f. 20. Freitag, den 24. Januar 1890. 7. Jahrg. > I-; "A Brgsn für die Interessen der Arbeiter. Mlikburger! Arbeiter! Helndttrerkter! , Wir fordern euch nochmals auf, die Wählerlisten genau einzusehen. Leicht können Fehler in ihnen enthalten sein. Wer am 20. Februar seine Stimme cht abgiebt, der schadet der Allgemeinheit und sich selbst. Da aber nur Diejenigen ihr Wahlrecht ausüben können, welche in die Wählerlisten eingetragen sind, so muß sich überzeugen, ob auch sein Name in der Liste steht, ob Vor- und Zuname, sowie der Geburtstag und Geburtsort genau stimmen. Wem es unmöglich ist, selber �ugth�, der beauftrage einen der Genossen, die sich zur Durchsicht der Listen bereit erklärt haben, für ihn die Liste nachzuschlagen. Die Listen liegen nur bis Donnerstag, � 30. d. M., Wochentags von 9—3 Uhr, am Sonntag von 11—4 Uhr, aus und zwar: für den I. Wahlkreis in der Turnhalle des Friedrich-Werderschen Gymnasiums, Dorotheenstrasie 13/14, für den II. Wahlkreis in der Turnhalle Wilhelmstrasie 117 für den III. Wahlkreis in der Turnhalle Schmidstraße 38, für den IV Wahlkreis in der Turnhalle Krautsftrasie 43, für den V. Wahlkreis in der Turnhalle Gormannstrasie 4, für den VI. Wahlkreis in der Turnhalle Ackerftraße 28», und außerdem im städtischen Wahlbureau, Königstraße 7, Hof 3 Treppen. �, Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß ein Jeder, der die Listen für unrichtig oder unvollständig hält, dies innerhalb acht Tagen nach dem 0� n der Auslegung derselben, also spätestens am 30. Januar d. Js-, beim Wahlbureau des Magistrats(Königstraße 7, Hof 3 Treppen) schriftlich anzeigen, nick �en vorbezeichneten sieben Lokalen vor den dazu ernannten Kommissarien zu Protokoll geben kann, die Beweismittel für seine Behauptungen aber, soweit dieselben q/! au� persönlicher Bekanntschaft beruhen, beibringen muß. Zur Begründung der beantragten Nachtragung in die Wählerliste sind besonders �Wenswerth der Miethskontrakt, die letzte Miethssteuer-Qutttung oder die polizeilich bescheinigte Anmeldung für die angegebene Wohnung. Es ist nicht nöthig, persönlich einzusehen. Es kann einer für mehrere die Prüfung vornehmen. Wer aber irgendwie kann, gehe selber hin. Namentlich haben Diejenigen, 1 4« seit dem Jahre 1887 ihren Wohnsitz verändert haben, sich zu überzeugen, ob sie an ihrem neuen Wohnsitz in die Listen eingetragen sind. Arbeiter! Bringt euch nicht durch Nachlässigkeit um euer werthvollstes öffentliches Recht! OJcmcvIt- uecctne. .Jssefen der sozialistischen Bewegung noch eine Punkt bpf<�e Unklarheit. Die Mehrzahl der über diesen Engländer meinte, waS von dem sozial- Siwchmi. Proletariat angestrebt werde, sei nichts als ein :�ÄKf�It.. wschutz auf dem Boden der bestehenden l�nwtt0. Von dem Endziele der Sozial- k>ne die gegenwärtige WirthschaftSordnung durch 5°» Au ersetzen, in welcher die Arbeit Meneng Tribut an das Kapital befreit ist, v* tDnrpJ6.vteisten überhaupt nie etwas'gehört zu haben. dwtch„■ ober nicht etwa die Kapitalisten allein, die sich �®e»no!»'o[�e Unwissenheit auszeichneten, die Vertreter d,. Vereine wetteiferten darin mit ihnen. Suchten ?ohre» �Wieder der Kommission im Gespräch von den �Una, vchten des Sozialismus eine ungefähre Vor- M erwecken, so hörten sie ebenfalls von Kapitalisten Dechen � ervertretern gemeinsam die Ueberzeugung aus- lassen derartige Ideen in England nie festen Fuß stakte,? da sie dem praktischverständigen Volks- ���vurchaus widersprächen. Die öffentliche Meinung in (1 ««Feuillewn. Ii» Vorstadt St. Antoine. von T o«»».. r—, Erzählung "9 R e v i l lo n aus den Jahren 1789—1792. Deutsch von Ludwig Knorr. an bem6 t!�0tt einige T�e tüchtig geregnet; das konnte i� dlich-� �chniutzigen Wasser des in der Mitte der Straße Mischen de*, t sowie an den Schlammpfützen Vicht //".holprigen Pflaster bemerken. Wenn ei auch ffiMtet �ognete, so tobte der Sturm doch mit unge- obzusck� Honzont schien eine einzige schwarze und Zusammengeballte Wolken von weißem, (l�sben. geslÄVrbenem Aussehen jagten, vom Winde liches, �'denstisch vorüber und hoben sich scharf von dem .�iSweit�unde des Himmels ab. im Sonnenstrahl den düstern als wollte er damit das Uv,'."»r--— 7—, doch zog er sich bald »ifc ��lich bini���iärmenden schwarzen Massen zurück, 0onz BPfii � sich immer mehr verdickenden Finster- nach r« lana. Z?'?den.... ei �attipvp der Vorstadt zog sich schlangenartig * W; stumme Klöster, schweigsame Werk- England, hieß eS, fei überzeugt, daß die Interesse» des Kapitals und der Arbeit übereinstimmten. Eine solche Auffassung der wirthschaftlichen Verhältnisse schließe aber von vorn- herein alle sozialistischen Bestrebungen, die einen Interessen- gegensatz zwischen Kapital und Arbeit voraussetzen, noth- wendig auS. Daß die TradeS- UnionS gegenwärtig auch bei der Bourgeoisie in England so gut gelitten sind, eine That- fache, die der Bericht außer Zweifel stellt, hat seinen Grund größtentheilS wohl in dieser ihrer manchesterlich-spießbürger- licheu Haltung, welche sie zu einem Hemmschuh einer weiter- gehenden Arbeiterbewegung macht. DieS„Verdienst" in Verbindung mit ihrer Methode, Streiks durch friedlichen Ausgleich zu vermeiden, läßt sie als in hervorragendem Maße„staatserhaltend" erscheinen. Auf den ersten Blick hat daS unsozialistische Gebahre» der TradeS- UnionS etwas sehr Befremdendes. Wenn sie auch nur einen Theil der englischen Arbeiterwelt umfaßten, so bildeten sie bis vor ganz kurzer Zeit doch offenbar die Vorhut derselben. Sie waren im wirthschaftlichen und politischen Leben die Vertreter dcS Proletariats schon darum, weil sich die große, nicht in Gewerkvereine» orga- nisirte Masse der Arbeiter still und apathisch verhielt. England, dessen industrielle Entwicklung der des übrigen Europa so weit vorauseilt, England, in welchem diese Entwicklung den Gegensatz von Arm und Reich so grell hervortreten läßt, müßte doch, so scheint es, eine be- stätten und verlassene Häuser bildeten ihre traurige Ein- fassung. Wohl zeigten die Läden und Werkstätten ihre ge- wöhnlichen Inschriften, Häuser und Straßen ihre Namen und dennoch verschwanden diese vor einem Worte, daS auf jedem Steine geschrieben schien:„Hunger". Der Hunger war wirklich der furchtbare Beherrscher der unglücklichen Vorstadt, deren Bewohner die Spuren seiner Gewalt nur zu deutlich zur Schau trugen; der Hunger trieb sie aus ihren elenden Wohnungen auf die Hausflure und in die Straßen, wo ihre runzligen Gesichter, schmalen Brüste und hohlen Stimmen als Attribute seiner Macht in die Oeffentlichkeit traten. Junge und Alte, selbst die Kinder hatten etwas Greisen- Haftes an sich, sie trugen den Stempel der Gleichheit des Elendes und der Verzweiflung an der Stirn. Wenn man ihren Gestalten einen physiognomischen Ausdruck hätte geben wollen, so waren sie mit einem ver- folgten, gehetzten Thiere zu vergleichen, daS mit geöffnetem Maule und blitzendem Auge, den Kopf ein wenig gesenkt, noch einmal seinem Verfolger gegenübertritt, ehe es sich ihm ergiebt. Die Dinge entsprachen in dieser Vorstadt genau ihren Bewohnern. DaS Brot auf den Schaubrettern der Bäcker sah aus, als wenn Niemand davon satt werden könne, daS Fleisch, welches an den Haken vor den Fleischerläden hing, schien vertrocknet und ungenießbar zu sein. Noch trauriger jedoch war der Eindruck, den die an Seilen oder Stangen sonders weit vorgeschrittene und sozialistisch-zielbewußte Ar- beiterbewegung besitzen. Denn die Sozialdemokratie ist kein künstliches Machwerk, auch keine Ausgeburt des sogenannten Nationalcharakters, sondern, nach unserer Auffassung, ein nothwendigcs Produkt der äußeren Verbältnisse. Je weiter sich die kapitalistische Wirthschaft ausbildet, um so mehr muß daS Proletariat zur Erkenntniß seines gemeinsamen KlassenintereffeS und damit weiterhin zu sozialistischen Ueber- zeugungen gelangen. In England wäre also eine ganz be- sondere Verbreitung des Sozialismus zu erwarten. Daß es gegenwärtig noch nicht dazu gekommen ist, er- klärt sich aus der Geschichte und dem Wesen der Gewerk- vereine, welche die intelligentesten Kräfte der englischen Arbeiterschaft für ihre Zwecke in Beschlag nahmen. Die TradeS-UnionS sind in ihren Anfängen echte Erzeugnisse des Klassenkampfes, sie verbreiteten sich unter dem Drucke der kapitalistischen Ausbeutung in England, lange bevor in den benachbarten, industriell zurückgebliebenen Staaten ähnliche Arbeiterverbindungen auskamen. ES ist offenbar die Macht der wirthschaftlichen Thatsachen, welche in dem vorgeschrittensten Lande zuerst die Arbeiterschaft zu festen Verbänden zusammenhämmerte. Indem diese Verbände die Interessen ihrer Mitglieder vertreten, also den Loh« derselben zu erhöhen, die Arbeitszeit zu verkürzen suchen, wird der Klassengegensatz zwischen den Kapitalisten und den Arbeitern der einzelnen Gewerke offenkundig,.und bethätigt sich in Streiks und Aussperrungen. hängenden Lumpen machten, deren bloßer Anblick schon ein Frösteln erregen konnte. Würde aus den ausgebrannten Kaminen jemals wieder Rauch aufsteigen? Vor einigen Läden standen Reihen von Frauen und Kindern, welche den Zeitpunkt abwarteten, bis an sie die Reihe käme, ein Stück Brot zu erhalten, von dem sie auf einige Stunden Sättigung erhofften. Ein anderer Theil der Bewohner schlenderte unruhig und unbeschäftigt auf der Straße herum, konzentrirte sich aber mit Vorliebe an einem Kreuzwege der Straße, wo sich in einer Ecke ein Springbrunnen befand. Auf den Stufen dieses Brunnens unterhielten sich mit gedämpfter Stimme einige Männer. Sie hatten ihre zerlumpten Jacken über die Schulter geworfen und unter ihren schmutzigen Blousen lugte ein Leinwandfetzen hervor, der einst ein Hemd gewesen sein mochte, während ihre mageren Arme und Beine nackt waren. Diese Repräsentanten des Elends schienen hier eine Art Versammlung abzuhalten. Wenn sie sich umblickten und in der Ferne die Skelette ihrer Angehörigen erkannten, sahen sie verzweifelnd zu dm schwarzen Massm am Himmel empor, und setzten dann ihre geheimnißvolle Berathung fort. Sonst hörte man keinen Laut in der Straße, bis auf ein fernes Wagenrollen und das hierdurch hervorgerufme Knirschen der Stricke, an welchen die Laternen in der Mitte der Straße herabhingen. Diese Laternen verbeiteten nicht mehr Helle, als es die Aber die Stufe de» Klassenkampfe», welchen die bloße GewerkSvereinS-Bewegung darstellt, ist eine primitive und unentwickelte. Die Zugehörigkeit des einzelnen Arbeiter» zu dem gesammten Proletariat tritt hinter seiner Theilnahme an den GewerkSfragen zurück; e» fehlt darum auch da» Streben, die Interessen de» Proletariats im politischen Kampfe selbstständig zu vertreten. So lange der Arberter eine Hauptaufgabe in der Gewerksbewegung erblickt und von ihr alle» Heil erwartet, so lange betrachtet er die gegen- wärtig bestehende WirthschaftSordnung al» unabänderlich, so lange will er nicht die Lohnarbeit als solche, sondern nur eine gewisse Niedrigkeit des augenblicklichen Lohneinkommens beseitigen. Sobald dem Arbeiter die Er- kenntniß aufdämmert, daß sein Leiden durch da» kapitalistische System selbst hervorgebracht wird, sobald er anfängt, diese» System nicht als Naturnothwendigkeit sondern als ver- änderliche» Erzeugniß des Klassenkampfes zu betrachten, sind die GewerkvereinS-Illusionen dahin. Dann erkennt er, daß er, um dem System zu Leibe zu gehen, keine gewerkliche, sondern eine politische Organisation, d. h. zugleich eine Organisation der ganzen Arbeiterklasse ohne Unterschied der Gewerke braucht. Damit verwandelt sich der Arbeiter aus einem bloßen Gewerkvereinler in einen zielbewußten Pro- letarier. Dies Bewußtsein fehlt aber den TradeS- UnionS zum größten Theile noch; der Zusammenschluß der GewerkS- arbeiter zur Vertretung ihrer Interessen dem Kapitale gegen- über fand in England, als dem industriell entwickeltsten Staate, zuerst und in größtem Maßstabe statt. Aber wäh- rend in Deutschland der große proletarische Gedanke von Lassalle bereits in die Massen getragen war, ehe es zur Bildung von Fachvereinen kam, während also in Deutsch- land der Sozialismus diese Verbindungen mit seinem um- fassenden Geiste durchdringen und aus ihnen neue Stärke ziehen konnte, kam die englische Gewerkvereins- Bewegung in Gang, lange bevor die sozialistischen Ideen ihren Siegeszug begannen. Die TradeS-UnionS existirten vor dem Sozialismus, welcher zudem in England keine genialen, zündenden Apostel wie bei uns fand, und sie mußten ohne ihn verknöchern. Die Blüthe der englischen Arbeiterschaft sonderte sich von dem übrigen Proletariats ab und ging unbekümmert, um die gemeinsame Arbeitersache, ihren GewerkS- geschäften nach. Die Höhe der Beiträge, sowie die festen Anforderungen an die Geschicklichkeit und Tüchtigkeit der Mitglieder waren ein Mittel, um im Lohnkampfe für die Gewerke viel zu erreichen, sie rissen aber gleichzeitig eine tiefe Kluft zwischen gelernten und un- gelernten Arbeitern, und entfremdeten gerade die Jntelli- gentesten dem Solidaritätsgefühl des Sozialismus. Die Erfolge der Vereine ermöglichten den Mitgliedern eine höhere, halb kleinbürgerliche Lebensführung und gleichzeitig durch die Unterstützung der Arbeitslosen eine Sicherheit der Existenz, welche sie von dem Proletariat noch mehr entfernte, und eine gewisse satte Zufriedenheit mit dem Bestehenden auf- kommen ließ. Das mußte sich natürtich noch steigern, als bei der zunehmenden Stärke der Vereine die Kapitalisten nachgiebiger wurden, und der gütliche Ausgleich mehr und mehr an die Stelle des Streiks trat. Die gleitende Lohn- skala endlich, welche die Löhne von dem Preis der pro- duzirten Waare und damit indirekt vom Fabrikantengewinne abhängig macht, hat sicher bei den Trades-Unions auch viel zur Verbreitung jener schönen Lehre von der Interessen- gemeinschakt zwischen Kapital und Arbeit mitgewirkt. Kein Wunder, daß unter diesen Verhältnissen der Sozialismus, welcher die Solidarität der Arbeit und ihren Interessen- gegensatz zum Kapital proklamirt, bei den TradeS-Union» wenig Anklang findet. Aber darum wird er dem englischen Proletariats doch nicht ftemd bleiben. Hier lebt und webt schon seit den großen MassenauSständen des vergangenen Jahres sei» frischer Geist. Burns, welchem- die Untersuchungskommission das Zeugniß eines„guten Sozialisten" und„unheimlich zielbewußten Mannes" ausstellt, ist der Organisator de» Volkes geworden und der neue Trades-Unionismus, an welchen er arbeitet, wird seiner Gesinnung entsprechen. Diese neuen Arbeiterverbände werde« kein Hemmschuh, sie werden Hebel der Sozialdemokratie sein und an sie, das ist schon jetzt klar, muß die politisch- wirth- schaftliche Führung der englischen Arbeiterklasse über- gehen. Der alte englische Gewerkverein wird sich unter- Sonne an diesem Tage, den 12. Juli 1789, vermocht hatte. DaS Rollen wurde jetzt stärker und man hörte mensch- liche Stimmen und Pferdegetrappel; die Leute sprangen zur Seite, um einem Vorreiter auszuweichen, dem in kurzer Ent- fernung ein prächtiger Reisewagen und zwei große Gepäck- wagen folgten. Wie die Pferde im sausenden Galopp daherkamen, ähnelten sie den Darstellungen jener griechischen Basreliefs, wo die Lebenskraft ihrer in Bewegung befindlichen Glieder dem Beschauer in harmonischer Schönheit entgegentritt. DaS regelmäßige Heben und Aufschlagen ihrer Hufe erzeugte einen rythmischen, fast melodischen tiefen Klang, der in dieser Straße und inmitten dieser Gruppen von Elenden wie ein Symbol höchster Macht und tiefster Erniedrigung erschien. Welcher Kontrast zwischen den glänzenden Livreen der Diener, dem ftöhlichen Peitschenknallen derZ Postillone, dem überflüssigen Besitz verrathenden Gepäckwage«, den öde« Häusern und den ausgehungerten Bewohnern dieser kothige» Straße.— Dazu noch da» finstere Gewölk am Himmel, der dem prächtigen Aufzuge ein so düsteres Relief verlieh. Auf dem Rücksitze de« Wagens lehnte in nachlässiger Haltung, fast ohne jede Bewegung, ein reich in Seide ge- kleideter Herr; er trug den Degen an der Seite, und über seine Hände fielen breite Spitzenmanchetten. Die hohe schmale Stirn deS Manne», sein kalte« hellblaue» Auge, (eine dünnen zusammengepreßten Lippen, gaben seinem Ge- icht den Ausdruck vollkommenster Gleichgiltigkeit. Gleichgiltigkeit war in der That die hervorragendste Charaktereigenschaft dieses Mannes, der gewohnt war, sein Leben so zu regeln, wie der Kammerdiener seine Taschen- uhr; jetzt reiste er von seinem Landgut nach Bersaille«, um sich nach dem Appetite des Königs zu erkundigen, der Königin die Hand zu küssen und ihr zu sagen, daß sie schön sei und— und der Versammlung der Generalstaaten beizu- wohnen. Vor zwölfhundert Jahren hatte der Ahn dieses Herzogs einem Fürsten durch einige glückliche Schwertstreiche zu einer Gebietsvergrößerung verholfen. wosür er al» Belohnung ein kleines Gut erhalten hatte. Nachdem dieser Ahn dann sein werfe« oder in politischer Bedeutungslosigkeit versumpfen. Die Zunahme der Absatzstockungen und das immer weitere Vordringen der ungelernten,— der Kinder- und Frauen- arbeit bedroht zudem auch seine wirthschaftliche« Grundlagen. Valittplhv Mebcrftlhk. A«» dem N-ich»tag-. Di« Interesselosigkeit ifl zu An- fang der heutigen Sitzung wo mözlrck noch größer als gestern. Die Redner werden nicht angehört. Weiß doch ein Jeder, daß die Entscheidung nicht parlamentarisch im Reichstag, sondern außerparlamentarisch bmier dm Koulissm getroffen wird. Oder schon getroffen ist. Die Meinung verbreitet sich mehr und mehr daß die Re- gierung der AuS weisungSbefugmß gar nicht die außerordmtliche Wichtigkeit beilegt, wie glauben gemacht worden ist— und daß die Nationalliberalen, indem sie in ihrer Opposition gegen § 24(Ausweisung)„fest" bleiben, keineswegs damit geaen dm Willen der Regierung handeln, sondern nur dazu behilflich sind, die unerhörte Thatsache zu verdecken, daß durch da« „ewige" Sozialistengesetz das Vereins» und Ver» sammlungsrecht, sowie die Presse der O p p o» sitionSparteien auf unbestimmte Zeit der Polizei überantwortet werdm. Was kann die Regierung mehr verlangen, als ein solches Gesetz? WaS will der AuSweisungSparaqraph, der die M a ch t der Regierung nicht um ein Jota vermehrt, besagm gegenüber dm Paragraphen, welche die wichtigsten Bollwerke der Freiheit unter Polizeiaufsicht stellen und die Allmacht der Polizei pro- klamirm?— Aufmerksamkeit zeigt der Reichstag erst, als§24— der neunummerirte§ 28(Ausweisungsparagraph) zur Debatte kommt. Dem Herm Buhl pafsirt da« noch nicht Dagewesene: e« wird ihm zugehört. Er hat nämlich die Fraktion«. Eiklärung der Nationalliberalen abzugeben. Sind sie„umgefallen" die ManneSseelm— oder hatten sie wirklich„Rückgrate von' Stahl?" Wahrhaftig, da« Letztere! Wunderbar! Solltm sie nicht die Erlaubniß in der Tasche haben, und einm Frei» brief gegm das Andiewandgedrücklwerden? Die folgendm Redner finden kaum noch Gehör. Nicht einmal W i n d t h o r st. Wenn die Nationalliberalm gegm dm§ 24 stimmen, ist er gefallen. Selbst Herr v. K a r d o r f f, der nach dem Beispiel des Herrn v. H e r r f u t h das Rothe Gespmst im Sinne des Pindter-Artikel«„gegen die Sozialdemokratie und ihre Be- günstiger" heraufzubelchwerm sucht, merkt daß seine Rede über» flüssig ist, und faßt sich kurz. Die Abstimmung ergiebt eine große Majorität gegen dm § 24, für dm nur die zwei konservativen Partum stimmen. Was nun? Die Regierungsvertreter find mäuschenstill. Vielleicht warlm sie auf die Gesammtabstimmung. Und wie wär'S, wenn die Konservativen„aus Bosheit" gegen das ganze Gesetz stimmten, und dies dann mit Glanz durchfiele? Dann wäre ja gar nichts da; und der„große" Froich» mäuSlerkrieg um da«„nme" Sozialistengesetz hätte noch lächer- sicher geendigt als das Hornberger Schießen das auch wenigsten« em paar durchlöcherte Scheiben zurückließ, welche sich als Brennholz verwerthen ließen, während die Annale« des Froschmäuslerkriegs— stenographische Bericht«, KommisfionSberichte, Anträge u. f. w.— einfach Makulatur geworden find. Die Bestimmung der Dauer bringt noch ein« scharfe Gmeraldebattmrede Mündel'«, die auch al« Wahlrede recht brauchbar wäre, und die Herrn Konservativm jedmfallS tüchtig ärgerte. In Bezug auf den D a u e r p a f s u s der Vorlage(daß die bisherigen Dauerbefchränkungm wezfallen, wird von den Sozialdemokraten nammtliche Abstimmung beantragt. Sonst haben die Sozialdemokraten— abgesehen von einigm drastischen Autsühmngen Grillenberger'S über die Praxis der Reichs. Beschwerdekommisston— die Rolle de« lacheindm Zuschauers gespielt, der sich an der Verlegenheit seiner Feinde weidet, und dadurch ihre Verlegmheit noch größer macht. Die Abstimmung, welche, wenn auch nicht formell, doch thatsächlich die Abstimmung über da« Gesammtgesetz ist, hat zum Resultat: 166 Ja, III Nein. Also eine starke Majorität für das Gesetz ohne dm AuSweisungSparagraphm. die Wähler sich hinter die Ohrm schreiben mögm militärisches Aeußere mit einem WammS von Fischotter ver- tauscht und die Tochter eines StandeSgmossen geheirathet hatte, brachte er dm Rest seiner Tage auf der Zagd zu und die Abende damit, sich mit Fleisch und Wein voll zu stopfen. Sein Sohn folgte pietätvoll seinem Beispiele, und die Enkel folgten diesem Sohne. Später wurde die Besitzung ein von Steuern und Lasten freies erbliches Eigenthum. Der Besitzer desselben nahm nun, außer der Mühe geborm zu werden, noch diejmige auf sich, die Einkünfte de» Gutes zu verschwendm. Ereignete es sich, daß diese Einkünfte unzureichmd wurdm, so geruhte der König sich der Schwertstreiche des Vorfahrm zu erinnern, die seinem Vorsahren einst Vortheil brachten, und stattete dann seine nachträgliche Dankbarkeit durch Verleihung einer Pmsion, eines Amtes oder einer andern Sinekure ab. Der Edelmann zeigte sich seinerseits dadurch erkmntlich, daß er gut aß, sich schön kleidete, duellirte und das Geld, welches er der fürstlichen Großmuth verdankte, sinnlos ver- schwmdete und es als die größte Lächerlichkeit betrachtete, jemals über den Ursprung ferne» Reichthums nachzudmken. Der Herzog war der vollkommmste Repräsentant dieser Klasse; er verehrte dm König als den Ersten unter seines- gleichen, brachte der Königin eine höfliche Hochachtung mt- gegen und betrachtete im Uebrigm den Rest der Menschheit als eine unendliche Reihe von Nullen, an derm Spitze die Vorsehung, welche die Entwickelung dieser Welt leitet, in ihrer Weisheit einige herzogliche Häuser gestellt hatte. Weder Liebe noch Haß, noch Enthusiasmus, nicht einmal das leichte Bauchgrimmm, welches die Furcht vor der Zukunft hervorruft, kannte dieser Herzog! Plötzlich hielt der Wagen an. Aus seiner Ruhe gestört, richtete der Herzog sein gleich- giltiges Gesicht nach der Wagmthüre. Unter den Hufen der Pferoe, welche der Postillon mit aller Kraft zum Stehen gebracht hatte, lag ein kleines Mädchen mit blutendem Ge- sichtchen. Eine Frau stürzte herbei, bahnte sich rechts und link» einm Weg durch die Menge und schrie wie toll: mein Kind, mein Kind! Aber vor ihr hatte schon ein Anderer das Mädchm auf- _______________________..._... ÄÄ Bä Wahlvorderettungen der Sozialdemokraten. ES tedeB � g.. 9 einm Vorstoß der Sozialdemokratie gegm die Gesamm �� �.?' „Gegen die Koftatdemokratie de« Kartell». Die„Nordd. Allg. Ztg. er Sozialdemokcatl Vorstoß der Sozialdemokratie gegen bürgerlichen Elemente. stoße« seim die überall Streikbewegungen. Zur Abwehr müsse tammenfassm aller wchf Reichstags wählen denken gegenüber, �namentlich bei der �bürgerlichen Dmokral«-�,«Haffen?"l »eigen die Vorgänge in Sachsen. FcaktionSleitung sich emanzipiren und die erste -----------------------------& burgerlichm Elemente in der Bekämpfung der Sozia erblickm. Das Beispiel müsse nachgeahmt werdm. lichen Elemente mit Emtchluß der demokratischen 1% wj Bennigsen, mit unseren Zuständen durchaus zufrieden:>»' l(x von b Praz ?»ge aber Wand töp— u preuß ftift4 btr' U' it e n t e r "derungen _._ VMVUjuwo nur eine gemeinschaftliche K age, daß nämlich die©Dl hatte, die an sich berechtigte Ziele verfolgmde Arbeit«' für ihre politischen Zwecke färsche, zu einer sozialrevoli stempele. Gegm die Sozialdemokratie und ihre müsse also die Parole lauten, womit dem internationl stoße der Sozialrmolutionäre zu begegnen wäre. �»«».....«iinam». man offenbar die Wahlparole der Regierung und du»ßmi, � o!rr., 9 zu erblicken.— Wir sind ganz emverstanden damit, d«!.' J Wort von der einen reaktionäien Masse sich auch® Ifoi otbentli*» besten immer mehr verdeutlicht. Äsienlen auf Uom Kaufplatz der Kartellbrüderfchast Kau der! Neuigterten zu melden. In Wetzlar will der stWLZ,.D'utschen 5 Braunfels sich doch nicht zu Gunstm eine« Nationa�°«ch 705815! depossedirm lassen, in Hamm-Soest bieten die alj0 dm Wählem den stöckerreaktionärm Herm Krug i)«1*" M Estiwohi die Nationalliberalm einen Landrichter Schneid« p �»innge. D Döbeln haben die Konservativm es doch dahin aebrap�ppurniveauz der nationalliberale Abgeordnete N.ethawmer sich& otgcuv w.ll, wodurch für dm Agrarier und Zünfst« fetzen das i.t deiner 33; vorstand die Siegen« Gmossm, die sich viel n ....... o„rf»U tN-1 5.i„k•? Herrn Stöcker zu stimmen, mahnt hat, steht noch nicht fest des La' litztt jfctu der Kölneiin folgen, dem Parteivorstand dm Geho�a, pwgung versagen. Seltsame Lmte, diese Siegmer; in einem an dm Vorstand des konservativen V«eins heben� M „die nationalliberale Partei habe schon zweimal ruck� Herm Hofpredig« Stöcker gestimmt"; warum also noch ein drittes und viertes Mal, da doch der% prediger zum Kartell gehört und mittl«weile gezeigt ds « sich auch zu ducken weiß, wenn'« von Obm verla» Auf der Szene der Bielefelder Kartellkomödie ist jetzt lustige Person«schienen, d«„schwarze Helmerding", Parlamentswitz den einstigen Vertret« für Lippst?, Rechtsanwalt Schröd«, getauft hat. Die Kaihoo Kreises babm dtesm Kandidatm, d« ein eigenartige» zu dem Ritter von der traurigm Gestalt, zu Herm v-, stein bildet, als Kandidaten aufgestellt und wie di' liegen, wird es wahrscheinlich zu einer Stichwahl k beiden kommm, wobei dm Kartellbrüdem die Rolle danS Esel zufallen würde. ,ä\ Aua dem rheinisch-westfälische« Kohleur«� zwei wichtige Nawrichten eingetroffen. Au« Essen � Nun i 55: WWWWWWNamnchtm WWWWW WW meldet, daß d« Vorstand deS Verein» für die bergb�.l z �>>°chl>ch Jnt«essm die Forderungen d« Bergleute abgelehm».f ig �«n wird am 23. Januar in ein« weiteren VorstandM�' 1%»,!?%&« Wortlaut der Antwort auf die Forderungen f(stß(%i kl&..%$flii einem Schreiben an alle Zechenv«waltunaen legt>»ul-a�eine lehnungSgründe dar.— Femer wird aus Bochum betw � g j°newit$e WM'% bekannten AmnestiegefucheS der Bergleute geschrieben f statigefundenen Bergarbeiterversa�» auch Utl 'm me Deoutirte Eckröder. Dortmund l"' I i machte der bekannte Deputirte Schröder-Dortmund theilung, e« sei ihm am verflossenen Sonnabend Oberbürg«meist« Schmieding in Dortmund«öffn� k leh� schanz daß die Minister der Justiz und der öff-ntlichm Arb«Hpi Maß� Prüfung der Akten es ebenfalls ab d« Bergarbeitervnbrndes gestellte auS Anlaß des Streiks v«urlheilten zu betürwortm. De« Kejchluß K a s s i r u n Allg. Ztg. Wahlgeheimnisse«"gerichtete Antrag'stoße offene *'■........."......»MRs* Sie wird darum jetzt von geklopft.„Wenn das Blatt," schreibt dw�Fran. dabei aus die Wahlaktm des Reichstages und die 'MM evörgelt und behauptet, der auf An«, Allh ..|U»luiuvzr nuanciauic r»»"--»> genauer anzusehen. Es ist da auch von einem Großmo»� die Rede, der einer Anzahl seiner Arbeiter, in denen" demokratm vermutbete, folgende Aitemative stellte: jeder Einzelne giebt mir da« V«sprechen, sich bei de Abstimmung zu mthaltm oder ich mtlasse Sie sämn ' H "»i-he gehoben. Es war ein großer, bartloser, mit langen glatt auf seinen Backen liegenden„ seine plumpen Holzschuhe schnell abgeworfen und Pferden entgegengestauet hatte. Mit dem kleine» im Arme ging« auf den Springbrunnen zu. — Wo ist die Mutter? fragte der Herzog., Die Frau näherte sich dem Wagen. Ihre W. strengen Augen blitzten aus dem dunklen Taint w™ t (le �"nnpe, Äi .M sichte« hervor und einige schwarze Haarflechten A � J9 folge ihre« schnellen Laufens unter dem Tuche herv»"-�ui ihre Stirn bedeckte. — Ich bin es, sagte sie. Was will man von Der Herzog ließ seine Börse zur Erde fallen � gegen seine Diener wendend, sagte er: — Vorwärts! Die Postillone warfen sich in ihre Sättel, die setzten sich in Trab.'4 Zn dem Augenblicke, wo der Wagen anfing, i'y zubewegen, wurde ei« Gegenstand aus der Menne rj durch die Wagenthüre, gerade auf die Füße de» geworfen.. Er betrachtete ihn ohne sich zu bücken,— es w Börse. Er machte eine Bewegung, als wen« er hi# wollte, dann erhob er den Kopf: — Kanaillen! x# % t Und Ein ungeheueres Geschrei antwortete ihm._„ Am Springbrunnen neigte sich die Mutter zu und neben ihr, um sie herum in der ganzen 2lU» der Straßenkreuzung sah man nichts als erh'd'» feurige Augen, nackte erhobene Arme und geball Lange folgten die Blicke der Menge dem Wag zHLO? der Fäuste drohten ihm in ohnmächtigen Zorne nach." Augenblicke trat ein Sonnenstrahl al» Sieger � Zest' U", Wolken hervor, indem« ein Bild erhellte, daß) jC �'Ich farbige He« d« Gallier und den ungestümen 9«��' Franken in einem Rahmen symbolisch darstellte. .V «r ' Bkweisauftiahme«rgab die Richtigkeit richi du � x l; A0" Wahlproteit enthalt-nen Angabe, aber wie stellt« ü'w&R i hiernach zch Rüge ----- wu�uvc u» aujayiittgies vrr Schwachen lemotr#""-i„(X a"drig. als Garantien für die geheime Stimmabgabe Wiibler Sollte die»Norddeutsche Allgem. Zeitung* nie Pffijl l T* von den durch besonders auffallende Grobe kennt- -onaldn»�.T) Stimmzetteln gehört haben, die von Arbeitern mrt er- Ken Alle � Hond unter den Augen der Werkführer zur Urne ge- liben M*J stnd? Für den Reichstag fird das nach «alrevob ihre rnationl '"«"iiiÄ®'t povuhiichs Regierung battif'.'«Sicherheit erw«'«-'-•~v" •...> Km'* trug- � ichnnd«/ n aebralylk, r sich Ä Zünftl« lliberale I w ei atNi Kartet- steht fich doch gezwungen, lang der Fabfrikinfpektor� den neum Etat find Hannooer »»._____ n, die mit wird sich die Zahl der neben . �»«Äs'zÄS.» MWWMZ« 'cua von" r™ Em—i—- rechnen 300 Personen. Da« h-iht auf -».ing. m Deutschen Reiche kamen 33,98 A men- �»rnweaus.�mfache Ziffer kenntzeichnet die Höhe des Wnell . auf welchem kenntzeichnet wir uns befinden. Ja emer un> MMWSZ _. politische MW einem , also«« der%, '"SJj SS nartiget ebwahl Rolle J"«' hl-«re Essen y«| fs'(»—•••• vtv;4/iviiuiiMUM/«w»»****** MWWSSKLS 1 de, N??' Unseligen hüten nicht bezwecken sollten. AuS �!luck.?"dstatuts soll nach Ansicht der Polizeibehörde "tniigen"iweisethast hervorgehen, daß dieser Verem Ein- hum.. rieben= 3%, eiteroers« tmund abend> tten, da» ?«Ä betreffs. MKKWMW °° v�wan»""", e, ch n, ß einreichen. t'-! �ohi L_*..Januar. Folaendes m >tte die.,, ir�J auf ihre! ankf. 3 W Evä fama Äwr>« % 'H _ ravourstück E'V'Hen. Auf k."-ö° wollm wir hierdurch etwa« durch den ersten Beigeordneten �--*- /ET-- ,1,1 «5» Äm MsM-MWB ... Herren "tlich. sozialdemokratische Versammlungen her- ohrngehende« Schriftstück unterzeichnen möchten. "Uirgm Lokalinhaber willfahrten denn auch em ihnen ausgesprochenen»Wunsche*. Daz Cadet Tricot. und. eine« 16 e hervor, >! ."vivipttn� Mädchen laa in einem Fieberschauer, seine WwMP?.: eudlich erwachte sie. siel a" iUrtickj,� die Hände vor das Gesicht, aber sobald bo.?le ei« ig A �d Blut an ihren Fingern bemerkte, über- "VIR deuep, iii e t n' die Zähne klapperten, und sie begann ihr," fi-bern, Sie gab keinen Laut von'sich, noch %bti* i �hrane. a))!H 9antt f« zu reden. M g-, et' fo0te fie, ei ist mir nichts Schlimmes ge- llm und � Achten H��e sich � dem Burschen mit den glatten '�gen�hat�' � fie' der mich unter dem Pferde ?dtt�fi°chweu°� bi« über die Ohren, antwortete jedoch nicht. beide eine Zeit lang, ohne zu fie��/dchen schien kaum acht Jahre alt zusein, lß??'�Iich uA.�rvölf war. Sie war so unbedeutend ®uf bi� AJirde diesen winzigen Körper davontragen. Ä"«b feItfaA9tre" unbedeutenden Gestalt saß ein präch- " Haare f 0Pf- Eine Masse wilder, lockiger, edeckte nur zur Hälfte die hohe, intelli- "'»varze ernst blickende zeitweise ein blitzender gedehnten Nasenflügel "SÄ.K r ürr eines iar. diesem Kinde erinnerte an die � vor einer Fee. Er blieb völlig Es wird dafür gesorgt werden, daß der neue Reichstag von dieser schier unglaublichen Wahlbeeinflussung unterrichtet wird. Die Gesetze find doch nicht dazu erlassen, um von den berufenen Wächtern nicht geachtet zu werden. Im Uebrigen find wir überzeugt, daß solche Uebergriffe, wie der hier grkennzeichnete, aerave das Gegentheil von dem erreichen, was man damit bezwecken will. Jeder Unbefangene wird fich sagen, daß es um eine Sache, die solcher Mittel bedarf, herzlich schlecht bestellt sein muß. Gine Uerjammluug von Kergarbeitern in Kirming stam, welche ungefähr lOOOOO Personen vertraten, wurde am Mrttwoch unter dem Vorsitze de« Deputirten Pickard eröffnet. Dieselbe beauftragte die Deputirten Pickard, Cunnmgham und Graham im Unlerbause eine Bill einzubringen, nach welcher die Arbeitszeit auf 8 Stunden beschränkt würde. «rgiitzlich»ziuUistrte* Gstafrikaner. Englische Zeitungen schreiben: Briese der Besatzung des briiischm KiiegS- schiffe« Tuiquoise geben einen ergötzlichen Bericht, wie sehr die Eingeborenen in Lagamoyo von den Deutschen unter Major Wißmann schon an militärische Formen gewöhnt worden find. »Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind steht auf und grüßt steif, sobald J-mand vorübergeht, und selbst dreijährige Kinder grüßen in dieser Weise. Alle fürchten fich augenscheinlich vor den Folgen, wenn fie eS nicht thun.* Fra«kr-ich. Paris, 22. Januar. Von der Kommission der Depu- tirtenkammer, welch« mit der Prüfung des Antrages auf Her« ftelluag einer Vertretung der Bergarbeiter betraut ist, sprach fich der Minister der öffentlichen Arbeiten, Guyot, gegen den Antrag aus. Die Aufgabe solcher Delegirter der Bergarbeiter könne nur in der Beaufsichtigung der Minen bezüglich der Sicherheit der Aideiter sein; niemals aber fei wegen eines Unglücksfalles ein Ausstand erfolgt, sondern nur wegen der Aibeitsdauer, der Höhe des Lohnes, der Einrichtung von Ver- sorgungSkassen; diese Fragen allein würden die Delegirten de- schäftigen, welche zu wahren Streikagenten werden würden. Er wolle indeß der Kammer empfehlen, den Antrag in der vom Senate bereit« beschlossenen Fassung anzunehmen, um die Wirksamkeit des parlamentarischen Regime« zu sichern. In der Mine Drocourt verunglückten infolge de« Versagen« der Bremsen bei dem Anfinge ausfahrende Berg- arbeiter; 4 fanden sofort den Tod, 20 sind verwundet, davon 15 schwer, nur 3 blieben unverletzt. Au« Süd-Frankreich werden von der vergangenen Nacht und heute früh Heft ge Stürme mit sommerlichen Ge- wittern gemeldet. Vielfach haben Störungen der telegraphischen Verbindungen stattgefunden. K-lgi««. Im Becken Charleroi befindet fich der Ausstand auf dem alten Flecke. Da« Becken ist zwar ruhig, aber der ganze Verkehr stockt. Die neu angeknüpften Verhandlungen haben, da mehrere Zechen dem Kompromisse abgeneigt find, noch kein Ergebniß geliefert; dagegen hiben die Arbeiter- delegirten erklärt, daß, wenn bis Dienstag Abend keine Einigung erzielt worden, zum allgemeinen Ausstande ge- schritten werden solle. Inzwischen wird die Lage der Zechen immer ernster; selbst die industriellen Blätter stehen auf Seiten der Bergleute, und das Brüsseler Handelsgericht hat die von diesen Zechen bei Nichterfüllung der kontraktlichen Lieferungen vorgeschobene»Force majeure* als nicht berechtigt erklärt, viel- mehr eine verklagte Zeche zum vollen Schadenersatz verurtheilt. Diese« Srkenntniß wird da« Vorgehen gegen alle Zechen be- wirken. Spattie». In dem neuen spanischenKabinet hatte fich Guillon geweigert, da« Ministerium für die Kolonien anzunehmen. Es hat nunmehr Becerra, welcher für das Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Ausficht genommen war, das Mini- sterium der Kolonien und an seiner Stelle der Herzog von Veragua da« Ministerium der öffentlichen Arbeiten übernommen. Die neuen Minister leisteten Dienstag den Eid auf die Ver- fassung. Nach einer der»F-ankf. Zig* zugegangenen Nach- richt findet da« neue Ministerium Sagafta e,ne sehr ungünstige Aufnahme, selbst bei den Freunden Sagasta'S, da e« weniger Autorität besitzt, als da« abgetreten« Ministerium. Die ganz« Kcisis ist resuitatlos verlaufen, die Aussöhnung auf der ganzen Linie einschließlich GamazoS gescheitert. Das Programm de« neuen Ministerium« ist die Aufrechterhaltung der früher ein- £«brachten Budgets und die gleichzeitige Berathung der Vor« ige über die Einführung des allgemeinen Stimmrecht«. Im Senat gab Eagasta gestern Erklärungen über die Krise ab, dieselbe habe, sagte er, keinen politischen Charakter und fügte hinzu, daß bi« jetzt die Bemühungen, eine Ver- söhnung unter den Liberalen herbeizuführen, erfolglos geblieben waren. Ja der Deputiitenkammer gab Sagafta ähnliche Er- klärungen ab. Portttgal. In Portugal wächst die Erbitterung gegen England außerordentlich. Dem»B. T.* zufolg« greift das System de« unbeweglich, erschien überrascht und machte ein Gesicht, als wenn er keine Antwort auf die Frage finden könnte- ge- hört dieses kleine Wesen derselben Gattung an wie Du? Er konnte wohl 14 Jahre alt sein, wenn man ihn aber von hinten sah, so hielt man ihn sicher für 18, zumal ihn sein starker Körper und seine großen Gliedmaßen in den viel zu engen Kleidern noch korpulenter erscheinen ließen. Auf seinen breiten viereckigen Schultern machte sein rothe«, von flachsblonden Strähnen schlichten Haares eingerahmten Gesicht keinen üblen Eindruck, trotz seiner blaßblauen Äugen und der röthlichen Striche, welche die Augenbrauen bildeten. Der Gesammteindruck seiner Persönlichkeit war der eine» verlegenen, schüchternen Menschen, dessen Gehirn nur langsam funktionirt, und der sich immer fragt: wozu könnte ich meine kräftigen Glieder eigentlich ge- brauchen? Das Volk würde ihn einen„Tölpel" nennen. Da» kleine Mädchen ergriff zuerst da« Wort. — Wie nennst Du Dich? Er antwortete mit wahrer Stentorstimme: — Cadet Tricot. Dies Umstehenden lachten darüber, die Kleine beachtete es nicht, sondern wiederholte ernsthaft. — Cadet Tricot. Gut. Ich heiße Jenny Combat. Ich bin au« der Vorstadt. Und wo bist Du her?— Ich bin von ArciS. — Wo ist Arci»?— In der Champagne.— Ist die« weit? — ES ist ungefähr zwei kleine Tage, wenn man guten Schritt hält. Die„kleinen" Tage und der„gute" Schritt Cadet's entlockten einige« der Umstehenden wieder ein Lächeln, welche« Jenny jedoch nicht zu berühren schien; sie war ernst und sagte nichts mehr. Ihre Mutter hatte einen Fetzen von Taschentuch in den Springbrunnen getaucht und wusch damit die Schläfe und Wangen ihres Kinde«; dann legte sie das Tuch zu einer Stirnbinde zusammen und band es am Hinterkopfe fest. — Komm jetzt, sagte fie. Jenny stieß ihren gewöhnlichen ErmunterungSruf: hop Hop aus, aber ihre Füße waren zum ersten Male ungehorsam und versagten den Dienst.(Fortsetzung folgt.) BoykottirevS gegenüber Allem, was englisch ist, von Tag zu Tag mehr um sich. Fast die gesammte Kaufmannschaft Lissabons mfzenirte vm Dienstag eine gegen England gerichtete Demon- stration; der Zug zählt« an 4000 Personen, die unter den Rasen:»Nieder mit England!*„Hoch Frankreich und Spanien!* die Stadt durchzogen. Die republikanische Bewegung ist nach derselben Mittheilung für die Regierung gefahrlos, da in den Reihen der Republikaner Zerfahrenheit und Mangel einheitlicher Leitung herrschen. Der-ttmunUmgen. In einer gut besuchten Mählerversammlung für NowaoeS, Neuendorf und Umgegend sprach Herr C. Puch au« Berlin über die bevorstehend«« ReichstagSwahlen. Redner gab einen kurzen Rückblick auf die Reichstagsauflösung de« vorigen Reichstag« und der darauf im Jahre 1887 folgenden Neuwahlen, die unter der Parole, ob Septennat oder nicht, stattgefunden hätten. E- wies auf die verwerflichen Mittel hin, welche eine Zusammensetzung de« nunmehr zu Ende gehenden ReichtagS ermöglichten, welcher alle Vorlagen der Regierung mit Glanz durchgehen ließ, als Militärgesetz v. s. w. Wie der Reichstag nunmehr, gewissermaßen um ein« Quittung für feine Thätigkeit zu erhalten, die Gesetze über Verlängerung der Legis- laturperioden, der Getreidezölle, Branntweinsteuer, sowie der Kolonialvorlage, die einigen Handelsleuten Vortheil bringe, angenommm habe. Redner wie« dann auf die sogenannten positiven Leistungen aus dem Gebiete der Sozialreform hin, ol« Krankenkassengesetz, Unfall- und Alters- und Invaliden- VeisicherungSgesetz, die angenommenen Anträge Ackermann, den Befähigungsnachweis betreffend, die durchaus nicht geeignet feien, eine Besserung in der gegenwärtigen Misöre herbeizu- führen. Vielmehr könne nur eine eingreifende Arbeiter- schutz-Geletzgebung einigermaßen Wandel schaffen. Wenn wir nun wieder unsere Stimme abzugeben haben, so könne dieselbe nur ein Mann bekommen, von dem man wisse, daß er ent- schieden gegen jede Beschränkung der Volksrechte, für Ab- schaffung der kolossalen Militäclasten, der indirekten Steuern sowie für Schaffung von wirksamen Arbeiterschutzbestimmungen und Erweiterung de« Koalitionsrechts, Preß- und Verfamm- lungsfreiheit eintrete. In der Diskussion sprach zunächst ein Redner fich dahin aus, daß, so lange er denken könne, vor den Wahlen alle Parteien das Menschenmögliche an Versprechungen leisteten, doch habe er noch nicht gesehen, daß eine Besserung bi« jetzt erzielt sei. Die Sozialdemokratie sei die Partei der Zukunft, könne jedoch für die Gegenwart nicht« leisten. Er wisse nicht, wem er seine Stimme geben solle, da keine von den gegen- wältigen Parteien«ine wirkliche Besserung wolle. Man hätte den Handwerkerstand nicht so kolossal zerreißen sollen, damit habe man nur dem Großkapital gedient. Der Referent antwortet« ihm darauf, daß thatsächlich wenig bisher für die Allgememheit geschehen sei, dock habe Fürst Bismarck im Reichstage"gesagt, daß selbst die« Wenige nur auf Andrängen der Sozialdemo- kratie geschaffen worden. Wenn Redner meine, man solle den Handwerkerstand schützen um bessere Zustände herbeizuführen, so gebe er doch zu bedenken, daß da« Handwerk nicht im Stande sei, so viel Produkte zu schaffen, wie im Interesse der Allge- meinheit liege. Daß die Sozialdemokratie eine Partei der Zu- kunft sei, liege an der Dummheit und Interesselosigkeit der großen Mehrzahl der Wähler, sei diese« Lberwunven, so werde die Sozialdeinokratie die Partei der Gegenwart sein und die sich gesteckten Z ele verwirklichen. Man solle deshalb unablässig für die Verbreitung dieser Lehre thätig sein und seine Stimm« nur einem Sozialdemokraten geben. Lang- anhaltendes Bravo gab die Zustimmung der Versammlung mit diesen Ausführungen kund. Eine Resolution dahingehend, daß die Versammlung sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erkläre und nur für den Kandidaten Wilhelm Werner stimmen werde, wurde einstimmig angenommen. Ebenso zwei Resolutionen, welch« die Wahl eines Wahlkomitee'« befür- warten und den Boykott über die, den Arbeitern nicht zur Ver- fügung stehenden Säle aussprechen, erhielten ungetheilten Beifall. Gewählt wurde ein Komitee aus fünf Personen au« NowaweS und Neuendorf. Ein Redner wies noch auf die Denunziationen gegen die Sozialdemokraten und die Wirthe, die diesen ihre Säle zur Verfügung stellten, durch die»Potsdamer Nachrichten" hin und forderte die Arbeiter auf, diese Lokale recht zu besuchen. Nachdem noch einige Fragen betreffs de« Wahlgesetzes beant- wort-t und der Vorfitzende aus eine acht Tage später stattfindende Versammlung im größten zur Verfügung stehenden Saale hingewiesen hatte, schloß die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. ?« Kirdorf fand am Dienstag, den 21. d. M., im Lokale errn Maue, Hermann straße 18, eine Wählerversammlung statt, welche wieder so stark besucht war, daß lange vor Er- öffnung Tische und Stühle hinaus geschafft werden mußten. Der Referent Fritz Krüqer war am Erscheinen verhindert, an seiner Stelle hatte der Reichstagsabgeordnete Karl Frohme ver- sprachen, zu kommen, derselbe war aber ebenfall« am Erscheinen verhindert, und es war ein Glück, daß Herr Gottfried Schulz, Kandidat des 1. Berliner Reichstags-Wahlkreises, zugegen war, welcher sick bereitwilligst erbot, da« Referat zu übernehmen. Der Referent führte in seinem Vortrage au«, wie das Volk bei der Faschingswahl von 1887 irregeführt worden fei, wie die konservative Majorität ihre Macht benutzt hat, um dem Volke ungeheure Lasten aufzubürden und das heiligste Recht des Volkes, das gleiche allgemeine gehnme Wahlrecht dadurch beschnitten worden ist, daß die Legislatur- Periode von 3 auf 5 Jahre verlängert worden ist. Redner zeigte, daß die Attentat« von Hödel und Nobiling, welche keine Sozialdemokraten waren, nur benutzt worden find, um die Sozialdemokratie zu unterdrücken und die neue Aera der in« direkten Besteuerung de» Volke« in Szene zu setzen. Di« Kartellmajorität hätte ihre Macht auf« äußerste ausgenutzt und doch hat alle« nicht« geholfen, die N>izufri?denheil ist fort- während im Wachsen, und die nächsten Wahlen würden zeigen, welche kolossale Ausdehnung die Sozialdemokratie erlangt hatte. Da« wäre auch nur die natürliche Folge einer solchen Politik. Stets fei es so gewesen, wenn Ideen mit Gewalt unterdrückt werden sollten. Redner kommt im weiteren Verlaufe seiner Rede auf die drückende Belastung de« ärmeren Thelle« de« Volkes durch die indirekten Steuern zu sprechen, streifte da« TrunksuchtSzesetz und unterzog zuletzt die Innung«« bestrebungin und die moderne Eozialreform einer vernichtenden Kritik, und schloß seine mit stürmischem Beifall aufgenommene Rede mit den Worten der Hoffnung, daß die nächste Wahl mindestens 40 Vertreter des Proletariats in den Reichstag 'chicken würde. In der darauf folgenden Ditkusfion kam ein Brief de« RestaurateurS Hoffnann zur Verlesung, in welchem derselbe seine Verwunderung ausdrückte, daß fem Lokal nicht von der Lokalkommisfion im»Berliner Volksblatt*, welches doch in seinem Lokale ausliege, bekannt gemacht worden sei. Als Ant- wort wurde daran erinnert, daß die Rixdorfer Arbeiter überhaupt nicht mehr bei Herrn Hoffmann verkehren wollen und ebenso wurden die Resolutionen betreffs der Herren Kummer und Troll, welche Herren ihre Lokale verweigern, aufreckt erhalten. Ferner wurde bekannt gemacht, daß im Lokale de« Herrn Ohm, Jägerstr. 24, ein Jeder, welcher nicht in der Lage ist, selbst die Wahllisten nachzusehen, sich de« Abend« von 8 Uhr ab melden kann; ebendaselbst können gelesene Arbeiterzeitungen abgegeben und Sammellisten zum Wahlfonds abgeholt werden; auch können alle Diejenigen, welche gewillt find, bei der Wahl zu helfen, dort ihre Adresse bei einem dort stet« anwesenden Lokalwahlkomittt» Mitglied« abgeben. Nach Erledigung dieser Angelegenheit wurde die Versammlung mit einem Hoch aus die Sozialdemokratie geschlossen. Kretttett, 21. Januar. Di« dritte außerordentliche Generalversammlung der Vereinigung der deutschen Maler, Lockerer u. s. w., welche gegenwärtig w Bremen tagt, wurde am Dienstag, den 21. d. M. durch den ersten Bevollmächtigten der Filiale Bremen, Kollegen Nordhausen, um 8 Uhr Morgens 'röffnet. Derselbe begrüßte die erschienenen Delegirten im Namen der gesammten Bremer Kollegenschaft aufs herzlichste und'wünscht, daß die Arbeiten einen friedlichen Verlauf nehmen wögen und der Vereinigung zu gutem iGedeihen gereichen möchten. Zunächst wurde dem Vorsitzenden der Vereinigung Kollegen Schweitzer- Berlin Iber Vorsitz übertragen. Derselbe dankt den anwesenden Delegirten für dag»ahlreiche Erscheinen. Hierauf machte er die Tagesordnung der Generaloersammlung bekannt und beantragt zunächst die Wahl einers Mandats- Prüfungskommission. Nachdem dieselbe sich konftituirt, wurde zur Prüfung der einzelnen Mandate geschritten.!Der Vor» sitzende macht der Generaloersammlung zunächst die traurige Mittheilung von dem Ableben des Kollegen I. Geiger der Filiale Freiburg i. Brg. Die Anwesenden ehren da» Angenken des Verstorbenen durch Erheben von den Sitzen. Zugleich auch die fteudtge Mittheilung von der Gründung der Filiale Erkenach mit 43 Kollegen, welches mit einem Bravo von der Versammlung begrüßt wurde. Es kamen hierauf Glückwunsch-Telegramme von den Fil alen Apolda, Weimar, Berlin Ost, Stettin, Breslau, Hamburg, Mannheim und Lübeck und von dem Fachverein Freiburg m Sachsen zur Ver- lesung. Die Mandate wurden sämmtlich für giltig erklärt. Anwesend sind 41 Delegirte der Vereinigung. Als Vertreter des Vorstandes der Vereinigung find Schweitzer und Lück- Berlin anwesend, seitens des Ausschusses G. de Haas- Hamburg, seitens der Zentral-Streikprüfungskommission E. Frey- Hamburg; ferner find von den Fachoereinen Altona, Wandsbeck, von Sachsen Dresden, Leipzig, von Boyern Münchin und Nürnberg vertreten. Es wurde von Schweitzer beansiaqt, während der Dauer der Generalversammlung den Vorsitz dim Ausschuß- Mitglied, Kollegen G. de Haas, zu übertragen. Der Antrag wurde mit 29 Stimmen der anwesenden Delegirten ange- nowmen. Zur Unterstützung wurden zwei Kollegen aus der Generalversammlung gewählt. Ebenso 6 Schnfiführer. Hierauf wurde feiten« einzelner anwesender Delegirte» M tokoll von Braunschweig beanstandet, da eS grw» enthält. Seiten« des früheren Verbar. dSvor fitzende« ist das noch begünstigt worden. Derselbe war schienen, um gegen seine Autschlußurg auS«r zu Protest, ren. Derselbe hatte sich in erster Lw' � Protokolls zu verantworten, was ihm aber»«H A wurde der Antrag angenommen, daß das- That eine arge Entstellung erfahren hat und, mit die Schuld daran trägt. Hieraus«hält zu« der Tagesordnung das Wort Kollege erstati ung de« Vereins Vorstandes über die ThaN. Zeit vom 1. Mai 1888 bis 15. I an uar�l890- � Die ei staltung dauerte 2 Stunden. fSmmrliche Delegirte mit der______ waren, ja man war allzemem erstaunt üb« welche der VeremSvorstand m den einzelnen faltet hat. Diskuisis« *3 Nr. 20. Theater. Freitag, den 24. Januar. Gpomha««. Der Trompeter von Säk singen. Achanspielstau«. Minna von Barnhelm, oder: Das Soldatenglvck. Kesstug-Tsteaier. Dre Ehre. Dentsche« Tsteater. Krieg im Frieden. Aertwer Tsteater. Hamlet. Friedrich- Wilstrlmstädtische» Tsteater. Der arme Jonathan. Malluer-Tsteater. Ultimo. |Ustde»s-Tsteater. Die arme Löwin. «tetaria- Tsteater. Stanley in Afrika. »r«U'« Tsteater. Der Königsgardist. Felleallianc»- Tsteater. Der Fleck auf der Ehr'. Gftead-Tsteater. Drei Tage aus dem Leben eine« Spieler«. Alinigstädtisches Tsteater. Mensch, ärgere Dich nicht. Teatrat-Tsteater. Berolina. Kdolpst Grnst-Tsteater. Flott« Weib«. Aeichaaallea-Tsteater. Gr. SpeziMäten» Vorstellung. Kaufmann'» Uari�te. Gr. Spezialitäten» Vorstellung. Gedr. Nichter'» JJartete. Spezialitäten» Vorstellung. m Alhambra-Theater, Wallnertheat«straße 15. Freitag, den 23. Januar: Zum vorletzten Male: Amorim die Marmorbraul komisches Zauberspiel in 12 Idern v. P. Wied«, Musik v. Th. Franke. l.«alkou S0 Pf. II. Ballon 40 Pf.«. Anfang d« Vorstellung 7j Uhr, des Kon» z«t« 7 Uhr. Sonntag, den 26.: Neu ernstudirt: V»« Stnfe z« Stufe. Bon« und Famrlienbillets haben Giltigkeit. Circus Renz. Karlstraße. Heute, Freitag, den 24. Januar, Abend« 7i Uhr: Novität! 3. Aufführung: f eutsche Turner. ational-Orrginal-Pantomime vom Hof- Balletmerst« A. Srem«. inszenirt vom Direktor E. Renz, Musik von A. Cahnbley Dekorationen, Kostüme, Requisiten, Wagen neu und prachtvoll. Der große Frstzug wird von mehr denn 300 Pnsonen(zu Fuß und Pferde) mit 3 Musik- korpz ausgefühlt. Außndem Reiten und Vorführen vorzüglich bresfirt« Schul-, Spring- und Freiheitspferde. Auftreten de« gesammten KünstlerpttsonalS. Morgen: Deutsch« Turn«. Sonntag: Zwei Vorstellungen. E. Renz. Direktor. De« Genosse« halte ich meine Mllskell-Gllrdnode empso Gröstre Auswahl! vt> Vr. Vereine« vretsermätzrg. Adalbert»r. 98. Rohtabak'kszarr —----[1653 am hiesigen Platze bekannilich GrO.ale Auswahl. «iarautirt sicher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Peers«! Sämmtlich« im Handel b-findirchen Roh. Tabake sind am Lag«. A. Goldschmidt, SpanSauerbrücke 6, am Hack-ichen Mark». fiirstllti»-. Gl»»->. ZitelisitWm», Tisch- und Hämgelampon empfiehlt bill gst C. Rahmlow. Lotstringersirah» 59, an Raievthaler Thor. American-Theater. Dresdenerstratze 55. Täglich Vorstellung.[1365 Englischer Garten. Aleranderstraße 27c. Auftreten der Kostüm» Soubrette Frl. Fritzl Korn. Auftreten d« Parterre» Gymnastik«» Truppe Pink. Auftreten d« Gesang«. Duettistinnen Geschwister Broch». Auftreten der Kostüm. Soubrette Frl. Fran- oiska Clairemont. Auftreten de« Gesang«» Humoristen Herrn Knlnherg. Anfang Wochentag« 8 Uhr. Ertree 30, 50 und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Sonntag« Anfang halb 6 Uhr. Sonntag« Entree 50 Pf., reservirt 75 Pf., Orchester 1 Mark.; Vorverkauf Entree 40 Pf. Vollständig neues Programm. üflöbel, dgenrr Fabrik. mm i. Polsterwdara. Cr, L»ger, blll. Preise. Emil Hey»v BrumieDutr. 38, Hof psrt. TheUs, nach Ucbereinkunft Meerschaum-, Kernstet»-, Glfenbetn» Maaren �Nauchklub-Pseifen). sämmtl. R pvr. Krnnnenstr. 157, $ am Rosenth. Thor. rrtffi._ Passage 1 Zx. 9 3)1.— 10 Uhr A. '•Tltlr* Kaiser-Panorama. Zum ersten Maler Dritte Reise d. d. malerische fSchfische Gchweiz. Dritt« Eyclus: Parrfer Weltausstestnug. Hochint«essant: Hertha-Netfe. Sin« Reis« 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonn. Empfehle mein Bierlokal sowie Arbeiter. Lesezimm«; sämmtlich« Gewerkschaft«. Organe liegen au«. Emil Böhl, 5481_ Frankfurter Allee 74. Sophaöezüge! Nest« von Stz— 5 Met« IpottbUltg. Emil Letztere, Granienstr. 158. Achtung* Knopfsrbeiter! In d« Knopifabnk von C.H.Rähll. Wich. ZI, haben jämmtriche Arbeiter die Arbeit nieder- gelegt. Bitte, den Zuzug fernzuhalten.[903 Ein tüchtiger Dreher für Reoolv«bank gesucht. 905] Spinn& Sohn, Wasserthorstr. 9. Grosse Versammlung der Filiale Berlin de« Nerl»a«des der Uergolder, Goldleistenarbetter und Kernfsgenosten Deutschlands am Eonugheud, den 25. Januar, Abend« 8( Uhr, in Jordans' Colon, Neue Grünstr. 23. . � 0 9* 1,' P r b n» n g: 1. Aufnahme neuer Mitglied«. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. Um zahlreiche« Erscheine« ersucht_ Der tzrovisortsche Vorstand. 899 pereln zur der Illtereffen der Ktelvttöger md vem. Servssgev. Mitglieder-Versammlung am Sonntag, den 26. d. M., Vormittags 11 Uhr, im Lokale«ariendad, Gesundbrunnen, Badstraß« 35—36. TageS-Ordnung: 1. Uns«e jetzigen Lohr verhältmsse und wie vnhalten wir uns im Frühjahr demgegen- über? 2. Vereins angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Gäste, durch Mitglieb« eingeführt, haben Zutritt. Neue Mitglied« werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 907 D e r V o r st a n d. Kozialdemokratischer Wahweret« für d. Hrrltner Krichstagswahlkret«., Frettag, den 24. Januar, Abends 8 Uhr, im StfrllschaftShaufe, Landsbergsstral»niommen 50.«t, Am Banden �?r'ch°I KV1».'..® Sojtalbemol feisten da« I Versammlung Tages-Ordnung:__-,«■ 1. Die bürgerlichen Parteien und die Sozialdemokratie. Ref«ent: Max � i 2. Diskussion 3. Verschiedenes und Fragekaster. All« Wähler, ohne Unterschied der Parteien, find als Gäste eingeladen.. ___ Der V»l5°�. Verein der Sattler«nd FachgenH, Dienstag, den 23. Januar, Aoend« 8j Uhr, in Deigmüler'a Colon, Alr« JakobjlsteW Fsammen. § ia HUÄ nm an" '"n- ausschirren i 904 Versammlung. Tages-Ordnung e.. U 1. Die ländlichen Arbeit«. Referent: I. T-ür k�2�DiSkussion. 3. Vers-b'-� oj,"' Der Vorsts«ebc B'lletS zu dem am 15. Februar in der Brauerei Friedrichshain statlsindendt« V abo»iÄÄ Ball sind in der Verfammtnna und in den Burevustunden des ArbeitSnackweise«/ ,# ��men 5 in Wentzt'S Restaurant l Inhaber Gründels, Dresdenersicaße 116, an Woche Sonnabend«) Aoends von 8—9 Uhr und Sonntag« von 12—1 Uhr, sowie im Schltgerstraße 33, zu hob n.___ Tischler Verein > Am Sonnabend, den 25. d. M., Abends 9 Uhr, Kottbuseretra»� General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Beschlußfassung über Vergüligung für M 3. Bericht üb« die Bibliothe'. 4. Wohl eine« BidliothekacS. 5. Inn«« VereinSoNg� Erledigung«ingebracht« Anträge ic. 6. Em UntnstützunoSaesuch. fA. Am Connadend, den 8. Februar: Grosser Wiener Maskenball 1%!»oi �.- SauS EanSsouet, Koitbuserstr. 4a. Billet« find der sämmtlichen VorstandSmitglreba''-, vrss. d auch °!Ä__ # Große öfenttiie Ktemmh VersaM einberufen vom Verlrand der Steinmetzen Dentschl»' am Freitag, de» Zt. Januar 1890, Abends 8 tU'1 im Lokale Königshof, Bülowftratze 87. Tages-Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht über die halljährige Thätigkeit de» Vorstande«. 2. 9«™ Vorstandsmitgliedes. 8. V«[chiedenes. tigkeit der Tagesordnung halb« soll kein Steinmetz abwesend sein u« Der Zutritt. Gäste sind willkommen. 882 SD er 18� Ma sten Uer sammwng sämmtlicher im kaufmännischen Getv� Angestellter(Gehilfen, Gehilfinnen, HauSdiene W %%% d-D M- »vis "" G.schä kg, 1 k noch, ai Freitag, de« U. Znutt, Abends 9 Uhr, bei Luggt« (am Moritzplatz). Tages-Ordnung: 1. Wie ist d« Schluß der Geschäfte an Sonn- und Feintagen um 13 k|1 zuführen? Referenten: Miecker und G.auer. 2. Der achtstündige Arbeitstag und» p striren wir für denselben am 1. Mai 1890. Referenten: Alb. Auerbach und AUS� 3. Diskussion und Verschiedenes.— Es ist Pflicht eine« jeden in kaufmännische" Angestellten, in dieser Versammlung zu erscheinen. 867_ Die Einberufer: Aua. Hin z«, Handlungsgehilfe; O. Grauer,. Ä-®rU . stauet/. Intrrm Verein zur Wahrung der der Klavierarbeiter ««d verwandter Berufsgeuofse«. Am 15. Februar: Grosser Wiener Masken-]# itt de» Säle» der Berl. Bockbraverei(Tewpelhofer ■ -lö'« -bM ilr Anfang Stz Uhr. Entree 50 Pf. ,i Billet« find vorher ,u haben be, Robert Schmidt, Stralau« Platz 23; Abalberistraße 64; R. Magel,_3Bien«ß,aB« 25; Karl Riediger, D« fsenbo? as Konyi� 'W Ernst Rothe, Arn tli aß- 34, Restaur>n'. "'..°tr!»e Aufruf_ Ilt ßemifti des Frankfurt-Lebuser WahlkrA Kv'.. G b »ur auetz de« I« den Sderbruchdörfer«, an der Gsidatz«, fomie an der Kreol�Äk 188 hanptlächltch a« die Kautzaudwerker,«»eiche t« Kerli«** Mostneuden. Genossen!, Da die Reich«tag«wahlen am 30 Februar stattfinden sollen, so ist e« auch � � unS in den ländlichen Krltfcn zu unterstützen, n cht nur daß Ihr Eure Stimme abgebt,. nothwendia. daß wir in jedem Ort, wo e« nur irgend angeht, Versammlungen abh»' � Kandidat Th. Metzner b> findet sich von dieser Woche an im Wahlkreise tun Zusendung von Adressen; e« wird dann in nächst« Zeit eine Vertrauensmann«»> lung in emem geeigneten O-te stalifiaden. Alle bezügltchm Adressen, sowie Sendungen find an Emil Faber, Schuhwu in Frankfmt o. d. Öfter, Tuchmachnstraße 83. zu adressicen. 5 Das saMlsealokratische Wahlkamtee des Frallksart-Lebltstr Waljlkt� _ Im Austrage: Laskosesky. sa-'i W II Dem Onkel Gustaw Schmidt mit dem Tituskopf zu fernem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donn«ndes Hoch! Au, haben wir einen Brand.[901 Karl, an den Kalmus piepe»*%', Freunde K. K. zu seinem Wiegensi'� nernde« Hoch! Andrea« fall!**• #- «n. Bnantwvrtlich« Rebakteu»: Gurt Laake in f«Im. Druck und Verlag»o» Aadtna in f«Im SW.,»euchstratze S. Cinrsw t**1 trten W tt grobe »> fitzend« t war e1. j aus da M � mm s Phiole» xnb daß| SU juw«M Sebwe', ?eÄ Vistulfi«" altunfl.fwi über V S Inen L Beilage zum Berliner Bolksblatl. Kr.%o. V»«»fch»» M-tch-ta». MMK !?! Grund diese» G-s.'" z*** Si?" Äfts. j ,�r°u»°?be/rekn m* �fiten6.en Ersetze« ist dem Verleger oder �Kielend. �Uälftge Beschwerde hat adenden� weise» Wochenw im &tr.W ball d -.r'�nucno« Wirkung. ""''rt r(rn0mÄ hat den Wortlaut de»§ 13 dahin er- �Ul°ssenk.»«?«ert, daß in der Beifügung die da« Verlot ir/Äs Äcä: t'on l,e,n �'rbote auszuschließen find und daß 'u>er Be5!tt ba4 Verbot de» ferneren Erscheinen» einer Kim 01'?tn Druckschrift aufschiebende Wirkung haben soll. -" der Deutlchkonservativen(Ackermann und lrtzterwöhnte Äenterung wieder beseitigen. wird der Antrag -'?>« T,«,).".Debatte wird der'Anttag gegen die Stimmen der p«ri,j�.°''sen>ativen und einiger Mttglredcr der Rerchti »Abgelehnt,§ 18 in der Fassung der Kowmrsfion ong* §§ 14 und 16 de« Gesetze« von 1878 ist die Be- «iniÄ1 verbotener Druckschriften und da» Verbot de» NüTM,"vn V ei trägen»m Förderung der durch da« ist A dekosstnen Bestrebungen angeordnet. Dre Beschwerde H„.on die Aufficklsbehorden zulässig. Da die Vorlag �b'�biSherige V°??chttft bezüglich'des' Belchwerdew-ge« ("»Üß kommen. Ohne Debatte beichließt da» Hau» dcm .Gmmwm 'Mir Verurtheilung wegen Zuwiderhandlung gegen vetschL» auch die Versagung de» AufenihaU» in bestimmten rWrn verfügt werden kann; daß gegen Gastwirthe, "l'n»>' Buchdrucker, Buchhändler. 8nhbibi>othek*" ""ben.'vvvautsetzungtn auf Konielnontentziehung �'ilten �'de ß endlich den auf Grund de» Gese ti»�. Z Oti».-:r.____«n_&__ ii.._____ fTv-.. sein Bor uflb iiothekare unter j erkannt TTVOHAi I'' D enuiiui ue.l um v�.uiiu v.v\ /u,ftzC» Ver- la», Ä. r" Befugniß zur Verbreitung von Druckschriften und ., Di- mit Druckschriften entzogen werden kann. �'«ffei» ung k>er vier Paragraphen wild ohne Debatte f'kil bestehenden Gefttze» regelt die Zusammen xui neu-u B. schwerdekrmmisston; die Vorlage schlägt w »""ach Inn 1.9 22 eine anderweite Zusammensetzung vor. aH«'„ vre Kommisfion au« 11 Mckalirdern bestehen; der �«ib(«n,!lenn' den Vorfitzenden, die Mitglieder wrrden vom "'tonaf ft. P*4 den Mitgliedern der höchsten Gerichte und Ver< . U?'Se"chte gewählt. Net«' «die# 12 und fti nd% nischen r, tt* w if.;d ?°v>n"iig'»n'emann(nl.) erklärt, daß er seinen in der 4"una«�S�llttn Antrag auf Schaffung eine» Reich» ver- A?*!4 an Stelle der ReichSkommisston bei der eigen- � de» Hause» nicht wieder aufnehmen könnt aber nach wie vor nur m emem Reich»- leVi�Ssgf cht die besten Garantien erblicken und solche Ion,*1 noihwendig, wo da« Gesetz dauernd gemacht werden d'ise�' Brillenbe»grr(So».): Auch in der neuen Fassung stiid m,.�vvhen kann ich kemen Vortheil gegen f�rher«ducken. Ä�ti« dem Charakter be» ganzen G-s.tze« selbst. dar in eirund au« da- Recht nicht maßgebend ist, scndirn °Uch di."" ganzen Ges.tz die Willkür eine Rolle spielt, kann Ste» teÄSr'vUf ÄjrÄ traten.?n der General- au»giebig über den Geheim- LinBewei« für die heiUige« de» Slberfeider Ver- ■ mt m bundkproj.ssen zu D> l werden......._ Zewei» für die Aeußerung Kriterium einer geheimen S--' bitten! annet'* huh-«-� m WKWW. mmsss. Tie haben gesagt:.ungerechtfertigter s «Cel1?»an,w*' ein. An- s«sussr. vt{*-'ncm Kalender ist aber kein Geschäft mehr ,u I Freitag, be« 34. Januar 1890. 7. Jahrg. ä« B machen, wenn er ein Viertel« oder ein halbe« Jahr zu spat eischeint; datmch kann ein Verlagkgeschäft leicht ruinirt werden. Herr v. Kardoiff wird allerding« eine solche Wirkung wünschen, er sagt ja. da« Gesetz solle un« nicht nur bekämpfen, sondern vernichten. Den Heiren recht» würde e« also Vergnügen machen, wenn durch so che Verschleppung der B.schwerdcn ein Verlag« aeschäst vernichlei würde. Wie stimmt da» aber mit dem Recht uberein? Die ReichSkommisston wird auch in ihrrr künftigen Zusammensetzung un» nicht vor solchen Uebergr.ffen der Be- Hörden schützen. In der letzten Zeit hat allerbing« die Reich». kommission mildere Beschlüsse gefaßt, man meint aber allgemein nur de«balb, weil die Beiathung de« Gesetze« vor der Thür stand. Ist da« Gesetz unter Dach und Fach gebracht, dann werden die Polizeibehörden und auch die ReichSkommisston wieder ganz ander« mit Verboten vorgehen. Wenigsten» hat man un« in früheren Fällen vor den Wahlen auch immer größeren Spielraum gel.ssen, nach den Wahlen kam aber die Reaktion und neue Unterdrückung. Wenn eine Reihe von günstigen Erscheinungen vorkommt, vermuthet man draußen im Volke immer irgend etwa», und glaubt, daß der Rückschlag nachkommt. Sollte e» diesmal nicht so sein, so wäre e* un« nur angenehm. Ob die Kommi sion au« Mitgliedern der Verwaltungtge.ichl-Höfe der deutschen Staaten oder nur au« Mitgliedern, die in Berlin ihren Sitz haben, zusammen. gesetzt wird, ist in der Sache ganz gleichgiltig; vernünftiger wäre e« aber, wenn die Mitglieder alle an einem Orte wären, damit die Kommisfion jede Woche oder alle 14 Tage zusammentreten könnte. V i den jetzigen langen Zwischenpausen zwischen den Sitzungen können viele Existenz'« gefährdet werden. Wenn Sie glauben, durch die Beschlüsse der Kommisston die dauernde Geltung de« Gesetze« ermöglicht zu haben, so täuschen Sie fich. Wollen Sie etwa« leisten, da« dem Recht«. bewußt'ein de« Volk«« entspricht, so bleibt Ihnen nicht« andere« übrig, al» die sämmtlichen Paragraphen de« Gesetze« abzulehnen. § 22 wird angenommen. In dem reuen§ 23 der Vorlage wird der Geschafttgang der Kommiifion geregelt. Die Kommisfion hat die Beitim« mang, daß die Verhandlungen in nicht öffentlicher Sitzung stattfinden sollen, gestrichen und dafür hinzu« gefügt, daß auf die öffentlichen Verhandlungen die Vorschriften de« Gericht-verfassungSgesetze« entsprechende Anwendung finden soll. Ferner soll nach dem Vorschlag der Kommisfion der Be« schwerdeführer befugt sein, fich der Hilfe oder Vertretung eine« Rechtsanwalt« zu dedienen. Der Antrag der Deutschkonservativen will diese Aende. rungen wieder befestigen. Abg. Hegel(dk.): Die Bestimmung, daß der Beschwerde« führ« befugt rst, fich in jed« Lage de« Verfahren« vertreten zu lassen, ist überflüsstg, weil in dem ersten Absatz diese« Paragraphen b««it« gesagt ist, daß die Verhandlung und Eni scheiduna«folgen soll nach erfolgter Ladung d« Beschwerde« ghrer od« dem.Bevollmächtigten�. Uns« Vorschlag, daß die erHandlung in nicht öffentlich« Sitzung stattfinde, hat dtteit« in d« Regierungsvorlage gestanden. Machen Sie die Sitzungen öffentlich, so werden Sie nicht verhindern können, daß d« Inhalt da Druckschriften, welche den Gegenstand der Verhandlung bilden, nachher w t« Presse vabreitet wird; Sie werden also da« gerade Gegentheil von dem erreichen, wa« Sie wollen. Sie wollen allerding« auch der Beschwerdekommisston, wie jedem Gerichtthof, da« Recht geben, die Öffentlichkeit auszuschließen, aber auch hia werden Sie da« xaade Gegentheil von dem««eichen, wa« Sie wollen. Sie werden nur da« Odium von dem Reichstage ab- und auf die Beschwerdekommisfion hinüberwälzen. Sie w«den da« Vertrauen der Sozialdemokraten zu dies« Kommisfion nicht erhöhen, sondnn vermindern. Rehmen Sie unsaen Antrag an, so wird der Beschwerdekommijsion wenigsten« zur Seite stehen, daß fie über den Ausschluß d« Oeffentlichkeit nicht zu befinden hat, sondern einfach eine Gefetzetvorfchnft ausführt. (Beifall recht«) Abg. Hrrlmamr: Ich kann nicht zug-ben, daß die Be- stimmung über die Zulassung eine« RechtSanwast« bei d« Be- schwerdekommiffion ubttflüsfta ist. Der Vorredner hat üb«- sehen, daß m dem Kom«rsfion«antrag steht.in jed« Lage de« Verfahren«". Nach den �Vorschriften de« ganzen Ge. setze« ist nur bei jeder mündlichen Verhandlung die Zuziehung eine« Bevollmächtigten zugelassen. Es kommt aber darauf *-- W.--- rst A■,*— r f 4L in dem Jnstrüktton«v«fahren durch mündlichen Anfahren voraufgeht, si Recht«an«alt eintritt. Auf die lung können wir nicht verrichten. lich, wo da« Verbot d« Drucks zaechtferttgt erweist. Ab«. Instanzen bestätigt wird, liegt welche die öffentli"~ d« Oeffentlichkeit I Druckschriften u. f. w. fich r selbst da, wo da« Urtheil legt kein Gmnd vor, Aeuß . an, daß .. atze, welche« dem chon der Schutz durch einen Oeffentlichkeit d« VerHand- Die« ist vor allem da nütz- "' al« nicht der Vor- ußerungen, e Ordnung bedroht haben, w kein« Form ngänglich zumachen. Ich glaube, daß die Bekanntmachung dies« Aeuß«ungen die Eozialdemokratte viel mehr abschrecken wird, ähnliche Aeußerungen in Schriften und Versammlungen zu thun. Für Ausnahmefälle ab« giebt da« Gericht«verfassung«geset autreichenden Schutz. Die Oeffentlichkeit der Verhanolungen wird wesentlich dazu beittagen, diese Instanz in den Augen de« Publikum« von dem V«dachte zu reinigen, d« bi« jetzt gegen fie vorliegt. Slaat«minister Herrfurth: Ich kann namen« der v«- bündeten Regierungen nur den Wunsch aussprechen, daß da« von dem Herrn Abg. Kegel befürwortete Amendement zu§ 23 den Beifall de« hohen Hause« finden möge, wie ich denn Uber- aupt nur wünlchen kann, daß die sämmtlichen auf die Wied«« Herstellung d« ReginungSvorlage gerichteten Amendement« hier angenommen werdeu mochten. Meine Herren, wa« da« Amen- dement zu§ 23 anlangt, so will ich zugeben, daß die von d« Kommisfion beschlossenen Abänd«ungen d« RegreiungSvorlage nicht g«ade von ein« ganz prinzipiellen Bedeutung find, daß fie fich mehr und minder in d« Richtung bewegen, welche die »«bündeten Regierungen selbst in ihr« Vorlage eingeschlagen haben, daß fie ab« doch«hedlich weiter gehen, al« die« in der Regierungsvorlage für zuläsfig«achtet worden ist. In rich lediglich auf Dasjenige, wa« dieser Hinficht j X15Un|a)f»/ wc« auf die Stellung hinweisen, welche die verbündeten Regierungen kci Einbringung d« Vorlage eingenommen haben und welche fie demgemäß den Abänderungen gegenüb« einnehmen müssen, welche von Ihr« Kommisston vorgeschlagen worden find. Die verbündeten Regi«ungen find davon ausgegangen, daß fich da« Sozialistengesetz vom 21. Oktob« 1878 im Großen und Ganzen durchau» bewährt hat. Da« Gesetz hat keine«- weg« vermocht, eine«eit«e Ausbreitung d« Irrlehren d« Sozialdemokratie zu hind«n, dazu war dasselbe aber weder bestimmt, noch fem« Natur nach geeignet. Da« Gesetz war gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen d« Eozialdemokratte tet und mit Hülfe diese« Gesetze» ist e« allerbing« auch möglich geworden, die auf Umsturz der bestehenden Staats- und Gesell'�asttordnung in friedenstörend« W.ise fich gellend machenden Bestrebungen der Sozialdemokratie in Schranken zu halten; e» ist möglich geworden, die Ruhe und Ordnung liebende Bevölkerung vor d« Nöthigung zu bewahren, mit welch« fie durch diese mit gesetzwidrigen Mitteln zu gesetz- widrigen Zwecken arbeitende Agitation bedroht worden ist. E« ist die« namentlich gelungen mit den wirksamsten Mitteln, die da« Gesetz bietet, mit dm werthvollsten Beftandtheilen de«. selben: nämlich mit den Vorschriften wegen de» Verbot« und der Auflösung von sozialdemokratischm Versammlungen, de« Verlot« und der Schließung von sozialdemokratischm Vereinen, de« Verbot« von Druckschriften, in welchen sozialdemokratische Umsturzbestrebungm in friedenstörenv« Weise hervor treten. Dazu hat ab« auch in den einzelnen Orten, welche durch derartige Bistcebut'gen der Sozialdemvki alie besonder« bedroht warm, die Anwendung derjenigen Vor- schriftm mitgewirkt, welche in dem§ 28 dieses Gesetze« zu- sammengestellt find, und welche man unter der Bezeichnung des kleinen Belagerungszustande« zufammmfaßt. Mit Hilfe der Vorschriften diese« Gesetze« ist e« gelungen, Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten und jedem Versuch der Störung derselbcn mit Entschiedenheit entgegen zutretm. Aber meine Herren, diese« Gesetz hatte allerbing« und hat noch heute einen sehr großen Mangel, und dies« Jehler de« Gesetze« liegt in sein« Fristbestimmung. Die Friftbestimmung ist dazu geeignet, die Wirksamkeit de« Gesetze« abzuschwächen, die Agitation, welche e« Na .rung zu aeben.(Sehr richtig! recht«.) Regierungm halten e» deshalb für dringend iy verhindern soll, immer jxrn Neuem hervorzurufen und ihr n.'ut 'g mg efe als ein fristlose«, auf die Däu« Die verbündeten erforderlich, daß d'M Gesetze dies« Mangel gmommm werde und da» Gesetz ristlose«, auf die Dau« geltende»«lassen werde, und fie glauben, daß altdann dem Gesetz eine sehr erhöhte Wirksamkeit beizumessen sein wird. Und gerade mit Rückficht dar- auf, daß, wenn da« Gesetz al« ein dauernde« erlassen wird, e« auch eine sehr«höhte Wirksamkeit äuß«n wird, haben die ver- bündeten Regi«ungen ihrerseits ei für zuläsfig erachtet, eine Reihe von Polizeimaßnahmm und Strafvorschriften, welche in dem Gesetz mthaltm warm, in Wegfall zu bringen, und fie haben e« namentlich für zuläsfig erachtet, an Stelle d« lediglich an die Ausfichtsbehörde zu richtmdm Beschw«dm eine vollständige RrchtSkontrole einzuführen, und zwar, so weit e« fich um die Verbote und Auflösungen von Versammlungen 'andelt, durch die Zulassung dl« Bttwaltungtstreitverfuhrei«, o weit ,« fich um Verbote von Vereinen unb Druckschriften andelt, du ch die Einsetzung eine« mit allen Garantien richter- I« Unabhängigkeit ausgerüsteten, in kontradiktorischem Ver- >ren verhandelnden Gerichtshöfe«, welcher an dies« Stelle zur Zeit noch mangelnde Institution de» Reichsverwaltung»- geeicht« zu ersetzen geeignet ist. Aber die verbündeten Re- gierungen glauben mit dies« Vorlage auch diejenige Grmze erreicht zu habm, deren Uederschreitung die Gefahr nahe bringt, daß e« nicht mehr möglich sein würbe, mit den vorhandmm Mitteln der ungesetzlichen Agitation der Sozialdemokratie in«solgreicher Weise stet« entgegen zu tretm; fie glaubt, daß eine weitere Abschwächung die Gefahr mit fich bringt, daß nicht mehr darauf g«echnet werden kann, mit diesen Mitteln die öffentliche Ruhe und Ordnung immer und überall aufrecht zu erhalten. Und die Gefahr, welche die aemeingefähr- lichm Bestrebungen d« Sozialdemokratie, die auf Umsturz der bestehenden Staat«- und Gesellschaftsordnung gnichtetm und in ftiedmstLrmd« Weise hnvortretmdm Bestrebungm d« Sozialdemokratie mit sich fuhren, ist wahrlich nicht zu unter | KZ [t Diese Gefahr trifft kewe«weg« au«. nur in«st« Linie die Regi«ungen selbst; nein Kf ätzen. Mein« Herren! ließlich od« auch.._..... — e« ist zwar richtig, daß die Eozialdemokratte einen durchaus anttmonarchischm Zug hat, und daß insofern fich ihr« Be- strebungen auch unmittelbar gegen die Regierungen richten; — ab« bei der Sozialdemokratie liegt der Akzent doch weniger auf dm vier letzten Silbm, al« auf den drei ersten. Haupt. sächlich find e* die Angriffe gegen da«, wa« die Sozialdemo- kratie al« kapitalistische Produktionsweise bezeichnet; da, glaube ich, kann man allerding« sagen: nicht die Regierungen find e« hauptsächlich, die diese Gefahr laufen, sondem e« ist die Ge- sellschaft, welche m diesem hohen Hau« ihre V«tretung findet, e« find wesenttich auch diejenigm Parteim, welche eine weit«« Abschwächung der Regierungsvorlage oder eine gänzliche Ver- wersung der Regierungsvorlage in diesem Hause beantragen.(Sehr richtig! recht«) Ihnen gegenüber, glaube ich, bw ich ganz bnechtigt sagen:«Aua res agitur!*(Sehr richtig! recht«.) Meine . errm, in d« letzten Nummer de«.Sozialdemokrat" ist in einem»«häftnißmäßta ruhig geschriebenen Artikel ausgespro- chm, die Sozialdemokratie sei die„revolutionärste Partei, die die Geschichte kenne"; an ein« anderen Stelle wird gesagt, daß fie ihre Ziele zu crreichm bestrebt sei und«reichen könne nur durch die fortdauemd« Steigerung de« Klassenkampfe* zwischen Proletariat und Bourgeoifie. Ich glaube, diese Angaben find durchau« zutreffend. Nun möchte ich sagen: e« unterscheidet sich eben die Sozialdemokratie von jeder anderm olilischen Partei dadurch, daß fie gegm die Grundlagen und Existenzberechtigung de« modernen Staate« sich richtet, während alle and«m Parteim ihre Bestrebungm auf der Grundlage dieser Rechtsordnung verfolgen. finll die -«vorläge . WM �?(Sehr Sozialdenrokratte al«"solche negirt die . jung und die Grundlagen de« modernen Staate«.(Sehr richtig! recht«.) Nun konnte man wohl in logisch« Konsequenz dahin gelangen, daß man sagte: wmn d« Staat auch dem einzelnen Sozialdemokraten in seiner privatrechtlichen Beziehung dm Schutz, dm die Staatsordnung jedem Staatsbürger gewährt, zubilligen muß, so ist e« doch eigmt- lich eine Art Selbstmord, wenn er auch Denjenigen, welche auf die Vernichtung dieser Staatsordnung ausgesprochm«» maßm hinausgehm, die auf dieser Staatsordnung beruhmdm politischen Rechte zugesteht(Sehr richtig! recht«.) Ich glaub«, im Lichte dies« Erwägungm««dm Si« wohl da« zu kommen, zu sagen, daß die Vorschläge, welche die v«bün. detm Regierungen Ihnen machen, eher milde al« drakonisch find, und daß kein Gmnd vorliegt,«ine weit«« Abschwächung d«selben«intretm zu lassen. Denn ich«ied«hole noch einmal: dre Sozialdemokratie unterscheidet fich von allen and«m Parteim dadurch, daß fie aus die Vemichtung dies« Staat«. ordnuna ausgesprochenermaßm hinausgeht(sehr richtig! recht«), und daß fie die Neigung hat, dies« ihre Theorie auch in die « übersetzen. See können im Hinblick hinauf sagm, daß unbewußt und latent eigentlich in jeder sozialdemo- katischen Versammlung die Keime de« Ausruhr« vorhanden find.(Sehr rrchtrg!-'" neuerding« ja hier in! Zauber, dm die Führ.. durch ihre Schlagwort« auf die große Mass« ihr» Anhäng» ausüben. Abrr fi« sind deswegen keineswegs große Zauberer; denn sie verwö en wohl die Gnster zu rufen, aber nichr wieder zu bannen.(S'hc gut! rechts.) Und wenn durch einen Redner m fo'chen Versammlungen erst einmal die Massen in Bewegung gesetzt worden find und dann von ihnen der Versuch gemacht wird diese Agitation mit ungesetzlichen Mitteln zu ungesetzlichen Zwecken auch praktisch in» Werk zu s-tz-n, dann ist jeder Versuch de» Zurück Hallens vergebens, dann wird der Führer selbst mit» gerifl-n, dann kann man von ihm sagen: Du glaubst zu schieben, und Du wirst geschob-n.(Sehr richtig! recht«.) Und wenn die Srche erst einmal so weit ist, find alle Versucht, die Massen wieder innerhalb der Schranken der gesetzlichen Ordnung zu halten, vergeben«; dann befinden sich die Führer in der Lage de» anren Zauberlehrlings: D e ich rief die Geister Werd ich nun nicht lo». (L bhnfle» Bravo recht«.) Abg. Klemm(Sachsen) tritt den Ausführungen de» Abg. Kulemann entgegen. Da» G-richtsoerfass angSgesetz biete für oen Ausschluß der Oessenllichk.it keine ausreichende Garantie, diese müsse durch da» vorliegende Gesetz gegeben werden. Der konservative Antrag wird in all-n seinen T heilen ab« g lehnt, und§ 23 nach den Beschlüssen der Kommission ange» uommen. § 28 de« geltenden Gesetze« enthält die Bestimmungen über dll die Schlafmütze über die Ohren ziehen. Eine ungeheure Masse von ländlichen Ar- heitern hat noch einen richtigen, tüchtigen Sinn sich bewahrt. Wir müssen verhüten, daß auch diese anaestrckt werden. So lang« die Regierung erklärt, weitere Abschwächungen der Vorlage nicht annehmen zu können, w rden wir auch gegen die- selbe stimmen. Da wir schon jetzt überzeugt sind, daß die gegenwärtige Vorlagt bereit« zu milde rst, so werden wir, wenn die AuSweisungSbefugniß abgelehnt wird, gegen da« ganze G-setz stimmen, e« sei denn, daß schließlich die Regierung erklä t, sie könne mit dem Rest von Maßregeln au«- kommen. Nur in diesem einen Fülle, wenn die Regier ung auSdrück ich im Hause erklärt, daß fie d-S Gesrtz auch ohne den AusweisungSparagraphen für annehmbar hält, werden wir für da« G-fitz stimmen. Falls da« Gesetz nicht zu Stande kommt, wird die vorliegend« Frage bri den Wahlen zum neuen Reich«- tag eine große Rolle spielen. Der mu« Reichstag wird eine Verständigung gewiß fi'den,«eil fie gefunden werden muß. (Lchhaster B-ifall recht«) Abg. Miridthorst: E« wäre allerdmg« am besten, diese Frag« dem nächsten R-ichStag vorzulegen, und ich hatte auch nach dem langen Zaudern, die Vorlage auf die Tagesordnung zu s.tzen erwartet, daß dieselbe Erwägung bei der Regierung vorliege, da, so lange die NationaU.b-raten die Ausweisung nicht bewilligen wollen, an em Zustandekommen de« Gefitz« nicht zu denken ist. denn die Regierung hält ja an der Aus- Weisung fest. Jetzt arbeiten wir aanz vergeblich. Die Aus- Weisung selbst zu bewilligen, fällt Niemanden meiner Freunde ein. Manche derselben haben ja früher für die Verlängerung de« Gesetze« auf ein« gewisse Zeit gestimmt, jetzt hanvelt e« sich aber dm um, die AuSweisungSbefugniß dauernd zu geben, und dazu kann sich keiner meiner Freunde verstehen. Wir fürchten auch nicht, daß unsere Freunde im Land« un« deSavouiren werden, im Gegentheil würde ein starker Ansturm gegen un« sein, wenn wir ander« handelten. Ein dauernde« Ausnahme- aeletz können wir nicht bewilligen, da wir al« die geborene Minorität stet« gewärtig fein müssen, daß gegen un« Ausnahmegesetze dekretirt werden, und unser Schutz nur darin liegt, dcß da« gemeine Recht für Alle gilt. Zudem ist die Ausweitung«ine überaus harte Maßregel ohne jede Analogie im Rechtsleben, und fie hat gerade, weil fie so bart ist. Viele bewogen, für die Sozialdemokratie zu stimmen. Di« Ausweisung hat auch ihren Zweck nicht erreicht, sondern vielmehr dazu beigetragen, die Grundsätze der Sozialdemokratie in weitere Kreise zu tragen. Gerade infolge der Verdrängung der sozialdemokratische, Führer au« den Zentren auf da« Land haben wir in lrtzter Zeit so außerordentlich unter den Arbeiterbewegungen zu leiden gehabt und find noch davon bedroht. Für gemeingesährlich halten wir die sozial- demokratischen Bestrebungen auch, und ich würde Alle« darum geben, wenn ich fie verhindern könnte. Indessen auf dem Wege, den wir jetzt wandeln, ist die« nicht möglich. Wenn aber diese Leh-en schon bei den höchsten Autoritäten de« Lande« Berückfichtiguna firden, wenn die ganze Richtung der vr>Ik«wirthschattlich«n Wissenschaft mehr und mehr aus diesem G biet eingeht, können wir un« nicht wundern, daß diese Lehren in den breiten Massen de« Volk« Anklang finden, da darin Aussichten eröffneten werden, die außerordentlich ange- nehm find für Jedermann— wenn fie überhaupt ausführbar wären. Wir halten Sie für unaueführbar. So lange die Sozialdemokraten diese L-Hren nur theoretisch erörtern, kann man zufrieden sein, aber dabei bleibt e« leider nicht. Allerdings haben die Sozialdemokraten hier im Hause im Laufe der Jühre ihre frühere Haltung wesentlich modifizirt und find mehr und mehr von dem revolutionären Wege abgewichen, fi« haben auch bestimmt erklärt, daß fie die anarchischen Bestrebungen nicht theilen. Die anarchischen Bestrebungen müßten eigentlich«rst näher d-fi rirt werden, ehe man darüber so allgemein urtheilen kann, wie e» hier geschehen ist. So lange die Anarchisten ein« 8 es» tz iiche Reform der Gesellschaftsordnung wollen, haben fie ass-lb« Recht wie die Sozialdemokraten und unterscheiden sich vor diesen nur durch die Manzen. Absolut u-zulä'fig ist es aber, wenn die Anarchisten ihr Ziel durch offene Gewalt er- reichen wollen. Ich hätte doch gewünscht, daß die Sozial- demokraten gestern mit größerer Entschieder heit gegen die Anarchisten Front gemacht hätten, lteber die Privatverhält- n»sse der Anaichisten kann lich nicht urtheilen, ich kenne fie nicht, aber wer offen mit Gewalt die bestehenden Verhält- r tsselumstoßen will, hat meine Achtung nicht. Reicht gegen diese Bestrebungen da« bestehende Kliminatgtsetz nicht au«, so müssen weitere Maßregeln in drmselben getroffen werden. Ich betone, daß meine Freunde und ich entschiedene Gegner der Sozialdemokraten waren, find und bleiben werden. (Zustimmung im Zentrum.) Wer unsere religiöse Ueberzeugung kennt, kann nicht daran zweifeln. Aber manche Leute im Lande haben ein Interesse daran, Glauben zu machen, daß wir die sozialdemok, atischen Grundsätze nicht mißbilligen, und um solchen Einflüsterungen entgegenzutreten, soweit überhaupt gegen da« Zischen der V rleumdung aufzukommen ist, habe ich da« klar und bestimmt hier sagen müssen. Wie sollen wir aber diese Grundsätze bekämpfen? Die blo« theoretischen E» örterungen auf dem Wege einer Reform der Gesetzgebung können wir auf demselben Wege durch Ideen bekämpfen. Ideen können überhaupt nicht ander« mit Eifolg bekämpft werden, al« indem mrn ihnen Ideen entgegensetz», um ihr Unrecht zu beweisen. Das ist nicht genügend geschehen. Unser ganze« Schulwesm ist nicht darnach angelhan, um mit Energie die Irrlehren zu bekämp'en. Bessein wir da« Schulwesen, und wir werden bessere R sultate haben. Und die Religion muß erhalten wer- den, wo fie noch ist, und wieder hergestellt werden, wo fie nicht mehr ist. Aber die Staatsmänner ver Gegenwart scheinen m dem Wahne befangen zu sein, daß fich Religion von Staats- wegen lehren und üben lassen könne. Daher ist die freie Bewegung der Kirche gehindert. Man hat mir andere Länder, namentlich Belgien, entgegengehalten. Ich kenne die kirchlichen Verhältnisse der einzelnen Länder nicht genügend, wenn aber in Belgien Erscheinungen unangenehmer Art vorgekommen find und noch vorkommen, so hat die Geistlichkeit dort ihre Pflicht nicht richtig erkannt und deshalb nicht richtig erfüllt. Ader doch ist der Klerus dort mit aller G walt bemüht, die richtigen Grundsätze darzulegen und zu fördern, und ich zweifle nicht, daß da« Ver- säumte wieder gut gemacht werden wrrd. In Deutschland dagegen hat br« in die neueste Zeit die Sozialdemokratie in den katholischen LandeStheilen den Erfolg nicht gehabt, wie m den andern. SS sollte mich aber gar nicht wundern, wenn allmälig da« bös« Gift der m Die B. �tsetz«,| «wen«3 irren, wercye vre megrerung muiyimurg v»»» fc'Ä 94* erreicht Namentlich in den Kohlenbezirken haben dort wirkenden O den ihre segensreiche Wüksamkrit rofl erneuern können. Man fürchtet doch also die Arbeiinoei» noch lange nicht so, wie einzelne Männer, die ihre Mu« nur auf dem rechten Weg erhalten wollen, und die»u», wird nicht eher zum Bewußtsein daran kommen, aiä ad ocutos demonstrit ist. Geben Sie uns die Frecherl Kirche und Kirchenorgane zurück, so wird in Deut!«», Sache in Ordnung cp h Ilten werden können.(~(L Zentrum.) Aller dinls kann auch der Staat vut»» Handhabung der Polizei und dm st.mmungen zu Hilfe kommen. Die Gesetze u° Kranken-, Unfall- und Alter«« V.rficheruna gut, aber die Hauptsache ist noch immer veniau.___ freue mich, daß H«rr von Helldorff seine einflußrerae?, erhoben bat. um die Schutzaesetzaebuna für die rj� ju'jil erhoben hat, um die Schutzgesetzgebung für der Regierung m Erinnerung zu bringen. E«.„ wo wir wahrscheinlich am Ende dieser Woche nach werden, nicht mehr möglich sein, diese Gesetze zu machen-, möglich wäre e« noch— der Herr Rcichskanzler heute Abend—, daß von dieser Tribüne herab gesagt... die erste Vorlage im neuen Reichstage foll die Arbeü Gesetzgebung sein. Da» würde einen gutm p*" u W Lande machen und vielleicht auch dm Kartellpürteieu Wahlen nützlich sein, vielleicht noch nützlicher al« du J gerüchte bei dm SeplmnatSwahlen. Der Untersch»t° diese ist der, daß jetzt wirklich ein innerer J"!!» � damals nicht. Di« Schutzgesetze müssen kommen, m». der Reichstag am 20. Februar gewählt ist, muß /», 20. März berufen werden, lediglich um die Schutz!! I Jl machen. Da« ist besonder» nolhwendig gegenüber j» artigen Bewegung, welche die Aib.iter nach den Bei«» ip\ Pan« im Mai durch......™--------------- der Bundesrath die« 9%hi habe, te SiM ÄäÄ ''»Wtfl der 3 tMjWag da ® e Aufhebe Wh vorn R, Sfts fSitK W HS W llä üjj'mer Ü DMsZW M orr«unoearaiy vir, zo ruyig jou anuczu, u.iitrt«1'."»Wt Ruhe. Dieser Bewegung gegenüber werden wir wahti unb llngi-jr. zu spät kommen, jedenfalls müssen wir alle«, wa« 11 Staate« On SIT) ii rt N-ninn-n?IlI«NatM'> Utmnlt.i;. � vorkehren können, am 20. März beginnen. Ausn nützen nicht«, fie habm die Sozialdemokratie nur intensiver gemacht und zur Konspiration getrieben- Heilung ist nur möglich in der Oeff-ntlichkeib vollen Lichte der Sonne. Ich fürchte, e« kommt'ü wo man die Verbreitung in solchem Umfange mtdeat,. � Mittel de« Staat« tagegm nicht« mehr Helfen. liegende Mittel haben wir immer verweigert und thun ä jetzt. Ich bedauere, daß wir der Regierung können, weil fie nicht auf richtigem Wege ist. der R-aierung folgen, soviel ich kann, wenn fie auf d-»» Wege ist, hier ist ste e« nicht.(Beifall im Zentrum) � Abg v.»ardorff: Der Abg. W ndthorst thu'b müßt« die Regierung dm Reichstag auf den 20. Wjf rufen. Ich glaube, da« ist Sache des pflichtmäßigen der verbündetm Regierungen. Der Abg. Windtyorst»'p «Her » Parallele zwischen den jetzigen und den Sep ennatSw-'-.-l dmtete an, daß jene Wahlen durch da« Tmgbild der rnnfh*** hrtÄ Ct«■** fl »»-' SÄ« Jnvifion beeinflußt worden seim, geschichtlich festgestellt worden ist, daß im ir—»r niSerkonseil nur mit einer Stimme Majorität der K-ieä� Deuttchland abgelehnt war.(Hört! hört!) Der A»|t behauptete ferner, die Regiemngm seien von den W-, Sozialvemokratie angesteckt worden. Die katholische*>' eojtaioemououe ongeneot woroen.*Jie taiqouicoe,)» t|5 fich mit der sozialen Frage noch früher beschäftigt oU'eirnJ"' giemng, ich erinnere nur an die Leistungen de« Bischof»� Uta.»»nu in Mainz.(Abg. Win dthorst: War kein Suziald-n»«� In der Regierung find auch keine SozialdemotrateN/ Herr Abg. Windthorst. Die Abgg. Slötzel und Hitze da» tigm fich recht intenfiv mit den sozialwissenschaftlichen Kali V W K&5 #0n emij (eii 3%% 'Doli unl #3 |V6lU«v v» �. ,, tzT V, rufen.(Abg. Windthorst: Habe ich nicht gesagt-)�"«'ftih,'! Abg. Windthorst sprach wieder üder da« Verhältniß d-r � tite�j sich zur Schul«. In Frankreich hat die katholische®<[ih, st9 Z it den Schuluntenicht in Händen gehabt und doch �«Ii»'«U iozialdemokratische Bewegung stärker al« ander««»'.|t �»tt»' Volksschulwesen ist bei un« ein im Ganzen befeiedigen» I\ h�Mr n da» un« andere Nationm beneidm. In einem Pun»'«,� 0'ff- I ich dem Abg. Windthorst Recht: alle Parteim diese«»A vdalw.�� erblicken in der Forderung der Aibeiter schütz. GesetzgebuW f.» bei «in sichere« Mittel zur Bekämpfung der Sozialdemokcai»' p w �ulor ist aber doch eine starke Zumuthung, daß die J gierung j tzt gleich oder beim Beginn de« f Ue'n««b ReichStaae« ein vollständiges Gesetz so vorlege, � � dieser Reichstag will. Die Regierung kann do« � iiy� haben, wie ihnen Herr v. Stumm�»;/»cht ihre Bedenken y-uex, w»>y»»«>«-tu«• in n> In Hamburg, Leipzig dagegen hat der Ausgewiesene k-w«� ,%ai Kautel al« die B-schwerde an die RegiemngSb-hörden J jjbttz� �81« wie bisher. Das scheint mir ein sehr schwer-« Bedenken � nchj',- i— t... r.il'of„ n* itt NieMstS?lii!�'.«dt, die Ausweisungen überhaupt zu sein. An fich ist zwischen Dmjenigen, welche die Ausweisung au« G ünden bekämpfen, und Denjenigen, welche fie besrpTJ keine so schwere. In einem großm Theil de« R-iche« kann die Ausweisung verwaltungsgerichtlich»"0% Utth� werden, und das ist gegenuber dem j tzigm Zustande Mrg y, deutmder Fortschritt. Ich meineSlheil« würde die Aufl ff Da« k' TtrtlftiMA Jßj Wichtiger fr L � Ifteja Haltung mancher anderer Bestimmung für wirksamer zur Bekämpfung als die Ausweisung. Ich wüide -- t auch einen � sprechenden Antrag gestellt haben, wenn ich auf eine v1$ f,. t#0n* rechnen könnt«. W-nn diese« Gesetz nicht ausreicht, f» � K, 5 mit bo wir auf den Gedanke« Herr v Puttkamer in der Expatriirung seinem Gesetzentwurf au»uici>iHct vycviuuaj uiutuciu aller Or veischiedenheiten dürfte e« nicht so schwer sern, bi« i"1«. rt&oti? an i Lesung eine Einigung der Mehrheit zu erzielm. Ich h9� Äj� Sing,, Von dieser Bestimmung ist gegen die auSlliebiger Gebrauch gemacht worden. Ti von Seilen der verbündeten Regiernngen dritten Lesung ein« Erklämng erfolgt, welche der onuen«-jung eine«ricarunq erioigr, welcye es"'i*„i, macht für ein Gesetz zu stimmen, dessen Fortbesta». unser Vaterland ein« Nothwendigkeit ist.(Beifall rechi»'- Äe.- d- 'S!« un Der Antrag auf Wiederherstellung de«§ 24 nach.. gierungSvorlage wird gegen die Stimmen der Deutss». vativen und einiger Mitglieder der Reichspartei abgeletz'� fi i» S'S; "•4« vier § 24 in der Fassung der Kommission angenommen. t L«hr« f sruchtt« U-nkthr" jaden d» imk-it Srbeitnl ihceMw» « des �>e Beschränkung der Geltungsdauer "ach der Vorlage in Wegfall kommen. Nrichrnspergrr; Da« Autnahmegeletz für die Dauer % d>aUe ich schon darum für undenkbar, so klar die a�ch ist, weil all« fcüderen Reichstage gar nicht daran Su«?! �ab�m, als sie da« Gesitz bewilligten. Die Regierung k.n.t'e tn den Motiven zu dem Gesetz in Aussicht gestellt, datz 'als-lbe zu entbehren sein werde, sobald die Sozialrefolv i�i M Getreten sein wird. W-nn e« nun gewiß ist, «It e in einigen Jahren eintreten muß, so ist e« e>.n Mat mcht zu lösender Widersp-uch, wenn jetzt das Gesetz aus dre Dauer gemacht«erden soll. Tritt aber die Voraus .« x? der Motive in einigen Jahren ein und will dann der da« bestehende Autnahmegef-tz beseitigen, was dann? Ä»-'1 SÄSttM äsä g S'är"v a0;nen'.»on f6 wurden W�ren als S*®-fahren H WD cv �lalen Reformen erfreuen würden, die wir in den Atzten % M W*' poch.in letz'» »esetze 3# ußreiche i'-Ä; nach zu macheu anzler ab sie AN m@m angenommen, doch stets vom Bundetiath en. Würde es, wenn es drm Sozialisten' gmge, den Sozialdemokraten verdacht werden einer Tyrannei de« Bundesrath« zu sprechen? viel beklagenSwerthere Situationen heraufbe. die, die wir j tzt haben, wenn ich auch usot.«' v. der Sozialdemokratie keineswegs unter. a«-'■ MuulKel(dfr.): Die Abschwächung eintelner Bestim« tS/' m«n, "UM n wollen- oundere >ir wah'!� , wa« Aus«»HM, ! nur ietriebev.- sein, seine un- WM entdeckd�j Mw-' m ntrum) � N m 5 D Vvn �~ y-• i— n*'••••»»••— i s_i•' i-———" i• w Itioi.«. Ausnahmebestimmungen enihäli; j.tzt findet ' d»» das so oft mchorauchie und so oft mitzhandelte �.:l• dl i�l ltM*K.. A... V F FW r Fi Fl- g-;%' KMWW »h.ifx r au« noch geben zu wollen? Es paßt d,e« ganz, wenn wir schon jetzt dmch. g ilifcht Jp'ai"fflu»b'"an der'Meinung, daß die gegenwartige Mä. mmm ?&««SS? Äb" feierliche Erklärung abgeben, mit der M«", dak i�. a�aze hat geglaubt, sich entschuldigen zu i» fi**®'8«« A* «St >e Ki'che d doch nderSwo . s.-:»n rsegner der" Sozialdemokraten bin. Das '.-"ach der Stellung meiner Fraktion und der !Ü« friedigen d-l. »MSM ?ttdm.utarität. Der Autorität' "% Äff- -tumm df. fEÄ WS« A'K& k110««.ii""1"- arier Autor, tat kann nicht mehr geschadet ,"en An?.-??" man ungleiche« Recht schafft für die verlchit. A« zvm wdorigen de« Staate«. Dadmch, daß Sie ein« Vor. T'fe* d"i-chen, machen Sie sie noch nicht zum Recht. ..in*ft»war Gesetz, aber ein Unrecht, begangen an A Th.il de« Volke«."----- der W. S'�af'««macht Gott sei Dank wird tat Un« durch alle die Rechtsgarantien, verzieren wollen. runde an. an sagt, ...„,........ erheblich mehr tfen lasten sich deioleichen Dinge nicht; e« Glauben. Was wir von der Wir. haben, spricht gegen diese Illusion. setz die Sozialdemokraten zusammen , gC1'«u risem«. Re.w,' ih7.'LehI.'V.rii-ft sind unan- K,/fchaft de, rn i?" Sozialdemokraten können unter der A" � i",j Insten u' kann ihnen nicht gepredigt werden; % ith' und l daß man ihr« Führer deshalb ver. wimmim cv T Ml Vit VU"W«' www»«, W»ia;c tv«1 li.Jftfit.,.«"Bonzen arwenden sollen. Die Zweckmäßigkeit Ä'ckm°fci°?d"w.isen, ist immer noch nicht gelungen. U-ber i,r llriK.ii..�.'"l der Aus-veisunaen bade ich heute wunder. %#### ÄeNdie w�Bklich ��NUNO der Dirne ausräumt es mit der Tinge aufräumt. Gesetzt, es ., und halte die Wirkungen gehabt, d<,.l7"' f?' Iwälf Jahren vergeblich erwartet hat, a°rum berechtigt. Alles zu thun,. wa« un« tuen WM-v... WM WWjWDMWtzK bi« ��WAd'N on hi?�« m Amerika '% I-Ml 1" an die ,n Amerika negirten. Als man 1810 in • der ganxn.staatlichen Gesell. «e. g!« "X Fall recht, abg' imen 'äste," viele Kreise an, da�, wer am feudalen fü vor®«undlagen der staatlichm Ordnung .-kam«!"'l�en Iahten der durch Falk an- ?.?. da« ausgefochten wurde, nahm die Re- aas Zentrum mit manchen semer religiösen >,a?Ngen die Grundlagen der staainchen nicht Zz n>«nn wir au« dem M an de de« leider anwesenden Reichskanzlers oft genug hören ämM**' mußten, daß Der oder Jener ein Reichsfeind fei, ja, ist denn ein Solcher etwa« anderes als Einer, der die Giunlilagen der staatlichen Ordnung negirt? Der Herr Reitbekanzler war früher sehr freigebig mit solchen Vorwürfen. Wa« heißt die Grundlagen der Staat«, und Reichsordnung negiren, und wer urtheilt denn darüber? Derjenige, der jiweil« an der Gewalt ist, bis ein Anderer herankommt, der vielleicht fi.idet, daß sein Vorgänger die Grundlage der staatlichen Ordnung negirt hat. (Heilerkeit und Zustimmung links.) Wo hört die Reform auf und wo fängt(die Gewalt an? Aber hätte der Minister selbst bewiesen, wa« er nicht bewiesen hat, in welche würdelose Lage bringt er den Staat? W-il einzelne Menschen sich erkühnen, die Grundlagen unserer R-chtSordnung zu ver. neinen, deshalb soll der Staat, den ich für verständiger halten muß, als jene Individuen, dastelbe thun, auch seinerseits di G.undlagen der RichlSordnung, da« gleiche Recht für Alle. negiren? Ist da« die Stellung de« christlichen deutschen Staat« gegenüber falschen Theorien? Wenn Jemand die StaalSord nung negirt, strafen wir ihn auf Grund der bestehenden Staat« ordnung, und der Gedankt jene« Auinahmegesetze« ist ebenso unrichtig, wie e« unrichtig ist, wenn derjenige, der gestohlen hat, von Staatswegen w rder beftohlen würde.(Heiterkeit und Zustimmung links.) Wir wollen Lute bestrafen für Handlunaen, welche bei Nichtsozialdemokroten straflos find In der Kommission waren wir Alle darüber einig, daß die Gedanken und die rein akademischen Erörterungen zoll- und straffrei sind, andererseits darüber, daß rechtswidrige Handlungen bestraft werden müssen, gleichviel wer sie begeht, ob ein Sozialist oder ein Konservativer. Bleibt die gefährliche Agi. tation Gedanke in dem Kopf de« Einzelnen, so ist sie straflos Wird sie aber autgesprochm, so kann sie sich als strafbare Thai darstellen oder nicht. Dal Gesetz will den feinen Punkt in der Entwickelung triffen, wo der Gedanke ansängt, strafbar zu werden. Wtr wissen, wie schwer da« R-ichtgeiicht schon unter dielen schwierigen Jnterptlla tionen gelitten hat, und nun wollen Sie mit jener noch viel schwierigeren Unterscheidung den Stutzmann, die untergeordneten Polizeiorgane, beauftragen! Wa« dabei herauskommt, ist mehr oder minder Willkür. Wa« jetzt der einen Partei ge schiebt, wal da« allgemeine RechlSbewußlsein nach dieser einen Seite hin verletzt, da« kann nach jeder Seit« geschehen. J h weiß nicht einmal, od die Abstimmung der Nationalliberaten gegen den§ 24 nicht duichau««in staattgefährliche« Element in sich trägt. Selbst auf dieser Seite ist man vor der Reich«- femoschast nicht mehr sicher, und der treibende Ge- danke der Voilage ist nicht, di« Sozialiften zu treffen, sondern die Reich«feinde. Herr v. H lldoiff hat die Agitation gemißbilligt, wohl nur die sozialiftilche, denn diejenige für die Kornzölle erwähnt er nicht. Wenn einmal— jetzt ist eS ja bekanntlich nicht der Fall— die Wirkung tiner Leben«. mitletlheuerung durch tiefe Zölle und damit eine eminente Ge» fahr für da« Land eintreten sollte, denken Sie sich dann einmal die Bestimmungen diese« dehnbaren Gesetze« auf solche anstän» dige Menschen autgedehnt, die diese Kornzollag tation betrieben haben!(Heiterkeit links.) Sie denken, man könne mit unseren sozialdemoklalischin SiaatSangebörigen wie mit einem corpus vile umgehen. Aber denken Sie doch endlich auch einmal daran, e« wäre auf Sie selber anwendbar, dann werden Sie ti unerträglich finden, und Sie hätten Recht, e« ist uner- träglich. Deehalb muß bedauert w rden, wenn durch solche Vorlage in große Kreise unserer SiaatSangebörigen die Meinung veibreitet wird: Man behandelt un« als Paria«, wir stehen außerhalb de« Gesetze«.— Wie wird dadurch der Wahl- kämpf veidiitert! Ich glaube, die Etimmenzahl der Sozial- demokraten wird bei den Neuwahlen eine Millionen über- schreiten. Ein solche« Ges-tz züchtet geradezu Reichsfeinde. Wa« e« eatiält, find keine Medikament« mehr, sondern bei Feuer und Schwert find wir schon angekommen. E« ist eine unbegründet« Furcht, der wir un« hingeben. Ist da« deutsche Volk noch gesund, so«erden di« gesunden J.een über die kranken siegen. Ich möchte noch einmal die Mah.rung an di« Herren richten: Machen Sie nicht, daß man von di-sim Reichttag sagt, er war konseq-ent von seiner Entftihung bis an sein Erde; au« einer unbegründeten Besorgniß hervor« egangen, hat er mit einem Akt unbegründeter Besorgniß sein Dasein beschlossen.(Z sehen recht«; Beifall link«.) Abg. Kuleman»(»atl.): E« ist vollständig gerechtfertigt, daß man gegenüber der Sozialdemokratie den Boden de« ge. meinen Recht« verläßt. Eine Partei, die sich zum Ziele setzt, den bestehenden Staat umz rstürzen, kann nicht ebenso dehandelt werden, wie ein einzelner Verbrecher. Ander« würde auch im Falle eine, Revolution der Staat nicht den Rechtsboden verlassen dürfen und die aufrührerischen Leute ruhig ihrem Schicksal über- lassen müssen. Daß wir jetzt, entgegen unserem früheren Stand» punkt, ein dauerndes Gesetz bewilligen wollen, hat fernen Grund darin, daß jetzt die ausführenden Behörden bei Hand. habung de« Gesitz'« sich nicht mehr in einen Widerspruch mit den Absichten de« Reichstages setz n können, wa« sebr wohl möglich war, wenn gleich im Anfang ein dauernde« Ge. setz bewilligt worden war«. Heute könnt« nur noch ein bewußte« Unrechtthun der Behörden die Absichten de« Reichetage« vereiteln. Auch in anderen Staaten, nament- lich in Frankreich, wo die Internationale einfach als«in« ver- boten« Gesellschaft behandelt wird, schreitet man gegen die Sozialdemokiatie ein. Ein Ausnahmegesetz soll da« künftige Sozialistengesetz nach unserer M-inung nur noch in Sormeller Beziehung sein. Die einrige materielle, sachliche Be- limmung, die da« bisherige Gesetz zum Ausnahmegesetz machte, die AuSweisungSbefugniß, wollen wir beseitigen. Die Unterscheidung zwilchen einem Spezialgesetz und einem Au». nahmegesetz ist der halb nicht so obenhin zu behandeln, wie e« der Abgeordnete Munckel thut. E« ist die Aufgabe de« Gesetze«, die sozialdemokratische Bewegung innerlich zu einer anderen zu machen, ihr den staat« gefährlichen Charakter zu nehmen. Die elementar« Kraft der Sozialdemo- kratie liegt darin, daß sie ihre Wurzeln tief in das gesunde Erdreich unserer Arbeiterwelt hineingeschlagen hat, daß sie die Arbeiterbewegung als Vorspann für ihr« Bestrebungen benutzt. Eine Scheidung der Geister wird sich in Zukunft unzweifelhaft vollziehen, indem man die Sozialdemokraten nicht m hr al« di« legitimen Vertreter der Arbeit« ansehen wird. ��Jn namentlicher Abstimmung wird darauf di« Be- schränkung der Geltungsdauer mit 166 gegen III Stimmen ge- strichen. Für die unbeschränkt« Dauer stimmen die Deutsch. konservativen, die Reichspartei und die Nationalliberalen mit Ausnahme de« Abg. Sedlmayr: gegen die unbeschiäukte Geltungsdauer die Freifinnigen, Sozialdemokraten, Zentrum, Welsen, Polen und der Abg. Hildebrandt. Der Rest de» Gesetze« wiro ohne Debatte angenommen. Schluß 3ß Uhr. Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr. (Schluß d« dritten Lesung de« Etat« und Prtilionen.) Mmmmmales. Ktadtuenordneten Kerfammlnng._ ®X.ßu'k8 vom Donnerstag, den 2Z. Januar. D» StMverordneten- Vorsteher, Stadtv. Dr. Stryck, eroffuet die Sitzung nach 5ß Uhr mit ein« Reihe geschäftlich« Mutheilungen. Mit dem 1. November d.J. läuft die Wahlzeit de« Ob«. burgermeister- Dr. v. Forckenbeck ab. In der nächsten Sitzung soll von den Abtheilungen«ine Kommission von 15 Mit- gliedern gewählt w«den, die die Wahl vorbneiten soll. Nach Eurtiiit in die Tagesordnung werden einige Nriu- ralisatiouSgesuche geschaftso.dnungsmäßig«ledigt. Mit dn Theilung des Bezirk« der 197a. Armei- kommisfion ist die Versammluna einverstandrn. Zum Kirchenbau inRummelsburg soll di« Ge- meinde auf Antrag de« Magistrat« eine Parzelle unentgeltlich hergeben. Stadtv. Vogtherr erklärt sich Namen« sein« Freunde gegen die Vorlage, einmal weil sie für die Befriedigung kir h. lich« Zwecke überhaupt nicht zu haben seien und sie fern«, r die S adtve- ordneten-Versammlung weder eine Veranlassung noch eine Verpfl chiung hierzu erblicken können. In dem Vortrag«. auf Grund dessen der Stadtzemeinde die Parzelle Hergel.., solle, fi>de sich der Zusatz, daß da« Eigenthum an Grund und Boden wieder an die Gemeinde zurückfallen solle, wenn da« Gebäude, da« auf ihm errichtet werde, nicht mehr kirchlichen Zwecken diene. Dieser Zusatz sei rein formell, denn niemals werde sich di« Kirchengemeinde die Blöße geben und da« Befitzihum wieder au« den Händen geben. Kirchliche Zwecke sollen der Vorlage noch in diesem Falle auch durch Errichtung ein« Kleinkinderbewahr. anstatt«reicht w«den. Dat ist neu. Buh« hieß et immer, in einer solchen Anstalt würden nur rein erziehliche Zwecke betrieben. Verhält sich da«, wie di« Vorlag« sagt, ander«, so ist da« charakteristisch für den Betrieb und die Er- Haltung solch« Anstalten.(Unruhe.) Sladtsyndiku« Z ekle erwidert, daß die Bewahranstalt gerade im Interesse d« arbeitenden Bevölkerung liege und daß e» gleichgiltiz sei, in welchen Händen sie sich befinde, da b«i kleinm Kind«n von 3—4 Jahren erziehliche und kirchliche Zweck« gar nicht vnfolgt werden könnten.(Beifall.) Stadtv. Vogtherr erwidert, daß e» seiner Meinung nach katholischen, südischen und dissidentischen Eltern unmöglich sein würde, ihre Kinder dieser Anstalt anzuvertrauen. Die Vorlagt de« Magistrat« wird mit groß« Majorität angenommen. Die Einsetzung einer gemischten D ep utatio n zur weiteren Verfolgung der Angelegenheit wegen Verkauf« von Fleisch au« der fitkalischen Abdeckerei wird beschlossen. Die Wahl wird in nächster Sitzung vorgenommen. Gegen die Wahl.der Stadtverordneten Lüben, Zuteil und Gründe! ist bekanntlich Protest ein- gelaufen. Der Ausschuß schlägt vor, die Wahl der beiden erstgenannten He«en für giltig zu erklären, Gründels Wah. aber zu annuliren und zwar au« folgenden Gründen. Erstens sind, wie d« Berichterstatter des Ausschusses, Stadtv. Sptnola, ausführt, zwei Fälle konstatirt, wonach Wähler, welche der. unterlegenen Kandida en de« Deutschfreisinns, Herrn Pitzmann, die Stimme zu geben beabsichtigten, zur Wahl nicht zugelassen find, obplüch sie durch zwei, dem Wahloo» stände be kannte P tsonen rekognoszirt wurden; weil derselbe nach fünf Uhr infolge de« großen Andrang« der Wahler- Massen einstimmig beschlossen hatte, die Legitimation zur Wahl nur dann al« geführt anzusehen, wenn sich die Wähler, welche ihre Wahlkarte nicht zur Hand hatten, durch irgend welche Dokumente amtlichen Charakter« legitimirten. Durch diese« Verfahren ist nach der Meinung de» Ausschusses«in«heblicher V«stob gegen den allgemein giltigen Grundsatz; den Identitätsnachweis durch R-kognilion zu führen, begangen worden.— Fem« soll die Identität der Personen, von denen Legitimationen abgegeben wurden, nicht vom Wahlvorstande geprüft worden sein; es soll ein solche« Gedränge, solche Ueberfüllung, so wenig Ordnung, soviel Tumult m dem Lokal(Turnhalle) geherrscht haben, daß die Wahl nicht mehr legal vor gangen sei. So soll angeblich ein Wähl« unt« Abgabe von Walzettel» für Herrn Gründe! ja en. D« Ausschuß empfi-hlt im Anschluß an diese Vor- gänge die Annahme folgend« Resolution:»Gleichzeitig«such: die Versammlung de» Magistrat für die anzuberaumende Neu- wähl eine größere Anzahl geeignet eingenchtet« Wahllokale zur V-rfügunq zu stellen, damit Vorkommnisse, wie sie sich bei der Gnrndel'schen Wahl zugetragen haben, möglichst vermieden werden." Nach läng«« Debatte, an welch« sich selten« der Sozialdemc- kratm Stadtv. Sing« betheiligt(und üb« die wir wegen Raummangel» erst morgen autfllhrlich berichten werden) wird. der Antrag de« Ausschusses und die R.solution einstimmig angenommen. Die übrigen Gegenstände d« Tagesordnung mtbehren de« Jnteress.S. Schluß 7i Uhr. E« folgt eine nicht öffentliche Sitzung. fich.ge. dreimal gestimmt GevWjrfSABeikung. Unter der Anklage der Freiheitsderandnng und Beleidigung standen gestern v« Schiffer Wilhelm Weidemann und d« B aottmann Wilhelm Werner vor der HI. Strafkammer de« Landgericht« I. Im September v. I. erhiett der pmfionirte Schutzmann Wandt, welch« V«treter eine« Stettin« Handlungshause« ist, von dem letzteren den Auftrag, dem«ftm Angeklagten, welch« mit seinem Schiffe auf der Spree lag, für geleistete Fracht die vtteindarte For- derung von 460 M. zu zahlen, aber mit einem einstweUtgen Abzüge von 65 M. Dieser Betrag sollte zurückbehalten wer. dm, bis dm Schaden, d« durch di« Leckage eine« Oelfasse« entstanden war, durch Sachverständige fistaestellt«erdm. Wandt traf dm ersten Angeklagten in d« Kajüte und theilte ihm die Art setne« Austrage« mit. Der»naeklagt« wollte sich irgmd einen Abzug nicht gefallen lassm, sondem »«langte unt« Schimpfm und Drohen dm ganzen Betrag. Al« Wandt sich unoerrichteter Sache mtfernen wollte, rief Weidemann seinm Bootsmann herbei und beide Angeklagte vertratm ihm dm Weg mit den Bemerken, daß er vor«fvigter Zahlung nicht von der Stelle käme. Die Lage de« Beauftragten wurde eine so bedrohliche, daß er e« vorzog, sich zu fügen,« zahlte den ganzen Betrag. Der StaatSan- walt beantragte gegen Weidemann zwei, gegm Wem« eine Woche Gefängniß, der Gerichtshof hiett die Handlungsweise der Ängeklagtm aber für so gesetzwidrig, daß Weidemann zu einem Monat und Wem« zu 2 Wochen Gefängniß ve» urtheilt wurde. Wegen d« Beleidigung wurdm außerdem Geldstrafen von zehn, beziehungsweise fünf Mark ausgeworfen. zZozials Ltcbevstrhk. Warnung an all« Klempner und WetaUdrücker! Kollegen! Euch allen wird dlkannt sein, daß auf dem Hütiea- werk Thal« a. H. ein Streik d« Klempna und Metalldrück» ausgebrochen ist. D« Streik dauert nun schon Wochen und wird dadurch verlängert, daß fortwährend Streikbrech« zureism, die den Streik illusorisch machm; nach Angabe d« Thalens« ist der Zuzug aus Berlin sehr groß, und«a< et für Mühe und Grid kostet, diese gleichgültigen Menschm fortzuschaffen, kann sich wohl i«der Arbeiter denkm. Kollegen! Der Streik der Kollegen in Thal« a. H. ist ein gerechter, dämm haltet dm Zuzug fern, geht nicht dahin, wo andne Kollegen sich ein menschenwü-diges Dasein«ringm wollen, laß! Euch nicht be- thören durch Versprechungm, der Lohn beträgt in Thal« nicht 30—40 Pf., sondem 20—30 Pf., auch existirt keine Kündigung, während die Direktion Euch zed« Zeil hinauswerfen kann. Deshalb find auch die streikendm Kollegen vom Gewttbegericht abgewiefm wo:dm. Ein jeder Kollege wird«issm, daß« moralisch verpflichtet ist, die Werkstätten zu meiden, in welch« gestreikt wird. Er wird ab« auch wissen, daß« dadurch, auch. wenn er nur etntgt?: tunken arbeitet, dem Kapitalisten hilft, während er sich selbst und seine Kolleqen und Mitarbeiter 8>adet. Darum haltet den Zuzug fern. Alle Blätter, welch« cbeiterinterefsen vertreten, werden um die weiteste Berbreitung gebeten.— Der Vorstand de» Vereins der Klempner. Vrrraimttlum'lim. Der konservativ« Mahlverein de» dritten Mahl- kreisc» hat vorgestern, wie die.Post" berichtet, mit allen gegen zwei Stimmen folgenden Beschluß gefaßi:.In Erwägung, daß der Parteirath der Nationalliberalen, die zuvorkommendsten Versuche der Konservativen, ein Zusammengehen der Kartell« Parteien zu ermöglichen, zum Scheitern brachte, tritt der kon- servative Wahloerein des S. Reichstagtwahlkreifes in kein« Wahlbewegung ein und überläßt es den Nationalliberalen, bei den kommenden Wahlen ein Zeugniß ihrer Kraft abzulegen." Eine»Weit« Volkoversammlung von Tempelhof und Umgegend fand am Montag, den 20. d.M., im Restaurant des Herrn Nieke unter Betheiligung von ca. 600 Personen falt.?i- Versammlung wurde um 9 Uhr eröffnet und wur« en in'S Bureau die Herren E. Hccht, E. Wolf und F. Schiefer gewählt. Auf der Tageeordnung standen folgende Punkte: 1. Wahl eines Wahlkomitees für Tcmpelhof und Um regend. 2. Thätigkeit der verschiedenen Partei v-rtretungen im Reichs- tage. 3. Diskusston. 4. Verschiedene».— Zur D ckang der Unkosten fand eine Tellersammlung statt. Bei Eröffnung der Versammlung fügte Vvtsißend'r Hecht folgende Bemerkung in Betreff der Wahlübergriffe seitens anderer Parteim an: In Marienfelde wurde in der 1887er Wahl gelitten, daß ein Vutsin'pektor fich erdreistete, seme sämmtli'chen Arbeiter wie eine Heerde wilder Schafe zur Wahl zu treiben. Hier wurden SäminUiche« Stimmzettel in die Hand gedrückt, und wehe dem, welcher ander« g-stimmt hätte, ihm wmde mit Eni» lassung gedroht. Hiermit warnt« der Va. fitzende j den zur Do siht, daß fich nicht wieder Ardeiter finden, welche fich von solchen Leuten kaufen lassen.— Beim Punkt 1 der Tagesordnung wurden für Tempelhof und Umgebung die Herren Hecht, R. Müller, Heinrich, Sydow, K'hl«, Lehmann, für Mariendorf und Umgebung K. Schulz, W. Hcmpel, W. Sobb, für Lankwitz Eis-nberg in dos Wahl- komile« gewählt. Stimmt iche Herren nehmen ihr Amt an. Zum Punkt 2: Thätigkeit der v«schiedenen Paiteioertretungen im Reichstage, sprach Herr W. Werner, indem er w energischer Weise den Parteien zu Leibe ging. Zwei Ansraae« beirrff« Wahlangelegenheiten wurden dmch Vorlesen der ReichSgcsetz« §§ 107 und 109 erledigt, und wurde dann die Versammlung um 1 Uhr mit einem Hoch auf den Referenten und die Sozial« demokcati« geschlossen. Den Arbeitern sei hiermit mitzeldeilt, daß in Tempelhof nur Rieke(WilhelwSgarten) sein Lokal zu Versammlungen hiergiebt, während in Mariendocf und Lankwitz nicht'in Lokal»u haben ist. J» der„UolKs-Zettuniz" lesen wir: .Für die Wähler der beiden Kreije Jerichow war am Sonntag in Rathenow eine Versammlung anberaumt worden, in welcher der freisinnige Kandidat, Stadtrath Ferdinand Wöllmer.Charlottenturg, sein Programm entwickelte. Infolge sozialdemokratischer Störungen löste der überwachende Polizei- beamte die Versammlung auf." Vorstehende Darst llung ist eine unrichtige. Wohl war die Versammlung von den Freifinnigen einberufen, doch waren über vier Fünftel der Anwesenden Sozialdemokraten, treils aus Raih-now, theil» aus den um!ie;endenZC)rsschafl>n, welche zum Kreil« Jerichow 1 und II gehörten. Bevor Herr Wöllmer sprechen wollt», wurde von einigen Anwesenden angefragt, ob nach dem Vortrag DiSkusfion stattfinden sollte, die« wurde von dem Vorsitzenden Herrn Dornstedt au« Genthin zugesagt. Nach dem etwa« langweiligen Vortrage, welcher von keiner Seite Zustimmung erhielt, außer«inigen ironischen Zmufm, wollte der zu diesem Zweck nah Rathenow gereiste Kandioat der Sozialdemokratie Herr Theodor Glocke au« Berlin da« Wort ergreifen. Doch zeigte fich hier wieder eirmal, daß da« Programm der Freifinnigen nur leerer Wort- schwoll und eitel Heuchelei ist. Trotzdem Herr Wöllmer am Schluß seme« Vo trage« betont, daß, obwohl er ein enlschie» dener Gegner der Sozialdemokratie sei, er gegen jede Be« schränkung der Meinungsäußerung fei, so gab er den Vor« sitzenden«wen Wink, daß er fich auf keine Ditkusston einlasse, man könne ihn interpelliren. Herr Glocke gab fich die ordentlichste Mühe gegenüber Herrn WällmerS, sowohl al« gegen den Vorfitzenden indem er darauf hwwie«, biß durch ein solches Verhalten das letzt« Restcken Aiss'hen der Freisinnigen Partei verloren ging. Während dieser Bemühungen wurde die große Majorität der Versammlung ungeduldig und rief, daß die Herren woitbrüchig geworden, indem fie vo.her versprochen hätten, Diskusston zu gestatten. Der Vorfitzende rief dazwischen: Sie Sozialdemo« kraten wollen nur die Versammlung stören. Hierauf erhob fich ein Entrüstungssturm der Versammlung, worauf die Verfamm« lung aufg.löst wurde. Das ist der Tahtbestand. Demnach ist die Versammlung nicht aufgelöst wegen sozialdemokratischer Ausschreitungen, sondern die Auflösung haben die Henen Freisinnigen dmch ihr tragrige« Verhalten provozirt. «roh»»flt»«tUch» Mäfiliroersaimnluna de« 6. Bnllnrr Retchlwg». wahItceiU» am zreiwo. den 24. Jur uir, Smnd» Wl Uhr. In der«oMdrauerel, «II HRoaWl 47- 48. Tagelordnuna: 1 Die bevor flehenden R'ttltaalwahlen. R, lerem: W. Sledlnewt. 2 Dilnifflon. s. Ber chi-deve». Zm Deckun« der Unlotien Tellerlammluna. «r»«» Si7«ntrich» Ipähl»r»»»catmnl«no de» 8, gnUntr M»ich»t>»e»«»allN»r,ir»» am gceitaa, den 24. Immar. Abend» 8% Uhr, in Ocicher» Salon, Sedafttanlleaze 8g Taielordnung; X. Die bevorstehenden esteicheiaglwahlen. Referent Herr Wiedemann. 2. Ditkusston. 8. Ber. schtedene«. «rotz» ösf-ntitch» Wicht»«», rlamml«»« d»« 4. O»»lln»» P,>>y»»a0«woh»l»«»is«« am fintlag, den 24. Januar,«bend» 8% Uhr, im Lokale de« Herrn Uebet(Renz Salon),«laurvnftrate 27. Taa-Iordnuno, 1 Die bevorstehenden Re»d>Ia»«wahlen. Referee I: Herr(Sotlfried Sthulj. 2. Dilkusfion. 8. Berschiedenel.— Zur Deckung der Unkosten stndel Teller- sammluno still. «»««» Sif««tttch» V»rk>»inml»nz fSmMtltch»» tm k>n»f«Sn«i- sch»« W«rv»rb, JXnai fteUt»»(«dtbilsen,«ehilftnnrn. Hautdien er u. I w.) am Fretla», den 24 Januar er., bei Buaoenhaien(am Morlhvla«). toje«. ordnung; 1 Wie ist der Schluß der Seschstsle an Sonn- und geicrlaoen vm 12 Uhr herbeijusllhren? Reserenlen: 2). Mircker und D Grauer. 2. Der achNündlae«rbeiieia» und wie demonftitren wir Mr denselben am 1. Mat et Reserenlm r Alb. Auerbach und Au» gubnlki. 2 Ditkusston. 3«erschiedene». - E« sst Pflichi eine« i den in kausmünntschen Seschstslen Snoeslelllen, in dieser «ersammwr��u �w'n m den 24 Januar,»bend» 9 Uhr in Joroan» Salon. Rem Grünslr. 28:«o>slind«st»un,.— Die Bidttolhek ist an diesem»dend a- öffnet, und können Bücher«eholl und um»eloulchl werden. «ro», öfi»üUtch» Kt»inm,i,o»«kan,>»inng, einderusen vom Ber. band der Slelnmetzen Deuischiind� amj? i ettou, den 24 Januar, Abend» 8 Uhr, im Lokale Zköntathos, Bülowstr. 87. Tag-torbnung: R-chenschasitberichl über die haldsllhriae Tcllliokeit de» Borstrnde». 2 Neuwahl eint» Borfta-dlmil- Ilt-de» 8, B-rschiedene», Der Wichtig k-II der iatetordnnn» holder soll kein -ietnme» adw-send sein und hat jeder Zutritt Gast- sind willkommen, «Stoßt öffentliche Wüh er Versammlung iür H-rmIdorf und Umaegevd am Sonnabmd, den 25 Januar. Abend» 8 Uhr, Im Lokale de» Herrn Wals(W-ldich'ößchen). Saattotdrama; l.«ortrai de«»techllanwalt» und Kladttierordneten Herrn«rihur Siadlhagen au» Berlin über; Die devorstehen. den Reichllaglwahlen. 2 Ditkusston. 8.«erschiedene». Der Zu« für Genoffen fährt von Beiitn 7 Uhr 20 Minuten. Um zahlreiche««rschernen wird aedeten. ' W»r»i« Hiriin»» Z>»««di»»»». Monlaz, den 27. Januar, Abend» 9 Uhr, Neue«rünstr, 28 bei Jordan;«eselliger«bend�mit Domtn.� Humo. rist cht«orliäge und Tanz,»ustteien de» RichterZchen Trio,«äste sind will kvo tNiN. wn, ab. Taielordnuna;«nträlle.«eschsstliche». Milheiluniien, Nachb-I Vir Feier de» 21 iährliirn Bestehen»: Gemüthllche» Beisammensein mti Damen._. «rank,*-«nt>»„»äbnchkals» chirraegilch»» Znstr«M»«t»n «MV»», Oaitzvagift»» m,» gtrufiamolTtM. Sonnabend, 26. Januar. Abend» 8X Uhr, im Lokale de» Herrn Riedel, Neustädtilche girchstr. 15, General. oersammiung, Tagitordnuna; i. Ä ff nberlcht. 2 Jahrrtde ich! 3 Borftandt- wahl. 4 Adänderuna de»§ 6 Adso» 8 de» Stalut«. 5. Berschirdene». Die Mitdlieder werden ersucht, z hlrrich und vünkiltch zu erscheinen. Glfang-, Curn- nnV»»soliig» Ifenittt am strerlag.«aiserZcher «Rännet jtianaotttln Abend» 9 Uhr im Restaurant Tmnm. Schönhauser Aller 28 — Gesangverew.Paulebeutel' Abend» 8 Uhr tm Reftauranl Hensel, Meia». drinenstr. 15.—.Liedertafel der Maler und oerwandler Berustsenaffen' Abend» 0 Uhr tm Restaurant Äleine, Brandendurgstr. 50.— Luchbinder.R ärmer. chor Abend» 8% Uhr d-t Flu rstein, Alle J.kodftr. 75— Gesangverein, giölerchche» Vovpel Quarleri' Abend» 9 Uhr tm Restaurant Musehold, Lairdtdergeiflr. 81- '.Forlschrilt' Abend» 9 Uhr tm Restauram. Llumenstraße 48.— Gesangverein-----------------------..............—------------... Gesangverein.icho 1872" Abend» 9 Uhr Orantenstraße 88. Neue Milglieder werden aus enommen.— Gesangverein.Osstan' Abend» 9 Uhr Dresdener. ftraße 85 bei Gustavu».— HupperNchk Sänger-Bereintgung.Harmonie' Abend» 8 Uhr bei Niest, Weberftr. 17.— Gesangverein.Kängerhain' Abend» 9 Uhr Adaibertstr. 21.— Liedertafel de» Fachverein» der Sletnträger Berlw» Abend» 8 Uhr Große Hamburgerstr. 4 Uebunglftunde.—«esongveretn.Ohne. sorge' Abend» 0 Ühr. Restaurant Revher.«Ire Jokobstr. 88.— Gesangverein Widerhall' Abend» 9 Uhr bei Herrn Boge. Sövnlckerftr. 191.— Gesangverein .Lordeerkranz' 8% Uhr Restaurant Weinstr. 11— Arbeiter> Gesangverein „Nord" lledungslunde Abend» 8% Uhr tm Restaurant Gnadi, Brunnenftr 88 Srimmbe gadte auch pasftve Milglieder werden ausgenommen.— Boiglscher Dtlerianten-Orchefterveretn, llebunglstunde von 8% MS ll lldr Abend! im Louisen. ftädiischen Rludhaul Annenstr. 18, 1 St.— Beniner Turngenoffenschast(günftr Münnerodiheilungs Abend» ötzllbr in der ftäditschen Turnhalle, Waffenhorur. 81 — Turnverein„Hasenhaide"(Männerabtheilung) Abend» 8 Uhr Dirffen» bachftraße Nr. 80 81.— Turnverein. Froh und Frei"(Männriabthrilung) Abrnd» 8% Uhr Bergstraße 57.— Wtffenschastllcher Verein für Rollei'sche Etenogravhie Abend» 8% Uhr im Restaurant Ziethen, Dorothecnstroße 81 llnlerricht und Uedungtnunde.— Allgemeiner Areirdt'scher Stenograrden- verein, Ablhetlung„Bvrwärll", Abend» 8% Uhr tm Restaurant Roll, Mariannenvia» 11— Arendtstcher Etcnogravhenverein„Avolloduud" Abend» 9 Uhr im Restaurant Eevdelstr. SO.— Beretn ehemaliger Dr. Doebbeltn scher »'orichstr. 208.- Schüler Abend» 9 Uhr tm Restaurant Riet», Dileliauten-Orchesterverew Abend» 8%~ göllnischer Barten. Scharrenstraße 12 8% Uhr tm Restaurant..Waulstatt" „Westend" Abend» 9 Uhr im Höh; klud„Weichseldtatt" Abend» 8%. RauchNud„Ohne Zwang"«dend» 8* Ucht tm mestauran, i>» grg ftraße 28.— Berein ehemastger Schüler der 22 Gemeindeschule A« Im Restaurant Schröder, Eteglißerftr, 18.— Lese- und Diikumkwr Abend» 8 Uhr tm Lokale de» Herrn Otto Linke, gorsterstraii � j,. Herren und Damen, durch Mitglieder eingesllhrt, baden Zutritr � demokralischer Leie. und Dit kulirklud Lräalle Abend» SX Uhr s w-, demokralischer Lese- und Ditkuiirklud Lräalle Abend» dX Uhr esi-Jj«, 44 Afk bei Ziemer, Mäste durch Mitglieder können ei; g sü.rt a-ers-n.. 4*(�11. demokratischer Lese- und Diikutl klub Borwä;t»«v-. d» Si Uhr N Lokal, Nru; rjastr. 88, Sitzung. Gäste iö neu du ch Mitglieder eivgeiUd � Arbettergeiangverein Hoffnung", griedrtchide, g, bei Reusch, grantmNts. und Dorsftrajen.Ecke. Uebungislunde.� Aufnahme neuer p# uim«aui!iuuDcu.«.uc. uruuii'jonuKuc. nusnaomr nrn--.. jnw. Männerchor der„Berliner Mechaniker" Abend» 9 Uhr tm ÄrftaJ*!"|ir» granzstraße 8— Verein ehemaliger Schüler der 23 Gemeinde ch»�- BX Uhr. RönigstadlRastno, Holz mar krju. 72 Ausnahme neuer Gäste willkommen. DcpcsisiciX. (IMff• TelegrapKenFvv»«') c. CssarUrvi, 23. Januar. D-r Streik iftd-fissii» ss Es| h e« h nie roch ungejähr 2000 Arbeiter, w-ich» t5fr' morgen die Arbeit wieder rmf.uhrtun werden 9. Ziehung der 4. jffasse 181. Königl. Prenß. Lotterie. Ziehung vcm 28. Jannor 1890,«»rnitttuaö. lim die Gewinn« über«10 Mark sind de» derresteudeu Rümmer» in Parrnlheie beigelngi. tOhue Gewähr.) 26 244 68 91 306 50 1 789 1179[30001 242 383 15001 87 422 514 70 679 80 94 768 93 2044 142 237 519 788 863 81 98 924»035 63 153 54 250[30001 343 98 530 50 069 795 912 4033 44»18 49 563 819 911 47 503« 214 94 384[SOOO] 482 638 651 770 846 901 13000] 37«056 112 75 86 233 348 89 447 696 805 66 911 61 7000 2 60 103 20{30001 33 45 211 662 676 719 864 918 75 8(XX 42 263 489 529 714[3000] 89 800 37 996»464 532 35[500] 51 89 622 729 833[3001 39 59 945 10003[3000] 79 135 248 463 562 672 772 1 1 187[30001 94 335 412 73 525 817 940 63 liilio 310 45 411 35 866 1 3013 73 148 63 396 423 50 613[1500] 52 61 80 859 983[15001»4037 59 276 336 411 512 623 37 80 726 813 1 5121 50 236 32» 23 509 657 81 705 41 77 824 936 16034 152 59 226 430 533 96 680 754 912 1 7111 43 22 t 45 48 84[300t 331 33 450[500] 95 13000] 602 4 4 81 610 32 962 1*103 32 53 217 94 304 43 58 414 1300] 63 513 79 759 69 837 938»0422 96 536 58[30001 603 43 79 92 810 942[5001 «0006 220 67 425 4 8 58[1500) 75 83 577(500) 661 79 81 93 732 36 840 94«1080[74 222 328[SOOOOl 429 94 626 828 929 51 54 56 68*«045 57 74> 0 131(1500) 296 453 13000) 530 40 638 737 45 92 802 966«»128 323 ClOOO] 505 624 63 78 11500] 84 737«4043[3001 50 97 388 546 603 8 37 45 98 723 93 898 936 1500] 62*5059 114 1500] 34 87 272 437 39 658 849 929 61*«101 214 312 29 82 433 504 86 13000) 611 60«7013 120 11500] 60 13001 66 13001 233 35 16001 377 94 I30 000J 469 504 729 61 801 43 921 57 58*«068 117 40 333 566 695»24 906 «»063 174 85 382 11600J 411 47 500 17 47 661 93 864 964 71 SO049 256 378 428 561 638 62 67 91t 42«1326 540 604 867 93 963 6*047(5001 54 280 420 608 730 74 879 9t»3029 83 130 211 432 59 752 1300] 898 11500] 944 84003 86 214 74 325 413 68 605 798 806 85075 137 38 282 87 358 547 76 713 25 829 970 13001 89 36098 104 18 36 61 239 92 353 443 79 705 15 87009 97 503 21 808 900 36 91 8*030 43 162 283 648 629 53 721 980«0268 528 81 621 730 40268 345 78 611 19 33 70 1 814 93» 89 4 1 069 218 552 680[3001 988 4*141 62[30001 261 86 326 453 68 937 4 3076 105 282 438 643 [1600] 978» 4035 82 339 55 431 40 71 80 82 549 621 112 23 34 115001 878 939 4 5072 231 47[300] 301 7 456 721 47 955 4,1072 84 246 516 770 847 949 74 47 119 22 279 88 361 1300] 423 534 717 4 3 958 4*"65 [300] 278 9.1 402 671 77 724 914 13001 83 93 13000) 4»068 264[3001 366 464 601 77 91 626 726 94 800 46 969 88 501143 202 1300) 334 446 57 79 80 583 761 51038 241 44 356 467 621[1500] 52 786 809 5*109 226 52 338 49» 71» 83 832 79 904 54 99 53026 33 13000] 84 215 25 63 7» 84 448 56* 616 717 864 950 63 54180 624 933 5 5008 50 150 255 65 476 514 HO 646 77 96 733 837 5,-003 220 325 32 71 46! 71 678 97 13000] 869 918 2» 47 5 7050 380 476 552 652 91 818[16001 5*065 117 61 304 487 678 729 869[15001 921 32[30001 5»114 402 20 27 36 55 515 64 669 903 74 1500] »«043 47 62 85 356 78 421 55 67 820 11500) 901«1003 167 219 33 842 60 56««344 564 690 987«»112 225 34 337 472[3000] 82 564 13001 600 1 56 8,7 1600)«4071 199 210 16 368 94 96 498 667 13000) 702 814«5049 54»42 70 522 87 614 764 970««038 43 116 206 85 332 433 46 91 743 839 68«7005 12 1600) 97 203 328 523 616 51 80 896 935 08470 740 838 9») 61 97«»127 7 8 245 300 42 500 89 900 63 7«239 ö.il 64 605 847 966 70 31108 68 261 314 25 52 125[300] 592 620 64 729 47 7 9 7*127 69 278 98 609[5001 49 79 958 7 3075 470 865 63 928 7 4080 92[15001 128 52 349 449 55 530 50 661 801 90:1 34 75090 222 28 724 971 80 7,1000 87 361 416 99 53t 617 706 17 31 771til 6 288 309 14 402 601 38 90 652 996 7*039 147 48 80 250 321 47 77 425 539 649 738 41 13001 987 3»271 307 425 40 527 77[1500) 676 83 766 822 47 *«006 87 301[500] 70 519 674 SOS*1106 300 18 92 46» 807 23 76 906[3000)*«29» 462 522 25 765 857 60 90,4 46*3000 16 162 99 224[5001 317 22 94 452 94 577 61 8*403« 96 278 336 442 595&1 798 810 997*5207 22 88 434 547 60» 42 52 81[15001 737 46 66 816 *6076 152 225 62 394 515 46 59 89 9» 624 82» 915*3114 99 449 74 604 872 900 26 57[30001 97 8*041 162 447 11500) 668 837 50 13001 *»043 70 105(3001 240 332 46 56 75 86 404[15001 67 507 733 873 [300] 939 »«158 237 350 44» 89 556 79 629 748 810 57 902 13»1000 85 113 30 452 613 780 868 961«4059 192 97 28» 761 64 806 41 17 11500) 994»3108 22(3001 37 117001 292 316 42» 577 RH 619 75 715 870 98 »4012 36 84 108 43 280 311 79«2[39001 70 623 55 98 741@36 908 9. Zikhnng der 4. Klaffe 181. KZuigl Preaß. Lotterie. Zledung vom sa Jamear»aar 9e<«tSm,«»>>». «u, dl« Gewinne über«1« Mark stirb De» beirrifend«, ttuaasta in üJoraitfte'e delgemgir [O stire Gewästr.) ?! 94 217 0500) 8t 301 403 544 45 11500) 621 70 856 1219 350«5 610 867 89«328 407 97 609 666 784 83« 964 300» 100 22[300) 5.1 235 60 428 79 4019 7» 106 390[30001 586 81» 967 5063 524 32 70 76 742 63«006 10 126 292 32» 32»i 82 440 527 115001 65 630 45 73 77 713 67 895 967 77 ,135 60 313 458 79 116001 752 917*214 36 87 365 549[600] 83 620 807 973 84»06» 175 236 306 48 40» 655 672 838 [30001 67 83 955 I«179 314 422 45 71 617 70 815 74 11136 69 444 67 KM 36 72« 863 72 913 90 1*028[300) 44 232 42 63 75 696 710 44 820 921 13170 268 392 668 842 906 31 14022 13000] 38 204 380 82[15001 413 528 679[500] 15042»49 522 611 781«68 961 70 1*014 81 89 265 361 476 648 703 938 96 1 7162 86 98 278 91 364 77 97 457 943 1*060 61 124 364[30001 98 612 751 SO« 83 10261 300 37 405 40 564 888 969 75 ««000 37 48 374 482 580 709 97 80« 94»*1002 135 215 45 75 448 62 582 955««130 209 303 98 13001 503 64[5001 85 97 607 85 724 46 54 810 52 68 930 93«306» 130 76 99 280 377 619 iM 41[3000) 721 888 978*4019 60 271 358 80[5001 94 515 24 32 743 801 8 932 59 13001 97«5091 97 232 377 435 77 508 25 624 794 892 978**037 38 146 228 378 428 53U 941*4213[IBOOOI 479 518 25 714 1300) 19 83 857 99 920[30001«*062 78 25)2 481 517 657 868*0024(15001 32 421 508 26 65 94 684 766 91 866.___ 80184 203 16 18 349 411 BIS 38 73 606 M 35 66 972*1156 64 624 74 782 819 24 943»«065 106 60 205 310 18 518 606 761*8171 310 34 96 895 84014 84 144 98 226 97 430 1300) 630 92 602 30[500] 98 703 22 826 60 62 56*5148 256 329 461 504 621 48»*040 91 338 408 10 505 98 779 80 97 837 53 927»7169 223 60 368 85 90 439 560 88 691 715 61 869 905 48»0209(3001 319 1500) 27 572 731 94(30001 932 52 90 8 9261 336 66 462 510 65 620 769 91 92 851„ 4«001 13001 KW 87 439 11500) 71 7» 552 91 35 638 738@4-, 63 4 1094 158 83[!«« OOO) 240 518[15001 91 637 726 4*155 391 440 88 94 621 720 944 70 91*8002 71 102 38 230 38 39 425 613 893 937 44039 115 63 230 74 309 499 525 92 881 941«»262 444 48 680 82 735 910 4*152 68 274 307 608 27 70 782 877 15001 915&* 47088 130 356 516 83 98 681 7b»**044 70 212 24 41 369 451 531 771(3000} 4O0S«295 304 60 524 91 651 70 846 98 913 M«1041 84 93 265 90 769 93 852 5*012 124 13Ü0I 227 376 IbOOJ 407 71«28 768 869 921 38 58032 98 138 6» 317 32 62 41» 52 530 87 76)[30001 987 54145 238 433 48 687 704 971 55061 65 182 211 537 80 632 37 782 851»78 5*010 �r�«7% s&%ago%% as 054«007� 272 99�352[3000] 93 463 508 9 77 761 73 79 933*1030 48 65 91 366 539 52 639 66 66 75 834 965#«085[15001 131 336 464 «*016 3» 203[16001 393 401 608 39 b 96 962*»085 566 638 80 702 60*»«087 126 87 307 444 808 61 621 74 829 38 72 92*1030 142 53 MMElnHmMKMU mmifsmum iWMWMM, 310 20 410 99 660 827 957« 7039 60 70 228 3t 375 433 �°, g"'«0: 6 82[15 OOO) 604 60 86 727 996 0*201 442 510 887 902 6i> im lihataltu »3034 IIS 48 91[3030] 4(3 76 678 82 854 55 61 954 96 M------------------------ 546 386 100193 217 52 321 71 101191 20t[15001 98 729 814 975 1«»063(30)1 102 1,14019 182 244 48 4:6 68 98 571 93 160 203 367 405 10 27 90 6;____________ WWW 108 94 230 72 310 566 1300] 76 832 939 9:4 1,17079 85[�"pl 410 84[500] 664 70 614 861 925 29[30001 10*136 20a 37*%[I 81 554 89 95[1500] 636 792 93 993 100252 86 4:40 605 iSstR< 771 806 80 86 974 1 IO022 151 250 84 332 402 79 549 655 747[300] 81 309 68 429 548 049 65 754 876 904 94 1 1*248 847 84 916 82[500) 1»»015 255 447 685 910.5 11402:1, �«« 1 11» 047 54(300) 104 204 32 3U W 180 2.47[31)001 68 364 441 69 5% 30 822 973(300) 117011 109 2:18 379 84 408 78 755 69 77 l>?,l J Ron .Kchi so. 3, ll k 21 im Ka �nReaieiuno Mrung virurl D«t, m Dieses rÄi»« jä b»r Sie8' tut 1 166 95 629 753 87 919»4_________________ m. 81 679 711 831 955 1»«069 180 237(3000) 68 363 441 69 68 954 11*081 130 38 234 315 53 440 619 795 802 943 77 92 178 238 525 743 814 23 1*005) 77 101 97 326 429 72(15 0 001 546 73 784 81«..'0 107 1300) 16 84 300 23 1:40 6 442 694 703[5001 8 24 44«-'J Wj »««066 78 91 124 286 357 451 616 600 36 916»«»096 119%'"' 622 47 769 853 59 901 1*4074[30001 119(1500) 237 328 463, 67 623 63 74 1*5000 3..... 48 705 94[3001 810 1500) [IO,IOO| 1*7066 159( W 38 252 328 450 88 13001 805(300) 75 78 905. 1*0083 149 7 3 91 372 94 481 565 7,4 896 1 8 1 067 78 115% 870 958 34(30001 18*082 167 367(300) 449 74 542 714 819® 133104 30 249 466 85 91 537 66 9 7 648 85:4 69 1 34128%' 94 723 88 812 63 998[300] 13 5001 37 56 165 76 296 327 4'%_ 999 1 30148 306 99 659 I 3 7008 1,43 325 7 6 475 600.'5 76'Zs.(* [3001 13*207 12 5:4 312 15 31 150 H 69 80 97 512 93 615 44 AM 717 43 84 924 68 90 1 39054108 130001 94 325 517 702 48 57 8 W Hilf « 1 1*4007 13000) 58 263 3:4:4 485 521 812 905 150)1 980 1 45049',,1 4_ Ollt' 32 47 62 672 1300] 752 870 908 11«215 369 44! 514 GA. jj'"tt� iWtJtw [5001 147057 273 361 66) 930 82 1 4*001 9 0500)'214 W, jj' 3 tl» tBjrh 581 680 U5001 71)[500) 21 13000] 80 915 1300) 60 14 9049 ♦. BfiHj.*»« 72 116 65 482 8? 80/ 47 60 62. ja r. 150123 11500] 60 62 271 302 433 11500] 593 730 31.*, ist 1" An�r�Urch 15 1041 127 42 318 48 63 3)6 23 89 435 573 13001 632 ba'7*g Ii* a"Ollf, 921 11500) 85 13000] 15*058 60 157 62 267 481 5 3 40 604»A li r-%." 158020 76 77 140 74 330 452 552 1 54040 5> 109 80 252 4o4'-..«1%!, t«W» VI 774 1 55194 218 328 13000) 34 56[500) 97 410 lläoi'],�9 Jjss* üio rxfio rowvj o* uo rawj ui«iw>?-.. 3),,.7 �41.. [16 OOO] 798 876 81 918 47 86 93 1 50165 423 698 601 27 752.|.i Pz.'sütch � oq, 629 89 728 65 940 1 5*03 1 254 418 15 0 00] 698 679 7! � WH '»N«, «a 29» 459 629 I 842 79 920 1 5 0060 95 338 81 543 1500) 72 781 926 »00109 88 366[300] 451 63 840 987 1 0 1036 75 185 99 728 905 1 0*025 194 97 369 83 613 81 91 734 860 68 71 88 ir;, 296 626 618 74 7:16 882 950 1500) 104278 376 457 88 tlöOOJ 82» SO 279 86» 76 938 1 00010 105 60 399 423 24 28 73 652 6»»'TW D* w?� 66 805 902 68 1*7151 75 202 69[1500] 498 563 676 789[5Ü0J 896 � n dit,« llianfelt 282 96 362 401 671 677 718 890 91 931 lOUUÜ 349 4X2 506"% l? 27 67 914 46 75 15001„.,.])< är«>«»], Ix 8' 170340 520 7 2 797 937 61 17 1 027 225 332 45 460 90 WW'<« (5001 82 70 1 7*050 77 140[600] 209 348 631 82 646»[te( IHO ,(J 173086 92 97 137 55 75 496 532 615 30 722 812 78 l7*f i;!»Je* tl0H 20» 71 389 420 584 95 621 993 13001 175184 1500) 253 77»V �«tk gj. L 436 573 692 715 48 865[1500] 020 57»7«0l7 48 53 126% 9„r.A«. 60 570 646 712 22 831 83 1300) 999 1 7 7212 592 637 897 9«[j."«hi etztltd 17*065 206 320 74 9* 560 783 808 23[500] 17»012 99 2V �«äst% 596 859 1*0030 191 282 348 444 522 25 87 762 821 904 ISIOO" A .........—------------------------- 11500) Sil» 290 331 11500) 87 455 510 38 691 750[300 OOO) 953 11500] L) 2)6 57 76 335 63 91[3000] 433 850 1*3066 176 200 2 36« � 721 64» 987 1*4121 252 61 79[300] M M M 317 34 611 29 81 714(3001 92 800»*«140__________ W, 33 56 802 13 28 9.38 80 99 1*7013 149[3001 283 537 624jl9�(.. 3 149 0111,11 983 637 fiil 7l!'«HWh>k„ TOItattn I t**041 99 224 471 529 31 695 704 40 98 866 Uli 1*9077 162' 61 87 98 601 8 79 80 889 923 SSfK-fe 884#*089 81 294 11500] 508 692 95 881 82 943 71 »6 208 47 491 637 619 718 877 98 1300] 925 0*030 10.). 219 336 418 502 604 971 0OO44 13001 187 385 420 634[3001'%!? 100175 223 68 303 24 416 609 44 633 780»>7 21 33 929 22 53 445 66 522 827 901 10*008 309 77 89 461 62 72 bbö 1°, 88 799 810 26 4 0 3039 46 47 50 139 57 83 1300) 236 328 62 40',; 4 Ist, 15£30001 39 66 521 780 99 801 44 99 960 b«! 918 40*011 339 61 90 477 91 676 926 33[5001 67 92_ 10«��jj; st��ißt 5�' i�Sufi 1 I 11' n'�ausbli «PPtll 64 472 529 32 99[30001 604 949 1 07101 32 36[30001_ 553 668 752 858»«*140 81 286 94 175 599 672 736 1600) 96% 77 73 213 418 73 554 C07 827 70 85 1 120: 6[3000] 81 1:18.''Olth,'Ur tz,,] 88 92 361 600 96 9-9 1 13377 431 586 602 732 818[5001 RS Wb«—. on| 60 244 375 411 505 613 UO«O«) 67 709 958 1 15124 418 g? ,4'«J. m 44 520«30 97 714 960(3001 79 110197 300 754 64 70 8? IJAjff% SW.AA lli tust«« fS.S'&l'SA fiWWWtWfe Ä«,*{«--.-«»UK-ii"AM Ii in. I 7» 53 56 80 81%% 517 610 37 782 816 904 20 37[30001 73 1«»(*»,» l He»\ ........................ fe ISfl«Ä'i 306 22 39 46 48 651 670 72» t«0152 63 73 446 514 43 66 79 800 1*7021 24 29 95 175 289(500) 376 79 425 WW 959 94***002 186 220 57 444 623 62 74 731M 396 484 13001 698 730 15001 815 915 62 1S0144 232 34 356 57 404[5U01 83. 800 73 83 953 63.l.»M 407 96 682 692 767 931. 1»*062 210.89 315 756 816 936. 13�S.I i'Ä Äu »3 229 639 837*34189 420 42 670 674 811 76 1 35024 41 4*»1 1600) 325 783 800 38 66 1 30005 151 87 308 408 514 67 71 741 49*»7014 195 370 449 82 636 743 64 839 45 970 1 3*018 8» M 50 226 343 77 422 60[30001 81 768 72 965.*3»159 292 95 384 ..................--.-.r°.r-ÄÄ *40182 262 93 533 45 7T2 84 819 45 931 565 705 17 13001 985 1*4029 166 88 384 502 27 602 78 944 8« ijj 147 51 326 81 609 680 738 83 1500) 140174 270 333 436[5Wl% 15 66 875 914* 47223 53 16001 460 638[300) 57 763 14*281 � 46» 621 26 37 49 924 37 68**»241 375 406 96[15001 610 b9, 737 130001 801 1600].. 41b 021 656 8, 804 46 13)0) 904 12*53013 I» 11000)".i).! 3») 4U6 661 708 936 11500) 92* 5*011 13000) 113 16 281[15% zl 73 544 666 764[500] 881 920 95 1 5 5300 80 411 21 47 70»fzl! 657(15001 788 863 88 914 29 150O01 46*5«219 329 38»st.al h 'Ctn"'! teis % * und®ttli M 523 72 619 33 735 157063 136 72 ClOOl 368 410 585 93 t-, 16*081 224 76 366 434 42 82 561 695 848 958 1 5 0040 48 9« 314 86 645 62(500) 762 92 13001 96 832 961 *«0059 117[3001 24 47 206 374 421 78 694 929[1500]....... e&aafgf%%'M% 50 52 608 62 644 723 39 829 967*«5038 50 60 180 19%,«/ N Jto, Die enl 502 23 36<6§66.763 38 959***.020 355 70 522 628769 9U80j*4'«Uk einen 363 425 513 85 766 826 65 1 0*047 65 251 601 25 34 521 44 64 632(3000) 48[15001 791 829 60 X 70001 32 45 57 309 27 94 1 71145 53 92 284 365 87- 17*117 498 735 889 912 35 174013 115 65 320 23 30 77__________ 89 519 I30U0] 666 740 863 944 1 701Ü8 66 266 I 734 46 939 62 78 177111 309 43 72 99 13001 420' 13001 80 884 930 89 1 7*016 494 598 650[5001------ 952 1 7»054 130001 97 254 366 406 25 759 66 75 863 921 � vk, 1*0012 203 73 360 401 33 52 600 62 614 77 940 1*'%| [500] 98 389 453 633 900 15 23 1300) 31 1**091 174 Sj 5,15 25 55 640 719 1*3036 175 209 421 93 613 48 84 II AK» j. 1*4027 41 88 169 89 202 326 28 414 98 59' 7'4>04X»<» r 91 810 989 1*5024 62 171 370 403 729 I 1*0121 380 1300] 94 621 75 770 150OI 843 6 80 309 527 788 Ol 822 76 914 130 OOO) 38 l---, 11500] U7 927 69 ISM01[15001 19 100 56 404 56 tU» 758 Verantworflicher Redakleur:«nr»«aa»» in Berlin. Druck im"»erlog von Wn»»eriin SW.# Beuthstraße 2. 208.- schule W )i«tuttllwdi 5% w . Beilage zum Berliner Bollsblatt. ». SV. Freitag, de« S4. Ia««ar 1890. 7. Iahrg melnd.-'chlki' e neue itHo(f, Koctefjrontieniew. H fintiMi 2" Januar. In einigen Monaten, nämlich im it%, bin»,- Danton Zürich die Wahlen für den KantonS« «ital her«"??'' und BundeSraih Katt. Inden leitenden A Vorherei«. scheint man sich bereilS im Stillen mit Mml»u deschästigen. Die demokratische Partei HtlmtA- Kanton«, und Regl«rung«rath zur Minder» Ü. vemrlbeilt ist nzird vorauiftchllich all« Anftren- i« rs 433 ö87 903 [3001 93« v'rurtheilt ist, litten jü't"mJn beiden«ö'perschaften die Mehrheit zu "■" t. erreichen durch denn dieselbe auch blossen Beibehaltung ihre« jetzigen Jahren� erhielten die Wahlen einen mm#®* ■Sf.K, ISAlÜ hi. m', burch die Nachwirkungen de« Schlosser Beseitigung Spiller'» de« Regierungsrath tut als Arbeiter. In diesem Sinne »er Parteitag der Demokraten entschieden. >.>»»"——-■ f r'IC__ lM81|e,a Sil un d '■Oh. 1 OOj[500J• 1"., Uli«IUCUIMU;U|1 UV. v...,u�,v---- ,0 gi» 938>ll datte üben sollen. Ein Vierteldutzend sozialistischer 132!.3 ü?3.» nfoiz j. d« Kantontrath wurde von den Demokrat« #%: 943 IV b«s»,ni Arbeiterschaft ihre Weisungen strenger und g MBt' ,ul< die eine« sozialistischen Arbeiterkomitee'«. ' kj"«} daß im fortgeschrittensten Kanton der AhtMkJKl* bem Arbeiter, kein ausgesprochener Sozialist, % Behörde angehörte. tilWlZW**' Wahlen soll die« ander« werden: '«.. Nlim, wollen endlich eine Vertretung erringen. Ä'Cl ,f.ät ß« günstig. Durch die de? der 1888 llov.u suxiol i-Volkszählung konstatirte Bevölkerungszunahme ■/ Kanton«rathe mehr zu wählen und zwar r,Äni b,r �?'? u�iellen Bezirken. E« wäre ein billige« Ei»» Ue«. o?ubelter, diese 17 neuen Mandate für fich zu .»«v, Wollen wir abwarten, ob e« geschehen wird. «gt sich unsere Presse schon mit den Maiwahlen M SMMMs «00-9»'�.«�«»d nur der Rockzipfelhalter sein. lämlich srit den letzten Wahlen von 1887' sozialistische Partei gekräftigt und wenn damals genommen, noch so ziem« »ij.,—"m, im.u doch die Futzspuren, die derselbe ■?!»..Urch hi. m ,v� b» verwischen. (t,( ist br«."8«iner schweizerischen sozialdemokratischen „..Ul und i!" ihre Sache in ein andere« Stadium ge- wKWGNS« '»"nta"'"5 I »ui2 99 943«lag v.4 und rückhaltlo« an fi« herangetreten wnde �«lösgl�'br gehörige Vertretung in den kantonalen "uchen Behörden gebe und für ihre Kandidaturen ■tiu.,.Uien wu. Ii— I...---------- n__ MW e# WG a 04 514 "iÄv* 598 679" ■5 185 99 68 71 88 NW-- ■73 81 ___________ die Demokratie, wenigstens ihre Führer, an den .g noch frisch und zu neu, so da« e« eigentlich „l", hinan noch besonder« zu erinnern. Aber ' gesagt werden, dab kein demokratischer sich ihrer ftüheren Stellung im Kanton Zürich wohlverstandener Be« was ihr zugehört und ihrem Per onenkullus fich anerkannt Der Erfolg )'44S�s Ä � Z�pp'll an die Einficht der Demokraten ist nun freilich «...�rrniii» vbesonderer Parteistärke der Sozialdemokraten; to' s"« ttntrni. v" sozialdemokratischen Partei anderer Länder S,Wi"M9"u- 90t 952 WM ■......«s« as»,"iK S"7 „-»■1! m iil? c tt Sozialdemokratie geben, Wß ÄikKWrSM» 54 �.S fij,?? lompromifsclt wieder, oder richtiger gesagt, man nfifli"Uli"1— 1 s'lbstverständliche Hilfeleistung einige Gnaden« B».??�U die B-dmaung eine« Wahlbündnisse« zu t 50 87? #5« i&"S "MAL. ßujgg 3ti($en~ >93916 °0l. ein Postulat die Regierung eingeladen, lOtn 7» iMb iu berichten, ob nicht zu Gunsten von Ar« stiseti W'olchen Gewerben, welche dem eidgenösfischen unterstellt find, schützend« Bestimmung«, ■«i" arwA 378 Ur i,?(Hntibtrit e der KonfellionSgeschäste, der Modistinnen, o.i?. � srinnen und verwandten Betnebe. Hier findet dil endlicher Arbeit«! gerössische Fabrik- Die Folge ist in« Unglaubliche bei kärglichstem WilfMdAiW «WKSW«»«. net*i>' isäSS SÄl'Är »JKlC IIP Verhältnisse nicht. zu gewiss« Zeiten der Arbeitszeit Arbeiterfreund" veröffentlicht. ' 8" »iS'5 *Q01%%g4l%% mft �v'.chend« Arbeitzeit est 1 Tag. UMWDM�'ÄiS -- v. w».* II. �' V. Livrem und Gamaschen, wie Frack, die je nach �arbeü�? v�nehr oder weniger gut'bezahlt werden. Urd m den besseren Geschäften der Arbeittag «12 Stunden mit 5 Fr.«tschädigt. In einigen Ge» äst« wird diese Arbeit per Woche mit 21 bt 25 Fr. bezahlt. bei ebmfall« 12 ständiger täglicher Arbeitszeit. Etliche Geschäfte bezahlen pro Stunde von 30 bi» 45 Ct., eine« bezahlt für 3 Stunden 1 Fr. Bei d« sog. Wochenmeiste« wird von 12 bi« 17 Stund« im Tag gearbeitet und dazu noch Sonntag Vormittag». Dafür erhält der Arbeiter Kost und Logt, sowie 12, 10, 6, 5 bt heru, ter zu 3 Fr. Wochen« lohn. Ist die Saison vorüber, so muß der Arbeiter bei etlichen Wochenmeistern nur für Kost und Logt arbeit«, so« fem er nicht geradezu«Hassen wird. In dm besser« Ge« schäften find demnach die Arbeitpreise ziemlich annehmbare. Dabei ist jedoch zu berückfichtiaen, daß während eine« Jahre« die meist« Schneider nur für etwa ein halbe« Jahr die Arbeit habm, wofür überhaupt die angegedmen Preise de« zahlt werd«; da« andere halbe Jahr hat man durchschnittlich sehr wenig oder nicht« zu verdienen, und werden außerdem während dieser Zeit die Arbeitpreise so ziemlich nach Laune und Willkür der Meister bemessen. Daher Hab« wir wohl Ursache, im Allgemeinen über schlechte Bezahlung unserer Ar« beit un» zu beklagen. Für Stückarbeiter fällt besonder« noch der Uebelstand in Bettacht, daß sehr wenige Meister eine eigene Wertstätte halt«. Der verheirathete Arbeiter muß somit ein größere« Logt miethen, wenn er nicht die Werk« stätte zugleich at Wohnzimmer benützm will, wa« der Ge» sundheit sehr nachtheilig ist. Zudem muß er noch den Bügel« ofm mit einig« Eisen, die Feuerung, die Maschine, dm Werktisch und sämmtliche« Nähmaterial stellen. Der ledige Arbeiter dagegm, wmn er sich nicht alle diese Utmfili« an« schaffen kann oder will, muß bei einem verheiratheten Kollegen »auf Platz' arbeit«, wofür in der Woche eine Entschädigung von 2,50 Fr. bt 3 Fr. zu entrichten ist. Wa« außer dieser, in mancher Hinstcht sehr gering« Bezahlung, die Lage de« Schneider« noch verschlimmert, ist die bedauerliche Gewohnheit manche« Meister«, die Herstellung der Aiblit in viel zu kurzer Frist sein« Kund« zu versprechm. Durch die hierau« mt» stehende Nacht- und SonntagSarbeit wttd die Gesundheit manche« Arbeiter«, zumal der Beruf an und für fich schon ein anstrmgender, untergrab«. Und bei alledem müssm die meist« von un« noch froh sein, wmn man ste nur arbeit« läßt!' Diese Mittheilung mag den dmtschm Schneidergehilfen, welche Lust haben, in die Schweiz zu geh«, al« Information dim«. Für die Schuhmacher veröffentlichte verflossme« Jahr die BaSler Gewerkichaft, daß die höchsten Löhne dort- selbst für einen Gehilfm 15 Fr. pro Woche betrag«. Loftsles. ! Zigarr«. geschäfte. Um ein» Massendurchstcht der MSHieU'ste« zu er« möglichen, habm fich folgende Herren bereit erklärt, für behin« dert« Tenossen diese Arbeit zu thun. Et find die«: Für den S. Mafitkrei»: Ernst W i l s ch k e, Jankerstr. 1, Zigarrengeschäft. Restaurateur Scheuer, Gneisenaustr. 38. » Sedlatzek, Zossener» und Fürbringer« straßen-Tcke. Restaurateur B o e l a n d t, Bülowstr. 51. Für den 3. MahiKrei»: Boerner, Rilterftr. 108,> Kräker, Wasserthorftr. 20, Klein, Rilterftr. 15, G. Schulz, Kottbuserplatz 40, A. Schweitzer, City Passage, J Restaurateur Gründe!, Dretdenerstr. 116. K. Wil dberger, Kommandantenstr. 60, vom im Keller. (Bei dies« Herren könn« auch Sammellisten für die beoorstehmdc Reich«tag«wahl entgegengenommen werd«!) Für de« 4. Mahlkrei». Rest wgtnir Otto Heindorf, Langestr. 70. W i l h. Bock, FriedrichSbergerstr. S. Fritz Höhne, Eldenierstr. 2. A l b. B oel, RüderSdorferstr. 8. Nimitfchek, Skalitzerstr. 18. Werfchke, Adalbertstr. 18. Aug. Biesenthal(früher Milan) Wiener ftr. 30. Restaurateur Kadatz, Wimerstr. 50. Karl Scholz, Wrangelstr. 32. Für de« 6. Wahlkreis. Fritz Voß, Birkmstr. 59. Paul Decker, Tischler, Chorinerstr. 12, v. 4 Tr. Restaurateur Rod. Nürnberg, Anklamerstr. 49. » Peterson, Veteranmstr. 21. » Joh. Gnadt, Bmnnenstr. 38. » Max Scheper, Jnvalidmstraße und Ackerstraßm-Ecke. Ordentliche Leute. Bei der Berathung der Dampfer« vorläge hat Herr Wörmann in allem Ernste verkündet, er beschäftige die Chinesen und KrU'Neger aufsein« Schiff« nur au»»Humanität', weil die Europäer die Anstrengungen im Heizraum nicht ertragen könn«, und Herr von Bötticher hat hinzugefügt, man solle doch die Kuli« und die Neger in Ruhe lassen; e» sei« ja ganz ordentliche Leute. Da« letztere mag der Fall sein; namentlich die Kuli« find Lmte, die ihre Heimath verlassen, weil fie e« dort so wmig angenehm haben, daß fie durch die Au«wanderung auch im schlimmst« Falle nicht« verlieren können; fie wandern sogar au«, ohne daß ihnen die Regierung den Rath dazu ertheift, wie Herr von Bötticher den Führern der Oppofition ,m Deutschen Reichstage. Bei dm Negern wird e» genau so sein. Man hat auch nicht davon gesprochen, daß die Chinesm und die Kru-Reger keine ordmtlich« Leute sei«, sondern nur t avon, daß fie bei der Niedrigkeit ihrer Lebenshaltung und bei ihrer anerzogenen Bedürfnißlofigkeit den deutschen Arbeitem eine Konkurrmz mach«, die für Letztere gradezu mörderisch ist. Daß den europäisch« Kohlenziehern ihre Arbeit un« erttäglich wird, kommt viel weniger daher, daß fie meist«« »heruntergekommene', d. h. von Mangel und Elmd mtkräftete Lmte find, sondem viel mehr daher, daß fie e« zu lang« in dem überheizten Räume au«halt« müssen. Bei einem «tsprechenden Abwech«lungSsysttm würde kein Kohlen- zieher über Bord spring« und ein vierstündiger ununterbrochener Aufenthalt in einem alulhbeiß« Raum, wie e« gebräuchlich, ist eben zu viel. Aber da« Verbessern de« Abwich«lung«systemS würde dm Betried vertheuem und da muß der Norddeutsche Lloyd sorgfältig die Pfennige seiner Aktionäre hüten, während Herr Wörmann da« Dekorum geschickter zu wahren weiß und »im Namen der Humanität' Chinesm und Neger emstellt, damit er seinen Betried nicht zu vertbeuern braucht. Wir fühl« un« ftei von Haß gegen Chinesm und Neger, wie Herr von Bötticher, aber wir find in diesem Punkte von einem reinen und standhaften Patrioti«mu« beseelt, der un« immer treiben wird, unsere Stimmen dageg« zu erheb«, daß deutsch« Arbeitem durch Neger oder durch Chinesen da« Brot weggenommen wird. Wir hoffen auch von Herrn von Bötticher, daß er bei seinem bekannt« Autspruch:»Liebet die Brüder." zunächst an die deutschen Ardeiter und erst femerhin an die Afiat« und Aftikaner gedacht hat. Welch« Schab« die ftemden, übermäßig billig« Arbeit«« kräfte mit ihr« barbarisch« Gewohnheiten bei un« anricht« würdm, brauch« wtt hier nicht zu wie« derhol«. Der deutsche Arbeiter büßt schon dafür, daß Pollen, Russen, Schweden, Böhmen, Slo« waken. Oesterreicher und Italiener m ihrer Hei- math kemen hinreichend« Verdienst habm und ihn deshalb mit ihrer Konkurrenz heimsuch«; soll er nun auch noch dafür büßen, daß der Beherrscher de« himmlisch« Reiche« der Mitte die faul« Zustände seine« Staate« nicht zu Lndem vermag und daß e« den au« der Sklaverei erlösten Regem unter der Herrschaft der Misfionäre in Afrika auch nicht gefällt? Danach find wir der Ueberzeugung, daß e« in Deutschland eme Meng« von Leuten giebt, bei dm« da« Wort de« Henn von Bötticher von d« ordmtlich« Kuli« und Regem ein« außerordentlich« Anklang gefunden hat. Die« find jene zahlreich« Untemehmer, welche die Konkurrmz auf die Spitze getriebm haben und die nach Gelegmheit«, die Produktion«kosten zu verringern, au«« späh«, wie der Teufel auf ein» arme Seele lauert. Denn wmn auch im Allgemein« ein eigentlicher geschäftlicher Aus» schwung nttgmd« zu bemerken gewesm ist, so hat fich doch die Spekulation geregt und hat ein« Theil de« brachliegend« Kapital««ttkend in die Pcoduktiontthätigkeit hereingezogen. Im Jahre 1889 find nämlich in Deutschland 360 Aktiengesellschaft« gegründet worden, mit einem Kapital von etwa 403 Million« Mark. Die meist« dieser Gründung« gehör« zur Berg- werkt« und Eismindustrie, zum Bau- und Brauereigewerke. Hundert» und Tausmde von dividmdmhungrigm Aktiv« när« werd« da» Wort von d«»ordmtlich« Leutm' eifrig ausschnappen. Ei, sagt fich solch ein Rmtier, dem e« gleich- giltig ist, ob Reiche und Welttheile untergehm, wenn nur seine Dividende und sein Zin«fuß in steigmder Bewegung bleiben— wamm schaffen fich d«n unsere Verwaltungen nicht auch asiatische und afrikanische Arbeiter an?— Die Konkurrmz hat leider fich schon erschöpft; mit europäisch« Autländem, wie sie tausmdweise durch Deutschland zieh«, arbeitet man schon nicht mehr billig gmug. Die Jnsass« der Arbeiterkolonien wärm schon recht, allein dieselbm genüg« nicht der Zahl nach und da« Publikum ist zu lässig mit seinen Beiträg«, um n«e Arbeiterkolonim erstehen zu lassen. Da wär« die Neger und die Chinesen eb« recht; wenn sie nur schon da wär«! Herr von Bötticher, der sein Wort, ohne seine Konsequmzm zu Lberdmk«, in die Welt hinausgeschleudert hat, kann leicht damit Geister heraufbeschwören, die nachher wieder zu bann« ihm ziemlich schwer werden dürfte. Umsonst wird er dann die Untemehmer und Aktionäre an ihr» pattiolische Pflicht erinnern. Diese Leute sind gem bereit, bei Sedanfest« und- ähnlicher Gelegenheit patriotisch zu schmaul« und»u zechen; aber Patriotismus und Arbeiter« interessen sind für fie Begriffe, die nicht« mit einander zu thun haben. Wenn die Untemehmer und Aktionäre die »ordmtlich« Lmte' in Schaar« in« Land zieh«, vielleicht au« Humanitätsrückfichten, um die armen dmtschm Arbeiter nicht allzusehr anzustrengen— wa« wird man dann thun, um die gefährlich« Gäste wieder lo« zu werden? Vielleicht wttd Herr von Bötticher in seiner jovial« Weise, wenn er diese Zeil« zu Geficht bekommen sollte, un« der Schwarzseherei beschuldig«. Sei'« dämm; aber in dieser Sache heißt e«: Aufgepaßt! Wmn erst die Kuli« und die Reger in'» Land ström«, dann werden so viele Lmte auswandern, daß schließlich die »ordmtlich« Leute' au« Afi« und Alrika dominiren. Dann wttd Herr von Bötticher aber auch Niemand mehr ersuch«, auszuwandem, nicht einmal die Führer der Oppofition. Giu« Ermittelung hiestger Wrotpreift findet durch da« stattstische Amt der Stadt Berlin seit vier Jahren statt. Im verlauf der letzt« Jahre find diese Ermittelung« nach und nach«rweittrt ward« und zwar einersett« durch Ver« mrhrung der Stell«, an welch« in der Stadt diese Er« Hebungen stattfinden, dann durch Aufnahme der Brolpreis« in d« Marktballen und durch Vergleichung der Preise der verarbeitet« Waare mit d« Durchschnittspreisen de» Roggen«. Die Ermittelungen haben sich zunächst auf mittlere Roggm- brote beschränkt. E« hat fich hierbei ergebm, daß der Durch- schnittsprei« eines(alten) Pfunde« Roggenbrot im Januar 1889 in Berlin 11,46 Pf. gewesen ist, währmd er für Januar d.J. auf 13,35 Pf. ermittelt ist. Da« ergiebt also— den Durchschnitt au« d« Preis« von 34 verschied«« Stell« der Stadt, wo Ermittelung« erfolgt sind, genommen— eine Prei«steigerung von beinahe 2 Pf. für da« Pfund Brot fett Januar 1889. Die schon früher ermittelte Thatsache, daß die Preise für Brot, im Mittelpunkte der Stadt mit wenig« Ausnahm« am niedrigsten, nach d« Außmstadttheilm zu steigen, ist nicht ganz unverändert stehen geblied«; immerhin finden fich an der Peripherie einige der höchst« Notiruno«, welche für da« Kilogramm(2 alte Pfund) zwischm 21,10 Pf. und 3086 Pf., also sehr erhchltch schwank«. »Landbrote', welche in den Markthallm viel verkauft werden, stand« für da« Kilogramm im Jahre 1889: 23 48, im Januar 1890: 26,37 Pf. Die Presse de» Doppelzentner« (100 Kg.) Roggm warm im Januar de» Vorjahre« 15 M. 25 Pf., im Januar diese« Jahre« 17 M. 70 Pf.; man steht also, daß die Preise de« Rohmaterials dmjenigen de« Fabrikat« nahezu parallel laufen. Fünf Personen«»-ge» KiUetfchwindel« verhafte». Vor dem hiesta« Theater der Reichshallen trieben seit Jahr« mehrere Billethändler ein« schwunghaften Handel mit Theater« billet«. An den Sonntagen pflegt« d eselbm bei dem üblichen Andränge die Billet« mit erheblichem Aufschlag zu vertteiben, indeß kam e« auch vor, daß sie am ander« Tage»unter dem Selbstkoftmpreise' lotschlugen. Die« Gebobren war der , uiton ves Steichshallen• Tyectrrs nicht unbekannt; Don vor einem Vierteljahre hatte der bekannte Theater- i?ent Wolff dem Direktor Schlegel davon Kennwiß ge- In neuerer Zeit lenkte irgend ein Zufall die Auf- kfamkeit der Direktion auf diesen Billethandel, und die Folge avon war, daß am vergangenen Sonntag Abend mehrere Zillethändler vor dem Theater verhaftet wurden. Einer der« selben ga� bei seiner Vernehmung wahrheitsgemäß an, aufweiche Weise er in den Besitz der Billeti gekommen sei, und infolge dessen wurde, wie ein Abendblatt mittheilt, auch der Kasfirer des Theater«, Möllmann, und einer der Kontcoleure verhaftet. Hallmann war früher Magistrats-Steuererbeber, wurde aber wegen oorgekommener Unregelmäßigkeiten zum Begleiter eine« Magi. siratS-Aktenwagen» degradirt und nahm infolge dessen seinen Ab- chied. Von den verhafteten Billrthändlern find einige wieder freige- lassen worden; die noch in Haft befindlichen heißen Wolff, Inhaber eine« Zigarrengeschäft«, Dreikant und Dünkel. Der Blllet- Händler Wolff pflegte die ihm»abgelassenen� Billet«, meist 40 bi« 50 an der Zahl, in einem benachbarten Caf6 durch seine Frau. bezw. Kellner verkaufen zu lassen. Die Notizbücher de« Wolff wurden bei seiner Verhaftung beschlagnahmt, als er den Versuch machte, dieselben einem jungen Manne heimlich zuzu- flecken. Die Direktion de« Rnch«hallen-TH.'aterS schätzt den chr durch Unterschlagungen der Billet» zugefügten Schaden auf nahezu hunderttausend Mark, da dieselben allem Anscheine nach schon seit etwa drei Jahren betrieben worden sein dürsten. Gin dt» auf» Hemdchen nacktes Kind, ein Knabe von 3 Jahren irrte am Moniag Vormittag gegen S Uhr m Wind und Regen in der Seidelstraße umher, weinend und froftzitternd. Lange dauerte e« natürlich nicht, da hatten init« leidige Personen da« Kind in ihrer Mitte und fragten: woher, wohin. E« kam von seiner Tante und wollte zu den Eltern. Ja, da war guter Rath theuer. Der kleine Kerl, welcher über- Haupt noch keine große Zungenfertigkeit besaß, wemte unauf- hörlich und war, wenn er dabei sprach, nicht zu verstehen. Al« nun gar ein mitleidiger Mensch, welcher einen leeren Sack trug, ikim diesen Sack umlegen wollte, um ihn vor den Unbilden der Witterung zu schützen, glaubte der kleine Kerl, daß er in den Sack gestecki werden solle und erhob ein Geschrei, al« steckte er am Spieße. Schließlich gelang aber seine Beruhigung doch und nun ließ man ihn den Führer nach dem Hause, in dem die Eltern wohnen, spielen. E» war da« Hau» Srydelstr. 25. Auch die Eltern ermittelte man bald u.ib führte ihnen den Kleinen zu Hier erzählte er, daß er von Tanten komme und »so gehauen" worden sei. Frau SB., die Mutter de« kleinen Kerl«, begab sich sofort zur Tante, einer Frau E., welche erst seit Kurzem nebenbei, und zwar Alte Jakobstraße 91, wohnt. Hier stellt« sich die Sache aber ganz ander« dar. Der kleine Knabe SB. hatte zusammen mit seinem klemen Vetter bei der Tante geschlafen und am Morgen beim Spielen mit demselben einen Tisch umgerissen, auf welchem ein Goldfisch-Basfin und verschiedene andere Sachen standen. Vor Schreck und au« Furcht vor Strafe ist Richardchen— so lautet der Name de« nackten Ausreißer«— dann davongelaufen. Kerichtigung. In der ersten Beilage Nr. 19 befindet sich em Bericht der Wählerversammlung de« zweiten Berlmer ReichstagSwahlkreise«. Am Schlüsse deffelben befindet sich dtzüglich der Schloßdrauerei in Schöneberg folgende Notiz: Der beantragte Boykott über dmenigen Etablissement« in Schöneberg, welche da« Bier der dortigen Schloß- brauecei verzapfen, wurde abgelehnt, weil eme Annahme eventuell strafrechtliche Verfolgungen wegen Verruf«- «rk.ärung nach sich ziehen könnte. E« wird uns nun von ganz zuverlässiger Seit« mitgelheilt, daß die Direktion der oben erwähnten Brauerei die bestimmte Erklärung abgegeben hat, ihr« Lokalitäten nach wie vor den Arbeitern zu allen Versammlungen zur Verfügung zu stellen. VerlermmUmacn. Die Freistnnigerr beginnen jetzt ihre eigenen Versamm- lungen zu iprengen, so könnte man tast glaub, n, nachdem man der Wanderversamm ung de« deutschfreisinnigen A.deuervererm' beigewohnt hat, du am Dienstaa Abend im Handwerkersaale, Sophienstr. 15, stattfand. Die Vorgänge in dieser Versamm- lung geben übrigen« ein klassische« Zeugniß dafür, daß den Herren Freifinnigen die»freie" Ditkusfion nicht« al« eine leere Phrase ist, daß sie eine andere Meinung überhaupt nicht ver- tragen können.— Der ziemlich geräumige Saal war nur mäßig besetzt, e« waren im Ganzen gegen 500 Personen anwesend, die sich au« Freisinnigen und Sozraldemokratm zusammensetzten. Trotz eifriger Agitation, trotz mehr- fachen Ankündigungen, daß mehrere deutschfreifinnige Ab- geordnete in der Versammlung anwesend sein würden, waren nur etwa 200 Freifinnigen dem Rufe der Führer ge- folgt, während sich ungefShr 300 Genossen eingesunden hatten. Unser Kandidat im 5. Wahlkreise, Herr Auerbach, war unter anderen bekannten Genossen anwesend. Gegen&9 Uhr erschien der Referent des Abend«, der bi«herige Vertreter de« 5. Wahl- kreise«, Landraih Dr. Baumbach, von den Freifinnigen durch Haid, klatschen begrüßt. Herr Dr. Baumbach sprach über die RZchttagSwahlen und die Arbeiter. Er sagte folgendes: Es fei in letzter Zeit viel darüber gestritten worden, welche« da« Schicksal de« Sozialistengesetze« sein werde. Allgemein sei man der Anficht gewesen, daß oer Reichstag auseinandergehen würde, ohne eine zweite Lesung de» Gesetze« vorzunehmen; er(Redner) selbst habe ge jlaubt, daß man die Frage de« Schicksal« diese« Gesetze« in die Wahlen hineinziehln werde. I tzt sehe man klarer. Da« Sozialistengesetz stehe zur Debatte, der Reichskanzler wird am Donnerstag im Reichstag erscheinen. Er(Redner) hege begründete« Mrßttauen zu der Festigkeit der Kartellparteren. Wenn Bismarck erne Krafiprobe ablegt, werde wahrsch-intich der letzte Widerstand der Kartell Parteien schwin- den. Dennoch sei er der Meinung, daß man die endgiltige Abstimmung über da« Gesetz dem neugewählten Reichstag überlassen werde. Man werde wahrscheinlich, wie bei den Septmnatt wählen, die Angst der Philister benützen, um eine Re- gierungsmajorilätmden Reich'tag zu bekommen. Da« Sozialiften- gefitz sei recht eigentlich em Philistergeletz!(Bravo!) Er selbst Hab: Erfahrungen in dieser Richtung in engeren Gesellschaft«- kreisen gemacht. In großen Städten, wo die Sozialdemokratie stark ist wo ein f.eisinnige« Bürgerthum sich sagt, diese« G> setz ist schädlich, habe mm mit dieser Philisterangst nicht zu rechnen. Ein« Fiage sei gek>ä-t: e« giebt fernen Arbeiter, der für eine Verlängerung diese« G-setze« stimmen würde. Darin seien sich alle Arbeiter einig! Weg mit dem Sozialistengesetz! (Bravo.) Um so schlimmer aber sei e«, daß die deutsch. fceifinnigen Abgeordneten, die sich doch redlich brmüht haben, da« Ges-tz zu Fall zu bringen,(Ruf: Na, na! Pferdebahn- anschiuß!) so sehr von den Sozialdemokraten befehdet werden. Die Regiming sage stet«, sie könne da« Sozialistengesetz nicht entbehren; dann müsse er sagen, in antisemitischen Versammlungen kommen schlimmere Ausschreitungen vor, al« je in sozialdemokratischen.(Sehr gut!) N cht dürfe den Antisemiten, gestattZ sein, zu sagen, die Juden seien Räuber, die ihre Höhlen, Villen im Thiergarten bewoh- tun, während der Sozialdemokratie fast nicht« zu sagen ertaubt ist. Wir(die Deutschfceifinnigen) wollen Gleichheit vor dem Gesetze, deshalb stimmen wir gegen ein Ausnahmegesetz. Da» Gesrtz habe viel geschadet, nicht« genützt, und nur der Sozial- d-mstratie gehoben, der durch die Ausnahmemaßregeln unae- zählte Massen zugetrieben wurden, die durch da« Ges-tz sich wre durch einen eisernen Gürtel zusammengeschmiedet fublen. (Sehr wahr, sehr gut, Bravo) Die Deutschfreifinnigen wollten da« Gesetz beseitigen, um freu Bahn zur B-kämpsung der So zialdemokratie zu höben. Jetzt bei der durch diePolizri eingeschränkten Diskussion sei es unmöglich, sich mit der Sozialdemokratie über ihre letzten Ziele auseniander zu setzen. Die sozialdemokratischen Stimmen seien an Zahl großartig angeschwollen; aber e« sei eine groß« Anzahl darunter, die nicht abgegeben worden wären, wären die letzten Ziele bekannt.(Rufe: Oho, ja, nein, doch!) auf den Unglücklichen, der letzteren Ruf that, stürzen sich ein Dutzend Freisinnige, um ihn au« dem Saale zu»erren. Alle« springt von den Sitzen aus; Rufe: Setzen, Rau», Raa«! Tumult. Klingel de« Vorsitzenden. Der Tumult übertönt sie. (Die Versammlung wird vertagt!) Dr. Baumbach(nach Wieder« Herstellung der Ruhe fortfahrend): Da« Gesetz habe die Sozial- demokcatm mit dem Gedanken vertraut gemacht, daß sie außerhalb de« Gesetze« stehen und sich deshalb auch nicht auf den allgemeinen Rechtsboden zu stellen haben. Dies sei sehr zu beklagen. E« gebe«ine ganz« Reihe von Fragen, bei denen Freisinn und Sozialdemokratie Hand in Hand gehen können; die Verschiedenheit bestehe nur in dem letzten Ziele der Sozialdemokratie, und die« werde er stets bekämpfen, wie bisher.(Bravo.) Doch darüber dürfe man nicht vergessen, daß es ein weite« Feld gebe, auf dem beide Parteien ein gute« Stück zusammen gehen können. Der Freisinn stehe aus dem monarchischen Standpunkt, die Sozialdemokratie nicht.(Ras: Sehr richtig!) E» sei aber kaum ein Dutzend unter den sozial- demokratischen Stimmen, auch derjenigen, die in Berlin abge- geben wurden, die auf antimonarchischem Boden stehen! Für ihn sei die Monarchie nicht nur eine Geschicktzsache, sondern eine Sache der politischen lleberzeugung. Bei den vielen deutschen Kleinstaaten sei eine R publik unmöglich!(Oho!) Anstatt sich mit dem Gedanken einer solchen zu tragen, wäre e« besser, die konstitutionelle Monarchie voll zur Geltung zu bringen!(Lebhafte« Bcavo.) E« gebe noch weitere brennende Punkte; die« sei die sozialistische Welt- anschauung, dj« Abschaffung de« Eigenthum«! Hierin herrsche auf beiden Theilen groß« Unklarheit! E« wäre ja thöricht, wenn man der Sozialdemokratie vorwerfe, sie wolle.tbeilen". Die« sei widerfinnig, da« wolle sie auch nicht. Sie wolle nur da« Privateigenthum abschaffen; im sozialistischen Staat der Zukunft gebe et nur einen Besitzer, die« sei die Gesellschaft! Daß die« je möglich sein werde, olaube er nicht, wie e« auch die Sozialdemokraten nicht glauben!(Oho, Widerspruch.) Redner, zu den Gerossen gewendet: Bitte, meine Herren, prodiren Sie e«, sagen Sie da« den Wählern, und Sie erhalten nicht ein« Stimme!(Große Unruh«; Rufe: Sehr richtig; Bravo! O)o! Zrschen. Ruft: Setzen! Ruhe! Die Versammlung wird wiederum vertagt!) Redner fortfahrend: Deshalb wollen die Deutschfreistnnioen da« Ausnahmegesetz beseitigen. Ist man erst über diese Kappe hinweg, dann ist eine Verständigung möglich.(Bcavo.) Seien wir praktische Leute, suchen wir Mögliche« zu erreichen! Eine Gleichheit ist unmöglich, so lang« eine Verschiedenheit unter den Menschen besteht.(Bravo. Rufe: Sehr richtig! Unruhe.) Diskutiren wir lieber über un« näher liegende Fragen. Da gebe e« keine, wo nicht die sozraldemokl atische Fraktion im Reichstag« mit den Frei- finnigen zusammen gegangen wäre.(Nase: Bankgesrtz, Militäretat.) Dr. Baumbach: Wa« da« Bankgesetz be- treffe, so halte er die Frage, ob 4h oder 5 pCt. gezahti werden, für sehr nebensächlich. Wa« den Militäretat betreffe, so sei allerdings ein Unterschied zwischen beiden Parteien vorhan- den. Beide suchen die Ausgaben zu vlrringern, aber, da man in einem Militärstaat lebe, müsse man auch die Mittel hierzu schließlich bewilligen. Die sozialdemokratische Fraktion stimme gegen da« Budget;"die Freisinnige thue da« nicht, sie suche aber so viel wie möglich zu streichen. Da« liege näher. In anderen Fragen gingen beide Parteien zusammen, so bei dem Schutze de« geheimen Wahlrecht«, in der Drätenfraqe, in der Koalitionsfreiheit, im Widerstand gegen die Be- schiedung desselben durch Bestrafung de« Kontrakt- druche«. In der wichtigen Frage der Verkürzung der Mllitärdienstzeit sei der Freisinn vollkommen von der Sozial- demokratie im Stich gelassen worden. Die sozialdemokratische Fraktion sei j tzt einsichtsvoller und praktischer geworden. Wenigsten« komme sie nicht mchr mit Reden über allgemeine Volksoewcff iung und Volksheere; da« höre man nur noch in Versammlungen.(Lachen. Sehr richtig.) Redner spricht weiter über den Besähiqungtna-bwei«. Der R-ichstag hätte nicht den dahinzielenden Antrag Ackermann und Genossen angenommen, wenn die Sozialdemokratie nicht so lau in die er Fragt gewesen wäre, der Befähigungsnachweis fei eine Ab urdität. Redner erläuterte hierauf feine Stellung zu den Arbeiterfchutzanträzen. E: fei für ein Verbot der Krnderarbeit in den Fabriken, in der Hausindustrie nicht. Gegen gewissenlose Eltern, die ihre Kinder autbeuten, sei sowie so nicht« zumachen. Übrigen« beginne die Hausindustrie zu verschwinden. Ebenso se» er mit dem Verbot der Frauenarbeit einverstanden, soweit die Gesundheit, die Sittlichkeit der Frauen gefährdet ist. Die SonntagSarbeit sei ganz zu verbieten. Einen NocmalarbeitStag einzuführen, sei bei der Verschiedenheit der B.triebe unmöglich; er könne die Arbeiter nicht unter diese Zuchtruthe stellen! Redner erläutert nun seme Stellung zur sonaldemokcatischen Bewegung. Er betrachte dieselbe nicht, wie Oechelhäuser, al« einen Wechselbala, der vom Neid gegen die Besitzenden erzeugt wurde, die Sozial- demokratie sei vielmehr seiner Ansicht nach nicht« al» ein Stück der großen Arbeiterbewegung de« neunzehnten Jahrhundert«, der Aera der arbeitenden Klasse. Die sozialdemokratische Bewegung ist ein Stück de« Emanzipationk- kampse« de« vierten Stande» für Gteichberechtigung der Ar- beiter mit dem Bürgerthum. Er könne sich deshalb nicht so sehr über die letzten Ziele der Sozialdemokratie echausfiren. Ihre Bewegung sei ein Glied in der Kette der Bewegung, die Lag« der Arbeiterklasse zu heben. Möge letztere« sich vollziehen. (Lebhafter Beifall.) Nach einer Pause von fünf Minuten be- tritt unser Kandidat im 5 Wahlkreise, Kaufmann Albert Auerbach, unter diöhnendem Beifall der Genossen die Redner- tribüne. Er sagte folgende«: Der Herr Referent nannte da« Sozialistengesetz ein Philistergesetz. Er muß seine Freunde sehr gut kennen. Er scheint sie demiach auch für Philister zu halten.(Stürmischer Tumult. Rute: Beleidigung!) 1884 haben die sog. Sezessioniften für die Verlängerung de« Sozial stengesetze« gestimmt.(Unruhe. Rufe: Nicht wahr! Abgedroschen! Klingel de« Voi fitzenden.) H.rr Dr. Baumdach wünsch« die Aufhebung de« Sozialistengejetze«, um un« ,mit den Wessen de« Geiste« zu bekämpfen. Gestern habe ein schlichter Mann au« dem Volke in einer Versammlung darauf hingewiesen, daß wir j'tzt Bewegungsfreiheit hätten, daß wir ungehmdert sprechen können; e« hat sich kein Freisinniger gemeldet. Deshalb, weil wir uns nicht scheuen, sind mir hierher gekommen. Der Vorredner sagte ferner, daß die Sozialdemokraten Republikaner sind.(Unruhe; Rufe: Zur Sache.) Ja, wir find Republikaner, nicht nur au« Gefühl, sondern au« wirthschafllicher und polnischer Urber- »eugung.(Abg. Dr. Baumdach: Da« ist gut, daß Sre da« sogen. Unruhe; Rufe: zur Sache. Ein Freisinniger, der sich schon während der Rede de« Herrn B. durch»Schnitzer" bei den Z vischenrufen»ausgezeichnet" hatte, ruft: Nicht wahr, und wird von seinen Genossen energisch zur Ruhe ermahnt.) Ich muß aber hervorheben, daß die Parteigenossen de« Herrn De. Baumback im Jahre 1848 sämmt ich Ripublikaner waren, daß Johann Jakody. ein echter Republikaner, viele Jahre zur E artschritt« Partei gehörte.(Stürmischer Beifall und heftiger ärm, Rufe: Schluß! Schluß!) Auch der alte Büchtemann war Republikaner.(Große U>nuhe.) Herr Baumdoch nennt unsere Endziele Uwpien. Der konservative Kleist-R tzow nennt vielleicht eine konstitutionelle Monarchie«we Utopie. (iibg. Baumdach: N-nn!) Redner, zu Dr. Baumbach ge- wendet: Nun, wenn Sie die Konstitution nicht durch die Kon- servaliven gefährdet glauben, warum fordern sie un« auf, mit ihnen für die Aufrechter Haltung berselben zu kämpfen?(Dr. Baumbach lacht; du Freisinnigen der Vorredner versucht, un« in lachen.)» Zwiespalt. sozialdemokratischen Fraktion zu bringen. Die#.a unser Programm hin gewählt; sollte sie flkgeu Q«'"! stoßen, wa« sie bisher nicht gethan hat, so werd Wähler, sie an ihre Pflichten erinnern.(W'f®*" sagte serner, wir unterstützen ihn nicht»m. Innungen. Sind wir nicht stet« gegen.lue-w! iellenausschüssen eingetreten, fordern wir die Kleinm stet« auf, an unserer Seite gegen da« Großkapital i Herr Baumdach hält da« Sozialist«ng«setz für unl sten Slerbündeten. E« ist die wirthschaftliche«. welche un« die Messen zuführt, die einsam, daß l>> de« KavitaliSmut tragen. Hur B. sagte, wn bau � Interessen auf dem Boden der heutigen Gaselll«a> sollte aber einmal etwa« positive« gks�L,« so werden Sie sehen, daß wir.ausew (Dr. Baumbach: Nein! Rufe: Lüge. Unruh�).. hat einmal im Reichstag über eine Versam». Handlungsgehilfen, in der über die Sonntagsru � wurde, und die Abg. Hartmann und Kayser annu � gesagt: Da« waren ja nur Sozialdemokraten!"... erhebende« Schau'piel gewesen sein, Hartmann unv in Arm an da« Gesetz opp-lliren zu sehen! die K>noera� N-cht wahr.) Herr Baumvach glaubt, die Kndera' der Hausinvustne nicht zu verbieten; es geh' doch- er, gewissenlose Eltern könnten nicht abgehalten». Kinder auszubeuten.(Dr. S).: Habe ich nicht Lüge; Schluß, Schluß.) Diese Eltern find nicht s sie werden durch die Noth dazu getrieben wir durch einen Minimallohn abhelfen. Mi,, neute Unruhe.) Auerbach, fortfahrend: 3@,- kann mit ihnen nicht diskutiren!(Oho; Lachen Herr Baum dach kann et nicht fassen, daß wir% sinnigen nicht zusammengehen können. Du ihnen und un« ist unüberbrückbar! Die Arbeiter ß", noch einmal, wie 1848, sür die Bourgeoisie die dem Feuer holen.(Siürmischer Beifall, der alle o j überdröhnt.) Den Arbeitern ist nur zu helfen, auf ihr Klasseninteresse besinnen lund e« dem 6 er j entgegenstellen. Wir wollen die Ueberführung der mittel, de« Grund und Boden« in den Allgemr � Volke«, weil wir nicht wollen, daß es einige% Millionen und ein Heer von Proletariern giebt., Bravo- und Schlußruft. Tumult.) Deshalb,«em� der wirthfchaftlichen und politischen Freiheit orn der gebe feine Stimme am Tage der Wahl—( bach, Baumbach!) Auerbach(Alle« üder>önend): baten der Sozialdemokratie!(Dröhnender, lan Beifall, der alle Gegendemonstration erstickt.) bach(Zur Geschäftsordnung): Ich bitte den Vor hin zu wirken, daß sich die Freifinnigen anständig� l Lachen, Bravo, Tumult.) Vorfitzender Schubm».� Weidemann: Der Redner hat folort da» Lokal li (Alles springt auf. Bravorufe. Oho. Tumult. GeschäfiSordnung!) Der Beamte bedeckt sich und Versammlung auf Grund de« Z 5 de» Vn auf. Die Genossen hoben Auerbach auf die S« verlassen unter fortwährmden donnerNoen Hochrufs Sozialdemokratie und Auerbach da« Lokal. Die i dringen ein Hoch auf Baumbach au«, die Genossen den Saal zurück und bringen erneute Hoch« auf»u. die Sozialdemokratie au«). Die Sophien straße en» eine v-oeutend« Anzahl Sckwtzteute.., Gin« gut besuchte Wählereerjammluua*. Berliner Reichstags Wahtkrestes fand am 22. Jad>> Zentral-Festfälen, Ocanienstr. 180, mit der To? statt:»Die bevorstehenden Reich tapS vahlen". Stadlhagen. Ditkusfion und Verschiedene«. Nach m R* da« «in % Die(? 'tionsb I i d te Herren Günther, Blaser und Unveefarth in das Bur�, da der Refer-nt Herr Stadthagen nicht erschienen?!, R. Schmidt zu seinem Vortrage da« Wort. Redner fw, au«, daß bei der jetzt bevorstehenden Reichstags wa» Parteien um die Gunst der Arbeiter bemühten und si «ine ungeheure Arbeiterfreundlichkeit heuchelten; doch � bei der jetzigen Wahl wohl kein Arb-iter auf den da die Resultate de« j-tzigm Kntell.ReichStage« fi'V; beschränktesten der Ardert-r klar zu Tage liegen, innerte an den gesteigerten Militäretat, bei welchem| wort, sogar da« der fceifinnigen Partei, N e lx � dieser Regierung jeden Mann und jeden,.,,* 9 r%., und wo e« nur die sozialdemokratische I war, welche für ein« entschiedene W'hrung rechte eintrat, wie ferner durch den Miliiäretat, lp. sonstigen Anleihen gerade die arbeitenden Klassen dm f beu<,. le vr direkten Steuern zu den Mehrleistungen heravgezogm>'TN Al« Beweis führte Redner die Fleisch ölle, KocnzoÜi � an, welche fast ausschließlich von den Arbeitern geim°, «b Löhne auskömmlich zu leben." Redner widerlegte führte au«, daß die allernothdürftigsten Ledflm de« armen Manne«, zum Beispiel Petroleiw" und sogar der Karpfen de« armen Manne«,"Ji, durch die Zölle vertheuert werden und demgemäß B � Hälfte der StaatSlasten auf die Besitzlosen abgewau'� Ferner unterwarf der Referent die heutige SoziapEJ eingehenden Kritik erörterte die Frage de« Normalar»� der Sonntags- und Kinderarbeit, fowie die Stellung � sinnigen Partei und der Regierung diesen Fragen g■ Redner kam alsdann auf den Bergarbeiterstreik zu sp schließt daraus, daß diese und ähnliche Vorkam� Albeitern die Äugen über ihre wahren Freunde geöffnet haben müßten; er erwartet, daß 50b am 20. Februar nur einem Sozialdemokraten, H wahren Vertreter der Interessen der Arbeiter, sn"' i»! geben wird.(Stürmischer Beifall.) In der Diskusüa� z)! die Herren Körtel und Borgmann, welche für ih"� � rungen reichen Beifall ernteten. E« wurde folgende m gh�, angenommen:»Die heutige Versammlung erklärt si* � � j? Ausführungen des Referenten vollständig schließt, rmt allen Kräften für die einverstanden eine« Arbs »nl, Die ■Ott Eg baten einzutreten; ferner den 20. Jebmar, den Tag, lovie den 1. Mai al« Feiertag zu erklären, auch für V-ibreiwng der Arbeiterblätter»Berl. VolkSbl.' und Tribüne" zu sorgen! Schluß der Versammlung 11 Kremr». 21 Januar. Heute Abend fand hierp öffentliche Volksversammlung statt, in welcher der kandidat I. Bruhn« sewe Kandidatenrede hielt. DU. ordnung lautete: 1. Die Arbeiterpartei und die bevor, Reichstag« mahlen. Referent I. Bruhn«. 2. Di«y'|, Die V-rsammlung wurde um 9 Uhr eröffnet. Der geräumige Saal der Zentralhalle war bi« auf den"« gefüllt, es mochten über 5000 Personen anwesend("v dem oie Bureauwahl vollzogen war, erhielt der■ I. Bruhn« da« Wort zu seinem Referat. Derselbe in zweistündiger Rede da« heutige System und o» Reichstag auts schärfste und forderte am Schluß aui' für die Sozialdemokiatie und die ArbeiterkandidateN e>-.� E« gilt jetzt, da« Wahlrecht auf« energischste au»i� 1 wir in 5 Jahren erst wi-der von unserem Wahlrecht machen können. Die Diskussion bewegte sich in..., Sinne und wurde beschlossen, einstimmig für den � der Sozialdemokratie einzutreten. Die � Ä- 'n den nn« N, V ck-rar.-wocitnb-, tHtOatieur: Cnvt tfaulr* tn Berlin Druck unh Verlag von Uta» DiavtuU in Berlm. äW., Bemvtrr-u»%