en. 8 btUufHj* d fem®lfj St die t)M enn dem ,at cd». fall« Haftel vahlreiht d> Sic»ohlst ihren nechl ich ihre& M Wittwoch. den 5. Februar 1890. 7. Jahr? Lrgan für die Interessen der Arbeiter. &r:rz%%2�r rgraz 8 Mark pro Mona!. da», �Eingetragen in der PostzeitungSpreiSlistc für 1890 unter Nr. Awataafc• Täglich unter Kreuzband durch unsere Erpedrtion 8 Jaseriionsgebühr beträgt für die 4gefpaltenc Petituile oder deren Raum 40 Pf., für Verein«- und Versammlung«- Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittag« in der Expedition, Berlin 8W., Zimmer strahe 44, sowie von allen Annoneen-Bureaux, ohne Erhöhung de« Preise«, angenommen. Di« Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittag«, an Sonn» und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -»- 1 Fernsprecher: Amt VI. Kr.«-*- Vevsktwn: VeuthptraHe»«— Expedition: Mmmerpratze 44. %%% «E i so na*t«il Aiiout 0 n' V Februar. Der Zwischenfall mit dem ter Nutläl�t nn l"'st so recht geeignet, einem da« Haupt- «länder o> j Q dem die sozialistische Bewegung hier zu Lande Mzmori Sozialismus, oder wenigstens das sozialistische Der Skslnd der "glisihsn Ärlieiter Ueivegung. i" �«-r geieutchajutch verponr, oay ein vor ruizri» ■ ÜkLn" Verlagsfirma, Swan, Sonnenschein u. Ko., til Seerdig«»« hr von m Emma nehllj »n, Verein. � inen nebst, Inn»" was man" aber vergeblich sucht, das ist eine i Partei, die auf diesen Namen Anspruch er- SA �wegung ist zur Zeit durchaus zentrifugal. Statt Sen o'.en Organisation allerhand Organisatiönchen, Serien. Nach der anarchistischen Doktrin wäre das der "W»• Keine Zentralisation, keine anerkannten > Autoritäten. Leider macht die Praxis durch Wio«.'a einen dicken Strich. Trotz mangelnder Zentra- i..zi,?!...e8 Führer und Autoritäten. Und jeder Führer, %.°utät" geht ihren speziellen Interessen nach und %„j,?n9en Rahmen ihrer Gruppe eine viel größere *|L f w einer großen umfassenden Organisation, wo jj'"Uteresse sich dem Gesammtinteresse unterordnen muß. Unter solchen Verhältnissen durfte H. H. Champion Sie n,,'o kinem Arbeiterblatt zu schreiben, daß Parke zu wS Euston begangene„Verleumdung" noch tbe davon gekommen sei, daß„lebenslängliches edition, (11 �.�'euiUeton. Vorstadt St. Antoine. Historische Erzählung °»? R>evillo« aus den Jahren 1789—1792. k Deutsch von Ludwig Knorr. . andern Morgen machte man sich ftüh auf den l«r«onne kam dann und wann hinter den Wolken wiegelte sich in den Schlammpfützen, gegen T sing es wieder stark zu regnen an. Beim aex Narhe man itdb am Rande des Nacht befand man sich am einer wüsten Ebene. Hier sollte bivouakirt wachen jetzt die Lehrzeit des Krieges durch! . j ien." uns, Feuer anzumachen, um unsere Klerder zu LnMß � Wcga�e# e* m# Eijj®'Ui Rauche fasten und im Wasser schlafen. � 41 stugen an zu klagen: K�Pariz hatten wir Wein. H 7 5ßZ.etn. hatten wir noch Bier. vor wei* eine'ch nur wenigstens ein Stück schwarzes Brot c hätte, brummte Eadet. % Renoir hörte es, zog ein Stück Brot aus seiner nicht lange bitten und verzehrte es mit oder langjähriges Zuchthaus nur gerecht" gewesen wäre und daß, wenn Lord Euston Parke todtgeschlage» hätte, ihm„Niemand daraus hätte einen Vorwurf machen können". Dank der Thatsache, daß der„Labour Elector" unter Mit- Wirkung der BurnS, Mann, Tillet, Thorne u. s. w. quasi offizielles Organ der neuen Gewerkschaften geworden ist und eine Auflage erreicht hat, wie zur Zeit kein zweites sozialistisches Arbeiterblatt in England, konnte sich der geistig den Genannten überlegene Champion wohl dem Glauben hingeben, er könne ihnen seine Politik aus- zwingen. Denn je schwächer die politischen Organisationen, um so größer natürlich die Machtstellung derjenigen, die die Presse in der Hand haben. Ich will hier gleich einflechten, daß ich eS nicht für wahrscheinlich halte, daß Champion ein bezahltes Werkzeug der TorieS ist. Er gehöit zu den Leuten, die da sage«: „Die Konservativen sind uns Sozialisten bei den Arbeitern viel weniger gefährlich als die Liberalen, darum müssen wir die Konservativen gegen die Liberalen ausspielen, so oft wir können." Ich habe dieser Auffassung nie Geschmack abge- winnen können, erstens weil sie auf allerhand bedenkliche Abwege führt, und zweitens weil man bei denen, die dar- nach handeln, nie weiß, wo der ehrliche Politiker aufhört und der Abenteurer oder Schuft anfängt. Und der vor- liegende Fall ist nicht geeignet, meine Ueberzcugung zu er- schüttern. Freilich muß ich, um der Wahrheit die Ehre zu geben, gestehen, daß mir kein zweites Beispiel bekannt ist, wo ein Sozialist gleich brutal für einen großen Herrn egen einen armen und noch dazu verurtheilten Journalisten "artei ergriffen. Es ist das obendrein gegen alle englische Tradition, was gerade Champion gegenüber, der so gern die natio- nale Tradition hochhält, doppelt inS Gewicht fällt.„Die Engländer", schreibt W. MoriS im„Commonveal",„rüh- men sich gerne, daß sie nie auf jemand losschlagen, wenn er am Boden liegt, der„Labour Elector" aber greift Herrn Parke in einer schwer zu charakterisirenden Weise an, ob- wohl derselbe für eine Handlung im Gefängniß sitzt, von der sehr viele Leute glauben, daß er sie für seine Pflicht hielt." Diesen groben Verstoß gegen ein offiziell als unbedingt geltendes und, will ich hinzufügen, auch im allgemeinen streng beobachtetes Gebot der Ehre ist es zu verdanken, daß Champion sich in seiner Voraussetzung getäuscht sieht. Fast alle Mitarbeiter dcS„Labour Elector" haben ihn deSavouirt und am schärfsten John BurnS. In einer Zuschrift an den radikalen„Star" nennt er den Angriff brutal und— was hier der schlimmste Borwurf— feige, den zurückzuweisen um so mehr seine, BurnS, Pflicht sei, als er„unter der Deckung meines NamenS und der Namen anderer verübt wurde, die gleich mir empört darüber sind." In dieser Erklärung spricht BurnS auch von einem energischen Protest, den er an den Herausgeber des„Labour Elektor" geschickt. In der neuesten Nummer dieses Blattes findet sich kein Wort von diesem Protest, obwohl andere Protestzuschriften abgedruckt sind, dagegen ist in einem Theil Die Soldaten unterhielten sich, um den Hunger zu ver- treiben. - Der Herzog von Braunschweig befiehlt über 80000 Mann. — Wir sind nur 17000. — WaS macht das aus? Der General wird schon darauf antworten! Einige streckten sich aus um zu schlafen. Die Meisten fingen jetzt an zu nagen. Ein Advokaten- schreiber fing an Witze zu reißen... Da hörte man Schüsse und das Geräusch von galoppirenden Pferden. Henri befahl die Waffen zu ergreifen. Ein Detachement kam aus dem Walde jenseits der Ebene heraus. An der Spitze desselben ritt ein kleiner, in einen Militärmantel gehüllter Mann, dessen Feldmütze durch den Regen ganz aufgeweicht war. In der Nähe des Feuers sprang er vom Pferde. Henri Lenoir ging ihm entgegen. — Haben ihre Leute Brod? — Nein General! Der kleine Mann kam jetzt näher und zeigte dem Beschauer ein feingeschnittenes Gesicht, welches trotz der grauen Haare einen jugendlichen Ausdruck hatte. Es war Dumouriez. — Sie frieren hier, sagte er, haben nichts zu essen und der Boden, auf welchem Sie ausruhen wollen, ist durch» weicht vom Regen. Ist jemand unter den Mannschaften, der daran denkt sich zu beschweren? Cadet erhob sich. — Man gewöhnt sich an die Kälte, sagte er, und wenn man müde ist, schläft man überall. Aber wenn man hungert, ist man zu nichts zu gebrauche«. Geben Sie uns nur Brot, General, und wir werden uns über nichts beschweren. — Brot? Das habe ich nicht! der Auflage BurnS' Name aus dem Verzeichniß des LeitungSkomitee'S des Blattes weggelassen. Desgleichen der Name eines der Sekretäre. Es scheint also ein völliger Bruch eingetreten zu sein, der voraussichtlich den Austritt weiterer Mitarbeiter zur Folge haben wird. Das würde dem„Labour Elektor" vielleicht nicht gerade sofort den Hals brechen, wohl aber ihm jeden Kredit unter den Sozialisten nehmen. Womit denn in Bezug auf die sozialistische Presse glücklich wieder der Status erreicht wäre, de« dieselbe vor Jahresfrist inne hatte. Vielleicht aber kommt eS auch anders, denn das Bedürfniß nach einem guten sozialistischen Arbeiterblatt ist allgemein. Warten wir ab. Von der Streikbewegung ist nicht viel Neues zu melden. Keiner der in meinem letzten Brief gemeldeten Streik« ist bis jetzt entschieden. Die Fischträger von Billingsgate scheinen den Ausgang eines Prozesses abwarten zu wollen, den einer von ihnen gegen den Direktor einer der großen FischhandelS-Gesellschaften und einen Beamten deS Fischmarktes angestrengt, die ihn gewaltsam daran verhindert, einen Käufer seine Dienste anzubieten. Die Sache sollte am letzten Donnerstag im Mansion-House— die City von London hat ihre eigene Gerichtsbarkeit— verhandelt werden, wurde aber, obwohl sie acht Tage vorher angemeldet, auf nächsten Dienstag verschoben, weil am Donnerstag gerade die City- Korporation einige Wahlen vorzunehmen hatte, die angeblich die Anwesenheit des CityanwallS und verklagten Markt- aufseherS erforderten. Diese Verschiebung„verräth nichts Gutes nicht," wie eS im VolkSliede heißt. Der Streik auf den Docks, bezw. Hay'S Werft, hat einige benachbarte Werften in Mitleidenschaft gezogen. Bezüglich der erstgenannten Werft ist jetzt festgestellt, daß die Direktion derselben gar kein Recht hat, sich auf die Abmachung vom 14. September vorigen Jahre« zu berufen, da sie acht Tage vor Abschluß derselben auf eigene Faust Arbeiter zu den damals verlangten Lohnsätzen einge- stellt hat. ES ist also nicht einmal wahr, daß die Arbeiter den Vertrag gebrochen. Wie die Schiffer und Kohlenträger zu dm Gasheizern, so stehen die Frachtfuhrleute zu dm Dockarbeitern. Es haben daher alle der Gewerkschaft der Fuhrleute angehörenden Fuhrleute erklärt, bis der Streik vorüber, weder zu den betreffenden Werften, die BlacklegS eingestellt, noch von dmselben Lasten zu befördern. Als am Montag aus diesem Grunde etwa 25 Fuhrleute Hay'S Werft verließen und in Tooley Street einbogen, geführt von Tom Mann, der jeden ausfahrenden Fuhrmann mit einem Hoch be- grüßte, nahm ein Polizist dies als Anlaß, Mann wegen„Störung des Straßenverkehrs" zu verhaften. Der Polizeirichter fand jedoch, daß davon keine Rede sein könne, und entließ Mann nach kurzem Verhör, was ihm einen Rüffel von der„Times" eingetragen hat. Da der Versuch gemacht wird, auch die Fuhrleute, die den Dockers beistehen, durch BlacklegS zu ersetzen, haben die Vorstände der Gewerkschaften der Fuhrleute und der Dockarbeiter, die zusammen über 55 000 Mitglieder zählen, eine Aufforderung an ihre Mitglieder Einige Vorstädter brummten. ES gehörte mehr als ein Tag dazu, um sich an das Fasten zu gewöhnen. Dumouriez kam ganz nahe zu ihnen und sah ihnen scharf ins Gesicht. — Giebt es Einen unter Euch, der so feige ist, sich über daS Ungemach des Krieges zu beklagen? Glaubt Ihr die Freiheit zu erobern ohne Kämpfe? Dann geht wieder nach Hause, ich halte Euch nicht zurück. Sie antwortetm Alle, indem sie nach ihren Flintm griffm. — Die Klugheit in der Gefahr heißt Kühnheit.... Ihr habt die Gewehrschüsse wohl vernommen, das warm Soldaten des Braunschweigers, die versuchten uns zu über- wältigen. Ihr befindet Euch übel hier. Wohlan, folgt mir, ich werde Euch zu einem Renkontre mit ihnen führen. — Ja, ja, vorwärts. Dumouriez stieg zu Pferde. — Ihr seid meine Kinder, sagte er, ich verpflichte mich, Euch Nahrungsmittel zu verschaffen und verlange von Euch nur ein Recht: Beklagt Euch nicht über die Länge des Spazierganges. Man fing an zu lachen und überschritt die Ebme, wobei man bis über die Knöchel im Schlamm versank. Das Gewehrfeuer hatte aufgehört. Die Häuschm eines kleinen Dorfes kamen in Sicht. Die Freiwilligen theilten sich in kleine Gmppm,«ahmen in dm Häusern Quartier und reinigten vor dm Kaminm ihre Kleider von dem Schmutze. — E« fehlen uns nur Bürsten, fagtm sie, um unsere Anzüge wieder in Stand zu bringen. Cadet, der damit beschäftigt war, eine ungeheure Schüssel Suppe auszulöffeln, wiederholte die Worte des Gmerals, erlassen, vom 10. Februar an mit keinem Fuhrmann zu arbeiten, der nicht der Gewerkschaft angehört; kleine selbst- ständige Fuhrleute und Landfuhrleute ausgenommen. Vom Gasarbeiterstreik ist alles ruhig. Am Donnerstag hat sich— endlich— der Londoner TradeS> Council(Te- werkschaftSrath) veranlaßt gesehen, die Sache zu prüfen. Auf Grund dieser Prüfung hat er alsdann beschlossen, Schritte zu thun, um den Streik„zu einem guten Ende zu führen." WaS das für Schritte sind, soll einstweilen geheim bleibe«. Das klingt sehr nach Wichtigthuerei, hinter der sich Impotenz versteckt. Es ist in der That hohe Zeit, daß dieser etwas sehr zopfig gewordenen Körperschaft frisches Blut zugeführt wird, statt daß ihr, wie das wiederholt der Fall, gerade die besseren Elemente den Rücken kehren. Den ersten Schritt zum Besseren hat wieder die vom trefflichsten Geist beseelte Gewerkschaft der Gasarbeiter gethan, auf ihrer heut vor acht Tagen stattgehabten Generalversamm- lung hat sie beschlossen, den TradeS-Counzil zu beschicken und sofort die nöthigen Delegirtenwahlen vorgenommen. Unter Anderen wurde auch Frau El. Marx-Aveling, die eine zur GaSarbeiter- Union gehörende Arbeiterinnen- Gewerkschaft vertritt, als Delegirte zum TradeS-Council ge- wählt, und zwar einstimmig. Die erlauchte Körperschaft wird sich also nicht nur darüber schlüssig zu machen haben, ob eS mit ihrer Würde vereinbar ist, die Vertreter von„un- aufzunehme», sondern auch, ob eS gestatten, weibliche Delegirte anzu- gelernten" Arbeitern ihr ihre Grundsätze erkennen. Auf derselben Generalversammlung wurde der von mir bereits gemeldete Antrag der Frau Marx-Aveling auf Anschluß an die in Paris beschlossene Achtstunden-Dcmon- station am I. Mai einstimmig mit Begeisterung a n g e- nommmen. Inzwischen haben auch andere Vereine die f frage aufgenommen, so daß man hoffen darf, daß auch ondon am 1. Mai ein kräftiges Wort zu Gunsten dieser Maßregel sozialer Hygiene mitsprechen wird. Ein unab- hängiger sozialistischer Verein Londons, die„BloomSbury Socialist Society" giebt am nächsten Mittwoch eine Abend- Unterhaltung, deren Ertrag zur Agitation für die Acht- stunden-Demonstratio» verwendet wird. Eine geniale Idee hat ein Herr Drew Gay, oder, um ihm seinen vollen Titel zu geben, der Oberst Z. Drew Gay, gefaßt. Er hat eine Aktiengesellschaft projektirt, die Unternehmern, die mit ihren Arbeitern in Konflikt liege», jederzeit Nicht-Gewerkschaftsleute gegen mäßige Gebühren zur Verfügung stellen soll. Ob sie eS können wird, ist eine andere Frage. Vorerst handelt eS sich darum, Zeichner für die Aktien der Gesellschaft zu finden, deren Grundkapital nach dem Prospekt auf 10 000 Pfd. Sterling angesetzt ist. Der Betrag für die einzelne Aktie ist 1 Pfd. Sterling, damit sich auch der kleine Mann an dieser segenS- reichen Gründung betheiligen kann. Beiläufig kann der Titel der Gesellschaft einen guten Deutschen zur Verzweiflung bringen. Er lautet„The Labor Supply Association and EmployerS Union(Limited)", wie soll ich nun das über- setzen? Labor Supply Association— das heißt Arbeits- beschaffungs- Verein. EmployerS Union? Ein richtiger Deutscher muß das mit Arbeitgeber» Verein übersetzen. So erhalte ich den blühenden Unsinn eines„ArbeitSbeschaffungS- und Arbeitgeber-VereinS", d. h. eines Vereins, der Arbeit- g e b e r mit A r b e i t versorgt. Ein Glück, daß Colone! Drew Gay mich nicht noch gezwungen hat, den„Arbeit- n e h m e r" in den Titel hineinzubringen, damit wäre die Konfusion auf den Gipfel getrieben. Um aber zur Sache selbst zurückzukehren, so glaube ich nicht, daß diese„ArbeiterbeschaffungS-Gesellschaft" irgend welche Bedeutung erlangen wird. Ist der Arbeitsmarkt über füllt, so ist sie überflüssig, und mangelt eS an Arbeiter«, so kann sie sie auch nicht aus der Erde stampfen, auch wen« so viel in ihren Listen führt. sie noch Dtovvesporrdettrerr. Madrid, 31. Januar. Die deutsche Arbeiterbewegung erreg» de» den spanischen Arbeitern große« Jnttresse. DaS Beispiel Deutschlands hat zur Bildung einer spanischen sozialdemokratischen Partei geführt und zwar hat dieselbe in kurzer Zeit schon große Rührigkeit entfaltet und geht de- sonders in der Achtstundenbewegung allen anderen sozialistischen reckte die Arme in die Höhe und streckte seinen Körper nach allen Seiten hin. — Wir werden spazieren gehen, wir werden spaziere« gehe«! Der Spaziergang sollte einen Monat dauern. Nach zahllosen Hin- und Hermärschen, Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen, besetzte Henri Lenoir'S Kompagnie am 19. September eine Anhöhe über St. Menehould; sie sahen nicht mehr wie eine Kompagnie Soldaten, sonder« wie eine Bande von Räubern aus. Unter dem tiefhängenden Himmel sah das Land fast bläulich aus, und auf den ferne» Hügeln sah man Feuer, die sicher diejenigen der Preußen sein mußten. Ein Piquet Husaren kam jetzt an, die Wagen eSkortirten.— Dumouriez hatte seine Kinder nicht vergessen, er sandte ihnen Holz, Brot und Fleisch. Die Nacht wurde fröhlich zugebracht. Am Morgen besetzten noch andere Truppen die Anhöhe, darunter Artillerie, die unter Fluchen ihre Pferde hinauf peitschten. — Endlich, sagten die Pariser, werden wir doch einmal eine Schlacht sehe«. Dumouriez erschien und näherte sich den Feuern. — Ihr dürstet etwas erkältet sein! sagte er zu den Soldaten und grüßte Lenoir mit der Hand. Auf einmal brüllten die Kanonen von jenseits der Stadt. Dumouriez wandte den Kopf und schickte sich an, schnell wegzueilen. Offiziere zu Pferde jagte» herbei, mit denen er schnell einige Worte wechselte. Man konnte be- merken, daß er einen Augenblick, aber nur einen, unruhig war, dann ertheilte er noch einen Befehl, nahm das Pferd eines seiner Adjutanten und verschwand. Henri wandte sich an seine Mannschaft: — Vorwärts! Und als sie ihn fragend anblickten, sagte er ihnen: — Der alte Kellermann ist mit den Preußen Hand- gemein geworden und wir sollen ihn unterstützen. Alle riefen:— Es lebe das Volk! Die Sonne hatte sich endlich in ihrem vollen Glänze erhoben, und wie uin sie zu begrüßen, donnerten die Kanonen von Neuem los. Fraktionen voran. Als geistige Leiter dieser Partei haben sich bisher der Advokat Zapnaa und die Schrrstfteller Santa clara und Jefares durch ihre Rührigkeit Hervorgelhan, während die Arbeiter SelleS, CreSp« und Rodriguez als geschickte Aaitatocen tbätlg sind. Das Organ der Fraktion ist der Mibrider El Radikal, und bislang hat dieselbe etwa ein Dutzend Broschüren der Bibliotecr Radikal veröffentlicht. Eine dieser Broschüren betitell sich„Sozialisten und Anarchisten" und richtet sich gegen die Auswüchse der hiesigen proletarischen Parteien, indem der Verfasser verlangt, daß sich dieselben das praktische Wirken der Parteigenossen in Deutsch- iand zum Muster nehmen sollen, statt m theoretischer System« macherei völlig aufzugehen. Santaclara verlangt, daß sich alle sozialistischen Fraktionen zu gemeinsamer Aktion vereinen, um zuerst die republikanische Rcgierungsform ein zuführen, welche rn sozialistischen Interesse auSgenLtzt werden könne und müsse, und dann in den Codes nach deutschem Beispiele zu wirken. Die Achtstundenbewegung am 1. Mai soll« alle aufrichtigen Freunde des Volkes vereinigt finden. „Ein Blick auk die sozial, stische Bewegung in Deutsch- land, der Schweiz, England und Nordamerika beweist, wie sehr wir hier in Spanien noch zmück sind," schreibt Santaclara; „heute bestimmt die sozialdemokratische Partei die innere und auswärtig« Politik de« mächtigsten Reiches der Welt." Der Spanier sieht allerdings in jener Bewegung irrthüm- licher Weife bloS das Wert eines Dutzends„energischer Männer,„vor allem de» großen Gelehrten und Begründers des wissenschaftlichen Sozialismus Karl Marx und de« begeisterten Agitators Ferdinand Lassalle, der jene feste und unzerstörbar« Organisation schuf." „Nach dem Tode jener Beiden," heißt eS weiter m der Flugschrift,„sitzen ihr groß 5 Werk August Bebel, Karl KautSky Wilhelm Liebknech», Fnedrich Engels, Georg von Vellmar, Viktor Adler und andere fort. Jenen Führern folgen jetzt nicht weniger als etwa ein« Million Wähler. Da« deutsche Parlament hat 25 sozialistische Abgeordnete gehabt, die nicht bloS täglich die bestehenden Verhaltnisse kirti- firten, sondern auch posiiioe Gesetzentwürfe vorlegten zu Gunsten einer rationellen Arbeitergesetzgebung. Nach einer gründlichen Auseinandersetzung der Vortheile des Achlstundengesetzes in sozial- ethisch er, physiologischer und wirthschastlicher Beziehung, wobei Liebig, Paepe, O-ttingen und ander« diesbezüglichen Schriftsteller erwähnt werden, ruft er seinen Landsleuten zu:„Sollen wir nicht denselben Weg einschlagen wie die Deutschen? Es ist hob« Zeit, daß die Ar- beiterklasse in der spanischen Politik den Platz einnimmt, den sie in anderen Landein schon seit vielen Jahren ausfüllt, Theilnahme der Arbeiter am Marasmus unserer republikani- beseitigen kann. Die Arbeiter« einer der wichtigsten Faktoren republikanischen Demokratie fehlt Jdealnät und Begeisterung, wenn sie nicht die Befreiung de« vierten Standes auf ihre Fahnen schreibt. Indem wir, die spanischen Sozialdemokraten, unfern Genossen in Deutsch- land nachahmen, erweisen wir einen großen Dienst unserem Vaterlande und der Menschheit im Allgemeinen." Da« Organ dieser Partei,„Der Radical", bringt einen interessanten Artikel über die Achtstundenbewegung und hat an die hervorragendsten Sozialpolitiker Spaniens d,e Frage ge- richtet, ob sie für oder gegen diese Bewegung find. Seinerzeit dürfte e« in Deutschland von Interesse sein, die Memungen der Spanier kennen zu lernen und ich werde nicht ermangeln sie mitzutheilen. da nur die rührige öffentlich-n Leben den schen Parteien endlich bewegung ist heute de« Fortschrittes. Der potitisirlro iJevevtrcht. Z» de« Neichvtagnwahle« 1« Herlin. Mit jedem Tag, den wrr der Waht näyer rücken, erhoben sich die Aus- sichten der Sozialdemok.atie in allen Berliner Wahlkreisen. Da« Interesse der Arbeiter an der Wahl ist ein so lebhafte« wie nie zuvor. Dagegen herrscht Ermüdung und HoffaungS- losigkeit h-i den anderen Parteien. Die Freisrnnigen haben von ihren vier Vertretern für Berlin drei als Kandi- baten wiederaufgestellt. Von diesen macht Herr Baumbach die allergrößten Anstrengungen, um, wenn möglich, noch einmal — zum letzten Mal— als Vertreter für Berlin in den Reichs- tag einzuziehen; im fünften Wahlkreise sind denn auch die Freifinnigen eifriger bei der Wahlarbeit, als im übrigen Verlin. Herrn Virchow ist persönlich an seiner Wiederwahl nicht« gelegen; daß einem Theile seiner alten Wähler noch weniger daran gelegen ist, hat ein freisinniges Blatt offen zugegeben, als Virchow sich bei der Erhöhung der Krondotation der Abstimmung enthielt. Herr Manckel, der dritte Wieder- aufgestellte, kandidirt als kluger Mmn diesmal auch noch in Anhalt und in Darmstadt; wir werden uns mitfreuen, wenn er dort gewählt wird. Im ersten Wahlkreise haben einige Frei- sinnige gelegentlich eine« Beisammensein« in einem Z-mmer de« E« waren die Kanonen von Valmy. $ ♦ Vom 10. August bis 1. September folgten ununterbrochen Züge von Freiwilligen aufeinander. Aber in dem Maße, wie die Gefahr von Außen wuchs, vergrößerte sich zugleich die Gefahr im Innern. Zwei große Parteien spalteten Frankreich.— Die eine dem Königthum, die andere der Republik ergeben.— Die eriiere mußte da- her den Sieg der preußisch- österreichischen Waffen wünschen, die ja den Sieg ihrer Ideen allein herbeiführen konnten, und diese Partei scheute sich nicht zu Gunsten des Auslandes in Frankreich selbst zu agitiren. — Zwischen dem Auslände und den Royalisten stehen unsere Vertheidiger eingekeilt an den Grenzen, sagte man in den KlubS, wenn sie unterliegen, ist Frankreich verloren. — Man muß den Royalisten Furcht einjagen! donnerte Danton. Die Versammlung machte dieS furchtbare Wort zu dem ihrigen. Es wurden Haussuchungen dekretirt, alle der roya- listischen Partei durch Stellung oder Meinungsäußerungen verdächtigen Personen wurden orretirt. Das Geläute der Sturmglocke mischte sich mit dem Schlagen des General- marscheS und dem Donner der Lärmkanone. Danton bestieg wieder die Tribüne: — Der Donner, der zu Euren Ohren dringt, ist nicht die Lärmkanone, eS ist der Sturmschritt zum Angriff auf unsere Feinde. Was ist nothwendiger, als sie zu Boden zu werfen und zu vernichten? Muth, nur Muth und nichts als Muth. Dann wird das Vaterland gerettet fein!... Dieser junge Mann von 30 Jahren war auf der Höhe der Situation. Während er von Siegen sprach, drang die Nachricht von dem Falle VerdunS nach Paris. Die Mit- glieder des Raths der Kommune, stets ein getreues Echo der Volksstimmung, antworteten darauf mit der Nieder- metzelung derjenigen, welche sie als die Verbündeten des Auslandes ansahen. Die in den Gefängnissen le« CarmeS, in der Abtei, in der Conciergerie und in la Force eingesperrten Gefangenen wurden in drei Tagen summarisch verurtheilt und auf der Stelle getödtet. Es waren gegen elfhundert. „Gesellschastshauses" aufgestellt; derselbe bezeichnete e» zweifelhast, ob diesmal die Konservatlven Sozialdemokraten ihren Kandidat«,.. JifUtit n beim.. bringen würden. Im vierten Wahlkreise»st E L, fJSBi! wahrhas, Zählkandidat der Freisinnigen. Warn«««äb* � In&mkr kommandirenden der Partei, zugleich dem Abkow« � indiute und iit bei de� Sozialistengesetz-Abstimmung von M Friesen,» ist tante Niederlage beredet werden soll, ist nicht onrach� KipKfdJjflf' Im sechsten Wahlkreis ist gleichfalls ein freist>n'ge- �m Imäts h ""sä............... mehr als zwei Wochen vor der Wahl, noch � � W h megc als zw«,»vocyen vor oer-cuayr, vy n.(J x Mienvach ii Wahlkreise ein Kandidat definitiv aufgestellt. � � UMatt unbr ebenso im� vierten Wahlkreise� ist auSdruai� � iktto;|tn(,e jjz d selbst i» drohen die Konservativen der Regierung mit da«■ Konservativen Wahlenthaltung beschlossen, ,m Jjmf J tz,t(e K(1((i(m5 sich das Gleiche von selbst zu verstehen, und selbst m,t(ami drohen die Konservativen der Regierung«"1 de si, Dr. Jrmer's und mit Wahlenthaltung, wenn grLch#«»» gezerüber ÄftÄr kann man sich nicht verhehlen, den F reist rnigen«ar Hz,, Vortheil bringen; denn natürlich stimmen iiiih tm in Ermangelung eine« konservativen Kandidaten � W* dezeichnet. finnigen. AuS diesem Grunde muß die Agrtatw« Wi. jjj,, �. demokratie eine noch regere sein._ m �nnoltotie l Mehr indeß als auf die Zahl der errunome« � kommt es selbstverständlich auf die GesammtsM ntevs des an. Die Parole für Berlin muß lauten: Mo gl'«l- an Hundertfünfzigtausend. doch die Das Abgeordnetenhaus begann am xlib�'�doch auf rathung des Etat» der direkten Steuern. IfffU...* welche sich anfangs nur auf eine Besprechung�der�� � �mampfte, aus tü Gebäudesteuer beschränkte, entwickelte., meinen Steuer- und Zolldebatte, in welch«-. Seite die Frag« der Emkommensteuerreform, flU' Vj, die der Wirksamkeit der deutschen Zollpolitik zur gelangte. Die Regierung verhielt sich, abgesehen. Erwiderungen mehr technischm Inhalts, bei der D« und d« Finanzminister verweigerte aus die Ansra» R ckert, ob die auch von den nationalliberalen«' Sombart und Kraus« befürwortete Verbindung" und Gebäudesteuerreform mit einer Reform gemeindeverhältniss« in Aussicht genommen(«,- da ein Beschluß des Minist«iums noch nicht v nationalliberalen Adgg. Krause und v. Eynern eine baldige Regelung der E.nkommensteuerfrage leuchtung der Schattenseiten der gegenwärtig lagung; sie befürworteten dabei die Einsühmng-_ pflicht, aber nur zur Angabe d« Einkommen quelle«�! Selbstemfchätzung. Von freifinniger Seite betonte•» gleichfalls' miren Frhr. ÜB« des T H«! Di �fWWiion Kol«, z Mnttm stogi« b- 'f« Übeln B Uej i ! vetWjJ St- Ä® Jn.-'i % «» ,6*Ul -">cht,r y habe leichfall« die Nothwendigkeit, die Emkommei�rurt.(9j,uf tuen. Die konservativen Redner, die Abg. Gras D�tzvteiev aet frhr. v. Erffa, suchten jede Verringerung d«®ctr � � Dalsen, zuwehren und traten für die volle Äufcechterhaltanil i Zollsthstem« ein, das sie im hellsten Lichte � � wältigen.w..„.....w. Frhr. o. Eiffa bestritt sogar die fortdauernde W® ki treidezölle. Abg. R ckert hob die Velastung gerade o« Klassen durch die Getreidezölle hnvor.— Dienstag EtatSberathung fortgesetzt., Ki» nach d»« Neichstagsmahle«, so melde»- Ztg." au« der Umgebung des Herrn v. Berlepsch-' dn Entwickelung der Verhältnisse in den Kohlenrevim über eine abwartende Stellung einnehmen. Aha- Der Dorstoß, welchen die„Leipz. Ztg.", T, Organ de, sächsischen Regi«ung, in diesen Tage» -ch ,!U Wl . en. «i in de Franks I« •Wtott «C"i 'am da allgemeine Wahl,«cht gemacht hat, darf in frin«"fyAi unterschätzt werden. Sachsen marschirt jetzt unzwelM �l und wa» erstrebt' wird, % Nu B« lün. »ugelas ' ha te fei bei Spitze der Reaklion, licher Sicherheit als allgemeine« Stiebeziel der aktion aufgefaßt werden. Die Politik der Ausnal in der sächsischen Regierung ihre Hauptstütze, und besondere den Fürsten Bismarck angeht, so ha' extremen Standpunkt, der selbst in der preußisch''' auf Gegnerschaft stößt, wesentlich mit Hilfe der fachst? gierung behauptet, die ihrerseits auf jede Selbststand°, zichtet hat und in ihrer merkwü digen Angst vor»f demokratie schon an den Moment denkt, wo J: lich wie im Mai 1849, durch preußische gerettet werden muß. Nur so läßt sich ganz unerklärlich« ReaktionSeiser der sächsischen R« klären. Indem sie aber an der Sp tze der Reaktion hat sie gewissermaßen auch deren Führersibaft überno die tollsten Ideen, für welche da« Rückwertserthu� neuerer Zeit begeistert hat, stammen aus Sachsen, d«� lande des Kartells. Die Expatnirung der Sozialdl die politische Entmündigung der Sozialdemokraten, mann'sche Besah, gungSnachwei«— alle« sächsischen („Mir Sachsen sein Sie helle!"). Au» Sachsen st-«� die meisten Pläne zur Vernichtung de« allqemelne��»c.i-°ey« recht«, und so ist dieser jüngste Vorstoß der„8dp>'3��JEr'oIal � «Ä d-l' Aan>� P.% m Das Volk wurde berufe«, eine neue Versal wählen, welche am 20. September unter dem Konvents zusammentrete« sollte. Nach dem 10. August konzentrirte sich daS ov Leben auf drei Punkte: das Stadthaus, wo die# tagte, den Tuileriengarten, wo die Verfammlu« Sitzungen abhielt, und. dem Temple, wo der Ko. seiner Familie als Gefangene gehalten wurden.« bourg St. Antoine, dessen kampffähige Männer an die Grenze gezogen waren, hatte eine ruhige.. schläfrige Physiognomie angenommen. Jede Fannu einen Sohn, einen Vater oder einen Freund bei de und erwartete sorgenvoll Nachricht von ihnen. Jenny setzte ihren Kokardenhandel emsig fort. Jede« ehe sie ihrem Handel nachging, blieb sie an d« t stehen, um den Briefträger zu erwarten. Cadet konn nicht schön schreiben, er machte riefige Buchstaben im Grundstrich, und seine Rechtschreibung war so daß man die Worte fast errathen mußte— das Jenny jedoch ganz nebensächlich.- Schreibe mir nur und bekümmere Dich .n»"o* I # i % ■ ftao EÄ1 .Vvese» iü'«.' »Mi "ne, «ttl, — miv uuv uuv wci.ummcic i%». Uebrige nicht, hatte� sie ihm beim Abschied g�'jJ'H-, !>". bf.t� Hauptsache ist, daß Du ein Lebenszeichen von®'5 und daß ich Deiner Liebe sicher 6t«. Die Worte garnichts Sie hatte schon vierzehn lange Tage auf eine Ä Ihre Unruhe ve? gewartet und keinen Brief erhalten. Ihre Unruhe W gÄL i bit sie so vollständig, daß sie nicht mehr auf eine'>« bleiben konnte, sondern alle Welt nach Neuigkeiten\ k, Freiwilligen ausforschte. Ihre Augen glänzte«'L f JfVj, und manchmal blieb sie zitternd stehen, als könnte i tzFÄd. weiter._$ if'mt* i Aber diese Empfindungen hatten nichts mit bew; � zu thun, sie mußte Kokarden verkaufen, um ei« zu beschaffen. � — Hop, Hop, sagte das unerschrockene kleine* morgen werde ich einen Brief haben. �| Und sie nahm ihren geschäftlichen Gang an sich an die Orte, wo sich die meisten Mensche« anz"! pflegte«.(Fortsetzung' inet Anlp! zdiiickiit•*. fÄ mit dem in nicht it Wai i'fretfe t aten für itation da wenn ihnen das daß keine Kaitell �wnmen iWOTSl« »Ächtmiiebhaber in ein« jfck.«!.." 8Ä"K Jt«tilwa£n®ÜMIub« möchlw also dal ollgrmaiva 4%*'.! '% m »in. �»�..�ialdkmokrattn am Sonntag, den »« ßa»!m li&e Wähleiv irsammlung anberaumt, ich«chmeitzer-Berlm. Ja der Didkuss.-n kjetdinffV k nH1* ��aktenr aus KoltbuS das Wort. 3% unh 1 soj'aldemokratische Programm als eine «WWWW &%%% ifeÄÄsi""''' jkfi ühfim n w�a�n*°n, um an dem llrtheil eines diz Kritik zu üben, und zwar an dem Vfribt," Staatsanwaltschaft und der Polizei Inich, n« rikt Megnffcn, aber in der ganzen Rede btt*aItttna- dn| ■ De»-«'! :orMj t" n Mond . Die-. g der Gm-d ald zu ema er auf (, auf der tit zur S" .'fehen vot der 3 Anfrage olen Atgl dung der eform da K Zynem irrfrage (igen Sta ig der Dl nguellen »eronte nw nensteuer i? j. Graf f t Getreide Haltung de», u Lichte e W.rkung gerade der Dienstag 1 ) meldet da rlepfch,»'�' Wewrinere« Aha.' i«.", dl Ä.ä) tzroeifelW, d, kann a« der deutj usnahn»' e, und so hat irhischen der tachl elbstständil ft vor t, wo ische: c% hen Reg tttaflion übemoti rtserthu« »fen, de» J Sozialt- traten, Wien len stan lqemeinen Leipziger L" den enthalten. Es v-------------,----— scheint also rna',;.ÄbQ,um du thun zu sein, mangels that. IN?'ilSftoff» gegen die Sozialdemokratie sich aufs 'wen und ihren Lesern etwa« vorzulügen. die Sozialdemokratie iL&ÄV« ÄSSWST» hobt 6er.»Steil, ijtu." mit. Er schrei bl:.Am A tN�ift.k.- Badischen(Mannheim) und im sieitn öpL i0, vor taufenden von Wählern aus K.»?.M?chkN Die-'----' .'"in *?'te d»' U».se, prochrn' Die musterhafteste Ordnung herrschte 'Menversammlungen. Einen Poiizeibeamten er- m,A Weber in Mannheim, noch in Neustadt auch nur mi?' Anders war es, als ich am Abend nach .?-? den Bere ch der königlich preuhrschen Polrzerver. M-»ksurt°. M. kam. Im Begriff, als der er- »Htfol"i'ur die vom freisinnigen Verern emberufene -ffuwiwlung mich in das Versammlungelokal rm.Rgnn. UJ? degeben, wurde ich mit meiner Beglertung aus v°n einer Anzahl Schutzleuten barsch und herrrsch iZTk Der Eintritt in das Versammlungslokal könne iStV0* nicht gestattet werden. Nach ein, gen bi?nn aus der Versammlung Nachricht, dah der 'Mtlfter Zöller die Versammlung sofort für aufgelöst V als der Vo.sitzmde des freisinnigen Verein« dieselbe für eröffnet erklärt hatte. D,e Auslosung r �Berufung auf.die Gffährdung der offmtlichen sei«£* Lokal soll nach Ansicht der Polizei überfüllt % Diese.Ueberfüllung" aber hatte die Polrze, vor. ,'gelassen. Die versammelte Menge, etwa tausend i*"die und Tische aus dem Saal heraus befordert. »?' wie wir ein Vorstandsmitglied versichert«, ohne �d'ana« big ,ur Redneibühne gelangen konnen, wi« hi. feilen in Wahlver ammlungen möglich ist. Wah« . � aufgelöste Versammlung unter Hochrufen zerstreule, 'liiin.'!0®. einige Vertrauensmänner privatim zu sprechen. iiiwm?intrilt in da« Lokal wurde ich von den am Hill Nni'afe�Vier fitzenden Gästen, etwa 60—80 an der Wt i° Versa« dem ) da« � >o die p tr«?' den.% iönner I ruhige, e Fannuk ) bei de« len. Jeden , der H idet könnt' iaben u«» war so[ — daS Dich f t ed gesag) von Dff. Feinst lwhe f einer [feiten 1 i&V trQQUft— r .>11)0,1« wtw*» Jliu�cn UUV WIU| iv» � ß;lr r0U6en verwehrte die Polizei allen Bocker.hei- 't%ö.iaht nur AuSnäriige dürften eintreten. Ich blieb ip w ln©einrflrflMi tm ßnfml untfr den Anaen der mtv lern! tobt, �und nicht weniaer als 14 Schutzmänner, deren Y'%*** C-4II4W4VSI• ""'Ndn,'«',.�'"ihen im Lokal, unter den Augen der j,,a/U°uzeibpamt'n, die argwöhnisch dreinschauten, "ntetf,..? Unterhaltung durch Ausbringung eines (tu könne. Bei unserem Verlaffen des Lokals Jj*!«, n...'"Wi wrnrarr ais i* cmuemmi z!''>>>oi« a �"haltmden Aufgabe geweiht war. Ich bin wernem Leben so staatsgesährlich erschienen, -.* n.., veim, obgleich ich hier gar nickt einmal dazu ge- T»e 32�1,,' Pich nur ein einziges Wort öffentlich zu sprechen. I �@,nbtndf iit die Ordnung und Sicherheit am izij s�iu. Bockenheim du>ch memand)onst, ivie durch 0PN..I.' voK 'ein� leine 9� a» uf' i anzus' tzung r insbesondere den Wachtmeister Zöller ge- to&aül oPÜrgee, die sich[zur Ausübung ihre« ver- »erlnn."." sammlungsrecht« vor der ReichstagSwahl S«kz..,aiili hatten, wurden in ihrem Vorhaben will- • ein,. derart grob und barsch angeschnauzt, als ob j"*.'' Bande von Landstreichern und Diedesgesindel > Nlittheitung der. Korrespondenz Hölzer- ein�L m* entnimmt oer.Kurrespondinz Hol- - P der eitel, der von einem unzuverlässigen . �iolb.n.:Aat..gtp.-' herausgegeben wird, folgendes: : o�vftniffche Ein stutz wirb sicherlich dahin zu wirken ö e*itt hi der Ausstand(oer Bergarbeiter) unter» i,i bit»�.Sozialdemokraten wissen ganz klar, datz am >i> l«er sind: da« vorhandene Geld Haider > LHi bet. u' h1' Zusem wirb anfangs Mäiz wohl die zinfif n e"h»v erwartenden Stichwahlen stattfinden, ühnnb und Jv* die Sozialdemokraten stark betheiligt sind.* «TS nLr"'l«a, l. Marz und 1. Mai find für Herrn kli0"" S vorhandene Unterschiede. Und da» rheinische 't den Gall'malbias ohne B< denken ab. *•>' to «»0 der Schutzzölle und der Mreiskar- dem Nahibodeii oer heutigen Zollpolitik üpprg i» aaihM�S treffend in der.Chemiker, eiiung", einem n 4 ttnt}' gekennzeichnet. Em Interessent schreibt: i a lieschjPntvon einem deutschen Mitbewerber kaufen liJatan» m*S* 0,n billigsten über London, weil -, gemacht werden— oft für die kleinsten wan ,m Lande auch dem grötzten Abnehmer nicht einräumen würde." Der Deutsche kauft deutsche Waare also theurer in der Heimath, als im Ausland trotz de« Ein. fuhrzolles, der darauf liegt! Diese Thatsache spricht für sich Mi« viel Kotzuardetter zStzlt da« Deutsche Reich? Zu erner genauen Beantwortung dieser Frage fehlt e« tut Ziit noch on dem ausreichenden statistischen Material. ES lassen sich nur Wahrscheinlichkeitsberechnungen aufstellen und ist man dabei angewiesen auf die BerufsKatistik vom Jabre 1882 und auf die Nachweisungen, betreffend die Unfallversicherung. Erkerer zufolge wurden am 2. Juli 1882 im ganzen Reich 18 986 494 erwerbsthätige Personen gezählt. Entsprechend der BevölkerungSiunnhme durfte diese Zahl sich inzwischen auf mindesten« 22 000000 erhöht haben. In diese Zahl find auch die Unternehm r, bezw. Betriebsleiter ec. als erwerbsthätige Personen einbegriffen. Nach den die Unfallversicherung de« treffenden neuesten amtlichen Mittheilungen giebt e« im Reich 3 396 704 virficherungSpflichtige Betriebe(gewerbliche, land» wirthschaftlicke, staatliche k) Rechnen wir also auf jeden Be» trieb einen Unternehmer dezw. G-schäftSleiter, überhaupt eine Person, die nicht als Lohnarbeiter gelten kann. Die Zahl der in diesen B'tneben durchschnittlich beschäftigten bezw. versicherten Personen(Arbeiter und Betrieb«- beamte, deren Gehalt 2000 M. nicht übersteigt und die füglich auch als.Arbeiter" zu bet achten find) beiäuft sich auf rund 10 Millionen. In dieser letzteren Zahl hätten wir die Grund- läge für unsere Berechnung. Ziehen wir nun die 3 396 704, enttprechend der Zahl der verfichemngSpflichtigen Betriebe, gesetzten Unternehmer ic. von der angenommenen Zahl von 22 Millionen erwerbsthätiger Personen ab, so behalten wir 17 603 296 Personen. Von diesen wollen wir nun weiter zirka 7 603 296 al« der Zahl der kleinen selbstständigen gewerblichen und sonstigen Unternehmer(deren Betriebe nicht Versicherung«- pflicktig find) entsprechend, abziehen. Zu den verbleibenden 10 Millionen, welche wir a!S Lohnarbeiter im eigentlichen Sinne de« Woite« erachten, hätten wir die 10 Millionen durchschnittlich bei der llnfallversicherana in Frage kommenden Per- sonen hinzuzurechnen. Aus di-se Weise erhielten wir 20 Millionen al« Wahrscheinlichkeitsziff.r der Lohnarbeitersckaft Deutsch- landS, wobei selbstverständlich erwerbsthätige Frauen und jugendliche Arbeiter mit einbegriffen find. Eine« Getzeimbnndsprozetz für Kochum stellte drr Staatsanwalt Herr Dr. Schuize-Bellinghaufen in Bockum bei der Virhandlung aeaen den Bergmann Weber in Au-ficht. Das Material zur Erhebung der Anklage ist fertig bearbeitet, ob aber die Anklage erhoben wird, ist sehr fraglich; nach derlVer'etzung des Dr. Schulze-Bellinghausen nach Frank- furt a. M. ist dies kaum anzunehmen. So meldet die„Dort- munder Ztg." Die„Frarkf. Ztg." bemerkt dazu, datz gutem Vernehmen nach die Anklage nicht erhoben wird. Das von Dr. Schulze-Bellinghausen mit grobem Eifer gesammelte Ma- terial giebt dazu keinen genügenden Anhalt. In der Haupt« fache find es Telegramme und briefliche Korrespondenzen zwischen dem ehemaligen Streik- Zentralkomitee und den Komitee'» in Schlesien, im Eaarrevier ,c. zum Zwecke gegen- f eiliger Verständigung, die jedoch nicht erreicht worden ist. Auck mit Belgien und England hat ein gelegentlicher Ge- dankenauStausch brieflich und telegraphisch stattgefunden; was die dortigen Bergleute gleichwohl nicht hinderte, nach ihrem eigenen Belieben zu streiken und zu arbeiten. Datz vom Staatsanwalt Dr. Schulze-Bellinghausen ein solcher Gcheim- bundprozetz beabsichtigt war, ist von der„Franks. Ztg." schon vor der Prozetzverhandlung gegen Weber von Bochum au« mitgetheilt worden. An» Sachs««, 3. Februar kwird uns geschrieben: Im 17. Wahlkieis, Glai chau-Meerane, scheint ein Theil derBehörden ordentlich auf die Suche zu geben, ein Mittel zu finden, durch welche sie sozialdemokratische Wahlversammlungen unmöglich machen können. So wurde gestern eine autzerordentlich staik bisuchte Versammlung bei Hohenstein aufgelöst, noch ehe sie begonnen hatte, weil die Lokalitäten überfüllt seien. Gegen die Auflösung ist sofort Beschwerde erhoben worden. Die Arwesenden waren über da« Benehmen de« überwachenden Beamten sehr ausgebracht und machten ihrer Entrüstung durch stürmische Hochrufe auf Auer Luft. Diese Mittelchen zum VelsammlungSverbote und VerfammlungSauflösungen verfangen nicht mehr, das wird der 20. Februar zeigen. Jm!21. Wahlkreis, Annaberg, hatdie AmlShauptmannschaft zu Annaberg dem sozialdrmokratischen Kandioaten Former Grenz das Abhalten von Versammlungen auf Grund von§ 9 de« Sozialistengesetze« untersagt. Nach Gründen sucht man vergebens, sie können nur darin gefunden werden, datz Grenz sich seine Kandidatur angelegen fein lietz und fleitzig agitirte. Das erscheint natürlich dem konservativen Beamtenthum höchst staatsgefährlich. Gegen das Verbot ist ebenfall« Beschwerde erHoden word-n. Im 13. Wahlkreis, Leipzig-Land, kam e« gestern in einer Wählervrrsammlung in Plagwitz zu stürmischen Szenen. Die Versammlung war von den Kartellbrüdern einberufen worden und reden sollte Dr. Götz(der Deppchen-Götz). Die Ver- sammlung war aber zu Dreiviertel au« Sozialdemokraten zu- sammengesetzt. Als nun Herr Götz in feiner bekannten takt- losen Weise auf die Letzteren zu schiwp'en anfing und ihre Bestiebungen in seiner Art charakterifirte, brach ein solcher Sturm der Entrüstung lo«, datz der Vorfitzende die Ver- sammlung schlietzen mutzte. Da«„Leipziger Tageblatt" ist über diesen„Terrorismus" der Sozialdemokraten höchst auf- gebrachi. Am Sonnabend hat auch der Vertreter für Dresden, der konservative Hultzsch, endlich in einer Versammlung Bericht über den Reichstag erstattet, von welcher die„soualdemokrati« sehen Agitatoren" ausgeschlossen waren. Die Rede war sehr kurz und eine blinde Verherrlichung der Thaten des letzten Reichstags einschließlich der Vieh- und Getreidezölle. So etwas ist nur in Dresden möglich. Herr Hultzsch schloß seine Rede mit der bekannten K aftprobe:„Ich stehe zu Kaiser, König und Vaterland, Deutschland über Alle« und Alle« in der Welt." Eine größere Anzahl anwesender Sozialdemokraten demonstrirten durch öftere Unterbrechungen der Rede und mit Gegenrufen. Die Wahlbewegung ist nunmehr in vollem Fluß, Ver- sammlungen finden Tag für Tag m fast allen Wahlkreisen statt, auch wurden am gestrigen Sonntag bereit« massenhaft Flugblätter veitheilt. Die Stimmung ist, wohin man hört, vortrefflich. Der Geist, der dieses Mal die Massen beherrscht, ist ein anderer, al« jener vor drei Jahren, und dementsprechend wird auck da« Resultat der Wahlen sein. KLchstsche Kemüthlichkeit. Aus Sachsen schreibt man nn«: Zu Sonnlag war in WittgenSdorf eine öffentliche Wähleroersammlung einberufen, in der der Buchdrucker Schmidt- Berlin über die ReickStagSwahlen referiren wollte, aber nicht— konnte. Obgleich unser Kandidat in letzter Zeit an 10 Versammluvgen abgehalten, die überaus stark besucht waren, und ihm seitens der Behörden bisher nicht das Gerrngste in den Weg gelegt worden war, änderte sich hier da« Verbältnitz. Nachdem sich der Referent al« den Kan- didaten der„Ümfturzpartei" vorgestellt halte, und sagte, daß er im Laufe seine« Vortrage« den Beweis der Unrichtigkeit dieser Beschuldigung erbringen werde, stand der Gemeindevorstand auf und sagte: da« gehöre nicht zur Tagesordnung; ferner ließ er einige junge Leute Hinausbiingen. Nun gedachte Schmidt der Umstände, datz die Männer vom 20. Jahre schon die Pflicht hätten, in den Krieg zu ziehen aber wählen könnten sie— da erhob sich der Gemeindevorstand wieder und sagte: dal gehört nicht zur Tagesordnung. Nun fragte Redner die Versammlung: Merne Herren! Et scheint mir heute hier im Saale ein scharfer Wind zu wehen, wollen Sie mir daher lieber gleich die Frage beantworten, ob Sie jetzt wissen, datz sie 1887 beschwindelt worden find? Ein schallende«„Ja!" war die Antwort. Nun ging der Referent auf die Enlstehung de« vorigen Reichstags ein und war an dem Punkte angelangt. auseinander zu setzen, wie gelegentlich der letzten Wahlen Be- amte und Fabrikanten vereint marschirten, um die Arbeiter zu beeinfl iffen— da stand der Gemeindevorstand auf und sagte: Ich lasse nicht weiter sprechen; Sie reizen die Wähler auf; ich löse überhaupt die Versammlung aus. Ein donnernde« Hoch auf die Sozialdemokratie war die Antwort, und so hat da« Doifoberhaupt so schön für uns aartirt, wie e« gar nicht besser sein kann.— Da« Fazit dieser Versammlung ist: datz die Gegner uns beschimpfen können, wir sie aber nickt widerlegen dürfen, sonst reiten wir aus. Wenn auf diese Weise weiter- gearbeitet wird, können sich die Sozialdemokraten nur v-rgnüzt ie Hände reiben, denn da treten die Beamten als Agitatoren für uns mit auf, weil— sie die Wähler unzufrieden machen und diese Unzufriedenen kommen alle zu uns. Frankreich. Pari«, 3. Februar. Die Kommission de« Senats zur Vorberathung des Entwurfs betreffend Pretzvergehen vernahm heute den Justizminister Thevenet, welcher im Namen der Re- gierung erklärte, datz sie den Gesetzentwurf Marcel Barthe an- nehme. Dieser überweist den Zuchtpolizei-Gerichten die durch die Presse begangenen Beleidigung« oergehm. Paris, 3. Februar. Deputirtenkammer. Bei Prüfung der Wihl des Abgeordneten Crlvinhac in Toulouse erhob der Konservative Provost-de- Launay die Beschuldigung, datz die mit der Zählung der Stimmen in Toulouse beauftragte Kam- Mission Fälschungen vorgenommen habe; er legte solche be- sonders dem Bürgermeister und dem Präfekten von Toulouse zur Last. Der Minister de« Innern vertheidigte die ß' feieren und sagte, e« sei zwar eine Klage eingebracht, dieselbe sei aber zu unbestimmt, um ihr weitere Folge geben zu können. Auf Antrag des Deputirten Grauet wurde die weitere Erörterung der Angelegenheit verschoben. Die Zollkommission vernahm die Ansichten der Groß- Destillateure; dieselben find Gegner der Maissteuer. Pari«, 3. Februar. Die Deputirtenkammer trat im weiteren Verlaufe der Sitzung in die Berathung über den Gesetzentwurf betreffend die Einführung großer parlamen- tarischer Kommissionen ein. Die Erörterung wird morgen fort- gesetzt werden. Der Finanzminister theilte der Kammer da« Ergebnitz der Budgetveiwaltuna für 1889 mit. Darnach belaufen sich die Einnahmen auf 3071 Millionen, die Ausgab m auf 3107 Millionen Frank«; die Ausgoben betragen also 36 Millionen mehr al« die Einnahmen. Während des Jahres 1889 überstiegen die Steuern und die indirekten Abgaben die Budgetvoran- schlage um 22 Millionen Franks Die Post-, Telegraphen- und Fernfprech- Beamten veranstalteten gestern einen Punschabend, um ihre Freude über die Befreiung vom Joch de« Oder- Postdirektors Coulon auszudrücken. Derselbe habe nach deren Anficht alle auf Verbesserung de« Looses der ihm unterstellten Beamten abzielenden Reformen verzögert, alle Dienstzweige in Unord« nung gebracht und da« Personal zur Muthlofigkeit verurtheilt. Kelgi-tt. Brüssel, 30. Januar. Dre bürgerlichen lnhänger der Frauenemanzipation haben einen klemen Sieg zu verzeichnen. Die belgische Kammer hat sich gestern für die Zulassung der Frauen zum medizinischen Studium auSge- sprochen. Die äußerst langweiligen, noch immer fortdauernden Debatten über da» Univerrnätsgesetz wurden durch diese Ver- Handlung in anregender Weise unterbrochm. Der Abgeordnete MagiS stellte bei der Berathung über die medizmische Fakultät den Antrag, anstatt der vagen Bestimmung, welche den grauen da» Recht gab.„gewisse ärztliche Funktionen auszuüben ihnen da« Recht auf Ausübung der ärztlichen und Apotheker- p axi« zuzugestehen. Abg. Houzeau beantragte bei dieser Ge- Uaenheit auch die Zulassung der Frauen zur Advokatur. Herr Woeste stellte sich beiden Anträgen sofort entgegen und hielt eine lange Rede über den wahren Beruf des Weibe« als Hausmutter und Erzieherin der Jugend. Minister Banden« peereboom schloß sich ihm alsbald an. Aber selbst ein Theil der Rechten war für die Zulassung der Frauen zum ärztlichen Berufe, und so wurde ihnen denn die Ausübung der ärztlichen Praxi« von der Kammer zuerkannt. Die Linke stimmte auch für vie Zulassung der Frauen zur Advokatur, der Antrag wurde jevoch von der Mehrheit abgelehnt. Wir werden also in einiger Zeit in Belgien weibliche Aerzte haben. SoHtsle Ilelierlirtik. De« Streik der Ardeiter der Gebr. Relchsteinfchr« Kinderwagenfadrik Dauert unverändert fort. Die Firma v rwe'gerl sämmiliche Forderungen und hat heute erklärt, jede Unterhandlung zu versagen, sie will überhaupt nickt mehr unterhandeln. A.beiter. Handwerker, urtheilt selbst! Sind unsere Forderungen, Emsübrung der 10 ftürrdigen Arbeitszeit unter Beibehaltung de« Wochenverdienstes der Lohnarbeiter und Erhöhung des Stücklobne« der Korbmacher um 5—15 pCt., unverschämte zu nennen? Niemand wird die« behaupten. Und gerade darum, weil dieselben so mäßige find, haben wir be- schlössen, dieselben durchzusetzen, möge e« biegen oder brechen. Schwer ist unser Kampf, von Tag zu Tag spitzt er sich mehr zu; aber wir lassen nicht locker, der Sreg mutz unser werden. Wir müssen aber zugleich auch darauf hinweisen, datz die Mittel sehr gering find. Briefe find zu richten an Ernst Klapper, Sckmied, oder Fr. Rotzmann, Korbmacher, Branden- bürg u/H., Woll-nw'berstr. 3, Gasthof zur Mühle. ?«r Arkeiterinnendewegung. Wieder sind zwei öffentliche Ardiiterinnenversammlungen verboten. Die erste, welche als eine öffentliche Ardeiterrnnenversammlung einberufen ist. wurde verboten. Infolge dessen wurde Vre zweite als eine „Versamm uag sämmtlicher in der Papierbranche beschäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter" ongemelvet, aber auch dies« wurde nicht genehmigt, trotzdem öffentliche Aibeiter» und Arbei- terinnenoerlammlungen fast jederzeit die Genehmigung erhalten, Beschwerden fallen natürlich fruchtlos au«, und so kann man sich nur erklären, datz die Versammlungen deshalb verboten werden, dam-t die Arbeiterinnen über all- öffentlichen Angelegenheiten in Unkenntnitz bleiben und sich ihrer traurigen Lage nicht bewußt werden. Ob aber durch lolche Verbote vie Fortentwickelung der wirthschaftlichen Verbällnrsse, zu der auch die Frau ihr gut Theil beiträgt und beitragen mutz, ein Hmdernitz entgegengesetzt wird, ist höchst zweifelhaft. Die Frau und Arbeiterin wird omch die heutigen schlechten Zustände gezwungen, sich Ausklärung zu verschaffen, daher ist e« Pflicht einer jeden Arbeiterin, die Versammlungen der bestehenden Arbeiterinnen- Fachvereine zu besuchen, diese Vereine durch Mitgliederzahl und Beiträge zu unterstützen und so den ersten Schritt zur Anerkennung ihrer Rechte zu thun! Dct-Jtmrnrlrmgen. «hi« offenlliek» Kersammlnng der Schmied- Her- p-pa t aJ- sää bürg die Verhandlungen mit einem Vortroge über die Roth« wendigkeit und Berechtigung einer gewerkschastlichen Ocgani- sation der Schmiede«in. Nach einem historischen Rückblicke auf das Schmiedehandwerk, w'lches früher hoch in Ehren stand und auch heute noch, namentlich auf dem Lande, besonder» an- gesehen ist, beleuchtete der R ferent die Schäden und Miß- e, welche� heute dem Schmiedegewerke anhaften. In vortrefflicher Weise schilderte der Referent den ohnmächtigen Kampf des Kleinmeisterthums gegen das allgewaltige Kapital, das fruchtlose Bemühen der Kleirmerster, sich durch Drückung der Arbeitslöhne und Verlängerung der Ar- beitSjeit vor dem unvermeidlichen Untergänge»u de- wahren, und folgerte hieraus die Berechtigung der Arbeiter bezw. Gesellen, auf Grund de«§ 152 der Gewerbe ordnung gegen diese Ausnutzung Front zu machen, und die No'hwendig. feit, sich zu organistren, um eine Besserung der Verhältnisse zu veranlassen. AngestchtS de« Umstände», daß die Gesellen zum allergrößten Theile ihr Leben lang Geselle bleiben müssen, hob der Referent die Pflicht hervor, für ein menschenwürdiges Dasein zu streben und zu sorgen und sich allesammt der Ver- «inionng der Schmiede Deutschlands anmschließen. Die vor- züglrchen Darlegungen de» Referenten entfesselten einen wahren Beifallssturm. Meister Heidenreich übernahm als nächstrr Redner e», die von dem Vortragenden in treffender Weise ge- kennzeichnete Innung zu vertheidigen und wußte er von der Innung b,zw. von dem JnnungSbunde nur das Lobens weltheste zu berichten. Meister Heidenrerch wurde seinerseits für seine Darlegungen belohnt durch den— allerdings etwas unparlamen- tarischen, aber dennoch völlig zutreffenden— Zuruf: Quatsch! Die nun solaenden Auseinandersetzungen zwischen dem Re- ferentm und dem Meister Heidenreich waren hochinterissant und gelangte nach diesen folgende Resolution zur einst-mmigen Annahme:»Die heutige öffentliche Versammlung der Schmiede Berlin» und Umgegend erkärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden und verpflichtet sich, Mann für Mann der Vereinigung der Schmiede Deutschlands beizutreten und auch in diesem Sinne zu wirken." Eine DiS- kussion über da» Referat fand nicht statt. Der zweite Punkt der Tagesordnung lautete: �Berichterstattung de« Altgesellen über die Beschlußfassung de« Jnnungsvorstande« betreff» der zehnstündigen Arbeitszeit und gänzliche Abschaffung der Sonn« tagSarbeit." Zu diesem Punkt« theilte der Vo> sitzende ein Schreiben de« Jnnungsvorstande» an den Altoesellen mit, in welchem der erster« kundgab, daß er die Forderungen der Gesellen der nächsten, in der ersten Woche de» Monat« statthabenden Generalversammlung der Innung zur Annahme empfehlen werde. Di« Meister Heidenreich und Kobich traten energisch für die Sonntagsruhe ein und richteten an die Ge- sellenschaft einen dringenden Appell, auf keinen Fall de« Sonn- tags»u arbeiten und erzielten diesmal aufrichtigen Beifall. Der Beschluß der Jrnungs-Generalversammlung wird in einer demnächst stattfindenden öffentlichen Gesellenversammlung he- kannt gemacht werden. Herr Matthe» ermahnt« die Kollegen seineiseitS, auf die Ausficht hin, daß die Innung die Forde- rungen der Gesellin bewilligen werde, nunmehr nicht die Hände in den Schooß zu leaen, sondern die Organisation nicht zu ver- aessen im eigensten Jnter.sse und dieselbe nun nicht für über- flüssig zu halten. Die Herberg», und Krankenkaffenverhälwisse fanden des Weiteren eine längere Erörterung. Zum Schlüsse forderte Herr Bosin auf, am 20. Februar d. I. nur einen sozialdemokratischen Kandidaten zu«ähle«.— Für die gemäß- regelten Hutarbeiter m Luckenwalde wurde eme Tellersammlung veranstaltet. Das Ende de» Lttckettttrulder Streiks bildete die Tagesordnung einer öff-ntlichen Versammlung aller in der Hutbranch« beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, welche am Montag Abend im»Böhmischen Brauhause" stattfand. Herr V ö l k e l schilderte die Ursachen und den Verlauf dieses Streiks, der am 22. Okwber bei der Firma Cohn u. Amendt ausbrach und sich am 25. November auf alle acht Hutfabriken in Locken- walde ausbreitete. Die Unterstützungen seien reichlich geflossen, dennoch habe der Streik vor ungefähr zwei Wochen ein trauriges Ende gefunden, indem die Arbeit allgemein wieder zu den früheren Bedingungen aufgenommen wurde. Nur sehr geringfügige Zugeständnisse sind gemocht worden. Zum Theil sei dieser Verlauf eine Folge des Vorgehens der Fabrikanten, welche List und Versprechungen nicht gescheut und sich sogar Arbeiter au« dem Berliner Asyl für Obdachlose bc- schafft hätten; hauptsächlich resultire aber da« Unterliegen aus der Uneinigkeit und dem Mangel einer guten Organisation. Gerade die am besten bemittelten Kollegen find die ersten Streikbrecher gewesen. Ein wohlberechnetes Manöver der Jabri- kanten war es, in der Presse den Streik für beendet zu erklären. Diese Nachricht tauchte zuerst m sächsischen Blättern auf. Man wollte dadurch den Streikenden die Unterstützangen abschneiden und hat auch erreicht, daß die Kommission in der letzten Woche den früheren Betrag um ein Drittel kürzen mußte. Hieraus strömten die Streikenden sch aarenweise in die Fabriken(Pfui- Ruf«) und der noch verbleibend« Rest konnte nicht mehr ge- nügenden Widerstand leisten, das Ende des Streiks mußte pro- klamirt werden. Daß unter diesen Verhältnissm Maßregelungen stattfinden würden, war vorauszusehen und so find denn auch die treuesten und besten Kämpfer von den Fabrikanten zurück- S(wiesen worden, diesen find die Luckenwaider Fabriken ver« blossen. Gegen 150 Gemaßregelte, da» ist da« Hauptergebniß des Streiks! An uns tritt nun die Pflicht heran, diese Kollegen vor dem Elend zu schützen und ich hoffe, daß uns die» vollständig gelingen wird.(Lebhafter Beifall.) Herr Borgmann machte hierauf den Vorschlag, ein anderes Kampfmittel in Anwendung zu bringen, welches sich wirksamer erweisen werde a's der Streik. Man müsse der deutschen Arbeiterschaft empfehlen, nur solche Hüte zu kaufen, die mit einer bestimmten Kontrolmarke versehen sind. Die Versammlung möge eine Kommission wählen, welche die nöihigen Schritte einzuleiten habe. Dieser Vorschlag fand großen Beifall und e« wurden die Herren Borgmann, Augustin, Schiergott, Stabrie und Kempe in die Kommission gewählt. Herr H«lsingtr< � aus Luckenwalde) sprach den Berliner Kollegen �, für die geleisteten Unterstützungen seinen«.. aus. Man möge doch auch.ferner U» l regelten eintreten", denn diese hätten des Streiks kein« Schuld. Redner führte.vnlch � in denen Arbeiter oder Arbeiterinnen entlasse». deren Brüder oder Schwestern in den sprechen hatten. Eine junge Arbeiterin, welch« � paar Worte in einer Versammlung äußerte, t#, dem Werkführer der Farbik mit ganz gemein � traktirt und entlassen. Da« Mädchen werde I I gewiesen, wo sie um Arbeit anfrage. Aehnuch_ u tn anderen Fällen.— Auch die nachfolgenden» � energisch für die Unterstützung der Gemaßreg. solange geholfen werden müsse, bis sie«rne»w für den haben. Eine grrt besuchte Mähleroer! Schoueberg«ud Nmgegeud tagte am-l-« i v. M«. in Gründer'» Salon, Schwerinstr. ii, d'S Bureaus, in welche« die Herren Gärlig, fL Schmidt gewählt wurden, bemerkte der Vmsi» Schloßbrauerei zu Schöneberg sich eines besserm> indem sie wieder ihren Saal zu jeder. Alsdann nabm Herr Rob. Schmidt das Reseral> stehenden ReichstagSwahlen. Redner unter! 11 Stunden langen Vortrag fämmtliche Pmlss'" Kritik. Erstellte die Politik, welche dieKutellp-"», tage treibt, in« rechte Licht und betonte, daß nichts zu hoffen ist. Am Schluß seiner Rede yL Appell an die Wähler, bei der bevorstehende»� nur für den Kandidaten der Soualdewokralen Redner erntete für dm lehrreichm Vortrag großen Schluß der Diskussion lief eine Re?olutiM>*'�i Wähler aufforderte, ganz mergisch bei der konw.� tagSwahl für dm Kandidaten der Sozmldew� J Wilhelm Werner, einzutreten und ihm zum Ferner wurde Protest erhobm gegm die Ministers Herrn Herrfurth. Nachdem noch n».8», welche mehreren Genossen bei der Flugblatt»«»». find, kritistrt waren, schloß der Vorsttzmde d'« mit einem Hoch aus die intemationale Sozial»0» :.30. Nor» Kw-Norb •«Wand ang pmil« für »nch eine '» Arbeit Rutschen .Jon den •Wttt zum "'«b« ein, ■'»den letz to Briefkasten der Redaktion A. K. 100. 1. In Berlin ist Innungen das Privilegium verliehen,—■. zu halten. Es kommt darauf an, zu weich", eventuell gehörm würden. 2. Den Titel ruhig, auch auf dem Firmenschild führen,»b»' anzugehören. F. W. Solmsstr. Sie haften nicht sur°« Schutven Ihrer Frau. Theater. Mittwoch, den 5. Februar. Oymthan». Othello. Aekavflpteihau». Nathalie. S-sstng-Uheateo. Da« Bild des Signorelli. entiche» Theater. Der Pfarrer von Kirch» feld. OerUaer Theater. Gräfin Lea. Frtedrich- WUHelmftadtisthe» Theater. Der arme Jonathan. f taRaer-Theater. Sie wird geküßt! »ftd»«»-Theat»r. Die arme Löwrn. trtorta-Theater. Stanlm in Afrika. DekeaUiaare-Theater. Almenrausch und Edelweiß. Gsteab-Theater. Maria Stuart. Kvatgstädttsche» Theater. Die Karten- legerin au« der Linienstraße, oder: Die Geheimnisse aus der Rosemhaler Vorstadt. Teatrat-Theater. Berolina. Adotph«rnst-Theater. Flott« Weiber. M»ich»haUe«-Theater. Gr. Spezialitätm- Vorstellung. Kaastaam»'» Marittt. Gr. Spezialitätm- Vorstellung. Gebr. Picht er'» U artet». Spezialitätm- Vorstellung. CIpcus Renz. Karlstraße. Heute, Mittwoch, dm 5. Febr., Abend» 71 llhr: Zum 15. Male Deutsche Turner. iGisetzlich»eschiltl> Große nationale Origrnal- Pantomime vom Hof- balletmeister A. Siems, inszmtrt vom Direktoi E. Rmz. Dekorationen, Kostüme. Requisiten, Wagm neu und prachtvoll, 3 Mufiktorp». Aufiretm de« gesammten Künstlerpersoral». Vorführm der S großartig, engl. Vollblut. springpferde durch Herrn Franz Renz. Auftreten der Schulreiterin Fiäul. Clolilte Hager. Mr. Metzgeh mit seinem dressirten Esel.— Morgen: Deutsche Turner. Sonntag: 2 Vorstellungen. E. Renz, Dwekwr. einer Puuschextraet, Origlfl. excl. 1,25 1,25 1,25 1,50 2,00 2,50 «lühweiuertraet «rogextract Echlu««erpunsch, kräfti vurauuberpuusch, aus bei Burgunder Wein, «nanasbuufch, a. fr. Fr.. «lühwetuerrract, aus feinstem Bordeaux, Alt. hochf. Thee-Ru« Sit.. Jugderttkör, b. Magmheiz.. «Iter«ordhSufer, gar. echt. Savou-Ru« empfieht die Grobdestillation von Le##au& Keil, Eobhieußtr 12, an der Rofmthalerstr. 2flO 2,00 0,90 0,75 1,00 zu Jede Uhr repariren(ausser Krach) kostet bei mir 1,50 Mark unter Garantie des Gut- und Richtig. gehen«. Kl. Reparaturm entspr. billig Lager a>. Arten Uhren. Gold- u. Gilb erwaarm. Carl Wunsch, NssUMstr. 38, nahe dem Oranienplatz. Korbmacher auf Bambusarbeit verl. Blume, Brandmburgstr. 25.[670 Gr. öffentliche Wähler VerchM D soweit> m des l Sftliner ReWllgwGkttistS am Freitag, den 7. Februar, Abends 8'!- 111 in„Suussouci", Kottbuserstraße 4».' TageS-Ordnung: 1. Die Bedeutung der ReichstagSwahlen und die virfchiedmen Partei«» Berücksichtigung der freisinnigm Partei). R-fermt: Th. Glocke. 2. Diskussi»»- Die Wahler aller Parteien find hierzu eingeladen. Dam Wahlfco» m l Große össentl. Wahlerversamv� 1131] des 6. Berliiitt RtiljstsMlldlkreises am Donnerstag, de« 6. Februar, Abends 8, im Kolberger Salon, Kolbergerstrahe Nr.*">• «r«� Tages- Ordnun 1. Wie stellen sich die Wähler zu den Gegenparteien? 2. Die kussion. 3. VeischiedeneS. �trachten 'Iben(oül "B- Da« .b«?©tot wen JW S», dasselb '»nn mc ltn; und( tT baß bi Referent: Rod< Der Ei««»6' '» von ei ,Das Alhmbm-Thkstter Wallnertheaterstr. 15 i»-» Uereine> Gefell- fchaftm -c. mit sämmtlichen Nebenräumen, BOhne, Tunnel zc. zu Festlichkeiten»» v rg bm Nähere» zu erfragen im Theaterbureau. American-TkeaRer. Dreebeuerftrasse 55. Tfiglioh Vorstellung-[1365 m ,T,ri»._ Vastage 1 Tr SM.- 10 Uhr A Kaiser-Panorama. WkHT Neu! Z. ersten Male: 4 Zykl. Erinnerung, a. d. Felbzug 1870/71. Erste Reise bmch Oesterreich. Hochinteressant: Herttza-Veise. Ein« Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Ndonn. 1 M. Kohtabast ——-'-[lesg am hiefiim Platze bekannilich Grösste Auswahl. Garautirt sicher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise!. Sämmtliche im Handel befindlichen Roh. Tabake sind am Lager. A. Goldsohmidt, Kpmidauerbrücke 6. am Hock'ilNm Markt. Msln, Lslkim, Wnilhn i. um K Ä Am Donnerstag, den 6. Februar, Abends 8 Uhr, im Ueyer, Alte Jakobstraße 83: Versammlung sämmtlicher 6 Filialen M« % i m TageS-Ordnung:,, 1. Rechenschaftsbericht des Hsuptforstandes über seine 2 jährige Thäli«»''.� -.SW 150 Mark sucht ein Geschäftsmann(Genosse) zur Verqrö» ßerung seines Geschäfts als Dartehn auf 3 Mop. geg. mäßige Zinsen. Adr. E. B. Volksbl.[1142 Möiiel, Spiegel n.Pöisterwaareü Gr. Lager, bill. Preise. Emil Heyn, eigener Fahr! k. Brunnenstr. 28, Hof part. TheiU. nach Uebereinkunft, Englischer Garten. Aleranderstraße 27c. Austreten der Kostüm- Soubrette Frl. Fritz! Korn. lustreten der Parterre- Gymnastiker» Truppe Plak, »ustreten der GesangS-Duettistwnen Geschwister Broohe. lustreten der Kostüm-Soubrette Frl. Fran- oiska Clairemont. Austreten de« Gesangs- Humoristen Herrn Kalnherg. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30, 50 und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Sonntags Anfang halb 6 Uhr. Sonntags Sntree 50 Pf., refervirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. Vollständig neues Programm. 2. Wahl des gesammten Hauptoorstandt« sowie W. Schweitzer. 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitim'"� _______ Ort- Vrr«i»«� Ventral-franken- und ßterkek# der Tischler n. f. m. Sonnabend, den 8. Februar 1890s.> Kroßer Wiener WaskeB tu der Neuen Welt ==..(Hafenbaidk) Um recht zahlreiche Bei Heiligung ersucht Das K® Killet« sind bei folgenden Herren zu haben: A.Lehmann. Ritte» ftr.lss* H. Piel ck«, Admiralstr. 39, H. 3 Tr.; C. Münk, Man teuffelstr. 65, H. 3 Tr., Manteuffelstr. 67, H. 3 Tr.: G. Bredenfeld, Reichenbergerstr. 125, v. 4 Tr. l Grünanerftr. 4 v. 4 Tr., und in den mit Piakaten belegten Lokalen. �Äuß"d ''»«ei war Äi -°?wer»',i « K 5 Uerei« zur Wahrung der Jntert der Klavierarbeiter und verwandter Berufsgenossen» Am 15. Februars Grosser Wiener Masken-B tfC' W w den Sälen der Verl. Bockbranerei(Tewpelhofer � Anfang Stz Uhr. Entree 50 Pf. BilletS find vorher zu Hoven bei Robert Schmidt, Stro lauer Platz 23 i ««AntworNiche» Redakteur: vatrt Kaab» in»erlw. Druck und»erlag von Adalberistraße 64; R. Nagel, Wienerstiaße 25; Karl Riediger, Di-ffenb?.,«' Ernst Rothe, Arndtstraße 34, Restaurant. Das Kofljvj in»» Ksktag in Berlin sw„ Beuchstraß« z m****«w Beilage zum Berliner Bolksblatt. lÄ'i ten an/*• jrte»nm cntlaff« den Berfa» n, welche S|*SI>- sSs tcmaßreg'ltt" eine«BW*» � i2l-r. Januar. Nachdem die Wahlen in ZNM'««'& Jstärä. tfa: -r �Vorfit' SMZWHZW«: ' m k. ri4l(i(,Hl cOim s iT®on besonderem Interesse, bah die Sammler ■ Rede%ij2, g ,n W den«igentlichen Parteikreisen. sondern auch m -henden dii H��mulschaften Ecsol« haben. Allen Nachrichten zufolge s?A.»n übrigen Lande die Ginossm mit regem Eifer. t ,2%? kaum zu erwarten, daß die Summen früherer 'Uiitb■ sj' dwar weniger aus dem Grunde, wer! me klovrefpondettien. 21. 3, K stnd,—________________________ mi*-sT'"�selben allem Anschein nach reger. Davon im«T.,am Sonntag hier von B-anch III der sozio ,>.»»1"kerportei, dem Arbeiter. Männerchor und bei ""fchen Schule von Yorkoille(die Ojlseite de- Stadt lkeii..ü�nffffiziser bi« neunzig't Straßen) arrangirle d iemokraten rag groß« ilution ei» der koioi»« zozialdim«" zum En dieAul noch ei«'I- gblaU-o mde d» Sozialdew i Allgemeinen gesunken sind als deshalb, we-l sehr «»..? k°nge Arbeitslosigkeit, wie überhaupt eine unsichere '.-"verzeichnen hatten. Das ist neben dem allgemeinen * k'V den schlechten Fo.tgana der Arbeiterbewegung �»er Hauptgrund, daß t»» Retbeiliauna an der or- 1 K*>?!<"«in« noch im »» letzleres auch auf die,-------------- � Vositio, befunden haben; das sind meistens Leute, �»u ch"8«« Zeit im Lande befinden, und bei diesen � K lti5)u7'wn,#. der erftere Grund, die Ermüdung von der itei!««.!- �it, das amerikanische Volk endlich einmal sie nicht mebr mitmachen läßt. »g. il»wrn Umständen Manche, b(«_ sich wu'' regem Eifer an der Bewegung detheilinten, gan>I,ch , beim.Pinoc'e� verkümmern, ist erklärlich. Um el„Most�V% c j*" ist es, wenn man bei vorkommenden Gelegen» m, ohne" h daß die große Mehrzahl der.A ten" das Interesse hi,/? e«M,* e'>? Grunde doch bewahrt haben, und sie von icht sur jjj u �en SDu�bm* unserer Ideen auch in diesem Lande eine wahnfinnige P�rteiwirtbschoft versumpften N einill9 �0| allem überzeugt sind. Solche �Lichtbl d.' t ästen in ditfer waschlappigen Periode, wenigstens � tjn». s�iung, daß auf die Leute zu rechnen ist, sobald sich h* tin,,« entwickelt haben, daß sie von ihrer Mitwirkung L�ter.» kolg sehen.— Was viel dazu beigetragen hat, gchlkJn? wieder soweit lebendig zu machen, daß sie für die ' irfeber Piozeß gewesen. MI,«"s."»«»er jownt lebendig»u fhCÄlaen wirken, ist der Erb '(.S Ätef" drss«lb.n,.w-l»e Parteien(* «kussion, ahlfco�! S.» Robert 1 Ein''® UlB « Pf häticke't',, %©tec" gitimut- tlw<«T !|J iq"» zehren daran gewöhnt war, dielen Prozeß als einen sol imxi..«i, durch welchen die Partei �endlich lahm eni % Bl ertf Hr iöer>ul? r S?' durch welchen die Partei �endlich laym qe- w lallte, so erregte der Ausfall natürlich große Be» IljW f; Da« Gefühl ,st hier allgemein, daß die Ent» ch« Ii Staatsanwalts über die V.rbreitung des»Sozial» ü;*:" wenig übertrieben war. Daß das Blatt in einer k, iftiahl Exemplaren allwöchentlich>ur Verbreitung ge» dos».'Aw koch wohl feit c. einem Jahrzehnt bekannt; S,, aasielbe nicht von selbst in die Häuser der Leute Um." wan sich, ohne viel darüber nackzudenken, wohl auch gehörte gewifi nicht viel Nachdenken dazu, % m L» wachen, daß dazu gar kein so g'vßer Apparat % Verbindungen über das ganze Land u. f. w.) er» ' und daß es wohl im Gcger.theil im _, i..lr Expedition de« Blattes selbst lag, dasür zu I SHifc„ k>i« einzelnen»Vertrauensleute" nur so weit iÄ*„.,8,n«w ander hatten, al« zur Erledigung der»Ge» «rsorderlich war. Auf diese einfache Idee ijWle»,» kvwmen, der sich die Sache vom«infachen Stond» 'a»s>rndm Menschenverstände»" betrachtete.— Doch m>.,. v.?vnz von meiner Aufgabe ab, über da« zu de» Jltc vor sich geht: indessen dürfte es immerhin Ve!,ln.kuteltsfiren, wie d»t hiesigen Parteigenosten über . urtheilen— Die Exekutive der Föderation der a k-schäftigt« sich m ihrer letzten Sitzung L•Nennung einer Anzahl Redner zur Agitation .«chtstunden-Bewegung. Bezüalich der von »wSsregten Erklärung de« 1. Mai zum allge« i>h,:7ftv>ttrfeierta-, wurde noch kein Beschluß gefaßt. %,f*i"ttTwn Reservesonds zusammenzubringen, wurde t j0„.® der Bostoner Konvention gemäß«ine Extra» �-.�«i Cent« pro Kopf und Woche auf fünf Wochen »o* k- Man möge indissen das Resultats derselben »»l.,, Zahlen berechnen, welche der Präsident der I, 0Ui der Konvention gegeben. Wie ich schon früher �«Äjrsr«!? So�vpwtion zu IS 000 angegeben worden war, in Ä a Liste mit 28000 Mitzliedern figmirte. ..jjen.« �l W heraus, dvß auch bei den übrigen Orga» kMiiii.?� lehr willkürlich»abgerundet" worden war. Hm'„.5» Nationale Bäckerverband, der selbst kurz vorher Ä t.k'/i�l mit 4500 angegeben, mit 19 000 in der �»«tte«'1?'» dos natürlich Reklamationen ab, welche dahin �lig»».?Vden, daß bei den verschiedenen Organisationen *«»-' �»rzahl gesetzt worden sei, welche dieselben»ton« siWTT Die« Versahren ist auch eine der nichtsnutzigen 1°. ZT Tepflogenhetten, welche ihren Gtur.b darin man'alle Handlungen auf den ersten, Erfolg berechnet; wenn dabei nur das !*an% man augenblicklich im Aug« hat, so u«d �ÄltwÄm�W�LMe«n die wohl" �'«lat�Uw, resp. an die BeuteverlheilungSstellen und in M'tir bringen. Für Arbeiterorganisattonen, deren U»> ,, uuf einem entwickelten Standpunkt stzben, stet« mit den realen Verhältnissen vunb st» nicht selb» etwa- vor, ulugen. I Ätln dieselbe» auch nach dies» Regel, und ibl tn sein. � der Gesammtvereinigung da«> lckt thut, Mittwoch, de« 5. Februar 1890. 7. Jahr». stattfinden; diese muß zeigen, ob der Gedanke, die nach allen Letten hin so notbwendige Verkürzung b« Arbeitszeit zu er» streben, in die Massen gedrungen ist. Es würde da« selbst» -verständlich für die zuerst w den Kampf tretenden Gewerke von großem Vortheil fein. Leider hat der englische Organisator und Agitator B u r n» abgelehnt, in li sem Frühjahr herüber zu kommrn, da er drüben zu sehr in Anspruch grnommen sei. E« wurden an seine Her» kunft große Hoffnungen geknüpft; ob sie sich verwirklicht, ist freilich eine andere Frage. Wir haben hier schon oft Perioden gehabt, in denen man meinte, daß die Arbettermassen empfänglich genug geworden um durch eine energische Agitation auf den richtigen Weg gebracht zu werden. Und roch hat sich stets gezeigt, daß man sich getäuscht.— Ein ander» Engländer, Rtid, hat hier die Hafenarbeiter und Seeleute (Matrosen, Heizer jc.) organisirt, weich erster« seit dem verun» glückten Snmpathiestreik für die Kohlenarbeiter in Pennsy'vanien aus dem O den der K. o. L. getreten waren, d« sie organisirt hatte. Es find in verschiedenen Versammlungen divnse Forde« rungen aufgestellt worden, und da angenommen wird, daß auf zirka 30 000 dieser Arbeit» gerechnet werden tonn, glaubt man, daß sie ohne Streik durchdringen.— Die allen Macher vom hiestgen Distrikt 49 der K. o. L-, welche die Begründn de«- selben, boiuitUr den kürzlich verstorbenen Holan»»drängten, machen sich wied» urangen, hm bemnkbar; sie haben hier und in Brooklyn die»Scrb»" zwei« Brau»eien, welche wegen Bruch des Kontrakte« mit der Brauardeiter.Uvion von d« Liste d« Union Brauereien gestrichen wurden, al»»Ritt»" organisirt. Und diefe als notorische Drahtzieher d« beiden politischen Parteien bekannten Burschen finden bei diesen Praktikern imm« ttoch Unterstützung! ütommmmlec'. Tagesordnung ffir die Kihnng der Atadtverord- neten-Nerlammlung am Donnerstag, den 6. Fe« bruar v. I., Nachmittag« 5 Uhr. Em Naturalisation«« gesuch— Berichterstattung de« Ausschusses für Rechnungssachen über eine Anzahl Rechnungen, sowie über den Jahresabschluß der Markthallen.Verwaltuna pro 1. April 1888/89 und üb« die Vorlage, betr. die Fests-tzung d» Kaufpreise der für die Erweiterung der Z'.ntral-Martlballe zu verwendeten städtischen Grundstücke Neue Fri-drichstraße 31—34- Wahl eine« Mit» gliede« lür das Kuratorium der Stiftung dn Berliner Gewerbe» Ausstellung im Jahr« 1879— Borlage, betr. die Erwerbung einer StraßeN'Parzelle de« Grundstücks Sophienstraß« 10- desgl., betr. die Verlängerung de« mit dem königlichen Garnison- R- Präsentanten bestehenden Vertrage» über die En-quartüung«. Verhältnisse der nicht kasernirten Truppen» theile hi'fign Garnison— desgl., betr. die Theilung des Be- zirks der 36. Armen-Kommission— desgl., betr. den Stand und den Fortgang der KanalisattonSarbeiten im Oktober« Dezember. Vierteljahr 1689— desgl., betr. das Projekt zur Er« bauung«ine« GeräthefchuppenS im Humboldthain— desgl., betr. die Skizze zum Bau ein» Marktholle auf dem Grund- stück« Badstr. 10— 10 a und G Lntbasirstr. 9—4— desgl., betr. die«folgte Bauabnahme de« Polizei-Dienftaebäudes am Alexanderplatz.— Zwei Rechnungen.— Berichterstattung de» mit d» Vo.beteihmg d« Wahl des Obttbürgnmeist»« beauf» tcooten Ausschusses.— Berichterstattung, betr. die Wohl von 4 Mitgliedern und 1 Ersatzmannes der Einschätzungskommission für die klosfifizirte Einkommensteuer.— Vorlage, betr. die Wahl eine« Mitgliedes der Wais«nv»waltung in da« Plenum der Armendirektton— desgl., betr. die Wahl eines Bü-gcr« d'putirten für die Alt«SversorgungSanstalt der Kais« Wilhelm- und Augusta- Stiftung.— Eine UnterstützungSsache. To ha I c*. Die Formulieung»o« Ktrafbestimmungen, um gegen solche Inhaber v on AbzahlungSgeschästen einschretten zu können, welche in offenbar wttihschaftlich nachtheilig» Was« für ihre Kunden ihr Geschäft betreiben, stieß bish-r bei den Rechtsgelehrten auf mancherlei Schwi»igkeiten. In Oesterreich und namentlich in Wien, wo die Abzahlungsgeschäfte zu einer womöglich noch größeren Kalamität grwarden find al« in Dtuischland und besonder« in Beilin, hat man den ersten Schritt ge'Han um den unreell betriebenen Abzahlungigtschäften strafrechtlich entgegenzutreten. Der Entwurf des neuen öfter« reichischen Strafgesetzbuch« enthält eine Strafbestimmung, wonach mit Gefängniß bi« zu einem Jahre und mtt Geld bi« zu 200 Guiden bestraft wird, w» bei Veräußerung beweglicher Sachen gegen ratenweise Abzahlungen den Leicht« si n. die VerftandeSschwäche od« die Unerfahrenheit de« Er« werber» dadurch ausdeutet, daß er denselben zu Anschaffunzen b-redet, welche den«irthfchaftlichen Verhältnissen desselben off-nbar nicht entsprechen, od» daß» sih oder einem dritten Gegenieisluagen gewähren«der versprechen läßt, welche den Werth d» veräußerten Sache maßlos übersteigen.— Ja der Begründung dies» Strafiestimmung wird auf die gemein» schädliche Form hingewiesen, welche da« Abzahlungsgeschäft vielfach annimmt. Infolge der Unerfahrenhiit und de« Leichtsinn« der Käufer und turch die eigen- nützige Unredlichkeit d« V»k«ufer ist eine vnderb« li»e, leider imm« mehr um sich greifende wirthschaft» liche Eescheimmg hervorgegangen, welche durch strafrechtliche Bestimmungen zu bekämpfen die österreichische Regierung für ihre Pflicht«achtete. Indissen soll jene Strafe nur ewtreten, wenn die betreffenden Fälle des Ratenhandel« ein ständiges Erwerbsmittel desVrrkäuf»« bilden. U ber die Gemeingefäh-- lichkeit solch» Geschäfte besteht keine Meinungsverschiedenheit, diese Ratengeschäste find sittlich v«w«flich, da d« Handelnde volle Kenntniß von der gemeinschädlichen Bedrückung hat, die » durch sein Geschäft anrichtet. Ein solche« Bewußtsein recht« fertigt die« Einschreiten der Strafgewalt. Gs m«S ans die Daner kein lohnende» Geschäft ftin, Kai! offein zu werfen und B.atpfannen tanzen zu lassen, und selbst d« Schinkei.knochen, d» in d» Mitternachtsstunde herumgewttbelt wird, hat nicht allein fein Ziel, sondern sich». l-ch auch seinen Beruf verfehlt, wenn er nicht gegessen wird. Auf dem Umwege durch Gerichtssäle, Zauberfalon« und ge« heimnißvollen S-avce« ist Karl Wolt», d» Held von Resau, wohl zu d« Ueberzeugung gekommen, daß d» einfachste Mensch von Fleisch und Blut doch noch umgänglich« ist, al« der vor« nehmst« Geist, d« sich nur durch Klopfen äußert. Karl Wolt« ist in die heimathlichen Gefilde zurückgekehrt. Er wohnt wieder in Biesendorf bei seiner Mutt« und geht von dort all« Tage nach Glindow bei Werder, wo» auf o« Lorenz'schen Ziegelei Erde karrt. Seine Verbindungen mit den Herren vom Verein Plyche scheinen demnach sehr gelockert zu sein. Er schwört wieder auf Erdgeist». Nun wäre e« int»essant, zu»fahren, wodurch der Bruch hnbeigesührt worden. E« sind ein Dutzend Broschüren ae» schrieben worden, in denen Karl Wolt» ohne ugend welche Re« serv« als ein besonder« begnadete« Wesen hingestellt wurde und al» ein Lästerer wurde verschrieen, w» nicht an ihn glaubte. Hat« seine befand»«» Vorzüge urplötzlich eingebüßt? Dan» wäre e« unerhört, daß man ihn nicht in eine Art Unfallv»« sicherung für arbeitsunfähige Medien eingekauft hat. Od« sollte er sich ol««in unsicherer Kantonist entpuppt haben als da«, was die Richter«klärten, al« sie ihn des groben Unfug« für schuldig«achteten, dann darf man wohl von den Herren Verfassern de« Dutzend Broschüren das Eingeständniß erwarten, daß sie, selbst getäuscht, ihrerseits wieder da« Publikum ine-- geführt haben. Aul alle Fälle dürfen sie doch nicht einen Mann wie Karl Wolter so mir nicht« dir nichts in der V»« fenkung verschwinden lassen. Dies» moderne„Hans im Glück" wird xar nicht mtt dem Ausgange seines Traume« zuftieden sein. Wenn er gar nichts andere« als dauernden Besitz au« der Zeit bewahrt, in der er im Flitterkostüm ouf der Bühne stand, auf die er durch feine spiritistischen Gönn« gedrängt ward, so müßte es doch wenigsten» ein Zeugniß sein, daß er «in no- trefflich« Zauberlehrling gewesen. Aber Erde karren, da« ist«in unrühmliches Ende selbst für«inen Karl Wolt«. Kanmrister-Hnmor. An«inigen alten Häusern am Mühlendamm und Umgegend, die im Interesse der Gesund« heil und de« öffentlichen Verkehr« geschwunden find, befände« sich früher Bausprüche, die beweisen, daß uns«e Altvordern, gerade wie heute, auch Kritik an den Bauten übten und daß auch manchmal»viel unnütz Geschwätz" mit unterlaufen sein mag. Der Baumeister scheint Humor genug gehabt zu haben, um da« Publikum.schwätzen" zu lassen, ihm ab« dafür«inen gut gezielten Hieb in einem Bauspruche zu versetzen. Der eine Spruch lautete: W« tarnen will an freier Straßen Muß sich durch unnütz Geschwätz nicht irren lassen. Ein and««: Viel Köpfe, viel Sinne, Viel Löch«, viel Pinne. Wanderer, schau hinein Un laß da« Tadeln sein. D« dritte: W» will harnen an den Straßen, Muß sich viel tadeln lassen, Weil so viel Narren vorüber geh'n, Die« nicht besser versteh'n. Wärst Du ab« zuerst gekommen Hält' ich Dich in Rath genommen. Unterschlagung«» und kein Ende. In«wem hiesigen größeren Ko�fektiorSgesckäft war der junge Mann, welcher al« die VertrauenSpe'fon de« Chef« die Einrichtungen für die außer dem Haufe beschäftigten Schneider besorgte, am Sonnabend beauftragt worden, einem Schneider eine«inrich« tung für zwei Mäntel zu bringen. Al« er mit dem Packet sich soeben entfernen wollte, kam em Hausdiener, der kurz vorher zu dem nämlichen Arbeiter mit einer größeren Menge Stoff gesandt worden war, mit der Meldung zurück, daß er den Be« treffenden nicht angetroffen und die Waaren daher bei Nach« bar«leuten abgegeben habe. Infolge dessen wurde dem jungen Mang bedeutet, den Gang zu unt«lassen, dafür ab« dem Hausdiener, welcher nun noch einmal zu dem Schneid« sich begeben müsse, da« Packet zu übngeben. Der Kommi« machte allerband Einwendungen und Ausflüchte und g«i«Ih darüb«, daß ein Änderer die Sache«ledigen sollte, in solche Veiwinung. daß der Chef Verdacht schöpfte. Da« Packet wurde g» öffnet und es zeigte sich, daß d« junge Mann statt de« Stoffe« für zwei, da« zu vi« Mänteln nölhige Material eingewickelt hatte. So auf ftischer That ertappt, räumte die edle ,,V«trau«nSp«son" eine ganze Anzahl ahn« lich« Unterschlagungen ein und gab auch seine in demselben Geschäft befindlichen Mitschuldigen an, zwei Kollegen, von denen der eine im Komptoir und d« andere im Lag« ange« stellt waren. Die Arbeit« d« Firma find an den Diebstählen nicht betheiligt. Die jungen Leute verkauften die Waaren ta natura an einen Hehl«,(heilten den Raub unter einander und verpraßten daS Geld m der leichtstnnigsten und lüderlichsten Weise. N»« M#«t raffinirte« Kantionsschwindler«, welche in Basel einen französischen Oifizter um 20 000 Franks de« trogen haben, ist, wie die»Post" meldet, die hiesige Kriminal« polizei benachrichtigt worden, da die Annahme gerechtfntigt er« scheint, daß die Schwindler sich hierb« gewendet haben. E« sind die Hochstapler»Camille de Ryckman" und»Conrad Deguide", welche auf folgende schlaue Weise operirt haben. Sie hatten Anfangs Dezember v. I. Räume in Bafel ge« miethet, angeblich zu? Errichiung einer Filiale de«— in Witt« lichkeit aber gar nicht eristtrenden— Juwelengeschäfte«»Ber« straelen de Ryckman u. Cre." in Bahia. Dann suchten die Gauner durch Inserate einen Vertreter, welch« in Anbetrocht de« groben Vertrauenspostens eine Kaution von 20 000 Frks. zu stellen habe. Es meldete sich vor etwa 8 Tagen auch«irklich ein stamöstsch« Ossi ritt zur Uebernahme der Vertretung und stellte 20 000 Frks. Kaution, welche verabredungsgemäß in zwei Werthbriefen bebufs Drponirung an den C SditLyonnaiS nach Paris abgesandt weiden sollreir. In Geaenwart dl« Opfer« wurden die Briefe auch versiegelt und zur Post gegeben. An der C edit Lyonnai» gllangten ad« zwei Briefe obne Inhalt. Die Betrüg« hatten mtt Tascher.spielerkunst die Werihbncfe «Skamotirt und dafür ganz gleiche, bereitgehalten« Fatstmilia abgesendet. Erst vier Tage nach dem Gaunetstreich erhielt der Betrogene Kenntniß von dem Betrug und zwar— von dem einen Goun«, welcher ollim Anscheine nach wiederum ron seinem Kumpanen um dt« Beute geprellt worden ist. Der Brief war aus Hvy in Belgien abgesendet worden. Die Gaun« sind 32 resp. 53 Jahre alt. Der Jüngere ist klein, blond, hat grüne Lugen, blonden Vollbart, trägt Kneifer, hat hupfenden Gang; der Aeltere ist groß, korpulent, breitschultrig, jot üppig schwarze« Haar, grüne Augen, lange gebogene N.se, chwarzen kurzgeschnittenen Vollbrrt, langsamen Gang, dünne Bein« hinten am Hals« hühnereigroß« Geschwulst. vin« Diebesbande hat de« Kranb im Industrie« gebänb« in der B-uthstraße am verflossenen Freuag benützt, um einen Theil d« von dem Feu« gerettetm Wasrenvo-- räthe zu stehlen, ist ab« durch Zufall bald darauf entdcckt worden. In der Sonnabent-Nacht bemerkte der Rachtwächttr K. in d« Bnlinerstraße in Rirdorf einen dalelbst wohnhaften Kutscher®., der einen mtt gefüllten Säcken beladenen Hand« wagen vor sich schob. Dem Wächter fiel die« ouf und er breit den G. an, um zu ermitteln, wa« derselbe aus dem Wagen habe. Der Beftagte machte«st allerhand Au« flüchte und erklärte schließlich, Sachen auf dem Gefährt lu baden, welch« ihm in Berlin geschenkt n o- den seien. Daraufhin schaffte der Nachtwächter den G. zu dem Gendarmen Peter« und diesem gelang es, nun ftft'u« mmaam sttllen, daß in der vorhergegcmpenen Nacht bei dem olener» erahnten Schadenfeuer Waarenvorrälhe der in Brand gerathenen Tiikotagenfabrik im Jadustriegebäude auf die Straß« gischafft worden und dieser Umstand von verschiedenen Personen be» nutzt worden sei, vor dem Eintreffen der Schutzmannkkette er- hibliche Diebstähle aukzusühren. Der Rädelsführer der Diebe«- lande schein« G. gewesen»u sein, so daß er selbstvelständtich auch de« beste Gtschäft dabei gemacht, denn bei der am Sonntag früh vorgenommenen Haussuchung in der G.'schen Wohnung wurde ein ganze« Waarenlaaer im Werthe von vielen Hundert Mark aufgesund n und mi« Beschlag belegt. Einige Komplizen de« Diedeihäuptiing« in Rixdorf sind dereit« ermittelt und verhaftet worden. Ki« habe« mahl die Gute» mir de« Aal» adz«- lchneide«, mit diesen Worten betrat am Sonnrag der Be- sitzer eme« der bedeutendsten Woll- und Weißwaaren-Geschäfte auf dem Gesundbrunnen den Laden eine« in der Nachbarschaft wohnenden Heilgehilfen L., dessen Kunde der Kaufmann war. Der Barbier im Glauben, daß der ihm schon seit Jahren be- kannte Herr scherze und rasirt zu sein wünsche, forderte ihn auf Platz zu nehmen, al« er sich aber dem auf dem Stuhl Sitzenden näherte, um ihn einzuseifen, sprang der sonder« bare Kunde plötzlich auf, ergriff«inen schweren eichenen Stuhl und mit diesem auf den Heilgehilfen eindringend, wiederholte er die Forderung, ihm alsbald den Hals abzuschneiden, da e« ihm sonst selbst an'« Leben ginge. Nun erst sah der Bedrohte, daß er e» mit einem Wahnfinnigen zu thun habe, und da ihm dem staikm kräftigen Manne gegenüber wenig Chancen aus Ueberwältigung desselben geboten waren, so versuchte er e« mit List, erklärte fich damit einverstanden, jenem den Hai« abzuschneiden und ging mit den Worten in« Nebenzimmer, daß er da,u erst ein stärkere« Messer aussuchen müsse. Bon hier auS schickte er seine in der Küche befindlrche Frau nach einem Neubau nebenan und bald darauf e!b« mit fünf kräftigen Arbeitern zurück, welche den kehrte diese Wahnsinnigen dingfest machten und den Tobenden, der fich verzweifelt wehrte, nach seiner Behausung zurückschafften, von wo au« der Unglückliche, dessen entsetzliche« Leiden auf so uner- wartet« Weise zum Ausbruch gelangt, nach einem Krankenhaufe überführt wurde. Miederunt hat das«nvorstchtige Zuwerfe« der Koupeethiir oie Verstümmelung der rechten Hand eine« Ar» deiter« zur Folge gehabt. Der in der Rathenowerstraße wohnende Arderter H., welcher, in Spandau beschäftigt, den Arbeiterzua von dort nach Berlin zu benutzen pflegt, stieg Montag Abend in Spandau in ein Koupee de« betriffenden Zuge«, welche« er, da es bereit« besetzt war, sofort wieder ver« lassen wollte. Schnell wendete sich der eben Eingestiegene um und griff, mit der rechtin Hand fich stützend, nach der Thür- füllung, al« p ötzlich da« Abfahrtssignal gegeben und in dem» selben Augenblick auch die Thür von außen zugeworfen wurde, und schallend fiel dieselbe zu. die Hand de« H. einklemmend. Die im Wagen b-fir-dlichen Passagiere befteiten den entjetzlich Wimmernden au« seiner furchtbaren Lage, verbanden denselben nothdürstig und, in Berlin angekommen, begab fich H. sofort in« Kranker hau«, wo ihm zwei Finger, die zerschmettert waren, amputut werden mußten. Kchv« wieder ei« ZluglLck durch ei««« difstge« H««d. AI« gestern in der Aoendstunde der elfjährige Sohn de« Schuhmacher« R. die Mariannenstraße pasfirte, wurde er am Mariannenpark von einem großen Kettenhund zu Boden gerissen und in den Kopf gebissen. Der Hund brachte dem Jungen eine 8 Zentim«-er breite Wunde unter dem Auge bei. Nach Anlegung eine« Nothverbandc« wurde der Knabe in sein« elterliche Wohnung und von da auf ärztliche Anordnung nach dem Krankenhause Bethanien geschafft. Die Polizei hat die Angelegenheit bereit« in Händen; der Hund, der keinen Maul« korb trug, soll einem Kohlenhändler in der Mariannenstraße gehören, wa« von diesem bestlitten wird. Der Hund hatte schon kurz vorher einen anderen Knaben in die Wuoe gebissen, der m ein Hau« cor ihm geflohen war. An» Rowdqtham hat in der letzten Zeit zahlreichere Opfer a-« je stch ausgesucht. Ein recht bezeichnender Fall, der sich m einer der letzten Nächte ereignet, ist der folgende: Die Zwillingsbiüder Sch. befanden fich auf dem Heimweg, al« sie in der Boekhstrnße von einem jungen Mädchen flen von Henneberg iQ# Gesommlpreise von 700 M. übertragen erhalten, die Arbeit ablieferte, wurde die Abnahme der seil mit der Behauptung, daß sie schlecht sei. 3' wegen d»r Bezahlung große Schererei gehabt,.. an den Direktor Anton von Werner gewandt. dann die Vermittelung de« Kaiser« Friedlich nait habe ihr Mann gern di« Radirung der dem Glück" ausführen wollen, e« fei ihm obi m schwierigste Bild„Verbrecher au« verlorener und ihm nur ein Preis von 1000 M. München« Radirer 1500 M., ein and«» c2 ***)«in« '«lb die Be >ng du JJJgleistr Wien a> and«« b««seiben wdernd eni » begründet. MUcfen« ger Auch darüber wurden Schwierigkeiten erhoben !«& bt?!? habe ihr Mann keine A'beiten mehr erhalten.- Prof. Jocobi für den Urheber all« Unbill welch« ihr Mann und sie zu leiden hatte. Erfahrung gebracht, daß alle«, wa« vom Prof-*•'1# auf Unterstützung durch Prof. Jccobi nicht l z» Durch diese« Ve-hrllen de« Prof. Jocobi. weich» tzt. ihre« Ehemannes, welche vor jedem kunstveistanvV« sieben könnten, schlecht machte, sei ihr Mann y ruinirt worden; er Hab« unmittelbar vor dl> � l gestanden, sei seit dem Februar ohne Verdienst Sjt» Hab« keinen Kredit mehr gehabt. In dieser vollsta" � Hl, Mm. zwnflunq habe sie die Ueberzeugung gewonnen- R ihren Mann kein Recht mehr gab und nun habe i'L Ji j* lichkeit in Anspruch nehmen wollen. Zu diese w � � Beilung kW I so liege strafbar ldtste �.«ißstra Und w zü�ie von Q�estraf, Vei roll g! « un! er sie fich die Pisto'e gekouft, dieselbe mit Vogeldu und damit dem Prof. Jacabi aufgelauert._ dem Gebäude heraustrat, habe er ihr«n«n der o»' zugeworfen und da habe sie losgeschossen, dabei aj*.F ga&ees#! zugelassen und derselbe wohnte d« Verhandlung � c> «st« Zeuge wurde Professor Loui« Jacob« � gäßr■ Derselbe gab an, daß er technischer Beiralh d» w Museen und der Reichsdruckeui ist. Er habe M von den, Namen de« Radirer« Böttcher erhalte«,\ Jahre 1883 ein Erlaß de» KultuSminist»« zugiuS,.4|j er um ein Gutachten über die Künstlerqualität d» I Wien weilenden Böttcher angegangen wurde, wurde von der Regierung unterstutzt, um sich*",�9 Hilden. Die beigefügte Probezeichnung fand den BessaU � und demzufolge gab er fein Gutachten in aLnstig""" Da die Ausbildung de« Radirer« Böitcher genug vorgeschritten war, um selbstständig Arbeiten> zu können, so fand man keine V«an lassung, dielia'' fortzusetzen und Böttcher wurde aufgefordert,«««% kommen, um Zeichnung«, nach Origalien in oet��_ � Gallerie anzufertigen. Der Zeuge habe ibn selbst'" yj%® fei aber nicht in der Lage gewesen, die Aufträae �««e« esonde sei,; »erun . wnd «moftttii die u _ worden 1 KS Lßf"" fu aber nicht in der Lage gewesen, die Auftraae t � denn die« sei lediglich Seche de« Giheimen RkSjLi? M% I,., Jordan gewesen. Böttcher hatte zunächst»w«. � j Mn* betracku BT gt?' Auftraggeber. Er«hielt für eine Zeichnung 400, s««� 300 M. Die dritte Arbeit mißlang. Als sie d» J%% welche außer dem Zeuaen noch.utMÄrl..?.» »ur Kommission, welche außer dem Zeugen-- uir# u-wruia» anderen Mitgliedern bestand, zur Be utachtunö � sä. wurde, hätten die Letzteren die Arbeit al« untauglich � yt �. r v während d« Zeuge sich gegen die Verweisung u'rkn.r- c habe. Leider bestehe kein Fond«, um in Dich,' S4"ÄT» ÄV,U Auftrag ertheilt, aber euch die folgende von SstHt "...... I stall, welche Kcpicn aus der Nation alg»"« , betten so wenig befriedigt g'y er dieselben zur Aufnahme in da« zu verleg««»' 0,11«, würdig hielt. Entgegen dim Gebrauche habe �/ durch all die« Mißgeschick zurückbekommenen K»«� f. outo) cu ükb auiiBgeiajio zuruu urommenen"7, sl> � sofort einen Theil de« Honoiar« bei der Generali- lung angewiesen und dadurch noch eine Mengt t Äö-fcÄ S Zeugen au« dem Geficht gekommen; er habe«h«? � da» m®' geschrieben, um ihm von N-uem Äuftiäae z« K g» zu«ne e Böitcher habe nicht geantwortet. Nach Jahr"" der Zeuge erfahren, daß Böttcher immer noch �# ��««t sei, und im vorigen Frühjahre� sei auch dcsl T bei «« Ui Sit"': SS bei ihm gewesen, um fich für ihren wenden. Er habe ihr gesagt, daß« 1«'#il Zeit Aibeit für ihn liegen habe. Dann habe er fi«"■ erst am Tage de« Tttentctj Wied« aeseben, da« eine Reklame ansehen könne, passe. Ahnungslos sei er, die Oranienstraße entlang Kuall hint« fich hö,""t daß Prof. Jocobi fich bei d« Abgabe ferne««?'?>; HZ ....— sachlichen und künstlerischen MotioSLz V. geschäftlichen Verhandlungen mit deM»?,�rI ien nickt imm« leicht aewesen. denn d»'� K m] anderen, als lassen. Die geklagten feien nicht imm« leicht gewesen, denn wüss. ftcha! ®i(* Hut»ab kf, 2 1®? 181,1 Kritik gtgenükrr CetS sehr spröde ge- ini Tazt � k dazu b'stritten. Was die künstlerische Ildälidt dn? ���8 oM KupfirstecherS Böttcher bctnffk, so habe derselbe Pistole � gearbeitet; eipzelne W I L ten Pisto!« f' i« ,»» �'"i-masig gearbeitet! einzelne W«>ke, namer tlich Iben und«®uS zur Piobe eingesandten, seien wohlgelungen wgM/ o"1*«ttiSnS?L tte ��Skgen weniger. Nach seiner K-mnImß sei i fist�n'J? ich Kr J„?,n von allen mctzzebenden Kreisen wohlwollend i feftMi'iJ® ich»«« von allen mcßzebenden Kreisen wohlwollend er festS1',»« outgegengekommen, e« sei auch der Verdacht keines» Slnklag« d�1 tiitt-?.-.'>hm au« Ranküne oder infolae eines ls ei»»l> i®«rmw'inon zu entscheiden habe, wurde auf da« nde k f Sektor« v. Werner verzichtet, weil die Kunst» - Mannid i,* Ehemannes der 9rnn»finn(»« titAi weiter Anklage d�j��/mundet, daß ihm au« Ranküne oder infolge eines lhinterliW k,.».st.�he undankbare Aufgaben zugewiesen worden ialistengeli* Nachdem der Vertheidiger festgestellt, daß über die hu« �biehnung einer Arbeit nicht ein Einzelner, �»Kommission zu entscheiden habe, wurde auf da« i%» h!e°°»%' irungen»* m wieder� ierselbiu •% labt, fi» ndt und nachgt der - h"' fW» ri UÄ äÄ m iS vutheidil .1« andluu? cobi o .alten, # ' vv* iui ein ganz uucTUfmmwvu"»/ IfteieT:»"" aauzen Verhandlung sei kein Moment bervor» Wie? �chen man ersehen könnte, daß ihr Mann schlecht "«u worden oder daß diese schlechte Behandlung von Prof. �.«ch�.W8' Er glaube, man dürfe solche Zustände nicht hust man bei dem veimewtlichen Unrecht iKto« m weoolo« greift und er beantrage deshalb Tesangnisi und 20 M. Geldbuße.— Der Ver» 5?ie nur ein« Verurtheilung wegen Vrg'heti« k?�? �engesktz, denn die Angeklagte habe nicht die »�ÄL�stehabt, dem Prof. Jacobi Schmer, zu bereiten, sie �e Oeffentlichkeit für ihr herbes Schicksal zu mter» nach dem Boden geschossm und wenn da etwa dre , u?m Boden abprallten und den Prof. Jacobi ver» »"ur eine gahrläsfigkeit vor, welche nur auf ftrasbar sei. Auf alle Fälle verdiene die Angeklagte mildeste Beurtheilung, denn dieselbe Hab« in vollster �nung gehandelt, als der Hunger an ihre Thüre pochte uut ihrem Manne vor der Gefahr stand, gänzlich unter» ____ kurzer Berathung verkündete der Vorsitze, de, Land» % Jet«•7/.fi0Ir Brausewetter, das Urtheil dahin, daß dreAngeklagte !!?>.,» sämmtlicher MilderungSgründe zu einer Ge» Mlaar» st r afe von drei Monaten wegen der hinter- wohlüberlegten Körperverletzung und zu einer " in t?au 20 M. wegen Vergehen« gegen da» Sozialisten» »kl cmih aus Einziehung der Schußwaffe zu er« Versammlungen. iL f* lAilitärlrieneidee K erlins hatten sich am Dien«- * Ä�ttag zahlreich in den Bürgersälen versammelt, um » v�K'llige Entscheidung in der Streikfrage zu treffen. irk. 8 der Berhandiungen wurden die Herren R o l o f f. st o, e Und Gerwin g« wählt. Die Herren Roloss eröffneten die DiStussi ,... g.wähl».»te Herren R o l o f f die Diskussion mit einer kurzen Klar- gegenwä tigen Sachlage, nach welcher die Au«- i-w«*«ünstige bezeichnet werden konnten. Wik,"«nhafte Geschäfte hätten nunmehr den Dans ruck- 0* anerkannt, andere würden demnächst folgen muffen. k�i, h vornherein so stehe auch heute noch der Olfizrer» W u.M1 Foroerungen durchaus ablehnend gegenüber, wie ttWg7�?vdere aus einem Artikel des.Deutschen Tageblatt"' S* a; J"' welcher sich eingehend mit diesem Verein und ilai,..aoiderungen der Schneider beschästige. Ja dem ..werde das Vorgehen der Kollegen auf Akratische Unterströmungen" zurückgeführt, durch vre Uniufrtrh»nh»tt unter den Militärschneidern Schneider Vorgehen . u...— Untrrströmungen le Unzufriedenheit unter X... iiia/» len f"' für die ein Grund zur Lohnerhöhung eigent» Vicht vocli»ze, indem sie noch die Löhne erhalten, welche .Jahre 1873, während der Gründerp-riode, zugestanden I h �chllger Schneider de« Vereins habe sogar in 3300 M. verdient. '4 inspirirt solch«1 Das Blatt sei augenscheinlich worden. Thatsache sei Ansbtsserung der Löhne btruhe auf Ueber itcher. S&i selbst �e�st vÄ der Hinweis auf die sozialdemokratische Strömung sträae Denunziation sehr ähnlich.— Herr Schulz ging m M L b>« einzelnen Punkte de« Artikels ein, dessen In- zwei b' J K�v.als mit der Wirklichkeit vollständig im Wrdertpmch tzusühr«1 jk iW.oetrachten müsse. Von der Duettion sei gestern daraus lusned«1'� W neu worden, daß bald wieder eine beffere Zeit kommen 400, Wlj" der es so viel Arbeit gebe, daß Tag und Nacht sie b« u 5? werden könne. Wir wollen aber durchaus uoib„y �iUsi?8 und Nacht arbeiten, sondern eine mögtichst chtung W' W, M« Arbeitszeit und Sonntag« unsere Ruhe taugli«' � Jit M*«« wollen eben bei Tage soviel verdienen, daß wir simg v'tfn. c �Familie anständig leben können.— Herr Wt vr: Man foot un«. hl» Verbältniss« bäiten stch seit gtN S'-" Ä � ni»« �vn sagt un»,........................., *4»«fentltch verschlechtert, und doch wissen wir Alle, ftsttte t�sichen die Wohnungsmiethen sowie die Preise für rtf'J?«iW-.ibedurfnisse fast um da« Doppelte gestiegen find. d',W pitnjc'; freilich Schneider, die auch heul« noch einen ver« Ai' Sw ml? dohen Verdienst erzielen. weil sie mit 7 Lehr. und die jugendlichen Kräfte über die Gebühr Da»" können wir unS n - H-rr Kroll: l'ÄJ TW H II >>za.V'eIe�« sei denn, doß Kau und Kind ?�eit herangqoaen werden. Die V.rhaltnisse liegen 2*1,}0 2°.» vorgehen müssen; nehmen wir energisch den Kanipf . � � he��uderineben erklärt, wurde einstimmig angenommen. 'ÄZ« iX'MtSff ,e df Nt wehr zu geben. Der Stein sei im Rollen,»nan k.letzl weiter rollen lassen.— Hcrr Rosoff: Die w*11«« ,duard Kühn hat auch bewilligt, die Kollegen ?t*eivi'v dort die Arbeit wieder aufnehmen.— Herr g«t vt! 11: Auch die Firma Alt will nach d,»i Tarif zahlen; L?»«» ÄÄt hingegen werdm wir die Sperre ver- fmi; Fussen, denn wir können keine Hinterthüren auf- Tarif muß vollständig bewilligt«reden.— Herr %(,*' Wir können nur dann wieder anfangen, wenn die 'uhaber unsere» Tarif unterschrieben haben.— Hrrr Harberg macht bekannt, daß die Firma Brandt da« V-riprechen gegeben habe, die Forderungen ebenfalls zu bewillwen.— Hiecauf wurde der Anttag eingebracht, sofort in den Generalstreik einzutreten und nur da die Arbeit wieder aufzunehmen, wo die Forderungen rückhaltlos bewilligt werden. Dieser Antrag" wurde einstimmig ange- nommen. F-mer wurde beschlossen, die außerhalb Berlin« in der Militärbranche arbeitenden Kollegen von diesem Beschluß in Kerntniß zu setzen. Zwei Personen wurden mit dieser Ausgabe betraut. Zum Schluß fand eine Besp echung der Unterstützungifroge statt. Johannisthal- In der am 1. Februar 1890 im Restaurant Hennederg zu Johannisthal stattgefundenen Arbeiter- und Arbeiterinnenversammlung wurden zum leitenden Vorstand gewählt die Herren Mielenz. Schlittler und Grei'er. Auf der Tagesordnung stand: 1. Wie verhalten sich die Arbeiter und Arbeiterinnen zu den hier auSgebrochenen Streiks.?. Dis- kusfion. 3. Verschiedenes. Fröultin Anna Siek«, Köpenick sprach zum ersten Punkt derselben als Referentin. Sie betonte in kurzer Rede, daß bei den Herren Gebrüder Lehmann zu Niederschönweide in einem Zeitraum von etwa 5 Jahren die Arbeitslöhne sich bedeutend verschlechtert hätten. Vor etwa 5 Jahren zahlten die Gebrüder Lehmann auf Kamm- garn für dieselbe Qualität, welche jetzt gearbeitet wird, einen Lohn von 16—17 M. 36 Meter Stücklänge. Jetzt dagegen wird ein Lohn von nur 11—14 M. gezahlt. Sie forderte hie Streikenden auf, ihre Forderung eine« Zuschlages von 1,50 M. auf Kammgarn aufrecht zu erhalten. Ebenso die Forderung aus Streichgarn 1 M., auf Sommerwaare und wollene Waare 50 Pf. Darauf sprach Frau Voigt- Johannisthal. Sie be- leuchtete in kurzen Worten den beendigten Streck der Weber und Weberinnen von Blackburn. Der Streik brach infolge eines Abzug« von 75 Pf. aus. Unter den Streikenden wurde eine Deputation gewählt, welche mit den Herren Blackburn unterhandeln sollte. Der Streik wurde beendigt unter folgen- der Bedingung:„1. Wiederzulage der abgezogenen 75 Pf. und eine Lohnerhöhung von 25 Pf.; 2 Aushebur g aller Maßregelungen. Nachdem der Streik in 8 Tagen beendigt und die Arbeit wieder aufgenommen worden war, ist doch am vergangenen Freitag, den 31. Januar, die ganze Deputation, bestehend au« 6 A-- beiterinnen und 1 Arbeiter, gelohnt und entlassen worden. Frau Voigt forderte sämmtliche Weber und Weberinnen von Blackburn auf, die Wiedereinstellung der Gemaßregelten be- wirken zu wollen, in welche Aufforderung die anwesenden Weber und Weberinnen dadurch einstimmten, daß sie er- klärten, entweder Wiedereinstellung sämmtlicher Gemaßregelten oder sämmtliche Weber und W-bermnen legen die Arbeit sofort wieder nieder. Fräulein Anna Linke. Britz wies mit scharsen Worten darauf hm, daß der Streik der Weber Leh. mann'« nicht nur in Folge geringen Lohne«, sondern auch in- folge höchster Unsauberkect im Ankleideraum für Weberinnen ausgebrochen fei. Mehrere darauf folgend« Redner bestätigen, daß auch der Ort, welcher den Weberinnen zum Aufwärmen von mitgebrachtem Essen angewiesen ist, höchst unsauber sei. Herr Otto Barthe- Köpenick bestätigte die oben genannten Arbeitslöhne. Er betonte weiter die Nothwendigkeit, die Aedeits« zeit, wesche sstzt 11%— 13t Stunden dauert, auf 10 Stunden herabzusetzen. Die Versammlung gab ihr Einverständniß hier- mit durch allgemeinen Beifall kund. Fcl. Anna Linke« Britz wie« darauf hin, daß bis jetzt die Unsitte geherrscht habe, zu spät kommende Arbeiter und Arbeiterinnen 2% Stunden vor der Fabrik warten zu lassen, ehe e« den Herren, sowie dessen Portier angenehm war, ihnen die schmal« Pforte zu offnen und ihnen Eintritt in die Fabrik zu gestatten, unbekümmert darum, in welcher Lage sich die draußen Harrenden infolge der Kälte und des schlechten Wetters befanden. Auch ist der Ausgang der Fabrik so eng gebaut, daß sich die Arbeiterinnen beim Passiren desselben die Sachen und Klei- dungSstücke buchstäblich vom Halse rissen, da der Portier die Ausgangsthür nur soweit öffnet, daß sich kaum 1 Person hindurch zwängen kann. Frau Voigt(J aHann iSikal) theilt mit, daß nicht nur bei Lehmann, sondern auch bei Blackburn häufige Klagen über größte Unsauberkeit und verpesteceLuft in den Ankleideräumen einlaufen, ohne daß darin etwa« zur Abhilfe gethan werde. Bei gangen« Woche seien 2 OhnmichtSfäll« im Ankieideraum von Blackburn zu verzeichnen, welch« am besten für die Wahrheit der Rednerin zeugten. Von den darmffo'genden Rednern wurde aufgefordert auch fernerhin die Einigkeit zu wahren und die sestgesetzle Forderung aufrecht zu erhallen, da die Forderung nicht zu hoch sei, und eS auch ganz u> möglich sei, bei den fort- während steigenden Preisen der M'ethen und Lebensmittel mit den alten Löhnen auszukommen. Nach längerer Debatte wurde eine Deputation der Streikenden gewählt, welche mit dem Herrn Lehmann in Unterhandlungen tretm soll. Es wurde auch ein Komitee, bestehend au« den Herren Greifer, Schlittler und Barth« und den Frl. Sieke und Linke gewählt, welches Gelder zur Unterstützung sammeln soll. Ferner nu de beschlossen, einen Frauenverein zu gründen und rn die Kommission zur Vorberathung Frau Vogt, Frau LempSke, Frl. Sceke, Frl. Linke, F l. Mielenz gewählt. Der Drpulation wurde folgender Bescheid: Die Henen Lehmann hielten diese D putation nicht für kompetent. Die Forderung könne wohl bewilligt werden, aber augenblicklich noch nicht. Hierauf ließ er sämmtliche anwesenden Arbeiter in einem Fabrikraum versammeln, versprach ihnen für heute gute« Mittagbrot und Getränk, fall« sich dieselben entschließen würden, die Arbeit für den alten Lohn wieder aufzunehmen. Männliche Arbeiter wurden natüclicb erst hinausgewiesen und nur dem weiblichen Ardeitel personal wurde diele Versprechunggegeben. Eine Einigung kam aber nicht zu Stande und dauert infolge dsssen der Streek fort. Zuzug ist fernzuhalten. Da sich der Streik höchst wahrscheinlich noch in die Länge ziehen wird, fühlt sich das gewählte Komitee genölhigt an sämmtliche Arbeiter und Ardeilerinnen zu oppelliren und werden zu diesem Zweck Sammellisten verausgabt werden, dieselben find zu haben bei H'rm Schlinler, Rexdorf, Berestr 139; Herrn Otto Barthe, Köpenick, Berlenerstr. 8 bei Prell; Herrn Äeinhold Greiser, Johannisthal, Villa Lmz; Frl. Anna Siek«, Köpenick, Wilhelmstr. 76; Frl. Anna Linke, Britz, Marienthalerstr. 3; ferner bei Frau B-nick-, Friedrichsberg, Jungstr. 47. Alle Sendungen und Zaschriften sind zu richten an Herrn Reinhold Greiser, JohanneStbal, Villa Lenz. Weisseusee. Am Freitag, den 31.J,nuar, Abend« 8 Uhr, fand im Stern, cker'tchen Schloß Weißensee«ine von ca. 600 Personen besuchte Wähle, versammiunq statt, in welcher der sozialdemokratische Kandidat de« Niederbarnimer Kreise«, Rechtsanwalt Arthur Stadlhagen über die Wahlen und den Deutschen Reichstag referirle. Brieflich eingeladen zu dieser Versammlung waren der Kandidat der Freisinnigen, Herr §ausburg, und der bisherige konservative Vertreter de« Kreises, err Lohren. Ersterer hatte fein Nichterscheinen brieflich ent- schuldigt, letzterer zog eS vor, durch seine Abwesenheit zu glänzen. In da« Bureau wurden aenählt die Genossen Glünenberg als erster, Rieß als zweiter Vorfitzender und R inke als Schris. führet.' Der Vorsitzende verlas den an ihn von Herrn Hausburg gerichteten Brief, aus welchem hervorzuheben ist, daß er iHausdurg) nur dann erscheinen würde, wenn das freifinnige Wahlkomitee dabei betheiligt wäre. Herr Stadthagen kam auf das freie Wahlrecht zu sprechen; dasselbe sei durch die sünsjäh.ig« Leaislaiuiperiode dem Volke geschmälert; wenn der Reichstag wieder au« solchen N ckern zusammengesetzt würde, könnte leicht die Aeußerung Puttkamer'S, da« Wahlrecht auf. zuHeben, in Erfüllung gehen. Die Sozialdemokratie sei sich ihrer Ziele bewußt und werde da« Errungene zu wahren wessen. E« sei ein Wettrennen sämmtlicher Parteien um die Gunst des Arbeiter». Das Arbeiterfchutzgefc tz sei nicht derart, wie e« die Sozialdemokraten verlangen. Die meisten Unfälle entstehen durch übermäßige Ausnutzung der Arbeitskraft. Die Vertraassreiheit habe dahin geführt, daß der Arbeiter kotz aller Arbeit verhungere. Die internationale Vereinbarung werde die Einführung eine» Achtstundentages bewirken; e« scheint, als ob fi» die Regierungen dem Kapital gegenüber zu schwach fühlen. Wir verlangen Abschaffung der K.nderarbert, Ausrechterhaltung der Sonntagsruhe. Redner kritifirt die Thätiakeit de« Reichstage«, welcher dem Volke die Kosten für Militär auf über 400 000 000 Mark gesteigert habe, und zieht die Parallel«, die Rüstungen der Völker betreffend. Da« arbeitende Volk wolle keinen Krieg, da« beweise der Paris« Kongreß zur Genüge; man könne behaupten, daß die Gegn« den Krieg wünschen. Die Vertheilung der Steuern sei«ine ungerechte. Der Abgeordnete Lohren habe eine eigenthümliche Steuer gefunden, welche dos Ausland trage, was nicht einmal leine Freund« glaubten. Man werf« uns vor, wir seien Um- stürzler, er, Redner, behaupte die« von seinen Gegnern, indem sie die Getreidezölle von 1—5 Mark pro Doppelzentner«höht Haben, wovon die kleinen Landwiethe einen bedeutenden Schaden hätten. Die Branntweinsteu« käme ebenfalls den Brennerei- befitzern zu gute, diese Steuer könnte sich im nächsten Reichstag«r- doppeln. Die Majorität de« Reichstags stehe nicht besser als der Weirplantscher da, der ein falsche« Etiqnelt auf seine Flaschen klebe und u ter hoch klingenden Namen seine Waare derOeffent- lichkeit»um Kauf anpreise. Es sei der wahre Hohn, ein solche« Gesetz den Aeb eitern als Lohn für ihr unermüdliches Schaffen zu präsentlren. Redner beleuchtete nun da» Zustandekommen de« SozialistengesktziS und berührt« die Attentate von Hödel undNodiling; Hödel habe sich als Gegner der Sozialdemokratie bekannt, Nodiling war Mitarbeiter des»Leipziger Tagebl"; beide waren M tglieder des Stöcker'schen Verein». Wie viele durch diese« Gesetz in« Unglück gestürzt find, kann uns oleich bleiben, d>« Verlängerung des Gesetzes haben wir den 26 Deutsch frei- sinnigen zu verdanken. Welche Früchte e« gezeitigt, haben die Prozesse biw esen. Redner erinnert an den Peozeß Watdeck, wo der Ankläger selbst zugab, es wäre ein Bubenstück gew-sen. Zum Schluß empfiehlt Redner, daß derjenige, der mit der Thätigkeit de« letzten Reichstage« zufrieden sei, der da will, daß die Unterdiückung des Volke« so weiter geführt werde, keinen Sozialdemokraten wählen soll«; wer aber will, daß Männer in den Reichstag kommen, welche eintreten für gleiche Recht« und gleiche Pflichten für jedermann, für wahr« Volk«- freiheit, der wähle am 20. Februar einen Sozialdemokraten. (Langanhaltender Beifall.) Der hier bekannte freifinnige Herr Pluns au« L chtenbera bemerkte, sein Standpunkt sei ein schwie- riger und nahm die Gegner in Schätz, indem er vorgab, es lönne nicht möglich fem, alle Paitcien in einem Lokale beisammen zu sehen, weil uns ein solcher Saal nicht zur Versüguna stände. Es würde zu weit führen, sich m alle Punkte einzulassen. Gleiche« allgemeine« Wahlrecht! Der AuSsvruch kann nur in bedingter Weise Anerkennung finden. Der R-ichskanzler habe vorausgesehen, wenn er da« Wahlrecht anerkenne, er emen Keil in die bürgerlichen Paiteien schiebe; die Gelegenheit sei noch nicht vorhanden, die Frucht zu pflücke« oder zu köpfen. Folgende Resolution wurde gegen eine Stimme angenommen:»Die heute in Sterneck r's Schloß Weißensee tagende Veesammlung für Weißensee und Umgegend erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz«in- verstanden, und verspricht, bei der Wahl am 20. Febluar mit allen gesetzlichen Mitteln dafür zu sorgen, daß der Kandidat der Sozialdemokratie des Niederbarnimer Kr-iles. Herr Rechtsanwalt Arthur Stadthazen als Sieger aus der Wah urne Hervorgehe." E»I wurde die Protesterhebung, welche lautet:»Die heutige Versammlung verwahrt sich ganz entschieden gegen den Aus- spruch des Minister« Herrfurth, daß die Reichstagsabgeordneten der sozialdemokratischen Partei die Vertreter der Arbeiter seien, die nicht arbeiten wollen, sondern erk ärt, daß sie gerade die Verketer der produzirenden und denkenden Arbeiterschaft Deutschlands find", einstimmig angenommen. Zu Punkt Ver- lchiedenes machte Herr Hirsch bekannt, daß der Arbeiter» BildungSverein am Dienstag nach dem 15. jeden Monats Langhansstraße bei Häling, Restaurant Hohenzvllern, feine Versammlungen abhält und ladet hierzu all« Freunde«in, sich demselben anzuschließen. Herr Rieß theilt den Genossen mit, daß er in der Sedanstraße im Lokale de« Hrn. Richter«in Plakat, die heutige Versammlung betreffend, ebzegeben, welche« hie Frau Wirthin. unter Schimpfworten sofort in den Osen gestickt habe. Die Genossen wüßten ja nun, was sie zu thun haben. Der Vorsitzende fordert den Herrn auf, welcher gesehen hat, daß der Amtsdiener Flister Plakate ebzerissen hat, sich bei ihm zu melden. Die Versammlung bringt ein dreifaches Hoch auf den Kandidaten der Sozialdemokratie des Nieder- Bornimer Kreises, Herrn Arthur Stadlhogen, aus, und mit einem drei- fachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie schloß der Vorfitzende die Versammlung. Mn» öffentliche Uersamminng der Mirkergeselle» und Arbeitgeber in dieser Branche beschäftigt« nch am Montag Abend unter dem Vorfitz des Herrn Wmgels in Feindt's Lokal mit der Lohn frage und dem berorstehenden Wirkerkongreß in Apolda. Die hiesigen Gesellen haben al« Forderung einen Minimallohn von 24 M. und neun» stündige Arbeitszeit aufgestellt. Mit dieser Forderung wollen ste bis zum 19. April an die Arbeitgeber herantreten. Im Falle der Nechtbewilligung ist für den 1. Mai der Streik in Ausficht genommen. In der Diskussion, an welcher sich auch einige Arbeitgeber detheiligten, wurde von den Gesellen besonders betont, daß die Frauen für gleiche Leistung auch den Lohn der männlichen Arbeiter empfangen müßten und doß die vollständige Beset- tigung der Sonntagsarbeit anzustreben sei. Herr Kranzow (Arbeitgeber) erklärte da« Verlangen der Gesellen für ganz be» rechtigt. 24 M. müsse jede Familie zum Dmchkommen wöchent- lich haben. Auch der 9stünvige Arbeits ag sei zeitgemäß.(Lek- hafter Beifall) Herr F l e i s ch e r(JnnungSmeister) b, klagt« sich über die Konkurrenz aus Apolda; dort werde viel billiger gearbeitet und deshalb könnten die Arbeitgeber bei höhen« Löhnen nicht konkurriren. Ihm wurde erwidert, daß man diesem Urbelstand durch den Kongreß �steuern wolle. Hierauf wurde die Wahl der Delegirten»um Kongreß vorgenommen. Gine öffentliche Nersamnrlnug der Graveure««d Ciselenr« Kerlin», welch« außerordentlich gut besucht war, fand am Mittwoch bei Feuerstein statt. Noch niemals find in Berlin die Graveur- und Eiseleurgehilfen in so großer Zahl versammelt gewesen, als an diesem Tage; wohl an 400 Personen waren anwesend, was bei einer Gehilfenschaft von höch- stenS 700 Personen als ein sehr gute« Zeichen an zu- sehen ist. Als Referent sprach Herr Dolinski über:»Di« Verkürzung der Arbeitszeit im Graveur- und Eiseleurgewerbe." Nach lebhafter Debatte gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annabme:„Die heute im Lokale des Herrn Feuerst-iu tagende öffentliche Versammlung der Graveur« und Ciseteur« verpflichtet sich, in erster Reihe der„Freien Vereinigung der Graveure" beizutreten; fernerhin sich den allgemeinen Be- strebungen der Arbeiter Deutschlands auf Verkürzung der Ar» beitszeit, möglichst auf 8 Stunden, anzuschließen und den 1. Mai darum als Feiertag zu erklären." Unter Verschiedenes wurde auf die vom„Allgemeinen Metallarbeiter-Verein" heraus- gegebenen Fragebogen aufmerksam gemacht, sowie ze m Äbonnenment auf die Atbeiterblatter„Berliner Volksblatt" und „Berliner Volks- Tribüne" aufgefordert. Hierauf schloß die vom besten Geiste beseelte Versammlung. Hoffentlich wird dir- selbe viel dazu beitragen, daß auch unter den Graveuren und C seleuren die Jntercssenlofigkeit verschwindet. Aufgelöst« Versammwng. Am 24. Januar wurde die Versammlung de« sozialdemokratischen Lese- und DiSkutiiklut« Lassalle von dem überwachenden Beamten auf Grund de« ausgelöst. •hr*|« Versammlung de» sa,Iald»m»kratisch,n Wähler»»»« $m 4 Serliuer P,ta,»tag»watzlkr,is» am Millwoch, dm 5. b. 4R., CfccnM 8 atc, in fcdi. Jbn'e Solan, Mantmff-Iftr, 9. lajelotbnunj; l Die deovrltehinben R-ichüaskwadlen, Rlsereni wub in der Beisammlun, teiannt gemaibi 3. ftbrfdji ung sam 4. Quartal n. Z 8. Berelniangelec mdeitm, 4 Beischtedenei und FrageQsten. Die Mitjlleber wnbin ersucht, zahlreich und pünktlich zu erschlinen, Wüste find willkommen. Bleue Milglstber werben ausgenommen, »e, taldemokratischer Wahloerel» für de« 8. Oerline» Weich«. tasemahikrel«. Mituno», oen 5 Februar ct.. Abend» 8% Uht, im vorderen Saale re» Et>t,llei Etadlissemmt», kha sieeftrahe Blf.88: Groß Bersammluag, Tazesorbnung: 1. Bortrag de» Herrn Wi dderger über»Der Reichitag und die Sozialdemokratie", 2 Dilkusston 8. Ber schiebene» und Fragekosten, Ausnahme neuer Mitglieder, Wüste, ohne leben Unterschieb ber Parteirichlung, sind willkommen, Verband deutsch»» WechauiKe» und oerwandt»« Werus«- Ceuossen(Zehlstelle Berlin) Mittwoch, dm 5 Februar, Abmb» 8% Uhr. nnmftiahe 16: Bersammluno, lagetorbnung: 1 Loi trag bei Kolli gm (Ä.»cli.lnoi n über: Ferdinand Lassalle, 2, Dilkusfion, 8, Ecsahwrhl zur Zwöls: kommtsston 4, B-lschiedene» und Fragekoftcn, Um zahlreiche» und pünktliche« Erscheinen wirb e, sucht, tachoeret« der Vapierardeiteriuueu und oerwaudten Oerus«. »»»osftnn,» am Mtilwoch. den 5 Februar, Abmb» 8 Uhr, bei Bolz- mann«nbreasftr,!S: Lersammlung, Togelorbnung: 1, Bor trog bei Herrn Karl Kurt über:.Frauenarb tt in ber Iabuftlie," 2 Dtikusston, 8 Berschte- bene» und Fmoekasten. Wüste, Domen U! b Herren, haben Zl tritt, Btlleti M�bem am 1, Mä z ftattstnbenbm Mattenball find in ber Bc.sammlui g zu Vrrel« i«rr Wahr«»«« de» Kerltner Woopsardelter. Außer- ordentliche Wii�e-alo-lla!nl»lu>g am Mittwoch, den 5 F-bruar, Abend» 8% Uhr. in Echester'» Salon, Jnselstlahe"0. Togetoibnung: 1 Bericht über den Steetk lr der Zkaopffabitk oo,: C H RilhI 2 Wohl ber L, hotaiis Kommilston sür die Hornbranche, 8 Dtikusston Über den Lohntarif Ist: die Stetnnui Branche, 4 Lerschiebene» Da» Wrlcheinen sümmtltcher Mitgli-ber ist nolhwenbtg, Fachoeretn der pavterardeitert»»»»«ud»,rwa«dt»« Oerus». »e«o>s««. Mittwoch bei: 5, F-bluor cr„ Abend» 8 Uhr, bei Botzmann, An- bcealftraße 28 Tage»0ibnung: l.«ortraa bei Heim Kurt über:.Fiauenarh.it in der Inbufteie", 2. Dtikusston, 8 Verschiedene» und Fragekuften, Die irolleaen melden ersucht, die A drittlinnen daraus ausmerktom zu machen. Z»«tral-Wra»h»«.«ad»trrbebaste der«ischl,r«. s. w. Oert- lich« Bclwlltungistelle Berlin Zentrum, Mttgli-b-rvecsammlung am Mittwoch dm 5 F:bruar, Abmo» 8 Uhr. im kletnm Saale von Rennesahrt, Denne- wigstc, 15, Tag-iorbnmg; 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1889. 2. Ber, schtedenei. Da» Mitgllebibuch legitlmiit. Um recht zahlreichen und pünktlichen ».such wird eisicht «#»»#« iitsentlich» Persammlu«« der«opser Derliu««ud p«»»,»»d am Donnerstag, den 8 Febmac ct., Ab-no» 8 Uhr, im KSniifta-t- «astno, Holzmai ktstr. 72, Tageiorbaung: L«te stellen sich die Zöpser Berlta» zum Bausohr 1899? 2 Weweik chastllch i. Um recht zahlreich: i Eescheinm der Kollegen ni d ertoaht, _ der z«d»ra»b,tt»r«. s. w. Dornerftag. den 3,S-hru-r. Adend» 8 Uhr, in den Zentral-Festsülen, O aniei ftraßc 180: Berttaumtmünncr- •erfunmlung. Be p eaung Uder aie dssmlliche Versammlung, Aulgabe der U arria-B llcti Vereiaiangelegenhiiten, #»»*» Vereinigung»er Maurer Oerliu« uud»lmgegen». «m Donnerstag, den 6 Februar, Atienb« 8 Uhr, in 0 schel» 6 Ion, Sebastian. urahe 89: Orbentl'che Mttgliebe, Versammlung, Tagesordnung: 1 Die Arbeiter- te oegung der Wegenwaet u b bat Verhalten ber Berliner Maurer, 2 Di»- in ston Bleue Mitglieder werden ausgenommen. Um zahlrelche» Erscheir en wird gebeten, Ttsihlerverein. Sonnadenb, den 8 d, M,, im Sonzerthaui Santsouci, SoUbuserstr,«»: Geotter Wl-mer Makkenball, Billett, stnb zu hoben bei den Herren:« Winter, Elisoberh-Ufer 85, Matthe», Bltherstr, 8»; Kreuschner, Lausttzerstr. 45 «»s,Usa,astlich»r- lauerftraße 27,— Rauchklub.Vulkan" Abend» 9 Uhr im Restaurant Schulz, Grüseftraße 82,— Filebrichiberg Rauchkiub„Roibsteen", Lippe'» Reftauranl, FriebrlchKarlstraße 11— Bergnügungtveretn.Fröhlichkeit', gegründet 1880, Abend» 9 llhr Grüner weg 29,—.Po llack-EIub-Eintracht', jeden Mittwoch. Adcnb» A llhr bei G, Thiel, vtenerftraße 68.— Wesangoeretn der Tapeztrer Berlin», seden Mittwoch Restaurant Seydelstraße 80. von 9—11 Uhr Abend»— Unter haltungtveretn.Harmonie', El»r»rg Abend» 9 Uhr Dreidenerftr, 118 bei Wölbt.— Tanrbourverein.«reistot*, 8% llhr, Uebuna»stunde bei Böbl Rüderldorserftr 8 Ausnahme neuer Mitglieder- Mü mergesangverein , Liedeifrethett', Abend! 8* llhr im Restaurant Henke, Blumenstr, 88, Sprechsaal. Di« Rebaktton stellt die Benutzung de» Sprechsaal«, soweit Raum dasstr abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Zntereffe» zur Bersttgrmg: st« verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Znhalt desselben tdenttfiztrt zu werden. In den lttzien Tagen hörte ich vielfach von Genossen die Anficht vertretei', die Agilaiioa im 1. Berliner Reichstag«» Wahlkreise sei üderfläsfig, da einerseits dieser Wah krers für die Sozialdemokratie nur wenig Aasficht biete, andererseits die agitirenden Gräfte auch nöihiger in den anderen gebraucht würden. Ich bin dieser Anficht Jidtüiist und Stelle stets auf �as Energischste entgegen> es aber für meine Pfl cht, hiermit auch offrnUrch 1 Irrige dieser Anficht hinzuweisen, damit.dieselbe e>wa an Verbreitung gewinnt. WaS zunächst d» Autfichtslofiskeit betriff', so ist solche doch nur Sache sönlichen Anschauung, nicht aber eine Behauptustll, weisen läßt; gerade die bevorstehende Wahl wird ueo« bringen, besonders in Bezug auf den Stimmenju«»» Partei, der wohl die höchsten Schähungen noch Es stnd zwar im 1. Berliner Wahlkreise bei den wählen nur 12.7 xCt. der abgegebenen Stimmen gewesen, indeffen ist es grundsalsch, hierm» fichtslofigkeit folgern zu wollen; derselbe sazialtst, scheu Stimmen ist beispielsweise auch stadt abgegeben worden, und t- otzdem«st V" tz- Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß diesmal dort demokratische Kandidat aewählt werden wird. »weite Punkt ist uniutreffend, da nach meinen JM" � in allen Berliner Wahlkreisen hinreichend Kräfte 9�. g zur Verfügung stehen werden. Die Genossen des T kreile« können also getrost ihre ganze Agitation„ g � Wahlkreis lenken, und ich hoffe, daß die So«L dieser Zeilen dazu beittagen wird, daß Jeder sein' g,;% ke.t thut. Der 20. Februar 1890 wird in o» B&>> und Dörfern des Deutschen Reiches ein Siegeszug �% Sozialdemok.atie werden; soll etwa nur der«st ReichstagSwahlkreiS hiervon eine Ausnahme bilde«' l F. Heller, 8#"�« Vriefkerflen. Bei Anfragm bitten wir ble AbonnementS-Ouitwng beizufstseu, Antwort wirb nicht ertheilt, Kaafe« Von welchem Verein sind Sie de»» führ«'?, jjk V' p' Zu jeder Tageszeit. Am Besten zwischiu 1 Udr Miltaa».-j, A. Korbrkr. 133. l. Gewiß könne« � 2. Die Sttmmzeltcl werden Ihnen zugehen. A. A. 1. 1. Der Gläubiger kann auch, MMN � den Zahlungsbefehl Widerspruch«heben, nicht werden, sich mit Ratenzahlungen zu begnügen. sich mit ihm zu«inigen und erHeden Sie nicht< der Ihnen nur unnütze Kosten verursacht. 2. Btloer, 2 Slüole können Ihnen gepiändet werben. A. K.*00. Der Mann muß zunächst der entsagen. Alsdann können die Erben der Frau gäbe des Eingebrachten gegen Zahlung der Kur-"jl vigungskosten verlangen. Was während der@9' yz gemeinschaftlich Erspa ten angeschafft worden ist, Manne. Dieser muß für die Kur» und Beerdig auskommen, soweit der Nachlaß der Frau dazu ni«' Madril». Gelegentliche B iese find uns feb''v uasern besten Dank sür Ihre e»ft« Korrespondenz, Br allerdings aus sozialistengesetzlichen Gründen«n�»?. p streichen mußten. Ein A-' onnement auf unser 2)1«' L stelligen S:e am besten bei der dortigen Post. Der � j sich bei täglicher Zusentung unter Kreuzband aus monatlich. Große Bersiammlung des WolbrnoM. Wahlverelüs flr den 1. Kerl. Wchstngslvahlkrels am Aonnrrstag» den 0. d. M, Abends Bfc Uhr, bei Jordan, N.-ue Srünstraß« 28. Tag«S»Ordnung: I. Soll das Volk wählen oder der»vornehme Denker' 7 Referent: Herr Alwin Gerisch. 2. Diskussion. 3. Ve-schieSeneS und Frapekast-n._ �[1131 Gäste baden Zutritt. Um»ahlreiche» Effcheinm ersucht_ De» Vorstand. Grosse öffentliche Versammlung der Damk«mantel-Schneider und Arbeiterinnen der Dekleidungs-Jndnstrie am Donnerstag, den 6. Februar, Abends 8tz Uhr, in Weimann's Volksgarten, Gesundbrunnen, Badst�aße.,. Tagesordnung: Der Kampf ums Dasein. Referent: B.uno W:lle. Diskusston. Gäste, Damen und Herren, haben Zutritt,_ Il098 Große öffentliche Versammlung der Sattler n. Hernfsgen. Kerlins n. Umgegend am Donnerstag, den 6. Februar d. I, Abend« 8t Uhr, in Deigmüller'S Salon, Alte Jakobftr. 48-». Tagesordnung: 1. Bericht der am 23. Januar gewählten Militärarbeiten. Untersuchungs- kommisiioa. 2. AuSliabe der Legitimation« karten. 3. Uns.re Lohnbewegung am t. April d. I. 4. Verschiedene« und Fragekasten._. t1135 Um reg« Belbeiltgung ersucht_ Der Ginderufe». Fachverein der Tischler. Morgen, Dounerftsg. den S. Febr., Abend« SUhc, in Jordan'» Salon, Reue Grünstr.28: Dorstandssttznng. Vonnerbend. den 8. F bruar ds, IS., i« „Weydrich's Festsälen11, vcuthstrafie 30—22: Wiener Maskenball. Billets hierzu find auf allen Zahlstellen de« Berein«. sowie bei'o'genden Heiren zu baden: Wtlte, Invaliden str. 21; Mrllarz», Lehrter str. 22, 2Tr.: Markm mo, Ba nimstr. 4S. 4 Tr.; Hcyer, Grüner Weg 70; Winter, Manteuffelftraße 6, 8 Tr.; Glcck-, L wfitz-rstr. 52, 3 Tr.; Wirde. mann. Wen den st- 2,4 Tr.; Haberland, Reicher- brraecstr. 161. 3 Tr.; Schulz, Britzcrstraße 42. 4 Tr.; Mon en Kreuzbergstr. 9, Ouerg. 4 Tr.; Mute, Möckernstr. 95, 3 Tr.; El'asser, Rost,». straße 40; Axelt, Sebastranstr. 27/28(Möbel. Handlung); v. Schmidt, E rsabetdufer Nr. 20, H. 2 Tr., bei Odo riki; Ferd. Mucke, Adalbert. straße 9, 4 Tr.; H-mp, Pallrsadenstr. 63, 4 Tr.; Rogaemann, Dresdener str. 77. >« der Kvntrole werden da»»« vtlet» dertanft.[1141] Der Vormtand. ßcianpttEin SsftVg. De» Mitgliedern zur Nachncht, daß der die«» � Maskenball am Sonuaberid den 8 Februar, in varta'S Salon, Bergstraße 120, ftatlfindet.(1144 Der Dorstand. Große Kildhatterversammlung heute, Mittwoch, den 5. Februar, Abend« 8 Ubr, in Mündt'« Salon, Köpnickerstraße Nr. 100. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstatt. Angelegenheiten, datunter als hochwichtig: Die Vorkommnisse in der Ana«. legenheit einer größeren Werkstatt. Dir be. treffend« Chef ist persönlich dazu eingeladen. 3. Verschiedene«. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist ej Pflicht eine« jeden Kollegen, zu erscheinen. 1132] Der Ginderufer. Zentralkranke«- n«d Sterbe- Kasse der Maler (Filiale IV veeli« W.) Freitag, den 7. Fedrua ct., Adend« SJ Uhr, im Reftaura' t Appel*, L tzowstraße 7: Aueser ordentliche Mitgl.-Versamml. Tage«. Ordnung: 1. Wabl eine« Kassirer«. 2. Verschiedene«. 1136 D«v Dorstand. 1039 Üeppen-AnzOge werden auf Bestellungen von den dilliqken bis elegantesten schnell angeftrtigt von L. Brehm, Mulackstr. 11, v. 2 Tr., nahe Roserrlhaler straße Achtung! Tabakarvriter! Ueber folgende Fabriken ist die Sperre ver« hängt: Kchmeiler(wexen Maßregelung) 1. Geschäft Chausseestr. 25. 2.» Chauffeestr. 76. 3.» Friedrichstr. 100. Danke, vorm. Schubert u. Sohn(wegen Mußregelung) 1. Geschäft Mrchaelkirchstr. 6. 2.. Alt« Jakobstr. 72/73. 3., Chacwltenburg. Kellpflug, Elsasserstr. 8, Laden. KLbsch, Linien str. 8. Laden. 1048 Die Lohn-NeberwochungSkowmisfio«. ö N«r 1 Mark kostet jede Uhr zu reinigen unter Garantie. 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Allen Verwandten und tieden Fre ganz besonders den Ehrf« der F-rN"�, und Bär, deren Meister H. Hosmann gesammten A-beitern für die über � l che Theilnahme und Blumenspenve Begräbniß meine« unvergeßlichen, li»� Bernhard Beuthin sp-eche innigsten und ttefgefahlten Dank aus- Berlin, den 3. F-bruar l8S0., Ww. H. Beuthin, Privz"�/ Tüll-Gardine Fenster 2, 3, 5, 8 Mk. Store« 1% verkauf Zimmrrstraßr 80, Hof Größere, mittlere und kleine«*** sämmtlich mit separaten Korridoren Komfort vreismerlh zu vermrethen: Schnheudorferstraste 18 im Soeben erschien: 'W.H. Der wahre Jaro- Up. 92. Zu deziehe» durch straße 44. die Expedition, Arbeitsmarki- Ein«» Puuktirer f. die Lithograph� tl|' """ Ein Anschläger w. verl. Kastanienall�?� Tüchtig« Ktanzen- und werderr angenommen Thansteestr� Karsck Uersoldkk finden lohnende und dauernde Beschul--.' B. Green, Gololerstenfabrik, LnppL' Erlen burgerstroße. 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