rft»w! arflina" lro» d»' zum Kr. 18. Mittwoch, de» SS. Januar 1890. 7. Hahr». Iutmsl F-rdn e da' I�ung I bi«sp §« 19- e z«tg' »iser«: er Lodn D-d#' voller, ÖerlinrrHollislilttlt. MrWl' Ä de« W -rfuchW NÄZ er da ch nbeiM» wmß' Ihil'-h P' DliniM i:% !ag wj. Die ren ziehuut MUmiktrm mus vom Ärpensl. k» nF?.n. mu6 steiS, und namentlich in diesen Tage», da J" Sahlkamps tobt, jede anständige Gelegenheit, die Gegner ��r°n eigenen Waffen zu schlagen, beim Schopf er- E5?8: Es ist männiglich berannt, daß die zünftige Wissen- toS» Arbeiterbewegung keineswegs grün ist. Um so '0�ener ist es, wenn eine von der bürgerlichen Oeko- fro»� �erkannte Autorität stch über die soziale» Streit- Avff n �"Mal unumwunden ausspricht und dabei zu einer W» k � Selangt, welche verdient, auch außerhalb der Fach- zu werden. Gewährsmann, dessen Urtheil über verschiedene die .�ner interessirevde Punkte wir im folgenden wieder- '."t**. f. Regierungsrath und ordentlicher "•• v y S � V U U y S» V U* v;«HV V*vv»»o»ovy«» Uai•* �er Staatswissenschaften an einer �> v e r s j t ii t. In einer Schrift, welche freilich nur für ' Kreis der Fachleute bestimmt ist, beschäftigt er ' mit her Strrtni» ob die Abschaffung des Pnvat- -igenth�.'U'�der%xa� «wms nothwendig sei. Ujjf1 faßt die„Beschwerden der Arbeiter" gegen da« s��ende wirthschaftliche System in folgende Punkte zu- 2 � Arbeiter können nicht vorwärts kommen. en ein« Die Arbeiter werden ausgebeutet. ' a 1 Arbeitet leiden unter dem heutige» anarchischen Zustande der Produktion. • Ae Arbeit ist heute zur Waare geworden. • Die Arbeiter wollen arbeiten, können dies aber häufig •"cht, weil ihnen die zur Arbeit erforderlichen Pro- «uktionsmittel fehlen. ..di-r. �.H°rr Regierungsrath erklärt von vornherein, daß reckii ��gen der Arbeiter in der That ihre volle Be- �ngung Hoben" und bemerkt dann zu Punkt 1: &W.'ch nicht, so hat Schmoller in einer seiner beit�I ben Ausspruch gethan, daß eS den heutigen Ar- »aimiü �9ehe, wie den gemeine» Soldaten der großen schändlichen Armee, deren Zeder bekanntlich den Mar- »Uib � Tornister trug, von denen aber die Wenigste« iliVUr bis zum Korporal avanzirten. Dieser Ausspruch Zed»�?»«« bezeichnend. Richtig ist eS, daß heute den rechtliche Möglichkeit vor sich hat zu Äillid�iten StaatSämtern oder zum mehrfachen «S v emporzusteigen, aber ebenso richtig ist Nert,;ch.' daß der Arbeiter, der in der Regel kaum so viel »US r er zum Leben unumgänglich nothwendig braucht, «Mni.V'�e» Gründen nicht» ersparen kann und daher dw Stande ist, zum selbstständige« Unternehmer »»'«'zusteigen. Ueberdie« erfordert in der Großindustrie die Ken«,»?» Unternehmen» so bedeutende Geldmittel(und den, daß eS geradezu wie Hohn klingt, wenn man Fabrik zuruft: sei fleißig und spare und trachte selbst �ut zu werden.... Es pst daher leider nur zu be- daß >»««», Feuilleton. wtboien.)_ (7 '«»tsstrte Preis* Novelle von Elise Orzeschko. � Uebersetzung auS dem Polnischen von C. Kanemann. er � Kind sich neigend, schloß sie:„Wohl ihm, g.dw rauhe Erde verlassen und ist ein Engelchen!" »««..�»schimmernde Thräne rollte ihr über die runden, «iebZ Wangen und tropfte auf da« blaue WammS »in« Lärm klang die Stimme der junge« Mutter wie KttäuLZ�lagene Saite, und ihre Thräne fiel in da, v* Lachen wie der Thautropfen m die schäumenden vv« de« Baches. Der Fremde verwandte kernen Blick »Nächtiat ha«- sich seiner eine tiefe Rühruna be- Trust s' b" Rinde seines Herzens schmolz und ,n seiner «Ä M-lodien, wie er sie seit langem nicht gehört. »»trana stlühte in seltsamem Feuer und semenr Munde S» sich ein Seufzer Hatte Ausdruck im Antlitz der jungen Mutter scheine tL Srnße angehalten. Er wich bald einem hellen Übe» ,u'k...�.ge belebte sich und sie schaute vergnügt hi«. _„Abo 1 sX ißcn Gruppe am Herde. Möriw,.Rastuta wird uns ein Märchen erzahle«, ein »»...' �»s sie freudig aus und mit einer raschen Be« Un««»»»- v 1 ireuoig aus uno mir»»» ßau». Die übrigen Stimmen schwiegen, die gründet, wenn der heutige Arbeiter darüber klagt, daß er durch die Macht der Verhältnisse verurtheilt ist zu bleiben was er ist— ein einfacher Fabrikarbeiter, der nicht hoffen darf, sich in eine günstigere Lage emporzuarbeiten." Zu Punkt 2 bemerkt er: „Drückend und hart ist die Ausbeutung, wenn der Be- treffende dazu verurtheilt ist, fein Lebe« lang gewissermaßen die M e l k k u h für seinen H e r r n zu spielen und wenn ihm von den Früchten seiner Arbeit lediglich der knappe Lebensunterhalt belassen wird. Dies ist beim heutigen Fabrikarbeiter leider nn allgemeinen der Fall." Zu Punkt 3 heißt e»: „Der anarchische Zustand der heutigen Produktion, d. i die ewigen mit einer gewissen Regelmäßigkeit wieder- kehrenden Produktions- und Absatzkrisen sind die nothwendige Folge deS gänzlichen Mangels einer auch nur einigermaßen genügenden Organisation unserer VolkSwirthschaft. Unsere gesammte Produktion ist eine planlose, die jeglicher einheit- lichen Leitung vollständig entbehrt...... Daß die Arbeiter, die bei jeder KrisiS befürchten müssen, entlassen zu werden, hiervon vielleicht am schwersten betroffen werden," ist bekannt." Zu Punkt 4, daß„die Arbeit zur Waare geworden ist, bemerkt der Herr Professor: „Auch diese Klage der Arbeiter ist leider nur zu be- rechtigt.... Der Arbeiter verkauft tagtäglich seine Dienst- leistung sowie irgend ein anderer Verkäufer seine Waare ver- tauft und ist infolge dessen bezüglich seiner und seiner Fa- milie Existenz allen Schwankungen des Marktpreise« unter- worfen. Zst heute die Nachfrage nach Arbeitskräften etwas größer als gewöhnlich, so profitirt der Arbeiter allerdings momentan, indem er für heute einen höheren Lohn erhält. Allein schon Morgen kann der Fall eintreten, daß die Ge- schäfte schlechter gehen, und dann muß sich der Arbeiter eine Lohnherabsetzung gefallen lassen; und wenn übermorgen gar eine Geschästsstockung eintritt, so riskirt der Arbeiter, daß er gänzlich entlassen wird. Wird er krank oder alt und arbeit«- unfähig, so wird er an die Luft gesetzt. Auch die unter Punkt 5 aufgeführte Klage der Arbeiter erklärt unsere Kapazität für„gegründet". Nur glaube man nicht etwa, daß der Man«, dessen Ansichten wir soeben wortwörtlich mitgetheilt, etwa ei« ver- kappter Sozialist sei. Im Gegentheil! Das Buch, welchem wir dieselben entnehmen, richtet seine Spitze gegen die Sozialdemokratie und ist eine Verherrlichung der— Unternehmerkartelle. Wer sich darüber genauer unterrichte» will, der lese nur das Buch Seite 67 u. f. w. Es ist betitelt:„Die Kartelle Ein Beitrag zur Frage der Organisation der VolkSwirthschaft", und hat zum Verfasser den Herrn Re- gierungSrath Dr. jur. Friedrich Kleinwächter, Professor zu Ezernowitz. Kleinwächter ist befangen in den abstrusesten Lehrsätzen der Vulgärökonomie, und trotzdem ist die Gewalt der gesell- schaftlichen Thatsachen, der sozialen Kämpfe, der wirthschaft- Rädchen begleiteten das lispelnde Gemurmel der Alte«, auS dem ab und zu ein Heller Laut klang: „ES waren drei Brüder, zwei verständige und ein Tölpel. Als sie erwachsen waren, sollten sie Heirathen. Da fragte sie der Vater: „Welcher von Euch, meine lieben Söhne, will zuerst ein Weib haben?" Da erwiderte der Aeltere: „Ich, ich bin doch der Aeltere." Der Zweite sagte: „Für mich, Vater, wäre eS auch schon Zeit." Und der Tölpel meinte: „Für mich wäre eS sogar längst Zeit gewesen." „Gut," sagte der Vater,„nun so geht alle Drei in den Wald: wer von Euch zuerst einen Korb voll Beeren nach Hause bringt, der soll zuerst eine Frau haben." So gingen sie in den Wald und sammelte« Beeren; daß ihnen der Schweiß nur so von der Stirne rieselte. Da traten die Gescheidten zu den Dummen hin und ���Heda! Wie geht'«! Zst Dein Korb bald gefüllt?" „Ich denke ja, und hoffe bald nach Hause zurückzu- kehren." Die Beiden beneideten ihn, sie ergrimmte« und stießen ihm ein Messer in« Herz..... „O weh!" hörte man ächzen. „Deshalb sollten sie ihn umgebracht habe«?" rref ei« Bursche unaläubig. Da« Mütterchen wiederholte kopfschüttelnd und dem Ausdruck fester Ueberzeugung. „Za, sie stießen ihm ein Messer ins Herz, vergruben ihn in der Erde, schütteten Sand über das Grab und setzten an jener Stelle statt einer KreuzleinS ein Weichselschoß in die Erde. Kaum waren sie davon geeilt, lichen und politischen Entwickelung so gewaltig, daß sie ihn zu solchen Zugeständnissen führt. Kleinwächter hat Marx, hat Engels und Lassalle eifrig studirt und schlecht ver- baut.— So sehr aber auch sein Magen sich gegen die un« gewohnte Speise sträubt, etwa« davon ist ,hm doch in'» Blut übergegangen und ei tranSpirirt den wissenschaftlichen Sozialismus au« allen Poren. Klcinwächter ist allerding» trotz seiner Schrullen ein anständiger Mann. Strebsamen Leuten kann so etwas nicht zustoßen, und Herr Luis Brentano, der Nachtreter und Nachfolger de« Wilhelm Thukydide» Roscher macht Euch in einer Viertelstunde einen Häring»« salat auS Karl Marx, daß jeder Krieter seine Freude daran hat. Wir hielten ei für angemessen, unseren Freunden zur Wahlagitation auch Schießmaterial aus dem feindliche« Lager zu liefern. Dtouvespondeirzett. Pari«, den 17. Januar. Die in den letzten Wochen über der französischen Politik lagernde Windgille fing an, für die Journalisten in die schlimmste samt Gurkenzeit umzuschlagen. Zum Glück war die Influenza so freundlich, ein Füllen der Blätter ,u ermöglichen, und die Gesundheit der kleinen spanischen Majestät gab auch Anlaß, die Anzabl der nöthigen Zeilen herunterzureißen. Aber beide Themata fingen allmälig an, da« Publikum»u lanaw-ilen und kalt zu lassen. Es ver« langte NrueS und Interessantes, Herr Boulanger hatte in der letzten Z-it nicht geruht, die Welt durch Heldenstücke nach Operettenzuschnitt oder Schauerszenen nach der Verschwörung des Katilina in Athim zu halten. Die Boulangisten selbst waren ziemlich ruhig geworden, die in der letzten Zeit erlittenen Schlappen halten wie kalte Douchen abkühlend und beruhigend auf sie gewirkt. Die am 12. Januar infolge von Ungiltigkeits. erklärungen in sechs Wahlkreisen stattgehabten Wahlm änderten die Situation durchaus nicht zu Gunsten der Boulangisten oder der Monarchisten, welche sich mit erkerer Hilfe stromaufwärt» schleppen lassen wollten. Die Wahlen zeigten umgekehrt seit dem 22. September emen geradezu verblüffenden Rückgang der boulangiftlschen und ein mühsames Behaupten der monarchisti« Ehen Stimmen. In drei Bezirken gewannen die Republikaner ie Sitz«, welche bei den Hauptwahlen von einem Boulangisten und zwei Monarchisten davongetragen worden wmen, in zwei weiieren Kreisen wurden die mvalidirten monarchistischen Kandidaten mit schwacher Majorität wiedergewählt, und im letzten Wahlbezirk hängt der Entscheid von einer Ballotaq« ad. Am auffallendsten ist der Rückgang der boulangistischen Stimmen in Lorirut, wo seinerzeit Graf Dillon, Boulanger s Kaifirer und ergoZBulenfreund mit S2S1 Glimmen gewählt worden, während am 12. Januar der boulangistische Kandidat nur 2074 und der Monarchist 5323 Stimmen erhielt; also noch zusammen einen ansehnlichen Stimmenverlust aufweisen. Unter solchen Umständen war e« natürlich der boulaiigijtischen und monarchistischen Presse nicht gut möglich, wie sonst den Mund roll zu nehmen und! mit aufgeblasenen Backen einen Sieg in die Welt zu posaunen. Dafür entschädigten sich da kam desselben Weges ein Herr gefahren. Der sah das Schoß und dachte sich: „Ich schneide mir'« ab und mach' mir ein Ouerpfeifel daraus." Wie gedacht, so gethan. Er schnitzte sich ein Pfeifchen und begann darauf zu blasen, doch plötzlich begann diese« zu singen: „Spiel', o Herrchen, keine Lieder, Wecke nicht die Wunde wieder, Brüder brachten mich um'« Leben; Ohne Zaudern, ohne Beben Bohrten sie ins Herz den Stahl Und begruben mich im Sande An der dunkeln Walde« Rande, Wo statt Kreuzes auf dem Grabe Diese Weichsel einzig habe Eingepflanzt ich rauh und kahl... Der Herr erstaunte. Das Pfeifchen flehte innig und herzbrechend, er möchte doch das Spielen lassen... „Merkwürdig! Wer sollte daS glaube»!" hörte man sagen. Die Augen Nastula'« leuchteten wie Funken, um die eingesunkenen Lippen legte sich ein Ausdruck de« furcht- barsten Entsetzen«. Die Ellbogen auf die Knie gestützt fuhr sie, nachdem sie die Hände au« der Verschränkung gelöst. weiter: „Der Herr kam in da« Dorf, wo die Brüder und der Vater de« Tölpels wohnten und da es inzwischen zu dämmern angefangen, gedachte er dort zu übernachten. In einer Hütte fand er Aufnahme. Er spannte sein Rößlein au« und sprach zu den WirthSleuten: „Hört einmal: ich fuhr durch diesen Wald und wie ich so herumschaue, sehe ich, daß da ein runder und hübscher Weichselstock wächst. Ich schnitt ihn ab und machte mir ein die beiden Parteien, indtm sie sich gegerscilia mit den faulsten Aepfeln bewarfen und einander für die Nieder- läge verantwortlich machten. Die Allianz mit den Boulanqisten hatte die Monarchisten durch eine»u starke Dosis Republikanis- mu« diskreditirt, und das Kartell mit den Monarchisten hatte den Ruf der republikanischen Jungfernschaft der Herren Boulangisten arg gefährdet. Ader das Alles war nicht neu, sondern nur ein weiterer VerS zu den Vorgängen und Kommentaren des 22. September. Auch eine in der»Presse" Laguerre'« enthaltene und von Laur ropportirte Aeuherung des »Verbannten von Jersey" fand kaum Beachtung, obgleich die- selbe charakeristisch genug ist, da sich dieselbe dahin zuspitzt, daß Boulanger nach Bonaparle'S Muster zu der Ueberzeugung ge- langt ist, daß er»aus der Legalität austreten müsse, um in das Recht einzutreten". Alles in Allem sagt« der biedere General, giebt es zwei durchaus verschiedene Phasen w der Geschichte oer Nationalpartei(lies Boulangisten). Die erst« ist abgeschlossen. In ihr wollte Boulanger im Angesicht des ganzen Landes prüfen, ob bei dem aktuellen politischen Zu- stände eine Partei mit der nur aus der Opposition geschöpften Kraft, mit dem frei berathenen allgemeinen Stimmrecht ihre Bestrebungen, welche die des Landes seien, durchsetzen könne. Die Folge zeigte, daß dies unmöglich war. Auf alle legalen Bestrebungen, auf das Vermeiden jeglichen Gewaltstreichs ant- warteten die Gegner durch den hohen Gerichtshof, die Ver- bannung, einen offiziellen Druck ohne Gleichen. Damit ist er« wiesen, daß in der aktuellen Republik auf legale Weise keine Idee trmmphiren kann. Wenn eine Agitation im Lande reif wird, so hat die Macht stets genügende Waffen, um die, welche die Bewegung verkörvern, ins Exil zu schicken oder zu verführen. Die Theorie der öffentlichen Wohlfahrt muß herhalten, um Diejenigen los zu werden, welche unbequem find und Reformen wollen. Die radikale Partei wird dies noch an sich erfahren, sobald sie versucht, ihr Pro- gramm durchzusetzen. Für den Augenblick ist die Diktatur noch in der Hand von 300 Depulirten. schließlich aber wird sie einem»fauststarken" Ministerium zufallen. Das ist dann die Monarchie. Dann tritt die boulangistische Partei in ihre zweite Phase, in der sie sich nicht mehr dämm zu kümmem hat, eine Legalität zu achten, welche nicht mehr besteht, und wo sie gegen Das marfchirt, was in Wirklichkeit eine verschämte Monarchie ist, um die Republik zu gründen. Diese« neueste Orakel über die Zukunft und Taktik der Boulangisten hat kaum einen Achtungserfolg der öffentlichen Aufmerksamkeit erhalten, ew schlagender Beweis, zu welchem Schatten die boulangistische Bewegung zusammengesunken ist. Um sich wieder durch einen Extraspuk m den Vorderamnd de« Interesse» zu drängen, kam die boulangistische Presse mit dem Gerücht hervor, der Präsident Carnot beabsichtige»um RegiemnosjubUäum Leopolds nach Brüssel zu gehen, und er werde daselbst mit dem deutschen Kaiser zusammentreffen. Bezeichnend genug wollten die Boulangisten die Nachrichten au« »einer durchaus glaubhaften Quelle", nämlich au« einem beut- scheu Reptil aufgegriffen haben. Da» Gerücht war ganz dazu geeignet, bei dem noch vielfach krankhaft empfindlichen Na- tionalgefühl der Franzosen die gespannteste Äufmerk- samkeit zu erregen, und Zeitungen und Pablikum über die sieben mageren Kühe der politischen Ereignißlofigkeit hinweg- zuhelfen. Da« ist bis dato aber auch der einzige Erfolg ge- wesen, den das Auftauchen des Gerüchts gehabt hat. Die Boulangisten thaten zwar ihr Möglichstes, zu Hetzen, zu blasen, die Zeitungsente zu einer gewichtigen Haupt- uns Staatsaktion aufzubauschen, die aktuelle Regierung, sammt dem Präsidenten Carnot, wegen ihrer unwürdigen Haltung, der Stiefelleckerei vor Deutschland zc. vor da« Tribunal der öffentlichen Meinung »u ziehen. Die ganze Liebesmüh der patriotischen Entrüstung«- komödie war bis dato umsonst. Di« bei weitem große Mehr- si jöhl der französischen Blätter, da« Publikum brachte dem Gerücht ozusagen ein rein akademische« Jnleresse entgegen,� e« erregte höchstens Neugierde und ein ungläubiges Kopsschütteln, ver- mochte aber durchaus nicht die populären Leidenschaften aufzustacheln und zu entfesseln. Kurz und gut, die Franzosen geriethen ob de« Gerüchts durchaus nicht in Harnisch, und die maßgebendsten und ein- flußreichsten Blätter behandelten dasselbe als das, was es war: eme blöde Zeitungsente. Nicht mehr Glauben fand die Be- hauptung der doulangistifchen Blätter, die französisch« Regierung habe die auswärtig« Politik m einer neuen Richtung orientirt, lasse dieselbe nicht mebr um den Schwer- punkt einer russisch- französischen Allianz kreisen, sondern streb« offenbar eme Näher»«« und Verständigung mit der Tripelallianz an. Die»Eocarde" glaubte die patriotische SorneSader durch ein wahre« oder erfundene« Interview eine« rer Redakteure mit Spuller, dem Minister de« Aeußern hoch anschwellen ,u machen. Spuller sollte erklärt haben,„daß er durchaus kein Russe sei", daß er mit dem deutschen Botschafter genau so gute Beziehungen unterhalte, wie mit dem russischen Gesandten rc�rc., Aeußerungen,� die ob wahr oder nicht, zur de Zeit der höchsten franzöfisch-rulfischen Harmonieduselei als der reinste Hochverrath, al« ärgste Gotteslästerung geaoften hätten. Heute gingen dieselben so gut wie unbeachtet vorüber, brachten Ouerpfeifchen brau«. Glaubt Ihr mir, daß da« Pfeifchen singt? Mein Leben lang habe ich so etwa« nicht ver- nommen. Nimm da» Ouerpfeifchen, Alter, und spiel drauf!" Der Bauer ergriff da» Pfeifchen und kaum hatte er zu blasen begonnen, sang e«: Spiel', o Vater, keine Lieder, Wecke nicht die Wunde wieder- Brüder brachten mich um'» Lebe«: Ohne Zaudern, ohne Beben Bohrten sie in» Herz den Stahl Und begruben mich un Sande An de» dunkeln Walde» Rande, Wo statt Kreuze» auf dem Grabe Diese Weichsel einzig habe Eingepflanzt ich, rauh und kahl... Der Alte erbleichte und erschrak, wie der Herr erschrocken war, und reichte da« Pfeifchen den Söhnen. Und al« dies« spielen wollten, ertönte e» wieder: „Spielt, o Brüder, keine Lieder, Wecket nicht die alte Wunde, Zhr ja brachtet mich um'« Leben; Ohne Zaudern, ohne Beben Bohrtet ihr in» Herz den Stahl Und begrübet mich im Sande An de» dunkeln Walde« Rande, Wo statt Kreuzes Ihr gepflanzet Diese Weichsel rauh und kahl... „Da kam an den Tag, wa» geschehen. Man ging hinaus in den Wald zu der Unglücksstätte und fand be- stätigt, wa» da» Pfeifchen gesungen. „Die Brüder wurden dem Gerichte überliefert und in de« Kerker geworfen." Die Alte schwieg. Niemand ergriff das Wort, die Spinnräder drehten sich langsam, fast ge- räuschlos, man hörte nur zuweilen einen leisen Seufzer au» dem Munde eine» Mädchens. Es war, al» hätte da» schau- rige Märchen blutige Gespenster in die Stube hergezaubert, welche die Herzen der Anwesenden bedrückten und sie der Sprache beraubten. Nur der immer froh gelaunte, trotzige Alexy lächelte spöttisch, indem er Damian zuraunte: höchstens die Mordspatrioten vom Schlage TsrouItde'S in eine billige Entlüftung. Diese Thatsache, überhaupt die Haltung der ftanzöfisckien Presse und Bevölkerung der albernen Reise- frage gegenüber, hat ihre Bedeutung. Die Volksthümlichkeit der von den Patentpatrioten mit Schalmeien und T>ompeten gefeierten russisch, ftanzösischen Allianz scheint im Erblassen be- griffen. Nur die boulangistische Presse sucht dieselbe durch laute« Geschrei noch zu galvanisiren, und Rochefort bauchrutscht noch vor dem zarischen Despotismus in der ekelerregendsten Weise. Dafür fängt da« französische Volk entschieden an, mit ruhigeren Gefühlen nach Deutschland hinüber zu blicken und einen Unterschied zu machen, zwischen dem deutschen Volk und der deutschen Regierung. Auf deutscher Seite liegt es j-tzt offenbar, die Franzosen nicht, wie bis dato geschehen, durch systematische Reizung in Verbitterung, EhauoiniSmuS und «me ungesunde russisch- französische Allianz hineinzu- Hetzen. Allerdings ist bisher von deutschen osfiziellen Kreisen, von der osfiziellen uad offiziösen Presse da« Möglichste geleistet worden, um da« gegentheilige Resultat zu erzielen. Man denke an die Grenzscheereien, an die Schimpf. und Schmähartikel der»inspirirten" Organe, an die systematisch sein sollende Boykottung der Ausstellung seitens der deutschen Industriellen und Künstler k. jc. Gerade der letzte Sommer weist in dieser Beziehung eine Thatsache auf. die, weil nur gewisse Kreise angehend, weniger an die Oeffentlichkeit trat, und die doch hoch charakteristisch ist, nach beiden Seiten hin, nach Seiten des Entgegenkommens der Franzosen und nach Seiten der ablehnenden Unfreundlichkeit der Deutschen. Während der Ausstellung fanden in Paris eine Reihe internationaler wissenschaftlicher Kongresse statt, zu dem die veranstaltenden ftanzösischen Gelehrten auch ihre deutschen Kollegen geladen, ja denselben theilweise im Vor- au« Ehrenämter zuertheilt hatten. So z. B. für den Kongreß der physiologischen Psychologie, der Änthoopologie ic. Auf diesen Kongressen werden zum Theil nicht nur wichtige Spezial- fragen, sonoern auch Fragen von großem sozialen Interesse be- handelt, so z. B. über die Rolle der Wissenschaft bei Ver- fälschung von Nahrungsmitteln zc. Kein einziger deutscher Gelehrter ist auf diesen Kongressen erschienen. Ihre Abwefen- heit illustrirt noch eine dritte Thassache, außer den ange- führten: welchen Männerstolz die Gelehrten des deutschen Reichs vor Königsthronen bewahrt haben, wie tief der deutsche Gelehrte in der Uniform de« preußischen Unteroffiziers steckt. Die boulangistische Entrüstung über die geargwöhnte Reise, über die veränderte Orientirung der ftanzösischen Politik fand in der übrigen Presse, zumal der republrkansschen, dmchaus kein Echo. In der Kammer wäre dieselbe wahrscheinlich seilen» der Majorität gleichfalls unbeantwortet geblieben. Anfang« hieß e«, daß der Republikaner Gerville« Röache«ine Jnter- pellation in der Kammer beadfichtige, und eine solche hätte Aufschluß gegeben, wie sich die neue Kammer zur russisch. ftanzösischen Allianz verhalte. Allein Gerville-R-ache hat auf seine Interpellation verzichtet, und die gesammte repa- blikanifche Presse, ja die öffentliche Meinung überhaupt rechnet ihm die« al« patriotisches Verdienst an, da es hieße, dem Vaterland schlecht dienen, wenn man heikle Fragen aus die parlamentarische Rednerdühne zerre, die nur Anlaß zu inter- nationaler Verstimmung und Reiberei bieten müßten, während Frankreich darnach zu streben habe, mit allen europäischen Mächten gute Beziehungen zu unterhalten. Die Boulangisten heben allerdings die Arme gen Himmel und deklamiren im Brustton sittlichen Entsetzens vom Verrath an der Würde de« Vaterlandes. Desgleichen beabsichtigen sie, wie es heißt, die Interpellation jetzt rhrerseit« auszunehmen und zu einer solchen über die gesammte auswärtige Politik der aktuellen Re- gierung zu erweitern ja sie munkeln sogar mit ge- heimnißvollen Mienen davon, daß sie in Anbetracht der zu enthüllenden Thatsachen, die nicht vor dre Oeffentlichkeit gezogen werden dürfen, die Einsetzung einer besonderen parlamentarischen Unlerluchungs- Kommission ver- langen. Allein die Herren haben so oft von Enthüllungen ge- sprachen, daß Jedermann die Sache für einen abgeschmackten Witz hielt, bestimmt, einen lange schmerzlich vermißten Tamtam um den Boulangismu« zu schlagen, und denselben dadurch al» größer erscheinen zu lassen, daß man ihn auf den Sockel de» Patriotismus stellt. Sollte der Spektakel in Szene gesetzt werden, so wäre dies nicht nm gegen den Willen der Kammer- Majorität, sondern auch ohne tiefere Sympathie de« Lande». Allerding« würde dann wieder seitens etlicher heißsporniger Mord«. Patrioten die üblichen Revanchedeklamationen gegen Deutschland und Liebes betheuerungen an Rußland vom Stapel gelassen werden. Wer dann wieder zuletzt lachte, da« wäre Bismarck, dem einzig und allein mit dem ftanzösischen Chauvinismus ge« dient ist, und jetzt anläßlich der Wahlen in Deutschland de- sonder» gedient wäre. Da« au« einem deusschen Reptil stammende Gerücht über die beabsichtigte Rerse Errnot'S sieht unter diesem G-ficht»- punkte betrachtet emem Versuchsballon verteufelt ähnlrch, der rn die Luft geschleudert worden ist, um zu prüfen, ob die Strömung in Frankreich oegen eine eventuelle stärkere Neigung reagiren und dadurch die Möglichkeit liefern wird, da« Ge penst „Die Weiber schlottern wieder vor Furcht. Warte, nun will ich ihnen erst einen Heidenschrecken einjagen." Er schlich nach dem Hausflur und stürzte nach einer Weile brüllend in die Stube zurück „Zu Hilfe, Leute! Um GotteSwillen zu Hilfe! Bonk ist da! Der Räuber Bonk, Ihr wißt ja.... er hat da» Messer gezückt!" Die Mädchen schrieen wie besessen und duckten sich auf ihre Spinnräder nieder, Christine selber zuckte zusammen und blickte ängstlich auf die noch kleinen Mädchen, die zu ihren Füßen saßen. Hau» versteckte sich hinter dem breite« Rücken de» Vater». Einzelnen Burschen war e» auch nicht recht geheuer, aber man kam gleich darauf, daß Alexy sich einen schlechten Scherz erlaubt hatte und lachte darob. Die ernste Christine aber war ärgerlich darob geworden. „Laß solche Dummheiten bleiben, Alexy!" rief sie dem Bruder ihre« Manne» zu.„Weißt Du nicht« Ver- nünftigere» anzugebe«, al« un« derart zu schrecken? Schäm' Dich doch!" Die Beruhigung wollte doch nicht ganz wiederkehren. Man merkte wohl, daß alle Anwesende« von Bonk gehört und von ihm gesprochen hatten. Die Bursche« hatten die unheimliche Geschichte vom Markte heimgebracht. Hanulka preßte die Hand an» Herz. „Wie e» doch geht, ich kann mich nicht beruhigen!" stammelte sie, mühsam nach Fassung ringend. Die groß« Ulana wischte sich den Angstschweiß von der Stirne ab und von allen Seiten hieß es vorwustvoll: „Alexy, Alexy wie konntest Du un« auf solche Ge- danken bringen! E» war doch genug an dem, was man darüber gehört. Er wird noch früh genug zu un« kommen, dieser Bonk, diese» Scheusal..." „Za, der wird un» freilich besuchen! Hu, hu! Und ei« scharfe« blitzende» Messer mitbringen!" lachte der junge Bauer in tollem Uebermuth. Abermals lautes Schalle«. „So hör' doch endlich damit auf, sag' ich Dir!" rief Christine, stampfte mit dem Fuße auf und da« Spinnrad in eine raschere Bewegung setzend, fügt« sie hinzu:„Singen wir lieber, Mädel." Spießbürger auftanz«- zu lassen. des Revanchekneges nochmalschei den Wahlen vor de« � 80. September ivflwarf,»it «nden solle. Vilm» lach »>rd aus der, «ter allen U« »erden würde 'dlungen ft| die Wähler wieder und wieder darauf aufmerksam zu** mtni- daß bedruckte Stimmzettel der Gegner gittig sind, x>olikifrl,e Ltcbcvl't FS» die de» erstehend» Mahl ist e« von gedruckte Name de« gegnerischen Kandidaten auSgesiriche*� über oder unter denselben der Name de» richttgen K»"�" geschrieben wird. Der gedruckte Rame muß aber deutle gestrichen werden, also mit Tinte, jedoch darf der Sü'� so dick sein, daß er auf der Rückseite des Stimmzettel« ß** Zlrt Ihnst Uber die �abhängigen »»fliegen, ein ' ung": Em >|(hm Bi ÄS iv v»\* vup**■"UI vct«auaicuc vcs vüi um»« z UOI ist. Auch muß der Rame de« richtigen Kandidaten md m Englar geschrieben fem, und nicht so dick, daß er durchscheint-'äc j-bm könnte einen Grund zur Ungiltigerklämng de««enen Person« abgeben.«»-.dem Rich E« wttd sehr gut sein, wenn die sozialdemokn� Mischen Ben Wahlkomitees überall auf diesen Punkt ihre Sufm-r�»keitder, lenken, und dafür sorgen, daß sie eine genügende � gegnerischer Stimmzettel zu ihrer Verfügung bekomme»- Händen von 9 "~"Swarnten In Ermangelung einer wirksamen Wahlparole»erdü giamtm, wel ##"«Kl «i A ff rtf t. IdV listengesetze« verlange und" daß dieselbe am Donnerst� Wehm, o linnen soll. Bei der F-stst-llung der Tagesordnung.� e« sei g. Windthorst Veranlassung, zu fragen, wie der JlTUNg% über die zweite Berathung d«« Eozialistenges- tze« den»,, S z, Jn der(Sc früher al« so eilig bezeichnet worden sei. Der Präsiv'V er darauf die diplomatisch« Antwort, daß nach den erngfl� Platze wes, Erkundigungen kein Grund vorliege, da« Sozi ü, st enges« auf die Tagesordnung zu sitzen. Er beabsichtige nach Abschluß der dritten Berathung de« Et-t«, Mittwoch oder Donnerstag. Jntereflant waren«'» toHirMuchi Verband lung zwei Z vischenbemerkunaen d«»$1 C w' fr>n«fsi v. Bölticher zu den Aeußerungen de« Abg. WindiHoV{L'«ner% vielleicht von der Journalrilentribüne nicht verstanden desto mehr aber rm Reichstage selbst. Al« Hm SB'!1; beionte, daß man früher da« neue Sozialiftengese» eilig angesehen Hab«, machte Minister v. Bö ttcher die Z' £*5 ufcr ü#* « v? % Sie hatte eine helle, wohlklingende Spinnerstim�si zu ihrer schöne« Gestalt paßte. Jeder wußte auch,*■" noch immer sehr gern sang, obwohl sie berett» seit dem zehnten Jahre verheirathet war. Einen langen, seine« � au« dem Spinnrocken ziehend, stimmte sie eine ernste, I' Melodie an: „Sagt, meine OechSlei«, sagt, meine liebe«,,,,, Warum denn wollt ihr den Pflug nicht mehr zieh Sagt mir, ihr Feen, sagt mir die Wahrheit, K' Warum denn wohl meine Jahre so flieh'«?" Ein Chor von glockenhellen, reinen und klare«, fl den und falschen Sttmmen sang in gedehnten Rythme» Reftain: „Wenn Deine Oech«lein da» Wiesengra« hätte»« Würden gewiß auch die Flur sie bebau'«; Wenn Deine Jahre de« Kummer nicht kennte», Würden gewiß auch dem Glücke sie trau'«." In eigenthümliche«, bald mächtig anschwellende«, leise verklingenden Akkorden schwebte da» Lied durM schwüle Luft der Stube, beglettet von dem monotone» schnurr der Spinnräder. Die Fäden schimmerte« g»tw' Luhtkrei» de» Feuer», die buntfarbigen Glasperle» Mieder der Mädchen blitzte« und die Zigarette«,.ß» bläuliche Rauchwolken am Herd zerflossen, glühte« a/�«il. �er zitternden Lichtfunke« im Schatten auf. Au» dem und licht de» raucherfüllten Räume» tauchten rothe W»% Köpfe mit zerzausten Haaren und funkelnden Auge» � S Die zwei Mädchen zu Christinen» Füße« streckte» �>l> n j' s-i der ?uch, mu: Mail fällt. IfVen »on dl SJ «n nackten Beinchen gegen da« �flammende �Feuer, währe��z S«in stä blonde« Köpfchen auf den Knieen der Mutter r»'�»... Die röche Kopfbinde Rastula'« flatterte eine Zeit lang � ~#0» *1 und her, bis sie am Rande de» Herde» niedersank Alte schlief ein. In demselben Augenblick schlug der alte Mikul», o' allein und schweigend an der Wand seine Pfeife die Augenlider auf, al» habe ihn da» Lied J KtC�»Bia "» "ä Traum geweckt, und sei» Blick ? egengesetzten Wand, wo er erstaunt tankte hafte« blieb. (Schluß folgt.) Ii?®1 r J"1 I'ng« der Reichstag noch beisammen gehalten rven solle, trotz der bevorstehenden Wahlen, bemerkte Se. .lächelnd:.Bis----- |»___-.---— WMSV444V rV i? lächelnd:.Bis zur Erschlaffung". Im Reichstag L-tZJm E°Ä der einen Seite angenommen, daß die Verhandlungen ?°llen Umständen bis zum Sonnabend zu Ende gefühtt _..utfifttden Würden mnf.r�.K Of-K——--- k.l r.* w „----- um jum«unnoonrö zu snoe geführt an itWult vP würden, während Ändere meinen, daß sich die Ver- könnt � uoch bis in die nächste Woche hineinziehen -..----— on ÖW O".»I" »'•.�»1.- btiflelMte®nir. en ök deutlit er Strit ldemol Sufmerst igende omme». ole»«d? """bem�At" � ar01 sewenlich die Wahrheit zu sagen wie ""''W«»'xT �n. d« vollendeten Unparteilichkeit j ner KIMP»wn elt daher Niemand~'' ■ f.:- swEiicu vager sciemano. Auch an der Um- �l'chkeit derselben stöbt man sich nicht. Wer ein Interesse an »Sache hat muh schon Spreu und Weizen sondern. Wie anders �st preutzische Dentschrift! Die ganze Untersuchung hat in den S®"btn von Beamten aeruht, noch dazu von theilwetse so chen «Wen, welche der Arbeiterfrag« nichts weniger als ohne iterliegl �|U1 ndefangen und unparteiisch ansehen, wer will es leugnen? «»- Afe JS ??w«iren mubte!" zweckdienlich !Ürdigun dem Leser über Denn.eine Ber» erscheint an fich weil der sehr er« .„ lg der UntersuchungS» Das ist sehr fürsorglich, aber ?. aiJLt.rii._ i. k:. oprmM-7. W v �avcttlnspektoren vertdeidigt, Ui kann, dal ist«, dj,», P�ntlichen mußte. Aber noch on den K Bergarbeiter sind v on den hselung nJ'* Detlonlix"0?,"Njuflecht...................... (en ollen'4m Urthnls zu ersparen,.die in der Denkschrift ,f de« r P�neti S* Beurlheilungin thatsächlichrr Verhältnisse kenn- - � öä|fu&?Ä"« k'TÄÄ Pe Tarft.nP'", auf welche« wir uns heute beschränken wollen, �»eUiittA ft» iu w— o vc---;_ Okx-C—. ,B. fojtl ossfn t« iMctnfö �"ne ki" �a"er mit einem Lohn von höchstens z,7U Zvcarr AlleA� Jttn Familie nicht auskommen. Und wiiS sagt M dt« Pnk»»Den näheren Beweis für die Behauptung, lte» Sfbeitet fxT.u Sum Lebensunterhalte nicht ausgereicht, find die oet er»«"i rotttiai wii? geblieben, und e« haben die Vernehmungen kein schreibt!�«el�.»ch der Richtung ergeben, daß bei einem Theil der rtaa?. od« gar bei der Gesammtheit em Nothstand t statt.*1 i,Utschreit,,»* Alsdann warnen dre.Kommissarien" vor arunt« jfl �iihung k"0eJ?.und fahren fort:.UebrigenS liegt für eine urg 5xn«Ä"?';�4S5'S mit tte,«ob«!«?' denselben schon vor dem Ausstände ie,ch«toS'x$°d«n 1»ei,,, Lebenshaltung ermöglicht de«. v�.?at."n»'0klchx Unordnunaen bervoraebracht triff,' Pier'.®lr haben uns über diese'' Untersuchung nie» dt«. müssen die Nationalliberalen in Siegen Buh P d"»Kreuz.Zeitung" soeben triumphicend lid�® mtschj.�P �ntung der nationalliberalen Partei in l->n.. m. Sie hat nach Siegen die Mittheilung er« '' Ort W# auch, seit feine». miste, st la'n1�1.... rt'l�'btktt(ri',nr jjlvor-»»»„» Proletarier, die r. slare«, I Rythme» I hätte«, »; seniite», l'«." llenden, !d durl? ?noto«e« en gold'l aSperle»� rette«, kWüü IP. i0&«« vite.. m seit la«g >ersa«k au« >ach zt auf lich diese zwei Wirkungen«zeugt; Aufhäufung von Reichthum in immer wenigeren Händen, neben fortschreitender Verelendigung der arbeitenden Massen. Und schon ist er überzeugt, daß der hierdurch bedingte Jnter«ssenwid«strtit die Zivilisation mit innerem V«fall bedroht; deshalb befürwortet er schon, bevor der Kapitalismus feine Zähne gezeigt: Verkürzung der Arbeits- zeit auf 7, höchstens 8 Stunden. Aber Helvetiu« kannte die Menschen, und darum begriff er, daß die Erfüllung seiner Forderung nicht so bald erfolgen würde. Er frägt:.Aber in welchem Lande Europa'« ist die Sache in dies« Zeit einzu- führen? Daran ist so schnell nicht zu denken. Uno doch ist bei der täglich zunehmenden Verrotwng der Zustände in sämmt lichen Ländern zu bemerken, daß die Sache keineswegs eine platonische(d. h. eine ideale, unausführbare) ist. In kürzerer od« läng«« Zeit müssen, wie die Weisen sagen, alle Möglich- leiten zur Wirklichkeit werden. So b«eitS vor mehr als hundert Jahren! Ein drastische« Beispiel davon, um wie viel langsamer die Massen d« Menschheit fich bewegen, als d«en«leuchtete Denker und Lehr«! Heute muß man sogar Arbestern noch beweisen, daß allgemeine Verkärzung deS ArbeitStageS aufzunächst8 Stunden vor allem nothwendig ist, wenn nicht da« arbeitende Volk endlich bis zur Tiefe d« Unfähigkeit und Selbstauflösung in materielle«, wie geistige« und moralisches Elend vnfinken soll. Ab«, wenn auch für den denkenden, nach dem glorreichen Ziele fich sehnenden Menschen langsam, sehr langsam— vor- wärt« geht e» doch, unonkennbar vorwärts! Was damals em einzelner Gelehrter dachte und schrieb, da« denken und danach streben j-tzt Hunderttausende von Arbeitern in allen Ländnn de« Erdball«. Und Tausende von ungelehrten, ab« sozialistisch geschulten Proletariern giebt es heute in jedem einzelnen d« Jndustrieländ«. welche immnhin weit« sehen, als d« wack«e Philosoph in Mitte de« vorigen Jahrhunderts, mdem fie wissen— wa« er nicht wissen konnte—, nämlich: daß d« Kampf um den Normalarbeitstag nur da« Vorspiel ist für dm Hauptakt der Verwirklichung de« Ideal« politisch« Freiheit und allgemein« Kultur auf Gnmd eine« System« universeller Kooperation, welche« unvermeidlich au« den beftehmdm Ver- Hältnissen emporwachsm muß..Die Nacht weicht langsam au« dm Thälttn"— ab« e« tagt! Emir» Pascha hat fich nach ein« Sanfibar«.Time«"- Nachricht vom 18. d. M, welche d«.Voss. Ztg. mitgetheilt wird, theilweise erholt. Er leidet jetzt an einem Geschwür am Schädel und an em« theilweism Lahmung d« Zunge. Er will von einer Uebrrfiedelung nach Sanstbar nicht« wissen. Auß« seinem dmtschm Arzt« empfängt« keine Europäer. Mi« die Vetreidezoll» dm Getreideprei« in Deutsch- land oertheuern, eraiebt eine V«gleichung der Getreidepreise in B«lin und Amst«dam au« den Jahrm 1880 bis 1889, die in dem Jahresbericht d« Amsterdamer Getreidefirma M. u. R. Demouchy veröffentlicht wird. In d« Zeit von 1874—79, wo Deutschland keinen Rozgmzoll und Holland bis zum I.Juli 1877 nur einen unbedeutenden statistischm Zoll erhob, warm die Preise an dm beiden Märkten gleich, während im Zeitraum 1880—84, wo der deutsche Roggen- zoll 1 M. pro 100 Kilogr.(— 12,60 G. pro 2100 Kilogr.) betrug, die Bttlin» Preis« ungefähr um denselbm Betrag, nämlich um ll G. höher standen. Ja dm Jahren 1885—87, also in der Z-it, wo Dmtschland emm Roggmzoll von 3 M. hatte(= 37 80 G. pro 2100 Kilogr.), betrug da Unterschied der Preise zwrschm B«Iin und Amsterdam im Durchschnitt 34 G. für 2100 Kilogr. zu Gunsten Amsterdam«, mit andern Worten 2100 Kilogr. Getreide waren in Amsterdam um 34 G. billiger zu kaufen als in Berlin. Mitte Januar 1885 standen die Berliner Preise um 25 G. höh« als in Amst«dam, ad« schon Mitte Juli betrug d« Unterschied 36 G, hob sich Januar 1886 auf 37 G., fiel Juli 1886 auf 35 G. und stieg Juli 1887 wieder auf 36 G. Thatsächlich war also, wenn man von dem erstm Halbjahr 1885 absteht, der Roggenpreis in Amsterdam bis auf«inen Unterschied von 1,80 G. um den vollen Betrag des deutschen Zolle« niedriger al« in Berlin. Aebnliche««aiebt die Zusammmstellung d« Preise in dm Jahrm 1888/89, wo der deutsche Roggmzoll 5 M. pro 100 Kilogr.— 63 G. pro 2100 Kilogr. betrug. Mitte Januar 1888 war der Preis in Bertin um 50 G. höher al« in Amstndam. Mitte Juli 1888 58®., Mitte Januar 1889 um 64 G., Mitte Juli 1889 um 61 G., so daß also der Berliner Preis im V«glnch zu Amsterdam nur um 2 Gulden p« 2000 Ka. hinter dem vollm Betrage des Zolle« zurückblieb. Da« Fallen der Roggmpreise hat der deutsche Getreidezoll, wie aus d« Zu- sammmstellung der Preise seit 1874 h«vorgeht, nicht verhindem können. Wenn Deutschland also, so sagt d« Bericht be« hauptet, seine Roggenpreise seim nicht geftiegm, wenngleich die Zolldifferenzen 50 M. p« 1000 Kg.= 63 G. per 2100 Kilogr. ausmacht, so hat doch der Holländ« ebm sein Biot erheblich billiger kaufen können, mit anderen Watten d« deutsche Konsument hat dm Getreidezoll getragen und muß heute noch trotz d« Steig«ung der Preise den G'treideproduzmten für da« Fallen d« Getreidepreise auf dem Weltmarkt schadlos halten. Fra«kr-tch. P a r i s, 20. Januar. In d« Kammer richtete F l 0 u r e n S eine Anfrage an die Regierung w Betreff d« Schwi«igkeiten, welche den franzöfischm Fischern an der Küste von Neufund- land bereitet würden. Der Minister de« Amßnn, Spuller, erklärt, die Schwieriakeitm hältm ihre Ursache an dem Wider« stände, welche da« lokale Parlammt von Neufundland fortge- setzt dem englisch-franzöfischm Handel«üb«einkommen entgegen. setze. D« Zwischenfall ist damit geschlossm. D« Deputirte Lachambre bringt jedoch nochmals dieselbe Frage in d« Form einer Interpellation ein, über welche die Kammem nach einer Darlegung de« Marineminister« Barbey zur ein« fachen Tagesordnung übergeht. Lacher« interpellut wegen der Annullirung des von dem Paris« Munizipalrath zu Gunstm der Streikenden im Rhbnedepartemmt bewilligten Kredite. Der Minister de« Jnnem, Constan«, erwidert, die Kredite seien annullirt morden, weil der Pariser Munizipalrath seine Befugnisse überschrittm hätte. Jvff.in besteigt sodann unter Heftigen Protesten d« Rechten und d« Boulangistm die Tribüne. Cuneo d'Omano und Dugu- de la Fauconnerie wurden zur O-dnung gerufen und gegen Deroulöde die Zensur verhängt. Dre Kammer beschloß die zeitweilige Ausschließung gegm D�rouiboe. D« Präfidmt ersuchte in Folgte dessen T-roulede, dm Sitzungssaal zu verlassm, D-roulöde rühite fich j-doch nicht. Die Sitzung wurde deshalb zeitweilig aufgehoben. Währmd ber Unt«b.«chung der Komme'fitzung wurde Döroul-de durch einen Ob«ft in Begleitung eine« P quet« Soldatm ohne Waffm au« dem Saale entfemt. Die Sitzung wurde sodann um 6 Uhr 50 Min. wird« aufgenommen. AI« d« Saal fich wieder füllte, befand fich Joffcin auf d« Tribüne. Die Rechte und die Boulangisten setzten ihre Proteste fort und d« Boulangist Mrllrvoye interpellirte ledhaft den Präfidmtm Casimir Pen«. D« Präsident be- fragte die«°mm« wegm Verhängung der Zensur gegen Millevoye. Millevoye vnlangte und«hielt da« Wort; d«- glbe beschuldigte die Majorität, fich gegen da« Pnnzip d« olkssouveränltät aufgelehnt zu haben, indem fie die Wahl Joffcin'« bestätigt habe, welcher durch die Mrnontat in Montmartre gewählt sei. Die Kamm« beschloß, Millevoye da« Wort zu entzrehm. Der Präfidmt schlug vor, üb« Millevoye die zeitweilige Ausschließung zu verhängen, Millevoy: erklärte, « halte seine Worte ausrecht, e« sei die Kammer, welche sich gegen da« Volk auflehne. Die Kamm« beschloß die zeitweilige Ausschließung Millevoye'«, welch« fich jedoch weig«te, dm Saal zu verlassm. Die Sitzung wurde um 7 Uhr 10 Min. auf i Stunde vertagt.— Nach d« Wiederaufnahme der Sitzung um 7 Uhr 20 Minuten erklärte Laauerre, er werde Joffrin nicht zu Worte kommm lassm. Auch üb« Lagu«re wurde die zeitweilige Ausschließung verhängt, und wurde, al« derselbe fich ebenfall« weigerte, den Saal zu v«Iassm, die Sitzung um 7 Uhr 40 Minuten nochmals auf'/« Stunde vertagt. Nach d« Wied«aufnahme der S'tzung um 7 Uhr 50 Minuten verließen mehrere boulangistifche Deputirte dm Saal und war es Joffiin nunmehr möglich»u fpiechm. D«selbe tadelte die Annullirung der durch dm Paris« Munizipalrath bewilligtm Kredite unv schloß mit Angriffen gegen Boulanger. Die Kammer beschloß mit 292 gegen 52 Stimmm bei 344 Abstim- menden den Uebngang zur einfachen Tagesordnung. Die Sitzung wurde hierauf definitiv aufgehoben. Spante«. Madrid, 20. Januar. Da« neue Kabinet ist wie folgt konstituirt: Sagasta, Präfidium; Arw'jo, Auswärtige«: Puig- cerver, Justiz; Gm«al Bermu lez Reina, Krieg; Admiral Romezo, Marine; Becerra, öffentliche Arbeitm; Guillon, Ko- lonien; Capdepon, Inn««» und Eguilioz, Finanzen. Derlarnrnlungen. Per Fachuerrir» der Maler hielt am Montag Abmd eine von 500 Personen besuchte Versammlung im Heise'schm Saale(Lichtenbergerstraße) ah. Nach einem beifällig auf. genommenen Vortrage de« Herrn Bölsche über»Darwinismus" wurde befchlossm, behufs weit«« Propaganda für dm V«ein ein Flugblatt h«auszugeben. Die Zustände in Feibisch'« Fabrik wurden scharf kritifirt. Die nächste Versammlung findet nach den ReichStagSwahlen statt. Melffenfoe. Am Freitag Abmd tagte hrer im Lokale de» Herrn Rettig eine vom V«ein Freifinn einberufme öffmt- liche Wählervnsammlung, zu welch« alle Parteim eingeladen und freie DiSkusfion zugesagt war. Besucht war dieselbe von ca. 80 Personen, zum Drittel Sozialdemokratm. Da« Referat, »Stellung zur Reich«tag«wahl", übernahm der als Kandidat aufgestellte Direktor de« Zmtralviehhof«, Oekonomi«ath Hau«. bürg. Er führte ungefähr folgende« au«: Ich bin kein Parka- mmtari«, auch schon zu alt dazu, weiß auch nicht, wie man ! gerade bei der Wahl eme« Kandidaten auf mich gefallen ist; ollte da« Geschick e« wollen, so w«de ich im Sinne de« fort- chrittlichen Programm« stimmm. Die Freiheit de« Individuum« jetonmd, meinte«, der Freifinn habe Ideale, die er jetzt nicht verwirklichm kann;« sei jetzt die am besten gehaßte Partei, auch stimmen bei ihnm die Zahl der Kandidaten mit derjmigm d« Wähl« nicht übnein. Redner betont, gegen die Lebm»- mittelvnthmnuna und Zölle zu sein, auch gegen da« Ausnahmegesetz. Er bedauerte, daß sein« Zeit 28 semer Partei mitgeholfen habm, dasselbe zu Stande zu bringen. Redn« erwähnte da« Programm, feinen einzelnen Paragraphm nach, ließ fit, da« 35 Jahre Landwirlh war, in theatralisch« Weise auf die Schilderung seiner Erfahrungen ein, um, zur Kolonialpolitik üb«gehmd, zu «wähnen, daß ne hierbei al« Reichtfeinde noch mehr verrufen wärm als die Sozialdemokraten, de« Reptilienfonds noch«- wähnend, schloß er damit, die« sei der Boden, auf dem« stände, und war e« Anfang« nicht seine Abficht(« hatte eme Stunde gesprochm) so lange zu sprechm. Er wünsche, daß die Befitzlosen, die ja dem Freifinn angehörm, im Sinne de« Frei- sinn« an die Wahlume h«antretm. In d« DiSkusfion bekam Herr A. Stadthagen da« Wort. Er vermied e«, auf die Au«- fühmngm de« Vorredn«« persönlich einzugehen, da selbig« e« schon vorzog, ihm das Feld zu räumen und nach Hause zu gehm, sondern«klärte und mtsaltete das Programm der Sozialdemokratie; nur bei ein« Gelegenheit nahm« Veran- lossung, die vom Refermtm zitirte gehäsfige Schreibweise de« .Volksblatt«" bezüglich de« Artikels voriger Woche, in dem e« lautet:.Sieht man heute die Kämpen de« Freisinn«, Junk« und Schlotbarone" richtig zu stellm, daß doch hi« unmöglich mit dem Letzteren d« Freifinn gemeint sein kann. Im Hinweis auf dm Elbnjeld« Prozeß, bezüglich Untergrabung de» Recht«. bewußtsein» im Volt, und emgehmd auf dm Welfmfond«, meinte er, daß da« beste Schild für da« Hau«, in dem derselbe v«- wahrt wird, die Ausschrist lauten müßte:»Für Lumpm w«dm hi« die höchsten Preise gezahlt!" Seine Ausführungen gipfelten im Weiteren im Koalitionsrecht der Arbeit«, V«. kürzung d« Arbeitszeit, Arbeiterschußgesetze u. s. w. D« Redner wurde ledoch von dm von Vomrtheilen vollgepfrvpftm geschäft«- ordnungsliebenden Freifinniam mit dm Rufm.Pfui" und .Quatsch" unt«brochen, dafür lohnte ihm von uns«« Seite der v«dimte Beifall. Ein von dm Freifinnigm bevorzugt« Redner Namen« Plun«(Lichtenberg) brachte e« unter and«em fertig, Herrn Stadthagen zu verdächtigen, daß er fortschrittlich agitirt und gewählt, mithin kein Recht habe, so für die Sozial- d'mokratie emzutretm, und behauptete auch, daß von dm 800 000 Wählern unserer Partei nicht Em« da« wahre Programm d« Sozialdemokratie kenne. Unter tem allgemein bekannten Phrasen und dm Beifall seine« Gleichen schließmd mußte« fich gefallen lassm, von Herrn A. Stadthagm belehrt zu werden. Er bequemte sich darauf Konzessionen zu machen. Unter dem Vorwand, daß e« schon spät wäre, bekam man e« fertig, trotz schriftlich« Meldung, einen and«m Sozialistm nicht sprechen zu lassm und ohne Erledigung d« Tagesordnung »Wabl eine« Wahlkomitee'»" die Versammlung zu schließen. Neinickendorf. Am Mittwoch fand in Reimckmdorf im Restaurant Seeschiößchm eine große Wählerversammlung statt, w welcher d« Kandidat de« Kreise«. Herr Rechtsanwalt Stadt- Hägen, üb« die bevorstebmde Reichstaaswahl sprach. D« Referent unt«zog die Schöpfungen d« Majorität de« Reich«. tags einer strengen, oft von großem Beifallssturm unterbrochenen Kritik, geißelte da« V«halten der Dmtschfreifinnigm und betonte, daß unbedingt eine and«e Majorität in dm Reichstag gebracht werden müsse. Es würben sonst dem Volke noch weit«« Lasten aufgebürdet und die wenigen Rechte, welche die Arbeit« noch hätten, vollends beseitigt werden. Reich« Beifall lohnte die vortrefflichen Ausführungen de« Herrn Stadlhagen. An der DiSkusfion bethnligten fich im Sinne de« Refermtm die Herren Schäfer, Schmidt, Ehrlich und And«e. Die V«- sammlung fand unter dem Vorfitz de« Herm Ehrlich statt. Am Sonntag fand abermals in Reinickendorf im See- fchlößchen eine große Wählervnsammlung statt, unt« dem Vorfitz de« Herrn Schäfer. Da, nachdem die V«sammlung nach d« Eröffnung auf 20 Minuten vertagt worden, der Re- fermt He« Litfin noch nicht«schimen war, so«ferirte zunächst He« Otto Knauf an dessen Stelle. Nach Verlauf einer halben Stunde«schien d« Refnent, dessen AuSführungm mit großem Beifall aufgmommm wurden. An d« Ditkusfion belheiliatm fich die Herrm Thut, Ehrlich, Heidtmann u. A. Zu.Ve> schiedenes" wurde d« Antrag an- genommen, da» Lokal von Krause in Pankow streng zu meiden, a der Wirth nicht allein fem Lokal zu Versammlungm v«- «eignt, sondern noch obmdrem die Arbeit« für Lumpm«- klärt hat. F-m« wurde vom Genossen Wegn« berichtet, daß er mit ein paar Gerossm am Sonntag, den 12. d. Mtfl., au« dem Lokal von Goldack« zu Reinickmdorf, vls-a-vls dem Seeschlößchen, gewiesen wurde, weil der Wirth keine Sozialdemo- kratm in semem Lokal duldet. Nachdem noch d« Antrag, fich nicht an der Schloßfr-iheit. Lotterie zu betheiligm, angenommm war, und Gmosse Knauf noch einen warmm Appell an die Versammestm gerichtet, nur bei solchm Wirthm zu verkehrm, welche den Arbeitern entgegen kommen, schloß d« Vorfitzmde die Versammlung.— Die Geburtstagsfeier de« Genossen Hidde, de« Nestor« von Reinickmdorf, hielt noch einen großen Theil der Bmossm bis zur Fei«abmbstunde beisammm. Theater. Mittwoch, den 22. Januar. Npernhan». Die Hugenotten. Kchanspiethan«. Erich Brahe. Z»fttng-Sh«ater. Di« Geigenfee. Deutsche» Theater. Krieg im Frieden. Kertiner Theater. König Lear. Friedrich- Wilhelmstädtische» Theater. Der arme Jonathan. Wallner-Theater. Ultimo. Aestdent-Theater. Die arme Löwin. Dirtoria- Theater. Stanley in Afrika. Krall'» Theater. Der Königsgardist. Kelleallianr«-Theater. Der Fleck auf der Ehr'. Gsteud-Theater. Drei Tage au« dem Leben «ine« Spieler«. Köuigstädtifche» Theater. Mensch, ärgere Dich nicht. Tentral-Theater. Berolina. Adolph Grust-Theater. Flotte Weiber. Keichohalleu-Theater. Gr. Spezialitäten. Vorstellung. Kaufmann'» Uari6t6. Gr. Spezialitäten. Vorstellung. Gedr. Richter'» ParMte. Spezialitäten. Vorstellung. Alhambra-Theater, Wallnertheaterstrahe 15. Neu einstudirt: Die Waise aas Komaod. Schauspiel in 4 Akt. v. Eharl.Birch-Pfeiffer. a.®. Jan« Eye: Frl. Douglas Kord Rochester: Herr Jäger. ®*me 30®f. JämS: [.«MM 50«f.%,«MM 40«I. lt. Anfang de« Konzert« 7 Uhr, der Vor» stellung 7t Uhr. Bon« und Familien» billet« haben Giltigkeit. Amepican-Theatep. Dresdeuerstrahe 55. Täglich Vorstellung» [1365 Englischer Garten. .Ileranderstraß« 27c. Auftreten der Kostüm« Soubrette Frl. Fritzi Korn» Austreten der Parterre« Gymnastiker» Truppe Plmk. Auftreten der Gesang«. Duettistinnen Geschwister Breche. Auftreten der Kostüm» Soubrette Frl. Fran» oiska Clairemont. Austreten de« Gesang«» Humoristen Herrn Kalnberg. Anfang Wochentag« 8 Uhr. Entree 30, 50 und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Sonntag« Anfang halb 6 Uhr. Sonntog« Entre« 50 Pf., relervirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. VollstSndig neues Programm. Circus Renz. Karlstrahe. Heute, Mittwoch, den 22. Jan., Abend« 7t Uhr: Gaia-Uor stellung unter Mitwirkung der vorzügl- R-irkür.stlerinnen und Reitkünftler. Reiten und Vorführen der bestdresstrten Schul» und Freiheitspferde. Novität! Zum 1. Male: Novität! Deutsche Turner» iGesetlich fleschtUU Grohe nationale Ongmal-Pantomime vom Hof Balletmeister A. S-cm«, inszenirt vom Direktor E. Renz, Musik von C-hnbley. Turner au« allen deutschen Gauen. Festlich geschmückie Bürgermädchen u. f. w. Ort der Handlung: Nahe Berlin«. Dekorationen. Kostüme, Requisiten, Wagen neu und prachtvoll. Morgen Vorstellung. Deutsche Turner. E. Renz, Direktor. Große öffentliche Uersammlung der Tittler md Berlin« und Umgegend am Donnerstag, den 23. Jan., Abend« 8t Uhr, in TeigmüIer'S Talon, Alte Jakobstrabe 48». Tagesordnung: 1. Unsere Lohnbewegung. 2. Die jetzige Mi litäcarbeit. 3. Verschiedene«. Zu dieser Versammlung sind ganz besonder« die im Saitlergewerbe beschäftigten HauSindu- striellen eingeladen. Um recht zahlreiche« Er scheinen ersucht 9«y Giuberufer.[88 Zur Keachtung für Paffaae 1 Tr 9 M.- 10 Uhr A. Kaiser-Panorama. um ersten Mal« Dritte Reise d. malerische sächsische Tchwetz. Dritter Eyclu«: Parts«? WeUausNeRung. Hochmtereffant: Hertha-Rrtfe. Eine Reif« 20 Pf., Kind nur'0 Pf. Aboni'. De« Genossen halte ich meine MMeu-Gllrüerode bei Bedarf best, empfohlen. Gröhte Auswahl! vtll P«. verein eu Pretsermätzig Fk. Pilkknu!, Ad albert str. SS. Jede Uhr zu repariren und reinigen kostet de' mir unter Garantie de« Gutgehen« nm 1 Mb. 50 Mg. Kleine Revaraturen billiger. Lage? aller Arter- neuer Uhren, vertauf zu Fahrtkhretse», he« 5911 2!® E. Rother«, III «drea»sir. 68. wm haussreftr. 78. Mdel. eigener Fabrik. 8i!i6£6l a. Polsterwaarea- Cr. Lager, bllL Preise. Emil Hayn, Brunnerstr. 38, Hof psrt TheHr, o*ch Uebereloknnft Allklirl>eitttil.-Arbtittliii»til. Am Donnerstag den 23. d. M., Abb«. 8t Uhr, im Lokale Weiustrahe 11, findet«ine DelegirtettK ersammlung statt. 883 Die Lohnüberwachungskommisstoe tzer Tabak' arbeite? uud-Arbettertuue«. Wing Dtchln. Alle diejenigen Kollegen, welche noch im Be- fitze von Liften für die streikenden Wiener Perl» multarbeiter sind, werden aufgefordert, dieselben an die bekannten Vertrauensleute bi« spätesten« Sonntag, den 26. Januar, abzuliefern. Sonnabende von 8—10 Uhr Abend« und Sonntage von 11— 1 Uhr Vormittag« wer» den Linen nur bei Gründe!, Dresdener- strabe 116, entgegen genommen. 766 Die Vertrauensleute. I. A.: F. A.Rautenberg, PrinjtsfinnenKr.22 Erklärung. Hierdurch nehme ich die Worte gegen Herrn M i e l e n« betreff- der Lokalveeweiaerung zurück. August Senftieben, Restaucateur, 889] Johauulsthal. Nur 1_ kostet jede Uhr zu reinigen unter Garantie. Bei allen Reparaturen nird der Preis vorher gesagt.[841 EleseP, Uhrmacher(Fachmann) Ron» hustr. 15, Ecke Mariannen str. ztohtalmh am hiesigen�ws�bÄkannUich��[1653 Garamtirt stcho» kromcmd» Uekako. Streng reell« Bedienung, billigste Preist! Sämmlliche im Handel hefindiichen Roh» Tabake sind am Lager. «. Soldaobmidt,«»«udaunchrttcke« am Hackeschen Markt Eisenwaaren, Werkzeuge, Kau«- u. Kückleagerätiae E Vogthei*!*»»«riw c. Laudsbergerstratze 560 64(am Alezanderplatz). einer Punschextract, Origlfl. excl. 1,25 Glühwetuertract . Grogertract Tckluunuervuasch, krafiil. Burgund erpunsch, au« be' Burgunder Wein Auauasvuusch, a. fr. Fr. Slühwetnertraet, au« feinstem Bordeaux Alt. Hochs. Thee-Ru« Lit. 1�5 1LS 1,50 2fiO 2fiO Zngbrritkör.b. 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Trispel, Wienerftr. 17 II Gr. öffentliche Wähler Versam heS 3. Berlin« ReWßMMreiseS am Mittwoch, de« 23. Januar, Abends 8 bei Scheffep, Jnfelftratze Rr. 10. r d n u n g w kusfion. 832 1. Die ReichStagSwahlen und die Arbeiter. Referent Herr Albert GchMidt-l !. Verschiedene«.— Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammumg I— Der Sinberul�' Grobe öffentliche Wähler-Aersammlu« Vsr _ 48.e des 4. Berliktt UeWlWWkW 1 in Auf der � ü'.s'.'Ä am Mittwoch, de« 22. Jannar ds. IS-, Abends 8'>i in den Zentpal-Festsälen, Oranienstr. 180» TageS-Ordnung: 1. Die bevorstehenden ReichStagSwahlen. Referent: Arthur Etabthage«.,______ 3. Verschiedene«..{**4 kurzer T Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt.,, i B a m b, 878 Der Einberuft wurde h«« L* Auswar!! —»Mesen. jzi: des 6. Bali»« WÄtDiWeW, Afü Große öffentl. Wählerversammlß m« Mittwoch, den 22. Jannar"ds. M*, Abends 8* i«%% ----—------- J fcr Agtt. �.«on Ja im Deutschen Volks-Theatep, Schönhauser TageS»Ordnung: Referent ReichStagSabgeordneter W. Li# Die 860 »et- bV> Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Der E i n b e ruf�>. Oeffentl. WählerversammlB in Retntckendorf am Donnepstag, de« 28. Januar d». Js., Abend» 8 f im Restaurant Seeschlösschen, Marbstr. 1—2. 1. Vortrag 3. Verschiedene«. Tage«-Ordnung be« Herrn Alwin Karsten über ReichstagSardeiten. 2. JSg«. I SV- H-stS, » Ii Der Einberuft� ZU' fei. Große öffentliche ÄeinMh Versammlal einberufen vom J Uerbani» der Steinmetzen Dentschlav' esfc- M. Ncai»1 4 am Fpeitag, den 24. Januar 1890, Abends 8 im Lotale Konigshof, Bülowstratze 37. Tageo-Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht über die halbjährige Thätigkeit de« Vorstande«. 2 Vorstandsmitgliedes. 3. Verschiedene«..jt Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber soll kein Steinmetz abwesend fem und' Zutritt. Gäste find willkommen.. 882 Der Vorstand ggr" m-a A .�emnä «loaUf Große öffentliche VersammW der Kartonardeiter».-Ardeiteri«� S4' Alchen' Uhk' am Donnepstag, de« 83. Januar, Abends 8 bei jopdan, Neue Grüustratze Nr. 28. TageS-Ordnung: eJ F . Die Maßnahmen der Kartonfabrik von Ehlert u Lange und wie baden sich o" u, t arbeitet und-A'beiteriniien demgegenüber zu verhallen? Referent Kollege$. Greif*;"Ucher. 2. Diskussion. 3. Vttschiedene«. zgg�Abg. j Sämmtliche Kartonarbeiter und-Arbeiterinnen find verpflichtet, zu erscheinen. J 884 Di e Einberufe r NB.; lieber die Kartonfabrik von Ehlert A Lange, OresdeneC* lat die Sperre verhängt._____ � de» jch en. tti n Achtung Argolder!! Da e« der Firma aethlovr Ä Co.(Goldleistenfabrik), Köpnickerftraße lOS»,) eil aelungen ist, einige undedeulenoe Kräfte heranzuziehen, e« aber ganz unmöglich'/ s«r pflichtungen der Kundschaft gegenüber gerecht zu werden, und der endliche Sieg mutz, ja fordern wir nochmals die Kollegen auf, dort keine Arbeit zu nehmen, bi« die o' l erklärt, auf unsere Forderungen ewzug-hen. §*��2�222�2�1�2222!�� Soeben erschien: Die Geschichte der Krde.> Von K. Komm-U. Heft 17. * Krst»v Pfennige. Zu beziehen durch die Erpeditton, Zimmer st raße 44. -W SS& % I?, sjs dK' h.ÜÄ Soeben erschien: Der wahre Jacob Dp. 91. Zu beziehen durch die Expedition, Znnmer- Kraß« 44. Der unentgeldltche Apheitsnachweis de« 328 zötereßemertiits ü. Bttl.Wenmltitt befindet sich nach wie vo. Maelrusstr. 26, Restaurant bei Kollege Leichnitz. Der Vorstand der Berliner Ktsteumacher. aämmtlioher Größte Auswahl, billigste Preise. B. Elkhuyeon, Wünrktraß*� Nottellan-, Glas- a. StelugstB und Hfingelatop* Tiaoh- una nangaiB.-'r, empfiehlt billigst r C. Rahmloer. Lotstringerstr"? ihmlovr, LotstringerSr"» b, m RestWIn IhLx% imderobtför fe.antwortirw««edakteur;«urt Haast» in Bertm.»ruck und Verlag von Mar Kadw« in Berlin SW.,«euthttraße 2. MSktWröerobe für Hrma von 1 Mk. an im Pasamentier. G'fchöft:. � Reich.nbergeretraaee' BlOcherstraese>0 »tnna f««l � P'in £'! Seu" bo STy&.üjrjja B on 1. Beilage zum Berliner Bolksblatt. ».»r. 18. Mittwoch, de« SS. Januar 1890. V�vlmnentsliertchte. >ds 8 m ,»* Kalander(Beynn), Graf von Hohrnthal �S»chs«n> u. U. der Taaetordnung Kebt zunächst die dritte Be« de« Gesetzentwurf«, betreffead eine Postdampf» »Verbin dung mit Ostafrika. Derselbe wurde Debatte, an welcher fich die Abg. v. Cuny und �'.Vamberper betheiligten, destaitiv angenommen. Dann Sf» ttß rgänzungsetat(Umbau de« Dienstgebaude« �«»»«artigen Amt«, Wilhelmstr. 78) der Budgelkomansfion � folgt die dritte Berathung de« Etat«. ». Etaat-sekeetar de« Innern Dr.». K-ttiche- will, zur uÄWob der Debatte und rascher Herberfuhrung eine« Be» den ver Kündeten Regierungen längst an�tannt, und ste % ä --- mit Anträgen auf Aufdesie» ober könne rhnev erwünschter ................ eter Beziehung auf rin Volun de« ÜT?«» stützen könnten. Nach den bisherigen E o terungen ?? diese« Gegenstand seien die verbündeten RePerunaen tz� stutze sich«. Er müsse daher den Vorwurf»uruck oeisen, tu rÜ verbündeten Regierungen solchm Anreaunzen.kuhlbi« »# 5�. hinan» gegenüberständen. Käme e« allein auf da« Herz �«rsteter hiir eine verbindliche Ertlä-ung nicht abgeben t««.?'. 3war liege ein Beschluß auch heute noch nicht vor, ,2�« auf Anfrage ein- solche Reihe von Z rstimmungen hTf"' dah die Majorität im Bunde-rath für den beab» Schritt zur Ausbesserung der Beamtengehalter ge» sei-(S-bhaste Zustimmung.) In diesem S.nne >ÄW* dem Hause die Annahme der von d« Budget- #3� � beantragten R salulion. Di« Antrage Richter und '°?ne er nicht ewps.hlen. Da« Hau« noge üch über« %***, dah die verbündeten Regierungen an Warme t« G�N'dnng nicht hinter ihm zmückolndm wurden.(Lrbhafier Uhr, st»»»?,',�ichter(dfr.) wundert fich, weShclb er bisher an kol�/ �assang de« BundeSroth« getehlt habe, obwohl an"'',* gewesen sei. Wie in Preußen dem Herrn ** El.sts'.ai.ftet, so war e« auch dem Herrn Staat«sekce.är �srkn»��stamttz schon jetzt möglich gewesen, Gehalt«auf- At»» der Unterbeamten im ReichshiuZhalt vorzus.hen. sei!? un>e ReichSlag aß im Herbst einberufen werde, B6 Mißlich, denn den aufzubessernden Beamten �ieitia darauf an, daß die Aufbesserungen möglichst ''»�.ten. -—mimfRotu0�*• Duene namen» der ».d����etär Frhr». Maltzahn ttitt der Leaenben- 7m>v»ik� biegen, al« od inrerhald der preußischen Finanz- d«nsch»'ine höhere g ii, forte für die B-amiennusbesserung urnerholb der RUchtfiranzvcrwaitung. Der dem �cht Landtag vorgelegte E>at gehe in dieser Beziehung % fttu» ex' dr« bezüglich n Schritte der R-ichsregimnig s» �ch,»".*»— fi...»«nr friium Schi,--- (L, daß da« Hau« noch vor seincm Schlug nq und nix!,n?tn der Regierungen so einmuthig gezeigt diese, b?0"'/ daß auch der nächste Reichstag so emmülhig _ ÄI �«'ehung lein möge.(Beifall.) st*»« Li �'dr.». Gm(RnchSp) erkürt seine volle Zustim- wohlwollmden Erklärung de« Staattsekretär« D�»»igse«(nIO hält e« angeficht« der Er» st»« Pai,r? Staalsiekretär« von Bötticher nicht für angezeigt, «fWeD-n" k" me zu Beamten- Ausbesserungen in den Etat ?stst»sskn�.,* Ju'tiative müsse den vertün beten Regierungen jstk stall, �fden. Darum bitte er die Antragsteller Richter stWolJw. i Emztlarträg* zurück, uziehen, und da« Hau», t)a,o,,f rt Komwiisioi'. zuzust'.mm.n. *nU5Se fun'rf d» Abgg.»alle(natl) und Richter � 0tt«dthoust(Z.) spricht seine Befriedigung über -.«rw-a öes Slaot»>ekr.täc- v. BLiticher au«. %*** Ich bin gleichfalls befriedigt von dem Ber- v■"-rx-- k*# Etk QlUM . iL,«1� bts Staat« fekretacs v. BLiticher au«. M d..,' stwgn,, Ich bm gleichfalls befriedigt vi............ I? Herrn«1. wünsche nm, daß die feierliche Eck äiung n.;,®f0o,|f«'t«löc« de« Innern nicht dasselbe Schicksal Mio*«« m r'den so feierliche von roch höherer Stelle au«. $ dt«».�sprechung in Betriff der Vorlegung eine« Gesetze« Dj« der Einkommensteuer in P.eußen. »Bon wird geschlossen. � s«bau'iU.."�<'r btn antrQ0 d'r Kommisfion erfolgt "•—*•«---» A..-1� Dtj *( st, nunmehr in die Spezialberathunfg fatt Etat der Reichskanzlei ist von Seiten de« Abgeord» auf eine weitere in für alle rt-'«« oer»teta)#ianjin m«w» w. «»«Ben« der Antrag eingebracht: Reichskanzlei zu ersuchen,—,-- s? d'rung der Sonnt-gSruhe und Enmo�lichung der dme am Gode« dienst« »ach �-�dacht zu nehmen. Beamte > wll*«'««'»« �-int ifjnii»!>>..-»..«,« erbält da« ['U* Krieg«mmister». Kerdy d« Kernoi«: Allerdwg« find die Sachin dem Mmistnium de« Innern übergeben, und ich kann auch heute keine weitere Auskunft ertheilin, da die Ber» Handlungen noch nicht abgeschlossen find. Beim Kapi'el der„Reisekosten u. f. w." erklärt Abg.#***- man«, mit Rückficht auf die GetckäflSlagi de« Haus,« auf die Erledigung seine« Antrage«, betreffend freie Reise für die Beurlaubten de« Soldatenstande«, für diese Sesfion verzichten zu wollen. In nächster Sesfion werde er selbst nicht mehr im Reichstage fein, einer ferner Freunde werde den Antrag wieder aufnrymen, und er bitte den Herrn Kriegsminister inzwischen die Höhe der bei Annahme seine« Antrage« entstehenden Kosten ermitteln zu lassen. Wim Postetat nimmt da« Wort Siaatssekrelär de« Reichtpostamt«». Step ha»: Bei der zw itt» Lesung de« Postetats hat Herr Richier einen Fall zur Sp-ache gebracht, in welchem ein kleiner Z messen möchte. So dringend do« Be» dürfniß nach einem neuen Postgebäude in Mariei.burg ist, na» menilich in Bezug auf die HochfLth— die Nogat stattet Be« suche im Exp dilionsduleau ab and stand bei der letzten großm Ueberschwemmung bis an» Fenster— ich will mich damit einverttanoen eiklären, daß der Posten diesmal abgesetzt wird(Btaoo!), aber ich möchte doch zwei Vorbehalte ousspiechen, mit denen der Herr Vorredner einverstanden sein wird: einmal, daß un« ein Bauplatz ohne weitere Opfer für da« Reich überwiesen wird, in derselven Größe, und ungefähr derselben Gestalt und derselben günstigen Berk, h S lag«; zweiten«, daß die Sache fich nicht In omne devum hmzt-h«. Da« Be- dürfniß ist so dringend, daß länger att em Jahr die Her stellung eine« neuen""' v«» v/ vMp• v».. r** Dienftgebäude« nicht mehr hmauSgeschoden werden kann. Der an« angebotene Bauplatz entspricht diesen An- » I»' QTTV. m M vTa«i(t vm t s»ti f» tA werven»ann.---------,------ forderungen m knner Weise. Wangaden die Steigerung de« Post. verkehr« in Zeitz nachweist. E« folat der Etat de« Reich«amt« de« Innern. Abg. Metel(natl.): Ich möchte bei dieser Gelegenheit die hohen Kosten, welche den Mitgliedern der Müllerei» Beruf»geuossenschaften emstehen, zur Sprache b> ingen. Die Kosten dieser»eruf«genossenschaft ftnS so uagewöznlich hohe, daß die« wohl der Gruud gewesen fem mag, daß B.yern 7. Jahrg. den Antrag bei den verbündeten Regierungen gestellt hat, eine besondere bayerische Müller ei-BerufSgenossenschast einzu- richten. Staattsekretär». OöMcher: Der Herr Abgeordnete täuscht fich, wenn er ataudt, die bayrische Regierung habe den Antrag aus Einnchtuna einer bayerischen Müllerei« Beruttgenossenschafi gestellt. Die« ist vielmehr ein Antrag der bayrischen Sektion der Genossenschaft und auch nur em Fünftel der Mitglieder hat fich bei Stellung desselben betheiliqt. Die hohen V-rwaltungtkosten find ja beklagenswerth, d,e Regierung hat aber kein Mittel in der Hand, dieselben zu ermäßigen, da die Beruftgenossenschasten SMKoerwiltungSorzane fi-id. Ich kann nur von dieser Stelle die Mahnung an Die Genossenschaften wiederholen, möglichst solche Organtsalionen zu Kesten, welche nicht zu kostspielig arbeiten. Abg Kröber(Volkspai tei) beklagt die Gestaltung der Be« ruf«genossenschasten und halt eine Reform derselben für dringend noihMendia. Der Etat wird btt auf die Position der Matrikular-Bei- käg« erledigt, die weitere Berathung vertäut Nächste Sitzung: Mittwoch 2 Uhr. Koziitlistenge» so». Schluß 5t Uhr. ZldgMvdttotetthn««. 3. Sitzung vom 2l. Jan.uar 11 Uhr. Am Ministertische: von Stolz, Dr. von Luciu«, Dr. von Schelling, von Maybach und Kommissare. Präsident v, Koller theilt dem Hause mit, daß der Kaiser do» Präsidium in Audienz empfangen, die Kundgebung der Theitnahme de« Hause« an dem Heimgänge der Kaiserin Augusta huldvoll entgegen genommen und den Präsidenten beauftragt habe, dem Hause den Allerhöchsten Dank au /zu- Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung de« Etat« pro 1890/91. Abg.». Aue««(Zenk.): Der Etat an und für fich würde fich kaum zu einer Generalberaihung eignen; die einzelnen Zahlen werden dazu dienen, auf ihre wutzschaftliche Beben- tung geprüft zu werden. E-freulit ist die erweiterte Für- sorge für den gewerblichen Unterricht und für die Kataster» beamten, doch wird es fich fragen, ob diese Fürsorge au-- reicht. Indessen, ich will darauf nicht eingehen, will oielmehr nur einige allgemeine Bemerkungen machen. Au« der Defizitwirthschait find wir heraus und find in die Reservat- wirchschast gekommen: ich will darüber keine Vorwürfe erheben, bin vielmehr damit einverstanden, stimme aber dem Herrn Finanzminister dann bei, daß wir äußeist vorsichtig sein müssen. Zu den von dem Herrn Finanzmrnister angesührien Gnrnd-n, welche zur Vo> siebt gemahnen, tritt noch ein Grund hinzu und da« ist unser Verhältniß zu den Finanzen be» Reiche«. Das Ä-ich arbeitet nicht mit einem Defizit, weil diese« durch die Matrikulardeiträge gedeckt wird, wir werde« aber auch auf einen höheren Eitraq der Reichssteuern nicht rechnen dürfen, dagegen in Betracht ziehen müssen, daß im nächsten Jahre dem Reiche die Fürsorge für die Durchführung de« Alter«, und JnvalidenverforgungSgesetze« obliegt. Wenn der Herr Finanzmmister un« aufgefordert hat, die Zollpolitik nicht durch Rück-oärttrevidirung zu schäbigen, so stehe ich nicht an, zu erklären, daß ich Irod der hrh-n Preise die Aufhebung der Getreidezölle für ein Verbrechen haken würde.(Sehr richtig! recht«.) Die Aushebung dieser Zölle würbe für die Landwkthschaft im Osten der Todesstoß sein und nur die Unkmntniß der Verhältnisse kann die Aufhebung derselben fordern.(Sehr richtig! recht«.) Wae die lex Hüne anlangt, an welche nnch der Herr Kollege Meyer soeben ermnert, so habe ich von Anfang an betont, daß ich mich auf den Augenblick freuen würde, wo wk aus d«m unvollkommenen Zustand heraus- kommen und zu einem besseren übergehen könnten, wo wir namentlich dauernde Ueberweisungen erholten werden. Die Art und W-üfe, m welcher mein Antrag wegen Regelung der Grund» und Gebäudesteuer im vorigen Jahre hier im Haute aufge- nommen wurde, hat nach den Woiten der Thronrede dahin ge» führt, mit der Reform der Einkommensteuer vorläufig noch zurückiuhalten. Ich begrüße diese Aeußerung der Thronrede mrt Freuben, denn für solche gesetzzeberilche Maßregeln find Grundlagen nö'hig, welche der einzelne Abgeordnele sich nicht schaffen kann. Die Grund, und Gebaudtstruer halte ich für die ungerechteste Steuer und ich glaube, daß jetzt die Zeit ist, mit der Steuerreform vorzugehen, denn eine Steuerreform soll man eintreten lassen, wenn man Geld hat. Die Thronrede hat eine Aufbesserung der Beamtengehäller verheißen; wir werden die Vorloge der Regierung darüber erwarten und un« mit ihr verständigen. Ich wünsche aber, daß die Regierung dabei auch der Steuerzahler gedenken und un« die Sieuerresormvorlage recht bald zugehen lassen mö.�e. (Beifall im Z-nlrum.) Die inzwischen festgestellte Rednerliste ergiebt 8 Redner gegen und 10 Ärhnw für den Etat. Abg. Frhr.»I.Zedlitz(keikons.) ist in den meisten Punkter. mit dem Vorredner em verstanden, will fich daher kurz fassen. Redner mahnt gleichfalls zur Vorsicht, da Rückschläge nicht unmöglich wären. Betriff« der landwirthschastlich-n Verhält» nisse und Gekeidezölle strmmt er vem Vorredner unbedingt zu, dagegen bestreitet er, daß keine Verminderung de« Branntwern- verbraucks staltgefund-n habe. Die Börsen steuei könne noch rviit höhere Erträge abwerfen, als jetzt, und die Rachseinnahme» wurden gnviß überhaupt ohne Belastung der wnriaer wähl- habenden Volkskiassen gesteigert werden können; vorläufig aber müßten die Einzetstaaten sich auf Eihöbung der Mutrikular« bciträge gefaßt machen. Die Wünsche auf Turrfherabsetzung der Ersenbahnen seien deshalb auch zur Zeit zurückzuweisen, da dadurch ein erheblicher Ausfall an Emnahmen herbeigeführt werden würde. Redner wünscht Aushebung der>«-» Hueue und Neberweisung der Grund» und Gebäudefteuer an die G-M'inden; damit hält- auch Herr v. Huene seine l«r selbst krikfiri. Damit in Verbindung mußte natürlich die Reform der direkten Steunn vorgenommen werden. Die Umwandlung der preußischen Elsenbahn Priontaten in 3jproz. Konsol« sei eine ebenso besonnene al« segensreich« Maßregel gewesen, allerdings werde durch derartige ---------------».-——--- unstcherm --- ii. hj, _ �_____ � b\t* selben nicht durch eine gar nicht bestehende Theüerung motivirt werden dürften. Im Uebrigm seien sie aber dringend nöthig und sollten je eher, desto lieber durchgeführt werden. (Bravo!) Abg. Uitkert befindet fich der in einer Stunde beginnenden Reich» rag» fttzuna wegen w einer peinlichen Zwangslage und bittet den Präsidenten, wenigsteri« morgen kerne Eiais» berathung ansetzen zu«ollen, da im Reichstage wahrscheinlich da« Eoztallftengesetz berathen werden würde. Redner ist mit der Finanzlage zufrieden, um so weniger begreife er die Me« lancholi« d«S Finanjm'nister«: so schlimm stand« die Sache doch nicht, daß er einen solch ttagtschen Ton anzuschlagen brauche. Nach langen persönlichen Aukeinar.derschungen mit dem Vorredner, die«m sachliche« I rteusse nicht Meten, erklärt Redner, feine Partei denke gar nicht daran, die Gelreidezölle einseitig auf- zuhebcn, sondern nur in Verbindung mit dem ganzen Zoll- tarif. Anzuerkennen sei die Sanstmutb, mit der der Finanz« minister seine(Redners) Partei behandelt habe; bedeutungt- voll sei die« freilich nicht, wie manche meinten, e« käme doch alles auf Friedrichsruh an, und da der Reichskanzler stet« von Berlin fern sei, verliere das Ministerium Fühlung mit ihm; thatsachtich werde auch gegen die freisinnige Partei alles beim alten bleiben. Dasselbe werde auch der Fall sein mit den wünschenswerthen Reformen, die nun wieder auf die lange Bank geschoben seien. Wenn man mit 80 Millionen Ueber- schüfsen nicht einmal Steuerreformen vornehmm könne, wann wolle man es dann thun? Bei diesem lieber- schusse verlange nun der Aufruf der freikonservativen Partei Steuererhöhungen und motion t sie mit Gehalts« erhöhungen und Kosten des AiterSversorgunaSgesetze«! Gegen- über ven 400 Mill. Mkhrbewilligungen im Reichstag« sind die Erleichterungen für Preußen im Gilammtbettage von 80 Mill. doch sehr maßig, da eigentlich auf Preußen 240 Mill. fallen nrnferen Wenn freilich die Forderungen für Marine und Kownialpolitik so wachsen wie bisher, werden wir bald zu ganz- lich unhaltbaren Frnaazverhältmssen gelangen. Sine Reform der Gewerbesteuer fei dringend nothwendig und gar nicht kost- spielig, aber Ausficht sei nicht dazu vorhanden; ebenso stände «S nnt der Ernkommensteut», deren Reform im vorigen Jahre unter sehr eigenthumlichen Umständen verhindert worden sei. Allerdings fei eine Steuerreform nur möglich in Ver- Hindun« mit der Landgemerndc-Ordnung und Gemeindesteuer-Reform, und er würde immer und immer wieder darauf zurückkommen, daß dieselbe endlich vorgenommen werden müsse. Dre St uneiafchätzungen seien überhaupt sehr Willkür- lich, in Schlesien sei es z. B. Gewohnheitsrecht geworden, daß die Großgrundbesitzer mit nur einem Drittel ihres Ein- kommen« besteuert würden. Dieselben Willkürlichkeiten herrschten bei der Veranlagung zur Grundsteuer bei den kleineren Besitzern, wie verschiedene Vorkommmsse bewiesen. ReZner meint, daß gerade die« Jahr, wo die Landwnthe kein Korn verkauf« n könnten, sondern kaufen müßten, die Schädlich- keil der Getreidezölle in hohem Grade erwerke, e« sei also nicht 8-schickt vom Fmanrminister gewesen, da« Lob der Zölle zu singen. ibenso sei e« nnt dem beklagenSwerthen Arbeitermangel; trotzdem derselbe besonder« in Westpreußen sehr erheblich wäre, würden fortwährend Ausweisungen vorgenommen. Jetzt müßte der Osten dw Folgen tragen, und die seien recht schwer. Weiter b mangelt Redner noch die Voranschläge einiger Etats« titel, wie z. B. de« Forstetats und EssenbahnetatS, wo viel zu große Vorsicht angewendet worden sei und wünscht, daß letz- terer Etat nicht der Budgetkommisfion, sondern erner belonde- ren Kommission überwiesen werde, um auch die Tarifsragen endlich erörtern zu können. Zum Schlüsse bemängelt Redner rigorose Verfahren gegen solche Lehrer, welche nicht für regierungsfreundliche Kanvidaten stimmten, wofür er mehrere Beispiele anführt. Präsident». Koller theilt mit, daß ihm von dem Berichte der Untersuchungskommrsfion über die Bergarbeiter 150 Exemplare zur Verlheilung zugegangen seien. Darauf wird die Fortsetzung der Berathung auf Mittwoch II Uhr vertagt. Lokslss. 91* Kokalkommifsto« veröffentlicht nachstehend die Liste der Wrrthe, die ihre Lokale»u Versammlungen unentgeltlich her- geben und bemerkt hierzu, daß dieselbe wöchentlich einmal mit ev. Wänderungen abgedruckt wird, ferner, daß Veröffentlichungen in Bezug auf die Lokalfragt nur von den Herren Wilhelm Werner, Tebastianstr. 72, August Jnfinger, Rüdersdorfer. 45, Otto Heindorf, Langettr. 70, auszugehen haben. Alle eventuellen Unregelmäßigkeiten find an die genannten Herren zu berichten. Adler-Brauerei, Gesundbrunnen. Aktienbrauerei Moabit. Bergfchloßbrauerei, Rixdorf. Beyer, Reue Grünftr. 14. Bock-Brauerei, Tempelhofer Berg. Böhmische« Brauhaus. Bönhoff, Müllerstr. 142. Bötzow'« Brauerei. Bolzmann, Andreasstr. 26. Bobert, Weinstr. 11. Brauerei Tivoli, Kreuzberg. Brauerei Königstadt. Brauerei FriednchShain(LipS). Brauerei Friedrichshöhe(Patzenhofer). Brauerei Pfefferberg. Konzert-Park Oftend, Frankfurter Allee. Deigmüller'S Salon, Alte Jakobstr. 48#. Deutsches Volkstheater, Schönhauser Allee. Eiskeller-Stablissement, Ehausseestr. Elyfium, Landsberger Allee. Feuerstein'« Salon, Alte Jakobstr. 75. Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/70. Gnadt, Brunnenftr. 88. Gottschalk(früher Huth), Badstraße, Gesundbrunnen. Gründer'« Salon, Schwerinstr. 18. Habel'« Brauerei, Bergmannftr. 5— 7. Heise, Lichtenbergerstr. 21. Heydrich'a Säle, Beuthstr. 18/21. F'itz Jlge«, WilSnackerstr. 63. Industrie-Hallen, Mariannen str. 81/82. 3-dl(früher Keller), Andreasstr. 21. Jordan'« Salon, Neue Grünstr. 28. Kaufmanns Variet«, Königs-Kolonade«. Keller, Bergstr. 68. Königshof, Bülowstraße. Königftadt-Kafino, Holzmarktstr. 72. Klein« Jestsäle, Oranienstr. 180. Kliem, Hasenhaid«. KonigSbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Krüger'« Salon, Wasserthorstr. 68. Kuhlmeo'« GesellschaftShau«, KöSlinerstr. 17. Mmiendad(Gesundbrunnen), Badstr. 85—86. Metzner, Lanvsbergerstr. 37. Neustädtischer Volksgarten, Proskauerstraß«. Norddeutsche Brauerei, Shausseestr. 58. Orschel, Sebastianstr. 39. Pohl, Müllerstr. 7. W. Nehlitz, Bergstr. 12. Renz' Salon, Naunynstr. 27._ Rennefahrt« Salon, Dennewttzstr. 18. Reyer, Alte Jakobstraße 83. Roll, Adalbertstr. 21. Sachow, Müllerstr. 136. Eaeger, Grüner Weg 29. Sahnt'« Klubhau«, Annenstr. 18- Sanssouci, Kottbuserstr. 4. Scheffer'« Salon, Jnselftr. 10. Schloßbrauerei Schöneberg. Schneider, Belforterstr. 15. Schröder, Müllerstr. 178(Weddmgpark). Schwerzergarten, Am Könrasthor. Silber'« Salon, Schwedterstr. 24 Süd-Ost, Waldemarstr. 75. Trillhose, Rosenthalerstr. 11. llnionsbrauerei Hasenhaide. VereinSbrauerei(RixdorF. Viktoriabrauerei, Lützowstraße. Viktoria. Salon, P-rlebergerstr. 13. Volksbrauerei(Moabit). Wedding-Kasino, Schulstr. 29. Weimann's Volksgarten Gesundbrunnen. Wendt, Dresdenerstr. 116. Wollschläger, Blumenstr. 78. Wohlharwt, Manteuffelftr. 9. Zemter, Münzstr. 11. tür Moabit will sich Herr Fritz Voß, Birkenstraße 59, für alle Diejenigen, denen die rötdige Zeit fehlt, drr Durch- ficht der Wahllisten unterziehen. Man wende sich also an genannten Herrn. Die Wählerlisten für den 6. Wahlkreis für andere Arbeiter einzusehen, hat sich auch Herr Paul Dreier, Tischler, Eho in er- straße 12, vorn 4 Trepp m bereit et klärt. Für den 4. Wahl- kreis hat sich Herr Karl Scholz, Wrangelstr, 32, zu demfilben Dienste erboten. Nachträglich geht ur.« in Sachen der Listendmchficht noch folgende Mittheilung zu: Um eine Masseneinficht der Wählerlisten zu ermöglichen, machen wir die Wahler darauf aufmerksam, daß fick u> Int stehende Gastwirthe erboten haben, uneigennützig die Wähler- listen für diejenigen Wähler einzusehen, welche durch A-deitS- bebst gungen ober andere Umstände behindett find, die Eii.ficht selbst auszuführen. E« ist nothwendig, daß die best-ffmden Gastwirthe von Seiten der Wähler mit genügender Legittmalion versehen werden, um eine cvenluelle Nachstagung der Nicht- eingestageven veranlassen zu können. Es find folgende Herren: Reßaurateur Robert Nürnberg, Anklamerstr. 49. , Peterson, Veteran enstr. 21. „ Johann Gnadt, B unnenstr. 38. „ M.x Schryer, Invaliden- und Acker- stcaßen Eck«. Das Zenstal Wablkomitee. Nachdem dir Aurchbruch der Iwim-rstraffe vom Kriegsmmisterium bewilligt worden ist, nocurch der Virkehr in derselben bedeutend g»ste>gert werden wird, findet .WWW auch schon nach den dortigen Häusern und Mielhewohnungen größ-re Nachfrage statt. Di« deutsche Feuerverficherung«- Aktiengesell- schaft, welche bisher ihre G-schäfisräume in dem Haufe Friedrich- und Kronenstroßm- Ecke inne hatte, hat bereits da« Hau« Zimmerstr. 19(zweites Haus von der Friedrichstrabe) erworben und wird zum 1. Juli ihre GefchästSraume dahin verlegen. Eine»e«r Pferdedahnlinie, welche seit langer Zeit geplant, deren Ausführung ader infolge behördlicher und technischer Schwierigkitten bisher nicht in Angriff genommen werden konnte, soll nun, nachdem jene Echwieligkeiten de- seitiat, in möglichst beschleunigtem T-mpo fertiggestellt werden. Es handelt sich nämlich um eine Linie von großer Bedeutung, jene zwischen Charlottcnburg und dem Kriminalpalast in Moabit, beginnend am Knie in Charlottenburg, dmch die Marchstraße, über Marchbrücke, Straße 8 zur Gohkow, kidrücke führend, lieber diese letztere hinweg biegt die Bahn recht« in vre Straße Alt- Moabit ein und führt durch diese bi« zu dem genannten GenchtSgebäude. Daß dieselbe einen unberechen- aren Vortheit für den Personenverkehr zwischen Moabit und Charlottendurg resp. dem Südwesten und Westen Berlins dretet. springt in dre Augen. Die Verzögerung m der Anlage her Bahn stricke wurde in erster Linie dadmch herbeigeführt, daß sich die über den Landwehr. Kanal führende Ma chbrücke als zu schmal und zu schwach erwie« und einem vollständigen Umbau unterzogen werden mußte. Die jetzt heirschende milde Witterung gestattet eine energische Inangriffnahme der Ai betten und hat man seit Montag mit dem Aufieißen de« Fahrdawm-«, dem Anfahren der Eisenbahnschienen und dem Legen der Schwellen begonnen. Mt dem beginnenden Frühling dürfte die ganze Strecke bereits in Betrieb geletzt fein. Dt« fiskalische Abdeckerei, von der man im Publikum aemeinhi« annimmt, daß ih. die Pferde- und sonstigen Thier- kadaver, w-lchc st« durch ihre Wagen infolge behördlicher An- ordnungen von den Unfallstellen nach dem Terrain der Ab' deckerei trar, Sportarten, umsonst zufallen, zahlt für drese!bin noch immer ganz paffable Preise. Nach einem von derselben aus- gestellten Preis komant zahlt die Verwaltung für Pfirde und Rinder 12—15 M., für Schweine(lobte oder unheilbai kranke) von 100 Pfund Gewicht ab bis 5 M. für den Zentner. Im Laufe eine« Jahre« kommt da eine recht erkleckliche Summe zusammen. linier den Gepäckträgern auf dem Kahnhof Friedrich strasto herrscht mtolge emer im vorigen Monat bewirkten Mußregel große Aufregung. Bis dahm waren dort 56 Gepäckttager beschäfligt, welche sich in den gemeinschaftlich erzielten Vetdienst zu therlen hotten. Derselbe oelief sich dt« dahin bei einer Dienstzeit von de« Morgen« ,6 Uhr bis Abends nach 11 Uhr 3 M. bis 3 50 M. pro Mann. Seit dieser Zeit ist aber die Zahl der Gepäckträger um 30 Mann, also auf 86, erhöht, und müssen sich nun diese in den gleichen Gesammtverdienst iheilen. Der höchste Betrag, den diese Eisenbahnbediev steten, von denen einzelne schon bis zu vre zig Jahre bei der Bahn beschäftigt sind, jetzt bezogen Huben, war 2,50 M., während an manchen Tagen auch nur 1,70 M. und darunter erzielt wurden. Daß ein solcher Lohnsatz für so an- strengende, langandauernde, ununte, brachere Atbeitszeit zum Unterhalt dreser Leute nicht ausreicht, ist einleuchteno. E« muß daher Aufaobe der Verwaltungsbehörde sein, in«gend einer Weise Abhilfe zu schaffen, und wir find auch überzeugt, daß e» hierzu nur diese« Hinweise« bedarf. Da» elektrisch« Ftcht beginnt neben der noch immer zunehmenden Verwendung des Pet oleumS dem Gase erheb- liehe Konkurrenz nicht nur durch den Pnvatgebrauch, sondern auch in Bezug auf die öff.nlliche Beleuchtung zu machen. So waren nach den möglichst eingehenden Aufnahmen aller elektri- schenfBeleuchtungSanlagen, für welche die Berliner Sleklriziläl«- werke zu dem VerwaltungSberichte de« städtischen Erleuchtung«- kuratorium für 1888/89 die erforderliche Auskunft ertheili haben, für die öffenrlich« Beleuchtung während de« ganzen Boriebs- jähre« 1889/89 86 Bogenlampen in der Leipzigctstcaße in Benutzung. Vom 1. September 1888 wurde ferner der Straßen- zug von dem Brandenburger Thor« ab dv'ch die Siraße »Unter den Linden*, Operr p�tz, Lustgarten und Kaiser W ihelm« straße durch 104 elektrische Bogenlampen deleuchtet; beide Ar- lagen werden von den Berliner Elektriziiärswerken v«rso>gt. Außer diesen beiden Einrichtungen für die äffe- Ii, che Beleuchtung versorgten die Berliner Elektrizitätswerke au« ihren beiden Zentralanlagen in der Markgrofenstraße und in der Mauerstraß« ultimo März 1889 an elektischen Anlagen 687 gegen 489 im Jahr« 1887,88, durch welche 8622 Bogenlamoen und 62816 Glühlampen erleuchtet werven. Unter den von den Berliner Elektrizitätswerken versorgten Flammen find die in ...._ V» A.»-. v.-# V A• dem königl Opernhaus« und Schauspielhause vorhandenen drei "'"5 Glühlampen mit«ingerechnet. Tie Bogenlampen und 8595 auf der stabtischen Gasanstalt am Stralauer Plötz«nigenchtete elektrische Versuchsstaiion versorgt außerdem 12 Bozen Ivmpm und 60 Glühlampen. Die Gesamwiz hl aller ermittelten«lek- irischen Lampen, einschließlich ver für die öffentirche B�leuch- tung bestimmten, brttägt daher ultimo März 1889 8774 Bogenlampen und 62876 Glühlampen. Da angenommen werden kann, daß jede Bogenlampe im Durchschnitt gleich sechs Gtüh- lampen und jede Glühlampe gleich einer Gasflamme ist, so«nt- spricht die Gesammtzahl der vorhandenen elekinschen Lampen ungefähr einer Zahl von 85 520 Gae flammen. In Be�ug auf den gesteigerten Verbrauch de« Peitolmm», welcher tn dem letzten Jahre eingetreten ist, ist durch die Angaben de« konig- lrchen HaupiilcuercmteS festgestellt, daß die Einfuhr trolcum in Berlin von 47 299 t im Iahte 1887 an' im Iahte 1888, al o nahezu 15 pCi. gestiegen ist. hicraach immer mehr zunehmenden Ausdehnung des n. Lichtes und de« Pet oleumve> brauch« haben dre GaSanstalt-n dennoch in dem Bettiebsj hr« 1888/89 eine nrcht unbrtröchtliche Erwettetung ihres Beiried!»> indem der Gasverbrauch, welchen dirlclben zu bkfri'drsrn eine Steigerung von m hr al« 3% Millioren Kub k««� «Schlefi-r* mit wiederum Sage nach Hau SÄ!" 5<'liiilUT »lnkrui»!" Trori »".."»halten h weist. Wnin�auf�der einen S'tte dcr steiige 3�/� Schick�' B Bevölkerung, welch« nach den Angaben de« swt itta mit Gr, NSZss! ft.4» nothwendigen Folge hat, so tst andererseits»rcht zt z, haben, denn der wi.thschasilichen Thätigkeit sich bemerkltch��) Dstnb welcher nrcht ohne Gasdedarfes bleiben Einfluß konnte. auf Die die Eteigetuk». M fi»asi»ielw L��°« n° n sse, welche im Etatsjahre 1888/89 au« dem Betriebe � � ansialten der Stadt Berlin erzielt worden find,; 0-5 gegen. üb r den Ergebnissen de« Vorjahres in Folge W q ä it, auf, indem die Preise sür«oaks im Lause de. 3%, unetheblich-r�öht werden konnt-n und auch für den Wl'i Theere« die Verhältnisse günstig« al« im Vorjrhre lag», dt« statf' Angabe des soeben«Ichienenen NnwaltungSdena», � w"» stäl tischen Gasanstalten siellie sich der au* d-m®ttr'v7««dz Gasweike für da« Jahr 1888/89 für die Stattl«##*. btrebene Gewinn im Ganzen auf 8 531 505 54 M s? j«»-»>- lt 1887,83 war dieser G�sommtgewmn bcrrch-r zu 7 829 13 ist daher in dem Rechnungsjahr 1688/89 gegen da» eine Erhöhuna«ingetr'ten um 702 443 48 M. B» scheint ja, als ob die Iafiaenza in mälig nachlassen wollte, ohne daß st« freilich de»«�, weiieten Sieg?» lauf über die alte und neue Well geben höt e. Bei d« Bekanntschast, die wohl so zi>«v' an sich oder seinen Nachbaren mit der Ktankheit P«1" wird e« von allgemeinem Jntei esse sei, auf da», rva» Dicken« m serr en Haus hold Word« v. 23. S. 333, a.n-i Drosch «�«btsitzeiS moi„M en aus, fir U-beii Krankheit sagt, aufwerk-am zu machen; e« ist geradezu fri bar, wie sehr die», was damals geschrieben ist, auf aufg« treten« K ankheit paßt. Gr sagt:»Ich Hab« MissiS Rummer, daß wenn Sie den Schnupfen immer dann sprechen, daß Sie die I, fluenza habern Zweifel ist I. fluenza ja ein Katarrh, ob« ein Kat« als Epidemie austritt und der glücklich« Weife noch herrscht. Während der letzten drei Jahrhund«te ist geläh- gegen zwanzig Mal aufgetreten und nach j-d« Heimsuchung find vrrschiedene Petsonen einzelnen' der Krankheit noch auSgesttzt gewesen, ab« damit dann zu Ende. Es ist ein« Epidemie, ab« H* sonderbar«. Die Krankheit wird durch feine Einflüss« Lust hetvorgerusen und wird deshalb von den Jiad fluenza genannt, während die Franzosen sie al« G r-, zeichnen und alt« Ae-zt« sie al«»ansteck, nden ssaiarrh j nennen. Sicherlich ist sie ansteckend, ab« da« ist r>»E, alles; richtig« Influenza schließt nicht nur alle« So"' Kalanh enthält, ein, mtt em« mehr als gewöhnlich dej Neigung, sich auf die Auren zu werfen, sondern sie ist»� gleiiet von einem gewaltigen Sinken d« Lebensgeister. kann do« Nied.rgcbtückislw, da« infolge d« Influenz«' so wenig mtt dem v«gl«ichen, welche« nach ein«" kommt, al« man einen B.unnen mit dem Loch einet wurm« verwechseln wird. Die Krankheit hat emen Verlaus; ein vorher gesund« Mann ist eine Woche krank, e« bleibt ihm dann ab« noch«in« Schwäch« Ein kränklicher od« aller Mann wird oft di tr fi Grab gebracht. Die Ii fluenza von 1837 in der Tdat verdnblicher als Cholera, wenn auch nicht oll An ihr starben mehr al« in einer Cholerazeit sterben,«p Zahl der Angesalltnen ist bei weitem größ«. Jnfluent» wohl die Hälfte der Einwohi«lchost«in« Stadt zu ew und wenn dann alle wieder gesund werden bi« auf eine?. tausend kräftigen Leulen, und mehrere schwächliche V? sterben, so kann die Sterblichkeit immerhin beängstig«"" «scheinen, größer al« die, welche dutch die Chol«« vb( Ht •>. ■ji •f Ä nfuhr 17 auf tft- T-l de»(W die 88/89 irtebt»«' fn' digt» Kudlka«» LßS I stiften svlllen, führte er l#»" einem fremden Welltheile Dienste ....., er in einem groben Koffer mit fit. Da >n seiner Heimath zweifeLo» von»gereisten" Linien, l*„ vielleicht»schon einmal in Berlin waren", gehörig »rxitrniil" worden war, wie er fich bei seiner Ar kanft in Berlin «u verholten habe, so war fich unser junger Auswanderer SusZ.ficher, lie% stch bei seiner Ankunft in Berlin auf dem ose von dem dienstthuendm Beamten der iMm&i ÄSSf-w> Mt&KRiS«kw» Ä-gi Ssä« .erkii» jUtteWJ Droschkinkulscher vergeblich auf die Wiedeikunft de» und dessen weitn f Be fehle gen artet hatte, so ###0 Folge dn e dm« 0000_ M I.....-.-.-. J—,... rvM�V H«. V�l-- em B/sÄ» jjiji,.'0 �uge getreuen, in Berlin ihm aber entwischten Reise- r alS öOO� /tt�ilekundschastet hatte, um sein Eigenthom zu rek'a- %34Ä -• �rob war die Freude drS Wiedessehen«, die oder Letrubt wurde durch die E.-cffnuna, dafi der dick- ------..., Vf, o�,i?teunb nur gegen Erstattung der Versäumnibkostm igsbent».» Mscher» im Betrage von 4,25 M. der Fc'iheit wieder- tn B-ttt�. aj| in werden könne, bi« zur Erlegung diese« Betrage« aber t tremens H«,,/n?v!»nt im Fundbureau verbleiben müßte. Schweren M ÄLIoSe"UN der Jüngli-rg au« Schlesien seinen Re.se- ! 829 062/ � au« und zog mit ihm in alle Welt hinau», versichernd, gen da» M St;«!® t#L.n�t Zum zweiten Male pasfiren solle! Armer i*i%»6 ffl,» F®'1 weiß, wa« Deiner jenseits de« großen Wasser« in �'U'beiroschungen und Verirrungei. warten! ch deeva»? t?.- ��«»»daum«nd— Kqpothrk. Vor einigen Wochen seit s»-'?».�.K bekannte Bnlner Häusermakler B. auf euer Gärtnerei- so»i'wbti? lz,'Mng einen ihm wohl bekannten Gärtner, der früherem eit aeir%»0««% besaß, da« aber zur gerichtlichen Zwangsoersteige- J, loal.Tj%% U°ngte, wobei eine für B. eingetragene Hypothek von 333, ubo.«u4*'<»1 auefitl. Der Gärtner hatte unter anderen Sachen radezu«ÜsetnM» gezogenen Lorbeerbaum aufgestellt, der . auf%ji Pr,,s, Bewunderung fand und auch mit einem der ersten habe_ � ibens.n,�0�iichnet wurde. Dem B. gefiel da« Bäumcken »Ren Kbl""- b" b» Besitzer desselben keineswegs m Verhalt. (0 welche ihm ermöglichen, ausgefallene Hypotheken '%(*«TTj: J0 machte B. den Vorschlag, al« Kauf. , s" Baum die alte Hypothek herauszugeben. Dem ' ba� r� bt natürlich nichts andere« übrig, al« auf >, emzuoehen, denn wenn er da« Angebot au«- lurchten, daß B. gerichtlich gegen ibn vor- r, � rock«.'b»b der Ausstellung wanderte also der Lorbeer- �"d zJr B-« Wohnung im Thiergaeten. Viertel und hier om k mächtige« Porzellangefaß, in welche« der l�nie dem Holzkübel umgesetzt wurde. Der Gärtner nM\ a'i0 Monou k0r ��er Prozedur, aber B. bestand darauf und 1+'•'tuet liili"1 stattliche Baum in dem Porzellankübel. Der dovn«�Hwüchiz mit dem kassirten Hypathekmdoku- ��'iden L mtr schon nach einigen Wochen bekam er ein z 5 stine», B, worin dieser ihn um baldigen Besuch bat. r* sich den, w��chst'llon Erscheinen in der B.'schen Wobnung � LkineT om trauriger Anblick; der schöne Baum 9>�»tii,kW''�ch'nnch abgeworfen und stand da, kahl wie ' fte tSgeister. ifluenjo�' wer eine« einen - W-ch« ch wache l nicht ofl erben, ow, Znfluent« dt zu erk »uf ein«' olera die 5®. m. Am find »Nun sehen Sie die ganzen Blätter doch" ausgefallen." ,3a nun", habend, bf?®ortn«,»die Hypothek, die Sie dafür de- «ejiditi 1(Lcl,ch ausgefallen".—»Schaffen Sie mir 4�%% K W%%%%'%% �'fiankül.?"US dem eleganten aber unzweckmäßigen M unh l�nommen, feine Wurzeln wurden voisichttg ein- «'.'Haus. x. steht er in einem gut gedüngten Flecke im cher a„: vfl®ortner«, der die kühne Hoffnung hat, ihn bald Jwbchauh"'* Ausstellung fch-ckm zu können. hoben am Montag Abend den in der Ut estitr' v44 wohnenden Optiker G. schwer geschädigt. ?ben»wu��obezu grenzenlosen Frechheit haben die �Spitz� "'Schlot an der aew-s!n. ontfernt. Dann haben die Diebe, deren «*•» t4\n\0r in frrtCMt, dj.®Utite»„Afc* zurückgestellt werden. Die Diebe, welche fand zu v'/i W«»'e»t«e�u b!l� nicht wieder zurück, um i�deuÄfe'�yiuh, Ä? i'den-rotter. Da- anhaltende und �msm Der ��«-wrend au« dem Kmma leise« Stöhnen drang. e gerufenen Personen, 5"iet nb*rm herbeigerufenen Arzt, die "v t>? �»gefahr b.ft 1,2" zurückzubringen, welche sieh j«tzt außer wmwL. K Jossen, KJ0,1! s-wen ungetreuen Kommt« w�fe«tATo'7ÄriÄ»; K& —'•-»• r jt....# en. h heru« Kran' die b. Ä ide, mit fl '•sur# &&§ len Forts« B gli i—«,.,u..u...n...__ Zimmer de« KWlM�MW wo« will der Mann von mir? Reise w- - traf ttauter ,a srrmd sei. Aber auch schon vor seiner Festnahme Hai Ruwve tn Trieft ein sonderbare« Benehmen gezeigt; e« scheint, daß ihn der Besitz de« vi-len Gelbe« stark velwirri habe. Er veischwendete dasselbe in unfinniger Werse, hielt fich zwei Diener in Livree, von denen ihm einer— beiläufig bemerkt— mit 1000 M. durebaeaangen ist. Ferner soll Ruwpe einem Kloster und einigen WohiihäligkeitSanstalten er- hebliche Geschenk« zugewendet haben. Unter diesen Umständen erscheint die Angabe de« Deftaudanien, daß er einen großen 3h eil seiner Beule bei verschiedenen Banken deponirt habe, höchst univah! scheinlich, man darf vielmehr annehmen, daß er da« Geld bi« auf die bei ihm vorgefundenen 10000 M. und die ihm bei der Vei Haftung abgenommenen 650 Gulden in der Zwischenzeit auf unfinnige Wesse vergeudet hat. «in paar„schwere Junge««", Namen« Lebmann und Werner, fi»en augenblicklich hinter Schloß und Riegel. E« find die» jene Einbrecher, welche im Dezember vor. 3«. eine emsige Thätigkeit besonder« im Südosten Berlin« entwickelt und hierbei e« hauptsächlich auf Galdsachen und Ztuwelen abgesehen h Uten, bi« ihren eine« Tage« die Kriminalpoliui da« Arbeiten al«»Goldgräber" gründlich legte. Werner pflegte fich k>ck an die betreffenden Wohnungen zu begeben, denen er einen diebi- sehen Besuch abzustatten gedachte Ward ihm auf sein Klingeln geöffnet, so fragte der elegant gckieidete Herr Einbrecher nach einem Architekten Namen«»Schulz"; der Kollekiivmensch wohnte elbstredend nicht dort. Traf Werner indessen Niimand zu Hause, o machte er fich, während sein Genosse„Schmier- stand", ganz ,chleuni«ß an der Arbeit und binnen wenigen Minuten hatte er die Werlhiochen in den Wohnungen fich angeeignet. N ihezu k0 derarligi Fälle find dem Ve>brecher- Duo zur Last gelegt worden und e« dürste demnächst ein Massendiedstahl«- Prozeß wiederum in Lnaficht stehen. U-u eine« pferdebahnwage« vollständig zerquetscht wurde in der Givß-n Frankfulterstraße der m der Andreas- fl-aße wohnhafte 4Sjäheige Weber DieSner. Derselbe schlenderte in angetrunkenem Zustande auf dem Straßendamm, als plötzlich ein Pferdebahnwagen im schnellen Trabe daherkam und den B., der trotz Ruten« und Kt.ngeln« nicht auswich, so un- glücklich zu Boden warf, daß der Wagen über ihn fortfuhr und derartig zurichtete, daß D. sofort nach dem Städtischen Krankerhau« im Fliedrichshain übe, fuhrt werden mußte. Da- selbst wurden feiten« der Lerzte außer sehr schweren inneren Verletzungen zwölf Rippenbrüche konstatirt, jede Rippe für fich war außerdem noch zwei- bi« dreimal gebrochen und Herz, Lüne« und Leder zu cme Masse zusammengedrückt. Nach An- ficht der Aerzte soll feit 3ahren ein so schrecklicher Unglück«- fall nickt voraekommen sein. D. ist bereit« gestoiden. «in bedauerlicher Unglücksfall trug fich am Sonn- tag um die Mittagszeit auf vem G-unoftück Zimmerstr. 37 zu. Auf demsilden befn-oet sich die Putzfedernfadrik und Färberei van W. Reuter& Co., und in dreier waren mehrere Ange« stellte derselben damit beschäftigt, den Dampfkessel zu reinigen und namentlich den darin angesetzten Kesselstein zu entfernen. Al« man an die Reinigung de« Wusseestandrahre« ging, welche mittelst eine« U Meter langen Drahte« bewerkstelligt wurde, stellte fich heraus, daß da« Rohr stark durch abgelagerten Kessel- stein verengt fei, und der Werkmeister W. näherte fich demselben, um in da« Rohr hineinzusehen. 3n diesem Augenblick stieß der fich im KUti befindende Heizer nochmals kräsüg mit dem Draht zu, die SUinmasse zerbröckelte und mit furcht'arer Vehemenz fuhr da« spitze Essen dem W. in da« linke Aug«, unter dem Augapfel tief hin eindringend. Ohnmächtig sank der UnglLckiiche zu'ammen. Hilfe war glückiich erweise sofort zur Hand und schleunigst wurde W. in ein Krankenhaus überführt; fein Zustand soll, trotz sorgfältigster Behandlung ein überau« bedenklicher sein. Krlbstmorb. Eine äußerst aufregende Szene spielte fich gestern M'tlag gegen 12 Uhr am Oranienplatz« ab. Zur genannten Zeit kam au« der Dresdenerstraße heraitf in fliegender Hast eine etwa 45jährige elegant gekleidete Dame, lief schnell aus den erhöhten Fußganzerweg der Oeaniendrücke und ehe e« riech Fernand zu v rhiirdern vermochte, stürzte fich die Un« bekannt« in die Fluihen. Sofort machten sich mehrere der mit ihren Kähnen dort ankernden Schisser daran, die Lebensmüde, welche nicht wieder zum Vorschein kam, dem feuchten Grab« zu entreiße»: doch gelang e« leider erst nach halbstündigem Suchen, den Körper der Frau herauszufischen. Die Leiche wurde zunächst an der Freitreppe de« Kanal« niedergelegt, um gegen 1'/, Uhr nach der Morgue überführt zu werden. Keim Kouplre» fror Fahrkarte» während der Fahrt verunglückte Sonntag Mittag«m Schaffner de« Personemuge« Berlin- Magdeburg, der um 12 Uhr 30 Minuten den Pol«- damer Bahnhof verläßt. Auf der Station Friedenau, auf welcher der Zug nicht hält, glitt der Schaffner auf dem Tritt- breit au«, fiel aber glücklieber Weise auf den Bahnsteig, wobei ihn der dicke Pelz vor gefährlicheren Folgen gestützt baden mag. Mit Hilft zweier Bahnbeamten konnte der Verunglüekie, der anscheinend nicht schwere Verletzungen davongetraaen bat, in den gerade zur Abfahrt nach dem Potsdamer Bahnhof bereit stehenden Zug steigen, von wo feint Weiterbeförderung erfolate. A» de» piife'fchen Mordfache ging bei der Staat«. anwalifchaft am Landgericht I weederum eine Denunzeation ein. E« gebt daraus hervor, daß diese Affäre immer noch die Gemüther in Erregung hält. Dem Vernehmen nach wird übrigen« diese Denunziation eine V« Haltung zur Folge haben. polizeibericht. Am 20. d. M. Nachmittag« sprang ein Mädchen zwischen der Schiaß- und Schleusenbrück« in den Spre»kanal und Abend« ein Mann am Engetbecken w den Lautsenstädtischen Kanal. Beide wurden noch lebenv au« dem Wasser gezogen und nach rbren Wohnungen gebracht.— Zu derselben Zeit wurde ein 13 jähriger Knabe in der elterlichen Wohnung in der Bellermannftraße erhängt vorgefunden. Gerirklks-sneiUmg. Jwoi A-KIaa«» wegen Majestatskelelkignng de- schafergten am Dienstag die 1. Stratkan.mer de« Laudgenchts IL Der erst« Fall betraf den Barbier Rudolph Tobia« au« Birken- Werber. Ueber die ungesähren Sinzetherten der Verhandlung find wir um deswegen nicht in der Lage zu berichten, weil »leich van vornherein beim Aufruf der Sache die O.ffent- iichkeit für die Dauer der Verhandlung ausgeschlossen ward. Da« demnächst jedoch in öfsintlicher Sitzung verkündete Unheil gegen Dobia« lautete auf zwei Monate Gefängniß.— Al« zweiter Angeklagter erschien der Redakteur der Charlotter burger Zeitung »Neue Zeit", Schriktsteller Otto Reinsdorf. Demselben alt« ein in der»Reuen Zeit" im August v. I. veröffentlichter tlrtikel über»Ordersfeste" ein« Anklage wegen Majestät«. beUidigung zug, zagen; auch war van vornherein die Oeffent- »chkeit auegeschlossen. Da» Unheil bezüglich de« Angeklagten Reinsdorf lautete indessen auf Freisprechung. Smztal» ZUeberUchk. J« der Fabrik»«« Aiaakbnrn w UtodrrfchSnwrid« ist fett geftem früh unier den Weberinnen em Streik au«. gebrochen. Sammllich« Arbeiterinnen, ca. 200 an der Zahl, haben einmuthig die Arbeit niedergelegt, weil ihnen 75 Pfg. am Stuck adgczogen werden sollten. Al« die Arbeiterinnen sich ganz entschieden weigerten, sich diese bei ihrem schmalen Ver- dienst besonder« in« Gewicht fallende Lohnreduktion gefallen zu lassen, war die Firma nach längeren Verhandlungen brrert, auf den Abzug zu verzichten. Nanmebr erhoben ab« die Ar- beiterinnen die Forderung, 25 und 50 Pf. auf da« Stück mehr zu erhalten. Hierauf ging d« Fabrikant nicht ein und di« Arbeiterinnen verließen ohne Ausnahm« die Fabrik. Zuzug ist fern»u halten. Acht«««» Metallarbeiter! 3n der Melallschrembeu- fabnk von G- A Stetzner haben färnrnttiche Arbeiter wegen Differenzen die Arbeit nied«gelegt. Nähere« im Versammlungsbericht. Es wird gebeten, den Zuzug fernzuhalten. Verfstttmlungen. Di» MUitiirfchueider Kerlin» tagten om Montag Abens in Fordan« Salon, um die dit herigen Refultite d« Lohnbewegung festzustellen und weitere Schritte zu beisthen. Der Andrang war lo stark, daß die Thüren de« Lokal« fedon vor Beginn der Verhandlungen geschlossen««den mußten. In« Bureau wurden die Herren Roloff, Woita« und Gerwin gewäh't. Letzterer gab ein kurze« Reiume der erreichten Resultate, welche im allgemeinen al« recht er» fteuliche bezeichnet werden könnten. Die Firma G r ü de r de- zahle schon nach dem neuen Lohniarif; d« Chef sei eben vom Hause au« Schneid« und habe safact anerkannt, daß die Forderungen gerechlferttgi find. Mit der Firma Robrecht sei auf eine Einigung zu Hessen; dieselbe wolle zwar zunächst mit den von ihr beschäftigten Arbeite- n verhandeln, ab« sie werde sich voraussichtlich entschließen, mit der Lohnkowmisfiou in Verbindung zu treten und den Tarif anzuerkennen. B«» willigen wallen: Winter, Keßler, Kühne, Noäu. Schulze, Wulkert, Alt, S en d tke u. H o ch beim, S« n n r ck e und Lukas. 3unae will nur auf die llui« formen für Osfiziere und Einjährige die Zulage gewähren, eben- so will die Firma Sachs in einzelnen Fällen bin Lohn aufbessern. Trunz u. Voß sind b«eit zm Eihähung, wenn die anderen Geschäfte da« Gleiche ihun. Moor u. Speier wollen durchaus nur mit ihren Ardeitern dir Sache regeln, ebenso Fonnhoff u. Schwarz, während die Firmen Kriegel, Lud ahn und Eck en ho ff den Tarif garnicht anerkennen wollen. Der He« L u t i m a n n ließ si Jd von un« nicht sprechen. Am schwersten wird un« der Kampf mit dem »Deutschen Offizierverein" werden, welcher den beut beschäftigten Aibeitern selbst«inen Lohntarif vorlegen w v. Wir haben b-i dem ersten Direktor, Gen«al von Webern, schriftlich angefragt, ob der Verein geneigt sei, nach dem prä- sentirten Tarif zu zahlen; darauf rst un« in einem Schreiben die Antwort zu Theil geworden, daß der Verein e« oblebnen müsse, mit Schneidern in SSevbinduua zu treten, die kein« Beziehungen»um»Deutschen Osfizieromin baden. Da» Direktorium kenne nur seine eigenen Arbeit« und 5 ade nur für diese Füi sorge zu treffen.— Herr lenk« hat seinen Arbeitern empkohlen, unsere Versammlungen nicht zu besuchen; er werde fich mit ihnen schon einigen, und Gebr. Dohm« haben un« erwidert, daß sie nur Kleidungsstücke für Subaliernbeamte anfertigen lassen, säe welch« die Preise sebr herabgedrucki seien; sie bezahlten schon höhere Löhne al« die Konkurrenz.— Di« Diskussion gestaltete fich zu ein« sehr interessanten. H er Schulz kennzeichnete e« aU eint traurige Thatsache, daß der.Osfizierverein" nur mit„feinen" Arbeitern unterhandeln wolle; e« gewinne danach den An» schein, al« ob« mit dm Löhnen nicht an die Oeffent» iichkeit treten wolle. G«ade diese« J-rstiiui hätte die V«pflichtung, mit besseren Löhnen voranzugehen. Wir müssen strikte darauf achten, daß uns« Tarif auch oon diesem Verein vollständig anerkannt wird.— Herr Kroll: Die Arbeit« find e« dach nur gewesen, welche den»Osfizier- Verein" grab gemacht baden. Wenn wir nicht mehr für diese Herren arbeiten, dann können sie einfach mit ihrem Geschäft einpacken. Mit den Herren Lubahn und Lutlmann werden wir schon fertig w«den. Es lieat gar keine V«anlassung für sie vor, gegen den geringen Preisaufschlag zu fem, denn mir find tn einem Industriezweig thätig, der für Leut« produzirt, die sich pa, nickt weignn können, die wenigen Groschen mehr zu zahlen. Mögen doch die Herren nickt mehr ar betten lassen, die Arbeit wird trotzdem gemacht werden. Wenn sie wüßten, wo« e« heißt, 14—16 Stunden zu arbeiten und trotz- dem nicht mehr wie 4 M. durchschnittlich zu andienen, würden sie wohl kaum Widerstand leisten. Wir werden fest zusammen- halten und sie werden bewilligen müssen.— He« Prudler: Da« Resultat ist nicht ungünstig und mit dem »Osfizierverein" werden wir e« auch noch schaffen. Wir machen ihm einfach die»Bude"»u, indem wir die van ihm delchästigien Kollegen in Werkstätten unterbringen, welche den Tarif bewilligt haben. Wmn es diesem Verein gelingen könnte, billiger arbeiten zu lassen, würde e» nicht nur zu unserem, sondern auch zum Rum d« and«en Geschäfte führen.— He« Täterow: Der JD'fisietoerein" scheint etwa« von der bekannten Schneidigkeit an fich zu haben, die wenig für einen Geschäftsbetrieb geeignet ist. 3» dem ersten Stadium seine« Bestehen« hat der Verein ein« K einig knt mehr gezahlt wie and«« Geschäfte und dieser Umstand war d«»«lackende Köder für die Arbeiter, den Verein groß zu wachen. Die Herren haben den üb: igen Geschäften bereit« eine riesig« Konkurrenz gemacht und würden diele schließlich ganz vei drängen, wenn wir un« aul Lohndrückereien einlassen wallten. Die Bewegung unier den Kallegen berechtigt zu den best-n Hoffnungen, hatten wir da« Sairdantältgefühl hoch undRder Sieg muß uns bleiben.— D« Vorsitzende»erliest einen Brief van Kollegen au« Karlsruhe, welcher fich in zustimmender Weise üb« da« Vorgehen der Berlin« Kollegen äußert.— He« Prudler: Von Seiten de« Herin Sachs soll behauptet woiden sein, daß seine Arbeit« bi« 45 M. wöchentlich v« dient hätten.— Der Herr hat jedenfalls nicht daran gedacht, daß dann 22 Stunden täglich gearbeitet worden ist und das Frau und Lehrling mitgearbeitet haben.— H«« Kroll und Herr Schulz wenden fich ebenfalls gegen die Firma Sachs, welche die sogenannten Schrltz-- mannSardeiten ball«, für die nur niedrige Arbetttlöhne gezahlt wurden. He« Sachs liefert außerdem seinen Arbeitern sermmd» licht Nähmaterialien, damit, wie er sagt, nur gute Zuthaten genommen werden.— He« Leonhardt bei der Firma Gebr Dohm«: 34 bin bei Sachs 10 Fahre gewesen und weiß, daß« an d« Seide nicht« verdient.— He« Täterow: Fch möchte den Herrn Vorredn« fragen, m» wieviel billig« die Gebr. Dohm« die SchutzmannSardeiten angenommen habe», welche fiüher bei Eduard Sach« angefertigt ww den. — He« Leonhardt: Um die Lieferung au«»Fudenhänden" zu bekommen, mußten»wir" billig« fein.(Unruhe.)— Herr Kroll: Die weißen Fuden find nicht besser wie die schwarze«. H«r Leonhardt sollte doch lieber dasür sorgen, daß fem« Firma den Tarif bewrlllgl. Wenn bei der Lieferung von Näh» maieriai nicht« verdient wird, wäre e« ßoch besser, wenn die Beschaffung dm Arbeitern überlassen bleibe.— He« Täterow: Wie ick hörte, sollen die SchutzmannSardeiten von den- Gebr. Dahm« um 35 000 M. billiger übernommen worden sein; w« wird die Differenz zu tragen hoben? Jedenfalls doch nur die Arbeiter, denn die christlich-sozialen Herren Dahn» werden sie nicht tragen wollen. Sie find uns auch noch den Beweis tchuldig geblieben, daß sie uns bessere Löhne zahlen wollen al« Eduard Sach«.— Herr Birkner stellte den Antra«, die anwesenden Köllen»» vom»Osfizierverein" darüber besonder« abstimmen zu lassen. od fi« fich mit dem neuen Lohntarif«inverstanden erklären und denselben durchführen wollen. Der Antrag wmde angenommen» SämntliS« anwesende Arbeiter vom �sfizierverein-' stimmten für Durchführung de« Tariis.— Herr Schulz bemerkte noch, dost den V'-rtretern der Lohnkoimnisfion bei Lutimarn vom Zuschneider Haschke die Thür vor der Nase zugemacht worden sei. Inzwischen war solaende Resolution eingegangen: Die hrutige öffentliche V-riammlung der Militarschneider er« klärt, den neuen verbesserten Lshntarif in allen Punkten aufrecht zu erhalten und mit allen Kräften für die Einführung desselben eintreten zu wollen. Sollten die Forderungen nicht von allen Firmen bewilligt werden, so ver- Pflichten sich die Anwesenden, zur geeigneten Zeit die Arbeit niederzulegen und nicht eher wieder aufzunehmen, bis der Tarif vollständig bewillrat ist.— Gegen diese Resolution erklärt sich Herr Stolle. Er sei Patetotschneider im„Osfizierverein�, r.nd w'nn er nicht wolle, könnten seine beiden Kollegen von der Paletotbranche die Arbeit ganz gut allein schaffen. Auch sei er verheirathet.(Gelächter)— Die Herren Schulz, Birkner, Schneeweiß, Täterow, Kroll und P r u d l e r stellten das Vtrhalten dieses Herrn in das richtige Licht. Die meisten Kollegen aus dem»Osfiüer- verein� hätten sich bereits schriftlich und mirnd- lich für den Tarif erkläit und wahrscheinlich auch die ae- meinten beiden Paletotschneider; aber wenn tiefe auch wnktich bleiben sollten, so werde man von dem»Osfigerverein� trotz- dem die Bewilligung zu erringen wissen. Herr Stolle möge laufen wohin er wolle, es werde ohne ihn gehen.— Hiermit war die DiSkusfion beendet.— Ts folgte nun die Verlesung eine« anonymen BciefeS, welcher die Zustände für die vom.Osfizierverein" beschäftigten Arbeiter schildert. Diese Schilderungen wurden noch von mehreren Red- nern vervollständigt.— Herr Pfeiffer beglückwünscht die Anwesenden zu der entwickelten Energie, welche zum Siege führen werde. Schulter an Schulter würden die Kollegen vor» wärt« dringen, bis derselbe errungen sei. Redner machte schließ- lich nach besonders auf die Arbeiterpresse aufmerksam, welche durch eingehende Berichte die Sache der Kollegen fördern und empfahl der Versammlung, für die weiteste Verbreitung des erl. V o l k s b l.� und der„V o l k S- T r i b ü n e" Sorge zu tragen.— Mit einem dreifachen Hoch auf die Lohnde» weonng der Militärschneider schloß der Vo, fitzende die wichtige Versammlung. f«ch»»»»z» htv z»»»eart>»tt«r. Mittwoch dm 2! Imuar, Sbend« 8 Nhi, In Re j' 6a Cii, Naunonftraße 27; Ä;oße öffattliche Bei srimmlung für dt« Haolaibeiter Berltnl und llmoeamd Taaeßoidnung; Wie ve? hotten ftch die Haudordelter z-r einer etwoi i-n dleSiahrizen Lohiibeweguo,,? Riferent; H?rr«uchdeucker W Weener.— CS.amtliche Haulaibetter werdm ersucht, in dieser«ersammlun» zu ertch inen. tm«tschli-r(für den Ostens, ffi-oje Bersommluna am MUlwoch den 22. Januar, Abend» 8% Uhr, im Böhmischen Snauboule((leinet Saal), Landtdeeaec»Kee 11-13 lnor»orbnuna. 1 Die MihüSnde in der «eun,lou>'sch-n We(stelle. Neue«öntoftraze 15. Kcfere't- Kollege Rogae. ma"«. 2 Dii(ulffon. 8. Bereie»angelegendeiten und Verlchied-ne».— Die «.ayv|fa|rie die W-'iiührer u;d«csther der B-unzlow'schen We(stelle sind ChenC« SffanUtch» V»rsamml»»o der Zimmerleut, Berlin' West m>d Uu.geger d. epestell EchSeederg». am Mittwoch, den 22. I nua'. Abend» B Uhr, in Sründei I Saal, Schpertr.ft'aß' Jaaelorhmir.Q-. 1. Stellungnahme �r stimmerer Schitneberg» zur f.eien Hitfek si- der Zimmerer Deutlchlandl und «ahl einer»etlichen Berwoltung fü: Schöneberg. 2 B-rlchiedene«.— Zu Weser«ertammlung werden sttnunlllche Zimmerleute von Be.limWest und Um- »egeerb eingeladen. Sr«ö» öff.utltch» Mühl-rv ersamminng de««. Aerlinar hleich« am MUtwöch, den 22 Zanurr.'tlbend» 8 Vhr, im Seuttch'en iBol»Theater, Stii.h.user«Nee.~"—'"' ,. Togeio dnung: Dle bevo lt.b nden Reich». taggwadlen. Neserent Reichitagkabgiordneler W Siedl,, echt Zur Deckung der nafastm S-tree nach Bei den. i SUerbaud d�tsst,»» Mtgliedschaft Berttn..Mittwoch, den i —• Januar Abend» 8H Uhr In N'CIi»' Siloa. Beegstr. 12. Beilammttirg. Tcipegordnung e 1 Abeetnung 2. DIelusston und Wahl einer Lobnlommissto r. «. Be. schiedene» und Fragelasten. Ei ist Pfttcht eine» jeden Kollegen, zu er- ichewen. #"»«*«roll» MSHteroerfanneUuna,» de« 4. K»rlin,r N«icho- »«qoeoshUeroi,-» em Donnerstaa, den 23 Januar. Abend! 8 Udr, 1) im SLdwitch'n«eauhause. Sandtberaer All-e 11-18. istef-rent; Paul Slnaer. W In Joel'» Salon lse Keller). Arstneakftrahe 21 Rese ent: August B-del. nt>w�aed»una; 1. Die bevorstehenden Rc>ch»tag»wahlen. 2. Diilusston. 8 vterschledene». «-»»ralversammlung d,» der graiau V»r«i»i,»ng dar Maurer B rlin» und Umie end em Donnerstag, 28. Jinuar«tierd» * Ohr, w Orich l'l Salon. Eebastla st' 89 Tageiordnung: 1. B-lchlußf;ssung Uder den vom Kollegen Kerstan ceftellten«nttaa det.eff» B-solduna de» ersten Gorsitzenden und de» ersten Kasst er». 2 Fo tletzurtz der Vorftandiwo.hl. L Eventuelle Neuwahl der Agttastonifommisston. 4 B» schiedene» und Frage- m'den. Kollegen, welche sich tn der Beisammluntz ali Mttnlieder ausnehmen kaisen moll-n, haben Zutritt. Die Mitglieder werden auf. esorde t, vollzählig tzu ericheinen. »>«»» S(s,«tlich, Versammlung fämmtttcher im kaufmännische« See» erde Angefteltteu(Eedtlsen Behl stnnen, Hruidtener u. s. w> NM Freitag, dm 24 Jcnuai, det Lue per Hagen am Mo Upiatz. Tageiordnunz; 1. Wie ist der Echtutz der E, schälte an Sonn- und Fetertag-i, um 12 l!h' her- inizussthren R sermten Mstcker urd Brauer 2 Der achtstü dtge Arbettilag « d wie demo.istri en wir für dms Iber am 1 Mai I8t0 iHrfeirnlen Aldiri Rae-»ach und August Kuhntle 8 Ditlusfloa und B-ischi d netz E» ist Pflicht eine» stb-n in taufmäiu tschen G.schäsien Angestellten in dieser Wnsammlung »u erscheine». Turn- und grseUIg» Vereine am Mittwoch. Männer, grsimgveretn'.�ugmdluft' Abend» 8ls tihc iin Restaurant Paflod� Barten, Kratze 102.— Männergesangverein.ESeilla" Abend» 9 Uhr im Restaurant. «törmickerstratze 127a—«esanavcrein.Männerchor Linde' Abend« 8% Nhr im «estmmmt pallcr, Naunpnstratze 70.— MSnnergesangverein.EangeSsreunde' SfenM 8 Uhr im Restaurant Musehold, LandSbergerstratze Nr. 81— «»esangvercin.Freya' Abend» 8% Nhr Im Restaurant Benecke, Brotze Hcunttzurgerstratze Nr. 16— Huppert' sche Sängervereintgung sedm Mitt- «och nach dem erstm im Monat. Abend» 9 Uhr im Restaurant Heise, Lichtmdergerstratze 21—.Seeaer scher Gesangverein' Abend« 9 Nhr im Reiwurant Schul,. Prcmlauerstratze 41.— Gesangverein.Schwungrad' Abend» 8% Nhr im Restaurant Eahrn, Annenftratze 18— Männergesangveretn ,8ot- ieaJtam" Abend» 9 Udr tin Restaurant Karsch. Orailtenstratze 190.— Besang, verein.Nord-Jubal' Abend» 9 Nhr In Betttn» Bierhau», Beteranmftratze 19.— Getang verein..Unverzagt" Abend« 9 Udr Köpntckerstr. 127» bei Greving.— WSnmrgesimgveretn.Schneeglöckchen' Abend» 0 Uhr Im Restaurant Doder- Nein,«artannmftratzc 81—82— Gesangverein.Eängerrunde' Abend» 8X Uhr vuckowerstratze 9.— Verein.Sange» treue" im Restaurant Henckel, Brüder, strotze 29, I Uebungtzftunde von 8% dt» 11 Uhr Abend».— Gesangverein önuderdund' Abend» 0 Nhr bei Pätzoldt. Reichendergcrstratze 18— Männer- Bestinaveretn„Schneeglöckchen" Admd» 0 Nhr Sitzung Im Restaurant Stehmann. Welchtorllr 15.— Lübeck lebet Turnverein(1, Lehrtwgsabtheilung! Abend» 8 Uhr Elttabethstratze 57- 58.— Turnverein.Weddmg', Paul, strotze 9. Mtwmradtheilung von 8% bis 1CS Udr Abend»; desgleichen 1. Lehr. vnglabtbeilimg von 8—10 Udr Abend».—.Riebt Sicht', Verein sür Scher, und Ernst, Abmb« 8% Uhr Im Restaurant Heid, Fnichtstraße 88».- Schlefllcher Verein.Holtet' Abend» 9 llln im Restaurant Gehrt. Prinzen- kratze 106.— vergnügurigSveretn.Fröblichlett' Abend» 0 Uhr Im Restaurant Brüner Weg 29— Wiflenschastlicher Verein für Raller'sche Steno- grovAe. Abend» Im Restaurant Beese, Alte Schönbaulerslraie 43 Restaurant Behrmd«. Echönebergerstrabc Nr. 8— ArendS'scher Steno- grapdrnverrin.Phtlia' Admd« 0 Udr Im Restaurant.Wtlhelmigarten' Kvchstr. 7— Slenvgrapbische Gesellschast Armd» tm Restmirant Bürgergartcn. Lindcnstr. 106. llnentacttltcher Unterricht und Uebuna— Berliner Rauchflub .Wrangel' Abend« S Uhr Im Restaurant Foge. Kövntckerftr. 181.— Rauchllub "fciixmna 80* Abend« 8% Uhr im Restaurant Paetzoldt. fltetchenbergerftr. 18 fiaudiBub.Bemvtbiichleil' Abend» 9 Uhr Im Restaurant Achsel. Kövnickerstr. 181 — Rauchflub.Eolirmbla" Abend» 8% Udr tm Restaurant Bever, Prinzenftr. 98 — Rauchllub.Frlich gewagt' Abend» 8� Uhr tm Restaurant Tempel. Bre»- ttrurrftratze 27.— Rauchllub.Vulkan' Abend» 8 Udr im Restaurant Schulz, »rSsestratze 82— F iedrichiderg. Rauchklub„Nordstern" Lippe'« Restaurant, Fiieb' ich Karistratze 11.-«ergnügungkverrin.Frihltchlett'. aegrllndet 1880 AhmU 9 Ohr Grüner Weg 29-.Pollack-Elub-Sinttacht', jeden Mittwoch. Abend» Ohr bei B. Thiel. Wienerstratze 68.— Gesangverein der Tapeztrer Berlin». «tttlwoch Reftauronl Eevdelftratze 80, von 9-11 Ohr Abend»- '"«»verein.Harmonie' Sitzung Abend« 9 Udr Dreidmerstr. 118 bei Tamdourverrin.Erelftot1, 82 Uhr, Oebunglstunde det Böhl RNdertdorserstr. 8. Aufrmhme neuer Mitgtteder. DsplsPHen. «Utz«ra»h»n-s«r,aM-) Merlin, 21. Januar. Der BundeSratb bielt am 20 d. M. ein« Plenarsitzung ab. Der Voriage, bei essend die«raanzung de« Sntwmfs zum Rnchsh! ushaltSetat für da» Etat- Ißb'" 1890/91 wurde die Zust mmuna erlherlt. Schreiben des P aftdenoen des R«ickStob«> betirffknd die von letzterem angenommenen Tefttzenlwüife wegen Aufhebung de« GestzeS über dle Ver. bird-mn» der unbesugtcn AuSübuna von K icher amtern vom 4 Mai 1874, sowie, betreffend die Wehipfl cht der Geistlichen. Wurden de« zvständiaen Ausschüssen überwiesen. Kre«de«, 2i. Januar. Ja der beut-gen Sitzung der zweite« Kammer wurde der Antrag Bebel und Genossen, de, treffend die Befreiung der!m Staatsbetriebe beschäftigten Ar- better von der Zahlung der gesetzlichen Kranken-, Jnvaiiditäts» und AlterSveistcherungSbelträge nach längercr Debatte mit allen gegen 7 Stemmen abgelehnt. Gldsrfeld» 21. Januar. Der um 2% Uhr fällige Personenzug Remscheid. Eiberfetd stieß vor dem Bahnhof« Ron«. dorf mit einer Rangirmaschine zusammen. Die Maschine des Personenzuges, sowie der Pack» und Postwagen sollen entgleist und bedeutend beschädigt sein; ein Postbeamter ist verletzt. Von der Rangirmaschine, welche Kavtre- dampf gegeben Hütte, sprang der Führer ab. Die Maschine fuhr darauf em« Strecke abwärts in eine Kurve, entgleiste und schlug um, wodurch die Strecke gesperrt wurde. Weitete Details fehlen noch. Zwickau, 21. Januar. In der heule hier abgehaltenen Versammlung der Vertreter der Belegschaften aller Schächte de« Zwickauer KohIenreoierS zur Regelung der Lohn- und Arbeiter- frage wurde beschlossen, an der in den allgemeinen B-rgarbeiter- Versammlungen ausgestellten Forderungen der achtstündigen Schicht l«it, achttägiger Lohnauszahluna, 8,50 Mark Schlcht» lohn, Wahl der Kassenärzte durch die Arbelter, Aushebung der Kündigungsflisten u. s. w. festzuhalten, je nach Ermissen auch die Kassenv er treter zur Regelung der Lohnfrage heranzuziehen. Zu der weiteren Ordnung der Angelegenhetten wurde eine 12 gliedrige Kommission gewählt, bestehend aus j- einen Ver- tieter der Werke. An der Versammlung rahm der Vorstand de« sächsischer Bern- und Hllltenarbeiler Theil, dessen die Leitung übernommen hatte. Derselbe erklärte am daß der Verband bei der nunmehrigen Sachlage so* «ade erfüllt erachte und von der werteren Theilnahme»> Ordnung der Sache zurücktrete.„ t, Dlrag, 21. Jan. Der Personenzug der Staatkwy gestern Abend aus der Fahrt von hier nach Dresden am herabgtstürzikn Felsblock bei Kralup, wodurch die L»w und sieben Wagen entgleisten. Erae Beschädigung g* personal« oder der Reisenden ist nicht vorgekommen. kehr wird heute Nachmittag wieder aufgenommen.*» Pari», 2l. Januar. Der boulangrstische Deput«»«',. jfr. II _______________ puw-yr* ncyr haue gestern ein« längece Vesple"chung mit dew�-z des Aeußern�Spullcr�über eine Interpellation, betnlT� � auswärtize Politik. Schließlich erklärte Millevoy-, TT,»T. Jme pellation für dielen Augenblick verzichten nftm ugi Der neuen durch den Deputirten Brette gebildeten» Gruppe rein republikanischen Czarakler« mit schützt'' Bestrebungen sind bereit« 110 Deputute beigetreten. Eharteroi» 21. Januar. In dem Kohtenbeckm. Eharleroi h,l sich die Loge dedeutend gedrsseet. Dir Streikenden ist von 12000 auf 8350 heradgegangen Vi»« &i m Be m pfmolo "wachst t " N ka 7. Ziehung der 4. Klasse 181. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 21. Januar 1890,«ormittiig». Nur die Gewinne über»10 Mark find den detreflendeu Stummer» tu Pareutbeee beigettig«. sOhne Bewähr.) 98 136[3000] 240 304 68 97 458 576 89 604 17 785 857 68 912 82 91 1001 32 133 34 290 439 712 69 940[300] 92«129 311 73 469 75 635 901 8069 166 200 65 302 12 660 87 91 703 66 947 50 86 4065[3001 121 62 228 45 330 97 431 809 84 5015 29 60 222 28 310 462 76 77 630 49 662 68 830 39 909 47 0143 71 236 57 313 25 622 616 750 906 7100 7 28 218 65 71 399 410 48 586 690 814 90 907 45 48 8200 91 13000] 849 414 30 648 64 60 623[3001 721 820 28 36[300] 904»028 156 91 212 614 910 1O028 323 692 738 84 995 1 1055 64 123 39 216 317 93 500 778 878 [300] 89 I«031 63 82 131 69 203 35 409 592 614 24 886 917 88 1 8015 145 207 30 527 636 14033 76 125 46 77 337 409 52 631 69 71 77[600] 80 829 33 918 15039 235 307 439[500] 624 739 78 79 885 924 10U21 133 221 320 1300] 415 607 19 627[1500] 716 1 7010 180 383 368 98 595 784 806[1500] 966 18084 157[300] 203 835 409 40 74 793 841 72 920 29 1 0181 333 35 62 86 424 684 624 53 961 «0187 255 329 64 603 651 76 791«1020 426 32[300] 615 25 65 746 68 806 82 933[1500] 96««085 125 44 240 363 87 426 35 541 733 41 846«3167 67 217 325 87 45 1 630[3000] 73 824 72 76«4211 326 77 429 514[30001 809 20 921 41 61«5433 823 25 984 94«ß091 272 [300] 96[300] 405 588 605 702 80 810 75[15001 94 l«7110 244 49 333 68 82 421 66 712 818 24 36 42 60 940 53 66«8089 105 82[150 0 226 42 309 18 48 440 97 680 622 27 31 92 741 81 891 95 978[15001«»000 819 876 79 96 951[16001 8O091 112 637 878 87 967»1012 430 649 61 654 86 889»»015 87[300] 144(15001 455[1500] 57 677[3000] 650»»000 125 68 260 88 449 630 718 816 953 68 77»4114 208 10 410 608 783 923»5292 312 68 496 565 6,87 90 776 843»«147 59 89[15001 330 91 498 662 748 64 826 33 904 98[3001 8 70 6[30001 III 219 68 577[300] 624 93 97 768 88031 422 67 95 640 76 767 843 921 62»»046 62 108 60 78 366 491 711 40035[15001 159 82 89 223 37 366 513 676 783 805 10 60 937 4 1 086 105 29 398 537 633 66 717 63 93 858 910 4«007 101 310 511 18 88 834 7 7 997 4 3004 13 80 95 130 686 782 865 954 56 4 4051 72 137 76 208 58 314 531 75 636 79 770 859 909 55[5001 80 45080 206 335 73 74 488 95 628 69 7:5 4«234 413 84>9 653 872[SO 000] 916 47009 7 7 301 654 88 728 803 924 48092 385 88 470 610 712 45 856 82 926 77 40007 29 145 202 76 336 650 90 1500] 732 81[500] 864 50217[1500] 344 431 886 965 5 1001 246[300] 325[5001 416 53 576 614[3000] 65 97 811 5«046 382 636 810 80 987 53073 30! 45 490 641 745 803 17 965 5 4006 127 86 209 27 401 3. 48 623 98 887 9X1 6 5021 89 187 225 61 61 311 416 39 85 556 680 736 43 829 986 5«108 62 279 304 68 740 75 907 5 7018 352 418 515 696[3oOO] 842 953[30001 50044[500] 222 513 15 701 854 91 5 0070 280 425 50 85 1 77(30001 OilllO 13 297 430 87 537 60 86[30001 87 797 925«IUI 81 890 935 81 93««039 70 117 39 241 93 319 479 732 801«»292 303 706 40 61 802 62 999«4017 40[15001 45 59 162 360 68 408 63 699 713 85 893 912 26«3065 195 98 241 48 72 339 467 68 78 567 69 613 39 730 900 ««008 58 135 210 313 4 25 88 601 705 57 951«7418 500 94 723 868 69 «8001 12 41 62 78[3001 5 149 275 318 27 33 51 649 604 70 933 70 «11123 60 233[500] 78 360 582 626 715 3. 62 96 848 940 62 7O099 117 84 380 410 74 97 71176 313 36 466 670 702 48[1500] 83 808 60 83 7«Ü09 19 33 76 215 42 369 474 ,3001 633 69 71[3000] 780 95 84 e 65 7it026 123 282 308 7 4016 29 65 68 129 92 309 15 20 27 68 65 91 98 480 582[5001 617 76 752 70 824 39 65 918 52[3000] 93 7 5080[3001 220 48 85 440 729 69 70 944 7«010 150[3000] 340 62 400 6 683 765 69 808 74 77060 103 68 210 60 744 66 846 89>969 65 7*168 205 16 544 678 756 815 60 89 908 45 71 70297 92 329 495 516 617 *«022 60 422 26[3000] 686 796 857 94 949 52*1034 243 473 612 99 769 87 815 917 50>-"--03? 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SW„ Beuidstrad« i. >2. Beilage zum Berliner Bolksblatt. Kr. 18. laflMbrffJ -rH ? w'---- ÄÄ». rokksles. » Vi» W»u wird»UKtry-chw i'd»« Sag! K.UM W lufcjöi !-nb.ck« Die 3* zen� W 72 606 W I 20 94 W' RV # Wif- Wn?»* c''"i* �rkms« die Bewegung des RadeS den elektrischen Strom au», wodurch ütlnJ?;� gedtauchlichtn Systemen gegenüber eine leträcht- ! Äscher Kraft gemacht wird. DieArt des B«. °ikr>rdilck�s..s�lache, entweder durch Matorivagen, oder durch !Wettth,7*~uS!tun0 oöer endlich durch Zuleitung der Kiaft auf «»» � an Lriwttgkeu in der Herstellung als auch , 3te.i ih,ll'®fw Virvoll kommrungen überlegen sein. N i'f«», welche mehrere Jabr» hindurch während als Personendawpfer von Balm nach Potsdam U'ppi bestimmt warben, nach Kamerun ge- n"k Äm iür die Fahrten auf den dortigen 2? Verwendung zu finden. Du beiden Dawpier iAh»der«tfirma I. Hachez in Balm; da Dampfer �iellnis,_'a schon im Herbst von Wörmann in Hamburg Ä. �en, tktzt»st da Kous de» Dampfa«.Möwe" Jr]* Hachez'jche Dampsalmi, zwischen Brilm und �s'chtiat!i Zun wo>l eingehen; wie der»A. t. H." hört, '""n il.A idrohngesellschafl, die da Firma Hache» g». Uaa, drucken auf d« Havel am-ukaufen. .�i-rsq, agung von 4000 Mark Mündel- M ,2 o« einigen Tagen Oa m ver Louumftrak» wohn» ti�toden r* ilammtsfionäc S. W. flüchrig geworden. Gegen �urra b,!?® auch noch seit»iniga Zeit«tue Unte» war NN �'ise zum betrügerüchen Bankerott, und �klagt. ganz eigenartiger Mrnipulalionen wegen 4 liier«"L'�e verstand es nämlich, RentiaS, ileina» "./ 1�4 SQotfni�� Gelddarleiher hincu, zulegen, welche, MWM-MWMß , 3ahl setner Opfer, die sich zunächst au« #*, Uird?„ �ikrutlrt«, muh ein« nicht nnborrachtlrch« gewesen -- v'08 W., dessen Treiben der SraatSanwalifchaft MS'- >31 jj 80 lllL 49# 'yuSWf pfebsS*!?0�' daen Rechnunasiegung von dem Ober. Vor» den, �/.�»rrcht vor einigen Tagen von W. gefordert wor- k�»» Dw K 0»*» v t,.i— t: x....--- f. rr.�. jj fpfoit derselbe sich V mnt«.. i* � v. vter.�v*»»m.e.jjv»» vv«. v �est.ii�Ad Kind heimlich zu valassen, ohae 0, leiden b,t. Nachforschungen ergeben haben, wohm 4 69 4*5 «LKWS? kfn'&Ä'b.rÄÖK wm k»ssr= N 77034»S Donnastag Meter hinter der da Richtung Uhr 20 Minuten auf Rangir.Äabnhof en Stärke an 135 Achsen o.----- in dem Augenblick, in Xwlomou« der!p hen Weich« nihate. Da» o."8Ui(k fl,f*-iT ,~r*"»•».«-l» y o»»,— -"""'-i dadurch, daß die Lolomo.,vt aushob und unta -""wachen mit einem auf d«m Nebengelüst 18 Achsen ivsammeugerielh, da war und hier vavollftändigt waden einfahrende Zrg hatte die»orschrrstimähige ___®,8 wahrend da rangirende vülazug »."�Vilich h-S�?0�,"0» da Zusommenstoh ein«»her. , Gefahr Die Lokomotwiührer waren beim Anblick fc�llngeti � �dan ste gebremst, lhcils von thrm Maschinen Ä S*p«Ä ÄÄKfÄ »u��oitr» ,mta Lokomoiio« weilenden Meister au» da % d « SSpaSHBäSS law'S l, Äon�»der weniger bebeutsamcn valttzungen davon. duvg � anfahrenden Gütazuge» wurden m tsammt da i zersplittert, während die Lokv- . m den Bahnkörper einbohrte, 1-®-»l Atome zerschmettterte und selbst Ziroog�» unbrauchbar wmde. Der auf dem Netengeleise der anteln�8 darr-nde Güterzug wurde wentga deschädigt. ?aselb, is4° ,?"iur>g»n war da Htlfsdremser Lobe wbtgesagt. Nkarblickti» Sabina» zu Schaden gekommen, doch lebt er satten«z7-,-®°ch- Gr hat, obwohl a anfangs infolg« der in bald*®®afchutiaun8 lufinnungslo» war, das Bemüht» ,----- i-.---- a>...jk x.« ii.»„ m & iWMÄNW»» - konnex«.°�._Bed°uernswer>h.n am Leben erhalten if ßWMHM «»1,5«'«.«»w getreten, als an furchtbarer in,«. Und w».lahrenden Gütawagens befindlichen '°l°d-.«Ä'lSt'WiS?.'« Mittwoch, de« SS. Januar 1890. V. Jahrg. durch eindringende GlaSfplitta; da Bremset Reppich hat Verletzungen an da Hand, die beiden Zugfuhra find nur leicht vawundet worden. Ei« entlehlicher UnglLckofatl hat sich auf emem Bau- vlatz«n da R-ichenbagerstrahe ereianet. Dorthin halte die Frau D. ihrem auf dem Bau beschäftigten Mann dos Essen getragrn und diesa hatte sich auf einen Holzstoh niedagesitzt, um fem Mahl zu vazehren, al« au« bisher noch nicht aufge» klärten Ursachen ein daneben befindlicha Holzstoh in« Winken gerieth und mehrae Balken auf dm Arbeita fielen, welche ihn völlig unter sich begruben. Die Frau war unvaletzt geblieben und auf ihr markaschütterndes Hrlfegeschrei eiltm mehrere Ar- data zur Stelle und befreitm den Verschütteten aus seiner schrecklichen Lage. D. lebte noch, befand sich aba in einem bedauernSwerthen Zustande. Die unglückliche Frau eilte auf da« nächste Polizeirevia und bah einen Kcankenwagm herbei- holen zu lassen, da der Schwerverletzte nicht ander« mehr trank port irt werden konnte. Von da Sanitätswache Sö'rlitzer Bahnhof au« ward alsdann der Vaunglückte nach dem Krankenhaufe Bethanien geschafft. D. dürste seinen schweren Verletzungen bereit« erlegen sein. Verhungert! Einen grausigen Tod fand am Sonntag da srüha in»er LandSdagerstrahe wohnhastr Techniker Heinrich B. Der 35jäKrigt Mann, ein fleihtger braver Arbeiter, war Mangels Beschäftigung in der Fabrik, wo er zuletzt längere Z»it thätig gewesen, am L Dezember mtlassen worden, doch wollte«S ihm trotz aller Bemühungen nicht gelingen, weder in seinem Fache, noch sonst irgend welche andere Arbeit zu fiuden. Seine kleinen, im Laufe der Jahr« gemachten Ersparnisse hatte B., da auch noch seine alte Mutter in da Provinz untastützt, bald aufgez-hrt und nachdem er alle« Entbehrliche vasetzt, blieb dem Unglücklichen, da im Lause der litzten Wochen nur von etwa« tiockenem Brot gelebt, nicht« weita übrig, al« die Mildihä igkeit sema Milmenjchcn in Anspruch zu nehmen. Am letzten Freitag begab ftch B., nachdem er sett via Tagen bereit« keinen Bissen Nahrung zu sich genommen, nach Tegel, um hier sich um eine Stellung zu bewerbm, wmde aber abge- wiesen, weil n gar zu.krank' und„elend' aussähe. Vom quälendsten Hunger gepeinigt, bat B. bei mehreren Familien ,m Dorfe um ein Siuckchen Brot, wmde jedoch von jeder Thür abgewiesen, weil er jung sei und noch arbeiten könne! So blreb d-m Bedauemswerthen nichts andere« übrig, als in ver« zweiselta Stimmung den Rückweg nach Berlm anzutreten, aber da Entkr ästete schlippte ftch nur tangsam vorwärl«, um am Sonnabend Morgen gegen 7 Uhr bewuhilo« an der Grenze Balms zusammen zu brechen. So fanden ihn ein« Stunde späta vorübergehende Arbeita, die ihn nach dem nächstbelegenen Polizeibureau schaffl-n. Anfänglich wmde B., bevor er zum Bewuhs.in gelangte, sür betrunken gehalten, dann aber erzähtte der Unglückuche seine Leidensgeschichle, wo» die sofortige Ueberfüheung de« Vadungatm nach der Charitee zur Folge hatte und dort verschlimmerte sich trotz sorgsSlrigsta Pflege der Zustand des B. derartig, daß er am Sonnlag Morgen daselbst an E- tkrästung gestorben ist. Durch dir muthlgr Thnt rittM vsährigr» Knabe» find am K-euag eine Anzaht Ämda vor schweren Vau tzn Psaden bespannte Eqxlpeae, dessen Lutscher jegliche Macht ilda die sch-u gewordenen Thiae Valoren, haar gesaust kam. Da» lcichie Gefährt nach recht« und link« schleudrrnd, jagten die Pfade auf die auf dem Fahr- dämm spielenden Kmda los, Ott, a?« e« zu spät war, zu fliehen vasuchten,und so schien eine fmchtdare Kaastroph« un» vermeidlich, als ein 0j ähriger Knabe, Paul K., der Sohn oma armen Wäscherin, welcher mit einem großen Handkorb, um Einkäufe zu machen, die Sttoße pesfirte, dt«.Gesahr, in wclcha du Kinda schwebten, akannte, hwzusprang und dicht vor den Ichiiumenden Pferden den Korb nieoawar». Hierdurch wurden d«e Thiae so aschreckt, daß fie aus da Stelle stehen blieben, hochbäumten un» drdu ch Sem Kutscha Gelegenheit gaben, die Gewatt der Zlgel über fie zu gewmnen. Da kleine LibenS- relter ewpfiug nun von allen Seiten dmch Passamen, welche die grauenaregende Szene mtt angesehen, Lobsprüche und Geidgescheuke, deren Annahme der Junge jedoch mtt den Woiten ablehnte, daß er nichts annehmen könne, weil a nur feine Pflicht und Schuldigk— t ge-han. f om Eisenbahniuge überfuhr««. Ein mark« schüttern- chrei, dem dar» darauf schalle Nolhfignau da Lokomotive folgten, vernetzten am Sonnabend Abend in der zebniea Siunde die P.ssagtae eine« Persomnzuge« da Göclitzer Bahn in die giöbte Auflegung und gleich darauf wurde da Tram zwischen Treptow und Johannisthal, dicht am Bahnüba- gang, zum Stihm gebracht. E« fielt« ftch nun da au«, daß dmch den Zug ein Mensch überkahren sei, und gleich darauf wmoe unta dem letzten Wagen »in entsetzlich verstümmella Kö per»ma männlichen Peison hervorgezogen. Wie au« der da Lache vorgefundenen Papieren seftgestelll wmde, war da Gelötttte ein Maurer W. au« K.ebSjeuche, da auf einem Neubau in da Nähe von Treplow gearbeitet Halle. Derselbe habe in einem dortigen Lokal bi« gegen lll Uhr vawrilt und wollte dann nach Haufe zurückkehren. Bei dem an jaum Abend herrschenden Nebel muß sich W. wohl vertat haben und so auf den Bahndamm da Görlitzer Bahn gelangt sein, ohne da« Herannahen de« Pasonenzuge« zu demnkai. Den vohnwärter tnfft k.ine Schuld, da die Barriae am Babnübagang»orfchiikismäßig geschlaffen war. Die Leiche de» W. wmde nach Bahnhof Johannflthal geschafft. Lieber de» Todtschlage» Ke» afährt da»„K'. I.' einig, now mchl bekunnie Enuelhetten, die ein eigenthümtiche« Licht auf die Gesinnung de« V-rhasteten werfen. Wie es ftch jetzt nach den asten Vernehmungen de» genes«, den Zigarren- Händlers Lehmann herausstellt, wor Beo fem bester Freund, der wohl niemal« trgend welche Roheit verübte, w-lche auf einen medrixen Ehrrakiec schließen treß. Im G'gentveri, B o war stet« f.eundlich, gefällig, sozusagen gentl mrnlrke. Da« konnte er wohl auch, denn außa dem Zinsgenu», den a von seinem väterlichen Erbe bezog, hatte ihm die Mutter schon bei L.bzetten eine Summe von 30000 M. aukgetetzt, deren Zinsen Beo ebenfalls bezog. Vielleicht gerade der Um- stand, daß a dmch reichliche Einnoh neu an Zinsen»erwähnt war, hat ,hn zum Verbrecher gemacht. Herr Lehmann m ter- hält neben dem Ziganengeschaft auch eine Wemstude; in diesa war Beo last ein täglicher Gast, wobei er ost ahebliche Z chen machte. Ueberhaup.»-»stand a zu üben, da aba feine Au«. gaben schließlich san« Reve um erheblich überstiegen, so machte er Schulden, wegen deren Tilgung a in da l tz«» Znt sehr gedrängt wurde. Da kam ihm da unglückliche Gedanke, seinen Freund Lehmann zu bestehlen. Alle Ve, suche, e.nen Diebstahl au«. zuführen, schalaien daran, daß Lehmann die Kasse ha* sorg« sättig verschlossen hielt. S-st al» Beo einsah, daß e« ihm auf diesem Wege nicht gelingen würde, sich«ine gröbere Summe fen, kam ihm der Plan eine« Ueberfall« in du Zwölf Tage halte a ftch mit demselben getraaen und in diesen zwölf Tagen dnchselle er sich selbst den Knüppel. mit welchem a seinen Freund niederschlug. Vorher hatte er das Schlaginstrument als einen„originellen' Spazierstock ge- jetzt, den er„zum Ulf ftch selbst gearbeitet habe. Beo betrieb nämlich da« Drechslerhandwerk al« Liebhaberei. Herr Lei- mann hatte das Produkt dieser Liebhaderei vor dem Ueberfall selbst in Händen und lächelle über die Fmm de« Stocke«, da Um beinahe vom Leben zum Tode besirtect hätte. Da Stock ist übrigens noch nicht gefunden. Gertrhks-.B«Umtg. Ei» N»rstcher«ngsch«»i«ßl»r stand gestern in der Person de« Agenten August Bartsch vor dem hiesigen Schöffen. geiicht. Derselbe hatte sich einige Aufnahmesoimulare da „Friedrich-Wilhelm'.LebenSverfichernngS-Gesrllschaft und da „Rothenburga Slabekasse' vaschafft und sammelte daraufhin Vrisicherung« auftrage. Es gelaug ihn auch m verschrdaien Fällen, Frauen au« den mittlere» Ständen für Kinderverfiche- rungen u. dgl. zu intaesfiren und zur Ertbeilung eine« Auf- träges unter Zahlung da GintritiSgebühc zu bewegen; sobald aba da« Geld im Kasten klang, hielt der Angeklagte seine Misfion für erfüllt und dacht« gar nicht daran, Weilae« zu veranlassen. Er behauptete zwar, wie da« jetzt in strafgaichtuchen Verhandlungen Mode zu werden scheint, daß a du Auw«ige den betreff.nden Gesellschaften per Prcketpost zugestellt habe und Nicht« dafür könne, wenn dieselben nicht angekommen sein sollten. Da aba die Direktoren der beiden Gesellschaften von dem Dasein des Angeklagten überhaupt keine Ahnung hatten, so hielt da Ge- richtshof die Behauptung de» Angenagten für eitel Schwindel. Der Staatsanwall oeantragte mit Rückficht auf die große Ge- meinaesährlichkeit derartioer Betiügereien eine G sängniß strafe von 5 Monaten. Der Gerichtshof hiell aba 2 Monate G e f ä n p n i ß für ausreichend und zwar mit Rück ficht darauf, oaß der Angeklagte längere Zeit Agent für sogenannte Ab« zahlungSgeschäfle gewesen. Wie gefährtiri» es ist, wenn sich Bauhrndwaka durch eine unbacchugie Selbsthilfe vor drohenden Valusten durch„wacklige„Bauunternehmer' zu schützen versuchen, zeigte eine Anklage wegen Untaschlagung. welche gestern gegen den Glascrmeister T. vor der III. Strafkammer verhandelt wurde. Der Angeklagte hatte für den Neubau eine« Bouunternchmer« Z. die Älaserarbetten angefertigt und größere Forderungen an den Unternehmer. Noch langem Mühen gelang e« ihm, von dem letztaen einen Wechsel üb« 1000 M. zu erhalten, mit der Maßgabe, nach da Vafildernng 500 M. für sich zu de- halten, den Rest aba dem Unteriiehmer heran« zu geben. Da Angeklagte halte»un aber üba die Vermögenslage de« Bauunternehmers soviel Ungünstige« eriahren, daß er es für gerochen erachtete, zu seiner eigenen Srchaheit die überschießenden 500 M. nicht abzuliefern, sondern in Händen zu behalten, um sich selbst vor drohenden Valusten zu schützen. Er hat späta, al« er einsah, daß ein solche« abgekürztes Ver- fahren doch Unannehmlichkeiien im Gefolge haben müsse. Alle« geihan, um den Schritt wieder rückeinaiz zu machen, e« ist auch schließlich kein Schaden entstanden, da da Angeklagt- den W ch'el selbst hat einlösen müssen. Trotzdem blieb er von da Anklage der Unterschlagung nicht verschont und der Staatsanwalt beantragte lo�ar 3 Monate Gesiingniß. Der Gerrchi«- hof ll-ß es mit 4 Wochen Gefaagniß genug sein. Der Froschmiiuselrrieg zwischen den Freisinnigen und Kartettdrüdern zu EberSwald« hat dem Re- dakteur der dort erscheinenden liberalen„EberSwalder Zeitung', Gustav Lemme, schon mehrfach« Anklagen wegen Beleidigung zugezogen und ein« solch« führte rhu auch gestern vor dt« Sirafkammer de« Landgerichts L Di« S'che hatte vor dem Eberewa lder Gericht mtt Freisprechung de« An- getlagien geendet, auf die vom Staatsanwälte eingelegt« Rem- fion da« Reichsgericht da« Erkenntniß ad« in Betreff eire« Pankti S da Anklage aufgehoben und zur nochmaligen Vrrhand- lang an das Gericht zu fverliu verwieien. I, der am 1. Januar v. I. erschienenen Rümmer der EbaSwarder Z itung veröffrntltchte da Angeklagte eine» von ihm selbst ve. faßten Artikel, in welchem er üba einen Vorfall berichtete, der sich kurz zuvor in Eb-rSwalde zugetrag«. Der dortig«„P a t r i v- tische Verein', dessen vo- fitzender der Kowmerzienraih Schreiber ist, hatte eine Weihnachtsfeia veranftallet, bei weliha die Therlnehma mit Netnen Gefch-uken dedacht wurdev. Eine« da Mitglieder, da Maurerpolier Rettig, sei nun— so behauptet da Arlik l— an der Thür zum Feftsaale mit dem Bemake» zmückgaviesen rrv.den, r«b a gestrichen worden sei, weil a bei da letzten Wahl einem liberalen Kandidaten seine Stimme gegeben. An dies« Mit- theiluna knt>p»re der Angeklagt« Bem» langen, welche den aus 12 Perso-.en de« Prfliottsch«, Baeur« besiehenden Vorstand »eianl-ßien, den Strafantiag wegen Beeidigung zu stellen. Da Angeklagt« nannte dieselbe Fraktion äre, fanatische A et«- loreu. welche eine ge arker- und willenlose Heerde al« Biß- tämma und Sl'mmoteh be—itzeen, Drohunzen und Versprechungen anwenoeten, um P,rttige«efl«n zu gewinnen und Hader und Zwieflacht in die Bürgerschaft brächten". Der Be- schuldigte beftrttt e-neSiheil». daß in den Worten �eaklionä-�uad ,f-natischa Agttatv'" etwa« Herabsetzende« l,eg«, anderntherl« a bot er fich zum Beiverse, daß sein« Echtldenrng van da politischen Tdättgkat seiner Gegna keineswegs übertrieden oda unzutreffend sei. Da Gerichtshof beschloß, auf dtesen B-wei» einzugehen. Der erste Zeuge, Maure» polier Rettig be- kündete, daß a lediglich dem Patriotischen Baeine deigrtreten sei, weil ihm da billige Vergnügungen in Aa«fi6 t gest-llt wu'den, allerdings habe er liberal gewählt, a wisse ober nicht mehr wen? und wozu 7 Man habe ihn dann in da vom An- gekiagten gtschüd'ttin Werse vemaßregelt. Die Aibeit beim Komme, zienrath Schreiba sei ihm oda nicht entzogen worden. — Stadtrath Lautenschläger au» Eiaswalde wußte nur von anderen Leuten, daß du Strafanflagftella ih'en Einfluß in unschöner Weise geltend machen sollten, um Mitglied« '»r ihre Panei zu gewinnen. So hadeihm beispiels werfe Paftoe R vmann zu EberSwalve mitgeteilt, der Komm-rzienraih Schreiber bade der wohllhatigen Stiftung„Kmd-rhort' feinen olljährlichen Beitrag entzogen, werl da« Brntt de« An- geklagten zum Annonziren b.nutzt worden sei. Zeuge Zahnarzt Dr. Graßmann bekundete, daß ein« da BorftandSmitglied« de« Patriotischen Verew«, da M j»r o. D. U brich. ihn eines Tages aufgesucht Hobe mit dem Anfinnm. dem Vereine beizutreten, da sonst sehr leicht ein andaa Arzt noch Everswaldeaezogen we'den könne, welcha ihm die P oriS in da Schräder scher. Fabrik wie bei den BaeinSmitgUedan nehme« wurde. Der Zeuge hat auf seine entgegengefetzt« politisch« Gesinnung hingewiesen, worauf Major Ulbrich er» Niedert hat:»Bei den Landtagtwahlen brauchen Sie ja nicht ,u wählen und bei den Reichstagowahlen weih ja Nuntand, wem Sie Ihre Stimme gegeben haben." Der Zeuge ist au« Furcht »or der angedrobten Äor fürten» dem Verein bann beigmeten. Auch der letzte Zeuge, der früher« Stadtverordneten- Vorst« her Natzmann zu Edertwalde hatte von einigen Leuten gehört, dajj der Kommerzienrath Schreiber die Vergebung seiner Ar» b eilen von der politischen Grsinr ung der Bewerber abhängig macht.— Der Staatoanwalt Dr. Oppermann hieU den Wahrheittbewei« nicht für soweit erbracht, datz man ihn als gelungen bezeichnen könne. Der Inhalt de« Artikel« sei durck- weg beleidigend und wenn ein liberaler Mann einen konler» oativen als.reaktionär" bezeichne, dann habe er auch die At- ficht, ihn zu beleidigen. Er beantrage eine Gefängnißstrofe von 1 M 0 n a t.— Der Vertheidiger, R.-A. Dr. F l a t a u, plädirte für Freisprechung, indem er sich auf die durch die Be» weisaufnahme festgestellte Thatsochen berief. Der Gerichtshof erkannte auf eine Geldstrafe von 50 M. Der Artikel fei, im Ganzen genommen, beleidigender Natur, jedoch falle zu Gunsten de» Angeklagten in« Gewicht, datz er wohl annehmen konnte, die Sttafantragsteller hätten sich nicht in dm Grenzen einer stttlichen Agitation gehalten, denn die Beweisaufnahme habe zweifellos eyjebm, datz leiten« einiger Vorstandsmitglieder zu Drohungen und Versprechungm gegriffen worden fei. Verfairrrrrlungen. Di» frH» KilfoKass« der Maurer, Stein st au er, Gypsec und Stuckalmre Dmtfchland« tFuiale Berlin U) HieU am Sonriag, dm 12. Januar er., in Zemter's Lokal, Münz- stratze 11, feme VierteljagrSverfammlung ab. Der Vorfitzmd« Herr Braum eröffnete bie Versammlung um 11'/, Uhr und giebt die Tagesordnung bekannt wie folgt: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1889. 2. Berichterstattung über die Thätigkeit der Kommission freier eingeschriebmer Hilfskossen. 3. Ver» SledmeS.— Räch Genehmigung de« Protokolls der vorigm rfammluna, gegen welches keine Einwmdungen erhoben wurden, gelangte die Abrechnung durch dm Kaffirer Herrn Scherling zur Verlesung. Die Abrechnung stellt sich wie folgt: Einnahme 377 M. 80 Pf., Bestand 392 M. 54 Pf., zusammen 770 M. 34 Pf. Ausgabe 470 M. 34 Pf., an die Sau pl fasse eingesandt 300 M., zusammen 770 M. 34 Pf. Dem Kassirer wurde Decharge erlheilt.— Zu Punkt 2 erhalt da« Wort der Kollege Schmiedel. Er betont dm Fort- Kritt. der durch die Vermittelung der Kommission n Mitgliedern der freien Hilfskassm gebotm werde. Die theuerm Honorar« der Aerzte, nammtlich dm Hilfskassm gegenüber, gab Veranlassung zur Bildung dieser Kommission und e« ist der Vermittelung derselben zu dankm, datz in Berlin bereits eme ganze Anzahl von Aerztm, dietzMitglieder fr«i,r Hilfskassm, towie derm Familienangehörige bedeutmd billiger I chrndeln. Ebenso ist e« mit oerfchiedenm Bandagisten und Optikem. Nur bei dm Apothekern ist noch Nicht« erriicht, da der Berliner Slpothekerveiband eine Verständigung m dieser Angelegenheit abgelehnt hat. Es existirm nur noch ungefähr 50 Apotheken in Berlin, die Nicht zum Verbände gehörm, und da mutz edm mit ieder einzeln verhandelt werdm. Ein In- Haber einer solchen Apotheke hat sich dem Redner gegenüber dahin geäutzert datz er bereit« für Kossen Medikamente mit 25 pCt. Ermäßigung verkauf«. Redner bemerkt ferner, datz sich die betreffenden Erkrankten durch vorzeigen eine« Aerzte» Verzeichnisse«, welche« bei dem Vorstand jeder Kasse zu haben ist, legitimirm zum Zwecke der Honorarermätziguna. Autzerdem sollen sich die Er» kranktm nicht von dm Aerztm über'« Ohr haum lassen, sondem stet« auf die in dem Verzetchnitz aufgeführten Honorare be- stehen. Redner macht auf einige Zahnärzte aufmerksam, welche die vereindartm Abmachungen nicht innegehalten habm, mithin zu meidm sind. ES sprechen sich nun mehrere Redner dagegm au«, datz man die Mitglieder freier Hilfskassen gewissermatzm kennzeichnen wolle, be, dm Aerztm durch Vorzeigung einer Legitimation, bei dm Apotheken durch schlechtere Verpackung der Medikammte. Hiergegen verwahrt sich Herr Schmiedel, man möge nicht etwa der Kommission einen Vorwurf machen, derm Handeln nur von rem mmschlichm Grundsätzen geleitet werde; autzerdem Hab« er noch bekannt zu gebm, datz die Freunde der Naturheilmethode ihre Lehrer resp. Aerzte ange- wiesm habm, mit der Kommission in Verbindung zu treten. Zu Verschiedmem geitzelt Herr Braum(Bevollmächtigter) da» Verhaltm eine« Dr. M., welcher schon vor einiger Zeit von der Filiale I als Vertrauensarzt au«g, schlössen ist. Dagegm spricht nur Herr Kruse. E« wird über dm vom Vorstand eingedrachten Antrag, .dm Dr. M. al» Vertrauensarzt zu streichen abgestimmt und wird derselbe gegm 1 Stimme angenommen. Ein Antrag de« Koll gm Jänicke, sämmtliche im Äerzteoerzeichnitz aufgeführtm Aerzte at« Vertrauensärzte anzusehm, wird angenommm. Kolleae F. Grünenberg macht noch auf die in Kraft getretenen §§ 17 und 18 de« Invalidität«» und Älterversicherungs-Gesetze« aufmerksam. Der betreffmde Erkrankte möge nicht vergessen, Si eine Bescheinigung de« Tage» der Erkrankung von dem orstand der betriffmden Kasse ausfertigen zu lassen. L-tzterer ist bei einer Strafe von 100 M. verpflichtet, die« zu thun. Herr Braum giebt bekannt, datz dt« vom Vorstande beauftragt«» Krankenbesucher bei Nichtbeachtung der ihnen ertheiltm Austräg« Strusen bis zu 20 M. zu gewärtigen holen. Betreff««ine» vom Kolleam Jänicke angeregtm Falle« wegen Erhöhung de« K-ankengtldeS, fordert der Bevollmächtigte Herr Braum die Kollegen auf, in der Versammlung von Filiale l. recht zahlreich zu«rscheinm, um auf den dort zu wählmdm Delegirten für die Generalversammlung in oiesem Sinne einzuwirken. Die nächste Versammlung wird durch Anonzen bekannt gegeben. Der Fachuerew der Kteindrucker und Lithographen Kerliu» hielt am 10. d. M. in Jordan« Saion seine General- Versammlung ab, welch« derartig stark besucht war, datz die Göll ei im in Benutzung genommen werdm mutzten. Bevor in die Tagesordnung eingetreten wurde, machte der Vorsitzende die Mi'theilung, datz da« Mitglied Kollege Burgdorf am 27. Dezember v. I. verstorbm ist. Die Versammlung ehrte da« Andmkm de« Verstorbenen durch Erhebm von dm Plätzen. Zu Punkt 1 der Tagesordnung gab der Kaffirer, Koll-ge W tzel, dm Kassmbericht vom verflossmm Quartal. Die Einnahme betrug 339 M. 50 Pf., die Ausgabe 440 M., 58 Pf., bleibt ein Ueberschutz von 124 M. 91 Pf.(inkl. alten Bestand). Unter dm Ausgabm b, finden sich 187 M. WeihnachlSimterstützung für 8 arbeitslose Mitglieder. Dem Kosslrer wurde emstimmig Decharge ertheilt. Sodann de- richtete der Vorfitzmde über die Verlegung de« Arbeit»« nachweise« und führte die Gründe an, welch« den Vorstand de» »- uen haben, den ArbeiiSnachwei« na» dem Restaurant Kuhlmry, Rosmstr. 30 zu verlegen. Er brachte«in« Kommission zur Verwaltung desselben in Vorschlag. Em Antrag gelangte zur Annahme, datz Kollegm, welche sich im Arbeitsnachweis al» aibeitslo« haben eintragen lassen, und dennoch die Druckereien ablaufen, au« denselbm gestrichen werden. Zur Verwaltung de» AibeitSnachwerseS wurden folamde Kollegen gewählt: D,e Steindruck« Spielmann, Jäger, Knaack, Lüd cke, Jarmuzkewits und die Lithographen Strcpp, Preutz, Liesegang und Brandt. Mit dem Anlegen d« B>bl,oth-k nach dem Vneinslokal (Jordan'« Salon)«klärte sich die Ansammlung einverstanden. Als B bliothekar« wurdm dt« Kollegm Fatschel, Schleusner and Wendel(Lithograph) gewählt. An Stelle de« bisherigen Revisors Fatschel wurde Kollege Reinholtz gewählt. Die Aus- gäbe der Bibliothekbüch« findet an jedem versammlungsabmd statt, llnt«.Verschiedene«" wurde den ftreikmdm Ledn- färbern eine Unterstützung von 50 Mark bewilligt. Kollege Leulchn-r regte d-e Frage an, ob uns«« nächste Vrrsammluvg, welche stawtengemätz am 20. F>bruar, also am Tag« der Reichstag« waKI, stattfinden mützie. nicht verlegt wnden könne; die Vetsawwlung sprach sich sür die Verlegung aus. Der frühere Kollege, letzig« Restaurateur Sixtus Hrnmann wurde seiner beleidigenden Amtznung wegen, welch« er sich in der letzten öffentliche» Versammlung über den Vorstand de« Fach. vereint bedient bat, au« dem Fachverein auf einstimmigen Be- schlntz ausgeschlossen. Kolleg« Gent fordeite die Veitrouen«. >m>« auf, die Liften zum Winterfeste beim Kollegm K one, Falkmsteinstr. 19, abzuliefern und dj« B lletS in Empfang zu nehmen. Zu den Vorstellungen in der Urania find Billel« zu 20 Pi. für die Ve'ein«Mitglieder zu habm, und Bistell>"'gm find darauf beim Vorsitzmdm, Herrn Silli«, Gnmmstr. 7, zu machen. Die nächste Versammlung findet am 13. Februar in demselben Lokal statt. Fachumta lammtlicher an Aohbearbeitnug»- «afchtn«« beschäftigter Arbeiter. Am Montag, dm 13. Januar, tagte tm«öger'schen Lokal, Grün« Weg 29, die Generalversammlung de«««ein». Auf d« Tagesordnung stand: 1. Vortrag de« Henn Stadtv. Tutzeun üb«„G«w«be- jchiedsgnichte". 2. Diskussion. 3. Kassmbericht. 4. Brricht de« ArdeitSnachiverskomitee». 5. Ersatzwahl de« Vorstände« und Wahl eine« Arbeitsnachweiskomitee«. 0. Verschiedene« und Frage» kästen. D« Vorfitzmd« begrützt« dies Kollegm m neum Jahre und konstatirte, datz der V«ein im vergangenen Jahre w erfreulicher Weise zugmommm hat. Jmm«hm ab« sei der Verein noch nicht stark genug, um die Ziele, welche sich derselbe gestellt zur Ausführung zubringen und forderte auf, dahin zu agitirm, datz d« Verein arotz und stark wndm möge. Die sodann folgende Berichterstattung üb« dm Kassmbestand ergab folgen- de«: Kassmbestand vom vwigm Quartal 399 M. 40 Pf.;«in» genommen für Beiträge 126 M. 60 Pf., für Einschreibegeld 25 M. 50 Pf., Summa 551 M. 50 Pf.; Ausgaben 271 M. 17 Pf., bleibt Kassmbestand 280 M. 33 Pf. Nachdem die Richtigkeit dies« Abrechnung von dm Kontroleuren bestätigt war, wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Hierauf sprach du Refuent zum ersten Punkt« der Tagesordnung unt« grotzer Aufmerksamkeit der Versammlung in längerer Rede üb« die Handhabung da Gewabe-SchietSgerichte in verfchiedmen Städten. Sr erntete grotzen Beifall und wurde ihm vom Vor» fitzmdm der Dank d« Versammlung ausgesprochen. Folgende Resolution wurde angenommm: Die General-Versammlung«- klärt sich mit dm Aussührungm de« Ref«mten e noerstandm und«sucht die Arbeita-S! adtverordneten, dahin zu wirken, datz in der betreffende» Vorlage(Gewerbe-SchiedSgerichte) die Paragravhm, welche vom RegremngS» Präfidenten beanstandet sind.(Wahlrecht der 21jährigen, aktive« und passive« Wahl- recht für Fraum und licht«Iich« Eidesabnahme d« Gewerbe- Schiedsgerichte wieder aufgenommen wnden.) Zu Punkt 5 wurde al« 2. Vorfitzmd« Herr Karl Frees« und in da« Arbeitsnachweis-Komitee Herr T e s ch n e r gewählt. E» wurde bekannt gemacht, datz vom 1 Februar 1890 ab ein Arbeitsnachweis für dm Nordm errichtet wird und zwar im Lokal de« Herm Peterson, Veteranenstr. 22. E« wurdm solgmde Heum m« ArbeitSnachweiS-Komitee gewählt: Vinte, Fischer, GrabowSky, Pohl, Gerlach, Hamm,HStschtr. Hinauf Iheilte der Vorfitzmd« mit, tatz die nächste Versamw- lung am 27. d. M. st all findet und zwar Schwedterstratze 23 bei Lehman« und«suchte die Kollegen recht zahlreich zu er- scheinen. De» Vauverri» Derliner DUdhauer hielt am 14. Januar feme Jahre«- Gmaalvnfammlung ab, bei Feuerstein, Alte Jakobstrotze 75. Auf d« Tagesordnung stand: Rechenschaft«- dericht, Erledigung etwaiger Aniräge und Verschiedene». Noch» dem der Vorsitzend« einig« geschä'tiiche Mittheilungm gemacht hatte, verla« Kolleg« Koswig dm Rechenschaftsbericht der Lokal- lasse sowie de» NntnstützungSvereinS de« vnflossenm Jahre», diefeldm find von den Remsorm geprüft und bestätigt und wurde den Kasfirem Decharge nthmt. Hiernach zahlte der Verein im vergangenen Jahr an Unterstützungen für hrlfSbe» dürftige Kollepen 331 95 M., an Streikunterstützungen wurdm gezahlt I366,60M., für dieBiblothek wurdm««ausgabt 514.85M. urd ist d« Werth deif'lbm jetzt ca. 3000 M. An Reiseunter- stützungm wurden 768 M. gezahlt. Der Mitgliederstand war vom Anfang de* vor. Jahre« von ca. 500 auf die beträchtliche Höhe von 900 gestiegen, ist aber infolge de« Streik» durch Abreise d« Kollegm am Schlutz de« Jahres auf 858 gefunkm. Hinauf machte Kollege Hirsch dm Bericht d« Bibliothek und war dn Bestand derselben om Schlutz de« vorigm Jahre« 51 We ke in 146 Mavpen, an Werken in Bänbm waren vorhanden 243, an Heften 58, an Pbotograpbim 383. an Holzschnitte 88, Handzeichnungen 138 Stück. Benutzt wurde die Bibliothek im Jahre 1889 1499 mal gegm 1840 im Vorjahre. Hinauf machte die Untenichtakommission einm Bericht über ihre Thätigkeit und wmdm durch V« mitteluna derselben 7 Vortrage und 2 Vorlesungen gi haften sowie 4 Exkourfionen veranstaltet. Vn- gnügungm hielt d« Verein im letzten Halbjahr 2 ab. Kommer» und Weihnachtsfest. Bei der Stellenvermittelung d« Bildhau« Berlin« waren im sitzten Halbjahr 830 Stellen eingelaufen, davon für B«lin 751, für Außer halb. 7 9. Dagegm fuchlm 986 Kollegm bei der Stellenvermittelung um Arbeit nach und aehörten davon 824 dem Gauverein, 7 dem OrtSvnein und 155 kein« Ver- emigung au. Hi«an anfchlietzmd machte der Vorsitzende einm kleinen Bericht üb« die Thätigkeit de« Vorstande« deSstletztm Jahres. Im Punkt Anträge wurde auf Antrag Düpont eine Kommission gewählt, bestehmd au« dm Kollegen Buda, König und Dupont, zur Ausarbeitung eine« neuen Statut» für dm Lokälverein. Fern« wurde folgend«, für die Mitglied« de« OrlSoerein« der Bildhau« sehr bedmtsomer Antrag de« Kollegen Storch angenommen:.Stelle dm Antrag, dm Mit- gliedern des Ortsverein« d« Bildhauer, welche gewillt sind, bis 1. April d. I. dem Gauverein beizutreten, das Eintritt«- geld zu«lassen und dasselbe au« d« Lokalkasse zu zahlm." Kollege Donath macht« sodann die Mittheilung, datz ein unferm Bestrebungen fem stehend« Kollege die Zeit in frivol« Wesse ausnützt, indem er die Kollrgm in dm Wohnungm oder Wttkstättm besucht, unter vem Vorwande, von der Kommission geschickt zu sein um Streikgelder eirzulommeln und dasselbe einfach unterschlägt, es dient die« den Kollegm zur Kmntvitz, um denselbm eventuell festnehmen zu lassen. Hierauf folgte die Wahl be« Vorstände« und wurde d« Kollege Berend« zum 1. Vorsitzenden, Göbel zum 2 Vor- sitzmdm, Kollege Kühling zum Kaffirer, die Kollegm Winkl« und Borduhn zu S»liflführem, die Kollegen Hildedrondt, Blafia, Fiesitz und Kuhnert zu Beisitz«n gewählt.' Da« Amt der Revisoren rahmm an die Kollegm Buner, Hagenstein, Mulfingn und WonSki. Da« Amt als Verwalter blieb in Händm de« Kollegin Stötz«, derselbe wurde p« Akklamation hierzu wiedergewählt. Im V«sch'«d»nm wurde noch einmal aufmerksam gemacht auf die Belchlüsse d« letzten öffentlichen Bildhauemersommiung, wonach jed« rechtlich dmkende Kollege veipfl chtet ist, nur durch die Stell, nvermittlung der Bildbauer U«lin» Arbeit zu nihmm, alle« Anfragen in den Werkstätten, sowie die Vermittlung der Prinzipale zu benutzen ob« durch Zeitungsinserate Arbeit zu snchen, ist absolut ve weiflich. Jn«desond«re wmde die Fuma Ferdinand Voigt«. Alte Jakobstratze, an« Licht geführt, d->s«ldft habm wegen Matzregelung eine« K. liegen(KommissionS mitglird) fammtliche Kollegen, 28 en d« Zahl, dte Arbeit niedergelegt, und wmde ein Appell an die Kollegm gerichtet nur duich oben bezeichnete Vermittelung Arbeit zu»ehmm. Nachdem noch ein Kollege mit 15 M. unterstützt, und beschlossen wurde, 300 Brllet« a 50 Pf. zur Urania für dm 23. Februar anzukaufen, schloß die Versammlung um 1 Uhr Nacht«. Der Drrew zur Mahrnng der Interessr» ......'"• Umgegend»«i Restamant»» N' und Schaukwirth« Kerlin» und 17. Januar, Rachmutag« 4tz Uhr,'M. Dretbmerftr. 116, eine gut beiu»le Mtgliederverlaw«. nung lautet: 1 Kassenbericht de« � n cm.i x.•. Red« führt« Kolleg« E. Böhl on, tatz man sich W j bekennen müsse, die auf ihre Fahne geschrieben»0° schaffung all« indirekten Steuern." D« überwach«?«,,, beamte löste hi«ans dt« Versammlung aus Grund K" I Sozialistmaesetze« auf.. M Der Fachverrl» der freie» DereinigunS de» chlrurgtscheu Kranche beschäfi�tm B�uf«g'��p am 14. d. M. feine Gmerat Versammlung im Lokal«« z Münzstr. 11, ab. Tagesordnung: RechenschaftSbw« wähl de« ganzen Vorstände«, V.rschi'deneS.—- jU" ss bestand lauiete üb« 82,40 M., der Reseroefond«.'w, Die Rmiloren hattm alle« für richtig befunden, W ssp dem Kaffir« Decharge«theilt w«dm.— Gewählt.\ Schmädicke,«st«, Behnke, zweit« Vorfitzmd«: O. Wstke,»weit« Scheiftführ«; Adamrewskr, erst«,% zwester Kaffir«; Brich, Web«, Fiebig, Berfitzmd',. � Loben«, Kratzmann, Revisoren. Sonach vermied erster Kaffir« im Amte.— Unt«.Vrrschitdme«. Kollege Schust« mit, datz die Brllet« zur Uranm> jß ausgegeben sind, ohne datz all« Kollegm be friedigt � waren. Deswegen wurde Kolleg« Schuft« gebeten,� � nachzubestellen. Köllme Rrfch hob h«vor, datz unserer pi-oduzirtm Waare fest emigm Jahren u» gefunkm fiad, also datz dadurch der Druck für d«� imm« offen« zu Tage Kitt und viele B«sü> chtunge« mutz. Zuletzt lud Kolleg« Schmädick« alle Mitglied«� konnte zum 15. Motz d. I.«te, an uns«««©u™ zahlreich tb-ilzrmehmm. Der Dereln zw» Mahrnng der Zuteresse» � vierarbeiter hielt am Montag, den 13. d. Mi»., Tü müller'schm Salon, Aste Jakobstr. 48-, eine Gmerat� lung ab. Zum 1. Punkr d« Tagesordnung«hn»« Robert Schmidt da« Wort, welch« in eing«h-ndo j die V«einSthäIigkeit im letzten Jahre darstellte. D#«\ Hot eine so hohe Mtoliederzahl früh« noch nie erreicht, � v«flossmm Jahre. Die Einnahmen warm bedeuieno, ß als die der Vorjahre. Dotzdem hat d« Verein& J Unt«. Bilanz abgeschlossen, welche auf die vielen SttW'fi S & «l Ü zuführen ist. Redner richtete noch einm Apell«>.. glieder, recht flntzig für dm Verem zu agstitm, fand z sehr vei wer stich, datz viel« Kollegm de« Verem ,»> melkmde Kuh betrachtm, die VereinSivtenssm aber.- fördon. Kollege Paul be'ichtet über die WWWWWW Nülig�j RechtSschutz-Kommiffion im veiflossmem Jahre. Alsdann lie�jl _.IBH e die VnemSbttA »u benutzen und beschwerte sich üb« einige Vereinskolleg'"' p Bücher au« d« Bibliothekientnehmm, ab« sehr lässig W liefern sind. E« ist sogar vorgekommen, datz« sich selbst hat holen müssm. Jevm Donnerstag findet obmd statt, an welchem sich die Kollmm recht rege mögen. E< wurdm sodann 1t nme Mitglied» oufyi�S Dem Kaffir« wird sür seine Abrechnung vom letzten unbeanstandet Decharge ertheilt. Kollege Heinrich stimmig zur Arbeit« oermitlelunps-Kommiskon Dm streikmden Hutmachn» zu Luckmwatde wn'de» dm ftreikmdm Wem« Perlmuttardeitern 100 M- f 7 Kollegm erbiet tm Kron km»nt«stützung. Ein 3«'% f Gunsten der Retch«tog«wahten eine Verjammlung au»!� lassen, wirb angenommen. Vricflrcrktcir. 6(1 Intraoni»Mm*it dte Äb-KnraKnlS-Dulthira, SetpiM�n. Sntw,« Dirk»ickl ettbfUl. f\ Sie find bnechtigt, Lohnentschädig»� Datz Sie keine Stm«n gezahlt haben, � ;« Ihr Reich«tag«n»ahlrecht. 2. Dte xwfj ......"" Pr�«� ». K. 84. «rlanzen. V. W. L Ihnen kemetweg«------_. Kaiserin bezog lerne staatlich« Pmfion. Prinzessinnen beziehen üt«haupt al« solch« kein vom Staat. G. Dte Abrede, datz der Aideit« die Kündigen innehatten mutz, d« Arbeitgeb« ab« sofort j d«»«t kann, ist recht« giltig. Habm Sie sich ein« sä hart'? ftimmung durch Unterschrift untnwoefm, so können Sss m Lohnmtschädigung verlangen, auch dann nicht, wen» 0« lassima wegen Krankh it«folgte. jt Simtg. Zu mündlich« Beantwortung Ihr« zatz»»� Fragm si�n wir bweit._ K. 100. Al« Proletarinkrankheit bezeichnet Schwmdfuchi, weil sie in dm lireisen der schlecht_ schlecht wohnmdm, in schlecht« Lust ardeitmdm B-v dte meistm Oos« fordert. � A. H. Begetmi« od« Vegetartan«, ab« nie � tadiltanee. Är. 101. Am 2, Febeuir 1886. %. K. Jbr Brief ilt besorgt. M. K.. Sattle». St« find wahlberechtigt.& N". 1000. Gesellige Vereine, z. B. Rauchkftchd dmfm keiner volizeilichm Anmeldu g. p E. V. Mowa«,». Wer mütztm da« Statut der � treffmdm Krankmkasse ensehen, um Ihre Fragt beantworte könnm.-.i/ F lK Natürlich kann da Werth da« Bett*(»«« kmschen, wmn derselbe im Laufe de« Monate« nach Ls», t de« vollen Monot»gelde« ausgezogm ist, benutzm, nur nw«�, da« Bett auf Verlangen de« Schurfburichm diesem fügw g stellen. � W.#. Widersprechen Sie dn Kündigung, zu welches dm von Jonm mitgelheiftm Konkaksbestmemungen da � kein Recht hatte. Kuchhotz. Kann ohne nähere Kmntnitz b« Ein»e>d j nicht deeu.livoUet werden. Zu mündlech« Auskunft si"" baeit.. A. g. Da« Mädchm hat für ihr zweites unehelich� keine A.i-omte zu ver langen.«w* Z. Gtding. Skafqeldn für Zuspätkommen � b« FabrckuNl, ne n vte Fabrtkorbnung nicht« And«'' stimmt, in seine eigene Taiche stecken. v Kch. Die R-cht«onwoli«koSm bokagm bei Objekte unter 20 M., wenn mtwed« lontrabiko ifch verh�-A ist, d. i. wmn beide Partnm mtaegmgefetzle Anl'äze habm, od« ein Vergleich geschlossen ist, 4 M. Ja oadandelt wordm, 2 M., h>t d« Gegn« aneikannt, � Me cher dies« drei Fälle voUiegt, iätzt sich au« Jhf# ftellu-g nicht»rffhtn. J1 C. K. 100, Die Forderung ist«st im Jahr« 189* 'landen, ve jadrt also«st am 31. D-z-mb« 1890. Baantwottlicha Redakteur:«nrt Kaatu w Bali« Druck und»erlag von»te»»adwg in Berlin. SW., Bmtblka»« 2.