Mr. 19. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1897 unter Dr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Berufsfoldaken und die bürgerliche Ordnung. Paris, den 18. Januar 1897. Sonnabend, den 23. Januar 1897. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. die nach Ableistung ihrer Dienstpflicht sich für ein Handgeld Genosse Wurm konstatirte, daß das Geschrei nach und gegen festen Gehalt zu weiterem Dienen verpflichtet haben, Sperrung der Grenzen um so unberechtigter sei, als die und das Soldatenhandwerk als Erwerb betreiben. Der Wissenschaft dem Werthe der Sperrmaßregeln sehr skeptisch " Temps", das Organ des kapitalistischen Großbürgerthums, ist ganz traurig; die Brester Ereignisse entlocken ihm Betrachtungen, die ich um der Stelle willen, von der sie aus gehen, hier wiedergeben will. Sie finden sich in einem Artikel, betitelt:„ Die Armee von alten Soldaten".( Siehe die Nummer des" Temps" vom 9. Januar 1897): gegenübersteht. Die einzigen Hilfsmittel, welche relativ die besten Erfolge sichere, seien strenge sanitäre Maßregeln, zu diesem Zwecke genügend vorgebildetes Personal im Veterinärwesen. Außerdem verlangte Wurm noch Einführung der obligatorischen Reichs- Viehversicherung. Mit urwüchsigem Humor rechnete Genosse Ulrich mit den Agrariern und deren angeblicher Für sorge für den kleinen Landmann ab.- Von den Rednern der anderen Parteien hatte besonders Dr. Hahn-Bismarckhahn - einen großen Heiterkeitserfolg, als er sich als Vorkämpfer und Führer des freiesten deutschen Boltsstammes vorstellte. für In der kapitalistischen Gesellschaft wimmelt es von Widersprüchen, die sie nicht zu lösen vermag und die ihren Tod beschleunigen. Die stehenden Heere der Gegenwart find eins der furchtbarsten Räthsel, welche das Schicksal, gleich der Sphinx des griechischen Alterthums, vor die Regierungen des heutigen Europa gestellt hat. Sie sind so tolossal geworden, Der Militärdienst hat keine Existenz aufzuweisen, welche daß die geldkräftigsten Budgets unter der erdrückenden Last der Existenz in einem Häuschen oder einer Dachwohnung der schwanken. Andere Gefahren erzeugt die Art der Rekrutirung. Vorstädte vorzuziehen wäre. Die, welche sich durch die mageren Sie vermindert die Zuverlässigkeit der Armee gegenüber dem Vortheile, die der Staat für das Wieder- Engagement bieten könnte, inneren Feind" und unterrichtet die Arbeiter im Gebrauch verführen ließen, würden sicherlich keine Elitetruppe sein. Da der Waffen und in der militärischen Taktit. Diese Unannehm der Wieder- Engagirte wenig eigene Hilfsmittel hat, so würde Nachdem gegen sechs Uhr die Rednerliste vollständig erlichkeiten verursachen den Regierenden bei uns in Frankreich er sich, um etwas zu verdieneit, zu erniedrigenden Diensten schöpft war, wurde die Position: 25 000 M. für Untersuchungen ebensoviel Kopfschmerzen wie bei Euch in Deutschland.*) hergeben müssen. Der alte Soldat wir sagen das nicht zur Erforschung der Maul- und Klauenseuche einstimmig beVon Generalen des Bürgerkriegs, wie dem berüchtigten als etwas Bestimmtes, allein immerhin ist es ein Fall, den willigt." Gallifet, ist der Vorschlag gemacht worden, die Regierungen man ins Auge fassen muß der alte Soldat würde Morgen Mittag 1 Uhr: Etat und Unfallversicherungsder verschiedenen Mächte sollten sich dahin verständigen, an für den Rekrut, für den Reservist und sogar für Novelle. Stelle der jetzigen nationalen Armeen Berufstruppen von den Territorialen( Soldaten des zweiten Aufgebots, die nicht Im Herrenhause, das bekanntlich im vorigen Jahre das Leuten zu sehen, die den Kriegsdienst als Lebenserwerb be außer Landes geschickt werden) ein sehr schlechter Führer sein. Lehrerbesoldungsgesetz ohne Kommissionsberathung einfach abtrachten, die in der Uniform alt werden und fein anderes Er würde ihnen den Weg zur Kneipe und zu verrufenen gelehnt hat, begegnet der diesmalige Entwurf größeren Vaterland kennen als die Fahne, keine andere Familie als Häusern mit mehr Eifer zeigen, als den Weg zur Disziplin Sympathien. Fast alle Redner erklärten sich heute trotz mannigdas Regiment, keinen anderen Herd als die Kaserne, kein und zum militärischen Gehorsam. Der Refrut, der Reservist facher Bedenken, zum theil prinzipieller Art, doch für eine anderes Ideal als den Sold und den blinden Gehorsam. Die und der Territoriale haben Taschengeld, von dem der alte Kommissionsberathung, um das Gesetz so zu gestalten, daß es tapitalistischen Klassen hätten dann ihre richtigen Präto Soldat, der keins hat, wünschen könnte, einigen Vortheil zu bierbei alle Theile annehmbar ist. Natürlich spielte auch die Furcht vor der Sozialdemokratie eine große rianer, vergleichbar der Leibgarde der alten römischen ziehen. Rolle; mehrere Mitglieder, namentlich Dr. Reinke, wiesen Cäsaren und den Landsknechten und Condottieri zu Beginn Mit alten Soldaten gäbe es jedenfalls Korpsgeist, aber darauf hin, daß die Ablehnung des Gesetzes die Un der bürgerlichen Periode. General Gallifet berechnete, daß in einen Korpsgeist, der durch Abneigung gegen andere Waffen, zufriedenheit vermehren und die Sozialdemokratie stärken würde; Frankreich ein Heer von 150 000 alten Berufssoldaten zur gegen andere Regimentsnummern verderbt wäre. So wollten man bätte aber feinen Grund, der Umsturzpartei noch ein solches Aufrechterhaltung der Ordnung und zur Niederwerfung eines die Marine- Artilleristen in Brest die Kaserne der Land- Maß von Intelligenz zuzuführen, wie es in der großen Zahl schlecht sozialistischen Aufstandes genügen, und das Budget nicht über- Artilleristen erstürmen. In diefer Thatsache haben wir einen besoldeter Lehrer verkörpert sei. mäßig belasten würde. Vorgeschmack dessen, was uns bevorstünde, wenn die modernen Auch heute wurde wieder von den verschiedensten Seiten die Unglücklicherweise ist es sehr schwer, wo nicht unmöglich, Armeen einen großen Prozentsatz altgedienter Soldaten Forderung nach einem allgemeinen auf chriftlicher und konfessioneller Grundlage beruhenden Volksschul- Gesez erhoben. Während alle diesen so schönen Plan zu verwirklichen. Die Krawalle, enthielten. anderen Redner recht sachlich sprachen, brachten es die Agrarier welche vor furzem in Brest statt hatten, sind nicht geeignet, Bei den großen Manövern des vorigen Jahres, als die Graf Klintowström und Graf Mirbach fertig, selbst bei die Kapitalisten für den Plan zu begeistern. Truppen- Dislokationen in der Charente stattfanden, machten diesem Thema ein Klagelied auf die Handelsverträge anzustimmen, Bergangenen Monat machten nämlich Unteroffiziere und wir auf den augenfälligen Unterschied zwischen den Truppen die die Gemeinden im Osten so belastet hätten, daß diefe die SchulRanoniere der Marine- Artillerie mit blanker Waffe einen regel- der Marine und denen der Landarmee aufmerksam: diese lasten faum noch tragen fönnten. rechten Angriff auf die Kaserne der Landartillerie. Frigon, luftig, jedoch von einer einfachen, offenen Luftigkeit; jene Für die Interessen der großen Städte traten die Ober- Bürgers Hauptmann der Landartillerie, stellte sich ihnen in den Weg. lärmend, übermüthig, sich nicht scheuend, ihren Uebernuth meister De I br fi c( Danzig), Belle( Berlin), Schneider Doch die Marinekanoniere, von ihren Unteroffizieren angefeuert, selbst an Vorgesezten der Landarmee auszulassen. Diese rohe während sich der Fürstbischof Kopp, der Hallenser Profeffor ( Magdeburg), Becker( Köln) und Zweigert( Essen) ein, warfen ihn bei seite und zu Boden, und es wäre dem hart- Lustigkeit war das Erbtheil der Wieder- Engagirten, deren Beyschlag und der Kultusminister Dr. Bosse warm für die bedrängten Offizier übel ergangen, wenn die Polizei, die Dienstzeit jetzt noch gar nicht einmal sehr lange gedauert hat. Lehrer ins Zeug legten. Besonders dem Minister merkte man es noch rechtzeitig herbeigestürzt war, ihn nicht den Händen der In einigen Jahren wird es schlimmer sein. an, daß ihm an dem Zustandekommen des Gesetzes viel gelegen ist. wüthenden Soldaten entrissen hätte. Die Kanoniere wandten„ Und doch sind das, vom Standpunkt der Kriegs- Die Vorlage wurde schließlich einer Kommission von 15 Mitgliedern fich nun aber gegen die Polizei sergeants de ville, und operationen aus betrachtet, vortreffliche Soldaten, den Vor- überwiesen. es wäre zu einer blutigen Wiegelei gekommen, hätte der Zu- gesetzten treu folgend, fähig, Großes zu thun. Aber solche Abström betreffend die Königsberger Walzmühlen auf der TagesMorgen steht unter anderem die Interpellation Klintow fall nicht einige Marine- Offiziere herbeigeführt, denen es ge- leitungen ihrer Thatkraft sind ihnen Bedürfniß. Das lang, ihre Mannschaften zu beruhigen und an Bord ihrer Garnisonsleben taugt für diese Berufs- ordnung. Schiffe zu bringen. soldaten nicht." " So der„ Temps". Die Berufsarmee, welche die Generale des Bürgerkrieges wünschen, würde eine Armee der Unordnung sein und den Bestand der kapitalistischen Gesellschaft, die sie vertheidigen soll, Das preußische Abgeordnetenhaus überwies heute das Die Marinebehörden versuchten die Angelegenheit zu er Richterbesoldungs- Geset an die verstärkte Budgetsticken, was hatten die braven Kanoniere denn auch gethan? tommission. In der Debatte kamen nur Gesichtspunkte zu tage, die Der Angriff war ja nur eine kleine Vorübung gewesen für bereits bei der Etatslesung ausführlich erörtert sind. Hierauf nahm ernsthaftere Kraftproben. Wie konnte man den braven nach den Beschlüssen der zweiten Lesung au, nachdem der Finanz das Haus das Schulden tilgungs- Gesey in dritter Lesung Marinesoldaten, böse sein, weil sie ihren Heldenmuth nicht gefährden. minister Dr. Miquel im Namen des Staatsministeriums die hatten einrosten lassen? Aber der Hauptmann Frixon hatte Und wäre es der bürgerlichen Gesellschaft überhaupt mög- Erklärung abgegeben hatte, daß dasselbe mit der Tilgungsquote von der Presse Mittheilung gemacht, indem er einem Reporter die lich, die stehenden Riesenheere zu verabschieden, um an ihre Stelle 3/5 pt. einverstanden sei. Am Sonnabend steht der Antrag Vorkomminisse erzählte; zwei Polizeikommissare hatten Berichte kleine Berufsarmeen zu setzen? Wenn man die Hunderttausende Langerhans betr. Aufhebung der Konsistorialordnung an die Präfektur geschickt; und die ganze Bürgerschaft von der jetzt unter den Waffen befindlichen Soldaten verabschiedete, von 1578 auf der Tagesordnung. Brest war empört über die Kanoniere, die mit gezogenen würde eine wirthschaftliche Krise von äußerster Das späte Dementi des Grafen Waldersee( S. lette Säbeln durch die Straßen gerannt waren und jeden mit dem Heftigkeit hervorgerufen. Einerseits würden in den Groß- Nummer) ist ein sehr unvollständiges Dementi. Es erklärt Tod bedroht hatten. So ließ die Sache sich nicht vertuschen. staaten je drei bis viermalhundert Tausend junge arbeits- für unwahr, was ein schweizerischer Gewährsmann der Man mußte gegen die Schuldigen vorgehen, deren Bahl auf träftige Männer auf den Arbeitsmarkt geworfen werden, der Kölnischen Zeitung" über die Beziehungen des Herrn Schumanns fünf Kanoniere und drei Unteroffiziere beschränkt wurde. Die bereits mehr als überfüllt ist; und anderseits würde allen Normann zum Grafen Walderfee gefagt hat. Aber ähnliches und Angeklagten wurden vor ein See- Kriegsgericht gestellt, dessen Industrien, welche jetzt die Kleider, die Equipirung und die mehr ist in deutschen Zeitungen von deutschen Gewährs Vorsitzender ein Schiffsfapitän war. Bewaffnung für die Armeen liefern, der Markt entzogen männern, die einer gerichtlichen Vorladung leicht zugänglich wären, Wohlan die acht Artilleristen wurden einstimmig werden. Die moderne Riesenarmee ist ein Fattor gesagt worden. Warum hat der Herr Graf hier keinen Verfuch freigesprochen; die Berurtheilten waren die zwei der Zerstörung und der konsumtion, dessen gemacht, die Wahrheit gerichtlich feststellen zu lassen? Polizeikommissare und der Hauptmann Frigon, die kapitalistische Prosperität nicht entdenen das Kriegsgericht einen formellen Tadel ertheilte. Es behren kann. -Politische Weberlicht. Gallus. Ein nenes englisches Blaubuch über die orientalische Frage ist soeben dem Parlament vorgelegt worden. Neues steht nicht im neuen Blaubuch, das nur ein neues Spiegelbild ist des alten, alten Wirrwarrs und des alten, alten Lugs und Betrugs der alten Diplomatenzunft. Und diese Heuchelei! Immer sind sie einig, die Herren Diplomaten und immer sucht jeder jedem in die Suppe zu spucken und einen Stoß oder Stich von hinten zu versehen. Jeder spricht von dem Elend in der Türkei, dem abgeholfen werden soll, und feiner hat nur einen Finger gehoben zur Milderung des Elends. Jeder spricht von Reformen, und der ganze diplomatische Feldzug hat zur Wirkung, daß jede ernsthafte Reform unmöglich gemacht warf dem Hauptmann Frigon vor, seine Pflicht nicht gethan Die tapitalistische Gesellschaft ist dazu und die Presse zur Verbreitung verleumderischer und dem An- verurtheilt, diese nationalen Riesenarme en sehen der Marine schädlicher Gerüchte benut zu haben; und zu halten, bis sie an ihnen stirbt. ben beiden Polizeibeamten wurde vorgeworfen, daß sie einen geringfügigen Streit der aber die ganze Stadt Brest in Aufregung gebracht hat!-in übertriebenster Weise aufgebauscht hätten. Und am Tag nach jener Verhandlung des Kriegsgerichts griffen die Kameraden der Freigesprochenen eine Berlin, 22. Januar 1897. Polizeistation an, um die Polizeikommissare dafür zu bestrafen, wird. Aus dem Reichstage. Auch die heutige Sigung wurde daß sie sich in die Streitigkeiten zwischen den Marines und vollständig ausgefüllt mit Klagen der Agrarier über die Schäden, Das Ende der internationalen Polizeikomödie, die mit den Landtruppen gemischt und gegen die Marine Zeugniß ab- welche die Landwirthschaft durch die Maul- und Klauenseuche der sensationellen Verhaftung der mythischen Nummer Eins" be gelegt hatten. erleidet. Das Vorhandensein schwerer Uebelstände wurde von gann und vorgeftern vor einem englischen Gericht ganz still aber Die militärischen Ruheſtörungen in Brest und die allen Seiten, auch von unseren Rednern Wurm und Ulrich zu bereits vorgestern gemeldet. Jegt liegen die Zeitungsberichte der mit Gestank verlöschte, wie ein schlechtes Talglicht, wurde von uns skandalöse Freisprechung der Ruheftörer giebt unseren Bourgeois gegeben, über die Mittel der Abhilfe gingen die Meinungen mühseligen Gerichtsverhandlungen vor und aus ihnen ersehen wir, einen Vorgeschmack dessen, was sie von einer Berufs- aber weit auseinander. Die Agrarier sehen alles Unheil in daß der Schlußaft noch weit kläglicher war, als sich nach den Telezu erwarten hätten; denn die Artillerie der der Bieh- und Fleischeinfuhr aus dem Auslande und verlangen grammen vermuthen ließ. Sogar der vorsigende Richter fonnte Marine besteht aus Kapitulanten, das heißt aus Soldaten, deshab strenge Sperre der Grenzen. Diesem Verlangen trat heute nicht umbin, seiner Verwunderung Ausdruck zu geben, daß ein der preußische Minister der Landwirthschaft wiederholt entgegen, folcher Prozeß, für den jede thatsächliche Grundlage Armee " *) Bor einigen Jahren ließ man den Kindern der Pariser indem er darauf hinwies, daß eine solche Maßregel unserer- febit, überhaupt eingeleitet und vor den Richter gebracht Gemeindeschulen Unterricht im Gebrauche der Schußwaffe ertheilen, seits die schärfsten Repressalien des Auslandes im Gefolge wurde. Und ganz ähnlich urtheilt das Hauptorgan der Konservativen: und von anderen Gemeinden wurde das nachgeahmt. Die Kinder Einer solchen Eventualität kann sich aber der" Standard", welcher noch ironisch bemerkt, daß der Polizeischarfsinn, der bei dem ersten Auftauchen des Komplotts so sehr diefen Unterricht eine solche Begeisterung, daß die Reaktionäre Angst Deutschland um so weniger aussehen, als nicht nur unser belobt worden sei, fich in feinem glänzenden Lichte gezeigt habe. waren glücklich und stolz Soldatchens zu spielen; sie bekundeten für haben würde. den Auslandsmarkt bekamen und die Schülerbataillone( bataillons scolaires) abschafften. Handel und Industrie auf den an Nun jenes überschwängliche Lob, das auch von deutschen Sie erklärten offen, daß die Gemeindeschulen Kämpfer für die gewiesen find, sondern die Landwirthschaft selbst des Beitungen gespendet wurde, hatte dieselben Verfasser wie das nächste Kommune ausbildeten. Er- wie Importes vou Vieh nicht entbehren kann. Komplott nämlich Herrn Melville und seine Polizeikollegen. Chronik der Majestätsbeleidigungen. In Hannover wurde Genosse Thielhorn, Redakteur des„ Voltswille", vorgestern zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Fall" ist so interessant und charakteristisch, daß wir den Bericht unseres Organs folgen lassen: weiterverbreitet worden. Auch der Volkswille" brachte " -Aus den Gerichtsverhandlungen ergiebt sich auch ferner, daß die Polizei| theilung gemacht. Der Weingärtner Bauer hatte Mißhandlungen,| Beweis genug, daß der 2ohn im Verhältniß eine außerordentliche Angst vor genauerem Eingehen des Gerichts die sein verstorbener Sohn in dem Regiment erfahren hatte, zur nur angebotenen Arbeitstraft hoch genug sei! in die heitle Materie hatte, und daß sie krampfhafte Anstrengungen Anzeige gebracht. Die Angaben des Vaters wurden im Fränt. Diese Worte wurden von den Abgeordneten der Linken mit schallenmachte, um den Vorhang möglichst schnell fallen zu lassen.- Kur." veröffentlicht. Belastet wurde durch dieselben besonders der dem Gelächter aufgenommen. Und Clausen bemerkte:" Das war Duell- Chronik. Ein Pistolenduell fand in der Döhlauer Lieutenant Rabe. Die militärgerichtliche Untersuchung gegen den für einen Minister ein merkwürdiger Ausspruch! Wenn also die Haide bei Halle a. S. ftatt. Als Kontrahenten standen sich der Lieutenant ist am 14. Januar geschlossen worden. Es sind 41 mili- Arbeiter nur recht hungrig sind, dann hat der Staat das Recht, Studiosus S. und der Kaufmann Martin B. aus Halle gegenüber. tärische Zeugen und über ein Dußend sogen. Zivilisten" ver- ihnen zu bieten, was er will, in dem humanen Bewußtsein, daß sie Nach dem zweiten Kugelwechsel erhielt S. einen Schuß in den linken nommen, auch der Vater Bauer auf Anordnung des Kriegsministers es annehmen müssen. In Zukunft wird man also behaupten können, wenn sich nur noch jemand Oberarm, der ihn kampfunfähig machte. Die Gründe zum Ehren- nachträglich am 12. Januar eidlich verhört worden. Die 3 Monate einen guten Arbeitslohn zu zahlen handel sind unbekannt. Minister Reetz- Thott hatte lange Untersuchung hat nicht blos die Wahrheit der erstmals im findet, der dafür arbeiten will." " Fränt. Kur." im Auszuge veröffentlichten Anklage ergeben, sondern nur die Antwort: Human oder inhuman das ist mir eine Ausdehnung der Auflage veranlaßt, weil Rabe außer dem ganz gleich. Hier ist nur die Rede davon, daß nach Bauer noch drei andere Soldaten aufs übelste behandelt habe. Seit der Staatsarbeit Nachfrage ist, und das genügt dem 18. November v. J. ist Rabe des Dienstes enthoben und in mir!" Hast; in den ersten Tagen des Februar tritt zu Stuttgart das Deutlicher kann es den Arbeitern wohl nicht gesagt werden, Kriegsgericht zusammen, um das Urtheil zu fällen. welche Gesichtspunkte für die leitenden Staatsmänner geltend sind. Es handelte sich um dieselbe Angelegenheit, derentwegen be= Als kürzlich die Appanage eines dänischen Prinzen erhöht werden. reits einmal Freisprechung erfolgt ist. Im Laufe des sollte, befürwortete derselbe Herr Reeg- Thott den Antrag damit, daß. Die Kolonialschwärmer sind wieder einmal forsch der Prinz einen Sohn bekommen habe und demgemäß seine Ausverflossenen Sommers war vom Landgerichte in Oldenburg ein Heizer Köpsel zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt, weil an der Arbeit. In Berlin haben sie mit 2500 000 M. eine West- gaben gestiegen seien. Wer fragt den Arbeiter, ob sein Einkommen er gelegentlich der Ausbringung eines" Hochz" auf den afrikanische Pflanzungs- Gesellschaft Viktoria" gegründet, bie in afrikanische Pflanzungs- Gesellschaft Viktoria" gegründet, bie in Raiser gepfiffen und hierbei eine Aeußerung gethan hatte, die in Kamerun Katao- und Kaffee- Pflanzungen anlegen soll. Als Vor- mit seinen Bedürfnissen in Einklang steht?- flight be, Kopenhagen, 22. Januar. Im Folkething legte der Verbindung mit dem Pfeifen als Majestätsbeleidigung aufgefaßt fißenden hat die Gesellschaft den Prinzen Alfred Löwenstein, im Borstand fist ein Kolonial- Heros neben dem anderen. Wenn die Finanzminister v. Lüttichau den in der Sigung vom 21. Dez. v. J. war. In dem in öffentlicher Sigung verfündeten Borstand sitt ein Kolonial- Heros neben dem anderen. Gerichtsbeschluffe war die angebliche Majestätsbeleidigung theil- Geschichte aber so aussichtsreich ist, warum haben denn die Douglas, angekündigten Gesetzentwurf vor, betr. Die Einführung einer niedrigen Effer, von Soden und Dr. Zintgraff, der Gesellschaft abgelassen? staatlichen Einkommen- und Vermögenssteuer nach preußischem weise wiedergegeben und so in die Deffentlichkeit ge- Auch für Südwest- Afrika foll wieder Propaganda gemacht System.- Der Minister des Innern Hörring legte den Geſetzlangt und von einer großen Anzahl Beitungen werden. In der Berliner Abtheilung der Kolonialgesellschaft wird entwurf vor, nach welchem ein Theil der direkten Staatssteuer an diese Notiz. Hierin sah die hiesige Staatsanwaltschaft nächstens ein Vortrag über die Schußtruppen gehalten. Dem Vor- die Gemeinden übertragen werden soll. Die Staatseinnahmen werden eine neue Majestätsbeleidigung. Es erfolgte jedoch in tragenden war es, wie ein Laufzettel meldet, vergönnt", an den durch die beiden Vorlagen um 800 000 kronen jährlich vermindert der Sigung der Straffammer vom 4. September v. J. often Rämpfen gegen Witboi theilzunehmen. Wir gönnen dem Herrn werden. lose Freisprechung. Die Staatsanwaltschaft ergriff hier: gern eine Rückkehr nach Afrika. gegen das Rechtsmittel der Revision und das Reichsgericht ver Desterreich. Rom, 22. Januar. Den legten Nachrichten zufolge hat das wies die Sache zur abermaligen Verhandlung nach hier zurück, Gros der Derwische einschließlich der Vorhut eine Stärke von indem es ausführte, in dem freisprechenden Ürtheile sei nicht ge- tyrolern vorgeschlagen, den Innsbrucker Landtag in italienischen Streitkräfte in Keren lagern. Bis jetzt sind nur einige Wien, 22. Januar. Ministerpräsident Badeni hat den Süd1000 Mann. Die Truppe hält Amidas besetzt, während die nügend festgelegt, ob der Angeklagte nicht das Bewußt fein", eine neue Majestätsbeleidigung zu begehen, gehabt habe, wei nationale Kurien und ebenso den Landesausschuß zu theilen. Schüsse zwischen den Vorposten gewechselt worden. Die Taktik der trennt von denen des deutschtyroler Adels in Trient zu erfolgen. ihren Verschanzungen herauszulocken und sie auf freiem Felde ange- italienischen Truppen aus Die Wälschtyroler haben sich bekanntlich aus dem Landtage zurückgezogen. Der Vorschlag bezweckt, die neuen italienischen Reichstags sugreifen. Abgeordneten für die Badeni- Politik einzufangen. Vom Aufstand auf den Philippinen. Nach Meldungen aus Wien, 22. Januar. Das Abgeordnetenhaus hielt heute manila hätten die Aufständischen bei einem belgischen Handelsfeine letzte Sigung ab. Im Herrenhaus verlas der Vizepräsident hause in Hongkong 30 000 Gewehre bestellt. Kriegsschiffe bewachten Das der Bericht unseres Partetorgans. Also die Wiedergabe eines ein Schreiben des Ministerpräsidenten, nach welchem das Abbie Küsten, um die Ausschiffung derselben zu verhindern. Das in öffentlicher Gerichtssitzung vor vor versammeltem geordnetenhaus durch faiserliches Patent vom heutigen Tage Kriegsgericht habe 13 Aufständische, darunter Mitglieder der rePublikum deutlich ausgesprochenen und in zahl aufgelöst wird. und Neuwahlen ausgeschrieben volutionären Regierung abgeurtheilt. Man behauptet, daß die reichen Zeitungen erwähnten Worts, in dem das Gericht werden. Anstifter des Aufstandes mit Japan verhandelt hätten. Per eine Majestätsbeleidigung erblickte, soll eine Majestätsbeleidigung Wien, 22. Januar. Im Klub der Vereinigten Deutschsonen, die aus dem Rebellenlager bei Cavite tamen, ber fein! Daß die Wiedergabe einer als Majestätsbeleidigung aufge- Linten gab der Obmann Graf Ruenburg eine Uebersicht haupteten, die Aufständischen seien 70 000 Mart start, von denen faßten Aeußerung, über die unter Ausschluß der über die abgelaufene Wahlperiode und sprach die Hoffnung aus, daß 7000 gut bewaffnet seien. Dieselben errichteten verschanzte Lager. Deffentlichkeit gerichtlich verhandelt ward, als Majestäts- die Grundsäge der deutsch- liberalen Partei auch in Zukunft im Nach Mindanao find 6 Kompagnien entsendet worden, da man beleidigung gelten kann, das vermag ein genügend dressirter Parlamente zu maßgebender Geltung kommen werden, und erklärte, eine Meuterei der eingeborenen Truppen befürchtete. Geist allenfalls begreifen. Aber wie man dazu gelangen tann, er sei entschlossen, aus dem politischen Leben zu die Wiedergabe amtlich veröffentlichter Aeußerungen scheiden. Ein Fuchs dem die Mandats- Trauben zu hoch zur Majestätsbeleidigung zu stempeln, das entzieht sich unserer hängen. Beurtheilung. Zwischen mündlicher und schriftlicher Wiedergabe ist doch kein wesentlicher, den Sinn des inkriminirten " In der heutigen Sigung der Straffammer I kam das Gericht denn auch nach dreiviertelstündiger Verhandlung und ebenso langer Berathung zu der Ansicht, daß Genosse Thielhorn bei Aufnahme der fraglichen Notiz das Bewußtsein" gehabt habe, eine Majestätsbeleidigung zu begehen, worauf das Urtheil auf 2 Monate Gefängniß lautete. Der Staatsanwalt hatte 3 Monate beantragt. Die Verhandlung war öffentlich. " 1 " * Deutsches Reich. Ungarn. Italien. Afrika. Amerika. H Herrenhaus. 6. Sigung vom 22. Januar. Tagesordnung: Lehrerbesoldungs- Gefeß, Petitionen. Am Ministertische ist der Kultusminister Bosse anwesend. Präsident Fürst zu Wied eröffnet die Sigung um 1/4 Uhr und es findet zunächst die Vereidigung des neu in das Haus eingetretenen Mitgliedes Grafen v. Oppersdorf statt. Havana, 22. Januar. General Weyler befahl allen Befehls habern, binnen einer Frist von 8 Tagen alle Plantagen und WohnWorts verändernder Unterschied. Oder glaubt man etwa, ein-Das Gemetel in Anina. Die österreichisch- ungarische häuser in der Provinz Havana zu zerstören, um die Aufständischen Ausdruck, der mündlich wiedergegeben, straflo 3 ist, werde Staatseisenbahn- Gesellschaft hat ihre ungarische Linien an den durch Aushungerung zur Unterwerfung zu bringen. - Eine für die kubanischen Insurgenten strafbar sobald er geschrieben und gedruckt wird. ungarischen Staat verkauft, dagegen ihre in Süd- Ungarn um Aus New York: Anina und Steierdorf gelegenen Fabriken und Bergwerke behalten. günstige Gerichtsentscheidung. Da wird ja der Tinte und Druckerschwärze die Kraft zugeschrieben, Die Aktionäre haben bei der Berstaatlichung einen schönen Schnitt wird gemeldet: Der Flibustier- Dampfer Three Friends" ist ein biblisches Wunder zu verrichten, das noch viel wunderUm Geld zu sparen, auf grund einer gerichtlichen Entscheidung freigegeben worden.. barer ist, als die Verwandlung des Wassers in Wein. Und dann gemacht, das war ihnen aber zu wenig. die Feststellung", daß der Angeklagte das" Bewußtsein" dieses haben sie alle ihre Arbeiter und Diener in die Bruder Als Gründe werden angegeben, daß Spanien leugne, sich im Kriege lade der Bergarbeiter genommen. Natürlich reichte es hier zu befinden und daß die Vereinigten Staaten einen Kriegszustand Wunders gehabt habe! Fürwahr, die Wege der deutschen Justiz weder hinten noch vorn. Nun wurden die Beiträge der Arbeiter um nicht anerkannt hätten, formell also Friede herrsche; und die find unerforschlich. Bemerkt sei, daß die nun entschlafene Brausewetter- Rammer 30 jähriger erst nach 40 jähriger Dienstzeit festgefeßt. Die Wittwen, mit Kriegsmaterial sei daher erlaubt. Bemerkt sei, daß die nun entschlafene Brausewetter- Kammer 2 pet. erhöht, die volle Pensionsberechtigung statt wie bisher nach Neutralitäts- Gefeße nicht angewendet werden könnten; der Handel in einem ganz ähnlich liegenden Falle unseren Redakteur Dierl zu die bisher 70 pet. der Bezüge ihrer verstorbenen Männer erhielten, mehreren Monaten Gefängniß verurtheilt hat. sollten fünftig nur 50 pet. bekommen. Diese Bestimmungen traten am 1. Januar in Wirksamkeit. Die Arbeiter em= pfanden ihre Einführung als Raub. So lange Jahre hatten fie ihr blutig verdientes Geld in die Brüderlade geStempelfreiheit von amtlichen Urkunden zahlt, und jezt hielt man nicht, was man versprochen. bei Heeresdienst Befreiungen. Die auf die Heeres- und man fragte sie nicht einmal, man dekretirte. Seit ergänzung und die Befreiung vom Heeresdienst, sowie von den vierzehn Tagen gährte es unter den Arbeitern. Am letzten Reserve- und Landwehrübungen bezüglichen amtlichen Urkunden find Sonntag beschlossen sie den Streif. Als sie aber am Mittwoch früh ebenso wie die von Polizeibehörden u. s. w. ertheilten Beglaus der Direktion ihre Wünsche und Forderungen mittheilten, wurden Hierauf geht das Haus über zur Berathung und Beschlußfassung bigungen der Unterschriften von Zeugnissen u. s. w. zu diesem Zwecke fie rundweg abgewiesen, Gendarmerie war zur Stelle, die die über die geschäftliche Behandlung des Gefeßentwurfs, betreffenb nach dem Urtheile des Finanzministers stempelfrei. höhnenden Beamten in die Mitte nahm und einige Arbeiter ver- das Diensteinkommen der Lehrer und Lehrerinnen an den öffent -Stumm geht an den Oberkirchenrath. Das haftete. Jezt kam es zu einem wilden Ausbruch der unorganisirten lichen Bolksschulen. Urtheil des Konsistoriums in Coblenz über feinen Streit mit den Leute, Frauen drängten sich vor, Steine wurden geworfen, die Professor Neinke- Riel: Das Entgegenkommen der StaatsGeistlichen des Saarreviers hat ihm nicht gefallen. Und wenn auch Gendarmerie gab einige Salven ab. Acht Arbeiter und zwei Frauen regierung ist durch die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses leider der Oberkirchenrath nicht will, was er will? Dann geht er weiter. brachen todt zusammen, eine Menge Verwundeter konnte sich weiter eingeschränkt worden. Ich beantrage Ueberweisung des GesetzEr erkennt nur diejenigen Autoritäten an, die ihm recht geben.schleppen. Heute sind einige Kompagnien Soldaten auf dem Plaße entwurfs an eine Kommission von fünfzehn Mitgliedern. Eine noch und ein schreckliches Strafgericht wird über die aufrührerischen, malige Ablehnung a limine würde die größte Erbitterung - Bur Ausführung von Meliorationsanlagen rebellischen" Arbeiter hereinbrechen. Wer aber trägt die Schuld hervorrufen. Sache der Kommission wird es sein, die haben die Genossenschaften des Mittel- und Nieder- Dder an dem Gemetel und an dem, was noch folgen wird? Borlage so zu gestalten, daß sie daß sie möglichst auf allen bruches vom Staate bis jetzt 650 000 m. als Darlehen erhalten. Die millionenreiche Gesellschaft, die um elender Pfennige Bänken des Hauses Annahme finden kann. Ihre AbIn den nächstjährigen Etat, werden zu demselben Zwecke weitere willen ihre Lohnstlaven bestahl, und die ungarische Re- lehnung würde bedeuten, die Ausbesserung der Lehrergehälter auf 100 000 m. eingestellt werden. Das ist gewiß alles gut und gierung, die diesen Raub sanktionirte und die Bestohlenen ungewisse Zeit vertagen. Wir verlangen von den Lehrern, daß fie schön. Und wenn wir heute im Zukunftsstaate" wären, würden niederknallen ließen. Feine Brüder, diese Millionäre, deren die Kinder in vaterländischem Sinne erziehen. Da dürfen wir auch biefe Anlagen auch, ja in noch größerem Umfange gemacht werden. Dividendenscheine in Blut getaucht sind, und diese Minister, die den ihre berechtigten Erwartungen nicht täuschen. Die Ablehnung Wie gestaltet sich nun der Endeffekt unter den heutigen Ver- zum Färben nöthigen rothen Lebenssaft liefern aber einander des Gefehes würde die Propaganda der Sozial hältniffen? Bahlen, damit die Anlagen gemacht werden können, würdig. Würdig auch des Abscheues jeder fühlenden Menschen- de motratie stärten. nicht die Gesammtheit, also auch der Arbeiter, der Proletarier. Wer brust. aber hat den Vortheil davon? Der Besitzende und nur der Befizzende. Der Unterschied läßt sich mit den Händen greifen. Bei bem einen heißt es aus der Tasche heraus, bei dem andern in die Tasche hinein. Den Bankier, den macht der Staat.preßt. " Frankreich. Paris, 22. Januar. Wegen der bekannten Vorgänge auf dem hiesigen Ostbahnhofe, durch welche zahlreiche zur Fahrt berechtigte Personen an dem Besuch der zu Ehren des Kaisers von Rußland Wie der Bund der Landwirthe Mitglieder in Chalons veranstalteten Truppenschau verhindert wurden, haben Der Rittergutsbefizer Wüstenberg Rexin richtete vor nunmehr mehrere Hundert der nicht Beförderten gegen die Berwenigen Monaten an den Rittergutsbesitzer Rittmeister Freiherrn waltung der Ostbahn einen Maffenprozeß auf Schadenersatz anv. Buttkamer- Jeserit die Anfrage, ob er, wie ihm durch einen Bieh gestrengt. Der Barenenthusiasmus soll wohl bei diesem Brozeffe händler mitgetheilt worden sei, Rinder zu verkaufen habe und zu in Baargeld umgesetzt werden. welchem Preise. Die an Herrn Wüstenberg ertheilte Antwort des Herrn v, Puttfamer lautete wörtlich wie folgt:" Bedauere, Ihnen mittheilen zu müssen, daß ich nur an Mitglieder des Bundes der Landwirthe verkaufe."- Also heißt das Losungswort: Keine Bündler, teine Ochsen! England. Bürgermeister Delbrück- Danzig: Für die großen Städte handelt es fich nur darum, daß sie nicht aufgeben wollen, was sie haben. Daß die Selbstverwaltung der großen Städte für die Schule Die zweite Frage ist fegensreich ist, muß anerkannt werden. die finanzielle. Den Städten sollen die Beihilfen, die sie nach dem Gefeß von 1888/89 erhalten, gekürzt werden. Für die großen Städte ist zu beachten, daß neben der Erhöhung der Lehrergehälter in der Boltsschule die Staatsregierung auch sonstige Erhöhung der Beamteng ehälter einführen will. Da werden die großen Städte nicht umbin tönnen, auch die Gehälter der höheren Lehrer zu verbessern, es würde dann infolge dieses Gefeßes für Danzig eine Neben ausgabe von zirka 80 000 Mark entstehen. Auch gegen die Altersdie Städte erklären, da sie London, 22. Januar. Viele Mitglieder auf beiden Seiten des zulage- Rassen müssen sich Haufes der Gemeinen glauben, man werde die Juteressen Süd- damit ihre Selbständigkeit aufgeben müßten. Dazu kommt das afrikas durch Fallenlassen der Untersuchung gegen die Chartered freie Verfehrungsrecht der Regierung vom platten Lande nach - Der Prozeß v. Tausch wirft seine Schatten schon Company am besten fördern. Sir John Lubbock hat erklärt, er der Stadt.( in Lehrer, der 10 bis 15 Jahre auf dem Lande gelehrt voraus. Herr Gingold- Stärck, der diplomatische Ex- Rechercheur des werde einen dahingehenden Abänderungsantrag zu dem Antrag hat, ist nicht geeignet, in den städtischen Schulen zu unterrichten. Die Tendenz des Gesetzes geht dahin, einen Universallehrer zu Berliner Tageblattes", wünscht, wie es scheint, nicht noch einmal Chamberlain's einbringen. als Zeuge über seine Beziehungen zu Herrn v. Tausch ausgefragt Herrn Chamberlain wird es jedenfalls sehr erwünscht sein, wenn schaffen. Daran hat auch das platte Land kein Interesse. Ein zu werden. Er will dem undankbaren Deutschen Reiche den Rücken über die Affäre Jameson und seine Mitwissenschaft von der Abficht Lehrer auf den Lande muß ganz anders geartet sein als in der fehren, er löst seinen Hausstand auf. Ob er Halbafien, woher er des Flibustierzuges nach Johannesburg die Akten geschlossen werden. Stadt, er muß etwas von Landwirthschaft, Bienenzucht u. f. w. ver stehen und wird sich auch selbst gar nicht in die Stadt sehnen. tommt, zum Schauplage seiner fünftigen Thaten machen wird, wissen Kultusminister Bosse: Da das vorjährige Gesez au dem wir noch nicht. Die Arbeiterfreundlichkeit der Regierung Widerstand der großen Städte gescheitert war, tamen wir denselbent hat sich wieder einmal in ihrem glänzendsten Lichte in der soweit als irgend möglich entgegen. In finanzieller Beziehung haben Budgetbebatte des dänischen Foltethings gezeigt. wir zwei Millionen Kosten mehr übernommen als im Vorjahre. Der sozialistische Abgeordnete Clausen stellte an den Konseil- Wir mußten uns sagen, weiter gehen durften wir nicht, als bis zu Präsidenten Reeb Thott die Frage, wie er sich eigentlich zu dem Punkte, do wir hoffen konnten, noch eine Majorität für das dem sozialdemokratischen Antrage betreffend die Einführung eines Gesetz im Abgeordnetenhause zu finden. In das Recht der An- Ein Kläffer. Herr Peter Schwuchow, der nun Minimallohnes von 8 Kronen für die Staatsarbeiter ftellung der städtischen Verwaltung greift das Gesetz nicht ein. bald in allen Redaktionen gewesen, in denen man in Deutschland stelle. Hierauf antwortete der Konfeilpräsident, die Staats- Wahrscheinlich wird auch dieses Gesetz durch ein Kompromiß fertig arbeit werde so start gesucht, daß fie wohl nicht gestellt werden. Dabei muß eben der eine dem anderen entgegen gegen den Umsturz heult, hat kaum den Redaktionssessel des ,, Neuen schlecht bezahlt fein fönne. Der Staat stände nach kommen. Pfälzischen Kuriers" angewärmt und schon kläfft er wieder los gegen feiner Meinung hinter feinem Privatunternehmer zurück. Graf v. Klindowström: Wir bedauern nach wie vor auf das die Sozialdemokratie. Er, der so oftmals Gegangene, nennt das Clausen entgegnete: Die Bahnarbeiter 3. B. erhielten nur 1,70 Kr. lebhaftefte, daß das Lehrerbefoldungs- Gefeß wieder aus dem Wort„ Streitbrecher eine Ehrenbezeichnung für jeden fleißigen Ar- pro Tag. Wenn diesen Leuten irgend ein Unglück justößt, fallen sie allgemeinen Schulgesetz herausgegriffen worden ist. Die Regierung beiter;" Peter, der Held, meint, diejenigen, die in den Arbeiter, beiter; Peter, der Held, meint, diejenigen, die in den Arbeiter der Armentasse anheim. So dürfte der Staat seinen Arbeitern weiß, daß die konservativen Parteien aufs dringendste ein auf christorganisationen das große Wort führen, feien gerade die feigften gegenüber nicht verfahren. Allerdings gebe es Privatunternehmer, licher, tonfeffioneller Grundlage stehendes Volksschulgeset verlangen. Rerle. Was soll man dazu sagen? Laßt ihn klaffen, wir bie eben solche Jammerlöhne zahlen. Aber das sei doch keine Ent( Sehr wahr! Deshalb kann ich diesem Gesetz nur mit Widerstreben schuldigung für den Staat, eine gleiche Menschenausbeutung ins zustimmen. Besonders bedenklich erscheint mir in dem Gesetze die Wert zu sehen. Darauf erklärte der Konfeilpräsident: die That hohe Belastung der Gemeinden. Ostpreußen, das unter der wirth sache, daß die Staatsarbeit so gesucht werde, daß die Staatsarbeit so gesucht werde, sei ihm schaftlichen Mothlage am meisten leidet, wird durch das Gefeß be Zum Verfahren gegen v. Tausch. Aus einer Er flärung des Rechtsanwalts Dr. Lubszynski geht hervor, daß sowohl gegen v. Tausch als auch gegen v. Lühow das Verfahren wegen Ur: fundenfälschung eingeleitet ist und Rechtsanwalt Lubszynsti als Vertheidiger des letteren fungirt. reiten! Ueber eine Soldatenmißhandlung im vierten württembergischen Infanterieregiment haben wir seinerzeit MitDänemark. sonders hart betroffen. Ich bin im Gegensah zum Vorjahre soweit um ein abgeschloffenes einheitliches Ganze, nicht beirren lassen. I und nimmt zur Begründung namentlich auf einen durch die„ Pos. entgegengekommen, weil ich den Lehrern die ihnen nothwendige Die Klage über den Mangel an Voltsthümlichkeit der Richter, die Zeitung" veröffentlichten Fall bezug, wo ein 17 jähriger Schüler wegen. Freudigkeit zu ihrem Berufe, eine sorgenfreie Existenz, gewähren will. auch gestern Herr Gamp vorbrachte, hat doch seine Ursachen in der Schulverfäumniß zu 1500 M. event. 9 Monaten Gefängniß verurtheilt Kultusminister Bosse: Auch nach dem Gesez haben nicht alle Untlarheit der Geseze. Wenn wir auf unser gutes Recht ver- fei. Die Richtigkeit dieser Mittheilung wird von den Abgg. Möller, Lehrer 900 M. Grundgehalt; das Gehalt der zweiten Lehrer, die zichten, die Richtergehälter so zu gestalten, wie wir das nach v. Eyneru( natl.), sowie vom Regierungskommissar Geh. Rath immer junge Lehrer sind, wird meist nach§ 3 des Gesetzes ein Fünftel früheren Vorgängen für nöthig und zweckmäßig halten, dann Lüders bestritten. weniger betragen. würden wir im Richterstande berechtigten Mißmuth hervorrufen. Die Anträge Jazdzewski werden abgelehnt und die BorLage unverändert genehmigt. ( Beifall.) Debattelos genehmigt werden das Gesetz betr. die Vorleistungen der Fabriken bei Wegebauten in Pommern und die KirchengemeindeOrdnung für Hohenzollern, beide in dritter Lesung. Morgen( Sonnabend) 11 Uhr: Vorlage betr. Wiesbadener Forstbeamte, Antrag Langerhans( frf. Bp.) auf Aufhebung der 1573er Konsistorial- Ordnung und Petitionen. Schluß 4 Uhr. Partei- Machrichten. Graf v. Mirbach: Ich bedaure noch heute das zu Grabetragen des Zedlib'schen Schulgesetzentwurfes, ich sehe darin eine der trau Abg. Freiherr v. Eynathen( 3.): Die Einführung der Dienstrigsten Perioden der Geschichte Preußens.( Zustimmung und Wider- altersstufen für die höheren richterlichen Beamten ist freudig zu bespruch.) Ich stehe auf dem Boden, daß ich zunächst unseren Geist- grüßen; warum die gleiche Einrichtung nicht auch für Amts- und lichen, dann unseren Lehrern ein ausfömmliches Gehalt wünsche, da Landrichter durchführbar sein sollte, ist nicht einzusehen und zwar sie bestimmt sind, unsere Jdeale zu pflegen. Deshalb wünsche ich ein um so weniger, als jetzt im anderen Hause ein Antrag auf Besoldung orgauisches Schulgeset. der Regierungsaffefforen eingegangen ist, vielleicht geht man noch dazu Oberbürgermeister Belle- Berlin: Der Hauptpunkt, durch den über, den Referendarien und Studenten Zuschüsse zu gewähren, um die Städte sich benachtheiligt glauben, ist der, daß ihnen die durch auf diese Weise dem Andrange zu steuern". Man sollte ein das Gesetz von 1888/89 gewährten Zuwendungen genommen werden Intereffe einer Hebung des richterlichen Ansehens darauf halten, sollen. Das werden die Städte nicht aufhören, als Unrecht zu daß die Richter möglichst lange an einer Stelle bleiben und mit der empfinden. Durch die Steuerreform hat Berlin nicht gewonnen, Bevölkerung und ihren Gebrauchen bekannt werden. Beim Inkraft- Gemeindewahlen. Im Dorfe Klotsche bei Dresden waren statistisch ist es nachgewiesen, daß die Berliner jetzt mehr Steuern treten des Bürgerlichen Gesetzbuchs wird es ohnehin nöthig werden, unsere Kandidaten, einer als ordentliches Gemeinderaths- Mitglied zu zahlen haben als vorher. Es ist auch klar, daß seitens unseres eine größere Anzahl älterer Richter, denen nicht mehr zu und einer als Erfagmann, mit großer Mehrheit gewählt worden. Finanzministers Berlin nie gegenüber dem platten Lande gemuthet werden kann, sich in die neue Gesetzgebung einzuarbeiten Der Wahlvorstand erklärte aber unsere Stimmzettel für ungiltig, bevorzugt worden ift. Wären den Städten die bis zu pensioniren. Da ist es billig, diesen alten Herren die Pensionirung weil wir die Kandidaten mit dem Beiwort aktiv" und Stell herigen Zuwendungen gelassen worden, hätte das Ab- nicht allzu schwer fühlbar zu machen.( Bravo!) vertreter" gekennzeichnet hatten, statt, wie im Ortsstatut vor-. geordnetenhaus das Gesetz auch angenommen. Der Herr Abg. Krause Waldenburg( frk.): Für die Regierung nehmen wir geschrieben, mit Ausschußperson" und Erfaßmann". So waren Kultusminister meinte, es komme doch auf die 2 pet. nicht die Berechtigung in Anspruch, bei der Anstellung der Richter die ihr mit leichter Mühe die Gegner in den Besitz des Mandats gelangt. an, welche die Städte an Steuern mehr erheben müßten. Aber auch nöthig erscheinende Auswahl zu treffen. Geschieht das, dann wird auf eingelegte Beschwerde hat jedoch die Amtshauptmannschaft die die Städte haben ihre Finanznoth, und es ist nicht ohne Be auch kein Bedenken gegen die Einführung der Alterszulagen für die Stimmzettel für giltig erklärt. Unser Vertreter zieht somit in den deutung, denn der Steuerzahler sagt sich, daß er 2 pet. zu unrecht Land- und Amtsrichter mehr obwalten. Auch unter den höheren Gemeinderath ein. bezahlt. Wir sind bereit, Ihnen entgegenzukommen, thun Sie Beamten herrscht berechtigte Mißstimmung über die heutigen Gehalts- Eine Wahlkreis Konferenz für den 14. württem verhältnisse. bergischen Reichstags Wahlkreis Ulm- HeidenKultusminister Bosse: Ich hege keine Voreingenommenheit Abg. Busch( f.) steht dem Vorschlage der Einführung von heim wird am Sonntag, den 7. Februar, im Gasthaus zum Stern gegen Berlin und freue mich, daß ich unter dem Zzepter des Herrn Alterszulagen für Amts- und Landrichter sympathisch gegenüber und in Im abgehalten. Es soll die Agitation im Wahlkreis geregelt Belle stehe.( Heiterkeit.) Aber überzeugt hat er mich nicht. stimmt namens seiner Freunde im wesentlichen der Vorlage aut. und zur bevorstehenden Landesversammlung Stellung genommen Abg. Kirsch( 3.) ist erfreut über das Fehlen des Affeffor- Para- werden, es auch. begrüßen werde. Fürstbischof Kopp: Ich erkenne in dem Lehrerstande einen Mitarbeiter in der hochwichtigen Aufgabe der Volkserziehung. Das legt mir die Pflicht auf, das Interesse des Standes wahrzunehmen, wo sich die Gelegenheit dazu bietet, und das ist hier der Fall. Die Schulverhältnisse in Preußen leiden an einer gewiffen Unsicherheit und Unklarheit. Wiederholt ist deshalb auch hier im Hause der Wunsch ausgesprochen worden, es möchte die ganze Materie des Schulwesens einheitlich geordnet werden. Ich glaube nicht weiter hin, wie sie Herr Graf Mirbach bezeichnet hat, von ganzem Herzen Ich hoffe, daß die Frage hier eine Erledigung finden wird, auf welche das Land mit Befriedigung, die Lehrerschaft mit Dant gegen das hohe Haus blicken kann.( Bravo!) Geh. Ober- Finanzrath Germar legt dar, wie sehr die großen Städte dem platten Lande gegenüber durch die Steuerreform bevorzugt seien. Oberbürgermeister Schneider( Magdeburg) ist der Meinung, daß das vorjährige Gesetz vom Hause seiner formalistischen bureau fratischen Richtung wegen abgelehnt worden sei. Die Kürzung der Zuschüsse der Städte sei durch die Steuerreform, welche die Steuerlast der Städte nicht ermäßigt habe, durchaus nicht gerecht fertigt. Konfervativ sei es nicht, den Städten jezt das zu nehmen, das man ihnen vor sieben Jahren zu geben für eine Forderung der Gerechtigkeit erachtet habe. graphen. an bestimmte Amts " Abg. Hansen( frt.) legt historisch dar, daß stets eine unterschiedDer Sozialdemokratische Wahlverein in Stettin hat im liche Behandlung der Gehälter der Verwaltungsbeamten und der vergangenen Jahre trok aller polizeilichen Anfechtungen recht erRichter stattgefunden habe. freuliche Fortschritte gemacht. 501 Mitglieder wurden ihm zu Minister Schönstedt: Die Vorlage findet im wesentlichen ja die geführt, sodaß der Mitgliederstand jetzt 1085 beträgt. Dem Berufe Zustimmung des Hauses. Die hier vielfach geforderte Einführung nach gehören dem Verein an: Arbeiter ohne nähere Bezeichnung der Dienstalters- Stufen würde für viele Richter der ersten Justang 325, Tischler 82, Maurer 73, Schneider 71, Schlosser 66, Zimmerer 40, Maler 27, Schuhmacher 28, Töpfer 25, Böttcher 21, Restaurateure 20, gehaltes with a babei nicht erreichung des Dreher 15, Buchdrucker 15, Stuckateure 12, Buchbinder 9, Former 7, Steinbruder 7, Handschuhmacher 6, Bürsten bauer fnüpfen lassen, sondern je nach der vorhandenen Bahl Steinsetzer 7, der einer Klasse angehörenden Beamten in längerer oder kürzerer macher 5, Drechsler 4, Brauer 4, Barbiere( selbständig) 4, Beit möglich sein. Daß die Versehung der Richter ihrem Ansehen Schmiede 4, Kaufleute 8, je 2 Glafer, Metallschleifer Bildhauer, Müller, Kupferschmiede, Gelbgießer, Mechaniker, schade, ist doch nicht anzunehmen. Es wird schwer sein, an der Vorlage Aenderungen vorzunehmen, ohne weitgehende Bäcker, je ein Marmorschleifer, Kellner, Tabakarbeiter, gler, Folgen damit herbeizuführen. Die Ablehnung des Affefforen- Detateur, Kürschner, Lithograph, Pantinenmacher, BuchdruckereiParagraphen hat eine bedeutende Steigerung der Jura Studirenden besitzer, Buchhändler, Fleischermeister, Wursthändler, Musikdirigent, zur Folge gehabt. Wir haben nicht bloß mit ungeeigneten Elementen, Arzt, ferner zwei Tischlermeister. Die Jahresrechnung schloß in Einfondern auch mit einer zu großen Bahl an fich geeigneter Elemente und Ausgabe mit 1920,03 M. ab. 800 M. wurden zur Landagitation zu thun; hier ist die Auswahl schwer, vorläufig werden wir es noch find 12 abgehalten worden, in sechs davon wurden Vorträge ge und 150 M. den streikenden Hamburgern gegeben. Versammlungen bei dem früheren Verfahren belassen; die Anregungen aus dem boten. Ferner ließ sich der Verein von einem Stettiner Künstler Hause find nicht annehmbar. Abg. Jm Walle( 8.) erörtert die Gehaltsunterschiede der Ver- Hauptmann's Weber" rezitiren. Ronnte im vorigen Jahre der waltungsbeamten und der Richter, wobei er zu dem Schluffe kommt, einbrachten, so ist es jetzt damit vorbei, denn der Polizeipräsident Verein noch Vergnügen abhalten, die ganz bedeutende Ueberschüsse daß jene bereits nach 28 Jahren in den Genuß eines Höchstgehaltes Freiherr v. Durant: Auch ich halte es für nothwendig, hier kommen, das die Richter erst nach 33 Jahren erreichen. Es würde die die Polizei dem Verein bereitet, werden unsere Stettiner Parteihat die Theilnahme der Damen verboten. Troß der Hindernisse, zu erklären, daß die deutschkonservative Partei auf das lebhaftefte allerdings möglich und nützlich sein, eine Anzahl von Elementen, die die Polizei dem Verein bereitet, werden unsere Stettiner Parteidas Beiseiteschaffen des Bedliß'schen Schulgesetz Entwurfs betlagt, von denen man überzeugt ist, daß sie in der Justiz nicht fortkommen genoffen auch in diesem Jahre die Ausbreitung unserer Ideen wieder daß sie es auf das lebhaftefte beklagt, daß einzelne Materien aus werden, zurückzuweisen und dadurch die Beförderungsverhältnisse ein tüchtig Stück zu fördern wissen, ol dem allgemeinen Schulgeset herausgeriffen und durch besondere zu bessern. 1 Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Gefeße geregelt worden sind. Nur durch eine Erneuerung des Regierungskommissar Geb. Oberfinanzrath Belian legt dar, Die Revision, die der Parteigenoffe Jahn aus chriftlichen Sinnes tönnen die mannigfachen Schäden unserer Zeit daß zwischen Verwaltungsbeamten und Richtern in bezug auf das Berlin in der Straffache wegen Majestätsbeleidigung gegen das geheilt werden. Deshalb wird meine Partei nie von der Forderung Erreichen des Höchstgehaltes höchstens ein Unterschied von 2 Jahren auf vier Monate Gefängniß lautende Urtheil des Landgerichts eines allgemeinen Boltsschulgesetzes abgehen. zu gunsten der Verwaltungsbeamten sich ergebe, der aber durch Berlin II. eingelegt hatte, ist am Freitag vom Reichsgericht vereinen späteren Eintritt der Besoldung reichlich ausgeglichen werde. worfen worden. Abg. Lohmann widerspricht dem Abg. Hansen; im Jahre 1879 Die Bielefelder„ Bolts wacht" war vom Schöffenist ausdrücklich erklärt worden, daß durch die Erhöhung der Richter- gericht wegen Mohr- Beleidigung verurtheilt. Sie wollte gegen bas gehälter kein Grund gegeben werden solle für Gehaltserhöhungen Urtheil Berufung einlegen, Mohr hat aber inzwischen die Klage anderer Beamtenklassen. zurückgezogen. Graf v. Schulenburg- Beekendorf: Wir werden sie in ernstester Kommissionsberathung prüfen müssen und hoffentlich zu einem Kompromiß tommen, das die Annahme des Gefeßes ermöglicht. Oberbürgermeister Becker: Wir opponiten nicht des Zwecks des Gefeßes wegen, mit dem wir einverstanden sind, wir wollen den ganzen bureaukratischen Apparat nicht, mit dem das Gesetz vollbepackt ist, deshalb haben wir im vorigen Jahre gegen das Gefeß geftimmt. Wir müssen prüfen, warum die Regierung auf ihrem Standpunkte stehen geblieben ist, und würden, wenn es jetzt wieder zu teinem Geset täme, die Lehrer schädigen. Deshalb ftimme ich jetzt für Kommissionsberathung. Kultusminister Bosse: Eigenfinn haben wir Ihnen nicht entgegengefeßt, wir sind Ihnen soweit entgegengekommen wie mög lich, jetzt wird es sich darum handeln, durch ein Kompromiß das Gefeß zu stande zu bringen. Minister Miquel: Was einige Abgeordneten etwa damals gesagt haben, darauf kömmt nichts an, sondern auf die Stellungnahme der Staatsregierung. Wenn jetzt troydem an jenem Standpunkt fest gehalten wird, so kann die Regierung nur erklären, daß sie bedauern wird, durch das Festhalten an dieser Auffassung das Zustandekommen der Vorlage gefährdet zu sehen. Die Vorlage geht an die verstärkte Budgettommission zur Vorberathung. " - Sächsische 3. Jn Schneeberg im Erzgebirge wurde eine Versammlung verboten, weil der als Referent über den Hamburger Hafenarbeiterstreit ausersehene Parteigenoffe Krause aus Chemnih„ als Heber bekannt" sei und weil der 2. Tagesordnungspunkt: Diskussion" die Möglichkeit offen laffe, daß unter demselben die allerbedenklichsten Gegenstände behandelt werden könnten, wobei auf frühere Versammlungen verwiesen wurde. Unterzeichnet ist das Verbot von einem Dr. v. Woydt. Unsere Genossen werden nun hören, was die Kreishauptmannschaft zu dem Berbot fagt. Bei läufig bemerkt, ist der Ausdruck Heher eine Beleidigung, was man vielleicht auch in dem höflichen" Sachsen nicht ableugnen wird. Die Hafenarbeiter- Bewegung. ich aus bester Quelle erfahren habe, ist der Beschluß mit 22 gegen Aus Hamburg wird uns unterm 22. Januar geschrieben: Wie 18 Stimmen, also mit nur vier Stimmen Majorität gefaßt worden. u der Majorität befanden sich besonders Fabrikanten verschiedenster und Jnnungsmeister, während die an der Schifffahrt direkt interessirten Kreise, so Rheder und Importeure für Annahme Art 217 den Es folgt die dritte Lefung des Staatsschulden tilgungsGesezes. In der Generaldebatte erklärt Professor Behschlag- Halle: Unser Lehrerstand wird von einem Abg. Hobrecht( natl.) die Zustimmung seiner Freunde. Idealismus, von einer Berufsfreudigkeit getragen, die bewunderns Minister Miquel: Mit der Erhöhung der Tilgungsquote von werth erscheinen müffen. Dabei befindet sich der Lehrerstand in 1/2 auf 3/5 pet. ist die Regierung einverstanden; dagegen hat über materieller Noth, in Noth um das tägliche Brot! Als ich in meiner die Resolution( Einbringung eines Gefeßentwurfs über Verwendung Jugend aus meiner Heimath Frankfurt nach Preußen kam, da er der Eisenbahn- Ueberschüsse) eine Berathung des Staatsministeriums schrat ich über die Berhältnisse, die bei den Lehrern herrschten. Ein noch nicht stattgefunden. Diese Berathung werde jedenfalls stattFamilienvater hatte 600 M. Gehalt und mußte mehr Privatstunden finden, aber voraussichtlich erhebliche Schwierigkeiten bereiten. als Schulstunden geben, um sich ernähren zu können. Er brach Abg. v. Dallwin( f.) stimmt der Vorlage zu und bedauert die unter der Last zusammen und war doch voller Begeisterung für Ablehnung des Ausgleichsfonds. feinen Beruf. Ehre dem der solche Mitglieder Stande, der Abg. Dr. Sattler( natl.) hofft auf eine Verständigung des erzieht, Ehre und tägliches Brot! Alle Schwierigkeiten Finanzministers mit dem Eisenbahnminister, um eine die Eisen des Vorschlages, oder wenigstens doch für Verhandlungen müssen verschwinden, damit dieses Ziel erreicht wird. Die bahnen schädigende Verwendung der Ueberschüsse zu vermeiden. einen find gegen diefes Gefeß, weil sie ein organisches Redner wendet sich sodann gegen die Ausführungen des Dr. Lieber Schulgesetz auf chriftlicher, fonfessioneller Grundlage wollen. Wir im Reichstage, wo dieser von Drahtziehern und Puppenspielern in haben aber jetzt schon die chriftliche, die konfessionelle Schule und diesem Hause gesprochen hat. Herr Lieber mag prüfen, wie dieser wir wünschen, daß die Schule ihre Selbständigkeit behält und nicht Vorwurf gegen seine Freunde zutrifft, ehe er andere, bie sich nicht unter das Regiment der Kirche kommt. Die Klagen und Beschwerden vertheidigen können, beschuldigt. Für meine Freunde bedürfen solche der großen Städte halte ich theoretisch für berechtigt. Ich hoffe, Beschuldigungen teiner Widerlegung.( Lebhaftes Bravo bei den wir werden auch hier zu einer Einigung über das Gesetz kommen. Nationalliberalen.) Herr v. Wedell- Piesdorf hofft, daß die Vertreter der Städte Abg. v. Strombeck( 3): Herr Dr. Sattler wirft Herrn Lieber ihren Widerspruch nicht aufrecht erhalten werden. vor, Abwesende beschuldigt zu haben; er aber thut baffelbe, denn Oberbürgermeister Zweigert( Essen) rügt es, daß die Motive Herr Lieber ist auch nicht anwesend. Statt Schulden zu tilgen, sollte der jezigen Borlage fast wörtlich übereinstimmen mit denen der man das Schuldenmachen einschränken und aus den Eisenbahn vorjährigen und daß auf die vielen gewichtigen Gründe, die im überschüssen sollte man fleine Bahnen unterstützen, Zinsgarantie vorigen Jahre hervorgebracht seien, mit feinem Worte ein- für dieselben übernehmen und Parallelbahnen tonzessioniren. gegangen sei. Abg. Frhr. v. Beblik( frt.) schließt sich den persönlichen Vorwürfen des Abg. Sattler gegen Lieber an. Der Vorlage werden seine Freunde nach den Beschlüssen zweiter Lefung zustimmen. Abg. Dr. Hammacher( natl.) stimmt der Vorlage an. Abg. v. Eynern( natl.) wendet sich ebenfalls persönlich gegen Lieber, der jetzt Führer des Zentrums sei und der, wenn er im Reichstage so starten Tabat verzapfe( Große Heiterkeit), hoffentlich Beit finden werde, noch in einer persönlichen Bemerkung seine Vorwürfe zu begründen. Redner wiederholt seine Bitte um weiter gehende Berücksichtigung der Wünsche der Kommunen bei Bahn bauten. Redner fürchtet, daß auch künftig die Eisenbahn- Ueberschüsse zu allgemeinen Staatsausgaben verwendet werden dürften, Minifter Miquel: Diese Möglichkeit ist ausgeschlossen, denn die Vorlage bestimmt, daß die Ueberschüsse zur Schuldentilgung ver24. Sigung vom 22. Januar 1897. 11 Uhr. Abg. Graf Limburg( f.): Der Abg. Lieber hat seine Aus: Um Ministertische: Justisminister Schönstedt und Kom- führungen im Reichstage wohl nicht so böse gemeint; wir wissen miffarien. ja alle, daß Herr Lieber die allerbeste Meinung von sich selber hat. Gingegangen ist eine Interpellation Czarlinsti( Pole) wegen( Heiterfeit!) Auflösung von Versammlungen in Posen und Westpreußen wegen Damit schließt die Generaldebatte. Nach kurzer SpezialGebrauchs der polnischen Sprache. berathung wird die Vorlage unverändert nach den Beschlüssen zweiter Lesung angenommen. Minister Boffe erklärt ausdrücklich, daß er alles, was die großen Städte für ihre Schulen gethan haben, voll und ganz dankbar anerkenne. Die Vorlage wird einstimmig einer besonderen Kommission von 15 Mitgliedern überwiesen. Hierauf wird um 5 Uhr die Sigung abgebrochen. Nächste Sigung: Sonnabend 12 Uhr.( Interpellation des Grafen v. Klindowström, betr. Königsberger Walzmühle; Antrag des Grafen Frankenberg, betr. Abhilfe des Wagenmangels und betr. Eisenbahntarife; Petitionen.) Abgeordnetenhaus. In Erledigung der Tagesordnung tritt das Haus in die erste Lesung des Gesetzentwurfes betr. die Regelung der Richter, gehälter ein. wendet werden sollen. mit den Arbeitern stimmten. Der vom 1890er Tabatarbeiterstreit fattsam bekannte Zigarrenfabrikant Mühle beantragte, den aus ständigen Arbeitern auf ihre Refolution überhaupt keine Antwort zu gefunden, denn außer Herrn Mühle felbst soll auch nicht ein Mitgeben. Mit diesem Antrage hat der Herr jedoch wenig Gegenliebe gefunden, denn außer Herrn Mühle felbst soll auch nicht ein Mits ber Antwort der Unternehmer erfahre ich noch folgendes: Ursprünglich glied für diesen Antrag gestimmt haben. Ueber die Abfassung hieß der vorlegte Absatz der Antwort folgendermaßen:„ Die Arbeitgeber haben den Arbeitern Entgegenkommen bewiesen," ob gleich die Schwierigkeiten im Hafen größtentheils überwunden alten Arbeitern den Wiedereintritt in die noch offenen Stellen au sind und täglich mehr schwinden, hauptsächlich ermöglichen. Sie hoffen, daß sie in der Lage sein werden, auch neben den neu eingestellten Arbeitern eine größere Anzahl alter Ars beiter wieder zu beschäftigen, wenn sie nicht durch die Verlängerung des Streits zur Heranziehung weiterer neuer Arbeiter und zur weiteren Fernhaltung der Güter von Hamburg fandten und den Hamburger Zeitungen übersandten Abschrift der gezwungen werden." In der an den Schauermann Döring ge Antwort sind die hier gesperrt gedruckten Worte gestrichen. Weshalb Antwort sind die hier gesperrt gedruckten Worte gestrichen. Weshalb das geschehen ist, merkt man auf den ersten Blid. Hätte man die betreffenden Worte mit veröffentlicht und damit der Wahr beit gemäß zugegeben, daß durch die jetzt doch gewiß von Streits Hamburgs Handel noch weiter in enormem Maße dem Arbeitgeber Verbande allein verschuldete Verlängerung des geschädigt wird, so wäre der Patriotismus" der Herren einmal in bie richtige Beleuchtung gerückt worden. Und das mußte unter allen Umständen vermieden werden. Der der Hamburg- Amerika Linie gehörige große Dampfer Balatia" ist gestern zum Streitbrecher Hotel eingerichtet worden. Ge liegen auf dem Schiff, das übrigens ganz ungenirt im Freihafen gebiet vertäut ift, über 1100 Arbeitswillige", die an Bord des Schiffes beköstigt werden. " T Die Kommiffion der streifenden Hafenarbeiter und Sees leute hat in Beantwortung des ablehnenden Bescheids des Arbeits geber- Verbandes folgendes Schreiben an diesen gerichtet: der Safenarbeiter und Seeleute in Beantwortung Ihrer gefälligen Nach reiflicher Ueberlegung erklärt die unterfertigte Kommission Der Staatsvertrag mit Oldenburg wegen Baues einer Bahnlinie von Osnabrück nach Quakenbrück wird in dritter Lesung ge nehmigt. Der Gefeßzentwurf betreffend die Fortbildungsschulen in Weft- Buschrift vom 21. b. M., daß Ihre Antwort auf eine irrige Auf Abg. Lohmann( natl.): Der Gefeßentwurf unterscheidet fich vortheilhaft von dem vorjährigen durch die Entlastung von dem Affefforparagraphen. Meine Freunde sind entschloffen, bie Borlage preußen und Bosen steht zur dritten Lesung. anders zu gestalten in der Richtung einer Gleichstellung der Richter Der Abg. v. Jazdzewski( Pole) hat seine Anträge auf Herabund Verwaltungsbeamten und wir werden uns daran durch die sehung der Schulversäumnißstraße und Freilaffung des Hauptgottes Drohung des Finansministers, es handle fich bei der Vorlage dienstes, die in zweiter Lesung abgelehnt wurden, wieder eingebracht faffung unserer Ausführungen in der Verhandlung vom 16. Januar cr., betreffend die Entlassung der fremden Arbeiter, schließen läßt. Die Arbeitervertreter waren feineswegs von ihren Kollegen be-= auftragt, die Entlassung aller neuen Arbeiter zu fordern, noch haben wir auf Erfüllung einer solchen Forderung bestanden, noch ist sie aus unferer eigenen Initiative gestellt worden. Wir haben in fraglicher Sigung lediglich auf die Thatsache hingewiesen, daß selbst in günstigster Geschäftskonjunktur lange nicht alle hiesigen Hafenarbeiter beschäftigt werden, und es desim Interesse, des hamburgischen Gemeinwesens läge, die fremden Arbeiter zu veranlaffen, in ihre Heimath zurückzukehren. Wir waren als Vertreter der Arbeiter nur beauftragt, die Verhandlungen mit den Herren Arbeitgebern in die Wege zu leiten. halb Ihr Antwortschreiben läßt leider jedes Eingehen auf unseren diesbezüglichen Vorschlag, der eine Grundlage, auf welcher die Verhandlungen sich bewegen sollten, bot, vermissen. Wir anerkennen, daß aus der plöblichen Entfernung sämmtlicher fremden Arbeiter einige Schwierigkeiten erwachsen dürften, doch glaubten wir, Ihr Antwortschreiben dahin deuten zu können, daß auch die betheiligten Herren Arbeitgeber sich bereit finden lassen, inllebereinstimmung mit den Wünschen der Gesammtbevölkerung thunlichst den Arbeitern auf diesem Wege entgegen zu kommen. Wir erklären uns deshalb bereit, unseren Kollegen zu empfehlen, die Frage betreffend Entlassung der fremden Arbeiter von vornherein aus den einzuleitenden Verhandlungen auszuscheiden, wenn dafür die Herren Arbeitgeber auch ihrerseits einen Waffenstilstand eintreten zu lassen und keine weiteren fremden Arbeiter mehr nach hier ziehen, fowie weiterhin erklären, feine Maßregelungen vornehmen zu wollen. 6. Rate 3,55. F. Dietrich, 2. Rate 4,20. # " Der Vertrauensmann für Deutschland: Carl Alboldt, Berlin C., Auguststr. 38. Die Revisoren: Arthur Polit. Otto Kräfer. Die Bezirksführer beziehungsweise Vertrauensleute Rob. Stange= Leipzig. H. Hopf Frankfurt a./M. Karl Brandt- Halle a. d. S. A. Erdmann Königsberg i./Pr. und Elbing. # Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Die Im übrigen ist der Stand des Streits noch der alte und der Geist unter den Ausständigen gut. Zuzug von Schuhmachern nach Weißenfels ist aufs strengste fernzuhalten. bau 12,90. Freie Bereinigung der Kaufleute 5264, 1346, 6265 18,10. Tischlerei Handels- Hilfsarbeiter" veröffentlicht werden sollen, müssen spätestens von Prächtel, Krausenstraße, 5. Rate 18,75. Fintleret Voß, Schulzendorferstr. 26, am 12. Februar d. J. in meinem Besitz sein. nebst Müller und Arbeiter außer einent 6,50. Berein Gesellige Brüder" 17,20. iste 4925, Deutscher Metallarbeiter- Berband 10,20. Lifte 1286, Dietrich 1,80. Hoch die Bewegung der im Handels- und Transportgewerbe Röntgenstrahlen, Restrate aus dem Kolberger, 3. Feiertag 9,90. Zellersammlung, beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands! Bezirk I, Deutscher Metallarbeiter Verband 5,55. Listen von Schenheim 2478, 6844, 3506, 3509, 3503, 1100, 3512, 1105( darunter Metallarbeiter Bülowstraße 17,50, Federhardt Brpp 10,88, Klub Humor, Reichelt, Hafenhaide 10,05, von Griese 31,65, infwig 3,20, Tischlerei Bock u. Schacht 8,90, Barend 8,05) 90,23. Maſchiniften, seizer u. Berufsgenoffen Berlins, 3. u. 4. Rate 100,- Personal der Kronleuchter fabrit W. Frizer, Rummelsburg, 4. Rate 8,55. Tischlerei Richter, Blumenstr. 30 10,50. Amerikanische Auktion, Arbeiter Bildungsverein Tempelhof- Mariendorf 9,10. Liste 5277, Hellwig 5,50. Listen von H. Werner, 1052 Schilling 8,55, 1070 Wagner 3,35, 1077 Versicherungs- Agentur F. S., Charlottenburg 10,30, 1081 d. 3. 3,35, 2481 Weßner 3,-, 2492 Faller 8,-. Srößner, Liste 2498 16,95. Stuckateure von Beyer u. Drechsler, tfte 3543 17, Metallarbeiter, Lifte 3545 19,-. Lifte 4465, Weßner 3,95. Lifte 4467, Höhn 13,05. Liste 4470, Hensel 10,25. Lifte 4472, Lifte 5089, Hinge 8,50. Drechslerei, Bülowstraße, Lifte 3546 10,-. of 4,20. Emil, Kreuzbergstraße 2,- Listen 3691, Röster 10,20, 3683, Verein für uns" Aus Weißenfels. Auf die nach Generalstreit aufgestellten 5,70, 4486, Schüß 10,30. Gifengießerei 2. Löwe, Liste 5165 34,-. Liste 5167 Dampfitraßenbahn Stegliz 13,40. Personal und Wirth Moabiter Klubhaus, Forderungen der Schuhmacher haben die Schuhfabrikanten in u. Bafte bei einte, 3übenfir. 36. Bilderrahmenfabrik Brückner Nacht. 4, faßt:„ Sämmtlichen Mitgliedern des Vereins der Schuh- und Schäfte2. Rate 5,-. Gefangverein unverzagt II, Moabit 10,-. Berein Str.- Fr.- Rügen ihrer Generalversammlung am 19. Januar folgenden Beschluß ge= Bilderrahmenmacher Berlins 5,20. Tischlerei W. u. P.( darunter Böttcher 25) fabrikanten von Weißenfels sind die vom Fachverein diktirten Wochenrate der Genossen von Ullrich u. Elsner 2,10. Lifte 5695, Gürtler und Dreher von Calm u. Bender, Gitschinerstraße, 12,20. Forderungen ihrer Arbeiter zugegangen. Zwicker fordern 15 Einige Gasarbeiter, bis 30 pet., Stepper 15-25 pCt., Zuschneider 10-25 pet., Gitfchinerftr. 19, 7,90. Schlosserei D. Nachtigall, 2. Rate 5,-. Verband der theils bis 150 pCt. mehr. Handels- Hilfsarbeiter 200,- Liste 511 d. Hennig 5,20. Wertstatt W. König, Auspußer 10-50 pCt., Dieffenbachstraße, 7. Rate 3,50. Ostrowsty, 5. State 3,60. Tapesirer- Werkstatt weiteren hauptsächlichsten Forderungen sind: Freigabe des 1. Mai, Wilhelmstr. 88 2,-. Liste 5164, Mechanische Werkstatt H. Thiele, Prinzenftr. 86, neunstündige. Arbeitszeit, Mindestlohn, unentgeltliche Material3. Rate 21,50. Dommodell 5,-. Personal der Union- Druckerei, 7. Rate 6,80. Arbeiter von Schuster u. Bár, 5. Rate 30,35. 7% Stunden- Arbeiter, Klempner lieferung, Abschaffung der Hausindustrie, neue Fabrifordnung 2c. Liste 5777, Becker 3,50. Liste 2198, Schraubenfabrit Der Verein der Schuhe und Schäftefabrikanten beschließt einG. A. Stelzner, Melchiorstraße, 4. Rate 12,25, Rauchklub Humor Often, 2. Rate stimmig, diese Forderungen abzulehnen und erst dann die VerWir erklären uns ferner bereit, sich dem an den Hamburgischen 6, Neu- Bardenberg 15,25. M. M. 32( Buchdr.), 3. Rate 19,85. Johannes G., handlungen mit den Kommissionen aufzunehmen, wenn die Ar Senat gerichteten Antrage der Arbeitgeber, sofort nach Wieder- 6. Rate 37,75. Metalldreher von Naruhu u. Pötsch 1,50. Schraubenfabrit aufnahme der Arbeit Verhandlungen über im Hamburger Hafen und Steinbruderei von s. S. Hermann( intl. 1 M. vom Kollegen E. Ebel aus stellen." G. A. Stelzner, Köpnicerfir. 1109,60. Lefetlub Pestalozzi, 2. Rate 10,- Buch beiter bereit sind, ihre Forderungen auf ein zulässiges Maß zu vorhandener Mißstände zu veranlassen und durch von ihm bestellte Sheboygan, Wistonsin), 4. Rate 76,72. 4 Arbeiter von Leptin 2,-. Arbeiter unparteiische Personen zum Abschluß zu bringen, anzuschließen. Copie, Alexanderstr. 25, 8,75. Bom Dicen 1,-. Tischlerei von Schröpp u. Wir geben zu, daß die Abstellung der verschiedenartigen Miß- Riiter, 5. Rate nebft Bierprozenten 11,50. Du( un) dec", Chauffeestraße, 6,90. Tischlerei von Ehrich, Krautfr. 48, 3. Rate 4,50. Von Leuun-, 75. Tertilarbeiter stände sich nicht in wenigen Tagen durchführen läßt und wittgensdorf d. T. 30,-. Tertilarbeiter Filiale Weißenfee 5,40. Saubenbühnchen die Berathungen über die dazu erforderlichen Maßnahmen 3. Rate 16,-. Schifferversammlung Charlottenburg 18. 1. 97 Tellersammlung d. immerhin einige Beit beanspruchen dürften. Dagegen sind wir aber Raschte 18,75. D. Brinkmann 4763, 60, 930, 8828, 3825, 22, 23, 21, 24, 4768, 3810, 908, 3808, 3804, 8844, 4722, 4726, 4729, 3846, 1792, 3832, 4788, 4724, 4725( darunter der Meinung, daß sich bezüglich der Lohnfrage und Regelung der Straßer'sche Lederfabrit Sudelei 3,75. Tischleret Fiebeck u. Neumann, Schönhauser Arbeitszeit der verschiedenen Kategorien schon in wenigen Tagen allee 7,65. Möbelfabrit v. Eckert, Ruppinerstr. 3,60), Summa 145,40. Liste 54-9 eine Verständigung erzielen läßt und um jedes Mißtrauen Freie Bereinigung ermittirter Schlafburschen 8,10. Geburtstagsfeier Vater Weise 3,- Charlottenburg Theatervorstellung der sozialdemokratischen Gautlerbande unter den Arbeitern zu beseitigen, richten wir an die Herren( barunter einbegriffen 30,-- v. Genoffen H. Wernicke) 256,85. M. S. H. 5. Rate Arbeitgeber nochmals das Ersuchen, sofort und vor Wieder- 4,05. Lifte 5276 Tischler Fröhlich 4,10. Bleisteg 2. Rate 5,40. Zeugschmiede Werkstatt v. K. Grick Lindenftr. 10 3,-. Tischlerei Böcker, Besselstr. 14, 6. Rate der Arbeit darüber mit uns in Unterhandlung 4,50. Tischlerei Krummbeck, Fruchtstr. 29, 2. Nate 7,25. Bhd 10,-. Stattlub treten zu wollen. Die Herren Arbeitgeber dürften, obgleich sie in gelernt ist gelernt b. Bunda 10,- Gefangverein orbeertrang( gegründet 1879) ihren Erklärungen diese Frage nie berührten wodurch in Arbeiter 20, ifte 5567 Arbeiter v. Otto Lüße, Friedrichsberg 12,90. Schriftgießeret u. freifen die Vermuthung geweckt wurde, daß man es bezüglich der mite 6630, Klempnerwerkstatt Schön u. Ko. Zhurinstr., 2. Rate 2,20. Meffinglinienfabrit v. Wollmer, 6. 77,15. Schriftgießeret brennendsten Frage für die Arbeiter: Lohn- und Arbeitsverhältnisse Maschinen- Arbeiter v. Bietloff, Roppenstr. 31 1,50. Liste 5374 Tischleret, Walde beim alten zu belassen gedenke dieselben wohl schon in Erwägung mauftr. 59 8,60. Lifte 4376, 68, 86, 73 Oberrevisor Bogelputer 39,85. Gin Freund aller Enterbten Rigdorf 6,-. Zurückgewiesenes Hochzeitsgeschent, Möbelfabrik gezogen haben. B. Keller, Königsbergerstr. 4 18,-. Berband Deutscher Gold- und Silberarbeiter Zahlstelle Berlin 4. Rate 100,- Lifte 4830 Paulin 3,70. ifte 3915, 14, 16, Alexander 3,90. Ameritauische Auktion einer Kokosnuß bei Kroß 3,25. Familie Schuls, anteuffelſtr. 72,20. Gine schaale Weiße verauktiontit im Regelflub Luftige Brüder bet G. Diefe 5,-. Zuckerfabrit Arloff, Schweden 16,-. Liste 4334 Geburtstags feier beim Schwarzen 9,35. Jalouftefabrit von S. Freese, 4. State 30,-. Siste 4335 Brandt 5,85. tite 697 dito 24,15. Mehr Licht durch Großkopf 8,-. Bildungsverein Mehr Licht, 1. Rate 10,-, Gürtlerei von Spinn u. Sohn, Schiffbauerdamm, mit Ausnahme des Schloffers, 5. Rate 9 ,. Bildhauer von Neich u. Christ, außer einem 3,- Tischlerei Bratje, Koppenstr. 31, 6. Rate 4,20. Beiste 1rganisirte Gastwirthsgehilfen aus der Braueret Friedrichshain, Lifte 5003 und 4, Gastwirthsgehilfen durch R., Gartenstr. 21, 3. Rate 7,-. 3. Rate 5,-. Organisirte Gastwirthsgehilfen Louis Keller's Festfäle 5,85. 6. P. Gastwirthsgehilfen, Billardspieler burch Beiste 1,-. Lifte 5361 Köhnte, Stellmacher 11,85. Holzbearbeitungsfabrit Klapp, Hoppe u. Richter, 5. Rate, außer einem 6,25, Auf Liften von Thielte: 4223 aus dem Reiche des Herrn v. Thielen 16,35. 4257 Durch St. 6,10. 4556 Buchdruckerei W. u. S. Löwenthal 19,70. 5146 Maschinenfabrik Kärger, Strautstr. 52 6,80. 5146 bito 7,90. 5147 bito 3,80. 5148 bito 10,10. 5117 bito 9,05.( 5118 3,90. 5119 5,05. 5120 9,90. 5144 19,85. möbelfabrit J. Groschfus.) 2577, 2651, 4228, 35, 64, 4516, 5113, 95, in Summa Karl Kleiber, Behdenickerfir. 1 166,10. Gef. bet Dobberhahn, Koppenstraße 4,25. 1,50. Jin Bechertreife( außer einem Mißtrauischen) gesammelt bei Fourmond, indowerfir. 16 1,50. Lite 2469, 67 Ewald" 12,70. Berichtigung: In Nr. 17 des Vorwärts" muß es heißen: Gesangverein Freter Männerchor NW. 17 Mart gesammelt auf dem Mastenball b. amerikanische Auttion. Beile 45 und 46 von unten: Liste 3854 7,80, 3853 4,30. Lufche und von der Tischlerei Rückwarth u. Riegel 21,10. Jn Nr. 18 Als arbeitslos wurden von 111 Trade Unions mit einer des Vorwärts" Beile 26 von oben muß es heißen: Potsdam rothe Verlobung". Weitere Beiträge nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau ( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16, vorn part.) in der Zeit von 9-1 1hr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegen. aufnahme Wir sind der Ueberzeugung, daß unsere Kollegen sich mit diesen von uns gemachten Vorschlägen einverstanden erklären, aber nach wie vor ohne vorherige Verhandlung über Lohn und Arbeitszeit die Wiederaufnahme der Arbeit infolge des durch die unbestimmten Erklärungen der Herren Arbeitgeber hervorgerufenen Mißtrauens einmüthig ablehnen werden. Wir ersuchen die Kommission der Herren Arbeitgeber nochmals mit uns zusammen zu treten, um mit uns gemeinsam den Weg zur Herbeiführung des Friedens zu berathen und einen diesbezüglichen Vorschlag beider Parteien zur Annahme zu empfehlen. Hochachtend die Kommission der Hafenarbeiter und Seeleute J. A.: J. Döring. Telegraphisch wurde uns am Freitag aus Hamburg gemeldet Tom Mann in London sandte heute 500 Pfund Sterling( nach deutschem Gelde zirka 10 000 m.). Infolge des Aufrufs der Professoren Baumgarten, Herkner c. sind bis heute über 3000 M. eingegangen. Am Sonnabend wird in Versammlungen über die Lage berathen. Die Streifenden stehen fest. In einer Schifferversammlung in Fürstenberg an der Ober, die von zirka 300 Schiffern und Schiffseigenthümern besucht war, tamen für die Hamburger Hafenarbeiter 25 W. ein. Die von Agenten für Hamburg angeworbenen Schiffer find, soweit sie von der Sachlage in Hamburg unterrichtet werden konnten, nicht abgereist. Gewerkschaftliches. Für die große Sympathie, die dem Hamburger HafenarbeiterStreit auch im Auslande entgegengebracht wird, ist die Mittheilung Zuzug von Arbeitern nach Hamburg ist während der des Wolff'schen Bureaus ein Beleg, wonach in Gothenburg in Dauer der dortigen Lohnbewegung aufs strengste fernzuhalten! Schweden 150 Seeleute, die sich nach dem Dampfer" Flora" be Gelder sind zu senden an das Berliner Gewerkschaftsgaben, um nach Hamburg abzureisen, von einer großen Boltsbureau( N. Millarg, Berlin S., Aunenftr. 16.) menge verfolgt wurden. Polizei habe die Ruhe herstellen müssen. stützung der streitenden Hamburger Hafenarbeiter zu verbieten und rubige Entwicklung unserer Organisation sicherten! Kollegen aller Drts, Euch wurden durch Eure Delegirten " Soziales. Das Hofgängerleben in Mecklenburg wird in der im Verlage des Vorwärts" erschienenen Broschüre und zwar von einem nach Mecklenburg verschlagenen Berliner Arbeitslosen als Selbſterlebtes anschaulich beschrieben. Daß seine Angaben den Thatsachen entsprechen, wird in einer Zuschrift bestätigt, die uns dieser Tage von einem Arbeiter zuging, der nach Mecklenburg als Hofgänger verschlagen ist. Außer dem ganz miserablen Lohn, dem schlechten Essen und der langen Arbeitszeit( von Sonntagsruhe sei keine Rede) hebt er die vollständige Rechtlosigkeit hervor, worunter die als " Gefinde" betrachteten Hofgänger zu leiden haben. Laufe ein der schlechten Behandlung müde gewordener Hofgänger davon, so be tomme er seine Papiere nicht heraus und höchstens, wenn er beim Betteln oder Unfug erwischt wird, könne er durch die Behörde wieder zu den Papieren gelangen. Die Schaffung eines Gewerbegerichts ist in Elsterbergi.V. vom Stadtrath beschlossen worden. erregter Sigung gegen 10 Stimmen, die arbeiterreichen Gemeinden Die Stadtverordneten Dresdens beschloffen nach langer Pieschen und Trachenberge vom 1. Juli 1897 ab der Stadt Dresden einzuverleiben. Das englische Arbeitsamt( Labour Departement) stellt in feinem Bericht über die Lage des englischen Arbeitsmarttes auch für den Monat Dezember des vorigen Jahres eine im allgemeinen aufsteigende Tendenz fest. Der Dezember 1896 ist dabei nicht mit dem voraufgegangenen Monat November, sondern mit dem Monat Dezember des Jahres 1895 in Vergleich gezogen, weil, wie, in dem Bericht bemerkt ist, der Vergleich mit dem November wegen der Weihnachtszeit zu falschen Schlüssen führen würde. Mitgliederzahl von 439 881 gemeldet: 14186 Arbeiter oder 3,2 pt.; im Dezember 1895 waren die bezüglichen Bahlen 88 Trade Unions mit 398 258 Mitgliedern und 4,8 pet. Arbeitslosen. Neue Konflikte zwischen Arbeit und Kapital wurden dem Amte 36 gemeldet; an diesen waren betheiligt 6316 Perfonen gegen 37 Konflikte mit 4000 Personen im Dezember 1895. Von den 38 ( neuen und alten) Konflikten, die im Dezember als erledigt gemeldet mit einer Niederlage für sie; 4 wurden durch Einigung beigelegt wurden, waren 18 erfolgreich für die Arbeiter und 12 endeten und von 4 anderen war definitives noch nicht bekannt. An den Veränderungen der Lohnhöhe waren 58 500 Arbeiter betheiligt, nur 1500 hatten eine Berringerung des Lohnes zu erleiden, der große Rest erlangte eine Erhöhung, und Die ,, Hamburger Nachrichten" fordern in einem gegen den Aufruf an alle im Handels, Transport- und Verkehrsgewerbe zwar im Durchschnitt 1,35 M. wöchentlich. In hervorragendem Profefforen- Sozialismus" gerichteten wuthschnaubenden Artikel, beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands, als Haus-, Geschäfts- Maße tamen die Erhöhungen zu gute den Arbeitern der Montan, überschrieben Der Aufruf der bekannten Männer", die Bundes: diener, Packer, Nollkutscher, Speditionsarbeiter, Möbel- der Maschinen- und der Schiffsbau- Industrie. Interessant ist noch transport Arbeiter, Getreideträger 2c. die Thatsache, daß von den 57 000 Arbeitern, die eine Lohnerhöhung regierungen auf, den von den Herren Profeffor Baumgarten- Kiel, Kollegen! Unser Berufskongreß vom Mai 1896 in Halberstadt, erreichten, nur 3300 in Streit zu treten brauchten; 45 000 erreichten v. Egidy- Berlin, Professor Herkner- Karlsruhe, Dr. Jastrow- Char- der aus allen Gauen Deutschlands beschickt war und an dem alle sie im Wege der Unterhandlungen zwischen beiden Theilen, während lottenburg, Professor Lehmann- Hohenberg- Stiel, Dr. Mülberger- Branchen unseres Berufes berathend und beschließend theilnahmen, 9800 fie erlangten durch die gleitende Lohnstala( wonach der Lohn Crailsheim, Pfarrer Naumann Frankfurt a. M., Graf Reina- hat Beschlüsse gefaßt, die uns auf weitere zwei Jahre die im Verhältniß zuin Geschäftsgewinn steigt oder fällt.). Dresden, Professor Tonnies- Hamburg erlassenen Aufruf um UnterPauperism u 3. Ju 35 ausgewählten Distrikten erhielten die genannten Herren zur Verantwortung zu ziehen, weil sie eine Beschlüsse zur Begutachtung unterbreitet alle an einem bestimmten Tage der zweiten Woche des Monats Dezember und ausnahmslos 335 094 Personen Unterstützung aus öffentlichen Mitteln. Das ftrafbare Handlung dadurch begangen hätten, daß sie in dem Auf- erklärtet Ihr Eure Zustimmung. Während der diesjährigen ergiebt 216 auf 10 000 Einwohner der betreffenden Distrikte oder rufe zwecks Erlangung von Geld für die Streifenden den Eindruck zu erwecken suchen, als ob den Arbeitern, falls sie sich gezwungen Weihnachtsfeiertage aber sind in Altenburg einige Kollegen zusammen 3 mehr als im November 1896, aber 6 weniger, als im De fähen, der berechtigten Forderung der Arbeitgeber nachzugeben, Unrecht gewesen, die die Beschlüffe des Halberstädter Kongresses einfach über den Haufen gerannt und sich einen Zentralverband gegründet haben. geschähe". Das wäre eine Täuschung des Publikums", die be Ju Halberstadt als Vertrauensmann für Deutschland ge zwecke, dritten Personen Vermögensvortheile zu verschaffen, auf wählt, bin die sie keinen Rechtsanspruch haben", und darin liege die strafbare peinlichste auszuführen. Dazu bedarf ich Eurer Unterich fest entschlossen, mein Mandat bis aufs Handlung. st ügung. Die Verunglimpfung der Unterzeichner des Aufrufs, die doch Nachdem Berlin es abgelehnt hat, die Zusammenkunft in Alten. Einige Fabrikanten versuchen immer wieder Verhandlungen an lediglich gegen die Unterdrückung der Arbeiter und für gleiches Recht derfelben eintreten und dadurch die wirthschaftlichen Gegenburg zu beschicken, hat auch die Berliner Organisation es mit er zubahnen, dagegen der Fabrikantenverein noch nicht. Die UnterRecht derselben eintreten und dadurch die wirthschaftlichen Gegenbrückender Majorität abgelehnt, die dort gefaßten Beschlüsse übernehmer drohen mit Kontraktbruch- Klage. Die Fabrikanten vers fäge versöhnen wollen, bedeutet wie überhaupt das ganze haupt zu diskutiren. Das gleiche ist in den weitaus meisten und breiten Gerüchte, daß am Montag die Wiederaufnahme der Arbeit Geschmier der Hamb. Nachrichten"- die Etablirung des Klassen größten Orten, so in Leipzig, Breslau, Frankfurt a. M., " " tampfes in feiner brutalsten Form. * " zember 1895. Depelchen und lehte Nachrichten. Weißenfels, 22. Januar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Meerane, 22. Januar.( W. T. B.) Wie jetzt festgestellt worden ist, hat sich der Brand in der hiesigen Kammgarnspinnerei auf das Kesselhaus und das Maschinenhaus beschränkt. Die Störung des Betriebes wird in etwa 14 Tagen behoben sein. Rönigsberg in Pr., in Pr., Elbing, Halle a. d. S., zu erwarten sei. Rückständige Löhne werden einbehalten. Die Abhanden gekommen ist am Donnerstag in Berlin bte geschehen. Ich fordere nun die Kollegen an allen Orten auf, zu bürgerliche Presse hält vielfach Anfrage in Weißenfels darüber, ob Liste Nr. 5091 für die streikenden Hamburger Hafenarbeiter. Die beweisen, daß der ernste Wille, die Beschlüsse des für die Gesammt die Arbeit nicht bald aufgenommen werde. Somit scheint sich der Liste, auf welcher ein Betrag von 1,50 M. gezeichnet war, ist beim beit allein maßgebenden Halberstädter Berufskongresses der Handels- Ausstand auch in bürgerlichen Kreisen bereits in unangenehmer Auftauchen anzuhalten und bei H. Werner, Bülowstr. 59, im Hilfsarbeiter mit allem Nachdruck auszuführen, vorhanden ist und diesem Restaurant abzugeben. Willen auch die That auf dem Fuße folgt. Agitirt für die Drganisation! Weise fühlbar zu machen. Sammelt Gelder für die Agitation! Verbreitet den Handels- Frankfurt a. M., 22. Januar. Der Frankfurter 3tg." wird Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für die hilfsarbeiter" zum Zwecke der Aufklärung! Pfleget die aus Budapest gemeldet: Die Leichen der in Anina erschossenen streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende Kollegialität untereinander! Und gewinnt vor allen Dingen wieder zehn Arbeiter wurden heute unter dem Aufgebot von Militär be Beiträge ein: Vertrauen zu Euch selbst! erdigt. Heute ist wieder einer von den Verwundeten gestorben. Amerikanische Auttion von Bierneigen, Admiralstr. 18 7,10. Liften 5568, 5569 Kollegen! Nicht unsere Zeitung( die uns die Berliner nach wie Von den Verlegten liegen noch drei hoffnungslos darnieder. Bis Maschinenbau Löwe, Hollmannstraße 68,15. Siste 6281 7,65. Gemüthliches Betſammensein, Brizerstraße 46( darunter ein Statbruder 2,69) 12,75. Undufte Tafel vor zur Verfügung stellen), nicht unsere Vereine wollen wir mit der jetzt wurden zwölf Verhaftungen vorgenommen. Der morgigen Lohngesellschaft bei Göß 1,20. Eisenmöbelfabrit Grun- Schulze u. Co., Dresdenerstraße Frage: Was nun?" ihren eigentlichen Aufgaben entziehen, sondern auszahlung fieht man( d. h. derjenigen, die schuld an dem Blutbade Nr. 88-89, 2. Rate 14,60. Bautischleret Thal, Lehrterstraße 44, 4. Rate 4,80. eine Konferenz derer, die auf dem Boden der sind, D. R.) mit Besorgniß entgegen. Anilinfabrit Treptow, 5. Rate 17, Fraiſeret J. Nielsch, Krautstraße beei alberstädter Beschlüsse stehen, die ich im EinDrechsleret P. Marzahn 7,-. Tischleret Fahldid, Bergmannstraße 3,65. Tischleret Bormann, Boffenerstraße 10, 5. Rate 5,50. Holzbearbeitungsfabrit Bernhard verständniß mit den Unterzeichneten hiermit auf Sonntag, Roth 10,70. Metallgießeret Michaeltirchplaß 7, 6. Rate 3,-. Bergolder Köpnicker- den 28. Februar d. J., nach Leipzig in das Lotal des straße 115 3,50. Tischleret Unger, 7. State 5,50. Polirer der Wertstatt Dräset, Angehende Miltonäre Herrn Spieß, Stadt Hannover", Seeburgstr. 3-5, Admiralstraße 7, 3. Mate 5,75. 5337 burch Goern 9,-. Ueberschuß einberufe, soll diese Frage ventiliren und in Uebereinstimmung 2,30. Verband der Sattler und Tapesirer, Filiale Berlin, vom Vergnügen 50,-. Tischleret Priebenom 4,05, P. Anton 0.50. J. Demuth, mit der Gesammtheit das weitere Thun und Lassen vorzeichnen. Sattlerwerkstatt 3,-. Tischlerei Th. Wier mit Bubiter u. 2 Poliere von Thiele 9,30. Nach wie vor sind alle Anfragen, Sendungen und Gelder, Tischlerei Bach u. Copit obere Werkstatt mit Bubiter, 6. Rate 7,50. Lifte 3025 Buchbinder Holz 14,35. Berliner Velvetfabrit, 4. Mate 8,45. Personal der Buch die Agitation betreffend, an den unterzeichneten Vertrauensmann eindruckerei von Rudolf Moffe, 5. Rate 65,55. Buchbinderet Jürgen 1,60. Bon den zusenden; insbesondere alle Reste( als Maimarken, Agitations Berliner Maurern, 4. Raté 2000, ifte 2113, Tischleret Hochstein, Admiral marken und Protokollgelder u. f. w.). Nach wie vor wird straße 15,45. Personal Buchbruceret Krebs 8,60. Organisirte Posamentiere, 4. Rate 10,10. Lifte 4908 A. G. G., Brunnenstraße 10,80. Mitglieder des deutschen Buch- Euch die Agitationstommission mit Material brucker- Verbandes im Vorwärts", 8. Rate 80,- Tischleret Schöning, Pallisaden und rednerischen Kräften unterstüßen. Also auf zur Madrid, 22. Januar.( B. H.) Einer Meldung aus Manila ftraße 14 4,-. Geburtstagsfeier, gesammelt b. 5. M. 1,20. B. N. 50. Arbeit, beruft öffentliche Versammlungen ein, wo Werkstatt Reiß u. Martin, Gasanstalt Gitschinerstr., Werkstatt F. Hürn 3106, Ihr nachstehende Tagesordnung diskutirt und Vertreter für die 4325, 4327, 4328, 4880, 4330 49,16. Pubertolonne Schloffer 6, Bentralverband Konferenz in Leipzig wählt. Dann werden wir das im letzten der Bauarbeiter Deutschlands, Zahlstelle Nirborf, 3. Rate 15,-. Solzarbeiter: halben Jahre versäumte einholen, das gefährdete wieder sichern. Die provisorische Tagesordnung lautet: Wie haben wir unsere fernere Tattit nach Durchbrechung der Halberstädter Beschlüsse zu führen?" Alle Anträge, die für diese Konferenz bestimmt und im 2 Schlochauer 11,20. Tischlerei Große Greul 2,- Liften d. Grauer, darunter Mastenball in Rirdorf, amerikanische Auftion 11,40. Bau Glafemann in Rirborf 2,- Gesangverein„ Grüne Eiche", Rirdorf 2,80. Listen von Rezerau, " London, 22. Januar.( B. H.) Neuesten Nachrichten aus Teheran zufolge sind durch das Erdbeben auf der Insel Rischen von 5000 Einwohnern 2500 ums Leben gekommen. Rom, 22. Januar.( B. H.) Durch den obersten Sanitätsrath Die ist die Einfuhr von Waaren aus Indien verboten worden. Frachten der Schiffe, welche in einem indischen Hafen nur anlegten, werden bei Ankunft in Italien an Bord desinfizirt. zufolge beantragte der Staatsanwalt gegen 13 angeklagte Rebellen die Todesstrafe. Darunter befinden sich mehrere Mitglieder der provisorischen Regierung der Jufurgenten. Bombay, 22. Januar.( Meldung des Reuter'schen Bureaus.) Den Pilgerschiffen ist die Abfahrt von Bombay und Karachi vers boten worden. In Karachi erkrankten 543 Personen an der Pest, 498 Personen starben. Die Seuche ist auch in Lanna, Satara und im Innern der Provinz Sind ausgebrochen. darunter Maschinenfabrit Speiger u. Komp., Wißmannstr. 13,65. Berfonal von Oswald Dieße 10,70. Liften 2125, 58, 64, 82, 95, 2200, 2201, 2, 3, 4, 2197, 2212, 2213, 2190 102,-. Tischleret von Görlich 6,20. Bentralverein der Böttcher, Filiale Berlin 100,-. Lifte 1347 Dreher und Schloffer von„ Gyflop", MaschinenVerantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Truck und Verlag von Max Badina in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Br. 19. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 23. Januar 1897, Reichstag. 159. Sigung vom 22. Januar 1897. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, v. Hammerstein und Kommissarien. Eingegangen ist der Geseßentwurf betr. die Kündigung und Umwandlung der 4 prozentigen Reichsanleihe. Die zweite Berathung des Reichshaushalts Etats wird fortgesetzt und zwar bei den einmaligen Ausgaben des Reichsamts des Innern. 35 000 M. find ausgesetzt für die Erforschung der Maul- und Klauenseuche. Abg. Graf Udo Stolberg( t.): Ueber die Quarantäne habe man allgemein feine große Meinung, weil sie keinen großen Schutz biete. Sollten die gegen die Vieheinfuhr erlaffenen Maßregeln im Auslande Misstimmung verursachen, so liegt das lediglich an dem vielfachen Wechsel und an der differentiellen Behandlung der v: r schiedenen Staaten. Abg. Werner( Reform- P.) hält dafür, daß man manchmal im Inlande mit der Absperrung zu streng vorgehe und daß die Kosten zu hoch seien. Die Händler, namentlich die jüdischen Händler, bringen mit dem fremden Vieh die Seuche ins Land und schleppen fie umber. Eine bessere Desinfektion der Eisenbahnwagen sei dringend nothwendig. Die Handelsverträge sind kein nationaler, sondern ein einseitiger Auf dem Frankfurter Viehhofe sind nach amtlicher Feststellung für industrieller Egoismus; die Landwirthschaft ist dadurch geschädigt. 1895/96 aus Desterreich unter strengem Berschluß in plombirten Abg. Aichbichler( 3) tritt für die Sperre der Grenzen und Wagen 28 068 Stück Vieh eingeführt, davon 187 tuberkulös, eine zehn bis vierzehnjährige Quarantäne ein. 4,78 pCt. Von dem inländischen Wieh sind 1895/96 12,65 pŒt. Abg. Hahn( wild): Man will im Interesse des internationalen| tuberkulös gewesen, im Jahre vorher 12,19 pCt. Die UeberVerkehrs den Schutz der nationalen Arbeit beseitigen durch Deffnung wachung an diesem Viehhofe ist überaus ftreng. Meine der Grenzen. Bei unseren Bestrebungen liegt keine Absicht der Preis- Biffern sprechen also eher zu gunsten des österreichischen als des steigerung vor; um eine solche zu erreichen, müsse man dem deutschen Viehs. Vom 1. April 1891 ab bis zum 31. März 1896 3wischenhandel seinen Gewinn abjagen. Die Landwirthschaft will find 16 793 Stück Vieh eingeführt worden. Bei diesen ist nicht ein nur auskömmliche Preise haben. einziger Fall von Maul- und Klauenseuche vorgekommen. Es müßte Preußischer Minister der Landwirthschaft von Hammerstein: zuerst in unserem eigenen Lande Vorsorge getroffen werden, daß die Die kleinen Mittel sind zum Theil schon durchgeführt; es ist für die Seuche befördernden Zustände verbessert werden, namentlich Landwirthschaft mehr geschehen als für andere Erwerbszweige, das die kleinen Bauern sind nicht im stande, beweist die Dentschrift, die auf Befchl des Kaisers veröffentlicht füttern. rationell zu worden ist. Die an mich gerichteten Eingaben des Bundes der jede Kontrolle entzogen und die Verseuchung noch mehr erhöht. Durch die private Versicherung wird dem Staate Landwirthe enthielten oft falsche Anführungen und Zahlen; sie Es müßte also eine Staats- oder Reichsversicherung eingeführt wurden veröffentlicht, ehe seitens der Regierung eine Richtigstellung werden. Die Quarantänevorschläge laufen auch nur auf eine erfolgen fonnte. völlige Absperrung der Grenzen hinaus; Sie erreichen damit nur, Abg. Graf Kanis( t.): Die erste Rede des Ministers wird daß die Einfuhr schließlich ganz von selbst aufhören muß. Die, ihm das ungetheilte Lob aller Betheiligten allein die Behauptung, daß die kleinen Mittel ausreichen würden, Viehzucht nicht gedeckt werden kann, die Viehpreise steigen und die eintragen, weitere Folge ist die, daß der Bedarf im Lande durch die heimische ist nicht zu billigen. Daß Deutschland seinen Fleischbedarf allein Aermſten die Zeche zu bezahlen haben.( Beifall bei den Sozialproduziren kann, ist ein erfreuliches Zugeftändniß. Wir wünschen demokraten.) nicht eine Jfolirung Deutschlands, sondern nur das, was die modernen Staaten uns gegenüber gethan haben; sie haben sich abgeschlossen gegen unsere Einfuhr von Vieh. Der Landwirthschaftsminister folle wie die wirthschaftlichen, auch die handelspolitischen Bedenten gegen die Grenzsperre fallen lassen. und Abg. Graf Oriola( natl.) meint, daß die Bekämpfung der Biehseuchen freiheitlichen Grundsäßen nicht widerspreche. bereit, aber nicht zu einer Grenzsperre, welche nur eine Preis Abg. Leffing( frs. Bp.): Zur Abwehr der Seuche sind wir auch steigerung beabsichtigt. Abg. v. Plötz( f.): Wenn der Landwirthschaftsminister fich beschwert, daß Eingaben des Bundes der Landwirthe veröffentlicht werden, ehe sie ihm zugehen, so kann ich nur sagen, der Minister ist so wenig entgegenkommend gewesen, daß er besondere Höflichkeit nicht von mir erwarten kann. An der Debatte betheiligen sich nochmals die Abg. Gersten berger( 3.), Pachnicke( frf. Vg.), Ulrich( Soz.) und Hahn, worauf die Debatte schließt und die einmaligen Ausgaben genehmigt werden. Darauf wird um 53/4 Uhr die weitere Debatte auf Sonnabend 1 Uhr vertagt. Parlamentarisches. 3 Abg. Gerstenberger( 3): Wenn eine vollständige Sperre der Grenze nicht erreicht werden kann, dann müsse man allen Staaten, insbesondere auch Desterreich gegenüber, die Quarantänefrist verlängern. Ferner sollte man in den Schlachthöfen ausländisches und inländisches Vieh von einander trennen und den Händlern speziell genossen Feddersen aus Abg. Schulze- Henne( natl.) spricht sich gegen seinen Fraktionsempfiehlt in Uebereinstimmung den Haufirern gegenüber dieselbe Strenge wie den Bauern gegenüber mit seinem Parteigenossen Frank Baden die Sperrung der Grenze. anwenden.( Zustimmung rechts und im Zentrum.) Abg. v. Standy( t.): Die Rede des Herrn Pachnicke könnte Preußischer Landwirthschaftsminister v. Hammerstein: Die Verwunderung erregen, wenn ich nicht urkundlich den Beweis er Handhabung der Veterinärpolizei findet statt auf grund des Reichs- bringen könnte, daß er von der Landwirthschaft nichts versteht, denn Viehfeuchengesetzes und der Bundesraths Bestimmung dazu; dazu er betrachtete die Abnahme an Fleisch und das Schwinden der treten die Konventionen im Anschluß an die Handelsverträge, aber Milch als ein Symptom der Maul- und Klauenfeuche, während Deutschland hat sich darin volle Autonomie vorbehalten. Es haben dieses Symptom auch bei anderen Krankheiten vorkommt. Wenn zwischen dem preußischen Ministerium und dem Reichsamt des man auch nach dem Krankheitsfeim forscht, so sollte man doch den Innern, sowie mit der auswärtigen Verwaltung fast täglich Ver- Schutz durch die Grenzsperre nicht vergessen. bindungen stattgefunden, und ich stelle ausdrücklich fest, daß die Be Abg. Wurm( Soz.): Wir sind dafür, daß die 35 000 m. behauptungen der Presse, daß Divergenzen bestehen, den Thatsachen willigt werden, würden auch noch weitere Mittel zur wissenschaftlichen nicht entspricht. Daß wir bei vollständigem Abschluß der Grenzen Untersuchung zwecks Bekämpfung der Maul- und Klauenfeuche beimmun sein würden, ist nicht richtig. Es giebt eine Reihe von willigen, denn auch wir haben ein Interesse daran, daß unser Bauern Krankheiten, die originär in Deutschland entstehen. In anderen Staaten stand nicht darunter leidet und verelendet. Aber es ist noch nicht betreffend den Vertrag zwischen dem Reich und der Schweiz wegen Der Bundesrath hat in seiner legten Sigung die Vorlage behauptet man, daß alle Krankheiten von Deutschland eingeschleppt bewiesen, daß die Grenzsperre ein Alheilmittel ist; der Gedanke, würden, so zum Beiſpiel in Holland und Desterreich Ungarn. das alles Schlimme vom Auslande kommt, ist ja nicht blos auf Errichtung schweizerischer Neben Bollämter auf badischem Gebiet, Zur Borbeugung ist beabsichtigt, ein Institut für Preußen zu diesem, sondern auch auf politischem Gebiete zu Hause. Nicht im den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Die Zustimmung wurde gründen für die Erforschung der Thierseuchen in Verbindung mit Auslande allein ist der Boden für die Seuche zu finden, das Inland ertheilt dem Entwurf von Vorschriften für die Errichtung und den der Thierarzneischule. Die Mittel dazu sollen im nächsten Jahre bietet genug Boden dafür. Betrieb von Anlagen zur Herstellung von Alkali- Chromaten, sowie Erst thue man zu Hause seine in den Unterrichtsetat eingestellt werden. Provisorisch ist eine Ein- volle Pflicht und Schuldigkeit durch Reinhaltung der Ställe, Schiedsgerichts für den Bezirk der hessischen land- und forstwirth richtung getroffen, die den Zweck verfolgen soll, den Träger und durch eine richtige Fütterung, burch Bermeidung der Schlempefütterung, fchaftlichen Berufsgenossenschaft. Von der Denkschrift über die Ausdem Antrag Hessens, betreffend die Errichtung eines zweiten Erreger der Krankheit zu ermitteln. Es scheint ein Mittel entdeckt ehe man die Grenze sperrt. Die Steigerung des Fleischpreises mag schaftlichen Berufsgenossenschaft. Von der Denkschrift über die Auszu fein, um präſervativ eine Sicherung zu gewinnen. In wenigen den Wiehbefizern angenehm sein; Millionen von Besiglosen sind führung der Anleihegeseze und dem hierzu vom Reichstage unter Wochen werden die Versuche darüber abgeschlossen sein, ob das die jetzigen Fleischpreise schon zu theuer. Es müßte eine obliga- dem 4. Dezember v. J. gefaßten Beschluß wurde Kenntniß geMittel wirklich den versprochenen Erfolg gewährt. In allerneuester torische Viehversicherung eingeführt und die Veterinärpolizei besser nommen. Von den übrigen Beschlüssen haben wir bereits gestern Zeit ist eine Absperrung gegen Galizien und die Bukowina bereits ausgebildet werden. Polizisten und Gendarmen können solche Notiz genommen.— Notiz genommen. ausgesprochen. Wegen der Tuberkulose haben wir in den Gesetze nicht ausführen; ferner müssen die franken Gehöfte Quarantäneftationen die nöthigen Anordnungen getroffen, daß abgesperrt und die franken von den gefunden Thieren getrennt Etat wird fortgefeßt. Budgetkommission. Die Debatte über den Pensions= das infizirte Vieh sofort an der Grenze abgeschlachtet wird. werden. Abg. Prinz Arenberg regt an, ob Die absolute Grenzsperre ist kein Alheilmittel, denn nicht ein Theil der pensionirten Offiziere im Reichsturierdienst BerDie Schweinepreise sind trotz der Reduktion wieder zurückgegangen die lebertragung der Seuchen erfolgt nicht blos durch ein wendung finden könnten. Der Kriegsminister erklärt sich gegen die auf den Preis, den sie früher einnahmen bei freier Einfuhr. Wenn Thier der gleichen Art, sondern durch alle Wesen, lebende und todte, Idee und erhebt eine ganze Reihe Einwendungen. Abgeordneter wir die Einfuhr ganz sperren, so wird keine Gefahr für die auch durch Vögel von einem Lande Jndustriearbeiter entstehen, und es ist deshalb in Aussicht genommen, auch durch Insekten. Dagegen kann man sich höchstens dadurch Paasche befürwortet, pensionirte Offiziere in sonstigen Verzum andern; ebenso v. Massow spricht sich im Sinne des Kriegsministers aus. Abg. in absehbarer Zeit eine Sperre eintreten zu lassen.( Beifall rechts schüßen, daß man das ganze Reich unter eine Fliegenglocke stellt. waltungszweigen, wie der Post 2c. möglichst unterzubringen. und im Zentrum.) Die Desinfektion der Eisenbahnwagen wird Die Grenzsperre ist keineswegs als Allheilmittel von allen wissen Abg. Be bel wendet sich entschieden gegen diefes lektere Verlangen, mit der größten Strenge durchgeführt; aber Fehler tönnen vor- schaftlichen Autoritäten als einziges Mittel anerkannt worden. Prof. es tönne nicht die Aufgabe der Kommission sein, Stellen für tommen, doch nur in einzelnen Fällen, auf die allein die Seuche Roch hat bei der Cholera- Epidemie ausdrücklich erklärt, daß eine pensionirte Offiziere zu suchen. Er mache darauf aufmerksam, daß wohl nicht zurückgeführt werden tann. Eine inländische Quaran absolute Absperrung nicht nöthig sei. Das gilt auch hier; Un- in Süddeutschland innerhalb der Gemeindeverwaltungen eine all täne ist schwer durchführbar und auch nicht zulässig. In fauberkeit und Schmuh verbreiten die Epidemie. Aber in den Grenz- gemeine Protestbewegung bestehe, gegen das Verlangen, möglichst Fällen der Gefahr kann jedes Stück auf seine Gesundheit dörfern wird viel gefündigt. Durch ihre Schutzzollpolitik ver viel Militäranwärter in den Gemeindedienst aufzunehmen. unterfucht und beobachtet werden. Die Verlängerung der anlassen Sie das Ausland zu Repressalien. Die Bieheinfuhr hat weiteren verbreitet sich der Redner über die Art und Weise der Int Quarantänefrist dem Auslande gegenüber ist Gegenstand der Er eine bestimmte Auffrischung des Blutes zur Folge. Von dieser Offizierspensionen und polemifirt gegen die Ausführungen des wägungen, die aber noch nicht abgeschlossen sind. In den Schlacht- Methode fönnen wir doch nicht abgehen. Verbreiten wir Sauber- Kriegsministers in der vorigen Sitzung der Kommission. Diese höfen liegt der Herd der Seuche nicht, denn dort findet die strengste feit, dann zerstören wir auch den Seuchenherd. Vor allen Dingen Auseinandersehungen riefen eine erregte Antwort des Kriegs Kontrolle statt. Die Händler werden durchaus nicht milder be forge man dafür, daß die bestehenden Gesetze forrekt und durch die ministers handelt als die Bauern. hervor, dem der Abg. Bebel in gleicher bestehenden Organe ausgeführt werden.( Beifall links.) Abg. Feddersen( natl.) erklärt sich in seinem eigenen Namen Weise antwortete. Abg. von Rardoff polemifirt ebenfalls Abg. Graf Stollberg( t.): Die deutsche Viehzucht ist einer gegen den Abg. Bebel. gegen die Schließung der dänischen Grenze, denn es sei seit mehreren so großen Expansion fähig, daß die Grenzsperre feine Preis- Berwaltungen offiziell nicht veranlaßt, pensionirte Offiziere in den In Preußen würden die GemeindeJahren aus Dänemart tein Fall von Maul- und Klauenseuche ein- steigerung bringen wird. Bon einer Differenz zwischen den ver- Gemeindedienst aufzunehmen. Der Referent Abg. v. Gültlingen geschleppt worden. England ist für schleswig'sches Vieh gesperrt schiedenen Instanzen ist keine Rede, ich habe nur gemeint, daß es an findet, daß die Säße für die pensionirten Offiziere ungewöhnlich im nicht wegen der Nähe von Dänemark, sondern weil Schleswig zu dem nöthigen kräftigen nationalen Egoismus fehlt. Deutschland gehört, wo in vielen Bezirken die Maul- und KlauenWachsen seien. Darin stimme er dem Abg. Bebel bei, daß es nicht Aufgabe der Kommission sei, sich um Stellen für die pensionirten seuche herrscht. Offiziere zu bemühen, das beste für diese sei, man pensionire mög lichst wenig. Nach einigen Ausführungen des Generals v. Niebahn und des Abg. Prinz Arenberg werden die einzelnen Titel des Etats genehmigt. " Abg. Ulrich( Soz.): Ausland, Waul- und Klauenseuche und Tuberkulose find nur Schlagwörter, mit denen die Herren von der Abg. Hilpert( Bayerischer Bauernverein) tritt ebenfalls für eine Rechten die Absperrung bemänteln, die nur ihren Geldbeutel füllen vollständige Grenzsperre ein. und die Viehpreise erhöhen sollen.( Widerspruch rechts.) Das begreift Abg. Pachnicke( frs. Bg.): Die geforderte Summe zur Er- das Volf, und wenn die Herren noch so laut frähen: Wir werden forschung werden wir bewilligen, aber weil die Ursache der Krank- Euch zeigen bei den nächsten Wahlen, was die kleinen heit nicht bekannt ist, können wir übertrieben strenge Maßregeln Landwirthe thun Bei Berathung des Invalidenfonds beantragt der Abg. so wird der Hahn nicht dreimal trähen, und Müller- Fulda zu Kapitel 83 Titel 4: An die Bundesstaaten nicht billigen. Seit zwanzig Jahren hat es sich als falsch heraus- vielleicht ist alles bald zu Ende. Die Bewegung des fleinen und an Elsaß- Lothringen zur Gewährung von Beihilfen an hilfs. gestellt, daß Deutschland seinen Bedarf an Getreide produziren Bauernstandes geht nach Selbständigkeit und Antheil an der Gesetz- bedürftige Kriegstheilnehmer aus dem Feldzuge von 1870/71 und aus fönne; ebenso wenig wird das Fleisch in genügendem Maße gebung. Sie begreifen endlich, daß die großen Landwirthe mit ihrer den von deutschen Staaten vor 1870 geführten Kriegen( Artikel I produzirt werden( Widerspruch rechts). Die vollständige Grenzsperre großen Freundschaft für die kleinen Landwirthe nach dem be- und II Biffer 3 des Gesetzes vom 22. Mai 1895) anstatt 1800 000 würde auch internationale Schwierigkeiten bereiten. Im nationalen rühmten Muster des Meisters Reinicke verfahren, der es versteht, Mart- 2 760 000 2. zu bewilligen" und dementsprechend die Egoismus ist man weit genug gegangen, fodaß die Handels- die Gänse, einzulullen und dann, wenn sie schlafen, zu fressen. Einnahmen Kapitalzuschuß" zu erhöhen. Der Antragsteller weift verträge untergroben werden( Buruf rechts: Das wollen Hätten wir einen solchen nationalen Egoismus wie der Graf nach, daß diese Ausgabe ohne jede Gefährdung der Zwecke des wir!), daß wir in einen Zollfrieg kommen. Die Grenzsperre Stolberg, dann würden wir nicht mehr wissen, wohin; denn diese Fonds bewilligt werden könne. An 7-8000 Unterstüßungsberechtigte ist ein neues Lied aur der Walze des Bundes der fortgesetten Zollerhöhungen und Absperrungen sind nicht einmal wären mit ihren Ansprüchen zurückgewiesen worden, diesen müßte geholfen Landwirthe( Buruf: Das ist alt!) nachdem der Antrag Kanig nicht nationaler Egoismus, sondern rein persönlicher, agrarischer Egois- werden. Abg. v. Gültlingen steht dem Antrage sympathisch gegenüber, mehr zieht( Widerspruch des Abg. Rettich). Sie haben alle Thor- mus( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.), der Egoismus der ist aber im Zweifel, ob die geforderte Summe dem Bedürfniß auch heiten des Bundes mitgemacht, Herr Rettich! Die Grenzsperre Ritter der früheren Jahrhunderte, die es verstanden, auf andere wirklich entspreche. Nothwendig sei, daß die Bedürftigen, die einen würde die kleinsten Landwirthe, welche Magervieh beziehen müssen, Weise ihr Schäfchen zu scheeren. Wohin find die kleinen Anspruch auf Hilfe hätten, dieselbe auch gewährt erhielten. Staatsschädigen; denn für diesen Landwirth heißt es: Sein ganzer Reich Landwirthe mit dem Schutz gekommen? Der thum ist fein Schwein!( Heiterkeit, Unruhe rechts.) Gerichts- sekretär v. Posadowsty: Darüber seien auch die verbündeten Dieser vollzieher ist noch genau so ihr bester Gast wie früher. Regierungen einig, daß die Zinsen des Invalidenfonds verwendet Interessengegensatz zwischen dem großen und kleinen Befizer sprengt Nicht die Verseuchung in Köln, sondern die schlechten Lebens- werden sollten. Bedauerlich sei, daß in dem Petitionssturm in dieser den Bund der Landwirthe, der die Bewegung der kleinen Bauern bedingungen machen die Arbeiter für die Tuberkulose empfänglich. Sache aus Kriegervereinen 2c. eine Sprache geführt werde, die fürchtet.( Widerspruch rechts.) Strengste Durchführung des Gesetzes, Wenn es nach dem Grafen Stolberg ginge, dann würde man eine faum schärfer sein könne. auch der Desinfektion der Wagen billigen wir durchaus; aber wir chinesische Mauer errichten und an ihre Thore Reisige und Ritters- stüßungen zu erhalten, die durch die Feldzüge direkt und nachweisbar Eigentlich hätten nur die Untertönnen nicht zugeben, daß die deutsche Viehzucht sich in jammervoller mannen von Anno dazumal aufstellen, die mit dem Wappen irgend Schaden gelitten haben. Lage befindet. Das Gesetz vom 22. Mai 1895 sei aller-, eines Reiches dastehen und auf diese Weise die Maul- und Klauen- dings über diese Grenze hinausgegangen und jetzt zeigten sich die Abg. v. Plötz( f.): Alle Redner haben sich der Landwirthschaft feuche abschaffen.( Heiterkeit.) Die kleinen Landwirthe werden sich Folgen, die Ansprüche gingen immer weiter. Abg. Richter: Er angenommen mit Ausnahme des Borredners. Die vollständige hüten, dem Bunde der Landwirthe noch lange Gefolgschaft zu leisten. sei der Ansicht, daß der Antrag Müller- Fulda nicht annehmbar sei. Sperre, wie sie Graf Knyphausen geschildert hat, kann wohl ein fo Die freihändlerische Richtung ist ziemlich verdrängt, und der Land- Was gefordert werde, gehe über das hinaus, was das Reich zu wohlhabender Bezirk wie seine Heimath durchführen; arme Dörfer wirthschaftsminister hat die Forderungen der Herren Plöß und leisten verpflichtet set. Hier sollten die Gemeinden eingreifen und sind dazu nicht im stande, wenn sie nicht gegen die Einschleppung Graf Stolberg in sein Programm aufgenommen. von außen unbedingt geschützt sind. Wenn die Tuberkulin- Impfung eigentlich nichts anderes als Er ist durch Errichtung von Stiftungen für diese Zwecke das Bedürfniß der Kommis der Herren vom befriedigen. Er halte für bedenklich, wenn gerade vom Parlament wirklichen Erfolg, hätte, so wäre es erfreulich. Aber es wird be- Bunde der Landwirthe oder besser ihr Geschäftsführer. aus der Initiative zu solchen erhöhten Ausgaben ergriffen werde. hauptet, daß auf eine wiederholte Impfung die Thiere nicht mehr Er that sogar furchtbar dick, indem er konstatirte, in den letzten Abg. Dr. Hammacher spricht sich in der gleichen Richtung aus; reagiren. Der Landwirthschafts- Minister war früher für die paar Jahren, seitdem er die Geschäfte führe- also immer als was man jett bewillige, würde auch nicht reichen; immer neue An volle Sperre; wenn diese nicht durchgeführt wurde, so Geschäftsführer sei für die Landwirthschaft mehr geschehen als sprüche würden kommen, das Reich stehe vor dem Uferlosen. führte man das auf Differenzen mit anderen Instanzen in den letzten 25 Jahren. Mit recht hat der Minister gesagt, daß zurück. Abg. Müller Fulda kann nicht die Einwände theilen, die volle Einigkeit herrscht, ist erfreulich. Daß Das dieselben Klagen, die Verseuchung fäme vom Auslande, auch von gegen seine Anträge sprächen. Die Zahl derjenigen, die Anspruch Ausland hat schon schärfere Maßregeln durchgeführt, als wir ausländischen Agrariern erhoben werden, z. B. von den Agrariern erheben, werde nicht wachsen. Die Mittel seien vorhanden und es fie haben. Was das Ausland darüber sagt, kann uns gleichgiltig Hollands. Alle Agrarier der Welt haben das gleiche Intereffe, ihre sei nicht mehr als billig, sie in dem von ihm beantragten Sinne zu fein. In der Landwirthschaft herrscht volle Einigkeit; die Dumm- Schäflein im Stalle zu scheeren, keinen anderen zur Schur hereinzu bewilligen. Staatssekretär v. Posadowsty warnt nochmals vor heit, die die Freifinnigen im Lande machen, werden von den Thor laffen. Gewiß Hr. Graf Limburg, Sie bringen es auch vorzüglich fertig! der Annahme des Antrags. Abg. Lieber: Er halte den Antrag beiten des Bundes der Landwirthe nicht erreicht. Da es mit dem Wenn der Graf Kanig nachzuweisen sucht, daß Dänemark nach Müller für durchaus dem Gesetz entsprechend, so lange noch Zinsen Antrag Kanig nichts ist, so müssen wir die kleinen Mittel versuchen, Deutschland für 5 Millionen einführt und Deutschland dorthin nur aus dem vorhandenen Rapital vorhanden seien, tönnte man sie auch dazu gehört die Förderung der Viehzucht. Aber es ist hier nicht viel für einige hunderttausend Mark ausführt, so kann er das nur verwenden. Abg. Hug für den Antrag Müller. Der Antrag entgefchehen. Die Börsenordnung hat das Haus gemacht, das einem erzählen, der seinen Rock auf dem Buckel zuknöpft.( Heiterfeit.) spreche einem Bedürfniß, das befriedigt werden könne und müsse. Margarinegesetz ist nicht ausreichend; das Zuckersteuer- Gesetz ist Den größten Mund voll hat natürlich Herr v. Plötz gehabt. Er hat Abg. v. Podbielaty versichert zwar das lebhafteste Mitgefühl nur einzelnen Gegenden zu gute gefommen. Daher verlangen uns bewiesen, daß alle anderen Deutschen außer den Mitgliedern des für seine ehemaligen Kameraden zu haben, er tann sich aber für den wir zum Schutz der Biehzucht die volle Sperrung der Grenze. Bundes der Landwirthe eigentlich Schafstöpfe sein müssen.( Heiterkeit.) Antrag Müller nicht erwärmen; er fürchte, es fämen noch größere An Die Polizei der Kommunales. Lokales. A Straßens Sonntag, den 24. Januar bei Gen. Bubeil stattfindet, wird Reichs Achtung, 2. Wahlkreis! In der Versammlung, welche am tags- Abgeordneter Fritz Zubeil über Die Arbeitszeit des deutschen Proletariats" referiren. Rege Be theiligung ist erwünscht. " " " sprüche. Er würde es auf's äußerste bedauern, sollten die Kriegs. Als er am 18. Oftober vom Kriminalkommissar Damm die Personal. Idem ersten Artikel auf eine kleine Geldstrafe zu erkennen.- Der theilnehmer auf die Armenpflege verwiesen werden, die Kommunen beschreibung derjenigen Personen erhalten, die der Droschtenkutscher Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten Pusch zu 200 M. Geldmüßten für die hilfsbedürftigen Kriegstheilnehmer eintreten. Abg. Stein am Morgen in der Nähe des Thatortes gesehen haben wollte, strafe event. 20 Tagen Gefängniß, den Angeklagten Großmann zu Bebel: Der Staatssekretär habe sich über den Ton beklagt, der in habe er erwogen, ob es zweckmäßig sei, die Personal 100 M. Geldstrafe event. 10 Zagen Gefängniß. einem Theil der Invalidenpetitionen vorkomme, der sei auch ihm beschreibung sofort zu veröffentlichen. Dies würde sich aufgefallen, man pflege ihn font fozialdemokratisch zu nennen, er empfohlen haben, wenn diese Beschreibung schon eine ganz sei es aber nicht. Er begreife die Stimmung, die in den Kreisen sichere gewesen wäre, was aber nicht der Fall war. der ehemaligen Kriegstheilnehmer herrsche. Jahrzehntelang habe Er habe nun, um für alle Fälle den Anschlag zu sichern, Zur Vorberathung der Polizeiverordnung betreffend die man in allen Tonarten versichert, das Reich habe die Pflicht, voll den Kriminalkommissar Thiele zu Nauck u. Hartmann gefchickt, um äußere Seilighaltung der Sonn- und Feiertage, hatte der Magistrat für seine nothleidenden Kriegstheilnehmer einzutreten, aber die anzufragen, wenn frühestens der Auschlag an den Säulen erscheinen eine Kommission eingesetzt, welche beschlossen hat, eine Petition an Thaten seien hinter den Worten zurückgeblieben. Das Geld sei vor tönnte und er habe den Bescheid erhalten, am Montag. Wenn den Minister des Junern zu empfehlen, in der gegen die Eingriffe handen, die ehemaligen Krieger gingen von der Ansicht aus, sie ihm an der sofortigen Bekanntmachung viel gelegen gewesen wäre, in die gewerblichen und privaten Verhältnisse, welche die Polizeihätten es mit ihrem Blut erfochten, sie seien daher erbittert, fäben fo hätte er ja natürlich andere Druckereien in Anspruch nehmen verordnung enthält, energisch protestirt und die Aufhebung der fie, wie man sich sträube, ihnen zu helfen. Hätte man teine Mittel, tönnen; ihm schien der Nutzen solcher fofortigen Bekanntmachung schwersten Bestimmungen beantragt wurde. Das Magistratsfo lägen die Dinge anders, aber die Mittel feien vorhanden und aber sehr zweifelhaft, es erschien ihm zweckmäßiger, erst noch Kollegium ist diesem Antrage ohne Diskussion einstimmig beigetreten. so verstehe man nicht, daß man sie dafür nicht verwenden wolle. die Beobachtungen der Hausbewohner zu erfahren. Man habe nun auch Was der Antrag Müller bezwecke, liege im Gefeß, und so sei der gesagt, die Kriminalpolizei hätte mittels des Hektographen HausDer Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung zur Bor Reichstag verpflichtet, die Konsequenzen zu ziehen und zu bewilligen, an fch äge machen können und diese in Massen vertheilen sollen. berathung des von einigen ihrer Mitglieder eingebrachten Antrages so lange noch Nothleidende und Mittel vorhanden seien. Die Die Veröffentlichungen der Kriminalpolizei hätten nicht den Zweck, wegen Verbreiterung der Königstraße auf der Nordseite, zwischen Petenten auf die Kommunen zu verweisen, gehe nicht an; ob Herr für die Leser Unterhaltungsstoff zu bilden, sondern sie der Heiligengeift- und Burgstraße, hatte in einer seiner früheren v. Podbielsky glaube, daß die Rittergutsbefizer bereit feien, ihre hätten den Zweck der Ermittelung, und ob eine solche Veröffent- Sigungen beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, mit der Berliner Gutsangehörigen entsprechend zu unterstüßen. Obendrein muthe man lichung zweckmäßig sei oder nicht, werde doch derjenige ent- Bau- und Bodengesellschaft, die sich zu dieser Verbreiterung den Kommunen eine Last zu, die sie zu übernehmen nicht verpflichtet scheiden müssen, der die Verantwortlichkeit trage. Solche Veröffent. um etwa zwei Meter hatte bereit finden lassen, in Berhandlung zu feien, die Kommunen feien schon jetzt überlastet und der Staat lade lichungen feien ein zweischneidiges Schwert, wie sich gerade in treten, ob sie dies für 600 000 M. bewirken wolle. Hierauf hat die ihnen immer mehr auf, sie würden sich hüten, zu thun, was sie diesem Falle gezeigt habe. Werner wäre aller Wahrscheinlich Gesellschaft folgendes Angebot gemacht: 1. Sie übereignet dem nicht thun müßten. Vor Jahren hätten die Ritter des eisernen feit nach am Montag in der Wohnung seiner Mutter verhaftet worden, Magistrat die durch die geplante Bauflucht vor dem Grundstück Kreuzes die Zahlung eines Ehrensoldes aus dem Invalidenfonds be- wenn nicht ein Blatt schon vorzeitig den Verdacht auf ihn Königstr. 62b bis einschließlich 68 erforderlichen ansprucht, der sei unberechtigt gewesen, im vorliegenden Falle müsse gelenkt hätte. Alle sofort zu ergreifenden Maßnahmen ordne der flächen pfand- und lastenfrei; 2. der Magistrat führt auf Rechnung aber geholfen werden. Verantwortliche ruter sorgfältiger Erwägung der obwaltenden Um der Geselllchoft die Enteignung des Eckgrundstückes Nr. 69 an der Die Fortsetzung der Debatte wird auf die nächste Sizung stände an; hinterher sei es leicht zu sagen: dies und jenes hätte Burgstraße durch; 3. der Magistrat zahlt bei der Auflaffung des zu ( Dienstag) vertagt. geschehen sollen. Eine öffentliche Bekanntmachung rechtfertige fich 1. bezeichneten Straßenlandes an die Gesellschaft 1 Million Mark." Der Entwurf einer neuen Grundbuch- Ordnung für erst dann, wenn schon bestimmte Anhaltspunkte für die Er- Es handelt sich im ganzen um 127 Quadratmeter, die Stadt würde das Deutsche Reich ist heute dem Reichstage zugegangen. mittelung des Thäters vorhanden seien. In seiner achtzehn- also für ein Quadratmeter 7874 M. zu zahlen haben: das macht jährigen Amtsführung seien deshalb auch stets öffentliche auf die Quadratruthe über 111 000 m., ein Preis, wie er Im Herrenhause bat Herr v. Woyrsch einen Antrag ein Anschläge über Kapitalverbrechen immer erst am nächsten Morgen bisher noch nie in der Stadt gezahlt worden gebracht, die Regierung zu ersuchen, im nächsten Etat die Regierungs- erschienen. Daran habe noch niemand Anstoß genommen, wenn i st. Mit Rücksicht hierauf und auf die ungünstige Finanzder Stadt Affefforen, soweit irgend möglich, mit Verbesserung des Gehalts, die Zeitungen jetzt ein so thörichtes Geschrei erheben, so habe lage wurde von einer Seite im Ausschuß weil die unbesoldeten aber mit Gehalt bezw. mit Diäten zu bedenken.dies wohl darin feinen Grund, daß die Zeitungen ärgerlich beantragt, das Angebot abzulehnen, ja doch keine In den dem Antrag beigegebenen Motiven wird rühmend hervor barüber waren, daß sie wegen der Sonntagsruhe dringende Veranlassung zur Verbreiterung der Königstraße gehoben, daß, während alle Beamten und Lehrer mit Vermehrung an dem fraglichen Sonntage teine Extra auch auf der Nordseite vorliege. Andererseits meint man, es wäre ihres Gehalts bedacht sind und ein großer Theil derfelben wiederholt blätter erscheinen lassen konnten. Die in einigen müßlich, diese günstige" Gelegenheit zur Beseitigung der für den nicht nur einzeln, sondern gemeinschaftlich darum petitionirt haben, Beitungen aufgestellte Behauptung, daß er die Firma Nauck Verkehr äußerst hinderlichen Ecke an der Burgstraße nicht vorüber nur die Regierungs- Assessoren diesen Weg nicht beschritten haben, u. Hartmann dreimal vergeblich aufgefordert habe, an geben zu lassen. Schließlich vertagte der Ausschuß die Berathung, weil sie es nicht für schicklich halten". Es wird dann weiter den jenem Sonntage einen öffentlichen Anschlag herzustellen, nachdem er den Magistratskommissar ersucht hatte, wegen der Ent Lehrern ein Seitenhieb versetzt, denen ihre Vorbereitung wenig foftet, fei nicht richtig, es müsse ihn aber aufs höchste beleidigen, eignung des Eckgrundstücks Nr. 69 noch weiter mit der Gesellschaft weil sie zum theil für ihren Beruf nicht nur unentgeltlich erzogen, wenn ihm darauf hin unterstellt werde, daß er diese falsche Nach zu verhandeln. sondern auch beköstigt werden. Es sei eine nicht zu rechtfertigende richt absichtlich in die Zeitungen lancirt habe. Er habe allerHärte, daß die Regierungs- Assessoren, deren Arbeit vom Staat dings noch ein zweites Mal den Kriminalschußmann Thiele zu Dringend gebraucht werde, in einem Alter bis zu 28 Jahren ohne Nauck u. Hartmann geschickt und wenn diese Firma jene zweite jedes Einkommen und nicht im stande seien, einen Hausstand zu Entsendung als Aufforderung, den Anschlag herzustellen, betrachtet Die Leiter, bezw. die Einberufer von öffentlichen, sowie gründen. hätte, so sei nicht einzusehen, warum sie dann nicht noch am Vereinsversammlungen werden darauf hingewiesen, daß ihnen Im preußischen Abgeordnetenhause haben die Polen Sonntag Nachmittag den Anschlag ausgeführt hätte. Es sei auch in den nächsten Tagen unter der Adresse der betreffenden Lokalabermals eine Interpellation eingebracht wegen Auflösung vor- nicht wahr, daß die öffentliche Bekanntmachung das Publikum Schriftsmäßig angemeldeter Bersammlungen, in denen die Redner irre geleitet habe. Die Kriminalpolizei habe bis um 10 Uhr inhaber Flugblätter bezw. Zirkulare zugehen werden, die, falls der sich der polnischen Sprache bedient hätten. noch nicht gewußt, daß Werner der Mörder sei, wenn auch ein Wirth die Aushändigung vergessen sollte, von diesem einzufordern Verdacht entstanden war. Der Kriminalkommissar Braun habe wären. Die Freikonservativen des preußischen Landtages wollen, ferner eine Umfrage bei Aerzten 2c. nicht für nöthig gehalten, denn wie die" Post" erfährt, in der Budgettommiffion beantragen, den daß ein Kampf der Mörder mit ihren Opfern stattgefunden hatte, Etatstitel: Bur Verbesserung der äußeren Lage der Geistlichen sei zweifellos gewesen, die Spritzen an der Wand konnten aller Bekenntnisse" um 3 Millionen Mart zu erhöhen. Das wäre feineswegs sofort darauf hinweisen, daß sich einer eine Erhöhung der Staatszuschüsse um 60 pCt. Pfarrer sind in Verbrecher an der Hand verlegt haben müsse. Man Preußen bessere Wahlagitatoren als die Lehrer. habe es auch für ungeheuerlich gefunden, daß es trok der Bewachung des mütterlichen Hauses dem Grosse möglich gewesen Arbeiter- Bildungsschule. Der am morgigen Sonntag Borsei, unbemerkt mit seiner verbundenen Hand in die Wohnung der mittag fällige Unterricht in National- Detonomie( Fort Mutter zurückzukehren. Gewiß sei das Haus polizeilich obfervirt schritts- Kursus) findet Umstände halber erst am nächsten worden, es sei aber eine rührende Naivetät der Zeitungen, Montag, den 25. Januar, abends 9 Uhr, in der Südostin der Levy'schen Mordfache. wenn sie annehmen, daß die Polizeibeamten das Haus um Schule, Waldemarstr. 14, statt. Ferner wird darauf hingewiesen, Wegen einer Anklage wegen Beleidigung des Chefs der Kriminal- singeln und auf diese Weise sicherlich das Publikum in Massen daß im Unterrichtsfach Deutsch" in beiden Schulen mit der polizei Geheimen Regierungsraths Grafen Pückler und der berbeiziehen und den Werner sofort zur Umkehr veranlaßt Lektüre von Hauptmann's Webern" begonnen wird, da Beamten der Berliner Kriminalpolizei hatten sich heute die Redakteure haben würden, wenn er heimkehrte. In solchen Fällen wir durch die Freundlichkeit des Dichters in den Besitz einer der Berliner Zeitung" Georg Armand Busch und Max Georg werden die Beamten natürlich nicht vor das Haus postirt, genügenden Anzahl von Exemplaren des Dramas gesetzt worden sind. Großmann vor der 7. Strafkammer des Landgerichts I zu ver- sondern sie gehören in das Haus beziehungsweise in die Wohnung. Billets zur Schubert Feier, für die sich ein reges Interesse antworten. Den Vorsitz des Gerichtshofes führte Landgerichts- Vertheidiger Dr. Halle: Es hätte doch auch wohl ein Beamter bemerkbar macht, sind in allen mit Blakaten belegten Handlungen direktor Voigt, die Antlage vertrat Staatsanwalt Richter, in Bivil die Bewachung in unauffälliger Weise ausführen können! zu haben. Der Vorstand. die Bertheidigung führte Rechtsanwalt Dr. Halle. Es handelt- Graf Pückler: Was die Personalbeschreibung betrifft, so ist sich um drei Artikel in den Nummern 249, 250 und 253, die Kriminalpolizei erft um 12 Uhr durch List in den Besiz eines Das thörichte Benehmen, durch welches die Stadt. für deren beide ersten Busch, für deren legten Großmann Bildes des Werner gekommen, welches so schlecht war, daß Werner verordneten mehrheit sich am Donnerstag Abend gelegentverantwortlich ist. In diesen Artikeln wurde die an dem Justiz thatsächlich selbst unbehelligt unterwegs sich ein solches aus- lich der Berlesung der sozialdemokratischen Protest resolution rath Levy verübte Blutthat und das Verhalten der Kriminalpolizei gestelltes Bild ansehen konnte. Werth. Dr. Halle: Es muß doch gegen die kommunale Centenarfeier" unsterblich blamirt hat, scheint besprochen. Dabei wurde mit scharfen Worten gegeißelt, daß aber zweifellos auffallen, daß in dem polizeilichen Blakat ganz auch in der gewöhnlich als magistrats- offiziös bezeichneten Preffe die Kriminalpolizei nicht schon am Sonntag Morgen, sondern erst falsche Angaben über die vermeintlichen Thäter enthalten peinlich empfunden zu werden. Während der Bossischen Zeitung" am Montag die Bekanntmachung über das Verbrechen an die An- waren, das ist doch eine Frreführung!- Graf Bückler: Die Polizei sonst jede Gelegenheit willkommen ist, bei der sie den kommunalen schlagfäulen geschlagen, nicht selbst eine entsprechende Belohnung so mußte entweder von jeder Bekanntmachung Abstand nehmen oder sich Liberalismus herausstreichen und die Sozialdemokratie begeifern fort ausgesezt und, da der eine Möder bei der Blutthat sich verletzt an die Beschreibung halten, die der Droschfenfutscher gab. Rechts tann, begnügt sie sich in diesem Falle mit einer frostigen Aufzählung haben mußte, nicht sofort bei sämmtlichen Heilgehilfen, in sämmtlichen anwalt Dr. Halle: Er selbst sei sehr bald nach der That auch am der Geschehnisse. Desgleichen die National- Beitung". Das Berliner Sanitätswachen, bei den ersten 2c. Nachfrage gehalten haben. Die Thatorte gewesen und da sei ihm doch gleich gesagt worden: Das Tageblatt" behilft sich mit einer Gelegenheitsphrase, daß unser Kriminalpolizei, deren Unzulänglichkeit sich bei dieser Gelegenheit war gewiß der kleine weggejagte Schreiber Werner. Daß die Parteigenosse Dr. Badek zum Fenster hinaus" gesprochen flar gezeigt habe, habe hier große Unterlassungsfünden begangen Deffentlichkeit irre geführt worden, zeige doch der Brief, den der habe und dem braven Lokal Anzeiger" fiel nichts anderes und Publikum und Presse irre geführt, indem sie aufänglich ganz Dr. Rubinstein, der den Grosse verbunden hatte, an die Polizei ein, seinen Lesern einfach die sozialdemokratische Graf Pückler bestreitet dies und betont, Resolution zu wird unterschlagen. Dagegen falsche Bermuthungen über die Persönlichkeiten der vermeintlichen geschrieben. Mörder in die Deffentlichkeit brachte. Unsere Kriminalpolizei daß der Brief des Dr. Rubinstein nicht durch das Plakat der Krimi verordneten Mehrheit durch ein erheiterndes Gefauche in sei, so wurde weiter ausgeführt, bureaukratisch, schwerfällig nalpolizei hervorgerufen worden sei. Die Grmittelung des Werner der offiziösen Norddeutschen Allgemeinen Beitung", sowie durch und auf die Kaserne gestimmt, sie entspreche nicht den sei ganz entschieden ein Verdienst der Kriminalpolizei.- eine Lobhudelei, die sie sich von dem hiesigen Bismarckblatte gefallen Bedürfnissen einer Weltstadt. Die Berliner Polizei foste der Rechtsanwalt Dr. Halle: Er könne nicht einsehen, wie dies ein Ver: lassen muß, in geradezu mitleiderweckender Weise abgestraft. Stadt über 4 Millionen Mark und dafür könnte diese doch dienst der Kriminalpolizei sei. Er selbst habe übrigens auch sofort Soweit unsere Uebersicht reicht, hat bislang nur ein Blatt die mehr verlangen, als die gräflich Bückler'sche Truppe mit ihrem beim Anblick der Blutsprißen teinen Zweifel darüber gehabt, daß Pflicht empfunden, sich offen der Erkenntniß zuzuneigen, daß die Scharfsinn biederer Zivilversorgungsschein- Besizer. Der Angeklagte diese von einer Verlegung des Thäters herrühren müßten. unwiderlegbare geschichtliche Wahrheit, auf die sich die vom StadtBusch bestritt, daß in den beiden ersten Artikeln irgend eine Bes Andere Zeitungen, wie die National- 3tg." und das Kl. Journal" verordneten Dr. Badeck verlesene maßvolle Resolution stützt, durch leidigung enthalten sei. Es habe nur zum Ausdruck gebracht hätten mindestens ebenso scharfe Angriffe gegen die Kriminalvolizei ge- ein unwürdiges Getobe auch dann nicht aus der Welt geschafft werden sollen, daß sich die Kriminalpolizei bei der Ver- richtet, ohne daß gegen fie Strafanträge gestellt worden seien.- Zur Sache werden kann, wenn die Standalmacher liberale Stadtverordnete sind. folgung der Mörder geschickter hätte benehmen können und wurde noch Krim. Inspektor Braun und ein Angestellter der Firma Die Bolts- Beitung" urtheilt über unsere Parteigenossen im Rothen. daß werde jeder unterschreiben, der die einzelnen Phasen Nauck u. Hartmann vernommen, deren Aussagen ohne Belang Hause: Sie haben sich ersichtlich befleißigt, streng objektive der Levy'schen Mordsache verfolgt habe. Der Angeklagte waren. Die Behauptung, daß die Firma N. u. H. dreimal ver- historische Gesichtspunkte zur Begründung ihrer Haltung geltend Großmann bekannte sich zur Verfasserschaft des dritten unter An- geblich zur Herstellung des Plafats aufgefordert worden sei, ist von zu machen." Und dann über die Stadtverordnetenmehrheit: flage gestellten Artikels unter der Ueberschrift:" Auf den Spuren dem Berichterstatter Wolter in die Zeitungen gebracht worden; dieser Die liberale Majorität der Stadtverordneten- Versammlung von unferer Polizei". Darin wurde namentlich die von einer Seite sagte aus, daß er es auf die Autorität des Registratur- Vorstehers gestern hat sich nicht um einen Deut besser gegen das Votum der verbreitete Nachricht widerlegt, daß die Kriminalpolizei für die ver- Rähne hin gethan habe. Der als Zeuge vernommene Berichterstatter Minorität benommen, als die konservativ- antisemitisch- nationalspätete Bekanntmachung nicht verantwortlich gemacht werden könne, Felix Seld is ist am Thatorte gewesen und hat von den dort an liberale Bismarck- Anhängerschaft am 28. März 1895 im deutschen sondern Nauce u. Hartmann die Schuld trügen. Es wurde wesenden Beamten die Meinung vernommen, daß die Blutsprißen auf Reichstage. Wir unsererseits wollen wenigstens so tonsequent sein, in dem Artikel betont, daß dieser Versuch, einen Prügelknaben heraus eine Verlegung des Thäters hindeuteten. Auf jede weitere nunmehr auch das liberale Verfahren der Schreier und Tumultuanten zufinden, wieder das Bestreben mancher Journalisten illustrire, Beweisaufnahme wurde verzichtet. Staatsanwalt Richter in der gestrigen Stadtverordneten- Sigung öffentlich zu tadeln." auf alle Fälle die Kriminalpolizei reinzuwaschen.- Auch meinte, daß man der Presse nicht verwehren könne, die bessernde Ueber die Entwickelung des Privatklinikenwesend in Angeklagter Großmann bestritt, daß der Artikel Beleidigungen ent- Sand an vermeintliche Mißstände zu legen; die hier in Frage Berlin macht Dr. A. Oppenheim in der neuesten Nummer der halte. Für die Behauptung, daß die Polizei sofort bei allen stehenden Artikel verrathen aber nur Lust am Standal und entDeutschen medizin. Wochenschrift" einige Mittheilungen. Heildienern, Merzten u. f. w. Nachfrage nach einem Menschen hätte halten schwere Beleidigungen der Beamten der Kriminalpolizei. Anlaß dazu giebt ihm die Veranlagung eines Theiles der von halten müssen, der sich eine Wunde habe verbinden lassen, wurde Er beantragte gegen Busch 600 M., gegen Großmann 250 M. GeldAerzten unterhaltenen Privatkliniken zur Gewerbesteuer. Es gab in auf das Protokoll der Augenscheinnahme verwiesen und letzteres strafe.- Rechtsanwalt Dr. Halle bestritt entschieden, daß die Lust Berlin 1879 zwei Privatkliniken mit 36 Betten, 1885 5 Rliniten mit verlesen. Dasselbe stellt das Vorfinden von Blutspritzen an der am Skandal die Feder der Angeklagten geführt habe. Es handle 124 Betten, 1888 19 Klinifen mit 360 Betten, 1891 29 Kliniken mit Treppenwand fest, aus welchem nach Ansicht des Bertheidigers leicht sich hier um eine Blutthat, die das gesammte große Publikum aufs 623 Betten und 1894 40 Rliniten mit 808 Betten. Verpflegt wurden zu schließen gewesen wäre, daß einer der Thäter sich verlegt haben müsse. lebhafteste erregte und um Dinge, die die Polizei gethan oder unterin den einzelnen angeführten Jahren in den Privatkliniken Als Zeuge wurde der Chef der Kriminalpolizei, Graf Pü cfler, ver- lassen hat, die die Allgemeinheit in ungeheuere Aufregung versetzten. 159 Krante, 1270, 2529, 5907, 7988. Außer acht ge nommen. Er führte im allgemeinen folgendes aus: Die Angriffe, Die Allgemeinheit urtheile nicht nach dem geschulten Verstande des welche die Berliner Beitung" gegen die Kriminalpolizei gerichtet Grafen Bückler, sondern danach, wie sich dem Laien die Dinge dar- laffen sind bei dieser Aufnahme die augenärztlichen Kliniken und alle Anstalten, die weniger als zehn Betten haben. haben diesem Gesichtspunkte aus habe, feien kennzeichnend für die Kampfesart mancher Blätter. Er stellen. An- Deren Zahl ist aber sehr groß, so daß in Wirklichkeit die Summe wolle gern zugeben, daß auch von der Kriminalpolizei Fehler geklagten von ihrem Rechte Gebrauch gemacht, eine brennende der in Berliner privaten Kliniken Verpflegten noch viel größer iſt. gemacht werden, denn nicht alle Beamte feien gegen Irrthümer öffentliche Angelegenheit öffentlich zu tritifiren und wenn eine solche Die Zahl der in öffentlichen Krankenhäusern Verpflegten stellte sich gefeit, müffe aber behaupten, daß in dieser Mordsache die Kritik berbe ausfalle, so sei sie noch lange keine Beleidigung. Andere 1879 auf 39 800, 1885 auf 49 000, 1888 auf 58 000, 1891 auf 62 000, Kriminalpolizei und ihre Beamten in jeder Beziehung ihre Beitungen hätten noch viel herbere Kritiken gegen die Kriminal 1894 auf 68 000. Im Jahre 1895 find unter 86 000 franken über Schuldigkeit gethan haben. Die Bearbeitung war dem polizei und die Schwerfälligkeit ihrer Beamten veröffentlicht und 10 000 in Privatanstalten verpflegt worden. Bekannt sind die Kriminal- Kommiffarius Braun übertragen worden, dessen bobe Beamte einer großen Behörde follten doch nicht immer gleich fo 10 000 in Privatanstalten verpflegt worden. Verdienste um die öffentliche Sicherheit an den maßgebendsten empfindlich sein, wenn ihnen etwas unangenehmes gesagt wird. Die lagen, welche unfallverletzte Arbeiter zuweilen gegen die Privat Stellen rückhaltlos anerkannt werde. Es sei doch schon an sich ganz Beitungen müßten natürlich in dem Tone schreiben, der auf ihren fliniten erhoben haben, in denen sie auf Anordnung der Berufsunglaublich, daß diefer erfahrene Beamte die einfachsten Bor- Leferkreis gestimmt sei und die„ Berliner Zeitung" müsse lebendiger genossenschaften untergebracht worden sind. tehrungen unterlassen haben sollte, die jeder Laie sofort als zweckmäßig schreiben, wie eine Zeitung, deren Leser den Kreisen der Geheimen Gegen das Duell nahm am Donnerstag eine von einem erkennen würde. In dieser Mordfache seien die Spuren überraschend Räthe angehören. Er bitte, den Ausspruch Friedrichs des Großen: Romitee der töniglichen technischen Hochschule nach dem Türkischen schnell gefunden worden. Wenn dieser Fall zur Heze gegen die Kriminal- Gazetten sollen nicht genirt werden", auch heute noch hochzuhalten Belt", Charlottenburg, einberufene, von mehreren hundert Studenten polizei ausgebeutet werde, so erkläre sich dies nicht aus dem Unver- und beantrage, bei den beiden letzten Artikeln jede Strafbarkeit zu besuchte Versammlung Stellung. Sämmtliche Redner, darunter ver ftande der Beitungen, sondern bezeuge ein planmäßiges Vorgehen. verneinen und für einen vielleicht zu weit gehenden Ausdruck in schiebene der Berliner Universität, sprachen sich dahin aus, daß dem Von die " 1 " als " " " Die " Stadt Den grajjirenden Duellunwesen durch ein geschlossenes Vorgehen Einhalt t gethan werden müsse, zumal 90 pet. aller Forderungen ihren Ausfür Errichtung eines ständigen Ehrengerichts aussprach. worden. : " prea Aus den Nachbarorten.# baß Regerau später vom Rednerp odium aus dazu aufgefordert Die Mitglieder des sozialdemokratischen Vereins für Stralau- hätte, die Tellersammlung ruhig fortzusehen. Ein bestimmter Beigangspunkt im Rausch oder in der Bierlaune hätten. Es Rummelsburg und Umgegend werden hierdurch noch be- tragssatz sei vom Angeklagten nicht genannt worden und in der legte demnächst Berufung ein und machte geltend, er habe nicht In Sachen der Frau Baumeister Rothenburg, die, wie Erscheinen erwartet der Vorstand.( Siehe Annonce.) stattfindende Generalversammlung aufmerksam gemacht. Zahlreiches zur Fortsetzung der inhibirten Zellersammlung aufgefordert, sondern gemeldet wurde, auf Geheiß des Oberpräsidenten v. Achenbach verkündet, daß von nun ab ein Entree von 5 Pfennig zur binnen acht Tagen aus der städtischen Anstalt Herzberge entlassen Die Parteigenoffinnen in Schöneberg werden auf die am Dedung der Unkosten erhoben werde. Hierzu sei er als Die Strafa werden sollte, erfährt die Volts Zeitung", daß der Magistrat den Sonntag, den 24. Januar, nachmittags 4 Uhr, stattfindende Ver- Einberufer der Versammlung berechtigt gewesen. gegenwärtigen Vormund der Frau R., Rechtsanwalt Dr. Remling fammlung, in welcher Genosse H. Schulz über das Thema: Die fammer Landgericht II- sprach den Angeklagten aus folgen in Berlin, aufgefordert hat, binnen drei Tagen ein geeignetes Jugenderziehung wie sie heute ist und wie sie sein sollte" sprechen den Gründen frei: Es sei gleichgiltig, ob Regerau zut Unterkommen für die Dame zu beschaffen, während er gleichzeitig wird, auch an dieser Stelle aufmerksam gemacht. Siehe Inserat Erhebung eines Entrees oder zur Fortseßung der Tellersammlung. einem Theil der Angehörigen mitgetheilt hat, daß Frau R. nach vom Freitag. von vorher aufgefordert habe. Auf jeden Fall fehle es an gesetz Versäumung dieser Frist durch den Vormund in ein städtisches Eine Pfändungsgeschichte. Wegen rückständiger Steuern lichen Vorschriften, die solche Tellersammlungen in Bersammlungen Siechenhaus gebracht werden würde. Dem Sohne der Frau wurde dem in Rixdorf wohnenden Tischler F. im September v. J. verbieten. Die angezogene Polizeiverordnung vom 7. Januar 1891 Rothenburg sei vom Magistrat bis jetzt feinerlei Nachricht ge- ein Theil seines Arbeitslohnes mit Beschlag belegt. Darauf erhob set überhaupt rechtsungiltig, denn darin werde die Veranstaltung F. beim Gemeindevorsteher Beschwerde gegen diese Maßnahme, mit einer Kollekte von der ortspolizeilichen Genehmigung ab Zum Konflikte zwischen dem Kuratorium der Berliner der Begründung, dieselbe sei nach dem Gesetz vom 21. Juni 1869 hängig gemacht, während die Genehmigung nur die Oberpräsidenten Unfall stationen und dem Kopp'schen Kranten unzulässig. Die Beschwerde wurde als begründet erachtet und dem ertheilen dürften.( Instruktion für die Oberpräsidenten vom transport Institut theilt uns das Kuratorium folgendes Beschwerdeführer die beschlagnahmte Summe nebst den Kosten des Jahre 1825.) Allerdings existire dann noch eine rechtsgiltige Re mit: Der in Ihrer Beitung enthaltene Artikel ist geeignet, beim Verfahrens zurückerstattet. Zwei Beamte erschienen in der Wohnung gierungs- Polizeiverordnung vom 30. August 1892, welche den mit Publikum eine Täuschung hervorzurufen. Denn wir haben des F., um ihm das Geld zu überbrigen. Während aber F. den ihm Strafe bedroht, der eine öffentliche Kollekte, die der obrigkeitlichen Geschon seit neun Monaten jedwede Verbindung vorgelegten Behändigungsschein unterschrieb, zählte der Beamte nehmigung bedarf, vor der Ertheilung der Genehmigung vornimmt. mit Herrn Kopp gelöst. Seit dieser Zeit werden die Kranken- das Geld auf den Tisch, nahm es aber, sobald F. seine Unter- Sie sei aber nach Annahme des Gerichts auf die Tellersammlung in transporte mit den eigenen Wagen und Gespannen der Unfall- schrift vollzogen hatte, wieder an sich und erklärte es für gepfändet. der Versammlung nicht anwendbar. Die Staatsanwaltschaft ergriff stationen ausgeführt. Wie wiederholt mitgetheilt worden ist, werden Eine abermalige Beschwerde an den Gemeindevorsteher hatte zur nunmehr das Rechtsmittel der Revision. In der mündlichen Verdie Unfallstationen, in wenigen Wochen schon, über eigene 10 Wagen- Folge, daß derselbe auch diese Pfändung als unzulässig ansah und handlung vor dem Straffenat des Kammergerichts vertrat Rechtsdepots verfügen. In der Verbindung mit dem Kopp'schen Institut die Gemeindefasse anwies, dem F. das gepfändete Geld zurück- anwalt erzfeld den Genossen Regerau. Der Senat gab demt haben sich eine Reihe von Unzuträglichkeiten ergeben, nicht zum zugeben. Wie war es blos möglich, daß das Verhalten des Voll- Antrage des Staatsanwalts statt, hob die Vorentscheidung auf und geringsten Theil in Klagen des Publikums über die Transportpreise ziehungsbeamten in ein und derselben Angelegenheit zwei Mal von wies die Sache zu anderweiter Entscheidung in die Vorinstang zurück. Die Auffassung des Landgerichts von der Rechtsungiltigkeit bestehend, so daß die Unfallstationen, die zu Unrecht häufig dafür dem Borgesetzten für unzulässig erklärt werden mußte? verantwortlich gemacht wurden, beschlossen haben, ihre Transport- Der Lehrer Agahd in Nigdorf hat sich bekanntlich vor bezw. Rechtsgiltigkeit der beiden Regierungsverordnungen sei mittel zu erheblich billigeren Preisen zur Verfügung zu stellen und kurzem über die traurigen Schulverhältnisse in diesem Vorort in richtig, indeffen irre es mit der Annahme, daß Teller sie den Unbemittelten unentgeltlich darzubieten. einem Artikel ausgelassen, von dem auch wir Notiz genommen fammlungen in öffentlichen Versammlungen nicht Nach einer neuen Polizeiverordnung über den Schweinehaben. Daß Herr Ugabd traurige Wahrheiten aufgedeckt hat, wird unter den Begriff der öffentlichen Rollette fielen. markt auf dem städtischen Biehhofe beginnt der Markt im Sommer ihm natürlich in der Rigdorfer Spießbürgerschaft schwer verdacht und nicht der Genehmigung des Oberpräsidenten bedürften. um 7 Uhr, im Winter um 8 Uhr früh und endet um 2 Uhr nach- und so hat denn ein dortiger Hausbesitzer Verein den Mann in mittags. Die Futteraufnahme seitens der in den Schweinehallen folgender Resolution denunzirt: Der Kommunal Reform Verein des städtischen Viehhofes zum Verkauf gestellten Schweine muß an Rigdorfer Grundbesitzer bezeichnet die von dem Lehrer Agahd geden Markttagen im Sommer um 6 Uhr, im Winter um 7 Uhr be- machten Angaben über Rixdorfer Schulverhältnisse als zum größten endet sein. Theil übertrieben, unzutreffend, ergerniß erregend und den Ort in feinem Ansehen schädigend, und beauftragt den Vorstand, bei der töniglichen Regierung Beschwerde zu erheben." Unser Unternehmerthum. Das Volt" berichtet: Die Agitation für Sitzgelegenheit der Verkäuferinnen hat in Berlin nur einen geringen Erfolg zu verzeichnen, trotzdem die unzugänglichen Arbeit- Die beiden Kinder Frieda und Wilhelmine Hoppe, die durch geber selbst mit einem Boykott bedroht erscheinen. Die Sitzgelegenheit ein vorfäßlich angelegtes Feuer getödtet wurden, find gestern, ist blos in 26 Geschäften eingeführt, in anderen jedoch wird das Freitag, nachmittags um 3/2 Uhr auf dem Rigdorfer Friedhofe Sigverbot gerade angesichts der Agitation noch schärfer durch an der Rudower Chauffee unter außerordentlich zahlreicher Be geführt als bisher. Schon neulich haben wir erklärt, daß das theiligung beerdigt worden. Unternehmerthum, von ganz feltenen Ausnahmen abgesehen, nur durch energischen Zwang dahin gebracht werden kann, seine Angestellten menschlich zu behandeln. Mögen diese sich daher organisiren. Der Kartonnagenfabrikant Päckel in der Alten Jakobstr. 84 zu Berlin wird gegenwärtig von unbotmäßigen Arbeitern" dadurch geplagt, daß diese mit Lohnerhöhungsgedanken umgehen. Nun wollte es ein merkwürdiger Zufall, daß ein Schußmann türzlich Kenntniß von dem Inhalt heftographirter Bettel erhielt, auf denen eine Einladung zu einer für den 19. d. M. geplanten Besprechung über Werkstätten- Angelegenheiten enthalten war. Flugs erfundigte sich ein Beamter bei dem Wirthe Lenz, Alte Jakobftr. 69, nach dieser Versammlung", zu der zur Üleberraschung der Polizei am Abend aber niemand eintraf. Um der Behörde nunmehr jedoch Gelegenheit zur Ausübung ihres Amtes zu geben, foll am 8. Februar eine Versammlung der in der Kartonbranche thätigen Personen abgehalten werden, wo auch die zum theil mit der Gewerbe- Ordnung nicht ganz harmonirenden Zustände in der Päckel'schen Fabrik zur Sprache gebracht werden dürften. " Ein bedeutender Bestechungsprozek gegen Beamte spiel sich zur Zeit vor der dritten Straffammer in Dresden ab. Ju der schönen Hauptstadt der amtlichen und privaten Sozialistenvernichtung sind vor einiger Zeit sämmtliche Hypothekenbuchführer des Amtsgerichts wegen Vergebens im Amte(§ 331 St.-G.-B.) in Unter suchungshaft genommen worden; unter ihnen befindet sich auch der Stadtverordnete und Grundbuchführer Richter. Angeklagt find: Sefretär Wilhelm Emil Richter, die Sekretäre Ostar Klemens Latsch, Robert Daniel Rummel, Attuar Moriz Robert Uhlmann, Sekretär Moritz Wilhelm Kämpfe, Aktuar Ernst Louis Werner und Sekretär Bunde, Sekretär Dstar Hugo Fischer, der achte im Wiestuer, ist schwer erkrankt, es kann daher gegen ihn nicht verhandelt werden. Der hauptbeschuldigte Richter ist 38 Jahre alt und bereits seit 1873 in Dresden. Er giebt an, daß schon bei seinem damaligen Amtsantritt die Beamten Geschenke angenommen haben. Damals hatte er noch nicht einen rothen Hellerim Aus Oranienburg war mitgetheilt worden, daß das Verfahren Vermögen, heute befigt er ein Kapital von 140000. gegen Frau Ottilie Thomczik eingestellt worden sei. Wie wir von und ein Hausgrundstück im Werthe von 78 000 m. Sein Gehalt unterrichteter Seite erfahren, ist diese Meldung irrthümlich. Die betrug zuletzt 3400 M. Die übrigen Angeklagten haben es ebenfalls Voruntersuchung war ursprünglich auf Mord bezw. Todtschlag bei 2800 bis 3000 m. Gehalt zu ansehnlichem Vermögen gegerichtet, allein die Straffammer hat wegen dieser Verbrechen das bracht. Ein bei Richter gefundenes Wirthschaftsbuch giebt Berfahren eingestellt, hingegen ist wegen Körperverlegung mit tödt- im einzelnen Aufschluß über die Höhe der Bestechungen, die allein lichem Ausgange das Hauptverfahren eröffnet. Wie man sich er- von Anfang 1895 bis Oktober 1896 für seine Person die Summe innert, hat die Angeklagte, eine Frau etwa in der Mitte der von 12 550 M. ausmachen, abgesehen von den reichen Geschenken an Dreißiger, ihren Mann, den Rentier und früheren Hilfswachtmeister Wein, Likören, Zigarren 2c. Die Angeklagten behaupten, Thomczit, mit einem Revolver erschossen. Die Waffe hatte sich die daß sie die Geschenke nicht für amtliche, sondern für Frau zum Schutze gegen die fürchterlichen Mißhandlungen an- private Dienste Dienste erhalten habent. Einer der splendidesten geschafft, denen sie von seiten ihres Mannes ausgesezt war. Beim Schlittschuhlaufen ist vorgestern in der Nähe von Grtner der dreizehnjährige Sohn des dort wohnenden Schlächtermeisters Heiland eingebrochen und ertrunken. Kunft und Wissenschaft. Sonntag Nachmittag findet im Belle- Alliance- Theater unter Regie von Julius Türk die letzte Aufführung der Schauspiele Gläubiger" von Strindberg und Die Ünehrlichen" von Rovetta statt, da Fräulein Jenny Marba wegen anderer Gastspiel- Verpflichtungen nur noch einmal auftreten kann. Die Vorstellung be= ginnt um 3 Uhr. welche auch am Wiener Hofburg- Theater verwendet wurde. Die Hauptrolle des Dr. Stockmann wird Herr Albert Patry spielen. Soziale Rechtspflege. 1 te ben avanzi Beugen war der Direktor der Dresdener Die Herren, welche fich ob ihrer Beugenrolle offenbar in großer Verlegenheit befinden, erklären, daß bei den Geschenken, die sie den Beamten für prompte Geschäftsbesorgung" gegeben haben, nichts Schlimmes im Spiel war. Der Prozeß soll heute, Sonnabend, beendigt werden. Versammlungen. eina: Aus dem Treptower Park. Am gestrigen Tage sollte mit der Entfernung der Einzäunung des Treptower Parkes begonnen werden, doch erwies sich die Ausführung aus dem Grunde unmöglich, weil noch allzu viel Gebäude auf dem Gelände vorhanden sind. Da aber vertragsmäßig das jeßige Drahtgitter an anderen Drten Deutscher Holzarbeiter- Verband. In einer Branchen- Ber. zur Aufstellung gelangen muß, so wird dasselbe jetzt entfernt und Die französischen Künstler, die am Montag ihr Gesammt sammlung der Klavierarbeiter referirte Th. Glocke über die Vers durch einen provisorischen Drahtzaun ersetzt. Die Freigabe des Gastspiel im Lessing- Theater eröffnet, werden ihren öffentlichen Vor- tretung der Interessen dieser Branche durch den Verband. Bisher Treptower Partes für das große Publikum dürfte voraussichtlich erst stellungen eine Generalprobe vorangehen lassen, die vor einem sei diese Branche durch eine Kommission nicht vertreten. Ende April erfolgen. geladenen Hörerkreis von Schriftstellern, Künstlern und Theater- Verband habe nur, wenn die Kollegen in Streit traten oder wegen Eine große Feuersbrunft hat am Freitag Morgen in der freunden stattfinden soll, und zwar am Montag Nachmittag um Differenzen zu unterstüßen waren, gezahlt. Der letzte Klavierarbeiter elektrotechnischen Fabrit von Gebrüder Naglo an der alten 2/2 Uhr. Maurice Donnay's Schauspiel Amants", das selbst in streit habe nun den Verband veranlaßt, die Vertretung der Interessen Köpnicker Landstraße gegenüber dem Gelände der verflossenen Gewerbe- franzöfifcher Sprache zur öffentlichen Aufführung nicht zugelassen der Klavierarbeiter, welche Mitglieder des Verbandes seien, Ausstellung in Treptow gewüthet. Die Anlagen der Fabrik bestehen worden ist, wird bei dieser Gelegenheit zur Aufführung gelangen, selbst in Aus den Kreisen der. aus einem großen Borderhause, einer mehrere hundert Fuß langen und somit wenigstens zur Kenntniß eines intimen Kreises gebracht Kollegen dieser Branche sei auch die Anregung dazu ge aus Eisen erbauten Halle und einem dahinter gelegenen großen werden. tommen, da nach dem Streit der Lokalverein der Klavierarbeiter Quergebäude. Der vordere Theil der Halle dient dazu, Maschinen Das Schiller- Theater bereitet die Aufführung von Ibsen's nicht in dem Maße einen Einfluß auf die Gesammtheit der Klavieraufzunehmen, in dem hinteren befindet sich eine Modelltischlerei.„ Ein Voltsfeind" in der Uebersetzung von J. 2. Poeftion vor, arbeiter ausüben konnte, wie es wohl im Intereffe aller liege. Die In dieser waren in der Nacht bis 2 Uhr mehrere Arbeiter thätig, Kommission solle nun ihre Aufgabe darin suchen, in allen Werkdie sich dann in den warmen Kesselraum begaben, um dort die stätten, wo Mitglieder des Verbandes stehen, Vertrauensmänner ers Nacht über zu bleiben. Die vorgeschriebenen Kontrollgänge sind, wie nennen zu lassen und in besonderen Branchen- Vertrauensmännerfestgestellt ist, sämmtlich gemacht worden. Um 4 Uhr morgens sah Versammlungen Mittel und Wege suchen, durch welche auf die ein Eisenbahnbeamter, daß es in der Halle brannte, und machte dem indifferenten Kollegen zu gunsten der Organisation Pförtner der Fabrit Mittheilung. Dieser ließ sofort durch das gewirkt werden könnte. Es solle mit diesem Vorgehen durchnächste Polizeirevier die Berliner Feuerwehr zu Hilfe rufen. Troß beim Gewerbegericht auf Zahlung von 48 M. Er beanspruchte die fein, lediglich sei den Wünschen der Mitglieder nachzukommen, um Gegen den Lohtannin Münsel tlagte der Badediener B. aus nicht eine Agitation gegen den Lokalverein gemeint. dem konnte man nicht verhindern, daß das Feuer eine beträchtliche Summe als Lohn dafür, daß er 16 Tage lang bei der Einrichtung eine gewiffe Direktive zu haben. In der Diskussion erklärten die Ausdehnung gewann und namentlich an den in Arbeit befindlichen einer Filiale des Münsel'schen Bades vor Eröffnung derfelben als Gäste anwesenden Mitglieder des Lokalvereins Blozis und Maschinen großen Schaden anrichtete. Wie das Feuer entstanden ist, thätig gewesen war. Bereinbart hatten die Parteien betreffe der Leinlein, daß dieses Vorgehen des Verbandes den Berein war noch nicht zu ermitteln. Bezahlung jener Arbeit nichts, und es stand fest, daß der Kläger schwächen könnte oder Ueber die Diebstähle von Leitungsdrähten bei der neuen während seiner 3/ 4jährigen Thätigkeit bei Münsel nichts für die die große Leistungsfähigkeit des Vereins hervor. wohl auch follte. Kraftstation der Allgemeinen Elektrizitätswerte an der Oberspree ist Einrichtung verlangt hatte. Die lettgenannte Thatsache genügte martmann, schon mehrfach berichtet worden. Bis jetzt follen für ungefähr der Kammer VI, sich für Abweisung der Klage zu entscheiden. 12 000 M. Drähte gestohlen worden sein. Diese Diebstähle werden Von der Barbierinnung erhalten wir folgende Zuschrift: der Verein dem Verband anschließen; außerdem sei die Zahl hierauf, daß der Berbang Entgegenkommen eigen met bie in außerordentlichem Umfange ausgeführt. Die Frechheit der Spit In Nr. 16 vom 20. Januar wird in Sachen des Lehrlings D. der Mitglieder im Verband bald so groß als im Verein und die buben, welche jedenfalls in einer größeren Bande bestehen, geht soweit, daß sie von den bereits fertiggestellten Leitungen die Drähte neuerdings behauptet, daß das Schiedsgericht auf zwar vorgebrachte Mitglieder des Lokalvereins sollten es doch mit Freuden begrüßen, Thatsachen nicht eingegangen sei. Wir müssen demgegenüber nochmals wenn vom Verband, der doch im Klavierarbeiterstreit geholfen hat abschneiden und herunterholen. Die Verbrecher arbeiten dabei mit erklären, daß alle behaupteten Thatsachen in der fraglichen Verso viel in feinen Kräften stand, eine größere Agitation betrieben würde, m außerordentlicher Borsicht, wie aus einem nächtlichen Vorgang zu handlung genau untersucht sind. Was nun die nochmals behauptete um das Gros der Branche wieder in die Organisation zu bringen. entnehmen ist, der sich vor einiger Zeit ereignete. Der Bauwächter 8. traf eine aus sechs Männern bestehende Rotte, Berzehrung von Speisereften anlangt, so ergab das von dem Es wurden fodann 5 Kollegen gewählt, welche die Werkstatt. von denen sich zwei näherten und ihm flüsternd zuriefen: Obermeister in Gegenwart des Lehrmeisters angestellte Inquisitorium Kontrollfommission der Brauche der Klavierarbeiter bilden sollen. ,, Allgemein!" Als der Wächter jedoch, diesen Zuruf nicht folgendes:" Auf die Frage, ob der Lehrling Speifereste erhalten habe, Dieselbe wird sich in einer zweiten Versammlung im Norden Berlins: beantwortend, auf die beiden zuschritt, wandten sie sowie die Speifereste waren, brachte er die bereits erwähnte Verzehrung antwortete derselbe mit Ja!" Aufgefordert zu erzählen, welcher Art verstärken. die übrigen Männer sich zur Flucht und entfamen von unangebissenem Kuchen und dem Mittrinken an der Weißen vor. leider. Es erscheint fast unzweifelhaft, daß der Ausdruck Allgemein" ein Loosungswort war, welches die Diebe als Gr: Die Frage, ob er weitere Speiserefte erhalten habe, verneinte er fennungszeichen untereinander ausgegeben. Zwei von ihnen sind ausdrücklich, somit konnte der unterzeichnete Schriftführer den Rath, vor einigen Tagen in der Nähe von Adlershof gefaßt worden. Die angebiffene Stelle abzuschneiden, gar nicht ertheilen, und hat Einer der Streckenwächter hatte sich, unterstützt von zwei Arbeitern, ihn auch nicht ertheilt, ebensowenig wie er die ihm unterstellte Aeußerung bezüglich des Diploms gethan hat. im Chausseegraben niedergelegt und beobachtete zwei Männer, Der Verhandlung wohnten außer dem Lehrling, dessen Vater welche im Begriff waren, an den Leitungsgestängen hinaufzuklettern. und dem Lehrherrn, der unterzeichnete Obermeister Wollschläger, Die Leute wurden festgehalten und der Amtsbehörde in Adlershof der unterzeichnete Schriftführer Leopold, Herr Laufer, Herr Herrmann eingeliefert, wo sie im Kreuzverhör eingestanden, Diebstähle und Herr Fuchs bei, welche wohl bei den zu erwartenden gerichtbeabsichtigt zu haben. Drei der Verbrecher wurden schon bei früherer lichen Schritten gegen den Urheber der Notiz noch in die Lage tags von 6-8 Uor, Sonntags von 8-8 Uhr, unentgeltlich für jedermann geöffnet. Gelegenheit verhaftet und ist nunmehr Hoffnung vorhanden, daß es tommen werden, die Richtigkeit der obigen Darstellung unter Beweis Die Geschäftsstelle der Schule SO., Kaifer Franz- Grenadier- Blas 7, die den gelingen wird, die ganze Bande zu ermitteln. Verfehlte Spekulation. Der jetzige Besitzer der früheren Aus- zu stellen. Fr. Wollschläger, Obermeister. H. Leopold, Schriftführer. sur Verfügung steht, ist vormittags von 10-1 Uhr geöffnet. stellung Kairo, Herr W., hatte beabsichtigt, auf diesem Terrain eine Riesen Eisbahn für den Winter zu eröffnen und die Ausstellung somit zu einem Tummelplatz für den Eissport umzuwandeln. Dies ist jedoch dadurch verhindert worden, daß der Amtsvorsteher von Treptow die Fertigstellung der Eisbahn untersagte. Gerichts- Beitung. Die Frage, ob Tellersammlungen unter den Begriff der Sollefte fallen, beschäftigte den Strassenat des Kammergerichts in feiner Sigung vom 81. Januar abermals. Genosse Emil Regerau Selbstmord. Donnerstag Abend wurde der 43jährige Artist in Rigdorf wurde vor einiger Zeit vom Schöffengericht wegen Hermann A. auf dem Straußberger Plaze bewußtlos und schwer Veranstaltung einer nicht genehmigten öffentlichen Kollefte zu 30 M. frant aufgefunden und nach dem Krankenhause am Friedrichshain verurtheilt, und zwar berief sich das Gericht auf die Regierungsgebracht. Er verstarb jedoch schon auf der Fahrt dorthin und zwar, Polizeiverordnung vom 7. Januar 1891. Das Gericht hielt für fest: wie der Arzt feststellte, an den Folgen einer Vitriolvergiftung. gestellt, daß der Gendarm Bornemann in einer am 1. Mai 1896 Gram über den vor etwa 4 Wochen erfolgten Tod seiner Frau war abgehaltenen öffentlichen Versammlung, die in den Bittoria die Veranlassung zu dem unzweifelhaft vorliegenden Selbstmord. fälen stattfand, die übliche Tellersammluna inhibirt habe und Sie hoben dann noch Röhn. und Gide erwiderten Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: Südost= fchule, Waldemarfir. 14: Mationalötonomie( Allgemeine uebersicht der vers schiedenen Wirthschaftsstufen. Entwickelung der bürgerlichen theoretischen Conrad Schmidt. Nordschule, Brunnenstraße 25: Natur- Erkenntniß. Nationalökonomie. Die Marr'sche Werth- und Mehrwerth- Lehre). Herr Dr. antite und moderne Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Die Entthronung der Erde Griechische Weisheit und biblische Ueberlieferung. aus ihrer bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffaffung und experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze amart- Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Grenzen der Natur- Erkenntniß). Herr Dr. G. Joël. schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Die Schulräume sind zur Benuzung der Bibliothek und des reichen Beite, Die Lesehalle der Arbeiter- Bildungsschule, Brunnenfir. 25, tst wochen= Vereinsvorständen zur Vermittelung von Borträgen wissenschaftlichen Charakters Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Bajewalterstr. 8. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Esmeralda, Königss bergerstraße 5 bei Bastowsty.- Grüne Giche, Rirdorf, Hermannstraße 197 bet Babenschneiber. 2yrania, Landsberger Allee 156 bet Goebel. bauerir. 5 bei C. Rentner. Sanges: Echo, Naunynftr. 86 bet Streit. Immergrün, Tegel, Span= Glück zu, Babstr. 19 bei Mig. Hand in Sand II, Frankfurter Allee 16 bet Günther. Liederkranz in Borwärts 7, Brandenburg a.., Wengert's Boltsgarten, Bergstr. 6. Frisch auf II, Rummelsburg, Ede Göthe- und Kantfiraße bei Greinert. Schönwalde in der Mart. Frisch auf I, Friedrichsberg, Wartenbergstr. 67 bet ange. Treptow in Treptow, Baumschulenstraße 32 bet Lange. Weiße Rose II, Neu- Weißensee, Wörther- und Megerstraßen- Ede bet Eintracht 8, Teltow. Behlendorferstr. 6 bei Derg Langendamm, neu Martgrafenpieste, bet B. Grasnic. Sängerlust, Budenwalde,' Beeligerstraße 84 bet Dito Schulze. cho III, Langendamm, und Kantstraßen- Ecke bei Brewes. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu richten an: worden. -O Welch ein Un alt- Martgrafenpieste bei Grasnic. Frohsinn I, Rummelsburg, Goethe-| Gohn in Pleß, Wladowski in Szczałowa( Galizien), verhaftet die Thatsache angeführt, daß in der einst so verrufenen Romagna das Messer im Meinungsstreit fast gar keine Rolle mehr spielt. Im Feineisen Walzwerk der Königshütte und daß es so geworden, davon gebühre das Hauptverdienst dem P. Gent, Dresdenerfir. 107/8. Sonnabend: Bergnügungsverein( Schlesien) drang einem beim Walzen des Eisens beschäftigten Schloffer sozialdemokratischen Abgeordneten Andrea Costa. belgoland", Grüner Weg 20 bei Rudolf. Bavaria", Lychenerstr. 23 eine 15 Meter lange glühende Eisenstange in den Leib. Der Mann mensch, der seine Landsleute zu Menschen erzieht. bei Schmidt. ,, Allezett Fidel". Pafewalterstraße 3 bei Neumann. Theaterverein Hand in hand, Georgentirchstr. 65 b. Späth.- Vergnügungs- starb auf dem Transport ins Lazareth. Dem alten Horaz will seine Geburtsstadt Venosa in verein Helitonia, Gr. Frankfurterstraße 74 bel Breuer. -Sechs Millionen Doppelzentner amerikanische Aepfel Apulien ein Denkmal errichten. Im September soll die Statue sind im vergangenen Herbste nach deutschen Häfen verschifft worden, nach einem mehrtägigen Fest enthüllt werden. Schmauserei auf zwanzigmal so viel als in früheren Jahren. Generalunkosten, recte, der Armen. " Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener Arbeiter Randherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im straße so, 2. Hof. Sonnabend: unverzagt", Palisadenstr. 9 bei Bogel. Angler I, Zimmerstraße 55 bet Ruppert. Havana I., Nirdorf, Jultusstraße 59 bet Neubauer. Havana II., Nowawes- Neuendorf, Lindenstr. 30. Glück auf, Rüdersdorf- Kaltberge, Heinigstr. 19 bei Greve. Arbeiter Turnerbund. Sonnabend: Zurnverein Fichte, Berlin. abends von 8 bis 10 Uhr: 1. Männer- Abtheilung Friedenfir. 37. 3. Männer Abthl. Boeckhstr. 21. 2. Lehrlings- Abth. Stalizerstr. 55-56. 4. LehrlingsAbtht. Stephanstraße 3. Freie Turnerschaft Nixdorf Briz, E. Wiersing's Restaur., Knesebeckstr. 113. Turnverein Deutsche Eiche, Johannisthal. Männer- Abthl. abends von 9-10 Uhr in Schaller's Ballsalon. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Theaterverein Bohemia, Beteranenstraße 18 bei Schulz. Bühnenverband Normania, jeden letzten Sonnabend im Monat Gr. Frankfurterstraße 116 bet Höhne. Bergnügungsverein Helgoland II., jeden Sonnabend nach dem 1. im Monat Lübbenerstr. 9 bei Lehmann. Stattlub Fortuna, Suttenstr. 1 bei Kragat. Rauchflub Dornröschen, Burgsdorffir. 14 bei Herbner. Vereinigung der Turnfreunde, von 8 bis 10% Uhr abends, Demminerstr. 56-57. Bildungsverein Mehr Licht", Bibliothekstunde von 9 bis 10 Uhr abends, Moltenstr. 12 bet Gärtner. Dansk Forening Freja, har Módeaften hver Lòrdag Kl. 9, Kommandantenstrasse 72( Neues Klubhaus). Böhmisch- flawischer Bildungsverein Sawitfchet, Beuthstr. 21, Restaurant Bur neuen Post", heute Abend 9 Uhr Mitgliederversammlung. German American Club Uncle Sam, 9 o'clock, Wallstr. 57. Guests are welcome. Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Nue St. Sonore 314, Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlung; reiche Bibliothet, Zeitungen, französischer Unterricht. wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. In Dresden stehen acht Grundbuchführer vor- In Turin schoß beim Ehescheidungs- Termine Gericht. Haben sich mit 850 bis 60 000 m. fchmieren" lassen. der Oberst a. D. Trachia seine Frau nieder. Die Getödtete war Ein tapferer Junge. In Luca bei Altenburg hat 48 Jahre alt. der 12jährige Kurt Hoffmann zwei fünfjährige Mädchen mit eigener Lebensgefahr aus dem Pfarrteiche gerettet. -1897 ein Segensjahr. Unter diesem Titel bringt das Memminger Voltsblatt" ein Sonett von Markus Molitor. Die ersten zwei Verse lauten: " Das Bild von Sais schreckt, wenn ohne Hülle; Sag, Moses! sahst Du drin Egyptens Plagen? Sahst Du den Dämon, der das Land geschlagen? Mil- Blut, Maus- Kröten- Brut? hörst Biehgebrülle? Horst Hagel, riechst Heuschreck- Verwesungsgülle? Hörst rings um todte Erstgeburt die Klagen? Gott straft den Truh, doch soll sein Volt nicht zagen, Ihm winkt des heiligen Landes Segensfülle." Bei Herrn Molitor scheint der Manometer auch auf 99 zu stehen. Ein Nies Orkan erschütterte unlängst immer und immer wieder die Gallerie des Vittoria- Theater in Lodz( Ruff.- Polen). Ein grüner Junge hat Nieswurzpulver mit in das Theater gebracht und es in die Luft gestreut. -W Kairo. Der Gesundheitsrath beschloß, auf die Unterdrückung der Pilgerfahrten nach Metta hinzuarbeiten. Abwehrmaßregel gegen die Best. - Unzerbrechliche3 Porzellan. Dem, Dft- asiatischen Lloyd" zufolge ist in Totio( Japan) ein Porzellan erfunden worden, das fast unzerbrechlich ist. - Die Pest in China. Nach einem offiziellen Bericht sind in Hongtong im vergangenen Jahre 1097 Chinesen und 7 Europäer gestorben. Witterungsübersicht vom 22. Januar 1897. -Dem Präsidenten des österreichischen Ab. geordnetenhauses, Ritter von Chumeßky, haben einige London. Der einzige biefige fozialdemokratische Verein Londons, der Klubobmänner eine goldene Glocke im Werthe von 2400 alte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Gulden verehrt. Die hat er verdient; so zu länten, wie er, hat vor kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach ihm noch kein Präsident verstanden. In spätestens acht Tagen hat Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. 29.), aber seine Herrlichkeit ein Ende. Dann kann er sich das Glöcklein Stationen. Filiale Berlin 8. Bersammlung Sonntag, den 24. d. M., vorm. 10 Uhr, um den Hals hängen. Badftr. 12( Victoriagarten). Tagesordnung: Kaffenbericht. Jahresbericht. Innere Seinen eigenen Sohn auf der Jagd er Angelegenheiten. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 24. Janucr 1897, vormittags schossen hat in 3sef Falu( Ungarn) der Gutsbesitzer 9 Uhr, pünktlich, Rosenthalerstr. 38: Bersammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um Pulsty. Swinemünde 11 Uhr vorm. ebendaselbst: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:" MenschenFür das Pasteur Dentma I find bis jetzt 250 000 Fr. Hamburg würde". Berlin Heute Abend 8% Uhr, Melchtorstr. 15: Bersammlung. eingegangen. Tischler- Verein. Vortrag des Herrn Dr. Wollheim. Frauen haben Zutritt. - Der Dampfer Oriflamme" ist oberhalb Honfleur Wiesbaden. Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstagswahlkreis auf der Seine gescheitert, die aus Petroleum bestehende Ladung München in Flammen aufgegangen. Sigung bei Linke, Jüdenstr. 36. Stralsund, Franzburg, Rügen. Sonntag, den 24. Januar, außerordentliche Vermischtes vom Tage. In Berlin giebt es Theater besiger, die dem Direktor die künstlerische Leitung überlassen, sich selbst aber die fichere Einnahme aus den Garderoben vorbehalten haben. Eine feine" Kritik der Theaterdirektoren. - Breslau. Nach einer Meldung des Breslauer General Anzeiger" wäre der Hauptbetheiligte an der Ermordung des Bankier " Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin.) Heute Abend in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: Wiener Maskenball. Billets à 50 Pf. sind auf allen Zahlstellen des Verbandes zu haben. Dienstag, den 26. Januar, in denselben Räumen: General- Versammlung. Zur Beachtung für den Norden( Wedding und Gesundbrunnen)! In der Voltastr. 34 bei Aeisen ist eine neue Zahlstelle eröffnet. Die Ortsverwaltung. 80/20 Inv 12nqa Barometerftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Stala 1-12) Wetter Temperatur 5°.= 4° R.) nach Celfus 6420 742 SSD 5 Schnee 741 742 743 NW B SW 742 745 bedeckt Schnee bedeckt Schnee bedeckt -3 -7 757 753 S 756 NND 756 . 746 N SW 33 2214062 wolfenlos-18 Schnee-14 wolfig woltig Schuee 4 1 -4 Wien In Amsterdam ist im Laufe von vier Wochen jetzt schon Haparanda. der fünfte Mordanfall auf junge Frauenzimmer vorgekommen. Man Petersburg Cort. vermuthet einen zweiten Jack den Aufschlitzer". Erdbeben. Nach einem Telegramm aus Janina Aberdeen.. ( Albanien) hat ein heftiges Erdbeben die meisten Dörfer der Provinz Paris. Delvino zerstört. Von den entmenfchten Sozialdemokraten. Wetter- Prognose für Sonnabend, 23. Januar 1897. Der italienische Justizminister hat dem Senate eine Ein wenig fälter, zeitweise aufklarend, vorherrschend wolkig Statistit der in den Jahren 1888-1895 in Italien vorgefallenen mit Schneefällen und frischen nordöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Mord- und Blutthaten unterbreitet. In dieser Untersuchung wird Stockarbeiter! • Unseren Vereinskollegen zur Nachricht, daß der Vereinskollege Montag, den 25. Januar 1897, abends 8% Uhr, bei Ketter. Leopold Zähring ahlreichen Stranzspenden bei der BeKoppenstraße 29: Mitglieder- Versammlung des Fachvereins der Storkarbeiter. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Julius Türk. 2. Diskussion. 3. Ab rechnung des Kassirers vom letzten Quartal. 4. Werkstattangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 175/3 Der Vorstand. Central- Verband deutscher Brauer verwandter Berufsgenossen. 2 Verband aller in der Metallindustrie Sonntag, den 24. Januar, nachmittags? ihr, bei Stabernack, beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umg. Montag, den 25. Januar 1897, abends 8 Uhr, in Henke's Salon, Naunynstraße Nr. 27: Branchen- Versammlung der Former und Gießereiarbeiter. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Robert Schmidt über:" Sozialpolitische Tagesfragen". 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten nnd Verschiedenes. Gäste haben Zutritt.• Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. Dienstag, den 26. Januar 1897, abends 8 Uhr: Branchenversammlung 111/19 Inselstraße 10: Monats Versammlung. = Tages Ordnung: 1. Vortrag: Pharisäer einst und jetzt". 2. Abrechnung vom Stiftungs: fest. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Heute, Sonnabend, den 23. Januar 1897; Grosser Wiener Maskenball in den Sälen des Neuen Gesellschaftshauses, Hasenhaide Nr. 57, veranstaltet vom Gesangverein Männerchor ,, St. Urban", Billets à 50 Pf. vorher sowie Abends an der Kaffe zu haben. Zu diesem unseren Maskenball ladet Freunde und Gönner sowie die jenigen, welche sich einen gemüthlichen Abend bereiten wollen, ganz ergebenst Das Komitee. ( Humor, Gemüthlichkeit sind bei uns zu Hause.) ein der Schrauben- u. Facondreher, ſowie ſämmtl. Hilsarbeiter Kosmos. im Louisenstädtischen Konzerthaus", Alte Jakobstraße 37. Tages Ordnung: 1. Arbeiter und Unternehmer- Verbände. Referent: Paul Litfin. 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 25. Januar, abends präz. 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Außerordentliche Generalversammlung. Tages Ordnung: am Donnerstag, den 21. 5. M., ver: storben ist. Die Beerdigung findet am Sonn: tag, den 24. d. M., nachmittags 3 Uhr, von dem Trauerhause Wal demarstraße 76 nach dem Emmaus firchhof statt. Der Vorstand des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter. Danksagung! 2951b Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, sowie für die überaus lieben Mannes erdigung meines Friedrich Göttel sage ich allen Ver: wandten, Freunden und Bekannten, besonders aber dem Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend für seine ehrende Betheiligung meinen innigsten Dant. Minna Göttel. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten für die herzlichen Beweise ihrer Theilnahme, sowie für die schönen Kranzspenden bei dem Begräbniß meines lieben Mannes, insbesondere den Kollegen und Verband aller in der Metall- Kolleginnen der Bofamentierfabrit Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umgegend Todes: Anzeige. Am Mittwoch, den 20. Januar, starb unser langjähriges Mitglied, der Mechaniker 111/20 Ernst Kulow. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 24. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Nixdorfer Kirchhofes aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. Hierdurch allen Freunden und Be von Franz Ebel Nachf., sowie dem Chef Herrn Körner sage ich hiermit meinen innigsten Dant. Wittwe Zachert. 29475 Schulz' Festsäle, vorm. Paster Neue König- Strasse 7. 8929* Jeden Donnerstag: Damen- Kränzchen. Jeden Sonntag: = Großer Ball.= Vereinszimmer. Saal für Versamm lungen frei. Ed. Schulz, Gastwirth. Schankgeschäft Moabit, Bredowstrasse 11, anderer Unternehmungen halber sofort oder später sehr preiswerth zu verVerein für volksthümliche fannten die traurige Nachricht, daß laufen. Große helle Räume, BillardWiffenfchaft. Dienstag, 83% Uhr, bei Hensel, Brunnenstr. 173: Vortrag des Herrn Grempe: Der Bau des Suezkanals. Diskussion. Sonntag, 31. d. M.. 5 Uhr, Annenstr. 16: I. Wissenschaftlicher Unterhaltungsabend. Vortrag des Herrn Dr. Archenhold, Direktor der Treptower Sternwarte:„ Was uns die Fernrohre erzählen."- Tanz. Ernste u. humor. Vorträge. Gäste willkommen. [ 264/17] Der Vorstand. Belle- Alliance- Theater. 1. Delegirtenwahlen zum Verbandstag. 2. Berathung über die gestellten Anträge. 3. Verschiedenes. Der reichhaltigen und wichtigen Tagesordnung wegen wird die Verstraße 26; Rothe, Stoppenſtr. 90; Böhl, Frankfurter Allee 74; Hoffmann, fammlung pünktlich eröffnet werden. Nur Mitglieder haben Zutritt. Der Vorstand. 24/19 Mitgliedsbuch legitimirt. Verband der Möbelpolirer. Nächsten Montag Abend 8% Uhr, Admiralstr. 18c: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Grempe. 2. Distuſſion. 3. WerkstellenAngelegenheit und Aufnahme neuer Mitglieder. Die Kollegen, welche ihre Kontrollfarten noch nicht abgeliefert haben, werden hiermit aufgefordert, dieselben heute Abend in den Zahlstellen abzugeben. Der Vorstand. straße 27, statt. Der Maskenball findet heute Abend bei Henke, Naunyn [ 146/4] Stralau- Rummelsburg. Sonntag, 24. Januar, nachm. 1 Uhr, in der Brauerei Stralau: General- Versammlung des Die Volks- Vorstellungen, unter Regie von Julius Türk, werden täglich unter„ Theater" annoncirt. 229/18 Morgen, Sonntag, zum letzten Male wegen Abreise von Frl. Marba: " Gläubiger". Dann:„ Die Unehrlichen". Eintrittskarten à 60 Pf. sind zu haben: Beyer, Veteranenstr. 13; Mehnert, Diedenhofenerstr. 3; Winkel manu, Aderstr. 153; Hinze, Pantstraße 14a; Vogel. Demminerstr. 62; Becker, Lindowerstraße 25( Müllerstraße). Dieke, Ackerstraße 123. NO. Niemeyer, Weberstr. 19; Neul, Barnimstr. 42. O. Wilke, Andreas: Blumenstr. 14. SO. Nicolas, Staligerstr. 107; Böhlert, Mariannen straße 5; Tolksdorf, Sorauerstr. 17, Ecke Görlißerstraße; Moritz, Manteuffelstr. 68; Scholz, Wrangelstr. 32. S. Gädicke, Gräfestr. 93; Schulz, Admiralstr. 40a; Börner, Ritterstr. 15; Baate, City- Passage, Dresdener: straße 52/53. SW. Ochs, Lindenstr. 59; Kafler, Junterstr. 1; Böttger, Boffenerstr. 21; Bittner, Charlottenstr. 82. W. Faller, Pallasstr. 16; Behrend, Blumenthalstr. 5. NW.( Moabit), Reddemann, Prizßwalker: straße Scheithauer, Rosenthalerstr. 64. mein lieber Mann, unser guter Vater, der Eigenthümer 29606 Heinrich Hoffmann ant 20. d. m. verschieden ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 24. d. M., nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Sorauerstr. 14, aus statt. Um stilles Beileid bitten Die Hinterbliebenen Wwe. Hoffmann und Kinder. Todes- Anzeige. Allen Genossen, Freunden, Be fannten und Verwandten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Ottilie Prüfer geb. Rechlin Mittwoch, den 20. d. M., vormittags 10 Uhr, im Krankenhause Friedrichshain verstorben ist. Dies zeigt be: trübt an Der trauernde Gatte. Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Rummels: burger Friedhofes aus statt. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bater, Schwiegervater und Großvater, der Tischler Leopold Zähring, ; C. Löwenberg, Neue Schönhauſerſtr. 18; Horsch, Gipsstr. 27; Zentral- Kranken- u. Begräb-| Sonnabend, 23. Januar niß- Kasse der Dachdecker Familien- Kränzchen. 24. Januar, nachm. 3 Uhr, vom TrauerEinigkeit" labet freundlichst ein Deutschlands„ Einigkeit" ( E. H. Nr. 69) Filiale Berlin. Sonntag, den 24. Januar. borm. 10 Uhr, im Lokale d. Hrn. Feind, Weinstr. 11: Versammlung. Tages Ordnung: à Person 10 Pf. Der Unterzeichnete. Empfehle mein Weiß- u. Bairischbier- Lokal, große und fleine Vereinszimmer, sowie 2 Billards und Regelbahnen stehen zur Verfügung. am 21. d. M. früh um 72 Uhr fanft 29536 Die Beerdigung findet Sonntag, den hause, Waldemarstr. 76, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Todes- Anzeige! Allen Genossen, Freunden und Befannten zur Nachricht, daß unser Kollege Leopold Zähring und Vereinszimmer, neues Inventar, Telephon. Der Kaufpreis 1800 m. fann event. in Raten erlegt werden. Miethe( inkl. Wohnung) 1400 M. Vereinszimmer mit Bianino zu vergeben. Restauration 9432* Reichenbergerstr. 174. Masken- Kostüme von 1 M. an bei H. Klaar, Forsterstr. 57, Ede Wienerstr. Ich erkläre, daß Frau Busch, wohnh. Prinz Eugenstr. 22, eine ehrenhafte Frau ist. Frau Szemendera. auf Theilzahlung. Möbel J. Kellermann, Neue Jakobstr. 26. Billig zu verf. Sopha, Bettstelle mit Matr., Kommode u. Spiegel, mahag., Wrangelstr. 8, Hof 2 Tr. I. Zum 1. März oder früher einfach 29496 29446 möblirtes Zimmer gesucht. Gegend Calvinstr. Preisofferten an H. Heiert, Simeonstr. 2, Hof 4 Tr. Frol. Schlafft. n. v. f. 2 S. fogleich od. 3. 1. Naunynstr. 77, 3 Tr. bei Stoď. Frdl. möbl. Schlafstelle, sep. Eing., finden Genossen Blumenstr. 48, 3 Tr. bei P. Schneider. Arbeitsmarkt. Tüchtiger Grundirer, selbständig arbeitend, wird gesucht. Meldungen mit Zeugnißabschriften an W. Kehrberg& Tempel, Hamburg, Adolphsbrücke Nr. 11. Gin tücht. Stanzendreher, am 21. Januar, früh 7½ Uhr, nach furzem Krantenlager verstorben ist. der vollständig selbständig arbeiten Die Beerdigung findet Sonntag fann, sucht sofort I. Hirschhorn, Waldemarstr. 76, aus statt. Sozialdemokratischen Vereins. 1. Abrechnung von 4. Quartal 1896. Fr. Zubeil, Lindenstr. 106. Nachmittag 3 hr vom Trauerhauſe, Köpeniderſtr. 149. Tagesordnung: 1. Vortrag, des Herrn O. Grundmann über: Das Naturheilverfahren mit besonderer Berücksichtigung von Lungen- und Hautfrankheiten. 2. Diskussion. 3. Kaffenbericht. 4. Bericht des Bibliothekars. 8/4 5. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist erwünscht. Neue Mitglieder werden Der Vorstand. aufgenommen. 54/4 2. Kaffenangelegenheiten und schiedenes. Der Ortsvorstand. J. A.: O. Peste. Masken- Garderobe Nur Mt. 1,20 Goldleisten. 29586 Tüchtige Belegerinnen finden bei hohem Verdienst dauernde Beschäftigung Köpenickerstr. 109 a. Die Kollegen d. Pianoforte Fabrik von A. Heindorff. 29536 foftet bei mir 1 kompl. Irrigator, befieh. aus: ff. lack. Blechgefäß 1 Ltr., zwei Die mit Bezug auf Fräulein Voß Sartgummi- Röhren m. abschraub ausgestoßene Beleidigung bedaure ich barem Hahn und 1 Schlauch). gethan zu haben, und erkläre ich das v. Haack. Künstl. Zähne 2 M. Schmerzlos. Zahnziehen 1 M. Plomb. 1,50 M. Freiheit, Teufelin u. a. werden billig Friedr. Wilh. Weisse, Gummi- Fräulein für ehrenhaft. Theilz. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 9-6. verliehen. Bernauerstr. 94. 2946b Waaren, Berlin C., Königstr. 64. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Wax Bading in Berlin. 2945b Arbeiterinnen auf Regenmäntel. verlangt Brunnenstr. 166, 2 Tr. Metalldrücker oval und rund, verl. Bagel u. Schulze, Reichenbergerstr. 133 Nr. 19. 14. Jahrgang. Soni is drier up 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 23. Januar 1897. Ted D ta Volkswirthschaftliche Rundschau. Der industrielle Aufschwung nud seine Anssichten. den " Aufschwung, wird allem Anschein nach in nicht zu langer Zeit die die Kartellirung agitirt, daß, wie bereits der Vorwärts" meldete Die Gründungsthätigkeit im Vor- Periode folgen, in welcher Industrie und Handel mit solchen das Deutsche Buckersyndikat" in türzester Zeit eine vollendete ThatMitteln voll gesättigt und übersättigt find, die Periode der fache sein wird. jahr. Die Börsen. fintenden Nachfrage, in welcher die Kartelle der KohlenDie Industrialifirung Deutschlands, deren Beginn man in die und Eisenindustrie ihre Produktion einschränken müssen, in Die Hauptmaffe der Gründungen an der Börse entfällt auf die fünfziger Jahre dieses Jahrhunderts sehen kann, schreitet von Jahr- welcher die von den vermehrten Produktivfräften erzeugten erste Hälfte des Vorjahres, da bereits am 1. Juli eine die Emiffionszehnt zu Jahrzehnt mächtig vorwärts und mit ihr die moderne Güter vergebens nach Absatz suchen werden. Es liegt in bedingungen erschwerende Bestimmung des im Juni beschlossenen proletarische Arbeiterbewegung. Die Landwirthschaft bat lange dem Wesen der kapitalistischen Industrie, daß ihre Ausdehnung Börsengesetes in fraft trat. Man suchte die Zeit bis zu aufgehört, die Mehrzahl der erwerbsthätigen Personen in sich zu immer eine stoßweise ist; und zudem, jede solche Ausdehnung, diesem Termin noch voll auszubeuten, indessen sind die Schranken, schließen, und die ökonomische Lage wird immer entschiedener durch welche die Masse der vorhandenen Produktivkräfte im In- und welche das neue Gesetz der Gründerei zieht, derart, daß die Börse die Bewegungen von Industrie und Handel beherrscht. Ausland vermehrt, schafft neue Konkurrenten in Seinem Charakter als Induſtrieſtaat entsprechend hat Deutsch- anderen Ländern, und verschärft so be it, welchen die ohne große Schwierigkeiten mit ihnen fertig zu werden hofft. Das ist land denn auch an dem allgemeinen industriellen Aufschwunge 3ollpolitik der kapitalistischen Nationen zum Schuße Rückschlag gegen die wilde Börsenspekulation der Jahre 1887-1890 des letzten, man fann fagen der letzten 21/2 Jahre einen überaus der einheimischen Industrien gegeneinander führt. Die große darstellt, daß der ganze im Namen der bürgerlichen Geschäftsdarstellt, daß der ganze im Namen der bürgerlichen Geschäftsregen Antheil genommen; im Verhältniß, scheint es, einen regeren Maschinenausfuhr aus England, welche der„ Economist als respektabilität und des nothleidenden Agrarierthums unternommene als Englands alt eingewurzelte Industrie, die unaufhörlich über die eine wesentliche Lichtseite des Jahres 1896 hervorhob, ist doch Borstoß gegen die Börse am Ziele gründlich vorbeischießt. Kraft der deutschen Arbeiter nicht im stande, aus dieser höchst von der englischen Industrie unabhängig zu machen, ein Mittel, ihr Neu- Ordnung, ebensowenig werden die am 1. Januar in traft gedeutsche Konkurrenz Klage führt. Leider war die gewerkschaftliche nur ein Mittel, um die Industrie fremder Völker mehr und mehr Vorstoß gegen die Börse am Ziele gründlich vorbeischießt. günstigen Konjunktur erhebliche Vortheile herauszuschlagen. In neue Schranken zu setzen. tretenen Bestimmungen, die den börsenmäßigen Terminhandel in den Handelsberichten der bürgerlichen Blätter, die über Doch auch abgesehen von solchen ganz allgemeinen Erwägungen Industrie- und Bergwerksaktien untersagen und im übrigen die den glänzenden Geschäftsgang der ausschlaggebenden Branchen hohe über die nothwendigen Grenzen jedes industriellen Aufschwunges. Slagbarkeit der erlaubten börsenmäßigen Termingeschäfte von der Duffchiunger. inJubellieder auftimmen, wird freilich hier und dort auch auf Lohn scheinen die Aussichten für die deutsche Industrie in Eintragung in das Börsenregister abhängig machen, dem eigentlichen erhöhungen" hingewiesen. Aber die Arbeiter selbst wiffen davon folge der handelspolitischen Sage durchaus nicht sonderlich nichts zu erzählen. Es wäre ja auch merkwürdig, wenn die Klaffen- günstig. Der„ Export" erklärt, daß er bereits für das laufende Jahr Börsenspiele den Boden entziehen. Ganz abgesehen davon, daß auch der Kassakauf und Verkauf das Spekuliren auf Differenzgewinne und Gesinnungsgenossen der proßigen Hamburger Rheder irgend unserer Industrie kaum den gleich günstigen Entwickelungs und die damit zusammenhängenden Börsentreibereien in feiner welche erhebliche Lohnsteigerungen von sich aus sollten vorgenommen gang zu prognoftiziren wage, den sie im Vorjahr genommen." Behaben, ohne durch Streifdrohungen einer mächtigen und organisirten fonders ist es die Sorge um die Ausfuhr nach den Bereinigten Weise ausschließt, hat die Börse in der Form sog. handelsrecht Arbeiterschaft dazu gezwungen zu sein! Staaten, der einen Theil der deutschen Fabrikanten bedrückt. Licher Lieferungsgeschäfte bereits ein Mittel gefunden, 2 Der gegenwärtige Aufschwung trägt in Deutschland den all- Sobald in einigen Monaten Me. Kinley die Präsidentschaft angetreten un an dem beliebten Terminhandel festzuhalten und trotzdem die Eingemeinen Charakter industrieller Aufwärtsbewegungen. Es sind wie haben wird, stehen aller Wahrscheinlichkeit nach der europäischen tragung in das von ihr verfehmte Börsenregister zu umgehen. Dem gewöhnlich die an der Erzeugung neuer Produttion3 und Einfuhr starte Bollerschwerungen bevor. Die schutzölinerische Partei dem Verkäufer die Stücke bis zum Ultimo geliehen, um so den Käufer wird der schuldige Geldbetrag bis zum Ultimo gestundet, Transportmitte I arbeitenden und die den wichtigsten Hilfs- und die hinter ihr stehenden Eyndikate werden die durch die Präsidenten- dem Verkäufer die Stücke bis zum Ultimo geliehen, um so den eigentlichen Termingeschäften die äußere Form börsenstoff aller Industrien die Kohle- liefernden Branchen, welche wahl ihnen zugefallene Chance ſchwerlich ungenützt vorübergehen laffen. mig erlaubter Raffageschäfte mäßig git geben. Die Berliner die größte Thätigkeit entfalten, und den Pulsschlag der ganzen Was die anderen außereuropäischen Handelsgebiete betrifft, so Banken haben sich bereits auf einen neuen dementsprechen Bewegung bestimmen, womit natürlich nicht gesagt sein soll, daß bieten, führt der Export" aus, weder die südamerikanischen den Geschäftsmodus geeinigt. Die Thatsache, erklärt der Deutsche nicht auch manche der großen, für den Konsum produzirenden Strecken, noch auch ganz Afrika, mit Ausnahme der Kapkolonie Dekonomist", ein gewiß unverdächtiger Zeuge, steht also auf völlig Industrien gleichfalls ein außerordentlich rafches Ausdehnungstempo und des Transvaal, der deutschen Ausfuhr irgend welche Aussichten, gleicher Linie mit dem Ultimohandel, nur daß der Kaufpreis vom gezeigt haben. So vor allem die Textilindustrie, über deren Wachs einen etwaigen Ausfall in der Einfuhr nach den Vereinigten Tage des Geschäftsabschlusses bis zum Ultimo verziuft werden muß." ihum speziell im München- Gladbacher Bezirk enorme Zahlen an- Staaten zu decken. Auch in China ist der deutsche Einfluß von Erklärt man, fährt das Blatt fort, diese unter Benutzung der Börsengegeben werden. Die Webstühle, deren Leistungsfähigkeit gleich Rußland, England und Frankreich in handelspolitischer wie einrichtungen sich vollziehenden Handelsgeschäfte als rechtsgiltig, fo zeitig zunahm, stiegen hier von 18 271 im Jahre 1893 auf 14 400 in politischer Beziehung weit überholt. Aehnlich liegen die Ver- kann man das Börsengesek, da es doch eine Beschränkung des neuester Zeit, die Epinnereispindeln wurden auf 620 000( gegen hältniffe in Japan, deffen Sympathien durch das ruffen fann man das Börsengefeß, da es doch eine Beschränkung des Spieles fein sollte, ruhig aufheben!" 554 000 im Jahre 1898) gebracht, und ebenso zeigt die fächsische freundliche Verhalten Der bentschen Regierung während Und ebenso stumpf erweisen sich die agrarischen Spigen des Spinnerei eine gewaltige Bermehrung; aber es wird auch bereits des japanisch- chinesischen Krieges gründlich verscherzt sind. Gesetzes, das Verbot des börsenmäßigen Terminhandels in Gevielfach über schwierige Absayverhältnisse geklagt. Die führende industriellen Aufträge, welche Japan in letzter Beit zu vergeben treibe( der nach der Theorie der Agrargelehrten die Getreidepreise Rolle fiel indeß im Vorjahr entschieden der Kohlen und Eisen- hatte, sind der außerdeutschen Konkurrenz zugegangen. Einen Licht- brücken soll) und die den Regierungen gegebene Bollmacht, in die industrie zu. Die preußische Steinkohlenförderung allein ist gegen punkt bildet nur Australien, dessen Verkehr mit Deutschland im das Vorjahr um 3 Mill. Tonnen, das ist annähernd 10 pCt., gestiegen. Borjahre eine enorme Steigerung aufweist und, Ausfuhr wie Ein- Vorstände der Produktenbörsen Vertreter der Landwirthschaft zu entfenden. E3 ist ja bekannt, wie der Gebrauch, den In der rheinisch- westfälischen, ebenso wie in der schlesischen Kohlen- fuhr zufammengenommen, wenig hinter hundert Millionen Mark die Regierung von ihrem Rechte machte, von ihrem Rechte machte, als ein Attentat industrie herrschte fieberhafte Thätigkeit, und die Preise wurden von zurückbleibt. dem den Markt beherrschenden rheinisch- westfälischen Wann die günstige Konjunktur, welche gegenwärtig die Segel dem großen Börsenstreit führte. Die Händler der Produktenbörse auf die Ehre der Kaufmannschaft" erklärt wurde und zu Kohlensyndikat wiederholentlich erhöht; überall schritt man der deutschen Industrie schwellt, nachlaffen wird, läßt sich mit thaten sich zu neuen Freien Vereinigungen" zusammen, um, uneiniger Genauigkeit selbstverständlich nicht bestimmen. Aber die Sehr charakteristisch ist es, daß in einer Versammlung der zu beutschen Arbeiter müssen mit einem solchen Nachlassen, das die behelligt von der Aufsicht der verhaßten Agrarier und den Be diesem Berbande gehörigen Bechenbesitzer vor ein paar Tagen leb- Kadres der industriellen Reservearmee mächtig erhöhen wird, noth- nur ohne Benutzung der börsenmäßigen Einrichtungen, weiter fortnoth- immungen des neuen Börsengesetzes, den Handel in alter Weise, hafte Klage geführt wurde, daß manche Zechen die von der Synditate- wendig rechnen. Kräftiger gewerkschaftlicher Zusammenschluß ist das nur ohne Benutzung der börsenmäßigen Einrichtungen, weiter fortleitung ihnen zugewiefene Kohlenförderung nicht bewältigt einzige Mittel, um, so lange die Zeiten gut sind, irgend einen Anzuführen. Ihre neuen freien Vereinigungen, erklären sie, sind keine Börse und unterstehen daher auch nicht dem Börsengesetze. Und hätten. Die angegriffenen Zechenbesitzer entschuldigten sich damit, theil an den vermehrten industriellen Gewinnst für die Arbeiterklasse Börse und unterstehen daher auch nicht dem Börsengefeße. Und die Regierung, die von vornherein sich in dem Reichstage baß fie die ganze Förderung nach dem vorjährigen Beau erobern und um, wenn der Umschlag eintritt, eine noch ärgere gegen das Verbot des Getreide- Terminhandels ausgesprochen hatte, fluffe dec eine gewiffe Produktionseinschränkung vorschrieb, Berschlechterung der Lebenslage abzuwehren. eingerichtet hätten und nun nicht in der Lage seien, den infolge steigender zu neuen Schachtanlagen. A Die " scheint nicht allzu geneigt, den Fehdehandschuh aufzunehmen. Mißerfolg auf der ganzen Linie! Die große Aktion gegen die Börse wird allem Anschein nach wie das Hornberger Schießen außgehen. Die Arbeiter haben keinen Grund, in diesem Krakehl, der ich zwischen den bürgerlich tapitalistischen Klaffen abspielt, besonders Partei Partei zu ergreifen. Die Börse gehört zur fapitalistischen Wirthschaft wie das Herz zum Körper. Die moralische fapitalistischen Wirthschaft wie das Herz zum Körper. Die moralische Entrüftung des ehrfamen und doch für die Reize des Börsenspiels so empfänglichen Bürgerthums über das Parafitenthum der arbeitsNachfrage ihnen zugebilligten vollen Antheil plötzlich zu erreichen. Groß war, dem industriellen Aufschwung entsprechend, die Die Eisen- und Stahlindustrie blieb hinter dem Sturmschritt Emissions thätigkeit an der Börse, die im übrigen, tro der Kohlenproduktionen nicht zurück. Die Nachfrage nach Hütten- der bedeutenden Sturssteigerung der Judustriepapiere, auf tein beprodukten war in Rheinland- Westfalen wie in Schlesien so start, sonders glänzendes Geschäftsjahr zurückblickt. Gine führende Rolle daß vielfach die Lieferungsfristen nicht innegehalten werden konnten. ist ihr bei der allgemeinen Aufwärtsbewegung diesmal nicht zu Die Preise für Roheisen und Stahl gingen um 20 bis 80 pct. in gefallen. Nach der Berechnung des Deutschen Dekonomist", die die Höhe und neue Hochöfen schossen aus dem Boden hervor. fich auf die handelsgerichtliche Veröffentlichungen im ZentralDie Grundlage dieser ganzen Bewegung bildete die Nach- Handelsregister ftüßt, stützt, beträgt das während des Vorjahres los erntenden Börsenhändler wirkt einigermaßen belustigend. Die frage nach neuen Maschinen, und die mit dem industriellen Auf- in Attiengründungen und Ümgründungen angelegte Rapital Ausbeutung und der auf Eigenthum und Spekulation, nicht auf Schwung gleichfalls in mittelbarer Verbindung stehende Bunahme der 2681/2 Millionen Mark für Deutschland. Die Zahl der neu ent- produktiver Arbeit beruhende Erwerb sind ja doch die allgemeine Bauthätigkeit und insbesondere auch des durch die wachsenden standenen und umgewandelten Attien- Gesellschaften ist 182, das im produktiver Arbeit beruhende Erwerb find ja doch die allgemeine Grundlage der ganzen bürgerlichen Gesellschaft; an der Börse Ansprüche des des Frachtverkehrs geförderten Schiffbaues. Durchschnitt auf jede Gründung entfallende Kapital annähernd tritt diese innere Wesenheit nur mit besonderer und darum von dem Die alten, hohe Selbstkosten erfordernden Schiffe wurden von 1/2 Millionen. Die Ziffern zeigen einen sehr bedeutenden Aufden großen Schifffahrts- Gesellschaften in steigendem Maße abgestoßen schwung. Mit Ausnahme der Jahre 1889 und 1890, in denen eine gern moralisirenden Bürger höchst peinlich empfundener Schärfe hervor. Die Arbeiter aber haben durchaus nichts dagegen, daß man Gründungshochfluth und durch neue Dampfer ersetzt. an der Börse herrschte, das ift Denselben allgemeinen Bug zeigt die industrielle Bewegung im Vorjahr aftienmäßig angelegte Kapital das höchste bis sich über die Börse entrüftet, nur meinen sie, daß diese DetailEnglands, deffen gewaltige Import- und Exportziffern gegen auf die eigentlichen Gründerjahre 1871-1873 hin. Und eben- Entrüftung, wenn sie ein wenig fonfequent fein soll, zu der Entrüftung über dem Vorjahre eine beträchtliche Erhöhung von 6 pet. auf so weist England eine äußerst starke Emissionsbewegung Mährboden der Börse, sich auswachsen muß. über die ganze kapitalistische Gesellschaft, den wesensgleichen mutterlosen Im übrigen interweisen. In der Kohlenerzeugung, speziell in der Stohlenausfuhr im Vorjahr auf, gewaltige Summen wurden dort in der Gründung effirt uns an dem ganzen Streit vor allem die Gewandtheit, mit konstatirt der Jahresbericht des Economist", eine bedeutende Zu- industrieller Unternehmungen verdient. England zählt übrigens welcher die betroffenen Herren das ihnen fatale Gesetz zu um nahme, es wurden 1160 000 Tons mehr als im Vorjahre exportirt. gegenwärtig in runder Summe bereits 18 000 Attien Gesellschaften, gehen wissen. Es läßt sich mancherlei daraus lernen. C. S. Andererseits haben freilich die englischen Rohlenpreise gegenüber dem Deutschland etwa 8600. Jahre 1895- gang im Gegensatze zu der deutschen Preisbewegung Ebenso wie die Verstaatlichung von Unternehmungen nur zum einen solchen Druck erlitten, daß trotz der erhöhten Ausfuhrziffer der theil in den technischen Fortschritten des Großbetriebes, der über die privaten Geldmächte binauswächst, begrfindet ist, ebenso ist die Rheinisch Westfälisches Kohlensyndikat. Die Betriebs. rapid zunehmende aktienmäßige Vergesellschaftung früher selbständig geletteter Unternehmungen nur zu einem Theile technisch begründet. Das einrichtungen dieses großen Bechenverbandes sind kürzlich zu einem Durchschnitte fapital der gegründeten Gesellschaften im endgiltigen Abschluß gekommen. Die bisherigen verschiedenen Ver Jahre 1896 anderthalb Millionen in Deutschland- weist darauf hin, faufsabtheilungen werden sich zukünftig nicht mehr auf bestimmte daß jedenfalls eine Menge der gegründeten Unternehmungen auch von Kohlenarten erstrecken, sondern, wie die auf gesonderte tapitalfräftigen Privat- Unternehmern ohne Schwierigkeit hätten Abfabgebiete, für die die zuständige Betriebsabtheilung weitergeleitet werden tönnen. Den Ausschlag giebt hier wie überall alle Gattungen von Kohlen zu verkaufen hat, die dort ver Die einzelnen Abtheilungsvorstände haben sich der Profit, der bei solchen Manipulationen herausschaut. Bei langt werden. über die verfügbaren Mengen, die zu fordernden gutem Geschäftsgange läßt sich durch Umwandlung von Privatunter dann " N 20ste stied Unternehmer- Verbände. Gesammtwerth der 96iger Kohlenausfuhr hinter deur des Vorjahres nicht unbeträchtlich zurückblieb. Dagegen war die Eisen- und Stahl industrie die eigentliche Erzeugerin der modernen Produktionsund Transportmittel in England nicht nur sehr flart, sondern auch durchaus lohnend beschäftigt. Ihr Ausfuhrwerth stieg, wesent lich angeregt durch den Eisenbahnausbau in Indien, Südafrika, Australien und Argentinien, von 392 Millionen Mart im Jahre 1895 auf 476 Millionen im Vorjahre. Groß insbesondere war auch der Aufschwung im Maschinenexport, der sich allein im Jahre 1896 um 4 Millionen Mark hob. Die mächtige industrielle Thätigkeit des Vorjahres, daran kann nehmungen in Attiengesellschaften ein hoher Kurs erzielen. Daher Preise u. f. 1. zu verständigen. Bisher war jede Berkaufsabtheilung demnach fein Zweifel bestehen, hat vor allem das Rüstzeug des das plögliche Anschwellen der Gründungsziffer. Die neuen Aktionäre nur für die ihr zugewiesenen Kohlenforten zuständig. Die auss großtapitalistischen Produktions- und Trans- können dann zusehen, ob und wie sie bei der Verschlechterung der wärtigen Vertretungen des Kohlensynditats sind ebenfalls endgiltig portwesens ausgebeffert, erneut und gewaltig ausgedehnt. Aber Ronjunktur zu einer Berzinsung ihres eingezahlten Kapitals tommen. geordnet worden. In Rheinland Westfalen sind mit den einzelnen es liegt in der Natur der Dinge und es ist eines der wichtigsten Wenn aber aus der Zunahme der Aftiengesellschaften nicht ohne Sändlern Vereinbarungen über die ihnen zu liefernden KohlenMomente, welche den Wechsel zwischen den Perioden des weiteres auf eine ebenso rafche Zunahme des Großbetriebes ge- mengen getroffen worden, wobei die kleineren Vermittler industriellen Auffchwunges und Niederganges erklären, fchloffen werden kann, ist dennoch diese Tendenz zur kapitalistischen gänzlich ausgeschieben sind. In den anderen Bezirken, Daß die Nachfrage nach Transport- und Produktionsmitteln feinen Bergesellschaftung der Produktionsanlangen für die gesammte wirth. 3. B. in Hannover und Kassel, find die Verkaufsgesellschaften, zu regelmäßigen Fortgang aufweist, wie etwa die mit der Bevölkerungs- fchaftliche Entwickelung höchst charakteristisch. Die in der heutigen denen sich dort die Händler zusammengeschlossen haben, fester gezunahme einigermaßen stetig wachsende Nachfrage nach den gewöhn Gesellschaftsordnung nothwendigen, wirthschaftlichen Funktionen, die schloffen worden. Lichften Lebensmitteln. Auf Zeiten, in denen allenthalben und auf der fapitalistische Unternehmer verfah, werden so in steigendem Am vergangenen Montag hielten die Besitzer der dem Kohlengrößtem Maßstabe die Maschinerie, die Eisenbahnen und die Maße auf bloße Beamte der Kapitalistenklaffe die Direktoren syndikat angehörigen Bechen in Essen eine Versammlung ab, wo Handelsflotte erneuert und ausgedehnt werden, folgen nothwendig der Aktiengesellschaften abgewälgt. Das tapitalistische Eigenthum vom Vorstand folgendes mitgetheilt wurde: Die GesammtbetheiliBeiten, in benen die Neuausrüstungen stocken, in denen tritt immer unverhüllter als das auf, was es seinem inueren Wesen gung für das Jahr 1896 belief fich nach den vorläufigen Monats Die Probe gemacht werden muß, ob das vermehrte Müstzeug nach ist, als bloßes Mittel, von der Arbeit anderer den Tribut zu erheben. abredumgen auf 42 626 516 Zonnen, die Gesammtförderung auf tapitalistischer Produktion nicht über das durch die ökonomischen Ber- Der Kapitalist verliert, wie früher der feudale Obereigenthümer, 38 916 113 Tonnen, die Gesammteinschränkung auf 8710 404 Tonnen, hältnisse selbst gegebene Maaß hinausgewachsen ist und den wirt alle wirthschaftlichen Thätigkeiten, auf die er sich zur Rechtfertigung das heißt 8,70 pet. gegen 10,45 pet. im Jahre 1895. Versand betrug nach Abzug des Selbstverbrauches und lichen taufträftigen Bedarf des Marktes nach Waarengütern weit seiner Monopolistenstellung etwa noch berufen fonnte. 29 477 870 Und dann die Aktiengesellschaft ist die Borstufe zum Kartell. Landdebits Tonnen, davon überflügelt hat. Das Tempo, in welchem gegenwärtig produzirt 92,58 pet. für Die Mehrförderung wurde int wird, fönnte so schreibt ein Fachblatt nur anhalten und die Wie der gute Geschäftsgang die fapitalistische Bergesellschaftung in Rechnung des Synditats. Aussicht auf einen bauernd guten Geschäftsgang wäre nur vor- Aktienform, so begünstigt der industrielle Rückschlag mit seinem, Inland und besonders im Ruhrbezirk untergebracht. In Hamburg äußerst handen, wenn ganze Kontinente durch Eisenbahnbauten und andere den Druck der Konkurrenz schmerzhaft machenden und Holland ist die englische Konkurrenz ruhig. In Hamburg hat die weitere Rulturwerke, wie Pacificbahnen, Kabel und dergl. erschlossen, große Preißniedergang tapitalistische Vergesellschaftung England einen Frachtvorsprung von einer Mart, während in Belgien Bereits Gebiete der europäischen Kolonisation gewonnen würden." Aber wo der Aktiengesellschaften zu Riesen tartellen. im eine Ausdehnung des Absatzes an Ruhrkohle stattfindet. Die durch find die Bedingungen dafür gegeben? Der mächtige wirthschaft- Jahre 1890 belief sich die Zahl der deutschen Kartelle die neuen Syndikateschächte geförderten Mehrmengen sind ohne liche Borstoß, den Rußland durch seinen sibirischen Eisenbahnbau auf 117. Seitdem hat die auf Syndikatszufammenschluß gerichtete Schwierigkeit unterzubringen. Ohne dieselben wäre der stürmischen unternommen, fommt selbstverständlich zunächst der ruffifchen Industrie, Bewegung große Fortschritte gemacht und wenn in der Hütten- und Nachfrage nicht zu genügen. Der des erft in zweiter Linie dem ausländischen, in ruffische Unternehmungen Eifenindustrie des Vorjahres die Kartellirungsbestrebungen nur geringe Daß die Bechenbefizer auf der Essener Versammlung beschlossen hereinbezogenen Kapitale zu gute. Die europäische Industrie im großen Erfolge aufzuweisen hatten, so wird sich das mit sinkendem Geschäfts- hätten, angesichts des wahrhaft glänzenden Geschäftsgangs im Kohlenund ganzen wird fürs erste nur wenig davon berührt. Auf den immer gang voraussichtlich schnell ändern, In der Zuckerindustrie, handel den fargen Lohn der Bergarbeiter zu erhöhen, davon hört neue Produktions- und Transportmittel schaffenden industriellen der es im Vorjahre schlecht ging, hat der Preisdruck so wirksam für I man nichts. axido ou qui de Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 23. Januar. Opernhaus. Mignon. Schauspielhaus. Die Komödie der Irrungen. Der eingebildete Stranke. Deutsches. Romeo und Julia. Berliner. Kaiser Heinrich. Nachm. 3 Uhr: Aschenbrödel. Lessing. Die Wiederkehr. Hierauf: Niobe. Westen. Der Militärstaat. Neues. Marcelle. Residenz. Die Frauenjäger. Zentral. Eine tolle Nacht. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Lockvogel. Nachm. 4 Uhr: Die Juppenfee. Alexanderplatz. Der indische Cactus. Schiller. Mit Vergnügen. Oftend. Schwerenöther. Parodie. Der Berggeist. Volts. Robert und Bertram. Thalia. Frau Lieutenant. Belle Alliance. Adam und Eva. Passage- Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten. Belle- Alliance- Theater Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Morgen, Sonntag, den 24. Januar, nachi. 3 Uhr: Lektes Gastspiel von Fel. Jenny Marba. Bum 2. Male:" Gläubiger." Tragikomödie in 1 Aft von Strindberg. Dann: Die Unehrlichen." Schauspiel in 3 Aften von Rovetta. Da Fräulein Jenny Marba wegen anderer Gastspiel- Verpflichtungen nur noch einmal auftreten kann, so ist dies die letzte Vorstellung der mo dernen Werfe. 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Bei dem anhaltenden Lachsturme: Allabendlich 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Robert und Bertram Große Gesangspoffe in 4 Aften von G. Näder. Robert: H. Winkler. Bertram: M. Conrad. Rösel: Fräulein Senden. Ippelmeyer: Herr August Reiff. Jack: Herr Brodeck. Strambach: Herr Richter. Isidore: Frl. Elise Bendir. Entree 50 Bf. bis 4 M. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. Letztes Berliner Possen- Theater Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direktion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Nur noch wenige Tage: Heinrich Heine. Lebensbild in 3 Aufzügen von Mels. In Vorbereitung: Neu einstudirt: Der Glücklichmacher. Die Ballhausanna. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Rasseneröffnung 7 Uhr. Entree 30 Pfennige. Die Direktion. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Miss Emeline Ethardo. The Kellinos. Das Sensationsbild: Endlich allein! Circus Renz( Karlstrasse) ( Jubiläums- Saison 1896/97) Sonnabend, den 23. 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Abends 71% Uhr: Aufführung der Novität: Aus der Mappe eines Riefengebirgs. Phantasten. Fr. Renz, Königl. Kommissionsrath und Direktor. Für Wiederverkäufer. Roth-, Zwiebel- u. Mettwurst, 5 Pfd. gemischt à Pfd. 45 Pf. gemischt La belle Devernois f. Leber-, Schlackwurst u. Salami, à Pfd. 75 Pf. ferner 30 Künstler 1. Rauges. Rohschneideschinken,& 8-15 Pra. à Pfd. 80 Pf. Kaffenöffnung 7 Uhr. Anfang str. Schinken in Brodteig gebacken, schwer. à Pfd. 65 Pf. Schippanowsky's Deutsche Konzerthalen Spandauer Brücke 3. Neu! Neu! Neu! !! Im Frühlingsglanz!! Populäre Konzerte: Im Fliederhain, In der Rosenlaube, Jut Obstgarten, In der opfenlaube, Im Weinberge. Entrée frei! Entrée frei! 5-6 Pfd. J. A. Partenheimer, Berlin C., Kaiser Wilhelmstr. 19a. Grosse Berliner SchneiderAkademie. System Kuhn, früh. Rothes Schloss, jetzt Berlin W., Leipzigerstr. 117/118, Hohenzollernhaus. Comfortabelste Einrichtung. Gründlichste Ausbildung in der Herren-, Damen- und WäscheSchneiderei. Mässige Honorare. 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