Nr. 20. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene stolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Spanische Mord- und Schandkhaken. " In einer Höhle bei dem Orte Garcia wurden sechs Dynamitbomben aufgefunden," so lautet eine Depesche, die vor zwei Tagen das Wolff'sche Telegraphen- Bureau an die Presse sandte. Wenn irgendwo Dynamitbomben gefunden werden, so können diese nur von Anarchisten zurecht gelegt worden sein, schließt der Philister. Es ist nicht die erste solche Nachricht, die aus Spanien und von anderswoher verbreitet wurde und es wird nicht die letzte sein. Daß Anarchisten diese Bomben hinterlegten, glauben wir nicht eher, bis es tlar bewiesen wird. Angesichts der Vorgänge, die wir unter dem Sozialistengesetz erlebten wir erinnern nur an die Kiste brauner Waare", die Schröder in Zürich mit Wissen und Zustimmung seines Chefs, des Polizeihauptmanns Krüger, in Verwahrung hatte und durch die Enthüllungen, die der Prozeß Leckert- Lützow brachte. Es handelt sich bei solchen Vergnügen immer darum, gewissen politischen Zwecken, die selbstverständlich immer sich gegen das Volk und seine Interessen richten, Vorschub zu leisten, -HOA Sonntag, den 24. Januar 1897. " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Besiegt durch das Uebermaß der Leiden, wurden einige Ge- daß manche auf dieselbe gesetzte Hoffnung nicht erfüllt worden fangene schwach, belasteten sich und, ihre Mitangeklagten während sei, doch giebt er sich mit dem Gebotenen zuf ieden, voraus der Untersuchungszeit. Wiewohl die Verhandlungen des Kriegs- gesetzt, daß noch einige Besserungen eingefügt werden. Roeficke gerichts am 15. Dezember heimlich waren, so drang doch vieles wünscht, daß die 13 wöchige Karrenzzeit wegfalle, wobei er die von diesen Vorgängen in die Deffentlichkeit." " Ich bin gefoltert, gezwungen falsch zu denunziren! Verpflegung der Verletzten den Krankenkassen zwar auch über erklärte Afcheri. Und ich auch! erklärte Molas. Und ich die vierte Woche hinaus überlassen, aber dafür eine Ersatz. auch! fagte Noguès aus. Alles ist Lüge und Schändlichkeit in pflicht der Genossenschaft einführen will. Die Angriffe auf diesem Prozeß! schrie Callis." die häufig zu tage tretende Schäbigkeit der Genossenschaften, durch Selbstmord." " " " Und alle zeigten sie ihr verbranntes Fleisch, ihre ver- sowie auf die Rentenquetschen zc. suchte Redner zwar abstümmelten Glieder, ihre geschändeten Beugungstheile, ihre Hände zuwehren, doch mußte er das Bestehen von Mißständen zugeben. ohne Nägel; alle schrieen sie auf in ihrem Schmerz, in Wuth und Redner verlangte die Beiziehung von Arbeitervertretern auch Super Forde? nein! Mas, der sagte gar nichts. Ausgefeßt der Tortur des elektrischen Helmes, widerstand er dieser zur ersten Rentenfestsetzung, wobei er besonders betonte, daß Pein nicht und fiel in geistige Umnachtung und Raserei." bie Arbeitervertreter sich durchwegs so auch im Sanatorium Aufwallung und Empörung ergriff die Betheiligten bis zu den Gütergotz bewährt haben. Roefice verficherte, daß auch Offizieren, bis zu den altgedienten Haudegen und den Kerfer- die Unternehmer gegen die Einschränkung der Berufung feien, meistern hinauf. Mehrere nahmen den Abschied, beleidigten die da dem Reichs- Versicherungsamt Vertrauen von Arbeitern wie Gerichtsbeamten und trugen den Angeklagten ihr Zeugniß an. Unternehmern entgegengebracht werde. Dem Vorwärts"= Durch fie drang eben auch vieles von dem Prozeß, für dessen Artikel Vigilanten und Aerzte" warf Roesicke Einseitigkeit Geheimhaltung alles geschah, was möglich war, in die Deffent vor, da es Pflicht der Genossenschaften sei, Kontrolle zu üben. lichkeit. So wagten es die Richter nur, über acht der Angeklagten Letteres bestreitet wohl kein vernünftiger Mensch. Kontrolle die Todesstrafe zu verhängen." Vierzig von den Angeklagten erhielten je 20 Jahre, fieben- aber, wie sie in unferem Artikel gegeißelt worden ist, geht weit undzwanzig je 8 Jahre Buchthaus. Ungefähr 300 der über das zulässige Maß hinaus. Gegen solchen Unfug kann Die Geschichte der politischen Polizei in Deutschland, Unglücklichen harren noch ihres Urtheilsspruchs. Die Frei- die Kritik nicht scharf genug einsehen. Desterreich, Belgien, England, Frankreich, Italien, Spanien maurer, so meldet der Sozialist" weiter, legen fich für ihre die Vorlage erschöpft, denn was die Herren Ober- Bergrath Mit der Rede Rosicke's war die heutige Debatte über und Rußland hat in Hülle und Fülle gezeigt, was man zu Angehörigen ins Beng und suchen sie zu befreien, aber um Engels( N.-B.) und von Langen( antis. tons.) zu machen versteht, um als Staats- und Gesellschaftsretter zu die andern kümmern sie sich nicht. erscheinen und mit welcher Gewissenlosigkeit man dabei zu Ein Gefangenenwärter in der Festung Montjouy ver- sagen wußten, kam nicht über das Gebiet der Rebensarten Werke geht. hinaus. öffentlichte im Intransigeant", dem Blatte Rochefort's, einen Ein ganz besonderes Maß von Niedertracht und Grausam Brief, in dem er die Namen der Henkersknechte und die Am Montag, Mittags 1 Uhr Fortsetzung und Wahlfeit sammelt sich aber eben wieder einmal in Spanien an, in Funktionen mittheilt, die sie unter dem Befehl des erwähnten prüfungen. jenem Lande, in dem die Grausamkeit gegen Verfolgte von Gendarmerielieutenants Narcisso Portas ausführten: Im Herrenhause nahm heute den größten Theil der Sigung altersher mit besonderem Raffinement betrieben wurde, und Diese unmenschlichen Greuel erklären nunmehr auch die Besprechung der Interpellation des Grafen von das in diesem Augenblick auf beiden Hemisphären, in Kuba folgende Depesche des Wolff'schen Bureaus, die vor kurzem die Klinckow ström ein: Ist es richtig, daß seit ca. zwei Jahren und auf den Philippinen, mit Boltsaufständen gegen Beitungen veröffentlichten: die Königsberger Walzmühle Roggenmehl im Verhältniß von sein Schandregiment zu tämpfen hat, die es mit ausgesuchter" Der Kavallerie Oberst Juan Moradis, Staat um erhebliche Bolbeträge und die Landwirthschaft durch ver8712 100( fogenanntes Neptunmehl) ausgeführt und dadurch den Brutalität und Gewaltthätigkeit niederzuwerfen versucht. Mitglied des Kriegsrathes von Barcelona, mehrte zollfreie Einfuhr geschädigt hat, und eventuell, welche Schritte Spanien ist ja auch das Land, in dem die Inquisition mit ber die Anarchisten aburtheilte, töbtete fich find gethan, um den dadurch entzogenen Boll nachträglich einzuziehen?" zuerst, vor allem aber am furchtbarsten wütheteder Die Debatte bewies, daß es den Agrariern nur auf eine DemonName Torquemada besagt genug und am längsten in Abscheu und Gewissensbisse haben offenbar dieses Mit- tration antam, um wieder einmal ihrem gepreßten Herzen Luft Uebung war; sie wurde durch Napoleon I. im Jahre 1808 glied des Barcelonaer Henkerrathes dem Selbstmord in die zu machen, denn alle Redner mußten, ebenso wie der bie unterdrückt, kam aber erst im Jahre 1834 gänzlich außer Arme getrieben. Interpellation beantwortende Minister Dr. Miquel anerkennen, Uebung. Besäßen wir in Europa Regierungen, die sich einer Kultur- daß die Königsberger Walzmühle vollkommen loyal gehandelt hat. Die Gier der spanischen Staatsretter nach Blut scheint mission bewußt wären, fie müßten einmüthig und nachdrück Dieser Mühle war nämlich, ebenso wie einigen anderen Mühlen durch den Kubanischen Aufstand noch gereizt zu sein. Nicht lichst Einspruch erheben gegen die Barbareien und Grausam- bei Altona, auf Verordnung des Finanzministers ausdrücklich ein genug, daß man in Kuba und auf den Philippinen mit aus- keiten, die unter der Herrschaft der allerkatholischsten Königin regulativwidriges Ausbeuteverhältniß gestattet, das erst im Juni gesuchter Mordlust wüthet, auch im eigenen Lande sucht diese von Spanien ausgeübt werden nnd eine Schmach und eine tegenheit in der Schwebe, es ist eine Kommission zur Regelung ein1896 aufgehoben wurde. Zur Zeit befindet sich die ganze Ange Luft an Grausamkeiten und Mord nach Befriedigung, und Schande für unser Zeitalter sind. gefeßt, deren Resultat Aber dieselben Regierungen, die den russischen Kaiser zum Für eine Rückerstattung des zu wenig gezahlten Zolls liegt, später bekannt gegeben werden soll. hier sind die Anarchisten und was man dafür hält oder aus- Schiedsrichter von Europa werden ließen, in dessen Reich ähn- wie Dr. Miquel ausführte, gar keine juristische Möglichkeit giebt die Opfer, die Helden. Der Vorwärts" kann nicht in den Verdacht kommen, ein liche Greuelt haten wie in Spanien sich fast täglich wiederholen, vor. Die ganze Interpellation war also höchft überflüssig. Freund der Anarchisten zu sein, aber die Gerechtigkeit und die dieselben Regierungen, die unfähig waren, der Megeleien in Von den weiteren Gegenständen der Tagesordnung ist nur noch Menschlichkeit gebieten, sich mit aller GEnergie gegen die Un- Armenien und auf Kuba ein Ziel zu setzen; dieselben Re- der Antrag des Grafen von Frantenberg erwähnens menschlichkeiten zu wenden, die seit einiger Zeit in Spanien gierungen, die den bekannten Schandthaten in Sofia faltblütig werth, die Regierung zu ersuchen: 1. Dem wiederum an vielen Orten an gefangenen Anarchisten und Oppositionsmännern begangen zuschauten, fie ließen auch das offizielle Spanien seine Henter- fühlbar gewordenen Wagenmangel der Staats- Eisenbahnen schleunigst werden, und die Urheber dieser Unmenschlichkeiten an den akte vollziehen und bewiesen damit wieder einmal der Welt, Abhilfe zu gewähren; 2. die geplante Ermäßigung der Tarife für verSchandpfahl zu nageln. schiedene Industrie- Erzeugnisse( Kohle, Erze, Eisen) auch auf Produkte daß wir zwar in sogenannten christlichen Staaten leben, aber der Land- und Forstwirthschaft auszudehnen; 3. angesichts der Der hier erscheinende„ Sozialist" veröffentlicht in seiner daß Rohheit, Gewaltthat und blutgierige Verfolgungssucht billigen Wasserfrachten, welche die Eröffnung des Ruhr- Emskanals letzten Nummer auf grund ihm zugegangener Berichte aus heute noch wie vorher ungestraft herrschen. für die westlichen Provinzen bringen wird, die Einführung von Spanien Gewaltakte, an Anarchisten und politischen Ge- Wir denunziren hiermit das in Spanien herrschende Staffeltarifen auf den Staatseisenbahnen zu fördern. Nach längerer fangenen begangen, die, wenn sie auch nur zum dritten Theil Schand- und Mordfystem allen menschlich Denkenden und er- Debatte, an der sich auch der Eisenbahnminister Thielen betheiligte, wahr wären, einen Sturm der Entrüstung im gesitteten Europa heben geharnischten Protest gegen die Schandthaten jener wurde der erste Antrag der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen. zweiten und hervorrufen sollten; sie übertreffen noch an Abscheulichkeit aubthiere in Menschengestalt, die weder auf den Namen Kommission vor, in ein britten Antrag schlug die ein Ersuchen an die Regierung und Grausamkeit die Vorgänge, die seit Jahr Christ noch Mensch Anspruch haben.") Einführung bezw. Wiedereinführung der Staffeltarife für alle und Tag über die Behandlung politischer Gefangener aus RußMassenartikel der Landwirthschaft und Industrie zusammenzufassen. land gemeldet werden und stehen nicht hinter dem Schlimmsten Der Antrag wurde jedoch, da in der Frage der Staffeltarife die zurück, was im letzten Jahr aus Armenien gemeldet wurde. Landwirthschaft des Ostens und die des Westens verschiedener Aus ficht sind und infolge deffen die Gemüther heftig aufeinandergeplakt wären, für heute nach kurzer Debatte von der Tagesordnung abgefeßt, Das Haus vertagte sich bis Mitte Februar. Politische Ueberlicht. Den Das Abgeordnetenhaus überwies heute nach längerer Debatte Man wird sich erinnern, daß im Juni v. J. irren Berlin, 23. Januar 1897. wir nicht, so war es am Frohnleichnamsfest in Barcelona Aus dem Reichstage. Heute wurde die Etatsdebatte eine Bombe unter eine Prozession geworfen wurde, die eine in zweiter Lesung beendet, soweit die einzelnen Positionen große Anzahl Opfer- Todte und Verwundete- forderte. nicht von vornherein der Budgetkommission überwiesen sind. Die Verwirrung und Bestürzung, aber auch die Erbitterung Beim Titel„ Reichsschazamt" lenkte Dr. Lieber die Aufmert- den Antrag Langerhans betreffend Aufhebung der Kongegen den oder die Frevler war begreiflicherweise eine allgemeine famkeit auf die Konvertirungsvorlage, welche dem Reichstage sistorialordnung vom Jahre 1573 an eine Kommission von und alles schrie nach Rache. Der oder die Thäter wurden zugegangen ist. Der Redner bemühte sich, nachzuweisen, daß 14 Mitgliedern und erledigte sodann eine Reihe von Petitionen. nicht entdeckt, wohl aber bezeichneten Polizei und Preffe die die seinerzeit begebene 3 prozentige Reichsanleihe ein Auf der Tagesordnung der nächsten Sigung, welche erst am Freitag Anarchisten als die Thäter, obgleich bis heute kein zwingender Mißgriff gewesen, dessen Schuld Herrn Miquel treffe. stattfindet, steht an erster Stelle die Interpellation der Polen über Beweis dafür erbracht ist. Denn daß durch die grausamsten Folter- Kardorff und Enneccerus sowie der Reichs- Schatz- die jüngsten Auflösungen von Bersammlungen in Westqualen mürbe gemacht, einige der gefangenen Anarchisten Geständ- sekretär suchten den preußischen Finanzminister zu decken. preußen wegen Gebrauchs der polnischen Sprache. niffe machten, wird kein unparteiisch Denfender als giltigen Beweis Hierauf trat das Haus in die Berathung der Novelle zum ansehen wollen. Indeß bei dem Verdacht, daß Anarchisten die Unfallgeseze ein. Als erster Redner nahm Herr Rösicke Urheber des Attentats seien, wurde alles was Anarchist sich das Wort. Derselbe gab zunächst seiner Ueberraschung Ausnannte und viele andere, die nie mit den Anarchisten etwas zu druck, daß auch bei dieser Gelegenheit wieder der Vertreter thun hatten, aber als entschiedene Oppositionsmänner bekannt des Reichs- Versicherungsamtes Dr. Bödiker am Bundesrathswaren, verhaftet; im ganzen 380 Personen. Ein Theil der tisch feble. Er fonstatirte, daß dieser Gegensatz zwischen dem Gefangenen wurde auf ein Kriegsschiff im Hafen von Barcelona Reichsamt des Innern und dem Reichs- Versicherungsamt recht gebracht, ein anderer wanderte in die feuchten Kasematten der unleidlich sei. Feftung Montjouy. Alsdann begann die Untersuchung und der Prozeß vor bem Kriegsgericht, beides eine scheußliche Farce, wie sie nur Teufel in Menfchengestalt ersinnen können. In der Besprechung der Vorlage bedauerte Röside, Einen oder Anderen schier unglaublich, ja geradezu unmöglich er. *) Die Greutel, welche in dem Artikel erwähnt sind, werden dem Die Angeklagten leugneten, aber die Justiz war erfinderisch. daß die raffinirtesten Foltermethoden dort gang und gäbe find, und scheinen. Allein wer die Kolonialverhältnisse tennt, weiß, Und nun geben wir dem" Sozialist", dem wir über dieses daß insbesondere in Kuba und auf den Philippinen( auch in Indien Thema schon einiges Material entnommen haben, das Wort, und so weiter) die in dem Artikel erwähnten Foltermethoden ges der folgendes mittheilt: bräuchlich und zwar in täglichem Gebrauch find. Die Spanier haben schon bei der Eroberung von Mexiko und Peru ein großes Talent der Menschenquälerei bewiesen in dreihundert fünfzig Jahren der Kolonialpolitik ist dieses Talent jedenfalls noch beträchtlich ausgebildet worden. Man muß die Augen dem Recht verschließen"( cerrar los ojos a la razon), erklärte cynisch der Richter Marzo, indem er für 28 der Angeklagten den Tod und für alle übrigen das Zuchthaus forderte." Vom preußischen Junker- Schnaps, dessen Verdienste um das Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte uns Engels weiland tlassisch enthüllt hat, handelt nachstehende seltsame Notiz, die durch die ordnungsparteiliche Presse wandert: In Reichstagsfreifen besteht nach der" Post" die Absicht, den Verkauf von fufelhaltigem Kartoffelbranntwein au verbieten. Dieselbe Absicht hatte bereits vor etwa zehn Jahren bestanden, damals war ein Gesetz in diesem Sinne schon angenommen, allein es fonnte nicht in traft treten, weil tein technisches Verfahren bekannt war, das jeden Brenner in den Stand gefegt hätte, fufelfreien Branntwein herzustellen. Juzwischen ist der Plan, ein derartiges Verbot praktisch durchzusehen, nicht aufgegeben worden, und zwar weil darin eine hervorragende bygienische Maßregel erblickt wird; denn gerade der Fufel ist es, der den Trinker zum Gewohnheitstrinker macht. Wie die ift „ Post" hört, nunmehr auf dem kaiserlichen Gesundheitsamt festgestellt worden, daß ein gangbares Verfahren, den Fusel zu entfernen, jest bekannt geworden ist. Wenn die Regierung fich bisher trotzdem gegenüber einer Vorlage im angedeuteten Sinne ablehnend verhält, so dürfte der Grund dafür in dem Um stande zu suchen sein, daß Ermittelungen im taiserlichen Gesundheits amt ergeben haben, daß Kornbranntwein, Kirsch 2c. leidigung mit einer bestimmten Absicht des Angeklagten voraussetzen den Kriegszustand zu erklären, sämmtliche Zeitungen zu unterdrücken Der Imparcial" Gifte enthalten, die eine noch weit schlimmere fonnte! Eine von dem Beschwerdeführer gerügte Verlegung des und blos das Amtsblatt bestehen zu lassen. Wirkung ausüben, als der Fusel. Als ein weiteres Be- Gesetzes habe der Gerichtshof mithin in dem Urtheil der ersten erklärt, er werde nunmehr von jeder Berichterstattung über die Vordenken gegen ein Verbot, fufelhaltigen Kartoffelbranntwein zu Instanz nicht erblicken tönnen, weshalb auf Verwerfung der Re- gänge auf Stuba absehen angesichts dieser unerhörten Drohung, um verkaufen, wird geltend gemacht, daß der fuselfreie Kartoffel- vision erkannt wurde. nicht Anlaß zu geben, daß sie in Erfüllung gehe. Im Dunkeln und branntwein wahrscheinlich dem Kornbranntwein gegenüber in eine Wegen Majestätsbeleidigung wurde in Dresden unter Schweigen aber, während die Machthaber nur fehr ungünstige Lage gedrängt würde. Immerhin ist in den inter- von der 3. Straffammer des dortigen Landgerichts der 37jährige Vergewaltigungen planen, pflegten fich alle esfirten Kreisen troß diefer Bedenken der Wunsch rege, die An- Former Friedrich Wilhelm Gurgen aus Rottbus zu 1 Jahr großen Umwälzungen vorzubereiten. gelegenheit dem Reichstage zur Beschlußfassung zu unterbreiten. Gefängniß verurtheilt. Er hat im vorigen Jahre in Man muß diese krause Notiz genau lesen, wie sie zu verstehen. einem Bierlokale des Nachbardorfes Hosterwig, gelegentlich eines Und hat man sie genau gelesen, so ergiebt sich folgendes: Streites mit Handwerksburschen, den deutschen Kaiser beleidigt. Der preußische Junkerschnaps ist ein abscheuliches Gift, Gurgen befand sich damals selbst auf der Wanderschaft und war weil er Fusel enthält. Den Verkauf fufelhaltigen Schnapses betrunken. Der Gendarm Morgenstern hat ihn sofort nach der zu verbieten, wäre eine hervorragende hygienische Maßregel". That verhaftet. * Aber die Entfernung des Fusels aus dem preußischen Junker Wegen Majestätsbeleidigung und Widerstands gegen Vorgesetzte Schnaps ist so schwierig und kostspielig, daß der Verkauf, wurde in Stuttgart ein Soldat der Königin Olga Grenadiere und hiermit das Einkommen der preußischen Junker darunter zu 5 Jahren 3 Monaten Festung verurtheilt! Teiden würde. Und sintemalen Thron und Altar die preußischen Junker als Stütze gebrauchen, darf auch der preußische Fuselschnaps, der eine Stüße des preußischen Junkterthums ist, nicht angetaftet werden, und die hervorragend hygienische Maßregel" unterbleibt. " Deutsches Reich. Bulgarien. Die Mörder Stambulow's. Aus Sofia tommt heute folgendes Telegramm: Und Die im Auslande verbreitete Meldung, der im Prozeß gegen die Mörder Stambulow's vernommene Zeuge Nischtow set durch Vermittelung der Regierung in einer Konservenfabrik in Brüssel angestellt worden, wird von der Agence Balcanique" für vollständig unbegründet erklärt mit dem Hinzufügen, daß Nischkow als einfacher Privatmann nach Belgien abgereift sei. Die Aussagen, die er vor seiner Abreise dem Untersuchungsrichter gemacht habe, widersprächen sich Ein neuer Versuch der Preßtnebelung wird durchaus und ließen den Charakter und die Vertrauen3= von der Auer- Gaslicht- Gesellschaft gemacht. Dieselbe war in würdigkeit Nischtow's in sehr zweifelhaftem Lichte er Um dem fufel haltigen preußischen Schnaps eine leine letzter Beit Gegenstand häufiger, rein fachlich gehaltener Angriffe in scheinen. Genugthuung zu verschaffen, wird dem fufel freien Korn der Beitschrift für Beleuchtungswesen". Dieses Telegramm ist ein fast tomischer Ausfluß des bösen Ge branntwein und Kirschwasser ein Matel angehängt wie dem Um dem Dr. Luy dieses Recht zu verkürzen, ist nun die Auer- wissens. Nischkow hatte die Mörder so genau bezeichnet, daß die amerikanischen Schwein. Das ist Junkertaktik und Junkermoral.- Gesellschaft auf ein sehr eigenthümliches Mittel verfallen. bulgarische Regierung fie sehen mußte. Aber sie wollte der so wurde Die Aner- Gesellschaft hat nun bei dem Landgericht I in Berlin sie nicht greifen. läftige Beuge Die Wahlen in Oesterreich. Das amtliche Blatt der den Antrag gestellt, Dr. Lux, dem Herausgeber der genannten Zeit- nach Belgien geschafft. Db er als„ Privatmann" bort Bsterreichischen Regierung, die Wiener Zeitung", veröffentlicht schrift, auf dem Wege der einstweiligen Verfügung, unter Androhung lebt, oder als Angestellter einer Konservenfabrit( der doch gewiffer awei taiserliche Patente. Das erste betrifft die Auflösung des einer fistalischen Strafe von 1000 Mt. für jeden Fall, zu untersagen, maßen auch„ Privatmann" ist), das tann uns sehr gleichgiltig fein. Reichsrathes und sofortige Vornahme der Neuwahlen, das in öffentlichen Druckschriften oder in ähnlicher Genug, er ist fortgeschafft worden, und von wem? Das ist für jeden zweite beruft den Reichsrath zum 27. März d. J. ein. Weise Behauptungen zu verbreiten, welche ge= flar, der diese Depesche liest. Die Agence Balcanique" ist eine Wie das Fremdenblatt" erfährt, finden die Neuwahlen eignet sind, die Klägerin in ihrem Geschäfts- russische Gründung; und die ruffische Regierung mit ihren zum Reichsrath statt: in Niederösterreich für die allgemeine betriebe und ihrem Ansehen zu schädigen. Der ganze Agenten in Sofia hat natürlich ein Interesse, das so schwer belastende Kurie am 9. März, für die Landgemeinden am 15., für die Antrag läuft darauf hinaus, dem unbequemen Dr. Lug durch Anlegung Beugniß Nisch to w's zu entträften und ihn selbst möglichst weit einer literarischen Mundbinde" jedwedes Urtheil, jedwede Kritif, weg zu schicken. Denn ein neuer Mord wäre doch wohl mit Un Städte am 20., für die Handelskammer am 23. und für den und stützte sie sich auch auf ein noch so wohlbegründetes Thatsachen bequemlichkeiten verbunden gewesen. Großgrundbefiz am 24. März; für Galizien am 11. März, Material, für alle und ewige Beiten zu verbieten. Auf dem Gebiete in der Bukowina am 4. März und endigen am 22. bezw. am des Preßwesens jedenfalls ein juristisches Novum, das, wenn den 15. März. Absichten der Antragstellerin durch die Gerichte beigepflichtet würde, ein ausgezeichnetes Mittel darböte, der Bresse jedwede Stritit unmöglich zu machen. Schon aus diesen Angaben ersicht man, daß zwischen Be ginn und Abschluß der Wahlen Wochen verstreichen werden, so daß man lange über das Ergebniß der bedeutungsvollsten Wahlen, die Desterreich bisher gehabt hat, im Ungewissen sein Wahlen, die Desterreich bisher gehabt hat, im Ungewissen sein wird. Man hätte nun erwarten sollen, daß die Auer- Gesellschaft ihren diesbezüglichen Antrag bei dem Landgericht II Berlin, dem für den Wohnsiz des Dr. Guy Wilmersdorf zuständigen Gerichte, stellte. Sie hat es aber aus unbekannten Gründen vorgezogen, den Antrag Das Hauptintereffe der Wahlen wird sich auf Nieder- bei dem Landgericht I Zivilkammer 4 zu stellen, welche Kammer sich österreich, Böhmen, Mähren und Galizien konzentriren. Der durch frühere Urtheile in den schwebenden Patentprozessen Auer Liberalismus sieht einem ähnlichen Zusammenbruche entgegen, contra Ronkurrenz bereits felbst für alle weiteren Klagen gebundene wie ihn der belgische Liberalismus nach der ersten Erprobung Marschroute vorgeschrieben hat, was übrigens den Ausgang des des neuen Wahlgefezes erfahren hat. Schon im alten Prozesses in keiner Weise verändern dürfte. Parlamente hat sich ein Theil der Abgeordneten abgesplittert In dieser Angelegenheit stand am 15. Januar cr. Verhandlungsund alle Nachwahlen haben gezeigt, daß die Wähler in hellen termin an, der aber aus prozessualen Gründen bis zum 22. d. M. Haufen der verschliffenen Fahne des charakterlosen Liberalismus vertagt worden ist. Wegen Unzuständigkeit des Gerichts wurde der Antrag der Klägerin am 22. Januar abgewiesen. Balet sagen. Vor den Neuwahlen haben die bekanntesten Führer des österreichischen Liberalismus, die Kuenburg, Beer - Zur Förderung der landwirthschaftlichen Genossenschaften Sachsens soll, wie die„ Frantf. 3tg." aus und Chlumezky, Abschied vom politischen Leben ge- Dresden berichtet, eine genossenschaftliche Bank gegründet werden. nommen. Die Liberalen, die die stärkste Partei im letzten Abgeordnetenhause bildeten, werden zu einem Darmstadt, 22. Januar. Der hessische Landtag wird am Auf der bedeutungslosen Häuslein zusammenschmelzen. Von der Erb- 9. Februar zu seiner ersten Tagung zusammentreten. schaft werden den Löwenantheil die verkappten Klerikalen, die Tagesordnung steht die Wahl des Präsidiums und der Kommissionen. Da die nationalliberale Mehrheit derart geschwächt ist, daß gegen Antisemiten und Christlich Sozialen erhalten; in den Rest 26 24 oppofitionelle Abgeordnete stehen, so ist es jetzt mit dem seitwerden sich die offenen Klerikalen und Deutsch Nationalen her geübten Terrorismus vorbei und auch unsere Genoffen werden theilen, ein oder das andere Mandat mag auch der neuen in die Kommissionen eintreten. Die Berathung des Staatsbudgets Partei der Sozialpolitiker zufallen. Dieser Kampf um das findet voraussichtlich erst im Herbst statt. Erbe des Liberalismus, dessen Ausgang nur wegen ber Theilung des Erbes interessant ist, wird sich vor allem in Böhmen, Mähren, Schlesien und Niederösterreich abspielen. Wien, 22. Januar. In der heutigen Schlußßigung des HerrenIn Galizien wird der Wahlkampf äußerst hart sein, hauses gelangten die von dem Abgeordnetenhause beschlossenen Gesebentwürfe, betreffend die Abschaffung des Beitungs dafür sorgte schon die im Badeni'schen Geiste dressirte Bureau- tempels, die Freigebung der Kolportage und Die tratie. Die Schlachta wird sich aber trotz der behördlichen Beugnißpflicht ber Abgeordneten, nicht mehr zur Unterstüßung gegen den Anfturm der polnischen und ruthenis Berhandlung. schen radikalen Bauernparteien zu wehren haben. Badeni-Wahlprogramme. Das erste Wahlprogramm haben wird alles daran feßen, um zu verhindern, daß die demofratischen Rathenenführer Franko und Pawlik oder gar der von ihm so gefürchtete P. Stojalowsti in das Wiener Parlament entsandt werden. Desterreich. Amerika. Senat. Als der allgemeine Washington, 22. Januar. englisch- amerikanische Schiedsgerichts- Vertrag, ohne auf der Tages ordnung zu stehen, in der heutigen Sigung berührt wurde, beglück wünschte Senator Sherman Amerika zu der großen That dieses Vertrages und erklärte, der Ausschuß für die Auswärtigen An gelegenheiten werde alles thun, um die Annahme des Vertrages zu fördern. Senator Stewart führte aus, der Oberschiedsrichter, der König von Schweden und Norwegen, sei ein Blutsverwandter der Königin Bittoria und würde daher nicht unparteiisch sein. Reichstage de 160. Sigung vom 23. Januar 1897. 1 uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Graf Bofa. bowski. di Gingegangen sieht der Entwurf eines Handelsgesetzbuches und der Entwurf eines Einführungsgefeßes dazu, ferner der Entwurf einer Grundbuch- Ordnung. Ind Die zweite Berathung des Reichs Haushaltsetats wird fortgesetzt beim Etat der Reich 3 schulden. Abg. Lieber( 3.) sind einen Grund der schweren Verschuldung des Reichs in dem Umstand, daß wir offenbar zu früh mit der Be gebung 8prozentiger Anleihen vorgegangen find. In den Anlagen um Konvertirungsgefeß find Tabellen enthalten, aus denen diefer Beweis zu führen ist. Ich bedauere, daß nicht gleiche Labellen dem preußischen Konvertirungsgefeß beigegeben sind. Statt des aus= gegebenen Nominalbetrages von 885 255 100. haben wir netto nur 761 793 563 M. erhalteu, also rund 14 pet. des Kapitals verloren, und der Rest wurde nicht mit 3, sondern rund mit 81/2 pet. versinft, und wenn die Tilgung beginnen wird, werden wir 128 Millionen mehr zu tilgen haben, als wir Kapital erhalten haben. In Preußen find 635 Millionen 3 prozentiger Anleihen begeben zum Nettopreise von 537 Millionen und der Bins stellte sich sogar über 8/ 2pSt.; bei der Tilgung sind 98 Millionen mehr erforderlich, als Kapital gezahlt ist. Der Schatzsekretär bleibt dabei außer Berantwortlichkeit, während die 3 prozentige Aera in Preußen mit dem Amtsantritt des preußischen Finanzministers zusammenfällt. Man kann die Sozialdemokraten verbreitet. Borerst sind ihnen nur die Sozial- also für Preußen und für das Reich ein Konto von weit über 200 Mill. politiker gefolgt. Sie erklären, in den Wahlkampf einzutreten, um Mark ins Debetkonto schreiben, die wir mehr schuldig geworden sind, ber tiefgehenden Unzufriedenheit Ausdruck zu geben, die alle wirt als wir Rapital erhalten haben. Das ist um so bedenklicher, als lich fortschrittlichen und reformatorisch gesinntenkreise erfüllt. Das Wahl die 31/2 prozentigen Papiere zum theil weit über pari begeben find. Für uns konzentrirt sich natürlich das Interesse der programm verwirft den Klassenkampf und wendet sich an die herrschen- Wir haben dabei 8 millionen mehr erhalten, und der Binsfuß stellt Wahlen auf die fünfte Kurie", die des allgemeinen Wahlrechts, den Klassen wegen Schaffung einer wirksamen Wahlreform. Es fich daher niedriger als 8/2 pet. Es genügt mir für heute, diese die freilich nur über 72 Mandate, also über weniger als der verlangt den Ausbau der freiheitlichen Bestimmungen der Staats- Thatsachen festzustellen. grundgesehe, Gewissens- und Religionsfreiheit, das Recht der freien Staatssekretär Graf Posadowsky: Dreiprozentige Papiere Großgrundbefih, verfügt. Nicht in allen Wahlkreisen des all- Meinungsäußerung, nimmt Stellung gegen den Antisemitismus, find 1890 zum ersten Mal ausgegeben vom Reich und von gemeinen Wahlrechts werden unsere Genossen Kandidaten auf verlangt soziale Reformen auch im Interesse der Stellung der Preußen. Die Gründe, warum man damals vom 31½ prozentigen stellen, aber auch dort, wo unsere Freunde den schweren Wahl- Deutschen in Desterreich und Beseitigung des nationalen Kampfes zum 3prozentigen Binsfuß überging, lagen in der Auskunft der Bankiers, tampf aufnehmen, werden sie wegen der Art des fast überall durch Verständigung zwischen Deutschen und Czechen. Weitere daß der Markt mit 81/ aprozentigen Papieren überfekt war, und daß indirekten Wahlsystems, wegen der Wahlbeeinflussungen der Forderungen betreffen u. a. das allgemeine Wahlrecht, Einfluß die weitere Ausgabe einen Preisdruck ausüben würde. Es empfiehlt Behörden und Unternehmer, vor allem aber wegen der Größe der Volksvertretung auf die auswärtige Politit, Einführung sich nicht, Papiere auszugeben, die über pari stehen. Es ist feruer der Wahlkreise, der Unerfahrenheit unserer Genossen im Wahl- internationaler Schiedsgerichte. Reform des Vereins- und Ber- möglichst erwünscht, die Anleihen im Lande unterzubringen. Bei Austampfe und wegen der erforderlichen großen Geldmittel unter fammlungsrechtes, Bekämpfung der tonfessionellen Schulen, Ausgabe unter pari bleibt den Käufern ein kleiner Gewinn bei der gestaltung des Boltsschulgesetes, Verstaatlichung der Unternehmungen, Kurssteigerung. Mathematisch genommen ist die Berechnung des außerordentlich ungünstigen Umständen den Wahlkampf zubie für Zwecke der Allgemeinheit bestimmt sind, unbeschränkte Koa- Borrebners richtig. Aber die Schlüsse aus dieser Berechnung würden führen haben. Defto bedeutungsvoller wird jeder Erfolg litionsfreiheit, Erweiterung des Arbeiterschußes, Einführung des nur zutreffen, wenn bei fortgesetter Begebung 3/2 proz. Papiere unserer wackeren österreichischen Genossen sein. Achtstundentages für alle gesundheitsschädlichen schweren oder öffent- der Kurs derfelbe geblieben wäre. Ein Bergleich ließe sich nur ans Ueber die franzöfifch ruffische Allianz bringt das neueste lichen Fabritbetriebe, Wohlfahrtseinrichtungen, Einschränkung des ftellen, wenn 8 proz. und 81/2 proz. zu gleicher Beit begeben worden Bulletin Officiel der Polnischen Sozialistenpartei einen Heeresaufwandes und zweijährige Dienstzeit. Ungarn. vortrefflichen Artikel, der, unter Hinweis auf das Programm der Abg. Enneccerus( natl.): Wenn alle Ausführungen des Herrn Bieber richtig wären, so würde er doch nur der fluge Mann sein, Internationalen Arbeiter- Assoziation und mit Bugrundelegung eines Budapest, 21. Januar.( Eine Interpellation über die Borfälle der nachträglich die Unrichtigkeit dessen erkannt hat, dem er früher umfaffenden Materials den französischen Sozialisten, wie verin Anina.) Der Abg. Johann Asboth interpellirte heute im nicht widersprochen. Es handelt sich nur um einen Angriff auf derblich und unwürdig die Politit der Duldung und Abgeordnetenhause die Minister des Innern, der Justiz und der einen Mann, der sich hier nicht vertheidigen tann. Ronnivens ist, in welche ein Theil der französischen Sozialisten sich Finanzen über die jüngste Katastrophe in Reschiza unter Hinweis Abg. v. Kardorff( Rp.): Ich weiß, daß der Finanzminister der Kosaten- Seuche gegenüber, theils aus Schwäche, theils aus auf das gestrige Bludbad in Anina. Die Kunde von beiden Miquel sehr schwankte, ob man den 3- oder 81/ prozentigen Typus Untlarheit hat hinabdrängen laffen. Der Artikel führt den Titel: Vorfällen habe das ganze Land ergriffen, und es sei tein wählen sollte. Er hat sich wesentlich durch das Votum ein offener Brief der polnischen Sozialistenpartei an die französchen Bufall, daß beide in den Werken ber Gesellschaft der der Finanzautoritäten bestimmen laffen.( Hört! rechts.) Sozialisten; er ist in französischer Sprache geschrieben und wird Besterreichisch Ungarischen Staats- Eisenbahn Gesellschaft fich Sie werden dafür gute fachliche, nicht egoistische Gründe gehabt gewiß nicht verfehlen, manchen unserer Genossen in Frankreich den zugetragen zugetragen haben. Der Minister wird gefragt, ob er haben. Auf das Botum der Finanzkräfte muß etwas gegeben Staar zu stechen.Kenntniß davon habe, daß die Grubentatastrophen in den werden. Ich bin der Ansicht gewesen, daß man bei dem 31/2 proChronik der Majestätsbeleidigungen. Wie bereits tele- erten diefer Gesellschaft an der Tagesordnung zentigen Typus bleiben solle. Staatssekretär Graf Posadowsky: Als damals graphisch gemeldet, fand am Freitag vor dem zweiten Straffenat feien, daß in diesen Gruben mehr Unglücksfälle fich ereignen und des Reichsgerichts die Verhandlung in der Revisionsinstanz statt mehr Menschenleben zu grunde gehen, als in allen übrigen Gruben Genehmigung des Raisers eingeholt wurde, wurde in dem gegen das Urtheil der zweiten Strafkammer des Landgerichts II zufammengenommen. Es ſet erwiesen, daß diese Ratastrophen durch Berichte ausgeführt, daß der Markt mit 82 prozentigen wegen Majestätsbeleidigung, wegen beren Genoffe Ja hn bereits im eine ganze Reihe von Unterlassungen herbeigeführt Papieren überfekt wäre, so daß die 3 prozentigen Papiere vorigen Jahre vom Landgericht I, und nach Aufhebung des Urtheils wurden, daß die Gesellschaft lediglich auf eine wohlfeilere beffere Aufnahme finden würden; wofür als Beweis die 3prozentige durch denselben Straffenat des Reichsgerichts vom Landgericht II Ausbeutung binarbeite, ohne für die modernen Hilfsmittel fächsische Rente angeführt wurde.' abermals zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt worden war. Sorge zu tragen. Die Gesellschaft wird in diesem Borgehen dadurch Während das erste Urtheil wegen mangelnder Begründung ermuthigt, daß sie von ihren Domänen drei regierungsfreundliche desselben, da es auf falscher Boraussetzung beruhte, auf- Abgeordnete liefert. In demselben Tone wie die Interpellation selbst gehoben war, erfolgte nach zweimaliger Bertagung die Ver- war auch die Rede des Abg. Asboth gehalten. urtheilung aus demselben Grunde, weil die Kritik einer Begnadigung nur die Person des Monarchen treffe, weil das Be Paris, 28. Januar. Die Veröffentlichung des englischen Blaugnadigungsrecht auf idealen Voraussetzungen beruhe. Die von Dr. Hersfeld verfaßte Revisionsbeschwerde bemängelte namentlich buchs über die Vorgänge in Armenien hat, wie die Blätter be die Auffassung und Auslegung des Urtheils auf grund§ 95 des richten, in hiesigen politischen Kreisen große Bestürzung und Erregung Strafgesetzbuchs, gestützt auf die Staatsrechtslehrer Stenzel und gegen Minister Hanotaur hervorgerufen. Derselbe habe eine unLaband, welche übereinstimmend die Begnadigung als einen Dienste geleistet. So seien die Instruktionen, welche er dem fran gabe 3 proz. Anleihen angepfangen habe. Der Finanzminister Miquel geahnte Schwäche an den Tag gelegt und Rußland stets HandlangerAbg. Lieber( 8.) bleibt dabei, daß man zu früh mit der Aus Regierungsatt bezeichnen. Re- Dienste Die Verwerfung der vision, die nach kurzer Berathung erfolgte, wurde aber zösischen Botschafter gegeben, ftets gleichlautend mit denjenigen ge- ist Mitglied des Bundesrathes, er tann sich also hier vertheidigen, nunmehr damit begründet, daß bei der Abmessung und gewesen, die Nelidow aus Petersburg erhielt. Hanotaur soll in der wenn es ein Angriff ist; es ist aber nur eine Abwehr gegen die Begründung des Urtheils durch den Vorderrichter weder eine Rammer über seine Orientpolitit interpellirt werden. Vorwürfe, daß wir die Einzelstaaten schädigen. Der Einfluß der Spanien. Berlegung der Gerichtsverfassung, Strafprozeß- Ordnung noch des Börsen- und Geldmächte entschuldigt den Finanzminister nicht. Strafgefeybuchs im Sinne der Beschwerde erfolgt sei. Denn die Madrid, 22. Januar.( Frautf. 8tg.) Große Aufregung herrscht Der Etat der Reichsschuld wird genehmigt, ebenso der des Auffassung des Vorderrichters, daß die fragliche Aeußerung des An- infolge der im Leiborgan des Ministerpräsidenten Canovas, Gl Rechnungshofes. getlagten auch nur dem Sinne nach eine Majeftätsbeleidigung nacional", veröffentlichten Erklärung: Wenn die Preßkampagne Es folgt die erste Berathung des Gefeßentwurfes betreffend die enthalte, fei autreffend, weil er bas Bewußtfein einer Bel gegen die Regierung fortdauere, dürfte lettere sich veranlaßt sehen, Abänderung der Unfallversicherungs- Geseze. % Frankreich. 11 wären. die Abg. Frigen( 8) hält es doch für richtig, daß ein Berlust eingetreten sei, ben man hätte vermeiden tönnen durch Ausgabe 81/ 2pro zentiger Papiere. Abg. Euneccerus( natl.): Eine Verminderung des Binsfüßes hätte erreicht werden können, wenn man die Kurssteigerung hätte voraussehen können. Staatssekretär Graf Posadowsky weist darauf hin, daß es fich bei der ersten Begebung 3 pros. Papiere um mehr als 200 Millionen Mark handelte, die mit 3/2 pet. ausgegeben sicherlich den Kursstand beeinflußt bätten. Abg. v. Langen( persönlich): Ich weiß nicht, weshalb Herr Stadthagen, der ja nicht mehr Rechtsanwalt ist, sich getroffen fühlt. Bezüglich der Broschüre meines unglücklichen Freundes Paasch kann ich erklären, daß ich keinen politischen Gegner gebeten habe, in der Presse darauf nicht einzugehen. Ich erwarte den Beweis des Gegentheils. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr.( Fortseßung der ersten Berathung der Novelle zur Unfallversicherung und WahlAm Montag Vormittag finden abermals Bersammlungen der. Streitenden statt. Abg. Röficke( wild- lib.): Es läge wohl Ursache vor zur Er- 1 Seeschiffer bezieht, nicht auf die Binnenfischer. Ebenso bedauern wir, daß Brterung der Frage der Vereinfachung, wenn dieselbe nicht die Ausdehnung der Versicherung auf das Handwerk unter Selbst Die Hafenarbeiter- Bewegung. vom Bundesrathe bei der Novelle zur Jnvalidenversicherung versicherung der Meister bisher nicht möglich war; das wäre eine In elf heute Vormittag in Hamburg stattgehabten Massenerledigt worden wäre. Der Vorschlag, an die Stelle der Berufs- richtige, nicht blos auf die Arbeiter beschränkte Fortführung Versammlungen wurde folgende Resolution gegen einige genossenschaften territoriale Verbände zu sehen, ist namentlich der Sozialpolitik.( Beifall rechts.) Bezüglich der Neben Stimmen angenommen: Mit Bedauern nehmen die streikenden von den Sozialdemokraten gemacht worden. Von dem territorialen betriebe der Landwirthschaft sollte man die Entscheidung Seeleute und Hafenarbeiter Kenntniß von der Erklärung des System ist man aber abgekommen, weil man die Lasten richtig ver nicht in das Statut legen, sondern auf Antrag der Betheiligten er Arbeitgeber- Werbandes, nach welcher diefer noch immer auf Wiedertheilen wollte; das Gewerbe sollte die Lasten selbst nach der Unfall- folgen lassen. Bezüglich der Ascendenten- und Descendenten aufnahme der Arbeit vor Eintritt in die Verhandlungen verharrt, gefahr vertheilen und hat sich dabei auch mit den Lasten am besten Rente sollte man auch die Geschwister nicht ganz ausschließen. Dabei aber über die eigentliche Abwickelung der Differenzen alles int abgefunden. Bei einem Durchschnitt von 9 M. pro Kopf betragen alle berechtigten Forderungen der Arbeiter werden wir berücksichtigen. Untlaren läßt. Besonders befremdend muß es wirken, daß troy ber die Kosten in den einzelnen Berufsgenossenschaften 8-22 M., Freilich giebt es unter den Arbeitern, ebenso wie in jedem anderen diretten Aufforderung unserer Rommission, zu der Frage der innerhalb der Genossenschaften sind auch noch große Verschieden- Stande, 3. B. auch unter den Rechtsanwälten, Personen, die eigentlich Regelung unserer Löhne und Arbeitszeit Stellung zunehmen, heiten, so in der Brauerei von 11-36 M., in der chemischen In- nicht dahin gehören. Bezüglich der Haftung des Unternehmers bei die Herren Arbeitgeber sich auch in diesem ihren Antwortschreiben duftrie von 8-87 M. und in der Feinmechanit 2,50-86 M. Für fahrlässig herbeigeführten Unfällen muß eine Aenderung des Wort wieder vollständig ausschweigen. Die Streitenden erklären es für einen Bezirk hätte man einen alle diese Verschieden- lautes eintreten, damit nicht Fälle vorkommen können, wie der, daß zwecklos, auf die abermalige Provozirung einer Aeußerung beiten berücksichtigenden Tarif nicht aufstellen tönnen. ein Bauer verurtheilt wird, einem Vagabunden eine Rente zu zahlen, bezüglich bedingungsloser Wiederaufnahme der Arbeit eine nochEtwas Jdeales ist allerdings bezüglich der Unfallverhütung noch der vom Heuboden wegen mangelnder Schuhvorrichtungen gefallen malige Antwort zu geben." nicht erreicht worden, allein bei territorialen Verbänden hätte man war und sich das Bein gebrochen hatte. Die Situation im und am Hafen hat sich in den letzten Tagen in diefer Beziehung noch weniger erreichen können. Die Klagen Darauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. nur wenig geändert. Der Hamburger Hafen ist mit Seefahrzeugen über die Höhe der Verwaltungskosten sind ein Märchen aus alter Persönlich bemerkt Abg. Stadthagen: Der Abg. v. Langen, aller Art überfüllt. Heute Mittag lagen 335 Schiffe an den Quais Beit, als die Zahl der entschädigten Unfälle noch eine geringe war. der selbst politische Gegner gebeten hat, auf eine Broschüre seines und auf dem Strom. Die Ent- und Beladungsarbeiten schreite Jetzt sind die Kosten schon erheblich zurückgegangen und im Beharrungs- Freundes in der Presse nicht einzugehen, hat von Personen gesprochen, nur unmertlich vorwärts. Die Arbeiter stehen nach wie vor wie eine zustande werden fie 9-10 pCt. der Entschädigungen betragen. Zudem die nicht in den Rechtsanwalt- Stand hineingehören. Ich bitte ihn, Mauer; Abtrünnige sind garnicht zu verzeichnen. Infolge des Aufrufes tragen die Arbeitgeber allein die Kosten. Die Invalidenversicherung Thatsachen und nicht allgemeine Redewendungen vorzubringen, damit der Professoren und Anhänger der national- sozialen Partei trafen toftet, troydem es sich nur um die Feststellung des Alters und der man antworten kann. heute große Summen für den Streitfonds ein. Heute erfolgten aberInvalidität handelt, 50 Pf Kosten; die Berufsgenossenschaften haben mals Massenverhaftungen von Streifenden, welche weiter nichts gea viel mehr zu leisten, namentlich die Unfallverhütung und die than haben, als daß sie die Verkehrswege am Hafen betraten und Beitragseinziehung zu besorgen. 64 Millionen werden jetzt, und angeblich den Anordnungen der unteren Polizeiorgane nicht zwar infolge der Selbstverwaltung ohne Opposition getragen. Ich Folge geleistet haben sollen. Ein Mitglied des Zentral- Streifkann mein Bedauern nicht unterdrücken, daß das ReichsKomitees wurde ebenfalls verhaftet. Grund: Einem Bolizeibeamten Versicherungsamt nicht durch seinen bewährten, in der Praxis gefiel es nicht, daß er den hierher gelockten Arbeitswilligen bie bewanderten Präsidenten vertreten ist.( Buruf des StaatsSituation schilderte. Die Leute reisten ab, unser Genosse wanderte sekretärs von Bötticher: Das Amt ist vertreten!) Ich ins Gefängniß. fehe allerdings Herrn Geh. Rath Zacher; aber das Fehlen prüfungen.) des Präsidenten bestätigt die Behauptungen von der Uneinigkeit des Reichsamtes des Junern und des Versicherungs- Eine soziale Friedensbestrebung amts( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten). Die Vorlage entAus Frankfurt a. D. wird uns geschrieben: Die hiesigen hält Bestimmungen, die die Stellung des Versicherungsamtes herab- bat wieder einmal mit einem gänzlichen Mißerfolge ge National Sozialen hatten auf Freitag Abend in die Aktienbrücken, so bezüglich der Bildung der Schiedsgerichte, bezüglich der endet. Der Berliner Anwaltsverein hatte im vorigen Jahre eine brauerei eine öffentliche Versammlung einberufen, wo Beaufsichtigung der Vermögensverwaltung, der Entscheidung der Kommiffion eingefeßt, um gemeinsam mit den Vertretern der ver- Herr Weinhausen, Redakteur der Beit", über den HamBeschwerden gegen Berufsgenossenschaften, in der Besetzung der entschiedenen Organisationen von Bureaugehilfen eine Regelung der burger Streit sprechen sollte. Bur angesagten Stunde fanden, scheidenden Rekursbehörde, der Bermehrung der Mitglieder des Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu berathen. Ueber die meisten sich auch die Zuhörer ein und warteten auf den Moment, wo die Bundesraths, von denen zwei demselben nicht anzugehören brauchen. Punkte hatten die Berathungen zu einem Einverständniß geführt und" gaftlichen Pforten" sich öffnen sollten. Als dazu keine Anstalten Die Mitglieder des Bundesrathes sind keine unabhängigen Richter, die Kommission legte bem Anwaltsverein einen Entwurf vor, wonach getroffen wurden, interpellirte man den Wirth, der erklärte, daß er sondern ihren Regierungen verantwortlich. der Verein seinen Mitgliedern gewiffe Maßregeln empfehlen" sollte. feinen Saal zu einer- polizeilich überwachten Versammlung Redner spricht sich persönlich, nicht im Namen aller Berufs. Mehr konnte die Kommiffion nicht, weil der Verein teine amtliche nicht hergebe. Da alle alle Einwendungen fruchtlos blieben, genoffenschaften, für die Ausdehnung der Unfallversicherung auf das Autorität über seine Mitglieder hat. boten unsere Genossen, die zahlreich erschienen waren, den obdachHandwerk aus, da die Unfallgefahr desselben nicht so gering fei. und den Gehilfen das mindeste boten, was ein anständiger Arbeit an, was dankend angenommen wurde. Nunmehr galt es schnell, Die Vorschläge der Kommission, die ganz ungemein zahm waren losen National- Sozialen den Saal des Konsum- Verein Vorwärts" Die vorgeschlagene dreifache Ausdehnung bezüglich der Bauhandwerker, der Fuhrwerksbetriebe und der häuslichen Dienste füllt nothdürftig geber leisten muß, wurden in der Versammlung des Anwaltsvereins die behördliche Erlaubniß zur Uebersiedlung nach der„ Revolutions. die bestehenden Lücken aus. Daß den Unternehmern mit weniger am 21. d. M. gleichwohl abgelehnt. Uns wird über bude" зи erhalten. Geduldig warteten die Erschienenen, mitgetheilt: Das als 2000 m. Einkommen das Recht der Selbstversicherung gegeben diese Bersammlung folgendes Kälte Intereffe, trotz der Straße, auf der beschützt von einem ift, ja daß sie versicherungspflichtig gemacht werden können, ferner das die meisten Anwälte dem Geschicke ihrer Angestellten widmen, halben Dußend Polizisten, bis diese Frage gelöst war. Nachdem die Versicherung der Passanten und der Organe der Genossen trat schon darin recht deutlich zu tage, daß von den 500 Mitgliedern die Erlaubniß ertheilt, wandte man sich in Schaaren nach dem schaften, ist durchaus zu billigen. Erfüllt ist die Forderung, daß eine des Vereins etwa 70 in der Versammlung erschienen waren, obgleich Borwärts", wo dann die Versammlung einen ungestörten Verlauf Rente vom Tage der beendeten Heilung ab, also schon vor Ablauf der Gegenstand der Berathung durch besonderes Birkular bekannt nabm. Herr Weinhäuser referirte in ebenso verständlicher wie der dreizehnten Woche gezahlt werden soll. Daß die Rente nur 2/3 gemacht worden war. objektiver Weise über den Streit, am Schluffe die Arbeiter zur Drdes Lohnes beträgt, wird in sozialdemokratischen Blättern als Hohn Zunächst berichtete Rechtsanwalt Ludwig Wreschner I namens ganisation auffordernd. Ueber den Vortrag entspann sich eine sehr auf die Gerechtigkeit und den gesunden Menschenverstand bezeichnet. Der Kommiffion über den Antrag auf Regelung der Arbeitszeit. lebhafte Diskussion zwischen unseren Genossen Faber, Zappay ( Buruf bei den Sozialdemokraten: Sehr richtig!) Das Haftpflicht: Die Kommission empfahl folgende Bestimmungen: Die Arbeitszeit und Schöpflin und dem Pfarrer Göhre, die bis nach Mitter Gesetz versprach allerdings volle Entschädigung, aber nur bei Ber- beträgt werktäglich höchstens 9 Stunden. Die Angestellten sind nicht nacht die Theilnehmer zufammenhielt. schuldung des Arbeitgebers, die aber nur in einem Viertel aller verpflichtet, länger als 1/4 Stunde nach Ablauf der Arbeitszeit im Fälle nachgewiesen werden kann. Jetzt werden aber alle Bureau thätig zu fein; verlangt der Anwalt eine darüber hinausUnfälle, auch die durch Unvorsichtigkeit, Fahrlässigkeit des gehende Thätigkeit, so ist diese den Bureauvorstehern mit 75 Pf., den Arbeiters entstandenen, entschädigt, und zwar zwar ohne anderen Angestellten mit 50 Pf. pro Stunde besonders zu verlangwierigen Prozeß, der früher fast immer nöthig war. güten. An Sonn und Feiertagen sind die Angestellten Eine zur Arbeit nicht verpflichtet; arbeiten sie auf Verlangen des An- 8,55. Tischlerei Bülow, Grimmftr. 7, 4. Rate 7,85. Auf Liften Dr. Bläfing 5246, Die Rentenempfänger können noch manches verdienen. Ermittelung hat ergeben, daß vielfach bie Arbeiter an Rente walts, so ist die Stunde dem Bureauvorsteher mit 0,85 M., den 7, 8315, 6244, 3321, 3818, von den Steinarbeitern Berlins 67,45. Lifte 6246, und Lohn mehr erhalten als früher Steinbildhauer am Kaiser Wilhelms: Dentmalbau 14,- Lifte 8325, Granttanderen Angestellten mit 0,60 M. besonders zu vergüten. an Lohn. Drei Schon gegen diesen Vorschlag erhob sich eine sehr heftige Oppo bei Tiefe 5,05. H. Graefe, Faltion, tften 8533, 34 16,25. Schleifer und Drücker werte vorm. Schleicher 14,75. Steglitz, Auktion eines Bleistifts am 16. Januar Viertel der Unfälle fallen den Krankenkassen zur Last, es handelt Marcwaldt Herr Rechtsanwalt sich aber dabei meist um leichtere Fälle; von der fünften Woche Borlegung einer Statistik zum Beweise, daß die Siegelung 2 Dueu- Fabrit von Seine, Weißenfee, 1. State 625 en spiertel 1,50. verlangte die bei Spinn u. Sohn 5,65. Gesammelt im Berein der Metallschleifer 1,80. ab tritt aber die Berufsgenossenschaft helfend ein. Man Buchbruckerei, Adalbertstr. 41, 5,35. Zwei Rothe aus dem Geheimrathspiertel sollte wie nothwendig wäre und Rechtsanwalt Cannedt hielt eine längere Geldschrant- Fabrit d. Güdoftens, 4. Rate 6,80. Berband der Sivil- Berufsmufiter. in Desterreich die Karenzzeit von 18 auf 4 Wochen herabsetzen, den Krankenkassen die Erledigung, Rede, worin er ausführte, daß der Mensch sehr gut mehr wie neun Berlins u. umgegend, 5. Rate 50,- Buchdruckerei A. Klarbaum, 2. Rate 6,70. den Berufsgenossenschaften die Rosten auferlegen. Wenn Stunden arbeiten könnte, daß er Wochentags auch feine Zeit für Solzbildhauer Krippable auf Lifte 6384 10,90. Tischleret Siebert u. Bildhauer J. die Genossenschaften selbst das Heilverfahren übernehmen andere Dinge übrig zu haben brauchte, und daß jeder Zwang ver- 550.te Jakobsir. 8. Bildhauer D. Martin 10,85. Siste 3457, Steinbildhauer bei Rämpfer 4,45. Stockfabrit, Ritterstr. 15, 2,75. Druckerei R. Boll( darunter d. tönnen sie es verbessern durch bessere ärztliche Behandlung werflich sei. Für den Antrag der Kommission sprachen noch..-, 50) 5,85. Rothe Goldschmiede bei Schnelle, 6. Rate 6,50. Rother BettenNach dreizehn Wochen war das Eingreifen der Berufsgenossen- Geheimer Justizrath esse, Rechtsanwalt Max Jacobsohn Schinder" 1,-. Auf Liften von Wuftrom, 663, Otto 20,40. 650, 20th 4,50. 604, schaften manchmal schon zu spät. Was dabei geleistet werden kann, und Rechtsanwalt Wolgang Heine. Diefer betonte, daß die Bito 20,65, 6217, Seindorf 11,10. 6215, teugebauer 11,50. 666, Buchholz 10,30 zeigen die Ergebnisse der Berliner berufsgenossenschaftlichen An: Gegner die Frage ganz falsch stellten, wenn sie fragten, ob der 6172, Saufen 11,50. 5173, Serbft 5,50. 5175, Grund 9,95. 5177, Scholz 9,50. stalten, denen allerdings die Sozialdemokraten ein großes Miß- Mensch mehr wie 9 Stunden arbeiten könne. Die Frage müffe 5181, Przemuscalla, Buzer 4,75. 5182, Laurinat 16,40. 6187, Pfaffe 7,20. 5188, trauen entgegenbringen, die sie als„ Rentenquetschen" bezeichnen für einen Arbeitgeber, der Tein Leuteschinder sei, lauten: wieviel Fiedler u. Goldmann 4,85. 5201, Seidel 10,50. 6202, Union 3, 5208, Neufeld tann Beit Man könnte, um das Mißtrauen zu beseitigen, die Arbeiter der Angestellte 5207, Wittag 13,20. Klempner von Buggel u. Schulz, mit einer Ausnahme unter den örtlichen Verhält- Brettschneider Berlins und Umgegend 10,-. Liste 5455, arameter- Fabrit mit zur Kontrolle heranziehen, denn die Wiederherstellung der nissen Berlins dem Arbeitgeber widmen, wenn ihn daneben ünhölter u. Schölzel, 4. Rate 17,40. Personal der Buchdruckerei üüſtein u. Ko., vollen Erwerbsfähigkeit ist besser als eine Rente. Stfte 5456, v. Götte 10,20. Klempnerwerkstatt foll, die er daneben hatottenersporferstraße, 10,-. Auf giften von Beutler, Adlershof: Die Aerate och Zeit für die Pflichten bleiben foll v. Staudt, find allerdings gegen solche berufsgenoffenschaftlichen Heilanstalten, als Mensch seinem Körper, seinem Körper, seinem Geifte und seiner Tischleret Klingsporn u. Müller 4863, 61, 4791, 4786, 4158. 3564, 5787, Metallweil sie materiell darunter leiden. Durch den Fortfall des Returses Familie schuldet. Bei den weiten Entfernungen in Berlin waaren- Fabrit Gebr. Krüger, Stöpnic, 5523, 22, 21 87,85. Arbeiter d. KehlleistenFabrit L. Boy, Blumenftr. 70, 2. State 20,- Tischleret von Haberland, Krausenwegen Höhe der Rente und des Lohnes, würde die Hälfte aller Ne- bleibe schon bei einer 9ftündigen Arbeitszeit taum mehr etwas Beit traße 31, 7. Nate 7,75. Bildhauer D. Staudinger 8, Listen 2295, 94, Verfammfurfe in Wegfall kommen. Obwohl nur 1300 Rekurse zu gunsten der für diese Zwecke übrig. Das Verlangen eines statistischen Nach- lung der Schirmmacher d. Habereiter 8,90. Lifte 2292, Schirmfabrit Fels Werner Arbeiter entschieden sind, sehen die letzteren doch in dem Wegfall eine weises für etwas, das aus moralischen Gründen selbstverständlich 5,25. Fachverein der Berliner Schirmmacher, 3. Rate 20,-. Drücker u. Schloffer Benachtheiligung; ich sehe darin eine Herabminderung des Ansehens sei, wies der Redner zurück, und er schloß mit den Worten, er könne von Schulze, Fehrbellinerfstraße Nr. 47, 5. Rate 17,50 4. Rate 24,20. 2. M. W. 37 4. Rate 10,75. Bierprozente. R., des Reichs- Bersicherungsamtes, dem man mehr Vertrauen entgegendie Furcht vor dem 3wange" nicht für ernst gemeint halten. Eine Alexandrinenstraße, 24,-. bringt als den Schiedsgerichten. Deshalb sollte man die Wenderung unter- folche Begeisterung für die Freiheit stelle sich immer ein, wenn es fabrit, ( Liebknecht Versammlung) 25,10. Listen 8049, 8043, 5870 Freie Ver laffen. Von der Berufung machen die Arbeiter vielfach Gebrauch wegen an den Geldbeutel gehen sollte. Bei den Gegnern erregten diese einigung ber Kaufleute 14,95. ber unentgeltlichkeit; man will diefelbe einschränken durch theil. Aeußerungen große Entrüftung. weise Rostenpflichtigkeit des Verfahrens. den fition. * Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für die streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende Beiträge ein: B. und 2., 7. Rate 4,90. Ausgetrudelt bet Balzer 1,50. Tischlerei von Apelt Anton Hoffmann 11,50. 667, Soof 8,60. 5178, Pfeife 16,60. 5184, Quandt 17,10, 5200, 5, ,, Bolts Zeitung", Wettende 2,-. G. Wiesener, Piano- Mechanik 5. Rate, 7,40. Anton 1,-Zellerfammlung der Kaufleute Auf Listen v. Grbe 5462, Löme, Abtheilung Hollinannftr., 18,80. 5460 bito 14,- 3624 Tischlerei v. Röbel, Oranienftr., 7,45. 4843 Möbelfabrit J. G. Pfaff, 3112 Pianofabrit Janowstt, Wienerstr., 11,50. 3611, 3615, Die Abstimmung ergab, daß sich eine Majorität gegen jede gegen einen Artikel des„ Borwärts" über das Vigilantenthum der es wurde nur der Satz angenommen, der die Angestellten nicht für Sylvesterfeier bet. Ende 7,76. 780, 8644, 724, 8128, 3118, 4125, 4224, 4140, Redner wendet sich Berbesserung der Arbeitsverhältnisse in der Versammlung fand, denn Maschinensaal, 9,80. 5468 Schraubenfabrit Stewien u. Weise und einige andere 6,75. 5464 bito 17,50. 5023, 24, 25, 26 Maschinenfaal Beer Beermann 50,65. 5032 Berufsgenossenschaften und verweist auf verschiedene Betrugsfälle, Damit wird aber 4108, 4101, 3632, 749, 748, 2840, 3118, 4108, 2888, 4844, 4885, 4845, 4851, 48, 5043, 5042, wo Unfallverlegte die Berufsgenossenschaft betrogen haben, indem verpflichtet" zur Sonntagsarbeit erklärt. völlig erwerbsfähige Arbeiter Renten beanspruchten. Von sozial- als selbstverständlich annehmen würde, pa bie Bureauſtunden des Miederbarnum 2405, 2913, 2828, 2329, 269, 2939, 20, 35 406,05., linjer bie 2Belt nur ausgesprochen, was im Prozeßfalle jedes Gericht ohne weiteres 4842, 2810, 447, 2809, 1857, 4126, 4128, 787, 3188, 3129, 8130, 3635, 750, 4127, Liften d. Kopp, Friedrichsberg, demokratischer Seite will man nicht die geschmälerte Erwerbsfähigkeit, sondern die Erwerbsmöglichkeit in betracht ziehen. Sonntags immer mit den Hauptkirchenstunden zusammenfallen. troß allebem" N. N. 7,-. Listen v. Kopp, Friedrichsberg, Niederbarnim 2850, Tabei Alles andere wurde abgelehnt. müßte die Lage des Arbeitsmarktes und auch die Lage der örtlichen Verhältnisse in betracht gezogen werden, diesen Umständen überhaupt Weiterberathung fordern sollte, fie 87, 86, 85, 64, 2908, 2909, 06 349,95. 9.8 tdtstr. 5, über, Meander, Die Kommiffion trat zufammen und berieth, ob sie unter 07, 66, 96, 93, 94, 81, 24, 31, 27, 30, 25, 2918, 17, 26, 20, 2890, 89, 89, der augenblickliche Arbeitslohn des Dann würde kein Arbeiter mehr in seiner Rente sicher sein. Ein- entschied sich aber dafür, noch einen Versuch zu machen. Rechts- 4598, 91 94, 92, 5059, 4590, 3438, 4595, 4596 80,65. Noch mehr Licht v. G. 50, verstanden ist Redner mit den Nenderungen bezüglich der Seeschiff- anwalt Ludwig Wreschner I begründete demgemäß auch den zweiten fahrts Berufsgenossenschaft. Die Versicherungsgesetze müssen eine Theil der Kommissionsvorschläge: Der Mindestbetrag des ArbeitsGewähr für die Rechte der Arbeiter bieten. in B lohnes ift: " a) für Bureauvorsteher im Alter von weniger als 20 Jahren im höheren Alter • b) für die anderen Angestellten 75 M. 100 • im Alter von 14 bis zum vollendeten 16. Jahre 20 vom 16. " 18. # " höheren Alter." " H # 20 " 18. 40 " " 21. 60 " 22 75 " 2849, 61, 62, 63, 64, 65, 66, 71, 2926, 41, 2869, 2868, 67, 70, 72, 78, 75, 2948, 2904 2854, 44, 55, 42, 47, 41, 53, 45, 43, 57, 51, 52, 98, 2900, 2899, 1, straße, 3,- Auf Listen, Kistenmacher d. Tscherntg 1857, 5060, 53, 4604, 01, Stiften durch G. Gruft( darunter Gebr. Nothmann, Neue Sochstr., 34,80. Bartgummifabrik Norden 6,20, Schering's Abth. 2. 13,05. Tischleret Nahn, Brunnenfiraße, 17,95. Elettr. Abtheil. 2. Löwe u. Go. 49,20. Schwarzkopff, Chauffeeftr., 20,70. Die Kaffe von May u. Speier 10,-. Nr. 4648, 49, 50, 2686, 3891, 2676, 4051, 8878, 8404, 4682, 207, 25, 2673, 3408, 12, 4030, 4031, 4667, 4678, 88, 92, 1823, 4651, 881, 2708, 4070, 71, 83, 84, 85, 95, 4627, 44 375,20. Plög, Stralsunderstr. 64, 2,-. Arbeiter v. Boffen 6,85. Liste 5573 Arbeiter v. Gemmler u. Bleiberg 12,60. Deutscher Metallarbeiter- Werband 4312, 19, 4580, 81, 82 57,85. Lifte 1999 Kellner Abg. Engels( Rp.): Zur Zeit des Haftpflichtgefeßes hing das Schicksal des Berlegten von der Geschicklichkeit des Anwaltes ab, ob er ein Verschulden des Arbeitgebers nachweisen konnte, wovon jett teine Rebe mehr ist; das jezige Verfahren ist mit einem eigent lichen Prozesse nicht mehr zu vergleichen. Redner ist mit den meisten Neuerungen der Vorlage einverstanden, hat aber Bedenken gegen die Passantenversicherung und gegen die Uebertragung mancher Befugnisse des Reichs- Versicherungsamtes auf die LandesZentralbehörden. Besonders bedenklich sei die Kapitalabfindung für Die Zahlung des Arbeitslohnes findet monatlich, auf Verlangen leine Renten, da die Arbeiter auch durch kleine Berlegungen oft so der Angestellten jedoch halbmonatlich statt. ihrer Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt werden, daß ihnen Es half alles nichts. Die Redner der Opposition wiederholten eine dauernde Rente nüglicher ift, als ein fleines Kapital. Die diefelben Schlagworte wie vorher und begeisterten sich für die Entfernung des Reichs- Versicherungsamtes aus vielen Funktionen Freiheit", die sie vor dem„ Sozialismus" retten müßten. E werde von Arbeitgebern und Arbeitern schmerzlich empfunden. wurde bald ein Antrag auf Schluß der Debatte ange R. Heinrich( darunter durch Buppa und 11 Herren) 28,50. Vereinte Sangesbrüder Redner empfiehlt die Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission nommen, und Rechtsanwalt Max Jacobsohn hielt ein von 21 Mitgliedern. glänzendes Schlußwort für die Anträge der Kommission. Aber Abg. von Langen(.) bebauert, daß die Unfallversicherung den froßdem war das Resultat der Abstimmung nicht zweifelhaft. Reichstag früher beschäftigt als die Invalidenversicherung, die viel Mit einer noch größeren Majorität als vorher, wurden erst einzelne wichtiger ift. Man könnte dann dem Gedanken einer einheitlichen Amendements, dann die Vorschläge der Kommission selber abgelehnt. Verwaltung näher treten. Die Beseitigung der berufsgenossenschaft- Nun zog die Kommission ihre anderen Anträge, betreffend die lichen Grundlage würde allerdings ein allerdings ein wichtiges Bedenken Kündigungsfrist und den Urlaub zurück, wie Urlaub zurück, wie Rechtsanwalt fein. Die Vorlage enthält fast in allen Punkten wesent- Wreschner sarkastisch bemerkte, damit es nicht schiene, als ob die liche Verbefferungen, denen wir zuftimmen. Wir werden Anwaltschaft blos solche Anträge ablehnte, die ihr petuniäre Verfür eine eine Rommission von 21 Mitgliedern ftimmen. Die flichtungen auferlegten. Ausdehnung der Unfallversicherung auf die häuslichen Dienste Damit ist die Aktion für die Angestellten einft weilen gescheitert... t. 3,-. Gefangverein Saarmann'sche Liebertafel, S. 2. 2. Rate 8ist mit Freuden zu begrüßen und namentlich gewisse Vereinfachungen, Vorläufig ist die Organisation der Angestellten noch zu schwach, um die den Gemeindevorstehern die Anwendung des Gesetzes erleichtern. das mit der Waffe des Streits zu nehmen, was man ihr nicht gutBesonders ist die Versicherung der selbständigen kleinen Fischer und willig giebt. Die Lehre, die daraus zu ziehen ist, heißt also: Schiffer; ich bedauere nur, daß sich dies nur auf die Seefischer und organisirt Guch! 82 Familienfchwänzchen, Burgstr., 10,40. 4505, 6, 8, Schöneberg d. Bäumler 26,55. Werfabtheilung der National- Beitung 8- Fachverein der Klempner 30, Liste 6552 Homman 9,05. Arbeiter- Verein Pantow- Niederschönhausen 16,-. D. M. 1,-. Biften von Reul 391, 405, 409, 953, 980, 2050, 57, 4177, 93, 94, 96, 97, 4203, 6287, 88, 89, 2067, 5291, 92( darunter von Gebr. Maglo 89,30) 210,85. Lese- und Diskutirklub Süd- Ost, s. Rate, 10,-, Charlottenburger Gewerkschafts= tommiffion, 7. State( barunter von den Arbeitern der Farben- und Zackfabrit Miller u. Mann d. G. 3.-. Amerikanische Auftton b. Leber 4,25) 140,- Rauchflub Neuer Hain, 2. Rate, 3- Andreas- Play 4 2,-. Unbekannter aus dem Westen 9, Stockfabrit W. Gimbect, Wilhelmstr., 5. Mate, 12,45. Liften 4904 Brüdner Metallarbeiter 7,10. Bautischlerei Fromholz, 3. Rate, 4,15. Mühl 1,-. Geburtstagsfeier Rügenerstr. 12, 8.35. G. Mittmann 4,-. Theaterverein Freier Wille 6,-. Siste 6572 Golbleiftenfabrit Rubis u. Smberg 22,10. Liste 4918 Moabits( beim Frühschoppen bei Schmig) 2,20. Listen durch S. Gräschte: 1965, 188, 3194, 3208, 9, 10, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 41, 48, 4402, 4403, 380, 1017, 1985, Barbecher), 204, 206, 8216, 17, 13, 43, 47, 49, 45( Darunter Malerwertstati 6,10. 28. u. R. mit Ausnahme von 3 Tischlern 6,29. Grovesche Fabrit, Martinitenfelde, 23,20. Buchdruckerei Hempel u. Co., 6. State, 38,10, Gteßeret von Borzellane 17,45. Buchdruckerei Senipel u. Co., 7. Rate, 39,20. Freund 25,80. Goldleisten Fabrit Barthels 5,40. Elektr. Abtheil. 8. Löwe 50,60. Geburtstagsfeier beim Deutschen Michel, Schliemannstraße, 8,20. A. Babel 3, Rifle 5062 Reiß 10,20. Bei einer Geburtstagsfeier, Gefangverein Melodia Rigdorf, Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins u. u., 2. Rate, 20, Gef. b. Spaar 6,-. Gefangverein Freie Stebertafel, Geburtstagsfeier, 11,-. Wistri" G. N. Naunynftr. 72 1,- Nudelklub 8. Rate 8,25. tften 1991 1,95. 1974 9,05, 1979 0,20 d. Porth. Buchdruckerei M. Bading, Abth." Borwärts" 10,-. Wom sozialdem. Berein„ Vorwärts" Berlin, für Vortrag 6,-. Amerit. Auktion bet Siente, Schwebterftr. 33 9,80, Karge u. Schmidt, Bodenleger 8,- Bon Buchbrucern und Gesinnungsgenoffen in Neiffe d. E. Döblin 25,00. Bildhauer der Möbelfabrik J. 6. Pfaff durch Lauerer und Guder, 7. Rate 16,60. D. B., Straßburg t. 8, Defto starrtöpfiger die Unternehmer, befio eifriger wollen wir fammeln. Salzungen b.. 15,50. König, Gollnow in Pommern, 2. Rate 6,20. 8, felbe 20, 25, 20 6. Rebs, Listengelb 20,85. Bartha in Sachsen, 2. Rate 117,50. Sentralverband der Maurer Deutschlands, Bahlstelle Gr. Lichterfelde, 2. Rate 30,- Dr. M. R. 1,50. Robinson u. Genoffen, 4. Mate 9,90. Solzarbeiterverband Bahlstelle Lichter: Von den Holzarbeitern in Schwiebus, 2. Rate 11,70. Expedition der Solinger Freien Preffe", 4. Nate 100,- Von den Peninger Arbeitern, 2. Rate Berband der Zimmerer Deutschlands, Zahlstelle Charlottenburg 50,-. Landsberg- Soldiner Wahlkreis d. R. R. 10,-. Lertilarbeiter von Zögnis in Sachsen d. T. 20,- Würzburg d. K. 45,30( darunter Spigig, rothe Gifthütte 3,80, d. Fr. folidarische Arbeiter 9,15. Bigarrenarbeiter 12,-. Metallarbeiter 5,60. Bom Blechfrieder 3.-. Aus Bell 4,65. Verschiedenes 7,10). Arbeiterschaft Ofterwiec am Harz 48,- Borzellanarbeiterverband, Bahlstelle Moabit- Berlin Zentralverein deutscher Böttcher, Filiale Staßfurt( darunter von Fabrit arbeitern des Salzbergwerts Neu- Staßfurt 10,80) 31,-. Arbeiterschaft von Goldiz in Sachfen, 3. Rate 18,50. Gewerkschaftstartell Köpenick 39,-. A. Singe, Gransee, 2. Rate 4,-. Staßfurt, Ueberschuß einer öffentl. Gewertschaftsversammlung 5,95. Staßfurt, organisirte Schneider 2,07. Mühlhausen in Thüringen, 7. Rate d. Aeuglg. 38,90. Tischlerei Hülsenbeck, Kroll u. Co., 5. Rate 16,-. Herbtg in 2nd 10,-. Unterstüßungsfonds der Glasarbeiter Stralaus, 8. Rate( darunter Ueberschuß vom Stiftungsfest des Verbandes 49,-) 120,-. H. D. in Braunschweig 5.-. Gewert fchaftstartell Ftusterwalde 50,- Lifte 4894 von W. Friedländer 8,50.1 Berichtigung: In Nr. 12 Beile 66 muß es heißen: Tischler und Maschinenarbeiter von Kuhnert u. Kühne außer einem Fräser und Abzapfer 11,-, Schnecke 1 M. extra. Bitte bei fünftigen Einsendungen die unterschrift und Angaben beffer und deutlicher zu machen. Gefangverein Freier Männerchor N. W. 17, ( gesammelt auf dem Mastenball d. amerit. Auktion). Weitere Beiträge nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau ( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16, vorn part.) in der Zeit von 9-1 Uhr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegen. • In derselben Nummer des genannten Fachblattes wird, da der 7992 fl. Unterstützung, der Streit der Textil- und Metallarbeiter in Sattlerverband sich nicht mit politischen Fragen beschäftigen darf, Neunkirchen 5303 f., der Eisenbahner Streit Prag und Wien der Vorschlag gemacht, auf einem öffentlichen Sattlerkongreß, den 3000 fl., der Porzellanarbeiter- Streit in Dallwitz 2300 fl. Der leht= irgend ein Erfurter Kollege einberufen soll, folgende Punkte zu genannte Streit ist noch nicht zu Ende, der Eisenbahner- Streit erörtern: 1. Das Verhalten der Regierung gegenüber unserer wurde durch Vergleich beigelegt, die Streits in Mährisch- Ostrau und Petition auf Abschaffung der Hausindustrie bei Militärarbeiten, Neunkirchen gingen verloren. Die Hamburger Hafenarbeiter wurden 2. die Gefängnißarbeit im Sattlergewerbe. von der Kommission mit 200 fl. unterstützt. " enthält in ihrer Nr. 2 u. a. folgendes heitere Zensurſtückchen:„ Die Die österreichische Fachzeitschrift Der Eisenbahner" Stimme eines Stationsauffehers. Geben ist feliger als- Konfiszirt! Konfiszirt!- und denkt. Die Redaktion." Verband aller im Handel und Transport beschäftigten Hilfsarbeiter Berlins. Kollegen! Da von anderer Seite versucht wird, den Verband in der Weise zu schädigen, daß man den Inhabern unserer Zahlstellen vorredet, der Verband habe sich auf gelöst und existire überhaupt nicht mehr man ist sogar so weit gegangen, bei einigen Wirthen unsere Bahlstellen- Platate abzuhängen, In Amsterdamt haben, wie gemeldet wird, die Diamants an deren Stelle dann andere Plaz nehmen mußten so fah fich arbeiter in einer zahlreich besuchten Versammlung die Wiederder Vorstand gemüßigt, hinsichtlich der Zahlstellen einige Menderungen aufrichtung des im Dezember aufgelösten Allgemeinen vorzunehmen. Kollegen, wir verweisen Euch deshalb auf das heutige Niederländischen Diamantarbeiter- Bundes Inserat im„ Vorwärts" und bitten, davon genau Notiz zu nehmen. schlossen, selbst auf die Gefahr hin, daß die Bundesmitglieder J. A.: A. Uthe ß. durch die Juweliere ausgesperrt werden. Die Auflösung hatte be. Achtung, Kutscher aller Brauchen, Hausdiener, Packer, fanntlich gerade den Zweck, die angedrohte Aussperrung zu verMöbeltransportarbeiter! Heute, Sonntag, den 24. Januar, abends eiteln. 6 Uhr, wird in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, die konstituirende Generalversammlung der Verwaltungsstelle Berlin des Zentralverbandes der Handel Depelichen und letzte Nachrichten. be= Partei- Nachrichten. Transport= und Verkehrsarbeiter Deutsch Flensburg, 23. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird bekannt Wahlkreis Oberbaruim. Am 14. Februar, vormittags 11 Uhr, mit der Schaffung einer den modernen Verhältnissen entsprechenden Nacht vom 23. auf 24. Januar des Schnees wegen eingestellt. Es lands abgehalten. Kollegen! Wenn es Euch ernst ist gemacht: Die Nachtzüge nach und von Vamdrup werden in der eine Parteitonferenz des Ober- Barnimer Kreises Gewerkschaftsorganisation unseres Berufes, wenn Ihr gewillt seid find sämmtliche Strecken fahrbar, doch ist die direkte Absendung abgehalten, in welcher neben den Kaffenangelegenheiten hauptsächlich mitzuarbeiten an der Befferung unserer traurigen Arbeits von Wagenladungs- Gütern nach Nyljöbing( Morsö) Eises halber die Frage erledigt werden soll, welches Parteiblatt der Proving verhältnisse, so versäumt nicht, in dieser Versammlung zu eingestellt. Brandenburg im Kreise einheitlich gelesen werden soll. erscheinen. Auf dem Wege der Zentralorganisation wollen Münster,( Weftf.), 23. Januar.( W. Z. B.) Amtlich wird Rudolf Salomon. wir das erreichen, was uns bisher nicht gelungen ist. Wir Berliner gemeldet: Die Strecke der Ostfriesischen Küstenbahn ist zwischen Beispiel voranzugehen, agitirt deshalb mit verdoppeltem Eiser unter Beit gesperrt. haben die Pflicht, den Kollegen in der Provinz mit leuchtendem Dornum und Esens infolge von Schneeverwehung auf unbestimmte den uns noch fernstehenden Kollegen für unsere Organisation und macht sie auf deren Vortheile aufmerksam. Der provisorische Bevollmächtigte: Carl Brüschte, Melchiorstr. 15. Wriezen. wird aus London gemeldet: Die Sammlungen für Indien ergaben Frankfurt a. M., 23. Januar.( B. H.) Der Frankf. 3tg." bisher 2 600 000 M.; davon sind bereits 2 000 000 m. nach Raltutta abgeschickt worden.! Von der Agitation. Am 17. Januar wurde in Fürsten werder im Wahlkreis Prenzlan- Angermünde die erste von unserer Seite einberufene Boltsversammlung abgehalten. Auch aus den benachbarten Dörfern und selbst aus Strasburg i. U. waren Leute herbeigekommen; ebenso waren einige Frauen anwesend. Genosse Theodor Meyner aus Berlin sprach unter lebhaftem Beifall Achtung, Metallarbeiter! Wie bekannt, befinden sich die über die Entwicklung und die Bestrebungen der Sozialdemokratie. Arbeiter des Emaillirwertes von C. Thiel u. Söhne in Lübeck Frankfurt a. M., 23. Januar.( B. H.) Die„ Frants. 3tg." Am Schluß der gut verlaufenen Versammlung forderte der Ein-( 300 an der Zahl) seit beinahe 4 Monaten im Ausstand. Muthig meldet aus Dortmund: Bei der Zeche Dorstfeld wurde in der verberufer, Genosse Brüsch aus Strasburg, zum Abonnement auf die haben während dieser langen Zeit die Kämpfenden ihre Position gangenen Nacht auf einen Personenzug ein Dynamitattentat verübt. Märkische Volksstimme" auf. behauptet, die allerdings mit jeder weiteren Woche um so schwieriger Das Berbrechen blieb jedoch ohne üble Folgen. In München sprach Reichstags- Abgeordneter Paul Singer wird, als das Unternehmerthum darauf finnt, die Streifenden ausLemberg, 23. Januar.( B. H) Der hiesige Gemeinderath hat die im großen Saale des Münchner Kind! unter stürmischem Beifall zuhungern. Am heutigen Sonntage( 24. Januar) nachmittags 5 Uhr über das Thema„ Die bürgerlichen Parteien und die Sozialdemokratie." wird nun in Berlin im Rösliner Hof, Röslinerstraße 8, ein Gründung einer allgemeinen Arbeiterbörse befchloffen. Die Münchener Boft" schätzt die Zahl der Besucher der Versamm großes Bokal, und Instrumental- Konzert zumba anläßlich der Vorstellung der„ lebenden Brücke" in einem der Wien, 23. Januar.( B. H.) Das„ Extrablatt" meldet aus Orleans, lung auf über 6000; viele fonnten wegen Ueberfüllung des Snales Besten der ausgesperrten übeder MetallMetall: daß feinen Bulaß finden. Antisemitische Sendlinge, die am Eingang arbeiter abgehalten. Die Arrangeure hoffen speziell aus den dortigen Theater ein Dekorationsstück brach, infolge deffen die Perum Lotal ein gemeines Pamphlet vertheilen wollten, wurden zur Reihen der Metallarbeiter auf einen zahlreichen Besuch. sonen, welche die lebende Brücke darstellten, in die Tiefe stürzten. schleunigstem Rückzuge gezwungen, Billets find bei den Genossen Fr. Gleinert, Müllerstr. 7a, 3wei Akrobaten und eine Schauspielerin erlitten schwere BerFr. Schröder, Wiesenstr. 39, sowie bei den bekannten Verlegungen. Der sozialdemokratische Landesverein für das Herzog trauensleuten zu haben. London, 23. Jan.( B. H.) Wie„ Daily Graphic" meldet, wird in thum Koburg, dessen Errichtung auf der Landeskonferenz am 10. Januar beschlossen wurde, ist ins Leben getreten. Der Vorstand Vorwärts" enthält im Annoncentheile die Abrechnung über unsere Achtung, Mükenmacher Berlins! Die heutige Nummer des Glasgow im Jahre 1901 eine internationale Ausstellung veranstaltet hat seinen Sitz in Koburg. Alle Briefe find zu senden an den Borlegte Lohnbewegung. Indem wir an dieser Stelle den Berliner bourg meldet, find im dortigen Krankenhause in letter Nacht infolge Wien, 23. Januar.( B. H.) Wie das Extrablatt" aus Cherfizenden Wilhelm Hauer, alle Gelder an den Kassirer Klögel, beide in Roburg. Gewerkschaften für die geleistete Unterstügung unseren Dank Einen sozialistischen Bazar will die englische Unabforderung, überall für stritte Durchführung des errungenen Lohnnoch besonders abstatten, richten wir an die Kollegen die ernste Auf- Ausströmens von Kohlengasen neun frante Frauen erstickt. Wien, 23. Januar.( W. T. B.) Das„ Fremdenblatt" meldet: hängige Arbeiterpartei( Independent Labor Party) an tarifs Sorge zu tragen. Weiter ersuchen wir die Kollegen der Am Donnerstag waren unweit Stierniewice vor Eintreffen des den drei Osterfeiertagen( 18.- 20. April) in London in der Rester- Müßenbranche, die fertig liefern, sich nun endlich Warschau- Wiener Schnellzuges große Steine auf die Schienen gelegt St. Martins Townball zugleich mit der Jahreskonferenz der ebenfalls aufzuraffen und höhere Preise für ihre Wüßen zu fordern, worden, augenscheinlich in der Absicht, um den Zug zum Entgleiſen " Unabhängigen Arbeiterpartei" abhalten. Zwed des Bazars ift, für denn gerade von ihrer Seite droht uns die Gefahr, daß unsere au bringen; durch die Vorsicht des Zugführers und die gute Die Parteiorganisation einen Fonds von 1000 Ltr.( 20 000.) ganze Errungenschaft in Frage gestellt wird. aufzubringen. Alle Freunde der Independent Labor Party und alle kommission. Die Fünfer Konstruktion der Lokomotive wurde dies verhindert. Ein Unfall hat sich nicht ereignet. Unter den Passagieren befand sich der Sozialisten auch die deutschen Genossen sind ein. geladen, durch Beiträge, und seien sie noch so geringfügig, das Der Zentralverband der Steinfeger( Pflasterer) und Be- russische General Fürst Trubezkoi. Die russische Gendarmerie leitete Erhebungen ein. Unternehmen zu unterstützen. Näheres ist zu erfahren durch rufsgenossen Deutschlands hatte im 4. Quartal des vorigen Triest, 23. Januar.( W. T. B.) Durch eine Springfluth den Genossen Tom Naglow, 8 Bincent Zerrace, Jrlington, Jahres, nach Maßgabe der an die Hauptkasse gezahlten Beiträge, wurde heute Vormittag ein Theil der hiesigen Ueberstraße überschwemmt. London N. " Polizeiliches, Gerichtliches ze. " Gewerkschaftliches. " An den preußischen Kriegsminister wird in der„ Sattlerund Tapezirer Beitung" vom Genoffen Joh. Sassenbach ( Berlin, Juvalidenstr. 195) ein offener Brief veröffentlicht, worin 3000 Mitglieder. Die Differenzen, die in der Metallgießerei des Herrn I. 3iemdorf in Berlin, Stallschreiberstr. 18, ausgebrochen waren, sind zu gunsten der Arbeiter beigelegt. 27 Wochen, wo Unterstützung ausgezahlt wurde, 29 942,32 M. getoftet. Eingegangen sind 30 977,39 M. Nachdem der Hafenarbeiter Streit ausgebrochen war, verzichteten die ausständigen Steinfeger auf jegliche Unterstüßung, damit alle finanziellen Kräfte der Arbeiter schaft auf die Unterstützung jenes wichtigeren Streits tonzentrirt werden könnten.d In Aachen ist der Streit der Weber bei der Firma Rosen berg u. Kom p. zu ungunsten der Arbeiter beendet. werden. " Paris, 28. Januar.( W. T. B.) In dem heute im Elysee Wegen Leuschner- Beleidigung wurde der frühere verantwort. abgehaltenen Ministerrathe berichteten die Minister des Auswärtigen liche Redakteur des Boltsblatts für Halle", Genosse und des Innern über die wegen der Peft in Indien getroffenen Mannigel, zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der jetzige Aus Weißenfels. In der Situation des Schuhmacher Sanitätsmaßregeln. Frankreich habe seine Betheiligung an einer verantwortliche Redakteur, Genoffe Brandt, hat soeben eine An- ft reits ist feine Veränderung eingetreten. Die Unternehmers internationalen Konferenz zugesagt, die von Desterreich angeregt sei flage erhalten wegen angeblicher Beleidigung des deutschen Offizier organisation fängt an, diejenigen ihrer Mitglieder zu maßregeln, und in Benedig zusammentreten werde. Die französische Retorps. Es handelt sich um einen Leitartikel gegen die Brüsewige die nicht nach ihrer Pfeife tanzen. Der Schuhfabrikant all- gierung habe für Algier, Tunis und den Senegal die Pilgerreien, den das Boltsblatt" am 10. November veröffentlicht hat. baum fen. hatte seinen Leuten bei der von der Unter- fahrten nach Metta verboten und Schritte dafür gethan, In Hagen i. W. wurde wegen der Anwesenheit von nehmer- Organisation dekretirten Ründigung aller Personale daß auch andere Mächte analoge Maßregeln ergreifen. Frauen eine Boltsversammlung aufgelöst, wo Frl. Baader aus nicht mitgekündigt. Da er somit die" Disziplin" durch- Während des Ministerrathes unterzeichnete Präsident Faure eine Berlin sprechen sollte. brochen hatte, wurde er aus dem Fabrikantenverein aus Berordnung, durch welche die Einfuhr nach Frankreich oder Algier -Groben Unfug sollte der verantwortliche Redakteur der geschlossen. Die Lederhändler scheinen stark auf Beilegung des Streits aller auf direcktem oder indirectem Wege aus Bombay oder anderen Breslauer Volkswacht" durch die Veröffentlichung einer au drängen. Entgegen den von einigen Blättern gebrachten Lohn von der Pest heimgesuchten Orten kommenden Waaren verboten Notiz begangen haben, worin gesagt war, daß eine Bersammlung angaben ist mitzutheilen, daß selbst tüchtige Arbeiter( 3wicker) nach wird, außer über die Häfen von Marseille, Pauillac, St. Nazaire, der Berliner Gewerkschaftsdelegirten beschlossen hatte, sich mit den Abzug der Auslagen für Material im Durchschnitt wöchentlich nicht Le Havre, Dünkirchen und Algier; Zuwiderhandlungen werden mit ausständigen Hamburger Arbeitern solidarisch zu erklären, Geld- viel über 14 M. verdienen. Die Auszahlung der ersten Streit den strengsten Strafen bedroht. sammlungen für die Streifenden einzuleiten und Zuzug nach Ham- unterstüßung erfolgte regelrecht; je nachdem die betreffenden ledig oder Paris, 23. Januar. Während der Nacht und vormittags ist burg fernzuhalten. Der Amtsanwalt beantragte eine Geldstrafe von verheirathet, Mädchen oder jugendliche Arbeiter sind, wurden ihnen hier und in fast ganz Frankreich sehr viel Schnee niedergegangen; 100 M. Das Schöffengericht sprach jedoch den Angeklagten frei. 3, 5, 7 und 9 m. pro Woche ausgezahlt; für Kinder je 50 Pf. extra. ein heftiges Unwetter herrscht an den Küsten des Aermel- Meeres. Der Margarinefabrikant Mohr hat die gegen das, Volts: Die Haltung der Streifenden ist gut. Die durch den Ausstand ihrer Paris, 23. Januar.( W. T. B.) Jaurès( Sozialist) befprach blatt für Harburg" angestrengte Beleidigungstlage zurück- Arbeiter hartbedrängte Firma F. A. F. Tied in Ottensen einen Gegengefeßentwurf, welcher bezweckt, zum Vortheil des Staates gezogen. Das genannte Parteiorgan fnüpft an diese Mittheilung wandte sich in ihrer Noth an die Weißenfelser Fabrikanten und er die Zuckerraffinerie zu monopolisiren. Das Monopol sei nothdie für die deutsche Preßfreiheit" bezeichnende Bemerkung: Damit sucht, die Ausständigen von Ottenfen ja nicht in Weißenfels einzu wendig, um die der Zuckerindustrie drohenden Gefahren zu be ist nun auch das letzte Berfahren beendigt, das gegen einen unserer stellen. Eine schwarze Liste, die die Namen von 24 Arbeiterinnen schwören. Die angekündigte internationale Konferenz werde fein Redakteure anhängig gemacht worden war, und es ist der seltene, und 45 Arbeiter aufweist, war dem Gesuch gleich mit beigelegt. Heilmittel schaffen, denn Rußland, Deutschland und Deflerreich feit Gründung des Blattes noch nicht dagewesene Fall eingetreten, Der Steinseher Streit in Hamburg hat während der würden nicht auf ihre Vortheile verzichten. Defterreich dente daß die Redaktion des Voltsblatt" gar nichts mit den Gerichten nicht daran, Exportprämien auf Wein einzuführen. Deutschland zu schaffen hat. Möge dieser idyllische Zustand recht lange anwerde, da es hinsichtlich des Altohols feinen Erfolg gehabt habe, dauern. seine fistalischen, industriellen, finanziellen und kommerziellen Anstrengungen auf den Zucker fonzentriren. Frankreich müsse das deutsche Gesetz genau nachahmen. Seine Partei schlage das Monopol vor, weil solches bereits im Besiße der Oligarchie sei und weil seine Partei wünsche, dasselbe zu regeln, indem sie es in die Hände des Staates übergehen lassen wolle.( Beifall auf der äußersten Linken.) Der Handelsminister Boucher erklärte, er gebe zu, daß Frankreich Die Holzarbeiter in Barmen beschlossen, mittels geheimer nicht ebenso schnell in der Entwickelung seiner Zuckerproduktion vor Abstimmung, folgende Forderungen zu stellen: 9stündige Arbeits- geschritten sei wie Deutschland, trotzdem habe es seine Stellung bezeit unter Beibehaltung der jezigen Löhne( bisher betrug die Arbeits- hauptet bis die auswärtigen Länder die Prämien schufen. Ein seit 91/ 4-101/ 2 Stunden), 10 pet. Erhöhung bei Stunden- und Staatsmonopol für Zuckerraffinerten sei unmöglich, weil diese InAttordarbeit, für Ueberstunden, Sonne und Feiertagsarbeit 25 pet. dustrie zugleich fommerziellen Betrieb erfordere; das von Jaurès Die unterzeichneten Sattler und in Militäreffekten- Fabriken be- Lohnaufschlag, Auszahlung des Lohnes am Freitag. vorgeschlagene Heilmittel würde nicht ausreichen, um gegen die schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen erlauben sich an das Kriegs- Die Maurer und Zimmerer in Crimmitschau i. S. Konkurrenz anzufämpfen.( Beifall.) Die Weiterberathung wurde ministerium folgende Bitte zu richten: In den Verträgen, welche stellten im November die Forderung auf, daß vom 1. Januar d. J. auf Montag vertagt. zwischen dem Kriegsministerium und Firmen, die sich um Militär- an der Behustundentag, 83 Pf. Mindest Stundenlohn und ein Zu Paris, 23. Januar.( W. T. B.) Das Buchtpolizeigericht verarbeit bewerben, abgeschlossen werden, ist folgende Bestimmung auf schlag für Nacht, Sonntags- und Wafferarbeit gewährt werden urtheilte den ehemaligen Kapitän Guillot, welcher sich im zunehmen: Der Unternehmer verpflichtet sich, die übernommene sollte. Sie ließen die Forderung den vereinigten Meistern durch die Jahre 1889 nach der Schweiz und dann nach Belgien geflüchtet hatte, Arbeit in eigenen Wertstellen anzufertigen. Das Weitergeben der: Rohnkommission zustellen. Am 31. Dezember traf die Antwort ein. zu 5 Jahren Gefängniß und 3000 Franks Geldstrafe, weil er einer felben an zwischenunternehmer und Hausinduftrielle ist untersagt." Sie lautete vollständig ablehnend. U. a. heißt es darin, man könne auswärtigen Macht geheime Pläne und Schriftstücke ausgeliefert habe. Ferner wird gebeten, die dem Kriegsministerium unterstehenden Be- die Forderung des Behnstundentages nicht für ernst gemeint" hörden und die Regimenter anzuweisen, in die von ihnen abzu haben, da sich der Zehnstundentag mit dem Baugeschäft keinesfalls Glimt", Rapitän Andersen aus Arendel, welcher sich mit einer Cherbourg, 23. Januar.( W. T. B.) Der norwegische Dreimaster schließenden Verträge diefelbe Bestimmung aufzunehmen." E3 folgt nun die Begründung, die auf die notorischen Schäden vereinen" laffe!- Natürlich befchloffen die Crimmitschauer Maurer Badung Holz auf der Fahrt von Pensacola nach Wismar befand, und Zimmerer, an ihren Forderungen festzuhalten. ist bei der Insel Belée gestrandet. Die Mannschaft des Rettungsder Hausindustrie fich bezieht, und dann heißt es in dem offenen Briefe weiter:" Zu meinem Bedauern muß In der Keffelschmiede der Firma Henschel u. Sohn in bootes rettete 10 Mann von der Besatzung, ein Mann ertrant. feststellen, daß eine Rassel Rothenditmold ist der Antwort bisher nicht eingelaufen ift. Metallarbeiter entlassen worden. Infolgedessen sind zwischen dem sekretär des Lokalverwaltungsamts Russell erklärte, die Ergebnisse London, 22. Januar.( W. T. B.) Unterhaus. Der ParlamentsIm Namen der Mitunterzeichner möchte ich nun Ew. Exzellenz Personal und der Geschäftsleitung Differenzen ausgebrochen, die der gegen die Einschleppung der Cholera durch den Dampfer„ Nubia" um Auskunft bitten, ob unser Gesuch überhaupt in Erwägung gezogen worden und, wenn dieses der Fall, welche Entscheidung ge- 8ur Zeit noch schweben. Von Kaffel aus werden deshalb die Metall- ergriffenen Maßnahmen rechtfertigen völlig die Haltung der engli gearbeiter troffen wurde. Ich kann Ew. Exzellenz versichern, daß die arbeiter ersucht, den Zuzug vorläufig zu unterlassen. schen Regierung, welche gegen vom Auslande eingeschleppte Seuchen in der Petition geschilderten Zustände seitdem nicht besser, In Wintersdorf in Sachsen- Altenburg streifen in der Filiale durch Isolirung und Desinfektion vorgehe, ohne eine Quarantäne zu sondern noch weit schlimmer geworden sind, daß es heute des Leipziger Bigarrenfabrikanten Haschte 18 Arbeiter und verhängen. teine elender gestellten Arbeiter giebt, als die Sattler, die Militär- 12 Arbeiterinnen. effetten anfertigen, also gewissermaßen im Dienste des Staates Die österreichische Gewerkschaftskommission hat im Jahre 1896 stehen. Sollte das Kriegsministerium noch eine genauere Darstellung an ordentlichen Beiträgen 2c. eingenommen 14 125 fl. Die Ausgaben ber Lage dieser mit Staatsarbeiten beschäftigten Arbeiter wünschen, betrugen 13 261,93 fl., so daß ein Ueberschuß von 863,07 fl. blieb. so steht diese sofort zur Verfügung. Jedenfalls geben sich die Außerdem nahm die Kommission an Streitunterstützungen Sosnowice, 28. Januar.( B. H.) In Blachownia zersprang Unterzeichner der Bitifchrift der Hoffnung hin, daß dem königlichen ein 31 808,23 fl., welcher Betrag bis auf 127,78 fl. und ein ein Hochofen. Durch die herausströmende flüssige Maffe wurden Kriegsministerium die Sache wenigstens so wichtig erscheint, um eine ben Metallarbeitern bewilligtes Darlehen von 1000 fl. aufgebraucht mehrere Gebäude bedeckt und in Brand gesteckt. Eine Anzahl ArAntwort zu ertheilen." worden ist. Der Bergarbeiterstreit in Mährisch- Ostrau erforderte beiter ist schwer verlegt. es heißt: " Exzellenz! Im Auguft 1895, also vor fast anderthalb Jahren, sandte ich an das preußische Kriegsministerium eine mit mehreren hundert Unterschriften versehene Bittschrift ein. Dieselbe hatte folgenden Wortlaut: " ich " Vertrauensmann Der Rom, 28. Januar.( B. S.) Durch die Regierung ist die Sperrung des Hafens von Maffaua für alle aus Indien kommenden Schiffe angeordnet worden. Die Hafenstädte auf Sizilien verlangen für ihre Häfen die gleiche Maßregel. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Vading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 20. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. sonntag, 24. Janner 18, Abgeordnetenhaus. 25. Sigung vom 28. Januar 1897. 11 Uhr. Am Ministertische: Frhr. v. Hammerstein. Der Gefeßentwurf, betr. die Besoldung, Pensionirung und ReTittenversorgung der Wiesbadener Gemeinde ForstSchuh Beamten geht an die Kommission für die HessenMassau'sche Landgemeinde- Ordnung. von Czarlinski( Pole) wegen Auflösung polnischer Bersamm- eingeschlossen. Außerdem soll die projektirte Straße 3a, die von lungen und Antrag Ring( t.) betreffend Maßregeln gegen Vieh- Straße Am Friedrichshain ausgeht, über die Elbingerstraße hine feuchen- Einschleppung. bis zur Straße 9( als Berlängerung der Straße 11) weitergefü Schluß 4 Uhr. werden. Parlamentarisches." " " Lokales. Der Vertrag betreffend die Ueberführung der Puttlig straße über die Bahn in Moabit ist jetzt von der kö Eisenbahn- Direktion mit Ermächtigung des Ministers der ö Konversion der Reichsanleihen. Der tem Reichstage zu- lichen Arbeiten dem Magistrat zur Bollziehung unterbreitet wo Es folgt die erste Berathung des Antrages des Ab- gegangene Gefeßentwurf, betreffend die Kündigung und Umwandlung Die von der Stadtgemeinde zu tragenden Kosten für den Bau de geordneten Dr. Langerhans( frf. Bp.) auf Annahme der 4prozentigen Reichsanleihe in 31/ aprozentige, bestimmt in den Ueberführung sollen in den Etat für das Verwaltungsjahr 1897/98 eines Gefeßentwurfs, wonach die auf dem Märkischen grundlegenden Paragraphen: eingestellt werden. Der Bau der Ringbahn- Station an der PuttligProvinzialrecht, insbesondere der Visitations- und Konsistorial anleihe tönnen zur Einlösung gegen Baarzahlung des Kapitals Vertrages durch den Minister so gefördert werden, daß diefelbe § 1. Die Schuldverschreibungen der vierprozentigen Reichsstraße soll in der Voraussetzung der Genehmigung des vorgedachten Ordnung des Kurfürsten Johann George von 1573 und der Flecken, Dorf- und Ackerordnung vom 16. Dezember 1702 be- betrags binnen einer dreimonatlichen Frist und die im Reichsschuld- schon am 1. Oktober d. J. dem Verkehr übergeben werden kann. ruhenden Verpflichtungen der bürgerlichen Gemeinden bezüglich der einer gleichen Frist gekündigt werden. Die Kündigung geschieht sichtlich in den nächsten Tagen bezogen werden. Die Ausbildung buch eingetragenen Buchschulden zur baaren Rückzahlung binnen Bauten und Reparaturen von Kirchen, Pfarr- und Küster- Gebäuden durch öffentliche Bekanntmachung des Reichsfanglers. Die neue Feuerwache in der Wilmsstraße wird voraus aufgehoben werden und von den bürgerlichen Gemeinden auf die durch öffentliche Bekanntmachung des Reichskanzlers. Kirchen- Gemeinden übergehen. § 2. Bevor die Kündigung(§ 1) erfolgt, ist den Inhabern der der für diese Wache im November v. J. neu eingestellten MannDer Antragsteller begründet seinen Antrag. Auf grund der er- Schuldverschreibungen der vierprozentigen Reichsanleihe die Umschaften ist beendet. wähnten Bestimmungen hat das Reichsgericht die Stadt Berlin zu prozentigen Reichsanleihe und den im Reichs- Schuldbuch einwandlung dieser Schuldverschreibungen in solche der dreieinhalbBeitragsleistungen für Kirchenbauten verurtheilt; es ist damit die Gesetzlichkeit dieser Bestimmungen anerkannt und deren Aufhebung schreibung in dreieinhalbprozentige Buchschulden durch öffentliche getragenen Gläubigern der vierprozentigen Reichsanleihe die Um nur im Wege der Gesetzgebung möglich. Die zur Zeit des Erlasses Bekanntmachung des Reichskanzlers anzubieten. Das Angebot gilt das neuerdings zu tage getretene Bestreben findiger Kapitalisten, Die Gemeinschädlichkeit der sog. unparteiischen Preffe und jener Berordnungen bestehenden Berhältniffe haben sich völlig geändert. für angenommen, wenn nicht binnen einer auf mindestens drei für ganz Deutschland ein einziges Kopfblatt" parteilofen" Inhalts Damals bestanden die Gemeinden ausschließlich aus Lutherischen. Heute ist es eine Ungerechtigkeit, von den Angehörigen anderer Kon- Wochen vom Tage jener Bekanntmachung ab zu bemessenden Frist zu schaffen, ruft auch in der bürgerlichen Welt schwere Bedenken von den Juhabern der Reichsschuldverschreibungen der vierprozentigen hervor. In der Gegenwart" findet sich ein Aufsatz, dem wir folgenfeffionen oder von den aus der Landeskirche Ausgetretenen Beiträge Reichsanleihe unter Einreichung der Schuldverschreibungen und des entnehmen: Moderne Journalisten fennen teine fachlichen su lutherischen Kirchenbauten zu fordern. Um das Bedürfniß in dieser Richtung zu befriedigen, ließen sich auch genügende von den im Reichsschuldbuch eingetragenen Gläubigern von vier Gegenfäße mehr und eigentlich auch teine persönlichen. Es fällt Auswege finden, so z. B. das Recht der Gemeinden, Anleihen prozentigen Buchschulden die Baarzahlung des Rapitalbetrags ihnen so wenig wie einem Großkaufmann oder einem weitaus aufzunehmen. Bei Verhandlungen beantragt wird. zwischen Von dem Inhalt der öffentlichen Bekanntschauenden Industriellen ein, für sogenannte Ideen zu fechten. der Stadt Berlin und dem Konfistorium wurde machung des Reichskanzlers( Absatz 1) sind die im Reichsschuld: Sie haben flug und falt das Geschäft im Auge, und sonst eine Abfindung der Kirchen von 20 Millionen gefordert, die aber im Laufe der Ver- buch eingetragenen Gläubiger von vierprozentigen Buchschulden nichts. Vorvorgestern, da war es vielleicht noch Mode, mit Kirchen von 20 Millionen gefordert, die aber im Laufe der Verbandlungen auf 5 Millionen ermäßigt wurden. Schwerer als Berlin außerdem schriftlich zu benachrichtigen. Die Wirkung des Angebots Bähigkeit an einer politischen Meinung zu hängen und mit der Ge dürften aber arme Landgemeinden von der Konsistorial- und zur Umschreibung in dreieinhalbprozentige Buchschulden ist jedoch oder jener unverwirkbaren Weltanschauung zu proßen. schmackvolle Leute hüten sich jetzt vor derlei 2ächerlichkeiten. Visitations- Ordnung betroffen werden. In keiner Kirchengemeinde von dieser Benachrichtigung nicht abhängig. Berlins bestehe ein Bedürfniß für die Aufrechterhaltung des zuschreibenden Buchschulden(§ 2) werden bis zum 30. September ein gewinn. Dies einfache Raisonnement hat die unpoli. § 3. Die umzuwandelnden Schuldverschreibungen und die um- Alle Leidenschaft ist fomisch, alle Einseitigkeit schädigt den bisherigen Zustandes; noch immer haben sich, wenn ein H. tirchliches Bedürfniß vorhanden war, wohlhabende Leute gefunden, 1897 mit 4 v. S. verzinst. tischen Zeitungen geschaffen und groß gemacht. Heute ist schon kein die solchen Bedürfnissen abzuhelfen bereit waren. Der gefeßlich beift, handelt es sich bei der Konversion um insgesammt 450 Millionen Anzeiger" hat. Als Herr Mosse vor nun fünfundzwanzig Jahren die Wie aus einer dem Entwurfe beigefügten Anlage ersichtlich größerer Ort mehr, der nicht seinen hauptstädtisch geleiteten ,, Generalstehende Zustand widerspricht dem von dem Landtage fiets aus: Mart. gesprochenen und anerkannten Grundsay, daß jede Kirchengemeinde deutsche Zeitungswelt revolutionirte, mußte die Profitsucht noch schamfür ihre Bedürfnisse zu sorgen hat. Die Kommission des Herrenhauses hat gestern den Gesetz- haft eine Maste tragen und die braven Jdeale hatten der Annonce als Minister Boffe: Mit einem großen Theile der Ausführungen entwurf, betr. Tilgung von Staatsschulben und Bildung Gardedamen zu dienen. Herr Scherl schob die Unbequemen ganz bei des Antragstellers bin ich einverstanden. Daß im Jahre 1878 eines Ausgleichsfonds durchweg unverändert nach den Beschlüffen Seite. Dem Lesepöbel Lefefutter und Spiele, derbe Sensationen und 1573 andere Verhältniffe in der Mark herrschten als heute, ist sicher. des Hauses der Abgeordneten angenommen. Dem Plenum soll Originalkorrespondenzen; im übrigen toftet jedes Wort sechs Pfennige, Damals galt das Territorialprinzip, das Eintreten der Obrigkeit schriftlicher Bericht durch Graf von König 3 mard erstattet in der Ueberschrift zwanzig. Scherl's Ruf sinkt inzwischen gemach für die Unterthanen. Heute haben wir fazm noch eine politische werden. zu Thale, und die Hintermänner treten auf den Plan. Es war eine Gemeinde mit einheitlich tonfeffioneller Bevölkerung. Un Die Wirthschaftliche Vereinigung" des Herrenhauses erobern, aber mein Vaterland muß größer sein. Erst wenn die ganze schöne und herzbezwingende That, Berlin dem Lokal- Anzeiger" zu richtig dagegen ist, ist, daß es allgemein üblich ist, daß hat heute beschloffen, im Plenum einen Antrag einzubringen, durch Nation ein einziges Blatt hält und völlig nivellirt worden, wenn im die Kirchengemeinde allein für ihre Bedürfnisse sorgt. welchen die fönigliche Staatsregierung ersucht werden soll, im Froschmolluskenbrei der Unparteilichkeit jegliches persönliche Empfinden Nehmen Sie den Gefeßentwurf an, so schenken Sie der Stadt Bundesrath für Annahme eines Margarine Gefeßes ein- und Denken erstorben, aller geistiger Kampf durch ein Machtwort Berlin den Betrag des Kapitals, das die Verpflichtung der Stadt zutreten, wie solches im vorigen Jahre vom Reichstag beschlossen des Direktors der Großen Berliner Preß- Aktien= repräsentirt, ob es mit 20 oder 5 Millionen richtig geschäßt ist, worden ist. bleibe dahingestellt. Die Folgen der Annahme des Antrages fönnten Gesellschaft mit eins beendet ist, erst dann hat die Zeitung Die X. Kommission des Herrenhauses für Vorberathung ihren Beruf ganz und gar erfüllt. Auf einer versandfähigen Druck doch bedenklich werden. So besteht z. B. in Danzig für zahlreiche des Entwurfs eines Gesetzes, betreffend das Diensteinkommen platte alles vereint, was unser Bolt träumt und sinnt, will und fatholische Höfe die Verpflichtung zu den protestantischen Kirchen- der Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlichen Bolts- wünscht; uniformirte Parteilichkeit; bis zur Bewußtlosigkeit ge Iaften beizutragen. Diese Leute würden sofort Beseitigung dieses schulen, besteht aus folgenden Herren: 1. v. Butttamer- Carzin, Vor- steigerte Objektivität, die nichts weiter soll als der heiligen Annonce. Zustandes fordern. Die Konsequenzen für beide Kirchen wären fißender; 2. Dr. von Levehow, Stellvertreter des Vorsitzenden; Bahn brechen- dies alles ermöglicht und errichtet das Deutschland der nicht abzusehen. Ist es doch vorgekommen, daß in einem 3. Zweigert, Schriftführer; 4. Graf v. Hutten- Czapsti, Stellvertreter Butunft, Platt Deutschland." Dies Bild tommt der katholischen Dorfe die Gemeinde über 300 Thaler Koften des Schriftführers; 5. Graf zu Dohna- Lauck; 6. Sehneider; 7. Becker; Wirklichkeit leider nahe genug. Unsere Parteigenossen haben die zu evangelischen Kirchenlasten beitragen mußte, obwohl in 8. Graf v. Klinkowström; 9. Graf v. Pfeil Hausdorf; 10. Graf nicht ernst genug zu nehmende Pflicht, wenigstens die Arbeiterschaft bem Dorfe nur zwei Evangelische wohnten. Die Verhandlungen v. Bieten- Schwerin; 11. Graf v. Brühl; 12. Graf v. Behr- Behren vor dem Versinken im Froschmollustenbrei" zu retten. Dazu bedarf: waren dem Abschlusse nahe und würden ohne den Antrag schon zu hoff; 13. Frhr. v. Durant de Sénégas; 14. Strudmann; 15. Frhr. es unermüdlicher Agitation. einem gütlichen Ende gekommen sein. Ich bitte sie, den Antrag so v. Wendt- Papenhausen. zu behandeln, daß die schwebenden Vergleichsverhandlungen dadurch nicht gestört werden. Kommissionsberathung nicht widersehen. " Kommunales. Der In dem Art. 7 der GewerbeDer Straßenhandel paßt den Hauswirthen nicht. Grundbesitzer- Verein im Norden Berlins hat an das Polizeipräsidium Abg. Haake( frt. Hosp.) ist auch der Meinung, daß altes Recht eine Petition gerichtet, auf welche folgende Antwort ertheilt worden nicht so ohne weiteres aufgehoben werden kann, zumal die Stadt Berlin ihr Patronatsrecht nicht aufgeben will. Zur Zeit der Choleragefahr in den Jahren 1892/93 hat die ist:" Auf die Beschwerde vom 21. Nov. gereicht dem Vorstande ergebenst Abg. Dr. Porsch( 3.) In dem ergangenen Reichsgerichtserkennt. Stadtgemeinde Berlin auf Veranlassung der tgl. Sanitäts- Kommission zum Bescheide, daß es nach den gefeßlichen Bestimmungen nicht zulässig. ist, den Straßenhandel als solchen zu verbieten. Es kann zur Zeit nur an den verschiedenen Häfen- und Ladestellen der Wasserläufe der niß wird allerdings barauf hingewiesen, daß der bestehende Zustand Stadt 21 durch die städtische Wasserleitung gespeiste Freibrunnen gegen Händler, die auf offener Straße feſte Handelsstellen einnehmen, eine gefeßliche Regelung wünschenswerth erscheinen Taffe. Auch ist es doch nicht unerheblich, wenn Berlin bereits 500 000. errichten laffen behuss Versorgung der Schiffsbevölkerung mit ein- wegen Uebertretung des§ 76 des Straßen- Polizeireglements vom für diese Beiträge geleistet hat. Mit den Patronatsrechten hat die wandfreiem Trint- und Wirthschaftswasser. Die Kosten der Auf- 7. April 1867 Strafanzeige erstattet werden. Die Feststellung einer derartigen Uebertretung ist aber bei der gegenwärtigen GerichtsSache nichts zu thun. Es frage sich nur, ob die Aufhebung ohne stellung der Brunnen, sowie die Instandhaltung derselben während praxis sehr schwierig, da nur dann eine Verurtheilung des betreffenden Entschädigung erfolgen kann. Das bedarf näherer Prüfung in einer Prozesses entschieden worden war, der angegebenen Jahre sind, nachdem im Wege des Kontravenienten erfolgt, wenn er längere Zeit ohne Käufer auf der Kommission. daß die Stadtgemeinde Straße mit seinem Fuhrwerk gehalten hat, bezw. stehen geblieben mit der Einrichtung und Unterhaltung der Abg. Bröse( f.) beantragt Ablehnung des Antrags. Brunnen ist. Seitens der Exekutivbehörden wird gemäß den wiederholten Abg. Schmidt- Marburg( 3.) kann es nicht billigen, daß Ent- Geschäfte der Landespolizei geführt hat, seitens des tgl. Polizei diesseitigen Anweisungen unausgefeßt strenge Kontrolle geübt. Gegenpräsidiums übernommen worden. Indeffen lebut das letztere es ab, wärtig schweben Erwägungen darüber, inwieweit behufs Beseitigung schädigungen gefordert werden. Abg. Dr. Irmer( t.) will sich nach all diesen Darlegungen der die nach dem Jahre 1893 entstandenen weiteren Unterhaltungskosten, der Uebelstände von der am 1. d. M. in fraft getretenen Befugnis welche sich bis zum 1. April 1896 auf 1666 M. beliefen, zu tragen, des Artifels 7 der Gewerbe- Ordnungs- Novelle vom 6. August 1896 Abg. Dr. Krause- Königsberg( natl.): Wenn wir die Rechts- weil mit dem Erlöschen der Cholera im Jahre 1898 die Brunnen für den diesseitigen Verwaltungsbezirk Gebrauch zu machen ist. frage prüfen, werden wir uns dem Antrage geneigt zeigen müssen. tgl. Polizeipräsidium hat dem Magistrat aber gleichzeitig mitgetheilt, Ordnungs- Novelle wird der Orts- Polizeibehörde die Befugniß er aufgehört haben dem landespolizeilichen Interesse zu dienen. Das Königl. Polizei- Präsidium. Abth. II." Abg. Stöcker( f.): Der Kirchenbau von Berlin wurde noch daß der Kultusminister nicht abgeneigt sei, der Stadtgemeinde die anfangs der achtziger Jahr von der damals liberalen Mehrheit der Freibrunnen gegen die freiwillige Uebernahme der Unterhaltungs- theilt, Kindern unter 14 Jahren das Feilbieten von„ felbstSynoden in Angriff genommen; später hat der Kirchenbau- Berein foften zu überlassen. Die Brunnen haben sich im Laufe gewonnenen oder rohen Erzeugnissen" der Land- und Forstwirth das Werk fortgefeßt, wenn auch mit einigen Mißgriffen, wie z. B. der Jahre für die Schiffer, Arbeiter und Kutscher an den schaft, des Garten- und Obstbaues, der Geflügel- und Bienenzucht, durch Verhandlungen mit Singer, so doch mit gutem Erfolge Ladestellen als durch die Beihilfe Ihrer Majestät. Sind Sie so sicher, daß die als ein Bedürfniß herausgebildet und dieselben sowie von selbstverfertigten Waaren, die zu den Gegenständen des Bedürfniß herausgebildet und dieselben och en markt Verkehrs gehören, zu verbieten. Die ertheilte fünftigen Entscheidungen günstig für Berlin ausfallen werden, veranlaßt, fernerhin nicht das gesundheitsschädliche Spree- und Antwort dürfte die Hausbesiger schwerlich befriedigen. Den Herren Kanalwasser zu Trink- bezw. Wirthschaftszwecken zu benußen. dann bedarf es des Antrages doch nicht!( Sehr richtig!) Ich 17 dieser Brunnen sollen erhalten, 4 dagegen beseitigt werden. ist weniger um Kinderschutz zu thun, als um die Vermietung leer. bin der die Diefe 17 Brunnen bedürfen jedoch wir wollen fein Geld von Juden und Katholiken für evangelifche nach übersichtlicher Berechnung etwa 4500 M. betragen werden. Der Berbot des Straßenhandels die ständigen Geschäfte besser floriren Kirchen; aber ohne Entschädigung ist die Aufhebung nicht möglich. Magistrat wird daher demnächst bei der Stadtverordneten- Berfamm- und höheren Miethzins einbringen. Abg. Dr. Bachem( 3.): Ein Kirchengebäude zu unterhalten, lung beantragen, sie möge sich damit einverstanden erklären, daß die Vierhundert Bauern und Handwerker gegen die Rotte. kann nur Pflicht der kirchlichen Gemeinde sein. Hebt man die dem Fiskus gehörigen 21 Freibrunnen für Schiffer seitens der Stadt Weil es gerade Sonntag ist, wollen wir unsern Lesern etwas zur Konfiftorialordnung auf, so wird man auf milde Uebergangs- gemeinde gegen die nach dem 1. Januar 1894 aufgelaufenen Unter- Erbauung und zur Einkehr bieten. Die" Post" des Herru bestimmungen bedacht nehmen müssen; insbesondere wird die Frage haltungskosten übernommen und 17 dieser Brunnen für die dauernde v. Stumm berichtet: An der am 22. Januar cr. in der Viktoria der Entschädigung aus Billigkeitsgründen zu erwägen sein. Auffentliche Benugung ausgebaut werden. brauerei zu Berlin abgehaltenen Hauptversammlung des Bundes erkannt muß werden, daß der Antrag Langerhans auf einen Zustand hinweist, der unerträglich ist und der Abhilfe bedarf. Aus der städtischen Webeschule. Die Stickerei mittels Kurbel- der Landwirthe für Teltow und Niederbarnim nahmen etwa Bei Bubilligung einer Entschädigung soll man bedenken, daß auch maschinen hat durch die herrschende Mode eine große Ausdehnung 400 Bauern und Handwerker aus beiden Kreisen Theil. Nach einer diefe von Juden und Katholiken mitgetragen werden muß zu genommen und ist geeignet, manche jetzt zurückgehenden Be Ansprache des Abg. Ring stellte der Bauerngutsbesizer Rohrbeckgunsten der Protestanten. In diesem Sinne wünschen wir Kom- schäftigungen in dem Posamentierfach zu ersetzen. In dem Etats-( Buckow) den Antrag, den Vorstand mit der sofortigen Absendung miffionsberathung. entwurfe für die städtische höhere Webeschule für das Verwaltungs- einer Protestdepesche an Se. Majestät den Kaiser zu beauf Minister Boffe: G8 giebt öffentlich rechtliche Bestimmungen, jabr 1897/98 find deshalb Mittel für den Stickerei- Unterricht an tragen. Die Depesche lautet: Seiner Majestät dem Kaiser. Die die im Laufe der Zeit einen privatrechtlichen Charakter angenommen Kurbelmaschinen vorgesehen worden. Da indessen das Bedürfniß heute am 22. Januar 1897 zur Hauptversammlung des Bundes der haben. In diesem Sinne habe ich vorhin von privatrechtlichen zur Erweiterung des Posamenterunterrichts durch Hinzunahme des Landwirthe für die Kreise Teltow und Niederbarnim versammelten, Interessen gesprochen. erwähnten Stickerei- Unterrichts sich bereits im laufenden Étatsjahr mehr als 350 Bauern protestiren gegen die ruchlose, freche, stehender Geschäftslokale, und sie kalkuliren, daß nach gänzlichem Abg. v. Eynern( natl.): Der bestehende Zustand ist unerträg- immer fühlbarer machte, ist auf Anfuchen des Kuratoriums der das Andenken Weiland Sr. Majestät Kaiser Wilhelms des Großen lich und es ist verwunderlich, wenn man sieht, wie wenig die Webeschule bereits mit dem Beginn des laufenden Winter- beschimpfende Erklärung der Sozialdemokratie in der gestrigen Konservativen dagegen einzuwenden haben, daß Juden und Katho- femefters der Stickerei- Unterricht an den Abend und Sonntags- Berliner Stadtverordneten- Bersammlung und betheuern, daß fie lifen zu evangelischen Kirchenbauten beitragen müssen. Wir zahlen abtheilungen eingeführt worden. Da nun die Gewährung der Mittel diese Rotte von Menschen bekämpfen werden bis im Westen bis 30 pet. Kirchensteuer, Sie in Berlin faum 10 pet. zur Beschaffung der für den Stickerei- Unterricht erforderlichen 3 um lebten Athemzuge!" Wird die sozialdemokratische und dafür geht dann der Bettelsack für Berlin im ganzen Lande Maschinen, Borlagen u. f. w. mit 4000 m. von dem Minister für Arbeiterschaft nun endlich Einkehr halten? herum.( Sehr richtig!) Deshalb ist der Antrag Langerhans mir Handel und Gewerbe aus Staatsmitteln erwartet werden darf, so Die ,, Vossische Zeitung" fühlt sich in ihrer gestrigen Abendhochwillkommen. wird demnächst der Magistrat Veranlassung nehmen, bei der Stadt nummer nun doch bemüßigt, das tattlose Benehmen der StadtNach Schluß der Debatte bemerkt Abg. Dr. Krause, daß eine Be- verordneten- Bersammlung zu beantragen, sie möge sich mit der im verordnetenmehrheit vom Donnerstag in Schuß zu nehmen. Man mertung des Abg. Stöcker, welcher ihn den Advokaten der Stadt laufenden Winterhalbjahr an der Abend- und Sonntag- Abtheilung merkt dem gewundenen Artikel an, wie schwer dem Blatte die unBerlin nannte, ihn schmerzlich berührt haben würde, wenn ein der städtischen höheren Webeschule erfolgten Einführung des Unter- angenehme Aufgabe geworden ist. Quintessenz der Rechtfertigung anderer Kollegé fie gebraucht hätte, aus dem Munde Stöcker's be- richts in der Stickerei mittels Kurbelmaschinen einverstanden erklären. ist, daß Fehler und Mißgriffe einer Regierung, also auch das Die erforderlichen Honorarkosten sollen beim Etat der Webeschule Sozialistengeset, nicht auf das unverantwortliche und unverletzliche rühre sie ihn garnicht. angewiesen werden. Staatsoberhaupt" zurückgeführt werden dürfen. Wir brauchen wohl Abg. Störker fann in dem Ausdrucke nichts Beleidigendes finden; Herr Krause möge sich darüber mit den Advokaten der Stadt Berlin auseinandersetzen. Nach einem Schlußwort des Abg. Virchow( fr. Vg.) geht der Antrag an eine besondere Kommission von 14 Mitgliedern. Es werden sodann Petitionen erledigt. Nächste Sigung Freitag, 29. Januar, 11 Uhr: Interpellation Der Magistrat hat dem vom Plenum der Bau- Deputation auf nicht erst besonders zu erklären, weshalb wir uns der Pflicht einer geftellten Projekte zur Aufnahme dreier neuen Auseinandersetzung mit diesem durch die Deutlichkeit der Thatsachen Straßen, Nr. 1a, 2a und 3a auf dem Gelände der so ziemlich jeden Tag auf seine Hohlheit zurückgeführten PhrasenBöhow' schen Erben in der Abtheilung XIII des Bebauungs- geschiller des doktrinären Liberalismus ein für allemal überhoben planes zugestimmt. Daffelbe wird von der Greifswalderstraße, der glauben. Schlimm genug, daß liberale Blätter immer noch die alten Straße am Friedrichshain, dem Verlorenen Weg und der Elbingerstraße Scheuklappen tragen. = " Theater. Theater- Wodendronik. Opernhaus. Sonntag, dent 24.:„ Der Prophet". Anfang 7 Uhr. Montag, 25.: Bar und Zimmermann". Dienstag, 26.: Geschlossen. Mittwoch, 27. Meu einflubirt„ Undine". Anfang 8 übr Donnerstag, 28.: Undine". Freitag, 29. VI. Sinfonie der tönigl. Kapelle ( Schubertfeier). Anfang 7% Uhr. Sonnabend, 31.: Die Afrikanerin". Anfang Schauspielhaus. uhr. Sonntag, 31.:" Undine". Montag, 1.:" Carmen". Montag, 25.; König Richard I." Dienstag, 26.: Berschwender". Freitag, 29.: „ Salali".„ Die stille Wache". Mittwoch, 27.: 1812", Donerstag, 28.:„ Der „ Genoveva". Sonnabend, 30.: Doftor Klaus". Sonntag, 31.: Bum 1. Male Die Seiftge" Montag, 1.: Wallenstein's Lager". 24: Die Journalisten. Sonntag, 31.: Das Geben ein Traum". ,, Die Piftolomini". Neues tönigl. Opern Theater( Kroll). Sonntag, Der Spiel plan" bes Deutschen Theaters zeigt diesmal sechs Wiederholungen von Gerhart Hauptmann's Märchendrama„ Die versunkene Stocke" an, außer heute, Sonntag Abend, noch Montag, sowie am Mittwoch, Donnerstag, Sonnabend und folgenden Montag; Dienstag wird Morituri" gegeben, Freitag geht Henrit Sbfen's neuestes Schauspiel John Gabriel Bortman" zum ersten Male in Szene und wird nächstfolgenden Sonntag Abend wiederholt. Ats Nachmittags Borstellungen find für heute Sonntag," Der Kaufmann von Venedig", für den nächsten Sonntag Die Wildente" angefeßt. Im Berliner Theater gelangt Renatffance" heute Sonntag zum 50. Male zur Aufführung und wird Dienstag Mittwoch und nächsten Sonntag in Szene, wo nachmittags der erste Theil„ König und Freitag( 20. Abonnements- Borstellung) wiederholt. Kaifer Heinrich" geht Seinrich zu voltsthümlichen Breifen gegeben wird. Die Novitäten„ Die Weis beit der Aspasia“ und„ Spizbubenstreiche" werden Montag, Donnerstag und Sonn" er elektrische Unterleitungs- Betrieb in der Bülowstraße I nächsten Mittwoch zu erwarten. Veranlassung hierzu geben die vom Vormittags mit einem Polizeiwagen nach dem Schauhause abgeholt. er Lutherkirche Linie Zoologischer Garten- Schlesisches Polizeipräsidenten angeordneten umfangreichen Absperrungen wegen Der Verunglückte lebte in finderloser Ehe. -bewährt sich bekanntlich nicht. Derfelbe hat namentlich in des Raisers Geburtstag. jetzigen Winterzeit zu den erheblichsten Verkehrsstockungen VerAn unserer Polizei haben bürgerliche Blätter zur Zeit eine affung gegeben, welche dadurch herbeigeführt worden sein sollen, daß Neueinrichtung rühmend hervor, die darin besteht, daß unabhängige ch zufällig in den Kanal gerathene Schneemaffen eine gut leitende Patrouillen aufs Gerathewohl die Stadt durchstreifen und auf cbindung zwischen Hin- und Rückleitung( sogenannten Kurzschluß) Polizeiwidrigkeiten fahnden. Ob diese Patrouillen auch auf gut gestellt wurde. Dieser Uebelstand hat die Direktion der Großen Glück Arbeiterversammlungen besuchen und auflösen dürfen, wissen erliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft veranlaßt, bei der städtischen wir nicht. saudeputation den Antrag zu stellen, ihr zu gestatten, die oberNahrungsmittel- Kontrolle. Im Dezember sind in Berlin ardische Stromzuleitung, wie sie in den Sommermonaten des ver- 244 Proben von Nahrungs- und Genußmitteln amtlich untersucht und Sonntag, 24. Genoveva". offenen Jahres bereits provisorisch bestanden hatte, wieder her: 54 davon beanstandet worden. Hiervon entfielen je 4 Proben auf ellen. Die Baudeputation hat diesen Antrag genehmigt. Mitch, Thüringer Wurst und gebrannten Kaffee, 8 auf Butter, 6 auf Zwei hiesige Unternehmer wollen sich der Stadt gegenüber Gier, 10 auf Honigsyrup, je 3 auf Pfeffergurken und denaturirten pflichten, auf allen Straßen der Stadt automatische Be- Branntwein, 2 auf Imperialthee, 5 auf Medizinalweine und je 1 dürfnißanstalten für je eine Person unentgeltlich herzustellen auf Scheibenäpfel, Provenceröl, Zitronenöl, Weißwein und Malz. und außerdem noch eine Abgabe von 10 pCt. der Brutto- Einnahme extratt Gesundheitsbier. Die Milchkontrolle erstreckte sich auf während der ersten 10 Jahre, während der zweiten 10 Jahre 15 pt. Revisionen in 1447 Geschäften, wovon 74 zu Beanstandungen und während der dritten 10 Jahre 20 pCt. zu zahlen. Nach Ablauf führten. Dieser Zeit gehen die Anstalten ohne Entschädigung in den Besitz Zum Aerzteftreik. Der Geschäftsausschuß der Berliner ärztder Stadt über. Für die einmalige Benutzung soll ein Entgeld von lichen Standesvereine erläßt an deren Mitglieder die Warnung, 10 Pf. erhoben werden. feinerlei ärztliche Thätigkeit für die neu gegründete Deutsche Lohnherabsehungen, von denen die Arbeiter nicht allzu sehr Dienstboten- Krankenversicherung" ausüben zu wollen, weil die Säße erbaut sein werden, find in der Chemischen Fabrik auf Aftien vor- von 1,25 M. pro Besuch und 75 Pf. pro Konsultation als Untermals Schering angeordnet worden. Man hat eine weitläufige bietung unter die neue Gebührenordnung zu erachten sind. Tabelle aufgestellt, nach der die neuanzustellenden Arbeiter und Der Unglücksfall am Görlitzer- Ufer, über den wir vor- auch in dieser Woche von Sardou's" Marcelle" beherrscht. in Szene, während Urbeiterinnen gegen früher recht beeinträchtigt werden. Um ein Bei- gestern nach einer polizeilichen Quelle berichtet haben, scheint weit nachmittag hele reisen attiche defe am 31. als Mittagsvorstellung Dramatische Gesellschaft Gäsar Flaischlen's Spiel herauszugreifen, sei erwähnt, daß großjährige Arbeiter über mehr den gefährlichen Zuständen am Ufer als dem eigenen Ver- Drama Martin Lehnhardt.„ Ein Kampf um Gott" zur Aufführung bringt. 18 Jahre bisher mit einem Anfangsgehalt von 15 M. ein- schulden des ums Leben gekommenen Arbeiters zuzuschreiben sein." Grillparzer- bend", den das Schiller- Theater heute, Sonntag, im Bürger, geftellt wurden, welches nach 9 Wochen auf 16 M. Ein Blick auf die Stelle, an welcher Dr. beim Abladen faale des Rathhauses veranstaltet, umfaßt lyrische und epische Dichtungen Grillnach 26 Wochen auf 17 M., nach 39 Wochen auf parzer's, vorgetragen von Fräulein Grethe Meyer und den Herren Bach, Fro von Straßenkehricht ins Wasser stürzte, läßt es als ein Wunder er- böfe, Baul; ferner Kompofitionen Grillparzer'scher Dichtungen von Feltr 17,50 M., nach 1 Jahr auf 18 M., nach 2 Jahren auf 18,50 m., scheinen, daß bisher nicht mehr solcher Unglücksfälle vorgekommen Mendelssohn- Bartholdy, Woldemar Sacks, Wilhelm Freudenberg und Martin nach drei Jahren auf 19 M., nach 4 Jahren auf 19,50 M. und so find. Das Müll wird dort im Sommer vom Ufer aus in einen Theater selbst tommt heute Nachmittag zum Gedächtnisse Franz Grillparzer's Des Plübdemann. Den einleitenden Vortrag hält Dr. Raphael Löwenfeld. Jm Schillers fort bis auf 20 M. stieg. Jetzt steigt der Lohn großjähriger Rahn geschafft; bei Frostwetter jedoch geht dies selbstverständlich Meeres und der Stebe Wellen" zur Aufführung, in der Abendvorstellung wird Arbeiter erst im zweiten Jahre von 15 M. auf 15,60 M., im dritten nicht. Es kommt hinzu, daß die Kutscher den Kehricht meist erst streger's Boltsstück„ Der Millionenbauer" gegeben. Montag und Donnerstag Jahre auf 16,80 m. und im vierten Jahr auf 18 M. Junge Leute abends in der Dunkelheit abladen; und dann kann es nur zu leicht" Der Schierling" und Shakespeare's" Die Komödie der Frrrngen" zur Wieder tommt der Moser: Girndt'sche Schwant mit Vergnügen", Dienstag und Freitag im Alter von 14 Jahren traten bisher mit 8 M. Wochenlohn ein, geschehen, daß bei dem Mangel jeglicher Beleuchtung und jeglicher holung. Mittwoch geht„ Ein Wintermärchen", Sonnabend„ Der Sohn der Wildfortan aber nur mit 7,20 M.; ähnlich sind die Löhne für alle Schuhvorrichtung durch einen Fehltritt ein Menschenleben vernichtet nib in Szene. Die Erstaufführung von Jbsen's Ein Boltsfeind" ist übrigen Arbeiter, soweit sie neu in die oft außerordentlich gesund wird. In dem dieser Tage passirten Falle stand, wie uns gemeldet wird, nonta, bebera heitsschädigende Beschäftigung eintreten, herabgesetzt worden. Wenn der Berunglückte bis an den Kopf im Wasser; als die Hilferufe man frägt, durch welche äußere Nothlage die Aktiengesellschaft zu vernehmbar wurden, reichte man den Armen statt der Leiter, an diefer Maßregel gedrängt worden ist, fo mag ein Blick auf die welcher er in die Höhe gezogen werden konnte, eine Stange und Dividenden der letzten Jahre die Antwort geben. Es wurden alarmirte dann die Feuerwehr. Als diese fam, war Dr. in der vertheilt 1891 18 pt., 1892 20 pct., 1893 19 pt., 1894 15 pet. eifigen Fluth bereits ertrunken. Entsprechende Schußvorrichtungen und 1895 11 pt. Dividende. Im Jahre 1895 betrug die Ausgabe sind an der Unglücksstelle, an der im vorigen Sommer übrigens an Löhnen 63 808 M., an Gehältern 152 490 M.; an Tantièmen zwei Pferde abgestürzt sind, dringend von nöthen. wurden aber neben 330 000 M. Dividende nicht weniger als 107 487. vertheilt! abend wiederholt. Mittwoch und Sonnabend Nachmittag finden Borstellungen von Aschenbrödel" statt. Der Spielplan des Neuen Theaters wirb Heute Sonntag " 1 Gerichts- Beitung. Der in Aussicht genommen. Im Theater unter den Linden geht Sonntag nachmittags„ Der Mikado", abends Millöcker's Bettelstudent" mit erften Kräften tn Szene, ebenso Montag. Dienstag tommen Suppe's Flotte Bursche" zur Auf führung. Den Abend beſchließt das Ausstattungsstück" Rund um We o Balletmeister Poggiolest neu einstubirt. Thalia- theater wird das englische Sensationsschauspiel„ Trilby" Montag Mittag 12 Uhr aufgeführt werden, da die abendlichen Aufführungen des Zugftüds" Frau Lieutenant" teine unterdes Westens, die männliche Hauptrolle des Snengali Herr Ostar Wallner vom brechung erleiden sollen. Die Trilby spielt Fräul. Emmy Neumann vom Theater Stadt- Theater in Brünn. Im Belle Alliance- heater gehen heute Aus dem Millionenreiche des Herrn Thielen. Zu der lichen" von Ravetta zum zweiten Male in Szene. Abends" findet die 38. BorNachmittag als Boltsvorstellung Gläubiger" von Strindberg und" Die Unehr Mittheilung, die wir unter dieser Ueberschrift am 1. d. M. brachten, ftellung der Poffe, Adam und Eva" statt. Im Ostend heater tritt Frl. Zur Arbeitslosigkeit. 940 Hilssarbeiter sollen gestern bei der wird uns amtlich geschrieben:„ Die durchschnittliche Dienstdauer der Anna Müller heute Abend zum ersten Male nach ihrer Krankheit wieder in ihrer Berliner Straßenreinigung wegen des bedeutenden Schneefalles zur Bahnsteigschaffner auf den Stationen Berlin- Wannseebahnhof, Groß- alten Molle der agnes Berger im" Görberenöther" auf. Seute Nachmittag geht Säuberung der Straßen eingestellt worden sein. Die Leute erhalten Görschenstraße, Friedenau und Steglib, schwankt zwischen 81/2 und der„ Deutsche Michel" aum legten Male in Szene. einen Tageslohn von 2,25 M. Der Andrang auf dem Depot der 9 Stunden. Nach den bestehenden Diensteintheilungen, welche stets Straßenreinigung war sehr bedeutend. innegehalten werden, haben die Bahnsteigschaffner auf Station Berlin Die Versicherungsgesellschaft ,, Conkordia", Gneisenau-( Wannseebahnhof) in einem Turnus von sieben Wochen, neun RuheStraße 55, bildete schon im Dezember v. J. den Gegenstand von Ertage Dienstpaufen von 23 bis 24 Stunden, davon entfallen örterungen in der Preffe, wozu der Umstand Anlaß bot, daß die vier Ruhetage auf Sonntage, an welchem der Kirchenbesuch anStaatsanwaltschaft im November die Geschäftsbücher der Gesell- gängig ist. Außerdem sind die Beamten an einem fünften Sonntag schaft die nur aus den„ Direktoren" Böhlert und Kayfer be- vormittags, zum Zwecke des Kirchenbesuchs, dienstfrei. stand mit Beschlag belegte. Auch sonst kursirten manche Gerüchte, die gerade nicht geeignet waren, im Publikum Vertrauen zu dem genannten Unternehmen zu erwecken. Die Herren Böhlert und Kayser fühlten sich damals sehr gekränkt und drohten gegen die Verbreiter der ungünstigen Gerüchte vorzugehen, jedoch ist bis jetzt noch kein Fall bekannt geworden, wo sie dies gethan hätten; dagegen könnten Die Herren„ Direktoren" selber mit dem Strafrichter Bekanntschaft wegen Betruges gegen Böhlert und Genossen. Die„ Concordia" ift eine Krankengeld- Buschuß- und Sterbetasse, deren Siz früber in Kiel war, und, nachdem die" Direktoren" Böhlert und Kayser die Leitung übernommen, am 22. Mai v. J. nach Berlin verlegt wurde, ohne daß die Direktoren" die für ein solches Unternehmen erforderliche Ronzession nachgesucht hätten. Obwohl die Mitgliederzahl der Kaffe damals sich nur auf etwa 7-8000 belief, wurde die Zahl derfelben, um möglichst viele neue Beitragszahler anzulocken, in den Reklamen auf 75 000 angegeben. Die Gesellschaft zog zwar Die Direktion der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn bepünktlich von den Mitgliedern die meist Arbeiter find zeichnet der„ National- 3tg." die Meldung eines hiesigen Berichtstrafen verurtheilt. bie Beiträge ein. Mit der Auszahlung des fälligen Krankengeldes erstatters, wonach ein Schaffner wegen Trunkenheit von seinem Wagen foll es dagegen schon von Anfang an manchmal gehapert haben. weg verhaftet worden sein soll, als erfunden. Jetzt ist nun die Auszahlung der Krankengelder völlig ins Stocken Die Kriminalpolizei warnt vor einer gefährlichen Schlafgerathen. Am 8. d. M. theilte die" Concordia" den Krankengeld- ftellendiebin, welche unter dem Vorgeben, von außerhalb gekommen empfängern mit, daß sie nicht in der Lage sei, zu zahlen zu sein und ihr Kind in der Charitee untergebracht zu haben, und vertröstete dieselben auf den 16. d. M. Am 15. ver- Schlafstellen miethet, dort stiehlt und dann verschwindet. Die Diebin fandte die Gesellschaft wieder ein Schreiben des Inhalts, ist mittelgroß, schlank und hat geträufeltes röthlich- blondes Haar. daß fie noch nicht in der Lage fet, die fälligen Ferner tritt ein Schlafstellendieb auf, der angiebt, als Schuhmacher Gelder auszuzahlen und die Bezugsberechtigten sich auf unbestimmte in der Emdenerstraße beschäftigt zu sein. Als besonderes Kennzeichen Beit gedulden möchten. Es scheint demnach die völlige Pleite nun werden Pickel im Gesicht angegeben." Er trägt schwarzen Anzug, mehr eingetreten zu sein. Man sucht das zwar zu verschleiern, und eben solchen Ueberzieher und Hut, hat dunkle Haare und Anflug von bemüht sich, die Mitglieder zur Weiterzahlung der Beiträge zu ver- Schnurrbart. anlaffen, unter dem Hinweis, das Geschäft sei anderen Händen übergeben und die Konzession stehe in naher Aussicht. Ein großer Theil der Mitglieder hat infolge dieser Vorkommniffe die Zahlung Der Beiträge eingestellt, was nach Lage der Sache wohl für dieselben das rathsamste zu sein scheint. Zum Prozeß Sedlatek. Das Ablehnungsgesuch gegen den Senatspräsidenten Löwenstein in dem Ritualmord: Prozeß Seblaket hat das Reichsgericht als unbegründet zurückgewiesen, nachdem der Abgelehnte sich amtlich dahin geäußert hat, daß er sich nicht beAuf den Stationen Groß- Görschenstraße und Friedenau sind die fangen fühlt. Rechtsanwalt Ülrich wird den neuen auf den Bahnsteigschaffner jeden zweiten Sonntag in der Weise dienstfrei, 29. Januar angesetzten Termin in Leipzig wieder wahrnehmen. daß ihre Ruhe von Sonnabend Mittag 2 Uhr bis Sonntag Mittag In der Privatflagefache Witte gegen Stöcker ist auf Ans 2 Uhr dauert. Auf der Station Steglitz haben die Beamten in trag des Herrn Pfarrers Witte für den am 29. d. M. an einem vierwöchentlichen Turnus fieben Ruhetage und ist in dieser stehenden Termin noch die Vernehmung der Zeugen LandgerichtsZeit an zwei Sonntagen Gelegenheit zum Kirchenbesuch gegeben". Direktor a. D. Lüty zu Heidelberg, Frau Wirkt. Geh. Ober machen, denn es schwebt gegenwärtig eine Voruntersuchung Fener in den Elektrizitätswerken. Durch Kurzschluß entstand Reg.- Rath Wagener in Friedenau, Frau Pastor Torfftecher in gestern Vormittag Feuer in den Elektrizitätswerken in der Brunnen- Rolberg, Kirchendiener Brocksch hier und Fehr. v. Hammerstein an traße 106 d. Durch schnelles Eingreifen ist die Gefahr bald beseitigt geordnet worden. worden, so daß der entstandene Schaden nur gering ift. Jufolge Der Bestechungsprozeß in Dresden, über den wir gestern des öfteren Vorkommens solcher auf Sturzschluß zurückzuführenden schon berichtet haben, ist am Sonnabend beendigt worden. Brände sind fämmtliche Büge der Feuerwehr mit Gummihandschuhen wurden verurtheilt der Grundbuchführer Richter wegen Annahme und langen Scheeren ausgerüstet, die an den Handgriffen mit Butta- von Geschenken in 99 Fällen zu 1 Jahr 8 Monaten Gefängniß, percha überzogen und so konstruirt sind, daß man mit Leichtigkeit der Grundbuchführer Rummel wegen deffelben Bergehens in 16 Fällen zu 3 Monaten Gefängniß. Beide wurden außerdem zur ohne Gefahr ein Rabel damit durchschneiden kann. Rückgabe eines Theiles der auf unredliche Weise erworbenen Beträge verurtheilt. Die übrigen 5 Angeklagten wurden zu GeldDie braven Ordnungsstügen werden nach Erledigung der Strafen wahrscheinlich im Genuß ihres wohlerworbenen Sigenthums der beschaulichen Ruhe pflegen und sich höchstens ein enig ermannen, wenn es gilt, die Gesellschaft gegen die Feinde des heiligen Eigenthums zu schützen! 2 verübten Mordes vor dem Schwurgericht in Danzig abspielt, Zu dem Prozeß, der sich gegenwärtig wegen des in 8oppot ( Siehe Beilage zur Donnerstagsnummer) haben die eingehenden Ber nehmungen zwar den Berdacht bestärkt, daß die Angeklagte, Wärterin Neumann, den Mord an dem 30jährigen geistesschwachen Sohn der Justizräthin Beer begangen habe, ein Beweis fehlt jedoch immer noch. Auffallend ist, daß die Mutter des Ermordeten überaus lebhaft gegen die Annahme protestirt, daß die Wärterin die Selbstmord. Vorgestern Abend wurde die 21jährige Schneiderin Mörderin ihres Sohnes sei. Interessant ist auch eine SpigelFranziska R. in ihrer Wohnung in der Kazbachstraße erhängt vorgeschichte, die durch die Verhandlung am 22. Januar an's gefunden. Liebesgram scheint die Veranlassung zum Selbstmorde Tageslicht gebracht wurde. Zum Schluß wurde nämlich die Roch= gewesen zu sein. frau Taube vernommen. Sie erflärt, die Neumann im Verdacht Unglücksfälle im Straßenverkehr. Am 21. d. M., nach zu haben. Präs.: Haben Sie später mit der Neumann einmal mittags, wurde die 63 Jahre alte Mittwe Agathe Rösler, geb. Kern, gesprochen? 3eugin: Jawohl, ich habe sie einmal im Gein der Petriftraße durch einen Wagen der Berliner Bockbrauerei fängniß in Boppot besucht.- Präs: Wer hat Ihnen die Gr überfahren und am rechten Unterschenkel sehr schwer verletzt. Nach laubniß dazu gegeben?-Beugin: Herr Amtsgerichtsrath Das Berliner Aquarium vermag augenblicklich seinen Be- Anlegung eines Nothverbandes auf der nahen Unfallstation V wurde Steimmig. Präs.: Wer war bei dem Gespräch zu suchern einige ihm durch die zoologische Station Rovigno au der die Frau nach dem Krankenhause der Grauen Schwestern, Nieder- gegen? 3eugin: Niemand.- Bräf.: Was haben Sie mit der Adria zugesandte Thiere vorzuführen, die nicht blos infolge ihrer wallstraße 8/9, gebracht. Der Führer des Wagens entzog fich feiner Neumann im Gefängniß gesprochen? 8eugin: Jch fagte ihr: Seltenheit und Neuheit, sondern auch infolge der Sartheit ihrer Feststellung durch die Flucht. Gestern nachmittag gerieth die ein Fremder kann es doch nicht gewesen sein. Darauf bemerkte bie Färbung, der Durchsichtigkeit ihres Körpers und der Anmuth ihrer fünfjährige Tochter des Milchhändlers Kabur unter die Räder einer Neumann: Glauben Sie vielleicht, daß wir uns jemanden ge Bewegungen ganz besondere Anziehungskraft ausüben. In drei übermäßig schnell um die Ecke der Tresckowstraße in die Prenzlauer bungen haben? Prä f.: Wen meinte wohl die Neumann mit Arten sind die Klassen der Nessel- oder Rippenquallen vertreten, Allee einbiegenden Fahrpreisanzeiger- Droschte und trug eine Ber- dem wir".- 3eugin: Mir kam es so vor, als meinte sie sich welche leider zu den vergänglichsten aller Seethiere zählen. Das legung im Gesicht davon. interessanteste Geschöpf, und für das Aquarium neu, ist eine in die legtere Klasse gehörende Melonen- Qualle( Beroë ovata), so benannt Ju der Urania in der Invalidenstraße wird der Vortrag des Herrn Dr. P. Spieß: Flüssige Luft" am Sonntag, Montag und Freitag wiederholt werden. Aus den Nachbarorten. und die Justizrathin. Auf Befragen der Vertheidiger, wer fie veranlaßt habe, die Neumann im Gefängniß zu besuchen, bemerkt die Zeugin nach längerem Zögern, der Berliner Rriminaltommiffar Liß habe sie beauftragt, die Frauen als Vigilantinnen spielten namentlich in der Geschichte der dafür von dem Kriminalkommissar 5 M. erhalten. franzöfifchen Juftispflege eine bedenkliche Rolle. In Deutschland meldet erst die Neuzeit von dieser„ Errungenschaft". Gewerkschaftliches. wegen ihres mielonenförmig langgestreckten Körpers, der auf seiner Achtung, Charlottenburg! Wir machen die Parteigenossen Oberstäche acht in der Längsrichtung meridianartig verlaufende und auf die heute stattfindende Versammlung besonders aufmerksam; die- ngetlagte au befuchen und auszufragen, fie babe als Rippen bezeichnete Reihen von Flimmerplättchen trägt, die durch felbe findet nachmittags 2 Uhr in" Bismarckhöhe" statt. Tages ihre regelmäßigen, rubernden Schwingungen den durchsichtigen Leib bahintreiben und gleichzeitig ein Farbenspiel von wundervoller Randidaten für den ersten Kommunalwahl- Bezirk. Die Barteiordnung: Berichterstattung der Stadtverordneten. Aufstellung eines Schönheit und Abwechselung hervorrufen. Die Schaufammlungen des Museums für Naturkunde, genossen des ersten Bezirks sind hiermit ganz besonders eingeladen. Der Vorstand des Wahlvereins. Invalidenstr. 43, werden vom 1. Februar ab nicht mehr wie bisher an drei Tagen, sondern an fünf Tagen jeder Woche und zwar am Die Parteigenoffen von Tempelhof und Mariendorf wer Sonntag, Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend dem den an dieser Stelle auf den am Dienstag, den 26. d. M., abends Bublifum geöffnet. Die Besuchszeiten sind für die Wochentage auf 8 Uhr, bei Gerth in Tempelhof stattfindenden Lefe- Abend des die Zeit von 11-3 Uhr und für die Sonn- und 2. Feiertage in Arbeiter- Bildungsvereins, der mit einem Vortrag des Herrn Rosenden Monaten April bis intl. September von 12-6 Uhr, für die stock verbunden ist, aufmerksam gemacht. Siehe Inferat. Gäste sind Monate März und Oktober von 12-5 Uhr, für die Monate willkommen. Februar und November von 12-4 Uhr und für die Monate Auf der Müggel eingebrochen sind am Donnerstag Abend Januar und Dezember von 12-8 Uhr nachmittags festgesetzt worden. Die Frau des Goldarbeiters Kretschmer und dessen achtzehnjährige Für Schüler aller Lehranstalten in Begleitung von je 1 Lehrer für Tochter aus Rahnsdorf. Hinzugekommenen Personen gelang es, 15 Schüler ist der Eintritt an jedem Deffnungstage zwischen Frau R. aus den Fluthen zu retten, das junge Mädchen aber er 1-4 Uhr nach tags zuvor bei dem Berwaltungs- Direktor schriftlich trant. Der Müggelfee hat gegenwärtig eine Gisstärke von durch zu bewirkender Anmeldung gestattet. schnittlich 14 Bentimeter, doch ist das Betreten der Fläche nur an Patriotische Unternehmer geben bekannt, daß fie am 22. März bestimmten, abgegrenzten Stellen gestattet und auch rathsam. ihre Fabriten schließen, den Arbeitern jedoch den Lohn für diesen Auf der Ningbahn todtgefahren wurde am Sonnabend Vormittag Tag auszahlen wollen. Aehnliche Renommifterei ist bekanntlich auch furz nach 9 Uhr, der 32 Jahre alte Streckenarbeiter Rheindorf aus zur Zeit des 1895er Sedanrummels getrieben worden, was der Mühlenstraße zu Bantow. Rheindorf war auf der Nordring aber eine ganze Anzahl Prozentpatrioten nicht abgehalten hat, strecke zwischen der Prenzlauer und der Schönhauser Allee mit ihre Arbeiter durch Nichtauszahlung des gesetzlich schuldigen Lohnes Schneefegen beschäftigt. Als er in der Nähe der Ueberführung an und Baterland" stehenden Vereins: Abschaffung der Akkordarbeit; schwer zu schädigen. Ob es diesmal wirklich anders wird? der Pappel- Allee vor einem von der Prenzlauer Allee kommenden ftrenge Durchführung der Sonntagsruhe für den Güterdienst, für Buge über das Geleife hinweggeben wollte, wurde er von der Maschine den Personenverkehr wenigstens jeden dritten Sonntag frei; gefaßt und buchstäblich zermalmt. Die Reiche wurde im Laufe des angemessene Berkürzung der Arbeitszeitszeit; gleichheitliches Enorme Verkehrsbeschränkungen für einen beträchtlichen Theil der inneren Stadt im weiten Umkreise des Schloffes find für den Aus Bayern wird uns geschrieben: Die Zentrumsgrößen Dr. Schädler, Dr. Pichler, Rechtsanwalt" Söldner und Lehrer Wörle haben nunmehr durch ihre geistlichen Statiften ganz im Stillen einen Verband der bayerischen Eisens babner gründen lassen. In einem Aufruf wird mitgetheilt, daß zugesichert haben. Auffallend muß es erscheinen, daß in dem Aufruf die genannten Personen dem Verbande jede mögliche Unterstügung der Staatsanwalt Söldner zu einem Rechtsanwalt" gemacht wird. Ist das ein ominöser Druckfehler oder ist die Berufsver wechselung mit Rücksicht auf die Thatsache erfolgt, daß auch selbst lammfromme katholische Arbeiter sowohl in Organisationsfragen, wie im allgemeinen einen heiligen Respekt vor einem Staatsanwalt. haben? Ein Staatsanwalt als, Arbeiter" Organis fator ist jedenfalls die neueste Blüthe auf dem Gebiete des Vereinswesens in Deutschland. Das Statut des Vereins nennt als 3iele des treu zu König " Charlottenburg, Raniftraße 160, ben 28. Jan. 1897. " W. Liebknecht. Briefkasten der Redaktion. Bitte. schnelleres Aufrücken in den Status, ständige Arbeit vom Tage der des Zentrums bezeichnete. Ein Stationsbediensteter erzählte, wie er einVerpflichtung an; Aufnahme in den Status für alle Arbeiter und mal in Petitionsangelegenheiten von einer AnzahlZentrums- Abgeordneter Im Jahre 1878 veröffentlichte ich eine Broschüre:„ Soll Es wäre mir lieb, wenn Bediensteten, die länger als fünfzehn Jahre in einer in München abgewiesen worden sei, selbst Präsident v. Walter Europa tofatisch werden?" Werkstatt oder beim eigentlichen Bahnbetriebe beschäftigt sind;( ebenfalls ein Zentrumsmann) habe ihm erklärt, teine mir jemand ein Exemplar dieses Schriftchens, das auch für Verbesserung der Pensionsverhältnisse; Erweiterung und Aus Beit zu haben. Ein anderer Ultramontaner, Dr. Pichler, mich vergriffen ist, behufs Abdrucks überlassen wollte, da ich eine gestaltung der Arbeiterausschüsse( Arbeiterkammern); Schaffung von sei seinerzeit gegen die Lohnerhöhung bei den Eiſen zweite, natürlich die Gegenwart berücksichtigende Auflage ver Wohlfahrts- Einrichtungen. Weiter verspricht der Verein, darauf hin- bahnern gewesen und jetzt sei derselbe unter den Machern des anstalten will. wirken zu wollen, daß die Staatsbetriebe Musterbetriebe werden. Berbandes zu finden. Die Versammlung verlief wie das Hornberger Als Mittel zur Erreichung dieser Zwecke werden ge- Schießen. Die Zentrumspatrioten dürften aus dem Verlauf dieser nannt: Eingaben und Petitionen an die Eisenbahn Bersammlung entnehmen können, daß Nürnberg kein guter Boden behörden, an die Regierung und die Parlamente; Verhandlungen für ihre Bauernfängerei ist. mit den Behörden in Lohnfragen und bei„ berechtigten" Wünschen und Beschwerden; belehrende und bildende Vorträge auf dem Gebiete der Arbeiterschutz- Gesetzgebung in ihrer besonderen Beziehung zum Eisenbahnbetriebe, Vorträge über den Eisenbahnbetrieb und der Bestrebungen Die staatliche Unterstützung der württembergischen Arbeitsder Eisenbahner anderer Länder; Schaffung von Unterstüßungskaffen. ämter, die seither 5000 m. betrug, foll, wie aus dem neuen Etats Die Erörterung konfessioneller und politischer Partei- Angelegen voranschlag zu ersehen ist, für das Etatsjahr 1897 um 1000 M. und heiten schließt der Verein aus. Nicht- Eisenbahner, die sich durch für das Jahr 1898 um weitere 1000 W., also auf 7000 M. erhöht Förderung der Vereinszwecke oder durch Zahlung eines jährlichen werden. Die Erhöhung der Summe wird damit begründet, daß sich Beitrages besondere Verdienste um den Berein erwerben, tönnen die Zahl der Arbeitsämter wohl vermehren werde, auch sollen dievom Vorstand zu Ehren- Mitgliedern ernannt werden. Bon felben in ihrer Weiterentwicklung nicht gehemmt werden. dieser Bestimmung werden natürlich besonders die Geistlichen Gebrauch machen. Ju Chemnitz, wo die Arbeiter durch den Arbeitswerden, ist eine Bewegung im Gange, die auf die Schaffung eines nachweis der Metallindustriellen schwer benachtheiligt städtischen Arbeitsnachweises abzielt. Boziales. = Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienst Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. Theodor Blum und Gen. Unterbreiten Sie die Angelegenhei nächst dem Vertrauensmann Ihres Wahlkreises. Bonit. Eine Milliarde: 1 000 000 000. Petri. Die Angelegenheit wird bei passender Gelegenheit zur Sprache gebracht werden. Alter Abonnent 150. II. Wahlkreis. Kizing, Bellealliancestraße, Ece Bergmannstraße( Restaurant). A. P. 102. Spielfragen beantworten wir nicht. Witterungsübersicht vom 23. Januar 1897. 211 Statione11. Damit auch sonst die katholische Geistlichkeit die Macht behält, geht die Generalversammlung des Vereins, die den Vorstand er nennt, nicht aus allgemeinen Wahlen hervor, sondern die Wahl ist indirekt. Die gelernten, die ungelernten und die Mitglieder vom Der deutsche Arbeiter Turnerbund hält zu Pfingsten in engeren Eisenbahnbetrieb eines Drtes wählen jährlich auf eipzig seinen Bundestag ab. Der Bund hat jetzt gegen je 50 Mitglieder einen Vertrauensmann, die Vertrauensmänner 14 000 Mitglieder. eines Bahnamtes wählen jährlich aus ihrer Mitte In Müthausen i. E. ist den Arbeitern der Woll. einen Obmann und die Obmänner der verschiedenen Bahnämter spinnereien bekannt gegeben worden, daß vom 23. Januar an bilden die Generalversammlung. Damit die Geistlichkeit in den Vorstand wegen Mangels an Bestellungen nicht mehr an den Sonnabenden tommt, darf derfelbe für einzelne" Fälle auch nichtmitglieder kooptiren. gearbeitet werden könne. Das bedeutet für die Anseher einen Lohn- Swinemünde Der Beitrag ist monatlich 5 Pf. Sitz des Vereins ist München, ausfall von etwa 10 M. und für die Spinner einen solchen von Hamburg, Organ des Vereins das in München erscheinende katholische 16 M. pro Monat. Einzelne Blätter haben versucht, diese Ver- Berlin Wochenblatt, Der Arbeiter". Die Generalversammlung wird kürzung der Arbeitszeit als eine Folge des legtjährigen Textil- Wiesbaden jedes Jahr in einem anderen Kreise des rechts rheinischen Bayerns arbeiter Streits hinzustellen. Das ist, schreibt der Mülhausener München abgehalten. Laut Statut bekennt sich durch den Beitritt zum Verein Korrespondent des St. Gallener Stadt Anzeigers", verfehlt. Wien. jeder als Gegner der sozialdemokratischen Grundsäße und Be- Denn von diesem Streik sind die sind die Wollspinnereien nicht Haparanda strebungen". Dies ist das wesentliche der Verbandsfagungen. betroffen worden mit alleiniger Ausnahme einer Petersburg Diefe neueste Gründung der ultramontanen Volksbeglücker Fabrit-, und dann ist es Thatsache, daß im Jahre 1892 Cort begegnet in den Kreisen der bayerischen Eisenbahner vielfach dem ebenfalls einige Monate der Betrieb an Sonnabenden in der Woll- Aberdeen. berbsten Spotte. In Nürnberg hatte der Agitator Kaplan branche ruhen mußte, wiewohl dazumal keinerlei Ausstände vor Paris. Tremel eine Versammlung einberufen, um Mitglieder für den gekommen waren. Der arbeitslose Sonnabend ist lediglich auf Verband zu werben. Nachdem der von München hergereifte Sekretär vorübergehend ungünstige Geschäftskonjunkturen zurückzuführen. des Verbandes, Herr Schmid, sein Sprüchlein als Referent her- Da die Behörde, sowie der Stadtrath in der Frage der Arbeitsgefagt hatte, ergriff das Wort ein alter Eisenbahner, der unter großem losigkeit feinen Finger rühren, so hat das Gewerkschaftskartell beBeifall der Versammlung die Gründung als politischen Bauernfang schlossen, selbst eine Arbeitslosenstatistik aufzustellen. " Tempelhof- Mariendorf. Dienstag, 26. Januar, abends 8 Uhr, bei Gerth( Tempelhof): Lese- Abend des Arbeiter- Bildungsvereins. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Rosenstock. Diskussion. 12/3 H Möbl. Schlafstelle f. 1 od. 2 Herren, Zentral- Kranken- u. Sterbe- Gr. Frankfurterstr. 15, v. 3£ r., Görz Kaffe der Tischler. ( Dertliche Verwaltung Berlin H.) Montag, 25. d. M., abends punft 8 Uhr, im Lotale des Herrn Tolks: dorf, Görlitzerstr. 58, Frol. möbl. Zimmer zu vermiethen. 10 M. Krautstr. 3, v. III I., Richter. Frol. Schlafstelle für Herrn b. Ga blenz, Landsbergerst. 108, H. 2. Aufg. II Wtöbl. Schlafft., Ritterstr. 116, v. 4 Tr. I. 2 Schlafstellen sind zu verm. Adalbertstr. H. Max Mörschel's Vereins- u. Versammlungslokal Mitglieder- Berjammlung. Roalbentur. 24, S. part. Br.Stofenthal Schönhauser Allee 28 Allen Genoffen, Freunden und Bekannten hierdurch zur Nachricht, daß trotz der in letzter Zeit eingetretenen Verhältnisse mein Lotal nach wie vor zu Vergnügungen als auch zu Versammlungen zu haben ist. 9542* Max Mörschel. Künstl. Zähne 2 M. Schmerzlos. Zahnziehen 1 M. Plomb. 1,50 M. Theilz. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 9-6. 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1896 und Jahresabrechnung. 2. Bericht des Delegirten von der Generat versammlung in Coburg. 3. Dis fussion. 4. Verschiedenes, 184/8 Mitgliedsbuch legitimirt! Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Touren- Eisbahu Hausmädchenschule Sentral- Kranten- u. SterbeGrünauMädchen, Töchter ehrbarer Eltern, welche einen Lehrkursus in der Haus mädchenschule Fröbel- Oberlinu. Kasse der Tischler Carolinenhof- Schmödwiz. Bereins zu Berlin, Wilhelmstraße 10, U. anderer gewerbl. Arbeiter. durchnehmen, erhalten nach Beendi ( Berlin G.) Ueber 7000 Meter Länge.[ 29416 gung desselben sofort durch uns Montag, den 25. Januar er., Görliger- und Stadtbahn- Verbindung. Stellung als besseres Hausmädchen abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Entree 25 Pf. Kinder 10 Pf. oder Jungfer in feinen Häusern. Der Wilke, Andreasstr. 26, Schmargendorf Sanssouci" Ruhlaerstr. 20. A. Malitz. empfohlen. Vereinen und Gesellschaften bestens * Jeden Sonntag: Grosser Ball. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42( alte Nr. 35) jeden Sonntag: Eintritt kann an jedem ersten und fünfzehnten im Monat geschehen. Der Mitglieder versammlung Tagesordnung: Schlafft. für zwei junge Leute, Stube, kindl.Leute Simeonſtr. 4, v. IV. Meyer. 2966b Frol. Schlafft. f. H. zu vrm. Wwe. Brast, Kottbuser Damm 4, Qg. I. I. r. Schlafft., separat, Markgrafenstr. 9, Quergeb. 3 Tr. geradezu. 29460 Mädchen erh. Schlafstelle bei Roch, Brunnenstr. 102, Quergeb. I.[ 2945b Möbl. Schlafft. für Herren Man teuffelstraße 51, v. 1 Tr. bei Reichel. Möbl. Schlafft. zu verm. Manteuffelstraße 111, v. 1 Tr. b. Frau Marofe. Freundl. Schlafst. Schröber, Reichenbergerſtr. 63a.( 29496 Schlafft. für Herrn Manteuffelstr. 37, 29516 b. 3 Tr. Budig. Qugb. I. I. Striegel. 2943b Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-1) 123321444 omabis Better Temperatur ( 5° C. 4° R.) nach Celsius 750 DND 5 bedeckt 752 MO wolkig 748 NND 5 bedeckt 744 SW bedeckt 740 28 Schnee 740 233 bedeckt 766 GSD halb bedeckt-17 764 UND bedeckt -15 764 N woltig 1 766 746 GSD M woltig 1 Schnee -4 Wetter- Progusse für Sonntag, 24. Januar 1897. Beitweise heiteres, vorherrschend wolkiges Frostwetter mit leichten Schneefällen und frischen nordöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Unserem Rauchbruder und Wirth Wilhelm Spaet zu seinem morgenden Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch. 29696 Rauchklub„ Ohne Zwang". Heute Morgen 9 Uhr verschied nach kurzem Krankenlager unser lieber Kollege, der Schriftsetzer 1925 Fritz Lenz im 37. Lebensjahre. Sein biederer Charakter sichert ihm bei uns ein ehrendes Andenken! Berlin, den 22. Januar 1897. Das Personal d. Buchdruckerei Ullstein u. Co. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Dessauerstr. 15, aus nach dem Alten Matthäi- Kirchhof, am Gross- GörschenBahnhof, statt. Möbl. Schlafft. f. 2 Hrn. Langeſt. 10 Sozialdemokratischer Möbl. Schlafft. Wienerftr. 68, von Verein ,, Vorwärts" 4 Tr. bei Schwarz. Bill. Schlafft. für 2 Herren sofort Manteuffelstr. 50, v. 2 r. Wwe. Zinfe. Kursus währt für Hausmädchen 21/2 und für Jungfern 3 Monat und be 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1896, trägt das Lehrhonorar für den ganzen 2. Berichterstattung von der in Coburg Kursus dementsprechend 25 und 30 m. abgehaltenen General: Versammlung. Der Lehrplan umfaßt: Serviren 3. Verschiedenes. und Tischdecken, Schneidern, Die Sprechstunden des Be Weißnähen, Plätten, Anstandsvollmächtigten und der Kassirer finden Manteuffelstr. 65a, II. w. Guichard. lehre zur Aneignung guter Manieren. an diesem Abend nicht statt. 183] Eltern und Vormünder, welche um das Wohl ihrer Töchter und Mündel Ball u. Theater- Borstellung. beiorat find, mögen uns biefelben zur Ausbildung anvertrauen. Da wir Empfehle meine Säle( 250 u. 700 nicht nur die erste Stelle beforgen, Personen fassend) sowie Vereinszimmer sondern die Schülerinnen auch für zu Festlichkeiten und Versammlungen. fpätere Zeit immer unter unferem echus und Fürsorge bleiben und Hübner. Alexander: immer wieder durch uns Stellen er Achtung! Achtung! halten, können fie für die nächste Bu Englischer Garten, fake 27 c. fein. Es ist eine bekannte Thatsache, 27. der jungen Mädchen undesorgt Achtung! Möbl. Schlafft. gleich oder 3. 1. Febr. Manteuffelstr. 67, 3 Tr. r. 2939b Möbl. Schlafft. f. 2 Srn. zu verm. Frdl. Schlafst. Manteuffelstr. 65a, 3 Tr. Gife. 29416 Möbl. Schlafstelle bei Wiemer, 29676 Brandenburgstr. 18, v. 4 Tr. Frol. möbl. Schlafft. f. H. Adalbert: straße 10, 3 Tr. r. 2986b Berlin. Todes- Anzeige. Am 22. Januar starb unser Mitglied Johann Bock. nachmittags 3 Uhr, vom AugustaDie Beerdigung findet mangu Sospital aus nach dem Katholischen Stirchhof statt. 274/10 Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Verband aller Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere den Mitgliedern des Zentral- Verbandes der Maurer, den Sängern des Vereins ,, Gemüthlichkeit" meinen herzlichsten Dank für ihre freundliche Bethelligung am Begräbniß meines lieben Mannes, unferes unvergeßlichen Vaters Julius Knappe. Die trauernde Ww. Anna Knappe nebst Kindern.[ 29346 Charlottenburg. Für die vielen Beweise liebevoller Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Sohnes, unseres lieben Bruders und Schwagers, des Töpfers Franz Liegner sagen wir allen, insbesondere den Kollegen für ihre rege Betheiligung unsern herzlichsten Dank. 29356 Die Hinterbliebenen. Warne hiermit jeden, meinen Sohn Theodor Peters etwas auf meinen Namen zu borgen, weil ich für nichts aufkomme. Gustav Peters, Friedenstr.11. Arbeitsmarkt. 1 Polirer auf tieferne Bettstellen fofort. Gaert, Blumenstr. 32. W. Tüchtige Schloffer und Dreher auf Präzisionsarb. fof. verl. Schwedterstr.12 Sohn anständiger Eltern sucht Be schäftigung als Schreiber.( Nachmittag.) [ 29156 Dresdenerstr. 57, Menzel. Dienerstellung, llung, erhalten junge Leute gratis nach Absolvirung eines turzen Lehrkursus in der Dienerschule des Berliner Diener- Vereins 29616 Schüßenstr. 37. Herrenschneider auf Knabenanzüge befferen Genres von 7-12 hohen Arbeitslohn sofort verlangt. Die Ortsverwaltung. Achtung! 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Stellen, welche nicht in unserer Schule nfallfachen, Klagen, Eingaben. Cösliner Hof Cöslinerstrasse 8( Wedding). Größter und schönster Saal im E. Stiassny, Berlin C., nur Wallstrasse 21. thinerstr. 39, Behbe. 2962b 29836 Den Mitgliedern die traurige Nach richt, daß der Kollege Joh. Boek d bei Dust, Reichenbergerstr. 126, v. 4 Tr. Sel. möbl. Bimmer od. Schlafft. 3. v. E. frdl. Schlafft. f. H. ist Fürstenstr. 7, nach langem Leiden verstorben ist. v. 4 Tr. bei Hampice. 2980b Die Beerdigung findet am Montag, Möbl. Schlafstelle Ritterstr. 110, nachmittags 3 Uhr, vom Augusta29706 Sospital, Scharnhorststraße statt. Quergeb. 1 Tr., Keskow. Um rege Betheiligung ersucht Möbl. Schlafft., sep., 8 M., zu. 85/7 Sebastianstr. 4, part. r. 937/1 Möbl. Schlafft., sep., Ww. Ballhausen, Reichenbergerstr. 142, Stfl. 3 Tr. Schlafst. Manteuffelstr. 5, v. 3 Tr., bei Bayer. 2963b Schlafft. Naunynstr. 84, v. 3 Tr. Ww. Meyer. 938/1 Beff. Schlafft. f. 15., sep., bei Scheibe, Rottbuser Ufer 53, 3 Tr., a. d. Adm.-Br. Schlafft. für 2 Hrn. Dieffenbach straße 68, Fahrnländer. 2964b Schlafft. f. H., fep. Eing., Püdler ftraße 67, v. 2º Tr. 1. 29336 Saub. Schlafft. fof. zu verm. Stall 131/7 Norden. Elegante Beleuchtung. Gute vorgebildet sind, auch finden stellen Putzger, Stegligerstr. 65. schreiberstr. 23, v. 3 Tr. r. Küche. Zwei Kegelbahnen. Zu allen Versammlungen u. s. w. an Vereine zu vergeben. Nähere Auskunft ertheilt Fritz Schröder, Wiesenstr. 39. W. Winkler Gerichtstr. 18 fr. Reinickendorferstraße 2 g. Uhren u. Golds waaren- Verkauf. Reparaturen. Bergstr. 74a Mittagstisch, Karbonade, Leber, Rühret, à 25 Pf. i. Kaffee- Lokal. Kinderwagen Räder u. jede Reparatur Balltfadenstr. 101.[ 29246 Molkereibesitzer[ 29236 erhalten Futterrunkeln, beste Quali tät, mit 80 Pf. pro 8entner frei ins Haus geliefert von Steinbach, Lichtenberg- Berlin. fuchende Damen stets in unserem Vereinshause, Wilhelmstr. 10, Aufnahme und Stellennachweis. An: Sopha verk. bill. 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Heute früh wurde uns plötzlich durch den Tod unser inniggeliebter Bater, Bruder, Schwager und Ontel, der Kaufmann Gustav Müller, im Alter von 35 Jahren entriffen, was wir hierdurch allen Verwandten und Bekannten tiefbetrübt anzeigen. Berlin, den 22. Januar 1897. Louise Müller, A. Loewenthal und Frau, Mariendorferstr. 13, im Namen der Hinterbliebenen. NB. Die Beerdigung findet am Montag, den 25, d. M., nachm. 3 Uhr, von der Reichenhalle des Neuen Jakobi Kirchhofes in Briz aus statt.[ 2975b Fritz Reichardt, melde Dich sofort Strausbergerstr. 48. 29186 Sehankgeschäft Gebr. Casper, Jägerſtr. 25. Wir suchen fleißige, intelligente Bermittler in Berlin und Vororten. Hohe Provisionen. Günstige Bes dingungen. Versicherungs- Gesellschaft Thuringia, Friedrichstr. 62 I.[ 81766 Lehrmädchen für Damenschneiderei verl. Oraniena straße 63, vorn III rechts. Schriftmaler, 2937b wirkt. tüchtig, finden sofort dauernde 29876 Beschäftigung. A. Leonhardt u. Co., Jannowizbr. Sturbelstepper u. 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Januar, abends 8 Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29: Montag, 25. Januar, abends 8½ Uhr, im Lokale Auneuſte. 16: Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubell über: " Die Arbeitszeit des deutschen Proletariats." 210/18 Nachdem: Geselliges Beisammensein. Eintritt 10 Pf. Um regen Besuch ersucht Die Vertrauensperson. Sozialdemokratischer Wahlverein ür den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Derram ut l it it g am Mittwoch, den 27. Jannar, abends 8% Uhr, im Louisenstädtischen Konzerhaus, Alte Jakobstraße 37. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Pens über: Die organisirten Besitzenden und das unorganisirte besiklose Volt." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäfte haben Zutritt.- Neue Mitglieder werden aufgenommen. Bahl reiches Erscheinen erwartet 240/10 Der Vorstand. General- Versammlung Tagesordnung: 1. Kassenbericht vom vierten Quartal. 2. Bericht des Vorstandes, der Werkstatt- Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. 3. Erfazwahlen der Ortsverwaltung. 4. Verbandsangelegenheiten. 80/1 Jedes Mitglied ist verpflichtet, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Kammmacher Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 71/8 1. Vortrag des Herrn Waldek Manasse:„ Der Kampf umis Dasein." 2. Bericht der Bibliothekkommission und Neuwahl derselben. 3. Kassenbericht. 4. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! Textil- Arbeiter. Achtung! ( Filiale I Berlin.) Feind, Weinstraße Nr. 11: und aller in der Kammmacher- Branche beschäft. Dienstag, den 26. Januar, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Arbeiter und Arbeiterinnen. Branchen- Versammlung am Montag, den 25. Januar, bei Neumann, Linien- Straße 19. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Nußen und Zweck der Gewerkschafts- Organisation." Referent: Kollege F. Wendel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Branche der Parquettbodenleger. 1hr, Hrn. Versammlung. 197/4 Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl des ersten Borsigenden, des ersten und zweiten Kassirers. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Ruderverein ,, Vorwärts", Berlin. Sozialdemokrat. Verein ,, Vorwärts" Berlin. Montag, 25. Januar, abends 8 Ulhe, im Lokale des Sen. Zubeil, Sente, Sonntag, 24. Januar, in Stabernack's Vereinshaus, Dienstag, den 26. Januar, abends 8 Uhr, in Bernhard Raabe's Salon, Rolbergerstraße Nr. 23: 1. General- Versammlung. Tages Ordnung: Lindenstraße 106: Kommissions- Sigung mit Vertrauensleuten. Die Kollegen der Firma Bangemann werden dringend ersucht, alle zu erscheinen. Vortrag des Genoffen Dr. Alfr. Bernstein über: Moderne Achtung! Kunit. 2. Diskussion. 3. Berichte des Vorstandes, Kassirers und der Revisoren. 4. Wahl von Revisoren. 5. Anträge. 6. Verschiedenes. 274/9 Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Genoffen und 6. Wahlkreis. Genoſſinnen! Lese- u. Diskutirklub Friedrich Engels ,, Norden". Große Versammlung Sonnabend, 24. Januar, abds. 7 Uhr, bei Neumann, Bajewalkerstr. 13. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Fratscher über: Betrach tungen und Kulturerrungenschaften. 2. Diskussion. 2956b Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. Der Vorstand. Bildungsverein ,, Mehr Licht" Sonntag, den 24. Januar, abends 6½ Uhr: 2 Versammlungen. Klavier-, Achtung! Klaviatur- und Mechanik- Arbeiter. Dienstag, den 26. Januar 1897, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Henke, Naunynstraße 27: Inselstr. 10: Maturärztlicher Vortrag, zugleich: Ein Blick in das Innere des Menschen. Gehalten von Herrn Grundmann. 64/8 Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein. Gäste willkommen. Anfang des Vortrags 7 Uhr abends. Entree 25 Pf. Billets sind vorher bei den Mitgliedern, sowie im Lokal des Herrn Stabernack zu haben. Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Oeffentl. Derlammlung. Sonntag, den 24. Januar, im„ Kösliner Sof“, Köslinerfiraje 8: Tages Ordnung: 1. Was lernen wir von den Unternehmer- Verbänden? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 141/15 Der Vertrauensmann. Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen 1. Englischer Garten", Aleranderstr. 27 c, Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über: Irrthumt und Wahrheit!" 2. Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20, Vortrag des Genossen Waldek Manasse über:„ Kulturgeschichtliches aus den Kreuzzügen." Diskussion. Darauf in beiden Versammlungen: 185/3 55/20 Geselliges Beisammensein und Tanz. Verband aller im Handel u.Transport beschäftigten Hilfsarbeiter Berlins. Bureau: Kommandantenstr. 25. Achtung! Verbandsmitglieder! Achtung! Der Vorstand sah sich gezwungen, verschiedene Bahlstellen- Veränderungen vorzunehmen, daher bitten wir Euch, von der unten angeführten Liste genau Notiz zu nehmen. Bahlstellen des Verbandes: C. 0. Kommandantenstraße 25 I. Bureau. Breslauerstr. 1, Ging. Holzmarktstr., Telephon Amit IV. 3973. Klosterstr. 83, Salzwedel, Restaurant. Poftstr. 31, Michel, Restaurant. Gräf, Bigarrengeschäft. Grüner Weg 99, Eichholz, Bigarreng. Blumenstr. 21a, Jonas, Restaurant. Müller, am Montag, den 25. d. Mts., abends 8%, Uhr. Zahlstelle I bei Feind, Weinstr. 11: Vortrag. Bahlstelle II bei Lange, Dragonerstr. 15: Vortrag. Bahlstelle III bei Müller, Johannisstr. 20: Vortrag. Bahlstelle IV bei Roll, Adalbertstr. 21: Vortrag. Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewaldstr. 110. Bahlstelle Friedrichsberg b. Günther, Frankfurter Allee 16. Um zahlreiche Betheiligung bitten Die Bevollmächtigten. Arbeiter- Bildungs- Schule. Abtheilung: Vortragsabende. Sonntag, den 24. Januar 1897, abends 62 Uhr, bei Cohn, Beuthstrasse 21( grosser Saal): Vortrag des Gen. Peus, Mitglied des Reichstages, über: Freiheit und Zwang und ihre Grenzen. Nach dem Vortrage: 5/6 Geselliges Beisammensein und Tanz. Entrée 10 Pf. Nach dem Vortrage haben nur noch Mitglieder mit ihren Angehörigen Zutritt. Der Vorstand. Bentralverband der Handels-, Gr. Instrumental- u. Vokal- Konzert zum Besten der ausgesperrten Metallarbeiter Lübecks. Anfang 5 Uhr. 114/14 Kosmos. Billet 25 Pf. Verein für volksthümliche Wissenschaft. Dienstag, 834 Uhr, bei Hensel, Brunnenstr. 173: Vortrag des Herrn Grempe: Der Bau des Suezkanals. Diskussion, Sonntag, den 31. Januar, 5% Uhr, Annenstr. 16: Erster wissenschaftlicher Unterhaltungsabend. Vortrag des Herrn Dr. Archenhold, Direktor der Treptower 264/17 Sternwarte:„ Was uns die Fernrohre erzählen." Tanz. Ernste und humoristische Vorträge. Gäste willkommen. Der Vorstand. Verein der Plätterinnen. Sonnabend, den 30. Januar 1897, im Saale der Brauerei Friedrichshain, am Königsthor: Großer Wiener Maskenball zum Besten der Unterstützungskaffe. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Gönner und Freunde ladet hiermit freundlichst ein 251/5 Der Vorstand. Abrechnung vom Streit der selbständigen Mükenmacher und deren Arbeiter und Arbeiterinnen vom 4. Juli bis 13. August 1896. Einnahme. Ausgabe. Mart Auf Sammellisten 2491,-Streifunterstützung für SelbVon der Vereinigung der ständige 1028, Selbständigen. 1000,-Streitunterst. für Arbeiter 2053,35 250,- Streifunterft. f. Arbeiterinnen 3238,50 Vorschuß an Arbeiter und Arbeiterinnen • Friedrichsgracht 16, Binzer, Reſtaur. Fruchtſtr. 1, Ede Mühlenstr., water, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Berband d. Kürschner Berlins Taubenstr. 20, Merker, Restaurant. W. Potsdamerstr. 128, Karpe, Restaurant. Bülowstr. 59, Werner, Restaurant. SW. Lindenstr. 47, Freiwald, Restaurant. Hornftr. 11, Voß, Restaurant. Markgrafenstr. 102, Saß, Restaurant. S. Admiralstr. 40a, Schulz, Bigarrengesch. Brandenburgstr. 54, Bönig, Restaurant. SO. Ritterstr. 96, Mohsler, Restaurant. Waldemarstr. 29, Löbe, Bigarrengesch. Stöpnickerstr. 20a, G. Köppen, Restaur. Görlizerstr. 69, Schulze. NO. Barnimstr. 42, Reul, Restaurant. Landsbergerstr. 8, Hasehoff, Restaur. Restaurant. N. Müllerstr. 7a, Gleinert, Restaurant. Wörtherstr. Verwaltungsstelle Berlin. Heute, Sonntag, den 24. Januar 1897, abends 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Neue Schönhauſerſtr. 18, Löwenberg, Konstituirende General- Versammlung. Bigarrengeschäft. NW. Gipsstr. 16, Blauroc, Restaurant. Ruppinerstr. 42, W. Rosin, Restaurant. Kronprinzen- Ufer 12, Beſeke, Restaur. Artilleriestraße, Ede Oranienburger straße, Palm, Restaurant. Beuffelstr. 44, O. Plath, Grünkramgesch. Charlottenburg. Göthestr. 67a, Röhr, Restaurant. Rixdorf. Hermannstraße, Ecke Karlsgartenstraße, Hilpert, Restaurant. Schöneberg. Tages Ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vortrag: Die Vortheile der Zentralisation." 3. Diskussion. 4. Definitive Konstituirung der Ortsverwaltung und Wahl eines zweiten Vorsitzenden sowie eines Revisors für den Zentralvorstand. Vor Eröffnung: Ausgabe der Statutenbücher und Aufnahme neuer Mitglieder. Zahlreichem Besuch fieht entgegen 67/1 Der provisorische Bevollmächtigte: Carl Brüschke. Verband deutsch. Zimmerleute Zahlstelle Berlin. Mache die Mitglieder auf die heute Abend 5 Uhr stattfindenden Grunewaldstr. 110, Obst, Restaurant. aufmerksam. Vorläufige Anzeige! Sonntag, den 27. Februar 1897, bei Keller, Koppenstraße 29: Groker Masken- Ball. 85/6 Der Vorstand. Deutsch. Schneider- u. Schneiderinnenverb. am Dienstag, den 26. Januar, abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen J. Timm über: ,, Das Koalitionsrecht der Arbeiter Deutschlands, wie es ist und wie es sein sollte". 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 4. Quartal 1896. 4. Ver bandsangelegenheiten. Bezirks- Versammlungen Für den Norden: Kolbergerstr. 23. Für Moabit: Stromftr. 28. 254/6 Um In beiden Versammlungen findet nach dem Vortrag: Geselliges Bei: fammensein statt. Gäste, Damen und Herren sind willkommen. zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. J. A.: H. Knüpfer. Fachverein der Zapezirer Berlins und Umgegend. Dienstag, 26. Januar, abends 81%, Uhr, in Stabernack's Vereinshans, Inselstraße 10: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vierteljahrsbericht des Vorstandes. 2. Abrechnung 162/5 vom Stiftungsfest und Neuwahl des Schriftführers. 3. Dekorationsvortrag. Wir ersuchen unsere Kollegen und Kolleginnen, zahlreich in dieser Ver- 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 179/8 sammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Achtung! Gäste sind willkommen. Die Bevollmächtigten. Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute u. Apotheker. Die Delegirtenwahlen finden morgen, Montag, 25. Januar, abends 81/2 Uhr in zwei Lokalen rechts und lints der Spree statt. Achtung! Dienstag, den 26. Januar 1897, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Nieft, Weberstrasse No. 17: Große öffentliche Versammlung Der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter. Rechts der Spree( Mühlenstraße, Holzmarktstraße 2c.), Wahllokal: Tagesordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Nohrlack über: Noth: Handwerker: Saal, Sophienstr. 15. Die Liste der organisirten Arbeiter wendigkeit und Erweiterung der Fabritinspektion. 2. Diskussion. 3. Abrech fängt an mit 19 247: Karl Albold. Links der Spree, Wahllokal: nung des Vertrauensmannes. 4. Neuwahl deffelben. 5. Gewerkschaftliches. Berliner Ressource, Kommandantenstr. 56. Unsere Liste fängt an mit 83/7 Der Vertrauensmann. 53 079: Friedrich Arndt. Mitglieder, Parteigenossen! Nehmt von oben angeführten Nummern Nehmt von oben angeführten Summer Freie Bereinigung aller in der chirurgischen Branche und Namen Notiz und erscheint zahlreich, um mit Nachdruck für diese Listen einzutreten. Denn nur diese bieten Euch die Garantie, daß auch in unserer Kaffe die Arbeiterinteressen zur Geltung fommen. Als Legitimation dient Quittungsbuch nebst Bescheinigung vom Arbeitgeber, welche besagt, daß der betreffende noch in Arbeit steht. Der Wahlatt beginnt in beiden Lokalen um 92 Uhr und werden um diese Zeit die Thüren geschlossen. NB. Rechts und links der Spree versteht sich: von der Arbeitsstätte aus gerechnet. Nath in Wahlangelegenheiten bei Pinzer, Friedrichs: gracht 16. Heute den ganzen Tag. Die Kommission. beschäftigten Berufsgenossen. General- Versammlung am Dienstag, 26. Januar, abends 81% Uhr, in Gründel's Salon, Brunnenstr. 188. der Arbeitsvermittler. 3. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. BereinsTagesordnung: 1. Kaffen- und Jahresbericht des Vorstandes. 2. Bericht 48/7 angelegenheiten. Die Mitglieder werden gebeten zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Arzt Dr. Hoesch, Linienstr. 149, 8-10, 5-7, Sonntags 8-10, f. Brust-, Unterleibs-, Sonnabend, den 6. Februar, findet in Cohn's Festfälen, Frauen-, Kinder-, Haut-, Nervenkrankheiten. Beuthstr. 22, ein großer Wiener Maskenball statt. Poliklinik Liesenstr. 17, 2-3 Uhr. 948L* Billets à 50 Pf. find in der Versammlung noch zu haben. 29306 Homöopath. Militärmüßenmacher 65 M., Maler 25 M., Buchdrucker 500 M., Bildhauer 50 M., Musiker 20 M., ZimmerTeute 100 M., Möbelpolirer 50 M., Stuckateure 50 m. Kollegen in Strefeld 98 M., Rötha 30 M., Markran städt 100 m., Hamburg 100 M., Cannstatt 15,10 M., Wien 42,43 M., Königsberg 10 M., Schkeudig 45 M., Breslau 10,70 M., Leipzig 33,65 M., Arn stadt 12,55 M.. Tellersammlungen Aufgenommene Gelder Zinsen für verkaufte Staatspapiere Mart Säulenanschlag . 151,25 Annoncen, Drucksachen, 177,30 Agitation, Referate, Porto. 143,19 Schreibmaterialien 5,85 860, Verlust für unter dem Kurs verkaufte Staatspapiere 30,10 Streitunterstützung an die Hutmacher 20, Summa 6847,54 497,43 220,78 1700, 10, Summa 7029,21 M. Bilanz. Gesammt- Einnahme. 7029,21 M. Gesammt- Ausgabe 6847,54 m. Bestand 181,67 M. Obige Abrechnung ist von uns ge prüft und für richtig befunden. Die Revisoren. Breffin. Lewin. Friedrich. Keller. Niehl. Betheiligt waren am Streit 819 Personen, davon find an 408 Personen Streiftarten ausgestellt worden. 29786 Verband der im Vergolder= und verwandten Gewerben beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands( Filiale Berlin) Heute Sonntag, 24. Januar, in Joël's Festfälen, Andreasstrasse 21: 7. Stiftungs- Fest verbunden mit großem Vocal- und Instrumental- Concert unter gütiger Mitwirkung des Mundharmonika- Vereins" Immer Froh" und der vielbeliebten Gesangsduettisten Herren Gebr. Riedel. Billets à 30 Pf. werden ausgegeben bei Ewald, Schönleinstr. 6, Magnussen, Staligerstr. 54, Aufg. C, 3 Tr. und Krüger, August 225/10 straße 38, Hof 3 Tr. bei Hildebrandt. Schwimm- Bassin für Männer alo Badeanstalt. Nahe Dönhoffplak. Kommandantenstraße Nr. 7-9. Neu eröffnete Badeanstalt, russischrömische Bäder, Wannenbäder, 4 Schwimmbassins, grösstes 430 Quadratmeter. Täglich geöffnet für Damen und Herren von morgens 8 bis abends 8 Uhr. Für Abonnements bedeutende Preisermäßigung. Wasserheil- Anstalt. 50 Krankenzimmer. Zentralheizung. Wafferkuren, Packungen, Heißluft, Dampffaften, medizinische u. elet-trische Bäder, Massage. Besondere Abtheilungen f. Schwefelbäder Schmierkuren. Tages- und Nachtturen. Dr. Berckholtz, Dr. S. Munter, Geh. Sanitätsrath. praft. Arzt. Verein der Wasserfreunde. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Br. 20. 14. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. lich = " " -= " Sonntag, 24. Januar 1897. 31 Schnittarbeiter, 21 Kerumacher, 20 Nadler, 17 Schraubendreher, Hierauf berichtete der Vertrauensmann über eine Anzahl Bauten 16 Fräser, 15 Uhrmacher, 13 Kupferschmiede, 11 Rohrleger, 11 Heizer, wo unter den üblichen Bedingungen gearbeitet wird. Nach dem strumentenmacher, 6 Refselschmiede, 4 Galvaniseure, 3 Gold- und in Ordnung befinden. Vielfach wird unter dem Tarif gearbeitet 10 Metallschläger, 10 Graveure und Ziseleure, 10 Hobler, 9 In- Bericht sind gegenwärtig 634 Kollegen im Besitz der Karten, die sich Silberarbeiter, 3 Lackirer, 2 Zinn- und Zinfgießer, 2 Messer- und auch der Weizen der Puzmeister fängt mit dem Eintreten schmiede, 1 Modelltischler und 818 sonstige Metallarbeiter. des Frostes und bei der jetzigen geringen Arbeitsgelegenheit wieder Einiges über die Besoldung von berufsgenossenschaftlichen Ehrenämtern. Nachdem die allbekannten, zum theil geradezu raffinirten Bentenquetschereien der Berufsgenossenschaften neuerdings durch uns wieder einmal gebührend beleuchtet worden sind, dürften einige neue Mit- Seitens der Revisoren wird die oft sehr nachlässige Beitrags- an zu blühen. Von mehreren Rednern wurde das unsolidarische Ver theilungen darüber, wie die Träger der Unfallversicherung" ihre zahlung gerügt und darauf aufmerksam gemacht, daß Restirende, halten eines Theils der Kollegen kritisirt und besonders die gegenehrenamtlichen Vorsitzenden entschädigen, von großem sofern sie nicht in nächster Zeit ihren Pflichten nachkommen, ge- feitigen Unterbietungen bei der Annahme von Arbeiten beInteresse fein. Schon bei Gelegenheit des berühmt gewordenen gestrichen werden und dadurch aller Rechte verlustig gehen. Die mängelt. Ein Redner führte mehrere Fälle an, wo für. " Falles Bandke" wiesen wir darauf hin, daß§ 25 des Unfall- Bersammlung erklärte sich mit den gegebenen Berichten einverstanden einen Quadratmeter 2,50 Mark gefordert wurden, während versicherungs Gesetzes vom 6. Juli 1884 eine Entschädigung und ertheilte dem Kassirer einstimmig Decharge. Für den aus- andere Personen diese Arbeit mit 90 Pfennigen pro Quadratmeter der Mitglieder der Vorstände und der Vertrauensmänner scheidenden zweiten Rassirer und zwei Revisoren werden angenommen haben. Ein Antrag, denjenigen, die Arbeit unter dem nur für den durch Wahrnehmung der der Genossenschafts- hierauf Neuwahlen vorgenommen. Ferner beschäftigte fich Tarif annehmen, bei vorkommenden Fällen keine Unterstützung zu geschäfte ihnen erwachsenden Zeitverlustes" für zulässig erklärt; die Versammlung sehr eingehend mit der feitens des gewähren, wurde abgelehnt. Der Kommission für die Provinz, dem Herrn Bandke war bekanntlich seine Jahresentschädigung von Hauptvorstandes beantragten Einführung Arbeitslosen Brandenburg wurden 200 M. zur Agitation, den Hafenarbeitern 10 000 M., die an und für sich schon die Eigenschaft eines Gehaltes, Unterstützung. Fast allgemein war man der Ansicht, daß die zu 500 M. und den Hamburger Steinsetzern 200 m. bewilligt. nicht aber mehr die einer Entschädigung für Zeitverlust" hat, auf grunde gelegte Berechnung zu günstig angenommen und daß es bei 15 000 M. erhöht worden. Eine öffentliche Maurerversammlung beschäftigte sich am Das Reichs Versicherungsamt als schlechterer Geschäftszeit wohl schwerlich möglich sein dürfte, mit Donnerstag mit dem Beschluß des Bundes der Bau-, Maurer- und Aufsichtsbehörde hatte sich dann auch bekanntlich mit der Angelegen- der beantragten Beitragserhöhung von 5 Pf. pro Woche Arbeits- Bimmermeister: Mit Rücksicht auf die weiten Wege zur Arbeitsstelle heit befaßt und sich gegen die Gewährung so hoher Summen aus- lofen- Unterstützung zu zahlen. Es wird auch weiter geltend ge- die Arbeit nicht vor 7 Uhr morgens beginnen zu lassen, die Dauer gesprochen. Bandke, der Vorsitzender der Tiefbau Berufsgenossen- macht, daß durch die Einführung derselben der Verband seines der Arbeitszeit, sowie die Höhe des Lohnes der freien Vereinbarung schaft ist, steht nun durchaus nicht allein da mit einer derartigen, eigentlichen Charakters verlustig gehen und mehr ein Unterstützungs- zu überlassen. Wie der Dieferent Silberschmidt bemerkte, ungefeglichen Bezahlung der nicht gerade aufreibenden verein werden könnte. Die Versammlung lehnte dann auch gegen hat dieser Beschluß in den Kreisen der Berliner Maurer ein gewisses Thätigkeit eines Genossenschafts- Vorsitzenden. So erhält der 6 Stimmen diesen Antrag ab. Die Berathung weiterer Anträge Mißtrauen erweckt. Man glaube nicht, daß der Bund, der feit Vorsitzende der Zucker Berufsgenossenschaft, Hahne, jährlich zu jährlich zu der im April in Braunschweig stattfindenden General- feinem Bestehen zu den reaktionärsten und arbeiterfeindlichen Unter 12 000 M. Der Mann hat überdies ein hohes Einkommen, Versammlung des Verbandes wurde was bei Bandke nicht der Fall sein soll. Von letterem munkelt man 9 Personen überwiesen. einer Kommission von nehmerorganisationen gehöre, aus Arbeiterfreundlichkeit den Beginn Die Delegirtenwahl soll in der in der Arbeitszeit den Forderungen der Arbeiter entsprechendfogar, er nehme das Vorsitzenden- Amt unberechtigter Weise ein, weil nächster Zeit stattfindenden außerordentlichen Versammlung vorge- auf 7 Uhr festgesetzt habe. Man könne wohl annehmen, daß der er gar nicht mehr Betriebsunternehmer sei, und in der Ent- nommen werden und dann auch eine nochmalige Berathung über Bund dies Zugeständniß uns gemacht habe, weil er sich schädigung für Zeitverlust" fein eigentliches Einkommen den Arbeitsnachweis stattfinden. Zum Schluß wurde noch die Neu- nicht start genug fühle, den Arbeiterforderungen auch ferner beziehe. Mezbacher, der Vorsitzende der Müllerei- Berufsgenossen- wahl der Herbergskommission vorgenommen und verschiedene kleinere fchroffen Widerstand entgegenzusehen. Keineswegs wolle der Bund schaft, ist einer der höchst besteuerten Bürger Dort Anträge erledigt. munds, was in dieser bedeutenden Industriestadt sehr viel besagt, durch seinen Beschluß den Neunstundentag anerkennen. Es sei viel Fachverein der Stellmacher. In der Mitgliederversammlung mehr anzunehmen, daß die Arbeitszeit des Abends entsprechend ver und doch bezahlt ihm die Berufsgenossenschaft jährlich 8000 Mart für die Verwaltung seines Ehrenamtes. am 17. Januar stand die Abrechnung vom 4. Quartal 1896 zur Erlängert und nicht nur auf 10 Stunden, sondern unter Umständen Die Straßenbahn- ledigung. Danach betrug die Einnahme des Vereins 287,66 M. und noch länger ausgedehnt werde. Gegenwärtig würde auf Berufsgenossenschaft giebt ihrem Vorsitzenden, obgleich er jähr die Ausgabe 164,33 M. Für arbeitslose Mitglieder hatte der Verein verschiedenen Bauten bei Licht gearbeitet; ein Uebelstand, ein Einkommen von 40000 bis 50000 Mart zu verzehren hat, dennoch eine Entschädigung, und zwar Agitationskommission 20 M. bewilligt. 42 m. verwandt. Den Hafenarbeitern wurden 30 M. und der dessen sich die Lohnkommission wohl bewußt sei. Sie habe 3000 auch erwogen, Mart. Der Vorfiyende was dagegen geschehen könne, sei aber der Ziegelei Berufsgenossenschaft, der als Direttor einer Aktiengesell. fchaft ebenfalls feinen Mangel leidet, erhält 4000 m., der Vor- suchten Werkstatt- Bertrauensmänner- Versammlung beschäftigte sich demnächst dahingehende Vorschläge machen. Jetzt gelte es vor allem, Deutscher Holzarbeiter- Verband. Eine sehr zahlreich be- der Ansicht gekommen, daß ein Beschluß, die Lichtarbeit zu meiden, jetzt nicht durchgeführt werden könne, jedoch werde die Kommission fizzende der Magdeburgischen Baugewerks Berufsgenossenschaft mit der Frage der Thätigkeit des Verbandes für das laufende Jahr. Die Kräfte zu sammeln und auf dem Posten zu sein, damit die Maurer 9000 M. und derjenige der Schlesisch- posenfchen Baugewerts- Berufs- Der Vorsitzende Glode gab einen kurzen Rückblick über die genossenschaft 4000 M. Diese Beispiele mögen vorläufig genügen, Thätigkeit des Verbandes im vergangenen Jahr. In immer größeren falls im Frühjahr von seiten der Unternehmer eine Zurücknahme der fie tönnten noch erheblich vermehrt werden. Kreifen der Kollegen sei die Einsicht vorhanden, daß die gewerk vorjährigen Errungenschaften versucht werde, kampfbereit dastehen. Sind die besonders hohen Entschädigungen schon deshalb un- fchaftliche Organisation eine Nothwendigkeit sei, doch wäre der Mehrere der nachfolgenden Redner machten der Lohnkommission gefeßlich, weil sie feine Vergütigung, fondern eben wegen ihrer Höhe größte Theil der Kollegen immer noch außerhalb des Verbandes. den Vorwurf, daß sie gegen die Lichtarbeit nichts gethan habe, worauf Rater und Silberschmidt erwiderten: Die ein Gehalt vorstellen, so sprechen die niedrigen Entschädigungen der Die Agitation werde sehr erschwert durch die scharf aus- Kommissionsmitglieder hätten mit den bei Licht arbeitenden genannten reichen, ja theils ungewöhnlich reichen Leute erst recht dem geprägten Spezialbranchen der Tischlerei, innerhalb deren Willen des Gesetzgebers Hohn. Die Motive zum Unfallversicherungs- fich eine toll unterbietende Konkurrenz breit macht, infolge dessen einzuwirken versucht, es sei aber nicht gelungen, die betreffenden Maurern persönlich Rücksprache genommen und auf dieselben Gefeß geben hierüber Auskunft. Darin heißt es, es sei allseitig die Arbeits- und Lohnverhältnisse immer schlechter werden. 53 zum Innehalten einer kürzeren Arbeitszeit zu bewegen. angenommen worden, daß im allgemeinen, entsprechend den Grund- wäre nun angebracht, versuchsweise in den einzelnen Branchen Ver habe Die Kommission fäßen der Selbstverwaltung, eine Entschädigung für die Verwaltung fammlungen abzuhalten, durch die Kommissionen die Verhältnisse könne nicht Versammlungsbefchlüffe herbeiführen, die von denen, die also ihr möglichstes gethan der Ehrenämter auszuschließen sei. Um jedoch nicht vergenau festzustellen und gleichzeitig durch diese Versammlungen eine mögenden, aber befähigten Genossenschafts- Mitgliedern die Kontrolle darüber herbeizuführen, wie weit die Organisation in den sie angehen, nicht beachtet würden. Es gelangte eine von der Lohnfommission gestellte Sesolution zur Annahme, worin die Ver Uebernahme der Geschäftsführung zu ermöglichen, wäre die Zu einzelnen Branchen Terrain gewonnen hat. Es müsse gleich sammelten erklären: Jeden Versuch der Unternehmer, die billigung einer Entschädigung für Zeitverlust der zeitig bei diesem Vorgehen der Zweck damit verbunden werden, Arbeit vor 7 Uhr morgens beginnen zu lassen, entschieden ftatutarischen Regelung vorbehalten worden. Hieraus ergiebt sich die Verhältnisse in den Branchen möglichst einheitlich ohne weiteres, daß die Entschädigung für die Uebernahme der ge- au regeln. Die gute Geschäfts Konjunktur müsse, so lange minimallohn von 55 Pfennigen pro Stunde aufrecht zu erhalten. zurückzuweisen; Ueberstunden strengstens zu meiden; den nossenschaftlichen Ehrenamter als eine Ausnahme betrachtet sie anhalte, ausgenutzt werden. In der Diskussion sprachen Ferner wird das Berhallen der Kollegen, die bei Licht länger als worden ist, und unsere Behauptung findet darin ihre Bestätigung. sich Wiedemann, Fuch 3 Kretschmann, Eicke Im übrigen scheinen die in den Berufsgenossenschaften ver- und Wendel für den gemachten Vorschlag aus, während A. Voigt daß sie ein solches, die Gefundheit des Einzelnen und die Interneun Stunden arbeiten, gemißbilligt und von denselben erwartet, einten Unternehmer da, wo es sich um Fleisch vom eigenen Fleische mit einem anderen Vorschlag tam, auf den aber von keiner Seite, essen der Gesammtheit schädigendes Treeben einstellen. Auf Antrag handelt, den Begriff der Entschädigung garnicht zu weil nicht durchführbar, eingegangen wurde. Die Versammlung be: aus der Versammlung wurde beschlossen: die Kommission hat ein verstehen, während sich doch ihre berufenen Vertreter bei der auftragt die Ortsverwaltung, mit der Kommission die geeigneten Flugblait gegen die Lichtarbeit zu verbreiten und in nächster Zeit Rentenbemessung mit peinlichster Genauigkeit an ihn halten Schritte einzuleiten. Die Erhöhung der Beiträge auf 20 Pf. pro und schließlich, um nur nicht zu viel zu geben, den Grad der Woche rief eine rege Diskussion hervor. Fuchs war nicht mit der eine Versammlung zu dem gleichen Zweck einzuberufen. Erwerbsunfähigkeit der unglücklichen Verletzten eher zu niedrig Erhöhung einverstanden, da durch dieselbe die Extraeinnahmen der schäßen. Dafür bietet neben anderen Genossenschaften auch die erst Berliner sehr geschmälert würden. Schließlich wurde beschlossen, von türzlich ins Leben getretene Fleischerei- Berufsgenossenschaft ein Bei- jetzt ab einen regelmäßigen Extrabeitrag zu erheben, da spiel. Ihr Vorfigender Stein beschäftigt in seiner Schlächterei in nicht ausgeschlossen ist, daß in der einen oder anderen Branche Lübeck einen Gesellen und einen Lehrling; sein Einkommen dürfte große Opfer gefordert würden. In anbetracht jedoch, daß die Samm fich auf 1800 m., höchstens aber auf 2000 m. jährlich be- lungen in den Tischlerwerkstätten für die Hamburger noch ihren laufen. E3 wurden ihm dessen ungeachtet schlechtweg Fortgang nehmen würden, wurde dieser Beitrag vorläufig so nor3000 M. für Zeitversäumnisse siehe Gesetz- bewilligt. Man mirt, daß nur alle 14 Tage 10 Pf. zu zahlen find. bedente: Entschädigung für Zeitverlust! Ob der Mann wirklich durch das Amt mehr Zeit verliert, als wie er im Jahre Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken auf Holzplägen braucht, das Geschäft im Gange zu erhalten? Soll man nicht an beschäftigten Arbeiter der vielgepriesenen Gesetzesliebe der Herren zweifeln, die den frag-( Filiale II) hatte am 19. Januar eine Mitgliederversammlung an- 7. Februar in Eberswalde abgehalten wird, wurde Flemming geberaumt. Nach einem Referat des Herrn Dr. Friedberg über lichen Beschluß faßten, dann müssen sie sich das Kompliment gefallen die erste Silfe bei Unglücksfällen, nahm die Versammlung den wählt. Unter Verschiedenem wies Flemming auf die Bedeutung des Lassen, wunderbare" Logiker und" hervorragende" Rechner zu sein. Raffenbericht entgegen. Mit einem alten Bestand von 167,99 M. Hamburger Hafenarbeiter- Streits hin, indem er die Mitglieder ersuchte, Das betrifft natürlich auch alle übrigen Berufsgenossenschaften, die erzielte der Verein eine Einnahme von 253,04 M., der eine Aus- eifrig für die Unterstützung der Streikenden zu sorgen. in gleicher Weise vorgehen. Von mehreren Rednern gabe von 194,35 M. gegenüber stand. Charlottenburg. In der am Bemerkenswerth sind noch folgende Ziffern. Bei der Zucker wurde die Frage der Beitragserhöhung ventilirt und sodann be- tenen General Versammlung 14. Januar abgehal des sozialdemokratischen WahlBerufsgenossenschaft betragen die Kosten für die Ehrenämter rund für Teltow Beeskow Storkow Charlottenburg hielt 15 000 M., diejenigen für sämmtliche angestellte Beamte 34 000 m. fchloffen, die Angelegenheit in einer fombinirten Sitzung der Filialen vereins nochmals zu berathen. Grempe Den ausständigen Arbeitern der Firma Genosse einen recht beifällig aufgenommenen Die Tiefbau- Berufsgenossenschaft gewährt der ehrenamtlichen Ber- Simon wurde empfohlen, sich an die Arbeitsnachweis- Stommiffion zu Vortrag über das Thema: Die kulturbringenden Europäer waltung 29 000 m., ihren Beamten 99 000 M. Bei der nord- wenden. " -Versammlungen. und und Charlottenburg. Die Vereinigung der Maler und verwandten Berufsgenossen hielt am 13. Januar ihre Generalversammlung ab. Der Kassenbericht vom 3. Quartal 1896/97 weist folgendes Ergebniß auf: Kassenbestand vom 2. Quartal 66,17 M.; Gesammteinnahme 91,15 M.; Ausgabe 59,28 M. Verbleibt mithin ein Baar bestand von 31,87 M. Die hierauf vollzogene Neuwahl der Filialverwaltung ergab folgende Zusammensetzung: Flemming erster, Meißner zweiter Bevollmächtigter; Göbel erster, Tabbert zweiter Raffirer; Kleus Schriftführer, Rensch und Scheuerbrandt Revisoren; Naumann erster, Fertig zweiter Bibliothekar. Zum Delegirten für den Brandenburger Provinzialtag, welcher am = # in Afrika. Da eine Diskussion nicht stattfand, wurde hierauf die Abrechnung vom 4. Quartal vorigen Jahres verlesen. Die Einnahme betrug einschließlich des Bestandes 229,33 M., die Ausgabe 181,90 M., fo daß ein Bestand von 47,48 m. verbleibt. Sellin beantragt, den Hamburger Hafenarbeitern 30. zu bes willigen, dem trat die Versammlung bei. Da im 1. Bezirk die Ersatswahl für einen Stadtverordneten am 1. Februar festgesetzt ist, so wurde die Betheiligung an derselben beschlossen, und dem Vorstande die Agitation übertragen. B Schöneberg. Jm hiesigen Arbeiter- Bildungsverein behandelte am 18. Januar Genosse Meiling in interessanter Weise das Thema: Politische Wochenschau. Eine rege Diskussion, die sich meist um den Hamburger Hafenarbeiter Ausstand, die Vorgänge in Barcelona und die Armenierverfolgungen drehte, folgte dem andert halbstündigen Vortrage. Schließlich gelangte folgende Resolution zur Annahme: Die Mitglieder des Vereins find empört über das barbarische Vorgehen der spanischen Regierung gegen die in Barcelona Verurtheilten und Juhaftirten und verdammen jenes Vorgehen auf das entschiedenste! Die nächste Versammlung des Vereins findet am 8. Februar statt. östlichen Baugewerts- Berufsgenossenschaft stehen 40 000 m. ehren amtlicher Roften 141 000 m. an Beamtengehältern gegenüber. Das Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker hielt am Mißverhältniß zu gunsten der Ehrenämter ist unverkennbar. 19. Januar ihre ordentliche Mitgliederversammlung ab. Auf der Hoffentlich tritt das Reichs- Versicherungsamt der Frage, wie Tagesordnung stand als 1. Puntt: Kaffenbericht des Rendanten vom dem geschilderten ungesetzlichen Zustande abgeholfen werden fönne, vierten Quartal 1896. Die Einnahme betrug 699,95 M., die Auseinmal energifch näher. Es ist das zu einer dringenden Noth- gabe 384,70 M.; bleibt ein Bestand von 315,25 M. Nachdem dem wendigkeit geworden. Auch wäre es ja nur die Konsequenz seines ge- Mendanten Bassin Decharge ertheilt war, legte derfelbe sein Amt legentlich eingenommenen Standpunktes. Zum Beispiel hat das Amt, als nieder, da die Funktionen desselben nach dem neuen Statut der die Müllerei Berufsgenossenschaft die Reisekosten der ehrenamtlichen Kassirer fortan mit zu übernehmen hat. Auf eine Anregung seitens Drgane erhöhen wollte, dem mit folgenden Ausführungen wider och bewilligte die Versammlung als zweite Rate für die Ham sprochen: Auch bei der Anwendung der Gesetzesvorschriften muß, burger Hafenarbeiter 50 M. Es wurde sodann beschlossen, pro wie überhaupt, das Bestreben zur Geltung kommen, die Kosten der Mitglied wöchentlich 10 Pf. extra beizusteuern. Das Mitglied ehrenamtlichen Verwaltung möglichst niedrig zu stellen, damit Otto Möhlis wurde von der Vereinigung ausgeschlossen. namentlich die Leistungsfähigkeit der kleineren Unternehmer, die Ju einer gutbesuchten Versammlung der Putzer, die am nicht zu den Ehrenämtern berufen zu werden Mittwoch bei Joël, Andreasstraße, tagte, hielt Reichstagsabgeordneter pflegen, gefchont und der Vorwurf einer verschwenderischen Frohme einen sehr interessanten Vortrag über" Streitlehren". Verwaltung dem Vorstande erspart bleibe." Der Redner wandte sich gegen die immer wiederkehrende Behauptung der bürgerlichen Parteien, daß die Sozialdemokratie Streits anzettele, diese ihren politischen Zwecken dienstbar mache und der Streit überhaupt ein spezifisch sozialdemokratisches Rampfesmittel sei. Er wies auf die Deutscher Metallarbeiter- Verband. Die Generalversammlung Arbeitseinstellungen der Zunftgesellen hin, wo es noch keine Sozial- Arbeiter- Bildungsschule. Conntag, vormittags von 10%-12 1hr abe der Verwaltung Berlin fand am 17. Januar in den„ Arminhallen" demokratie gab und auf die Kämpfe der englischen Arbeiterbewegung, wechselnd Fortschrittsturfus in Nationalötonomie und Redeübung im Botab statt und beschäftigte sich zuerst mit der Entgegennahme des Ge- in der bis vor kurzem die Sozialdemokratie noch verhältnißmäßig Montag Abend fein Unterricht. schäfts- und Kassenberichts für das 4. Quartal 1896. Zur Erledigung wenig Boden gefaßt hatte. Daß die Streits oft von kulturellem und sitt- Die Schulräume sind zur Benußung der Bibliothek und des reichen Seit der Geschäfte fanden im letzten Quartal 6 große und 5 engere Vor- lichem Werth sind, im Gegensatz zu den Kapitalisten, die in ihrem schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. standssitungen statt. Wie in dem vorhergehenden, so hatte auch im Bestreben, möglichst viel Gewinn einzuheimsen, keine Grenzen fennen, tags von 5-8 uty, Sonntags von 8-8 Uhr, unentgeltlich für jedermann geöffnet. Die Lesehalle der Arbeiter- Bildungsschule, Brunnenfir. 25, ist wochenlegten Quartal die hiesige Verwaltung weitere bedeutende Fort- weist der Reduer au verschiedenen Beispielen nach. Der Redner, Die Geschäftsstelle der Schule SO., Kaiser Franz- Grenadier- Platz 7, die den schritte gemacht. Nach einem kurzen Rückblick auf die im vergangenen der den Generalstreit als anarchistische Utopie bezeichnet, Bereins vorständen zur Vermittelung von Vorträgen wissenschaftlichen Charakters Jahre stattgefundenen Lohnbewegungen und Streiks wurde darauf durch die man keine Gesellschaftsordnung überwindet, verweist auf sur Verfügung steht, ist vormittags von 10-1 Uhr geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann. hingewiesen, daß die Unternehmer mehr und mehr bestrebt sind, sich die Beschlüsse der Parteitage, nach welchen die Mittel: Boykott und Basewalkerstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich zusammenzuschließen, um geeint die gerechten Forderungen der Arbeiter Streit nur mit besonderer Vorsicht anzuwenden sind, und giebt der schaft zurückzuweisen; auch für uns erwächst daraus die Pflicht, Meinung Ausdruck, daß durch die Macht der Organisation diese Mittel Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Bufchriften, den Bund betreffend, find zu richten an P. Gent, S. Dresdener= int eigenen Interesse mit allen Kräften für die Ausbreitung der schließlich zu beseitigen wären. Abhilfe tönnte geschaffen werden straße 107/8. Organisation einzutreten. Der Kassenbericht ergab für die Haupt- durch eine gute Sozialgesetzgebung, nicht nach dem Muster von Stumm Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Wenderungen im tasse eine Einnahme von 4798,10 M. und eine Ausgabe von und Konsorten, die das Koalitionsrecht der Arbeiter überhaupt ver- Bereinskalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstraße 80, 2. Hof. 4079,83 M.; Bestand am Ort 718,27 M. Lokaltasse: Einnahme schwinden laffen möchten und sich die Zeiten wieder zurückwünschen, Allgemeine Familien- Sterbekasse. Heute Bahltag: Ackerstraße 123 bet 1153,54 M., Ausgabe 1032,87 M.; Bestand 120,67. Die Zahl wo jede Regung der Arbeiter, ihre Lage zu verbessern, mit marten und Oranienftr. 23a bei Bukow. der Mitglieder betrug am 1. Oktober 3147 männliche und 349 weib- den härtesten Strafen geahndet wurde, sondern eine solche, die die Privat- Theater- Gesellschaft Erika". Montag, den 25. Januar, abends liche und stieg auf 3748 männliche und 374 weibliche. Die männ- Arbeiter vor der übermäßigen Ausbeutung schüßt. Mit der Auf9 Uhr. Sigung im Restaurant Nowact, Manteuffelstr. 9. Rosmos. Verein für volksthümliche Wissenschaft. Dienstag, den lichen Mitglieder vertheilen sich auf die einzelnen Branchen wie forderung, durch die Macht der Organisation und durch Aufklärung 26. 6. M., abends 8 Uhr bet Hensel, Brunnenstr. 178: Vortrag des Herrn folgt: 1202 Schloffer, 441 Klempner, 305 Dreher, 159 Gürtler, bessere Zustände anzustreben und eine andere Gesellschaftsordnung B. M. Grempe:„ Der Bau des Suezkanals". Distuffton. Sonntag, den 31. d. M., 104 Schmiede, 102 Mechanifer, 100 Former, 91 Feilenhauer, herbeizuführen, schließt der Redner seinen mit lebhaftem Beifall auf- Direttor der Treptower Sternwarte, über: Was uns die Fernrohre erzählen." 5% Uhr, im Louisenstädtischen Klubhaus, Annenfir. 16: Herr Dr. Archenhold, 65 Schleifer, 60 Gelbgießer, 59 Drucker, 46 Perlmutterarbeiter, I genommenen Vortrag. Eine Diskussion hierüber wurde nicht beliebt. Gäste willkommen. der Nordschule, Brunnenstr. 25. Kortum, Manteuffelsir. 49, v. 2 Tr. 01 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 24. Januar. Opernhaus. Der Prophet. Morgen: 8ar und Zimmermann. Schauspielhaus. Genovefa. Morgen: König Richard III. Neues Opern( Kroll). Die Journa listen. Deutsches. Die versunkene Glocke. Nachm. 23 Uhr: Der Kaufmann von Benedig. Morgen: Die versunkene Glocke. Berliner. Renaissance. Nachm. 3 Uhr: König Heinrich. Morgen: Die Weisheit der Aspasia. Spizbubenstreiche. Leffing. Die Wiederkehr. Hierauf: Niobe. Nachmittags 3 Uhr: Die HaubenTerche. Morgen: Frou Frou. Westen. Der Militärstaat. Nachmittags 3 Uhr: Schiedsmann Hempel. Morgen: Der Militärstaat. Neues. Marcelle. Nachm. 3 Uhr: Die Grille. Morgen: Marcelle. Residenz. Die Frauenjäger. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Unter den Linden. Der Bettel: student. Nachm. 3 Uhr: Der Mikado. Morgen: Der Bettelstudent. Zentral. Eine tolle Nacht. Central- Theater. Urania, Tauben- Strasse Alte Jakobstr. 30. Dir. Rich. Schulz. Sonntag, den 24. Januar cr.: Emil Thomas a. G. Bum 304. Male: Eine tolle Nacht. No. 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62 Große Poſſe mit Gesang und Tanz Sternwarte hrter Stadtbahn in 5 Bildern von J. Freund und W. Mannstädt. Musit von Julius Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Eine tolle Nacht. Concordia Variété- Theater Brunnenstr. 154. Täglich: Grosse Theater- und hof. Täglich von 7 Uhr abends ab 50 Pf. Im Theater: Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experimenten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a ( Eingang Schadowstr. 14.) Spezialitäten- Vorstellung Heute Sonntag Eintrittspreis Das beste Programm d. Norden u. a. Geschw. Carré, brillante Doppel Jongleure. Mira Borrmann, die fesche Soubr. Otto Buddel, gefällt nach wie vor. Neu einstudirt: Bomben und Granaten, Posse. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Umtausch- Billets haben Giltigkeit. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Miss Emeline Ethardo. The Kellinos. Das Sensationsbild: Endlich allein! La belle Devernois 150 Pfg. Reichhaltigste Sammlung der Welt an lebenden Seethieren, Reptilien etc. PassagePanopticum. Vont 23. d. M. ab: AffenTheater und Zirkus. Vorstellungen um 5 und 7 Uhr. Castan's Friedrich- Wilhelmſtädtisches. Der ferner 30 Künstler 1. Ranges. Panopticum. Lockvogel. Nachm. 4 Uhr: Der Glöckner von Notre- Dame. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Frau Lieutenant. Mittags 12 Uhr: Trilby. Morgen: Frau Lieutenant. Belle Alliance. Adam und Eva. Nachm. 22 Uhr: Gläubiger. Die Unehrlichen. Morgen: Adam und Eva. Schiller. Der Millionenbauer. Nachm. 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Morgen: Mit Bergnügen. Alexanderplatz. Der indische Cactus. Nachm. 4 Uhr: Die Puppenfee. Morgen: Der indische Cactus, Oftend. Schwerenöther. Nachm. 3 Uhr: Der deutsche Michel. Morgen: Schwerenöther. Parodie. Der Berggeist. Volks. Robert und Bertram. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Paffage Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten.. Kaffenöffnung 6 Uhr. Anfang 712 Uhr. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34 nahe dem Kottbuser Thor. Bei dem anhaltenden Lachsturme: Allabendlich 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Robert und Bertram Große Gesangspoffe in 4 Atten von G. Räder. Robert: H. Kettner. Bertram: M. Conrad. Nösel: Fräulein Senden. Ippelmeyer: Herr August Reiff. Jack: Herr Brodeck. Strambach: Herr Richter. Ifidore: Frl. Elise Bendir. Entree 50 Pf. bis 3 M. Johann Lampe Gastspiel Belle- Alliance- Theater Parodie- Theater Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Morgen, Sonntag, den 24. Januar, nachm. 3 Uhr: Letztes Gastspiel von Nov.! Oranienstr. 52. Nov.! Der Berggeist oder: Das graue Kreuz im Teufelsthal und: Die Jungfrau vom Riesengebirge. Frl. Jenny Marba. Große romantische Ritter: Tragödie von Fischer. Zum 2. Male: Gläubiger." Hochwohlgeborenes Publikum! Be Tragikomödie in 1 Aft von Strindberg. Dann: Die Unehrlichen." ehren Sie mich muthig, Furcht und Schauspiel in 3 Atten von Rovetta. Grauen bleibe in den Kinderschuhen Da Fräulein Jenny Marba wegen stecken, unsere Kunst stählt die Liebe anderer Gastspiel- Verpflichtungen nur zur Natur und Wahrheit! noch einmal auftreten kann, so ist dies die letzte Vorstellung der mo dernen Werke. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Abends 8 Uhr: Der Millionen. bauer. Montag, abends 8 Uhr:„ Mit Ber: gnügen." Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst Theater). Sonntag, mittags 12 Uhr: Matiné. Trilby. Drama in 5 Aften nach Die beiden indischen Pygmäen die kleinsten Menschen der Welt! Damen- Wettschwimmen. Feen- Palast, traße 22. Direftion Winkler& Fröbel. Große Extra- Vorstellung B des brillanten Künstler Personals mit neuem Programm. Großer Beifall. Kolossaler Jubel. Cirkus Sarrasani. Anfang 72 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Bf. Reservirt 50 Bf. In Vorbereitung: Eine tolle Nacht. Hauptrollen: N. Winkler und Wilhelm Fröbel. Dienstag, 26. Januar geschlossen. Mittwoch und folgende Tage: Gr. Künstler- Vorstellung. Berliner Possen- Theater Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direktion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Heute letzte Sonntags- Aufführung von Heinrich Heine. Lebensbild in 3 Aufzügen von Mels. In Vorbereitung: Neu einstudirt: Circus Renz Der Glücklichmacher. Karlstrasse. ( Jubiläums Saison 1896/97.) Sonntag, den 24. Januar 1897: 2 gr. Vorstellungen 2 Nachmittags 4 Uhr. ( Ermäßigte Preise und 1 Kind unter 10 Jahren auf allen Plätzen frei.) Aufführung des großen militärischen Ausstattungsstückes 1870/71. Abends 71/2 Uhr: Die Ballhausanna. Anfang der Vorstellung Uhr. Kaffeneröffnung 5 Uhr. Entree 50 Pfennige. Die Direktion. Schippanowsky's Deutsche Konzerthallen Spandaner Brücke 3. Neu! dem Roman bes George du Maurier Aufführung der Novität!!! Im bon Georg Otonkowsky. Abends 7/2 Uhr: Zum 12. Male: " Frau Lieutenant." Baubeville in drei Aften von Baut Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Hermann Hirschel. Musit von G. Serpette und V. Roger. Morgen und folgende Tdge: Frau Lieutenant." Aus der Mappe eines Riesengebirgs- Phantasten. Neu! New! Frühlingsglanz!! Populäre Konzerte: Jm Fliederhain, In der Nosenlaube, Jm Obstgarten, In der Hopfenlaube, Im Weinberge. Eine romantisch phantastische Handlung, mit tomischen Szenen, Entrée frei! Entrée frei! Gebirgsepisoden, einer naturgetreuen Hörnerschlittenfahrt im Niesen: Theater- Abtheilung: Friedrich Wilhelmst. Theater. gebirge u. einem zauberischen Ballets: Auftreten von Humoriſten, Komitern 20. Reiche des Geiſterfürſten! Bon = Direttor Fr. Renz und dem großNachmittags 4 Uhr: Der Glöckner bon Notre- Dame. Romantisches herzoglich hessischen Hofballetmeister Drama in 6 Tableaus von Charlotte August Siems. Noch nie ge Birch- Pfeiffer. Abends 8 Uhr: Der fehene Kostüm Pracht! Höchst Dekorationen! Lockvogel. Schauspiel in 5 Aufzügen charakteristische v. Max Kretzer. Montag, Dienstag: Ueberraschende maschinelle Effekte! ElbDer Lockvogel. fall! Kochelfall! Zackelfall! Billets find ohne Vorbestellgebühr Montag, den 25. Januar 1897, abends 7 Uhr: schon 3 Tage vorher an der Theater Aus der Mappe eines taffe zu haben; außerdem in In validendant, unter den Linden 24, bei Riefengebirgs Phantasten. Paul Romeick, Leipzigerstraße 6, und Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Alexanderplay- Theater. Sonntag, nachm. 4 Uhr, zu fleinen Preisen: Die Puppenfee." Zaubermärchen mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von Georg Zimmermann. Abends 8 Uhr: Bitante Novität! Der indische Cactus," Schwank in 4 Atten von A. von Gordon. Montag Abend und die folgenden Tage: Der indische Cactus." Billets sind schon 3 Tage vorher ohne Vorbestellgebühr an der Theatertaffe zu haben. Vormittag 1/ 211-2 Uhr. Abends von 27 Uhr an. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weißt. Erstes Wiederauftreten von Fräul. Anna Müller. Schwerenöther. Boffe mit Gesang in vier Aften von Ostar Klein. Musik von G. Steffens. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr zu halben Kaffen: preisen zum letzten Male:" Der deutsche Michel." Franz Renz, Kgl. Kommissionsrath und Direktor. Circus Busch. Bahnhof Börse. Sonntag, den 24. Januar 1897: 2 große Vorstellungen Nachmittags 4 Uhr: ( 1 Kind unter 10 Jahren frei): Zscheus, das Waldmädchen. Schwimmende Elefanten, schwimmende Pferde mit Reitern. Außerdem Vorführen und Reiten ber befibrefferten Freiheits- u. Schul: pferde. Spezialitäten 1. Ranges. Vorzügliche Klowns. Abends 71/2 Uhr: Nach Sibirien. Die berühmten Freiheitsdreffuren vom Dir. Busch. Zanzibar, russ. Sengft, ger. v. Herrn Salamonsky. Geschw. Cottrell. Pierrot's Der Gigerl- Klown Abenteuer. Mr. Alf. Daniels 2c. Morgen: Nach Sibirien. Hauswirths Töchterlein. Posse. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Alcazar Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52/53( City: Passage) Aunenftr. 42/43. Neu! Mutter Anton. Neu! Große Bauernpoffe mit Gesang und Tanz in 1 Aft. Herm. Wehling, Tanzkomifer. Lotte Sieger, Bravour- Atistin mit 50 dress. Ratten. May Alfredo Nex, Salon: Humorist. Ernst Kühne als sieg: reicher Franzose. Brothers Astorias, musikalische Klowns ohne Konkurrenz. Freikarten haben Giltigkeit. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Vereinszimmer All Geschenk zu betrachten. Wo ist die Schwiegermutter? Actien- Brauerei Friedrichshain. Heute Sonntag: BergterKonzert. Eintritt 20 f. Programm unentg. Jm Nebensaal: FamilienKränzchen. Louis Keller's restsäle Größtes Koppenstr. 29 und schönstes Etablissement der Residenz. 8672* Jeden Sonntag: Norddeutsche Sänger P. Biegler, W. Wolff, W. Bischoff, H. Rudolphy, A. Hohenberg und P. Wagener, sowie Grosses Konzert d. Neuen Berl.Konzert- Orchesters Dirigent: R. Tietz. Rachbem: Grosser Ball. Anfang 5½ Uhr. Entree 30 Pf. Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuser Strasse 4a. Heute, sowie jeden Sonntag und Donnerstag. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro. Britton, Steidl, Krone, Möhl und Schrader). Anfang 7 Uhr Entree 50 Pf. Neues urkomisches Sonntags= Programm! Unter anderem: Ueber den Zapfen gestrichen. Neueste militärische Humoreske. Morgen, Montag; Viktoria Brauerei. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf Billets à 40 Pf. giltig. Dienstag: = Böhmisches Brauhaus. Welt- Restaurant Variété- und SpezialitätenTheater. Dresdenerstraße 97. Jm vorderen Saal täglich bei freiem Entree: Grosses Künstler- Konzert Jm großen Theafersaal: Berliner Sportmädels. Ausstattungs: Burleste mit Gesang Anfang: Entree: mit Pianino zu vergeben. Restauration Wochent. 7/2 Uhr. Wochentags 20 Pf. Reichenbergerstr. 174. 9432* Sonntags 6 Uhr. 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Robert Scheere, Heinrich Meyer, Bredowstraße 11, Genoffen fein Restaurant, Weiß- u. Bairisch- Bierin empfehlende Erinnerung( das Weißbier wird sonst zu alt). Lokal Vereinszimmer, passend für Bahlabende 2c. Franz. Billard. Telephon IV, 5151. Großer Frühstücks, Mittags- und Abendtisch. Amt II Nr. 298. Restaurant, Sängerheim", Admiralstr. 18 c. Jeden Sonntag im 0. Blumen- Straße 38. Märkischer Hof, prachtvollen Spiegelſaal: Telephon: Amt VII Nr. 3760. Festball. Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Arbeitsnachweis der Möbelpolirer, Brauer, Brauerei- Hilfsarbeiter u. f. w. Gr. Orchestermusit. Die beiden Säle find Sonnabends u. Sonntags an Vereine Gr. Vereinszimmer noch an mehreren Tagen zu vergeben. Franz. Billard. zu Bällen, Hochzeiten u. Versammlungen zu vergeben. Gr. Vereinszimmer Gr. Frühstücks, Mittags- und Abendtisch. Jeden Sonntag: Die Restaurationsräume stehen den geehrten Familien Sonntags zur Verfügung. Musikalische Soiree. Grosser Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin, Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Nr. 20. 14. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 24. Jaunar 1897. Versammlungen. organifiren. In der darauffolgenden Diskussion richtete Genoffe zugesandte Berichtigungen abgelehnt habe. Der Geschäftskommission Kunkel den Appell an die Versammelten, recht zahlreich dem wurden anstatt wie beantragt 20 m., nur 10 M. aus dem allIn einer Versammlung des Wahlvereins für den Arbeiter- Bildungsverein für Stegliß und Friedenau beizutreten. In gemeinen Fonds zu etwaigen Ausgaben bewilligt. Der Be In einer Versammlung des Wahlvereins für den der Pause, die dem Vortrage folgte, ließen sich denn auch mehrere richt des Vertrauensmannes 4. Berliner Wahlkreis, die am 19. Januar tagte, referirte Schulz ergiebt mit dem Genosse Robert Schmidt über die gegenwärtige politische Lage. von den Versammlungstheilnehmern in den Verein aufnehmen, früheren Bestand von 219,40 M. eine Gesammteinnahme von Redner beschäftigte sich sehr eingehend mit der sozialpolitischen worauf die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie 423,19 M. mit einer Ausgabe von 150,95 M., fodaß ein Best and Stellung der Regierung und kritisirte sodann die zur Verhandlung geschlossen wurde. von 272,24 M. verbleibt. Alls Revisoren zur Prüfung dieser Abstehenden Gesetzesvorlagen, sowie einige politische Tagesereignisse. Die Steinarbeiter besprachen am 19. Januar in einer mäßig theilte hierauf noch mit, daß er von dem Vertrauensmann der Ham rechnung wurden Riemer und Melzer ernannt. Daudert. Nach einer kurzen Diskussion, an der sich Genosse Peter betheiligte, besuchten öffentlichen Versammlung ihre Stellung zu den Anträgen, burger Steinarbeiter, die feit längerer Zeit im Streit sich befinden, sprach der Vorsitzende sein Mißfallen aus über die geringe Be- die den Kongreß der Steinarbeiter beschäftigen werden. Hauptsächlich um Unterstützung angegangen sei. Bu diesem Zweck wird in nächster theiligung der Mitglieder bei Verbreitung der Agitationsnummer wurden die Anträge einer eingehenden Erörterung unterzogen, die bezug Beit ein Vergnügen stattfinden, zu welchem bereits Einlaßtarten im des„ Vorwärts". Redner erwartet, daß die Genossen in Zukunft nehmen auf die Organisationsform und das Fachorgan. In ihrer Mehr Arbeitsnachweis zu haben sind. Zum Schluß der Versammlung erbeffer auf dem Posien sind. heit waren sich die Versammelten darin einig, nicht für Anlehnung Eine öffentliche Versammlung der Hausindustriellen an die Generalkommission einzutreten, mit der Begründung, daß die suchte Redner für möglichst weite Verbreitung des Flugblatts Sorge Mühenmacher war am 16. d. M. bei Böbow, Prenzlauer Allee, Steinarbeiter den auf sie fallenden Beitrag zur Generalfommission 3 tragen. von einem bisher an der Gewerkschaftsbewegung Unbetheiligten in Höhe von 1800 m. besser für die eigene Gewerkschaft verwenden Friedrichsfelde. Im hiesigen Arbeiter- Bildungsverein sprach auberaumt, zu den Bestrebungen des Verbandes der können. Aus ähnlichen Gründen war man gegen den 3entral- am 17. Januar Genoffe Timm in einem beifällig aufgenommenen Fabrikanten Stellung zu nehmen. Zwölf Hausarbeiter, verband; man erklärte, daß der größte Theil der aufgebrachten Vortrag über das Leben und Wirken Friedrich Engels. Nach Regedie auch für Fabrikanten arbeiten, die dem Verbande nicht Gelder für Fachzeitung, Wanderunterstützung und Verwaltung drauf lung einiger Vereinsangelegenheiten bewilligte die Versammlung den augehören, find von den Verbandsfabrikanten ausgesperrt. Troß gehe. Die gegenwärtige Organisationsform, die auf das Ver- Hamburger Hafenarbeitern 5 M. heftigen Widerspruchs wurde ein Antrag Gerold, von den Fa trauensmännersystem aufgebaut, sei die bewährteste; den Gr. Lichterfelde. Am 17. d. M. fand hier im Lokale von brikanten, die dem Verbande nicht angehören, keine Arbeit anzuwo fich die fleinen Organisationen nicht selbst Biesnack eine öffentliche Versammlung statt, welche sich mit ber nehmen, angenommen. Man gedenkt dadurch den vereinbarten Lohn halten können, sei Anschluß an die Gewerkschaftskartelle zu empfehlen. Frage Errichtung eines Gewerkschaftstartels für Lichterfelde und tarif strenger innehalten zu können. Gin Antrag, den Fabrikanten Bei Besprechung gewerkschaftlicher Fragen wurden die Mißstände Umgegend" beschäftigte. Nach einem Vortrag des Genossen eine Liste derjenigen Hausarbeiter, die der Vereinigung fernstehen, einzu auf einigen Pläßen kritisirt. Schließlich bewilligte man den streikenden H. Faber, in welchem derfelbe auf den Zweck und die Aufgaben reichen, wurde ebenfalls angenommen. Die Sperre über die Firma Schuhmachern in Weißenfels 100 M. eines solchen Kartells zu sprechen tam, und nach einer eingehenden Müller und Hermann bleibt bestehen. Sodann wählte die Versammlung zum Vertreter in die Berliner Gewerkschaftskommission Thomsen. Im Verein der Zimmerer wurde am 17. Januar der Kassenbericht verlesen. Die Einnahme im letzten Quartal betrug 1552,80 M., die Ausgabe 658,40 M.; mit einem vorhandenen Bestand verfügt der Verein über ein Vermögen von 4230,32. Nach einem recht intereffanten Vortrag von Dr. Joël über die Entdeckung des Nordpols wurden unter Vereinsangelegenheiten den Hamburger Hafen arbeitern 500 m. bewilligt. Drten, " Eingelaufene Druckschriften. Die Lederarbeiter( Weißgerber, Lohgerber, Färber und Berufs- und zustimmenden Diskussion wurde eine dementsprechende Reso genossen) waren am Dienstag Abend im Marienbad, Badstraße lution einstimmig angenommen. Nach einem kräftigen Schlußwort zahlreich versammelt. Der Vertrauensmann Arndt gab hier den des Vorsitzenden Plättrich, in welchem derfelbe noch bekannt Rechenschaftsbericht des letzten Halbjahres, nach welchem gab, daß vorläufig die event. gewählten Delegirten ihm angemeldet der alte Bestand 388,01 m., die Einnahme 2630,90 m. und werden sollten, erfolgte Schluß der Versammlung. die Ausgabe 2541,83 m. betrug, so daß ein Bestand von 477,08 M. zu verzeichnen ist. Unter, Gewerkschaftliches" rügte Arndt, daß in letzter Beit die Kollegen der verschiedensten größeren Werkstätten von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diey' Berlag) is foeben das es unterließen, an den Sammlungen für den lokalen Unterstützungsfonds sich zu betheiligen. Er schlägt vor, von nun an mehr Wanderversammlungen zu veranstalten, um mit Hilfe dieser Agitation die Säumigen und Indifferenten mehr für die Organisation und deren Bestrebungen zu gewinnen. Hierauf hielt Dr. Joel einen Vortrag über:" Die Erforschung des Nordpols", der mit großem Beifall von der Gleichheit, Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stuttgart, Zwei gut besuchte Versammlungen des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer erörterten am 17. Januar das Thema: Der wirthschaftliche und politische Kampf mit besonderer Berücksichtigung der Lohnbewegung der Berliner Maurer. In der Versammlung im Wedding- Part hatte Maurer aufgenommen wurde. Rater das Referat übernommen. Redner behandelte eingehend die Lohnkämpfe im vorigen Jahre und schilderte am Schluß seiner woch Abend im Lokal von Scholz in der Frankfurterstraße stattfand, Eine öffentliche Versammlung der Töpfer, die am MittAusführungen die Bedeutung des Kongresses der lokalorganisirten beschäftigte sich mit der Tagesordnung: Der Kongreß der lokalGewerkschaften, der in diesem Jahre stattfindet. Die Diskussion gestaltete organisirten Gewerkschaften. Vor Beginn der Verhandlungen ehrte sich im Sinne des Referats. Unter Gewerkschaftlichem kritisirte man die die Versammlung das Andenken des in Charlottenburg verstorbenen Mißstände auf den Bauten in der Eyerzierstraße und Huffitenstraßen:| Kollegen Lingener durch Erheben von den Sigen. Thieme Ecke. In der zweiten Bersammlung im Proskauer Garten sprach als Referent legte in längeren Ausführungen die Nothwendigkeit Blaurock über dasselbe Thema, worauf in der sich anschließenden des von den lokalorganisirten Gewerkschaften geplanten Kongresses Diskussion die Maurer Berlins zu einem festen Zusammenhalten für bar. Während sich Bergeman 11 gegen diese diese nach den Neunstundentag aufgefordert wurden. seiner Meinung zwecklose Neuerung wendete, 11111 eine Ber splitterung der Kräfte zu vermeiden, erklärten sich die nachfolgenden Redner: Nemniz, Daudert, Hoffmann, Hagen, Wolf, Melzer und Thieme in längeren Ausführungen mit der Einberufung eines Kongresses einverstanden. Das Ergebniß der Verhandlung war die Annahme einer entsprechenden Resolution, wonach sich die Versammlung für Beschickung des Kongresses durch einen Delegirten erklärt, dessen Wahl in einer späteren Versammlung erfolgt. Wie gegen das Fachblatt der Zentralisten, so wurde auch gegen den„ Vorwärts" der Vorwurf erhoben, daß er einige ihm Vou ca. 600 Personen war die am 18. d. M. in Friedenau, Hohenzollern- Saal, abgehaltene öffentliche Volksversammlung besucht. Bevor dem Referenten das Wort ertheilt wurde, ersuchte der Vorsitzende den in Zivil anwesenden Kriminalbeamten, das Lotal zu verTassen. Dieser kam der Aufforderung nach und ließ sich am Eingang sein Entree zurückerstatten. Genosse Bebel referirte in einem schwung vollen Vortrage über das Thema:„ Die politische Lage." Zum Schluß des zweistündigen Vortrages, welcher mit reichem Beifall aufgenommen wurde, ermahnte der Redner die Anwesenden, sich zu vor Das Gesetz gegen den vom 27. Mai 1896 17. Heft des 15. Jahrgangs erschtenen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Zweihundertstebenundzwanzig Jahre. Klaffentampf und Kompromiß. Eine Antwort auf Giovanni Lerbas Artitel über bie Zaftit der sozialbemotratifchen Partei. Von Eduard Bernstein. Kleine Briefe. Moderne deutsche Zyrit. Von H. Ströbel Schluß.) Die Klogische Methode. Von F. Mehring. Der zweite österreichische Gewertschaftstongreß. Von Dr. J. Ingwer. Notizen: Liebknecht über Marr. Literarische Rundschau. J. H. W. Dies' Berlag) ist uns soeben die Nr. 2 des 7. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt diefer Nummer heben wir herror: Keine bürgerlichen Schußdamen, Vertreterinnen der Gewerkschaften. Weibliche Fabritinspektoren und bürgerliche Frauenbewegung. Aus der Bewegung. Die Jahrestonferenz des englischen Nationalverbandes weiblicher Arbeiter". ( Schluß.) Feuilleton: Ein Traum. Eine Weihnachts- Legende von W. Korolento.( Fortseßung.). Kleine Nachrichten. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Poft bezogen( eingetragen in der Reichspost: Beitungsliste für 1897 unter Mr. 2902) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Soziale Bravis Sentralblatt für Sozialpolitik".( Berlin, Garl Heymann's Die Berlag) enthält in ihrer neuesten Nr. 17 folgenden lettenden Auffay: freien Bereinigungen der Getreidehändler. Von Privatdozent Dr. J. Jastrow. Patentschriften Auslegestellen in Deutschland. Rückgang der Fabian Soziety. Arbeiterversicherung bet städtischen Arbeiten in Mons. Bakteriologisches Untersuchungsamt der Stadt Dresden für infettiöse Krantheiten. Subvention der Stadt Antwerpen für fterilisirte Kindermilch. Einführung des Referendums in Ensival. Rechtsschuß des Vereins schweizerischer Eisenbahn- Angestellter. Lohnbewegung von Choristinnen in Sunderland. Gesetz über das Lehrlingswesen im Kanton Waadt.-9 Uhr- Schluß der Apotheten in der Schweiz. Neunstunden- Tag in den Werkstätten der Wiener Straßenbahn. Erstattung der Invalidenversicherungs- Beiträge an Frauen.- Sicherung von Arbeiterrenten in Frankreich. Gegenseitigkeits- Staffen für Schultinder in Belgien. Armenpflege und Wohlthätigteit. und Berdienstrechnung. Dr. jur. St. v. Mangoldt. Wohnungsbau durch deutsche Städte. Rechtsverhältnisse bei Arbeiterwohnungen. Unlauteren Wettbewerb Schuld Medellin schützt das Publikum und den Uebervortheilungen und Anlockungen durch Anpreisungen, welche nicht der Wahrheit und den Thatsachen entsprechen!! Daher wird es jeden, ob oder Nichtkäufer, intereffiren, daß sich jetzt eine Kaufgelegenheit bietet, wie sie gleich günstig noch nicht ba war. Käufer Ich stelle ein Engros- Lager zum vollständigen Detail- Ausverkauf, bestehend in ca. 2000 Stück Kleiderstoffe im Werthe von ca. 55 000 Mt. sum Preise, wie sie noch niemals auf den Markt kamen. Jeder Fachmann möge prüfen, ob meine Angaben zutreffen. Besichtigung erwünscht! Zu kaufen hat niemand nöthig! Bitten möchte ich aber einen jeden, der Bedarf hat, im eigensten Interesse!! Bedarf hat jeder! Kommt zu mir, prüft meine Waaren! Holt Euch Proben! und vergleicht mit den Waaren der Konkurrenz. 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