Kr. Sz. Sonntag, de« ÄS. Imumr 1890. 7. Jahrs «-> � in dn» r. I 8«g« � m den Ii auf 6 und den Lokomnl .»K, brüder iä» ilttn,«»-p Krgan für die Interessen der Arbeiter. 209.«7 UjSt I»O»! Z? 304 46 71™ m «f 'mnU ÄKZS »II # W-A ' 303 i9M 661 736? 33 886 J' !9 934 66 34 15001« �1 W il 14? täglich smDrn„®ttdt'»erli»er B-lr«»Iatt- ZMWDWM ---• m öglich unter Kreuzband durch unsere Expedition Z Mark pro Monat. Sonn« und Fesitaaen bis 10 Uhr Vormittaas geöffnet. ----- Fernsprecher: An»t VI. Mr. 4106.,- Aevsktio«: Veuthstratze— Gxpvdikion: Simmrrfiratze 44. die neu Man will i 83 49- SSW 7 303 I t'l Mi»»» A 6 63 79 S �ss rokho Geppeny. Nebel sind theilweise verflogen, die sich bis i- ö f f;, Wahlbewegung gelagert hatten; man sieht >.»d ,U°sen an der Ärbeit. Was sie thun,'st mcht e*. ntchi besonders geistreich ausgedacht. Man 'eßbürger erschrecken, indem man ihm daS rothe vorführt, d. h. indem man ihm eine„sozial- tische Gefahr" an die Wand malt die ,» 2? besteht. Wenn eS gelingt, dem Spießbürger Angst »l,, 2�'. st daß er in seiner ganzen Masse an der Wahl» %: kiV12clnt' s° wird, hofft man, sich wieder eine Maiontat Q �W�tMbrüderschaft ergeben. Eine A n g st w a h l ist au der verbündeten Reaktionäre.. %Xiur das letzte M'l Boulanger. Melimt und k%L herhalten mußten, dazu soll diesmal die Sozial- r herhalten. DaS letzte Mal fabelte man von kl;>(n Wersch der Franzosen gegen den Rhein, J1 von einem„internationalen Vorstoß wLr° z i a l d e m o k r a t i e" die Rede, welchen abzu- »staatSerhaltenden" Parteien von den Offiziösen Sozialdemokratie thut in diesem Augenblick genau «if alle anderen Parteien thun— sie bereitet sich N».. bl vor. Sie will die Positionen, d,e sie bei der WL�b Faschingswahl von 1887 verloren hat, wieder 2""d wohl noch einige dazu. Es heißt einen hohen H»„ u®n Bornirtheit bei den Mafien voraussetzen, wenn L"' 7 Einreden will, dies sei ein„internationaler Vor- % bem � wan denn im Deutschen Reiche daS Wahlrecht M daß kein Gebrauch davon gemacht wird? ,M7 86P5lrPW.' lem Gebrauch davon gemacyl wiro? NN % der In- tP Jedermann, der nicht nach dem 4«: unv%di% und Schweinburg wählt, schon D°S, Staatsfeind." rothe Gespenst, daS die Herren diesmal " keine Wirkung auf die Massen haben. die I RA Ü i 1 M R i Vogelscheuche gar zu ist in Deutschland nun denn doch -i"«o,inl!.I° weit zurück, daß man nicht wüßte, nenei, SUv � haudelt sich in diesem Streit um nston �kdanken, der in einem anderen sozialpolitischen Mt der anderen gesellschaftlichen Schäden h Diskus?®edante beherrscht bereits die Wissenschaft- L.UnM(f2 fc??.U?ferer Tage und dem gegenüber erscheint 7' als 2 4 lächerlich, wenn die Offiziösen sich geber- die Büuin«Jle die Eng l des Lichts, ihre Widersacher VbiX®etfter d« Finstcrn.ß. n., Theorie vom„internationalen JBorsioß" 5" de- '""de d?.�?r Pindter auch die Lauenaus» E die e r a l e u t e angezogen. Ueber die Frage, biskuti.�.. ekratre mit diesen Bewegungen zu thun t ein-2? � mit keinem Offiziösen mehr, da ja diese �fstiink-» est« daran haben, die Sache zu entstellen. � �rute wissen, daß von sozialdemokratischer Seite »-lboten.! AeuMekon. [2 Dorstadt St. Aatoiae. _ Historische Erzählung 9 Revillon aus den Jahren 1789—1792. Deutsch von Ludwig Anorr. >. unk�n � ihre Pflichten als Pflegerin de« Kleinen Freunk Nugen getrocknet hatte, wandte sie sich an ■- fin« r Ct' der nicht von ihrer Seite gewichen war: �en?' So?— sagte sie,— waS wirst Du in Paris �"t suchen! �stehst Du zu arbeiten Wi,, V'"T— 0"—-------. I» fein ct,"'4t. Er überlegte, was er erwidern der r�ster auz2ü rfe hatte er Hammel gehütet und »»!>?'"chb°rten�°'"'"-n, sich mit Steinen mii den Hirten t&S Ä®t Iäv Dir»»..Es gjjt."?siel sie in ernste« Nachdenken. . 2 zu aeb2 W0"/ welche im Stande ist, «h. 7�. ist Sanierte.— Wer ist San- "»er ."— Za, das Pt"urfL emet unserer Nachbarn, Jedermann in der Arbeit«. 4n- Er besitzt eine Brauerei und wenn einer * trankt, so läßt er ihn selbst pflegen, da er den Bergleuten Vorsicht und Mäßigung angerathen worden ist. Aber Herr Pindter hat ganz vergessen, daß sein Ge- nosse Schweinburg erst vor wenigen Tagen großspurig angekündigt hat, die Arbeitgeber in den Kohlenbezirken wür- den den Kampf gegen die Forderungen der Arbeiter auf- nehmen und durchführen. Die Art, in der dies mitgetheilt wurde, klang wie ein kampflustiges Hurrahgeschrei und war offenbar eine Aufmunterung an die Grubenver- waltungen, recht scharf vorzugehen! Wenn man dann die Arbeiter zum Ausstände genöthigt hat, dann beabsichtigen wohl die Herren Offiziösen, mit Fingern darauf zu weisen und zu rufen:„Sehet, das ist da« Werk der Sozial- demokratie, welche die bürgerliche Ordnung untergraben möchte\" Es wird gut sein, wenn sich Genosse Pindter an den Genossen Schweinburg wendet und ihm die Mahnung zu- kommen läßt, mit seinem Kampfgeschrei nicht allzu laut zu sein. Ohnehin ist diese ganze Spiegelfechterei ein gar durch- sichtig Spiel und wenn man hofft, damit die Wählermassen zu gängeln, so wird man sich gründlich täuschen. Mit Recht wird auf den Unterschied der Situation von heute und von 1884 hingewiesen. Damals befand sich die Opposition in aufsteigender Linie, aber die Parole, welche ausgegeben wurde, war eine andere. Damals fielen die be- kannten Aussprüche von hohen Beamten:„Lieber zehn Sozialdemokraten als einen Freisinni- g e n" u. s. w. u. s. w., heute aber lautet die von den Offiziösen ausgegebene Parole:„Gegen die Sozial- demokratie und ihre Begünstiger!" Die Sozialdemokratie braucht keine„Begünstiger" und sucht sie in der hohen Bureaukratie so wenig als beim bür- gerlichen Liberalismus; was von dieser oder jener Seite in dieser Beziehung geschehen ist, geschah ohne Zuthun der Sozialdemokratie und hat für uns auch nur in- sofern eine Bedeutung, als es den Unterschied von Einst und Jetzt beleuchtet. Alle Parteien haben schon um die Gunst der Sozialdemokratie geworben und haben ihr— unaufgefordert— namentlich bei Stichwahlen— ihre Gunst zu Theil werden lassen. Wir überlassen eS daher dem Publikum, sich den Begriff„Begünstiger" zu deuten, wie eS will, und werden mit„ungeheurer Heiterkeit" zu- sehen, wie sich in diesem Wahlkampf wieder sämmtliche Parteien beschuldigen werden,„Begünstiger" der Sozial- demokratie gewesen zu sein. Wir selbst haben ein gutes Gewissen, denn wir„begünstigen" Niemanden. Zugkräftig ist da« rothe Gespenst als Wahlgespenst nicht, ganz abgesehen davon, daß die Thaten der Hurrah- Majontät Tausenden die Augen geöffnet haben. Dies wird man aber auch anderwärts einsehen. Und so müssen wir uns noch auf Wahlüberraschungen gefaßt machen. Solche werden nicht ausbleiben; e« müßten denn alle Vorzeichen trügen. Die offiziöse Logik wird nicht gar zauberhaft wirken. Denn der schlichte Wähler denkt einfach: Wenn man un« das Wahlrecht gegebe» hat, in der Ab- nicht zugiebt, daß man ihn ins HoSpital schafft. Seine Frau ist schön, aber nicht so gut wie er. Sie wechselt ihre Dienst- boten jede Woche. Ich kenne sie sehr gut. Ich kenne auch „Ohnegleichen". — Ohnegleichen? — Jawohl, das ist Santerre's Pferd. Denke Dir, es ist so groß, so groß, daß man eS als Sehenswürdigkeit zur Schau stellen kann. Jedesmal wenn die Messe in St. Germai« stattfindet, leiht Santerre das Pferd einem armen Nachbar und Fami- lienvater, der es dann für Geld sehen läßt. Einmal hat er eS auch meinem Vater angeboten, der es aber ausschlug, weil er zu stolz ist. DaS Kind schläft, gehen wir. Wie daS kleine geschäftige Ding eS nur angestellt hatte? Durch Zerschneiden, zusammenstellen und zusammennähen einiger Stofffetzen, hatte sie eS verstanden, sich trotz ihrer Armuth etwas über die Schultern zu werfen, das einem Traueranzug ähnlich sah. Sie brachte ihre Haare in Ordnung, indem sie mit den Händen durchfuhr und sie von der Stirn nach dem Kopfe warf, so daß sie hinter den Ohren bis auf die Schultern herabsielen. Dann sich mit ihrer freien, ungezwungenen Miene, die ihr so gut stand, zu dem Tolpatsch wendend, sagte sie: — Mach' kein Geräusch bii wir unten sind! Wie jeden Tag. so waren auch jetzt die Straßen von Hungernden angefüllt, aber eS herrschte heute mehr Lebhaf- tigkeit in den verschiedenen Gruppen al« sonst. Die Augen in den magern Gesichtern hatten mehr Ausdruck. Von Zeit zu Zeit hörte man von derPariser Seite ein Lärmen. Männer kamen und gingen geschäftig hin und her, standen, um andern Männern einige Worte zuzuflüstern, die sich dann ihrerseits auf den Weg wachten. Hier, in der Mitte dieser Menge, schien die kleine Jenny ganz in ihrem Elemente zu sein. Ihr Händ- che« lag in der großen Faust CadetS und wenn sie auch SS ficht, nach unserem Belieben Vertreter wählen zu lassen, so wundere man sich doch nicht, wenn wir daS thun. Oder man hat uns da« Wahlrecht in anderer Absicht gegeben— dann bleibe man aber mit den schönen Worten und den„großen Errungenschaften" uns vom Leibe!— Alle Anstrengungen werden die Hurrah-Majorität nicht retten. Pindter und Schweinburg sind nicht die Leute, die dem öffentlichen Geist eine Umkehr aufzuzwingen im Stande sind. Die Armseligkeit und Inhaltslosigkeit ihrer Argumente soll verhüllt werden durch die hochtrabende Weise, in der diese Argumente vorgetragen werden. Das rothe Gespenst wird die Wähler nicht erschrecken! Norrefprmdenzeit. Pari», den 23. Januar. Der Nationalrath(Partei- vorstand) der französischen sozialistischen Arbeiterpartei erläßt m seinem Situationsbeiicht vom Januar 1890 folgenden Aufruf an alle„Verbände, Gruppen und Mitglieder der Partei": Die Hauptwahlen für den Deutschen Reichstag werden am 20. Februar stattfinden. Ihren internationalen Verpflichtungen getreu bat die „Nordfederation der Arbeiterpartei" beschlossen, unsere Freunde der sozialdemokratischen Partei in dem ihnen bevorstehenden Kampfe zu unterstützen. Zu diesem Zwecke hat sie eine Sammlung eröffnet, welcher sich der Nationalrath im Vertrauen auf den Opsermuth der kämpfenden Parteigenossen anschließt. Noch nie sind die großen Sous der Arbeiter von jenseits der Vogesen ausgeblieben, weder zu Gunsten unserer Wahl- schlackten, noch bei unseren Streiks. Nur erst im letzten Juli sendeten ihre Delegn ten auf dem Kongresse zu Paris den Familien der Opfer de« schlagenden Wetter« von St. Etienne 1000 FrkS. Der Augenblick ist für die Arbeiter Frankreich« gekommen, auch ihrerseits ihre Solidarität zu beweisen. Für die Be- freiung der Arbeit wird das deutsche Proletariat allen koalirien Bourgeoismächten Trotz bieten. Dem französischen Proletariat und besonder« dessen sozialistischer Vorhut ge- büdrt es, den Kämpfern für die gemeinsame Sache Munition zu senden. Die Gelder sind an den Kasfirer des Nationalraths, Bürger LairS. 36 Rue de l'Arbal�te, zu senden, welche sie an ihre Adresse gelangen lassen wird. Für den Nationalrath: Der Sekretär Jules Guesde." Der Situationlbericht erwähnt, daß anläßlich des Streik» der Kohlenoräber„Pas de Calais" und„Nord" und der Weber zu Cour«(Rhone) die sozialistische Gruppe in der Kammer, die der Paitei angehörenden Mitglieder der Stadträthe von Calais, Roudaix, Montlucon, Commentry, Roanne, Pari« zc. m ihren resprktiven Köiptischatlen Anträge auf Gewährung von Staatskcedit, beziehungsweise Unterstützungsgelder zu Gunsten der Streikenden eingebracht haben. „Obgleich verworfen oder auf Haldem Wege von der Willkür der Regmung angehalten", heißt e«,„find diese Bemühungen dem Einen oder Andern einen guten Tag sagte, so stand sie doch nicht still, um sich zu informiren. Man sah es ihr an, daß ein Plan in ihrem Köpfchen reifte und daß alles an- dere kein Interesse für sie besaß. An der Ecke der Rue de Reuilly hielt sie ihren Begleiter vor einem niedrigen, langen Hause an, dessen zwei Stockwerke durch ein spitziges, hohes Dach überratzt wurden und indem sie auf einen offenen Thorweg zeigte, welcher nach einem Gewölbe führte, sagte sie: — Wir sind zur Stelle. Hop, Hop, treten wir ein! DaS Gewölbe führte auf einen inner», mit niedrigen Stäuchern und Bäumen bepflanzten Hof. Link« davon befanden sich die BüreauS, auf welche eine vergoldete Inschrift: Santerre, Brauer, hinwies, recht« war die Brauerei, im Hintergrunde sah man Ställe und Wagen» schuppen. Der ganze Hof war von Menschen angefüllt. Wenn Cadet weniger überrascht gewesen wäre, so hätte er darunter Viele erkannt, die an den Versammlungen am Springbrunnen theilgenommen hatten. Alle bewegten sich nach einem Schuppen hin, an dessen Eingang sie von zwei riesenhaften Gestalten empfangen wurden. Das sind Labroche und Galand, sagte Jenny; ich kenne sie und werde mit ihnen sprechen. Sie kannte Jedermann. Cadet erwiderte nichts, seine Blicke allein drückten seine Bewunderung für die Kleine auS. Jenny rief jetzt mit laut r Stimme: — He, Loiu«(das ist Galand, fügte sie leiser hinzu), können©i. mir sagen, wo Herr Santerre ist? — Ach, Du bist es, Kleine, antwortete der Geselle lächelnd, er ist in seinem Bureau, wird jedoch gleich kommen. — Gut, ich werde ihn erwarten. In der That erschien Santerre bald darauf. Er war ein schöner Mann von stattlicher Figur, über fünf Fuß doch nicht verloren gegangen. Sie haben einnial mehr- und »war augenscheinlicher als je die Nothwendigkeit bewiesen, daß die Arbeiter von der politischen oder Staats- macht Besitz ergreifen müssen, welche unter der Republik, wie unter der Monarchie immer ihr Feind bleibm wird, so lange fie dieselbe nicht der Kapitalist entlasse eritrissen haben werden. In einer anderen Beziehung hat die neue Kammer noch für uns gearbeitet.°Jndcm sie Joffrtn validirte, indem sie in Clignancomt den olsiziellen Kandidaten, welcher nur 5000 auf mehr als 12 000 abgegebene Stimmen erhalten hatte, für giltig erwählt erklärten, haben unsere Leiter selbst die Basis ihrer eigenen Legalität zerstört. Es ist um das allgemeine Stimmrecht geschehen, und man wird unserer revolutionären Aktion aegenuber nicht mehr auf dasselbe verweisen können, da gerade Diejenigen, die uns die Achtung vor demselben predigen, auch die ersten sind, es mit Füßen zu treten." Hierauf folgt eine Aufzählung der von der sozialistischen Gruppe in der Kammer eingebrachten Gesetzentwürfe, über die schon im„Berliner Volksblatt" vom 29. November 1889 berichtet worden ist, und denen sich noch die Beantragung einer Ardeittschutz.Gesetzgebung hinzufügt, wie dieselbe vom inter- nationalen sozialistischen Arbeiterkongreb zu Paris beschlossen worden ist. Der diesbezügliche Antrag mit seiner Begründung lautet wie folgt: „Vom 14. bis 21. Juli 1889 ist in Paris ein internatio« naler sozial, stlscher Arbeiterkongreb abgehalten worden. Auf diesem Kongr-ß, welcher die wahren Generalstände des Proletariats der alten und neuen Welt darstellt, waren die sozialistischen Parteien und Arbeiterorganisationen Frank- reichg, Englands, Belgiens, Elsaß-Lothringens, Deutschlands, Hollands, Spaniens, Italiens, Oesterreich-UngarnS, Dänemarks, der Schweiz, Schwedens, Norwegens, Rumäniens, Polens, Bul- Sariens, Rußlands, der Vereinigten Staaten Amerika's und der Irgentmifchen Republik durch mehr als 400 Delegirte vertreten, von denen mehrere Mitglieder unseres Parlaments, de, Deutschen Reichstags, des englischen Unterhauses, des italienischen Parla- ment«, der holländischen Deputirtenkammer waren, wie au» den beigefügten Dokumenten erhellt. Es handelte sich nicht darum, die soziale Frage zu lösen, sondenr sich zu verständigen, nur„überall, wo die kapitalistische Produktionsweise herrscht", mittels einer wirksamen Arbeiter- schutzzesetzgebung den mörderischen Wirkungen der gegen- wärügen ökonomischen Ordnung zu steuern, der Versklavung, sowie physischen und moralischen Degeneration der Arbeiter- klasse entgegen zu arbeiten und die freie Entwickelung der Menschheit zu sichern. Die darauf abzielenden Beschlüsse find nach Debatten votirt worden, welch« eine vollständige Gemeinschaft der Auf- fassung seitens Millionen von Arbeitern zeigten. Zugleich wurden in allen Ländern, welche sozialistische Erwählte zählen, dies« beauftragt, Sie Versammlungen, welchen sie angehören, mit den Konzreßbeschlüssen zu ergreifen. Fünf von uns wohnten als Delegirte dem internationalen Korgreß bei, welcher mit einem seinen Theilnehmern vom Pariser Sladtraih»m Hotel de Ville gebotenen Ehrenwem ge- endet hat. Dem erhaltenen und seitdem von unseren Wählern am 22. September und Ö. Oktober bestätigten Mandat getreu wollen wir nicht zögern, Sie aufzufordern, die von den Proletariern der ganzen Welt als Minimum des Schutzes, auf den sie ern Recht haben, reklamrrten Maßregeln sozialer Hygiene in die Form von Gesitzen zu bringen. Deshalb unterbreiten wir Ihnen, indem wir Sie daran er- innern, daß der größte Tyeil von Ihnen bei dm jüngste« Wahlen die Nothwendigkeit anerkannt hat, sich mit sozralm Fragen zu beschäftigen, vertrauensvoll den Gesetzentwurf der untenstehenden Resolution, welcher nur die Reproduktion der Beschlüsse des internationalen Kongresses von Paris ist. Einziger Artikel. Es ist eine Kommission von 22 Mitgliedern, je 2 pro Sektion zu ernennen, welche damit beauftragt ist, dm Entwurf zu einer Arbeiterschutzgesetzgedung auf folgenden Grundlagen auszuarbeitm: a) Beschränkung der Arbeitszeit auf ein Maximum von acht Stunden für Erwachsme. b) Verbot der A-deit von Kindern unter 14 Jahren, Beschränkung des Arbeitstages auf 6 Stunden für junge Leute beider Geschlechter von 14—18 Jahren. c) Verbot der Nachtarbeit mit Ausnahme solcher Industrie- zweige, deren Natur einen ununterdrochenm Betrieb er- fordert. d) Verbot der Frauenarbeit in allen Industriezweigen, welche dem weiblichen Organismus besonders schädlich find. e) Verbot der Nachtarbeit für Fraum und junge Leute unter 18 Jahren. 0 Eine mindesten« 36 Stunden nacheinander umfassende Ruhezeit pro Woche tür alle Arbeiter. g) Verbot gewisser Industriezweige und Fabrikation»««- fahren, welche der Gesundheil der Arbeit« schädlich find. groß, mit sanften braunen Augen— das linke war be- deutend kleiner— seine Haare warm gepudert; er trug einen Rock von hellblauem Tuch, gelbe Hosen und große Schnallmschuhe. Cr wendete sich zuerst an Labroche und Galand. — He, Ihr Andern, Ihr könnt mit der Vertheilung beginnen. — Vorwärts, löscht die Pfeifen aus, sagte Labroche, indem er sich zu der am nächsten stehenden Gruppe wendete, tretet jetzt em. Sanierre stieg die Stufen der Terrasse hinab und kam in den Hof. Die kleine Jenny näherte sich ihm, dm Bauern an der Hand führend! — Gutm Tag, mein Herr! — Guten Tag, mein Kind! — Ach, wir haben so viel Unglück gehabt, seit ich Sie nicht gesehm habe, einer mein« Brüd« ist gestorbm und mein Vater hat keine Beschäftigung. Santerre nahm Jenny in seine Hände, hob sie in die Höhe und drückte einm Kuß aus ihre bleichen Wangen. — Alles wird sich ändttn, Alles wird bess« gehm, «zähle mir, was Du wünschest. — Nun wohl, Herr Santerre, ich möchte einen klemm Handel anfanqm, um Mutt« und Bat« zu unterstützen. — Bah!.... Seht doch die kleine Schlaue! Und auf welchm Industriezweig hast Du Deine Absicht gelmkt? — Auf die Kokarden! Ich habe sagen Horm, daß die Wähl« bestimmt haben, die Pariser zu bewaffnen und ihnen eine rothe und blaue Kokarde zu geben. Jedermann wird demnach eine solche gebrauchm. Daher kam mir der Ge- danke, Bänd« zu kaufen und in d« Nacht daraus Kokar- den zu fabrizirm, wozu ich mir von Ihnen 6 Lire leihen — Hier ist das Geld meine kleine Gevatterin, ich wünsche Dir guten Muth zu Deinem Unt«nehmen— sagte Santerre. — Danke sehr, aber es ist noch nicht alles, denn ich habe hier einen Kam«aden, welcher auch arbeiten will. Tritt doch näher... er heißt Gäbet Tricot und« versteht nichts anzufangen. K) Abscheffang der Zwischenunternehwer(sweat• master, Scharweiker jc.) darck Anwendung des Gesitzes von 1848. i) Abschaffung des Trucksystem», sowie d« Konsumvereine feiten« der Unternehmer. j) Abschaffung der privaten StellmvnmiitelungSbureauS. k) Ueberwachung all« Werkstätten und industriellen Unter« nehmungen, die Hausindustiie inbegriffen, durch ttaat. lich besoldete Jnspektorm, welche mindestens zur Hätfte von den Arbeitern selbst zu wählm sind. Dem Antrag, welchem sich die sozialistischen Radikalen Hov loeque, Millerand, Girobet, Chassaing angeschlossm habm, sind als Anhang der Beschluß(Bebel- GueSde) des intematio- nalen Kongresses, sowie eine Liste sämmtlicher Delegirte« bei- gefügt. Abgesehm von d« parlamentarischen Thätigkeit hat die Partei nicht die Hände in den Schooß gelegt. Zusammm mit den Blarquisten hat sie im Saal Tivoli- Vauxehal und im Saal Favie zu Paris Vnsammlungm ver- anstaltet, welche einen vollm Erfolg erzielten. Die Partei- Organisationen von Lille, Calais, Montluyon Commentry baden eine k äftige Agitation entfaltet, in welch« fie durch die Bürg« Duc-Qwrcy und Jules GueSde unterstützt wurden, welche vor Tausenden sprachen. In Lille befitzt die Partei gegmwärlig eine eigene, nicht unbedeutende Druckerei, in welch« d«„Cri du Travaillem"(Arbeiterschrei) hergestellt wird, d« sein Format in letzi« Zeit vergrößern konnte und der, der Hauptsache nach von Arbeit«» redigirt, em tuff'icher Beweis von der Prinzipien klarh-it und Festigkeit des Nord- departemmts ist. Der„Soc-aliste" von Marseille, welch« kürzlich in den B-fitz der Partei übergegangen ist, sowie d« „Coiffem" von ParrS, das Fachorgan der Gewerkschaft der Friseurgehilfm, werden gleichfalls in der Druckerei zu Lille her- gestellt.„Der Besitz vieler seit langem gewünschten Druckerei," sagt der Bericht,„ermöglicht unlere Propaganda zu verviel. fältige, indem wir sozialistische Broschüren zu billigen Preism herausgeben od« in neuer Anfluge erscheinen lassen, mit denen wir die Arbeit«zentien Lb«schwemmen, die bis jetzt außnhalb unserer Orqanisaiion geblieben sind." Die Partei beabsichtigt zunächst eine Neuauflage d« aus- gezeichneten Studie von Jules GueSde und Paul Lafargue, ub« das„Programm der Arbeilapartei" zum Presse von 30 Centimes statt 1 Frank zu veranstalten. Die betreffende Broschüre, eine der besten der soz'alistischen Literatur Frank- reichs, war feit zwei Jahren vergriffen, und der Mangel machte sich empfindlich bemerkbar. Dem im Vorstehenden resumirten Situalionsbericht sei noch hinzugefügt, daß die sozialistische Gruppe in jüngster Zeit in der Form eine« Amendements einen Antrag, die„Inspektion der Kohlengruben" idurch delegirte Arbeiter eingebracht hat. Veranlaßt wurde derselbe dadurch, daß der Senat wied« einmal das bereits von der Kammer votirte Gesitz, die Anstellung staatlich besoldeter Mmeninlpektoren au« den Reihen d« Arbeit«, in so v«langter Gestalt zurückgesch ckt hat, daß die Kohlengräder behaupten:„B-sser kein Gesetz, als ein d«artize§", das fie offen als eine„Prämie auf den Mord" bezeichnen. Wenn je die Geschichte eines Gesetzes lehrreich für die Ar- beiter war, so ist es gewiß diejenige de« Gesetzes, die Mmen insvektoren-Ärbeiter bet, essend. Es handelt sich bei dem be- treffenden Gesitze um die Inspektion d« Kohlenbergwerke durch aus den Rechen der Arbeiter hervorgegangene und gewählte, staatlich besoldete Delegirte. Die parlamentarische Initiative zu dem Gesetz reicht in da» Jahr 1882 zurück. Nachdem der Entwurf v«schiedene Kommissionen passirt, respektive in den Archiv m d« Kammer jahrelang geschimmelt hatte, wurde e« 1885 zuerst, und besonders Dank des Eintretens von BaSly angenommen. Von da an rst es bereits mehrmals zwischen Kainmer und Senat hin- und hergewandert, da der letzt«« mit der ihm eigenthümlichen Reaktionswutb daran festbielt, daß die Mineninspektoren von den Besitz«» d« Kohlengruben ökonomisch abhängige Arbeit« bleiben und ja nicht zu staatlich besoldeten Beamten w«den. Die ganze Wirksamkeit de» Gesetzes beruht darauf, daß die Mine.iinlpektoren durchaus unabhängig und in Ausübung ihr« Amtspflichten durch ktin«lei Rücksichtnahmen und Be- fürchtungen gehindert find. Dies kann nur«reicht werden, wenn die delegirten Mrneninfpektoren nicht mehr den Befitzirn der Kohlenwerke als Ai beiter gegenüberstehen, die für die An- zeige jeder entdeckten Nachlässigkeit, jeder konstatirten Verab- säumunq d« nöthigen Sicherheitsvorrichtungen und hyzieni» fchen Maßregeln, die Tausenden das Leben kosten können, au« Lohn und Brot gejagt werden. Die Mineninspektoren müssen also staatlich besoldete Beamte sein. Der von d« Kammer noch- malS votirte GesitzeStext ist auch in diesem Sinne gehalten. Der Senat hat jedoch denselben zum ioundsovieltentz Male dahin abgeändert, daß die aus den Reihen der Arbeiterdele- girten Mineninspekioren nur für die Tage(2—3 pro Monat und Schacht) entschädigt werden, welche sie für Untersuchung der Gruben verwenden, für die übrige Zeit arbeiten sie al« Hau« weiter. Die Entschädigung wird ihnen ferner von den Besitzern der betreffenden Kohlenwerke ausgezahlt, der Präfekt — Teufel, und da willst Du, daß ich ihn befchäf- tigen soll? Mein Herr, sagte Ladet, ein wenig ermuthigt durch die huldvolle und freundliche Art des Brauers, ich bin sehr stark und kann Alles tragen, was sie wünschen. Nehmen Sie mich tageweise, wenn Sie jemand brauchen. Santerre fing an zu lachen. — Wohlan, sagte er vergnügt, ich nehme Dich tageweise von morgen an und wenn Du gut arbeitest, wirst Du ein schönes Stück Geld««dienen. — Um wie viel Uhr soll ich antreten? — Bleibe gleich hi«, Labroche wird Dir ei» Abendbrot geben, Dir ein Lager im Heu zurechtmachen und Du wirst dann Alles für Deine Arbeit bereit finden. — Habe ich es Dir nicht gesagt, daß Sant«re gut sei? Ich befürchte, das Kind wird erwachen, deshalb eile ich jetzt fort. Auf Wied«sehen Herr Sant«re. Auf morgen Cadet! hop!... Und die kleine Jenny flog aus dem Hofe mit den ihr eigenen leichten Schritten. — Ich möchte doch g«ne wissen, sagte sie sich, indem sie die Straße hinabging, welche Arbeit Santerre morgen meinem Freunde Cade zutheilen wird. Das Palais Royal. Am Dienstag, den 14. Juli 1789, Morgens 9 Uhr, bog eine hübsche Frau um die Ecke der Rue de la Beaune und des Quai.— Es war ein« der Tage, wo es unmög- lich ist, zu Hause zu bleiben. Man«wacht und sieht den blauen, wolkenlosen Him- mel, die Straße«glänzt, die Vögel singen; man fühlt, daß des Nachmittags die Hitze unerträglich sein wird, steigt aus dem Bett und sagt sich:— Ich will hinunt«- gehen und Blumen kaufen; dann werde ich es mir zu Hause schattig machen und mich während der«schlaffenden TageShitze bequem hinstrecken. Schnell kleidet man sich an — nur in halb« Toilette, die viel hübscher ist, al» die große— und schlägt den Weg nach den Ouais oder Boulevards ein, indem man beim Gehen den Pflaster- steinen mit den kleinen Hacken einen angenehmen Klang kar-n fie jeden Augenblick zeitweilig ihre« Amte» Minister d« öffentlich«. Arbchen ganz ob.Ietz�?»r.rf« Minister der onen:ii!i>en Arvenen ganz ooue'"- g.. v.L« Worte, die Minenilssp-ktoren wären infolg« de» GffsM Hialb-n,«»,. ----rtfii-nnnifien und«« �«"«iroltOt» aus in die Hand d« Besitzer der Kohlengruben �_ mi�m WiP tote Behaupy und Verwaltungen der großen Kohlenwerke Fuße stehen. Was das bedeutet, ist klar..JL,,„A0115" Di- sozialistische Gruppe fordert in ihren Emv# 5 und ver was folgt.., ji foi Die au« den Reihen der Arbeit« delegirten Minert�• werden vom Staate besoldet und»mar in tTr?..«« höchsten Lohnsatzes, welcher in dem betreffenden jÄ®{L�üssniß, ist. Das Gehalt ist monatlich pränumerando zu j"» u»r l Besitzer der Kohlenwerke haben für die Gehälter auV-A Paragr. und dieselben vierteljährlich pränumerando an die � wt.iche uno oieie oen vierieizayrim, pränumerando an 0" y Iw'7, 7. des in Frage kommenden Gesetzentwurfes beauflrasL.>* Guyot, Mmift« der öffentlichen Arbeiten, hat der Kommiß• KÄÄ» S'ZÜ'g&SB?>..»» airten", sagte n,„würden damit beauftragt sei», dixM b-fichtigev. Sie würden, was die allgemeine Orgatnsi� isi hi, P'0 Kohlengruben anbetrifft, stets unkompetent bleiben.«'1 Hz..,' So Thätigkeit würde darauf beschränkt fein, die Sichef'� gungen der Arbeit zu prüfen.(Wäre die Tbätizsiu� �° e de, nicht ausgebreitet und verantworttich genug, da von den� onsoef heiisbedinoungen das Leben von Tausenden von«>,_ hängt?) Nun, diese Bedingungen find noch nie il,,* Bereich der Forderungen der Minenarbeiter gekommen-� nie hat man gesihen, daß nach einem Grubenunglück 1 der Minenardei'« auSg brochen ist. Die Streiks find um Zuhier Länge der Arbeits, est, der Lohnhöhe, anläßlich der Länge«««lums/mi, ver«oynyvv-,-{•»an>,»>. ""S """■ und Kohlengraber interessiren, und fie werden auch die" sein, welche die sich um den Posten als Mmr-inspeklsss". tilitjeiD die Stimmen der Arbeiter bewerbenden Kandidaten% timu f werden. Man läuft al'o Gefahr, in Gestalt dieser*«a fw insp-ktoren„wahre Ag-ntcn d« Streiks" zu schaffen, j i« Da jedoch Herrn PvrS Guyot vor Allem am z ltlsi -cu ituuaj vrrrn yvi» rsuyoi vor Auein am „die gute Funktionirung der bestehenden Einrichtungen parlamentarischen Regiments zu sichern", so sitzt cc seir�j\11' I rbeitl Meinung über die Frage hint-.nan und empfi.-hlt der«L Kamm«, den vom Senat votirte« Gesetzest-xt onä ffaier „der weniger Unzulänglichkeiten bietet, al» derjenige der f fclitt'beyn. Kamm«."«r i" Sehr edelmiithig und gnädig von einem so verbohr!�,|j eheste, mann wie Avis Guyot, seine eigene Meinung hiniaSA, Ve»< Allerdings kostet in diesem Falle die Ueberwinduni� S,.Vuu,i genug, da wie oben gezeigt, die Annahme de«(W'rf wie« vom Senate gefaßt wurde, genau so gut,'A; T«„-1'�1 schnmm« ist, al« wenn sich d« Staat gar nicht%>n> Gesitz in die natürlichen und harmonischen Beziehungen!» x Km wchi Kapital und Arbeit regelnd einmischt" und Streiks schafft." Sollte die Kammer an dem von ihr« Vorgänger�! mmikn STfr) frt in der l� nommenen Text festbalten, so darf man«warten. '-angspiel zwischen Kamm« und Senat auch lystem repräs« tirte Legislativgemalt verrichtet in allen 3%� Wohl d« Arbeiter abzielenden Gesetzentwürfen im � a r».' Bourgeoisie eine wahre Penelopearbeit: was auf der tttn- Seite geschaffen, wird auf der andern Seite zerstört. � d-ui 'i egisiaturperiode weitergeht. Die durch em 3 �'5% �3%® m SiZ*» N& Volttifihe MebsvM ZM ohne den Auswessüngsparagraph? Oder läßt sie k" K �(on(' muthungen widersprechen einander. Gewißheit Abstimmung bringen. Sind� die Konservativen für das Gesetz in wre der Reichstag es angenommen hat, so hält die omr, ihre Entscheidung in der Schwebe. Stimmen sie dag" � erhA,' so ist es von der Regierung zurückgewiesen. Mt» r.» Da» Reden ist keine leichte Aufgabe in diSponirten Reichstag. Die sozialdemokratischen Redner"s. aber ihre Pflicht erfüllen. Bebel zählt in Ißstündiger, � die Sünden de« Sozialistengesetzes auf— weniqstent � isiL.''' Theil, denn für alle würden 10 würden 100 Stunde" Ww war das ßauä uneubia und,».■'iunn jl? alle ausreichen. Anfangs war das Haus unruhig und merksam- schließlich wurde es aber zur JniL m gezwungen. Bebel zog namentlich den �ein, samkeit seid« Prozeß in den Bereich seiner scharfen C W«, entlockt. Dies mochten wohl die Gedanken gängerin gewesen sein. WaS giebt es schöneres als eine welche jetzt um die Ecke d« Rue hatte besonders kleine Bändern geziert waren. grauer Seide brachteZTaille Geltung. Ein schwarzes Spitzentuchj das über der- gekreuzt war, fiel auf dem Rücken bis zum Gürtel' Sie trug einen kleinen Strohhut ohne jede VerzieruvS- j«' ein sehr dichtes und gerade nur so viel gepuderte« �%«un ,• deckte, daß die Frische ihrer Wangen und das Fe»� qHssM gab? zur richtigen Geltung kamen. Die jung«. � Gürtel Blickes konnte ungefähr 20 Jahre alt fem. Sie hatte stk,"8 wölbte Stirn, eine kleine gerade Nase, rothe Lippen,®rU jut H.CU(t die beim Lachen hervorkamen, außergewöhnlich kleine �eck und schöne Hände, die bis zum Ellbogen von FausthanM/»«j �°bl h beim Ge'lsj kr fie ,Km jen« unbeschreiblichen graziösen Befriedigung, wie sie t, empfinden, die schön und geschmackvoll gekleidet �üe, bi wissen, daß ihnen Grazie, Jugend und Anmuth zur fob stehen. Auf dem Quai siand sie einen Augenblick stul�% �lä« wendete ihren Kopf nach links und sah auf beide» u weiße Mäntel � S™'W d« Seine Züge von Reitern, die in weiße waren und den Helm auf dem Kopfe hatten. brauen zogen sich zusammen, und indem sie ihr Äuge auf die militärischen Aufzüge richtete, hatte es eine» lichen Schimm«, der ihr einen männlichen, fast»»>els� Fin streifenden Ausdruck verlieh. Darauf zuckte sie wst in duldig die Achseln, als wenn sie etwas Zudri»A�� abwehren wollte und wendete sich, dem Laufe des � �t»«,," folgend, nach rechts. Eine Menge Volk füllte be» � auf der rechten Seite; um zu d« Menge zu gelang�' � tU'tt fau sie beabsichtigte, ging sie über den Pont neuf.%. J*}* 3ß Brückenpfeil« stand eine Frau, die Rosen feil hrl' «ruaenpseu« pano eine �rau, oie moien feu wr. Lc n c'uiy kaufte ihr ein großes Bouquet ab und vergrub kleine Nase in die von Thauttopfen schimmernde» i Alten. j0i Nase in die von Thauttopfen schimmernde»>- i.-'neni Slumen. (Fortsetzung folgt.) ""in! ZW in ■•■Ul OwinA______,,.. i a*.:r""""' 0 Wirt Ii? l"°°tive. an dem die Reibe ist- «KK»% f»' otfbfSß-ÄÄÄSSÄ ItT.jvül»*">. J_ Mir. i« Äont mg von ■'', a »d-l'-L i« nnoSW VÄW*. oÄCspSrä.'?.%.?.d sa#•as»-'""-"« -z'gen ach di- �in ibalt« l dieser haffeiv am «hii stellen wird ihre Sache auf die Neu- j ü t oder Wahlparole; nie mit«»«»st« Nachricht aus dem rheinisch- west- autei: iß... „'"unb imh Gne" gemachten Vorstellungen Rechnung ge. j�Hen„� 5«swd die Masse der Arbeiter unzweiielbast ?��!«unn f.?'"«chen sich dieselben um die ganze Ar- leit SirhL. v««dient. Zu gelegener Zeit werden die ik'' g"••■. in m.# �'iN�'ihr?Brud-r'in d«B-7garbeit 1 Hei,»? r berechtigten Forderungen nach Kräften l'« b« i!?? bir Mahtfreiheit der Arbeiter die !t er f«*, chll der cjl anz nrge der **** drastischen Beispiel -r A I am C>T f. � t soeben tn Schneide- klar geworden. Em '• nn,fi»rt Albeitervereins in einer freisinnigen , r'"""'n*'»» w»»v» w»*....»... i------—■ ieÜ iH9 ,n Schneidemühl den Vorsitz gekuht hat. %/,,«Msiösen Mahtpapank, das rothe G-spenst, ««d i»i»hfn<.*t h»r. PiiH..n(-n..»u gemähizt� auf. .ostentative ■,---. 3-—,..—. 1 1- j—,— Redensart "w'r h;* rnatlonaien Vorstoß der fozialreoolutionären «it �?«tügend Rechnung trägt. .«ich»» Ammenmärchen die Wähler schon jetzt verbohrt ,g hinia windmW is Gesit�i o gut. f.z nichtffD '»Ägeoi 9io% j�chc« Ammenmärchen"die Wäh'er schon letzt .«MMStRM« LSttte«IJ* die durch agrarische Maßregeln künstlich le�kotial-�a���euerung nach und nach verschärfend """" m—-—».t mir»» fipht hie.Demo kr. ,4 SR fi 9;«it a'�'tiot h?0.en Meldungen auf die durch das Schweine. Wählerliste auch an einem Sonntage zur Einsicht auszulegen. Auf diesen Antrag ist folgende Antwort eingelaufen, deren klassische Ausdrucksweise es verdient, in weiteren Kreisen bekannt zu werden. .Magistrat dertzaupt- und Residenzstadt Schwerin i.M. Ohne Ihre Berechtigung, für ein dem Magistrat auch unbekanntes Arbeiter- Wiblko uitee aufmtrelen, anzuec- kennen, wird auf Ihren Autrag vom 21. d. M. Ihnen erwidert, daß durch die Verordnung vom Jahre 1855 zur Heiligung der Sonn- und Festtage, sowie au« Rück- ficht auf die Beamten, der Magistrat sich behindert sieht, Ihrem Antrage zu willfahren. Schwerin, 22. Jrnuar 1890. Der Magistrat. gez. H. B a d».' Welchen Gedanken der erste Bürgermeister der Stadt Schwerin, der Hofcath H. Bade, mit den Wörtern»auch unbe- kannte»" zum Ausdruck dringen wollte, dürfte Niemand zu ent- räthseln im Stande sein.— Die sozialdemokratische Agitakion für die ReichstaaSwahl ist hier m vollem Gange und herrscht be- gründete Hoffnung, daß der Kandidat, Speisewirth, Th. Schwartz- Lübeck, im 2. meckü-schwer. Wahlkreise in die Stichwahl ge- langt.— Frankreich. Paris, 23. Januar. Der Abg. I o f f r i n erklärte sich gestern bereit, van seiner Wahl zurückzutreten, wenn auch die doulangistischen Abgeordneten zurückiräien; dann würde man sehen, wie die Boulangisten geschlagen werben! Die Abgg. Laguerre und Le Hör risse haben diese Herausforderung angenommen und find bereit, zurückzutreten, wenn Joffrin zmücklritt.— Ja der auf heute einberufenen V o l l v e r- s a m m l u n g der Rechten setzte B schof F r e p p e l ausein« ander, man wolle keine eigene Gruppe bilden, nur einen Boden der Verständigung für alle Konservativen schaffen. Alle könnten sich bezüglich der Beibehaltung der sozialen Oconung, der For- demng der bürgerlichen, religiösen und gesellschaftlichen Freiheiten einigen.— Die neue Vereinigung nennt fich »Allgemeine Vereinigung der Abgeordneten der Rechten". Zu Präsidenten wurden erwählt: Herzog delaRochefoucauld,Doudeauville,Jolibois, Freiherr de M a ck a u und Jacques Piou. Von 170 Abgeordneten der Rechten wohnten dieser»Vollversammlung" nur 60 bei. Der Versuch, die Rechte wieder unter der Ober« hobeit des»Z oölferausfchusseS" zu einigen, ist also glänzend mißzlückt. Cassagnac hatte beantragt, nur drei Präsi- Kenten als Vertreter der drei Gruppen, der Royalisten, der Imperialisten und der einfach Konservativen, die keiner dieser beiden Richtungen angehörten, zu ernennen. G avron und Renard, Anhänger der konstitutionellen Rechten, protestirten aber gegen diese enge Klassifikation. Es gebe außerdem noch Mitgleeder der Rechten, die, wenn sie auch bezüglich ihrer konservativen Gesinnungen der Rechten angehörten, doch eine andere Politik im Auge hätten. Wenn man sie nicht anerkenne, würden sie sich zurückziehen. Spanien. Madrid, 24. Januar. Die Kammer nahm mit 143 regen 31 Stimmen den Artikel 1 der Vorlage betreffend Ein- jührung des allgemeinen Wahlrechts an. I Wahlbrev-gung. igen h �eren"ST1- Jtor*,fr�a'4' 4/51 ü/». �------- .liim ist, hlt, btr nationalliberale Abgeordnete . h,r fta'�teii Hiiisi«."ganz offen:»Bei den besonders in der feil,, NohbL' ö"?nn man nicht wohl sagen, daß die theil- mmmm* "»«IN ccu:ii v» a,»«.».».,........ ik?"«eii Vn,»" �mendigen Lebens- und Genußmittel de« «iÄÄÄÄW! L «»oliet" ge.chieht, m deren letzter Nummer wir Esse», 21. Januar. Ein»Arbeilei-Wahlkomitee" hat für hier, laut dem„Beobachter", den Bergmann Ludwig Schröder in Dortmund al« Reichstagskandidaten aufgestellt. Derselbe hat die Kandidatur angenommen. Kon«, 22. Januar. Ja einer sozialdemokratischen Wahl- versommlui'g ist Bebel als Reichstagskandidat aufgestellt worden. Rendsburg, 22. Januar. Für den 9. Wahlkreis ist feiten« der sozialbemokralischen Partei der Ziaarrenarbeiter Steinfatt in Flensburg als Kandidat aufgestellt. Nach einer am Sonntag Abend zu Segeberg abgehaltenen sozialdemokratischen Versamm- lung wurden von der Polizei mehrere Verhaftungen vorge- nommen. Einer der Verhafteten wurde am anderen Morgen todt in seiner Zelle vorgefunden; ein Herzschlag(?) hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Eine Untersuchung dieser Angelegen- heit ist ein«leitet worden. I» Königsberg und in allen Wahlkreisen Ostpreußens kandiont sozialS'mokratifcherseitS der Zigarrenhändler Schulz- Königsberg; in Danztg und in allen Wahlkieisen Westpreußens kandibirt der Lithogroph Jochem. Für die bevorstehende RrichstagsWahl i« Krauu- schweig zirkulrrt dort unter Berücksichtigung der Kandidaten- Namen folgender scherzhafter Parteiwunschzettel: a) der Freisinnigen: Wählt bloS an diesem Orth »Winter"! b) der Kartellbrüder: Wählt in diesem Winter bloS .O.th"! c) der Sozialisten: Wählt an diesem Orth diesen Winter:»BloS"! l9eb geschieht, m deren letzter Nun Gi" Inserat folgenden Inhalt« fanden: Geld zu verdienen durch Kunst-Kaffe Fad-rkation. Jean Heckhausen u. WeieS, j i,(ioln a» Rh. fc" P.k.denn da die Herren Staatsanwälte, um bei � tjt �«uitelfalschern das Handwerk zu legen �?.) i 23. gian. �er hiesige ArbeiterbildungSoerein vor iün»tew«• ArbeilervildungSoerein hatte Eclaubnrß erhalten, ,.#1, Nu» I.te,'e«ne Festivität abzuhalten. Unter der Hand . Feuer' L�b„..""'ße Mitglieder des Vo ftandeS und Festkomitees jung«-i Ch?.9" Kasse Karten gegen 25 Pf. Entcee au«. atte ei»'!, ln�etun, ein Programm gegeben. Gegen e»n wegen dieser ... iSrii� Nifüti� ßed'Ne« Slrafmandat erhoben die Betreffen- 'LÄi je«ie beide-». �d t ck stm Agt«lii,«klär,, liegen oem vaicuu,,«-—.-------- $11$%�h ir.s,.9?di zu haben. Das Gericht erwog, daß Vor- rS i 'b.. Ju �et(" u. Co. hier ein elnmaugeo r.e».- �eit»«.®'e ver»'.?�"delrawt der theueren Lebensmittel %,._ihelen �"cheten Arbeiter erhielten 10 M., die un |'— k A SJT wurde den Arbeitern einmaliges kleines un- 3 M. die bi.%«I Ooi." IT i»—......—. « 3n.r,.« ihrem mageren Verdienst leben können? vor der Thür vnd da ist wohl zu thun ,....«Ute Christenpflicht. tih�n» s°iiald-M�'' den 24. Januar. Der Vorsitzende des �Odiftr�? l$cn D-lizeiaml angemeldet worden sind, ' schnfilich das Gesuch eingereicht, die mm Zur Einsicht der Mählerliste« für behinderte Wähler haben sich noch erboten die Herren Max Kl ey, Tischler, Bellealliancestraße 78, Seiten- flugel Hof pari, für den zweiten Wah kceis ebenso der Restaurateur Luhm, Brandenburgstr. II. I. Simon, Jnh. A. Adler, Metzerstr. 33 für den 5. Wahlkreis; Adolf Wolff, Restaurateur, Gerichtsstr. 44, für den 6 Wahlkreis: Fritz Scherbing. Restaurateur, Fehrbellinerstr. 93, für den 6. Wahlkreis; ebenso Herr R o b e r t Barth, Gerichisstr. 19. Die Anzeichen ei««« bevorstehend«» Krach» der chloßfreiheit-Lotterie mehren sich, fo schreibt die„Volke- oenung", erfreulicher Weise. Un« ist es von verschiedenen Seiten zu Ohren gekommen, daß die Zwischenhändler, welche auf die Loose gezeichnet hatten, um ein Geschäft mit deren Verkauf zu machen, jetzt froh sind, wenn sie dieselben ohne Verlust verkaufen können. Aehnliche Informationen veran- lassen die»Voss. Ztg." zu folgenden bemerkenswerthen Au«. führungen:„Sind nun die Schloßfreiheit» Loose abgesetzt? Und an wen find sie abgesetzt? Sicheren Bescheid könnten auf diese Fragen nur die Unternehmer geben. Indessen heute find sie vielleicht selbst noch nicht im Stande, genaue Auskunft zu ertheilen, weil sie nicht wissen, wie viele Zeichner ihre Kaution— sie beträgt nur 5 Mark für das Laos— verfallen lassen werden. Daß ihre Zahl nicht gering fein wird, scheint heute schon ziemlich gewiß. Denn aus den Kreisen derjenigen Personen, welche gewerbsmäßig den Looshandel betreiben, hört man, daß die Stimmung der Schloß- freiheit-Lotterie nichts weniger alt günstig sei. Viele LooShänvler befürchlen, wohl nicht mit Unrecht, daß sie schließlich mit dm Loosen fitzen bleiben werden. Anscheinend find e« vorzugsweise diese Loothandler, welche Zeichnungm vorgmommen haben, wes- halb man denn in den Tagesdlättern bereits Angeboie von gan- zen»Posten von 200 und 300Loosm" mit nur 2M. über dm ZeichnungSpreiS für das ganze LooS»ohne jede weitere Ver- pflichluna" liest. Aber noch mehr, heute morgen konnte man bereit« Annoncen lesen folgenden Inhalts:»Schloßfreiheit» Lolterie. 25 Loose obiger Lotterie sind zum Kostmprei« abzu- geben. Adr. rc." und„Schloßfreibeit-Lotterie habe noch einige Loose zur 1. K1. mit 2 M. unterm Originalpreis, also mit 50 M., abzugeben. Adr. unier zc." Et scheint mithin schon jetzt, vorder ersten Ziehuna, selbst noch vor Ausgabe der Loose, in manchm Kreilm die Erkmntniß durchgedrungm zu sein, daß auf einen Verkauf mit Aufgeld zuletzt nicht nur nicht zu rechnm sein, sondern ein starkes Angebot den Preis stark drücken werde. Wir fürchtm, daß mancher Looshändler mit dieser Lotterie sehr schlechte Erfahrungen machen wird. Denn 5 M. Kaution mögm viele Leute walien, die Mehrzabl mag auch in der ersten Klasse, in der von 200 000 Loosen 199 105 verlierm, noch da« Glück versuchm. Aber die späteren Nachzahlungm werden den Verlierern schon schwerer, und angesichts des UmstandeS, daß in der zweitm und dritten Klasse die Gewinne viel kleiner werden, die Zahl der Verlustloose aber noch beträchtlich steigt, so daß nur 379 Loose gewinnen, werdm sicher zahlreiche Spieler auf die kostspielige Fo-tsetzung de« Wagnisse« verzichten." Dem„Körse«-Co«rier" wird geschrieben:»Gestern (Donnerstag) Abend, MS ein Fremder die»Lohengrin"'Vor- stellung im königlichen Opemhause besuchm wollte, und zu diesem Zwecke einen Parqnelsitz an der Kasse zu erlangen ver- suchte, indem er einen Hundertmarkschein au« der Brieftasche zog, um das Billet zu bezahlen, wurde das Bankbillet zurück- aewiesm mit der Bemerkung,»daß man einer unbekanntm Person nicht mir nichts dir nicht« einm Hundertmarkschein wech>ele, da man ja doch nicht wissen könne, ob der Schein echt sei." Alles dies sogar in einem nicht allzu höflichen Tone. Da der Fremde fich aber dadurch keineswegs abschrecken ließ und endlich vorschlug, Name und Adresse zu hinterlassen, hat fich schließlich der kgl. Hoftheaterkassirer doch dazu bequemt, den Schein zu wechseln, und dem Fremden erlaubt, um 7 Uhr 10 Minuten da« Publikum zu stören! Unglaublich aber wahr! A. S Jäaerstraße." Die Keemöwen, unsere ständigen Wmtergäste auf den hiesigen Wasserläufen,-ringen immer weiter in die verschiedenen Stadtgegenden vor. Während sie früher-nur in der Umgegend der Friedrichsbrücke gesehen wurden, bemerkte man sie zu Beginn diese« Winters auch hinter dem alten Polizeipräsidium auf der Spree und feit einigen Wochen machen sie sich auch auf dem Engerbecken und in dem Louisenstädtischen Kanal bemerklich; wo ihnen die leerstehenden Badehäuser al« Niststätten zu dienen scheinen. Menschenscheu scheinen die Thiere nicht zu sein, denn am Museum hausten sie während des Baue« der Kaiser Wilhelm-Brücke; an der Fischerbrücke ließen sie fich nieder während der Arbeiten an dem neuen Wehr und über den Louisenstädlischen Kanal baut man jetz' die neue B ücke. Das A:deiten der Dampfcamm-n stört die Thiere garnicht. Gin räthfelhafter Menjlch war es— so schreibt die „Post"— der vorgestern Nachmittag einen Koffer in der Hand haltend, in der Mittelstraße auf dem Bürgersieig stand und nachdenklich bald zum Himmel aufsah, bald seinen Blick auf den Boden heftete. Die vorübergehenden Leute sahen sich wohl den in Gedanken Versunkenen kopfschüttelnd an, in bem Ge« triebe der Großstadt aber hastet Einer an dem Andern vorbei. Unter den Passanten befand sich auch ein Schutzmann, welcher ebenfalls den merkwürdigen Menschm betrachtete. Abend« kam der Beamte wieder vorbei und sah wiederum den Unbekannten mit dem Koffer in der Hand da stehen. Diesmal hielt es der Beamte für einen Zufall, welcher ihn zum zweiten Male auf derselben Steve mit dem Koffermenschen zusammenführte. Als er aber gestern Vormittag bei einem abermaligen Gang durch die Mittelstraße wiederum den Herrn mit dem Koffer auf demselben Fleck stehen sah, sprach er ihn an und nach den Antworterr hörte er, daß der räthselhafte Unbekannte seit vorgestern, als er ihm zum ersten Male begegnet war, auf derselben Stelle stehen geblieben war, und zwar, wie der Fremde bekundete, weil er sich nicht losmachen könne. Nun wurde dem Beamten klar, daß er es mit einem Wahnsinnigen zu thun halte, und er brachte den BedauernSwerthen zur Polizeiwache. Hier konnte man nur in Erfahrung bringen, daß der Unbekannte vorgestern von außerhalb zugereist war und ein Kaufmann K. sein wollte. AuS ben verwirrten Angaben de« Unglücklichen ging nicht hervor, welche« fein Wohnort ist. Die Revision de« Koffer« lieferte ein überraschendes Resultat: Man fand in demselben 48 000 M. in Baar und in Werthpapieren; auch einiges Guldengeld war dabei. Wahrscheinlich hat der räthselhafte Unbekannte im Verfolgungswahn sein Geld in Sicherheit bringen wollen und ist von Haufe geflüchtet. Jetzt ist er und sein Geld in Sicherheit Ueber die Grplost-n einer Straßendahn-K-k-moti»« in Lyon berrchtet„Die Siraßenbahn" und knüpft an die Schilde- run« diese« Unglücks eine Betrachtung über die Berliner Dampfstraßenbahn, in welcher e« heißt:„Hier bekommt man einen Begriff, wie weit man es mit der Unachtsamkeit treiben kann, und daß bis heute noch kein solche« Unglück wie in Lyon passirt ist. hat man wohl nächst der Vorsehung nur der vorzüzlrchen Konstruktion der Rowan-Wagen und Borfia'« bekannten Materialien zu verdanken; denn die Zustände bei dieser Bahn spotten aller Beschreibung und e« wäre jetzt, wo genannter Gesellschaft eine weitere Konzession noch mehr in die Stadt hinein ertheilt worden ist, Zeit, daß von irgend einer dazu berufenen Instanz einmal gefragt wird, wie der Betrieb eigentlich gehandhabt wird. Ohne auf die Frage der Keffelrevifion einzugehen, wollen wir nur bemeiken, daß wir so scharf abgelaufene Ban- dagen gesehen haben, daß man daraus hätte schwören mögen, es sei unmöglich, daß sie ohne zu entgleisen eine Kurve passiren könnten. Da« ist in Berlin mit feinem Verkehr an Fuhrwerken und Fußgängern der Fall. Dem beweglichen System der Rowan-Dampswagen allein ist es, wie e« scheint, zu verdanken, baß bis jetzt kein Unglück vorgekommen ist. Aber wir müssen un« fragen, wie lange wird e« noch so gehen können? Wie kommt es, daß, während man an dem einen Dampfwaaen Rauch und Dampf gar nicht spürt, man bei andern furchtbar belästigt wird? Die eine Maschine hört man kaum gehen, bei anderen wieder klopft e«, wie in einer Hammermühle. Wenn nun wirklich, wie wir hören, die Direktion den Fehler begangen hat, auf eigene Faust gegen den Rath de« Elsinder« der Dampfmagen Material anzuschaffen, welche« für den Betrieb hier gar nicht paßte, und Wagen für Massen- transport zu konstruiren, welche für Straßenbahndienst sich gar nicht eignen, so ist die Zeit herangekommen, dafür zu sorgen, daß die Folgen ihrer Kurzsichtigkeit fich nicht in bedauerlicher Weise geltend machen. Man möchte wahrlich nicht erst warten, bis ein solches Unglück, wie es fich in Lyon ereignet hat, einen wahren Sturm von Entrüstung gegen die Firma Bachftem u. Ko. erregt. Wir werden demnächst aus sachkundiger Feder eine Schilderung der Art, in welcher bei Äachstein die Ma- schinen behandelt werden, veröffentlicher.. Wir sind überzeugt, daß sowohl die Behörden, wie die Direktoren der Dampfstcaßen- bahnen davon erbaut sein werden. Man darf daraus gespannt sein, in welcher Weise die Firma Bachstein sich diesen An- schuidiaungen gegenüber entlasten wird. Gin Kchnorrer, der zur Aufbefserung seine«»Gewerbe«" eine durchtrieb«ne Fälschung plante, ist vorgestern durch die Umficht eine» bresigen Bürger« dingfest gemacht worden. Bei dem Graveur L. Stachau, Rosentholerstraße 54, der besonders von Behörden viel beschäftigt wird, erschien vorgestem Abend ein etwa 35jähriger jüdischer Mann, um im angeblichen Auf- trag des Oberradiaer« Dr. Hildesheimer einen Stempel mit der Inschrift„Rabiner-Seminar Jsrail, Berlin, Hildes- heimer" zu bestellen. Di Dr. Hildesheimer zu den ständigen Kunden der Siachau'ichen Firma zählt, wäre wahrscheinlich der Auftrag ohne Bedenken ausgeführt worden, wenn nicht Herr Stachau die beherzigenswerthe Vorficht gebraucht hätte, bei Dr. Hildesheimer Erkundigungen über den Auftrag einzuziehen. Es stellte fich sofort heraus, daß der Schnorrer sich unbefugt in den Besitz eines Stempel« habe setzen wollen, der e« ihm erleichtert hätte, gefälschte Zeugnisse und Empfeh- luv gen anzufertigen. Die Polizei verhastete den Schwindler, als er gestern den Stempel abbolen wollte. Der Lbliche amtliche Polizelbericht über Unglücks- fälle, Selbstmorde u. s. w. ist geKern nicht erschienen. Ob der seltene, aber zugleich erfreuliche Fall vorliegt, bah es nichts zu berichten gab, oder ob ein anderer Anlah das Ausbleiben des Bericht« verschuldet, entzieht fich unserer Kenntniß. Vevlnnrnrlunrzen. Eine gut besuchte Versammlung de« sozial- demokraliichen Wahlvereins ldeS S.Berliner ReichStagS-Wahlkreise« fand am Dienstag, den 21. Januar, Abends, im Saale der Norddeutschen Brauerei statt, in welcher Herr Dr. Bruno Wille den Vortrag hielt: .Erstrebt die Sozialdemokratie den Umsturz'l" Refeient wies nach, dah wir nicht Revolutionäre, sondern Evolutionäre wären, nicht den gewaltsamen Umsturz wollten, sondern auf dem Boden der gesunden Forteulwicketung ständen. In trefflicher Weise widerlegte er dann alle Vorwürfe der Bourgeoisie den Sozialdemokraten gegenüber, als da sind: VaterlandSlofigkeit, Aufhetzung zum Klassenhaß rc. Der Referent ging dann über w unserem Programm, dasselbe, so weit es unter den heutigen Verhältnissen überhaupt möglich, m begeisterten und begeistern- den Worten klarlegend. Rauschender Beifall lohnte den- selben.— In der Diskussion meldete sich trotz mehr- facher Aufforderung kein Gegner zum Wort.— Bei Verschiedenem wurden folgende beiden Anträge einstimmig angenommen: 1. Den Vorstand zu beauftragen, 1000 Broschüren von Heft 10 der Berliner Arbeiter bibliothek zu beschaffen und dieselben an die Mitglieder gegen Vorzeigung des QuittungSbucheS, kostenlos zu verabfolgen. 2. Die heulige Vssammlung beschließt folgende Lokale solange zu meiden, bis Lokalverzeichniß de«„Berlmer Boiksblatt" ständen: sie im Lokalverzeichniß de« 1. Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23; 2. Schulz, Gerichts ftraße 10; 3. Meyer, Boyenstr. 12; 4. Wetzel, Schulzendorfer- straße 27.— Hierauf schloß der Votfitzende mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf unseren allverihrten Abgeordneten W. Liebknecht die imposante Versammlung. Eine stark besuchte Relchstagstttähler-Uersamm- luttg für Kchönebeeg und Zlurgegend tagte am Montag den 20. d. M. in Gründer'S Salon, Schwerinstraße. Nach Wabl der Herren H. Gärtig, A. Buchholz und Alb. Schmidt ins Bureau, wurde als erster Punkt der Tagesordnung, der Vortrag de« Herrn Karl Pirch-Berlin:.über die bevor- stehenden Reichs tagswahlen und die verschiedenen Paiteien" entgegengenommen, welche Aufgabe der Referent in ein stündiger, oft von Beifall unterbrochener Rede in glänzender Weise löste. ES wurde sodann folgende Resolution eingebracht und ein- stimmig angenommen..Die heutige, in Gründer« Salon, Schwerinstraße, tagende öffentliche ReichstagSwähler-Versamm- lung für Schöneberg und Umgegend, erklärt fich mit den AaS» sührungen des Referenten vollständig einverstanden, und ver- pflichtet fich mit allen? gesetzlich ihr zu Gebote stihenden Mitteln für die Wahl de« soziatdemokralischen Kandidaten, Buch- druckereibefitzer« Herrn Wilh. Werner einzutreten; ferner wurden der Versammlung nochmals die Beschlüsse de« internationalen 3Ä» Arbeiterkongresse« zu Pari« in« Gedächtniß jwwf® 1. Mai 1890 als Feiertag prcklamirt. Ebens.'b tag als Feiertag zu begehen und wird die Arbnl«n. ruben gelassen. Sodann wurde zum zweitni kujfion", geschritten, an welcher fich die versch>»es sehr lebhaft betheilizten. Alsdann ging man zur � Lokal-Wahlkomitees über; welches au« folgendni v, steht: H. Gärtig, Kolonnenstr. 37; M. Silbrecht,*' str. 35; Alb. Schmidt, Nollend orsstr.>3; bei den' Herren, welche bei der Wahl tbätig sein wollen, mw Es wurde dann noch der Antrag angenommen, der Schloßbrauerei Schöneberg zu trinken, da t™ Zusage, ihren Saal zu keiner Versammlung Unter.Verschiedenem� wurde noch da« Verhalten, klubs, Gesang- und derartiger Vereine einer sch�t unter>ogen, welche trotz Weigerung der Wirthe F der Versammlungen immer lustig ihre Vergnügung »Z ÄSst,-«.: unnützer Weise erschweren. Dann wurden die �«"'wwiar.tin h uuuuVci-cucisc-c/uiin roucucu �»v•-<%! beiler daraus aufmerksam gemacht, die sämmtlichA«L � das kädlis« VergnügungSlokale zu meiden, da nicht ri»®m,'\ lchr» Mit ein »"ÄrÄÄ% S- E- die Versammlung.". ��ttun Im Fachverei« der Tischler für.d�u ttistv, Kerlin» sprach in der letzten Versammlung Kolleg über da« Handwerk frilhec und jetzt. Der Beitif verein und die Benutzung des Arbeitsnachweises pfohlen. Wie uns iionen, u m mon> We Stadt Pe rt« "ugesührt Theater. Sonntag, den 26. Januar. Vvernha««. Der Freischütz. Montag: Euiyanthe. Ichauspietstan». Wilhelm Dell. Moniag: Colberg. ZeMng Theater. Di« Ehre. Montag: Der Fall Clemerceau. Ventsche« Theater. Der Pfarrer von Kirch- seid. Montag: Krieg im Frieden. Kerllner Theater. König Lear. Montag: Der Veilchentr-sser. Friedrich- Wilhelmstädtisch»« Theater. Der arme Jonathan. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner-Theater. Sie wird geküßt! Montag: Dieselbe Vorstellung. Kestdenz- Theater. Die arme Löwin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Mietoria- Theater. Stanley rn Afrika. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kesteallianre» Theater. Der Fleck auf der Ehr'. Montag: s'Nullerl. Ostend» Theater. Der Rattenfänger von Hameln, Montag: Dieselbe Vorstellung. KSnigstadttlche» Theater. Die Ehre. Montag: Dieselbe Vorstellung. Tentral-Theater. Berolina. Montag: Dieselbe Vorstellung. Zldolph Grnst-Theater. Flotte Weiber. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neich»haU««-Theat»r. Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Kanstna««'» Vartttst. Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Kichter'« Uaristtck. Spezialitäten- Vorstellung. Alhambra-Theater, Wallnertheaterstraße 15. Neu einstudirt: AoilAufe zllMft. Lebensbild in 5 Bildern von Hugo Müller, Musik von Bial. Ernst Wohlmuth, Herr vekmann. Felix Lerche, Herr Wtnkler.«arte Frl. Hncht- Hansen. Elise, Frl. Tähn. Mtree l.»alkoa 50 30 ff, »Pf. 11.1 Pargnet«0 Ps. • Parterre 40 Pf. Ballon 40 Pf. ,r. Anfang: Wochentag« 7tz Uhr, Sonntags, des Konzert« 6 Uhr, der Vorstellung Uhr. American-Theatep. Dresdenerftraste 55. Täglich Vormiel llung. [1365 Englischer Garten. Alexanderstraße 27c. Auftreten der Kostüm- Soubrette Frl. Fritxi Korn. Auftreten der Parterre- Gymnastiker- Truppe Plnk. Auftreten der Gesang«- Duettistinnen Geschwister Brochm. Austreten der Kostüm-SoubreU« Frl. Fron- oisko Clairemont. Austreten de« Gesang«- Humoristen Herrn Kolmberg. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30, 50 und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Sonntag« Anfang halb 6 Uhr. Sonntags Entree 50 Pf., reservirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. Volletändlg meueo Programm. ■tmm'jhm Wope 1 T- 9 931.— 10 Uhr A. NgrZTW- Kalaer-Panorama. Neu! Z. erste" Mate 4 Zykl. Erinnerung, a. d. Feldzug 1870/71. Sechster Zyklus: Pariser WeUauSsteRuug Hochinteressant: Hertha-Reise. Em« Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Adonn. 1 M. Erklärung. welche Hierdurch nehm« ich die Beleidigung. ich gegen den Restaurateur Wilhelm Junick«, Waldemarstraße 74, im Lokal von Preuß aus- gesprochen habe, zurück, und erkläre denselben hiermit nur für einen ehr- und achtbaren Mann. 954] Karl Lutze, Maurer. Circus Renz. Karlstraße. Heute, Sonntag, den 26. Januar: 2 große Uorstellnugen. 4 Uhr Nachm.(1 Kind frei): Aschenbrödel, oder: Der gläserne Pantoffel. Großes Ausstattungsstück. Abends 7% Uhr: Extra- Vorstellung. 5. Aussübrung der großen nationalen Original-Pantomime Deutsche Turner. Von A. Siems. Jnszenirt vom Direktor E. Renz. Dekorationen, Kostüme, Requisiten, Wagen neu und prachtvoll. In beiden Vorstellungen: Auftreten de« gesammten Künstlerpersonals, sowie Reiten und Vorführen der best drzsnrten Schul«».Freiheit«- pferde.— Morgen, Montag: Fettvorstellung zur Feier des Geburtstags Sr. Mcj. d. Ka ser« und Königs Wilhelm IL; Deutsche Turner. E. Ren», Direktor. Möbel, eigener Fabri k. Spiegel D.Polsterwaaren. Gr. Lager, bill, Preise. Emil Heyn, Bmnnenstr. 28, Hof part. I Theili. nach Uebereinkunft sfimmtlicher Portern. Größte Auswahl, billigste Preise.[721 B. Elkhuyeew, WSnsfteaß» 10« Alhlmg Mljlmr. In folgenden Werkstätten find unsere Forde- '......."Pf. rungen noch nicht bewilligt: I. CPf äff, Engel-Ufer 1c. Gebr. Weinmann, König« grätzerstroße 81. GroschkuS, Gollnowstr. 19. Schimmelpfennig, Andreasstr.39. Fr an z, Prinzenstr. 20. M ü l l e r u. C o.. Blücherftr. 35. G o e t fch ke, Alexanderftr. 29. Franke, Brandenburgstr. Nr. 33. G e h r i ck e, Höchste- straße 32. Griewahn. Brandenburgstr. 19. Thiele, Barnimstr. 32. C o u t u rier, Louisen- Ufer 17. JariuS, Barnimftraße 41. Hein- ri ch Sj, Mehnerstr. 3. Och«, Reichenberger- straße 170. Stahlheuer, Königsberger. straße 4a. Bruhn, Langestr. 6. Kursig, Brandenburgstr. 55. Mohnke, Admiralstr. 20. L ü d o l p h, Grenadierstr. 4a. Schwarz, Reichenbergerstr. 124. Jacklch, Naunnnstr. 44. P a lis, Köpnickerstr. III. Schmitz, Oranien- straße 147. Vater, Wasserthorstr. 35. M e fch et, Manteuffelstr. 57. Ulrich, Reichen. berger straße 63. G o« d a, Weinstraße 30. Schöning, Pallisadenstr. 14. Velkisch, Skalitzerstr. 11. Kirf ch n er, Adalbertftr. 42. H e n n i g, Weinstr. 10. Thi em, Reichen. dergerstr. 24. Janke, Reichenbergerstr. 63. P i ck e r t, Frankfurterstr. 132 a. Stahlheuer, Reichenbergerstr. 73. Stahl, Piinzen- straße 19. L u ck a I, Lausitzerstr. 10. Radorf, Simeonftr. 11. Dittmann, Höchsteftr. 19, Brost g. Pulver, Manteuffelstraße 87. Lobig, Pallisadenstr. 6. Bei Biester, Alexandrinenstraße 22, und M i ch e l s e n, Körnerstr. 19, werden Arbeiten für F. Vogt« u. Co. gefertigt. Wegen Maßregelung eine« Kollegen haben m der Werkstatt Vogts u. Co. sämmtliche Gehilfen die Arbeit niedergelegt. Ueberstunden- sowie SonntagSarbrit dürfen auf keinen Fall geleistet werden. Ferner machen wir die Kollegen darauf auf- merksam, daß jede« Anstagen auf Inserate hin, wie überhaupt alle« Anfragen in den Werk- stätten unwiderruflich die Entziehung der Unter. stützung auch in Zukunft nach sich zieht. Die Kollegen haben fich nnv an die Stellen- »ermtttelnng der KUdstauer Kerlin», Annen- straße 16, zu wenden. Di« Kontrole ist wieder bei Krßner, Annen- straße 16, Vormittag« von 10—12 Übt. Wir machen noch auf folgende Derkadrefle« aufmerksam: Köpnickerstr. 115, Oue gib. 3 Tr.; Adalbert straße 38; Pückler- st r a b e 6; K öpnickerstr. 26a; Köpni cker- straße 190. Briefe find zu richten an G. Wächter, Schinkestr. 11, v. 3 Tr. Die Kommission. Große össentl. Wählerversammlß für den 3. Herliner Reichstagsmahlkrei� Jlrit 28!».. iNli, nstÄ K Ifhr itt hrr Wrrtttrrcl �aifito» iu;. �k«l»t, daß am Dienstag, den 28. d.» Abends 8 Uhr, in der Braueret TageS-Ordnung: 1. Die Sozialdemokratie, ihre Vergangenheit und ihre Zukunft. Referent: l 2. Disku'fion. 3. Verschledenes. Alle Wähler, ohne Unterschied der Partei, find hiermit eingeladen. Zar Unkosten fj bei ei"» Teller»amml"na statt. Der Einheruj�A Oeffentl. Wahlerversammlk Mr Kirdorf, Kritz und Umgegend j Montag, kn 27. Januar, Abendö 8 Uhr, in Nitsek's Salon, Ltw' Toges-Ordnung: 1. Die bevorstehenden ReichStagswohlen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes- I Pflicht eines jeden Wähler« ist e«, zu erscheinen. u _ Der Einberg *%%% da Ctttn Roi �»l»«!g il K wer I?"1 m oi •'»«b 'Stfö&eil Hiur0 d«' OefFentl. Korbmacher-Versamml111 , L--. 'i am Montag, den 27. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Boll, Adalbertstraße Nr.™ Tages-Ordnung:. 1. Bericht der Lohnkommisfion. 2. Ist es möglich, die vom Magdeburger stellten Forderungen betreffs der Lohnfrage m diesem Jahre durch»uführen-, A. Krüger. 3. V-rschiedene«.__ Der EinberwWy"''�ftutzung, unbebin Dhefl habe od, Mi F&chverein der Putzer., ; s«ztüfe all 7: Donnerstag, den 30. Januar cr., Abends W# e n e r Maskenb im Böhmischen Branhause, Landsberger Allee pi-A K- Kios-H'� Em'aßkaiten ä 50 Pf. find bei A. Strasse, Friedrichsselderstr. 10,..... münderftr. 189; L. S�manofsky, Ackerstr. 73; Prochnow, Wald str. 30; F. Grätz, Lulsl> tz Matzat, Schvennstr. 12; A. Müller, Düff-ndachstr. 38: W. Rehd-n, Maria#9 ™ Fischer, Görlitzerstr. 49; A. Dahn«, Schwedterstr. 229; F. Giäschke. Görl'«� K. Schmidt, Memeterstr. 60; K. Petnk, Lübbenerstr. 7; I. Ulrich, Franseckystr. 12-* holz. Ackerstr 57; H. Wolf, Borfiastr. 27, zu haben."- Oer Vorstefx d»i» flä # Um S S;»w Gesangverein„Lorbeerkranz' Der Verein veranstaltet»m Sonnabend, den I. Februar, „Elysium", Kandskreger Allee 39/41,(einen diesjährigen im Wiener Maskenball und ladet Frlllabe und Gönner b'eczn gmij eraebenlt ein. Billeis a 50 PI. lind bei-s Herren zu haben: G. Liebenow, Oderbergerstr. 15, o. II; C. Wittke, Fürstenwalderstr( Otto, Marian n-v-User 6, Hof, Rühilck«, Prtristr. 8/9, v. part. im Keller; F. Huppke, Große Frm kfurterttr. 62- Oer Vore»?5 Sch k52® Fachverein für Schlosser und Maschinenstauarbeiter Kerlins und Umgegend. Groeee Versammlung am Mor-tog, den 27. Januar, Abends 81 Uhr, in Rehlitz Salon, Keegftraste IL. 1 Tagesordnung: 945 1. Vorttag des Stadtverordneten Herrn Olio Hein dorf:»Die politische Seite der Gewerk- schaftSbeweguvg. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Entrichtung der Beiträge. 3. Verschiedene« und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Zahl- reiche« Erscheinen erwartet Vorstand. 944J An dieKerliner Former! Da 5 Kollegen in der Metallgießerei von Kegel, Ritierstraße 6, die Arbeit wegen schlechter Arbeitsverhältnisse eingestellt haben, so ersuche ich die Kollegen, den Zuzug für diese Werkstelle fern zu halten.[950 _ K. Müller, Vorsitzender. Achtung Kuopfarbeiter! In der Anopffabrik von C. H. Röhll haben sämmtliche Arbeiter die Aibeit niedergeleal. Bitte den Zuzug fern zu halten._[951 Fr. Gragert, 5 u. 13 Zionskirchplatz 5 n. 13. Magazin str AuslMWllstsgeMMe, als: Kochgeschirre, Kolinger Stahlwaare«, sowie veiichievene Kolswaaren. Billigste Bezugsquelle für Wiederverkäufer! Kaar(M WT«w Jeder eile, denn nu' kursta Zeil mvsten'w Gr. verkauf»»- A0.000 elegant» dtge Zacket-«. Rock-AnsüS»' � 1890, oeren Werth 1'as Dc'i«ache, etz, 21 Minier-«. Frühjahrs- Palet»�, unte-m Halden Werid nur 8, ui' '8 20, 21, 24 M. Prima ttTZf Kchlafrocke.'000 Ball-«. G'f'ÄiZ Anzüge. 8000 Kose«««d Jr s einzelu« Zacket»«. 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Ärfititno: W st* :b(ii oh" itm cschi-dtt? >«»« m jenem M lbrecht/" £ Ä ommW; 1 da dl-sl nntluna haltmdH :er schürf. iüflun?'n* mitgeteilt«ird hat der hiesige Magistrat Rc- e welche die Nachtragung in die Wählerlisten für 'i- VtÜ*#.n" � oa langten, zurückzewiesen, unter der Angabe, die liitn€i'' in klm0r(lt!n �üen' durch die Aufnahme Familienangehönger n EmnzH U, Kranfenhaus, eine Unterstützung avS öffent« schloß �%,. u � rln erhalten; in einem Falle ist ein Reklamant aus i Sozio) mt Grunde zurückgewiesen, obschon er, wie die uns vorge- - den �'',unßen«geben, die im Krankenhaus entstandenen Jtollez'' monatlichen Raten pünktlich abgezahlt. Betttiö i"', � Stadtverordnetenversammlung hat bei der, ihr gesetzlich -ise« mo* Prüfung der Einsprüche gegen die Richtigkeit der >«aiuaalwähler. L sten wiederholt die Streichung aus den �geführten Gründen für unzulässig erklärt und damit Behandlung und Verpflegung im Krankenhaus, IlTlWl JrT* wenn dieselbe durch Theilzahlungen nachträglich ge. . als eine Unterstützung au« öffentlichen Mitteln lkrei�««Wehen ist. *«4 diesem Grundsatz, den wie wir glauben auch der eret r' ,t: Cu!> �cat bei' noch�lig«" Vtüfur g als durchaus richtig !*%eo wird.«rt.__!- cx v-i n.r« imrfmeiluna de .>W aner- ' t0�tR R>'r' Nch bei der Z rrückweisung der Re. SU�,. zu beruhigen, sondern unter Beifügung de« "»Hbeii kotz eine Theilzahlung der auf bezeichnete Art ent« � �en flattsindet, schriftlich beim Magistrat um « �8 m die Wählerliste vorstellig zu werden. «u, o:, � amtlichen Bekanntmachung des Magistrats ist H Ä* 0e8ro die Richtigkeit der Wählerliste zulässig und ihA.J de spätestens bis zum M. Januar c. beim Magistrat .�1 werden. ebenes- KJ"«"«« ist e« nothwnrdig, daß diejenizen Wähler, deren aus oben bezeichnetem Gmnde Nicht in der Wäh er-iste HtffÜ»d deren Rek amaticn nicht entsprochen ist, sich über he, Scheid bis zum 30. Januar er. beim Magistrat schrift« zj�weren, der, wie wir annehmen dürfen, durch Kollegial- »,t ,? dem, fü- die Kommunalwahlen geltenden Grundsatz "tt die ReichitagSwahl in Anwendung bringen wird. MrJl 5 JJ.'* Ut----------- n-----.......- ijfj, tUmt«iso Niemand, sich sein Wahlrecht zu sichern und �'°-«en, daß, wenn sein Name um deswegen in der TOtil" oder seine Angehörigen, gegen nach. Teilzahlungen im städtischen Kraakenhanse Aufnahme ' die Eintragung erfolgt, da, wie ge'agt. die tißtüx 8 oder Gestattung von Ratenzahlungen für eine aus »«�'itelu erhaltene Krankenpflege nicht als Arme». 4%, /J?"9«"gesehen werden kann und derchetraffende Wähler bedingt wahlberechtigt ist.. WKL li-'fj «ort?««1 ICie out'btt ei7en�we"he.°°r.'°°tz o.er Z.garren. KSchNg»to diesmattgen Mahltiste« bergestellt —_.,,____ a» /\ am m# f /> A v**" A fl Sl%.«Lhl-N, die bei der. tetz! festgestellt hat, daß ele".'ire v" v— letzten Kommunal. 18 abgegeben haben, nicht weniger " f,hit,nfn au I, KWWSM •«ettrn �1- Wd dewah:« s Cchaden! .......... kleine Mübe d-r Durchsicht der dewah'.e sich und die Allgememhett vor ��vletmentSvertchke. inb bei & 52 Mmetschs» Sttz»., ,sm SS Jenu nt. 10 11 h r. �riSo�'fn Vi �undeSralbS�von B ö t t i ch e r, Herr- Prosts,�« ltzah n, v. Marschall. g,.»' ie»eho«: Aberwal« habe ich Ihnen beim tasten an. S'tzung eine Todesnachricht mitzuiheilen. fürd.« o S�.1 ig-n Monat.n. Da- Mitglied des R— i»? Houk« l?i..�onigsbergrr Wahlk ciS, BorowSki, der Äer x.," l87i ununterbrochen angehört hat, ist gestern Do* geftoiben. «a% t�8 ehrt das Andenken de« Verstorbenen in der Jtönber!*» Berathung steht der Gesetzmtwurf, bttreff.nd 'i'd is&ftf lJtTJt*SSS*Z. ÄTarfS denn««< NM »iiochr. 30# 90 - mitb da» lAefe � ftme gewiß*{ Meiittid» allerdings in die Praxi« zu uberttagen. � rsüche fär den worden ist. Der Abgeordnete Bebel hat wieder'ft Wrge da geringe Zahl von sozialdemok-atischm Abgeord � Nnft»K H�fo die Ver treler der arbeiten den Massen h mzustkuen. k* b«c Ansicht. eine Behauptung, der ich widersprechen muß- Mpssraze der tr«tec d«S deutschen Vo ke» und insoweit auch � � sind vollk Arbeiter, aber nicht mebr und nicht mit b- ff crem � vchalter gegm jeder d-r anderen 388 Abgeordneten. Selbst ni° �#g, uns d,,\ in welchem Sie da« Wott Aibeiter gebrouchm,"«Äel doch au richtig, indem fie e« gleichstellen mit Handard.j i*. �sig�deier �adrika beiter, daß fie die Vertretung der Arbeitik«e Aazweisuni ede andere Partei bat ebm.so viel wenn nicht■* ward «eil in d. «llkomme xKmd» 7% tena Ko, Jede andere Partei hat ebenso viel wmn nicht---, in ihren Reihen; wenn auch die Sozialdemokratie � zahl au« Arbeitern bestehen mag, so gehört die Arbeiter keineswegs zur Sozialdemokratie.(Abfl- ,,BiJ jetzt nicht) Wenn behauptet wi-d, daß jeder politisch denkende Arbeiter der Soualdemokrat» � mag diese Beleidigung für die nichtsozialdemoftatisch«�« ihre Eck ärung in dem Uedermaße de«©"'"SSLis finben, welche« fich in der Behauptung allen Denen, welche in der Produktion, schäftigung, thätig find, dm Ehrennamen so find auch in diesem Sinne die Sojra>om>>»"ri« Vertreler der Arbeiter. Eigenihümlich ist e« doch,° �«ft», 9a0(n„ Arbeiter wird, der fich nur zu ihrer«»«gefuhr Jeder Rechtsanwalt, der fich ihnen zuwendet,£* Auverbe. berufenste Vertreter der Arbeiter.(Sehr richtig-) selbstbewußten A- beiter vertretm Sie, sondern** und verh>tzmden Eiemmte aller Stände.(Sehr rich> Da« beweift die Beziehung der Sozialdemokratie zu°, Keineswegs ist jeder Streik sozialdemokratischen aber er möge emm Ucspiung habm, welchen er n»u.� » tu»«-«» ivvifiuuH«/uvtii/ I Sympathie der Sozialdemokratie ist er jedenfalls tförichler, unberechtigt er und erfolgloser ein Streit � Ms u größer ist die Sympathie, dmn dann wird ja die IW jj» Pk war-« ............... wssf# �' ter der deutsch'? jJI oeit in höherem Maße gesteigert. Jede Nährboden, auf dem der Bazillus der tationen gedeiht. Sie find nicdt Vertreler der deutsch'?�! öchsten« desjmigen Theil« der deutschen sondem hc___. nicht arbeiten will.(Bravo reckt«) Abg. Prinz;* Carolaift-Schö unmöglich meine Ausgabe bei der gegenwärtiqm und Stimmung de« bohm Hause» f � �— ist da« Soziallstmgesetz nöthig oder de« Soziaiistengefttzi« bisher günstig.. Ich versage e« mir, wie gesagt, auf diese Frage n» gchln: ich bin bereit, den verbündetm Regierungen' Mittel zu bewilligen, deren ste zu bedürfen glanb'N-A! Verantwortung zu tragen für da«, wa« ihnen ZS wm M fc»ronte(p «rrd -verannvoriung zu iragm sirr 009, was innen""'.tuw mit Ausnahme der Bestimmung über die Ausweisung' ff Ich werde mir erlauben, darauf noch zurückzuko»® y x zuerst Veranlassung zu den Autführungen r g-stern Abend zugegangene stenographische . Januar� und zwar die Rede de« Herrn Abg. 'm Kl-.Ä itrf,*' und d'l.'Ä ber mir zuerst Veranlassung mir ___________ J.r dieser Rede finde ich folgenden Possu«:„E< � einem Herrn Jensen, einem Manne, der nicht der 1°' kratischm Partei angehört, ein Fachorgan der g, geben. Diese« Blatt brachte ein kleine« druck, in welchem nach einer wahren die That eine« Arbeiter« verherrlicht wird,...... seine« eigenen Leben« einen Elsmbahnmg rettete. zl dicht sollte einen Jc.halt baben, der befärchlm läßt, dessen in Hamburg die Geftllschaftsktassrn gegenft»™; Ij werden. Der Senator Dr. Hachmann verbot auf Es?, p Gedichts da« Blatt, aber er verbot e» i er ließ den Verleger kommen und brüllte gg« ä" Sagen Sie Jhrm Genossen, wmn fie so fort®. Ratsche tinl werde ich mit dem Kolben darein schlagm lassen. u. ZVammlun. wie« der Herr Senator Dr. Hachmann den RedaU'� Zheft 11» aimen Schneider, der nicht einmal so viel halte, j Leben fiisten zu können, auch noch au«. Nun w. nicht zu, einen Zweifel in die Ausführungen deS v�-M ordneten Dietz zu fctzm; aber ich halte mich für® diesen Fall hier nochmals zur Sprache zu bringet � Vertreter der freien Reich«, und Hansestadt G'leg% .«...... X. k.i.» K je �' r ow«v »/„'T gg geben, auch seinerseits fich zu diesem Falle zu äuße�'u der Ansicht, daß so etwa« nicht unwidersprochen„ bir ausgehen darf, weil nach dm Daistellungen jr Abg. Dietz da« Unrecht entschieden aus Seiten der ha® Behörden liegt. Sie werden doch Alle mit mir( sein, daß die wackere That eine« braven Manne» Anerkennurg finden müsse, ganz unbekümmert,,. politischm und religiösen Richtung er ange«�.« glaube, darin wird der Reichstag meine theilen. Wenn e« hier dm Anschein ge-, ob in Hamburg ander« verfahren würde, ich, ist e« die unabwe gliche Pflicht de« Vertrete:« bürg, hier vor dem Reichstage die Unrichtigkeit r runpen de« Heim Abg. Dietz da zulegm. Ein anb't j der sich in der Rede de« Herrn' zu derub'M mir weit peinlicher if. Veranlassung, darauf zurückzukommen. 301 wb»- sehr peinlich, und wird dem Haufe ebmfalls in 1% V peinlrck sein. Nachdem biefe Bnaelegenhert aber delt ist, ball« ich ,s für die Pflicht eines Abg'«?�«») vielleicht fasse ich diese Pfl cht zu weit auf— no« � rück zu kommen. Der Herr Abg: ordnete sagte:„J» j« Verlage, wo die Herwegh'schm Gedichte un°.>,! Bücher erschimm find, welche von dcm®, resp. von irgend einer Polizeibehörde. MLl SjBSi I ii juv-mni,-»ni, ff, �*a|e*.) LASS Kl ste erscheinen, verboten werden— al« Grund .iA ."'.in i ständig, wenn darauf steht:„Bellag«rnagazin%.�1 in Zürich— ist vor nicht langer Zelt eine schienen unter dem Titel:„Mikegenten und ftetn Deutschland". Diese« Büchlein soll von einem ae«'!' � — ich weiß nicht, ob er in Coburg oder in©�9 i,|M verfaßt worden fein; bei dem Manuskript lagen gute deutsche Hundertmarkscheine, die zum» Drvckkosten dienen sollten. Da» Buchlein, f Äfein ä; % liehe Beleidigungen enthält gegen bochstehmde bandelt sich hier nämlich um englische Frauen un fluß an deutschen Höfen— ist ganz straflo« auSS'««r, I «nb nicht verboten worden. Ich will da« al« Bcwei«, daß man an gewissen Stellen m zu oubieten ist, wa« nicht." Meine Herrm, ich m Deshalb hafte ick mich für verpstichtet, bie Aufm'• Regierungen auf jene Broschüre zu lenken, dam» listen Volke nicht der Verdacht entstehen kann,... y gründete Verdächtigungm gegen ihre moßbritann'l�� in Deutschland geduldet und verbreitet werden,„r ferner nicht glauben, daß mit diesem von W. Passu« auf eine andere hochstehende Frau 9% g», werben sollen, deren Wiege allerdings in E>ig»A rf hat, die aber feit dreißig Jahrm Frmd und Le> deutschen Volke getheilt hat. Sollte die« be(,,iM dann würde da« Emschreitm der Staatsanw-.jj? so gebotener sein. Ich erlaube mir, zu dem GeW* f. Folgende« zu bemerken. Ich habe in diesen �«9,� Zeitung, die fich mit einem autontativm m d®' Sutlfw Wc I UmM'"wH»«ch baiu berechtigt ist, das Wort gelesen:»Foc> ,1(1 i»C?tJt£«ekchutzer der Sozealdemekratie.� Ich möchte nun W«, meiner palitischen Freunde, der gegen den§ 24 unch, gegen den Vorwurf verwahren, daß •mnwwttnq dahin ausgelegt werden könne, man seiJö?» Owr SUXzi.—>.. i.-----—-- cusgelfgi...... »jtfc � � �chuker der sojioldemokratischen B-strebungen. -ZeutM i�~® Beseitigung, die Bekämpfung der Sozialdemo- azen f vf'p»bevso sehr am Herzen, wie denjenigen Herren, »ers«� den§ 24 stimmen, nur find wir über die Mittel orbnd*«A®,8e dazu anderer Anficht. Ich verkenne in keiner en. r Ert, 5?!?« der sozialdemokratischen Bewegungen und St ßsi r.:5 daß gerade die sozialdemokratische Frage die Bub«»' z�düraze d« Zukunft sein wird, die uns beschäftigen wird *@(chaüe wMommai bereit, mit der Reaieruna Schulter an i, ü �"?"'deit zu lassen� da� wir in der Wahl der arbeite ter ....- vv»**"0 � Wf W»»*»**'• i»eKi�i 51,mo' andere Meinungen haben dü-fen wie jd» ,z«�!!".r?M«ungen.�(Hört! Hört!).Ich. bin gegen s.tn Provinz nich unterliegen, kommen und, wenn ich mich so nicht rnfizirten Gegenden anstecken und ezen, denn die kleinen Polizeioer Ode haben nicht die Machtmittel und WAMSS-S«- "-if)' M«usaeftif,?»'? ,�r. Gewebe nebenbei. Es ist nieder- /.«11' N•cDoV. L�ir.: wdem man fie ausweist, verlieren fie % R« mCfri» et'8 Bafi« ihrer ganzen Familienexistenz sMdewo� Nch nun voll und ganz in den Dier st der mhlkö ,« stellen, um ihr Leben und da» Leben ihrer K eine nnn» ��olten. Ich halte deshalb die Maßregel M verfehlte. Ich bin ferner der Anficht, kHh»rn n?i n!e P'iant des Staat« der Sozialdemokratie ,.u, �»a» n.ki t'- h�en, indem man Leute ausgewiesen hat, '{L/ N,«irt« b,! 8 �?,ke lassen sollen, wo fie waren, und welche .?«- � Mb» war»» Loderen Schaden anrichteten als dort, wo fie t'bll M w-z, meine ich— und da werde ich aller- '*4 auf Widerstand bei vielen der Herren stoßen- � ej» Deutschen vaterlandslos machen soll. Wenn Gesetz wie das vorliegende auf die Dauer de. M ooch ganz unmöglich, einen AuSweisungS- Ä Rk IT!tf diesen gleichfalls für die Dauer zu bewilligen. ' mele von uns würden gewissen Herren von den von deren liebenswürdiger Gefchäfts- 9r?w-rlebfr überzeugt hat, diese Blsugniß gern ein- Qn„"®'fftnr wir denn, welchen Händen dieser Paragraph v Wir haben in der Kommission Jnter- rRiq,»..'�uche gemacht. Aber man hat davon Abstand gWt, UnT4"'«eil man diese Bestrebungen nicht spezialifiren »i Mk, 0a werten Sie es Denjenigen nicht verargen öie» p, f'?e mit einer solchen Ungewissen Zukunft«s fich ver- W BSJÄ SÄT 3»'S," MSÄ ??, ,1*2 ix* Ziel»»Ur m'1 Keistigen Mitteln wird man gewiß nicht u L t"j k?m* 2lch wünsche eine Verbindung beider. '(fwK Ödeten»' daß mit diesen großen Mitteln- und die vcr- f* nnh k; rmpL und zwar mit geistigen Waffen geführt D.-i", anipf wird meiner Anficht nach s-hr unter- zn kü Deutsche ist gewohnt, wenn er glaubt ein Polizei- die Nachtmötze über die Ohren zu ziehen zu ,kT' Die Polizei wacht und sorgt für mich, ich brauche »Asche».n?,:. �ehe gut! links.) Ich wünsche, daß der ,n die sozialdemokratische Bewegung, in die »"Ü llnB_ ssen l!iht, und daß er da» Fehlerhafte und yrm "SSj anol sun umi m m*'} I ü5 UUt�l »"N lln«»eyl, uno oa« er oa» irroleryll,,-»»»,»»> Staigs,"ige der Sozialdemokraiie fich klar legt und fich in w""" ein®? >«»'' aert, fÖ i'"! � -Ü' % recht«.) Leichlec ist e» za, gyn;»*' fla uuF«uen und sagin: die soll es £?? ich ziL''?41»st der von mir angegebene Weg. (jh'n, ein, m, Amer noch der Meinung, daß eine freie Di«- *mi' al» oll.? MUst der So.ialdemokratie viel mehr nützen Sie!.?°stö«lichen Mittel. Die ideale Seite der Frage W k�berngJA der Sache nicht verkennen. Es find bre den »Ae»en A unzahlige Verführte und unzählige Idealisten. �Aschland L m""-.dieser Stelle auszusprechen, wir find in . verlieren, wir leben in » Strederthum«.(Leb- recht«.) Geben Sie dem WWW IIS WWMM I 1 &"t/äR-wa (A&'atRa.Äa, s wollmächtigter für Hamburg Klugman«: Herr beschwert, und bei dieser Ge- >ffe auf Herrn Hoch- hatte der Herr Präfi- Da 6an0 0tm Redner dafür eine Rüge »z. ttotb»» c f'?04 aber wieder von anderer Seite vor- OlMMB»«! ##### e, welche schon bei der dauert auch bei dieser auf den Elberfelder wiik"*"*" oorn.—,"■_ o—, man denn den An- *£&&»£ B ÄSÄ« -••Vilm ift*fiJc5albemofrat' hört auf. Daß meine Partei vor dem Druck im Janern nach außen zu i tif ver sin'.•« irere, uegt m der vcarur: Wir find uns da« nennen. Wir WWW erlin, Hamburg, Leipzig, haben mit Ihnen nicht« zu thun. Diese bekämpfen Sie, und wir ver- treten Sie, und ihre Schaar wird von Jahr zu Jahr größer, am 20. Febr. werden wir Jknen hoffentlich mit Itz Millionen Stimmen gegenüber stehen. Herr Herrfmth erklärt un« als die Vertreter der Arbeiter, die nicht arbeiten wollen. Wenn wir in Verlegenheit wegen einer Wablparole wären, dieses Wort würde wehr ziehen, als Ihre Wahlparole der Bekämpfung der Sozialdem-k.atie, die ein lendenlahmes Dmg ist. Die Re- gierung e. klärt also die Arbeiter für Bummler und arbeit«- scheue Subjekte, nun, wir«erden es ihnen sagen. Herr Herr- furth mag fich erst über die Natur der Arbeit erkundigen. Ohne Geist ist Arbeit überhaupt nicht möglich, nur die Ma- schine arbeitet ohne Geist. Auch der Arbeiter hat seinen Geist. Herr Henfurth, Sie werden doch nicht fertig mit der Sozial- dimokratie, denn diese ist kein Reptil, Sie find nicht der Herkule«. der mit uns fertig wird, im Gegentheil wir werden mit diesem Herkule» fedig werden. Sie meinen das geistige Moment sei bei uns nicht vorhanden, sehen Sie aber die Jugend der Bourgeoifie an, wie fie fich vergnügt, und daneben, wie die Arbeiter fich in ihren Versammlungen mit ihren ArieitSveihältnissen und mit Wissenschaft beschäftigen. In der studirenden Jugend, die auf die Arbeiter von oben herabschauen zu können glaubt, finden Sie den krassesten Materialismus, ein Strcberlhum der s-blimmsten Art und eine Rohheit, wie wir fie seit dem dreißig- jährigen Kriege nicht gesehen haben. Wenn Deutschland noch ideal bleiben kann, so oerdanken Sie da« allein der Sozial- demokratie, die die Kultur retten wird, welche Sie bekämpfen. Den Meireid hat der»Sozialdemokrat" nicht vertheidigt, son- dern nu, den erzwungenen entschuldigt. Auch nach den Motiven des Strafgesetzbuches soll Niemandem ein Eid auferlegt werden, wenn er m einer Zwangslage ist. Herr Herrfudh hat aber« mals die alte Mär aufgetischt, daß die Sozialdemokratie die Unzufriedenheit schüre und Slreik« errege. Gerade wir find überall den Streik» entgegengetreten, und ein Kollege au« dem Reichstage, dessen Namen ich nicht nennen will, hat mir in einem Falle zugegeben, daß es den Sozialdemokraten zu danken sei, daß der Streik vermieden wurde. Im»Berliner Volks- Matt* hat unsere Fraktion die Erklärung veiöffmtlicht, daß wir die Streiks verw'rfen und daß wir Zustände zu verhindern suchen, die dazu führen, daß die Flinte schießt und der Säbel haut. Da« ist die Wahrheit; was Herr Herrfurth sagt, ist fie nicht. Das neue Gesetz ohne die Ausweisung ist gerade so schlecht als da» frühere. Die Ausweisung hat niemals eine politische Bedeutung gehabt; Niemand hat unter der Aus. mei'ung mehr gelitten al« ich und ich habe fie nur al« ein Kampfmittel meiner Feinde betrechtet, um mich zu chikaniren oder mich zu ruimren.(Abg. Singer: Sehr richtig!) Daß jetzt auf ewige Zeit der Regierung ein Knebel bewilligt wird, da« sollte verdeckt werden durch die Aufbauschung de« AuSweisunpsparagraphen, der nur ein C'ikantrurgS-, aber kein politisches Rechismittel ist. Dos neue G.setz wird auch nicht besser gehandhabt werden Ms das alte, wo Willkür ist, find Definit onen unmöglich. Wie wollen Sie»gemeingefährliche* Bestrebungen difiawen? Ist Ihre Brotvertheuerung keine ge- meingefährliche Bestrebung? Herr Herrfudh hat bereits Fort. schritte gemocht, in der ersten Lesung sprach er ruhig und ob- jektio, vorgestern war er schon vollkommen Herr v. Huttkamer, der das rothe Gespenst Ihnen zngte, Ihnen sagte: es han« delt fich um Ihre Gefahr, tu, res agitnr. Da« «othe Gespenst wird jetzt als Losung ausgegeben. Die Berichte über den Bergwerksstreik werden merkwürdig aufae- bauscht. Sie haben nur ein negirendeS Programm gegen die Sozialdemokratie. Das ist der geistige Bankerott; Sie haben nicht« weiter mit Ihrem Progrcmn erreicht als Brotver- theuerung und Rechtlosmachuna. Wir aber haben ein pofitives Peogromm, wir verschleiern auch nicht unsere Ziele. Da« thun Sie viel mehr, denn Sie sagen dem Volke nicht, daß Sie die Brothverlheuerung wollen. In Paris war die Sozialdemo» kratie der ganzen Welt vereinigt; ein paar anarchistische Quer- köpfe wurden vor die Thür gesetzt. Es wurde über die letzten Ziele der Paitei, die Arbeiterschutzgesetzgebung, Abschaffung der stehenden Heere und Bekämpfung der Gewaltlheorie verhandelt, aber nicht Mord und Todtschlag proklamirt. Wem die« ein- Si füllen wäre, wäre al« halb verrückt fortgewiesen worden. >er Anarchismus soll eine Weltanschauung fein, ich habe aber weder in Deutschland, noch in Frankreich, noch selbst in Amerika eine anarchistische Partei gefunden. Ein paar Schreier find keine Partei; jemand, der mit bluttriefenden Redensarten um sich wirft, ist einfach ein ganz harmloser Mensch. Schossen Sie fich nur stärkere Nerven an, Sie find ja sonst keine Hasenfüße. Furcht ist da« Thörichste in der Politik. Eine Theorie darf fich jeder machen; schlimmer als die Schnapstheorie des Herrn v.Kardoiff wäre die anarchistische Theorie auch nicht. Sie verfolgen ja auch Gewalttheone. Würde die anarckistiscke Theorie m die Proxi» übersetzt, so hätten Sie noch andere Mittel dagegen ohne da» Sozialistengesetz. Sie wollen Gesellschaft und Staat schützen. Wenn Staat und Ge- sellschaft Ihre« Schutze« bedürften, so find Sie nicht werth, zu be- stehen. Zum Staat und zur Gesellschaft gehören wir ebenso gut, wie die Sozialdemokraten. Ja, dieselben find tausendmal nützlicher« Glieder de» Et:ate« al» Die, welche dieselben aus der Gesellschaft hinauswafen wollen. Von Staatswesen will man die soziale Frage lösen. Gut. Aber bezüglich der Bergwerk«- Verhältnisse stellt man fich jetzt auf rem manchesterlichem Stand- punkt. Im vorigen Mai hörten wir viel vom sozialen König- thum, das da« Königsthum der Armulh fein werde, thatläch'ich denkt man nur an den Klassen- und Polizeistaat. Wir be- kämpfen das Manchester thum, aber Ihr Polizei-Manchesterthum ist mir tausendmal verhaßter, al« da« demokratische der büraer- lichen Parteien. Am 20. Februar werden die Wähler sprechen; e« wird Ihnen nicht gelingen die So- zialdemokratie zu unterwerfen, weil fie gewisse ewige Fak oren vertntt. Sie stützt fich auf Wissenschast und zugleich Religion, wenn auch nicht in dogmatischem Sinn. Aber, was den Menschen begeistert, ihn erhebt und keine Ge- fahr fürchten läßt, ist R-ligion für die Massen de« arbeitenden Volke«. Dafür treten wir fröhlich m den Wahlkampf ein. Wenn et Ihnen auch gelingt, da« rothe Gespenst anzumalen, wenn e« Jbntn selbst gelingen sollt«, die Flinte schießen und den Säbel hauen zu machen, wir werden unentwegt für unsere iele kämpfen. Gelingt e« Ihnen wieder, die Bourgeoisie in« Bockshorn zu jagen, es srbadet nicht«, wir sagen:»Viel' Feind', viel' Ehr'! Sie haben Angst vor un«, wir haben keine vor Ihnen, wir fürchten nicht« und Niemand auf der Erde, am 20. Februar treffen wir un« an der Wahlurne, und einige Wochen nachher werden wir un« hier wiedersehen.(Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Prinz z»«arolakh-Schönaich(Reichtp.): Ich habe nur meine eigene Meinung vertreten und nicht Namen« meiner Fraktion gesprochen., Abg. Kulewinm(not.): Die große Gahmna rn unserem /ozsalen Leven, weiche fich im letzten Theile unsere« Jahrhundert« vollzieht, soll nicht unterdrückt werden; wir wollen nur dafür sorgen, daß da« StaatSgefäß durch diese GSbruna nicht ge« waltfam auseinandergesprengt wird. E« ist Pflicht der staatS- erhaltenden Parteien, da« StaatSgefäß voll und ganz unseren Nachfolgern zu überliefern. Abg. Nitfettt(Mr.): Ich möchte nochmal« erklären, daß ich meine früheren Ausführungen bezüglich der Mißgriffe bei Handhabung de« Sozialistengesetzes in Baden vollständig auf- recht erhalte. Ich höre soeben, daß da» Gesetz mit Hilfe der Konserv atmen abgelehnt werden wird. Nun, bei den Wahlen wird eine Entscheidung getroffen werden, wie st« der Würde und Ehre de« deutschen Volke« entspricht. Damit schließt die Generaldiskulfion. Abg. Di«h-Hamburg(persönlich) konstatirt, daß der Be- vollmächtigte Hm Klugemann seine(de« Redner«) Be- havptungen vom vorigen Donnerstag nicht widerlegt, ins- besondere die Punkte, die der Abg. P.inz Carolath vorgetragen, nicht berührt habe. Die einzelnen Artikel werden in der Fassung der zweiten Lesung angenommen. Die Gesammtabßimmung über da« Gesetz ist eine namentliche. ES stimmen 189 Abgeordneten gegen, 98 für da« Ge- s-tz, dasselbe ist demnach abgelehnt.(Da« bestehende Sozialistengesetz läuft bekanntlich bis Ende Oktober diese« Jahres. Red.) Dafür stimmen grschlossen die ReichSpadei und die Nationalliberalen, mit Ausnahme de« Abg. Sedlmayr; dagegen Deutschkonservative, Zentrum, Polen, Fceifinnige und Sozial- demokraten. Staatssekretär». Kötticher: Ich habe dem Haufe eine Allerhöchste Kaiserliche Botschaft zu verkünben. (Die Mitglieder de« Hause« erheben fich.) Die Botschaft lautet: Wir Wilhelm von Gottes Gnaden, Deutscher Kaiser und König von Preußen thun kund und fügen hiermit zu«iffev, daß Wir beabsichtigen, gemäß Art. 12 der V-rfassung»urkunde die gegenwärtige Sitzung am 25. d«. Ml«. Namen« de» verbündeten Rcaimungen zu schließen. Wir fordern demnach den Reichstag auf, zu diesem Zwecke an dem gedachten Tage um 6 Uhr Abend« im weißen Saale Unsere« RefidenzfchlosseS»«- sammer zutreten. Gegeben tc. gez. MUhrlm» gegengez. v. B o e t t i ch«r. Ich habe die Ehre, dem Herrn Präfidenten da« Original dieser Boilcha t zu überreichen. Der Präsident giebt die übliche Geschästsüberficht. Da« Haus dankt ihm für feine Leitung. Schluß 3 Uhr. * Die angekündigte Thronrede lautet: Geehrt« Herren! Sie stehen am Schlüsse der siebenten Legislaturperiode des Reichstages. Die verflossenen drei Jahre bilden in der Entwickeluug des ReickeS einen Abschnitt von so hervorragender Bedeutung, daß e« Mir Herzentbedürfniß ist, von dieser Stelle au« in Er- innerung zu dringen, zu welchen Ergebnissen für da« Vaterland Ihre und der veibündeten Regierungen gemeinsame Thätigkeit geführt hat. Durch den Hintritt Meine« Hochseligen Großvater« und Vater«, der beidm ersten deutschen Kaiser gesegneten Ar- denken«, ist das Reich schwer betroffen worden, aber erhebend haben sich bei diesem Anlaß die Treue und der starke man» archische Sinn de« Volkes kund gegeben. Vor Ihnen, als den berufenen Vertretern des Volk.S sei dafür noch einmal mein kaiserlicher Dank ausgesprochen. Wenn die Veränderungen, welche in schneller Folge sich an den Heimgang der Kaiser Wilhelm und Friedrich knüpften. in Frieden fich voll ozen haben, so gebührt die Anerkennung dafür auch dem Reichstag, dessen einfichtige Vaterlandsliebe bereit villig mitgewirkt hat, um unser« Wehrkraft zu stäike« und dauernd sicher zu st llen. Sie haben, geehrte Herren, durch Ihre Beschlüsse dazu beigetragen, dem Reich die Welt- stellung zu gewährleisten, vermöge deren e« zur Erfüllung der Aufgabe besähigt wird mit dem ihm im Rath« der Völker»e- bührenden Gewichte für die Güter de« Frieden« und der Ge- siltuna erfolgreich einzutreten. Auch auf wirthschaftlichem Gebiete ist die Gesetzgebung durch Ihre Mitwirkung wesentlich gefördert worden. In«- besondere gereicht e« Mir zur Genugthuung, daß durch die Erweiterung der den Innungen zustehenden Befugnisse dem Handwerkerstande die Möglichkeit erleichtert worden ist, feine Widerstandskrast und sew wirthschaftliche« Gedeihen durch den Zusammenschluß zu gemeinsamer Thätigkeit kräftiger al« bisher zu fördern. Mit besonderer Bcfriedigung Haie Ich die fortschreitende Durchführung der m der Botschaft Meine« Hochseligen Herrn GroßoaterS vom Jahre 1881 ausgesprochenen Gedanken durch den weiteren Ausbau der UnfallveisicherungS- Gesetzgebung und namentlich durch die Vereinbarung de« Jnvalidilät«. und ÄltertverficherungSgesetze« begrüßt. Den der Fürsorge Vorzug». weise bedürftigen Gliedern de« Volkes ist dadurch für die Sicherung ihrer Zukunft eine Gewähr geboten, welche für den inneren Frieden des Vaterlandes von guten Folgen begleitet fein wird. Bleibt auch auf diesem G.-biete noch Viele« zu thun übrig, so bin Ich doch überzeugt, daß der Antheil, welchen der Reichstag an dem bereits Erreichten hat, im Volke nicht vergessen werden wird. Auf den gewonnenen Grundlagen wird fich weiter bauen lassen, um den arbeitenden Klassen die Gewißheit zu verschaffen, daß die gesetzgebenden Gewalten für ihre berechtigten Interesse« und Wunsche ein warme« Her, haben, und daß eine befriedigende Gestaltung ihrer Lage nur auf dem Weg« friedlicher und gesetzmäßiger O.dnung zu erreichen ist. E« ist Me n dringender Wunsch und Meine Hoff. nung, daß e« dem folgenden Reichstag gelingen möge, im Verein mit den verbündeten Regierungen für die auf diesem Felde rothwendigen Verbesserungen wirksame gesetzliche Foimen zu schaffen. Ich betrachte e« al« Meine ernste und erhabene Aufgabe, auf die Erfüllung dieser Hvffnurg hinzuwirken. Durch die Bcsritiaung der Wittwen- und Wrisengeldbei- träge ist unter Ihrer Mitwirkung den Beamten eine nicht zu unterschätzende Wohlthat erwiesen. H Reicht dieselbe auch nicht hin, um allen berechtigten Wünschen der minder günstig ge» stellten Beamtenklassen zu genügen, so baden Sie doch durch Ihr V tum den verbündeten Regieiungen die mit Dank zu begrüßende Gewißheit verschafft, daß deren auf eine hinreichende V-rbesserung der unteren und mittleren Stellen gelichteten Bestrebungen auf die Zustimmung de» Reichstag« und damit auf baldige Verwirklichung rechnen dürfen. Für Ihre, nunmehr abgeschlossene treue und mühevolle Arbeit danke Ich Ihnen in Meinem und im Namen Meiner Hohen Verbündeten. Ich entlasse Sie mit dem Wunsche, daß da« fortschreitende friedliche Gedeihen de« Vaterlande« und die daraus erwachsende Zufriedenheit der Bevölkerung un« al« willkommener Lohn Ihrer Thätigkeit beschieden fem möge! Soziale Itelievlrrkrt. Aufruf an sämmtliche Tabakarbelter med Arbeiterin««» Kerliu» und Umgegend, welche dm Beschlüssen der letzten öffentlichen Versammlung der Tabakarbeiter noch nicht nachgekommm sind, ersuchm wir in ihrem eigmen Jnter- esse, ihrer Pflicht nachzukommen und fich in den Besitz von Zahlkarten zu setzm; dieselben sind jeden Abend von 8— 11 Uhr, Sonntag Vormittags von 9—12 Uhr, Wemstr. 22, in Empfang zunehmen, sowie in den bekanntm Kassenlokalen. Die Uebr.- wachungskommisfion der Tabakarbeiter Berlin«. Brandenburg a. d. A. Die Arbeiter und Arbeiterinnen (700) der Reichstein'schen Fabrik legten heute Nachmittag die Arbeit nieder. Depejrftrnr. (M-lf'» Telegravhen-Surean.) Hamburg, 25. Januar. In der gestern in Altona stert!- »nierhin»u»ahlen,»cnn die Feverkeute sich verpfltchtcn, im Jabre 18£0 keine rochmalige Lohnerhöhung zu beanspruchen, «'nftimmig angenommen. Damit ist der Streik beendigt. Von 700 anwesenden Arbeitern traten 600 dem neugegrundeten Berein der Fnrerleute bei. Vvteflmflim. Bd Bnftoflfn bitten wir die Sbonncmcntl-Dulttung beliufügen. Briefllibe Hntmoet wird nicht ertbeill. Krrichtignng. In einer der lehlen Nummern befindet sich Btieskaster-noriz, welche von Herrn I. Walther in Burg- en« pädt, wie sölat, berichtigt wird: Die betr. Notiz lautet: ,-.. Zwei Personen, welchen die Druckjchriflen.Verbreilunz auf Tmnd de« Sozialiltenaes.tze« untersagt ist, dürfen auch wahrend der Wahlzeit Flugbläiter oder Stimmzettel nicht ver» theilen." Die« ist nicht der Fall. Laut seinerzeitigen ReichStag«besck>lu!seS gehörcn Stimmzettel nicht zu den Druckschriften. Unterzeichneter, welchen die Druckschriftenverbreitung unteisagt ist. hat schon mehrfach Stimmzettel verbreitet, ohne brhördlicheistits daran gehindert worden zu sein. ___ R. Walther. K# Kchwerinstr. 18, Sie sind wahlberechtigt; ver» gesstn Sie aber nicht die Wählerliste einzusehen und rekm. miren Sie für den Fall, dad Sie nicht eingetragen find, sofort. H. G. Meißenser. 1. Sie wählen in Weißensee. 2. Der Stempel kostet S M. S« Kr. Kronach. Solche Wahlzettel find giltig. Nur darf dieTintenschnft nicht durch da« Papier dringen. N. U N« 1. Ja. 2. Ja. K« K. l. Ja.— 2. Ihr Bekannter ist wahlberechtigt. M. K. 150, I. Der Kandidat de« Nieder» Barnimer Kreise« ist Herr Stadthagen.— 2. Die Frage wird späte: beantwortet. N. V» Olumenstr. Natürlich haben Sie Ihr Wahlrecht nicht verloren, wenn Sie auch eine Geldstrafe von 10 M. bezahlt haben. A>. D. Kchönederg. Ein Leser fragt an,>»» listen in Schönederg ouiliegen. Vielleicht kann unserer Leser Auatunft erlbeilen._ Lammatlch I. K. Wir können Ihren WmW füllen. � ,, Kunzla«. Wir können doch nicht über Geld« die mir gar nicht erhalten habm.. Nowawes. Wenden Sie sich direkt an»r. mit Ihrer Feaa». «. M. 86. Beide find wahlberechtigt. Lese» Artikel an der Svihe der heutigen ersten Beilage. Auf luv Mahl. 1) Sie dürfen da, nicht 2) Sie fino waylberechtizt. 3) I. Gottfried zewskt; III. C. Wildberger; IV. P. Singer: V. n- VI. W. Liebknecht. 4) Sie gehören zum 4. Die Lotterieliften, Versammlungsberichte und anzeigen muhten wegen Raummangel« we den. dicht abzieht KoMmoMslher Mahlverelü des 6. Knüller Rellyslagmahlkrelses. Dienstag, de« 88. Januar, Abend« Uhr, im Saale d-s Deutsche« Dolkoiheater», Schönhauser Allee: Crosse Versammlung. Tagesordnung■ 1.«ortrag de« Herrn Gehrisch: Soll da« Volk wählen, oder der»vornehme Denker". 2. Diskussion. 3. Verschiedene« und Fragekasten. Alle Wähler al« Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Zu zahlreichem Besuch ladet ei« Oer Vorstand. NB. Mittwoch, den 29. Januar, lAbend« 8% Uhr, Vtrsammlung bei J!ae«, WitSnecker» strahe 63. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, dah in diesen beiden Versammlungen die Ausgabe von Hefi X der Berliner Arbeit erbidliothek stattfindet und daß die unentgeltliche Ver- nbreichung laut Beschluß vom 21. d. MiL. nur an Mitglieder und nur gegen Vorzeigung de« Oaittungsbuche« erfolgt. erscheinen. che« erfolgt. Wir ersuchen also die Mitglieder, in diese« beiden Versammlungen zu Gleichzemg ersuchen wir diejenigen Haxen, welche eine Sammelstelle gelesener |. O. Nrbeiterblätter übrnehmen wollen, ihre Adresse dem Vorstand zu übet mittel« D [940 Große Schneider Urrsammlung der Freien Vereinigung der Schneider Berlins Dienstag, 28. Innnar, AKends 8'|. Uhr, in Jordan s Salon, Neue Griinstrasse 28. Tages-Ordnvnfl I. Der Kampf um'« Dasein in der Volkswnthschaft. Referent: Dr. Bruno Wille. 2. DiSkusston. 3. VaeinSangelegenhcilen. 4. Verschieden»« und Fragekaften. Ausnahme neuer Mitglieder.— Gäste lin t> willkommen. 961 Gesellige Abendunterhaltung für die Mitglieder und deren Familien hmte, Sonntag, den 26. Januar, Abend« 7 Uhr, m Reyer'g Salon, Alte Jrkobftraße 83. Zu zahl- reichem Besuch labet ein_ Irr Fachverein der Tischler. Montag, den£7. Januar, Abende Ef Uhr, In Soheffer's Salon, Heue Griinstrasse 28■ Außerordentliche General-Vers ammlung. Tazeeordnung: 1. B.richt de« Vor stände«. 2. E-sahvahl der AibeilSvamittelung«- und Wakstattkon trol- Kommission. 3. Unterftühungsanttäge, Verschiedene« und F-aaekastcn. _ M taliedsbuch leoitimirt._ Per Vorstand.[948 Achtung! Klempner, Metallarbeiter! Agenten suchen Klempner nach Thale a. H. Niemand folge den Verlockungen! Der Lohn ist sehr niedrig. Wir appellinn an Eure Solidarität; macht nicht nach Thale, der Sieg muß unseren Kollegen wttdrn. Streikbrecher sollen nicht vergessen. sich vorher bei uns zu melden, Kitterstraße 123 bei Stramm, Abends 8 Uhr. ___ Der MßM lt$ Pmm der KltMer. 967 Gründungsfeier der Freien Vereinigung der Kaufleute am 7. Februar er., Aoend« 8i Uhr, in Feuerateln'e großem Saal, Alte Habobstrast» Mr. 75. iprowg von Albert Auerbach, gesprochen von Frau Emma Ihrer. Festrede de« Herrn J. TOrk. Tanzkränzchen. Arennde herzlich willkommen! Billet«& 50 Pf. zu haben bei Alb. Auer. stach, Eottbuler Damm 7; A l b. Zaasch, Eolmstr. 16, II; I. Simon, Jnh. A. Aoler, Metze, straße 33; 91. Schaff et, Biunnerstraß» Nr. 115«, 11; A. Penn, Kieme Auguststr. 6 III; Herrn. Lcffer, Neue Schönhauserstr. 16, II; Kar, Roserthal, MLckwvstr. 67; Kuntze, Buchhändler. Ruppinastraße 2.[918 ___ Da» Komitee. Fachv. sämmtl. a« HolzbearbeiwNgs- Maschwt« beschäft. Arbeiter. Mitglieder- Der|ammluug am M o n t a a- den 27. 0. M-, Abend« 8V Uhr, in Lehmann'« Salon, Schwedtaftrcßi 24. Tagesor»nung: 1. Die Ursachen der Aebeiterbewegung. Ref.: Feav» Bern bt. 2. Di«ku[fion. 3. Verschiedenes «ab Fragekaften.____ � Gäste willkommen. Neue Mitglreder werden ausgenommen. Um recht zahlreiche« und pünktliche« Erscheinen «sucht Der Vorstand. NB. Unser MavbenbaU findet am 1. Februa- h. I. im stroste» Kaat« der Kockbraaeret, Ternpelhoser Berg, statt. B;0«i« ä 50 Pf. si>d bei allen Vorstand« Mitgliedern somit im Arbett«- Rochwei« Vrlhanien-User 4 bei Jähn zu haben. 937] Der Vorstand. Meerschanm-, Kernstei«-, Glfenbetn- Maare« lNavchkiub-Pseisen). sämmt>. R-par. Bn Qünzel, Zentralkraulten- und Sterbe- baffe der Tischler«. anderer gewerblicher Arbeiter ( reinsangelegenherten. 3. Vaschiedene«. Alle Kollegen, welche sich al« Mitglied« auf» nehmen lassen, haben Zutritt. Der wichtigen Tazesordnung wegen ist da« E scheinen sämmtl'.cher Mitglieder erwünscht. 933 Der V o r st a n d. Krankr«-Unt-rviLtzung»bnnd der Schneider. Ft tale ttetlin. IV Versammlung Doanastao, den 30 d. Mi«., Atund« 8% Uhr, da DeigmQOer, Alte Jakobst-eße 48a, TogeSord ung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1889. 2. Da« Vahä lit:ß unserer Ftlral- zu ven Aerzten. 3. Virschiedene«.— E« ist Pfl cht aller Mitglieder, zu erich-inen. Qantungs�uck leoitimirt. Tie Lokakverwvltuaa.[946 Fachnerei« der Former nnd Kernfsgenoffen Kerlins. Versammlung am Montag, den 27. Januar, Abend« 8 Uhr, in Deigmüller'S Lokal, Aite Jakobstr. 48a. Tagesordnung: 1. Kossenbericht. 2. Wahl einer ArbeitSnachwetskommisfion. 3. Wahl einer Rechisschutzkommtsfion. 4. Verschiedene« und Fragekaften. Um zahlreiches Stscheinen ersucht 930 Ter Vorstand. Achtung! Talmkarbeiter! Ueber folgende Fabriken ist die Sperre ver« hängt: Kchmetler(wegen Maßregelung) 1. Geschäft Chausseestr. 25. 2.„ Chausseestr. 76 3.„ Friedrichstr. 100. Uankr. voim. Schubert u. Sohn(wegen Maß'igelunp) 1. Geschäst Mtchaelkirchstr. 6. 2.. Att- I tkodstr. 72/73. 3.„ Charlottenburg. Keilpstug, Elfasserftr. 8, Laden. Hübsch, Lmienftr. 8, Laden. 935 Tie Lohu-UtbervnchunsSkotemllflon. Fachverein der Lederarbeiter. Versammlung am Montag, den 27. Januar, Abends 8% Uhr, Oiamensttaße 180. T.-O.: I. Zwrck und Ziele der Arbeiter- Fach- vereine. Referent Herr Rod. Schmidt. 2 S3«. einsangelegenheiten(Besprechung über Lohn- st-iistik). 3. B."'- erschieb eae« und Fragekaften. Aufnahme neuer M.tglieder. Gäste willkommen. 949 Der Vorstand. Fachverew der Uosamentier-Arbeiterinnen. Versammlung am Dienstag, den 28. Januar, Abend« 8] Uh-, im Lokale de« Herrn Reyer, Alte Jakebstr. 83. Tagesordnung: I. Wahl der Revisoren. 2. Verlti dene«. 960 Ze«tralkra«kett- und Sterbe- baffe der Tischler«. s. w. (E. H. Nc. 3, Hamburo). Ltrtliche Vkrwllltllllg Rixdols. Mitglieder- Versammlung am Montag» den 27. Januar, Abend« 8| Uhr, in der Vereinsbrauerei, Jägerstc. 15. TageSordr.ung: 1. Kassenbericht vom 4. Quartal 1889. 2. Verschiedene«. 963 3. Die nruaegrundete Zuschußkasse. kmmiil Bttliiier MShuiier. Dienstag, dm 23. d. M, Abend« 8i Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Vortrag des Herrn Kölsche über: ..Die Eutwickelnng der Erde." 943 Der V o r st a n d. „Milde Klumen." Ein frstcher Liederftrauß, dem Volke gewidmet von Adolph Lepp. Selbstverlaz de« V.i fasset«. Pcei« 2 M. Zu beziehen durch die Expedition Zimmer- straß« 44 Wiederv'rkäufer erhalten Rabatt. Kohtabotr am hiesigen Platte bekannsti»[1653 Gröeete Auswahl. Garaniirt sicher brennende Tabake. Streng reelle Bevienung dtilrgste Peeste! Sämmtliche im Handel b.fiadlichm Roh Tabak- find am L-ua. A. Goldschmidt, Ebandauerbrücke S, a-f H ck-'Men Ma'k?. PorMu-. 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Boezftgl.«tttagStisch mit Frühstücks- und Abendtisch'von � st hachfeine Bra iniw-me,»VolkSbldt» »-ron».«„«olkS-Ztg." u. f. w.-w»"?!! I Tribüne" 1. BttM, äottmlö Oranieu- uAlexandrwenst� °,i° sicher l KZS »t W stch t Aden Freunden und«knuffen»»r d°b mem Weist-«n» vutrtschdter'�, Weibnackten wegen B-rkehrS anM'Dl kender Arbetrer blo; noch dt« H 6% UM Ewpiehle allen Freunden u. BlkaN!?l. n Meiß-«. Kairischbier nebst Speisen und G-tränken., Fritz Lingkl' r Hai »uen wtnonei cmpieaie mein-» Fabrik«nd Zlngarwetn- Kaudl"� 1 i lonbttli, wärmste. Julius Jan«, M„? einmal Jannowitzbiücke 1, neben der Dampfet�] an zz MltvgMtrsbe(fit Herm in von 1 Mk. an. im Polamentier-Geschäst. Relohenbergerotraase■« Blücherstrasse "pirt hat. M KanarionwSgel..* t' Hähne eigener Zucht(fihiafrer), mehr'z,., miirt, sowie 10 Weidchen selbtge« oerkauft billigst«mit Ziphel, B.-'h-'� _ Kanarimmchterei.���" Ein ladet I. Tenöre Abend Oranienftr. 190. F. Pietsch. Ein neuer Lehekursu« f. Damen beginnt Sonntag, 2. Febr., Nachm. 41 Adalbertstr. 93 und bei Big, d. Untcrr» Zwei anständige Herren können Loa� bei Leder, Frurdtstraße 68. v. 3 #3 ard I'- i Eine freundliche Schlasftelle zu Wrang»lKr. 30, M, links, bei Stvk� SÄ? s Schlafstelle für I oder 2 Herren K'�j/ zum 1. Febr. Kommandanter>ftr�4l�> naetwei« d» Zimmerer, Blumenstr. iV' m V.raniwvrutchcr Redakteur: Cnrt Kaak« in Berlin. Druck und Verlag von Mar Knding in Berlin SW., Beulhstraße 2. IN, w« zt kaa« i er Gelds' 2. Beilage zum Berliner BoMlatt 'ZV-hltl� Mitbürger! Arbeiter! HandlverKer! * � �' V L*------ Im I&M.M«****& aT+am Ca Im ay« avm OA Wir fordern euch nochmals auf die Wählerliste» genau einzusehen. Leicht können Fehler in ihnen enthalten sein. Wer am 20. Februar seine Stimme »'cht abgiebt, der schadet der Allaemeinheit und sich selbst. Da aber nur Diejenigen ihr Wahlrecht ausüben können, welche in die Wählerlisten eingetragen sind, so muß --ä Jeder sich überzeugen ob auch sein Name in der Liste steht, ob Vor- und Zuname, sowie der Geburtstag und Geburtsort genau stimmen. Wem es unmöglich ist, selber SSSj Zugehen, der beauftrage einen der Genossen, die sich zur Durchsicht der Listen bereit erklärt haben, für ihn die Liste nachzuschlagen. Die Listen liegen nur bi» Donnerstag, o. d. M., Wochentags von � Z Wr�nrnh�le Friedrich-Werderschen Gymnasiums, Doroth-enstrasie 13/14, für den II. Wahlkreis in der Turnhalle Wilhelmstrahe 117. für den III Wahlkreis in der Turnhalle Schmidstrahe 38, für de« IV Wahlkreis in der Turnhalle Krautsstrahe 43, für den V. Wahlkreis in der Turnhalle Gormannstrahe 4, für den VI Wahlkreis in der Turnhalle Ackerstrahe S8a, und außerdem im städtischen Wahlburea«, Königstraße 7, Hof 3 Treppen. �'n den norfi,i,t(tin,t,n fipfien Lokal o J � lernet JBöwS* veiae Auslegung derselben, also spätestens am 3V. Januar o. vn.» v».—----- v...... ,r TT..., 1% cCn"�bezeichneten sieben Lokalen vor den dazu ernannten Kommissarien zu Protokoll geben kann, die Beweismittel für seine Behauptungen aber" soweit dieselbi» auf persönlicher Bekanntschaft beruhen, beibringen muß. Zur Begründung der beantragten Nachtragung in die Wählerliste sind besonder» itrnjs.f.? persönlicher Bekanntschaft beruhen, beibringen muß. Zur Begründung oer oeunirugir.............. kit(,l roerch der Miethskontrakt, die letzte Miethssteuer-Quittung oder die polizeilich bescheinigte Anmeldung für die angegebene Wohnung. Es ist nicht nöthig, persönlich � einzusehen. Es kann einer für mehrere die Prüfung vornehmen. Wer aber irgendwie kann, gehe selber hin. Namentlich haben Diejenigen, seit dem Arbeiter! vy i y—-........, Jahre 1887 ihren Wohnsitz verändert haben, sich zu überzeugen, ob sie an ihrem neuen Wohnsitz in die Listen eingetragen em� Bringt euch nicht durch Nachlässigkeit um euer werthvollstes öffentliches Recht! KglouilllpllttsAs. kti'.! Dilafnta gemeldet nurte daß drei deutsche Ossijiere, Herr von Gravenreuth, der Stellvertreter ?ann's, in die Hände der Ausstand, schen gefallm er.*---w»—■ ZM.. cl CTfl i.. i'-i------—----- Gravenreuth, der Stellvertreter °>»'>«urd� m��?ube der Ausständischen gefallen mj®n b'ese Nachricht die bedenk ichften Bejürchtungen erwartete, dre Aufständischen, deren Grausam» IttHWli.11 trPallelC/ vir«lUlriUUViiU/CiV vv«.vv.— j, est, würden an den Gefangenen eine»ximplarische «tu, fMflmt"' da ja die Hinrichtung B u s ch i r i'« noch in dat is'lcher_,-v—„ n* ", ua la vre vinnwmim...» Erinnerung ist. Ohnehin wird man sich erinnern, __ cn\-lE.t.lX ilfsmw PlffAfrlfrt#1TT Ärles deL und Munition beziehen,, so ist es leicht möglich, KÄ' ZW"Ä'tfe-rÄ KÄ1,» "",ch�an dem gefangenen Verfasser deffetben alle '-— o.,«, M}inv-n— *"/«•.»*»»..» TJ"'* D"'"~ V».~r' ihttr Menschenqualerei erschöpft. mg die Gefangenen einer langen Zum Mindesten und schmachvollen Vi/1 lur.ytinu vMivv'/.v;;' udlung ausgesetzl gesehen, wenn dre Aufständischen klug skwisen wären, sie nicht zu tödten, sondern als Gesseln 'S4 l® die Nachricht gekommen, daß die betreffenden m N. 5' gefangen feim, sowie daß Herr von Gravenreuth ». ilnle,.-« Q 3, befinde. f. j8' die t Achten« enthält dieser Vorfall eine ernste Mah- Ä von?,?�Ulcht unbeherzigt lassen sollte. Sie ergiebt sich n, die ijm['* bß aus den Folgerungen, die von den Blättern l>», u. ll von der angeblichen Gefangennahme der drei worden sind. 0-'vvrvrn fiuv. h"1?"!« den. Kolonialgebiet stehen noch lange und schwierige i.n.�und w-r w-..i,�b es i"""'''" St VWf M..V|-.y------ w KWWöWMK bn( Mn' daß dieser oder jener Deutsche in die SM»? iu biik??und, schen fällt. Solche Unglücklichen werden �«nn a.»??.den für die„S ch n e i d i g k e i t', mit der ., f. i Aufständischen vorgegangen ist. »ö. Ivndiri!�" die ganze Kolonialpolitik von vornherein für 'inwal, uv tz bringendes Unternehmen gehalten. Nun sie Völker fehlen lassen, deren Länder man dem war da» Verfahren einiger Beamten, wie sie e« selbst in ihren in Suropa eingetroffenen Briefen geschildert haben, nicht» weniger al» geeignet, den Eingeborenen eine große Sehnsucht nach den emopä, schen Kulturgenüssen beizu» bringen. Nimmt man alle diese Gründe zusammen, so kommt man zu dem Schlüsse, daß man mit einer sanften Behandlung jener Völker mehr erreicht hätte, selbst wenn man die„Pazifizuung mit Feuer und Schwert", wie Wißmann ste erstrebt, billigen könnte, wa» wir nicht thun. Vor nicht allzu langer Zeit rühmte«an die Sanstmuth und Unterwürsigkeit der Ein> ruomie man»».„t c. geborenen; e» kann doch nrcht von ungefähr kommen, daß sie plötzlich zu erbitterten und grausamen Fernden»twordm sind. v tnnn Rulckirl's Dienste angenommen, statt lhn auf- .schneidig", aber gewiß «•«•«««' V,— y~■_., zuhängen, so wäre da» zwar weniger wert kmger gewesen. Die Kolonialbegeisterung ist im Schwinden in Deutsch- land und um so verdrießlicher werden die Dinge in Ost- asrika angesehen. Wir waren von Anfang an Gegner der Kolonialpolitik, wir find c» heute noch und können daher die histoiische und moralische Verantwortlichkeit für da», wa» dort pasfirt, auch ruhig denjenigen Überlossen, welche die sogenannte»Kolonial- bewegung" in Fluß gebracht haben. daß auch er nicht im geringsten msulttrt worden sei. Gr sei nur, weil er da« gtoSt Gedränge sah, nach Hause gegangen, ohne Herrn Pietzmann gewählt zu haben.— Dre Auf- fassung, die im AuSschußprotokoll zu Tage tritt, hal also in diesen ZeugenauZsagen selbst ihre Entgegnung gefunden. Im Proteste find Behauptungen ausgestellt, die, wenn sie wahr wären, die stärkste Rüge gerade von un» verdienten. Es scheint mir aber doch so, als wenn die Schuld weniger an den Wählern, als an den durchaus unzu- —»ix— rci— k.» nA.tl—""'—-■ p OWUIO rotmH« Uli vcu tou*,»,,, u«............... Anglichen Einrichtungen des Wahllokals gelegen habe. Dies« Einrichtungen waren noch ganz auf die alten Zeiten berechnet, '"-—!--- Af\ Kn«««f Kommunales. de» Hin: Wißmann' mit Feuer und Schwert so weiter 1*% jDtrb bo5 feine piuiett „ sellt» MW...-----.LT.' r ""«iw als Räuder und Mörder bezeichnet, to Se(i wir das nicht allzu ernst. Ohnedies. vertkeidigen za I«k 1 m"? Nicht allzu ernst. Ohnedies verlüeioigen in » bff% ein?" �'"land gegen eine nach ihren Begriffen siemde ' Sache, k" i.. nnftnen Bällen»u»reifen !oai« WWWWW W-d.e Hinrichtung der Schill'schen Offiziere in e ,u Ftvk w Ätf bSit.?' ####: Sirwrauna in Ostafrikc rren tr. 41, % f'Qu'V daß'di» ZW. genau uniermwi mw.v...——- �- r**v» h�tt Ks ..... durchaus nicht....„ gefunden. Es wurde damals in bie Landstiiche, die der Su tan den von M" uib" "•"smt 'S' �'ienthum dieses HenfcherS ge. «�fihnahme durch die Gefellickiast Erbitterung erregen müssen. Avßer- Ktadwerordneten-Nerjammlung Sitzung vom Donner st ag, den 23. Januar. (Nachliag.) Die UngiltigkeitSerklärung der Wahl Stadtv. Gründet wird vom Ausschuß beantragt. Der Be- richterstatter de» Ausschusses eigäi.zt den schrisuichen Bericht desselben noch in einigen Punkten. Er theilt aus den Akten die Aussage eines Wahlvorstehers mit, wonach ein Aldeiter sich in seinem Rücken aufgestellt und dreiviertelstunderilang jedesmal, wenn die Wäh er für den deutsch fceifinnigen Kandi. datm Pietzmann seine Stimme abgegeben, ihm in oen Nacken geniest habe. Ferner wird in dem von dentschfreisinniger Seit« eingelegten Protest noch folgenoe« ausgeführt: Es sei den W.hlvorständen trotz aller Bemühungen nicht möglich ge- wesen, nur einigermaßen für Ordnung zu sorgen, weum jedem Wahllokal sich hunberte von Personen beianven, die für dre Wahl des Herrn Gründe! agitirten und dabei Larm erhoben. Der Ti,ch der Wahlvorstände fei von berceu Seiten mit Menschenmassen umringt ge- wesen, so daß sich dieselben kaum hätten bewegen können. Hierzu komme, duß d.e Beleuchtung in der Turnhalle' ganz un- zureichend gewesen sei, da d.eielde nur von zwei kleinen Petra- teumlampen geliefert wurde. Die Lamprn seien bei dem kolossalen Gedränge stet» in der Gefahr gewesen, umgestoßen zu werden, weshalb sie ständig von einem der Vorftandimit- glieder gehalten werden mußten. Es habe sich ferner heraus- gestellt, daß bei 5600 emgelchrrebenrn Wählern dre beioen Wahl okale nicht ausgereicht hatten. Durch die geschilderten Umstände seien nicht nur mindesten» 180 ganz unkoatrolubare Wahlstimimn für Herrn G r ü n o e l abgegeben, sondern es seien auch viele Wähler, welch« für P i e tz m a n n stimmen wollten, taoon abgehalten worden, dies zu thun. Stadtv. Singer: Ich habe zunächst die Erklärung ab- zugeben, daß wir für die UngiltigkeitSerklärung dieser Wahl stimmen werden. Vor allem muß die Legalität einer Wahl feststehen, und der Boden, auf dem ein gewählter Stadtoer- ordneter steht, unanfechtbar sein. Du« werden wir unbeeinflußt von Parteirücksichten stet» hochhalten. Jmüdrigen v.rdient derBe- richt des Ausschusses doch noch eine nähere Beleuchtung. Erde- urtheilt die sozialdemokratische Partei in einer Wrise, die den Verhältnissen nicht entspricht. Gewiß ist nur die Massen- haftigkeit de» Material» daran schuld, wenn der BerichterstaUer Zeugenaussagen, die ein ganz anderes Bild von der Sache geben, unerwähnt gelassen hat. In den Akten befinden sich Aussagen von Zeugen, welche keineswegs das bekunoet haben, was sie über dre angeblichen sozialdemokratischen Umtriebe in dem Wahllokal beku iden sollten. Zunächst findet sich da ein Brief eures R.ktors Tietz an Herrn Pretzmann. Die Anrede lautet sehr gemü hlrch:»Mein lieber H rr Stadtvater!" Dann heißt es weiter: Soeben theilt mir der Schuldiencr Kallmich mit, daß die Herren Hoffe unv Günther trotz langen Wartens nicht dazu gekomm n sind, für Sie Ihre Stimme abzugeben und daß sie den größten Insulten seiierS der Sozialdemokraten ausg, fitzt gewefm sind." Der Magistrat lud nun die Herren H ffi und Gümh-r vor,um d>e sozialoemokraiifchen Greuel festzustellen. Was sagte aber Herr Hasse zeugeneidlich? Ich habe meine Wahlpflicht ausgeübt, ohne rrgenvwre beh/lligt worden zu sein. Ich habe auch sonst keine Insulten bemerkt. Und Herr Günther sagtau«, wo au» den liberalen Bezirttoereinen 40 50 zusammengetrommelten Stimmen den Kandidaten nominirten. Seit sich die Arbeiterschaft aber an den Wahlen betheiligt, ist da« ander» geworden und die städtischen Behörden thäten recht daran, dem. entsprechend die Bezirke zu verkleinern, die Wahllokale zuvermehren unhdre Wahlzeitbi» 7 oder 8 Uhr Abends von s Uhr Morgen« an zu verlängern. Der Wahlvorstand ist doch der Wähler wegen da und nicht umgekehrt. Außerdem sollte der Magistrat doch einmal versuchen, nachzuahmen, wa« in einem- allerdings »wilden"— Lande schon lange Gebrauch ist, nämlich: die Wahl auf den Sonntag zu verlegen.— Der Wahlvorstand schemt auch nicht ganz seinem Amt gewachsen gewesen zu sein. Sind die behaupteten Unordnungen wirklich vorge- kommen, so hätte er von AmtSweaen dem Magistrat Mit- theilung machen müssen und Herrn Gründe! nicht al» gewählt prokramiren tollen. Unbegreiflich ist mir ferner die Sauitmuth und Langmuth de» Wahlvorsteher« in der Aula, der sich drei- vierterstundenlang ruhig in den Nocken niesen läßt.(Heiterkeit.) E« ist in der That kein Grund vorhanden, Wahibeeinfluffungen seitens der So sialdemokratie zu befürchten. In unserer Partei ist der lebhafteste Sinn für völlige Unparteilichkeit bei den Wahlen vorhanden. Wrr brauchen die Mandate nicht zu erschleichen und die Wähler nicht zu beeiriflussen. Möge der Magistrat erwägen, ob er nicht schon bei der nothwendig ge- wordenen Neuwahl in diesem Bezirk die Wahlzeit entweder bi« 8 Uhr Abends verlängert oder die Wahl auf einen Sonn« tag verlegt. Stadt. N e u m a n n: Der Ausschuß habe bei Prüfung der Sache von jeder Parteiiücksicht abges.h-n und der ganze Aa- trag enthält kein Wort von irgend welcher Partei. Die Hin- Weisung auf Verlängerung der Wahlzeiten Juni) Wahlen am Sonntaa halte er für nicht unberechtigt und empfehlt nament- lich die R solution. Stadtrath Schreiner: Der Magistrat habe gegen die vorgelegte Resolution(siehe den gestrigen Bericht) kein Bedenken, doch sei zu bemerken, daß mit Ausnahme diese» Bezirks nirgend» Unregelmäßigk-iten vorgekommen sind. Stadtv. Baillen: Dem Siadtv. Srnger sei e» nicht gelungen, dre Bedeutung der Zrugenaussagm abzuschwächen. Schon wegen des lärmenden Gesammichmakters, welchen dieser Wahlakt gehabt, werde man die Urgiltigkeit der Wahl aussprechen müssen. Auch in anderen Bezirken zeige es sich, daß ein gewisser lärmender Czarakter von der Wahl von Parteianhängern de» Stadtv. Singer unzertrennlich zu sein scheine. Er bitte den Herrn Singer, seinen großen Eir flaß unter seinen Parteigenossen dahin auszuüben, daß solche lärmende Szenen vermieden werden. Stadtv. Singer: Der Vorredner habe am aller- wenigsten das Recht, sich zum Hüter der Ordnung und Ruhe in V-rfammlungen aufzuspielen. Wa» der Berlmer»Radau" nennt, ist erst durch vir Partei, welcher der Vorredner augehört— die Bürgerpaitei— in da« Berliner Versammluagsleben eingeführt worden.(Ledhafte Zu- stimm unp). Stadtv. Baillen: Hier handle essich um Wahlakte und bei solchen seien über die Burg rpartei noch niemais solche Klagen erhoben, wie über die So sialdemokraten. Die Debatte wird hiermit geschlossen und An- trag und Resolution des Ausschusses ange- n o m m e n./ Dcrfornnttlungett. Der Fachv-rei» der Meber horte zunächst einen Vor- lrag de« H-rrn Botich- und b-Ichloß sodann, eine Statistik über ArbertSzert, ArbeilSlohne und Arbeitsleistung aufzunehmen. Gedruckte Formulare sollen an dre Kollegen verth-ilt werden. » Antrag, in nächster Zeit ein Fmzblatt zur Aortation zur Verthnlung»u brnrgm, wurde angenommen. 36 Kollegen ließen sich als Mrtglreder aufn.hmen. Den Mit�l edern zur Kennt». ß, daß ore Brllet» zur Urania am 22. Februar in Em- - 2' m"'»» «Jb Ä'Ä' ÄÄ'ÄiÄ'SÄ ab. Herr R. Bagintki sprach üb« die Aibeiterbew« alten und neuen Zeit. St wurden mehrere interne Iung der 'Zneint- angelegenheiten geregelt und mitgetheilt, daß am Sonntag, den IS. Februar, in wmfmann't Variete eine große Matinee stati findet. «ur»- und gesellig» Perein» am Sonntag: Sllbeck'scher <2� SedrlingSadtheilung? Adnid» S UHr MIabeIhftrate 57- 58— „Wedding"(2. Ledrlingiabtheilunai Nachmiltaai 4 Uhr Pantstr. 0. Sllbeck'scher Turnverein IWWWW Turnverein . LcdrlingSabtheilung! Nachmiltaai 4 Uhr Pankstr. 0. Turnverein „Kroh und Frei"lung) Nachmlttaa« 4 Uhr Beraft. 57.—»er- Si'.üguna«verein„Frdhlichkctt" tgegr. 1880) Nachmlttagi 5 Uhr Ariiner Weg 20 teisammtung.„. m «»sang-, Sunt- und g»s»Uig, v»r»i«»»tc. am Montag: Gelang. verein„Eingerlust" Abend« 0 Uhr im Restaurant, Landibergeistrahe 80.— Liedertasel der Maler und verwandten Berusigcnosscn, Restaurant Berg, Kaiser. isranz.Gienadtcr Ptad Nr. 7. Lusnahme stimmdegabter Kollegen.— Männer. gesangverein„Weihe Role" Abend« 0 Uhr im Restaurant Kleine Gericht«. ftrahe 10.— Männergesangverein.Eintracht I" Abend« 9 Uhr Köpntcker- strahe 88, im Restaurant.— Besangverein„Echo 1872" Abend« 9 Uhr, Oranienstrahe 190.—„Deutsche Liedertafel" Abend» 9 Uhr, Oranien. 190.— Gesangverein„Mvrthendtitler" UebungSstunde Alte Schön- genossen Abend« 8% Uhr Kaiser Franz. Grenadier. Platz Nr. 7, Restaurant Berg. Ausnahme stimmdegabter Kollegen.— Turnverein„haser...... abtheilung) Abend« 8 Uhr Dtessenbachftrahe 60—61.— n.- Liedertasel der Maler und verw. Berus«. - Turnverein„Hasenhaide"(Lehrling«. .............strahe 60-81.—„Berliner Turn. genossenschast(7. Lehrlingiabtheilung) Abend« 8 Uhr in der städtischen Turn- Halle. Brigerstr. 17—18;— deigl. 8, Männerabtheilung Abend« 8 Uhr in der städtischen Turnhalle, Gubenerstrahe 51.— Lllbeckstchei Turnverein(Männer- abthetluna) Abend« 8 Uhr Elisabethftrahe 57-58,— Verein ehemaliger Schüler der VII Gemeindeschule Abend« 9 Uhr im Restaurant Poppe, Ltndenstrahe 108. -„FriedrichS-Verein"(ehemalige Zöglinge de« grohen Friedrichs-Waiienhause» der Stadt Berlin) Abend« 8X Uhr bei Bormann. Ohmgasse 2— Unterhaltung«> klub Schiller Abend« 8 Uhr im Restaurant Giesel, Triststrahe 41— Verein Berliner Theatersreunde Abend« 8% Uhr bei Lülow, Admiralstrahe 88— BergnllgungSverein„Zick-Zack" Abend» 9 Uhr in Möwe'» GesellschastShau», Ftchleftrahe 29.— Verein„Lustig" Abend« 9 Uhr bei Thomm, Schönhauser Allee 28.— Verein„Ratibor Abend« 8% Uhr im Königstadl-Kasino. holz. marktstrahe 72.— ArmdS'lcher Etenographenverein„Apollobund" Abend» 8% Uhr Thurm strahe 81(Moabit.).— Mssenschastlicher Verein für Roller'sche- Stenographie Abend« SU Uhr im Mstnchener Bräuhau«, Neue Friedrichistrahe Nr. 1, Unterricht«, und UebungSstunde— Rauchklub„Nordstern" in Eusatt» Lokal Franksurter Allee 174, Friedrichiberg.— Rauchklub„hellblau" Abend» 9 Uhr Skaligerstrahe 143.— Verein ehemaliger Schüler der 42. Gemeind e> schule Abend« 9 Uhr bei Kloth, Dreidenerftrahe 10.— Zitherklub„Waldrose" Abend«%9 Uhr, UebungSstunde bei Schneider, Adalbertftr. 8. Dirigent' wegener Ausnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen.— Bandonion- und Znstnt. mental Verein„Melodia" Montag« von 0 dl« 11 Uhr Abend«, Reichender««!. ftrahe 149 bei Otto. VitevartMes. Di» Ueu« Zeit. Revue de« geistigen und öffentlichen Leben«. Achter Jahrgang. Die»Neue Zri* tritt mit dem soeben ausgegebenen Heft l ihren 8. Jahr- flong an. Wir erwarten, auch in diesem Jahre die Sympathien und die Unterstützung der Kreise zu finden, für die die»Neue Ztil* berechnet ist, in erster Linie der denkenden Arbeiterschaft und ihrer Fr-unde. Wir stellen e« un« zur Aufgabe, in populären, ' Aufsätzen ein Bild de« SntwicklurgSgange« leichtfaßlichen.....|.>W_________________ unserer Zeit auf den verschiedensten Gebieten zu geben, soweit fit von allgemeinem Interesse. Unsere vornehmste Aufgabe aber besteht in der Erforschung und Darstellung jener gesell- schaftlichen Erscheinungen, die für die Ärbeilerklasse von de- sonderem Interesse, die für ihr Wohl und Wehe von Bedeutung find, und bei denn Entwickelung ihr selbst eine hervorragende Rolle zufällt. Wir gehen dabei von der Üeberzeuäung au«, daß die Arbeiterklasse heute der vornehmste Träger der gesellschaftlichen ..________________.... Entwickelung ist und e« immer mehr wird. Wir werden Alle« aufbieten, die»Neue Zeit" nicht nur auf der Höht zu erhalten, die sie erreicht, sondern sie immer reichhaltiger und vielleitiger zu gestalien. Die Zahl unserer Mitaibeiter ist in steter Zunehme begriffen. Allseilipen Beifall dürste eine Neuerung finden, die wir in diesem Jahre durch» zuführen gedenken: Die Veröffentlichung regelmäßiger Jahre«. berichte über die Arbeiterbewegung der verschiedenen Industrie- staaten. Dadurch soll die»Neu« Z-it" zu einer Chronik der Arbeiterbewegung werden, zu einem Nachschlagewerk, unent- behrlich für jeden, der diese Bewegung im Zusammenhang verfolgen will und nicht Zeit und Miltel zum Durchstöbern ganzer Jahrgänge der verschiedensten Zeitungen au« aller Herren Länder hat, zu einer Ueberficht, willkommen auch dem, der in der TageSpresse sich über diese Be- wegung stet« auf dem Lausenden erhaltm. Wir werden de- ginnen mit Bericht über den Stand der englischen Arbeiter- vewegung, von C. Ockncy, und einer Ueberficht über die öfter- reichliche Arbeiterbewegung im Jahr« 1889, eingeleitet mit einem Rückblick auf die Bewegung von 1863—1889, von Karl Kautsky. Weitere Jahresberichte über die Arbeiterbewegung in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Dänemark«erden folgen. Von anderen Beiträgen, die theil« bereit« in unserer Hand, theil« un« in Aussicht gestillt sind, nennen wir: Dr. Victor Adler, Die Impfung und ihre Gegner; August Bebel, Sozialpolitische« au« Deutschland; Paul Ernst, Faust sin Lichte der materialistischen Geschichtsauffassung; Paul Kampffmeyer, Die Entwicklung de« industriellen Kapitalismu« in Deutschland; Karl Kaut« ky. Die Frauenfrage; Dr. S. R. Krejcfi, Die Haftpflicht der Unternehmer in Ungarn; Paul La Kriminalität in Frankreich von 1840— 1 886; Karl. ostschwtizerifche Stickereiverband; Jean Nadejde, Agr«« wsse in Rumänien; Rtinlold Rüegg, Aus den Mei>l«°° Sigismund Borkheim; Max Schippet, Die Ansätze Arbeiterinn enbewegung in Deutschland; Dr. Conra» Die Bauernbefreiung sir Preußen; Dr. Bruno Zur P ychologie de« Klesiibürgerthum«; N. G. Tschermtschewi ky f; Bernhard Zerbst, AuS dir der Lebensmittelfälschungen; Clara ..... letkin. Die revolutionären Chansonnier« sir Frankreich. Au« der Reihe unserer Mitarbeiter nennen w» oben angezeigten: Edward Aveling, Eleanor Mark k Peter Ar Uro d, Ernst Bark, E. Belford»ax, Eduard stein, Wilhelm Blo«, Dr. Adolf Braun, Josefine Heinrich Braun, Prof. Dr. Ludwig Büchner, Theodor Gabriel Deville, Prof. Dr. Dobel- Port, Friedrich( tränke!. Jule« GueSde, Minna Kautsky, Oswald Kol)' ang, Dr. Stephan Licht, Wilhelm Liebknecht, H' Mandl, Fr. Mehring, Domela Nieuwenhui«, E-%% Ph. Rappoport, Eduard Sack, Robert Schweichel, I. I. Stern, Dr. Geo. C. Stiebeling, Dr. Chr. Tarnuzztt, Trier, Georg Vollmar, Dr. Emund Wengraf, Flore»» Wischnewetzky, Julie Zadek. Freunde, un« auch sin neuen Jahr treu zu bleiben,%(ßebiW wirken an der gemeinsamen großen Aufgabt»er. sn aufkläiung und un« auch neue Mitarbeiter, neuer«(si. � zuführen. ff— Die»Neue Zeit" erscheint einmal sin Monat i»«1 (Lcxl konformst) a 48 Seiten. Alle Buchhandlungen und Postanstalt« n in Te»U Oesterreich. 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