S-dm-iNi"3 W fflKItM' t-r In"1* AI i ■�ütM tlnbotf.', J -11 M'jmfau& Freitag, den V. Februar 1890. 7. Hahrs. Drgan für die Interessen der Arbeiter. K-rli-er Bolksblatt« auf unserer ____..... 4 Stark pro Quartal. «riflifte für 1890 unter Nr. 892.) eusbönb durch unsere Expedition S Mark pro Monat. ,. I« ferttoaSgebühr beträft für die 4 gespaltene Petit»eile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlung»« Lnzetgen 20 Pf. Inserate werden bi» 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin Sw., Zimmer ftraße 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung de» Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittag», an Sonn- und Festtagen bis 10 Ulnr VormUta�s geöffnet. -* Fernsprecher: Amt vi. Hr VedsKtton: VeulMvsTe»»— Gxvedttwn: Äimmerflrtttze 44. i müü'.lfA sÄV? - Die Ksifevlichen Qt.Em--i-- /»,-—»»•»|V%VW-V- . Rückblick und ' wtt; em Vorblick" veröffentlichten, 'ch«ji*&'i'l Bornirtheit bei dem Arbeiter voraus» Nabin hü � Sozialdemokratie als feine schlimmste Man,°-�iustellen, die man ausnabmegisetzllcb ver- und dann sich hinstellen und in Thron- --*5-—— k(R»h#n ICOft) /ä t"1~r �----- diet»-".�ietzentwursSmotiven und ParlammtSreden eben F�.,*"i*(uti*eu Sozialdemokratie einen.berechtigten sät»» Einsprechen und da« zu verwirklichen zu ver- lang,� nat ste wenigsten» in der I)tt seit Lang»m ver« . ist so greifbar, daß er auch dem oo,.,- Arbelter einleuchtet. E kennt man die vrrn>�,,'?'°kcatie wenigsten» theilweis« al» bkrechiigt an, bi»«a I�t man einen Theil ihrer Ideen, ist da nicht Ha« �hrlchemlichkeit, bah fie auch im Übrigen Recht Srh�'d»tbiet-l da nicht da« nächste Joteresse dem SnftmT' � demjmigen anzüglichen, denen er in erster ll»d. ,u verdanken wo« man ihm gewäbrie?" � schloffen unsere Artikel mit folgenden Sätzen: lönnen wir getrosten Mathe» nicht nur auf da» »toin* znrückdlickeo, sondern auch voll froher Hoff- $,.,*3>lkitnft enigegenirarschiren. W, hi �ihr 1890 giebt speziell der deutschen Arbeiter» sie...".Gelegenheit«ine Krastp obe zu leisten, in der 18% r"lfi,en hat, ob die Hoff.- unzen, di- da» Jahr laUrn Stand der B wegung erw-ckee, stch er- �isttlu, binnen die allgemein cn Wahlen zum Ärsfall wird urter Umständen bestimmend für hfl, 1. Ganze innere und andere Politik sein, er kann i vrui an-� �sch'ff in ganz andere bisher hartnäckig ver- 'fatji L?' und otiro tigerte B-hnen lenken. « m m 1 G i übet«« en R>ß atrag«!�« A .mW--" I K ortet € der deutschen -—.......... Vertreterin der rejH�»' Arbeitnklasse eine grotze und Verantwortung»- dief.lf. 3abe zu. Aber wir zweifeln nrcht. daß ste wurd'g und zum Bestm de« Ganzen löl'en wird. m�art».' war unsere Losung im alten Jahr. h»! immer vorwärts! fei auch untere Losung �a« Alte stürzt, e» ändern sich die Zeiten, neue» Leben blüht au» den Rainen." "Inno£f8 wir glauben konnten, findet diese An« S« Verwirklichung. • etjjB' die Würfel am Wahltage nicht gefallen, und lipj j? die kaiserlichen Erlaffe einen Wandel in der fii,k?°iialpolitik de» Reich», der seine Erklärung nur d, fl,, J daß der Geist, welcher die Arbeitermassen durch m, höchsten Stelle kein Geheimniß ist, und daß -v an hV»«?6'. wie die hier in Frage stehenden, sie %ie'f. Vegteruitgspolilif zu ketten sucht. -* diese Hoffnung sich erfüllt, muß die Er- Wh- U tun.) J-igen. 113 Feuilleton. w l4tn-1_, Norstadt St. Antoine. "»«-17«. � Deutsch vo« Ludwig«norr. Ab-Ä-®eneral: ich bitte Sie einen me. Ars«««, �r mi... ßu ernennen!. meiner Leute der im Dieser wohl" fühlen. Am «2 SM? ÄT®»« iesen, und im Schreiben gebe ich ß.® e« Ang-ficht« abmuhte, eine an- gebliche Nnzung de« R-ichekanzler« für Arteiterschvtzgesetze nachzuweisen. Wir haben schon aus die Hrss«»ngSlosigkeit dies?« Bemühens h nzewiesen; alle oisipose Kunst wird v-r- geblich aufgewandt werden, um den W deriprvch, welcher zwischen den vorstehenden Erlassen de« Kaiser« und der bik- berigrn Sozialpolitik de« leitenden Staatsmannes besteht, au» der Welt zu schaffen. B-sonder« merkwürdig erscheint der Umschwung in der inneren Politik, wenn man sich an da« ablehrende Verhalten der deutschen Regierung dem schweizerischen Antrage, eine internationale Staatenkonferenz zur Regelung einiger der mich» tigsten Arbeiiersragen einzuberufen, erinnert. Der Kaiser nimmt jetzt ganz offen denselben Gedanken auf;„man kann", so erklart dasselbe Blott,„dem kleinen, von den deutschen Offiziösen eben erst in so nichtswürdiger Weise geschmähten Ku turstaat« schon die Genugthuung gönnen, daß der giößte Militärstaat ihm nunmehr auf halbem Wege entgegenkommt und ein Beginnen unterstützt, bisse i Initiative ergriffen zu habcn, immer ein Ruhm der schweizerischen R-publik bleiben wird. Für die An- Hänger de«„sozialen Könizthum«" muß der Gedanke, daß eine Republik un« die Wege gewiesen, allerdings etwa« beklem- mend fein Die V rmuthung, daß die Erlasse die bi» jetzt noch fehlende Wahlparole darstellen, wird von der deutschfreisinnmen P esse nicht ausgesprochen. Sie meint, daß e« hier offenbar mit realeren Dingen als den Melivitdomben und Baracken de« Jahre« 87 zu thun bade. Wenn die Erlasse aber auch mehr als eine Wahlparole bedeuten sollten, so könnten sie unter Um- ständen doch ol« solche'wirken. Der Freisinn beeilt sich indeß sein« völlige Uebereinstimmung mit der neuen Richtung zu er- klären, da» Programm wird sich allo nicht zu Gunsten de« Kartells gegen ihn ausspielen lassen. Ebensowenig würde aber die Rechnung stimmen, falls man di« Sozialdemokratie damit an die Wand zu drücken hofft. Die Zahl unserer Wähler wird da« beweilen. Da» Abgeordnetenhaus fübrte am Mittwoch die Be- rathung des Etats der invirekten Steuern zu Ende und er- ledigte außerdem die Etats des Ministerium« für Handel und Gewerbe und des Bureaus des StaatSministerium». Kehr dernfene Vertreter de«„Ansehens de« Rüche« und ver Autorität der Monarchie" auch außerhalb de« Reichs- tage«, so schreibt die„National- Zeitung" geheimnißvoll in einer Polemik mit der„Kreuz-Zeitunq", waren für die An- nähme de« Sozialistengesetze« nach den Vorschlägen der National- liberalen. Die Katze läßt da» Mause« nicht und die National- liberalen beginnen— mit einigen durch die örtlich gebotene Rücksicht auf die Stimmung der Wählermassen—. nach einigen kurzen Anläufen zu einer„staatsmännischen" Behandlung, bereits allerorten wieder in den alten niedrigen Ton gegenüber der Sozialdemokratie und der Arbeiterbewegung zuiückzufallen. Veibündete des Auslände«, Reichsfeinde u. dgl. sind das täg- lrch« Brot. Eine Glanzleistung an tiefer Kenntniß und vor- nehmer Gesinnung bringt die„Württ. LandeSztg." Da« Blatt meint, wenn die Führer der Sozialdemokratie die gegenwärtige Produkliorsweile andern wollen, so hätten sie entweder keine Ähnung vom ABC der Sozialwiffenschaft,„oder sie sind, und das ist nach allen Ei fafrangen da« Richtigere, Betrüger.." Die Th-oreme der Partei bildeten ein„praktisch unmögliche« System" und das wüßten ihre Agitatoren auch sehr gut; sie trauten sich selbst nich' über die Schnur,„sie find wie di« Wölfe, die mit einander auf R aub ausgehen: die Raubgier ist da« einzige, was sie„«usammentreibt und zusammenhält." Run, di« Herren vom Kartell müssen jr am besten wissen, wa« zu- samm-nt-eibt und zulammenhälr". Fanbrättzliche Wahlbeletzrnng. Der Landrath M yer von Hey, maqt diesmal oen Anfang mit der Erleuchtung de« b, schränkten Unterthanenverstande« der Wähler, indem er im „Hoyaer Wochmblait"«ine Biolchüre zu widerlegen sucht, in welcher die Nrtionalliberalen und die Deutschhannoveraner an- gegriffen werden.— Im Jahre 1882 hat der Herr Abgeord- nete Rudolf v Bennigsen im RerchSlaae über da« Unange- m-ff-ne der Einmischung von aktiven V-rwaltungSbeamten in den Wahikamps sich sebr scharf ausgesprochen— was sagt der Herr Oberpräfidrni v. Bennigsen zu der Einmffchung be« Herrn Landrnth« M'y-r? Gin«« vielsaoende«, an» bloß«« Ttzatsachen zusammengesetzten Kommentar zu den au» ven Polchinger- sehen Akren stücken von N uem bekannt gewordenen Ansichten de« R-ichskanzl-r« über den Arbeiterfchutz liefert folgende, sächsischen Amtsblättern entrommme Notiz:„Folgen gewerb- licher Krnderd'schästigung. ErwähnenSwrrth ist da« E gebniß der von den Lehrern der Schule in Pausa(Med.Bez. Plauen) angestellten Erörterungen über den körperlichen und geistigen Gesundheitszustand der Kinder. E« befanden sich nämlich unter den 754 Schulk-ndern: 197 Kurzsichtig«, 6 Schwerhörige, 8 Stotterer, 1 Taubstummer, 6 Gebrechliche. 10 K ärkliche, 2 Schwachfinnig« und 107 Schwachdegable. Da« häufige Vor- kommen der Kurzfichligkeit mag nach Ansicht de« Beznksarzte« enthielt und in dem Bestreben gipfelte, das Wohl der Menschheit durch gute Thate« zu förder». Sie vertraten die Ideale Rouffeau's, die hier mit der fteien Kritik Vol- taire'S in Konflikt geriethen. — Wir haben das Königthum vernichtet, sagten die Girondisten. — Und was werdet Ihr an dessen Stelle setzen? — Nichts! — Das zerstörte Königthum, sagten die Jakobiner, muß durch die Demokratie ersetzt werden. Da eS in der allgemeinen Gefahr einen starken Willen und eine mächtige Gewalt geben mußte, so trugen die Jakobiner den Sieg davon. Auf die glänzende» Rede» ihrer Gegner hatten sich die Provinzen zum Theil gegen die Jakobiner erklärt, und wie auf der einen Seite die Vendee für den König kämpfte, so erklärten sich Marseille, Toulouse, Bordeaux, Lyon, die be« fürchtete«, ihren Rang als Hauptstädte an Pari» abtreten zu müssen, für ihre Abgeordneten......... Die Furcht vor den Royalisten hatte sich der Ein- bildung bemächtigt. Man sagte sich nicht, daß die schlimm- sten Feinde der Republik, die Brüder des Königs und die Häupter der oroßen Adeligen, ausgewandert waren. Man wollte durchaus in jedem Viertel, hinter jedem Hause ein Komplot verborgen sehen und gegen diese geheimnißvolle» Umtriebe schuf man da» Revolutionstribunal, eine« Gerichtshof, der ohne Berufung richtete und den man entweder frei oder als ein zum Tode Verurtheilter verließ. Dieses Tribunal hatte Marat fteigesprochen, einen Journalisten, dessen Zeitung das tägliche Echo der Befürchtungen, Klagen und des Volks- Hasses war. Das Tribunal hatte Recht damit gethan, den« Marat war ein Erwählter des Volkes, und die Unverletz- lichkeit der Volksvertretung antasten, hieß, die einzige Macht zerstören, die im Stande war, Frankreich zu retten. Marat aber hatte die Redner der Gironde verdammt und damit einen unlogischen Angriff auf die Souveränität des Volkes unternommen. Von nun an wußte jede Partei, daß das Leben ihrer Mitglieder von dem Siege oder der Niederlage abhing, und die Furcht vor einer etwaigen Niederlage er- w/chl� hauptsächlich mit darauf zurückzuführen, i «�et von ist."b, nlohn von �0.n 28 Oktob-r bi« ultimo Februar einen solchen rv» i XtoJÜiA.'f' Jss zimmerer nehmen boä Anerbieten der 1. März bis 27. Oktober einen Stundenlohn man seiden zu machen. Die Gruselgeschickten über � ■ eflLnodi der Versammlungen in Ctaßfurth und Doitmunv in wtUDiuiilj»uw Ii.«!>* HO® hfr l.t von der.Leip.iger Zeitung", dem amtlichen Org R Aitriibtdirekt " Ii.', d, den Leipziger Lokalblättern gräßliche a* dü,--' ewaltigung durch Beide Herren sin elmdialtch durchgefallen.-----------„. Daß Herr Götz in der einen seiner verunglückten ein„Debdchen" unzeleert stehen lassen mußte, ding« bitter.. Freie Matzl! Der L-ipziger„Wöhles g, beißt-rählen? Uatrr zwei oder mehieren Ja Memungen sich für diejenige entsch iden. w � de« Wählenden oder de« Wahlers den Vorzug j heißt die bessere Person, Sache oder Meinung«>• u Wahl beeinflußt, wenn«in Zvang au«g«übt wir- die Wahl nicht frei und eS kann überhaupt von.;(I von einem Wähler nicht die Rede sein. Die| scheidung beeinflußte .�.Sba �die derecht 4% L&rai mMemm -■- i»-ix.* M vv*«»|var;v"«-» V|*"V• V----,» Boden des allgemeinen fteien, direkten und gl«'##, w» -....." Grund atz, b» 5t Mz. außeto »MtaleVer 1% daß aaö K"!!N ! De ■'«die C B daiilS b 19«n der S \ Arbeit lo-vie i eine Hj erdi gestellt. Sie hat den demokratischen--------, der Majorität gelten müsse, anerkannt; j'doch seldstoernändlichen Voraussitzung, daß die Wahl tia müsse. J.tzt ft-hen wir vor einer neuen Reichstag Wähler Deutschlands find berufen, einen neuen wählen, dessen M tzlirder 5 Jahre lang de» Majorität de« Volkes zum Ausdruck und zur bringen haben. Ist die Wahl frei, so müssen dtt � traten at» Vorkämpfer de« Prinzip« der Bo'kesouot d>< und Ergebniß der Wahl al« für fünf Jahre bmdtn0 ��«.j, Mt. El Ist vre Wahl aber frei? In Deutschland, sp-ÄV%'«Sal »Ä üj-gf? verschiedenen Wah. kreisen unsere« Lande« demuht, berui ihrem Sinne zu lenken. Z B. im 17. sächsischen® M dem Wahlkreis Metront. Glauchau— haben d' alle Wähleiv-rfammlungen verboten, in denen Lick�s���tzatte. I.■. gug u.'"arnt Kanoidat— Auer— kann reden!" heißt«S.«Lzi tf krank, was die Herren sehr wohl wissen. Wa N � Wahifrerheit? Wie kann bei solcher Reaktion von J Wahl die Rede sein? Di« Angelegenheit wird in"> Tagen schon vor den sächsischen Landtag kommen> lich wird dann derartigen Eingriffen m bi« gründlich gesteuert. Jedenfalls zeigen solche Vorko»! ein Theil der Behöiden noch keinen Begriff von v � lagen unsireS gesammten staatlichen Leb-n« hat uN" einmal weiß, daß da« Wählen ein Pvssenspiel>!>, Wahl nicht ftei. An» Kachle», 5. Februar. Im Zwickauer, Verein rumo.t e« unter den Bergarbeitern gewau- ist nicht ausgeschlossen, daß eS zu größeren Ausstoß. Arn 19. Januar wählten die Berg«' beiter-Df- der vtrtchreoenen W rke eine Zwöiferkommrsfion, der sein sollte, die Forderungen der Ardeiter, 3,50 lohn, achtstündige Arbeitszeit, freie Aerztewahl,, Mw- der Arbeirsordnung bei den WerkSoerwaltungen Üss zu bringen. Die letzteren verhalten sich aber?Wl «hieben ablehnend, fondern greisen auch zu dem de v bisher häufig wirksamen Mittel der Maßregelung- � Am letzten Sonntag fand in Neudörfel der 3, neue eine Bergarbeiter-Versammlung statt, in®. Zwölferkommiffion Bericht erstattete. Die Versammlv.� auf» Neue an ihren Forseiungen festzuhalten und regelten zu unterstützen. lrolo "'brach! h Ä �'«»enini sl fd Karle zeugte einen neuen Schrecken, der jenen finsteren Jahres 93 seinen Namen gebe» sollte. Schließlich starben Alle für die Ideen, treten und nicht für kleinliche egoistische Jnterstl darin bestand ihre Größe. Waren die Vorstädte nicht die eifrigste» � Revolution? Hatten nicht in ihren niedrige» � hunderte von Jahren das Elend, die UnwisseoJP J Hunger ihren Sitz aufgeschlagen, hatte man nich/ Männern, Frauen und Kindern unter Folterqual � ........ rächen v M i »esordei «, M. Sen 00: lacht, die nur daran dachten, sich zu 'erßhunger zu stillen? Grausame nennt man waren es wohl, aber nicht durch eigene Schuld. Wenn die durch das Unglück und den" —..... �—-. /, ■« WCIIU UIS vutiy vu» ungtuu unu wt» gewordene Königin den lustigen Gesang der Carmagv Z ihren Fenstern hörte, so durften fich rhre Augen w'-� füllen, hörte sie jedoch zwischen den lustigen Rufe, so durfte sie verachtungsvoll die Lippen krau! � Volk aber überließ sich bis zum Aeußersten dew Gefühle der Rache. Es tanzte und sang, allein, und einen Reigen bildend, bis zur Erschöpfung schlug man von Neuem mit den H&nbe« /I MKWziMSMV hobenen Händen auf einander laut"schreiend «Ä% traten und deren zarte Hände sich dnrch da» J•„kem. zarte Hände sich dnrch schlagen schwärzten. Eine thierische Aufregung belebte sie! . Wenn die Menge sich verlaufen hatte, 6® Muntzipalprrester deS Temple in dem Vorbau»in?»n penS oder Ladens eine Frau stehen sehen, nach dem oder LadenS eine Frau strickte» und deren starres Antlitz wo die Königin und ihr Sohn gefangen saß (Fortsetzung folgt.) «5 K % inn uni itbnung "fpiel iß, j),»'0 r r v r. �ouei machte #%##:! �.«»NNI fei u b~m Betriebt direklor erk.ären. dab er H-llr nieder»u legen, noch die Azi. tn, hg» fahren der Staatsverwaltungen dmfte sie da» «eram�i.'�"en der Geduldsfaden reißt. Werden die % k.®"i?.»ur Aufnahme des Kampfei gezwungen; nlti! gv"4�.'" Arbeiter dürfen he sicher rechnen. ter iii.% surfen sich auch die fächsifchen Gruben- Ni,!.�9-en schreiben. >».1 �euung unsere« Korrespondenten wird ergänzt, sind nd.» r l« uii,ere, ororreiponoenirn muu r> ij«,„ �er Verein für bergbauliche Jnterrssen die m? Arbeiter auf 3 Mark 50 Pf. Schichtlohn. f.A�ettsjeit, 50 Prozent Zuschlag für Ueber- ew". sonstigen Ansprüche abgelehnt hatte, »((lg•••—--t r«. rm r 9 tf---- I M**# r.. v.Tri"' it!» r'SL abgehaltene Versammlung sammtllcher Werk« Vertreter diese für unerfüllbar und - Ebenso'-....... •'801 gen von de Ron, web.._____ D_____ vtlückficht,gen. Da" die La"ge einen kritischen ��Aommen, hat der Verband der sächsischen Berg« der sich vorläufig von der Bewegung �lte, bekannt gegeben, oaß er sich durch dre Sei- "WUngen sehe, zu der Frage' ntiori"" ns**WCT4* omceier diese für unerfüllbar»»» I h,., Ebenso wurde in der Versammlung beschlossen. und k; � gewählten KnapplchastSoertretern zu ver- ��e von den öffentlichen Versammlungen gewählte r,«»� welche jene Forderungen aufgestellt hatte, . villi rf Ff Aft.-»»« X*# Qrter»»fnm frttlfA#tt um 1 H«vs� W? eine ge- ickauer%, iV/S"1 ibeiter-� Sä 5% tt, in ersam en und a>->° mlu??« Dl»«wwv�vzz ivym wvv». , eioerun» der Ziffern ergirbt r.. � 1 gewa,? der dauernden Ausgaben, aber eine noch Nien'"»ere Steigerung der einmaligen Ausgaben, *1 betn. tlich diejenigen für Wehrzweck« enthalten Hkjgen nämlich nach dem Etat für Oauernden Ausgaben, die einmaligen Ausgaben 550 Mill. M. 49 Mill. M. '' Gsl'' g-- � �ürtell-Reichstag nach den Septennatswahlm: «46 M,ll. M. 274 Mill. M. %.»W:' E'' *&tn Vermehrungen finden sich z. B.�im Etat für ." zur Steigerung der Operations- und Schlag« -.a?"!«« 58t Mill.,"----- i'-r"" asteren 7z..Ä für straiegifche Eisenbahnen u-i'uuHsuituitH 29% Mill; im Etat für -kosten des neuen WehrgefeheS 281 Mill., für 18 Mill.; im Etat für 1889/90 d�rrewe der Feld- Artillerie 19 Millionen; im 1�'edeten)"'" fstea 3# iedrige« wiflenhe -an nich' 'S? man r % lugen m" _________________________ I ..-i�edeten) Etat für 1890/91 eine Vermehrung Sn„?',(|en Ausgaben für die Marine um 55 Mill. ■°°n 15 355 000 M. auf 70 378 000 M. Am aller- i,n.°ber folgende, der ,Ä. VolkSztg." entnommene leftl9®er Siriche welche sich der frühere Reichs- >en ,a.»ium.Angstprodukt" am Budget erlaubte. Befn� ElatSjihr sm bewilligt: also gestrichen: rund 9 000000= 1,45 pCt. 9 266 000= 1,54„ 9 167 000--- 1,27. nach den SeptennatS- Mill., vom ' lg Mill., mkräuf *v/o •pÄvr' K'vaYen -Zi 610 Mill 611. 696, Kartell- Reichstag 921 Mill., 1225. 946. 1192. mcht unbemerkt 1383000= 0,18 pCt. 1 886 000= 0,22, 2 922000= 0,31, 15 915 000— 1,31* bleiben, daß selbst der . dcn Atraße stur : Psi das ir�J >m letzten Etat, den er zu bewilligen hatte, .�Rtion'c* i or fier Thüre standen, unter dem Druck ääs d stivil« ö? etnmalmen Ausgaben im Marine- Etat ge- »luir Millionen Mark. i%: Der'/�"lelger" enthält folgende Bekannt- r�Weii». dem Verlage von A. Vogel u. Ca. in 'aß. ' ko�' eine« l'�lveii, soenuai vvn w. w»--— i'» hj. W'enene und daselbst gedruckte anonyme Wahl- r.�nhler des 3. Braunschweigiichen Reichstags« »Ih,0' de»»."uend mit den Worten:.Wiederum stehen i|.=.k.i.�i�siagswahlen", und schließend mit den 'st von besseren Manne anvertrauen, als Wilhelm » b* 5 ii v unterzeichneten LandeS-Polizeibehörde auf i.■öifttelii.i es Reichagefrtze« gegen die gemeinaefähr- �.'tvien �ßen der Soz atdemokratie vom 21. Oktober �inW�e". �i' den 4. Februar 1890. Herzogtiche Kreisdirektion. Koken. e»!,.Ausübung ihres Berufes lgerichtthof hat Laguerre «,.�-°uriung lyre»-ll-rufes als Advokaten, dem 9S Monate, dem letzteren auf einen Monat entzogen, wegen der von ihnen im C rqre Fernando gehaltenen Reden gegen den Generalprokarator B-aurepaire. P a r i S, 5. Februar. Wie da« Journal„L? Patriot� meldet, soll bereit« heute Abend der Beschluß de« Unter suchungSrichter« ergangen fein, nach welchem die in der Am gelegenheit der Scc i[k de« Melau; verwickelten Personen, Hentsch, Lavessy-r« und Se'ccetan vor da« Zuchtpolizeigericht verwiesen worden. In feiner Antwort auf P r e v o st de Launay« Au«- kunft« begehren bezüglich der Wahlumtrihbe in Toulouse bat der Minister de« Innern zunächst, den Präfekten der Ober-Garonne, dessen Rechtlichkeit über jeden Zweifel erhaben sei, au« dem Spiel zu lassen. Die An- klagen»de« Abg. Labat« seien zu unbestimmt ausge- drucke; er behaupte, e« fei Betrug vorgekommen, nenne aber kein« Thäter. Unter diesen Umständen habe der Staatsanwalt die Untersuchung einstellen müssen. Der Abg. P i o u erklärte sich al« nicht befriedigt durch diese ausweichende E-klärung und verlangte eine strenge gerichtliche Untersuchung über die bei der Wahl vorgekommenen Betrügereien. Der Siegelbewahrer T h e v e n e t erwiderte, die Untersuchung bezüglich der Klage Lab atS sei nie aufgegeben worden. Infolge einer Verstän- digung zwischen dem Kläger und dem Staatsanwalt fei sie nur bis zur Verhandlung der Wahl de« Abg. Calvinhac, der in Toulouse gegen Labat auftrat und mit 6 Stimmen Mehrheit gewählt wurde, verschoben worden. Die Kammer vertagte die weitere Verhandlung de« Auskunftsbegehrer« P reo oft de Launay« auf Sonnabend, wo Calven- h a c s Wahl auf der Tagesordnung steht— hierauf schloß sich die Verhandlung über die auf Bildung großer FachauS- fchüsse bezüglichen Anträge. BourgoiS befürvorlet« die- selben, D e S p r e S sprach sich dagegen au«. Die Diskussion über diese Frage wird fortgesetzt. K-lgie«. Der gestern in Jamet versammelte Kongreß der belgischen Bergarbeiter, auf welchem alle vier Kohlenbecken Belgien« vertreten waren, hat endgiltig die .Föderation der belgischen Bergarbeiter" mit dem Sitze in Charleroi bestätigt. Ein auf je 2 Delegirten der 4 Kohlenbecken gebildete« Komitee leitet diesen Bund und setzt sich so- fort mit allen ausländischen Bergarbener-Verbänden in Ver- bindung. Kein Ausstand darf ohne Zustimmung de« Komitees erfolgen. Es wird eine für die Durchführung von Ausstän- den bestimmte Widerstandskasse, in w-lche ledcr Arbeiter monat- lich 5 Centimes zahlt, gebildet; ihre B. stände werden in Stadt- loosen angelegt. Der �Kongreß nahm den achtstündigen Ar. beitttag an und forderte da« allgemeine Stimmrecht.— Durch diese Beschlüsse find die Grundlagen, auf wilchm fürdrrhin die Organisation der Bergleute der vier groben belgischen Kohlenbecken beruhen wird, zum ersten Mal« festgestellt. Diese Einigung, so einfach sich in Deutschland erscheinen mag, ist von um so größerer Bedeutung, wenn man die Schwierigkeiten er- wägt, die diesem OrganisattonSversuche entgegenstanden. Die belgischen Bergleute, von denen nur eine kleine Zahl Schul- bildung genossen hat, über die Bedeuiung solcher geordneter Arbeitervereinigungen aufiullären, ist eine schwierige Sache und hat den Führern der Bewegung sebr viel Mühe gemacht. Dieselben, namentlich die beim letzten Streik hervorragend Be- theiligten, so Fauviau; au« Möns und Collewaert aus Charleroi, hatten obendrein da« Mißkauen zu bekämpsen, welches wegen ihre« Verkehrs mit den Zechenb, sitzern in einiaen Kreisen entstanden war. Daß trotzdem die Einigung zu Stande kam und die Organisation festgestellt wurde, ist sehr erftrulich. Kalkanläuder. Sofia, 5. Fcmuar. Nach dem Journal„Swoboda" erfolgte die Verhaftung de« Major« Panitza wegen setne« Verhallen« an öffentlichen Orten fiind wegen beleidigender Aeuße- rungen gegen die höchsten Behörden. Außerdem soll Prnrtza einige Militär- und Zivilpersonen zu ungesetzlichen Akten ver- leitet haben. Sech« Personen, darunter 3 Kavallerie-Unter- oifi ziere wurden al« Mitschuldige verhastet.— Der Polizei- prästkt von Sofia gab seine Entlassung; dieselbe wurde ange- nommen. Motnttrunktles. Ktadtverordurteu-Nersammluug. Sitzung vom Donnerstag, den6. Febr'uar. Der Stadtverordneten- Vorsteher, Stadtv. Dr. Stryck, eröffnet die Versammlung um 5t Uhr mit einer Reihe ge- schaftlicher Mittheilungen. Nach Eintritt in die Tagesordnung wird ein Naturalisationsgesuch geschäftsordnungsmäßig erledigt. Auf Antrag de« Rechnungsausfchuffes werdm einige Rechnungen und der Jahresabschluß der Verwallung der städtischen Markthallen p o 1. April 1888/89 dechargirt. Dre Kaufpreise der für die Erwerterung der Zmtral- Markthalle zu verwenden!'«» städtischen Grundstücke Neue Friedrich straße 31, 32, 33 und 34 werden rechnerisch festgesetzt. Für da« Kuratorium der Stiftung der «rliner Gewerbeaus st ellung im Jahr 1879 ist ein Mitglied zu wählen. Vorgeschlagen sind Tagezirer Karl Wildberger, B.umentdalstr. 1 und Drechslermeister Toermer, B.umenstr. 49. Gewählt wird mit 72 Stimmen Drechtlir- meist« Toermer; auf W. fallen 6 Stimmen. Einige unwesentliche Magiskatsankäge werden debattelo« bewilligt. Die Skizze zumBau einerMarkthalle in der Badstr. 10—11 und Grünthalerftr 3—4 wird genehmigt. Einige Rechnungen gehen an den Rechnungsausschuß. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Schluß 6 Uhr. E« folgt eine nichtöffentliche Sitzung. Z«r Reichstagstvahl am 80. Februar veröffentlicht der Magistrat soeben da» Tableau der Wahlkreise und Wahl- bezirke, der Wahlvorsteher und Stellvertreter, sowie der Lokale. Im Ganzen wird hier an 541 Stellen gewählt, im 1. Wahlkreise an 39, im 2. an III, im 3. an 58, im 4. an 135, im 5. an 50 und im 6. an 148 Stellen. Die Wahl erfolgt von 10—6 Uhr. Einladungen ergehen nicht. Jeder Wähler muß «ine Legitimation bei der Hand haben. Man wählt in dem- jenigen Bezirk, in welchem man zur Zeit der Ausstellung der Wählerliste d. h. Anfang Januar d. I., gewohnt hat. ©««Wstfe-BeiJttnfi. Mir der Kchulamt» Kandidat F. zu einer Anklage wegen groben Unfug« kam,»weil er nach Ordnung sehen wollte", das wurde rn einer Verhandlung erörtert, die gestern vor der 96. Abtheilung de« Schöffengericht« stattfand. Der Angeklazte wohnte in einem Hause in der Marienstraße, welches seiner Behauptung nach viele unsauberen Elemente birgt. Am 30 November v. I. kam Herr L. Morgens 5 Uhr nach Haufe, und»war in einem Zustande, den er selbst als „leicht erregt" bezeichnete, den die Zeugen aber trotz semer leb« haften Einsprache einfach„angetrunken" nannten. Er fand die HauSthür bereits offen un, dies durchaus nicht in der Ordnung, weshalb er sich den Wächter auf der Straße auf- suchte, um ihn»ur Red« zu stellen. Da dies« sich auf läng«e Aus'inandersetzungen nicht einlassen wollte, so ging d« Angeklagte nach dem nächsten Polizei- rem« und klingelre bi« ihm oeöffaet wurde. Er fragte einen Schutzmann, wie lange der Wächter Dienst habe, war ab« mit der ihm erthiilten Antwort nicht zufrieden, und bestand nun mit großer Auldauer darauf, daß man den Polizeilieutenart sofort wecken möge, derselbe müsse ihm Auskunft geben. Als olle Erklärungen, daß der Reviervorstand erst um 8 Uhr zu sprechen sei, nicht« fruchteten, schob man den Hartnäckigen auf die Straß«. Hiermit glaubt« man sich de« Querulanten ent» ledigt zu habm, irrte sich aber, denn der Angeklagte zog die Klingel bis man ihm von Neuem öffnete. Er»«langte zu Protokoll vernommen zu werden und bettua sich so ungeberdig, daß die Schutzleute ihn für eine halbe Stunde in die Siftirzelle sperrten. Da« half, er wurde ruhig und ging nach Hause. Er wollte e« indessen durchaus nicht einsehen, daß« sich ander« benommen, wie e« einem ruheliebenden und nach Ordnung sehenden Bürg« zukomme, deshalb beankagt«« richterliche Entscheidung, als ihm ein f trafmandat in Höhe von 15 M. wegen groben Unfug« zugestellt wurde. Auch im Termine ve'trat« die sonderbare Ansicht, daß« da« Recht habe, den R-viervorstand au« dem Schlafe wecken zu lasse», wenn er in ein« so wichtigen HauSthürm- Angelegenheit zu Protokoll genommen zu w«den würsche. D« Gerichtshof«- wog, daß e« dem Angeklagten ron vorn h«ein nicht um die VerÜbung eine« groben Unfugs zu thun gewesen und ermäßigte deshalb die Stra e auf 10 M. Gl» Kampf«« dt« bekannte»„Aeoenlap-"(05*- sandheito-) Zigarre« und Zigaretkn deschäfttgte gestern die 1. Sirastammer hiesigen Landgerichts I in ein« Anklage wegen Vergehens gegen da« Markenschutz»Gesetz, welch« sich gegen den Zigarrenfabrikanten Emil Herrman», Franz Wieland Nacht, richtete. Die Aesculap-Zigarren find em Erzeugniß ein« Ziganensabrik in Py mont de»®. Bremm, welche den Vertiied derselben d>m Zigarren Händler Franz Wieland üb«lragen hat. Derselbe behielt diesen V«tried bei, nachdem« sein Geschäst an den Angeklagten verkauft hoste, letzt«« ab« kündigte gleichfallt sein G-schäst als Genualdepot der Aeskulap Zigarren an und m»chte inseinen Ännonzensogar wieda- holt darauf oufmerksam, dielldaß echten AeSkulap-Zigarre« nur bei ihm zu haben, die anderweitig angekündigten aber Nachbii» düngen seien. H«r Wieland stellte nun aber fest, daß die vom Angeklagten verkauften Zigarren gar nicht au« der Brem«- bezw. Pyrmont« Fabrik stammten, sondern nur die Verpackung und die Marke o« Aetkulop-Zrgarren ziemlich genau nachgeahmt worden sei. Der Angeklagte bestritt nach jed« Rick- tung hin seine Schuld und behauptete, daß die Frzm de« AeSkulop für Jedermann zur Benutzung als Marke frei stehe. Der Gerichtshof hielt jedoch die unbefugte Nachbildung einer geschützten Marke für vorliegend und vnurtheilte den Aug-- klagten zu 500 M Geldbuße. Der Kolportageroma«„Der Scharfrichter von Kerlt«" ist vom Pollzeiprasioium verboten worden, weil dessen Inhalt iheilweise al« in sittlicher Beziehung Aergerniß«regend gehalten wnd. G'gen eine ganze Anzahl Kolportaaehändl«, welche trotz de« Verbots den Vertrieb des Wnkes sorlfitzten, ist Anklage erHoden und in dem ersten vor dem Schöffe»- geeichte zur Verhandlung gelangten Fall auch ein vermtherten- des Erkenntnrß gefällt worden. Gestern sollte wiederum eme derartige Anklage vor d« 96. Abtheilung d-s Schöffengericht« verhandelt werden, der Beschuldigte bat aber, dre Sache zu »«tagen, bi« die vor«wähnte Anklage, die vom Verein der Kolportage- Buchhändler durch alle Instanzen getrieben waden solle, einen endgiltigen Abschluß durch E kenntniß de« Kamm«- gericht««fahren habe. Der Gericht! Hof folgte die'em Antrag«. Stuttgart, 6. Februar. Der.Staatsanzeiger für Württew- b«g" lhertr über dos gerichtliche V'rsahren gegen den Attentat« Martin Müller folgende« mit: Müller hatte ursprünglich ange- geben,« sei kaidolisch und habe den Prinzen Wühelm«- schießen wollen, damit Württemberg einen katholischen König bekomme; später nahm Müller, welch« evangelisch ist, di« Anaade zurück, indem« bestimmt ohne ferneres Schwanke» versicherte,« habe den Prinzen nicht treffen wollen, fonda« einen Schreckschuß abgegeben und absichtlich fehlgeschossen, damit der König, empört über da« Attentat da« Ha««- gesetz dahin aband««, daß die katholischen Mitglied« de« königlichen Hause« von der Thronsolge ausgeschlossen w«- den. Diese Behauplunq de» firgirten Attentat« findet ein« Unterstützung in dem Umstände, daß eine Kugel nirgends ent- deckt««den konnte. Beachtenswerth ist fern«, daß Müll« sich f.üher stet« als warmer Verehr« de« Prinzen Wilhelm aezeigt hatte. Die That erklärt sich au« einem psychischen Zustand«. Der Oberamtsarzt in Ludwigtlurg«klärte nach eingehend« Beodacktung, Maller leide an primärer Verrückt- heil; dieselbe Ueberzeugung von ein« krankhafte« Störung der GeisteSthätigkeit des Müll« gewann auch der UntersuchungSricht«; ebenso sprach sich da« Medizinal- kolleaium dahin au«, daß die Unzurechnungsfähigkeit de« Müll« unzwnfelhaft fei. Auf den Antrag de« Staatsanwalt« entschied da« Landgericht Stuttgart, Müller sei hinsichtlich d« Beschuldigung de« Mordversuch« und Hochverrath« ouß«Ver- folaung zu setzen in Erwägung, daß die Frage auf sich de- ruhen könne, ob ein wirklich« Mordversuch od« blo» d« Ent- schluß den Schein ew« TödtungSabsicht zu emgen, vorliege, insofern auß« Zweifel stehe, daß Müller giisteSgestört aewese» und die freie Will-nSbestimmung ausgeschlossen war. Müller, welchen da« Melizina kollegium als entschieden gemeinaefähr- lichen und mutbmaßlich unheilbaren Geister kranken bezeichnete, wird nunmehr in eine öffentlich« Irrenanstalt gebracht. VerfÄtnmlungen. Die kanfmäunische« MSHler hielten am Dienstag Abend eine öffentlich« Versammlung unter Vorfitz de« Herr» ~intze ab, welche den ziemlich gaäumigen Saat de« allen ichützenhauseS in d« Linien straße dt« auf den letzten Platz füllte. Herr Alb. Auerbach sprach üb«:„Die K-ufleute uno die bevorstehenden Wahlen." Er sagte folgende«: Nicht um eine neue Partei zu gründen, sei die heutige Versammlung«in- berufen, sondern um zu ergründen, welche Patt« die Int«» essen des arbeitenden Volke« und somit die de« Kaufmann» wahrhast vettritt. Bis jetzt seien die Kaufleut« nach alihergebracht« Sitte einer Part« nachgelaufen, die sich eine« gewissen Freisinn« rühmt. Doch die neue Zeil habe Zustände herangebildet, die«S doch bedenklich machen,«nec Partei noch weiter anzugehören, die die wiith- schaftlichen Interessen de« Kaufmanns in keiner Beziehung vntritt. Schuld an dies« geringen Erkenntniß Hab« der Nimbus, mit dem die Glünderperiode den Kaufmanntstand umgebe. Damals habe e« geschienen, al« gewahre die einfache Zugehörigkeit zum Kaufmannsftande den jungen Mann die sich«» Ausficht auf ungezählte Millionen. Jetzt könne ein Kaufmann ab« nm noch durch außergewöhnliche Glücks. umstände zum Wohlstande gelangen. Wie sehe e« jetzt mit der» Entwicklungsgänge de« jungen Kaufmanns au«. Er trete als Lehrling in ein Geschäft. Niemand kümmert sich um ihn. Ihm wird eine gewisse Arbeit angewiesen, aus die« eingedrillt nmd. So«setzt er die Arbeitskraft eine« Gehil'rn. Oft werde d« Lehrling fo'ort noch Beendigung sein« Lehrzeit entlassen. (Rufe: Sehr wahr!) Em neuer trete an seme St.lle! Manche Geschäfte seien reine Lehrlirgsfabiiken, in denen d» Co-i nicht einmal den Namen seines Lebrlmg« kennt(Brovo. Ruf: Nicht watr!) Erst als Gehilfe erlernt« etwas. Nicht wird auf di« Gesundheit des Lehrling» Rücksicht genommen. Ec ift vollständig rojflfrti, tt ist btr rücksichttlosrn AuSkcutunoS- socht des Chef» a» h.'img'geben. Kein Gesetzetpiragraph schützt ihn. Dies« mofsenhzfte Lehrlingsausbildung fchefft ein große» Heer von Kaufleulen, die gern mbeiten wollten, aber keine Ar. Mi finden können, und für die der Staat nicht» thnt und, «ie er besteht, nicht» thun kann. Die Statistiken der Trbeil». Häuser red'n nit erschreckender Deutlichkeit. Diese Reserve- «rmee drücke de» Lohn der Arbeitenden und die Kündigung». fristen in ihrer Länge äußerst tief herab. Man finde j tzt schon eintägige Kündigungssristen. Der Freisinn wolle nicht« von einer Regelung dieser Frage wissen;«r weist stet» auf die.freie' Vercinbarung hin, die nicht» alz die Freiheit de» Verhungern» bedeute. Der Freisinn sage ferner;.Ihr Gehitfen seid doch nur sür ku-»e Zeit Geholfen. Ihr werdet alle selbstsländig und dann wäre e» Euch doch sehr uran« Senehm, wenn Gesetze bestünden, die diese Frage regeln' Anter den beutigen Verhältnissen bleibe der Gehilse stet« Ge- Hilfe, stei« Lohnarbeiter; alle Träume von einstiger S lbst. ständig k it zerstieben vor der rauhen Wirklichkeit. Da« Groß. kapital breite euch hier immer mehr seine Fangarme au». Der Kteinkausmann kann mit seinem.kollegm' Groß kaufmann nicht konkurriren, mag er sich mit semer Frau oder einer Hilfskcast von früh bi» spät quälen und schinden. Der Großkaufmann könne, da er den Daumen rühren kann, den Fabrikanien die Waarerprei e vo.schreiien, derKleinkeufmann muß jeden P ei» bezahlen, weil er den Kredit in Anspruch nehmen muß. Wird dann der Wechsel präsentirt, so muß er zahlen, ganz gleich, ob er Verkehr und Einnahmen gehabt hat, oder nicht. Viele Existenzen gehen dcthaid zu Grunde. Und der Umsatz beim K«etnkaufmann wird von Tag zu Tag geringer. Sein kapital. ftastiger Konkurrent könne die Waaren billiger und besser liefern, o'» er, da er vortheilhafter eingekauft hat. Er bietet de« Kunden im Laden Luxus und B quemlichkeit und eine größere Augwahl. Fordere man bei dieser Sachlage den Klein- kaufmann auf, Schulter an Schulter mit dem Lohnarbeiter zu stehen, so weise er da« mit Entrüstung zurück; sein Stotz läßt die» nicht zu. Er hofft noch immer, daß eine bessere Zeit kommt, mau müsse nur intelligent und thatkräftig sein. Doch, wenn dr« Int, Vi enz nicht vom Geldsacke unterstützt werde, sei sie keinen Pfifferling werth. Die Fr-isinnigen weisen immer aus die Einzelfälle hin, m denen ein Kaufmann dmch»eigne Kraft' — Ire» Glückgzufälle— in die Höhe kam. Tie Konkursliilen und Seldstmordftatistiken beachtet Niemand. Redner nimmt noch Gelegenheit, scharf mit der Verachtung, die dem Hausir- Handel enlg'gengedracht wird, int Gericht zu gehen. Der Haufirer sei auch ein S'.aatsbürger, der leben will und Steuern bezahlen muß. Redner verliest da auf ewen.Berliner Brief' i» der»Franks. Zeitunq', der der Anschauung der Sozial. demokralie über den wnthschaftltchen Eniw ckclvnqSgavg voll- kommen recht giebt. Bei dieser Sachlage müsse man sich s azen, ob man noch länger einer Partei folgen solle, die alle» ihren Gang gehen lass« wolle, oder ob man sich nicht«in-r Partei anschließen müsse, die diese Zustände unrr- träglich findet und ihnen abhelfen will. E» ist unrecht, daß stch tagtäglich Tausende da» Hirn zermartern, wie sie morgen ihren Unterhall finden sollen. Die Sojialdrmokratie w ll, daß da« Volk die Produktion in die Hand nimmt und jeder ar» b itei, der arbeiten kann. Wohl arbeitet sckron jetzt die groß« Masse der Hanblungogehilfen, aber ihre Arbeit ist unnütz, sie vertheuert nur da« Produkt. Die Gehilfen sollten sich einer Partei anschließen, deren Jdral eine geregelte Produktion ist. Richt sollen wehr Missen produzirt werden die nicht verbraucht werden. Srbließen Sie sickr, so schließt Redner, einer Partei an, die die Bildung, die heute Privilegium der Rcichm ist, der Allgemeinheit zugänglich machen will, die Frieden um jeden Pcei« haben will, wenden Sie sich von einer Partei ad, die nur am Militiiretat berumnörgelt und doch da« Budget bewilligt. Richten Sie, die Sie Tag ein, Tag au» Katzbi'ckeln müssen, am 20. Februar ihren Nacken auf, gtien Sie am Tage der Wahl ihre Stimme einem Kau« didaten der Zuku? st, der Partei, die da» Wohl de» Voikr» auf ihre Fahre geschriebm hat, geben Sie Ihre Stimme am 20. Februar einem Kandidaten der Sozial demokralie!(Rauschen« der Beifall.) Die Diskussion gestaltete sich äußerst lebhaft, da auch einige Dcuischfreisinnige da» Wort ergriffen. Die Gegner gaben dem Referenten in allen Hauptpunkten Recht, kamen «der stet» zu einem anderen Schlüsse, al« der Referent. Die G gner erntrten lür ihre Aussübnrngen auch lebhasten Beifall. Rcchdem aber mehrere Genossen dieselben in glänzender Weis« widerlegt hatten, wurde folgende Resolution mit allen gegen nur 17 Sümmen angenommen: »Die heute am 4. Februar er. tagende öffentliche Versammlung kaufmännischer Wähler erklärt sich mit den Aussührungen de» Referenten voll und ganz einv'rflanden, und beschließt am Tage d« demnächst bevorstehenden RrichstagSwahl den Kandidaten der Sozialdemokratie ihre Stimme zu geben. Nur durid den A.fchluß an di.se Pw tri können die politsschm und wirlhschafl- Kchrn Jnlerissea d«r Kaufleute, der lelbstftäadigen sowohl, al» auch derargtstellten, mitÄuSr.äbme der Großkopitalistm natllr- Üch, gewahrt werben.' Unter»Verschiedene«' wurde noch de- schloffen, von j'tzt ab nur noch Hüte zu kaufen, die mit her tstcbeeterkontrolmarke deutscher Hutmacher versehen find.— Mit einem dreifachen, donnernden Hoch auf die internationale Knzialdi mokratie sch oß die Versammlung, die von bedeutendem Werth für die sozialdemokratische Agitation unter den jungen Kaufleuten ist. «tue große Versammlung de« Verein» der Klempner Kerlin» und Mmgegend fand am Drenltag, den 4. v., in Lehmann'« Sa on, Schwedierstr. 23, statt. Auf der Tagt». vrdnung stand: 1. Vortrag de» Horn Retzerau über:»Kultur» «t Wicklung. 2. Diskussion. 3. Wahl eine» Vergnügung». komitee». 4. Verschiedenes und Fragckasten. Bevor tn die Tagetocdnung eingerreten wurde, ve-las Kollege Kliche da« Pro okoll der lktzten Versammlung, welche» unverände.t ange- wommen wurde. E» ertheilte hierauf der Vorsitzende Kollege Selchow, dem Referenten da« Wort: Redner entledigte sich semer Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit der Versammlung und wmoe demselben sür serne lehrreichen Au»sül>rungen Kürmischer Beifall zu Therl. An der Diskussion detherligten sich die Kollegen Selchow und Köhler, welche sich im Sinne bis Referenten aussprachen. E« lief solgenoe einstimmig an- genommene Relo unon ein: Die heute in Lehmann'» Salon tagende Versammlung der Klempner Berlin» erklärt sich mit den AuSsührungen de» Referenten voll und ganz einver« standen und beschließt, dem Vortrage gemäß, am 20. Februar ihre Stimme nur den Vertretern der Ar- deiterpartei zu geben, weil lhatsächlich nur diese die Interessen de» aide teneen Volke» vertreien und die Kulturentwicklung der Nebeiterklossc ai. streben. H erauf wurde die Versammlung zur Ausnahm« neuer Mitglieder und zum Einzeichnen von Nbonnenten auf die»Metallarbei er.Zeitung' aus 10 Minuten vertagt. Zum dritten Punkt, Wahl eine« VergnüguugSkomitee», wurden folgende Kollegen gewählt: Selchow, Ktrchr, Fröhner, Heller, Schießer, Brlchvff, Grodowsky, Klode, Bröoel und Ermen». Zum vierten Punkt, Verschiedene», nahm Kollege Zimmermann da« Wart und theilte der Versammmlung mit, daß die Atkardpreij« in der Fabrik, wo er arbeilet, um 25 pCt. reduzrrt worden seien. E? verlangten mehrere Redner, dies« Fabrik bekannt zu geben, welche« aber vrrwergert wurde mit dem Hinweise, solch«» so lange zu unter- lassen, bi« die Fackkommi fion bi» Angelegenheit geregelt hat. Kollege Kliche ergriff hierzu da» Wort und führte der Ver. sammlung vor Augen, wie nothweiidig e» ist endlich gegen cm solche» Wvsd.uinnglsystcm energisch Front zu machen. Redner weist auf'ie Sr.Iauhert der Herren Arbeitgeber hin, wrlchemit preßem Geschick operrren und den Lohn ihler Arbeiter in einer JuhrrSzeit reduzirew, wo si- die G w>ßh-it baden, daß ihnen «ue große Resirocarmee der A'b«it»lo>cnzm S ite steht, worauf diese Herren ihre Pläne bauen. Diese Herren Arbeit- geber scheinen oder zu mrerssen, oder wrssen e« theilweise noch nicht, daß die Klempner Berlm« nicht mehr wie vor Jahren al» fühi erlose Schafe umherirren, sondern daß sie eine gut orgamfi-te Armee bilden, welche dem Kapital gegenüber Trutz und den gemaßregeltrn Kollegen Schutz bieten kann, und daß e» Leute giebt, die für die gerechte Sache eintreten. Redner rief noch den Kollegen zu, für unfern Verein mit ganzer Krast zu antiren und die Kollegen heranzuzeehen, welche bisher unserer Organisation noch fern gestanden haben. E« liefen noch folgende Anträge ein, welche sämmtlich angr- nowmen wurden: 1. Antrag: Den gemaßregeltrn Hutwochern in Luckenwalde 50 M. Unterstützung zu gewähren. Zweiter Antrag: Die nächste Versammlung nach dem 20. Februar ein» zuberufen. 3. Antrag: Den Voistandsmitglredern und den Agitatoren, wenn dieselben arbeitslos sind, im Arbeitsnachweis »u berückfichtigen, weil dieselben pekuniär leicht verhindert wer- den könnten, ihre Pflichten dem Verein gegenüber zu erfüllen. Da sich niemand mebr zum Wort meldete, so schloß der Vor- fitzende mit der Mahnung an die Mitglieder, am 20. Februar ihre P flickt zu erfüllen, um 12% Uhr tue Versommlunq. Die ZeutralkrantrrnIraN'e der Maurer, Kteinhauer «. f. w., Grundstein zur«inigkeit, örtliche Vwwaltang Berlin I, hielt am Sonntag, den 19. Januar, ihre Mitglieder- Versammlung w Scheffer'« Salon, Jnsetstraße 10, ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Abrechnung de» Kaifirer« vom vierten Quartal 1889 und Berichterstattung der Revisoren. 2. Ver- schttdene» und Kassenangelegenhriten. Zum 1. Punkt v?rta« der Kasfirer Herr Müller die Abrecknung, die eine Einnahme inkl. de» alten Bestände» von 28 251,34 M. ergab, der eine Ausgabe von 26 701,77h M. geaenüdersteht, somit ein Bestand von 1547,56 i M. verblieb. Markeubestand am 1. Januar I. Klasse 8989, II. Klasse 8805, UL Klasse 103, Sxlra. steuer 656. Nachdem die Abrechnung von den Revi' soien b-stätigt, wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Hierauf stellte der Hilsskasfirer Karl Schmidt den Antrag, für Süd-Ost einen Hiltl kasfirer zu wählen, da er eine unfreiwilltge Reise antreten müsse, wurde aber, da gegen denselben in seinem Amt nicht« nachzuwesstn war, nur der stellvertretende Hilf». kasfirer Gustav Raschke gewählt, und kasfirt derselbe Sonnabend Abend und Sonntag Vo.mitiag Waldrmarstraß« Nr. 61, Ecke Mariannenplatz. beim Restauraleur. Em weiterer Antrag, die Hilsskasfirer sür da» Umschreiben der Bücher extra zu ent- schädigen, wurde dem Vorstand üderrassen und dre Versamm- lunz geschlossen. Der Fachuerein btr Litstographiesteinschleifer und Kerufogenoks«« Veranstalter am Sonniag von 12— 3 UHtjn Kaufmann» Barre e eine Matinee zum Besten _______ erkrankter Mih glieder. Billet«& 30 Ps. find vorher zu haben bei F. Roie, Landtbergerftr. 16 und im Zizarrcngeschäst von Schrffmann, Königskolonaden 9. Gleichzeitig sei bemerkt, daß sich am Kopf der Billet» ein Vermerk befindet»Programm 10 Ps.' E« könnte diese» den Jrrthum erwecken, al» müsse«in Programm extra gekauft werden, bi s«» ist jedoch nicht der Fall, sondern daß Programm ist vollständrg auf dem Bellet vorhanden und ist dieser Vermerk nur irrthümlich gedruckt. Gleichzeitig mag den Steinschterfern, Sieindruckern, Lithographen und Berussgenossen hierdurch mitgeiheilt werden, daß am Dienstag, den 11. d». MtS., eine öffentriche Versamm- lung der Sieinschtrifer und Berussgenoffen ftat fiadrt. Nähere« durck Inserat in der SonnlagSnummer de«»Berlmer Voik». blatt'. Im V»r«i« btr Maschinisten und Heiser, Neue Jokodstraße 24/25, hielt am Sonntag, den 2 d.. He» Jngenreur R. März«inen höchst interessanten Vortrag über die Lasidruck- TrantmijfionSlei uagen in Pari«. In der darauf folgenden Disku sion wurde e« auch zur Sprache gebracht, daß die hiesige Diskontoaesellschaft eine eber solche Anlage hier in Berlin in« Leben ru'en wird. Die darauf bezüglichen Popp'schen Patente von genannter Gesellschaft erworben wo? den find. Gin- Versammlnug de» Fachvereins für Kchlosser fand Montag, den 3. d.M., bei Feuerstein»alt. R. Bagmski hielt einen berfällig aufgenommenen Vortrag über:»VolkSwirth- schaftliche Enlwickelung'. Eine Debatte über ein von drm Kommerzienroth Kühnemann in seiner Fabrik ir.» Leben ge- rufene« Institut(nach nationalliberalem Muster), da« den bochlrabenden Namen»Acbeiterrath' trägt, wurde nach kurzer ®;u;t abgebrochen. H-rr Kühnemann soll zur nächsten Ver- sommlung eingeladen werden. Eine R-soluiion, dre scharf gegen die bekannte Aeußerung de» Mrnrfter de» Innern pio- testrrte, wurde abgelehnt, da wir dieselbe nicht sür beachtrnS- werth genug hielien. Es wurde weiter beschlossen, vor der Wahl kerne Versammlung mehr abruhalten, außer die sür den Norden nächsten Montag. Die Werkstatt von Güchler, Blücher straße 66. wurde scharf kritrfirt, da- selbst ist ii» auf werterr» der Zuzug fern zu haften, da die donigen Kollegen mit den Mißständen etwa« aufräumen wellen. E» wurde.weiter noch eus die freie Hilfskasse der Meiallacbeiler und auf da» am 22 Feb uar ,n der Bock- brauerei staftfindende Stiftungsfest hingewiesen, eben o er- mahnt, gelesene Arbeiterblätter recht zahlreich in den Sammel- stellen abzuliefern. Friedrichshage«. Am Donnerstag, den 30. Januar, fand tn InedrichShagen eine von etwa 500 Personen besuchte Wählerver somm lung statt, in welcher der Kandioat de» Nieder- Barn.mer Wahlkrerse», Herr R chlSanwalt Stadthcgen, da» Programm der sozialdemokcatrlchen Parte» entwrckcUe. Er nahm entschieden Stellung gegen die von der Majorität de» vergangenen Reich«tage« eingeschlagene Steuerpoliftk und führte au», daß tuich Einführuna einer p ogressiv-n Emkammen- steuer der Aermere entlest.t. der Reiche dagegen eine ent- sprechend höhere Steuer zu zahlen hätte, und die Steuer auf diese A-t eine gereckte genannt werden könnte. Die Zölle aus nothwendige Nahrung!, mittel wollte er abgejchass! wissrn, da sie den Armen unoerhältnißmäßig hoch de- lasten. Zum Beweise wie» er nach, daß durch die Getreidezölle eine Familie, welcke täglich ein sünspfündige» Brot braucht,«ine jährliche Steuer von 56 M. darauf zahlt. Bei der Branntwein fteurr wie« er nach, daß nur die»armen' GroßbrennerZ Nutzen von haben. Bezüglich de» Invalidität», und Altersoersmgur.gkgejetz'S macht er denen, die e» vielleicht noch nicht llmssen sollten, bekannt, daß e» dem Staate durch Erhöhung von Steuern und Zöllen, meist auf r-othwendige Lebensmittel und durch Zuzahlung von'/, de» Beitrage» durch den Arbeiter setbst, geglückt ist, ihm, wenn er über 70 Jahre alt, also arbe-.t» unfähig ist, eine passable Rente von 33'/, täglich zu zahlen. Bei der Besp.echung de» neuen bürgertichen Gesetze», detonte de: R'dner dei dem Gewerdegesktze als hervorragendste Lerstm g die Unt?rsagung solcher®«trage, durch welche der Ardeiter zehn Jahre im Dienst« gebunden wird. Ferner unterzog er die in diesem neuen Gesetze emzuiührende Brieshypothek erner Kritik. Er führte au«, daß, wenn dieselbe eingeführt würde, die kleinen Grundeigenthümer in die Hände de» Großkapital» getrieben würden. Statt solcker Gefttze sei«in Arderterschutzgesetz mit Absckeffung der Frauen-(? Red.) und Kinderarbeit einzuführen. Auch wie» Redners noch nach, daß die Interessen der Ktrinhandwerker mit denen der Arbeiter unbedingt zusammenfallen. Zim Schlüsse kam er auf da» Sozialistengesetz zu sprechen. Er führt- au», daß diese» Gesttz 1884 gefallen wäre, wenn die 27 Freisinnigen, die damals den Ausschlag geben konnten, nicht für dasselbe gestimmt hätten. Im Jahre 1887 haben sie freilich dagegen gestimmt, da konnten sie aber nicht« zur Entscheidung bei« tragen, thaten e« auch wohl nur, weil sie Angst hatten, e» könnte gegen sie setdst angewendet werden. Ferner tadelte Redner noch scharf, daß die Männer de» Frei- finv» in einzelnen Wahlkreisen sür den Karl-ll« kandidaten gestimmt haben. Da mit Ausnahme Einzelner, nicht die atibf««' mir-uusnayme«rnzerner, nirgr dazu J«' jj so muß die sozialistische allein Front machm g'S � Ges'tz und dafür Sorge tragen, daß dem Vol« fteihert, die Redefreiheit, VersammlungSsinh"' � und vieles andere wieder zurückgegeben w»». � daß dieses Gesetz sogar schädlich auf dre& Folge davon bezeichnete er die Gehornbundkprl', Gegner, schloß er, setzen»war-lle« zu vernichten, e» wird ihnen aber nicht S w so große Geißetmacht zu«tödtm, denn � pflanzen sich von selbst weiter, und der Sie? der unser« sein. Inder daraus folgenden% � au» der Versammlung mitgelherlt, daß der l». geordnete Vohren auf die Frage:»Ob er# � ollzemeinen g,h-imen direkten Wahlrecht« M 1 '»nve-. Rovn Meuberg, 0 D..Ve?öffer fe'ÄÄÄi csA?; hBkg; wurde noch ein fünfgliedrize» Lokalwahlkomitee«. r-...... t..... xjLi.t• x•...... a.. jl. a<«t ntC'• Versammlung schloß"mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. »* «SZmtichen B o. haust, gjn«.»..,........... Vcisnirmlurg zu t-scher.ien. Zar Dickung der Untostw sommlana«olt. i, Sff«»ttich» N,rsa««ln»»»»» Miill»» K»r«f»«.»oss»n am ft rUa« den 7. K-hrrwr.»»-nd« fenlon, 10 TageSo-dnung. 1 vai bringt dl«» jf Jttl dm Bt brittin fü.»octhril? Rtfeient: d(tt?■ WN1 8. B-rsihied-net und 4ragrt st-n. Zar D.ckung der llnldN' sammlung stitt 9<\hi wtlttommen___ «roß« Ssfrntte»»«»»«r-tv»rsao,»,t»na f »biichnuna der Btwigung nun 1889 2. E!tll»ngnahnu, viriode. 8 Verschtedenel. Zu: D.ckang der Unkosten Sri"'1' tarle ItjUlnttt.„„„.fira".] Bitiich Langistr. 84, nus.enommen. das, lbst werden die »enommee und die 8'be,rin«ansclcgcnd->>''' und �lauet.ftc». Um»ahlreichei und vünktlschcd p-r p»rg»ii>«n9»»»r»t« Koro«ttbr-ch»r v'ronn «ar wohl 'gen Genö \ der Veti der Mann perr.??.?,«» ball, villtt» stad vorher ,u haben bei He-rn Sulh-r, lö-05 U,l(l«. ,etfreunb bt Z->o»-«.k-. R st'uiateur. Hzhn et-ww-, g0I,iil4 d4<— ihr Roiei.thalcrftr. 84 Her-N Dr. Xr»tr»tt,ior»«»m«iob, Vorivuiag» 10 llhri Vorl ag de» ui d G-sammIwool" Ader d» 7 Uhr Eeselltze Keil imMlUd» berin E bhaidi mit phgstkalllchen Siptrimtnlen. Zu stnd Gä» willlomme.a._ «»sang-,«um- und grsrUlo» Ptvtin» am 8'",� Mtnnergesangoeretn«btnbl 9 Uhr Im sfteficmrant lamm, y,, — Eesangoerew.Paulcheutel' Abend« 8 Uhr tm SiestaM�A drinenstr. 15—.Siederlasel der Maler und verwand'� Sdend» 9 Uhr im Restaurant Kleine, Brandendurgstr. 60 (Hoc Abend, 8% Uhr btl R-u rftrin. Alte Zatobstr. 75- Doppel Quarten' Abend» 9 Uhr im illeliauraut Musehold, � wyt im mcuuutmu wiuity»'»»'' aiornnP"" Siesangverrin.FortschriU" Abend, 9 Uhr tm Restaurant, v � Abend, 9 Uhr Orantcnstraße S". ÄS', W und nai inotben >.I. «esangverrin.Echo 1872' Abend, 9 Uhr Oranienstraße gp werden aus enommen.—«esangverrin.Qsslan' Abend« ftrahe 85 bei«uftaou,.— Pupperische ESnger-LereiU» � Abend, 9 Uhr bri»liest, Wederstr. 17-»esangverrin 9 Uhr«dalberlstr. 21.— Siedertasel de, jsachoerrini der v Sdend, 8 Udr«tobe pamburaerftr. 4 Uebrmaistunde.—-»3 (otg �Breslau Ä ;«ien So, Abend, 8 Uhr«tobe Hamlmrgerstr. 4 Uebungistunde. je" Abend, 9 Uhr, Restaurant Reicher, Alte Iakobftr.do P?os l)i, yicuuuiuiu üicijgci, nuc � iderhall' Abend, 9 Uhr bri Herrn Boge, Kdpmckerstr.> ''' 8\ Uhr Restaurant Wrinstr. 11- Jgsr»> .Sorbeerkranz' „Nord""' Elim DUrilnnten.Q...................»»#. o»».»...— städtischen Klubhau««mienstr. 18, 1 St.- Berliner SntngM'U vtänneradthrilung! Abend» bZs llhr in der ftädiischen Turnham g i — Turnverein ,. Hasenhaide" iMänneradihetlung) Abeno«,�, bachstraße Nr. 80 81.— Turnverrin. Froh und Frei% iji 1 Abend, 8X lldr Bergftrabe 57.- Mei.schasUtcher Etenographie Abend, 8% Uhr im Restaurant Ztelhen.�'r, i Unterricht und Ucdung, stunde.— Allgemetner Areird, oeretn, Adthetlung„Bocwürt,". Abend, 8X Uhr Im � Mnriannenpta, 11.— Arend, scher Etenographenoerrin„»2,. SUHt tm Restaurant Eepdelstr. 80.— Berein ehemattger�■. Echstler Abend, 9 Uhr im Restaurant Krebs, Frtedrichftr.«r» Dtletlanten.Orchefteroerrin Abend, 8% Uhr Uebungsstunde CSllntscher«arten, Scharrenstrabe 12.— Zithervercin..AIP'?, 8jt Uhr im Restaurant..WahtstaU', Bellealltanceftrab« K-t, tj „Westend" Abends 9 Uhr im Hohenzollerngarten Elcglt,ersttn» p ktub„Wetchselblal,"«h-nd« 8% Uhr Im Restaurant 6% i... Rauchklud„Ohne Zwang" Adend, 8% Uhr Im Restaurant v. pckj» fttabt 28.— Beteln ehemaliger Echüter der 22«emrinbriMKi,)»| tm Restaurant Schröder, Stegtltzerftr. 18— Lete- und Adend, 8 Uhr im Lolate de, Herrn Otto Linke, Sot!i„itt." Herren und Damen, durch Mitgtleder ringessthrt, haben ZU'!. demokcaltscher Lete- und Dstkuttiklud Latsalle Abend, 8% tt»;»g. gl bei Ziemer,«ölte durch Mitglteder kömien eirgilÜHi'„.chr demokratischer Lese- und Ditkultrkwb Borwöet, st dr rds 84 //.Uli '»I>d stellu� htt Sünßj« c ?5|'9Wtnauf ' Werk 'des{ Zv�nni V W , Öupt ni- oemorraniwer uetr uno«norunrimo»orwarr» noii.v».i.ei'-ro Lokal. R ui pnstr 88, Etiung. Böfte lö-nen durch Mttgtiedei' ,�.4] Arbrilergesaitgverrin.Hoffnung", Friedrichsberg, bei Reusch. n, «»bVI.»«!.! 8VIUIlV|4>.t.t.»>l.vvn"i«"U, ontunwjwwtry. Ufc»W4VMIW/w und Dorsstraben-Eckk. Uebungistunde. Ausnahme neuer, Mönnerchor der„Bertiner Mechaniker"«hendi 9'lldr im ~--------«emen'r�e Franzstraße 8.— Verein ehemaliger Echlller der 28,' 9H Uhr, Kinigftadt Kasino. Holitmarklstr 72 Ausnahme" «öfte willkommen— Lesekiud„Karl Mai r," Abmd, oo» 9 �' selb, Muriendo.serstr 10. n.«ttOtilt Ä WF Utteravifitzes. Vo« der„Neue« Zett", Stuttgart, H. W. Dietz, ist soeben da» 2. Heft de» B' I. H. W. D i e tz, ist iwewm uuo V'I»— erschienen. Inhalt: Abhandlungen: f i« Oesterreich. Von Kart K a v l � in Frankreich von 1840— 1886." �- über ihre Entwicklung und ihre Ursachen. w jöj l% deiv-gur.g in KrimrnalrtLt ?.«> ßn. wird werter ni dln�und Jai �i(uial überhauvt um keinen Verein. Eine polizeiliche™ � �Slt Arb« also überssälsi». A. G. Steiumrhstr. 59. Zu unserem wir Ihnen keure Auolunft geben. ene b*** Einer Ketricbsstöruug wegen konnte TL, mm*#!« rrrrf Nummer unsere» Klarte» erscheine«. �4 lverantworttrch« Rebalteur: Gurt Kaak» in Berlin Druck und Verlag von Mar Kadtu» m Berit«. SW., Beuthstroße 2. Kiert«**** hie anbtrn Sazu zu(ein m,ch«n gignii;. htm Volke i« M ungifttittä, W ben wirb. St w/ �4« Serif})« amlutibtptwffi alles taran' er»ich) giü ■»t, bm oer ßiei wi senden SHthW 'S der Wi % er aw' echts für >rtet jode.' .« ijun." o<omitu gi auf die � Beilage zum Berliner Bolksblatt. Freitag, äe« 7. Februar 1890. V. Iichrg. dai W E IH #1 UM F# r{n( am Novvesprtnvenzen. WS 9äi '.Jahre 1887 verunglückte lg j itDanfa7 ÄfSbÄÄÄ S«n *"*111*'*, 'eftaurant 8) ImftcaSe« • Sbcnd» t ingn-ssniiniiM mereitt.W Wnl„er 61 tunöe.-»ei •■ Satobftr. HS. PiUttnftr. 191 1- Ärfcff «front®raiM. (%%% [inet Zmngenßf öen Turnhalle.' n«) Sbenosl siÄ/r ; Liethen. Vo" «verein..«voll ehemaliger Dr. �edrtchftr. 208. -cvunoSstunde «ercin„HIptru "'?• 5orst-r»r<' til'ssV w.si;ä >te r ffl, Gemei es. s Stuttgart, # %# o'fdh.nln""""Bwttte«a-c>. in der gräflich Poriellanfabrik»u Tillowitz ein Arbeiter Sch. In«, /ff�üeilen« des Unternehmers beim Vorstände �knossenschaft angemeldet worden, aber mit der lein' �"unglückte würde in 13 Wochen vollständig Nu in hatte auf bitten Bericht hin trachi.t S°che veranlaßt und die Angelegenheit für der flellt sich jedoch hei aus, daß noch nicht arbeitsfähig ist und überhaupt für � bleiben wird. Hätte nicht durch einen Zufall !i die ihm., n'i Sache m die Hände bekommen, so wäre eini?.dllssLhende Rente gekommen. Aber so gelang es N lle&L Schreibereien eine Rente von 53 Pf. pro �"»tr Onffn! du erwirken. Ich betone' ausdrücklich, es die aln.-l.'?'."'ei derartige Fälle mögen wohl vor» Ä bekannt werden? °Nn ereignete sich im Jahre 1888. Ein Beil. i nns Lippen hatte das Unglück, sich mit dem , ,,*1)1S Kniee zu hacken. Nach langer Kur im -ort, dam er noch zu Haufe lange Zeit ärztlich «ach war, wurde er auf Veranlassung des Nfttt«! 4-ou ttl die Klmik gebracht und ist er denn 1 Bei»„Sommer als geheilt, aber mit vollständig «, wie das von Seiten des Geheimen �«..«».Professor Dr. Fischer ausgestellte Attest sagt, stch einstellender starken Schmerzen, ent» iüZSrM tui, ,'s dahin war dem R. die volle Rente, ein .... »• man im."- ein HS nerika.— ©Iii »serem Beb konnte ti»tan*** niedriger Betrag, denn eS war gerade '«ad n,.?!�digung seiner L hrzeit al« das Unglück - ,nur der ortsübliche Tagelohn, 80 Pf., konnte bei E.,,°„du Grunde gelegt werdm, bewilligt wordm. ®mo*? 8 aus der Klinik wurdm nach dem ausge» tsäkj.??.� des obm gmanntm Professors, der die Er» '■fl JJrV'„auf 40 pCt. angab, dem Verunglückten von lelii�? nichtig nur 40 pCt. zugebilligt. Es macht We V3, Pf- pro Tag. Also das ist da« � k er'— um mit Professor Zurleder zu »i„ großen Cyklopm: 23 Pf. Rmte pro '?8itt"fn Vimlchm mit vollständig steifem Bem, ! lffb«,,."�Wechsel wegm eintretmder Schmerzm voll» dl woa>5lahig ist, der also das erlernte Gewerbe ganz toftti».? 81 keine Leiter steigen und keinm Balken Nk* dl nur leichte Arbeit verrichten kann. Ich kann �Cl»?'8 der Herr Professor Fischer dazu kommt, 1{.[jlfle zu bestimmen, da er doch zugiebt, daß das "dt, und die Schmerzen bei Witterungswechsel sich Wer es nur der Rath eines Bekannten, Vater als Vertreter des minderjährigm . k.der Feststellung der Entschädigung nicht zu» �Sfti mi?". schiedsgerichtliche Entscheidung beantragte. »r d»!> r®'ebet auf einen großen Fehler in dem Gesetz. - immer der Meinung, die Verhandlungen t« bu,* ldaren ganz einfach ohne alle Schreidereim und fl»,, Zufuhren, heute bin ich jedoch emeS besserm be» «bh, L Dezember v. I. wurde also in der Sache beim Ä, mJ?. Schiedsgerichts, Herrn Regierungsrath Schacht erfpruch gegm die Feststellung der Entschädi» K%un v auf schiedsrichterliche Entscheidung % m.i.'bwd doch gewiß Jedermann annehmm, es wäre '«« J? nichts zu thun, als das Schiedsgericht träte fi««n«ladet die beiden Parteien m mündlicher iSt 7> ,®eil gefehlt: nach einigen Wochen kommt ch,,„Ladung durch dm Vorfitzmden des Echieds» 4» a'chtd sagende Gegenschrift d«S GenossenfchastS- �>1«. wrt dem Bemriken, binnen 14 Tagm eine Iben f Gegetffchrtft und zwar im Duplrkat an dm i i°8f Schiedsgerichts emzureichm; bemerkt fei, daß it eina.)sagung auf schiedsgerichtliche Verhandlung m ler h," werdm mußte. Ich frage hier nun die ü.?., Gesetzes, ob, wie es hier der Fall ist, ein voll- ...'beter Arbeiter im Stande ist, von seinem Rechte �k�«°chm? Selbstoerfassm, ja nicht einmal ab- «i*,.81 die vielen Schriftstücke, und soll er sich, da O-fo?? anderes übrig bleibt, an einen Winkeladvokatm f«tfo J'i1 M viel Geld, da» doch der Arbeiter nicht hat. «"hl zufällig einen Bekannten, der gefällig ist und " wachen versteht, so bleibt dem Ardefter weiter ---...-~- s«lbft en. haben in s. s- i l%iaZ�n zu einem dritten Falle. Am 17. September 1 5«u»i! 8 der Maurer A.M. aus Wefchello. Er wurde NlSK. und h-ll-nd w�die Sache eingegriffen stifchäftlich im Krankenhause zu thun hatte und veröffmtlichm diesm Brief eines oberfchlefifchm Ä®�81 Stelle, weil er lehrreich für die Zustände . Arbeiter ist und werthvolles Material für die 8 der Unfallversicherung bietet. Red. bei dieser Gelegmheit die ganze Angelegmheit erfuhr. Zunächst wurde der Verunglückte von ihm darauf aufmerksam gemacht, daß nach§ 5 des Unfalloerficherunas-Gesetzes das Kranken- oeld von der zuständigm Krankenkasse auf zwei Drittel des TagelohneS erhöht werden muß, und zwar vom Be» ginn der 5. bis zum Ende der 13. Woche. Diese Bestimmung scheint wirklich nur im Gefetze zu stebm, um nicht befolgt zu werdm. Es war im Falle R. schon so, daß er nach langem Hm- und Herlaufm, auf dm Bitraa ver» Multen mußte, und zwar deshalb: Der Vater des R. ist Maurerpolier und bei demselben Meister in Arbeit, m dessen Betriebe der Sohn verunglückte. Nachdem er darauf auf» merksam gemacht wordm war, verlangte R. am. dm Betrag für die S Wochen, der Meister hat nämlich die Betriebs- krankenkasse selbst. Verlangen und Erhalten sind aber zweierlei. Das Gesetz bestimmt, daß der für die S Wochen zu zahlende Mehrbetrag der Krankmkasse von dem Unternehmer, in dessen Betrieb der U fall sich ereignet hat, also hier von dem Maurer- m rister, zurückerstattet werdm muß. Der Meister fertigte einfach mit ein paar nichtssagenden Redensarten den R. sen. ab, und um nicht au« der Arbeit zu kommen, verzichtete der Mann auf feine ihm gesetzlich zustehmde Fordemng. Der Fall M. scheint einen ähnlichen Veriauf zu nehmen. Der Mann befindet sich, wie schon erwähnt, seit dem 4. Januar zu Hause, kann, weil er ganz erwerbsunfähig ist, nichts verdienm und bis jetzt hat er noch von keiner Seite Entschädigung erhaltm. Auf sein Verlangm, ihm den Mehr- betrag drS Krankengeldes für die 9 Wochen nachzuzahlen, wurde ihm von dem vorher erwähntm Maurermeister, bei dessm Betriebskrankmkasse auch M. Mitglied ist, erwidert, es könnte ihm noch nichts gegeben werdm; es müßte erst fest- gestillt werden, wie vre! zu zahlen fei. Das war gleich nach dem 4. Januar 1890 und am 17. September 1889 war der Unfall geschehm; da hatte man also noch nicht Zeit gehabt, die Höhe de» Betrage» festzustellen. Ein am 23. Januar an das Landrothsamt hierfelbst eingereichtes Gesuch, die Betriebskrankmkasse de« Maurermeister« I. anzuweisen dm Betrag auszuzahlen, ist bis jetzt weder beantwortet wordm, noch ist sonst etwas geschehm. Jnzwijchm kann der M. oer- hungem. Verdienen kann er nichts und betteln darf er nicht, das wird bekanntlich noch bestraft. Bielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, daß der Mann wmigstenS, wmn auch spät, zu seinem Rechte kommt, und eS ihm nicht auch geht, wie dem R., der auf feine Forderung verzichtm mußte. Die Berufs- gmossmfchaft macht es nicht besser. Die dmkt auch: Eile mit Weile.§ 58 des UnfallverficherungSgesetz'S schreibt zwar in seinem Absatz 2 und 3 vor, die Entschädigung soll un- v e r z ü g l i ch, nach Ablauf der 13. Woche festgestellt, oder doch wenigsten« eine vorläufige Entsckädigung zugebilligt werdm, aber der Vorstand der Schlesisch. Posen'schm Baugewerk«- BemfSgmossmfchaft hat sich bis heute noch nicht bemüßigt aefundm, dem M. auch nur einen Pfennig zu überweisen. Also wohlgemerkt, über 15 Wochen war der Mann im Krankmhause. Da wäre doch wirklich Zeit genug gewesm, die Feststellung der Entschädigung zu bewirken, so daß der Mann bei feiner Entlassung aus dem Krankmhause wmigstenS etwas zum Leben hatte.' Er muß doch M-ethe zahlen und Feuerung kaufen. Wie gesagt, der Mann muß, wenn er nicht ander- weitig Hilfe bekommt, zu Grunde gehen, ehe die Entschädigung eintrifft. DaS ist also der Segen der vielgerühmten Sozialgesetz- gebung. Wie wird e« erst bei dem so'außerordmtlrch komplizirtm umfangreichen Alters- und Jnvalidm- Verstchemngsgefetz, der Krone der fozialm Gesetzgebung, auf dem platten Lande dem gewöhnlichm, unaufgeklärtm Arbeitem ergehen! Mit größter Frmde habe ich in Ihrem geschätztm Blatte die Mittheilung gelesen, daß die Berliner Arbeiter beschlossen haben, auSgelesme Zeiwngm aufS platte Land zu schicken. Ich möchte nur wünschen, daß der Beschluß auch durchgeführt würde. ES könnte da wirklich viel zur Aufklärung der atmen Landarbeiter gethan werden, denn wo, wie». B. hier in unsere E allenberger Gegend, zur Zeit der Tagelöhner bei einigen lutSherrschaftm nur pro Tag SO Pf., und die Frau 40 Pf. erhält, ist e« dm Leuten kaum möglich, sich satt zu essen, viel weniger eine Zeitung zu kaufen. Ist je ein Pfennig vom aller- nöthrgstm erübrigt, so wird er, wie eS bei solchm Zuständen nicht ander s möglich ist. in SchnopS angelegt. Ich lese schon mehrereJahre das„Berl. Volksblatl" und gebe, sobald ich eine Nummer ge- lesen habe, dieselbe stets weiter, und da« mit dem besten Erfolge. Ist es doch hier schon fast sprichwörtlich geworden, daß die halbe Stadt(groß ist da« Städtchm ja nicht) bei mir Zri- tung hält. Ich wurde recht gem bereit fem, Blätter entgegen zu nehmen, oder auch auf Verlangm noch andere Adressen bekannt geben, wo Arbeiterzeitungen zur Verbreitung hingeschickt werden könnten. Meine Adresse kann jederzeit aus der Redak- tion eingeholt werdm. N. N. IDnllllrcrucgunfl. Die deutschfreistnnige Partei hat mit ihrer Wahlagi- tation im S. Berliner Reichstagswahlkreise begonnen. Der Kandidat dieser Partei, Herr Dr. P ach nicke, svrach am Dienstag aus dem Wedding, am Mittwoch in der Bergstraße Nr. 68 bei Keller und wird heute, Freitag, auf dem Gesund- bmnnm sprechm. Die Versammlung m der Bergstraße war gut besucht, der Saal getrommelt voll, auch warm, wie auf em Wedding, viele Sozialdemokrotm anwesend. Da« Thema, welche« der deutschfteisinnige Kandidat diesmal gewählt hatte zu seinem Vortrage, lautete:»Die Wahlparole." Redner be- merkte, daß der Reichskanzler der Opposition gegenüber stet« dadurch im Vortheil sei, daß er die Wahlparole verausgabe und dadurch die Gegner nur auf die Defmfive beschranke. Diesen Vortheil habe Fürst Bismarck bisher redlich ausgenutzt. Seit 1878 hätten die ReichstaxSwahlm stets unter dem Ein- flusse einer solchen Wahlparole stattgefunden. 1878 diente al« solch« das Sozialistenges' tz infolge der unglücklichen Attentate, ohne welche die innere Politik vrelleicht eine andere Richtung erhalten hätte. 1881 war es das Taboksmonopol, welches mit der Zugabe als»Patrimonium der Enterbten" schmackhafter gemacht werden sollte. 1884 mußte die Kolonialschwärmerei die wirksame Wahlparole liesern, währmd 1887 Franzosm und Russen herhaltm mußten, und durch den Kriegsrummel die Verwirrung der Massen den Höhepunkt erreichte. Gerade hieran lasse sich aber die Einseitigkeit einer solchen Wahlparole zur Genüge erkennen. Die« mal sei keine eigmtlrche Wahlparole vorhanden. Zwar wären hinter dm Kulissen alle Vor- bereitungen zu einem neuen Spektakelstück fix und! fertig ae- wesm. da wurde plötzlich ein Halt gedoten. Redner hielt es für möglich, daß diesmal alle Schrecknisse unterblieben seien und die Dinge ibren freien Lauf nehmen auf Wunsch de« jungen Kaiser«, welcher sich einmal von der wahrm Stimmung im Volke über« zeugen wolle. Redner ermahnte, diese günstige Gelegmheit, dm Volkswillen zu bekunden, nicht unbmutzt vorübergehm zu lassen und am 20. Februar voll und ganz für die zeweilige Ueberzeugung einzutretm, im gegebenen Falle also für dm Dmtschfteifinn, und energischen Protest einzulegen gegm die Sündm namentlich des letzten Kartellreichstags und in erster Linie gegm da« Sozialistengesetz. Somit war Redner auf dm Zweck seines Vortrages übergegangen und legte er in sachlicher Weise die Stellung der freisinnigen Parter dem Sozia- listengesetze gegenüber dar, die sich dahin prärisirm läßt: Fori mit dem Sozialistengesetz. Die hekannten Abkommandimngen 1884 stellte Redner in Abrede. Von den Sozialdemokratm werde immer wieder behauptet, e« hätten solche stattgefunden; (Sehr richtig!) Dies fei durchaus falsch. 26 Sezesfionistm glaubten e« ihren Wählern schuldig zu fein,»noch einmal" für die Verlängerung des Sozialistengesetze« stimmen zu müssen. Bei der Abstimmung fehlten nur 13 Fortschrittler. Da« Stimmenverhältnis war 183 für, 158 gegm die Verlängerung. Die fehlen dm 13 hätten also das Sozialistengesetz auch nicht zu Falle bringen können Die Deutschster finnigen feien ent- schievme Gegner de« Sozialistengesetzes. Sie lieben ihr Vaterland und weil wir es lieben, legen wir Hand an zu nothwendigm Reformen.(Trotz Sozialistengesetz! Heiterkeit!) Gegen Ausschreilungm schütze da« Strafgesetz, gegen eine Re- volution das Militär. gegen die Jrrlehrm der Sozialdemo- kratie nur der strie Kampf der Geister. Einen solchen bezüg- lich der Endziele der Sozialdemokratie stelle er für die nächste Versammlung in Ausficht und wenn e« den Herren Sozial- demokraten gefällig sein würde(Sehr gern!), er stehe zur Disposition. Des Weiteren beleuchtete Redner die Nutzlosigkeit des EozialistmgesetzeS und erklärte, daß seine Partei besonder« gegen die Ausweisungen sei.(Mit einem Male!) Die Ausgewiesenen, und nammtlich die Führer, würden dadurch von einem NymbuS umgeben, wie er ihnen ihrem inneren Werthe nach nicht zukomme, die Sympathie der Bevölkerung wende sich ibnm in ewem Maße zu, wie sie e« nicht verdimen, namentlich, wenn sie austreten, wie in verschiedenen Versammlungen.(Beifall bei den Freisinnigm.) Die deutschfreisinnige Partei habe die auSgleimmoe GereS-tig. keit auf ihre Fahne geschrieben. Sie werde den Kampf auf- nehmen gegm Reaktion und Sozialdemokratie und, wie Redner hoffte, nicht erfolglos, und wie er weiter hoffte, werde vielleicht schon das Morgenrolh de« 20. Jahrhunderts freundlichere Verhältnisse als jetzt beleuchtm.(Lebhafter Beifall.) An der fol« genden Diskussion betheiligten sich hauptsächlich Sozialdemo- kraten. Zunächst sprach Bäcker Schlüter unter der größten Unruhe der Herren Freisinnigen. Kaiser Friedrich war auch ein Freund de« Sozialistengesetzes.(Große Unterbrechung. Lärm.) Von höchster Stelle seien die Arbeiter als gleichberech- tigter Stand anerkannt wordm. Von der Gleichberechtigung sei aber nicht« zu verspüren.(Unruhe! Schluß!) Die stei- finnige Partei erkläre gegm indirekte Steuem zu sehr. Werde da« Volk durch da« Septennat nicht belastet?(Schluß! Schluß!) Nur die Sozialdemokratie verfolgt die richtigm Ziele.(Beifall und Widerspruch.) Herr Schnedbach: Die Versammlung zeigt schon, wie das freie Wort beschaffen sein soll, welche« die freifinnige Partei dem deutschen Arbeiter gewährleistet sehen will. Die Dmtschsteifinnigm warm verpflichtet, im Jahre 1884 geschlossen gegen jede Verlängerung de« Sozialistengesetzes zu stimmen. Das Volk hat nie Ausnahmegesetze verlangt. Unsere Endziele habm wir nie verheimlicht. Die Hauptsache ist die Beseitigung der kapital, strschen Produktionsweise.(Lachm.) Wmn so Viele, die Nickt« thun, schlemmen und prassen, so werdm Sie e« begreiflich finden, daß wir damit nickt einverstandm find. (Heiterkeit.) Nicht um die bürgerlichen Parteim zu vernichtm, ist die Sozialdemokratie entstanden, sondern aus zwingender ökonomischer Nothwmdigkeit heraus hat dieselbe sich mtwickeft. (Sehr richtig!) Eine ausgleichmde Gerechtigkeit ist unter der Herrschaft der kapitalistischm Produktionsweise nicht möglich. Heute giebt e« nur Herren und Knechte. Wmn auch behauptet würde, die Sozialdemokratm Hätten keine Lust, zu arbeitm,— die sozialdemokratischen Arbeiter feien doch die intelligentesten. (Au! Au! Sehr richtig!) Mag immerhin Herr v. Puttkamer wieder auf der Bildfläche erscheinen, die Arbeiter werden ihre Rechte zu vertheidigm wissen. Herr D i n s e: Es wäre ja sehr schön, wenn die kopitalistitche Produktionsweise zu be« fertigen und an deren Stelle die genossmschaftliche zu fetzen ginge. Dm Beweis dafür zu erbringen, find Sie bis jetzt schuldig geblieben. Recht lehrreich hierfür ist da«! Beispieljstder Genossenschaftsbäckerei in Lübeck. Dieselbe arbeitete im ersten halben Jahre mit 1000 Mark Unterbilanz. Mögen Sie daraus erkennen, was es mit dem Unternehmeraewinn auf sich hat. Als die Genossmschaftstäcker höhere Löhn« und kürzere Ar- beitszeit verlangten, erhielten sie zur Antwort: Scheeri Euch Euter Wege. Es giebt genug Ändere, die dafür arbeitm! Madien©re diese Resultate unter Ihren Genossen bekannt und die Hälfte derselben wird zu un« zurückkehren.(Na, da« glauben Sie doch selber nicht!) Sie hätten überhaupt nicht nöthig gehabt, unsere Reihen zu verlassen. Vorläufig Hoben wir noch die gleichen Ziele. An einer gewissen Grenze trennen sich aller» dmgs unsere Wege. Nicht wir sind Ihre Femde, der gemein« same Feind steht rechts. Sie bekämpfen un« nur, weil Sie uns furchten.(Lachen.) Herr Pätz: Herr Dürfe hat sich mit 'einm eigenen Worten geschlagen. Die Ergebnisse der Genossen- chastsbäckerei sind nur eme Konfequmz des heutigen Wirth- ckaftssystem«, ein neuer Beweis dafür, daß ohne große Ka- pitalien heute kein Geschäft zu mackm ist. Da« Geld allein regiert, ist selbst mächtiger als das Königthum. Das lehrt der Fall mit den Bergarbeitern. Herr Dr. P achnicke: Wir dürfen der Regierung die erforderlichm Mittel nicht versagen, die Wehrkraft des Landes nicht schwächen.(Internationaler Friedm.) Auch uns schwebt al« Ideal ein Völkelftieden vor. Die Arbeiter find durchaus keine Knechte. Wir habm die volle Gleichberechtigung des Arbeiters mit dem Arbeitgeber auf Unsere Fahne aesckriebm.(Hört! Hört!) E« existirt allerdings eine industrielle Reservearmee, htbiffen, ein tüchtiger Arbeiter, der arbeitm will, findet immer Arbeit.(Lautester Widerspruch.) Die Landwhthschaft seufzt unter dem Mangel an Arbeitern. (Höhere Löhne!) Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen und dadurch dm übrigen eingezeichneten Rednern das Wort abgeschnitten. Der Vorsitzmde schließt die Versamm- lung mit der Aufforderung, am 20. Februar den Dr. Pachnicke zu wähim, die Sozialisten beantworten diese Aufforderung mit brausendm Hochmfm auf Wilhelm Liebknecht. Frel finnig« Mählviiversammlung im erst«« Deich»- tagvwahlkreis«. Erne von der freisinnigen Parter enrbe- rufen e öffentliche Wählerversammlung fand om Mittwoch Abmd im»Königsbau" Burgstraße 22, statt, dessen Saal unsere« Wissen« an diesem Abende zum ersten Male zu einer politischen Versammlung hergegeben wurde. 2500 Personen mochten anwesend sein, darunter vielleicht 400 Sozialdemokraten. Der freisinnige Kondddat, Träger, sprach U Stunden lang. Der sachliche Jrchalt seiner Rede ließe sich in knappem Räume wiedergeben, er bot jedoch nichts Neues; verbrämt war er mit einer eleganten, auf den größten Theil der freifinnigen Zuhörer- fchaft berauschend wirkenden Phraseologie. Von einem tieferen Eingehen auf die politischen und sozialen Probleme ist keine Rede; man redet vor den Wählern, empfängt stürmische Ooa- tionen, wird unter Applaus zum Kandidaten ernannt— voili tout; die Wähler haben gehört, find entzuckt und dürfen für eine Weile politisch ruhen, nachdem ste am Wahltage das Opter »ine« Gange« zur Urne gebracht haben. Um wenigstens elwa« aus der Rede des Herrn Träger anzuführen, so führte derselbe au« daß durch die Verlängerung der Legis» laturperiode dos Volk seltener die Gelegenheit bade, seine Meinung zu äußern; daS Volksrecht werde also offenbar ver- kürzt, wie sehr die Kartellabgeordneten und die Kartellblätter die« auch destritten. Eine abermalige Kartellmehrheit würde die geheime Wanl und selbst da« allgemeine Stimmrecht ge« fährden. Dos Koalitionsrecht müsse mit Entschiedenheit ver- theidigt werden. Gleiche« Recht für Arbeitnehmen und Arbeit- geber!(Arbeitgeber und Arbeitnehmer find aber ökonomisch ungleich stark, die Phrase»gleiches Recht", welche H-rr Träger oft wiederholte, berückt dm Arbeiter nicht mehr.) Als Redner über das Sozialistengesetz sprach, unterbrachm ihn die Rufe: »1884!"»Abkommandirung!' Herr Träger erwiderte:»Lassen Sie doch mdlich die Legende(!) von der Abkomman- dirung! Ich kann e« aus'« Bestimmteste bezeugen, daß die Sache fich lediglich s o verhält: Einige unserer Freunde waren oder Slaubten fich noch einmal für das Sozialistengesetz zu immen verpflichtet. Sie haben e« seitdem nie wieder Sethan."— So sagte Herr Träger, und— inter dem Redner saß, al« Vorsitzender der Versammlung, der Abg. Dr. Herme«, der nach dem eigenen, von keiner Seite demmtirten Geständniß ehemaliger Fraktionsgmcssm die AbkommandirungSbriese geschriebm hat! E« entspricht ganz dem Verhältniß von freifinnigen Wählern und freifinnigen Ab- geordnetm, ganz dem Charakter freifinniger Wählerversamm- Inn gm, daß nach dem Vortrage nicht Diskussion stattfand, son- dern nur daS Wort zur Interpellation mit einer R-dezeit von zehn Minutm z« Begründung der Interpellation gewährt wurde, jedoch allein Wählern des ersten Wahlkreises. Ueber letztere Beschränkung gab fich ein Unwillm kund, welchem unsere« Dafürhaltens allerdings nicht in der Versammlung, sondern bei anderer Gelegenheit Ausdruck hätte gegeben wer- dm sollen; die Freisinnigen habm aber da« Recht, so illiberal zu sein, als möglich. Nach einigem hin und her erhielt der im erstm Wahlkreise wohnmde Herr Täterow da« Wort— zur Interpellation. Er begann:»Ich wünsche nun allerdings nicht, zu interpellirm, sondern ich möchte frei diskutirm." Ueber diese be- scheiden» Kritik der freifinnigm Versammlungsleitung kam der Redner nicht hinaus. Es mtstand eine fo lebhafte Unruhe, daß der Vorsitzmde die Versammlung schloß; nachher löste sie der überwachende Beamte noch auf. Die Räumung de« SaaleS vollzog fich äußerst langsam. Unter Hoch« auf die Sozialdemokraten und Absingen eines Arbeiterliedes marschirtm die Anhänger der Arbeiterpartei ab. Auch diese Versammlung zeugte dafür, wie der Deutschsreisinn fich immer weniger demo- kratrsch geberdet und wie er immer mehr der Ver st eine- rung anheim fällt. Potsdam, 5 Februar. Am Dienstag Abend fand in Bornstedt bei Potsdam eine von ca.200 Personen besuchte Wähler- v-rsammiuna statt, in welcher der Kandidat der freisinnigen Partei für unfern Wahlkreis, Dr. Max Ruge-Steglitz, sein Programm entwickelte. Vor Beginn der Ausführungen stellte der Vorsitzende der Versammlung, Dr. Rosmbaum-Potsdam, nach Beendigung de« Vortrages freie Diskussion bei Zeitbeschränkung von zehn Minutm für Jedm in Aut ficht und ermahnte»gewisse Leute" fich innerhalb ver gesetzlichen Grmzen zu bewegen, andernfalls er polizeiliche Hilfe anrufen würde. Dies wäre jedoch, wie fich später herausstellte, gar nicht nöthig gewesen. Der frei- finnige Kandidat erging sich zunächst über die Entstehung des Kartell-ReichStagS, über daS Verhaltm der freisinnigen Partei bei Ablehnung de« EeptmnatS, auch darüber, daß ja die freisinnige Partei Alles bewilligt hätte, was von der Regierung dringend Sefordert wurde. Redner sprach ferner über die zweijährige Dienstzeit, über die Verlängerung der Legislaturperioden und über die LebmSmittelvertheuerung. Redner war für Auf- rechterhaltung de« Koalitionsrechtes der Arbeiter im Sinne des Freisinns und für Wechsel de« Regierungssystems je nach Ausfall» der Wahlen. Ueber die wichtrgstm Fragen schwieg fich der Kandidat aus;, so über die Frage de» Sozialistengesetze« und über dm Arbeiterschutz. Herr Dr. Rüge protestirt« dann gegen dm Mißbrauch der Kanzel zu Wahlzw-cken, führte auch Beschwerde darüber, daß dem Freisinn vielfach zu Versammlungen die Säle verweigert würden. Wie verhalten fick denn aber die Freifinnigen dm Sozialdemokraten gegmüber? Der Vortragende sprach sich schließlich noch gegen da« Hineintragen der Politik m die Kriegeroeraine aus. An der nunmehr eröffneten Diskussion be- theil, gten sich auch einige Sozialdemokraten; von einem der- selben wmde der freisinnige Kandidat bezüglich des ochtstündi- gen Normalarbeitstages angezapft und der Herr erklärte, daß er die Durchführung desselbm in nächster Zeit für unmöglich halte. Ein freisinniger Redner äußerte, man solle liebereinem Konservative» al» einem Sozialisten die Stimme geben. Von einem andern Herrn wurde ein Artikel vtrlesm, der sich über die Arbiits- Verhältnisse bei dem früheren Reichstagsabgeordneten, Schnei» dermeister Kühn, abfällig äußerte. Auch wurde noch gegen die Genossenschafisbäckerei in Lübeck zu Felde gezogen. Herr Rosenbaum führte Beschwerde, daß in einer Berliner Versammlung, in weicher August Bebel gesprochen hatte, da« Wort Niemandem gestattet wurde, mit der Motiviiung, den Inhalt der Red« nicht abzuschwächen. ES konnte ihm darauf entgegnet werden, daß fich in dieser Versammlung trotz Auf- forderung Niemand zum Wort gemeldet hat. Von mehrerm Sozialdemokraten wurde hierauf d«» freisinnige Partei einer scharfm Kritik untnzogen, worauf Herr Dr. Rosmbaum eine Entgegnung versuchte. Jedmfalls hat der Verlaus des Abends der Sozialdemokratie wieder neue Anhänger zugeführt und ihre Stimmen», ahi wird hier im Kreis» gegen 1887 am 20. Februar erheblich wachsm. Kolinge«, 5. Februar. Die Situation in Betieff der ReichSiagSwahl gestaltet fich im hiestgm Kreise kür die Ardeiter- partei mit jedem Tage günstiger, so daß ein» Stichwahl, in der bisher die sozialdemokratischen Kandidaten zum Siege gelangtm, ausgeschlossen erscheint. Nachdem die Zentrumssührer in der Metropole deS Rheinlande« fich der Kandidatur de« Lande«- direktor Klein gegenüber bockbeinig gezeigt habm, ist nicht allein der Ordnungtkandidat von dm Ordnungtmännern selbst auf- gegebm worden, sondern man hat sogar in Anbetracht de« unschwer vorauszusehenden glänzenden Durchfalls auf die Auf» stellung eines nationall, beralm Kandidaten Verzicht geleistet, so daß die Eozialvewotraten e« nur noch mit den llltramontanen zu thun haben, die, infolge ihrer Getreide- und sonstigm Schutzzollpolitik, auf einm nennenswerthm Erfolg nicht rechnen können und nicht rechnen werden. Ueber die augenblickliche Lage der Dinge schreibt die»Solinger Zeitnng": »Der Wahikawps in unserm Kresse vereinfacht fich rmmer mehr. Nachdem bereit« die Freifinnigen svon der Aufstellung eine« Kandioaten Abstand genommm haben, hat nunmehr auch die nationalliberale Partei in ihrer gestein in Ohligs abgehal- tenm Veltraumsmännerverfammlung beschlossm, von der Auf- stellung eine« Kandidaten adzusehm und den Parteigenossen bei der bevorstehenden Wahl Stimmenthaltung zu empfehlm. Die Vorgeschichte, welche diesm Beschluß herbeiführte, ist kurz die solgmde: Am vergangenen Montag begab fich eine. Deputation der nationalliberalm Partei zu Herrn LandcSdirektor Klein in Düsseldorf, der gegmüber der Ge- nanntm erklärte, die Kandidatur annehmen zu wollen unter der Bedingung, daß feine Ausstellung, von dm Hintermännern der»Köln. VolkSztg." in diesem Organe nicht mehr bekämpft werde. Eine in diesem Sinne an die Zmtrumspartei unseres Kreises seitm« der Nationalliberalen gerichtete Anfrage beant- wartete die erster», nachdem sie fich bei der Parteileitung in Köln unterrichtet hatte, gestern der in Ohligs tagmden national- liberalm Partei telegraphisch dahin, daß die Kandidatur Klein auch weiterhin bekämpft werden würde. Damit war auch die Kandidatur Klein hinfällig, und die nationalliberalm Vei- trauerSmänner faßten dm hereiis erwähnten Beschluß.— Eine diesbezügliche Bekanntmachung wird die nationalliberale Partei demnächst veröffmllichm." Od die hiefigm Nationalliberalm durch einen Druck von Außm nicht wieder zu mtgegmgesetztm Beschlüssen geianam, bleibt abzuwarten. Von der„Norddeuischm Allg. Ztg." sind von den taufend Mark, die»ein in China lebender dmticher Patriot" für die Kartellwahlm gespendet hat, bereit« 200 Mark dm Solinger Kartellbrüdem überwiesen worden. Danzig. Mit großer Mühe gelang es, ein sozialdemo- kratische« Wahikomstee zu gründen, welches in einer Privat- Wohnung unter polizeilicher Bewachung tagt. Dieses Komitee, da«, da es Statuten hat, als Verein zu betrachten ist, hat in einem Paragraph de« Statuts vermerkt, daß es Sammellisten zur Herbeischaffung von Geldern zur Wobl herausgeben wird, da» ist also der Polizeibehörde bekannt. Nun hat bei einer am 1. d. M. nach Flugblättern vorgmommenm Haussuchung der Kriminal. Polizeiinspektor Richard eine solche Liste nebst dem gezeichnetm Betrag« von 6 M. beschlagnahmt; der Behaussuchte hat zu Protokoll erklärt, daß dieses Geld, da ihm die Zurück- aabe verweigert wurde, nebst Liste an da« sozialdemokratische Wahlkomitee, w'lcheS Eigentbümer der Gelder wäre, gegebm werden sollte. Bis heute, nach vier Tagen, ist eine Zurückgabe nicht erfolgt. Der Beschwerdewez ist bereit« betreten und e« soll alle« gethan werden, um Geld und Liste zurück zu erhaltm. Nicht ohne göttliche Kchicknng glaubt Herr Misfion«. inspektor Fabri im Wahlkreise Siegen gegen Stöcker aufgestellt zu sein. In der»Westdeutschen Zeitung" wird nämlich ein Brief de« Dr. Fabri an einen Freund veröffmtlicht, in welchem er seine Aufstellung aegm Stöcker vertheedigt damit, daß er gegerüber den Angriffen von rechts und link« auch die»stille Gewißheit" habe,»daß die an sich mir unliebe Gegenüberstellung zu Stöcker auch nicht ohne göttliche Schickung geschehen sein wird, wenn augenblicklich auch fast nur da« Unangenehme der- selben fich vor Augm stellt."— Da Herr Stöcker sich für sein politische« Treiben auch auf den lieben Goit zu berufen pflegt, so dürfte im Kreise Siegen wohl erst die Stichwahl entscheidm, wer eigmtlich der»theure GoiteSmann" von dm Beiden ist. Gtn« Krhörde gerichtlich zur Ueberlassung eines Gebäudes an die Sozialdemokraten verurcheilt. In diese heitere Lage habm die wohlweisen Rathsherren der Stadt Düsseldorf ihre ehrsame Gemeinde gebracht. Infolge einer systemaiischm Saal- abtreidung war«S den Sozialdemokraten der rheinischen Kunst- stadt vollkommen unmöglich gemacht, eine Wahlversammlung abzuhalten. Da entschloß fich der Wahlausschuß, von der Stadt die sonst allen Gesellschastm und Parteien zur Ver- fügung stehende»Tonhalle" zu verlangen. Der Beamte, a» welchen man fich wandle, war mtweder unparteiisch genug ee- sinnt oder er hatte keine Ahnung von dem Wesm der Ar- beiterpartei— gmug, er gab dm Saal her und unterschrieb den MrethSvertrag. Sobald aber der Oderbürgermeister von der Sache erfuhr, erhob fich großes Wehklagm in Israel, und da mit Gewalt nichts mehr auszurichten war, so verlegte fich das gestrmge Stadtoberhaupt auf's Bittm... bot den Sozialdemokralen Essatz aller Kosten, die Bermittelung eine« beliebigen Privatiaales und dergleichen an. Aber da« Angebot wurde nicht angenommen, und da der Oberbürger- meister das Schreckliche nicht geschehen lassm wollte, verweigerte er rundweg den Saal. Hierauf erhobm die Sozialdemokcatm durch den Rechtsanwalt Joseph Belle« Klage gegm die Stadt- Verwaltung auf Erfüllung der eingegangenen Veipfl chtung. In der V-rhandluna machte der Vertreter der beklagten Partei geltmd, daß Herr Beigeordneter Hölter getäuscht worden sei und er nicht habe wissen können, daß e« fich um eine Ver- sommlung zu sozialdemokratischen Zwickm handeln soll«; diese Partei aber sinne notorisch auf Umsturz rc., und da« könne doch unmöglich die Stadtverwaltung zugebm, daß in einem städtischen Lokale solche Dinge geschehen resp. gefördert werden. Weil hier offenbar Täuschung vorliege, beantrage er Rück- Weisung der Klage respektive Auflösung de« geschlossenen Beitrages. Da« städtische Lokal stehe nur Parteien zu Gebote, die auf gesetzlichem Bodm fich befändm.— Rechtsanwalt Belles führte dagegen aus, daß die sozialdemokratische Partei ebenso eine gesetzmäßige Partei sei, wie alle anderen, daß Umsturz u. f. w. gepredigt werden solle, dafür liege kein Beweis vor. Außerdem weise er auf die hoch- bedeussame Rede deS hochstehmdm Prinzen Cirolath im dmlfchen Reichstag hin, welch« überall in ganz Deutschland Wiederhall gefunden habe und darauf hinausgehe, daß überall in Versammlungen den Sozialisten entgegmgetretm werdm und man es nicht unterlassen solle, mit ihnen in freier Rede zu diskutirm; da dürfe denn die Stadtverwaltung nicht hindernd eingreifen und die Gelegenheit zu solchen freien Diskussionen verhindern wollm dadurch, daß sie ihr gegebenes Wort nach- träglich wieder zurückzieht. Der Miethsvertrag sei in voll- kommen gesetzlicher Weise zu Stande gekommen und die Sladt dürfe durch Nichtinnehaltung kein schlechte« Beispiel geben. Beigeordneter Höite deponrrt noch, er habe kein« Veranlassung gehabt, die stävtische Tonhalle den Herren Grimpe und Voß zu verweigern; die L-ute seien ihm ganz harmlos und an« ständig erschienen; daß aber sozialdemokratisch«', auf dm Um- stürz der bestehenden Verhältnisse gerichtete Bestrebungen ge- trieben werden solltm, davon habe er keine Ahnung gehabt und er sei der Meinung, nach dieser Richrnng bin getäuscht worden zu sein, deshalb habe er die Hergabe der Tophalle nachträglich verweigern müssen. Der Herr Ämtsrichter ermahnte in ein» dringliche, Weise Herrn Voß, doch dm von der Stadt ange- botmen Vergleich anzunehmen. Voß erwidert, daß er für seine Perlon wenrg-r J rteresse an der Sache habe, aber die Er- ditterung unter den Arbeitern wegen der systematilchen Saal- abtrerberti sei groß und da die«anveren Par«im in der Ton- halle ihre Wähicrversammlungen abhielt««. v>rb eite fich immer mehr und mehr unter den Arbeitern, die doch auch Bürger seim, die Meinung, sie würdm als Staatsbürger zweiter Klasse behandelt, und dem müsse vorgebmgt werdm, er bestehe auf den Richterspruch. Dieser ging denn auch m sehr präziser Form dahrn, daß Herr Beigeordneter Hötte wissen mußte, daß e« fich um eine sozialdemokratische Versammlung handeln solle und von einer Täuschung von Seiten de« klägerischen Theil« könne keine Rede sein. Die Stadt ist vrrmtheilt, den geschlossenen Vertrag zu halten und die Kosten de« VerkahrmS zu tragm. Dre Wiederklag» der Stadt ist abzuweisen. Durch diese« Urlheil ist endlich der Bann gebrochen, der lange die Arbeiter gehemmt hat, von ihrm staatsbürgerlichen Rechten Gebrauch zu machen, mögen die anderen Wirthe«ine Lehre daraus ziehen und jede Beeinflussung, von welcher Seite sie auch kommen möge, von fich weilen; da« Gesetz und in diesem Falle der Richteispruch, ist auf Seite der Arbeiter. Die Versammlung hat nun auch unter kolossalem Zudrang der Arbester stattgefunden, und wa« das Auffallendste an der Sache ist, Düsseldorf ist noch nicht vom Erdbodm verschwunden, die Ordnung wurde weder in noch außer der Versammlung gestört. Einzig und allein ist zu bemerken, daß der Herr Bürgermeister einen schlechten Schlaf gehabt hat und daß e» an Spott über sehte Schlauheit und seinen vifer nicht fehlt. Kandidaten der s-kialde«-krattsch«» partei Kaden« für die rächst» ReichStagSwahl t 1. Wahlkreis....gl (Bezirke Ueberlingen, Konstanz, P füllen borf M« HanS Arnold, Kaufmann in KoirstaG 2. Wahlkreis. 3. (Bezirke Waldshut,' Säckingem Schopfh-i«. Friedrich Haua, Schuhmacher in Freid«» s. Wahlkreis. (Bezirke Freiburg, Emmendingen, Waldstw Adolf Geck, Redakteur in Off-nburg. 6. Wahlkreis., (Bezirke Kenzingm, Ellenheim, Lahr, Wilhelm HänSler, Schlosser in 7. Wahlkreis.„ (Bezirke Offenburg, Oberkirch, Kehl). Adolf Geck, Redakleur in Ossenburg- 8. Wahlkreis. (Bezirke Achern, Bühl. Badm, Rastalt.) Adolf Geck Redakteur in Ossenburg- S. Wahlkreis. %%%%%,%'» 10. Wahlkreis. (Bezirke Karlsruhe, Bruchlas.) Adolf Geck, Redakteur in OsseaburS' m U«, Seil ansteigen fe.üiÄ IL»*51 12. Wahlkreis. (Bezirke Heidelberg, Mosbach, NeckarfljJ Wilhelm HänSler, Schlosser in 13 Wahlkreis._ (Bezirke Sinsheim, Eppingen, Bretten, Ph'JLi, Andreas Calnbach, Restaurateur in Kar 14. Wahlkreis.. (Bezirke Buchm, Walldürn, Wertheim, Tauberbrl� Friedrich Köder, Mechaniker in Man»« welche zu Eft tobet« und kttsJJ" wenigen te? bann v«, "»e von de j&M M aus ??chtze 'bt sich erei ist i ''• Mährens Die Kirdorfer zodaik-mmisst-n macht. KÄ folgende Wirthe ihre Lokale un« zu lungen hergeben: Barto, Berstraße 120: straße 129; Kummer, Berliner straße 136; Maue,., ftraße 18; Würschmidt, Knesebeckstc. 15; Troll, leiti-m J SÄ Zur Entgegennahme gelesener Arbeiterzeitung��«» � und Umgebung find folgmde während de» Jahre« lÄo" entnehmen wir dem 0%!# S'issn! IS BÄLMIÄs ßsa und die Uhr am Potsdamer Thor, ganz Befriedigen�, Die Uhr am Oranimbucger Thor ist ununterbr»» � Sekunde richtig gewesen. Von der Uhr am würde ganz dasselbe geltm, wmn nicht am 18."L,, legmheit der Dekorationsbauten zum Empfang sV von Italien eine Verletzung de« zur elekirisch«» � seitm« der Sternwarte dimmden Kabel«[j; hätte. Infolge dieser Unterbrechung der Reg»']}, die Uhr während de« gmannten Tage« bis 8»... nach. Auch die Uhr am Moritzplatz und die WLf. f markt habm fich im Ganzm gut gehatten, si Moritzplatz hat nur am Morgen bes 23. Mai dMpL reißen des Drahtseils, an welchem da« Tciebgew� eine einstündige Unterbrechung de« Gange« erfaN's sonst stet« auf die Sekunde richtig gewesen. Spittelmaikt wurde vom 29. August bis 10. � genommm, um wegen der Nmregulirung de« r' änderte Aufstellung zu erhaltm; fönst chat sie W # M Wen di. K Nacht des 28. Januar infolge einer offenbar durch Ungunst verursachten Hemmung de« Werkes ein« T- brechung erfahrm. In der ganzm übrigen Zeit de« auch diese Uhr bis auf die Sekunde richtig gewese»' am Hackeschm Markt hat zwar keinerlei Stillst?»' jedoch an drei Tagm de« verflossenm Jahre«)»»%, Stunden die Fehlergrmze von einer Sekunde am 6. und 10. Jani ist sie nämlich Nachmittag«' Sekunden nachgeglieben und zwar, wie fich»»% i gestellt hat, infolge einer Verletzung der elektris�».�, Eine ähnliche, aber nicht vollkommm aufgeklärte® j, zu 12 Sekunden hat ihre Angabe am 25. Oktober Zp von Sf— 9i Uhr erfahrm. Was mdlich die Uhr gerichts. Gebäude betrifft, so hat dieselbe am 2. N"' v Iii— Iß Uhr Mittag« unb am 30. Dezember vo».� Abmd«, infolge de« Bruches der Aufgängu»?', Pendels, stillgestanden. Im Uebrigen ist auch»' L 1 auf die Sekunde richtig gewesen, abgesehen von% f Störung der Regulirung, infolge deren sie or»' r| zwischm 9 und 11 Uhr Vormittags um 4 Sekan» geblieben war. An den vorderen Zifferb'ätteM, 5 Sekunden angab« nicht vertehm sind, ist von! Nonnaluhrm ausnahmslos die richtige Minute Mit d-i» 1. April wird stch dir KcMW�> erhöhtem Masse wieder der Friedrich und LerpM�i zuwmoen,»n welchen eine ganze Anzahl Häuf« w»»«f rothm und gelbm Piakaien bedeckt sind, welche vo» Jbin te SRT"*"1 wi L�JttSfchwi .W dus I K- lvlyen uni> geivrn Plara-en oeotai liao, Ivetw« �7 ,1»!: mung der Läden wegen Umbau und Abbruch der tz Es�wird hauptsächlich der mittlere Theil der Frieds troffm, di» Ecken der Taubm-, der Kronen-, ber. aber einer früh-r,n Mittheilung zu Folge soll,»»" Grundstück« 104 an der Wndmdammer Bruck« f ei"« artige« Hotel«rftehm, während auf der Westseh« l " alten Speichergebäude bereit« niedergelegt.»� j dem Reichstagsufer W •Vs ,1, die die Uferstraße nach—____________... machm. Gleichzeitig schreitet der Durchbruch lottenstraße nach derselbm Straße hin eine Verbindungsstraße an dem neum lang»wischen Eharlottm- und Fiiedrichstraße P%i so wird diese ganze Gegend eine Umwandlung' deren Vollständigkeit nur noch der unausbleiblich« fall« im Prinzip feststebmde Neubau der Weide»»! gehört. Unter jolchm Umständm wird dann»»? W % kommen, in der die Frage zu einer drängenden wird di» Stadtbahn erwettert werdm, die jetzt a»" j bei Weitem schon nicht mehr dm Anforderungen.ü der vorerwähntm schnell fortschreitmdm Bauthal Leipziger- und Friedrichstraße darf man nun auch punki entgegensehm, wo die letztm Häuser au« j unfi liegenden Tagen verschwinden werden. Ihr«- mehr und mehr ad. Vor fünf Jahrm überwog«''„j» nun find sie schon m die Minderheit gedrängt und bliebm, nehmm fich allerding« altmodisch genug ilÄ D inam, niler %»'w%&r3«m,, W-Ich- - wÄti'Sy'Ä% äää ''»■* 5%:%�%%': äStä Stil onft�lül kton htule erinnert außer dem süd. ratilch" logSwahl st»«' llendorf m Konstanz. »er in Bttisach). jer in Freit«» m. Waldkittil- i Off-nburg. Lahr, Wol'°t>- r in Mannh«� -ch. Kehl). l Offenburg. m, Rastatt.) n Offenburg. fSW !._ llfifal) : Offenburg- jÄÖ- Redarge er in R!l L�fWeth*! nur der alte Rollkrug hat %. IffiÄÄSÄ N: Ätr Ä"» äb t'en, Philipp teur in K» ', Tauberbffl� r in Mannv� i h#- qV!5V* W*»VV"UmC«, UU y >b% Lehmgruben. Auch die neu angelegten »> st»?? Hmmannstrabe und der Ha�enhaide st»»ad �lraßennioeau tief in die Lehmberge > Biuitn mfl%' st« bebaut werden können, die Ber» «ÄsrÄÄTia i?®riimem?I0e?4 3a�ten werden die Rollberge nur noch k bm«t9- � Leute, und außerdem als Baumaterial Ii* lifttteti• fmen cu?b'n den Kachelöfen der Berliner ÖÄSf SÄS '«u dann eine«Ä» oetf�>unbtn sein wird und an die Stelle , der Britzer Chaussee ziemlich steil abfallende s. belade « macht 'fr"% 56; Plaue, Troll, Kol Stauer«; EiÄ$ S?'S& ckwarck/. Vch-«„ Rormaluhrea ot Oranienb� Sefriedigend-' 3% Empfang- elekirischer«, Kabel« J, der Regub 5 bis»u. > die Uhr< alten. Die , Mai bur«. Ttiebgew'� »ttn feinmiVd. �Ti*f"ttd Aristakrate«. Unter diesem Titel Gegen dm Angehöiize der.Edelsten it„-A gegenwärtiq ein Strafverfahren wegen °u«Sefuhrten Rempelei, welche vor einigen d,?achtjeu in der Röhe eine« Wiener Cafe der Ui!S«"gntl hat. Die adligen Herren, tt waren, «?'?b/'brer drei, und»war die Herren a«... �bol» und v. O-ttinger, kamen in w«blicher lA t®3|enet Cafe Sie gingen in heraus- c& Hbtt t«�8 auszuweichen. Es war em unglücklicher lhhch,'adm geht und sich mit Hilfe eine- künstlichen B-ineS pk du.?» bewegen kann. Den drei Edlen im- !.as«»b, arperliche Gebrechen de« Hinkenden durchaus nicht. keif», k? unabstchilich einen derselben im Vorbei- st«itr«an dle sich dieser um und rief:.Was, der nüx u.nfl uicht Vlah machen? Dem werde ich es S mit i.?'»der Herr Von' prügelte darauf höchsteigen- ) kibfri ta mr Stocke den Acrmsten und ward hierbei von >Ser ai»,,(?asleitern weidlich unterstützt. Die schneidigen '»Hl ttm V1"un nach vollbrachter Heldenthat den Kampf- »»„."drrmaligen S>ege«rufe:.So, dem Proletarier *« di. t», antlich besorgt!* verlassen zu können, aber »�,. Rechnung ohne den.Ptoletarier" gemacht. Dieser l»»„ deamt-r, der da« Unglück gehabt, im letzten Feld- I(ei»" u? Gefecht zu verlieren und seitdem mühsam K Iii?. künstlichen Bein durch« Leben schleppen muß. .-U.Eolen" keineswegs ungehmdert ziehen, fon« deren polizeiliche Sistirung. Die adligen ......____________ | u-�rden Anfangs nächsten Monats in öffentlicher ü»« fviK Strafkammer des Landgerichts I Rechenschaft ft.v" d®» abzulegen haben. e«.»«»»»mittelungs-Kchnrtndel treibt wieder mle«"z'" und macht den«eyölden viel zu schaffen. steht Achten jetzt ihr hesondere« Augenmerk auf Italien. tz! �(lltf fintti* SWötfz#«rtn QTfrthorttt#«� mtf fl rtTi pn wwSW®en thr»ö|etn reinen. A urlich nur gegen Baar, O Allna-.la sogar mit Brillanten, deren n, Ki�andwtn zu zahlen hat. Wie i( ge« ersa» je Septt�! wesen « 10, I de«, it sie nur»« »bar durch? rkeS eine» en Zeit de« ig gewesen- i Stillstand ihre« w öekunde ,-klärte fl 55. Oktober zrA »ember von eine ganze Reihe von.Akademien-' mit stolzen in.!? lediglich au« dem Verkauf reich ausgestatteter dergleichen ihr Dasein fristen. Diese Institute r, Orden in Kupfer, deren Kosten der Be- ...... Jie italienische Blätter „ en diese.Akademini", die mit Namen wie ,,, JU?b Vittorio Emanuele zu p UnktN pflegen, ein pe«""°,?i Gebiet in Deutschland, wo zahlreiche eitle eihl �esm Leim gehen. Mancher Dandy prunkt M solch«, erkauften.verdienstvollen' Dekoration, l«» tz., lknopfloch, theil« am bunten, breiten Ordensband "»er JJkagen wird und sehr glänzend sich ausnimmt. «»«.»Akademien' in Neapel wurde kürzlich von der �'gehoben. Dieselbe hatte sechszehn verschiedene Me- % S. L�n>J Sd t au m von sie am 4 »'Lttem,., ist von I' mute flji ! KaMs md L läuser chd« HauA »er Friedrich nen-, der ''äA* ÄV. SJ" hin vor il leuen"" hstraße.. idlung w »leibliche Weidend> inn auch Ü: fit t- asttrhand imaginäre Verdienste auf Lager und - in A!»e.l0O— 1000 Lire an den Mann. Die Dip'ome f btis Mugem Buntdruck ausgeführt und kugen in der ��app-n Savoyen«, unten aber nickt weniger als » J|mL der Vorsitz nden, de«.Grand ConsigUo", des i» s, und der Sekretäre. Acht von diesen Unter- wie man festgestellt hat, fingirt; denn die '' bestand nur uus drei Hochstaplern welche A"«schwindel in Szene gesetzt hatten. Auch hier »s«in undus vu,t dedpi», die Welt will nun einmal be- '�.�wahrhaftige feurig« Drache,' ei« Sammel- l! ertl'"igsten Blödsi m«. ,st soeben in Berlin in neuer gAb'«"en. Hier eine Seite d-s.Werkes';.Erstes -** Jrnpittl. Da« große Buch der 20 Foliobünde. i1"iib A- da« Buch aller Bücher, ist in Europa so »tt in?wd doch m allen Ländern so eifrig gesucht, daß i.kr sn't,. bat wegen seiner Seltenheit, nach dem Aus- ki o.i u nen' wit Recht las groß« Buch nennen kann. -den.» brten und ehrwürdigen R»bbiven sind es auch m> t,»twan Ii« Erhaltung dieses kostbaren Originals zu Scholl wovon so viele falsche Auflagen durch betrüge- ">derm� verbreitet werden, und dem durch »lU Sr"'* gleich zu komme«, so viele Scharia- 1 �.�ohrhu-dertc und aller Völker umsonst sich oben. Stets wurden solche Blendwerk« bald »..Mb solche Verfälschungen zu Schanden. Unge- war dadurch oft der liebin Einfalt abgelockt wor- lai��. Aufsehen erregten einzelne solcher scham'osen i» ober die Wahrheck bricht sich immer und überall mammm........... Bahn, uud Kitt dann um so strahlender an benvogev ingt un- genug i ktis»,.. solche Mißverständnisse und BeKügereien kaum ** 0,./"nckdem die reinen und waren Lebren der Magic ' � ori�-SßtfsenftHast in diesem kleinen Büchlein so ein- otek�?i°i"lfi.n°�standl>ch zusammengedrängt sind. Aberglauben »»ii A"9. ,'tt Alles, wo« außer diesem Bücklein über I n»d bstische Verhältnisse zu der Welt der Geister an- "d»? gelehrt wird. Denn dieses Büchlem ist der einzige Uta Spiegel jmes großen Buch-S, dieser einzigen s-LjchlkS und aller Wahrheit.' "bul Alchen Widersinn finden sich Käufer! �Unfj», l»a»de« machen gegenwärtig die Umgegend von INd»'. Gegenwärtig Hausen sie m der Gegend von Hammer, wo sie an der Chaussee ihre Zelte "n. av ben. ES ist eine Gesellschaft von zirka 50 bis da* schwaizhaarigen Gelellen und dunkeläugigen o-m»"lnder schwärmen in den umliegenden Dörfern ■"dh- tkr für die Pferde und Proviant herbeizuhalen. 'M, wahrsagen und fühien dabei auch gelegentlich die Männer aber haben sich ganz und gar auf bi"! den Fang der Igel gelegt, die in dortiger Gegend sehr häufig find. Die Thtere werben nämlich von den Zigeunern als Leckerbissen sehr verehrt und bei dem Fang derselben zeigen sie sich sehr gewandt. Hauptsächlich in diesem Winter, wo kein Schnee liegt, ist ihnen der Fang der Igel sehr bequem gemacht. Die Thiere werben mit einer dicken Lehmkruste versehen und dann am offenen Feuer g-braten. �. Da» beständig« Zlmgrbrnfei«»an K«fahren wiegt in Sicherheit; da« kann man namentlich bei dem Zugpersonal unseres StadtbahnverkehrS beobachten. Da« fortwährende Hin- und Herbraufen der Zuge macht die Maschinenführer, Heizer, Schaffner u. f. w., namentlich wenn st- sich auf ihrem ge- sicherten Platz befinden, unempfindlich gegen die erschreckende Wirkung, die der daherfahrende Zug auf jeden anderen An- wesenden ausübt, welcher in der Nähe steht. Auf dem Bahn- bof.Zoologischer Garten' war am Dienstag Nachmittag der Heizer von der Maschine eine« dort hallenden Zuge« gestiegen um sich an den Rädern der Lokomotivr zu beschäftigen; plotz- lick entfi.l die Oelkanne seiner Hand und al« der Heizer sich bückte, sauste ein Zug auf dem dicht daneben liegenden Geleise entlang. Glücklicher Weise warf sih der Heizer sofort der Länge nach auf den Boden, sonst wäre er sicher von dem wächtigm Luftdruck unter die Räder de« Zuge« gerissen wor- den. Von den Fahrgästen de« Zuge« hatten viel« dem auf- regenden Schauspiele zugesehen und erkundigten sich theilnehmend nach dem Heiner, der unverletzt davon kann. KelbstmSrber scheinen jetzt mit Vorliebe die Bellealliance« brück- auszuwählen, die schon wieder der Schauplatz zw-ier derartiger Theten war. Dem höflichen Mann, welcher den Hut abnahm, ehe er sich ins Wasser stürzte, folgte in der Nacht zum Dienstag em ällerer Mann, und am Dienstag Abend schon wieder ein jüngerer Mann von einigen»wanzig Jahren, der sich von einer der granitnen Rundbänke rücklings m den St»r B»r»f»,»«oa»».«ai 15 Mitten ball In de" Eä.en t.r«ttlintr Bottnaueel iTemb« s'N, 8% Uhr. Satte- 50 PI«Illet» stnd aarber zu> Et midi. El alaner Pla» 23;«mit Pml«bdb'tiflr® sira,t«all Riedl, er. Dl-ff-nd-chftraie 5S; Srnst Rolle. Rest, urart..».-»d-t»t« 9ir irbtit»no(tjni»i» htv gUanlarirrb»»*» fc'S!r6„t H ftroS 78 dtl Bi- jer. Die adreffenautgade iindet i-dm»w u d Eonnta,# Cocmlttaof oon 10 bi« U% Uhr, lowohl an Nichttnitili-der unentgeUllch statt. Theater. Freitag, den 7. Februar. GPSMetza«». Tannhäuser und der Sänger- krieg aus der Wartburg. »cha»s»i»U»a««. Aschenbrödel. »ssswa-Thrater. Da» Bild de« Signorelli. K>.»tsche« Ul»-ate». Krieg im Frieden. Drtrlt»»» Uhoairr. Gräfin Lea. Fstodrich- Wilhelmstadtische« Uheatrr. Der arme Jonathan. W«>»«»-?h»at«r. Die spanische Wand. U-sidmrz-Ukeat»». Die arme Löwin. Kietoria-Kheate». Stanley in Afrika. DollMllUmre-Ghsata». Almenrausch und Edelweiß. Gstatd-Cchentsr. Othello, der Mohr'von Venedig. Kö»ig>lüdtisch«» Uhratev. Die Karten- legerin au» der Linien straß». oder: Die Geheimnisse der Rosenthaler Vorstadt. Knrtval-Uheat»». Berolma. Ad«l»k Vrust-Uhealvv. Flotte Weiber. P»zch«kall««.UHenler. Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Kei«fman»'» NarlHtch. Gr. Spezralttäten- Vorstellung. «od».»Ichtor'« Spezialitäten- Borstellung. Clroum Renz« Karlvraße. Heute, Freitag, den 7. Februar, Abend« 7tz Uhr: Zum 17. Male: Deutsche Turner. Große nationale Ongmal- Pantomime, inszenirt vom Direktor E. Renz. Große« Hurdle-Rennen mit 24 Springpferden, geritten von Damen und Herren. Auftreten der vorzügl R-itkünstle rinnen und Reitkünstler. Agat, arab. Schimmelhengst, dresfirt und vorgesühn von Herrn Franz Renz. Das Sckulpferd Coriolan, geritten von Herrn Oscar Renz.— Morgen: Deutsche Turner. Sonntag: 3 Vorstellungen. E. Renz, Direktor. sDa« Alhambra-Theater W allnertheaterstr. 15 k°n Dereine, Gesell- schufte« iC- mtt sämmtlichen Nebenräumen, Bühn«, Tunnel:c. zu Festtichlletteu»«»«geben. Näheres zu erftagen im Theaterbureau. Amerioan-Theater. Dresden erstraste 55. Tiglloh Voretelluno-[1865 Englischer Garten. Alexanderstraß« 27c. Auitreten der Kostüm-Soubrette Frl. aerienm. Austreten de« Gesang«» Humoristen Herrn Knlnberg, Austreten der Kostüm- Soubrette Frl. Linn Selar- Auftretm der Familie Groaae Doepington in ihren Staunen erregenden, unüber- troffenen Leistungen. Auftreten der vorzüglichen und beliebten Duet- listen Gebp. Mundl. Anfang Wochentag« 8 llyr. Sntree 30, 50 und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Sonntag« Anfang halb S Uhr. Sonntag« Sntree 50 Pf., reservirt 75 Bs., Orchester 1 Mark. Vorvnkauf Entree 40 Pf. Vtffqit 1 T». SM.- 10 Uhr A. Kaiaep-Panopama. Reu! Z. ersten Male: 4.Zyrl. Erinnerung, a. d. Feltzzug 1870/71. Erste Reise durch Oesterreich. Hochinteressant: cherthu-Neise. »m« Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Aöonn. 1 M. w Kohtabak"CZÜT am hiesigen Platze bekanntlich>1653 GpOaaie Auswahl. tyarantirt sicher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise!. Sämmtliche im Handel b-findlichen Roh. Tabake find am Lager. A. Goldsohmidt, Epanb au erdrücke 0, am Hackeschen Markt. Unserm Freunde Wilhelm JSgep zu seinem beutigen Wiegenfeste ein dreifach donnernde« Hoch. Die guten Kerl«.[1160 Zur Beachtung für Tabakarbeiter! Sonntag, den 9. d. M., Vonnittaa« 10» Uhr, findet W-instraße 11«ine Delegipten>Vep- sammlung statt.[1172 Dre Lohn-UcberwachungSkommisfio« der Tabakardetter und-Arderterinnen Berlins. ktsmWereil ßojsmg i« Kirdorf. Den Mitgliedern zm Nachricht, daß der die«- jährige[1144 Maskenball am Sonnabend, den 8. Februar, in varta'S Lalon, Bergstraße 120, statifiadet. _ Der Dorstand. Willi!! Kutimdkiter md Wkiterimieii. Die Sperre von Ehler*& Lange dauert fort._ Die Kommisston. 1169 Versammlung"WE de« Sozialdemokratischen Lese-«nd Di». kntir-Ktnbs Lassalle. Freitag, den 7. d. Mts., Abends 8s Uhr, Cuvrystr. 16, bei Ziemer. Gäste durch Mitglieder können eingeführt werden. 1161 FachvereindMhrleger. Sonntag, den 9. d. Mts., Vormittag« 11 Uhr, in Fene» stein« Kalo«, Alte Jakobstr 75: WW"' Versammlung. Tagesordnung: 1. Vierteljähr. Kasser bericht. 2, Vortrag des Herrn Dr. Wille:.Der Kampf um'« Dasein in der Volktwirthschaft." 3. Verschiedenes und Fragekasten. NB. Die säumigen Mitglieder werden an ihre Pflichten«innert.§ 5. 1168 Der Vorstand. MStiermi! Alle Genossen, welche Willens find, vor wie bei der Wahl thätig zu sein, werden ersucht, sich an da« Wllhikmltee fnr den 4. Kerl!nerRe!lhstaö8!vahlkre!s.b.stehend au« folgenden Herren: fOr den Osten■ August Dretrich, Fruchtftr. 46, 2 Tr., Otto Heindorf, Langestr. 70, Fritz Höhne, Eldenaer str. 2, Paul Mayer, Rüdersaorfnstr. 20, 4 Tr., fdr SUd-Os« i August Günther, Aoaldertstr. 94, 4 Tr.. Albert Grundmann, Laufitzerstr. 41, 4 Tr., Berthold Blaser, Görlitzerftr. 49, 2 Tr., Theodor Schulze, Stralauer Platz 6,7, S. l. 3 Tr., »u melden.[1122 De« Genossen halte ich meine Mnsden-Garderobe bei Bedarf best, empfohlen. GrS»teA«Swotzll»t». Ar. «mitten VreiSermötzl« fc-EÄfs.!78' Masken-Garderobe von[516 F. Stenxel, Dresdener str. 118 (früher Nr. 21), empfiehlt sich den Vernnen, so» wie Lesern de«»Berl. Volksbl.- Reichste AuSw., bill. Preise. 1102 Sopßaßezüge! Kt« von 8i— 5 Meter Ipottbillig. II LefAvre, Äranienftr. 158, Große öffcntl. Wähler-Versamml des l Bnliiin ReiWtMahllrtisef am Freitag, de» 7. Februar, Abeuds 81- in„Zaussonri", Kottbuserstraße 4». TageS-Ordnung:,■ � M 1. Die Bedeutung der ReichStazSwablen und die verschiedenen Parteien t, .......-"".Glocke. 2. Süsfufftou, Bnücksichtigung der freisinnigen Partei). Referent: Th Die Wähler aller Parteien find hierzu eingeladen. Oaa Wahlkoirti�t Gr. öffentliche Wähler Versamoll» sir de» 3. Berli«« Reichstigwihlkeis am Freitag, de» 7. Februar, Abends 8 Uhr. im Lokale Bergstraße 13, bei Rehliiz. TaueS-Ordnung: 1. Die Parteien des Reichstag»« und die Sozialsemokr.tie. R ferent: Curt Baok�'- 1163]__ Per Einst Große össentl. Wählerversamw des Ii. Berliier ReichstiMshItreiseS am Montag, den 10. Februar, Abends 8 Uhr UM" in der Volks-Brauere», Alt- Moabit 47— Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden ReichStagSwahlen.(Rifeient Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.„fef-vts? __ Per EinbePg>— Vj Wilmersdorf! Konntag» den 9. Februar 1890, Mormittag« 10i Uhr: Große Wähler-Versammlung im Volksgarten, Berlinerkroße 21. Tagesordnung: 1. Die bevorttrhendcn ReichOagSwahlen. Versammlung bekannt gegeben.) 2 DeSkulsion. 3. Verschiedenes All« Wähler sind zu dieser Veisommluna eingeladen. (Refeient DaeWahlM!!� Große öffentliche Uersirmmlitttg der Müller and nemmnblen Kemfogenossen r IftT.4( am Freitag, den 7. d. M., Abend« 8z Uhr, m Soheffer'« Salon, Tagesordnung: l. Was bringt die Verkürzung Oer Arbeitszeit den* jjP Vorlheil? Referent: Herr G. Tempel. 2 Diskussion. 3. Verschiedenes und Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Gäste willkommen- "" KSmmHer*� Der Eiiib�! 14/]_ uer Zcntral-Kranken- und Stcrbcb"' der Tischler u. s. m. Sonnabend, den 8. Februar 1890: Kroßer Wiener Waskeuo in der Neuem Welt (Hasenbaid)- Um recht zahlreiche Beiheiligung ersucht Po» Filleto sind bei folgenden Heiren zu haben: A. Lehmann. Rmeritr. 1�-§ H. Piebcke, Admiralstr. 39, H. 3 Tr.; C. Münk, Manteuffelstr. 65, H. 3 Tr.?• Manteuffelstr. 67, H. 3 Tr.; G. Bredcnfeld, Reichcnbergerftr. 125, v. 4 Tr.;» G-ünauerstr. 4 n. 4 Tr., und in den mit Plakaten deleaten Lickalen. Fachverem der Steindrucker und Litho„ Den Mitgliedern zur gefälligen Kenrtnißnahme, daß dos zum 15. Februar in*. Garten anberaumte Winterfest dort nicht stat findet, da der Direktor Biete« Lokals o dasselbe zu allen V-rfammlungen zu geben. Trotz der größten Mühe, welche fich" g gegeben, ist et demsilben bicht gelungen, zu einem Sonnabend ein für uns passeno ekommen und findet das Winterfest.. um 16. gelimt im Myssnm, Lillldsbergn Allee 36—11, ß' MT Anfang 5 Uhr."HM.4 Die bereit« entnommenen Billct« behallen ihre Giltigkeit, auch find Billet« i. Februar stattfindenden Vereinsvrisammlnng zu haben._ Pferdebahnverdindung vom Al'rrnderplatz bis vor die Thür für 10 Pf. Pas Komilee. I. A.: G. Krone, Falken stein Krane am 13 Spiogßl i.Poisterwaaren. Gr. Lager, bttl. Preise. } Emil Heyn,■ eigener Bnmnenstr. 28, Hof part. Fabrik. Tbell*. nach Uebereinkunft Möbel Empfehle mein Bierlokal sowie Arbeiter- Lesezimmer; sämmltiche Gew-rkichatts-Organe liegen aus., Emil Bötil, 548|__.'Frankfurter Allee 74. MnmrorfchUifrr verlangt 1170 F. Priesa, Landsberger Allee 19. I Louisen-Ufer H. kleine, helle Arbeitsräu«»', Wohnung pr. 1. Apnl. Geübter, sim als M-iUer ngrenoe SpiegelQlas-PoliP"\ «sucht v. d. Glaslchieiferei Zastro« traße 8, 2 Hof.____ Mädchen. die m Stewdruckereien gearbeitet hob*' sofort eingekellt. 1. Aberle« Co., Louisen WceannoorUtAee«edvtteu»;«nrt Dank» k«ertin Druck und«-riog»»n Mar Anking m»•*!«« SW.,«.-nthll-abe S-