Nr. 31. •sä t im KaM? rA®" s ix ausettsll !. UlttttKJ t V-rfamM .oantagtrubt iq'er ana-!«' m W ~A W Arbeiter A Ü« die KW der alle W helfen,% dem der UJig der% Allge-M einige% n giebt. jW ild, heil«B WH SoUuabrud, den 35. Januar 1890. 7. Jahrg. Krgan für die Interessen der Arbeiter. Mor�n�cher'nach©In" und Festtagern AbonnemcntSpreiS für Berlin frei rttch 4 Mark, monatlich US Mark, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer _.. Nummer mit dem„Sonntags- Blatt" 10 Pf. Be, Abholung aus uns»« Zimmerstrahe 44 l Mark pro Monat. Postabonnemem 4 Mark pro Quartal. »...i Jusertioas gebühr beträgt für die 4 gespaltene Petittzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlung». Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin 8W., Zimmerstrabe 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen brs 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -» Fernsprecher: Amt VI.|tr. 4106.«-«- Vedakkwn: Veuthfivstze— Gzepedttton: ÄimmerstrMe 44. , Much Skimurungschilv. fu.fc vortrefflich geleitete HandelStheil der„Frank- « t t u n g" enthält in Nr. 21 vom 21. Januar «r Zahre 18„aus Fachkreisen" über die Hopfenernte allen deutschen und auswärtigen ........ so bedeutende und nach allgemeiner »Ha lt""a über den eigenen Bedarf weit hinausgehende, daß »tt ffa. M'n Produzenten-, als auch in Handelskreisen ü»!rat �abgestimmten Hoffnungen in die neue Kampagne Het r Pflücke war allenthalben um volle drei Wochen texch�°�vdet vis im Vorjahre, und schon die erste Sep- »e» m/che brachte ganz ungewöhnlich große Zufuhren an der p�"berger Markt. Obwohl die Farbe und Qualität Htorlif i are allgemein befriedigte, so waren die An- »»d doch erheblich niedriger' als seit vielen Jahren, Älani �hrene Geschäftsleute besorgten noch weiteren % M.°' Das Schlagwort„Ueberproduktion" machte auch Preis/ ängstlich, und so wurde zu sehr gedrückten 't � �fchlagen. Seitdem änderte sich die Situation. »Ii spartanische Hopfenernte, welche man anfänglich bedeutend in Quantität und gut in Qualität hi»>kl v' blieb in Wirklichkeit um volle 25 pCt. »tung ,1 ü»e s.** vorjährigen zurück und die Qualität war 22. 31% G{p0lt.unbeftiedigende, daß an dem für den deutschen >... Tai �sonders wichtigen Londoner Markt die in sonstigen gcfürchtete amerikanische Konkurrenz dieses Mal hte. Sobald aber .......................... zu überschauen im .�vren, griffen sie tüchtig ein, und dem gewaltigen ll?bi>n!i>» T �ugland und Amerika ist es hauptsächlich zu ihtm und dab tm; bo4® auf de« M den VorfilÄ anständig� - Schubw�l i» Lokal iL,: tumult."71 # Hochrufs f. Die? Genossen d« auf»s � strabe � imlung der Tagl n". R-f-r< nu Jahren. Wenn auch r einen außer- ... B.,_____ len nicht ein« Part«, �iiel.". Selbstkosten deckenden Preis zu ) jeden /s'?ahr �" vermochten, so hat doch dieses tische Par�f.(«a*�4 dazu beigetragen, das A n- >hrung der�»»b% deutschen Produktes in England H b5em« rika zu erhöhen, und eS steht zu hoffen, Aschen!R0n �'vlen schon verloren geglaubten Gebiete dem , Dip'xvpfvnhandel dauernd erhalten bleiben." .�vuptpiLduktionSstätten des deutschen HopfenS sind "le h:. 4 vre niederbayerische H o l l ed a u und vor allem n r. fränkischen Hopfenbezirke, der Hauptmarkt nfolae 0P.jp Mer» mi>r ,e s g- Die Hopfenpflanzer sind durchgängig Klein- iderlegte»ü slbhz»lchedurch den Gang der Entwickelung indiedrückendste a �Lebens»|e!o� gren von der Handvoll Nürnberger Großhändler Prtvvl�'r find, welche den Markt und die Landwirthe be- ' Die Pflanzer find zu härtester Arbeit gezwungen e#% , Kornzoll« nfolae der nne», d« mgemäß d" t abgewalst e Sozialre! Normalar«-� « Stellung F x Frage« i�u treik zufpr' Vorkomrnl freunde W, daß j< rokraten 12 . Feuilleton. verboten.�_ 'i* Norftadt St. Antoiue. 1789— 1792, Diskusftonj,- Itärt M .Äft I ' abwi krt, sagte sie, trage mich. Die Mutter � r%%e Bewegung. bp, Die gr n,etbe n'0� �gen, sagte Cadet. lung 11% � anäusitengen: Einer"seiner Schritte galt ja für and Hieras Mt vy, die er leicht in seinen Armen trug, hielt sich Di« 7"bt un" � an seiner Mähne fest und blickte unver- X'M ffi.fßi' vesend hielt der Deutsch von Ludwig Knorr. machte 'W! itn>. uii[tiNKt zri Die-r s' in sein Gesicht. ' sivnd jetzt vor einem kleinen Kräutergewölbe Q�ivinennülr Overath aus vertrockneten Körnern, nicht brühte■"be" Kästen und leeren Steinflaschen bestand. 'n den fl'l6 Dhür auf und stieg zwei Stufen hinunter, Au« d!? �«elangen, der so dunkel war.�wie ein n und d- dg'leiner„s/er D>unkelhe?t erhob sich wie ein Schatten Schluß auf,/ Ner mit buschigen Augenbrauen, langer y. mr den Sie es, Nachbarin, sagte er mit so leiser er kaum zu verstehen war— Sie sind eS und gewiß, um von mir ein Mittel für Ihr Kind >. auf unv* wartete gar nicht auf Antwort, sondern *Wa 0ß ab, indem er bald Flaschen, Fruchtkasten und chrem Platze nahm, um sie anderSwo hinzu- und allen Wechselfällen der Spekulation widerstandslos preisgegeben. Das Anwachsen der Biererzeugung stachelte die Hopfenkultur zu intensiverer Wirthschaft und zur weiteren Ausdehnung an. Immer größere Anbauflächen wurden dem Ackerbau entzogen und statt wogender Korn selder entstand eine Hopfenplantage nach der anderen. DaS ging so lange eS ging. Die Ueberproduktion machte sich empfindlich geltend, die StaatSweisen und die Bour aeoispresse empfahlen mit schmunzelndem Behagen den armen Teufeln von Hopfenbauern, die ihr Bischen Geld und ihre ganze Arbeitskraft auf diese eine Karte gesetzt, die„Ein- schränkung der Produktion." Als ob das nur so im Hand- umdrehen ginge, als ob man das Betriebskapital kaltblütig verloren gehen lassen könnte, als ob die Parzellenbauern von Spalt Großgrundbesitzer seien, die mit viel Geld und noch mehr Kredit ausgerüstet von einer Betriebs art zur andere« sich wenden, Korn bauen oder Hammel mästen, Schnaps brennen und Rüben pflanzen können. Diese wohlwollenden Rathschläge, wie sie vor Jahr und Tag eine Münchener Geldsack-Autorität in die Welt schickte, waren thatsächlich ein blutiger Hohn auf die Ver- hältniffe. Die Hopfenbauern staken und stecken bis über die Ohren in Schulden, gar Vielen gehört kein Ziegel auf ihrem Dache, keine Hopfenstange auf dem Felde, der„Jud'", d. h. der kaufmännische Kapitalist, der in der Karolinenstraße zu Nürnberg sein Komptoir und sein Lager hat, hält ihn an Händen und Füßen verstrickt, die Hypothekenschulden und der persönliche Kredit belasten die Bauernschaft immer mehr. Die Zunahme der Ganten, der Versteigerungen landwirth- schaftlicher Anwesen spricht ganze Bände. Mag der Hopfenbauer sich das ganzeJahr plagen, so bleibt er doch nur ein Spielball der Konjunktur. E r ist es, welcher in ungünstigen Jahren die Zeche zahlt, ihn reißt der jähe Preissturz des HopfenS in die Tiefe. WaS versteht er vom internationalen Hopfengeschäft, was von den klugen, gewinn- reichen Operationen der Händler, die sich für etwaige Ver luste an ihm schadlos halten? Der beste Beweis dafür, wie eS gemacht wird, ist die Eingangs mitgetheilte Korrespondenz der„Franks. Ztg.", welche einer Erläuterung für den, welcher lesen kann und lesen will, kaum bedarf. Die von den Spekulanten ge- schickt benützte Furcht vor einer Ueberschwemmung des Marktes treibt die Pflanzer, um jeden Preis los zu schlagen, so daß sie zum Theil nicht einmal die Selbstkosten decken können. Die Kapitalisten dagegen machen ein glänzendes Geschäft, und die bankerotten Landleute können sich damit trösten, daß „das Ansehen deS deutschen Produktes in England und Amerika erhöht" worden ist. Die Zahl der Hopfenhändler und Hopfenkommissionäre Nürnbergs dürfte sich auf etwa 250 belaufen, die Zahl der Ausschlag gebenden Export- Seschäfte ersten Ranges, welche den Rahm von der Milch höpfen, höchstens fünfzig. Nach der Reichsstatistik betrug im Jahre 1883 die Anbaufläche von Hopfen: stellen; dabei sprach er immer vor sich hin, ohne seine Be- Alle kommen zu mir. um ein Mittel zu verlangen, zu mir, der doch nur Früchte verkaust.... Die Narren!... Hier giebt es kein Mittel. Es ist rechts bei dem Bäcker, der Brot verkauft, es ist links bei dem Fleischer, welcher Fleisch verkauft, eS ist gegenüber — bei dem Waffenhändler, der Flinten verkauft! Aber nein, man kommt zu mir aus Gewohnheit und man ge- wöhnt sich auch daran, seine Kinder Hungers sterben zu sehen!... Seine Stimme hatte sich zuletzt erhoben. — ES ist gut. sagte die Frau. Dan« schritt sie schnell hinaus und wandte.sich nach links. Vor einem Gitter, hinter welchem blutige Viertel von Ochsen und Hammeln hingen, hielt sie plötzlich still. Sie machte eine Bewegung, als wollte sie in den Fleischer- laden eintreten, stand aber plötzlich still; dann schien sie wieder entschlossen zu sein, hineinzugehen. Jenny folgte jeder ihrer Bewegungen. Plötzlich richtete sie an Cadet Tricot die Frage: — Hast Du Geld? — Ja, einen Thaler! — Willst Du mir ihn geben? Er zögerte ein wenig— nicht lange. Dann kramte er in seiner Tasche herum. — Hier ist er. — Mama, sagte Jenny, hier ist ein Thaler, damit kannst Du Fleisch für meine Brüder kaufen! Mutter Combat griff hastig nach dem Geldstück. — DaS Geld gehört Dir, nicht wahr?— Ja!— Und Du hast vielleicht nichts weiter?— das macht nichts; Ihr werdet eS mir wiedergeben. — DaS ist gewiß. Die Frau war indessen in den Laden getrete« und kam In den 3 Reg.-Bez. Franken 16 224 Hektar, im übrigen rechtSrhein. Bayern 10 390„ 26 614 Hektar. Da die Hopfenanbaufläche im Deutschen Reiche über- Haupt damals 45 937 Hektar umfaßte, so entsiel davon auf daS rechtsrheinische Bayern, hauptsächlich Mittelfranken und die Holledau, ein Antheil von 57,9 pCt. Die bayerische Hopfenerntemenge betrug 1884—85: 14 168,4 Tonnen(zu 20 Zentnern), die gesammte deutsche Erntcmenge 28 870 Tonnen, die erstere also rund 48,9 pCt. deS deutschen Ge- sammternteertragS. Der geschätzte Werth der deutschen Hopfenaussuhr, von welcher, wie wir gezeigt, der Löwen- antheil den Nürnberger Hopsenbaronen zufällt, betrug 1880: 30 452 000 M., 1881: 24 255 000 M., 1882; 73 765 000 M., 1883: 33 762 000 M., 1884: 35 692 000 Mark, 1885: 24 712 000 M., 1886: 31 721 000 M., 1887: 31 503 000 M., 1888: 33 365 000 M. Die Schwankungen der Ziffern zeigen daS wilde Auf und Ab der Spekulation, deren Kosten der Hopfenbauer trägt. Der subhastirte Pflanzer kann den weißen Stab in die Hand nehmen und betteln gehen, der Nürnberger Hopfenkönig, welcher vor einigen Jahren einen Millionenbankerott gemacht hat, findet sich mit seinen Gläubigern ab und ist heute wieder der Vortänzer beim Reigen um das goldene Kalb. Tausende kleiner Bauern und Tagelöhner im Mittelfränkischen, im Jsargebiet zwischen MooSburg und Landshut, am Ufer der Amper, Ilm und Donau sind mit ihrem Dasein an den Hopfenbau gefesselt. Ihr Schicksal wird mit n rturalistischer Kunst in dem HandelStheil der„Frankfurter Zestung" ge- schildert. So ist eS, so bleibt eS. Nein, die Lage der Land- Proletarier verschlimmert sich beständig, je fesselloser die Anarchie unserer WirthschaftSweise sich regen kann. Und glaubt die fromme Gemeinde, die sich um Herrn Schäffle sammelt, wirklich, daß auf die Dauer die Bauern- schädel„antikollektivistisch" bleiben? Wer das fränkische Landvolk und seine Geschichte kennt, seine Geschichte auch im sechzehnten Jahrhundert, der lächelt über Schäffle und denkt:„Ach, armer Aorik!" Vottttfihs Aeborstchk. Ate Uachricht-n an« de« deutschen Kergardeiter- deztrke« lassen keinen Zweifel darüber, daß sich der Berg- arbeiter eine große Erregung bemächtigt hat. Unter den gegen- wältigen Umständen ist aber an die Möglichkeit eines erfolg- reichen Streik» nicht zu denken. Die Bergarbeiter haben keine Fond», von denen fieauch nur einige Wochen lang sich erhalten könnten; Unterstützung von den deutschen Arbeitern anderer Bran- chen ist in nennenswerthem Betrage nicht zu erwarten, weil diese sogleich mit einem Packet in der Hand wieder zurück. In ihren harten Gesichtszügen erschien jetzt ein Strahl der Milde, ihre Bewegungen waren weniger schroff und selbst ihre Stimme klang nicht mehr so befehlshaberisch. — Schnell, schnell, sagte sie, man erwartet uns! Ein Gäßche« durchschnitt hier das Faubourg, schnell eilte sie hinein. Am äußersten Ende dieses GäßchenS bot ein allein- stehendes HauS seine nackten Mauern den Winden dar, seine Fenster waren ohne Pfosten und an Stelle der zer- brochenen Jalousien waren Papier und Leinwand angebracht. Jenseits des Hauses dehnte sich eine ungehmre wüste Fläche aus, an dcrem äußersten Ende man den Rauch der Pariser Schornsteine erkennen konnte. — Hier wohnen wir, sagte Jenny. Man stieg drei Treppen hoch. Die Frau drückte auf die Klinke und öffnete. Cadet sah in ein großes Zimmer, angefüllt mit dem Wirrwarr des Elends. Em Kind lag auf einem elenden Strohsack in der Nähe des Fensters, ein zweites Kind stand weinend und an seinen Händen nagend m einer Ecke. Ein Man» saß, den Kopf in die Hände ge» stützt, unbeweglich an einem Tische. — Vorwärts Michael, auf, schrie die Frau, zünde daS Feuer an, setze den Topf mit Wasser auf, ich bringe Fleisch, der Kl ine wird Bouillon haben!.... Michael streckte seine Hände von sich, er erhob seine» Kopf und versuchte zu sprechen. Er brachte nichts heraus als einen Seufzer. Die Mutter verstand i n. Sie that einen Schritt nach dem Strohsack hin.... Dann fiel sie auf die Erde. Aus einmal erhob sie sich und, mit aus- gebretteten Armen nach rückwärts fallend, stieß sie einen gellenden Schrei aus: — Todt!..... * ♦ DaS war ein trauriges Zusammenklingen von Schreien, Thränen und Seufzern. Jenny hatte sich ihrem Vater ge- selber meist im Lohnkamp? stehen, oder sich auf Lohnkämpfe vorbereiten oder durch den Wahlkampf in Anspruch genommen find. Und vom Ausland ist g a r n i ch t S zu erwarten. Die belgischen und französischen Bergarbeiter sind noch ärmer als die deutschen, und die englischen haben zwar ziemlich gefüllte Kassen, brauchen ab�r für sich selbst Alles, was sie haben und noch mehr. Die ausländischen Elemente, die ein Interesse daran haben sollen, einen deutschen Kohlen- arbeiterstreik zu proooziren, sind nur im Schädel deSZ Herrn S ch ä f f l e vorhanden. Dagegen scheint cS keinem Zweifel zu unterliegen, daß es in Deutschland Elemente giebt, die einen Streik in den rheinisch-westphälischen Kohlenbezirken sehr gern sehen würden. Die Kohlenbarone wissen genau, daß ein Streik, der aus Mangel an Mitteln sicher erfolglos bleiben und nur kurze Zeit dauern würde, zur Folge haben müßte, daß die Widerstandskraft der Bergarbeiter auf Jahre gebrochen wird. Und außerdem fehlt«s nicht an Anzeichen, daß ein zweiter Riesenstreik denen willkommen sein würde, welche die Wahlparole:»Gegen die Sozialdemo- kraten und ihre Begünstiger" zugkräftig machen möchten. Ein Streik der Bergarbeiter, der voraussichtlich zu erregten Szenen führen und vielleicht Gelegenheit zum Einschreiten des Militärs geben würde, wäre für gewisse Leute eine vortreffliche Staffage für das»Rothe Gespenst", dessen sie zur Wahl bedürfen. In Anbetracht dieser Verhältnisse ist, wie wir ver- nehmen, von Seiten der sozialdemokratisch m Abge- ordneten beschlossen worden, all ihren Einfluß, so weit sie persönliche Beziehungen mit B-rgarbeiterkreisen haben, dahin geltend zu machen, daß der Ausbruch eines Streiks verhindert wird, und daß die Arbeiter nicht auf Forde- rungen bestehen, die unter den gegenwärtigen Umständen un- durchführbar sind. Uebsv da« Schicksal des Sozialisteugesetzes, über welches heute bekanntlich im Reichstage die Entlcheidung fällt, äußert sich die»Voss. Ztg.", wie uns scheint, nicht mit Unrecht folgendermaßen:»Wenn Fürst Bismarck mit der ihm bis- weilen eigenen Entschiedenheit auf der AuSweisungSbefugniß besteht, so werden die stählernen Riickgrat« der Mehrheit bersten wie Glas, oder vielmehr sich biegen wie geschmeidiges Rohr. Wir find allerdings im Zweifel, ob der Kanzler eine solche Kraftprobe anstellen wird. Denn wir stehen vor den Wahlen, und denjenigen Parteien, auf welche Fürst Bismarck rechnet, wäre ein übler Dienst geleistet, wenn sie in der letzten Stunde in aller Oiffentlichkeit ihr Haupt unter das Joch beugen und sich selbst verleugnen müßten. Eine gewisse Empfindung für Mannhaftigkeit und UeberzeugungStreue hat man auch in den Wahlkreisen der Mehrheit. Fürst Bismarck aber als vorzüglicher Wahltak.iker wird sich schwerlich in daS eigene Fleisch schnndm, es sei denn, daß er neuerlich plante, die naUonallideraU Partei an die Wand zu drücken. Dann freilich wird die tonser- vat've Partei in der Schlußabstimmung das ganze Gesetz zu Fall btingen. Aber dann ist auch das Kartell gesprengt, und die Wahlparole des Sozia istengesetzeS richtet sich gegen einen großen Theil der heutigen Mehrheit. Es giebt aber Leute, welche glauben, vorerst werde der Reichskanzler nehmen, was ihm geboten wird, und warten, was die Wahlen bringen. Von heute auf morgen wird das vom Reichstage angenommene Gesetz die Zustimmung des BundeSrathe« nicht finden. Es können darüber Wochen vergehen. Bringt der 20. Februar wieder eine Kartellmajorität, dann wird zweifelsohne der BnndeSraih seine Zustimmung verweigern und der neu« Reichstag, der sich wenig um die Stimmung der Wähler zu kümmern braucht, da er noch fünf Jahre vor sich hat, wird jedes noch so scharfe Gesetz annehmen, zumal unter dem Ein- druck des Wachsthums der sozialdemokratischen Stimmen. Fallen aber die Wahlen ungünstig für den Kanzler aus, so kann er sich mit den der Regierung bewilligten Besuznissen begnügen, zumal Ausweisungen nicht lediglich auf Grund des Sozialistengesetzes erfolgen und die Zwick« der Ausweisung nicht lediglich durch Entfernung, sonvern unter Umständen auch dmch Ueberwachung der Personen erreicht werden können." �Uetternschaft." In der»Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" ist zu ieten:»In Mannhelm haben die Demok-aten Dr. Adolf Richter- Pforzheim aufgestellt; die»Freisinnige emen Zeitung" hebt, doch wohl zu dessen Ewpsehlung, hervor, daß derselbe ein Vetter des Abg. Eugen Richter sei. Wir glaubten, bei Freisinn und Demokraten gäbe es keine Vetterschaft."— Nach der seitherigen Auffassung der„Norddmtschen Allgemeinen Z-itung" giebt es also außerhalb der Kreise des Freisinns und d-r Demokratie Vetterichoft. Sie muß es ja wissen. Armeurecht und Mahlrecht. Vielfach existirt noch Un- klo heil darüber, welche Art von Unterstützung den Vertust des Wahlrechts herbeiführt. Und es wird auch von gewisser Seite nähert; sie lehnte sich auf einen seiner Arme und weinte an seinem Halse. Der kleine Junge hielt die Hand seiner Schwester fest. Cadet Tricot lehnte an der Thür und stieß Seufzer aus, die das alte HauS erschütterten. Die Mutter war wieder sauf die Knie vor dem Leichnam gefallen und sprach zu ihrem Sohne, als wenn er sie noch verstehen könne. — O, mein Kind, mein liebes Kind, mein armer kleiner Claude! Du warst immer so gut und lachtest so schön.— Wer hätte mir daS vorher sagen können, daß ich Dich eineS TageS so hier liegen sehen würde, ohne Bewegung, todt... Du warst der stärkste von Dreien und mußt uns zuerst ver- lassen. Du, der Jüngste, der Bevorzugteste, mein Ben- jamin!.... Sie ordnete die blonden Locken, welche der Todeskampf verwirrt hatte. — Wie schön er ist,— man würde sagen er schläft! ... Sie bedeckte den todten Kleinen und legte über den entseelten Körper den häßlichen Fetzen Zeug, der ihr als Tuch diente. — Schlafe!— Ist es Dir jetzt wenigstens wohl?.. — Es scheint mir immer, als wenn er erwachen und mir antworten wollte, indem er wie früher seine kleinen Hände gegen einander schlug. Erinnerst Du dich Michael, als wir ihn taufen ließen? Du arbeitetest in Chaillot und wir hatten noch einige Sous hinter uns. Die Nachbarn waren bei dem Fest. Alles wird nun gut werden, sagten wir damals.— Wenn man glück- lich ist, hat man Vertrauen.— Seitdem ist alles schlechter geworden. Aber wa» machte daS aus? Hatten wir ihn doch noch! Er sprach schon ganz hübsch und sagte Papa und Mama. Du fühltest Dich gestärkt, wenn Du AbendS nach Hause kamst und ihn betrachtetest. Ich ertrug AlleS für ihn. Ich weinte nicht, um ihn nicht aus dem Schlafe zu wecken, und wenn er aufwachte, lachte ich, um ihm ein Lächeln abzugewinnen..... Sie erhob sich trotzig. — Wißt Ihr, woran er gestorben ist, Ihr Andern? Er ist vor Hunger gestorben! Sie ging auf daS Fenster zu und öffnete eS heftig. — Höre, Du fremder Bursche! Dort unten auf der noch dazu beigetragen, diese Verwirrung zu vermehren. Manche Leute glauben sogar, das Prozesfiren im Armenrecht sei ein Grund zur Streichung aus der Wählerliste. Dies ist jedoch nicht der Fall. Als„A-menunterstützung" im Sinne des Wahlgesetzes gilt nur die direkte Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln, das sogenannte»Almosen". Unter- stützungen ans milden Stiftungen, auch wenn diese unter der Verhaftung des Amrerpflezschaftsraths stehen, gelten nicht als öffentliche Armenunte-.stützung, ebenso wenig der Bezug von Kohlen, Holz rc. auS solchen Mitteln, welche z. B. für»ver- schämte Arme" angewiesen wurden. Schulgeld- und Lehr- mittelbezug ist gleichfalls keine Armenunterstützung. Jr Bezug auf das Schulgeld ex.stiren wiederholte ReichStagSbeschlüffe und Erkenntnisse der Verwaltungsbehörden. De» Art des Zustandekommens der preußische« Kohtruenquete stellt die»Voss. Ztg." die G r u n d s ä tz e gegen- über, die der tüchtige junge Nationalökonom Dr. Herkner in einem Artikel über die in Belgien veranstaltete Unter- suchung der Lage der Arbeiter, der in Braun's Archiv erschienen ist, für eine derartige Untersuchung aufgestellt hat, und von denen nach ihm»kaum einer, ohne daß eine schwere Schädi- gung des ganzen Werkes herbeigeführt würde, übersehen wer- den darf." An der Spitz; dieser Grundsätze aber stehen fol- gende Sätze:»Es ist keineswegs zweckmäßig, wenn eine Unter- suchungskommisfion lediglich aus Staatsbeamten zusammen« gesetzt wird, sondern es müssen auch Petfimen, welcke durch besonder« Sachverständizkeit und Unabhängigkeit der Gesinnung bervorragen, hierzu berufen werden; wo aber verschiedene Interessen sich gegenüber stehen, ist es erforderlich, daß rn der Kommission auch jeder Interessentenkreis seine entsprechende Ver- tretung findet." Die belgische Kommission war aus 30 Personen zusammengesitzt, unter denen sich auch Mitglieder der Kammer, UniversitLtSprofefforen, Ingenieure, Publizisten befanden. Der Gedanken, eine ähnliche Einrichtung in Deutschland zu treffen, erregt bei der osfiziösen Presse eine solche Aufregung, daß sie sofort von»Rosenkranz und Güldenstern" phantasict. Die preu- ßische Untersuchung der Verhältnisse in den Koblenbezirken hat ausschließlich in den Händen von abhängigen Beamten geruht. Ueber einen sewcren Grundsatz für solche Untersuchungen schreibt Herkner:»Aeußerst verfehlt ist es, wenn die Kommission an ein Frazenschema gebunden wird. Es liegt dann nahe, daß Zeugen auch über Dinge befragt werden, in Betreff deren sie keine eigene Erfahrung befitzen. Em Abschweifen der Zeugen über den Kreis ihrer Sachkenntniß hinaus muß überhaupt von dem Präfidenten der Kommission sorgsam hintangehaiten wer- den. Von der Lösung oder Nichtlösung dieser ungemein schwie- rizen Aufgabe hängt die Brauchdalkeit der Ergebr.isse in ganz erheblichem Maße ab." Für die peußiiche Unter such im? ist ein langes Fragenschema maßgebend gewesen, wel- ch«S dreizehn Nummern und in jeder Nummer eine große Reihe von Fragen zählte. Die Kommission bestand in jedem Becgrevier lediglich aus einem Berg- beamten und einem Landrath. Ob dieselben zur Erfüllung der von Herkner erhobenen Forderung befimderS geeignet find, ist nach ihren amtlichen Verhäftnissen von vornherein zweifelhaft. Ferner sagt Herkner:»Daß unter Umständen ein förmliches Kreuzverhör zwischen den sich gegenüberstehenden Interessenten vorgenommen werden muß. das erscheint vom Standpunkte der Theorie aus selbstverständlich und man möchte fast vergessen, es ausdrücklich hervorzuheben, wenn die Praxis nicht immer und immer wieder aus sehr naheliegenden Gründen dagegen verstoßen würde." Bei der preußischen Untersuchung hat e« an diesem förmlichen Kreuzverhör, welches den englischen Unter- suchungen den Hauptwerth giebt, gefehlt. Als weiteren Grundsatz für die Untersuchung stellt H-.rkner die unbedingte Orffeniftchkeit auf; sie sei die unschätzbare Kontrole aller Auk- sagen.»Die Vernehmung der Zeugen soll öffentlich vor sich gehen. Jedermann muß der Zutritt gestattet sein. Entweder müssen die Protokoll« sofort in Druck gelegt, oder eS muß wenigstens der Tagespresse gestattet wer- den, eingehend über die Zeugenvernehmung zu berichten." Dann sei es möglich, unrichtige Angaben sofort zu berichtigen. Bei der preußischen Untersuchung ist von Oiff ntlichkeit nicht die Rede gewesen. Die Veröffentlichung des gesommten Mate- ria'S, welches die Kommission gewonnen hat, wird von Herkner für so selbstverständlich erachtet, daß er nur für die Zeugen. aussagen besondere Personen« und Sachregister fordert. In Belgien ist die unverkürzte Veröffentlichung erfolgt, wie zuvor auch regelmäßig in England. Wenn jetzt behauptet wird, das preußische Untersuchungsmatertal fei zu umfangreich, so ist dieser Einwand hinfallig. Die Ergebnisse der deutschen Tabaks- enquete sind noch viel umfangreicher gewesen und wurden den- noch in der ganzen Ausdehnung veröffentlicht. Vergleicht man die Grundsätze, welche für eine sozialpolitische Untersuchung unentbehrlich sind, mit denen, welche bei der preußischen Berg. arbeite!-Untersuchung beobachlet wurden, so erkennt man, daß dieselbe das Muster einer Enquete ist, wie sie n, ch t lein soll. Die Mängel des Verfahrens zeigen sich auf jeder Seite der im„Reichs-Anzeiger" veröffentlichten„Denkschrift". Mir zu erwarte« stand» wurde am Dienstag bei der LandtagSwohl in C.iaimilschau-Werdau der Sozialdemokrat andern Seite giebt eS eine Stadt, die ein Palast ist, sie heißt Versailles. Ihre Häuser sind von prächtigen Gärten umgeben und in diesen Gärten kommen und gehen Leute in sammtenen und seidenen Kleidern, die an nichts denken als daran, wie sie sich vergnügen können. Die Frauen tragen Schleppen von Seide, sie spielen in der Oper mit, sie tanzen. Und während sie dies thun, fehlt es ihren Kindern an nichts. Sie haben gute Bouillon, Kuchen, Spielzeug, Kleider von Tuch, die im Winter gut gefüttert sind, und kleine Leinwandjacken, die sie im Sommer erfrischen. Unsere Kinder, wir, wir haben nichts. Und dennoch ist es nicht ihre Schuld, daß sie geboren sind, sie haben eS nicht verlangt!.... Gerechtigkeit! Gerechtigkeit für sie und Krieg den Andern! Krieg den Aufkäufern, den Aristokraten, den Federhüten, den seidenen Kleidern und allen denjenigen, welche sich amüsiren, während wir krepiren. Krieg dem Tode!... der Kräuterhändler hat eS gesagt: es giebt Flinten bei dem Waffcnhändler... Und wenn Flinten fehlen, so werden wir Eisen finden, daS wir zu Gabeln und Piken schmieden. Versailles ist nicht so weit! Wir werden hingehen und sie tanzen lassen, die da unten!.... Aufrecht stand die Vorstädterin da und hielt die Faust durch daS Fenster— die andern hörten bestürzt ihre Worte und wiederholten dumpf: Krieg! Krieg! Jetzt ließ die kleine Jenny ihr hopp, hopp hören und es war wunderbar, wie schnell ihr Körper dem Befehle gehorchte und in wenigen Minuten hing der Kochtopf am Feuerheerd; freilich hatte der große Tolpatsch ihr linkisch geholfen und dadurch die Arbeit etwa? verzögert. Als das Abendessen, welches man dem Thaler des Bauern von ArciS verdankte, auf dem Tische stand, schloffen die Armen einen Augenblick Waffen- stillstand mit ihrem Schmerze; sie aßen schweigend, ohne sich anzusehen. Der Vater wischte sich den Mund, zog seine Blouse fest über der Brust zusammen uud ging hinaus. Mußte er sich nicht mit dem Begräbniß des Kindes be- schäftigen? Jenny nahm ihren jüngeren Bruder aus die Knie, wiegte ihn, um ihn einzuschläfern, und als sich seine Augen geschloffen hatten, dämpfte sie ihre Stimme, um ihn nicht Die# «lunrntn ms eseeger aus oec utile yriootm»».~ jlften oUfr emx, Bei der Wahl im Oktober fielen auf Cildttz nur Kürzel 1575 Stimmen Die Kartellparteien boten STßtlfÄ fit?- Äte» Am* aUi a*» Toitfafftt ö"', j. Muth für die RelchstagSwahien sinken, die letzteren den oen Kartellparteien an Rührigkeit nicht nuch und st %%%% wählen sehr bedeutungsvoll für die R-ichStagsr nur zu deutlich die Volksstimmung zeigen, h 4 fe nur zur« Neigung gegen das Kartell. Das berechtigt nungen;"die Kartellparteien hrben wie anderwäitS y? Lt üJJKfJj bewußten Sozialdemokratie zu. J GW- neu- Denkschrift über K-rgarbettrty' «isse, hoffentlich eine bessere, als die vor einigen Ta« �hllNijsich,� öffentlichte, wirv offiziös erwähnt. Wie erinnerlich, W'J schadet der vom Staatsmimsterium angeordneten unö, zuständigen Behörden der fraglichen Bezirke vorge»°"A 0 n b o n allacmtinen Erbeduna über hie SRei-hSlintffe in den allgemeinen Erhebung über die Nechättnisse in den JW'std werken der Handel«mmister Fürst Bismarck den tn fiabcnfmi - M gc «m die Si Ober-Reg.-Rath Gamp nach den Streikgebirten mit jj'jj�en vi, trage ent aadt, auf Grund eigener Wahrnehmungen«zu eni gehenden Sonderbertcht zu erstatten. Geh. Rath � vor einigen Wochen diese Aufgabe beendigt und ftw schrist dürfte in den gegenwärtig innerdalb der p.. schwebenden Berathungen über Streikverhütung mit| 8> tage dienen. Sdnet« Dortmund, 23. Januar. Ja der heute unt« Sw,' Ms Ntz de; Bergraths von Velsen hier abgehaltenen©"irjJ«i b,(» Vorstandes des Vereins der bergbaulichen Jntensseu Jwni -vorflanves lies-verrins ver oergoauiilyrn>5Niet>n>"..» ei.T bergamtsbezirk Dortmund wurde laut der»%""%* M,>m fÄitieflAtt AtttffetMWttA fAUetttKe» rtllt DH'k tu z. lulLIft fälijchen Zeitung" einstimmig folgende Antwort Uliz den SJjf,! «a, zur! decung des Vorstandes de« Verein« der dergw�je% Interessen in Rheinland und Westfalen beschlossen: A j N'cktoo" mann M-yer in Bochum! Auf die an uiS gertchtck. vom 13. d. M., welche nach ihrer Ueberschrift»?»' der Bergleute von Rheinland und Westfatcn" enthält, wir, daß wir Jjnen und den Mitunterzeichneten die gung nicht zuerkennen können, solche im Namen der JTOI Belegschaften unsere« Bezirk« an un« zu richten.'IBf1/ hnnw,.• trotzdem keinen Anstand, Ihnen zu erklären, daß">" f£ 7).tL,. c der Lage find, den unserm Verein angehörig"> Z die Annahme der von Ihnen gestellten Forderungen 1"'( Maßlofizkeit zu empfehlen. Wir hegen auch zn U{!?"% k»?,ni sunden Sinn« und der Besonnenheit der über-'A ftr s�vÄtu Mehrzahl unserer Bergleute da« Vert.auen, daß sie ws M Äiz„t101 Versuchen zur Störung des Friedens sich nicht W 5«%,,.*'| werden, da hiermit die schwerste Schädigung aller ß'% m rJ' J®'1 lichen�Verha'tnisse rmser-S Vaterlandes verbunden Der Vorstand de« Vereins für die bergbaulichen J�W L Oberbergamtsbeziik Dortmund."— Ferner wurde de ui!%ilcll,„( an die Vereinszechen ein Rundschreiden zu erlassen,"Lyf% SW,,'. die Ablehnung der Forderungen de« Verbandes»ck � 3.i b,« bergmännischer Interessen näher begründet wird._ � �ttibc Opp «Äicn, rtöfl das Wahlrecht der Frauen berührte, polizeilich ausg« in der jüngsten Z'it gipiant« Arbeitervcrlammlungeo.,.. gsatt»' polizeilich nicht genehmigt. G-gen diese Verbote wM � yUR9 �"0 schwerde an den RegiecungSpräfidenten reicht, derselbe wies jedoch die Beschwerden iMW. vv*|vwv«vrv» w-V IVii. U VII/ UillVV auf§ S des Sozialistengesetzes, als unbegründet zurü�-g % Xt iv» v.11.__•Mjrltrvv An« Portitz in Sachsen wird über«inen XaA X A» 4* aw Kam At.fS am A! meldete für Sonntag eine Wählerversammlung an: oberhaupt aber sandte die Anmeloung an den Einber» der lakonischen schriftlichen Bemerkung zurück: sammlungen gebe ich keine Genehmigung. Der Gewr' � � stand Remmler." ,,, o!?'. S«W|iB Es steht jetzt fest, daß das rothe T«" A Are«. eine Hauptrolle w der Wahlbewegung spielen fsV1®' sism Kartellparteien bereiten, wie wir au« sicherster Quelle in Leipzig und Umgegend einen Schlag in dieser? j Ae» c � vor. Wie uns mitgetheilt w»rd, befindet sich � wu Ä ■10= Uka« de« dortigen Gemeindevorstandes berichtet: meldete für Sonntaa eine Mädlerners«Arnm!una an: ollk, Oh �_ ein« Broschüre im Umfang von 2i Oktav unter der Presse, in der das sozialdew� Programm vollständig abgedruckt und natürlich schwindlerischer Manier verunglimpft wird. Die,/] kannten Schauermärchen vom»blutigen Burgl »Umsturz von Altar und Thron" und— beinah- wir gesagt: Geldsack, doch den hat man Pamphlet alberner Weise vergessen— von dem % ®dei«{ K zu wecken und unterhielt sich halblaut mit ihrem Cadet. Mutter Combat nahm einen Knäuel W Nadeln, setzte sich auf einen zerfetzten Schemel in �, des Strohsackes und begann schweigend zu stricken.".J sam, den: abendlichen Himmel sanft röthend, Sonne hinter den Dächern von Paris. Die Schm? t längerten sich und verdickten sich zu völliger Finsteriw Geräusch der Stimmen verklang und nichts untere � Ruhe, als das regelmäßige Geklapper der Stricknadeln l Stricken bedarf man des Lichtes nicht, und der Strun 4 m. 8 Mutter Combat kam im Dunkeln gut vorwärts Ko mäßig wie die Arbeit der Elenden, die selbst nicht unterbricht. Die Thränen der Frau waren � ihre Gestalt schien wie versteinert zu sein. Nicht H, entschlüpfte ihren geschlossenen Lippen. An was slggt tctM* An ihr Kind, vielleicht an ihre Zukunft? Als sie war, hatte ihr die Großmutter einst erzählt, daß®' ihrer Zeit, während der großen Kriege, von Kräuter» hatte. Aber damals war alle Welt arm; hatte vo«, der König mit seinen Edelleuten schwarzes Brot zuw essen gehabt. Aber seitdem? Hatte ihre Mutter nicht auch das eiserne Hungers gekannt? Hatte sie nicht gesehe», wie dir *rtietl K'Ä den «ßten 3; alles' Getreide aufkauften, um die' Armen zu � H�n und auSzubunaern. indem sie sich für einiae Kor",. auf. � und auszuhungern, indem sie sich für einige% Preis eines Sackes bezahlen ließen? Die i li»�.hattei Maitressen dieser Herren fuhren in prächtigen eS gab Dummköpfe, welche Mund und Augen 0"% it; �%rtiq| wenn sie solchen Wagen vorüberfahre« sahen. bc Equipagen sah man oft Karren mit schreiende«, P gedrückten Kindern fahren, deren Mütter sie von 7W lij A.»vvh> in die Stadt und von dem Hause in das HoSpitch �«en weil ihre Milch vertrocknet war und sie ihren K'" ty, Brust nicht mehr geben konnten!.......£ t DaS Volk ertrug Alles, hatte man ihm doch nung gelassen. Der König, so sagte man, hat einberufen und diese werden schon die Angelegen?� Volkes besorgen. Die Notabel« hatten sich aber auS ihren Berathungen war nicht eine Brotlru. ausgekommen. Keine Arbeit, kein Geld, nichts Z» n8eti ihm \sSL W ZLnrvtf#&.: L<----—.».v—»V ,&*»***»& vic|cvuc wcyt. id d» L-M�?.tÄ-lb«sch. an de-'-- örtirtTtlitt, Wl W®' b.'ti � e,eS ichreibcn, im Rnchetaz noch etwa« besonderes , nur 1�''!>: das den Kartellichwindeleien eine et ras drastischere l?«nutSardun»... g�en vermag, so ist sicher, daß der Wahikampf Vv�ialdemokraiie und nur um dieselbe dreht. wä'tS Streben d»? vbttt*»1*, W oot8» tia »tÄ ' nP mstw en langen ei»t> .»u sKZZZSN-LZS »u nur"" ff.«.-'---' Wir wollen den s wählen, � mm 6» 9 tlüt lur a t«fv»» n» Vivuc�ü/ u«u uuiiyvii JCüifa;uiiU|u;s jnÄ.%! giBti 9� 4,8'n ��gschast sre.gelasiiN worden. WW « i" r• v\- wenig patriotische Sprache geführt und in einem Briefe erklärt, er sei stofy darauf, der Sohn eines italienischen Haupt- mann« zu sein.. R o n d e a u verlangte die vollständige Lesung des Briefs, aus welchem sich ergab, dasj Rayberti gerade das Gegentheil von der aus dem Zusammenhang gerissenen Stelle gesagt bade. Er habe sich als g u t e n Franzosen", als Freund einer Einigung mit Italien und als Gegner des Kriegs erklärt. Frankreich wünsche keinen Krieg, fürchte ihn aber auch nicht.(Frmetischer Beifall.) Hierauf wurde Bischoffs» h e i m' S Wahl mit 218 gegen 149 Stimmen für ungiltig erklärt. Die�Rspublique sranyaise" bemerkt, die Um stohung der Wahl Bischoffsheim's werde Folgen haben, von w-lchen man nur allzuviel werde sprechen müssen.— Die „Justice" billigt die Umstoßung, meint aber, so gut wie diese hätten auch»die Wahlen Ja luzot'S(vom„Prin- temps"), des Bankiers Greffulhe und anderer Konfer- vatioen umgestoßen werden müssen, bei denen ebenfalls Stimmen- kauf nachgewiesen worden sei. Im« faulen Wahlen seien aber von den Opportunisten für gillig erklärt worden, in der Er» Wartung eines gleichen Verhaltens seitens der Konservativen. Di« Opportunisten seien nun geprellt und der Pakt zerrissen. m ten 5i<% n der wy m. ÖJ® daß wü Ithörige» ÄK c üb-r«A I ß si- äA >es zur% J'tJ'rrioiif C«f» jt"""""""iti"«.. hJb den a.��rcsammlung einen Mißerfolg. �rnd» r> 5'lrn der Deputirten bespricht man die merkbar ister der auswärtigen An- t befänden sich unter der »geordnete Rlbot und dn Perier, deren Eintritt in .... J wurde. Januar. Den Schluß J>er gestrigen Kammer. ä_i.. 001 fw," cV"1 uet �epunrirn utipuaji I«>u» v.i 'i«urf'j a gegen den Minister der auswärtigen An- ! kVft Sil � de»?l>u�«r. Wie verlautet befänden sich unter den SsM -bot- «0! O.r1"' der K immer,' Kasimir Perier, i "ter )tl, to.«uc vom Ballon inner Wvynung in ori zz a, ft,1!! ergän. ,�' �ranksstucke unter da« Volk geworfen, bei seinen ' �"eclbeilt und einen»ertrag mit einer ien tet.|"iv« W#'V VM»V»»"V*-Z""" i m«s -5.Mf'«(ÄftC. V i rück »er Geweb'' the G eleu w» ; Quelle tlf tk Bürgl beinahe man dem> .-.2 ßf V-1 33 t f A Vr......... MWMW %l AWahl' dagegen, die Proteste gegen Bisch o ff«. mcht bk F� Äiälatrwtssd,«« Eut. t>. aus �bler über Bestechung. Sie gingen meist von %-- Nizzaer " o y 6« r 1 1 habe Blatte«. Der Gegner dieses eine für Alle, außer für uiim 1 »uel, mel in end,"'Urfl*7 )ie Scha�ßZ� fak B» &AL yr v» 4» yuvc tmc jui. uMDy* I— �4?°»j«,.P!.d Diebe offene Republik verlangt, in seinem i ,!'en sich aber eine Menge wegen Diebstahls und _ auch ht HVahlbeiovgung. Kandidaten der sozialdemokratischen Partei der Provinz Sachsen, Anhalt«nd Thüringen. Provinz Sachsen. Regierungsbezirk Magdeburg. 1. Silzwedel Gardelegen: Carl Schoch, Maurer, Magdeburg. 2. Osterburg-Stendal; Schulre, Zimmerer, Magdeburg. 3. J-richo I und II: Glocke-Berlin. j 4. Magdeburg: v. Vollmar-München. 5. Wolmirst..Nmhaldensleben: Schulz-Mazdeburg. 6. Wanzleden: Bcehmer-Magdebura. 7. AscherSleben- Calbe: Heine-Halberstadt. 3. OscherSleben-Halberstadt: Dahlen- Halberstadt. Regierungsbezirk Merseburg. 9. Liebenwerda Torgau: Albrecht-Halle a. S. 10. Schweinitz Wittenberg: Hosang Dessau. 11. Bitterfeld-Delitzsch: Albrecht-Halle a. S. 12. Halle a. S.(Saalkreis): Kunert-BreSlau. 13. ManSfelder Kreis(EiSleben): Bergmann-Siegel-Dorst- seid bei Dortmund. 14. SangerShausen-EckardSberga: Schulze-Erfurt. 15. Merseburg- Ouerfurt: Mittag-Giebichenstein. 16, Naumburg-Zeitz: Hoffmann-Halle a. S. Regierungsbezirk Erfurt. 17. Nordhausen: Glocke-Berlin. 18. Heiligen stadt- Worbis: Pinkau, Lithograph, Borsdorf bei L-ipsiq. 19. Mühlhausen-Langensalza: K. Grillenberger-Nürnberg. 20. Erfurt- Schleusingen: Reißhaus-Erfurt. Sachsen-Weimar. 21. Weimar- Apolda: Schulze-Trfmt. 22. Eisenach: Bock-Gotha. 23. Wiida-Auma: Leutert-Apolda. Sachsen-Meiningen. 24. Meiningen-Hildburqhausen: C.K<üger, Tischler, Halles. S. 25. Sonneberg-Saalfeld: R-ißhauS-Erfurt. Sachsen-Koburg-Gotha. 26. Kobui g: Krüger. Halle a. S. 27. Gotha: Bock-Gotha. Anhalt. 28. Zerbst-Dessau: Hosang-Dessau. 29. Bernburg: Brehmer-Magdeburg. 30. Schwarzburg-Rudolstadt: Bock-Gotha. Reuß jüngere Linie. 31. Gera: Wurm-DreSden. Alle Parteigenossen oben genannter Kreise, die zur Wahl für unsere Kandroaten thätig sein wollen, besonders in den Kreisen ManSfeld(Eisleben), Salzwedel. Gar» delegen, Osterburg-Stendal, Schweinitz. Wittenberg, Heiligen st adt-WorbiS, Mei- ningen- Hildburghausen und Ko bürg werden er- sucht, schleunigst ihre Adressen dem unterzeichneten Komitee einzusenden.— Alle Arbeiterzeitungen werden dringend um s chnellen Abdruck gebeten! Da« Zentral-WahlagitationS- Komitee der sozialdemokratischen Partei der Provinz Sachsen, thüringischen Staaten und Anhalt. I. A.: A. Hoffmann, Halle a. S., Gr. KiauSstr. 35. eme =--5.sK'»»«I»,-»! äbiTtct»><»"' Cl"°' 1,1 rslr von der Verfassung von '■ Dn?°"staaten tagten in Versailles.- Wenn sie ,._ England und von der n haben werden, so beschäftigen sie Und' hJ, m uns. Aber die Deputirten spra- Wohl kam nicht. Die kleine» verzweifelten) schrieb «> ini.v. uor Hunger und die cicknadeln- H... �holten unaufhörlich das Geschrei ihrer Kinder: der Struw� � � l' Wahrscheinlich ging alles dies der Strickerin 5°pl 1 14 J"'8' K& faSte si® sich auch, daß in dem Augenblick, -t. 88 war- r ,roth und nackt auf die Welt kommen, es Herin/, ueufenigen herauszufinden, welcher der Sohn .-- Aber ihre :i« sie it, daß, : Kräuter« hatte kot zum- N.-'ö' waren 0f' Nicht«M was da�.»2 W der Michael Combat- sei? was in ihr vorging, sie blieb hart, ' S die ki»« siewert. Nur ihre Finger bewegten regel- * in bem �en Stricknadeln. Und zur selben Zeit leere« m�sie» Stadttheil hunderte von Frauen vor � Wiege ihre« tobte« eßten.»vT wie sie, starren AugeS und mit zusammen- ' aynen in« 9--n-- Mifenh und.... warteten. iserne wie die && ze« ugen " langer ein M- ....... ÄNMWÄW Abend, kam Cadet .... Jenny die Straße trauriger Tag gewesen. ' m und die für en von Neuem. NÄ , Bro ichtS »Aid, Ess�, �®uf sie verließ,'eilte der Wohnung zu, *u geben und eS in den Schlaf zu (Fortsetzung folgt.) Geriihks�IZetkung. Zwische« dem Pechtsanmalt Arthur Stadthage» und dem Staatsanwalt Ar. Stephan spielte sich m der Vechanvtung gegen den Maurergesellen Wollenberg vor der sechsten Strafkammer Berliner Landgerichts l ein einen sehr erregten Charakter annehmendes Wortgefecht ab. Der der sozialdemokratischen Partei anoehörende Angeklagte war von der 93. Abiheilung des Schöffengerichts wegen unerlaubter Verbreitung eine« für den zweiten Reichstagswahlkrei« auSge- gebenen Flugblattes zu einer Woche Haft vemrtheilt worden. Auf Fre-Heitsstrafe war erkannt worden, weil der Genchishof«ineGeldduße bei Sozialdemokraten nicht für empfindlich erachtet hatte. Durch dm Rechtsanwalt Stadthagea ließ der Verurtheilte lediglich zum Zvecke der Anwendung einer geringen Geldstrafe Berufung einlegen, und bemerkte der Vertheidiger, indem er auf eine Anzahl gerichtlicher Urtheile wegen gleicher Vergehen B.zug nahm, daß nicht erfindlich sei, weshalb die Sozialdemo« kraten die Geldstrafe nicht ebenso sehr empfinden sollten, alz andere Menschen. Er beantragte daher Aenderung des Urtheils in eine geringe Geldstrafe. Hiergegen wandte sich Staatsanwalt Stephan und betonte, daß mit Recht auf eine Freiheitsstrafe erkannt sei, da, wie gerichtsnotorisch sei, die gegen Sozialdemokratm verhängten Geldstrafen stet« aus der Partei- lasse bezahlt würden. Im Uebrigen könne Jeder behaupten, daß in früheren Fällm nur auf Geldstrafe erkannt fei. Recht«. anwalt S. bezeichnete die Behauptung des Siaatsanwalts ob- jektiv als unrichtig führte au«, daß von einer GerichtSnotorität, wie dieselbe vom Reichsgericht rechtlich definirt worden fei, aar keine Rede sein könne, und berief sich auf da« eidliche Zeugniß des StaatSantwalt« Dr. Stephan selbst, daß er weder eine Parteikasse der sozialdemokratischen Partei ge- sehen, noch daß aus derselben Geldstrafen für ver- urtheilte Sozialdemokratm mtnommm wordm sind. Er müsse auch die Bemerkung de« Staatsanwalts, daß Jeder mit der Behauptung auftreten könne, es sei in früheren Sachen so und so erkannt worden, als nicht auf ihn anwendbar zurück- weifen. Würde er als Vertheidiger dies thun, dann sei es auch zutreff-nd, wovon sich der Herr Staatsanwalt feit Ein- gang der Berufungsschrsst sehr leicht hätte überzeugen können. Staatsanwalt Stephan verlangte, daß der Gerichtshof dem Ver- theidiger eine Ungebührstrafe auferlege, da derselbe ihm den Vorwurf der wissentlichen Unwahrheit gemacht hätte. Rechtsanwalt Stadthagen vermählt sich hier« gegm und bemerkt, daß er vom Herrn Staatsanwalt völlig mißverstanden fein müsse, wenn er aus seinen pflichtgemäß ge- machten An- und Ausführungm einen Vorwurf bei wissentlichen Unwahrheit hätte herausdeduzirm könnm. Der Vor- fitzende de« Gerichtshofes, Landgerichtsdireklor Humbert, erklärte, daß der Gerichtshof aus den durchaus sachlichen AuS- führungen de« VerlheidizerS nichts gefunden hätte, was er nur entfernt darauf hindeuten könnte, daß dem Staatsanwalt der Vorwurf der wissentlichen Unwahrheit gemacht werden tollte. Herr Stephan:„Ich kann es aber beeiden!" Der Vertheidiger führt im Schlußwoit noch aus, daß ein Stattgeben der staats- anwaltlichen Auffassung der Einführung eines dritten Ausnahmegesetzes für Sozialdemokraten gleichkommen würde. Der Gerichtshof habe sich aber nicht zum Gesetzgeber zu machen, sondern ausschließlich das bestehende Gesetz anzuwendm. Nach kurzer Berathung lehnte derselbe dm Antrag des Staatsan- waltS, den Vertheidiger in eine Ungebührstrafe zu nehmen, als unbegründet ab; in der Sache selbst änderte er das erste Ur« theil dahin, daß der Angeklagte mit 15 M. evmt. 3 Togm Haft zu bestrafen und der Staatskasse die Kosten der Be- rufunasinstan» aufzuerlegen sind. Mit affonartigor VefchtttindigKeit haben die drei äußerst gefäh'lichen Einbrecher gearbeitet, welche der Kriminal- polizei viele Mühe und Arbeit bereiteten, ehe es gelang, ihrer habhaft zu m erben. Die drei verwegenen Burschen standen gestern in den Personen des Hermann Raschk«, Otto Steeger und Eduard Förster vor der I. Strafkammer hiesigen Landgericht« I. Im Sommer v. I. wurde der Ostm Berlins durch auffallend viele Einbruchsdiebstähle beunruhigt und namentlich der sogenannten„kleinen Leute" bemächtigte sich eine gewaltige Angst, denn gerade ihrm Behausungen wurden vorzugsweise die Besuch« der Einbrecher abgestattet. Letzter« gingen mit der höchsten Frechheit zu Werke. Ge« wöhnlich ereignetm sich die Diebstähle in der kurzen Zeit, wo die Frau des Hauses die Wohnung allein lassen mußte, weil sie ihrem Ehemann da« Mittagessen nach der Arbeitsstätte zu bringen hatte. In anderen Fällen hatte die Inhaberin der Wohnung auf kurze Zeit, vor der Hausthür stehend, frische Luft geschöpft, ein Mann war mit freundlichem Gruße an ihr vorüber gegangen oder hatte sogar Auskunft über einen Hausbewohner verlangt, und wenn sie dann in ihre Wohnung zurückkehrte, gewahrte sie zu ihrem Schrecken, daß Diebe darin gehaust hatten. So war es u. A. auch der Frau de« Maurers Fritfche am 1. Mai v. I. ergangen. Unter lautem Schluchzen erzählte die Frau gestern dem Gerichtshofe, daß ihr die gefammten Eisparnisse eines arbeitsvollen Lebens, im Gesammtbetrage von sei. 4000 M. gestohlen worden find darunter mehrere Werthpapiere, ein Sparkassenbuch, eine silberne Uhr, eine goldme Damenuhr, eine Bloche u. s. w. In einem anderen Falle waren einer Frau Simon Werthsachen im Betrage von 9000 M. gestohlen worden. Die Kriminal- polizei hatte'.diesen Diebstählen gegenüber eine sehr schwere Ausgabe. E« war angeordnet worden, daß in allen Fällen, wo Diebstähle an Werihpapieren, Sparkassenbüchern u. dergl. vorlagen, sofort dem Kciminalkommissariat Anzeige gemacht werden sollte und letzteres macht« dann auch auf dem aller- kürzesten Wege den Rücktaufshändlern, Pfandleihern u. s. w. die nöthige warnende Mittheilung. Trotzdem waren die Diebe in den meisten Fällen noch schneller al« die Polizei, denn in der denkbar kürzesten Zeit nach den Einbrüchen waren die Werthsachm schon bei Pfandleihern untergebracht, die Papiere versilbert, die Sparkassinbücher eingelöst. Endlich gelang es dem Polizeikommissar Keß mann auf Gmnd von Mittheilungen, die ihm aus Verbrecherkreisen wurden, festz ustellen, daß der kürzlich au« dem Zuchthause entlassene Raschle mit den ebenfalls als alte Ein- b:echer bekannten beiden anderen Angeklagten sich zu neuen Thaten verbunden habe. Eine bei Raschle vorgenommene Haus- suchung förderte verschiedene Gegenstände zu Tage, welch« au« den Diebstählen herrührten, außerdem aber auch einen Beutel mit Nachschlüsseln und Dietrichen, von denen eine von der Polizei angestellte P»obe ergab, daß die Thüren der Wohnungen, in denen die Einbrüche vorgekommen waren, bequem damit ge- öffnet werden konnten. Man versicherte sich auch der beiden anderen Angeklagten und nun hörten diese Diebstähle mit einem Male auf. Nach richtiger Ver- brecherart leugneten die Angeklagten Alle« und ließen e« auf eine Ueberführuna durch eine umfangreiche Beweis aufnahm« ankommen. Raschk« behauptete, daß er nicht der Thäter ge- wesen, dieselben aber kenne und von ihnen einige Sachen in Empfang genommen habe. Er könne somit nur wegen Hehlerei bestraft werden. Da« Diebeiwerkzeug sei zwar sein E'genthum, er habe auch die Absicht gehabt, wiederum dem G-schäfte de« Einbrechen« obzuliegen, er sei aber verhaftet worden, bevor er dazu gekommen. Seine beiden Mitangeklagten wollten ebenfalls von keinem einzigen Diebstahl etwa« wissen, inSgesammt beharrten sie bei dem System des hartnäckigen Leugnens bi« zum letzten Augenblicke, trotzdem ein Zeuge nach dem anderen auftrat, der sie auf'« Bestimmteste wiedererkannte und auch sonst ein erdrückende« Beweismaterial gegen sie vorlag. Der Angeklagte Raschke sollte sich außerdem einer Anstiftung zum Meineide schuldig gemacht haben, indem er während seiner Ueberführung nach dem Untersuchungsgefängnisse im grünen Wagen einen Fahrgenossen zu bereden versucht haben sollte, zu feinen Gunsten eine falsche Aussage vor Gericht zu machen. Der Staatsanwalt beantragte gegen Raschke da« höchste zulässige Strafmaß— 15 Jahre Zuchthaus, gegen Steeger sechs und gegen Förster acht Jihre Zuchthaus. Dos Urtheil lautete gegen Raschke auf elf, gegen Steeg« auf 3H und gegen Förster aus fünf Jahre Zuchthaus und die üblichen Nedenstrafen. Vevfsttrmlungetr. Der Verein znr Mahrnng der materiellen Interessen der Steintriiger unv verwandten Berufsgenossen hörte in sein« letzten Sitzung einen Voitrag de« Kollegen Renn- thaler über den Achtltundentag. Es wurde ferner die Abrech- nung vom letzten Quartal verlesen. Dm streikmden Vergoldern und Ledersärbern wurden je 30 M. bewilligt. Die nächste Versammlung findet am 26. d. Mts. statt. Rathenom. Am Montag, dm 20. d. M., Abends 8 Uhr, tagte hier m Rathenow in dem größten Saale der Stadt eine imposante Voiktversammlung, einberufen von dem hiesigen Wadlv«ein zur Erzielung volksthümlicher Wahlen. Eine wahre Völkerwanderung hatte für die hiesigm Verhältnisse stattge- fundm; weit über 1500 Personen warm erschienen. Auf der Tagesordnung stand:„Die Bedeutung der bevorstehenden RrichStagswahlen." Al« Referent war Herr Stadtverordnet« Fr. Zubeil, Berlin, erschimm. Redner legte in ca. Ihstündigem Vortrage die Bedeutung der bevorstehmdm Reichstag« wählen dar, geißelt« in scharfer Weise den jetzigm Kartell-Reichstag, führte in klar v« ständlich« Weise die Bedrückung der Majo- rität der Bevölkerung durch die Grireidezölle und Verbrauchssteuern vor, und hob die Vortheile einer wahren Arbeiterschutzgesetzgebung gegenüber dm Sozialreformen hervor. Im weitnm kam Redner auf da« sozialistische Programm zu sprechen, welches derselbe erläuterte; ebenso behandelte« in längeren Ausführungen das Sozialistenaesetz und ford«te zum Schluß auf. am 20. Februar Mann für Mann dem altdewährtm Genossm Ewald die Stimme zu aeben. Stürmisch« Beifall lohnte dem Redner. Nachdem noch einige Fragen«ledigt und der Referent da« Schlußwort genommen hatte, schloß der Vorfitzende gegen 11 Uhr mit einem dreifachm Hoch auf die internationale Arbeiterbewesung die imposant« Versammlung. Unter Hochmfen auf dm Referentm wie auf die Sozialdemo- kratie leerte sich nur langsam der Saal— ein Jeder hatte da« Bewußtsein, daß dn 20. Febmar ein SiegeStag für die Sozial- demokratie sein wird. Theater. Sonnabend, den 25. Januar. GpernhtM«. Die Königin von Saba. »thanspielhan«. Egmont. Slstng-Uheater. Die Ehr«. «rtsches Theater. Zwischen den Schlachten. Der Tartuff. KerUtter Theater. Der Veilchenfresser. Friedrich- Wilhelmstädtische« Theater Der arme Jonathan. Wallaer-Theater. Sie wird geküßt! Aestdenk-Theater. Die arme Löwin. «irtoria-Theater. Stanley in Afrika. Kroll'« Theater. Der Königsgardist. Kollealliattre- Theater. Der Herrgottschnißer von Ammergau. Gltend-Theater. Kabale und Liebe. ASnigstädttlches Theater. Die Ehre. Tentral-Theater. Berolina. Adolph Ernst-Theater. Flotte Weiber. >Uich»haUe«- Theater. Gr. Spezialitäten Vorstellung. Aanfmanu'» Mariäte. Gr. Spezialitäten Vorstellung. Gedr. Nichter'« U artete. Spqialitäten> Vorstellung. Alhambra-Theater, Wallnertheaterstraße 15. Sonnabend, den 25. Januar: Zum letzten Male: Amorina, die Maraiorbraul Phantastisch komisches Zauberlpiel in 12 Bildern v. P. Wirde, Muftk v. Th. Franke. ~ Parquet 60 Kf. • Parterre 40 Pf. Balkon 40 Pf. k. Anfang der Vorstellung 7i Uhr, des Kon» zert« 7 Uhr. Sonntag, den 26.: Neu einstudirt: Kon Stufe zu Stufe. Bons und FamiliendiÜetS haben Gilligkeit. Vuoern v. P. xxitüe, m Euttee 30 Pf. I. Balkon 50 Pf. XL t American-Theater. Dresden er straste 55. Taallch Vorstellung.[1365 Circus Renz. Karlstrabe. Heute, Sonnabend, den 25. Januar, Abend« 7t Uhr: Gala- Vorstellung unter Mitwirkung de« gesammten Künstle' personal«. Novität! 4. Aufführung: Deutsche Turner. (Gesetzlich geschützt) Große National.Original>Pantomime vom Hof- Balletmeister A. Siems, infzenirt vom Direktor E. Renz, Mufik von A. Cahndley. Dekorationen, Kostüme, Requiftten, Wagen neu und prachtvoll. Der große Festzug wird von mehr denn 300 Personen(zu Fuß und Pferde) mit 3 Mufti. korp» ausgeführt. Außerdem zum 1. Male: Die 4 hohen Schulen, geritten von den Damen Frl. Clotilde Hager, Frl. Oceana Renz, Frl. Helga und Frl. Mary.— Morgen, Sonntag, 4 Uhr Nachm. (1 Kmd frei): Aschenbrödel. Abends 7t Uhr: Deutsche Turner. 9. Renz, Direktor. Englischer Garten. Ateranderstraße 27c. Auftreten der Kostüm- Soubrette Frl. Fritz! Korn. Austreten der Parterre» Gymnastiker- Truppe Find, Auftreten der GesangS.Duettistwnen Geschwister Broohe. Auftreten der Kostüm- Soubrette Irl. Fran- oiska Clairemont. Auftreten des Gesang«- Humoristen Herrn Kalnberg. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30, 50 und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Sonntags Anfang halb 6 Uhr. Sonntags Entree 50 Pf., relervirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. Vollständig neues Programm. Paffage 1 Tr 9 M.— 10 Uhr A. Kaiser-Panorama. rar ersten Mal«: Dritte Reif« d. malerische stlchfische Schweiz. Dritter Eyclus: Pariser«elrauefteRung. Hochinteressant: Hertha-Retse. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonn Reßmillt H. Stramm. 123 Ritterstrasse 123, verbunden mit Fremdenlogis. Herberge und Arbeitsnachweis des Vereins der Klempner. Empfehle meinen allbekann» dL �©pol« wnbjwo %OP?Htr5ufc in bekannter«fit«. /f wh Iii Zwei Zimmer, paffend zu iliidr JahlfteAen und Arbeits ««chweiS, stehen zur Verfügung. 11*40 Uotitto-,«in- h. itetamtBimn, Tisch- und Hangelampen «mpft�st billigst C. Rahmlosr. K-thringerftraH« 58, m Rsseuthllln Thor. AUgem. Metallarbeiter verein Kerlins uud Umgegend. Auherordeniltche General-Versammlung am Sonntag, den 26. d«., Voim. 10 Uhr, in Jordan's Salon, Nme Grünstr. 28. Tagesordnung: 1. Aendeiung des Statuts. 2. Festsetzung des Gehalts für den Arbeits vermittler. 3. Wahl eine» Arbeitsvermittlers. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. 921 Der Vorstand. Bmi« der MndcWler Berlins nnd llnigegeuil. Montag, den 27. Januars Große MrjaiMtmg im Weddwgpark, Müllerstr. 178. Tagesordnung: 1. Wahl eines«ist-n Schriftführers. 2. Vereinsangelegenheitcn. 3. Verschiedene« und Fcagekasten. Der Uaskenball findet am 22. Februar im großen Saat« der Brauerei Fciedrichshain statt. Billet« find in der Versammlung sowie hei den Komiteemitgliedern zu haben. Der unentgeltliche Arbeitsnachweis befindet fich bei Herrn R ö i> e, Feldstcaße 9 II. Da höchst wichtige VereinSangelegenheiten zur Berathung kommen, ist das Erscheinen eine« Jeden sehr rothwendig. Neue Mitglieder wer- dm aufgenommm.[913 Fachverelnd.RohrIeger. Sonntag, den 36. d. Mts., VomittaaS 11 Uhr: in Feuerstein s Salon, Alte Jakodstr. 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn BaginSki über: Die Wissenschaft und die Arbeit. 2. VeischledmeS und Fragekastm. MB. Die restirenden Mitglieder werdm er- luckt, ihrm Verpflichtungen nachzukommen. 916] Der Vorstand. Die VermiMg kl Drechsler Deutscht. (Orteverwaltung Berlin III) hält am Sonntag, den 26. Januar, Vor- mittags 10t Uhr, im Lokal« des Herrn Bolz- mann, Andreasstr. 26, eine Versammlung ad. Tagesordnung: 1. Vorlesung über: Zur Acht- stundenbewegung und die Parteim in England. DiSkusfion. 3. Verschieden-« und Fragekasten. 920] Der Bevollmächtigte ktskWMill„Nmerzligt", früher Ltedertafel der Drechsler. Am Sonnabend, den 25. Jan., Abends 8t Uhr, in Deigmüller'S Salon, Atte Jakobstraße 48a: Wiener Maskenball, wozu Freunde und Bekannte ergebenst einladet 919] Der Vorstand. Den G-vosse« halte ich mem« Maskell'Garderlltie bei Bedarf best, emxfohlm. Grötzte Auswahl! Bist Pr vereine« PreiSermästtg. gt.S«Wn,BÄ »dalbertstr. 98. Jede Uhr zu rcpariren(außer Kruch) kostet bei nur UII 1,50 Mark unter Garantie des Gut- und Richtig- gehen«. Kl. Reparaturen mtfpr. billig. Lager all. Arten Uhren, Gold-n. Silberwaarer. Carl Wunsch, MUHllstr. 38, nahe dem Orarien platz. Korbmacher auf Bambusarbeit verl. Blume, Brandenhurgstr. 25.[670 Kohtabak VÄT'"' am hiefigen Platz« bekannilich[1653 Grösste Auswahl. Garautirt sicher brennende Tabake. Sirmg reelle Bedienung, billraste Preise! Sämmtliche im Handel bifindlichm Roh Tabak« sind am Lager. A. Goldsohmidt, Sp andauerbrücke«, am Hockeuvm Markt. Geschäfts-Eröffnung. Freunden uno Genossen, sowie meiner geehr« ten Nachbarschaft zeige hierdurch an, daß ich eine Riillj- vos Schwme-Schlachterei, Wurjt- usd seine zleischVNttev-Fnbrik eröffnet habe. 705 Berlin, im Januar 1890. Carl Becker(vorm. m. Haas«), Berlin Nv Swinemüaderstraste 16. Möbel, Sp.egel«.Foisteiwaaren Gr. Lager, bill. Preise. Emil Hayn, eigener Fabri k. Brunnenstr 28, Hof part Thellz. nach Uebereinkunft Große össentl. Wählerversammlii sßr EköMmiHtWiiig nnii lltnjejenii am Sonntag, de« 36. Aannar. Mittags ll1� in der Gräflich Reischach'sche« Kranerei z« Stralau Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlm. Refermt: Sladt»!�> I Rechtsanwalt Arthur Stadthagen. 2. Diskussion. 3. VerschiedmeS._. J Wähler aus allen Oitschasten des Nieder-Barnimer Kreise« find zu dieser Verl» eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufen B der filempet MW Sonntag, den 36. Januar, Vormittags 10 Uhr: mli UiMlid. General-Versammlung Varl« 51. Sitz« im Königftadt-Kafino, Holzmarktstraße 72. Tagesordnung: i. wtetteiiagreeotnue � und Mbliothekkommiffionen, � L Land es h lung«MW gjjt Das Hau» g 1. Vierteljahresbericht bei � �ktlfeib die K o wd 2._ Berichte der ZFach-, Arbeitsnachweis-, Rechtschutz-____. änzungswahl derselben. 3. Obligatorische Einführung der»Metallarbeiter- Zeitung- iedene« und Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt.... ,vun Umbau Die Zahlstellen des Vereins befinden sich: Süden i Ritterstraße 123, bn«•feb-a ig? ooo 3 _-----.--- ji« JiuitifiruBc"j'. Agi 1:* 10' UUU y Norden a Granseerstraße 4, im Lokals Nord-Oefa LandSbergerstraße 105, btt � �. Ebenso werdi 4 MNt» N.sUrvfiti. Beiträge werden jeden Sonnabend und Sonntag angenommen. Oer Vor« ia*t ßt sodann Umbau Große öffentliche Versammlm der Drechsler und Derufsgenoß aller Branchen Berlins... m Movtllg, sen n. ü. M., Abevds 8 Uhr, iu Aatmil'S nmandantenstraße 77— 79� rrzung der Arbeitszeit und der Achtstundentag- � fahl von Revisoren sür die Sammlung zu« v Im» �estposttn 77- 79. Kommandantenstraße 77—70 Tagesordnung: 1. Die Verkürz Herr Litfin. 2. DiSkusfion. 3. Wä. Perlmuttdrechsler Wien«. 4. Verschiedenes. Mitglieder-Nersammlung her Zeitril-Kmkei- nd Stttbekisse her Tischler i. P (®. H. 3, Hamburg), Verwaltung Berlin E, am Sonntag, den 26. Jannar, Vormittags lo; Uh--. im Weddivg-Reftaurant, Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4 Qrartal 1889. 2. Wahl dcS stell1 Bevollmächtigten und KasfirerS. 3. Verschiedene Kassenangelegenheiten. c NB. Die Versammlung der Zuschunskasse aller Arbeiter Deutschlands M nach der erstm statt. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1889. 2 B«rr stattgefundenen Generalversammlung in Hamburg. Die Ortaverwal Freunden und Bekannten zur Kenntniß, daß der Wiener Maskenball, den� Mitgliedern dieser Kasse arrangirt ist, am 22. Februar in demselben Lokale 831 Luralige« und �«obonn wiri «ne« Nack DM ��soldun' Ke.ff» wird I HÜ; den Mltglledern ötcfcr Kasse arranfl'rt ttt, am 22. Februar m demselben Loraie � g" BllletS nnd m haben bei G?eßbeit, Ck,ausseellr. 63 v. III, und F. Gleinert, DalldorferA>�£ feetdbtftung �Slegt. de« Brauerei Friedrichsliainy larößter Saal Berlin-), am Königsthor., i VUgU Großer Wiener Maskenbo« der Nereiuignrrg der Schmiede Deutschland«(Zahlstelle Kerlin)- � Freunde uno Gönner sind herziich willkommen. Einlaßkarlen ä 60 Pf. find zu den Herren: Gnadt, Brunnenstroße 38; Gründe!, Dresdenerstraße 116;* Breslauer straße 27; H o f f m a n n, Kaiserftraße 4; Heindorf, LanAestraß« 70. Inhaber von Einlaßkarten erhalten im Maskengarderoben- Geschäft von Fr. Oranienstraße 178, Rabatt.„ Das Kon** St Lager Don Rathenower Brillen und Ptnce Bruchbänder, Leibbinde«, Rabelbandagen, Suspen- [orten, Seradehalter, orthopckdtfche Mafchtnen, Korsetts, künMiche Arme und Beine. Mastdarm- und vorfaN-vandage«, Krücken, Bidets, Stechdecken, Urinhalter, I [(tristen,«lhsopomp, Irrigator, Jntzatattons-Apparate, Luft-«nd strümpfe, Krankenwagen-c. rc. empfehle« jn solide«�P reise« Stier- und afferkiffe«. W M empfehlen m solide« preise« Müll-r& Co.. Mchwn. w- ♦♦ aflC* Für Dame«: Damen Kediennud' mni Lieferanten sSmmtl. Orts- und freien Hilfs-Krankenkass«� Ä, Soeben erschien Heft 11.. Aolks-Aremdwörterßu� von Wilhelm Liedknecht. Sechste Auflage.— Erscheint in 12 Lieferungen ä 20 Pfg. Z« beziehen>«rch die GrpedMo«, Zimmer Krasse Mr. 44. •T den Ko -s&ä fefe8 Trih AlltSem mh Allchem emvfeble allen Mä nern der Arbeit mern Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal. Außerdem mache darauf--ufm-rksam, daß mehrere Arbeiterzeitungen au« allen Gauen Deutschlands bei mir ausliegen, z. B. aus Breslau, Leipzig. Nürnberg, Hamburg u. s. w., und bitte, hiervon gefällige Notiz nehmen zu wollen! W. Haugk, Mrinstrasse Mr. S S. Altert Auerbach, Berlin S., Kottbuser Damm 7, an der Kottbuser Brücke.[953 Schuh und Stiefel- Lager für Herren, Damen und Kinder. Reelle Bedienung. Feste Preise. Allen Genossen ewpf hle merne Zigarre»- Fabrik««d Uugarmeiuhandlung auf's wärmste. Julius Jan«,[924 Jannowitzbrücke 1, neben de- Dampfer-staNon. Wohnung mit Ktallnng für 8—10 Pferde n. Wagenremise?«m 1. April er. z. verm. Mühlen str. 75.[864 Sil* Thtt-RM, Originalfl- JMer,PmttMllttt.p-.Lu- Franz B#) 846]_ Priuzesstnne« Meerschaum-. Kernstein-. Maaren< stauchklud-Pfeiten). samN�! B. Günzol, sAmmtliohcr i W 4# Größte Auswahl, billiaste Presse�.\0i B. Elkhuyson, K Ansch>Laer verlangt Mamsell» au[_ Satin- unb� werden verl. v. Gvldsckmidt, Frst�L- Der Arveltönachlv Klavierarheitr� � befindet fich Naunyn straße"Lzel Winzer. Die Adressenausgabe r1„j Abend von 8—94 Uhr und©"""jp mittags von 10— lltz Uhr, sowohl a» wie an NichtMitglieder unentgeltln ll» lÄ Di« ArbeitsoermMelung»'��, N««an tw ottlicher Redakteur:«urt Laak, in»«Itn. Druck und«erlag von M« Audw« m Berlm SW.,»euthstraß. 2.«terw H sind. Beilage zum Berliner Boltsblatt. r. S1. So«»itbe«d, dr« SS. Jan«« 1890. 7. Jahrg. Dorla, nettk?.vcvill»te. 51. rWMg 0NtN,(«fj eiwng■ 3, W»»tsch« Kstchst««. "i. vom 24. Januar,! Ubr. i,.?#* H°»< genehmigt in dritter Lesurg den Gesetzmtwur MNad die«ontrolede»ReichShau«holtSunl '«» Land e«h au« Halts von Elsaß. Lothrrngen i�ann die dritte B-ratkung dr« Stai« fort- s»n Umbau de« Dienstzebäude« des avSwartrgen Amts »r"»ne 3t u Stflnn'ifinüi trikularbeilräge und die /ora*«!tj I«: bewil?;». � be«El°ls und das Anleihe«-!� debatte- * aJ***ra 8 �kutsgefetz wnd in der Schluhat» 1 1 Itttlr angenommen. Der Etat bilan«irt folgender. I WilN �2 15t 865 ä»'B.o6e wit 1192749286 M.. näm ich 1 SL'Ntralin,»«:a". forttauernden, 71 190 363 M. Itotrtfß 053 07) Ausgaben des ordentlichen Etats und fln«nmalrgen Autpaben d.s avherordent. ««dan»«' n n a h m. mit 1 192 749 286 M. »,. öie Resolution Dr. B a u m b a ch auf Vor. Gewerbeordnung, betreff nd erschutzgesetz. ,.!.— n-* u. m« v- Kinderarbeit k'Aig � Amendement Stumm— in Ar .. wird die Resolution Dr. Bau Ms sä ��ungder Krauen, und cntag. zum �en. ih die Resolution der Budgetkommission betreffend �««n. �"ösoerbesserungen der Beamten ange» Sonntagearbeit einstimmig a n g e- "nu Waj b« mündliche Bericht It. Miilll s stellt andS � B-rut PWalt •all,»J Lokal« f1 otferjfrj �« I f- CA•- wi*»»v»vvyi, v»»»vv.»».». Jimjt�'�ler.Schraber(öff), betr der Kommisfion über den betresfend die ArZiehnunz fuhr vom Au«> st�'�Kommission �******** beantragt Ablehnung de« #4 aTä 3%#* 1 1 ßAis»y h#r Ortm. (t fl0 Mi«;» uu» vi«» «twoi�una d«s Tarife für Braunkoblen, so vre ch»sJ!? tun9 de« Waff ndistrikten nur noch mehr %*:. sL» 03 stehore mehr in« preußische Abgeordneten- �l�kine eS auch ihm erforoerlich, den Tacrs Alto a>.�"»kohle h-radzusttzeu. �OttW hli» geringer Menge deutschen Markt. denn die ausländische «rge« de« zu weilen Sine generrlle H lab- - UN* rNffe«. %a. fei b-denNch. wert sich die Resultate ».?ar nju.,?�°�US«N, welche zweifetlos eintreten würden, bul w liehen. SD« Kohleotheueruug sei hervor. * tfcij.n'T?u Monopol, firnng des Handel«, und e« werde in Zukunft dieser Monopolistrung ent- »�?-rden könnne. �4®oc bfn»**'r(dfrers.j ist der Ansicht, daß liefe F age »i.. ein« 5. Reichstag gehöre. Ein Bejchü-h de« ReichSlageS L** ein.. bezügliche Kundgebung de« BunbeSlatheS, fei« Abende, würde von mahgebender Be Kreuch Lfl®irt Reich muff« von seinem Kontrolrecht ».A�sta 1,� � nachdem da» Ersendahnwesen Monopol der ?l,;lta4 verlange ja zur Zeit die Ermäßigung der JalandStarrfe und d r Auslandstaris« in E.wägung genommen au« den Eiffndahnen stehe v�ver dj, P°h'itung nicht« ,m Wege. Schließlich betont der U �«« i, b,» o'$P*"5igf«d einer Verbesserung der BetrieÄ« ! h�lsar«eh. Rath Dr. Kcholch tritt der«e- 1 toT8* d«r ttiL �orredner« entgegen, daß die Staatsbahnen jft 1 8�ßt n)ü?b','iaJltn etn�tlfl iu rem fiskalischen Interessen U)( f***#(dkons.) erörtert die Gestaltung der F b��gewn?.d'N l'fcl" 10 3-bren, wobei er d.e enorme bis.8 beklagt. E'ne weser tliche Aenderung bttbtio.iri..WWm lidoch bu ch den vorliegenden Antrag iea?fo«trijn!. 5•®}on sich durch die gegenmärlize !». lasse« B' 5« ja nur«ine voi übergehende sei, mcht ver- �bestehenden Einrichiungen zum Schutze b* enni.tü � vduklion zu rütteln. Duich billigere E n» k�ßgetztet, Zr? �kohle«erde da» hermische Produkt seine a an bin deutschen Käst,« vcrtieren. D« Ver- 8e»""f«kohlen lieg« vie-sach om Zwischenhandel, WZ8*»*, � 3°�« hinan« Affchlüffe mtt den 3�% ein Redner führt dafür ein B-ffpiel an, dem- �. jUlroo»�?rrdunen wende.(Hört! hött!) Er bitte also, *?"' �avo!�� bem KommissioirSvoi schlage, MALW*: *>«® wan*B!0�» Amduße erleiden werde. Um der Kohlen. oos?«Lenden vorzubeugen, müsse da« Wagen. b&L®4):«ti!n R Essen bahnen bedeutend vermehrt werden. W?.■».-.anvart« er erst einen nachhatiigen VortheU KgkWiami Sr?rg der oberen Oder. Auch er erkennt drn "sluß des Z oifchenhcndelS auf die Kohlen. oisr-**aiw(Reichkp) betont dem Abg.Schra. w***«"btbiiil der Wag- nmangel zur Zeit der Pnvaldahnen 'nSrat�s!«,!?' D..?rr gewesen sei, ob berm jetzigen Staatsbahn- Ak'jch auf hiernach vo, hau denen Uedelstände beruh en i'i.. der Art der Entwicklung der Privatbahneu. Wagenmangel ge- ' �' sei daran emandem 1er _. � � Minister. Htt J%% war m'�ud i'-lr«emttnrh d.S Herrn Ministe.« ge- " Wlt der B-st.llung von»ctriebsmatenal auf 1»,� süh.t �?°�angv, wo, den. Mcht zum geringsten S-M. faik arauf auch die SrhShung Btr Sifen presse 4 vrii bem Wagenmangel vcrhält e« sich Staalr bahnen erhobenen Bor» stammen, soweit sie be. der Zeit der Pcioarbahne», 'siWv die «eschwerden »och au» und e« ist eben der Staatsbahn- Verwaltung nicht möglich gewesen, den betreffenden Mängeln gegenüber so schnell Adhrlse zu schaffen, wie es vielleicht wünschenswerth ge wrfen wäre. Abg. Gras». Mirbach(dkons.): Tarifftagen lassen sich nicht so leicht lös n, wie dre H rren Antragsteller eS sich denken. Wenn die Herren Trrifermaß'aungen auf ellen wirthlchaft. ticken Gebieten vorarschlagcn hätten, so wäre das zu erwägen. Haben doch gewisse Interessen tarife, z. B. die der Holz- pioduzerten, gerade einen Vortheil von hoben Kohlen preisen� Ich meinerseits werde im Herrenhaus« im Interesse der von mir vertretenen LandeStheile deantragen, die Nutz- und Brenn holztarife gründlich zu revidiren. Abg. Kchrader: Dem Herrn Vertreter der verbündeten Regierungen erwidere ich, daß ich nicht gemeint habe, die Esscnbahnen würden lediglich vom fi kalischen Interesse au« verwaltet, sondern es geschehe biet mehr, al« es und bei der Verstaatlichung in Aussicht gestellt war. Herrn Freiherrn von Stumm erwidere ich, daß ich durchaus keinen Panegyiiku« gehalten habe. Hätten wir keine Staatsbahnen, so würden Zweigbahnen in weit g'ößerem Umfange gebaut werden. Die Slaait bahnen find eben auch die Folgen der Schutzzollpolitik und die Schutzzollpolitik und die Schutzzölle sind wiederum das Produkt des Rolystande« vom Jahie 1878. Jir Bezug auf die Waaenbestellungen hat Herr v. Stumm selbst gesagt, daß sie der Industrie zu schnell geganzen seien. Wenn Herr von Kanitz sich gegen die Kohlenhändler wendet, so ist zu be« merken, daß in Westfalen fast all« Geschäfte direkt von den Zechen gemacht werden. In Schlesien find die Händler von den Z ch-n selbst herbeigerufen, um die Preise konstanter zu machen, es liegt nur an den Zechen, die Händler los zu werden. Wir thun gut, die vorliegende Frage jetzt nicht bei Seite zu sckieben. Nehnen Sie unseren Antrag an. Abg. Kiegl«(natl.): Gegenüber der herrschenden Kohlen nolh ist Siaatehilfe dringend nölhig, die AuSnahmetarife für den Expo t müssen erhöht, die Jmporttarife ermäßigt werden. Herr v. Stumm hat seinen Arbeitern eine Zulage geben können, er hat aber auch die großen Vonheile au« den Schutzzöllen gehabt. Wie kann er abcr angesichts der heutigen Preise«ine Theuerung leuanen? Ada. Kröber(Volksp.): Wenn Herr Graf von Mirbach einen Antrag auf Tarifermäßigung für Holz einbringen wird, so werde ich ihm gewiß beistimmen; eine solche Er« Mäßigung hindert aber die hier vorgeschlagene nicht. Abg. Freiherr». Stumm: Die Herren Antragsteller lassen die grgen sie angesrhtten Argumente ganz bei Seite und b.hamn dabei, du ch Erweiterung des Absatzes die Kohle billiger machen zu wollen. Wenn Herr Schräder meint, der Schutz.oll sei tu8 einem Nothstande hervorgegangen, fo ist da« genau umgekehrt; er weiß e« nur nicht, weil er im Jahre 1373 noch nicht Mitglied de« Reichstage« war. Während vor 1873 der Reichstag weniaer freihändlerifch war, entschied sich damals bei dm schwindelhasten Preism die Mehrheit für den Freihandel. Dies« Mehrheit sch-rand mehr und mehr, bis der Rothstand im Jahre 1878 den Schutzzoll schneller Gcmewgut werdm ließ, ab e« sonst geschehen wäre. Ader ich bestreite, daß unser» jetzig» Wirlhschk>si««nlii>k in tavsalem Zusammenhange mit einem Nothstande stehe. Herrn Siegle erwidere ich: e« ist richttg, daß ich meinen Arbeite»» «in« Zulage gegeben habe. Ich habe auch niemals geleugnet, daß meiner SU.ffaffung nach die Getreidezölle unter gewlssm Bedingurgin Veitheuerungen herbeiführen, aber diese kommen gar nicht»n Bet-acht gegenüber d«m großen Voitztit, daß dm Arbeitern ArdiitSgelege: heit und höherer Lohn verschafft wird. (Beifall.) Abg. Schraden: Ich bleibe dabei, daß bei der Wagen- beschoffung be, dm Staabbehorden wesentliche finanzielle Erwägungen mitsprechen. Herr Freiherr von Stumm hat Lobreden auf Dinge gehaltm, wie den Schutzzoll, die gar nicht hierher gehören. Abg. Sieg!»: Ich frag« Herrn Freiherr v. Stumm: Wo ollen denn dieienigen Industriellen, welche durch die Schutz. zöüe keme Vortheire erba'.ten haben, wie er, die Theuerung«. zutage herbekommen? Wir wollm mit unserem Antrage gerade den Arbeitern helfm, welche diese Zulage nicht bekommen kön. nen. In Stuttgart, meiner Vaterstadt, find die Flrischpreise gegenwärttg ganz eno m gestiegen, so daß wohl eine Autglei- chung auf anderem Gebiete wunschenSwerth wäre. Abg. Frhr.». Stumm: Der letzten Behauptung gegen. über«wider« ich, dost entsprechend den höheren LibenSmittel- pressen in Stuttgart auch die Löhne gestiegen sind. Sodann frage ich: welche Industrie hat keinen Voltheil vom Schutzzoll daoongetragm? Wenn H.rr Sieg'« mir«ine nennen kann, fo wird sie gewiß ein offene« Ozr bei der Regierung und auch bei uns finden; wenn sich ihr« Angehörigen nicht an un« wenden,'o'st da« ihre Schuld. Die Diskussion wird geschloffm und der Antrag Richter- Schräder(gegen die Sirmmen der freisinnigen und der natio- ralliberalea Partei) abgelehirt. Verschiedene Petitionen, betr, ffend die deulschm Schutz- k«biete in Eüdwestafrika refp. die Bekämpfung de« Sklaven» Handel» werden dem Antrage der Petitwnskommssfion gemäß für erledigt erklärt. Em« Petition, betr. Rückaewähr von Roheisen« zoll, wird, dem Antrage der Kommission gemäß, dem Herrn R-ich«kenzler zur Erwägung überwiesen. Endlich stehen eine Anzahl von Pititionen zur Berat hang, welche die Besteuerung de« Branntwein« be. Von diesen wird eine Petitton, betteffend anderweite Feststellung be« der Abfindung zu Grunde gelegten AuSbeuteverhättnisse«, den verbündeten Regierungen zur Erwägung überwiesen. Die sonstigen Petitionen find theilS von Kaitoffel., theil« von Kornbrennern«ingebracht und beziehe« sich theilS auf die für den l. Oktober 1890 vorgesehene Neukonttngenti. r u n g, theilS auf die Frist, während welch« die kleineren Brennereien brennen dürfen.,„ Di« PettttonSkommission beantragt: in Erwägung, daß die zur Zeit innerhalb der verbündeten Regierungen über die Neu- kontengentirung der Brennereien ftat.ffndenden Erörterungen sich auch auf dt« vom Reichstage in Anregung gebrachte Frage ein« günstig««» Behandlung der klemeren Brnm«ei«n beziehen, und in der Voraussetzung, daß— event. durch Abänderung de« BranntweinsteuergesetzeS— den hervorgetretenen Bestrebungen der Begünstigung der kleineren Brenn« nach Möglich. keit werde Rechnung getragen werden, zur Tagesordnung überzuaehen. Dr««bog. Oöh«(natlib.), Stand«,(dkons.) und Fi Hr. ». Ellrich« Hausen(ReichSp.) treten für die Interessen der kleineren Brennerechefitzer ein. Da« Hau« beschließt dem An» trage berKommisston gemäß. Schluß 4% Uhr. Nächste Sitzung: Sonnabend 10 Uhr(S»ttalistengesetz). Abgeorduetenhau«. 5. Sitzung vom 24. Januar 11 Uhr. Da« Hau««ledigt zunächst eirnge Rechnung«» fachen dmch Ueberwessung an die Rechnungskommssston, bezw. Budgetkommssston. Der V«trag vom 20. November 1889 wegen Fortdauer de« tyürin a tsch en Z o ll- un d H a n d e ls» vereins wird debattelos in«st« und zweiter Lesung ge» nehmigt. E« beginnt sodann die zweiteLesung de« Etat«. Die Etat» des Kriegsministenums und de« Auswärtigen Ministeriums werden debaltelo« genehmigt. Bei dem Etat der Lotterie. Verwaltung kommt Abg. Mörsch(kons.) auf den schon im Vorjahre von ihm beklagten Privathandel mit preußischen Lotterieloosen zu sprechen. Auf«ine Anfrage de« Redner«, ob dieser Handel noch immer in dem früheren Umfange fortdauere, erwidert Geh. Rath Marrtuomskl: Es hat sich in dieser Be- ziehung gegen früher nichts geändert. D«»tat der Lotterie Verwaltung wird genehmigt. Ohne Debatte werden«ledigt die Etats der Seehandlung, der Münzverwaltung, der Staatsarchive und noch eine Anzahl kleiner« Etat«. Damit ist die Sitzung nach kaum halbstündig« Dauer beendet. Dienstag 11 Uhr: Etat(Domänen, Forstvnwaltunz:c.) LnKstles. arren» äste. Ilm ritt« Maffendurchstcht der Wählerlisten zu er- möglichen, haben sich folgende Herren bereit«klärt, für behin» derte Genossen dies« Arbeit zu tbun. E« find die«: Für den L. Mahlkreis: Ernst W i I s ch k e, Junkerstc. 1, Zizarrengeschäft. Restaurateur Scheuer, Gneisenaustr. 33. . Sedlatzek, Zossen«, und Fürbringer- straß n-Ecke. Restaurateur Boelandt, Bülowstr. 51. Für den 3. MahlKrei»: Boerner, Riitcrstr. 103, Kräker, Wafsertharstr. 20, Klein, Ritterstr. 15, G. Schulz, Kottbuserplatz 40, A. Schweitzer, E.ly P.ssage, Restaurateur Gründet, DreSden«str. 116. K. Wil dberger, Kommandanten str. 60, vorn im Kell«. (Bei diesen Herren können auch Sammellisten für die bevorstehende Reichstagswahl entgegengenommen ««den!) Für de« 4. Mahlkreis. Restaurateur Otto Heindorf, Langestr. 70. , W ilh. Bock, Friedrichsbergerstr. 5. » Fritz Höhne, Eldenierstr. 2. „ A l b. B o e l, Rüd«Sdorf«str. 8. „ Nimitschek, Skalitzerstr. 18. „ Ziemer, Cuvrystr. 16. , Werschk«, Adaldntstr. 16. , Aug. Bi e senthal(früh« Milan) Wien« str. 30. Restaurateur Kadatz, Wienerst-'. 50. Karl Scholz, Wrangelstr. 32. Für de« 6. Wahlkreis. Fritz Voß, Birkenstr. 59. Paul Decker, Tischler, Choriunstr. 12, v. 4 Tr. Restaurateur Rod. Nürnberg, Anklamnstr. 49. Peterson, Veteranenstr. 2l. „ Joh. Gnadt, Brunnenstc. 38. # Max Scheper, Jnvalidenstraße und Ackerstraßen-Ecke. Restaurateur O.to P r e u ß, Grünthalerstr. 66. # C. Jung nick, Bernauerftr. 103. Wir erhalten folgende Zuschrift: Im allgemeinen Interesse liegt e« wohl, daß die Durchsicht d« WLHI«lift«n, sowie du Wahl selbst, möglichst glatt und rasch vor sich geht. Hierzu meine ich ist e« ungemein wichttg, daß em Jeder, der die Listen einsehen will, Ncb genau unterrichtet, in welchem Stadtbezirk« wohnt. Ein Blick auf die Miethssteuerquittung, Steu«zettel, Anschlagsäule, stille Porti« belehrt ihn sofort darüb«. Diese kleine Mübe hat den großen Vo-theil, daß man beim Herantreten an den Durchfichttisch sofort weiß, wo man hingehört, denn jeder Beamte hat groß uno deutlich auf den T sch geschrieben, welche Stadtbezirkslisten « führt. Statt dessen gehen die meisten Wähl« nach mehr od« wenig« langem Warten an den«ften besten Beamten h«an und lassen sich von diesem wud«nm nach längerein Suchen bestimmen, den und den Stadtbezirk aufzusuchen, da geht die Plackerei für beide Theil« von frischem lo«. F«n« empsi hlt eS sich, immer zuerst die Straße und Nummer und dann erst die Namen und den Siand zu nennen. Denn unterdessen man z. B. sagt: Albert, Wilhelm so und:o, den und den B«uf, da und da wohnhaft, hat in umgekehrter Reihenfolge, od« vielmehr das Litz'e zuerst genommen, ein flink« Beamter längst das Hau« schon beim W ckel. Aiso un. nütze« Fragen Falschotrstehen und dies« zeitraubenden Unbe- qmmlichkeiten mehr werden vielfach vermieden, denn Unter» zeichn« hat am ersten Tage der Auslage der Listen um circa 25 Eintragungen zu kontroliren, über Itz Stunden dort sich und andern beschwerlich fallen müssen. Der«astmirih Herr Zeige. Müll«str. 32a, hat sich kür den 6. Wahlkreis edensalls bereu«klärt, die Wählerlisten für behinderte Wäbl« einzuleben. Di» Wählerliste für Friedrichderg- Fichtenverg liegt im Gemein de dureau, Dorsst,. 40, in den Vormtttag«. stunden von 9—1 Uhr, Nachmittag« von 3—6 Uhr, außer Sonntag«, an welchem Tage das Bureau gänzlich geschlossen ist, zur Einsicht au«. Zum Nrchsehen der Listen für Genossen, die kein» Zeit haben, ist der Äaftwttth P. Spindl«, Friedrich- Karlstraße 34, «w itrnatt(ßtntff* fordert alle Genossen, welche im letzten Vierteljahr da« 25. Leben«- jähr erreicht haben oder e« bi« zum 20. Februar incl. zurücklegen werden, auf, die Litten sorg- fältig einzusehen, da er, der zu Weihnachten 25 Zahr geworoen, in der Liste nicht gestanden hat. Der Listenfährer sagte:»Sie werden wohl noch nicht so alt gewesen sein, als die Liften angefertigt wurden. Zur Keucht«» g für»ie Mahler Schönebergs. Die Wähleriisten liegen zur E-nficht(Krunewaloftreb« 129. Zimmer Nr. S. von Morgen« 8 bis Nachmittag« 3 Uhr au«. Di'imigen, welchen e« die Zeit nicht e laubt, Einsicht in die Liften zu nehmen, können Ach de« Abends von 7—8 Uhr Gmnewald- ftraße 115 im Lokal« von Otto Richter melden. Dt« LoKalbommilston für Steglitz macht wiederholt bekannt, oad>m O'U bis j tzt kein Lokal zu Versammlungen zu habm ist. Ja Betreff d>S»Berliner Volksblatt� machen wir bekannt, daß dassübe bei Schütz. Schlohftr. 8, bei Höcig, Schlotzstr. 11, Restaurant zur Bö-se, Sch'ojstr. 66, bei Wrttwe Neuling, Albrech tstr. 109 und bei Schieselbein, Schilbhoenslr. 3 eusliegt, auch liegt daselbst da«»Vereüub'.att für Bauband- werker' au«. W.r machen die Arbeiter für St'glitz und Um« gegend besonders darauf ausmerksam, nur bei solchen Wirthen zu verkehren, wo Arb>itkrb>ötter ausliegen. Alle Fragen in Betr ff der L-kalfrage find zu lichtm an Wilhelm Wästenhagen, Fichteftr. 70, l Tr. Zeuge gesucht. Am 18. Dezember 1887, Nachmittags gegen 5 llar, verunglückte in dem Hause Sleglitzastr. 35 die Frau Schilberg dadurch, daß sie beim Fensterputzen im Haus- flnr von einer Liiter herabftürzte. E« ist kür die EnlschädigungS- Nage von Wrchiizkeit, daß fich der Mann, welcher zu der genannten Zeit Einlaß in da« Haus begehrte, als Zeuge bei der Fmu Schilberg meldet. Dieselbe wohnt Ziethenftratze 6a, Hof, K'ller, i. Eingang. Da»»N«ret«»blatt" bringt die folgenden drei Streik- «rlaffe an« arter 3«t di« wir ihrer Ocigmalität wegen unseren Lesm» ebenfalls nicht vorenthalten wollen. REGLEMENT. Vm GOtteS Gnaden, Joachim Friderich, Marggraf zu Branden bur�jk, des H yl. Roem. Reichs Eitz. Cwmmerer und Churfürst u. f. rr. Unfern Grus zuvor, L ebe getrmen, a'ß nicht all-yn von Lmten unterschiedene C agen an Un« kommen. Sondern Wir auch selbst oielleltig im Werck befunden, daß bißhero in Unseren Landen, von Mearergesellen und Zimmer-Kr echten, den unfern zu nicht ger nger benachtheylung grosse vfsitz? gemachet vnd nicht« da wenizer an Holtzlpetnen vnd dergleichen Sachen, noch dazu allrihaad abschlegzenS getrieben worden, weßwegen Wir a!« No tdurft erachtet, vnsern getreuen Unterthanen zum besten die belohnung dißfalleS, in Unfern Churfuersten- thum« vnd Landm hmfuehro vf ein gewrsse« richten zu lassen, rare etwa von benachbarten Churfuersten wohl derglryben geordenet worden; Aiß setzen vnd wollen Wir e deren auch A!ß der Chur und Landeßfuerst, krafft dieser Unserer sonderbahren Churfuerstlichen Verordnung, daß von dato an kcynem Gesellen, er sey Meuerec oder Zimmer. knecht deß Sommer« hindurch wöchentlich, ober einen Reicht fl. 3« Winter ober, 18 argl. solle zu Lohn vornychet, noch paßiret, so wol den Meystern kein unaebuehrlich vfsatz vor- stattet werden, da« Ho tz vnd Speene abtragen aber hiergegen gentzlich abgeschafft vnd eingestellet bleiben, auch die vbertrether, nicht alleya dess-lbm vbriqen Lohne« verfallen und verlustig seyn, sondern auch daiueber nebenst demjenigen, welche hoehere B- ohnung ousiqegeben, andere zum Abschewe, mit einer will- kuebrtichen straffe, sollen angesehen und belehget werden. Ja- Massen dann hiermit Unser gnedigster biffehl, daß ihr eure burgensch. fft so wohll all« Zimmec-Leutt« vnd Meurer, in vnd bey euerer Stadt solt ersten« Tage« an euch bescheiden, ihnen G«t«.kuiiu zu tyrec kvlssenscyuft vorlesen vnd p ibliziren, auch daß darueber fest glich gehalten und hier« wieder& y oermeydung vorerwehater straffe vnd Unserer vngnad« von niemandem gehandelt werde. Sondern ihr vleißige« vnd ernste» v stehen hohen wollet; so'che» gercychet euch vnd den evrigen fflifft m t zum besten, vorrichtet daran unsere zuver- leßige gekell'ge miynuna und feyndt eu» mit Gnaden gen« yget. Datum Coelln an der Svre«, den 31. May Ao. 1603. An alle vnd jede R.the der Chur oder Marck Branden- barg u. s. w. An Unsere Refidentzicn. ** IL WJr Friedrich Wilhelm, von GOtte« Gnaden Marggraf zu Brandenbmgk, de« H« yl. Römischen Reich« Ertz-Caemmerer und Chuersürst u. f. w. füegen hierdurch jedemanniglich zu wissen, wa» Massen bey Ua< verschiedene Klagen einkommen, bat» die Meurer und Zimmer Lmtt« so wohl in Unserer Refi- dentzien al« auff dem Lande bei ihrem gewoehnlichen Lohn nicht friedlich sein wollten, sondern selbigen nach eyzenem geallen stlyzerten und e« bei denen, so ihrer benoitbiget, dahin brarchten, ihie Forderung zu erhalten, wodurch diese Leute fast zu unwiederbringlichen Schaden gebracht wuerden. Wenn Wir nun solch hoechstschedliche, Land und Leute verderblich.« Beginnest nicht gestatten koennen. So beff-hlen Wir oll n unseren H iup Uten und Beampten hie mit gnediast, zu unter suchen mit allem flerss, wer b« seyen, die mit dem vi- stimmten Lohne nicht friedlich sein wolten, zu sp.c siciren, bey wem fie fich aushalten und die Rahmen zur ferneren Verordnung ehefteu« einzuschicken, biß Patent aber vorhero zu jedermannig- lÄhei Wissenschaft von den Cmtzeln publiciren zu lassen: Ge- statt dann, insonderhiyt w-yl ueder der Meurer Halsstarrigkeit allerhand Klage gefuehret, daß di- selben entweder gar nicht umb Tagelohn arbeytm wollen, sondern da« Verdinge derge- stall hoch machen, daß fie offt in einer Woche über Speise und Trank noch wohl zu 3 4 und mehr Thaler erweiben oder da fie die Arbr ych umb Tagelohn annehmen, dennoch nach der Ord- nurg fich n,<*t richien, londern auf die Woche zum wenigsten« 5, 6 ob« 7 O tS Thrler mbst der Speisung nehmen. Unsere Landrenter di-, so davon Wissenschaft haben koennen, frogin, bei w m und an welchcm Orte ein jeglicher Meurer und Zimmer-Knechl den vergangenen Sommer ueber gearb ilet und wa« er für Lohn gefordert vnd empfangen Haie. Jnmassen sollen unseee Landreuter von allen denen Meystern, welcher Loh« woichentl'ch rhae Spe sang über einen Thaler läufft, eine Fi, caliiche Straff von 20 Rthlr. und von den Gesellen, so nebst Essen und Trinken von 18 argl. biß l Rthir. gehoben, »ehu Thaier, von denen aber w-lch« zwar unter 18, dennoch aber zwölf arg! genommen haben, fuenff Thalir durch die Ex cution also fort abfordern und wird ihnen hierdurch ernst- lich anbefohlen ihr Amt wohl in Acht zu nehmen vnd Unseren Willen hieran zu vollbringen. Uhrkundlich unter Unserm vor- gedruck I sirgel, Coelln an der Spree, am 25. September. Anno 1672. (L. S.) Ilif. Demnach dcy Sr. Koenigl. Mcjestaet in Preussen rc., Unserem allrrgnaedigstcn Herrn, verschiedentliche Klagen eingekommen, daß die Meurer und Zimmerleute nicht um den gewöhnlichen Lohn arbeythcn wollen, sondern fich widnsetzen, ollerband Zitlammenkuenfle halten pn? u«t-r fich Si eigenen Gunsten Colli cien anstellen; Und dann Seine oenigl. Majestart gemueßiget worden, deßhalb ein ernstlich Einsehen zu habm vnd die Redeltsnehrer zu gebuehreuder Straffe ziehen zu lassen, dabey neben ober vernehmen, daß dessmungeachtet solch Unwesen dennoch dadurch nicht gesteuert worden; Alß wollen mehr Allerhoechst gedachte Seine Koenigl. Majestaet hiermit vnd krafft diese« allen und jedm Meurern und Zimmerleutten dergleychen unerlaubte Zusammm» kumfte.so für Land und Leute verderblich seynd, glerchwie alle« Collrgirm von Gelbem abzustellen oder wiedrrqenfall« ge- waertig zu sein, daß solche« dergestalt und mit solcher Schaerffe geahndet werden solle, daß Andere ein Exemplum daran nehmen, und fuer dergleichen fich Huden moegen, Signatum Coelln an der Spree, den 6. Juli. Anno 1701. Friderich.(L. s.) . Graf von Wart eubera. Kerustslirte« Fleisch wird nach wie vor von der fi«kali- fchtn Abdeckerei gestohlen! Di«»Allg. Fleischer-Ztz.", der wir di« Verantwortung der hier mitgeibeillen Th-tsachen Übertassen müssen, sebreibt: Man hätte glaubm sollen, daß die Leitung der Abdeckerei, nachdem fie mit ihrem B�richtigungsversuch in allen Pnaktm abgefallen ist, nun wenigsten« Anstalten treffen würde, um weiter« Diebstähle zu verhindern, um so ihrer Auf- gäbe, nämlich der völligen Unschädlichmachung lovfiZznten krar khaften Fleische«, endlich zu genügen. Die Untersuchung de« Schlachtvieh« erfordert große finanzielle Opfer, die gern gebracht werden, um der Bevölkerung Berlin« in Bezug aus den Fleischpmuß sanitäre Sicherheit zu schössen. All' diese Opfer und Mühen find aber fruchtlos, so lange die fizkalische Abdeckerei nicht derartig sorgsam gdeitet wird, daß e« unmöz- lich rst, kranke« Fleisch von der Abdeckerei zu stehlen und in dm Handel zu bringen. D e von dem Magistrat und den Stadtverordnetm emaesrtzte gemischte Deputation wird hoffentlich recht bald hier Wendel schaffen; eine schleunige Er- ledigung der Angelegenheit ihat dringend Roth, denn bi« in die letzten Tage hinein ist Fleisch von der Abdeckerei gestohlen worden. Am 20. Januar ist ein gewisser Z mmerman» wegen Diebstahl« eine« Hasen und anderer Fleischwaare von der Ab- deckerei angezeigt worden. Da« ist ein Einzelfall; weit schlimmer aber ist e«, baß länger« Zeit hindurch größere, förmlich organi- firte Diebstähle bi« Ende Dezember von dem Knecht Holzapfel aukgeführt werden konnten. Holzapfel hat wiederholt vor 5 Uhr Morgen« Knochen von der Abdeckerei nach der chemischen Faduk in Heiilgensee zu fahren gehabt. Man scheint ihn dabei ganz ohne Ausstcht gelassen zu haben, dmn er konnte die Gelegenheit daiju benutzen, mit den abzufahrenden Knochen gleichzeitig größere Fleischvorräthe mit weg zu fahren, die er dann reget- mäßig seinem mit einem Hundewagen an der Humboldtmühle bei Tegel wartenden Vater und Bruder übergab. Daß der alte Holzapfel,; wohnhast Reinickendorf, Berlinerstr. 16, diese großen, von seinem Sohne gestohlmen Fleisch quantitätm in dm Handel gebracht hat, ist wohl zweifellos. Der Knecht Holzapfel ist schließlich bei der Humboldtmühle nit diesen Fleischvorräthm bettoffen und infolge drssm mtlassen wordm; der Hauplverhandlung«. Termin ist in nächster Zeit zu erwarten. Damit, daß e« gelingt, einm Dieb nach Verubung mehrerer Diebstähle abzufassen, ist doch aber noch nicht« erreicht— Sicherheit für die Bevölkerung ist erst gewonnen, wenn die Möglichkeit solcher Diebstähle überhaupt verhütit wird. Das ist eine so selbstverständliche Forderung und doch ist fie noch immer nicht erfüllt! Di« Datzt der Geisteskranke« sowohl in der städtischm Irrenanstalt zu Dalldorf, at« auch in dm Peovmzialanstaltm ist im Vcrhällniß juti Vorirchr« wieder um ein Beträchtliche« gestiegen, und zwar in der stadtischen Anstalt um 160 und in den Provinzialanstalten um 150 zu 1670 Personen. Dieselben find vertheilt auf die Anstalten zu Eb'rSwalde mit 455, Sarau mit 520 Lantsderg a. W. 430 und Wut steck mit 256 Kranken ,xkl. der in dm Landarmenhäusern untergebrachten. In den Filialanstalten der städtischen I renanstalt und zwar in Schöne- berg, Panko v und Ehariottenburg, find zur Zeit ca 980 Irre beiderlei Geschlecht« untergebracht. Außerdem hat der frühere Inspektor der malson de sante zu Schüneberg. HirrKarokoweky, in jüngster Zeit eine neue Filialanstalt in Lichterfelde erbaut, in welcher augenblicklich zirka 40 städtische Geisteskranke au« der Dalldorfer Anstalt untergebracht find. Auch in Weißens« hat eine Frau Writwe Reich ein Grundstück erworben, um darauf ebmfall« eine Ftl al-Jrrmanstalt zu bauen, interimistisch find ihr bt« jetzt für ihr alte« Terrain einige Kranke zur Pflege überlossm wordm. Tod durch Zleberfatzren. Dem Unglücksfall, welcher auf dem neuangelegtm Rangir- Bahnhofe zwischen Südmde und Tempelhof in voriger Woche fich ereignete, ist vorgestern ein noch bedauernswertherer erfolgt. Fast genau an dieser Unfallstätte, unmittelbar an der königlichen Hauptwerkstatt beim Bahnhofe Tempelhof, wurde vorgestern in später Abendstunde der Wächter Berger mit zermalmten Schädel todt aufgefunden; die betdm Beine de« vermuthlich auf der Stelle sofort ge- tödtetm Manne« wurden nach längerem Suchen, etwa sechs Met« von der Leiche abseits liegend, entdeckt. Offenbar ist Berger, dem die Uednwachung d« Schienenübergänge an jener Stelle übertragen war, von der Lokomotive eine« daherkommen- dm Zuge«, dessen Herannahen Berg« in der Dunkelheit und bei d« ungünstigen Witterung de« vorgestrigen Abend« nicht hat wahrnehmen können, jählings überfahren wordm. Anders läßt fich dieser Vorgang nicht erklärm, da Berger, ein Mann in den Fünfzigern, als ein sehr pünktlich«, umfichtiger Beamter bei sernm Vorgesetzten seit Jahr und Tag bekannt ist und zwar schon seit jener Zeit, da er noch im Dienste der ver- flossmen Anhalter Plivarbahn. Gesellschaft gestände,'. De» Ver- unglück te ist aus Lankwitz gebürtig; er hinterläßt eine W.tlwe und eine zahlreiche Familie Die Kunde oo» einem Mordversuch und einem Selbstmord verbr iletc fich noch in vorgestrig« später Abendstunde im Süden der Stadt mit der bekannten Schnelligkeit und unter der üblichm Beigabe der schauervollsten Einzelheiten. Nach den Erkundigungen, die das„B. T." an zuständiger Stell« eingezogen hat, stellt fich der T-iatdeftand wie folgt: Bei dem w d« Wass«thoistraße 7, Ecke der Fürstenstraße, etablirtm Materialwaarendändl« Hnrrn St. konditionnte seit dem 1. Okrobu v. I. der IVjäh.ige Handlungsgehilfe Gollick, welcher mit einem jungen Mädchen ein Liebesverhältniß unter- hielt und infolge dessen einen Aufwand trieb, welcher Henn St. mit der Z it auffiel, da dies« Ausland mit dem Gehalt des Kommis nicht recht in Einklang zu bringm war. He« St. überwachte daher den jungen Mann mit besotrd«er Aufmerksamkeit, und da er hierbei die lleberzmgung von seiner fortaesrtztm Untcme gewann, so mtschloß er fich, ihn vorgi stein Abend in der neunten Stunde ernstlich zur Rede zu stellen. Er machte ihm entsprechende Vorhaltungen und lr>ß, da G. fich aus'« Leugnen legte, durch ein Dimftwadchen einen Schutzmann herbriholen. Kaum war der Polizeibeamte in dm Laden getretm, so stürzte der Kommt« nach seinem in ter Nähe de« Laden« gelegenen Echlafraum; He« St. eilte ihm dorthin nach und kam noch zur rechten ZrU, um wahrzunehmen, wie der junge Mann VsrfÄmmlungest' einen Revo'v« aus einem Futteral zog, da« er seinem Koffer entnommen halte. In der Al ficht, ihm die Waffe zu mtrerßm, _ ,, He« St. darnach und in drm Rrngm um denselben mt- lud stck> cin Schuß, welcher drm Prinzpal zwei Finger der linken Hand, glücklicher Weise nur leicht, beschädigte. Letztem kehrt infolge drssm nach dem Laden zurück, während der Schutzmann, welch« dm Schuß gehört, fich nach drm Scklafiaum begab. Noch hatte er der selben nicht e«ticht, da dröhnte ein zweiter Schuß, der Kommt« hatte fich eine Kugel in die linke Schläfe g-jagt und hierdurch seinem L-b-n ein ge- walisames Ende berei et. Seine Leiche wurde später nach der Morgue überführt.— In dem Kasten de« Kommi« fand man außer verschiedenen Werthsachm 340 M. an daarem Gelbe. Herr St. schätzt nach einer vorgenommenen R vifion seine Ge- sammtverluste auf etwa 740 M. August Debet vor de« Kerlwer lange ich Minist« bin, darf Bebel nicht mehr» sprechen," sagte Herr von Puttkamer gelegt"' A Debatte im Deulschm Reichstage. Da« war vor ung i Jahren. Damal« hatte Bebel in einer öffentlichen« lung im Lokale Andreasstraße 21 gesprochen und°>. sammlung sollte nach der Bihaupwng deSvergaN! «ÄÄ ,°M ttgudt si Ich.offen gegenü xarlamen arisnn masl-n zu, 8:9W ihre eig jdp'renbigtt 3 vrrschr nung, al« durch Saulenrmschiag angekündigt wmv°- selbe am Donnerstag Abmd wieder zu den Berliner und zwar in demselben Lokale sprechen werde, Bübne herab er vor Jabrm mit feurigen Worten P Male für die Ziele der Sozialdmiokraiie wirken Versammlung sollte um achteinhalb Uhr beginnen,» um sech« Ubr warm Saal und Gallerien, au« denen Tische und Stühle entfernt hatte, überfüllt, jedes f'«NT Ktznp hf Atf STOrni#»* ßrnnf an ÄöPj besetzt; wie eine dichte Mauer stand Kopf an Ko die Menge und e« hätte im wahren Sinne de« L Apfel zur Erde fallen können. Draußen war die gegend von Schutzleuten zu Pferde und zu welche dm Zugang zum Lokal absperrten heranströmen dm Mv ss m zurückwiesm. Viele mußtm wieder nmkehrm. Al« Bebel in sammlung«schien, wurde er mit donnernd«« h Mg................ begrüßt, die fich immer auf« neue wiederho'teir. ».Mi iff c s mu°u» die' l>ochaen" vorschrei rade das wurden die He«m Günther, Grau gewählt. Bebel begann feine höchst interrssaute,.. Rede mit einem Hinweis auf die außerordmtlich i suchtm Wahlkrv.'rsammlungm in Berlin, welche NAM " Eg ® Sa ?'aat fa .1 lueyrm-uzayierveriammluugkii rn roeurn, wutut ui r1,11«. ,u: Aasi bekundetm, daß fich die Wähler B« in« vollko««ea x J'�uichea K klar seien, wa« bei dm bevorstehmdm Wahlen auf Ji'Mftzttt[4,,�, stehe. Man habe fich hinsichtlich der 765 000 sozi Stimmen geäußer», daß zwar viele einen wählen, ab« nicht wissen, wa« fie eigentlich Minister Herrfurth habe fich in ähnlicher gesprochm. Wenn man sämmtliche sozialdemokratt auf da« Programm examintten wollte würden dasselbe nicht definiren können. Damit ist ab« nichii da« gilt von allen anderen Parteien, diese würben btipz Eramination noch viel schlechter fahrm.(Stürm w'*, Wenn e« eine Partei giebt, deren Anhänger selbst politisch gebildet find, dann ist e« die sozialdemokr« diese hrtte ihre Anhänger«st aus anderen Pk'1 werben. Bor 26 J»hrm war ich selbst noch ein tip Lassalle'S, dessen Gefolgschaft ich in Wort und kämpfte� Aber bald kam für mich das Damaskus Koate einem Saulu» wurde em Paulus; so ist es Tausenden ergangen und so wird es fortgeletzt Tautenden ergehen. Die Nolhwmdigkeit darauf hin, nicht weiter gehen können. .-ff _. Die ökonomische Entwi'ckclünS tztli Nothwendigkeif darauf hin, alle Welt fühl», daß d« Das kap'talistische System hat unsere grnze V mx\t umaefla'Ut und eine revolutionärere Kiolff A moderne Bourgeoisie hat die Weltgeschichte noch Sie hat nicht nur den Adel seiner Mach'. A und drs Handwerkerthum proletarifirt, sond«n ub�,j ganze Fühlen und Denken der Menschheit total � Je mehr die hnitige Produktionsweise sich ent« I" i a.............« dm. Nun ist e« aber ein Gesetz der kapitalistischen lung. daß_ einer_ Periode des ökoncmilcken wm_______...,-,m der Rückschlag folgen muß, weil die Boura« �.Maß zu halten weiß und weil sie in% Konkmrmz unter fich auf dem Kriegsfüße P Markt wird mit Waarm überschwemmt u«.,, schönen Tages stellt fich heraus, daß eine UekerprobU'� Händen ist. Die Preise sinkm unter die ProduuL, hinab und wir sehen die Krise, den wirtbschaftlichenhi d« imm« weitere Kreise und damit alle Klasse« schaft in Mitleidenschaft ziehtt � Das hat uns aber auch den Beweis gelirferl, � einzelne Arbeiter fo'chm Verhältnissen gegmüd««Ä.iit! und daß daher die Arbeiter nur in geschfissmet S%u diese« Produktiondystem kämpfen können. Diese � bat un« auf die Höhe der gegenwärtigen Entwickck«»»� Die Phase d« aufsteigmden Prosperität hat die Lohnkämpfm, zur Erkenntniß ihr« Lag« Klassenbewußtsein geführt, die Phase der hat andere Klassm der Gesellschaft in« hinadgeschimdert und sie der Sozialdemokratie Auch auf dem Gebiete d« Landwüthlchaft hat die � f revolutionirmd gewirkt, 1« Bau« befindet fich ebenl° � Kleinhändler und da« Hrndwerkerthum in einem dränge. Die Ex stenzunficherheit nimmt mit jedem.-�t Die meistm Handwerke find in dm Großbetrieb a%gi Unsere Kleintzandwerker 6. Iben sich ein, daß e«- frnd, welche ihnen da« Leben sauer machen und«%!! ffi W M »iv- wc Ä Wörde ?ber»ie, «l« beV, M .«ne, ,tt habe dieselben Gesetze vom Reichstag gemacht haben. E« derzi f'iiSÄ daß die Äleinmeister gegen höhere Forderungen erbittert sind, aber sie müssen sich dost' auf sie keine Rücksicht nehmen können Kleinmeister nur Rrkrutm für die Fabriken aus,"'yi. ausgelemten Kräfte an sich ziehen. Drshalb h«%W tronalliberalen auch nicht« dagegen gehabt, al« die v$ zur Gründung von Innungen schritten und mit ihren, Forderungen an den Reichstag gingen. Anbetet ff'1',, Klemhandwe-ker aber auch gar nicht mehr in der L'fy finge für da« Handwerk heranbilden zu können,«"„«i ?uv vu» yuu.iuuu?« gu lü.hnc»«/ Fsv» nur noch Theilarbeiter sind und mit dem B-fühig«"�. würde e« für fie selbst mithin ein heikle« Ding'-ff O: tz.»»« k«.»<• tU C—. o.. Jt—.» A abrikantm brauchen keinen Befähigungsnachweis Punkt würbe die Bourgeoisie aar nicht eingeben. wenn das gefchebm sollte, so hottm fie nur nöthig, 8 W MT M M "V «ach »«gel ber W-rkmerster zu halten, wa« ihnen keine Schw'.erig�K� ""»ffl »% re ten wurde. Die Reich? tag« Mehrheit kann also o¥'i zu dm Forderungen der Jnnungsbrüd« ihr»Ja' hV, auch dre Regierung hat gegen dieselbe> icht« einzuM�o, ganze Sache' ist ein nette«'°Stuckchm"p älittsch« ein Mritel, einige hundert Gimpel ans den Wahfle"" Emen anderen Zweck kann sie gar nicht haben._ Wenn der Abg. M quel sagt, daß die alten fallen find, so hat der Mann ganz Recht. Die pad'fV Geschichte der letzten 10 Jahre bestätigt da«, fie pg' kW --Äl SÄS zM M geltfleiti1 vor uitgi ltliche« und gang«» g 9*9% "X{ wurde, Jr Snliner» erde,««' j orte» V* lett koin� innen,% an Kopi>■' de« 1| rrtea WWW %ta&» ju,«Mi" g'gen ihre« «olbttnbljtt »u,»eil das Älcffer.inleftfle tbnm_ S'blet't. B'gn« ihre eigene Uebetjtuaung zu stimmen. Da»«"» ■indiget Weise ihre Degeneration herbelsuhren. E» Vht den herrschenden Parteien wie der Küche, welche ernsach den Giundl.»— t— n"■•— M unserem Glauben Rrtwendigkeit das 0> "% v«ie,en»«»er«u« Grundsatz aufgestellt hat: Wer nrcht zu „« a{.» ÖTK sass «ttariegiuni• m,«»—— k-- x' «»' fV I und fast)#g t'ich»g I»e»"i y ll»-«-«.? n auf •i» »»«%, iffe Lif'J UlNtlsl selbst! emol« Parti �in ei' und (Uli '* t" M tzt Hund» aiw nsfs roch»" Mach«. ag i Kulf t. 3l der Ö -h* � i feinf 711 nicht hätten, würde die dreijährige .che« Cöhne q'Jw bestehe», weil die henschenden Klasse» |*M itta- ß J*, 3 Jahre lang dienen lassen würden. Man Lfdung i..g,7°wser kann j-der werden, der nur die nächige Aste! ,u- da eben der Mehrheit die nothwendigen N» derjiH, ,»«9 und Bestreitung der sonst noch dazu ?0ltti. w*"" wir einen Blick auf taS Schulwesen » Siaat?5ch'en haben unsere E-mrtle ungen ergeben, baß fj?« 2 7o iw �tt Kitiber in den Volksschulen pro t0 ö d Vfjo sm-C T1', der höheren Klassen ober 50, ja sogar liubeni b«- sn10.- �«ublt. Fragen wir einmal was jeder Berliner Un've-fiiät zahlt und was er dem K KW« £■/>. M KZ en stl", aße leb'- A D�WW W Wötli j Al7»lebt, was uns'dieser' KartellM-.chSlag geschaffen Ty Cfc WA.kk—-ij.- oq.OL_ tl-" SS't 'JUfitn •««fa die%üllu°»ddeu'f*f Band in« Leben t-at, hieß e«: nun "W'«n habt ,? 9 sag«: m Sem ihr euer eigene« Programm �..wünsche, trotz em e«"doch mit Frankreich hoben"* stich te ve bunden war. Die (ine ober zur Genüge bewiesen, i& man?/"°uf Selbsttäuschung beruhten: 1866 ungefähr ----- utsch weide..— hmauSge ovifen w u den. I�O�'Wschiand deut!ch°'waden wollten, dmrch Vertrag Yl' IVtlV/ VU Ii*.|»VV ßW*»»,*,»» ».I!?steure»"'.ch'"NSt kämpfe zwischen zwei Nationen gestalten. to5?$t rrnw,01 find m»«ug auf die Zerstörungsmittel R*. n und wenn der Kampf wllklich emtreten sollte, >st�0t>t>n,» um weniger al« 15 Millionen Männer, die Blüthe Ii. �r 3»„i'»egenübersteh-n Und schon die Kriegserklärung 1«.«' faulender und nochmals taufender in allen bethci. daß diese >hij"!s moDt"»»' isrvfliauiwung uetuv«"• jene Pro bi.%4 et(4fin'»0n k Anschluß nichi« wissen. Siaen. ö fi/�tsoche k"! ,tVl»"geführten Mot ven gegenüber �---- 0...«iieiif,. vstoß 1866 ungefähr neun Millionen Deussch i—. WMWMß m pKO-MMM mm n0 die stehenden Armeen aufzubringen haben. Die Getreidezölle, welche eingeführt wurden, um der .nothleioenden Landwirthlchaft"»u helfen, hoben bewirkt, daß wr in Deutschland da» Getreide um ein Drittel höh r bezahlen müssen, wie die Nachbarstaaten. In ganz ähnlicher Weise stnd die anderen indirekien Steuern gewachsen. Di« Arbeitet kiasse hat da» allerhöchste Joteusse doran, baß diisem Steuersystem ein Ende gemacht wird. Die Bourgeofie hat vor nicht« mehr Fuicht, a« vor dem Steuerzohlen. bat um leistet fie der Ein- lüdiung einer progresstoen Einkommensteuer beharrlich Wider» stand. Wir aber müssen diese Forderung aufiecht erhalten, denn wir wollen wissen, wo« unser Staat kostet und wollen deurlh ilen können, ob auch danach regiert wird.(Siürmischer Beifall.) Gegen die Tinkommenftruer wehrt man stch nach Kräften und wo fie eingeführt ist, fehlt der nöthize Zwang. Niemand kann heute kontroliren, od ein reicker Mann 50» oder 100 000 M. in Pap eren ar gelegt hat. Wr wollen, daß auch Diejenigen die größten Lasten tragen sollen, welche von dem heutigen Gesellschaftszustande die größten Vortheile haben, die am leistungsfähigsten find und da« zu erreichen ist nur mö..l ch, w-nn Sie Männer in die Gesctzgrbung wählen, welche diesen Standpunkt vertreten. Man sagt: ja,w.r haben, doch die sozi-ilpolitisch-n G.s tzi sür die Arbeitte gernachr! Diese find allerdings geschaffen wo den, aber fie find, genau de» trachtet, nichts mehr als ein BeruhrgurigSpflaster: man will doch eben den Schein der Gerechtigkeit wahren. Ich bin der Urberzeugung, daß r ock, bevor der Punkt ringen elen Irin wird, wo da« Jnvalidengesetz seine volle Wirkung äußern soll, ganz andere Zustände in der menschlichen Gesellschaft vorhanden fein werden, s Donnern der Beifall) Das Jnvalidengesetz bietet in vielen Fällen weniger als die gegenwäriiaeAimenunteistötzung in manchen Stävten. Die Invalidität ttitt auch erst ein, wenn nachgiw isen wird, daß der Arbeiter als Jaoalide nicht mehr dm dritten Theil von dem verdienen kann, was er durchschnittlich in den lrtztrn fünf I rbren erzielte. Dann erst kann er die Rente bean'prvchm, welche so beschrffm ist, daß fie ihm auf keinen Fall Sorge machen wird.(Heiterkeit.) Die Klagen über ungenügende Unterstützung haben fich nach dem Unfallgest tz roch viimchrt. Auf dem Gebiete der Einführung von Schutzgesetzen hat der Reichstag fich stümperhaft benommen und die Regie- rung hat nichts da>u gethan. Von dresmw chtigen Forderungen der Arbeiter hat der Deuische Reichstag nichts gewollt. Es ist nicht nur nothwendig. daß wir diese Forderungen ausrecht er» holten, sondern auch vom Staate die Förderung von Arbeiter- gerossenschaften, Hand werkergen offen schatten zu verlangen, enen e« durch die Uebei nähme der öffmllicheii Arbeiten de« Staate« und der Kommune möglich gemacht wird, mit dem Großkapital zu kovkurriren. Ferner landwnthschaft- liche Genossenschaften und U-berweisung der Bergwelke an die Arbeiter. Der kapitalistischen Wirthschaft muß der Boden entzogen und hierzu bei den bevm stehenden Wahlen ein Druck aus die berrschenden Klassen ausgeübt werden. Alle henschenden Parteien find in vollständiger Zersetzung begriff.»; soweit sie überhaupt noch kämpfen, find fie auf die Vertheidigung beschränkt. Sie fürchten fich alle vor uns, vor den Sozialdemokraten. Wir wollen die Pioniere der Zukunft fein und wenn wir fie nicht für uns gewinnen können, müssen wir über ihre Köpfe hinweg zur Veiwirklichung unserer Forderungen schreiten. Stimmen Sie nicht nur für unsere Kandidaten, sondern sorgen Sie auch dafür, daß Ihre Freunde und Ange- hörigen für dieselben eintreten.(Donnernder, minutenlang an« haltender Beifall.) Auf eine Diskulfion wurde angefichts des wirkungS- vollen Vortrag« und der bewegten Versammlung Verzicht, t. Zwei Resolutionen, welche zur lebhaften Wahl- betbeiligunz zu Gunsten der sozialdemokratischen Kandidaten ouffo.derten und den Wahltag zum Feiertsa erklärt wissen wollten, wurden einstimmig angenommen. Mit einem drei- fachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie schloß der Vorfitzende die Versammlung, welche fich unter begeisterten Hochrufen auf Bebel Ire'rle Siue imposante Mählerverfammlung fand am 23. d. im Börmischen Bruubauie Natt. Schon längst vor Eröffnung der Veisammlung mußten die Eingänge geschlossen werden. Tausende hatten vor rem Eingang Posten gefaßt, in der Erwartung, noch einen Platz zu erobern, aber vergeben». Die Versammlung wurde um 8>/< Uhr ei äfft et. Das Bureau bildeten die Herren Zubell, Dietrich und Scholz. Herr Zubeil theilt« mit, daß e« leider dem Kandidaten He-rn Singer wegen Heiserkeit nicht möglich lei zu erscheinen. An dessen Stelle war der R.it«tagk-Abg. H�rr Schumacher erschienen. Derselbe führte inseinemReferatungefahr folgen deSaus: Heute ist im Deutschen Reichstage mit ewigen Atänderungen rn zweiter Lesung toa Sozialistengesetz verewigt worden. Grade dieienige Seite, welche immer dem Volke sagt, laßt Euch mcht von den Sozialdemokraten verführen, fie zerstören Eixenihum und Familie, grade jene find e« gewesen, Konservative sowie National liberale, die für die Knebelung der gerechten Bestrebungen des Volke« stimmten. Sie wissen, in weicher Weife dre Kartellmajorität zu Stande gekommen rst. Redner besprach sodann, in welchem Umfange die Lasten für Militär und Marine gestiegen find und führte aus, daß die Rüstungen,»m den Ausspruch de« Grafen Moltke anzuwen- den, schließlich zu einer Katastrophe führen müssen, die zu ver- hindern das heiligste Int reffe eine« jeden wahren Votksaertre- terS sein muß. Zur Beschaffung der Mittel für dos Militär seien die indirekten Steuern mcß'oS vermehrt worden. Von der Getreidefteuer hätte dir kleine Landwirlh keinen Vortheil, Nutzen bätten nur die Landlords. Bei den Wahlen sagen die Herren Kartelldrüder wohl, wir wollen ja nur Euer Beste«, wir stnd e«, die den Staat erhalten, und wie die Phrasen olle hechen, aber nach der Wohl kommt nicht der Franzose, fondern der Exekutor au« dem Drut'cheir Reich und holt die letzte Kuh. Es ist Pflicht, da» dem Volk vor Au.?en zu führen, um zu zeigen, daß jene Herren nur ihr eigenes Interesse verfolgen und fich auf Kosten de« Voike« bei eichern. Der Redner kam lodann auf die Vorgänge m den Kohlenrevieren zu sprechen. D e Sozialdemokraten wären in keiner Weise die.Hetzer� gtw-sen. Nachdem Redner noch die Svzialreform von oben, da« Kranken-, Unfall-, das AlterSverforgungS- und da« Jnvalidengesetz keitifirt hatte, schloß er: Meine Herren, soll eine wirkliche und wahre Reform auf allen Gebieten eintreten, so ist e« Ihre Pflicht, nur für solche Mä.ner einzutreten, die ernstlich gewillt sind, dem Volke nicht bio« leere Versprechungen zu machen, sondern fie auch»u halten. Dm um treten fie ern am 20. Febr., cm Tage der Wahl, und gehen Sie Ihrem bisherigen Ver- treter, dem Abg. Paul Singer, Ihre Stimme.(Stürmischer "�Hierauf wurde folgende Resolution vom Vo fitzenden ver- lesen: Die Versammlung erkläit fich Imit den Ausführungen de« Referenten, Reichtiagsadgeordneten Schumacher, einver- standen. Sie erkennt an, daß nur die sozialdemokratische Partei gewillt und im Stande ist, die soziale Frage zu lösen und verpflichtet fich, nur dem Kandidaten der Soiialdemokralie, Paul Singer, ihre Stimme zu geben. An der Ditkusfion be- iheiligten fich die Hirren Menzel, Klinger, Reuter und Z.beil. Hierauf kam noch folgende Resolution zur V.rlefuig: Alle Anwesenden verpfl chien fich, am Tage der Wahl die Arbeit ruhen zu lassen und fich an diesem Tage der sozial- dcmrkrattfchen Pa ter zur Hilfeleistung zur Verfügung zu st.lleo. Beide Resolutionen wm den einstimmig angenommen. Nachdem Herr Schumacher noch eine kräftige Schlußrede gehalten, wurde nach kurzer weiterer Debatte die Versammlung mit einem drei- fachen Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. ffer erste Kertinrr Nrichotagswahlkrei« hielt am 21. d. M. seine erste Wähleroersammlung in Feuerstein'« Lokal ab. Dieselbe war stark besucht. DaS Refera! hatte Herr Fritz Krüaer über die politischen Parteien im Reichstag und deren Wirken als Gefitzaeber� übernommen. Das Bureau wurde au« den Herren Wiemer, Gebbauet und Reichert zu- sarnmengesitzl. B vor m die eigentliche Tagesordnung eingetreten wurde, war ein Antrag eingelaufen, welcher besagte, daß der letzte Punkt, Verschiedene« zu-rst verhandelt werden solle. Derselbe fand Annahme und wurden darauf von Herrn Felgen triff die Vorschläge für ein Wahlkomitee im ersten Berliner Wahlkreis gemacht. Dasselbe sollte au« 7 P rsonen zusammengesetzt werden und wurden die Herren Robert Franke, Gotischalk. Kubat, Gebauer, Reichert, Feske und Pfuhl einstimmig gewählt. Darauf erthnlte der Vorfitzende der Versammlung, Herr Wiemer, dem R-serenten Herrn Klüger da« Wort. Redner ging mit den henschenden Parteien scharf in» Gericht, er wi>S in überzeugender Weise die Schädlichkeit der modernen Zollgesetzgebung, der Verbraucht steuern und de« MilitarirnuS nach. Wie sehr Redner im Sinne der Versammelten gesprochen hatte, bewies der stürmische B->fall, welcher seinen Worten folgte. An der darauf folgenden Diskussion beth-ilrgten fich die Herren Krause. Feld- mann. Reichert, Wacht, Wirmir und Büchner im Grifte der eben gehörten Aussührungev. Nach Annahme folgender Rr- solutron:»Die heute in Feuerstein'» Lokal tagende Wähler- Versammlung des ersten Berliner Reicht tag« Wahlkreise« erklärt fich mit den AuSsührungen des Herrn Fritz Krüger voll und ganz einverstanden und v»spricht refi) verpflichtet fich, bei der am 20. Februar ftallfindenden Wahl rh«m Kandidaten, Hen« Gottfried Schulz, ihre Summe zu geben und erklärt fich bereit, den Wahltag als Feiertag zu hatten, und au demselben err- mülhig für die sozialdemokratische Partei einzutreten", wurde die Ve.sammlung mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie geschlossen. Die Freie Derrinigung der Maurer Keelitt»««» Umgegend trat am 23. d. M. in O Iche.'s Salon zu einer Generalversammlung zusammen. Angrsicht« der hochwichtigen Tagesordnung war die Versammlung gut besucht. Der eiste Punkt der Tagesordnung laulete.Beschlußfassung über den vom Kollegen Kerstan gestellten Antrag betriff« Besoldung de« 1. Vorfttzinden und de« 1. Kasstrer« der Freien Vereinigung." Herr Kerstan begründete nochmal« seinen Anlrag, wie bereit« schon in früheren Versammtungen geschehen und wurde dieser Antrag von Herrn Krieg warm unterstützt. Herr Blau ock äußerte gewichtige Bedenken gegen die Ausführung be« Antrages und warnte vor Annahme desselben. Diese Meinung«» vkishiedenhe t zeitigte eine längere D« balle, in welcher ein leb» hast:r Meinungsaustausch stattfand. E« sprachen für den Artrag Kerstan ferneihin die Herren Weise, Krieg Karl Schmidt, Rück-rt, Grothmann,(jedoch odne besoldeten Kasstrei), MacijewSki, Kerstan, Engelmann(Schöneberg), Kliemann, Karl Schmidt und Weise, gegen den Antrag die Hirten Jezork, Blaurock und Aheel. Der Generalversammlung lag flrner em Gegenantrag zu dem Antrage Kerstan vor, dahing-hend, daß dir Generalversammlung beschließen möge, von der Anstellung zweier b«sold-ttn Beamten Abstand zu nehmen und die Agitationtkommisfion wieder zu wählen. Em dritter Ar t ag lautete in dimfllben S.nne. Der Vor fitzende ließ zunächst darüber abstimmen, ob von jetzt ab besoldete Beamte angestellt werden sollen. Die Majorität der Generalversammlung b, schloß in diisem Sinne. Die weitere Frage war die, ob, wie in der vorhergegangenen Diskussion von mehreren Rednern befürwortet worven war, nur der Vorsitzende, oder aber dieser und der Kasstrer besoldet werden solle. Dia Generalversammlung entschied fich für die Anstellung beza». Besoldung zweier. Beamten, d. h., dem Ant-age Kerstan entsprechend, de« ersten Vorsitzenden und de« ersten Kasfirir« der strien Vrreiitigung, der Herren Wernau und Schulz. DieGe« haltsfrage wurde dadurch erledigt, daß den beiden Beamten ja 1503%. pro Monat vo: läufig bewilligt wurden. Damit war der erste Punkt der Tagesordnung erledigt. Der»weite Punkt der- selben lautete: Fortsetzung der Vorstand« wohl. Die General- Versammlung beschloß nach Anstillung zweier disoldeten Beamten einen stellvertretenden Vorsitzenden und Schriftfübrer, sowie vier Hllfskalstrer zu wählen. Zum stellvertretenden Vor- sitzenden wurde gewäblt Herr Hanrsch,»um stellvertretenden Schi istführer Herr Schipoltki, zu HilfSkasfimn die H nen SchmaiovSki(SO), Legeier(S.), Gralo«(W.) und Redt- wann(N.). An Stelle de« statutenmäßig ausscheidenden Revisor« Herrn Karl Schmidt, wurde Herr Metzke gewählt. In die Ngitationskommijfion, welcher gleichzeitig die Ueder- wachung de« Vorstandes oblreaen soll, wurden gewählt die Herren G>h le, Franz Schulz. Roll, Karl Schmidt und Krirg. Schließlich machte Herr Karl Schmrdt noch einige Mitthe- lungen über selbstgemachte Beobachtungen, welche wiederum ein recht grelle« Lich> auf die heutigen Zustände im heutigen Bau- wesen warfen. Nach Erledigung minder wichtiger Angelegen- heiten erfolgte Schluß der Versammlung. Eine öffentliche Perlmuttarbeiter-Uersammlung tagte am 22. o. M. rn Sahm« Klubhaus, A, nenstr. 16 mit der Tagesordnung: 1. Unsere Lrae und die Rothwend, gleit der Organisation. Referent: Herr Otto Klein. 2. Diskussion 3. Event. Wahl eine« prooisoirichen Vorstände«. 4. Verschiedene«. In» Bureau wurden die Herren Th»me, Schensch und UUt gewählt. Bevor der Vorfitzend« bim Referenten da* Wort er» lheille, bat derselbe die Versammlung, durch E beben von den Plotz-n den dahingeschiedenen Kollegen P. Park zu ehren. Hierauf nahm Herr Klein das Wort. Derselbe entwickelte m seinem Vortrag in kurzen Zügen da« Arbeiterelend und die daraus entstehenden Folgen. Derselbe betonte und kam immer wieder darauf zu sprechen, daß da« Uebcl einzig und allein durch eine Rrdnziruna der Arberitzeit und eine gute Organisation zu beseitigen sei und daß e« Pflicht eines jeden Arbeiter« ist, danach zu streben, sich eine Organisation zu schaffen. Herr Klein erntet« für seine Ausfübrungen vollen Beifall. An der Dil- kusfion. welche äußerst kurz gehalten wurde, detherligte» sich unter anderen die Koll-gen Schensch u-d Rautenberg, welche sich beide'm Sinne des Rrsirenten aussprachen.— Zum dritte« Purk, der Tagesordnung, event. Wahl eines provisorisch«« Vorstand«, wurden die Herrin Thieme aU Vorsitzender, Schal« al« Kasfirer, Ulte als Schriftsührer, Gen Ich und Brüstow als B ifitzende gewählt. Die Ve.sammlung hatte sich durch M loriläisdeschkuß für die Grünburg einer Filiale v der Vrr- eintgung der Drechsler entschieden. Ja der darauf folgend«« Pause von 10 Minuten wurde den Kollegen Gelegenheit ge- geben, fich al« Mitglieder einzeichnen zu lassen, wovon dieselbe» auch zrh.rerchen Gevrauch machter. Du weitrr nicht« vorlag, schloß der Vorsitzende mit einem Hoch auf da« Gedeihe« der Perlmuttarbeiler.Ocganisation die Versammlung. Meueye Marhrtihkon. Fürst Fiomarck ist in Berlin eingetroffen. Am Freitag Abend hat um 6 Uhr ern Minrsterrath stattgesunden, der ftch mit dem So.ialrst-ngrsetz betaßt hrt. Der Mortlaui der Antwort ist im Harptdlatt von un« mrlgelyei t worden, den oer Vorstand des Verein« der bergbauliche» J.-.teaffin im Oaerbergamtsbeziik Dortmund auf die Warn en Forderungen drr weftfäiilchen Bergleute erlaffru hat. Nunmehr wird auch der W.rtlaut de* Schreiben« durch die«R,. Wests. Ztg." veiöffentlicht, da« der Vorstand«m die Verernszechen gerietet Hai und in welchcm er feine ablehnend« Haltung näher zu begründen versucht. Wir geben daran« de» wesentlichen Inhalt wieder: 1) Eine allgemeine Lohnerhöhung von 50 xCt., beginnend mit dem 1. Februar d. A ist odne die schwerste Schädigung ist ohne. Verhältnisse undenkbar. Es liegt aller wrrihjchafiiichrn in der Natur der Sache, daß bei d« fortwährend steizetide» Nachfrage nach Kohle««r.d dem dadurch mbotcnen Anreiz, die Förderung durch H-ranziehung neuer Arbeiter zu vermehren, die Löhne foi trauernd sich erhöhen werden, und lieat e« im wohioer» staadenen Interesse der Zechen, mit dieser Lohnerhöhung von vornherein zu rechnen und sie rechtzeitig eintreten zu lassen. 2) Die Frage der Schichtdauer ist durch unsere Erklärung vom 18. Mai v. I. geregelt, wörtlich dahin lautend;»Die normale Dauer der Schicht unier Tage ist acht Stunden, und e« soll streng darauf gehalten werden, dah diese Frist vom Schluß der Einfahrt bis zum Beginn der Ausfahrt nicht überschritten wird. Es wird n"o in die achtstündige Normalschicht die Einfahrt wie die Ausfahrt nicht mit eingerechnet. Die Einfahrt wie die Aus- fahrt fall jeweilig in der R-jiel nicht länger als ein« halbe Stund« dauern.* Bei der Kürze der hierdmch festgesetzten AlbeitSzeit gegenüber anderen Bergbaubezirken und sämmtlichen andeven Gewerben einerseits und dem fortdauernden Mangel arr Kohlen andererseits, liegt keine Veranlassung vor, von der erst vor so kurzer Zeit getroffenen Vereinbarung abzuweichen. S) Das Verlangen, dm Beamten die bloße Aufforderung zu Nebrrsch chten zu verbieten, richtet fich w letzter Linie gegen den f«im Willen de« einzelnen Arbeiter«, der in seinem eigmen Interesse Ueberfchichten zu verfahren wünscht. Einen solchen Eingriff in die freie ArdeitSthätigkeit des Einzelnen müssen wir «ulfchieoen zurück-reism. 4) Da das Nrchtanrechnm von solchen Förderwagen,»elf« mit unreiner Kohle beladen, oder un- genügend petüllt find, dcS wirksamste Disziplinarstrafmittel ist, und der Z vcck reinerer Förderung dadurch b.sser erreicht wird, als bu ch Geldstrafen, wie dies auch meistmtheil« von dm Belegschaslen anerkannt wird, so liegt kein Anlaß vor, von dem Gebrauch dcS Rallen« abzugehen. 5) Zwei« malige vollständige Abrechnung im Monat erscheint weqm der damit verbundenen großen Arbeit und der Eigen- chü-nlichkeit de« ganzen AbrechnungSgSgefchoftS beim Bergbau nicht allgemein durchführbar. Fills aber einzelne Belegschaften de« Wunsch haben, in kürzerer Frist, als der bik herigen vier- »ehnwgigen, Abschlagszahlungen zu erhalten, so wird dem nicht« im W-ge kehm, obwohl in wirthschaftlicher Beziehung für die Arbert» selbst die Maßregel nicht ganz unbedenHich ist.— Schließlich beruft fich da« Schreiben auf die bekannte»Denk- strich*, um die»ungeheuerlichen Behauptungen* der Arbeiter zu widerlegen. A« N erbot zweier MahlflugdlStter wird im»Reichs- Anzeiger* bekannt gemacht. Das erste lr.ffi da« in König«- brrg in Oitpreußm erschienene Flugblatt, beginnend »tl den Worten Königsberg, d en 17 Januar 1890* »An den Handelsstand*, gedruckt bei A. Kiewning in Königsberg i. P., da« zweite die im Verlage von W. Lcchte in Bovenden, im Druck von Paul Hug in Bant erschienene nicht periodische Druck- schrift mit der Ueberschrift:»An die Reichstaa«. «ahler de« 12. Hannover'schen Wadlkreise«!*, in«elcher e« am Schlüsse heißt:»Der Tischler Wilhelm Pfannkuch in Kassel ist für die kommmdm R.ichstagSwahIen von zahl,«ich besuchten Voiksveisammlunam in Bovenden, Go tingm und Münden als Kandidaten aufgestellt.* __ Aerliu, 24. Januar. In der am 23 d. M. abgehaltenen Plenarsitzung des BundeSrath« wurde den Grsitzentwürfen für Effaß Lothringen über die Ausübung des Hufbeschsaggewe-be«, Sber dw Gewährung von Entschädigungen für Vikhoerluste in- Mfi« von Ml!zbr.,nd oder Rm'chirand, bet-cffend die Haltung der Zuchtstiere, delr-ffmd die Verjährung der Fischereifrevel, und, betreffmd die off.ntlichm Gmossmschaflen zum Zwick der Anbgung von F ldwegm, sowie von Bewässerungm und Eni- w.flerungen, die Zustimmung ertheilt. Die vom Reichstage argmommtnen Gffetzintwürfe wegen Abänderung der Gewerbe- Ordnung(Befäh g mgsnochweis) und wegen Abänderung der Muitm-Strafaericdisordnui g towie die Anträge Sachsen« und Oldeudmg«, brtriffend die Verlängcmng de« Noten- Prioile- giu n« der!andständischm Bank de« königlich söchfischm Mark- «--afenthum« Oöerlaufitz, und wegen Amderung de« Gehalt«- fatze« der Amisdiener rm Zollv rwoltungSkasten- Etat'wurden den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Der vom Reichstag« gleichfalls a'.genowmene Gesetzentwurl, betreffend Aenderungm des ReichSmiti'är-Gesetz-S von 2. Mai 1874, wird der Aller- W höchsten Vollzühung urterbreitet weiden. Von dm vorge« legten weiteren Aktenstücken über Ostafrika, sowie über die beutschm Schweine- Einfuhrverbote und der Uede, ficht über die dm einzelnen Bundesstaaten bi« Ende Dezember 1889 überwiesenen Beträge an Reich«., Silber-, Nickel- und Kupfer- müuzm nahm ter Biinbesralh Kenntniß. mrcjn Vnromwlnna d,r pulal« s»rtw de« Verband«» M»r,»lb«p,«oldl-iftinaibiller und« rust�nass-n D atlchlcnd« am Sonn. abend, den LS Zonuai,«»erd« M* Uhr, In Jordan« Ealon, Si ue» ün- itrate«. kaLeiordnuno:».«>.faahme> euer Mit, tteder. 2. VorstandZwahl. » Peischtedenel. «m Eonnabend. den d. M.»Herd« 9 Uhr. Ko». «use strahe 4a: Geniralversammluiia. Tag-Iordnim, i 1 Kass nd-rich 2, B> sch utsassun, ü'er Berrvtlruni! fltr den Vorstand. 3 SeUchi üder die «Wtoih-k. 4. Wahl(Irrd Bi aliolbelar«. 6 Jone» Berti ia",ile,el beiten. ttilediiim, ein. ediachter«ntrSse)c. 3. U- teinvdunzezchab—»m Eonn- abend, den 8 Rebiuat:®ro*»t Wien er Motte nb.ill Im Ko'terthiu« EanSiouli.»ollbnserftraze 4a. Btllel« ftnd bei iSm-rtlichen Borstandimit- ordern ,u baden. Gl» siir Herniddoif zum Coanadend einbenifene«ersammlung st aber niSt ft«t. da der Wirlh Herl mann Wo'.ff tto» oarheriier Zusa,« sein L«al» n»;l,'ll Cr«!« Vtr-inigung>»« g«lig«*i»»r«nd Lcd»t,«richt»»«mlia* Earntv, dm 26 Januar tc„ Vmm!it„t 10 Uhr. W-instraje 11 bei S-indt s«»,noI7»«. Mtraliedeillersammtun, am 28. Jamia-, WotniiUor« Ii flhr, im Sota! Marten dad, Getundb urmn. Badstr. 85-86. Tamkardnun»� I U- lere| Si�en Sah. v-rhiiltniffe und wie oerhalten wir un» im st st! ihr b,m tjtiübet? 2«er laianaeleeenheiten 8 Verschiedene». Gstst». durch Mit.lieser-tn.kcssthrt, haben Zutritt. Neue MIti, lieber werben eufAenomwen. Z»d»lt»ri>eu»» b,r Kchäftebranest» Oeffentllche Verei' kvasammwn» »nors>n. E-nnta», den 26 d. tut., im Lokal Eaeaec. Grstaer Wez 29.«or- mitta,» 10% llhe. Ta»e«ordnun,: 1 D.e Eo�wlckelun, der Haulinduftrte. «.l-rent Herr Wultke 2. Diikuslldn. 8 VeZchledene». Hwien haben Zutritt. Um zahl'etch'»« ichcinen wi>d-> sucht *1» V-r«iat,«no der Keecheler Geutschtand», Ortlverwalw-o Berlin III bült mn Eonntao, d n 28 Januar,«crmttta,» ICK Uhr, im 8. tut de» Herrn Bolzin ann. An.drca«ftr 26, eine Versammluna ab. ra«e»drdnun»: 1«onleiun, vder. Zu Achlslunden.deweeUN, und oie Parteien in kaaland 2.®igin!flin. 8 lchieden-» u,>d struoekasten «»s.Uschast f&c Yen breit«««»»» v-lksdit»««».»m Eoimta», b?n 26 Januar, Abe, d« 8% Udr. O ani-nstrah- 180(Tue nel). Bortta, de« Hernn Dr. Bruro Wille oder:..Tolstoi". Nach dem Vortrage gemstthliche» Zu- -ammenle'n. v m■" und Herren wil kommen. ?achr»r»ln sämmtaiMe- an G-Ikbearbeltn-ga zUasch»«»» rchifttgter Zi'belter. Mit zltode'.Veclaiumwng mn Mrn.leg. den 27 d M., ir-1 Lrguuli.n« Ealon Cchvedle ftr. 24. Abend» 8% Uhr Taaelo dnun, e i. Die IXrlubm der« heiiv dewegimc. RZerei t Franz«eradt. 2. Dlikusston. 3 Vtlschird-n-« und Frag'tasten. Gilft- willkommen Ausnahme neuer Met- sUeden Um>a>l>elch-i und pllrkC.sch-»«rschrtnen wird gebrten.' — Uns.r Mritrstball strdct im 1 Febru.r d. I. und.zwar wr großm Eralr der vocklnaucres. Tea p'lbcf-r Vera, statt. Btllel« i SO Ps.«nd bei Men Vorftondcwitgtirderu sowie Im Artritlncchweii, Bethantm.Ufer 4. dei JSHn.»» bab? Gaesammt««,»,« Freie» z!«r»i»i,«ss»er»artaiearbetter. !«. den 27 d. M.»den.d« 8% Uhr, bei Bol,mann«nd catstratzi 26 ------"------------------ leg-«www, 2 Ab. lekastrn. Um zahl- Montag, den 27 d. M.«dend« 8%„,. «»o-dnnng: I. Et, tilttsche F-aceboaen. Res rent Koller -.echnnna von dem Beignstaeu. 8 Ve- schieden e« und F-agel tdai* 6 ch in-n nii d«sucht G»»st» ästkentlich» sn-rsamml«»» sSmmssscher im«astwtrtblgewerbe te chstsiigier Grht>srn rm FrrUag, den 81 Januar. Nachmittag» 8% Uhr, ia Bai grnhager» arohem Saale, am Mori, platz Taarlordnun, 1 Die allae. r-itiü wilthsthaftlich Lage 2 W" veeba» n stch die Gastwirlhlaehs s a Ä-rttr» der allgemeinen A better O gonisoiton gegtl stder? 8. v»kulston. t B-lschiedenei. In«r betec cht der wichtigen Tagekordi uag wird m»»ahlretche» & ch tnm aebeien «es-»»-.«Uten-«nd gesestia, Verein, am Somiabend:»lsang strtbt.Harmonia' Abends 8 Uhr fin Restaurant, Alte Jakodstr. 88.— Ätilnuergesaneveresn.Treue Abend» 9 Uhr im Restaurant Andrealstraie 9.— Mlunergriangveretn„ttcoto" Abend« Ps Udr bei EchlSwicke, Kleine Kurstr 1 M-ina-rgesangverein.Srneseide�, Grohe Hamburaerstraie 4. um 9 Uhr Vebungtstunde. Auftrahme neuer Mitglieder.— Gesangverein..Harmonia' i,l: n-M 9 Uhr im Resiaurant Lehmann�«urfstrstenftr. 81«esan�ftunde.- o,renm,» rrur im. V-UM.............. I u, WC SSbeeeicher Turnverein(1. Lehrltngi'Abtheilungs Abend« 8 Uhr Nr.57-bS. Turnverein„Weddino". Pankstr. 9. Münner Shthetlung von 8% MI 10% Uhr Abend»; de»gl. 1. Sehrtingiabthellung von 8 MS 10 Uhr Abend» — Arendi'sche Etenographmklasse de»..Berliner Hairdwerkervrretnl" Sdendl % Uhr Eophienstr. 15,— Theater- und BergnügungSveretn„SarttaS" AbenT 8 Uhr im Louismstüdiischen Bierhause, Admiralftr. 88.- Theater- und Ba- gnüaungigcsellschast„Treue" Abend» 8% Uhr In Bobert« Ballsalon, Eeinftr. 1) - Prwat-Theatergesellschast„Schneeglöckchen", Abend» 9 Uhr In Beltin» Birrbau» Beteranmstr. 19— Geselligieilttlud„Lustig" Abend» Ps Uhr im Reftaurani Wetchett, Taubenstr. 45— Verein der Taubensreunde Abend» 8% Uhr im Restaurant Hillmann. Manteuffelftrahe 88.— Dstnischrr Verein„Frepa" Adeud» 9 Uhr im Restaurant Poppe, Sindcnftr 106.— Verein der Wllrttrmberge: Abend» 8% Uhr bei Vaihmger. Dorotheen.ftr. 84.— Verein ehem. Echlller->- 84 Bemcindcschule Abend» 9 Uhr im Restaurant, Koppenstr. 58.— Verein ehem. M. t. Luther scher Schüler Abend» 9% Uhr im sttestauranl Lormann vhmgaste 2.— Rauchklub„Portorlco" Abend» 9 Uhr M» 11 Uhr KSpnicke-- Krabe 157 bei Schulz.— Rauchklub„Oualm" Abend» 8 Uhr im Reftauram Tamm, Schdnhauser Allee 28— Vergnügunglverein„Luftige 18" Abend» 9 Uh: ttn Reftauram 8[brecht, Annenstr. 9.— Tambouroerein„Eedan" El»ung Abend» 9 Uhr, Grüner Weg 9—10, Aufnahme neuer Mitglieder— Tambourvereir .Herz Innig", Abend» 8 Uhr, Sitzung ttn Restaurant Strabbiiraerftraßi 5 Dirigent und Vorsitzender Fritz Lauiant.— Tambourvercin„EintzlcU mach stark", gegründet 1886, Dtrtaent zur Zeit H. Minitng. Aufnahmt neuer Mitglieder Abend» 9 Uhr im Restaurant Hahn, Elsaisersirate 57— Tambour- Verein„Felsenstst", Eitzuno 8% Uhr, Wetbenburgerftrahe 54. Dirigmt und Vor fitzender: A. Friese. Sufnahmc neuer Sittglieder— Vergnügungiverein„Luftig Seelen" Abmdi 9 Uhr NN Restaurant Schufter. Oranienstr. 8- Vergnügung» verein Ho»rilin Kt-ine«uauftstrabe 14 Abend« 9 Uhr- Deutscher Sozial demok aliicher Lcsektub Pnti. Jeden Sonnabend, Abend» 9 Uhr: O�ff milche Versammlung im Kludtokal, Cafe de la noueelle Post Eck den nie Montmartre und nie E renne Marxel Eingang me E renne Marcel No. 3G! vis-a-nil von der neuen Post). Vo.tiäge und Dtdkusflon. Die Arortterdlüllei aller Sünder liegen sret offen sü: Jedermann. Depesvlien. (Wolf'« TrlegraPhen-Kurea».) Sinttgart, 24. Januar. Da« ll-heil in wegen öe« öashtnger E.s nbatn Unfalls lautet gegen triedr-Oberinsptkior Lang auf 6 Monate, gegen den Vorsteher in Vaihingen, Schwenninger, ebenfalls aus g gen den Bahnwärter Deg'nselder auf 3 und wärler Gned aus 2 Monate Gesänzniß. Der Low Wiedmann wurde freigesprochen. rementS-Ouittung beizust trd nicht ertheilt.. ä ogeu wohnt Landsdergerm� tDeu'schfteistnn'qenckttttv Bei Lnsragen bitten wir die AbonnementS-Ouittung deizusügea Antwort wird nicht ertheilt. Coswig. Herr Stattgag VI. G. G. Seitens der Z____..... stiller Dr. Pachnicke aufgestellt; die Karlellbruder ihrem Krnh-daten noch nicht hervorgetrelen., �| R- S. W riefen. DI- höhere Verwaliungtb»?'.-� einer Innung vgs aussch i bliche Rech! beilegen, W M halten. NtchlmnmtgSmeiiler, die Lehrlinge halten, in"� nscheini täglich strafbar.____«»Haus merl Sonnta 10. Ziehung der 4. Klasse 181. König!. Preuss. Lotterie. Liehung vom 24. Januar 1890,»-rmlttag». Kux»Ii Gewinn« über»10 Mark sind den betreffend«» Rummer» in Parenthese beigefltgt. (Ohne Gewähr.) 10 81 84 117 241 87 308 76 92 441[300] 72 97 736 64 838 45 86 9X4 81 1063 231 99 366 489 684 900*025 76 84 334 451 90 629 80 946 59 «031 63 464 675 604 13 89 707 27 36 897 960 11500] 4190 274 369 622 816 76«026 81 66[1600] 833 614 26 27 611 67 84 790[300] 868 90 [500] 99 6030 32 129 35 87 90[500] 97 232 429 83 662 671 891 7131 243 68 92 320 67 425 740 97 995 8013 60 347 66 406 517 73 716 812 56 11600]»002 6 19 100 313 626[1500] 66 696 713 44 80 94 805 935 62 10057 67 89 100 45 228 302 4 32 86[500] 580 86 690[3000] 744 65 859 946 11202 304 87 477 646 66 93 689 959 92 1*014[5001 121 22 42 15001 249 301 433 42 681 745 918 31 69 1500] 18019 26 167 200 429 776 889 916 36 61[500] 98 1 4175 224 338 465 590 696 716 1 5032 48 64 64 66 113 38 312 704 1 6011 1300) 39 268 75 468 684 89 081 17188 219 359 91 693[500] 653 771 76 986 16023 69 92 133 252 92 321 94 413 48 774 88 96 16029 60 62 65 180 249 411 626 42 732 72 838 74 *6319 43 438 71 503 26 33 57 769 858 956 64*1014[500] 134 81 453 852 93[30001 938 64 89[500] 95**037[300] 65 86 102 13 82 334 500 709 988*»019 110 74 287 375 81 442 585 622 766 820 963*4350 69 457[300] 717 818 41 60*5039 61 104 79[1500] 269 368 605 628 65 748 99 828 999*«139 294 308 403 82 564 647 83«7019 31 112 85 15001 238 1500] 82 584 609 46 715 18 826 31 70 900*8049 189 203 423 24 629 723 37 804 92*0012 258 86 311 450 507 93 822 74 84 928 »0020 228 31[5001 96[30001 321 48 764 814 79 959[3000] 68 31106 46[300] 208 14 21 64 82 626 63 763 1-65 86[3001 903 82»«016 25 172 277 456 66[300] 726[lOOOO] 47»3085 229 70 335[500] 400 653 662 SO 90 824 930 50 34053 65 75 173 225 76 472 511[300] 37 95 600 766 8 5011 171 277 83 357 92 561 685 761 847 70 969 3*015 11500] 142 442 517 92 613 737 85 87 873 79 984 87029 74[1500] 159 97 265[300] 758 69[I5Ü0] 821 96 941 3*023 227 323 415 94 639 850 81 945 87 39023 73 232 305 31 62 413 905 4*070 175 225 31[1500] 87 965 4 1083 118 34[3000] 263 310 15 89 635 LI****] 820 80 4*130 39 42 201 393 115«OOl 422 23 615 48 94 794 839 56 62 4 3041 160 384 600 802 15 916 4 4064 594 97 835 80 940 45Ü11 316 474 762 854 40508 67 208 369 635 90 763 96 47137 230 60 444 72 86 509 22 613 722 58 87 4*005 38 198 235 58 409 31 560 682 1500] 788 115,0] 858[300] 969 4*009 213 43 65 411 31 564 657 808 19.48 86 928 5*111 302 25 32 46 448 62 535 600 39 801 36 933 51[3001 5 1 292 440 514 38 648»4 800 8 948 5*056 241 351 443[300] 69 808 78 82 53011 73 285 325 503 604 53 983 54010 63 88 117[3000] 59 344 403 602 798 5 5201 367 475 687 800 981 98 5«Ü17 256 496[15001 635 43 669 13000) 828 36 996 5 7068 149 78 84 99 265 346 54 439 701[3000] 45 972 96 58007 100 70 1500] 2,8 486 506 613 776 82 875 84 933 5*190 248 327 426 698 816 69 71[1500] 98 960 «0057 80 176 250 328 428 60 611 752 58 822 47«1099 203 23 303 5 52 613 15 624 53 65 857«*019 61 306 11 48 759 819 906[16001 50 11500]«3304 139001 479[309] 613 70 780 93 913 64031 243 50 66 «5132 86 210 65 60[5001 417 513 79 97 619 54 728 69««099 331 72 468 509 14 56 806«7365 83 667[30001 746 936 42«8010 36 42 265 840 74 432 699 708 941[15001«*059 221 57 885 417 639 7 46 99 961[15001 7*023 67 83 285 315 576 609 914 52 86 7 1040 58 66 152 415 59 61 633 967 7*283 405 27 64 82 92 505 10 45[1500] 673 765 850 954 7» ,94 161 88 6 ,2 7 4083 216[500] 95 472 78 614 79 656 701 3 13 850 75000 67 319 51 65 450 604 639 69 739 800[5001 63 89 7«121 65 94 288 597 632 79 702 873 928[300] 59 7 7023 302 464 573 84[300] 723 92 897 931 46 68 780.4 119 212 46[300] 386 463 622 82 716 66 802 16 962 7*011 13 47 11500] 143 350 465 636[30001 79 708 35 824 73 907 42 8*066 260 58 92 372 608 624 28[1500] 61[15001 832 993 1300] 8 1 015 19 67 84[3Ü01 192 270[1500] 83 356 426 34 78 540 95[300] 791 809 14 928 30 38 8*226 40 55 336 85 599 602 5 18 785 804 902 82 87 8»W59 142 2' 4 66 59 543 91 646 56 743 83 96 853[3000] 77 938 84035 11600] 37 255 345 484 500 712 909[3001 21 85072 79 121 268 75 527 60 678 997 8UÜ03 84 100 11 75 341 48 601 13 98 742 832 57 65 86 931 98 1300) 87205 42 66 370 465[301.01 581 95 691 805 52 63 88008 39 69 156 344 429 96 639 861 97 990[3000] 8*061 122 231 59 305 615 17 11500] 681 779 899 910 »*241 427 724 32 63*1128 282 91 689 605 TU 900**045 204 (( An« [1500] 650 733 76 837 82»3478 771 935 43«4209 347 lv-dtti-m Zu 77 601 75 713 826»5026 75 80 108 39 75 440 883»o-ei A 397 401 40 617 41 97 889»7004 42 79 92 198 270 304 46 [1500] 531 72 667 770 861 972*8011[300] 180 314 690 6£j 89»»094 149 211 321 62 413 44 49 55 520 52 729 39 855 U F 1*0017 35 345 84 477 676[300] 846 1*1015 19 206.ä»! 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Klasse 181. Kölligs. Preith. Lotterie. Ziedung vom 24. Januar 1890, Sia-l»ni»ag». Rur die Gewinne über*1*»stark sind de» betreffende» Stummern in Paremhele deigefilgt. (Ohne Gewahr.) 199 343 52 484[500] 86 681 651 80 99 852 1034 36 154 226 55 303 464[3001 723 87 961*001 48 124 207 30 74[3001 362 536 41 670 761 66 830[3001 904 77 8089 236 469 630 36 710 835 37 63 4002 125 15001 69[3001 91 13000] 577 849 909 39 5002 22 13000) 114 55 2.36 339 55 402 37 773 875 6069 255 00 399 597 620 23>0 766 08 847 63 67 78 »019 78 451[300] 650 80 664 94 768 SOO 15 7 9*065 531 37 43 621 55 810 79 967 77 87»165 99[300] 318 75 465 SO 575 83 96 613 74 747 68 98 1*092 124 372 568 979 1 1017 155 279 99 318[300] 456 624 78 669 730 834 1*071 HO 79 97 213 61 343 92 493 532 94 685 765 899 922 1 8000 173 329 41 442 596 747 94 813 27 945[300] 14025 60 141 [1500] 49 83[300] 310[150u] 441 617 97 770 931 39 15099 166 2(2 434 83 511 54 658 738 979 1*016 93 164 323 1500] 414 18 570 77 638 84 748 889 992[600] 17046 233 469 602 3 39 831 949 1*073 77 [»****] 281 359 627 45 49 677 83 762 68 72[300] 97 826 54 9.5[500] 1*014 138 36 463 89 517 614 63 840 905 «0132 246 552 600 804 42[3000] 946 89 21484 687 724 30[500] 40 863 904**018 35[300] 98 109 17[1500] 28 46 211 25 41 75 433 512 650 704 972 115001*3023 26 85 175 407[1****1 31[3001 46 756 849 80 958*4032 86 208 398 529 64 807 53*3028 86 141 274 1300] 424 49 68 533 41 669 80 749»«067 77[1600] 94 98 414 606 38 99 623 792 864 84 907«7038 109 87 348 78 487[1500] 89 559 83 709 860 68 969*8051[1500] 114 228 607[300] 666 7 9 752 816 71 79 984»»217 331 479 710 11 62 79 837 993 1300] 8*076 181 210 77 306 86 499 650 738[1500] 834 66 924 8 1 001 17 31 83 140 308 58[3000] 462 78 597[300] 616 31«39 3*177 263 94 305 11 95 582 632 56 3 3011 42 177 232 62 346 59 63 456 88 580 612 89 783 89 840 90 13***1 922 84162 66 338 434 867[6001 82 925 35101 293 335 424 512 617 953 30143 277 357 11500) 83 424 53 61 675 7 9 630[15001 828 42 960»7052 131 215 38 74 96 503 14 43 608 28 50 808 952 3*019 183 275 77 300 12 18 46 400 642 96 613 800 934 38 62 94 3 9091 114 54 83 97 685 804 4*020 25 98[30001 381 412 592 669 72 848 78[3000] 86 941 41012 15 103 71 207 698 851 4*004 105 08 73 217 303 623 89 95 722 814 21 87 951 43123 253 61 353 634 48 625 38 72 790 847 959 64 4 4121 83 218 799 828 904 28 87 4 5079[300] 156 58 214 487 602 631 07 760 821 44 972 4U092 221 49 57 323 58 615 735 40 81 913 4 7017 21 86 822 515 666 4*106 264 333 39 722 845[1600] 991 4*080 112 89 265 347 98 444 82 573 606 755 828[300] 51 928 5*021 37[15**0] 109 28 232 64 527 718 36 53 5 1057 115 252 73 74 476 900 11 66 68[500] 5*097 172 284 320 33[200] 63 11500) 593 720 85 866 81 962 77 89[3001 91 5 3220 54 4:10 97 642 93 800 26 67 60 54116 51 300 6 Ü50O] 621 82 84 79! 812 908 81[30;] 55159 328 32 512 96 15001 763 929 5 0059 168 226 34 363 97 404 25 540 616 13000]:.8 50 768 881 900 5 7298 532 60 706 58 74 872 927 5*009 377 1500] 78 408 40 717 77 5*118 23 36t[300] 90 549 72 85 98 767 899 928 «*005 114 22 75 92[3000] 252 87 365 75[300] 475 559 811 947 13000] 6 1045 172 232 69 361 572 618 961 68 70«*104[3000] 66 05 18 429 569 94 725 914«3195 547«44 942 73 76«4193 314 472 5: 6 130001 638 798 915 61 71«5097 346 52 57 4s9 561 688 722 47 7s 87 845 911 50««1.6 321[300] 28 33 52 451 702 833 41 98 938 67[300] «7040 98 510 950 hl 13000] so 08176 224 363 559 634 956«»070 134 2X4 334 63 67 585 96 675 819 7«034 163 411 29 612 51 736 897 7 1 588 752 92 800 45 7*282 310 658 750 64 1500] 987 7 3008 87 204 92 310 42 433 76 518 98 636 703 62 874 7 4149" 401 532 607 96( 47 829 7 5078 591 605 768 824 7«OHO[30001 133 hü 262 368 459[1500] 64 68 79 551 74 S>0 744 92 913 76 99 7 7013 95 102 73 286 346 497 512 39 64 7 7 715 971 7*005 15001 13 67 165 333 79 413 o22 767 84«28 44 7*115 23 98 228 57 [30001 66 91 308 17 32 59 492[30u] 11 589 629 36 87 *«088 295 13****1 385 454 91 778*1120 58 215 306[1500] 424 87 701 80 863 78 11500] 902 87**225[1500] 66 601 658 91 841 53 77 904 56*8010 19 47 61 71 310 54 619 22 79 766*4005 23 233 50 418 6*4 786[3000] 837 91 917 24 68*5027 66 267 97 313 42 958»«227 844 56 77 5l7 612 44[30001 700 66»7029 120 221 302 432 646 913 29 **048 341 471 81[16001 95 621 27 72 93 710 813 91 8*144 49 220 116001 83 369 451[300] 98 631 42 812 46 76 77 966 99 4 9*141 422 46 532 41 639 801 60 938 98«1471 621 62 8%'� 78 84 13>0)*«122 II«*»*1 260 97 581 769 72 86?*3%: 551 655 72 83 85 711 837 995» 4042 46[1500] 116 299% [1500] 51 59 927*5019 12:...................... *1:172 202 11 3:;6 449 450 655 130001 713 [3000] 966[300] 9*043 119 45 234 47 384 681 616 39»>' : iTv' WllS »>e Hat der Und i H B «VsÄ 900 9 35 38 431 589 616 92 772 878 944«4 9*037 75 145 sf V' 1**051 87 143 46 69 71 259 68 552 636 836 922[300]''jK£ «*137 69 90 207 67 312 455 52b I« ;!>( ooo(o ov. a,,efiuu au.. 55 99 530 604 39 732 965 1**041 115 38 241 669 619(-71 SU II*088 ItlOOl 122 74 585 639 986 III 134 305 84 476 W», g 1 1*084 145[15001 51 63 212 11500] 320 405 13 584 687 864 91[15001 113077 119 228 98 323 62 74 439 613 32 702 1*.5 H I 14461 604 727 33 38 67 835 907 66 69 115046 151 56 304 � I 635 705 47 50 59 1 11045 49 354 603 55 737 61 808 54 91? 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