T leute! m i W. I 1. und iwn. 3.: fiftito* I Vor«* imä I M Vertrau«�� mstr.&. e»d. », Schwe S'Ä' TA> It. 89. Airnftag. de» 4. Februar 1890. 7. Jahrg. erlnierDolksblall Lrgan für die Interessen der Arbeiter. 4 Berliner Bolksblntt« |tn. AbonnementSprnS für Berlin frei wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer —........_____ 10 Pf. Bei Abholung mü unserer 1 Mark pro Monat. Postabonnemenr 4 Mark pro Quartal. --- Kir 1«Qn unfrr Nr. 892.) Mark pro Monat. ' ß"* uuter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Marl .. Jusertiousgebühr betragt für die 4 gespaltene Petitttile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins, und Versammlung«. Anzeigen 20 Pf._ Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin 8W., n allen 91rinnnffMii�H'Mr<»rtitr nAm* X««............... �-« Fernsprecher: Amt VI. Ztr. 4106.---*~ Ardsktto«: VeuthstraHe%«— Expedition: Iimmevstratze 44. .LiozislpottttMes. kJt WA. daß die Reichsregierung der wetteren Au,- UKM L�vsehen-—'.._-- von den drei Versicherungsgesetzen und von . /�"Zspektoren, auch nicht über die geringfüglgen hinausgekommen, welche die Gewerbe- , 3)lan � Arbeitern zu bieten im Stande ist. .M% »Iisa% �Oßltov—«---- c c wenn man anaahm, . w.uu.Buuinn, Fürst B i s mfa r ck, ein iL N n 4 eine Aeußeruag des Herrn Reichskanzlers � a. larbeititag, welche besagte, der Miiheit xJ ß>,? unausführbar wegen der Ver- i diesx-(S°�ilchen Verhältnisie in Deutschland. Wir riicht für stichhaltig an, denn eS giebt �rkiir.?-"' v e schon an den verschiedensten Orte» i°kl>l° � Arbeitszeit erreicht haben, ohne darin UW �'0en,hümlichteiten irgendwie beeinträchtigt zu . die s? Reichskanzler haben bei seiner Auffassung «.�»diva.?.�'othschaftl,chea Verhältnisse vorgeschwebt, l;?, nf, J v l'ch eine besondere Regelung der Frage W�e�doch auch nicht für AlleS maßgebend sind. LStinn �scheint ein zweites Beweisstück, welches die fijPch. Kanzlers gegen eine Weiterbildung der Ar- ?..... bekundet. In den von Poschinger stücken zur WirthschaftS- Fürsten Bismarck befindet sich Ü�ba*"" Reichskanzlers an den HandelSminister Axdter J'r'" 2ahre 1877, in welchem ein dem Kanzler !ri�eIeß?ntn,urf/ Arbeiterschutz-Gesetzgebung be- die r.-'st. Offenbar ist dies der Gefetzentwurf, ...»•- molrat,fchen Abgeordneten im Jahre 1877 nangelez"IA Ali«:*♦' �enn oin anderer kam unseres Wissens mlung fnlL äum Vorschein. DaS Schreiben des Reichs- !ier8;%%% s i?'»»ku»H°-'U'"ung und künstliche Be. .tm Fabrikbetriebe vermindert i« o« 1* des A, beitgeberS zur Lohn» 0; l. GriX tU* Im"* oi r, Aden»« 45.' ing: rtrag Welt-u )tv V'*l Ster SA- »mlans a) Aben-I w tfltstr. ß lng ro- I'titYl �ett A k t e n st ü W, L'»«i" vom 4 ln denen* j) St' Abend« Tag Ort» )an& »«« tttt oents «ml« m & als x; also klipp und klar den Standpunkt, ,"8 der STr�i r0? zolgt, vor welcher die Weiter- lic,. rbeiterschutz- Gesetzgebung hat Halt machen !VW Jfcttittefaw. sio Ii» Dorstadt St. Ant-ine. Deutsch von Ludwig K«orr. 'a I' b,- guter Drei Jahre regelmäßiger Arbeit \„. Kolog Nahrung hatten den Burschen in M 8fe'b getvorx»"orwandelt. Seine weiße Mähne & s/s '-rinki» Ä � ,!?/ Zennn ��owmen. Er bewunderte immer noch W&«sg z-rst� WW�WWW�WM» ÖDte� �alfe« �te jh"1 sei« Brotgeber, hast Du noch den leiste"? r am �a9e be8 BastillensturmeS so C �«d�Du i,'nmal"°ch einen viel größeren! �®etDiß, s"umer bereit, mir zu folgen? kannst Dich, immer sicher zuzuschlagen. Dir em zweite« Mal sechs Livre« ver- Man könnte diese Auffassung des Kanzler« schier al» eine pessimistische bezeichnen, denn wenn sie zutteffend wäre, so hätten Staat und Gesetzgebung weiter nichts zu thun. als die Dinge einfach gehen zu lassen, wie sie eben gehen, ganz analog den Anschauungen des hoffnungslosen Manchester- thumS Man könnte hier die Frage aufwerfen: Wenn nun die Gesetzgebung die Lebensmittel mit Zöllen und Steuern be- lastet, daß sie im Preise steigen, kann sie dann ruhig zu- sehen, wie der Arbeiter durch das Mißverhältniß von Löhnen und Preisen in Bedräagniß geräth? Vorläufig sieht man allerdings ruhig zu. Aber was der Reichskanzler von der„Fähigkeit des Arbeitgebers zur Lohnzahlung" sagt, läßt sich»olkSwirth- schaftlich kaum begründen und eine nähere Begründung ist auch nicht versucht worden. Der Satz steht als nackte Behauptung da, andere mögen ihn für unumstößlich halten; unS erscheint er nicht haltbar. ES ist ja richtig und noch von Niemand bestritten worden, daß bei einer einschneidende» Arbeiterschutz- Gesetz- gebung in manchen Unternehmungen/ aber nicht in allen, die Löhne etwas steigen und dadurch die Prositraten der Unternehmer etwas abnehmen würden. Aber diese Abnahme könnte da, wo sie vorkäme, nicht eine solche sein, daß sie die Fähigkeit zur Lohnzahlung bedrohen würde. Wäre der preußische FiSkuS in seiner„Fähigkeit zur Lohnzahlung" beschränkt, wen» er die Löhne seiner Bergleute etwas er- höhen würde? Schwerlich. Oder könnten die westfälischen Grubenverwaltungen keine Löhne mehr zahlen, wenn diese etwas erhöht und dadurch die Dividenden um ein Weniges herabgesetzt würden? Wir haben schon oft nachgewiesen, daß niedrige Arbeitslöhne ein Krebsschaden nicht nur für die Arbeiter selbst, sondern für die ganze Nation sind, soweit sie sich mit Erwerb beschäftigt. Der Niedergang des Konsums bringt unberechenbare Störungen in der Waarenzirkulation hervor, die in allen geschäftlichen Schichten sehr schmerzlich zu ver- spüren sind. Eine sorgfältig abwägende Sozialpolitik, deren Ziel eS ist, unter den heutigen Schwankungen ein gewisses Gleichgewicht herzustellen, mußte also untersuchen, ob eS für die Gefammtheit von größerem Vortheil wäre, wenn der Unternehmergewinn ein wenig eingeschränkt und dadurch der Konsum zu Gunsten der Gefammtheit wieder gehoben würde oder wenn, um damit die Minderzahl der Unternehmer mög- lichst hohe Profitraten erzielt, der Konsum niedergedrückt bleiben und die Gefammtheit darunter leiden soll. Wir meinen, die Entscheidung sollte nicht so schwer sein, auch wenn man die ProduktionSform unserer Zeit für die allein richtige hält. Die Regierungen von heute aber werden sagen, sie hätten nicht die Macht, den Arbeitern bessere Arbeits- bedingungen zu verschaffen. DaS mag so ziemlich richtig sein. Aber sie sollen ihnen nur eine kräftige Arbeiterschutz- Gesetzgebung zukomme« lasse«, die dem einzelnen Arbeiter eine weniger abhängige Stellung garantirt und sollen ihnen Koalitionsfreiheit geben— dann wird zwar auch — Gut! bemerkte Gäbet zu Galand, davon werde ich übermorgen ein Fichu mit rothen und weißen Rosen für Jenny kaufen. Die Nacht brach an, finster und heiß. Von Zeit zu Zeit hörte man eS donnern. SanterreS Leute singen an zu trinken, andere waren eingeschlafen. Von Außen vernahm man ein fortwährendes Getöse. Um Mitternacht ertönte die Glocke. Auf dies Signal der Revolution stürzten die Bürger aus ihren Häusern und und stellten sich an die Schwellen ihrer Thüren, bereit dem Strome zu folgen, wo er sie hinführen würde. Dieser Strom war die Vorstadt St. Antoine, die sich beim ersten Morgengrauen vor dem Karoussellgitter, in der Sttaße St. Honorö, auf dem Ouai befand und so von allen Seiten die Tuilerien bedrohte............ Um 12 Uhr war das Schicksal Frankreichs entschieden. Der König, vollständig gebrochen, erniedrigte sich, die Versammlung um Schutz zu bitten. Da« Königthum hatte aufgehört zu existiren, die Kämpfer des 10. August hatten dt« Republik geschaffen und richteten ihre» Marsch, den Schweiß von der Stirne wischend, wieder nach ihren Quartieren. Einige gingen um ihre Frauen zu beruhigen, die Kinder zu umarmen und dann zu schlafen. Die Meisten jedoch hatten das Verlangen, sich in der Kühle des Abends zu erfrischen und das Ereigniß des TageS zu feiern; diese begaben sich nach dem Garten der Tuilerien oder nach dem Bastilleplatz, dem Orte, wo die großen Tage verherrlicht wurden. Da, wo sich einst die Wälle befunden hatten, stan- den jetzt Schankbuden. Das magere Laubwerk einiger Bäume, die man vor zwei Jahre» angepflanzt hatte, warf die Strahlen der Jlluminatton zurück. Ein improvi» sirtes Musikchor spielte abwechselnd die Marseillaise und beliebte Tänze. nicht AlleS besser werden, aber doch gar Manche« wird sich ändern und mancher Uebelstand wird verschwinden, unter dem die Arbeiter heute mehr oder minder schwer zu leiden haben. Die„Fähigkeit der Arbeitgeber zur Lohnzahlung" wird weit mehr durch ihre eigene, mit allen Mitteln betriebene Konkurrenz geschwächt, als eine Arbeiterschutz-Gesetzgebung jemals thun würde. Hier liegt der Hase im Pfeffer. poltttMie ttevevfrttik. An« rothe Gespenst war für die Wahlen schon fix und fertig.-- Als die sozialdemokratische Reichs taftSsraktion die bekannte Erklärung rm„Berliner Volksblatf abgab, und im Reichstag wiederholte, übersah und durchschaute sie wohl den Plan, kannte aber nicht alle Detail«. Jetzt wissen wir, daß die Parti i Ide« rothen Gespenstes ganz bestimmt auf den Ausbruch de« Streike« in Rheinland und Westfalen rechnete; und wie ärgerlich sie ist, daß ihr die bösen Sozialdemokraten das Konzept verdorben haben, da« haben die sauberen Geister, welche in der Kölnischen cloaca maxima ihr Wesen treiben, durch ihre giftigen Bemerkungen über die Erklärung der sozial- demokratischen Fraktion vwathen. Der Streik im rheinisch. westfälischen Kohlenrevier war jedoch nicht die einzige Trumpfkarte der Partei de« Rothen Gespenstes. Es waren noch andere da— recht wirksame, wenn eben da« Spiel nicht vereitelt worden wäre. Da war z. B. schon ein ganzer Anarchistenkongriß inszenirt, leibhaftige Anarchisten, darunter„auch viele au« Deutschland", in welchem Lande„die anarchistische Bewegung vor« trefflich gedeihen" sollte. Die leibhas'ige.r Anarchisten waren auss beste herausgeputzt, um einem patriotischen Gesinnung« Philister, der„nur Gott fürchtet, sonst nicht« auf Erden", den Angstschweiß au« allen Poren zu treiben. Die furchtbare Mähr von dem Anarchistenkongreß wurde unmittelbar vor dem Schluß de« Reichstag« in die Welt geschickt und hätte einen prachtvollen Grusele ffett hervorgebracht— verbünd« n mit dem anderen, welches in Au«- sicht genommen war, wenn nicht die bösen Reichsfeinde von Sozialdemokraten so diebisch gewesen wären, dal rothe Gespenst lobt zu schlagen. Und— Trauer war in TrijaS Hallen. Die leibhaftigen und steifleinenen Anarchisten mußten eingepackt,und ihr Kongreß bis auf günstigere Zeiten vertagt werden.I Wer aber Augen hat zu sehen und Thatsachen zu kombi- niren und au« Thatsachen Schlüsse zu ziehen versteht, der konnte wieder einmal die innersten Geheimnisse der Reaktions« Hixenküche schauen. Ein Glück, daß die Chefs dieser Küche keine Hexenmeister find, und daß sie au« einem wirklich phänomenalen Mangel an E.findungrkraft immer dieselben Kunststückchen machen, die man schlreßlich autwendig kann. Apropos, die G-schichte des verunglückten' rothen Ge- spensts von 1690 wird ja wohl in einer der ersten Sitzungen des neuen Reichstags ziemlich, vollständig erzählt werden können— sie wird zwar nicht tragisch fein, aber trotz aller Komik doch traurig— wenigsten« für die Partei de» rothe ir Gespenst«. In einem Winkel des Platzes hatte sich vor einer Schankbude eine lärmende Gruppe zusammengefunden. ES befanden sich darunter Labroche, Galand, Bliche! Combat und seine Frau, die in dem allgemeinen Enthusiasmus ihre kalte, strenge Ruhe bewahrt hatte. Cadet Tricot wurde in seinem Berichte über die Schlacht nur von den Fragen Jenny'S unterbrochen. Sie war zwar gewachsen, aber zart wie eine Fee geblieben, deren starker Geist in dem schwäch- lichen Körper rastlos arbeitete. Santerre befand sich nicht hier; er kontrollirte die Posten in der Stadt. Aber man erwartete ihn, da er sicher bei der Feier nicht fehlen würde. Gegen zehn Uhr kündigten die Rufe:„Es lebe da» Volk! Es lebe Santerre!" seine Ankunft an. Die Menge theilte sich, um ihn durchzulassen. Er war nicht allein, sondern in Begleitung des von der Versammlung um acht Uhr zum Justizminister ernannten Danton. Dieser kam, um seinen Vorstädtern einen Besuch abzustatten. Mit seinen breiten Schultern schritt er selbstbewußtiund stolz lachend daher. — Ich bin auf einer Kanonenkugel inS Ministerium geflogen, ich will, daß die Revolution durch mich zur Herr schaft gelangt, sagte er zu den Andern, und dann noch: tch würde zu Grunde er zu Durch"Euch" bin ich stark geworden, gehen, bliebe ich allein. Man zeigte auf ihn und sein Name war in Jeder- mann» Munde. Ich kenne ihn und möchte ihn sprechen, komme mit, Cadet, sagte die kleine Jenny. — Eine wahre Pattiotin! sagte Santerre, auf die Kleine zeigend; sie war mit bei dem Sturme auf die Bastille. Da« Kozialisteagesrtz. Wie man der«Magd. Ztg." aus Berlin b-richiet, i>t es zweifellos� daß die Reichsregierung die Angelegenheit des Sozialistengesetzes in ralchem Zuge zum Austrag zu bringen entschlossen ist, und daß in erster Reihe deshalb eine Berufung des neuen Reichstages etwa einen Monat nach der ertolgten Neuwahl erfolgen wird. Einstweilen darf als zutreffend angesehen werden, daß über das Sozialisten- gefetz ein Meinungsaustausch zwischen den höchsten maßgeben- den Stellen stattfindet, dessen nächstes Ergebniß eine Ver» ständigung zwischen den verbündeten Regierungen sein soll. Nach dem Ausfall dieser Verembarungen wird dann die Frage entschieden werden, in welcher Form der Entwurf dem Bundes- rath beziehungsweise dem Reichstage zugehen wird.— So ungefähr wird die Sache ja wohl verlaufen. Die endgiltige Ent- scheidung wird aber wohl davon abhängen, wie die Wahlen ausfallen. Detttfchfrristttttig-r Wahlaufruf. Das Zentral- Komitee d-r deutschfreifinnigen Partei erläßt statt der bei früheren Wahlen allein von ihm beliebten Aufforderung zu Geldsammlungen für den Wahlfonds diesmal einen lang- athmigen Wahlaufruf. Wir enwehmen diesem Wahlaufruf, der bezeichnender Weise von dem Oderbürgermeifter von Forckenbeck, dessen Amtsperiode bekanntlich in diesem Jahr« abläuft und der bei einer Wiederwahl der Bestätigung der Regierung bedarf, nicht unterschrieben ist, folgmde Stellen, welche die politischen und wirthschaftlichen Forderungen des DeutfchfreifinnS enthalten: «Als die zunächst(im Reichstage) in Angriff zu nehmenden Gegenstände erachten wir: 1. eine anderweitige Ordnung des Reichshaushalt«, welche dem Reichstage die gebührende, allein die Jnnehaltung der nothwendigen Sparsamkeit sichernde Einwirkung auf die Bewill'gung und Verwendung der Einnahmen und damit auch die Möglichkeit gewährt, für wirklich noth- wendige Ausgaben die erforderlichen Mittel verfügbar zu haben; 2. die Erleichterung der— der Bevölkerung ungemein große persönliche Lasten auflegenden— Wehrpflicht durch Einführung solcher Einrichtungen in der Ausbildung der Mannschaften, welche ohne Schädigung der KriegStüch- tigkeit eine Abkürzung der Dienstzeit ermöglichen; 3. die Beseitigung bezw. Abänderung derjenigen Zölle und Steuern, welche den nothwendigen Lebensunterhalt ver- theuern oder gewissen Klassen besondere Vortheile ge- währen und die Rückkehr zu einer Zollpolitik, welche durch feste Tarifverträge dem Handel und der Industrie einen lohnenden Verkehr mit allen zivilifirten Ländern sichert und sie vor einseitigen plötzlichen Zollerhöhungen anderer Staaten möglichst schützt; 4. die Beseitigung des Sozialistengesetzes; die Sicherung der Koalitionsfreiheit unter völliger Gleichberechtigung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer; 6. die reichsgesetztiche Regelung des Vereins- und Verfamm- lungSrechtes insbesondere zu dem Zwecke, allen erlaubten Vereinen nicht bloS freie Bewegung, sondern auch eine gesicherte rechtliche Grundlage zu geben; 7. eine ausreichende Arbeiterschutz-Gesetzzebung;(WaS heißt ausreichend? Red. d. ,,B. V.") 8. auf dem Gebiete der Ärbeiterversicherung: Erhaltung, Stärku-'g und Weiterbildung der in ihr liegenden Keime freier Organifattonen, damit dieselben allmälig an die Stelle der j-tzizen ZwangScinrichtungen treten können. Daneben Pflege und Unterstützung aller aus den K-eisen der Betheiligten hervorg-gangenen freien Vereinigungen, Genossenschaften, UnterstützungSvireine u. f. w.; v. die Erhaltung der Gewerbefreiheit und der Freizügigkeit; 10. die Herstellung wirksamer Garantien für die völlig frei« unbeeinflußte Ausübung des Wahlrechtes und die Ge- Währung von Diäten an die VolkSoertreter; II. die Verbesserung der Sirafprozeß-Ordnung, insbesondere verstärkte Bürgschaften für die gleichmäßige unpar- teiische Handhabung der Strafverfolgung, die Gewährung von Entschädigungen an die durch die Strafver- folgung zu Unrecht Geschädigten, die Verschärfung der Verantwortlichkeit der Beamten, namentlich die Siche- rung de« Ersatzes für die durch gesetzwidrige Ausübung der Amtsgewalt herbeigeführten Rachtheile; 12. zur wirksamen Geltendmachung de« gesetzlrch zuständigen Einflusses des Reichstages aus die Reichsregierung: die Durchführung der Verantwortlichkeit de« obersten Reich«- Beamten. Wenn der Reichstag bei der Verfolgung dieser Ziele von der Zustimmung der deutschen Nation getragen wird, so werden auch die verbündeten Regierungen auf die Dauer dem Ver- langen nach diesen Reform! n nicht widerstehen können. In dem vollen Bewußtsein, daß wir in Treue zu Kaiser und Reich da« Beste de« deutschen Volkes erstreben, treten wir vor die Wähler und fordern sie auf, mit Eifer und mit fteu- diger Zuverficht für freisinnige Wahlen einzutreten und sich un« thätig anzuschließen, auf daß aus dieser Wahl eine Vertretung hervorgehe, die das deutsche Volk nicht nur nach Außen macht- — Wahrhaftig, erwiderte Danton, ich kenne sie wohl. Hat sich Dein Handel mit den Steinen gelohnt? — E« geht an, mein Herr! es giebt darin zu viel Konkurrenz, aber die Kokarden werfen noch etwas ab, so daß ich meinen Eltern nicht mehr zur Last falle. Erlauben Sie, daß ich Ihnen meinen Freund Cadet vorstelle; er ist e«, der damals den Stein trug. Ich versichere Ihnen, daß er sich heute ausgezeichnet geschlagen hat. — Ah, Ah! sagte Danton. Er zog den Burschen an dem Kragen seine« Rocke« fteundlich an sich und sprach dann zu dem ihn umgebenden Kreise mit markiger Stimme: — Jetzt braucht man nicht mehr in Paris zu kämpfen, wohl aber an der Grenze. Die Preußen marschiren auf uns und wollen uns Furcht einjagen; jeder Bürger, der fähig ist, Waffen zu tragen, muß ihnen entgegenrücken. Heute haben wir nur die Mitschuldigen der Fremden besiegt, morgen müssen wir diese selbst vernichten. Du hast Dich gut geschlagen, mein Junge, nun wohlan, mache Dich auf den Weg. Du hast gewiß in Deinem Dorfe eine Mutter oder Schwester, Du hast Deine kleine Freundin, sage Dir selbst, daß Du sie vertheidigen mußt. Sage Dir, daß Dein Blut, wenn Du verwundet wirst, für sie fließen wird und daß sie, wenn Du stirbst, auf Deinen Tod stolz sein muß, denn Du bist für das Vaterland gestorben... Ihr Alle, deren Arme ein Gewehr, einen Säbel oder eine Pike tragen kann, wißt, daß die Republik Soldaten braucht und daß sie auf Euch zählt. In acht Tagen darf eS hier nur noch Feiglinge geben, die verdienen, von den Frauen ausgelacht zu werden, oder Verschwörer, reif für das Beil des Henkers. Zu den Waffen Bürger, zu den Waffe«, damit die Niederlage der Fremden den Sturz der Tyrannei besiegelt. Danton ließ Cadet los, der sich ganz betäubt an die Seite seiner Freundin begab. — Was denkst Du davon— fragte er sie, willst Du, daß ich mitgehen soll. Da» kleine Mädchen sah ihn mit ihren großen thränen- vollen Augen an und fiel ihm um den Hals. — Cadet, sagte sie, Du mußt fort! Ich liebe Dich!... und glanzvoll hinstellt, sondern auch in würdiger Weise dem deutschen Volke semen Platz unter den der Freiheit theilhaftizen Völkern sichert. Herr». puttkawer hat am Freitag Abend in Stolp seine Kandidalenrede gehalten. Die«Post" bringt darüber einen lanaalhmigen Bericht, dem wir folgende k asstsche Stellm über die Sozialdemokratie und da« Sozialistengesetz entnehmen; .Herr v. Puttkamer sprach dann über da« Sozialistengesetz. Er habe an der Handhatung desselben ganz bedeutenden An- theil nehmen müssen. Er habe nilbt geglaubt, es so ausführen zu müssen, alt ob es mit Rosenwasser besprengt wäre. Seiner Auffassung nach sei schon das bisherige Gesetz nicht streng genug gewesen. Die konservativ« Partei habe den richtigen Standpunkt gehabt, wenn sie da« Gesetz für zu milde gehalten habe. Natürlich sprach sich Herr v. Puttkamer ent- schieden auch für die Ausweisungsbefugniß au«, ohne welche das Gesetz ein Messer ohne Klinge und Griff werde. Die Konservativen haben in dem Schweigen der Regierung eine Anerkennung ihres Standpunktes erblick�. Sie seien weit entfernt, die Verantwortung für das Nichtzustandekommen de« Gesetze« abzulehnen. Di« Nationalliberalcn seien ihrer Natur nach nicht geneigt, sich für entschiedene Beschlüsse zu begeistern(Heiterkeit) ganz zuver- lässige Stützen einer konservativen, zielbewußten und monarchi- schen Regierung find sie nicht, das find allem die Konservativen. Nach einigen Angriffen gegen die freisinnige Partei meint« Herr von Puttkamer, wenn nicht alle Anzeichen trügen, so sei gerade keine Aussicht vorhanden, daß der nächste Reichstag der Vor- läge ein freundlichere« Gesicht zeigen werde, der Reichstag, der jetzt bestand, war der günstigste. Es könne also sein, daß wir ohne das Gesetz leben müss'n. Da sei die Besorgn'ß nicht ausgeschlossen, daß««statt des kleinen de» große De- lagernngsznstand eintreten müsse, statt de«§»8 die Kanone«. Alsdann malte Herr von Puttkamer die Sozial- demokratie als eine entartete Tochter de« allgemeinen Stimm- rechts, als«ine internationale vat-rlandslose Partei ab. Syste- matisch und prinzipiell müsse der Sozialdemokratie das Rrcht der Existenz in jedem geordneten Staatswesen abgesprochen werden." Gin Kandrath gegen de« ander». Die Kartellbrüder im Kreis« Lrssa wollen den Landrath in Lissa als Reichstag«- kandidalen aufstellen, die Kartellbrüder im Kreise Fraustadt meinen, daß, wenn es schon für Fraustadt-Lissa ein Landrath sein müsse, nur«unser" Lindrwh, nur der Landrath in Frau« statt, da« Recht habe, als Kartellkandidat aufzutreten. Die Entscheidung soll in Lissa stattfinden. Was geschieht nun? Es bildete sich in Fraustadt ein kartellbrüderlicheS Komitee, bestehend aus dem KceiSsekretär, dem Kreisschulinsp ktor und dem KreiSren bauten, welches die Fraustädter Kartellbrüder auffordert, in Massen nach Lissa zu reisen, um zu Gunsten«unsere«" Landratht die Lissaer Kartellörüder mit ihrem Landrath nieder- zustimmm. Um der Aufforderung noch größeren Nachdruck zu geben, wird in dem Aufiuf de« KreiSsekretärS freie Eisenbahn- fahrl nach Lissa zugesichert. Jetzt fehlt nur noch, daß die Lissaer den Kartellbrüdern für den Lissaer Landrath freie Zehrung, Bier und Butterbrot oersprechen in der Vertrauens- männerversammlung. Nach einer weiteren Meldung haben die Kart'llbrüder m L ssa den Landrath v. Hellmann daselbst a'S Reichstagskandidaten aufgestellt Mit dankeuswerther Offenheit hat ein konservativer Großgrundbesitzer bei einer Versammlung am Sonntag in Riesa als Hauptgrund gegen die Verminderung der Zölle und in- direkten Steuern angeführt:«Meine Herren, dann müßten wir tiefer in unseren Säckel greisen." Gine« eigenartigen Beitrag zu der gepriesenen Für« sorge der jetzigen Regierung tür die arbeitenden Klassen liefern die Lohn Verhältnisse der Strecken- und Rangiraibeiter im E isenbahndirektions bezirk Bromberg, welche die«Freisi Zeit�." mittheilt. Ein solcher Streckenarbeiter erhält bei dem Betritt amt Schneidemühl oder Kreuz a. d. Ostbahn«inen Tagelohn, der zwischen 140 M. und 1,75 M. schwankt. Der Arbeiter, der tagsüber in Arbeit unterwegs ist, giebt mindestens 0,75 Mark auf Zehr kosten aus. Danach bleibt ihm zur Erhaltung von Frau und Kmdern, sowie zu sonstigen Aufwendungen für seine Person täglich der Betrag von einer Mark oder auch von ganzen fünfundsechszig Pfennig. Antläge auf Erhöhung de« Lohnes find noch immer mit dem Hinweis abgelehnt worden, daß man andere Leute noch billiger bekommen könne, auch sollen, wie uns aus Schneidemühl berichtet wird, die Petenten jeder mck 25 Pf. dis»'pl>norrsch bestraft sein. Moderne Völkerwanderung. Die überseeische Au«- Wanderung au« dem Deotichen Reich betrug im Dezember v. I. 2857 Pe'ionen gegen 2696 im selben Monat 1888. Im ganzen Jahr« 1889 wanderten 90 259 Personen aus gegen 98 515 in 1888. An der Auswanderung sind betheiligt Preußen mit 57 957, Bayrrn mit 10 536, Württemberg mit 5629, Baden m't 3616. Sachsen mit 2367, Hessen mit 2011, Hamburg mit 1756, M> cktenburg-Schwerin mit 1226. Oldenburg mit 1223 Köpfen; die übrigen S aaten sind nur mit geringen Zahlen vertreten. In Preußen stellen W stpreußen und Posen mit je über 10 000 und Pommern mit über 8000 Auswanderern das Haupckontmgent. hatte. Es waren die Worte, die Jane zu Henri gesprochen Die Bourgeoisie und das Volk, wenn sie auch durch die Verfassung in zwei Lager gespalten wurden, vereinigten sich doch in der Liebe zum Vaterlande und im Hasse gegen den Feind..... Am Morgen des 15. August versammelten sich die Freiwilligen der Vorstadt St. Antoine auf dem Bastilleplatz. Ein patriotisches Banquet, dessen Vorsitz Santerre und zwei Mitglieder der Kommune führten, erwartete sie.— Doch war die Zeit der Ruhe kurz. Man sprach wenig. Beim Nachtisch erhob sich der Brauer und brachte eine» Trinkspmch auf das Volk aus. — ES lebe die Freiheit, es lebe das Volk! riefen die Freiwilligen. Dann warfen sie ihre Ranzen über, umarmte» ihre Angehörigen und marschirten, die Marseillaise anstimmend und vom Volke ein Stück begleitet, davon. Die Kompagnie, der Cadet Tricot angehörte, zählte un- gefähr zweihundert Mann; die meisten gehörte« Familien an, die ihre Söhne mit einer gewissen Eleganz ausgestattet hatte«. Sie trugen weiße Hosen mit röthlichen Streifen. Ihr Lederzeug, das sich über ihren blauen Röcken kreuzte, glänzte vor Frische und ihre Tschako» saßen keck auf dem Kopfe. Henn Lenoir hatten sie zu ihrem Kapitän gewählt. Die Anführer mißachteten die Theorien der militärischen Schule und die Soldaten hatten ihrerseits nicht die geringste Ahnung von Disziplin. Sie hatten sich Alle equipirt, ohne von dem Vaterlande etwas dafür zu ver- langen; die Wohlhabenden auf ihre Kosten, die Armen auf Kosten der Wohlhabenden. Nach dem Solde frug Keiner, denn der Krieg war nicht ihr Handwerk, sondern eine Noth- wendigkeit. Nach seinen Kräften wünschte Jeder das Seinige zur Rettung des Vaterlandes beizutragen, und an Stelle des Ehrgeizes herrschte die Begeisterung. Die Soldaten ge- horchten ihren Offizieren, weil sie sie erwählt hatten. Sie marschirten zehn Stunden täglich. Des Abends gaben ihnen die Bewohner der Städte oder Dörfer ein Abendbrot und des Morgens, bevor sie ihren Marsch fortsetzten, exerzirten sie. Vertag««« de« Kkgeordnetenhans»«- konvent dtS AbaeordnelenhauseS ist Sonnabend W* geworden, die Vertagung der Sitzungen vom 19- bruar in Vorschlag zu bringen. » Kergarkeiterbewegung. Essen» 2. Fcvruar. Dt« beut« Vormiiiag hier stattgebabir 4 Versammlung der Bergleute von Rheirland unbM v°,n etwa 100 Personen besucht. Nach der-Rse»' falischen Zeitung" wurde folgende Resolution gl „Dm von dem Verbandsvorstande gestellte Forda»| Lohnerhöhung von 50 pCi. ist nicht zu f'* � «ohung soll so verthiilt werden, daß der e'?e£A0.utr4"'cht unter 5 M. beträgt. Die 3% ---— /a-JCijCi•«r m?...... v or.. pjflsO T .-Jtafisfte 3 M von Rieh " dem dortiQ TO,«eil dir ,-lmdidoten V taitttalso; An de«„Waßl den Hl achtstündigen Schicht inkl. Ein« und"Ausfahrt erhalten." Diese Resolution soll den VrznlMssl. il inciu UUUll fUU w*u-vo»*—-.,;k zur Begutachtung vorgelegt werden.— Esch wen'd t. 4. ri.�i.1..t. ti__ 1 ntlfl l r jh§ 3 d -Wahlvereint ÄT» Pm sei, fön Wwillige B bruar. In der heute stattgehabten Versammlung leute de» Schachts„Nothberg" wurde beschlossen, A«, die Arbeit einzustellen, weil die von den-js stellten Forderungen von der Direktion nicht gene« u» Zar heutigen Frühschicht sind nur noch 17 H«»« VjH Am Montag soll auch in Alsdo.f eine Arteiterven«�! stattfinden.... nl Ueber die englische Arbeiterbewegung. 99 um«, der bekannte Leiter de« großen DockardM. London, in einer Erklärung an die amerikanischen»' in der dortigen Arbeiterprrsse pudlizi t wurde,%,.' den interessanten Ausschlüsse:„Das soeben abzeW'>- war für die Arbeiter in England das bedeutendste � In der Stadt London allein haben 300 Gewerkschalt z Arbeitszeit und höhere Löhn« erhalten und«rbieuen � jetzigen Arbeitsgebern eine Besserung ibrer Lage- � Personen, Männer und Frauen, wurden währenv�� den Reihen der organifirten Arbeiter einverleibt. Monaten wurden der Organisation der G' Mitglieder zugeführt, und ihre Arbeitszeit Löinen— von 12 auf 8 Stunden per T< Bäcker, welche früher 90 und 100 Stunden betteten, arbeiten jetzt 60 Standen pro Woche«m.»„. zahlung. Es ist die« eine Folge ihrer DrgWo- Hafen von London muß j tzt j-der Ardeiter, Fuh-wa jM, sV ükas ein Mitglied seiner Union sein, wenn er Arbeit btk-vtU�- Die Ardeiter frauen nehmen sich an den Männern gf und ihr Bestreben geht dahin, für sich und ihre>*». besser- Z iten herd-iiusühren."«i!»' N»m„Achtstündigen Arbeitstag" Gruna der Beschlüsse de« Pariser internalionalen w Etz imm., 5 j« Z.�ch�niedrrzesrbtrri Exekuüvkom.tttS)� � � - t'i SS ist ort o-�.ichnete Mitglied Rftj "tdolut eines Mr.®"*'« Mmnte Ei, ZSnl R»Sltedern l h'Nini, auf Q �er 1878 o � Sojialdei Ä' fc 25. v. M. die 2. Nummer erschienen. � Dieseibe einigen kremel en Notizen nnen Artikel Uder P iiM tnf. K in Frankreich" von G. Devrlle(Pari«), ferner ei�z, der den Achtftundenarbeitstag unter dem T'tel t w sondern Mittel" behandelt, von F. Dom-la Nieuwer�,�% � ootn wie ausführliche Mittheilungen über die englische Äs., u N Mich,, srij, gung, Von nun ab wird da« Blatt�regelmäßig%0 m erscheinen. Wir empfehlen den„Ach> stund ige» wärmsten« zum Abonnement.(Rrdaküon und E. Wullschlager, Basel, Sp rlenvorstadt 3.) Ueber die Freqnenz der Strafanstalt" „Justiz Ministerial-Blaii" folgende Zusammenstellung letzten 8 Jahren: Die Gesammtzahl Jahre 1881-82 in den preußischen and st ung d (nt führen «WM« - IUDMWC.I aj 1CV ch- WOtttöm Ä gewesen find, betrug 620 404; 1832/83 wurden 5831°'', 9 S 1895/86 482 669,_ 1886�[k 547 930, 1884/85 512 355 1887,88 451 149 und 1888/89 384 927 gezählt. Die. von Jahr zu Jahr ist also nur einmal im Jahre tKl°s die M eine geringe Steigerung unterbrochen worden. 1881/82 ergiebt sich binnen 7 Jahren im Jahre Abnahme um 235 477 Köpfe oder 38.0 pCi. Di« war im letzten Jahre mit 66 222 Köpfen oder IV bedeutendsten. Di« tägliche Durchtchnitisbeleaung*«%,"1, 1.! 1 An« Sachsen, 2. Februar. Im gemüthlichr"' Wki�'�'ssor wird'« anläßtiiy ver R-ichstagSwahl immer gemüthlich��/tV» k,%ss(n I« aenua. daß die Büraermerster von Meerane und genug, daß die Bürgermeister von_________ Wählerversammlungen oerbieten, in welchen nicht Meerane und * UN 3 �Ndor In dem Maße, als sie den Grenzen näher ka»�' hitzte sich ihr Blut. — Longwy ist gefallen. Die Preußen belagern� di In 14 Tagen werden sie vor Paris sein!. Mi hj und Die Tambours trommelte« und man beschleuntö i das i Marsch., — 2Bir wollen auch bei dem Feste sein! ML f � c jungen Leute, und meinten damit den Kampf 0�»% dn kriegsgeübten Truppen der Fremden..(t Mtion i-ü301 Eines TageS rastete man in ChalonS, von wo den Marsch nach Argonne fortsetzen wollte, wo � e l e a der Oberbefehlshaber, seine Kräfte vereinigte. ist ein Stückchen Land, das ganz mit Bäume« bepsto In weiten Zwischenräumen zwischen vier Reih� wald breitet sich eine Ebene au«, an deren Ende w- Dorf liegen sieht. Hinter den Bäumen ist dann eine Ebene mit einem Städtchen; das Ganze nenn j Der Wald, weil dort mehr Eichen in die Höhe als Getreidehalme. Vor allen Dingen hieß eS jetzt vd marschiren, da eS sich darum handelte, dem ße#- Wege abzuschneiden, durch welche er hoffte in die Chaw» eindringen zu können. Kaum hatten die Freiwillig� Meilen auf einem schlechten, von Buschholz eiogo Wege zurückgelegt, als eS zu regnen begann. richtiger Sommerregen, anhaltend„straff wie Bi-, ,-»>au� der prasselnd auf die Käppi'S herunterstürzte. Kelch,- Henri, der an der Spitze de» Zuges marfchirte, h sich um und befahl:«z Z» Die Gewehrkolben unter die Röcke gesteckt->>[tf�ttiai Man schützte dadurch die Flinten und marsch' M weiter S-1 SM Des Abends rastete man in einem Pachthofe. Die aufg' Haare der Leute hingen bis über die Siockkrage«'s*/ st» ha, Kleider hatten ihr Gewicht durch die Nässe fast» Die auSgefranzten Hosen sahen wie Lumpen auS und Stiefeln schwamm das Wasser. Aber man lachte darüber. (Fortsetzung folgt.) >1 rs» Mien. m.ii Wahlverein die Sammlung vor n vom �nbTnbffl« i der ,WWrSJ olution angn>� tellte Ford-M» %S� Die Fmt«Z uZfahrt«>rd™ ■u-"""'»rn«zahlverein die Sammlung c«* v fr'..?"1 dieselben für die Wahl eines sozwldcmokrat.. Essen d. V Ämbiboten Verwendung finden. Die« famose Sch 1 stattge�Mw.. also: rsammlung--j !V'*$ nicht geneivP- 17 Hauer tn . Ard-iler-as«� An den Vorstand dtt„Wabsvereins für Riesa vnd Umgegend den Handarbeiter Herrn Karl Matthe» SU Riesa. _3r§ 3 de«««" Ckt"— eingereichten Statuts des □ 3 des von Ihnen .Wrhlvemns für Riesa un» wmgw">u»-,»»»»>», asfahrt«n-»?«»°°n den Mitgliedern sowohl ein Eintrittsgeld von Bezirk-oer-«� als auch ein Wochenbeitrag vc-" m(*" Eschwt«l"'ü xden!ei, sowie daß derKasstrer Kerechtii rfnmmluna WLi sreiwilllge Bnträze entgegen zu nehmen. Li ist ortskundig und Sie selbst haben vor dem «itinerchneten Stadtrathe an Amtistelle erklart, dah «>!! � 0�d der sozialdemok atischen Partei seien und !»>??' daß der von Ihnen begründete Wahlverern «i der demnächst statifindenden R.ichiiaz-wahl dr« Kan. watur eines Sozialdemokraten unterstützen, werde. ._"BoS t« k-—.«a..».-■ I i! W terletbl.®1"1 ; Gaiarbntt' ä s r Organil-«� tännern«'n nd ihre M — v.u..9 von sozialdemokratischen Bestrebungen und S!,t, i!nen den zur Zeit hier noch unbekannten Müdem des Wahlvereins für Riesa und Umgegend M°uf Grund von§ 16 des Gesetzes vom 21. Ok- Segen die gemeingefäf Sozialdemokratie untersagt. Km"w S« d-««-»»»»>'» »5!"�>chn»ten StadtratbS aufmerksam gemacht. "tusch den 24. Januar 1890..... Der Stadtrath. d„ m(gezeichnet) Klötzer. Cla\u"ß des Sozialistengesetzes noch rm Landtage zu 8ttt fuhren. jI lDj. Gesterreich Unsar«' KFSrt.il dl. Januar. Endlich kommt eiwi MTfUchte«~- 1'(Ocg-n lionalen»"V kmiWA iefeibe«n'?i Iber„Die einer -SchKWL Ä und wer ei-«»™ gi,,. iy eiwas mehr Licht in Ä rÄ it- tz JJe erbvh. ndach Vne, nbarungen getroffen, nach welchen könne von ihr versicherte, daß die ihr angetragen eren Löhnen ieser Erklä Gefangen� M»te sich der Arbeiter ein- große Erbitterung; st- ni. � b*C!%fdptf und Marienberg und zertrümmerten Maschinen zu zerstören. 9et'Ä�lipel c. Italie«. M" pCr. Die. i oder Ich' T'mf 7 26 9 Ich so in -cht so. steriumSdet i, 131 006/ 1" e beträgt hlchnittriche zCr.-u Lag-, 1880/81 bl«d r rft eme Zahr 188?/' hat. nüthlich� zemüthli»� TnStfa zu zerstören «fei,, cv. Schweiz. �erfoff,.-."' Der Kanton Bafel-Siadt hat heute »ien k.t 9. uut der darin enthaltenen Bestimmung kl° die Wahl der Reginung durch da« Volk zu ,1' ' belagern beschleunigte fein! sagte» itamps gegen »Ott wo auf , wo Dum" "gte. S'&r wen Bepßa ''er Weiten ett Ende ntan ist dann n-a- ?anze nennt "e Höhe ff es setzt vor .dem Feinde '« die Chi-**• Universität find neuerliche „Ion"/ vorgekommen. Die Mediziner am Jesu«» ".z.. peolestirten gegen die Anwesenheit de« Militärs b./U der Klinik und rissen ungeachtet den Ab- olo. ��frfforsi den Polizeibeamten die Schärpen >»n vi.ia. entstand ein Zusammenstoß mit der « W iJi? rel Üdoch zu keinen ernsteren Thätlichkeiten an Prostssor sich für die Ordnung verbürgte, %t,„.""'chaft da« Hospital sowie die Zugänge des» löl. zx. demrjche Rarh debarrt auf Schließung der i der den früheren Demonstrationen verhafteten », i q!n,en Montag vor Gericht. oedruar. H ute Abend versammelten sich gegen Mi,-,..'"ch.Hofe der Univerfilät, um die angesichts » Äinf.S'tt opel zu beobachtende Haltung zu berathen. "chlvir,�? Ferri die Studenten zur Ordnung ermahnt : Ä.f,!."«'«r eine Tagesordnung, in welcher sie sich "'sien der Univerfilät von Neapel durch Polizei« ' ausspracht. «..ckebruar. Die„Agenzia Stefani" meldet aus eneral Ocero ist nach glücklicher Beendigung nach Adua wieder auf das ___.,ur„. zurückgekehrt. Die italienischen .".den besten Eindruck in Adua hinterlassen. Die '""w das 4" �'«"8 Aaua'S gaben denselben noch eine Sßvnk �roßbrita«ni-«. k.02. wird der„Voss. Ztg." geschrieben:„Ende .sttrr dsa'h'en fast alle deutlchen Blätter einen(der ».«n r,>,°"?f'uen Korrespondenz" entnommenen) Bericht »ttn« dle„Ervffnunk" einer„internationalen �el. auaechistischer und revolutio- , �eii,'P JÜ»....... �cero rp na« B Bitte n" im„Jnternatio aalen Sozialistenklub" on W).~■-■——-- pteiniaxge* /Dlh»",,»«... eiog' in"' wie e. narschirte, .rtS»-- -.DieaM. Ä"°°Ä! au« und>" ? storivenu®s sollten dem Berichte zufolge auf ». �ereini." dw meisten europäischen Länder, sowie t««n hil rn" Staaten vertreten sein. Em Holländer, . L Dubni./ s>den, habe den Lorsitz geführt, und ein »"i'ziisnik.r- Bleich»u Anfang der Sitzung als de- Ii&? 1 mrt Schimpf und Schande hinausgeworfen l'i« doen� Boer Anarchist„Stove" habe erklärt, daß "läg�langnss anstatt auf die Monarchien gegen die 1 foztni? J ,en.enüffe u. s. w. u.s.w. Dieser Bericht hat m �»istii.� uonären Kreisen große Heiterkeit und leb« Ußon"ein erreat. st mar batt« etwa« AebnlicheS schon am _ ZW dem beigemessen. E,n schlechter Reporter. »in Scherz, den man sich mit einem '«££&& Ä ifb.' ernoti.lÄoho Cq aare und nächste Umgebung) wevir >/ Uu-alen Sozialistenklub", noch überhaupt iigmd von. So iialrevotuttonären. Diese haben— "Ud in Betracht kommt— ihre Klub« und nohmslo« in dem Dreieck zwischen i?t4.5>bei,�'"-*otltnham Court Road, so der„Kommu- Sl,? Ai>�I?'ldung«verein in Toltenham Street, die �>it.?„ver»ini i" C ipstone Street und Mortimer ?de?'-chen/ �Bten Skandinavier in Rathebone Place, die �'ii,,'? ÄtnWn"Lwie"), französischen und russischen An« �«kewJ Street. In vielen Kreisen aber ist von »t. zsslienen„internationalen Konvention" durchaus einf«* M dem phantasiereichen Berichte erwähnten 'och erfunden, aber nicht etwa als Decknamen N» Die russische Nihilistin Jranow per Chic rgoer Stone, der Hamburger Anarchist K echt, der Holländer van der Weyben, die Franzosen d'Acdenne, Madame d'Aigrigny und der bezahlte Polizisspitzel Dubais— sie alle find nichts als die EintagSkinder menschlicher Einbildungskraft, und da« Ganze war blauer Dunst." Frankreich. Paris, 1. Februar. Die Geschäftsordnungs-Kommission verwarf den Antrag RaynalS, nach welchem ein bestimmter Tag zur Berathung der Jaterp llationen reservirt werden soll; dieselbe verwarf ebenso den Antrag Reinach's, welcher verlangt, daß jeder Deputirte, der nach Verhängung der zeitweiligen Aus« fchließung sich weigern würde, den Saal zu verlassen, bis zum Schliß der Session ausgeschlossen werde; dagegen wurde be« schloffen, die Ausschließung ia solchen Fällen auf 30 Sitzungen auszudehnen. Di« Subkommission de« 11. Bureaus beschloß, den Antrag zu stellen, daß die Wahl de« Kommandanten Pico, des Gegen kandidaten Ferry's, ungiltig erklärt werde. Pari«, I.Februar. Dem Joumal„Paris" zufolge er- scheine es gewiß, daß da« Ministerium noch einige Tage im Amte bleiben werde, wenigsten« bis die Ernennung ConstanS zum Gouverneur von Algier erfolgt sei; dann werde sich«ine natürliche Veränderung vollziehen.— Wie die„France" meldet, theilte Tirard in dem Heulinen Mmisterrathe mit, daß er in Vertretung de« abwesenden Minister« ConstanS den General- prokurator und den Polizeipräsekten beauftragt habe, die täglich wiederkehrenden Störungen in den Wahlversammlungen mit allen Mitteln zu verhindem. Pari«, 2 Februar. Der Ingenieur Decruville, ge« mäßigtet Republikaner, ist heute zum Smator für das Departe« ment Sein« et Oise mit 688 Stimmen gegen 609, welche auf den Radikalen Goudchaux fielen, gewählt worden. Pari«, 2 Februar. Heute Morgen fand in der Nahe von Lille ein Duell zwischen dem Marqui« Mores und dem Dep rtirten Dreyen« statt. Dasselbe war die Folge eines Ariikels von Dreyfus in der„Natron":„Gegen die katholischen Edelleure, welche Jüdinnen heirathen." DreyfuS erhielt einen Schuß in den rechten Oberarm. Die Kugel wurde sofort entfernt: da« B-fiuden des Verwundeten ist zufrieden. stellend. K-lgie«. Brüssel, 1. Januar. Der Streik in den Gruben der Compagnie LenS" ist beendet. R«ßla»d. Die Abfchlachtung sibirischer Verbannten in JakutSk wird von der Londoner„Times" immer noch zum Gegenstand von Untersuchungen und Eröctemngen gemacht. Es waren neuerdings briefliche Mitihnlungen eingegangen, wonach die von osfisiöser russischer Seite demeniirten Meldungen über ein scharfe« Vorgehen der sibirischen B.Hörden gegen die Verbannten auf Wahrheit beruhen. Die„Times" bestätigt diese Nachrichten und fügt die Beschreibung des Schein-Kriegs- gerichtS hinzu, welches auf falsches Zmgniß hin Tod und lebenslängliche Haft verhängt habe. Der Gouverneur Ostaschin sei nicht bestraft, sondern im Gegentheil befördert worden. Amerika. Aus Chicago, 29. Januar wird berichtet: Vor einiger Zeit wurde der städtische Geheimpolizist CjarleS Nordrum wegen thätlichen Angriffs auf emen Arbeiter verhaftet, kam aber mit einer Geldstrafe frei. Der Angriff war völlig unprovozirt, und die Ausschüsse mehrerer Gewerkoereine ersuchten den Bürger- meister, Nordrum'S Entlassung zu bewirken. Jetzt heißt es, der Detektive habe, damit die Gewerkoereine nicht weitere Schritte gegen ihn unternehmen, sich erboten, ihnen einige Miltheilungen über die Operationen der Polizei unter den Anarchisten zu machen und zu beweisen, daß einer der Hauplsührer der Anarchisten in Wirklichkeit im Solde der Polizei stehe. Nordrum produzirte 14 Berichte diese« Polizeispion«, in welchen die ganze Thätigkeit der Anarchisten während der letzten zwei Jahre dargelegt wurde. Der Name diese« Spion« ist Henry Dan« meyer und dieser war einer der heißblütigsten Anarchisten, welcher sogar die Ermordung der Richter Gary und Grinnell vorgeschlagen hatte. Für seine gesammte verrätherische Thätig- keit bekam Danmeyer 60 Dollars monatlich von der Polizei. Die Sozialisten besitzen jetzt sogar die Quittungen über den Empfang dieser Summen. Im Polizeidepartement Chicigo« herrscht große Bestürzung, und die Angelegenheit wird unter« sucht werdm. Devsammlnngen. Deutschfreissnn«nd Sozialdeurokratie. In emer gestern Abend in Feuerstein'« Salon, Alle Jakobftraße 75, stattgehabten öffentlichen Versammlung de« fortschrittlichen„Berliner Albeiterverein«" kam e« wiederum zu einer s-hr lebhaften Aus- einandersetzung»wischen den Deutschfreifinnigen und Sozial- demokraten. Rechtsanwalt A. Perl hielt einen längeren Vor- trag über die bevorstehenden Reichstags wählen. Nachdem der Redner einen Rückblick auf die Thätigkeit des verflossenen Reichstag« geworfen, bemerkte er: Es steht uns nicht an, in dieser Versammlung Kandidaten aufzustellen, ich will nur be- tonen, daß da« Volk alle Veranlassung hat, Männer der ent- schiedensten Opposition zu wählen. Männer wie Muvckel und Träger, die bekanntlich beide im dritten, bezw. ersten Berliner ReichttagSwahltreise kandidiren, haben durch ihr Verhalten be» wiesen, daß sie echte und wahre Volksvertreter find. Jeder, der es mit dem Volkswohl ehrlich meint, wird solchen Männern seine Stimme nicht versagen können. Allein kein wahrhaft F.eifinniger wird für Jemanden stimmen können, der dre Krondodation bewilligt/oder, nachdem er anfänglich dagegen piotestirt, nicht den Muth gehabt hat, gegen dieselbe zu stim- men. Ein solcher Mann hat den Beweis geliefert, daß er nicht auf der Höhe des Piinzips steht und daß er die Rechte und Freiheiten des deutschen Volke« nicht zu ver- treten im Stande ist. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß, wenn der neugewählte Reichstag au« überwiegend oppositionellen Elementen besteht, er sehr bald aufgelöst wird. Die große Mehrheit der Wähler Berlins wird sich aber, beb bin ich gewiß, in keiner Weise beirren lassen, sie wird an ihren Kandi« baten festhalten, und wenn sie mehrfach an die Wahlurne treten muß.(Lebhafter Beifall.)— Kaufmann Dresdner: Da mir bekannt ist, daß viele Sozialdemokraten in der Verfamm- lung find, so richte ich an dieselben die Bitte, die alte Mähr, die Deutschfreifinnigen haben durch ihre Abstimmung oder Ab- kommandiiung die Verlängerung des Sozialistengesetze« ver- schuldet, doch endlich einmal bei Seite zu lassen. ES kann doch nicht geleugnet werden, daß keine Partei so warm für die Interessen der Arbeiter eintritt, al« gerade die deutschsreifinnige Partei.(Lautes Oho! der Sozialdemokraten.) Wenn die Ar- deiler eine Verbesserung ihrer Lage anstreben, dann können sie da« am besten erreichen, wenn sie den Deutschfreifinnigen bei der bevorstehenden Reichstagswahl zum Sieae verhelfen.(Beifall und lauter Widerspruch.)— Arbeiter Büchner: E« gehört ein gewisser Muth dazu, den Arbeitern zu sagen, sie sollen für einen Deutschsierfinnigen stimmen. Die deutschfreifinnige Partei hat ja im Jahre 1887 durch ihr Verhalten bei den Stichwahlen e«»erschuldet, daß die Kartellbrüder die Majorität im Reichstage erhielten.(Lebhasier Beifall und stürmischer Widerspruch.) M. H, diese Thatsache werden Sie doch nicht ableugnen wollen. Wahrend die Sozialdemokraten bei allen Stichwahlen die Demschfreisinnigen unterstützten, haben die Deutschfreifinnigen in einer ganzen Reihe von Orten für den Kartellkandidaten gestimmt.(Lebhafter Beifall und heftiger Widerspruch.) Ich könnte diese meine Behauptung eventuell durch die amtliche Statistik beweisen. In einem hier ver- theilten Wahlaufruf wendet man sich an die Arbeiter Berlins und schließt mit den Worten:„mit brüderlichem Gruß". Vor einiger Zeit wurde ein Arbeiter, der bei der Berliner städti. schen Verwaltung arbeitete, entlassen, weil er einer Gewerk« schast angehörte.(Hört! hört!) Ein anderer Arbeiter wurde von der städtischen Verwaltung entlassen, weil er dem Ver- gnügungskomitee eines ArbeiterfachvereinS angehörte. Beiden Arbeitern wurde bedeutet, man könne bei städtischen Aibeiten keine Sozialdemokraten gebrauchen.(Rufe: deutschfreifinnig!) Und angesichts solcher Vorkommnisse wagt man es noch, in einem Aufruf an die Arbeiter die Windung zu gebrauchen:„Mit brüder- lichem Gruß". Derartige Wahlaufrufe können auf denkende Arbeiter keinen Eindruck mehr machen. Die denkenden Ar- bester Deutschlands werden sozialdemokratisch wählen.(Stürmi- scher Beifall der Sozialdemokraten.)— Buchbindermeister Kcebi: Obwohl ich nicht alle Handlungen der deutschfreifinnigen Partei billige und mir wohl bekannt ist, daß viele Fehler ge- macht worden sind, so muß ich doch der B-hauptung entgegen treten, daß die Deutschfreifinnigen die Kartellparteien unter- stützt haben.(Beifall und Lärm.) Derartige Unwahrheiten würde ich rügen und selbst wenn sie gegen die konservative Partei vorgebracht würden.(Rufe: Sind keine Unwahrheiten!) Durch Ihr Verhalten stärken Sie blo« die Reaktion, die den Arbeitern alle Lebensmittel vertheuert hat und denselben noch die wenigen politischen Rechte nehmen wird.(Beifall und Widerspruch.) Die freifinnige Partei hat durch Einführung des GenossmschaftiwefinS sehr viel für die Ver- besserung der Lage der Arbeiter gethan.(Beifall und Lärm.) Wenn die Arbeiter die vielen Gelder, die sie zur Unterstützung Streikender aufbringen, zur Bildung von Genossenschaften verwendeten, dann würden sie bedeutend mehr zur Verbisserung ihrer sozialen Lage beitragen, al« durch alle Streiks und sozialdemokrattsche Phrasen.(Lebhafter Beifall und heftiger Widerspruch.)— Rechtsanwalt Dr. Perl: Ich stehe den Sozialdemokraten näher als mein Vor- rebner, allein ich muß den Sozialdemok. aten sagen, daß sie lernen müssen, eine Meinung, die ihnen nicht entspricht, ruhig und ohne zu brüllen, mit anzuhören.(Beifall und große Un- ruhe.) Durch ein derartiges Verhalten bekunden die Sozial- demokraten eine arge politische Unreife.(Beifall und heftiger Widerspruch.)— Arbeiter Peter: Die Arbeiter wissen, daß sie von den bürgerlichen Parteien, und dazu gehört auch die deutsch- freifinnige, absolut nichts zu erwarten haben.(B-ifall und Lärm.) Deijmige Arbeiter, der der Meinung ist, die deutsch- freifinnige Partei könne ihm helfen, befindet sich einfach auf dem Irrwege.(Lebhafter Beifall und heftiger Widerspruch.) — Arbeiter Gresse: Di« Arbeiter können nur Männer in den Reichstag wählen, die für volle politische und ökonomische Freiheit eintreten. Die freifinnige Partei hat in den Groß- städien und Jndustrie-Zentren vollständig abgewirthschaftet, sie kann höchsten« noch in Mecklenburg und Pommern Anhänger finden.(Beifall und heftiger Widerspruch.) Die Genossenschaften können den Arbeitern und Handwerkern ebenso wenig etwa« helfen, als der Befähigungsnachweis. Die Arbeiter find nicht in der Lage unter den heutigen Verhältnissen Genossenschaften zu gründen.(Widerspruch.) Im Jahre 1887 ist ein Drittel der Deutschfreifinnigen mit Hilfe der Sozialdemokraten in den Reichstag gekommen, die Deutschfreifinnigen dagegen haben überall bei den Stichwahlen für den Kartellkandidaten gestimmt. Hätten sie sich wenigsten« der Abstimmung enthalten, dann wäre bei allen diesen Stichwahlen der sozialdemokratische Kan- didat gewählt worden. Sind nicht somit die Freifinnigen m- direkt an der Vertheuerung der Lebensmittel schuld?(Stürmi- scher Beifall und heftiger Widerspruch.) Die Sozialdemokraten haben dos Verhalten der Deutschfreisinnigen bei den Stich- mahlen 1887 noch keineswegs vergessen.(Lebhafter Beifall der Sozialdemokraten.)— Kaufmann Blankenstein: Nachdem der Abg. Rickert erklärt, den größten politischen Fehler, den er ge- macht, sei der, daß er für da« Sozialistengesetz gestimmt und er werde, sobald innerhalb der deutschfreisinnigen Partei noch einmal etwa« Aehnliche« geschehen sollte, sofort sein Mandat niederlegen, da sollte doch die Abstimmung über das Sozia- listengesetz vom Jahre 1884 der Vergessenheit anHeim gegeben weiden.(Beifall und heftiger Widerspruch.) Eigenihümlich ist e», daß die Sozialdemokraten blo« in den freifinnigen Ver- sammlungen Opposition machen. Warum gehen die Sozialdemokraten nicht einmal zu den Konservativen? Glauben Sie nur nicht, daß die Konservativen schlafen: wir find vor einer Ueberrumpelung noch keineswegs sicher. Die Sozialdemokraten haben doch da« größte Interesse, die Oppofiiionsparleien zu stärken. Unterschätzen Sie im Üebrigen nicht die Macht der deulschsreisinnigen Partei in Berlin.(Beifall und hefttger Widerspruch). Der 20. Februar wird Ihnen den Beweis hier- für liefern. Ich Hesse, ebenso wie wir Sie, so werden Sie auch un« bei den Stichwahlen unterstützen.(Beifall und heftiger Widerspruch).— In dieser Weise zog sich die Debatte, an der sich von freisinniger Seite noch Barbierherr Waldow, Tischl-r Krause, Buchbindermeister Kreb« und Rechtsanwalt Dr. Perl, von sozialdemokratischer Seite die Arbeiter Nehring, Gresse und Büchner betheiligten, bis fast gegen Mitternacht hin. Die Sozialdemokraten brachten am Schlüsse der Ver- sammlung ein Hoch auf die intemational« Sozialdemo- kratie ou». Die Marmor-«nd Kranitschleifer Kerlino hielten am 31. Januar d. I. im Dergmüller'lchen Saale unter Vorsttz de« Herrn Z i ck« r t eine rege besuchte öffentliche Versammlung ab. Dieselbe beschäftigte sich in erster Linie mit der Ver- kürzung der Arbeitszeit und Regelung der Lohnfrage, über welche Angelegenheiten Kollege Paulrkat referirte. Derselbe äußerte sich dahin, daß nothgedrungen, wie auch in anderen Gewerkschaften, sich dre vorstehenden Fragen auch bei den Marmor- und Granitschleifern Geltung verschafft haben. Gegen dre Verkürzung der Ardeiiszeit sträuben sich heute aber leider, trotzdem dieselbe unbedingt nothwendig sei, die Arbeitgeber und leider auch noch viele Kollegen; die erster«« aus naheliegenden kapitalistischen Gründen, die letzteren aus dem Aberglauben, daß sie durch eine V-> kürzung der Arbeits« zeit weniger verdienen würden. Referent kam zu dem Schlüsse, daß die Arbeiter die Pariser Kongreßbesckilüsse mit aller Kraft zu unterstützen hätten. Die Lohnfraae belriffend, führte Referent an, daß die Sibleifer jetzt bei zehnstündiger täglicher ArbeiUzeit spro Stunde 35 Pf. im Tagelohn erhalten.(Die Akkordpreise nchten sich nach dem Tagelohn«.) Im günstigsten Falle, wenn da« ganze Jahr hindurch gearbeitet werde, betrage das Jahreseinkommen eine« Schleifers 1067 M. 50 Pf. Unter den heutigen ZeitverhLltnissen fei diese« Einkommen unzureichend und müsse dasselbe unbedingt erhöht werden(z. B. bei neun- stündiger Arbeitszeit 45 Pf. Siundenlobn). Als die schwerste Schädigung im Gewerbe bezeichnete Redner die Akkordarbeit, (welche zu beseitigen allerdings kaum möglich� fein werde), sowie die Ueberstunden- und Sonntagsarbeit, für welche Redner einen Lohnzuschlag in Anregung brachte. Zum Schlüsse empfahl derselbe, die Beschlüsse, die gefaßt werden würden, welcher Art dieselben auch immer fem würden, strenge inn« und hoch zu halten.(Lebhafter Beifall.) An da« Referat knüpst« sich eine lebhaste zustimmend« Debatte, in welcher von den Red- nern namentlich da« Erforderniß einer alle Schleifer umfassen- den Organisation hervorg'hoben wurde. Die Versammlung nahm ernstimmia folgende Resolution an:j„In Erwägung, daß nur durch Verkürzung der Arbeitszeit und durch den all- gemeinen Beitritt j«t Organisation unsere Lage verbessert wer- den kann, so erklart sich die hiutige vffer.ll'che Versammlung der Marmor- und Granitschleifer mit den Auesührungen de« Referenten voll und ganz einverstanden, verpflichtet sich, dem btstthenden Fachverem all-sawmt b«iilukel«n und mU allen un« zu Gebote stehenden Mitteln für die Durchführung diese« Beschlüsse« zu wirken/' Die Akkordarbeit fand in der Ver- sammlung allseitige Verurtheilung und wurde dem Wunsche nach Tagelohnarbeit der lauteste Ausdruck gegeben und darauf hingewiesen, dab dieselbe mit Hilfe der Organisation zu erreichen fem würde. Der Versammlung lagen zwei Resolutionen vor, deren eine befürwortete, auf aüt- lichem Wege mit den Arbeitgebern sich zu einigen zu suchen, um eine Besserstellung der Lag« der Schleifer zu erringen, während die andere in Anbetracht der mangelhaften Organi- sation(von etwa 200 Schleifern gehören nur 7l dem Fach- verein an) von einer augenblicklichen Lohnbeweguvg Abstand zu nehmen und vorerst mit aller Macht für die Sta kung der Organisation zu wii ken empfahl, um erforderlichen Falle« einen Druck auf die Arbeitgeber ausüben zu können. Ueber die Kernfrage beider Resolutionen fand ein ledhaster Meinung«- austausch statt. Die Versammlung beschloß schließlich mit Mcjo- rität, bi« auf Weitere« von einer Lohnbewegung abzusehen.— Da in der Versammlung auch viele Malmoc. Steinmetzen(Hauer) anwesend waren, so kam de« Weiteren die„Steinmetzfragr* sehr stark in Fluß und wurde allseitig ein Zusammengeben der Steinmetzen mit den Schleisern befürwortet, d. h. da« Heran- ziehen der sogenannten»Wilden-', welche keiner Organisation angehören, zum Fachverein der Schleifer oder dem Fachverein der Steinmetzen. Einstimmig beschloß die Versammlung zum Schlüsse, sowohl den 20. Februar ai« auch den 1. Mai d. I. al« Arbeiter-Feiertage zu betrachten.— Die nächste Versammlung de» Fachoerein« findet am Sonntag, den 16. Februar, in demselben Lokale statt. Gl«« Nersammlnng de» ZlUgemewen Metallar- deiterverein» fand am Dienstag, den 28. Januar, in der Norddeutlchen Brauerei statt, in welcher Herr A. Gerisch über die Frauenfrage sprechen sollt», jedoch am Erschdnen v>rhindert war, weil er m einer Wählerversammlung ein Referat zu chatten hatte. Kollege Liifin sprach fich daher m der DUkusfion über diese Frage, in welcher in Metallarbeiterkreisen noch viel- fach Unklarheit herrscht, recht ausführlich au« und erntete reichen Beifall. Desgleichen Kollege Gutheit. Unter Verschiedene« führte Kollege Lilfin noch einen Fall an, da un- längst durch geschickte« und energisches Eingreifen des Metallarbeiteroerein« ein größerer Streik im Keime erstickt refp. vollständig zu Gunsten der Arbeiter entschieden worden sei; wo hingegen in zwei anderen Fällen durch eigen- mächtige« Vorgehen der Kollegen ihre Angelegenheit ungünstig verlief. Kollege Letfin fordert daher auf, recht fleißig für den Verein zu agitiren, desgleichen in Streitigkeiten fich rechtzeitig vertrauersooll an denselben zu wenden.— Die für Sonntag, den 26. Januar in Jordan»'« Salon, Neue Grünstraße angc- kündigt« außerordentliche Generalversammlung war, wohl in Folge der großartigen, da« ganze Interesse der Berlmer Arbeiter- schaft in Anspruch nehmenden Wählerversammlungen der vor- hergehenden Woche, richt zahlreich genug bisucht, um die Ver- antworwng für Erledigung der wichtigen Tagesordnung — SialutenänderunA, Wahl eines besoldeten Arbeits Vermittler« — übernehmen zu können. Sie vertagte fich daher und beauf- tragte den ersten Vorfitzenden, angeficht« der wichtigen Ange- legenheit, baldigst eine Generalversammlung auf«inen Wochentag anzuberaumen. Weitere VereinSversammlungen finden vor den Reichstagswahlen nicht mehr statt.(Von gleichen Grundsätzen sollten fich die übrigen gewerklchaktlichen Vereine ebenkall« leiten lassen. Red.) Die Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Orts- vermal ung HI, hielt am Sonnlag, den 26. b. M eine Mit- gliederverjammlung bei Bolzmann, Andrrasstraße 26 ab. E« fand eine Vorlesung über den Achtstundentag und die Parteien in England statt, diese be wurde von den Versammelten mit Beifall aufgenommen. Hierauf erstatteten die Delegirten von der Meifterversammlung vom 13. d. Mt«. Berich«; ferner wurden noch verschiedene VereinSangelegenheiten erledigt. Auch wurden noch von einem Kollegen die schlechten Lohnp-eise der Werkstatt de« Herrn Balte, Blumen str. 67, einer Kritik unterzogen. Der Derei« der Modelltischler hielt am Montag, den 27. Januar, seine Mitgliederversammlung ab. Der 1. Punkt der Tagesordnung wurde durch die Wahl de« Kollegen Abraham zum ersten und de« Kollegen Bium zum zweiten Schriftführer erledigt. Zum 2. Punkt verlas der Vorsitzende da« Antwoitschreibea vom Polizeipräfidium, nach welchem die Auflösung der letzten Versammlung für ungerechlkertigt erachtet wirb. Ernem frühtren Mitglied« wurden noch 30 M. Unterstützung gewäsrt. Steglitz. Am Montag, den 20. d. M., sollte im Rtftau- rant Km hau« eine Generalversammlung der Zahlstelle Etegl tz vom Deutschen Tischterverband algehalt»« werden; jedoch wurde dieselbe vom Herrn AmtSvorsteher zu Deutsch. Wilmer«- darf auf Grund de« Reichsgeietz s gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie untersagte. Darauf wurde dieselbe dann am Sonnabend, den 25. d. M., Abend« 8 Uhr, im Hildebrandt'schen Salon hierselbft unter Leitung de« Kol- legen Kluth mit folgender Tagesordnung abgehalten: 1. Wahl einer Lokalverwallung. 2. Da« Handwerk sonst und jetzt. Referent: Kollege Millarg-Berlin. 3. Diskussion. 4. Verschiedene«. Zum 1. Punkt wurden dieKolleaen Paul Lange al« l.Beoollmäch. tigter, Wilhelm Brabant al« 2. Bevollmächtigter, Karl Bredow al« Schriftführer und Otto Kluth, Karl Mittelstädt und Karl Suckland al« Revisoren gewählt. Zum»weiten Punkt referirte Herr Kollege Millarg au« Berlin zirka Itz Stunden über: »Da« Handwerk sonst und jetzt-', und schlössen fich in der Di«- kusfion mehrere Kollegen den Ausführungen de« Herrn Re- r aWWsjä ferenten an. In Verschiedenem machte der Dom» ,3 daß fich noch 33 Kollegen al« Mllgss.d« Ä daß unsere Zahlstelle nunmehr 56 Mitaliedtt H" ,1 noch Mehrere« in Verschiedenem zur Sara«» k l .....--'»12 Yhr die sch'oß der Vorfitzende um Anfiagen find an den 1. Ahrenttr. 20, zu richten. Kirkenn» erder, 22. Januar. Da wir l'tzt j ichstaaSwabl Beben und wir in Buketi«! Arbeiterversam»� .■■■■■■ Hierselbst ersuchen wir die Arbeiter von Vukenwerdrt�� gswayi liegen uno wir m,.'««IM keinen——... n--_,, können, obwohl zwei gioß« Sale hierseldsl ersuchen wir die Arbeiter von Biikenw« sowie überhavpt säwmtliche A-beiter und treffenden Lokale zu weiden, dieselben find staurant Bodensee", sowie da« Restaurant ro � feld. Die genannten Wirthe find wohl gew'll,, der Arbeiter bei Vergnügungen einzustreichen, �> Säle zu Arbeiterversammlungen herzugeben,>»> y zeigt den Wi then, daß wir vereint eme M-»' K die henschenden Parteien zu rechnen haben, o° � an der Nase herum führen lassen, denn 0«°. � stand ist derjenige Stand, der den ganzen St und nicht di jenigen, die doch auch von den � Uebrigen« ist noch hinzuzufügen, sogar die Arb zu ermahnen, daß ste den Saalbesttzer Hw Hohen Neundorf mit allen Kräften durch ihre ftützei', den« da» ist der eirzige Wirth, der ur � Umgegend seinen Saal bisher zur Verfügung 0 aller aeanenschen Machinationen. Alt-Klesfi», im Königsberger Wal Baugewerh nachdem Herr Otto Thierbach au« Berlm, der? � tagskandidat der Aibeiterpartei aufgestellt ist,» Krei« mehrere Reden gehalten hat. Am DienstaS,- nuar fand im Lokale de« Herrn Hildedranvt t unter Vorfitz de« Herrn A. Schure, einr offenM. sammlung statt, in welcher Herr Otto Thema:»Die bcvorstehmde ReichttagSwahl �el,� ß sprach über diese« Thema in einer zwei welcher er die WirthschaftSpolitrk der R«......., gehenden, scharfen Kritik unterzog. Am Endest...,,� erntete Redner stürmischen Beifall. E« wurde l � lution einstimmig angenommen:»Die heute,»[fiJ n» im Lokale de« Henn Hildebrandt zu Alt-» Wäh.e! Versammlung erklärt fich mit den Au»! 8** Uniernihm «ndeTheil ihrer rollkomm s««milungen st ArbeitSbedingr rmssion und fd «i wieder den »ad der Unter dmd ist und i Tdeile verpfln »« ist ganz oh« »gesühl de »e» Adkommer »h« Innung ge dien im Rsä&Ä mm Refer«nt»n voll und ganz einverstanden und bsilh Ä vr vi �»ipalten Ticfc�imcn vou uno pauj ciuocifiauoc«— � vcvornehmden R«ichS?agS»vahl unumwunden lur � kandidaten Otto Thierbach au« Berlin einjut«1"1' wird, au Nss- bii an daß halten i vergehen Theater. Dienstag, den 4. Februar. #»»»nttzft««. Die Zavbn flöte. Aeteauspirltzau». Wilhelm Tell. tesstng-Uheater. Der Fall C'smer.ceau. Deutsche» Theater. Nächstenliebe. Derttner Theater. Der Veilchenftesser. Friedrich- Wilhelmstädtisch«» Theater Der arme Jonathan. Wastaer-Theater. Sie wird geküßt! Äestdenz-Theater. Die arme Löwin. Wirtoria-Theater. Stanley in Afrika. OeileaUianre-Ttzeater.«'Nullerl. Gst««d-Theat»r. Maria Stuart. Aonigstädtische» Theater. Die Karten- legerin au« der Linievstraße, oder: Die Geheimnisse au« der Rosenthaler Vorstadt. Tewtral-Theater. Berolina. Adolph vrnft-Theater. Flotte Weiber. zietchshaUeu-Theater. Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Aau�aan«'» Daritt«. Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Geh». Dichter'« Darittt. Spezialitäten- Vorstellung. Cipcus Renz. Karlstraße. Heute, Dienstag, den 4. Febr., Abend« 7j Uhr: Zum 13. Mole: Deutsche Turner. Große nationale Origmal-Pantomime vom Hof- balletmeister A. Siem«, inszenirt vom Direktor E. Renz. Dekorationen, Kostüme, Rcquifiten, Wagen neu und prachtvoll, 3 Mufikkorp«. Vorführen der 6 großartig, engl. Vollblut- springpferde durch Herrn Franz Renz. Auftreten der vorzügl. Reitkünstlerinnen und Reitkünstler. Frl. Oceana R-nz al« Schulreiterin. Morgen: Deutsche Turner. E. Renz, Direktor. Zur Beachtung I Allen Fleunden und Parleigenossen mache hierdurch bekannt, daß diejenigen, welche vor und am Tage ter Wahl im 4 Wahlkreise zu helfen gewillt find, fich in Heindorf's ReßllMllllt„Zur Mllsjm" gefälligst melden wollen. Gleichzeitig theile mit, daß den Genossen ein Zimmer für Klub« oder zu Zahlstellen zur Ver- fügung steht. Für eine gut« Weiße und ein gute« Gla« Bier ist besten« glsorgt. Jeden Abend Di«- kusfion. Sonntag« familiäre» Beisammensein. Ergebenst Otto Heindorfi 1106 Langestcaße 70. KiMgAMuHaa. In kemem Hau«halt sollte fehlen eine Drima Mrmgma�chme, welche der beste Wäschefchoue» ist. tDa« Alhambra-Theliter W allnertheaterstr. 15 ii»°n Vereine> Gesell- schaften ik- mit sämmtlichen Nebenräumen, Bühne, Tunnel ic. »« Festiichkeiteu»«"«w««. Nähere« zu erfragen im Theaterbureau. Ich gewähre wöchentliche oder monatliche Theilzahlungen, um e« jeder Hausfrau zu ermöglichen, fich diesen nützlichen Wirthschast«- Gegenstand zu beschaffen. 723 Preis per Stück auf Ratenzahlung Mark 35, bii 36 Ctm. Walzenlänge. Wöiwtliche AbzahlNg 1 Mark! £. Krieg(Jnh ß. Berlin 8.-0., Skalitzerstr. 136. Berlin dl., Schönhauser Allee 185. Spandau, Linden-Ufer 11. SoiialiKut. Wuhluttti« fm dt« li. Verl. Reichstags m N E Mittmoch, ben 5. Februar, Abend« 8V Uhr, im vorderrn Saale de« Eiskeller- Etablissements, Chausseestr. Große Versammlung. _ Tage«. Ordnung:, 1. Vortrag de« Herrn C. Wildberger: Der Reichstag und die 5W 2. Diskussion. 3. Verschiedene« und Fragekasten. SB un.»__ W___ cw...- X. i. VV»I. w-v/v»! Wf»vvv»»v« M«»v yv» Gäste�ohne Unterschied der Parteirichtung, willkommen. Aufnahme Der 90 Grosse »>�ben?@ TZM »Jn Uvd rnot weiter XE& len will od« nur mit seefl ZKs bs t> Nersammwng der Militär- «in Dienstag, den 4. d. Mts., Morgens U bm°® Dresdenerstr. 96(Bürgersäle). .. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Erscheinen liM%%«, al««r ist dringend nothwendig. Die Firmen R o b r e ch t und»Deutscher O fifieroerein eh,«% [1123| Die Sph»hr»W�V| tz��handeln n "nlernehn,« Vorwurf. Niemals '.st brnst durch extra eingeladen. Große öffentliche VcrsammlMM� der Töpfer Berlins und UmgegA Donnerstag, de« 6. Februar, Abend» 6 Uhr. im Königstadt Mast«»,> Je»? Tage«. Ordnung:.WK Jahre 1. Wie stellen fich die Töpfer Berlin« zum Baujahr 1890?- 2. Ge««kA,p�' Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen ersucht_ PuM, Glühweill, Liter 1�0 M. Originalfl. 1�0» zMtr,PllNeMztv etc. pr. Liter 1,00» Franz Beyer, 846]_ Prinzessinnenstratz« 15« RobTabak•äÄr" Größte Auswahl, billigste Presse. 727] G. Elkhuyeen, MLnfftratz« 10. Englischer Barten. Aleranderstraße 27c. luftreten der Kostüm« Soubrette Frl. Fritcl Korn. luftreten der Parterre- Gymnastiker- Truppe Plnk. luftreten der Gesangs-Duetttstinnen Geschwister Broohe. luftreten der Kostüm-Doubrette Frl. Fron» oiska Clalremon«. luftreten de« Gesang«- Humoristen Herrn Kalnberg. lnfang Wochentag« 8 Uhr. Enttee 30, 50 und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. sonntag« Anfang halb 6 Uhr. Sonntag« Enttee 0 Pf., refervirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Enttee 40 Pf. Vollstfindin neues Programm. De« Genosse« hatte ich mein« Masdev-Garderotle bei Bedarf best, empfohlen. »rötzteAuSwatzl! Vi« fr «ereiueu freisemlltg. Granien- ».«uwVCTg Adalbertst». 98. American-Theater. Dresdenerstratze 55. Taglieh Vorstellung»[1365 Paffag« 1 Te 9 M.- 10 Uhr A. Kaiser-Panorama. er Neu! Z. ersten Male: 4 Zykl. Erinnerung, a. d. Felbzug 1870/71. Erste Reise dmch Oesterreich. Hochinteressant: Herttza-Neise. Swe Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Adona. 1 M. Grosse össentl. Kersammlung der Da Berlins und Umgegend_ . am Dienstag, de« 4. Fedrnar, Nachmittags 31-' 1127' Tages- Ordnung:._ � 1. Gewerkschaftliche Organisation und deren Nutzen. 2. Die beoorstehenten ano«it.h wählen und ihre Bedeutung. Referent: Stadtverordneter Herr Vogtherr. 3 I vfufchatbt Juliu» Schlüter nicht aufki willkommen. 4. Verschiedene«. _ Der Einbenikcr____ Freie der Innttt Berlins«id Do««erftag, de« 6. Februar. Abends 8 Ußr, t« Orschel's Talon, Sebastiaustratze 89: Kst vi Sit»» lift Akk find. 5 Grdentiichc Witgti-i>-r-N-rs»mmw»g. Tage«. Ordnung: 1 Di« Arbeiterbewegung der Gegenwart und da« Verhalten der 2. Diskusfion. Verschiedene» und Fragekasten. Berlin" W ' t** hier _ TTlll UOQtzCCIOIgr Vl/CIOICUiCU t&iuw_ y*-*-> J Uerein der Sattler u. Fachge«. Öi» s Sonnabend, den 15. Februar d. J.» Grosser Wiener MaskenW n Jo »Ä in den Gesammtröumen der Friedrichshain-Brauerei(oonn. Lips)aml Um 112 Uhr: Aufführung der Karnevatt-Panlomime: Eine Afrika-Reise mit Hindernissen« Anfang 9 Uhr.— Bittet«& 60 Pf. sind bei den Herren Mendt, Plan-Uf««£�51 Garten str. 159;©och», Schinkestr. 10; Plodroch, Landsbergerstr. 32; Haußn�r, it.rl, W. 22; Büttner, Kottbuser Damm 94, sowie im Arbeitsnachweis de» Verein«, il't l) (bei Gründe!) täglich von 8—9 Uhr Abends außer Sonnabend, und Sonntag von 2), haben._ a** Co� 3) �»nstu Empfehle mein Geschäft in frissh. Jülich'. «nd Krauten.--- �£ S�istu«, 1102 Sophaßezüge! Uest« von 3t— 5 Meter spottbillig. Emil Letztere, Grantenst». 158. Robert ZT�eiW�j�Ä'� Teppiche mU WevefZ jed. Art u. Größe, Porneren, decken, Läufer stoffe, Steppdecken w" prei«. Einzelverkauf Teppichw-bero Strasse 86, Kotz part. »erantwortlit« Redakteur:«nrt Laak« in Berlin. Druck und Verlag»»« M« Aadtng m Berlin BW.,«euchstraße 2- Khm»«W (t SorfatnKj »J itudie mir j.«> lÄÄl- 29. >d»«K Beilage zum Berliner Volksblatt. Mus»ndw die Wermwn Ihm? Kft»- x den e©enit SS I ist, und» Dienstag, >randt»» öffentlich- t ron zewilld ch«.,»»» e•—"-''-7*'•'■ Matt" sind, WwifltiJ,- Zeitung" kann sich bei unserer ersten MUMMS-« ki wj.x,.. schießen ein Abkonimen, welches, nachdem U'd hu- m». st--ufenen Versammlungen der Äestllen " HIB«.�M�roeiftl, daß die Organisation und da« bi�l j gegenüber gezeigt, als et sich um die bekannten F'Uhling 1886 und später um den.»u gSausichuß handelte, daß ste«ine ie durch keinen Kniff und durch ljutrelen- WMM »MM # die SD" SV"'!««»» ge9„ fiDlfNI>W>> S10« ia|)t Doch solche llnrichtiflketten: Zvran ya tvttVtvfj} tblNä wie in diesem Jahr« jede Vergletchiveri C, Th'-'■.-. ttrf der Unlernebmer etr.fuA adaelebnt. auch nich spM 'W Ansprüche der Arbeiter mit dcn„Forderungen" )£''4 �wemer nur schwer vereinbar find, ifi selbstver- Mheji, Akkordarbeit ist eine Ausbeuter. Erfindung zum Atw.Oer Arbeiter, aber gerade über diese würde fich ganz JiSS' w*. �end noch auf gute Arbeit kalt, fie auf seinen CJich s�°uskommen läßt. Es ist doch Tbols-che, daß bei CJ; bri Ri! J?.e'stcrn in Berlin nicht in Atkord gearbeitet §15 Akkordbau und Schwindelbau so zi-mlich gleich- ß.?4- bit sn Wir können es also nicht recht begreifen, wie 4, wicht im wohl verstandenen Jntereffe der erzieht bei den Maureraibritern sehr schnell t-s» i?�l>rer.Sy>km, da« Meister und Gesellen ty.an- *(*»Ji A0* in Hamburg sogar die Innung ganz ernst- ld 09 kachle, die Akkordaebeit zu beseitigen. P.?.�ier in Berlin nur darauf an, einen nicht sehr W�&tit �wtsah von Akkordarbeitern zu treffm und für die %BS �iiich»�|i�el-?0n»sozialdemokratischer Forderung" brauchen L/% bie g.e-wahnen, e« ,st nicht mehr sehr wirkungSooll. i�rabsj.,"itmeister lernen ollmätig die Natur der„sozial- G? tv,b»I„»orderungen" besser versteden. um noch auf �'«n«---- t mit den Hörnern loszuftoßen. Ebenso mit der„BliugciverkSjeltung" über wtrth- »ennv »en. a-Ufer 8-,, sf&M MM Sl9W11 h�Yiitn k H�'ss�'��umzus-reilenlHr fehle-. d° die elementarsten i.��er� V Wmn d.e Noten icken un-',� iweberei k*i»* ternehmer fich j tzt wirklich al« die süslen, wie e« nach der um fo«her nicht unklug » deib"'«'? von na, weisen, und e« also nochmal» zum beh.Ti. Stundenlohn als Minimallohn(heißt auf Mindestlohn, böhere Löhne dürfen„nach oe,ahlt werden). -wn o'ff-" angeben, was heute noch gefordert aber' k!!* darum schon gekämpft ist. Dir Unternehmer � v.'l frstrui �"3 thun, dies« Forderungen durch einen <> �«bo»« r/ w könnte ihnen sonst leicht im Kampfe (JHio werden. " w,b�,!,�.wo?t«n fie 25 Pf. Lohnzuloge nicht de- ' n nch w:e heute und schrien cuh de» wüsten -Aeip, wir untei handeln nicht l ----- wir bewilligen nicht!" Dienstag, de« 4. Februar 1890. Sie mußten nachher 50 Ps. doch bewilligen, als fie durch „rechtzeitiges Nachgeben" grfiegt hatten, wie H-rr Bockmann saale. So fichern sie fich den Sieg heute doch gleich! W rrum erst streiten, wenn man von vornherein weiß, man ist der Schwächere. Die Polizei hilft diesmal auch nicht wirksamer, wie früher. Alle Hoffnungen nach dieser Richtung hin sind sehr täuschend. Die Arbeiter haben un Erfahrung gewonnen und gelernt, dies« Klippen recht out zu umschiffen. Also wenn das ganze Gerede vom„gewünschten Frieden" für die jrtzige Bauperiode nicht eitel Heuchelei ist, wirklich und wahrhaftig nicht« weiter als Heuchelei, so befinne man sich bald, wende fich an die bekannten Arbeitervertretungen, die Lohn- kommilfionen, damit da« FriedenSwert eingeleitet wird. Der Ausgleit kann noch bis zur eigentlichen„Bauperiode" hin recht- zeitig geschloffen werden. Treten in kommenden Jahren,„veränderte Verhältnisse" ernstlicherer Natur ein, so wird ein neues Abkommen nach Kündigung des alten getroffen. Das ist selbstverstäadlich. Die Innung kommt bei der ganzen Angelegenheit selbstredend gar nicht in Betracht. Sie spielt in Berlin überhaupt nur eine sehr unteraenrdnete Rolle. Wir glauben nicht, daß ste heute über ein Fünftel der in Berlin mbeiiendrn Maurer beschäftigt. Die Arbeiter haben an dieser Einrichtuna, die fich ihnen immer feindlich und gehäsfiz gegenüber gestellt hat, durchaus kein Interesse. Gewähr für das Halten mit ihr getroffener Vercb- redungen bietet ste nicht m.hr als«ine in einer öffentlichen B-rsammlunz gewählte Vertretung der gesammten Unternehmer- schaft. Die behördliche Aufficht hat mit den hier einschlagenden Angelegenheiten durchaus nicht« zu thun. Di« Innungen sind wie die Beiufsgenossenschaftm Fehler, die die schlimmste ReaktionSpiriode in Deutschland gemacht hat, dmib welch« nicht viel g-nützt, aber der soziale Friede stark ge- sähcbet ist. Lassen wir sie ganz bei Seite. L�röitleS. In d»« Kitznng der Stadtverordnete« am 30 Januar dieses Jahre» ist dre Vorluge d,s hiesigen Magistrates ange- nommen worden, nach w-lcher unter Angade der verschiedenen VrrwendunaSzwicke die Regierung ersucht werden soll, dem Magistrate sie Genebmigung zur Aufnahme einer Anleihe im Betrage von 55 Millionen Mark, welche mit 3s pCt. verzinst werden sollen, zu ertheilen. Daß die StaatSregierung ihre Zu- stimmung geben werde, kann al» sicher angenommen werden. Geht man die einzelnen Posten durch, für welche die An- leihe verwendet werden soll, so kann kaum von einem gesagt werden, daß er nicht nützlich sei, und dennoch ist dieses An- leihe'ystem zu verwerfe». Wohin dasselbe führt, ersteht man an Rom, welches vor dem Bankerotte steht. Vom Giößen- wohne befallen, konnten die dortigen Stadtväter es nicht er- warten, daß auf dem naturgemäßen EntwickelungSgange die Mittel verfügbar gemacht wurden, durch welche gemeinnützige städtisch« Errichtungen zu schaffen ermöglicht wurde. Mit Freuden erfaßt« man die Hand des GeldmaüneS. Anleihe nach An- leih« wurde aufgenommen; die Zinsenlast ist auf 9 Millionen Lire jährlich angeschwollen, die Stadtverwaltung hat der Regie- rung erklärt, daß Rom nicht im Stande sei, diese Zinfensumme auszubringen und daß außerdem der Etat mit einem Manko von 494 000 Lire abgschließe und aller Voraussicht nach der de» kommenden Jahre« fich noch ungünstiger gestalten werde. Wenn die Finanzlage Berlins gegenwärtig mit der Rom s nicht verglichen werden kann, so muß doch jeder nüchtern regnende Mann fich sagen, daß Berlin auf dem Wege ist, der zu demselben Ziele führen wird, welches Rom er.eicht hat. Die Leichtigkeit, m t welcher gegenwärtig Anleihen aufgenommen werden können,' lenkt zu leicht von der Sonverung des Roth« wendigen von dem Erwünschten ab. Die Anfordemngen, welche an ein so schnell fich entwickeln- de« Gemeinwesen wie Berlin gestellt werden, wachsen mit jrdem Tage, w demselben Maße wachsen aber auch die Mittel zur Befriedigung derselben; beschrankt sich die Sladtverwaltuna unter Vermeidung aller unnöthigen Ausgaben auf jene Mittel, so kann stets das Nöthige beschafft werden. Wie sehr man fich bewußt ist, daß vom richtigen W'ge einer gesunden Finanzwirthschaft abge- wichen wirb, beweist die Selbstentschutdigung, daß da« jitzt geschaffen Werdende unseren Nack kommen zu Gate komme, und diese daher auch mit den Kosten dafür zu belasten seien. Sonderbarer Jithutn, als wenn nicht jeder Tag neue Forderungen stellte. Werfen wir doch einmal einen prüfenden Bück zunächst auf unsere Ausgaben. Wahrhaft großartig ist die Verschwendung bei der G-Halt?bewilliaunz für Bürger- meister und Sladtcälhe, für Dirigenten städtischer technischer Verwaliu»gS»weigk. Bei gleichen Anforderungen an die LeistirngSsahigkcit wie die der entsp'echcnden Kategorien der Staatsbeamten, erhaltrn jene meistentheil« ein doppelt so bohes Gehalt, in einzelnen Fällen noch mehr. Die Pen- Ronen werden überreichlich bemessen; für Kirchenbauten, für Schmuckplätz«(Dönhoffsp'atz u. a. m.), steht der Stadtsäckel stet« offen, sür Ausschmückung der Stadt bei sogenannten festlichen Gelegenheiten wird jede Sparsam- keitSruckficht bei Seite gefitzt. Der Bau der Zentral- Markthalle an ihrer jetzigen Grelle ist«in grober Fehler, bei jeder r.öthig werdenden Vergrößnuna derselben müssen theure Grundstücke erwo b-n werden, der Bau dieser Halle zwischen dem GLrl'tzer Bahnhof« und der Spree wäre hinfichtlich der Grundstückepreis« wie der Geschäftslage zweckmäßiger gewesen und Hunderttausende wären gespart worden. Auf der anderen Seite ist unsere Sladwerwaltung nicht genug darauf bedacht, fich Einnalmin zu verschaffen: zum Schaden de« Stadtsöckels werden Altrengesellschaften begünstigt. Die Verwaltung£"«' Pferdebahn ist doch eine ziemlich einfache Sache und denM» ist sie einer Aktiengesellschaft überlassen worden, die hohk Dividenden einsteckt, deren Gesammtbetrag im vergangenen Jahre der Stadtoerwaltung über eine Million zug'führt haben würde. Em Gleiches gilt von den städtischen ElektrizitätS- werken. Der Raum einer Zeitung gestattet es nicht, in eine spezirlle Erörterung der Mängel unserer Stadtoerwaltung ein- »»treten, so viel wird aber aus dem Angeführten hervorgehen, daß eine Anleihe hat e vermieden werden können. Es läßt fich voraussehen, daß wenn diese aufgebraucht sein �wird, wiederum eine Neue aufgenommen werden muß. So wäckst die Zinsen- lall fortwährend, durch diese Anleihe erhöht sie sich um 1925 060 M., werden die sonstigen Urkasten hinzugerechnet, werden«S 2 Millionen werden. Sonderbarer Weise iohrt man aber mit Schuldentilgung fort, sie ist ein schöne« Ornament, um unsere Ftnanzvenvaltung beff-r erscheinen zu lassen, al« sie in Wicklichkert ist. Welcher Gesckäf�smaun wird neue Schulden machen, mit welchen wieder Kosten verbunden sind, um die alten z» brzahlcn, wenn deren Rückzahlung nicht verlangt wird! V. Hahrs. Das sollte auch die Stadtoerwaltung unterlassen. Wenn in England der Etat mit einem Manko abschließt, so wird keine Anleihe gemacht, es werden zur bisher gezahlten Einkommensteuer so und soviel Penny zugeschlagen und damit wird der nöthige Summe geschaffen, durch welche außergewöhnliche Bedürfnisse gedeckt werden können. Die Sache ist zu einfach und zu ver-- nünftig, um bei un« nachgeahmt zu werden. Unsere Bour- geoifie, welche ihre Vertretung im Magistrat« und dm Stadt- verordneten hat, wird fich doch eine so schöne Gelegenheit nicht entgehen lassen, ihr Geld sicher zu annehmbaren, punktlich gezahlt werdenden Zinsm anzulegen, wie fie«ine Anleihe dielet.„Räch uns die Sintfluth!" denken auch sie. De» Mühlendamm hat feit gestern Vormittag ein ganz verändertes Aussehen angenommen: Die projektirte Verlegung de« FahrdainmeS, über welche wir kürzlich berichteten, ist nach Vollendung der hölzernm Brück« bewirkt und die letztere dem Verkehr übergeben worden. Vom Köllnischen Fischmarkt au« fahren die Wagen der Pserdedahn fitzt in weitem Bogen nach der recht« einmündmdm Fischerstraße und-Brück« zu, hart an dem durch eine Bordschwelle begrmzlen Bürgersteig entlang, welch letzteren ein neuer Bauzaun vom Bauterrain der Fischer- drücke trennt. Zwischen dem im Abbruch begriffenen Hause Mühlendomm Nr. 1 und der ehemaligen Thoreinfahrt zum Hof« des Pröfidialgebäude« am Molkenmarkt mündet das Ge- leise in die alte Fahrstraße wieder ein. Auf der nach den Mühlm- grundstücken zu belegenen Seite der neuen Brücke wird ebenfalls ein Bauzaun errichtet, welcher dm dort angelegten Bürgersteig gegen dm bisherigen gepflasterten Fahrweg des Mühlmbammes abschließt. Hier besinnt man berert« mit dem Aufreißm des Pflaster« und der Herausnahme der Pferdebahnschienen; jm- seits des fertigm Tyeile; des Bauzaunes erblickt man von der neum Brücke her noch eine Dompfiamme und einm hohm Krabn, welche nach Ausgrabung der Fundamente sofort wieder in Aktion tretm werden. Unterhatd der nmen Holzbrücke, welche den gesammten Verkehr de« Mühlmbammes auf lange Zeit auszunehmen bestimmt ist, vermittelt eine Laufbrücke den Verkehr der Arbeiter zwischen dm dfisseit« und jenseits de« MühlengrundstückeS belegenen Tiefbaustellm. Angesscht« der durch bie vorzunehmenden Fund>rungsarb«itm bedingtm engen Raumverhäitniffe dürft« der„Mühfindamm" auch in seiner jetzigm Gestalt ein gefährlicher Engpaß bleiben. Kel de« Kaggerarbcitrn am Mühlendamm wurden dieser Tage mehrere alte Sch össer gefunden, die den Fischern von Kölln Berlin zum Verschluß ihrer Fpchkastm ge- dient haben. Diesrlben find herzsörmig geto'mt, haben einm Doppelverschluß und em Gewicht bis zu 16 Pfd. Jeder Ver- schluß öffnet sich erst nach fiebinmaliamr Umdrehen de« Schlüssels. Die Konstruktion de« Schlosses läßt darauf schließm, daß e« den damaligen Drebm schon schwer gemacht wurde fich ohne Kosten ein Fischgeri-Kt zu verschaffen. Der mtercssante Fund soll emem hiesigen Mukeum überwiesen merdm. Versuch«, die von bestem Erfolge deglritet waren, wurdm vorgestern Vormrttag aus dem UedungShof« der Fmer- wehr in der Lindenstcoße mit einem smersicheren Theoter- DekoratrovSstvff« angestellt, welcher räch Angabm der Deko- rationSmaler Müller und Schaeffer von der Firma Otto Koeksrl und Sobn aus Asbest bergeftrllt worden ist. Ein grober Prospekt, der auf einem Asbestgewebe der Müller u. Siiaiffer- schen Art gemalt wordm war, wurde auf einem Holzstoße, Den man mit Petroleum begossen und angezündet hatte, für die Dauer von 25 Minuten einem Feuer von intmstver Stärke ausges-tzt. Der Proivekt bestand die Feuerprobe glänzend; denn nicht nur der Stoff, auch die Malerei blieb unversehrt. Um fich einen weiteren Beweis von der zweckentsprechenden Güte des Asbestgewebes zu veischoffm, ließ der Brand- direkior Stüde, der mit zahlreichen Oifizieren der Feuer- wehr dm Versuchen beiwohnte, den Sioff in der Schmied« untrr Einwirkung des Blasebalg« der Glühhitze auSfitzm und aucki hier bewährte fich der Stoff. Branddirektor Stüde, die OIfi,iere de« Branbkommandos und Baurath Prof. Garbe äußerten rückhaltlos ihre Anerkennung übrr dm Erfolg der mit dem neum Asbestgewrbe angestellten Versuche. Diesem Gr- webe wird vor anderen Asbestgeweben, die denselben Zweckm dienen sollen, nachgerühmt, baß der zu seiner Herstellung de- nutzt« A-bestfadm außerordentlich fein gesponnm ist. Infolge drssm läßt der Stoff sich nicht nur leichter weben, sondern er eignet fich auch mehr zum Bemalen. Ferner hat das Asbest- gewebe, mit dem gestern Versuche angestellt wurden, den Vor- »up, daß e« besser Farbe hält wie Stoffe verwandter Art, die leicht brechm und mit Drahtgewebm versehen sind, welche da« Gewicht der Dekorationen erhöhen. Auch hinfichtlich de« Kosten- punkte« wird dem neuen Gewebe der Vorzug der Billigkeit nachgerühmt. Eine hiestge Lotrallrorresponbeni kündiat dm nahen Einzug de«„Bierauromaten" in Berlin an, der sich in anderen Städten schon vortrefflich bewährt haben soll. Aus de? einm Seite wirft man ein Zehnpfennigltück in den Automaten und sofort sprudelt auf der anderen S-ite der edle Gerstensaft in da« Gla«, vorausgesetzt, daß man in der Eile nicht vrrgeffm hat, ein solche« reckizenig unter den Hahn zu stellen. Diese neue selbstthätig wirkende Einrichtung könnte ja für dm Bier- trinker schon insofern segensreich sein, al» sie ihn der Ab- hängigkeit vom Kellner erishebt und ihm zugleich da« Trink« geldgeden erspart. Wo aber sollen die Bierswankmaschinen Auf- stellung finden? Die Bierwirthe werden sich nimmer darauf einlassen, und gMn eine Ausstellung auf öffentlichen St aßen dürften Polizei- und Stadtbehördm sehr gerechte Einwmdungm erheben. Und dann würde der nme Bierbrunnen dem trink- barm Mann auch zu wenig Gewähr sür die Güte des StoffrS bieten. Der wird weiter zum edlen Faß schwören und sich drei- mal b-kr'uzigm vor dem„Bierkasten", der im günstigsten Falle nur eine sehr überflüssige, de«„ernsten" Trinkers unwürdige Spielerei sein wrrd. Defrandanten und kein Ende. Wir lesen in dm Montazsblättern: Wreder ist ein ungetreuer Buchhalter nach Unterschlagung einer nach Tausenden zahlenden Summe flüch.'tz geworden. Der etwa 27jährrze Buchhalter Otto Haifeld, wel- cher fich lange Jahre in Brasilien aufgehalten hat, war seit Anfang vorigen Jahre« bei einer hi-ftgm Exportfirma al« Korrespo'dort der portugiefischm Sprache beschaflizt; als solchem lag e« ihm vornehmlich ob, die von der brasilianrschm Kundschaft der Firma einleufmden Briefe zu öffnen, zu beant- warten und etwaige Zahlungen zu buchen und zu dellätigen. Bekanntlich pflegen viele der amerikanischen Geschäftsleute Papiergeld, Wechsel:c. mittelst einfacher Briefe zu smden. Diese„Sicherherts".Mabregel mochte dem H. sehr willkommen sein; denn er konnte so die einlaufenden Briefe selbst öffnen, denselben die Kassenscheine rc. entnehmen und eventuell auch noch Ramm« der Firma„dankend" quittirm, ohne eine so- fortige Entdeckung besürchten zu müssm. da Briefe nach Brafilim bekanntlich fast 2 Monate unterwegs sind. Nun pflegen aber viele amerikanische Geschäftsleute für hier zu erfüllend« Ver» bindlrchkeilen Doppelwechsel(Prima und Sekunda) aus zustellm. Dies« GeschästSmnx'me führte in einem solchen Frll.' zur E. t- dcckung der oo a Halfeld begangenen Unterst lagungen Hal« selb wurde am 1. Januar d. I. aus seinen Wunsch von jener F rma entlassen; seiner Angabe nach beabsichtigte er, wieder nach Brosi ien(und zwar spe iell nach Rw) zurück zu kehren. Wenige Tage nach seiner Abreise lief bei der Firma ein brasi. Iranischer Sekundawcchsel über 1200 M., auf ein hiesiges Bank» hau« gezogen, ein, ohne dah ein Primawechsel vorangegangen war. Dies fiel auf und man schöpfte Verdacht gegen Halfeld. der sich immer noch in Hamburg aushielt. Da der Wechsel aber von der hiesigen Bank anstandslos honorirt wurde, so war dt« Annahme gerechtfertigt, daß der Primawechsel etwa auf der Reise verloren gegangen sei. Zum großen Erstaunen des in Rede stehenden Bankhauses wurde aber vor etwa acht Tagen der fehlende Primawechsel von einer Hamburger Bank, welche den Betrag dasür bereit« ausgezahlt hatte, zur Zahlung prä- sentirt. Nun war es klar, daß kein Anderer als Halfeld lenm Wechsel unterschlagen und in Hamburg versilbert hatte. Die geschädigte Firma erstattete bei der Kriminalpolizei An- riize; inzwischen hatte der ungetreue Buchhalter Hamburg ereitS den Rücken gewandt, vermuthlich in G.nneinschaft m t emem Frauenzimmer, in dessen Gesellschaft er sich dort fast zwei Wochen lang amüstrt hatte. Angeblich hat er von dort über Paris und Lissabon die Reise nach Brasilien angetieien, er dürfte indeß wohl vorsichtshalber eine andere Route ge» wählt haben. Seine in Hamburg lebende Mutler will über den Verbleib des Flüchtling« nicht« wissen. Auch während feines Aufenthalt» in Berlin lebte der Deftaudant mit einer Frauensperson zusammen, welche er al« seine Ehefrau einzuführen pfl-gt«. Wie hoch sich die unterschlagenen Summen de- laufen, läßt sich bei der Langwierigkeit der uberseeischen Korr«- fpondenz noch nicht feststellen, indeß ist wohl sicher anzunehmen, daß Haltelb Monate lang Briefe, wie oben geschildert, erleichtert und vernichtet hat, bis er eben einen de« Durchbrennens we ihen B-trag beisammen hatte. H. hat dunkelblondes, dünne« Haar, Schnurbart und dunkle Augen; von Statur ist er groß und schlank, sein Auftreten ist das eines gewandten Gentleman. Außer deutsch, etwas französisch und englisch spricht er perfekt portuaiesitrb. Die ärstliche praris«in«« Schäfer» hat wieder ein- mal em rechtes llnherl über eine Famrlre gebracht. In dem Dorfe Dahmsdorf bei Müncheberg hatte sich kurz vor den Weihnachtsfeiertagen ein Knabe den Fuß verstaucht. Da« Kind wurde einem Schäker zur Kur übergeben, der fein Gutachten dahin abgab, d-r Fuß sei er müsse wieder»eingebiacht" werden. Der kluge Schäfer brachte auch den Fuß wieder ein; derselbe wurde ade. von Tag zu Tag schlimmer, so daß endlich da« Kind in ein hiesige« Krankenhau« gebracht wurde, wo der Fuß abgenommen werden mußte. Nun ist das Kind als ge- heilt au« dem Kranketthause entlassen worden. Wer verschafft ihm aber den Fuß wieder? D«n Deckpassagieren eine« Gmnidn» der Lmie Hallesche« Th->r— C aausseestraße, der ungefähr 12 Uhr 45 Mm. Mittags am Oranienburger Thor anlangt, bot sich in diesen Tagen ein interessante« Schauspiel. Seit Kurzem ist nämlich «in Theil vom Dachraume de» kleinen, die Straßenmauer nur wenig überiagenden OekonomiegebäudeS auf dem alten fran- göstsmen Frieshose in einen Taubenhalter umgewandelt und mit Tauben bevölkert worden. Vor dem Schlage war eine Art geräumiger, weitmaschiger Drahtkäfia angebracht, um die Tauben an diese« Heim za gewöhnen und gleichzeUig am Ent- weichen zu hindern. Unter demselben hielten sie sich auch mit Vorliebe auf. Als sie sich eben dort lustig tummelten, stieß ein Habicht p ößlich nach ihnen nieder und schlug dabei so wuchtig «ruf da« Diahtgeflkcht auf, daß er momentan liegen blieb, die »um Tod««rschreckien Tauben aber schleunigst in da« Innere floh-n. Zugleich war er mit seinen Fängen zwischen die Maschen de« Drahtgeflechtes aerathen, so daß es ihm trotz gewaltigen Strampeln« und FlügelschlagenS nicht gelingen wollte, zu ent- kommen. Ein Fahrgast, der mit den dortigen Octsvnhaltnissen näher bekannt schien, stieg schleunigst vom Omnibus, rannte durch« Thor zu dem Häuschen, warf eine in der Ecke lehnende Leiter an» Dach, bestieg sie und vrrfuchte vermittelst seine« Hut-S sich de« Habichts zu bemächtigen; jedoch war dieser Herrscher der Lüste nicht gewillt, sich diesen aufsetzm zu lassen. Du°ch einen k ästigen Ruck, unter Auswendung aller Kräfte, gelang e« ihm, sich auf seiner verhängnißvollm Lage zu befreien, läng« de« Dache« zu entrinnen und auf die nahm Bäume flüchtend für diesmal zu entkommen. Der Wärter der Tauben meint, vor dies-m seim dieselben in Zukunft sicher, der komme aewiß nicht wieder. Da« größte Aufsehen dürfte da» Bekanntwerdm des folgenden disner vöurg unausgeklä.t gebliebenen Vorfall« er- regen. Am Freitag sandte eine hirsige Gummiwaarenfabrik ihren Laulbu schen auf da« benachbarte Postbureau, um da- selbst mit Postanweisung 400 M. einzuzahlen. Der Bote über- reichte dem Sekretär die Anweisung, l-gte da« Geld, vier Hundertmarkscheine, durch die Schalteröffnung dem Beamten hm und wartete auf seinen Empfangschein. Inmitten der Abfertigung, welche der Sekretär sogleich vorgenommen hatte, da sich niemand weiter im Postamt befand, hielt der Sekretär inne, und mit den Worten:»Hier ist auf der Anweisung ein Versehen. Lassen Sie im Komptoir da« richtigstellen!' gab er dem Burschen die Anw-isuna zurück.»Dann geben Sie mir auch da« Geld gleich wieder l" sagt dieser.»W lche« Geld?* —„Nun, die vie.hundert Mark, welche ich auf Ihren Platz Geschoben und die Sie auch genommen haben!' entgegnete der sung«. Der Beamte gerieth in den höchsten Zorn und drohte dem Burschen, ihn hinauswerfen zu lassen, wenn er sich nicht augenblicklich au« dem Bureau entfernte. Leichenblaß und verstört kehrte der Junge in da« Komptoir zurück und berichtet« seinen Chef«, wa« ihn begegnet sein sollt«. Die Herren verfügten sich nach dem Postamt, dessen Vorsteher sofort Kasse machen ließ. Die Kasse stimmte. Es wird zur Kriminal- polizei geschickt, worauf ein Beamter im Geschätt erscheint und dort den Jungen unt-r vier Augen in« Verlor nimmt. Er e-mahnt ihn, doch einzugestehen, daß er das Geld»verloren-' tob«. Es nürde ihm ja Nicht« geschehen, er solle nur die Vahrhert sagen. Aber der Lausbursche blieb bei semer Auk- sage und betheuerte, von dem Postsikrelär Nicht« zurückerhalten zu haben und da weder vom Publikum noch von den Beamten irgend Jemand»»gegen war, so steht Auslage wider Aussage. Gtn»kranke«' Gentleman! Ein raffinirter Gauner hat vorgestern Morgen du ck einen geschickten Koup einen ver- we enen Diebstahl in der Wohnung eine« Arzte« ausgeführt. dem Sprechzimmer eine« bekannten Mediziner« der König- adt erschien vorgestern Morgen gegen SUHr ein anständig gekleideter etwa 25läh?iger Mann, der, da der Arzt vor Beginn der Sprechstunde zu einem gefährlich erkrankten Patient», lrerufen worden war, sich allein in dem obenerwähnten Zrm'» b-fand. Um den Besucher nicht allein zu lassen, hielt sich�-.� DienftmäOltien de« Arzte« im Nebenzimmer auf, daselds. vre Möbel abstaubend, während der Patient in auf einem Tischchen liegenden Büchern la«. So vergingen wohl 6 Minuten, al« plötzlich der fremde Herr mit lautem Wrhruf emporfuhr, Hut und Stock ergriff und sich anschickte, da« Wartezimmer zu ver- lassei,. Da« Dienstmädchen eilte schnell hinzu und bat den zum G hen sich Rüstenden doch so lange zu wart.n, bis der Herr Doktor zurückkäme, der Fremde aber schützte heftige Kopfschmerzen vor und erk crl« baldigst andere ärztliche Hilfe haben zu müss-n.— Gleichzeitig zog der Leidende sein Po temonnaie, entnahm demselben 50 Pf. und überreichte dieselbe dem Mädchen mit der Bitte, ihm, weil er sich sehr krank fühle, fchleunigsi ein G!a« frisch'«»Brunnenwasser-' zu holen, da ihm die« stet« gute Diensie leiste. Eilfertig flog die Beschenkte davon, um vom Hofe Wosser zu holen, m der Hast die Schlüsseln im Büffet, welche« im Wartezimmer stand, stecken lassend.— Al« sie nach wenigen Mniuten zurückkehrt«, war der Fremde verschwunden, mit ihm aber auch da« Silberzeug, welches sich«m Buffctkasten befunden hatte und da« einen ungefähren Werth von 250 M. rep äsentirte. Die Entdeckung de« gewandten Gauners wird dadurch sehr erschwert, daß da» Mädchen»'cht im Stande ist, ein genaue« Signalement de« »kranken Gauner. Genileman«-' zu grben.— A«f dem Uenban Forsterstraße 58 ereignete sich vor. gestern Mittag um 2 Uhr ein bedauerlicher Unglückskall. Als vier Steinträger die nach dem ersten Stock de« Neubaues führende Le ter bestiegen hatten, schlug dieselbe p'ötzlich um, so daß die Steintröger in die Tiefe herabstürzten. Glücklicher- meist kamen sie mit leichten Verletzungen davon, bi« auf den Steinträger Heiniich Heidevetter, welcher auf der obersten Leilerstufe stand. Derselbe wurde sehr schwer verletzt; er erlitt einige Ripvenbrüche, eine Kopfwunde und eine starke Konwfion der Wirbelsäule und wurde auf seinen Wunsch mittelst Droschke nach seiner an dem Kotibuser Damm V3 belegenen Wohnung befördert. Da« Unglück soll dadurch entstanden sein, daß die Lnter nicht genügend befestigt war; die Verletzungen der leicht verwundeten Steint, äger tühren von den herabstürzenden Mauersteinen her. Gin gräßlicher ZlnglScksfatl ereignet« sich vorgestern Mittag in oem Haufe Badftraße 34. Hier war die 14 jährige Tochter Bertha des Kaufmanns H. mit einer brennenden Petroleumlampe in den Keller gegangen. Bald daraus drangen au» dem K.llerraum Hilferufe, und al« Hausbewohner hinzu. eilten, fand man da« bedauernswerthe Mädchen, mit unzähligen Brandwunden bedeckt, leise wimmernd an der Erde liegend, vor, während die zerschellte Lampe an der Erde lag. Die Kieme war gestolpert, die Lampe war explodirt, und da« brennende Petroleum hatte sich über die Kleider ergossen. Man schaffte da« verbrannte Mädchen sofort nach dem Lazarus- Kranknhau«. Die Zeiche eine« KelbstnrSrker« wmd« am 1. Febr. im Thiergarten m der Nähe der großen Querallee aufgefunden. Der unbekannte, anscheinend dem Handwerkerstand« angehörige Tobte ist etwa 40 Jahre alt. Nach den bei ihm vorgefundenen Papieren dürfte e« ein Feilerhauer Olto O. au« der Brunnen- siraße sein. Die Leiche wurde nach dem potizeilichen Leichen- schaubause geschafft. Kon einem Pferde gebissen wurde vorgestern die in der Augustftraße wohnhaft-, 9iä»nge Kutschertochter Anna Dr. Da« Kind spielte in der Weinmeisterftraße auf dem Bürger- steige. In der Nähe hielt«m Mrlchwagen, und al« da« Mäd- chen dem Pferde achtlos zu nahe kam, wurde da« Thier scheu und biß um sich. Hierbei schnappte da» Pferd derartig nach dem Kcpf de« Kmde«, daß dieses schwer« Bißwunden davon- trug und nach Anlegung eines NothverdandeS in ein Kranken- hau» geschafft werden mußte. In großer Gefahr schwebte in der vorverflossenen Nacht die in der Lmienstraße wohnhaft« Stellmacherfrau T. Ihr Ehemann zeigte bereit« vor mehreren Jahren Spuren von Geisteskrankheit, und derselbe mußte schon mehrmal« in der städtischen Jrrenheilanstalt zu Dalldorf Aufnahme finden, wurde aber jede« Mal, wenn er auf dem Wege der Besserung sich befand, von seiner Gattin nach Hause geholt und mit aufopfernder Sorgfalt gepflegt. So hatte sich vor Kurzem wiederum sein Zustand so weit gebessert, daß er in fein Heim zurückkehren konnte. Bor ewigen Tagen wurde er aber wieder still und scheu und verbrachte die Tage in opathischer Bewußtlosigkeit, während ihm Nacht« von Neuem der Verfo.'gungSwahnsinn keine Ruhe ließ. Vorgestern Abend nun schreckte der unglückliche 40 jährige Mann plötzlich au« seiner Ruhe auf, wurde von Tobsucht überfallen und stürzt« auf seine arme Frau los, sie am Halse würgend und in der Stube hin- und herzerrend. Als er so sich dem Fenster näherte, riß er dasselbe aus und wollt« sein Opfer zum Fenster hinausstürzen. Zum Glück vermochte die geängstigt«, aber kr ästige Frau der ihr drohenden Gefahr so lange Widerstand entgegen zu setzen, bi« auf ihr Hilfea-schrer Nachbar«leute hin- zueilten und den unglücklichen Wahnfinnigen unschädlich machten. Die herbeigerufene Revie» Polizei ordnete von neuem seme Überführung in die Heilanstalt an, woselbst diesmal sein Aufenthalt bi« zur völligen Wie- derheistellung dauern wird.— Ein gleich harte« Loa« hat vor einigen Tagen einen hier studirenden Amerikaner, den 26 jährigen Henry L. au« Massachuset«, getroffen. Der unglückliche junge Mann hatte sich in letzter Zeit so über- angestrengt, daß sein Gehirn zu leiden begann. Da« hiesige amerikanische Konsulat nahm sich de« bedauerntwerthen Land«- manne« an und sorgt« für seine Eicherstelluna. L. wird wohl in nächster Zeit in sein« ferne Heimath gebratbt werden, wa» die Aerzte für da« beste Mittel zu seiner Wiederherstellung halten. Dl«»Kchntedlfchen Ktvelchhölz«?' haben gestern Abend wieder einen schweren llnglücktfall hervorgerufen, welcher den Verletzten für längere Zeit an'« S-Nmerzenlager Gesseln dürfte. Der in einem EngroSgeschäft der Königstraße thätige KommiS Georg Engler arbeitete gestem Abend nach Geschäfisschluß noch im Komtoir und brannte sich dabei eine Zigarre an; der jung« Mann beachtete nicht, daß ein Funken de» entzündeten Streich- hotze« in die halbgeöffarte Schwefelholzschachtel hinemfiel und steckte die letztere wieder in die Hosemasche. Der brennende Funke bracht« jetoch die mit Streichhölzern gefüllte Schachtel zur Explosion und bi« Flammen ergriffen sofort da« Bmk.eid, da« im nächsten Augenblick schon hell aufloderte, während die brennenden PhoSphorkuppm explodirend in da« Fleisch und die Haut de« rechten Bnne««indrangen und dasselbe bi« auf den Knochen etwa handtellerbreit verbrannten. Dem entsetzlich Zugenchteten kam der gleichfall« im Komtoir anwesende Hau«- diener zu Hilfe, dem e« nach längerem Bemühen gelang, den Brand am Kötper d.S E. zu ersticken. Der bedauernswerthe junge Mann wurde mittelst Droschke nach der nächst be- tegenen Sani ätSnoch- und von da in'« Krankenhau« geschafft. Ginbrnch«dt«bftahl. Sin schwerer Embruchtdiebstahl ist ror einigen Näch-en bei dem w der Frankfurter Chaussee wohnenden Fadrcktefitzer Kohn ausgeführt worden. Die Diebe, welche durch» Fenster jedenfall« in« Komptoir eingedrungen, haben dorffelbst eine schwere eisern« Kassette erbrochen und den Inhalt derselben etwa 800 Mark, darunter 7 Einhundert- Markscheine, gestohlen. Ferner wurde ein blauer Eskimo- Ueberzieher und zwei Paar Stiefeln, insgesammt im Werth« von ca. 150 Mark entwendet. senen onen, onen, Kerliner Ajqlverein fit Gbdachlof». Jm versl» Monat Januar nächtigten im Männer-AIyl 9248 Per davon badeten 2580 Personen, im Frauen-Asyl 1450 Per davon badeten 121 Personen. Pollzelkertcht. Am I. d. M. Morgen« wurde im Thier- -n, nahe der Großen Quer-Alle«,«in unbekannter, etwa Jabre alter Mann, und Vormittag««in Arbeiter auf dem rundftück Wollinerstraße 11 im Kuhstalle erhängt aufgefunden. — Am 2. d. M. entfiel dem 14jährigen Mädchen Hiller beim Betreten enre» Keller« in dem Hause Badftraße 34«ine brennende Petroleumlampe, welche e« in der Hand trug, infolge bissen sich da» autflteßende Petroleum entzündete und die Kl-ider de« Mädchen« in Brand setzte. Hierbei erlitt dasselbe so schwere Brandwunden am ganzen Körper, daß die Ueber« sührung nach dem LazaruS-Krankenhause erforderlich wurde.— Am 1. und 2. d. M., sowie in der Nacht»um«. d. M. fanden sieben verschiedenen Stellen kleinere Brände statt, welche an von der Feuerwehr gelöscht wurden. An dl« MSHl«» de« 3. Mahlkrrise«. Genossen, die am Tage der Wahl thälig sein wollen, werden ersucht, sich bei folgenden Herren zu melden: C. D i m m i ck, Sebastianstr. 72.(Maurer, Werner u. Co.) Fehlhaner, Reichenbergerstr. 6 Hos p»! Haderland, Reichenbergerstr. 161, oont Jakow-ky, Eimeonstr. 5, 4 Tr. b-i®*aJT' Meyer, Fürstenstr. 2, 4 Tr. bei Kuhla. Müller, Schmidtstr. 3?. Folgend« Genossen sind al- Vertrytn'mm'� einzelnen Stadtviertel des 6. Berliner. Reichstag»� am 29. Januar im 1. Gustav Petersoi., Nr. 23(Schönhauser Vorstadt). fl, 2. Aua. Hinze, Zimmerer, Demmineistr. thaler Vorstadt)._«i., 3. R e inho ld Päseler, Zimmere�D°ll°°' (Wedding und Oranienburg««5..»t IS 4. Fron» Peter«, Klempner, Sleltmal». sundbrunnen).«..j-iinJ Tischler, Birkenst sundbrunnen). 5. Heinrich Lang hoff, (Moabit). Genossen, welche gewillt find, am Tag«,. seren Kandidaten Wilh elm Liebknecht IWJ werden ersucht, sich rechtzeitig bei ein.m W« rL„ wänner in ihrem Stadtoiertel zu melden, Meldungen in jeder Wahlangelegenheit, sowie frei» träge entgegengenommen bei: August Jacoben, Höchste. 33. Hof R. Kaufmann, Bernauerstr. 114b, v.'' «/V.«V u M I m u II II/ Ottiiuutifu. Bei den zwei zuletzt angeführten find jauch 0* zur bevorstehenden Reichstagswahl zu haben.»,,{ Somn»«lstrU«n für gelesene Exemplare de« � blatt" und der»Volks-Trrbün«-' si.io im 3. Wahl» genden Herren errichtet: Börner, Ritterftr. 108. Keäker, Waflerthorstr. 20. Klein, Ritterstr. 15. Gründe!, DreSdenerstr. 116._,. R. Baqinski, Bachhandlung, Ei'y-PassaZt- Schulz. Koitbuser Platz 40a. i le damit zu L*«* Fleisch. i baden«o mit der I > Waage h .«lglstition - fc'n l to«»rnv �»aß Vansel Ä'Äbi ;a," ,Ä"Ä keine S»! rjkrttn. I *t»berfühi Vwandtheit der Nähe �lajortlich« für Van Lö Wochen »ogniß. T miete nach * Anzahl v aÄ ..««macht die Vng« L Der B 1 ist ei, das "«Usmtte! •»den die ,i«m; denn daß die daß Lokal« zu Arbeiterversammlungen herzugeben. Dl« MahUtsten find von nicht weniger al«'f. g lern kontrolirt worden; 1769 Wähler haben reklanm (Bertrhks-Beikttill! ■rif'jt „mtt fem Aermei oa« Znqiyan» 6*P"'',r% g» interessant« Einblicke in den Geschäftsbetrteb zahlreichU g �, stall ÄAiöAter liefert« eine Verhandlung, die gestecu Jistf i Amtsgericht II stattfand, und von Wegen Betruges in mehr al«* I5 Mq, Schöffengericht am Amtsgericht II stattfand, unM� Abend« dauerte. Wegen Betruges in mehr al' geklagt, standen die Schlächtermeister Wilhelm.. Gruhn, Wilhelm Kickebu'ch, Jos, pH Schapk« un» Hußfeldt, sämmtlich au« Reinickmdorf, auf der si" Der Prozeß, der schon seit zwei Jahren anhängig wj reit« mehrere Termine erfordert, die aber jrdrsw° werden mußten, weil«ine weitere Ausdehnung sührung erforderlich schien. Zu der gestrigen waren 36 Zeugen und»wei Sachverständige—*4'," Loui« Heilemann und Schlächterinnungs-Altmeist?* geladen. Der Zuhörerraum war von Schlächtetn u dennoch konnten zahlreiche Berufsgenossm der AngekiW Einlaß finden. Wie dt« Beweisaufnahme ergab,'.J Angtklagten in folgender Weise operirt: Theil« clletn, tweien oder zu Dreien gingen sie zu den Landieuten ichweine oder Rindvieh. Sie bezahlten stet« prompt°„ redeten Piei«, kamen aber an te.nselben Tage oder ow wieder und überraschten die Verkäufer mit der Nach' die Schweine finnig, die Kühe»perlsüchtig-' oder»m seien und zuiückgenommen werden müßten. Die 0%« Landleute ließen sich zum Theil verblüffen, sie � Märchen und zahlten anstandslos eine Entschädigung, Zf der Zurücknahme de« Fleische«, für welches sie kojj* j dung hatten, zu entgi hen. Bei Vielen mag sich woht.1 böse Gewissen gerührt haben, denn klein« Landleute W:* Mastvieh, fondein nur Nutzvnh zu halten und verkam� lq�rau. lldifi dabe Wf den J >!S? werden da BSfU; und ngekla j..Ä? doch bi �ung tt 1 K,N'nd,gt Ar er i Umfans «ut unt T&f.? fi"v: * lasse Uber 50 « gute\ und d k gJW kühe und Zagochsen nur dann, wenn sie kein«%% geben, oder nicht mehr fressen wollen. Bei solchen Vi». A e« alsdann sehr glaubhast, daß dieselben krank sind, die« nicht der Fall, oder die Krankheit keine solche den Weich de« Fleische« wesentlich vermindert. die Leute an die Krankheit de« Thiere« nicht glauben» selbst davon überzeugen wollten, dann wurden sik eingeschüchtert, daß der oder die Käufer meinten, 651 1. ttgung müsse sofort geschehen, denn sorst könn« der Gendarm nilyi immer p oxticy Zeri zugehen, so nahmen sie das Gewisse für Oos Best«, 1??' Entschädigung und überließen da« Thier dem Scheck � � angab, er könne dasseche wenigstens zur Wurstfabriio'.J wenden. So schlugen die Schlächter Entschäd'gungfss bi« 90 M. heran«, ohne daß sich auch nur die Jnttrcsl' '■' zwei Schwcin« an Vanselow verkauft. Dieser in Glifl-lfl im« Und Et« und erklärte, eins davon fei finnig. Eine Entsul M Vorver mochte Schich nicht zahlen, lieber wollte er das selber aufessen, er li,ß fich also da« und zahlte für den Transport 15 M. Fleisch iTtiJ, M KS uchuno fe kündet, entspann fich zwischen ihm und dem Vorfitzenj&ti! "" th, folgender Dialog. Vorsitzender:®� lichter Dr. Aschroih, e« von Glienicke nach Reinickendorf?— Z uge: Eint W5; 1�% Eile. :r. 7rP'*«at'�H$!il!!tfett®jn®en»u b:n gebracht und frei bekowmm haben, doch �C s. k in keinem Falle einen Beweis«bringen, eäk"».6ä sä Ii»..«.» A. b;;. äs gelangt find. Da aber der Umsatz de« Ange- , bekannt war, so konnten trotz der auffälligen — kernt Schlüsse zum Nachiherle de« Angeklagten daraus ««den. Immerhin hielt der Slaatsanwalt die Ange- Mr überführt, datz fie die.Gutgläubigkeit' und.Ge- tm der Bauern, die man.in solch hohem ! d« Nahe der Hauptstadt gar nicht erwarten sollte ��»tvortlich« Weise bettügctijch ausgebeutet hatten un It ,.#l MWZS««« #### ober l l' ,0,!ü wahre Thatsach.n verschwiegen «er daß falsch« Vorspiegelungen mit voll m stissaze. ? Anklag« nicht wegen Vergehen« gegen norden ist, denn in diesem den« � selbstverständlich verur-heilt -" unterliegt für den Gerichtshof keinem d«{ .HBoTl�b,� ch weiga» 1"cht F�lei f ch'i"" V e n V�k ehr ß alf Kft eklawird 'te 2*» dabei den cnv--.cht Fleisch). Wenn sich die Anaeklagt-n die Unwiffenhert Seligkeit der kleinen Leute zu Nutze machten, so 'bei wesentlich d«r Umstand zu Hilfe, Vororten in jedem kleinen Gebäude S) # t V-ni«Ä ■ Tß Wr o, ergen-n Klr« 5?«'7,«-?!?», �"uwann Emil Gunther an l*« kÄ ,°w Landgericht II tot. >»» CwM&w�kg« lautete auf Wechselsälh "% iK-S S S« sä Äft Die ftfti sie glautA digung, ;s»i ute pst II zlauben» J nde H s gar eis»ur SO ">>«»)> werden dürfen, daß also kranke Theile ent- und nur der Rest zur Untersuchung eingebracht / statt daß da« ganze Thier untersucht weiden �geklagten haben zwar sämmtlich mie dem A'rmel a« gestreift, aber fie muhten nach Lage der Sache sprachen werden.' Trotz dieser vernichtenden Kritik doch die Kollegen der Angeklagten nicht enthalten, isW« M ----- au« Bertin der»werten Die wider denselben I MKT'ug' laritel« auf Wechs'lsälschung in drei Fällen. � findig« Anklagte d.ponirte Folgendes: Im Januar ss. SäSÄ M» Inn«cedit nicht auireichend war, mrt fernem ar ß «itgen an ihn herangetreten, denen er nicht gewachsen !?- Um sein blühendes Geschäft nicht zusammen- •?. lassen, habe er fich ve leiten lassen, drei ,„««« 500, 400 und 350 Mark»u falschen. M»ute Firmen als Ak» ptanten und Gnanten und diskontirte dieselb.n bei dem R't'orfer « bei welchem er Mitglied war. Sc habe ge. .«be er fich getärscht g.s.hen, die Verfall»e,t sei heran '» habe nicht zahlen, die Schande aber Nicht er- deshalb habe er fein Geschäft im Stiche ge- jt ergriffm und sei nach der Schwei» gegangen, ■P»�..-wnd de« hinter ihm erlassenen Sie ckbriefeS er. M 1''. Geschädigt sei durch die Fälschungen N,e. SttZ�den, weil des Geschäft, da- in ferner Abwesenheit Kt�luiarden sei, so viel brachte, daß die Wechsel sammt t fcj?en Schulden gedeckt werden konnten. An der Rech- itntereMM|?ll Ct4Ull|f ♦ föloCßibtt.'* estletaUardette» Deutschland«! Schon länger« * 5ö«lt unter den Metallarbeitern der Masebtnenbau- % Ja: fianA m sm )•■' blassen. Der wahre G> und ist folgender: miraere Zeit in der hiefi"»« ßhmmni#.fmÄrif»nh freifinnigen Direktor gtnai für die Luckenwalder ,«7%# # tM genta*- ff m # n, und esehen f der hiestgen Chamottefabrik und enannter Fabnk, einen wegen «Jj» Sofort einoeleitete Verhandlungen führten zu nicht«. ich z?�>>tr im Maschinenbau, 134 Mann, legten darauf. a,' Januar die Arbeit nieder und proklamirten den L*«uf wenige Gewerkoerem«. Mitglieder blieben zurück. v»' derselben, welche fich anschlössen, gehören alle K'm: i tj* an. 6« werden ru" folgende Foiderungen tz V>idin«I Wiedereinstellung de« P�utz. 2. Einführung der U'ltbt,iln on Steve der 13—20 ftündigen AibeitSzeit. u!?ar>g.nden�mit 10 Pf. extra zu vergütigen. 4. Auf- j|U»nu 0'a Lohne» um 3 Pf. pro Stunde. Kolleeen u�°truy.. Jdr werdet zugeben, daß die« sehr niöfjige ?• W. S«n find und da die Fabrik Mit Aufträgen überhäuft ? wir zum Ziele zu gelangen. E« wird Euch auch Cafi der Fachverein vernichtet werden soll. Die 'ideiler werden trrtz ihrer kümmerlichen Lage ihr hun. An Euch liegt es, uns in diesem Kampfe |0%tn, denn so viel ist ficher, geht dieser Streik ver» »asz,?. da« für die seit dem vorigen Jahre am hiefigen tBi.rdend« Arbeiterbewegung ein Schlag, der un« um T?» w,.« zurückwirft. Brief« und Sendungen find zu �>».5.'«Mil Donnerschell, Dreher, Grabow bei L iita j*.'UW Stern, Langeftrafie. ! Feiteahrmer Kertin«. Im Anschluß an - g_ Metdung der Lohnbewegung in Leipzig mit •wenbutg», thrilen wir Euch mit, daß die Forderung krage i-? ho« 0" hauptsächlich Veikü-zung der Arbeit«, eit bezweckt, und zwar 23 M. Minimallohn bei einer 9 stund, gen A-bertSzert, der heutigen Zeit entsprechend, ist dieselbe nur human zu nennen. Kollegen, tl wurde den Kollegen auf Stellung der Forderung nach abgelaufener Frist, von Seiten der Unte.nehmer dahin. gehend beantwortet, daß d,e Lage rhrer Arbeiter auf keinen Fall eine mißlich und ausbesserungSbedurft'ge genannt werden kann und darf, und daß die Fordeiung vollständig ungerecht- fertigt wäre,(Berliner Muster), ferner.verlangen' diese Herren al« Zugabe, daß der Arbeitsnachweis in ihre Hand« gelegt wird, wie-S sich.aeziemt'. Nun, Kollegen, dieses wird Euch genügen, daß dieselben gezwungen sind, den Kampf mit diesen edlen Menschenfreunden aufzunehmen, welche destrebt find, unsere Organisation vernichten zu wollen, wir ersehen daran«, daß auch vre Leipziger Unternehmer fich auf« hohe Pferd setzen, wie eS un« in Berlin gegangen ist. Nun dieselben«erden e« wohl einsehen lernen, daß fie mit zielbewußten Arbeitern zu thun haben, und der Arbeiter heut dahin strebt, fich Gleich. berechtigung und Achtung»u verschaffen, und zwar durch internationale Verbrüderung aller Derer, welche fich Arbeiter "�Nun find dieselben, 31 Mann, darunter 15 Verheirathete, am 1. Fabruar in einen Streik eingetreten. Wir fordern daher, tretet olle Mann für Mann ein, um den Kollegen zum Siege zu verhtlfen, denn ihr Sieg ist unser Sieg. Wir«ollen wünschen, daß fich jeder Einzelne de« SolidaritatSpefuhl« be. wüßt ist und mit dazu beitragen wird, um die Sache zum guten Ende führen zu können. Nähere Auskunft ertheilen: Otto Melchior, N.ue Höchste. 17, für den Norden; Karl Groß, Lübeckerftr. 46 für den Süden, und Wilh. Nest, Kl. Markus- stiaße 24, für den Osten. ■Oeflommlungeu. Die vereinigte« Putzer Kerlin» und Mmgegend beschäftigten fich am Sonntag in den Bürger'äten mit der Be« rathung de« Lohntaris« für die Baujahre 1690 und 91. Die Lohnkommisfion legte einen neuen Tarif vor, der genau die Preise bestimm», welche pro Ouadrotfuß für äußeren oder mne. ren Putz während dieser Zcir von den Bauherren bezahlt wer- den sollen. Die Diskussion hatte als Hauptsache zum Ergeb. niß, daß dem Tarif«ine Ergänzung hinzugefügt wurde, nach welcher die Arbeitszeit 9 Stunden nicht überschreiten und der Lohn nicht unter 7 M. täglich betragen darf. Eben so hoch sollen die Abschlagszahlungen bemessen sein. Bezüglich der Stangenrüstung wurde gleichfalls eine wesentlich von dem früheren Tarif abweichende Aenderung vorgenommen und für G ptplattenputz nach dem System Weiß u. Co. wurde ein be- sonderer Preis festgesetzt. Der neue Tarif soll den betheiligten Baumeistern, welche man auf zirka 800 beziffert, gedruckt zugesandt und an die Mitglieder gratis verlherlt werden. Polizeilich nicht genehmigt wurde eine öffentliche Ver» sammtung der Militäischnerder, die zum Sonntag Vormittag nach den Bürgersälen in der Dresdenerstraße einberufen war, um weitere Schritte m der Lohnb-wegung zu beschließen. Der Fachverein der Former und rerw. Berufsgenossen hielt am Montag, den 27. Januar eine stark besuchte Ver. sammlung m Deigmüller'« Lrkal mit folgender Tagesordnung ob: 1. Kassenbericht. 2. Bericht der ArbertSnachweir kommrsfion für den Süden und Neuwahl. 3. Wahl einer Rechtsschutz» kowmisfion. 4. Verschiedene«. Nachdim Kollege Wichmann den Kassenbericht verlesen und die Revisoren die R chlig. keit drsselben bestätigt, wurde dem Kasfirer Decharge ertheilt. Punkt 2. Kollege Malitz berichtet, daß im letzten Haltjahr 129 Kollegen den Arbeitsnachweis in Anspruch genommen haben, davon waren 38 für Bunt- und Flachguß, 14 Kernguß, 23 Zinkguß, 54 Metallformer. Hiervon erhielten 60 durch den A beitSnachwei« Beschäftigung. Die gewählt« Rechtsschutzkommrsfion besteht aus 2 Eisenformern, 2 Metallformern und einem B-rusSgencssen. Bei Punkt 4.Ver- schüdene«' wurde über die Gießerei von Legel, Rückerftr. 6, die Sperre verhängt, glörick wurde wieder in den Verein auf. genommen, da fich herausgestellt ha», daß sein Ausschluß durch Jcrthum erfolgt war. De» Arbeiterbildungsverein Kerli« hat am Sonntag, den 2. Februar,»em Beschluß der Vrrsammlung vom 19. November v. J. Rechnung getragen und für die drei am 23. Januar 1887 verunglückten Genossen Nauen, Hmzel und Lachmann einen großen Kranz mit lanaer, rother Schleife und d-r Inschrift:„Gewidmet von dm Genossen des„Arbeiter« bildunqsverein Berlin' auf die Gräber niedergelegt. Mehrere Genossen waren anwesend. Metzlar, den 20. Januar. Am gestrigen Sonntag fand im großen Saale drS Schützengarten« eine von 600— 700 Per- sonen besuchte Arbeiter- und Handwerkerversammlung statt. Zur Tagesordnung stand: 1. Das UnfalloerficherungSgesetz. 2. Die Pnsse und ihre Bedeutung für den Äibeiterstand. 3. Diskussion. Referent Herr Albrrt Paul, Maurer au« Hannooer. Nachdem die Versammlung ein Bureau von zwei Mitgliedern gi wählt hatte, ergrrff der Referent da« Wort, um in glänzender Rede zuröchst das UnfallverficherungSgesitz zu beleuchten, wobei Redner bewi«S, daß er eine ein- gehende Kenrtniß aller Arbeilcrverficherungsgesetze befitzt. Di« Pressen aller Tendenzen beleuchtend, ging Redner aus die nächsten Wahlen über, die Arwrsenden ermahnend, dem Ar- beiterkandidaten am Wahltage die Stimme nicht zu versagen, sowie durch Verbreitung der Arbeiterpresse auch unter den Arbeitern de« Kreise« Wetzlar Ktarhert zu schaffen. Der brau- sende Beifall bewies, daß die große Mehrheit der Anwefrndm mit den zweistündigen Ausführungen de« Referenten einoer- standen war. Zur Diskussion wurden nun zunächst die Gegner aufgefordert, dem Rrfirenten gegenüber zu treten, von welchcm Recht jedoch niemand Gebrauch mackte. Unser Kandidat Schneider au« Marburg wie« nun in kurzen Worten auf die Lage der Kleinhandwerter hin, dieselben auffordernd, mit den Arbeitern gemeinsame Ziele zu verfolgen, wozu die nächste ReichStagSwahl die beste Gelegenheit biete. Nach längerem Schlußwort de« Referenten schloß der Vorfitzende Abel die imposante Versammlung mit einem donnernden Hoch auf die Arbeiterbewegung. Zu bemerken ist noch, daß dies« Versamm- lung die erste Arbeiterversammiung in der Stadt W tzlar war, in welcher Buaust Bebel seine Jugendjahre verlebt hat. Gine»cht schneidige Grtvvrrrvattuug und Polizei- betzorde scheint in Niederfinow zu fern. Eine von dorirgen Arbeitern einberufene sozialdemokiatische Wählerversamm ung, welche am Sonntag Nachmittag unter großartiger Betheiligung der Arbeiter, welche au« allen umliegenden O ten zulammen. geströmt waren, stattfand, nahm leider nach wenigen Minuten ein unerwartetes Ende. Nach erfolgter Eröffnung und Bureauwohl erthei te der Voifitzende Künicke au« Oderberg dem Stadtverordneten Klein au« Berlin das Wort zum Vor. trag« über die bevorstehenden Reichstagiwahlen. Kaum hatte derselbe jedoch einige Worte gesprochen, als der überwachende Gendarm ihn nach der Genehmigung zum Sprechen fragte. Der Genosse Klein machte ihn nun darauf aufmerksam, daß er doch al« Rcferent angemeldet sei. Der Gendarm löste jedoch nun ohne jeden weiteren Grund die Versammlung auf. Unter brausenden Hochrufen auf die Sozialdemokratie verließ die erregte Menge den Saal, und immer wieder sammelten fich neue Schaaken von Arbeitern an, welche in erregter Weise gegen solch ein Vorgehen protrstirten. E« wird gegen diese Versammlung«. Auflösung B.schwerde geführt werden. Zu bemerken ist noch, daß die Beeinflussungen, welche auf die Gastwirthe dort ausgeübt werden, wirklich unerhörte find. Die nächste Versammlung findet am Sonntag, den 9. d.M., Abend« 7 Uhr, in Niederfiaow statt. Berliner Genossen, die an der Versammlung theilnehmen wollen, müssen den Zug um 4h Uhr benutzen. 2 DlSkuIsioN' 8«erlchtedkm« Zur D-ckun« der Uiiwfta, am i ftratze L_—, »lbeit Auerbach. Tellerlammlung. «r»«,»»«»tttch, V»»fam«l«n»»«• gewerUttch»» ftUf»**- b»>t»r»»»zw»«»d tlm,,g,nd am Dlenftag. den 4. isibruar.«dend» Sil Udr In Sien,' kalon. Nmnaaftr 27 Zaaetoedming; 1«oriraa de» Herrn fi ig Zudeil über: Wewerdltchc SchledttzeOchte 2 Dlilulfton. Verschiedene». > Iß Pfl cht aller Arbeiter in di ser Versammluna»u erscheinen. z«»r»utkair« d»r»abakarbeiter, Berlin ll, Dienstag, den 4. Februar. Abend» 8 ahr, bei•natu, B.unnenftr W Mit zliedervei sammlung. Zaae». Ordnung: 1 R chnungtlegung. 2. Bericht der L>.t> Verwaltung. 8.»ei. schledene«. »««Hwnr Otldha»»» Dienstag, den 8. F-bruar, Abend» e% Uhr. im Restaurant Aefenct. Annenstr. 16. 1. Bibllothiladind 2. Werlftattange- legenbeiten. 8 Verschiedene». der Stitiagrapl,»»|n Berlin. Dienstag, den 4 d. Wf„ Abend» 8 Uhr. im Wtnlergartin de» Grand Hotel, am Adrirdeiplr»n. gang st» t-strabe): Mitgliederversammlung. Tige»oidnung: I.•eschaslltche» und Ausnahme neuer Mitglieder. 2 Der stongr-t in Hannover. 8.«r.tiaa Schräder und•ei-ossen bete, die Stellenvermittelung. 4. Bericht der stasserr. i-visdren. 5 Bericht der Bergnstgurattorrmtsston. 6 Verschiedene». Di« Mitglieder werd-n um vollzählige» E scheinen ersucht und gebeten, stollegm al» Gäste ein uslldren. Gratz» Sfsentttch»»»rsammlung d,» Kiolirart,»««» K»»li»« am Dienstag, den 4 d M. Abend« 8 Uhr, in DetgrnllllerS Eaal, Alte Jakob. straf)' 48». Tagelordnung r 1 Wehl eine» Vertrauenimann». 2 Bo trag de» Herrn Türk über: Die ländlichen Arbeiter. 8. Der geg-rwä tige Stand unserer Lohnbewegung. 4 Verschiedene».. U»r,in der«tl-mpn»» Heriiu« und*:***»*»» b.»rote Versamm. luag am Dienfta» den 4 Februar, Abend» 8 llhr, im Lokale de» Herrn Sieh. mann. Schwebte ftr. 23. Tagetardnung: l. Vortrag.(Der R scrent wird irr der Versammlung bekannt gemocht) 2. DiSkusstdN 8 Wahl eine» Ve anü- oungkkamtte,».r« dao Zeutsch»» K»«»f»l»»». Bund»«r7t macht un» daraus ausrre.ksam, bat der zu heute, Dienstag, nach der Wallst che enge kündigte Lehrku.su» r.ichl da» gehmann schr Svstem, son'ern eine weith ose N ichahm ana desielden lehrl. Wer Elenotachvircvlle iSch ellstenogrovhle) erlernen will, beziehe durch Herr» A. Lehmann, Berlin, Mälk'rnftr. Ii», da» Lehrbuch zum Seldstunterricht unter Einsenduna von IM. D. fiel de enthält unter Anderem auch Lehmann'» Paria- faqvaritn da» Tap-iira» Saelin» rrad zimg,g«»d. Dienstag. Februar c.. Abend» 8% lldr Mt>»liedrrvei sammtung bei Feurrst'ia. Alte Zakdbstr. TS Taaetordnuna: 1. Die Sommunlstengemeinde Zkarta. Risfente Hier Dr. Bruno Wille. 2 vtlwsfton 8. Verschiedene» und Fiagekaften. Gült» willkommen. Üm zahlreich S Erscheinen wird gedeien. «strotz, Httrammlung de» f»zlald»«»Kratifch»« tzpahlr»»»!»« sSr U,lt»w-O»»«K»w- Storkow'«Iiaoi«lt»«k»rg am Dienstag, den 4 Februar, Abend» 8 llhr. ta Bllmorck.öhe, Bilmarckstr 80 Tage» Ordnung: 1. Die Sozialdemokraten und die verschiedenen P rnteien, 2. Dtikusfton 8. Bö- schtedene» llm zablielche» Erscheinen wird gebetm •„band veutkcher(xokal- Pttbaad fmrtla). •eneralversammlung am Mittwoch, den i. Februar, Abend» 8 llgr, in Jordan'» Kalon, Neue Arüntrahe Ne, 28. Taaetordnung. 1. Vortrag, 2. SbrechnunA v:o 4. Quarral lk8S. 8. Wahl der Vertraueninräaner. 4, Verschieden«»,— Zrhlriiche» E lch inen ist unbedingt nathwendl». Grotz, Skk»»tttch» v�sammtu»,»,v OU»I»»»»r am- Mittwoch, drn 5 Fer-ruar, Abend» 8 lldr, in Mündt» Salon, stöp Icker ft ahe 100. Tageloidnuna: 1 Boicht der stommilfton. 2 Werkstaltangelegen- helt 8. Verschiedene» Zur Deckung der Uakoften st det eine T'llellamwlung statt. Der Wichtigk.it der Taie»ordnung wegen ift el Pflicht elne« leben Kollegen zu S|k«»tlich, Virsamminn»>»» Pam»nmiiat»l Kch»»i»». t innen und Arbaiterinnen der B»ki»i»«ng«lndnftri» am Donner«. tag, den 8 Februar, Abend» 8% llhr. in Weimann'» Vo.klgarten, Gesund- brunnen, Badstrahe. Tagelordnung: Der starr vs um» Dasein, Reserent: Herr Bruno Wille. Diikulston Gäste, Damen und Herren, haben Zutritt. «in»»eotz, ökk-ntlich, JirbtUeeinntn-»nd Zieb,tt,ee>mefaw«. »nna.stnd-t am F etlag.'"'........ _ den 7. d. M. im Lokale...._________ G.ll ftr 28, statt. Tage»o dmmg r Wal sordcrn die»idrtteiinnen von der Ardriie ve, tretung im R ichitage. N se.entin F l. Johanna Zagert WeAnbnngofri,* b,« det Herrn Jordan Neue " ainn tr»i»n einig nng d»»«tansl'nt,. am Freitao, dm 7 Februar. Abend« 82 llhe, ia Feuelftlin'» großem Saal. Alle Jakodstr 75. Prolog von Albert Auerbach gelp-ochen von F au Emma Jh ee. Festrede dt» Herrn Z Zll k Hieraus Tanzk äaachen Freund« find herzlich will- kommm. Billlt»»»OPf stnd zu haben bei Alb. Auerbach, stottbuser Damm?. «ld. Laatch. Sdlmtftr. 16. 2 Sc.: Z. S man. Znh A. Adler, Megerftraß» 88. ». Sstäster, Brunnenstr. 115», 2 Tr.; A P an, KI«uguftstr 8, 8 Treppen. H. Lefier, Neue Schönbai-serfte. 18, 2 Tr.; Karl Nasrnrhal, Möckernftraße 87 Kui.ge. Buchiä rdler, Ruppinerstr 2 JUtgimein*«kranhen- unb Kt»»b»knst,»,» M«lnlln»b,il«r (E. H 20 urd 8» Hamburg).Vulkan" Filiale Berlin I. Sonnabend, den 8. d, M.. Ltchterselderftr. 8, Restaurant Winter: Mitglt, derversammlung.— Sonnabmd, den 15. Februar blriben die Z hlftellen»eichlosien und da für am Montag, den 17 Februar, Abend» von 8 di» 10 llhr in den Zahlstellen v-t- träge entgegengenommen. Der Maiienball findet aar Sonnadind, bete 15 Februar in der llaianlbrauerri statt •»»tz»» UNUnnr Wa»K»nbaU b»r«öpf«r Berlin» am Sanniig. den S Februar, Abend» 8 llhr et, in Hevdrich'» F ft'aien,«eathitraße Nr. 22. Dematkiiuna 11 Uhr. Billet»* 60 Psg.(Ii d zu haben bei O G. einer. Käp- nickerftraße Nr. 100; L Piesaw,•.ünsiraße Nr. 40 und tu den brlanr.iea Lakaien. G»s nng-. Ueeen- nnb gesellig» ip»r»in» am Dienstag Gesangverein Zbulenderz Abend» 82 Uhr im Restaurant Ouandt, Sttalauerstraße 48— •esangverein.Alpenalllhen' Abend» 9 Uhr im Restaurant Hildebrandt. Prinzen- ftraße 07.— Schäser scher.Gesangverein der Elser" Abend» 9 llhr bei Wals und Krüger, Skalstzerstraße 128, Gesang.— Männergesangverein.Gartenlaube Abend» 9 Uhr Im Restaurant Ritt, Sottbuscrstraße 22.— Gesangverein .Bvuvardia"(Männerchar) Abend» 82 Uhr im Restaurant.Teutonia. Bei- forterstraße 15.— Männergesangverein.Stelnnelke" Abend» 0 llhr im Nestau rant Schul,. Steltinerslraß! 58-87.— Gesanaverei».Harmanle" SdmdG 8 llhr in Neukam'» Bierhau», Große Franksurlerstraße 49- Männergesangverein.Echo ll Abend» 9 Uhr im Restaurant Drsllhose, Rolenlhalerstraße Nr. 11—12— Gesangverein.Sängerhain" Abend» 0 llhr im Restaurant «aiser. Franz«renadierpla» 7.- Gesangverein Bruderherz" llebungtswnde >bmd»l>on,Ri—.I12 llhr. Ausnahme neuer Mitglieder.— Gesangverein.Host- ming Maabi! Abend» 82 llhr Wiltnackerstraße 68 im Restaurant Jlge».— vtännergesan, verein..HiiarltaS" Abend» 8 llhr im Restaurant Wi Gleist. Prinzen- Allee Nr. 89-»esangverein.Rtlidla»" Abend« 9 llhr im Restaurant Nebelin, Langeftraßc 108— Männergesangverein.Olvmpia" Abend» 9 llhr im Restaurant Gerth, Prinzenstraße Nr. 108— Gesangverein.Liederlust" Abend» 0 Uhr im Restaurant Lehmann. Naunvnstraße 44— gilännergesangverein.Aecordia" Abend« 0 llhr bei Weick, Aleranderftraße 81.— Gesangveretn Ludwla'scher Männerchor Abend» 9llhr Sindenftraße 108 bei Poppe, Uebungistunde. Gäste stnd willkommen;— Männergesangverein„Liede«sre>h!ti" Abend« 82 llhr im Restaurant Henke, Blumen- ftraße 88,—.Deutiche Liedertafel" Dirigent Rod. Maschindlv Abend» 9 llhr llebuugiftunde im Restaurant Saeger, Grüner Weg 20,— Männergesan». verein„Alte Linde" Abend» 82-1A llhr im Restaurant John», Marianmnftr, 1». — Zilherklub.Amphion" Abend» 9 llhr in Triebel« Restaurant, Hoher Steinweg 15. -Turnverein.Froh und Frei" lMänueradtdeiluria) Abend» 82 Uhr, Berg. ftraße 57.— Berliner Turngenostenschalt(Fünfte Männerabthetlung) Abend« 82 Uhr in der städtischen Turnhalle, Waslerihorstr. 81— Turnverein.Hasen- Haide"(Mtnner-Abtheilung) Abend« 8 Uhr, Diessenbachstr. 80—61.— Verein ehemaliger Schüler der 87. Gemeindeschule Abend» 9 Uhr im Restaurant Kinner. KSpnickerftr, 88.— Arendi'scher Stenogravhenverein.Apollobund" Abend» 82 Uhr«runnenstraße 129»— Armdt'scher Stenographenvercln Abend» 8% Nh; im ReftauraM.Zum eisernen Kreuz", Sindenftr. 71,— Deutscher Verein Arendt. scher Stenographen Abend» 82 llhr in Randes'» Restaurant Brunnenstr. 129». — Verein.Roe Abend» 82 Uhr im Restaurant Elße, Alerandrtnenftr. 89.— llnterhaltung»verein.Harmonie Abend» 8 Uhr Essenbahnstr. 88b. Im Rest«,. rant von Siebe,— Vergnügungiverein.Mollig" Abend» 9 Uhr im Restauran» Rewicke, Gipistraße 8. jeden Dienstag nach dem 1 und 15— Zitherkwd .Amphion" Abend» 9 llhr im.Münchener Hos" Spandaueiftr. 11—12.— Rauchklub.Zum Wranael' Abend» 8 Uhr bei Herschleb, Adalbertsir, 4.— Rauchkwb„Portoriko", Abend» 0 Uhr. Mairteustelftraße 119 bei Grewlln»— RauchNub.Deutsche Flagge" Abend» 8 Uhr Im Restaurant Händler, vrangei» «rate 11.- Rauchklud.Friedrichthain" Abend, 0 llhr im Restaurant Kippim- Landlbergerstr. 118»— Rauchklub.Lustige Brüder" Abend» 82 Uhr bei Grothe, Fürsiendergerstr. 2— Bergnügunglverein.Fröhlichkeit. Grüner Weg Ä. Große Gesellschastistunde, verbunden mit Borträgen. Gäste will- kommen. Entree srei— Tambourverein.Sedan" Si»u»g Abend» 8% Uhr Grüner Weg 0—10.— Tambourverein„Einigkeit macht stark", gegründet 188* Hebung»stunde Abend» 9 Uhr im Nestauram Hahn, Elsafferstr. 57. VermtpHkes. Daß die Mölfe Musstsch-Pol«««ustcher mache», scheint der in großen Massen siesallene Schnee die Ursache zu sein. In einem russisch polnischen Dorfe nächst der österreichi- schen Grenze begab fich vor einigen Tagen ein bäuerliche« Ehr. paar zeitig früh zur Arbeit und ließ einen fünfjährigen Kr aben allein mit einem Hunde zu Hause zurück. Nach erner Weit« ging der göcster, au« dem Walde kommend, bei dem Hanse vorüber und vernahm au« demselben ein entsetzliche« Heuler,, daß er sofort als da« Geheul eine« Wolfe« erkannte. Al« der Mrst« sich dem Hause näherte, bKckie er dmch die äugen- scheinlich gewaltsam durchbrochene Thür und gewahrte zu seinem Entsetzen m dcr Stube einen ungeheuren Wolf, der sich an dem von ihm»ersetzten Hunde gütlich ihm, während der Knabe bewußtlos auf der Erve lag. Der Förster ergriff die Flinte, zielte nach dem wilden Thiere und traf dieses s» geschickt, daß es sofort«eben dem halbverzehrten Hunde tobt niederfiel. Der Knabe erzählte, nachdem er wieder zur Be- sinnung gekommen war, daß der Wolf lange an der Stuben- thür gerüttelt, dieselbe endlich eingebrochen habe und mit furcht- barem Geheul in die Stube gesprungen sei. Er stürzte zunächst auf den Knaben los, that diesem aber nichts und fiel hierauf den Hund an, während der Knabe vor Schrecken in Ohnmacht fiel. Der Förster hat für die Rettung des KinaeS von der Be- Hörde 30 Rubel Belohnung erkalten.— Eine ähnliche Be- getenheit hat sich auch in der Wohnung eines Schanker« er- eignet. Es wurde auf einen kurz vorher dort zum Vorschein gekommenen Wolf Jagd gemacht. Als er sich in die Enge gc- trieben sah, sprang er durch da« Fenster in die Wohnung eines Schankwirthe«, hielt einen Augenblick vor dessen im Zimmer befindlichen Kinde an, ohne demselben irgend welches Leid zu- zufügen, und entfloh dann wieder durch da« Fenster. N«w- Hörle. Keportrr al» Veheimpalffisten. Vor den Gerichten N�w Bo ks wird sich demnächst«ine größere An- »»hl gefährlicher Raubritter zu verant vorten haben, deren Um- triebe durch die Kühnheit einiger Reporter so gründlich auSge- kundschaftet wurden, daß eS nun ein Leichte« ist, Me Misse- thäter zu übersühren. Es handelt sich um eine Reihe jener sog mannten Dime-Museen, die von außen harmlos genug aus- seh n. Daß von den durch bunte Riesenplakate angekündigten Wundern, wie Meerweiber, geflügelte Men'chen,psaugeschwänjte Mffe« und handeköpstge Kinder im Innern nichts zu ent- decken ist, und daß dem Besucher dieser Schaubuden fast das aanze Programm al« flacher Humbug fich entpuppt, war seit langer Zeit dem Publikum bekannt genug— nur die aus dem .Innern de« Landes kommenden Biedermänner fielen noch auf den Schwindet herein. Gerade aus diesem Grunde aber blieb e« dem Stadt Publikum bis jetzt verborgen, daß unter den Schildern dieser Groschen Museen ganze Horden gefährlichen Raubgefindels fich veibargen, welche ihre unwissenden und verblüfften Opfer im Innern der Schaubuden durch Betrug, Lik, Drohungen und, wenn'« sein mußte, mit Gewalt ihrer Baarschaft beraubten. Nachdem die Polizei seit kurzem hier- vor untmichtct war, aber wie gewöhnlich nicht im Stande war, die Schwindler bei der geeigneten Seite zu fossrn, blieb es der Presse überlassen, die erforderlichen.Eoi. deazen" zusammen zu bringen, um auf Grund derselben Verhaftungen vornehmen zu lassen. Zwei kühne Reporter der World unternahmen e«, unter der Maske dummer Farmer «*« dem Westen eine Reife durch die Dime-Museen der Lowry, einer berüchtigten Straße deS östlichen New- Po» k, zu machen. Der Pcrii in allen diesen Schaubuden rst 10 Cent« — wie die Piogramme und großen Schilder an den Eingängen drei verkünden. Gleich beim Eintritt in da««rst« Museum betrog dcr Kalfirer den Besucher, welcher einen Dollar wich- Wie, um 50 C-nt«. Im Innern fanden fich zwar sämmt- liche Kuriositäten de« Programm« vor, gepllgelte Mcn- schen und Seeweibchen— aber au« Hotz. Em leben- htt Pserd wurde vorgezeigt, dem man einen künstlichen KameelShöcker auf dem Rücken genäht hatte. Das «.Panorama-- bestand au« einer Anzahl runoer Scheiben au« Fensterglas, hinter welchen alte, schmutzige Bilder aufgehängt waren. Dieser hohle Humbug bildete aber nur dasM ttetzum Zweck. Do« Hauptgeschäft b. stand in Folgendem. Nachdem der die Gegenständ« ertlät täglich llJm viert .*'■ Sonnta Edition da» Gebuitsettest und das rechtskräflige Nbbsss sie denn d-.�. Zir >-»«! Wenn dre Fr.u fiüher als 10 Monate Uctheils wieder henathen will, so muß um Dispensation einkommen. Zivei Wettende. Vielleicht weiß einer viel Bewohner Meyer'S Hof, Ackeistraße 132, W VotkSzähluna hatte, uns ist es nicht bekannt., m H. 100. Eine schriftliche Verpsändung von v � hat ferne Giltigkcit, wenn nicht thaisächlich der B-nl � übertragen worden ist. Das seht höchstens so zu K «in Kaufvertrag mit Rückkaufs stipulation gemacht rc»■ Sie siid dazu an einer, A'-walt._ ,,;,K Adonneut von 1883, Da Ihr Vater Auii> nicht naluratrstrt rst, fi-.d Sie ebenfalls Ausländer� � Berlin geboren, und find daher hier nicht militarpfl« M. S. 38. Weder Sie roh Ihre Muiter% die Herausgade des Sparkassenbuches verlangen..1 find Ihrer Mutter, so lange sie lebt, zu zahln?/ n- Tode können Sie über das Kapital verfügen�; bis das Buch in den Händen der Sparkaf' entspricht ja auch Ihren Abmachungen Daraus, daß Sie Ihre Mutter niibt writec'-vj lassen, kann dieselbe ein Recht auf Rückforderung kassenbuche« nicht herleiten.«.», W. Natürlich find Sie zur Zahlung der pflichtet. Die Gerich skasse braucht sied nicht tarar' daß Ihnen von jenem, in der Zwischenzeit ausgr�� vereine R chtS'chutz gewährt war. W. W. 7. Melden Sie der Polizei den-, und vrrla-igen Sie, daß das Kmd Ihnen abaer»�' m das Waisenhaus gebracht wird. Od der Vatsr L � klagt und verurtheiit ist. könnrn wir nicht wissem gehen übrigens ka che Prozisst mcht. F.©. 1» N Die einzeln! n Alimentenraten 4 Jahren, beginnend mrt dem 31. Dezember de» welchem fi« fällig wurden. War der Schuldner riMM abwesend, so ruhte so lange die Ve, jährung. Zm" eines Vergleiches bedarf es der Genehmigung oti schaftsgerichls. D, wg« �»ndor Electl L),"* dem O'»r Au- nsri sj-Ä ÄDort S Kapital verfugen; v» p, der Sparkassea. V-rwall��I?>iiiiN� � idmachungen bei E.naeh°n» � Julter ni-dt w-itec bei L,' J li('«?ann4e Ä tz die§er lung de sicher Große öffentliche ReichstszWWtt'UttsiimiiilW für den II. Wahlkreis. Wevstag, de» 4 Februar, Abends 8 Uhr, im großen Anale der Unwno-Kranerei, Hasenhaide 3—3. TageS-Ordnung: L Da» Sozialistengesetz und die ReichStagSwahlen. Referent: W. Werner. 2. Die- kufsion. 3 Verschiedene». Um»ohsreit»n Bespß bitt't Per Einderufer. Kttffickmz! Alle Genossen, welche Willen« find, vor wie bei der Wahl thälig zu sein, werden ersucht, Versammlung W soplkin. WtihlitttkiilS im 4. Verl. ReiDtlillwlihlkttist i Wtttwoch, de« S. Februar, Abend« 8 Uhr, in Schröder'« Kalou, Manteustelstr. 0. Tageso-dnung: l. Die de vorstehen 0«n RerchsragSwahien. Refer nt wiro»n der Versammlung bekannt gemacht. 2. Abrechnung vom 4. Quartal v. I. 3. VereinSangelegen- heilen. 4. VerschiedeniS und Fragek.stev. Die M.tgliedcr werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Gälte w'llkom nen. Reue Mit«lieber werden ausgenommen. Der Vorstand. fich°n d°, MllhldWttee fnt dm 4. KertlnerRejlhstagSlvllhlkrels.bestehend Sttdmd dtttWer Melhaiiilll aus folgen««» Oerzen: für den Osten i August Dietrich, Fruwiftr. 46, 2 Tr., Otto Heindorf. Langestr. 70, Fritz Höhne, Eldenaersti-. 2, Paul Mayw. Rüd-r«do,feistr. 20, 4 Tr., fOr SUd-Osti August Günther, Avalbertstr. 94, 4 Tr., Albert GrunSmann, Laufitzerstr. 41, 4 Tr., Berthold Blaser, Gärlitzerftr. 49, 2 Tr., Theodor Schulze, Stralauer P,otz 6 7, S. l. 3 Tr., zu melden._(1122 Unserem Freunde N. Karnitz Wiegenfeste em donnernde« Hoch, da» � wackelt.. Nemm emm! faß emm! pack Die Karamvolaschr�M A. H. K. H. -beitSt Todee-Nachpicht- � Allen Freunden und Bekannten B'! Nachricht, daß meint liebe Frau Louise Hinze geb. am Sonnabend, den 1. Februar, Jla.. ¥ 3 Uhr, verstorben ist. Die Beerd'gv° j> Dienstag Naibmittag um 3 Uhr voN-F nuna Falkenstein str. 20 nach dem Ent®9� hos statt., August Hinze, Former, nebn. Danksagung- Ich sage hiermit allen Bekannten, i der Beeidigung meine» lieben Mund d-Z > li tt haben, daupttächtick dem«Verein Kager und Berufs gerossen" meinen W Dank. Achtung i Wittwe Weihrauch nebst� «n et fc' al8'> Vinte Knopfarbeiter! Soeben erschien: »sd»erw. Kerufoge». Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 5. Februar, Abead» 8l Uhr, Annenstraße 16: ggy Versammlung. Tagesordnung: I. Vorkag de« Kollegen C. Brinkmann. 2. D«kusfion. 3. E satzwahl zur Zwölfertom- «isfion. 4. Verschiedene« und Fragekasten. Auf- »abm« neuer Milali der.— Gäste willkommen. Um rege Betdeiliqung ersucht Der Vorstand. D-r ArbettonachWet» befindet sich von l««t ab AineriNraße 16>m Restaurant, jeden Abend von 8—9 Uhr und Sonntag» Vormittags von 11—12 Uhr und ist auch für N-chtoerbandSmit- gtacder unentgeltlich. Wir bitten, eventuell« B iknnzen do-thin gelangen zu lassen. Itll4 Vmiu m Wayrllvg der berliner Kgopfarbetter. Asitrordevtliche am Mittwoch, den 5. Februar, Abens» 8; Uhr, in Schetter's Salon, Jnselstreße 10. Tagesordnung: L Bericht über h«u Streik in der Knopffadrik von C. H. RLhll. 2. Wrht der Lohntarif-Kommisfion für die Hornbranche. 3. Diskussion über den Lohntarif sür die Stein nv ßbranche. 4. Verschiedenes. 1113 Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist noih- «endig Der Vorstand. MTOlll der Vapieraibelterlllvkn und»erw. Kernfogenosstnnen am Mittwoch, den 5. Aeb>uar, Ao.nds 8 Uhr bei Bolemavn, Andrea str. 26, Versamtnlung. Tagesordnung: 1. Vorkag des Herrn Carl Curt üser«F auen- arbeit in der Industrie". 2. Diskussion. 3. Ver- schieben«« und Frag kästen. 1125 Gäste, Damen und Herren, hadm Zukit». B lletS zu dem am 1. März stattfiirdenSen Maskenbau find in der Versammlung zu haben. Tifebler-Verein. Großer Wiener WnsKenball am Sonnabend, den 8. Februar, im Konkertha«» Sansfouel, Kot'.duserstr. 4a. B>9ets sind zu habe» bei den-Herren: A. Winter, Elisabeth. Ufer 55; Mattdes, Br tz-r- straß« 34; Kieuschner, Laufitze str. 45. fl097 Der Vorstand. R-htalmK am hiesig en Platz« dekannil-cd sl653 GrAsste Auawahl. Varantiri sicher brennende Tabake. Slreng reelle Bedienung� drürgste Preif«! Sämmtliche im Handel bifiadlrchm Roh Tabake find am L-iger. A. Goldschmidt, Epandau erdrücke 6, am H ckeiwen Markt. Sämmtliche Acte ter und A.deiterinnen der Knvpfsabnk von o. H. RöhSI haben die Arb-it niedergelegt. Bitte, den Zuiuq fecn zuhalten. All« Aasragen an Saz Grahl, Ettendod' stcaßi 17, alle Zulendungen an Franz Hellwig, Waldemarstraße 41, Hos 4 Tr., und an den Ämftirt de« Fachoerein«,«da* Frledt- P.icklerstraße 8, 1 Tr.[1036 v*| tzvl». Der wahre Zar»» S,-. 92. Zu beziehen durch Krabe 44. „Milbe Hlumen." Ein srifcher Liederstrauß, dem Volk« gewidmet von Adolph Lspp. Selbstverlag d-s Vn fasser«. Preis 2 M. Za beziehen durch die Expedition Zimmer- straße 44 «tederdeekckvfer erhalte« Rabatt. Masken-GarderobG von[516 Fs StenseS9 Dresdener str. 118 (früher Nr. 21), empfiehlt fich den Vereinen, so- wi« Lesern de»«Verl. Valksd!." Reichste Aus«., bill Presse. 2 UereluszivlNer Restauration. Das«Berliner Volks diiv«f lieaenjS� Restauration d'e«Birline r Valk«- Tribüne ArKeitsmnrKt� tdttirire Atdtttetr- imh Ii1 Möbel, eigener Fabrik. Spiegel ü.Poisleiwaaren Gr. Lager, bill. Preise. Emil Heyn, Brunneostr. 28, Hof pari Thellz. nach Uebereinknnft. 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