andere« k. ht«Mlit nur S-J#'', «SÄ 3SÄa bei den ©tttnmw■, i hieraus'. -lbe Pr°M isr"!% wird,-v irine« Jas«. K-äfte K? rs s nÄUi k. 8 Demuerftap, de« 6. Februar 1890. 7. Jahrg. Brgan für die Interessen der Arbeiter. J«sertio«sgebühr bettäat für die«gespaltene Petithk'Ie oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Verfammluna«. Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerftraße 44, sowie von allen Annoncm-Bureaux, ohne Erhöhung de« Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittag«, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -* Fernsprecher: Amt VI. Nr. 4106.«- cn. tflluftH« ffett iaiftfa fönnen ch, wen» , nid' nugnt. i niit 2. Bitter, "ochst bn A tfraa mir Jjji * Äur» w'f' der Ehe--- '«L'ß, BeerdigMffl- dazu nicht uns sehr< ondenz, aus den manch« unser Welt oft. Der f"-. and aus dw den Sreu«� -er F-NN-A KK echt t® Dan! aus- 590. uf Privze«� dine% Medtttilion: VenkhYraHV— Gxpedikiott: 44. ore« 1 T» x. S-fp� eine Moh «rridoren* «telhen: i« F« ?«-» # xpedition, ttttki thographi�' nburger! anienallee- Kchntt� ffeestr. 6 goi�r deBeschMAs k, Lnpjig'� iti WH Bii-inavrii sls NolKsttrirth. vonPoschinger Haiden Beruf, die öffentliche b« Reichskanzlers durch Aktenstücke zu erläutern, °us dem reichen Schatze der amtlichen Repositonen Mensche» Gelehrten zur Verfügung gestellt worden. % nur willkommen sein, wenn der oberste Be- .�Deutschen Reichs, der keine Zeit für die Sitzungen V. gesetzgebenden Gewalt im Deutschen Reich er- "«nn. der Welt wenigsten- durch Veröffentlichungen _ ngenheit kund und zu wissm thut, wie er zu ,_ Fragen des neunzehnten Jahrhunderts ge- Testanden hat und noch steht. Wir werden * W daß der Kanzler stets derselbe geblieben 1t«. V" Trunde seine» Wesens die Ueberlieferungen >« s��plomatie und der alten Regierungskraft m,t 'Malten hat. :litt>Ctttt°uch in der Frage, welche heute m Mnd des öffentlichen Interesse« aller Kulturvolker H in der sozialen Frage, unverbrüchlich treu der �chesterlichen Doktrin geblieben, welche durch die �ratie mit ebenso viel, ja mit mehr Schärfe be, werden muß, wie das Manchesterthum des bürger- Muimus. Hervorgegangen aus einem Pommer scheu lgz%, aufgewachsen in de« Anschauungen der vor- % Zeit, sah der Kanzler in seinen ManneSiahren 'Wen Aufschwung der modernen Produkt, onS- ije feit 1848 entfesselt und von hemmenden T. nicht mehr allzupeinlich eingeengt e,ne Blüthe von Handel und Wandel, eme kräf- »kelung des ZndustrialiSmuS zur Folge hatte. daß Fürst Bismarck selbst Veranlassung hatte, da praktischen Leben die wirthschaftlichen Verhältnisse �n. Als Großgrundbesitzer, als Großmüller, als � mächtiger Waldungen und Sägewerke, als C�/ant war er persönlich auf's innigste verwachsen �Monomischen Leben und Treiben. Und es ,st selbst- daß auch ein scharfsinniger, bedeutender Kopf �no nimmer dem gewaltige« Einfluß entziehen kann, �Umgebung, das gesellschaftliche Milieu, in welchm, 5°uf All- und Jeden ausüben.„Die Zeit schafft 75. die Geister nicht die Zeit", und die soz,alpoll- nschauung de« Kanzlers wurzelt tief in den Zu- S QUA L Z> vv*'*»vv«»»g«.v*v Ü8°.! denen er emporgewachsen ist. H, �—• y m- m r /rv r ir: jf. j•. -, WWW . so wenig über diese bet materialistischen Geschichtsauffassung huldigt, d tu d« Fall ist bei den Anhängern der Arbeitersache, ™ eben so wenig über diese Erscheinung wundern, °a darüber, daß die zum Klaffenbewußtse,« er- .Arbeiter der Großindustrie sich um daS Banner V�demokratie schaaren. ES ist gar nicht unsere ' geschichtlich Gewordene- zu verurtheilen oder Wigen, wir haben es nur zu begreifen. Fürst ' dessen Bedeutung wir am allerwenigsten unter- �Feuilleton. (12 Sie Uorstadt St. Autoine. Historische Erzählung R>evillo« aus den Jahre« 1789—1792. Deutsch von Ludwig K n o r r. k&R* nach Hause wieder zurückkehrte, aß sie kaum, kleinen Bruder und setzte sich auf ihr Bett W| �[u, träumen, daß ihr der Briefträger morgen L» nßen würde. V eiJ 8te und es nicht liebte aufgehalten zu werden, »muna Ä7. pjm kannte d-«' Ss sieht erstaunt um sich. Der alte Soldat Kriegsmittel, die Begeisterung, noch nicht. Er zieht seine Bataillone zusammen, läßt zuge blasen und nimmt seine alten Stellungen T, Auf französischer Seite gruppiren sich von Argonne hinter und neben die Truppen von �• Die Gegner formiren drei neue Angriffskolo" der König von Preußen, der Herzog von Braunsch andere Generäle leiten diesen zweiten Angriff si% Es war vier Uhr Nachmittags. Die 24@'!% 1 dem Hügel hielten den zweiten Angriff der Pr'Uy einmal auf. Beim Anbruch der Nacht zöge" Äjp Preußen zurück und ließen 800 Tobte auf den* felde. jjjf Die Schlacht war gewonnen und dieser � mehr als ein Sieg. Er zeigte, daß der PatriottSw überwinden kann, selbst die Scheu einer zum ess ins Feld geführten Truppe.» z Kellermann war außer sich vor Freude, er u, wetterte in der freudigen Ahnung, daß erFrankrewt� indem er ihm und seinen Vertheidigern Selbstoer" weckt hatte. Er wollte Jedermann belohnen., Als er an der Spitze des Bataillons vord- s Äte Ä?'. 4"' ir �i ,kr%« Mmlilir *«tivei N» W igsy M dessen Kompagnie Henri Lenoir und Gäbet Tricot 6.� I winkte er dem Ersteren durch ein Zeichen, M tz?-»«%% nähern. Wo ist Ihr BataAonSchef? frug er. Eine Kanonenkugel hat ihn getödtet, meM Sie werden seine Stelle einnehmen! W — Danke mein General. Ich beanspruche �einJ��V��'t't rung. Ich kämpfe für mein Vaterland, verstehe jede* Sts» /»itÄ Som Qripfto o»»* rung. �cy lampre sur ntctn Zvcnerulnv, verfleye l�vTrf r« l*1( die aus dem Kriege ein Handwerk machen. Wen«"„' verjagt ist, denke ich zu meinem Vater zurückzuked. j mich wieder dem Tuchgeschäft zu widmen, wie dem Feldzuge gethan habe. KellerMann wandte sich an seinen Stab: — Meine Herren, solche Sprache ist einet g" gerS würdig! (Fortsetzung folgt.) und K «x P ,« am ZaSändigkeit der ordentlichen Ge« rn. bn ötK�.r.durch bie Gewerbegerickte auf- der Gewecbegerichte kann »SMCMWK J........ p»??- mich« aus� K Gewerbe» oder Fabrikbetrieben, die ---- ,,„ Hi*»*."ln von Gewerbe» oder Fzbnkbetrieben, die 'ßjgi US- der die cht« de» V � r. V�iUHUJlWUVA UKW A�UivVWUHUtiy VW »c agronfi, � b-i,"''0®e,t in dessen Einnahmen ihre Deckung f Kaintz uii. n von der Gemeinde oder dem weiteren Kommunal« WGMKSV« werden. Bei' Gewerbegerichten, UÄfc» """"Ä! Hiiäsf Swj'jTÄ"»; M u" ziaidemokred« li(„ a?s öffentlichen Mitteln nicht empfangen ziaidemoi�) �.«nununa aus öffentlichen Mitteln nicht empfangen Z'A s C"- smääää BOI�Jolch" Wchl Dorbonh»« ift nhor hft« hintut oder die oder die durch die äääöää:....... "Ä\% p% �'ÄTÄrS�S'"Äf sljs. aÄ"i.r s ch i>ie litzteren mittels Wahl der Ardeiter 'lioi f.! Sur Theilnahme an die'en Wahlen soll nur ol lern,*«»»• x..-------- im. o MAkiw flU die, T rvdij* seS flß«2, Ffg' r wegschup? Staats-«f SS& «i#«Ä kMMUNg., zialdewod-'j zu sein! M 1 werden- cö ivtzen. taijn, mV6'8"'*45 Wohnung oder Beschäftigung hat. I, iZ Asonen, welche zum Amte eines Scköffen unfähig L r 5" not Allem alle N.chtdeutschen gehören wurden, i�'�blberechtigt sein. M.tglieder einer Innung, für Schiedsgericht errichtet ist, sowie deren Arbeiter find S"" Vfcl wahlberechtigt. Die Art der Wahl und «.. l.? derselben soll durch Statut oder Anordnung IgWh Zentralbehörde bestimmt werden. Die Wahl der Vor» f'*"- deren Stellvertreter bedarf der Bestätigung der .�malturgsbehöcd«. sämmtliche Waylen unterliegen ltt»n 1' � diejenigen für ungiltig erklären kann, SUm r oder die auf Grund deS Gesetzes er» !?!««, Forschriften verstoßen. Wenn Wahlen überhaupt �li.i. s�de kommen oder wiederholt für ungiltig erklart niiitL.[f" die höhere Verwaltungebehörde befugt sein, die bSii(hä,U Kennen. Nach dem zweiten daS Verfahren vor �Üilli. � i.�on behandelnden Abschnitt sollen im allgemeinen sie» k fut dos amtsgerichtliche Verfahren geltenden Vor» kSi.v��vrozshordnung entsprechende Anwendung NN- At*, Slftffhmtfo vn«rh Xta �Artft TVi»tt(Bpmgrbg# pennen. Nach dem zweiten rms, Meli» i r- en dehandelnden Abschnitt sollen im allgemeinen iftai b,- o'ut das amlS gerichtliche Verfahren geltenden Vor- '/Am k.... o�vioz.ßordnung entsprechende Anwendung NN- »i, re erfolget Arbeiter >e w n die den' zwischen über' Arbeit»» Äfe S» .______„»»,«»1,.________ dem vierten, Ä»or dem Gemeindevorsteher behandelnden Ab- >»»»t»ia/o bestimmt n-,«,»,.«« ein z rständiges Gewerbege» ' Abschnitt bezeichneten , über die Leistungen °I.-..."—-v________ Arbeits oerhältnisse jede S'stbe?Äoufige Entscheidung durch den Vorsteher der »ei,.'Bürgermeister, Schultheiß, Ortsvorstcher 2c.) »«..'"NN- Nach dem Schlußabschnitt sollen die Be» t-e keine Anwendung finden auf Streitig- der Reichs» und SiaalSdruck-reien, der «,< kannte d-«' ,0» N �-��etz-e keine Anwendung finden auf Streitig �.Mnande der Reichs» und Siaaisdruck-reien, der �i». �anstalten, sowie der unter der Milimc- oder fh.i��waltung stehenden BetciebSanlagen mit den in >b�ben beschäftigten Arbeitern. Der§ 120a derGe» "ach welchem bekanntlich schon jetzt durch OrtS» J iJrlMattitHte mit der Entscheidung bestimmter vtreltlg. ro(5n„n Gewerbetreibenden mit ihren Arbeitern errichtet foH aufgehoben werden. Die auf Grund dieses ititL"richteten Schiedsgerichte gelten jedoch als Ge» ,m ömne dieses Gesetzes, r uc find die noihigen lerilil vorzunehmen. Die Zuständigkeit der JnnungS- zlejj' erleidet durch das Gesetz keine Einsch-änkung. aeJ?!.Welche vor Errichtung von Gewelbegerichten an» >e„ Ät wurden, sollen von den bis dahin zuständig ».�Horden erledigt werden. Welche Verbände als 1», �Vvalierbände im Smn« dieses Gesetzes anzusehen chaJl Organen der Gemeinden und weiteren Kam» ?5.hie Statuten über die Errichtung von Gewerbe- »..�schließen find, soll von den Zentralbehörden der .«er»l? bestimmt werden. k?leim,w% ouf Abtrennung der Bergwerks-Abtheilung r'lMini�'�'uisterium und Zutheilung derselben an das Ait»,?"rum ist vom Staatkministerium nach der»Pofh' iS «1 rmil.''««*««stellt worden. läßt 1;% ��"»beiterverjammiung. welche von etwa 400 «von � der u. a. scharfe Ausfäll« gegen die 3rauflt% 13 5..war bekanntlich beschlossen worden, an den be- I be»(&??8en der Lohnerhöhung um 50 pCt. und Ab- II« b,. Z'lhtzeit festzuhalten, aber mit einem Ausstände �lauiwi. �dtagswahlen bis»um 1. März zu warten. d>j> y�ng erklärte sich mit den Bochumer Beschlüssen „f- dem vr»-»„�»"standen. Bunte erklärte:»Wir verzichten nie ' uS h�JU a-st'llten Forderungen� tatf.».»«mpruputz-r irg»«d etues Pe-ovinfial- ftot wle man glauben köante, die schlaue Ge- er%% stw von h 90 wie man«tauben tonnte, tue schlaue i»e» '"t(£„*",3° Millionen Mail ausgeheckt, welche Frank. 1%r,, k motratcn klicken werde, um das Vaterland «i aur.b»u reißen. Nein, d,e Henne, die d.eses \$,t"»»«brütet hat. spaziert auf �wissenschaftlicherem" 3 b,»»»«nS zur G müge g-tennzeichnete ernfichtslose 'aV'r " Mreik von 200 000 Kohlenarbeitern bei 1,5° 3R. mei» e kei«e »cVgatTß P o Tag? Nur 30 Millionen Ma,k! Das K w°�e, nach dem Maßstäbe neuzeitlicher K.iegskosten JOk c e« gilt, dem Feinde die Mobilmachung nach Ii fc'tt. z. Und über diese hinaus, sowie den Nachschub zu � A Jnwen';. Kriegsministtr des feindlichen Landes kann �«n.�jeuten nalionalgefinnten Arbeiterführein>n die lA I k"usus, durch die internationalen Arbeiter» erbindungen S?£=*««" Kohden streik so geheim zuführen lassen, � If teine Staatspolizei auf die Spur zu enn rL,>>' Vnite und ohne daß die arglos Streikenden kzuk«? 4'„„onon hätten, an der Leine des Landes verraths wie'<» ßh» So lächerlich diese blutrünstigen Sp'tzel» !.H�Utj»/�«lche Herr Schäffle in seiner kindlichen Pro- �%!?. bo*, für baare Münze genommen hat, so verdient mW» M diese seine grobe Denunz,ation mit gröberem ''ijiiw k? Wftflennn.It.« m»rh»n Smk d,e Kbrenberv und ; Singer bei der Expat-iirungSdebatte zur Genüge festgestellt. Daß die Lockspitzel abblitzten, weiß die ganze Welt, nur nicht der in aschgrauer Gelehrsamkeit, aschgrauerem Deutsch und aschzrauester W-ltunkenniniß fortwuselnde Herr Schäffle. Er thäte gut, seine Arbeiten nicht auf einer Grundlag» zu errichten, zu welcher ehrlose Hrllunken& l- Ehrenberg die Steine herbei» geschleppt haben. O»st-rreich-Mttgar«. Ueber die deoauernSwerthen Vorkommnisse in der nordböhmischen Fabrikstadt Gablonz haben wir schon berichtet. Jetzt ist man über den Fall aufgeklärt, wenn wir auch die Unruhen nicht entschuldigen wollen, so können wir fie wenigstens vollkommen begreifen. Die Unternehmer hatten nämlich sie Forderung der Arbeiter zugestanden. Da erklärte plötzlich eine Firma in Tessendorf, fie könne die erhöhten Löhne nicht zahlen und wer nicht 40 pCt. nachlasse, könne von ihr keine Arbeit mehr erhalten. Die Firma verficherte, daß die Schleifereim in den benachbarten Orten fich ihr angetragen hätten die Bestellungen durch ihre Arbeiter zu billigeren Löhnen ausführen zu lassen. Aach dem Bekanntwerden dieser Eiktärungen bemächtigte sich der Arbeiter begreiflicher Weise eine große Etvitteiung; etwa 200 derselben zogen nach Nachbarort- sckaften von Tessendorf(Antoniwa'd, Albrechttdorf, Tannwald, Wustung), um die daselbst in den letzten Togen erzeugte KrystallgloSwaare zu zerstören, weil in diesen Schleifmühlen von anderm Arbeitern entgegen der Vereinbarung um billigere Stücklöhne gearbeitet wurde. Der Werth der zerstörten Glas- warnen beträgt etca achtzig Gulden. Am 25. und 26. Januar, nachdem der Gendarmerierittmeister au« Reichmberg und ein Wachtmeister aus Gablonz mit Verstärkungen gekommen warm, konnten Verhaftungen vorgenommm werben.— DaS«.Prag. Abendblatt" meldet, daß eine größere Anzahl von Glas- arbeitern, die in ihrer Branche nicht ihr Auskommm finden konnte, ausgewandert ist und in Brasilien ihr Glück verfuchn wolle. Die Zahl der Auswanderer beläuft fich bereits auf über 100.— Inzwischen haben die Ausschreitungen zuze- nommen und die S miler Glasschleifer haben fast die ganzm Vorrät ze in den Schleifereien zu Neudorf vernichtet. Drei Arbeiter wurden von Gendarmm erschossm. Frankreich. Paris, 4. Februar. Die Deputirtmkammer fetzte heute die Diskussion über die Einsetzung großer parlammtarischer Kommissionen fort. Francis Charmes bekämpfte den Eni» wurf als unnütz und gefährlich. Die Berathung wurde auf Donnerstag vertagt. K-lgi-n. Aus Brüssel, 30. Januar, schreibt man der ,W.- Ztg." „Ter Generalrath der belgischen Arbeiterpartei, welcher die O ganificung des internationalen Beraarbeiterkongresses in die Hand genommen hat, hatte den Vertretem der Bergleute Deutschlands, Englands, Frankreichs und anderer Länder vor» geschlagen, in Belgien, als dem Mittelpunkte der an diesem Kongresse betheiligten Länder, den Kongreß abzuhalten. Diiser Antrag ist durchgedrungen und der Kongreß wird in der zweiten Hälfte de« Mai im Hennegauschen Orte Jolimant tagen. Di- Vertreter der Bergleute in den Parlamenten Eng» lands und Frankreichs haben ihre Theilnahme an dem inter- nationalen Kongresse zugesagt. Der belgische Generalrath bietet jetzt schon mit Rücksicht auf dm internationalen Kongreß alles auf, um die delgifchm Bergleute— Belgien hat 104 000 Bergleute— in einer festen Organisation zusammenzuschließm. Zu diesem Zwecke findet am Montag, dm 2. Febmar, in Jumet ein Kongreß der belgischen Bergleute statt, weicher von allen Bergarbeitergruppen der vier Kohlenbecken Belgiens beschickt wird. Auf diesem Kongresse soll der Verband der belgischen Berglmte, welcher kürzlich errichtet worden, seinen feftm Ab» schluß erhalten. Gleichzeitig soll das nationale Komitee gewählt werden, welche« den internationalen Kongreß vorbereiten lund organifiren, auch die Anordnungen für die Aufirahme der aus- wärtigen D»legirten treffen soll, semer sollen die Vertreter der belgischm Bergleute für dm internationalen Kongreß bestimmt werdm. Die Beschlüsse de« Kongresses in Jumet find daher diesmal von Bedmtung. Italien. Ueber Arb eitern nr u h en in Italien wird au« Rom berichtet: Am Freitag fand in Cremona ein Zufammm- stoß zwifchm etwa 300 unbefckäftigten Arbeitern und einer Kompagnie Berfaglieri statt, wobei etwa ein Dutzend Arbeiter verwundet wurden. Die Albeiter hatten auf einem zuvor ab» gehaltenen Meeting die Versprechungen deS Magistrats dem» nächst durch Eismbahnbauten Beschäftigung zu verschaffen, als ungenügend erklärt. AIS fie dann in geschlossenem Zuge durch die Straßen der Stadt ziehen wollten, wurden fie durch die Berfaglieri mit Waffengewalt auseinandergetrieben. Afl-a. Indien. Die foziaren Zustände Indien« find kürzlich »arakteristisch beleuchtet worden durch die Verhandlungm eme« Eingedormenkor gcesseS, der in Bomb y tagte. Es wurde u. A. beantragt und beschlossen, die Regierung um die Erlassung eines Gesetzes zu bittm, welches den Mädchen das Heirathm unter 12 Jahren bei Strafe verbietet. Die Theil» nehmet des Kongresses verpflichteten fich. selbst eine Heirath mit einem Mädcten unier 14 Iah im nicht einzugehen. 6« wurde serner beschlossen, die Regierung um Aenderungen bezw. Milde- nur g der Bestimmungen betreff« der Wiederverheirathung von Hmouwiltwm anzugehen, und namentlich das Gesetz von 1856 dahin abzuändern, daß Hinduwittwm im Fall ihrer Wieder- verheirathung da« ererbte Veimögm ibre« verstorbenen Mannes ni-tt verlleren sollen. E.ne dritte Resolution betras die Abschaffung der abscheulichen Sitte der körperlichen Entstellung deijinigen Wittwen, welche als solche ein K«nd gebären. Nach der j-tzigm Sitte werdm dmselbm, wenn sie unter 18 Jahren alt find, die Ohren abgeschnittm. Diese Prozedur soll in Zu» kunft an der Sünderin nicht mehr vollzogen werden dürsm, gleichviet in welchem Alter fie steht. {.t."'«'« inne grooe �enunzri...........----- H* b?»'»"g'nagelt zu werdm. Daß d,e Ehrmberg und putsch« Arbeiterpartei gern in«n lande«» «omplot verwickelt hätte, haben Bebel und Mahlbrtttvgung. christlich- sokiale„Arbettervereiu" zu Kannover will trch ein neue« Hau» in Hannooer erbauen, bissen Bauloften auf 300000 M. veranschlagt sind. Um dieselben zusammmzu- bringen, erläßt der Vorstand diese»„Arbeiterveins" einen öffent- lichen Aufruf im„Hannov. Cour.", aus welchem der nach. stehende Satz eme weitere Verbreitung verdient.„Seinen Dank wird der Verein dadurch beweism, daß er auch fernerhin best.ebt sein wird, berufSlüchtige, mfittete, gesetz. und ordnungS» liebende Menschen heranzubildm; sie zurückzuhalten von dem allgemeinen Jagen nach materiellen Gütern und Genüssen; dm Charakter zu festigen, Herz und Gemüth zu bilden, Pflicht- und Ehrgefühl zu w-cken; fie zu begeistern für alles Erhabene und Schöne, und zu mt- flammen zur Liebe zu ih-en Mrtmenschm und zu unserem ge» liebten deutschen Vaterlande!" E« ist nicht zu lmgnen, daß der Vorstand die jetzige Zeit, so unmittelbar vor den Reichs- tagswahlen, g«schickt newaptt hat. Denn jedem Bourgeoisherzen wird es zur Zeit ohne Frage eine besondere Frmde machen, durch emm Gr.ff in dm Geldbeutel zu bekundm, wie sehr «ine Beeinflussung der Arbeiter zu schätzen ist, welche dezweckt, den litzteren e,n»n Widerwillen vor bim Besitz materieller Güter und deren Gmuß einzurmpfm und dieselben statt dessm zu einer lobpreisendm Anertmnung der besten aller Welten zu ni I« Kreula« fand am Sonntag eme sozialdemokratische Wähieiversammlung Istalt, in welcher der Kandidat sür om östlichm Wahlkreis, Herr Tutzauer, sprach. Die Versamm« lung nahm folgeirde Resolution an: 1) Die Versammlung er» klärt fich mit den Aussührungm des Referenten einverstanden und beschließt, bei der Wahl nur für ihn zu stimmen. 2) Die Versammlung beschließt, mit allen Kräftm darauf hinzuwirken, daß in Breslau zwei sozialdemokratische Kandidatm im Wahl- kämpfe den Sieg daoontragm. 3) Die Versammlung ver- nrtheilt auf« schärfste die Aeußerung de» Minister« Herrfurth, daß die Soziatdemokratm Leute seien, die nicht arbeiten wollen, und deschließt, ihm das Produkt ihrer Arbeit(vom 20. Februar) nach Berlin zu senden. 4) Die Versammlung beschließt, dm 1. Mai als internationalen Arbeiterfeiertag anzuerkennen und alljährlich als solchm zu begehen. Gin animitier Rrgieruugsprastdent. Bei dem Fest« diner, welche» am 27. Januar in Oppeln stattfand, brachte der RegierungSpräfidmt Dr. v. Bitter da« Hoch auf den Kaiser au«, und sagte dabei u. a.:...... Gerade im Vorjahre haben fiistere Mächte im Geheimen gewühlt, der NihiliS- muS frech sein Haupt erhoben. Alles, was dem Menschm heilig, unsere höchsten Güter, seim der rothen Internationale ein Gegenstand des Hasses. Es sei daher die Pflicht eines jeden Deutschen, dm verderdlichm, zersetzenden Jcrlehrm der Sozialdemokratie«ntgegm»utretei,, sich kampfbereit um Thron und Altar zu schaaren, der Rotte Korah ein oonnerndes Halt zu gebieten."— Und dieser ehemalig» Leiter der offiziösen Presse soll, wie e« heißt, berufen sein, der Nachfolger de« neuen HandelSmmifter« in Rbemlond.W'stfalen zu werdm. 9*v Parteitag der rheinischen Zentrumspartei in Gürzenich zu Com war sehr stark besucht. Wmdthorst gab als Wahlparole dt» Wiedereroberung der christlichen Schule aus und rreth dm Kampf gegen das Kartell, aber Unterstützung der wabrhaft Konservativen an, wenn fie nicht rein ministeriell find. Die Reden waren überhaupt in sehr gemäßigtem Tone gehalten. Die Versammlung eröffnete und schloß mit einem Hoch auf Papst und Kaiser. Man sieht, da« Zentrum ist bereit, ein Bündniß mit den ärgsten Volksfeinden, dm begeisterten Verfechtern des Sozialistengesetzes und jeder anderen reaktionärm Maßregelung einzugehen. Wir find zufriedm, wenn durch solch offenes Vorgehm der Köhlergtaube von den fteiheitlichm Prinzipien der Ultramontanen gründlich zerstört wird. An« Leipzig, dm 4. Febmar, schreibt man uns: Unsere Kartellbrüoer haben nach dem Rath der„Kölnischen Zeitung" einen„nationalen Arbeiterverein" gründen wollen, der die nöthige„Hurrah-Kanaille" beschaffen sollte. Natürlich ist der Versuch elendiglich mißlungen. Die paar„ausgestopften Ar« beiter", die unsere Fallstaff« auf die Beine zu bringen vermochten, erwiesen fich als durchaus unbrauchbar. Beiläufiz ist der Versuch, den sozialdemokratischm Arbeitern wirkliche ächie Arbeiter entgegenzustellen, in Sachsm schon bei den früherm Wahlen gemacht worden. Damals wurde die Komödie so inszenirt: Die Herrm Arbeitgeber ließen„ihre" Arbeiter— ganz freiwillig! wie sich von selbst versteht— vor dem Wahltag öffentlich durch Namensunterschrist für dm Oldnungskandidaten verpflichten, und die übrigm Ar« beiter auffordem, ebenfalls für den OrdnungSmann »u stimmen. Die Unterschriftm waren so„fteiwillig", daß von dem Personal ganzer Fabriken mitunter kein einziger Arbeiter fehlte. Da die Arbeiter sich aber um Tage der Wahl über diese Komödie und deren Veranstalter lustig machten, so kam die Sache etwas aus der Mode. Dies- mal wird fie indeß wohl wieder, da die Herrn Ordnungsleute so gar keine zugkräftigen Artikel haben, au» der Rumpelkammer hervorgeholt werden.— DaS„Leipziger Tageblatt" arbeitet im Schweiß seines Angesicht« an der Ausstafficung der paar zer- fetztm Lumpm, die weiland das„Roche Gespenst" darstellten. Wer fich davon überzmzen will, daß die Herrm OrdnungS» leute nichts gelernt und nichts vergessen haben, muß fich nur die hmte produzirten Lappen einmal genauer ansehen, und et wird sofort fiaden, daß es genau dieselben Lappen find, die von dem famosen Pastor Schuster zu Anfang der 70er Jahre in seinem famosen„Buch" gesammelt worden find. Da» Schuster-OpuZ ist offenbar da« einzige Werk, in welchem unsere Herrn OrdnungS leute— staatsmännisch« und mchtstaatSmännische — den Sozialismus und die Sozialdemokratie„studirm". Natürlich ist mit dielen uraltm zerlumpten und zerrissmen Vogelscheuchen die gewünschte Wirkung nicht zu erzielen.— Emm großm Scharfsinn legen die Behörden in der Entdeckung von Gründen, oppositionelle Wählerversammlungen zu verhindern, an dm Tag. Wo nicht einfach verboten wird, wie in Glauchau und M-erane, da wird wegen„Ueberfüllung de« Saale»" im Interesse der öffentlichen Sicherheit aufgelöst,— den anamiel» beten Referenten das Sprechen untersagt, weil ste dem Wahl- kreis nicht angehören— und was ähnlicher Gründe mehr find, die freilich von mindestms eben so großer Verlegenheit als Scharfsinn zeuam. Air Ptilitäruereinr sollen in Sachsen wahrscheinlich auch diesmal bei der W a h l im Dienste der Kartellparteim verwendet werdm. Für Sonntag war wenigstens� wie man uns schreibt, eine gemeinschaftliche Sitzung de» Militärverbandes im Bezirk Oschatz anberaumt, die lediglich den Zweck hatte, eine Besprechung refp. Stellungnahme der Militärvereine zur bevorstehmden ReichStagSwahl herbei zu führen. Was man de- schlössen hat, ist bis jetzt noch nicht bekannt giwordm. Vsrp«ttr»»rla»ngsn. Gin» gut btfttOfit öffruttiche WSHleruerlammlung de» erste» Kerttner Peichstag»- Mahlkreises tagte am 29. v.M. bei O-lchei's unter dem Vorsitze dir Herrm Tälerow, Gebauer und Reichert. Herr Vogtherr referirte über die be« vorstehenden ReichStagSwahlm und die Stellung der Arbeiter zu denselben. Redner führte aus, daß die ReichStagSwahlm noch niemals von solcher Bedeutung warm wie diesmal. Die Sozialdemokratie sei vor ollen Dingen berufm, ibre Stimme gegen da« Verhalten der Kartellparteien in die Wagschale zu werfm, der 20. Febmar müsse unter allen Umständen Zeugmß davon ablegen. Redner beleuchtet die Verlängerung der Legis» laturpiriode sowie das Sozialistmgesetz, weiches zwar in dm letzten Tagen de« Reichstag» abgelehnt fei. Es sei da« -der nur Spiegelfechterei gewesen. Alsdann geht der Redner auf die indirekten Steuern, dm Militarismus, dat Alters» und Jnvalidmgesetz über, und unterzieht sämmt» liche Parteien einer scharfen Kritik. Die freifinnige Partei sei doch nur eine Geldsockpartei, welche die Ardeiter durch Ver- sprechungm auf ihre Seite zu ziehen versuche. Redner bringt das letzte von der konservativen Partei verbreitete Flugblatt zur Kmntnrß, welche« allgemeine Heiterkeit hervorruft. Mit der Ermahnung, bei den am 20. Febmar stattfindenden Wahlen der Regierung zu zeigen, wa« die Arbeiter Deutschlands von den Beglückungen in den Utztm drei Jahren denken, schloß Redner seinen mit Beifall aufgenommenen Vortrag. An der Diskussion betheiligten fich die Herrm Pfeiffer, Wach, Täterow, Bormann und Andere im Sinne de« Referenten. Alsdann gelanatm folgende Resolutionen zur Annahme: „Die heute bei Orschel tagende Wählerversammlung de» ersten Berliner ReichStagSwablkreiseS weist die am Sterbetage de« Kartellreichstages vom Minister des Innern gethane Aeußemng, daß die Sozialdemokraien nicht arbeiten wollen, mit Entrüstung zmück. Die Versammlung verpflichtet fich, die dem Herrn Minister gebührmde Antwort am Tage der Wahl zu ertheilm, indem sie eine möglichst große Stimmmzodl auf die Sozial« dewokratie vereinigt."—„Die heutige Wählerversammlung erachtet die Ansfuhmnam des Referenten in allen Punkim für zutreffmd und verpflichtet fich, mit allen gesetzlichen Mit- teln für die Wahl de« im ersten Wahlkreis aufgestellten Kan« didaten Gottfried Schulz einzutreten."— Mit ernem Hoch auf die international« Sozialdemokratie schloh die Versammlung. 4, Mahlkreis. Am 3. Februar tagte in Doberstem's Lokal, Manulnenstrabe 31/32.»ine Wählerversammlung des 4. Reichstags. Wahlkreises. Nach Wahl der Herren Blaser, Scholz und David ins Bureau erhielt Herr Liifin zum ersten Punkt der Tagesordnung das Wort. Derselbe führte aus, daß die Sozialdemokratie keine Parlamentspartei fei, sondern fu fuße auf den wirthschafilichen Verhältnissen. Redner kritisii te hierauf das Zustandekommen der l887er Wahl und die Thätig- keit des verfloss'nen Reichstags. Sodann wies er zahlen- mäßig den Rückgang des Handwerks nach, wie dasselbe immer mehr vom Großkapital verdrängt werde, zeigte ferner, wie die Lasten des Militärs fortwährend steigen und forderte an Stille der stehenden Heere die Volksbewaffnung; auch diese wäre überflüssig, wenn die Vöcker, zwischen denen ein Streit entstehe, sich einem Schiedsgericht unterwerfen wollten. Er ging dann über zur Sosialreform und zeigte, daß Alles, was bisher hierin geleistet, fei nicht im Stande, die wirthfchaftliche Lage des Volkes zu verbessern; dazu gehörten wirksame Arbeiterschußgesetze und Einführung des Genoss-nfchaftssystems. Er kritisirte hierauf die Stellung der bürgerlichen Parteien und führte an, daß man schon jetzt von konservativer Seite das allgemeine Wahlrecht bedrobe, und daß, allem Anschein« nach, diesem jetzt zu wählen- den Reichstage nur ein karre« Tagen bestimmt sei, da beim Sozialistengesetz wohl die Auflösung erfolgen würde. Dies dürfe uns aber nicht abschrecken, voll und ganz für unsere Ziele einzutreten. und am 20. Februar muß Paul Singer mit 40000 Stimmen als Sieger aus der Urne gehen. Folgende Resolution gelangte hierauf zur einstimmigen Annahme: Die heute am 3. Februar in Dabei stein'« Lokal tagende Wählerversammlung des 4. Wahlkreises erklärt sich mit den Auslührungen des Referenten einverstanden und vir- pflichtet sich, mit allen Mitteln die uns zu Gebote stehen, den biShcrigzn Vertreter Paul Singer am 20. Februar zum Sieg« zu verhelfen.— Die Diskussion war eme sehr rege, Herr Böhm erklärte, daß auch die ländlichen Arbeiter aufwachten. Herr Kordel zeigte, wie gering die Sozialreform ist. Herr David sprach von dem Befähigungsnachweis und zur Reuße» runa des Ministers Herrn Herrfurth wünschte er, daß alle Sozialdemokraten, die keine Arbeit haben, sich diese vom Henn Minister nachweisen lassen möchten. Herr Herold schilderte die Entstehung des Antisemitismus, und wie derselbe unsere Partei vernichten sollte. Er zeigte dann die HandlungS- weife der Freisinnigen uns gegenüber, die sich nicht entblödeten, die Sozialdemokraten als eine Mörderschaar hinzustellen mit August Bebel als Räuberhauptmann an der Spitze. Er ver- glich dann die diesmalige Wahl als eine Uebung zur nächsten, die jedenfalls noch in diesem Jahre stattfindet. Herr Gerisch ist der Anficht, daß ein derartiger Wahlkamps, wo. noch nicht der Reichstag gewähli fei und schon auf die nächste Wahl hin agitirt wird, daß der noch nicht dagewesen sei. Er kam dann auf die Untersuchung der Berarbeiterbeschwerdm zu sprechen, die zum Endresultat hatten, daß ein Bergardeiter mit 2,70 M. Taxeslohn keine große Veranlassung zur Beschwerde Hab«, während die Aktien der Bergwerke um III, 114 bis 195 pCt. gestiegen seien. Eine derartige Untersuchung hätte man bei der Erhöhung der Krondotation einsetzen sollen. Zur «instimmigen Annahm« gelangt« folgende Resolution:„Die heutige, in den Jndustriesälen, Mariannenstr. 31—32, tagende Wählerversammlung legt ganz entschieden Protest ein gegen die Aeußerung des Ministers Herrfurth: daß die Sozialdemokralen nur Li ute seien, die nicht arbeiten. In Erwägung, daß eine nicht arbeitende Bevölkerung gar nicht dazu kommen kann, sich aufklärende Broschüren und Zeitungen zu kaufen. In fernerer Erwägung, daß unter den besten Arbeitern die zielbewußtesten Sozialdemokraten sind, beschließt die heutige Versammlung, gegen derartige Aeußerungen zu protestiren und verpflichtet sich, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln für die Kandidatur unseres bisherigen Vertreters einzutreten und dafür zu sorgen, daß die höchstmögliche Stimmenzahl herauskommt als Antwort auf die Aeußerung. Im Schlußwort kam der Referent auf die Diäten zu sprechen, daß gerade diejenigen, di« dieselben im Reichstag bekämpfen, im Landtage sehr gern srlche nehmen. Er zeigt« noch, wie ungleichmäßig die Beiträge des Staates zu den Schulen sind, pro Schüler in den Volksschulen 2 70 M., dagegen in dm höherm Schulen bis zu 500 M. Er schloß mit einem Appell, dafür zu sorgen, daß die Sozialdemokratie die stärkst« Partei im deutschen Reiche wird. Im Verschiedenm berichtete Herr Lorenz von der dmtschfreifinnigm Versammlung bei Buggenhagm, in welcher Rechtsanwalt Munkel als Kan- didat im 3. Wahlkreise aufgestellt wurde, daß die Versammlung aber gleich geschlossen wurde, als ein Srzialtemokrat das Wort verlangte. Von der Feigheit der Deutfchfreifinnigm zeugt auch, daß sie nie in unseren Versammlungen trotz miede. hol! er Aufforderung sprechm, m ihre Versammlungen der Eintritt nur per Kart« gestattet ist, wofür von zwei Versammlungm der Beweis vorlag. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß der Vorsitzende die Versammlung. Reinickendorf. Am Sonntag, dm 2. Februar, fand im Lokale de« Horn Raab««ine öffentliche Wäblerversammiung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Die bevorstehenden R-icht- togswahlen. 2. Diskussion. 3. VerschiedmeS. Als Referent war Herr Robert Schmidt(Berlin) erschicnm. N chd-.m in da« Bureau die Herren GlaS, Thal und Duck»trau ar j erhielt Herr Schmidt zu seinem Referat das W« führte zunächst an, auf welche Werse die Stande gekommm find, wie die Maioriiat Volke ungeheure Lasten in Form der mdire?»? � gebürdet hat, wie die Majorität die KWloW, � Periode der Regierung mtgegm gebracht muh_ j irre geführt habe. Redner sprach weiter gegen_ der stehenden Heere und ging mit den Freisinnig �% Gericht, indem er ausführte, W. o. J» Wf* ö 1„ sind, welche für das Trimnat gestimmt baden, de �* jeden Mann und jedm Groschen, wäqrend krasse sagte:„Kernen Mann und keinen ErolS brauchen wir einen gesagt wird, der_(_ Krieg; ein Konflikt kann auf & cernen Mann uno rerne»„ WKßsWMlL Redner führte ferner...... versicherunasgesrtz keine Reform für mit den Worten:„Wollm Sie wirl..,....— Kootz über' dm Artikel, dm der Gastwirtd brotlos im„Berliner Volksbiait" hat einrücken lasse»-, v"trenz begrün das Bier der Adler. Brauerei nicht zu trinken, w»"., � � Lage unsere Herr Thal sprach daaegm mit'der Motivim»� Nationale Ver vorlLufiz der Berliner Lokalkommisfion überirmsw� j, Der Antragsteller zog hierauf feinen Antrag 1" Xoy fvntiirttn SWrtWftffrtlt flUTfi der Vorsitzende jüt kräftigen Agitation«Mel?, ilung mit einem drerfache»* schloß er die Versammlung intemationale Sozialdemokratie. Briefkasten der KedaktiM. A. N. 10. 1. Die Wittwe kann, ww"% kontrakt noch läuft, mit sechk monatlich' r Frist � 0,0 des Sterbcquartals kündigen. 2. Roeunnrr,; Fahrenheit verhaltm sich zu einander W 0 Grob Reountur und Celsius sind gleich 32®w STj Kchueideri«. Der B-steller eines Kleide- A». selbe vom Schneider abholen. Letzterer braucht eS»�.,�» Hat er es aber schon öfter« zu oem Kunden# r damit stillschweigend dieselbe Verpflichtung Fälle übernommen. arktez be wächen. �ngen von %%%% �-Verhandl . Engla bortigen Ve W'N! »m Ä« ent. %% bei Theater. Donnerstag, den 6. Februar. Beimonte und Constanze, oder: Dre Entführung au« dem Scrail. OchilMsplech««». Die QaitzowS. Die Ehre. mÄche« Theater. Ehrenschulden. Der Tartilff. Kti-rlwer Theater. Der Veilchenfresser. Friiedrich- Mithelmftadtisthe» Theater. Der arme Jonathan. M«Irrer- Theater. Sie wird geküßt! K»ft>«»z»TH«ater. Die arme Löwur. Kretarta-Theater. Stanley in Afrika. KsIeMiaaee-Theater. Almenrausch Edelmerß. tSstead-Theatev. Othello, der Mohr Venedig. ASatiftSdttfche« Theater. Die Karten- legerin aus der Linienstraß«, oder: Die Geheimnisse au« der Rosenihaler Vorstadt. KeNtrat-Theater. Bcrolma. Adolph Krast-Theater. Flotte Weiber. Keschohalleu-Theater. Gr. SpeziMäten- Vorstellung. Kaafma«»'« KaristH. Gr. Spezialitäten. Vorstellung. GsK». Richter» Rarittch. Spezialitäten- Vorstellung. und von Rena; Karlflraße. Heule, Donnerstag, den 6. Febr., Abend« 7j Uhr: Zum 16. Male Deutsche Tarner. Soubrette Frl. Lina Selar. Auftreten der Familie Grosse. Doerington in ihren Staunen erregenden, unüder- troffenen Leistungen. Auftreten»er vorzüglichen und beliebten Duet- listen Gebr. Mundl. Anfang Wochentag, 8 Uyt. Entree 30, 50 und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Sonntags Anfang halb 6 Uhr. Sonntag« Entree 50 Pf., refervirt 75 Pf., Orchester l Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. laad&n„»«Woge 1 Tr. 9 M.-10 Uhr A. Kaiacr-Panaramo. WpAM Neu! Z. ersten Male: 4. Zykl. Erinnerung, a. d. Feltzzug 1870/71. Erste Reise durch vestemich. Hochw.teressant: Hetttza-Uetse. Eine Resse 20 Pf., Kind nur iO Pf. Abonn. 1 M. Große össcntl. Wähler-Versamili� gleicher 11 des 4. Berliner Reichstagswahlkreis� am Freitag, de» 7. Februar, Abends 8 Uhr im Böhmische« Brauhause, Landsberger Allee Rr. Tagesordnung: 1. Vortrag über Freisinn und Sozialdemostot»' Wilhelm Werner. 2 Diskussion. 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Wählers rst es, in der Versammlung zu erscheinen. M Unkosten findet Tellerlemmlung statt. Oer Einberufen Augud '\y Große öffentliche Versammllltlfl der Müller nnd oerrvandte» Kernfogenost�n_ �, Attoihung �lin. den 4 � den Reich hSi*** -wem "'°/w�«�en W am Freitag, den 7. d. M., AhenB« 8) Uhr, in Scheffer's Salon, � Tagesordnung: l. Was bringt die Verkürzung der Arbensznt den�',,lF Vorlheil? Referent: Herr G. Tempel. 2 Diskussion. 3. Verschiedenes und Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Gäste willkommen- jtt' 1147]____ Der Einberg Große öffentliche General-Versamml«� aämmtlioher Zimmerlente Kerlins und Ilrnfleg am Freitag, den 7. Februar er., Abends 8 Wh? Tagesordnung: 1. Reoidute Abrechnung der Bewegung von 1899. nähme»ur kommenden Bauperiode. 3. Verjchied-.n S..>z Zur Deckung der Unkosten Tellerscmmiuno. Streikkarte legitimict. I. A.� Ms g sind t über bi Ä0I «J � und in Joel s Sälen(früher Keller), Ändreasstratze Zur Beachtung! Allen F! eunden und Parteigenossen mach? hierdurch dekannt, daß diejenigen, welche vor und am Tage ter Wahl?m 4 Wahlkreise zu helfen gewillt sind, sich in Heindorf' Rkßmlillt„Zm MHm" gefälligst melden wollen. Gleichzeitig theilr mit, daß den Genossen ein Zimmer für Klubs oder za Zahlstellm zur Ver- fügung steht. Für«ine gute Weiße und ein gutes Glas Bier ist bestens gesorgt. Jeden Abend DiS- kuffion. Sonntags familiäres Beisammensein. Erqebenst Otto Hemdorf; 1106 Langestraß: 70. Ken Genosse« halte ich meine �MMev-Garderode »/bei Bedarf best, empfohlen. ' GvöSteAuSivatzll M««*. / Srntneit»tei»er»Shtg 8t.?i«liii,#Ä jibnlbertdr. 98. Die in der ganzen Welt rühmlichst bekannte .Helm. Putz. Pomade- ist nur unser Erzeugniß. Dosen mit anderen Helmen und anderer Fnma weise man als werthlofe Nachahmung zurück. Freundliche kleine Wohnuugr« mit Wasserlertung von 46—80 Thlr. in Rixdorf, Prinz Handjerystraße 50, nah« der Vereins. brauerei. 1152 &. DopfomsM] der „Aeginthaj Kaiser MUhelmstr.18. 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Druck und lyeriag vi»« Wa» Pudtug w Berlin SW., Keuthstraße 2.«*** JfBw* KB» W MT inen WPL NS�dvv erlmer Volksblatt « und wahrt Februar% W die Hrrreir fÄTlÄSS kl®el�e Meiner Fürsorge durch die Nothwendig- i>e fL».?/.die deutsche Industrie auf dem Welt- Arbeite ZU erhalten und dadurch ihre und isiie» sLJ� ettJ � sichern. Der Rückgang der e durch Verlust ihres Absatzes im Aus- äßmm di- m"?.gemernsamen Prüfung zu unterziehen, über ��W»»ale nj f ter dieser Länder unter sich schon iater- «Ireick �"?�ngen führen, will Ich, daß zunächst in i* boA;� 8lan�' Belgien und der Schweiz durch jAunn«. Bertreter amtlich angefragt werde, ob die S S8Prmf2ene-3t �ud, mit uns in Unterhandlung zu ?.. emet internationalen Verständigung über ? llrbei«?' denjenigen Bedürfnissen und Wünschen Ne» v.tt r entgegenzukommen, welche in den AuS- ? Söhre und anderweit zu Tage getreten Mi, die Zustimmung zu Meiner Anregung im Säe.J nommen sein wird, beauftrage Ich Sie, die be» 5• der Regierungen, welche an der Arbeiter- gtelchen Aniheil nehmen, zu einer Konferenz whung über die einschlägigen Fragen einzu- �i». den 4. Februar 1890., ���"�RegierungSantritt� daktioo. rsl --H ftung auch P" ireisc® ldemokati«' mgeg 8 Uhr, I. A.- «8j intW, Eck. Itliin!�' •»' i» 50 VK r, Vorm-,.' SÄ'® - L v------- o—....... habe Ich Meinen Eni- % j».�geben, die fernere Entwicklung unserer Gesetz- �®oti Wichen Richtung zu fördern, in welcher Mein Großvater Sich der Fürsorge für den & 5, 4 schwächeren Theil des Volkes im Geiste christ- Ko �hre angenommen hat. �W°7""d erfolgreich die durch die Gesetzgebung W M-j i:,?Un9 zur Verbesserung der Lage des Arbeiter- °ä> ��getroffenen Maßnahmen sind, so erfüllen die- .?"ht die ganze Mir gestellte Aufgabe. -m weiteren Ausbau der Arbeiter-VersicherungS- |fJlnd die bestehenden Vorschriften der Gewerbe- %in,... er die Verhältnisse der Fabrikarbeiter einer �rden-n"aterziehen, um den auf diesem Gebiete laut % ia klagen und Wünschen, sowie sie begründet sind, . werden. . Sbet!e�lt"iun8 hat davon auszugehen, daß eS eine der J fket, jr,,?" Staatsgewalt ist, die Zeit, die Dauer und die K? s» zu regeln, daß die Erhaltung der Gesundheit, ji'�beit-l. Sittlichkeit, die wirthschaftlichen Bedürfnisse �hrt"bl� auf gesetzliche Gleichberech- des Friedens zwischen Arbeitgebern und � sind gesetzliche Bestimmungen über die �sicht.zu nehmen, in denen die Arbeiter durch an der Regelung und zur Wahr- Nt>mGvroeir4e ihr Vertrauen besitzen, L3"9'3en�iten betheiligt 4 uns Snteressen bei Verhandlung mit den Arbeit- H». cn,"}lt den Organen Riemer Regierung befähigt [ fteie."rc9. eine solche Einrichtung ist den Arbeitern "d friedliche Ausdruck ihrer Wünsche und Be- Zu a„e" ermöglichen und den Staatsbehörden Gelegen- f'ib. n- sich über die Verhältnisse der Arbeiter fort- "uterrichten und mit den letzteren Fühlung zu ill ließ' anitnßt*K 7�0 Mk- d 4 Mk. Ufte gr-«' -ager, mil icnstr. 28, nach Ucd % .-"»".'■«fÄ »-rd»w».) Notturno. oej A. Seydelmann. der�Ä? täglichen Spaziergängen auf den Prome- i: F..,"dt war mir schon einige Male eine besonders ' �rin aSperson mit einem wohlgepflegten Kinde auf 1"«b PfVe®,e3nct- DaS Mädchen mochte noch blutjung 9cheinij?3 durch ihre auffallende Tracht, in die es ka Ans?,"an der vornehmen Herrschaft gesteckt war, ..- DaS weiße, goldgestickte Häubchen mit !. rej>»nl. breiten Bändern stand ihrem ovalen Gesichtchen wen iä„ um dessen rosige Farbe sie jede Dame hätte ldistz."uen.. Sie ging stets allein und wich den anderen »nz cv�iner lebender Menschenbilder mit scheuem M Umfi? beobachtete, wie sie sich nach versteckten Äinn schaute und dort gesenkten AugeS ihren kleinen Te�artete. k bL»lu�te«u Augenpaar schön sein, das von so ir�ßutt SBimpem beschattet wurde! Gern hätte lg n» ir c40n näherte ich mich einmal, um mich wie i»njy6 Seite zu fetzen; doch, als hätte sie meine breitete sie den Inhalt ihrer am Arm e aus und belegte die Bank mit ihrer Klein- ges Unwohlsein hatte " igen Wanderunge« mich lange gehindert, ""�'."«S�iitidi�on'en �v'gen Wanoerunge« fortzusetzen. Inmitten % WS �SahreSzeit war ich auf meine Wohnung an- -ii?' nJ ,m Hochparterre eines stattlichen Hauses der Sft-'I rs Markt- 4 njAj zwar zu meiner vollen Zufriedenhett, denn sie \,Aut ni!1 dabei. i* Hut mir Kindergeschrei die halbe Nacht verstört," eines Morgen» an. Uebellaunig war ich er- Dannerstag, de« 6. Februar 1890. 7. Jahr«: Die staatlichen Bergwerke wünsche Ich bezüglich der Fürsorge für die Arbeiter zu Musteranstalten entwickelt zu sehe», und für den Privatbergbau erstrebe Ich die Herstellung eines organischen Verhältnisses Meiner Bergbeamten zu den Betrieben, behufs einer. der Stellung der Fabrik- lnspektionen entsprechenden Aufsicht, wie sie bis zum Jahre 1865 bestanden haben. Zur Vorberathung dieser Fragen will ich, daß der StaatSrath unter Meinem Vorsitze und unter Zuziehung derjenigen sachkundigen Personen zusammenttete, welche Ich dazu berufen werde. Die Auswahl der letztere» behalte Ich Meiner Bestimmung vor. Unter den Schwierigkeiten, welche der Ordnung der Arbeiteroerhältnisse in dem von Mir beabsichtigten Sinne entgegenstehen, nehmen diejenigen, welche aus der Roth- wendigkeit der Schonung der heimischen Industrie in ihrem Wettbewerb mit dem Auslande sich ergebe«, eine hervor- ragende Stelle ein. Ich habe daher den Reichskanzler an- gewiesen, bei den Regierungen der Staaten, deren In- dustrie mit der unsrigen den Weltmarkt beherrscht, den Zu« sammentritt einer Konferenz anzuregen, um die Herbeifüh- rung gleichmäßiger internationaler Regelungen der Grenze« für die Anforderungen anzustreben, welche an die Thätig- keit der Arbeiter gestellt werden dürfen. Der Reichskanzler wird Ihnen Abschrift Meines an ihn gerichteten Erlasses mittheilen. Berlin, den 4. Februar 1890. Wilhelm R. An die Minister der öffentlichen Arbeiten und für Handel und Gewerbe. Mctvrofpnttvenzen. New-Nork, den 25. Januar. Es sind schon häufig Be richte ourch die Press« gegangen über die schlechte Lage der Farmer in den Vereinigten Staaten, und daß ein groser Theil derselben bis zum ganzen Werth ihrer Farmen verfchuidet sind. Hier und da sind darüber auch Erhebungen angestellt worden, doch konnten nur Muthmaßlichkeitsrechnu�gen angestellt werden, weil immer nur ein kleiner Theil der Leute auf die gestellten Fragen antwortete, weil sie aus falscher Scham oder aus Furcht, ihrem Kredtt zu schaden, keine Auskunft geben wollten. Auch ist anzunehmen, daß aus letzterem Grunde Manche falsche Angaben machten. Ts ist nun als sicher anzunehmen, daß die Dinge viel schlimmer liegen, wie angenommen wird, und zwar geht dies aus dem Beschluß einer Kommissionsmajorität des Senats zu Washington hervor, welche sich bezüglich eines Antrages auf Erhebung einer Enquete über die auf Farmen ruhenden Hypotheken(bei dem in tiefem Jahre stattfindenden Zensus) dagegen entschied. Man fürchtet also, die Wahrheit zu hären, resp. diese Wahrheit dem Volk« offiziell zur Kenntmß zu bringen. Die Herren sind sehr genau über den Stand der Dinge unterrichtet; wäien sie es nicht, so würden sie sich gewiß nicht dagegen sträuben, eine Frage klarzustellen, die regelmäßig auf der Tagesordnung steht und Veranlassung zu allerlei Befürchtungen giebt. Eine gerade in den letzten Tagen aus Kentucky gekommene Nachricht giebt eine treffende Illustration zu dem Thema; es find dort nämlich in einem einzigen County lProoinz) vom Sheriff 350 Farmen öffentlich versteigert worden! Wie ich kürzlich mitgetheilt, haben sich die zwei existirenden Farmer-Organifationen vereinigt und zugleich eine Art Bünd- niß mit den Knighis abgeschlossen, wobei eS sich darum tändelt, die Farmer bei ihren Bestrebungen(zur Errringung illiger Frachtraten, Regelung de» Hypothekenwesens u. s. w.) zu unterstützen.(Wogegen man nicht weiß, in welcher Be» ziehung die Farmer den KnightS dienlich fein sollen, da sie in ihrer Eigenschaft als Ausbeuter der ländlichen Arbeiter keine Sympathien für Verkürzung der Arbeitszeit und Erhöhung der Löhne haben können.) Allem Anschein nach nun haben die Farmer noch immer keine blosse Ahnung davon, daß«in, doch im GriMde so einfacher Faktor ihren Zurückgang veranlaßt: die Konkurrenz de« nirgencS in solchem Umfange als hier in der Landwirthjchaft angelegten Großkapitals. Sie begreifen nicht, daß diese Konkurrenz sie selbst dann nicht auf einen grünen Zweig kommen lassen würde, wenn sie in jeder sonstigen wacht. Meine Alte stellte etwas hörbarer, als es sonst ihre Art war, das geputzte Schuhwerk vor mich hin und glättete die Franzen des Teppichs. „So?" sagte sie kurz. „Wie ist das möglich, da doch im ganzen Hause keine Kinder sind." „Der gnädige Herr träumen gewiß lebhaft,"«widerte sie gelassen und ging mit dem Kaffeebrett hinaus. In der nächsten Nacht, als ich gerade im Einschlummern war, vernahm ich wiederum Geschrei. Eine kleine Weile war eS still, und hernach hörte ich'» von Neuem. Nur meine Aufwärterin wollte Nichts davon wisse«. Sie war wortkarger denn je. Ich beginn mich vor der kommenden Nacht zu fürchten. Da ich niemals kleine Geschwister gehabt, war ich an solche nächtlichen Gesänge nicht gewöhnt; jener in meiner nächsten Nähe regte mich auf, weil ich nicht recht wußte, ob ich ihn nur für eine Täuschung meiner Sinne halten sollte. Ich beschloß daher, dem unbekannten Ruhestörer nachzuspüren; Pflege- oder Kostkinder duldete der peinliche Wirth de» Hauses in keinem Falle. Die Nacht kam! Eine wonnevolle milde Sommer- nacht! Mondbeschienen lag der kleine Vorgarten da und ich konnte deutlich die blaffe Theerose erkennen, die der Wind leise schaukelte. Sah ich recht? Da schwang sich eben eine dunkle Gestalt über die eiserne Gartenpforte und huschte den KieSweg hinauf dem Hause zu. Ein Dieb? Schnell griff ich nach dem Licht und steckte meinen leder» bezogenen Klopfer zu mir, um im Nothfalle von ihm Ge- brauch zu machen. In meinem krankhaft überreizten Rerven- zustande empfand ich eine Art Lust, mich einmal zu raufen und zu schlagen. Auf dem Treppenvorsprung mattete ich, den Dieb bei seinem Eindringen in'S HauS abzufassen. Doch die Thür öffnete sich nicht, es blieb still,-- ob auch das Alles nur Einbildung gewesen sein mochte? Schon wollte Beziehung dieselben Vortheile genießen würden, wie die Kam» pagnien, die im Besitz« der Riesenfarmen find. So versuchen sie also einstweilen noch, durch Palliativmittel über Wasser zu bleiben. Und es dürfte auch noch einige Zeit dauern, bis sie über deren Nutzlosigkeit in« Klare kommen und begreifen, weS- halb sie im Westen mit ihren Kommassen nichts anderes anfangen können, al» ihre Oefen heizen. Sie schieben da« auf die den Großgrundbesitzern von den Eisendahne«(an denen dieselben gleichfalls betheüigtfind) gewährten billigerenFrachtratemundsehen nicht ein, daß dieselben auch ohnedies bei ihrem großartigen Maschinenbetrieb die Ackeiprodukte billiger als sie auf dm Markt bttngen könnten und nur die Höhe ihre« Profits etwas geschmälert sehen würdm. Die Politiker haben naturlich kein Interesse daran, ihnen die Situation klar zu legen, sondem nur daran, sie durch ältere Expettmente und Versprechunam für die eine oder die andere der beiden kapitalistischen Parteien fest zu halten. Und so ist man der« auch ängstlich bedacht, den wahren Stand der Dinge zu bemänteln. Die Abneigung gegm eine allgemeine Untersuchung über die Verschuldung der Farmer ist davon ein Ausfluß. Der Versuch der Anhänger Henry George'«(Single- To xleute), dm Farmem dessen Landtheotte zum Verständniß zu bringen, ist ebenso geschntert. wie alle Versuche von sonstiger Seite, ihnm«me ander« Anficht über die Ursachen ihrer schlimmen Lage und' die Mittel zur Abhilfe beizubttngen. Für sozialistische Ideen sind sie vorläufig noch am wenigsten zugänglich. Und das ist ja auch nicht« Merkwürdiges, wenn man bedmkt, daß selbst die ardeitmde Klasse, welche nichts mehr zu verlieren hat (selbst nicht einmal überschuldete Farmen, die im Gmnde für die nominellen Besitzer übrigens auch nichts weiter als nichts sind) noch tief in der mdividualistischm Anschauung»- weise steckt. Die gegmwärtig wieder einmal an der Tagesordnung be- findlichen„Rassenkämpfe" im Südm(die besonders m Georgia erbitterter Natur find) haben die Negerfrage zu einer„brennen- den" gemacht. Im BundeSfmat reichte der demokrattsche Senator Butler dm Antrag ein, die Auswanderung der Für- bigen zu fördern. Dem trat aber der republikanische Senator JngallS aus Kansas entgegen. Derselbe begann seine Rede mit dem edlen S-lbstbekmntniß, daß wir Kaukafier eigentlich die arroganteste, anmaßendste, exklufivKe Rasse seien. daß aber die großen Prinzipim bieser Rasse: Freiheit, Gleich- Seit, Brüdertiehkeit(!) noch immer getrübt seien durch lassenvorurtheile. Der Farbige Fred. Douglas habe ihm ge- sagt, daß, wenn alle Rassenoormtheile vorschwindm, die farbige Rasse sehr schnell das Niveau der kaukafischm erreichen würde. Soweit gehe er nicht in seinem Glauben; dmn bisher hätten die Farbigm dm Nachweis noch nicht erbracht, daß sie dazu veranlagt seien.— Im Jahre 1860 hätte es 4 440 000 Neger im Lande gegebm; 1870: 4 448 000; 1880: 6 580 000. Er Halle letztere Zunahmeziffer für eine willkürliche Angabe der Zensusbehörde, um eine nicht Whandme Vermehrung nachzuweisen.— Eine gleichmäßige Assimilation sei nicht möglich. Wo sich beide Rassm vermischen, gehöre der weiße Theil meist dem stärkerm Geschlecht an.— Die Freiheit, welche die Neger errungen haben, sei eine sehr fraaivürdige. Selbst die begeisterten Abolitionistm der Äm-Englandstaatm hätten die Ungeheuerlichkeit des Sklavensystems erst einge- sehen, al« dasselbe unprofitabel geworden war. Jngall« weist aber trotzdem den Vorwmf zurück, daß die Neger nur befreit worden wärm, um der republikanischen Partei Stimmvieh zuzuführm. Andererseits glaubt er, daß nach dm Erfahrungen von zwei Jahrhundertm der Sklaverei und von 25 Jahrm sogen. Freiheit die' Farbigm e» doch oorziehm würden, m ihrer alten„dunklm" Heimath geblieben zu sein. Dann folgte eine Reihe aktenmäßiger Belege liier die scheußliche Behandlung der Neger im Südm. Wenn die Reger sich noch nicht so mtwickelt hätten, wie man gehofft habe, dann solle man auch bedmkrn, Despoiismu« schaffe Nihilistm. Tyrannei schaffe Kommunisten(!) und Unaerechligkeit sei der größte Fabrikant von Dynamitern. Im allgemeinen glaube er zwar nicht, daß die Negerrasse jemals auf gleicher Stufe mit der kaukafischm stehen werde, aber man habe keinen Giund anzunehmen, daß sie nicht hoher Zivilisation fähig sei. Leute, die sich schon einmal im Südm umgesehm haben, find übrigen« der Meinung, daß die große Masse der dortigm Weißen auf einer niedrigeren Kulturstufe stehen, al« die»er- achteten„Nigger". ich umkehren, denn es fröstelte mich, als ich plötzlich ei» leises Weinm und Jammern vernahm; ich schloß die HauS- thür auf und horchte. Der Garten lag still im Mondenlicht, .... ich war allein mit meinem Schattm, dem unheim- lichen Gesellen, der mich zu foppen schien. Suchend schlich ich um'S HauS herum, unzuftteden mit mir selber. Da,— im Keller, in der Stube meiner Alten, ent- decke ich ein mattes Licht, von Zugluft hin und hergeweht. Das Fmster mochte nur angelehnt sein. Halb kttechend bewege ich mich hin, kauere mich und lege mich, um nicht bemerkt zu werden, der Länge nach auf die Erde. Was sah ich? Auf einem niederm Schemel eine dunkel gekleidete Frauengestalt, und— dicht gebrückt an ihrem, au» den weißen Falten des Hemdes hervorquellenden Busen— ein Kind! Sie hält es so fest, als könne eS ihr genommen werden! Meine Alte steht nicht fern davon an einem Wäschekorb und schüttelt Kiffen und Bettchen auf. Dott ist gewiß da» Lager des Kleinen. Jetzt regt eS sich auch! Es scheint mit dem Tttnken zu Ende; daS junge Weib ordnet ihr Kleid. Mit einem unbeschreiblich glücklichen:„ES schläft!" legt sie daS Kind sanft auf die Kissen nieder. Wie blaß eS ist!"... Als sie sich umwendet und ein Licht- schein ihr Gesicht streifte, konnte ich kaum einen Schrei der Ueberraschung unterdrücken— ich hatte sie erkannt! Ohne den malerischen Aufputz des langgebändetten Häubchens er- schien sie mir nur«och lieblicher. Zu dem erregten Ausdruck ihrer jugendlichen Züge stand daS schwarze Franzen- tüchlei«, daS sie um den Kopf geschlungen, wie ein ernster Rahmen. So war sie nicht gekommen, zu nehmen, nein Leben- spendendes zu geben! Und doch! Ich überlegte,— war es nicht Verrath an dem fremden, ihr anvertrauten Kinde? Sie bewegte die Lippen, ich hielt den Athem an. „Halt," hörte ich sie leise sagen und bemerkte, wie sie lolinlcr.. Zjer Ausschuß der Ktadwerordnrteu-Nerlammluug welcher mit der Vorbereitunfl der Wahl des Oberbürgermeister» beaultragt ist. hat in seiner Sitzung am Dienstag Abend unter Borsch des Stadtverordneten-VorsteherS Dr. Stryck nach kurzer Berathung einstimmig beschlossen(Sozialdemokraten gehörtm dem Ausschuß natürlich nicht an. Red.), der Versammlung die Wiederwahl des Oberbürgermeister« Dr. von Forckenbeck mit seinem derzeitigen Diensteinkommen zu empfehlen. Da nach einer früheren Verordnung des Minister« des Innern nicht nur bei Neuwahlen von besoldeten Magistratsmitgliedern. sondern auch im Falle der Wiederwahl da« mit der Stelle ver« bundene Gehalt vor der Wahl von dem Oberpräfidenten ge- nehmigt werden muh, so schlägt der Ausschub gleichzeitig vor, im Falle der NichtWiederwahl de« Herrn v. Forckenbeck da« Ansangigehalt für die Stelle auf 24000 M. inkl. MiethSent« schädioung festzustellen. Sobald die vorerwähnte Genehmigung de« Gehalts durch den Oderpräsidenten erfolgt sein wird, soll die Wahl selbst vorgenommen werden. MirKnngen der Kiersper»-«. Eine Nachricht au» dem Bö-sentheil de«..Berl. Tagedl." wird auch unsere Leser inter« esfiren. Sie betrifft da«»Böhmische Brauhau»" und lautet: »Ja der heutigen(4. Februar) ordentlichen Generalversammlung erklärte Direktor Knoblauch in Ergänzung des Gefchäftsberichtes, dab da« ver fl offene Jahr ein für das V r a u e r e i g e w e r b e •M#*** A A** Km �- �— T1 JC v. C. WS— wenig günstiges gewesen sei. ES sei bedauerlich, daß die ot\——«W....er..— on•»• Verhältnisse einer Anzahl von Brauereien dazu gezwungen haben, der Kundschaft gar zu große Konzessionen zu machen. Obwohl die Produktionskosten sich wesentlich gesteigert hoben, sei doch eine Erhöhung der Bierpreise fast ausgeschlossen. Dies habe eineSthiil» seinen Grund darin, daß die Wirthe ihre Kalkulationen auf Grund Ott bestehmden Preise gemacht haben, so daß em Ausschlag alle ihre Berechnungen über den Haufen werfen würde Dazu komme, daß in Berlin eine Pfennia« Rechnung nicht«xistire und e« auch aui diesem Grunde für die Wirthe schwierig sei, eine Erhöhung de« Bierpreises auf ihre Kundschaft abzuwälzen. Die Verhältnisse für 1890 liegm nicht günstiger, da für die Materialien zum Theil Preise gezahlt werden mußten, wie die» bisher noch nicht der Fall war. Die Aktionäre de« Böhmischen Brauhause» dürfen jedoch mit Ver» trauen in die Zukunft blicken, da die Verwaltung Alles thun werde, um ihre Interessen wahrzunehmen und die Wiederkehr besserer Verhältnisse mözlich zu machen. Ferner theilte Redner mit, daß im September v. I. feiten« der sozialdemokratischen Partei eine Sperre über da« Bier der Brauerei verhängt worden wäre.' Es habe die« seinen Grund in Diffe- renzen gehabt, welche der Oekonom mit der sozialdemokratischen Partei gehabt habe. Die Wirkung sei ein« empfindliche gewesen, indem während dieser Zeit ei« Minder- ad fatz«o« 100 Tonne« pro Tag zu verzeichnen gewesen sei. Aus diejer Ursache sei der Mehrabsatz für 1889 ein verhältnißmäßig geringer. Die Direktion habe die Differenzen wieder beigelegt, doch seien immerhin einige Kunden an die Konkurrenz verloren gegangen. Bezüglich der Verhältnisse de» GambrinuS'AuS'chavkeS in der Friedrichstraße befragt, erklärte Herr Knoblauch, daß die Resultat« allerdiag» nicht den Erwartungen entsprechen,»nbem da« Unternehmen»unächstnoch Zuschüsse erfordere, doch müsse sich ein derartiges Unternehmen erst durcharbeiten. Wenn stch diese Verhältnisse nicht bessern sollten, so werde die Gesellschaft bat werthvolle Grundstück ohne Schaden verkaufen können. Mit Bezug aus die in An- regung gebracht« Aenderung in Bezug auf das beim Verkauf anzuwendende Maß erklärte Redner, daß die Brauereien Schritte gethan haben, um die Polizei zu einer Initiative da- für zu veranlassm, daß das Bier künftig nicht mehr nach Tonnen, sondern nach Litern verkauft werde. E« Hab« die« jedoch keinen Erfolg gehabt; nach seiner Meinung könne die« nur im Wege des Gesetze« zur Durchfühmng gelangen. UebrigenS haben sich von den 1483 Kunden der Brauerei auf Anfrage T/s kür den Tonnenverkauf erklärt. Es wurde sodann beschlossen, 14 pTt. Dividende zu vertheilen; die Bilanz, welche wir demnächst vnöffmtlichen, wurde genehmigt. KceiS- richter a. D. Vorwerk wurde neu in dm Aufsichtsrath ge« wählt." Zum Fall Arendt können wir auf Gnrnd fortgesetzter Ermutelungen heute noch folgmdeS berichten: Zuerst war e« Pastor DahmS, dem da« unerhört großspurig« und verschwm- derische Lebm de« Rendantm ausgefallen war. AI« er im Sommer den Beamten in Hering« dorf traf und«ahmahm, wie er dort«ine der schönsten Villen bewohnte und wie die Frau mit ihren kostbaren Juwelm förmlich pmnkte, hatte Herr DahmS dem Arendt emstliche Vorhaltungen gemacht und ihn davor gewamt, sich durch ein solche« Auftreten in Schuldm zu stürzm. Der Gattin wird überhaupt ein großer Theil der Schuld zugeschrieben. Sie pflegt« buchstäblich in Sanrmet und S,ide zu gehen und machte in den vomehmstm Geschäften au» der Tasche ihres Kleides ein in Papier gewickeltes Geldstück hervorholte und auf den Tisch legte; man gab mir's heut für'S erste Zähnchen der kleinen Else; thut meinein Kinde dafür etwas an!" Damit reichte sie der Alten die Hand, entschlüpfte durch'S Fenster, dm Kiesweg hinunterhuschend und schwang sich über die Gartenpforte— meine Gedankm gaben ihr daS Geleite. Schlaflos blieb ich die Nacht auf meinem Lager, und dachte über das Gedicht nach, das ich erlebt hatte. Oester» hörte ich auch das Kind weinm und jammem, und vemahm das gleichmäßige Auftretm filzbeschuhter Füße. Der Morgm graute schon, und noch immer ging es in der Kellerstube auf und ab und noch immer weinte und jammerte da« Kind. Meine Alte brachte mir spät das Frühstück. Sie sah so überwacht aus. Ob das Kind krank sein mochte? Gem hätte ich gefragt, aber sie durfte nicht merkm, daß ich um ihr Geheimniß wußte. Mit einer Art Unruhe erwartete ich den Abend. Der Gartm lag still. In leisem Zittern bewegten sich die Blätter. Ein leichter Wolkmschleier streifte dm Mond. Und wieder kam sie, da Alles schlief, dunkel und vermummt. Eilig flog sie den Weg hinauf. Und so allnächtlich. Meine Angst, mein Mitleid folgtm ihr nach. Am Tage aber sah ich sie unter Fliedergebüsch und Goldregm sitzen, die Vögel sangm und zwitschertm über ihr in den Zweigen und mit dm langen Bändern des Häubchm« .spieltm die tändelnden Winde und die dicken Händchm deS fremden Kindes. Wochm warm dahingegangen. Längst hatte ich meine» Schlaf wiedergefunden. Nur, wenn ich einmal um Mitter- nacht erwachte, hörte ich in der Kellerstube die gleichmäßigm Bewegungen der Altm und leises Jammer» und Weinm des Kindes. J Eines Abends kehrte ich später als sonst von einem Spaziergange heim. Vor mir her ging eiligen Schrittes eine Frau. Sie trug etwas unter dem Arm, das sie sorg- lich mit ihrem grauen Umschlagetuche bedeckte. Es fiel em feiner Regm und ich beschlmnigte meine Schritte, um nach geradezu imposante Emkäuse. Behördlicherseits wird auch an-| Senommen, daß sie von dm Oaellm, au« dmen ihr Mann höpfte, gewußt und dennoch nicht« gethan habe, um ihn auf den Weg de» Recht» zurückzuführm. Wiederholt ist sie darüber schon vom UnterfuchunaSnchter vernommen worden, und e» ist keineswegs ausgeschlossen, daß sie mit in den Prozeß verwickell wird. Natürlich bestreitet sie aul das Entschiedenst« jedwede Mitwissenschaft. In der Georgm-Gemeinde erregt der unsaubere Vorfall das peinlichste Aufsehm. Man befürchtet ernstlich, die Unterfchleife könnten noch weit über da« ange- nommene Defizit von 60 000 M. hinaufgehen und die Finanz» läge der Gemeinde dadurch auf da» Empfindlichste berühren. Auch gestern haben in der Angelegenheit wieder mehrere Ver- nehmungen stattgefunden. Arendt selbst benimmt sich in Alt- Moabit al» Komödiant. Er bethruert immer wieder m der Hauptfrage seine Unschuld und stellt sich alt da« Opfer nei. bischer Angeber dar! Ueber die verschwundenen Kassenjournale macht er die verworrmsten Ausflüchte. Seine Lage wird durch em solches Verhalten nur noch verschlimmert. Unterschlagungen und Ueruntrenunge» bilden nach. gerade eine stehmde Rubrik in den Zeimngen. So erfahren wir soeben, daß einem der größten Hieligen Konsektio itgeschäste erhebliche Unterschleife mtdeckt worden find, die j rhrelana durch einen Abtheilungtchef verübt wurdm. In dem betreffendm Geschäfte werdm Hunderte von Arbeitern und Arbeiterinnm im Hause, d. h. im Gelchält selbst beschältizr. Dieselben find je nach der Art ihrer Beschäftigung in»Werkstättm" oder„Ab. theilungm" eingetheilt. Jeder Abtbeilung steht ein»Chef" vor, dem alle Funktionen eine« Werkführer« obliegm, zum Beilviel die Verabsetzung de» Material», die Anordnungen über die Ver- wmdung desselbm, die Abnahme der fertigen Arbeit, daS Engagirm und Entlassen der Arbeitsk äste, die Aufstellung der Lohnlisten und die Auszahlung der Löbne. Der in Rede stehmde»Chef" stand der Abtheilung der Zuschneider vor und hat— wie j'tzt erst ermittelt wurde— jahrelang die Lohnliftm gefälscht. Thril« führte er in dmselben Arbeiter doppelt, theil« auch führte er Namm auf, die gar nicht existirtm. Letztere« geschah besonder«, wenn in der»stillen Saison" der Arbeiterbestand nur ein geringer war. In dem Geschäfte besteht die Einrichtung, daß bei erheblicher Verminderung der Aufträge eine entsprechend« Anzahl von Arbeitern kurzer Hand entlassen wird, die nach und nach ihrer Anziennität nach wieder eingestellt werden, je nachdem sich die Aufträge wieder ver- mehrm. Gerade diese häufigm, bald längerm, bald kürzeren Pausm in der Beschästigung gabm ihm Gelegmheit, stet« einen oder mehrere feiernde Arbeiter in der Lohnliste als be- fchäftigt weiter zu führen. E« kann die« nur m der Weife geschehen sein, daß er mehr Lmte brotlo« machte, al* wie er den Jntmtionm de« Geschäft« nach hätte thun dürfen. Da er die Lohnlisten ausstellte, dann au« der Kasse dm Gesammt- betrag erhielt und nur die Quittungen an die Kasse abzuliefern hatte, so war e« ihm em Leichte«, ganze Wochenlöhne in seine Tasche zu stecken, wofern et die Quittungen für die feierndm Arbeiter fälschte. Da« hat er gethan und zwar mit großem Geschick. Bei denjmigen Arbeitem, die eine ausgeschriebme Handschrift schrieben, ist ihm die Fälschung ganz ausgezeichnet gelungm, so daß sich die echte Handschrift von den Fälschungen aar nicht unterscheiden läßt. Weniger Glück hat er mit den Namm schlechter Schreiber gehabt. So hat er den Namm eine« Arbeiter», der seinm Namm nur mühlam w deutscher Schrift kritzeln konnte, lateinisch geschriebm. Obwohl der Be- trüger erst am Sonnabmd entlarvt und Knall und Fall mt- lassen wurde, wird die Höhe der auf diese Weise unterschlagmm Gelder doch bereit» auf S000— 6000 Mark geschätzt, boch ist die Untersuchung noch lange nicht abgeschlossm. Da« Spiele«»ine« Kindes mit Streichhölzer» hat am Dienstag zwei blühende Menschenleben in die Gefahr de« Verbrennen« gebracht. Jutmfiver brandiger Geruch drang Vormittags gegm 11 Uhr au» der Parterrewohnung des m der Hasmhaide an der neum Straße belegenen Hause», in welchem der Kusscher P. mit Frau und zw-i Kindem, Mädchm im Alter von 4 und% Jahr, wohnte. Da durch die gesch.'ossme Thür dieser Qualm hervordrang und leise« Wimmern au» der Stube erscholl, schlugen die Nachbom die Thür ein und fanden hier, nachdem sie die Fenster geöffnet auf dem Fußboden da» ältere Kind, da» jüngere Kind in einem Bett bewußtlos liegm. Wie es sich nunmehr herausgestellt, war Frau P. für kurz» Zeit Einkäufe halber fortamangm, hatte die Kinder allein ge- lassen und dem älteren Mädchm Emma war eine Schachtel mit Streichhölzern m die Hände gerathm, mit welchm e« spielte. Hierbei kam die Kleine mit dm brmnmdm Streich- hölzern dem Bett zu nahe, welche« Fmer fing und alsbald hell aufloderte. Einem hinzugerufmm Arzte gelang e», beide Kinder wieder ins Leben izurückzurusm und befinden sich die« selben bereit« außer Lebensgefahr; da« Feuer wurde mit einigm Eimmt Wasser gelö'cht. Zwei jugendlich« Antomatendieb» festzunehmen, ist, wie man uns nachträglich mitth:ilt, dem in Halmsee statio- nirten Gendarm infolge eines Zufall« gelungm. Derselbe be- merkte nämlich, daß zwei ziemlich verwahrloste Jungen im Hause zu gelangen. So holte ich die Frau ein. Wir trafen beim Gitterthor zusammen. An dem„guten Abend" erkannte ich meine Alte. Sie trat ei» wmig zurück, mich vorbeizulassen. Bei der Bewegung verschob sich da« Tuch. Ein Stückchm schwarzweiser Franze, ein blauangestrichmer hölzemer Fuß wurden sichtbar. Mich durchschauerte e»! „Ist das Kind todt?" fragte ich, auf den kleinm Sarg deutmd. Sie nickte nur. Wir hatten uns verstandm. „Und die Mutter?" „Die ist fort, weit fort; mit ihrer Herrschaft in'S Bad gereist, in'S Gebirge." Meine Hand griff nach der Börse. Sie hatte die Bewegung bemerkt und wehrte mir fast rauh ab. „O, ich habe ei« Goldstück, das langt für'S Be» gräbniß".... Wie gut hätte ich die nachfolgmde Rächt fchlafm könnm! Unter mir war es still. Kein Schritt, kein Schrei, kein Jammern des Kindes I Aber ich fand keine Ruhe vor den eigenen Gedanken. In der Morgmdämmerung schnitt ich von meinem Myrthenbäumchen die frischesten Zweiglei« ab und schob sie schweigmd meiner Alten hin. Als ich am Nachmittag aus- ging, warf ich eine» scheuen Blick nach den Kellerfenstern der Frau. Sie waren weit geöffnet. Das Zimmer war leer. Auf dem Tisch standm zwei heruntergebrannte Kerzm. Welke, zertretme Älumm lagen am Bodm. Ich wandte mich ab. Der Wind kräuselte den Staub, ei» Kömehe« war mir ins Auge gekommen. Es drückte mich und machte mir das Sehe« schwer. Ein weißes Zettelchen jagte vor mir her, den Kiesweg hinunter. Gewöhnt, jedes Papierschnitzel im Garten zu entfernen, hob ich eS auf. „Für'S erste Zähnchen," stand in feinen Federzügen daraus geschrieben. Und jene Nacht kam mir wieder in'S Gedächwiß, da ich das junge Weib belauscht, wie sie daS Kind an ihre Brust gedrückt, es genährt hatte und...„es schläft!" tönte eS mir leise in den Ohre«.... Mw... 13 15 S von Ballbe fi" darm die»ml-ven>» S««.S�WsS Ulli»«uciuu gu fjummit» m»»v-----, r schon vor langer Zeit enilaufen zu fem. JhreBsschaiz( gewesen, Automaten zu erbrechen und duselbin>« r»vv.—'---------- mh altes zu berauben. ... Adstnrz mit dem Fahrstuhl wurden N S hrt-j1 �"fchenleben getähroet. Auf dem M Grundstückes Prenzlauerstraße 41 b.fiidet sich em m fet«: |(«nzetin soll eine --------——- nfrhiwfWi ben schleunigst in'« Freie und requüirten ein-» ium/r-mu; «MEKalSP* ----- Vehemenz Schachte« mit s., Durch da« Gepolter Kall inner. dieselben Polizei. und Rückenmarkeriquiierungen, vei komplizirten Unterschenkelbruch, Oberschenkelbruch und«ine sehr besorgnißerregende Verletzung der W-rs.. Liebscher. Die Verunglückten wurden nach dem Krankenhause am FriedrichShain geschafft. � Durch Nerbreitnng»»« falschem, r Händler in unserer Zentrat-Marklhalle arg geschamZ'-.. et aar falsche«»Gold", welche« die Falschmünzer>» selbst anzubringen versuchen, wie«S am Dienstag der Fall war. Am Nachmittag trat eine gut g«'1" j in der Dämmerung an erm~'" feit, gab ein Zehnmarkstück darauf prüfte der Verkäufer dasselbe nicht«cht fei. �' II großen€ l&Ä" dasselbe mcht ecyl|ct. tro# oe»_ sich große Hoffnung zu machen, daß er die Aausen# finden werde, durchstreifte der Fleischer die Halle.»Ms stnoen weroe, ourtynreiiie vct yir,,»,".«■ That fand er die Dame, welche ihm da» lO MansttuJ» bald darauf an emem anderen Kaufstande eben Wy/ß Goldstück au« dem Portemonnaie ziehend und? gebend. Nun hat der Fleischer hwu, wgte der K°'A „-m? verzeich und prüfte auch das 10-Markstück, welches sie I. z;< genommen. Auch diese« war falsch), und ehe no« � iiSftTlsJ: tm VI)*.•••»«»•—-- I——» erstaunten Hallenv-rkäufer Polizei übergeben konnten, war oteieioe irr verschwunden, nicht ohne die beiden Falsifikate nommm zu haben. w Gl« schwerer Unfall, hervo-gerufen durch j lässige Fortwerfen von Obstresten, wird un« vom --'. nr. 1-4 ''' UyU H D°- Thern ergied von 2,7 1 so ,nt pafsirh dieselbe«» junger Mann, 0!»«,«�%��� bedeui 1719 pajfinc oiqeuje cm juuyci uw? w,--, geworfene Apfelsinenschale tretend, ausglitt, und"v nach einem Halt suchend, sich-1 m ihm vorübergehenden Portier mochte diese schwere Last nicht auszuhallen, veru---. Gleichgewicht und beide Personen stürzten zu% ejp, aber fiel der Portier, welcher eine große M�dizmfl» M£> Sät ......—""" Fl°s�«>r G. nach der Sanitätswache in der Linienstraße �'.. m".. r vi. r.4...-*11 jc. c. V Jn4f ixatg ww v�uiiuutrivumv»»» vv«.....w- AilMäl von hier mit Rückstcht auf die bedenkliche, höchst fi wundung alsbald nach dem Krankenhause Friedrichtv? z -—-._■------ orf- xnf tn' Elend«ms Leben gekommen."Als der' wohnende Ziegeleiarbeiter Wüstenhagen an einem./" %%% c: ----."t.r.li»«)• «'S % s Unter de rwH ue Hilferufe auf der zur Nachtzeit gänzlich unbelebt�,.it verhallten, so mußte er elendiglich in seiner verzwm''jj, umkommen. Am Sonnabend Morgen fanden ihu einer Tanzmusik zurückkrhrenden Musikanten todt ln» i, im Sumpfe sticken. Erst nach meh. sacken Bemichu"� es, die Leiche herauszuholen, worauf sie dann>w Hause untergebracht wurde. Dnrch Kohlendunst erstickt. Auf dem TA Schönleinstraße 6 difirdet stch ein nah«» vollendet� � m dessen Räumen behufs schnellerer Austrocknung Koakstörbe während der Sonntag-Nacht entzündet w Ueberwachung derselben besorgte der Bauwächt» � d, M wc mJ** w Ueberwachung derselben de>orgte oer«auwa-y-«-r. MSWwNWv» »»»------—------>._ �»«n' J-n ersten Moment glaubten dreselben, daß W ort r t___ n Xa* am X«Mt(Tltf t O»*! Ctzf**"-'V.«Mtzw Verbrechen vorliege, wie da- an dem»auwach« F der Eberswalderstraße seiner Zeit verübte, und ecken. 0-»» r---- � C(X—. X»»m* Q � IT» ZMUWKMWMW M Müdigkeit überwältigt, er hat sich in dem geschlossenem niedergelegt und hat dann seinen Tod gefunden. läßt Frau und 4 Kinder in sehr bedrängter Lage.■■ wurde auf Veranlassung der Polizei nach dem Leich überführt. «ine Stunde i« banger T-deofaecht W Abend der tn der Pankstr. 45 wohnende Arbeiter J welcher in ein« Fabrik m der Müllrrstraße als V-- stellt ist. Vorgestern Abend gegen 6 Uhr, als die Ar Fabrik eben verlassen hatten, begab stch I. nach tiefen Kohlengrube im Hofe, um au« derselben d' Cx holen, durch einen F-hltntt jedoch stürzte er die nock führende Treppe hinab und erlitt hierbei so schwere{1 daß et besinnungslos liegen blieb. Als nach""«aer- —---•• ort____ r J l 5. b. M W Seest hc. abgerissen------ ,.-----—.„ de«% nach seiner Wohnung erfolgte. Mie stch die Kourgeoio-Jugeud amüsirr, folgender Bericht des„Bert. Börsen. Courier" über. Ij Balletball im Königsbau ein Bild, da« für st* 1 und keiner Erläuterung bedarf: merkwürdigen Faschingsfestes kam e» zu>0 wui»-- gtMept,.-•■•«ns,, daß der Ball fast in eine Orgie auszuarten drohte.«UWw M,""SuiäfRai nannte»Ulkstimmung"— auf gut deutsch zügellose Der ffl 'S-»'i mmM r MckW«K°->m„n Ballbesuchern an ihr« Sohlen und hetzte d Beängstigte durch den ganzen Saal. War tazabonde»«!ch«n nur mit Aufbietung grötzt.r Energie möglich i du angekündigte Ballet mmitten der«in- häatlich i« Massen autzuführen, so brach bei Beginn de» B*" �Uhr eine völlige Anarchie aut. Da- Herren. ciche, Breck drängte in den Zug hmein und trennte nicht nur Ii em WWMUU-s? ,_ t'm'e tfckii i"',411 Serade begonnen hatten, sich auZkukleiden. Die ra Vlfet.? a„r soll einem Herrn das Gesicht blutig geschlagen Die Zugordner treiben, und es Das Empörendste d" Löscher. Süut'bie*?»® �lonats Jan nur war abnorm m halten�'miti halten und die beiden letzten Tage des 3"LS ochrez jg% Sinuat, der bekanntlich der kälteste Monat ganzen Zeit vom 6. bis zum 29 r'' unten SfiS.WWSAji. t'ÄtStS? SÄ d� i.7iaPS». yUtn h- X na_?»»____.__ t.«««A» .........—__________ AM�ermom�.?"�? Ron»tn Znt vom 6. bis zum 29. siel S�WMBlössse li4& blühende Schneeglöckchen finden konnte. KiFrosim.»« v zuletzt«ingetretene und noch jetzt an. Holle». Detter die weitereEntivickelung derNatur noch.etwaS »ren konnten stärkere Fräste, die später sicher �ilu��'Sch-den zufügen.— Das Ergebniß der t'ta�üS?�°isenllichten Beobachtungen der Meteoros - 0n un SW. war da« folgende: Der Barometer� I i ldet. m Ä's 3� Ql|0t immer auf je 10 Jahre einer entfällt. m n Kratze g.f?�e l vor *' fo Seim w�drzehnte Haben aber' eigenthüinlicherweile jeder Zu kalt waren im ganzen Monat nur otte die ihm zukommende Temperatur, 25 Tage .. warm. Der wärmste Tag war der 26. mit W twn�.. urum, am 2.,—7,0 Gr. Frosttage, an dmen %ao% unter 0 Gr. ging, wurden 9 festgestellt, und ikojw hi' als Eistag(Maximum unter 0 Gr.) gelten. "i,.„ß'ng da« Thermometer allerdings in 21 Nächten Unk,"im den Winden herrschten die südwestlichen, Sbiii. sudlichen mit 21, 18 und 17 Beobachtungen b«i«t und westliche Winde wurden 14, bezw. 13 de« ,«Anderen Wi i dnchtungen waren nur 1 oder 2 Mal �der/.l"..« herischte 6 Mal; oft aber erreichte der 'i* ftm'v'ui«. eine ziemlich beträchtliche Starke; am 27. • J);, d'e Nummer 8 der zwölftheiligen Skala er- oii Us'Ulere Stärkenummer des Monat» betrug llliw.i- U? im Monatsdurchschnitt 6,7 Zehntheile i alt' wahrend für den Januar eine solche 'loi>AA?%tlen normal ist. 4 Tage waren in Sinn« heiter, 13 trübe, die übrigen hatten ge- '�d z�l'ung- Die relative Feuchtigkeit betrug 86 3 pCt., 1%a* Januar 84 pCt. zukommen. Da« Maximum, �i'de>?a>s"��i wurde, betrug 96, das Minimum 63 pCt. WMM».»»« ' �~-* � �fs- Nachmittag« vergiftete b.'N Unglü i Verl« nstratze höchst feliW nebriijtti Äls der an einem hm zurückk« rrte, um nm in einen M '«n er sich b* nochte, und unbelebten er verzweif«� anden ihn n tobt bis i' Bemühuns" dann im uf dem vollendeter Regen fiel an 16, 13 Mal, Nebel 6 Mal be. -"fei und eilten. im bemen'�Äj �ie�Ä"� aus dem ersten Stock in' da» Erdgelchotz [ehenbe Un>ÄiUu!k>väz.�?en Ersteren brachen dabei dm linkm Ober. zhlendunst' „ sn, entstand in der Holzftaiferer -------- Jin«m?».uer, Grotze Frankfurterstr. 86, Feuer und .«•A4 bat völlig au«.— Autzerdem fanden am '*SL, 3. vfft' statt k>er Wimerstr. 47 und Behrmstr. 16 kleinere WW�ichrs-Msikung. räch ein'g� Eten vch» )e durch mmer om mf die amüfirt, EB* so wüsten x drohte- .....— wieder nicht zur Stelle war. selbst handelt es fich wieder einmal »e, Stadtverordneten Ziethen und die Sri., dieselbe gehabt hat. In dm von der z?steklagten vertretmm Blättem war dem z,. wwUlf gemacht morden, datz er, trotz besserer Uot.iich das bekannte Erkmntnitz de» Ob-- bekannte Erkmntnitz de« Ob" böser Abficht die Ziethm'sche Wahl e Wahlgeometrie nochmals ungiltig ge- ngeklagte von Hammerstein halte 1•'üfyi I v v•» u m» i» v" 4 1 v 'Uttß khmm der Marksschreierei verlassm hatte und zum Betrüger geworden war, als er sein Pfälzer Fabnkat für über- seeische Waare anpries und verkaufte. Der Staatsanwalt hielt eine meraische Bestrafung für angemessm, er beantragt- anderthalb Jahre Gefängniß, zwei Jahre Ehrverlust und so- forttge Inhaftnahme. Der Vercheidiger, R. A. Wronker plaidirte für Freisprechung, indem er daraus hinwies, datz dm stark interesfirtm Zeugen nicht unbedingt Glaubm zu schenken sei und datz dieselben, die doch selbst Kmner seien, fich sagen mutztm, datz e« nicht möglich sei, amerikanische Zigarren für 28 M. pro Mille zu verkaufen. Nach längerer B-rathung fällte der Gerichtshof ein freisprechmdes Urtheil, da emestheils dm Zeugen eine unbedingte Glaubwürdigkeit nicht beizumessm und andermtheils ein Vermögensnachtheil zu ihren Ungunsten nicht ae rügend nachgewiefm fei. Da» Oberverwattuugsgericht, dritter Senat, fällte gestern eme für das Vereins-, sowie auch für da« V e r- sicherungswesen wichttge Entscheidung. Der Verein deutscher Schuhmacher zu Nürnberg zeigte An- fang« vorigen Jahre» der Ortspolizeiverwaltung zu M i« d e n in Westf. an, daß er dort eine Zahlstelle errichtm wolle und zu seinem Bevollmächttgtm den Schuhmacher Poggensee bestellt habe. Letzterer wurde unter dem 18. Januar v. I. aufgefordert, die obrigkeitliche Genehmigung zum Beginn diese» VerfichemngSuntemehmm« beizubringen, fich bi» zum Nachweis der erhaltenm Gmthmigung jeder Thätigkeit zu enthaften, widrigmfall» Bestrafung de» Poggmfee und zwangsweise Schließung der Zahlstelle eintreten würde." Gegm diese Ver» fligung strengten nicht nur der damit bettoffene Poggensee, sondern auch der bedrohte Verein deutscher Schuhmacher, ver- treten durch seinen Vorsitzenden I. SiedertinNürnberg, Klage beim Bezirksausschutz zu Minden an. Dieser hob daraufhin die angefochtene.Polizei» V« r t u g o n g all unbegründet auf, indem n den klagenden Verein nicht für eine Versicherungs. anftalt erachtet«, erkannte aber nichtsdestoweniger auf Abweisung der Klage de« Verein«, weil die Beklagte gegen diesen selbst oder dessen Vorstand eine Verfügung gar nicht erlassen hat und ibm eine Anklage nach keiner Richtung hin gemaitit sei. Die Hälfte der Kosten wurden dem abge- wiesenen Kläger auferlegt, der semerseit« durch dm Recht« an» walt Dr. Fla tau in Berlin Berufung etnlegm ließ. Im heutigen Termin führte dessm Vertreter, Redaktmr Fränkel au», daß gerade der klagmde Verein durch die Polizeiver» sügung getroffen worden sei, denn ihm würde durch die Auf» rechterhaltuna derselbm der Lebenssadm abgeschnitten wordm sein. Der Mitkläger Poggmsee sei nur al« Bevollmächtigter de« Verein« anzusehen. Sr beantrage daher, der eingelegten Berufung stattzugeben und den Beklagtm die Kosten beider Jnstanzm aufzuerlegm. Diesem Antrage mtsprach dmn der Senat auch, indem er sich dm AuSsührungm de« Berufung«. kläger« anschloß und noch hinzufügte, daß auch Verftcherung«» gesellschaftm zu klagen berechtigt find, wenn die Verfügung nur den Agmtm derselben trifft. DevlÄttlrnlrtngcn. Gin« stark besuchte Versammlung kaufmännischer Wähler, we che zum Dienstag Abmd nach dem„Neum Schüdenhause", Linien straße, anberaumt war, beschloß nach einem ausgezeichneten Referat de» Kaufmann Albert Auerbach, sowie nach langer, zum Theil sehr erregter De» batte mit allen gegen 17 Stimmen, bei der ReichstagSwahl dm Kandidaten der Eorialdemokratie ihre Stimmen zu gebm, dmn nur durch den Anschluß an diese Partei könntm die politischm und wirthschafllichen Interessen der Kauflrnte, der seldststandigm sowohl als auch der angestellten(mit Ausnahme der G-oßkapitalistm natürlich), gewahrt werden. Ferner de« schloß man mit allen gegm zwei Siimmm, in Zukunft nur solche Hüte zu kaufm. die mit der Arbeiterkontrolmarke deutscher Hutmacher versehen sind.(Näherer Bericht folgt.) V«r Fachvereiu der Lederarbeiter hielt am 27."Jan. seine regelmäßige Versammlung ab. Der Verein, welcher in der kurzm Zeit seine« Bestehm« ki ästig emparblüht, zählt jetzt ca. 350 Mitglieder und weist trotz mehrfach verauSgabtm Unlerftützungen einm guten Kassenbestand auf. Erfreulich ist e«, daß sich an dm letzten Versammlungm auch die Hau«- mbeiter belheiligt und sich ca. 50— meist älter«— al« Mitglieder aufnehmen ließen.— Herr Robert Schmidt hielt einm äußerst fesselnden Vortrag über Zweck und Ziele derFachvereine, dem sich eine anregende Ditkusfion an- schloß.— Sodann war eine Ersatz wähl zum Vorstände und die Wahl einer neungliedrigen Kommission, um die Voiardeiten zur Ausnahme einer Lohnftatistik vorzunehmen. Ferner wurde beschlossen, an die Offmbacher Kollegm einen Ausruf zu erlassen, sich zu organifiren. An der Diskussion hierzu betheiligtm sich namentlich auch die hier arbeitenden Offmbacker Kollegen. Bekannt gegeben wurde noch, daß die nächste Berti auerSmänn erversammlung am 6. Februar, 9 Uhr, im Vereinslokal staltsiadet, wo auch die»Urania'-Billet« ausgegeben werden.' Jsi« Kiirire« hielten nach längerer Pause am Dimstag Nachmittag, Andreas str. 21, wiederum eine offer tliche, zahlreich besucht« Versammlung unter Vorfitz de« Bäcker» Herrn Schlüter ab.„Ueder gewerkschasiliche Organisation"' lprach Herr Pfeiffer. Er führte au«, wie unter über 100 000 Bäkern in ganz Deutschlvno permanent 40 000 arbeitslos leim. Schuld an diesem schreiendm Mißstand« sei einzig der Umstand, daß die Bäcker die Woche nicht S, sondern 7, den Tag aber nicht 10. sondern zumeist 16 Stunden arbeiten. Nur Organi- satlon könne helfen.—»Ueber die bevorstehmdm Reichstags- wählen und ihre Bedeutung" sprach Stadiverordneter Vogt- Herr. Die Ve-sammlung beschloß, sich allgemein zu organi- firm und am 20. Februar dem Kandidaten der Arbeiterpartei ihre Siimme zu geben. Als Grund'orderungen wurden aufgestellt: 12stündige Arbeitszeit und Verwaltung de« Arbeits- Nachweises durch die Gehilfm. Der Verein zur Wahrung der Juter» sfeu der Lackirer hielt am 27. Januar seine Mrtgli«oerveriammlung d i Woll ch äger, Blamenstr. 78, ab. Nach einem Vortrage de« Rechtsanwalts Wolfgang Heine wurde der Kassenbericht er- stattet. Der Gesamrntbestand betrug 39,30 M. Den Kassirem wurde Decharge erthmt. Schließlich wurden Resolutionm, dm 1. Mai als Feiertag zu p-oklamirm und keine Loose der Schloßtreiheite-Lotterie zu kaufen, angenommen. Schöneberg. In der am 3. d. M. in der Schloßbrauerei zu Schönederg abgehaltenen außergewöhnlich stark beluchten Wähleroersammlung für Schöneberg und Umgegend referirte, nach Wahl der Herrm Gärtig, Albrecht und Schmidt in« Bureau, oft von Beifall unterbrochen der Kandidat de« Kreise« Teltow-Beeskow Storkow-Ciarlottenburg, Herr Buchdruckern- besitzer Wuh. Werner au« Berlin, üb«»die bevorstehenden Reichstagswahlen und die verschiedenen Parteien", wobei die- selben in Issslündiger Rede einer vernichtenden Antik seitens des Referenten unterworfen wurden. Es kam dann solgmde Resolution zur Vnlesuna, welche mit allen gegen 1 Stimme angenommen wurde:»Die heute in der Schlodbrauerei zu Schöneberg tagende öffentliche N'ichstagswähler-Versammlung für Schöneberg und Umgegend, erk ärt sich mit dm AuSsührungm des Referenten vollständig einverstandm und verpflichtet sich, mit allen ihr gesetzlich zu Gebote stehmden Mitteln am 20. Februar dm Kandidaten der Sozialdemokratie de» Kreises Teltow BeeSkow-Storkow zu wählen. Zugleich protefttrt ste ganz energisch gegen die Ausführungen des Minister« Herr- furth im Reichslage, daß die sozialdemokratischen Arbeiter zu faul zu- Arbeit seim." E« wurde sodann m die Diskussion emgelreten, welche sich infolge Belherligung der Gegner zu einer recht antmirten gestaltete. Der erste derselbm, ein Kon- seroativer, gab seine Kenntnisse der Nationalökonomie in sol- gender„belehrender" Weise zum Besten:„Es ftme ihn, daß die Arbeiter für Verkürzung der Arbeitszeit «inlrätm, nur wäre e« ihm unverständlich, daß dieselbm auch höheren Lohn verlangten, da da« doch nicht anginge. Er wurde selbstverständlich vom Referentm darauf aufmerk- sam gemacht, sich erst mit der Nationalökonomie verttaut zu machm, ehe er seine Ausfühmngm aufgeklärten Arbeitem vor- tragen dürfe. Der zweite Redner, ein Deutschfreisinniger, de- tonte unter Anrufung der Vergangmheit der freisinnigen Partei, deren Programm stet« für Wahrheit, Freiheit und Recht eintrete, seinm Standpunkt; er mußte sich vom Referentm aber belebrm lassen, mit welch schmählichm Mitteln die Frei- sinnigen seinerzeit, alü sie noch die Macht in Händen halten gegm da« ausftrebend« Proletariat vorgegangen find.— Es meldete sich dann noch em Gegner, auch ein Konservativer, zum Wort, der dm Arbeitern weiter nicht« vorzutragm hatte, al» daß er auch klein angefangen habe und er mit der Zeit zu etwa« ge- bracht hätte, zugleich den Wunsch ausdrückte, die Ardeiter möchten sich ihre Vertreter doch recht genau ansehen, da e« seiner Meinung nach nicht richtig wäre, da« Kapital zu bekämpfen und einen Kapitalisten al« Führer zu habm. Dieser Herr wurde vom Referenten al» einer der- imigm Anhänger hingestellt, welche die Charaktereigenschaftm de« Menschen nach dm krummen Beinm und gebogmen Nasen taxirm. Die verschiedmen Redner, welche dann noch da« Wort ergriffen, erklärten sich mit dm Ausführungen de« Rest- rmten«inverstanden und machten darauf aufmerksam, am 20. Februar nur den sozialdemokratischm Kandidatm zu wählm. Räch einem krästigm Schlußwort de« Referentm schloß der Vorfitzmde um H12 Uhr die imposante Versammlung. Unter Hochrufen auf die Sozialdemokratie und dm Kandidatm leerte sich langsam der Saal. Charlotteudurg. Am 30. Januar er. tagte in der Gambrmus-Brauerei eine öffmtliche Äählerversammlung, die so stark besucht war, wie überhaupt noch keine Versammlung in Charlottmburg. Bereit« um ist Uhr mußten Tische und Stühle au« dem Saal mtfernt werden, so daß die Anwesm« dm thatsächlich Kopf an Kopf standm und noch immer folgten. neue Schaarm, von denen ein großer Theil unverrichteter Sache wieder heimziehen mußtm, da der große Saal und sämmtliche Nebmräume bereits stark überfüllt waren. Kurz vor 9 Uhr eröffnete der Einberufer die Versammlung. Aus der Tagesordnung stand: 1. Die bevorstehende Reichetug-,- wahl und die Parteien. Relermt Herr Wilhelm Werner aus Berlin. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Lokal- Wahlkomitee's. 4. Verschiedene«. In« Bureau wurdm die Herren Wernicke Schulze und Hopp gewählt. Da der Resermt noch nicht er- schimen war, wurde Punkt 3 zwrst erledigt; nach kurzer Debatte wurde beschiossm, daß da« Lokal-Wahtkomitee au« 7 Personen bestehen solle und wurden folgende Herrm dazu vorgeschlagm und en bloc einstimmig gewählt: 1. Gustav Morgmroih; 2. Gustav Plage; 3. August Rättger; 4. Gustav Hopp; 5. August Henning; 6. Paul Kolbow; 7. Wilhelm Schuke. Hierauf vertagte der Vorfitzende die Versammlung auf Antrag um 20 Minuten, währmv welcher Herr Wilhelm Werner, der sozialdemokratische ReichStagSkandidat für Teltow- Beetkow. Storkow- Charlottmburg, erschien und mit brausmdm Hochmfen empfangm wurde. Nach Ablauf der Pause erhielt Herr Werner da« Wort zu seinem Referat. Derselbe kritifirte und geißelte m Ih stündiger Rede da» Verhaltm der feindlichm Parteien der Sozialdemokratie gegenüber und schloß mit dem Wunsche, die sozialdemokratiswe Partei möge nur auf die eigene Kraft sich verlassen und nicht auf die Hilfe anderer bauen. In der Diskussion meldete sich kotz mehrfacher Aufforderung kein Gegner zum Wort, e« sprachen nur noch einige Herren sich im Sinne des Referenten aus. Im Schlußwort beleuchtete Herr Werner dm neuestm Ausspruch des Herrn Ministers v. Herr furth im Reichstage, daß die Sozialdemokraten nicht arbeiten wollen, m keffender Weise. Folgende Resolution wurde emstimmig angmommm: Die heute m der Gambrinuc-Brauerei tagende öffentliche Wählerversammlung erklärt sich mit den Ausfühmngm des Referentm einverstandm und verpflichtete sich mit allen Kräften dabin zu streben, daß der sozialdemokratische Kandi- dat, Herr Wilhelm Werner, auch in dm Reichstag gewählt wird. In Punkt 4„Verschiedenes" wurde auf Anttag der im vorigen Jahre gewäh.ten Lokalkommission eine nme au« 7 Personm destehende Kommi sion gewählt und wurdet� nachstehende Herren dazu bemsm: Wille, Witzig, Putzke, Müller, Sasse, Krause und Clauß. Hierauf brachte Herr Kolbow den Antrag em, kein Laos der Schloßfreiheit Lotterie zu kaufen, welcher einstimmig angenommen wurde. Eine inzwischm eingelaufene Resolution mit folgendem Inhalt wurde ebenfalls voll und ganz angenommen. Resolution: Die heutige in der Gambrinus- Brauerei tagende Wählerversammlung hält sich verpflichtet, dm 20. Februar er. al« Feiertag anzusehen und ferner am 1. Mai 1890 die Arbeit ruhen zu lassen laut Beschluß de« internationalen Aibeiterkongresse» in Pari« 1889, damit die leitenden Kreise und die Gesetzgebung erkmnen mögen, daß die Arbeiter dahin strebm, den achtstündigen Ar- beitstag zu erzielen." Indem Herr Wernicke auf die Wich- tigkeit der diesmaligen Wahlen aufmerksam machte, ersucht« er alle diejenigen Genossen, welche gewillt find, am 20. Februar sich an der Wahlarbeit durch Vertheilm der Stimmzettel zc. zu betheiligen, sich bei ihm zu melden(Hermann Wernicke, Tischler, WilmerSdorferstr. 42). Namenilich ip erben bei unserem auS- gevehnten Wrhlkrerse jüngere, noch nicht wahlberechtigte Kräfte gebraucht, zur Agitation und zur Aufklärung auf dem Lande.— Hierauf schloß der Vorfitzmde die Versammlang mit einem Hoch auf dm Kandidatm Herrn W.lheim Werner. «»»«» versammluna de» loxiald-mokratlich»« Wohtoeeiia« fii» Pen»»g«» feeliner P»ja,«t»a»- Wahrkret» am Donnerstag, den S. Februar er.. Abend» 8% tlhr, bei Jordan, N-ue Biü ,str 28. Taseiordnuna: X. Soll da»«oll mäolen oder der.oormhme Denier'? R-s-rent: Herr Sirrin ""'" Säfte haben Zutrllt. Berisch 2. Diüfiiffion 8. Berickstedene» und Kragekasten. Um recht zahlreiches E. scheinen wird ersucht. Meolf« öN-ntrtch, Miistlaroirs-iuenluna d»« 6. K«»li»»r N-leli->>»»« W-htter-ls»« am Donnerstag, den 8. gedruar, Äbendi 8 lldr. Im storderger Saw>, Äoiveroe! straße 28. Ta«r»ordnuna: l. Wie stellen sich die Wähler ,u den©ejciuuttelen? Wieset ent: Rodert Schmidt. 2. Dillussion. 8. Verschteoene«. «roß» öffentlich» Kirsammlung de» Kam»»mS»t»l. Kchttridetr und Ardeilertnnen big Mekl,td«ng»- Industrie am Donnerstag, den S. F bruar. Svend» 8% Uhr, In ffielmann'» Bol-Igarttu((Sefundbumnen), B d. sttahe. Tagelordnung: 1. Der«airpf um» Dasein fstifeient: Bruno Wille. 2. DiSIuiston. ESSe. Domen und H rrett, haben Zutritt. «achverei»»er Tifchler. Donnerstag, den S. Februar,»hend» 9 Uhr, in Jordan» Salon, N ue«rönftr. 28: Vorstand! sißung. Sonnabend, den 8 Fi bruar. Abend» 8 Uhr, in Heydrtch'« Feftsälen Beuthftrahe 20—22: Wiener Millenball. Billel» hier,» B b auf allen Zahlstellen de» Verei»», so- wie bei folge den Herren zu heben: Bitte, I orlidenftr. 21; Millarg, Lehrter- ftrahe 21 2 St.; SDiactmann, Barnlmftr. 48, 4 St.; Hoger, iS.üiiet Weg 70; Winter, Manleuffelftr 8 8 St; Glocke, Lcusttzerst-. 52, 8 St.; Bitbemann. Wendet sie. 2 4 St.; Hrberlaud, Reichenbergerftr. I8l, S Sr.; Schulz, Briher. straße 42. 4 S.; ffloi ten, Kreuz dergftr. S, Queroed.» St.; Witte. Möckern. fttnße 85, 8 Sc.; Eiiosser, Rostizstr.«0;«pell, Sebosiianftr. 27— 28 iMödel. handln a); H. Schmidt Ensadethuser 20 Hof 2 St, bei Otlomlll;»erb. Muck-, Sdalde: tstr. 8, 4 St.; Hemp, Prllisadetstr. 83, 4 Sc.; Roggewann, Dreioenetstr. 77 An der Koni ose werden leine Billel» net tauft «roh» öffeutitch, tf»»raitnntnng d,r Sattler«nd Snrnf»- 0»narren#*»ltn# und Kaigegen» am Donnerftaa, den 8 Fedruar, Abend» 8% Uhr, in Deigmlluer» Selon, Site Jalodftr. 48». Sageiotdnung' 1 Bericht der am 23. Januar gewählten Mliitärardetten. Untersuchung». lomniiiston. 2. Auigabe der Se»itlmalion< larlen. 8. Unsere Lohnbewegung am X. AptU d I 4 Verschiedene» und Fragelaften. Um zahlreiche» und püt.lliichet Erscheinen wird ersucht. Maler, Kackirer, Anstreicher und verwandte» Aernseaenoffen. Am Conreirtoo, den 6 Februar, Sbeno» 8 Uhr, im Restaurant Rrper, Alte Jalobnr. 83; Vetsammiung säumt icher 8 Filialen Berttn». Sageeordiurng; 1 Rechensch' ftibe icht de» Houpwo stände» üder seine 2 jähri.e Shätigl-lt. Reseteni; W Schweißer. 2 Wahl de» gefommten Haupworftande» sowie der Streitlowmtiston. 8. Verschiedene». Pflicht eine« jeden Mitgltede» Ist el, zu er- scheinen. Mltgtled»buch le,ilimiit Zeutea,»raakeu- und Kterdekaffe der Tischler«.f. w. Am Son. abend, den 8. Februar,«io«er Wiener Wa»lendall in der Reuen Welt, Hasen halbe Um recht zohltetche Beiheiligung wird ersucht, villet» sind bei folgenden Herren ,u haben;«. Lehmann. Ritretftr. 12», H 8 St.; H. Pielecke, Admiralftr 89, Hos 8 St.; 6 Muni, Manteuffelstr. 65, Hos 8 St. I ist. K üaet, Manien flelslr. 87, Hof 8 St;®. Bredel fild, Reicheodergerstr 125 vorn 4 St.; t. Hifelop, Gtünauerstr 4, vorn 4 Suppen, und in den mit Plalaten belegten olal'n. Ale Kranken- und Kegrädnißkasse de« Verein« sämwtilcher fernfeklaffen iB-rwaiwngiftelle Betltnl) hält am Sonnabend den 8 Febr. dend» 8 aht, Birmenstr 78, eine Mtlgilederpersammlung ab. Sagelordnung: Anttä.e. Geschäs liche Mitihei ttugen. Sekangveeet» Koffnnng. Den Mitgliedern zur Rochricht. daß der dieltähitge Mailenball am Sonnabend, den~" Bergfte. 120, stotlftndet. 8. Februar, in Batto'» Salon, »rohe öffentliche ZpShlervetffannnlnna de« S. Kerttner Ketch«. taaswahlkretse» am F.eitag den 7. Februar ct.. Abend» 8% Uhr, in San». so ci. Kottduserstr. 4» Sagelotdnung; 1 Die Bedeutung der Reich»tag»wahien und die uerschiedmen Parteien imit spezieller Betückflch igung der sreiflnnigen Partei! R-secent Sh. Blocke. 2. Dtilujston. 8. Verschiedene». Die Wähler aller Pr teten stng hieizu eingeladen «ciindunsefeter der freien Nerelnignns der«lanstenie am Freitag, den 7 Februar, Abend» djz Uhr, in Feuerstein»»rohem Saale, Alte Jalodftr 75. P oiog von Albert Aaerboch, gesprochen von Frau Emma Ihrer. F strebe de» Herrn I. Süll Hieraus Sauzlränzchen. Freunde herzlich will- lommen. Billeti» 50 Ps. zu haben bei Albert Auerbach Kottßuser Damm 7; Alb Laosch, Solmlftr. 18, 2 Sc.: Z Simon(Znh.». Adler), Me»erftraie 88; A. Schiffer,»runnenftr. 115, 2 Sr.; A. Penn, Kl. Augustftr. 6, 8 Sr; Herrn. Lefler. Reue Schönhcuserftr.!8, 2 Sc.; Karl Rosenth.l, Möckernftc. 87; Kunße, Bachhäe�dler, Rappiner straße 2- Zentralkranken- nnd� Kterdekaffe der Mater iFIiiaie 4.«erlin West). Freitag, den 7. d. Äff. Abend» Uhr, Im Restaurant Appell, Lützowstr. 7; Außerordentliche Mitgltederpersammlung. Sagetordnung; 1. Wahl eine»«osstrer». 2. Verschiedene- «»rang-,«nm- nn» BefeUl«» Vereine am Donnerstag; Männer. gesangoerein.Lätitio' Ab�» 8 Udr tn Veltin» Restaurant, Veteranenftr. 19 —•ejongoeteln.Breßelschluß Abend» 8% Uhr im Restaurant Mündt, Käpnlckerftraße 100.— 100.— Männergesangveretn.Rordstern' iL Müllerstroße?.- Echäser'scher Gesa: Abend» 9 Uhr im «dend, 9 Uhr bei Wols u. tkstger, ElaUderstraße 126. Gesang.- Gesang. oerein.Bistthenlran»' Abend» 9 Uhr im Restaurant Brandendurgftraße 80.— Männergesangverew.Aierander Abend» 9 Uhr im Restaurant Rose, Strauß dergerftraße 8.- Männeigesangperetn.Flrmtta»' bei«inner, Käpnickerstraße Str. 88.— Gesangverein Männerchor.St. Urban' Abend» 9 Uhr Annen- ftraße 9.— Gesanaverek„Deut straße 100.— Gesangverein„S .W.Ü'l Männer �- rter.G7hällen' �st wollen, die das Licht verkagen könne. Es fei ihm durch sein thatkrästigeS Emgreifen für da«, i> bester viele Unannehmlichkeiten erwachsen seien, aber nicht abhalten, auch ferner für die JnteressrNa� ft —!''"• seine persönliche Anschauung d«- vornherein erklären, daß er er gleich von iv-' Meinung war und vom ersten Augenblicke an,. rechtigt wurde, fem Wahlrecht stet« dazu benU». einem Arbeiterkandidaten seine Sii®0�� ss Diese, ihn auch demokratischen Schröder wendet sich gegen die in der BergarvV � Versammlung erhobene Beschuldigung des-Lergn> � u welcher die drei Führer der Bergarbeiter adt-. zeichnete. Diese Beleidigung müsse er entschied�,.j Er sei kein Heuchler, denn er bade es jedetzett i ausgesprochen, baß er sich zur Arbesterpattet bet sich nicht dazu gedrängt, die Bergleute m �i beim Kaiser zu verketen. Auch von den Berg' � j et nicht nach Berlin geschickt worden, vielmehr Y ztz leute und andere Bürger Dortmund« veraniab /, schaft in der Bergarbesterbewegung zu snj,,.. .Dieser Mansies �Mildem M »» 3 1 ipair IN der Bergarbesterbewegung zu übern»� letztere bekeffe, so sei er der erste, der den Rw man von anderer Seite in dieselbe hinein zutragt", habe. Daß er, Schröder, al« Führer in der- bewegung etwa« geleistet, da« müsse Feind anerkennen. Hierzu bezeichnet Herr S»' � K seitigung der Ueberschichten als hoch bedeutung � B-rgmannjstand. Herr Schröder ist der Ueberzeu� Audienz der BergarbeitervrrKeter beim Kaiser; von großem Nutzen gewesen sei. Dieselbe W«,; gekazen, daß manchem doch die Schuppen von" g,| fallen seien. Man wisse jetzt, daß der Kasser dtt dei jenigen nicht mißbillige, die auf gesetzlichem*£ rielle Lage zu verbessem bestrebt sind. Der S. � Donath machte unter großer Unruhe den Bersu«, � neten Stütze l zur Wiederwahl zu empfehlen, w parlamentarische Thätigkeit in ein günstige« fW suchte. In diesem hätten die Arbeiter einen guki* habt und so würde e« auch für die Zukunft t yuui UUU|U IL'UIUC« U«U) IU». VS* Vi bezeichnete Schröder als einen politischen Heu®.. ter, fi » zr wir sss attlfl der Ä3 H » Bon d W Vsrwä schneller an der - Eric 1 v' un !burch der Audienz beim Kaiser sein« wahre GefinmMö n habe, wurde jedoch durch zunehmenden Lärm an. w führungm verhindert. Bei der Zurückweisung erkärte darauf Herr Schröder, daß er geantivork' wenn der Kaiser ihn gefragt hätte, ob er Sozi". „Ja, au« voller Ueberzeugung und mit ganjirn habe deshalb nur geschwiegen, weil er habe P?. pr. wollen, lledrigev« werde niemand bestreiten,°° jF" nicht geringer Muth dazu gehöre, sich al« � öffentlich zu bekennen. Dettesiheir.. (Wulf» T-z-gravh-u-Kuff-a«>. K Krüssel. 5. Februar. Bei der Berathung- de« Ministeriums der Auswärtigen Angelegend � der Abgeordnete Carlier den Minister der«jzttt gelegenheiten bezüglich der Gerüchte über sehen Deutschland und Belgien. Der Mrnister r gien würde keinen Verkag annehmen, außer em p cher seme Neutralität sicher stelle; kein Belgi« g« Beziehung irgend welche_3 weisel hegen; unsere �tgen. Ii«| Er Ki)' D dbte< S°nnei -to rne Er '�OtQl % dez sind die gleichen für alle Nachbarstaaten..EM�Z-e» it B-deutuna. daß einzelne Individuen au«'ung'" stohlenen Dokumenten Geld herausschlagen. W»' Li gedenken frei von allen Verbindlichtesten zu blelve fache, daß kein Mitglied der Kammer meine En.«•''l'stl strafen wird, ist genügend, die öffentliche MetvU. reich zu bi friedigen._ � % Pari», 5. Februar. Wie verlautet wird d»• Gerichte«, welcher die in die Angelegenheit ,°.ti,ej,V,%, Meiaur verwickelten P-rsonen vor die Krimina-P», st) Me:au; verwickelten P-rsonen vor die Kriminalpa � st) morgen erwartet. Die B-tyciligten fürchten, daß..z r yjst Q,,e'r U geklagte Hentsch durch seine Haltung während"th wertere Persönlichkeiten belasten werde. bot VerautworUiche» Redakteur: Cu« KmJu in Berlin Druck und Verlag von M« Madiug m Berlin. SW., Beutdstratze 2.