!' Kr. 1«. J0■ Sountag, de« 19 Januar 1890. 7. Jahrg. SZ i ksg ti 5l|un� .'amdovrz "!*% ntntmZ -MW»" ßfrliaerDolksblnll. erirf" o» „rf 0# ,5< V�rketgeno�ssen! Laut efpjieDet Bekanntmachung beginnt b« Au»« �"«gbetSleichltogl'SBa�Ietnjieutube« '"ielnen~~ -- Gemeinden am 23. d. Mt». und sie demnach am 30. b. Mt» ßtganiftrt also die Massendurchficht der Wählerlisten "der Äentral-Wahlkomite e angegebenen Weise. für den Reichstag ist jeder Deutsche, der da» ft'�DSjahr zurückgelegt hat, in dem Bezirk, in welchem � an f.:__ Uj*u* der Wahlliste seinen Wohnsitz hatte. Wahlrecht auSgeschloffen stnb Personen, die stützung aus öffentliche« oder Gemeindemitteln oder im letzten der Wahl vorhergegangene» Jahre �Ke, hgg� fie solche Vorschriften vielfach in der Gesetzgebung �uzelstaaten bestehen. �lchte ein Zeder auf diese Bemerkungen! der Engltlrfte(Rcwctk- ttecelne. die am 15. Dezember abgehaltene Kapitalisten- ftrhrii in welcher die zum Studium der englischen 1 N�?srhältniffe gebildeten Kommission ihren abschließen- �'cht vorlegte, hatten wir un» in einer der frühere« 9t, 'OtAn# IseuMekon. »«Hettn.] 15 Der MDtnkrrs�ent». Novelle von Elise Orzeschko. � llebersetzung au» dem Polnische« von C. Kaneman«. loi�a trat jedoch eine Verjährung ein Sttnü � Prozeß. Und als der Streit ver« Un» die Dubrowlaner zu nehmen; doch wir und wir zu unseren -uati-,... ausgefallen war, kamen ich.?? �r, um den Boden in Besitz.....,»... in � hartnäckig auf unserem guten Recht, e« sollte nicht H�ade übergehen. Wir überfielen mit Macht die fix m8e— Gott möge sie züchtigen!— und sprengten es in,»"�er. Alle im Dorfe waren wüthend. Da hieß rintr?» hi�hr plötzlich, es werde ein Beamter bei un« merk» ni krr den Dubrowlaner« de» Boden zuspreche« Nteb,.' I16"ette Bescherung das! Ern Beamter ist etwa« es ,u Bauern. Nun, mag e« einmal sein, wie Gott 2g i,* äffe«; der Heilan» hat ja noch viel mehr gelitte»! ViitfA«? dachten natürlich nicht, daß sich die junge« ßo« würden, einer Behörde Widerstand ent« tzoher � �lneS Tage» traf denn auch wirklich ei» Sie f,p,Un nör in Begleitung zweier Unterbeamten ei«. dr>n die Felder zu insprziren und zu vermesien, D« ß,," diese«, dem Andern jene« Stückchen zuzuwerfen. herdej �.urplötzlrch unsere Burschen au« dem Walde e««1, Bensen, Hacken und Knütteln bewaffnet... �»U« oi-.x mu,d«ften« ihrer zwanzig an der Zahl, mein �a»,"""»rirens ihrer zwanzig an der �ayr, mern 0\li driebtn hi. m,ne'n General an der spitze der Truppe. Sie � Zw' Ramien h'°weg...." wtütterchen harte urplötzlich eine» förmlich« Nummern bereit« geäußert. Ohne auf den Inhalt der Mittheilungen näher einzugehe«, begnügten wir un«, einige der charakteristischsten Ausbrüche kapitalistischer Denkart au« den Reden der Kommissionsmitglieder zusammen zu stellen. Wir holen da» Versäumte nach, indem wir un« nun« mehr zur Schilderung der englischen Gewerkvereine, welche der Bericht giebt, wenden. Die TradeS-Union», da« wird besonder« hervorgehoben, ig der Arbeiterintereffen in der Lohnfrage und die finanzielle U die Vertretung der Ar intcrstützung der £ betrachten auch heute no in der Lohnfrage und,„... weilig arbeitslose» Mitglieder al« ihre Hautptaufgabe. diesem Zwecke werde« in«per Reihe die regelmäßigen wöchentlichen Beiträge«hoben. Freilich ist in de» meisten Fällen noch eine auf Gegenseitigkeit beruhende Versicherung für Krankheit, Unfall. Tod mit den TradeS-Union« v«bunde». Eine große Meng« derselbe» besteht nur au« einem einzigen Verbände, der die Arbeiter einer Branche im Umkreise einer Stadt zusammenhält. Die mächtigsten Organisatione» bil- beten sich aber natürlich da, wo e« gelang, die Arbester eine« Gewerke« über da« ganze Königreich hin zu »rganisiren, derart, daß die lokalen Einzelverbänve al« Theile eine« größere» Ganzen auftreten können. Die Stärke dieser weitverzweigte« Verbände ruht im Be- sondere« darauf, daß, fall« ein Zweigverein zu streike« sich Jenöthigt sieht, nicht nur auf die in setner Kaffe gesammelten »elder angewiesen ist, sonder» von der Gesammtheit aller übrigen zu der betreffenden Organisatio« gehörigen Gewerk- vereine»ach einem bestimmten Satze unterstützt wird. Damit hängt wieder zusammen, daß die Gesammtheit, welche im Rothfalle für die Streiker einzutreten hat, ihrerseits genaue Kontrole bei allen zwischen einem Zweigverei» und de» Unternehmer« ausbrechenden Streitfällen ausübt. Ohne Genehmigung de« Exekutivkomitee», welche« de« ge- sammte« Verband repräsentirt, darf kein Zweigverei» in einen Streik trete». Diese Behörde entscheidet darüber, ob bei der jeweiligen Lage ein Ausstand nothwendig und wirkungsvoll erscheint, ob sich in Folge deffen da« ganze Gewerk zur siegreichen Durchführung de« Streik« ver« pflichten will. Zweigvereine, welche sich an den Spruch de« Komitee« nicht kehren, verlieren da« Anrecht auf Unter- stützungen au« der VereiuSkasse. Sie sind völlig auf sich selbst angewiesen. Die Arbeiterorganisationen, welche lange Zeit vo» Polizei und Gerichten al« Verschwörungen verfolgt wurden, haben nach und nach eine solche Kraft gewonnen, daß die englische Kapital, stenklaffe, welche zuerst jede Vereinsbildung der Arbeiter voll wüthendsten Haffe« bekriegte, jetzt mit ihrer Existenz vollkommen ausgesöhnt ist. Wie viel Leute auch vo« der Kommission in England befragt wurden, Niemand fand sich, der ernsthaft an eine Beseitigung der Trade«- Union« gedacht hätte. Ein großer Theil der Unternehmer erklärte sogar, daß sie in ihrem eigenen Interesse da« Fort- bestehen der Arbeitervereine wünschen müßten. E« ist da« eine merkwürdige Erscheinung, daß Arbester und Fabrikanten, deren Jntereffe« im Grunde Wuthanfall. Mtt der geballten Faust in der Luft her- umfuchtelnd und auf die harte Bank schlagend, schne und kreischte e«: „Gott verdamme ihn ob dieser Frechheit! Die Erde soll ihn verschlingen, daß er so blindlings dem Verderben ent- gegengeeilt!" „Fluch nicht, Mütterchen, fluch ihm nicht, das Ver- derben hat ihn bereit« erreicht", sagte der Fremdling, der halbbetrunkenen Alten eine» zornigen Blick zuschleudernd, indem er wieder Mikula sich zuwendete, welcher mit einer Stimme, die merklich weicher geworden, weiter erzählte: „E« hieß die« so viel wie Auftuhr, Rebellion gegen die Regierung. Man leitete eine Untersuchung ein, ver- stete die Rädelsführer und überlieferte sie dem Berichte. Viele wurden fteigesprochen oder doch nur gelinde bestraft. Nur Han« erhielt drei Jahre Kerker. Er sei der Anstifter, sagten die Richter und zuckten die Achseln. Run gut. Drei Jahre sind noch keine Ewigkett. Damals stand er erst im fünf- zehnten Lebensjahre... Ich beruhigte mich mit dem Ge- danken, daß er im Gefängniß zum Gehorsam, zum Verstand kommen werde... so dachte ich mir'S". ..Und ist er zum Verstand gekommen, he?" fragte der Fremde.„Du lieber Himmel, dort zum Verstand kommen..." Der Alte schaute unverwandt zur Erde und wiegte sei» von b'tterm Gram durchfurchtes Haupt. „So mag der Teufel Besserung lehren, wie man ihn gelehrt! Nach seiner Heimkehr gab e« keinen ruhigen Tag mehr in der Hütte. Sein Herz und seine Seele waren im Gefängniß, wir bekamen nicht« zu hören al« Schilderunge» vo» DicbeSaffären und Gaunereien... Wie die verschiedensten Schurkenstreiche auszuführen seien, wie man Pferde stehle, Schlösser erbreche, da« trug er täglich vor.„Ich doch entgegengesetzt find, sich günstig über ei» und dieselbe Organisation aussprechen. Entweder, so scheint e«, leisten die Trades-UnionS den Arbeiter« wirksame Dienste be, ihrem Streben nach Lohnerhöhung, und dann schädige» sie deu Unternehmer, oder sie nützen, fall» der Fabnkanten« prosit ungeschmälert bleibt, dem Arbeiter überhaupt nicht». vor Ausständen zeigen so recht Daß die Gewerkvereine dem zum Trotz jeder der streite«! Parteien dennoch Vortheile biete», erklärt sich daran«, daß eben sie an Stelle de» Streik« mehr und mehr den Au«- gleich gesetzt habe«. Die Unternehmer wissen, welche beträchtliche Macht hinter ihren Arbeitern steht, und sie besinnen sich sehr lange, ehe sie Fordeninaen. die vo» dieser Seite mit Nachdruck ge- stellt werde«, abschlagen. Die Organisation der Arbeiter hat die Drohung de« Streik« furchtbar gemacht, und die Fabrikanten, welche die Ansprüche der Arbeiter erfüllen, be- finden sich bei dieser ihnen von den TradeS-Union« aufae» drängten Politik der Nachgiebigkeit besser al« früher, wo sie durch hartnäckigen Trotz den Streik selbst herbeiführten. Die bürgerliche Ordnung, genauer gesagt, ihre Profit- rate, scheint ihnen so erheblich weniger gefährdet. Die Ar- beiter aber ziehen gleichfalls Vortherl au« dem Ersätze der Streik« durch die Streikdrohung. Sie bedenken sich erst gründlich bei ihren Forderungen, weil ja, wie oben bemerkt, nicht der Zweigverei», sondern da« den Gesammtverband repräsentirende Exekutivkomitee über die Verhängung von Ausstände« zu entscheide« hat; aber wenn sie etwa« ver- lange», könne» sie dafür auch auf den Hinterhalt, den ihre Orgamsation bietet, hinweise». So setzen sie bei den Fabri- kante» auf gütlichem Wege Forderungen durch, welche««- organifirte Massen, selbst mit Hilfe eine« wirklichen Au«- stände«, nicht erringe» könnte». Diejenigen, welche von der Organisation der Arbeit darum nichts erwarten, weil so viele Ausstände fehlschlage», beachte« nie solche stillen durch die Furcht gewonnenen Erfolge. Die Trade»- Union« die Wichtigkeit derselben. Besonder« interessant ist, wa« in dem Kommission«- bericht über die im Norde» England« übliche Einrichtung der„gleitende» Lohnflala" mitgetheilt wird. Dort habe» die TradeS-Union« verschiedener Branchen mit den Unter- nehmern einen Tarif vereinbart, dessen bloße Vorstellung hier in Deutschland schon eine« allgemeinen Entrüstung»- schrei der Kapitalistenpresse hervorrufen würde. Dieser Tarif sichert nämlich dem Arbeiter— o Grausen!— einen Au- theil an der günstigen Marktkonjunktur, welche jede« echte Fabrikantenherz sonst al« sein alleinige«, unan- tastbares Eigenthum für sich beansprucht. Auf Grund der„natürlichen Ordnung der Dinge", wie Herr Fabrikbesitzer Caron sagt. E« wird also in einigen englischen Gewerken Rormallohn festgesetzt mit der Ab- machung, daß, fall» der Preis de« von den Arbeitern her- gestellten Probukte« steige, der Lohn in einem gewissen feste» Verhältniß mitsteigen solle. Bi« ins Einzelne ausgearbeitete Listen exiftiren darüber. Der Marktpreis de« Produkte« wird weiß, wie man da« macht," versicherte er,„und ich kenne die Mittel dazu... Dumm sind doch die Leute, daß sie in den elenden Hütten fitzen. Sie plagen sich im Schweiß des Angesichte«, während e« doch auf der Welt so viele Reichthümer giebt, zu denen man mit leichter Mühe ge- langt." Ich versetzte ihm einst eine Ohrfeige. Hoffentlich fliegen Dir die Spitzbubenpläne nun au« dem Kopfe, sagte ich. Worauf er entgegnete:„Schlage mich nicht, Vater, sonst bin ich zum Längsten hier gewesen!" Er eilte nach der Schenke, denn das Trinken hatte er sich im Gefängniß auch angewöhnt. Er schlenderte im Dorfe herum, raufte mit den Burschen und liebelte mit den Dirnen... e« war ein leichte«, lockeres Leben. Da ermahnte ich ihn in Güte!„Han«, hast Du denn gar kein Schamgefühl, fürchtest Du Dich denn gar nicht vor Gott?" Er lachte mir in'« Gesicht:„Ei, Väterchen, ich Hab' schon ganz andere Dinge mit angesehen und mitgemacht, als ich dort... ,« der Stadt war... Dumm seid ihr Bauern auf euer« Nestern... ich aber kann mehr al« Brotessen...." Ja, er hat was profitirt. Hölle und Teufel über die, die ihm solchen Unterricht gaben!" Ein leises, höhnisches Hüsteln drang aus des Fremde» Mund. „Ja, Herr Wirth," unterbrach er ihn kopfschüttelnd, hättet Ihr nur einmal mitangehört und mitangesehen, in welch einer Schule Euer Sohn war. Euch würde der Schlag auf der Stelle gerührt haben." Mikula fuhr auf. Der Ton der Stimme, in welchem der Gast die letzte» Worte gesprochen, schlug eigenthümlich an sein Ohr. „WaS soll da«?" murmelte e« immer düsterer.„Ich ab' Euch vor Zeiten gekannt, oder ist es ei« Wahn?... er seid Ihr?" Der Fremdling wandte sein Gesicht plötzlich der Herd- von eingeschworeven Rechnern aus den Geschäftsbüchern der Fabrikanten festgestellt. Welchen Werth eine solche Ein- richtung für die Arbeiter besitzt, kann man recht an den augenblickliche« Kohlenpreisen bei unS sehen. Der diesjährige November- Marktpreis hat sich, wie die Zeitungen dem Jahresbericht der Essener Börse entnehmen, für die verschiedenen Kohlengattungen gegen den Durch- schnittSpreiS der neun vorhergehenden Jahre um etwa 90 pCt. aehoben. Wie glücklich wären unsere hungernden Gruben- leute, wenn diese Steigerung, von der gegenwärtig nur die Kouponabschneider der Aktiengesellschaften und die Speku- lanten auf Kohlenpapiere profitiren, auch ihnen nach einem festen Satze zu Gute käme. So rauscht der Goldstrom, den sie grabe«, nutzlos an ihnen vorüber, sie sehe« ihn vom Ufer, aber sie vermöge« ihn nicht zu fassen. Wie die Feststellung der gleitenden Lohnskala— dieselbe kann natürlich von beiden kontrahirenden Parteien gekündigt werden— so kommt auch eine große Masse anderer Lohnfragen, über welche sonst keine Einigung erzielt werden kann, vor einen zu gleichen Theilen aus Fabrikanten und Vertretern der TradeS-UnionS gebildeten Ausschuß, dessen Schiedsspruch man sich meistens unterwirft. Die Organi- fation dieser Ausschüsse und die Art, wie Streitigkeiten zwischen Unternehmern und TradeS-Unionisten. geschlichtet werden, ist in dem Bericht eingehender geschildert. Wen« man die betreffenden Partieen Irest, fühlt man deutlich den großen Abstand, der die deutschen und englischen Arbeiter- Verhältnisse noch immer trennt.„Ter Verkehr auf dem Fuße völliger Gleichberechtigung zwischen Fabrikant und Arbeiter," daS war es, was die Mitglieder der aus Deutsch- land abgesandten Kommission in England am meisten vor den Kopf stieß. Die grenzenlose Verwunderung darüber charakterisirt schlagend die hochnäsige Denkweise unserer eigenen Herren„Arbeitgeber". Wie viel die Arbeiter drüben sich zutrauen, geht auch daraus hervor, daß nach dem Berichte unter den GlaSgower Arbeitern eine Agitation im Gange ist, man solle den Schiffs- rhedern nicht mehr erlauben, beliebig viele Schiffe zu bauen, e« müsse vielmehr der Tonnengehalt der neu zu erbauenden Fahrzeuge stets m einem gewissen vorher ver- einbarten Verhältnisse zu der Zahl der untergegangene« «der unbrauchbar gewordenen Schiffe stehen. Die Arbeiter gehen also bereits daran, die freie Verfügung der Unter- »ehmer über die Ausdehnung der Produktion ernzuschränken. Sie denken offenbar, der Ueberproduktion und KrisiS durch eine Regelung der Arbeit zu steuern, welche die Waaren- «zeuguog von den sprunghaften Einfällen der Spekulativ« unabhängiger macht und sie mehr dem gesellschaftlichen Be- dürfnisse anpaßt. Au« allem, was der Bericht vorbringt, geht jeden- fall« hervor, daß die alten UnionS stark sind, so stark, daß e>t auch die Bourgeoisie sie al«„respektable" anerkennt. ne verdächtige Anerkennung! Wir werde« im Folgenden sehen, wie sehr da« Kapital mit dieser seiner versöhnliche« Stemmung ihnen gegenüber Recht hat. Morrclpondcnzctr. Land-«, 15. Januar. Eine stürmisch« Szene im Londoner GrafschaftSrath. Im Londoner Graf. fchaiisrath ging es gestern sehr«iregt zu. Die ganze Reipek- tadti.täl auf der Rechten und der Linken war empört, daß der einzige Hecht in diefem Kaipfenteich, der Sozialist John BurnS, es wagte, alle Regeln des parlamentarischen AnstandSkodex zu durchbrechen und— die Wahrheit rund heraus zu sagen. Den Anlaß gab ei« Antrag des Reverend Fleming William» die Tagesordnung zu unterbrechen, um den Voischlag zu diskatiren, Herrn Stanley bei seiner Rückkehr von Afrika -im Namen de« Volke« von London" feierlichst z» empfangen. Nachdem der Herr seinen Antrag de« Langen und Bretten de» grün dr t, erhob sich Burn« und führt«— noch dem Bericht der .Daily New«"— folgende« au«: Er müsse gegen den Vorschlag, Herrn Stanley ernen öfft-ntllchen Empfang zu beretten, Protest erhebe». Es sei de- bauptet worden, daß Herrn Stanley« Thaten so hecolscher Naiue seien, daß Jedermann den Vorschlag eine« öffentlichen Empfanges gern unterstützen würde. Er bezweifele aber, daß dem so sei.(Rufe»oho!") Er wolle nicht Stanley'« Geschick, fernen Muth«nd seine Eaergie i« Frage stellen, aber er erinnere daran— Hier erfolgte die erste Unterbrechung. ßttte zu, von welcher inzwischen der Lärm der Stimmen inrm er lauter herüberschallte. Um das hell lodernde Feuer standen jetzt neben den Spinnrädern Hanulka» und GhristinenS noch drei andere. Zwei Mädchen waren bereit« vor einer Weile eingetreten und hatten sich mit ihren Spinn- rädern link» und rechts von Hanulka gesetzt; jetzt kam «och ei» drittes, welchem Alexy muthwilligen Gruß entbot. Die Spinnstube, das Wintervergnügen der Bauer»- Huben, hatte begonnen. Der Fremde betrachtete aufmerksam die Gruppe am Feuer, rückte dann näher zu dem Alten, der sich aus« Neue in« Träumen verlor und die Anwesenheit des Gaste« gänz- lich vergessen zu haben schien. Er hüllte sich in eine Rauch- wölke, durch welche er zuweilen mit der Hand fuhr und seine» Zügen sah man'« an, daß er angestrengt über Etwa« nachgrübelte und nickt inS Klare zu komme« vermochte. Desto größere Lust, mtt dem Fremde« ein Gespräch anzu- knüpfen, bekundete Rastula. Die beinahe leere Brannt- «crnfiasche war geheimnißvoll und völlig unbemerkt dicht bei ihrem Ellbogen zu stehen gekommen. Nastula'S Äugen schwammen in Thränen, die Hände übten sich i» heftigen Bewegungen. Wie mit einer Zange erfaßte sie plötzlich den Fremden beim Arme. „So habt Ihr also unseren HanS gekannt? Wahr- fcheinlich zu der Zeit, al« Ihr beim Bau halft.... Ar- «er, armer HanS! WaS hat er von seinem eigenen Vater «uSstehen müssen, bevor er in die weite Welt zog....." Bei diesen schnell herausgehaspelten Worten warf sie «nen flüchtigen scheuen Blick auf den Alien und dämpfte ihre Stimme zu einem geheimen Flüstertone: „Er schlug ihn! Mit eigenen Händen, mtt einem Stock mißhandelte er ihn wie eine» Hund.... Ich will ge- lähmt werden, wenn ich lüge.... So wie er früher ihn häischclte, so schlug er ihn später nach seiner Entlassung au« dem Gefängnisse bei jedem Anlaß.„Ich werde ihm", schne er dann,„diese Hallunkereien, diese« Saufen und Vaga- bnndtten austreiben!".... Die Mutter— Gott habe sie feiiz— stürzte dann herbei, hing sich auf der einen Seite, ich auf der anderen au ihn und wir flehte» ihn an:„So versündige Dich doch nicht am eigenen Kind, Simeon! Herr Beresford Hope erhob sich zur GesckäftSordnung und .bezweifelte", ob BurnS berechtigt sei, schon jetzt zur Sache zu sprechen. Der Vo' sitzende— Lord Rolebery— erklärte aber, daß er leide-- Herrn Burn« nicht zur Ordnung rufen könne, nach. dem der Antragkeller sich ed-nfall« über d,e Sache geäußert. Er wolle jedoch, fügte er zur Beruhigung der hohen Versammlung hinzu, sich nicht darüber öutzern, ob dre Richtung, die'BurnS einschlage,.wünschbar" sei.(Hört! Mrn« ließ sich jedoch nicht einschüchtern. Von fort- währenven Rufen.Z ur Abstimmung" unter brachen, fuhr er fort: Er gebe zu, daß der Gegenstand ein peinlicher sei: er müsse aber offen eiöclert werden. Er(Barn«) würde einen derartigen Empfang nicht widersprechen wenn e« sich um Männer, wie Livingstone, Ermeron oder Grant handle, e« sei aber em großer Sprung von Männern wie diese bis zu einem Stanliy(.Oho"). Was«hn ganz besonder« eigenthümlich be- rühre fei, daß gerade ein D-ener der R-ligion den Antrag einbringe, eine« Mann zu ehren, der nickt davor zurück- geschrcckl sei, 56 Eingeborenen, die an seiner Exoedriion Theil genommen haben, zu op°ern,«inen Mann, der 600 Mann von der Kongomünduna mit sich nahm und mit einer beoeuiend reduzirten Zahl zuiückrekehrt ist, während die anderen lhe-l« auf B-fehl ftiner Kriegsgerichte m-der geschossen wurden, iherls infolge von Mangel oder rücksichl« loser Behandlung seinerseits die fast bis zur Brutalität ain», aeftoiben>«,««. Nun ging erst'recht der Lärm>o«. Rufe:.Oho, zur Ordnung!" durchfchwttrten den Saal und.allgemei, e Bewegung" heirschte. Doch folgen wtt von jetzt ab genau dem Bericht der.Daily Rems": Reverend Williams: Herr Präsident, ich bitte um« Wort zur G-schältSordnung. Ist d«r Redner berechtigt so zusprechen? Ich p-otestire gegen diese Art der Darstellung der Leistungen Stanley'«.(Höit, hört! Bravo!) Vorsitzender: Rrtü-lich thut es mir leid, daß Herr BurnS auf diese Art der Agumentttung beharrt—(Hört, hört!)— aber wie ich bereit« gesagt habe, er scheint mtt bei der Sache »u sein. Burn»(mit lauter Stimme und unter vielfachen Unterbrechungen): Er halt« e« für nothwendig, dem GrafschaftSrath zu sagen, daß Stanley bei den Ein, a'borenen Afrika«, unter denen er, Burn«, zwölf Monate gelebt habe, w welcher Zert er nicht ein»rnzige« Mal nölhig hatte, gegen einen derselben die Hand zu erheben— durchaus nicht den Ruf habe, den er zu besitzen fcheme. Seine summarischen Erschießungen und Aufknüpsungen von Singe- borenen seien keine Handlungen, die das Volk von London durch einen öffentlichen Empfang unterstützen düife. Die Thaten, die Stanley in seinem V-rdruß daiüber verübt, daß er für 160000 Pfund Sterling Elfenbein, da« für ihr ge- bracht worden, nicht bekommen konnte, haben Hunderte von Afrikafoischern erröthen gemacht.(Oho! und Unterbrechung.) Herr Stanley sei nicht zu geographischen oder wlssenschastlichen Zwecken nach Afrika gegangen. Er sei dort als der Wegeedner für ein schnödes Händlerihum--- Jetzt erreichte der Sturm feinen Gipfel. Oberst EdiS fragt unter großem Lärm, ob e« einem Graffchaftsadgeordneten gestattet fei, gegen einen Mann, der abwesend und sich nicht verthndigen könne, Anl agen zu erheben? Vorsitzender: Ich fürchte, da« ist kein Punkt der Geschäfts« ordnung. Ich habe wiederholt meine Meinung über Herrn Büro« Vorgehen ausgedrückt. Burn«: Er müsse wird«, holen, was er gesagt habe. Herr Stanley sei in Afnka al« Wegerbener eine« schnöden Händler- thum«, da« nach neuen Märkten und Profilen lechze, da« nur darauf wart«, die einhermikche Bevölkerung auszubeuten oder sie niederzuschießen, wenn sie sich weigerten, den rhnen an« gebotenen Bran» twein und die verlälschten Nahrungsmittel an- zunehmen. E« gäbe Tausend« von Perlonen, die die Zeit für gekommen achten, geg-n Stanley, den Seeräuber vom Kongo, Protest zu erheben.(Oho.) Räch dieser Rede war den Herren GraffchaftSrätbe« die Lust»ergangen, die Frage weiter zu erörtern. Herr Wilfried Lawion, Parlamentsmitglied, fand, daß der Antrag ein un- glückseliger sei und daß der GrafschaftSrath auch gar nicht die richtige Körperschaft sei, Stanl>y zu»mp'angen. Reverend William« zog seinen Antrag zurück. R>chl der GraffchastSrath, sondern die Kaufmannschaft der Kl y wird Herrn Stanley.im Namen de« Volkes von Lonoon" empfangen, d. h. zu seinen Ehren feft-ssen.. Di« Morgenblätter drucken sammt und sonder« ihr„Be- dauern" über da» ganz unrespektadle Benehmen Burn«' au«. Im Volke aber werden seine muthlg-n Worte, fem un- erschrock-ne« Au»svrechen der Wohrheit über den Modeheld«« der Bourgeoisie allgemein« Anerkennung finde». Und zw« nicht blo« m England. Nimm das nicht auf Dein Gewissen, wenn er in der Wuth dem elterlichen Haufe auf immer den Rücke« kehrt." Er schüttelte un« ab, wie Birnen, schnaubte gleich einem wilde» Thier und knurrte:„Todtschlagen werd' ich den laderlichen Kerl, wen« er nicht anders wttd. Lieber feh ich ihn auf der Bahre liegen, als daß er zu einer Galgenftucht heran- reist!" Und für die andere« Söhne hatte er gleichfalls kein Herz mehr. Strenge und hart hat er sie erzogen... „Ich habe dem Aeltesteu seinen Willen gelassen," behauptete er,„deswegen ist er ein solcher Erzlump ? geworden. Aber beim allerheiligste» Gott, die Jüngeren olle« mich nicht schwach finden..." Zur Hölle, zum wahren Marterorte wurde diese Hütte... Die Mutter weinte heiße Thränen und erkrankt«, der Alte ließ nicht nach in seiner Wuih, unausgesetzt war er auf der Lauer, um HanS zu ertappen und zu züchtigen. Die jüngere« Brüder wagten gar nicht mehr, dem Alten in die Auge« zu schauen, sie zitterten in seiner Nähe wie Hasen... HanS litt furchtbar, bis er wie ein Schatten aussah und gänzlich verbittert wurde. Eine Weile schien e« sogar, als fei eine heilsame Veränderung mtt ihm vorgegangen, er gehorchte dem Alten willig, bi« es eine« Tage« hieß, er fei durch- gegangen! Vielleicht wollte er sich der väterlichen Hand, die keine Nachsicht mehr mit ihm hatte, entziehen, vielleicht flüchtete er vor der Rekrutirung, die ihm bevorstand, oder es hat ihm emer seiner früheren Genoffen zur Flucht ver- leitet.. Kurz, wir bekamen ihn nie wieder zu sehen, nie wieder hörten wir seine liebliche, glockenhelle Stimme... Da« Herz möchte mtt vor Lust und Jammer zerspringen, wenn ich de« Annen gedenke... Die Mutter weinte den ganze« langen Tag und die ganze lange Nacht hindurch, Marie, die älteste Tochter vergoß nicht minder Thränen— Hanulka war noch nicht auf der Welt— und selbst die Wände dieser Stube schienen zu wehklagen... Nur der Alte blieb unerbittlich, er allein fühlte kein Erbarmen mtt dem Erst- geborenen. So hartherzig ist Mikula!" Ob der Fremde das halb fingende, halb schnarrend« Gerede der halbbeduselten Alten hörte? Er hatte die Augen geschlossen. Man konnte glauben, er sei eingeschlummert und plötzlich von unheimlichen Traumbilder» gepeinigt wor- politisttie ZUelrerftM 5«r Wahrung de» politische» Ton». Unsere Notiz. dtt>,ffenv Auer, hat den Jngnmm bei Tageblatt" erregt. In dem Style oe« beauftragten � Korrelpondenten der„Kölnischen Zeitung", der W Jagdgeschichten von den schwelgenden sächsischen E.egant« erzäh'te, macht e« faule Witze über die RotW.„. Arbeiter, die ihre Vertreter in den„theuersten Kutotr I®, könnten. Dem„Tageblatt" wäre es offenbar lieber S«?? Auer hätte nicht die Gelegenheit erhalten, seine, im Dur» Partei zerrüttete Gesundheit wieder herzustellen. Nkui i gj der Nationalliberalen und Freilw? Pfui! Die Kedeulee» . Die«. lSlußfäf Brldung chr Devetle Ar ytral desgleichen I .B« de, dihon an Guyess e und oer B- cheilk, würd ttnig, ob zu Lenglr b- tiven gegen die Ausweisungsbefugniß im Sozialistengesi»�{j."0! ver den, so meint die„Konsero. Kon-esp.", nach der FüUunö'Z'ttr" der Abgeordneten mit ihren Wählern keinerlei wut spielen. D'Shalb sei vor der Endentscheidung eine Äuf'jL. ,ro de« Sachverhältnisses in Bezug auf den Verlans der B»«=* W bewegung sördeilich.", , A"«->chicht»prof-ss-r»ttbe* soll dieser T-S« � merkwurdtge Enthüllung gemacht haben. Darnach, Önitraltätb Nop oleon III. schuftigen Angedenken«, der Steinoperation- weicher er starb, hauptsächlich au« politischen Grund«% zogen haben. Ein Staatsstreich zu seinen Gunsten sei Ö. j und mtt Mac Mahon, dem damaligen Präsidenten der �„«lchc von blik, verabredet gewesen. Auch die deutsche Regierung ff'»,, tag, den 14 richtet gewesen und habe nichis dagegen gehabt. Aber!»,#*kenede, Umgebung des Kaiser« meinte man, er müsse selber tt»», � diese Aktion eingreifen, er müsse sich wenigsten« einig« � den»u Pferde in Paris zeigen. Um dies zu könne«, J5 zog er sich der Operation— sie brachte ihm den Tod. �. Herr Onken nicht etwas mehr über diese Geschw' zählen? J Richten«ud Staat ichtSd>? sunktionttt noch heute, und e« scheint auch keine Aussicht den zu sein, daß er demnächst auf der Bank der Angeklagt» fitzm haben wird. Emem Staatsanwalt, der vergangene« Jahr— bi,% W in der guten Seestadt Leipzig— eine Heraus foiderung.h»«llant Duell nicht annahm, also da« Gesetz respekt>rte, ist««''% ergangen: er hat semen Abschied nehmm müffm. Diese ML baren, die heutigen Siltmzustände grell beleuchtende« u»®«r C hoffentlich im söchfischm Landtag zur'»« b e«. �0''Ot«n ZW' SSV« kommnisse werden gebracht werden. nicht»jj Wupper Verhandlungen grober Unfug durch die Presse werde, und hat demzufolge den Redakteur der. Volksblätter" A. Eapallo. freigesprochen..w, Anch w Lneembnrg regt sich'« unter dm E« tst von Jnterefl« zu Horm, wie sich die"5 Im„R. R." über diesen selbstverständlichen aussprechen. Sie schreiben: In dm letzten jjvu scheinen die um un« ausgebrochenen Acbeitenlw� sich auch der Bevölkerung unseres Srzbasfin« «ollen. Arbetteroersanmlungen werben überall zusa�' äufc10«?"*6 �«st«n! i werden übmall bernfm, ein eigene« Organ habm die Arbeiter gel. e« tretm auch hier und da sozialistische Wähler ausi lang e« unserer Polizei nock immer, die Bewegung im/ � zu erstrckm. In unserm Erzgrudm und Eisenindustrtt �s mehrer« Tausmb Arbetter beschäftigt«nd der GendarM�L e« kern leichte«, die fremden Elemente im Schach zu w Agitatoren, e« warm meist fremde, wurden sofort de« f verwresm und so ist'« recht. Wäre einmal die BewegU»»� Ganae, so befändm wtt un« nicht in der rosigsten Las<'JS Veriheidignng der Gesellschaft könnte die Regierung nur dA Freiwilligmkompagnie und die paar im Lande zerstf�s �mdarmen aufdringm. Doch ist e« glücklicherweise no*- Zy b« D Int so weit; wmn«« der Polizei wie bisher gelingt, die%% fem»u haltm, so haben�wtt nicht« zu befürchten." Der ... Am«« ««Hrun, g; �«Skeit! I«* bat punkt de« kurzsichtigen Spießbürgers, der sofort nach der Polizei schrett, sobald ein Hungerleider einen begehe Blick auf seine vcatmschüssel wirft. Und da« nenm liberal! KK Frankreich. Im Senate wurde L e R o y e r mtt 174 vo» 186 S wieder zum Prästdmtm gewählt. röthl� dm; er blie» die Backm auf, die Haare de« Schnurrbart« richteten sich borstenartia in die die Brust arbeitete heftig. Er griff nach der sie hastig an dm Mund, schlürfte ihrm Inhalt in gierigen Jügm aus und stellte sie mit einem Ruck w-, auf den Tisch und stieß ein schallendes Hohngelächter „DummeS Mütterchen! wenn der Alte rein einZ'L Mal den Verfchollmm beklagte, warum ließ er dan» � ältesten Enkel HanS taufen? Glaubt Ihr, er hätte i1 u vielleicht bei der Geburt desselben an den verlorene»® gedacht? Nu», was meint Ihr dazu? Wa«?" � Mikula prallte auf. Seinen mächtigm Körper zu% Gast hinübemeigmd, fuhr er mit der rechtm Hand wtt' Bekreuziaung über Brust und Stirn. „Allmächtiger Gott, hilf mir!" grollte e« vo« Lippe». j Der Gast war unterdessm schon aufgestanden. seinen Stuhl bei Sette, schritt zu der Wand hin, wo H� rm Schattm ihr Kind wiegte und ließ sich neben siss.y einen Schemel nieder. Die Thür öffnete sich rasch, 10 ü ebenso ungestüm zugeschlagen und herein stürzte ein sch�°, breitschultriges Mädchen mit einem pockennarbige», m schnellen Laufm her geröthetm Antlitz. Sie pellt« Spinnrad auf die Schwelle und schrie: JÄ: i 1 „Zu Hilfe! Um GotteSwillm, zu Hilfe! Die im!" Draußm ertönte ein vernehmbare« GeWL, hier und Lärm. Man klopfte an die Fenstersch�, und schlug mit Stöckm an die Balkm. Laut sch� drängtm sich die Mädchen nach der Thür hin. „Herr Jesu«! verriegelt die Thür, laßt die nicht herein! Sie werden uns dm Flach« verbrennen, alles Arge treiben! Zu Hilfe, ihr Leute! RettU» Rettung!" Zl-Ü Eiligst würde der Riegel verschoben und Dutzend stemmten sich gegm die Thür«. Die eine griff nach � brmnmden eine Eimer, gang, eine wahre Panik griff Platz. (Fortsetzung folgt.) tß'' er»»> Sa? Ar Ä "-uhni I ssam ftr flB r>i «J i«n fÄ' ,. D« Lammer mußte»ur Feststellung ejrer Be- schlußfähigkeit ausgewählt werden und fuhr mit der Bildung«hres Vo, stände« fort, de Mahy wurde mit 272, Devetle mit 270, Casimir P-rier mit 266 und Pt,tral mit 2t7 Stimmen»u Viwepiästdenten wiedergewählt, desgleichen die Schriftführer und Oaästoren. Bei der Wahl eines Abgeordneten in Mor. dthon an Stelle Dillon's erhielt der Repubiikaner Tutzeff e 4531, der Monarchist Graf de Pluvie 5328 und»er Boulangist Soulie 2074 Stimmen. Da« bou« tangistifche Komitee beiäih nun, welche Weisung den Wahlen, sür die Stichwahl zu geben sei. Wie der„ Mat i n* m t« theilt, würde S o u l i t zu ücklreten, das Komitee sei aber nicht Hm».1...*—— t-Ng-s.»- üWun�wJ R-ll-Z e»"i'ss f der®» ___ K ünden � °M einig« Erste« Z «meralräthin bestehen. mk ) bttafr ieamt«u hes-erlI .ichttd� ficht«? i'Xl a?et Lander, vereinigt Euch" voll und ganh ....... Lm t Menschenmenge....—-r—......•— «Wtnb mögen«noesähr 2 bis 2t Tausend Mann gewesen -' Domcia XieuwenhuiS entwickelte in Ih ftündiger � t>'e �historische Emwickelun� d« Sozialdemokraiie vor Beginn der festgesetzten Zeit war und der Zugang»um Saal mutzte Vor d-m Lokal harrte eine die nicht in da« Lokal konnte. {*£- � ilnd> �e v'e w..,.—...■»-.— n—— u- iBtu,'n»UM Schlüsse auf die deutsche Parlei zu sprechen, loltkrm* Ausnahmegesetz und fortgesetzter polizeilicher Ber. an üderweugungstreuen Männern täglich zunimmt. Cin�r.. b seiner Rede wurde beantragt, die deutschen Sozial« «..> ,ot«i im Wadlkamvfe mit Geldmitteln zu unterstützen - M betuny t*k 'lenden zm ff brf 9$ dem«% ION nicht< ßuppMr Z eileru«� 'ächst�, »vsaw� flA< tujffii %% ewegu«i>v A noch 1,:% m K-igie«. leRK.�'chlwßokt de« belgischen Grubenaus- durch belgische Bergarbeiter« Ausstand hat vorgestern �'llewa�."(dt, welche der Führer der Bewegung, Herr «Nor versammelten 15 000 Bergleuten auf dem geincld�? Platze in Gohissart gehalten hat, wie wir bereit» «st,@.1"« fern Ende gefunden. Nachdem er die Smig» 9fln(4ni?9« und Würde der Arbeiter während de« Ausstände« Arsten Lalle, fuhr er also fort:.Wir beklagen, daß wir die •'«dtthni», anwenden mußten; aber vergeblich hatten wir wedw Msere Beschwerden vorgebracht. Die Patrone habm vi,« um« Allereff« noch da« der arbeitenden Klasse begriffen. Vilich,'d-lnfft, so haben wir nur ein Recht ausgeübt, erne Met* 2.• Den Sieg, welchen wir errungen, verdanken wir Linens'n�Lllss und Sotldarität. Sind erst alle Ärheiter stäik-r als i Arbeiter der ganzen Welt geeinigt, dann werden wir Tonne(..liM", Rechte zurückiordern, unseren An«heil an der 4mn we»?" Brüchen und die frische Luft athmen können. Erst «fülli btkH1 a>ir sagen können, daß wir unsere Pflicht ganz ittttdrno�"' Erinnert Euch Genossen der von m,r Euch oft stfouel» �ll Fabel von La Fontaine.Da« Reifigbünvel". ist uns»», a"«an uns vernichten: sind wir aber geeinigt, so kür Kraft unwiderstehlich. Einigkeit macht stark. Alle Uehml?�r J«d«r für Alle. Da« sei unser Wahlspruch. Morgen kjwgift i�jl, die Arbeit auf. Durch unsere gerechten Forde» stech 6Ä««m da« Mitgefühl Aller erworben. Ich empfehle still ItJ.,«« Ruhe und Achtung Eurer Mitbürger. Kihret «tuwf»,, und trennen wir un« mit dem Rufe:.ES leb« die fetzen x.".Die Versammelten stimmten jubelnd ein und Ar«ben.Gruppen still ab. Seit gestern wird in allen Wieb i,«, �"l«t. Auf Betreiben he« Be-garbeiter-Bunde« Ustilbet. �f jeder Zeche Belgien« ein Arbeiter-Eyndikat 36 Stt-� röt! ja; t> € w»5 �4 da»«% A&f von v4 ?- . Di,»r.x. R«ßla«d. j ch» z. einmal um outenden Gerücht« über eine Ver<- '�«be Ö«ß«n da» Leben de« Zaren find auf �lühren.��lersdurqer Meldung de«.Daily Telegraph" zurück» !?lst>'Nb' m** Umfichgreifen von Unzufnedenheit ist über- stieren �Haftung«« werben beständig vorgenommen unter Q*"** und der Flotte, Zwrlbeamten und, wie S tob»« flli? 0",et' flU(* lu Hofkrersen. Erat Panik herrscht «e Del«a, �lNi; Patrouillen ziehen beständig hurch die Straßen; �l«n v>.??«e anständ, scher Korrespondenten werden ange« stifn*„t �c Zensur streng unterworfen. Privatbriefe werde« ["»«Ii"dgkschneben oder konfizzirt, und die Press« wird ge- niemals vorher der Fall war. Hauptmann - von ber berittenen kaiserlichen Garde, verübte am Sonnabend Selbstmord, aber die Zeitungen wurden %*, t« nicht zu erwähnen. E« wird geglaubt, daß . c'flikt und mehrere andere Offiziere� der Garnison, da« Löben genommen, an dem jüngst entdeckten gegen kma 0»t>»n de« Karta belbeiliat waren. E« «Wik,«uer der Bruder de« Zaren sammt seiner immer aus der Hauptstadt verbannt werden soll." Ä Burs-st? Getr-p� »erschÄ schr Rettu« «.«J de» y WWMUW , 55.fi"d aünftia. y äsäC vää ViKi».4 %chf*' I« WLrttem- li*(Ö»" �'onnMin� mR' Leonberg. Maulbronn« Vai- *'Ä Apotheker in Baden-Baden. Vi Wahlkreis(O.-A. Reutlingen� Rortmburg- Tübingen): Karl Kloß, Schreiner in Stuttgart. Vit. Wahlkreis(O.«Ä. Calw.H-rrenberg Naoold. Neuenbürg): Th. Lutz. Apotheker in Baden Biden. IX. Wihlkcei«(O.-A. Bulingen-Roitweil. Sp nching-n Tattlmgen): Th. Lutz. Ap0l tbeker in Baden- Baden. X. Wah kreis(O.« A. Gmünd Göppingen Schorndorf Wel.heim): A. Agfter, Apotheker in Stuttgart. XI Wahlkreis(O. A B-ckrana« Hill. Ochringen- Weinsberg): Eb«. Schwend, Säa mühlebefitzer und G-memde« rath in Hall. XIIL Wahlkreis(O.« 1 Arlen-Ellvanaen-Gril. dorf. Neresheim): Karl K oß, Schreiner in Smttgart. XlV. Wahlkreis(O.- A. G-tglmgen. H Idenheim« Ulmt: A Dietrich, Buchbinder in S-uttgart. XVlI. Wrhlkreis(O« A. Ravensburg. R-edlingen. Saulgau« Tetlnang): G. Bronnen« mayw, Wirth, Göppingen. Dettfatmnlunsen. Abgeordneter Liebknecht vor feine» Mahler». Ein M-nlchenandrang-vi« er fetdft ,a Berlin nur setien vor« kommt, fand gest-rn Abend nach dem in der Badstcaße he« legenen Lokale.Marienbad" statt, woselbst eine so, aldemo« kratische Wahlervnsammluug de» sechsten Berliner Reichstag z- Wahlkreises anberaumt war, um einen Vortrag de« Abgeordneten Lrehknecht, der bekanntlich den sechsten Berliner Wahlkreis im Reichstage vertritt, entgegenzunehmen. E« find schon mehrere Jahre her, seitdem der sozialdemokratische Führer in emer Berliner Arbeiteroersammlung gesprochen. Die« mag wohl die Ursache gewesen sein, daß gestern Abend eine wahre Lö ker» wmderung nach jenem auf dem Gesundbrunnen, also an der Weichbtldqrenze des nördlichm Berlin belegenen Saale statt« fand. Obwohl alle Tische und Stuhle au« dem sehr geräumigen Saale entfernt wurden, konnten Taufende von Menschen wegen Ueberfüllung keinen Eintritt erhalten. Abgeordneter Liebknecht mit stürmischem Beifall he- grüßt, äußerte fich etwa folgendermaßen: Ich freue mich, daß mir heute zum ersten Male Gelegenheit gegeben ist, ,u meinen Wählern zu sprechen. Daß die« nicht schon früher geschehen, ist, wie Ihnen bekannt, nicht meine Schuld. Daß ich die Ehre habe die Arbeiter Berlin« im Reichstage zu vertreten, freut mich um so mehr, weil ich in Berlin schon vor 40 Jahren heftige Kämpfe durchgemacht habe, und weil ich au« dieser Stadt schon im Jahre 1864 auf Grund des Hrimalhe-Gesetze«, d. h. weil ich ein geborener H-sse bin und im Jahre 1884 auf Grund de« kleinen Belagerungszustandes ausgewiesen worden bin. ES freut mich aber außerdem, die Berliner Arbeiter im Reichstage zu vertreten, weil dieselben, obwohl fie fich schon seit fast 12 Jahren unter der H-rischaft de« kleinen Belage« rungSzustande« btfinden, den Arbeitern im Lande mit leuch» tendem Beispiele vorangehen. Die Resultate bei den letzten Berliner Siadtverordnetenwahlen legen hiervon ein be» redte« Zeugniß ab. Es ist richtig, in einer städtischen Ge- meindevertretung wird die soziale Frage nicht gelöst werden. Allein schon der bloße Umstand, daß bei den Stadtverordneten« wählen in Berlin, die unter der Herrschaft eine« gewissen Zensu« ftaitfiaden, da» Proletariat eine Anzahl Siege zu verzeichnen hat, ist de« Wählen« werth. Man vergleicht die sozialdemo» kratische Partei oftmal« mit einer organrfirten Armee. Ueber eine solche Armee muß aber von Zeit zu Zeil H-erschau gehalten werden. Die beste Gelegenheit dazu bilden Wahlen, mögen das nun Landtags-, Reichstag»« oder Stadtverordneten« wählen sein. Jedenfalls waren die Berliner Stadtverordneten« mahlen eine glänzende Probeschlacht für die bevorstehenden Reichstagswahlen. Es ist richtig, ich hohe vor einigen 20 Jahren anders über die Wahlbetheiligung gedacht als heute. Damals lagen aber die Verhältnisse wesentlich>.nders. Heute von dem allae« meinen, gleichen, direkten Wahlrecht keinen Gebrauch machen, wäre ein Selbstmord, e« hieße dem Gegner die Waffen ausliefern. Man könnte einwenden, durch da« Parlamentiren ist doch nichts erreicht worden. Wie sollten wir denn etwa« erreichen, wo wir stete in der verschwindenden Minorität waren. Wir find jetzt im Reichstage 11 Abgeordnete, alle übrigen find Ver« treter der herrschenden Klassen. Die Regierung hat ja par nicht so Unrecht, wenn fie unsere Forderungen unbeachtet laßt, die große Majorilät der Wähler steht ja hinter ihr. Wenn die Vertreter der Arbeiter erst im Reichslage in der Majorität fein werden, dann wird auch die Regierung ihren Forderungen Gehör geben, ja ich behaupte. Gehör geben müssen. Ts giebt selbst in den von der Kultur zurückgebliebenen Staaten keine Regierung, die fich auf die Dauer der Majorität de« Volke« widersetzen könnte. Eine Regierung, die fich lediglich auf die Bajonette stützt und fich dem Willen de» Volke« widersetzt, ist dem Untergange geweint, mag die Zahl ihrer Bajonette auch noch so groß sein. Napoleon III. und Metternich find beredte Beispiele hieisür. S« läßt fich wohl auch mit Gewalt regieren, allein eine Regierung, die die große Masse de« Volke« nicht hinter fich hat, verfügt eben nur über eine vermeintliche Gewalt, mit der fie auf die Dauer nicht« ausrichten kann. Deshalb find auch alle Regierungen durch Beeinflussung der Presse, der Wahlen u. f. w. bestrebt, die öffentliche Meinung für fich zu gewinnen. Einen Erfolg hat jedenfalls unsere Ägitatio.r schon gehabt Während man vor 20 Jahren da» Vorhandensein einer sozialen Frage leugnete und jeden Sozialdemokraten für einen Aussätzigen betrachtete, nennt fich heute die Regierung selbst eine sozialistische und sämmtliche Parteien unternehmen einen Wettlauf um die Lösung der sozialen Frage. Allerding« können wir Arbeiterversicherung«. gesetzt, Kornzölle, Innungen u. s. w. nicht als Mittel zur Lösung der sozialen Frage betrachten. Die soziale Frage kann nur gelöst werden durch Umwandlung der kopitalistischen Produktionsweise in die genossenschafiliche. Erst wenn die« geschieht, kann die Massevverarmung verschwinden, können die Handelskrisen beseitigt werden. Man wendet ein, der» artige Verhältnisse lassen fich doch nur auf dem Wege der blutigen Revolution schaffen, denn die Reichen werden fich niemals dazu verstehen, die in ihrem Besitz befindlichen Ar- beilsinstrumente freiwillig herauszugeben. Da« ist aber ein großer Jrrthum. In der friedlichsten Weife find unsere Forderungen durchzuführen. Uebt nicht schon der heutiae Staat, wo er e« für erforderlich hält, da« Erprop-iationSrecht Sind denn nicht in Deutschland die mersten Eisenbahnen ! Befitz de« Staate« übergegangen? Fürst Bismarck geht au«. in den Befitz ja sogar damrl um, vre tunaie gu v»!»»»»»«*». Da« wa« Fürst Bismarck mtt dieser einen Industrie zu unter' nehmen beabfichttgt, da« wollen wir bei allen In- dustrien ausfuhren, nur mtt dem Unterschiede, daß Fürst Bismarck die Abficht hat, den Staat an Stelle de» Privat' unternehmen« zu setzen, wir dagegen wollen, daß die Gesammtheit an Stelle des Privatunternehmers tritt, damit jeder Arbeiter den vollen Ertrag seiner Arbett erhält. Wir wollen die Heu« t'gen mißlichen sozialen Verhältnisse durch wahrhaft vernünfttae Reformen beseittacn und deshalb find wir die einzige soziale Rcsormpartei. Wir wollen durch Schaffung vernünsiiger so« zialer Einrichtungen gerade einer Mutigen Revolution vor« beugen. Allerding« lassen wir uns durch Palltetivmittel nicht abspetten, wir nehmen nicht Steine anstatt Brot. Daß wir auch Verbesserungen erstreben, die auf dem Boden der heutigen Gesellschaftsordnung ausführbar find, haben wir durch Ein- dringung des Arbetterfchutz. Gesetz» twuif« im Reichetage schon lange vor dem Sozialistengesetz bewiesen. Die schroffe Haltung, die die herrschenden Klassen ganz besonders gegen den Normal« arbeitstag an den Tag gelegt, giebt Zeugniß, daß die Sozial« reform bei ihnen eitel Flunkerei ist. Soldschreiber nennen Deutschland da« Land d» Sozialreform. Allein Deutschland steht bezüglich der Arbettnschutz» Gesetzgebung hinter fast allen Kulturländern zurück. Der Redner tadelte hierauf da« indirekte SieuHyfiem und befürwortete alsdann die Adschoffung des stehenden H-ere« und Einführung einer VoikSwehr. Lrtztere nach Schweiz» System gebildet, sei jedenfalls drsser in der Lage da« Vaterland zu verihridigen, als da« kostipieliqe stehende Heer, da« auß-rdem eine stete Kriegsgefahr sdraffe. Deutschland würde in Wahrheit an der Spitze der Zioilisatron m»ich iren, wenn e< als Steg», al« diejenige Macht, die mit den großen Rüstungen begonnen, dm Vorschlag zur allge- meinen Atrüstung machin würde. Alsdann wandte fich der R-dner gegen di bestehenden Ausnahmegesetze. Da« Sozia- ltstengesetz, fuhr d« Redn-r fort, macht im üdrigen nicht uns, desto mehr ab» unseren Gegnern Köpfst merzen. Welche Zu- stände e« ge»e tigt, hat der Eldafeld» Prozeß gelehrt. Zehn gewonnene Schlachten der deutschen Armee können die Schmach ntcht befettigen, die Deutschland dadurch»litten. Jeder Mann, der sein Vaterland aufrichtig lieb hat, muß für Aufhebung »ne« Gesetz-« wirken, da« solche Zustände zeitigen kann. Wir find weit entfernt davon, für die heutigen sozialen Zustände den Fürsten Bismarck verantwortlich zu machen. Wtr wissen sehr wohl, daß, wenn Fürst Bismarck nicht existirte, ein An- d»» an seiner Stelle stände, der genau ebenso handele. Da« sogmannte Bismai ck'sche System gipfelt in dm heutigen Ver- hältnissen. Der»nzelne Mensch kann dm Gang der Welt« geichichte nicht aufhalten. Weil wir da« wissen, so v«ab« scheuen wir auch die rohe Gewalt. Wir find der Ueberzmgung, daß keine Macht der Erde im Stande ist, die von un« ange« strebte soziale Umwälzung ouszubalten. Ob fie fich auf blutigem oder unblutig em Wege vollziehen wrrd, läßt fich bmte noch nicht mit Sicherheit sagen. Wir veradscheum dm Mord, w»l wir eine humane und eine wissmschasllrche Partei find. Wir wissm sehr wohl, daß durch Beseitigung eine« einzelnen Mwschm da« System nicht geändnt werdm kann. Auch daß man die sozialdemokratische Partei zu unterdrücken bestrebt ist, finde ich naturgemäß. E« ist da« der Kampf der allen mit der fich bahnbrechenden neum Welt. Die alle Welt liegt be- reit« im Sierbm und, die» nicht einsebmd, sucht fie fich gegen die fie verdrängende neue Welt zu vntheidiam. Auf welch» Seite der endliche Sieg sein wird, kann nicht zweifelhaft sein. Jhnm wetin mein P ogramm zu entwickeln, halte ich sür un- rölhia: ich weiß Sre kennen mich zur Genüge. Wir wttben jedenfalls noch harte KLmp'e zu beftehm haben. Treten Sie in diesen Kampf ein mit B.'sonnenheit und Entschlossenheit. Lassm Ei« fich durch keine«« Provokationen auf eine Bahn lecken, auf der man fie gerne haben möchte. Wir wollen mit Entschlossenheit, aber auch mit Besonumdeit auf unl» Ziel lo« bohren, di« wir schließlich durchgebohrt haben.(Stürmischer, langanhaltender Beifall und wiederholte Hochrufe auf Lieb- knechi). Einstimmig wurde Liebknecht hinauf al« Kandidat de« sechsten Berliner RttchStagSwahIkreise« proklamirt und als- dann mit einem dreifochm Hoch auf die intemationale Sozial- demokratie die Vnsammlung geschlossen. Die Tapezire» Kerlin» hieltm eine von 200 Kollegen besuchte öffentliche Versammlung am 14. Januar ob. Referent H-rr M. BagynSki sprach über Zweck, Ziele und Vortheile der Arbeiter O ganrsation, welche dnselbe in so üb»zeugmdm und sachlichen Worten darstellte, daß sein Vortrag mit einem B«fall i stürm endete. Punkt 2: Wie stellen fich die Topezir» Berlin« zu einer im F-ühjahr einzutretenden Lohnbewegung? Refermt Kollege Fniwald. Derselbe begründete im All- gr meinen die vom Fachverein grstrllte Forderung: 8 stündige Arbeitszeit, Abschaffung d« Akkordarbeit, Adschoffung der Sonntags« und U>berftunden« Arbeit und Durchsetzung eine« auskömmlichen Stundenlohne«. Zum Schluß bemerkte Redner: Sind wir 900—1000 Kollegen gut orgamfirt, dann brauchen wir unsere Forderung nicht zu«kämpfen, sondern wir diktiren dieselben. E« sprachen noch die Kollegen K att, Klotz, Größel, Wagner, Friedmei», Nikrsch, Zack, Jucke.(Herrn Sand», Re- dakieur der„Tapezrr«. Zeitung", wurde durch Abstimmung da« Sprechen v»weignt, da derselbe nach den letzten Vorkommnissen nicht mehr m die Bewegung d» Arbeiter(Tapezim) gehöre.) Sämmtliche Redner sprachen fich für eine Aenderung d» jetzt bestehenden Arbeil« w«se au«. Folgende Resolutionen wurden eirstminig angenommen:.Im Anschluß an den soeben ge- hörten Vortrag beschließt die heutige öffentliche Tapezirerv«- sammlung, daß e« Pflicht eine« jeden Kollegen ist, in den Fachverein d» Tapezir» Berlin« u. Umg. einzutreten, um durch erne große Mach« für die Kollegen etwa« Nutzbringendes zu schaffen. 2 Die heutige öffentliche Vnsammlung der Topezir» BerlmS erkennt die Fordnungen eimS 8 stündigen Arbeit«- tage«, eine« zeitgemäßen Lohne«, Beschränkung d« Akkord- arveit für gnechtfntiat, steht ab« zur Ze't noch davon ab, um die hier bestehenden Organisationen zu stärken und dann ge- schloffen jene Forderungen zu erkömösen. Im Vttschiednren berichtet Kollege Gräßel üb« die Thätigk«! d« Zeitung«. kommisfion, welche seinerzeit von den Tapezitern BerlmS beauftragt wurde, die ihnen gehörende.Tapezir«. Zeitung" von dem jetzigen Verleg» Herrn P. Engel an die Gehilfenschaft zurück zu aeben.— He» Engel verweigerte jedoch dasselbe. Die Kommisfion über- mitteile die Antwort der Hamburger Kollegen, welche dieselbe Forderung an Herrn Engel gestellt hatten, dies« übernahmen die H»auSgabe«n« neuen Zeitung:.Die Allg. Top. Zeitung". Um wied» ein wirkliche» und wahrheitsgetreues Ardeiterblatt zu befitzen, bis die alte Tap-zirer Zeituna von der Bildfläche, od» dessen Redakteur verschwunden ist. Die Versammlung»- theilte mit großer Majorität der Kommisfion Decharge. Eben- fall« erklärte die Versammlung den 1. Mai als Feiertag zu begehen, um dadurch zu dokumentirnr, daß dieselbe voll und ganz auf dem Boden der Allgemeinen Arbeitnbewegung steht. In den Fachvnein ließen sich 10 Kollegen aufnehmen. Zum Schluß wurde noch auf die Reichstagswahl aufmerksam gemacht, daß man nur einem Sozialdemokraten seine Stimme geben soll; ebenfalls auf die am 21. Januar in Feuerstein'« Salon tagende Fachvereinsversammlung. D» Vorsitzende Kollege Staudinger bat die Kollegen, nun auch die Nutzanwendung au« dem h-ut Gehörten zu befolgen und immer zahlreich» zu er- scheinen und schloß die musterhafte Versammlung um%12 Uhr. Fntedenav-KtegUtz. Die»ste Wählnvn sammlung, welche am Donnerstag, den 16. d. M., im Kurhaus zu Arie- denau tagte und von ca. 250 Personen besucht war, zeigte, baß trotzdem in Sieglitz kein Lokal für Nrbertervusammlungen zu haben ist, die Arbeit» sich wohl bewußt find, daß man dann den Nacbbarort zu besuchen bat, um den Ausführungen(des an Stelle de« Herrn F. Zub.i)«schienen»! Herrn®. Schulz. Berlin mit großer Autmerktamkeit zu folgen. Der Referent zeigte, oft von Beifall in seiner Rede untnbrochen, daß e« nur zwei Parteien sür die Zukunft geben kann, für od» gegen die Sozialdemokratie. Nachdem er die gegnerischm Parteien al« da» gekennzeichnet hatte, wa« fie find, und aus diebevorstehende ReichttogSwahl aufmerksem gemacht hatte, schloß er seinen Vor- trag mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. Fern» wurde der 1. Mai al« Feiertag und 20. Februar al« Sonntag proklamirt. Fern» wurde ein Lokalwahlkomit» für Friedenau. Steglitz, au« 5 Herren bestehend, gewählt: 1. Kentsch 2. Wüstenhagen 3. Henmann 4. Gerlach 5. Kohwald nb. Alle Anfragen an C. Henmann, Schloßstraße 68, Steglitz. Steglitz, Friedenau. Der hentige« Dummer liegt für unser» Abonnenten Dr. 3 des.Kotmtagn-Otatt" bei. Theater. Sonntag, den 19. I a n u a r. Gprrnhau». Die Hugenotten. Monia�: Tanrhaus-r und der. Sängerkrieg auf der Wortdurg. Achanspielhau». Erich Brahe. #onia;: Wi de m Tell. zelfing-Thrater. Di- Ehre. Mnntoo: D>e Kreuzelschreiber. Deutsche» Theater. Zwilchen den Schlachten. Der T�'luff. Montag: Fauki's Tod. Kertwer Theater. Der Beilchmfresser. Mo loa: Ha-nf'l. Friedrich- Milhelmstiidtische« Theater. Der arme Jonalhan. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallaer-Theater. Ultimo. Montag: �t-selbe Vorstellung. Kestde«,-Theater. S)« im* Löwin. Montag: Dieselbe Voistellung. Zsirtoria- Theater. Stanley in Afrika. Moniag: Dieselbe Vorstellung. Kroll'» Theater. Der KänigSgardist. Kellealliaace-Theater. Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Montaa: Dieselbe Vorstellung. Vstead-Theater. Drei Tage au» dem Leben eine» Spieler«. Montag: Dieselbe Vorstellung. Köaig städtisch«« Theater. Mensch, ärgere Dich ni«t. Montag: Dieselbe Vorstellung. Geatral-Theate». Berolina. Montau: Dieselbe Vorstellung. Kd»l»h Trust-Theater. Flotte Weiber. Montag: Dieielde Vorstellung. Keichohallru- Theater. Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann'« Nari6t6. Gr. Spezialitätm- V»>st-llung. Gedr. Richter'» Karicht«. Spezialitäten Borstellung. Große öfenMe WMernersMmlvng des 1. Berliner RciGtliMlihIkreistS de» Herrn Feuerstein, 835 am Dienstag, den 21. Januar 1890, Abend» 8 Uhr, tm Lokale Alte Jakodstraße Nr. 75(oberer Saal). Tage». Ordnung: 1. Die verschiedenen Parteien im Reich» aze und deren Wirken al» Gesetzgeber. Referent Fritz Krüger. 2. Diskussion. 8. Verichiedene».— Di« ReichSla:»wähler öefi ersten Berliner Wolpkreile» werben erluitt, reibt zohlreich zu erscheinen._ Der Einberufer. AlhambraThester, Wallnertheaterftratze 15. «tt»e»eu llostümen u. Tekerattoneu: Amorina, die Marmorbraut in von Phantasttsch-komische» Zauberschausoiel 12 Bildern von P. W.ede. Musik i Theodor Franke. Etitrcc 30ä)f. SÄSS: U Balkon 50 Vf. II. Balkon 40 Pf. j«. Anfang Wochentag« 71 Uhr. Sonntag« Anfang de» Concert« 6 Uhr, der Vorstellung 7>, Uhr. Montag, den 20. Jan., neu einstudirt: Die Waise aus Lowood. American-Theatep« Dreodeneullrahe 65. Täglloh Vorstellung.[1305 Circui» Renz. Karlstrahe. Heute, Sonntag, den 19. Januar: Ä große Narsteilungen. 4 llyr Nachmittag«(l Kind frei): Ascheubrödel, ler gläserne Pont oder: Der gläserne Pantoffel. Große« vQunt. Zaubennäichen. A' nd« 71 Uhr: Die Touristen, «der: Sin«omwcrtog am Tegernsee. Große rquestrtiwe Original> Pantomime. Ja beibin Vorst, llungen: Austreten der vor. »üblichsten R-itkunstierinnen und R-itkünstler. Rüten und Vorfühten der best dress. Schul- und Freiheit»» Pferde. Komische J.,teimez»o« von 20 Klown«.— Morgen, Montag: Im dunklen Erbtheil(Einnahme von Bagamoyo). S. Renz. DireNor. Passage 1 Tr 9 M.-10 Uhr A. Kaiser-Panorama. «SaHr Zum Mo" Dritte Reise d. d. malerische sächsische Gchwet». Dritter Eyclu«: Pariser WetliusUeguu». Hochinteresiant: Heriha-Reise. Sin» Reise 20 Pf.. Kind nur 0 Pf. Abonn. WlhelwSMUell. Tmpelhlif. Halteftelle oer Pf-t dibahn. Richtung Dönhoffplatz. _ Teinpeihof— Jeden Sonntags Großer Kall. «3®"«-'b"»""'"Hlllmuth>■.... De« Genossen halte ich meine Wiskell-Eirdillidt be, Bedarf best, empfohlen. SrShteAnSwnhll Btst P«. veeetnen Preis ermähtg. Ki. Piilri».%% Kdetdeetste. 98. Rchmilit W AmbsS. BreSlauerstraße 27. Allen Genoffen empfehle mein Weiß, und »anlsch Bier-Lokal.(578 Pere,n«ziwm«r mehrere Tage frei. Gustav Tempel. Gro Gr. öffentliche Wähler Versammlung des 3. Berliiitt ReichStliMillslkreiseS am Mittwoch, den SS. Januar, Abends 8'!« Uhr, bei Scheffer, Jnselstratze Rr. 10. Tage». Ordnung: L Die ReichStagSwahlen und die Arbeiter. Referent Herr Albert Schmidt. 2. Di«. kuffion. 3. Verschiedene».— Zur Deckung der Unkosten findet eine T-ll«,sammtung statt. 832_ Der E inberuft r. Gliche öffentl. Wähler Versammlung (it istil 5. Bnliiln RMliMhlkniS am Montag, den 20. d. M., Abends 8 Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee II|I2 Tage». Ordnung: 820 1. Die bevorstehenden ReichStagSwahlen. Referent Hnr Albert Anerbach. 2. Diskussion. 3. Verschiedene«.— Alle Wähler ohne Unterschied der Partei sind hieimti eingeladen. Der Sinbeiufer: Fritz Bern dt. Oeffentliche Bersammlung der Maurer Berlins und Umgegend am Montag, den SO. ds. Mts. Abends 8 Uhr, im Lokale Schweizer- Garten. Tage«-Ordnung: 1. Da« KoalitionSrecht und dir Gewerkschaft« organisation. Referent Kollege Leren»- Hamburg. 2. Diskussion. 3. Verschiedene». Zu dieser Versammlung ist da« Erscheinen Aller, die da« Maurerhandwcrk erlernt haben, r.öthig. _ I. A. der Geschäftsleitung. Der Einberufer. W. Kerstan. Achtung I Zimmerleute KerUns und Umgegend. erkläre ich, daß alle Zahlungen bi« Um eine vollständige Abrechnung herbeizusühren, aus Weitere» von heute an 1. betreffend den Reservefond an Carl Stehr, Havelbergerstr. 32, 1. Ausg. S. 2. betreffend den Verband nur an M, KnOpfsr, Greifswalderftraße 29, v. III., zu richten sind. Alle außenstehenden Rechnungen, gleichviel welcher A-t, bitte sofort mir zuzustellen. 827 H. Jäcksl, Blumen straf,? 19. L, Gr. öffentl. Schncidcr-Vcrsammlung 823 am Montag, den SO. d. M, Abends 8 Uhr, im„Böhmischen Brauhause", Landsberger Allee. Voriroa de» Abaeordneten KOhn. Arbe Montag Achtung! Verein Berlins den 20. d. M, Abend« 8 Uhr, im Webdingpaek, Müllerstr. 178: roße Uersammlung. Tagesordnung i 1. Vortrag de» Schuhmach rrmeister» M« tz n e r: Die bevorstehende Reichstagswahi uns ivr« Bedeutung �üc die Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Allgemeine» und ivr« Bedeutun Fragekasten.— Um zahlreichen Ardeiter. 2. Diskussion. 3. Der Verstand. und [812 Unterzeichneter Vorstand bringt hiermit zur gest. Kenntmß, daß der «M" Uerei« gewerblicher Hilfsarbeiter am 16. Iteannv d. I. einen Arbeitsnachweis Skatitzerstr. 18 bei Nimetsohek eröffnet. Gure und paffende Kräfte werden stet« zm Verfügung stehen, da der ArbeitSnachw-i« unentgeltlich für Mttglicder, und NichtMitglieder nur eine Einschreibegebühr von 10 Pfg. zu zablen Hoven. Um recht rege Benutzung desselben wird gebeten. Der UorstaAd de» Vereins gewerbl. Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend._ Aus Schulze, Iuwetiee und«Zoldarbeiter, 1 Treppe 30. Kommandantenkr.sö, 1 Treppe. 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JKm Tische dt« B'Mvtsrath«: von Maltzahn» �ültz, Dr. von Stephan, von Bötticher u. A. Zn Ehrm de« gestern vnstorbenen Abg. Ziegler er« Heden sich die Mitglieder de« Hause« von den Scheu. Ad i der Tagesordnung erledigt da« Hau« zurächst den >i—«;*t dem Kreise d« Etz»?" e«, bah ihre Tyeo'ogen nicht au« dem Kreise audgtnossen herausgenommen werd.n. Er verlasse M"c ungern den Stal.dpmikl der Parität, allein hier »,.n.K°otm, und er mache hier ohne weiter« Kntik ' die Kirche die geforderte Konzrision. Gegen bei bm=. Kleist hat der Redner da« Bedenken, dafe dfitfitt evangelischen Theologen schwerlich allg mein da« Be- werden? �ttnden sei, in der Krankenpflege auSgebUdet zu werki�V�hk. V.£««««(Zenlr.) wendet sich gegen die Be« die e,»�. Dr. Ennccceru«, als schäbige sein Antrag >ba z. si�ische Kirche. Wenn er überzeugt Iväre, daß der K» s, �nn-cc-ru« die einzige Autorität für die evangelische Allein'0, würde er auf seinen Auttag Lberbaupt veiz'chlen. den»s.?. ooch andere Autoritäten auf dteiem Gebute, a!« »z Ennecc-ru«. und auf diese tmufe er fich. der x Kanmdach Berlin erklärt persönlich, einmal in «in.v Lneu Loge zu fem, mrt dem Abg. v. Klerst-Retzow über» h- bezüglich de« Antrag« von K.eist, antro?% zustimmen werde. Di« von dem Abg. v. Kleist be- da«r d.-ö/olut ion könne er jedoch nicht unt.rftützen, dieu»,. Theologen nicht zumutherr könne, niedere Lazareth« v zu thun. fsthrun??' nl- Gnneccern«(nall.) betont, daß seine Au«- ««rn>t,� R6 auf fitne einzelne Autorität stutz en, und schdii»»,, au�. P�trt.onen, in welchen die übereinstimmende An- evangelischer Kreise in demselben Sinne sich vor,?.�.?rhr.». Ellrich» Haufe«(Reich«partei) hebt her« Hiiim»?.' gelischen Theologen in seiner würltembergischen Befreiung vrm Militärdienst haben, sondern de« er stim. trogen wollten. Für den Antrag v. Kleist werde f8ftt(P,1' Fkbatte wird geschlossen, worauf nach einigen per- Anirnn. L��ungen zunächst zur Abstimmung über den Hess® u0, H u e n e geschritten wird._ Dieselbe bleibt»weife!» fcß'ebt A beshald die Auszählung erfolgen. Dieselbe *. CuL. l®1"rn*tn für, 121 Summen gegen den Antrag ». ßt ,i t,n,,ntw und demnächst auch die Resolution «. sst sonehmiat. % r. roit?' bie dritte B-rathuvg de« von dem Abgeordneten �ff-nd äiva?«fi '—».v. w. t�hne üwurf endgtllig angenommen. «endet sich da« Hau» zur dritten Beratiung Tr. Windthorst, betreffend die Sich«- �ulte in den deutschen Schutzge- äffend' b�"»borst(Zenlr.) e»,geviaa,ien es.,.» v.. '�'cung k�u.fbeduug des Gesetze« über die Ber. « r n, dL Ausübung von Kirchen- D' 18U'~ 06ne'<,aU< R,'rb bn 6e* Ziel hinausgehen, da« derselbe erstrebt; z. B. würden Kulte auch der extremsten Art dadurch gesichert werden. E« ist mir deahalh unmöglich, diese Bestimmung zu vertreten. Der Antrag Stocker ist gereckttfertigt und wünschenSweith. Abg. Ktöcker: Au« der Geschichte de« Paragraphen der Kongoakte,.um den e« fich hier handelt, gehe hervor, daß m dem Kongogebiete auch der Islam die Feeih it der Mission genießen wollte. Dieser Umstand mußte da« Zentrum übe, zeugen, daß derselbe auf da« Deutsche Reich nicht übertragbar ist. S« scheint mir unmöglich, daß sich da« Zentrum»um Vertheidiger von türkischen und muhamedanischen Interessen machen wollte. E« ist etwa« andere«, islamische Mission zu dulden, al« sie direkt in unsere Gebiete einzuladen. Da« letztere würde mir al« eine Art von Selbstmord vorkommen. Ich halte da« dazu kirchlich mcht für schicklich. Mein Antrag geht lediglich von dem Wunsche au«, auf dem Gebiet« unserer Kolonien Konflikte zu venneidm und »u verhüten, daß da« Ehrissenthum in zweifacher Form und darum minder begehrenSwertd erscheint. Theoretische Er. wägungen bestimmen mich in kemer Weise. Lessen Sie un« I(leiten und einen Jeden nach setnen besten Kräften thätig fein. (Beifall reibt«.) Ülbg. Windthorst: Ich bin überzeugt, daß wir den Islam in Bezug auf die Ausbreitung des Glaubens nicht zu fürchten haben. Eiüllten wir aber nicht die Kongo» akte im afrikanischen Gebiete, so könnte und würde die Tü.kei einen großen Theil unserer Misstonen aus dem türkischen Reich h.nauSwerfen, wa« sie bisher nicht aethan hat. Ich erkenne gern an, daß die evangelischen Missionäre fich eben so redlich bemühen, da« Richtige zu thun, wie die unfern. Ueber den Erfolg wird die Geschichte ent» schnden. E« handelt sich auch gar nicht um den kirchlichen, sondern um den staatsrechtlichen Standpunkt, und von diesem au« ist der Siöcker'sche Antrag zu ver» werfen. Derselbe ist auch praktisch gar nicht durchführbar. W e will man paritätisch die Grenzen ziehen, etwa nach der Zahl der Prolestanten in Deutschland, und wer soll die Grenze ziehen, etwa die Kirche? Es würde fich ein endloser Street vorüber erheben, der die Milsionsthätigkett aufs Aeußerste ge. fährdet. Klarheit ist auf religiösem Gebiete da« Beste.(Beifall im Zentrum.) Abg. Ktöcker: Daß die Katholiken, wie der Abg. Windt» Horst sagte, auch un« jede Freiheit in den MisfionSaebieten ge- währen, wäre nur möglich, wenn, wa« nach p otestantischen Prinzipien Freiheit ist, es auch nach katholischen Prinzipien wäre. Herr Windthorst liebt die Spaziergange auf fremde« Gebiet und deutete auf freigeistige R-chiungen innerhalb der evangelischen Mission hin. Solche giebt et aber nicht, denn Freigeist r gehen nicht hmau«. um im Dienste der Mission ihr Leben zu wagen. Mein Antrag will nicht eine Versöhnung hindern, sondern eine solche er- möglichen und ich doff«, für meine praktischen Ziele auch die Zustimmung de« Reichstage« zu«langen.(Lebhaft« Bei- fall recht«.) Abg. Ktruckmau»: Für jedes neue Gesetz soll doch zu- nächst auch«n Bedürfniß vorliegen. Wo ist ab« ein Beducf- niß für dusis Gesetz? Dn Herr Staaissekrelär hat b«e t« er klärt, daß die freie R-tigionsÜdung in den Schutzgebieten durch« au« nicht behindert ist. In keinem anderen Land« ist bisher o« briussende Paiagraph der Kongoakte zum Gesetz erHoden worden. In d« Kongoakte muß stehen, daß jedem Fremden frei« Rel gionsübung gesichert ist; warum sollen wie ab« das in unsere Gesetzgebung aufnehmen 7 D« Antrag Windt- Horst ist, wie« vorliegt, ein gesrtzgeberische» Monstrum. Ich bitte Sie,«bn ab>u!eh"en. Abg. Windthorst: Es ist vorgekommen, daß Missionäre au« unserM Kolonieen, wie z. B. au« Kamerun, heraus- Seworfen sind. Ich frage den Abg. Wörmann, ob er nicht >s»che hat, zu Mün chen, daß sie mied« zugelassen werden. Liegt da kein Bcdürsmß vor? Wir müssen die Praxi« d« Engländer akzeptiren, sonst w«den wir in unseren Kolonien keinen Feieden haben. Dem Abg. Slöcker«wid«e ich daß wir staatsrechtlich d« evanaelischm Kirche voll- standig gleichberechtigt gegenüber stehen; wo da« angetastet wird od« wurde, habe ich auf da« En«- grschste dagegen prolefttrt. Auf die Frage ab«, ob die katholische Kirche vie evangelische al« gleich b«echrigt halten kann, ob die letzlere dogmalitch d« eistnen gleichsteht, antworte ich nein. Wenn Herr Siöck« die katholische Kirche d« evau»elischkn dogmatisch gleichstellt, dann kann ich hoffen, daß er zu un« ütrtnit. Auf der staatsrechtlichen Gleicht eil ruht absolut dre Möglichkeit de« Za'a-nmer leben». Und ich möchte den Abg. Slöcker bitten, in s-m« einflußreichen Stellung dc- hin zn wirken, daß da» geschieht. H er handelt e« fich um die Sicherheit un erer Missionare, und diese kann nur durch ein D« �trag W�n dthorst wird gegen die Stimmen de« Zentrums, der Freisinn, gen, der Polen und weniger Kon- seivatto« abgelehnt: ebenso der Antrag Stock« gegen die Stimmen d« Konsr-valiven, de« größten TH«lS d« Reichspartet und einig« Nalionalllb«alen. Es folgt die dritte Lesung de« von den Wag. Acker- mann(dk.) und Genossen bezw.Aichdtchler(Z.) undGe- rossen übereik summend beantragten Gesetzentwu t« üb« die Emtührung de« Befähigung« nach werfe« für die H-nd- welker. Zu der Generaldlskusfion bem«kt Abg. Dnvignea«(aati.)) Infolge de« Umstände«, daß in der»werten Lesung keiner»remer Freunde gesprochen hat ist die Meinung»«breitet, al« ob wir kein Jnt«esse mehr für den Handwerkerstand hätten. Wir stehen in dies« Frage nach wie vor aus demselben Slant punkt und wir bedauern, daß nicht d« Tbeil d« Anlräge an- genommen ist, für den wir auch gestimmt hätten: der Be- tähigurgSnachwct« für die Bauhandmuk«. Wir wollen mcht die angedltche gute alte Zit zurückkehren sehen, sondern mit da heutigen Zeit sonschreiten, die freien Innungen und freien Ge- nossrnschaften unterstützen, und wir halten un« so für die wahren Freunde d« Handwerker, wenn wir auch in d« Minorität bleiben. Abg. 9riUtul>ewt«r(Soz): Mein Landsmann der Abg. Biehl, dal m d«»weuea Lesung behauptet, daß in Rüniberg eine bedeutende zünstlensche Bewegung 1«, was ich nach mein« genauen K-nntmß da Nurndera« Verhallnisse de- streiten muß. Herr Biehl kann sich 1» bei den Wahlen al« Arbeiter kandidat dort ausst.llen lassen, dann kann« sehen, ob die U.bnt« daselbst zünstlatsch sind. Zünftt« find nur die Protzrn unter den Handwerkern, die viel reden, ab« den Kamps mit dem Großkapital buch nicht aufnehmen könne». H«, Ackermann sagt, die Sozialdemokraten seien natur« gemäß die Feind« de« Handwerk». Gerade umgekehrt ist e«, die heutige Produktion vernichtet da» Handwerk, und wir machen bre Handwerk« darauf ausinnksa», wie e« komme» muß. Die kteinrn Handwerk« bekehren sich unma mehr zu uv« und wollen vom JnnunaSwesen nicht« mehr wisse«. Wenn d« At g. Biehl sagt, bei den Wahlen würden die Han dw«k« diese Fragen schon präzi« beantworten, so sehen wir dies« Eni» schridung ruhig entgegen. Damit schließt die GennaldiSkusfion. Die einzelnen Paragraphen wnden darauf geae» die Stimmen d« Nationallrd«alen, Freifinnigen und Sozial- demokraten, mit denen von»et Reichspartei die Abgg. Ampach, Fürst Hatzfeld, Fürst Carolath, Graf Behr, Marbach, Schultz» (Lupck), v. Stumm und Robbe Kimmen, ang nommen. Ehe da« Hau« zur Sckwßabstimmung kommt, bezweifelt Abg. Kröber die Beschlußfähigkeit de« Hauses. Da da« Bureau üb« die Beschlußfähigkeit de» Hause« nicht ewig ist, «Witt der Namensaufruf, welcher die Anwesenheit»an 188 Abgeordneten, also die Beschlaßunfähigkett de« Hause«, «giebt. D« Prästdent setzt die nächste Sitzung auf Montag 12 Uhr an, und stellt auf die Tagesordnung die zweite Berathungder Poftdampfer-Vorlage und klewere Vorlagen. Auf eine Anfrage de« Abg. Windthorst erklärt derselbe, daß nach Erledigung dies« Tagesordnung die dritie Lekung de» Etat« und dann die zweit« Be» rathung de« Soninlissengefetz«« erfslg-n solle. Die Abaa. Windthorst und Ktckert bitten, die dritte Le'ung de« Etais nicht ans Tiet stag anzusetzen, oo im ptm* ßichen Abgeordnetenhaus« die nste Lesung drS Statt statt- finde. Der Präsident sagt jju, diesem Wunsche Rechnung mr trogen, behoit sich ab« nähere Erwägung noch dtt zur Fest- stellung d« Tagesordnung für Dienstag vor. Schluß 5% Uhr. Nächste Sitzung: Montag 12 Uhr. Sotziale llclm(Wit. An die Arbeiter K erlins! In der am 17. b. M. im Lokale llnio»s-BrauelN, H-senhaide, staltgefundenen Veisamm- lung der L Löve'seben Arbeit«, beschlossen dieselben, fall« di« von ihnen gestellten Forderungen abgelehnt würden, am nächste» Montag einmüthig vie Arbeit nie verzulegen. Die Direktrm, bat unsere gerechien Forderungen abgelehnt. Wir ersuchen Euch Arbeit« B«lin«, da jedenfalls Montaa die Arbeit dort er»- gestellt wird, den Zuzug fernzuhalten. Näh««« folgt.(Nergl. den Bencht in heutig« Nummer. Red.) VsrfÄmmlungen. Da nunmehr auf d« ganzen Front w die Wahlbewegnng eingetreten ist,«suchen wir die Schrififühr« der gewerkschast- l chen Verfimarlungen, fich w ihren für die Oeffentlichkett de- stimmten Mittb-ilungen nur auf da» Aachlichst« med«»- umgänglich Pothmeudigst« beschränken zu wollen. Dt« Redaktion steht fich während d« Wahlkampagne unwetgalich genöthigt, alle» Uebnflüsfige zu streichen. Wir glaube«, die Wahlbewegnng zu stören, wenn wir jetzt bogenlang« Beriebt« von Voiträzen, die in stillen Zeiten ja ganz int«essant find, zur Veröffintlichung gelangen lassen. Ebenso bitten wir Persona!» Veränderungen, Oaartattabrechnungen tc. au» den Vereinen für eine spätne Zeit zurückzustellen. Augenblicklich ist r.ur die bevorstehende Wahl int«essant, und w dies« L«- »iehung allem bitten wir unsere Freunde, un« jetzt thatkräfti« durch prompte Mittheilungen zu unterstützen. Di» Kerliner Sozialdemokratie bat die Wahlbewegung mit im« großen off-nilnhen Wähler. Versammlung eingeleitet, die zum Frettag Abend noch dem Böhmischen Brauhause«w» bauten war. Die weiten Räum« be« schönen Lokal« waren bereit« lange vor der festgesetzten Zeit bi« auf den letzten Platz aefüllt, sodaß Hunderte kernen Einlaß mehr finden konnten. Nachdim dre Herren Albert Schmidt, Tempel und Scholz in« Bureau gewählt waren, wurde sofort zur Er- ledigung be« ersten Punkte» de« Tagesordnung, Wahl eine« Zentral-Wahlkomitee«, geschritten. Auf Vorschlag de« Herrn Z u b e i l wurden folgende Herren gen Lhlt: Für de« 1. Wahlkreis: Schneider August Täterow; für de« 2 Wnblkrei«: Maurer Ernst Wilschke; für de» 3 Wablkrei«: Buchdruck« Karl Drmmick; für de» 4. Wahlkreis: Mam« Aua. Dietricb und ArdeU« Aug- Günther; für den 5. Wahlkreis: A.bert r Hermann Gajewsky; für den 6. Wahlkreis: Töpfer August I a c u d e y und Maurer Robert Kaufmann. Att»weit« Punkt stand auf der Tagesordnung ein Vortrag de« Stadl- vrrordnelen Stadthagen über die V vo- stehenden Reich«- tagswahlcn. Herr StaMhagen konnte jecoch ein« and««» Versammlung halber nicht erschein«», deshalb hielt an seimr Stell« Stadtverordneter Vogtherr das Referat. Redner begann mit dem Hinweis auf die große Bedeutung der Reichstag« mahlen, welche eine gewisse Grenze mibe« zwischen ein« vergangenen und einer kaum adfehbareu Zeit, auf welche der Blick de« ard-iteuden Volke« gerichtet sei. Es froo« sich, od die Eozialdemokraiie in der Zukunft auf die Erfüllung wenigstens ihr« dringendsten Kor- derungen zu rechnen habe. Wir wissen, daß, seit d« Reich«- kanz er die G.sdmsie de« Deutschen Reiche« leitet, kerne Wahl- p«iode in« Land gegangen ist, der nicht«ine gewiss« Parole gegeben wurde. Bei d« letzten Wahl ließ man da» Gespenst eine« angeblich bevorstehenden Kriege« aufmarschiien und der Spießbürger klairmerte fich au« Angst an die Rockzipfel der Reaktion. Wir stehen nun wieder ein« solchen Zeit gegenüber und man sollte meinen, der Reichtkanzl« habe sich schon seit längerer Zeit den Kopf über die Parole zerbrochen. Doch hat fich bisher nichts«eignet, al« daß die endarltige Beschlußfassung üb« das Eozialiftengesitz hinaus- geführt worden»st, bis der al e Reichstag von d« Bildfläck« verschwmdet. Wird da« Soziatiftengelrtz die Parole sein? Roch ist zwar da« Dann« wort au» Friedrichsruh nicht«- kiungen, ad« e« ist kaum zweifelhaft, daß man sich in diese« politischen Nolhstand an die Sozialdemokratie rejp. da« Aus- nahmeaesetz klammern wird. Und nach allen Andeutungen find wrr auf der richtigen Fährte, denn schon bezeichnet die �Konservative �Korrespondenz" t* att eine Hauplousgab» d« bedrohten»Burgelthumt", gegen die b«ansluthende Sozial- revolulion Schutzdamme»u« ichten. D« von d« Sozial- demokratie gegängelte A beiiei stand streb« nicht nach«in« v«- nünstlge» Gltichbrnchirgung,> andern nach einer da« Gewicht «ud dre Setdstständlgkett de« Arbeitgeber« völlig auslöschende» Herrschast in bot SBrffftfiUnt und Fabriken, nach der Herrschaft im ganzen öffentlichen Leben. Wer immer sich durch F.eiß und Talent zum Herrn eine« selbstftändiaen Betriede« durchgearbeitet und fit» Entbehrungen auferlegt habe, damit er den Serniaen nach seinem Tode etne Summe zu eigenem Besttz hinterlassen kann, sollte wissen, daß dieser Kampf ihn wie kein zweiter angehe un>» auf welche Seite er fich naturgemäß stellen müsse.— Man verkündet also ganz unverfroren, daß derR-tchSiag nicht« andere« thun solle, al« da« Wohlleben emer bestimmten Anzahl von Bürgern zu erhalte», während die Arbeiter niedergedrückt werden sollen. Die polinsche H-uchelei wird mithin auch dem jetzigen Wahl- kämpf ihren Stempel aufdrücken und der Brennpunkt de« ganzen Kampfe« wird sein, fich de« Heransturm« der arbeitenden Klasse zu erwehren. Die»Konservative Korrespond.- mißt mit dem Maß. mit dem fit zu messen gewohnt ist. Grade diese Herren f abm immer danach getrachtet. die Herrschaft über da« ge- ammt« öffentliche Lebe» auszuüben, und wir wissen, was wir zu gewärtige« hätten, wenn ihnen da« Vorhaben vollttändig gelingen sollte. Redner wandte fich nun mit scharfen Worten gegen die vom jetzigen Reichstag den Massen Iu Gunsten einer kleinen Mmderheit auferlegten Verbrauchsteuern, deren Emsühcung nur durch politische Schachergeschäfte möglich geworden sei. Dieser Reichstag habe die fünfjährige LegiSlatVperiode grfchassm, die Verlängerung der E-atS- Perioden würde da« Resultat de« neuen Kartell Reichstag« «m fem. Da» Sozialistengttetz ist nun auch den Freifinnigen Dorn geworden, den fiebern hinwegräumen möchten, aber nur, weil die Sp.tztn diese« Gesetze« fich nach den gemachten Er- fahrungen auch gegen die Führer ihrer eigenen Partei richten. Der Reichskanzler hat diese Waffe, ..t gewünscht, erhalten und auch geführt, er hat fie dem verblaßten Minister von Pattkamer an- vertraut, welcher fie völlig abgestumpft hat. Der Mann hat die Arbeiterbewegung, niemal« verstanden. Der Kampf, den wir zu führen habe«, soll ein Kampf der Grundsätze und Prinzipien sein. Em Voll, ein Land, eine Menschheit wird nicht durch vatriotsschen Wortschwall, sondern dadurch erhoben, daß die Fun- damente der großm Bolls kca st, die Arbeiterschaft gekräftigt und erhoben wird. Die Sozialdemokratie, deren Bestrebungen von Esetfinn und Opfetmulh getragen werden, wird auch in den nächsten Wochen zeige», daß fie ungeachtet aller Verfolgungen und Verhetzungen der Parole folgen wird: Alles für da« Eine, Alle« um da« Eine, da« Wohl, da« Recht und die Freiheit de« Bolle«.(Stürmischer Beifall).— Erster Redner in der Drskusfion war Herr Zu beil. Derselbe wie« auf den letzten großen Geheimbunde prozeß hin, welcher seinen Urhebern keinen Ruhm gebracht«habe. Erfreulich sei e«, kon- statiren zu können, daß seit dem Bestehen de« Sozialistengesetzes, im Laufe von mehr als 10 Jahren, nur Wenige ihr Prinzip verleugnet haben unb zn Verrälhern an rhren Genossen geworden find. Wa« man den Arbeitern inzwischen gewährt !»abe, sei nicht« weniger als eine wirkliche Sozialreform und chwerlrch werde man von Seiten der Herrschenden eine Parole finden, welcher da« Volk bei den Wahlen folge. Bei den vorigen Wahlen waren die Franzosen da« Schreckgespenst,«8 haben aber nicht diese, wohl aber der deutsche Exekutor dem Bauer die Kuh au« dem Stalle geholt. Anderthalb Millionen Stimmen für die Soziaidemokratie muß da« Resultat der bevorstehenden Reichstag« mahlen sein.(Stürmischer Beifall.) — Herr Bagynskt meinte, daß der Referent nur die eine Sstt« der Frage genügend erörtert habe. Durch Reichs lagSbeschürsse»erde nicht« gebessert, und durch den Reich«- tag werde auch eine gründliche Umgestaltung unserer wirth- schaftlichen Verhältnisse nicht zu erreichen sein. Man müsse ein- sehen, daß der hnuizi« Staat unfähig zu dieser Arbeit sei. Da« Wahlrecht und die Wahlen könnten nur al« ein Agitation«- mruel betrachtet werden. Die wicthschastlichen Verhältnisse find stärker al» alle geschriebenen Gesetz:-- Bei diesen Worten löst« der überwachend« Beamte die Versammlung auf Grund de« Sozialtstengesttze« auf. Unt'-r Hochrufen auf die Sozial- demokratie verließen hie Anwesenden da« Lokal. Die Arbeiter der Ludwig Köwe'jche« Gewehr- Jadrik hi-lren am Freitag Abend eine zweite Versammlung m er Uniorl«. Brauerei ab, die ebenfalls außerordentlich stark de- sucht war. Die in der ersten Versammlung gewählte Zwölfer- K»,mmssfton erstattete B nicht über die inzwischen mit der Direktion awflogmm Verhandlungen. Schlosser Lorenz «klärte, daß fie mit vi« Direktoren««handelt hätten, der erste Direktor, Herr Isidor Löwe, sei nicht anwesend gewesen. Ats Forderunaen seiner Kollegen habe« noch wöchentliche Lohnzahlung, Wegfall d« hohen Strafgeld« und Wegfall de« Abtug« für den«Ausschuß� genannt. Wmn heute Jemand ohne Äntfchuldigung«inen Tag s-hle, so würden ihm dafür 3 bi« 6 M. abgezogen und für da« Zuspätkommen werde eben- fall« ein höh« Betraa in Abzug gebracht. Ferner müsse die Lohnkürzung wegen»Ausschuß" aushöcrn; es sei vorgekommen, daß einzelnen Koll-gen lediglich de« schlechten Material« halb« 7 M. bei d« Lohnzahlung abgezogen wurden. Die jetzige 14 tägige Zahlungsfrist sei zu lang, die Arbeit« könnten nicht so lauge warten und ersuchten deshalb um wöchentliche Lohnzahlmrg. D« zwnte Direktor der Fabrik, Ob«stlieutenant a. D Kühne, habe hl«aus«widert, daß die D«reknon b«eit sei, den Albeitern entgegen zu kommen. Der Arbeit« R o f e» n o w könne aber nicht aufgenommen w«den, weil« al« Auf- «iegler detrachtet»«den müsse. Die übrigen Streikenden könnten wieder anfangen, wenn fie erklären würden, daß fie einen Fehl« begangen hätten. Sie hätten fich von vornherein an die Direktion wenden sollen. Auf die Ecledizung d« übrigen Forderungen sollten die Arbeiter warten, bis der«ste Direktor hier sei. Der Abzug für Ausschuß könne jedoch nicht fori fallen; die Arbeiten habe man»U Preisen angenommen, welche d« Fabrik nicht gestatten, dm Verlust auf fich zu nehmen. E« sollten ab« nur 5, höchstens 6 pCi. vom Lohn in Abzug gebracht worden.— Mit dieser Batichast war die Versammlung durchaus nicht zufrieden: die streikenden Kollegen hätten fich nicht« zu Schulden kommen lassm und fomit liege für fie auch keine Ursache vor. Abbitte' zu leisten. Herr Schindler be- stäkickte die Ausführungen feine« Kollegen. D« genannte Direktor habe auch«klärt, daß nach sernmi Wunsche jeder Arbeit« mindesten« 40 Pf. pro Stunde verdienen müsse, die hoh'N Strafgeld« und die Ueberstundmarbeit sollten möglichst abge'ch-fft Alle« solle unt«sucht werdm. Auf Wunsch d« Versammlung schilderte Hnr Rosenow noch einmal dm Hergang d« Sache. Meist« Deichen bemerkt«, man habe ihm von Seilen d« Arbeiter Fei rheit vorgeworfen: daß« nicht feige sei, zeige sein Hiersein. Urbrigen« habe« stet« seine Schubtak-it den Arbeitern gegenüber gethan. Herr Bredow wandte sich geqnt den Abzug für»Ausschußarbeit". Nachdem noch mehr«« Redn« fich üb« die Acbe,tSv«haltn,sse m d« Löwe'sche--. Fabrik autgespwchm hattm, wurde d« Antrag an- genommen, daß fernerhin nur noch Lowesche Ardeiter da« Wort«halten tollten. H:rr Müller äußerte fich dahin, daß die Kollegen keinen Fadfall thun dürftm. D« Abzug für Ausschuß müsse fallen un» statt Wunsche oder nichtssagende Verlpcechungen möge man bmdende Zusagen zu erlangm suchen. Alle müssen kollegialisch mit der Kommisfion g-h-n UN?» stck Mtt den Streikenden solidarisch erklären. Kolonnen- füh« Weidemann, st mit sein« Stellung außerordentlich zufrieden; nach seiner Kundgebung verdienen die Arbeiter der ihm mindesten« 30 bis 40 Pf in d« Stunde. Herr Stop sack(Former)«klärte, daß die Former der Fadnk fich mtt den Streikenden solidarisch fühlen. Weiter be« th-iligten fich an b« Diskusfion noch die Herren Riedel Hofsman» Ritt Niemecke,Waldow,Petzoldt, Gottfried Schulz und Krüger. Auch Herr D ei chen «griff noch einmal da« Wort, um hervorzuheben, daß die Ar. heil« nicht zur Ueberftundenarbeit gezwungen würden, da« ge- schche»»» ihnen freiwillig. Diese Freiwilligkeit wurde von Herrn Krüger näh« beleuchtet, der Einzelne«erbe e« schw«!ich wagen, gegen einen dilSbezüglichen Wuisch Ein- Wendungen zu«heben. Da« Ergebniß d« Versammlung war die Annahme folgend« Resolution mtt allen gegen 3 Stimmen: Da fich die Direktion mit den billigen Forderungen b« Streikenden nicht einverstanden erklärt, so beschließen die Ar- beiter d« Fabrik, fich mit denselben solidaiisch zu«klären und beantragen außer W-gfall de« Abzugs für Ausschuß und Wiederanstellung der Kollegen folgendes: 10 stündize Arbeitszeit und zwar in der Zeit von Morgen« 7 br« Abend« 6 Uhr, Äbschcffung der Ueberttundenarbeit, wöchentlicke Lohnzahlung und Wegsoll d« Strafgelder. Die Zwölfer-Kommisfion soll diese Forderungen der Direktion vorlegen und fall« dieselben nicht bewilligt werden, soll am Montag die Arbett emmüthig niedergelegt werden. Anfgrlöft auf Grund§ 9 des SoMisteugesehea wurde die Versammlung de« Verein« d« Modellns«rer Ber- lin«, welche am Montag, dm 13. d. M. im Weddingpark, Müllerstr. 178, tagte. Die Tagesordnung lautete: 1. Die achtstündige Arbeitszeit und der 1. Mai 1890. 2. VurteljahrS- bericht und Bericht der R viloren. 3. VereinSangelkg mhei t.-n und Fragekastm. Da der Referent Hnr F. Bernd nicht an- wesmd war, wurde Punkt 2 zuerst«ledigt. Der Kassi-er, He« R ö d e, erstattete Bericht ub« Einnahme und Ausgabe vom 4. Quartal 1889. Derselbe ergiedt: a) Verein« kass« Em-- m-hme einschnebiich Bestand vom 1. Oktober 1899 165 M. 17 Pf., Ausgabe 57 M. 15 Pf., bleibt Bestand am 1. Januar 108 M. 2 Pf. b) llnwstStznngSfoM nähme einschl. B-stand vom 1. Oktober 259 M. Ausgabe 31 M, bleibt Bestand am 1. Januar 225 M. � c) Generalfond«: Etnnabme einschl. Bestand 81 M. Ausgabe 20 M., bleibt Bestand 62 M. 73 Pf. Da vo» «wimtn hail Lack-nwald« «b5 e« seien »«den,«nißi sscheerung d Remsoren Alle« in Richtigkeit befunden worden ist, wrrd W � Ussawei Kasfirer Dechmge eitheilt. Hieraus wird in die Diskusfion� Punkt 1 eingetreten, über welchm He« Tempil resenrte. � bfitSk Site ae 'oroie sämmk iche Redner betonen die Nothwmbigkett der �'' 0] besondere die Innungen, einer scharsm Klitik unterzöge«.? �. in dem Schlußwort d'S Henn Tempel u. A. die Worte% Kiwiffe nuf es« hnt.<.,�„1-i» s»,h—, gesW1 üu! hat einmal ein Redner in emer Versammlung ai,tbtn h, »Wir find All« nockmd auf die Well gekommen!" Die � beitzzeit auf 'ammlung wurde aufgelöst, und wie Recht hatte WT Betben kfinl Mann"— erhob fich der überwachende Beamte und löste.. sammlung ebenfalls auf. Beschwttde ist emgeieicht. Tme«� bobar* betn, forntion, den 1 Mai al- Festtag zu feiern, war schon«Ich m vorh«igen Versammlung einstimmig angenommen,«evr«... Dmsts, Prei Versammlung Montag, den 27. d. M. �«ab ffifirte mnt von ra. 1000 Persone« besuchte üH�Dün-e, Arbeiterversammtung tagte am Mittwoch, den 15. 9«% tm Böhmischen Brauhause, Land« b«ger Allee 11/13, unters Vorfitz des Herrn Richard Anaustin, Die Berliner Arbetteischaft und da« Verschiedenes. He« H. Borgmann, mit d« Hutgewerbe, Dt»! der da« Referat 6. Ziehung der 4. Klasse 181. König!. Prevß. Lotterie. Li-biing vom 18. gauuar 1890, Vormittags. fhil dt«»cwtnn« Über 210 Mark sind btit bcutllcubttt Nummetll In Par«utI>->« beigefügt. (Ohne Gewähr.) 822 86 528 609«50 939 1087[500] 132 97 201 444 562 626 30 99 719 42 47[6iiO] 94 882 934 2081 111 243 314 425 30 614 958 65 803) 116 49 91 400 63 589 732 59 941 4030 340[500] 86 410 651[500] 76 754 5113 31 605 53 737 94«r61 80[1600] 84 386 416 517 46 700 86 91 806 1600] 7025 47 126 621 788 887 8180 201[5001 360 53 441 613 39 42 605 833[3O00J 918 47 71 91»030 132 241 342 543 63 626 29 59 738 74 808 70 923 83 10053 330 64 461[3000] 632[1600] 77 11146 212 60 694 812 935 65 1 2152 290 13001 419 665 99 760 810 912 1 3302 28 76 426 605 94 603 49 709 832 14011 161 76 324 75 543 708 18 29 69 74 828 47 9<9 99 1 5090 110 SO[3000] 324 27 425 33 65 576 90 654 703[1500] 18 815 [300] 971[1500] I«015 24 96 102 251 393 409 40 664 631 47 54 71[300] 808 1 7052 74 172 304 44 627 651»3 750 83 884 47 939 1 8027 142 93 390 614 38 1»071 116 51 413 603 5 836 904 20043 86 213 307 13 406 719 849[1500] 74 979 2 1005 302 8 33 532 604 824 40 924[3000] 70 98 22161 260 68[300] 80 335 774 866 953 2:4031[3000] 117 19 52 91 355 485 519 683 754 825 62 97 24100 1 89 563 9 4 98 625 902 3 2 5027 210 83[500] 489 638 73 11500] 606 88 791 829[300] 943 2 6032 138 63 72 444 52 546[3000] 600 2 33 66 721 62 834 82 964 2 7287 341 570 666[3000] 731 88 820 2".OOS 32 34 110 72 489 533 987 29011 93 320 424 530 1300] 46 61 678 755 «<>039 71 109 13 48 392 97 405 510 93 f»1199 217 89[500] 330 47 94 440 65 569 640 777 89 809 934 40 48 64[SOOOI«2289 739 88 802 42 98««067 79 1600] 358 77 613 774 807 942 92 34036 462 78 543 58 735 33063 107 6 i 74 251 484[300] 657 74 865:i«u42 79 91 212 460 861 37053 174 343 83 433 49 531 66 621 26 69[1500] 906 90 38212 357 472 609 764 810 32 78«»039 77 124 429 60 543 025 842 948 96 4O110 238 318[300] 426 43 76[3Ü0] 730 921 41157 289 300 74 510 688[30001 725 36 905 27 SO 47 92 4*016 20 79 123 67[500] 215 612 47 736 S' l 92s[500] 431)46 129 44 584[1500] 609 784 806 7 85 44001 211 347 95 616 1300] 68 710 16 68 852 974 4 5003 10 20 151 343 614 704 36 90 861 984 4<1019[1500] 57 254 93 554 637 855 45145 11500] 65 115001 335 490 883 919 115001 48117 88 321 30 437 38 61 65 554 89 723 98 9-5<»137 540 677 763 817 900 50026 73 214 414 610 89 610 44 1500] 86>65 5 1 011 24 126 210 12 85 305 73 84 4SI 1300] 631 87 5*019 24 107 27 43[3000] 44 96 209 [1500] 22 90 313 648 647 70 87 833 70 940 5 3047 68[3000] 238 83 320 39 1500] 71 110 000] 406 11500] 23 66 54220 70 87 99 319 655 658 1300] 66 944»7 75 5 5 054 98 105 6 243 395 423[500] 553 860 5O062 15001 99 102 46 91 201 2s 504 68 59 776 5 7060 90 378 434 [600] 90[500] 678 673[3Ü0ÜJ 87 935 58011 32[300] 51 189 281 528 607 60 55 751 800 89 910 74 50020 142 245 54 33s 640 743 807 40 75 «003Ü 13000] 69 100 94 313 36 67 674 76 7 28 835 51 986«1070 71 113 68 209 35 397 456 88 89 688 91 648 901 0*035 137[500] 229 89 11500] 476 571 676 743 66[500] 884 92@«095 290(60 i] 441 546 917 39 90@4460 680 1300] 75? 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M. für die W-ihnachtS» i>er Kmd« der au»gesp«rten Arbeit«; Wer ist •? wfultat des Streik» ein negative»»u nennen, welche« «rme Ursachen in dem Zusammengehen der Luckenwalder Tuch- rirte. V®' 1 Aufabrikanten habe,-benso haben sich leid« fremde Ar- nt b« ip|?"%&eße gefunden, um Besche in die Reihen d« Streiken. iegner. W;,f?R»".legen, ja sogar au« dem B«lin« Asyl ,oae».>!>>?« Obdachlose find Lmte für Luckmwalde gewonnen Sorte Leute, welch« durch die Macht d« V«. ,na gefeit' ��tsse aus die Straße geworfen und zum Bumml« gemacht ' Die tb» �rden, daß solche Zustände ab« durch Beschränkung der Ar. »e doch w 1 l?Sni.?.us ein normale» Maß in bess«e Bahnen gelenkt äste die ßf 1 2%en konnten, daß diese Zustände jeden Arbeit« anfeuan f. Kineiie wadten, für Besserstellung solch« Verhältnisse»u kämpfen, und schon>»%?n t � derartige Wohltbatizkeiten wie Oddachlosen-Asyle u. s. w. n. NM»�rsch machen. R-dn« kommt nun auf die sogenannten J»J? Peeissteieerungskartelle(sog. Ringe) u.s.w. zusprechen, llfemstW iu führte eine Gesellschaft an, die vor kurzem sich den künst- 15. 3##* �,??funzer(entschwefelteSchlacke) zumOps« ihr« kapitalistischen i unter dw?eutlte am«!oeen hat, wogegen konservative Elemente ' Me Front machen wollen, und fügt hieran anknüpfend -»iU- daß da«, wa« den ostelbischeu Junkern recht V, den Arbeitern mindesten« billig ist. Redn« wendet trun gegen die Streik«, die entschieden zu verwerfen seien, r! ,/m neue« Kampsmittel, ein System, welche« weniger kost. ist. eingeführt w«den müsse. mU«uchem wir unsere zechten Forderungen zur Durchführung bringen, und empfiehlt r*lolches, die Einführung von Kontrolmarken im Hutmach«. r.n Besagte Marken müssen dem Fabrikanten zum Selbst. abgegeben w«den, derselbe hat dafür Sorge zu c9**' daß seine Fabrikate alle mit ein« solchen Marke versehen lZ' und zwar daß dieselben im Janern de« Hute« hinttt cedtt angebracht waden, e« hat nun ein leder Arbert«, •""Jä Zk**ntn Hut kaust, gewissenhaft darauf zu achten, daß derselbe S«4 3 59 � 739 «->'ÜS i 981 20 138 934 81194 gjS 18 543 g 8*190 B> >7 782! Hutmach«. iT.tr yr*7 v-�v.»%..» v——..... «n Ißftr«!! der Gntlaffunq aedroht, wenn dieselbm sich j Artnet �t«n;,en betheiligen. Mit feurigen Worten fordert W inüem er k!.°. �«ter auf, gegen»«artige« Front zu machen, 7 39 83 71! 6t biet,« f,/ baß sich alle der angnegten Idee anschließen, damit i6 47 3*4<»trt4ln,„ verbreiten und von Streiks, die Hunderttausende Tä � � �--...f *) 478 � ÄÄ "L'lJ&tl m g'ifj 37 I—Z ,7 86 38» � m WOl 24 a2* ?'de!t� Hutgewerde h«au»geschlaaen werben, die J bt,bt??�"b berechtizt find, einen etwa« höheren V«dienst "Oer arb.H"«'anoen. Haben wir also die Unterstützung �— ieag.— In b« Di«kusfion sprqch zunächst Herr Augusti».»«selbe äußerte sich im Sinne de« Referenten, und th-ilte mit, daß« schon in verschiedenen Siä�ten sür diese Idee Propaganda gemacht habe, und wie er hofft, mit gutem Erfolg,»e« weiteren theilt derselbe mit, daß in einer hiesigen, im Norden Bttlin« befindlichen Aktien Hutfabrik, jetzt schon Ab. züge am Lohn stattgefunden haben, e« ist bezeichnend, daß die Arbeit« sein« Zeit den Direktor jm« Fabrik mit einem Fabrik«. bann« beschenkien. Dafür bekommen jene Arbeit« jetzt Ver. heißungen, wie: Ihr««det auch noch wie die Luckenwalder da» Dutzend für 4 Pf. bügeln; die Arbeit« mögen fich aber solche Vorkommnisse merken und darnach Ihre Maßnahmen Inffen. Herr 0»kar Völkel sprach nunmehr nochmal« üb« da« Snt« stehen, den Verlauf und da« Ende de« Streik« in«schöpfender Weise. Al« derselbe nun sagte, betrachten wir einen Streik- brech« wie einen Deserteur, so dfrsten solche Maßnahmen, wie auf letzt«e angewendet werden, bei«steren«st recht am Platze sein und sollten alle Arbeit« fichldamach richten,— da erfolgte die polizeiliche A>.flösuna d« Versammlung. In must«haster Ordnung valießen die Versammelten den Saal. den Pmt« Ä»»H«ur p«»»ir*w»»«>». 19, Januar er.,«ormniaa 10 Uhr, fit leiorbnuni: X»intelMnoer«äsender . Gencral.Btrsirmmlmia am Eonnwo, . Llchlenderoerftrate Sic. 21 bei Hettze, _,_-------------«asenberitt 2. Wie verhailen wir un« ,ur Reheunterstützunz.« Wahl eine« zwellcn Echriftstihrer» und zn8ec Revisoren, 4,«erslbtedenel,—«oll-aen al«»äste haben Zutritt, •«freatliA» Wähl»?- ipnesamxeluag i» gtiniikttttorf am Sonntag, de» 10. Ilairuai, Raehniittag« 2% Uhr, im Restaueanl Seeschlößchen, Waltlrate 1-2. lagtlotbnun«: 1.(Co, trag de« Herrn Fri« Klüger üott: Die verlchieoenen Baalgrelt. 2 D'tfuffio» 8 Verschiedene« »«nltät»-P»r.i» für Irhritrr b»ld,rl»l«»fchl,cht»(« H, 86), Sonntag den 2« Januar. Rachmittagg 2 Uhr. in Feueiftem'« Restaurant, Alte Zatodstrate 7S Scneral- Versammlung, Zugeioronung: 1 Bericht bei Vorstandeß 2 Bericht bei Kasftrer« pro 1899. 8 Berich l de« Auilchuffrg, 4. Wahl de! gesmnmten Vorstände» und de»>u> chusseg 6, Verichied-ne Kassen. anoelegenbeiten tiRitgliebibuch legitimirt, Sammtlich« mltnnllche und weiblich« Mitglieber find dteriu eingegeben. üffiwltW«» vasi,t»»»»rf«mml««g für W»i«»«f«, und PmgOg»»» am Sorr lag, brn 19. Januar, Mittag« 1 Uhr in„Dewetn'g Ge- iclllchustthrul". Kdnir»hruflee, Dagelorbnung: 1. Die bevnftehenben Reich« 'wablen.«-leren, O,«tew. 2 Dittussta—"-------- I I'ben Bählerl.«u erscheinen. »Tri« PnerUigung htr tfrtuturt, ßlfiliuv»»tr am Mantaz ston. 8. Berschiebeneß. Es ist Pflicht t eglwahlen. Referent O. Ktetn. 2 eine! I'ben Wähler»«u erschelnen. fnlt Pn-tiniguni brr«««oinrr, Stf»l»«r»»er am Montag, bin SO. Jaraioe,»benb« 0 Uhr, Dre»benerftraze 48, Versammlung, Tag!« atbnung: 1 Beschost lche«. 2 Wobu ch und wie ist eine Regelung resp. Berkürjung ber»rbctt«.eit Im Graveur- und Ziseleurgewerbe«u erreichen? 8.»UfusSon. 4«ee schiebene« und zragekastt'. «,»»« S«f«»eitq, prrfnwmlmig sümmttlchrr pn»ttfarbrit«r prrlin« am Montag, brn 20. Januar,»deribg 8% Uhr, bei Wohihanpr, Man- t-uffelstrahk 9. Tage«orbnung: 1. Vortrag bei Herrn Litftn üoer Zweck und Zte/e der Vewerkschaftg-vreanisatidN, 2 Diiwsfton. 8 Verschiedeneg.— Dal Grscheinen iämmtttch r Kr.opwrbeiter verling ist erwünscht »ach»»r»ln d»r Gausturkatoir« prtlin* nnb Itmgrgrttb. General. Ver>»r Prrgalb.r nnb fadigrnoffm. Montag, den 20. Januar, Abend» Äl Uhr, in �-chefler'« Salon. Jnsetstiahe 10. Tage». orbnung 1 Kassenbertcht 2 Gewe-kschattllche». 8 Verschiedene«.— Um «ahlreiche»«rschflncn wirb gebeten Prrrl# der In>«■ KchSftgfabrikatir», brfchSftigt»« Ar b,«trtn«*n. Montag den 20 Januar, Abend» 9 Uhr, ivcciammluna in Reger'« Lokal Alte Jatohstraße 88 Tagelordnung;«ortrag der grau Marie vreitenberg über den Ruhen de! UrbcilBnachweisel, grhrhnrfn*»«r prrllmr A»t>»tt»r j«r rrlirn Hilf- bei Pn- füU.n. Am Montag, den 20 Januar Abend» 8% Uhr, in geuerstein'g Tun.es, Alte Jckodst-, 76, Ko trag de« prall. Acjt Dt. Bernstein. Lehrslunde. Bee'inl- angelegenheit graretrften. Am 10. gih.urr Gründung itnei L-h. tu.su« sür Domen im selben Lokal BUgb-tn«!»»»»-. Monlra. den 20 Januar, Abend» 8tz llbr, Andrea«. SÄWSWWUMv« *»###»ffrurtHw pchrrt'N-'strr-VrrfaMMwng am Montag, den 20. Januar, Abend« 8% Uhr, Im Bohmtschen voauhau» Sa»d«beigcr Alle« 11-1» 3aB'«»tb"un.: Sie stellen sich die Schuhmacher ,u der von»er Imuw««e. HUdetcn Kommisston sür P-ei». und Lohnrusbeflerung, Acht«», I Arbetlerbilbnnggo-retn ffrrltw. Montag, bat 20. b Dt »denb« 8 Uhr Im Wedbingpirk. Müllerftr 178, o-ohe Versammlung. Tage». Ordnung 1 Bortraa b I Schuhmrcheim tfterg Metzner e Die bevorstehend« R ich«tng«wnhl und ihre Brdeut mg sür die Arbeiter. 2 DUtusfion. 2 Allgemein eg und graa-tnsten. Um zah reichen«esuch wird gebeten. vroh, P«alit»r p,rfam»»tu»g am Dienstag, den 21 Januar. Abendg 8 Uhr. aus„Tivoli" cm Kieujheig, Zngedordnung: 1. Bortraa über: Die de- ooift hendm R,ich»tan«wahlea. Reserent. Pml Singer. 2 Diitusston. 8 Ver. schi-deneg, Zar Deckau, der llckoften findet Trllerlammiung statt. Pflicht eine, leben Wähle.» ist e», in dieler Versammlung«u erscheinen. »nchu-r-i» b,r Pap>,rarb»lt»ri»>»,»»«» o»» wmtW»« Am Dtennag, den 21 Imnat, Ade.rdl 8 Uhr. In Schneider 1 Lokal, Belsortcrstrate 15, Versammlung. Tagelordnung. 1. Vortrag der grau llaL Belsorterstraze 16, vi Greiscnberg. 2 DUkusston. und Herren, haben Zutritt. 8«etil Tagesordnung. e» und Fragekaste». «äs grau Dean«» Ortsverwaltung n d»» brechet« z>,ntfchl»»b« sStockdremche). Mttztirder Versammlung am Dienstag, den 21. Januar. Abend« 8 Udr, in Ech st-r'« Saton. Znseiftr. IG. Taaelordnuiig: 1. Geschllsiticheg. 2«drechnuug�vom ietzÄt Quartal.--•"-..........- 8. Vortrag über„Koalitionirecht". 4. Ver. Ausnahme neuer Mitglieber von 8 Ml 0 Uhr. ichiebene» und grageraslen. Gäste hoben Zattitt. Gt«,»roh» Pttfamnlnna d»« «»» N>»»b-»rd»it»rtn»»n iftvlin* den 22. Januar, Abend« 8tz Uhr, im Lorale �„„iu.u..<». nun. Tanetzo. bnung. 1 Vortrag bei Herrn Zabels über ble vedeutang bei Gewerbe- Echleblgericht» ftt: die Berliner Arbetierinnen und Arbeiter. 2 Didtalflon. 8. Ausnabme neuer Mitglieder und Verschieben«». Herren und Dame» au« särnmliichm verus»in>-ig-n haben Zattitt. Zar Deckung ber Unkosten flndrt eine Teüerlammlung statt Um recht jahlreichc» Arschetnen wirb ersucht. grannr*« L>et-b«lch»hai» sgrähter Saal Verling). am Kdnigtzthor. Sonnabend den 25 Januar,«eohe. Wiener Mrtztenball ber Vereinigung der Schmiede Deutschland« lZahlstell« Berlin), wo»u alle Freunde und Gdnner«in- geladen werben. Vcpcrrtien. GßfilfT» R«Ugtatz»h««-#iir»im.) Nam«ta«, Sonnabend, 18. Januar. Amtliche» Ecaebniß drr am 14. d. M. erfolgten Rrichstagt-Ersatzwahl im 4. Wahl- kreise(Namllau-Brieg) de« Wahlbezirk» Br<ölau. Von den im Ganzen abgegebenen 6808 Slimmen erhielt der Majorat»« brfitzer Freiherr von Sarwma-Jeltsch in Sterzendorf, Krei» Namslau(deutschkonl.) 5089 unv der Brauerei Direktor Gold« schmidt-Berlin(Seuischsreis.) 1040 Stimmen. Elfterer ist somit gewählt. Sprechsaal. desselb«» Identsfijirt|u werben. Um der Aufforderung de« Zentral-Wahlkomitee'« der sozial- demokratischen Partei nachzukommen, rege ich an, Plakate drucken zu lassen, auf welchen fich befinden: 1) die Avfforderung zur Einfichtnahme in die vom 23. d. Mt». ausliegenden Wähleriisten, 2) die Stellen, wo sie, 3) wie lange dieselben dort auiliezen, ,»»»»,-M»». � 6)_____ und dieselben bei allen Gastwirthen, Ristaurateuren, Deftilla« teuren, Barbieren und Zigarrenhändlern der Wahlkreise(so weit cS möglich ist) auszuhängen. Wilhelm Boerner, Zigarrenfabrikant Riiterstraße Nr. 108. einschlägige Gesetzparagraphen: wer wahlberechtigt ist et., die Namen unserer Kandidaten u. s. w. ItHOöS-Q 8 300 439." Spricht Perieigen offen u. FteUoden zu. «iiidt»/?° meme Frau von emem gesundet �entbunden ist Ratzert Berge», Drech«, Ä-v- Sie �««rtänsrn streng ml bedient fei« bemühen Sie strt zu j« BaePy k, Kerlw M., (ttzeftbUurunurtt. ftuaftorfte 18 (Ecke d. Stettiner Straße). Haltestelle d. Pferde bahn. Sie finden �ofelM Aller lnll. Preise 2 339 54� Kjj-44 oSL S00Ü1 401 a —> a '•'tä Reelle Be-I dienung Hmtn-IillldSsllbe«' kttderoie» in«borras'cheudrr Auswahl, Arbeits fache« äußer st�dar�crbaft gemacht ßrkßtö tu gtfttUttuam»*4 Maass. l«» Werkstatt im»anse. Sitte genau auf W»»»»» Firma«ad>E»uaniei> Hansnumm»»> Sitz. I �___ l» achte«.■— mJ ��lZenheitskauf! !ofttn habe ich einen große 1300] 157 II0«SS 074% � 28 140" <50 713 92 SU«8, M iS s« II W » 701.817 114 ' 157 s w««heiIlLIienl tetQ aeae- Nachnahme. 904- iViU Teppiche, Ne-iernbi brenr r»»0 «•-.- [778 m 1 M Ü"y:10«-.rt Tepp loh web«r»i $' Un@ep vraateastrast» 48« UMWäSWmliiderMertlim. Sonntag, den 19. d. M., Vormittag« 11 Uhr: GeAeral-Versammlung im VereinSlokal, Gartenstraße 162.[817 Der wichtigen Tagesordnung wegen ist da» Erscheinen aller Mitglieder nöthig. Der vorstand. Geschäfts- Empfehlung. Dem geehrten Publikum de» Norden« empfehle ich hiermit meine neubegründete 1857 Roßschlächterei, sekt Wurst- ll..Kltischlll«artllhll«dlllllg. Guftsche, Reiaickeadorferstratze 43a- en gro. Htlhf tfi" detail und Kl«men-GeschSst von_* W j- Meyer, SlMerjtrllje 38 (in der Ecke an der Manteuffelstraße), nur dort!! liefert Guirlanden, Meter von 15 Pf. an, Doppel« bügel. Lorbeerkränze von 50 Pf. an.— Zu Bou« quet« liefere auf Blätter gedruckte Devisen, wie »Herzlichen Glückwunsch',»Duftende Grüße", ' gratis._[843 MllSktllgMerobt'sör'Herrell u. Dmeu von 1 Mk. öi im Pojamentier.G'lchöft: Reich*nberger*2raa»e 14 und BIQohepstraGse 10. 1026 Ei Mar 1 Mark kostet jede Uhr zu reinigen unter Garantie. 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WM' 8000 Kaadenpaletot» und 6000 Knaben. Anzüge jetzt im Ausverkauf spottbillig. Sonntag« auch Abends geöffnet. Kleider-Pascha, 32. Roseuthalerstr. 32, Gcke S-phieastr., Gekladen.(852 Ecklaben. Kekanatmachnag. Allen Bekannten und Genossen zeige hiermit an, daß ich zum 1. Februar eine P8»r ZeitunoG-Spedition"MW von Volksblatt, volksiribüne und Ardetter- Bibliothek eröffne und bitte ich, mich in meinem Vorhaben unterstützen zu wollen.[704 _ C. Runge, Solberger strotze 23. En gros. Kranzbinderei En detail. �f» Lanstherplah Nr. 16, vom 1. Oktober: Hauptgeschäft: KKalitzerstraste 88. Guirlanden Meter von 15 Pf. an. Doppel« büglige Lorbeerkränze von 60 Pf. an. Große Auswahl an Kränzen und Bouquet»:c.[1706 Wo gehen wir hin? Zu XLuhllH; vrandcntzurgst«. 11. Mittags tisch, Suppe, Braten, Kompot und Bier, immer noch für 40 Pf. bei mir. »Berliner Volksblatt" und»Berk. V olkstribüne" liegen aus. 878 Eisenwaaren, Werkzeuge, liciu»- u. Küc�engeeätße E. ¥ogthepPg»erim a60 zandobergerstraste 64(am Alexanderplatz). Aohtavak am hiefigen Platze bekanntlich[1653 Braaste Auawahl« SawatW stchetr toeatte«»»«»KaKe. Streng reelle Bedienung, billtaste Preise! Emmntliche im Handel befindlichen Roh« Tabake find am Lager. *. Baidaohmid«,•)«««> laurfrldi« «n Hackeschen M'rks. Ueu! Arbeit, rleibrieme» mit PATEMTSCHLOSS, Lrßerst praktisch und bequem, von 1 M. an, vorräthia in vielen Niederlagen, unter anderem Karlstrabe 19a, Chausseestr. 46, Frankfurter Allee 101, Stralauer. straße 1._[581 G. Strauß, Klyveldemelltn. 17a. Massmanustrass» 17a, pari., empfiehlt fich zur Anfertigung«leg. Gardcpoben, Für gute» Kitz u. sauber» Arbeit wnd garantirt. Kager von Ktoffm in grosser, geschmackvoller Auomahl. Koulanre Zahlung». B.bmgungen![589 Liter 1,50 TL Thtt'RllM,'' Originalfl. 1�0. imtt, Pmmvjt« tte. pr. Liter 1,00. l'ranz Beyer, Nriu»rsst»me«strass» 15. 846) Arvettsmarkt. ))onellan', Glas- s. Ktetasvwaarell. Tlaoh---- 58, und HAmgal empfiehlt brlligst Tüchttge Bandagisten werden verlangt vo» «21_«Hr. Schmidt, Ziegelftr. 3. Der Arbeitsnachweis der Vai-alnln. d. Dpaohslep 0»atach- landa für Berlin bestnvet sich& 849 Dresdenerstr. 46 bei Gründet. AdressrnauSgabe Abend» von 8«— 9% Uhc Wochentag«. Sonntag» von 9�—11% Uhr. Fachverein der Tischler. IN Montag, den 20. Januar, Abends O1], Uhr, den BiirgersSlen, Dreadenerstrasse Hr. 86 1 General-Uersammlung. TageS-Ordnun I. Kassenbericht de« Rendanten. Bericht de« Vorstandes und der Kowmiffionen. 2. Ersatz vc hl der Werkstattkontrol- und ArbeitSvermittelungSkommisfion. Z Festsetzung de« Gr. holt« für den bcsolceten Arbeitt Vermittler. 4. Wahl diese« AibcitSvermsttler«. 5. Verschiedene« und Fragekasten.— Mitgliedsbuch legitimirt. 818 Der Vorstand. NB.: De von der G-werbedeputation bewilligte Unterstützung für die Schüler der Han�w'HMitml, nitrb in bf V rfoirm'una auentrnhU. Große öffentliche Versammlung aller Arbeiter der Ludwig- Löwe sehen Fabrik am Sonntaa. de« 19. ds. Mts., Vormittags 10 1, Uhr, im Lokale„Heue Welt", Hasenhalde. Tage»»Ordnuug: i. Gniglltiger Kericht der Zmölfer-KommiMa». 2. Drskujsion. 9 Verschiedene». 836 S« 'st Pflicht eine« jedem Arbeiter« der L. Lowe'schen Fabrik, dort zu erschei _ Die Z«ölfer»Kom missi einen. on. Große Versammlung der Krckll BmiiiiWg der Tmei-Mtkl-Amdel md Arbritnimcil in Jeileidllgs-Ziidilßrit am Dieaftag, den 21. Januar, Abend« 31 Uhr, in Ivrtzau'S Ealva, Neue Grünstrabe Nr. 28. TageS'Ördnung: »1. Neuwahl de« Vorstande«. 2. Der Ernst der Arbei'erbewe Selm« Chat m. 3. Verschiedene« und Fraaekasten.— Gäste gtieder werden aufgenommen. Um zahlreiche« Erscheinen bittet ...ig. Referentin Fräulein laben Zutritt. Neue Mit. 831 Der Vorstand. Fechv. der Weber vnd verw. Berufsgenoffen. Wtf Versammlung-WW am Moutag, den 20. Januar, Abend« 8 Uhr, im Lokal de« Herrn Heise, Lichttnbergerstrabe21. 1. Vortrag de« Herrn L«w Tage«. Ordnung: B ö ls ch e über«.Darwinismus" � � �...................... 2. Diskussion. 3. Geschäft. liche« u d Fragekasten. 825 Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aukaenommen. Den Mitgliedern zur Kenntnib, sab die Slatutenbücher in der Versammlung zur Au«- gäbe gelangen. Um zahlreiche« Elscheinen ersucht Der Vorstand. Große össentl. Wählerversammlung am für Temvelhaf, Mariendorf«. Umgeg. lontag, den 20. Januar, Avend« 81 Uhr, im Saale de« Herrn Nleke, Tempelhof, Berlin er stratze v. Tages-Ordnung: 1. Wahl eine« Wahlkomitee«. 2� Vortrag über die Tbä'iokeit der verschiedenen Partei. Vertretungen>m Reichstage. Referent W. Werner. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes.— E« ist Pflicht eine« jeden Wähler«, zu erscheinen.— Zur Deckung der Unkosten findet eine Teller- fammlui g statt. Der Einberufer. Das 1. Stifttmgsf-st der Freien N-reinig»ng der DamenmSstel- schneider«. Arbeiterinnen der sörbteidnugsinduftrte Krrlins fi det am Uontag, dem 10. Februar 1890, im Konzerthauee Sanaeouoi, Kottbuseisto.be 4a ft>t. Um 12 Uhr K> ff>rp»»s.; während vei elben Gelang Wir Ausführung ledruder Bilder. Billeta find zu haben bei R. Schönten, Reichendergerstr. 124, 4 T-.: Wuitk«, Zossenerpr. 17, H. 4 Tr.; Kaufmann, Ocanienstr. 43, 4 Tr.; Erben, Kürbrn grrstr. 5, 3 Tr.; Werner. Naunyustr. 77, 4 Tl.; Fr. Sckwarz, O anienstr. 203 2 Tr.; Frl. Webnitz, Aexander» strabe 38, 2. Hof 1 Tr.; Fr. Masche, Fü-stenwalderstr. S, H. 2 Tr.; Frau Leuschner, Sophien» stcabe 26/27, H. 2 Tr; Maschinengeschaft E. Franke, Saarb'ückerst,. 61, und in den mit P'a. kalen belegten Handlungen. Um zahlreiche« Erscheinen eriv»«[834 _ Daa VerBwOBunge-Komited. Große öffentliche Oerslmmsmg i» Knopfarkeitsr mm am ontag, den 20. Januar, Abend« 81 Uhr, bei Wohlhaupt, Manttuffelstiaße Nr. 0 Tagesordnung: 1. Vortrag de« Herrn! Litfin über, Zweck und Ziele der Tewerkschaftsorganssation. 2. DiSkufston. 3. Verschiedene«.(816 Zur Deckung der Unkosten findet T?llersammlung statt. E« ist Pflicht«ine« j-den Knopf. arbeiter«, in dieser Versammlung zu erscheinen._ Per Ginbernfer. Frana Tuteauer, Von »Mark Billigste Duelle für deutsche u. englische[1637 eiserne Bettstellen I m„ ECama stöputckerstratze SS. • 96*99* Jll.Preis-Kour. gratis».franko von Sch«»mar?t. Kronengarn ist da»»est, Nähgar» fstr Hand- med Zstal-chinee-Näherei, hat in ollen Rummern eerautirt»olle« Maab, ist haltbarer als jede« ander« Garn, näht mfolge seiner Geschmeidigkeit aus jedem Maschmen« system gleich gut. Kchwarze» Kronengarn» «ervndert seine Farbe«io. Meiste» Krouengar»»****$*'äm* Zu flüST soliden �schäfte�n�rmiche�kSuflich. Allen Freunden und Bekannten empfehle meto ß# tlkll KMsljjblN'Kottlll. O. Dillenberg, 6601 Reinickendorfer«Strabe Rr. 54 Empkehl« mein Lokal zum Artett»« chwtt« v. s. Zahlstelle» Z mmer m» Piano süi Ve-erne. 576_ Arthur Ziemer, S«mystr. 16. Emplehl« meine D stillation u. Vcr»i>«zimmer m. Piano. Zl. Zlltma««, Mant.'uff-Istr 32. Iss ZeitrMghlkmitte in Bnliitr 1�4 6».) ist gebildet au« folgenden Herr n 1. Wahlkreis: A. TSterow, Mauerstrabe 6, vorn 3 Tr. 2-* E. Wileehke, Junkerstrabe 1, Laden. 3.« Aug. Dimmeck, Sebastianstrabe 72(Werner& 4.«, A. GOnther, �dalbertstrabe 64. 4 Tr. 4., Aug. Oietriob, Fiuchtstrabc 46. 5-» H. Gejeeteky, George�kirchstrabe 20, Hof 2 Tr. 6-» B. Kaufmann, Bernauei str. b- 114b, 4 Tr. » ,x.*■ Jaoobey, Hochftrobe 33, Hos 2 Tr. Anfragen und Zuschriften in dieser Angelegenheit find bi« auf Weiter-« all selben zu richten. Ztr. 16 Tszilililmck. Wahlomil kl 6. Bnl. RtiWzsMIl Montag, den 20. Januar, Abend« 81 Ubr im Saal« der Moabit er Utlien-Braanei l Grosse Versammlung. Tag««»Ordnvng. 1. Vortrag de« Herrn Albert Schmidt über:»Die bevorstehenden ReichilaM 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten.— Alle Wähler als Gäste mtllkmm* nabme neuer Mitglieder. Zu zahlreichem Besuch ladet ein. 828 Der Vorst 0«.«-«»r. jagi; NB.: Dinistaz, den 21. Januar, Versammlung in der»Norddeutschen Brau»«, 3�»«den seine strabe. Donnerstag, den 23. J-nuar, Versammlung im»Deutschen Volk« Theater", i«« trotzdem Da» Alu »ÄK Äelemt, de« ».y'tkaiischen «jl iähe mechin, ha *#a dreimal Kbe» Jahrh FschvereiA sör Schloffer v. Mßschiyt«- bsullibttter LerlisS ni Uniegftl. Montag, 6er 20. Jmuar, Sbc: bs 81 Uh>', in Feuerstein s Salon, A't« Jakobftr. 75 (oberer Saal): Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag de« Herrn Türk über: Die länd- lichen Arbeiter. Disku'fion. 2. Aufnahm« neuer Mitglieder und Eni- richtung der Beiträge. 3. Wahl der Rechtsschutz Kommisfien. 4. Adiechnung d.« Vergnügung«. Komitees. V rschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Um za�l ei-be« Erschein en bittet Der Voretand.(824 Verein der Filzschuharbeiter n. Kernfsgenoffen. Am Montag, dm 20 Januar, bei Zemter, Mün�strotze 11: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag de» Herrn Fritz Zuveil über Licht« und Schattenseite der k.pitaiiiltschen PcoduktioiiS« weis«. 2. DiSkusfion. 3. Verschied ei. 8*0)_»er CorstanV AUgem. Metall arb-iterverew Kerttns ttttd UmgeseNd Am Dienstaa. den 22. Januar, Abend« 8 Uhr, in der Un-on«. Brauerei, H ismhaide: Cloßc WnmmlMg. T-ae«ordnuug: 1. Vortrag de« Hmn Fr tz Zubeil. Thema: G'werbe.SchiedSgeiichte. 2. Diskusston. 3 Aus rahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedene« u- Fragekastm. 845 Gäste haben Zutritt. Um rege Betheiligung «Huit i Der Vo stand. Goldschmied Sedel Am 16. Januar oer starb unser Tilbei arbeiter Währen Z�rflus« s «gestellt w !??A_ wa er arbeiter«V«elnn Herr«mit«eisch-l|ft, 3' Di« Beerdigung findet cm So> 16. Janngr, Nawnnttag« 3 Uhr, oon I halle dr» Domkirchhos«, Müllecstc. 72,> Im Auftrags', L. Henning, Rell°M 848 Fachvrrein d. bentsj Golb- n. Silberarbe Zahlstelle»Berlin". Am 16 d. Mi«, verstarb unser 3)W Stlberadeiter »,- und ««entm| Ä« 5 «« Thon« 1827 S- Mkuqi dx ra deiter,»4° sterr Emil Reisch» 4% Wtzt i Die B-erdigung findet cm Son"� 16. Januar Nachm ttag» 3Uhr, von des?> d.ill» de« Müllerstr. 72, »erben«'sucht, If* «01 »lud Halle de« Demttrckhos«, Müllerstr. 72, Die Mitglieder r ich zu erscheinen. 847_ Int Austraoet GtOfe»,«m s iffitltfheite.SttH si.&s am Montag, b n 20. d. M., in Jordan'a Salon, N ue ISr Flllhvnkin der In KuWnwelelt Lvem. Ketttkbk« dtschSst. Arbelter. Montag, den 20. d. M., Aomd« S Uhr, im Vereinstokal, Bnimstrab« 16: General- Per sammln« K. Tagetordnung: 1. Geschäft?, und K�ssenbenchi. 2. Bencht d?r A> bell« uach.-vc�-Kommisfion. 3. Sbrechrui g vom StifiU'gSiest. 4. Neuwahl de« Vorstande«. 5. Ve-schiedene« uns Fragetasten. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist e« Pflicht eine« jedm Mitgliedes, zur St K- zu sein. Mitgtiedsbuch legit'mi».(830 _ Der Norften». General-Uersammlnng der IerMSlkmi»i»It»tschlMd unbtschiänkter Eingetiagene Gwossmsibatt mit Hatt, S tz Berlm, am Donnerst«», tze« 23. Jnvnar 1896 Nachmittag« 4 i hc, im Sa„te ves Herrn GmUtt Brunnenstr. 38. TazeSordnurg: 1. Be tchl ubr die Genosser sckaft. 2. Kasse, bencht. 3. Ab« änfterunq der Siataten b d ffi ter beschränkit» Hast. 4. N ua>ch,c,i. Sämmtl.che Mitgli>d,> find tingelad n.[820 Der Aulolohfaralh der Vereingdäckirei n T>u! chiano«, E. G. nnt unb'schrär ki'r H-'f vst cht. S tz Benin. I. A.: Rich Hotzpe, Vo>sttz nder.[820 1. Dc« Resultat der Zukannnevk». ,- kommisston mit den Grschäsisinhabern � liiärgc'rtiäfle. 2. Ve.schiedenr«., E« ist Pflicht, dcb j�dn Kolleg» ers�ss� Schneider des Deutschen O flüeroer�irt hiermit eingeladen. Die LvhakomMfln" SS dt � Die M>l> KW . In folgmden Werkstätten find uns«4, rungm noch nicht bewilligt: J. S Engel-Ufer 1c. Gedr. Weinmann arätze» strabe 81. Groschku«, Gollro�, Lchimmelpfennig, Andreaestr.SÜ- Prin,enstr.20. Müller u.Eo. BÜ� Goetschke, Ätexanderstr. 26. 3� Brandmdu'gstr. Nr. 33. Grhricke, � -trabe 32. G r i-e w a h n, Brardcrbur?� Sawitzky. Eouturier Louifeu u Krüger. Thiele, Bm annstr. 32. K>%6 Jarrn«, Barn im strabe 41. H c>/ � Mehnerstrabe 3. Och«, Reichs' strabe 170. Stahlheuer, Kön«�, schabe 4-r. Bruhn, Lanvestr. 6. K"» Brandmbnrgstr. 55 L u cka I, Lausitz�, Mahnte, Admira! Kratze 20. L i b G'madierstr. 4 a. I a cks ch, Neurgr�ch Schwarz,� Reichendergerstr. 134.,"oj, Köpiuck«"' MW Picke/, Wasserthorstrabr ,->o. m c, c i, ilri-be 57. G o« d a, W-mstrabe 30. 3 f.ni Reichmbergerftr. 63. Schöning, Paditz str b- 14. Lorenz. Welkisch, f;' strabe IL Kirschner, Adalberi�st a ,J tu U i Jf/»klr|il. X fc,**. rfr-|, uickacstrabe 111 Schmitz, Oranie�,/ cke�t, Fraikfurterstr. 132 a. sserthorstrabe 35. Mesch et, Wstchp i i 1 5j»>bten RH 1 Ät- Hennig, Wernstr. 10. T h i e m, vergaftr. 24. W i t t w e r. Fern?r hadm bei Ferd. Vogts a I l e K o l l e g e n die Arbeit nieder! diese Herren entgegen einem geben en verspreche», einen motzregelten. In der W rkstatt von Große Nersammlnng her Lthlltider W let Arbtiten»«eÄ der Sflltidiiiitilttlrif «m Dienstag, den LI. Znnnnr» 21b a# 81 Uor, im grobea Saat« der Atlimdrsn-rei»Moabit" (Ahrei d'< Brauer->), Thurmstratze. Tageaardnung: l Di» von»er Groftkovfektton«I« »otl»».«»lg»»erkannt» Loknerhohnng und dt» Dnrchfvstrnng derjeldeN. R.iere.»: H«» A. Tacie ov. 816 Alle Schneider, od Kunden- oi-ei Konfektion«. arbeiter, sowie alle A-beiteiinnm, weich? in der SchneiZere, ihätig sind, werden aukgesordert, ju eischeinen. D e Sieben«. Kommission. Bros ig, Atwlbertstrabe..J Ül~o. gsr 1 möbl Zimmer f. H. G-ünauerftr. 10, 4 It. r. Lchlatft. f. Herrn Hölllteste. 23 UI. Karras-. werben Arbeiten für Ferd. VaM u. Co. Deckadressen für I. C Pfaff: Köpnickerftr. 115 Köpnickerstr. 26a; Köpnickerstrab« 160; Adaldertstrab« 38. Pückierstratze 6; Ferner machen wir die Kollegen dora"' o me-ksam, oab jedi» Antragen auf Jof�W wie üvr ha pi alle» Art, agen in den � statten nnwide.ruflich die Entziehung der stützunq nach sich reht. Die Kollegen|k ssi'«nr an die KtelleuvernrtkteliNts J AUdKaner tzterttno, Annenstrab« 16, l", bm; Aden?« 8-0 Uhr. Die Kontroie«ür Uaterstützungcdereq wieder bei Kißner. Annenstr. 16, Vor 8-9 Uvr I lV Detzer stund»« biifen, laut Besch l"/ össentlich en Versammlung.. 10. Januar, nicht geleistet werds Die Kommtsfio». hwii E J?8Ud & «den jirb. % m* I »Wi« Sne Notz« W, % »Mi tssel deor fe 844 S Verantwortlicher Redakteur: Tnrt Fnnko in Berlm. Druck und Verlag oon Mar Unding Berlm 8W� Beuthstrotze 2. &00 , von rstc. 72, Suftroze ig, Pr-i nser Ä'""1 , � r.1 iw�A{'un®n'' da» Aluminium au« seinen Verbindungen au*» fl|«r€rb*°'v obwohl er schon ganz richtig vermulhete, daß die «�.""d»kalien Verbindungen eines Metall« mrt andern o r>oitn. Auch Sir Hamphry Davy, dem e« gelang, bitt. 5 tmd Natron dir Metalle Kalium und Natrium mit »«« Vi �ktrischen Strome« darzustellen, versucht« vergeblich da« vermulhete Metall zu gewinnen. Erst im t&eemi Selang«s Wähler, au« Aluminiumchlorid metalli- u».-. �drm in Puloerform auszuscheiden, aber doch dauert« breihig Jabre, ehe e« Wühler soweit brachte, au« dem i..,„ wetallilcht Körnchen von der Größe eine« Stecknadel» h�d-rzustellen. Angeregt durch die Versuche Wühler» hatte P�,?i«lsch-n auch der ftanzösische Chemiker St. Sainte» wr aa,it beschäftigt, neue und zweckmäßigere Methoden Miuqung von Aluminiummetall zu erfinden. * ♦'«ule verwandte zu diesem Zweck Aluminiumchlond, da« h»�,,�itallischem Natrium behandelte, und da diese« selbst st*««n sehr kostbares Metall war, so stellte sich da« im Jahre 1857 auf 3000 Fr. Da Deville Hit''°n Napoleon HL al« auch von der Akademie unter» tvr*%b«, warf er sich zunächst darauf, rationellere Methoieu i, de« Natrium« zu finden: die Erfolge, die er tigj�ieste, ermöglichten e« auch bald. Aluminium zu einem Ach fcv? 5�s« herzust-llen, so daß diese« im Iahe« 1850 nur «die IrfL?'-. pro Kilo kostete. D—— i»».li �iumfabnl errichtete, »5�».barzusttllen. Deville war auch der Erste, der um diese« werthvolle Metall W l!!�r stlluminiumfabriken folgten m Frankreich der ersten »du»? oub. außerhalb Frankreich» aber gewann die neue «W in die neueste Zeit hinein keinen Boden. Erst «filii+u. Elektrotechnik infolge der Entdeckung de« dynamo» Aus Prtnzipe« dmch Werner Siemen« emen nie geahnten —n o-?"?? nahm, und al« man e« lernte, elektrische Ströme Aarlt.n st«r Ttärke zu erzeugen, fand die elektro-metallurpische A» A d«» Aluminium« auch in England, Deutschland �Schweiz Eingang. � v dieser Ausdehnung der Aluminiumindustri« ist der «twa 7�?�kch reinen Aluminium« im Jahre 1887 6U auf etwa Aluminium» . elektrolylischen Zersetzung zur chiBho �d eine Alulniniumverbindung,. «l.M Man nun m diesem Tregel mit Hrlfe sehr krasttger i»ei» r, Ströme einen elektrischen Flammenbogen zwlschen iew,,«lenftäben— ähnlich wie bei einer elektnschen Bogen» AlZiT f» schmilzt infolge der intensiven Hitze die bttreffende sich"�Verbindung und an der negativen Elektrode scheidet lstgÄPische« Aluminium au«. Um die Bildung von Alumi» den»!. V du»ermeiden, werden der zur Anwendung kommen» beajtti. Ibung verschiedene Stoff« beigemischt, die in der Hrtze ». Sauerstoff aufnehmen, wie zum Beispiel Kohlenpulver •rnhuL' in diesem Material aber und in der_on» Aluminiumverbindung beruht da« obenerwähnte AchJür Aluminium ist ew silberweiße« Metall, sein �uzpnnkt liegt etwa« höher al« der de« Zinn«., in ge» WfR�.; oerm rN«vtn oes-iriuminium- muo«u» bth.jf �kttall deshalb mit Holzkohlen» oder Kryolith.')Pulver leicht.�». E« füllt dre Form gut au«. E« laßt sich Tiij,�!.'." und� nimmt durch Behandlung mrt Kalrlofung TtexCDt'� Alwas yoyrr ui» w«»7. Kön'g»� M Zustande oxydrrt e« sich, wie schon erwähnt, lercht i. K»-� an.'Pmojqbj Jttrn Gießen de« Aluminium« muß da« t » cs tz; wird««___..........»WWW�W Ii* dvssilb« einwirken. Schwierigkeiten verursachte anfäng» W..,** Lathen de« Aluminium«, da kein Loth auf derselben T*n,!�.pb«r allmälig lernte man Verfahren kennen, welche dies« no"keiten überwanden. wool�'BW seiner vorzüglichen Eigenschaften, die e«»u allen AlmLi � technischen Verwendungen geeignet macht, erscheint W?ü w al« Element der Zukunft:— schon heute aber h�.�uigsten« die Aluminiumlegirungen eine hohe technisch« s��lanz an. Von den meisten Sämen. seidst von Salpeter» " nur angegriffen, wenn diese in siedendem. Zu» ~~Amiertflf«il«n verursachte ansang» Loth auf demselben .elesl ewonnen. nnk�Juhl der Aluminiumlegirungen ist eine sehr große, ird—»» pA'wtintn kann man sagen, daß da« Aluminium «Ith«tall verbessert, dem e» in geringen Mengen beigesetzt •» vermehrt die Festigkeit und den Glanz der weichen » a»« und macht die andern widerstandsfähiger gegen chemische tz von 3 pCt. Silber zum Aluminium aiebt ein sich ausgezeichnet für physikalifch« Instrumente �»Wirkungen" Slet..'" tianti k ausgezeichnet.....-• «W•"« mit grober Leichtigkeit ernen hohen Glan»»er. Sch«�., rr" weicher als reine« Aluminium ist und durch eigi?.�wassaK°ff nicht fleckig wird, wie da« Silber;- e« ®in« C» t hauptsächtlich für Waagebalken feiner Waagen. «in» n.3 oaupiiawiiiw zur-euaau««»»»»».' A,ße»»n�U p°n Zinn und Aluminium schemt b.n.fen, ein« «va 1.1� w> Kunstgewerbe zu spielen, denn.fielst sehr leicht, sich noch leich leicht gelöthet ®,n m�er�ZuRr v A&Wum flieht dem letztere Ach�d��vrach, volle Farbe, ohne dessen Dehnbarkeit 'hausen(Schaffhaufen) exzellirt. Alummium» girung von Kupfer und Aluminrum? beson» fsa -- Goldgelb, da« sich an der Luft nicht verändert, gisellschat»...™ vor allem die Aluminium- &*&%%% hervorragende min' _ sich S eine al« Mineral häufig vorkommend« Hk di« D»'�'"dung, die den hauptsächlichsten AuSgangtpunkt umrnmmdarstelluna bildet. da« spezifische Gewicht ist etwa da« de« Eisen«, dessen Eigen» schaffen die erwähnte Aluminiumbronze fast alle in sich ver» einigt. Sie läßt sich in der Rothglübhitze schmieden und bi« zum Erkalten hämmern, ohne wie da« Elsen brüchig zu werden oder zu reißen. Ihre Schmelztemperatur ist etwa die de« Messing«, läßt sich aber nicht so leicht ziehen wie diese«. Am meisten scheint diese Aluminiumbronze berufen zu sein, da* Eisen in allen seinen Anwendungen zu ersetzen, da sie sich leichter als diese« bearbeiten läßt, ebenso zäh und widerstand«» säbig gegen mechanische Eingriffe ist, wie diese«, vor dem» selben aber de« Vorzug befitzt, selbst in feuchter Luft nicht zu rosten. Bei der anßerordmtlichm Festigkeit, welche der Aluminium- bronze zukommt, lann sie überall da Anwendung finden, wo große An. p.'üche in dieser Beziehung gestellt werden. Sie wird schon heute vielfach für Maschinenlager rasch laufender Ma- schinen, für Schiffsschrauben u. s. w. angewandt. Die kleinen zierlichen Naphtadoote»um Beispiel, die von der Firma Escher, Wyß und Komp. in Zürich gebaut werden, find sämmtlich mit Schrauben von Aluminmmbronze au« der Neuhauser Fabrik ausgestattet. Neuerding« wird dieselbe auch al« Matena! für Kanonen empfohlen, da sie zähor al« die alte Kanonenbronze ist, vor dem jetzt noch allgemein verwandten Gußstahl aber den Vorzug hat, durch die VerbrennunzSgase de« neuen rauchlosen Pulver« nickt angegriffen zu«erden, wa« bei Sußstahlge» schützen der Fall ist. Am meisten Verwendung aber findet zur Zeit die Alumi» niumbronze wegen ihrer tiefen goldgelben Faibe und ihrer hohen Polirfähigkeit in der Kunstinduftrie al« Eisatz für Gold. Brillengestelle, Theelöffel, Odstm«sser, aber auch Schmuckgegen» stände aller Art, werden heute schon vielfach ou« Aluminium- bronze hergestellt. Sie find ebenso schön wie die au« Gold gefertigten Sachen und find nnveihältnißmäßig viel billiger ol« diese. Dr. H. Lnx. Gortrhks-Istkung. FL» kOnfmäunische Kreit« von prinzipieller Kr- deutung war«ine Anklage wegin NahiungSmiltet Verfälschung, welche gestrrn da« hiesige Schöffengericht geraume Zeit de» schästigte und zu einem lebhaften Kampfe»wischen chemischen Sachverständigen führte. Unter den Nahrungsmitteln, auf welche sich die polizeiliche Aufmeiksamkrft richtet, befinden sich auch die Eiernudeln. Auf Gmnd de« Gutachten« de« Chemikers Dr. Bischoff, welcher bei zahl» reichen, au« reellen Fabriken entnommenen Proben festgestellt hat, daß die dort sadrizirten Eiernudeln mebr al« 1 pCt. Frtigehalt zeigten, ist dieser Fettgehalt von I pCt. al« Grenz» werth festgestellt worden, bi« zu welchem man die Fabrikaie noch al« Eiernudeln brznchnen kann. Wa« darunter liegt und ohne weitere Erläuterung unter da« Publikum ge» bracht wird, wird al« strafbarer Vertrieb einer minderwertbigen Waare unter unrichtiger Bezeichnung angesehen. Der Kauf» mann Paul Grosch, der seine Eiernudeln au« einer Fabrik in EiSleben bezog, wurde deehalb angeklagt, weil Dr. Bischoff m seiner Waare nur 0,71 pCi. Fett fand. Der Sachoerstänvige »og au« diesem Befunde den Schluß, daß so gut wie gar keine Eiersubstan» in diesen Nudeln enthalten sei, dieselben also al« .Eier-Nudeln� nicht bezeichnet werden dürfen und er sprach auch seine Anficht dahin au«, daß dieselben wahrscheinlich mi! dem sog. MartinSaelb gefärbt seien und daß diese Färbung ge» eignet sei»u täuschen und die Waare mit dem Schein einer besseren Beschaffenheit zu versehen. DiesemjGutach ten hatte der Vertreter de« Angeklagten, R°A. Hoffstädt, da« Gutachten de« vereideten Chemiker« Dr. Bein gegenüber gestellt und bei dem erstannlimen Gegensatz, in welchem Beide zu einander standen, hatte da« Schöffengericht in einem ftühern Termin beschloffen, schriftliche Gutachten einzufordern, außerdem ein Obergutachten de» Professor« an der Universität Dr. Wichel« hau« einzuholen. Die drei Sachverständigen begründeten nun gestern ihre schriftlichen Gutachten durch umfangreiche münd» liche Borträge. Dr. B i s ch o f f verblieb bei seiner Anschauung, daß die qu. Eiernudeln einen so geringen Feitgehalt zeigten, daß derselbe denjenigen von Weizenmehl nicht merklich über« steige und daß die Nudeln künstlich— wahrscheinlich mit Martin«gelb— gefärbt seien. Martin« gelb werde aber neuerding« den schädlichen Farben zugerechnet.- Dr. Bein hielt die von Dr. Bisch. ff angewandt« Methode, au« dem Fett» geholt die Eiersubstanz nachzuweisen, überhaupt für mangelhaft und begi rindete die von ihm selbst angewandte Methode der Nach» «eisung von PhoSphoisäur». Sein Urtheil amg dahin, daß in den qu. Nudeln Ei enthalten und die Bezeichnung»Eier- nudeln' deshalb für sie zulässig sei, daß ein« künstliche Färbung— speziell mit Maittn«gtlb— nicht nachwei«bar sei und baß Martinsgelb zum Färben von Nahrungs» und Ge- nußmitteln». Z. al« gesundheitsschädlich nicht angesehen«er» den können.— Der Obergutachter Prof. Dr. W, ch« l h a u, stellte sich im Wesentlichen auf denselben Standpunkt, indem er die Methode, in den Nudeln die durch Aelher au«» K' hbare Photvhorsäur« zu bestimmen, für die wissen« afttich zuverlässigere erachte. Auch Pivf. Wichelhau« konnte der Auffassung, daß au» dem geringen Fettgehalt der qu. Nudeln ein Bewei» gegen den Zusatz von Eiern bei ihrer Herstellung herzuleiten sei. nicht beitreten. Auch er vermochte eine künstliche Färbung der Nudeln, namentlich mit MartinSaelb— nicht nachzuweisen und er kam zu dem Schlüsse, daß die Nudeln sich al«„Eiernudeln"— wenn auch von ge» ringer Dualität— bezeichnen können.— Der Staatsanwalt beantragt hiernach selbst die Freisprechung de« Angeklagten. Rechtsanwalt H-ffstaedt, welcher da« Gutachten de« Dr. Bischoff außerordentlich scharf angriff, verlangte außer der Freisprechung, daß auch die Kosten der Vertheidigung der Staatskasse zur Last gelegt würden. Der Sericht«hof lehnte aber letzteren Antrag ab und erkannt« auf Freisprechung de« Augeklagten. VerlÄrninlungen. D«v Interesseuverein der Kistenmachrr hielt am Moruag, den 13. d. M., eine Generawersammmna im Lokal Feuerstein mit solgender Tagesordnung ab: I.Abrechnung vom 4. Quartal und Stiftung«'«!!. 2. Vortrag de« Herrn E. Schade, über»Die Bildung de« Arbeiter« wie sie ist, und wie sie sein soll. 3.§7 oder wie lange ist ein Mitglied wegen Maßregelung zu unterstützen. 4. Rechenschaftsbericht von 1389. 5. Verschiedene«. Die Abrechnung ergab folgend« Zahlen: 4. Quartal. Ausgabe. 116,95 M. Einnahme 159,25 M., ergiebt einen Ueberschuß von 42,30 M.; vom Stiftung»fest 175,05 M., Au»gabe 19 1,80 M., Ueberschuß 16,75 M. Voriger Kassenbestand 100,22 M., jetziger Kassenbestand 142,52 M. Die Richtigkeit wurde von den Revisoren Kuhnert und A. Frißt bekundet. Hierauf ertheilte der Vorsitzende Kollege Tschernig, dem Kasstrer, �Kollegen iGöpfert Decharge. Zum zweiten Punkt hielt Herr Schade einen sehr belehren den Vortrag und entledigte sich seiner Aufgabe auf da« Gewissen- bafteste. Er erntete dafür einstimmigen Beifall und Kollege Tschernig dankte ihm dafür im Namen der Versammlung. Zur Diskussion nahm Kollege Müller da« Wort und sprach sich tadelnd über die Kistenmacher au«, daß nicht all« bei einem so lehrreichen Vorttag zur Stelle wären und pflichtete dem Re- ferenten voll und ganz bei. Kollege T'chernig stimmte dem Referenten auch bei und forderte, man solle in der Schule den Kindern Gesetzeskunde beibringen, denn mancher Mensch würde, wenn er die Gesetze kennen würde, nicht untergehen. Herr Schade erhielt da« Schlußwort und äußerte zuletzt, daß dann die soziale Frage gelöst sei, wenn Freiheit, Gerechtiakett, Brüderlichkeit im wehren Sinne de« Worte« herrsche. Zum dritten Punkt wurde beschlossen.»Wenn«in Mitglied gemäß« regelt wird, so hat der Vorstand und die Kommission die That» fache zu untersuchen und dem Mitglied sobald wie möglich Arbett zu verschaffen. Hierauf verla« der Vorstand den Rechen« schafttbericht von 1889, wogegen niemand etwa« einzuwenden hat. Kolleg« Kaufhold brachte den Bericht der letzten Sitzung mit dem Meister vor und berichtete, daß Seifert zu» gegeben habe, daß der Melster-ArbeitSnachwei« nur unter einigen bestände.— Die Vogt'sche Angelegenheit ist geregelt. Zum Verschiedenen legte Kollege Schulze die Quittung von Frau Buchbrch vor. Kollege H. Frieße forderte die Kollegen auf, die außenstehenden Listen sobald wie möqlich zurückzubringen. Zum Schluß forderte Herr Schade zu Peti» tionen für da« Ardeiter-Sch edSgericht auf, daß nicht 24 Jahre, sondern 21 Jahre al« Alter für die Wähler festzusetzen sei, und daß die Frauen ebenso da» aktive Wahlrecht bekommen sollten, wie die Männer. A-r Fachverew de» Atbumartreiter Kerlin» hielt am 13. Januar in den Zenttai-Fcstsäten seine erste dietjährig« Generalversammlung ab behuf« Neuwahlen, wie auch zur Be- richt'rstattung de« Vorstandes und der ArbeitinachwerS-Kom» Mission, ferner zur Rechnunglezung de« Kassirer« und de« Ver« gnügungSkomiiee'S. Nach Verlesung de» Protokolls der letzten Vir'ammlung, welche« unbeanstandet angenommen wird, stellte Herr Freuden» reich den GeschäfisordnungSantrag, die Berichte und Abrech» nungen den Wahlen vorangehen zu lassen, welcher nach ge« höriger Motmrung ohne Wioerspeuch zur Annahme gelangte. Der Vorsitzende ergriff nun da« Wart und theilte mit, daß sich beim E.'tsih'n de« Verein« 63 Mitglieder einzeichnen ließen, fmh diese Zahl aber beim Jahresschluß auf 324 ange» wach'en 4(1; er weist darauf hin, oaß am 20. Mai eine öffentliche Versammlung der Albumarbeiter und Aröeiterinnen statt« fand, um zur Fraae der Heranziehung der Letzteren an den Verein Stellung zu nehmen, daß aber in derselben die Bildung eine« Vereins fämmtlicher Pavieralbeiterinnen durchgesetzt wurde. Redner gab der Hoffnung Ausdruck, daß, da die Heranziehung der Mädchen an den Verein eine unausbleibliche Nothwendig» keit sei, dieselben doch über kurz oder lang kommen müßten. In Betreff de« Kolonnensystem« stellte er fest, daß die Be« seitigung desselben an der Trägheit und Gleichgiltigkett der Kollegen gescheitert sei; daß ferner bei der Frage der Lohn» oder Akkoidarbeit dre letztere al« verwelflich anerkannt wurde, aber au« vorerwähnten Gründen nicht durchzuführen sei. Alle« in Allem habe der Verein, wenn auch ohne durchschla- genden Eifolg, seine Schuldigkeit gethan, und werden sich in diesem Jahre hei festem Zusammenhalten der Kollegen bessere Früchte zeitigen lassen. Beim folgenden Bericht der Arbeit«» nachweiSkommisfion theilte Herr Madel mit, daß sich im letzten Vierteljahr 25 Kollegen einzeichnen ließen, im ganzen Jahr 110, daß im letzten Quartal 17 Stellen angemeldet und 11 davon besetzt wurden. Im ganzen Jahre wurden 101 Stellen angemeldet, davon 98 besetzt. Auch M. nahm Veranlassung, da« gleichgiltig« Gebahren der Kol» legen al« Schuld an dem znt-gen Erfolg zu geißeln. Der von Herrn Kailer erstattete Kassenbericht de« letzten Quar- tal« ergab einen Ueberschuß von 49,90 M. und wurde ihm auf Antrag Zimmermann Decharge ertherlt. Au« dem Bericht de« Vergnugungtkomitee« ergab sich au« dem kleinen Ver« gnügen ein Bestand von 25,65 M.— Bei der daraus folgen» den Wahl wurden gewählt: Mielenz erster. Ahn er zweiter Vorsitzender! Kaiser erster, Frölich zweiter Kassirer; Freuden- reich erster. Röhlk«»weiter Schriftführer; Büttner, Baht, Kien- scherf, Beisitzer; Zimmermann und Cordt zu Revisoren. Die Kollegen zu 1, 2, 3 und 10 wurden al« besonder« tüchttg wie- der», die andein neu gewählt. In die Arbeitsnachweis. Kom» Mission wurden, nachdem Madel ersucht, nur tüchtige Kollegen zu wählen und der Antrag Fieudenreich, die Zahl der Mit- glieder von 9 auf 7 zu reduziren, angenommen war, folgend« K'llegen gewählt: Meißner, Schick, Well» Hausen, Kluge, Schwede, Woldt und Herzhoff.— In Betreff der Wahl de« Vergnügungtkrmitee« wünscht Mielenz, daß da« alte Komitee in Rücksicht auf die Vorbereitungen zu dem am 22. Mär» er. in den Zentralfestsälen stattfindenden Stiftung»» fest in Thättgkeit bleibe; nachdem dieser Wunsch zum Antrag erhoben, wurde letzterer einstimmig angenommen. Unter Ver« schiedenem beantragte Freudenreich zur Hebung der VereinSkaff« Abhaltung eine« Herrenabend«. Dieser Antrag wurde ein- stimmig angenommen und da« Vergnügungskomttee mit den noch igen Vorarbeiten betraut resp. dazu beausiragL R ch Verlesung einiger Fragen, die der Vorsitzende erledigte, schloß der- selbe um 12% Uhr die imposante Versammlung.— Zur Be» achtung! Da« nächste kleine Vergnüg« findet den 19 Januar in den Zentralfestsälen statt. Der Herrenabend am 22. Febr. m den Jnduftriihallen, Mariannenftraße 31/32 und da« Stif» tunqsfest am 22. März in den Gesammträumen der Zentral» festsäle, Oranienstr. 180. Dt« Parquetb-drn-zeg-p Berlin» und Umgegend Sielten am Montag Abend bei Herrn Feuerstein, Alt« Jakob» raße 75, eine öffentliche Ve-tammlung ab. Tage«. Ordnung: 1. PreiSverhältnisse in früheren Jahren und die gegen» wältigen. Referent: Herr EmiI Röhn. 2. Diskussion. 3. Ver- schieden««. Herr Wille al« Einderufer eröffnet die Versamm« lung um 9 Uhr, worauf die Wahl de« Bureau« erfolgte. E« wurden gewählt Herr Heß al» erster. Herr Witte al« zweiter Vorfitzender. Herr Tschirner al« Schriftführer. Hierauf er- hält Herr Röhn da« Wort. Derselbe werft nach, daß die Preis« in den 60 Jahren höher gewesen seien al« sie jetzt stehen. Die« liege hauptsächlich daran, daß e« nur wenige Meister waren, die da« Geschäft in Händen hatten: da konnten fi« auch aus einen festen Preis halten, während h?ut« die großen und vielen Fabriken, die sich mit Pa quet« und Stabdoden» Anfertigen defassen, durch Agenten die Arbeiten anfertigen lassen, und so sucht sich Einer billiger anzubieten als der Andere. Da die Fabrikanten auch schon nicht« mehr vom Vrei« ablassen können, so wird die Reduzirunz aus die Arbeiter geworfen. Redner führt die Wolgaster Fabrik an, welche einen Agenten hat, der keine Ahnung von dieser Fabrik befitzt; derselbe laßt fich die Leute von Wolgast Kommen und zahlt denselben dm Preis von 80 bis 100 Pf pro Quadratmeter. Diese Leute, wenn ste hier keine Arbeit haben, könnm aber nieder in ihrer Fabrik weiter arbeiten. In einem Falle, wo die Arbeit von diesm Leutm nicht ferliogestellt Werbern konnte and sie gezwungen waren, Berliner Kollegm anmnekmen, iabm fie 110 Pf. gegeben. Refermt bedauert, daß fich hiefige lkolleaen dazu hergeoebm haben, da es nach hiesigen Preisen 135 bis 140 Pf. pro Quadratmeter giebt.— Redner unterzieht mch das SulmisfionSwesm einer scharsm Kritik, da es jetzt bei Regierung«» wie auch bei MagistratSbautm in Anwendung lommt. Dadurch wird fo viel Arbeit zu Schleuderpreism rußerhalb angefertigt, die Arbeiter bekommen ja auch einen viel «iedriaeren Lohn, womit in B-rlin keiner existirm kann. Durch die schlechten Pceise wird die Arbeit avch immer schlechter, so daß Abzug von 25 Pf.[pro Quadratmeter gemacht habe, er bedauert, daß die Kollegen erst durch diesen Abzug fich dem Berein nahem; wmn fie früher dem Verein oder einer andem Oegani» sation angehört hätten, wäre ehte solche Reduzirung unmöglich, er ersucht sämmlliche Kollegm, die noch ferne stehen, einer Ver» einigung fich anzuschließen. Herr Heß fragt an, ob Arbeitgeber oder derm Vertreter anwesend seim, um fich an der Di«, kusfion betheiligen zu könnm. Es ist nur Herr Kohfeld als Bertreter der Firma Meier» Levy anwefmd. Herr Heß schr-itet zur Diikusfion. Herr Schmidt geht der Firma Leibe u. Co. noch scharfer zu Leibe. Herr«arge spricht fich dahin aus, daß, wmn es so weiter geht, wir schließlich noch unter den Tagelöhner kommen. Redner ersucht säwmtliche Kollegm ein großes Ganze« zu bildm. Einer für Alle, Alle für Einm einzu» treten, dann werden wir auch die 8 Stunden Arbeitszeit durch» bringen. Herr Makel spricht fich in demselbm Sinne aus, nur aefurwortet er, einer großen Organisation beizutretm, da die klemen SpezialVereine doch bald aufhörm werdm. Herr Heß spricht fich ganz in dem Sinne de« Refermtm au«. Herr Kohfeld, Bertreter der Firma Meier-Lewi, führt an, daß die Technik heut. v>el bessere Fortschritte gemacht habe, daß heute der schwächste Arbeiter mehr im Stand« zu leisten wäre, al« früher der beste, welche« ihm vom Kollegen Merkel u. o. widerlegt wurde. Es liefen folginde Resolutionm ein, welche einstimmig ange- nommen wurdm: Die heute in Feuerstein'« Lokal tagende Versammlung der Pnqaettfußbodmleger erklärt fich mit den Ausführungen de« Resermtm einverstanden und beschließt, dem Berein der Bodmleger beizutreten, um die Schleuderkonkurrm» der Sgmten und der Fabrikanten zu beseitigen. Die »weite und dritte Resolution erklärt dm 1. Mai und den 20. Februar al« Feiertage, welche ebmfalls angmommm wurde. Sin Antrag von Herrn Schmitz, nur in solchm Lokalm zu verkehrm. wo Volksblatt oder die Volkstribüne ausliegm, um Smaue Berichte nachzusehm und nur auf diese Blätter zu bonnirm. Zum Schlußwort knüpft Herr Röhn noch anldie Au«- führungen de« Herrn Kohfeld an, daß da« Material früher auch gut gewesen sei. Die Fabrikanten seim nicht die. welche die Söhre herabsetzten, sondern die Untergebenen. Schluß 10 Uhr 55 Min. Der Fachverein der Sattler hielt am 14. d. Mte. seine gescktosfine MUglrederversammiung ab mit der Tagesordnung: 1. Bericht de« Vorstandes über die Thätigkeit de« Berem«, Bericht der Arbeitsvermittlung und de« Bibliothekar». 2. Ab rechnung vom 4. Quartal. 3. Wahl des gesammtm Vorstandes. 4. Wayl der Reoiloren. 5. Ersatzwahl der Arbeitsvermittler. S. Verschieden es und Fraqekaftm. Zum 1. Punkt der Tagesordnung berichtete der Vorfitzende, wie viel Bersammlungm stattgefundm habm; weiter über die Unterstützungen an Strei- kende, sowie auch an hilfsbedürftige Kollegen. Die Arbeit«» Vermittlung hatte nicht viel zu berichtm, weil das letzte Quartal kein günstige» war. Bei der Abrechnung de« Kalftrer« stellte sich ein kleine« Defizit heraus, was jedoch bei der Arbeit«» lofigkeit vielir Kollegen zu mlschuldigm ist. Kollege Bßmann wurde al« erster und Kollege Wirths al«»weiter Vorfitzender gewählt. Als_ Krsfirer wurden die Kollegen Sachs und Bültner g wähll. Zum Schriftführer wurde gewählt Kollege Schon und als Beisitzer die Kollegm Haußner und Hänlchm. Als Reviform die Herrm Barth, Hellmuth und Müller. Die Kollegen Achterberg und Guder wurdm als Ersatzmänner der ArbeitSvermittler gewählt. Bibliothekare find die Kollegm Bombin und Schreiber. Kollege Marquart theilt mtt, daß sehr viele Kollegen nach Spandau fahren um dort Arbeit zu suchen in der Mrlitär-Werkstatt, jedoch unverrichteter Sache wieder nach Hause fahren müfsm, weil jeder Arbeiter erst vom Doktor untersucht wird und der betreffende Arzt nur Montag und Freitag dort hin kommt. Dann wurde noch auf den am 15. Februar stat findenden Maskmball aufmerk- sam gemacht, welcher in dm Räumm der Brauerei Friedrichs- Hain abgehalten wird. Kollege Bombin macht noch auf die nächste öffentliche Sattlerversammlung aufmerksam, welche am Donnerstag den 23. d. M. im Vereinslokal, Alte Jakobstr. 48, adgebaltm wird, wozu olle Kollegm einaeladm werdm. Der Fachvereta der Gas-, Wasser- und Keiznug«. Kvhrleger und BerusSgmossen Berlins, hielt am Sonntag, dm 12. Januar, feine regelmäßige Mitgliederversammlung in Fmerftein'S Salon, Alte Jakobstr. 75, mit folgmder Tage«. ordnunq ab. Punkt IJ: Vortrag de« Herrn SÜndermann über: »Die Ziele der deutschen Arbeiterorganisation in der Jetztzeit unter Berücksichtigung der Geschichte der Arbeiterorganisation ff. Liffall.'»". 2. Abrechnung vom Wintervergnüaen. 3. Ber- chieome« und Fragekasten. Zu Punkt 1 der Tagesordnung erhielt der Referent da« Wort zu fernem Vortrage. Zu einer Zeit so führte derfelbe au«, wo die Gegner der Arberterver» einigung fich nicht scheum, die Ziele derselbm zu verdächttgm, dieselbe denunziren, sei es wohl am Platze, in dm Vererni- gungm von Arbeitern auf diese Verdächtigungen ein- Eihm und an der Hand der historischen Wahrbeitm die« en zu widerlegen. Referent schilderte die Entwickelung der lschen Arbeiterbewegung von 186 3 an, dm Zusammmtrilt des Leipziger Arbeiterkomrtee«, dessen Schreibm an Ferdinand Lassalle, dre Gründung de«»Allgemeinen deutschen Arbeiter- verein»"' am 20. Mai 1863 unter dem Präsidium L.'S, und die Arbeiten für die Ausdehnung des Vereins. Zu der Zeit wurden von dm Gegnern der»Nation alverein" und der »Arbeiterbildungiveiern"' in'« Lebm gerufen, beide batten aber wohl nur den Zweck, um der Fortschrittspartei bei Wahlm al« Staffage»u dienen, denn um den Arbeiter aufzuklären, ihm sein Ktassmbewußtsein zu wecken, ist von dieser Seite nie Etwa« g.schihen. Beim Tode Lassall..'S 1864 besaß der »Allgememe deutsche Arb-iterverein' 52 Filialen und konnte eine Mitgliedseyaft von 5000 Peisonm aufweisen. An Stelle L's übernahmen Becker, v. Schweitzer und Hasmcleoer dos P.äfidium. Der Verein selbst wurde im Jahre 1878 ladt gemacht und es trat eine Kirchho'sstille bi« zum Jahre 1880/81 ein. Zu dieser Zeit erging der Ruf zur Organisation in Fachvereinm. Remer erörteite dann den Kampf der Gegner und der Be- Hörden gegm die Fa»vereine ,m Jahre 1883. die Agitattonen in den Jrh.'M 1884/85. die Lohnkämpfe der Lereme und ihre ""tdeutU' g, dm ivireikerlaß und seme Einwirkung auf die (jachoereinsbewegung, die Bildung von Zmtralverbandm ein» zelner Gewerkschaften der deutschen A beiter, ihre Ursache und Bedeutung für die Arbeiterbewegung und da« Vorgehen der Behördm gegen dieselben. Diese 27jährige Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, ihre Kämps« mit den Gegnem, «arm nothwendig, um den Berne« zu erbringen, daß gegm Joeen, die in der Zeitepvche ihre Begründung finden, der Kampf mit Mitteln der Verleumdung oder der Gewalt er» folglos bleibt und bleiben muß. Referent führte nun die Ziele, welche den Arbeiterorganisationm zum Siege verhelfm muffen, an, und zwar: Erhöhung der Arb-itslöhne und Berkürzung der Arbeitszeit und hierdurch Erzielung einer hoher, n, befferm, mmschmwürdigerm Lebenshaltung de» gesammtm Arbeiterstande«. Femer Abschaffung der Akkordarbeit, Einführung eines Minimallohn« und Maximalorbeitstaqes, Beseitioung der SonntagSarbeit, Regelung der Frauenaibett, Aufstellung von Stattstiken und eine der Gesamm'heit dienmde wirlliche Sozialreform und Forderung de« unbeschränkten Vereinigung«rechts der Arbeiter behufs Durchführung der hier genannten Ziele der Arbeiterorganisationm, der Mittel und Wege dazu. Der Referent resumirte feinen Vortrag mit den Worten: »Wir fordern billig von der Zukunft Fetnm, Daß Brot und Arbeit un« gerüstet Kehn; Daß unsere Schule dann Gerechtigkeit Im Geiste wahrer Freiheit, Gleichheit, Liebe lehren; Und untere Greise nicht mehr betteln gehn!' Lebhafter Beifall wurde dem Heim Refermtm für seine» intereffantm Vortrag zu Tbeil. Zum zweitm Punkt, Abrechnung vom WntemergnLgm, theilte Kollege Karpen kiel mit, daß enr Ueberschuß von 23,25 M. erzielt worden sei. Punkt 4»Verschiedene« und Fragekastm": Dm ftreikmdm Bergoldem der Firma Methlow u. Co. wurdm 20 M. au« der Bereinskaffe bewilligt. Ferner gelangte eine Resolution, dm 1. Mai 1890 zu Gunsten der Achtstunden- bewegung al« Feiertag zu erklärm und au dem Tage auf allm Bauten und in den Werkstellm die Arbeit mhen zu lassm. zur eiustimmigm Annabme. Von dem Obmann der Fachkommission wurde die Firma Günther. Koppenstraße, an« Licht der Oeffent» lichkeit gezogm. Nach Erlediaung des FragekastenS wurde vom Vorfitzenden auf die am 26. Januar stvttfindende Fach. vereinsversammkung aufmerksam gemacht und hier auf die Ver- fammlung peschlaffm. Der Berliner Mirkergeselle«- Verband hielt am dm 13. d. Mt«., eine Versammlung mit folgender Montag, WWD I Tagesordnung ab: 1. Kassenbericht. 2. Rechenschaftsbericht. 3. Wahl de« Vorstandes, der UntersuchungS-Kommisfion und der Revisoren. 4. Verschiedene«. Zum ersten Punkt der Tagesordnung wurde der Kassenbericht verlesen; e« ergab fich ein Bestand von 303 M. 38 Pf.; derselbe wurde von dm Revisoren für richtig befunden und von der Versammlung an« erkannt. Zum zweitm Punkt wrttbe der Rechenschaft«» bericht über die Thättgkeit des Verbandes im vorigen Jahre verlefm; derselbe wurde gleichfalls anerkannt. Zum dritten Punkt wurde al« erster Vorfitzmder Kollege Wmgel« wiedergewählt, als zweiter Vorsitzender wurde Kollege Hübsch gewählt. Als erster Schriftführer wurde Kollege Schau wiedergewählt, al« zweiter Schriftführer wurde Kollege Rüge gewählj. Al« Kasfirer wurde Kollege Gustav Gans gewählt. In die Kommission wurdm die Kollegen Stahn, Kirschbach, I. Gan«, Löbnitz, Weiß und E. Müller wiedergewählt: hinzugewählt wurdm die Kollegm H. Krause. H. Müller und E. Lieber«. Als Reviform wurden die Kollegen Schein und Garei« wiedergewählt; hinzugewöblt wurde Kollege Agtha.— Zum fitzten Punkt wurde zunächst die Abrechnung von dem am 2. November sabgehaltmm V-rgnügm verlefm; es ergab fich hier ein Ueberschuß von 82 Mark 65 Pf. Ein Antrag, hiervon 30 Mark den streikenden Hutarbeitern in Luckenwalde zu übersenden, wurde angmommm. Hierauf wurde derichtet, daß die Firma B. A. Wolff u. Co. ihren Arbeitern einm Neujahrsgruß habe zu Theil werdm lassm, und zwar in der Form, daß fie von Mitte d. M. ab Lohnabzüge bis zu zwanzig Prozent in Ausficht gestellt habe. Die Arbeitszeit in genannter Fabrik ist seit Karzim um ein paar Stundm verringert worden, angeblich, well jetzt wenig zu thun ist; jedoch ist dm Arbeitern gesagt worden, wenn fie für dm billigen Lohn arbeiten wollen, können sie wieder volle teit arbeiten. Also wmn fie billiger orbettm, dann habm die errm Arbeit gmua! Die Herrm Chef« warm zu der Ver- sammlung eingelabm aber nicht erschienen, jedoch war der Werkführer Herr Uhlemann anwesmd. DaS Vor» gehen der Firma wurde als ein höchst unge- rechte« und inhumanes bezeichnet, jetzt wo fich die Leben«- bedürfnisse so ungemein theuer stellen, wo die Wirker ge» »wungen find, eine Lohnaufbesserung von zwanzig Prozent zu fordern, jetzt will betreffende Firma noch obmdrein Abzüge machen. Die Haltung de» Werkführer« wurde ebenfalls einer Kritik unterzogen, e« wurde ihm zum Vorwurf gemacht, nur auf Eeitm der Firma zu stehen. De> selbe rechtfertigte fich und hob hervor, daß die Firma erst vor ewiger Zell au« Pommem hierher verlegt, an ein billiges Produzirm gewöhnt sei und die Löhne fich nicht mit einem Male so hoch schrauben lassm; er sei aber schon selbst bei dcn EdesS vorstellig geworben und ersuchte, die Sache derUntersuchunaskommisfiou zu übergeben. E« wurde beantragt, die Sache der Kommission zu übergeben, um«ine Einigung zu Gunsten der Arbeiter herbeizuführen, da die Firma sonst wohl schwerlich in diesem Sommer Arbeiter bekommen durfte, denn die Berliner Wirker haben nicht darauf gelauert, daß hier Fabrikm entstehen, welche für Schundlöhne arbeiten lassm. Femer wurde noch darauf hingewiesm, auf da« Fachorgan,»Der Textil-Arbeiter", welche« die Interessen der Wirkelbranche voll und aanz vertritt, mehr zu abonnnen. Zum Schluß wurde da« Mitglied Hermann Preußer wegen seiner schmutzigen Handlungsweise(Denunziren) von der Mit» gliedschast de« Verbandes au«geschlossm. Schluß der Ver- sammlung. «ine öffentliche Versammlung sämmtliche» Innung»-«nd Nichtinnungo-Mrister im Drechslergewerbe, zu der auch Detegrrie der Gebufen eingeladen waren, tagte am Montag, dm 13. d. M., Abends 9 Uhr, im Känigstadt» Kasino, Holzmarktstr. 72. Zu Leitern der Versammlung wurden die Herren Drechslermeister Werdermann, Sieke und Matwtat gewählt. Die Ta�»»z.duung behandelte da« Vor» gehm de« Januna«vorstande« betreff» die Heranziehung der Äichtinnung«.Meister zu dm Kosten der Innung und Stellung- nähme hierzu. Da der Referent nicht erschimen war, so wurde gleich w die Diskussion eingetreten und Herr Kühn gab ein kurzgefaßtes Bild von der gegenwärtigen Lage, verurtheilte gleichzeitig da« Verhaltm de» JnnuugSvorftande» und nament- lrch be« Obermeisters Meier, welcher durch eingeschriebmm Brief eingeladen aber mcht erschienen war. und wie« darauf hin, daß e« angezeigt wäre, gegen die Vergewaltigung der freien Meister energisch P ölest einzulegen und selbst eine Ver- ewigung zu gründen. In diesem Srnne sprachen fich noch mehrere Redner au«, währmd einige Herren für ein allge- meine« Eintreten w die Innung plädirten und Herr Görschner einen Antrag, welcher dazu aufforderte, einreichte, der jedoch zurückgezogm wurde. An Stelle eines anderen Antrages, eme freie Vereinigung zu gründen, wurde folgende Resolution angenommen: »Die heutige Versammlung der JnnungS- und Nichtin» n unge meister im Dreck« lergewerbe verurtheilt ganz entschieden da« Vorgehen de« Innung« vorstände«. Da der Vorstand durch eingeschriebenen Brief zur heutigen Versammlung einge- laden, aber nicht erschienen ist, so erklärt die hmtige Versamm- luna, daß fie den JnnungSvorstand nicht für kompetent hält, die Jntereffen de» Drechslergewerbes zu vertreten und erklärt mergrsch gegen dmselben und dre Person de« Herrn Meier Front zu machen, dadurch, daß eine Verrinigung geschaffm wird, welche fich mit der wirklicken Verbesserung der Verhäll- nisse im Drechsler gewerbe besaßt." Nachdem noch die Gehilfendeleoirten Herr Hildebrandt und Herr Raulenberg im Ramm der Verein, gung der Drechsler Deutschlands ihren Standpunkt vertreten, wurde das Bureau beaustrag«, eine neue Versammlung einzuberuftn und die Grün- dung einer Vereinigung auf die Tagesordnung i»s Hierauf erfolate der Schluß der Versammlung Eine öffentliche Versammlung der Kar »nd-Arbrttertane« ragre am Mittwoch Ad-nd _____ ki. rn. u* h*r mann« Salon, um die Verhältnisse� in der O ehlert und Lange zu besprechen. Greifenberg, Frau Dallmann und Herr-v Leitung der Versammlung gewähll worden waren, j Tamm zu einem Vortrage über die aus der*»8'*( stehende Angelegenheit das Wort. Auf Grund g schlusse» der»Freien Vereinigung der Kartomnbettu n die Kollegen obigir Fabrik am 5. Ottoder v. I. tj erhöhung von 10 pCt., sowie 33'/» pCt. Zuschlag a?I y stunden gefordert und als ihnen diese Forderung nirn. bewilligt wurde, sei e« zu einer kurzen Arbeitseinstellung 8»� welche zu Gunsten der Streikenden endete. Die die verlangten Prozente zu und akzepttrte auch die£ daß vor Ablauf von drei Monaten keiner von den betbeiligt gewesenen Arbeitern entlassen werden so»'- nach Ablauf dieser Zeit, am 21. Dezember, habe Herr O", die Kündigung volljozen und die Kollegen D a u»* Heise und Treu hätten nach Ablauf der l�Mgl auch wirklich aufhören müssen. Zu Heise habe H«* gelagt, daß augenblicklich keine Bestellung vorliege,* L möge Ende Februar wieder anfragen. Da« war vom y Am Montag wurden aber schon andere Arbeuer. nommen. Der Verdacht sei mithin gerechtfertigt,°ob. andere Gründe zu-der Entlassung g, führt hätten. Kollegen waren zur Zell und find noch heute treue unserer Vireinigung und hierin dürfte der wirkliche finden sein. Drei ander« entlassene Kollegen,, Reetz und Wolfram, wurden wieder angenowar?!, zwar unter Bedingungen, die wir nimmer gutheiße» Sie sollen nämlich 25 M. Kaution stellen und d> � den Fabrikanten verfallen, wenn fie die vorgeschriebe» r, digungsfrist nicht inne halten oder fich eine Sünde kommen lassen, welche zur Entlassung auf Grund der s j ordnung berechtigt. Es sei traurig, daß die genanten dieser Bedingung unterworfen und sich auch mit de« der 33% pCt. Zuschlag auf Ueberstunden einvnstandeNy hätten.— Da Herr O e h l e r t in der Versammlung»''i war, wurde der Wunsch laut, daß dieser fich zunächst'jy Angelegei hell äußern möge. Derselbe verwahrte sich daß er die Versammelten al« berufene Richter über WrA gelegenheiten anerkenne. Er wolle nur richtig stellen,»• Bezug auf seine Fabrik gesagt worden sei. Herr@*'1 ein guter Arbeiter gewesen, aber er habe zur Zell de« v emen Treubruch begangen, indem er, oh«' an die gesetzliche Kündigungsfrist zu kihr«»'. Arbeit verlassen habe. Aus diesem Grunde fei% gekündigt worden. Die anderen beide» Herren nicht seinen Erwartungen hinsichtlich ihrer Leistung«, sprocken und deshalb habe er fich andere Arbeiter ange»«?, Von Maßregelungen könne keine Rede sein. Hmfichu�j Kaution müsse er bemerken, daß er dadurch n»li y ferneren Vertragsbruch verhüten wolle. Der Betrag auf einmal zu erlegen, sondern solle in wöchentliche« vom Lohne abgezogen und zinStrapend angelegt werde«, y damit es den Arbeitern nicht schwer falle, habe* i Lohnzulage gewährt, welche dem Abzug zur Kaulio?! gleichkomme. Er selbst sei mllhin eigentlich Demy welcher die Kaution zahle. Diese werde nur unter dk» ij Vorredner bereit« erwähnten Umständen verwirkt. Er stet« bemüht, berechttgtin Wünschen feiner Ardeiler»» y beiterinnen nachzukommen und oft mehr gethan, al« er K, veipflichtet gewesen sei.—~' «scheint t5$ mS Hau« 5 Pf.©01 •ipedttton fll* da» ... In der folgenden Ditkulfj?�!, welcher fich die Lerren: Stein, Heise, Tamm,»5,, Siederer, Reuter, Reetz, Gerstel, Wai lich, Siegfried,� Schwarzbürger und mann, sowie JA»» Frau Greifenberg, Fräulein mann und Frau Langner belhriliglen, M besonder« betont, daß da« Kauttonssystem unter, Umständen verwerflich sei. E« stärke den Ems {«Äl d..? «»d hätten .. Was xcht s° it «tattg bl i W ihr te« Fi ffwinen n nicht �"'ste hnbcigeffi srvße y von( ist Ehren» Ardeiisuchen den verlangen. E« müsse mithin entsck»«� y kämpft werden. Der Verdacht, daß die drei Kollege« j wegen ihrer VereinSthätigkell entlassen wmdeu,»eid« � verstärkt durch die Thatsache, daß Frau Langner, wel«' fr.-ritt -srnmethi, %% ttlion' »taeifeti P'Hui �hum »et fg, verstärkt durch tue Thatsache, daß Frau Langner, wer»' �« r s a i Papier- Ar beuermnenverein anzehöce, ebenfall« nachträgUgl y �ffiziösei lassen wurde. HerrR ee tz enischuldixte fich damit, daß«>7 y Ue semer momentanen Rothlage in der Fabrik geblieben se'-y J» jj Kaution sei ihm noch nicht» abgezogen worden. Ihm � ö erwidert, daß er fich an den Verern hält««enden i olle«, öl würde ihn nicht im Stich gelassen haben. Eine vorließ, l;«"r Öl »iftU gei jegen zu kämpfen, wurde einstimmig angenommen, ebenl»� Resolution folgenden Inhalt«: Die heutige iffentlich«.. f wellgeh. sammlung der Kartonarbeiter und.Arbeiterinnen beschli'djy«inande ""..... a" die eng »»« ei. in der Ö-Hlert u. Lange'schen Fabrik beschäfiigtm Ärbeiiek � Arbeitennnen aufzu ordern, die Arbeit niederzulegen, Kautiontstelung nicht aufgehoben wird und die 2»;> aufnähme der Gemaßregellen nickt erfolgt. Im Weizei«�, falle soll die Sperre über die Fabrik vethängt werden-.� schloffen wurde serner, den 20. Februar und 1. Mai al«# tage zu bewachten. � Ktrtti«. Am Sonntag, den 15. Denember, hie»». Modellttschler-Verern Bredow-Stettin seine Mitglieder verso� lung ab, zu welcher der Modelltifckler Herr M. Berlin eingeladen war, um einen Vorwag über d»e D'L* satton der Modellnschler zu hallen. Nack Verlesung»et tokoll» erthellte der Vorfitzende, Kollege Graf, dem Referees zu seinem Vorwage da« Wort. Derselbe dehandelt»*«*( m ferner ca. 2ftündigen Rede die Gewerbeordnung, tnd� anführte, daß wohl viele Pflichten für den Arbeiter bati« j, halten seien, aber sehr wenig Rechte, der emiige ßJarolPA, der dem Arbeller noch zugute käme, wäre der§ 152 der p werbeordnung. Um diesen auszunützen, müßten yfsu beiter so viel wie irgend möglich Organisation«« zu besseren Löhnen füh-en k»»«,� iei»ean>. Atttori welche nur Redner kommt dann auf die Modelllischler-Bränche zu sp'� ...---—-------- iHfj und betont die Nothwendigkeit eine« geschlossenen Vorge-'y Er kam dann zum Schluß auf den Pariser Arbeiter kongl»� sprechen, indem er hervorhob, die lange A deitSzell I* � czel alle« Uebel», bauptlächlich bei der Modelltischlerei'�, Iben nicht nur kö perlich, sondern auch geistig(«Q'Lpl Muri diese! strengend wäre. für sehr geboten. Eure Verkürzung der Arbeitszeit hielt«�'� ....„ Der Pariser Acdeiterkongreß habe mr führung eine« achtstündigen Arb, tStage« einstimmig bei*% Tvit und seien die Arbeiter allerorU nun auch»erp für Einführung einer internatwnalen Arbeiterschutz- oebung zu demonstrnm, denn dieses sei da» Recht, was der Arbeller hat. Hierauf wurde von ewem � gliede folgende R-folution eingebracht:»Die heutige � sammlung der Modelltischler Bredow-Stetttn erllärt fi$ jg verstanden mit den Beschlüssen biß Pariser intemat»««� —-•—---—-- inn hir Hanul Äwei lehn aufgei herun Füße S K hinei «olle, ein i der( eine «ege schutzgesetzgebung."' Dies« Resolution wurde einstimmig% nommen. Stürmischer Beifall lohnte dem Redner fi» W Ausführungen. Nach einem kurzen Schlußvort des Restt' A schloß der Vorsitzende mit einem warmen Apell m Kollegen, die Worte de« Referenten zu beherzigen, die � sanmlung. weit finst Ha, Verantwortlicher Redakteur: E«rt Kaalre in Berlin. Druck und Verlag von Mo» tfndtag Berlin SW., Beuchstraße 2.