden Umstände sei da« von dem Staatsanwälte beantragte Straf» maß verdopptlt und auf vier Wochen Gefängniß erkannt worden. Dem Beleidigtm, Assessor Schulze, wurde außerdem die PublikationSbefugniß in der üblichen Weise zu- gesprochen. Der Verurtheilte erklärte, Berusunz einlege« zu wollen. VerfÄmmlungon. Der Verein znr Mahrnng der Interessen»er Lackirer aUee Kranchen Kerltns und Umgegmo dielt am 13. Januar eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab. Zum erstm Punkt der Tagesordnung„Gewerkschaftliches' sprach Kollegt Schüßler. Im Sinne des Vorredner» sprach noch Kollege Jungermann. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung �Erörterung der Frage des Fachblattes' verla« der Kollege Schüßler zur Klarlegung dieser Frage einen Artikel au« dem „Berliner Volksblatt', der ebenfall« einem Fachblatt entnommen war. Unter Punkt„Verschiedmet' machte der Vorfitzmde noch bekannt, daß unser diesjährige« Stifwngsfest in der„König«» dank'. Große Frankfurterstr. 117 stattfindet, und zwar am 3. Mai. Zuletzt entspann fich noch eine lebhaste Debatte im Interesse de« Arbeitsnachweise«, an der sich verschi-dme Kollegen betheiligten. Al« letzter Redner trat Köllme Jakob auf. Da derselbe jedoch trotz der Aufforderung de« Vo- sitzen- den zur Sache zu sprechen, seine persönlichen Angriffe auf an» wesmde Kollegen fortsetzte, entzog ihm der Vv, fitzende dos Wort. Hierauf Schluß der Versammlung. Vor Eintritt in die Tagesordnung erhielt die Versammlung Kenntniß vo« dem Tode de« Mitgliede« Juliu« Lutz und ehrte da« Andenken desselben durch Erheben von dm Plätzen. Fachverein der Metall schranken-, Fn- oudreher«nd Kernfsgenvssen Kerlin». Die erste diesjährige ordmttiche Generalversammlung fand am Sonntag, den 12. d. M:s., in Deigmüller« Salon statt. Die Tage«ortnung lautete: I. Er- ledigung der zurückgestellten Anträge. 2. Jahreskassmbericht. 3. Bericht über die ftattgefundene Konferenz mit den Arbeit- aebem. 4. Jahresbericht der Fachkommission. 5. Verschiedene«. Bevor in die Tagesordnung eingetreten wurde, machte der Vorfitzmde bekannt, daß die beiden Vereinsmitglieder Fiedler und Kühn verstorben seien. Die Versammlung ehrte da« An- dmkm in der üblichm Weise. Hierauf erhielt Kollege Koopmann da« Wort zur Ver» lesung der beiden letzlm Protokolle; dieselben wurden emstimmia angenommen. Zum 1. Punkt wurde nach längerer Debatte der Antrag Nmpebauer angenommen, dahingehmd, dem aktiven Vorstand 65 M. zu bewilligen, und zwar für den 1. Vorfitzenden 25 M., für den 1. Schriftführer 25 M. und für den Rmdantm 15 M. Zum 2. Punkt giebt Kollege Rothwald bekannt, daß fick> die Jahre«ein nähme auf 2700 M. 61 Pf., die Ausgabe auf 3447 M. 79 Pf. beläuft. Die Einnahme mit Bestand vom vorigen Jahre ergiebt die Summe von 3554 M. 14 Pf. Hiervon ab die Ausgabm de« Jahre« bleibt Bestand 106 M. 85 Pf. Lollea« Ficker festöt'rzte die Richtigkeit der Bücher, worauf dem Rendantm Deckarge ertbeiU wirb. Zum 3. Punkt berichtet Kcllege Jakob«, daß in der S'tzung beschtossen wurde, dab zwei Herren au« dem Fabrikantenverein und zwei Vorstand«- Mitglieder, sowie die belreffmde Werkstatt«kommiifioa etwaige Unregelmäßigkeiten untersuchen sollten; serner sei noch da« Arbertsnochwcisebureau empfohlen worden. Redner war noch der Ansicht, daß e« nothwendig sein werde, fall« sich der Fabrikantenverein»Verein Deutschland«� nennen wird, in diesem Jahr««inen Kongreß einzuberufen, um Si'llang zu nehmen. Kollege Thate berichtet, daß der Minimal-Lohntorif von fol- genden Fvmen gänzlich innegehalten worden sei: Hilde, Schulz, Slärke, Siemen« u. HalSke, M-x u. Genest und Beutel u. Hund. Durchschnittlich unter dem Tarif haben bei Groß 5, Krüger 2, Boden u. Mm zahn 4, Gutfeld 6, Reiche 6, Angermann und Schulz l, Rosenbaum 2, Sudic-iUs 2, Naeser 4, Lüben u. Buse 4, R-icheU 5, W lling u. Violet 5, Nevir u. Weise 4, Leumann 4, Loui« 4, St-lzner 3 Kollegen gearbeitet. Unter»Änschiedme«" wurde der Frau de« verstorbenen Kollegen Müller Rechtsschuß gewährt. Al« Revisoren wurden die Kollegen Fieker, Hirsch und Magnut gewählt. Kollege Voigtländer verblieb als Ndjurkt im Amte. Für die streikenden Vergolder wurden 20 M. bewilligt. Der Antrag, den 1. Mai al« Feiertag hoch- zuhalten wurde einstimmig angenommen. Hierauf nahmen die neugewäblten Vorstandsmitglieder ehre Plätze ein und schloß der Vorsitzende alsdann die Vensammlung um 2t Uhr. Der Fachverein für Kchlosser und Maschinenbau- arbeite» Berlin« und Uin.iegend hielt am Montag, den 13. J-muar, im Saale der Norddeutschen Brauerei, Chaussee- straße 58 eine Versammlung ab mit der Tagesordnung: L Vortrag de« Herrn Puch über Recht auf Arbeit. 2 Aufnahme neuer Mitalieder und Entrichtung der Beiträg-. 8. Ersatzwahl der ArbeitSnachweitkommisfion. 4. V-rschiedemS «ad Fragekasten. Der Vorsitzende Herr Eisele eröffnete die Versammlung um 9 Uhr und erhielt zum ersten Punkt der Tagesordnung Herr Puch da» Wort. De« Vortragenden etwa «instündigec Vortrag wurde von der Versammlung mit groß-m B-ifall ausgenommen. Herr Pirch verla« mehrere statistische Angaben, die bestätigen, daß fünfzig Prozent der Arbeiter brotlo« wären. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung meldeten sich neun Kollegen zur Aufnahme. Zur Arbeitsnachweis- ktmnnijfion wurden gewählt die Kollegen Ferdinand Kube und Mego- Es wurde fernerhin bekannt gegeben, daß der Zuzug »ach Brandenburg a. d. H. fernzuhalten ist. E« wurde noch rrwähnt, daß in der Werkstatt von Schulz und Hod-fleiß w-hrer« Kollegen die Aibeit niedergelegt haben wegen Lohn- bifferenzen. äff-nttWT» MSlileroerfammlnng flir b»««. Ht»zck»e»«>««ahtkr»i« am Srrlta«, den 17 Iiwuar«Send» 8 Udr, Im jüailfrbtb, Batfii 85- 86 Taeelordnuna: i Die bevorsteberde- Reitltaa». wählen R-f-rertR->ch«,ae«ab-!'ardn-Ur W.Liebtneiht. 2"CUtufflon. 8,«Ze» s!bter«nei E» i'' P6ick>t t'ben 8)ftihltaotn>abier». zu ersck'inen. ümevalt)« ranttnlnng b.» g»r». uub flohutirhtnba 0»rwe«h um Rieiti'B den 17. Jaruar.«bttib« 8X Uhr. sm Alubiotale 8o>si"ste. 45. bei Otto Lvte Doqeerrbrunn: 1«brtdmui'fl Dom 4 Duaital. 2. Statuten. ber-tbuna. 8 E'aärzimnew'bl be»«otftanbe» 5.«erslbiebem». Um v linkt- lichr» erfdirtnm lümn'tlicher äRltalloer wirb ersucht mitoHibernerrummluno be» W»vHk*|«w Mahrung der An- der Volt«nd ychlinkn-irth» Berlin» und Umaegenb am xreliaa. den 17 Imuar Nachmiltasi 4% Uhr, beim« ,N-gen©rO�b-t, Dreibenerslr IIS Dar ctorbmira: 1.«ryenhericht be« Kaslir-'» und der Re- nlfarrn. 2 Weiche 91 chideile hat der GaftwiiibBSanb durch die Bi'hiperre? Meseeent: Her gr.(fiOjet, 8. Vereinlanreleaenheiten 4 Verschiedene», giOB-krsten Um pü: ticke» und zahlreich-» S scheinen wirb ersucht. ttUaewiH«» Wählerrersammlung am Rreitaa, den 17. Zm.. »bti-h» 8 Uhr. Im Böhmischen Brauh, nie, Land«her--er«Nee 11— 18 Da«?»- ordmma 1 Wahl eine» ü'NtrcI B-Blkoinlt«'», 2 Die bevarstehenben Reich». tay» W hsen. R f-'ent' t tdur Slobrtoflen. 8 Sllfufflon. 4 Ve'schieb-ne». SutD-rfunfl bei N tosten ftnbet cin-TclliisammlunB statt.«8 Ist Pflicht eine» jeden Wöhser». zu erscheinen. T»s»Klub Aeln». Am Eannabenb. den 18. Januar,«d.nb» 8 Uhr im ßahen Saale der B rltner Backdrauerei(Temneihofer ve'Bi. Wiener«falken- ll»inwslkarten 4 M Ps flnd ,u baden hei Helie-Hos.«rndistr. 8t, Grude, Belle«lltanceflr 54, Tbeu tch, Bö-maldstr. 51 Karow. Waelenburaitr. 28, «Weherbt, ÄU'fü flenNr. 7; Böhm Frtebrichiir. 218 Ä'rt» P»,»inig»i>? d«« Zuswniibrr, Ht-pper«nb Morrtcht»» Berlin» veilammlunq ,m Sonnabend den 18 Januar,«benb» 9 Uhr, Alte Zakobstr. 88 taflf»OThmina: 1. VortraB dt» Herrn Pirch gher Wesen imb «iuhen bei Streik». 2. Diikussion. 8 Einsührung eine» Ardeiiinachweise». «. Berichteben,» IMormiint«tra. imuri-WItBUebeiDersammlunB om Sonnahee d, den 18 Januar, Abend» 8% Uhr. in H»rrich � Saal. B'utheir. 22, 1 Tr Taoeiortmuno. 1. llaflen bericht p o 4 Quartal 1689 2 Neuwahl bei Barstanbe». 8. Verschiedene». Mitglied». buch teattimtrl. tUo-wein« Kranken-«nd Kterb-kass» btr ZgietaUarb-iter 79, HawburB), und. Vulkan" IE H. 69 Hamburg) Berlin I Sonn- nbenb den 18 Januar, Abend» 8% Uhr Ltchterfelderftr 7, Im Restaurant Winter. Wit9»eber.Vei sammlung TaBetarbnunB Der oeBeiiwö ltze Strnb urlerer ti sse. Aaflenberscht. Verschlrdene». Die M!tzlieber werben ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. fitthvtvtn der Metallarbeiter i««a»., Masser«nd Dampf. »aturen Mitali'berversarnmluNB am Sonnabend, den 18 Januar, Abend» 8* Uhr. in Ztmtfr'S Salon, Mflnzflr. 11. DnB-»erbmina 1 Vortrag de« Herrn Türk Uber die Hinbllchen Arbeiter und D'Ikulflan 2. Bericht de« Vorftande» Uber den auf» a_b(it 9n g-oß-boBcn der Getrerbebeputaliotr 8. Autaabe der BtllctI zum 9>ta»lndall 4 Verscht-b»>e» und gtaaefrrftor. Gäste wtlllommen. Auch werden in bf ver'arnwliina Billet» zm Urania au»lieBtben und zwar zum Sw nta», den 26 Jrnun' Vormittag» Kachuerein de» Kii, sten- unb pinselmach»» Berlin» nnd Um- Mitgliederuersammiuna am Sanntaa. den 19 Januar, Vormittaa» »OK Obr, in geutrsttln'» T rnnel. Alte J'Iobstr 75. Taoeiorbnung: I. An- Hä« iider krr'chtung de» Arbelt«nachw-ste« und Unierftlihung durchreisender tkollegen 2 Vortra» de» Herrn?ü k ober die wlrthschasttschen UmwälzunBen her trar»»lltch-n Revoluison. 8. Dltkusflon. 4. Verschledenei und Aufnahme neuer«itgll-ber. Grtabrankeukass» der Tischler«nd planosartearbetter Berlin». Verlnm.mlunB am Sonnta» den 19, Januar, Punkt 10 Uhr. in Hades» Brauerei Bercnrannftr 5-7, Bezirk de» llasflrer» Herrn Schfl»:. Dage». ordnuna- 1 Bericht-rstatiung übe- die ne floflene Delegiri-Nperlode Referent Emil R»hn 2 Dttkuiflan 8 AusftellirnB van Kandidaten zu Dklegirten. Be» Quittuna«b»ch ier.i imiri Um zahlreichen Besuch wirb gebeten. Sentrai K< ankatt- und Kterbekass» der deutsche» Maaenbaue» n, Bezirk«i Versarnrn UNB am Sonntag, bm 19 d. M Vormittag» IlT Uhr, bei Wlithou», Waibewarftr. 12 Daae» ordnuna■ I Abrechnung vom 4 Our tal 1869 2 J-N'ie Kaflenangelegenh-Iten und Vcrschi'b'ne». Allgemein» Krank»«-«nd Kterbekals» ber Metallarbeiter (S.«. 29, Hemdurr) laute Zentral A ar hn und Sterbekafle„Vulkan"(Filiale B-'Iin 6). fflltcli. dri-Verlamu lung am Sonntag, den 19. b. M., Vormiiag» 10X Uhr. Miinzflr. 11 h>t Zemler. Zaae'ordnung: 1 Aoffenhericht vre De Zauber 1889 2 Jabr,»bricht 8 verschteber Allgemetn» Kranken- uub Kterbekals» der Metallarbeiter (#. H. 19 Hamhura). Filiale Berlin 6. Mit li-berversainrnluna am Sonntag, bat 19 Januar. Vormittag» 10% Ubr. bei Krüger Garteostr 128 Gseichzeiiig werben die Mitgsieb-r auf da» am 8 Februar statt flu bmbe 5iäh ige Stsstang». fest im Etil N-r.Eiabltffemrnt aufmerksam gemacht. BIllel»» SO Pf. gelangen tn d" Brfammluufl und in den Zahlstellen zur«»»«ade. Zentral Krankenkasse de« Maurer und Kteinstauer„«ruuk- »et« I«r Einigkeit". General-Mtioli'b roerlammlung am Sanrwg. den 19 Januar, Vorn litag» 10 Uhr, In Schcfirr'I Salon, Jnselkr. 10. Tage». erb, ung t I Abirchnung vom 4 Quaiiat 1889.!. Berlchterflatwng der Re- »isv-en 8 Bei schiebene». Aretretioliis» vemeind». Rosentbalerstr. 88. SonntaB, beul» Januar, B-rmMag» 10 Ubr,«artrag de» H-rrn Dr. v-uno Wille übet:..Die stttliche «r.kbun»"«äste winiommtn. Montag. Abend» 8 Uhr. helchliehenbe Genres bmersarnrnlung. TaBelarbnung: Wahl de» Vorstände» und der anderen »eretniaung der pr»ch»l»r peutschlaub». OrtiverwalwNB 2(Stock. he-nche). M,, alieb, rversanimlung am Dienstag,»en 21 Januar, in Sch-ffer» Ee�nU-�Tnm."' mn' Wtag Äaistr'sfer «innergeiangverein Abend» 9 Ubr im Ressamant Tamm. Schönhauser Allee 28 - Gesangverein.Pausebeutel' Abend» 8 Uhr im Restaurant Hinsel,«setan- brtnmstr 15-.Ssebertas, l der Maler und ve�andin«eruf»a-naffm «hend« 9 Uhr im Restaurant Meine. Brandenburaftr. 60.-«uchbinbr-Männer. chot«benb« W Uhr dei F.u rkcin. Alt' I kobstr. 75- Besangveretn. FlSier sche, Dc-vve» Quartett Abends V Uhr Im Restaurant Musehold. SanblDctflcrstr 81.— «e, angverein.Forlschrin'«benb» 9 Uhr Im Restaurant,»lmnenstrahe 46- »esangveretn.'Kcha 1872' Abend, 9 Uhr Orantenftraße 8st Neue Mstgliebe. «erben aus enammm.— Gesangverein.Ossian' Abend» 9 Uhr Dreidener- strahe 85' bÄ""«ustavu«—' Huvoerksto" S»ngcr«ereiniMri..Harmonie� «benb» 9 Uhr bei Niest, Wederstr. 17.— Gesangverein.Sängetchani Abend» 9 Uhr Abalbertstr 21- Siedertafel de» Fachverein» der StettitrSger«erlw» Adend» 8 Ubr Grade Hamburgerstr. 4 Nebungistunbe.— Gesangverein»Ohne. sorge' Abend« 9 Uhr. Restaurant Regher. Alte Jalobstr. 88— Gesangverein Widerhall' Abend» 9 Uhr bei Hern, Boge,«»vnickerstr. 191- Gesangverein .Sarbeerkranz' 8% Uhr Restaurant Weinstr. 11- Arbeiter- Gesangverew �Rorb" UebunLstunde AbendS% Uhr im Restaurant Gnadt, Brunnevstr. 88 S i i m m b e g a b t e auch passiv- Mitglieber werben aufgenominm.-«oigsscher Dilrttanten.Orcheftervereick. Uedung, stunde von 8% dt» 11 Uhr Abend, imSoulsm- ftäblischm ÄlubhauS«nncnstr. 16, 1 Tr.- Berltner Turngenossenschaft(Fstnsie Mtnncrabtheiwng) Abend« 8% lldr in der städtischen Turnhalle Waflerlhorstr 81 — Turnverein, Halenhaide"(Männerablheitung)«benb» 8 Uhr Diesten. >Ä" Ä?|ÄW.*7"-%SSM Slenoaraphie«benb» 8% Uhr im Restaurant Ziethen, Dorotheenftrahe 81, llnlmichi unb llebungistunde.—»llgemctner«rend»1cher Stenographen- verein,»htbeilung„Varwärt»", Abend» 8% Uhr im Restaurant«oll Mariannenpla» 11.—«rendi scher Stenographenverein„Apollobund" Abend» « Uhr im Restaurant Segdelstr. 80— Berein ehemaliger Dr. Doebbeltnstcher Schüler Abend» 9 Uhr im Restaurant Kreb». Fiiebrichstc. 208.— Voiglscher Dilettanten Orchefterverein«benb» 8% Uhr Uebungiftunbe im Restaurant Källrrischcr«arten, Scharrenstraße 12.— Zitherverein„Awenveilchen" Abenb« Uhr Im Restaurant„Wahlstatr". Belleallianceftrasse 89— Rauchklub estend" Abend» 9 Uhr im Hoheazollerngarten Slegltherstraße 27.— Rauch- rb..Weichselblatt" Abend« 8% Uhr im Restaurant Slalitzerftraie 147*.— Rauchklub„Ohne Zwang" Abend» 8% Uhr im Restaurant W Spaelh, Weim ftcaSt 28.— Verein ehemaliger Schüler der 22. Geineindeschnle Abenb» 9 Uhr im Reflaurmrt Schräder, Stegliterftr. 18.- Sese- unb DiSkutirktub Herwegh Abend» 8 Uhr im Lokale de» Herrn Otto Linke. Farsterstrasie 45. Gäste Herren unb Domen, durch Mtlgtieber eingesührt, haben Zut.Itt.—«rbeirer- Befangofttin Hoffnung FriebrichSberg, bei Reusch, Fianksurter Khaustee- und Dorfstrahen-Kcke. Uebungiftunbe. Aufnahme neuer Miiglieder.- MSnnerchor der„Berlwer Mechaniker" Abend» 9 Uhr im Restaurant Krüger Franzftrahe«— Verein ehemaliger Schüler der 28.«emeindelchule Abend» Köntgftabt-Kastno, Holzmmklftr. 72. Aufnahme neuer Mitglieder «äste willkommen. s. Ziehung der 4. Klaffe 181. König!. Preuff. Lotterie. Ziehung vom 16. Januar 1889,«arnritrag». Hut dt« Gewinne über BIO Mark flnb den berrenenden Rummerg tu Parenrbete deigesügl, (Ohne Gewähr.) so»s 157 811 50 425 71 634 74 601 705 818 91 942 49 1138 202 81 339 52 64 411 1300] 633 764 825«119 43 85 92 324 45 401 633 813 42 73 940»031 108 290 92 601 834 69 90 935 4047 218 30 71 15001 423 39 60 81 648 732[3000] 905 8 73 90 5047 358 88 436 69 675 94 787 «062 137 212 74 413 607 78 90 675 748 879 83 911 21[500] 69 80 99 7004 64 75 137 430 35 4 4 69 540 763 830 67 8012 131 69 237 38 82 31.8 26 44 75 85 612 46 56 605 738 57 859»110 336 426 669 655 90 740[SOOO] 84 10i08 406 679 728 925 29 11220 57 300 62 564 647 845 56 924 63 97 1B039 233 52 74 81 99 425 30 608 76 833 41 88 13007[1500] 88 277 343 61 440 44 591 870 9,83 1 4055 102 219 72 381 492 508[3001 17 68 742 99 851 915 41 66 1 5160 241 300 36[350] 443 874 947 1«120 233 478 90 534 73 1 7077 153 604 640 60 749 90[3000] 839[300] 41 63 989 18022 81 327[300] 41 432 735 56 933 68 1»2Ü5 35 74 827 949[SOOO] 71 «OO 7[500] 99 159 297[300] 643 750 891»1023 224 60 85 322 64 409 684 771 84 4 907 85«»228 413 5-9 799»3017 41 336[1500] 98 419 22 35 74 90 5-6 616 29 797»4003[300] 6 16 107 60 64 81 84 320 606 84 931»5053 79 81 103 222 449 69 7uO 944 59 72 82 90»«160 419 574 750 803 929» 7033 62 149 272 325 442 45 94 534 60[500] 651 731 869 96 942«8044 85 347 88 456 777 939»»047 206 342 551 [300] 86 818 935 »0030 124 211 46 55 310 410 30 55 526 37 52 68 71 75 651 850 90 913»1032 210 70 346 109 580 642 915 62»»132 218 639 92 697 780 914»»050 86 196 212 31 71 307[500] 465 523 654[300] 56 901»4085 242 51[300] 690 607 36 79[300] 819 901 35 48[500] 35273 300 66 470 607[30001 784 915 55»«147 260 538[300] 607[3000] 92 809 907 29 »7237 327 406 730 48 918[5001 77 81 83 38013 83 131 324 55 446 510 91M3O0] 615 897 930»»006 19 115 65 87 282 461 77 648 76 709 896 m a 108 250 308 70 411 22 612 47 61 832 96 44061 89 111 251 1500] 331 507 623 7,0 96 873 921 83 4553?[500] 76 328 93 617 810 961 40077 97 213[50001 28 397 675[500] 47028 231 307 48 574 633 736 39 930 48008 57 112 48 3u4 28 29 4« 64 410 40 606 726 820 49094 160 324 82 515 93 607 84 721 29 97 897 5«002 47 58 106 3,8 50.8 665 757 950 92 51512 36[500] 58 611 90<00 66 871 5»008 20 23 44 52 105£59 448 611 711 1940 945 5 3041 137 63 206 69 70 426 539 658 72 848 50 78 64217 36 438 78 5 5268 412 30 36 668 951 71 59032 50 173<5 237 54 60 306 416 60 519 60 89 628 94 737 57 823 5 1073 130 57 83[1500] 510 621 65 720 833 5852.' 44 863 900 14 5 9027[300] 47 223 56 62 311 41 411 581 631 707[500] 997 «0027 46 115 326 68 87 543 70 865«1037 310 469 547 764 828 71 909 71««062 99 158 428[300] 77 90 668 773 94 827 54«»181 317 492 639.20«4013 20 76 85 115 340 514 43 93 802 957[1500] «5030 211 344 438 88 675 86 623 63««298 634 647 67246 734[5001 54(3001 83 804 63 73 78«8072 92 238 83 329 31 573 853 68[300] 78 923 28«9165 271 353 412 39 535 719 879 990 76048 76 114 71 283 318 79 98 406 76 694 879 7X006 53 144 405 517 87 629 7»214 336 419 63, 611 72 798[300] 946 77 88 7»120 27 [500] 96 396 410 46 678 882 961 74011[300] 200 27 11500] 334 428 558 673 869 86 931 92 7 5026 164 320 602[300] 88 637 909 16 26 94 7«07 9 211 24 116001 52 336 483 583 829 36 906 7 7026 49 66 78 93 183 268[500] 76 481 602 59 62 614 68 874 11500] 95 935 94 7*029 109 40 72 479 508 76 657 729 806 10 969?ttl24 485 559 64 747 800 91 ««054 67 174 344 87 90 418 40 561 94 887 916 82«1049 83 340 629 72 619[600] 51 768«»l£8 361 43 698 673 78 719 31 899 934 8 3007 178 87 388[500] 490 505 088 711 893 917 8 4370 469 747 819 21 51 913 85139 93 217 356 423 616 67 812 27 934 8«U04 19 124 43 202 3 8 44 426 30 606 49 63 802 87[300] 87140 72 75[500] 297 316 46 460 568 653 73 924 88025 40 134 206 857 401 20 35 42 508 65 662 94 705 68 70 832 39 48 8UÜ02 46 154 607 10 25 773 75 81 »«008 101 10 270 380 441 68 693 616 78»1115 44 321 41 522 741 46 62 816 19 99 919 64 15001»»085 442 528 854 900 1[3000] 64[300] »3057 102 404[3000] 7[500] 522 1300] 02 628 93[3000] 856 63 902 1300] 23 85»4037 146 08 250 83 89 340 405 43 642 99 683 704 93»5216 86 130001 324 36 60 492 634 38 60 961»«082 94 152 237 89 337 606 3. Ziehung der 4. Klaffe 181. Königl. Preith. Lotterie. Ziehung vom 16. Januar 1889,»iachmiiiag». Stur die Gewinne über»10 Marl sind den vetreifendeir Nummern tu Parenlheie b,.getilgt. (Ohne Gewähr.) 310 31 41 674 89 760 80 876 93 971 83 97 1031 79[15001 88 119 224 269 80 81 97 454 538 737 41 820»043 83 100 13 62 206 56 351 93 601[6001 2 625 63 848 51 69 926»033 156 273 99 366 97 511 80 631 [30001 78 4006 94 176 203 22 1500] 440 44 85 509 628 735 68 80-66 5054 170 205 42 328 16001 612 35 821 32 81 93 953«040 49[1500] 104 39 41[300] 337 459 584 629 37 735 800 950 60 87-96 7046 101 14 63 224 71 42! 47 82 630 95 632 65[30001 730-0 94 804 920 8024 69 1-9 267 845 94»005[3U00] 45 1500] 73 167 243 80[3000] 326 46 431 716 73 816 34 964 JO012 247 363[500] 47 759 807 921 23 70 11025 113 535 12291 830 35 492 531 36 783 1 8034[300] 60 286 339 471 516 59 73 628 [15001 90 788[5001 882 911 14010 67 205 399 407 73 77 628 29 41 783 (3000) 962 69 15014 21 148 94 341 89 449 11600] 92 519 62 6 6 16036 109 67 360 862 83 98 903 1 7025 179 367 87 441, 7 698 982[3000] 18098 185[300] 212 83 330 626 42 715 940 19041 86[1600] 166 208 95[3001 538[300] 736 946 «O053 254 15001 77[500] 352 691 826 69 96 910[300]»1037 114 19 20.314 79 473 517 27 42 60 1500] 97[1500] 639 85 99 784 906 8 22 90«»005 53 268 9:8[5001 432 70 653-3 621 711 31[15001 906 55 »6067 181 363 420 69 623 931»4035 124 48 222 26 333 403 27 612 20 56 726 9 fordirt, brieflich zu beantworten. 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S.e70rcn wäre. Aber beide Organisationen halten mit wunwWtigkeit zu den GaSleuten. die wirtlich Be» Sasjuif 9»erctent. Sie führen jetzt den eigentlichen "Salior. die Gegnerschaft der vortrefflich organifirten m«f f. ovri Firernans Union" macht sich Herrn Livesay »o.Üblicher Weise bemerkbar. Es vergiht fast kein Tag. nvit fc;»« Ä�ltn für die GaSgesellschaft beladen«« Schaff lag Mannschaft verlassen wird. So trat am Donner«- dey s,."u°nr.ung de« Kohlensch, ffe« UlleSwater aus, das in t,, Commercial-DockS lagert. Die Leute erklärten, �!te» ket zum Schein nach Rouen fignirt, »'«in!» Bewußt, daß es für die Metropolitangesellschaft beHerr f" wären sie gar nicht erst an Bord gegangen. WttnkJtN soll ihnen 10 Pfd. Sterl. Extravergütung ge» die nt,?Deu.. wenn st« den Dienst wieder ausnehmen wollten, haben 11'.d" der Matrosen» und Heizer-Unio« angehören, . Q-f ,nd<6 nicht kaufen lassen. haben h aroße Anzahl von Mitpliedern der genannten Union solgeub.«�.?äpttänen der Schiffe, zu denen sie gehören, für oj, sv�chnflstuck übersandt, da» nicht nur als Dokument esse � �«schichte der modernen Arbeiterbewegung von Jnter- Perrim�,?' die unterzeichneten Mitglieder der Union der schiff.??', Matrosen und Heizer, Mannschaft de» »an uns� at N ime) geben Ihnen hiermit, in Befolgung der ?ündiott»� lix«tutioraih empfangenen Weisungen, 24 stündig« de, un,eres V-rrrageS mit Ihnen und den Besitzern Winvf.** Schtff-s, sofern Sie nicht folgenden Sätzen Ihre "iß«eben können:..... Siwff keineKohlen an einen der folgenden fÖcbe,int"genv eine andere Station der Themse de» -'a«fcet roetiie"*,len genannte Gisellschaft ge» � eoffr" rofro«W ?»cau«t.t.**"4 außerdem herauSstellm, daß unter dieser ?!8.®,rn1P verschiffte Kohlen doch für die Süd.M.t.-opolitan- daß diek» bestimmt stnd, so verlangen wir de« Weiteren, Au-t,!,, vorstehende Kündig mg genügen soll, unseren "vserer o> Ankunfishafen zu verlangen, sowie die Bezahlung �vber di»f1 bis zum Einladep atz. Ihre Untetschrift �ümer h, t Schnft ilück(oll für Sie und die erwähnten Eigen» D»? �be Kraft faden." &*t Sqa. 1 Seeleute gezeigt haben, mit welcher Festigkeit sie »>>>« f.C c. Gasorbeiter stehen, und da ihre Organisation k ivetbn,— sie soll gegen 80000 Mitglieder zählen, dieser, gar manche Schissskapitän« dazu bequemm müssen, 3 ia zu unterzeichnen. «ezz t euf?lU stehen die Dinge für die GaSgesellschaft keines- «ü den»»-��b, als sie auszuposaunen sucht. Dl« 40 000 Pfd. «uner».„Ii>�r Livesoy prahlt, schmelzen hmweg, und noch "vni � an die Nachsicht der GaSkonsumenten apprlluen * käni>ii.i?! auf die kolossalen Schwierigkeiten, mit denen wir baden". Nicht weniger als 20 pCt. soll ihr« Gas- ?bgenon,� siogenüber der enispiechenden Zeit de« Vorjahre» schlich,, haben, und obendrein wird allgemein über die «», r. düualität de« Gase» geklagt. Dauert dieser Zustand derlleJL, a>rrd das Publikum allmälig doch die G«duld s"®unf,�"b ein Umschwung in der öffentlichen Meinung « k.. a«, der GaSieute macht sich nach und nach auch kbeiti,. bemerkbar. Die Abnahme der P.oduktion » a h �."aturlich auch eine entfprechrnoe Min oerein- WlstZV01 die G.sellschafl. Dieselbe hat bereit» die Au». »Hiacki.°°a eurem Pfuno Extravergütung pro Woche an die fttonukl. eingestevl, wa» verschiedene derselben zum Austritt 1" ouih k.. ssvn hat sie angefangen, sie auszuquartieren, und M em fa,°uf allerhand Schwierigkeiten gestoßen. Kmzum, »re Behörden und Korporationen allen Vorschub 6,1.�0 sie schließlich doch den Kürzeren ziehen. Wa» ihr n Für fL},U Zuoschen wäre. 5 ssroße Versammlungen zu Gunsten der WKdSKWS« MEMMSWSS ##?#### ,Cerf sind. S hervor, daß noch 2000 Manu am KMMS-Ms "kra.gst&Ät nöihige Polizei dewilligt, um die Exmission mit Gewalt zu erzwingen. Natürlich war die ganz« Geschichte praktisch werth- los, denn da» Komitee hat schnell ein anderes Zimmer de» kommm.— Die GaSarbeiter-Union wird wahrscheinlich die erste englffche Gewerkschaft fem, die sich für die auf dem Pariser Kongreß beschlossene Demonstration am I.Mai zu Gunsten de« achtstündigen Arbeitstage« entscheidet. Bisher war m dieser Beziehung hier alles still über den Wassern. Die alten TradeS-Union halten sich vornehm zurück. Bei den GaSarbeitern ist ein dahingehender Antrag eingebracht und wird gegenwärtig in den einzelnen Sektionen berathen. Findet er, was sehr wahrscheinlich. An- nähme, so werden al«»weite Gewerkschaft die Kohlenträger und at« dritte die Docker folgen, und alsdann ist der Stein ins Rollen gebracht. Meine früheren Angaben über die Stärke der Gasarbeiter-Gewerkfchaft werden durch einen Artikel de« Vorstandes derselben in der Zeitschrift-Time" bestätigt, wo es heißt, daß die Gewerkschaft-über 50 000 Mitglieder" zählt. Weiter heißt es dort:-Wir habm für 80000 Mann einen Arbeitstag von acht Stunden statt 12 Stunden erkämpft. Wir zeigen überall Männern und Frauen die Rothwendigkeit der Orzanifatton. Wir zwingen die qualifizirten Arbeiter die Rechte und Forderungen der-un» q ualifizirten" Arbeiter anzuerkennen, und nehmen taglich, stund» lich an Mitgliedern zu." Hochinteressant ist auch folgende Stelle: -UnfereGewerkschaft ist eine der wenigen, in denen Männer und Frauen gleiche Rechte haben. Wir wollin Organisationen von Arbeitern schlecht» weg(-workers") nicht aber von ausschließlich männlichen oder ausschließlich weiblichm Arbeitern. Vor etwa drei Monaten rief Frau Äoelmg in Silontown eine Arbeiterinnen- Union m's Leben und fragte an, ob dieselbe als Zweigsektion der Gewerkschaft für Gasarbeiter und Arbeitsleute aller Berufe zugelassen würde. Auf einer Generalversammlung, in der 3000 Mitglieder anwesend warm, wurde die Frage einstimmig und begeistert nnt ja beantwortet. Seitdem sind Fraumsektivnen— die alle blühen — in London und Biistol organifirt worden. Da die Frauen- löhn« meist viel schlechter find als die der Männer, wurde be» schiossm, daß die Framn nur halb so hohe Beiträge wie die Männer zahlen und nur halb so hohe Unterstützung bei Streiks 2t. empfangen. Sonst aber habm die Fraum deiselbm Rechte wie die Männer. Ihre Sektionm sind auf unseren Delegirtm- verfammlungm verttelen, sie stimmm wie die Männer, und in dem Komitee, da« neuerdings eingesetzt wurde, unsere Statutm zu revidiren, befanden sich zwei Frauen. Die» die GaSarbeiter als Union. Was die Docker-Urion anbetrifft, so zählt dieselbe, wie John BurnS auf einer jüngst stattgehabten Versammlung feststellte, jetzt 40 000 Mitglieder und hat einm Fond« von über 10000 Pfd. zur Versugung. Die Anfeindungm und Jntriguen, von denen ich früher schrieb, scheinm also wirkungslos abgeprallt zu fern. Desto In dem neuesten Almanach der-Financral-Reform- Associatim" finde ich recht interessante Zahlm über die Wirkungm des erweiterten Wahlsystems auf die Zu- sammmsetzung de« Parlaments. Indem ich mir vorbehalte, in einem lpäterm Brief eingehender darauf zurückzukommm, greife ich für heute nur einige wenige, auf die Jnreressmver- tretung bezügliche heraus. Der Emfachhett halber stelle ich nur d« Irtzt-.n Wahlm vor Durchführung der Wahlreform (1880), sowie die zugleich sta-tgehabten Wahlm unter dem nmm Wahlgesetz(1886) gegmüber. Es waren im Parlament vertreten Unter dem Unter dem deschränktm erweiterten Wahlsystem Wahlsystem 1880 1886 a) Grundbesitz-Interessen. P»rlamentSmitglreder besaßen Grundbesitz... Act». 2 629 427 1063 823 Zum Rentmwerthe v. Pfd. St. 2 412 175 1 233 587 ES saßen im Parlammt Söhne und Erben von Lora», die zusammm Grundbesitz hoben.... Acre» 4948 547 2 342 580 Zum Rentenwerthe von Pfd St. 3 489 043 2 279 503 Der Zahl nach waren Grund- besitzer Abgeordnete.. 277 209 b)KirchlicheJnt«ressen. Von der Knche leb.en Parla- mmtSmitglieder.... 266 149 c) Armee- 2c Interessen. Der Armee Zt. hatten angehört Parlammt» Mitglieder.. 168 128 d) Beamten-:c. In teressen. VerwattungS- ic. Beamtewarm Parlammtsmitglieder.. 113 91 e) Gewerbliche Interessen. In Handel und Jndustriewarm interessirt Parlammtsmtt- glieder....... 155 186 f) Arbeiter- Interessen- Arbeiterabgeordnete waren.. 2 8 Alle die!« Zahlen sprechm für sich selbst. Am lauteftm die auf dm Grundbesitz dezüglichm. Um über die Hälfte wt» niger Bodmareal ist jetzt im Parlament verttet« ol» vor der Wahlreform. Die Zahl der Grundbesitzer ist nur um ein Viertel zurückgegangen, wo» zeigt, daß mehr mittlerer und kleiner Grundbesitz mr Parlament Vertretung gefunden. Dabei waren die Wahlm von>886 noch unter einer Wahlparole er- folgt, die bm-konservativen" Interessen sehr günstig war. Die nächsten Wahlen dürften noch ein ganz andere« Bild auf. weisen, namentlich«a» Rubrik f anbeirijft. (ßcvirftfs-Bcituira. Daß bei de« Abbruchsarbeite» mtt einer ganz be» sonderm Vorficht vorgegangen werden muß, bewie» eine Ver» Handlung, welche gestein vor der erstm Strafkammer de» Land- gericht» I stattfand. Im April v. I. wurde da» Hau» Gre- nadierftraße 36 abgerissen und war der Maurerpolier Friedrich WilhelmLehma nn mit der Ueberwachung der Arbeit betraut worden. Trotzdem derselbe den Arbeitern eingeprägt hatte, die Mauer« nur schichtweise niederzulegen, wurde in feiner Abwesmheit doch von dieser Vorsichtsmaßregel abgewichen und ein Eckpfeiler, der B quemlichkeit wegen, gleich mehrere Fuß hoch umgestoßen. Emige Steine fielen dabei auf die Grenzmauer de« Nachbarg�urdstückt, pralltm hier ab und fielen auf dm Nachbai Hof. In einer der Kellerwoh. nungen stand ein Fenster offen, in der Stube faß die Be- wohnerin auf dem Sopha unmittelbar unter dem Fenster, ein Stein flog hinein und der Frau in'« Genick. Sie hat«ine Ge- Hirnerschütterung erlitten und leidet noch an den Folgm des Unfalles. Der Polier Lehmann wurde für dmfelden verant- wortlich gemacht und ihm vorgeworfm, daß er einerseits nicht zugegen war, al« die gefährlichste Arbeit, die Niederlegung der Eckpfeiler vorgmommen wurde und daß er andererseits nicht für die Anbringung eines Schutzdaches nach dem' Nachbar- Grundstücke zu Sorge gerragm. Der Staatsanwalt glaubte ein Exewpel statuirm zu sollen und er beantragte deshalb eine Gefängnißstrafe von drei Monaten. Der Gericht« Hof berücksichttgte aber, daß im vorliezendm Falle das Unglück durch ein zufälliges Zusammentreffen einer Reihe von Umständm herbeigeführt sei und beließ e» daher bei emer Geldstrafe von 60 M. Ilm recht gefährliche» Meiberklalsch drehte sich ein« Verhandlung wegm wissen t.l ich falfcher Denun- ziation und Beleidigung, die gestern vor der ersten Straf- kammer de« Landgerichts I stattfand. Zwischen dem Telephonarbeiter Otto I a e ck und einer Witlwe Hoffmann besteht seit drei Jahren bittere Feindschaft, die schon verschieben« Proz« Erzleruug möglichst günst ger Arbeit»br0rngunaen. Be- feiligung der Nacht- und Sonntagtarbert, sowie Aufilärung der Mitglieder durch entsprechende Vorträge angegeben. Der Beitrag ,st auf 25 Pf. monatirch festgesetzt und jeden Monat soll eme Vereintoersommlung stut.fi den. Auf rfvigten Vor- schlag beschloß man, einen anderen Namen für den Verein zu wähle« und ihn:.freie Vereinigung der Seifenarbeittr und Belusi genossen" zu nennen. Herr Christian machte den Vor- schlag, im Statut die Errichtung eine« Arbetttvachweise« auf- zunthmen. Dieser Antrag stutz auf lebhast« Oovofition. Man war sich zwar darin tinig, daß der jetzig« Aachwei«, welcher fich in den Händen der Aibellgeblr d.fi del, unzureichend sei, denn gewöhnlich wolle eine wunderbare Fügung de» Geschick«, daß wenn«in Arbeiter der Hausbrauche anfrage, gerade eure Sülle sür die Tolleit-nbranche frei sei und wenn umg» kehlt ein Koll ge an« der Torlettenbranche Arbeit suche, werde just Jemuno für die Hausdranche verlangt. Mit diesen Gesch ck.« Mächten sei k-iii ew'ger Band zu flechten, aber e« frage fich, ob der Verein zur Ze.t schon stark genug fem werde, ifmen Trotz zu bieten. Sicherlich würben dre Arbeitgeber nicht geneigt sein, bei den Gehiisen nach K.äften anzuftagen. Herr Sillier trat entschieden für den Antrag ein. Einen eigenen, kosten- losen ArdeitSnochweiS zu besitzen sei sür Ue Gehilfen eine g.oße ich weroe den Arbeitgebern eine gen, sie Errungenschaft. Dadurch___. Macht emwunden. Wenn die Kollegen als geschloffene Macht hinter dem eigenen NochwuS st-aen würden und nur d>«sen benutzen, würden avch die Piln» pale daS Gleiche thvn muffen. Hierauf wurde der Ai trag angcnon men und Herrn Hoffmann der AibeUSnachweis übertragen. Der Vorsitzende soedert« die Anwesenden nun auf, fich in die auSliegenden Listen al« Aü- glieder ein i ragen»v lassen. Nach Beendigung der Aufnahme nmahnle Herr Ch istran die Mitglieder, in der nächsten Versammlung vollzählig und pünktlich zu crlchttnen. Herr Sillier elmnerte an die llfl chtrn, welche dre junge Vor- KnifU-ig dr» Mitxl'edtrn aus.rlege. Nun gelte es treu fest- rühmten an der Organisauon, domil die gewunschtnr Bortherle auch errui gen wenden iönr.ten. Da« we tere Herab- driick-n der Löh e m. ß verhrabert und g gen j- de Verlängerung naß F ont gom.cht werden. Je-ter folge unentwegt der Fahne be« Verein.', ver als eine aesch offen« ÄLcht den Kopitatvr.ck rn bekämpfen hat. Her. Vspp beantragt«, de» 1. Mai zum Arbeiterfeiertaa zu erkläre>o Herr Barsch fügte hinzu, vaß auch der W ahilag, der 20. F-siruar, ein Festtag sein müsse med die Versammlung beschloß, olc Arbeit an diesen beiden Tagen ruhen»u laffen. Einen s
m Kas sirer Decharge erlheilt wurde. Hierauf wurde eine Pause von 10 Minuten angesetzt. Darauf erhielt der Referent Hrrr W. Schweitzer zu seinem Vortrage da« Wort. Reicher Berfall lohnte den Redner.— Unter Verschiedenem wurde vielfach die Frage aufgeworfen, ob wir den 1. Mai d«. Js. als Feierlag praklamirm wollen; es kam jedoch zu keinem Entschlutz; H. Pse.ff-r sowie tz. Wilschke traten für einen Beschluß ein, der dahin gmg, den 1. Mai al« Feiertag zu proklamrren. Verschiedene Redner führten jedoch au«, daß der Beschluß hierüber erst in einer großen öffentliche« Versammlung sämmtlicher Hausdiener und Handlungsgehilfen gefaßt werden könne, damit die Allgemeinheit darüber be« schlüßt. Em Vor schlag de« Kollegen Herrmann, nur in den Lokalen zu verkehren, wo»B- liner Volksbiatt" und.Volks- » büne" auslregen, wurde ernftimmig angenommen, während Barlelt fich dahin auslpiach, recht zahlreich auf das.Volks- blalt" und dre.Volksttrbüne" zu adonniren, gleichzeitig auf die.Emigkeit", F chdlatt der Berliner Hausdiener.— Mit einem dreifache» Hoch auf das Gedeihen der Freien Ver- emigunq der Hausoiener Berlins wurde die Versammlung geschUssen. JJer Verband der deutschen G»ld-«nd Silber- arbeitrr(Mitgliedschaft Berlin) hiett Dienstag, den 7. Januar, Abends ,0 Uhr, in Feuerstein'« Restaurant, Alte Jakodstr. 75, eine sehr stark besuckle Mitgliederversammlung m,t folgender Tagesordnung ab: 1. Voruag des Herrn E w. Gerisch, über .SoldatenUndel im Mittelaller". 2. Diskussion. 3. Werk- stellenangelegenheiten. 4. Verschiedene«. Referent schilderte m mehr als einftündigem Vertrag unter großem Beifall den Men« schenhandel, sowie da» unsittliche und unmenschliche Lebe» und Treiben mehrerer demscher Fürsten vor u«g«,ähr Kundert Jahren. Von«rner D,Sku>sisn über oen Voitrag wurde allseilig Abstand aenomme« und wurde hierauf folgende Resolution einstimmig angenommen: „Die heute, den 7. Januar 1890 in Feuer stein'» Restaurant tagend« Versammlung de« Verbandes der deutschen Gold- und Süberarbetter(Zahlstelle Berlin) er klärt fich mit dem Beschlüsse de« Pari!« internationaten Arbeiier-Korgrisse« einoerstarden und verpflichtet sich, den L Mai 1800 als Feiertag zu be- t achten." Herr Güulh« degründet m kurze» Worten die Re- solution und tritt ganz energisch für eine miernaiional« Arbeit«. jdmtzgesitzgednng ein. H erauf entspinnt fich eine längere Debatte üb« die Unterstützung der Wrener Perlmutt- Arbeit«, in welcher Herr Staea» für Unterstützung au« d« B«eintkasse, Herr Günlh« für Tevnlcmmiung einlritt. Die Versammlung er.tschlirßl fich jedoch sür Wertstellensammlung, werl eineStherl« d« Kassendestand ei» zu ungünstiger»st, anderntheilt die Ge- nehmigung der überwachenden Beho.de fehlte. Zu Punkt 3 ersucht Herr Holtkamp die Kollegen im Jntncsse der Ver- einigung von ein« Du kuffion über diesen Punkt vollständig abzusehen, weil dadurch dre Beisammlung sehr leicht der Sommelpuntt von Leidensch asten und pvsönlichen An- grffen»«den könnte, wodurch manchem Mitglied der Ausenlhatt in derselben»«leidet würde,»nd tritt dttsilbe im Weiteren für Regelung derartig« Angelegenheile» durch«ine Kommsfton, welche au« tum Vorstand und de» Vntrauemlcuten resp. Werkstellen- Delegirten besteht, ein. Dre Anwesrnd« schließen fich diesen Ausführungen an. Sodann belichtet da Kasstr« üb« den Quaitaisadschlust Hiernach bestehen die Emnrhmen au« 302 30 M., die Ausgabe« aus 2*4,05 M. und ist em Kassen- bestand von 53,25 M. Derselbe«sucht noch die Mitglieder, »ünktlicher in der Entrichtung ihr« Beiträge zusein. Nachdem die Äevtsoren diese Angaben sür richtig befunden und eikiäit haben, all.S in best« Ordnung befunden zu haken, ertheilt die V«- simmiung dem Kai sirer Decharge. Im Wetteren wurde be- schivssen, einen Blsuch der Urania vorzunehmen und ttzerlt d« Vors tzmde mtt. daß« fich um Bill.lS bemühen und den Tag de« Besuche« in der nächsten Versammlung bekannt machen werde, lleb« den zu errichtende» Arbeitsnachweis entstand erne längere Aiis einander sitzung, an uulch« fich die Huren Adam, Günrher und B-vcend brtheillgtcn. Die Statuten da Hamburger Zch.stelle hierzu wu den abgelehnt m.d fall in d« nächsten Versammlung eme K mmissivn gewählt«irden, welch« dieselben ausarbeitet. Dn Vorfitzeude thettt sodann mit, daß die Matinee Sonntag, den 16 Fehruar, im Konzerlbaus Sanssauc', Koitbusuftr. 4-, stallst tß— Die nächste Ver- lommiung fi> J»(t Dienstag, den 4. st«mar, Abend» 8H Uhr in Jaloti"" K.uerstem'« Restaurant, Alte Jakal tr. 75, stall.— Der Vor- stand«sucht sämmtliche Walstellen-tz-.«»trien ihre Adussen so» bald als mögt ch beim Vorsitzenden H.rrn H« manu Faber Köpnickerstr. 56, abzuoeben. Außadeu� st der Vorstund m der Lage, jetzt schon den BesuchSmg in de, llrani» anzugeben, der- seid« rst auf Sonnlag, den 23. Feb.»a, festgesetzt. A llels bei allen r" straße 31, zu haben. t&wmaram Jnselstr. 10. Aus b« Tagesordnung stand em Voitrag � Herrn Krause: Welche Forderungen stellen wir b« Ähnbewegung? Zur Leitung der Versammlung wurden Greifenberg, Herr Hoffmann und Fräulein Bader gi�a« Reierent wie« auf de» Bericht d« Hamburger HandAt'�i bin, welcher von einer steigenden Tendenz der BolkSwohlM Richtig sei allndingö, daß die Börsenspekulation eine aus»t>� Tendenz zeige und daß anscheinend wieder ein« klerne Nr. 15. �mvenz znge und Satz anichemeno wreoer«n« rrrrn- �. � pniode im Anzüge sei. Ab« auf die Arbeit« kommt, � dieser„Wohlfahrt" nichts, fie spüren bei'ßrm Lohne« � steigende, sonder» eme fallende Tendenz. Auch in d«@9. n-igtnut.(unuten rmr laumuc-auw>» r,■• blanche sei«S so; zu grevsien Zeiten, während der Sail«»�. ziele man einen etwas höh««, Lohn, ab« sobald drese«» � sei, trete in d« Regel längere oder kürz«« Arbeitslosig'" � und da« dadurch hervorgerufene größere Angebot dm«'„ Löhne wied« . hervorgerufene größ«e auf einen niedrigen Punkt eine hin. wirken; fern« — so lange und auch«ne hinab. W-w' Lohnbiwegung eingetreten" werde, müsse, nm« � zunächst auf eine Perkürzung d« ArberMtii�� tlkord gearbeitet»«de der Wocheniöhne müsse eme Erhöhung noch m Akkords gearbeitet Erhöhung Die heutige Produktionsweise hat den Arbert« B* h«abgewllrdigt, ihn entmenscht und aus diesem Zustand wo. wir nur herauskommen durch Gesetze, welche wirklich»» � ck ficht verfolgen, ein an'd««» Produktionssystem einzusühr«»-� Ä Äus�vi« den Arbettern den volle» Ertrag ihr« Arbett zusicher�A Ps Sonnt _____. m______ zu habm ab« noch nicht einmal die allernothwendigstm gesetzt, namentlich ist Deutschland in dies« Beziehu«! anderen Staaten zurück. Die Statistik zeigt uns jairrm"„ ArbeitSlöbne auf d« einen und hohe Dividenden anderen Seite; fie liefert dm besten Beweis dafür, bjtz j b«echtigt find uns«e Lage zu verbessnn. Dm Fsaut« für gleiche Leistung auch d« Lohn zu Theü%| bm man dm Männ«n gewährt. Die Hausindustrie ist nw p zu beseitigen; denn gerade fie zeitigt die entschieden � urtheilende lange Arbeitszeit, welche fich m manchm�"'-x auf 12-16 Stunden stellt. Der Kapitalist macht e« 6* hiB �lpedition Zi K» da« A.« ordentlich leichsi« übnläßt seinen Ardeitern, sich anzuschaffen, giebt ihnen die Arbeit mtt nach Hause sie somit zu ein« Scheinselbstständigkeit, da fie fich** j*,! stellun« d« Arbett wiederum Kräfte annehmen müssen. dieser Sitte wird«eisten» in mgen, überfüllten Räumen,� de« noihwendigen Lichts und der Luft entbehrm, gearbeitet'_ y, schlechtesten ist dies Verhältniß für die Stepprnnnen; dov« y aber trol -Zr.ctZl tx---- s.-.--!----- 1---„i..;-™ �hrtW.. i M N i si Wk W genomm % dem ind, mCl müssen schwer für emm geringm Lohn arbeiten, wähleM Vorrichter die Arbett in Akkord angenommen bar. Wir% dahin streben, daß der Kepitalist fich selbst Maschinen am», und für genügmde RLumlickkeilm Sorge trägt.— Wuttke wie« in der Diskussion daraus hin, daß v« die E«mg«»a ein«»erkürztm Arbeitszeit gefordert»rj müsse. Die Löh"« in unserer Branche haben stets«m( � wärt« gehend« Tmdmz gezeigt, fie habm bei weite«� SchrM grhaltm mtt d« Vertheue'uag der Ledens�u Auch die ReinlichkeitSverbältnisse lassen viel zu übrig. Frühstücks- und Vesperpausin find nicht»orh� und deshalb find die Arbeit«innen gezwungen, da« Br»> � rmd der Arbeitszett zu essen. Das müssen fie mit Händen thuu, weil weder Seife noch Wasser zum ReiMlrjj ist. Einen Mißstand bilde d« Zwrschenmeister»n» p Stepperin außer dem Hause, diese müssen mit hermig�- tzx 3 währe an de «it.heraW Wirklichkeit dem Arbeiter nur gleichstehen. Redner(2� werden, wa« nicht schwer sein könne, wett solche diese scheinbar selbstständigen Meister auf, von dm. kein Material mehr zu nehmen. z. B. süe das Kilo Chapfeide nur K W �Mehan td Er will �9�1 **#8»« "sit alle» Zh Fräulein Kasper. Herr Rüff« trat warm für Festsetzung fj M nimallohncS ein, weil dieser gerecht« und die»rrj�Ji Lohnerhöhung schwer« durchzulühren sti. Auch Herr*'�1 und Fräulein Bad« sprachen sich in diesem Sinne aus-# Ergebniß d« Ditkuifion war die Annahme eines u trag», welch« eine neunstündige Arbeitszeit, Einführung'J Mmimallohne« von 18 M. für Arbeiter und Arbeit erinnttl jj iür die in der Hausindustrie beschäftigten mindestm« � � Prozent Lohnnhöhung fordert. Fern« wird Abschaffung- Truck ysttinS und gewiss«, zu Gunstm der Fabrikanten y �... fühlten Fobrikbesti«mungm»«langt. Zur Ergänzung, Und fn Lohnkomm sstvn wurde» Fräulein Watike, Krautwurst, �hinnacki i Wegmer und Leifinsk, und die Herrm Rofmberg, SuSnoh»» und R-can gewählt. Die Vusammlung schicß mtt eme» � auf die Arbeiter- und Arbeiterrnnmbewegung.. six ist �r. Gl»» stark befachte Mählerversilmmlnng.? Leiber Friedrichoberg und d,e umliegenden Orttchaften de« Az.« Barnim« Wahttreisis fand am Montag Admd im Neusiß, Deri«�c Volktgarten statt. Nachdem die Herren Lange, Roienk-anZ � an- Wreisi Ad. Schulze in da« Bureau gewählt waren, hirtt Herr Si wn« �- »«ordniter Rechtsanwall Stadthagen einen iru«essanten> für ein trag üd«:„Die Bedeutung der beoslstehenden Reichst Nttcr» utr wählen, inebesvndere für die Arbeit«." J'W Recht il In kurzen Zügen k-ttisute Redn« die„SezntwS� die die nun zu Ende gehende Legislaturperiode � bracht. Gegeuüb« den unm« mehr anwachl� Militäi ausgaben und fvnstigm Lastm, die dmch hob" Leaiarl? höher geschraubte indirekte Steu«n und Zölle— bff?n u BSlaturp aus nothwcndige Lebensrnittel— gedcckl werbt» einen ?;tfen «ige nicht ein einziger Vo> schlag erörtert, die Löhne uno dürinisse der großm Mass« de« Volke» zu hebm od« ein lich durchgreifende» Arbetterschutzgesrtz einzuführen. Dagegen� die j-tzlg« Majorität stet» bereitwilligst ihre Hand 8� bi wmn e« fich darum handelte, da« geringe Maß d« b« de» Koalitionsfieiheii d« Arbett« zu deschränke«, sei es Ausnahme- oder fsnftige Gesetze. W« auch in Zukunft � d«orli,e V»lks,«tr«tung»olle, der gebe seine Slin»t 2#. Februar ruhig dl« bishcrigm Abgeorbi ete« de« w« jedoch für die Freihett und Gleichheit All" d« trete kräftig und muthig für die wahre» edle» Prinzipien d« Sozwldewokratie ei». L» dm mtt lebhaftem Beifall aufg« vinmenm Auefuh�j wurde die Wahl eine« Wahlkomrtees für Niedtt-Barn nr j,, zogen. Ein Antrag, in da« Komitee die folzendm n un ffnen oo bloc ju wählm, fand einstimmige Annahme-- sind die» die Herren Lange, Plaffe, Rosenkranz, Hrnlt', Kmzbach, Thiel ch und Ad. Schulze. In t ivigendm Diskussion kritisirte Herr Berndt da« I Verhallen d« Freifinnigm zu de» Arb und sprach dm Wunsch au«, daß d« hier dominirende En fluß dieser Art„öiberalm" durch bi___ Vorgehe» b« Aibeiter vollständig beseitigt wird, indem stj.ijt für Mann«intrete für den Kandidaten der SozialdemoWLe Rechtsanwalt Stadthagen.— Es betheiligten sich an d" A batte noch die H«ren Heidemann, R umarm, Langer � Kr« tz, während anwesend« Gegner, trotz der A�fforde-u»« � '"«t»etbi De �torifirte i „Terer en. �«"fpti'i Vorsitzenden, fich nicht zu« Worte meldeten. Em j zu bestacht m, fand(%l 2*. Februar al« ollgemeinm Feiertag„_______..... mi.« Annahme. In seine« Schlußwort empfahl der Ueseie. � Arbeitern, auch hinauszugehen in dt« Landbe.uke des und von Dorf z» Dorf, von Hau« zu H»g für unsere g" � Sache zu ajjttstm, um auch die weniger«ufgek«- ten la»�«r Arbett« wr die Bestrebungen d« 5t>xaldm»krati« Winnen. Mit ein m Hoch auf dm K inoidatea der j fand die Versammlung ihre» Abschluß. Äy; 3% 'chaukelt «s »ßu dem a«D« |m Wirt besten lie w. Ve�.'twortllch« Redakteur: Cur» Laake« Btttm. Druck und Verlag oo» Uta» Labins Baun SWV Beuthstraßr 2~