len. MittWoch, den 39. Januar 1890. tun« Mtufti"- ritt »*#. Du ifc««/ 1« Berichte iur det Bekannt«> d w den )ie Frage daß i? A idat 7. Jahrg. inerHolbsMöll Drgan für die Interessen der Arbeiter. täglich Morgens auber" nach Sonn, und Festlagen. Abonnementspreis für Berlin frei z�Vaus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,% Mark, wöchentlich 3S Pf. Einzelne Nummer Das„Berliner BolkSblatt- AM "*»*kV( Sonntags- Blatt� w Pf. Bei Abholung aus unserer Mark pro Monat. Postabonnemenl 4 Mark pro Quartal. A# 10 .rv.iupn«immerstraße 44 1 Mark pro Monat. Postabonnemen» 4 Marl pro uuarim. JasertiouSgedühr beträgt für die 4gefpaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versannnluna«. Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin 8w., Zimmerstrabe 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags,«m Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. ♦, Fernsprecher: Amt VI. Mr. 4106.*-*- >72 231 Bs'öalttian; VeuthflraHe»»— Expedition: Mmmerfira�e 44. SÄl®!»'»»«. Bmmltsab. w f feine übertriebenen Ansprüche an die sozial- P snsicht der patentirten Größen des Deutschfrei- Hl-'' I 'loa i isi V » H 3 60(1 L3MII j er des sächsischen PatrimonialrichterS, der„die nicht entfesseln" lassen wollte, doch noch lange " F°rtschrittler zur Anerkennung der«othdürfttgstm $mm ���Äusbcutung der Arbeit für etwa- der gesetz- 00# - Ee. L/'--'"••»yv»»|VMV V.» I V V V»• Y,-vv»-',*'ü I lernen J � FibelweiShett des Kobdenklubs, hat iL,»i??iv,icklung seinen Zoll entrichtet, und wie Hidbi|v»wv»4(xjv**......———— L I bei all«. � zu erwarten war, hat der Zusammen- h. bedau�ü. Unb des neuen Glaubens in seinem Kopfe arRmc erlhe Verwirrung angerichtet. Wir halten tu n ,,8, in einem Arbeiterblatte Herrn Baumdach ' in a l. Impfen, weil er sich als Gegner d e S Ito«' die Sa J* e i � S t a g e S bekannt hat. Nachdem Eng- lvg b« wity Oesterreich, die Union die gesetzliche Ver- ISib ber dcitätogeä als durchführbar und als frucht- l, hj.Q gesammten Kulturwelt ad oculns demonstrirt ,, die ttL.J?, Wirklich, Eulen nach Athen tragen, wenn , ein-, cm�ereien der Baumbach, Barth, Braun und tÜtSÄ Ii vi 56 93; 109962 "son-) gemachten Gesetzes, ist das Gegentheil der Fall. II Ü , 13 :S»Tinfur8 b(S- �e�rs DuiMl In der That ist die Sozial. Simson. Denn die badische }l#'wmua i!„ taBe oIs der geeignetsten Waffe gegen einen nationalliberalen— Kiefer. "niottn.) Meuillekon. [5 ## 16001 49 l* 'i* Vorstadt St. Antoiue. >3 1422 � �°«v w- historische Erzählung 3» e v l l l o n au« den Jahren 1789—1792. � k f. eut� von Ludwig K n o r r. J'i stet» der väterlichen Gewalt de» König- v»lt den Opfern der Unduldsamkeit in diesem - � � rv.....;r mlRV» 5?« 5 KWMMW «MWZW Halste der Garniso» bilde. Er, der höchste VerwalwngSbeamte des Sonneberger Bezirks, findet zwar, daß die Kinderarbeit in F a- b rli k e» zu beseitigen sei, er schließt aber die Kinderarbeit in ver volksverwüstenden Hausindustrie so eng an sein land- räthlich-fortschrittlicheS Männerherz, wie der Vater im„Erl- kömg" das„ächzende Kind." Der Ritter lobesam, der für die schmachvolle AuSbeu- beutuoa der Kinder in der Hausindustrie eine Lanze brach, sah nicht einmal so weit als seine Nase reicht. DaS Me»- ninger Oberland, wo Herr Baumbach amtlich wirkt, ist ein Brennpunkt der deutschen Heimarbeit. Dort gedeiht zu Nutz und Frommen des kaufmännischen Kapitals die Holz- und Spielwaaren-, die Schiefergriffel- und Tafel- und die Glas-Hausindustrie. Zum Glück hat dieses interessante Gebiet eine klassische Arbeit hervorgerufen, das bekannte Buch des Wiener Pro- fessorS Dr. Emanuel HanS Sax über die thüringische Hausindustrie. Aus diesem ausgezeichneten, bereits in zweiter Auflage vorliegenden Buche seien nur einige wenige Daten mit- getheilt, die ein Helles Licht über die Kinderarbeit in der Hausindustrie ausgießen. „In Neufang ist ein Geiaenmacher, der treibt sein Gewerbe seit 40 Jahren; er arbeitet Sommers von 4 Uhr früh bis 12 Uhr Nachts, Frau und Kinder müssen mit- helfen fast ebenso lang wie der Meister. Ein Mädchen kommt aus der Schule gesprungen, sieht neugierig den ftemden Mann beim Vater stehen, aber ein Wink und sie huscht hinter den Farbtopf, wo sie pinseln wird bis in die sinkende Nacht.„Wir kennen kein Gespaß!" Jedes Jahr geht der Preis zurück, aber der Meister wird darum nur eifriger fortarbeiten, und Weib und Kind hinter ihm in gespenstischer Hast, so lang ein Hauch im Leibe ist."(Sax, a. a. O. S. 60.) Die Hütten, in welchen die Griffelmacher schaffe«, sind meistens 1,60 bis 1,80 Meter hoch, 2 bis 2t Meter breit; darin arbeite« 3 bis 5 Personen in dem furchtbare»», tod- bringenden Qualm.„Ein Junge rafft die Griffel vom Boden auf und trägt sie in die Durchstoßmaschine. Dort steht auf einem Holzpflock— er reichte sonst nicht hinan— ein Knabe und tritt und drückt und stößt die Griffel durch.... Nur die Schadhaftigkeit der Hüttenwandung schützt die Leute vor dem Ersticken.... Der Boden, selten mit Spuren von Dielung, zumeist die nackte Erde, voll Unebenheiten, hier ein Hügel von festgetretenem Griffelstaub, dort eine Vertiefung, mitunter absichtlich gehöhlt, um dem Jungen beim Sägen einen bessern Stand zu geben. Die ganze Hütte nicht selten windschief, wie durch ein Wunder zusammengehalten. Und was soll der Ofen im Winkel? Es wird doch nicht zur Winterszeit in der Hütte gearbeitet! Ja wohl, auch im Winter;„weil unsere Arbeit einen furcht- baren Mist giebt, wollt' uns im Dorf keiner mehr auf- nehmen."(Sax a. a. O. S. 92,93.) Herr Baumbach hat al» L a n d r a t h in einem Bericht vom 10. Januar 1881, den er an seine Regierung erstattete, drastisch genug an der Steuerveranlagung das Elend der Griffelmacher von Steinach und Haselbach gezeigt: 1878 waren sie mit 12 M. oder 1 M. terminlich veranlagt, im Spätherbst 1880 mußte man Ein allgemeines Gelächter erhob sich. Eine gemischte Besatzung! Ein Vertrag! Ein Waffenstillstand! Darum soll es sich also handeln. Die ganze Menschenmasse schien zitternd zu warten. Ein Geschrei erhob sich: m— Die Vorstadt Saint Antoine! Die Vorstadt Saint Antoine! Und wirklich, jenseits des ThoreS mit den drei Bogen rückte die Vorstadt heran. An ihrer Spitze Santerre auf seinem großen Pferde„Ohne Gleichen" sitzend; Labroche und Galand mit Gewehren bewaffnet und Cadet Tricot mit einer eisernen Stange in der Hand marschirten ihm zur Seite. Hinter ihnen ging ein bleicher Arbeiter mit einer Pike— es war Michael Combat— und dessen Weib mit unordentlichen, zerzausten Haaren und einer Axt in der Hand. Dann kam die unabsehbare Menge der Hungernden und Zer- lumpten, die nichts verlangten, al« Brot und Arbeit. Die Kämpfer sind jetzt vollzählig, die Schlacht beginnt. Einige Tapfere, von einem Stellmacher angeführt, klettern auf das Dach eines Schilderhauses neben der ersten Zugbrücke und durchhauen die Ketten derselben mit Beilen, so daß die Brücke niederfällt. Die Menge stürzt darauf und gelangt in den Vorhof; die Besatzung giebt Feuer, die Reihen der Angreifer lichten sich. Der Donner des Gewehr- feuerS dringt ins Stadthaus, von wo die He ren Wähler eme neue Deputation senden, die sich aber im Pulverdampf »erliert. Eine zweite, den Syndikus der Stadt an der Spitze, nähert sich mit einer Fahne und unter Trommel- schlag. Die Soldaten sehen von der Höhe der Thürme diese sie auf 25 Pf. terminlich herabsetze«!(Sax a. a. O., S. 94). Noch grauenhafter sind die Zustände beim Schiefer» tafelmacher.„Man muß sich das Schlimme des Holzarbeiters und des GriffelmacherS verbunden denken und einige eigen» thümliche Leiden hinzufügen." Der Tafelmacher muß mit Weib und Kind 18 Stunden schaffen, um fünfzig Pfennig innerhalb dieser Zeit zu verdienen. So sagen die Akten des herzoglich sächsischen meiningischen Landrath« zu Saal- feld au« dem Jahre 1877.(Sax a. a. O., S. 101.) „Die Schachtelmacher im Steinacher Bezirk können nicht leben und nicht sterben. Sommer wie Winter wird vom frühesten Morgen bis in die späteste Nacht gearbeitet und zwar Tag für Tag, auch am Sonntag. Der Sonntag ist recht eigentlich der Hauptarbeitstag, da wird vorgerichtet für die Woche und werden die Läufe gefertigt; Decken und Böden bleiben den Werkeltagen. Der durchschnittliche Ar- bestStag ist 18 Stunden und wohl bemerkt nicht etwa wäh- rend der hohen Saison, welche hier weniger fühlbar isi, sondern immer durch. Alle Kinder müssen mitarbeiten vom zartesten Alter an, man sieht häufig 5- und 6jährige Würmchen stundenlang auf den Dielen „spielen". Sie müssen den geleimten Lauf von der „Klupp" abziehen, die Böden und Deckel einsetzen und die fertigen Schachteln zumachen. Bei den kleinen Schachtel» für Saftan, Salben, Pomade sind die Kinder recht eigentlich die H a u p t s a ch e, da gehören kleine feine Finger dazu, der Vater kann da gar nicht hineingreifen."(Sax a. a. O. S. 69). Aber eS ist bekannt, daß durch maschi- »eilen Großbetrieb diese Waa»:en massenhaft und leicht erzeugt werden können, und daß die Steinacher Heim- arbeiter nur deshalb noch existiren,„weil sie mit ihren zehn Fingern thatsächlich billiger als der dampfbewegte Automat in der Fabrik produziren." Das ist auch ein Schandfleck de« neunzehnten Jahrhunderts. Der Tages» verdienst einer Schachtelmacherfamilie,»n der 2 Männer, ein Jüngling von 23 Jahren, ein Mädchen von 17 Jahren und mehrere kleine Kinder arbeiten, beträgt fünfzig Pfennig! Der Wochenverdienst eines vollbeschäftigten BossirerS mit Weib und Kind stellt sich auf 12—15 M., der eines Drückers auf 7—9 M.„Der Vater lackirt und malt den Kopf, die Mutter schneidet Kleidchen zu, die Töchter nähen die Kleidchen und ziehen sie über das Gestell, ein Knabe streicht die Beine an, der jüngste schlägt die Tschinellen auf: und der Stürzenschläger ist fertig."(Sax a. a. O. S. 56.) Die WohnungSzustände find schauderhast, die Wohnung«- noth, speziell in Sonneberg, dem A m t S s i tz e des Herrn Baumbach, spottet aller Beschreibung. Im Jahre 1880 kamen auf ein Wohngebäude 14,5 Personen, auf ei« Hau» trafen im Durchschnitt fast drei Haushaltungen. Diese Häuser sind„einstöckige Gebäude mit wenigen Fenster« Front." Die Miethen sind sehr hoch, die elendeste Arbeiterwohnung mit nur einem bewohnbaren Raum ist nicht unter 60 bis 80 M. zu haben, für Stube und Kammer zahlt der Arbeiter 80 bis 150 M. Die e l e- gantesten Bourgeois wohnungen mtt 5—6 Zimmern Fahne und ziehen ihrerseits eine weiße Flagge aus. DaS Volk, welches der Deputation nachdrängt, versucht einzu- dringen, wird aber durch eine Salve der Garnison ver- trieben. Beim Anblick der Tobten und Verwundeten steigt die Wuth aufs äußerste. — Wenn eS sein muß, werden wir die Gräben mit unseren Körpern ausfüllen. Und das Volk wirft sich ohne Deckung dem Feuer und den Steinen entgegen. Die Kanonen werden gerichtet. Es bilden sich zwei Angriffskolonnen, eine aus französischen Gar- den, die andere aus Bürgern und Arbeitern. Santerre läßt Wagen mit Stroh vorfahren, die sein KorpS der Vorstädte- rinnen in Brand steckte, aber dies Hinderniß für die Ver» theidigung beschränkt zugleich den Angriff. Die in der ersten Reihe Kämpfenden berathschlagen; man debattirt über verschiedene Mittel. Die Schweizer und Invaliden lade« und schießen ihre Gewehre ununterbrochen in die Menge. Die Kämpfer sind eng zusammengepreßt, denn ganz Part« scheint sich nach der Bastille hinzuwenden. Jetzt führt man ein junges Mädchen dicht vor die Festung. — Es ist die Tochter des Gouverneurs, ruft eine Stimme. — Man muß sie vor den Augen ihre« Vater» ver- brennen, wenn er sich nicht ergiebt, ruft ein anderer. Da drängt sich aus der Menge einer der Kämpfende« »ach dem Opfer hin, ergreift eS, schafft daS junge Mädchen fort und begiebt sich wieder auf seinen Platz. Er hieß Bonnemer. Man zählte jetzt schon 88 Verwundete und 83 Tobte. Die Soldaten in der Festung theilten sich in zwei Parteien. — Wir müssen uns ergeben, meinten die Invalide». und was dazu gehört, kosten vielleicht 600 M.!(Sax, a. a. O.. S. 40 thümlichen Die f.) Die Ernährung faßt sich in der volkS- Atrophe zusammen: „Kartoffeln in der Früh, Zu Mittag in der Brüh, Des Abends mitsammt dem Kleid, Kartoffeln in alle Ewigkeit." ErkrankungShäusigkeit uno Sterblichkeit ist im Meininger Oberland natürlich sehr hoch.„Trotz der frischen Waldluft, welche der Wind von allen Höhen herab in ihre Gassen weht, sind die Leute matt und siech, schauen trüb und übernächtig aus,— die Haltung gebückt, der Brustkorb flach, die Statur klein; das ist die Raffe der Spielwaaren- macher auf dem Thüringer Wald!". Im Durchschnitt der fünf Jahre 1873 bis 1877 waren von je 100 Gestorbenen im Alter unter sechs Monaten im Kreise Sonneberg 22.42, im Kreise Meiningen 15.07, in allen vier Kreisen des Herzogthums 18.74. In derselben Periode entfielen aus je 100 Lebendgeborene vor vollendetem ersten Lebensjahre gestorbene Kinder im Kreise Sonneberg 18.2, im Kreise Meiningen 14.2, im Herzogthum 16.2. Im Kreise Sonneberg betrug die allgemeine Sterbeziffer auf je 1000 Bewohner 25.2, in der Stadt 28.27. Fast die Hälfte aller im Alter von über 15 Jahren Sterbenden geht an Lungenkrankheiten zu Grunde! Das mag genügen, um zu zeigen, wie nothwendig der staatliche Eingriff auch für die Hausindustrie ist, welche aus schamloser Ausnutzung der Arbeitskraft beruht, für die Haus- industrie, die den Proletarier zwingt, sich und Weib und Kind zu Tode zu arbeiten. Die Ueberführung der Hausindustrie in daS a r b e i t e r- sch u tz g e s e tz l i ch kontrolirte Großgewerbe ist eine hoch- wichtige Aufgabe jeder wahren Sozialreform. Wer das nicht einsieht, wer die Kinderarbeit in der Hausindustrie vertheidigt, welche HerodeS überherodisirt, der ist ein Kind, ein sozialpolitischer Bambino. i'iovvcl'pcmdenien. Hamburg, den 27. Januar. Die ungerechte und nicht einmal durch die„allbekannte Menschenfreundlichkeit des Herrn Adolph Wö'mann begründete Herabsetzung der Heuer(Monat- lohn) der Heizer und Kohlentrimmer auf den hiefigen ozeani- schen Dampferlinien hat, woran sonst noch lange nicht zu denken gewesen wäre, zu Stande gebracht, daß ein Verein der Heizer und Trimmer von Hamburg und Umgegend mit 700 Mitgliedern gegründet wurde. Zugleich soll die Bildung eine« Zentral- Verbandes mit Filialen in allen Nord- und Otieehäfen ange- strebt werden. Zwar waren die Rheder bemüht, ihre Lohn- drückung mit allen Mitteln durchzusetzen, sogar Schweden wur- den noch importirt, und die Hamburger Polizei leistete bereit- willig Dienste, um die Jmportirten dem Einflüsse der hiefigen Arbeiter zu entziehen. Aber an dem einmüthigen Geiste und dem festen Zusammenhalten der letzteren scheiterte Ii« Macht de« Kapitals. Angesichts des neugegründeten Heizer- und KohlentrimmervereinS strichen die großen Herren Rheder nun plötzlich die Segel, so daß zwischen ihrem Vor- Senden Herrn Laisz und dem Vorstande des neuen teinS eine Eniguna dahin zu Stande kam, daß die Monatsheuer für Hetzet auf 85 M. und für die Kohlen- trimmer(-Schlepper) auf 75 M. festgesetzt wurde. Auch die auf der Wörmannlinie beschäftigten Kiuneger hatten in die Versammlung der Heizer eine Deputation entsandt, und so wird wenigstens bewirkt, daß auch die schwarzen Arbeitsbrllder nicht unter dem festgesetzten Lohn arbeiten werden. Diese hatten zum Theil auch schon das Weiterarbeiten verweigert, weil man ihnen ungerechte Abzüge von ihrem Lohn machen und sie zwingen wollte, einen Theil ihre« Gelbe« in Form von Kleidungsstücken in Empfang zu nehmen. Also auch die Kru neger werden, in Beiührung mit unfern Arbeitern gebracht, dem Herrn Wörmann leider zu schnell aufgeklärt und scheinen nicht geneigt, ihm seine„Menschenfreundlichkeit" dadurch danken zu wollen, daß sie sich stillschweigend Ungerechtigkeiten gefallen lassen. Wmn die Herren Schiffsrheder und Großkausleute in dieser Angelegenheit nicht nur aus G-fchäftSinteresse, sondern auch in Hinsicht auf die bevorstehende Reichstagswahl so schnell nachgegeben haben, so kommen sie damit doch schon lange zu späi; denn daß sie, bei den großen Dividenden, welche meistenlheil« die Dampferlinien abwerfen, diejenigen, welche die schwersten Arbeiten an Bord zu verrichten haben, den Lohn drücken wollten, hat nicht nur allein in Ardeiterkceisen »inen Eindruck gemacht, der die Reichstagskandidaten der Börse in den 5kreisen, welche mit der Schiffsahrt zu thun haben, — Wir müssen Widerstand leisten, sagten die Schweizer. — Wir müssen sterben, sagte der Gouverneur de Launr, finster. Er nahm eine Lunte und näherte sich damit den Pulver- vorräthen, zwei seiner Offiziere stürzten zu den Gewehren und setzten ihm die Bajonette aus die Brust. — Laßt die Brücken herunter, laßt die Brücken herunter, schrie das Volk. Eine Gewehrsalve antwortete darauf. Die Kanonen des Volkes begannen den Ketten der Zugbrücke übel mitzu- spielen. De Launay nahm eine Feder und schrieb auf einen Zettel:„Wir haben 20 Zentner Pulver und werden uns und das ganze Viertel in die Luft sprengen, wenn ihr nicht auf unsere Kapitulationsbedingungen eingeht." Er ließ das Billet durch eine der kleinen Pforten der Zugbrücke hinaus- werfen. Aber wie sollte« die Belagerer eS erhalten, da sie ein breiter Graben von der Zitadelle trennte. Man brachte ein langes Brett herbei, legte es an die Brustwehr und einige Männer stiegen darauf, um durch ihr Gegengewicht das Brett gerade zu halten. Ein Unbekannter wagte eS den gefährlichen Gang zu machen, aber eine Flintenkugel trifft ihn und er fällt todt in den Graben. Der Gerichtsdiener Maillard läßt sich nicht ab- halten ihm zu folgen: er ergreift das Billet, überreicht es Elie, der es verliest und dann an die Spitze seines Degens steckt. — Auf Soldatenwort, rufen die Gardisten der Be- satzung zu, wir werden Euch nichts anhaben, laßt die Brücken herunter. Die Brücken werden heruntergelassen und das Volk stürzt sich darauf. Die Besatzung hatte ihre Gewehre an die Mauern ge- stellt und Spalier gebildet, die Invaliden auf der rechten, die Schweizer auf der linken Seite. Einige wandten sich zustimmend an daS eindringende Volk, aber ihre Uni- formen erinnerten an den Kampf und der Kampf rief den Gedanken an die Opfer wach, daher beantwortete daS Volk diesen Beifall mit Drohungen. Schweigend stand de Lannay, auf einen Stock mit ver- um einen großen Theil der Synpathie gebracht hat, welchen sie bisher etwa noch genossen. Der Bierkommers de«„ReichStagSwahl. Vereins von 1884" ist programmgemäß verlaufen. Die hiesige Regimentsmusik hat„patnosische" Weisen gespielt und die Herren haben sich gegenseitig hoch leben lassen. Um daS geistige Niveau, auf welchem diese zirka 1200„ReickStreuen", welche bei„Pschort"-Bier sich gütlich thaten, stehen, an- zudeuten, ser folgende Strophe eines ihrer Kommerslieder an- gefuhrt: „Drum frisch, Ihr Genossen, die Trommel gerührt Für Lutteroth und Adolph Wörmann! A l le V ö l k e r herbei(!) und muthig geführt In s Gefecht den reichstreuen Heerbann! Und wenn Ihr der Thorheit der Massen erliegt: In der Welt hat schon öfter der Unsinn gesiegt!" Na, ein solck er Unsinn wie dieser siegt hoffentlich in Hamburg nicht mehr! Man braucht nur den ernsten Geist, die erhabene Stimmung der von 12 000 Wählern besuchten Versammlung, in welcher A. Bebel sprach, mit diesem seichten, liberal, konser- vativm Bierkommers zu vergleichen, um zu finden, auf welcher Seite die heilige Ueberzeugung für eine gute Sache zu wirken, und daß der fade„Unsinn" des gegenseitigen„Sich- Anhochens" zu finden ist. Das Herz scheint übrigens den Herren„Reichstreuen" schon jetzt in die Hosen gefallen zu fein.— Wie leicht eS ist, vom Regerungstifche aus im Reichstage von der gerechten und milden Handhabung des Sozialisten- gesetzes zu reden, und wie ganz ander« sich die Sache in der Praxis durch die ausübenden Organe gestaltet, beweist folgen- des Eingesandt zweier Arbeiter im„H-mb. Echo": „Ein schneidiger Beamter scheint der Gmdarm Bandekow in Ouickborn, Kreis Pinneberg, zu sein. Wir Endesunter, eich. neten verbreiteten am Sonntag, den 19. Januar er., in Quick- dorn das Flugblatt:„An die Arbeiter, Landleute und Klein« dauern im 6. schleswig-holsteinischen Wahlkreise!" da« bekannt- lich nicht verboten ist. Hierbei wurden wir Mittag« um 12 Uhr von dem Gendarmen Bandekow verhastet und nach dem Spritzenhause daselbst hingeschafft. Trotzd,m wir den Tag über nichts genossen hatten, erhielten wir die erste Speise erst des Abends um Ubr; und da wir den Tag und die Nacht über in einer kalten Zelle untergebracht waren(nur gegen Abend wurde ein mäßiges Feuer angezündet, das nicht genügte, die Zelle zu erwärmen), konnte es nicht verfehlen, daß wir uns eine Erkältung zuzogen. Als wir uns am anderen Morgen dieser- halb beschwerten, meinte der Gendarm:„Strafe muß sein!" obwohl wir nichts Ungesetzliches gethan hatten. Hierauf wurden wir Beide, zusammengefessell neben feinem Pferde hergehend, nach Pmneberg transpor- tirt, wie gemeine Verbrecher, obgleich wir unsere Legitimation«- papiere ihm übergeben hatten. Als wir nun hiergegen pro- testirten, erwiderte uns der schneidige Beamte:„Er könne uns so, bei einem eoent. Fluchtversuche, besser mit der Klinge erreichen." Solche Vorkommnisse verdienen mal m weiteren Kreisen bekannt zu werden. Ztalttiplhs itclictjtrijt. Die Kewegnttg für de« Achtstundentag greift in der gesammten Welt immer mehr um sich u>o drängt sich immer mehr in den Vorde.grund des unmuteibaren politischen In- teresses. In Deutschland tritt die Frage des achtstündigen Arbeitstages überall während des gegenwärtigen Wahlkampfes hervor— kaum eine Wählerversammlung, in der sie nicht zur Besprechung gelangte. Und da auch so ziemlich alle Fach- Vereinigungen und gewerkschaftlichen Organisationen sich für den Kampf um den Achtstundentag erklärt haben, so ist zu erwarten, daß die Bewegung nach der Wahl bedeutende Dimensionen annehmen und zunächst für die Manifestation deS 1. Mai ein bestimmtes p aktisch durchfühi bares Programm zu Tage fördern wird. Der Vorschlag eines allgememen Feier- tage« ist hier und da sehr auf Widerstand gestoßen und bedarf jedenfalls genauester Prüfung. In England soll die Frage he« Achtstundentage«, und zwar des richtigen vom Parlament zu beschließenden Normal» arbeit« tage« von 8 Stunden, bei den bevorstehenden Wahlen zum Unterhaus, die freilich erst im Laufe de« nächsten Jahre«, vielleicht sogar erst 1892 staltfinden werden, den Haupt- Programmpunkt der Arb-iter bilden. Der„Labour El- clor", das beste der englischen Arbeiterblätter, agitirt bereit« mit aller Macht hierfür, und eS ist kaum einem Zweifel unter- worfen, daß der Plan zur Verwirklichung gelangen wird. Der Mahlaufruf der deutsch-konservativen Partei ist erschienen. Die Deutschkonservativen blicken mit voller Befrie' digung auf die Erfolge des Reichstag« zurück und dazu haben sie allerdings all« Ursache. Die Opposition gegen die Beschnei- dung der ÄerfassungSrechte, gegen die Auferlegung von neuen goldetem Knopfe gestützt da und wartete in dumpfer Zurück- Haltung. Ein Kaufmann aus der Straße de NoyerS-St.-JaqueS, Namens Cholat, erkannte ihn und hielt ihn fest. Der Gouverneur zog einen Dolch, um sich zu tödten, doch ver- hinderte man ihn daran und brachte ihn fort. In dem un- geheuren Durcheinander, das nach dem Eindringen des Volkes entstand, konnten sich nur zwei Rufe Geltung ver- schaffen: — Wo sind die Opfer der Bastille? Freiheit für sie! — Die Gefangenen schafft nach dem Rathhause! Man durchstöbert alle Ecken und Winkel deS Gefäng- nisseS, befreit die Gefangenen und trägt sie im Triumphe davon; man nimmt ihnen die Ketten ab und hält die Schlüssel der Gefängnisse wie Trophäen hoch in die Luft, man um- armt sich, weint, jubelt; das Volk ist wie närrisch. Schon war die Nachricht von der Einnahme der Bastille von Straße zu Straße, von HauS zu HauS, durch ganz Paris gedrungen und diejenigen, welche nicht mehr mit- kämpfen konnten, wollten auch ihren Theil an dem Kampfe haben und beneideten die Sieger. Es war ein Chaos der Freude, und in dem unendliche« Gewühle der freudigen Menschen hoben sich nur die bleichen Gesichter der Gefangenen ab, die man fortschleppte, sowie einige blutige Köpfe von Vertheidigern der Bastille, die, vor der Wßrth de« Volke« zu beschützen, die Sieger nicht immer im Stande waren.............. Nachdem der Kampf entschieden war, bestieg Santerre sein große« Pferd und freudigen Auges sah er seine braven Gesellen Labroche und Galand wieder an seiner Seite. Er redete einen Trupp au« der Vorstadt an: — Meine Freunde, diese Nacht müssen wir hell sehen können. Wir müssen illuminiren, und wer keine Lampion« besitzt, der wende sich an mich, ich werde sie ihm geben. — Ja, Ja, Santerre! — Santerre, ich bin verwundet, ertönte eS au« der Menge. — Santerre, seht was ich bringe, und der Sprecher die Freude der Konservativen an ihren Eirungevlit« � 4** vi« sreuve ver«oniervanven an iyren M ttin Wfc.iV< mmmfä unserer, Von dem vativen Wahlaufruf daß die nicht die Rede. _ Konservativen allen denen zu gemeinsam«. � 0« Hand reichen, welche mit öen Konservativen zulammcei EM ###### die dazu wirklich unerläßlichen Machtmittel den W"%( zu gewähren."— Im übrigen wird behauptet, � Reaktion sei in Deutschland nickt« zu spüren.- „Kartell" kommt nickt emmal im Aufruf vor. als dächten die Verfasser des Aufrufes darin eDW, konservative Wabloerem für den 3. Wahlkreis, dn erklärte, da« Wort„Ka-tell" sei in Verruf gekom»0� Riithsel«ver Rathsel, so schreibt die der Ausgang des Reichstags auf. Da« Kartell, 8' Unterstützung der RegierunaSpolitik hat dieselbe m aufgäbe ver' Session, im Sozialistengesetz, im vm» WKN&. Ausli _« rnngsgefchäl dwn, daß di, lif.V idun bhabt werdet ■>N der Be Die verö K-nhiiltniss Bergleute Abenden rei DaS Kartell geht den Wahlen„jetzt aebrochen � gezweifelt gebrochen durch die Spaltung sir' sich und ii amtliche Lo an Uebereinstimmung mit der Regierung. sonders auffällt, dr« Regierung hat sich gar n «5 müht, einen andern Ausgang zu ermöglichen, �ind«�°>Mi h'W gebraucht vor der zweiten wie vor der dritt-n Lesung den: Mten t0n%, ralen noch immer nicht die letzte Hoffnung benoW?lZ hinten die gierung werde m letzter Stund« noch zur Annahme: Mn« AuMin den Gesetzes ohne AuSweisungSbefugniß bereit I' j fln I diese Hoffnung, wer weiß, ob die N ationalllberalen z,% mit hMvb noch�-�lle�roße�ort�en aroßtwEpr"''� Wamml Stock gemocht hä:ten... Keine schönen Worte tuschen, daß RegierungSpolitik und Kartell an bjJJj»atrir.o ■■ WWWW■■ daß d>W mechanisch« Bekämpfung einer geistigen Bemeguoi-D Nutzlosigkeit und Schädlichkeit polizeilicher Em v nffe sagte, was er über die Gefahren de« herrsch Mi, d« «n entsp gen vom ar �"d, unl für die gesammten gesellschaftlichen Zustände iÜ freilich manchen Leuten sehr unbequem, und da nm», herzigen Sprecher nicht widerlegen kann, so 1*"% kVÜ!"' todt. E« wird vielleicht nickt lange dauern, J': Ca» olath wird von den offiziösen Denunzianten-s. ffllm wirtbs Schaar der.Re'chskeirde" geworfen werben. in(5 .Gewährsmänner keine KtaatseinriffA z°Ueu„ake der Eidertetder„Freien� Presse" lesen wir: Pat einiger Zeit mit, daß Redakteur Grimpe wegen, der Vorkommnisse, namentlich in Bezug auf Männer in„ anwaltschaft Staatsanwaltschaft,. macht worden sein. Unter dem gestrigen Datum ff> geschuldigten mitgelheilt worden, daß das Verfahr&il ßiJWtionttt, eingestellt worden ist. Da« bezügliche SchrÄ Ä derTner „Elberfeld, 21. Januar 1890. Ja der ErmitteluncSl fanden Sie, wegen Vergeben« gegen§ 131 de« Strafgeld i� �ußerden nachrichtige� ich"Sie, bäßjch da« Verfahren Der Erste®I(l z..,?»»» u«», ci rügenden Beweisis eingestellt habe. Wirckler" e|8 und F Dir schon erwähnte« KrfchlLsfe der sammlung de» Kergarveiter Verbandes had-� Wornaut:„Die Versammlung steht aus d>m �rtrtrffrtr. h» hfS rneff»Tff»t* h Vorsta, de des Verbandes gestellten Forderungen%„h«i � Sobnerhöhung. Die Forverungen � find k«ne«A J,( j�Jfofjtr.ini und schädigen durchaus nicht die wirthschaftlichen J-, KWUiö£ jT,"] sondern bedeuten nur für die Zechenbefitzer eine � lonoein oeoeuien nur tur vi« Zeryenoentzer ein- j('"itinno Minderung ihres ohnehin zu hohen Gewinnet- Sauz dauer. Eine thatlächliche Vereinbarung über die%% Ä***- Die fii, 41» ft de« Ve Verfahren der Ueberfchichten gewünscht ver» �lokals ai zeigte ihm eine zerbrochene Kette. Der Freude, al» er sich von seinem hohen Pferde, um in die pulvergeschwärzte«, durch die Sieges! vj, schönten Gesichter des Volkes zu schauen, und alle zu drücken, die sich ihm entgegenstreckte«. y, He, Labroche, rief er, waS ist aus unsere» �- jungen geworden? Der ist hier. Ich habe ihn ein lvei"? � � halten. Er wollte mich durchaus tragen, weil#|'»e zin daß ich zerquetscht werden könnte— ist eS nicht! ü. Der Tolpatsch, der Jennv in seinen Armen\ ö0tv?,,r?.c näher, und Jenny, in ihrer Höhe beinahe a» � � c». Jf Santerre'S reichend, sagte mit einem Anflug von% � diesem: � 1 — Hat er feinen Tageloh« nicht gut vero �« Vater ist immer an seiner Seite gewesen und i�&et 0®er bleiche Kopf Michael Combat'« nickte u — Nachbar, fragte ihn Santerre, wo ist Ist sie zu Hause geblieben?..** f U«« — Nein, nein, antwortete der Arbeiter;> dem Stadthause gegange«, um ihr Tagewerk g""' bringen, sehen Sie... — Wie sie will, erwiderte der Brauer.. Und er fügte hinzu, sich gegen Cadet Trico' — Da Du gut gearbeitet hast, Bursche, r uns, ich werde dafür sorge«, daß Du noch erhältst!_ Die Menge theilte sich, um Santerre mit sernsn durchzulassen. -H S"» :K-4f"n Die Nacht hatte sich bereits über die Stadt ein junger Mann, über Löcher springend u«»d übersteigend, in oie Straße BourdonnaiS einb einem alten zweistöckigen Hause stillstand, dessen A) Aber Fenster durch kleine Glasscheiben getheilt waren- � it �°iben. schien unbewohnt. Der junge Mann klopfte je®."" besonderen Art an daS THor, worauf man bald � von schwerfälligen Tritten, sowie von klappernd�y hörte. Eine kleine Thüre öffnete sich, in welch w al, ri' k- �'~'' kL.r» v""i«"0 rann m der de BnbSlw'stt �!K?uung de- von Jabr»a Iah 7l.n ik in W W« hmjWBehenbet» Delegirten.................-,— Jahr aus freier Wahl der Be« geregelt werden. 4) Köhlen- wohl ist das Nullen der liberalen»«vmnvringend für bi.......... ttt©ptfina' Safl, der von den Flötzverhaltmsfm ge- ialliberalei> Grenzen und somit zur ungerechten Lohnverkürzung des e RechtSord«�/?°""ei. Die Forderung richtet sich überhavpt�gegen sammt- stohlenabzuze, weil solche stets zu einer willkürlichen Lohn- mSüi"18 1" Grund abgegeben. 5) Lohnzahlung. Der �lalizen Auslöhnung im Monat w't zwischenliegender Zahlung steht die h-rvorgehobe,"—' okratie zu Nittel den behauptet, darin ebenla hlkrn». der uf gekomae»' die. Kartell, g ochcn am* »nd durch d Z. WaS ab iche�indnn ' ch n e i k",., WWWÄ ' geziBtifjt"�}. Sachlichkeit der Untersuchung schon t TS iu/h.,. �®«0mann bekommt, als Grundlage der fung den M�stM 8""cht ttittb, oder aus freier Wahl hie Beleg- ng denonnnrn,« Jahr zu Jahr hervorgehenden Bergarbeiter- �Annahme iu»n,�» �Drüfung der Lohnstatistik überwiesen wird. Die 'S bereit K NlfcJMm�ungen und Anhängsel des veröffentlichten lalliberale« K"4!nt tt:. M m die Vereinszechen haben eine zu große Aehn- iten EprUNi_ von hR z>�°blphrasigen Journalistenleistungen, als daß sie , Worte lvu"Sammlung einer Beachtung werth gehalten werden tell an der UJn, Bergleute, die in Gefahr und Nacht ihr ganzes daß das N{(j( Me«, welche durch die schwer«, Kraft und Ge- , d Ih«?'? Bergarbeit auch noch verkürzt wird, die also : M'ouff5,#? �.'brer edelsten Güter, des Lebens und der chstags iv':j„l1 sördenl� blsahit der Natron in dem erheblichsten des So,»'''?!»Mb denen kann ein guter, den heutigen Preis- im flüchtig"! g p�naen ��prvdhender auskömmlicher Lohn, wie ihn die n abgetha». � C0l._i°c""i 13. Januar dieses Jahres normiren, nur mit ren F-eimute.» ft�'bastnr werden. Da nun in den wirtschaftlich : Bemegu-st/ M# sw�ven di, Bergleute mit wahren Hungerlöhnen ab- cher Em- W Wige sn.J.""b da die Forderungen einerseits nur eine ! herrschni�% lebeutlü i8 beS großartigen Gewinnes der Zechen- ustände Mdererseit« stch aber als einen Akt der aus- md da mi»/ ,!v L,. w �chüflketl darstellen, um an der heutigen glänzen- " �'"'J'-#rt ebensowohl Theil zu haben, wie - c V f... f. »t»einril>>Ä BZ» wegen .. DaS Artikel Datum d,m rrungen d keine »ftlichen zer eine nvinnet' der die tat noch mer V-rl' rv3Ä i'i :# refp. 0 gg Kartellpart eien noch nicht .ist,(!) beschließt die Versammlung, erst abzuwarten, inzwischen aber alle au/ auf den Organ iiatwu« stan t p unkt -----«ii,'�'nande,? emzurichten, welche zu ji 9 Mann, die sich Verfahr�.)»?' Tilnkijn.�" den Sitz angen schriftlich eingeladenem besten SchnftfWv J'ung b,.»?»usuben können, und so von einer die Herbei- nittelunvvl A, f?"l!nden."""g und Bewilligung der Forderungen de- Strasgestf/ � lbeiioniederlegung bis zum 1. März d. I. abzu- fahren w gelangte noch folgende Erklärung zur Kenntniß Erste@1� Z-Der Vorstand d.S Verbandes zur "foici-a Ä.erung bergmännischer Interessen erklärt frch �•'»«r»« kl trial der Bergleute entgegenzunehmen und "• SM?!.)!#?..'!1"!« �ge zu einer eventuell nöthig werdenden Ver- -----— am•-«(vtafftM# :.Ä!? den streitenden Koiporationen respektive '»no den Bergleuten zu gebrauchen. Da der Verbandes als solcher es entschieden ablehnt, sich Streiks zu betheiligen, oder auch nur i-... er aber umsomehr gerne bereit, eine ubernehmen und die Jateressin der Bergleute "-t.----.rxi.k�j Ju ganzen PfSB! ml ganz M»üi�5�ehmen unu uit...—... C(, tn' Di,?!°? und Westfalen aufs alleren Ischiedenste W��OUioM, f ffch ergebende Konzentration bergan fifr K- Bergleute würde eines der bedeutends bilden-"utschiedene und fichere Vertretung der 1%. w K«chse». Vorigen Mittwoch sollte Lieb- , vttbn,..?uvs s in Glauchau reden. Die Versammlung va�o.du-ch folgenden Beschluß des Sladtralhe« zu & hier»ng t Januar 1890:„Herrn Weber August Lehr- Äft rÄ'Ä.« ._»nberaumte öffentliche Wählerversammlung, in eintreten konnte; neues Geräusch von Llef�lhh �nve 1 ,7 tiefes Schweigen herrschte wie zuvor. « ä ä™■= Ä,Är - a--■*'--- /TT' MWW�- vo" ig�>, und ich habe mich 1°' - Du warst da unien, mch Der ZUN�e Mein Vater...-, ist in seinem amsi Kortsetzung soW.) welcher Herr W. Liebknecht über„die Thätigkeit des Reichstag« und die devorstebende Reichs tagSwahl" zu sprechen beadstchtiat, auf Grund von§ 9 de« Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878 verbietet, weil der oenannte Referent als einer der hervor- ragendsten und einflußreichsten Führer und Agitatoren der sozialdemokratischen Partei notorisch bekannt, wegen Verbreitung staatsgefährlicher Lehren, Vorbereitung zum Hochverrath und verschiedener anderer Vergehen mehrfach vorbestraft, weiter wegen seine« die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefähr- denden Verhaltens und feine« mehrfach an den Tag gelegten eifrigen Bestrebens, die sozialdemokratischen Bestrebungen in jeder Hinficht zu fördern, auf Grund von§ 28 de« Reich«. gesetze« vom 21. Oktober 1878 aus der Stadt Leipzig und Um- gegend ausgewiesen ist, ferner, weil derselbe insbesondere auch den Aufruf zum internationalen Arbeiter- kongreß zu Paris, in welchem als das Streben der Sozialisten„die Befreiung der Arbeit die Ab- schoffang de« Lohnsystems, die Errichtung eine« G:- sellschaftszustande«, in dem alle Arbeiter ohne Unter- schied de« Geschlechts und der Nationalität ein Recht aus den durch ihre gemeinsame Arbeit geschaffenen Reichtbum haben, bezeichnet worden ist, in welchem die Arbeiter und Geftnnungi- genossen zur Theilnahme eingeladen worden ftitd,„das Band der Brüderlichkeit zu festigen, dos, indem es die Proletarier aller Länder in ihrem Kampfe stärkt, den Beginn der neuen West beschleunigen wird", mitunterzeichnet, den internationalen Arbeiterkongreß zu Paris besucht und sein Ein- v e r st ä n d n i ß mit den daselbst gefaßten Beschlüssen erklärt bat,— endlich, weil auch der Einbcrufer der beabfichtigten Wählervirsammlung, Herr Lehrmann, als Angehöriger der Sozialdemokratie und als Mitglied des für die bevorstehende ReichSlagSwahl gewählten Zentral. Wahlkomitees für die sozial- demokratische Partei im 17. Wahlkreise amtlich bekannt ist, hier- nach aber Thatsachen vorliegen, welche dre Annahme recht- fe-tigen, daß die anberaumte Wählerversammlung zur Förderung sozialdemokratischer, sozialistischer oder kommunistischer, auf den Umsturz der beftrhenden Staats- oder Gesellschaftsordnung ge. richtete Bestrebungen bestimmt ist. Meißner, Stadtrath.— Natürlich ist nachdrücklichst Beschwerde bei der Kreishaupt- Mannschaft erhoben worden. Eventuell wird die Sache in den nächsten Tagen vor den Landtag kommen. Der Verfasser de« vorstehenden Schreiben«, welches charak- teristisch ist für den Geist krassester Reaktion, der unter den sächsischen Kartellbrüdern herrscht, kann beiläufig sehr froh sein, daß der Befähigungsnachweis für— schriftliche Arbeiten noch nicht eingeführt ist. Zleber die Mahlauvflchten i« Kayer« bringt die regierungSparteilich-nationalllderale„AugSb. Abend- Zeitung" einen längeren Aufsatz welchem wir nachfolgende Stellen ent- nehmen:„Man könnt« Speyer zur ersten Gruppe(den für die Liberalen ficheren Kreisen rechnen, aber die Sozialdemokraten machen sich um Ludwigshafen und andere Arbeiterstädte viel zu schaffen, und daß ein Anwachsen von 4000 auf z B. 11000 Stimmen bei den Sozialisten von einer Legislaturperiode zur andern möglich ist, beweist— München II.... In Kronach nimmt die Sozialdemokratie stark zu; der Wahlkreis fand mehr. mal« liberale, wie ultramontane Vertretung; die Stimmen ab- §abe 1887 war lib. 5315, ultram. 7281, sozialistisch 3659. Das Unthmen der Sozialisten veranlaßt« 1887 zu einer Stichwahl, die« Geschick Kronachs kann leicht 1890 den Wahlkreisen Bamberg und Augsburg erblühen, wenn auch damit an dem Schluß- resultate nicht« oder nicht viel geändert wird. Beleg für diese Annahme ist die Abstimmung 1887, wo in Bamberg die Sozialisten auf 2031 anwuchsen und wo in Augsburg gewählt wurde: lib. 8099, Zentrum 12 357, sozialistisch 2888. Es bleibt eben zu berücksichtigen, daß die Rührigkeit der Sozialdemokratie eine mit der b sherigen kaum vergleichbare ist....* Mährend int Kamen der Hnnmnität gegen die Sklavenjagden und den Sklavenhandel geeitert wird und während man durch Entflammung dieses schönen Eifer« für die kolonialen Unternehmungen und für da« Vorgehen in Ostasrika Stimmung zu machen sucht, während man Afrika für da»„Christenthum" zu gewinnen trachtet, find die praktischen Herren, d. h. diejenigen, welche von ihrem Christen- thum praftischen Gebrauch zu machen wissen, bereit« darüber aus, der Sklaverei eine freundliche Seite abzugewinnen. In Ostafrika freilich, wo da« deutsche Reich zu- nächst engagirt ist, mag die Sklaverei em böses Ding sein, aber im Westen Afrikas, so meinen sie, ist die Sklaverei eine sehr nützliche und ganz unentbehrliche Landeseinrichtung. Die„Kölnische Zeitung" schreibt darüber: „Sklaven besitzt in Westafrika jeder Freie, und je nach der Anzahl derselben ist der Rang oder die Macht des Besitzers zu schätzen. Sklaven find entweder N-chkommen von Sklaven oder solche, die in früher Jugend weiter aus dem Innern verkauft worden sind. In Kriegszeiten oder bei Streitigkeiten zwischen zwei Negerstämmen werden die Gefangenen zu Sklaven gemacht, meisten« aber an entferntere Stamme als solch« verkauft. In Aschira, von welchem Lande, zwischen dem Kongo und dem Ogowe gelegen, m diesen § eilen hauptsächlich die Rede sein soll, ist e« Brauch, emanden, der gestohlen hat, so lange in Verwahrsam zu halten, bis die Angehörigen de« Diebe« die gesetzliche Strafe für ihn bezahft haben. Da aber meistens dre weiter nach dem Innern wohnenden Stämme nicht viel zu zahlen baden, so unterbleibt der Lotkauf. Der Dieb bleibt Sklave de» Bestohlenen. Hin und wieder kommt es vor, daß sich Leute der List bedienen, um in den Besitz von Sklaven zu gelangen. Jemand legt irgend einen wünschenSwerthen Gegenstand, z.B. Salz, im Busch auf den Weg und versteckt sich hinter einem Baum. Sin anderer sieht da« Salz, denkt, es sei verlorene« Gut, und beginnt davon zu essen. Salz ist nämlich für einen armen Schwarzen weit im Busch wie in Aschira, was Zucker für ein Kind ist. Da springt der Beobachter hervor und führt ihn als Gefangenen fort, weil er von seinem Salz gegessen, also gestohlen hat. Fast in jedem Palaver(b. h. Streitig- keit oder Gerichtsverhandlung) spielen Sklaven eine gewisse Rolle, denn entweder haben sie irgend etwa« begangen, wofür ihr Herr zur Rechenschaft gezogen wird, oder die Straf- summe besteht in Sklaven. Unter Sklaven versteht man nun meisten« in Europa ein niedriges, bedauerntwerthes Geschöpf, welches Tag und Nacht den Mißhandlungen seine« Herrn aus- gefitzt ist. Die« trifft jedoch in Aftika selten zu. Da« Lande«. recht erlaubt dem Herrn, seinen Sklaven zu tödten oder zu miß- handeln: aber da« eigene Interesse hält ihn ab, sich an seinem Eigenthum zu schädigen. In Aschira darf eine Frau oder ein Sklave, der von dem Herrn schlecht behandelt wird, weglaufen und sich einen anderen Herrn aussuchen. Dieser Akt erhält seine Bedeutung und Gilttgkeit dadurch, daß der Weggelaufene dem neuerwählten Herrn einen Schlag aus den Kopf gubt. Also hier Jemanden an den Kopf schlagen, heißt soviel, wie ihn als Herrn über sich anerkennen. Hierauf ist e« gewissermaßen Ehren- fache de« neuen Besitzers, sich de« zu ihm Gelaufenen anzu- nehmen und ihn als lein Eigenthum zu betrachten. Der Ge- schadigte kann semen früheren Sklaven höchsten« wieber zurück- kausm. In Aschira ist, wie in den meisten afrikanischen Reger- reichen, die Zahl der Freien gegenüber den Sklaven eine geringe; von 100 Schwarzen sind durchschnittlich 10 Freie. Diese sind die Häuptlinge und ihre nächsten Verwandten. Ja, sogar viele Häupiling« sind, wenn man nachforschen würde, wiederum Sklaven größerer Häuptlinge. Wollte man europäischerseit« gegen diese Art Sklaverei vorgehen, so hieße das den Neger und seine ganz« Existenz bekämpfen; denn die Sitte de« Sklaven- halten« ist»u eng mit den Begriffen und Gebräuchen der Neger verwachsen. Noch ein anderes ist in Betracht zu ziehen. Der Neger auf seiner jetztgen Kulturstufe ist gar nicht im Stande, unsere humanen Bestrebungen, wie den Kampf gegen den Sklavenhandel, richtig aufzufassen. Er wird nimmer glauben können und begreifen, daß wir ihm einen Dienst damit er- weisen, wenn wir ihn aus seinem Sklavenverhältniß lösen und frei machen. Die Sklaven befitzen in ihrem jetzigen V-rhältniß zu ihrem Herrn einen größern Grad von Freihrit, als wir ihnen j: zu geben vermöchten. Ein Sklave kann Heirathen, sich einen Hausstand gründen und gar selbst wieder Sklaven halten. Obendrein genießt er den Schutz seine« Herrn, während ein Freier sich selbst schützen muß und wegen der unter den Freim stark herrschenden Eifersucht nie seine« Gutes und Leben« sicher ist. Allerdings ist ja der Name„Sklave" ein Schimpfname, doch kommt es häufig vor, daß ein Sklave den andern so schimpft."— O selig, o selig, ein Sklave zu sein! Warnung. Die englischen Arbeiterblätter enthalten grauenhafte B-richte über die Zustände des„Arbeitsmarkts" rn der Argentinischen Republik. Die englischen und irischen Arbeiter, die sich zur Auswanderung dahin verlocken ließen, mußten wochenlang ohne Beschäftigung und Obdach herum- laufen und viele find im Elend verkommen. Der„Arbeits- martt" ist überfüllt und kein Mensch kümmert sich um die„'m- poitirten" Arbeiter— am wenigsten die„Seelenverkäufer", die ihren Sündenlohn in der Tasche haben, und es profitabler finden, ihre„Klienten" Hunger« sterben, als— selbst für Hungerlöhne— sie arbeiten zu lassen. Da die Seelenverkäufer auch in Deutschland ihr Wesen trerben, so seien die deutschen Arbeiter hiermit nachdrücklichst gewarnt. Großbritannien. Der bekannte Führer der Londoner Dock- arbeiter, Tom Mann, ist gestnn wegen Betriebs- Verhinderung und Anregung zur Unruhe außerhalb des so- genannten„HayS Wharf", wo augenblicklich Dockarbeiter streiken, verhaftet worden. Der Verfasser der Artikel über Sibirien im Londoner„Century", George Kennan, hat einen Privatbrief erhalten, welcher dre kürzlich von den„Times" gemeldete grau- same Niedermetzelung russischer Verbannter durchweg bestätigt. Aus seinen Reisen in Sibirien erwarb sich Kennan die Freund- schaft vieler Verbannter und von einem derselben stammt der Brief, der auf«in kleines Stück Papier mit so winzigen Buch- Kaden geschrieben war, daß man ihn nur mit Hilfe de« Mikroskops entziffern konnte. Frankreich. Paris, 27. Januar. Die Kammer hat die Wahl de» Konservativen Etcheverry im Departement BasseS-Pyre.-ree« für ungiltig erklärt. Die Boulangerei möchte vor den Pariser Gemeinde- rathswahlen wieder von sich reden machen. Infolge dessen hat sie ih?e Spektakelei wieder aufgenommen. Sie bat aber kein Glück dabei. Die Szenen, welche Dsroulöde, Millevoye und Laguerre in der Kammer hervorgerufen haben anläßlich einer Debatte über die Arbeiterstreiks und die Subventionen der Gemeinderäthe an diese Arbeitseinstellungen, haben in den Pariser Albeiter- Vorstädten einen den Boulangistilchen Erwartungen geradezu entgegengeletzten Eindruck hervorgerufen. Zum Unglück für die Boulange hatte gestern da« Zuchtgericht mit ihrem mneren Geschäftsgebaren sich zu befassen. Kläger ist ein vorbestraftes Subjekt, ein sogenannter Banquier, Herr Met eck Roux, der auf der vierten Seite der Pariser Blätter allen„um Geld verlegenen Leuten" Kapitalien zu 4 pCt. vorzustrecken verspricht. Die hübsche Kollektion von ab- gebüßten Strafen eines Leumundszeugnisse« bewog Herrn Roux natürlich, Boulanqist zu werden und sogar eine Kandi- datur zu verlangen. Die Boulangisten gingen alles ein— gegen Geld. Herr Meb&k Roux kauft 30 Aktien i 500 Frk«. der„Cocarde" für 15 000 Franks, während nur der vierte Theil einbezahlt ist, leiht Terrail-Meemeir 1000 Frks. und Herisse 2000 Frk«. Inzwischen aber sehen die Boulangisten ein, daß Roux durchaus nicht„deputabel"(das Wo.t ist von Boulanger) ist, und vertrösten ihn aus die Ersatzwahlen. Wenn sie erst die Mehrheit in der Kammer hätten, so hätte seine Wahl keine Schwierigkeit.— Man weiß, wie die Wahlen ausgefallen find. Herr Roux, um die Aut ficht, als Abgeordneter den alten Ströflmg abzulegen, betrogen, wird fuchsteufelwild, verlangt fein Geld zurück und klagt auf Betrug. Das Zuchtgericht hat feine Entscheidung vertagt, da e« untersuchen will, wo die 15 000 Fr. der 30 Attien hingekommen sind. Kelgie«. Der Ausstand in Belgien kann als beendet be« trachtet werden. Auf wie lange, muß die Zeit lehren. Einst« weilen ist im Becken Charleroi die Arbeit wieder aufgenommen worden; nur 2400 Bergleute halten sich von den Gruben fern. Die Arbeiterdelegirten beschlossen die Aufhebung des Aus- stände«, nachdem der Vorsitzende der 26 Kohlenzechen, die da« Kompromiß angenommen, mit seinem Ehrenworte dessen loyale Ausführung zugesichert hatte. UeberdieS wuchs die Roth in den Aibeiterfamrlien und in den fünf Kohlenzechen, die sich dem Kompromisse abgeneigt zeigten, wurde schon bisher nur 10 Stunden gearbeitet. Devlrrrrrirrlurrgen. er Fachoerei» der Tischler hielt am 20. d. M. in den Dürgersäten seine ordentliche Generalversammlung ab.— Zunächst erstattete der Rendant, Kollege Schulz, Kassenbericht. Nach diesem betrug die Gesammteiunahme im letzten Quartal rnkl. alten Bestand 3406,58 M., die GesammtavSgab« 904,94 Mark, mithin betrug der Kassenbestand am 1. Januar 2501,64 Mark. Auf Antrag der Kontroleure wird dem Rendonten Decharge ertheilt.— Weiter zur Erledigung kommende Punkte waren: Die Wahl de« ständigen Arbeitervermittler», sowie estsetzung der Dienststunden und de« Gehalt« für denselbm. sie Dienststunden betragen täglich neun und zwar von 7 bis 7 mit dreistündiger Pause. Da« JahreSgehalt wird auf 1400 M. festgesetzt. Da» Amt de« ArbeitSvermittler« wird Kolleae Wiedemann übertragen. In kurzen Worten dankt derselbe für da« ihm bewiesen« Vertrauen, und verspricht, sein Amt im Interesse der Berliner Tischlerschaft zu verwalten.— Nebst anderen geschäftlichen Mittheilungen wird bekannt ge- geben, daß der vom Verein veranstaltete Maskenball Sonnabend, den 8. Februar in H'ydrich's Festsälen stattfindet. Die Filiale de» N«rba«d«» der Nergalder, Gold- leistenardetter und Berus« genossen hielt am 25. d. Mi«, in Jordan'« Salon eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab. Nachdem die Wahl des Bureau«, bestehend au« den Kollegen Rimlow als 1., Metirr, 2. Vorsitzender und Höpfner als Schriftführer vollzogen war, wurden in geheimer Abstimmung die Kollegen Möhring als 1. Vorsitzender, Höpfner, 2. Vorsitzender, Meyer, Kassirer, und Fries als Schiiftftihrer gewählt. Kollege Ramlow wurde per Akklamation al« Beifitzender der hiesigen Filiale gewählt. Kollege Schümm« veröffentlicht« dann die Ramen der auf der schwarzen Liste stehenden zahlreichen Kollegen und zeigt als Beweis eine Kopie de« mit dem Firmastempel der Herren Methlow u. Ko. versehenen Original« der darüber sehr erregten Versammlung. Nachdem die Kollegen Dünnebeil und Niedergall mit scharfen Worten da« gcsetz- widrige Verfahren der Fabrikanten gebrand markt, beschlossen die Anwesenden, m einer bald einzuberufenden Versammlung dagegen Protest zu erheben und Geaenmaßregeln zu ergreifen. Kollege Wilski berichtete über den Streik bei Methlow u. Ko. und sührte aus, daß die Streikenden durch die Unterstützung der h esigen Kollegen und Gewerkt chaften, sowie durch Sendung namhafter Beiträge von außerhalb, z. B. der Pariser Kollegen, in der Lage sind, auszuharren, bis ihnen der Sieg zutällt. Nach einem begeisterten Hoch aus dm Verband wurde die Ver« sammlung um 12 Uhr geschlossen. Theater. Mittwoch, den 2S. Januar. Aennchen von Tharaa. Ochanspielhan«. Die Quitzow'S. Die Ehre. Drntlche» Theater. Da« Käthchen von Heilbronn. Berliner Theater. Der Veilchenfresser. Friedrich- WUhelmstadtifche» Theater Der arme Jonathan. Mallner-Theater. Sie wird geküßt! «estdenk-Theater. Die arme Löwin. Mictsria-Theater. Stanley in Afrika. jellealliance-Theater. s'Nullerl. Ostend- Theater. Der Rattenfänger von Hameln. ASnigstSdtifche« Theater. Die Ehre. Gentral-Theater. Verolma. Zidotph Grnst-Theater. Flotte Weiber. Keichshallen- Theater. Gr. Spezialttäten- Vorstellung. Kaustnann'a Uarittt. Gr. Spezialitäten. Vorstellung. Gedr. Kichter'» Marittt. Spezialitäten- Vorstellung.__ Alhambra-Theater, Wallnertheaterstraße 15. Neu einstudirt: AonMft zuMfe. Lebensbild in 5 Bildern von Hugo Müller. Musik von Bial. «ruft Wohlmuth. Herr vekmann. Felix Lerche, Herr Wtnkler.«arte Frl. Hucht- hausen. Sltfe, Frl. kähn. ErimäOVf.SS«»: l. valko« KO«. II. vaUou 40 Pf. Anfang: Wochentag« 7\ Uhr, Sonntag«, de« Konzert« 6 Uhr, der Vor- stellung 7H Uhr. American-Theater. Dreadenerstraße 55. Täglich Vormtellwng.[1365 Circus Renz. Karlstraße. Heut«, Mittwoch, den 29. Januar, Abend« 7i Uhr: Novität! Zum 7. Male: Deutsche Turner. Große National-Original-Pantomim« vom Hofballetmeister A. Siems, mfzenirt vom Direktor E. Renz, Mufik von A. Cahnbley. Dekorationen, Kostüme, Requisiten, Wagen neu und prachtvoll.— 3 Musikkorp«. Auftreten der vorzügl. Reitkünstlerinnen und Reitkünstler, sowie Reiten u. Vorführen der best dresfirten Schul- u. FreiheitSpferde.— Morgen: Deutsche Tum«. E- Ren». Direktor. Englischer Garten. Aleranderstraße 27c. Auftreten d« Kostüm- Soubrette Frl. Fritzl Korn. Auftreten d« Parterre- Gymnastik«- Truppe Pink. Auftreten d« Ges ang«. Duettistinnen Geschwister Breche. Auftreten der Kostüm-Soubrette Frl. Fron- oioka Clairemont. Auftreten de« Gesang«- Humoristm Herm Kalmberg. Anfang Wochentag« 8 Uhr. Entree 30, 50 und 75 Pf., im Vomerkauf 20 und 30 Pf. Sonntag« Anfang halb 6 Uhr. Sonntag« Entree 50 Pf., refervirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. Vollstfindig neues Programm. --d*„ Passage 1 Tr 9M.-10 Uhr A. «KTnoF Kaiser-Panorama. wBSm Neu! Z. ersten Male 4 Zykl. Erinnemng. a. d. Feldzug 1870/71. Sechster Zyklus: Pariser«BettmrtfU»»-,. Hochintaessant: Hertha-Reise. «ine Reise 20 Ps., Kind nur 10 Pf. Adonn. 1 M. De« Genossen halte ich meine MllskeU'Gllrderode bei Bedarf best, empfohlen. Gra»teA«»wahN vi», Pr. veretue« PretSerueähig. Möbel, eigener Fabrik. Spiegel LPoisterwaaren Gr. Lager, bill. Preise. Emil Heyn, Brunnenstr. 28, Hof part Tbeilz. nach Uebereinkunft I Jede Uhr zu repariren(außer Bruch) kostet bei mir 1,50 Mark unt« Garantie de« Gut- und Richtig. gehen«. Kl. Reparatmm entspr. billig, Lager a> Artm Uhren.«old-u-Ptlberwaareu. Carl Wunsch, RllWvjtt. 38, nahe dem Oranienplatz. Korbmacher auf Bambu«arbeit v«l. Blume, Brandenburgstr. 25.(670 E. Schlasst. z. v. Mittmwaiverftr.24 v.IV. Wanke. Coldschn:5ede. Am 26. Januar ve» starb uns« Kollege, d« Goldarbeit« Herr Paul Sperber. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 29 Januar, Nachmittag« 4 Uhr. von der Leichen- Holle de« Georgen-Kirchhofe«(Land«b«ger Allee) au« statt. _ I. A.: L. Henning, Rendant. Srtskraukenkasse der Ktewdrucker und Lithographen zu Kerlin. Am 25. d. Ml«, verstarb unser Mitglied, Druck«nbefitzer Herr Emil Künstler. Die Beerdigung findet statt em 29. d. Mte., Nach mittag« 1 Uhr, von der Charit« au« nach dem DreifaltigkeitS-Kirchhof. Um zahlreiche Betheiligung bittet 1003]_»er Vorstand. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß uns« Kollege, der Klavierarbeiter Gottlieb Hauschild am 28. Januar 1890 verstorben ist. Die Be«digung findet am Donnerstag, dm 30. Januar, um 3 Uhr vom Krankenhause Friedrichshain nach dem EmmauSkcrchhofe statt. Di» Kollege«(1002 der pianofortefadrill oon L. Neufeld. Kekanntmachuug. In allm die Arbeiteroerficherung und da« JnnungSwefm betreffendm Angelegmheitm wird dem betheiligten Publikum, soweit als möglich, in unserem Gewerbebureau Breitestraße Nr. 20a(Köllnisches Rathdaus) Zimmer Nr. 15, bezw. Zimmer Nr. 1, während der Stunden von 9 bis 1 Uhr mündlich Auskunft«theilt; auch werdm daselbst Anträge und Bcschwnden, soweit sie die unserer Aussicht unt«st«llten Krankenkassen und Innungen betreffm, zu Protokoll genommen. Von 10 bis 12 Uhr Vor- mittags ist in d« Regel einer der Herren Dezernenten, Magistrats. Assessoren Mugdan und Dr. Freund, daselbst anwesmd und, soweit «ford«lich, zur AuSkunfiertheilung bereit. Berlin, dm 22. Januar 1890. Gewerbe-DepMisil beb MMritS. Eberty, Me orücntl.(BeneraloetCaimlano der Vertreter der Mitglieder der NrtS- krllukesklljse der MaslhiuellbM-Arbeiter m) verwaildten Berussgmiiea findet am Sonntag, den 2. Marz 1390 statt. Anträge, welche zu dieser Vnsammlung auf die Tagesordnung gesetzt werden sollm, müssen spätestens bis 15. Februar 1890 schriftlich im Kassenlokal eingereicht werben. Berlin, dm 28. Januar 1890. 998]_ Der B-rftan»: A. W ttig. Gttßt öjsklltlilhe Pttslllllliij sämmtlicher Knopfarbeiter Berlins am Mittwoch, de« 39. Januar, Abend« 8t Uhr, bei Schräder, Manteuffelstraße 9. Tagesordnung: 1. Bericht über dm Streik in der Kropffabrik von C. H. Röhll. Refermt wird in dn Ver- sammlung b> kannt gematt. 2 Verstiedme«. 1004]_ Der Eimberufer. Rohtabak am hiefigm Platze bekannilich[1653 Gröeete Auswahl. Garanttet stchee brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel bifindlichm Roh Tabake find am Lag«. A. Goldschmidt, Upandauerbriicke 6, am HackelMM Markt. Eiseuwaaren, Wnkzeuge, u. ßücficngcrätfic E. Vogtherr,»«im c560 jandebergerftimke«4(am Alerandervlatz) fN« 1 Jede Uhr reparirm und reinigen kostet bei mir unt» Garantie de« Gutgehen« nm Mk. 50 Mg. Kleine Reparatmm billig«. Lager all« Artm nm« Uhren. Verkauf zu Fadrtkbretse«. he 591] i8" E. 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BerlchieSem» _ Sämmtliche Wähler werden ersucht,»u ericheinen. Oer Einbernfer««g: Zwei große öffentliche flftlec-UßtCaninitttngm des 3. Berliner Reichstagswahlkreises � 1) Donnerstag, den 30. dieses Monats, Abends 81, W in Orschel's Salon, SebaManstr. 39. �ifi-stvndm, 3) Freitag, den 31. diests Monats, Abends 8'I,# hm, d« H " terjf, ____ u-'�l., bete. Drei große öffentliche% t&i# Wähler Dersammlung�A des 6. Berliner ReickstagswahldeWKW tn Mündt s Salon, Köputckerstr. 100. Tagesordnung i 1. Di« beoorllehenden Reichatagowahl»»' die Herren Vogtherr und Wildberger, 8. DioknMo». ?age»ord»i ' Nmsammk ' inftelluvgssctt «««en Aufna iwahl der vw Vf.|höJM',wittlen| 1) Donnerstag, den 30. d. Mts., Abeuds 8- im Dolkstheater, Schönhauser Allee löv- RestttUt: Franz Behrendt. 2) Donnerstag, den 30. d. Mts. Abends � in Keller s Salon, Bergstraße 68. Referevt: Jnllns Wernau.. 3) Freitag, den 31. d. Mts., Abends| in der Norddeutschen Kranerei» ChausseesM StftlHt: Theodor Glocke. Tagesordvnng: 995] Die Reilhötllsswilhltil. Diökujhov. VelsAedemS.... Oer Einberidyi Große össentl. WählerversamB des 6. Berliner ReiWllMlMrtists am Donnerstag, de« 30. Jannar, Abeuds 8 Uh in Keller's Salon, Bergstraste 68. Tage«. Ordnung: 1. Di« b«vorst«hrnb«« Reichstagsmahl«».». Disbulsto«. 990]__ Der Einh«5 Gr. öffentliche Wähler VcrsamB in Chnrlottenburg �, DlMtrstilS, de« 30. h. M., Abens 8 Uhr, i» ber Sose-Brntrei, W TageS-Orvnung:. 1. Gründung einer Lokal-Wahlkommisston. 2. Die beoorstehmden Ketdgnt Referent: ReichStagSkandidat Buchdruck« Wilhelm«kemer. 3 Disku'fion. 4. Um recht zahlreichen Besuch wird gebeten. Zur D-ckuna der Unkosten find-t' sammlung statt. Oer Einberufer■ H f8etrtt]5x Grohc öffentliche Wähler llcrsamml« _ für Steglitz, Friedenau und Umgegend� WM" Donnerstag, den 30. Januar, Abends S Uhr, im lokale des Herrn Spohr(Friedenaner Knrha« Tagesordnung: Die bevorstehenden Reichstag» wählen und die D'ridtuoeo�1. Refermt: Wilhelm Werner. Diskussion. Verschiedene«. Der Einher»' W W > Freie Verewigung der Maurl Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 30. d. M., Abends 8 Uyr, finden PSr* 2 verfammlunflen statt; die 1. in Schneider s Lokal, K«lfori«rftrah« 15, die 2. i* Brauerei, K«rgmav»ft«ah« 7/8. Di« Tas«»»rb«a«g ist wichtig. Neue Mngiieoe- memen tn dm Versammlungen aufgenommen. NB. Uns« Verkehrslokal btsiadet fich Neue Friedrich- und strassen-Ecke bei Kuhlmay, worauf wir jeden Kollegen beionOrc« avfm rl' Der Verw» III D Achtung! Große öffentliche Versammlung der Marmor-«.Granttschlelfer Kerl am Freitag, dm 31. Jan., AbmdS 8t Uhr, in OeigmUller's Salon,«Ute Js Tagesordnung: 1. Die Verkürzung d« Aid.uszeit und Regelung d« Loyal f«mt: Köllme P a u l i k a t. 2 Diskussion. 3. Veischiedme«. h Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber soll kein Schleif« abw'smd kein un» Zutritt. Gäste find w'llkommm.[989] Oer Einher�, # M W »mben Gr. MttMschlletdn-UersWwlNg der Freien Uereinignng der Milttar- schneider Berlins am Donnerstag, den 30. d. M., Abb«. 8 Uhr, m Jordan« Salon, Neue Grünstr. 28. Tagesordnung: 1. Statutmberatbung de« Verein«. 2. Wahl de« definitiven Vorstande«. 3. Verschiedene«. looo] Der brovisorisch« vorstan». fich At« tüchtia« W«ttzbi«radti«h«r empfiehlt h P. Weisel, Ki. Aadreasstr. 20, 2 Tr. Kranken-UnterSutzun� der Schneider. _ Finale Berlin. HM" Versammlung Donneistag, dm 30. d. Mts., Aben®, bei Deigmüler. Alte Jakobst' o»,) TageSorvnung: 1. Abrechnung vow�� 1889. 2. Da« Verhäitnih unser«' dm A'rztm. 3. Verschiedene«.—��, all« Mitglieder, zu«scheinen. D1' 'eaitimirt. Dt« Lakalverwd d'-S jWm u 'Ü« Schlasst. i. d. Geg. Kottb. Thor(/' PreiSang. an d. Sxp. d. Bl. unter »«antworiliw««edakteue: Gart Darrte« in Bulin. Druck und Verlag von Päd in« in Berlin SW., Beuthftratze 2. PUmts eis« s lamm!» kreise« uds 8 W Beilage zum Berliner VolMlatt. l und d» �4» Mittwoch, kr» SS. Januar 1890. krcises udö 81i . 39. � >s 8'I.«hk. 109. «Wuhlr«. Momm�tnezles. %. nchtnlicher Entl»eidung.n w der Ö™ vltodn bi«.•■ bU ultimo tR"' Beträge Dezember MWWKiL «MMM? 1889 detr. »ur Zahlung dre Aufnahme nds 8V ! 68. g 8' rffeestr« .--- Abschätzung Knegtlerstungen vom 13. Juni 2873 tvml. zu für die M>1 RntkU. rilu»"wnnra vrr lunjttte Einkommensteuer. t» ÄlahlKomiter Lokales. >«» erste» Wahlkreise» besteht edentS. inbers� »' h d Schwedterstr. 225, v. 4 scr.; » ch..« Schneider. Spttielma-kt 10—17; h»®e biri,»; Schneider, Oberwoflerstr. 12, 3 Tr. En mähiS,?*?' n"l(ht für den ersten ReichztagSwahlkreiS I Obenan/, � Wadltage« Keifen wollen, werden ersucht, H h%L �trren ü»«i m l««n. CLBcht uw die Durchsicht der Mählerliste» KT** a»n.lli?ntn UNS von Herrn Mrx Scheyec Uder» ? �er �„.,äd/Uung hervor. Herr Gch. konnte bei Gelegen- ' f vt...• wiiuyi. vti* ww» vv» der Listen konstatuen, daß dieselben mit N' So Leickilfettigkeit hergestellt find. Aus UN» ü;"Qlrld'fc � On_______ a cii» ia Kl.%***.&* ♦ vt --- 1.Jfc. Stiitien fln">n,mtn find. Im Ganzen 10, die nicht in - fehlten bis jetzt l>lr.4>».---- die ohne die gebrauchte Vorfildt emvs�,"«lustig gegangen wären. E« kann nicht � loolfa werden, sich Ott kleinen Muh.' zu unter- la's'H. �olte stch mit der Durchficht der Wähler» «s hat stch nun herausgestellt,, daß folgende NA Udr.MI "'"'''A Maler, Barutherstr. 3 K tlbuser Damm 9, Junkerst'-. 16. Grimmstr. 86. Kotlbuser Tamm 8. |»pSÄir.........- «?- 1«*/.1 0�i.Steinmetz, Desto werftr. 40. 54. Damm 5. ri4iroet1«"?'fc�ü|jt',(fr ot s, Lederarbeiter. Kottbuser Damm 5. imberu�yk,;�, Dol>°."°??ken Personen wollen fich im Laufe de« --- 7 f,»f � nach der W lhelmstretze 117 oder lauMK � �er am 19. d. Mt». statt, ehablen I HtZT« wurde auf Antrag ein Lokal. Wahlkomitee _ I H7�°u« den Genossen: fBUWST'"' liy, hch bei?rlche bei der Wahl thätig sein wollen, >„,A Wabi der drei Genannten melden. Sammel- sttl- bnm Genossen Grünenberg in Smpfang SlTNÄ itet n»»i i �en und dem GaSanstaltShafen(GaSan- ��'Nbrü��lufit. auf 75 000 M. � ferner der Neubau ;n und � nber» #####;% �»Ez j n>i»d�?nmorrerchen Femlleton. Wir geben davon z!"n» Art ein eigenlhümliche« Bölkchen, die an i.�rtberichierstatter in Berlin. Einmal oder tbZ'�»der btirA�k 2* B ättrr mit einer du'chge» et, AM« ottforA„°rn Hektographen vervielfältigten Korre» M>»b, mt&ren»?-i. lno*®0äu �u halbes Dutzend Nach- N-i«N» blerb.�u''- da« ist keine Kleinigkeit und nicht zu MWWWNW s.»* ing O- 7. Jahrg. rW 2%�» der Stiftung der Berstuer Gewerbeäus M----- vi ' äittTi'Ho für vre Adschotzunz der aus tsrvno oe» G- ». Mästungen vom 13. Juni 1873«mt. "■ L!'Errungen de« Stadtkreise« Berlin«U S i S? r~ betr. die Wahl von 4! ..««rfotzmanne« der Einschätzung«- Kommizfion rühren. An großstädtischen Typen sonderbarer Art geht fie achtlos vorüber und eine so köstliche Szene, wie fie beispiel«» weise in einem Speisesaal eine« der bekanntesten und größten Berliner.Kaffees� jüngst vorkam, wird zwar weiter erzählt, fie kommt ober nicht in die Presse. Ja dem betrt kritisch« Blicken die Festversammlung mustert«, allerband W tze und Bosheit« austauschten und mit Bleistift« gewaffnet waren. Eine rundliche Frau von resolutem Am seh« war auch darunter und»erwundtrt und halb mißmutkig über die S örung fragte fie meinen Begleiter:»Nanu, G ndarm, wen bringst Du denn da wieder mit." Die Ansprache Gendarm schien mein« Begleiter zu verdrieß«, denn er erwiderte mit weinerlicher Stimme:»Die Vo orte von Berlin heb« fich ganz bedeut«d ohne Frage und es ist ein großes Ver» dienst, w:nn die anständiger« Vertreter der Presse fich der Vororte annehm« und über fie bericht«." Darauf griff er nach einem gefüllt« Biergla«, natürlich Freibier, und währmd er einen tücht gm Zug that, fing die kleine dicke Frau, die mich offenbar für einen Grün« hielt, mir zu erklären an: Wissen Sie, Gendarm« nenn« wir die Herren Kollegen, welche die Vororte»adklapp rn".(In d« Berliner Vororten gicbt e« keine Schutzmannfchast, sondern Gendarmerie.) So Hab« wir auch»Leichen» und Straßenräuber", da« ist wieder eme be- sondere Rasse. Die»machen" Stcaß«unsäll« oder groß« Be- statlungen. Dann Hab« wir die Vereinsmarder und die Ausbaldowerer und die Kerle, die fich an die»Zirkusse und die Dmgeltangel»" ranschmeißen und dann glauben, wenn fie ein paar Reklam« schmier«, weiß Gott, wer fie find. Die Schlimmsten aber, da« find die»Polizeispitzel", die drück« unsere Preise, die können freilich an du Zeitung« sür drei»Fenmge" die Zeile abgeben, man weiß ja, wie'« gemacht wird.»Ich möchte,"— und dabei klopfte die stattliche Frau stolz on ihre vor Enegung hochwoarnde Brust—»und wenn it verhunge« sollte, mir meine Nach- richten so nicht erbetteln."— Ich erfuhr also, daß ich e« mit einer Kollegin zu thun und daß mich mein Begleiter, der mich in die Loge geführt, jed«salls als Mann der Feder gekannt hatte. Neb« mir stand ein Lokalreporter, der zumeist in Ar- beiteroersammlungen»macht", und dieser wurde bei dem sprudelnden Monolog meiner Nachbarin ungeduldia. knuffte die eifrige Erzählerin und sprach«Mich ärgerlich:»Nu halt aber die Lult an, Olle. Der— und dabei wie« er auf mich— hört Du fein zu, baldowert Dich au«, macht fich lusttg über uns, schreibt'n lange« Feuilleton von ein paar hundert Zeil« und verdient orlleJild." Da« wirkte. Meine brave Nachbarin hörte in ibrem Redefluß zu meinem Bedauern wirklich auf. »Ja seh« Sie," sagte mein Grndarm, und seine Augen nahm« einen verzückten Glan, an,»so'ne Frau, wie die Frau, möchte man haben. Hab« Sie Ahnung, wie die ihrem Mann in der Schrifistellerei unter die Arme greift! Do« ist nämlich die Frau von..." und da nannte er mir den Namen eine« bekannt« und durch»«« verläßlich« Reporter«, der mit seiner Frau zu- gleich eifrig Nachrichtendienste thut." Der Stur« am vorgestrig« Tage und nammtlich am Abenv hat rn Berlin und seiner Umoebang»echt erheblichen Schaden ang'richtet. Am gestrig« Morgen lag« die Dach- ziegel maff«haft auf den Straß«. In der B.unnenstraße "— Ab-nd«in junger Mann vom Wind- Bod« geschleudert und erlitt derselbe In der Kaiser Wi!h:lmstraße hob ___________ eine große Epiegelsckcrde der erst« Etage eine« Hause« heraus und warf dieselbe auf die Straße, ohne daß wunderbarer Weise die zahlreichen Pc-ssantm, welche den eigenartig« Unfall mit ansnbcii verletzt wurd«. In dm Anlog« de« Friedrichshain« und Humboldthains hat der Sturm besonder« hefrig gehaust. Sträucher wurd««niwurzelt, kleine Bäum« umgeknickt und auch an d« größer« starke Aeste herab- geschlag«. Auf der Potsdamer Ehaussee wurde«in P.anfuhr« werk geg« ein« Baum geschleudert und total zertrümmert, in eriedrichshag« wurden in einem Hause fast die gelammt« enster durch d« Sturm eingedrückt und aus ander« Vororten gehen ähnliche Meldungen ein. Namen llich stark hob« durch d« Orkan die Gärtnereien Berlin« und Umgegend gelitt«. Da» Schiffnrfest w Dirkenwerde». In dem»wisch« Htnn«dort und Oranienburg romantisch beleg«« Dörfch« Buken werder, da« unweit der Hovel der Sitz und die Heimath der Spree- und Havelkahndefitzer und Sch.ffer ist, wrrd all- jäbriich im Januar, wenn die Schiffiahri geschlossen, da« »Schrfferfest" abgehaltm, da« fich durch seine Eigenart au«- zrichnet. Da« Fefi beginnt mit einem Umzug im O.t unter Vorantritt der Mufikkopell«, hinter welchem zwei junge Bootsleute folgen, die ein« kleinen, reich mit Bän- wurde vorgestern stoß ersabt, zu ein« Armbruch. der Stmmwind de« geschmückten Kahn tragen. Jede« junge Mäd- ch«, welche« da« Fest zum erst« Male mitmacht, ist verpflichtet, ein n««s Band für da« Kahnmodell zu liefe« und erhält dafür von d« Bootsleuten die Berechtigung, fich dem Festzuae anschließen zu dürfm. Dann folgt eine Anzahl junger Burschm, als Symbol kleine, zierlich geschnitzte Ruder nagend, und hinter ihnen schreiten die Schiffsrheder und Kahnbefitzer, sowie deren Frauen und Töchter einher. Der Zug begiebt sich dann zum Aintavoisteher, der in wohlgesetzter Rede begrüßt wird und nachdem auf den- selb« ein dreifaches Hoch ausgebracht, begiebt stch die Schiffer- schaar nach dem Geschleuse. vor dessen Thür zwei Masten an- gebracht find, an den« der Kahn ausgehitzt wird und während de« Fefle« daselbfl verbleibt. Historisch find die mit d« Schiff«- ewblem« geschmückt« zwei Fahn«, welche dm Birken werdet Schiffe« schon seit uralter Zeit zu Eigen find. Tanzund Schmau« im Wirthshau«, woran fich viele Hunderte betheilig«, beendigen regelmäßig da« Schifferfest in»Biikenwerder". Am Mittwoch hat da» Fest stattgefunden. Zwifche« de« A ersten und Apotheker« einerseits und den Vo-ständen versch.edmer hiesiger Kranteukaffen andererseits besteh« zur Zeit vielfach unerquickliche Verhältnisse. Die Krank«kass«-Vorftände, durchd«ngm von dem Grundsotze möglichster Sparsamkeit, beginn« naturgemäß an dm- jenigen Stellen die Ausgaben zu vermindern, wo dieselben bei ihrem Geschäftsbetriebe am bedeutendstm find. Bei den Aerzt« kommt ihn« die starke Konkurrenz zu statt«,.'.ie fich auf diesem Gebiete in Berlin bemerklich macht. Die Keffer- Verwaltungen vereinbar« mit einzeln« Aerzten besondere Honorarsätz», die natürlich geringer sind, al« die sonst üblich«: dafür wird« diese Aerzt« dann als so- gmannte Vertrauensärzte den Kaffenmitgliede« emptohl«, selbst dann, wenn die Kasse nach ihren Statuten verpflichtet ist, jeden Arzt zu honoriren, der dem erkrae.ki« Kaffenmitgliede ärztliche Hilfe geleistet hat. Diese Abkommen zwischen Kassmverwaliungen und Vertrauensärzten Hab« nun oft zu Angebot« von ärztlicher Seite gesührt, die von ander« Aerzt« n al««in Unlerbietm betrachtet we'den und bereit« manche unliebsame Erörtmrng zwischen den ärztlichen Herr« Kollegen herbeigefübrl haben. Nicht viel besser st-ht e» mit den Apolh-k«. Hier hatten die Kassenverwaltungen bisher mit einem ziemlich fest geschlossenen Ringe zu kämpf«, dessen einzelne Mitglieder streng an den untereinander geiroffen« Vereinbarung« festhielt«. In letzterer Zeit aber hat fich auch die« Verhäliniß zu Gunsten der Kassenver- waltungen geändert infolq« der zahlreich« Konzesfioni- «ng« neuer Apotheken. E« existiren gegenwärtig in Berlin etwa 50 Apotheken, deren Besitzer nicht dem Berliner Apotheker« Verbände angehören. Mit diesen Apoiheken-Jnhabern werden gegenwärtig eifrige Verhandlung« aepflog«, wegen billigerer Berechnung der Arzeneien, die für Rechnung gewisser Kranken« kass« zu liefern find. Schwierigkeit macht nur die örtl'che Lage der Apotheken, die es nicht gleichmäßig allen Kassen- mitgliedr« ermöglicht, von den vortheilhafter« Angeboten Nutz'« für die Kasse zu zieh«. Ebenso werden mit Mechanik rn und Optikern weg« der Lieferung von Brillen und Bandagm besondere Abkomm« bezüglich der Preise getroffen. Daß diese Abmachung« viele andere BerufSgenoss« bei jenigen schädig«, welche solche LieferungSbedrr gungen eingehen, ist klar und die Sparsamkeitsmaßregeln der Kass« werden deshalb mit sehr ge» theilten Empfindungen aufgenommen. Mit»0 OVO Mark knrchgegcmg««. Schon wieder ist ein Komtorrdrener nach Veruntreuung einer groß« Summe flüchtig geworden. Der Kasfirer der Firma S. übergab vor- gestern dem Komtoirdiener Gleixner ein über 20000 Mcvk lautende« Akzept mit dem Austrage, dasselbe bei der Darm- städter Bank zu diskontiren und den Betrag an die Firma B. abzuliefe«. Gleixner hat da» Geld erHoden, aber nicht zu B. gebracht, sondern ist mit dem Gelde verschwund«. Auf Ermittelung de« Thäter« und Herbeischaffung de« veruntr«ten Gelde« hat die geschädigte Firma eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt.— Emil Gleixner ist 25 Jahre alt, hat d.ondr« Haar und einen kleinen blonden Schnurrbart, groß, gebozme Nase, starke Backenknoch« und als besondere« Merkmal e.ne weiße Drüse an der linten Backe. Zusammenstoß zweier Eisen bahnzüge. Am Sonn- abmd Abend gegen hlOHzr fand aus dem Bahnhof zu Bernau ein Zusammenstoß zwerer Züge statt. Der Vorgang wird un« folgendermaßen geschildert: Nachdem der Lokalpersonenzug Nr. 436 vom Perron abgeferiiat bezw. abgefahren war, fuhr der Vrehzug N.. 2484— 20 Achsen stark— infolge vorzeitiger und überaus schneller Einfahrt auf den aussah' enden, noch im westlich« Ende de« Bahnhof« befindlichen Lckalzug aus Die Insassen de« dem Viehzuqe beigesellten Personenwagen« und einzelne Reisende de« Lokalzuqe« wurd« hierbei nicht unbe- deutmd gestoßen, sowie die Maschin« de« Viebzuge« und der Packwagen, ebenso«in P-rsonenwag« de« Lokalzuge» am Untergestell erheblich beschädigt. Der Packwagen war bei dem Zusammenstoß entgleist. Die Untersuchung ist bahnseitig in- zwischen eingeleitet. GW mit He« beladeurr Wage«, dm ein Landmann au« der Umgegend von Baruih hierher zum Heumarkt gebracht hatte und den er auf einem der groß« Stälteplätze am Kotlbuser Damm unterbrachte, um den beladen« Wagen nicht wieder zurückfahren zu müssen, scheint dort besonder« Zwecken gedient zu haben, zu denen er itdensall« nicht bestimmt war. Al« am Sonnabmd der Besitzer des Wagens sich«infand, um denselben nochmal« nach dem Htumarkl zu sichren, fand man unter der großen Leinmdecke, mit der da« Heu überdeckt war, ein tiefe« Loch in da« Heu gewühlt und in dem Loche eine Flasche und veischiebene Speisereste. Augenscheinlich halte da« Fuhrwerk einem oder einigen Obdachlos« für mehrere Nächte ein Unterkommm geboten. Polizeibericht. Am 27. d. M. wurde ein obdachloser Arbeiter in der Haienhaide, hinter Keller'« HosjLzer eihä- xt vorgesund«.— Zu derselben Zeit fand vor dem Grundstück Borkstr. 34» ein Zusammenstoß zwischen einem Pferdebahn« wag« und einem Kohlenwag« statt, so daß die Deichsel de« letzteren durch die Seitmwand de» erster« drang und die in dem Pferdebahnwagen fitzende Waschfrau Auguste Rogsch am recht« Fuß nicht unbedeutend verletzt wurde.— Vormiitag« wurde vor dem Hause Schönebergerstr. 22 der Kutscher Her- wann Kobelt, al« et die durchgehender Pferde ferne« Wagen« aufhalten wollte, überfahren und erlitt dabei ein« Bruch de« Becken«, so daß er nach dem Elisabeth- Kiankenrause gebracht werd« mußte.— Zu derselben Zeit brachte sich ein Handlungsgehilfe in einem Hotel m der Kaiser- Wilhelmstraße mittelst«ine« Revo-ver« eiren Schuß in den Kopf bei. Schwerverletzt wurde er nach der Charit«« gebracht.— Abend« wurde dr« ZntungSträgerm Marie Schütze vor dem Hause Gitschinerstr. 84 von einem vom Dachgrfimse fallenden Stücke Stuck getroffen und so schwer verletzt, daß sie nach Anlegung eine« Nothoeibande« noch der CharXee uberfuhrt werd« mußte.— Sin Gymnastcker sprang zu d« selben Zeit, dem Hanse KöniggrStznst?. 74 aeaenüber, in den Landwehr.Kanal. wmde jedoch aus dem Wasser gezogen und noch leben v nach der Chantee gebracht-— In der Rächt zum 28. d. M entstand m der Köpnicke-ftrabe eine Schlägerei, wobei ein Arbeiter durch einen Messerstich so schwer verletzt wurde, beb er nach dem Krankenhause Bethanien gebracht «erden mutzte.— Zu derselben Zeit wurde ein Hausdiener in seiner Wohnung in der AndreaSstratze, im Bette sitzend, todt aufgefunden. Er hatte sich augenscheinlich mittelst eines Bandes felbst erdrosselt.— Am 27. d. M. fanden an vier verschiedenen Stellen kleinere Brände statt. Theerker. Freie Kuhn«. A!« fünfte Vorstellung wurde die Tolstor'ilde«-Macht der Finsternitz" aus der„Freien Bühne" aufgeführt. Wir kommen auf das protze Werk des russischen Dichters noch«..mal zurück, um in gründlicherer Be- sprrchung unsere Ansichten über dasselbe klar zu legen. Hier sei nm hervorgehoben, datz an dem vorigen Sonntag der Naturalismus mit dem Tolstoi'schen Drama wieder einen neuen, einen unerwartet grotzen Erfolg errungen hat. In der„Macht der Finstnnitz" find gnade die Eigenschaften, welche von gegnenscher Seite der neuen Literaturrichtung am heftigsten vorgeworfen werden, besondnS stark ausgeprägt. Das Böse und Lestienhaft« der menschlichen Natur schildert Tolstoi mit grotzer Ausführlichkeit ohne vrr- fchönernden Zusatz, ohne verschönernde« Weglassen. Er giebt die ru'sischen Bauern, wie rr sie sieht, unbekümmert um den traurigen Gesammteindruck seiner Darstellung. Und wie er vor dem moralisch Gemeinen als Dichter nicht zurückschreckt, so auch nicht vor dem intellektuell Gen, einen. Seine Bauern reden Ldetall ihre eigene, beschränkte Sprache, nirgends leiht ihnen der Dichter Geist und Pathos, die ihren kleinlichen Verhältnissen fremd find. Und doch, trotz aller Anstößigkeit und alles Niederdrückenden der Handlung, trotz des Fehlens jeder glitzernden Gerftreichigkeit, wurde das Drama mrt grotzem Beifall aufgenommen, nur an vereinzelten Stellen machte sich die Opposition stärker geltend. DaS Jnter» esse an wahr gezeichneten Figuren scheint auch im Theater« publikem zuzunehmen. Der Erfolg de« Stückes ist zum Theil der guten Auf« führung zu danken. Trotzdem die„Freie Bühne" sich durch« au« keiner besonderen Prolektion erfreut, ja von einzelnen „vornehmen" Theatern boykottirt wird, hatte sie auch diese« Mal sehr gute schauspielerische Kräfte, freilich keine ojfisiell berühmten, für dos Totstoi'sche Drama gewonnen. Es zeigte sich dabei, wie TüchiigeS auf der modernen Bühne geleistet wird, wenn nur der Dicht« den Schauspielern lebendiae Menschen von Fleisch und Blut zu bieten vermag. Die Größe d« Aufgabe hebt da« Können auch der Kleineren. Für die nächste Auffahrung wird, nachdem Russen, Nor« weger und Franzosen zur Sprache gekommen find, wieder einmal ein deutsches Werk,„Die Familie Selicke" von Arno Hol» und Johannes Schlaf, zwei jungen Bnliner Schriftstellern, in Aussicht gestellt. Geviihks�eikung. Einen Anklang an die Gründerzeit bildete ein Prozeß, welcher gestern die II. Strafkamm« de« Landgerichts I beschäftigte. Der Kaufmann G. befand sich wegen««suchten Betrüge« auf der Anklagebank. Im September 1888 trat der ehemalige Verleg« der eingegangenen„Wahrheit", Hektar von Groussillier, mit einem eigenartigen Vorschlag an den Angeklagten heran. Er hatte«fahren, datz irgendwo in Gali« zien ein B«gw«k versteigert werden sollte, au« welchem An- timon und Ouecksilb« zu Tage zu fördern sei, nachdem die nöthigen Vorarbeiten, die von den zeittgen Besitzern, galizischen Bauern, eingestellt worden, wieder aufge« nommen und zu Ende geführt worden seien. Herr v. G. wußte den Angel, agten zu bereden, eine kleme, au« fünf Personen bestehende Aktiengesellschaft zu gründen, um das W«( anzukaufen. Die erste Kapitalsanlage sollte insgesammt 5000 M. betragen hiervon zeichnete der Angeklagte 1000 M. Es wurden vorläufig 3800 M. in Aktien k 100 M. bei den vier Mitglied«« der Gesellschast abgesetzt, Hnr v. Groussilli« iiahlte nichts ein, übernahm dagegen für Rechnung der Gesell« chaft die Reise nach Galizien, um da« W«k zu er« tehen. Die« gelang ihm auch, im Wege der Sud« Hastalion kaufte« es für den Preis von 770 Gul« den. Nach seiner Rückkehr«stattete« dem Angeklagten als Vorsitzenden der Gesellschaft Bericht und Abrechnung. D« Angeklagte schrieb ihm darauf auf ein« Postkarte wieder, daß « in d« Abschrift deS Berichts, den er einem dritten Mrt- g'iede zur Kenntnißr.ahwe eingeschickt, den Kaufpreis de« Berg« werk« auf 1770 Gutben angegeben habe,„tausend Gulden mutzten doch dabei zu verdienen sein".— Herr v. Groussillier erwiderte dem Angeklagten,« lasse sich aus solche Sachen nicht ein, d« Angeklagte möge den Mitgliedern gegenüber schleunigst widerrufen und sich mit der schlechten Handschrift des Bericht«. statters entschuldigen. Der Angeklagte thot dies nicht, sondern erwiderte Herrn v. G., man müsse in solchen Dmgen nicht so skrupulös fein. Hiermit schien die Angelegenheit erledigt, aber aued da« ganze BergwnkS-Unternehmen kam üb« das Ankaufs. stadium nicht hinaus, die in der Tiefe lagernden Antimon« und Ouicksilberschotze harren noch ihr« Hebung. Nach Jahr und Tag reichte_oon Groussillier eine Anzeige gegen George ' uf wegm versuchten Betrüge« ein. Er behauptete auf Grund des «wähnten Schriftwechsels, daß der Angeklagte die drei übrigen Mitglieder d« Gesellschaft um inSgesammt 1000 Gulden habe betrügen wollen, die auf den wirklichen Kauf- preis geschlagen werden sollten. D« so Beschuldigte deitritt mit aller Entschiedenheit jede betrügerische Absicht und wollte nun da« Opfer der Rache des Denunzianten fern, der seit Jahr und Tag Wohlthaten und Unterstützungen von ihm genieße und von dem« sich nun endlich einmal habe beftilen wollen. Bei Gründung d« Gesellschaft sei ge« plant worden, da« Bergwerk betriebsfähig zu machen, e« dann ein« englischen Gesellschaft mit großem um Nutzen zu verkaufen, im Interesse all« Mi glied« habe er e« daher für zweckmäßig gehalten, den niedrigen Kaufpreis, d« dafür bezahlt worden, zu««decken und rhn um 1000 Gulden auf dem Papier zu erhöhen. Dies würde ec in der nächsten Konferenz, zu d« e« l«d« nicht ge- kommen sei, allen Mitgliedern mitgetheilt haben. Nach längerer Beweisaufnahme gelangte d« Gcrickishof doch zu der Ueb«« zeugung von d« Schuld de« Angeklagten und erkannte auf eine Geldstrafe von 1500 M. Soziale Meberstchk. Du der Fesimann'schen Fabrik zu Piederschön- meide standen Sie Löyne der Weder der mechamjchen Weberei bisher auf folgenden Sätzen: 1. für Kammgarn-Stücke in ein« Lange von 40 Meter 12 reip. 14 M. 2. die vnschredenen Qualitäten Streichgarn auf 8 resp. 14 M. bei ein« Siücklänge von 55 Met«. resp. 3. die verschiedenen Qualitäten Doubel auf 10 12,50 M. bei ein« Stück änge von 50 Meter. 4. die verschiedenen Qualitäten Sommerwaare auf 5 M. bei ein« Stücklänqe von 40 Met«. 5. die verschieden«, Qualitäten wollene Waare(Lähden) 4 resp. 5 M. bei ein« Stücklänge von 48 Met«. Da e« aber den Arbeite« unmöglich ist bei dresrn Löhnen weiter zu er stiren, traten vorgestern sämmtliche mechanische Weber mit �folgender Forderung an den Fabrikanten b«an. 1. für sämmtliche Kummgarne bei ein« Stücklä- ge von 40 Meter 1 50 M. Aufschlag. 2. für sämmtliche Streichgarn« Stücke 1 M. Aufschlag. 3. für fämmitiche Doubel-Stücke 1 M. Aufschlag. 4. für Wollene Waare(Lähden) 50 Pf. Aufschlag. Nach länger« Unter Handlung ließen sich die Fabrikanten herbei, auf einzelne Stücke eine Erhöhung von 50 Pf. zu btwilliaen. Die Arbeiter blieben ab« emstrmmig bei ihr« Forderung und legten in Folge dessen etwa 220 an der Zahl, die Arbeit nieder. Dienstag früh 6 Uhr fanden sich sämmtliche Arbeiter vor dn Fabrik wieder ein, um mit dem Fabrikanten nockmal« Rücksprache zu nehm«. Etwa gegm 8 Uhr erschim der Direktor der Fabrik bei dm Arbeite« und drohte mit der Polizei, fall« sich dieselben nicht sofort von der Fabrik entfnnm wurden, und bei alledem verhielten sich die Arbeit« höchst«hiz. Dann wurde von den Arbeite« eine Deputation gewählt und dieselbe wurde dann zum Fabrikanten gesandt, um im Namen und Auf« trage sämmtlicher Arbeit« mit dcmselbm zu unt«handeln. Die Deputation wurde nach läng«« Unterhandlung mit dem Bescheid«tlassen, sämmtliche Weber hätten das Recht, für dm alten Lohn, wie schon ob« erwähnt, weiter zu arbeit«, ab» einen Ausschlag de« Lohne« könne und wolle« nicht de« willigen. Die Arbeiter aber blieben fest und einstimmig bei ihr« Forderung und führen dm Streik weiter Infolge dessen wurde beschlossen, nächsten Sonnabend, den 1. Febiuar, eine allgemeine öffentliche Arbeit«« und Ardeit«innmversammlung im Saale d« Borussia- Brau«« zu Niederschönweide abzu- hallen. VsrfÄmmlungen. Der Mnhloerein für de» zweite« Berliner Keich«- tagswahlkrei» hielt am 14. d. M. nne Vnsamni-ung ad in der Hadet'schen Brauerei. He« Wilschke«öffnete die V«. sammlung und macht die Tagesordnung bekannt: 1. Die bürgerlich« Partei« und die Sozialdemokratie. 2. Diskussion. 3. Verschiedene« und Fragekasten. Zunächst sprach He« Ger wien über die devorstehenden Reichsiagswahlm. Er befürwortete namentlich eme Agitation in der Werse, datz da» „Berliner Volksdlait" und die„Berlin« Volks- Tribüne", welche bereits von G« offen gelesen sind, an fünf Person« abgeliefert wnden sollen, die dann diese Blätter weit« verbreiten. Der Vorschlag wurde angmomm« und in Ausführung desselben sofort folgmde Herren gewählt: Kley, Belle- Alliancestr. 78; Rabe, Schönleinstr. 11; Kindermann, Schwer, nstr. 8; Sans ch ke, HagelSdergerstr. 56; Lohau, Friefenstr. 18. odann wurden einem Antrage des H:«n Kar he gemäß zwei Zahlstellen«richtet, um, wie d« Antragsteller aussühlte, den Andrang und die damtt verbunden« Störungen zu oer« meiden, die sich«gab«, w«n Beiträge u. s. w. direkt an d«n Verem abgeführt werden während der Vereinsversommlung«. Damach sprach Herr Retzerau über die bevorstehenden Reichstag« ivahlen. Es sei hauptsächlick die Aufgabe d« intellig«ren Arbeit«, die indifferente Masse aufzuk>är«. Am best« könnte die» geschehen.an d« Hand der Arbeiterblä'ter und durch der« Beihilfe. Bei d« Behörd« müsse noch darauf hingewirkt werden, daß auch an den Sonntagen die Wählerlistm ausliegen, denn die meisten Arbeller hätt>n nur leid.r an den Wochentag« und nammtllch in den weniz« Bureaustund«, wo die List« auStiegen, nicht Zeit, dieselbm einzusehen. Redner empfiehlt in der Zeit bis zur Wrhl, jede Woche eine Versammlung abzuhalt«. Sodann refrrirte Herr Wilschke über dm Hauptgegenstand d« Taa-Sordnung: Er kitisirte die verschiedenen Parteien, Fortschrittl«, Nationalliberale, Konservative und Antisemiten und ,hr Verhalten gegenüber d« Arbeitttn und der Arbeite partei. Dm Interessen der Ar« beit« gegenüber find alle ander« Parteien reakiionär und kein Arbeiter werde mehr so dumm sein, für die Kandidat« dieser ander« Parteien zu stimm«, am allerwmigsten für Herm Inner, d« für den 2. Wahlkreis aufgestellt fei. Es sei Ehrmpflicht jede« Arbeiter«, am Wahltage einzutreten für Constanttn JaniSzewSki. In d« folgenden, sehr lebhaften Debatte sprachen alle Redner in diesem Sinne. Schließlich wurde noch eine Resolution angenommen: Da die Schultheiß'sche Brauerei ihre Räume in Berlrn und in Brandenbuig a. H. nicht zu Veisammlungen d« Arbeiter hergiedt, kein Schultheiß« sche« Bier zu trinken und auch da nicht zu verkehr«, wo solche« verzaptt wird. Eine Mählerv« sammlung de« 3. Berliner Reich«- tagswahlkreijeo fand am Freiraa, d« 24. Januar, in Orschel'« Saton, Sebastianstratze 39, statt. Herr Wiedemann referirte über„die bevorstehmden Reichstagswahler.".— Redner kritifirte die Tbätigkeit de« jetzigen Rercketage«, der in der ausgiebigsten Weise die Jnt«ess« d« befitzenden Klassen ver« treten und d« den ieaktionärsten Gesetzesvorlagen d« Regie- nxng zugestimmt hat. Dagegen lehnte o« Reichstag alle An- träge, die eine Verbesserung d« Lage der arbeitenden Klasse anftrebteu, mit bewundemswerther Konsequenz ab. Nachdem d« Ref«ent noch einige Punkte des soziaid> � sie in nächst« Zeit nachgeben werden. Die Bra� kr% Februar %% resp.;' dem, 3) u lern dm «onnen, b »des P Aibeilerfei« . Mittags i «ch ernzusüh ?«'pflichte «ne Adhiife « nur dur «tbruar fi ' du fau'iti «> Reichst ja auch fämmttrch nachgegeben, mit Ausnahme oo» J),u.jAl wo noch bezüglich des Lokal« in Brandenbu'« � bi? i-o Handlungen schweb«, die auch zu einem f.» di�Lo»('"i'. duich feine günstig« Ausfall führen weiden. Mehrere gab« ihre Zafag«, nahmen dieselbe ab« nach wenn inzwischen ein Gewerkoerein in dem Lotl» gnügen abgehailen hatte oder abhalten wollte S&'T meldete sich H»rr Hallend erger zum Wmi �- 1 mit, daß außer dem überwachenden Beamtw Geheimpolizisten anwesmd seien. Der Vorsitz� ruWgm« iLM darauf, man sei ja daran gewöhnt, zu sehen. F.eunde" an uns heranzudräna« dieselben nicht beachten. Hauptsächlich, tiL[7i draußen und da rrög« sie stehen bleiben, vflz«M«t fchZ.' sprach der Lokalkommisfion dm warm« Dank d"�•' Ardettnschaft au«, um di- sich die Kommi. fion em i dienst erworben habe. Nachdem noch verschiideM Sinne des Referenten gesproch« batten, wurde J" der Lokalkommisfion geschiitten. Gewählt wurden Franke für den«st« Wahlkreis, für dm jwü und Oehling, für den dritten Wen dt... tn. . R«s i® r.''Ä Ar, noch über Krllri's Hofjäger und Louismftädt ich'* O Mehrerer aisp och«; die Regelung drr Verhältnisse»roklami Lokal wurde der Lokalkommission überlassen."Wf Amtlich, f noch einige Reda« üb« die Firm i Löst r und. theilu-rgen. Schl'.ß der Vmiammlung%l2 Uhr Di« kaufmännische Kemegung i« i einen«frmlich« Aufichwung, von weichem eine Versammlung von Handlungsgehilfen und und Hauidieneni, die am Freitag Abend in g'obein Saale am Moritzplatz unt« Vorfitz de*. Rosmthal stattfand, Z-ugnrtz ablegt. G-gm 3t% aeräumige Saal schon bera t überfüllt, oatz die � Thür« schloß. Infolge dessm warm Hund«te,% Pnsonen gezwungen, umzukehren. Al««st« Herr Gustav Mi-ker auf, der üb« die S ch li«?.�~ Geschäfte um 12 Uhr und die Art d« Durchs� w -äS" g# AI« erster komm« noch der gänzliche Mangel einer ruhe. Die« seien Z.«stände, die die Kauften Paria« der Gesellschaft hnabdrücken, dt« liche Mitleid in hohem Matze herausford«n. Jü ständlichem Gegensätze hrerzu flehe der Standes� wmn die Kaufleute damit geörochm haben und tz® den Arbeitern fühlen, ist eme Besserung d« Z«?4 warten.(Lebhaftes Bravo) Mit welchem Rechte die Kaufleute eine bevorzugte gesevschastttche Sie.. interejstller Seite werde rhr« vorgefaselt, datz sie der verlangten höher« Bildung einzunehmen der' « s In einem Athem wird von dn�Ib«"Zelte die g��M��Mig L?. A>*« /»fÄ»in» ftrtTrt» h«»«® Ql; d« Gehilfen als eine Folge der mangelhaften. zeichnet. Der Arbeiter müsse oft eine glößere; Jntelligmz mit zur Arbett bring«, als d« 1%� J- bess«. alt der aewöbnlicke Lobnard�g"r ,• Dieser ist nickt« bess«, alt der gewöhnliche Lohnar Kaufleute mutzten sich an stellen, auf deren Fahne der Arbeit als d« alleinigen Schöpferin a' thums!(Stürmischer JBns jj.) Nach diesen allg'� Mz' rnrnrnj !(Stürmisch« B-rf ll.)"Nach diesen i trachtungen wendet sich Redner zum«igentttch��si� y,»nbni und bemerkt vorweg, um J rthämer zu v«meiden, Besse. ung der Zustände im kaufmännrschen Gew"* Gel> tzeswegen zu erreichen fei, ebmfo, wie die ahso�j tagSruhe. Da ab« b s jetzt alle Anstrengung« in ficht vergeblich waren und scheitert«, müsse man. den aegeb«« Verhältnissen Erreichbare zu en«'*",, Die Ursache, datz die Geschäfte noch nicht an n schloffen sind, sei, datz an Sonn tagen noch gekauft Ursache beseitigen, heißt also die SonntaaSrudt Ern Appellmüs sean da« Publikum l werden, ein Appell, d« bei Mmschenfreund« geww sind« wird. DteGeschäfte, die trotzdem".« deHalten, werden wohl, namentlich,' Arbeitern, bei Einkäufen nicht werden, sie w«den dem Druck der öffentlich'". nachgeben müssen. Sei d« Weg auch f*%ii »üsse doch die Initiative«greif«, oie auch deti*5 eine Besserstellung verheißt.(Stürmsscher Beifall.)«g, dien« Grauer begrüßt es mit Freud«, daß die l�"°- in der geplant« Bewegung würden die Stimmen"'m �Manunlr B-rlmer HauSdi«« tonst eine fühlbare Lück«%jn Redner berichtet über mehrere Gefchäfre, in dm« jl isJrchjaubtr stündige Arbeitszeit und eine So..niagtarbeit Abend« U2 Uhr gang und gäbe ist. Dem abgeholfen werdm. Redner schließt nach längeren 0«t Fj mit der Aufforderung, in den Kreisen der Kollegen!i|2 �(ru;,, Idee zu agrtiren. Nach eingebend« Dickulfion, in y ji i Geschäfte von G erfon u. C o., sowie A r n dt maß in der Klost«fteatze, als Muster von Go® sie nicht sein sollen, hingestellt word«, ä". zu einstimmige Annahme:„Die heute k�ur*{, Resolution«instimmige Annahme:„Die heute hagenssch« Saal« lagen de Versammlung aller kau»� � Wwywss l«*!«-»» iuyvsevv«vvvfuuiMuws.H uuifc cAnV*,* Angestellt« fordert, ungeachtet ihr« prinzipiellen®/ ihyÄ'ache] nur von Gesetzeswegen«ine allgemeine obttgatory».,� je, a«� auf den ganzen Taa au« dehnmde Sonntagsruhe en�,-f'>h aeet uen geenzrn<.eeee ui;suci,r.euuc tunuiBiesiu:;«»»••<«j ih;, rul0 kann, toiläersiaim Interesse des Pnfonals den' de» ■.......' rne Verkaufsstellen aller Art Feiertagen von Mittags Durchführung dies« Forderung werden siw männischm Angestellten— Gehilfen und HauSdien« zi« W N«. I«te mit fein« Kolleg« gemeinsame Sache wack�Äj,�» der R st ßk??!°nrml. da -dsi o« i«e. 8» an di« Bavölkaruna, vor Allem an da« "b°tige Volt Berlins wenden.� E« �piiÄtene ffornmilfton von 4 jungen Kausleuten, 4 Haut- ■e aaumM'r«" 1 Gehilfin gewählt, welche diese Anaelemnhnt in ' v�d W rehmen hat. Der Ueberschufi der Tellersammlung Der 2. Punkt der Tagesordnung r»Die rbnistnglS und wie demonstriren Mai ISgo?" fand nach mit rauschen- ---------».nen Referaten der Heeren Hausdiener —. Kaufmann Albert Auerbach feine Erledigung einnähme folgender Resolution, gegen die 4 t„ 4 4 -—% Hand zu nehmen hat._________ �-. .Äbttr«*• i Annahme folgender Resolution, werten:»In Anbetracht dessen, da«..... «WM ierbe nur W* nr.— r ouä, du ;.«• rden kau», die Bra >hme oa» »enbur«« _,' Z"'. � v f.* W.v V»»» 1.......__ tm i» x burch die Wahl von fo.ialdemokratlschen Per- a f.-.,?fn Reichstag geschaffen werden kann, am Tage der 4 cvr" Kandidaten der Eonaldemokratie einzutreten.''— in. i!!:,2,atr f"? eine neue Versammlung stattfinden, m »den»?5''"°'"'�ch«n Angestellten Stellung zur brvor» '»«.�'Z�Z�mahl nehmen sollen. Mit der jubelnd auf. % 5? Auffordeiurg, rege für l-htere zu og'tiren, damit Ruhm und Ehrentag de« arbeitenden W t U V•»» � �-—---- einem dreifachen donnern dm " rAU-Ct impv- m ! W|- re zmwa ;S»5 wollte. t W«t«, Seamtev■; VorsttZ ehen, uchen!™ Dank d" fion ein schiiden« liurde z» wurden ien zw« öendt i%r.Tä� >-a«.�Ä?�Wn�i�ub»usen, wm dangen mnwttn f�ntßssmsm ............ .V.W«r.v wv« �» v„. zusammenzufassen find...______ Uederarbeitszcit und 3. Die 11,1�»«,»,...,. fei eines der ver. Ai, Arbeiter auszubeuten, indem *ii imJt&rv&S. a WZK 5 von ,_—-- i- traf- Kollegen noch nicht bekannt und nach ffeierabend'Arbeit Kollegen, weil fie -------„ worden seien. dieser Sache, an welcher di« wmmmsm* ~"----- �-;jti(,.» t kärgl'N»titj«Mrefss der Sonntag, und nach»feie einer L.' Roggemann, bah einrae Kall auflent- L«Weihnachten nicht ihaten, gemaßregelt ', di-dL Mei«.«-längere Diskuffion in dieser Sache, g M die Arbeit tiiehfriitlprtert. ebenic %. ber ir�rn Mehner. Eine von Herrn Gutzow eingebrachte Resolution lauiete folgen dermaße":„Die am 21. Januar in Deigwülle»'« Salon tagende öffentliche Versammlung der Matallsckirauben», Favonvreher und Berussgenossen Berlins schließt sich den AuSfühiung'n des Referenten in jedem ein. zelnen Punkte an. Sie erbückt in der Durchführung des achtstündigen Maximalarbeit« tage« in der heutigen Gesell. schaftsordnung die Grundlage zur Besserung de« Messen. elents. Sie erblickt aber gleichzeitig in der Durch- führung des achtstündigen Arbeitstages die Mindest. sorderung der jetzigen Generation. Sie schließt fich aus diesen Gründen dem Beschluß des internationalen Kongresse«, den 1. Mai als Feiertag der Arbeiter zu feiern an. Ebenfalls den 20. Februar. Dieselbe wurde einstimmig angenommen. Nach. dem cer Referent das Schlußwort bekommen hatte, schloß der Vorsitzende di« von 300 Personen besuchte Versammlung mit einem Hot auf die internationale Arbeite' bewegung. De« Uerrin der Filzschuh- Arbeiter und Keruf«- genösse« hielt am 20. Januar m Zemter's Lokal, Mimzstr.1l, eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher Herr Schade einen mit Beifall aufgerommenen Vortrag hielt.— In der Diskusfioa wurde die Fabrik ron Sieamund Berger, Rosen. tholerstraße, einer Kritik unterzogen. Nach Regelung des Ar. drilSnachweiseS, welcher im Lokale des Herrn Kulm y. Neue Friedrrch- und Rosenstraßen-Ecke fich befiuZzt, wurde noch de. könnt gemacht, daß das erste gemüthliche Beisammensein der Mitglieder am Sonntag, den 16. Fediuar, und die nächste Versammlung am Moi tag, den 10. Februar, beides im obigen Lokale, stattfindet. Hierauf wurde über folgend« beiden Resolut onen abgestimmt. 1. Der Verein der Frlzschuh.Arbeitcr und Berufsgenossen beschließt, den 20. Februar(den Tag der Wahl) ai« Friertag zu betrachten und die Arbeit an diesem Tage ruhen zu lassen.— 2. In Erwägung, daß die Niederlegung der Schloßfreiheit ein Unternehmen ist, dag fich mit dem Prinzip eines Arbeiters nicht vereinigen läßt, erklärt die Versammlung er Filzschuh. Arbeiter und Berufs genossen, keine Loose der Schloß. frerheitlotterie zu kaufen. B-ide Resolutionen wurden einstimmig angenommen. Giue große öffentliche Uersammlung ber Kattler und verwanorer Beru'Sgenossen sanv am 23. o. M. in Deig. müllerS Salon, Alte Jakobstr. 48a, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Unsere Lohnbewegung. 2. Die j tzige Milrlärdert. 3. Verschiedene«. Das einstimmig gewählte Bureau bestint» au« den K.llegen Bombin, erster Vorsitzender, Malheus, zweiter Vorfitzender, Achtcrberg, Schriftführer. Di« sehr sachlich ge- halten« Diskuffion über»Unsere Lohnbewegung" sölderte vielerlei Material zu Tage. Wenn auch die lOstündige Arbeitszeit vor- herrsch«, so find doch 11 und 12 Stunden, ja sogar 13 Stunden noch sehr oft anzutreffen. Die Lohnoerhältnisse find ebenso traurige, 12—18 M. Wochenlohn, l.tzteres auch nur vereinzilt. Das Ergebniß war einstimmige Annahme folgender Resolution: Die heute hier Versammelten erklären, zum 1. Ap-il d. I. mit der Forderung: Sstündige ArbeiiSzeit, einen MmdestloHn von 21 M. und für Akkordardeiter 15 pC'. Lohnzuschlag, in sämmt- lichen Werkstellen Berlin« vorzugehen; ferner, da die Akkord. arbeit unter allen Umständen verwerflich ist, mit allen gisetz- lichen Mitteln dahin zu streben dieselbe adzaschaffen. Um diese« durchzuführen und aus alle Fälle gerüstet zu sein, erklären die Versammelten: Die freiwilligen Sammlungen wieder aufzu- nehmen und einen derartigen Fond« zusammen zu bringen, daß damit bei eintretender Sperre die Kollegen genügend unter» stützt werden können. Um diese« durchführen zu können, er- klären die Anwesenden, sich einem der hier bestehenden Vereine anzuschließen. Eine Pause von 10 Minuten benutzten die Kollegen, um letztere« sofort auszuführen. Ueber den 2. Punkt: „Die jetzige Militärarbeit" waren die angegebenen Preise so verschieden und 2. so niedrige, z. B. in der Spondauer Artilleriewerkflalt 10 Pf. für einen Gewehrriemen(j-tzt 12 Pf.). Hierauf[Halle ein Kollege in 5 Tagen 8 55 Mark verdient, ein anderer bei einer vierzehntägigen Lohnzahlung 17 M. er- halten u. s. w. Viel Schuld hat ja hrerbei, daß so wenig Zuschnitt vorhanden ist und von dem wenigen holen sich die JnnungSmeister noch da« meiste nach Berlrn, über Patronen taschen-Pieise wurde auch viel geklagt; c« wurde folgender Antrag einstimmig angenommen: Stelle den Antrag, daß die Lohnkommisfion genaue Erkundigungen über die Preise sä-nml« licher Artikel der Militärarbeit einzieht und dann einen Tarif ausarbeitet, bei welchem ein Verdienst von 50 Pf. pro Stunde erzielt wird. Um die Loh.rlommisfion hierin zu unterstützen, da in derselben kein Militärarbeiter vertreten ist, wurden die Kollegen Mur, Mmqaard und Dittberner gewählt, diese sollen so schnell al« möglich Bericht erstatten. Unter„Verschiedenes" wurden zuerst die Kollegen Stegmeier und Achterberg zu Re- viforen der Lrhnkommisstoa aerrählt. Al« die eingelaufene Frage: Wann finden die ReichStaeSwch'en statt und welche Partei ist im Stande, uns«?« Verhältnisse am besten zu vertreten?, von ein.m Kollegen beantwortet werden sollte, erklärte der überwachende Polizeideamte, daß die« keine Wählerversammlung, sondern eine Gewerksversammlung sei, die Beantwortung sei daher nicht am Platze; hierauf er- klärte der Vorsitzende, daß die Versammlung aus Grund de« § 1 de« Preuß. VereinSgefitze« angemeldet sei, da die Frage unter Verschiedenem eingelaufen sei und e« nach§8b. desselben Gesetzes erlaubt sei, neben gewerkschaftlichen Themata'« auch politische zu verhandeln, so müsse und könne sie auch beant« wartet werden. Der Vorfitzende ließ nun, um ganz unparteiisch zu handein, hierüber die Versammlung abstimmen, es wurde einstimmig angenommen dieselbe zu beantworten. Der betr. Kollege setzte nun den Anwesenden in sachlicher Weis« au« einander, daß ein aufgeklärter Arbeiter nur einem sozialdemo kratischen Abgeordneten seine Stimme geben könne und also hiernach ein leder Arbeiter am 20. Februar zu handeln habe. Damit die Kollegen auch wüßten, wer in jedem der 6 Berliner Wahlkreise al« Arbeiter kandidat aufgestellt sei, machte ein anderer Kollege dieselben namhaft, mittlerweile war folgender Antrag eingelaufen: In Anbetracht, daß wir Arbeiter von keiner anderm Partei al« der sozialdemokratischen ein wirkliche« Eintreten für unsere berechtigten Jnter essen zu erwarten baden, so beschließt die heutige Ver. sammlung am 20. F-bruar keinem anderen Kandidaten alz einem sozialdemokrauschen ihre Stimme zu geben. Ebenso wurde vorgeschlagen, den 20. Februar al« Arbeiterfeiertag zu betrachten, mit dem Zusatz, wessen Verhältnisse e« irgend ge- statten. Beide« würbe einstimmig angenommen. Mit dem Schlußwort de« Vorfitzenden, daß die neu aufgenommenen Mitglieder herzlich willkommen sind in unseren Reihen, daß sämmtlich« Anwesenden eingedenk ihre« Handaufbeben«, dag so gut wie ein geleisteter Eid sei, auch für da« Durchführen der angenommenen Antiäge mit allen gesetzlichen Mitteln ein» zutreten wie Ein Mann, schloß die musterhaft verlaufene Ver sammlung(von ungefähr 200 Personen besucht) mit eir dreifoiben Hoch auf die international« Arbeiterbewegung. Allgemeine Kchrlftgi-ßeev-rsammlung am Freitag, den 17. Januar, in Jordan« Restaurant. Zu dieser Versamm lunz hatten fich die Kollegen Berlin» recht zahlreich einge fanden, um den Ber, cht über den Verlauf de« Schriftgießer. kongresseS zu Frankfurt a. M. von den von hier delegirten Kollegen entgegen zu nehmen.(Es waren auch mehrere Hilss- arbeiter— also nicht gelernte Schriftgießer— anwesend.) Die abgesandten D-legirtm waren die Kollegen E. Berkahn, C. Helfer, A. Lohr, A. Niemeier, G. Reinke und F. Siewert. E« referirten die Kollegen R-inke, Berkahn, Lohr und Siewert. Die Beschlüsse find in ihrer Hauptsache folgende: 1. Gründung einer rein gewelkschaftlichm Organisation der Schriftgießer über ganz Deutschland wv Hinzuziehung der HilfSaibeiter. 2. Schaffung eines Normaltarifs über ganz Dewschland. Dieser ist von den Delegirten ausgearbeitet und ber Versamn- lung vorgelegt norden.— Die Versammlung erllärt« fich durch eine einstimmig angenommene Resolution mit beiden Punkte« voll und ganz einverstanden und übertrug die weiteren Bor- arbeiten den Delegirten, zu denen noch Kollege E. Schulz hinzu gewählt wurde. Zu bemeiken fei noch, daß auf dem Delegirtentag, de« 4. Mai al« Feiertag zu betrachten, einstimmig angenommen wurde. Nachdem noch ein Hoch auf die nun endlich zustande- gekommene Einigkeit, die nur jdurch den Delegirtentaa erzielt ist, ausgebracht wurde, wird die Versammlung um 12 Uhr gr- 'chlossen. Der Derel« der Nähmaschinen- und Handarbeiterinnen viert om 22. d. M. eme sehr gut besucht« Vertamm- lung im Lokal Süd. Ost, Waldemarstr. 75 ob. Auf der Tage«« ocdnung stand: 1, Vortrag de« Herrn Zubeil über da« Gewerbeschiedsgericht. 2. Diskuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedene«. An den 2. Punkt der Tage«- ordnung betheiligten fich die Herren Sündermann und Stabei nack, sowie F l.? Bader, Rüger und Klrngsporn im Sinne de« Referenten. Folgende Resolution wurde einstimmig ange- nnmmen. Die heute in Süd-Ost, Waldemarstr. 75, tagend« Lffmlliche Mitgliederversammlung der Nähmaschinen- und Handarbeiterinnen Berlin« erklärt[sich mit dem Rsserentm einverstanden und beauftragt zwei dem Vorstand näher be- kannte Damen zu beauftragen, sobald die Busforberung vom Magistrat an die arbeitende Bevölkerung ergeht, ihre Anfichten und Wünsche zu dem Gcsstzin trage des G ewerbeschiedsgei icht« zu äußern, energisch die Rechte der Arbeiterinnen zu wahren, dab den Arbeiterinnen die gleichen R-ckite wie den Arbeiter« gewährt werden, vor Allem das aktbe Wahlrecht mit 21. und da« passive Wahlrecht mit 25.'L.'b«nsjahr- sammlung eine Pause von 15 Minuten an. Ferner machte der VergnügungSkasfirer bekannt, daß der Maskenball am 22. Februar in den Bärgersälen stattfindet, und seine Wohnuvg Naunyr.straß: 37, v. 3 Tr. bei Müller fich befindet. Unter „Verschiedenes" wurde die Fabrikordnung von Schäffer und Wa ker einer Kritik unterzogen. Femer machte der Vorfitzende bekannt, daß die> ächste Versammlung am 15. Februar in demselben Lokal statifindet. Hierauf v'ila« der Kasfirer die neu hinzuzrtrctenen Mitglieder; da Niemand Widerspruch erhob, erklärt« der Vo» fitzen de dieselben für aufgenommen. Netnlckenborf. Am Donnerstag, den 23. d. Mi«, fand in R.iüickendorf im Restaurant Se.sschiözcben eine Wähler- Versammlung unter dem Vorfitz de« Herrn O to Knauf statt. Al« Referent war Herr Alwin Körsten erschienen. Ja«wem 2ß Stunden dauernden Vortrag wie« derselbe auf die Be« deutung d-r R-ichStagSwahl hin, geißelte die Schöpfungen der Kartevdrüder, behandelte sehr eingehend die Koloniaipolilik der Regierung und kam zu dem Schluß, daß e« besser gewesen wäre, wenn man die Millionen, weiche man für die Kolonien in Afrika ausgegeben hat, im Lande für innere Kolonisaiioii v«rwendet hätte. Nachdem Referent noch für kräftige Agitation ür dm Kandidaten de« Nieder-Bamimer Kreise«, Herrn . Stadthagen, aufgefordert, schloß derselbe seinen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag. Eine Resolution im Sinne der Ausführungen de« Herrn Körsten wurde ein- stimmig angenommen. An der Diskussion betheiligt-n sich die Genossen Schäfer, Schmidt und Ehrlich. Zu Verschiedenem oerlas der Vorfitzende eine in de» gemeinsten Ausdrücken verfaßte Schmähschrift, wclcbe einer Anzahl Genossen per Post zugestellt worden war. Nachte« derselbe noch in trefflicher Werse die Kampfe«weise unserer Gegner gek.nn-eichnet hatte, wurde die Versammlung um 11% Uhr geschlossen. Mir erhalte« folgende Kerichtlgnng: In Ihrem Berichte vom 22. d. M. über die Versammlung der Militär- schneider Berlins ist meine Firma mehrfach genannt worden und ersuche ich Sie gefl. in ihrem Blatte folgende Berrchligung aufzunehmm. Als di« Lohnkommission seinerseits bei mir war, war ich gerade sehr brschäfligt und sprachen die Herren mit meinem Buchhalter; da'ch«usällig da« Zmmer durchgehen mußte, in welchem di- Herren standen, so sagte ich folgende Worte:„Mein Geschäft grebt den Ausschlag nicht in dieser Sache, jedoch würdeich jedei zeit bereit srin, denPrei» zuzahlen, den andere Geschäfte dezoh ten." Wie ich dir« aesagt hatte, drehten fich di« Herren um und verließen mein Geschäft. Aiso wenn nun die Lohvkommssfion in der Ver/ammlrmg sagte, ich würde micb mit meinen Arbeitern nicht einige«, so erkläre ich die« süc ein- Unwahrheit. Hochachtungsvoll W. Stein, Inhaber der Frrma L. Lubahn. Hoffridermacher. » «rotz» öff-ntUch, WalslervIrtammlung fit« den 6. K-rUn«? M»tq»tag«wa>itkr»t» am ipttUwoch, den 29. b. iWL«tmbl 8 llim tat Weddwepaik, Wüllcrftr 178. DigeSoidmmg; 1, Wahl der Be.ttauku«-I iUtier Z. Die bevo.itehenbe«teichblagiwahl Btifcrtnl; Rad. Klatow 8 Dttlusfio». 4«erschiebene». Zur Btcfunj der Unkosten stnbet»ine Tellei sammln»« statt. Orog» öffrntltch» Miisttarv»» sammlung fftr dl« 4. B»r«tu,>- In der Vciiammlung bekannt atmest)'.) 8. TstSkusflon««erschiebene». Zur D'ckang der U kosten fl;bet eine Tellersammluna statt. Kozialdemokrattsch»» Mastw,r»t»»»»ag»n-Rumm»i«v«rg findet heute eine sreifinnige Wählerrrer. sammlung statt zu weicher Lngehärige anderer Partelen Zutritt haben. Die Tagesordnung lautet: 1. Bbiiraa bei Oekonomleraihi HauSdurst bei Reichs- taglkanbibaten ber Kreisinnigen Partei. 2. DtSIufion. 3. Bildung eiae» Wahl- A»e»ta d»tr xlSstmaschin»«- und flnnbnti'.it.rtnnn« M«»«» und zimg»s»nd. Mlltwoch. den 29 Januar, Sbenbl 8% Uhr, in Schiffe a Salon, Inf tlfttaß« 10: Generalversammlung. Tagelmbnuno: 1. Bericht de« Vorstände» 5 Wahl b 9 G-sammtvorstanb-b. 6. Wahl ber«m'foioi. 7. Wahl ein»» VerpnstgungSkomlleel. 8. Verlchlebene«. Ocamnrf, Cif.leu«;.«. f. n». Am Mittwoch, den 29 Jarmn. »bendi 8% Uhr, in F-uerftti»4 Salon, alte Jakobstr. 75, äffentliche Versamm- Iimo ZacHtarbnurg: X. U'kei Me Betfü'jutig her Ctb Adend« 8 Uhr Glisabethftraße 57—68— Turnverein.Wedding', Pank- ttraße 8 Märrnnabtheilung von 8% di» Ilffl Uhr«bend»; desgleichen 1 Sehr l1ng»abtheilung von 8-10 Uhr Abend».—.Mehr Licht', B«tin für Scher, und Ernst, Abend« 8% Uhr im Restaurant Heid, Fruchtstraße 88»- Schleftscher Verein.Holtet' Abend» 8 ubr im Restaurant Gehrt. Prinzen- straße 108.— Vergnügungsverein.Fröhlichkeit'«bend» 9 Uhr im Restaurant Säger Grüner Weg 29.— Wiffenichastlich« Verein für RollerTche Stenographie. Abend» 8% Uhr im Restaurant Beese, Alte Schönhauserftraße 42 Unterricht und UedungSstrmde.— Roller'scher Slenagraphenveretn Süd.B«ltn r Abend« 8% Uhr im Restaurant Prinzenstraße 97, Sißung und llebung«- »e.— ArendAschn Stenographen-Verein.Amicilta' Abend« 8% Uhr Restaurant Behrend«. Schönebergerstraßc Nr. 8-«rendi scher Steno- grernhenrnretn.Phtlta'«bend» 8 Uhr im Restaurant.WilhelrnSgarten', »vchftr. 7.— Stenographische Gesellschasl Arend» im Restaurant«ürg«garten. Lwdenftr. 105 Unentgeltlicher Unterricht und llebung.- Berlin« Rauchklud .«rrmgel Abend« 8 Uhr im Restaurant Foge, Kövnickcrstr. 191.- Rauchklub .Havanna SO" Abend« 8% Uhr im Restaurant Paeßoldt. Reichcnderg«str. 18— Rauchklub.Srmütbltchkeit' Abend« 9 Ubr im Restaurant Achsel. Kövnickerstr. 181 — Rauchklub.Aolumbta' Abend» 8% Uhr im Restaurant Bever, Prtnzenstr. 88 — Rauchklub.Frisch gewagt'«bend« 8% Uhr im Restaurant Tempel Vre»- iauerstraße 27- Rauchklud.Vulkan' Abend» 8 Uhr im Restaurant Schul». Gräsestraße 82.— F.tedrichöberg. Rauchklub„Nordstern", Sippe'« Restaurant, Friedrich«arlstraße 11.- Vergnügungsverein.Fröhlichkeit', gegründet 1880, «benM 8 Uhr Grün« Weg 29-.Pollack-SIub-Eintracht', seden Mittwoch,«bend» tH Uhr bei G Thiel, Wtcnerftraße 88.— Gesangverein der Zavezirer Berlin«. leben Mittwoch Restaurant Segdeistraße 80, von 9-11 Uhr Abend»— UnlerhaltungSueretn.Harmonie' Sißuna Abend» 8 Uhr vreSdenerftr. 118 bei ASendt.— Zarnbourverein.Erelfior, 8% Uhr. UebunoSttunde bei 8561 RüderNiorserstr. 8 Ausnahme neuer Mitglieder Mäaneraesangverein „Li edetsrelhett''. Abend« 8% Uhr im Restaurant Henke, Blumenftr. 88. VrpcMieii. (Motf« Telegraphen-Kurea«.) Arra», 28, Januar. Von der Kompagnie»LenS" wurden gestern 3 Gnidenarbeiler, welche zu einem jüngst gebildeten Syndikot gehörten, entlassen. Auf die Weigerung der Kam» pagnie, diese Mahregel zmück unehmen, beschlossen dieArdeiUr den allgemeinen Ausstand. Nur sehr Wenig« haben die Arbeit fortgesetzt. VviefkQflen. Bei Anfragen bitten wir die AbonnementS-Ouittnng beizufügen. Briesltch« Antwort wird nicht erlhetll. Zeuthev. DaS wissen wir nicht. F. K- Gisenbahnstr. 87. Wegen Ihre« Bericht« wöchlen wir erst noch einmal Rücksprache mit Ihnen nehmen. So wie derselbe von Ihnen eingesandt ist, kann er unmöglich aufgenommen werden. H. S. Kirkenstr. Wir find zu unserem Bedauern ge. nöthrgt, Ihren Ber'cht zurückzustellen. Bon solchem Papier kann kein S-tz'r etwa« absitzen. G. N> 100, Da« Schieben an einem ton Menschen bewohnten oder desuchten Ort wird nach§ 367 Nr. 8 de« Str.» u daß Sie n.ch hufipem Rechte zur Zahlung nicht fino, und wart'« S e da; Wettere ab; event. fi" mündlicher Auskunft bereit. F. K. 1) Es besteht keine polizeiliche Vorschiist als Stuoe ve-mieiheter Raum heizbar sein mutz. den Raum vor dem Mrethen geiihen hoben, bemerken, datz kein Otcn darin steht, und können ni!9 thun. Im anderen Falle können Sie dagegen vom zurücktreten.... R- K Mrleze». Wr haben die Frag» IT'm bearlworiel, Satz Ott Landrath, resp. die höhne b Hörde doS Recht hat einer bcstlmmten Innung schlietzliche R cht zu ertheil n, Lehrlinge zu l)«!«"' welche alsdann, ohne der Innung anzugehören, h ltrn. machen sich strafbar..vjtL.... Nr. 41. Ein Dienstmädchen, da« sich verheuol� Wl lagstd kann jeberzeit zum Ablauf des Quartale« kündigen- van«.... 35' 13. Zjehtttig der 4. Klasse 181. Konigl. Preutz- Lotterie. giedung vom 28. Januar 1890, Vormittag«. «tut dt« Geivtim« über£10 Marl find den detreffendeu Ziummera in Parentbeie beigefügt- tOd»« Bewähr.) 902 31 97 98 342 499 511 691 95 720 91 808 90 1209 85 314 48 57 647 729 821 31 53 987 2199 276 441 608 48 69 874 86 8388 94 471 81 683 826 922 28 4008 115 262 45/ 576 91 617 18 89 95 715 837 972 5322 407 34 73 631 724 79 976 6168 115001 246 487 585 678 786 47 89 846 917 7163 67 203 12 34 61 64[5001 74 374 436 522[3001 661 831 37 951 8029 132 61 316 89 507 628 84 827 999»168 255 61 89 867 423 562 80 647 91 703 14 863 1O038 104»1 464 68 550 801 89 931 50 11044 92 101 42 85 92 236 1500] 82 371 406 743 813 13196 215 92 509 25 54[300] 705 17 96 856 920 32 1 3035 172 266 315 23[3000] 46 415 24 73 612 951 14111 56 263 312 15 18 27 28 420[3000] 556 61 664 834 45 955 70 1 5026 214 64 362 608 94 717 907 10083 104 75 307 668 717 21 47 943_ 17082 485 531 612 21 712 978[300] 18031 38 52 102 64 241 422 87 610 63 732 88 822 111027 190 217 355 455 938 96 cn„ 30010 60 95 263 317 41 430 510 817«1147 84 318 43[oOOl 522 48[5000] 618 758 850 95 944[3001»«071 96 173 245 403 18 611 88 756 67 80[»00] 949 33001 76 29 i 99(3001 591 734 821«4034 13b 37 68 202 53 359 83 445 644 H7 735 924 39 53«5158 59 260 75 80 95 360 63 557 804 933 89 30023 29 142 231[300] 48 85 88 31b 49 643 46 640 90 758 863 902 37159 208 337[3000] 49 689 650 8o 79o 877 3*146 209 16 58 394 548 710[3000] 39030 157 252 3b 2 b24 73 978»OW6M6 116 365 605 77 86 768 70 31203 53 74 316 523 679 709 83076 244 96 358 437 637 625 49 8 3027 54 375 81 408[3001 72 505 36 609 7 8 767 821 933 8 4052 74 97 109[500] 34 216 399 404 43 5ü4 77 793 800 3 5092 94 120 33 90 435 97 620 701 40 882 94b 77 93 30011 115001 61 64 268 529 629 45 72 731 972 37061 255 568 643 61 96 804 12 22 35 73[600] 85 907 3*010 66 85 260 584 93 819 96 958 30185 353[3000] 408 87 517 57[3001 947„ 40071 160 11500] 344 46 79 87 442 652 609 46 855 71 912 4 1004 21 195 232 325[30001 35 487 521 616 724 75 848 934 90 4*110 71 231 89 336 510 660 98 746 43033 117 215 326 458 576 721 828 9,0 9j 44000 106 52 333 409 89 603 35 65 811 34 919 99 45189 95 299 401 516 89 [3001 798 934 4 0125 54 374 457 92 503 49 688 798 896 907 47108 36 49 236[300] 396 99 408 572 615 855 72 916 4*157 631 33 60 871 994 40123 83 92 396 457 614 69 707 18 99[15001 829 1500] 82_____ 5«, 216 56 382 459 69 77 96 521 656 742 864 51205 55 59 3o0 500 28 629 41 727 55 845 5*030 268 71[500] 73 371 603 50 654 60 64 817 65002 198 231 308 404 618 46 52 63 763 852 54059 123 94 28b 346 638 87 960 5 5113 70 218 429 65 6. 6 91 820 910 50116 29 68 218 91 97 439 44 524 42 44 729 945 80 5 7144[300] 64 278 9b 337 90 436 618 44 63 804 13001 68 5*012 190 244 49 50[300] 432[300] 566 92 97 647 721 842 44 87 940 5 0543 95 804 89 900 68 00006 223 38 78[500] 385 631 1300] 754 01215 432[oOOl 621 79 86 748 68 71 939 0*058 141 49 301 24 56 74 473 586 96 749«3120 95 245 383 491 518 24 775 829 945 48 74 04175 351 454 6.2. 9 718 974 05013[3000] 326 466 80 601 78 96 718 23 44 90 949 000,7 307 47 64 458 86 653 700 72 821 82 07010 148 88 201 367 487 811 61 b7 99 939 0*037 116 249 335 67 78 694 839 46 61 905 27 09017 95 136 2ä"?o265*82 330 417 648 60 746 837 947*1009 42 55 302 441 763 **039 137 388 430 44 865 99*»055 216[3001 89 319 46 428 150 001 52 600 49 708 60 873 74119 35 332 1300] 441 95 500 3 74 890 938 88 *5125 341 79 632 655 741 894 95 964 92*0036[300] 146[500] 57 225 58 357[5001 79 92 533'9 609 711 34 987* 7061 72 86 182 88 244 374 588 731[500] 68 80 865[3000] 80 90 909 1500] 7*024 48 82 27o 301 65 69 84 424 1500] 93[300] 634 68 930 70032 64 09 98 358 570 �'*0074 309 52 95 572 668 841 996 81 061 179[600] 205 46 324 427 75 640 88 966*2094 376 431 578 718 67 851(3001 957*8026 137 84 89 237 45 348 463 532 647 849 926 61 68*4056 173 363 68 444 625[15001 84 865*5005 64[1500] 389 403 522 627 702[000] 99 821 972*0169 271 436 604 73 80*?314 52 84 469 72 719 52 912 22**124[500] 201 335 37 449 52 533 726 40 806 21 78 916 80077 140 256 557 93 674««Ü23 117[300] 30 252 352 425 500 2 779 841 931 Ol 200 57 75 324 94 547 614[15001 710 873 0*144 81 216 334 467 76 563 94 632 67 95 777 956 98 O!t041 168 85 260 527 75 610 9031300] 04 305 420 525 Jim vi« --- i gajKk. onnl 44[300] 879 604 35 55 O5071 162[5000] 86 317(500] 41}1 7,7; Wltign Z 380 94 98 406 74 520 49 68 630 115001. 67. 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